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KONGL. SVENSKA VETENSKAPS-AKADENTENS
HANDLINGAR.
SJUTTONDE BANDET.
AFDELNING IV.
ZOOLOGI, OMFATTANDE BÅDE LEFVANDE OCH FOSSILA FORMER.
STOCKHOLM, 1892. P. A. NORSTEDT & SÖNER.
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INNEHÅLL AF SJUTTONDE BANDET.
Afdelning IV.
(Zoologi, omfattande både lefvande och fossila former).
Sid.
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BIHANG TILL K. SVENSKA VET.AKAD. HANDLINGAR. Band 17. Afd IV. N:o.
KURZER BERICHT
EINE IM SOMMER D. J. 1890 UNTERNOMMENE
Z00LOGISCHE REISE
NORD-GRÖNLAND
VON
D. BERGENDAL.
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KONGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER,
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A Folge einer von der Verwaltung des zoologischen Uni-
versitätsmuseums in Kopenhagen und der Commission fir
die geologische und geographische Untersuchung Grönlands
an mich ergangenen Aufforderung nach Grönland zu reisen,
um dort hauptsächlich solche Thierformen zu studieren,
welche an Ort und Stelle untersucht werden missen, und
wenn möglich auch nach modernen Methoden fir histo-
logische Untersuchung zu conservieren, schiffte ich mich
am 27 April vorigen Jahres auf die Barke Thorwaldsen in
Kopenhagen ein. Die Ueberfahrt währte viel länger als be-
rechnet, und durch einen fir Nord-Grönland abnorm regen-
reichen Spätsommer wurden auch meine Arbeiten vielfach
erschwert. Ganz besonders wurde die HFEinsammlung von
Meeresthieren durch Regen und Stärme oft ganz unmöglich
gemacht. In Folge dessen musste ich mich nach einem
anderen Untersuchungsgebiete umsehen, und fand dasselbe
leicht genug in den dort so zahlreichen Sisswassersamm-
lungen.
Am 14 Juni kamen wir, der dänische Entomologe Cand.
W. Lundbeck, der Botaniker Cand. N. Hartz, und ich, in
Holsteinborg an, 66” 54' n. Br. Daselbst war freilich schon
seit langer Zeit schönes Frihlingswetter gewesen, aber viele
niedere Theile des Landes waren noch mit Schnee und fast
alle grösseren stehenden Wiässer mit dickem HEise bedeckt.
Weil wir, hauptsächlich Nebels wegen, neun Tage einige
Meilen weit draussen im Meere vor dem Hafen Holsteinborgs
gelegen hatten, sahen wir einer langwierigen Reise nach
Egedesminde mit dem Schiffe entgegen, und fuhren deswegen
den, wenn man der Kiste folgt, gegen 40 Meilen langen Weg
nach Egedesminde in einer kleinen Schaluppe von der Art,
welche beim Walfischfange benutzt wird. Auf dieser Reise
4. BERGENDAL, ZOOLOGISCHE REISE NACH NORD-GRÖNLAND.
hatten wir grösstentheils herrliches Wetter, und ich konnte
draussen vor dem Zelte oder in der Zeltöffnung sogar bis
Mitternacht das Mikroskop benutzen. Des Nachts war jedoch
die Temperatur mehrmals unter dem Nullpunkte. Auf der
Reise trafen wir einen Tag in der Mimdung des langen
»Nagsugtok»-fjords auf einen Schlachtplatz, wo jeden Herbst,
gewöhnlich im Oktober, grosse Mengen von Walrossen ge-
schlachtet werden. Man sah auch daselbst grosse Massen
von Skelettheilen. Selbstverständlich waren die Stosszähne
abgehauen, und dabei gewöhnlich die Schädel stark beschädigt.
In diesem Frihling war in der Diskobucht eine unge-
wöhnlich grosse Zabl von Weisswalen gefangen worden,
— eine sogenannte »seuse» der Grönländer. Als wir einen
Abend zwischen einigen Inselchen in der Miindung des
»Ailaitsivik»fjords ruderten, wurden unsere Grönländer plötz-
lich sehr unruhig, und zeigten uns einen weissen Flecken,
der in bedeutender Entfernung im Meere lag. Bald wurde
es uns klar, dass es ein todter Weisswal war. Wir wurden
dann ohne Weiteres und ohne dass man nach unserer Mei-
nung fragte, an's Land gesetzt, und unsere Grönländer fuhren
mit der Schaluppe zum Weisswale, den sie auch bald nach
dem Ufer schleppten. Weil nicht daran zu denken war
diesen Abend die Reise fortzusetzen, gingen wir zu einem
anderen Inselchen hiniäber, wo ein besserer Zeltplatz zu
finden war, und nachdem uwunser Zelt aufgestellt worden,
fuhren die Grönländer zuräick um den Speck des Wals zu
nehmen. Derselbe wurde mit Steinen bedeckt, um bei der
Riickreise nach Holsteinborg abgeholt zu werden. Nach einer
Weile kamen sie sehr froh zuräck, ein jeder mit einem
grossen Stäck der Walfisehhaut, von welcher sie mit grosser
Gierigheit assen. Obgleich dieser Weisswal wahrscheinlich
nicht geringer als drei Monate im Meere herumgetrieben
war, war das Fleisch und die Haut grössentheils ganz frisch,
und die Haut, das so geliebte Mattak der Grönländer, sogar
wohlschmeckend. Hätte nicht die dabei sitzende blutige
Lederhaut den Appetit gestört, glaube ich gewiss, dass auch
wir grössere Stiäcke dieses rohen Mattaks gegessen hätten.
Es schmeckt wirklich den Nusskernen sehr ähnlich.
Obgleich es nicht meine Absicht ist hier etwas iiber
die allgemeineren Naturverhältnisse Grönlands zu schreiben,
will ich mir jedoch jetzt einen kleinen Ausflug erlauben.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o1. 5
In Sädgrönland hat die eifrige Jagd, und wohl noch mehr
der rickhaltslose Eierfang, die Zahl der Eiderenten sehr ver-
mindert, und von diesem Jahr ab soll auch die Jagd durch
gesetzliche Vorschriften beschränkt worden sein. Jedoch sahen
wir hier nördlich von Holsteinborg grosse Mengen dieser
Vögel. Eben in der Mindung des Nagsugtoks flogen grosse
Schaaren iiber unsere Köpfe. Ich rechnete in einer solcher
mehr als zwei hundert, unter denen viele Männchen waren.
Auch sah man sehr oft grosse nur vor Männchen bestehende
Schaaren zwischen den Inseln fliegen. Ebenso konnte unser
Kajakmann ? mehrmals in einer kurzen Weile seinen Kajak
mit BEiern der BEiderenten fast erfällen. Auch die anderen
gewöhnlichen grönländischen Vögel waren ziemlich häufig.
Nur das möchte ich bemerken, dass der Krabbentaucher,
Mergulus — »akpalliarsuk»> der Grönländer — hier wie bei
allen von mir befahrenen Kisten der Diskobucht sehr selten
und nur vereinzelt vorkam.
Man hört oft auch in Grönland, dass die Schneehihner
im Sommer nicht auf den äusseren Inseln, und iberhaupt
nicht in der Nähe des Meeres vorkämen. Diese Auffassung
scheint mir nicht ganz richtig. Es ist wahr, in der Nähe
der Kolonien sieht man wohl sehr selten einige Schneehihner,
aber während dieser Reise nach Egedesminde, die fast aus-
schliesslich zwischen den äussersten Inselchen ging, sahen
wir iiberall, sogar aussen vor der Mindung des Ailaitsivik-
fjords, viele Schneehihner, und auf einem kleinen Spazier-
gang konnten manchmal mehrere geschossen werden.
In Egedesminde verblieb ich anderthalb Monat. Von
dort begab ich mich nach Jakobshavn, und von da weiter
nach Ritenbenk. Von den beiden zuerst genannten Kolonien
aus nahm ich kleinere Reisen vor, um die Fauna der sissen
Gewässer zu untersuchen, und, nach Möglichkeit, auch die
des Meeres.
Eben des oben genannten reichen Fanges wegen var es
Anfangs nicht leicht Besatzungen fir die Boote zu erhalten.
So hörte ich eine charakteristisehe Antwort, welche dem
! Auf Bootreisen in Grönland hat man bekanntlich oft unvorge-
sehener Umstände wegen einen gewandten Kajakruderer mit sich, der
an der Seite des »umiaks> oder der Schaluppe fährt, und verschiedene
Dienste verrichtet, weil er so viel schneller rudern kann. So holt er
Wasser, fährt zurick nach vergessenem Sachen etc.
6 DD BERGENDAL, ZOOLOGISCHE REISE NACH NORD-GRÖNLAND.
Koloniverwalter von einem Grönländer, welchen er als Steuerer
des Boots und Vorstand einer Besatzung micten wollte, gege-
ben wurde. »Dein Geld ist freilich gut» sagte der Grönländer
nach der mir mitgetheilten dänischen Uebersetzung, »aber
dieses Jahr habe ich Geld genug, und es ist mir viel nitz-
licher auf Rennthier-jagd und Lachsfischerei zu ziehen».
Leider hört man nur sehr selten von einem Grönländer, dass
er so klug und voraussehend iiber seine Dinge nachdenkt.
Dagegen hört und sieht man oft genug, dass die Grönländer,
wenn sie nur fir den Augenblick geniigendes Essen haben,
nichts thun wollen. Ganz besonders beachtenswerth ist die
obige Antwort weil es von einer Bootfahrt die Frage war.
Solche Reisen mit Europäern treten die Grönländer gewöhn-
lich sehr gern an.
Von RBRitenbenk aus trat ich mit der Barke Ceres d. 6.
September die Reise nach Hause an. Obgleich die Entfernung
von Ritenbenk bis Kopenhagen viel länger als von Kopen-
hagen bis Holsteinborg ist; wurde die Reise in weniger als
der halben Zeit, welche fir die Hinreise erforderlich war,
zuruäckgelegt. Sowohl 'Thorwaldsen wie Ceres waren schnell
segelnde, gut eingerichtete Schiffe, welche dem dänischen
Staate gehören.
Uberhaupt war es nicht meine Aufgabe grosse Samm-
lungen zusammenzubringen, sondern die Untersuchung der
lebenden ”Thiere musste die Hauptaufgabe sein. Was ich
gesammelt habe, ist natirlich dem Universitätsmuseum in
Kopenhagen iiberliefert worden. Von meinen Untersuchungen
werde ich später ausfihrlicher berichten, und recht bald
hoffe ich eine Abhandlung uber die grönländischen Rotiferen
veröffentlichen zu können. Weil ich aber, als Inhaber eines
Reisestipendiums, schon vor dem Ausgange des Jahres eine
längere zoologische Reise nach dem Mittelmeere vorzunehmen
verpflichtet bin, und weil ich, als ich die Reise nach Grön-
land antrat, schon andere der Veröffentlichung wartende
Arbeiten, die nicht länger verschoben werden dirfen, fast
fertig hatte, habe ich hier einige von den schon fest-
stellbaren Resultaten meiner Reise in Grönland mittheilen
wollen.
Im Anfang des Juni war das Meer einige Meilen von
der Kiiste Grönlands des Abends strotzend voll von Jugend-
stadien, Ephyren, der dort vorkommenden Arten der Gat-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o1. 7
tungen Aurelia und Cyanea.!? Dieselben waren noch viel
mehr grinlich und bräunlich als die ausgewachsenen reifen
Thiere. Ausgewachsene Aurelien und Cyaneen wurden diesen
Sommer nie sehr gemein an den von mir besuchten grön-
ländischen Käisten. Im ersten Theile des Juni erhielt ich
auch ausserordentlich viele Exemplare einer sehr schönen
Margelis. Etwas später und näher am Ufer sah ich eine
ziemlich grosse Sarsia. Diese letztere kam auch später
zwischen den Inseln bei Egedesminde vor. Daselbst wurde
sie aber ziemlich bald bleicher, und so schöne Exemplare
wie ich fruäher gesehen hatte, konnten nicht eimgesammelt
werden. HFEinige andere meist kleinere Hydroidmedusen sind
noch nicht bestimmt geworden.
Ich behandelte diese Thiere zuerst mit Chromosmiumes-
sigsäure, der ich etwas mehr Osmiumsäure zugesetzt hatte. Bald
wurde die Flissigkeit gewechselt, und gewöhnliche Chrom-
osmiumessigsäure zugegeben. Das Resultat schien mir sehr
gut. Die Auswaschung mit verdinntem Alkohol konnte
nicht lange genug fortgesetzt werden, weshalb einige bei der
Riäckkehr nach Kopenhagen zu viel geschwärzt waren. Auch
erhielt ich bei der Fixierung in Pikrinsalpetersäure, die ich
mit etwass Seewasser verdinnte, ganz gute Resultate.
Einige Ctenophoren waren auch im Anfang des Sommers
ausserordentlich gemein. Beroe kam ibrigens den ganzen
Sommer recht gewöhnlich vor. HEine grosse stark gefärbte
Form mit, wie es schien, nur einem Tentakel, sah ich vom
Schiffe, erhielt aber keine unbeschädigte Exemplare. Die
lobaten Ctenophoren waren den ganzen Sommer durch eine
weissliche oder hyaline, sehr weiche Form, wohl eine Bolina,
vertreten. Es war kaum möglich dieselbe unbeschädigt aus
dem Meer aufzuholen. Eine befriedigende Conservierung
dieser weichen Formen war kaum zu erreichen.
Den Krebsthieren widmete ich keine besondere Auf-
merksamkeit. Natirlich erhielt ich im pelagischen Netze, —
welches, beiläufig bemerkt, bei Jakobshavn nicht selten grosse
Massen von HEisscherben aufnahm — zahlreiche Krebsthiere
und habe auch einige solche mit nach Hause gebracht, glaube
aber kaum etwas dariber hier mittheilen zu dirfen. Nur
! Aurelia flavidula PERON & LES. und Cyanea arctica PERON & LES.
Indessen ist der Unterschied dieser Arten von den europäischen bisher
nicht sicher erwiesen.
Sc I BERGENDAL, ZOOLOGISCHE REISE NACH NORD-GRÖNLAND.
das könnte möglicherweise einer Notiz werth sein, dass in
der Mitte des Juli eine braune Mysisart die oberen Schichten
des Meeres fast ganz erfillte. Dieselbe konnte denn plötzlich
ganz verschwinden um nach einem oder einigen Tagen wieder
in denselben grossen Mengen aufzutreten. Später im Sommer
wurde diese Art nicht so massenhaft gesehen.
Clio borealis sah ich freilich oft genug, aber nur mehr
vereinzelt. In grösseren Schaaren wurde dieselbe von mir
nicht beobachtet. Limaecina arctica erhielt ich, wunderbar
genug, kein einziges Mal im pelagischen Netze, als ich das-
selbe in der Nähe der Kiiste benutzte. Dagegen wurde die-
selbe weiter vom Lande mit dem Schleppnetze wom Schiffe
aus heraufgeholt.
Eine Erscheinung, die vielleicht ganz gewöhnlich ist, die
mir aber neu und unerwartet war, will ich erwähnen. Ueber-
all sieht man im Meereswasser kleine gelbrothe Klimpcehen
von weicher fast schleimartiger Consistenz. Untersucht man
ein solches mit geringerer Vergrösserung sieht man von dem
rundlichen oder ovalen Körper dicke unverzweigte Anhänge
ausgestrecht und eingezogen werden. Uebrigens ist die
Oberfläche mnackt. Cilien konnten auch mit stärkerer Ver-
grösserung nicht gesehen werden. Lange wusste ich nicht
wo ich diese Jugendstadien einordnen sollte, bis es mir zu-
letzt gelang einige kleine Kalbkörper vom Holothurientypus
in der Haut derselben zu beobachten. Freilich wusste ich
dass die Cucumarien sich nach SELENKA ohne Larvenstadium
entwickeln, kannte aber nicht dass sie so lange frei in der
Meeresoberfläche schwimmen. Fin eigentliches Schwimmen
war es wohl kaum, denn das Einziehen und das Ausstrecken
der Tentakeln(?) dirfte wohl nur in sehr beschränktem Maasse
eine Fortbewegung verursachen können. In grösseren Schaa-
ren kamen sie nicht vor, aber bei jedem Zug mit dem Netze
wurden einige gesammelt. Des Nachts erhielt ich sie in
etwas grösserer Zahl als bei vollem Tageslicht.
Ich denke mir dass diese Jugendform der Cucumaria
frondosa gehört, welche ja im grönländischen Meere ausser-
ordentlich häufig ist. Wie gemein diese Art ist geht schon
daraus hervor, dass wir, auf der Hinreise Nebels wegen
draussen von Holsteinborg verankert, einen Tag den grossen
Heilbutt zu fischen versuchten, diesen freilich nicht erhielten
aber in dessen Stelle grosse Mengen von Cucumaria frondosa,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o1. 9
mit den Angeln aufgezogen, mitunter in einem Zuge drei
bis vier grosse Exemplare, die an einander fest hielten. Es
war noch nicht die richtige Zeit fir das Heilbuttsfischen.
Auf der Riickreise wurden auf derselben Stelle in einigen
Minuten vier riesenhafte Heilbutte aufgezogen.
Obgleich die Sonne im halben Juni und der ersten Hälfte
Juli fast die ganze Nacht iiber dem Horizont sich befand,
zeigten jedoch die pelagischen Thiere sich in viel grösserer
Zahl von 7 oder 8 Uhr Abends an der Oberfläche. Das galt
auch fär die obengenannte Margelis, die sehr lichtliebend,
oder wenn man lieber einen gelehrteren Ausdruck haben
will, positiv heliotropisch war. Beiläufig mögen folgende
Versuche hier erwähnt werden. Ich bedeckte nämlich das
Gefäss — eine undurchsichtige Porzellanschale —, in welchem
sie schwammen, mit Biichern, und fand dann, als ich die
Bedeckung weg nahm, dass alle Medusen sich an den Boden
des Gefässes gelegt hatten. Sobald aber ich die Biicher weg
genommen hatte, erhoben sie sich im Wasser und fuhren
später fort so lange zu schwimmen bis ich das Eindringen
des Lichts verhinderte. Dann legten sie sich wieder sogleich
oder nach einigen Minuten men auf den Bodin
Ebenso fönkse sie sich fast ohne Ausnahme gegen den
Band des Gefässes, wo ich einen Lichtstreif einfallen liess.
Auch manche andere Meeresthiere zeigten ähnliche Reaktion,
vielleicht aber keines so auffallend wie diese Meduse. In
der ersten Hälfte des Juni wurden auch sehr grosse Nereiden
— wohl Nereis pelagica — frei sechwimmend an der Ober-
fläche des Meeres gesehen. Auch diese Art wurde nur in
den Nachmittags-und Abendstunden gesehen.
Ich hatte besonders håskeiehtiök den Turbellarien (spe-
ciell den Polycladiden) und Nemertinen meine Studien zu
widmen. DLeider konnte ich diese Absicht nicht durchfiähren,
weil, so weit meine Untersuchungen es beweisen können,
diese Gegenden sehr wenige solche Formen zu besitzen
scheinen. Fir die Polycladiden hatte ich es wohl etwas
solehes erwartet, denn schon hier bei unseren Kiisten sind
sie sehr gering an der Zahl. Der schon friher bekannten
Leptoplana kann ich keine andere Polycladide zufiigen.
Die Rhabdocoelen sind dagegen viel zahlreicher. Die-
selben sind aber von LEVINSEN während seines mehr als zwei-
jährigen Aufenthalts in Egedesminde beobachtet und be-
10 oD. BERGENDAL, ZOOLOGISCHE REISE NACH NORD-GRÖNLAND.
schrieben worden. Ich sammelte solche Formen einige Tage,
fand aber nur von LEVINSEN schon notirte Arten, weshalb
ich bald dieses Arbeitsfeld aufgab. Ein genaueres Studium
der ”Turbellarien ist nämlich — wie ich friher oft erfahren
habe — so zeitraubend, dass ich, wenn ich diese Thiere
hätte aufsuchen, genau beobachten, und fir spätere Schnitt-
studien gut aufbewahren wollen, dann in der kurzen mir zur
Disposition stehenden Zeit nichts anderes hätte ausfihren
können. '
Dagegen hatte ich erwartet mehrere Nemertinen zu fin-
den und muss auch noch glauben, dass sie nicht so wenig
zahlreich sind wie es nach meinen unvollständigen Meeres--:
untersuchungen aussehen könnte. Sie sind ziemlich schwer
einzusammeln und man muss vor Allem die Lokale kennen
lernen wo sie sich gern aufhalten. Zu den wenigen friiher
bekannten grönländisehen Nemertinen kann ich also nur
Cephalotriz linearis, Carinella Uinearis, und einen etwas zwei-
felhaften Amphiporus lacteiflorus als neu angeben. Ob ich
eine kleine in etwas tieferem Wasser vorkommende Tetra-
stemma als neue Art oder als eine Varietät von T. candida
auffiihren soll, habe ich noch nicht entschieden.
Chasmocephala cordiceps war schon von LEVINSEN gefunden.
Indessen schienen unsere Exemplare nicht vollständig iiber-
einstimmend zu sein, denn ich konnte nur die bei den Ho-
plonemertinen normalen zwei Styletsäcke auffinden und ver-
misste auch die schwarzen Fleckep, welche sich pro acervis
oculorum an LEVINSENS Exemplaren vorfanden. Auch stimmten
die Kopffurchen nicht ganz mit den Sarsschen Zeichnungen
iiberein. Ich glaube nach meinen Untersuchungen, die bisher
nur an dem lebenden Thier gemacht worden sind, dass die-
se Art in die Gattung Amphiporus iibergefihrt werden darf.
Hieriber werden die in Sublimat, Sublimatalkohol und einer
Mischung von Pikrinsalzpetersäure, Alkohol und Kochsalz-
lösung fixirten Exemplare mir gewiss auf Untersuchungen
! Es wird ziemlich leicht eingesehen werden dass die Einsammlung
nicht sehr energisch betrieben werden kann wenn man selbst beim
Mikroskope die grösste Zeit sitzt und zum Einsammeln nur Grönländer,
deren Sprache man nicht versteht, verwendet. Indessen hatte ich bei
Egedesminde einen guten Fänger als Vorstand des Einsammelns, als ich
nicht selbst mit in der Schaluppe war. Recht bald konnte er sehr wohl
die Nemertinen von anderen Wiirmern unterscheiden und gab immer
bei der Riickkehr richtig an wie viele »gute» er auf der vorgenommenen
Einsammlungsreise erhalten hatte.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o1. 11
von Schnittserien gestitzte Angaben in der Zukunft zu ver-
öffentlichen erlauben.
Von den anderen gesammelten Meeresthieren will ich
hier zwei erwähnen. Das eine ist ein grosser Balanoglossus,
der sehr gewöhnlich bei Egedesminde im Lehmboden zu-
sammen mit grossen um 20 cm. langen Chirodota laevis vor-
kam. Derselbe war weisslich oder gelbroth, ist aber noch
nicht näher untersucht worden. Das andere ist Chetoderma
nitidulum, das ich in der Nähe von Jakobshavns Eisfjord im
Lehmboden fand.
Von den grossen Mengen gesehener Echinodermen und
Anneliden finde ich keinen Grund hier zu sprechen, denn,
soviel ich bisher weiss, waren sie fast alle entweder gewöhn-
liche polare Formen oder sogar auch bei unseren Kirsten
sehr gemein. HEine Annelidenlarve trat in grossen Mengen
auf, und ist zum Theil in mit Seewasser gemischten Pikrin-
schwefelsäure, zum Theil in Sublimat fixirt worden, und kann
also genauer untersucht werden.
Im Sommer hat man wenigstens bei Egedesminde keine
gute Gelegenheit Säugethiere auf Parasiten zu untersuchen.
So konnte ich nur zwei Phoca barbata obducieren. Ich habe
bisher bei keinem ”Thiere solche Mengen von Parasiten ge-
sehen. Der Diinndarm war wie eine Wurst mit Bandwiirmern
voll gestopft. Unter diesen Bandwiirmern war ein kurzer
Bothriocephalus und eine längere Teenia. Der erstere trat
viel massenhafter als die letztere auf.
In Jakobshavn kann man in Folge der Nähe des Eis-
fjordes gewöhnlich zu jeder Jahreszeit Seehunde bekommen.
Bei meinem dortigen Aufenthalt hinderten indessen Stirme
so sehr den Fang, dass ich nur eine jingere Phoca groen-
landica untersuchen konnte. Ausser einigen Nematoden oder
Echinorhynchen ! zeigte dieselbe keine Parasiten.
Auch von Scymnus microcephalus (glacialis) konnte ich
nur ein mittelgrosses Exemplar obducieren. Im Spiraldarme
fand ich nur ein einziges Phyllobothrium. Dieser Haj ist
merkwirdig stumpfsinnig und träge. Das von mir unter-
suchte Thier war wohl ebenso gross — wenn auch nicht so
lang — wie der Kajak von welchem ihn der Grönländer an
» YIch habe keine Aufzeichnungen dariiber und erinnere mich nicht,
ob ich diesen Wurm untersuchte. Die eingesammelten Thiere habe ich
nicht hier in Lund.
12 oD. BERGENDAL, ZOOLOGISCHE REISE NACH NORD-GRÖNLAND.
die Oberfläche heraufgezogen hatte. Gewiss hatte der Haj
von dem »anguvijak» (dänisch Lentser, eine Art Wurfspiess)
viele Wunden erhalten, lebte aber noch sehr deutlich als er
vom Kajakmanne nach der Kolonie geschleppt worden war,
und als ich beim Herausnehmen des Gehirns die letzten
Nervenzweige abschnitt, bewegte er sowohl den Kiementractus
wie die Augen. Schon lange vorher war die Leber, welche
der Fänger selbst behalten wollte, herausgenommen. Auch
hatte ich den Darmkanal ausgeschnitten und in ein Gefäss
gelegt. Obgleich ich bei diesen Operationen die Augen und
die Kiemen ziemlich lebhaft beriährte, machte er gar keinen
Versuch seine mächtige Schwarzflosse zu benutzen, oder den
Grönländer, welcher beim Öffnen der Bauchhöhle das eine
Bein unmittelbar vor der Mundspalte stellte, zu beschädigen.
Uberhaupt soll dieser grosse, gefrässige, und mit so mächtigen
Zähnen versehene Fisch niemals einen Versuch machen
weder den Kajak umzuwerfen noch die Fänger zu beissen
oder zu schlagen, und die Berichte in der Literatut von der
Gefährlichkeit dieses Hajs scheinen wohl kaum die Wahrheit
wiederzugeben. Man könnte sich vorstellen dass dieser Haj,
welcher aus grösseren Tiefen heraufgezogen wird, in Folge
des geringeren Druckes in den oberen Wasserschichten ge-
sprengt oder wenigstens etwas gelähmt wirde. Dies ist
jedoch nicht immer der Fall, denn ich hörte von Hajen,
welche die Angeln verlassen, und sich gut schwimmend weg
begeben hatten. !?
In den meisten Fällen werden diese Haje nicht von den
Fängern nach Hause gefihrt, sondern draussen im Meere
aufgeschnitten und die Leber herausgenommen.” Sein Fleisch
schätzen die Grönländer nicht. Dasjenige des fir meine
Rechnung nach der Kolonie geschleppten Thieres wurde mit
seltener Freigehigkeit fär die Hunde hie und da hin gelegt,
und sogar diese zuweilen alte Kajake fressenden Thiere
liessen das Hajfleisch verschiedene Tage liegen ehe sie es
ganz verzehrten, was um so merkwirdiger war, als die Hunde
dieser Familie nicht weniger als vierzig waren. Ich habe
! Es ist iberigens wohl bekannt, dass die Hajen sehr oft freiwillig
in den oberen Wasserschichten schwimmen.
? Die meisten Haje werden im Winter, als das Meer mit Eis be-
legt ist, gefangen. Auch dann soll gewöhnlich nur die Leber nach Hause
gefiihrt werden.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o1. 13
kaum in einem anderen Falle ein Beispiel gesehen, dass
grönländiseche Hunde etwas essbares ruhig liegen gelassen
haben. Den Darmkanal des Hajs fressen sie dagegen sehr
begierig. Die Grönländer selbst essen sehr ungern und wohl
nur in Zeiten der äussersten Noth das Fleisch der Haje, was
ihnen wohl auch schädlich sein kann. Wenigstens hörte ich,
dass die Hunde, wenn sie viel Hajfleisch erhalten, krank, fast
wie betrunken wiirden. Dies soll ganz besonders dann ein-
treffen, wenn die Hunde bald nach einer solchen Mahlzeit
stark angestrengt werden. Auch das getrocknete Fleisch soll
dieselbe Wirkung haben.
In Jakobshavn werden die Hunde zum grossen Theil
mit »balleralik» (Hippoglossus hippoglossoides WaALBAUM) ge-
fättert. Dieser Fisch kommt ausserordentlich häufig auf den
Bänken und in der Miudung des tiefen Eisfjords vor, und
eben dieses veranlässt den grossen Reichthum an Hajen bei
Jakobshavn. Der von mir aufgeschnittene Haj hatte noch
einen grossen solchen Fisch ganz frisch im Magen, neben
anderen mehr verdauten. j
Seltenere Vögel konnte ich nicht auf Parasiten unter-
suchen, weil es gar zu viel Zeit nahm dieselben selbst zu
jagen, und die Exemplare, welche ich von den Grönländern
erhielt, fast immer schon zu lange todt gewesen. Ubrigens
konnte ich kaum fär die genaue Untersuchung vieler Vögel
Zeit eribrigen. Von einem, vie es mir schein, eigenthim-
lichen Bändelwurm aus Fulmarus wird wohl in der Zukunft
etwas berichtet werden.
Jetzt will ich eine kurze Notiz iiber meine Studien der
Grönländischen Rotiferen und Infusorien zufigen. Wie schon
angedeutet, fand ich es bald nöthig meine Turbellarien-Stu-
dien aufzugeben und ein anderes Thema zu wählen; und
als ich oft in mehreren Tagen keine Meeresuntersuchungen
vornehmen konnte, betrachtete ich bald genug die Arbeiten
mit den Sisswasserformen als Hauptaufgabe. Leider war
meine Literatur nicht fir diese Studien besonders gewählt,
sonst wäre wohl auch dass Resultat besser geworden. Indessen
glaube ich dass meine Studien iber die Rotiferen und Proto-
zoen nicht ganz werthlos sind. Gewiss kann ich in vielen Fäl-
len nicht mit völliger Sicherheit den Namen der gesehenen
Form geben. In den meisten Fällen habe ich jedoch auf
Grund meiner Notizen und Figurskizzen eine annähernde
14 oD. BERGENDAL, ZOOLOGISCHE REISE NACH NORD-GRÖNLAND.
Bestimmung vornehmen können und in keinem Falle zweifle
ich an der Bestimmung der Gattung. Ebenso bin ich iiber
die Zahl der gesehenen Arten ziemlich sicher. Ich habe
bisher nur die Bearbeitung der Rotiferen vorgenommen.
Völlig abgeschlossen ist dieselbe nicht, jedoch habe ich die
meisten Zeichnungen genau studirt und mit den wichtigeren
Arbeiten in der Rotiferenliteratur verglichen, und glaube mit
Sicherheit die grönländische Rotiferenfauna als ungewöhnlich
reich ausgeben zu können. In der kurzen Zeit von kaum
zwei Monaten die ich fir solche Untersuchungen im Lande
zubrachte, habe ich ungefähr siebzig Rotiferen-Arten gefunden.
Vergleicht man diese Zahl mit derjenigen der Insekten, ist
dieselbe geeignet Erstaunen zu erregen.
Die Coleopteren stellen die Armuth der grönländischen
Land-fauna am aller schlagendsten dar. SCHIÖDTE giebt in
einem RINE'S grössere Arbeit iiber Grönland zugefigten An-
hang die Zahl derselben auf 21 an. RInKs Arbeit ist im
Jahre 1857 gedruckt worden, ich habe aber von meinem
Reisegefährten, Kand. Lundbeck, gehört, dass die späteren
Untersuchungen diese Zahl kaum erhöht haben. Bekanntlich
zählt die schwedische Coleopterenfauna iiber drei tausend
Arten. Die schwedische Rotiferenfauna ist bisher nicht un-
tersucht worden. Ich habe freilich einige Gewässer jetzt
nach meiner Rickkehr von Grönland untersucht und nicht
so viele Arten gefunden, aber darauf kann man bei dieser
späten Jahreszeit kein Gewicht legen. HEinige Verfasser
haben viel längere Zeit, als ich in Grönland war, die Roti-
ferenfauna verschiedener Gegenden Deutschlands untersucht
und keine höhere Arten Zahl erhalten als ich fär Grönland
angegeben habe. Die Zahl der Gattungen welche ich in
Grönland vortreten gefunden habe, sind etwas mehr als dreis-
sig. Nähere Angaben iiber diese Fauna wird die bald fertige
ausfuhrlichere Arbeit geben. Ich will nur bemerken, dass
die grönländischen Rotiferen wohl zum grossen Theil mit
europäischen identische Arten aufzuweisen haben, jedoch
nicht so ganz wenige Arten welche sicher bis jetzt nicht in
Europa gefunden wurden. HEine neue Gattung Mikrocodides
bildet eine sehr erwinschte Verknipfung zwischen der auch
in Grönland vorkommenden Gattung Mikrocodon und den
Notommatoden. Ob eine oder zwei andere neue Arten als
Typen eigener Gattungen aufzustellen sind, scheint mir noch
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 178 ARDUIVäsnso ls 15
etwas zweifelhaft. Nur das möchte ich noch hienzusetzten, dass
ich wenigstens drei Rotiferen im Meere am Ufer gefunden
habe.
Länger und wenigstens ein Paar Jahre wird es dauern
bis ich mit der Bearbeitung meiner Aufzeichnungen iber
die Protozoen Grönlands fertig bin. Relativ so zahlreich wie
die Rotiferen scheinen sie mir kaum zu sein, aber auch der
Infusorien waren wunerwartet viele. Ich werde hier eine ge-
drängte Aufzählung einiger Gattungen, die ich sicher beo-
bachtet habe, geben. Fir ein genaueres Durchgehen meiner
Notizen habe ich jetzt keine Zeit, und deshalb ist die Unvoll-
ständigkeit dieser Aufzählung nicht gering. Von den Helio-
zoen habe ich Actinophrys, Actinospherium und Clathrulina
gesehen. Weniger sicher war ich betreffend eine Form die
ich als Acanthocystis notirte. Verschiedene Volvocineen waren
recht gemein. In einigen Seen sah ich eine grosse Art die
ich als V. globator bestimmte.
Unter den Holotricha? sah ich Repräsentanten der Gat-
tungen, Holophrya, Prorodon, Trachelophyllum, Lacrimaria,
Trachelius, Dileptus, Loxophyllum, Nassula, Colpoda?, Para-
mecium, Calpidium, Glaucoma, Microthorax und Pleuronema,
Von den Heterotrichen waren Metopus, Spirostomum, Bursa-
ria, Climacostomum, Stentor und eine Tintinnoide vertreten.
Die Hypotricha fordern fir eine sichere Bestimmung
nicht geringe Zeit. Deshalb konnte ich nicht viele Arten
bestimmen und nur die folgenden Gattungen kann ich als
geniigend sicher angeben: Stichotricha, Uroleptus, Pleurotricha,
Onychodromus, Urosticha, Ösxytricha, Stylonychia, Euplotes,
ÅAspidisca, Halteria und Strombidium.
Von den Peritrichen waren verschiedene Arten von
Vorticella sehr gewöhnlich. HEinige Male sah ich Vaginicola
und eine gestielte Form die ich vorläufig als eme Epistylis
bestimme.
Von Suctorien sah ich nur Acineta.
Im Meere sah ich ausser einigen hier schon genannten
Gattungen auch Vertreter der Gattungen Styloplotes, Urony-
chia, Trachelocerca wvnd Tintinnus. Von den HFlagellaten
sah ich ausser den Volvocineen viele Formen, konnte aber
! Ich benutzte bei meinen Studien dieser Formen hauptsächlich
BÖTSCHLI'S Arterstellung in Bronus Klassen und Ordnungen. Hier folge
ich jetzt jedoch der älteren Systematik bei der Aufzähblung der Gat-
tungen.
16 Dt BERGENDAL, ZOOLOGISCHE REISE NACH NORD-GRÖNLAND.
LJ
nur wenige genauer untersuchen und gebe deshalb hier allen
voriiber. |
So gebe ich weiter hier einige kurze Notizen iiber an-
dere im den siässen Wässerne Grönlands gefundene Thiere.
Nach LöTKENS in Manual of the Natural History, Geology
and Physics af Greenland and the neighbouring regions von
RUPERT JONES eingefiihrtem Verzeichniss iber die Thierwelt
Grönlands soll der Inspektör OLRIK eine Hydra sp. an's Mu-
seum gesandt haben. Auch ich fand eine Hydra sowohl in
Egedesminde wie in Jakobshavn. Dieselbe war sogar dort
gemeiner, als ich sie friiher anderswo gesehen habe. Ich
konnte in einem mit einer Pipette aufgehobenen Tropfen
mehrere Individuen von dieser Polype auf den Objektträger
bekommen. Es war eine bräunliche Art, die indessen ziem-
lich kurze Arme besass. Die Nesselkapseln waren ziemlich
klein. Sie kam unter schwimmenden Moosrasen vor. Gut
conservirte Exemplare werden wohl nachher eine genaue
Bestimmung erlauben.
Suässwassergastropoden sah ich nicht, was wohl darin
seinen Grund hatte, dass ich meine meisten Untersuchungen
in unmittelbarer Nähe der Kolonien vornahm und nie Zeit
finden konnte längere Landexkursionen zu machen. Auf
einem Inselchen um 4 Meile nördlich von Holsteinborg wurde
Cyelas cornea beobachtet.
Mit den Krebsthieren des sissen Wassers wagte ich
auch nicht meine Zeit zu zersplittern, sammelte sie darum
nur ganz mechanisch. Bei einer sehr fluchtigen Besichtigung
glaubte ich Repräsentanten der Gattungen Lynceus, Bosmina
und Daphnia nebst zwei Ostracoden wieder zu erkennen.
Diese Daphnoiden waren fast iberall sehr gemein. In einigen
Wässern trat auch Branchipus cf. stagnalis massenhaft auf.
Gewöhnlich aber sah ich ihn mehr vereinzelt.
Eine Hydrachna war auch gemein. Marcrobiotus cf.
Schulze trat in allen stehenden Gewässern Grönlandsauf. Dort,
wie hier zu Hause, bildete er nie Massen, aber in den meisten
Proben sah ich eine oder mehrere Individuen dieser Form.
Fast ebenso gemein waren die Gastrotrichen, von welcher
Gruppe ich vier oder finf Arten unterscheiden konnte.
Der Miickenreichthum Grönlands ist leider gar zu be-
kannt um einer Erwähnung zu bedirfen. Wie die Miicken
selbst Arbeiten in der freien Luft sehr ersehweren können,
BIHANG TILL K: SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 1. 17
so sind die Miickenlarven bei Mikroskopischen Arbeiten mit
Sisswasserthieren eine wirkliche Plage. Es ist mir mehrmals
geschehen, dass, wenn ich in einer Probe ein interessantes
Räderthier gefunden und eine Untersuchung desselben ange-
fangen hatte, diese aufdringlichen Unruhestifter alles ver-
sehoben und meine Arbeit halbvollendet abbrachen. Es ist
freilich sehr gut kleine Thiere zu isolieren, aber ein Jeder,
weleher solche Studien selbst getrieben hat, kennt aus bit-
terer Erfahrung die dabei unumgängliche Folge, dass dann
und wann eine Form verloren geht, und ich kann in einigen
Fällen nur die Mickenlarven, welche mich zu friuh, ehe ich
eine geniigende Voruntersuchung vorgenommen hatte, zur
Isolierung zwangen, fir die unvollständige Beschreibung ver-
antwörtlich machen, welche ich von mehreren interessanten
Formen geben muss. Bald lehrte ich Miickenlarven unter
dem Präparirmikroskope zuerst wegzupflicken, aber sehr oft
hatten sich jedoch einige kleinere unter den Moosblättern
versteckt.
Mehrmals konnte ich auch in Grönland die Erfahrung
machen, dass zwei nahe an einander gelegene und wie es
scheint in fast allen äusseren Umstanden gleiche Gewässer
ziemlich ungleiche Bewohner beherbergen konnten. So sah
ich auf einem kleinen Inselchen, das ieh d. 28 Juni in der
Mindung des Nagsugtokfjords besuchte, viele fast unmittelbar
neben einander liegende Gewässer, die aber eine sehr ver-
schiedene Fauna zeigten. In einem kleinem an einem Berg-
wande gelegenen Sumpfe, in welchem unaufhörlich schmel-
zender Schnee das Wasser ein wenig abkiihlte, fand ich
grosse Mengen von Hydatina senta. In keiner von den an-
deren nahe gelegenen Gewässern konnte sie beobachtet wer-
den. Im einem anderen von diesen sah ich den grossen
gewöhnlichen Branchipus, in einem dritten einen kleineren
schwäcber gefärbten Branchipus, ob wirklich eine getrennte
Art, weiss ich noch nicht.
Auf einem anderen weiter nördlich gelegenen Inselchen
war der eine von zwei absolut gleich gelegenen Moosgräben
strotzend voll von Branchipus stagnalis. Im anderen sah ich
keinen einzigen, und so öfter.
Um hier ein Beispiel von beschränkter Ausbreitung anzu-
fähren will ich mittheilen das ich die Hydatina senta später
in keiner einzigen Wassersammlung in Grönland beobachtete,
2
18 oD. BERGENDAL, ZOOLOGISCHE REISE NACH NORD-GRÖNLAND.
was mir, weil diese Art anderswo so gemein ist, sehr merk-
wärdig scheint. Es könnte möglicherweise die Nordgrenze
dieser Art sein. Es könnte auch sein, dass diese Frihlings-
form fir dieses Jahr seinen Lebenscyclus so friih abschluss.
Das letztere mag ich nicht gern glauben, denn bei den spä-
teren feuchten Zeiten wiirde sie wohl dann wahrscheinlich
wieder erschienen sein.
Weil so viel iiber Grönlands Natur und Volk geschrieben
ist halte ich es kaum fir passend hier auf die allgemeinenen
Naturverhältnisse einzugehen, denn meine von speciellen
Aufgaben erfillte Zeit konnte mir nur sehr geringe Gele-
genheit geben besondere Beobachtungen hieriiber zu sammeln.
Nur einen Umstand will ich berihren. Wenn man von
Grönlands Klima hört oder liest, so erhält man die Auffassung
dass Nordgrönland durch ein sehr trockenes Klima ausge-
zeichnet ist. Ohne Ausnahme ist diese Regel jedoch ge-
wiss keineswegs giltig. Von dem 24 Juli ab regnete es in
Nordgrönland mehr als die halbe Zeit des iibrigen Sommers.
Und: diese Regen waren oft starke Platzregen, die man eher
in: den Tropen als in Nord-Grönland erwarten wiirde. Ich
hielt mich freilich am meisten bei Egedesminde auf, welche
Gegend ja wegen ihrer Nebel und Regen iibel berichtigt ist,
aber als ich später nach Jakobshavn kam, dauerte der Regen
auch da fort, und ich hörte von den Beamten, dass man auch
da eine lange Regenperiode gehabt hatte. Erst als ich nach
Ritenbenk kam und die nördlichen Winde und die Kälte
kamen, hörte das Regnen auf. Ich hörte jedoch dass noch
weiter nördlich, im Waigat und auf Ungsuaks Halvö es schon
fruher etwas besseres Wetter gewesen war. Im vorigen Jahre
hatte es nach den Berichten der Beamten in Egedesminde
noch mehr in verschiedenen Gegenden Nordgrönlands geregnet.
Obgleich also ein so feuchtes' Wetter herrschte, hatte jedoch
der Boden die braune oder graue Farbe, die so charakteri-
stisch fir die polare Landschaft und speciell fär Grönland
ist. Diese Farbe riährt gewiss nicht von dem trockenen
Klima sondern von der nebeligen kalten Luft her, welche so
oft nur die Moosvegetation vertragen kann. Vielleicht trägt
auch die scharfe Friählingssonne, welche so stark brennt, zu
der Entstehung der braunen Farbe mächtig bei.!?
! Sehr bald verlieren z. B. die Blätter der Birke und der Heidel-
becre die griäne Farbe und werden rötblich.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o1. 19
In einem Falle kann ich jedoch die Angaben iiber das
trockene Klima auch fiir diesen Sommer bestätigen. Wenn
zwischen den Regentagen eine klarer warmer Tag kam, so
konnte wenigstens im Anfange der Regenzeit jede Spur des
heftigen Regens in sehr kurzer Zeit ganz schwinden und
Alles war wieder trocken. Später fingen freilich viele Wasser-
reservoire an sich wieder zu fuällen.
Das Wasser fliesst heftig von den Bergen ab und zieht
zum Meere oder sinkt in die moosigen Ebenen, wo es, ohne
eigentlich sichtbar zu sein, jedoch zuriickbleibt, wie die iiberall
in Nordgrönland vor sich gehende Torfbildung deutlich zeigt.
Ganze Inselchen können durch eine mehr oder weniger sich
erhöhende torfbildende Masse gebildet sein, wo man, merk-
wirdig genug, die Torfbildung noch fast an dem Rande des
Meeres vor sich gehen sieht. In keinem anderen von mir
besuchten Gegend habe ich jedoch so zahlreiche kleine Was-
seransammlungen wie in Grönland gesehen.
Als weiterer Beleg fir das feuchte Klima dieses Jahres
kann angefiihrt werden, dass die Heidelbeeren, Myrtillus uli-
ginosus, spät, und besonders in der Nähe von Egedesminde
nur unvollständig reif wurden. Andererseits spricht, dass sie
in Jakobshavn und Ritenbenk gut reiften, fär die starke Kraft
der zwischen den Regentagen einfallenden sonnigen Tage.
Ich habe diese Bemerkung iiber das Klima dieses Som-
mers besonders deshalb beigefigt, weil dadurch der so be-
deutende Reichthum des siissen Gewässer an Rotiferen noch
auffallender wird. Ich werde später in ciner allgemeinen
Einleitung zu meinen Abhandlungen und Aufsätzen iiber die
verschiedenen von mir studierten und gesammelten Thier-
gruppen Grönlands einige genauere Angaben iber die Tem-
peratur der siissen Gewässer und des Bodens mittheilen. Hier
will ich nur eine allgemeine Angabe liefern. Die höchste
von mir beobachtete Wassertemperatur war + 12” C., die
niedrigste + 3" C. Ich setze die mittlere Temperatur der
siissen Gewässer Grönlands auf + 6'—8". Dice Meerestempera-
tur schwankte nahe den Kisten zwischen + 3” C. und + 6" C.
Etwas weiter von den Kisten entfernt fand ich dieselbe nie
höher als + 3 (4”) C.
Wenn ich jetzt diesen vorläufigen Bericht schliesse, er-
laube ich mir meinen aufrichtigen Dank sowohl der königl.
Commission, die die allgemeinen Reisekosten trug, wie auch der
20 oD. BERGENDAL, ZOOLOGISCHE REISE NACH NORD-GRÖNLAND.
Museumsverwaltung und ganz besonders dem Herrn Prof. Dr.
C. FE. LörKEN, mit welchem ich die Verhandlungen gefihrt
habe, auszusprechen.
Ebenso dirfte es nicht unpassend erscheinen hier der
fast beispiellosen Gastlichkeit der dänischen Beamten in Grön-
land einen Ausdruck der Dankbarkeit zu widmen. In be-
sonderem Grade bin ich zu einer solchen gegen Herrn Ko-
lonibestyrer H. KNUHTSEN in Egedesminde und seiner verehrten
Frau verpflichtet, deren Gast ich in nicht minder als andert-
halb Monate war.
Lund im November 1890.
DIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 17. Afd. IV. N:o 2.
IETRAD BONASIOTETRIT BOGDANOW
BASTARD MELLAN ORRE OCH HJERPE
FUNNEN I SVERIGE.
AF
GUSTAF KOLTHOFFEF.
MED EN TAFLA.
MEDDELADT DEN 8 APRIL 1891 GENOM W. LILLJEBORG.
STOCKHOLM 1891.
KONGT.. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER.
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SU mur fin ÅR, SÖREN
Vw nt vik ds ou rätudNsbv PuRE hår Å 4
IP märklige för den svenska faunan nye fogel, som är
föremål för denna uppsats, blef skjuten den 7 November 1890
vid Habo i Vestergötland och förvärfvades af Jönköpings
museum, hvars föreståndare benäget lemnat mig exemplaret
för beskrifning.
Redan en flygtig blick på det vackra och väl bibehållna
exemplaret ställer utom allt tvifvel, att det är en hybrid af
hjerpe och orre, starkt påminnande om den förre i färgtecknin-
gen och om den senare genom den karaktäristiskt klufna
stjerten. Några få bastarder mellan hjerpe och orre äro förut
kända och en sådan omnämndes för första gången af DRESSER !)
år 1876, dock utan någon beskrifning eller afbildning, men
med följande anmärkning.
»I can only surmise that the present hybrid has been the
result of a Hazel Cock which had failed in finding a mate,
having paired with some Grey Hen met with during his soli-
tary wanderings.> Exemplaret uppgafs härstamma från Norge
och tillhörde JoHN FOowLer Esq.
År 1884 beskref BoGDANOW enligt A. B. MEYER ett han-
exemplar af hjerporre under namnet Tetrao bonasiotetrix. Då
jag ej haft tillgång till hans afhandling, kan jag ej närmare
redogöra för den.
År 1887 utkom A. B. MEYERS ?) praktverk öfver de tyska
Tetraoniderna och deras afarter; deri lemnar han en beskrif-
ning och afbildning af det af DRESSER omnämnda exemplaret
af hjerporre och föreslår att benämna den Tetrao tetrix bonasto.
Han citerar DRESSER och BoGDANOW och anför enligt PLESKE
!) H. E. DRESSER »Remarks on a Hybrid between the Black Grouse
and the Hazel Grouse.> Proceedings of the scientific Mectiugs of tbe
Zoological Society of London 1876, p. 345—347.
! 2) A. B. MEYER: Unser Auer-Rackel- und Birkwild und seine Abarten,
Wien 1887. Fol. Mit einem Atlas von 17 colorirten Tafeln.
4 G. KOLTHOFF, BASTARD MELLAN ORRE O. HJERPE FUNNEN I SVERIGE.
att i Vetenskapsakademiens museum i S:t Petersburg finnes 5
exemplar af denne hybrid, 2 hanar och 3 honor. Vidare om-
talar han ett exemplar från Salzburg, hvilket dock ej blifvit
tillvarataget.
Då det af MEYER beskrifna och afbildade exemplaret tycks
afvika temligen betydligt från det af mig undersökta, lemnar
jag här nedan en kortfattad beskrifning af detta senare, åtföljd
af figur. Möjligen kan denna beskrifning äfven i någon mån
bidraga att fästa svenska jägares och naturforskuares uppmärk-
samhet vid våra vilda hönsfoglars hybridisering, en sak, som
väl behöfves, då många intressanta frågor i afseende härpå
ännu vänta på sitt svar
Hjerporre.
Tetrao bonasiotetriz, BoGDANOW.
Diagnos. Hjessans fjädrar förlängda. Hakan svart, under-
till begränsad af ett hvitt band som sträcker sig upp till öron-
täckfjädrarne. Tarserna befjädrade till mer än halfva sin
längd. Stjertpennorna 18 till antalet, de mellersta kortast,
de yttersta längst, stjerten således klufven. Undre stjert-
täckfjädrarne endast en och en half centimeter kortare än
de mellersta stjertpennorna. Näbbet betydligt längre än hos
hjerpen.
Beskrifning. Näbbet är vida kraftigare och proportionsvis
längre än hos hjerpen, svart till färgen. Dess längd från fram-
kanten af näsborrarne till spetsen är betydligt större än ögats
diameter (14:9 mm). De näbbroten betäckande fjädrarne äro svarta
med brun och hvit vattring. På hvardera sidan finnes just vid
gränsen mellan näbbet och pannan en oregelbunden hvit fläck
som fortsättes bakåt i ett smalt hvitt band till och under ögat.
Hjessan är vattrad af svart och brunt; fjädrarne äro nemligen
svarta, med ett en till en och en half millimeter bredt, brunt
bräm; de bakre fjädrarne äro längre än de främre, så att de
visa mera af sin svarta yta!) och bilda en tofs som dock är
mindre än hos hjerpen. På hjessans sidor ofvan ögonen äro
!) MEYER säger (1. ce. p. 91): >»Rose schwach entwickelt; iiber der-
selben cin sthmaler schwarzer Streif.> Ett sådant svart band finnes ej
hos detta exemplar.
BIHANG TILL K. SV: VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:02. ÖH
fjädrarna gråbruna, med två svarta band öfver hvarje fjäder,
hvilka band blifva otydligare på de bakre fjädrarna, så att de
synas gråbruna med en fin svart vattring. Öfver ögonen finnes
en stor röd fläck liknande orrtuppens, men något mindre.
Bakom den nakna röda fläcken finnes en liten fläck af hvita
fjädrar, såsom hos hjerpen, här och der kantad med svart.!)
Nackens fjädrar äro kantade af svart, brunt och grått. Öron-
täckfjädrarna äro svarta med en svag skiftning i brunt, upptill
äro de fint brunvattrade.?) Kinder, haka och strupe täckas af
en stor svart fläck, med mycket svag violett glans; den sträcker
sig från munviken under ögat och öfvergår baktill i de svart-
bruna örontäckfjädrarna. Således saknas helt och hållet det
breda gulhvita tygelband som finnes hos hjerpen. Denna svarta
fläck är på undra och bakre sidorna omgifven af ett, en half
till en centimeter bredt hvitt band som slutar under öron-
täckfjädrarna.
Ögonen äro 9 mm. i diameter. Iris är mörkbrun. Det
öfre ögonlocket är svart, det undre är hvitgult.
På framsidan af halsen äro alla fjädrarna svarta, med hvitt,
en till en och en half millimeter bredt, bräm. En del af
fjädrarna, i synnerhet åt sidorna till, äro försedda med hvit
spolfläck. Bakre sidan af halsen är fint vattrad med brunt och
grått. Ryggen, öfvergumpen och öfre stjerttäckarna fint vatt-
rade af svart, brunt och grått, med det bruna här och der
starkare framträdande och bildande fläckar, så att det hela får
en mörkare ton än hos det af MEyER afbildade exemplaret.
Skulderfjädrarna äro vattrade af svart, brunt och blekgult, de
yttre äro försedda med en stor hvit spolfläck i spetsen och
hafva ytterfanet vattradt af svart och grått. Alla de små öfreé
vingtäckfjädrarna äro grå-, svart- och brunvattrade; de mellersta
och stora öfre vingtäckfjädrarna hafva en starkare vattring af
grått och hafva en hvit spolfläck i spetsen. Handpennorna
äro ofvan gråbruna, med det yttre fanet hvitbrunt. Hand-
pennornas skaft äro i midten ljusgrå, på sidorna mörkbruna.
Den första handpennan är något kortare än den sjunde, den
andra något kortare än den sjette, den tredje och fjerde äro
lika långa och längst af alla, den femte är något kortare än
!) MEYER (1. c. p. 91): >»>Hinter dem Auge ein schwarzgesäumter
weisser Längsflech>, hos vårt exemplar finnes det endast obetydliga svarta
prickar vid kanterna af den hvita fläcken, ungefär som hos hjerpen.
”?) MEYER (1. ce. p. 91): >»Ohrdecken schwarzlich graugewellt.>
6 G. KOLTHOFF, BASTARD MELLAN ORRE O. HJERPE FUNNEN I SVERIGE.
den tredje eller fjerde. Armpennorna äro bruna, med en grå-
gul vattring och äro nedtill försedda med ett hvitt bräm;
basaldelarna äro äfvenledes bruna, och bilda således ej någon
hvit spegel.!) Vingpennorna af tredje ordningen äro bruna
med hvitgul vattring och hvita bräm. Undersidan af vingen
är hvitgrå.
Stjerten ofvan fint gråvattrad, med ett bredt svart band
tvärs öfver, hvilket band dock liksom hos hjerpen saknas på
de båda mellersta stjertpennorna och är bredast på de yttersta.
Alla stjertpennorna äro i spetsen kantade med ett hvitt bräm,
hvilket är bredast på de mellersta stjertpennorna och aftager
så att det knappt är märkbart på de yttersta. Öfre stjert-
täckarne fint vattrade af grått, svart och brunt, eller af alldeles
samma färg som ryggen. De undre stjerttäckfjädrarna, som
vid basen äro svarta, äro till den yttre tredjedelen rent hvita;
härigenom komma de att synas rent hvita. Benen gråvattrade,
tårna blygrå och klorna hornfärgade. ”Tårnas lameller väl ut-
bildade. Fjäderbeklädnaden på tarserna sträcker sig såsom hos
hjerpen ej fullt ned till foten, då den deremot hos orren går
ned till foten och något ut på tårna.
Skelettet öfverensstämmer mera med orrens än med hjer-
pens, i synnerhet i formen af crista sterni och i formen af
furculans opariga utskott. Här lemnas för jemförelses skull
mått på ätskilliga skelettdelar af hjerporre, hjerpe och orre.
|
| Hjerpe 3. LA Orre 3.
orre 3.
I
| Bröstbenets tötallingd.c 4144 DU NE | 80 mm. | 108 mm. | 125 mm:
Bröstkammens längd . Vg bor lönen NE SAR 82 ov 101 >
| Bröstbenets bredd vid basen af proc. superior | 21 > 340 >» 40 >
IScapulanat Tan Sd?c. s- NM IONIR EX RUVAR 5 TAL SA NERE 82 >
Dess största bredd på midten ---so..sosom--- 10 FANAN | 6 > (ER
| Tänga åf Oss COTATOIdeR Sp. Jords LA OMS 44.5 >» OS
| Deras största bredd nedtill..................- 13 16,5 » 20 >
| Furculans längd -.... NELIIBSAR THAT FIN BLS 63 > 68 >
| Dess nedre opariga dels längd .............- INSIPI NSI 22 >» 23 >
| Bäckenets langd. .-sss:- Seal Pörege" FRA OR (NAR SN
| Det äbredäus FAN AA Rv 2008 | 44 > OD 65 > |
') MEYER (1 c. p. 92): >»Basaltheile weiss, einen deutlichen, aber
verdeckten Spiegel bildend.>
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 2.
Följande tabell utvisar diverse mått af hjerporren jemförda
med de af A. B. MEYER på FOWLERS exemplar uppgifna, samt
af orre och hjerpe.
Hjerporre 3
Orre 3. Hjerpe 3.
I) B ?)
Mitä gl vär a, fett 67 or |
sök d FA låna gp a tsar nde Arr 430 — HJ i 305
LEG NAT BST LEDA bog rt LR 65 -— 70 50
Nabbels langd ran TOfell......—---s--.-----.se op ll — | 32 24
> > > framkanten af näsborren I Sn dl VR 5 10
>» bredd öfver > > > 1 är I SR fr 8
>» — höjd vid dealt AE VP arv 8
IVER Brake Fet SE AE RAS EE 205 221 245 1150—160
Stjertens längd utom vingspetsarne ......... SETGIVSEE 10 80
Mellersta stjertpennornas längd .....ooo..- TIS 2 TO 119
Yttersta . sä skrock oh. |A NR
Afstånd från öfra stjerttäckfjädrarna till | | |
spetsen af mellersta stjertpennorna....... | 33 30 11 47
| Afstånd från undra stjerttäckfjädrarna till
spetsen af mellersta stjertpennorna ....... ; 15 — | — 28
MEPRenS tlan pu (IR a OUR va Lrecbel cor Lasta 45 39 52 36
Yttertans langd (eten klo). -fIs oo oc 26 — 32 24
BASARG Add orkan Bnele OA lden. ETT IA NP NI 6
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Mycket svårt torde det blifva att afgöra, huruvida denna
bastard härstammar från orrtupp och hjerphöna eller från hjerp-
tupp och orrhöna och jag kan ej finna något som tyder på,
att fogeln till lefnadssättet närmat sig mer den ena än den
andra af de båda arterna. Att den vistats mycket i träden
utvisar påtagligen fötternas utseende, men då orren och hjerpen
!) A det här beskrifna exemplaret.
?) B FOWLERS af A. B. MEYER beskrifna exemplar.
8 G. KOLTHOFF, BASTARD MELLAN OREE O. HJERPE FUNNEN TI SVERIGE.
i detta fall föra ett liknande lefnadssätt, har man deraf ej
någon ledning. För min del finner jag icke att den omstän-
digheten, att en hjerphane och en orrhöna mera närma sig
hvarandra till storleken in en orrtupp och en hjerphöna, kan
utgöra något skäl för antagandet att hjerporren skulle här-
stamma från en hjerphane och en orrhöna. Snarare skulle jag,
så länge ej några särskilda bevis i detta afseende föreligga,
vilja amse att förhållandet varit motsatt, och detta på den
grund, att hanarne bland hönsfoglarne vanligen äro större än
honorna och att det bland våra tama hönsfoglar synes möta
svårigheter för en liten hane att befrukta en stor hona, då
deremot en liten hona med lätthet befruktas af den störste
hane. Omöjligt bör det dock icke vara för en hjerphane att
befrukta en orrhöna, då skilnaden i storlek dem emellan ju ej
är så synnerligen stor.
Ehuru jag sålunda i denna fråga ej kan komma till något
bestämdt resultat angående dör. bastard, torde det tillåtas
mig att vid detta tillfälle yttra några ord om de andra hos
oss funna hönsfogelbastarderna.
3eträffande rackelhanen tror man sig visserligen veta att
denna uppkommer genom orrtuppens parning med tjäderhöna,
i det man åtminstone funnit att tjäderhönor, som 1 fångenskap
parat sig med orrtuppar Jagt befruktade ägg. Såvidt jag har
mig bekant, har det dock eldrig lyckats, att få ungar af sådana
ägg att lefva så länge, att man kunnat se om de i fullvuxet
tillstånd verkligen likna rackelhönsen eller afvika från dem;
och så länge detta ej skett kan man ju ej med säkerhet visa,
att ken ej uppkommit genom parning af tjädertupp och orr-
höna. Återstår att utföraka, hur förhållandet är med de andra
hönsfogelbastarderna. Mig synes det temligen antagligt, att
riporren iär en afkomling af orrtupp och dalriphona. Hvad
som ger mig anledning till detta antagande är, att riporrens
fötter tydligen utvisa, att han ej uppebållér sig i träden eller
plägar sitta i träd, hvilket dels tårnas föga utbildade lameller
och dels den starka befjädringen på tårnas sidor och under
foten utvisa, då denna befjädring, om fogeln vistades i träden,
borde vara mera sliten och färgad af kåda. En annan sak
som äfven talar för detta antagande är att riporren vanligen
erhålles tillsammans med ripor. Häraf torde man med stor
sannolikhet kunna sluta att riporrens lefnadssätt mest närmar
sig ripangs och då man väl måste antaga att en hönsfogelbastards
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:02. 9
lefnadsvanor i allmänhet mera bör närma sig modrens än
fadrens, alldenstund han under den första tiden af sin lefnad
är beroende af modrens vård och måste följa henne, synes mig
högst antagligt, att denne bastard är en afkomling af orrtupp
och dalriphona.!) Frågan kan dock vara, om ej äfven en
riphane kan para sig med en orrhöna, men i detta fall böra
bastardens fötter hafva ett annat utseende.
På samma skäl, som jag nyss anfört för sannolikheten att
riporren härstammar från orrtupp och dalriphona, måste jag
äfven anse, att den förut af mig beskrifna bastarden mellan
hjerpe och ripa?) härstammar från hjerphane och dalriphona.
Denna bastards fötter visa nämligen på det bestämdaste, att
den aldrig lefvat i träd.?) Skillnaden i storlek mellan hjerp-
hanen och dalriphonan är ej heller så stor att häruti något
bestämdt hinder kan ligga för ett dylikt antagande
Den märkvärdigaste af alla kända vilda hönsfogelbastarder
torde vara den i Norge funna och på Bergens museum för-
varade bastarden mellan tjäder och ripa. Konservator GRIEG,
som har beskrifvit denna märkliga bastard,?) hvaraf hittills
endast detia exemplar 'är kändt, under namn Lagopus Ura-
gallo-albus, anser denna, på grund af den stora skillnaden i
storlek mellan tjäder och ripa, vara en afkomling mellan dal-
riphane och tjäderhöna. Jag har ej sett exemplaret, men att
döma efter fötternas utseende på den af GriEG lemnade foto-
grafiska afbildningen, äro tårna mycket starkt befjädrade och
GRIEG säger, att tårnas lameller äro betydligt större än hos
riporren, men mindre än hos tjädern. Då man känner, att
dessa lameller, hvilka hjelpa fogeln att få fotfäste på de smala
barrträdsgrenarne, så utveckla sig efter fogelns storlek och
tyngd, att man nära nog deraf kan bestämma en tjädertupps
vigt, samt att de aldrig fullständigt utveckla sig hos tjädrar,
som uppfödas i fångenskap, och sålunda ej äro 1 tillfälle att
vistas i träden, är det sannolikt att man af fötternas utseende
på denna bastard bör kunna afgöra om fogeln fört ripans eller
tjäderns lefnadssätt.
') Beträffande orrtuppens och dalriphonans inbördes storlek, vill jag
endast anmärka att skilnaden här är vida mindre än mellan en gammal
tjädertupp och en tjäderhöna.
2) Bihang till K. Sv. Vet.-Akad. Handl. Bd 13. Afd. IV. N:o 6.
3) Ehuru tårnas lameller äro tydligt utbildade, tyder dock den starka
fjäderklädnaden på, att här föreligger ett arf från fadren, ett arf som
dock aldrig kommit till användning.
+) JAMES A. GRIEG, Bergens Museums Aarsberetning 1889.
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BIHANG TILL K. SVENSKA VET.-AKAD. HANDLINGAR. Band 17. Afd. IV. N:o 3.
STUDIEN
UÖBER
DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE
VON
GUST. O. A:N MALME.
MIT 5 TAFELN.
EINGEREICHT AM 13 MAI 1891 DURCH F. A. SMITT.
STOCKHOLM 1891.
KONGL, BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT SÖNER.
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Wioänhrend der beiden letzten Decennien haben die Forscher,
die die Anatomie des Fischgehirns untersucht, sich vorzugsweise
mit dem feineren Bau und der Entwickelungsgeschichte be-
schäftigt. Das Studium der äusseren Form, die iusbesondere
unter den Grätenfischen bei verschiedenen Familien eine ganz
verschiedene ist, hat man sehr vernachlässigt. Noch geringere
Aufmerksamkeit ist der Frage gewidmet worden, ob diese
Verschiedenheiten einige Bedeutung fir das System haben
können oder ob diese oder jene Form wie aus einer Laune
bei einigen Repräsentanten einer Familie aufgetreten sei, wäh-
rend die iäbrigen einem ganz anderen Typus angehören. Die
letzten Versuche diese Frage zu beantworten wurden vor mehr
als zwanzig Jahren gemacht, und diese fielen höchst verschieden
aus. MAYER!) golaubte nach dem Gehirn ein ichthyologisches
System aufstellen zu können; BAUDELOT?) gelangte zu der An-
sicht, dass es nur zwischen den Ordnungen oder Unterklassen
(Cyclostomi, Selachei, Ganoidei und Teleostei) der Fische sy-
stematisch wertvolle Unterschiede im Bau des Gehirns gebe.
Da ich nun einige Beobachtungen zur Erörterung dieser
Frage veröffentliche, bin ich mir der Mangelhaftigkeiten und
der Liicken in meiner Arbeit wohl bewusst. Die Schwierig-
keiten lagen wohl nicht in den Untersuchungen selbst, die ja
sehr einfach und grob gewesen sind, sondern hatten ihre Ur-
sache in dem oft mangelhaften Untersuchungsmaterial. In
Bezug auf extraskandinavische Fische bestand dies aus Musei-
exemplaren, von denen viele mehrere Jahre in oft ganz schwa-
chem Spiritus aufbewahrt worden waren. Es ist selbstver-
1) Ueber den Bau des Gehirns der Fische in Beziehung auf eine darauf
gegriändete Eintheilung dieser Thierklasse von Dr F. J. C. MAYER. In Ver-
handlungen der Kaiserl. Leopoldino-Carolinischen deutschen Akademie der
Naturforscher.
Band XXII. Dresden 1864.
2) Etude sur V'anatomie comparée de Pencéphale des poissons par M.
le Docteur BAUDELOT. In Mémoires de la Société des Sciences naturelles
de Strasbourg.
Tome sixieme. Strasbourg 1870.
4 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
ständlich, dass, da der Schädel nicht geöffnet und das Gehirn
dem direkten Einwirken des Alkohols nicht ausgesetzt worden,
dies oft in Fäulnis ibergegangen war. Die Hypophysis und
die Infundibulardrise habe ich bei einigen, von denen mir
nur je ein einziges Exemplar zur Verfigung stand, nicht un-
beschädigt hervorpräparieren können.
Bisweilen habe ich vorsätzlich kleine Exemplare der zu
untersuchenden Fische gewählt. Möglicherweise sind hierdurch
Irrtiämer begangen worden, indem ich zu junge Gehirne als
völlig ausgebildete aufgefasst habe. Durch Untersuchen unserer
gewöhnlicheren Sisswasserfische kann man aber leicht finden,
dass das Gehirn bald seine definitive Form erreicht. Was sich
später verändert, ist die Grösse desselben in Beziehung zum
Schädel. Bei jungeren Fischen fillt das Gehirn die Schädel-
höhle fast ganz und gar aus.
Unter den hervorragendsten Arbeiten iiber das Gehirn der
Grätenfische mögen folgende erwähnt werden:
APOSTOLUS ARSAKY, De piscium cerebris et medulla spi-
nali. Dissertatio. Hale 1813.
C. M. GortscHE, Vergleichende Anatomie des Gehirns der
Grätenfische. In Archiv f. Anatomie, Physiologie und wissen-
schaftliche Medicin. Jahrgang 1835. Berlin 18353.
H. M. A. KraArscH, De cerebris piscium ostacanthorum
aquas nostras incolentium. Dissertatio. Halis Saxonum 1850.
H. STANNIUS, Handbuch der Anatomie der Wirbelthiere.
Zweite Auflage. Berlin 1854.
F. C. J. MAYER, Öben ang. Arbeit.
L. SrTIEDA, Studien iiber das centrale Nervensystem der
Knochenfische. In Zeitschrift fur wissenschaftliche Zoologie
— — — Von SIEBOLD und KöLLIKER. 18:ter Band. Leipzig 1868.
BaAuDELoT, Öben angef. Arbeit.
G. FrirscH, Untersuchungen iber den feineren Bau des
Fischgehirns. Berlin 1878.
RABL-RUCKHARD, Zur Deutung und Entwickelung des Ge-
hirns der Knochenfische. In Archiv för Anatomie und Entwic-
kelungsgeschichte — — — von His und BRAUNE. Jahrgang 1882.
RABL-RUCKHARD, Das Grosshirn der Knochenfiscehe und
seine Anhangsgebilde. Ebendas. Jahrgang 1883.
Marc LE Rouvx, Recherches sur le systeme nerveux des
Poissons. Dissert. Caen 1887.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 8. 5
. Nähere Auskunft uber die hieher gehörige Literatur wird
von (GOTTSCHE, BAUDELOT und FRITSCH gegeben.
Meinen verehrten Lehrern Prof: D:r T. TuULLBERG und
Prof.sDi Hr ”PuerL, die mich in meiner Arbeit mit guten
Ratschlägen unterstitzt haben, will ich mir erlauben hier mei-
nen wärmsten Dank auszudräcken. Insbesondere bin ich Herrn
Prof. TULLBERG sehr verbunden, der mir sowohl auf dem hie-
sigen zoologischen Institut Arbeitsplatz bereitet als auch Zu-
tritt zu den während der letzten Jahre sehr bereicherten Fisch-
sammlungen des Zoologischen Museums gitigst gewährt hat.
i”
Betreffend die allgemeine Configuration des Gehirns der
Teleostier brauche ich nur auf die äblichen zoologischen Hand-
bicher z. B. auf Lehrbuch der vergleichenden Anatomie der
Wirbelthiere von R. WiEDERSHEIM (zWeite Auflage) hinzuwei-
sen. Es sei mir nur erlaubt, die Aufmerksamkeit darauf zu
lenken, dass die Bildungen, die WIiEDERSHEIM auf Fig. 232 mit
Lp (lobi posteriores) bezeichnet, nichts anderes sind als die
Seitenteile des Hinterhirns. Die Lobi posteriores liegen rick-
wärts vom Cerebellum und sind hier, wie auch bei den meisten
Acanthopterygii, sehr schwach entwickelt.
Die Riechlappen (Bulbi olfactorii).
Die Riechlappen sind sowohl nach der Form und Grösse
als auch nach der Lage verschiedenen Wechselungen unter-
worfen. Schon seit langer Zeit hat man nach der Lage zwei
Typen — Cyprinoidtypus und Salmonidtypus!?) — unterschie-
den. Ersterer zeichnet sich dadurch aus, dass die Riechlappen
dicht oder ziemlich dicht an der Nasenhöhle liegen und mit
den iäbrigen Teilen des Gehirns durch lange Tractus olfactorii
verbunden sind. Diese eigentimliche Form ist dadurch ent-
standen, dass in den Ausstilpungen von dem Prosencephalon,
die sich bei anderen ganz zu den Riechlappen ausbilden, sich
hier nur in den vordersten Teilen und in den unteren Seiten
!) RABL-RUCKHARD, Das Grosshirn der Knochenfische.
6 =: MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
Nervensubstanz ausgebildet hat. Ubrigens sind die Wände
auf einer niedrigen Entwickelungsstufe geblieben und bestehen
nur aus einem einschichtigen Lager nach RABL-RUCKHARD viel-
leicht fliimmernder Zellen, das sich dicht an die Pia gelegt hat.
Präpariert man das Gehirn z. B. eines Kihlings (Leuciscus
idus) behutsam, zeigt es sich, dass das Pallium sich nach vorn
in zwei breiten Röhren fortsetzt, die sich allmählich verschmä-
lern. Im proximalen Teil stossen sie dicht an einander; vorn
schliessen sie sich den Riechlappen an. Im Boden jeder Röhre
verlaufen die Fasern der Tractus olfactorii.
»Gestielte» Riechlappen sind bei den meisten untersuchten
Cypriniden (z. B. Carassius gibelio & auratus, Gobio fluvia-
tilis und mehreren Arten der Gattungen Abramis, Aspius und
Leuciscus), bei sämmtlichen Gadiden, mit Ausnahme von Ra-
niceps ranimus, und bei mehreren (allen?) Siluwriden (z. B.
Ictaluwrus lophius, Silurus glanis & Macrones gulio) vorhanden.
Bei Carassius awratus sind diese Bulbi fast kugelförmig, bei
anderen, z. B. Gadus virens und Leuciscus idus, ei- oder bir-
nenförmig.
Die grösste Mehrzahl der Knochenfische gehört dem Sal-
monidtypus an, d. h. ihre Riechlappen liegen unmittelbar vor
und unter den Stammloben. Verhältnismässig gross sind die
)sitzenden» Bulbi olfactorii bei den Fischen, die den zu dem
Cyprinidtypus gehörigen am nächsten stehen. Gross sind sie
auch bei Murcenide (die grössten unter allen Knochenfischen),
Sphyrcena, Scombride, Carangide und Blenniide. Unter Fi-
schen mit kleinen Bulbi olfactorii und dinnen Riechnerven
mögen Lepadogaster Candollei, Gobius nmiger, Callionymus
lyra und Tetraodon lunaris genannt werden. Bisweilen scheint
es, als ob diese schwache Ausbildung der Riechlappen in et-
waigem Zusammenhang mit einer starken Entwicklung der
Stammloben stehe. Dies scheint der Fall zu sein bei Labride
und Cepolide (vel. Taf. III, Fig. 38 und II, 28).
In der Form finden sich auch grosse Verschiedenheiten,
die doch wahrscheinlich von geringer Bedeutung sind. Bei
den Lachsen (z. B. Coregonus albula, IV, 52) sind sie eiför-
mig, die medianen Seiten, mit denen sie dicht an einander
liegen, ein wenig abgeplattet. Gewöhnlich verschmälern sie
sich von einer mehr oder weniger breiten Basis allmählich
gegen die Riechnerven (z. B. Zoarces viviparus, II, 26a, und
Cottus scorpius, 1, 142). Ungefähr ebenso breit wie lang ist
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0o8. 7
der "Teil derselben bei Zeus pungio (II, 22) und Liparis Ui-
neatus (III, 352), der gesehen werden kann, wenn man das
Gehirn von oben betrachtet.
Die von sitzenden Bulbi ausgehenden Riechnerven ver-
laufen in der Regel eine kirzere oder längere Strecke neben
einander. Nur bei einigen z. B. Echeneis remora, Lepadoga-
ster Candollei, -Liparis und Erythrinus divergieren sie so-
gleich sehr beträchtlich.
Einen Ubergang zwischen dem Cyprinid- und dem Salmo-
nidtypus kann man bei Raniceps raninus (IV, 46) wahrnehmen.
Die Riechlappen "dieses Fisches liegen ein wenig vor den
Stammloben, doch diesen viel näher als den Nasenhöhlen. Bei
einigen Exemplaren, die ich untersuchte, ist bald der linke,
bald der rechte Bulbus bis zur Hemispher nach hinten ge-
räckt. Auch bei Agonostoma Forsteri (III, 32a) und einigen
Cypriniden habe ich Ubergangsformen gefunden.
Die Stammloben (Lobi hemispheerici).
Noch grössere Unterschiede finden sich in der Form und
Grösse der Stammloben, und man kann in Bezug auf diese
mehrere Typen unterscheiden, die in ihren Extremen sehr leicht
zu erkennen sind. HEiner der am häufigsten vorkommenden
ist derjenige, den man bei den Barschen (z. B. I, 1a) findet
und den ich der Kirze wegen den Percidtypus nennen will.
Auf jedem Lobus trifft man bei diesen Fischen eine tiefere
oder seichtere Furche, die (wenn das Gehirn von oben gesehen
wird) von der Medianspalte bald länger oder kirzer von dem
vorderen Rand des Lobus ausgeht, und mit der äusseren Seite
parallel verlaufend, denselben in eine mediale, hintere und eine
hauptsächlich laterale, vordere Partie teilt. Jene will ich den
medialen, diese den lateralen Teil des Lobus nennen. Die
Furceche heisse Hauptfurche. Der mediale Teil reicht nicht
oder nur wenig iber den lateralen und das Vorderhirn iiber-
ragt gewöhnlich nicht die Lobi optici. Ausser bei Percidae
ist dieser Typus bei Cottide (mit Ausnahme von Trigla),
Cataphracti, Cepolide und Blenniide verbreitet. Ein wenig
verändert findet er sich auch bei Scorpenide (I, 11), deren
gewöhnlich grössere Stammloben mit Spuren eines anderen
Furchenpaares versehen sind, die sich doch bei verschiedenen
Arten ein wenig verschieden verhalten.
8 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
Nur wenig weiechen Acanthurus, Elacate (und andere
Scombride) und Corypheaena (II, 18 und 20) von diesem Typus
ab, indem die Hauptfurchen bis an den vorderen Rand der
Stammloben reichen.
Auch die Spariden (1, 8) haben eine Hauptfurche. Die
medialen ”Teile der Stammloben (wie auch das ganze Vorder-
hirn) sind verhältnismässig grösser als bei den Barschen; sie
bedecken den grössten Teil der lateralen Partien und iiber-
ragen in der Regel das Mittelhirn. Dieser Typus — der Spa-
ridtypus — wird auch bei Trigla und den Plectognathen (z.
B. Tetraodon lunaris) angetroffen, die doch, insbesondere der
Knurrhahn, ein kleineres Vorderhirn haben. HEine Ubergangs-
form zu den Perciden habe ich bei Moena vulgaris und an-
deren, der Unterfam. Pristipomatide zugehörigen Fischen ge-
funden. j 4
Eine noch grössere Entwicklung hat das Vorderhirn der
Lippfische (III, 382) erreicht. Ausser der Hauptfurche findet
sich hier auf jedem Lobus eine Beifurche, die lateralwärts von
dieser verläuft. Vorn geht sie mit der erstgenannten parallel,
hinten stossen sie zusammen. Zwischen den medialen und den
lateralen Teil ist folglich eine riäckwärts zugespitzte Partie
eingeschoben worden. Die medialen Teile sind räckwärts aus-
gezogen und iiberragen die lateralen, bedecken sie aber niemals.
Ein nach demselben Typus — Labridtypus — geformtes
Grosshirn findet sich bei der Familie Pomacentride. Sehr
geringe Abweichungen zeigt auch Chetodon unimaculatus
(III, 41), der einzige Repräsentant der Fam. Squamipinnes,
den ich zu untersuchen Gelegenheit hatte.
Unter den Stachelflossern (Acanthopterygii) haben die
Lippfische und die Spariden das verhältnismässig grösste Vor-
derhirn. Bei den letzteren beruht die Grössenzunahme auf
der grossen Entwicklung der medialen Teile; bei den Labriden
haben auch die lateralen, und zwar vielleicht in höherem Grade,
beigetragen. :
Auch Gobius mniger (II, 24a) (nebst anderen Gobiiden),
dessen Gehirn ibrigens eine von demjenigen der Lippfische
sehr abweichende Form besitzt, hat eine mit der Hauptfurche
parallel verlaufende Beifurche, wie es FrirscH a. a. O. Fig. 16
angegeben hat. Die eingeschobene Partie wird durch eine
kurze Querfurche in zwei Teile zerlegt. Die Stammloben sind
auch bei diesem Fische ziemlich gross, ein wenig schmäler als
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 38. 9
die Lobi optici. . Hier sind es aber fast ausschliesslich die la-
teralen ”Teile, die an Grösse zugenommen haben; sie werden
auch nicht von den medialen iberragt. Diese strecken sich
nicht länger räckwärts als jene. Das ganze Vorderhirn hebt
sich ein wenig iiber die Lobi optici.
Bei den Biischelkiemen (z. B. Neroplus equoreus), meh-
reren Physostomen (Salmonide, Scopelide, Clupeide und Eso-
cide) und einigen Stachelflossern (Mugilide, Atherinide und
Gasterosteidce), die mit verhältnismässig kleinen, vorn sich
verschmälernden Stammloben und ziemlich grossen Riechlappen
versehen sind, ist keine deutliche Hauptfurche vorhanden. Das
Pallium schliesst sich dichter dem Vorderhirn an als bei an-
deren Knochenfischen, und die Oberfläche der Loben ist fast
glatt. Ich glaube diese Form — Esocidtypus (vgl. V, 572)
— als die urspränglichste betrachten zu können, insbesondere
weil sie bei in anderen Hinsichten so verschiedenen Familien
zu, finden ist.
Auch Lepadogaster und Liparis (III, 35a und 36) haben
keine deutliche Hauptfurche. Die Stammloben sind aber bei
diesen ziemlich gross, von fast rechteckigem Umrisse und das
Mittelhirn nicht iiberragend. Die Riechlappen sind mehr oder
weniger von einander entfernt.
Die Knochenfische, deren Riechlappen nach dem Cypri-
nidtypus gebaut sind, und einige ihnen nahestehende haben
einen sehr weiten Hohlraum zwischen den Stammloben und
dem Dach der secundären vordersten Hirnblase. Die Furchen
und Unebenheiten an der Oberfläche der ersteren sind sehr
unregelmässig ausgebildet. Sie können auch, wenn das Unter-
suchungsmaterial nicht wohl konservirt ist, mit grösseren
Schwierigkeiten verfolgt werden. An wohlentwickelten Ge-
hirnen kann man doch immer eine Hauptfurche unterscheiden,
die bei verschiedenen Arten einen sehr verschiedenen Verlauf
hat. Als Exempel von Fischen mit sitzenden Bulbi olfactorii,
die diesem Typus — Gadidtypus (III, 42a und IV, 45) —
zugehören, sind Macrurus und Ophidium zu nennen.
Das Mittelhirn (Lobi optici).
Das Mittelhirn ist in Bezug auf die Form keinen grösseren
Wechselungen unterworfen. Die Oberfläche ist fast immer
eben. Nur bei den Clupeiden (V, 58a und 59) findet sich
10 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
eime HFEinkerbung auf jedem Lobus. Diese Einkerbung ist an
frisehem Material nur schwach angedeutet, wird aber, wenn
das Gehirn in Spiritus zum Härten gelegt wird, viel tiefer.
So tief habe ich sie doch nimmer gefunden, wie sie MAYER
a ar VIN Bio sezerchnetphat. 1)
Dass ibrigens die Form des Gehirns ein wenig von der
Form der Schädelhöhle abhängt, insbesondere wenn die um-
gebenden weichen ”Teile nicht die gewöhnliche Dicke haben,
ist wohl nicht nöthig zu sagen. HEin abgeplatteter Kopf be-
dingt oft (doch nicht immer) ein abgeplattetes Gehirn (z. B.
Echeneis remora).
Die Grösse der Lobi optici im Verhältnis zu den ibrigen
Teilen des Gehirns ist bei verschiedenen Familien und Gattun-
gen eine ganz verschiedene, wie es aus meinen Figuren her-
vorgeht.
Nach GoOoTTSCHE, 0. a. A., bedingen kleine Augen kleine
Lobi optici; die Grösse der ersteren wiirde in direktem Ver-
hältnis zur Grösse der letzteren stehen. Wenn auch dies bei
einzelnen Fischen der Fall ist — z. B. Lota vulgaris und
Angwilla vulgaris (V, 67a) — kann es doch nicht als ein all-
gemeines Gesetz aufgestellt werden. Sebastes viviparus (I, 11)
ist trotz seiner grossen Augen mit eimem Mittelhirn versehen,
das in der Breite nur sehr wenig das Vorderhirn iibertrifft;
Ammodytes tobianus (III, 44a) hat ziemlich kleine Augen
und doch sind die Lobi optici verhältnismässig sehr gross.
Mehrere Exempel derselben Art können angefiihrt werden.
Wenn aber innerhalb derselben Familie oder derselben Gattung
zwei Arten mit verschiedener Grösse der Augen vorkommen,
findet man oft, dass die grossäugige grössere Lobi optici be-
sitzt (z. B. Gadus minutus).
Ich kann hier nicht unteriassen die Aufmerksamkeit dar-
auf zu lenken, dass das Dach der Lobi optici zuweilen un-
vollständig ist; d. h. es besteht teilweise — in den medialen
hinteren ;Teilen — nur aus einem diinnen Lager, das sich
dicht an die Pia gelegt hat. Dies ist oft der Fall bei den
!) In manchen Hinsichten sind die von MAYER gelieferten Figuren
von Knochenfischgehirnen unzuverlässig. Nicht selten sind die Lobi hemi-
spherici getrennt gezeichnet ohne jede Spur einer Commissura interlobularis
seu anterior. Hin £o gebautes Gehirn hat aber kein anderer finden können.
Riechlappen werden oft ganz und gar vermisst. Die richtigen Proportionen
sind vernachlässigt. U. s. w. Ein sehr beleuchtendes Exempel dieser Un-
zuverlässigkeit liefert eben die Abbildung vom Gehirn des Härings. Viele
andere können leicht herbeigezogen werden.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 38. 11
Fischen, deren Cerebellum nach vorn gerichtet und an das
Mittelhirn gedröckt ist, z. B. bei Echeneis remora und Icta-
lurus lophius. Wenn man hier das Hinterhirn wegschneidet,
kann man sogleich einen "Teil der Valvula sehen. Nach
KrAATSCH und anderen ist auch bei einigen Cypriniden (z. B
Cyprinus carpio und Cobitis fossilis) das Dach der Lobi op-
ticei unvollständig. Hier ist es wahrscheinlich die starke Ent-
wicklung der Valvula, die diese Abweichung vom normalen
Bau hervorgerufen hat.
Das Hinterhirn (Cerebellum und Valvula cerebelli).
Mehr als die schon behandelten Teile des Gehirn wechselt
das Cerebellum. Waährend die Stammloben am häufigsten un-
gefähr -dieselbe Form und oft dieselbe relative Gröre bei allen
untersuchten Repräsentanten derselben Familie haben, ist dies
nicht der Fall mit dem Hinterhirn. Es kann dieser Teil nicht
selten bei sehr nahestehenden Gattungen die verschiedensten Ge-
staltungen zeigen. Fin interessantes Beispiel. hierzu liefern
die Perciden. Bei Perca fluviatilis (und noch mehr bei Lates
colonorum (I, 1)), ist das wohlentwickelte Hinterhirn nach oben
gerichtet und reicht hoch iiber die Lobi optici. Es ist ein
wenig länger als breit und bedeckt nicht die Rautengrube.
Bei Lucioperca sandra (I, 3a) iiberragt der Mittelteil nicht
die Lobi optici, legt sich aber nach hinten ziemlich dicht an
das verlängerte Mark und bedeckt zum Teil die Fossa rhom-
boidalis. Bei Antluas sacer (I, 4) ist er nach vorn gerichtet
und ans Mittelhirn gedräckt und reicht bis an den hinteren
Rand der Stammloben. Die Rautengrube wird nicht bedeckt.
Wir finden also in der Fam. Percid&e nach oben, nach hinten
und nach vorn gerichtete Hinterhirne. Bei allen diesen ist
die relative Breite dieselbe; sie sind alle stark centwickelt.
Aber es giebt auch Beispiele von kleinem Cerebellum unter
den Barschen. Hin solehes liefert Apogon carinatus (I, 6).
Nähere Auskunft iiber die Verschiedenheiten in Bezug
auf das Cerebellum will ich in der Behandlung der ns dad
Familien geben. Hier sei es mir erlaubt nur einige extreme
Formen ein wenig zu besprechen.
Bei Raniceps raninus (IV, 46a) ist der Mittelteil des Hin-
terhirns sehr stark entwickelt. Er iiberragt nicht die Lobi
optici, legt sich aber nach hinten und bedeckt, dicht ans ver-
12 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
längerte Mark gedriäckt, die ganze Rautengrube nebst Lobi
posteriores & vagales. In der Länge ibertrifft er beide, das
Mittelhirn und die Stammloben. Die Seitenteile sind klein,
werden aber leicht wahrgenommen, auch wenn das Gehirn von
oben gesehen wird.
Auch Labrus berggylta (vergl. III, 39) ist mit grossem
Cerebellum versehen. Es ist aber hier nach oben gestreckt
und reicht hoch iiber die Lobi optici. Fossa rhomboidalis ist
unbedeckt. Der obere Teil des Hinterhirns ist stark in der
Länge entwickelt und mit eimer tiefen und oft zwei seichteren
Querfurchen versehen.
Eine derselben Familie zugehörige Art, Labrichtys celi-
dota (III, 40), hat em Cerebellum, das das Mittelhirn äberragt,
dessen Spitze sich aber nach hinten und unten beugt und bis
ans verlängerte Mark reicht. Querfurchen sind nicht vorhan-
den. Die Rautengrube kann von oben nicht gesehen werden.
Bei Ictalwrus lophius (IV, 49a) legt sich der Mittelteil
des Hinterhirns nach vorn und reicht bis an die Stammloben.
Er ist dicht an die Lobi optici gedriäckt. Die Seitenteile haben
eine ungewöhnliche Grösse erreicht, sind fast ebenso hoch "als
der Mittelteil und strecken sich weit nach den Seiten aus, so
dass die grösste Breite des Gehirns eben hier zu suchen ist.
Die Rautengrube wird ganz unbedeckt gelassen.
Auch Acanthwrus triostegus (II, 21) hat nach vorn ge-
richtetes Hinterhirn, das sogar bis an die Riechlappen reicht.
Die Seitenteile sind klein und vom Mittelteil undeutlich ab-
gesetzt.
Ein so weit nach vorn sich streckendes Cerebellum ist
vorher nicht mit Sicherheit beobachtet worden. Möglicherweise
findet es sich bei dem eigentiimlichen Mormyrus cyprinoides.
Die Bildung am Gehirn dieses Fisches, welche mit dem Mit-
telhirn homologisiert worden ist und sich durch Gyrus-ähnliche
Falten auszeichnet, ist wahrscheinlich das Hinterhirn, wie es
schon MAYER olaubte. Die von ihm gegebene Figur, die aus
der Arbeit EcKErs!) entlehnt worden, ist wohl geeignet diese
Auffassung zu bestätigen. Vielleicht haben auch die Lobi
posteriores etwas dazu beigetragen. Bei Acanthurus steht in-
dessen die ungewöhnliche Länge in keinem Zusammenhange
mit einer Zunahme in der Breite, die nicht grösser ist als bei
1) A. ECKER, Anat. Beschreib. des Gehirns vom karpfenartigen Nil-
hecht. 1854.
BIHANG TILL K. SV. VET:-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 8. 13
den nahestehenden Scombriden und Corypheniden. Das Gehirn
des karpfenartigen Nilhechts dagegen ist wohl als eine weitere
Ausbildung des bei den Siluriden vorkommenden Typus zu
betrachten. Mit demselben scheint es auch dies gemeinsam
zu haben, dass die Bulbi olfactorii nach dem Cyprinidtypus
gebaut sind.
Bei Elacate migra (II, 18a) hat ein Teil des Hinterhirns
sich nach vorn dicht an das Mittelhirn gelegt, erreicht aber
nicht die Stammloben. Ein anderer ebenso grosser oder viel-
leicht grösserer hat sich nach hinten entwickelt und ist dem
verlängerten Marke angedrickt, so dass die ganze Rauten-
grube von demselben bedeckt wird. HEin wenig hinter der
Mitte befindet sich eine seichte Querfurche. Die dahinter lie-
gende Partie ist etwas mniedriger als die vor der Furche be-
findliche. Die Seitenteile können, obgleich ziemlich klein, von
oben gesehen werden.
Gobwus niger (II, 24a) hat ein sehr kleines abgerundetes
oder längliches Hinterhirn, welches doch ganz und gar die
kurze Rautengrube bedeckt. Die Seitenteile sind kaum merkbar.
Bei Anguilla vulgaris (V, 672) ist das Cerebellum abge-
rundet rechteckig, mehr breit als lang und breiter als die Lobi
optici und das verlängerte Mark. Es legt sich ein wenig riäck-
wärts, lässt aber die Rautengrube zum grössten Teil unbedeckt.
Die Seitenteile sind kaum merkbar abgesetzt.
Querfurchen am Hinterhirn giebt schon CUVIER fir den
Thunfisch an; es finden sich solcehe auch bei anderen Scom-
briformes (Echeneis, Elacate, Coryphena). Ich fand sie auch
bei mehreren und zwar den grössten untersuchten Lippfischen
z. B. Labrus merula, berggylta und melops.
Eine deutliche mediane Längsfurche, wie sie MAYER auf
mehreren Figuren gezeichnet hat, beobachtete ich nur bei Ån-
guilla vulgaris. Kaum merkbare Spuren finden sich oft an
räckwärts gerichteten Hinterhirnen.
Obgleich eine Beschreibung der Verschiedenheiten im Bau
der Valvula cerebelli vielleicht mit vollem Recht in der Be-
handlung der äusseren Form des Gehirns weggelassen werden
könnte, will ich mir doch erlauben diese den Teleostiern so
eigentimliche Bildung ein wenig zu besprechen. In seinem
ichthyologischen System hat MAYER grosse Riicksicht auf die
Valvula (von ihm Corpus geminum genannt) genommen. Er
hat auch viele Abbildungen davon geliefert, iäber welche doch
14 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
mehrere Anmerkungen gemacht werden können. Seine Be-
schreibungen sind oft unzuverlässig, nicht selten sogar sehr
irrefiihrend. Ob die verschiedenen Formen sich aus einander
ableiten lassen, ist eme Frage, der er keime Aufmerksamkeit
gewidmet hat. Mein Versuch dieselbe zu beantworten und
einige Typen aufzustellen mag als nur ad interim geltend
angesehen werden. Bs sind genaue mikroskopische Untersuchun-
gen erforderlich, und ich hoffe bald einige solche vornehmen
zu können.
Eine sehr einfache Valvula findet sich bei den Arten der
Gattung Gadus, z. B. G. morrhua.!?) Es besteht diese aus
einem zungenförmigen, hohlen Körper, der sich weit in die
Höhle des Mittelhirns hineinstreckt und mit einer ziemlich
seichten Längsfurche versehen ist. Die Höhle derselben wird
von der Pia bekleidet und zum Teil ausgefiillt und steht mit
den Ventrikeln des Gehirns in keinem Zusammenhang. Mit dem
Dach der Lobi optici ist die Valvula immer durch ein diinnes
Zellenlager verbunden, wie es STIEDA und RABL-RUCKHARD an-
gegeben haben und wie es an sagittalen Schnitten durch das
Gehirn eines jungen Lachses leicht zu sehen ist.
Schon bei einigen Gadiden (z. B. Lota vulgaris und
Ramwiceps raninus) ist die Valvula viel schwächer entwickelt.
Am kleinsten unter allen Knochenfisehen fand ich sie bei
Callionymus lyra und Agonus cataphractus, bei denen sie als
zwei schwach vortretende Anschwellungen an dem Teil des
Hinterhirns zu beobachten ist, der die Höhle des Mittelhirns
nach hinten zu begrenzt. Hin wenig grösser ist sie bei Gobius
niger und Cottus scorpius, wo sie aus einem mehr breiten als
langen, mit einer Längsfurche versehenen Körper besteht.
Wenn diese Furche breit ist, scheint die Valvula aus einem
Mittelstäck und zwei demselben beigefiigten rundlichen Sei-
tenteilen zusammengesetzt zu sein, z. B. bei Agriopus leuco-
poecilus (I, 10b).
Bei einem Repräsentanten der Fam. Gadide, Gadus vi-
rens, fand ich ausser der Längsfurche eine hinter der Mitte
der Valvula befindliche breite, seichte Querfurche. Ich glaube
hier eine Ubergangsform zur Valvula quadrigemina gefunden zu
haben. Wenn diese Furche tiefer in die Valvula hineindränge und
die hinteren so entstandenen Knoten ein wenig an der Grösse
zunähmen, entstände eben die Form, die wir bei Hippoglossus
!) BAUDELOT hat gute Abbildungen hiervon geliefert.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 3. 15
vulgaris (IV, 48a) und anderen Pleuronectiden finden, die ich
der Kirze wegen so nennen will. Das Dach einer Valvula
quadrigemina besteht aus einem vorderen und einem hinteren
Knotenpaar, wovon das letztere gewöhnlich das grössere ist
und das vordere nicht selten mehr oder weniger bedeckt. Die
Längsfurche ist bald breit (z. B. Hippoglossus vulgaris), bald
sechmal und tief (z. B. Atherina und Perca).
Vielleicht ist es eben diese Form, die verursacht hat, dass
man in Valvula ein Homologon zu den Vierhigeln der Säuger,
also das Mesencephalon zu finden geglaubt hat.
Ausser bei den -Pleuronectiden ist eine Valvula quadrige-
mina bei mehreren Perciden, bei Cepola, Atherina, Esox, Salmo
und anderen beobachtet worden.
Die Knoten des hinteren Paares sind zuweilen nach den
Seiten gerickt; die Valvula besteht dann aus einem meisten-
teils mit einer Längsfurche versehenen Mittelstick und zwei
rundlichen Seitenteilen, die jenes ein wenig bedecken (z. B. bei
Mugilide, (III, 32b)). Es ist dies eime Form, welche der bei
Agriopus vorkommenden sehr ähnelt und mit derselben viel-
leicht verwechselt werden kann. Die Seitenteile sind doch
bei diesem Fische nur durch das Mittelstick verbunden, wäh-
rend sie bei Mugil durch eine hinten iiber demselben gelegene
Commissur vereinigt sind.
Von dieser bei Mugu angetroffenen Form glaube ich den
eigentiämlichen Carangidtypus ableiten zu können. Bei Sillago
sind die hinteren Knoten ziemlich gross und mit einer un-
deutlichen, schräg nach vorn laufenden Furche versehen. Diese
Furche ist bei Serranus (I, 5) tiefer geworden, wodurch ein
gekrämmter hRiäcken entstanden ist, wovon der eine, schräg
vorwärts gehende Teil mit dem anderen räckwärts gehenden
parallel läuft. Noch tiefer und ein wenig gebogen ist sie bei
Caranzx trachurus (II, 16b). Bei Sphyrcena jetlo und Pagrus
vulgaris ist sie mit Ausbiegungen und Armen versehen, wo-
durch die äusseren Teile der Seitenpartien der Valvula »eine
gerollte, gewundene Form haben und mit den Windungen des
Gehirns verglichen werden können».!) Bei diesen fillt die Val-
vula die Höhle des Mittelhirns fast ganz und gar aus. HEine
nach dem Carangidtypus gebaute Valvula, bei verschiedenen
Familien von erhelsiedenen Grösse und Ausbildung, ist bei
Serranus, Moena und Dentex unter den Perciden, bei Spa-
IN MAYER: 03 a Ar
16 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
ride, Carangide, Scombride, Coryphenide, Sphyrenide (II,
29b), Labride, Trigla u. a. vorhanden.
Es ist nun nur ein Typus — der Abramistypus — ibrig,
in Bezug auf welchen ich nichts anderes zu thun brauchte als
auf die Beschreibung STIEDA's!) und die Fig. 59 und 71 bei
KrAArtscH hinzuweisen. Dieser Typus ist wahrscheinlich da-
durch entstanden, dass das Dach der Valvula in der Mitte,
längs der Medianlinie auf einer niedrigen Entwicklungsstufe
geblieben und sehr dinn ist, während es ibrigens nebst den
Seitenwänden und dem Boden eine bedeutende Dicke erhalten
hat. Da der dinne Teil des Daches leicht weggerissen werden
kann, erhält die Valvula die Form einer Schale, deren erhabene
Ränder wie zwei bohnenförmige Körperchen aussehen, welche
mit ihrer Concavität eimander zugekehrt sind.
Eine nach diesem Typus gebaute Valvula findet sich nur
bei den Cypriniden und vielleicht bei den Characiniden.
Die Rautengrube (Fossa rhomboidalis) und die
Lobi posteriores.
In Bezug auf diese Bildungen will ich hier nur wenige
Bemerkungen beifägen. Wie es schon aus dem hervorgeht,
wag oben vom Hinterhirn gesagt wird, wechselt die Rauten-
grube sehr bedeutend in der Länge. Waährend sie z. B. an
einem 16 mm langen Gehirn einer Aalmutter (Zoarces vivi-
parus, II, 262) eine Länge von 5 mm erreicht, ist sie an einem
11,5 mm langen Gehirn von Acanthurus triostegus (II, 21)
nur 1 mm lang. Beispiele von langer Rautengrube liefern
auch Cottide, Scorpenide und Gadide; eine verhältnismässig
kurze findet sich bei Carangide, Scombride, Esox, Tetraodon
u. v. a. Nicht selten wird sie ganz und gar vom Hinterhirn
bedeckt, z. B. bei Elacate, Coryphena, Sphyrena, Gadide
und Esox.
An jeder Seite der Rautengrube findet sich eine An-
schwellung (Lobus posterior), die nicht selten mit derselben
Bildung der anderen Seite durch eine die Fossa iberbriäckende
Commissur verbunden wird. Eine solche Commissura loborum
posteriorum ist mit Sicherheit bei Percide, Sparide, Gadide,
Cyprinide wu. v. a. nachgewiesen worden. Bei Blenniide,
Ty Aa: OM Pagan ö:
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:08. 17
Cottide, Scorpenide, Carangide, Muwrenide u. a. habe ich
keine finden können. Bei den Stachelflossern simd die Lobi
posteriores in der Regel wenig hervortretend, nicht selten
kaum merkbar; am kräftigsten unter den Acanthopterygii fand
ich sie bei einigen Perciden (z. B. Apogon carinatus) und bei
Sillago eiliata. Bei den Schellfischen (Gadide) sind sie viel
kräftiger, und jeder Lobus wird in eine vordere und eine hin-
tere Partie abgeteilt. Die letztere hat den Namen Lobus nervi
vagi s. Cobus vagalis erhalten. Die vorderen sind es, die durch
Commissura lob. posteriorum verbunden werden und welche
auch am grössten sind.
Auch bei den Cypriniden sind die Lobi posteriores in je
zwei Partien abgeteilt. Gewöhnlich sind hier Lobi vagales am
meisten entwickelt. Es wechseln doch diese Teile höchst be-
deutend sowohl in der Grösse als in der Form, wie es aus
den von KLAATSCH gelieferten Figuren hervorgeht und wie ich
es auch später zeigen will. In der Rautengrube findet sich”
bei diesen Fischen ein an dem Boden derselben befestigter,
fast rundlicher Körper von sehr verschiedener Grösse bei ver-
schiedenen Arten, der den Namen Tuberculum impar (vergl.
V, 60, 61, 62, 64 und 65) erhalten hat. Ob es bei anderen
Fischen in der That ein Analogon fir diesen giebt, habe ich
noch nicht entscheiden können.
In Bezug auf die eigentiimlichen Lobi posteriores der
Fam. Silwride und Scopelide weise ich auf Seite 36 und
öl hin,
Die unteren Loben (Lobi inferiores) und die Infundi-
bulardräse (Saccus vasculosus).
Lobi inferiores sind zwei unter dem Mittelhirn liegende
Körper, die am häufigsten fast eiförmig oder ein wenig nieren-
förmig sind (z. B. bei Perca (I, 2), Cottus, Labrus und Ne-
roplis). Seltener sind sie hinter der Mitte eim wenig an den
Seiten zusammengedrickt (z. B. bei Lates (I, 1b), Caranz und
Elacate); und wenn dies der Fall ist, sind sie auch zuweilen
mehr abgeplattet und an ihrer unteren Fläche mit Einsenkun-
gen versehen (z. B. Elacate). Nach vorn divergieren sie ge-
wöhnlich mehr oder weniger und werden von Tuber cinereum
(und Hypophysis) getrennt. Hinten stossen sie entweder zu-
sammen (z. B. Caranz, II, 16c, und Gobius, II, 24b) oder
2
(Cd
18 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
werden durch die Infundibulardrise ganz und gar (z. B. Cottus,
I, 14b) oder zum grösseren oder geringeren Teil (z. B. Callio-
nymus, II, 25b, und Labrus, III, 38b) aus eimander gehalten.
Die Grösse in Beziehung zu den Lobi optici ist bei verschie-
denen Familien eine ziemlich verschiedene. Bei einem Exem-
plar von Gobius miger, dessen Mittelhirn eine Breite von 3,5
mm erreicht hatte, waren die Lobi inferiores 2,75 mm breit.
Bei einem Exemplar von Lates colonorum beliefen sich die
entsprechenden Zahlen auf 10 mm und 7 mm, bei Caranz tra-
churus auf 8 mm und 4,5 mm, bei Coregonus lavaretus auf
7,5 mm und 4,5 mm.
Auch die Infundibulardriäse ist grossen Wechselungen
unterworfen und zwar grösseren als die vorerwähnten Teile
in Bezug auf die Form, die Grösse und die Lage. Hini-
gen fehlt sie sogar ganz und gar, z. B. Atherinide, Mu-
gilide, Cyprimide, Esocide und Scombresocide. Bei Sphy-
rena und mehreren anderen ist sie klein, schmal eiförmig mit
der Spitze nach hinten, liegt unmittelbar hinter Hypophysis
und erreicht nicht den hinteren Rand der Lobi inferiores.
Auch bei Caranz ist sie winzig, ihre Form ist doch hier eine
andere (vergl. Fig. 16c). Bei Hippoglossus vulgaris (IV,
48b) ist sie ziemlich breit und streckt sich von Hypophysis
und Tuber cinereum weit hinter die unteren Loben; die grösste
Breite ist in dem hinteren Teil zu suchen. Bei Labrus berg-
gylta (III, 38b) ist sie eiförmig, mit der Spitze nach vorn,
und nach hinten gedrängt. Fast ganz und gar hinter den Lobi
inferiores liegt die Infundibulardräse bei Gobius niger (II, 24b),
wo sie iäbrigens durch eine Einkerbung in zwei neben einander
liegende Partien geteilt worden ist.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o8. 19
IL:
Fam. Percidee.
Untersucht sind:
Perca fluviatilis L., Serranus scriba (1.),
Lates colonorum GÖNTH., S. cabrilla (L.),
Acerina cermua (1L.), Dentex vulgaris C. V.,
Lucioperca sandra Cuv., Moena vulgaris C. V.,
Anthias sacer (BL.), Smaris vulgaris C. V.
Apogon carinatus C. V.,
ANS NE
Bei allen Perciden sind die Riechlappen nach dem Salmo-
nidtypus gebaut, mittelmässig oder ziemlich schwach entwic-
kelt (am stärksten bei Lucioperca, am schwächsten bei An-
thias und Moena). Die Riechnerven laufen eine längere oder
kirzere Strecke neben einander. Die Stammloben gehören
dem Percidtypus an. Bei Moena und Dentex sind die medi-
alen Teile stärker entwickelt und heben sich iiber die lateralen,
wodurch eine Ubergangsform zwischen dem Percid- und dem
Sparidtypus hervorgerufen wird. Die Lobi optici iberragen
nicht oder nur wenig die Stammloben; die Grösse derselben
wechselt innerhalb enger Grenzen. Desto grösseren V erschie-
denheiten nicht nur in der Grösse, sondern auch in der Form
ist das Hinterhirn unterworfen. HEinige sind schon oben er-
wähnt worden. Bei Serranus, Moena, Dentex und anderen
legt sich die Spitze des Hinterhirns ein wenig nach vorn iiber
das Mittelhirn, erreicht aber nicht die Stammloben. Die Sei-
tenteile können immer von oben gesehen werden. Valvula
cerebelli ist bei Perca, Acerina, Lates, Lucioperca und Apogon
eine Valvula quadrigemina, deren vorderes Knotenpaar mei-
stenteils kleiner als das hintere ist. Bei Serranus, Moena und
Dentex besteht sie aus einer zungenförmigen Mittelpartie, oft
mit einer breiten, seichten Längsfurche, und zwei gekrimmten
Seitenteilen, die mit den hinteren Knoten der Valvula quadri-
gemina wahrscheinlich homolog sind. Die Rautengrube wird
bei keinem ganz vom Hinterhirn bedeckt; oft wird sie aber
20 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
durch eine zwischen den Lobi posteriores gehende Commissur
uberbräckt. Die unteren Leben (Lobi inferiores) sind bei
Lates und Perca em wenig verschieden, wie es auf Fig. 1b
und Fig. 2 zu sehen ist. Von ähnlicher Beschaffenheit wie
beim ersteren sind sie bei Serranus und Moena; Lucioperca,
Anthias und Acerina ähneln der letzteren Form. Die Infun-
dibulardräse (Saccus vasculosus) ist breit und zwar teils der
ganzen Länge nach gleich breit und ein wenig hinter die Lobi
inferiores reichend (Lucioperca), teils hat sie dieselbe relative
Länge ist aber vorn schmäler und zwischen den Loben zu-
sammengedrängt (Perca und Serranus), teils wird sie im vor-
deren "Teil ganz von den Loben versteckt (Anthias), teils ist
sie eiförmig und erreicht nicht den hinteren Rand der Loben
(Lates und Acerina).
Fam. Sparide.
Untersucht sind:
Cantharus lineatus WHITE, Sargus annularis (1-.),
Box boops (L.), Pagrus vulgaris C. V.
AES SRS und 8
In Bezug auf das Gehirn sind die Spariden in den meisten
Hinsichten mit den Perciden iibereinstimmend. Der haupt-
sächliche Unterschied ist in der schon oben beschriebenen
Ausbildung der Stammloben zu suchen. Das Hinterhirn ist
gross, bei Cantharus und Pagrus nach oben gerichtet, und er-
hebt sich hoch iber das Mittelhirn. Bei Box ist die Spitze
nach vorn dicht an die Lobi optici gedrickt, erreicht aber
nicht die Stammloben. Valvula cerebelli ist wenigstens bei
Pagrus und Boz nach dem Carangidtypus gebaut und mit
schön gewundenen Seitenteilen versehen, die die Höbhle des
Mittelhirns fast ganz und gar ausfillen. Die unteren Loben
sind gross und von derselben Form wie bei Lates. Mit diesem
Barschenfische stimmen die Spariden auch in Bezug auf die
Infundibulardrise iiberein. Die eigentimliche Form des Mittel-
hirns, die auf Fig. 7 zu sehen ist, ist nur bei Pagrus beob-
achtet worden. Sie ist zweifellos durch die starke Ent-
wicklung der proximalen Teile der Sehnerven verursacht
worden.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV: N:08. 21
Fam. Scorp&enide.
Untersucht sind:
Sebastes viviparus KRÖYER, Agriopus leucopoecilus RICHARDS.,
Scorpena porcus (1L.), Prosopodasys trachinoides C.V.,
Pterois lunulata SCHLEG., Minous monodactylus BLEEK.
Albano rs llged SS elr
Auch die Scorpeniden stimmen in manchen Hinsichten
mit den Barschen iberein. An den Stammloben findet man
aber ein anderes Furchenpaar, das doch oft ziemlich undeutlich
ist. Bei Prosopodasys konnte ich keine Spuren davon sehen.
Die Stammloben sind iiberdies am häufigsten verhältnismässig
grösser als bei den Perciden. Die medialen Teile derselben
iiberragen nicht, oder nur wenig die lateralen. Cerebellum
ist in der Regel von geringer Grösse, sehr klein und von rund-
licher Form bei Scorpena, Prosopodasys und Pterois, grösser
bei Agriopus und Sebastes. Beim letzteren ist es ein wenig
vorwärts ans Mittelhirn goedrickt. Valvula cerebelli ist auch
ziemlich klein, mehr breit als lang, am kleinsten bei Scorpena.
Eine gewöhnlich breite Längsfurche ist immer vorhanden;
eine Querfurche fand ich nur bei Pterois. Die Infundibular-
driäse ist wohl entwickelt, mit ihrer grössten Breite am hin-
teren Teil, und reicht immer ein wenig hinter die Lobi infe-
riores.
Fam. Scienidee.
Von der Fam. Scienide hatte ich Gelegenheit nur einen
einzigen Repräsentanten, Corvina nigra C. V., zu untersuchen.
Das Exemplar, das zu meiner Verfigung stand, war lange in
Spiritus aufbewahrt worden; das Gehirn war so verfault, dass
es nicht unbeschädigt hervorpräpariert werden konnte. Da es
sehr geringe Åhnlichkeit mit der von MAYER gelieferten Figur
von »Sciena Umbra» zeigt, will ich es doch mit wenigen Wor-
ten beschreiben ohne eine Abbildung beizufigen.
Die Stammloben sind fast eben so breit als die Lobi op-
tici und mit einer Hauptfurche versehen; die medialen Teile
derselben iiberragen nicht die lateralen. Sie gehören also dem
Percidtypus an. Das Hinterhirn hebt sich iber die Lobi op-
tici; die Spitze derselben ist nach vorn gerichtet und ans Mittel-
AR MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
hirn gedräckt, erreicht aber nicht die Stammloben. Valvula
cerebelli ist gross und besteht aus einem mit einer Längs-
furche versehenen Mittelstick und zwei Seitenteilen von rund-
lich-länglicher Form; sie gehört wahrscheinlich demselben Ty-
pus als ÄAgriopus an. Die Infundibulardräse ist klein und
schmal und erreicht nicht den hinteren Rand der Lobi infe-
riores.
Fam. Carangide.
Untersucht sind: Caranzx trachurus (L.), Ciclia glauca (1L.),
Argyreiosus setipinmis (W1iTrOH.).
NEN ELLA SIG ID: bene lot
Die Form des Gehirns der Carangiden weicht in mehreren
Hinsichten von derjenigen bei Percide und Sparide ab. Die
Riechlappen sind relativ grösser und mehr in die Länge ge-
zogen. Die Stammloben sind verhältnismässig klein und er-
heben sich nicht uber das Mittelhirn. Bei Caranzx besteht
jeder Lobus aus einer vorderen, schmäleren und einer hinteren,
breiteren Partie, welche letztere mit einer ziemlich undeutlichen
Hauptfurche versehen ist. Bei Argyretosus und Lichia ist
keine vordere Partie vorhanden; auch bei diesen ist die Haupt-
furche nur schwach angedeutet. Das Hinterhirn ist gross und
legt sich mit seiner nach vorn gerichteten Spitze den Lobi
optici dicht an, erreicht aber nicht die Stammloben. Die Val-
vula ist stark entwickelt und besteht aus einem zungenförmi-
gen, mit einer Längsfurche versehenen Mittelstick und zwei
Seitenteilen, deren Form schon oben erwähnt worden ist. Die
Rautengrube ist kurz, wird aber nicht oder nur zum Teil vom
Hinterhirn bedeckt. Die Infundibulardrise ist winzig und er-
reicht nicht den hinteren Rand der Lobi inferiores. Diese
sind ziemlich klein und von derselben Form wie bei Lates.
Fam. Scombride.
Untersucht sind: (Scomber scombrus L.,) Echeneis remora L.,
Elacate nigra (BL.).
TEST, Fig. 18 mad L9
Fam. Coryphenide.
Untersucht: Coryphena punctata C. V. (Taf. II, Fig. 20.)
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKD. HANDL. 'BAND 17. AFD. IV. N:0 3. 23
Fam. Acronuride.
Untersucht: Acanthurus triostegus (1L.). (Taf. II, Fig. 21.)
Die Fam. Scombridce, Coryphenide und Acronuride zei-
gen in Bezug auf das Gehirn bedeutende Ubereinstimmunga
Die Riechlappen sind bei allen, mit Ausnahme des Schiffs-
halters, ziemlich gross und in die Länge gezogen. Die media-
len Teile der Stammloben reichen bis an die Riechlappen und
iiberragen nicht oder nur wenig die lateralen. Bei Echeneis
ist die Hauptfurche kaum merkbar. Das Hinterhirn ist immer
gross und nach vorn gerichtet. Bei Acanthurus reicht es bis
an die Riechlappen, bei Echeneis an den hinteren Rand der
Stammloben, bei den iibrigen ungefähr an die Mitte des Da-
ches der Lobi optici. Ist der Kopf (und das Gehirn) abge-
plattet (wie bei Echeneis), so ist Cerebellum dicht ans Mittel-
hirn gedräckt. Bei Elacate, (Scomber,) Echeneis und Coryphaena
legt es sich auch nach hinten und bedeckt ganz und gar die
kurze Rautengrube. Beim letztgenannten ist Cerebellum mit
zwei seichten Querfurchen versehen und die zwischen denselben
liegende Partie erhebt sich eim wenig iber die anderen Teile.
Die Valvula hat eine hohe Entwicklungsstufe erreicht und
gehört dem Carangidtypus an. Die Seitenteile derselben sind
immer schön gewunden und fillen die Höhle des Mittelhirns zum
grössten Teil aus. Die Lobi inferiores sind in Gegensatz zum
Verhältnis bei den Carangiden relativ gross und an ihrer un-
teren Oberfläche mit unregelmässigen Einsenkungen versehen.
In der Form ähneln sie am meisten denjenigen des Lates colo-
norum. Tuber cinereum ist kräftig entwickelt und Teile des-
selben schieben sich unter den Sehnerven nach den Seiten aus.
Hypophysis ist von geringer Grösse und bedeckt, wenn das
Gehirn von unten gesehen wird, nur einen geringen Teil des
Tuber cinereum. Die Infundibulardrise ist in der Regel klein,
am grössten bei Elacate (Vergl. Fig. 18 bl); bei Acantlhurus
(und Scomber) konnte ich keine finden.
Fam. Trachinide.
Untersucht sind:
Sillago ciliata C. V. und Uramoscopus scaber (L.).
Die beiden untersuchten Repräsentanten dieser Familie
zeigen grosse Verschiedenheiten unter einander. Wiährend
Sillago (IT, 23) sich in mehreren Hinsichten den Scombriden
24 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
nähert, erinnert Uranoscopus an die Scorpeniden. Bei beiden
sind die Riechlappen mittelmässig entwickelt. Die Stamm-
loben sind verhältnismässig gross, und die medialen Teile der-
selben, die nicht die Bulbi olfactorii erreichen, bedecken zum
Teil die lateralen und erheben sich, insbesondere bei Sillago,
iber das Mittelhirn. Das Hinterhirn ist bei Sillago ziemliech
gross, nach hinten gerichtet und bedeckt ungefähr zur Hälfte
die Rautengrube. Bei Uranoscopus ist es ziemlich klein, fast
rundlich, und die Rautengrube wird zum grössten Teil unbe-
deckt gelassen. Die Valvula besitzt bei Sillago die oben
(Seite 15) erwähnte, der bei Mugil vorkommenden sehr ähnelnde
Form, und das Mittelstick reicht ungefähr an die Mitte der
Höhle des Mittelhirns; bei Uranoscopus ist sie eine winzige
Valvula quadrigemina. In Bezug auf Lobi inferiores, Hypo-
physis, Tuber cimereum und Saccus vasculosus stimmt Sillago
mit Elacate iiberein. Bei Uranoscopus sind dagegen die Lo-
ben sehr klein, die Infundibulardrise ist breit und weit nach
hinten reichend; Hypophysis bedeckt, wenn das Gehirn von
unten gesehen wird, ganz das Tuber cinereum.
Fam. Cottide.
Untersucht sind:
Cottus "gobio L., Platycephalus neglectus TROscH.,
C. scorpius L., Trigla gurnardus L.,
C. bubalis EvPHr., — Prionotus evolans (L.).
Ta T FISKARNAS ENSO:
Die untersuchten Cottiden gehören zwei, in mehreren Hin-
sichten verschiedenen, Typen an. Die Arten der Gattung Cot-
tus zeigen in Bezug auf das Gehirn grosse Åhnlichkeren mit
den Scospssniden Die Riechlappen nl gross. Die Stamm-
loben sind nach dem Percidtypus gebaut und erheben sich nicht
uber das Mittelhirn, sind aber lade kleiner als bei den Per-
ciden und Scorpeniden. Cerebellum ist schwach entwickelt,
nach hinten gerichtet und ziemlich dicht an die Rautengrube
gedräckt. Diese ist sehr lang und wird zum grössten Teil
unbedeckt gelassen. Die Seitenteile des Hinterhirns sind kaum
merkbar. Valve cerebelli ist breiter als lang, mit einer Längs-
furche versehen und erreicht nie die Mitte der Höhle der Lobi
optici. Die Infundibulardrise ist breit (zuweilen fast ebenso
breit als jeder Lobus inferior) und weit nach hinten gestreckt.
HANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17: AFD. IV. N:0 8. 25
Mit Cottus stimmt Platycephalus sehr nahe iberein, ist
aber dadurch verschieden, dass die medialen Teile der Stamm-
loben die lateralen iiberragen (aber nicht bedecken) und dass
die Seitenteile des Hinterhirns ziemlich wohl entwickelt sind.
Bei Trigla und Prionotus ist das Gehirn breiter und höher
als bei Cottus, was hauptsächlich von der stärkeren Entwick-
lung des Mittelhirns herrährt. Die medialen Teile der Stamm-
loben sind stark entwickelt und bedecken zum grössten Teil
die lateralen, erheben sich auch bei T»rigla (nicht bei Priono-
tus) ein wenig iäber Lobi optici. Cerebellum legt sich rick-
wärts und bedeckt fast ganz und gar die Rautengrube, ist aber
nicht wie bei Cottus fast wagerecht, sondern neigt sich be-
deutend nach hinten und unten. Valvula cerebelli ist relativ
grösser, reicht bis an die Mitte der Höhle des Mittelhirns und
besteht aus einem kleinen Mittelstäck und zwei Seitenteilen von
fast derselben Form wie bei Serranus. Lobi inferiores und
die Infundibulardrise verhalten sich wie bei Cottus; die letz-
tere ist doch ein wenig kleiner. (Vergl. FRITSCH, o. a. ÅA. Seite
24, Fig. 7!) Die seit langer Zeit bekannten, paarigen An-
schwellungen am vorderen Abschnitte des Riickenmarks bei
Trigla sind auch bei Prionotus in gleicher Zahl (fänf Paare)
vorhanden.
Fam. Cataphracti.
Untersucht sind:
Agomus cataplhractus (1.), Dactylopterus volitans (L.),
Peristethus cataphractum (1L.).
Taf. I, Fig. 12 und 13.
Cataphracti weichen nur wenig von Cottus und Platyce-
phalus ab. Wie bei jenen sind die Stammloben bedeutend
schmäler als die Lobi optici; die medialen Teile derselben
iiberragen ein wenig die lateralen und bei Peristethus sogar
das Mittelhirn. Cerebellum ist länger, ans verlängerte Mark
gedräckt und mit deutlichen Seitenteilen versehen. Es bedeckt
bei Dactylopterus ganz und gar, bei Peristethus zum grössten
Teil und bei Agonus ungefähr zur Hälfte die Rautengrube.
Valvula cerebelli ist bei Agonus sehr schwach entwickelt und
nur als zwei Anschwellungen zu sehen. Ebenso verhält sie
sich wahrscheinlich bei Dactylopterus; an dem eimzigen zu
meiner Verfigung stehenden Exemplar gelang es mir nicht
26 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
dieselbe unbeschädigt bloszulegen. Bei Peristethus ist sie da-
gegen ziemlich gross, bis iäber die Mitte der Höhle des Mittel-
hirns reichend und besteht aus einem zungenförmigen Körper,
der mit einer Längs- und einer Querfurche versehen ist. Die
Infundibulardriise hat bei Agonus eine bedeutende Grösse er-
reicht, ist fast ebenso breit als jeder Lobus inferior und reicht
ein wenig hinter dieselben. Bei Peristethus und Dactylopte-
rus ist sie dagegen sehr klein: beim letzteren zeigt sie sich
nur als ein unmittelbar hinter Hypophysis liegender rundlicher
Körper; bei Peristethus ist sie eine eiförmige Bildung, deren
Spitze sich ein wenig hinter die Mitte der Lobi inferiores
streckt. Lobi inferiores sind (wie bei Scorp&enide und Cottidze)
von der schon bei Perca beobachteten Form.
Fam. Gobiide.
Untersucht sind:
Callionymus lyra TL., Gobius niger L.,
C. maculatus RAFIN., G. marmoratus RISSO,
Periophthalmus Koelreuteri G. cruentatus 1.
BL. SCHN., u. a. Arten der Gattung Gobius.
PA IN KrS2Aand 25
Bei den untersuchten Gobiiden kann man zwei Typen oder
Zwei Varianten desselben Typus unterscheiden. Die eine, die
man bei Gobius und Periophthalmus findet, zeichnet sich durch
grosse Stammloben aus, die, nur ein wenig schmäler als die
Lobi optici, mit deutlichen Furchen versehen sind; bei der
anderen, die durch Callionymus repräsentiert wird, sind die
Stammloben sehr klein, fast abgerundet dreieckig und ohne
deutliche Furchen. Beide haben das Gehirn mehr oder weniger
abgeplattet. Die Riechlappen sind klein, länglich und die
Riechnerven sehr dänn. Bei Callionymus sind die proximalen
Teile der Sehnerven sehr stark entwickelt, wodurch die Stamm-
loben sich riäckwärts auf das Mittelhirn wie auf eine Stufe
gezogen zu haben scheinen. Cerebellum ist schwach entwic-
kelt, legt sich nach hinten und bedeckt bei Gobius ganz und
gar die Rautengrube. Bei Periophthalmus und Callionymus
ist Fossa rhomboidalis länger und wird zum grössten Teil un-
bedeckt gelassen. Die Seitenteile des Hinterhirns sind kaum
merkbar. Valvula cerebelli ist bei Callionymus am kleinsten
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17: AFD. IV. N:0 3. 27
unter allen Knochenfischen; auch bei Gobius ist sie ziemlich
klein. .Lobi inferiores sind dagegen kräftig entwickelt (ins-
besondere bei Gobius) und bei Callionymus mit einer fast A-
förmigen Einsenkung versehen. Die Infundibulardrise ist weit
nach hinten zwischen, bei Gobius sogar fast hinter, die Lobi
inferiores gedrängt worden; bei Callionymmus ist sie fast eiför-
mig, bei Gobius breiter als lang und durch eine Einkerbung
unvollständig in zwei neben einander liegende Partien geteilt
worden.
Fam. Cepolide&e.
Bei dem einzigen, hieher gehörigen, untersuchten Fische,
Cepola ”rubescens IL. (II, 28), ist das Gehirn kurz, breit und
sehr hoch, welche Form hauptsächlich von der starken Aus-
bildung der Lobi optici abhängt. Die Riechlappen sind klein
und werden fast ganz und gar von den Stammloben bedeckt.
Die medialen Teile der Stammloben iiberragen ein wenig (aber
bedecken nicht) die lateralen, erheben sich aber nicht iber das
Mittelhirn. Cerebellum ist schwach entwickelt und dicht ans
Mittelhirn gedriäckt. Valvula cerebelli streckt sich ungefähr
bis an die Mitte der Höhle der Lobi optici und ist durch eine
Längs- und eine Querfurche in zwei Knotenpaare geteilt, wovon
das hintere viel grösser ist und das vordere zum Teil bedeckt.
Die Infundibulardrise ist sehmal (der ganzen Länge nach gleich
breit) und erreicht den hinteren Rand der Lobi inferiores.
Fam. Blenniide.
Untersucht sind:
Anarrlhichas lupus L.,
Clinus argentatus RIiSso,
Zoarces viviparus (1L.).
TARAS 2 6vrund f2T-
Wie es schon MAYER, der Zoarces und Cottus zu der-
selben Familie fihrte, hervorgehoben hat, stimmen die Blen-
niiden in Bezug auf das Gehirn mit den Cottiden sehr nahe
iiberein. Bulbi olfactorii sind wohl entwickelt. Die medialen
Teile der Stammloben iiberragen nicht die lateralen und erhe-
ben sich nicht iber die Lobi optici. Cerebellum ist bei Zoarces
285 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
und ÅAnarrhichas ervoss und nach hinten gerichtet, bedeckt zum
Teil die lange Rautengrube, schliesst sich aber nicht so dicht
dem verlängerten Mark an wie bei Cottus. Bs giebt doch in
der Fam. Blenniidxe Exempel von verhältnismässig kleinem
Hinterhirn (z. B. Clinus). Valvula cerebelli ist klein und er-
reicht nicht die Mitte der Höhle des Mittelhirns. Eine Längs-
furche ist immer vorhanden. Die Infundibulardriise ist ziem-
lich gross und reicht ein wenig hinter die Lobi inferiores.
Fam. Sphyrgnide.
Untersucht: Sphyrcena jello C. & V.
ra KLEIN 20
Die Riechlappen und die Riechnerven sind stark entwickelt.
Den Stammloben fehlen deutliche Hauptfurchen; die an der
Medianlinie liegenden ”Teile derselben sind doch kräftiger aus-
gebildet, weshalb sich die Oberfläche jedes Lobus nach den
Seiten und nach vorn steil abdacht. Im Vergleich mit dem
Mittelhirn sind sie ziemlich klein. Das Hinterhirn ist breit
und lang und nach hinten gerichtet. Dicht an die Rauten-
grube gedräckt, bedeckt es sie ganz und gar. Die Seitenteile
können leicht wahrgenommen werden, wenn das Gehirn von
oben gesehen wird, sind doch viel kleiner als bei der folgen-
den Familie. Die Valvula cerebelli fällt fast ganz und gar
die Höhle des Mittelhirns aus und besteht aus eimem kleinen,
mit einer Längsfurche versehenen Mittelstick und zwei gros-
sen, gewundenen, krausen Seitentceilen, die das erstere zum
Teil bedecken. Die Infundibulardrise ist schwach entwickelt,
schmal eiförmig, mit der Spitze nach hinten gerichtet und er-
reicht nicht den hinteren Rand der Lobi inferiores. Diese sind
breit, abgeplattet, jeder mit einer mit dem äusseren Rand des
Lobus parallel lawfenden, seichten Furche versehen.
Fam. Atherinidee.
Untersucht: Atherina hepsetus IL.
Taf. III, Fig. 30.
Die Riechlappen und die Riechnerven sind schwach ent-
wickelt. An den kleinen Stammloben fehlt jede Spur der
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 3. 29
Hauptfurchen. Das Hinterhirn iiberragt cin wenig die Lobi
optici, legt sich iäbrigens nach hinten und bedeckt zum grös-
sten Teil die Rautengrube; die Seitenteile desselben sind gross.
Valvula cerebelli reicht ungefähr bis an die Mitte der Höhle
des Mitteihirns; das Dach derselben ist durch eine Längs- und
eine Querfurche in zwei Knotenpaare geteilt worden, wovon
das hintere viel breiter als das vordere ist. Lobi inferiores
sind klein und von der gewöhnlichen Form (vergleiche Perca
fluviatilis). Eine Infundibulardräse konnte ich nicht finden.
Das Infundibulum ist nach vorn ausgezogen, und dem zufolge
liegt Hypophysis vor und unter der Sehnervenkreuzung.
Fam. Mugilidee.
Untersucht: Agonostoma Forsteri (BLEEK.)
und Mugil cephalotus C. V.
Dar. JIM; Fig laundi32:
Die Riechlappen und die Riechnerven sind ziemlich stark
entwickelt. Bei Agonostoma liegen die ersteren ein wenig vor
den Stammloben. Es bildet folglich dieser Fisch in Bezug
hierauf eine Ubergangsform zum Cyprinidtypus. Bei Mugil
haben sie die fir die Stachelflosser gewöhnliche Lage. Die
Stammloben, an denen keime Hauptfurche vorhanden ist, sind
verhältnismässig klein; bei Mugil haben sie fast dieselbe Form
wie bei Sphyrena und iiberragen ein wenig die Lobi optici.
Das Hinterhirn ist stark entwickelt, mit ziemlich grossen Seiten-
teilen, nach hinten gerichtet und bedeckt bei Agonostoma ganz
und gar, bei Mugil zum grössten Teil die Rautengrube. Val-
vula cerebelli besteht aus einem mit einer seichten Längs-
furche versehenen Mittelstick, das bei Agonostoma bis an die
Mitte der Höhle des Mittelhirns reicht, bei Mugil ein wenig
kärzer ist, und aus zwei dasselbe zum Teil bedeckenden rund-
lichen Seitenpartien. Lobi inferiores sind von gewöhnlicher
Form. Keine Infundibulardrise ist beobachtet worden (wenig-
stens nicht bei Agonostoma).
30 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
Fam. Gasterosteide.
Untersucht: Gasterosteus acwleatus L.,
G. pungitius IL.
und Spinachia vulgaris FLEM.
TEE Ris: and 34,
Das Gehirn der Stichlinge stimmt in mehreren Hinsichten
mit demjenigen der Mugilide und Atherinide iberein. Wie
bei Mugil sind die Riechlappen wohl entwickelt und gehören
dem Salmonidtypus an. Die Stammloben haben keine Spur
von Hauptfurchen und sind bedeutend schmäler als die Lobi
optici. Das Hinterhirn ist schon bei Spinachia kleiner, legt
sich nach hinten und bedeckt zum grossen Teil die Rauten-
grube. Noch kleiner und von fast rundlichem Umrisse ist es
bei Gasterosteus. Die Seitenteile sind immer deutlich abge-
setzt. Die Valvula ist breit zungenförmig und mit einer Längs-
furche versehen und erreicht ungefähr die Mitte der Höhle
des Mittelhirns. Die Infundibulardrise liegt unmittelbar hinter
Hypophysis und reicht nicht an den hinteren Rand der ziem-
lich kleinen Lobi 'inferiores.
Fam. Gobiesocide&e.
Untersucht: Lepadogaster Camdollei Risso.
TAE LT ORSL36:
Der abgeplattete Kopf bedingt bei Lepadogaster em ab-
geplattetes Gehirn. Die Riechlappen sind sehr klein und die
Riechnerven so dinn, dass sie ohne Vergrösserung kaum merk-
bar sind. Die Stammloben haben eine abgerundet rechteckige
Form und erheben sich nicht iiber die Lobi optici. Haupt-
furchen fehlen ganz und gar. Das Hinterhirn ist ziemlich
schwach entwickelt (ein wenig schmäler als jeder Stammlobus),
legt sich nach hinten und bedeckt zum grössten Teil die
Rautengrube. Valvula cerebelli ist breit zungenförmig (fast
ebenso breit als lang), erreicht ungefähr das hintere Drittel
der Höhle des Mittelhirns und hat, wie es scheint, weder Längs-
noch Querfurche. Lobi inferiores sind nur wenig schmäler als
Lobi optici. Eine Infundibulardruäse konnte ich nicht mit
Sicherheit sehen; wenn sie vorhanden ist, liegt sie unmittelbar
hinter Hypophysis und erreicht nicht den hinteren Rand der
Lobi inferiores.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 8. 31
Von Lepadogaster weicht Liparis lineatus (LEPECHIN) —
III, 35 — durch grössere Riechlappen, durch breiteres Hinter-
hirn und ziemlich stark entwickelte Lobi posteriores ab. Die
Rautengrube ist viel länger. Die Infundibulardrise ist gross,
von fast rundlicher Form und streckt sich ein wenig hinter
die Lobi inferiores.
Fam. Labride.
Untersucht sind:
Labrus berggylta ASCcAN., Labrus exoletus L.,
L. merula L., Julis pavo (HASSELQV-.),
L. melops L., Coris julis (L.),
L. rostratus BL., C. Giofredii RIiSso,
L. mediterraneus L., Labrichthys celidota (FOorst.).
L. rupestris L.,
Taft II gl 3840:
Fam. Pomacentride.
Untersucht:
Heliastes chromis (1.), Dascyllus aruanus (1.).
Taf. II, Fig. 37.
Die Labriden und die Pomacentriden bilden in Bezug auf
das Gehirn einen der ausgezeichnetesten und distinktesten Typen
unter den Knochenfischen. Am nächsten steht ihnen wahr-
scheinlich die Familie der Schuppenflosser, die mir doch in
»encephalologischer» Hinsicht ziemlich unbekannt ist.!) Die
Riechnerven sind schwach entwickelt, und dies ist auch der Fall
mit den Riechlappen, die zuweilen ganz und gar von den Stamm-
loben bedeckt werden. Bei Julis pavo sind die Tractus olfac-
torii in die Länge gezogen, so dass die Riechlappen ein wenig
nach vorn gerickt sind. Die Stammloben sind schon oben
(Seite 8) erwähnt worden. Sie iiberragen immer, aber mehr
!) Es standen wohl drei Arten dieser Fam. zu meiner Verfiigung.
An zwei derselben war doch das Gehirn ganz und gar verdorben. Am
dritten konnte ich beobachten, dass die Stammloben mit denjenigen der
Labriden sehr nahe iibereinstimmen (vergl. Fig. 41!). Die Valvula ist
demselben Typus zugehörig. Das Hinterhirn ist fast aufrecht und erhebt
sich hoch iiber die Lobi optici, und die Rautengrube ist ganz unbedeckt
gelassen. Ob eine Infundibulardrise vorhanden ist, war mir ganz un-
möglich zu sehen.
Je MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
oder weniger, das Mittelhirn. Auch Cerebellum ward oben
(Seite 12) ein wenig besprochen. Dieselbe Form wie bei La-
hrus berggylta fand ich bei Labrus merula, melops, rupestris
und exoletus; bei den kleineren Arten, z. B. Labrus rupestris,
ist doch nur eine Querfurche deutlich zu sehen. Nach hinten
und unten gebeugtes Hinterhirn wie bei Labrichthys ist bei
Labrus rostratus & mediterraneus, Coris julis & Giofredii
und Julis pavo vorhanden. Bei Heliastes und Dascyllus ist
Cerebellum nach oben gerichtet und beugt sich ein wenig nach
vorn, legt sich aber nicht den Lobi optici an, sonden ragt
frei in der Schädelhöhle empor. Valvula cerebelli erreicht
ungefähr die Mitte der Höhle des Mittelhirns und besteht aus
einen zungenförmigen Mittelstick und zwei Seitenteilen, die
fast wie bei Serranus gebaut sind und das erstere zum Teil
bedecken. Lobi inferiores sind gross. Die Infundibulardrise
ist ziemlich klein, eiförmig und von den Lobi inferiores mehr
oder weniger nach hinten gedrängt worden.
Fam. Gadidee.
Untersucht sind:
Gadus morrhua L., Gadus virens L.,
G. merlangus L., Lota vulgaris Cuv.,
G. minutus D., Molva vulgaris FLEM.,
G. pollachius L., Raniceps raminus (O. F. MöLL.).
Taf. III, Fig. 42 und IV, Fig. 45 undrat:
Auch die Gadiden?!) haben ein leicht erkennbares Gehirn,
das innerhalb ziemlich enger Grenzen variirt. Bei allen, mit
Ausnahme von Raniceps, sind die Riechlappen nach dem Cy-
prinidtypus gebaut. Die relative Grösse der Stammloben wech-
selt” ein wenig. Am kleinsten sind sie bei Gadus minutus,
wo sie ungefähr ?/; so breit als die Lobi optici sind. Gewöhn-
lich sind sie nur ein wenig schmäler als, diese; bei Lota und
insbesonders bei Raniceps doch breiter. Die Oberfläche ist
mit zahlreichen Furchen und Unebenheiten versehen; eine
Hauptfurche ist bei den grösseren Arten immer vorhanden.
Schon oben habe ich das Hinterhirn von Raniceps erwähmnt.
Dieselbe Form fand ich bei allen untersuchten Arten, aber
1) Sehr gute Abbildungen vom Gehirn des Wittlings sind von BAU-
DELOT geliefert worden.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:08. 35
die Grösse im Verhältnis zu den ibrigen Teilen des Gehirn
ist eim wenig wechselnd. Die Rautengrube wird doch immer
vom Cerebellum bedeckt. Lobi posteriores sind kräftig entwickelt
und werden immer durch eine die Rautengrube iäberbriäckende
Commissur mit einander verbunden. Lobi inferiores und Hy-
pophysis weehseln in der Grösse. Die letztere bedeckt doch
immer, wenn das Gehirn von unten gesehen wird, das Tuber
cinereum. Die Infundibulardrise streckt sich bei Raniceps
von der Hypophysis weit hinter die Lobi inferiores und ist
hinten, wo sie am breitesten ist, fast ebenso breit als jeder
Lobus. Bei den ibrigen ist sie eiförmig mit der Spitze nach
hinten und erreicht nur bei Lota den hinteren Rand der Lobi
posteriores.
Den Gadiden schliesst sich aufs engste Macrurus trachy-
rhlynchus Bisso (III, 43) an. Der hauptsächliche Unterschied
ist in der Lage der Riechlappen zu suchen. Diese gehören
dem Salmonidtypus an. Die Rautengrube wird nicht vollstän-
dig vom Hinterhirn bedeckt. Valvula cerebelli verhält sich
wie bei Lota, die Infundibulardriise wie bei den Gadus-Arten.
Fam. Ophidiide.
Untersucht sind: Oplhidium barbatum 1.
und ÄAmmodytes tobianus L.
Taf. III, Fig. 44.
Von den beiden untersuchten Repräsentanten der Fam.
Ophidiid&e stimmt der eine, Opluidium barbatum, am meisten
mit Macrurus iberein. Die Riechlappen liegen vor und unter
den Hemisphären und sind (wie auch die Riechnerven) sehr
schwach. Die Stammloben sind breiter als das Mittelhirn und
mit deutlichen Hauptfurchen versehen. Die lateralen Teile
sind stärker entwickelt und erheben sich iber die medialen,
welche letztere nicht an die Riechlappen reichen. Das Hinter-
hirn ist kärzer als bei Macrurus, biegt sich zwar nach hinten,
legt sich aber nicht dem verlängerten Mark an und bedeckt
nicht die Rautengrube. Lobi posteriores sind durch eine breite,
die Rautengrube iiberbräckende Commissur verbunden. <Lobi
inferiores sind ziemlich klein, und die Infundibulardräse ist
Wweit nach hinten zwischen dieselben gedrängt worden.
3
34 MALME, STUDIEN UBER DAS, GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
In mehreren Hinsichten weicht Ammodytes von diesem ab.
Die Riechlappen haben dieselbe Lage. Die Stammloben sind
sehr klein, kaum halb so gross als Lobi optici, und haben
keine Hauptfurchen. Auch Cerebellum ist schwach entwickelt
und von- fast rundlicher Form. Es biegt sich freilich eim
wenig nach hinten, bedeckt aber nicht die Rautengrube, ob-
wohl diese ziemlich kurz ist. Die Valvula hat eine ungewöhn-
liche Grösse erlangt, ist der ganzen Länge nach gleich breit,
ein wenig breiter als das Mittelstäck des Hinterhirns, und
reicht bis an die Commissura posterior. HFEine breite, seichte
Längsfurche ist immer vorhanden. Lobi inferiores sind mittel-
mässig. Die Infundibulardrise ist klein und liegt zwischen
den hinteren Teilen der Loben eingekeilt.
Fam. Pleuronectide.
Untersucht sind:
Hippoglossus vulgaris FLEM., Pleuronectes platessa L.,
Hippoglossoides limandoides (B1.). Pl. microcephalus Dox.,
Rhombus punctatus (BL.), Solea vulgaris QUENS.
Pleuwronectes limanda L.,
Taf IV, Fig 47 amd 48:
Der asymmetrische Bau des Kopfes hat bei den Schollen
ein asymmetrisches Gehirn hervorgerufen. Diese Asymmetrie
tritt schon in den Lobi optici hervor, indem diese ein wenig
aus der Medianlinie nach der Augenseite zu verschoben worden
sind. Der Lobus der Augenseite ist auch etwas grösser als
derjenige der Blindseite. Noch mehr wird die Symmetrie in
den Stammloben gestört. Insbesondere bei der Seezunge (Solea
vulgaris) ist der rechte Lobus (derjenige der Augenseite) viel
gorösser als der linke. Die Riechlappen liegen unmittelbar vor
und unter den Stammloben. Bei Solea sind sie fast ebenso
breit als jene; bei den anderen untersuchten Arten sind sie
verhältnismässig klein, können doch immer leicht vahrgenom-
men werden. Der Bulbus der Augenseite ist stets der grösste.
An den Stammloben sind wenigstens bei den grösseren Arten
mehrere Furchen vorhanden, unter denen ein Paar grösser ist
und als Hauptfurchen betrachtet werden kann. Das Hinter-
hirn ist bei Hippoglossus vulgaris ziemlich lang (doch nicht
relativ so lang wie bei der Mehrzahl der Gadiden), legt sich
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 8. 35
nach hinten und bedeckt zum grössten Teil die Rautengrube;
bei den ibrigen ist es kleiner, schräg nach oben (und hinten)
gerichtet und lässt die Rautengrube mehr oder weniger unbe-
deckt. Valvula cerebelli ist verhältnismässig am grössten bei
Hippoglossus, wo sie fast an die Commissura posterior reicht.
Ihre Form ist schon oben erwähnt worden. Dieseibe Form
fand ich bei allen Repräsentanten dieser Familie; aber die
Grösse ist sehr variabel. In der Regel ist die Valvula bedeu-
tend kleiner als beim 'Heilbutt. Bei Solea ist sie sogar so
winzig, dass sie kaum gesehen werden kann, wenn das Gehirn
mit weggenommenem Dach der Lobi optici gerade von oben
betrachtet wird. Lobi posteriores treten wenig vor, werden
stets durch eine die Rautengrube iberbrickende, schmale
Commissur mit einander verbunden. Lobi inferiores sind mit-
telmässig entwickelt. Hypophysis bedeckt immer das ganze
Tuber cinereum. Die Infundibulardrise erstreckt sich von der
Hypophysis mehr oder weniger weit hinter die Lobi inferiores.
Ihre Form kann auf Fig. 48b gesehen werden.
Fam. Siluride&e.
Untersucht sind: Ictalwrus lophius (COoPE)
und Macrones gulio (HAM.).
Von dieser höchst interessanten Familie habe ich nur zwei
Repräsentanten untersucht, und diese stimmen in fast allen
Hinsichten mit einander iiberein. Es ist daher genug den
einen, Ictalwrus lophius (IV, 49), zu besprechen. Die Riech-
lappen gehören dem Cyprinidtypus zu und sind mit den iäbri-
gen Teilen des Gehirns durch lange Tractus olfactorii verbun-
den. Die Stammloben sind nur wenig schmäler als das Mittel-
hirn und an ihrer Oberfläche mit in verschiedenen Richtungen
verlaufenden Vertiefungen versehen. Unter ihnen kann man
immer zwei Hauptfurchen unterscheiden, die nicht den vor-
deren Rand der Loben erreichen. Das Hinterhirn ist schon
oben erwähnt worden. Die Valvula, die man, infolge der un-
vollständigen Ausbildung des Dachs der Lobi optici, schon nach
der Entfernung des Hinterhirns zum Teil sehen kann, ist breit
zungenförmig oder fast halbzirkelförmig, mit einer undeutlichen
Längsfurche und zwei Querfurchen, einer hinteren ziemlich
tiefen und einer vor derselben befindlichen, seichten, versehen.
36 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
Diese Bildung ist zweifellos eime ein wenig abgeänderte Val-
vula quadrigemina. Lobi posteriores (IV, 49a, L. p.-) haben
eine ungewöhnliche Grösse erlangt. Jeder Lobus wird durch
eine Furche in eine vordere und eine hintere Partie zerlegt.
Die beiden ersteren erreichen fast dieselbe Höhe wie das Hin-
terhirn und werden nach aussen von den Seitenteilen desselben
begrenzt. Sie stossen nicht in der Medianlinie mit einander
zusammen, sondern lassen die Rautengrube ganz unbedeckt.
Die hinteren sind wenig schwächer, begrenzen di Rautengrube
nach hinten und metdön auch jäkolt eine dieselbe iiberbric-
kende Commissur verbunden. Lobi inferiores sind ziemlich
klein. Hypophysis bedeckt ganz und gar das Tuber cinereum.
Die Infundibulardriise ist winzig und OR zwischen den Loben
unmittelbar hinter Hypophysis Siabekelt
Fam. Scopelidee.
Untersucht: Scopeli sp. (zwei Arten aus dem Mittelmeere),
Saurida tumbil (BL.).
Die Gattung Scopelus (IV, 50) erinnert in Bezug auf das
Gehirn in mehreren Hinsichten an die Siluriden. Die Riech-
lappen verhalten sich doch ganz anders, indem sie nach dem
Salmonidtypus gebaut sind. Die Stammloben sind verhältnis-
mässig sehr klein, und es fehlt ihnen jede Spur der Haupt-
furchen. Das Mittelstäck des Hinterhirns ist kräftig entwickelt,
legt sich nach vorn dicht ans Mittelhirn und reicht fast bis
an die Stammloben. Es hat sich auch nach hinten gestreckt
und trägt ein wenig zur Bedeckung der Rautengrube bei. In
Bezug auf die dahinter liegende Bildung, die die lange Fossa
rhomboidalis fast ganz und gar bedeckt und sich auch auf die
Lobi optici neben das Mittelstäck des Hinterhirns gelegt hat,
muss ich gestehen, dass sie mir noch nicht völlig bekannt ist.
Entweder ist sie dadurch entstanden, dass die kräftig entwic-
kelten Seitenteile des Cercbellum und die ebenfalls sehr gros-
sen hinteren Loben, die durch eine breite Commissura lobo-
rum posteriorum vereinigt werden, mit emander verschmolzen
sind, oder dadurch, dass die hinteren Loben eine verhältnis-
mässig gigantische Grösse erreicht haben und die ersteren ganz
und gar bedecken. Fir die erstere Deutung spricht der Um-
stand, dass bei einer der Gattung Sudis wahrscheinlich zuge-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 8. 237
hörigen Art (aus dem Mittelmeere), die in Bezug auf das Ge-
hirn der Saurida tumbil sehr nahe steht, die Seitenteile des
Hinterhirns ein wenig grösser (als bei dieser) sind und mit
den grossen Lobi posteriores zum Teil zusammengeschmolzen
zu sein scheinen. Valvula cerebelli erreicht ungefähr die Mitte
der Höhle des Mittelhirns und ist mit einer breiten, seichten
Längsfurche und einer ebenfalls seichten, fast undeutlichen
Querfurche versehen. Lobi inferiores sind klein; Hypophysis
dagegen gross und bedeckt ganz und gar Tuber cinereum.
Die Infundibulardriäse ist gross, fast rundlich und erreicht den
hinteren Rand der Lobi inferiores.
Ein in einigen Hinsichten wahrscheinlich urspruänglicheres
Gehirn hat Saurida tumbil (IV, 51). Der haupvtsächliche Un-
terschied von dScopelus ist im Hinterhirn und in Lobi poste-
riores zu suchen. Der Mittelteil des ersteren ist klein und
nach vorn gerichtet; die Seitenteile sind verhältnismässig gross
und erreichen fast dieselbe Höhe als der Mittelteil, legen sich
aber nicht auf die Lobi optici hinauf.: Lobi posteriores sind
ebenfalls gross und durch eine breite Commissura loborum po-
steriorum mit einander verbunden, erreichen aber nicht die-
selbe Höhe wie das Hinterhirn und sind nicht mit den Seiten-
teilen desselben verschmolzen. Valvula cerebelli, Saccus va-
sculosus und Lobi inferiores verhalten sich wie bei Scopelus.
Fam. Salmonide.
Untersucht sind:
Coregonus lavaretus (1.), Osmerus eperlanus (1L.),
C. albula (L.), Mallotus villosus (O.F.MöLr.),
Thymallus vulgaris NILSs., [Argentina silus (ASCAN.)]
Taf. IV, Fig. 52—54.
Bei sämmtlichen untersuchten Salmoniden sind die Riech-
lappen relativ gross, in die Länge gezogen und (natiärlicher-
weise) nach dem Salmonidtypus gebaut. Die Stammloben sind
verhältnismässig sehr klein, und Hauptfurchen fehlen ihnen
immer ganz und gar. Das Hinterhirn erhebt sich immer iiber
die Lobi optici, ist iäbrigens sowohl in der Form als in der
Grösse bedeutenden Wechselungen unterworfen. Bei Osmerus
(und Mallotus) ist das Mittelstick ziemlich klein und legt sich
ein wenig vorwärts ans Mittelhirn gedräckt. Bei Coregonus
38 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
albula ist es eim wenig grösser und von fast halbkugeliger
Form. Noch grösser und nach hinten gerichtet ist es bei Co-
regonus lavaretus und am grössten bei Thymallus. Bei Os-
merus und Coregonus albula bedeckt das Hinterhirn nicht
oder fast nicht, bei Coregonus lavaretus zum grössten Teil und
bei Thymallus ganz und gar die Rautengrube. Die Seitenteile
sind immer kräftig entwickelt, am kräftigsten bei Osmerus
und Coregonus albula. Die Valvula ist von verschiedener
Grösse, erreicht meistenteils die Mitte der Höhle des Mittel-
hirns oder geht noch weiter nach vorn. Sie ist eine Valvula
quadrigemina mit einer breiten, seichten Längsfurche und einer
tieferen oder seichteren Querfurche. Das hintere Knotenpaar
ist gewöhnlich breiter, aber kiärzer als das vordere. Lobi po-
steriores sind ebenfalls ziemlich gross und durch eine schmale
Commissur mit einander verbunden. Lobi inferiores sind sehr
schwach. Die Infundibulardrise hat dagegen eine verhältnis-
mässig bedeutende Grösse erlangt. Bei Osmerus (und Mallotus)
ist sie sogar fast ebenso breit als die beiden Lobi inferiores
und reicht weit hinter dieselben. Bei den iibrigen ist sie klei-
ner und reicht nur wenig hinter die unteren Loben (vergl. Fig.
33). Verhältnismässig am kleinsten ist sie bei Thymallus.
Im Zusammenhang mit den Salmoniden und Scopeliden
will ich einige Worte die Sternoptychide betreffend bei-
fägen. Ich untersuchte zwei Repräsentanten dieser Familie:
eine Art der Gattung Sternoptyx (aus dem Mittelmeere) und
Chauliodus Sloanii BL.
Bei der ersteren (IV, 56) verhalten sich die Riechlappen
und die Stammloben fast wie bei Scopelus. Das Mittelhirn
ist stark entwickelt, breit und hoch.. Der Mittelteil des Hin-
terhirns ist winzig und legt sich dicht ans Mittelhirn, erreicht
aber nicht dieselbe Höhe wie dieses. Die relativ grossen
Seitenteile strecken sich weit nach den Seiten aus. Lobi
posteriores sind cbenfalls gross (doch nicht verhältnismässig
so gross als bei Saurida) und wahrscheinlich durch eine die
Rautengrube iiberbräckende Commissur verbunden. Lobi in-
feriores sind klein; die Infundibulardrise dagegen gross und
weit hinter diese reichend.
Im Bezug auf das Gehirn unterscheidet sich Chauwliodus
(IV, 55) von Sternoptyxr hauptsächlich durch das Hinterhirns
Dies hat eime starke Entwicklung erlangt. Der Mittelteil der-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 3. 39
selben streckt sich weit nach vorn (doch nicht bis an die
Stammloben) und ist dicht ans Mittelhirn gedräckt. Die eben-
falls kräftigen Seitenteile setzen sich nicht vom Mittelteil
deutlich ab. In gewissem Masse verhält sich Chauliodus zu
Sternoptyx wie Scopelus zu Saurida.
Demselben Typus gehört wahrscheinlich auch die Fam.
Stomiatide. Ich hatte nur Gelegenheit ein kleines Exemplar
einer der Gattung Astronesthes zugehörigen Art zu untersuchen.
Ihr Gehirn erinnerte in hohem Grade an dasjenige des Chamwu-
liodus.
Fam. Esocideée.
Untersuchter Repräsentant: Esox lucius L. (V, 57).
Fam. Scombresocide.
Untersucht sind: (Belone vulgaris ELEM.),
Henmirhamphus intermedius CANT.
und Exocoeti sp.
Diese beiden Familien sind in Bezug auf das Gehirn fast
ganz und gar ibereinstimmend. Die Riechlappen sind breit
und kurz, liegen unmittelbar vor und unter den Stammloben
und werden zum grossen Teil von ilinen bedeckt. Die Stamm-
loben sind ebenfalls kurz, verhältnismässig klein und erreichen
nicht dieselbe Höhe wie das Mittelhirn. Ihre Oberfläche ist
fast glatt; Hauptfurchen fehlen ganz und gar. Das Hinterhirn
ist ziemlich gross, erhebt sich nicht iber das Mittelhirn, legt
sich aber nach hinten dicht ans verlängerte Mark und bedeckt
ganz und gar die kurze Rautengrube. Die Seitenteile setzen sich
deutlich vom Mittelteil ab. Die Valvula erreicht ungefähr die
Mitte der Höhle des Mittelhirns oder streckt sich ein wenig
weiter vorwärts. Das Dach derselben ist durch eine tiefe
Längsfurche und eine ziemlich seichte Querfurche in zwei
Knotenpaare geteilt, wovon das hintere breiter und höher als
das vordere ist. Lobi posteriores sind klein und nicht durch
eine Commissur verbunden. HLobi inferiores sind bei Esox
klein und breit eiförmig, bei Hemirhamphus und Ezxocoetus
etwas grösser und ein wenig abgeplattet. Keine Infundibular-
driise ist vorhanden. ,
40 MALME, STUDIEN UÖBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
Fam. Clupeide.
Untersucht sind:
Clupea harengus L., Clupea pilchardus WaLB.,
C. sprattus L., Engraulis perfasciatus Porr.
WaEN MAC. 08 und 30:
Das Gehirn der Clupeiden erinnert in einigen Hinsichten
an dasjenige des Hechtes, insbesondere wenn es von oben ge-
sehen wird. Die Riechlappen sind klein, dasselbe ist der Fall
mit den Stammloben, an denen keine Hauptfurchen vorhanden
sind. Wenn das Gehirn eines frischen Härings blosgelegt
wird, bemerkt man an den Lobi optici eine schwache Einker-
bung ein wenig vor der Mitte derselben. Der vor dieser lie-
gende, schmälere Teil des Mittelhirns zeichnet sich durch eine
weissere Farbe aus. Legt man das Untersuchungsmaterial in
Spiritus, wird diese Einkerbung bald viel tiefer. Das Hinter-
hirn öberragt das Mittelhirn; seime Spitze legt sich ein wenig
nach vorn. Der hintere Rand steht entweder fast senkrecht
(z. B. bei Clupea sprattus) oder ragt ein wenig iber die
Rautengrube hervor (z. B. bei Clupea harengus). Die Seiten-
teile sind kräftig, setzen sich aber nicht vom Mittelteil scharf ab.
Valvula cerebelli ist kräftig entwickelt und reicht weit iber
die Mitte der Höhle des Mittelhirns. Ihr Dach ist mit einer
seichten Längsfurche und einer ebenfalls seichten Querfurche
versehen, welche letztere sich hinter der Mitte der Valvula
befindet. Die beiden Knotenpaare sind folglich wenig vortre-
tend; das hintere ist kirzer und nicht oder nur wenig breiter
als das vordere. Lobi posteriores sind hoch, breit und kurz
und durch eine diinne Commissur mit einander verbunden.
Die ziemlich kleinen unteren Loben erinnern in der Form
an diejenigen der Carangiden. An jedem Lobus läuft unge-
fähr von der Mitte des äusseren Rands eine, bei in Spiritus
aufbewahrten Fischen, tiefe Furche schräg vorwärts (V, 58 b).
Es verhält sich diese Furche ungefähr wie die Einkerbung am
Mittelhirn. Am frischen Gehirn ist sie nur angedeutet. In der
Furche liegt Nervus oculomotorius; es ist zweifellos das Zu-
sammenziehen dieses Nerven, was das Vertiefen der Furche
verursacht. Die Infundibulardriäse liegt gleich hinter Hypo-
physis. Zufolge ihrer Winzigkeit entgeht sie leicht der Auf-
merksamkeit.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 3. 41
Fam. Cyprinide. /S
Untersuchte Repräsentanten: | -
Cyprinus carassius Iz, Leuciscus idus (1L.), |G X
C. auratus L., L. erythrophthalmus (1), NN
(Gobio fluviatilis FLEM.), Aspius rapax (LESKE), NF |
Abramis brama (1L.), A. alburnus (L.), —
A. ballerus (L-), Leucaspius delineatus (HECKEL),
A. vimba (L.), Phoxinus aphya (1L.),
A. blicca (BL.), Cobitis barbatula L.,
Leuciscus rutilus (L.), C. tema L.
Taf. V, Fig. 60—65.
Bei den meisten und zwar den grössten untersuchten Cy-
priniden liegen die Riechlappen weit vor den Stammloben,
unmittelbar oder fast unmittelbar hinter den Nasenhöhlen und
sind mehr oder weniger von einander getrennt. Ziemlich lang
sind auch die Tractus olfactorii bei Aspius alburnus, aber hier
liegen die Riechlappen unmittelbar neben einander. Bei allen
diesen ist jeder Stammlobus nur wenig breiter als lang (nie
zweimal so lang als breit) und verschmälert sich nicht oder
nur in geringem Grade nach vorn. Bei Phoxinus, Leucaspius
und Cobitis barbatula sind die Tractus olfactorii kurz, und
die Riechlappen liegen neben einander ein wenig hinter den
Nasenhöhlen. Die Sbbnlobe sind zweimal oder mehr als
zweimal so lang als breit und werden bei Phozinus und Co-
bitis nach vorn merkbar schmäler. Auch bei Cobitis tenia
liegen die Riechlappen neben einander, werden aber durch
verhältnismässig lange Tractus mit den Stammloben verbunden.
Zufolge des kurzen Zwischenraums zwischen den Augen ver-
schmälern sich diese Loben stark nach vorn (V, 65). Insbe-
sondere bei den grösseren Arten finden sich an der Oberfläche
der kurzen und breiten Stammloben zahlreiche Furchen und
Unebenheiten, und bei einigen (z. B. Cyprinus carassius) kann
man leicht ein Paar Hauptfurchen beobachten. Die Grösse
der Stammloben im Verhältnis zu den Lobi optici sind keinen
bedeutenden Wechselungen unterworfen. Am kleinsten sind
sie bei Cobitis tenia. Das Hinterhirn ist ziemlich stark ent-
wickelt und erhebt sich in der Regel iiber die Lobi optici.
Es ist gewöhnlich fast halbkugelig, seltener (wie bei Aspius
42 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
rapax) ein wenig nach hinten ausgezogen.!) Bei Phoxinus
und Cobitis barbatula ist es ein wenig abgeplattet. Verhält-
nismässig am kleinsten ist Cerebellum bei Cobitis tenia, wo
es dicht ans Mittelhirn gedriäckt ist. Die Seitenteile sind
meistenteils kräftig, setzen sich aber am häufigsten ziemlich
undeutlich vom Mittelteil ab. Die Form der Valvula ist sehon
oben beschrieben worden. Ihre Grösse ist immer eime bedeu-
tende und schwankt innerhalb enger Grenzen. Desto mehr
wechseln die Lobi posteriores. Wie schon erwähnt worden,
sind sie immer in zwei Paare abgeteilt, wovon gewöhnlich
das hintere (Lobi vagales) am kräftigsten ausgebildet ist. Bei
einigen (z. B. Cobitis und Phozxinus) ist das vordere Paar so-
gar kaum merkbar. Die Form der Lobi vagales kann aus den
von KLAATSCH und GOTTSCHE gelieferten Figuren besser als aus
Beschreibungen begriffen werden. Man kan vielleicht sagen,
dass sie, wenn sie wohl entwickelt sind wie bei Cyprinus und
Abramis, breit eiförmig, nierenförmig oder bohnenförmig und
mit einer grossen Höhle versehen sind, die durch eine mehr
oder weniger weite Öffnung mit der Rautengrube kommuni-
ziert. Die Grösse ist bei verschiedenen Arten eine sehr ver-
schiedene. Am grössten sind sie bei Cyprinus (nur wenig
schmäler als die Lobi optici), ein wenig kleimer bei Abranvis
brama, noch kleiner bei den anderen Atten der Gattung Abra-
mis und am kleinsten, zuweilen kaum merkbar, bei den Arten
der Gattungen Leuciscus und Aspius. Sehr gross und nach
vorn divergierend sind sie bei Cobitis. ”Tuberculum impar
wechselt ebenfalls bedeutend in der Grösse. Am grössten ist
es bei Cobitis barbatula und Cyprinus carassius. Wenn die
Lobi vagales schwach sind, liegt Tuberculum (in der Rauten-
grube) zwischen ihnen und den vorderen Teilen der Lobi po-
steriores (z. B. bei Aspius rapax). Sind die Lobi vagales da-
gegen gross, umschliessen sie mehr oder weniger das Tuber-
culum. Insbesondere ist dies der Fall bei Cobitis. Zuweilen
bedecken sie dasselbe zum grösseren Teil (z., B. bei Cyprinus
arvratus). Tobi inferiores sind bei den meisten Cypriniden
mittelmässig. Infundibulum ist nach unten und ein wenig vor-
wärts ausgezogen, weshalb Hypophysis in einer tiefen Grube
am Boden des Schädels liegen bleibt und nur mit grösster
!) In noch höherem Grade ist dies nach der von KLAATSCH (a. a. 0.)
gelieferten Fig. der Fall bei Barbus vulgaris FLEM. und nach FRITSCH
bei Cyprinus carpio L.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 8. 43
Vorsicht im Zusammenhang mit dem Gehirn hervorpräpariert
werden kann. HEine Infundibulardrise fehlt bei diesen ganz
und gar. Bei Cobitis, Leucaspius und Phozinus sind die un-
teren Loben kleiner und Infundibulum ist nicht ausgezogen.
Ob sich bei diesen eine kleine, hinter Tuber cinereum liegende
Infundibulardrise vorfindet, war mir unmöglich mit Sicherheit
zu sehen. Wenigstens bei Cobitis tenmia glaube ich eine solche
beobachtet zu haben.
Fam. Characinide.
Untersuchter Repräsentant: eine Art der Gattung Erytlhri-
nus (V, 66).
Die Riechlappen liegen unmittelbar vor und unter den
Stammloben und sind kurz und breit. Die Riechnerven diver-
gieren sogleich beträchtlich. Die Stammloben sind nur wenig
schmäler als die Lobi optici und erreichen dieselbe Höhe wie
diese. Das Hinterhirn legt sich nach hinten und bedeckt un-
gefähr zur Hälfte die Rautengrube. Die Seitenteile setzen sich
deutlich vom Mittelteii ab. 'Tuberculum impar und getrennte
Lobi vagales sind nicht vorhanden. Valvula cerebelli ist ziem-
lich klein, wahrscheinlich nach dem Cyprinidtypus gebaut und
erreicht nicht die Mitte der Höhle des Mittelhirns. bLobi in-
feriores sind mittelmässig. Infundibulum ist ein wenig nach
unten ausgezogen, und Hypophysis liegt in einer seichten
Grube am Boden des Schädels. Die Infundibulardriäse felilt
ganz und gar.
Fam. Murg&gnide.
Untersucht sind:
Murcena helena L., Anguilla vulgaris FLEM.
und Ophlichthys dicellurus (IRICHARDS.).
TALPVT Fig 6:d und 08.
Die Riechlappen haben eine ungewöhnliche Grösse erreicht
und sind halb oder mehr als halb so breit als die Stammloben.
Die Riechnerven sind beträchtlich dick. Die Stammloben sind
ebenso breit oder breiter als das Mittelhirn und erheben sich iber
dasselbe. Bei Anguilla ist jeder Lobus fast rechteckig mit
den äusseren Ecken abgerundet. Die Hauptfurchen sind deut-
44 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
lich und reichen fast bis an den vorderen Rand der Loben.
Das Hinterhirn ist mehr breit als lang und breiter als das
Mittelhirn. Es legt sich ein wenig nach hinten, bedeckt aber
nicht die Rautengrube; die Seitenteile setzen sich nicht deut-
lich ab. Die Valvula erreicht ungefähr die Mitte der Höbhle
des Mittelhirns und ist mit einer Längsfurche (aber keimer
Querfurche) versehen. Die hinteren Loben werden mit keiner
Commissura loborum posteriorum verbunden. Lobi inferiores
sind verhältnissmässig gross, fast ebenso breit als das Mittel-
hirn. Hypophysis bedeckt, wenn dass Gehirn von unten ge-
sehen wird, nicht nur Tuber cinereum sondern auch zum Teil
die unteren Loben. Die Infundibulardriäse ist kurz und breit,
erstreckt sich von Tuber cinereum ein wenig hinter die Lobi
inferiores.
Im Zusammenhang mit den Murceniden will ich die oft
als Jugendformen anderer Fische angesehenen Leptocepha-
liden erwähnen. Ich untersuchte eine der grössten Arten,
Leptocephalus Koellikeri Kavr (V, 69). Es stimmt dieser
Fisch in Bezug auf das Gehirn in mehreren Hinsichten mit
den Murzeniden iberein. Das Mittelhirn ist doch stärker ent-
wickelt und breiter als die Stammloben und das Hinterhirn.
Dieses zeigt sich als ein ziemlich niedriger Wulst hinter dem
Mittelhirn und hat keinen von den Seitenteilen getrennt vor-
tretenden Mittelteil. Die Valvula ist winzig fast wie bei Cal-
lionymus. Tobi inferiores sind klein und weit von einander
getrennt. Tuber cinereum ist gross, wird aber fast ganz und
gar von Hypophysis bedeckt. Die Infundibulardräse ist fast
ebenso breit als jeder Lobus inferior und erstreckt sich von
Tuber cinereum bis zum hinteren Rand der unteren Loben.
Fam. Syngnathide.
Untersuchte Repräsentanten:
Neroplus cequoreus L. und Hippocampus antiquorum TLRACH.
JbER ro SAT DE
Die Riechlappen sind mittelmässig entwickelt und nach dem
Salmonidtypus gebaut. Die Riechnerven verlaufen eine längere
Strecke neben einander. Die Stammloben verschmälern sich
nach vorn und erheben sich nicht iäber das Mittelhirn. Sie
erinnern nicht wenig an die des Hechtes, und wie bei diesem
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 3. 45
fehlt ihnen jede Spur der Hauptfurchen. Das Hinterhirn ist
mittelmässig, mit kleinen, undeutlich abgesetzten Seitenteilen,
erhebt sich nicht iiber das Mittelhirn, legt sich nach hinten
dicht ans verlängerte Mark und bedeckt zur Hälfte die Rauten-
grube. Valvula cerebelli ist breit zungenförmig, mit einer brei-
ten Längsfurche versehen und erreicht nicht die Mitte der
Höhle des Mittelhirns. Hypophysis ist gross und bedeckt
ganz und gar Tuber cinereum. Lobi inferiores sind ein wenig
nach hinten verschoben. Hinten, zwischen ihnen eingekeilt,
liegt die ziemlich grosse Infundibulardriise.
Fam. Gymnodontes.
Untersuchter Repräsentant: Tetraodon lunaris BLEEK.
Taf. V, Fig. 71.
Wie man aus der Form des Kopfes erwarten kann, ist das
Gehirn bei Tetraodon kurz, breit und ziemlich hoch. Die
Riechlappen sind verhältnismässig klein, und die Riechnerven
verlaufen eine lange Strecke neben einander. Die Stammloben
sind kurz und breit und erheben sich ein wenig iiber das
Mittelhirn. Ihre medialen Teile sind. kräftig entwickelt und
bedecken zum grössten Teil die lateralen. Cerebellum legt sich
räckwärts, dacht sich ziemlich steil nach hinten ab und be-
deckt ganz und gar die kurze Rautengrube. Die Seitenteile
sind ziemlich klein, setzen sich aber vom Mittelteil deutlich ab.
Die Valvula ist eine Valvula quadrigemina, deren hinteres
Knotenpaar breiter als das vordere ist und dasselbe zum Teil
bedeckt, und reicht ein wenig bis vor die Mitte der Höhle des
Mittelhirns. Lobi posteriores sind klein und durch keine Com-
missur mit einander verbunden. Die unteren Loben sind mittel-
mässig. Hypophysis ist klein und liegt dicht unter Tuber
cinereum. Gleich hinter derselben findet sich die kleine In-
fundibulardriise, die breit eiförmig (mit der Spitze nach hinten)
ist und bei weitem nicht den hinteren Rand der Lobi infe-
riores erreicht.
ram. Sclerodermi.
Von den beiden untersuchten Repräsentanten dieser Familie
stimmt der eine, Balistes aureolus RICHARDS., in Bezug auf das
Gehirn fast ganz und gar mit Tetraodon iiberein. Die medi-
alen Teile der Stammloben sind doch verhältnismässig em wenig
46 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
schmäler als bei diesem. Der andere, Triacanthus strigilifer
3LEEK., weicht dagegen in einigen Hinsichten ab. Das Mittel-
hirn ist ein wenig stärker entwickelt. Das Hinterhin ist fast
serade nach oben gerichtet und erhebt sich iiber die Lobi op-
tici. Die kurze Rautengrube wird folglich unbedeckt gelassen.
Valvula cerebelli ist nach dem Carangidtypus gebaut; ihre
Seitenteile bedecken zum grössten Teil das Mittelstäck. Die
hinteren Loben sind grösser als bei Tetraodon; ob sie durch
eine (winzige) Commissura loborum posteriorum verbunden
werden, konnte ich nicht beobachten. Die Infundibulardriise
ist freilich klein und schmal, erreicht aber den hinteren Rand
der Lobi inferiores.
IT.
Aus den oben gelieferten Beschreibungen der äusseren
Form des Gehirns und der makroskopischen Anatomie der Val-
vula cerebelli bei den Knochenfischen kann, wie ich glaube,
zweifellos hervorgehen, dass es in der That melrere Familien
innerhalb dieser Ordnung giebt, die eine so ausgezeichnete
Form des Gelhirns haben, dass man schon daraus einen dieser
oder jener Familie gzugehörigen Fisch erkennen kann. Hat man
vor sich ein Fischgehirn mit gestielten Riechlappen, grossen,
mit mehreren Furchen und Unebenheiten versehenen Stamm-
loben, einer nur mit einer Längsfurche versehenen Valvula und
nach hinten gerichtetem, grossem Hinterhirn, kann man mit
orosser Sicherheit behaupten, das es aus einer der Fam. Ga-
dide zugehörigen Art stammt. Aus mehr oder weniger ge-
stielten Riechlappen, einer nach dem Abramistypus gebauten
Valvula cerebelli und dem Vorhandensein eines wohl entwic-
kelten Tuberculum impar, kann man folgern, dass ein vor-
liegendes Gehirn einem Karpfenfische angehört. Andere Bei-
spiele, die dieselbe Sache beleuchten, liefern die Fam. Scom-
bride, Labride, Sparide u. v. a.
Andrerseits kann aber nicht verschwiegen werden, dass
Beispiele entgegengesetzter Art auch hervorgezogen werden
können. Fin sehr interessantes derartiges fand ich in der Fam.
Cottide. Trigla und Prionotus weichen nämlich in Bezug auf
das Gehirn in mehreren Hinsichten von den anderen Cottiden
ab. Hin anderes bietet die Fam Trachinide dar, von der ich
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 38. 47
doch nur zwei auch in anderen Hinsichten sehr verschiedene
Arten untersuchte.
Wie am häufigsten die Gattungen, die zu derselben Fa-
milie gezählt werden, mit einander mehr oder weniger iber-
einstimmen, so sind auch nahestehende Familien (die zu der-
selben Abteilung gefiihrt werden) in Bezug auf das Gelhirn
nicht selten einander sehr gleich. Da ich schon mehrmals diese
Thatsache erwähnt habe, kann ich mich hier darauf beschrän-
ken einige der ausgezeichnetsten Exempel zu nennen, z. B.
Scorpenide, Cottide und Cataphracti, Atherinide und Mugi-
lide, Cabride und Pomacentride, Salmonide und Scopelide,
Esocide und Scombresocide, Gymnodontes und Seclerodernu.
Es ist auch zuweilen der-Fall, dass Familien die nach den
ublichen ichthyologischen Systemen weit von einander getrennt
werden, in Bezug auf das Gehirn einander sehr nahe stehen.
Ein sehr interessantes Beispiel dieser Art bieten die Schuppen-
flosser und die Lippfische dar. Nur aus diesem Grunde diese
Familien zusammenzufihren, wie eg MAYER versuchte, dazu ist
man wohl nicht berechtigt, auch wenn man dem Gehirn eine
Bedeutung fiir das System zuschreibt. Die Sache ist doch
zweifellos der grössten Aufmerksamkeit wert. In der Lebens-
weise stimmen diese Familien wahrscheinlich sehr nahe iiber-
ein.!) HEin anderes und zwar ein sehr unerwartetes Beispiel
solcher Ubereinstimmung zwischen weit entfernten Familien
liefern Trigla und Tetraodon (nebst Triacanthus).
Fiir die einzelnen Unterordnungen (Acanthopterygii, Ana-
canthini etc.) habe ich durchgehend charakteristische Unter-
schiede in der Form des Gehirns micht finden können. HEinige
Eigentimlichkeiten gehören doch hauptsächlich dieser oder
jener Unterordnung zu und sind bei den meisten Familien der-
selben vorhanden.
Fiär die Stachelflosser z. B. gilt folgendes:
Die Riechlappen sind gewöhnlich verhältnismässig klein
und gehören fast immer dem Salmonidtypus zu.
An den Stammloben findet sich in der Regel wenigstens
ein Furchenpaar (die Hauptfurchen).
Wenn die Valvula eine mehr bedeutende Grösse erreicht
hat, ist sie immer eine mit tiefer Querfurche versehene Val-
vula quadrigemina oder eine Carangidvalvula.
') Vergl. A. GÖNTHER, Catalogue of Fishes, Vol. IV. pag. 2.
48 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
Lobi posteriores sind in der Regel klein, und getrennte
Lobi vagales sind nie vorhanden.
Die Infundibulardräse ist oft ziemlich klein fehlt aber
höchst selten ganz und gar.
Bei den Physostomen sind die Riechlappen in der Regel
entweder gestielt oder haben eine im Verhältnis zu den Stamm-
loben beträchtliche Grösse erreicht.
Die Stammloben sind entweder gross und mit mehreren
Unebenheiten und Furchen versehen, unter denen man oft ein
Paar Hauptfurchen unterscheiden kann, oder klein und ganz
und gar ohne deutliche Furchen. So scharf markierte Haupt-
furchen wie bei der Mehrzahl der Stachelflosser finden sich nur
bei den Murceniden.
Wenn die Valvula eine mehr bedeutende Grösse erreicht,
ist sie entweder eine mit seichter Querfurche versehene Val-
vula quadrigemina oder eine Abramisvalvula.
Lobi posteriores erreichen oft eine beträchtliche Grösse
und "getrennte Lobi vagales entwickeln sich nicht selten.
Die Infundibulardräse ist bei einigen im Verhältnis zu
den unteren Loben sehr gross, bei anderen ziemlich klein oder
winzig. Nicht selten fehlt sie ganz und gar.
Unter den Weichflossern (Anacanthini) kann man zwei
Typen unterscheiden. Der eine, der von den Gadiden und
nahestehenden repräsentiert wird, ähnelt in mehreren Hinsichten
der Mehrzahl der Physostomen. Die Riechlappen sind meisten-
teils gestielt, die Stammloben verhältnismässig gross und mit
zahlreichen Unebenheiten und Furchen versehen, Valvula cere-
belli oft eine beträchtliche Grösse erreichend und ohne Quer-
furche, Lobi posteriores kräftig, getrennte Lobi vagales oft
entwickelt und Infundibulardrise stets vorhanden. Der andere,
die Schellfische (vergl. oben, Seit. 34), steht den Stachelflossern
viel näher, insbesondere in Bezug auf die Valvula. Er zeich-
net sich ibrigens durch die Asymmetrie im Bau der Stamm-
loben und Riechlappen aus.
Die Plectognathen stimmen fast ganz und gar mit einigen
Stachelflossern iiberein.
Die Biischelkiemer sind auf einer wahrscheinlich urspräng-
licheren Entwicklungsstufe stehen geblieben und erinnern in
Bezug auf das Gehirn sowohl an die Leptocephaliden als an
einige niedrig stehende (?) Stachelflosser (z. B. Gasterosteide).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 3. 49
Es sind die Stammloben und Valvula cerebelli, die unter
nahestehenden Gattungen und Familien zu Wechselungen am
wenigsten gceneigt sind. Sehr selten finden sich innerhalb
derselben Familie Stammloben, die nach verschiedenen Typen
gebaut sind. Fin Beispiel hiervon liefern vielleicht die Perciden.
Einige den Barschen zugehörigen Gattungen haben typische
Percidstammloben; andere — (Serranus und) die Unterfam.
Pristipomatide — zeigen eine Ubergangsform zum Sparid-
typus. Der letztgenannte Typus ist auch wahrscheinlich aus
dem Percidtypus abzuleiten.
Ein wenig anders verhält sich die Valvula. Ich beobach-
tete zuweilen innerhalb derselben Familie (z. B. Cataplracti)
sowohl (bei einigen Arten) eine mit nur einer Längsfurche
vergsehene Valvula (Gadidvalvula) als auch (bei anderen) eine
Valvula quadrigemina. In anderen Fällen (z. B. innerhalb der
Fam. Percide) fand ich teils eine Valvula quadrigemina, teils
eine Carangidvalvula. Wenn es richtig ist anzunehmen, dass
die Valvula quadrigemina sich aus der eimfachen Gadidvalvula
und die Carangidvalvula aus der ersteren entwickelt hat, so
ist dieses Verhältnis ja leicht zu erklären. HEinige Arten haben
eine höhere Entwicklungsstufe erreicht, während die anderen
auf einer niedrigeren stehen geblieben sind. Auch ist die
Carangidvalvula bei Serranus viel kleiner und viel weniger
entwickelt als z. B. bei den Spariden.
Das Hinterhirn bietet fir emige Familien, wie es scheint,
gute Merkzeichen dar. HEin sehr charakteristisches Aussehen
hat es z. B. bei Siluride, wo es nach vorn gerichtet, breit,
ans Mittelhirn gedriickt und mit grossen Seitenteilen versehen
ist, bei Gadide (gross, nach hinten gerichtet und die ganze
Rautengrube bedeckend), Scombride und nahestehenden (so-
wohl nach hinten als nach vorn ausgebreitet, mit ziemlich
kleinen Seitenteilen und die Rautengrube bedeckend). Inner-
halb anderer, z. B. Percide, Pleuronectide, Scopelide und
Salmonide, ist es beträchtlichen Wechselungen sowohl in der
Grösse als in der Form und Richtung unterworfen.
Dasselbe ist der Fall mit der Infundwbulardriise. Wie
schon mehrmals erwähnt worden, fehlt sie bei einigen Familien
ganz und gar. Innerhalb anderer zeigt sie dieselbe Form und
fast dieselbe relative Grösse bei allen untersuchten Repräsen-
tanten, z. B. Salmonide, Labride, Blenniide und Clupeide.
Bei den Schellfischen ist zwar die Form dieselbe aber die re-
4
30 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
lative Grösse bei verschiedenen Arten sehr verschieden. Inner-
halb der Fam. Percide, Cataphracti u. a. wechselt sie sowohl
in der Form als in der Grösse und Lage (vergl. Seit. 20 und 26).
Fär die Fam. Gadide, Siluride, Cyprinide und Clupeidae
bieten Lobi posteriores gute Merkzeichen dar. Innerhalb der
Familie der Karpfenfische sind sie zwar grossen Wechselungen
unterworfen, haben doch immer ein sehr charakteristisches
Aussehen.
Die relative Länge der Rautengrube ist oft innerhalb der-
selben Familie dieselbe, z. B. Gadide, Labride, Percide.
Auch die Form und die relative Grösse der unteren Loben
sind oft bei nahestehenden Gattungen und Familien iiberein-
stimmend (z. B. Elacate und Coryphena, Labride und Poma-
centridce). Bin Beispiel entgegengesetzer Art liefern Perca
und Lates.
Zuletzt will ich mit einigen Worten die Frage berihren,
wie man sich die Entwicklung komplizierterer Knochenfisch-
gehirne. aus urspringlicheren Formen vorstellen kann, und
diese Sache mit einem Beispiel zu beleuchten versuchen. Als
ein sehr ursprängliches will ich ein Knochenfisehgehirn an-
nehmen, das sich durch ziemlich grosse, nach dem Salmonid-
typus gebaute Riechlappen, ziemlich kleine, mit keinen Haupt-
furchen , versehene Stammloben, ein verhältnismässig kleines
Hinterhirn, das entweder wulstförmig (wie bei Leptocephalus)
ist oder aus einem kleinen, weder nach vorn noch nach hinten
gerichteten Mittelstick und im Verhältnis zu diesem grossen,
wenig abgesetzten Seitenteilen besteht, eine kleine Gadidvalvula,
wenig vortretende und durch keine Commissura loborum po-
steriorum verbundene hintere Loben, verhältnismässig kleime
Lobi inferiores und eine vom Tuber cinereum bis zum hin-
teren Rand der unteren Loben sich streckende Infundibular-
driise auszeichnet. Dieser (hypothetischen) Form sehr nahe-
stehende Gehirne, die sich aus derselben leicht ableiten lassen,
finden sich bei so verschiedenen Fischen wie Neroplhis equo-
reus, Leptocephalus Koellikeri, Osmerus eperlanus, Atherima
hepsetus und Gasterosteus acuwleatus. Dass aber das Gehirn,
eine so complizierte Bildung, auf verschiedenen Wegen zu
einer so beträchtlichen Ubereinstimmung kommen kann, ist
wohl kaum denkbar. Die Körperform und die Lebensweise
oben erwähnter Fische sind so verschieden, dass sie zu diesem
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0o383. 51
Zwecke in keimer Hinsicht beigetragen haben können. Um
diese Thatsache zu erklären ist es, wie es mir scheint, ganz
nothwendig anzunehmen, dass diese Fische in Bezug auf das
Gehirn auf einem ziemlich urspriänglichen Standpunkt stehen
geblieben sind.
Von dieser (hypothetischen) urspränglichen Form weicht das
Gehirn des Stintes (Osmerus eperlanus) hauptsächlich dadurch
ab, dass die Riechlappen und das Mittelhirn im Verhältnis zu den
Stammloben grösser geworden sind, die Valvula sich weiter
nach vorn gestreckt und cine Querfurche erhalten, der Mittel-
teil des Hinterhirns ein wenig in der Grösse zugenommen hat
und die ein wenig grösseren Lobi posteriores durch eine Com-
missur mit einander verbunden worden sind. Von der bei
Osmerus vorkommenden Form lässt sich das Gehirn bei allen
ibrigen untersuchten Salmoniden leicht ableiten. Am weite-
sten hat sich Thymallus entfernt.
Fast in derselben Richtung ist die Entwickelung bei Sau-
rida gegangen. Der Mittelteil des Hinterhirns legt sich hier
ein wenig nach vorn, und die Lobi posteriores haben mehr
in der Grösse zugenommen.
Wie ich schon oben angedeutet, ist es sehr wahrschein-
lich, dass das eigentimliche Gehirn bei Scopelus durch die
enorme Vergrösserung der hinteren Loben und der Seitenteile
des Hinterhirns aus einer der bei Saurida vorkommenden
sehr ähnlichen Form entstanden ist. In Bezug auf die Val-
vula, die unteren Loben und die Infundibulardrise stimmt
sowohl diese Gattung als Saurida mit den Salmoniden iberein.
Viel weiter von der urspruänglichen Form hat sich Icta-
lurus entfernt. Dass das Gehirn dieses Fisches doch viele
und zwar sehr charakteristiscehe Eigentimlichkeiten mit dem-
jenigen bei Scopelus gemeinsam hat, ist wohl zweifellos. Ich
brauche nur die Aufmerksamkeit auf das nach vorn gerichtete
Hinterhirn, dessen Seitenteile eine ungewöhnliche Grösse er-
reicht, und die ebenfalls grossen hinteren Loben zu lenken.
Im Bezug auf die Stammloben hat Ictalurus emen anderen
Weg eimgeschlagen. Diese sind nämlich gross und mit meh-
reren Unebenheiten und Furchen versehen. Die Riechlappen
sind nach dem Cyprinidtypus gebaut. Dass aber diese That-
sache nicht die Annahme verhindern kann, dass das Gehirn
bei Ictalurus aus emer dem bei Saurida oder Osmerus vorkom-
menden ähnlichen Form abzuleiten ist, dafiär spricht der
d2 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
Umstand, dass wir innerhalb der Fam. Cyprinide, deren Ge-
hirn so charakteristisch ist, eimige Arten gefunden haben,
deren Riechlappen fast unmittelbar vor den langen und ziem-
lich schmalen Stammloben liegen, während sie bei den ibrigen
durch beträchtlich lange Tractus olfactorii mit den breiten
Stammloben verbunden sind. Die unteren Loben sind bei
Ictaluwrus viel kräftiger entwickelt als bei Saurida, und wie
so oft der Fall ist, so hat eine Vergrösserung derselben eine
bedeutende Verkleinerung der Infundibulardriise hervorgerufen.
Um das Verhältnis zwischen den Fam. Salmonidece, Sco-
pelide und Siluride in Bezug auf das Gehirn zu verdeutlichen
fige ich nebenstehende Figur bei. Ich habe an derselben
auch die Fam. Sternoptyclide mitgenommen, weil sie zwei-
fellos demselben Entwickelungsgebiet angehört.
Ictalurus. | Scopelus.
| Chauliodus.
| Sauri-
da.
å — Sternoptyx.
Thymallus.
Osmerus.
"| Bin Fisch, dessen Gehirn eine ziemlich
ursprimgliche Form besitzt.
Dass diese Familien wahrscheinlich mit eimander sehr ver-
wandt sind, dirfte daraus hervorgehen, dass die ichthyologi-
schen Verfasser sie auf die eine oder andere Weise neben ei-
nander zu stellen versucht haben. Während eimnige, z. B. A.
GÖNTHER, Siluride und Scopelide neben einander gefuhrt und
Salmonide weit davon entfernt, haben andere, z. B. W. LILLJE-
BORG, Salmonide und Scopelide neben einander und Siluridae
weit davon gestellt. Wenn meine Deutung vom Gehirn richtig
ist, so stehen die Salmomniden in Bezug darauf der urspring-
Jlichen Form am nächsten, und dasselbe ist wohl auch der
Fall in anderen Hinsichten, z. B. in Bezug auf den BEileiter!)
und den Kiemendeckelapparat.
1 Vergl. H. F. E. JUNGERSEN, Bidrag til Kundskaben om Kjönsorga-
nernes Udvikling hos Benfiskene. Kjobenhavn 1889.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 8. 53
Mit diesem Beispiel!) will ich zu zeigen versucht haben,
dass das Studium der äusseren Form des Gehirns bei den
Knochenfischen, ebenso wohl als anderer Örgane, zur richtigen
Auffassung der Verwandtschaften beitragen kann. Die Ver-
schiedenheiten in der makroskopischen Anatomie des Gelhirns
haben 2weifellos eine Bedeutung fiir das System. Aber nach
diesen ein System aufzustellen ist doch (wie jede Systemati-
sierung nach einzelnen Organen) von ziemlich geringem W ert,
bezsonders auch weil eine so winzige Zahl der bisher beschrie-
benen Fische uns in Bezug auf das Gehirn noch bekannt sind.
Es dirfte mir doch erlaubt sein die von mir untersuchten
Fische in einige durch die Form des Gehirns ausgezeichnete
Typen zusammenzustellen. HEinige sehr freistehende Formen
— z. B. Cepola, Gobiesox, Erythrinus — miissen doch hierbei
ganz und gar ausser Rechnung gelassen werden.
Um schon mehrmals erwähnte Verhältnisse nicht zu wie-
derholen, will ich die Merkmale jedes Typus nur in der gröss-
ten Kirze andeuten und iibrigens auf die oben gelieferten
Beschreibungen der einzelnen Familien hinweisen.
Der Percidtypus.. Riechlappen sitzend. Stammloben nach
dem Barschentypus gebaut. <MHinterhirn von verschiedener
Grösse und Form. Valvula quadrigemina oder verhältnismäs-
sig kleine Carangidvalvula. Infundibulardriise wohl entwickelt.
Commissura loborum posteriorum vorhanden.
Fam. Percide (mit Ausnahme der Pristipomatiden).
Der Sparidtypus. Vom vorstehenden hauptsächlich durch
die nach dem Sparidtypus gebauten Stammloben und die grosse
Carangidvalvula unterschieden.
Fam. Sparide.
Der Labridtypus. Riechlappen sitzend. Stammloben nach
dem Labridtypus gebaut. Hinterhirn von verschiedener Form
(vergl. Seit 12 und 32). Valvula eine kleine oder mittelmässige
Carangidvalvula. Commissura loborum posteriorum oft nicht
vorhanden. Infundibulardrise mehr oder weniger nach hinten
gedrängt.
Fam. Pomacentride, Squamipinnes und Labride.
') Ein sehr interessantes Beispiel derselben Art bieten die Fam. Caran-
gide, Scombride, Coryphenide und ÅAcronuride dar, und ein anderes viels
leicht Fam. Pristipomatide, Squamipinnes, Pomacentride und Labride,
34 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
Zwischen diesen drei Typen oder vielleicht nur zwischen
Percidtypus und BLubridtypus bildet die Unterfam. Pristipoma-
tide cine Ubergangsform.
Der Triglidtypus. -Riechlappen sitzend. Stammloben nach
dem Sparidtypus gebaut aber im Verhältnis zum Mittelhirn
kleiner als bei den Spariden. Hinterhirn in der Regel nach
hinten und unten gerichtet und bedeckt ganz und gar oder
zum grössten Teil die Rautengrube. Valvula entweder eine
Valvula quadrigemina oder eime mittelmässige oder ziemlich
kleine Carangidvalvula. Infundibulardrise stets vorhanden
aber von verschiedener Grösse.
Trigla (nebst Prionotus) und Plectognathi.
Der Cottidtypus. Steht in mehreren Hinsichten dem
Percidtypus sehr nahe. Unterscheidet sich von diesem durch
in der Regel kleinere, einfachere, nach dem Gadidtypus ge-
baute Valvula cerebelli, oft längere und mnie(?) durch eine
Commissura loborum posteriorum iiberbruäckte Rautengrube
und immer nach hinten gerichtetes, ans verlängerte Mark mehr
oder weniger gedräcktes Hinterhirn.
Fam. Cataplhracti, Cottide (mit Ausnahme von Trigla und
Prionotus) und Blenniide.
Von diesem Typus weicht die Fam. Scorpenide nur wenig
ab (vergl. Seit. 21 und 24).
Der Gobiidtypus. Vergl. Seit. 26.
Zerfällt in Bezug auf die Stammloben in zwei Varianten.
Fam. Gobide.
Der Scombridtypus. Riechlappen sitzend, in der Regel
ziemlich gross. Die medialen Teile der Stammloben erheben
sich nicht oder nur wenig iiber die lateralen, verhalten sich
iibrigens ein wenig verschieden. Hinterhirn immer gross und
nach vorn ausgezogen, oft auch nach hinten ausgebreitet. Val-
vula eine grosse Carangidvalvula. Rautengrube kurz. Infun-
dibulardriäse verhältnismässig klein.
Fam. Carangide, Acronuride, Scombride und Coryphemde.
Einer Variante dieses Typus gehört wahrscheinlich Stillago
an. Vielleicht eine Ubergangsform zum Cottidtypus(?).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV., N:0 8. 55
Der Mugilidtypus. Riechlappen sitzend oder selten (bei
Agonostoma) kurz gestielt. Stammloben nach dem Esocid-
typus gebaut. Hinterhirn von verschiedener Grösse, in der
Regel nach hinten gerichtet und ans verlängerte Mark ge-
driäckt. Valvula cerebelli von verschiedener Grösse und Form:
ziemlich kleime Gadidvalvula (bei Gasterosteide), typische (bei
Atherina) oder abgeänderte (bei Mugilide) Valvula quadri-
gemina, oder grosse Carangidvalvula (bei Sphyrcena). Rauten-
grube verhältnismässig kurz. Infundibulardrise entweder nicht
vorhanden oder schwach entwickelt.
Fam. Gasterosteide, Atherinide, Mugilide und Sphyrenide.
Erinnert in mehreren Hinsichten an einige Physostomen.
2 y
Mit diesem stimmt die Fam. Syngnathide fast ganz und
oar iiberein.
c
Der Gadidtypus. Siehe Seit. 48 und 32.
Fam. Gadide nebst Macrurus und Opludium.
Ein wenig abweichend ist Ammodytes (vergl. Seite 34).
Der Pleuronectidtypus. Vergl. Seit. 48 und 34.
Erinnert ein wenig an den Cottidtypus.
Fam. Pleuronectide.
Der Salmonidtypus. Riechlappen sitzend, in die Länge ge-
zogen. Stammloben verhältnismässig sehr klein, ohne Haupt-
furchen. Hinterhirn von verschiedener Grösse und Form. Val-
vula eine Valvula quadrigemina mit seichter Querfurche. Com-
missura loborum posteriorum wenigstens oft vorhanden. Lobi
inferiores verhältnismässig klein; Infundibulardrise dagegen
in der Regel gross. Vergl. Seit 36 und folg. und 51 und folg.
Fam. Salmonide, Scopelide (Stomiatide) und Sternoptychide.
Der Esocidtypus. Vielleicht nur als eine Variante des Sal-
monidtypus anzusehen. Von diesem durch die kurzen Riech-
lappen, die verhältnismässig grösseren Stammloben, kleine
Lobi posteriores und das Fehlen einer Infundibulardriise unter-
schieden.
Fam. Esocide und Scombresocide.
56 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHB.S
Der Clupeidtypus. Riechlappen sitzend, klein, in die Länge
gezogen. Stammloben klein, ohne Hauptfurchen. Das Hinterhirn
legt sich weder nach vorn ans Mittelhirn, noch nach hinten
iiber das verlängerte Mark; die Seitenteile gross, aber nicht scharf
abgesetzt. Valvula eine Valvula quadrigemina mit seichter
Querfurche. Lobi posteriores kurz und hoch und durch eine
Commissura loborum posteriorum verbunden. Infundibular-
driise winzig und zart. — Ist besonders durch das cigentiimliche
Mittelhirn (Seite 40) ausgezeichnet.
Fam. Clupeide.
Der Cyprinidtypus. Riechlappen länger oder kiirzer gestielt.
Stammloben mittelmässig, oft mit mehreren Furchen und Un-
ebenheiten versehen. Hinterhirn in der Regel von fast halb-
kugeliger Form. Valvula nach dem Abramistypus gebaut.
Lobi posteriores von verschiedener Grösse und Form; getrennte
Lobi vagales stets entwickelt; Tuberculum impar immer vor-
handen. Infundibulardriäse fehlt ganz und gar oder ist sehr
winzig.
Fam. Cyprimide.
Der Murenidtypus. Ricchlappen sitzend, sehr gross, in die
Länge gezogen. Stammloben ebenso breit oder breiter als das
Mittelhirn, mit deutlichen Hauptfurchen. Hinterhirn mehr breit
als lang und breiter als das Mittelhirn. Valvula eine mittel-
mässige Gadidvalvula. Commissura loborum posteriorum nicht
vorhanden. Lobi inferiores verhältnismässig gross. Infundi-
bulardriise wohl entwickelt.
Fam. Muremde.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 8. 37
1a)
1b)
1c)
2)
3a)
3b)
1)
5)
6)
7)
8)
92)
10a)
10b)
11)
12)
13)
14a)
14b)
ig. 15)
162)
16b)
16c)
17)
Erklärung der Abbildungen.
Tafer I,
Lates colonorum. Das Gehirn von oben gesehen. B. o. Riechlap-
pen, L. h Stammloben, L. o. Lobi optici, C. Hinterhirn, P. ce.
Seitenteile des Hinterhirns, M. o. verlängertes Mark, 2?/,.
Derselbe (dasselbe Exemplar). LL. i. Lobi inferiores, S. v. Infun-
dibulardriise, T. ce. Tuber cinereum (Hypophysis weggenommen),
C. t. H. Commissura transversa Halleri. ?/,.
Derselbe (dasselbe Exemplar). HEin Teil des Gehirns von der Seite.
C. Hinterhirn, P. c. Seitenteil desselben, L. o. Lobus opti-
CuS; ””fq
Perca fluviatilis. Das Gehirn von unten gesehen. H. Hypo-
physis. ?/,.
Lucioperca sandra. Das Gehirn von oben. ?/,.
Derselbe (dasselbe Exemplar). Lobi inferiores, Saccus vasculosus
und Tuber cinereum. ?/,. oa
Anthias sacer. Das Gehirn von oben. ?/,.
Serranus cabrilla. Valvula cerebelli. ?/,.
Apogon carinatus. Das Gehirn von oben. LL. p. Lobi poste-
TIOres,
Pagrus vulgaris. Das Gehirn von der Seite. N. o. Sehnerve, H.
Hypophysis, L. i. Lobus inferior. ?/,.
Derselbe. Das Gehirn von oben. ?/,.
Scorpena porcus. Das Gehirn von oben. ?/,.
Agriopus leucopoecilus. Das Gehirn von oben. ?/,.
Derselbe (dasselbe Exemplar). Valvula cerebelli und Tori semi-
circulares. '$/,.
Sebastes viviparus. Das Gehirn von oben. 2/,.
Dactylopterus volitans. Das Gehirn von oben. 2?/,.
Peristethus cataphractwm. Das Gehirn von oben. ?/,.
Cottus scorpius. Das Gehirn von oben. ?/,.
Derselbe. Das Gehirn von unten. ?/,.
Tafel II.
Trigla gurnardus. Das Gehirn von oben. 2?/,.
Caranz trachurus. Das Gehirn von oben. 2/,.
Derselbe (dasselbe Exemplar). Valvula cerebelli (V). C. Hinter-
Pirmin Sh
Derselbe (dasselbe Exemplar). Lobi inferiores. ?/,.
Liehia glauca (janges Exemplar). Das Gehirn von oben. 3/,.
D
58 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
Fig.
>
18a)
18b)
19)
20)
21)
22)
23)
24a)
24b)
25a)
25b)
26a)
26 b)
27)
28)
ig. 29 a)
29b)
30a)
30b)
31)
32a)
32b)
33)
34a)
34 b)
35a)
35b)
36)
37)
38a)
38b)
39)
40)
41)
42a)
42b)
43)
Placate nigra. Das Gehirn von oben. &C. Hinterhirn. ?/,.
Dieselbe (dasselbe Exemplar). Lobi inferiores, Infundibulardriise,
Tuber cinereum, und Hypophysis. ?/,.
Echeneis remora. Das Gehirn von oben. 3/,.
Coryphena puwnetata. Das Gehirn von oben. !/,.
ÅAcanthurus triostegus. Das Gehirn von oben. L. p. Lobi poste-
T1Ores: fi äs
Zeus pungio. Das Gebirn von oben. ?/(,.
Sillago ciliata. Das Gehirn von oben. ?/h.
Gobius niger. Das Gehirn von oben. 7.
Derselbe. Das Gehirn von unten. 5. v. Infundibulardrise. /,.
Callionymus lyra. Das Gehirn von oben. ?/,.
Derselbe. Das Gehirn von unten. ?/,.
Zoarces viviparus. Das Gehirn von oben. ?/,.
Derselbe. Das Gehirn von unten. ?/,.
Anarrhichas lupus. Das Gehirn von oben. ?/,.
Cepola rubescens. Das Gehirn von oben. 3/,.
Tafel LIL:
Sphyrcena jello. Das Gehirn von oben. ?/,.
Dieselbe (dasselbe Exemplar). Das Mittelstick und der eine Sei-
tenteil der Valvula. ?/,.
Atherina hepsetus. Das Gehirn von oben. 3.
Dieselbe (dasselbe Exemplar). Valvula cerebelli (V), Tori semi-
circulares (T. s.). 3/,.
Mugil cephalotus. Das Gehirn von oben. ?/,.
Agonostoma Forsteri. Das Gehirn von gben. ?/,.
Derselbe Fisch. Valvula cerebelli. 3/,.
Spinachia vulgaris. Das Gehirn von oben. 3/,.
Gasterosteus aculeatus. Das Gehirn von oben. 3/,.
Derselbe. Valvula cerebelli (V) und das Hinterhirn (C). ?/,.
Liparis lineatus. Das Gehirn von oben. 3/,.
Derselbe (dasselbe Exemplar). Infundibulardriise (S v.), Lobi in-
feriores (L. i.) und Hypophysis (H). ?/,.
Lepadogaster Candollei. Das Gehirn von oben. N. o. Sehnerven.
Heliastes chromis. Das Gehirn von oben. ?/,.
Labrus berggylta. Das Gehirn von oben. ?/,.
Derselbe. Lobi inferiores (L. i.), Infundibulardriise (S. v.) und
Tuber cinereum (T. c.). ?/,.
Labrus melops. Das Gehirn von der Seite. L. i. Lobus inferior,
S. v. Infundibulardriise, H. Hypophysis. ?/,.
Labrichthys celidota. Das Hinterhirn (C.) von der Seite. P. c.
Seitenteil des Hinterhirns. ?/,.
Chetodon unimaculatus. Die Stammloben und die Riechlappen. ?/,.
Gadus virens. Das Gehirn von oben. Tr. o. Tractus olfac-
TOT fa.
Derselbe. Das Gehirn von unten. Tr. o. Tractus olfactorii. ?/,.
Macrurus trachyrhynehus. Das Gehirn von oben. ?/,.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:03. 59
Fig.
»
44 a)
44b)
Ammwodytes tobianus. Das Gehirn von oben. 3/,
Derselbe. Valvula cerebelli (V) und Hinterhirn (0).
Tafel IV.
Gadus morrhua. Stammloben (von oben). ?/,.
Raniceps raninus. Das Gehirn von oben. B. o. Riechlappen. ?/,.
Derselbe. Das Gehirn von unten. ?/,.
Pleuronectes platessa. Das Gehirn von oben. ?/,.
Hippoglossus vulgaris. Valvula cerebelli. >?/,.
Derselbe. Lobi inferiores (L. i.), Infundibulardräse (S. v.) und
Hypophysis (H.) ?/,.
Derselbe. Cerebellum & Medulla oblongata. '/,.
Ictalwrus lophius. Das Gehirn von oben. Tr. o. Tractus olfac-
torii, L. h. Stammloben, L. o. Mittelhirn, C. Hinterhirn (der
Mittelteil), P. c. Seitenteile des Hinterhirns, L. p. Lobi poste-
POres: "Sf
Derselbe (dasselbe Exemplar). Lobi inferiores (L. i.), Tuber cine-
reum (T. c.) und Infundibulardriise (S. v.). ?/.
Scopeli sp. Das Gehirn von oben. 3.
Saurida tumbil. Das Gehirn von oben. ?/(,.
Coregonus albula. Das Gehirn von oben. ?/,.
Coregonus lavaretus. Das Gehirn von unten. ?/,.
Thymallus vulgaris. Das Gehirn von oben. ?/,.
Chauliodus Sloanii. Das Gehirn von oben. 34.
Sternoptyr. Das Gehirn von oben. $/,.
Tafel V.
Esox lucius. Das Gehirn von oben. Ah.
Derselbe. Das Gehirn von unten. 2/.
Clupea harengus. Das Gehirn von oben. 2.
Dieselbe. Lobi inferiores, Infundibulardriäse (S. v.) Tuber cine-
TENS Se
Clupea sprattus. Das Gehirn von oben. 3/,.
Aspius rapax. Das Gehirn von oben. T. i. Tuberculum impar,
Tr. o. Tractus olfactorii. ?/,.
Cyprinus auratus. Das Gehirn von oben. B.o. Riechlappen, Tr. o.
Tractus olfactorii, C. Hinterhirn, L. v. Lobi vagales. $/,.
Abramis vimba. Nachhirm. LL. p. a. vorderer Teil der Lobi po-
steriores, T. i. Tuberculum impar, L. v. Lobi vagales. ?/,.
Abramis ballerus. Lobi inferiores (L. i.) und Tuber cinereum
(T. c.). LDL. o. m. äusserer (link.) Rand des Mittelhirns. ?/,.
Dieselbe. Valvula cerebelli. ?/,.
Leucaspius delineatus. Das Gehirn von oben. B. o. Riechlappen
L. h. Stammloben. 3/,.
Cobitis tenia. Das Gehirn von oben, Tr. o. Tractus olfactorii. !/,
Erytlwini sp. Das Gehirn von oben. 3/,.
60 MALME, STUDIEN UBER DAS GEHIRN DER KNOCHENFISCHE.
Fig. 67a) Anguilla vulgaris. Das Gehirn von oben. B. o. Riechlappen,
L. h. Stammloben, L. o. Mittelhirn, C. Hinterhirn, L. p. Lobi
posteriores. ?/,.
> 67b) Dieselbe. Das Gehirn von unten. C. Hinterhirn. ?/,.
68) Ophichthys dicellurus. Das Gehirn von oben. 2?/,.
69) — Leptocephalus Koellikeri. Das Gehirn von oben. «/,.
70a) Neroplis equoreus. Das Gehirn von oben. 3/,.
70b) Derselbe. Das Gehirn von unten. 3/,.
71a) Tetraodon luwnaris. Das Gehirn von oben. 3/,.
» 71b) Derselbe (dasselbe Exemplar). Lobi inferiores, Saccus vasculosus
& Tuber cinereum, 3/,.
Bihang till K. Vet. Akad. Handl. BA 17 Aid IV. N93.
.0.A Malme, deln. Lith.W. Sehlachter, Swckhohn.
I.
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TF Bihang till K. Vet Akad. Handl. Bd. 17 Afd IV. N93.
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2
Bihang til KX. Vet Akad. Handl. Bd. 17. Afd. TV N23. Tafl. II.
& ars a ER lg [fig. 39) ) del LiuhW. Schlachler, Stockhola.
KEG.0:A [cet]
E
Bihang till K. Vet. Akat: Handl. Bd. 17 Afd IV. N93. L Tafl. IV.
Lars Ljunggren [ fig 46,47 & 490) i; Tälh. W. Schlachter, Stockholm.
80.8 Malms [eek] Jdetin.
HE
va
& Bihang till K Vet. Akad Handl Bd 17. Afd IV. N?3. Tatl. V.
Tas Ljunggren [fig.58 367) | q i
Re I Helna Ä Lith. W. Schlachter, Stockholm.
BIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 17. Afd IV. N:o 4.
MITTEILUNGEN
ORNITHOLOGISCHEN KOMITEES
DER
KÖNIGLICHEN SCHWEDISCHEN AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN.
IV:
(EINGEREICHT AM 9. SEPTEMBER 1891 DURCH F. A. SMITT.)
STOCKHOLM, 1892.
KUNGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER,
JAS $ LA vu a rv a 7150
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KADUD IETTIM
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12:
Ornithologische Angaben
fir 1887
aus
verschiedenen Orten in Schweden.
(Bearbeitung von Dr. C. R. SUNDSTRÖM.)
Vorwort.
Wie das Komitee schon eine Zusammenstellung von dem
grössten Teile der bis zum Januar 1887 eingesandten Beob-
achtungen veröffentlicht (nachdem jedoch verschiedene der
ausfährlichern Mitteilungen schon friher im Besondern publi-
cirt worden), will dasselbe nun eine ähnliche Darstellung der
Angaben herausgeben, welche ihm fär das Jahr 1887 zuge-
kommen, wobei die Notizen der Leuchtturmwächter in einer
besondern Abteilung zusammengestellt worden. Auch einige
Angaben fir das vorhergehende Jahr sind in der Bearbeitung
mit aufgenommen, da sie mit denen des Jahres 1887 einge-
samdt wurden; an einigen Stellen sind Mitteilungen emgefihrt,
die sich auf den Winter 1887--18835 beziehen, weil sie mit
den am Schlusse des erstgenannten Jahres gemachten Beobach-
tungen zusammenhängen.
SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Die Verteilung der Beobachter und Beobachtungsplätze
auf die verschiedenen Statthalterschaften geht aus nachfolgen-
der Ubersicht hervor:
Statthalterschaft Malmöhus..........
Beob-
Beobachter. achtungs-
plätze.
4 8
Kristianstad -..ccc 1 i
Blekinose or i il
(röta SN il 2
ER ln an 4 7
Kronoberg re il 2
JÖNköping i ll
Halland goose 4 2
Göteborg u. Bohus 5 3
Elfsboro ir ake 2 2
SIEATAb Oro AEss ST 2 2
Östergötland Re 5 7
Södermanland -.. .. 1 1
Stockholm cert 2 2
UPSALA See RV EL 2 2
ÖREBRO ann ee 1 il
Wermland == i 10
Gefleborg -...------ 2 2
sJenatlanede. seen 3 +
Westerbotten -....- il il
NOITboObbel e.o 1 il
Summa: Beobachter 51. Beobachtungsplätze 62.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 5
I. Allgemeiner Teil.
Angaben iiber die Beobachtungspliätze.
Statthalterschaft Malmöhus.
Farhult, Pfarrgemeinde 15,6 Kilometer im Westsiädwesten
von der Stadt Engelholm.
Swedberga, Gut in der Pfarrgemeinde Kattarp im Nord-
nordosten von der Stadt Helsingborg.
Wedelsbäck (C. MÖLLER), Gut in der Pfarrgemeinde des-
selben Namens.
Haglösa, Dorf in der Pfarrgemeinde Lilla Slågarp 22
Kilometer östlich von der Stadt Malmö.
Öfwedskloster (Graf TaGE THort), Gut in der Pfarr-
gemeinde Öfwed 31 Kilometer im Osten von der Stadt Lund.
Statthalterschaft Kristianstad.
Widtsköfle (Gr. TAGE THortt), Gut in der Pfarrgemeinde
Widtsköfle 23,5 Kilometer siidlich von der Stadt Kristianstad.
Statthalterschaft Gotland.
Skogsholm (A. W. AHLÉN).
Statthalterschaft Kalmar.
Ölands södra udde (Y. SjöstEDT), Leuchtturmplatz an
der sidlichsten Spitze der Insel.
Kåreholm (C. G. AREEN), kleine Insel an der östlichen
Seite von Öland.
Hornsjön (C. G. AREEN). See im nördlichen Teil von
Öland.
Rosenfors, Eisenwerk in der Pfarrgemeinde Målilla im
Säden von der Stadt Westerwik.
6 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Statthalterschaft Kronoberg.
Åsnen (C. WACKLIN), See im mittleren Teile der Statt-
halterschaft.
Statthalterschaft Halland.
Halland (H. NILSSonN und KÖRNER), Landschaft am mitt-
leren Teile der westlichen Kiste von Schweden.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus.
Bohuslän (O. KÖRNER), Landschaft am nördlichen Teil
der westlichen Kiste von Schweden.
Sanne (S. F. WETTERBERG), Pfarrgemeinde in der Land-
schaft Bohuslän 50 Kilometer von der Stadt Uddevalla.
Statthalterschaft Elfsborg.
Dalskog, Pfarrgemeinde im östlichen Teil der Land-
schaft Dalsland.
Statthalterschaft Östergötland.
Linköping (N. C. KINDBERG), Stadt im mittleren Teil
der Landschaft.
Åby (N. C. KinDBErRG), Dorf im mnördlichen Teil der
Landschaft 8 Kilometer nördlich von der Stadt Norrköping.
Statthalterscehaft Södermanland.
Wäderbrunn, Staatsgut in der Pfarrgemeinde Bergs-
hammar 8 Kilometer von der Stadt Nyköping.
Statthalterschaft Stockholm.
Runmarö (C. R. SUNDSTRÖM), Insel in der Pfarrgemeinde
Djurö östlich von der Hauptstadt Stockholm.
Statthalterschaft Wermland.
Kristinehamn (G. E. RINGIvs), Stadt am nordöstlichen
Ufer des Wener-Sees
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 7
Warnum (G. E. RinGivs), Pfarrgemeinde um die Stadt
Kristinehamn.
Wäse (S. W. TEsow) Gerichtsbezirk und Pfarrgemeinde
am nördlichen - Ufer des Wener-Sees zwischen den Städten
Kristinehamn und Karlstad.
Brattfors, Pfarrgemeinde nahe der Stadt Filipstad.
Statthalterschaft Jemtland.
Sweg (K. FREDENBERG), Pfarrgemeinde in der Landschaft
Herjedalen um die Ljusne-Elf.
Berg (P. OLsson), Pfarrgemeinde am östlichen Ende des
Storsjön 50 Kilometer von der Stadt Östersund.
Statthalterschaft Westerbotten.
Burträsk (P. F. M. vVoN WEDERKOP), Dorf in der gleich-
namigen Pfarrgemeinde.
Was die ibrigen, in dem Folgenden erwähnten Beobach-
tungsplätze anbetrifft, siehe Mitteilungen des Ornithologischen
Komitees, II (Seite 6—21) und III (Seite 68—71).
S SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
II. Specieller Teil.
A. Angaben iiber die Verbreitung der
Vogelarten.
Turdus musicus.
Statthalterschaft Gotland: Skogsholm (A. W. AHLÉN).
Allgemein. Kam am 5. März.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm und Umgegend (C.
G. AREEN). Kam am (9.) April. 5 Eier den 18. Mai und 12.
Juni; fligge Junge den 3. Juni.
Statthalterschaft Kronoberg: Umgegend von Wexiö (C.
WAOCKLIN). Ankunft den 2. März bei — 6” C.; Abzug den 7.
Oktober.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Umgegend von
Göteborg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉnN). Kam den 15.
April. — Sanne (S. F. WETTERBERG). Zugvogel. Kam den
30. März.
Statthalterschaft Skaraborg: Undenäs (G. BARTHELSON).
Kam den 29. März.
Statthalterschaft Östergötland: Linköping (N. C. Kin-
BERG). Kam den 25. März. — Qwarsebo (C. A. HoLLGREN).
Kam den. 10 April.
Statthalterschaft Upsala: Lillkyrka (K. M. TRYsÉN). An-
kunft: das erste Stick den 11. April.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIN-
GIUs). Kam den 6. März. — Presterud (BE. WorFF). Kam
den 26. April bei Sudwind. — Ölme (L. FALK). Kam den
9. April. — Skåre (C. G. WicstrRöm). Kam den 1. März. —
Segerstad (C. CEDERSTRÖM). Kam den 12. März.
Statthalterschaft Gefleborg: Bjuråker (K. FREDENBERG).
Wurde zum erstenmal am 27. April gehört.
Statthalterschaft Jemtland: Östersund (P. OLsson). An-
kunft: das erste Stick den 2. Mai. — Qwitsle (G. W. DAHL-
STRÖM). Sehr sparsam. Kam den 20. Mai.
Statthalterschaft Norrbotten: Luleå (E. O. NORDLINDER).
Ankunft: 2 Sticke den 22. Mai bei östlichem Wind und
SommerWwärme.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. Ö
Turdus iliacus.
Statthalterschaft Kronoberg: Umgegend von Wexiö (C.
WaACKLIN). Ankunft: den 23. April bei +3” C. ein kleiner
Schwarm in Gesellschaft von Wachholderdrosseln: den 24. und
26. April ebenso.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Umgegend- von
Göteborg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Den 8. Januar
wurde 1 Stäck zum Markt gebracht und den 12. Januar ein
paar Stucke. Ankunft: den 9: April. — (H: NILSSON). Den
13.—15. April in grosser Menge im Schlosswalde.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GiÖBEL). Kam
den 24. April.
Turdus viscivorus.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend um Wexiö(C. WACK-
LIN). Den 6. Juni in einem jungen Birkenwalde in Stojby,
wahrscheinlich briätend. Den 7. Oktober bei Eksås und Stojby;
einzelne Exemplare einige Zeit vorher beobachtet.
Statthalterechaft Göteborg und Bohus: Umgegend von
Göteborg (E. LIGNELL und C. O. BoTHÉN). Den 12. Januar
wurde 1 Stuck zum Markte gebracht. Ziemlich allgemein den
ganzen Winter 1886—1887.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GIrÖBEL). Den
6. März hörte man sie singen.
Turdus pilaris.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (E. G. AREEN).
Verschwunden aus der Nähe der Stadt.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend um Wexiö (C. WACE-
LIN). Ankunft: den 12. April bei 0” C. und Siidwestwind;
Abzug: den 28. Oktober in grossen Schwärmen. Den 10. Juni
Nest mit 1 Ei; gleichzeitig ein Nest mit 4 diinenbekleideten
und ein anderes mit 4 fast fliggen Jungen; in dem erstge-
nannten Neste waren den 13. Juni 3 und den 15. 4 Bier.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Umgegend von
Göteborg (E. LIGNELL und C. O. BortHÉNn). Den 8. Mai 3
Stiäcke auf Hönö in den Schären. — Sanne (S. F. WETTER-
10 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
BERG). Uberwintert: Bin sehr grosser Schwarm hielt sich hier
um den 20. April einige Tage lang auf.
Statthalterschaft Östergötland: Råstorp (IE. G:son HJorTt).
Iligge Junge den 8. Juni.
Statthalterschaft Wermland: Presterud (HB. WoLFPF).
Scharenweise und in Gesellschaft von Kohlamseln bis zu Neu-
jahr.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudiksvall (J. A. WistRÖM).
Nest mit 6 Biern den 14. Mai, mit 3 dito den 93. Juni.
Statthalterschaft Joemtland: Qwitsle (G. W. DAHLSTRÖM).
Sehr zahlreich im Herbst bis Ende November, darnach nur
kleinere Schwärme gesehen.
Statthalterschaft Norrbotten: Luleå, (HB. O. NORDLINDER).
Ankunft: Mehrere Schwärme den 30. April bei sonnigem,
ruhigem Wetter.
Turdus merula.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (E. G. AREEN). Binige
Indiwiduen haben iberwintert; voriberziehende kamen den
(9.) April. 4 etwas bebriitete Bier den 10 Mai.
Stotthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WACKLIN). Den 26. März sang ein einsames Männchen in
der Ruine von Kronoberg; den 17. Mai wurden zwei Paare
beobachtet; das Nest des einen mit 2 kaum fliggen Jungen
famnd man den 12. Juni. Wurde später hin und wieder an-
getroflen, zum letztenmale den 28. September.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (BE. LIGNELL und C. O. BorHtnN). Den 12. Januar wurde l
Stick zum Markt gebracht. Kam am 27. März. — (O. KöRNER).
Das Männchen wird von den Bauern »Swartstare» genannt und
dag Weibcechen »Gråstare»,. — Prestbol (S. F. WETTERBERG).
Zugvogel. Kam den 10. März.
Turdus torquatus.
Statthaltersehaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (BE. LiGNEnL und C. O. BortrnN). Mehrere Sticke wurden
den 15. April gefangen. — (H. NILSSON). Wurde in der Gemeinde
Släp den 3. April gesehen. Hatte bei Båda den 8. Mai 4 etwas
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 11
bebriitete Bier. — (O. KÖRNER). Den 31. Dezember 1886 wurde
in Göteborg cin junges Exemplar auf den Markt gebracht,
den 15. Januar 1887 ein junges dito und den 22. Januar ein
altes Männchen. — Prestbol (5. F. WETTERBERG). Zugvogel.
Luscinia philomela.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (I. G. AREEN). Kam
den 11. Mai. Hatte am 3. Juni die volle Anzahl Bier gelegt.
— Staatsgut Horn (O. ERIKSON). Ziemlich allgemein dort,
fehlt jedoch fast in den umliegenden Gegenden. Kam am 11.
Mani.
Luscinia rubecula.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BB. G.
AREEN). Ein paar Individuen iiberwintern. Kam den (24).
März. Volle Anzahl Bier den 12. Ma. — Staatsgut Horn
(0. ErIKSON). Kommt im Winter ziemlich allgemein vor.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Ankunft: den 11. April; wurde allgemein singen gehört
den. 15. April bei — 6". C. Abzug: den (21.) September;
das letzte Exemplar beobachtet den 15. Oktober. Sparsamer
als im vorigen Jahre, vielleicht wegen Mangel an Insekten
zur Nahrung der Jungen.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend Göteborg
(H. NILsSon). Den ganzen Winter hat sich ein Paar im Schloss-
walde aufgehalten; den 5. März hörte man mehrere dort singen.
— (0. KÖRNER). Den 22. Januar wurde ungefähr 5 Kilometer
von Göteborg em Männehen beobachtet — Prestbol (S. IF.
WESTERBERG) Zugvogel. Kam den 16. April.
Statthalterschaft Östergötland: Wadstena (W. A. ENG-
HOLM). Ziemlich allgemein beim Frihlingsdurchzuge; das erste
Stick den 15. April. Briitet nicht. -— Linköping (N. C.
KinNDBERG). Kam den 17. April. — Qwarsebo (C. A. Honr-
GREN). Kam in der Nacht zwischen dem 10. und 11. April.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. PH. RiN-
GIvs). Abzug: den 16. Oktober. — Olme (L. FALK). Kam
den 17. April. — Segerstad (C. CEDERSTRÖM). Kam den 28.
Mirz.
12 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Luscinia suecica.
Statthalterschaft Östergötland: Qwarsebo (C. A. HoLi-
GREN). Ein Stick im Herbst geschossen.
Luscinia tithys.
Statthalterschaft Kalmar: Ölands södra udde (J. SJö-
sStEDT). Ein junges Exemplar wurde am 27. August in der
Nähe des Leuchtturms geschossen. HEin dunkleres Individuum
(vielleicht ein Männchen) kam an demselben Tage in den Leucht-
turm, wurde jedoch von dem Wiächter wieder herausgelassen.
Luscinia phoenicurus.
Statthalterschaft Gotland: Skogsholm (A. W. AHLÉN).
Ziemlich allgemein. Kam den 10. Mai.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G.
AREEN). Selten. Kam den (25.) April. Vollzähliges Gelege
den 15. Mai. — Staatsgut Horn (0. ERIKSON). Allgemein, be-
sonders während der Zugzeiten, vorzugsweise im Herbst, wo er
auch auf der Ebene vorkommt an Hecken und Steinmauern.
Kam den 10. Mai.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WACKLIN). Ankunft: den 15. April bei +6” C., den 26. dito
bei +1” C. mehrere Stuäcke. Ausgeflogene Junge den 22. Juni.
Abzug: den (26.) August: letztes Exemplar den 1. September.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉn). Kam den 24. April.
— (H. NILSSON). Kam den 24. April und die nächstfolgenden
Tage. — Sanne (S. F. WETTERBERG). Zugvogel. Kam den
2. Mai.
Statthalterschaft Östergötland: Qwarsebo (C. A. HoLr-
GREN). Kam den 26. April.
Statthalterschaft Upsala: Lillkyrka (K. M. TRrRYSÉN). An-
kunft: das erste Stuck den 6. Mai.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GiÖBEL). Kam
den 7. Mai.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 13
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIiN-
Gus). Kam den 20. April. — Presterud (E. WOLFF). An-
kunft: einige Stäcke den 5. Mai. — Ölme (L. FALK). Kam
den 28. April.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. WIiSTRÖM).
Ankunft: den 6. Mai. — Bjuråker (K. FREDENBERG). Kam
den 12. Mai. ;
Statthalterschaft Jemtland: Östersund (P. OLSSON). An-
kunft: das erste Stick den 6. April. — Qwitsle G. W. DAHL-
STRÖM). Sparsamer. Ankunft: das erste Stäck den 19. Mai,
nachdem der Storsjön zwei Tage vorher eisfrei geworden war.
Saxicola rubetra.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Ankunft: den (20.) April. Vollzähliges Gelege den
15.—25. Mai.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Ankunft: den 7. Mai bei 0” C.; Abzug: den (381.) Juli;
das letzte Exemplar den 5. August.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BortHÉNn). Kam den 1. Mai. —
(H. NILSSON). In der Gemeinde Landwetter den 8. Mai. — Prest-
bol (S. F. WESTERBERG). Zugvogel. Kam den 26. April.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIin-
Gus). Kam den 8. Mai. — Ölme (L: FALK). Kam den 6. Mai.
Saxicola oenanthe.
Statthalterschaft Bleking: Hanö (M. P. KRonsJö). Sparsam.
Statthalterschaft Gotland: Skogsholm (A. W. AHLÉN).
Allgemein. Kam den 18. Apruil.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (E. G. AREEN). Kam
den (10.) April. Vollzähliges Gelege den 12.—20. Mai. —
Staatsout Horn (0. ERIKSON). Kam den 11. April.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WACKLIN). Ankunft: den 25. April bei + 6” C. und bei
'westlichem Wind, den 14. Mai ungewöhnlich wenige Exem-
plare gekommen; Abzug: den 1. August; das letzte Stuck den
29. dito.
14 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Kam den 11. April.
— (H. NILSSON). Mehrere Stäcke wurden den 10: April in der
Gemeinde Släp gesehen. — Prestbol (S. F. WETTERBERG).
Zugvogel. Kam den 17. April.
Statthalterschaft Östergötland: Qwarsebo (C. A. HoLrr-
GREN). Kam den 26. April. i
Statthalterschaft Upsala: Lillkyrka (K. M. TRYSÉN). An-
kunft: das erste Stick den 29. April.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIN-
GIus). Kam den 24. April. — Ölme (L. FALK). Kam den
24. April. — Segerstad (C. CEDErRstTRöÖM). Kam den 2. Mai.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. WISTRÖM).
Kam den 7. Mai.
Cinclus aquaticus.
Statthalterschaft Kalmar: Staatsgut Horn (BE. G. ÅREEN).
Kommt bisweilen bei Hornsviken im Herbste vor kurz bevor
das Wasser mit ciner Eisdecke iäberzogen ist; 2 Stucke wurden
den (20.) November beobachtet.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. EF.
WETTERBERG). Uberwinternd in ziemlich grosser Anzahl; das
letzte Stäck den 1. April.
Regulus cristatus.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaACKLIN). Den 26. September sah man 5 Stuäcke, wie ge-
wöhnlich in Gesellschaft von Meisen.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Sanne (S. BF.
WETTERBERG). Zug- (zuweilen Stand-)vogel.
Statthalterschaft Jemtland: Östersund (P. OLSSON). Den
17. November auf Frösön angetroffen.
Accentor modularis.
Statthalterschaft Östergötland: Qwarsebo (C. A. HoLr-
GREN). Kam den 17. April.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o4d. 15
Sylvia atricapilla.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (E. G. AREEN). Kam
den (10.) Mai.
Sylvia hortensis.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (E. G. AREEN). Kam
den (16.) Mai. Vollzähliges Gelege den 10. Juni; neuausge-
briätete Junge den 22. Juni.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Ankunft: den 17. Mai bei + 5” C. und bei östlichem
Wind ein Männchen, den 23. und 23. dito etliche, den 2.
Juni mehrere Stäcke. Abzug: den 30. Juli. Brut missgliäckt
bei einzelnen Paaren.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Sanne (5. BF.
WETTERBERG). Zugvogel.
Statthalterschaft Skaraborg: Undenäs (G. BARTHELSON).
Kam den 1. April.
Statthalterschaft Östergötland: Wadstena (W. A. ENG-
HOLM). Britend, auch im Bereiche der Stadt, wo sie allge-
mein in den Gärten ist; Nest mit 2 fast fluggen Jungen in
einem Fichtengebiische den 9. August.
Statthalterschaft Upsala: Lillkyrka (K. M. TRYSÉN). An-
kunft: das erste Stäck den 3. Mai.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIN-
GIUS). Ankunft: den 23. Mai. — Presterud (E. WOLFF).
Ankunft: mehrere Paare den 25. Mai. — Ölme (L. FALK).
Kam den 3. Mai.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. WISTRÖM).
Kam den 8. Mai.
Sylvia nisoria.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (E. G. AREEN). Kam
den (17.) Mai. 5 Eier den 4. Juni. — Staatsgut Horn (E. G.
AREEN). Kam den 22. Mai.
Sylvia cinerea.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (E. G. AREEN). Kam
den (10.) Mai. Ein Paar, welches sein Nest baute, wurde den
16 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
28. Mai beobachtet; den 11. Juni fand man 6 wenig bebriitete
Eier darin.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (H. NILSSON). Im Schlosswalde am 5. Mai und den
nächstfolgenden Tagen gehört. — Prestbol (S. F. WETTER-
BERG). Zugvogel. Kam den 19. April.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GiöBEL). Kam
den 2. Juni.
Sylvia curruca.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIN-
G1uS). Kam den 8. Mai.
Phyllopseustes sibilatrix.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (E. G. AREEN). Kam
den (16.) Mai. 5 Eier den 13. Juni.
Phyllopseustes trochilus.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Kam den (10.) Mai. 5 Eier am 29. Mai.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WacKLIN). Ankunft: den 26. April bei + 8” C., Sudostwind
und Regen mehrere Sticke, den 9. Mai gewöhnlich. Abzug:
den 4. August, einige noch hier den 15. August, das letzte
Exemplar den 3. September.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉNn). Kam den 1. Mai. —
(H. NILSson). Kam am 24. April und den nächstfolgenden Tagen.
-— Sanne (S. F. WETTERBERG). Zugvogel. Kam den 4. Mai.
Statthalterschaft Elfsborg: Wenersborg (G. VON HACK-
witz). Kam den 24. April.
Statthalterschaft Östergötland: Qwarsebo (C. A. HoLrr-
GREN). Kam den 29. April.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIN-
GIUS). Ankunft: den 5. Mai. — Ölme (L. FALK). Kam den
28. April.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. WISTRÖM).
Nest mit 7 Eiern den 3. Juni.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o4. 17
Phyllopseustes abietina.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉN). Kam den 17. April.
— Prestbol (S. F. WESTERBERG) Durchzugsvogel.
Statthalterschaft Östergötland: Qwarsebo (C. A. HoLr-
GREN). Kam den 10. Mai.
Hypolais icterina.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G.
AREEN). Sehr allgemein. Kam den (15.) Mai. Vollzähliges
Gelege den (12.) Juni. — Staatsgut Horn (O. ERIKSON). Sehr
allgemein. Kam den 11. Mai.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (BE. LiGnNELL und C. O.: BorHÉNn). Kam den 19. Mai bei
Lerum an. — (H. NILSSON). Den 18. Mai im Schlosswald gehört.
Calamoherpe schceenobenus.
Statthalterschaft Elfsborg: Wenersborg (G. VON HACK-
Witz). Kam den 27. März.
Statthalterschaft Östergötland: Qwarsebo (C. A. HoLLr-
GREN). Kam den 6. April.
Lanius excubitor.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Sanne (S. FE.
WESTERBERG). Zufällig vorkommend.
Statthalterschaft Östergötland: Råstorp (E. G:son HJort).
Ziemlich selten; den 10. April gesehen.
Statthalterschaft Wermland: Presterud (E. WorFr). Sel-
ten; 1 Stick im September geschossen.
Lanius collurio.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G.
AREEN). Sparsamer als fräher. Kam den (17.) Mai; 4 Eier
MÅ
4
18 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
den 28. Mai und 8. Juni. — Staatsgut Horn (O. ERIKSON).
Kam den 20. Mai.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaACKLIN). Ankunft: den 23. Mai bei + 5” C. und bei siid-
lichem Wind 4 Stiäcke. Am 10. Juni hörte man ein Männ-
chen den Gesang und Lockton vom Gartenrothschwänzchen,
Braunkehligen Wiesenschmätzer, Erlenzeisig, Kreuzschnabel,
Baumpieper, Fitislaubvogel, Grauen Steinschmätzer, Buchfinken,
von der Kohlamsel, Heidelerche, Meise und Weissen Bach-
stelze wiedergeben sowie ausser dem seiner Art eigenthim-
lichen Lockton und Gesang auch noch andere Töne, die er
wahrscheinlich im Siden gelernt hatte. Den 3. Juli 2 nock
nicht fligge Junge, die in einem Reiserhaufen sassen; bei an-
deren Paaren Brut missgläckt. Abzug: das letzte Stäck den
24. Juli.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. F.
WESTERBERG). Zugvogel.
Muscicapa atricapilla.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G.
AREEN). Kam den (10.) Mai, verschwand aber in 14 Tagen
wieder.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Ankunft: den 1. Mai bei + 4” C., westlichem Wind und
bedecktem Himmel 1 Stick, den 5 dito bei + 6” C. und sid-
lichem Winde mehrere. Brut missgläckte. Abzug: den 16.
Juli, das letzte Stuck den 19. Auosust.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LiGnELL und C. O. BotTHEn). Kam den 1. Mai. —
Sanne (S. F. WESTERBERG). Zugvogel. Kam den 30 April.
Statthalterschaft Upsala: Lillkyrka (K. M. TrRrysEsN). An-
kunft: das erste Stäck den 7. Mai. | :
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GröBEL). Kam
den 11. Mai.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIn-
Grus). Kam den 5. Mai. — Ölme (L. Farc). Kam den 6.
Mai. — Skåre (C. G. Wikström). Kam den 6. Mai.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. WistrRÖM).
Nest den 31. Mai in einem Baumloche. — Bjuråker (K.
FREDENBERG). Kam den 10. Mai.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 19
Statthalterschaft Jemtland: Östersund (P. OÖLsson). Das
erste Stick den 25 April.
Mucicapa grisola.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (E. G. AREEN). Kam
den (15.) Mai. Gelege vollzählig den 8. Juni; neuausgebritete
Junge den 19. Juni.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WACKLIN). Ankunft: den 35. Mai bei + 6” C. und sädlichem
Wind mehrere Stäcke, den 11. Mai mehrere dito. Brut miss-
gläckt. Den 4. Juli verschiedene Scharen von sogar 20 Stic-
ken. Abzug: den 6. Juli teilweise, den 15. August 2 Sticke,
die letzten.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LiGnNELL und C. O. BotHÉnN). Kam den 15. Mai. —
Sanne (S. F. WETTERBERG). Zugvogel.
Statthalterschaft Östergötland: Wadstena (W. A. ENG-
HOLM). Den 10. Juli wurde 1 Nest mit 3 Eiern (wohl kein
vollzähliges Gelege) In einem Mauerloche am Haupteingange
des Schlosses gefunden. Da die Vögel durch die Voriiber-
gehenden gestört wurden, so verliessen sie bald ihr Nest. Der
Korrespondent glaubt, dass die Vögel noch einmal legten oder
ein zweites Gelege hatten. — Qwarsebo (C. A. HoLLGREN).
Kam den 10. Mai.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIinN-
GIUS). Ankunft den 15. Mai. — Skåre (C. G. WIKSTRÖM).
Kam den 11 Mai.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. WISTRÖM).
Nest mit 5 Eiern den 4. Juni.
Troglodytes parvulus.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WACKLIN). Ankunft: den 8. Mai bei + 5” C. und Westwind
ein Paar. Den 15. und 20. Mai briätend; flägge Junge den
21. Juni. Abzug: Mitte September; die letzten den 21. Ok-
tober..
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. F.
WETTERBERG). Strichvogel.
20 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Orites caudatus.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (GC.
WaAcCKLIN). Den 15. Mai ein Paar, den 22. dito noch eines;
den 12. Juni fläigge Junge, 10 Stäcke.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. F.
WETTERBERG). Zufällig auftretend.
Parus coeruleus.
Statthalterschaft Gotland: Skogsholm (A. W. AHLEÉN).
Sparsam.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE: G.
AREEN). HEinige Individuen iberwinterten; neue kamen den
(10.) April. Gelege vollzählig den 20. Mai. Etwas zunehmend
an Zahl.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaACKLIN). Ein Paar stellte sich täglich vom 26. Dezember
1886—35. Februar 1887, vor dem Fenster des Korrespondenten
ein und frass von dem Nierenfett, welches man fär die Vögel
hingeworfen hatte. Nest in einer Linde auf dem Hofe bei
Eksås den 11. Mai; ausgeflogen den 18. Juni.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. F.
WETTERBERG). Strichvogel.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GröBEL). Kam
im Dezember und in den folgenden Wintermonaten zum ersten-
mal seit 15. Jahren vor; fänf Stuäcke kamen täglich bis zur
Veranda des Korrespondenten und bekamen da Futter.
Statthalterschaft Jemtland: Östersund (P. Orsson). Meh-
rere Stäcke gesehen und 2 geschossen auf Frösön den 10. und
17. November; fruher unbekannt fär Jemtland.
Parus palustris.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). HEinige Individuen kamen während des Winters in
den Gärten vor; neue kamen den (15.) April an. -6 wenig
bebritete Eier den 19. Mai.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaACKLIN). HEier ausgebritet den 24. Mai; die Jungen wurden
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 21
ungefähr 3 mal in der Minute mit Larven gefittert; flugge
den 18. Juni.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. F.
WETTERBERG). Strichvogel.
Parus cristatus.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaACKLIN). Den 1. Juli fligge Junge, welche doch gefittert
wurden. Den 9. Oktober mehrere Stäcke, welche nebst Meisen
und Nordkleiber von dem fir die Vögel hingeworfenen Nieren-
fett frassen.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. F.
WETTERBERG). Strichvogel.
Parus major.
Statthalterschaft Bleking: Hanö (M. P. KRoNsJö). Sparsam.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Zahlreich das ganze Jahr durch. Vollzähliges Gelege
den 25. Mai.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACE-
LIN). Den 6. Juli fligge Junge.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. F.
WETTERBERG). Strichvogel.
Certhia familiaris.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G.
AREEN). Ziemlich selten.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaACKLIN). Den 14. Mai ein Paar; Brut missglickt.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. F.
WETTERBERG). Strichvogel.
Sitta europ2ea.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G.
AREEN). Sehr selten.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaACKLIN). Allgemein bei Eksås. Den 30. Juni flugge Junge.
22 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. EF.
WETTERBERG). Strichvogel.
Statthalterschaft Jemtland: Östersund (P. OLSSON). Ge-
schossen auf Frösön den 17. November; friäiher unbekannt fir
Jemtland.
Hirundo rustica.
Statthalterschaft Bleking: Hanö (M. P. KRonstö). »Swala»
genannt. Selten.
Statthalterschaft Gotland: Skogsholm (A. W. AHLÉN).
Kam den 13. Mai.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G.
AREEN). Ankunft: die ersten Individuen den 25. April, in
Scharen den 7. Mai. HBEier den 1. Juni und 5 Juli. — Staats-
gut Horn (0O. ERrRIKSON). Kam den 30. April. Nachdem die
Jungen flägge geworden, bringt diese Art in grossen Scharen
die Nächte in dem Schilf von Hornsviken zu.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaACKLIN). Ankunft: den 5. Mai bei + 6” C. und siädlichem
Wind einige Stiäcke; Abzug: Allgemein den 9. September,
das letzte Stuck den 23. September.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉN). Kam am 3. Mai bei
Lerum an, wurde aber erst den 5. Mai in Göteborg gesehen.
— (H. NILSSON). Den 4. Mai 2 Stäcke im Schlosswalde; bei
Lerum den 8. Mai gesehen. — Prestbol (S. F. WETTERBERG).
Zugvogel. Kam den 11. Mai.
Statthalterschaft Elfsborg: Wenersborg (G. VON HACKE-
witz). Ankunft: den 27. April 3 Stäcke, welche bald weiter
zogen; den 7. Mai bei den Briteplätzen. DAHLSKoG (Stock-
holms Dagblad). HEin weisses Exemplar mit rostbrauner Kehle,
bräunlich hellgrauem Ricken und hornbraunem Schnabel und
Beinen wurde den 5. September geschossen.
Statthalterschaft Östergötland: Råstorp (E. G:son HJorTt).
Kam den 7 Mai. -—— Wadstena (W. A. EnGHoLM). Fin Stäck
den 1. Mai am Morgen; verschwand bald.
Statthalterschaft Upsala: Lillkyrka (K. M. TRyYsÉN). An-
kunft: das erste Stäck den 14. Mai.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GröBEL). Kam
den 7. Mai.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 23
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIN-
Grus). Kam den 8. Mai. — Ölme (L. FALKE). Kam den 7.
Mai. — Skåre (C. G. WiKstRÖM). Kam den 8. Mai. — Se-
gerstad (C. CEDERSTRÖM). Kam den 3. Mai.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. WISTRÖM).
Kam den 10 Mai. Den 25. August, abends, nach frisch ge-
fallenem Regen, flogen mehrere hundert Schwalben aus dem
Schilfe auf, ungefähr 10 Kilometer von der Stadt und hielten
sich dicht iiber der Oberfläche des Wassers, um Insekten zu
fangen; sie schienen auf dem Durchzuge zu sein.
Statthalterschaft Norrbotten: Luleå (E. O. NORDLINDER).
Kam allgemein am 25. Mai; zog den 20. August ab.
Hirundo urbica.
Statthalterschaft Bleking: Hanö (M. P. KRonssö). Sparsam.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G.
AREEN). Viel allgemeiner als die vorerwähnte Art. Ankunft:
die ersten Individuen den 25. April; in Scharen den 7. Mai.
Gelege vollzählig den 1. Juni und 6. Juli. — Staatsgut Horn
(O. ERIKSON). Kam den 2. Mai.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WACKLIN). Ankunft: den 9. Mai bei 07 C. und sädlichem
Wind einige Stiäcke; den 31. Mai die Anzahl der Bleibenden
ävsserst gering; den 31. Juli viele beobachtet. Abzug: den
27. und 28. August allgemein, die letzten den 5. September.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (BE. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Kam den 2. Mai —
(H. NiLsson). Mehrere Sticke bei Göteborg den 7. Mai. —
Sanne (S. F. WETTERBERG). Zugvogel.
Statthalterschaft Elfsborg: Wenersborg (G. Von HACK-
witz). Kam den 9. Mai.
Statthalterschaft Skaraborg: Undenäs (G. BARTHELSSON).
Kam den 13. Mai.
Statthalterschaft Östergötland: Råstorp (BE. G:son Hjort).
Kam den 7. Mai. — Wadstena (W. A. ENGHOLM). Ankunft:
das erste Stäck den (12.) Mai.
Statthalterschaft Upsala: Lillkyrka (K. M. TRYSÉN).
Ankunft: das erste Stick den 14. Mai.
24 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GirÖBEL). An-
kunft: das erste Stäck den 1. Mai.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIN-
GIvs). Kam den 8. Mai. — Presterud (E. WorFF). Kam
den 8. Mai bei Nordwind. — Olme (L. FALK). Kam den 5.
Mai. — Karlstad (S. W. TEnow). Kam den 28. April: —
Skåre (C. G. WicstRÖM). Kam den 8. Mai.
Statthalterschaft Gefleborg: Bjuråker (K. FREDENBERG).
Kam den 25. Mai.
Statthalterschaft Jemtland: Östersund (P. OLSsSoN). An-
kunft: einzelne Exemplare den 19. Mai; in Scharen den 26.
dito. Fing an zu bauen am 19. Mai im Stadtbadehause.'—
Qwitsle (G. W. DaAHLsTtRÖM). Kam den 3. Juni, nachdem
die starken Nachtfröste am. 29. Mai aufgehört und schöne,
warme Tage ecintrafen.
Statthalterschaft Norrbotten: Luleå (E. O. NORDLINDER):
Kam allgemein den 25. Mai; zog ab den 20. August.
Hirundo sp.
Statthalterschaft Östergötland: Linköping (N. C. KinDp-
BERG). Kam den 1. Mai.
Hirundo riparia.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaACKLIN). Ankunft: den 31. Mai bei + 1” C. und nördlichem
Wind bei Araby und Sjöudden; im Juni bei Gärdsby und
Sandsbro.
Statthalterschaft Jemtland: Östersund (P. OLSSON). An-
kunft: das erste Stäck den 17. Mai.
Motacilla alba.
Statthalterschaft Bleking: Hanö (M. P. KRronsrö). »Gat-
wippa» und »Gatärla» genannt. Sparsam.
Statthalterschaft Gotland: Skogsholm (A. W. AHLÉN).
Ankunft den 11. April.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Kam den (8.) April. 5 bebritete Eier den 20. Mai.
— Staatsgut Horn (0. Erikson). Kam den 5. April.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 25
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WACKLIN). Ankunft: den 9. April ber — 1” C. und Nord-
westwind 2 Stiäcke, den 11. April mehrere. -Den 12. Mai
briitend, den 9. Juni flägge Junge. Den 27. und 28. August
Flug von ungefähr 20 Stäcken, den 16. September dito von
ungefähr 50 Stäcken. Abzug: den 17. September, die letzten
den 21. dito. Den 30. August fog eine Weisse Bachstelze
gegen den 'Telegraphendraht und brach den linken Fligel;
Dr. med. R. HoLMBERG nahm den Vogel und pflegte ihn; am
14. September war er vollständig geheilt; man liess ihn fliegen
und den 16. dito sah man ihn wieder in der vorerwähnten
Schar, wobei das Exemplar an dem etwas hängenden Fligel
wiedererkannut wurde.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉN). Kam den 3. April bei
Nordwind, halb Sturm und klare Luft. — (H. NILSSON). Ein
Stuck im Schlosspark den 1. April; allgemein den 8. April. —
Sanne (S. F. WETTERBERG). Zugvogel. Kam den 13. April.
Statthalterschaft Elfsborg: Wenersborg (G. VON HACK-
witz). Kam den 9. April.
Statthalterschaft Skaraborg: Undenäs (G. BARTHELSON).
Kam den 12. April.
Statthalterschaft Östergötland: Råstorp (E. G:son HJorrt).
Kam den 10. April. — Wadstena (W. A. ENGHOLM). An-
kunft: das erste Stäck den 11. April; Abzug: das letzte Stuck
den 16. Oktober. — Linköping (N. C. KInpDBErG). Kam den
23. März. — Qwarsebo (C. A. HoLLGRENn). Kam den 10.
April.
Statthalterschaft Upsala: Lillkyrka (K. M. TRYSÉN).
Ankunft: das erste Stuck den 12. April.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GiöBEL). Kam
den 12. April.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RInN-
G1US). Kam den 14. April. -— Presterud (E. WorrF). Kam
den 13. April bei Nordwind. — Ölme (L. FårK). Kam den
11. April. — Karlstad (S: W. TEnow). Kam den 11. April.
— Skåre (C.: G. WizxströÖm). Kam den 15. April. — Seger-
stad (C. CEDERSTRÖM). Kam den 12. April.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. Wri-
STRÖM). Kam den 13. April (Schwarm von 7 Stiäcken). —
Bjuråker (K. FREDENBERG). Kam den 18. April.
26 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Statthalterschaft Jemtland: Östersund (P. OLSSON). An-
kunft: das erste Stäck den 4. April. — Qwitsle (G. W. DAHL-
STRÖM). Ankunft: ein ensames Männcehen den 30. April, all-
gemein den 3. Mai.
Statthalterschaft Norrbotten: Luleå (E. O. NORDLINDER).
Ankunft: einige Stäcke den 30. April. Abzug: den 30. Juli.
Motacilla flava.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (E. G. AREEN). Kam
den (3.) Mai. 5 bebritete Eier den 6. Juni. — Staatsgut
Horn (0O. ERIKSON). Kam den 2. Mai.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö(C. WACE-
LIN). Ankunft: den 4. Mai bei + 7” C. und Sidwestwind 2
Stiäcke, welche nicht briteten. Den 8. September Flug von
18 Stiäcken, wahrscheinlich auf dem Durchzuge.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉnN). Kam den 8. Mai. —
Sanne (S. F. WETTERBERG). Zufällig vorkommend; 1 Stick
den 26. Mai.
Statthalterschaft Wermland: Presterud (E. WoLFF).
Kam den 27. April bei Ostwind. — Ölme (L. FALK). Kam
den 5. Mai.
Anthus obscurus.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Kam den 9. April. —
(H. Nirsson.) Wurde am 25. März bei dem Askim-Fjord ge-
hört. Den 8. Mai ein Gelege von frischen FEiern und eines
dito von etwas bebriiteten Eiern.
Anthus pratensis.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Den 25. April bei + 6” C. und westlichem Wind einige
Paare, den 10. Mai dito. Den 22. Juni flugge Junge. Abzug:
den 26. September ein Flug von wenigstens 100 Stäcken nach
Siden ziehend, den 14. Oktober ein Flug von ungefähr 15
Stäcken bei sädlichem Wind mit Schnee.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 27
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉN). Kam den 24. April.
— (H. NiLssoNn.) Mehrere Stäcke wurden den 27. März in der
Nähe der Stadt gehört. — Sanne (S. F. WETTERBERG). Zug-
vogel. Kam den 18. April.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIN-
Gus. Kam den 1. Mai.
Anthus arboreus.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Nicht allgemein. Vollzähliges Gelege (5 Eier) den
20. Juni.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACE-
LIN). Ankunft: den 25. April bei + 6” C. und westlichem
Wind mehrere Stäcke, singend, den 26. dito mehrere dito.
Den 22. Juni kaum flägge Junge; den 23. Juni Nest mit 3,
den 25. dito mit 4 Eiern, den 26. dito briitete das Weibcechen,
den 16. Juli krochen die Jungen aus. Abzug: die letzten den
4. August.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉN). Kam den 1. Mai. —
Sanne (S. F. WETTERBERG). Zugvogel. Kam den 18. April.
Statthalterschaft Elfsborg: Wenersborg (G. von HaAcKE-
WITz). Zuerst gesehen am 6. Mai.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIiN-
Gus) Kam den 8. Mai.
Emberiza miliaria.
Statthalterschaft Kalmar: Staatsgut Horn (0. ERIKSON).
Kam den 15. April.
Emberiza citrinella.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G.
AREEN). Kam den (1.) April. Vollzähliges Gelege den 12.
Juni.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Den 2. März ein altes Männchen, den 15. dito allgemein
singend. Den 10. Juni fligge Junge.
28 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Sanne (S. F. WET-
TERBERG). Brut- und Strichvogel.
Statthalterschaft Wermland: Presterud (E. WoLFF).
Kommt das ganze Jahr in geringer Anzahl vor.
Statthalterschaft Norrbotten: Luleå (E. O. NORDLINDER).
Kam den 20. April mit nördlichen Wind und — 2” C.
Emberiza hortulana.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Selten.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACE-
LIN). Ankunft: den 26. April mit + 8" C. und Sidostwind
mehrere Stiäcke. Abzug: das letzte Exemplar den 25. August.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (H. NILSSoN). Im Schlosswalde gehört den 6. Mai und
die nächsten darauffolgenden Tage. — Prestbol (S. F. WErt-
TERBERG). Zugvogel. Kam den 11. Mai.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GröBEL). Kam
den 7. Mai.
Emberiza schoeniclus.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Ankunft: den 17. April bei — 2” C. und Nordwestwind,
singend im Weidengebiisch bei Helgawarma, den 24. dito zwi-
schen Weiden und Porsch bei Araby.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E.: LIGNELL und C. Os BotTHÉN). Kam den ftygApri
Plectrophanes nivalis.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (E. G. AREEN).
Zahlreich im Winter.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. Wi
STRÖM). Hin Schwarm in -Tuna den (12.) Oktober.
Statthalterschaft Norrbotten: Luleå (E. O. NORDLINDER).
Ein Schwarm zeigte sich den 20. April.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0o4. 29
Passer domesticus.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G.
AREEN). Åusserst zahlreich sowohl in der Stadt als um die-
selbe. Fligge Junge den 6. Juni.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACKE-
LIN). Sehr abgenommen an Zahl bei Wexiö durch Fang im
Winter, den 2. September zugenommen, doch nicht bis zu
derselben Menge wie in dem vorhergehenden Jahre.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Sanne (S. F. WET-
TERBERG). Standvogel.
Statthalterschaft Östergötland: Råstorp (E. G:son HJorT).
Man sah ein Weibchen mit einem halb erwachsenen, toten
Jungen im Schnabel aus dem Neste fiegen, gleich darauf
liess es das Junge fallen.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. Wi-
STRÖM). Nest mit 2 HEiern und 2 eben ausgekrochenen Jun-
sen den 27. Mai.
Passer montanus.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Nimmt bedeutend zu an Zahl bei Wexiö, so dass sich
täglich 50—80 Sticke mit wenigen Haussperlingen nnd Gold-
ammern auf den Stellen einfinden, wo man ihnen gewöhnlich
Futter ausstreut.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. EF.
WETTERBERG). Strichvogel.
Fringilla coelebs.
Statthalterschaft Gotland: Skogsholm (A. W.: AHLÉN).
Kam den 4. April.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G.
AREEN). Sehr allgemein Hinige Weibchen wurden auch die-
sen Winter beobachtet. Kam den (3.) April. Vollzähliges
Gelege den 28. Mai. — Staatsgut Horn (0. ERIKSON). — Meh-
rere Paare haben sich im Dezember und Januar bei Wedby
auf der östlichen Seite von Hornsviken aufgehalten (was ge-
wöhnlich in dieser Gegend der Fall ist).
30 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Ankunft: den 7. März bei 0? C. und westlichem Wind
3 Weibcehen, den 26. März grössere Anzahl, den 1. April eben-
falls, den 10. Mai in bedeutender Menge. Den 23. Juni flägge
Junge. Den 2. August bedeutende Sammlung, den 15. August
Schwarm von 30 Stiicken, den 23. September grössere Samm-
lung, den 29. September wenige, den 1. Oktober einzelne, an
demselben Tag auf einer andern Stelle. Schwarm von einigen
hundert Stäcken auf Stoppelfeldern, den 4. Oktober Abzug in
viel geringerer Zahl, den 9. Oktober einzelne in einem Flug
Bergfinken, den 14. Oktober die letzten.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BortHÉN). Kam den 27. März.
Den 28. Dezember sah man 2 Männchen und 2 Weibchen im
Kungspark in Göteborg. — (H. NILSSON.) HEinige Stiicke den
6. März. Nest fertig Ende April. — Sanne (S. E. WETTER-
BERG). Zugvogel. Kam den (30.) April.
Statthalterschaft Elfsborg: Wenersborg (G. VON HACKE-
witz). Hörte ihn singen den 31. März.
Statthalterschaft Östergötland: Wadstena (W. A. ENG-
HOLM). Ankunft: das erste Stick (ein Männchen) den 3. April.
— Linköping (N. C. KIinpDBErG). Kam den 6. März. —
Qwarsebo (C. A. HoLLGREN). Kam den 28. März.
Statthalterschaft Upsala: Lillkyrka (K. M. TrRysÉN). An-
kunft: das erste Männchen den 1. April und das erste Weib-
chen den 8. dito.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GIÖBEL). Kam
den 6. April.
Statthalterschaft Wermland: Kristin ehamn (G. E. RIN-
Grus). Kam den 25. März. — Presterud (E. WorrFF). Kam
den 29. März bei Nordostwind. — Ölme (L. FALK). Kam
den 29. März. — Karlstad (S. W. TENow). Kam den 35. April.
— Skåre (C. G. Wiström). Kam den 5. April. — Seger-
stad (C. CEDERSTRÖM). Kam den 1. April.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. WISTRÖM).
Ankunft: den 1. April ein Schwarm nahe bei der Stadt. —
Bjuråker (K. FREDENBERG). Den 8. April zum erstenmal
gehört.
Statthalterschaft Jemtland: Östersund (P. OLSSON). An-
kunft: das erste Stick den 24. April. — Qwitsle (G. W. DAHL-
STRÖM). Ankunft: ein Paar den 19. April, allgemein den 23. dito
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 31
Fringilla montifringilla.
Statthalterschaft Gotland (ÅA. W. AHLÉN). Beim Frih-
lingsdurchzuge beobachtet.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (0. KÖRSER). >»Rostbofink> genannt. Ziemlich allgemein
während des ganzen Winters 1886—1887. — Sanne (S. F. WET-
TERBERG). Durchzugsvogel.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GiÖBEL). Kam
in Scharen den 22. April.
Statthalterschaft Wermland: Presterud (E. WoLrFF). Kam
den 12: April bei Sudwind. — Ölme (L. FALK). Kam den
13: April.
Coccothraustes vulgaris.
Statthalterschaft Malmöhus: Bökebergsslätt (0. Orto-
80N). Britete hier.
Statthalterschaft Gotland: Gemeinde Stenkyrka (A. W.
AHLÉN). Ein Flug von 10—12 Stäcken wurde am 18. No-
vember 1883 beobachtet.
Linota chloris.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Recht allgemein. Kam den (28.) März. Vollzäbliges
Gelege den 15. Mai.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACE-
LIN). Den 12. Mai ein Männchen, den 22. Mai ein dito, den
2. Juni 2 Weibchen.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (5. F.
WETTERBERG). Zufällig auftretend.
Linota cannabina.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Kam den 5. April allgemein. Gelege vollzählig den
10. Mai.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN)... Ankunft: den 11. April bei 0? C. und Siädwestwind 2
d2 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Stäcke; Abzug: den 27. und 28. August ein Schwarm von un-
gefähr 50 Sticken, der letzte den 19. September.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Kam den 20. März.
— (H. NILSSON.) Fin Stick gesehen und gehört den 5. März.
— Sanne (S. F. WETTERBERG). Zugvogel.
Statthalterschaft Östergötland: Wadstena (W. A. ENG-
HOLM). Ankunft: das erste Stick den 25. April; kommt nur
beim Frihlingsdurchzug vor.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIN-
G1vs). Kam den 10. April. — Presterud (E. WozrFF). Kam
den 16. April bei Nordwind. — Ölme (L. FALK). Kam den
24. April.
Acanthis spinus.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACE-
LIN). Sowohl im Winter als im Sommer zuweilen, das letzte-
mal den 14. Oktober.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. F.
WETTERBERG). Zugvogel.
Acanthis carduelis.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Den 27. März bei 1” C. und Nordwestwind ein einsames
Männchen, singend.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. F.
WETTERBERG). Zugvogel.
Pyrrhula europ&ea.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Im Herbst 1886—Friihling 1887 kleime Flige von 3—10
Sticken. Nach dem 9. Mai ein Paar in der Nähe von Eksås,
aber kein Nest gefunden. Im Spätherbste 1887 sparsamer.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (5. FE.
WETTERBERG). Wintervogel.
Statthalterschaft Östergötland: Råstorp (E. G:son HJorTt).
Ein Paar beobachtet, ungewöhnlich genug, im April. — Wad-
stena (W. A. ENnGHOLM). Ankunft: das erste Stäck den 8.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 4. 233
November; Individuen sind das ganze Jahr durch hier ge-
blieben.
Statthalterschaft Norrbotten: Luleå (E. O. NORDLINDER).
Einzelne Paare zeigten sich den 12. Oktober; es war Schnee
gefallen, — 5” C.
Pinicola enucleator.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. F.
WETTERBERG). Wintervogel.
Loxia sp.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (BE. G. AREEN).
Eine Kreuzschnabelart kommt scharenweise im Sommer und
Herbst in Nadelholzwäldern vor, ist jedoch nicht während des
Winters beobachtet worden.
Loxia curvirostra.
Statthalterschaft Elfsborg: Lidköping (O. KÖRNER). Den
21. August eim Schwarm von 30—40 Sticken, in dem zur
Stadt gehörigen Nadelholzwalde. Die Vögel sassen zu 3-—5
oder zu mehreren zerstreut in den Kronen der Kiefer, welche
hier zahlreicher sind als die Fichten, und hatten zwischen 1
und 2 Uhr nachmittags noch nicht ihren Hunger gestillt
sondern zeigten grosse Gefrässigkeit. Sie bissen die Zapfen
ab, setzten sich auf einen weniger schwanken Teil des Zweiges,
driäckten den Zapfen gegen denselben, brachen rasch die Schup-
pen auf und nahmen die Samenkörner heraus. Wenn der Zapfen
hinreichend durchsucht war, machte sich der Vogel iiber einen
neuen her und liess den vorigen im Fluge fallen. HEine grosse
Menge Zapfen, alle griändlich zerfetzt, fielen, während der
halben Stunde, in welcher der Korrespondent auf dem Platze
war, auf die Erde nieder. Die Vögel flogen von Baum zu
Baum und passierten dabei Kiefern, die reichlich mit Zapfen
versehen waren, ohne sich darum zu bekämmern. Im Walde
traf man ibrigens tausend und abermal tausend von Kreuz-
schnäbeln; sie durchsuchten noch nicht ganz vertrocknete Zapfen.
Die Menge Samen, welche ein solcher Kreuzschnabelschwarm
täglich verzehrt, muss in Wahrheit bedeutend sein.
3
d4 SUN DSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Statthalterschaft Östergötland: Wadstena (W. A. ENG-
HOLM). Am 26. Oktober zeigte sich in den Gärten der Stadt
ein Schwarm, der schon am Tage darauf verschwand.
Sturnus vulgaris.
Statthalterschaft Bleking: Hanö (M. P. Kronssö). All-
gemein.
Statthalterschaft Gotland: Skogsholm (A. W. AHLÉN).
Kam den 3. März.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G..
AREEN). Ankunft: einzelne Exemplare den 25. Februar, in
Scharen den 2: März. Vollzähliges Gelege den 2. Mai; neu
ausgebritete Junge den 18. Mai, flugge dito den 6. Juni. —
Staatsgut Horn (O. ERIKSON). Kam den 1. April. Von Mitte
Juli bis zum Herbstabzuge bringt diese Art in unberechen-
baren Massen die Nacht im Hornsviken auf Typha-Halmen
zu; der Korrespondent hat mit blossem Auge eine Schar an-
kommender Stare von der Insel Jungfrun aus, d. h. in einer Entfer-
nung von 3,5 Kilometer beobachtet, und kann man sich dadurch
eine Vorstellung von der grossen Menge der Stare machen.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Ankunft: den 11. März bei — 7” C. und bei Westwind
4 Stäcke, die sehr von der Kälte gelitten, den 3. April 18
Stucke, den 5. April fleissig singend. Den 11. Mai briteten
mehrere (9) Paare in alten Eichen bei Eksås, den 23 Mai die
Jungen allgemein ausgebritet, den 6. Juni schauten die Jun-
gen aus dem Neste heraus, den 15. Juni waren sie allgemein
ausgeflogen. Am letztgenannten Tage ein Schwarm von un-
gefähr 100 Stiäcken bei Wexiö. Abzug: den 16. Juni von
Eksås, den 4. Juli der letzte.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LiGnNELL und C. O. BortHÉn). Den 5. Januar sah
man eines und den 18. dito 2 Stäcke, den 4. Februar noch
eines. Kam den 11. März bei nördlichem Wind und klarer
Luft. Den 20: December ein Schwarm von 14—15 Stäcken.
— (0. KÖRNER.) Den 31. December 1886 wurde ein Stuck auf
den Markt nach Gothenburg gebracht, den 8. Januar 1887 2
dito. — Sanne (S. F. WETTERBERG). Zugvogel. Ankunft:
wenige den 5. März, Hauptmasse den 20 März.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 35
Statthalterschaft Östergötland: Wadstena (W. A. ENnG-
HOLM). Ankunft: die ersten 10—12 Stiäcke den 2. April bei
Schneegestöber. Die Stare richten hier grossen Schaden an
auf den Begarreau-Kirschbäumen, von deren Frichten sie das
Fleisch verzehren, aber den Stein iäbrig lassen. — Linköping
(N. C. KiInpDBERG). Kam den 19. März. — Qwarsebo (C. A.
HoLLGREN). Kam den 9. März.
Statthalterschaft Upsala: Lillkyrka (K. M. TRYSÉN). An-
kunft: das erste Stäck den 31. März, die meisten den 1. April;
Abzug: den 8. Oktober.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GiÖBEL). Kam
den 26. März.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIN-
GIvS). Kam den 6. März; zog den 23. Oktober ab. — Pre-
sterud (E. WozrFF). Ankunft: 1 Stäck den 2. März, 1 dito
den 27. in demselben Monat, in Menge den 5. April bei Sid-
westwind. — Ölme (L. FALK). Kam den 28. März. — Karl-
stad (S. W. TEnow). Kam den 28. Februar. — Skåre (C.
G. Wirström). Kam den 31. März. — Segerstad (C. CEDER-
STRÖM). Kam den 27. März.
Statthalterschaft Jemtland: Östersund (P. OLSSON). An-
kunft: das erste Stick den 27. März.
Garrulus glandarius.
Statthalterschaft Gotland: (A. W. AHLÉN). Allgemein.
Ein Nest mit 8 Eiern am 19. Mai angetroffen. Der Korres-
pondent hat den HEichelheher Vogeleier und junge Vögel steh-
len sehen.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACKE-
LIN). Den 2. Juni ein Nest mit 5 wenig gefiederten Jungen,
den 20. dito zwei erwachsene dito. Den 7. September sah
man eimen Schwarm von 20 Stäcken; der Korrespondent hatte
nie vorher einen so zahlreichen beobachtet.
Statthalterechaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. F.
WETTERBERG). Strichvogel.
Pica rustica.
Statthalterschaft Gotland: (ÅA. W. AHLÉN). Sparsam;
kommt nicht in der Nähe von Wisby vor, sondern erst in einer
36 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Entfernung von ungefähr 10 Kilometer von der Stadt. »Skära»
genannt.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G.
AREEN). Fehlt in der Nähe der Stadt. — Staatsgut Horn (0.
ERIKSON). Kommt, merkwirdig genug, dort nicht vor in einem
Umkreise von mehreren schwedischen Meilen von dem Gute
entfernt.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaAcKLIN). Briitend. Man legte 2 Häihnereier in ein Nest,
die von der Elster bebritet wurden und später, als die Zeit
des Auskriechens mnahete, wurden sie aus dem Neste genom-
men und in einen Ofen gelegt. Die Jungen krochen aus; das
eine kam durch einen Ungliicksfall um, das andere wuchs auf.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (H. NILSSon). Nest mit 8 Eiern den 8. Mai in Lerum;
gleichzeitig ausgebritete Junge bei Göteborg. — Sanne (5.
1 WETTERBERG). Standvogel.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. WistrRÖM).
Nest mit 5 Biern den 14. Mai.
Nucifraga caryocatactes.
Statthalterschaft Malmöhus: Wedelsbäck (C. MÖLLER).
Grossartige FEinwanderung dieser Art; nach einem Brief vom
30. September 35 Sticke von dem Korrespondenten geschossen.
— Farhult (Helsingborgs Dagblad). Kam um den 1. Okto-
ber ziemlich zahlreich in Scharen von 7—8 Sticken vor. —
Brattfors (Stockholms Dagblad). Im September wurde 1
Stick geschossen.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G
AREEN). Ist im Herbst auf vielen Stellen gesehen worden,
verschwand jedoch vor FEintritt des Winters; eine Schar von
15—20 Stiäcken, von denen einige geschossen wurden, wurden
den 3. Oktober beobachtet. — Staatsgut Horn (O. ERIKSON).
Der Tannenheher, welcher fast unbekana war auf Öland, trat
plötzlich in der letzten Hälfte September auf (den 21. bei
Horn und an demselben Tag auch in der Gemeinde Persnäs);
anfangs in einzelnen Exemplaren, aber später in Scharen von
12—1535 Sticken, welche von Baum zu Baum flogen. Es gaben
weder FEicheln noch Nisse, wodurch man eine solche Einwan-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0o4. 37
derung hätte erklären können; meist sah man die Tannen-
heher auf dem Boden, den Viehdinger durchsuchend. Nicht
vor dem (25.) Oktober waren sie aus der Gegend verschwunden.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BortHÉn). Ist recht zahlreich
aufgetreten. Die Korrespondenten haben fir ihre Sammlung
erworben: 1 Stäck den 13. September (bei Kollered aus emem
Schwarm von 6 Sticken geschossen), 1 dito den 14. September
(vom Schlosswald), den 15. desselben Monates 1 dito am Del-
See aus einem Schwarm von 8 Sticken geschossen. Mehrere
Exemplare wurden ausserdem auf den Markt gebracht. — (0.
KÖRNER). 1 junger Vogel wurde den 28. August auf Särö ge-
schossen, wo 1 Stick ungefähr eime Woche später gesehen
wurde. Zwischen dem 3. September und 15. Oktober wurden
I Stäcke auf den Markt gebracht, die in der Gegend geschos-
sen worden. Vom 20. August bis Ende September sind 10,
ebenfalls aus der Gegend erhaltene Exemplare dem Konserva-
tor des Göteborger Museums ibergeben worden.
Statthalterschaft Elfsborg: Wenersborg (G. VON HACK-
witz). HEin Stick wurde am 10. Oktober 10 Kilometer von
der Stadt geschossen.
Statthalterschaft Skaraborg: Undenäs (G. BARTHELSON).
Ein Schwarm von 6—7 Stiäcken im Oktober gesehen.
Statthalterschaft Östergötland: Råstorp (E. G:son HJorrt).
In dieser Gegend gesehen worden. — Wadstena (W. A.
ENGHOLM). FEin Stick wurde den 25. August im Qwistberger
Garten bei der Stadt geschossen; dieser Tannenheher war in
Gesellschaft eines andern. Im Näsjaer Walde wurde den 15.
Oktober ein Stick erlegt, welches in Gesellschaft von andern
Raben war. — Linköping (N. C. KInDBERrRG). HEin Exemplar
wurde anfangs Oktober geschossen. — Qwarsebo (C. A.
HoLLGREN). In ziemlich grosser Anzahl während des Herb-
stes. — Åby (N. C. KInDBERG). Einige Stäcke im Herbst
gesehen.
Statthalterschaft Stockholm: Runmarö (C. R. SUNDSTRÖM).
3 Stäcke den 8. Oktober.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GiÖBEL). HEin-
zelne Individuen zeigten sich im Herbst.
Statthalterschaft Wermland: Presterud (E. WorrFF). Trat
in kleimeren Scharen vom Juni bis Oktober auf. -— Karlstad
(S. W. TEnow). Allgemein im Herbst. — Wäse (S. W. Tz-
38 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
NOW). Hier beobachtet worden während des Herbstes. —
Nördlicher Theil von Wermland (S. W. TEnNow). Ist im
Herbst an einigen Stellen vorgekommen.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. WISTRÖM).
3 Stäcke den 2. Oktober auf Innerstö in den Schären, den 15.
Oktober 2 dito am Finnflod in der Gemeinde Tuna; auf jeder
dieser Stellen wurde 1 Exemplar erlegt. Den 1. November
sah man ein Stick auf der Insel Brussen in den Schären. —
Bjuråker (K. FREDENBERG). Fin Exemplar wurde den 27. Sep-
tember geschossen, nachdem es den ganzen Tag auf einem
Kartoffelfelde umherspaziert und Nahrung gesucht ganz in der
Nähe der Leute, welche dort Kartoffeln aufsuchten.
Statthalterschaft Jemtland: Sweg (K. FREDENBERG). Hin
Stäck wurde den 4. Oktober in der Entfernung von 2 Meter
gesehen. — Östersund (P. OLsSSon). ”Trat an verschiedenen
Stellen in Scharen auf; z. Bspl. auf Frösö vom 28. September
bis 17. Oktober (7 Stäcke dort und in der Stadt geschossen),
auf Norderö den 16. September. — Östersund (Stockholms
Dagblad). Gegen Ende Oktober wurde ein Individuum lebend
in der Stadt gefangen und an Herrn A. LUNDHOLM abgeliefert.
Da der Tannenheher sich schr zahm und kultiviert zeigte,
liess man ihn oft aus seinem Bauer heraus und frei umherflie-
gen. Aber als Herr LUNDHOLM eines Morgens in seine Vogel-
sammlung kam, fand er, dass der Tannenheher sich auf schreck-
liche Weise seiner Freiheit bedient hatte. Es war ihm ge-
lungen, die Thiäre eines Bauers zu öffnen, in welchem unge-
fähr ein Dutzend kleiner Vögel von verschiedenen Arten, Ka-
narienvögel, Zeisige u. s. w. aufbewahrt wurden. Dort hatte
er eine schreckliche Verwistung angestellt. Von der ganzen
Schar Vögelchen war nichts mehr ibrig als einige Federn; sie
waren alle getötet und aufgefressen. Der Ubelthäter allein
thronte satt und vergnigt auf einem Stäbchen in seinem er-
oberten Reiche.
Corvus monedula.
Statthalterschaft Bleking: Hanö (M. P. KrRonssö). Durch-
zugsvogel. Sparsam.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Noch eben so zahlreich. Vollzähliges Gelege den
25 Mai; flägge Junge den 8. Juni.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 39
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaACKLIN). Ankunft: den 26. Februar bei nördlichem Wind
4 'Stäcke, den 4. März ein Schwarm von 50 Stäcken. Meh-
rere Paare briäteten; Junge flugge den 24. Juni. Abzug: den
19. Oktober ein kleimer Schwarm, die letzten den 20. Oktober.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Sanne (S. F. WET-
TERBERG). Zufällig auftretend.
Statthalterschaft Östergötland: Råstorp (E. G:son HJorr).
Einzelne Paare schon den 18. Februar. — Linköping (N. C.
KINDBERG). Kam den 27. Februar. — Qwarsebo (C. A. HoLL-
GREN). Kam den 28. Februar.
Statthalterschaft Upsala: Lillkyrka (K. M. TRYSÉN).
Blieb ziemlich allgemein den ganzen Winter.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIiN-
GI1US). Kam den 5. März bei + 11” C. und Sonnenschein. —
Ölme (L. FALK). Kam den 7. März. — Segerstad (C. CzE-
DERSTRÖM). Ankunft: einzelne Individuen den 28. Februar, in
grosser Anzahl den 1. März.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J.A. WiSTRÖM).
Den 15. Mai ein Nest mit 6 Eiern und ein anderes mit 3 dito.
Corvus cornizx.
Statthalterschaft Bleking: Hanö (M. P. KRONsJÖ). Sparsam.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Scheint nicht abzunehmen, obschon man feissig Eier
wegnimmt, da Preise dafir ausgesetzt sind, denn sie legt von
neuem. BEier den 15. April—15. Juni.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WACKLIN). Eine Schar von 40 Stiäcken iberwinterte. Fligge
Junge den 15. Juni. Abzug: den 26. Oktober; doch zeigte
sich ein Schwarm von 30 Stäcken den 30. Dezember.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉn). Im Fribling 1886
beobachteten die Korrespondenten, dass ein paar Krähen ihr
Nest auf dem Dache eines in der Stadt befindlichen Elstern-
nestes hatten. Prestbol (S. F. WETTERBERG). Zugvogel.
Statthalterschaft Norrbotten: Luleå (E. O. NORDLINDER).
Ankunft: 1 Stick den 27. März bei + 5” C. und ruhigem
Wetter, allgemein den 1. April; Abzug den 16. Oktober.
40 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Corvus corazx.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (E. G. AREEN). Ein
Paar brutet in den Borgholmer Schlossruinen. Vollzähliges
Gelege den 15 März.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von W exiö(C. WACK-
LIN). Zuweilen im Sommer beobachtet.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (H. NILSSON). Nest mit 6 halb bebriteten Eiern den 3.
April und den 10. dito mit 5 wenig bebriteten Eiern. —
Prestbol (S. F. WETTERBERG). Strichvogel.
Corvus frugilegus.
Statthalterschaft Gotland: (A. W. AHLÉN). Sparsam; britet
in der Nähe von Wisby und in der Gemeinde Hamra.
Statthalterschaft Kalmar: Horns kungsgård (0. ERIK-
SON). Briitet bei Högnäs in der Gemeinde Källa in einer Ko-
lonie, wovon in den letzten Jahren hier und da in der Um-
gegend Individuen aufgetreten sind, ohne jedoch neue Wohn-
plätze in Besitz genommen zu haben.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉN). Kam den 29. März.
Statthalterschaft Östergötland: Qwarsebo (C. A. HoLr-
GREN). Den 10. April gesehen.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GiÖBEL). HFinige
Stäicke kamen den 16. März und blicben ungefähr 14 Tage.
Statthalterschaft Norrbotten: Burträsk (P. F. M. VON
WEDDERKOP). HEin Stick geschossen den 16. Mai.
Ampelis garrulus.
Statthalterschaft Gotland (A. W. AHLÉN). Tritt in ge-
wissen Wintern sparsam auf.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (BE. G. AREEN). Ist
in den letzten 10—15 Wintern nicht vorgekommen.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Sanne (5. F. WETt-
TERBERG). Zufällig auftretend.
Statthalterschaft Östergötland: Wadstena (W. A. ENG-
HOLM). Trat am (12.) Dezember in kleinern Scharen auf und
blieb fast einen Monat.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 4. 41
Statthalterschaft Wermland: Presterud (E. WorFF). Trat
im Oktober—anfangs Dezember in kleineren Anzahl auf.
Statthalterschaft Norrbotten: Luleå (E. O. NORDLINDER).
Pin Schwarm den 15. Oktober, 1 dito den 1. November.
Alauda alpestris.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend um Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Den 9. Oktober auf
Hanö (in den äusseren Schären) grosse Scharen, auf dem Durch-
zug begriffen.
Alauda arvensis.
Statthalterschaft Bleking: Hanö (M. P. KRonsJö). Sparsam.
Statthalterschaft Gotland: Skogsholm (A. W. AHLÉN).
Kam den 1. März.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Sang schon den 2. Februar. 3 stark bebritete Eier
den 6. Mai.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaAcCKLIN). Ankunft: den 26. Februar bei Nordwind 8—10
Stuäcke, den 1. März allgemein singend; Abzug: den 13. Ok-
tober, die letzte den 16. dito.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Ankunft: die ersten
Stäcke den 6. Februar, allgemein den 13. dito. — Sanne (S.
F. WETTERBERG). Zugvogel. Kam den 25. Februar.
Statthalterschaft Elfsborg: Wenersborg (G. VON HACK-
wiTz). Ankunft: das erste Stick den 6. Februar; singend den
1. März zum erstenmal.
Statthalterschaft Skaraborg: Undenäs (G. BARTHELSON).
Kam den 2. März. |
Statthalterschaft Östergötland: Wadstena (W. A. ENG-
HOLM). Den 26. August zogen am Abend 6—7 Sticke nach
Säden. — Linköping (N. C. KInDBERG). Kam den 15. Fe-
bruar. — Qwarsebo (CO. A. HoLLGREN). Kam den 1. März.
Statthalterschaft Upsala: Lillkyrka (K. M. TRYSÉN). An-
kunft: das erste Stäck den 2. März.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GIÖBEL). Sang
den 6. März.
42 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIn-
G1Us). Kam den 26. Februar. — Presterud (E. WOLFF). An-
kunft: einzelne Individuen den 28. Februar bei Sudwind, in
Menge den 26. März bei Sidostwind. — Ölme (L. FALK).
Kam den 28. Februar. — Karlstad (S. W. TEnow). Kam
den 26. Februar. — Skåre (C. G. Wirström). Kam den 1.
März. — Segerstad (C. CEDERSTRÖM). Ankunft: einzelne In-
dividuen den 27. Februar, allgemein den 2. März.
Statthalterschaft Gefieborg: Hudiksvall (J. A. WISTRÖM).
Den 1. März zum erstenmal in der Nähe der Stadt gehört.
Statthalterschaft Norrbotten: Luleå (E. O; NORDLINDER).
Etliche Stäcke den 12. April, als der Boden noch mit Schnee
bedeckt war.
Alauda cristata.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Den 2. und 4. November sowie eimige Tage später in
Wexiö, 2 Sticke beobachtet, die nicht scheu waren; die eine
sang, gehend oder sitzend, schwach, aber recht schön. Blieb
iber Neujahr obgleich die Kälte den 30. Dezember bis zu 20”
und den 31. bis 18” C. stieg; man sah sie noch ganz munter
am 15. Januar 1888.
Statthalterschaft Upsala: Upsala (W. LILLJEBORG). Auch
im Winter 1887—1888 wurde die Haubenlerche hier gesehen.
Alauda arborea.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von W exiö (C. WACK-
LIN). Ankunft: den 7. März bei 0” C. und westlichem Wind
2 Stiäcke, den 25 dito mehrere, singend und nach Norden wei-
terziehend, den 6. April allgemein. Den 15. Juni ein Paar
mit 5 Jungen. Abzug: den 4. Oktober allgemein, die letzten
den 21. dito.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LiGnELL und C. O. BorHÉN). Kam den 5. März.
(H. Ninsson). Fin Stick wurde den 5. März und später wäh-
rend der Sommermonate im Schlosspark gehört. Sehr allge-
mein den 8. April in der Gemeinde Råda und auf mehrern
andern Stellen. — Prestbol (S. F. WETTERBERG). Zugvogel.
Kam den 9. März.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 4. 43
Statthalterschaft Östergötland: Qwarsebo (C. A. HoLi-
GREN). Kam den 9. März.
Upupa epops.
Statthalterschaft Kristianstad: Widtsköfle (TAGE THorr).
Ziemlich allgemein.
Statthalterschaft Kalmar: Staatsgut Horn (0. ERIKSON).
Ziemlich selten (fräher allgemein). Kam den 25. April.
Picus major.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WACKLIN). Den 11. Mai brätend, den 6. Juni schreiende Junge,
die 7—8 mal in einer Viertelstunde gefiittert wurden. Den
26. August sah man sie Nisse in Ritzen befestigen und an
der Spitze aufknacken.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. EF.
WETTERBERG). Strichvogel.
Statthalterschaft Östergötland: Wadstena (W. A. ENG-
HOLM). Den 1. Oktober zeigten sich 2 Stäcke in der Stadt
und blieben dort bis zum 23. Januar 1888; sie waren gar
nicht scheu.
Picus leuconotus.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WACKLIN). Ein Weibechen wurde den 23. Oktober auf der
Kronoberger Helgö gesehen.
Statthalterschaft Stockholm: Sandhamn (0. EKBOHRN).
Ein Stäck wurde hier geschossen. Zeigt sich dann und wann
zur Herbstzeit.
Picus minor.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G.
AREEN). Ein Paar den 10. April im Kungsträdgården. Den
20. Mai wurde ein Nest mit 1 Ei angetroffen, welches weg-
genommen wurde; die Vögel verschafften sich dann ein neues
Nest, worin am 3. Juni 4 bebritete Eier waren.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Den 12. Juni und fast täglich bis zum 19. ein Paar und
den 12. September 3 Stäcke bei Eksås.
44 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Picus martius.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACE-
LIN). Den 11. Mai in einem neugemachten Loche in einer Eiche;
die Jungen flogen den 23. Juni aus.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. F
WETTERBERG). Standvogel.
Picus viridis.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACE-
LIN). Nest am 11. Mai; die Jungen ausgeflogen den 25. Juni.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: (S. F. WETTERBERG).
Standvogel.
Stettballensolnt Jemtland: Östersund (P. OLSSON). Am
8. November auf Frösön geschossen worden und in der Stadt
am 1. November. Briitet bei Tillsta und auf den Svartsjö-
Inseln sowie bei Ragunda.
Iynx torquilla.
Statthalterschaft Gotland: Skogsholm (A. W. AHLEN).
Kam den 15. Mai. Ein Paar britete in einem fär Stare aus-
gehängten Britekästchen und hatte 13 Junge.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend von Borgholm (E. G.
AREEN). Wurde am 20. April zum erstenmal gehört. Am 20.
Mai vollzäbliges Gelege. — Staatseut Horn (0. ERIKSON).
Kam den 25. April.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Ankunft: den 26. April. Den 1. Juli fast flugge Junge
in einem Nest, das im vorhergehenden Jahre von emem Nord-
kleiber angewandt worden. Abzug: die letzten den 11. Sep-
tember.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Zum erstenmal den 1.
Mai gesehen. — (H. NILSSON). Ankunft im Schlosspark den 26.
April und in den darauffolgenden Tagen. — Sanne (5. EF.
WETTERBERG). Zugvogel. Ankunft: den 10. Mai.
Statthalterschaft Skaraborg: Undenäs (G. BARTHELSSON).
Wurde den 29. April zum erstenmal beobachtet.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 45
Statthalterschaft Östergötland: Råstorp (E. G:son HJorrt).
Wurde den 6. Mai gehört.
Statthalterschaft Upsala: Lillkyrka (K. M. TRYSÉN). An-
kunft: das erste Stick den 2. Mai.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GIÖBEL). Kam
den 10. Mai.
Statthalterschaft Wermland: Presterud (E. WoLFF).
Kam den 7. Mai bei Nordwind. — Ölme (L. FALK). Kam
den 7. Mai. — Skåre (C. G. WIKSTRÖM). Kam den 1. Mai.
Cuculus canorus.
Statthalterschaft Bleking: Hanö (M. P. KRrRonsJö). Sparsam.
Statthalterschaft Gotland: Skogsholm (A. W. AHLÉN).
Kam den 6. Mai.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend von Borgholm (BE. G.
AREEN). Man hörte ihn den 25. April zum erstenmal singen.
— Staatsgut Horn (O. ERIKSON). Kam den 29. April.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Ankunft: den 11. Mai bei + 5” C. und Westwind. Ab-
zug: der letzte, ein junger Vogel, den 16. August.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LiGNELL, H. NILSSON und C. O. BoTHÉN). Man hörte
ihn am 13. Mai zum erstenmal rufen. — Sanne (S. F. WeTt-
TERBERG). Zugvogel. Kam den (7.) Mai.
Statthalterschaft Östergötland: Råstorp (E. G:son HJorr).
Den 7. Mai hörte man ihn zum erstenmal rufen. — Wadstena
(W. A. EnGHOLM). Ein junges Individuum wurde im Schloss-
park am 18. September geschossen; es hatte eine dicke Speck-
lage unter der Haut. — Linköping (N. C. KinpBErG). Kam
den 3. Mai.
Statthalterschaft Upsala: Lillkyrka (K. M. TRYSÉN). An-
kunft: das erste Stäck den 8. Mai.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GrÖBEL). Kam
den 13. Mai. .
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. Rin-
GIUS). Kam den 4. Mai. — Presterud (E. WoLrFF). Kam
den 7. Mai bei Nordwind. — Ölme (L. FALK). Kam den
9. Mai. — Skåre (C. G. WizstrRöm). Kam den 7. Mai. —
Segerstad (C. CEDERSTRÖM). Kam den 9. Mai.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. WIiSsTRÖM).
Man hörte ihn zum erstenmal den 15. Mai um 4 Uhr nach-
46 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
mittags in Tuna. — Bjuråker (K. FREDENBERG). Wurde den
11. Mai zum erstenmal gehört.
Statthalterschaft Norrbotten: Luleå (E. O. NORDLINDER).
Im ganzen Jahre wurde nur ein einziges Stäck gehört, näm-
lich den 20. Mai, ehe die Bäume belaubt waren.
Alcedo ispida.
Statthalterschaft Malmöhus: Öfvedskloster (T. THorr).
Fin Exemplar wurde den 25. Dezember 1885 geschossen.
Statthalterschaft Kalmar: Rogenfors (Aftonbladet). Ein
Exemplar wurde den 30. September geschossen.
Statthalterschaft Östergötland: Qwarsebo (C. A. Horir-
GREN). Bei einer ruhigen und seichten Meeresbucht beob-
achtete der Korrespondent im Herbst 1887 einen HEisvogel,
der sich auf einen Stein setzte und gleich darnach in eine
Fichte, beide Male am Meeresufer; bei späterer Gelegenheit
stiess der Vogel, nachdem er sich gesetzt hatte, dreimal ein
scharfes »tsi-tsi-tsi> aus. Bald flog er dicht iäber der Wasser-
fläche weiter und glich im Fluge einem Wasserschwätzer. In
der Bucht, bei welcher der Vogel sich aufhielt, befinden sich
gewöhnlich eine Menge kleiner Fische; dies, sowohl wie dic
iber dem Wasser hängenden Zweige der Erlenbäume die sich
ausgezeichnet zu Sitzplätzen zum Ausspähen nach Nahrung
eignen, haben wohl das Individuum vermocht, sich dort nie-
derzulassen.
Coracias garrula.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (E. G. AREEN). Hin
Individuum wurde den 19. Mai im Kungsträdgården gesehen.
Cypselus apus.
Statthalterschaft Gotland: Skogsholm (A. W. AHLÉN).
Kam den 15. Mai.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Sehr zahlreich, Kam (8.) Mai. Britet in Mauern
sowie in Briitekästchen fir Stare. Mitte Juni.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.: WACE-
LIN). Kam den 9. Mai bei 0” C. und Siädwind. Abzug: den
1. August eine Schar, die letzten den 9. August.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o4. 47
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉN). Wurde den 19. Mai
bei Lerum, aber in Göteborg nicht vor dem 26. Mai gesehen.
— Sanne (S. F. WETTERBERG). Zugvogel.
Statthalterschaft Elfsborg: Wenersborg (G. VON HACK-
witz). Kam den 25. Mal.
Statthalterschaft Östergötland: Råstorp (E. G:son HJorTt).
Kam den 27. Mai. — Wadstena (W. A. ENGHOLM). ÅAn-
kunft: das erste Stäck den 2. Mai. Hier allgemeiner als die
Stadtschwalbe. ;
Statthalterschaft Upsala: Lillkyrka (K. M. TRYsSÉN). An-
kunft: das erste Stuck den 21. Mai.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GIÖBEL). Kam
den 31. Mai.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIin-
GIvs). Kam den 31. Mai. — Presterud (E. WorirFF). Kam
den 30. Mai bei Nordwind. — Ölme (L. FALKE). Kam den
20. Mai. — Segerstad (C. CEDERSTRÖM). Kam den 2. Juni.
Caprimulgus europ&us.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G.
AREEN). Selten.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACE-
LIN). Ankunft: den 22. Mai bei + 7” C. und Westwind.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (L. F.
WETTERBERG). Zugvogel. Kam den 31. Mai.
Statthalterschaft Östergötland: Råstorp (E. G:son HJorTt).
Kam den 4. Juni. — Qwarsebo (C.A. HoLLGREN). Kam den 14. Mai.
Statthalterschaft Wermland: Ölme (L. FALK). Kam den
15. Mai. — Segerstad (C. CEDERSTRÖM). Kam den 30 Mai.
Hybris fiammea.
Statthalterschaft Malmöhus: Oxie und Skytt (0. Orto-
SON). Wurde im Jahre 1887 von dem Korrespondenten noch
auf ungefähr 10 Stellen angetroffen.
Strix aluco.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Sehr verbreitet. 3 bebriitete Eier in einem Baumloche
den 20. April.
48 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Den 15. Mai ziemlich aufgewachsen und den 27. Mai
flägge Junge in demselben Neste.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (H. NILSSON). Nest den 8. April mit 4 frischen und 4
bebriteten Eiern. — Prestbol (S. F. WETTERBERG). Stand-
vogel.
Strix tengmalmi.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (S. F.
WETTERBEBG). Zufällig auftretend.
Otus brachyotus.
Statthalterschaft Wermland: Presterud (E. WoLrFF). 1
Stuck wurde zur Weihnachtszeit geschossen.
Statthalterschaft Jemtland: Östersund (P. OLsson). Auf
Frösön geschossen.
Otus albicollis.
Statthalterschaft Gotland: (A. W. AHLÉN). Kommt recht
oft im Herbst vor, wahrscheinlich auf dem Durchzuge.
Bubo ignavus.
Statthalterschaft Gotland (A. W. AHLÉN). Selten im
Frihling.
Statthalterschaft Halland: Nördlicher Theil (H. NiLs-
SON). Nest am 25. März mit 2 und am 29. März mit 1 Ei,
alle etwas bebritet.
Stattbalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (H. NILSSon). Den 27. März ein Gelege mit 4 frischen
Eiern in der Nähe der Stadt. — Prestbol (S. F. WETTER-
BERG). Standvogel.
Falco peregrinus.
Statthalterschaft Kalmar: Jungfrun (O. ERIKSON). Den
25. Juni wurde ein Junges geschossen, welches erst kärzlich
ausgeflogen war; die Eltern hatten zum zweiten mal gelegt,
nachdem ihnen ein Gelege genommen worden war.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. VI. N:0o4. 49
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Göteborg (BE.
LIGNELL und C. O. BorHÉN). HEin Exemplar bei Rya den 27.
Februar; wurde den 3. Mai in der Nähe von Lerum bei dem
Neste gesehen. (0O. KÖRNER). Ein Männchen mit bedeutenden
Brutflecken wurde auch 1887 von dem Korrespondenten ge-
schossen, als es von seinem Neste wegflog. Das Männchen,
welches in diesem Falle das Weibchen etwas vor 10 Uhr vor-
mittags ablöste, scheint mitten am Tage einige Stunden auf
den Eiern zu liegen. — Prestbol (S. F. WETTERBERG). Zu-
fällig auftretend.
Statthalterschaft Östergötland: Qwarsebo (C. A. HoLri-
GREN). Kam den 31. März.
Falco subbuteo.
Statthalterschaft Östergötland: Wadstena (W. A. ENG-
HOLM). Hat wie im vorigen Jahre im Nässjaer Walde ge-
britet.
Falco aesalon.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (0. KörNErR). Den 15. Juni wurde in der Spitze einer
9 Meter hohen Kiefer ein Nest mit 2 fast ausgebriiteten und
2 unbefruchteten Eiern angetroffen; das Nest war alt und mit
kleinen Stiäckehen Rinde und Bast gefittert und hatte walhr-
scheinlich einem Krähenpaare zugehört. Das Männchen wurde
geschossen. Den 27. Juni 1880 traf der Korrespondent in
derselben Gegend hinter einem Stein auf einem kahlen, ziem-
lich steilen, aber nicht hohen Bergesabhang ein Nest mit zwei
eben ausgebriiteten Jungen und drei Eiern, welche nach dem
Aussehen der alten Vögel dieser Art zugehörten.
Falco tinnunculus.
Statthalterschaft Gotlanå (A. W. AHLÉN). Ziemlich uall-
gemein. HEin Nest mit 8 Eiern angetroffen; im Neste lagen
mehrere Mäuse, welche das Männchen zur Nahrung fir das
briitende Weibchen gefangen.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (H. NILSSoN). - Den 3. April sah man mehrere Sticke
4
50 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTBEILUNGEN.
in der Gemeinde Släp. (O. KÖRNER.) 1 Stick wurde Mitte
Januar in der Nähe von Göteborg gefangen. — Sanne (5. FE.
WETTERBERG). Zugvogel.
Statthalterschaft Östergötland: Wadstena (W. A. ENG6-
HOLM). Ankunft: 2 Stäcke den 24. April beim Schlosse. Nest
mit 3 fliggen Jungen den 12. August; beim Neste lag eine
von den Falken halb aufgefressene Lerche.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIN-
GIuUS). Kam den 8. Mai.
Astur palumbarius.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Zahlreich im Herbst und Winter, wo er grossen Scha-
den anrichtet unter den Rebhiuhnern.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Die Anzahl hat nach und nach abgenommen. Nest mit
5 Eiern den 11. Mai; den 20. Juni fast flugge Junge darin.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (H. NiILsson.) Den 8. Mai in Båda em Nest mit 4 frisch
ausgebriiteten Jungen und 1 fertig bebriäteten Ei. — Prest-
bol (S. F. WETTERBERG). Strichvogel.
Astur nisus.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Nicht selten. 3 Eier den 1. Juni.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Zeigte sich zuweilen, briätete aber nicht.
Statthalterschaft Östergötland: Wadstena (W. A. ENnG-
HOLM). ÅAnkunft: das erste Stick den 15. März. Hält sich
hier 1 bis 2 Wochen während des Friählingszuges auf.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GrÖBEL). Kam
den 17. April.
Milvus ictinus.
Statthalterschaft Gotland: (A. W. AHLÉN). Selten. HEin
Nest mit 4 Eiern, Papier und Lumpen wurde von dem Kor-
respondenten, welcher angiebt, dass die Jungen von ihren El-
tern mit Fisch gefittert wurden, angetroffen.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. 1V. N:o 4. 51
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Nest mit 2 Eiern auf Kronobergs Apelö; auch bei Morra
Åreda.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Sanne (S. F. WrTt-
TERBERG). Zufällig auftretend.
Statthalterschaft Östergötland: Råstorp (E. G:son HJOorTt).
Kam den 8. April.
Statthalterschaft Wermland: Ölme (L. FALK). Kam den
13. April.
Buteo vulgaris.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WACKLIN). Ankunft: den 28. März 1 Stuck. Den 16. Juni
Nest mit 2 halb erwachsenen Jungen. Abzug: der letzte den
12. September.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Sanne (S. F. WET-
TERBERG). Zugvogel.
Statthalterschaft Östergötland: Qwarsebo (C. A. HoLL-
GREN). Kam den 4. April.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn G. E. RINn-
GIus). Kam den 8. Mai. — Ölme (S. FALK). Kam den 5.
April. Karlstad (S. W. TEnow). . Kam den 28. April.
Buteo lagopus.
Statthalterschaft Halland: Norra Halland (0. KÖRNER).
Ein Stuck wurde anfangs Oktober bei Tjolöholm geschossen.
Pandion haliaétus.
Statthalterschaft Kalmar: Staatsout Horn (0. ERIKSON).
Kam den 5. April.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WACKLIN). Ein Nest mit 1 ganz frisch ausgebriäteten Jungen
und 3 BEiern in der Spitze eimer hohen Kiefer. Abzug: der
letzte den 20. August.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. Oj BorHÉN). Wurde den 3. Mai
am Mjörn-See beobachtet. — Prestbol (S. F. WETItERBERG).
Zufällig auftretend.
52 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Columba palumbus.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Nicht allgemein. -— Staatsgut Horn (0. ERIKSON).
Ist in den letzten Jahren viel allgemeiner geworden als friher.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaAcCKLIN). Ankunft: den 11. April bei + 5” C. und West-
wind mehrere Stiäcke. Den 12. Mai Nest mit 2 Eiern. Den
7. September eine Schar von ungefähr 30 Sticken auf einem
frisch besäten Kornfelde. Abzug: die letzten den 3. Oktober.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Kam den 25. März.
(O. KÖRNER). Ein Nest (klein, und dinn, verfertigt von grö-
bern und feinern Heidezweigen) mit 2 Eiern wurde den 2. Juni
in einem wilden Apfelbaum nur 1, 2 Meter iber dem Boden
in einer fast kahlen Gebirgsgegend angetroffen; auf ein paar
Stellen war jedoch einige hundert Schritt entfernt Kiefernwald,
so dass es nicht an bessern Britplätzen fehlte. — Sanne (5.
F. WETTERBERG). Zugvogel. Kam den 12. April.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIn-
Gus). Kam den 5. April. — Ölme (L. FALK). Kam den 10.
April.
Columba &enas.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Zahlreich. Kam den (8,) März. Vollständiges Ge-
lege den 24. Mai. Staatsgut Horn (O. ErIKS0N). Kam den
6. März.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (GC.
WaACKLIN). Ankunft: den 27. März bei —1” C. und West-
wind; den 8. April bei + 5” C. und Westwind, Schar von 20
Stäcken. Abzug: die letzte den 30. Juli.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Sanne (S. F. WET-
TERBERG). Zugvogel. Ankunft: den 3. April.
Statthalterschaft Östergötland: Qwarsebo (C. A. Hotri-
GREN). Kam den 9. März.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. Rin:
Gus). Kam den 5. Mai. — Ölme (L. FALK). Kam den 25.
März. — Karlstad (S. W. TzEnsow). Kam den 20. März. —
Skåre (C. G. WixstrRÖM). Kam den 7. April. — Segerstud
(C. CEDERSTRÖM). Kam den 21. März.
BIHANG 'TILL K. SV.VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 4. 53
Statthalterschaft Jemtland: Qwitsle (G. W. DAHLSTRÖM).
Kam den 24. April, ehe der Schnee in den Wäldern schmolz.
Culumba turtur.
Statthalterschaft Nyköping: Wäderbrunn (Stockholms
Dagblad) Ein junges Exemplar wurde den 2. Oktober geschos-
sen und dem Nyköpinger Museum geschenkt.
Lagopus lapponicus.
Statthalterschaft Jemtland: Q witsle (G. W. DAHLSTRÖM).
Sehr sparsam; nur eine einzige Familie wurde während der
Jagdzeit angetroffen.
Tetrao tetrix.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Im Laubwalde 10—-20 Kilometer siidlich von Borg-
holm wurden in diesem Herbst ungefähr 10 Stick geschossen.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaACKLIN). Spielte den 25. März; den 7. Juni das letzte or-
dentliche Spiel. Den 27. Juni Weibcechen mit 6 Jungen, un-
oefähr 14 Tage alt. Mehrere Weibchen wurden während der
Jagdzeit ohne Junge angetroffen, was wohl darauf beruhte,
dass die Vögel Wassermangel hatten, als die Jungen noch
klein waren und nicht weit umherstreifen konnten. Åusserst
wenig junge Vögel.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Prestbol (5. F.
WETTERBERG). Standvogel.
Statthalterschaft Norrbotten: Luleå (E. O. NORDLINDER).
Sparsam. Den 11. Dezember um 11 Uhr vormittags (bei
schwachem Nordwind, -— 6” C., Schnee auf dem Boden und
auf den Bäumen) sah man eine Schar (50—60 Stiick) Männ-
chen in den Wipfeln der Fichten auf dem Strand von Notwik
sitzen, 1,3 Kilometer von der Stadt entfernt.
Tetrao urogallus.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaACKLIN). Den 14. Mai hatten die alten Männchen aufgehört
54 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
zu spielen, wohingegen die juängern fortsetzten, ohne dass sich
jedoch Weibchen einfanden, weil sie schon briteten. Den 3.
Juli wurden zwei Weibchen mit 5 und 7 Jungen gesehen;
den 11. August waren sie jedoch verschwunden, wahrscheinlich
wegen Mangel an Wasser. Den 29. Dezember bei — 6” C.
und klarer Luft sah man 18 Männchen, welche Fichtennadeln
frassen.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Sanne (S. F. WET-
TERBERG). Standvogel.
Statthalterschaft Jemtland: Q witsle (G. W. DAHLSTRÖM).
2 Stäcke im Oktober beobachtet, nachdem Schnee oefallen.
Tetrao urogallo-tetricides.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. WISTRÖM).
Ein Weibchen welches in der Gemeinde Ilsbo geschossen wor-
den, wurde anfangs Oktober dem Korrespondenten gezeigt.
Bonasa betulina.
Statthalterschaft Wermland: Presterud (E. WoLFF). 2
—3 Bruten in diesem Sommer hier beobachtet.
Statthalterschaft Jemtland: Qwitsle (G. W. DAHLSTRÖM).
Im Öktober eine Brut angetroffen; die Jungen klein fir die
Jahreszeit.
Perdix cinerea.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Kam in diesem Herbst in mässiger Anzahl vor.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). 2 Bruten, jede mit 13 Jungen, auf den Höfen Gårdsby
und Stojby.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Sanne (S. F. WET-
TERBERG). Standvogel. p
Statthalterschaft Wermland: Presterud (E. WoLFF). 3
Bruten hier in diesem Sommer.
Statthalterschaft Jemtland: Q witsle (G. W. DAHLSTRÖM).
Kam in grossen Familien vor.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o4. 55
Otis tarda.
Swedberga (Helsingborgs Dagblad). Ein junges Weibchen
wurde den 12. Oktober geschossen.
Charadrius hiaticula.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (E. G. AREEN).
Sehr allgemein. Kam den (1.) April. Vollzähliges Gelege den
22. April. — Staatsgut Horn (0Ö. ERIKSON). Kam den 1. April.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend um Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉN). Kam den 9. April.
Charadrius minor.
Statthalterschaft Kalmar: Kåreholm (E. G. AREEN). Sel-
ten. — Staatsgut Horn (0. Erikson). Kam den 21. Mai.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend um Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Kam den 15. Mai.
Charadrius alexandrinus.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend um Göte-
borg (0. KÖRNER). Den 20. Mai schoss der Korrespondent 2
Männchen und 1 Weibcehen (ungefähr 20 Kilometer sidlich von
Göteborg) von 4—5 Stucken, welche in Gesellschaft von Sand-
regenpfeifern waren. Von diesen unterschieden sich die See-
regenpfeifer durch gewandtere und schnellere Bewegungen,
grössere Scheu und durch ihren Warnungslaut. Alle drei er-
legten Vögel hatten Brutflecken und das Weibchen ein aus-
gebildetes Ei und einen Dotter ungefähr ?/, von der Grösse
des Eies; wahrscheinlich hatte der Vogel schon 2 Eier gelegt.
Charadrius pluvialis.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G.
AREEN). Sehr zahlreich im Herbst. -— Staatsgut Horn (0.
ERIKSON). Kam den 23. April.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaACKLIN). Ankunft: den 1. April bei —1” C. und Sidost-
wind 1 Stäck und den 2. dito bei — 1” und westlichem Wind
noch eines.
56 SU NDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LiGnNELL und C. O. BotHÉN). Wurde am 21. April
auf den Markt gebracht. Schon den 17... Juli zeigten sich
grosse Scharen (fast nur Junge) in den Schären; den 3. August
sah man auch mehrere Scharen alte Vögel. Den 11. Septem-
ber waren die Goldenregenpfeifer ganz verschwunden von den
Stellen, wo sie sich vorher aufgehalten. -— Sanne (S. F. WErt-
TERBERG). Zugvogel. Kam den 18. April.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GIÖBEL). Kam
den 31. März.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIN-
GIvS). Kam den 11. April. — Ölme (L. FALK). Kam den
2. Mai. — Skåre (C. G. WiKstTRÖM). Kam den 12. Mai.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. Wi-
STRÖM). Den 13. Mai sah man einen Schwarm auf einem Ac-
kerfeld in der Gemeinde Rogsta.
Charadrius squatarola.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LiGNELL und C. O. BotHÉN). Den 3. August 1 Stäck
auf Hönö. Den 11. September ein paar ziemlich grosse Schwär-
me, aus welchen ein Exemplar geschossen wurde. Der Kie-
bitzregenpfeifer ist niemals vorher von dem Korrespondenten
in Scharen beobachtet worden, sondern nur einsam oder in
Gesellschaft von andern Stelzvögeln.
Vanellus vulgaris.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Kam den 3. März. Letztes Gelege den 1. Mai. —
Staatsgut Horn (0. ERIKSON). Kam den 5. März.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaAcCKLIN). 1 junger Vogel wurde in der Gemeinde Dådesjö
geschossen.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉn). Kam den 1. April.
Statthalterschaft Halland: Onsala (E. LIGNELL und C. O.
BortHÉN). Kam den 25. März.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIN-
G1vs). Kam den 5. April. — Presterud (E. WozrFF). Kam
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0o4. 57
den 19. April bei Sidwind. — Ölme (L. FALK). Kam den
3. März. — Karlstad (S. W. TEnow). Kam den 27. März. —
Segerstad (C. CEDERSTRÖM). Kam den 23. April.
Strepsilas interpres.
Statthalterschaft Kalmar: Kåreholm (E. G. AREEN). HEi-
nige Paare briten dort und einige auf einem kleinern Holm
2, 5 Kilometer siidlicher. 4 BEier den 3S—12 Juni.
Haematopus ostrealogus.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Kommt in weiter Entfernung von eimander in ein-
zelnen Paaren vor. Kam den (10.) April. 3 Eier den 6.—20.
Mai. — Staatsgut Horn (O. ErIKSoN). Kam den 31. März.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (C. LIGNELL und C. O. BorHÉN). Kam den 8. März. (H.
NILSSON). Den 15. März in Släp gehört und den 25. März
am Äskim-Fjord. Den 8. Mai ein Nest mit frischen und eines
mit stark bebriiteten Eiern.
Statthalterschaft Östergötland: Wadstena (W. A. ENG-
HOLM). An der Tycklinger Landspitze bei der Wadstenaer
Bucht zeigte sich am 24. April ein Schwarm von ungefähr 70
Stäcken.
Scolopax rusticola.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Sparsam. Kam den (10.) April.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö(C. WACK-
LIN). Den 3. Mai bei 0? C. und Ostwind 3 streichende, den
10. Mai bei + 5” C. und Westwind 3 dito, den 10. Juni 11
dito. Den 17. August ein Weibchen mit 2 fluggen Jungen.
Abzug: das letzte Stäck den 21. Oktober.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Kam den 3. April.
(O. KÖRNER). Den 8. Januar auf dem Markt in Göteborg.
Ein Stäck in der Nähe von der Stadt erlegt. — Sanne (S. F.
WESTERBERG). Zugvogel. Kam den 6. April.
Statthalterschaft Östergötland: Qwarsebo (C. A. HoLL-
GREN). Kam den 8. April.
58 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIn-
G1US). Zog den 16. Oktober weg. — Warnum (G. E. RInGIus).
Fligge Junge den 10. Juni. — Presterud (E. WoLFF). Kam
den 11. April bei Siidostwind. — Ölme (L. FALK). Kam den
20: April.
Statthalterschaft Jemtland: Qwitsle (G. W. DAHLSTRÖM).
Zeigte sich im Oktober beim Durchzuge.
Gallinago major.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend von Borgholm (BE. G.
AREEN). Kommt jetzt nur noch auf einigen Stellen vor und
in geringerer Anzahl, wahrscheinlich infolge der Entwässerung
dortiger Moore. 4 frisch gelegte Eier den 10. Mai.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Den 11. September 1 Stick.
Gallinago media.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend von Borgholm (E. G.
AREEN). Zahlreicher und mehr verbreitet als die vorhergehende
Art. Kam den (10.) April. 4 Eier den 20. Mai. — Staatsgut
Horn (0. ERIKSON). Kam den 4. April.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wex1iö (C. WACK-
LIN). Ankunft: den 18. April bei + 1” C. und Westwind.
Den 3. Juli 3 Stiicke, den 11. dito 2 Stäcke, Männchen und
Weibehen; das letztere hatte ein fertig ausgebildetes und 2
kleinere Eier. Abzug: das letzte Stick den 11. Oktober.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Sanne (S. F.
WETTERBERG). Zufällig auftretend.
Statthalterschaft Wermland: Ölme (L. FALK). Kam den
3. April. — Segerstad (C. CEbDErstRÖmM. Kam den 153. April.
Gallinago gallinula.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LiGNELL und C. O. BotHÉN). Den 28. Dezember
wurde ein frisch geschossenes Exemplar auf den Markt ge-
bracht.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIN-
Gus). Kam den 11. April.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 59
Tringa canutus.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Den 21. August 1
Stick auf Hönö. (O. KÖRNER). Den 26. August traf man
eimen Schwarm von 10 Stiäcken, alle waren junge Vögel; 2
wurden geschossen. Der Schwarm hielt sich meist fir sich
und wurde von einem grössern Stelzvogel angefihrt, wahr-
scheinlich von einer Kampfschnepfe. Zuweilen vereinigten
sich die Rostroten Strandläufer mit andern Schwärmen von
Bogenschnäbeligen Strandläufern und Sandregenpfeifern sowie
mit andern wenigen Alpenstrandläufern und Zwergstrandläu-
fern. Den 25. September beobachtete man in den Schären 4
Stäcke, welche sich mit einem Trupp Alpenstrandläufer ver-
eimigten.
Tringa subarquata.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Den 17. Juli wurden
4 Sticke (Männcehen) auf Hönö geschossen und mehrere an-
dere gesehen. Den 13. wurde eim Weibehen erlegt. (0. KÖR-
NER). Den 13. August wurde in den Schären aus einem Trupp
von 4 Stäcken ein Männchen geschossen. Den 26. August in
den Schären ungefähr 20 Kilometer nördlich von Göteborg ein
Schwarm von 20—30) Stiicken, aus dem 2 junge Vögel erlegt
wurden; der Schwarm hielt sich entweder fär sich selbst oder
vereinigte sich oft mit einer Menge Landregenpfeifer oder mit
verschiedenen Rostroten Strandläufern, Zwergstrandläufern und
Alpenstrandläufern.
Tringa alpina.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G.
AREEN). Sparsam obwohl ziemlich verbreitet. Kam den (1.)
April. 4 Eier den 22. Mai.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉS). Nach Siden ziehend
den 3. August.
Tringa minuta.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LiGnEuL und C: O. BoTHÉN). Den 12. August 6
60 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Stucke auf Hönö. (O. KÖRNER). Den 13. August wurde 1
Stuck erlegt, und den 26. August 4—5 Stiäcke in den Schären
beobachtet.
Statthalterschaft Östergötland: Qwarsebo (C. A. HoLri-
GREN). 1 Stäck wurde von dem Korrespondenten in den Schä-
ren geschossen.
Tringa temmincki.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LiGneuL und C. O. BotHÉN). Den 17. Juli wurde
1 Stäck auf Hönö geschossen. (O. KÖRNER). Den 20. Mai
wurden in den Schären 3 Stiäcke angetroffen, 2 zusammen und
das dritte auf eimer andern Stelle; der Korrespondent schoss
das letztgenannte, ein Männchen mit stark ausgebildeten Ge-
schlechtsteilen wie bei der Paarung. Den 25. Juli wurden 2
alte Vögel geschossen, Männchen und Weibcehen, in einem
Schuss. Nach der Ansicht des Korrespondenten britet die Art
in den Schären.
Philomachus pugnax.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Ziemlich allgemein. 4 Eier den 5. Juni.
Statthalterschaft Wermland: Presterud (E. WorFF). Ein
junges Individuum im Oktober geschossen.
Statthalterschaft Malmöhus: Klågerup (E. NEANDER).
Junge Vögel hier geschossen während des Sommers.
Numenius arquata.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G.
AREEN). FEinzelne Paare. — Staatsgut Horn (O. ERIKSON).
Kam den 20. April.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Ankunft den 13. April bei + 1” C. und Nordwind ein
Paar, welches den 15. Juni Junge ausbriitete und bis zum 2.
August blieb.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉn). Kam den 10. April.
Den 17. Juli auf dem Durchzug in den Schären.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. = 61
Statthalterschaft Östergötland: Qwarsebo (C. A. Honi-
GREN). Kam den 6. April.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIN-
Grus). Kam den 11. April. — Presterud (E. WorrF). Kam
den 22. April bei Nordwind. — Ölme (L. FALK). Kam den
5. April. — Karlstad (S. W. TeEsow). Kam den 12. April.
Numenius phaeopus.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Den 2. August nach-
mittags zwischen 4 und 5 Uhr bei stiller, klarer Luft flogen
grössere Scharen von der schwedischen Kiste iiber das Katte-
gat in sädwestlicher Richtung. (0. KÖRNER). Von den Bauern
in den Schären »Regnwipa» genannt. Den 22. April 3 Sticke
beim Mjörn-See; eines davon, ein fettes Weibchen wurde er-
legt. Den 24. Juli auf dem Durchzug nach Siiden in den
Schären. Im August hat der Korrespondent verschiedene Male,
seine vorher gemachte Beobachtung, dass der Grosse Brach-
vogel mit Vorliebe Sumpfheidelbeeren fresse, bestätigt ge-
funden.
Limosa aegocephala.
Starthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (E. G
AREEN). Selten auf einer Stelle 20 Kilometer nach Norden.
— Karceholm (E. G. AREEN). Selten.
Actitis hypoleucus.
Statthalterschaft Kalmar: Staatsgut Horn (O. ERIKSON).
Kam den 24. April.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö(C. WACK-
LIN). Ankunft: den 4. Mai bei + 7” C. und Sidwestwind 3
Stäcke bei Wexiö. Den 13. Juni 1 Stäck bei Helgasjön.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (H. NILSSON). Allgemein an dem Stora Her See den 8.
Mai. (O. KÖRNER). 3 Sticke am Mjörn-See noch den 4. Sep-
tember. — Prestbol (S. F. WETTERBERG). Zugvogel. Kam
den 6. Mai. »Fiskelite» genannt.
Statthalterschaft Örebro: Hellefors (A. GIÖBEL). Kam
den 7. Mai. E
62 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Statthalterschaft Wermland: Ölme (L. FALK). Kam den
3. Mai.
Totanus fuscus.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉnN). Den 12. August 1
Stuck auf Hönö.
Totanus ochropus.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (O. KÖRNER). Den 24. Juli 1 Stäck in den Schären in
der Nähe von einigen Sandregenpfeifern, Gambettwasserläufern
und einem Flussuferläufer; flog einsam fort. Den 25. Juli
wurde ein einsames Exemplar erlegt, den 12. August 3 Stiäcke
zusammen gesehen.
Totanus calidris.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Sehr verbreitet. Kam den (8.) April. 4 Eier den
20. Mai. — Staatsgut Horn (0. ERIKSON). Kam den 25. April.
Statthalterschaft Wexiö (C. WACKLIN). Ankunft: den 8.
Mai bei + 5” C. und Westwind 1 Stäck bei Araby.
Totanus glareola.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Den 12. Juli 1 altes und 1 junges Exemplar geschossen.
Totanus glottis.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉn). Gesehen und ge-
schossen auf Hönö den 2., 3., 12. und 21. August. (0. Kör-
NER). Den 12. August 8 Sticke zusammen in den Schären.
Grus communis.
Statthalterschaft Kalmar: Borgholm (E. G. ARBEN). Den
7. September nachmittags 6 Uhr zogen wcenigstens 50 Stiäcke
am Hafen vorbei nach Siden. — Staatsgut Horn (0O. ERIK-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 63
SON). Den 18. September eine grössere Schar Kraniche auf
dem Durchzuge beobachtet.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaACKLIN). Den 24. Mai kreiste ein Paar um den abgelassenen
Fen-See; vielleicht waren sie von den Kronoberger und Hofer
ausgetrockneten Suämpfen und Mooren; den 8. September bei
Eksås ein Schwarm von wenigstens 50 Stiäcken nach Siidwe-
sten fliegend bei klarem Wetter und nordwestlichem Wind.
Statthalterschaft Östergötland: Råstorp (BE. G:son HJorT).
Kam den 14. April. — Qwarsebo (C. A. HOLLGREN). Kam
den 13. April.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. Rin-
G1us). Ankunft: den 4. März; Abzug: ein Schwarm den 21.
August; mehr allgemein den 3. September. — Presterud (E.
WorFfF.) Kam den 22. April bei Nordwind. — Ölme (L.
FALK). Kam den 12. April. — Skåre (C. G. WIKSTRÖM). Eine
grössere Schar nach Norden ziehend.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. WIiSTRÖM).
Ankunft: den 23. April eine Schar nach Norden fliegend; Ab-
zug: den 25. August vormittags 9 Uhr bei Sädwind ein Schwarm,
nach Siiden ziehend, den 9. September gegen Mittag bei Siid-
wind ein Schwarm, nach Siden ziehend.
Statthalterschaft Jemtland: Östersund (P. OLSSON). An-
kunft: das erste Stäck den 7. Mai. — Qwitsle (G. W. DAHL-
STRÖM). Kam den 24. April.
Ciconia alba.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend um Göte-
borg (E. LiGnNELL und C. O. BorHÉN). Den 7. Mai sah man
eine Schar iiber der Göta-EIlf kreisen und den 27. Juli 2 Exem-
plare iiber Göteborg nach Norden fliegen.
Ortygometra crex.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Sehr allgemein. Letztes Gelege anfangs Juli. ——
Staatsout Horn (0. ERIKSON). Kam den 9. Mai.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Ankunft: den 22. Mai bei + 6” C. und Sidwind. Den
4. Juli Nest mit unbedeutend bebriiteten Eiern in einem Klee-
64 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
feld; als dasselbe abgemäht wurde, kam das Nest zum Vor-
schein, welches von dem Weibcehen verlassen wurde, obschon
Klee rund um dasselbe gelegt wurde.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend um Göte-
borg (H. NiLrsson). Wurde den 17. Mai im Schlosswald ge-
hört, soll jedoch schon paar Wochen vorher gehört worden
sein. — Sanne (S. F. WETTERBERG). Zugvogel.
Statthalterschaft Östergötland: Råstorp (HE. G:son HJorT).
Den 22. Mai gehört. — Linköping (N. C. KInDBERG). Kam
den 7. Mai. — Qwarsebo (C. A. HoLLGRFEFN). Kam den
14. Mai.
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. RIiN-
crus). Kam den 25. Mai. — Ölme (L. Farc). Kam den 16.
Mai. — Segerstad (C. CEDERSTRÖM). Kam den 24. Mai.
Rallus aquaticus.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (O. KÖRNER). Den 5. November kaufte der Korrespon-
dent ein Männchen, welches in der Nähe von Göteborg ge-
schossen worden.
Statthalterschaft Östergötland: Schedewi (TH. EHREN-
KRONA). Fin noch nich vollständig gefiedertes Junges wurde
den 26. Juli und ein ausgewachsenes junges Exemplar den 28.
September geschossen; beide im Stora Önsjö.
Fulica atra.
Statthalterschaft Wermland: Presterud (E. WoLFF).
Kam den 12. April bei Sädwind.
Gallinula chloropus.
Statthalterschaft Malmöhus: Haglösa (E. NEANDER). Hin
Exemplar wurde hier erlegt.
Anser bernicla.
Statthalterschaft Kalmar: Staatsgut Horn (O. ERIKSON).
Den 29. April beobachtet.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Norra Bohus län
(0. KÖRNER). Den 24. Februar auf Klöfskär cin Männchen
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 65
geschossen; bei Sidwind, Sturm und hoher See begab sich der
Vogel, welcher mager war, endlich ans Land.
Anser segetum.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (H. NILSSON). Den 1. März flogen 2 Schwärme von 6
und 10 Sticken im Ostnordosten nach Norden.
Statthalterschaft Wermland: Ölme (L. FALK). Kam den
6. März. — Karlstad (S. W. TEnow). Kam den 31. März.
Anser ferus.(?)
Statthalterschaft Wermland: Kristinehamn (G. E. Rin-
GIvS). Kam den 4. März, zog den 3. Oktober ab. — Preste-
rud (E. WozrFF). Kam den 5. März bei Sudwind.
Anser albifrons.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BortHÉN). Den 24. März bei fri-
schem Westwind und klarer Luft sah man 2 Schwärme von
18 und 22 Stiäcken gegen Nordosten fiegen.
Anser sp.
Statthalterschaft Wermland: Skåre (C. G. WIKSTRÖM).
Einige Stäcke auf dem Durchzug nach Norden den 24. April.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (BE. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Den 1. Februar sah
man 2 Stäcke (wahrscheinlich Anser albifrons) von Nordosten
nach Siädwesten in sehr geringer Höhe iiber die Stadt herflie-
gen. Den 27. Februar bei Westwind und bedecktem Himmel
flogen 6 Stäcke (Anser segetum?) gerade in nördlicher Kich-
tung.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. WISTRÖM).
Den 1. Mai zog ein Schwarm nach Norden.
Statthalterschaft Norrbotten: Luleå (E. O. NORDLINDER).
Den 12. Oktober sah man eine kleinere Schar bei — 5” C. im
Södra Fjärd scehwimmen; den 4. Oktober war Schnee gefallen,
undrden 10) Oktober war est== 70:
5
66 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Statthalterschaft Wermland: Skåre (C. G. WIKSTRÖM)-
Einige Stiäcke auf dem Durchzug nach Norden den 24. April.
Tadorna vulpanser.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm (BE. G.
AREEN). Sehr verbreitet. Briitet in Steinmauern, hohlen Bi-
chen u. s. w. 8—11 BEier; letztes Gelege den 25. Mai. —
Staatsgut Horn (O. ERrIKSoN). Kam den 5. April.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉN). Kam den 5. März.
Cygnus olor.
Statthalterschaft Östergötland: (W. A. ENGHOLM). HEin
alter Vogel, der in der Mauser war und nicht fliegen konnte
und ein Junges im Daunenkleide wurden in den letzten Tagen
vom August im Tåkern-See geschossen. Wird von den Bauern
Svän» genannt.
Cygnus musicus.
Statthalterschaft Bleking: Hanö (M. P. Kronssö). Durch-
zugsvogel. Selten.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. WISTRÖM)-
Den 24. April um 1 Uhr nachmittags flogen 2 Stäcke bei Sud-
ostwind in sehr geringer Höhe iber der Stadt.
Cygnus sp.
Statthalterschaft Östergötland: Qwarsebo (C. A. HoLL-
GREN). Kam den 30. März.
Anas boschas.
Statthalterschaft Kalmar: Gegend um Borgholm. Hat
sehr abgenommen an Zahl. Kam den (25.) März. Legte bis
zum 25. Mai.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wex1ö (C. WACKE-
LIN). Den 11. April einige Stiäcke bei Helgawarma. Den 12.
Mai eine Familie bei Eksås, versehwunden den 12. August.
Abzug den 23. September.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 67
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Sanne (S F. WET-
TERBERG). Strichvogel.
Statthalterschaft Skaraborg: Undenäs (G. BARTHELSSON).
Kam den 5. April. — Ölme (L. FALK). Kam den 6. März. —
Karlstad (S. W. TEnow). Kam den 2. März. -— Skåre (C.
G. Wickström). Kam den 6. April.
Statthalterschaft Jemtland: Qwitsle (G. W. DAHLSTRÖM).
Sparsam. Kam den 24. April.
Anas clypeata.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (0. KÖRNER). Den 22. Oktober kaufte der Korrespondent
ein Weibcehen, welches in der Nähe von Göteborg geschossen
Wwurde.
Anas acuta.
Statthalterschaft Malmöhus: Oxie und Skytt (O. OTrg-
SON). Britend angetroffen in einem Torfmoor.
Statthalterschaft Kalmar: Kåreholm (BE. G. AREEN). Pin-
zelne Paare briten gewöhnlich dort.
Statthalterschaft Kronoberg: Åsnen (C. WaACKLIN). 3
junge Vögel wurden dort geschossen und den 14. September
auf den Markt nach Wexiö gebracht.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (0. Körner). Den 14. Oktober wurden in Göteborg 5
Stäcke zum Markt gebracht, welche ganz nahe bei der Stadt
geschossen worden waren; ein sechstes Exemplar war ent-
kommen.
Statthalterschaft Jemtland: Berg (P. OLsson). Kam den
11. Mai.
Anas querquedula.
Statthalterschaft Wermland: Ölme (L. FALK). Kam den
2. April.
Anas crecca.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Den 14. Mai 2 Männchen und 1 Weibchen bei Eksås.
Eine Brut dort, verscehwunden den 15. August.
68 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Kam den 27. März bei
Ostwind und abwechselnd klarem und bedecktem Himmel.
Statthalterschaft Jemtland: Berg (P. OLsson). Kam den
11. Mai.
Anas penelope.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LiGnELuL, C. O. BotHÉN und O. KÖRNER). Den 21.
Februar wurden 2 Männchen in den Schären geschossen.
Fuligula cristata.
Statthalterschaft Kalmar: Die östliche Kiste von Ö-
land (E. G. AREEN). Britet hier.
Fuligula marila.
Statthalterschaft Kalmar: Kåreholm (E. G. AREEN). 8
etwas bebriitete Eier den 28. Mai.
Statthalterschaft Jönköping: Jönköping (C. O. von Po-
RAT). Ein Exemplar wurde den 29. September geschossen.
Fuligula ferina.
Statfhalterschaft Kalmar: Hornsjön (BE. G. AREEN). 20
—30 Paare briteten dort. 8 bebriätete Eier den 22. Mai; zu-
gleich wurde ein totes Junges gefunden. — Staatsgut Horn
(O. ErRIKSON). Kam den 2. April. Ungefähr 30 Paare hielten
sich bis Ende Mai in der Horner Bucht auf; aber nur unge-
fähr 10 Paare briteten und hörten den (15.) Mai auf zu legen.
Britet nicht in grösserer Anzahl in der Nähe. Ebenso war
es in mehrern der vorhergehenden Jahre.
Clangula glaucion.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACE-
LIN). Ankunft: den 27. März 6 Stäcke bei Kronoberg.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: (S. F. WETTER-
BERG). Durchzugsvogel.
Statthalterschaft Wermland: Presterud(E. WorFF). Kam
den 30. März; zog anfangs November fort. — Ölme (L. FALKE).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. fi9
Kam den 5. März. — Segerstad (C. CEDERSTRÖM). Kam den
13. März.
Statthalterschaft Jemtland: Qwitsle (G. W. DAHLSTRÖM).
Ankunft: 3 Paare den 26. April, allgemein den 3. Mai.
Clangula glacialis.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Den 11. Juli wurde
in der Nodre Elf ein Männchen geschossen.
Statthalterschaft Jemtland: Östersund (P. OLSSON). An-
kunft: Das erste Stick den 25. April.
Mergus serrator.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Ankunft: den 15: Mai 1 Paar. Den 12. Juli eine Brut
von 14 Stäcken. Den 22. September ein Trupp von 20 Stiäk-
ken, Krebse fangend, im Skersvads-See.
Statthalterschaft Wermland: Ölme (L. FALK). Kam den
2: April.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. WistRÖM).
Nest mit 13 Eiern den 13. Mai; eines dito mit 10 HBRiern den
8. Juli auf Granskär bei Innerstön in den Schären (man glaubt,
dass der Vogel seiner ersten Brut heraubt worden und deshalb
zweimal gelegt hatte).
Statthalterschaft Jemtland: Qwitsle (G. W. DAHLSTRÖM).
Ankunft: das erste Stick den 18. Mai, allgemein den 23. Mai.
Graculus carbo.
Statthalterschaft Östergötland: Wadstena (W. A. ENG-
HOLM). Den 15. August wurde bei der Tycklinger Landspitze
ein Exemplar gefangen, welches sehr mager und erschöpft war.
Dysporus bassanus.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend von Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BotHÉN). Den 11. Dezember
sah man bei den äussern Schären 9 ältere Exemplare und ein
Junges. — (O. KÖRNER). Ein alter Vogel wurde anfangs Juli
ungefähr 20 Kilometer nördlich von Göteborg geschossen.
70 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Sterna nigra.
Statthalterschaft Kalmar: Mittel Öland (E. G. ÅREEN).
Hält sich in vielen Mooren auf, obgleich in viel geringerer
Anzahl als fräher. 2—3 HEier den (20.) Juni.
Sterna paradisea.
Statthalterschaft Kalmar: Mittel Öland (E. G. AREEN).
Zahlreich am Meeresstrande. Kam den (28.) März. 2—53 HEier
den (6.) Juni. Britet in den Mooren auf Kåreholm.
Sterna hirundo.
Statthalterschaft Kalmar: Mittel Öland (EB. G. AREEN).
Zahlreich in den Mooren. Kam den (28.) März. 2—3 Eier
den 2.—8. Juni. — Staatsgut Horn (0. ERIKSON). Kam den
6. Mai. Den 27. August beobachtete man im Kalmarer Sund
eine ungewöhnlich grosse Anzahl Schwalben, welche alle nach
Säden flogen, in zertreuten Scharen, und am Tage darauf hat-
ten alle Schwalben auch den Hornsvik verlassen.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WaACKLIN). Ankunft: den 8. Mai bei + 5” C. und Westwind. :
In geringer Anzahl, weniger als gewöhnlich.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend um Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BortHÉN). Kam den 15. Mai. —
Sanne (S. F. WETTERBERG). Zufällig auftretend.
Statthalterschaft Wermland: Ölme (L. FALK). Kam den
14. Mai.
Statthaltersehaft Jemtland: Qwitsle (G. W. DAHLSTRÖM).
Sparsamer als fräher. Ankunft: 2 Stäcke den 3. Juni.
Larus ridibundus.
Statthalterschaft Kalmar: Kåreholm (E. G. AREEN).
Briitet, obgleich ihre HEier fleissig weggenommen werden, in
Massen mit der Kistenseecsechwalbe und Sturmmöve. Kam den
(28.) März. 3 Eier den 22. Mai. — Staatsgut Horn (0: ERIK-
SON). Britet nun in geringer Anzahl im Hornsvik; kam den
9. April.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND:17. AFD. IV. N:o4. 71
Larus canus.
Statthalterschaft Kalmar: Mittel Öland (E. G. AREEN).
Längs der Kiste zerstreut vorkommend, meist auf dem Kåre-
holm. Kam den (28.) März. 3 Eier den 22. Mai.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WACKLIN). Ankunft: den 13. April bei + 1” C. und Nordwind
1 Stäck. Später in germger Anzahl.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Sanne (S. F. WET-
TERBERG). Zufällig auftretend.
Statthalterschaft Wermland: Ölme (L. FALK). Kam den
4. April.
Statthalterschaft Jemtland: Qwitsle (G. W. DAHLSTRÖM).
Den 8. Mai um 12 Uhr mittags flogen 11 Stäcke nach We-
sten, den 6. Juni um 1 Uhr nachmittags 7 Stiäcke in derselben
Richtung.
Statthalterschaft Norrbotten: Luleå (E. O. NORDLINDER).
Ein Stäck sah man den 12. Mai bei warmem Wetter und Son-
nenschein iiber das Bis fliegen.
Larus argentatus.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C.
WACKLIN). Ankunft: den 10. April bei -- 1” C. und ruhigem
Wetter 1 Paar im nördlichen Bergunda-See.
Larus leucopterus.
Statthalterschaft Wermland: Presterud (E. WoLFF). 1
Stick wurde den 5. Januar geschossen.
Larus glaucus.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend um Göte-
borg (E. LIGNELL und C. O. BorHÉN). Den 13. März sah man
bei Rya ein junges Exemplar, den 11. Dezember 2 alte und
ein junges dito bei Hönö.
Larus marinus.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend um Göte-
borg (H. NiLsson.) Den 8. Mai an einem See in der Nähe
der Stadt ein Nest mit halbfertig bebriiteten Eiern.
72 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Statthalterschaft Wermland: Ölme (L. FALK). Kam den
1; April.
Larus fuscus.
Statthalterschaft Jemtland: Östersund (P. Orsson). Ein
Exemplar wurde den 29. April geschossen.
Colymbus cristatus.
Statthalterschaft Kalmar: Staatsgut Horn (O. ERIKSON).
Kam den 10. April.
Statthalterschaft Kronoberg: Gegend von Wexiö (C. WACK-
LIN). Ankunft: den 9. April bei — 1” C. und Nordwestwind
mehrere Sticke in den Bergunda-Seen. Abzug: die letzten
den 17. September.
Statthalterschaft Östergötland: Tåkern (W. A. ENGHOLM).
Zahlreiche Nester den 3. Juni im Tåkern; sie waren von gri-
nen Binsen und Equisetum-Stengeln gebaut, flossen auf dem
Wasser und das Nest lag in gleicher Höhe mit der Wasser-
fläche, so dass die Eier (höchstens 4 an der Zahl und alle un-
bebriitet) nass waren. Viele Nester waren noch nicht fertig
gebaut. Die Art wird von den Bauern »Alkråka» genannt. —
Qwarsebo (C. A. HoLLGRES). Kam den 6. April.
Statthalterschaft Wermland: Ölme (L. FALK). Kam den
47 Apr:
Eudytes septentrionalis.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. Wi-
STRÖM). Nest mit 1 Ei den 28. Mai nahe bei Stenbo in der
Gemeinde Forsa.
Eudytes arcticus.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: (S. F. WETTER-
BERG). Strichvogel, in gewissen Jahren Zugvogel. Kam den
18. April. d
Statthalterschaft Wermland: Ölme (L. FALK). Kam den
5 April.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. Wi
STRÖM). Nest mit 2 HBiern den 28. Mai nahe bei Stenbo in
der Gemeinde Forsa.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0o4. 73
Statthalterschaft Jemtland: Östersund (P. OLsson). An-
kunft: das erste Stäck den 9 Mai. — Qwitsle (G. W. DAHI-
STRÖM). Kam den 8. Mai.
Uria troile var. lomvia.
Statthalterschaft Göteborg und Bohus: Gegend um Göte-
borg (E. LiGnELL und C. O. BotHÉN). Den 22. Juli wurde
ein Stick im Sommerkleide in den Schären geschossen; in der
Nacht vorher wurde ein gleiches Exemplar in eimem Härings-
netze gefangen und eines dito in vollständigem Winterkleide.
Mergulus alle.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. Wi-
STRÖM). Fin einzelnes Exemplar wurde den 13. November
bei Kråkön in den Schären geschossen.
Alca torda.
Statthalterschaft Gefleborg: Hudikswall (J. A. Wi-
STRÖM). Friiher ziemlich allgemein auf der Insel Grau, aber
im Sommer 1887, selten, teils weil er verfolgt wurde, teils weil
er die Menschen scheut, welche auf der Insel wohnen.
74 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Ornithologische Beobachtungen
von
TAGE THOTT.
(Bearbeitung von Dr. C. SUNDSTRÖM.)
Der Beobachtungsbezirk umfasst den siädwestlichen Teil
von Skåne, und erstreckt sich im Norden bis Lund, im Östen
bis Romeliklint, im Säden und Westen bis an die Kiste.
Der östliche Teil besteht hauptsächlich aus Wald, abwechs-
lend mit fruchtbaren Åckern, und hat mehrere Seen, von de-
nen der Uddinge-, Fjellfota- und Borringe-See die grössten sind.
Der ibrige Teil des Bezirks umfasst den fruchtbarsten
Teil unseres Landes, hat hohe Kultur und keine Wälder. Die
Seen sind nicht tief; ihre Ufer sind meist mit Schilf bewach-
sen und grösstenteils von Wald umgeben. Die Wälder be-
stehen hauptsächlich aus Buchen, die mit kleinern und grös-
sern Tannen- und Kieferpflanzungen abwechseln; einige Kop-
peln, die mit einzelnen Bäumen, Wachholder und Heidekraut
bewachsen sind, kommen noch vor.
Die Beobachtungen beziehen sich, wo nichts Weiteres
angegeben ist, auf das Jahr 1887.
Turdus musicus.
Recht allgemein briätend, sehr zahlreich beim Herbstdurch-
zuge in der ersten Hälfte Oktober, hält sich dann vorzugsweise
in jängern Buchenwäldern auf. Kam den 21. März. 4—35 Eier,
Ende April und Anfangs Mai.
Turdus iliacus.
Sehr zahlreich beim Herbstdurchzuge in der letzten Hälfte
vom Oktober; hält sich auf denselben Stellen auf wie die vor-
hergehende Art.
KS ee
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 7D
Turdus viscivorus.
Sparsam beim Herbstdurchzuge im Oktober.
Turdus pilaris.
Tritt zahlreich auf im Winter. Bei Schnee und Frost hält
dieser Vogel sich am liebsten auf Weideplätzen auf, die mit
Wachholder bewachsen sind, bei Tauwetter aut Wiesen.
Kommt im November, zieht nach Norden Ende März.
Turdus merula.
Briitet zahlreich, iiberwintert allgemein, hauptsächlich
Männchen. Am 7. Mai sah man vier flugge Junge hier. 4—6
Eier, zu sehr unbestimmten Zeiten.
Turdus torquatus.
Sehr selten im Herbst.
Luscinia philomela.
Britet allgemein, hat in den letzten Jahren abgenommen;
zum erstenmal gesehen den 5. Mai, allgemein den 14. Mai. 5
Eier den 6.—16. Juni.
Luscinia rubecula.
Britet allgemein; iberwintert recht zahlreich 1885, 86,
87. 6—7 Eier den 8.—19. Mai.
Luscinia suecica.
Nicht seltem beim Herbstdurchzuge Mitte September und
wird dann in Riibenfeldern angetroffen in Gesellschaft von
Gartenrotscehwänzchen, von dem es leicht zu unterscheiden ist
auf dem Durchzuge. Es gebraucht nicht gern seine Flägel,
sondern sucht springend zu entkommen; wenn es aufgejagt
ist, fliegt es nur kurze Strecken. In grössern Riibenfeldern
ist recht grosse Ausdauer erforderlich, um das Rotsternige
Blaukehlchen zu erlegen.
76 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Luscina phoenicurus.
Briitet recht allgemein; hat in den letzten Jahren zuge-
nommen. Zum erstenmal gesehen den 30. April, allgemein
den 3. Mai. 5—7 HEier den .13.—17. Mai.
Saxicola rubetra.
Briitet sehr allgemein; scheint zuzunehmen. Zum ersten-
mal gesehen den 17. April. 5—7 Eier den 1.—6. Juni.
Saxicola oenanthe.
Allgemein. Zum erstenmal gesehen den 7. April, allge-
mein den 10. April. 5 Eier den 4.—10. Mai.
Cinclus aquaticus.
Kommt, wenngleich selten, fast jeden Winter vor, zum
Beispiel 1885—86—387 bei der Sägemihle von Heckeberga.
Regulus cristatus.
Britet nicht selten in Tannenpflanzungen, wo es das ganze
Jahr durch angetroffen wird. Zahlreich im Herbst.
Accentor modularis.
Sparsam vorkommend. HFEin Nest mit 4 Eiern wurde im
Mai 1871 angetroffen. Ein Exemplar sah man täglich von
dem 15. Januar bis Ende Februar 87 bei der Kichentreppe
des Beobachters.
Sylvia atricapilla.
Nicht allgemein, britet. Zum erstenmal gesehen den 1.
Mai. 5 Eier den 7.—10. Juni.
Sylvia hortensis.
Sehr allgemein. 5 Eier den 4.-—10. Juni.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 77
Sylvia nisoria.
Selten britend aus Mangel an 'geeigneten Plätzen. 4 Eier
den 15. Juni 1871 gefunden.
Sylvia cinerea.
Zahlreich briitend besonders in den Jahren 71—380, hat
in den letzten Jahren etwas abgenommen. 5 Eier den 1.—10.
Juni.
Sylvia curruca.
Recht allgemein briätend. 4—5 Eier den 5.—15. Juni.
Phyllopseustes sibilatrix.
Recht zahlreich in ältern Buchenwäldern; hat in den letzten
Jahren zugenommen. 4 BEier den 4. Juli 1882.
Phyllopseustes trochilus.
Sehr allgemein; brätet zahlreich zwischen Heidekraut und
Porsch auf den sich in den Wäldern befindlichen Mooren. b
=WBier den 1.— 105 Juni.
Phyllopseustes abietina.
Allgemein im Herbste; briätet nicht.
Hypolais icterina.
Briätet sparsam; trat 80—383 zahlreicher auf. 5 Eier den
10.—18: Juni.
Calamoherpe schoenobaenus.
Briätet zahlreich an allen Seen, fehlt selten bei einer mit
höhern Pflanzen bewachsenen Torfgrube oder einem grössern
Graben. 4 BEier den 1.—10. Juli.
Calamoherpe arundinacea.
Brätet jetzt zahlreich bei allen Seen und scheint jährlich
zuzunehmen; das Nest findet man gewöhnlich zwischen steifen
78 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Schilfrohren, ungefähr 60 Centimeter iiber dem Wasser. HEin-
mal (im Jahr 1869) wurde ein Nest in einer Spierstaude an-
getroffen, wenigstens 9 Meter vom Wasser bei Börringe. Zwei
bis vier Eier den 24. Juli—7. August.
Lanius excubitor.
Zahlreich im Winter, kommt gewöhnlich anfangs Novem-
ber, bleibt bis im März.
Lanius collurio.
Britet allgemein; hat doch etwas abgenommen in den
letzten Jahren. Zum erstenmal gesehen den 8. Mai. 5—6
Eier den 2.—7. Juni.
Muscicapa atricapilla.
Briätet nun zahlreicn. Friher war er weniger allgemein;
trat jedoch 1879 in Massen auf, was bie zum Jahr 84 fort-
dauerte, wonach man eine Verminderung bemerkte. Wurde
den 30. April gesehen. 6—7 HEier den 2.—38. Juni.
Muscicapa parva.
Sehr selten.. Ein junges Männchen wurde bei Malmö ge-
schossen den 30. September 1875.
Muscicapa grisola.
Zahlreich. Nahm 18835 stark zu an Anzahl, was noch fort-
dauert; Britet gern in Spalierbäumen. Zum erstenmal gesehen
den 1. Mar. .5—6- Ener den: 55-16. Juni.
Troglodytes parvulus.
Allgemein im Herbst und Winter, britet sparsam; hat in
den letzten Jahren abgenommen.
Orites caudatus.
Allgemein das ganze Jahr hindurch, zahlreich im Herbst.
Briätete zahlreich in den Jahren 75—80, das Nest, welches
ak
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. n:o 4. = 79
nur einen FEingang hatte, befand sich gewöhnlich sehr hoch
äber dem Boden. Nur eine Brut hat man jährlich beobachtet.
Wird dag Nest zerstört, wie dies oft geschieht durch die Eich-
hörnehen, so legt sie, wie die meisten andern Vögel neue Eier.
9—12 Eier den 9.—19. Mai.
Parus coeruleus.
Allgemein. Briitete gewöhnlich zahlreich in den Jahren
75—78. Sie ist äusserst sorgfältig inbetreff ihres Nestes und
wählt hiezu nur Löcher mit so kleiner Öffnung als möglich,
weshalb letztere vom Vogel selbst bis zur passenden Grösse
erweitert werden muss. 9--10 Eier den 15. Maj—3. Juni.
Parus palustris.
Allgemein. 6—10 BEier den 10.—25. Mai.
Parus ater.
Ziemlich allgemein in Tannenpflanzungen, welche sie sel-
ten verlässt, und wo sie auch briätet.
Parus major.
Sehr allgemein. 8—16 BEier den 10.-—28. Mai.
Certhia familiaris.
Allgemein das ganze Jahr durch. 4—6 BEier den 10-.--
19. Mai.
Sitta europaea.
Allgemein das ganze Jahr durch. 5—6 BEier den 18.—
20. April.
Hirundo rustica.
Allgemein. 5—6 HEier anfangs Juni.
Hirundo urbica.
Allgemein. 5—6 BEier anfangs Juni.
80 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Hirundo riparia.
Zahlreich. Grosse Kolonien kommen in fast jeder Mergel-
oder Sandgrube vor und vermehren sich jährlich. 5 HEier erst
im Juni.
Motacilla alba.
Allgemein. Zum erstenmal gesehen den 7. April. 5—6
Eier den 8.—-15. Mai.
Motacilla flava.
Kommt allgemein vor, wo es passende Stellen giebt, welche
doch nicht so zahlreich sind. Zum erstenmal gesehen den 6.
Mai. 5—6 FEier den 3.—6. Juni.
Anthus pratensis.
Allgemein. 5—6 HEier den 17.—20. Mai.
Anthus arboreus.
Sehr allgemein. 5 HEier, einmal 6, den 25. Mai—9. Juni.
Emberiza miliaria.
Allgemein das ganze Jahr durch, zwei Gelege. 4—6 Eier
den 28. April—8. Juli.
Emberiza citrinella.
Sehr allgemein das ganze Jahr durch. Zwei Gelege. 4
Eier, selten 5, April bis Juli.
Emberiza hortulana.
Nicht allgemein. Wurde hier im Orte nicht briätend an-
getroffen.
Emberiza schoeniclus.
Briätet allgemein an den Seen.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 81
Plectrophanes nivalis.
Kommt in allen schneereichen Wintern vor.
Passer domesticus.
Sehr zahlreich. 5—6 HEier den 15.—25. Mai.
Passer montanus.
Zahlreich; hat einen beliebten Aufenthaltsort in den Wei-
denstämpfen die auf der Ebene von Skåne zo zahlreich vor-
kommen. 5—6 HFEier den 15.—25. Mai.
Fringilla coelebs.
Zahlreich und scheint jährlich zuzunehmen. Richtet in
den Wäldern grossen Schaden an, da er den ausgesäten Tan-
nen- und Kiefersamen auffrisst sowie die Bucheicheln. Auch
beisst er die jungen Pflanzen ab, sobald sie aufspriessen. (Den
Samen mit Mennig zu färben, scheint etwas zu helfen.) In den
Gärten schadet er auch und scheint besonders die Blumen-
knospen der Johannisbeersträucher mit Vorliebe zu fressen.
Uberwintert allgemein, hauptsächlich die Männchen. Die Weib-
chen kommen später als die Männchen. Im Sommer 1885 baute
ein Paar seim Nest auf einem Balken in einem Gartenhause
und briitete auch dort. (4)—5 Eier den 10.—25. Mai.
Fringilla montifringilla.
Sehr zahlreich beim Herbstdurchzug. In den Jahren, wo
es Bucheicheln giebt iiberwintert er in unzähligen Massen.
Coccothraustes vulgaris.
Hat sich in den letzten Jahren sehr verbreitet und briitet
an verschiedenen Stellen.
Linota chloris.
Allgemein britend; scheint doch abzunehmen. (4)—35 Eier
ålen. (155 IE
6
82 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
+
Linota cannabina.
Sehr allgemein, britet zahlreich und am liebsten in jän-
gern Tannenpflanzungen. (4)—5 Eier den 1. Mai —1. Juni.
Linota flavirostris.
Allgemein im Winter auf den Ackern.
Acanthis linaria.
Zahlreich jeden Winter und hält sich dann fast ausschliess-
lich unter Erlen und Birken auf, deren Friichte seine haupt-
sächlichste Winternahrung auszumachen scheinen.
Acanthis spinus.
Zahlreich im Winter und Herbst, wo er mit der vorher-
gehenden Art zusammen grosse Scharen bildet. Britet nicht.
Acanthis carduelis.
Allgemein das ganze Jahr durch, auch in den strengsten
Wintern, britet, aber nirgendwo zahlreich. (4) bis 5 HEier
den 28. Mai—5. Juni.
Pyrrhula europaea.
Allgemein im Herbst und Winter, tritt zuweilen in Massen
auf (doch nicht in den letzten Jahren), und richtet dann grosse
Verwiistungen in den Kirschbäumen an, deren Knospen er
abbeisst.
Loxia pityopsittacus.
Sehr zahlreich im Winter 1886—--87 und wurde damals
noch den 18. März beobachtet. FEin Nest fand man trotz fleis-
sigem Suchen nicht.
Loxia curvirostra.
Dasselbe Verhältniss wie bei vorhergehender Art, wurde
jedoch nicht so spät im Frihjahr beobachtet.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 83
Sturnus vulgaris.
Zahlreich brätend. Anfang der siebenziger Jahre nahm
die Menge der Stare bedeutend ab; dagegen hat während der
achtziger Jahre keine Verminderung stattgefunden. Bei dem
ersten Frostwetter im Herbst finden sich die Stare (wahrschein-
lich mehr die ältern?) bei ihren Nestern ein, wo sie unter
Singen und Zwitschern täglich einige Stunden zubringen, ehe
sie die grosse Reise vornehmen. In milden Wintern iiberwin-
tern einige; Wwahrscheinlich Individuen, welche zu schwach
waren, um wegziehen zu können. Zum erstenmal gesehen den
3. Februar, allgemein den 28. Februar. 6—7 Eier anfangs Mai.
Garrulus glandarius.
Allgemein in den letzten Jahren, auch als Brutvogel. Zum
Bräteplatz wählt er die zahlreich vorkommenden Tannenpflan-
zungen und am liebsten die, welche ein Alter von 20—40
Jahren haben.
Pica rustica.
Zahlreich. 5—8 Eier den 4.—10. Mai.
Nucifraga caryocatactes.
Tritt in grossen Zwischenräumen zur Herbstzeit auf; zahl-
reich 1887. Die ersten wurden den 17. September gesehen;
am zahlreichsten den 19. September bis 6. Oktober, die letzten
den 19. Oktober.
Bei »Hagestad mälar», dem siidlichsten Wald, oder Ge-
biäsch in Skåne trat sie in Masse auf.
Corvus monedula.
Åusserst zahlreich; iberwintert allgemein. Sowie die Ne-
belkrähe wegen Verfolgung abgenommen, hat die Dohle ausser-
ordentlich zugenommen an Zahl. Noch in den sechziger Jah-
ren war die Dohle nicht besonders allgemein in den Waldge-
genden. 5—6 BEier den 10.—15. Mai.
34 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Corvus cornizx.
Sehr allgemein nimmt aber jährlich ab an Zahl, besonders,
wo der Uhu bei der Jagd angewandt wird; doch verursachen
die vorhandenen bedeutenden Schaden, und es wäre zu win-
schen, dass die Dohlen die Nebelkrähen noch mehr verdrängen
könnten, aber hiezu ist kräftige Hilfe von Seiten der Menschen
erforderlich. 5 Eier Ende April.
Corvus corax.
Kommt sparsam im Sommer vor (britet, aber selten un-
gestört), zahlreicher im Herbst und Winter, wo er gern auf
Aas niederstösst (alte Pferde u. s. w.), wird dann zuweilen
geschossen, aber oft geschont, um Adler anzulocken, die mit
grösserer Zuversicht auf das Aas niederstossen, wenn der Kohl-
rabe ihnen den Weg gezeigt. (Auf den Schaden, den er an-
richtet braucht man nicht aufmerksam zu machen.) 4—6 Eier
den letzten März.
Corvus frugilegus.
Tritt in Massen auf der sogenannten Skånischen Ebene
auf und iberwintert oft. Saatkrähenkolonien werden, wenn
sie nicht allzu sehr verfolgt werden, dort fast iberall an-
getroffen, wo einige Bäume stehen. Auf vielen Stellen wer-
den sie geschitzt (oder mit andern Worten gern gesehen), we-
gen des Gewinnes, den der Verkauf von jungen Saatkrähen
einbringt (geschweige des Jagdvergniigens?). Massen von jungen
Saatkrähen werden jährlich in den Städten zum Markt ge-
bracht und finden willige Käufer. Uber ihren grössern Nutzen
oder Schaden will der Beobachter sich nicht äussern, doch
geht eine grosse Menge Saat zu ihrem Unterhalt verloren, und
eine Verminderung der zahlreichen Saatkrähenschwärme wirde
keinen Verlust fir die Scheunen des Landmannes verursachen.
Beim Bau ihres Nestes sammeln sie gewöhnlich nicht, wie ihre
verwandten Arten, abgefallene Reiser, sondern brechen solche
von den Bäumen, wodurch kein kleiner Schaden verursacht
wird; dies ist ganz besonders in der Stadt Malmö der Fall
gewesen. 4—5 Eier erst im April.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 85
”Ampelis garrulus.
Tritt zuweilen auf im Spätherbst, hier in den letzten Jah-
ren nicht beobachtet worden.
Alauda alpestris.
Nur einigemale im Spätherbst beobachtet worden. All-
gemein an der Käste.
(Im Februar 1888 auf den Strassen von Lund.)
Alauda arvensis.
Zahlreich. Zum erstenmal gesehen den 2. Februar, all-
gemein den 13. Februar. 4—(5) BEier, zu sehr wungleichen
Zeiten.
Alauda cristata.
Allgemein das ganze Jahr durch bei allen Städten, Dör-
fern und Eisenbahnstationen, kommt aber nicht in Waldgegen-
den vor; scheint jährlich sich mehr zu verbreiten. Ihre Haupt-
nahrung im Winter besteht aus Unrath von Menschen und
Tieren. 4—5 HFier Ende Mai.
Alauda arborea.
Zahlreich beim Herbstdurchzuge.
Upupa epops.
Selten im Herbst; kommt fast jährlich bei Börringe vor.
Picus major.
Allgemein das ganze Jahr durch. 5—7 Bier Mitte Mai.
Picus medius.
Allgemein das ganze Jahr durch. 4—6 HBEier den 19.—
25. Mai.
Picus minor.
Selten. Einmal im Jahr 1884 britend angetroffen.
86 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Picus viridis.
Allgemein. 5—6 HEier anfangs Mai.
Anmerkung: Alle Spechte haben etwas abgenommen an
Zahl, denn die beschädigten Bäume fangen an seltener zu wer-
den in den gut gepflegten Wäldern.
Jynx torquilla.
Allgemein beim Durchzuge; nicht briätend angetroffen.
Cuculus canorus.
Allgemein; nabhbm ab an Zahl 1886, bedeutend weniger
1887. Zum erstenmal gesehen am 3. Mai.
Alcedo ispida.
Sehr selten.
Coracias garrula.
Jetzt nicht allgemein mehr und nimmt jährlich ab. In den
sechziger Jahren noch allgemein brätend gefunden; britet
noch bei Toppeladugärd und Heckeberga. 4 BEier den 20. Mai
1878.
Cypselus apus.
Allgemein in allen Städten; britet zuweilen in den Wäldern.
Caprimulgus europaeus.
Allgemein im Herbst; nicht britend angetroffen.
Hybris flammea.
Recht allgemein in den meisten Kirchen auf der Ebene
von Skåne und scheint sich zu verbreiten.
Strix tengmalmi.
Kommt oft im Herbst vor, doch nicht jedes Jahr.
Strix aluco.
Allgemein briätend. 4—6 Eier den 10.—19. April.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0o4. 87
Otus brachyotus.
Allgemein im Herbst; recht allgemein auf den Heiden in
Skåne.
Otus albicollis.
Allgemein im Herbst und Winter, da man sie zuweilen
in grossen Scharen antrifft, meist in freiliegenden Tannen- und
Kieferpflanzungen. Briitet zuweilen und gebraucht dann ein
altes Krähennest als Nistplatz.
Bubo ignavus.
Kommt jeden Winter vor, aber sparsam.
Athene passerina.
Sehr selten im Spätherbst und Winter. 2 Exemplare wur-
den hier im November 1886 erlegt.
Athene scandiaca.
Sehr selten im Winter. HFEin Exemplar wurde hier deu
7. März 1885 gesehen.
Circus pygargus.
Ziemlich allgemein im Herbst, wo die jungen Vögel oft
mittels Bergeulen erlegt werden; die ältern sind sehr scheu.
Weniger allgemein im Frinling.
Circus aeruginosus.
Kommt bei allen Seen vor, wo er auch briitet, war sehr
zahlreich hier 1870—1871. Wird allgemein verfolgt, wegen
des Schadens, den er anrichtet; weshalb er auch in den letzten
Jahren abgenommen an Zahl. 3—6 Eier anfangs Juni.
Falco peregrinus.
Allgemein im Herbst (im September), wo er dem Lockton
der Tauben folgt.
88 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Falco subbuteo.
Ziemlich allgemein briitend; hat in den letzten Jahren
unbedeutend zugenommen. 3 BEier den 10. Juni 1880.
Falco aesalon.
Allgemein im Herbste.
Falco tinnunculus.
Allgemein briätend; hat in den achtziger Jahren etwas
abgenommen. Zum erstenmal gesehen den 8. April. 4—6
Eier den 11. Mai—6. Juni.
Astur palumbarius.
Zahlreich im Herbst beim Durchzug der Tauben; iber-
wintert allgemein; britet sparsam. 3—4 BEier den 26. April
= Nl
Astur nisus.
Britet allgemein; ein Teil iiberwintert. 4—5 Eier Ende Mai.
Pernis apivorus.
Britet sparsam; sehr zahlreich Ende August und Anfang
September; etwas weniger zahlreich 1886—1887, streicht ge-
wöhnlich von Osten nach Westen; was vom Winde abhängt;
zieht gegen den Wind. Bei östlichem Wind hat man zuweilen
ein Streichen von Westen nach Osten bemerkt, aber nur fär
kleine Strecken. 2 Bier im Juni.
Milvus ictinus.
Allgemein britend; nimmt aber jährlich ab an Zahl, weil
sie verfolgt wird; beim Herbstdurchzug (Sept.) zahlreicher.
Zmerst gesehen den 17. März, allgemein den 28. März. 2—3
Eier den 20. April—8. Mai.
Buteo vulgaris.
Allgemein briätend. Grosse Massen streichen im Septem-
ber iber Skåne, gleichwie der Wespenbussard, doch sind diese
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 89
Arten nicht unter einander gemischt, sondern streichen in ge-
trennten Schwärmen und Scharen. Die Streiche sind zwischen
10—11 vormittags und 2—4 nachmittags am zahlreichsten;
bei klarer Luft streichen sie sehr hoch, und zuweilen kreis-
förmig, bei schwerer Luft oder Wind streichen sie näher am
Boden und gerade. Weissgefleckte Exemplare kommen zuwei-
len vor. HEinige Exemplare iiberwintern. Zuerst gesehen den
10. März. 2—3 Eier den 20. April—8. Mai.
Buteo lagopus.
Allgemein im Spätherbst; mehrere iiberwintern.
Aquila chrysaéötus.
Ziemlich zahlreich im Herbst und Vorwinter, kommt An-
fang Oktober, am zahlreichsten Ende Oktober; nur wenige
bleiben iiber den Dezember. Bei den Hunderten, die der Be-
obachter hier gesehen, hat er noch keinen alten Vogel beob-
achtet; junge Vögel im ersten Jahr sieht man am zahlreich-
sten. Sie werden gewöhnlich auf Aas geschossen, welches
man fir sie hingelegt. Richtet vielen Schaden an unter den
Hasen auf der Ebene von Skåne, besonders wenn noch kein
Schnee den Boden bedeckt.
Aquila naevia.
Selten im Herbst. (Finf Exemplare wurden hier in der
Gegend erlegt.) é
Aquila albicilla.
Gewöhnlich im Herbst und Winter. Britet jetzt nicht
mehr sidlich vom Ring-See. In vielen Jahren war nördlich
von der Stehager Eisenbahnstation ein Nest, welches man von
der HEisenbahn aus sehen konnte, und welches jährlich seiner
Eier oder Jungen beraubt wurde. In einem Jahre fand man
ein zweites Gelege, nachdem das erste war ausgehoben worden,
diesmal auf dem Boden in dem bei Rönneholm liegenden Moore,
und Junge wurden ausgebritet.
Pandion haliaétus.
Nicht selten im Herbst und Frihling; britet nicht in der
Gegend.
90 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Columba palumbus.
Allgemein briätend; grosse Scharen besuchen während des
Herbstdurchzuges die Felder von Skåne (am zahlreichsten Mitte
und Ende September. In den Jahren, wo es Eicheln und Buch-
eckern giebt, bleibt die Ringeltaube in den Wäldern und iiber-
wintert da in geringerer Anzahl. 2 Eier, gewöhnlich 2 Gelege.
Columba oenas.
Allgemein briitend; zieht friher ab und kommt etwas
später als die vorhergehende Art. 2 FEier, anfangs Mai 1 Ge-
lege, Juni 2 Gelege.
Tetrao tetrix.
Vor ungefähr 10 Jahren kam es bei Romeliklint und der
Umeoegend vor und brätete es noch dort; jetzt sieht man es
8 ANG
nur ausnahmsweise.
Perdrix cinerea.
23 Eier Ende Juni.
Sehr zahlreich. 12
Coturnix commnnis.
Briitet znweilen hier in der Gegend z. B. bei Lund, Top-
peladugård u. s. w. Wird selten im Herbst bei der Feldhih-
nerjagd angetroffen, und dann fast immer in Runkebriben-
feldern.
Charadrius hiaticula.
Allgemein an der Kiste; eine kleine Anzahl briätet bei
den Seen. 3—4 Eier, anfangs Juni.
Charadrius minor.
Einige kommen bei den Seen vor und briiten auch dort;
hat in den letzten Jahren abgenommen an Zahl. 3—4 BEier
anfangs Juni.
Charadrius morinellus.
Selten an der Kiiste, allgemein in der Gegend von Ystad.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 91
Charadrius pluvialis.
Gewöhnlich im Spätsommer und Herbst an der Kiste, sel-
tener im Lande. Nimmt bedeutend ab an Zahl.
Vanellus vulgaris.
Allgemein briitend, nimmt aber ab. Zmuerst gesehen den 25.
Februar, allgemein den 2. März. 4 Eier den 3.—12. April.
Haematopus ostrealogus.
Ein Exemplar im Sommer 1876 hier am See erlegt.
Scolopax rusticula.
Allgemein im Herbst und Frihling. Zuerst gesehen den
19. März.
Gallinago major.
Allgemein beim Durchzuge; zahlreich bei Klågerup und
Börringe. HFEin Paar britete 1887 bei Klågerup.
Gallinago media.
Recht zahlreich beim Durchzuge; britet sparsam. Zuerst
gesehen den 30. März. 4 BEier Ende April.
Gallinago gallinula.
Ziemlich zahlreich im Spätherbst. Bei Quellen bleiben
sie sehr lange, und hat der Beobachter noch im Dezember
Exemplare angetroffen.
Tringa alpina.
Britet hin und wieder, aber nirgendwo zahlreich. 4 Eier
Ende Mai.
Philomachus pugnazx.
Gewöhnlich im Herbst; nicht britend angetroffen.
92 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Numenius arquata.
Britet nicht mehr hier in der Gegend; zuletzt im Jahre
1878 auf einem Acker bei Börrimge beobachtet. Allgemein
beim Herbstdurchzug.
Limosa aegocephala.
Sehr selten im Herbst.
Actitis hypoleucus.
Britet sparsam; zahlreich beim Herbstdurchzug.
Totanus ochropus.
Zahlreich im Sommer und Herbst; brutet nicht. Anfangs
Juli kamen die ersten.
Totanus calidris.
Britet selten im Innern des Landes.
Totanus glareola.
Allgemein im Herbst; brätet nicht hier in der Gegend.
Totanus glottis.
Allgemein im Herbst.
Grus communis.
Zahlreich beim Durchzuge. Schon im Juni kamen ein-
zelne Individuen und brachten den Sommer hier zu. Zuerst
gesehen den 10. April.
Ciconia alba.
Nimmt jährlich ab, kann wohl bald als selten angesehen
werden. Beim Herbstdurchzuge sammeln sich die Störche im
September in grosser Anzahl zu sogenannten Storchversamm-
lungen, um in der Nacht gemeinsam ihre Reise nach Siiden
vorzunehmen. Eine ähnliche Sammlung wurde im August
dieses Jahres am Skabersee beobachtet und belief sieh auf un-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0o4. 093
gefähr 20 Stäcke. Im Anfang der sechziger Jahre beobach-
tete der Korrespondent eine Storchsammlung von beinahe 200
Stäcken. Im vorigen Jahr waren hier auf dem Gute (unge-
fähr 5,400 hektaren) nur 2 brätende Paare; 1880 beobachtete
man in demselben Areal 8 Paare. Zuerst gesehen den 4. April,
allgemein den 16. April. 3—5 Eier Anfang Mai.
Ciconia nigra.
Selten; bei Heckeberga hat ein Paar in diesem Jahr ge-
briitet.
Ardea cinerea.
Allgemein. Die einzige Kolonie hier in der Gegend be-
findet sich in dem Hafgårder Walde in der Nähe von der Sta-
tion Börringe und besteht aus ungefähr 40 Paaren. Wurde
den 10. März zuerst gesehen, den 20. März allgemein.
Ardea stellaris.
Sehr selten. Ein Exemplar wurde in der Nähe von Lund
im Herbst 1885 geschossen.
Rallus aquaticus.
Wird sparsam beim Herbst und Frihlingsdurchzug ange-
troffen. Ein Exemplar wurde auf dem BEis hier im See ange-
troffen den 3. Februar 1884.
Ortygometra crex.
Allgemein im Herbst; britet sparsam und hat an Zahl
abgenommen. 11 frische BEier den 14. Juli 1881, denselben
Tag 11 stark bebriätete.
Phalaridium porzana.
Britet sparsam an den Seen; allgemein im Herbst, in ge-
wissen Jahren zahlreich, z. B. im Herbst 1880—1882. 18 Eier
den 19. Mai 1882.
Gallinula chloropus.
Sparsam im Herbst.
94 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Fulica atra.
Briitet an verschiedenen Stellen, aber nicht zahlreich, z. B.
im Börringer See; friher zahlreicher. 7—10 BEier den 12.—
25. Mai.
Anser bernicla.
Streicht im Herbst und Friähling in grossen Massen iiber
Skåne. HFEin Exemplar wurde im Herbst 1887 hier im See er-
legt. Wird im Öresund im Monat Mai, wo diese Gans dort
vorkommt, von kleinern Dampfschiffen aus feissig gejagt.
Anser segetum.
Zahlreich im Herbst und Winter; nur in schneereichen
Wintern verlässt sie die griänen Roggenfelder in Skåne, um
beim ersten Umschlag des Wetters sich wieder einzufinden.
Bringt gewöhnlich die Nacht in den Seen zu. Kommt Anfang
Oktober, zieht nach Norden Ende März.
Anser ferus.
Selten im Frihling; von dem Korrespondenten im Herbst
nicht beobachtet.
Anmerkung: Eine kleinere Gans wurde verschiedene Male
mit Anser arvensis beobachtet. Da kein Exemplar erlegt wurde,
kann die Art nicht genau bestimmt werden (vielleicht Anser
albifrons).
Tadorna vulpanser.
In den Jahren 1884, 1885 und 1886 briitete ein Paar hier
auf einem mit Wachholder bewachsenen Weideplatze ungefähr
einen Kilometer von dem Yddinger See. Jedes Jahr wurden
Junge ausgebriitet, die an den See gebracht wurden, wo sie
sich ungefähr 8 Tage aufhielten, wonach sie verschwanden
(sie begaben sich nach dem 20 Kilometer weit entfernten Meere)
Cygnus olor.
Britet in allen Seen, aber selten mehr als ein Paar in
jedem; hat in den letzten Jahren zugenommen.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 95
Cygnus musicus.
Besucht zuweilen im Herbst und Winter die Seen.
Anas clypeata.
Selten im Herbst.
Anas boschas.
Ziemlich zahlreich; zieht erst weg, wenn alle Gewässer
mit HEis bedeckt sind; hat in den letzten Jahren etwas abge-
nommen. 10—12 Eier, Ende April und Anfang Mai.
Anas acuta.
Selten im Herbst.
Anas querquedula.
Kommt im Friähling und Herbst sparsam vor.
Anas crecca.
Briitet sparsam; zahlreich im Herbst und Frihling.
Anas penelope.
Allgemein im Herbst.
Oedemia nigra.
Nicht ungewöhnlich im Herbst.
Clangula glaucion.
Allgemein im Herbst und Winter.
Clangula glacialis.
Selten im Innern des Landes. HBEin Paar hielt sich 1873
eine längere Zeit hier im See auf, und das Männchen wurde
Ende Mai erlegt, das Weibehen(?) dagegen angeschossen und
entkam.
96 SUNDSTRÖM, ORNITHOLOGISCHE MITTEILUNGEN.
Somateria mollissima.
Allgemein an der Kiste. Exemplare, die sich hierher
verirrt hatten (nur Weibcehen), sind mehrere Male im Herbst
angetroffen und unbeschädigt mit den Händen gefangen worden.
Mergus albellus.
Ein Weibchen wurde hier im See erlegt den 23. Februar
1870, ein Männchen den 28. Februar 1865 bei Trollenäs.
Mergus merganser.
Allgemein im Herbst und Frihling; britet nicht hier in
der Gegend.
Mergus serrator.
Dito, dito.
Graculus carbo.
Kommt vor und briitet in einer Reiherkolonie bei Krage-
holm, eine Meile von Ystad.
Sterna minuta.
Einige Male hier im See beobachtet.
Sterna nigra.
Hier nicht beobachtet worden seit der sechziger Jahre;
kam da bei Börringe vor (Myresjö).
Sterna hirundo.
»Hättenterna» genannt. Kommt vor und britet an allen
Seen, aber nicht zahlreich. 3 Eier, selten 4, Ende Mai.
Larus ridibundus.
Kleinere Kolonien bei dem Tjellfota- und Björkåkra-See
nicht mehr als 20 Paare. 2—3 Eier Ende Mai.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 4. 97
Larus canus.
Besucht die Scen, gewöhnlich bei stiärmischem Wetter,
im Herbst; britet nicht.
Larus argentatus.
Dito, dito.
Larus fuscus.
Dito, dito.
Procellaria leucorrhoa.
Ein Exemplar wurde den 28. November 18855 bei Malmö
erlegt; ein anderes wurde den 10. Dezember 1885, in einem
Acker bei Lund tot aufgefunden; eines dito fand man am 6.
Januar 1886 auf dem Yddinge-See im Eise festgefroren, aber
noch am Leben.
Colymbus rubricollis.
Selten. Ein Paar britete hier 1887 in emem grösseren
Torfmoore. 3 Eier den 20. Mai 1887, etwas bebritet.
Colymbus cristatus.
Drei bis 4 Paare briäten jährlich im Börringe-See, nicht
in einem der naheliegenden Seen beobacht worden. 3—5 Eier
Anfang Mai.
Eudytes septentrionalis.
Kommt im Friuhjahr und Herbst vor.
|
Eudytes arcticus.
Dito, dito.
Alca torda.
Einmal im Winter 1873 hier auf einem Acker erleot
worden.
Bökebergsslätt & Holmeja den 7. Mai 1888.
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BIHANG TILL K. SVENSKA VET.-AKAD. HANDLINGAR. Band 17. Afd IV. N:o 5.
BIDRAG TILL KÄNNEDOMEN
OM
DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI
EMIL HOLMGREN
MED 9 TAFLOR
MEDDELADT DEN 9 SEPTEMBER 1891 GENOM F. A. SMITT
STOCKHOLM, 1891
KONGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER
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Hördso erbjuder fogelverlden med afseende på den anato-
miska byggnaden — genom de talrika modifikationer, som
derutinnan göra sig gällande, — ofantligt mycket af intresse,
och hvad specielt den osteologiska delen deraf beträffar, torde
det vara hufvudsakligast kraniet samt skuldergördeln med der-
till hörande bröstben, som förete den ojemförligt rikaste mång-
fald af former och förändringar. Också hafva dessa omständig-
heter föranledt redan för ganska lång tid tillbaka åtskilliga
naturforskare att begagna de differenser och homologier, som
iakttagits i ett eller annat afseende, till systematisering af
foglarnes klass. Så är ju t. ex. allmänt kändt bland ornitolo-
giens vänner och bearbetare, — utom andra försök till på-
visande af fogelarternas affinitet med hänsyn till skelettbygg-
naden, såsom af EYTON, BLANCHARD och MILNE-EDWARDS jun.
— det system HvUuxLEY uppstält på grundvalen af de under-
sökningar han gjort å vomer, palatinerna och andra ossösa
bildningar tillhörande fogelkraniets basilara delar. Utan att
emellertid egentligen inlåta oss på systematiska spörjsmål,
hafva vi egnat vår uppmärksamhet åt bröstbenet och skulder-
gördeln hos skandinaviska foglar och vid studiet deraf följt
den uppställning, som nog med rätta till hufvudsaklig del
ännu allmänt begagnas, nemligen SUNDEVALLS system.
Att vi ingalunda haft i tanke att sätta oss det ideala
målet före att söka åstadkomma ett systematiserande af fogel-
klassen efter de iakttagelser vi gjort, är ju helt naturligt,
då dels våra studier gällt representanterna för endast ett fauni-
stiskt område, om ock detta skulle vara så rikt på arter af
skilda ordningar, som förhållandet är med det skandinaviska,
dels också då vi måst inskränka oss till studier öfver endast
vissa ossösa delar, — dessa må nu för öfrigt genom sina mer
eller mindre konstanta strukturförhållanden vara af hvilket
värde som helst vid systematiska spörjsmål. — Icke desto
4 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
mindre hafva vi vågat framkasta en eller annan mening med
afseende på foglarnes gruppering, då de iakttagna struktur-
förhållandena varit af sådan beskaffenhet att de gjort hvarje
tvifvelsmål öfverflödigt om de respektive foglarnes mer eller
mindre lämpliga plats i det system vi följt; — synnerligast
då vi varit 1 tillfälle att kombinera resultaten af våra studier
med dem, som dragits af en del forskare med anledning af
rön, som blifvit gjorda 1 andra hänseenden hos de respektive
foglarna.
Vi äro ingalunda okunniga om det i mer än ett hän-
seende så vidlyftiga, omfångsrika och betydelsefulla anato-
miska arbete, MaAx FÖRBRINGER lemnat offentligheten; ej heller
om de systematiska konseqvenser han deri dragit af sina stor-
artade undersökningar. Det skulle derför synas oss allt för
förmätet att komma fram med några som helst anspråk, hvarken
i det ena eller andra hänseendet, då det material vi lyckats
förskaffa oss, inskränkt våra forskningar till endast en del af
de skandinaviska foglarnes osteologi. — Så mycket af öfver-
tygelse ha våra studier dock skänkt oss, att vi gent emot
flera författare våga påstå, det de skelettdelar, som varit före-
mål för vår behandling, genom sina strukturförhållanden äro
ofta synnerligen väl värda att beaktas, då det gäller att fixera
större grupper af fogelklassen, — lika så visst som de under-
stundom kunna med fördel begagnas äfven vid spörjsmålet,
beträffande mindre gruppers ömsesidiga ställning; och att här-
vid ofta nog äfven proportionerna skelettdelarne emellan kunna
vara af lika så stor betydelse som vissa strukturdetaljer.
Det önskemål, som dock närmast ledde oss, då vi först
började grundligare studera de skelettdelar, som i detta arbete
behandlas, var att, om ock i ringa mån, kunna bidraga till
fyllandet af det tomrum, som ännu är ouppfyldt inom den
skandinaviska ornitologiska literaturen, och detta är den nära
nog fullkomliga bristen på närmare anatomiska uppgifter i
våra fogelhandböcker.
För öfrigt torde väl städse hvarje ingående specialstudium
ega sitt större eller mindre värde, då det ju bidrager till den
vidgade kännedomen om de respektive naturföremålens all-
männa bildning och beskaffenhet.
Vi nämde, hurusom äfven proportionerna skelettdelarne
emellan kunna vara af intresse och värde. Vi ha också derför
vid hvarje undersökt slägte jemte strukturförhållandena äfven
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. OD
framhållit med exakta siffror medelvärdet af vissa funna
proportioner; och hafva vi dervid tagit till utgångspunkter
för våra uppmätningar de anatomiska bildningar, som der-
till synts oss mest fördelaktiga. — Man skulle härvidlag
visserligen kunna invända, att våra mätningar gällt endast
de exemplar vi haft framför oss och sålunda icke borde
vara af beskaffenhet att allmänt tillämpas; men vi kunna be-
träffande denna omständighet säga, att vi genom flitiga under-
sökningar funnit, det proportionerna mellan olika skelettdelars
storlek hos skilda individer och kön af samma art dock nästan
alltid visat sig vara i det närmaste konstanta.!
De synpunkter och mätningsmetoder vi härvid begagnat,
nemligen det ömsesidiga förhållandet i längd sternum och os
coracoideum emellan, maximihöjden af crista sterni gent emot
halfva sternallängden, djupet af incisura sternalis (der sådan
eller sådana förefunnits) vis-å-vis sternallängden? och sterni
bredd, jemförd med samma längdmått, — gifva ett uttryck
bland annat äfven åt den större eller mindre styrkan och ut-
hålligheten i de främre extremiteternas verksamhet, vare sig
det gäller flygförmåga eller annat sätt för ställförflyttnin
sålunda på sätt och vis blifva i någon mån naturliga.
g, och
Att den successiva hufvudindelning i Oscines, Volucres,
Accipitres, Rasores, Proceres, Grallatores och Natatores af
fogelklassen, som vi finna i SUNDEVALLS system, är äfven
phylogenetiskt tillfredsställande, tyckas ifrågavarande osteo-
logiska förhållanden i det hela bekräfta, om också det någon
gång är svårt dels att finna karakterer, som skulle kunna
sägas vara på samma gång bestämmande och genomgående
för den ena eller andra af dessa hufvudgrupper, dels också
att spåra förmedlande former mellan dessa senare. Endast
sällan möta oss emellertid slägten, åtminstone bland de skan-
dinaviska representanterna, om hvilkas plats mer eller mindre
direkt inom någondera af nämda ordningar man behöfver
! Endast inom vissa grupper bland Accipitres, såsom företrädesvis
bland hökarna, hafva vi funnit mera anmärkningsvärda variabiliteter i den
ömsesidiga storleken olika skelettdelar emellan.
? Med sternallängd mena vi afståndet mellan midtpunkten af sterni
margo posterior och midtpunkten af den rand, labia interna sulci cora-
coidei bilda, och med coracoidallängd afståndet från labium externum
sulci coracoidei till spetsen af acrocoracoideum — på det hopsatta ske-
lettet. Skilnaden i storlek mellan coracoids verkliga längd och det mått
vi benämna coracoidallängd utgör sålunda höjden af den externa delen af
crista articularis ossis coracoidei.
6 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
stå tvekande, då hänsyn tages t. o. m. endast till de skelett-
delar, som utgjort föremål för våra undersökningar. — Minst
måhända af alla bilda Grallatores och Natatores naturligt
skilda afdelningar, 1 det att vi finna talrika former hos båda
dessa ordningar, som i flerfaldiga hänseenden öfverensstämma
med hvarandra; på samma gång simfoglarna tyckas oss natur-
ligt fördelade på tvenne hufvudgrupper, hvilka båda kunna
härledas ur Grallatores, under det att de sins emellan ega
knappast ett enda gemensamt strukturförhållande. Dock torde
väl utom andra giltiga skäl för en fördelning i Grallatores
och Natatores, äfven de differenser och skiljaktigheter i den
allmänna anläggningen af bröstben och skuldergördel, som
obestridligen förefinnas mellan dessa båda ordningars repre-
sentanter, vara tillräckligt tydliga och talrika för att låta
ifrågavarande foglar tillhöra skilda hufvudgrupper af fögel-
klassen.
Stanna vi deremot inför hvar och en ordning särskildt
och granska densamma med hänsyn till inre strukturförhållan-
den, få vi ofta nog anledning till invändningar gent emot den
ömsesidiga ställningen familjer eller slägten emellan, lika-
såväl som vi ej sakna former, hvilka utan tvifvel egentligen
tillhöra andra ordningar, än dem, dit de — åtminstone i
SUNDEVALLS system — blifvit räknade.
Endast en grupp tyckes icke fullt tillfredsställande kunna
inrangeras under någondera af ofvan uppräknade ordningar,
och denna är den med afseende på sin plats inom systemet
så omtvistade flocken Peristeroidex jemte den denna så på-
tagligt närstående, men icke desto mindre till Rasores räknade
familjen Pterocline. Visserligen erbjuder den ordning, dit
dufvorna blifvit hänförda, nemligen Volucres, äfven med af-
seende på osteologiska förhållanden synnerligen heterogena
typer; men det tyckes oss dock, som om vi skulle kunna
spåra åtminstone något samband genom hela ordningen 1 öf-
rigt; — endast dufvorna stå fullkomligt isolerade. Några
karakterer gifvas hos dessa foglar, hvilka kunna häntyda på
någon gemensamhet med Rasores; men vida talrikare äro de,
som synas vara egnade att gifva Peristeroidex jemte familjen
Pterocline en mera sjelfständig, om ock kanske förmedlande
plats inom systemet.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 17. AFD. IV. N:o 5. 7
Ehuruväl fertalet af de terminologiska uttryck, hvaraf
vi betjena oss, äro allmänt bekanta, hafva vi dock velat inleda
vår afhandling med en kortfattad allmän beskrifning öfver de
skelettdelar, som utgjort föremål för vårt arbete.
Det material vi begagnat hafva vi delvis lyckats sjelfva
förskaffa oss, delvis, och 1 hufvudsaklig mån, ha Riksmusei
samlingar stått till vårt förfogande; och är det mig en oaf-
vislig pligt att hembära Intendenten för vertebratafdelningen
herr Prof. F. A. Smitt ett ödmjukt och hjertligt tack för den
välvilja och det tillmötesgående som från hans sida i så riklig
mån kommit mig till del.
Redan ur mastologien känna vi, hurusom bröstben och
skuldergördel kunna undergå rätt betydliga förändringar i sam-
band med de differentieringar af muskulaturen, som ett säreget
lefnadssätt uppväcker. Så finna vi hos chiroptererna, hvilka på
sina egendomligt bildade vingar kunna förfölja och uppfånga
de i luften kringfladdrande insekterna, ett bröstben som eger,
åtminstone å manubrium sterni, en tydlig, utefter sterni midt
löpande crista, för att såmedelst ursprungsytan för de vid flyg-
ten verksamma pectoralmusklerna må blifva stor, utan att der-
igenom kroppens allmänna omfång behöfver synnerligen mycket
ökas. Dessutom veta vi, hurusom hos dessa djur claviceln
uppnått en ovanlig längd för att derigenom kunna motverka
det skadliga tryck, flygapparaten i annat fall skulle utöfva på
bröstkorgen med deri inneslutna viscera.
Hos fertalet foglar åter, hvilka till hufvudsaklig vistelse-
ort fått sig anvisade luftens vida rymder, finna vi de af deras
luftlif betingade anatomiska förändringarna ännu mer utpreg-
lade. Bröstbenet har nemligen erhållit en jemförelsevis mycket
stor bredd och en hög ecrista, och genom den för foglarna
karakteristiskt sjelfständiga och kraftiga utvecklingen af os
coracoideum har — oftast i samband med de till ett ben före-
nade claviculge — vunnits ett särdeles mäktigt hämmande ele-
ment mot det tryck, som bland annat pectoralmuskulaturen
under flygten skulle utöfva på thorax. — I samband med
denna säregna omgestaltning af skulderapparaten och bröst-
benet har också vunnits ett annat moment, hvilket äfvenledes
är af utomordentlig betydelse vid foglarnas flygt, och detta
är den ventrala förskjutning af thorax anatomiska delar, hvar-
igenom under luftlifvet ett mera stabilt jemvigtsläge uppnåtts.
Åtminstone approximatift torde man kunna säga, att med
den kraftigare utvecklingen af muskulaturen följer äfven en
progressif ossifikation. Så blir det oss i någon mån möjligt
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5« 9
att genom iakttagelser å den mer eller mindre kraftigt ut-
vecklade skuldergördeln med åtföljande bröstben tillnärmelsevis
sluta oss till den respektive fogelns större eller mindre flyg-
skicklighet. Så finna vi hos, såsom man säger, starka flygare
breda och kraftigt byggda ossa coracoidea, breda skulderblad
och oftast starkt böjda nyckelben. Sternum är helt eller endast
föga genombrutet af incisurer eller fenestrer och crista sterni
hög. Åfven hos sådana foglar, som blifvit mer eller mindre
hänvisade till vistelse på sjöar och haf, finna vi skulderappa-
raten och bröstbenet särskildt lämpade för detta lif, hvarvid
vi kunna erinra bland mycket annat om den jemförelsevis låga
och långt framspringande cristan samt om den ovanliga läng-
den af sterni distala del, hvarigenom såväl thoracal- som
abdominalviscera skyddas mot vattentryckets inverkan.
Af dessa båda extrema exempel på den olika byggnaden
af skuldergördel och bröstben hos en fogel, som till större
delen dväljes i luftens rymder, och hos en sådan som till
vistelseort fått sig anvisade haf och sjö, gifves helt naturligt
den rikaste mångfald af modifikationer, lika så visst som icke
alla luftfoglar, om vi så få kalla dem, eller alla sjöfoglar förete
enahanda lefnadsförhållanden; — fastmera skulle vi vara be-
nägne att säga, det nära nog hvarje särskild art har sitt i viss
mån specifika sätt att förhålla sig. Men på samma gång vi
påpeka detta, kunna vi icke heller uraktlåta att erinra om den
icke så sällan rådande öfverensstämmelsen 1i lifsyttringar foglar
— tillhörande skilda grupper — emellan, och äro vi också i
sådana fall icke utan tillfälle, att uti den anatomiska bygg-
naden skönja ett deraf resulterande uttryck.
Med anledning af detta sist sagda skulle man måhända
kunna invända, att det vore allt för vanskligt att i så fall be-
gagna sig af den speciella anatomiska byggnaden vid syste-
matiska spörjsmål; men vi kunna dervid tillägga, att åtmin-
stone i de allra flesta fall skymtar den respektive grundtypen
fram, om också förändringar, framkallade af ett afvikande lef-
nadssätt, äro egnade att vid ett lyktigt betraktande vilseleda.
Dessutom gifva iakttagelser otvetydigt vid handen, att af ske-
lettet framförallt bröstben och skuldergördel bibehålla i mer
eller mindre hög grad sina ursprungliga karakterer, då der-
emot t. ex. kraniet i ej oväsentlig mån kan förändras och
apteras efter de yttre lefnadsförhållandena. — De i flerfaldiga
hänseenden talrika modifikationer foglarnes exteriör kan undergå
10 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
under inflytande af allehanda yttre förhållanden, ligga alldeles
utom området för vårt föreliggande arbete.
Hvad beträffar den primära skuldergördeln, d. v. s. scapula
och os coracoideum, så utvecklar sig denna hos carinate ur
en enda broskplatta, hvilken är vinkligt böjd och genom sin
ventrala, bakåt med sternum förbundna skänkel bildar anlaget
till os coracoideum, under det att samma plattas dorsala del,
som löper mer eller mindre parallelt med ryggraden och distalt
slutar fullkomligt fritt, utgör ursprunget till scapula. Under
ossifikationsprocessen differentiera sig dessa båda broskskänk-
lar allt mer ifrån hvarandra, i det att hvar och en af dem ut-
vecklar ett eget förbeningscentrum. Städse förblifva de ock
skilda genom en vid deras gemensamma berörimgsyta persiste-
rande återstod af det ursprungliga broskanlaget. Denna syn-
chondros öfvergår dock i mån af den fortskridande utveck-
lingen så småningom till en mer eller mindre utpreglad
symphys, i det att förbindelsen mellan coracoid och scapula,
som hos de späda individerna bestod af endast hyalint brosk,
allt mer upptager 1 sig fibrösa element.
Furcula eller clavicula deremot tyckes vara en sekundär
bildning. A priori skulle man visserligen vara benägen att
anse, det äfven clavicula borde utveckla sig ur ett prefor-
meradt broskanlag, då den ju företer en för de skilda fogel-
grupperna och arterna ganska fix och bestämd struktur. Den
närmare histologiska granskningen ger dock otvetydigt vid
handen, att furcula direkt differentierar sig ur den rika binde-
substans, som förefinnes mellan anlagen för sternum och den
primära skuldergördeln.
Hvad slutligen utvecklingen af sternum beträffar, synes
detta, för så vidt man nemligen ej går längre tillbaka
än till sterni broskstadium, uppkomma hos fertalet foglar
ur tvenne jemte hvarandra löpande sidobroskskifvor, hvilka
så småningom sammanflyta till en oparig sternalplatta. Hos
hönsfoglarna deremot skall bröstbenet enligt GEGENBAUER ut-
veckla sig ur tvenne pariga sido-broskstycken och ett meller-
sta oparigt, hvilket senare 1 så fall utgör anlaget till crista
sterni.
Enligt GörtE's iakttagelser består bröstbenet hos cari-
naterna genetiskt af en episternal del (cristan) och en costal
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. VI. N:0 5. 11
del, hvilka båda äro pariga. Costalhälfterna sammanväxa re-
latift sent till ett stycke. Hvad beträffar ursprunget för crista
sterni, utgöres detta enligt samma författare af en parig list,
hvilken är fogad till medialranden af den respektive sternal-
hälften och i kontinuitet med denna senare derefter öfvergår
i det för sternum gemensamma broskanlaget. Detta cristans
ursprung skulle utgöras af en del af episternum, hvars andra
del vore den mellan furcula och sternum utspända membranen.
— Att histologiska undersökningar verkligen bekräfta dessa
iakttagelser i de flesta hänseenden, derom lider intet tvifvel,
likaså visst som vi ännu under det fullt utvecklade tillståndet
understundom kunna i cristans struktur ana dess pariga ur-
sprung; så hos de foglar, der den ovanligt långa trachea sökt
sig utrymme i bröstbenskammen. Men huruvida tolkningen
af de fakta, som mikroskopet härvidlag bragt i dagen, till alla
delar verkligen äro fullt riktiga, hafve vi svårt för att fatta.
Vi ha nemligen sjelfva varit i tillfälle att flera gånger vid
histologiska undersökningar finna den vid furculans sternala
ände förefintliga, med denna senare oftast synostoserade, pro-
cessen ossifieras, 1 likhet med clavicula, direkt, utan prefor-
meradt broskanlag och dervid faktiskt framgående ur den
ursprungligen pariga membrana sterno-clavicularis. Vi ha der-
jemte med GörrtrE funnit crista sterni bildas samtidigt med det
öfriga bröstbenet ur preformeradt broskanlag (se Tafl. I, figg.
I och 2!). — Vi ha svårt för, mena vi, att såsom enhetlig
bildning — här såsom episternum — uppfatta ett organ, hvilket
såsom ossifieradt skulle delvis framgått direkt ur bindesubstans,
delvis ur ett preformeradt broskanlag. Att lamina mediana
(membrana sterno-clavicularis) ursprungligen är parig på samma
gång vi finna cristans anläggning äfvenledes vara det, behöfver
naturligtvis ej verka störande på den uppfattning vi ega. —
Man har äfven hos vissa högre däggdjur velat skönja spår af
en episternal bildning, så uti ligamentum interclaviculare och
den menisk, som förmedlar kongruensen i articulatio sterno-
clavicularis. Vi ha icke sett uppgifvet, att den crista, vi iakt-
taga hos chiroptererna och hvilken hos dessa, liksom hos
foglarne, resulterat af en särskildt differentierad pectoralmu-
skulatur, skulle kunna hänföras till samma bildning som liga-
mentum inter-claviculare och fibro-cartilago sterno-clavicularis.
Om episternum se nedan!
12 AID HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Scapula (Tafl: I, figg. 5, 10, 12 och 13).
Skulderbladet intager den dorsala delen af skuldran och
hvilar, löpande parallelt med ryggraden, på bröstkorgens dor-
sala yta. Den står i förbindelse med thorax genom os cora-
coideum, understundom äfven genom clavicula, och till en del
har humerus vid detta ben sitt fäste.
Seapula (fig. 5, sc.) är lång och smal, ofta af ett svärdlikt
utseende, hafvande sin längdsaxel riktad framifrån och bakåt. !
Den är, synnerligast mot den distala delen, i mer eller mindre
mån tillplattad uppifrån och nedåt och derjemte oftast spetsigt
utdragen. Den proximala eller främre delen deremot är jem-
förelsevis mera rundad och eger vid sin ände tvenne väsent-
liga bildningar, nemligen en medial process, hvilken är riktad
mer eller mindre-framåt och inåt, processus acromialis, acromion
(fig. 10, acr.), samt ett lateralt utskott, capitulum (fig. 10, cap.),
hvilket på sin utåt och något framåt vända yta eger en för-
djupning, som utgör en del af den cavitas glenoidea (fig. 10,
cav. glen.), uti hvilken caput humeri artikulerar. Genom sin
facies coracoidea står scapula i en mer eller mindre utpreglad
symphytisk förbindelse med os coracoideum. Å denna facies
kan man ofta i den laterala delen urskilja en tuberculum inter-
articulare (fig. 13, tub. int. art.), hvilken hvilar i en mot-
svarande fördjupning å os coracoideum (tg, 12, x). Skulder-
bladets uppåt vända yta, superficies externa, företer på grund
af talrika muskelursprung och insertioner en ojemn yta, under
det att den nedåt vända eller superficies interna är mera jemn
och slät. Dock påträffar man här ej så sällan strax ofvan
symphysis coracoscapularis ett mer eller mindre stort foramen
pneumaticum (fig. 13, for. pneum.).
Åfven på foglarnes skulderblad skulle man, i likhet med
förhållandet hos fertalet däggdjurs scapula, kunna särskilja
trenne ränder eller margines. Af dessa utgör margo anterior,
som medialt öfvergår i acromii undre rand, den bakre begräns-
ningen för det vid den proximala änden af os coracoideum
genom detta senare ben samt clavicula och scapula bildade
stora foramen triosseum (fig. 10, for. trios.).
! Vi referera våra bestämningar till fogelns sittande ställning.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 13
Os coracoideum (Tafl. I, figg. 5, 10, 11, 12, 14, 15, 16, 17).
Os coracoideum är, må man med skäl kunna säga, ett för
foglarna säreget ben; ty, ehuruväl vi återfinna det hos dägg-
djuren, uppträder det der nära nog aldrig hos de fullbildade
individerna såsom en sjelfständig ossös bildning, utan såsom
en process från scapula. Härifrån utgöra dock, såsom bekant,
monotremata ett märkligt undantag, hvilka i detta såväl som
i flera andra hänseenden bilda en öfvergång mellan dägg-
djurens och foglarnes klass.
Vi hafva förut vid beskrifningen af scapula nämt, huru-
som os coracoideum förmedlar skulderbladets fixerande vid
thorax; coracoid artikulerar nemligen mot sternum. Utom
dessa förbindelser, med sternum och scapula, eger benet ännu
en, nemligen med clavicula; och humerus har till en del sitt
fäste vid detsamma.
»Korpbenet» (fig. 5, cor.) är mer eller mindre långsträckt,
med sin längdsaxel riktad nedifrån och bakifrån, uppåt och
framåt. Vid sin sternala eller distala del är benet mer eller
mindre tillplattadt uppifrån och nedåt samt på sin inre sida
försedd med en mer eller mindre tydligt uttalad intryckning,
impressio sterno-coracoidea (fig. 15, impr. st. cor.), hvilken,
såsom hos hönsfoglarna, kan ega ett foramen pneumaticum.
Denna impression begränsas framåt och lateralt af en olika
skarpt markerad Jlinea intermuscularis interna (fig. 15, lin. int.
int.), hvilken bakåt och utåt öfvergår 1 den främre randen af
processus lateralis ossis coracoidea (fig. 15, proc. lat.). Medialt
förlorar sig impressio sterno coracoidea i den mera plana
angulus medialis distalis (fig. 15, ang. dist.), hvilkens inre kant
fortsätter sig framåt, bildande margo medialis ossis coracoidei,
hvarifrån åter utspringer den hos olika fogelgrupper olika
bildade processus procoracoideus (figg. 11, 12, 14, proc. proc.).
Detta utskott hvälfver sig inåt och mer eller mindre nedåt
och framåt, hvarigenom å »korpbenets» externa, mediala yta
uppkommer en fåra, sulcus supracoracorideus (fig. 14, sule.
sup. cor.), hvilken omsider framåt mynnar i foramen triosseum.
Utefter hela eller endast en del af den främre randen af pro-
cessus procoracoideus har coracoid sin symphytiska förbindelse
med scapula. Omedelbart framför och lateralt om symphysis
14 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
coracoscapularis företer os coracoideum en lateralt och något
bakåt riktad, intryckt yta, som tillsammans med fossan å capi-
tulum scapul&e bildar den cavitas glenoidea (figg. 10, 12, cav.
glen.), uti hvilken caput humeri artikulerar. Framför denna
slutar os coracoideum i ett mer eller mindre utdraget och vul-
stigt utskott, spina coracoidea, acrocoracoideum (figg. 10, 12,
14, acrocor.), hvilket med sin till elavicula stötande yta under-
stundom plägar böja sig mer eller mindre hakformigt nedåt
och bakåt (se fig. 4!). Nära den främre änden af os coracoi-
deum, uti canalis supracoracoideus, påträffas ofta ett (eller
flera) foramen pneumaticum (fig. 12, for. pneum.), äfvenså un-
derstundom på facies interna omedelbart bakom symphysis
coracoscapularis ett foramen supracoracoideum (figg. 11, 12, 14,
förs SUP. cor): Å facies externa sträcker sig från den laterala
delen af ecrista articularis sternalis (fig. 14, crist. art.), eller
den bakre, mot sternum ledande randen, framåt en mer eller
mindre skarpt markerad linea intermuscularis externa (fig. 14,
lins mit. ext).
Coracoid's facies articularis sternalis är vanligen i sin
mediala och externa del konvex, i sin interna mer eller mindre
konkav (se fig. 16!), i den laterala delen nästan städse konvex
(se fig. 17!). Dock måste vi beträffande denna artikulerande
coracoidalyta påpeka, hurusom densamma är underkastad tal-
rika förändringar med afseende på sin byggnad. Allt efter de
skilda fogelarternas olika sätt och medium för sin rörelse och
deraf resulterande olika exkursion af coracoid i sterno-coracoi-
dalleden, har den ifrågavarande ledytan fått ett för de skilda
grupperna mer eller mindre specifikt utseende. — Lättast,
tyckes det oss, bör den respektive sterno-coracoidalartikula-
tionen kunna till sin form öfverses, om man lägger ett snitt
dels i den mediala, dels i den laterala delen af ifrågavarande
led, båda snitten gående i coracoid's längdsriktning. — Detta
förfaringssätt hafva vi begagnat, då vi i berörda hänseende iakt-
tagit de olika fogelgrupperna.
Clavicula (Tafl. I, figg. 4, 5, 10, 18).
Såsom förhållandet är hos däggdjuren, så visar sig nyckel-
benet äfven hos foglarna utgöra den variablaste delen af skul-
derapparaten. Det är ett mer eller mindre långsträckt och
BIHANG TILL K. SV. VET. AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. VI. N:o 5. 15
oftast framåt bågböjdt ben, hvilket sträcker sig mot sternum
från den främre änden af os coracoideum, med hvilket det städse
står i förbindelse (figg. 4, 5, cl). I de flesta fall samman-
hänger det dervid äfven med processus acromialis scapule.
Enligt regel har också den distala eller sternala änden af cla-
vicula intimt sammansmält med motsvarande del af nyckel-
benet å andra sidan, — och betraktas då båda nyckelbenen
såsom en enda bildning under namn af furcula. Exempel sak-
nas dock icke, der under det fullt utbildade stadiet ett direkt
ossöst samband mellan de båda clavicul&e icke eger rum.
Längdsriktningen af nyckelbenet är mycket varierande
och svår att allmänt bestämma. Tillnärmelsevis kan man dock
säga, att om man tänker sig en linie sammanbinda clavicula's
båda yttersta ändar och har den ena af denna linies änd-
punkter fixerad vid nyckelbenets coracoidala fäste, den andra,
utdragen eller icke, — beroende på clavicelns relation till ster-
num, — kommer att falla å någon punkt af margo anterior
criste sterni, aldrig nedom densamma.
Liksom den proportionela längden af radien till den peri-
feri claviceln beskrifver kan variera högst betydligt, så kan
ock benets allmänna struktur hos olika fogelgrupper vara
väsentligt olika. I allmänhet är dock pars coracoidalis bredast
under det att bredden aftager mot den sternala änden.
Det är ock ett annat förhållande man icke kan undgå att
iakttaga, då man granskar nyckelbenet utefter dess längd, och
det är att benet ofta så småningom undergår en torsion, en
vridning kring sin egen axel, så att man vid den coracoidala
delen kan tala om en yttre och en inre yta, under det att man
vid den sternala delen iakttager en öfre och en undre. —
Bäst se vi detta förhållande uttaladt hos kraftiga och uthålliga
flygare, t. ex. hos roffoglarna; och den fysiologiska betydelsen
deraf torde otvetydigt vara att i ej oväsentlig mån öka den
fjedrande styrka, hvarmed furculan håller de båda coracoid-
benen aflägsnade från hvarandra.
Pars coracoidalis är, såsom vi antydt, oftast tillplattad
utifrån och inåt; och allt efter den olika arten af förbindelsen
mellan coracoid och clavicel är denna del olika danad. År
förbindelsen en diarthros, omfattar oftast claviceln med sin
ledande yta mer eller mindre fullständigt den mediala undre
delen af acrocoracoideum (se fig. 10!); är åter t. ex. en syn-
desmos eller en synchondros förhanden, plägar clavicula vara
16 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
fästad endast vid den mediala sidan af samma coracoidala del
och företer då ej så sällan en processus acrocoracoidalis (fig.
18, proc. acrocor.), hvilken är riktad framåt och något uppåt.
Ett foramen pneumaticum påträffas understundom på den
mot acrocoracoideum vettande ytan af pars coracoidalis.
Furculans pars sternalis är, såsom vi nämt, jemförelsevis
smal och ofta tilltryckt uppifrån och nedåt samt eger, med
ett mindre antal undantag, vid föreningsstället mellan båda
nyckelbenen en olika gestaltad processus episternalis furcule
(episternum») (fig. 4, proc. ep.-st. fure.).
Sternum (Tan: I. Beg. 3; 0; (lör ELON
Det som genast väcker uppmärksamhet vid betraktandet
af ett bröstben, tillhörande en carinat fogel, är dels den stora
bredd sternum eger, dels också den crista eller kam, som
följer dess midtlinie från den främre sternalranden nära nog .
ända till den bakre kanten. Det intager, i likhet med för-
hållandet hos däggdjuren, midten af den ventrala delen af
thorax och är dervid med sin längdsaxel riktad nedifrån och
bakifrån uppåt och framåt samt förenad med det öfriga ske-
lettet genom 8—16 sternocostalben. Man kan, om också icke
morfologiskt, afdela detsamma i en corpus och en pars
xiphoidalis.
Hvad beträffar sterni form, liknar den närmast en sköld,
hvilkens konvexa yta vetter nedåt och framåt och bär den
omnämnda eristan (fig. 5, st.); den konkava ytan är riktad
uppåt och bakåt. I den främre delen och å de laterala kan-
terna eger bröstbenet sin största kompakthet och fasthet,
under det att den bakre och mediala delen är tunnare och
företer fontanellartade foramina eller incisurer.
Crista sterni (fig. 5, cr.) är af proportionelt mycket vex-
lande höjd och äfven form, och i likhet med sjelfva bröst-
benet har den sin största fasthet och styrka 1 den främre
delen, der den också oftast eger sin högsta resning. Apex
criste (fig. 5, ap.) behöfver dock icke alltid markera maximum
i höjd; ofta ligger den ej så obetydligt under detta, i det att
ceristans margo longitudinalis, då den tager sin början vid apex,
först stiger och sedan så småningom sänker sig ned mot sterni
xiphoidala del, der den kan öfvergå i en mer eller mindre
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 17
utbredd, markerad plan yta, planum postpectorale. Nästan
parallelt med margo longitudinalis löper å cristans båda sidor
en olika skarpt framträdande linea interpectoralis criste (fig. 5,
lin. intp. crist.). Margo anterior af bröstbenskammen företer
hos olika fogelgrupper en olika lutning i förhållande till sterni
längdsaxel.
Vid roten, om vi så få säga, till cristans främre del plägar
oftast utspringa från sterni främre rand en hos olika fogel-
grupper olika danad spina sterni externa (figg. 5, 8, sp. st. ext.),
och från dennas spets, respektive främre rand, löper åt hvar-
dera sidan lateralt bakåt och nedåt en ås, labium externum
sulei coracoidei sterni (fig. 8, lab. ext.) hvilken kommer att
utgöra den yttre begränsningen för den ledyta, mot hvilken
o8 coracoideum artikulerar. — Hvad beträffar formen å sulcus
coracoideus sterni, är den helt naturligt underkastad lika tal-
I allmänhet torde man dock kunna säga, att den laterala delen
är konkav (se fig. 171), den mediala externa delen äfvenså
konkav och den interna konvex (se fig. 16!). — Lateralt slutar
labium externum vanligen med en olika skarpt framträdande
vulstighet, tuberculum labui externi (figg. 5, 8, tub. lab. ext.).
Den inre begränsningen af nämda sulcus utgöres af labium
internum 8. c. st. (figg. 6, 7, 8, lab. int.); å hvilken vi äfven
finna, mer eller mindre aflägsnad från medianlinien, tuberculum
labii interni (fig. 7, tub. lab. int.). Från midten af den inre
rand, som sålunda bildas af de båda labia interna, utgår under-
stundom en spina sterni interna (fig. 6, sp. st. int.). De båda
spin& sternales kunna vara förenade med hvarandra förmedelst
en benlamell, och bilda de i sådant fall ett mer eller mindre
fullständigt septum interarticulare sterni.
Från tuberculum labii externi utgår dels i riktning bakåt
och medialt en vanligen ganska tydligt framträdande linea
interpectoralis sterni (figg. 5, 8, lin. intp. st.), dels i riktning
bakåt och lateralt en oftast skarpt markerad linea sterno-cora-
cordea (figg. 5, 8, lin. st. cor.), lateralt om hvilken utbreder
sig en fördjupning, impressio sterno-coracoidea sterni (figg. 5,
SETS. St: COT):
Bröstbenets margines laterales bära de processer, mot hvilka
sterno-costalbenen artikulera; och som dessa senare ega dubbla
capitula, finna vi också processus costales (fig. 5, pr. cost.)
anordnade två och två bredvid hvarandra — den ena lateralt
2
SS
138 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
om den andra — och de olika grupperna skilda genom fin-
cisure intercostales (fig. 5, inc. inc.). Från den främre delen
af margo lateralis utgår vidare den olika utvecklade processus
sterno-coracoideus seu precostalis (figg. 5, 6, 7, 8, st. cor.), å
hvilkens yttre yta vi återfinna en del af impressio sterno-cora-
coidea. — Denna process kan någon gång bära processus
costales ända ut till sin spets, i andra fall åter kan den full-
ständigt sakna sådara.
Den bakre, xiphoidala delen af sternum är, såsom redan
blifvit antydt, tunnare och svagare än den främre. Under-
stundom, såsom hos roffoglar, är den hel och icke perforerad,
men företer dock oftast af membraner utklädda fenestrer (fig.
5, fen.) eller, om dessa utbredt sig och dervid genombrutit
den bakre sternalkanten, incisurer (fig. I, inc.), hvarigenom i
senare fallet — beroende på incisurernas djup — mer eller
mindre långsträckta benstafvar, trabecula, processus abdominales
(fig. 9, trab.), uppstå, hvilka kunna vara en eller två å hvar-
dera sidan om crista sterni. Åro de två, talar man om trabe-
culum laterale et mediale. Understundom fortsättas dessa bakåt
af broskartade apophyser.
Å sterni facies interna iakttager man ofta i den främsta
delen af midtplanet ett eller två foramina pneuwmatica (fig. 6,
for. pneum.), som sänka sig ned mer eller mindre djupt i den
pelarelika förtjockningen af cristans främre del.
Vi nämde, då vi vidrörde den primära skuldergördeln,
hurusom scapula och coracoid uppkommit ur en enda vinkligt
böjd broskplatta. Den vinkel, som sedermera under det fullt
utvecklade tillståndet de nämda benens längdsaxlar bilda med
hvarandra, angulus coraco-scapularis, är emellertid ingalunda
lika för alla foglar, utan varierar rätt betydligt, dock så, att
samma gradantal plägar vara gemensamt för en större eller
mindre grupp, såsom vi här nedan närmare skola finna.
Såsom HARTING visat, skulle hos alla foglar finnas en bild-
ning, jemförlig med Sauriernas episternum, hvilken dock oftast
till större delen, ja stundom helt och hållet, förblir membranös
(membrana sterno-coraco-clavicularis (se Tafl. I, fig. 4!). En
BIHANG TILL K. SV. VET. AKAD. HANDL. BAND. 17. AFD. IV. N:0 5. 19
ossifikation af denna episternalapparat iakttaga vi allmännast
i dess bakre och mellersta blad eller den del af samma band-
massa, som är utspänd mellan furculans sternala ände och
margo anterior af crista sterni — lamina mediana (lam. med.).
— Detta förbeningscentrum utväxer ofta till en benplatta,
hvilken i flertalet fall är förenad med furcula der, hvarest de
båda clavicule sammanstöta, eller någon gång med den främre
randen af crista sterni, och hvilken hos skilda fogelgrupper
företer de mest vexlande former. På grund derutaf, att
denna till sitt utseende så olikartade ossösa bildning sålunda
ursprungligen snarare tillhör episternalapparaten än de båda
clavicule, med hvilka den dock oftast är förenad, ha vi, då
den uppträdt såsom en process från furcula, gifvit den namn
af processus episternalis furcule (CUVIER'S apophyse épisternale).
— Af Cypselus apus ha vi varit i tillfälle att iakttaga några
exemplar, der ifrågavarande del varit såsom ossös bildning fri
vis-å-vis nyckelbenens båda sternala ändar och dervid endast
inskjuten emellan samt genom syndesmotisk förbindelse förenad
med dessa, — ett förhållande, som låter oss t. o. m. under
det fullt utvecklade tillståndet se i proc. episternalis furculze
en gent emot clavicul&e indifferent bildning (se Tafl. I, fig. 3!).
Vi nämde, att HARTING sett en episternalapparat uti hela
membrana sterno-coraco-clavicularis. GEGENBAUER åter och med
honom bland andra GörreE hafva såsom episternal bildning
uppfattat endast denna membrans lamina mediana; och bland
de många skäl, som tyckas tala för riktigheten af denna senare
uppfattning, torde måhända äfven den omständigheten kunna
framhållas, att, så vidt vi hafva funnit, aldrig någon annan del
af membranen undergår ossifikation än lamina mediana. HaARr-
TING omtalar äfven ett annat förbeningscentrum, nemligen spina
sterni externa, men histologiska undersökningar hafva gifvit
oss vid handen, att denna process framgår i gemensamhet med
sternum ur ett preformeradt broskanlag, under det att pro-
cessus episternalis furculxe framspringer direkt ur den binde-
substans, som förefinnes mellan furcula och crista sternalis (se
Nana fork Iiock,2!).
20 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
ORDNING I.
Oscines (Tafl. II, figg. 1—3).
Ingen ordning inom fogelsystemet torde med afseende på
skuldetsördelst och bröstbenets byggnad vara mera likformig
än denna. Nära nog alla de familjer, slägten och arter, som
inom densamma inrymmas, förete så mycken inbördes öfver-
ensstämmelse i nästan alla detaljer, att man endast i de varie-
rande proportionerna i längd eller bredd mellan de här be-
handlade skelettdelarna kan finna anmärkningsvärda skiljaktig-
heter.
Scapula är svärdformig, i sin distala ände spetsigt ut-
dragen och står i förbindelse med extremitas coracoidalis
clavicule förmedelst sitt acromialutskott, hvilket är väl ut-
veckladt och bildar en mot clavicula ledande, triangulär samt ,
framåt och medialt riktad yta. Den å os coracoideum endast
obetydligt utvecklade processus procoracoideus når blott i
mindre grad acromion.
Ös böratesdbus bildar ett temligen smalt och utdraget
ben, som är af ungefär sterni längd. Dess linea intermuscu-
laris interna är ovanligt skarpt framträdande och processus
procoracoideus, såsom ofvan blifvit framhållet, jemförelsevis
mycket svagt utvecklad. Acrocoracoideum böjer sig med sin
till clavicula stötande yta mer eller mindre hakformigt nedåt
och bakåt.
Angulus coraco-scapularis utgör i fertalet fall omkring 70
grader.
Clavicula är smal, utefter större delen af sin längd någor- .
lunda jembred, och furcula eger en processus episternalis, som
oftast bildar en uppåt riktad, från sidorna tillplattad lamell,
hvilken liksom delvis utfyller det rum, som bildas mellan
margo anterior criste sterni och den linea, som tänkes dragen
från främre randen af spina sterni externa till apex criste.
Vid änden af extremitas coracoidalis utbreder sig eclavicula
hastigt triangulärt och står vid denna del i förbindelse med
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 21
acromion och acrocoracoideum. Medelpunkten till den periferi
clavicula erbjuder ligger något bakom och ungefär i jemnhöjd
med apex scapul&e. Nyckelbenet beskrifver sålunda hos dessa
foglar en ej så synnerligen skarp kurva.
Foramen triosseum är, företrädesvis genom den för för-
bindelsen med clavicula triangulärt utbredda acromialprocessen
hos scapula, förträngdt.
Sternum wotsvarar i längd ungefär coracoidallängden.
Spina sterni externa är långt framspringande, i spetsen gaffel-
formigt delad och eger en framåt riktad skarp kant, som nedåt
öfvergår 1 cristans margo anterior. Processus precostalis, som
skjuter framåt och utåt, saknar processus costales å sin fria
ände. Den distala delen af sternum är å hvardera sidan om
cristan försedd med en oftast temligen djupt gående incisur.
Någon gång, såsom hos Turdus, kan man dock i dennas ställe
finna en fenestra. Margines laterales divergera mer eller min-
dre bakåt, och crista sterni är temligen hög med en något
konvex margo longitudinalis.
Sterno-coracoidalleden torde med afseende på sina ledytors
byggnad närmast motsvara en ginglymus. I den mediala delen
är emellertid crista articularis ossis coracoidei temligen djupt
inkilad i motsvarande sulcus coracoidalis sterni; i den laterala
delen af samma led är förbindelsen deremot — såsom för-
hållandet oftast är äfven inom öfriga ordningar — friare, i
det att endast en ytterst obetydlig del af coracoid's facies
externa står i kontakt med det här mycket låga labium exter-
num sulci coracoidei sterni.
Endast en familj, nemligen Upupince, afviker från de all-
männa karakterer för ordningen OÖscines, som vi här ofvan
angifvit. De för nämda familj specifika eller från öfriga fa-
miljer, tillhörande Ordning I, divergerande strukturförhållandena
skola emellertid närmare påpekas längre fram.
22 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Familjen Lusciniin2e.
Af de skandinaviska slägten, som hit höra, nemligen Lu-
scinia L., Cyanecula BREEM, Erithacus Cuv. och Ruticilla BREEM,
stå de tre sist nämda hvarandra närmast, 1 det att de förete
ett sternum, som i längd understiger den respektive coracoi-
dallängden:
mm:s sternallängd coracoidallängd
BTIthaCUS- cc. 14 15
Butierllar Eee 13 14
Cyanecula cs — . 15 16
Tlusemia eo 18 18,
då deremot hos Luscinia, såsom ofvan synes, sternallängd och
coracoidallängd sammanfalla.
Maximihöjden af crista sterni understiger hos alla med
ungefär 1 mm. den respektive halfva sternallängden:
eristans höjd halfva sternal-
längden
Erithacus--------- 6 7
Rutietlla rss 5 6,5
Cyanecula..-.---- 6 1,5
TjUSCINTA —mcbocesck 8 9,5.
Den proportionela sternalbredden varierar mellan de olik:
slägtena:
sternalbredd sternallängd
I IrskoEKSN JES 5 15
IasöNmne IE 13 13
Cysnecula=--..- 12 15
Tjusemiar stela 16 19.
Incisurens djup utgör:
incisura sternallängd
IBITICRAGUS csn 6 15
Rutienlag 5) 153
Cyanecula soo 6 15
Jöns CImAaL AA 7 IG)
Familj. Saxicoline.
De slägten, som tillhöra denna familj, nemligen Prati-
cola Kavr. och Saxzicola L., äro mycket homogena; de förete
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 17. AFD. IV. N:0 5. 23
båda ett sternum, som med 2 mm. understiger coracoidal-
längden:
sternallängd coracoidallängd
Praticolax .......- 13 15
NaxICOlA <---> 15 ie
Maximihöjden af crista sterni är äfven hos båda slägtena
proportionelt lika:
cristans höjd half sternallängd
TACOLA so ooo 6 6,5
SEI COLA po oense id (25
o
Med afseende å sternalbredden förefinnes dock någon
olikhet, i det att densamma hos Praticola med 1 mm. öfver-
stiger sternallängden, då den åter hos Saxicola är lika med
denna senarc:
sternalbredd sternallängd
Pratieola.... ooo. 14 13
Saecola Junk 15 158
Proportionelt äro äfvenledes djupen af incisurge ster-
nales lika:
incisura sternallängd
Kraticola. se 6 13
Naxaeolanuskt 4 15:
Familj. Turdinege.
Arterna till slägtet Turdus L. kunna ganska väl uppställas
såsom typer för ordningen Öscimes, i det att de förete de re-
lativa proportioner, som vi i allmänhet återfinna inom flertalet
af öfriga hithörande familjer. Så ega de alla ett sternum, som
med en eller annan millimeter i längd öfverträffar os cora-
coideum:
sternallängd coracoidallängd
ämm usicus CS 25 24
SA pI ATS 29 Zl
SNETT STU LA oe 29 26
» torquatus -.... 32 28.
Maximihöjden af crista sterni understiger med någon mil-
limeter halfva sternallängden:
cristans höjd halfva sternal-
längden
MYE USICUS = 11 12,5
SNpTlarisk usa 13 14,35
armerula med 12 14,5
» torquatus.... 14 ING!
24 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Vidare understiger städse sternalbredden den respektive
sternallängden:
sternalbredd sternallängd
TV Mustcus 2 -- 22 25
SAKPILETISE Re 24 29
0 (Sr bd AR 25 29
torquatus -... 2 32.
Hvad slutligen djupet af incisura sternalis beträffar, upp-
når detsamma aldrig halfva sternallängden, men är likväl gan-
ska stort:
incisura sternallängd
TINUSICUS: -. < 2 25
REP IÄTISE- ser 14 29
FNMmeSLUlAs ee a 29
>» torquatus -.... 12 OM
q
Hos T. torquatus hafva vi iakttagit en fenestra i stället
för den för Oscines i öfrigt karakteristiska incisura sternalis.
Familj. Cinclingee.
Slägtet Cinclus BrEcust. företer, åtminstone hvad den skan-
dinaviska arten beträffar, rätt mycken öfverensstämmelse med
föregående familj och slägte, men skiljer sig dock tydligt deri-
från genom den i ögonen fallande obetydliga höjden af crista
sterni, äfvenså genom det ringa djupet af incisura sternalis:
| cristans höjd böpMat ne
längden
9 13
sternalbredd sternallängd
l DD Gc
C. aquaticus... 22 26
coracoidallängd
24 26
incisura
8 26.
Scapul&e äro dessutom i sin distala del temligen breda
samt tydligt utåtböjda.
Familj. Motacillinee.
De slägten, som hit höra, nemligen Motacilla L., Budytes
Cuvv., Anthus BEcHst. och Pipastes KAUP., ansluta sig med af-
seende på proportionerna skelettdelarna emellan till den typ
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 17. AFD. IV. N:0 5. 25
af Ösciniderna, som vi funnit uttalad hos fam. Turdin&e, och
förete sins emellan stor öfverensstämmelse. Så ega de nästan
alla ett sternum, som i längd med 1 mm. öfverstiger coracoi-
" dallängden:
sternallängd coracoidallängd
Mötaenlla.. o.c.— 18 1
Budytes--r-4-o.- 18 17
ANP DUSN fossila 174 16
ipastesk oo 19 1.
Maximihöjden af crista sterni är, synnerligast hos Anthus
och Pipastes stor:
cristans höjd halfva sternal-
längden
Mötacnlacd usd! 9 10
Budytesus. sol oj 9
At buse soolen 8 8,5
Ripartesktsl es 9 9,5.
Hvad beträffar sternalbredden, är den hos hithörande
slägten proportionelt ungefär lika:
sternalbredd sternallängd
Motacilla -.......- 14 18
Budyteg. = fe 14 18
JAN 0) ab ESO Le 14 I
a PIPRSteS: os ASA 165) 19!
Incisura sternalis eger ett djup af:
incisura sternallängd
INlötactla SR 8 20
Budytes:- -<-seetg U 18
FAST EINU SS) oo 8 17
Eipastes ort oe 9 NY:
Familj. Phyllopseustinge.
Arterna till denna familjs slägten, Regulus Cuv. och Phyllo-
pseustes MEY., påminna med afseende på skuldergördel och
bröstben i mer än ett hänseende om vissa representanter för
de förut omnämda familjerna Lusciniine och Saxicoline. Hos
Phyllopseustes är längden af os coracoideum och den af ster-
num nästan lika, hos Regulus är den af bröstbenet 1 mm.”
kortare:
sternallängd coracoidallängd
Phyllopseustes.. 14 14
Regulustentnsets 9 10.
26 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Båda hithörande slägtens representanter ega en crista
sterni, som i höjd med 1 mm. understiger sterni halfva längd:
cristans höjd halfva sternal-
längden
Phyllopseustes-.. 6 ud
Begulnstö le d,5 4,5.
Sternalbredden är ovanligt stor. Så är den hos Phyllopseu-
stes lika med sternallängden, hos Regulus öfverstiger den
nämda längdmått med 1 mm.:
sternalbredd sternallängd
Phyllopseustes.. 14 14
Regulnastao 10 S)
Incisura sternalis är temligen djup hos Phyllopseustes, der
denv understiger halfva sternallängden med endast 1 mm.,
hos Regulus proportionelt djupare, der den öfverstiger nämda
längdmått:
incisura sternallängd
Phyllopseustes .. 6 14
Re on IE 5 5)
Familj. Sylviine.
Åfven inom denna familj finna vi en anläggning af bröst-
ben och skuldergördel, som i mycket erinrar om förhållandet
hos representanterna för föregående familj och i samband der-
med också med ordningen Oscines' tvenne första familjer. Alla
de arter af slägtet Sylvia LATH., som tillhöra den skandinaviska
faunan, förete dessutom sins emellan en ovanligt stor öfver-
ensstämmelse i proportionerna skelettdelarna emellan. Så är
t. ex. sternallängden hos SS. atricapilla L., nisoria BEcHst. och
hortensis LATH. 2 mm. kortare än motsvarande coracoidallängd:
sternallängd coracoidallängd
5. atricapilla 13 15
hortensis...... 13 15
2 TISOTTA Les 15 17.
Cristans maximihöjd understiger halfva sternallängden med
något mindre än 1 mm.:
cristane Höjd halfva sternal-
längden
S. atricapilla -... 6 6,5
» hortensis...... 6 6,5
FNISOTIA Eee hs dd (Ner
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAB. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 27
Sterni bredd och längd sammanfalla:
sternalbredd sternallängd
S. atricapilla -..- 13 1
FAROBIENSISL.s =. 13 3
SEN ISÖTIA Ls ooo 15 3
Djupet af incisura sternalis understiger halfva sternal-
längden med något mindre än 1 mm.:
incisura sternallängd
S. atricapilla ..-. 6 18)
» hortensis...... 6 13
NISOTA.—------ 7 15
Familj. Calamodytinee.
(Denna familjs representanter ha vi tyvärr ej varit i till-
fälle att granska.)
Familj. Paringe.
De slägten, som representera denna familj, nemligen Örites
MoEzEnrR., Parus L., Cyanistes Kaur., Poecila Kauvr. och Lopho-
phanes KaAuP., ansluta sig med afseende på bröstben och skulder-
gördel till den grupp inom ordningen Oscines, som karakteri-
seras genom ett kort och bredt sternum, hvars längd understiger
den respektive coracoidallängden, och af hvilken grupp vi förut
funnit representanter i Sylvine och andra familjer:
sternallängd coracoidallängd
(ÖTTRGR = son SN lät 2
RATUS Ess rod ole 14 15
Cyanistes.-..s.-- 13 14
POeGNAL-ooo-scsu- 13 14
Lophophanes.... 160 1
Maximihöjden af crista sterni utgör:
cristans höjd halfva sternal-
längden
ÖRIIGS = ooocsao sees 4 5
FRANS als 5 7
Cyanistesi.......- 5 6,5
BOGSTA. dosor 4 6,5
Lophophanes-..- 5 6.
Hvad sternalbredden beträffar, är denna lika med eller
öfverstiger motsvarande sternallängd:
28 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
sternalbredd sternallängd
ÖTItesE ss AE äl! 11
Parust ek 14 14
CyanistesioY 5 13 13
Poöeenlar so. 115) 13
Lophophanes.... 13 12.
Incisura sternalis eger ett djup af:
incisura sternallängd
ÖTites pls 5 11
PArUs Ges ses id 14
(ÖVAnDIStes ss 5) 13
POecHace sa see 5 115)
Lophophanes.... 5 125
Familj. Troglodytinge.
Äfven hithörande slägte, Troglodytes KocH., ansluter sig
till den typ bland Osciniderna, hvaraf vi uti Parine sett en
representant. Så understiger sternallängden med 2 mm. mot-
svarande coracoidallängd:
sternallängd coracoidallängd
10 12;
och samma förhållande gör sig gällande beträffande cristans
högsta resning gent emot halfva sternallängden:
cristans höjd halfva sternallängden
3 3
Sternalbredden öfverstiger med någon millimeter mot-
svarande längd af sternum:
sternalbredd sternallängd
itil 10.
Djupet af incisura sternalis är lika med respektive halfva
sternallängd:
incisura sternallängd
d 10)
Familj. Ficedulin2.
(Representanter för denna familj ha saknats oss.)
Familj. Muscicapidee.
Slägtet Muscicapa BRISS. företer ett sternum, som är kortare
än motsvarande coracoidallängd:
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 29
sternallängd coöracoidallängd
15 16.
Maximihöjden af crista sterni är stor och utgör:
cristans höjd halfva sternallängden
£( ige
Sternalbredden är lika med den respektive sternallängden:
sternalbredd sternallängd
15 15.
Djupet af incisura sternalis utgör under ofvanstående öf-
riga måttförbållanden 6 mm.
Familj. Ampelide.
Det enda hithörande slägtet, Ampelis L., eger ett ster-
num, som i längd motsvarar längden af os coracoideum:
sternallängd coracoidallängd
23 FD
Crista sterni företer en hög resning:
cristans höjd halfva sternallängden
2 INS
Sternalbredd och sternallängd sammanfalla:
sternalbredd sternallängd
23 20.
Djupet af incisura sternalis utgör:
incisura sternallängd
10 23.
Familj. Oriolin2e.
Oriolus L. åter ansluter sig till den typ, som represen-
teras bland andra familjer af Turdine. Så öfverträffar bröst-
benet i längd med 2 mm. motsvarande längd af os coracoideum:
sternallängd coracoidallängd
26 24.
Crista sterni understiger i höjd halfva sternallängden:
cristans höjd halfva sternallängden
11 ör
och sternalbredden når ej motsvarande sternallängd:
sternalbredd sternallängd
23 26.
320 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI
Djupet af incisura sternalis utgör endast:
incisura sternallängd
8 26.
Familj. Laniinee.
De två slägten af denna familj, hvaraf representanter före-
komma inom de skandinaviska gränserna, fnneoctonus Borr
och Lanius L., tillhöra den typ bland Oscines, som utmärker
sig genom ett kort och bredt sternum och proportionelt långt
coracoidalben. Sins emellan, förete dock de båda slägtena
någon skilnad, i det att sternum i längd hos det förstnämda
understiger, men hos det senare är lika med motsvarande
coracoidallängd:
sternallängd coracoidallängd
Enneoctonus.-... 16 18
TRANS 2 SA 24 AA
Höjden af crista sterni utgör:
K : halfva sternal-
crista sterni
längden
Enneoctonus.... 7 S
Tanis Coe Seen 10 1108
Den proportionela sternalbredden är ej heller lika hos
de båda slägtena:
sternalbredd sternallängd
Enneoctonus--..- Ilee 16
Tjaniuss== bad 22 24.
Incisura sternalis är hos båda grund:
incisura sternallängd
Enneoctonus--... 5 16
Tangus Es 9 DA
Familj. Accentorinee.
(Har saknats 0ss.)
Familj. Chloridinee.
Inom denna familj inrymmas slägten, af hvilka trenne
tillhöra den typ, som karakteriseras af kort och bredt sternum,
Pinicola, Pyrrhula och Aegiothus, och de öfriga den i Tur-
dine uttalade. Af de hithörande skandinaviska slägtena,
Pinicola VirnL., Pyrrhula Briss., Ligurinus KocH., Chry-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. ål
somitris Bor. Carduelis Cuv., Aegiothus CABAN. och Linota
Bonar., förete nemligen Pinicola, Pyrrhula och Aegiothus
ett sternum, som i längd antingen motsvarar den respektive
coracoidallängden eller understiger denna senare. Hos öfriga
hithörande slägten deremot är sternallängden större än mot-
svarande längd af os coracoideum:
sternallängd coracoidallängd
IBINCOlae. oc. 23 23
Byrrhula. soc 19 [9
Aegiothus......- 14 15
+ UTE erl HUN R ES 19 18
Chrysomitris.... 14 1057
Gaärdvelss so 16 5
| DR a SE AE 18 16:
Högsta resningen på crista sterni utgör:
cristanss höjd halfva sternal-
längden
Riätcolass.. 10 11,5
Bytrhulas sec 8 9,5
Aegsiothus 6 qi
Ligurinus ....... S 05
Chrysomitris. .. 6 ff
Carduelisl:s 2 8 8
IÖrhs (ON esse (D) 9
Hvad sternalbredden beträffar, finna vi densamma hos
Pinicola, Pyrrhula och Aegiothus motsvara den respektive
sternallängden, hos öfriga slägten understiga denna senare:
sternalbredd sternallängd
RInICOlar ss 20 23
FövaTla ss 19 1)
Aegiothus....--- 14 14
PiStTINUS Ao 16 18.
Chrysomitris.... IL 14
(MaTdUels. so 14 16
PÄR OTAEE ooo sno 14 18:
Djupet af incisura sternalis företer icke något anmärk-
ningsvärdt:
incisura sternallängd
Pinreolassg 17 20
Rycthulars. ss 9,5 19
Aegiothus ---.--- 7 14
32 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
incisura sternallängd
Ligurmusikest- 8 162)
Chrysomitris.!=. or 6 14
Carduelis: ser. i 16
Tänotar Arn Y iler
Familj. Fringilline.
Hithörande skandinaviska slägten, Coccothraustes BRISS.,
Fringilla L. och Passer BRrRISS., ega alla ett sternum, som i
längd öfverträffar längden af motsvarande os coracoideum:
sternallängd coracoidallängd
Coccothraustus --.. 24 22
Ike OA ee il 16
RÖSSeTAs okok 19 18.
Cristans största höjd utgör:
cristans höjd halfva sternal-
längden
Coccothraustes .... 2 12
Ernst to) 5,5
PASSET Ess See 8 SLE
Sternalbredden understiger motsvarande sternallängd:
sternalbredd sternallängd
Coccothraustes -... 20 24
IOTTn Sea UD 17
Påsper Ae ot. I 19.
Djupet af incisura sternalis når ej halfva sternallängden:
incisura sternallängd
Coccothraustes -... 10 24
ETSI oj 17
FSTSRAS sr ot id 19:
Fringilliderna förete en mer eller mindre skarpt fram-
trädande spina sterni interna, hvilken dock städse samman-
flyter med spina sterni externa, såmedelst bildande ett septum
interarticulare. Hos Fringilla Coelebs är denna process syn-
nerligen tydligt uttalad, hos öfriga deremot oftast framträdande
endast såsom en skarp kant utefter midtlinien af spina sterni
externa.
Familj. Loxiine.
Det enda hithörande slägtet, Lowia L., företer med af-
seende på bröstben och skuldergördel proportioner, som vi
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 39
icke varit i tillfälle att iakttaga hos någon vare sig före-
gående eller efterföljande familj inom ordningen Öscines.
Till ingendera af de två typer, uti hvilka. vi funnit Oscini-
derna för öfrigt delade, kunna representanterna för hithörande
slägte räknas. Vi finna nemligen os coracoideum till sin
längd antingen öfverstiga eller motsvara den respektive ster-
nallängden, på samma gång som sternalbredden städse under-
stiger sternallängden.
sternallängd coracoidallängd
INSPlev cop tera Pesas 18 KeR20
» Curvirostra oo... 20 20.
Crista sterni är jemförelsevis hög, i det att den eger en
resning, som motsvarar halfva sternallängden:
cristans höjd halifva sternal-
längden
IäNlencoptera s-s sc 9 9
>i CUTVITOStrå —.—-.. såga 10 LO
Sternalbredden understiger, såsom vi ofvan påpekat, den
respektive sternallängden:
sternalbredd sternallängd
10 NET NER 16 18
(bb ENA NAO) NE ene soc 18 20.
Incisura sternalis utgör:
incisura sternallängd
[Ule tu CO please EYES 18
GUIVARO SKITA S 20.
Familj. Emberizin2e.
Hithörande skandinaviska slägten, Crithophaga CAB., Em-
beriza L., Cenchramus SUNDEV., Glycyspina CAB., Centrophanes
Kauvr. och Plectrophanes MEYER, ansluta sig med afseende på
byggnaden af 'skuldergördel och bröstben till den grupp af
Oscines, för hvilken familjen Turdinze kan ställas såsom typ.
— Så öfverstiger städse sternallängden den respektive cora-
coidallängden:
sternallängd coracoidallängd
(öribhö pa gar CSES 26 24
mb etiga ocg pratet 22 20
(WSKHGRLAMUS- <>. 18 16
(Gl YyCySpin ar Uegtosk a 20 18
Plectrophanesyfd ls 22 205
vu
34 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Åfven vis-b-vis cristans höjd gent emot halfva sternal-
längden finna vi nära nog proportionelt lika öfverensstämmande
siffror som vid ofvan angifna värden:
cristans/ höjd halfva sternal-
längden
(TTOUNO PIA Ba ss 12 13
BD Era «sees ae 10 bl
CEHChTAMUSPE SE, 8 9
(Glycys pina se: 9 10
Plectrophanes -....--- 10 BIL
Sternalbredden understiger motsvarande sternallängd:
sternalbredd sternallängd
CrithopHagera kn 22 26
Hmbetra Gorton i. 18 22
Cenchramus8 -........--- 15 18
(Glycyspima cen 16 20
Plectrophanes --------- 20 22.
Djupet af incisura sternalis utgör:
incisura sternallängd
Orithophasa Crea. 10 26
EMberktdm.soc-co-os- 9 22
Cenehramuseer ee 7 18
(GIVE YE PIN ECE YNeN Sr 8 20
Plectröphanest--co- 9 22.
Familj. Sturning2e.
Det egentligen enda slägte och dermed den enda art,
som är representerad inom det skandinaviska området, nem-
ligen Sturnus vulgaris L., eger med afseende på propor-
tionerna hos bröstben och skuldergördel den första ordningens
allmännare karakterer. — Så öfverstiger sternum i längd med
2 mm. motsvarande coracoidallängd:
sternallängd coracoidallängd
27 20.
Maximihöjden af crista sterni når ej halfva sternal-
längden:
cristans höjd halfva sternallängden
12 13,5.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 35
Hvad sternalbredden beträffar, understiger denna mot-
svarande sternallängd:
sternalbredd sternallängd
24 2.
Djupet af incisura sternalis når ej den respektive halfva
sternallängden:
incisura sternallängd
13 2.
Familj. Nucifragine2.
Äfven hithörande slägte, Nucifraga VIELL., närmar sig till
den inom Oscines något talrikare representerade typen, ehuru-
väl det företer en del afvikande förhållanden med afseende på
proportionerna. — Sternum öfverstiger 1 längd med 3 mm.
coracoidallängden:
sternallängd coracoidallängd
2 2
54 ol
Crista sterni är temligen låg; den understiger nemligen
i höjd med 4 mm. halfva sternallängden:
ceristans höjd halfva sternallängden
13 17
Sternalbredden understiger sternallängden:
sternalbredd sternallängd
31 34.
Incisura sternalis är grund:
incisura sternallängd
12 34.
Familj. Garrulinge.
Inom denna familjs skandinaviska slägten, nemligen Pica
Briss., Perisoreus Bouvr. och Garrulus BrRISS., finna vi repre-
sentanter för båda de typer, i hvilka vi sett ordningen Öscines
kunna indelas. — Så eger Pica ett sternum, som i längd med
> mm. öfverstiger coracoidallängden, ett förhållande som vi
återfinna äfven inom slägtet Garrulus; då deremot hos Peri-
soreus sternal- och coracoidallängd sammanfalla:
sternallängd coracoidallängd
HET GRANEN. a eken sh SSR 20) 30
(TÄTT NS ot SE 34 29
36 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Anmärkningsvärd är den obetydliga resningen af crista
sterni — synnerligast hos Garrulus och Perisoreus:
cristans Höjd halfva sternal-
längden
Påcagsar val std. 14 1755
(FATHU LDS SNES SSE im il
Perisoreus.. Rana i 11555
Hos Perisoreus understiger sternallängden den respektive
sternalbredden, då åter hos Pica och Garrulus ett motsatt
förhållande gör sig gällande, något som ju också står 1 korrela-
tion till differensen i längd mellan sternum och os coracoideum
hos hithörande slägten:
sternalbredd sternallängd
PrCA SEEN AEA 30 30
(FATTAS om on NIER 29 34
Perisörevs "= oe 24 23.
Djupet af incisura sternalis slutligen är hos dessa tre
slägten proportionelt olika, men understiger dock hos dem alla
halfva sternallängden:
incisura sternallängd
RICA ons Bg ta 1aR a 14 20
Garrulusur totem: 11 34
Perisoreusignesnr est. 10 20:
Familj. Corvinee.
De hithörande slägtena Lycos Bor, Trypanocorax KAUP.
och Corvus L. ega alla ganska stor likformighet med afseende
på proportionerna af de skelettdelar vi behandla. Så öfver-
stiger städse sternallängden den respektive coradoidallängden:
sternallängd coracoidallängd
LyGAN SS EAS ns 38 30
UTYPANO COLA 47 41
Cormus/ (COTaXR) E-—-E--- 67 04;
om också, såsom vi finna hos Corvus — såväl corax som
cornix — differensen är rätt betydlig gent emot förhållandet
hos Lycos och Trypanocorax.
Höjden af crista sterni når aldrig halfva sternalläng-
den — hos Lycos närmar den sig dock detta mått ganska
mycket:
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 37
eristans höjd half sternallängd
TY COSE 22-25. 3 MIG yo 19
INTypANOCOrAR se 18 23,5
WORVuUST (COTDIA CE EES 18 29,5.
Afvenså öfverstiger hos hithörande slägten sternallängden
städse den respektive sternalbredden:
sternalbredd sternallängd
HÖVEO SARS aa ola onssseke 32 38
HSYpANOCOTAR ooo lo 47
(COrvust (Conn) =E 42 ol.
Hvad slutligen djupet af incisura sternalis beträffar, finna
vi följande värden:
incisura sternallängd
NäVGO SISCa Serene 13 28
iirypanocorase. ft 13 47
Corvus j(COrnix)s-.--=-- 13,5 äl.
Hos särskildt de större formerna af familjen Corvine
iakttaga vi dessutom ett intimt samband mellan margo ante-
rior criste sterni och processus episternalis furculxe. Den
bakre randen af nämnda process plägar nemligen vara mer
eller mindre tillplattad och stå i kontakt med en äfvenledes
ansväld och tillplattad tuberositet å crista sternalis.
Familj. Certhiing2e.
De skandinaviska slägten, som hit höra, nemligen Certhia
L. och Sitta L., afvika i flera hänseenden från den för Osci-
nes allmännast gällande typen, sådan vi se den hos familjen
Turdine, och närma sig genom sina proportioner till den
jemförelsevis mindre talrikt representerade typ, som vi funnit
uttalad hos familjen Saxicolinge och andra. Så finna vi hos
båda hithörande slägten ett sternum, som i längd understiger
den respektive coracoidallängden:
sternallängd coracoidallängd
(ETT NTA oc op 10 äl
SET a ara E SRS 15 0
Höjden af crista sterni understiger halfva sternallängden:
cristans höjd half sternallängd
Centhigtest sr net 3,5 d
Sitta 2 34 PRE EB SPIS SE SN a 6,5 (
38 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Sternalbredden öfverstiger med en eller annan millimeter
den motsvarande sternallängden:
sternalbredd sternallängd
(Fentlliar < er CER IRA. 13 10
Hittar tote Bl BRO IT 15;
För slutligen incisura sternalis hafva vi iakttagit följande:
incisura sternallängd
(ertlrasserce SARARe Ta 5 10
PTELS ess NNE 5 155.
Synnerligast hos Sitta markera sig scapule genom sin
något ovanliga bredd och sina starkt utåtböjda spetsar.
Familj. Hirundinine2e.
De till Hirundinin&e hörande slägtena, nemligen Hirundo
L., Chelidon Borr och Cotyle Borr visa sig till byggnaden af
bröstben och skuldergördel tillhöra den allmännast gällande
typen inom OÖscines. — Så öfverstiger sternallängden den
motsvarande coracoidallängden:
sternallängd coracoidallängd
Elicundo, se 16 15
Chelidon === os 2 16 15
Cotyle aa 15 14.
Maximihöjden af crista sterni utgör:
cristansihöje halfva sternal-
längden
FITTUTGO. = 22 SE td 8
CReEldOn- >.< se q 5
Cotyle Str Seaane 7 0,5:
Sternalbredden understiger den respektive längden af ster-
num:
sternallbredd sternallängd
Elrun der NS. il2) 16
(ÖN Slhdowet sme 19 16
0 tyder RN 14 15:
Djupet af incisura sternalis eger följande värde:
incisura sternallängd
Elifundo = + severe 6 16
(Held ön=-- ss ot Ses 6 16
CW Otyle SENOR 6 15.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 39
Familj. Alaudine.
Denna familjs skandinaviska slägten, Otocorys L., Alauda
L. och Galerita Borr, bilda den sista grupp inom ordningen
Oscines, som företer de genomgående karakterer vi hit-
tills iakttagit, och visa sig tillhöra den något mera för-
herskande typ, hvilken vi sett tydligt uttalad bland andra
familjer hos Turdinee.
sternallängd coracoidallängd
(ÖEOCORVS == Ädae Sel 23 Al
anda ge 23 2!
Galemntalboetss) map 20 18.
Sternalbredden når ej motsvarande sternallängd:
sternalbredd sternallängd
(INTAR av ER SS 20 2
VAN ES Tro [BOREN 19 20
(TALEN Ån orden EL 20.
Crista sterni är temligen hög:
cristans höjd half sternallängd
WPOCODYS <= SrcR SESESOAN 10 HOS
NI KE UNG (Dj fött ngr 10 Ile
(selerttar Oo ee NARE 9 10.
Djupet af incisura sternalis motsvarar höjden af crista
sterni:
incisura sternallängd
ÖPOEO NYSE = AS 10 23
VAN (250 KOR Arran 10 23
(Ör TSTIGR soc ooo SARA 9 20:
Familj. Upupine. (Tafl. II, fig. 3.)
Upupa epops IL. företer med afseende på byggnaden af
bröstben och skuldergördel så många väsentliga detaljer, som
afvika från de förhållanden vi förut hos Oscines lärt känna,
att man ingalunda saknar anledning betvifla, att Härfogelns
rätta plats är den, der han hittills blifvit stäld; synnerligast
som ju alla öfriga Oscinider till sin struktur äro hvarandra
så förvillande lika.
Hvad de allmänna måttbestämningarna beträffar, öfver-
stiger sternum i längd motsvarande coracoidallängd:
40) EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTROLOGI.
sternallängd coracoidallängd
26 23
Maximihöjden af crista sterni utgör:
eristans höjd half sternallängd
12 kö,
Sternalbredden understiger den respektive sternallängden:
sternalbredd sternallängd
20 26.
Djupet af incisura sternalis är proportionelt ganska litet:
incisura sternallängd
5 20.
Clavieula eger ej den breda triangulära pars coracoidalis,
som vi förut iakttagit, utan är denna del jemförelsevis smal,
och endast en antydan till proc. episternalis furculx kunna
vi spåra uti den bindväfnad, som förenar margo amterior
criste sterni med furcula. — Sternum företer, såsom vi ofvan
sett, en jemförelsevis hög crista och en spina sterni externa,
hvilken icke är gaffelformigt delad, men hvilken deremot
med sin främre kant bugtar sig långt framåt och något nedåt
samt öfvergår nedåt i cristans äfvenså långt framdragna margo
anterior. Desslikes finna vi å sternum en väl utvecklad spina
sterni interna, som genom sin förening med spina sterni ex-
terna bildar ett mot sulcus coracoidalis sternalis perfore-
radt septum interarticulare. Vid perforationen stiger ett fora-
men pneumaticum ned i spina sterni externa. — Såsom vi
ofta äro i tillfälle att iakttaga inom följande ordning, Volucres,
är den xiphoidala delen af sternum genom en transversel in-
bugtning af den konvexa sternalytan något afsatt från den
främre, costaldelen, och processus pracostalis företer ej samma
framåtlutning som inom föregående familjer.
Den med sin margo anterior ovanligt långt framspringande
crista sterni och frånvaron af någon direkt med furculan för-
enad processus episternalis leda oss ovilkorligen till den mening,
att större delen af lamina mediana af membrana sterno-coraco-
clavicularis blifvit förbenad och förenats med bröstbenskammen,
en åsigt, som ytterligare stärkes deraf, att furculans sternala
del nästan direkt stöter till cristans margo anterior. — Ett
likartadt förhållande påträffa vi äfven inom vissa grupper af
följande ordning.
BIHANG TILL K. SV. VET. AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 41
Os coracoideum eger, i motsats till hvad vi förut lärt
känna inom Oscines, en kraftigt utvecklad processus procora-
coideus, hvilkens framåt och nedåt riktade kant bakåt slutar
i en hamulus och framåt kan vara synostoserad med acro-
coracoideum. Vid den sternala delen iakttaga vi å margo
medialis ett inåt och något framåt riktadt utskott, och pro-
cessus lateralis är bred och långt utdragen.
Sammanfattning.
Om vi undantaga den i flera strukturhänseenden från
öfriga familjer så divergerande och sjelfständiga familjen
Upupine, tyckes ordningen Oscines kunna med afseende på
byggnaden af bröstben och skuldergördel delas i tvenne till
proportionerna skelettdelarne emellan alldeles motsatta grupper.
Den ena, till hvilken ansluta sig familjerna Lusciniine (del-
vis), Saxicoline, Phyllopseustinze, Sylviinx, Calamodytinr,
Parine, Troglodytinw, Ficeduline, Muscicapide, Ampelide,
Lanim2e (delvis), Accentorinax, Chloridinx (delvis), Garrulina
(delvis) och Certhiin:e, eger ett kort och bredt sternum, hvars
längd understiger eller i några fall är lika med längden af os
coracoideum och hvars bredd öfverstiger eller motsvarar den
respektive sternallängden (Tafl. II, fig. 2); den andra åter,
hvilken representeras af flertalet slägten inom öfriga familjer
och af några inom de ofvan uppräknade samt kan sägas ut-
göra den för Oscines mera karakteristiska typen — sådan vi
funnit den väl uttalad hos familjen Turdingxe, — företer ett
mera långdraget bröstben, hvars längd öfverstiger den respek-
tive coracoidallängden och hvars bredd aldrig når den mot-
svarande sternallängden (Tafl. II, fig. 1).
Från dessa båda typer afviker dock en enda familj, nem-
ligen Loxiine, hvilken eger ett i förhållande till os coracoideum
kort sternum, men på samma gång dessutom en sternalbredd,
som ej så obetydligt understiger motsvarande sternallängd.
En tendens i samma riktning kunna vi dock äfven spåra hos
ett och annat slägte inom öfriga till Oscines hörande familjer.
En partiel ossifikation af episternalapparaten finna vi i
den platta, sagittalt stälda benlamell, som vi lärt känna under
namn af proc. episternalis furcule. Någon gång se vi denna
1 direkt förbindelse med crista sterni, — så hos de större rer
42 PMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
presentanterna för ordningen Öscines, hos Corvine —; och i
samband med specielt de mäktiga förstärkningarna i de laterala
bladen af membrana sterno-coraco-clavicularis (ligamenta sterno-
acrocoracoidea) har den för berörda ordning karakteristiska
furcularbildningen af spina sterni externa uppstått.
Endast den sista af de inom ordningen Oscines inrymda
familjerna, nemligen Upupine, markerar sig genom någon sär-
egen struktur från de 1 öfrigt så genomgående allmänna karak-
tererna, men så är också arten af denna differentiering sådan,
att man knappast kan finna något moment, som talar för den
plats inom systemet, ifrågavarande familj ännu eger. Mycket
tyckes deremot peka på en vida närmare frändskap till de
sins emellan för öfrigt så heterogena, men från ordningen
Oscines så distinkt skilda representanterna för följande ord-
ning, nemligen Volucres. Och bland dessa måhända närmast
till Meropine. Bland utomskandinaviska former ha vi funnit
familjen Upupine synnerligen öfverensstämmande med det
afrikanska slägtet Irrisor, som, äfven det, af SUNDEVALL blifvit
stäldt inom Oscines. — Erinra vi oss derjemte de förhållanden,
under hvilka Härfogeln lefver, och det sätt, på hvilket han
uppträder, kunna vi väl icke heller förneka, att vi äfven derut-
innan iakttaga detaljer, som för öfriga Oscinider äro fullkom-
ligt främmande.
I stället för det hos öfriga Oscinider förefintliga lig. sterno-
acrocoracoideum, finna vi hos Upuping — i samband med den
kraftiga utvecklingen af proc. procoracoideus — ett lig. sterno-
procoracoideum.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 43
ORDNING II.
Volucres (Tafl. II, figg. 4—8 och III fiog
oc,
do
ikh
Ha vi uti Öscines haft att göra med en ordning inom
fogelsystemet, som nära nog öfverallt erbjudit den största lik-
formighet i byggnaden af de skelettdelar vi behandla, så stå vi
nu deremot inför en annan, der ett så helt motsatt förhållande
gör sig gällande, att vi knappast kunna spåra någon enda för
hela ordningen genomgående karakter. Deremot finna vi för
skilda, bestämda grupper inom andra ordningen fixa struktur-
förhållanden, och vi blifva i följd deraf i tillfälle att begagna
oss af samma indelning 1 Cohortes, hvaruti SUNDEVALL sönder-
delat Volucres.
I ett afseende tyckas dock hithörande slägten ega åtmin-
stone tillnärmelsevis något gemensamt, och detta är med hän-
syn till sterno-coracoidalleden. Vi skönja nemligen hos nästan
samtliga Volucres i de mot hvarandra svarande ytorna af cora-
coid och sternum förutsättningar för en vida större exkursion
1 nämda led, än förhållandet torde vara inom Oscines.
Hvad öfverensstämmelsen med föregående ordning be-
träffar, framgår af det ofvan sagda, att den bör vara nära nog
ingen. Bland de hithörande europeiska, respektive skandinaviska
formerna tyckes dock en grupp (Cohors II, Pici) med afseende
på byggnaden af bröstben och skuldergördel i någon mån
närma sig till de karakterer vi iakttagit inom Oscines; och
torde sålunda nämda grupp äfven i detta hänseende rättfärdiga
den plats den eger bland europeiska former, nemligen att in-
leda den andra ordningen.
Cohors II (Pici). (Tafl. II, figg. 4 och 5).
Hackspettarnes proportionelt korta scapula är i sin distala
del ej spetsigt utdragen (undantag JIyngince), utan aftrubbad
och ofta förtjockad samt utåt hakformigt böjd. Det kraftigt
utvecklade acromion eger å sin facies medialis en bred trian-
44 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
gulär yta, mot hvilken den äfvenså breda och triangulära pars
coracoidalis clavicul& ledar. — Hos Oscines iakttogo vi å
acromion en likartad facies clavicularis, men der egde den-
samma en annan ställning, i det att den var riktad framåt
och medialt, beroende på den proportionelt mindre utvecklade
extremitas coracoidalis clavicul2e.
Os coracoideum är temligen långt och utdraget, med ett
framspringande acrocoracoidenm. Pars sternalis är tjock och
endast med sin processus lateralis tillplattad. Linea inter-
muscularis interna framträder obetydligt och proc. procoracoi-
deus är ytterst svagt utvecklad.
Angulus coraco-scapularis utgör i fertalet fall omkring
10 grader.
Clavicula är äfven hos Pici smal och jembred i nästan
hela sin utsträckning. Extremitas coracoidalis utbreder sig
dock hastigt till en stor triangulär platta, hvars bas är riktad
uppåt och framåt. Med denna del står clavicula i förbin-
delse med acrocoracoideum och det triangulärt utbredda acro-
mion. Furcula saknar fullständigt processus episternalis, på
samma gång vi iakttaga en långt framspringande margo an-
terior criste sternalis. Medelpunkten till den periferi, clavi-
cula beskrifver, är, såsom hos Oscines, belägen något bakom
scapulas distala ände; här dock på något större afstånd från
densamma, beroende på de proportionelt så korta skulder-
bladen.
Foramen triosseum är förträngdt, beroende äfven här på
det kraftigt utvecklade acromion.
Sternum är försedt med väl utvecklad, i spetsen gaffel-
formigt delad spina sterni externa, hvilken dock icke eger den
prominens, vi iakttogo hos Osciniderna. Spinans främre kant
är nedåt nästan rätlinigt öfvergående i den långt framspringande
margo anterior criste sterni. Den för öfrigt temligen låga
bröstbenskammen företer en föga konvex margo longitudinalis.
Spina sterni interna saknas, och sterni distala del, hvilkens
margines laterales divergera ganska starkt bakåt, eger å hvar-
dera sidan om crista sterni tvenne incisurer, och det dervid
uppkomna trabeculum mediale sträcker sig tydligt utifrån och
framifrån inåt och bakåt och synes sålunda utgå från trabe-
culum laterale. Incisura medialis är derför också oftast djupare
än incisura lateralis. — Processus sterno-coracoideus bär ända
ut till apex proc. costales (undantag Iyngin2e). Bröstbenet
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 45
eger tvenne foramina pneumatica (om nemligen sådana äro
för handen).
De mot hvarandra svarande ytorna i articulatio sterno-
coracoidea tyckas tillåta (med undantag af Iynginze) relatift
många och vidlyftiga exkursioner. Sulcus coracoidalis är nem-
ligen mycket grund och bred och eger endast i sitt midtplan
en lätt konkavering. Crista articularis ossis coracoidei är i
öfverensstämmelse härmed bred i sagittal diameter och företer
endast i sitt midtplan en svag konvexitet. Så gestalta sig
ledytorna företrädesvis i den mediala delen; i den laterala
delen af samma led finna vi sulcus något djupare och mot-
svarande crista äfvenså något starkare konvex.
Familj. Pici angusticolles.
Det slägte och den art, som hit höra, nemligen Pryocopus
martius L., eger, i likhet med flertalet öfriga Pici, ett sternum,
som i längd öfverstiger den respektive coracoidallängden:
sternallängd coracoidallängd
42 40.
Höjden af crista sterni understiger rätt betydligt sterni
halfva längd:
cristans höjd half sternallängd
109 21.
Sternalbredden understiger med några millimeter mot-
svarande sternallängd:
sternalbredd sternallängd
38 40:
Djupet af incisura medialis är nära nog dubbelt så stort
som det af incisura lateralis:
incisura med. inc. lat. sternallängd
iläl 6 42.
Familj. Pici securirostres.
Hithörande slägten, Tridactylia STEPH., Dendrocopus KooH.,
Dendromus Mus. H., Hylocopus Mus. H. och Dendrocoptes
Mus. H., skilja sig i någon mån från hvarandra med afseende
på proportionerna mellan de skelettdelar vi behandla. Hos de
slägten vi varit i tillfälle att närmare undersöka har sternal-
längden öfverstigit eller varit lika med den respektive cora-
coidallängden:
EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
46
sternallängd coracoidallängd
TIGA yITa 26 25
Dendrocopus -..--- 29 Ul
Elylocopus Esra Ur LE
Höjden af crista sternalis gent emot halfva sternallängden
utgör:
cristans höjd halt siaehaf
Abo Bred Ke ss 10 13
Dendrocopus -...--- itll 14,5
Fly IG Cop use AN 7 5,5.
Sternalbredden understiger den respektive sternallängden:
sternalbredd sternallängd
TIGA etylis 22 26
Dendrocopus--.----- 24 29
Fylocopus 2104 15 Ag
Med afseende på förhållandet i djup mellan incisure me-
dialis et lateralis, finna vi någon skiljaktighet mellan de under-
sökta slägtena:
incisura med. inc. lat. sternallängd
iTtidaetylia 0 I 8 6,5 26
Dendrocopus-..--- 9 6 29
> id GE
FlyTO COP US
Familj. Pici Ligonirostres.
Slägtet (fecinus Borr öfverensstämmer nära nog fullstän-
digt med öfriga Pici. Sternum öfverstiger i längd något mot-
svarande coracoidallängd:
sternallängd
30 34.
coracoidallängd
Cristan är dock ovanligt låg, på samma gång som den
företer en nästan fullkomligt rak margo longitudinalis:
cristans höjd half sternallängd
10 INTERS
Sternalbredden utgör:
sternalbredd sternallängd
28 20
Djupet af incisura medialis är större än det af inc. lateralis:
inc. med. inc. lat. sternallängd
9 6 SI
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 47
Familj. Iyngine.
Slägtet IJynz IL. tyckes med afseende på byggnaden af
bröstben och skuldergördel stå Oscines närmare än någon
annan åtminstone skandinavisk representant af de öfriga till
Pici hörande familjerna. Bland utomskandinaviska former
ansluter sig denna familj närmast till slägtena Rhamphastus,
Psilopogon och andra dessa närstående. Men äfven med hän-
syn till proportionerna nämda skelettdelar emellan afviker
Iynx från ofvan beskrifna hackspettar. Så finna vi ett sternum,
som i längd understiger den respektive coracoidallängden:
sternallängd coracoidallängd
18 0
Cristans höjd utgör:
cristans höjd half sternallängd
dd 9;
Sternalbredden understiger motsvarande sternallängd:
sternalbredd sternallängd
16 18.
Jemförda med sternallängden, äro de respektive djupen
af incisure sternales ovanligt stora:
ine. med. inc. lat. sternallängd
10 8 18.
Scapula är jemförelsevis lång och, 1 likhet med förhål-
landet hos Öscines, spetsigt utdragen, ej hakformigt böjd.
Processus sterno-coracoideus sterni bär icke ända till sin apex
proc. costales, utan denna senare skjuter fritt framåt och uppåt.
Vidare öfverensstämma de mot hvarandra svarande ytorna
1 sterno-coracoidalleden till sin form nära nog fullständigt med
dem hos Oscines.
Cohors III (Coccyges). (Tafl. II, fig. 6).
Hos gökfoglarna, hvilka i väsentlig mån skilja sig från
föregående flock och bland utomskandinaviska former komma
närmast familjen Centropide, som icke torde sakna likhet med
Coraciine bland Conomorphe, iakttaga vi en temligen lång
och spetsigt utdragen scapula, hvilkens acromialutskott är
svagare utveckladt än inom de grupper vi förut studerat och
icke bildar någon utbredd triangulär yta för artikulationen
48 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
med extremitas coracoidalis clavicule. Till följd häraf företer
foramen triosseum ett större lumen, än förhållandet var hos
Osceines och Pici.
Os coracoideum eger en kraftigt utvecklad proc. procora-
coideus, med hvilkens främre rand acromion och en del af
bakre randen af extremitas coracoidalis clavicule äro förenade.
Coracoids sternala del företer en temligen väl markerad linea
intermuscularis interna och en mindre tydlig externa. Proc.
lateralis är utdragen och i sin spets något framåt böjd.
Angulus coraco-scapularis utgör 75 a 80 grader.
Clavieula är smal och jembred och företer en endast
obetydligt utbredd extremitas coracoidalis, hvilken står i för-
bindelse med acrocoracoid, acromion och den kraftiga proc.
procoracoideus ossis coracoidei. En, ehuru ej så synnerligen
utvecklad, proc. episternalis furcule finnes, hvilken med sin
längdsaxel bakåt bildar en fortsättning af furcula och ligger
tryckt intill den öfre randen af den temligen långt fram-
springande apex criste. — Medelpunkten till den periferi, cla-
vicula beskrifver, ligger ungefär vid apex scapule.
Åfven Sternum afviker i flera hänseenden från de för-
hållanden, vi iakttagit inom föregående fogelgrupper. Så är
spina sterni externa jemförelsevis obetydligt utvecklad och ej
oaffelformigt delad. Spina sterni interna finnes, ehuru något
kortare än motsvarande spina st. ext., och den ganska höga
crista sternalis eger en framspringande apex, vid hvilkens öfre
rand, såsom ofvan blifvit påpekadt, proc. episternalis furcul:e
är fästad. Margo longitudinalis är konvex. — Incisura me-
dialis saknas, och incisura lateralis är oftast temligen grund.
— Det för öfrigt korta och breda sternum företer å sin facies
interna, genom en transversel, bakåt konvex ås, en väl af-
oränsad pars xiphoidalis, och proc. precostalis är proportionelt
kort och i sin spets saknande proc. costales.
Åfven här finna vi betingelser för ganska vidlyftiga ex-
kursioner i sterno-coracoidalleden. Suleus coracoidalis är nem-
ligen jemförelsevis ganska grund, dock icke af sådan bredd,
som vi iakttaga hos Pici, och den deremot svarande crista
articularis äfvenså af föga höjd. Coracoidalfårans största djup
ligger ungefär i dess midtplan, så äfven med cristans högsta
resning.
Den enda familj, som inom denna Cohors tillhör den skan-
dinaviska faunan, är
BIHANG TILL K. SV. VET. AKAD. HANDL. BAND. 17. AFD. IV. N:0 5. 49
Familj. Cuculin2,
hvilken räknar endast ett slägte och en art, nemligen Cuculus
canorus L. Sternallängden öfverstiger motsvarande coracoidal-
längd:
sternallängd coracoidallängd
33 26.
Sternalbredden är stor:
sternalbredd sternallängd
31 33.
Cristans maximihöjd utgör:
cristans höjd half sternallängd
14 16,5.
Djupet af incisura sternalis varierar något, men är aldrig
stort:
incisura sternallängd
6 33.
Cohors IV (Coenomorphee). (Tafl. II, fig. 7.)
Hithörande familj afviker i flera hänseenden från förut
beskrifna Volucres, men står dock Pici närmare, än hvad vi
funno förhållandet vara med Coccyges. Vida större frändskap
skola vi dock finna den samma ega med den följande Cohors
VII (Volucres syndactylze), på samma gång vi spåra jemförel-
sevis ej så få likheter, åtminstone i proportioner, mellan
Coccyges och familjen Caprimulgine af Cohors V (Ampligu-
lares).
Scapula är spetsigt utdragen, af medellängd, bildande
med sitt acromialutskott en medial, utbredd yta för förbin-
delsen med clavicula, och foramen triosseum är öppet.
Os coracoidewm företer en väl utvecklad processus pro-
coracoideus, med hvilkens ungefär halfva främre rand scapula
står i förbindelse. Extremitas coracoidalis clavicul&e ledar
dock icke mot nämda process; ty denna senare skjuter med
sin från scapula fria del in i ett plan, som ligger mellan
acromion och os coracoideum. »Korpbenets» extremitas ster-
nalis är starkt utbredd samt företer väl markerade line& inter-
musculares. Proc. lateralis är bred och utdragen, i epetsen
föga hakformigt böjd.
4
50 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Clavicula markerar sig genom sin ovanliga bredd och den
skarpa kurva, den beskrifver. Periferins medelpunkt ligger
nemligen ungefär strax bakom och utanför midtpunkten af os
coracoideum. Proc. episternalis furculxe saknas nästan full-
ständigt, och clavicula ledar med sin extremitas coracoidalis
mot acromion och coracoid.
Sternum eger, 1 likhet med förhållandet hos Pici, på hvar-
dera sidan om den något höga crista sternalis tvenne incisurer,
af hvilka dock den laterala är djupast. Dessutom löpa de båda
trabecula nästan parallelt, utan någon synnerligen framträdande
konvergens framåt. Spina sterni interna saknas; spina sterni
externa är deremot temligen väl utvecklad, icke gaffelformigt
delad och försedd med ett tydligt foramen pneumaticum.
Sterno-coracoidalleden ha vi ej varit i tillfälle att särskildt
studera.
Åfven inom denna Cobors ha vi endast en skandinavisk
familj och ett slägte:
Familjen Coraciine.
Coracias garrulus IL. företer ett sternum, som i längd
öfverstiger den respektive coracoidallängden:
sternallängd coracoidallängd
32 28.
Cristans maximihöjd utgör:
cristans höjd half sternallängd
12 16.
Sterni bredd är stor:
sternalbredd sternallängd
30 d2.
Djupen af incisure mediales et laterales äro:
inc. med. inc. lat. — sternallängd
i 12 32.
Cohors V (Ampligulares).
De två europeiska familjer, som äro inordnade under
denna afdelning af Volucres, förete sinsemellan så få gemen-
samma detaljer i byggnaden af bröstben och skuldergördel,
att de lämpligast beskrifvas hvar och en för sig. — Ehuru
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 17. AFD. IV. N:o 5. 51
egentligen något på sidan om ämnet för våra för handen
varande studier, vilja vi dock påpeka den nära nog fullstän-
diga öfverensstämmelsen 1 ifrågavarande skelettdelars struktur
och proportioner mellan hithörande familj Cypselide och den
utomeuropeiska flocken Longilingues, -— detta i samband
med den stora strukturskilnaden Caprimulgine och Cypselide
emellan.
Familj. Caprimulgine. (Tafl. II, fig. 8.)
Det enda slägte af denna familj, som tillhör den skandi-
naviska faunan, nemligen Caprimulgus L., företer ett sternum,
som i längd öfverstiger den respektive coracoidallängden:
sternallängd coracoidallängd
26 US
Cristans höjd är stor, 1 det att den uppnår motsvarande
halfva sternallängd:
cristans höjd half sternallängd
13 13.
Sternalbredden understiger endast obetydligt sternal-
längden:
sternalbredd sternallängd
20 26.
Den breda incisura sternalis eger ett djup af:
incisurens djup ' incisurens bredd sternallängd
6 9 26.
De proportioner vi ofvan angifvit påminna i någon mån
om dem vi funno beträffande familjen Cuculin&e, och spåra vi
derför i den allmänna anläggningen af bröstben och skulder-
gördel ej så få likheter mellan dessa båda familjer, om också
enskilda strukturdetaljer skilja dem ganska väsentligt från
hvarandra.
Så företer Scapula en temligen bred distal del, hvilken
är mer eller mindre trubbspetsad.
Ös coracoideum eger en ytterst obetydligt utvecklad pro-
cessus procoracoideus och en tillplattad extremitas sternalis,
hvilken är försedd med en tydlig proc. lateralis.
Angulus coraco-scapularis är stor (ungefär 80 grader).
Clavicula, hvars periferi visserligen ej bildar en så skarp
kurva som inom föregående flock, men dock eger sin medel-
52 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
punkt något ofvanför proc. lateralis ossis coracoidei, är smal,
i sin coracoidala del föga tillplattad samt ledar mot acromion
och acrocoracoideum, hvars nedre mediala rand den till en
del omfattar. Proc. episternalis furculx är svagt utvecklad
och bakåt riktad samt stöter direkt till den öfre randen af
den något framspringande apex cristae.
Sternum är kort och bredt samt eger en hög crista, hvil-
kens margo longitudinalis är starkt konvex och hvilkens apex
är något framåtskjutande och stöter med sin öfre rand direkt
till proc. episternalis furcule. Å hvardera sidan om cristan
finnes en bred incisura sternalis. Proc. sterno-coracoideus
är obetydligt utvecklad, och såväl spina sterni externa som
interna saknas. I stället för denna senare iakttaga vi tvenne
tubercula lab. inf.
Med afseende på de mot hvarandra svarande ytorna i
articulatio sterno-coracoidea tyckes familjen Caprimulginee skilja
sig från öfriga Volucres, i det att den i detta hänseende före-
ter till hufvudsaklig del de karakterer, hvilka vi framhöllo,
då vi lemnade en allmän beskrifning på sternum och os cora-
coideum. Så visar sig crista articularis vara 1 sin mediala
externa del konvex, 1 sin interna konkav och motsvarande
sulcus i sin mediala externa del konkav, i sin interna konvex,
och bildar sålunda sistnämnda yta en S-formig krökning. I
den laterala delen är cristan konvex och sulcus konkav.
Familj. Cypselideée. (Tafl. III, fig. 1.)
Det hithörande skandinaviska slägtet Cypselus IrriG. före-
ter en byggnad af bröstben och skuldergördel, som i många
hänseenden afviker från den vi iakttogo hos familjen Capri-
mulgine, och som också på samma gång visar sig ega de
gynsammaste betingelser för en kraftig och uthållig flygt. —
Sternallängden öfverstiger betydligt motsvarande coracoidal-
längd:
sternallängd coracoidallängd
25 13.
Örista sterni eger en ovanligt hög resning:
cristans höjd half sternallängd
Id 1005]
sålunda ej så oansenligt öfverstigande halfva sternallängden.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 5H3
Sternalbredden utgör:
sternalbredd sternallängd
10) 20.
Scapula är spetsigt utdragen och blir plötsligt tillplattad
i sin distala tredjedel.
Os coracoideum är, såsom vi ofvan sett, i förhållande till
sternallängden mycket kort; det är dessutom kraftigt bygdt,
med oansenlig proc. procoracoideus och en extremitas ster-
nalis, som är jemförelsevis föga tillplattad. Proc. lateralis är
svagt utvecklad. Omedelbart bakom symphysis coraco-scapu-
laris iakttaga vi ett foramen supracoracoideum.
Angulus coraco-scapularis utgör ungefär 75 grader.
Den periferi clavicula företer bildar en mycket skarp
kurva, i det att medelpunkten ligger ungefär vid midten
af os coracoideum. Nyckelbenet är för öfrigt kraftiet bygdt,
eger ej någon utplattad extremitas coracoidalis, men om-
fattar med sin mot acrocoracoideum stötande yta denna
senare bildnings undre mediala rand, och är derjemte förenadt
med acromion. Furcula företer en föga utbildad proc. epister-
nalis. — Hos några exemplar af hithörande slägte hafva vi
iakttagit de båda clavicule fria vis-å-vis hvarandra, i det att
en menisk varit inskjuten mellan deras sternala ändar, med
hvilken dessa stått i en syndesmotisk förbindelse.
Sternum saknar fullständigt incisurer och eger tydligt
markerade ränder, såväl margines laterales, hvilka divergera
bakåt, som ock margo posterior. Den ovanligt höga cristan
skjuter framåt med sin apex, och processus sterno-coracoideus
är bättre utvecklad än inom föregående familj. Såväl spina
sterni externa som interna finnas, men båda och synnerligast
den förstnämda äro af jemförelsevis föga längd och förenade
med hvarandra till ett septum interarticulare. Sternum eger
ett stort foramen pneumaticum.
Hvad slutligen de i articulatio sterno-coracoidea ingående
ledytorna beträffar, finna vi här betingelser för stora utslag och
olikartade exkursioner bättre uttalade än inom någon annan
till Volucres hörande familj. Coracoid's ledyta är nemligen i
sin mediala del icke konvex, utan fast mera svagt konkav och
temligen bred, och motsvarande yta å sternum något konvex.
I den laterala delen åter är crista articularis ossis coracoidei
något konvex och motsvarande sulcus sternalis konkav.
34 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Cohors VII (Volucres syndactylg). (Tafl. III, fig. 3.)
Af hithörande tvenne europeiska familjer, nemligen Mero-
ping och Alcedinin&e, ha vi varit i tillfälle att undersöka en-
dast den förstnämda. — De strukturer vi emellertid finna
inom denna erinra till en del om Pic, till en del äfven om
flocken Coenomorphe.
Scapula är spetsigt utdragen, och foramen triosseum något
förträngdt genom den temligen breda proc. acromialis.
Ös coracoideum eger en väl utvecklad processus procora-
coideus samt företer vid sin utplattade extremitas sternalis
en tydlig linea intermuscularis interna.
Angulus coraco-scapularis är något öfver 70 grader.
Clavicula är bred och bildar en skarp kurva, hvilkens
medelpunkt ligg
Proc. episternalis furcule saknas. Extremitas coracoidalis är
utbredd och står i förbindelse med acromion och acrocoracoi-
deum, hvilken sistnämnda bildnings undre mediala rand den
något omfattar, under det att proc. procoracoideus, såsom
hos Coenomorphe, skjuter in i ett plan lateralt om clavicula.
Sternum eger en måttligt hög crista med framspringande
apex och en spina sterni externa, som är jemförelsevis kraf-
tigt utvecklad, tydligt gaffelformigt delad och med den för
er ungetär vid apex af proc. sterno-coracoideus.
handen varande spina sterni interna sammanväxt till ett
perforeradt septum interarticulare — liknande förhållandet
hos Upupa. I likhet med förhållandet hos detta slägte
stiger äfven här från perforationen ett foramen pneumaticum
ned i spina sterni externa. Den distala delen är å hvardera
sidan om cristan försedd med tvenne incisurer, af hvilka
den laterala ofta erbjuder det största djupet. Trabecula löpa
temligen parallelt, utan synnerlig divergens bakåt.
Articulatio sterno-coracoidea ha vi ej varit i tillfälle att
närmare studera.
Familj. Meropin2e.
Den skandinaviska representanten för slägtet Merops L.,
nemligen M. apiaster L., eger ett sternum, som i längd ej
obetydligt öfverträffar motsvarande coracoiallängd:
sternallängd coracoidallängd
30 20:
bj
BIHANG "TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 17. AFD. IV. N:o 5. 55
Cristans höjd når ej halfva sternallängden:
cristans höjd half sternallängd
13 15.
Sternalbredden utgör:
sternalbredd sternallängd
102 30.
Incisurerna förete ganska stora djup:
inc. med. inc. lat. sternallängd
10 15 30.
Cohors VIII (Peristeroidege). (Tafl. III, fig. 2.)
Denna flocks representanter erbjuda en helt ny typ, i få
afseenden öfverensstämmande med de öfriga vi iakttagit inom
Volucres. Sins emellan äro dessutom hithörande slägten till
alla delar lika och bilda sålunda en väl afgränsad grupp för
sig. Åt ett håll lemnar dock duffoglarnes så karakteristiska
struktur ett tillfälle för många rf och detta är gent
emot hönsfoglarne, såsom de der inledas af familjen Ptero-
cline. Öfverensstämmelserna i struktur mellan representan-
terna för flocken Peristeroidex och familjen Pterocline äro
nemligen så påtagliga, på samma gång som vi iakttaga rätt
stora och många differenser mellan denna sist nämnda familj
och öfriga hönsfoglar — hvilka för öfrigt såsom duffoglarna
bilda en synnerligen väl afrundad grupp och sins emellan
sålunda äfven förete de mest genomgående likheter —, att i
detta afseende åtminstone knappast tyckes finnas något tvifvel
om den plats familjen Pterocline bör i systemet intaga (se
Tafl. V, fig. 2). Vi vilja emellertid ingalunda förneka, att
vi t. o. m. beträffande skuldergördel och bröstben kunna spåra
en och annan detalj, som tyckes tyda på någon frändskap
äfven med hönsfoglarne. Derför torde också Pterocline, åt-
minstone med afseende på de skelettdelar vi behandla, helst
böra betraktas såsom en förmedlande form mellan focken
Peristeroidex och Galline. I det SUNDEVALLSKA systemet äro
dock, såsom bekant, Accipitres inskjutna mellan Volucres och
Gallin2.
Scapula är spetsigt utdragen, i sin distala del något till-
plattad, och foramen triosseum är öppet.
536 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Os coracoideum eger en väl utvecklad processus procora-
coideus, hvilkens bakre rand är mer eller mindre tydligt ur-
nupen, och en tilltryckt extremitas sternalis med något ut-
bredd proc. lateralis.
Angulus coraco-scapularis utgör ungefär 70 grader.
Clavicula är kort och svag, nästan rak, utefter hela sin längd
nära nog jemnbred, dock något bredare mot den coracoidala
änden, genom hvilken den står i förbindelse med acromion
och acrocoracoideum, hvars nedre och mediala rand den till
en del omfattar, under det att proc. procoracoideus böjer sig
lateralt om clavicula.
Sternum utmärker sig genom en hög crista, hvilkens
margo longitudinalis är temligen starkt konvex. Spina sterni
interna. är kraftigt utvecklad, spina sterni externa svagare.
Den från proc. costales fria apex af proc. sterno-coracoideus
är riktad uppåt. Sterni distala del är å hvardera sidan om cri-
stan försedd med en fenestra och lateralt och framåt om denna
en djupgående oval incisura. Margo posterior bildar icke såsom
i vanliga fall en mer eller mindre rät linie, utan företer en
bakåt starkt konvex kroklinie. Incisura lateralis tyckes derför
intränga från den laterala, ej från den bakre sternalranden.
De mot hvarandra svarande ytorna 1 articulatio sterno-cora-
eoidea äro temligen flacka, ej synnerligen djupt inkilade i
hvarandra — såsom förhållandet för öfrigt tyckes vara mom
Volucres. Crista articularis ossis coracoidei är i sin mediala
del bred och något konvex och motsvarande sulcus äfvenså
bred och något konkav. I den laterala delen af samma led
äro de mot hvarandra svarande ytorna, såsom nära nog alltid,
smalare.
Familj. Columbinee.
Hithörande slägten, Columba L. och Turtur SELBY, äro
med afseende på sin struktur och inbördes proportionalitet
nästan fullkomligt öfverensstämmande. Sternallängden är nära
nog dubbelt så stor som motsvarande coracoidallängd:
sternallängd coracoidallängd
GDlUmParE 63 SÖ)
sl BDT eli bl Rane 47 20
Cristans maximihöjd utgör:
cristans höjd half sternallängd
Columba.....- 28 31,5
Pa fure 20 23,5.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 57
Bredden af sternum är:
sternalbredd sternallängd
Colunyhak:st 33 40 63
Nat bULEja es ont 30 47.
Längden af incisura lateralis är lika med eller öfverstiger
dubbla längden af fenestra medialis:
fen. med. inc. lat. sternallängd
Colum bass 12 24 63
TEE Us oc 6 18 47.
Sammanfattning.
Vid en allmän blick på fogelsystemets andra ordning
gör sig framför allt gällande den mångfald af från hvarandra
vidt skilda typer, som der inom rymmas. Något egentligt
grupperande med hänsyn till de skelettdelar vi studera af
hithörande familjer eller slägten låter sig derför knappast
göra. Vi kunna emellertid icke undgå att finna uti den all-
männa anläggningen af bröstben och skuldergördel en viss
öfverensstämmelse mellan de till sin struktur dock jemförelse-
vis homogena Pici å den ena sidan och Volucres syndactylze
och Coenomorphe å den andra, om vi ock på samma gång
måste medgifva, att dessa i flera hänseenden äro hvarandra
ganska olika. — Den tanke, att ännu icke en till alla delar
fullt tillfredsställande gruppering af hithörande familjer blifvit
funnen, våga vi emellertid uttala på den grund, att vi inom
samma underafdelningar finna typer, som äro hvarandra så
pass vidt skilda, som förhållandet är t. ex. inom flocken Ampli-
gulares mellan der inrymda Caprimulging och Cypselide;
synnerligast som dessa skilda former icke stå ensamma, icke
isolerade, utan ega, åtminstone hvad den ena beträffar, sina
nära nog i alla detaljer öfverensstämmande samslägtingar inom
andra grupper, om ock dessa senare icke skulle vara repre-
senterade inom det europeiska området. För så vidt dess-
utom denna andra ordning skall bibehållas sådan den är, med
alla de familjer den nu innesluter, tyckes dock den så påtag-
liga likheten i struktur mellan de egentliga duffoglarna och
familjen Pterocling inom hönsfoglarna fordra en annan grup-
pering af de närmast efterföljande ordningarna Accipitres och
Rasores eller Gallin&e sins emellan. Erinra vi oss för öfrigt
028 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
andra moment än dessa uteslutande strukturer hos represen-
tanterna för familjen Pterocline, så känna vi bland mycket
annat, hurusom åtminstone formen af hithörande ägg är den
samma som den för duffoglarna karakteristiska, om ock färgen
är en annan. Öss synes emellertid, som om duffoglarna jemte
familjen Pterocline vore värda en vida sjelfständigare plats
inom systemet.
Hvad episternalapparaten beträffar, tyckes den hos fer-
talet hithörande grupper icke till någondera af sina delar
undergå någon egentligt ossifiering, utan vara af uteslutande
membranös beskaffenhet. Hos Pici synes det dock, som om
en större eller mindre del af lamina mediana öfvergått i
ossöst tillstånd, men dervid icke, såsom förhållandet var hos
Osciniderna, direkt förenat sig med furcula till bildande af
dess processus episternalis, utan sammanflutit med margo
anterior criste sternalis och såmedelst åstadkommit dennas
för Pici karakteristiska framspringande utseende. Hos Cucu-
ling och i någon mindre mån äfven hos Caprimulgin&e åter
iakttaga vi en proc. episternalis, hvilken markerar sig genem
en form och riktning, som hittills varit oss främmande. Pro-
cessen synes i dessa fall utgöra en partiel förbening af den
företrädesvis nedre förstärkningsranden i lamina mediana, liga-
mentum crista-claviculare.
Hos Pici och Volucres syndactyle finna vi vidare den
för första ordningens representanter så genomgående karakteri-
stiska furculardelningen af spina sterni externa, och synes den
äfven hos Pici stå i samband med samma förstärkning af
episternalapparaten, som vi iakttogo hos Oscines, nemligen
ligamenta sterno-acrocoracoidea. Hos Volucres syndactyle
hafva vi iakttagit ett ligamentum sterno-procoracoideum. Hos
andra hithörande familjer, såsom hos Cuculin2&, hos Cypselida
och hos Columbine, der vi äro i tillfälle att se en propor-
tionelt mer eller mindre stark utbildning af spina sterni in-
terna, finna vi denna utveckling stå i korrelation till andra
accessoriska element i membrana sterno-coraco-clavicularis, så-
som hos Cuculine till ligamentum sterno-procoracoideum,
hos de båda andra till ligamentum sterno-coracoideum lon-
gum, hvilken bildning sträcker sig från sternum till medial-
randen af den mellersta eller främre delen af os coracoideum.
— Hos de representanter för denna ordning, der vi varit i
tillfälle att iakttaga en väl utvecklad processus procoracoideus,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 59
finna vi detta förhållande — såsom nära nog alltid — der-
jemte stå i samband med ett kraftigare ligamentum acro-
coraco-procoracoideum, hvilket understundom kan vara ossi-
fieradt, hvarvid i så fall proc. procoracoideus och acrocora-
coideum direkt sammanhänga med hvarandra, bildande en
fullständigt förbenad canalis supracoracoideus, — såsom vi
äfven sågo förhållandet kunna vara med Upupine.
60 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
ORDNING III.
Accipitres (Tafl. III [figg. 4—6] och IV).
Visserligen erbjuda fertalet af de slägten, som hit höra,
sins emellan stora skiljaktigheter, så att vi ej heller inom
denna ordning skulle kunna anse oss vara i tillfälle att upp-
ställa några för alla roffoglar gemensamma karakterer; men
de respektive afdelningarnas representanter förete dock så
många ömsesidiga likheter till sina strukturer, att hithörande
grupper blifva, äfven med afseende på de detaljer af den
anatomiska byggnaden vi studera, ganska distinkt afgränsade.
Framför allt gäller detta med afseende på förhållandet mellan
ordningens båda flockar, Nyctharpages och Hemeroharpages.
Inom den förra äro emellertid öfverensstämmelserna nära
nog fullständiga, mom den senare åter spåra vi icke så få
skiljaktigheter i detaljer mellan hithörande familjer, om ock en
gemensam allmän anläggning af bröstben och skuldergördel
otvetydigt tyckes vara för handen. Med hänsyn specielt till
den sålunda påtagliga frändskapen mellan de familjer, som
tillhöra den andra flocken, och den genomgående likheten
i struktur, som karakteriserar den första, sakna vi derför
icke hvarje skäl för det påståendet, att tredje ordningen
med sina båda cohortes utgör en väl afeoränsad och be-
stämd afdelning inom fogelsystemet, om också alla typer
äro långt ifrån så homogena, som vi sågo förhållandet vara
inom Oscines.
I samband med specielt den i allmänhet kraftigt utveck-
lade flygmuskulaturen, som karakteriserar denna ordnings
representanter, finna vi också, synnerligast inom andra flocken,
mindre inom den första, en deraf resulterande mäktig bygg-
nad af bröstben och skuldergördel och af denna senare en
clavicula, som städse står 1 ledande förbindelse med acrocora-
coideum.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 61
Cohors I (Nyctharpages). (Tafl. III, figg. 4 och 5.)
De uggleartade roffoglarna bilda till sin struktur en mycket
homogen och från alla andra afdelningar inom fogelsystemet
väl afgränsad grupp. Så ega de en scapula, som är temligen
bred, med tillspetsad apex, och foramen triosseum är öppet.
Os coracoideum är bredt, proportionelt långt och tem-
ligen kraftigt samt eger en väl utvecklad processus procora-
coideus, hvilken står i förbindelse med scapula, dock endast
obetydligt med acromion, 1 det att den nära nog vid radix
acromialis lemnar skulderbladet för att med sin spets nå fram
till pars coracoidalis clavicularis. Härigenom bildas ett trian-
gulärt, af bindväf fyldt rum, hvars bas, vänd framåt, utgöres
af en del af margo posterior clavicule och de båda öfriga
sidorna af: uppåt acromion, nedåt proc. procoracoideus. Bakom
symphysis coraco-scapularis finnes ett foramen supracoracoi-
deum, och synnerligast linea intermuscularis externa är tyd-
ligt framträdande.
Angulus coraco-scapularis är ovanligt stor — omkring
35 grader.
Clavicula är nästan rak samt synnerligast mot den distala
delen tunn och svag. Utefter hela sin längd är den mer eller
mindre tillplattad inifrån och utåt och saknar vid sin sternala
del, — som hos de mindre formerna ej ens blifvit ossifierad
—, fullständigt proc. episternalis furcule. Den jemförelsevis
bredare extremitas coracoidalis står 1 förbindelse med acro-
coracoid, acromion och proc. procoracoideus. Den mot acro-
coracoid ledande ytan omfattar mer eller mindre den nedre
mediala randen af denna bildning.
Sternum är proportionelt kort och bredt med nästan
parallelt löpande margines laterales och eger 1 allmänhet en,
synnerligast hos de mindre formerna, temligen låg crista med
föga konvex margo longitudinalis. Spina sterni externa är
ganska svag, vettande framåt och något nedåt, och kan hos
de mindre formerna fullständigt saknas. Spina sterni interna
saknas. Den distala delen företer oftast på hvardera sidan
om cristan tvenne incisurer, af hvilka den laterala eger det
största djupet.
Hvad beträffar de mot hvarandra svarande ytorna 1 arti-
culatio sterno-coracoidea, förete de båda en uppifrån och in-
62 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
ifrån, nedåt och utåt löpande S-formig krökning. I den laterala
delen af leden tränger dock den externa facetten af crista
coracoidea något djupare ned i motsvarande sulcus, än hvad
förhållandet är i den mediala delen.
Familj. Glaucinee.
Glaux flammea IL. afviker till sin struktur från de all-
männa karaktererna för Cohors I deruti, att sternum vid sin
distala del eger endast en incisur, hvilken är triangulär och
jemförelsevis grund (se Taf. III, fig. 4 a).
Sternallängden öfverstiger motsvarande coracoidallängd:
sternallängd coracoidallängd
40 33.
Cristans höjd understiger betydligt den respektive halfva
sternallängden:
cristans höjd half sternallängd
itbil 20
Sternalbredden utgör:
sternalbredd sternallängd
21 40.
Djupet af den här befintliga enda incisuren är:
innisura sternallängd
d 40.
Familj. Ululinge.
Liksom inom alla öfriga till Cohors I hörande familjer,
finna vi äfven hos denna familjs slägten, nemligen Asio BrRISS.,
Brachyotus Gouirp. och Ulula Cuv., en sternallängd, som öfver-
träffar motsvarande coracoidallängd:
sternallängd coracoidallängd
FÅSTO go 4 cd RNENENSL IE SM Hi
IBN FORA PN DPS one 45 36
Ulula. uralenssr. cc. 54 45
Japponicane = 62 530
SNEET LITGO BAS or SL 42 DUE
Höjden af crista sterni utgör:
cristans höjd half sternallängd
Asivoru. beats: ill 18,5
Brackyotus sn mg 16 22,5
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 63
cristans höjd half sternallängd
Ulula uralensis-......- 16 27
lapponica 18 31
SAIT GO INA 13 21:
Vi finna af ofvanstående siffror, hurusom Brachyotus före-
ter den proportionelt högsta cristan. Dennas margo longitu-
dinalis är derjemte skarpare konvex, än hos alla öfriga natt-
roffoglar. Vi veta också, hurusom åtminstone Br. accipitrinus,
den om hvilken måtten gälla, visar sig ega en flygförmåga,
som ganska väsentligt öfverträffar öfriga samslägtingars.
Sternalbredden utgör:
sternalbredd sternallängd
FÄRS TORLaE ne REL ant 2 Si
Mandel olus. 5 ense 28 45
Ulula uralensis ------- 3) 534
Slap ponteas. es 36 62
SJ rrmaluco sele sel Sl 49;
Djupen af respektive incisurer äro:
inc. med. inc. lat. sternallängd
VÄNSTRA SR ASSA STAS 6 il Sj
IBY ROMARNAS ARSA CAR 6 9 45
Ulula uralensis -.....- 10 18 54
UDjö TORRENT 13 20 62
STR TÄNGO 22 LS Z 15 49.
Familj. Bubonin2e.
De båda hithörande skandinaviska slägtena, nemligen
Leuchybris SUNDEV. och Bubo DUM., ega de största represen-
tanterna inom de uggleartade roffoglarnes grupp. — Sternal-
och coracoidallängden utgöra:
sternallängd coracoidallängd
emehybtist=. -—-- oe UT 59
BUDO Afa bre 18 65.
Maximihöjden af crista sterni utgör:
cristans höjd half sternallängd
Wenehybristeo en oe 28 38,5
INDY ONDA ALTER RASA EN 28 Fd
Sternalbredden är:
sternalbredd sternallängd
De wehy bas ooo cs d3 Uk
Bubors es 50 78.
64 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Djupen af de båda incisurerna äro:
inc. med. inc. lat. sternallängd
Teuckybris este 6 20 il
Bubo, best: Ae 7 20 78.
Margo posterior företer hos Leuchybris en intrathoracalt
sedt ganska skarp, framåt konvex konfiguration (se Tafl. III,
fig. 4 b), då den åter hos Bubo närmar sig mera en rät linie.
— Detta har till följd att, ehuruväl djupen af de respektive
incisur&e laterales öfverensstämma, längden af trabecula late-
ralia dock är ganska olika hos de båda slägtena. Så utgör
densamma hos Leuchybris 29, då den hos Bubo endast är
23 mm.
Familj. Noctuinee.
De egentligen skandinaviska slägten, som tillhöra denna
familj, nemligen MNyctale BrRemm, Glaucidium Bor och Nyct-
hierax SUNDEV., förete alla en clavicula, som vid sin extre-
mitas sternalis är synnerligen ofullständigt utvecklad; oftast
har den nemligen i denna del ej blifvit ossifierad. — Propor-
tionerna af de skelettdelar vi behandla variera något mellan
hithörande slägten; så företer sternallängden vis-å-vis cora-
coidallängden följande värden:
sternallängd coracoidallängd
Nyctale reg 25 22
(ÄT CON Zi 22
Nycthierase sea 39 DA
Crista sterni eger en höjd af:
cristans höjd half sternallängd
Nyctaler sees OR. 8 12,5
GIJaUCLdTUM ooo ooo soc 6 10,5
ING tre Tas Sn Ardre 11 JOG
Sternalbredden utgör:
sternalbredd sternallängd
Nye STI 20 25)
Glan er dum oc 16 2
Nycthrengser sees 29 0.
Djupen af incisurerna förete slutligen följande värden:
inc. med. inc. lat. sternallängd
Nyctale ser ar 6 lil 25
(Ej ngr bh ugnen 4 11 21
NyGiheras on ssh 15 39.
an
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 17. AFD. IV. N:0 5. 65
Cohors II. (Hemeroharpages.) (Tafl. III fig. 6 och IV.)
Denna flocks representanter äro med afseende på sin
struktur väl afgränsade från föregående cohorts familjer och
äfven från alla öfriga grupper inom fogelsystemet. De ega
uti sin allmänna anläggning mycket, som binder dem samman
till ett sjelfständigt och afrundadt helt, om vi ock på samma
gång äro i tillfälle att iakttaga ganska stora differenser en del
slägten emellan, hvilka gifva oss en osökt anledning att upp-
dela Hemeroharpages i vissa bestämda grupper — deck icke
till alla delar jemförliga med de familjer, hvaruti flocken
hittills blifvit indelad.
Secapula är kraftigt bygd, spetsigt utdragen och med
oftast skarpt framträdande muskulära ursprungs- och inser-
tionsfacetter.
Os coracoideum är starkt utveckladt, mer eller mindre
bredt och kort samt med tydlig linea intermuscularis externa.
Angulus coraco-scapularis utgör omkring 70 grader.
Clavieula, som städse står i ledande förbindelse med acro-
coracoideum och sålunda med sin utbredda extremitas cora-
coidalis omfattar dettas nedre, mediala rand, är af en ovanligt
kraftig struktur och bildar en för fertalet af denna flocks
familjer karakteristiskt skarp kurva. Processus episternalis
saknas aldrig fullständigt (utom möjligen hos Falconing) och
vetter uppåt mot spina sterni externa.
Sterni margines laterales löpa nära nog aldrig fullkomligt
parallelt med hvarandra, utan divergera eller (någon gång)
konvergera bakåt. Den distala delen är på hvardera sidan
om den starka, proportionelt mer eller mindre höga (eller
låga) cristan, — hvilken för öfrigt i flertalet fall eger en tem-
ligen starkt konvex margo longitudinalis —, antingen full-
ständigt hel eller ock försedd med en fenestra; endast hos
ett slägte (Pandion) är en incisura konstant. Spina sterni
externa finnes, men är hos olika slägten underkastad rätt
många vexlingar såväl med afseende på form som riktning.
Äfven en spina sterni interna gifves 1 några fall.
De ledande ytorna i articulatio sterno-coracoidea förete
äfven här i sin mediala del en S-formig krökning, men denna
sträcker sig, med få undantag, mera i de regepektive benens
transversela än sagittala plan.
D
66 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Familj. Asturinge. (Tafl. III fig. 6 och IV figg. I och 2.)
I SUNDEVALLS systematiska uppställning af dagroffoglarna
börjar denna familj med slägtet Circus LACEP., hvilket efter-
följes af Misus Cuv. och Astur LacEP., hvarefter kommer i
ordning Buteo Cuv. och Archibuteo Br. Med afseende på
byggnaden af bröstben och skuldergördel förmedlar emellertid
tydligt nog Circus öfvergången mellan Nisus och Astur å ena
sidan och Buteo och Archibuteo å den andra och står 1 samma
afseenden betydligt närmare vråkarna än de egentliga hökarna,
hvilka senare till sin struktur äro väl afskilda från öfriga
hithörande slägten. — Det skulle måhända kunna tyckas vara
oegentligt af oss att göra en dylik framställning eller att ej
med tillräcklig skärpa hålla oss uteslutande till programmet
för vårt arbete, då vi, såsom det kan synas, så mycket låta
de iakttagna strukturförhållandena blifva föremål för systema-
tiska spörjsmål. Det är emellertid icke och har heller aldrig
varit vår egentliga mening att träda i någon slags opposition
mot den anordning af foglarna, som allmänt följes och hvaraf
vi också betjenat oss; men af de jemförande studier vi gjort
och som vi velat framställa har nödvändigtvis följt en fästad
uppmärksamhet på den större eller mindre frändskap, som
foglarna med afseende på byggnad och allmän anläggning af
bröstben och skuldergördel sins emellan förete och som icke
rimligtvis kunnat resultera endast och allenast af en likhet i
lefnadsyttringar eller allmänna lefnadsförhållanden, utan för-
visso eger sin orsak vida djupare.
Scapula är svärdformig och spetsigt utdragen.
Os coracoideum, hvilket är jemförelsevis smalt, eger en
svagt utvecklad processus procoracoideus, som till obetydlig
del står i kontakt med acromion och icke når fram till extre-
mitas coracoidalis clavicule. Å margo medialis iakttages en
grund, mer eller mindre bred incisur eller ett foramen, och
processus lateralis är proportionelt temligen långt utdragen.
Medelpunkten till den periferi clavicula beskrifver ligger
ungefär vid midten af os coracoideum. Nyckelbenet under-
vår en tydlig torsion, så att man i den coracoidala delen kan
tala om en lateral och en medial yta, under det att extre-
mitas sternalis företer en öfre och en undre. Processus epister-
nalis stöter på grund>af clavicelns starka böjning närmare till
spina sterni externa än till apex criste.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 67
Sterni margines laterales divergera något bakåt. Spina
sterni externa finnes, under det att spina sterni interna saknas.
Processus sterno-coracoideus är låg och bär nästan ända ut
till apex processus costales. Cristans margo longitudinalis är
ganska starkt konvex.
Slägtena MNisus Cuv. och Astur LACEP. förete stora öfverens-
stämmelser (se Tafl. III fig. 6) såväl med afseende på struk-
turen som proportionerna af bröstben och skuldergördel:
sternallängd coracoidallängd
ING SVSte UCI 48 30
22 Där LE ERE ad 76 47.
Cristan, hvilken når sin högsta resning bakom den något
framskjutande apex och företer en tydlig linea interpectoralis,
eger en höjd af:
eristans höjd half sternallängd
INS US RE Ta LAR 16 24
J2 (EN ö ROS ALE Ar SADE SNARARE 23 38.
Sternalbredden utgör:
sternalbredd sternallängd
INF CNE BENA 28 48
JANSN Dh 29e Se BSR ARN 44 176.
Seapula eger å sin facies interna strax ofvan symphysis
coraco-scapularis ett foramen pneumaticum. Sterni spina ex-
terna är utdragen, rak och spetsig samt något nedåt böjd, och
bröstbenets distala del företer en fenestra, hvilken är oval och
sträcker sig med sin längdsaxel framifrån och lateralt bakåt och
medialt. Coracoids mediala incisur saknas nästan fullständigt.
Hos Circus LacEP., Buteo Cuv. och Archibuteo BR. (se
Tafl. IV figg. 1 och 2) finna vi sternallängden utgöra vis-å-vis
coracoidallängden:
sternallängd coracoidallängd
(ÖT EU SPE non 63 40
MSTIGe ERA oa SN 28 40
FÄRG hIbUIeO sko ooo 68 44.
Cristan, hvilken eger sin högsta resning nära nog vid
apex och företer en jemförelsevis mindre tydlig linea inter-
pectoralis, når en höjd af endast:
cristans höjd half sternal-
längd
Cirveusekuldanrre ue i6 31,5
Buteomge roa ala 16 29
IArehibiteor svin. 18 34.
68 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Sternalbredden utgör:
sternalbredd sternallängd
CITCUS rost sr ORSA. 43 63
DUE OMES- er SS Raa 49 58
ATC hIbUte Oss 50 68.
o
Hos Circus eger scapula å sin facies interna, strax ofvan
symphysis coraco-scapularis ett foramen pneumaticum, såsom
förhållandet äfven var hos Nisus och Astur. Slägtena Buteo
och Archibuteo sakna deremot denna bildning. Utom öfverens-
stämmelserna i proportioner ega Circus, Buteo och Archi-
buteo dessutom en spina sterni externa, som är kort, trubbig
och nedåt böjd, samt ett tydligt planum postpectorale. Stor-
leken af sterni fenestra varierar mycket hos samma slägte,
och är fenestrans längdsaxel för öfrigt stäld mera 1 sterni
sagittalplan. Hos Circus är ofta sterni distala del hel, ej per-
forerad.
Familj. Falconine. (Tafl. IV fig. 3.)
Denna familjs representanter bilda en homogen och från
öfriga hithörande familjer väl afgränsad grupp.
Scapula eger ett acromialutskott, som står i kontakt med
processus procoracoideus och extremitas coracoidalis claviculze.
Os coracoideum eger en väl utvecklad processus procora-
coideus, som står i kontakt med acromion och extremitas
coracoidalis clavicule. Åfven inom denna som också inom
föregående och följande familjer iakttaga vi å margo medialis
en incisura. Processus lateralis är föga utbildad.
Clavicelns form erbjuder vigtiga och karakteristiska för-
hållanden. Den periferi nyckelbenet beskrifver bildar nem-
ligen en betydligt svagare kurva än inom Asturin&e, och ex-
tremitas sternalis är derför mera närmad till apex criste än
till spina sterni externa. Periferins medelpunkt ligger ungefär
vid apex scapulexe. Claviceln är nära nog utefter hela sin
längd jembred, med undantag af extremitas coracoidalis och
den mest distala delen af extremitas sternalis. Denna senare
är afsmalnande och eger en mindre utvecklad processus epister-
nalis furcule, än förhållandet är hos Asturine. Pars coracoi-
dalis, som är jemförelsevis bred, står i direkt förbindelse med
acrocoracoid, acromion och den väl utvecklade processus pro-
coracoideus. Om man ens kan tala om någon torsion af
clavicula, är den i så fall ytterst obetydlig, och företer derför
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 69
nyckelbenet utefter nära nog hela sin längd endast tvenne
ytor, nemligen en lateral och en medial.
Sterni margines laterales divergera bakåt något skarpare
än hos Asturine, och cristan är betydligt högre. Dessutom
eger bröstbenet en processus sterno-coracoideus, hvars apex
skjuter högre upp än inom föregående familj och ej uppbär
processus costales, och både spina sterni externa (som vetter
framåt och uppåt) och interna finnas. Den distala delen är
städse försedd med en fenestra. Cristan är hög, med jem-
förelsevis mindre konvex margo longitudinalis.
De i articulatio sterno-corucoidea ingående ledytorna afvika
så till vida från de för Cohors II såsom allmänt gällande för-
hållandena, att den S-formiga krökningen står mera i benens
sagittala än transversela riktning.
Hithörande slägten, nemligen Falco L., Hierofalco Boiz,
Aesalon Kaur., Hypotriorchis Bor, Erythropus BRrReEHMm (ha vi
ej varit i tillfälle att undersöka) och Cerchneis Boir, förete
följande värden med afseende på sternal- och coracoidal-
längd:
sternallängd coracoidallängd
I alGO RESAS TD 0 SE 69 43
IEITeTOTaleO = see 72 49
ASS Alonso strs ds ed 31 26
Hypotriorehis' =-..--- 40 29
(FEREhN CIS. ooo cos LAR 35 28.
Cristan eger en maximihöjd af:
cristans höjd half sternallängd
IÖlG OS re fu SAL 25 34,5
Eierotaleo f.d rg 2 36
VÄTe SSUlONE ca dass AE 14 18,5
HyYypObriorenis kos. 16 20
Cerehneis . mood dt 192 WS
Sternalbredden utgör:
sternalbredd sternallängd
Hälge, See as 46 69
Elterofaleor- se. SE 52 (2
Nesalon => i 2 5k ger 28 Dl
Hypotriorchis -........ 30 40
(Öerehne1is = >= Ano 27 35.
70 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Familj. Circaötingee. (Tafl. IV figg. 4 och 5.)
De skandinaviska slägten, som hit höra, nemligen Pernis
Cuv. och Pandion SAV., äro i flera afseenden skilda från hvar-
andra. Till sin struktur påminner det förstnämnda slägtet i
mycket om vråkfoglarna, men afviker dock från dessa genom
de för båda hithörande slägtena gemensamma karaktererna.
Pandion deremot står ganska väl afgränsad från öfriga rof-
foglar.
Os coracoideum är bredare än hos någon föregående familj
och eger en mycket svagt utvecklad processus procoracoideus.
Clavicula bildar en proportionelt skarp kurva.
Sternum eger endast spina externa, ej interna; men den
limbus, som labia interna sulci coracoidei bilda, företer i sin
midt en något utbredd yta, hvilken antingen är hel (Pernis)
eller försedd med ett tydligt foramen pneumaticum (Pandion).
Hos slägtet Pernis Cuv. (se Tafl. IV fig. 4) företer ster-
nallängden gent emot coracoidallängden följande värde:
sternallängd coracoidallängd
58 39.
Cristan eger en proportionelt något större höjd än den
hos vråkarna:
cristans höjd half sternallängd
18 29.
Sternalbredden utgör:
sternalbredd sternallängd
41 58.
Bivråkarna ega med afseende på byggnaden af bröstben
och skuldergördel mycken likhet med Buteo och Archibuteo,
men äro dock skilda från dessa genom en något högre crista
och genom den större bredden af os coracoideum, uti hvilket
senare förhållande de tyckas stå närmare örnarna, till hvilka
de ock ansluta sig genom en skarpare böjd clavicula.
Slägtet Pandion SaAv. åter (se Tafl. IV fig. 5) står såväl
med hänsyn till flera proportions- som strukturförhållanden
isoleradt från både sin närmaste samslägting och öfriga till
Hemeroharpages hörande foglar. — Sternallängden utgör gent
emot coracoidallängden:
sternallängd coracoidallängd
18 48.
BIHANG TILL K. SV. VET. AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 71
Cristan företer en ovanlig höjd och starkt konvex margo
longitudinalis:
cristans höjd balf sternallängd
530 39.
Sternum eger sin maximibredd mellan apices af processus
sterno-coracoidei:
sterni maximibredd sternallängd
50 78.
Bredden mellan de vid sin ände afrundade trabecula ut-
gör deremot endast:
sterni distala bredd sternallängd
dd 18.
Såsom vi af ofvanstående måttförhållanden finna, eger
sternum en mycket hög crista och margines laterales, hvilk:
konvergera ganska starkt bakåt. Dessutom företer sternum
i sin distala del å hvardera sidan om cristan en temligen bred
incisura, hvilken upptager en af de inre fjerdedelarna af margo
posterior. Om läget för sterni foramen pneumaticum har
ofvan blifvit ordadt. — Scapula är icke spetsigt utdragen,
utan vid sin apex på tvären afklippt, och eger ett jemförelse-
vis svagt utveckladt acromialutskott. — Clavicula är ovanligt
kraftig, starkt torqverad och bildar en ojemförligt skarp kurva,
hvars medelpunkt ligger ungefär i plan med symphysis coraco-
scapularis vid facies externa ossis coracoidei.
Familj. Aquilinge. (Tafl. IV fig. 6.)
Denna jemte nästföljande familj innesluta de största skan-
dinaviska representanterna för flocken Hemeroharpages. Sins-
emellan förete hithörande slägten, åtminstone hvad de skandi-
naviska formerna beträffar, nemligen Pseudaötus Hopes. och
Aquila Briss., knappast någon enda skiljaktighet i struktur
och ega gemensamt stor öfverensstämmelse med den grupp
af dagroffoglarna, till hvilken vi funnit Circus, Buteo, Archi-
buteo och Pernis ansluta sig — och måhända närmast bland
dessa med det från de öfriga i någon mån afvikande slägtet
Pernis.
Så är os coracoideum kort och bredt med föga utbildad
processus procoracoideus, och
Clavicula beskrifver en periferi, som eger sin medelpunkt
ungefär vid midten af coracoids facies interna.
72 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Crista sterni är dock låg, öfvergående bakåt i ett tydligt
markeradt planum postpectorale, och endast spina sterni ex-
terna finnes. Processus sterno-coracoideus bär ända ut till
apex processus costales, och margines laterales divergera mer
eller mindre bakåt. Fenestre sternales pläga ofta förefinnas,
men kunna dock variera till sin storlek och någon gång sak-
nas än på båda, än åter på endast den ena sidan om crista
sterni.
Slägtet Pseudaöétus Hopes. företer vis-å-vis coracoidal-
längden följande sternallängd:
sternallängd coracoidallängd
Öl Doe
Höjden af crista sterni utgör endast:
cristans höjd half sternallängd
2 43,5.
Sternalbredden är:
sternalbredd sternallängd
55 57.
Hos Aquila Briss. utgör sternallängden gent emot cora-
coidallängden:
sternallängd coracoidallängd
110 66.
Cristan eger en höjd af endast:
cristans höjd half sternallängd
28 55.
Sternalbredden är:
sternalbredd sternallängd
70 LL
Familj. Haliaötine. (Tafdl. IV fig. 7.)
Åfven de båda slägten, som representera denna den sista
till Hemeroharpages hörande familjen, nemligen Milvus CuV.
och MHaliaétus SaAv., ansluta sig i större eller mindre mån till
den typ, som vi funnit uttalad hos vråkfoglarna. Särskildt
finna vi öfverensstämmelsen af slägtet Milvus med Pernis,
tillhörande Circaétine, ganska stor. Haliaétus åter, hvilket
slägte öfverträffar till storleken af bröstben och skuldergördel
slägtet Aquila, divergerar med några af sina relativa propor-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 73
tions- och strukturförhållanden från detta senare slägte, som
ju äfven ansluter sig till vråktypen.
Os coracoideum är kort och måhända proportionelt ännu
bredare än det hos Aquila.
Sternum företer ej något så tydligt begränsadt planum
postpectorale (åtminstone ej hos Haliaötus).
Hos Milvus Cuv. utgöra sternal- och coracoidallängderna:
sternallängd coracoidallängd
67 44.
Cristan eger en ganska hög resning:
cristans höjd half sternallängd
22 33,5.
Sternalbredden utgör:
sternalbredd sternallängd
47 67.
Hos Haliaötus Sav.. hvilket slägtes sterni margines late-
rales konvergera något bakåt, utgör sternallängden gent emot
respektive coracoidallängd:
sternallängd coracoidallängd
130 (8:
Crista sterni är jemförelsevis låg:
cristans höjd half sternallängd
34 65.
Sternalbredden, uppmätt mellan apices af processus sterno-
coracoidei, utgör:
sterni maximibredd sternallängd
72 130;
under det att bredden, mellan de distala ändarne af margines
laterales är:
sterni distala bredd sternallängd
65 130.
Hos detta slägtes skandinaviska representant, nemligen
H. albieilla L., ha vi aldrig varit i tillfälle att iakttaga någon
fenestra sternalis.
Sammanfattning.
Den tredje ordningens representanter hafva blifvit för-
delade på tvenne flockar, hvilka äro äfven med afseende på
den inre anatomiska byggnaden synnerligen väl afgränsade
74 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
från hvarandra; och särskildt inom den förra af dessa båda
hufvudgrupper — inom Nyctharpages — spåra vi en i ögonen
fallande genomgående likformighet i strukturer och propor-
tioner af bröstben och skuldergördel. Inom Hemeroharpages
åter, der vi möta representanter, hvilka i ej oväsentlig mån
föra ett sinsemellan mera vexlande lefnadssätt, spåra vi också
en deraf resulterande större variabilitet i former och propor-
tioner, ehuruväl vi ingalunda kunna undgå att finna äfven för
dagroffoglarna genomgående karakterer. Dessa senare foglar
tyckas emellertid kunna, med undantag af endast ett slägte,
inrangeras under trenne från hvarandra ganska distinkt af-
gränsade typer, nemligen — såsom vi skulle kunna kalla
dem — hökgruppen, falkgruppen och vråkgruppen. Visser-
ligen finna vi några former, hvilka antingen skulle kunna
i viss mån sägas utgöra öfvergångsformer mellan tvenne af
dessa typer, såsom t. ex. Circus, eller också framträda mera
sjelfständigt genom några smärre detaljskiljaktigheter, såsom
möjligen Pernis, med de till detta slägte närmast anslutna
slägtena Milvus och Haliaötus samt familjen Aquiline, men
alla dessa synas dock oförtydbart med afseende på sin all-
männa anläggning ega en närmare frändskap till den typ,
som är uttalad hos Buteo eller Archibuteo —-- hos vråkarna.
Pandion står dock utan gensägelse mer än någon annan till
denna flock hörande form så sjelfständig och isolerad, att
den näppeligen skulle kunna anses ega betingelser för att
räknas såsom en representant för någondera af ofvan angifna
typer.
Hos Nyctharpages hafva vi iakttagit en åtminstone i sin
distala del synnerligen svagt utvecklad clavicula, och ännu
hos de fullbildade individerna af de smärre ugglearterna qvar-
står denna claviculardel endast såsom ett fibröst stråk, under
det att den främre delen blifvit ossifierad. I samband här-
med finna vi ej heller någon del af den äfven som membranös
bildning endast föga utbredda och utvecklade episternal-
apparaten hafva öfvergått i ossöst tillstånd. — Inom Hemero-
harpages iakttaga vi en processus episternalis furcule, hvilken
varierar något till sin utsträckning, men aldrig når någon
vidare stor utveckling. Den är dessutom riktad mot den
genom clavicelns starka krökning oftast föga aflägsnade spina
sterni externa. Denna senare bildning, hvilken knappast sak-
nas hos någon enda roffogel (åtminstone bland Hemerohar-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 75
pages), tyckes städse stå i korrelation till det i membrana
sterno-coraco-clavicularis ingående accessoriska ligamentum
sterno-acrocoracoideum.
I följd af den jemförelsevis stora bredd os coracoideum
eger, finna vi å dess mediala rand — 1 mån af coracoids
bredd — antingen en incisura eller ett foramen för genom-
släppande af nervus supra-coracoideus, hvilken från sitt ur-
sprung ur hufvudbrachialplexus löper lateralt och ventralt
till coracoids mediala rand för att derifrån söka sig en väg
till den inre ytan af den i sulcus supracoracoideus liggande
muskeln af samma namn.
76 EMIL HOLMGREN, DR SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
ORD NINGEIVG
Galline (Rasores). (Tafl. V figg. 1 och 2).
Om vi undantaga den första inom denna ordnings gränser
stälda familjen, nemligen Pterocline, erbjuda alla öfriga hit-
hörande en synnerligen anmärkningsvärd likhet och öfverens-
stämmelse i byggnaden af bröstben och skuldergördel, och
kan ordningen derför i detta afseende anses lika afrundad och
skild från öfriga fogelklassens ordningar, som vi sågo förhål-
landet vara med ÖOscines eller med flocken Nyctharpages.
Hvad åter Pteroclinge beträffar, visar sig denna familj
vara så differentierad från den i öfrigt så genomgående typen
för Galline, att man icke utan skäl kan sätta 1 fråga, huru-
vida denna familjs rätta plats är den han nu intager; synner-
ligast som familjens representanter förete för visso vida större
gemenskap med den till Volucres hörande familjen Colum-
bine, om vi ock måste medgifva, att några detaljer antingen
erinra om Gallin&e eller äro både för Columbine och Gallinze
främmande. Vi ha i det föregående ordat i detta ämne och
komma nu 1 tillfälle att vid beskrifningen framhålla de mo-
ment i byggnaden af bröstben och skuldergördel, som visa
tillbaka på ifrågavarande familjs närmaste samslägtingar med
hänsyn till de delar af den inre anatomiska byggnaden, som
vi studera.
Galline (oafsedt familjen Pterocline) förete en scapula,
som är utdragen, oftast nästan jembred, vid sin distala ände
utplattad och eger ett måttligt utveckladt acromialutskott,
hvilket står i förbindelse med extremitas coracoidalis claviculze.
Os coracoideum är temligen utdraget, med en ytterligt
svagt utvecklad proc. procoracoideus. FExtremitas sternalis
eger uti sin impressio sterno-coracoidea ett foramen pneuma-
ticum.
Angulus coraco-scapularis utgör ungefär 70 grader.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 77
Clavicula är oftast svag, föga böjd, utefter hela sin längd
trind och nära nog jemsmal och endast vid sin extremitas
coracoidalis något utbredd och tillplattad samt står med denna
del i förbindelse med acrocoracoid och acromion. Acrocora-
coid omfattas ej i någon mån af clavicelns coracoidala del.
Furcula eger vid sin pars sternalis en utdragen, från sidorna
tillplattad, triangulär processus episternalis, hvilken med sin
bas är riktad bakåt och nedåt och dessutom är temligen långt
aflägsnad från den äfvenledes bakåt mer eller mindre starkt
lutande margo anterior criste sternalis.
Sterni crista är af ganska stor höjd och dess margo an-
terior, såsom ofvan nämts, riktad mer eller mindre starkt bakåt.
Spine sterni externa och interna äro båda kraftigt utvecklade;
den förra är från sidorna tillplattad samt med sin främre del
intimt förenad med den, framifrån och bakåt räknadt, 1 hori-
zontel bredd tilltagande spina sterni interna, utan att dock
dervid något fullständigt septum interarticulare bildas. Den
utdragna och temligen smala processug sterno-coracoideus är
riktad uppåt, utåt och framåt samt endast vid sitt ursprung
bärande processus costales. Sternum är mot sin distala del
synnerligen bredt samt eger, i likhet med förhållandet hos
dufvorna, en lång, bakåt starkt konvex margo posterior. Dess-
utom karakteriseras bröstbenet af tvenne på hvardera sidan om
crista sterni befintliga, mycket djupgående och breda incisurer.
Såsom vi sågo förhållandet vara hos Columbine, tyckes äfven
här incisura lateralis intränga från sterni margo lateralis, be-
roende på formen och längden af margo posterior sternalis,
från hvilken emellertid båda incisurerna utgå. Dock öfver-
stiger hos hönsfoglarna djupet af incisura medialis ganska
amsenligt det af incisura lateralis.
Med afseende på de uti articulatio sterno-coracoidea imgå-
ende ledytorna, finna vi crista articularis ossis coracoidei vid
ett sagittalsnitt i sin mediala del vara halfcirkelformig, i sin
laterala starkt konvex och de motsvarande sternalytorna med
sina konkaveringar noggrant sammanfallande med de respek-
tive coracoidalytorna.
Då inom denna ordning karaktererna äro så genomgående,
hafva vi ej behof af någon cohortindelning och egna också
derför vår uppmärksamhet endast åt möjligen förekommande
variationer i proportionerna skelettdelarna emellan inom hit-
hörande familjer.
78 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Familj. Pterocline. (Tafl. V fig. 2.)
Såsom vi ofvan angifvit, erbjuder denna familj just ej
mycket, som öfverensstämmer med de pregnanta karakterer,
hvilka för öfrigt äro genomgående för Galline, utan står den
fastmera isolerad från andra fogelfamiljer och i sin skelett-
byggnad måhända nvärmast pekande tillbaka på Columbing. —
Vi kunna härvid erinra om den synnerligen stora öfverens-
stämmelse i byggnaden af sternum, som förefinnes mellan
Pterocline och slägtet Didunculus bland Peristeroider.
I afseende på scapulas allmänna utseende kunna vi emel-
lertid icke förneka en viss likhet med hönsfoglarnes skulder-
blad, i det att denna hos Pterocline är nästan jembred och i
spetsen något tillplattad.
Os coracoideum är kort och synnerligast mot sin sternala
del bredt. Processus procoracoideus är bättre utvecklad än
hos hönsfoglar i öfrigt, och står i förbindelse med clavicula.
Foramen pneumaticum saknas 1 coracoids fossa sterno-cora-
coidea.
Clavicelns allmänna anläggning och proportionela längd
öfverensstämma med samma förhållanden hos duffoglarna. Den
står i förbindelse med processus procoracoideus, men omfattar
ej i någon mån acrocoracoids nedre och mediala kant.
Sternum eger en mycket hög crista. Spina interna saknas
och nära nog också externa. Processus sterno-coracoideus är
såsom hos Columbinex mycket kort och uppåt riktad. Å hvar-
dera sidan om ecrista sterni finnas tvenne incisurer, af hvilka
den mediala är ytterst grund i förhållande till den laterala,
(=)
hvilken är oval och tyckes intränga från margo lateralis, be-
roende äfven här på den mycket långa och bakåt starkt kon-
vexa margo posterior, från hvilken dock båda mcisurerna fort-
sätta inåt sternum. Den mediala incisuren bildar nära nog
endast en fenestra.
Till den skandinaviska faunan kan endast det ena hit-
hörande europeiska slägtet räknas, nemligen Syrrhaptes ILL.,
hvilket företer följande proportioner mellan sternal- och cora-
coidallängd:
sternallängd coracoidallängd
60 23.
Cristan, hvilken företer en föga konvex margo longitudi-
nalis, eger en höjd af:
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 79
cristans höjd half sternallängd
21 30.
Sternalbredden utgör:
sternalbredd sternallängd
40 60.
De respektive längderna af incisur&e medialis et latera-
lis äro:
inc. med. ine. lab. sternallängd
6 21 60.
På grund af den framträdande skilnaden i storlek mellan
de olika könen af följande 'familjers slägten och arter, vore
det nog här, liksom måhända inom andra grupper, egentligast
att angifva proportionerna både hos hane och hona af samma
art, men dels hafva vi ej varit i tillfälle att undersöka båda
könen, dels torde dessutom måtten å de respektive delarna af
bröstben och skuldergördel vara proportionela äfven inom
denna ordning, om ock en mera anmärkningsvärd skiljaktighet
i storlek könen emellan gör sig gällande. — Tyvärr ha vi dock
ej varit tillfälle att granska antingen uteslutande hanar eller
honor.
Familj. Tetraoninge.
Bland hithörande slägten, nemligen Lagopus VILL, Tetrao
L. och Tetrastes KErs. et BrAs., markerar sig det förstnämda
från de båda öfriga genom en starkare lutning bakåt af margo
anterior criste sterni. — Sternallängderna utgöra gent emot
coracoidallängderna:
sternallängd coracoidallängd
IUEISG MEN (og) 30 37.
Kletraos (Gös 105 24
ietrastest(QYL EEE 70 34.
Cristan eger en höjd af:
cristans höjd half sternal-
längd
TläSOpUsrL = SOK 2 40
Petra ok an 20 52,5
Metnastesres « or Sök 22 30.
80 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Sternalbredden utgör:
sternallbredd sternallängd
Hapopusk ss se 52 30
Pe Tao AT 65 105
TÖTASNe Tee 492 70.
Djupen af de respektive incisurerna äro:
incisura med. inc. lat. sternallängd
Hasopust rer 26 23 80
Mettaok ras 68 30 105
MTeEtrastes- oron 47 20 10;
Bredden af incisur& laterales utgöra:
maximibredd af inc. lat.
Lagopusise Even 21
TEtrag AR ra 25
MDS TraSteS ARA 24
Familj. Phasianin2e.
Hos slägtet Phasianus L. (9) företer sternum gent emot
coracoidallängden följande längd:
sternallängd coracoidallängd
90 45.
Cristans höjd utgör:
cristans höjd half sternallängd
2 21)
Sternalbredden är:
sternalbredd sternallängd
50 90.
Incisurernas djup utgöra:
inc. med. ine. lat. sternaliängd
62 22 90.
Incisura lateralis eger en bredd af 45 mm.
Familj. Perdicinee.
Hos hithörande skandinaviska slägten, Perdiz LATtH. och
Coturniz BARR., förete sternal- och coracoidallängderna föl-
jande värden:
sternallängd coracoidallängd
Bendibs(GN 4 70 30
Coturnpe(Q)E Re 31 21:
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 81
Cristan eger en maximihöjd af:
cristans höjd half sternal-
längd
Flerdisg a 23 30
(COTUTNIG oooc so occoe 13 18,5
Sternalbredden utgör:
sternalbredd sternallängd
Rerdixtoooo. sn bre 45 70
(ÖB TUTNING es 22 dd.
Incisurernas djup äro:
inc. med. inc. lat. sternallängd
Perdix ca IN 50 20 70
(ÖKSN Ra fbr Sr 24 12 Ale
Incisure laterales ega en bredd af:
maximibredd af inc. lateralis
WReT GI de RN 30
(MOLUTNIK = os ocos Ses Se AS
Sammanfattning.
Vi ha redan förut på mer än ett sätt påpekat den stora
öfverensstämmelse i struktur, som karakteriserar denna ord-
nings familjer, och derjemte framhållit, hurusom dock en af
dessa familjer, nemligen Pteroclin&e, afviker i flerfaldiga hän-
seenden från ordningens i öfrigt så genomgående karakterer,
på samma gång den ovedersägligen visar sig ega ej så få be-
tingelser för ett närmare anslutande till familjen Columbine.
Vi vilja endast hafva påpekat dessa påtagliga förhållanden,
men lemna för öfrigt frågan öppen, 1 hvilken relation höns-
och duffoglar stå till hvarandra, och hvilken inbördes ställning,
som af denna frågas lösning nödvändigtvis skulle blifva följden
mellan ifrågavarande grupper.
En partiel ossifikation af episternalapparaten iakttaga vi
uti den stora, från sidorna tillplattade, triangulära och bakåt
och nedåt riktade processus episternalis furcul&e, hvarigenom
till en del flygmuskulaturen får en något fastare ursprungsyta,
än den i annat fall skulle ega i den genom cristans ställning
och höjd stora lamina mediana af membrana sterno-coraco-
clavicularis. För öfrigt erbjuder det af skulder- och epister-
nalapparaten bildade ursprungsgebitet för pectoralmuskulaturen,
6
32 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
genom clavicelns svaga byggnad och genom de af de ingående
benens inbördes ställning och form resulterade stora membra-
nösa områdena, jemförelsevis föga resistens och stadga vid
vingrörelsen, hvaraf följer mindre lugn och uthållighet under
flygten.
Från den öfre vinkeln af septum interarticulare uppspringa
de i lamin&e laterales af membrana sterno-coraco-clavicularis
ingående ligamenta sterno-acrocoracoidea.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 83
ORDNINGEN:
Grallatores (Tafl. V figg. 3 och 4; VI, VII figg. 1—4).
Med afseende på öfverensstämmelsen i struktur mellan de
denna ordning representerande foglarne, finna vi egentligen
trenne hufvudtyper göra gig gällande. Af dessa markerar sig
den ena genom sina 1 flertalet fall genomgående och karak-
teristiska formförhållanden, under det att de båda andra genom
förmedlande former 1 någon mån närma sig hvarandra. De
differenser och homologier vi iakttaga låta oss emellertid uti
denna ordning se en från andra ordningar någorlunda tydligt
skild afdelning af fogelverlden, om vi ock gent emot följande
ordnings representanter, Natatores, skönja former, som erbjuda
stora öfverensstämmelser. Så är förhållandet med vissa bland
Cursores (tillhörande den ena typen) gent emot Longipennes
bland simfoglarne, ehuruväl fråga är, om verkligen de stora
likheter i struktur, som ovedersägligen förefinnas, tyda mer på
ett genetiskt samband än på formförhållanden, som resulterat
af någon likhet i lifsyttringar. Så blir också händelsen med
Pelargi jemte Herodii (tillhörande den andra typen), ehuru
indirekt, genom den i flera än strukturhänseenden rådande
öfverensstämmelsen mellan dessa båda vadareflockar och slägtet
Phoenicopterus, som utan tvifvel står på gränsen mellan Gral-
latores och Natatores. — Hvad beträffar den tredje, nästan
fullständigt fristående typen, till hvilken Ralline ansluta sig,
torde äfven den utgöra en öfvergångsform mot en annan fogel-
ordning, — om vi ock icke kunna finna någon anledning till
densammas anslutande till simfoglarne.
Bland de karakterer, som vi återfinna hos nära nog alla
till Grallatores hörande familjer och slägten, märka vi:
Scapula är mer eller mindre långsträckt, i spetsen ut-
dragen, ej, såsom hos Rasores, tillplattad.
Os coracoideum eger oftast väl utvecklade processus late-
ralis och procoracoideus.
84 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Angulus coraco-scapularis utgör i flertalet fall ungefär 70
grader, endast hos en grupp (Rallinx) finna vi gradantalet
större.
Clavicula är 1 allmänhet jemförelsevis kraftig, sällan rak,
utan bildar fastmera oftast en ganska skarp kurva, hos några
är den dock S-formigt böjd.
Sternum är försedt med en oftast hög crista, med sällan
tydligt och fritt framspringande, afrundad apex, samt med väl
uttalade linex interpectorales. Den distala delen är sällan hel,
utan vanligen genombruten af en eller två mer eller mindre
djupgående incisurer.
De mot hvarandra svarande ytorna i articulatio sterno-
coracoidea iro vid sagittalsnitt genom den mediala delen föga
böjda eller understundom nästan fullkomligt plana.
Cohors I (Herodii). (Tafl. V fig. 3).
De skandinaviska slägten af den enda hithörande euro-
peiska familjen Ardeincw, hvilka vi varit i tillfälle att granska,
nemligen Ardea L., Herodias Bor och Botaurus STREPH., er-
bjuda sins emellan stora öfverensstämmelser med afseende på
byggnaden af bröstben och skuldergördel.
Sceapula är långsträckt och spetsigt utdragen samt stöter
med sin acromialprocess till extremitas coracoidalis claviculxe,
men endast obetydligt till proc. procoracoideus.
Os coracoideum är jemförelsevis långt och eger en föga
utvecklad proc. procoracoideus, hvilken med sin spets knappast
når fram till acromion scapul&e och sålunda ej kan stå i
direkt förbindelse med clavicula. Ett egendomligt och karak-
teristiskt förhållande erbjuda criste articulares sternales dels
gent emot den tramsversela utsträckningen af de respektive
coracoidalfalsarna å sternum lateralt om medianplanet, dels ock
1 samband dermed vis-å-vis hvarandra. De båda toracoid-
benens sternala artikulationscristor ega nemligen en ovanligt
stor transversel bredd, i följd hvaraf dels dessas anguli mediales
distales, dels dermed äfven sulcei coracoidales sterni komma att
korsa hvarandra i sterni midtplan. Härvid finna vi städse det
högra coracoidbenet, hvilket för öfrigt eger en något bredare
crista articularis, liggande utanpå det venstra.
Angulus coraco-scapularis utgör ungefär 70 grader.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 85
Den något säreget bildade elavicula företer en mer
eller mindre tydligt framträdande S-formig krökning, hvilken
uppstått derigenom, att extremitas sternalis, som för öfrigt
plägar stå i direkt förbindelse med apex criste, böjer sig nedåt,
i stället för att följa den öfriga kurvans riktning. Nyckel-
benet är derjemte tydligt torqueradt, och dess extremitas cora-
coidalis står i direkt förbindelse med aecromion och acrocora-
coideum. Från furculas angulus utspringer framåt i clavicelns
längdsriktning en karakteristisk lingula.
Sterni margines laterales löpa mer eller mindre parallelt,
och bröstbenet eger vid sin distala del en incisur å hvardera
sidan om cristan. Åfven denna senare företer ett för Herodii
egendomligt förhållande. Cristans maximihöjd ligger nemligen
ej 1 närheten af apex, såsom vi vanligtvis finna, utan är för-
skjuten bakåt till ungefär öfvergången mellan den främre och
mellersta tredjedelen af den konvexa margo longitudinalis. —
Om korsningen i midtplanet af sulei coracoidales ha vi ofvan
talat. Spina sterni externa finnes mer eller mindre utvecklad.
Spina sterni interna saknas.
Till hvad vi ofvan ordat om de uti articulatio sterno-cora-
cordea ingående ledytorna kunna vi tillägga, att crista sternalis
är relatift ganska djupt infalsad i motsvarande sulcus coracoi-
dalis, såväl 1 den mediala, som ock i den laterala delen.
Slägtet Ardea L. företer följande sternal- och coracoidal-
längder:
sternallängd coracoidallängd
(5 61.
Cristans höjd utgör:
eristans höjd half sternallängd
20 KE
Den distala sternalbredden är:
sternallängd coracoidallängd
0
2dJ0 (40)
Incisuren eger ett djup af:
incisura sternallängd
10 Ul
Spina sterni externa är jemförelsevis tydligt uttalad.
Herodias Bor eger följande proportioner:
sternallängd . coracoidallängd
33 59.
36 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI-.
cristans höjd half sternallängd
24 41,5.
sternalbredd sternallängd
51 33.
incisura sternallängd
15 3.
Vi iakttaga hos detta slågte en större korsning af ossa
coracoidea, än inom föregående slägte.
Hos Botaurus STEPH. hafva vi funnit följande måttför-
hållanden:
sternallängd coracoidallängd
60 JD:
cristans höjd half sternallängd
18 30.
sternalbredd sternallängd
28 60.
incisura sternallängd
2 60.
Furcula når ej apex criste. Margines laterales sternales
divergera något bakåt, och processus lateralis ossis coracoidei
böjer sig hakformigt framåt. Spina sterni externa är föga ut-
vecklad, och ossa coracoidea förete relatift stor korsning.
Cohors II (Pelargi). (Tafl. V figg. 4, VI I och 2.)
Inom denna flock äro vi ej i tillfälle att tillfullo iakttaga
samma öfverensstämmelse 1 struktur, som karakteriserade den
förra. Den tyckes fastmera innehållas af former, hvilka bilda
öfvergångar från föregående flocks representanter öfver såväl
till nästföljande vadaregrupper, som ock till Lamellirostres
bland Natatores.
Scapula är af ungefär samma utseende som hos föregå-
ende flocks foglar, och dess acromialutskott står i förbindelse
med extremitas coracoidalis clavicule och i större mån än hos
föregående slägten med processus procoracoideus.
Os coracoideum är hos flertalet af Pelargi proportionelt
kortare, än inom föregående cohort, och företer en bättre ut-
vecklad processus procoracoideus. Dessutom kan man här ej
iakttaga någon väsentligare korsning af coracoidbenens anguli
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 17. AFD. IV. N:0 5. 87
mediales distales. En erinran om denna spåra vi dock hos
familjen Ciconiime.
Angulus coraco-scapularis utgör äfven här ungefär 70 grader.
Clavicula företer hos fertalet hithörande foglar endast
en kurva, hvilken är ganska skarp. Tillnärmelsevis kan medel-
punkten till den periferi nyckelbenet beskrifver sägas ligga
vid midten af os coracoideum. — Endast hos Ciconiine stöter
extremitas sternalis direkt till apex criste, på samma gång
vi hos denna familj kunna iakttaga någon S-formig krökning
af nyckelbenet. Extremitas coracoidalis står i direkt förbin-
delse med acromion och acrocoracoideum.
Sterni margines laterales löpa nästan parallelt, och bröst-
benet företer en proportionelt högre crista, än hvad förhållan-
det var inom föregående cohort, på samma gång som vi finna
maximihöjden vara belägen närmare apex criste. Å hvardera
sidan om bröstbenskammen finnes en eller tvenne incisurer.
Åtminstone hos familjen Ciconiinze finna vi crista sternalis
1 articulatio sterno-coracoidea 1 sagittalsnitt förete en mera
liggande S-formig krökning i den mediala delen. Den late-
rala delen af samma crista är enkelt konvex med motsvarande
konkav sulcus coracoidalis.
I SUNDEVALLS uppställning börjar denna cohort med Pla-
taleing. Hvad beträffar förhållandet i byggnaden af bröstben
och skuldergördel hithörande familjer emellan, skulle vi dock
vara benägne att ställa Ciconiine först, hvilken familj tyckes
stå föregående flocks representanter närmare än någon annan
hithörande.
Familj. Plataleinge. (Tafl. VI fig. 1.)
Slägtet Platalea L. företer följande proportionsförhål-
landen:
sternallängd coracoidallängd
50 dö:
cristans höjd half sternallängd
30 42,5.
sternalbredd sternallängd
45 39.
inc. med. inc. lat. sternallängd
14 13 35.
38 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Os coracoideum, som eger en till clavicula stötande proc.
procoracoideus och ett foramenu supracoracoideum, är relatift
kort, och clavicula företer en enkel kurva samt står ej i di-
rekt förbindelse med apex criste. Nyckelbenet saknar för
öfrigt nästan fullständigt processus episternalis furcule, är
derjemte temligen jembredt och ej torqueradt. Finnes pro-
cessus episternalis furcule till någon del för handen, är den
riktad nedåt, såsom hos föregående flock. — Sternum eger en
temligen hög crista, hvilken dock i höjd ej når halfva sternal-
längden, men ganska hastigt sänker sig mot den distala delen,
såsom förhållandet är hos Ciconiimne, samt å hvardera sidan om
kammen tvenne incisurer, hvilkas djup nästan sammanfalla.
Familj. Ciconiin&e. (Tafl. V' fig. 4.)
Hos Ciconia IL. iakttaga vi några i förhållande till före-
gående och denna senare närmare stående efterföljande familj
afvikande proportioner:
sternallängd coracoidallängd
94 (0;
cristans höjd half sternallängd
47 47.
sternalbredd sternallängd
534 94.
incisura sternallängd
20 94.
Os coracoideum erinrar med afseende på sin proportionela
längd om förhållandet hos föregående fock, och dess proc.
procoracoideus når ej fram till clavicula. — Vidare företer
clavicula, såsom ofvan blifvit påpekadt, någon S-formig krök-
ning och står med sin nedåt och bakåt riktade processus epi-
sternalis furcul&e i amphiarthrotisk förbindelse med den tem-
ligen långt framspringande apex criste. Extremitas coracoi-
dalis, som för öfrigt på sin mediala yta är försedd med ett
foramen pneumaticum, är bredast, och nyckelbenet har, i lik-
het med förhållandet inom föregående cohort, undergått en
tydlig torsion. — Sternum eger en crista, som i höjd mot-
svarar halfva sternallängden och har en vulstig linea interpec-
toralis. Den obetydligt utvecklade spina sterni externa är på
sin undre yta försedd med en fördjupning, som fortsätter ett
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 89
stycke ned på radix criste sternalis. Sterni distala del eger
å hvardera sidan om kammen en enda incisur.
Familj. Ibidine. (Tafl. VI fig. 2.)
Det skandinaviska slägte, som hit kan räknas, nemligen
Plegadis Kavur., ansluter sig närmast till Plataleine, och kan
sägas bilda genom några af sina strukturförhållanden en öfver-
gång till följande cohorter. — Åfven, och kanske i hufvud-
saklig mån, de iakttagna proportionerna leda till denna be-
traktelse:
sternallängd coracoidallängd
65 Kd
cristans höjd half sternallängd
28. ARE
distal sternalbredd sternallängd
39 65.
inc. med. inc. lat. sternallängd
13 14 65.
Os coracoideum och clavicula visa 1 det närmaste samma
strukturförhållanden som hos Plataleinge. — Åfven sternum
erinrar i de flesta hänseenden om samma familj. Endast spina
sterni externa är bättre utvecklad och från sidorna hoptryckt.
Cohors III (Limicol&) et Cobors IV (Cursores).
(Tafl. VI figg. 4—16, VII figg. 1—4).
Dels på grund af de talrika gemensamma karakterer, som
tillkomma fertalet af dessa båda cohorters representanter, men
dels också på grund af några hithörande typer, som i mer
eller mindre mån divergera till sin struktur från öfriga sam-
slägtingar, hafva vi funnit lämpligast att behandla Limicolze
och Cursores i ett sammanhang, sedan vi dock från dessa först
till särskild behandling uttagit de mera fristående formerna,
af hvilka i synnerhet en grupp, nemligen de till familjen
Ralling hörande, så distinkt markerar sig från alla öfriga
vadare, att den förvisso förtjenat, såväl som mången annan af
vadarnes typer, sin egen flock.
90 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Väl står familjen Ralline i det SUNDEVALLSKA systemet
såsom en terminerande familj för Grallatores, men den afslutar
deri nämda ordning och har sålunda blifvit stäld närmast
Natatores. Med afseende på byggnaden af bröstben och skul-
dergördel finnes emellertid knappast ett enda moment, som
skulle kunna häntyda på någon frändskap med simfoglarne,
hvilka senare — om de också förete från hvarandra mycket
divergerande typer — dock nästan alla tydligt nog markera
sig genom sin struktur från öfriga fogelordningar. Deremot
torde vi icke sakna hvarje anledning att anställa jemförelser
mellan Ralline och ordningen Rasores.
Genom en slik konvertering af SUNDEVALLS vadaresystem,
nemligen genom att låta Ralline inleda Grallatores, skulle,
utom denna öfvergång mellan höns- och vadarefoglar, också
vinnas ett annat önskemål, nemligen en något så när tänkbar
förmedling mellan vadare och simfoglar, derigenom att den
cohort, som nu inleder Grallatores, komme att afsluta samma
ordning och genom sin ganska i ögonen fallande öfverens-
stämmelse i struktur — åtminstone af bröstben och skulder-
gördel — med Phoenicopterus, och dermed äfven med Lamel-
lirostres, — skulle bilda med detta nyssnämda slägte en öfver-
gång till Natatores.! Fråga är väl dessutom, huruvida verk-
ligen Herodii och Pelargi genom sin struktur skulle kunna
sägas utgöra det allmänna uttrycket för vadaretypen, — genom
hvilket enda förhållande dessa båda cohorter vore rättfärdigade
till sin plats såsom inledande grupper, då de förvisso 1 intet
afseende kunna till sin byggnad (och troligen ej heller i något
annat hänseende) betraktas såsom förmedlande former mellan
höns- och vadarefoglar. Sant är visserligen, att vi inom Gral-
latores finna rätt många heterogena former och att det så-
lunda ej ter sig så lätt att finna den struktur, som skulle
kunna sägas vara mest genomgående; men månne vi dock
icke ha att söka denna typform hellre t. ex. bland Limicolz,
än bland de nyssnämda cohorterna”?
Scapula är temligen kraftig, med föga framåtböjdt acro-
mialutskott, hvilket står i förbindelse med processus procora-
coideus och extremitas coracoidalis clavicule.
! Att vi emellertid icke endast uti Flamingo ha att söka en förmed-
lande länk mellan simfoglar och vadare. derom vittna de talrika öfverens-
stämmelser i struktur, som förefinnas mellan Longipennes och särskildt
vissa af Cursores.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 91
Os coracoidewn eger en proportionelt kort diaphys och en
väl utvecklad processus procoracoideus, som står i mer eller
mindre nära förbindelse med clavicula. Processus lateralis är
triangulär och afsätter sig tydligt från coracoidbenet i öfrigt.
Processus medialis är äfvenledes oftast väl uttalad och griper,
såsom hos Limicole, öfver labium glenoidale internum, så att
processerna från hvardera sidan nära nog mötas i midtlinien.
Impressio sterno-coracoidea är temligen djup. Omedelbart
bakom symphysis coraco-scapularis finna vi ett för Cursores i
allmänhet karakteristiskt foramen supra-coracoideum.
Angulus coraco-scapularis utgör 1 fertalet fall ungefär 70
grader.
Clavicula är oftast kraftigt byggd och bildar en temligen
skarp kurva, hvilkens medelpunkt ligger ungefär vid midten
af os coracoideum. Den coracoidala delen står i förbindelse
med processus procoracoideus, acromion och acrocoracoideum,
hvilken senare bildnings nedre mediala rand den mer eller
mindre tydligt omfattar. Processus episternalis furculxe är
svagt utvecklad, men saknas dock aldrig fullständigt och följer
clavicelkurvans riktning bakåt mot crista sterni.
Sternum markerar sig genom en hög crista, hvilkens margo
longitudinalis är mer eller mindre konvex. Sternallängden
öfverstiger, särdeles hos flertalet Limicolxe, rätt ansenligt den
respektive sternalbredden. Hos Tringerna, äfvensom hos Cur-
sores företer dock sternalbredden relatift större mått. Den
distala delen, hvars margo posterior hos flertalet Limicola
bildar en mer eller mindre skarp, bakåt konvex båge, men
hos Cursores närmar sig en rät linie, är aldrig hel, utan för-
sedd med en eller tvenne incisurer på hvardera sidan om
crista sternalis. Af dessa inskärningar finna vi den mediala
vara hos Limicolx oftast betydligt grundare än den laterala
och kan hos dessa t. o. m. saknas; hos Cursores åter är skil-
naden i djup mindre. Af de båda spine sterni, hvilka, då de
finnas, hafva sammansmält med hvarandra, plägar i flertalet
fall den facett af den gemensamma processen, som svarar mot
spina externa, markera sig genom sin prominens och visar
sig dervid hoptryckt från sidorna. Hos slägtet Scolopax finna
vi dock den interna facetten relatift mer uttalad. Något egen-
ligt septum mellan de båda coracoidbenen bilda de med hvar-
andra sammansmälta spine sternales icke (möjligen med undan-
tag af Scolopax), då processus mediales af ossa coracoidea
92 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
skjuta mot hvarandra öfver spinans dorsalyta. — Slägtet Otis
saknar nästan fullständigt såväl spina externa som interna. —
Margines laterales sternales löpa i allmänhet temligen parallelt.
Hos Scolopax, hvilket slägte för öfrigt ej obetydligt differen-
tierar sig genom säregna karakterer, divergera de tydligt bakåt.
— Vi äro för öfrigt oftast i tillfälle att iakttaga tydliga line
interpectorales såväl sterni som criste, af hvilka de förra kon-
vergera bakåt.
Framför allt hos Limicole, men äfven hos Cursores iakt-
taga vi i byggnaden af de mot hvarandra svarande ytorna i
articulatio sterno-coracoidea Tförutsättningar för ganska olik-
artade exkursioner. Så finna vi artikulationsytorna i trans-
versel diameter korta, och sagittalsnitt genom leden visar i
den mediala delen föga böjda ytor. I den laterala delen äro
en sulcus coracoidalis och deremot svarande crista sternalis
tydligt uttalade.
Familj. Totanin&e. (Tafl. VI figg. 4—10.)
De festa till denna familj hörande foglar bilda en tem-
ligen naturlig och afgränsad grupp. Måhända dock att de
struktur- och proportionsförhållanden, vi nedan skola finna,
tyda på en i någon mån annorlunda anordning af vissa hit-
hörande slägten. Så tyckas Tringerna med det dem inledande
slägtet Calidris stå närmare än något annat slägte följande
cohort, Cursores. En grupp divergerar emellertid i ej oväsent-
lig grad från alla de öfriga, så temligen likformiga, och denna
är Scolopax. Ej heller erbjuder detta slägte några förhål-
landen, som skulle kunna häntyda på närmare frändskap åt
annat håll, utan stå morkullorna derför ganska isolerade och
sjelfständiga. De Scolopax närmast stående slägtena. såsom
Telmatias och Odura, ega deremot stora likheter med öf-
riga till Totanine hörande foglar, om de ock förete några
förhållanden, som tyckas ange deras förvandtskap med mor-
kullorna.
De slägten vi varit i tillfälle att närmare granska äro:
Numenius IL., Limosa Briss., Totanus BECHST., Actitis IrL.,
Machetes Cuv., Calidris Cuy., Pelidna CuV., Actodromus KAUP.,
Scolopax L., Telmatias Borr och Lobipes Cuv..
Hos de fem förstnämda slägtena, hvilka närmast tyckas
sluta sig till hvarandra, hafva vi funnit följande proportioner:
BIHANG TILL K. SV. VET. AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 93
sternallängd coracoidallängd
IN UTNenIgSL = 2-0 Stl 86 36
FimosandMiape JD 20
Mötanus vc. sc Kurd 52 23
ANG US oo efade 32 15
Machetes- tosse 32 20.
cristans höjd half sternal-
längd
INDI ETS ee so 25 43
Tänvrosa --sdk s3l Dad 23 20,5
I tanvSs I 20 26
PACG bibisö ee 0 HO 12 16
Måchetesi.. Mm 005 21 26.
sternalbredd sternallängd
INVIIenTUS--- oo... oc 26 86
NÄT OS BN 25 52
MEOfANUS soo oosocsom 23 2
ATG UTGIS IE sossar dd a 16 2
MåcheteS...o.......o-- 24 DA
inc. med. inc. lat. sternallängd
INUMENIUSE----sco-oces 9 23 86
[KIM ÖSA RE esse 3 5 53
INGEN NESS EE SALE = 13 52
NCTTTISESS = ont bitr oes — ti 32
VS Cchetessd ooooooccsta — 5 DR
Vi finna sålunda hos dessa fem slägten en påtaglig öfver-
ensstämmelse i proportioner mellan de skelettdelar vi behandla.
Vi se emellertid, hurusom slägtet Numenius (Tafl. VI fig. 4)
utmärker sig genom sitt proportionelt stora djup af incisura
medialis, i detta afseende erinrande om Ibidine inom före-
gående flock. Hos slägtet Limosa är samma incisur obetydlig,
och hos de öfriga saknas den oftast mer eller mindre full-
ständigt (se Tafl. VI figg. 5 och 8).
På grund af den i flera hänseenden stora öfverensstäm-
melse 1 struktur och proportioner, som slägtet Lobipes Cuv.
(och dermed utan tvifvel också Phalaropus IL.) (Tafl. VI
fig. 9) visar med ofvanstående slägten upptaga vi detta nu
närmast i ordningen:
94 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
sternallängd coracoidallängd
28 13.
cristans höjd half sternallängd
il 14.
sternalbredd sternallängd
15 28.
incisura sternallängd
6 28.
Om vi jemföra dessa siffror med t. ex. dem hos Actitis,
skola vi finna rätt stora likheter. Strukturen är i mycket
densamma, om vi möjligen undantaga en något skarpare kurva
på clavicula och en annan divergens af line& interpectorales
sterni.
Calidris Cuy., Pelidna Cuv. och Actodromus Kaur. (Tafl.
VT figg. 6 och 7) ega mycket gemensamt med afseende på
byggnaden af bröstben och skuldergördel:
sternallängd coracoidallängd
(FATTAS 34 15
Pelidaa-ss ce 31 14
ACtodromus creed 23 Ila
half sternal-
längd
Walrdris] DN 15 Id
Pelidnes. suyvkae::l 14 1015
Aletodromus dep lgsl 10 IN
sternalbredd sternallängd
Cal il 34
PETA EE 19 öl
ACIOdrom USE ss ooo 13 25,
inc. med. inc. lat. sternallängd
Calid rss 4 9 34
Felidna, se 5 9 dl
VA TGTD GRO MSE 3 6 20.
Vi finna hos dessa slägten ett relatift kortare och bre-
dare sternum, än inom de föregående, på samma gång som
vi iakttaga en incisura medialis, som till sitt djup motsvarar
ungefär halfva djupet af incisura lateralis. — Med afseende
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 95
på sternalbredden tyckes Actodromus öfverensstämma mer med
Calidris än med Pelidna.
Så återstår slutligen af de slägten vi varit i tillfälle att
granska, tillhöriga familjen 'Totanine, slägtena Scolopax L.
(Tafl. VI fig. 10) och Telmatias Boir, af hvilka det först-
nämda visar sig så i flera afseenden afvikande. De af oss
iakttagna proportionerna hafva varit följande:
sternallängd coracoidallängd
Scolopaxes.. Te 64 200
LET nTA TAS mors oo Soo 48 18.
cristans höjd half sternal-
längd
SEOIOP AA eo oo SR 26 DÅ
KjeSlma tas ecco 20 24.
sternalbredd sternallängd
Scolopgs 32 64
KITG nn A GAS cs ARD SM 21 48.
incisura sternallängd
SCOOTER 14 64
MS lmACAS-se oa oa 12 48.
Telmatias och Scolopax ega såsom mera gemensamma
karakterer, hvilka i större eller mindre grad skilja dessa
slägten från öfriga representanter för familjen Totanine, att
spina sterni externa saknar fullständigt (Scolopax) eller till
större delen (Telmatias) den prominens vi funnit genomgående
för öfriga till Totanine hörande slägten; och vidare att på
samma gång och i samma mån spina sterni interna skarpare
framträder och bildar ett septum mellan de båda ossa cora-
coidea. Sterni margines laterales divergera bakåt starkast
hos Scolopax, 1 samband med sterni relatift större maximi-
bredd, hvilken senare förefinnes hos båda slägtena mellan ur-
sprungen för trabecula lateralia, hvilka konvergera bakåt.
Bröstbenet eger för öfrigt endast en incisur på hvardera sidan
om cristan. Ungefär vid nyssnämda trabecelursprung höjer
sig en transverselt och något bakåt löpande ås, hvilkens kon-
vexitet vetter inåt thorax. Denna strukturegendomlighet finna
vi uttalad i mindre märkbar grad hos en stor del andra foglar,
men specielt bland vadare se vi dennas prominens särskildt
96 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
hos Scolopax vara anmärkningsvärd. Linea interpectoralis
criste framträder hos Telmatias lika skarp och markerad som
hos öfriga till 'Totanin& hörande grupper; hos Scolopax åter
är den knappast skönjbar. Detta senare slägte eger derjemte
nästan fullkomligt raka scapulx och en jemförelsevis svag
clavicelkurva.
Familj. Himantopodine. (Tafl. VI fig. 11.)
Det skandinaviska slägte, som hit hör, nemligen Recurvi-
rostra L., eger utan 2 äg många moment i sin byggnad,
som tyda på en ganska stor frändskap med fertalet af föl-
jande flocks representanter, och särskildt bland skandinaviska
former med Heexmatopus; och vi kunna icke undgå att finna
denna öfverensstämmelse mera påtaglig, än hvad förhållandet
torde vara med slägtet Strepsilas, som inleder Cursores. —
Så är sternum jemförelsevis kort och bredt:
sternallängd coracoidallängd
26 26.
cristans höjd half sternallängd
22 28.
sternelbredd sternallängd
28 56.
inc. med. inc. lat. sternallängd
10 13 36.
Sterni margo posterior är nästan rak, och, såsom ofvan
synes, öfverstiger djupet af incisura medialis halfva det af in-
cisura lateralis. Omedelbart bakom symphysis coraco-scapularis
eger os coracoideum ett foramen supracoracoideum, — för-
hållanden, hvilka ju, såsom vi förut lärt känna, i mer eller
mindre hög grad karakterisera flertalet af Cursores. Det nyss-
nämnda benet har derjemte en i förhållande till föregående
familjs representanter bredare crista articularis, hvilken är
mera infalsad i motsvarande sulcus coracoidalis sterni. Spina
sterni interna saknas, och från angulus medialis distalis ossis
coracoidei höjer sig i proximal riktning en mindre process.
Familj. Charadriin&e. (Tafl. VI figg. 12—15.)
Af hithörande skandinaviska, Cursores inledande slägten,
som vi varit i tillfälle att granska, nemligen Strepsilas ILLiG:,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 97
Vanellus L., Charadrius I., Aegialites BoiE och Haematopus
L., synes det förstnämda minst af alla vara i besittning af
de för hithörande foglar karakteristiska kännemärkena. Det
synes stå på öfvergången mellan den föregående och denna
familj. I ett afseende erinrar det dock om öfriga till Cha-
radriine hörande slägten, och detta är genom den jemförelse-
vis stora bredd sternum eger.
sternallängd coracoidallängd
Ste PsIlÄS rssresto soba 41 19
Nanellusterde os Hd 24
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Hematopus, ryss 65 ai.
cristans höjd half sternal-
längd
SUKC PST LNST send son ee 17 20,5
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ANEOTallbes soda 13 16
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sternalbredd sternallängd
DTI PELlAS: ooo sEs$ooa cr 22 41
Manellösa— oc sas 24 Hi
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Flematopus.- sea 34 69.
inc. med. inc. lat. - sternallängd
Otrepsilask fast ooo 4 9 41
INfanellust soc oden oden 7 (foramen) 10 Sj
Gharadnuskt 10 2 51
NG oTalltes se 8 Co) 32
Flematopussssteess oe 14 14 65.
Såsom vi af ofvanstående måttförhållanden finna, ega
Strepsilas, Aegialites och Haxmatopus ett sternum, hvars bredd
öfverstiger motsvaranae halfva längd, då deremot hos Vanellus
och Charadrius (Tafl. VI fig. 14) ett motsatt förhållande gör
sig gällande. Dock torde man kunna säga, att sternalbredden
äfven hos dessa senare foglar relatift öfverträffar de respek-
tive sternalbredderna hos föregående familjs representanter.
Vi finna vidare, hurusom incisura sternalis medialis eger ett
-
(
98 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
proportionelt stort djup, utom hos Strepsilas (Tafl. VI fig. 12),
der vi iakttaga ett förhållande i detta hänseende, som på-
minner om det vi sågo inom Totaningze. Hos Vanellus är ett
foramen, i stället för en incisura medialis, nästan konstant
(Tafl. VI fig. 13), och spina sterni interna saknas fullständigt
hos Hzmatopus (Tafl. VI fig. 15).
Familj. Otidin&e. (Tafl. VI fig. 16.)
Med afseende på byggnaden af bröstben och skulder-
gördel afslutar denna familj den grupp bland vadarne, som
kännetecknas genom de karakterer, vi framstält såsom gemen-
samma för Limicolx och Cursores. Såvidt vi varit i tillfälle
att iakttaga, eger nemligen det skandinaviska slägte vi kunnat
studera, nemligen Otis L., de flesta ofvan angifna struktur-
detaljer med afseende på scapula, os coracoideum och ster-
num, och tyckes väl närmast ansluta sig till Cursores. Clavi-
cule ha vi icke sett. Dock saknar sternum såväl spina sterni
interna som externa, och coracoid eger bakom symphysis
coraco-scapularis en incisura supracoracoidea och lateralt
derom ett foramen pneumaticum.
sternallängd coracoidallängd
177 94.
eristans höjd half sternallängd
2 88,5.
sternalbredd sternalläned
105 gg:
inc. med. inc. lat. sternallängd
24 25 1
De båda öfriga till Cursores räknade familjerna, nemligen
(Frwine&e och Ralline, skilja sig till sin struktur i högst väsent-
lig grad från öfriga vadare, på samma gång de sins emellan
ej obetydligt divergera från hvarandra. Att Gruinze emellertid
mer än någon annan familj närmast ansluter sig till Rallinze,
kan icke förnekas.
Vi ha redan vid inledningen till Limicolxe och Cursores
nämt, hurusom företrädesvis Ralline tyckes ega någon gemen-
samhet med ordningen Rasores, på samma gång vi sakna
hvarje anledning till att förmena någon frändskap mellan
sumphönsen och Natatores. Den skildring vi här nedan lemna
BIHANG TILL K. SV. VET. AKAD. HANDL. BAND. 17. AFD. IV. N:0 5. 99
af dessa sist stälda vadares struktur, torde väl också i någon
mån kunna styrka vår framkastade mening om sumphönsens
naturligare plats i systemet.
Den säregna byggnaden af bröstben och skuldergördel,
som vi finna hos tranorna, är nog åtminstone delvis en följd
af det sätt, på hvilket den hos dessa foglar ovanligt långa
trachea beredt sig utrymme.
Familj. Gruine. (Tafl. VII fig. 1.)
Slägtet Grus L. företer följande proportionsförhållanden:
sternallängd coracoidallängd
151 66.
eristans höjd half sternallängd
56 19,5:
distal sternalbredd sternallängd
49 UWE
Redan 1 dessa proportioner märka vi en stor skilnad mot
dem vi funnit hos öfriga såväl till Limicolx som till Cursores
hörande foglar. Framför allt är 1 ögonen fallande den obetyd-
liga sternalbredden, ett förhållande, hvari bland annat slägtet
Grus öfverensstämmer med flertalet representanter för följande
familj. — Scapula är temligen jemnsmal med en processus
acromialis, som står i förbindelse med extremitas coracoidalis
clavicule och till någon obetydlig del äfven med processus
procoracoideus. Omedelbart ofvan symphysis coraco-scapuluaris
finnes ett stort foramen pneumaticum. I likhet med hvad vi
funno förhållandet vara hos Strigides bland Aeccipitres, upp-
kommer äfven här genom acromii förbindelse med elavicula
och den obetydliga direkta föreningen mellan acromion och
den mot clavicula framspringande processus procoracoideus en
triangulär spalt mellan dessa benbildningar. — Os coracoideum
är, såeom vi ofvan sett, ganska kort. Det är derjemte tem-
ligen bredt och eger en tydlig linea intermuscularis externa.
Processus lateralis är riktad utåt och bakåt. I impressio
sterno-coracoidea finnes ett stort foramen pneumaticum och
omedelbart bakom symphysis coraco-scapularis ett foramen
supracoracoideum. Processus procoracoideus är kraftigt ut-
vecklad, men når dock icke fram till elavicula.
coraco-scapularis motsvarar ungefär 65 grader. — Clavicula är
Angulus
100 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
jemförelsevis svag, föga krökt samt tydligt torquerad. Extre-
mitas coracoidalis står i direkt förbindelse med acromion och
acrocoracoideum, under det att processus procoracoideus ej
når fram till nyckelbenet. - Extremitas sternalis är intimt
sammanväxt med apex criste. — Af ofvanstående måttbestäm-
ningar hafva vi funnit sternum ega en ovanligt liten bredd.
Vid sterni midt är bredden minst och tilltager något framåt
och bakåt. Såväl från de flesta föregående fogelgrupper, som
äfven från den efterföljande familjens representanter skiljer
sig slägtet Grus med afseende på sterni allmänna byggnad
derutinnan, att corpus, hvarmed vi mena den del af bröst-
benet, som bär processus costales, är ovanligt långt utdragen,
under det att den öfriga, den xiphoidala delen, är jemförelse-
vis mycket kort. Margo posterior är hel eller endast ytterst
föga inskuren och processus precostalis låg samt utåt böjd. —
De öfriga, kanske mest 1 ögonen fallande strukturegendomlig-
heter, som detta sällsamma bröstben erbjuder, stå alla i mer
eller mindre mån 1 samband med den höggradiga utveck-
lingen i längd och deraf resulterade förändring i läge af
tractus respiratorius. Så har spongiosan i den för öfrigt till
sin yttre form med andra vadare lika crista sterni, i mån af
trachéns längdtillväxt, försvunnit och- lemnat rum för det i
cristan med sina vindningar inträngande luftröret. Af intresse
är härvid att iakttaga den olika utsträckning inom bröstbenet,
som trachealvindningarna ega hos de båda könen, och huru-
som 1 samband härmed äfven ett annat medel tillgripits för
skyddandet och reglerandet af luftrörsvägen. Vi finna nem-
ligen hela lamina mediana af membrana sterno-coraco-clavicu-
laris ossifierad och intimt sammansmält med spina sterni ex-
terna och cristans margo anterior. Hos hanen, der den långa
trachea fordrar ett ännu större utrymme, än hvad förhållandet
är hos honan, bildar den nyssnämda ossifierade episternal-
delen, äfven här med till största delen bortfallen spongiosa,
ett med cristans hålighet kommunicerande rum. Hos honan
åter, der den ifrågavarande episternaldelen, genom den jem-
förelsevis kortare trachea, icke behöft tagas i anspråk, finna vi
icke desto mindre lamina mediana ossifierad såsom hos hanen,
dock med persisterande lucker spongiös väfnad. Genom spon-
giosans bortfallande torde sålunda inom cristans och. den ossi-
fierade episternalapparatens gemensamma trachealhåla en viss
förskjutning af luftröret kunna ega rum, hvilket moment må-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 101
hända är af betydelse vid ljudbildningen. — Ännu några andra
smärre detaljer markera sig på exteriören till följd af trachéns
intrasternala läge. Vi finna nemligen på bröstsköldens inre
yta tvenne sagittalt stälda åsar, af hvilka den främre, som
svarar mot den främre och större trachealvindningen, är mest
prominent och börjar vid labium internum sulci coracoidei
sterni samt sänker sig bakåt; den andra och mindre höjer sig
öfver den inre sternalytan ungefär vid öfvergången mellan
corpus och pars xiphoidalis sterni samt svarar mot den bakre
och mindre vindningen.
De mot hvarandra vettande ytorna i articulatio sterno-
coracoidea visa sig vid sagittalsnitt föga bugtiga, såväl i den
mediala som i den laterala delen.
Familj. Ralline. (Tafl. VII figg. 2—4.)
De hithörande skandinaviska slägtena, nemligen Rallus L.,
Ortygometra L.. Phalaridium Kavr., Gallinula Briss. och Fulica
L., hvilka alla vi varit i tillfälle att granska, äro sins emellan
mycket likformiga både med afseende på struktur och pro-
portioner. Endast Fulica med närmast detta slägte stående
Gallinula skiljer sig från de öfriga bland annat genom ett
proportionelt bredare sternum. — Sternallängden utgör vis-ä-
vis coracoidallängden:
sternallängd coracoidallängd
sl RN KD SNRA RA 34 20
Örtysomebra = ooo 40 24
Ida Ern be Tova AAA 34 18
(een tra vi EAA EN Säga 49 2
Ives re ASA R ARE 63 JD
Cristan är hos de mindre formerna hög, hos de större
jemförelsevis lägre:
cristans höjd FEET
längd
Hjallaskogctvs pv vg 12 ög
Ortygometra ....:....-- 16 20
Phalaridiums.. lo 115) 17
(rallinula fis: nn tyd) 15 24.5
Hulica bad bevscrilvrng 17 31,5.
Sternum eger obetydlig distal sternalbredd hos de mindre
representanterna; hos de större, hos Gallinula och Fulica, är
denna ansenligare:
102 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
sternalbredd sternallängd
Fälluss.sar eg 8 d4
Ortygometra «sl. cs 9 40
Phalaridium es 8 34
Gallinnla 205 49
Föälreart se SU 63.
Djupet af den här förefintliga incisura är stort hos alla
hithörande slägten:
incisura sternallängd
Fallust = Feer ee 14 3.
Ortyoometra SKioi- 16 40
Phalaridium 205 20 34
Bjellbianr soc ococ sosse 2 49
BUGA 0 NE Je 69.
Scapula är ovanligt långt utdragen och temligen jemn-
smal. Processus acromialis står i förbindelse med extremitas
coracoidalis elaviculx och proc. procoracoideus. — Os cora-
coideum eger en väl utvecklad processus procoracoideus, hvilken
står i förbindelse med clavicula, och bakom symphysis coraco-
scapularis ett foramen supracoracoideum. Proc. lateralis är
riktad utåt och bakåt. — Anaulus coraco-scapularis är ovan-
ligt stor, ungefär 80 grader. — Den nästan fullkomligt raka
clavicula är föga utbredd i sin coracoidala del, förmedelst:
hvilken den står 1 förbindelse med acromion, processus pro-
coracoideus och acrocoracoideum. I sin sternala del böjer
den sig i transversel riktning för att i medianplanet samman-
smälta med andra sidans clavicula. Processus episternalis
furcule nästan saknas. Endast en liten lingula skjuter framåt
i clavicelns riktning. — Sternuwm är hos fertalet hithörande
foglar ovanligt smalt och eger hos de smärre formerna sin
maximibredd mellan de båda processus precostales, hos de
större åter mellan trabecula. Bröstbenet är nemligen i sin
distala del försedt å hvardera sidan om cristan med en ovan-
ligt djupgående incisur, hvilken är triangulär, med spetsen
riktad framåt. Den mediala delen af bröstsköldens pars xiphoi-
dalis är derför triangulär med spetsen riktad bakåt. Spina
sterni externa är ytterst obetydligt utvecklad hos de mindre
formerna, der vi iakttaga en spina interna, som bakåt löper
ut i en ås, påminnande om den vi sågo hos Gruine. Hos de
större formerna saknas denna senare bildning, på samma gång
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AED. IV. N:0 5. 103
som vi iakttaga en något bättre utvecklad spina externa. Der
spina interna finnes, visar den sig tydligt sammansatt af tuber-
cula lab. int., hvilka bildningar qvarstå äfven hos de större
formerna, ehuru hos dessa mera åtskilda från hvarandra. Så-
som vi af ofvanstående måttförhållanden kunna se, är cristan
temligen hög hos de mindre representanterna, men aftager i
ej oväsentlig mån i höjd hos de större. Processus precostales
äro jemförelsevis långt utdragna och riktade framåt och utåt.
I den mediala delen af articulatio sterno-coracordea förete
de mot hvarandra svarande ytorna någon S-formig böjning;
i den laterala är crista articularis temligen djupt infalsad i
sulcus coracoidalis.
Den raka, nästan jemnsmwala och svaga clavicula, de spens-
liga scapulx, det med ovanligt djupa incisurer, hvilka tem-
ligen påtagligt synas svara mot hönsfoglarnes mediala incisurer,
och jemförelsevis långa processus precostales försedda sternum
torde hos dessa, 1 mångt och mycket för öfrigt så sällsamma
foglar erinra mer om Rasores, än några andra här iakttagna
strukturer om Natatores.
Sammanfattning.
Vid en allmän öfverblick öfver vadarnes ordning, sådan
den af SUNDEVALL blifvit framstäld, finner man lätt den i all-
mänhet så lyckligt funna successiva grupperingen sins emellan
af hithörande, i flerfaldiga hänseenden dock ganska heterogena
familjer och slägten. Endast i någon mindre punkt tyckes
studiet af de inre strukturförhållandena af dessa foglar fordra
en annan anordning. Så t. ex. med simsnäpporna, Lobipes
och Phalaropus, hvilka af flera författare ansetts böra stå i
oranskapet af Totanus och Tringa, hvilken åsigts riktighet
den inre anatomiska byggnaden i nästan alla hänseenden
tyckes bestyrka. Att med tillhjelp endast af de skelettdelar,
vi studerat, bilda oss ett omdöme om den plats de egendom-
liga slägtena Telmatias, Odura och särskildt Scolopax böra
intaga, låter sig naturligtvis icke'göra. Dock synes det oss
oegentligt att genom dessa senare slägtens inskjutande skilja
åt de hvarandra så påtagligt närstående Totanus och Tringa
å ena sidan och Lobipes och Phalaropus å den andra. Vidara
104 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
tyckes Recurviröstra : till sin struktur erinra mer om vissa
bland Cursores; än om Limicole. — Ej heller kunna vi för-
lika oss med den mening, att de från alla öfriga vadare så
synnerligen distinkt afgränsade familjerna GruinXe och sär-
skildt Rallin&e skola inneslutas inom samma flock som brock-
foglar, trappar och andra. De förtjena förvisso en vida sjelf-
ständigare plats inom vadarnes ordning.
Vi sade, att den successiva anordningen af hithörande
slägten och arter var väl funnen. Likaså tillfredsställande
synes dock icke grupperingen vara, om någon hänsyn tages
till den närmare eller fjermare frändskapen gent emot höns-
eller simfoglar. Nekas kan ju icke, att många yttre karak-
terer hos sumphönsen erinra om dem vi återfinna hos en del
simfoglar; men i det hänseendet kunna vi knappast dela
SUNDEVALLS mening, då han på ett ställe i inledningen till
sitt »Försök till en naturlig indelning af foglarnes klass» säger,
att man nära nog med lika full rätt kan taga hänsyn till
yttre som till inre kännetecken vid en systematisering;! ty
för visso är exteriören underkastad vida talrikare modifika-
tioner såväl till färg som form, än hvad händelsen torde vara
med vissa af de inre anatomiska delarna, då de yttre lefnads-
förhållandena trycka sig pregel. Och hvad nu sumphönsens
närmaste fränder bland andra ordningar vidkommer, tyckes
väl knappast något moment tala för dessa foglars slägtskap
med Natatores, då deremot icke hvarje spår till likhet torde
saknas gent emot hönsfoglarna. Vi kunna ju'dessutom erinra
om de talrika momenten i lefnadsförhållanden, som påminna
om hönsfoglarna. Åfven tyckas dundrägterna (enligt MEVES)
ej vara så synnerligen olikartade.
Men äfven andra omständigheter tala, såsom vi i före-
gående påpekat, för en konvertering af hela vadaregruppen,
och bland dessa: är den påtagliga likhet Flamingo eger med
Cohortes I & II bland Grallatores. Denna fogel är emeller-
tid af SUNDEVALL skjuten djupt in i simfoglarnes system och
dervid stäld såsom en förmedlande länk mellan Tubinares
och Lamellirostres, eller rättare inledande denna senare flock.
Phoenicopterus har dock för visso med rätta af flertalet andra
författare blifvit stäld såsom en öfvergångsform mellan vadare
och simfoglar. De skelettdelar, som nu varit föremål för vår
närmare granskning, - visa också beträffande denna fogel, att
! (För så vidt nemligen frågan gäller ett naturligt system.)
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 105
han 1 flerfaldiga hänseenden ansluter sig till Grallatores. Bland
dessa senare kommer han derjemte utan gensägelse närmast
Herodii och Pelargi.! Hvad åter angår den grupp bland sim-
foglar, med hvilken han skulle ega mest gemenskap, har
redan WAGNER påpekat, hurusom specielt i byggnaden af
bröstben och skuldergördel likhet tyckes finnas med samma
bildningar hos andfoglarna, om också härvid, såsom det synes
oss, öfverensstämmelsen i den allmänna anläggningen är större
gent emot ofvan nämda vadaregrupper, än mot Lamellirostres.?
— Åfven kraniets mera konstanta strukturförhållanden tyckas
tyda på denna gemensamhet såväl med andfoglar som med
vadare. — Dock måste vi erkänna, att vadarne ega bland sina
representanter alltför många som tyda på en ganska stor fränd-
skap mellan Grallatores i allmänhet och simfoglarne, för att
vi endast uti Flamingo skulle ega en förmedlande länk mellan
båda dessa ordningar. Så finna vi i flera strukturdetaljer
stora öfverensstämmelser mellan t. ex. brockfoglar och Longi-
pennes, ehuruväl den allmänna anläggningen är något skiljak-
tig. Men finna vi med WAGNER en del detaljer i byggnaden
af bröstben och skuldergördel hos Flamingo, som erinra om
dem hos Lamellirostres, tyckes dock här skilnaden vara ännu
större, än mellan brockfoglar och Longipennes, då fråga blir
om totalintryck och gemensam allmän anläggning. (Emeller-
tid har WAGNER hos Flamingo påpekat flera andra struktur-
förhållanden särskildt med afseende på viscera, hvilka antyda
denna dubbla slägtskap.) — Hvarför vi i så fall icke hellre
valt en del Cursores såsom öfvergångsformer mellan vadare
!' Bland annat har MEVES antydt öfverensstämmelsen i dundrägt
mellan Phoenicopterus och Ardeinze.
> Hos Phoenicopterus (Tafl. VI fig. 3) är scapula lång och spetsigt
utdragen samt står genom sitt acromialutskott i förbindelse med clavi-
cula och processus procoracoideus. — Os coracoideum är bredt och starkt,
med väl utvecklad proc. procoracoideus. Bakom symphysis coraco-scapu-
laris eger benet ett foramen supracoracoideum. — Claricula är bred, föga
torquerad och står med sin coracoidala del i förbindelse med acromion,
hvaremot den hvilar med sin bakre rand, proc. procoracoideus och acro-
coracoidéum, hvilken senare bildnings mediala och nedre rand den ej
omfattar. Medelpunkten till den periferi clavicula beskrifver ligger ungefär
vid coracoid's midt. Processus episternalis furculx är endast föga ut-
bildad, och nyckelbenet eger en ganska tydligt framträdande processus
acrocoracoidalis. — Sternum företer en hög crista, hvilkens maximihöjd är
belägen något bakom apex, och hvilkens margo longitudinalis är konvex.
Bröstbenets margines laterales konvergera något bakåt, och den distala
delen eger en insicur på hvardera sidan om cristan. Spina sterni externa
finnes samt är från sidorna tilltryckt. Line& interpectorales äro tydligt
framträdande, de sternala bakåt starkt konvergerande.
106 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
och simfoglar, beror dels på den påtagliga öfverensstämmelsen
i struktur mellan flertalet öfriga vadare, med de såsom vadare
mest typiska Limicolxe, och fertalet Cursores, dels på den
ögonskenliga frändskap Longipennes ega med en del öfriga
simfoglar, dels också slutligen på den skilnad i totalintryck,
som tyckes oss ovedersägligen förefinnas mellan Cursores och
Longipennes; hvilka förhållanden derför låta oss 1 dessa båda
flockar se sins emellan snarare divergerande representanter
för skilda ordningar. — Att vi särskildt uppehållit oss i
någon mån vid detta spörjsmål, har sin orsak i den upp-
fattning hos en del ornitologer, bland dessa MAx FÖRBRINGER,
enligt hvilken Longipennes och en del Cursores skulle sam-
manslås i en gemensam grupp, en anordning, som nödvändigt-
vis medför allt för stora och måhända äfven onödiga rubb-
ningar i den förvisso lämpliga hufvudindelning af fogelklassen,
som redan länge varit gillad och antagen.
Hvad episternalapparaten beträffar, finna vi den sällan
undergå någon ansenligare ossifikation. Processus epister-
nalis furcule företer föga utbildning. Hos Gruine finna vi
dock hela lamina mediana ossifierad och förenad med crista
sterni.
Vissa ossösa processer stå här, liksom alltid, i större eller
mindre korrelation till förstärkningar 1 företrädesvis de late-
rala lamellerna af membrana sterno-coraco-clavicularis. Så
finna vi processus procoracoideus oftast stå i samband med ut-
vecklingen af ligamentum acrocoraco-procoracoideum, så t. ex.
hos Ardein&e, Ciconine, Limicole. Hos Gruine deremot finna
vi från spetsen af processus procoracoideus endast ligamentum
procoraco-claviculare utgå. Der spina sterni externa nått någon
relatift större utbildning, finna vi denna stå 1 korrelation till
ligamenta sterno-procoracoideum och sterno-acrocoracoideum;
och hos sumphönsen och tranorna iakttaga vi ett kraftigt
ligamentum sterno-coracoideum internum förena den distala
insidan af os coracoideum med hos de smärre formerna spina
sterni interna, hos de större tuberculum labii interni. — Hos
sumphönsen har, såsom hos Rasores, lamina mediana nått en
jemförelsevis stor utsträckning.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 17. AFD. IV. N:0 5. 107
ORDNING Vi.
Natatores. (Tafl. VII figg. 5—8, VIII och IX.)
Med den uppfattning, vi ofvan framstält om specielt de
grnpper bland vadarefoglarna, som skulle kunna betraktas
såsom förmedlande öfvergångsformer till den sjette och sista
ordningen, måste vi så till vida frångå SUNDEVALLS indelning,
enligt hvilken simfoglarna inledas af Longipennes, att vi följa
den numera gängse anordning, som låter Lamellirostres träda
i téten. För denna senare gruppering torde också utom andra,
mera rent biologiska skäl, äfven det förhållandet kunna gälla
såsom en bestämmande anledning. att vi bland annat finna
bröstben och skuldergördel så hela flocken igenom likartade,
på samma gång som vi ju iakttaga i dessa foglars yttre ut-
seende ej så liten mångfaldighet. Vi mena nemligen, att ett
slikt förhållande bör kunna tyda på en mera differentierad
ståndpunkt. Vi kunna i detta hänseende erinra om represen-
tanterna för den ordning, som för visso är värdig den högsta
rangen inom fogelverlden, nemligen Oscines, hos hvilka vi
funno en så anmärkningsvärd genomgående likformighet i den
inre strukturen, under det att de olika lefnadssätten hos de
skilda familjerna och slägteua modifierat i större eller mindre
mån det yttre utseendet. — Men äfven Longipennes visa sig
till sina inre strukturförhållanden ganska homogena, om de
ock med afseende på dessa icke stå så isolerade och sjelf-
ständiga gent emot andra ordningar, till Grallatores, eller andra
till Natatores hörande grupper, såsom förhållandet är med
Lamellirostres. Öfriga simfoglar visa sig 1 större eller mindre
grad ansluta sig företrädesvis till Longipennes. Dock torde
tvenne grupper mer än andra afgränsa sig från måsfoglarna,
och dessa äro de äfven ju med afseende på sina lefnads-
förhållanden så egendomliga alkorna och de årfotade sim-
foglarna (Totipalmate).
108 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES-OSTEOLOGI.
Så äro vi sålunda 1 tillfälle att iakttaga inom simfoglar-
nes ordning fyra egentliga typer, till hvilka alla hithörande
former mer eller mindre påtagligt anknyta sig, nemligen -—
om vi så få benämna dem — andtypen, måstypen, alktypen
och de årfotade 'simfoglarnes typ.
Nu gifves det slutligen former, hvilka antingen genom en
ögonskenlig frändskap anknyta sig till någondera af dessa typer
— såsom förhållandet är med Tubinares, om hvilkas plats
mellan Longipennes och Totipalmate man knappast kan hysa
några tvifvelsmål, — eller också genom sina strukturförhållan-
den erinra än om den ena, än om den andra typen, något
som tyckes vara händelsen med slägtena Eudytina och Colym-
bine, om ock dessa senare tillsammans i rätt många hänseen-
den stå ganska sjelfständiga.
Klart är ju, att vi för en ordning, sådan som denna,
hvilken innesluter så jemförelsevis väl afgränsade typer, knap-
past skola kunna påfinna några för hela ordningen mera genom-
gående och karakteristiska strukturdetaljer.
Cohors I (enl. SunDEvV. VI). (Lamellirostres.) (Tafl. VIL
0. 0, LAG)
Vi ha ofvan nämt, att vi inom denna flock finna en syn-
nerligen genomgående likformighet. De smärre skiljaktig-
heter, som förefinnas, äro emellertid egnade att i hufvudsaklig
mån endast skärpa den anordning af hithörande slägten, som
föreligger i det SUNDEVALLSKA systemet.
Endast den ena af de två familjer, som tillhöra denna
flock, representeras inom det skandinaviska området, nemligen
Familj. Anatidee.
Den andra familjen, nemligen Phoenicopteride, ha vi i
det föregående vidrört, 1 det vi uti densamma sågo en för-
eningslänk mellan Herodii och Pelargi bland vadarne å den
ena sidan och Lamellirostres å den andra.
Scapula är temligen långsträckt, jembred med ett acro-
mialutskott, som står i förbindelse till någon mindre del med
processus procoracoideus samt med bakranden af clavicelns
coracoidala ände.
BIHANG TILL K. SV: VET.-AKAD. HANDL. BAND. 17. AFD. IV. N:0 5. 109
Os coracoideum är temligen kraftigt bygdt, föga pneu-
matiskt med oftast obetydligt afsatt processus lateralis och
jemförelsevis svagt utvecklad processus procoracoideus.
Angulus coraco-scapularis är märkbart liten, varierande
hos olika slägten mellan 60 och 65 grader.
Clavicula eger stor styrka, är tydligt torquerad och bildar
en ganska skarp kurva, hvilkens medelpunkt är belägen ungefär
vid midten af os coracoideum. Extremitas coracoidalis, som
mot sin ände är tillspetsad och med dennas bakre rand hvilar
mot acromion, eger oftast en karakteristisk processus acro-
coracoidalis. Processus episternalis furcule saknas.
Sterni crista företer aldrig någon egentligen högre res-
ning, men skjuter oftast med sin spetsiga apex betydligt
framåt. Den xiphoidala delen är mer eller mindre afsatt
genom sina divergerande margines laterales från corpus och
är aldrig hel, utan försedd antingen med en incisura eller ett
foramen å hvardera sidan om cristan. Ett planum postpec-
torale är mer eller mindre tydligt uttaladt. Spina sterni in-
terna saknas; spina sterni externa finnes oftast, men eger hos
de olika underfamiljerna olika utveckling. Line& interpec-
torales sternales, hvilka äro tydligt framträdande, löpa med
få undantag nästan parallelt och dervid följande den mediala
begränsningen för incisura eller foramen sterni.
De mot hvarandra svarande ytorna i articulatio sterno-
coracoidea äro jemförelsevis temligen djupt infalsade i hvar-
andra och förete vid sagittalsnitt genom leden en mer eller
mindre tydligt framträdande S-formig krökning. Dock visa
sig ledytorna något olikartade och karakteristikt byggda hos
de skilda underfamiljerna.
De skandinaviska slägtena Anser BBiss., Brenthus SUNDEV.
och Cygnus L. stå hvarandra närmast och markera sig dervid
i någon mindre mån från öfriga till Anatide hörande slägten.
(Tafl. VIII fig. 6, IX figg. 1 och 2.) — Hos Cygnus musicus
hafva vi dock att särskildt lägga märke till några egendom-
liga strukturförhållanden, hvilka resulterat af den ovanliga
längdutvecklingen och dermed i samband stående förändringen
1 läge af trachea. — Följande proportioner hafva vi iakttagit:
sternallängd coracoidallängd
VÄTISETSs0G oa Eg 116 54
Ben tius:. ds de Ae 35 48
Cygnusteea oas 198 Öd
110 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
eristans höjd halt sternal-
längd
AMSeT JB 34 58
Brentluse- seas 28 42,5
Cycnuss= sea 48 IML
distal sternalbredd sternallängd
ÄMNSER tt dkarglelko 66 116
BrGPCluSj es Hi 85
CYJSMUS-Fexrab Ås 101 198.
incisura sternallängd
Angeria sell ga. | 38 116
Brenthussuys-sosba 27 85
Cygnuseoierege det 49 198.
Clavicula, hvilken hos Cygnus saknar proc. acrocoracoi-
deus, företer hos dessa slägten en måhända något starkare
kurva än hos de öfriga, och planum postpectorale eger en
något större utsträckning än förhållandet är inom följande
underfamilj. — Crista sterni är proportionelt hög med föga
framspringande apex och spina sterni externa jemförelsevis
väl utvecklad (utom möjligen hos Cygnus olor (Tafl. IX fig. 2),
der vi dessutom finna line& interpectorales sterni konvergera
ganska starkt bakåt, och der en delning i cristans ursprungs-
halfvor är antydd vid roten till cristans främre del — en del-
ning, som genom trachéns intrasternala läge till hufvudsaklig
utsträckning fulländats hos Cygnus musicus). — Ledytorna i
articulatio sterno-coracoidea bilda i den mediala delen en starkt
svängd, liggande S-formig krökning, 1 den laterala en mera upp-
rättstående likartad, ehuru ansenligt mindre uttalad böjning.
Hos Cygnus musicus (Tafl. IX fig. 1) ha, såsom ofvan
blifvit påpekadt, några säregna strukturförändringar egt rum.
Så finna vi, såsom förut hos Gruin&e, hos den fullt utvecklade
individen en större del af cristans spongiosa resorberad samt
den långa trachea inskjuten mellan de båda lamina corticalia
och på detta ställe hafva vindat sig ett hvarf, imnan den der-
efter sökt sig en väg in i thoracalhålan. Förvisso för att skydda
trachea mot tryck vid kontraktion af pectoralmuskulaturen är
clavicula egendomligt byggd. Den böjer sig nemligen vid sin
sternala ände uppåt, följande margo anterior criste sterni för
att med clacicula å motsatta sidan bilda en båge omkring det
öfre och sidoomfånget af trachea.
BIHANG TILL K. SV. VET. AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 111
Af de följande af oss granskade slägtena nemligen Vul-
panser KEYS. et BLAsS., Anas L., Mareca STEPH., Nettion KAUP.,
Dafila LEAcCH. och Spatula Bore, hvilka alla tillhöra under-
familjen Anatin&e (Tafl. IX fig. 3), markerar sig endast Vul-
panser genom någon specifik karakter från de andra. I öfrigt
bildar dessa slägten en synnerligen väl afgränsad underafdel-
ning af familjen Anatide.
sternallängd coracoidallängd
Niulpansere.-= 03 97 51
FARD SESTeA AT I oe 93 52
INA BG G ark A fe SALE AO HO 44
INGUEIO Dy Soon bo org 35 54
PD Äna ANSE GT oe T2 42
SMR EE Nr 0 44.
cristans höjd Ralstteanar
längd
WMiulpanser- ss e3 sees 20 48,5
JA TEVE ste bä a fr 25 46,5
IVRATe Ga Sea cHlEn 20 31,5
Nettion.--.-- RASEN) 18 29
[SN DE bg sg SSE La ER 19 36
Sparta NA 20 31,5.
distal sternalbredd sternallängd
IVL SET ooo oss DL 97
FÄSTA ASAP RER 0 oa al Se Då Ja
IVIATe GAP oa ont or deg DJ (0
INGEEL ONES keane 32 58
(PVE SEEN 1 47 12
SAG UME Eros 43 fjol
incisura sternallängd
NAT pans er bas ssote es 22 97
ANTI ASS RE ag ER Öl JA
[VIT E GORE ao de see 28 75
INEtllOl-- sosse 18 58
ID SOA 23 TEATER 29 (2
HIT EST 26 (5
Margo anterior criste sternalis företer hos dessa slägten en
starkare lutning framåt och nedåt än hos föregående. Incisu-
rerna representeras ej sällan af foramina. Sådant är nästan det
konstanta förhållandet hos Vulpanser, der detta foramen för
112 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
öfrigt företer en märkbar mindre bredd, och der vi derjemte
iakttaga en crista, som till sin byggnad mer erinrar om dem
vi sågo inom föregående underafdelning af Lamelliostres.
Spina sterni externa saknas hos intet hithörande slägte, och
planum postspectorale är endast föga uttaladt. — De mot
hvarandra svarande ytorna 1 articulatio sterno-coracoidea likna
temligen dem hos föregående slägten, men äro måhånda något
mindre bugtiga.
Åfven de af oss iakttagna slägtena, tillhörande följande
underfamilj Fuligulin&e (Tafl. IX figg. 4—7), nemligen Fuli-
gula STEPH., Oedemia SUNDEV., Bucephala BAIRD., Pagonetta
KaurP., Heniconetta SUNDEV. och Sommateria LEACH., bilda en
tydligt skild grupp för sig, om ock några tyckas egnade att
förmedla öfvergången till den sista underfamiljen, Mergine.
Detta senare synes vara händelsen synnerligast med Bucephala.
sternallängd coracoidallängd
Ejtulrsula. Ce noe. 66 43
Vedemia <c. ccs 86 50
Bucephala ie ek. 33 50
Fagonettars EET s a 91 45
Fleniconetta ....--z---- (5 43
SOMMmaterlat os... sc. 103 62.
cristans höjd half sternal-
längd
Euler 19 33
(0 Y0 (Ear a0 EIN SSA AR 22 43
Pucephalgs oo oooccc 20 41,5
Paconetta ss —-cteo- 20 45,5
Fleniconebtla ---.<—--- 22 JA
SOM AeEMds oss 20 DICK
sternalbredd sternallängd
iRulsnla CR Fl 66
(Vedemmarses snar 68 386
Bucephala telsact ll 66 83
Pagonetta -....-. Brac 05 91
Heniconetta «stilar. $d 75
SOmmatetia. tested 380 103.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 113
incisura sternallängd
Blu bisulärerte egt BARA 2 66
Qedemiar susse All 30 86
Bucephala r:.telsmmcs 17 (foramen) 83
Hagonettar s.til li 25 91
Heniconettasc. ida 25 5
Sommateria =es-stfdue SN 103.
Vi finna dessa slägten markera sig genom jemförelsevis
stor distal sternalbredd och en crista, hvilkens margo anterior
är starkt framåtlutande. Tuberculum labii interni sulci cora-
coidalis sterni är spetsigt utdragen, och spina sterni externa
saknas. — Oedemia och Sommateria tyckas stå hvarandra
närmast (se Tafl. IX figg. 5 och 6), bland annat genom den
mindre framspringande apex criste. Pagonetta utmärker sig
genom ett stort planum postpectorale, hvilket af en sternal-
längd på 91 mm. upptager en längd af 17 mm. — Öfriga
slägten ega ett planum postpectorale, hvilket är svagt ut-
veckladt, men dock mera framträdande och från det öfriga
sternum genom en transversel ås tydligare afsatt, än det hos
föregående underfamiljs representanter (se Tafl. IX fig. 4).
Dock tyckes Bucephala stå den följande underfamiljen när-
mast, såväl genom ett jemförelsevis väl utveckladt och tydligt
afsatt planum postpectorale som ock genom ett nästan kon-
stant foramen, 1 stället för en incisura, ehuruväl den stora
distala sternalbredden öfverensstämmer med den hos öfriga
till Fuliguline hörande slägten (se Tafl. IX fig. 7). Åfven
formen å de mot hvarandra svarande ytorna i articulatio
sterno-coracoidea visa sig hos detta slägte öfverensstämma
med den vi finna hos följande underfamilj. — Crista articu-
laris ossis coracoidei är djupare infalsad i motsvarande sulcus
coracoidalis sterni än inom föregående underfamiljer.
Hvad slutligen beträffar de båda slägtena till under-
familjen Mergine (Tafl. IX fig. 8), nemligen Mergellus SELBY
och Mergus L., äro äfven dessa ganska typiska och väl igen-
känliga med afseende på bröstben och skuldergördel. — Vi
finna hos dessa, gent emot förhållandet hos den föregående
underfamiljens slägten, ett temligen långdraget sternum, der-
vid erinrande om det vi iakttogo hos Anatine.
114 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI-.
sternallängd coracoidallängd
Mercellus 8 va 68 47
Merousk. sek Seka 93 60.
cristans höjd half sternal-
längd
Möercellusp sme 29. Lid 34
Mergusik.-oossc Åre Vb 18 46,5.
sternaloredd sternallängd
Mergellus FET ert 52 68
MenouB sta cc ra 62 Jas
foramen sternallängd
Mergellusob run tb 1576 68
Merowusk Ir 20 93:
Vi iakttogo hos slägtet Bucephala inom föregående under-
familj såsom nästan konstanta förhållanden å sternum ett
foramen och ett genom en transversel ås tydligt afsatt planum
postpectorale. — Samma egendomligheter återfinna vi hos
denna underfamiljs båda slägten, på samma gång vi iakttaga
en jemförelsevis mycket låg crista med ovanligt långt framåt-
lutande margo anterior. — Genom den relatift större sternal-
bredden och högre cristan erinrar Mergellus dock i någon
mån om föregående underfamiljs representanter. — Den i sin
mediala del vid ett sagittalsnitt triangulära crista articularis
ossis coracoidei skjuter med sin spets temligen djupt ned i
motsvarande sulcus articularis coracoidalis sterni.
Cohors II (I) (Longipennes). (Tafl. VII fig. 5.)
Såsom vi vid inledningen till Natatores nämt, låter SUNDE-
VALL sitt simfogelsystem börja med Longipennes. Också
tyckas väl åtskilliga detaljer såväl i måsfoglarnes yttre ut-
seende som ock i deras inre byggnad erinra om dem, som
karakterisera en del vadare; men hvad specielt sternum och
skuldergördeln beträffar, visa sig dock, oafsedt de likheter
i flera hänseenden, som onekligen förefinnas, den allmänna
anläggningen vara så väsentligt olika, att vi aldrig gerna
skulle kunna förvexla ett bröstben med dess skuldergördel,
tillhörande en tärna eller en mås, med ett sådant från en
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 115
vadare, hvilken som helst.! — Hvad beträffar måsfoglarnes
öfverensstämmelse med Lamellirostres, finnes nästan intet, som
skulle kunna sägas förmedla dessa båda flockar med hvar-
andra. De hafva fastmera med afseende på sin kroppsbygg-
nad differentierat sig i fullkomligt motsatta riktningar, lika-
såvisst som de förete högst olika lefnadsförhållanden. Men
visa sig sålunda Lamellirostres i nästan alla hänseenden så
olika hvarje annan fogelgrupp, finna vi deremot familjer
och slägten bland öfriga simfoglar, som tyckas ega ej så få
öfverensstämmelser med Longipennes, — på samma gång som
af deras mer eller mindre egendomliga lefnadsförhållanden
framgått några specifika karakterer, — om äfven måsfoglarna
bilda en ganska väl afrundad grupp för sig. Detta har också
orsakat de skilda uppfattningar af den ömsesidiga ställningen
mellan några flockar bland simfoglarna och måsfoglarna, då
hänsyn tagits till olika delar af de respektive foglarnes kropps-
byggnad. Då vi emellertid sökt på grundvalen af våra iakt-
tagelser bilda oss ett omdöme i frågan om vissa simfoglars
gruppering med hänsyn specielt till det sist sagda, ha vi tyckt
oss komma till ett resultat, som till alla delar synes stå i
samklang med den allmännast gängse meningen i berörda
hänseende.
Den jemnsmala, spetsigt utdragna scapula eger ett acro-
mion, som står i förbindelse med processus procoracoideus och
extremitas coracoidalis claviculze.
Det oftast temligen utdragna os coracoideum eger en pro-
cessus lateralis, hvilken är tydligt afsatt från benet i öfrigt
och ofta försedd med en något framåt böjd spets. Processus
procoracoideus är väl utvecklad, och bakom symphysis coraco-
scapularis finnes i de festa fall ett foramen supracoracoi-
deum. Anguli mediales distales nå nästan hvarandra i sterni
midtplan -- såsom vi sågo förhållandet vara hos en del vadare,
synnerligast bland Limicolx —, och impressio sterno-coracoidea
är temligen djup.
! Vi böra dock härtill erkänna, att vid en jemförelse mellan en
Sterna och t. ex. en Aegialites likheten är ganska slående, men att skil-
naden otvetydigt framträder, om vi välja för vår jemförelse större former,
t. ex. en Larus och en Charadrius eller Hxmatopus. — Vidare hafva vi
ju vid skildringen af vadarne funnit en synnerligen stor öfverensstämmelse
mellan t. ex. Aegialites och de till Limicol&e hörande Tringerna, — ett
förhållande, som, äfven det, är egnadt att låta en del med Longipennes
öfverensstämmande vadare och måsfoglarne tillhöra skilda hufvudgrupper
af fogelklassen.
116 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Angulus coraco-scapularis utgör ungefär 70 grader.
Clavicula är jemnsmal, något trindad samt bildar en peri-
feri, hvilkens medelpunkt ligger ungefär på gränsen mellan
den mellersta och sternala tredjedelen af os coracoideum.
Proc. episternalis furcule är jemförelsevis litet utvecklad och
riktad bakåt samt står i mer eller mindre nära sammanhang
med den öfre randen af den fritt framskjutande och afrundade
apex criste. Extremitas coracoidalis omfattar till en del
den nedre mediala randen af acrocoracoideum samt står dess-
utom i mer eller mindre intim förbindelse med acromion och
proc. procoracoideus.
Sterni crista är temligen hög, bakåt starkt sluttande, med
fritt framskjutande, något afrundad apex, och pars xiphoidalis
är å hvardera sidan om kammen försedd med 1i flertalet fall
tvenne, någorlunda lika djupgående incisurer. Spina sterni
externa är tydligt framträdande och från sidorna tilltryckt.
Spina sterni interna nästan saknas. Margines laterales löpa
nära nog parallelt, och line& interpectorales sterni framträda
tydligt samt konvergera bakåt, under det att line&e interpec-
torales criste äro föga markerade.
Ledytornas form i articulatio sterno-coracoidea torde kunna
betinga många olikartade exkursioner. Så finna vi vid ett
sagittalsnitt genom den mediala delen de mot hvarandra sva-
rande ytorna förete en liggande, mycket svag S-formig böj-
ning. Hos Sterninge äro samma ytor nästan plana.
De skandinaviska slägten, som räknas till hithörande
europeiska familjer, Stermnmine och Larine, förete, såsom vi
ofvan nämt, stor öfverensstämmelse sinsemellan, och nära nog
endast proportionerna af de skelettdelar vi behandla äro något
varierande.
Familj. Sterninge.
Af de slägten vi varit i tillfälle att undersöka, nemligen
Hydrochelidon Borir, Sterna L. och Sternula BotE, tyckas det
först- och det sistnämda stå hvarandra närmast genom sina, i
förhållande till Sterna och familjen Larin&e, kortare ossa cora-
coidea.
sternallängd coracoidallängd
Hydrochelidon........- 30 17
NS COPIEG est LEE 928 23
Sterile 24 16.
BIHANG TILL K. SV. VET. AKAD. HANDL. BAND. 17. AFD. IV. N:O 5.
cristans höjd
Hydrochelidon -...... 12
SVIS Ia RSS RNE 17
FETT REE or ce 12
sternalbredd
Hydrochelidon .....- 18
Sterna stl oo tdelh 23
SET SÅ ofta! 19
incisurer
Hydrochelidon.....- 3
SEP AA TIL 8 TONA 3
STETRUIR. Lil deLd 3
Familj. Larine&e.
half sternal-
längd
15
19
1.5.
sternallängd
sternallängd
30
38
27.
11
-
De hithörande skandinaviska slägtena, nemligen Pagophila
Kaur.. Chimonea Kaur., Gavia Kaur., Larus L. och Lestris
IruiG., stå, i likhet med förhållandet inom föregående familj,
hvarandra mycket nära; endast det sist nämnda slägtet skiljer
sig i någon mån från de öfriga.
sternallängd coracoidallängd
RUGGPHIA sa svg 50 35
Chimonea .........- 533 36
STETTIN 38 22
NURRUS GÅ stor occos 75 53
I PERSSETSTVRRERNEREE 73 36
eristans höjd half sternal-
längd
Pagophila... osfbo 22 25
Chimönea sme 22 20,5
FEN RR 14 19
IPEESSC TE UENSRENTE RER 30 SYS
FÖSUNTSL oo otas des 28 30,5.
sternalbredd sternallängd
Pagopbila. uu 32 50
Chimonea oo. 30 åå
Gräva Re ner duo Mi 22 38
Anus run vie) Mt 438 75
MÖBtHSTR bast og ot 30 73.
118 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
incisurer sternallängd
Basophilas< Eee 8 50
(Chimones ses. eep 9 53 i
Gravid 4 Ae 5 38
PrÄTU SKE As KSR 9 1
inc. med. inc. lat.
Tester... typos tt 14 (3:
Gavia erinrar, med afseende på sina proportioner, om
representanterna för föregående familj. — Lestris åter företer
äfven i sina strukturförhållanden några afvikande egendomlig-
heter. Så konvergera hos detta slägte margines laterales
sterni bakåt; och pars xiphoidalis eger å hvardera sidan om
crista sterni tvenne incisurer, af hvilka den laterala är nästan
dubbelt så djupgående som den mediala; och synnerligast
hos de större arterna, såsom hos catarrhactes L., är t. o. m.
endast en enda, bred incisur förhanden. Ossa coracoidea äro
proportionelt korta och breda.
Cohors TITI (II) (Pygopodes). (Tafl. VII fig. 6—8, VIII
figg. I och 2.)
De gumpfotade foglarnes flock har af SUNDEVALL blifvit
stäld närmast efter Longipennes, väl derför att, såsom HUXLEY
påvisat, öfverensstämmelser gifvas dessa cohorter emellan, med
afseende på vissa af kraniets basilara delar. Med hänsyn till
byggnaden af de skelettdelar vi behandla, tyckas dock få
detaljer vara egnade att leda de systematiska spörjsmålen i
samma riktning, synnerligast som representanterna för cohors
V (IV) eller Tubinares, såsom vi nedan otvetydigt skola finna,
genom sin struktur och framför allt genom sitt allmänna
yttre utseende kunna bättre än någon annan flock göra anspråk
på platsen närmast efter Longipennes. — Hos nyare författare
finna vi också 1 allmänhet Tubinares följa omedelbart på mås-
foglarna.
Hvad åter beträffar de till Pygopodes hänförda familjerna,
finna vi anmärkningsvärda skiljaktigheter 1 struktur mellan
Alcarie å ena sidan och de hvarandra närstående, ehuru dock
sing emellan ej så föga divergerande och från öfriga simfoglar
ganska distinkt skilda Eudytine och Colymbinge å den andra;
om de ock i någon mindre mån förete gemensamma karakterer.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 119
Scapula är smal, mer eller mindre utdragen och hos en
del representanter tydligt vinkligt böjd.
Os coracoideum är kort och eger en tydligt afsatt pro-
cessus lateralis. Processus procoracoideus är svagt utvecklad
och kan t. o. m. saknas.
Angulus coraco-scapularis företer hos alla hithörande for-
mer, utom Colymbinge, ett ovanligt litet gradantal, ungefär
65 grader.
Clavicula bildar en temligen skarp kurva, hvilkens medel-
punkt kan sägas ligga mer eller mindre långt bakom cora-
coid's midtpunkt.
Sternum eger en jemförelsevis låg och med mer eller
mindre långt framspringande apex försedd crista samt företer
1 sin distala del städse en eller två inceisurer på hvardera sidan
om kammen, hvilka dock hos några få former inom familjen
Alcarie kunna genom den distala ändens af trabeculum för-
ening med den utbredda mediandelen af pars xiphoidalis
öfvergå till foramina. Margines laterales divergera mer eller
mindre bakåt, och sternum slutar i flertalet fall, utom hos
Colymbine, vid sin distala del med en mer eller mindre ut-
bredd benplatta, hvilken utgör en ossifierad del af abdominal-
aponeurosen och tjenar till att lemna ett fastare skydd åt
abdominalviscera mot vattentryckets inverkan.
Formen å ledytorna 1 articulatio sterno-coracoidea äro
väsentligt olika hos Alcearie å ena sidan och Eudytinge och
Colymbine å den andra; likasåvisst som deras luft- och under-
vattenslif äro i högsta grad skiljaktiga.
Familj. Alcari&e (Tafl. VII figg. 6—38).
De hithörande europeiska slägtena, nemligen Alca L.,
Uria Briss., Cepphus Cuv., Mergulus VIELL. och Mormon
ItriIG., förete följande proportionsförhållanden:
sternallängd coracoidallängd
Adllcseklyed. tek sign 95 30
Uplapsr utsela 20880 120 45
Cepphus--ssutarmut. dt 29
Ner oulusb-: 1 sa sioskt 51 27
Monmonte. unlgg sg 85 JT.
120 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
cristans höjd half sternal-
längd
AST SER na ps REPA 24 47,5
Il gris Red ye ra Oyj 31 60
Ceppiuster sera 20 38,5
Merou lus, oe Seen 18 28,5
14 [KOD 6) a NG a YRSA AE 20 42,5.
sternalbredd sternallängd
Allén. port 37 95
Irja sell a 47 120
Cepp huse 41 71
Mersulus of oe 32 dill
Mormons: dee 42 80.
incisura sternallängd
NIGER: AOL SSE 16 95
18 frörT op JAN das LARLAR 14 120
Geppius. Co UMAR 13 Ul
NIETSU US” CSA ee 11 d1
MÖT Oh ss 11 ÖJ:
Dessa slägten ega en kraftig clavicula, hvilkens extre-
mitas coracoidalis bildar en karakteristisk vinkel med den
öfriga delen af nyckelbenet. För öfrigt omfattar clavicula
den främre och mediala ytan af det ovanligt långt fram-
springande acrocoracoideum. Benet är derjemte tydligare
torqueradt, än inom föregående flock samt eger en tem-
ligen obetydligt utvecklad, bakåt riktad processus epister-
nalis furcule. Vid den vinkliga öfvergången mellan extre-
mitas coracoidalis och pars distalis är clavicula bredast. —
Ös coracoideum eger, såsom ofvan nämts, en ovanligt långt
framspringande proc. acrocoracoidalis och företer å facies ex-
terna en medialt och framifrån lateralt och bakåt löpande sul-
cus spiralis, som utgör en bakåt direkt fortsättning af sulcus
supracoracoideus. Bakom symphysis coraco-scapularis finnes
ett foramen supracoracoideum, som sätter igenom basen af
den endast svagt utvecklade processus procoracoideus. —
Sternum är ovanligt långt och smalt samt fortsättes bakåt af
en mer eller mindre utvecklad ossös platta, som icke sällan
är här och hvar genombruten af fenestre. Å hvardera sidan
om crista sterni finnes oftast en incisur. Apex criste är långt
framspringande, och den förefintliga spina sterni externa från
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 121
sidorna något hoptryckt. Line&e interpectorales sternales löpa
nästan parallelt, smygande sig nära intill margines laterales.
— I den mediala delen af articulatio sterno-coracoidea förete
de ledande och vid sagittalsnitt breda ytorna ett nästan plant
utseende.
Slägtet Mormon (se Tafl. VII fig. 8) afviker från öfriga
slägten genom tillvaron af tvenne, ungefär lika djupgående
incisurer å hvardera sidan om crista sternalis. Incisura me-
dialis bildar dock oftast en fenestra, genom den direkta för-
eningen mellan trabeculum mediale och den utbredda ben-
plattan 1 sterni distala del.
Familj. Eudytine (Tal. VIII fig. 1).
Det enda slägte, som hit hör, nemligen Hudytes ILLIG.,
eger i flera afseenden öfverensstämmelse med följande familjs
representanter och i någon mindre mån äfven med Alcariz,
ehuruväl vid en jemförelse med sist nämda familj många och
stora skiljaktigheter framträda:
sternallängd coracoidallängd
128 45.
ceristans höjd half sternallängd
22 64.
sternalbredd sternallängd
50 128.
incisura sternallängd
26 128.
Clavicula, som eger sin största bredd vid pars coracoidalis
och temligen hastigt afsmalnar mot extremitas sternalis, der
den obetydliga och spetsiga processus episternalis furcule är
riktad uppåt, är tillplattad inifrån och utåt, utan att dervid
förete någon torsion. Den coracoidala delen omfattar ej någon
del af acrocoracoid, med hvilken process den dock står i syndes-
motisk förbindelse. Så också med acromion, hvaremot den
stöder med bakranden af sin spets. — Os coracoideum är, såsom
ofvan synes af proportionerna, mycket kort, i sin sternala del
utbredd och tillplattad. Processus lateralis är tydligt afsatt
amt något framåt böjd och processus procoracoideus bättre ut-
vecklad, än inom föregående familj. Acrocoracoid är äfven
här utdraget, och bakom symphysis coraco-scapularis iakttages
122 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
ett foramen supracoracoideum. — Scapula är kort och svag
samt vinkligt böjd. — Det äfven inom denna familj långt
utdragna sternum är dock relatift bredare än hos Alcari&e och
företer en xiphoidal del, som eger en ännu mer utvecklad
benplatta, hvilken här och hvar kan vara perforerad. Cristan
är låg, med ganska starkt framåtlutande margo anterior, och
på hvardera sidan om dennas ytterst låga distala del intränger
en incisur. Spina sterni externa är obetydligt utvecklad samt
delad, och line& interpectorales sternales konvergera starkt
bakåt. — Crista articularis ossis coracoidei i articulatio sterno-
coracoidea är jemförelsevis djupt infalsad i motsvarande sulcus,
men företer dock någon S-formig krökning.
Familj. Colymbine (Tafl. VITI fig. 2).
Vi ha redan förut antydt den öfverensstämmelse, som
förefinnes mellan Colymbinge och Eudytine. Också eger den
förstnämda familjen 1 byggnaden af bröstben och skulder-
gördel mycket gemensamt med HEudytinege, om ock detaljer
gifvas, särskildt med afseende på sternum, hvilka ej obetyd-
ligt skilja dem åt. — Åfven inom denna familj hafva vi att
göra med endast ett slägte, nemligen Colymbus L., hvilket
företer följande proportionsförhållanden:
sternallängd coracoidallängd
60 44.
cristans höjd half sternallängd
24 30.
sternalbredd sternallängd
53 60.
inc. med. inc. lat. sternallängd
bl 18 60.
Scapula är smal och svag, föga knäböjd. — Os coracoi-
deum är, såsom ofvan synes, proportionelt långt, saknande
nästan fullständigt processus procoracoideus. Processus late-
ralis är ej tydligt afsatt. — Angulus coraco-scapularis är större
än hos någon annan familj, tillhörande Pygopodes. Den mot-
svarar ungefär 70 grader. — Clavicula är mot sin sternala
del afsmalnande, men undergår en, i jemförelse med för-
hållandet inom föregående familj, temligen tydlig torsion.
Processus episternalis är tillspetsad och riktad uppåt, följande
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 123
cristans margo anterior. Pars coracoidalis omfattar ej på något
sätt acrocoracoid, men står i förbindelse med denna process,
så äfven med acromion, mot hvilken den hvilar med bak-
randen af sin spets. — Sternum är, såsom af ofvan angifna
måttförhållanden synes, kort och bredt, saknar nästan full-
ständigt spina sterni externa och eger en crista med starkt
framåtlutande margo anterior och låg distal del. Sterni distala
del saknar den utbredda benplatta, vi funnit hos öfriga Pygo-
podes, och från margo posterior intränger dels en någorlunda
djup och jemförelsevis bred incisura lateralis å hvardera sidan
om crista sterni, dels också en incisura mediana, hvilken är
belägen i sterni midtplan, är triangulär och med sin framåt
riktade spets nående den distala änden af cristans margo
longitudinalis. — Hos ingen enda fogelgrupp ha vi varit i
tillfälle att iakttaga den för denna familj egendomliga formen
på de mot hvarandra vända ytorna i articulatio sterno-cora-
coidea. Såväl i den laterala som i den mediala delen af nämda
led bildar nemligen crista articularis ossis coracoidei en smal
kil, hvilken intränger i den af, både på sin interna och ex-
terna sida, höga labia begränsade sulcus coracoidalis sterni.
Cohors IV (111) (Totipalmate). (Tafl. VIII figg. 3 och 4.)
De årfotade simfoglarna bilda i fråga om sina inre struk-
turförhållanden en jemförelsevis väl afrundad grupp, om vi
ock i någon mindre mån kunna spåra öfverensstämmelser så
väl med Pygopodes, och särskildt bland dessa med slägtet
Colymbus, som med Tubinares, gent emot hvilka senare jem-
förelsen dock är påtagligast.
Af hithörande slägten, nemligen Dysporus ILLIG., Graculus
L. och Pelecanus L., afviker det förstnämda i några hänseenden
från de båda andra, sins emellan mera likformiga slägtena:
sternallängd coracoidallängd
löNSp otuse Seen 120 63
(TIA GUUSE 22. SEE 95 80
Belecanuse con ee INS Juleb
cristans höjd ROST
Pysporusg djlev vek 35 60
(Gfaeulus > sdEy Il 39 47,5
Pelecanus... .. Sgt 36 NG.
124 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
: sternalbredd sternallängd
Dysponus: ene nan. 62 120
Gratulös pt BNIrA 70 9J5
Belecknuse MN 90 115:
incisura sternallängd
[DYEpOrWsfEsCESS 15 120
(TAC UUSI OHeT 8 95
Pelecanuses os or I 15 Y1S:
Scapula utmärker sig genom en kraftig processus acro-
mialis. — Den del af os coracoideum, som uppbär scapula,
reser sig öfver nivån af benets inre yta. — Clavicula är, utom
hos Dysporus, tydligt vinkligt böjd och står hos alla hit-
hörande skandinaviska slägten i direkt, fast förbindelse med
apex criste. Den sternala delen är afsmalnande, och den mer
eller mindre utbredda pars coracoidalis står 1 artikulations-
förbindelse med acrocoracoideum och omfattar sålunda den
nedre mediala ytan af denna process. Den öfriga delen af
extremitas coracoidalis är mycket kort och når oftast ej fram
till acromion. — Sternum är kort och bredt med nästan
parallelt löpande margines laterales. Cristan, som är temligen
låg och långt framskjutande, springer ut nära nog endast från
corpus sterni. Margo posterior är å hvardera sidan om bröst-
benskammen försedd med en mera bred än djup incisur.
Line&e interpectorales sternales konvergera starkt bakåt. —
Coracoid's ledande yta uti articulatio sterno-coracoidea företer
vid sagittalsnitt i sin mediala del en stor bredd och en dubbel
S-formig krökning. I den laterala delen är den temligen djupt
insänkt i motsvarande sulcus sterni. — Slägtet Dysporus (se
Tafil. VIII fig. 3) afviker i flera hänseenden från de öfriga
till denna flock hörande slägten. Så är ej den jemförelsevis
kraftigt byggda clavicula vinkligt böjd och når med sin coracoi-
dala del fram till acromion och nära nog också till den här rela-
tift väl utvecklade processus procoracoideus. Scapula är tem-
ligen lång och ganska kraftig; och det jemförelsevis smala, ut-
dragna sternum eger en tydlig spina externa. Sulci coracoidei
sterni bilda mera i sagittal än i transversel riktning stående
ytor, i följd hvaraf processus precostales synas ryckta ovanligt
långt bakåt. Processus procoracoideus ossis coracoidei är, såsom
ofvan nämts, ganska väl utvecklad. — Hos Graculus (se Tafil.
VIII fig. 4) företer eclavicula sin tydligaste vinklighet, och det
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 5. 125
temligen långa och smala os coracoideum eger en markerad
linea intermuscularis externa. Spina sterni externa är mycket
svagt uttalad. — Hos Pelecanus slutligen finna vi coracoid-
benen bakom symphysis coraco-scapularis försedda med ett
foramen supracoracoideum och en jemförelsevis väl utvecklad
processus procoracoideus. Clavicelns extremitas coracoidalis
når nära nog endast till acrocoracoideum, hvilken process den
till ovanligt stor del omfattar, och pars sternalis har synosto-
serats med apex criste. Hvarje spår till spina sterni externa
saknas.
Cohors V (IV) (Tubinares). (Tafl. VIII fig. 5.)
Stormfoglarna ega, såsom vi ofvan antydt, några öfverens-
stämmelser med föregående flocks representanter och bilda
tvifvelsutan en föreningslänk mellan Longipennes och Toti-
palmate. — Slägtet Phaéton L., tillhörande Totipalmate, tyckes
utgöra en ganska tydlig öfvergångsform mellan de mest diffe-
rentierade formerna af dessa båda flockar. — Det enda slägte
af hithörande skandinaviska familj, Procellarine, som vi varit
i tillfälle att närmare granska, nemligen Fulmarus LEACH., eger
följande proportionsförhållanden:
sternallängd coracoidallängd
5 34.
cristans höjd half sternallängd
22 20455
distal sternalbredd sternallängd
45 d0.
inc. med. inc. lat. sternallängd
5 4 d0.
Scapula liknar den hos Longipennes. — Os coracoideum
är, såsom ofvan synes, jemförelsevis kort, med mindre ut-
vecklad processus procoracoideus och med ett foramen supra-
coracoideum bakom symphysis coraco-scapularis. Processus
lateralis är ovanligt kraftigt utvecklad och artikulerar mot
sternum. — Angulus coraco-scapularis utgör ungefär 70 grader.
— Clavicula bildar en kurva, hvilkens medelpunkt ligger något
bakom midten af os coracoideum, är ungefär jemnsmal och
trindad samt bredare snarare mot den sternala, än den cora-
126 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
coidala delen. Proc. episternalis saknas nästan fullständigt.
Extremitas eoracoidalis står 1 förbindelse med acrocoracoid
och acromion. — Sternum är kort och bredt, med en någor-
lunda hög crista, hvilken eger en låg distal del samt en något
fritt framspringande, afrundad apex. Margo posterior företer
dessutom åtminstone anläggning till tvenne incisurer å hvar-
dera sidan om cristan. Margines laterales löpa nästan parallelt.
Spina sterni externa är någorlunda utvecklad och från sidorna
hoptryckt, och line& interpectorales sternales konvergera bakåt.
— Med den ovanliga sternalbredden har följt en karakteristiskt
kraftig utveckling af processus lateralis ossis coracoidei, hvilken
i sin laterala del eger en liten crista articularis, som ledar
i en för denna bestämd fåra å sternum 1i fortsättningen utåt
af sterni egentliga sulcus coracoidalis. Så har å hvardera
sidan om cristan uppstått, om man så vill, tvenne sulcei cora-
coidales — en medial, bredare, till upptagande af coracoid's
crista articularis, och en lateral, mindre, till upptagande af
den ledande randen af processus lateralis ossis coracoidei. —
De mot hvarandra svarande ytorna i articulatio sterno-cora-
coidea närma sig till sin form dem hos Totipalmate och förete
sålunda i sin mediala del någon dubbel S-formig böjning.
Sammanfattning.
Förvisso bildar simfoglarnes ordning en temligen väl af-
sränsad grupp äfven med afseende på de skelettdelar som
utgjort föremål för vår närmare granskning, — om vi också
icke kunna spåra denna genomgående likformighet, som
karakteriserar +t. ex. fogelklassens första ordning, och om
vi också på samma gång måste erkänna, att talrika moment
gifvas, som binda samman vadare och Natatores. Så Tr
hvarandra gående tyckas dock ingalunda dessa båda ord-
ningar vara, att de icke skulle kunna anses värda den sins-
emellan sjelfständiga ställning, de sedan gammalt egt.
Stort sedt, skulle vi efter byggnaden af bröstben och
skuldergördel kunna indela Natatores uti tvenne hufvudgrup-
per, den ena bildad af Lamellirostres, den andra inneslutande
de öfriga flockarna. Af dessa hafva vi emellertid funnit
den första vara alltigenom jemförelsevis synnerligen likformig,
under det att den andra sammanfattar flera ganska vidt skilda
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 127
typer, om vi ock kunna skönja i den allmänna anläggningen
något för dem alla mer eller mindre genomgående. I synner-
het tyckes flertalet representanter för Pygopodes med sina
så skilda familjer — Alcarie å ena sidan och Eudytine samt
Colymbinge å den andra — och Totipalmate hafva differen-
tierat sig hvardera i sin egen riktning, om de ock i någon
större eller mindre mån bibehållit karaktersdrag, som erinra
om deras gemensamhet dels med hvarandra, dels också med
hela den hufvudgrupp, hvilken de synas tillhöra. Till hvilka
andra flockar Tubinares deremot närmast ansluta sig, torde
icke behöfva vara tvifvel underkastadt, då de i så fer-
faldiga hänseenden likna såväl Longipennes som Totipal-
mate.
Någon nämnvärdare ossifikation af lamina mediana torde
vi icke heller inom denna ordning kunna påvisa. Dock iakt-
taga vi inom t. ex. Longipennes en tydlig processus epister-
valis furcule. Vidare finna vi samma lamina såsom mem-
branös bildning ega endast föga utsträckning hos de grupper,
der vi äro 1 tillfälle att iakttaga en starkare framåtlutning
af margo anterior criste sternalis; så t. ex. hos underfamil-
jerna Fuligulinge och Mergine samt hos Totipalmatze.
Der spina sterni externa nått någon vidare utbildning,
står den i fertalet fall i korrelation till ligamentum sterno-
procoracoideum; och hos Longipennes iakttaga vi ett ganska
starkt ligamentum acrocoraco-procoracoideum, i förening med
en väl utvecklad processus procoracoideus.
Hos flertalet vadare funno vi tydliga line& interpecto-
rales sternales, hvilka konvergerade starkt bakåt. Så är äfven
förhållandet hos måsfoglar, Tubinares och slägtena Colymbus
och Eudytes samt hos Totipalmatx. Hos Lamellirostres der-
emot, äfvenså och ännu mer hos flertalet Pygopodes finna
vi line& interpectorales sternales löpande nästan parallelt och
dervid ryckta hos Pygopodes ut mot det smala bröstbenets
margo lateralis. — Dessa förhållanden stå naturligtvis i sam-
band med den större eller mindre utbildningen af musculus
supracoracoideus, hvilken, då den hos vissa simfoglar nått
relatift stora dimensioner, torde vara det hufvudsakligaste
motoriska elementet vid den roende ställförflyttningen under
vattnet. Vi iakttaga derför denna muskel kraftigast utbildad,
i samband med en mer eller mindre atrofierad musculus
pectoralis thoracicus, hos Alkor och Pinguiner, hvilka för-
128 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
flytta sig roende under vattenytan och flyga dåligt eller full-
ständigt sakna flygförmågan. Dessa foglar förete också, så-
som vi erinra oss, nästan plana artikulationsytor i den mediala
delen af articulatio sterno-coracoidea. — Colymbus och Eu-
dytes åter, hos hvilka den ömsesidiga ställningen af linex
interpectorales sternales ange en relatift betydligt svagare
utbildning af supracoracoidalmuskeln, och hos hvilka slägten
vi iakttaga en djup inkilning af ' os coracoideum i sulcus
coracoidalis sternalis, måste derför vid sina förflyttningar
under vattnet förhålla sig väsentligt olika. Vi veta ju dess-
utom, hurusom hos dessa, 1 samband med den proportionelt
kraftigare utvecklingen af musculus pectoralis thoracicus,
flygförmågan ingalunda är dålig, och vidare, hurusom en del
Totipalmate, der supracoracoidalmuskeln tyckes vara ännn
svagare utbildad, endast ogerna dyka på djupet. Dock gifvas
bland dessa senare de, hvilka utmärka sig genom en synner-
ligen stor dykskicklighet, såsom Plotus och Graculus; men
dessa torde vid sitt undervattenslif mindre begagna sig af
vingarna, åtminstone såsom roddredskap. — Lamellirostres
deremot tyckas med fördel kunna begagna sina vingar såväl
vid förflyttningar under vattnet som ock i luftens rymder,
i det att de ega både musculus supracoracoidalis och pecto-
ralis thoracicus väl utbildade.
Väl värdt att särskildt påpekas är dessutom det, synner-
ligen hos Mergine, men äfven hos Fuliguline, mindre hos
Anatine, genom en transversel kam från sterni xiphoidala
del tydligt afgränsade planum postpectorale; något som helt
säkert torde stå i direkt samband med den för dessa sim-
dykare fördelaktigt kraftiga utvecklingen af den främre abdo-
minalmuskulaturen.
De resultat med afseende på de skandinaviska foglarnes
gruppering, till hvilka vi genom våra studier skulle kunna
anse oss ha kommit, sedan vi tagit kännedom om en del
äfven utomskandinaviska former, ha vi sökt framställa i nedan-
stående synoptiska tabell. Att vi uti densamma ej upprepat
alla de för de skilda familjerna eller slägtena säregna struktur-
förhållandena, har sin orsak deri, att vi med denna uppställ-
ning hafva velat endast framhålla på ett samladt ställe den
ömsesidiga anordningen mellan de skilda grupperna, sådan vi
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 129
uppfatta densamma. Vi hänvisa 1 öfrigt till ofvan lemnade
beskrifningar. i
Granska vi tabellen, så se vi, hurusom t. ex. för Oscines
finnas angifna karakterer på tvenne olika håll. Den ena karak-
teren, hvilken är betecknad med 1, är för nämda ordning
propriel, under det att den på andra sidan om namnet stående
tillkommer äfven lynx (Rhamphastus, Psilopogon m. fl.). Detta
senare slägte eger dock en annan strukturegendomlighet, be-
tecknad med 2, hvilken det derjemte har gemensam med Pici,
som åter genom den under detta familjenamn stående karak-
teren visa sig ega något samband med Oscines. Utom de
under 2 angifna strukturförhållandena, är för Pici upptagen
äfven en annan karakter, som uteslutande tillkommer nämda
familj, stående på sidan om karakteren under 2.
De strukturer, som synts oss vara genomgående för större
grupper, hafva vi betecknat med siffror; och sammafalla ju
också i flertalet fall dessa afdelningar med de hufvudgrupper,
hvaruti SUNDEVALL indelat fogelklassen.
Hvarför vi ej följt den numera gängse indelningsmetoden
med bokstäfver och siffror, utan begagnat oss af ett annat
framställningssätt för att påpeka den ömsesidiga grupperingen
af foglarna, sådan vi uppfatta densamma, beror derpå, att vi
så mycket som möjligt hafva velat framhålla det genetiska
sambandet familjer och slägten emellan.
Såsom af tabellen synes, är öfvergången mellan Oscines
och Volucres ej så svårt funnen genom den påtagliga förmed-
lingen medelst en del spitar och hackspettarna. Så är äfven-
ledes den stora gemensamheten mellan Grallatores och Nata-
tores obestridlig, då vi på olika vägar från vadarnes ordning
kunna leda oss in till simfoglarnes båda hufvudgrupper, —
såväl till Lamellirostres som ock till Longipennes och dessa
efterföljande.
Med det material, som stått oss till buds, har det dock
varit oss omöjligt att bilda oss några begrepp om förmed-
lingen vare sig mellan Volucres och Accipitres eller mellan
dessa senare och Rasores. Mellan Rasores och Grallatores
tyckes det deremot, som om Rallinx med Gruine skulle
kunna stå såsom någon slags föreningslänk.
130 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FÖGLARNES OSTEOLOGI.
Förteckning på i denna afhandling citerade författare.
HUXLEY, T. H. On the classification of Birds. Proc. Zool. Soc. London
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BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV.
Det med gaffelformigt
delad spina stermi externa
försedda sternum eger å
Iwardera sidan om eristan Å fscapwe äro
en incisur. Proc. epister-,— Oscines —
nalis bildar en kärakte- ||
ristisk sagittalt stäld ben-| I
latta, och spina Re] |
interna saknas.
1.
Pici
N:O He
spetsigt utdragna, och
proc. precostalis uppbär ej i sin svets (Rhamphastus, Psilopogon m. t.), Tynr
procc. costales.
22
Det med gafrelformig spina sterni externa försedda stermwm eger å hvardera sidan
vm cristan tvenne incisurer. Spina sterni int. saknas, äfvenså proc. episternal.. Trabe-
culum medialz synes utgå från trab. laterale.
Spina sterni externa bil-
dar med sp. st. interna ett
septum. Å hvardera sidan spina externa är gaf- —
om eristan eger det tem- felformigt delad
ligen långsträckta sternum
tvenne incisurer.
Det korta och bre-'
da med låg crista,
utan — framsprin-
gande apex, för-
sedda sternum eger
å hvardera sidan
om cristan oftast
tvenne incisurer,
— Nyctharpages
6.
Den synnerligen
starkt pnewmatiska
sin spets procc. costales.
scapule äro i spetsen hakformigt böjda.
trubbiga, och proc. precostalis uppbär med
z . G . spina sterni externa är ej gaffelformigt delad; spina sterni externa bildar med spina sterni
Volucres syndactyle| (Irrisor), Upupine — interna ett septum. Å hvardera sidan om cristan eger det temligen långsträckta sternum
endast en incisur.
Spina sterni externa
3. är försedd med ett fora- — &
men pneumaticum.
ine — det temligen korta och distalt breda sternum saknar spina sterni interna.
Å hvardera sidan om ceristan finnas tvenne incisurer.
Spina sterni externa finnes. — (Centropidre), Cuculine — spina sterni interna finnes, men står ej i förbindelse med spina sterni externa.
a
Det korta med hög crista
försedda, i sin distala del
ansenligt bredare stermun
+ eger en incisuwr, och proc.— Caprimulgine —- såväl spina sterni externa som interna saknas.
episternalis är kort, följan- | 5
e clavicelkurvans riktning
bakåt mot stermum.
interna
; E . Det något långsträckta,
extremitas coracoi- Falconine — sålea SSE TENN ren (elen Fr distala (del ela bre] — —
dalis elavicule står: = = dare stermwm, eg n cri- Ar Y, - roc. procoracoideus är proc. epistern. nästan saknas; och spine st. ext. ä
i mycket tydlig ar-| z IDAS RO:-NABLE spina sterni externa är spetsigt utdra- >> sta, lwvilkens höjd öfver- (Longilingues), Cypselus — net EGSSDEN — Ort SK SIA RAG tAn pine st. ext. et interna äro
ticulations-förbin-|Stermnum är MGLCC ESSEN RUSE gen och spina sterni interna saknas. stiger halfva sternalläng-
delse med acrocora-|Sin distala del eller! Scapula eger of- ; den.
coideum. ock försedt medlyan symphysis co- z
en fenestra å hvar- racoscapul. ett fo- — Circus | Buteo, Archibuteo, Aquiline, Milvus — scapula saknar ofyan symph. coracoscapul. ett foramen pnenmaticum.
dera sidan om cri-lramen pneumati- I Åh
stan. cum. — Se I
Sternum eger ett tydligt I
afsatt planum postpecto-=— — Pernis, Haliaétus — sternum saknar tydligt afsatt plan. postpectorale.
rale.
Sternum eger å hvardera
tm ER den KÖER SSF spina sterni "externa är kort,
TT Incisur, oca Tran lar Pandion — ej utdragen, ech spina sterni -
bium internum sulci corac. försäkras J scapula är i spetsen utdragen, och) =. 4 a
sterni stiger ett foramen ir fö Cohumbine — clavicula står i ledande förbindelse|incisura medialis är grun- ]
pneumaticum ned icristan med acrocoracoid fånst SERNE bildande en-
AJS dast en fenestra. Såväl incisura medialis TT.
AU (Oron en Sm som lateralis finnes. Steyr RAS S »
Scapula är i spetsen aftrubbad, . 5 : S termum är å hvardera sidan om
och clavicula står ej i ledande -ovo ov Rasores ade medialis är dju- 0 ER ae med je eller Sena
SEN 5 ast. 8 , L rer, Oc)
förbindelse med acrocoracoid. Pp fc för Re erfaren udd de
Gruine
Gallinula, Fulica
I
clavicula är i sin distala del medianböjd,
och furewla är försedd med en mer eller
mindre uttalad lingula.
Rallus, Ortygometra,
Phalaridiwm
från labium internum sulei coracoidei sterni löper ej någon
ås bakåt i sterni midtplan.
vecklad och föga
Endast en djupgående in-
cisur är för handen.
den svaga clavicula är endast föga böjd, och från labium internum sulci coracoidei å
Det synnerligen smala och i sin distala del nästan hela sternum, eger i likhet med för-
hållandet hos flertalet vadare en temligen hög crista, en väl utvecklad proc. procoracoi-
deus å det korta och kraftiga os corac
ideum; ehuru flera egendomliga strukturförhållan-
den tillkommit genom trachéns så vidlyftiga intrasternala läge.
Det mer eller mindre långsträckta|Claviewla står ej i ledande 08: coracoideum saknar foramen SA
sternuwm eger en temligen hög crista,|förbindelse med acrocoracoi- DElectnagld S före ereseoldEe — ÖOiconiine.
hvilken ej så hastigt sänker sig mot den) deom. ES STR Ra SR SE 1 , ; ; 4 :
=, distala delen, och ej heller någonsin Vecklad proc: procoracoldeus f coracoideum eger foramen supra-] Plataleine, Phoenicopteride —
företer fritt framspringande och på coracoideum, f Ibidince
samma gång afrundad apex. Å hvär- fen 7 en
era si r eri innes e | Clavieula står i ledande för- : H Faa
SETS TIGOm op cristan finnes en eller BILA Sed AOLS0OEGD Os coracoldeum saknar foramen supracoracoideum — m —<-c— Limtcole (utom Recurvirostra).
H Prswrer.
deum, och proc. procoracoi- 3 s 6
Flea väl iseckind Os coracoldeum eger foramen supracoracoideum — — Recuwrvirostra, Charadriince.
fer —————— LV
Det mer eller mindre korta och celavicula står i ledande förbindelse med acrocoracoideum,
jembreda stermwm eger en temligen|Longipennes— — och proc. procoracoideus är väl utvecklad; os coracoideum
10.
Sternum är något utdraget, och clavicula når acromion.
Clavicula når ej acromion. — — Pelecanus, Graculus
Colymbince
Claviceula står ej i ledande förbindelse med acro
deum och följer med sin sternala ände margo ante
ste. Cristan eger en mycket obetydlig distal höjd
Clavienula står i ledande förbindelse med acrocoracoideum.|
OCristans distala höjd är relatift ganska stor.
Os coracoideum eger föga ut-|
? erodii
vecklad proc. procoracoideus.| Herodii
hög cerista, hvilken i flertalet fall gan-
ska hastigt sänker sig mot den di-
stala delen och företer en fritt fram-
skjutande och afrwndad apex
| Procellarince. =
| I någon
ve Ssan———— Ä--
Clavicula står ej i direkt
förbindelse med apex eri-
ste,
(Phatton) -
dast från sterni
står i direkt
— Dysporus) Clavieula td
irbindelse med apex crl- a SÖT FRASEN TT
FÅ dubbel S-formig böjning
SS Sternum är kort och bredt.
coracoi- 12.
TIOF | Eudytine - Det mycket långsträckta
sternuwm fortsättes bakåt
af en benplatta.
j Alcarie
11.
Det oftast korta och breda sternwm
företer en crista, som utspringer en-
mot hvarandra svarande ytorna i arti-
sterno-coracoidea förete
elavicnola företer en S-formig böjning
eger foramen supracoracoideum
främre hälft. De
en
stal sternalbredd.
det synnerligen smala sternum löper en ås bakåt i sterni midtplan.
proc, procoracoideus är svagt utvecklad och de mot hvar-
andra svarande ytorna i articulatio sterno-coracoidea förete
dubbel S-formig böjning.
nn
Den jemförelseyis höga cristan
är föga framåtlutande.
(utom Vulpanser) Anatine—
PE Sei
Fuliguline — cristan är tydligt framåtlutande.
Sternum eger en jemförelsevis stor di-
elavienla är försedd med proc: acrocoracoi-
— dalis och hvilar med bakre randen af sin
coracoidala del mot acromion.
ee
Clavicula eger en väl utvecklad processus
acrocoracoidalis och hvilar med bakre ran-
den af sin coracoidala del mot acromion.
Det mer eller mindre långsträckta sternwm
är försedt med en incisur eller en fenestra
på hvardera sidan om den måttligt höga
eller låga cristan, hvilken bakåt öfvergår i
ett mer eller mindre tydligt uttaladt pla-
nun postpectorale
Sternum är &å
—— Lr rr — ihvardera sidan
margines laterales divergera jemförelsevis föga vom cristan för-
bakåt, sedt med oftast
Jen incisur.
— Anser, Brentlus, Cygnus, Vulpanser.
|
Sternum är å hvardera
= Spare
sidan om cristan oftast
Sternum, som är jemförelsevis lång- (FR t med en fenestra,
sträckt, företer en låg crista, hvilkens ASAP är mer Sie
margo anterior är karakteristiskt starkt mindre starkt framåtlu-
framåtlutande (margo anterlor bildar fande:
mindre än 45 grader med sterni längds-
axel).
| — Mergine.
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BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 131
Figg. 1 och 2.
Fig.
Förklaring på figurerna.
Tafil. I.
Frontalsnitt, det ena lagdt något framför det andra,
genom den främre thoracaldelen hos ett embryo till-
hörande Larus argentatus: — Co., det broskiga an-
laget till os coracoideum: — Sp. st. ext., det äfvenledes
broskiga, med sterni broskanlag i kontinuitet stående an-
laget till spina stermi externa; — Ör. st., anlaget till
crista stermi. — Åmnnu under detta utvecklingsstadium
synes den pariga anläggningen af sternum med crista
och spina externa; — Pr. ep. st. furcul., den i direkt
ossifikation befintliga processus episternalis furculce;
st. cor., musculus sterno-coracoideus; — s. cor., musculus
supracoracoideus; — pect. thor., musculus pectoralis
thoracicus.
Distala delen af furcula hos ett exemplar af Cypselus
apus: — cl. elavicula; — pr. ep. st. fuwrce., den mellan
de båda sternala clavicularändarna inskjutna och med
dessa ej synostoserade processus episternalis furculce.
Främre delen af sternum med skuldergördel hos en
Oscinid: — acrocor., acrocoracoideum; — sc., scapula:;
— Cor., coracoid; — pr. ep. st. fwrc., processus epister-
nalis furcule; — el., clavicula; — lam. lat., lamina
lateralis af membrana sterno-coraco-elavicularis ; -— lam.
med., lamina mediana af samma membran.
Sternum med skuldergördel: — acrocor., acrocoracideum;
— aecr., acromion; — cl., clavicula; — cav. glen., cavitas
glenoidea; — sc., scapula; — cor., coracoid; — lin. int.
ext., linea intermuscularis externa; — proc. lat., pro-
cessus lateralis; — sp. st. ext., spina stermi externa; —
pr. ep. st. furc., processus episternalis furcule; — st.
cor., processus sterno-coracoideus; — tub. lab. ext., tuber-
culum labii externi; — fos. st. cor., (fossa) impressio
sterno-coracoidea sterni; — lin. st. cor., linea sterno-
coracoidea; — inc. inc., incisura intercostalis; — pr.
cost., processus costalis; — st., sternwm; — fen., fenestra:;
= "er. erista;y — Uinsvintp. erist:, nea interpectoralis
criste; — lin. intp. st., linea interpectoralis stermi; —
ap., apex criste.
132 EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGI.
Figg. 6 och 7.
Oc
Fig.
10.
il
12;
13.
14.
1.5:
Fieg. 16 och 17.
Främre inre sternalytor: — st. cor. processus sterno-
coracoideus; — lab. int., labiwm internum sulei cora-
coidei stermi; — sp. st. int., spina sterni interna; —
for. pnewm., foramen pnewmaticum;: — tub. lab. int.
tuberculwm labii intern.
Främre yttre sternalyta: — cr. crista; -— sp. st. ext.,
spina stermni externa: lab. int. et lab. ext., respektive
labiuwm internum et labiwm externuwm sulei coracoidei
sterni; — st. cor. processus sterno-coracoideus; — tub.
lab. ext., tuberculum labii exterm: — lin. st. cor., linea
sterno-coracoidea: — lin. intp. st., linea interpectoralis
sterni; — fos. st. cor., (fossa) impressio sterno-coracoidea
sterni.
Tyvenne distala sternalhälfter, facies interna: — trab.,
trabeculum:; trab. lat. et trab. med., respektive trabe-
culum laterale et mediale; — ine., incisuwra: — inc.
lat. et inc. med., respektive incisura lateralis et medialis.
Skuldergördel, sedd framifrån: — cor., coracoid; — sc.,
scapuwla; — acr., acromion; — cav. glen., cavitas gle-
noidea : — cap., capitulwm; — for. trios., foramen trios-
seum: — aecrocor., aerocoracoideum; — cl., clavicula,
hvilken här står i ledande förbindelse med acrocor.
Skuldergördel, facies medialis: — acr., acromion, — acro-
cor., acrocoracoideum; — el., claviceula; — proc. proc.,
processus procoracoideus; — for. sup. cor., foramen supra-
coracoideum.
Proximal del af coracoid, facies interna; — acrocor.,
acrocoracoideum; — for. pneuwm., foramen pneumaticum:;
-- tcav. glen., cavitas glenoidea; — proc. proc., processus
procoracoideus: — for. sup. cor., foramen supracoracoi-
deum; — x, excavation för den å scapula befintliga tub.
interarticulare (se fig. 13).
Coracoidal del af scapula, facies interna: — for. pneum.,
foramen pnrneumatiewm; — tub. int. art., tuberceulum
interarticeulare; — acr., aeromion.
Coracoid, facies externa: — acrocor., acrocoracoidewm;
— proc. proc., processus procoracoideus; — sulc. sup.
cor.. sulcus supra-coracoideus; — for. sup. cor., foramen
supracoracoideum:;— ang. dist., angulus medialis distalis;
— crist. art., crista articewlaris; — proc. lat., processus
lateralis: — lin. int. ext., linea intermvuscularis externa.
Distal del af coracoid, facies interna: — lin. int. int.,
linea intermuscularis interna; — ang. dist., angulus
medialis distalis; — impr. st. cor., impressio sterno-
coracoidea ossis coracoidei: — crist. art., crista arti-
cularis: — proc. lat., processus lateralis.
Sagittalsnitt, respektive genom den mediala och den laterala
delen af en articulatio sterno-coracoidea: — Cor., Ccora-
coid; — st., sternum; —fac. ext:; faeies externa.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 3. 13:
Fig. 18.
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a—GC
a—GC.
a—d.
a—d.
a—e.
a—e.
a—e
a—C.
NÅ
&
Skuldergördel, facies medialis: — proc. acrocor., processus
acrocoracoideus; — proc. proc., processus procoracoideus;
— sulc. sup. cor., sulcus supracoracoideus.
Tafl. II.
Turdus pilaris; 1 d och 1 e sterno-coracoidalleden (fac.
ext. åt höger).
Lamwus excubitor.
Upupa epops: 3 c visande det perforerade septum in-
terarticulatre i den främre sternaldelen.
Gecinus viridis; 4 c och 4 d sterno-coracoidalleden (fac.
ext. åt venster).
Iynx torquilla; 5 b och 5 c sterno-coracoidalleden (fac.
ext. åt venster).
Cuculus canorus (fac. ext. å 6 c och 6 d åt venster).
Coracias garrulus; 7 c visande spina st. externa med
dess foramen pneumaticum.
Caprimulgus ewropens.
Tafl. III.
Cypselus apus; 1 d skuldergördeln sedd framifrån.
Columba oenas.
Merops apiaster; 3 d visande det perforerade septum
interarticulare å den främre sternaldelen.
Glaux flammea; distal sternaldel, fac. interna.
Leuchybris nivea; > | ; :
Ulula uralensis; 5 £ skuldergördeln sedd framifrån.
Nisus commwnmis.
Tall: LV.
Circus cyaneus; 1 c distal sternaldel med planum post-
pectorale.
Buteo vulgaris.
Aesalon lithofalco.
Permis apivorus.
Pandion haliaétus; 5 b sternum, facies interna, labium
internum med for. pneum.
Aquila chrysaöétos; 6 e distal sternaldel med planum
postpectorale.
Haliaétus albicilla; distal sternaldel, facies externa.
Tafl. V.
Tetrao urogallus.
Syrrhaptes paradoxus.
154
Fig.
3 a—d:.
4 a—d.
AD.
2
3.A; HD
4 a—e
ö.
6
ef
8.
9.
10 a—ece.
11 a och b.
12 a hb.
13 a b.
14 a b.
15 a b.
16.
1 a—e
2 a-—C
J3 a.
SD.
4 a—d.
4 e.
5 a—d
6 a—-e
(:c
8.
1 a—d.
2 a—d.
3 ac
4 a—e.
5 a—c
6 a e
EMIL HOLMGREN, DE SKANDINAVISKA FOGLARNES OSTEOLOGTI.
Ardea cinerea; 3 b främre sternaldelen, facies externa,
visande korsningen af coracoidbenen.
Cicoma alba.
Tafl. VI.
Platalea leucorhodia.
Ibis falcinellus, proximal sternaldel, fac. interna.
Phoenicopterus roseus.
Numemus pheopus.
Totanus glottis, distal sternaldel. fac. interna.
Calidris arenaria,
Pelidna alpina, >
Actitis hypoleucos.
Lobipes lyperboreus.
Scolopax rusticola; 10 ec distal sternaldel, fac. interna.
Recuwrvirostra avocetta; 11 a > , ,
Strepsilas interpres; 120 . : ,
Vanellus cristatus; 13 a
Charadrius pluvialis; 14 a , » »
Hoematopus ostralegus; 15 a oc | > »
Otis tarda; a , , »
Tafl. VII.
Grus cinerea; a (92) och b (5) sagittalsnitt genom ster-
num visande trachéns intrasternala läge: 1 c främre inre
sternaldel med ossa coracoidea.'
Ortygometra crex; 2c, inre distal sternalyta.
Rallus aquaticus:; i »
Phalaridium porzana; > »
Gallinula chloropus; 4b, distal furculardel med lin-
gula.
Fulica atra.
Larus fuscus.
Alca torda: 6 b, inre distal sternalyta.
Uria grylle:; d , »
Mormon arctica:; »
Tafl. VIII
Eudytes septentrionalis.
Colymbus cristatus; 2 a, inre distal sternalyta.
Dysporus bassanus; 3 b, > > »
3 a, inre proximal sternalyta med ossa coracoidea.
Graculus carbo; 4 c, inre distal sternalyta.
Fulmarus glacialis; 5 b, yttre proximal sternalyta med
ossa coracoidea.
Anser albifrons; 6 c, inre distal sternalyta.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 5. 135
Fig.
a—e.
a—eC.
ASA
a—d.
a—Cc.
a—d.
a—d.
Tafl. IX.
Cygnus musicus; 1 a, sagittalsnitt genom sternum visande
trachéns intrasternala läge.
Cygnus olor; 2 a, skuldergördel och främre sternaldel.
Anas boschas; 3 e, yttre distal sternaldel.
Fuligula eristata:;
Oedemia fusca; bb,
5 a, inre proximal sternaldel.
Sommateria mollissima: 6 a, yttre distal sternaldel.
Bucephala clangula; (Er
7 b, visande cristans lutning.
Mergus merganser; 8a, yttre distal sternaldel: $ d,. visande
cristans lutning.
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BIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 17. Afd. IV. N:o 6.
ÖFVERSIGT
SVERIGES CEPHAL0OPODER
EINAR LÖNNBERG.
MED EN TAFLA.
MEDDELADT DEN 14 OKTOBER 1891 GENOM S. LOVÉN.
STOCKHOLM, 1891.
KONGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER.
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D:; författaren till föreliggande lilla uppsats under förliden
vinter på uppdrag af professor dr. SVEN LovÉN bestämde Riks-
musei rikhaltiga Cephalopodsamling, uppstod hos mig den
tanken att utarbeta en fullständig katalog öfver nämda sam-
ling, hvilken innehåller åtskilliga nya former samt många fynd
af zoogeografiskt intresse. Detta har emellertid af flera or-
saker ej kunnat ega rum. Jag ansåg då i alla fall lämpligt,
att lemna en kort förteckning öfver de nordiska cephalopoderna
samt bifoga några korta karakterer, som skulle kunna tillåta
bestämmandet af de former, som möjligen anträffas vid våra
kuster. Emedan emellertid här blott afses att lemna en »nyckel»
till våra former, har för korthetens skull understundom diagno-
serna ej tagits så vidlyftiga, att de utesluta alla andra former.
För säkerhetens skull omnämnas dock utom de skandinaviska
äfven britiska och grönländska arter, i fall några af dessa
skulle händelsevis erhållas hos oss. Med nummer utmärkas
sådana arter, som erhållits i svenska farvatten. Anförandet af
diagnoser torde möjligen för någon synas öfverflödigt, men
då den teuthologiska litteraturen är temligen vidlyftig och
mycket spridd samt kanske delvis svår att erhålla, har jag
trott, att det skulle understundom kunna vara af rätt stort
praktiskt gagn att hafva en lätt tillgänglig uppslagsbok, med
tillhjelp af hvilken en svensk bläckfisk genast kunde identifieras.
Och jag går så långt, att jag anser det särdeles önskvärdt, om
för de olika vertebratgrupperna dylika små öfversigter utar-
betades. Därmed skulle det zoologiska studiet i vårt land
i hög grad underlättas och därigenom uppmuntras. Ty för
närvarande är det så stäldt, att blotta bestämmandet af en art
eller en form kan taga en särdeles lång och dyrbar tid för
den, som ej arbetat sig in i den grupp, den tillhör. Påräk-
nande godhetsfullt öfverseende med de ofullständigheter och
brister, som möjligen vidlåda detta lilla häfte och betonande,
att det ej gör anspråk på något annat än att vara en väg-
4 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
ledning vid examinering vågar författaren hoppas på värdigare
efterföljare inom andra områden af den svenska evertebrat-
faunan.
Vid indelning af bläckfiskarnes klass hafva flera olika
principer sökt att göra sig gällande. De 2 första hufvud-
ordningarne Dibranchiata och Tetrabranchiata begränsas dock
allmänt lika. Till den första ordningen hör alla skandinaviska
former utan undantag. Dess representanter åter, som alla ega
2 gälar och 8 likvärdiga armar eller 2 tentakler och 8 armar,
hafva däremot grupperats på flera olika sätt. De karakterer,
till hvilka man i första hand måste taga hänsyn, äro, armarnes
antal, ögonens beskaffenhet, skalets (om det finnes) konsistens
och utseende samt de olika modifikationer, under hvilka hecto-
cotylisationen uppträder. Med användning af dessa karakterer
erhåller man två tydliga underordningar:
Octopoda och Decapoda.
Armar 8 alla likvärdiga. Armar 10, af hvilka 2 äro de
andra olika, tentakler eller fångst-
armar.
Skal saknas eller yttre och ej Inre skal finnes (vanligen), af
deladt i kamrar. olika slag.
3:dje !') (högra eller venstra) ar- 4:de " eller 1:sta armparet drab-
men hectocotyliserad. bas af hectocotyliseringen (ant. en
arm i paret eller begge).
Åfven mellan dessa båda grupper är gränsen skarp, men
svårare blir det att indela decapodernas underordning. p'ÖR-
BIGNY fäste sig uteslutande vid ögonens beskaffenhet och fick
på detta sätt 2 stora hufvudgrupper: Oigopsider, med öppna
ögon d. v. s med öppen hornhinna, där linsen omedelbart
sköljes af det omgifvande mediet, hafsvattnet, samt Myopsider,
med slutna ögon med fullständig cornea. Denna indelning i
nämda 2 »subdivisions» använder äfven HoYLE 1 sitt stora ar-
bete om Challengerexpeditionens cephalopoder. ”TRYON åter
använder samma indelning som GraAY. ehuru med något olika
namn, och bildar 3 grupper:
1) Decapoda chondrophora (GraY's: Chondrophora) med
hornartadt inre skal, 2) Decapoda calciphora (GRAY's: Sepio-
phora) med kalkartadt inre skal, 3) Phragmophora (Belemno-
phora) med kalkartadt skal med inre luftkamrar. Efter denna
indelning blir dock den tredje gruppens begränsning mycket
olämplig, i det den omfattar blott Spirula, som den skiljer
') Armarnes ordning räknas från rygg- till buksidan.
BIHANG TILL K. SV: VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:oG6. 5)
ifrån dess närmaste samslägtingar Idiosepius, Sepioloidea och
Sepiadarium Åfven Bobreppet Chondrophora synes vara tem-
ligen konstladt då under detsamma inbegripes de mest skilj-
aktiga former. Nyligen har NORMAN i »Revision of British
Mollasaad ) på samma grundval som GRAY sökt bilda ett nytt
system med tillhjelp af fenakterer hemtade från hectocotylise-
ringen. Han indelar Chondrophora i Opistharsenia med rygg-
armarne hectocotyliserade och Prostharsenia med bukarmarne
hectocotyliserade. Först inom denna underordning använder
han Öigopsida och Myopsida i inskränkt bemärkelse som tri-
busnamn. ”) Härigenom komma likväl Oigopsiderna att slutas
mycket närmare tillsammans med Loligiderna än dessa med
Sepiiderna, som räknas till Sepiophora och till sektionen
Katoprostharsenia med hectocotylisering vid basen af buk-
armarne. Och Sepiiderna 1 sin tur skiljas långt från Idiosepii
och Sepiadarii, som dock enligt STEENSTRUP äro deras nära
slägtingar. Då alltså denna sista indelning ej heller synes
riktigt lycklig, anser jag mig i det följande böra använda
HorLEs indelning, enligt hvilken Decapoderna sönderfalla i
hufvudgrupperna Oigopsida och Myopsida, ty äfven om det
af VERRILL uppställda slägtet Stoloteutis, som räknas till Sepio-
lide och sålunda till Myopside skulle utgöra ett undantag från
den allmänna regeln och ha öppna ögon, kan detta enda undan-
tag ej splittra den för öfrigt naturliga gruppen, som ju dess-
utom sammanhålles ej allenast af karakteren hemtad från ögo-
nens skapnad, utan äfven af andra såväl anatomiska som bio-
logiska karakterer, hvilka dock här ej är lämpligt att uppräkna,
utan öfvergår jag efter denna inledning till uppräkning af de
nordiska formerna.
OCTOPODA
8 likvärdiga armar.
Fam. Cirroteuthideze.
De 8 armarne utrustade med en mycket stor bindhud och
bära en enkel rad af sugskålar samt på ömse sidor om den
en rad af cirrer. ”) Manteln förbunden med hufvudet nästan
') Ann. Nat. Hist. (6 series). Vol. 5, London 1890.
?) I LEUNIS” Synopsis användes begreppen Myopsid&e, Oigopside och
Spirulida som samordnade.
3?) Häraf namnet FER utne.
6 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
rundtom ända till tratten. Kroppen försedd med 2 rundade
fenor. ')
SI. Cirroteuthis EscHRICHT.
Cirroteuthis Miilleri ESCHRICHT.
Bindhuden förenar armarne ända upp till deras spetsar och
är ej uppdelad 1i flikar.
Denna art är helt och hållet arktisk för såvidt hittills är
kändt. Andra arter af samma slägte äro funna på mycket
stora djup i olika haf. Här upptages denna, emedan den till-
hör Grönlands fauna. Riksmuseum eger 2 exemplar af denna
intressanta form från grönländska kusten. SARS upptager den
ej bland Norges arktiska mollusker.
Fam. Octopodidze.
De 8 armarne fria eller endast något vid basen förenade
af en bindhud. De bära en eller två rader sugskålar, men
inga cirrer. Kroppen saknar fenor.
SI. Octopus LAMARCE.
Sugskålarne på armarne i 2 rader.
1. Octopus arcticus PROoscH.
(== 0; Bearrdi VERRILIG)
Vid ögonen 2 mycket stora cirrer (d. v. s. en öfver hvarje
öga), som i sin tur ofta bära utskott. Den öfriga delen af
kroppen jemförelsevis slät, endast försedd med små ljusare
vårtor, som äfven finnas på armarnes öfversida. Armarnes
inbördes längd 1, 2, 3, 4.7) De äro jemförelsevis korta,
endast omkring 3 gånger kroppslängden. Bindhuden mellan
dem starkast utvecklad mellan ryggarmparet, minst vid buk-
armarne och sträcker sig ungefär en tredjedel upp på armaxrne.
Spetsen af den tredje högra hectocotyliserade armen, bildar
hos &A ett ganska stort skedformigt organ med 13—17 små
tvärbalkar (enl. STEENSTRUP).
Denna hectocotylus-sked är hos ifrågavarande art propor-
tionsvis betydligt större än hos O vulgaris.
1) Till följd häraf kallas familjen äfven Pteroti.
2?) D. v. s. första paret längst det andra därnäst o. s. v., första paret
= ryggarmparet.
a
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 6. 7
Då af ofvan karakteriserade art 2 individer (8 och 2)
hemförts från Skagerack af »Gunhilds» expedition 1877 och
under sista decenniet ytterligare 2 exemplar (båda 9) erhållits
vid Koster af zoologer från Vetenskapsakademiens zoologiska
station, Kristineberg, torde man kunna antaga, att den före-
kommer temligen konstant om också ej allmänt på djupare
vatten äfven vid vår vestkust. Förut har den omtalats från
Nordamerikas östra kust der VERRILL erhållit sina typexemplar
till sin Ö. Bairdi. Enligt STEENSTRUP är den äfven kongruent
med Octopus grönlandicus DEWHURST och finnes sålunda äfven
vid det lands kuster, från hvilket detta sistnämnda species-
namn är hemtadt. Från samma land stammar dessutom äfven
ProscH's exemplar. SARS har tagit den vid vestliga Norges
(utanför Stavanger) och Finnmarkens (Lofoten och Vadsö)
kuster på flera ställen och den är af flera olika expeditioner
uppdraggad vid Färöarne. När härtill kommer, som ofvan
anförts, att den äfven finnes vid Bohusläns kust, torde man
kunna påstå, att den är utbredd öfver hela norra Atlanten.
Men egendomligt nog är den ej känd från danska farvatten.
Vid Nordamerikas kust har man funnit den på ett djup vex-
lande mellan 45 och 524 famnar och vid Färöarne på ett djup
från 345—632 famnar, af SARS mellan 60 och 300 famnar.
Då man härtill lägger, att den hos oss träffats i Kosterrännan,
alltså i ett af den fubeslsdkta skärgårdens största djup, torde
man böra söka den på de större djupen vid vår vestkust.
Riksmusei exemplar har jag jemfört med såväl PRoscH's
som VERRILL's beskrifningar och äfven med exemplar från den
senare och torde sålunda CAT vara berättigad att identifiera
den förres O. areticus med den senares O, Bairdi.
Färgen är hos de exemplar, jag haft tillfälle att se, mörkt
violett.
Octopus vulgaris LAMARCKE.
Vanligen 3 större cirrer öfver hvardera ögat. Kroppens
hud vanligen vårtig och försedd med cirrer (dock beroende
af kontraktionstillståndet). Armarnes inbördes längd: 3, 2,4,1
(2, 3, 4, 1). Bindhuden mellan dem minst mellan rygg-
armarne. Hectocotylus-skeden proportionsvis vida mindre än
hos föregående art.
Denna för öfrigt vidt kringspridda art är hittills ej iakt-
tagen i svenska farvatten, då den emellertid af NORMAN upp-
8 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
gifves vara tagen vid flera ställen utefter den engelska kusten
anser jag mig böra omnämna den här ehuru dess nordligaste
uppgifna fyndort, Firth of Forth, enligt NORMAN synes tvifvel-
aktig. För Danmarks fauna är den ej heller känd.
Octopus piscatorum VERRILL.
Cirrer öfver ögonen saknas helt och hållet. Kroppshuden
slät. Armarnes inbördes längd 2, 1, 3, 4. De äro temligen
långa (4—5 gånger kroppen) samt smala. Bindhuden är unge-
fär lika mellan alla armarne med undantag af de ventrala,
den sträcker sig ungefär upp på en fjerdedel af armlängden.
Ogonlocken hvitaktiga.
Denna art är ännu ej funnen vid skandinaviska, danska
eller engelska?) kuster, men då den af HovrE räknas till
»Scandinavian Region» med anledning därutaf, att den iakt-
tagits vid Färöarne, ansåg jag mig ej alldeles böra förbigå
den. Dess rätta eller egentliga utbredningsområde tyckes vara
vid Nordamerikas ostkust. Intressant skulle det emellertid
vara, om framtida undersökningar komme att visa, att O.
piscatorum hade en utbredning, som vore mera sammanstäm-
mande med den, som nyss uppgafs för O. arcticus. ”)
SI. Eledone LEACH.
Sugskålarne på armarne i en enkel rad.
2 Eledone cirrosa (LAMARCK) D'ÖRBIGNY.
Kroppsfärgen violett utan svarta fläckar. Spetsen af den
hectocotyliserade (3:dje, högra) armen hos & visar ett organ,
som motsvarar hectocotylusskeden hos Octopus, men är pro-
portionsvis kortare, djupare och gröfre bygdt. Från detta
organ bildas liksom hos Octopoderna en ränna ned till bind-
huden mellan armarne genom ett hudveck längs utsidan af den
hectocotyliserade armen. De öfriga armarnes spetsar äro om-
!) NORMAN upptager den ej i sin »Revision of British Mollusca>.
?) VERRILL beskrifver ytterligare ett par Octopusarter från Nord-
amerikas ostkust. En af dessa O. obesus igenkännes därpå att sugskå-
larne vid armarnes bas endast stå i en enkel rad. Armarnes storlek i
ordning 1, 2, 3, 4. En särdeles stor 3-loberad hectocotylussked hos hanen.
Ögonecirrer saknas.
En annan art O. lentus VERRILL har sugskålarne i 2 rader äfven
vid basen. Armarnes längd: 1=2< 3=4. En liten cirrus öfver hvarje
öga, föröfrigt är huden slät. Ett hudveck som är bredast baktill bildar
en fri kant kring kroppen. Hectocotylusskeden mycket stor.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 6. 9
bildade på ett annat sätt, som är särdeles karakteristiskt för
arten (5). När man närmar sig spetsen af armen minskas sjelfva
sugskålarne betydligt, men dess sidodelar förstoras på ett
märkbart sätt, så att det hela blir rhomboidiskt med spetsarne
utåt. Dessa spetsar förlängas mer och mer mot armens spets,
under det att sugskålarne slutligen bortreduceras; man har då
bildningar med ett utseende af tvärstälda dubbelcirrer, hvilkas
spetsar vetta utåt. Hos 2 saknas dessa bildningar.
Kroppsytans utseende vexlar med kontraktionstillståndet,
än är den försedd med talrika cirrer och vårtor, än nästan slät.
Eledone cirrosa är en bland de mindre sällsynta cephalo-
poderna vid vår vestkust. I Riksmusei samlingar finnes ej
mindre än 14 nordiska exemplar af hvilka 12 härstamma från
Bohusläns kust och de båda andra från Norge. Alla på en
när äro dock honor. Man skulle häraf möjligen blifva böjd
för att antaga, att honindividernas antal i allmänhet är öfver-
vägande inom denna art. Detta motsäges dock däraf, att i
Upsala Museum 2 exemplar af 3 äro hanar och hos det tredie
kan ej könet bestämmas, då armarnes spetsar äro stympade.
2 af dessa individer äro fångade i Bohuslän det tredje i Katte-
gat. Göteborgs Museum eger endast ett exemplar af Eledone
cirrosa, hvilket uttagits ur magen af en torsk i Göteborgs
skärgård 1 augusti 1868.
Utom vid Sveriges och Norges kuster förekommer ifråga-
varande art vid Danmark, Färöarne, Skottland, England, Ir-
land och Frankrike. Men den går ej upp i det arktiska om-
rådet. Enligt PosseErt finnes 1 Köpenhamns Museum en &
af denna art från Nizza alltså från Medelhafsområdet.
Eledone cirrosa är en af de former, som inneslutas i
LINNÉ's kollektivart Sepia octopodia. I Riksmusei samlingar
finnes ett exemplar, som tillhört Vetenskapsakademiens gamla
samling och bär påskriften Sepia octopodia. Det är möjligt,
att detta är en originalbestämning af LINNÉ.
Eledone moschata (LAMARCK) LEACH.
Kroppsfärgen mera gråaktig än hos föregående art och
med stora svarta fläckar. Spetsen af den hectocotyliserade
armen är försedd med längsgående hudveck och bildar ej en
djup sked som hos föregående. De öfriga armarnes spetsar
ha sugskålarne bortreducerade och ersatta af tvärställda blad-
lika hudveck (ej som hos föregående cirrer) ordnade i 2 rader.
10 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
Dessa blad äro naturligtvis homologa med cirrerna hos före-
gående form och motsvara sidopartierna af en sugskål. Deras
form är dock betydligt olika, hos cirrosa långa, koniska cirrer
med utåtrigtade spetsar, hos moschata platta blad med rundad
spets, som ej är riktad åt sidan. Olika armar ha sugvårtorna
olika mycket ombildade både hos denna och föregående art.
Så tydlig skillnaden än är hos äldre hanliga individ af
de olika arterna, så kan det dock understundom vara svårt att
på yngre hanar riktigt tydligt se den olika organisationen hos
den ej hectocotyliserade armen. Honorna skiljas på färgen.
Eledone cirrosa kan understundom visa en mörkare marmore-
ring, men den har aldrig sådana stora, svarta molnfläckar som
E. moschata och är till färgen rent violett eller rödbrun, under
det att den senares grundfärg är mera gråaktig.
Eledone moschata upptages ej af NORMAN bland de brit-
tiska molluskerna och uppgifves af HoyrrE blott för Medel-
hafvet.
Bland Riksmusei samlingar finnes emellertid en hanlig
Eledone, som inköpts af sWwitslaliekendleren PutzE med lokal-
uppgiften: Skottland. Åndorganet på den hectocotyliserade
armen hos denna individ är temligen litet och äfven på de
andra armarne är sugskålarnes omdaning föga differentierad,
då likväl kroppsfärgen är som hos Eledone moschata och svarta
fläckar förekomma talrikt, anser jag det ifrågavarande indivi-
det tillhöra nämda art. Detsamma gäller om en likaledes svart-
fläckig hona, som äfven den inköpts af Putze med lokalupp-
giften: Island. Om de nämda lokaluppgifterna äro sanna har
således gränserna för Eledone mogschatas utbredningsområde i
hög grad utvidgats. Och den kommer sålunda att tillhöra
den Skandinaviska regionen enligt HoyrrEs begränsning!)
En tredje europeisk art af detta slägte £ledone Aldrovandi
RAFINESQUE anser jag mig också i förbigående böra omtala,
ehuru den endast tillhör Medelhafvet. Den har samma ljusa
ofläckade kroppsfärg som Eledone cirrosa, men är betydligt
mindre, smärtare och slätare. Dess hectocotyliserade armspets
är en sked som hos HEledone cirrosa, likväl ej så stor och
djup. De andra armarne bära också ej i spetsen till dubbel-
cirrer omändrade sugskålsrudiment, utan sugskålarne samman-
. 1) En amerikansk art Eledone verrucosa VERRILL igenkännes på en
krans af mycket stora vårtor kring ögonen samt på rygghudens storvårtiga
beskaffenhet. Färgen är mörkt purpurbrun.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 6. 11
tryckas till tvärveck på armarne. Dessa veck äro emellertid
ej så stora och bladlika som hos Eledone moschata.
DECAPODA.
10 armar, nämligen 8 likvärdiga armar och 2 tentakler
eller fångstarmar fästa mellan 3:dje och 4:de armparet.
Underordningen Myopsida.
Slutna ögon med fullständig cornea.
Fam. Sepiolide.
Kroppen kort, baktill afrundad och försedd med ett par
rundade fenor. Tentakler retraktila. Skal!) hornartadt, rudi-
mentärt (saknas stundom). Hectocotyliseringen drabbar första
(rygg-) armparet, antingen den ena armen eller båda.
SI. Sepiola (RONDELET) LEACH.
Manteln förbunden med hufvudet genom ett nackband. Ett
smalt borstformigt skal finnes. Venstra ryggarmen hectocoty-
liserad och visar sig ansvälld hufvudsakligen genom en stark
utveckling af sugskålarnes stjälkar, som äro sammanvuxna,
dessutom finnes nära armens bas ett accessoriskt muskulöst
organ, som kan vecklas tillsammans tutformigt eller utbredas.
3. Sepiola scandica. STEENSTRUP.
Bläcksäcken enkel päronformig (ej 3 loberad). Alla ar-
marne med endast 2 rader sugskålar. Fenornas längd ungefär
= halfva mantellängden.
Af denna art eger Riksmuseum 9 bohuslänska exemplar,
ett från Hitterön i Norge och ett gammalt med blott den all-
männa uppgiften, att det är från Norge utan närmare lokalbe-
stämning. I Göteborgs museum finnes 3 exemplar från Bohus-
län nämligen från Löken vid Grundsund, från Kalfsund och
Asperö. Dessa ha ursprungligen af MALM bestämts som Sepiola
Rondeletii, men STEENSTRUP lär enligt uppgift sjelf ändrat nam-
1) »>Skal» är visserligen ett oegentligt uttryck för ett organ af sti-
lettform och inneslutet i manteln, men då dess homologier hos andra
former benämnes så och med mera skäl, har jag ej ansett lämpligt att
här använda ett nytt namn. På engelska användes >»shell> för Sepia-
skalet, men gladius för de med hornartadt >skal»>.
12 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
nen. I Upsala museum finnes äfven ett exemplar från Bohus-
län samt en unge från Hangesund i Norge. Konservator HANS-
SON i Strömstad har meddelat mig, att han en gång erhållit
»Sepiola Rondeleti> bland skarpsill och en gång 1 skrapa vid
Holmengrå vid Väderöarne på ungefär 40 meters djup och på
grof grusbotten. Jag har ej sjelf sett dessa exemplar, men
vågar antaga att de tillhöra arten Sepiola scandica STEENSTRUP.
För Danmark anföres den såväl från Öresund som Jutland och
vidare från Färöarne och England samt Norra Frankrike, Roscoff.
4. Sepiola atlantica D ÖRBIGNY.
Bläcksäcken utbredd åt sidorna, 3-loberad. Bukarmarne
(4:de paret) i spetsen försedda med mer än 2 rader små sug-
skålar. Fenornas längd utgörande mer än halfva, (3/;), mantel-
längden. !)
Från Gullmaren?) i Bohuslän finnas insamlade af Prof.
LovÉN 2 Sepiolaindivider, om hvilka Prof. STEENSTRUP lär ha
uttalat sin mening, att de skulle tillhöra denna art. På den
ena bukarmen hos dessa båda ser man ett stycke från spetsen
sugskålarne ordnade i mer än 2 rader, men den karakteren är
hos dessa individ föga tydlig.
PosseLTt omtalar denna art från Kattegat, Norge och Fär-
öarne. NORMAN uppgifver den från England och GIARD från
norra Frankrike.
SI. Rossia ÖMWEN.
Manteln rundt om fri, ej med nackband förenad med huf-
vudet. Skal finnes, men är mycket smalt. Båda ryggarmarne
hectocotyliserade, hvilket visar sig så, att yttre radens sug-
skålar delvis äro långskaftade och skaften äro nästan blad-
formigt tilltryckta, hvarjemte accessoriska hudveck uppträda.
Armspetsarne ej försedda med någon samling af små sug-
skålar. & har dessutom på de nedre armarne större sugskålar.
1 Sepiola Rondeletii LEACH liknar denna art, men har alla armarne
utefter hela sin längd med 2 rader sugskålar. Huru pass säker denna
skiljaktighet är och om den verkligen bör tjena, som artmärke, därom
vågar jag ej yttra mig med bestämdhet. Den synes ju ganska minimal,
men STEENSTRUP anser den vara af absolut bindande kraft. Sepiola
Oweniana (D ÖRBIGNY) STEENSTRUP liknar Sepiola scandica, men har på
bukarmarnes spetsar mer än två rader sugskålar. Sepiola Rondeletii och
Oweniana äro Medelhafsformer.
2) Vid Löken i närheten af Grundsund.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 6. 13
5. Rossia glaucopis. DLovÉN.
Armarne utefter hela deras längd endast med två rader
af sugskålar. Tentaklernas sugskålar små. Mantelns och huf-
vudets ryggsida försedd med talrika små hvita papiller. Man-
telranden bildar på ryggsidan en trubbig framskjutande vinkel.
6 exemplar i Riksmusei samlingar tillhöra ovilkorligen
denna typ. 3 af dessa äro svenska, nämligen ett från Koster,
ett från Gullmaren och ett från Kristinebergs zoologiska sta-
tion därsammastädes. De 3 andra äro från Norge och ett af
dessa, är professor LOovÉN's typexemplar från Finnmarken och
ett annat är bestämdt af SARS.
Huruvida emellertid följande form skall kunna särskiljas
från denna är svårt att med bestämdhet afgöra. NORMAN upp-
för båda, som skilda arter, men tror att de böra sammanföras,
för egen del kan jag ej erkänna följande form för mer än
högst en underart af denna. Hufvudformen har, som ofvan
skrifvite, den dorsala mantelranden bildande, som SARS säger:
»angulum obtusum»,!) under det att
5 b. forma sublevis VERRILL har den dorsala mantelranden
bildande en jemn linie. Färre papiller än hufvudformen.
Jag tyckte mig också till en början finna, att sugskålarne
hos hufvudformen ej så konstant som hos sublevis-formen äro
parvis alldeles lika stora och vidare, att de båda sugskåls-
raderna ej voro så väl åtskilda, ty hos biformen äro de skilda
af ett öppet spatium. Vidare anför VERRILL vid uppställandet
af arten sublevis att hufvudet hos Rossia glaucopis är propor-
tionsvis smalare. Emellertid finnas äfven mellanformer med
väl skilda sugskålsrader och sugskålarne parvis lika, men hos
hvilka mantelranden bildar en vinkel. De redan från början
svaga karaktererna blifva härigenom så sammanblandade, att
man knappast kan uppehålla den extrema sublevis-formen som
en underart, utan endast som en varietet med färre hvita pa-
piller. Dessa papiller hos sublevis-formen äro mest talrika vid
mantelranden under det att den öfriga delen af ryggen och
hufvudet är nästan slät. Åfven fenorna äro hos biformen
större. För jemförelses skull meddelas här nedan några mått
af LOvÉN'S typexemplar af Rossia glaucopis (1) och det största
af de bohuslänska exemplaren af biformen sublevis (2):
DPLIe: pita Sd
14 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
Hela kroppslängden till ryggarmarnes bas ......... (1) 42 mm. (2) 45 mm.
Elufvudetsrlängä arom NASAS aa > 19 SLULSATA
> bredd öfver ögönengit ir ost oda dd > JS: Fr Ä Sy AL
Fenornas bredd räknad i kroppens transversalplan >» 8 > 3: LOG
» längd räknad paralell med kroppens
1155 0 (eko fbe I (DA Bala rå LA pb rn Sann LAN ER apa 55 19 I CE
Det största af de genuina glaucopis-exemplaren mätte 80
mm. från ryggarmarnes bas till kroppens bakända.
Detta är antagligen det största kända individ af denna
art, då SARS uppgifver en längd af 35 mm. och VERRILL'S
största exemplar hade en mantellängd af 31 mm. alltså unge-
fär en totallängd af 45 mm. Fenornas längd hos omtalade
stora exemplar är 25 mm. och deras bredd 10 mm. Jemför
man dessa mått med de ofvan gifna, tyckas fenorna hos yngre
individ vara proportionsvis större.
Af den form, som jag skulle vilja räkna som sublevis
eger Riksmuseum inalles 5 exemplar, nämligen 3 från Väder-
öarne, ett från Koster, Styrsö samt ett från Kristinebergs
zoologiska station. Artens båda former anträffas sålunda vid
vår vestra kust.
SARS omtalar Rossia glaucopis från Finnmarken, Lofoten,
Norges vestkust och Kristianiafjorden. Han anser den »ikke
saa ganske sjelden> på större djup, 60—200 famnar. Det är
att märka, att de svenska fyndorterna äfven sammanfalla med
bohuslänska skärgårdens djupare bassänger.
Den är vidare fångad vid Shetlandsöarne!) samt under
namn af sublevis vid Irland.
VERRILL beskrifver sin Rossia sublevis från Nord-Amerikas
östkust från Nya Skottland till 32” 33' N. bredd. Denna sist-
nämnda breddgrad lär dock ingalunda vara dess sydgräns då
HorziE omtalar ett fynd af densamma från Challenger-expedi-
tionen vid Sydamerika, lat. 52” 20' S. long. 67” 39' V. Den
är sålunda påträffad i 3 de mest skilda hörn af Atlanten,
hvilket ådagalägger en högst egendomlig utbredning.
Rossia Hyatti. VERRILL.
Ganska lik föregående, men skiljes från den därigenom,
att sugskålarne, som visserligen vid armarnes bas äro ordnade
i 2 rader, mot spetsen småningom bilda 4 rader.
!) Ett från Shetlandsöarne härstammande exemplar har af JEFFREYS
kallats Rossia papillifera, men sen af STEENSTRUP och HOoOYLE reducerats
till Rossia glaucopis LOVÉN.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 6. 15
Af denna art har O. TorrirL från Grönland hemfört 2
unga exemplar. De äro enligt uppgift fångade på 25—4 fam-
nars djup på sten- eller bergbotten.
Den tillhör eljest >»New England Region» enligt HOoYyLES
indelning, men kommer genom detta fynd äfven in på det
arktiska området.
Till samma grupp af Rossior som de ofvan omtalade näm-
ligen till dem, som hafva sugskålarne på armarne i 2 rader!),
hör äfven en af STEENSTRUP namngifven art:
Rossia Mölleri. STEENSTRUP.
Den lär skola skiljas från andra arter till samma grupp
därigenom, att såväl hanar som honor ha mycket stora sug-
skålar på tentakelklubban, så stora, att de i de mellersta ra-
derna betydligt öfverträffa armarnes klotformade sugskålar.
Denna art, af hvilken jag ej sett några exemplar, har en
arktisk utbredning, i det den uppgifves för Grönland?).
6. Rossia Oweni. BALL.
Armarne bära utefter hela deras längd sugskålarne i 4
rader. Inbördes storlek 1, 4, 2, 3. Fenorna fästa ungefär vid
kroppens midt.
Denna art, som står mycket nära eller kanske är identisk
med Rossia macrosoma (DELLE CHIAJE) D'ÖRBIGNY, uppgifver
HorzrE skola skiljas från denna på följande sätt:
Rossia Oweni. Rossia macrosoma.
Större, ända till 50 mm. kropps- Ej så stor, högst 30—35 mms
längd. kroppslängd.
Mera smärt, bredden — 55—65 94 Tjockare, bredden 70—75 2 af
af längden. längden.
Tentakler kortare. Tentakler längre.
Tentakel-sugskålarne något Tentakel-sugskålarne ej fullt så
större. stora.
Som man ser, äro emellertid dessa skiljaktigheter ganska
obetydliga och NORMAN omtalar äfven, att han och HoyLE vid
förnyad uudersökning nästan endast kunnat fastställa den sista
karakteren om tentakel-sugskålarne som hållbar och äfven denna
!) Denna grupp låter NORMAN bilda ett underslägte med namnet
Franklinia.
?) En annan art af samma grupp är Rossia megaptera VERRILL den
igenkännes på sina stora ögon och fenor, :som sträcka sig längs hela
kroppen så godt som.
16 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
vore ganska minimal, till följd härutaf kanske man skulle ha
anledning att sammanslå de båda formerna till en art och
blott bibehålla namnet Öwent som en beteckning för den mera
nordiska formen af Rossia macrosoma, hvilken senare tillhör
Medelhafvet. Hufvudformen bör då benämnas macrosoma,
emedan detta namn är det äldre.
Den bästa beskrifning af Rossia Oweni är den, som lem-
nas af LOvÉN,!) och denna beskrifning citeras sen af efterföl-
jande författare. Man måste dock taga 1 betraktande, att denna
beskrifning hänför sig till en & och att det gifves rätt be-
tydliga olikheter mellan könen. I nämda beskrifning står bland
annat följande: »Acetabula — — — — — per series obliquas
tri- et quadruplices, brevissime pedunculata (nec longe cfr.
1. c.), in brach. 1:1s subgequalia, mediocria, in 4:is, 2:is, et
presertim 3:iis inequalia, lateralibus medio duplo superantibus.»
Denna sista karakter beskrifver alldeles förhållandet hos &,
men gäller ej om £, ty hos henne äro sugskålarne likstora.
Att döma efter Riksmusei exemplar torde man kunna till-
skrifva honan ännu en karakter, som skiljer henne från hanen
nämligen en betydligt mera utvecklad bindhud mellan armar-
nes basaldelar.
Denna könsolikhet har äfven åstadkommit en del oegent-
ligheter i litteraturen. En dylik, som speciellt berör vår fauna
vågar jag antaga, att ÅA. W. MALM gjort sig skyldig till, då
han om ett exemplar af »Rossia macrosoma» från Kalfsund
säger: »Brachiis acetabulorum fere xequalium armatis» och vi-
dare tillägger: »Från följande (>Rossia Oweni»)?) skiljer sig
denna därigenom, att den har små och nära lika stora sug-
skålar på armarne.» Antagligen var det ifrågavarande exem-
plaret en hona af Rossia Oweni, ty den rämda karakteren är
just den vigtigaste och tydligaste af dem, som skilja hane och
hona af nämda art. Rossia Oweni har MALM däremot enligt
uppgift bestämt efter LovÉN's beskrifning och då denna gäller
en hane, förleddes han af den omnämda skiljaktigheten att
uppföra hane och hona af Rossia Oweni under 2 olika namn.
Vid ett besök i Göteborgs museum kunde jag dock ej person-
ligen konstatera denna sak, ty för närvarande finnes där endast
ett exemplar af Rossia Oweni, nämligen en 9 från Käringön,
sålunda ej någon af dem, som MALM omtalar.
') Öfvers. af KE. Vet. Akad. Förhandl. 1845, p. 121.
?) Ett exemplar inköpt på Göteborgs fisktorg.
BIHANG TILL K. SV: VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 6. 17
I Riksmusei samlingar finnes, förutom originalexemplaret
till LovÉN's beskrifning, en & fångad i Kosterrännan under
»Gunhilds» expedition 1877, en 9 tagen af LovÉn i Gullmaren
och ett fjerde exemplar från Strömstad, Halsö.1!) Utom dessa
mera vuxna individ finnas åtskilliga yngre: ungar, nykläckta
embryoner och ägg, från Kosterrännan, Sneholmarne och
Väderöarne samt äfven från Gullmarsfjorden. Vid Väder-
öarne tyckes »korallrefvet> vara en ganska konstant fyndort
och då så ofta ägg och ungar träffas, bör arten anses för en
af de vanligare vid vår vestkust, ehuru de vuxna individen
oftast undgå skrapan. Författaren har en gång i Kosterrännan
i en Spongia (Esperia) träffat ägg och ungar af denna art.
Detsamma uppgifves äfven om ett annat fynd från Väder-
öarne. SARS omnämner likaledes, att han vid Lofoten fått
stora mängder af ägg » blöde Spongier», men dessa ägg till-
hörde Rossia glaucopis. De texisterar sålunda en likhet mellan
dessa båda arter vid placerandet af äggen.
Utom exemplaren från våra eona farvatten finnes i Riks-
museum ett norskt exemplar och två yngre individ från Spets-
bergen, hvarigenom artens utbredningsområde med säkerhet
vidgas till den arktiska regionen. HoyrLE anför den nämligen
blott för den Skandinaviska regionen, men nämner Rossia
macrosoma för den arktiska, dock med det tillägget i en not,
att han misstänker, att här borde stå Rossia Oweni i stället.
SARS upptager den emellertid ej för Norges arktiska mollusk-
fauna. I södra och vestra Norge lär den dock finnas. PossELt
omtalar två vuxna exemplar från danskt vatten och lemnar upp-
gift om fynd af ägg och små ungar 1 södra Kattegat.
Vid Skottland lär den ej vara sällsynt och förekommer
äfven vid andra delar af de britiska öarne. Från Dublin eger
Riksmuseum ett exemplar (9), som på sätt och vis är original-
exemplar.
Rossia macrosoma tillhör Medelhafvets fauna.
En annan Rossia med sugskålarne ordnade i 4 rader, äfven
den med arktisk utbredning är:
1) Konservator HANSSON i Strömstad har i bref underrättat förf.
om att Frih. C. CEDERSTRÖM i Kosterrännan erhållit ett exemplar af
denna art. Frih. CEDERSTRÖMS samling lär nu vara såld till grosshandlar
BÖNSOW på Merlö vid Sundsvall.
2
18 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
Rossia palpebrosa ÖWwEN.
Den har armarne mera olikstora och fenorna något längre
fram än föregående, alltså framom midten. Tentaklernas
sugskålar mycket små, mindre än hos föregående.
Som man ser äro äfven här karaktererna relativa och tem-
ligen svaga. Jag har ej haft tillfälle att se något exemplar
af arten i fråga och kan därför ej yttra mig om dess värde.
Den tillhör Grönlands fauna.
SI. Semirossia STEENSTRUP.
Mantelranden fri, som hos Rossia. Blott den ena rygg-
armen hectocotyliserad. Armspetsarne ytterst försedda med
en klase af små sugskålar, eljest bära armarne sugskålar 1 två
rader.
Detta slägte omfattar enliot STEENSTRUP några få spädare
byggda former, som karakteriseras af de båda sistnämda egen-
skaperna, till skillnad från de kraftigare äkta Rossiorna, hvilka
ha båda ryggarmarne hectocotyliserade och armspetsarne ej
ombildade.
Semirossia tenera (VERRILL) STEENSTRUP.
Fenor stora och tunna. Stora, olikstora, välskaftade sug-
skålar på tentakelklubban.!) Hos hanen äro de mellersta sug-
skålarne på de laterala armarne 6—38 gånger större och hos
honan ungefär 2 gånger större än de distala och proximala
på samma armar.
Denna lilla vackra art representeras i Riksmusei samling
af trenne exemplar. Ett af dessa är från Kings Bay på Spets-
bergen och de två andra ha hemförts af Vegaexpeditionen från
75” N., 113730: 0. och 76" 405 N.:, 115” 30705 VEREIIINI
träffat den mellan 32—40" N. lat. och 70—78” V. long. HoYLE
räknar den med anledning häraf såväl till Westindian som
New England Region. Genom Challenger-expeditionen ut-
sträcktes dess gränser något mot norr, i det den uppdraggades
vid Halifax, 43" 3 N., 687 39 V., från 85 famnarskdjup.
Genom exemplaret från Spetsbergen och dem Vega hemfört
visar den sig tillhöra äfven den arktiska regionen och trots
1) Enligt den afbildning, som HoYLE i »Challenger»> Report lemnar
af en andra hithörande art Semirossia patagonica (E. A. SMITH) STEEN-
STRUP tyckes denna på tentakelklubban ha temligen små och likstora
sugskålar.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:O 6. 19
fyndorternas stora afstånd, synes ej någon märkbarare olikhet
vara rådande, om jag undantager att möjligen, att döma efter
VERRILL'S figurer, hans exemplar hafva relativt något större
sugskålar.
Fam. Sepiidae.
Kroppen mer eller mindre tillplattad, längs hela hvardera
sidan försedd med en smal fena. Ett inre skal af kalk. Hec-
tocotyliseringen drabbar fjerde (buk-) armparets venstra arm vid
dess basala hälft, där sugskålarne äro reducerade, men armen
utbredd och försedd med nätformiga och tvärgående lister,
hvarjemte armens hudbräm här är starkt utveckladt.
SI. Sepia LINNÉ s. str.
Skal temligen tjockt, baktill med en större eller mindre
pigg, rostrum. En bladig hudsäck, som i kroppens bakända
öppnar sig med en por saknas.
7. Sepia officinalis LINNÉ (ex parte).
Armarnes sugskålar ordnade i 4 rader. Fenorna längs
hela kroppen ungefär lika breda. Skal med ett temligen kort
men groft uppåt böjdt rostrum. 20=50rem.
LAFONT har nyligen delat denna art i 2: Sepia officinalis
och Sepia Filliouxi. Dessa skiljas genom den olika utbildningen
af »area striata» på skalets undersida. Hos den förra upptager
area striata ej halfva bakre undersidan af skalet, hos den nya
arten åter utgör den mer än hälften (7/3) af undersidan. NOR-
MAN anser, att härigenom den gamla arten Sepia officinalis
delats i en sydlig och en nordlig form och att det skulle
blifva S. Filliouxi, som skulle visa sig som Medelhafsform.
För att belysa den frågan får jag meddela några lokalupp-
gifter rörande former, som tillhöra Riksmuseum:
Sepia officinalis. Sepia Filliouxi.
Bosporen. Calabria.
Cagliari. Salerno.
Messina. Messina.
Venedig. >Medelhafvet>.
Sori. Madera.
Lissabon.
Brest.
20 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
Härutaf kan man finna att Sepia officinalis med säkerhet
finnes utbredd i hela Medelhafvet och att Sepia Filliouxi äfven
går ut i »Lusitanian Region. Att den går ännu längre mot
norr får man veta af PosseLt, som säger: »De allerfleste af de
Skaller, jeg har havt for mig her fra Danmark, tilhöre den
Form, der af LAFONT benevnes Filliouxi; en ganske enkelt
nermede sig til 5. officinalis s.s» Det enda exemplar, om
hvilket man med säkerhet vet, att det fångats vid svensk kust,
tillhör Göteborgs museum och inköptes i januari 1849 på fisk-
torget 1 nämda stad. Då jag ej sett skalet af detta individ,
kan jag ej afgöra hvilkendera formen, det tillhör, och jag an-
vänder därför i öfverskriften namnet S. officinalis. !) Sannolikt
skola kommande tider visa, att vi ega båda arterna liksom
Danmark, där de likvisst hittills endast erhållits som skal. På
Jyllands vestkust lär dock sådana kastas upp af vågorna i
»hundradevis». Åfven vid södra Norges kust drifvas atltdoin
Sepiaskal i land. Redan LINNÉ i öland suecica» skrifver om
Sepia officinalis: »habitat in mari Scaniam alluente, ad cujus
littora cum sabulo maris ossa sepie quotannis cjiciuntur» och
efter att hafva citerat detta i sina »Malacologiska notiser» til-
lägger LOovÉN: »Neque aliter in Bohusia».
NORMAN omtalar att den hufvudsakligen förekommer vid
de britiska öarnes södra kust.
Mot söder utbreder sig Sepia officimalis ända in på det
vestafrikanska området.
Att LINNÉ i sin Sepia officinalis innefattade äfven Sepia
Filliouxi LAFONT, anar man lätt och det bekräftas ytterligare
därutaf, att i Riksmuseum finnes ett stort exemplar af denna
form, som tillhört gamla samlingen och antagligen blifvit be-
stämdt af LINNÉ Hjelt till RER officinalis», hvilket namn an-
gifves af etiketten. Ett annat åldrigtJexemplar, som tillhört
Adolf Fredrik's museum, finnes lärd Upsala musei samlingar.
Åfven detta har troligen af LINNÉ sjelf bestämts till »Sepia
officinalis», men är äfven det, efter hvad det visserligen sönd-
riga skalet visar, en Sepia Filliouxi I.AFONT.
!) Ett skal som af licentiat MUNTHE funnits uppkastadt på stranden
af Väderöarne är visserligen trasigt, men tyckes dock närmast tillhöra 8.
Filliouxi, men de sist afsatta lamellerna äro skadade, så att area striata
därigenom förstorats.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 6. 21
Utom Sepia officinalis upptager NORMAN bland britiska
mollusker två arter af slägtet Sepia. Dessa äro dock former,
som egentligen tillhöra ett sydligare utbredningsområde, i det
att Medelhafvet kan anses för deras hemvist. Dessa äro:
Sepia elegans D'ÖRBIGNY.
Armarnes sugskålar ordnade i 4 rader. Fenorna tilltaga i
bredd bakåt. Rostrum långt, rakt och spetsigt. 10—13 cm.
Denna art, som är mindre och finare byggd än föregående
samt med en ljusare hudfärg,!) upptages af HoYrLE endast för
Medelhafvet. Men NORMAN anmäler den från flera ställen af
Englands sydligare delar, som Cornwall, Jersey m. fl.
Sepia Rupellaria D'ÖRBIGNY.
Armarne med endast 2 rader sugskålar. Skal bakåt be-
tydligt afsmalnande och böjdt mot buksidan. 7—38 cm.
Afven denna art bebor Medelhafvet, men är enligt NOR-
MAN äfven funnen vid Northumberlards kust och norr om
Irland. — Rupella är det latinska namnet på La Rochelle.
Färgen hos denna lilla nätta art är något mörkare violett
än hos föregående.
Fam. Loliginide.
Kroppen mer eller mindre cylindrisk, bakåt tillspetsad och
bärande på hvar sida (i bakre kroppsändan) en mestadels tri-
angulär fena (som med den på motstående sida bildar en
rhomboidisk figur af olika utseende hos olika arter). Skal
hornartadt, fjäderformigt utbredt. Fjerde venstra bukarmen
hectocotyliserad.
SI. Loligo.
Fenorna inskränkta till bakre delen af kroppen, triangulära,
bilda sålunda tillsammans en rhomboidisk figur. Muskel-
band vid tratten finnas. Fjerde venstra armen endast i spet-
sen hectocotyliserad på sådant sätt, att mot spetsen sugskålarne
aftaga 1 storlek och slutligen försvinna, hvaremot deras stjälkar
tilltaga i storlek och blifva temligen långa koniska papiller.
Spermatophorerna anbringas hos honan på buccalhudens insida
(ej i mantelhålan).
fEbT5) Äfninstone väl konserverade exemplar af denna art hafva en ljus
violett eller rödbrun färg på ryggen. Föregående art är väl konserverad
nästan svart på ryggen, men den färgen förbleknar småningom.
22 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
8. Loligo vulgaris LAMARCE.
Fenorna breda, baktill sammansmältande, deras största
bredd vid eller strax framför midten, hvarigenom de tillsam-
mans bilda en rhomboidisk figur med afrundade sidohörn.
Tredje armen betydligt längre än fjerde. På munhudens flikar
finnas små sugskålar. Tentaklernas midtställda sugskålar mer
än dubbelt större än sidosugskålarne och 2—3 gånger större
än tredje armens sugskålar. De midtersta tentakelsugskålarnes
hornringar äro blott på ena sidan fintandade, under det att
den andra är slät (eller försedd med 4—5 små tänder). I
sidoraderna äro hornringarne 1 tentakelsugskålarnes öfre hälfter
tandade, i de nedre släta.
STEENSTRUP har, sedan han väl skiljt denna art från den
följande antydt, att vår nordiska »L. vulgaris» egentligen borde
afsöndras som en särskild art och betecknas med namnet
breviceps. Dr. LEnzZ har i sin afhandling: »Thiere der Trawe-
minde Bucht» försökt fullfölja denna delning. Enligt dessa
båda auktorer skulle, för så vidt jag kan finna, skilnaden
gestalta sig ungefär på följande sätt:
Loligo breviceps STEENSTRUP. Loligo vulgaris LAMARCK.
FEI Ean a RT kortare, längre.
VATTIYT AT er ao Sea 0 DER LEN kortare, längre.
Mantelns främre dorsalalär utdragen i en sär-|bildar en trubbig ej af-
TALE SS -OIMCCNE S ITA (48005 | skild spets, | satt vinkel.
Som synes af ofvanstående äro, karaktererna temligen obe-
stämda och hufvudsakligen af relativ art. Genom jemförelse
med VERANY's och LENZ' figurer har jag kommit till den upp-
fattningen, att våra nordiska exemplar hänföra sig närmast till
den senares, som skall vara Loligo breviceps STEENSTRUP.
Men jemför man de båda ofvannämda figurerna med af-
bildningen af Loligo vulgaris i D'ÖRBIGNY'S stora Cephalopod-
arbete (Fig. 1 och 2, Pl. 8) skall man finna att denna senare
i mångt och mycket, exempelvis beträffande ryggarmarnes
längd jemförd med hufvudets bredd öfver ögonen, fenornas
storlek och form m. m., är en komplett mellanform mellan
ena sidan VERANY'S!) omnämda figur och D'ÖRBIGNY'S figur
Pl. 22 i samma arbete, hvilken är ritad af VERANY, samt
andra sidan LENz' ofvan omtalade figur. Ser man åter på en
SH DD Do
NY Pli34
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 6. 23
annan karakter nämligen mantelrandens dorsala vinkel framåt,
skall man finna, att den är mest utvecklad hos VERANY'S figur
i DÖRBIGNY'S arbete och minst utvecklad å samma auktors
figur i eget arbete. Detta skulle nu vara enligt LENnz ett art-
märke mellan Loligo breviceps STEENSTRUP och Loligo vulgaris
LAMARCK, men huru stort värde kan man sätta på en dylik
karakter under slika omständigheter? Om man utgår från den
förutsättningen, att alla de nämnda figurerna äro riktiga, och
vidare drager 1 betänkande, att de figurer, som lemnas af en
italienare, afbildande former från Medelhafvet äro mest olika
den nordiska formen, som LENZ visar från Östersjön och som
lär öfverensstämma med Nordsjöns, samt att D'ÖRBIGNY'S eX-
emplar, som väl förskrifva sig från franska atlantiska kusten,
ehuru han likväl ej nämner något därom, utgöra en mellan-
form mellan de båda ofvan anförda, så ligger det nära till
hands att antaga, att alla formerna bilda en sammanhängande
serie, hvars yttersta länkar utgöra typer för å ena sidan Loligo
breviceps STEENSTRUP och å den andra Loligo vulgaris LAMARCK,
VERANY. Det synes äfven, som de geografiska förhållandena
väl skulle tillåta något sådant.
De relativa måtten äro dessutom ej så alldeles konstanta
för Medelhafsexemplaren och de nordiska. För att ådagalägga
detta, vill jag meddela följande mått, som allesammans äro
tagna på temligen stora och något så när likstora djur från
de båda utbredningsområdena:
Loligo vuigaris från Gullmaren i Bohuslän:
Ryggarmarnes Mantel- Relationen
längd. !) längd. mellan måtten.
35 mm. 155 mm. = =E ser
40 > 170 1:3 = =10,234(4)
Loligo vulgaris från Medelhafvet:
35 mm. 135 mm. == =055N(6)
2 exemplar från Corfu J 55 > 1604 > = Ms 0584::0
samtidigt fångade och Å K 2 j
lika konserverade: | 60 > 18005 == =108Iar
1 exemplar från Venedig: 60 > 1905 = = 055 a
| 52 200 = =
Från Calabrien: J (2 ; äg a [50 å
I (5) 80 > 20 = Bjorn = 101895
(SNI 350 > = SNS
!) Räknad från vecket mellan ryggarmarne.
24 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
Då nu ryggarmarnes relativa korthet hos Loligo breviceps
skulle utgöra en väsentlig karakter, tyckes genom de ofvan
angifna måtten verkligen dess bestånd som art i betydlig grad
hotas. Ty låt vara, att visserligen de bohuslänska exemplaren
ha de kortaste armarne i proportion till mantellängden, så är
dock skilnaden mellan dem å ena sidan och de mest kort-
armade Medelhafsexemplaren betydligt mindre än mellan de
mest kortarmade och de mest långarmade från detta sista om-
råde. Och då variationen inom samma hafsbäcken är så stor
hos en och samma art, torde man kunna tillåta former från
skilda haf att variera något utan skilja dem till arten. Det
kan ej heller invändas, att Loligo breviceps-»arten» kan finnas
i Medelhafvet jemte den genuina Loligo vulgaris och att ex-
emplar af båda dessa nu mätts, ty de kortarmade och lång-
armade formerna äro ju redan på denna lilla lista förbundna
genom mellanformer och huru mycket mera böra de ej blifva
det, om man hade tillfälle att jemföra ett stort material. Men
för att ådagalägga, att variationen äfven visar sig 1 andra af-
seenden än i armarnes olika relativa storlek, vill jag angifva
ännu några mått. Bredden öfver fenorna hos Corfu-exemplaren,
de calabriska exemplaren, samt det sista anförda af de andra
Medelhafs-exemplaren uttryckes i millimeter genom följande
siffror 105, 110, 100, 130 och 165 räknadt i samma ordning,
som de ofvan anföras. Jemför man nu dessa mått med den
redan uppgifna mantellängden får man förhållandena: 05/40,
UI0R0 050 ör ock I65/-5 eller teduceradtrlomsttFset
saken åskådligare: 0,65, 0,61, 0,50, 0,48 och 0,42. Denna va-
riation är ju, äfven den, ganska beaktansvärd. Slutligen vill
jag nämna, att jag äfven funnit Medelhafsexemplar af Loligo
vulgaris, som haft den fria dorsala mantelranden framåt ut-
löpande i en skarpt afsatt spets. Hos det sist anförda exem-
plaret af dem, hvilkas mått ofvan äro uppgifna, var t. ex.
detta utskott ungefär 1 cm. långt och på midten 1 cm. bredt.
Härigenom beröfvas Loligo breviceps ännu en af sina utmär-
kande egenskaper och jag tror, att den därmed äfven måst
uppgifva sina anspråk på att kallas för art.
Af Loligo vulgaris eger Riksmuseum blott 4 svenska ex-
emplar. Af dessa äro 1 & och 1 2 tagna tillsammans i Gull-
maren af THÉEEL och en & är fångad i Sundet.
I Göteborgs museum finnes en gg från Strömstad fångad
i juli, en dylik från Oroust fångad i augusti, en dylik fångad
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 6. 25
samma årstid vid Strömstad, en 9 från samma plats tagen
äfven den i Augusti och slutligen en & från Kristineberg
tagen i September. Jag har ej mätt armarne på dessa, men
de 2 första hanarne tycktes vara mest breviceps-lika, 9 däremot
hade jemförelsevis längre armar. Enligt meddelande af kon-
servator HANSSON i Strömstad skall denna art då och då höste-
tid erhållas på »pilk>. !
PossELT omtalar inalles sex fynd (4 &, 2 P2) af >Loligo
breviceps» från olika delar af danska farvatten, däribland en
hane från Limfjorden. LENZ' exemplar, som ofvan omtalats,
från Traweminde var äfven en &. Från engelska kuster kän-
ner man ej Loligo vulgaris enligt NORMAN Dess förekomst
i Medelhafvet är redan förut omtalad. Riksmuseum eger där-
ifrån exemplar från åtskilliga platser som Nizza, Sori, Neapel,
Salerno, Messina, Venedig och Corfu etc.
9. Loligo Forbesi STEENSTRUP.
Lik föregående, men skiljes lätt på tentakelklubban, som
har alla 4 radernas sugskålar nästan likstora, och de midtställda,
som äro obetydligt större än sidovårtorna, knappt en tredje-
del större än tredje armens sugskålar. Tentakelsugskålarnes
hornringar rundtom tandade.
Af denna vår allmännaste art eger Riksmuseum mycket
talrika exemplar mest dock yngre och mindre individer, endast
ett fåtal mätande öfver 200 mm. I rak motsats till förhållandet
i Köpenhamns Museum äro de festa honor. I ett stort kärl
inneslutande 27 exemplar, som fångats samtidigt, funnos blott
3 hanar och 1 andra med lika stort eller större antal exemplar
ingen sådan. I ett glas förvarades 5 & och 5 ?, men det såg
ut, som om dessa voro utvalda. Jag skulle derför hafva skäl
till att våga påstå, att vid våra kuster honorna uppträda i
betydligt öfvervägande individantal. Men huru kan då där-
med förenas den uppgiften från Danmark, att af 9 individer,
som förvaras i Köpenhamns Museum, blott ett är honligt?
Jag vill framkasta ett förslag till besvarandet af denna fråga.
Hanarne äro i allmänhet, åtminstone att döma efter Riksmusei
exemplar, större och kraftigare än honorna, som fångas sam-
tidigt. Det är äfven sannolikt, att de drifvas af sin natur att
föra ett mera kringströfvande lif och komma sålunda under
!) Ett slags krokfiske med en tennfisk som blänke och som drages
upp och ned.
26 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
sina vandringar oftare än 99 utom det egentliga centrum för
artens utbredningsområde. Till följd af sin storlek ådraga de
sig mera uppmärksamhet, när de iakttagas, och komma därför
oftare museerna till godo. Häri torde skälet ligga till den
omständigheten, att, där få individer äro tillvaratagna, de flesta
äro hanar, ehuru det andra könet i sjelfva verket är mång-
taligare.
Upsala Museum eger endast smärre exemplar från Bohus-
län. I Göteborgs museum, där man mestadels har temligen
vuxna exemplar, finnas ungefär lika många hanar som honor.
De lokaler, som där äro representerade äro, för Halland:
Nidingarne och Särö, för Bohuslän Kalfsund, Fotö, Marstrand,
Varholmen, Gåsö, Fjellbacka och Strömstad. I Strömstads
museum finnes flera exemplar från den angränsande trakten.
De danska lokaluppgifterna äro från åtskilliga olika håll som
t. ex. Kattegat, Jylland, Samsö, Helsingör etc. Ett honligt
exemplar har fångats ända nere 1 Kielerbugten. Den finnes
äfven vid norska kusten, men går ej upp i det arktiska om-
rådet. Vidare lär enligt NORMAN alla exemplar, som fångats
vid de britiska öarne under namn af Loligo vulgaris tillhöra
denna art. Den förekommer äfven vid franska vestkusten och
STEENSTRUP uppgifver den äfven från Medelhafvet.
Ett bland de största kända individ af denna art är säker-
ligen det,') som POossELT omtalar från Hirtsholmen. Dess mått
var enligt samme auktor följande:
TING Et ana FRA Se a Ne T 700 mm.
INA fräna YR Tr AES I na HB200=5
1 SVF ER a Vete RAR SE ANN 350 >»
IHenDre Ad I vet RANG es 280 >»
Tentakellängd or SAD) (VINES
För jemförelses skull lemnas här också några mått af
Riksmusei största exemplar:
Kroppslängd.?) Mantellängd. Fenlängd. Bredd af ena fenan.
AF Bh. 450 mm. 385 mm. 260 mm. 90 mm.
SABRNVANORIG 0 210-405 380:
A Bh. 445 >» AJS 210123 SINE
SKBh. 330 > 2000 LIG GOES
1) Det är en gg.
2) Räknad till basen af ryggarmarne alltså ej totallängd.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 6. 27
Den största bredden hos hornringarne i tentaklerna hos
dessa exemplar var ungefär 5 mm. Hos det PossrELrrt'ska exem-
plaret var samma mått 7 mm.
Den största 9 i Riksmusei ego är från Norge och mäter
270 mm.
Loligo Forbesi uppträder egentligen på senhösten och för-
vintern vid Bohusläns kust enligt muntliga uppgifter, som jag
upphemtat på ort och ställe. Härmed öfverensstämmer, att
på åtskilliga etiketter i Riksmusei samlingar står angifvet om
denna art: »Fångad tillsammans med skarpsill», »Fångad till-
sammans med Clupea sprattus». Strömstads museums exem-
plar äro fångade i November i sillvad och konservator HANS-
SON meddelar 1 bref, att »arten erhålles bland vadsill under
November—December månader i Strömstadstrakten». LOovEN
skrifver i »Malakologiska notiser» för »Loligo vulgaris», som
innefattar denna art, ty Loligo Forbesis var då ej uppställd;
»Ad Bohusiam presertim hieme» och MALM äfven för »Loligo
vulgaris»: »fångas om vintern ofta vid våra kuster». Göteborgs
Museum har äfven åtskilliga exemplar från perioden Oktober—
December.
10. Loligo media (LINNÉ).
Fenorna smalare än hos föregående och sammansmälta ej
baktill, utan spetsen af bakkroppen utskjuter fri mellan dem.
Fenornas största bredd betydligt framom midten, hvarför de
gifva en hjärtformig totalbild. 3:dje armen föga längre än
den 4:de. Munhudens flikar bära ej sugskålar. Karakteristiskt
för denna art är äfven att hanen på den hectocotyliserade
4:de venstra armen endast bär små sugskålar, men på den 4:de
högra stora sådana. Denna art är mycket mindre än de båda
föregående, på sin höjd 130 mm.
Äfven af denna art förekommer två former, nämligen en
långfenad = Loligo subulata LAMARCK (= Loligo media LINNg SIS)
och en kortfenad = Loligo Marmore VERANY. DÖRBIGNY ut-
talar sig för, att den förra skulle vara & och den senare GQ
af samma art. Detta tillbakavisas bestämdt af STEENSTRUP i
hans epokgörande afhandling om »Hectocotyldannelsen», i det
han däremot förklarar de båda formerna vara beroende af
ålder, ty till olika arter kunna de ej föras då öfvergångs-
former finnas, som bilda en fullständig serie. En del senare
auktorer söka emellertid att skilja dessa båda former som arter.
28 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
Enligt dessa skulle då Loligo Marmore utmärkas af kortare
och bredare fenor, som sträcka sig nästan till spetsen af bak-
kroppen, under det att den andra »arten» skulle ha smalare
fenor, som lemnade ett betydligt stycke af den utdragna spet-
sen af bakkroppen fri. De extrema formerna äro verkligen
hvarandra högst olika, men man träffar äfven fullständiga
mellanformer och med stöd däraf anser jag lämpligast att bi-
träda STEENSTRUP's mening, att vi här ej hafva 2 arter utan
blott 2 varieteter delvis beroende af ålder och tillväxt. Den
långfenade eller långsvansade är då den mest utbildade formen
och af de exemplar, jag haft tillfälle att se, hafva i allmänhet
gamla SS varit mest utdragna baktill, dock finnas äfven
honor med mycket utdragna svansar. Unga och halfvuxna
individer ha alltid bredare fenor och kortare svansar och jag
har aldrig sett något riktigt litet exemplar af den långsvansade
typen, vare sig från Medelhafvet eller Bohuslän. Det är att
märka, att båda formerna ha lika skal och samma färg, runda,
skarpt begränsade mörkröda fläckar på ljus botten.
På senare stället finnes likväl, äfven där, båda formerna.
Riksmuseum har »subulata»-former från Strömstad och Kristi-
aniafjorden och »Marmor&e»-former från Gullmaren och Ström-
stad. I Göteborg finnas exemplar af Loligo media från Göte-
borgs skärgård, Kalfsund och Strömstad. Konservator HANSs-
SON meddelar i bref från sistnämnda plats, att han i sill-
vad erhållit »2 ex. Loligo media L. (= L. subulata)» i Decem-
ber månad och tillägger, att denna art liksom den föregående
mest erhålles vintertiden. Härmed samstämmer äfven uppgifter
å etiketter i Riksmuseum, men Göteborgsexemplaren äro fån-
gade 1 Mars, Maj och Juli. POSSELT omtalar att den »nogen-
lunde regelmessig fanges i större Mengde» vid olika danska
kuster, men uppgifver ej någon årstid. Han skiljer Loligo
media från Loligo Marmor2e och räknar de danska exemplaren
till den förra arten. På samma sätt gör NORMAN, som säger
sig sjelf ej sett engelska exemplar af L. Marmorze, men om-
talar Loligo media från olika platser af England. Riksmuseum
i Stockholm har af samma art vidare franska, atlantiska exem-
plar och exemplar från Lissabon samt olika platser vid Medel-
hafvet, som t. ex. Nizza, Salerno, Messina. Dessa tillhöra
båda formerna.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 6. 29
Underordningen Oigopsida.
Ögon öppna med ofullständig cornea och en utskärning
eller sinus i framkanten.
Fam. Ommatostrephideze.
Kroppen cylindrisk bakåt tillspetsad försedd baktill med
stora triangulära fenor, som tillsammans bilda en rhombisk
figur. Skal hornartadt smalt, jemnbredt. ') Hectocotyliseringen
drabbar en af bukarmarne. Spermatophorerna fästas i mantel-
hålan hos 9. Hvarken tentakler eller armar bära klor, utan
endast sugskålar. Mantelns vidfästning vid hufvudet sker för-
medelst en I-formig häktapparat på hvar sida (ej genom en
glidapparat).
De äkta Ommatostrephiderna utmärka sig vidare däri-
genom att tratten hvilar i en djup grop på hufvudets undre
sida, från hvars beskaffenhet goda art- och slägtkarakterer
hemtas.
SI. Ommatostrephes pÖRBIGNY S. 8.
Trattgropen framtill försedd med hudfickor och veck. De
senare äro radiära eller långsgående och upphöra småningom
inåt trattgropen, de förra äro tvärgående och öfvertäcka inre
ändan af de senare med ett hudblad. Tentaklerna försedda
med en sammanhäktningsapparat, som bildas af en rad alter-
nerande sugskålar och vårtor eller pulviller. som motsvara
hvarandra vid sammanhäktningen. Hornringen i dessa sug-
skålar är slät utan tänder. Armarne, i synnerhet tredje paret,
ofta försedda med ett stort velum, de andra med en smalare
hudrand, som stödes af cirrer. Armarnes yttre hälft ej tätt
besatt af talrika små sugskålar. Endast klubban af tentaklerna
bär sugskålar, som äfven i spetsen äro ordnade i 4 rader.
Ehuru ännu ej i svenska farvatten någon art af detta
slägte anträffats, anser jag mig dock böra anföra några for-
mer, som erhållits inom angränsande områden. Jag vill då
först behandla en af de största och egendomligaste formerna
nämligen:
!) Detta senare gäller dock endast om de äkta Ommatostrephiderna,
men våra farvatten bebos ej af de aberranta typerna af denna familj.
30 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
Ommatostrephes Caroli FURTADO.
Tredje armparet med ett särdeles stort 3-kantigt velum
(som jemförts till formen med en väderqvarnsvinge). Sam-
manhäktningsapparaten på tentaklerna utgöres af på den ena
3 pulviller och 4 sugskålar på den andra tvärtom. ?) Ten-
takellängden temligen betydlig, ungefär lika med hufvudets
och mantelns sammanlagda längd. Den dorsala mantelranden
bildar framåt en bred trubbig vinkel.
Orsaken hvarför jag anser mig ha skäl att upptaga denna
art här, är att ett särdeles praktfullt exemplar från Färöarne,
föräradt af professor J. G. H. KINnBERG, finnes uppställt i
Riksmuseum.
Ehuru arten i fråga är för vetenskapen temligen ny, i
det att den beskrefs 1887 af FurtaApDo har den dock, efter
hvad STERENSTRUP's skarpsinnighet visat, en rätt betydlig så att
säga »historisk» ålder. Redan 1661 fångades nämligen vid
Catwick i Holland ett exemplar, som sedan förärades konung
Fredrik III i Danmark. Detta exemplar har varit föremål
för flera afbildningar och mer eller mindre vidunderliga be-
skrifningar, emedan det stod utställdt i »det kongelige Kunst-
LS i Köpenhamn.
Museet i Lissabon har varit nog lyckligt att på en tid-
rymd af ungefär 15 år erhålla ej Rd än 3 exemplar. Det
sista och fullständigaste skänktes dit af dåvarande tronföljaren
Dom Carlos, till hvars ära arten uppkallats.
Riksmusei exemplar af denna art är afbildadt i !/; af
naturlig storlek, Fig. 1 å medföljande tafla, men för att ändå
närmare angifva dess storlek vill jag äfven meddela några
exakta mått af samma djur. Dess längd från bakre kropps-
ändan till spetsen af de utsträckta tentaklerna är 140 cm.,
hvaraf 70--75 kommer på tentaklerna. Afståndet från basen
af första armparet till spetsen af nackbrosket 14,5 cm. och
derifrån till bakre kroppsändan 55 cm. Från bakre kropps-
ändan till mantelns undre och främre rand 50 cm. Hufvudets
bredd öfver ögonen 13 cm. Fenornas bredd 36 cm.
!) De öfversta af dessa stå temligen nära hvarandra, ungefär på en
diameters afstånd. de nedersta mera aflägsnade från hvarandra, på 2
diametrars afstånd.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 6. 31
Längden af första armparet 22 cm.
» » andra » 20
» » tredje » 25 >»
» » fj erde » 20
Vid dessa sista mätningar har räknats afståndet från för-
sta sugskålen till armspetsen. Den stora, tunna hudfliken eller
velum på tredje armparet är fullständigt triangulär och dess
största bredd är ungefär 16 cm. Basen af denna triangel
sträcker sig nästan utefter hela armens längd. Drager man
från triangelns spets en linie vinkelrätt mot basen råkar denna
ungefär armens midt. Hudfliken eller velum på andra arm-
paret är blott 3 cm. och på första endast 1 cm. bredt. Dessa
hudflikar stödas af muskelribbor utgående från sugskålsskaften
i den närmaste raden. I tredje armparets stora velum fort-
sättas dessa muskelribbor af knippen af muskeltrådar, som oaf-
brutet fortsätta ända till kanten, gående paralellt med hvar-
andra, korsande detta system gå en hel mängd fina muskel-
trådar likaledes sinsemellan parallella och nästan rätvinkligt
mot de förra. Detta ganska väl utvecklade muskelsystem för-
länar velum en viss grad af fasthet och äfven förmåga af sam-
mandragning. Tredje armparets höjd från inre ytan till spet-
sen af den på yttre sidan befintliga tjocka och muskulösa ut-
vidgningen är 5 cm. Den sugskålbärande delen af tentaklerna
är 33 cm. Vid basen och spetsen sitta små vårtor, men de
båda mellersta radernas sugskålar nå vid midtpartiet en bety-
dande storlek omkring 14 mm. Hornringarne i dessa stora
sugskålar äro rundtom betandade och 4 af dessa tänder äro
större än de andra och stå midt för hvarandra 1 kors (Fig. 2 a
och b).1) De små tentakelsugvårtornas hornringar äro rundtom
betandade, men deras tänder äro öfverallt nästan likstora (Fig.
3a och b).!) På flera afbildningar af Ommatostrephes-tentak-
ler från olika arter visar STEENSTRUP,?) att betandningen i de
stora sugskålarne erbjuda den ofvan omnämda egendomligheten
med 4 tänder, som äro korsvis ställda, större än de andra.
Detsamma har jag äfven iakttagit på en del konserveradt
material, det skall möjligen i en framtid därför visa sig, att
denna egendomlighet är gemensam för hela familjen eller åt-
minstone fertalet af dess representanter.
!) Ritade i 3/, af naturlig storlek.
2?) >De Ommatostrephagtige Bleksprutters inbyrdes Forhold> p. 81,
Big: 112508) 4716.
J2 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
Armarne bära äfven de största sugskålarne på sitt midt-
parti. Sugskålarne äro på alla armarne ordnade i 2 alterne-
rande rader, men på ryggarmarne trängas dessa rader mera
ihop än på de andra, så att en half tendens till enradighet
visar sig. De största sugskålarne finnas på andra armparet,
hvarest deras diameter uppgår till 11 mm. Dessas hornringar
äro rundtom betandade med den mellersta tanden på den
högre sidan större än de andra (Fig. 4 a och b). I den yttre
tredjedelen af armarne äro däremot hornringarnes låga kant
slät och endast den höga tandad (Fig. 5 a och b). Sugskålarne
med denna senare konstruktion sträcka sig på fjerde armparet
ned ända till midten af armen.
Trattgropens midtveck äro 7 (8) och omfattas af en stor
ficka. På sidorna ser man 2 större och ytterst en liten ficka.
(Fig. 6 naturlig storlek).
Till sist vill jag som en egendomlighet anmärka, att detta
ofvan beskrifna exemplar har häftapparaten på tentaklerna,
bestående af 4 pulviller och 4 däremot svarande sugskålar
med slät hornring. På högra tentakeln sitter längst ned en
sugskål och på den venstra en pulvill. FURTADO'S exemplar
har på ena tentakeln 4 sugskålar och 3 pulviller, på den an-
dra tvärtom.
Ommatostrephes pteropus STEENSTRUP.
Tredje armparet med ett stort halfmånformigt velum med
bågformig (ej triangulär) begränsning. Sammanhäktnings-
apparaten består af 3 pulviller och 3 sugskålar på ett afstånd
från hvarandra af ungefär 2 diametrar. Tentakler temligen
långa af kroppslängd eller något därutöfver. Armarnes stor-
leksordning 3 > 4, 2, 1. Den dorsala mantelranden bildar på
midten framåt en något afsatt trubbig vinkel. ”Trattgropen
har mediant 6 veck, som vid basen upptagas af en bred midt-
ficka, på hvardera sidan om hvilken 3 småfickor eller veck
finnas.
Till denna form tror STEENSTRUP att OÖmmatostrephes eblance
(BALL) bör föras, och då denna upptages i NORMAN'S Revision
för Irland, ansåg jag detta böra anmärkas här.
Ommatostrephes Bartrami (LESURUR) D'ÖRBIGNY.
Tredje armparets velum ej så starkt utveckladt som hos
föregående. Sammanhäktningsapparaten består af 3 pulviller
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 6. 33
och 4 sugskålar på ena tentakeln och tvärtom på den andra.
Dessa stå alldeles tätt intill hvarandra. Tentaklerna korta,
föga längre än armarne, ej uppnående kroppslängd. Armarnes
storleksordning 3, 2, 4, 1. Den dorsala mantelranden alldeles
jemn, utan vinkel. Trattgropen visar 6—7 mediana veck, som
upptagas af en stor midtficka, och på hvardera sidan om den
6 veck eller mindre fickor.
Denna form tillhör Medelhafvet och Atlanten, samt äfven
Indiska och Stilla oceanen. Den är rent pelagisk och hem-
föres ofta af sjökaptener, då den stundom spontant hoppar upp
på fartygets däck eller ditslungas af vågorna. Riksmuseum
eger exemplar från de tre första områdena, men endast unga
individ.
SI. Todarodes STEENSTRUP.
Trattgropen försedd med veck. Tentaklerna sakna sam-
manhäktningsapparat, men bära sugskålar ej blott på klubban
utan äfven på 'skaften, i spetsen äro de ordnade i 4 rader.
Tredje armparet, liksom de andra armarne, sakna velum och
bära ej heller 1 yttre hälften tätt gyttrade, små sugskålar.
11. Todarodes sagittatus (LAMARCK) STEENSTRUP.
Tentaklerna bära sugskålar nästan utefter hela sin längd.
(Armarnes sugskålar ha 7 tänder i sina hornringar, af hvilka
den mellersta ofta är större än de andra).
Denna bläckfisk är utbredd från Medelhafvet och utefter
Atlantens europeiska kust ända in på det arktiska området.
Riksmuseutn eger deraf en vacker samling. De festa af
dessa härstamma från Nordsjön utanför Norges kust från
Jederen och hafvet NV och NNV från Bergen, där de tagits
af bohuslänska fiskare. Utanför Bergen har äfven författaren
tagit den. Några exemplar förskrifva sig äfven från Finn-
marken, där den understundom lär förekomma i oerhörda
mängder förföljande sill. Den fångas då och användes till
torskagn. Vid Island och Färöarne är den talrik och före-
kommer äfven vid britiska kuster. Från Sverige eger Riks-
museum 2 exemplar, nämligen ett från Bohuslän och ett från
Arilds fiskläge 1 Skåne. |
PossELT omtalar danska exemplar från flera håll, som Jyl-
lands vestkust, Fredrikshavn, Lesö och till och med så långt
ned som från Lilla Bält.
34 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
SI. Ilex STEENSTRUP.
Trattgropen är slät, utan veck. Tentaklerna, som endast
vära sugskålar på klubban, men ha sugskålarne i spetsen ord-
nade i 8 rader, sakna sammanhäktningsapparat. Armarne sakna
velum och bära ej heller gyttrade små sugskålar på sin yttre
hälft.
Illex Coindeti (VERANY) STEENSTRUP.
Jag anför här denna art, emedan den är funnen så långt
nordligt som vid Skottland. Den förekommer äfven vid Frank-
rikes vestkust, men är egentligen en Medelhafsform. Från
sistnämda område eger Riksmuseum vackra exemplar tagna af
TEHÉEL vid Sori.
På andra sidan Atlanten vid Newfoundland finnes en an-
nan art af detta slägte, Illex illecebrosus (LESUEUR) STEENSTRUP.
Den står ytterst nära Illex coindetii, men enligt VERRILL skall
den amerikanska formen vara mera långsträckt och ha en an-
nan form på fenan, som äfven lär vara relativt kortare. Enligt
samme auktor skall nu det tal, som angifver förhållandet mel-
lan fenlängden och mantellängden hos Illex illecebrosus vara
1:2,48 eller 1:3,00, det senare hos unga individ. Författaren
till denna afhandling har emellertid haft tillfälle att mäta ett
ungt Medelhafsexemplar och där funnit relationen mellan fen-
och mantellängd = 1:3 och å andra sidan hos en hane?) från
Newfoundland funnit samma talförhållande blifva 1 : 2,25.
Detta angifver, att variationer måtte finnas, som göra detta
relativa mått opålitligt som karakter. Om arterna böra sam-
manslås eller ej, därom törs jag likväl ej yttra mig, då jäg ej
haft tillgång till nog mycket jemförelsematerial. Egendomligt
vore också, om Medelhafsformen, som knappt 1 enstaka exem-
plar tränger upp så långt mot norr som till Skottland, skulle
vara identisk med den form, som lefver i det kalla vattnet
kring Newfoundland och ej ens annat än sällan, vintertiden
träffas söder om Cap Cod ned till Newport.
!) Enligt VERRILL afviker Iller Sloanei GRAY från Tasmania från
de öfriga båda arterna inom slägtet derigenom att den har sugskålarne
i tentaklernas spetsar endast ordnade i 4 rader.
2?) Jag vill påpeka, att denna hane måste anses för kort och tjock,
som hanen af Illex Coindetii från Medelhafvet, ej som VERRILL skrifver
smärtare än honan.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 6. 35
Till Ommatostrephidernas familj räknas stundom en serie
former, som sammanfattas under slägtnamnet Architeuthus STEEN-
sSTRUP. En af dessa omnämnes såväl af POSSELT som af NOR-
MAN, och jag anser mig därför ej böra förbigå den, ehuru jag
ej haft den förmånen att i litteraturen finna någon original-
diagnos, utan STEENSTRUP har endast lemnat ett namn, ej någon
beskrifning. Den ifrågavarande arten är:
Architeuthus monachus STEENSTRUP.
Architeutherna utmärka sig genom sina särdeles långa
tentakler, hvilka flera gånger öfverträffa kroppen i längd,
under det att hos de äkta Ommatostrephiderna de föga eller
alls intet öfverstiga kroppslängden och stundom, som hos Om-
matostrephes Bartramii ej äro mycket längre än armarne. Ten-
taklerna hos Architeutherna äro äfven till följd af denna sin
längd försedda med en annorlunda konstruerad sammanhäft-
ningsapparat än hos Ommatostrepherna i inskränkt bemärkelse.
Den är nemligen ej begränsad blott till tentakelklubbans bas,
utan består af spridda pulviller och sugskålar längs hela de
långa skaften. Armarnes nedre sidokanter är utbredda, ving-
aktigt utstående. Fenorna hos Architeutherna äro: dessutom
kortare än hos Ommatostrephiderna och bilda ej en rhomboi-
disk figur som hos dem, utan, i det att flikarne äro mera rik-
tade utåt och något framåt samt hafva sina spetsar afrundade,
blir deras allmänna form hjärtlik (eller pil-lik). Skalet är ej
som hos Ommatostrephes stilettformigt utan temligen utbredt
lansettformigt. Tratten har blott 2 muskelband och ligger i
en grund trattgrop utan veck och fickor. Manteln förenas med
hufvudet med en glidapparat.
Dessa former, som bland sig räkna de största arterna inom
bläckfiskarnes klass, äro i allmänhet ofullständigt kända och
beskrifna, då man oftast endast erhållit fragment af strandade
djur. Den Architeuthus-art, som möjligen skulle kunna an-
träffas 1 svenska farvatten, är den ofvan nämda A. monachus
STEENSTRUP. NORMAN omtalar flera fynd af jättelika bläckfiskar,
som skulle tillhöra denna art, från Shetland och andra delar
af det britiska riket. En af dessa hade tentakler af 30 fots
längd och tentakelklubban bar 4 rader sugskålar. De meller-
sta af dessa rader räknade 14 sugskålar hvardera, hvilka hade
en diameter af ungefär en tum. De yttre raderna bestå lika-
ledes åf 14 sugskålar, men deras diameter är ej mer än hälften
36 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
af de förras. De senares hornringar buro omkring 28 tänder.
. Ofvanför och nedanför dessa större sugskålar funnos talrika
smärre som delvis hade släta hornringar liksom de få som
sutto på skaften. En arm af samma exemplar var 8 fot lång.
Posserr? omnämner 2 danska fynd af denna art samt dess-
utom andra från Island och Färöarne. Alla hittills omtalade
fynd förskrifva sig från jemförelsevis sen tid och från detta
århundrade. Men redan för lång tid sedan har man iakttagit
kolossala bläckfiskar, som ansetts som vidunder och antagligen
gifvit anledning till många sagor.!)
Åfven på numera svenskt område har i en långt förgången
tid ett dylikt vidunder anträffats, nämligen vid Malmö i mid-
ten af 1500-talet, och detta anses af STEENSTRUP ha varit en
representant för arten Architeuthus monachus.
I Atlanterhafvets djup dväljas andra arter af detta egen-
domliga slägte och flera former, som vräkts upp på New Found-
lands kust, äro beskrifna af VERRILL.?)
Fam. Onychiide.
Kroppsformen som hos föregående, stundom mera kort.
Skal smalt, hornartadt. Hectocotyliseringen drabbar en af buk-
armarne. Antingen på tentakler eller armar eller bådadera
äro sugskålarne helt eller delvis utbytta mot klor. Mantelns
vidfästning vid kappan sker genom en lång glidapparat, be-
stående af mot hvarandra svarande lister.
SI. Onychoteuthis LIiCHTENSTEIN.
Armar med '2 rader sugskålar. Tentakler med delvis
mycket stora hakar och vid hvardera tentakelklubbans bas en
rund grupp af tätt ställda, omvexlande sugskålar och pulviller,
som tjena till att fast sammanhäfta tentaklerna med hvarandra.
Tratt med 4 muskelband. Skal smalt, lancettformigt, köladt.
!') Om >Kraken> och >Draugen> i Norge t. ex.
2) Af sjöfarande hemföres ofta en liten pelagisk bläckfisk af denna
familj, äfven från haf gränsande till det här behandlade områdets kuster.
Det är den af STEENSTRUP namngifna Tracheloteuthis Riisei. Den har
hufvudet alldeles fritt från manteln. Kroppen långsträckt, bakåt till-
spetsad, men äfven ofta framåt smalare, hvarigenom den erhåller en
stundom något flaskliknande form. Viscera ligga långt tillbaka. Sido-
armarne mycket större än de andra: 2, 3, 4, 1. Den rhombiska fenan
upptager !/; af mantellängden.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 6. 37
12. Onychoteuthis Banksi (LEACH) FÉERUSSAC.
Armarnes storleksordning 2, 3, 4, 1.
Af detta slägte har många olika »arter» beskrifvits, men
antagligen kunna alla de atlantiska formerna sammanställas,
som varieteter under ofvanskrifna art. Varieteterna visa sig i
olika form på fenan etc. Vanligen har dock fenan en tvär-
ställd rhomboidisk form med den bakre spetsen något mer eller
mindre utdragen och stundom en mer eller mindre tydlig hjert-
lik urringning framtill. !?) Arten, som är pelagisk, har en alldeles
kolossal utbredning öfver Atlantiska, Stilla och Indiska oceanerna.
Ett exemplar i Riksmuseum är fångadt 1 närheten af Sardinien
och sålunda utsträckes artens utbredningsområde äfven till Me-
delhafvet. Ett par nordiska exemplar i samma samling ådaga-
lägga, att den äfven hör till vår fauna. Ett exemplar är taget
vid Hammerfest och ett vid Bergen. Ett svenskt exemplar är
köpt på fisktorget i Göteborg och ett annat är fångadt i Nord-
sjön. Upsala museum eger också exemplar från Bohuslän. Pos-
SELT omtalar, att Köpenhamns museum eger ett individ från
Kattegat och ett annat fingadt så långt ned som i Öresund.
Denna art är den bläckfisk, som oftast hemföres af sjö-
farande, emedan den ofta vid sina luftsprång kastas upp på
däck af fartyg.
SI. Gonatus GRAY.
Armar med 4 rader sugskålar på bukarmarne, men på de
andra armarne äro de 2 mediana raderna förvandlade till hakar,
under det att de laterala äro vanliga sugskålar. Tentaklerna
sakna den för föregående slägte omtalade runda gruppen af
pulviller och sugskålar vid klubbans bas, men har i dess ställe
längs skaften små sugskålar och pulviller, som kunna samman-
häfta dem utefter hela deras längd. Denna anordning fort-
sättes längs ena sidan af klubban och utbildas där till en
starkare häftapparat bestående af en rad alternerande sugskålar
och pulviller till ett antal af ungefär sex af hvardera slaget.
Tentakelklubban är för öfrigt beväpnad med ett stort antal
små sugskålar samt vanligen 5 hakar, af hvilka 2 (eller 3) äro
mycket stora och de andra mycket små. Manteln är mycket
1) Den mest liknande europeiska arten är Ancistroteuthis Lichtensteini
(FER) GRAY, som dock har svansen och fenan betydligt mer utdragna i
en spets bakåt samt armarnes ordning 4, 3, 2, 1.
38 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
tjock och muskulös. Fenan, som sträcker sig utom kroppens
bakre spets, är på sidorna afrundad.
Gonatus Fabricii (LICHTENSTEIN) STEENSTRUP.
Denna art är ännu den enda med säkerhet kända till detta
slägte. Kommande forskningar skola dock utan tvifvel ådaga-
lägga, att flera arter finnas med andra utbredningsområden.
Detta kan påstås desto säkrare, som STEENSTRUP alla redan
igenkänt representanter af detta slägte i lemningar af bläck-
fiskar, som slukats af albatrosser och som hemförts från hafvet
söder om Kap.
Gonatus Fabricii har en hufvudsakligen arktisk utbredning
och Grönland är den klassiska fyndorten för denna intressanta
form. Från Grönland eger Riksmuseum äfven flera exemplar,
nämligen 3 små exemplar, som ha hufvudet så starkt indraget
1 manteln, att blott halfva ögongloben är synlig. Vidare 2
medelstora individ från samma land. Några mått af den större
af dessa meddelas här nedan.
Henbeedd.s Största tentakelhakens
längd.
125 mm. 100 mm. 42 mm. 35 mm. 4 mm.
Kroppslängd. Mantellängd. Fenlängd.
Slutligen förvaras ytterligare 1 Riksmuseum ett ovanligt
stort exemplar, som vid storm uppkastats på Grönlands södra
kust 1 augusti 1861. Tyvärr saknar dock detta individ fenor,
ehuru det föröfrigt är väl bibehållet. Dess mått äro följande:
Kroppslängd. Mantellängd. Tentakellängd. Största tentakelhakens längd.
265 mm. 230 mm. 120 mm. 6 mm.
Till samma art hör äfven ett litet illa konserveradt ex-
emplar från Davis Strait.
CoLLETT har funnit ett exemplar af denna art i Porsanger-
fjorden, så att den tillhör äfven Norges arktiska fauna. Från
Kamtschatka och Japan känner man äfven Gonater, som an-
tagligen äro identiska med denna, och VERRILL omtalar den
från Nova Scotia. Den intressantaste fyndorten för denna
eljest öfvervägande arktiska art är dock i Medelhafvet vid
Nizza, från hvilken lokal Riksmuseum eger ett vackert exem-
plar hemfördt af professor J. A. AGARDH.
Fam. Cranchiid2e.
Manteln fast förenad med hufvudet på 3 ställen i rygg-
linien och på hvar sida om tratten. Hvarken armar eller ten-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 6. 39
takler bära hakar. Manteln ej tjock och muskulös, som hos
föregående familjer, utan tunn, hudartad, men fast till sin
konsistens.
At denna familj äro ej några arter iakttagna vid svenska,
norska eller danska kuster, men då en art är påträffad i när-
heten af Irland, anser jag mig böra anföra den.
SÅ. Taonius STEENSTRUP.
Kropp långsträckt, halfgenomskinlig. Ögonen stora ut-
stående. Armarne korta med 2 rader sugskålar. Tentakler
med 4 rader sugskålar. Skal långt och smalt.
Taonius hyperboreus STEENSTRUP.
Kroppen långsträckt bakåt tillspetsad, med långa smala
fenor (6 gånger så långa som breda), som äro af halfva krop-
pens längd. Ögon särdeles stora, upptaga hela hufvudets sidor.
Armarnes inbördes storleksordning 3, 2, 1, 4. Deras sugskålar
äro ungefär likstora, utom att en del på de laterala armarne
äro högst betydligt större än de andra. Armarne äro kantade
af naggade hudbräm. Tentaklerna äro ej mycket längre än
armarne. Klubban bär 4 rader sugskålar ungefär så stora som
de små på armarne, skaftet har en mängd små sugskålar och
pulviller till sammanhäftning. Proximalt äro dessa ordnade i
2, sedan i 4 rader.
Arten i fråga är känd från Nordatlanten nordvest om Ir-
land, vid Nordgrönland, Halifax och Nova Scotia.
Utom den nämda fångas i norra Atlanten ofta följande arter till
denna familj:
1) af SI. Cranchia LEACH
som utmärker sig genom sin korta, liksom uppblåsta kroppsform och sin
korta, tvärställda fena.
Cranchia sceabra LEACH.
Manteln tätt besatt med hårda, stjernlika taggvårtor. Utbredd öfver
hela Atlanten.
Cranchia Reinhardii STERNSTRUP.
Manteln glatt, blott med en taggig ryggköl och en A-formad, taggig
brosklist på hvar sida. Utbredning som af föregående.
Cranchia megalops ProscH.
Manteln slät utan taggar. Ögon mycket stora. Atlanten vester om
Färöarne.
2) af SI. Leachia LEsUEUR.
Leachia ellipsoptera (ADAMS & REEVE).
Kroppen mycket långsträckt, bakåt utdragen. Fenorna bilda en
tvärställd ellips och äro bättre utvecklade än hos föregående slägte.
Tentaklerna pläga alltid vara affallna.
40 LÖNNBERG, SVERIGES CEPHALOPODER.
Förteckning öfver den för kännedomen om de nordiska cephalo-
poderna vigtigaste literaturen.
GRAY. Catalogue of the Mollusca in the Collection of the British
Museum, Part I Cephalopoda Antepedia, London 1849.
HoYLE. Report on the Cephalopoda collected by H. M. S. Chal-
lenger during the years 1873—1876, Vol. 16, Part
I1880:
LENZ. Jahresbericht der Commission zur wissenschaftlichen
Untersuchung der deutschen Meere in Kiel, Jahrg.
1, 1871: Berlin 1873, Keve
LOVÉN. Malacologiska notiser, Öfvers. af K. Vet. Akademiens
Förhandl. 1844. Stockholm 1845.
NORMAN. Revision of British Mollusca, Annals and Magazine of
natural History, 6 series, Bd 5. London 1890.
p'ORBIGNY et FÉrRUSSAC. Histoire naturelle génerale et particuliére des
Cephalopodes acétabuliféres vivants et fossiles. Paris
1835—1848.
POossSELT. Cephalopoda, Det videnskablige Udbytte af Kanonbaaden
»Hauchs> Togter 1883—86. Kjöbenhavn 1889. II.
PRrROSCH. Nogle nye Cephalopoder, K.. Dansk. Vidensk. Selsk.
Skrifter, 5 Rekke. I, Kjöbenhavn 1849.
REINHARDT og PrRoscH. Om Sciadephorus Mälleri, K. Dansk Vidensk.
Selsk. Afhandlinger, Del. 12. Kjöbenhavn 1846.
SARS. Mollusca Regionis Arctica Norvegixe, Kristiania 1878.
STEENSTRUP. Hectocotyldannelsen, K. Dansk. Vidensk. Selsk. Skrifter,
5 Rekke, Bd. 4.
> Meddelelse om tvende Kixmpestore Bleksprutter, V
Skand. Naturforskermöde 1847, Kjöbenhavn 1849.
» Oplysninger om Atlanterhavets colossale Bleksprutter,
VII Skand. Naturforsk. Möde, 1856. Kristiania 1857.
Overblik over de i Kjöbenhavns Museer opbevarede
Bleksprutter fra det aabne Hav (1860—961). Overs.
over K. Dansk. Vidensk. Selsk. Forh. 1861. Kbh.
» Hemisepius, en ny slegt af Sepia-Bleksprutternes Fa-
milie med bemerkninger om BSepia-Formerne i al-
mindelighed, K. Dansk. Vidensk. Selsk. Skrifter, 5
Rekke, Bd. 10. Kjöbenhavn 1875.
> Orientering i de Ommatostrephagtige Bleksprutters in-
byrdes Forhold, Overs. over K. Dansk. Vidensk.
Selsk. Forh. 1880, Kjöbenhavn.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 6. 41
STEENSTRUP.
VERRILL.
Professor A. E. VERRILLS to nye Cephalopodslegter
Sthenoteuthis og Lestoteuthis, ibidem 1881.
Sepiella Gray. StP., Vidensk. Meddel. Naturhist. Foren.
Kbhvyn. 1879—380.
Til Klaring af vore Kundskaber om de forskjellige
Bleksprutte-Typers Udviklingshistorie, ibidem 1881.
En ny Bleksprutteslegt: Tracheloteuthis, ibidem 1881.
Sepiadarium og Idiosepius to nye slegter af Sepiernes
Familie, K. Dansk. Vidensk. Selsk. Skrifter, 6 Rekke,
BA: i) oKbhvn 1881.
Note Teuthologic&, 1 Cheloteuthis rapax VERR. 1881
= Gonatus Fabricii (LicHT. 18138), Overs. over Dansk.
Vidensk. Selsk. Forh. Kbhvn 1882—383.
Note Teuthologice, 2 Moroteuthis Vere (1881) = Lesto-
teuthis VERE p.p. 1880 = Ancistroteuthis Gray (1849);
ibidem.
Note Teuthologice, 3 Enoploteuthis Cooki OWEN p-P-
1881 = Enoploteuthis unguiculata (MOLINA) 1782 =
Cucioteuthis gen. nov. STP 1882.?an p.p. (cauda et
pinna) = Architeuthus STP; ibidem.
Note Teuthologic&e 4, Plectoteuthis grandis OWEN 1881
= Architeuthus sp. STP; ibidem.
Note Teuthologic&e 5, Xiphoteuthis ensifer OWEN 1881.
? = Ommatostrephes pteropus STP etc.; ibidem 1884
80
Note Teuthologice 6, Species generis Sepiole Maris
Mediterranei; ibidem 1886—387.
Note Teuthologice 7, Sepioloidea p'OrRB. 1875; ibidewm.
Note Teuthologica 8. Ommatostrephes Caroli FURTADO
1887; ibidem.
Report on the Results of Dredging ete. — — — by
the U. S. Survey Steamer Blake, Bull. of the Museum
of Comparative Zool. at Harvard College, Vol. 8.
Cambridge 1881.
Suppl. Report on the »Blake» Cephalopods; ibidem Vol.
II. Cambridge 1883.
The Cephalopods of the North Eastern Coast of Ame-
rica, Part I: Gigantie Squids, Part II: Smaller Ce-
phalopods including the Squids and the Octopi; Trans.
(Conn; VA cad. of "Arts and pc. Vol, V; Pa Å5 New
Haven 1880, Vol. V, P. 2; ibidem 1882.
ND: obe
Figurförklaring.
Ommatostrephes Caroli FURTADO i !/; af naturlig storlek.
Hornring af en af de största tentakelsugskålarne, a uppifrån,
b från sidan, i ?/, af naturlig storlek.
Hornring af en liten tentakelsugskål, a uppifrån, b från sidan.
Förstoring sora föregående.
En hornring af en större armsugskål, a uppifrån, b från sidan.
Förstoring som föregående.
En hornring af en sugskål från yttre tredjedelen af en arm,
a upvpifrån, b från sidan. Förstoring som föregående.
Trattgrop i naturlig storlek.
Bihang till K'Vet Akad Handl. Bd. 17. Afd. IV: N9 6.
G.Tiljevall del.
Tith Wi Schlachter Stockholm.
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BIHANG TILL K. SVENSKA VET.-AKAD. HANDLINGAR. Band 17. Afd IV. N:o 7.
ICHTYOLOGISCHE NOTIZEN
EINAR LÖNNBERG.
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MIT EINER TAFEL.
LT DEN 14 OKTOBER 1891 DURCH F. A. SMITT
STOCKHOLM, FSS
KONGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER.
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Iicven Sommer im Monat Juni wurde an den Inseln Ulföar
im Bottniscehen Meerbusen ein sehr seltener und intressanter
Fund gemacht, indem nämlich in emer Tiefe von etwa 20
Faden ein Exemplar von Lumpenus lampretiformis gefangen
wurde. Durech die Aufmerksamkeit eimes Fischereibeamten
Ling wurde glicklicherweise das betreffende Fischlein in Spi-
ritus aufbewahrt und zum Königl. Fischereiimspecteur, Dr. R.
LUNDBERG zugesandt, der es mir gitigst zur Verfigung stellte.
Ich nannte oben den Fund intressant und er ist so in zwei-
facher Art, erstens durch den so nördlichen aber doch baltischen
Fundort und zweitens weil der Fisch monströs ist und eine
so genannte Mopsform darstellt. Die Imseln Ulföar liegen
zwischen Hernösand und Örnsköldsvik, warum der Fundort
des betreffenden Fisches etwa in 63” N. lat. und 19” O. long.
liegt. Ausser diesem Fischlein ist dieser Art nur eim Exem-
plår an der schwedischen Ostseekiiste beobachtet worden, näm-
lich von VON YHLEN im Busen Bråviken in Östergötland. Die
Finländer BRENNER!) und MELaA?) erzählen, dass einige Exem-
plare an der Insel Hogland im Finländischen Meerbusen ge-
fangen worden sind. Mösivs und HEINCKE erwähnen auch, dass
ein Exemplar im November 1877 an Kiel gefangen worden ist.
PETERSEN 9) kennt drei dänische Individuen von Lumpenus lam-
pretiformis, von denen er selbst eins in eimer Tiefe von 25
Faden in der Ostsee gefangen hat. Von unserer Westkiste sind
gleichfalls drei Individuen bekannt, die sämmtlich in Bohuslän
gefischt sind. An der norwegischen Kiste kommt Lumpenus
lampretiformis iberall vor, wird aber nach Norden immer zahl-
reicher, so ist er z. B. an der Kiiste Finnmarkens sehr häufig,
!) Sällsk. pro Fauna et Flora fennica, Notiser. Hft 13 Helsingfors
f8dT1-7TANPrAGSE
?) Ein von MELA's Exemplaren ist zum Zool. Mus. der Univ. zu
Upsala geschenkt, dessen Kopf in Fig. 2 abgebildet ist.
3) Vidensk. Meddelelser fra den naturhist. Foren. Kjöbenhavn 1884
00:
4 LÖNNBERG, ICHTYOLOGISCHE NOTIZEN.
wie COLLETT angiebt und KoLTHOFF mir mindlich erzählt hat.
Er ist auch an den Kisten von Spitzbergen, Island und Grön-
land angetroffen worden. Die siidlichsten Fundorte sind an den
Kiisten Schottlands und Englands, an der letzten ist Lumpenus
von F. Dar neulich gefangen, aber er ist hier sehr selten und
sporadisch. Er ist also ein eigentlich arktischer Fisch und
die oben erwähnten Exemplare aus der Ostsee und dem Katte-
gat sind Relicten oder richtiger Abkömmlinge von Relicten
seit der Glacialperiode, die an ginstigen Orten fortleben und
sich an die Veränderungen gewöhnen könnten. Schon 1860
erwähnt Sven LovÉNn!) diese Art mit Liparis barbatus, Cottus
quadricornis und anderen Relictenformen zusammen. Durch
diesen letzten Fund im Bottniscehen Meerbusen wird diese
Behauptung noch mehr gestiitzt.
Es ist natiirlich, dass, als die Glacieren mehr und mehr
sich zuriickzogen und das Klima mehr und mehr temperirt
wurde, nicht alle Plätze gleich ginstige Existenzbedingungen
zum FErhalten der urspränglichen arktischen oder glacialen
Fauna des Meeres darbieten könnten. 'Tiefere Becken, wo das
Wasser sich nicht so bald während des Sommers erwärmen
konnte, bewahrten die niedrige Temperatur besser, und da diese
eine sehr grosse Rolle spielt, ist es natiärlich, dass in solchen
Tälern des Meeresbodens, wo dies der Fall war, die arktischen
Formen sich sammeln mussten und sogar diejenigen Tiere, die
normal zu der Litoralfauna zugehörten, hinabsteigen. Später
als die Tiere so zu sagen sich acklimatisiert hatten, konnten
sie wieder gegen das Ufer wenigstens im Winter aufsteigen.
Hiervon kann man einsehen, dass gewöhnlich die Relictfauna
in den Tiefen zu suchen ist und dass sie in solehen Gegenden,
wo sie existirt, sich im Winter mehr sichtbar machen soll.
Dass das letzte in Bohuslän der Fall ist, habe ich schon a. a.
0.2) gezeigt, und da es sich hier um Fische handelt, will ich
nur noch einmal hervorheben, wie z. B. während des Winters
Liparis in Bohuslän viel häufiger sich mit dem Schleppnetze
fangen lässt als im Sommer. Weiter verweise ich auf die
ichtyologische Litteratur, in welcher man finden kann, dass
die arktischen Fische an unserer Westkiste meist im Winter
gefangen werden. Das letzte, gestehe ich doch, kann auf
1) Öfvers. K. Vet. Akad. Förh. 1861 p. 291.
2) Några ord om sillfisket o. Bohusläns fauna i början af vintern:
Biol. Fören. Förh. Bad. 1.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 7. 5
Meeresströmungen beruhen. Betreffend die hier zu behandelnde
Form ist es zu beachten, dass zwei von den dreien in Bohus-
län gefangenen im Winter (resp. im Januar und März) und
das dritte am 15 September, als schon die Sommerhitze vor-
iber ist, gefangen worden sind. Das Kielerexemplar ist auch
im Winter (November) gefangen und dasselbe gilt von einem
von den dänischen Exemplaren, das an Vordingborg im Okto-
ber angetroffen wurde.!) Andere Individuen dieser relicten
Species wurden freilich im Sommer, aber von einer so be-
trächtlichen Tiefe, dass die Sommerwärme, da das Wasser nicht
im höheren Grade erwärmen konnte, aufgezogen. Das gilt vom
Fischlein von den Ulföar. Da kann die Temperatur in einer
Tiefe von 20 Faden im Anfang Juni nicht besonders erhöht sein.
In Betreff anderer Exemplare dieser Fischspecies, die in
solchen Gegenden, wo die Art sporadisch und als Reliectform
vorkommt, beobachtet sind, kenne ich nicht die Jahreszeit
ihres Fanges, aber einige von ihnen stammen von einer ver-
hältnissmässig beträchtlichen Tiefe, wie das PErtERSEN'sche Ex-
emplar, das mit dem ”Trawl von einer Tiefe von 25 Faden
aufgezogen ist, und ein anderes Exemplar von der Ostkiste
Schottlands wurde in einer Tiefe von 40 Faden gefischt. Es
ist annehmbar, dass in diesen Tiefen die Temperatur nicht
so besonders hoch gewesen ist.
Man kann sich aber auch denken, dass die urspriimglich
arktischen Tiere sich allmählich acklimatisieren konnten und
von den grösseren 'Tiefen,?) wohin sie einmal zuruckgedrungen
wurden und wo sie sich beibehalten konnten, wieder empor-
steigten, sobald die Naturverhältnisse mehr ruhig wurden, und
dahin strebten wieder Litoralformen, wie sie vom Anfang an
waren, zu werden, sie missten doch fortwährend meist in der
Nähe der tieferen Bassinen zu treffen sein, da diese die Cent-
ren ihrer neuen Verbreitungsbezirke ausmachen. Es ist daher
intressant zu finden, dass z. B. an den Inseln Ulföar eine sehr
grosse Tiefe (mehr als 200 M.) zu finden ist, in der Nähe von
Hogland ist es auch ein tiefes Becken von 75 M., und im
Fjord Bråviken?) beträgt die Tiefe 40 M. Die dänischen Indi-
!) Ein zweites von diesen aber ist im Juni gefangen.
2) In der Ostsee mussten die arktischen Meerestiere auch des Salz-
gehaltes wegen die Tiefen aufsuchen, weil die oberen Wasserlagen zu
brackig oder sogar zu siiss wurden.
3) Die Vorfahren des Bråviks-exemplares haben möglicher Weise
auch in der sehr grosse Tiefe an Landsort bis jetzt ausgedauert.
4
6 LÖNNBERG, ICHTYOLOGISCHE NOTIZEN.
viduen gleichwie das Kielerexemplar missen in späterer Zeit
zu ihren erwähnten Fundorten hingekommen sein, denn sie
sind in einer Region angetroffen, die wahrscheinlich eine Heb-
ungsperiode durchgelaufen ist. Ihre Vorfahren konnten aber
möglicherweise in der Bornholms-Tiefe zurickgeblieben und
später davon aufgestiegen sein. Wenigstens ein von den in
Bohuslän gefangenen Lumpenen stammt aus dem Fjord Gull-
maren, in welchem man eine grosse Tiefe von mehr als 100
Faden trifft, welche Tiefe auch andere Relictformen birgt. Wo
die zwei anderen Bohuslänischen Exemplare gefangen sind,
kenne ich nicht näher. Ihre Stammeltern hatten sich aber ent-
weder in der Gullmartiefe oder in der tiefe Rinne in Kattegat
beibehalten können.
Wie ich vom Anfang betönte, ist der in Rede stehende
Lumpenus intressant nicht nur des Fundortes wegen sondern
auch dadurch, dass er monströs gebildet ist. Sein Bild Fig. 1
zeigt besser als eine Beschreibung sein Aussehen und ich teile
auch der Deutlichkeit wegen das Bild eines normalen Exem-
plares (Fig. 2) mit, auf dass man vergleichen können mag.
Ich will doch auch durch das Text einige nähere Angaben
mitteilen. Die gesammte Körperlänge des Tieres beträgt 131
Mm. Die Höhe des Körpers an der Basis der Bauchflossen
ist 10 Mm. Das Verhältniss zwischen Höhe und Länge des
Körpers schwankt bei dieser Art von !/,,—!/,,, hier ist es l/;3,!)
also ist das betreftende Exemplar verhältnissmässig kurz und
dick. Der Abstand von der Schnauzspitze zum Anus pflegt
auch zu schwanken, beträgt aber gewöhnlich etwas mehr als
ein Drittel der Körperlänge. Beim Lumpenus von den Inseln
Ulföar ist der betreffende Abstand 51 Mm. also 3/,; der Körper-
länge. Die Länge des Kopfes von der Spitze des Unterkiefers
zur hintersten Spitze des Kiemendeckels misst 22 Mm. also
ungefähr 1; der Körperlänge. Diese letzte Zahl ist vom In-
teresse, weil es zeigt uns, dass, wenn durch die Deformität
der Kopf abgekirzt ist, so muss doch auch der Körper eine
entsprechende Veränderung gelitten haben, da bei älteren In-
dividuen der Kopf !/<—1/,, und bei juängeren !/.—!/; von der
Körperlänge zu messen pflegt. Es kann auch eine Bestätigung
einer Annahme von Prof. LILLJEBORG, die er in seinem treffli-
!) Die grösste Höhe des Körpers beträgt 10 Mm., an der Basis der
Schwanzflosse 3 Mm.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 7. 7
chen Werke, »Sveriges och Norges Fiskar», macht, sein. ?!)
Prof. LILLJEBORG findet es nämlich wahrscheinlich, dass die
Fische dieser Art, ein analoges Verhältniss zu dem bei den
Heringen darbieten sollten und also die Ostsee-exemplare ver-
hältnissmässig grössere Köpfe haben dirften als diejenige aus
der Nordsee.
Der Durchmesser der Augen misst 6 Mm. und sie buchten
sich - bedeutend iiber die obere Kontur des Kopfes aus. Die
Stirnbreite zwischen den Augen ist 2 Mm. Die vorderen
Nasenlöcher zeigen sich als kleine freibewegliche Tubi gleich
vor den Augen. Die hinteren scheinen zu fehlen. Die Lip-
pen, die bei normalen Tieren recht gross und fleischig sind,
sind hier bei weitem nicht so kräftig entwickelt. Der Unter-
kiefer obgleich abgekirzt ist normal bewaffnet. Die beiden
Zwischenkiefer, die noch mehr reduziert sind, liegen beimahe
in einer geraden Linie, transversal gegen die Längsachse des
Körpers, während dass sie bei einem gewöhnlichen Lumpenus
einen scharfgekrimmten Bogen bilden. Sie sind doch mit
kleifien Zähnen bewaffnet. Auch der Oberkiefer ist von
der Verkirzung getroffen, er ist auch mehr gekrimmt ge-
worden und seine Lage ist beinahe ganz vertikal. Von ib-
rigen Veränderungen ist zu erwähnen, dass auch die Zunge
wie verstummelt erscheint. Im Gaumen bei einem normal
ausgestatteten Exemplare trifft man eine hohe weiche V-för-
mige Falte, deren Spitze vorwärtsgerichtet ist und in welcher
nahe bei der Spitze ein harter, von Vomer gebildeter Höcker
hervorragt. Von dieser Anordnung, die wahrscheinlich mit
der Zunge zusammen eine sehr grosse Rolle bei der Nahrungs-
aufnahme spielt, ist bei der Mopsform keine Spur zu ent-
decken. Weiter ist die ganze Ethmoidalregion ganz rudimen-
tär. Die hintere freie Kante des Kiemendeckels ist bei der
Mopsform ziemlich scharf zugespitzt, bei der normalen Form
mehr abgerundet. Ubrigens scheint bei der Mopsform der
postorbitale Kranialteil nicht besonders verändert zu sein.
Die Farbe des hier behandelten Exemplares ist rötlich
gelb mit dunklen quergestellten Flecken, von denen ein sehr
deutlicher hinten auf dem Kiemendeckel zu finden ist. Auch
die Stachel der Riäckenflosse sind dunklerer Farbe.
Solche Mopsformen von Fischen, wie die oben beschrie-
benen, ist keine solitäre Erscheinung, obgleich bis jetzt von
8 LÖNNBERG, ICHTYOLOGISCHE NOTIZEN.
der Familie der Blenniiden keine solche Form bekannt war.
Man trifft Angaben in der Litteratur iber Cottiden Cypriniden,
Gadiden und Salmoniden, die von solchen Missbildungen ge-
litten haben. Im Zoologischen Reichsmuseum in Stockholm
ist der Kopf eines nach diesem Typus missgebildeten Lachses
aus dem See Wettern aufbewahrt und im Zoologischen Muse-
um in Göteborg finden sich nicht weniger als drei Mopsformen
von Gadus morrhua, von denen zwei in der Nähe von Göte-
borg und eine in der Nähe von Strömstad an unserer W est-
kiste gefangen sind. Noch mehr verändert als die erwähnten
ist ein Exemplar von Gadus merlangus, das in dem hiesigen
zoologischen Universitätsmuseum aufbewahrt ist. Dieses Ex-
emplar stammt von der Kiiste von Schonen und wurde kirz-
lich von Dr. SCHAGERSTRÖM in »Physiographiska Sällskapets
Årsberättelse», Lund 1823—38 beschrieben; ich teile jetzt das
Bild desselben mit (Fig. 3). Der Unterkiefer dieses Exem-
plares ist nicht verkiärzt!) und auch normal bewaffnet. Die
Zwischenkiefer dagegen haben eine beträchtliche Verkirzung
erlitten und bilden einen nicht so spitzen Winkel gegen ein-
ander wie normal und tragen auch klemere Zähne. Der Ober-
kiefer der einen Seite ist gleichfalls stark verkiärzt und nimmt
zufolge dessen eine mehr vertikale Stellung ein. Auf der an-
deren Seite fehlt er gänzlich und auf derselben Seite ist der
Zmwischenkiefer auch kirzer. VWVomer ist auch stark reduziert
doch noch bezahnt und die Zunge scheint die normale Grösse
zu haben. Die starke Reduction der Ethmoidalregion veran-
lässt ein steiles Herabstärzen der Stirn. Die Nasenlöcher,
die gut ausgebildet sind, haben doch ungefähr ihre normale
Lage. Die Augen sind grösser als bei normalen Formen.
Um dies klar zu zeigen, will ich die folgenden Masse er-
wähnen:
Augendiameter der Mopsform 10 Mm., eines Normalen 8 Mm.
Körperlänge > > 150 3» > » 165 >
Der Körper scheint auch bei dieser Mopsform mehr kurz
und gedrungen zu sein.
Bei einem anderen Exemplare derselben Art, auch von
Dr. SCHAGERSTRÖM eingesammelt, ist die Profilkontur der Stirn
mehr gebogen als normal ist und der Kopf erscheint ein wenig
') Die Länge des Unterkiefers ist 21!/,; Mm. und bei einem 15 Mm.
längeren Exemplare etwa '/, Mm. kiirzer, was sogar das entgegensetzte zu
beweisen erscheint.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 7. 9
zusammengedriickt, die Kiefer haben doch ihre Grösse beibe-
halten.
Der in Fig. 4 abgebildete Fischkopf schliesslich gehört
zu einem Anguillide aus Savannah, den ich nicht seiner Defor-
mität wegen ganz sicher zu bestimmen vermag.!) Bei diesem
ist die Reduction noch viel weiter gegangen, indem man bei
ihm weder Zwischen- noch Oberkiefer entdecken kann, und
die HEthmoidalgegend ist so vollständig wegreduziert, dass
nicht einmal eimige Hart-teile von vorne die Orbiten schiitzen,
und Nasenlöcher kann man auch nicht wahrnehmen. Der
bezahnte?) Unterkiefer ist ziemlich viel aufwärts gerichtet
oleichwie um einen entsprechenden ÖOberkiefer aufzusuchen.
Im Winkel zwischen den beiden Unterkieferästen trifft man
eine fleischige Masse, die man leicht anfangs als die festge-
wachsene Zunge deutet, aber diese ragt nicht hervor, sondern
birgt im Rachen ihr völlig freies abgerundetes Ende. Die
tlkpndrn sind sehr gross.
Die wohl jntwiskelben Brustflossen sind gleich hinter den
kleinen Kiemenöffnungen gelegen. Die Riickenflosse beginnt
weit vorne im Nacken uber der Basis der Brustflossen. Riicken-
und Analflossen umränden das hintere Körperende.
Es wirft sich jetzt recht leicht die Frage hervor, welche
die Ursache einer solchen Monstrosität wie diejenige der Mops-
köpfe sei NYSTRÖM betönt in seimer Schilderung eines mon-
strösen Cottus scorpius,?) dass man öfter bei gefangenen Tieren
solche Missbildungen trifft als bei ihren freien Stammverwandt-
en. Veränderte Lebensbedingungen und veränderte Nahrung,
meint er, und vor allem die Weise, auf welche die Tiere
sich die Nahrung verschaffen missen, können einen gewissen
Einfluss auf den vorderen Kranialteil und die Kiefer ausiiben,
und die letzten könnten möglicherweise durch verminderten
Gebrauch (Nichtgebrauch muss doch hier zu viel gesagt sein!)
reduziert werden. Er giebt doch zu, dass es eine schwierige
Sache ist, alles auf diesem Wege erklären zu wollen, und er
lässt die Frage noch offen bleiben.
In Zool. Anzeiger N:o 356 spricht KnautHE: »Uber Ent-
wicklungsformen von Gobio fluviatilis; und erwähnt, dass er
!) Vielleicht = Congromur&ena balearica.
2) Die Zähne sind klein, aber sehr zahlreich besonders im Vorderende
des NER und sind, wie GÖNTHER sagt, »forming bands>.
3) Bih. K. Vet. Akad. Bd. 14, Stockholm 1889.
|D
10 LÖNNBERG, ICHTYOLOGISCHE NOTIZEN.
durch Experimente bestätigt hat, dass »in recht sehr nahrungs-
armen Lachen» sich iiberwiegend langschnauzige Formen der
genannten Species entwickeln, während dass in nahrungsreichen
Tiämpeln die meisten von der Varietät obtusirostris werden. !)
In wieder anderen Gewässern, die weder so besonders arm
noch reich an Nahrung waren, bekam er eine Mischung von
kurz- und langschnauzigen Formen, und es ist dann zu be-
merken, dass die grösseren und kräftigeren Individuen, die
sich besser hätten ernähren können, zu jener die kleineren
aber zu dieser Kategorie zugehörten. In allen diesen Fällen
hat er einige Grindlinge mit Mopsköpfen bekommen.
Durch die oben citirten Experimente KNAUTHE'S ist es
völlig bewiesen, dass durch reichlicheren Zugang oder Mangel
an Nahrung die Form der Tiere verändert werden kann, so
dass z. B. kurz- oder langschnauzige Formen einer derselben
Art entstehen können. Es fragt sich aber, sind die Mops-
köpfe auch auf eine" derartige Weise entstanden? Ich glaube
ganz entschieden nein! Die oben erwähnten Veränderungen zu
lang- oder kurzschnauzigen Formen mögen nitzliche Anpass-
ungen zu einer veränderten Lebensweise sein. Die lange
Schnauze ist wahrscheinlich ein besseres Werkzeug zum Fangen
der spärlicheren Nahrungstiere und die kurze Schnauze ist durch
Sparen des Materiales entstanden und, dass dies auch nitzlich
ist, ersieht man davon, dass die kurzschnauzigen Tiere in dem
letzterwähntenen Falle die kräftigsten waren. Der Mopskopf
aber ist ein missbildetes Tier, das von semer Deformität
nur Schade leiden kann und nur mit grosser Schwierigkeit
sich ernähren woher er ein nur mihseliges Dasein fristet
und nicht blos einen deformirten Kopf sondern auch einen
zwergartigen, plumpen Körper bekommt. Ich behaupte, dass
die »Mops»bildung als eine Hemmungsbildung zu betrachten
ist, also durch ein pathologisches Stillstehen oder nur Ver-
zögern des Wachstumes gewisser 'Teile entstanden ist und ich
möchte es als ein analoges Verhältniss zu dem, als ein Mensch
mit einer Hasenscharte beheftet ist, betrachten. Denn, dass
das Entstehen von Mopsköpfen mit dem niitzlichen Entstehen
der obtusirostris-Formen nicht zu schaffen hat, das sieht man
davon ein, dass Mopsköpfe nicht nur dann entstanden sind als
obtusirostris-Formen aus langschnauzigen, sondern auch dann
- 1) Bei diesen Experimenten nahm er Laich und Brut von der ent-
gegensetzten Form gegen die, welche er bekam.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. 1V. N:o 7. 11
als aus. obtusirostris-Formen langschnauzigen durch Anpassung
sich bildeten, d. h. die Mopsformen sind sowohl dann ent-
standen, als die allgemeine Entwicklung dahin tendirte die
Kiefer zu verlängern, als im entgegensetzten Falle. Dies zeigt
natirlich, dass die Erscheinung pathologisch ist. Pathologi-
sche Verhältnisse können ja nämlich gleich gut durch Uber-
fluss als durch Mangel begrindet sein und ihre Ursache liegt
oft in Veränderungen der normalen Lebensbedingungen. 50
bekommt man z. B. bei kinstlicher Lachszucht oftmals »Mops-
köpfe» und Tiere mit zweien Köpfen. Diese pathologische
Monstrositäten sind wahrscheinlich davon verursacht, dass die
Eier nicht unter normalen Umständen ausgebritet sind (das
letzte kann möglicherweise auch auf Uberbefruchtung ankom-
men) oder können die kleinen Tiere während des Embryonal-
lebens irgend welcher Weise beschädigt oder verletzt werden, so
dass Hemmungsbildungen dadurch bedingt werden. Ich glaube
auch, dass man gleichfalls ohne Gefahr annehmen darf, dass
bei den freien, nicht gezichteten 'Tieren die Mopsformen auf
cine ganz analoge Weise pathologisch entstanden sind.
ig. 3.
sv
st
Figurenerklärung.
Mopskopf von Lumpenus lampetreformis vom Botnischen Meer-
busen.
Normaler Kopf derselben Art von einem Exemplare aus dem
Finländischen Meerbusen.
Mopskopf von Gadus merlangus von der Kiiste Schonens.
Mopskopf von Congromuraena balearica (?) aus Savannah.
Alle sind in natiärlicher Grösse gezeichnet.
Bihana till K Vet Akad. Handl BdAZAfd. IV. N97
en
I
Del. &Lith.L.Ljunggren Ups.
BIHANG TILL K. SVENSKA VET.-ARAD. HANDLINGAR. Band 17. Afd IV. N:o 8.
BEITRÄGE
ZUR
KENNTNISS KALIFORNISCHER COLLEMBOLA
VON
HARALD SCHÖTT.
MIT 4 TAFELN.
STOCKHOLM, 1891.
BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT &
MR dl
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' &
.
kI00N 1202 AaRSO ROTA
Art
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q ÅT
Plus Aufforderung des Herrn Prof. T. TULLBERG folgend,
habe ich mir vorgenommen eine kleinere Sammlung Kaliforni-
scher Collembola, welche dem Zoologischen Museum zu Upsala
vom ehemaligen Docenten an der Universität Dr. GUSTAF EISEN
verehrt worden, zu bestimmen.
Ich möchte Herrn Professor TULLBERG meinen verbindlich-
sten Dank ausdriäcken fir das grosse Vertrauen, das er mir
bewiesen, indem er mir die Bearbeitung des Kalifornischen
Materials ibertragen, sowie fir die vielen Beweise von Wohl-
wollen, die er mir bei meiner Arbeit erzeigt.
Ehe ich zur deskriptiven Behandlung meines Stoffes iber-
gehe, will ich eine Kurze Auseimandersetzung iiber die bisher
in Nordamerika veröffentlichte Litteratur der Collembolagruppe
zu geben versuchen.
Ziehe ich als ordnendes Princip bei meiner Darstellung
das Alter der verschiedenen Arbeiten in Betracht, so treffe
ich zuerst OTtHo FaABRICIH Fauna Groenlandica, die schon im
Jahr 1780 erschien. Das Ganze ist eine Sammlungsarbeit, wo
Collembola einen anspruchlosen Platz einnimmt. Nur 6 For-
men, alle von der Westkäste der Insel, werden beschrieben,
nämlich: »Podura plumbea LINNÉ, P. aquatica LiNsÉ, P. am-
bulans Linné, P. pusilla Ling, P. maritima STRÖM und P.
humicola O. FABRICIUS.
Im Journal of the Academy of Natural Sciences of Phi-
ladelphia 1821, vol. II Part. I pag. 12 steht ein kleinerer Auf-
satz betitelt: »Description of the Thysanoura of the United
States» by THomas Sar; in demselben sind drei Arten der Gat-
tung Podura beschrieben nämlich P. fasciata, P. bicolor und
P. irricolor, auch eine Art der Gattung Smynthurus näm-
lich S. guttatus. Während der nähstfolgenden zwanzig Jahre
scheint die Collembolagruppe keine Bearbeiter gehabt zu haben.
Erst im Jahre 1846 finde ich die nächste Veröffentlichung in
4 H. SCHÖTT, KALIFORNISCHE COLLEMBOLA.
welcher Thysanura wieder erwähnt wird. Es ist in einem Auf-
satz von Dr. A. FitcH iber »Winterinsects of Eastern New-
York», der in Amer. Journ. Science and Agriculture vol. 5
eingefiihrt war, und von J. O. WESTWORD in Trans. Lind. Ent.
Soc. (Ser. 2, 1851 vol. 1, pwc. pag. 94) abgedruckt wurde.
Hier wird »an abundant species in our forests in the winter»
beschrieben und zwar mit dem Namen Podura nivicola, welche
der Verfasser mit P. humicola FABRICIUS identificieren will,
freilich mit gewisser Reservation, denn er sagt von Fabricii
Beschreibung, dass sie »do not coincide well with our insect»>.
Ubrigens will er diese Form der Podura bicolor Say und P.
nivalis BOoURLET zur Seite stellen. Er wagt doch nicht sie
mit einer derselben zu identificieren, denn es heisst in seiner
3eschreibung: »Though found in the same situations as the
European P. nivalis, ours is a much darker coloured species».
SaY's P. bicolor is a larger insect than the one under consi-
deration and differs also in size and in the colour of the tail
or spring.» Höchst wahrscheinlich ist es eine Art der Gattung
Achorutes oder vielleicht eine NXenylla, da er glaubt sie mit
der Podura humicola FABRICIUS identificieren zu können, denn
PACKARD färht FaABrRICH Form mit eimigem Zweifel zur erst-
genannten Gattung und TULLBERG hält sie in semem Aufsatz
»Collembola borealia» fir synonym mit einer Art innerhalb der
nahestehenden Gattung Xenylla. Nach PackaArp scheint Dr.
Fire auch einen teilweisen Abdruck seines Aufsatzes iiber
Podura nivicola in Journ. Seience and Aogriculture fär 1847
pag. 145 eingefihrt zu haben, wo die Form einen Platz in
»List of noxious insects» erhalten hat.
Derselbe Verfasser beschreibt im Jahr 1862 in »Eight re-
ports on the noxious and other insects of State of New-York>
pag. 186 einige neue Sminthuriden und zwar S. hortensis, S.
arvalis, S. novoeboracensis, S. elegans und S. signifer. Diese
werden mit einer Menge anderer Insecten in einem Aufsatz
mit dem Titel »Insects infecting gardens» zusammengefihrt.
Der Verfasser nennt die Thiere »Flöhe» und fihrt sie zur
family Poduridaw, which, with the Lepisma constitutes the
group or suborder named Thysanoura». Diese Unterordnung
wird ihrerseits wieder zur Ordnung Aptera unter den Insekten
hingefihrt.
Im Jahre 1871 wurde The second memoir of Peabody
Academy herausgegeben, welche »Embryological "studies on
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0O 8. å
Diplax, Perithemis and the Thysanurous genus Isotoma of A.
S. PACKARD J:r enthält. Die Arbeit besteht nach der Ansicht
des Verfassers nur aus »fragmentary notes and rather rud dra-
wings», dirfte aber wahrscheinlich nichts destoweniger als ein
recht wertvoller Einsatz zur Litteratur und zwar vorzugsweise
zur embryologischen in Bezug auf die Collembolagruppe be-
zeichnet werden. — Man erhält im Anfang eine Zusammen-
fassung der äusserst begrenzten Litteratur, welche den ein-
schlägigen Stoff behandelt. Es heisst: »All that we know of
the embryology of the Thysanura are some ”unsatisfactory
observations” on Podura recorded by Nicoret (Dohrn. Ent.
Zeitung. Stettin 1869 p. 244) and a figure of the embryo of
”Podurella” in AGaAssiz and Gourp's 'Principles of: Zoology”
figure 110 p. 144 (Edition of 1854). This represents the em-
bryo just ready to hatch. Dr. DOoHrkN has evidently gathered
enough from NICOLET's observations to determine him to place
Podura among those insects in which the germ or primitiv
band is external to the yolk (insecta ectoblasta). Sir JOHN
LuBBocK in his memoir on the formation of the egg in the
Annulosa (Phil. Trans. London 1861 p. 595) has described the
ovarian egg of Petrobius maritimus and its mode of formation».
Die Art der Gattung Isotoma, welche PACKARD als Material bei
seinen Untersuchungen hatte, nennt er I. Walkerit nach einem
Mr. C. A. WALKER. ' Er giebt ibrigens nur eine kurze Be-
schreibung des ausgewachsenen Tieres und fihrt es zu »NICO-
LET's first section of the genus of which the European I. gla-
cialis is a type» Im American Naturalist desselben Jahres
vol. V, p. 91 giebt derselbe Verfasser in einem Aufsatz mit
dem "Titel »Bristletails and Springtails» eime populäre Darstel-
lung der Thysanura, teilweise auf anatomische Untersuchungen
von Lepisma, Tomocerus u. a. gestiätzt. 1872 giebt er in der
dritten Edition seines »Guide to the Study of Insects» einigen
Collembola, die sich auf Tafel X in erwähnter Arbeit abge-
bildet finden, einen Namen. Die, welche von den Figuren 2
und 3 dargestellt werden, nennt er Degeeria flavocincta, ein
Name der später mit dem mehr expressiven decemfasciata ver-
tauscht wurde. Die Figuren 4 und 5 stellen Degeeria purpu-
rascens dar und Fig. 6 und 7 Isotoma plumbea.
In einer späteren Veröffentlichung drickt er seine Unzu-
friedenheit mit den Zeichungen iber die beiden Degeeria-formen
aus, indem er sagt: »Unfortunately the figures of the two
6 H. SCHÖTT, KALIFORNISCHE COLLEMBOLA.
Degeerie are not particularly characteristic» und besonders in
Bezug auf D. purpurascens »Poor figures, antenn&e too short».
Im Fifth Annual Report of the Trustees of the Peabody
Academy of Science for the year 1872, der im Jahr 1873 er-
schien, findet sich (pag. 23) ein Aufsatz eingefihrt mit dem
Titel: »Synopsis of the Thysanura of Essex County, Mass.,
with descriptions of a few extralimital forms. By A. S. Pac-
KARD Jr.» In der Einleitung wird eine Zusammenstellung der
Thysanuralitteratur mitgeteilt, die in Nord-Amerika bis zum
Jahr 1873 erschienen. Hier nimmt der Verfasser die Gelegen-
heit wahr sein Urteil iiber NICOLET's Arbeit >»Uber die Ent-
wickelung der Thysanuren» wesentlich zu moderiren, er findet:
»his observations more satisfactory than would be inferred from
the statements on pag. 15 of my Memoir on Isotoma (2. Me-
moir of Peabody Academy)» Später folgen Beschreibungen
iiber eine Menge Collembola, welche er in zwei Familien Podu-
ride und Smynthuride einteilt. In der ersten nimmt er die
Gattung Anura mit einer neuen Art auf, LABOULBENE's Ånurida
maritima und LINsÉ's Lipura fimetaria und ambulans. Hierher
werden auch die Gattungen Achorutes, Isotoma, Podura, Lepido-
cyrtus, Tomocerus, Degeeria und ÖOrchesella gerechnet. Von
Achorutes sind 5 Arten aufgenommen, von Isotoma 10, von
Podura 1, von Lepidocyrtus 5, von Tomocerus 1, von Degeeria
4 und von Örchesella 2, die meisten neuen aus Nord-Amerika.
Die Familie Snvynthuride umfasst die Gattungen Papirius und
Smynthurus; von jener sind 2 Arten aufgenommen, von dieser
6 Arten.
Das Januarheft des American Naturalist fir 1877 enthält
unter Anderem >»Explorations of the Polaris Expedition to the
Northpole». Der Gelehrte der Expedition Dr. BESSELS, welcher
verschiedene wertvolle Sammlungen an der Polar-Ba” zwischen
lat. 81”, 20' und 81”, 50" gemacht hatte, iiberliess PAUKARD Jr.
seinen Fund von Sisswasserkrustern und Insekten zur Bestim-
mung. Dieser gab darauf »a preliminary notice in ordre to
secure priority» heraus. Hier ist auch eine Collembolaform, der
Gattung Isotoma angehörend, aufgenommen, die er nach dem
Entdecker Besselsiz nennt und iiber welche er eine kurze Dia-
gnose aufstellt. In Proceedings of the Academy of Natural
Sciences of Philadelphia Part III p. 335. 1878 wird »a new
Species of Smynthurus S. quadrimaculata» von J. N. O. A.
RYDER beschrieben. — Der Verfasser sagt von der Form fol-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o8. TY
gendermassen: »Its distinguishing character consists in the two
pure white spots low down on each side of the abdomen the
posterior ones larger than the anterior by one-third to one-
half, are arranged, when the back of the animal is viewed from
above, in an equilateral quadrangle. In form it greatly re-
sembles the 5. Bourletii but in marking and color it is so to-
taly distinct that it would be immediately recognized as dif-
ferent.» PACKARD Jr. erwähnt weiter im >»American Naturalist»
fär 1881, pag. 231 im Aufsatz »Fauna of the Luray and New-
market caves, Virginia» unter anderen Insekten »two species
of Thysanura» und zwar einen hellen Sminthurus mit rötlichen
Ocellarfleceken und eine weissliche Varietät von Tomocerus
plumbeus (LINNÉ).
Schliesslich kommt in der oft erwähnten Zeitschrift vol.
XX fir 1886 auf pag. 299 in dem Abschnitt »Embryologie»
ein Aufsatz vor iber »The Development of Anurida maritima
Guer. of JoHN A. RYDER.»
Sämmtliche obenerwähnte Arbeiten hatte ich Gelegen-
heiten durchzusehen. Die meisten waren doch von unter-
geordnetem Intresse fir diesen Aufsatz, denn sie leiden alle
an einer gewissen Mangelhaftigkeit, da sie sich nämlich haupt-
sächlich innerhalb Farbenbestimmungen bewegen während die
Form des Tarsus und der Furcula, von welchen man die am
meisten konstanten und karakteristisehen Merkmale bekommt,
ziemlich oberflächlich behandelt werden.
COLLEMBOLA.
Fam. I. Sminthurideze.
Gen. I. Sminthurus LATREILLE.
A. BSetosi.
1. Sminthurus Eisenii n. sp.
(Taf. I, Fig. 1—6.)
Rufus vel subcanus, signaturis in parte abdominis
posteriore nigris longitudinalibus vel persepe triangu-
laribus, quas in margine interiore signature alix al-
bide sepissime sequuntur. Antenn&e capite multo
8 H. SCHÖTT, KALIFORNISCHE COLLEMBOLA.
longiores. articulo gquarto omnium longissimo. Ungui-
culus superior vaginatus, uno dente armatus, ungui-
culus inferior appendice filiformi unoque dente in-
structus. Mucrones furcul&e limbo utrique undulato.
Pili clavati in tibiis furculaque nulli. Long. 1.:—2 mm.
Der FEinteilung TuLLBERG's in Bezug auf die Familie Smin-
thuride folgend, setze ich vorliegende Gattung in die Abteilung
Setost, da der Körper mit zahlreichen, groben Borsten bedeckt
ist. Sie ähnelt in ihrem Habitus sehr S. fuscus (LINNÉ) und
hat wie dieser ein grosses, subtrianguläres Abdominalsegment.
Bisweilen kann die Erweiterung nach hinten ganz unbedeutend
sein, wodurch die Form mehr langgestreckt erscheint. Sie
scheint ein Glied zwischen S. fuscus (LINNÉ) und S. viridis
(LINNÉ) LUBBOCK zu bilden, mit welchen sie auch auffallende
Verwandtschaft zeigt. Aber wenn man auch in der äusseren
Körperform und im RR der appendiculären Teile eine gewisse
äussere Åhnlichkeit entdecken kann, so treten doch Unter-
schiede in den Einzelheiten der letzteren bei den drei Formen
auf, welche ausreichend sind um jeder einen selbständigen
Platz in der Artenserie anzuweisen.
Die Fihler sind ihrer Bildung nach bei der kalifornischen
Form bedeutend abweichend von denjenigen des S. fuscus
(LINNÉ). Sie erinnern sehr an die des S. viridis (LINNÉ) LUB-
BOCK, dadurch dass das Endglied ungewöhnlich lang ist, eben
so lang als die drei iibrigen zusammen. Dies ist hingegen nie
der Fall bei S. fuscus (LINNÉ), wo »articulus ultimus antenna-
rum» nur die zusammengelegte Länge der zwei nächsten Glie-
der beträgt. (Siehe Fig. 5, Taf. II!) Ferner ist das dritte
Glied etwa doppelt zo lang als das zweite. Bei S. fuscus
(LINNÉ) sind die beiden Mittelglieder ganz gleich lang.
Die Tarsalglieder der Extremitäten sind bei allen drei
Formen insofern iibereinstimmend als »unguiculus superior» in
eine Tunica pellucida eingehöllt ist, die aber nicht so deut-
lich hervortritt beim S. Hisenii wie beim S. fuscus (LINNÉ).
Was die Denticulation der Krallenglieder betrifft, so nähert
sich S. Hiseni dem S. viridis (LINNÉ) LUBBOCK, da wenigstens
die Ober- und Unterkrallen der beiden hinteren Extremität-
paare mit je einem gut entwickelten Zahn versehen, der bei
dem dritten Paar beguinders gross ist und welche durch ihre
Lage dem Krallenglied im Buken eine gewisse Åhnlichkeit
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 8 9
mit dem der Papiriden verleiht. Ob sich ein solcher Zahn
auch bei der Unterkralle des vordersten Beinpaares befindet, muss
ich dahingestellt sein lassen, denn bei allen von mir unter-
suchten Individuen fehlte er. Doch findet sich immer in der
Mitte der Kralle ein kleiner Einschnitt, den man ja einen Zahn
nennen könnte. Anmerkungswert ist, dass der Fadenanhang
des »unguiculus inferior» des letzten Beinpaares ziemlich karz,
schön gebogen und an der Spitze geschwollen ist. Vielleicht
funktionirt er als Spärhaar. Bei den ibrigen Beinpaaren ist
er länger und von gewöhnlicher Form.
Vom »the tarsus» bei S. fuscus (LINNÉ) sagt LUBBOCK: >»On
the outer side was an elliptic elongated claw, transparent above,
terminating in a spine and bearing also one large tooth and
three smaller ones on its under side. On the underside of the
tarsus is a second claw, smaller and more slender than the
first.> Diese »three smaller ones», die er zur Oberkralle ver-
legt, sind sehr schwer wahrzunehmen und zeigen sich völlig
deutlich lediglich bei Macerationspräparaten von in Weingeist
gelegten Thieren. Beim Kochen in Glycerin schwillt die durch-
sichtige Hille an, zieht sich hinauf und lässt den unteren Rand
der Kralle fast entblösst liegen. Nichtsdestoweniger ist es auch
bei diesem Verfahren beinahe unmöglich irgend eine Denticu-
lation zu entdecken. Solche Zähnchen fehlen indessen ganz
und gar bei der kalifornisehen Form.
Die Furcula weist bedeutende Verschiedenheiten zwischen
den drei Arten auf. Hinsichtlich der Dentalteile stimmen SS.
Fisenir und S. viridis (LINNÉ) LuBBoCK durch das Nichtvor-
handensein von »pili clavati> äberein. Diese finden sich da-
gegen bei S. fuscus (LINNÉ). LUBBOCK weist darauf hin indem
er von »the spring» sagt, dass »the basal segment bears a num-
ber of short and simple as well as three tenent hairs». Jedoch
habe ich bei allen von mir untersuchten Exemplaren dieser
Art nicht mehr als zwei Paare finden können. Sie sind ausser-
ordentlich lang und mit deutlichen Anschwellungen versehen.
Mucrones furcule&e sind bei S. Eisenii denticulirt oder richtiger
an den beiden freien Rändern gekraust, bei S. fuscus (LINNÉ)
nur an dem einen Rand; während bei S. virides (LINNÉ) beide
Ränder völlig glatt sind.
Die Farbenzeichnung bei den typischen Exemplaren der
behandelten Sminthuriden ist eine besonders karakteristische.
Der grösste Teil des Abdomen ist dunkel gelbbrann mit Flec-
10 H. SCHÖTT, KALIFORNISCHE COLLEMBOLA.
ken verschiedener Form. Am auffallendsten sind zwei läng-
liche oder trianguläre, sammetschwarze Flecke am hinteren
Teile des grossen Abdominalsegments; ihnen entsprechen auf
den resp. Innenseiten weissliche, etwas ins Violette gehende,
welche bisweilen dieselbe Ausdehnung haben wie die dunkelen.
Ausserdem treten zerstreute Flecke von rechtwinkliger oder
quadratiseher Form auf, von denen der eine, der seine Lage
unmittelbar iäber den eben erwähnten schwarzen und weisslichen
hat, konstant zu sein scheint. Der vordere Teil des Abdomens
ist heller, gelb oder grau, von derselben Farbe wie Thorax und
der Kopf. Auf dem hellen Abdominalteil kann man zwei late-
rale dunklere Bänder wahrnehmen, von denen drei iibereinander
liegende Bogenlinien ausgehen, welche sich nach der Median-
linie des Körpers zu convergiren. Diesen Bogenlinien ent-
sprechen ebenfalls an ihrem unteren Rand undeutlich markirte,
weisse Linien. Die dunklen Lateralbänder setzen sich am
Rande des Thorax und des Hinterkopfes fort, wo sie zwei
Flecke von grösserer Ausdehnung bilden. Ausserdem zeigen
sich einige dunkle Flecke von unbestimmter Begrenzung auf
der Vordergeite des Kopfes nebst zwei schwarzen Ringen um
die Basen der Fihler herum. Die Extremitäten, die Furcula
und die drei ersten Glieder der Fihler erscheinen ungefärbt.
Das letzte Fihlerglied hingegen ist dunkel.
Ausser einigen jungen Individuen, bei denen die Zeichnung
noch nicht völlig ausgeprägt ist, finden sich in meinem Ma-
terial zwei ganz ausgebildete, die in der Farbe vom typischen
Exemplar abweichen. Bei dem einen ist der ganze Kopf schmutz-
grän, das Abdomen hell rotgelb mit einigen, unmerkbaren An-
deutungen der grossen Flecke. Beim anderen ist der Kopf
von gewöhnlicher Farbe, aber das Abdomen ungewöhnlich hell
braungelb und der hintere Teil des grossen Segments mit zwei
lateralen, schwarzen Flecken versehen, welche die Form von
Triangeln haben, die sich nach oben zu in einen dunklen Fleck
mit transversaler Ausdehnung vereinen. MSiehe ubrigens die
Abbildung! 25 Exemplare.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o8. 11
B. Pilosi.
Sminthurus luteus LUBBOCK.
(Taf. II, Fig. 6—8.)
1867. Smynthurus luteus LUBBOCK, Notes on the Thys. P. III,
p, 296 (Transact. of the
Linn. Soc. vol. XXVI.)
Sminthurus » 1872 TULLBERG, »Sveriges Podurider», Pp.
32 (Kongl. Sv. Vet.-Akad:s
Handl. Bd; L05 N:o 10):
Ich habe kein Bedenken getragen obige Form einem der
kalifornischen Smintlhuriden gleichzustellen, obwohl Verschieden-
heiten beobachtet werden können. Ich halte dieselben doch
fir zu unwesentlich, als dass die Aufstellung einer neuen Art
dadurch begrindet werden könnte; sie beziehen sich nur auf
die Farbenzeichnung. Während der europäische S. luteus LuB-
BOCK ganz rein gelb mit einer leichten Schattirung in braun
auf der Dorsalseite des Abdomen ist, hat die kalifornische Art
drei ausgeprägte Farben. Die Grundfarbe ist gelb. Auf dem
grossen Abdominalseoment kommt ein dunklerer Fleck von
regelmässiger Forn vor und unterhalb desselben auf den Seiten
zwei gleichfalls dunklere Bänder, die ohne scharfe Begrenzung
in die Grundfarbe ibergehen. Die Augen sitzen auf schwarzen
Flecken, die von weissen Ringen ohne distincte Konturen um-
geben sind. Diese Ringe scheinen konstant zu sein, denn sie
sind auf allen Exemplaren vorhanden. HEigentiimlicher als die
Zeichnung auf der Rickenseite des Segments ist sie auf der
Hinterseite desselben Körperteils. Dort kann man zwei transversal
liegende, elliptische, blendend weisse Flecke wahrnehmen, die
in der Medianlinie durch einen vertikalen von geringerer Aus-
dehnung zusammengehalten werden. Diese Flecke liegen un-
mittelbar hinter dem letzten Extremitätenpaar. Weiter herab
an der Basis des grossen Abdominalsegments bemerkt man zwei
grosse, lateral liegende, unregelmässige Flecke von derselben
intensiven weissen Farbe. Die Antennen sind bräunlich und
haben lange, deutlich annulirte Endglieder. Die Beine sind
hell, beinahe weiss, die Gabel erscheint bei darauffallendem
Licht bläulich. Von den tibialen Spärhaaren ist das eine an
der Unterseite der Tibia befestiget und aufwärts gebogen.
LuBBOCK erwähnt in seiner Beschreibung freilich nur »two
tenant hairs», aber sowohl bei den skandinavischen wie bei den
kalifornischen fir S. luteus LUBBOCK gehaltenen Formen sind
12 H. SCHÖTT, KALIFORNISCHE COLLEMBOLA.
die hinteren Extremitätenpaare mit zwei und die beiden vor-
deren mit drei Spirhaaren versehen.
Im Bau des Körpers herrscht vollständige Ubereinstimmung,
indem die Thoracalsegmente und der vordere Teil des grossen
Abdominalsegments höher liegen als der hintere Teil desselben
Segments, wodurch der Ricken gesattelt erscheint. 12 Exem-
plare.
Sminthurus niger LUBBOCK.
UPATSVIESARIGSE)
1867. Smynthurus niger LurBocK, Notes on the Thys. P. III.
p. 297 (Transact. ot. the
Linn. Soc. Vol. XXVI).
Sminthurus »; 1872 TULLBERG. Sveriges Podurider p. 33
(Kongl. Sv. Vet.-Akad:s
Handl. Bd. 10 N:o 10).
Von dieser Art giebt es eine relativ grosse Anzahl Indi-
viduen in verschiedenen HEntwickelungsstadien; die juängeren
sind gelbweiss, aber die älteren besitzen die typische, schwarze
Grundfarbe und das charakteristische, halbmondförmige, weisse
Feld auf der Innenseite der Augenflecke. Die emzige Ab-
weichung von dem skandinavischen S. niger LUuBBOCK scheint
mir in der schneeweissen Farbe der appendiculären Tetle und
in eimer konstant vorkommenden Zeichnung auf der Dorsalseite
der vorderen Körperteile zu liegen. Ausser den erwähnten intra-
oculären Flecken treten nämlich auch einige gleichfarbige aber
unregelmässig geformte auf den Hinter- und Seitenteilen des
Kopfes auf, und zwei mehr oder weniger distincte longitudi-
nelle Linien auf dem Frontalteil desselben. Auch zeichnet sich
das erste Thoracalsegment durch zwei bisweilen in Verhältnis
zu einander regelmässig gestellte, weisse Flecke aus. Ich gebe
eine Abbildung des ganzen Tieres, welche seine Zeichnung treu
darstellt.
Die skandinavische Form ist, abgesehen von »macule nigre
inter oculos», ganz schwarz, und ihre Extremitäten sind »wenig
heller als der Körper».
Es ist wohl möglich, dass diese Art mit FitcH's Smyn-
thurus signifer, woriiber folgendermassen geschrieben worden,
identisch ist: »Black with two short, pale, yellow stripes upon
the head, the underside and legs dull white. Antenne three-
fourths the length of the body, black, their bases pale yellow-
ish. The body is longer than broad, almost globular, without
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. VI. N:0o8. 13
any projection at its tip and about twice as broad as the
head.»
Noch schwieriger wird die Emwtscheidung in Anbetracht
dessen, dass PACKARD die Form von FIiTcH mit einem von ihm
benannten SS. elegans 1identificiert, die aber meines Erachtens
wenig Gemeinschaft im Charakter mit S. signifer FiTcH hat.
Sminthurus plicatus n. sp.
(Taf. II, Fig. 2—5.)
Corpus globosum. Articulus quartus antennarum
proximos tres longitudine fere equans, in annulis pau-
cis divisus. Mucrones furcul&e excavati limbis plicatis.
Unguiculus superior nudus. Pili clavati in tibiis nulli.
Bone. mm.
Von dieser Art enthält die kalifornische Sammlung nur
zwei Exemplare, die aber in jeder Hinsicht mit einander
ubereinstimmen. Die Grundfarbe ist weiss mit einem leicht
rötlichen Anstrich. Der Koprj ist hell bis auf die schwarzen
Augenflecken, die ungewöhnlich gross sind, und einen schwarzen
Fleck in der Mundgegend. Thorax ist ganz hell, das Abdomen
ist mit zwei lateralen und einem medianen Längenband von
schwärzlicher Farbe versehen. Die Bänder strecken sich längs
des ganzen, grossen Abdominalsegments und sind so breit, dass
die helle Farbe nur wie zwei ovale Flecke auf den Seiten des
Tieres auftritt, was die Entscheidung, ob die helle oder die
dunkle Farbe als Grundfarbe anzusehen ist, ausserordentlich
erschwert. Die HFaotremitäten und die Furcula sind schwach
violett, die Antennen dagegen dunkel blauviolett. Das äusser-
ste Glied der letzteren ist deutlich annuliert und hat streng
genommen nur fimnf distinete Ringe, von denen die drei mitt-
leren kleiner aber im Vergleich mit einander gleich gross sind,
das erste und letzte hingegen länger. An diesem kann man
einen schwachen Ansatz zu weiterer Segmentierung wahrnehmen.
Keine keulenförmigen Spärhaare auf den Tibien waren zu ent-
decken. Das Endsegment der Gabel ist von eben so eigen-
timlicher als schöner Form. Es bildet eine offene Rinne, deren
Ränder äusserst diänn und faltig sind. Das Segment schliesst
in einem Ring ab. Ob es ein wirklicher ein Lumen umfassen-
der Ring ist oder ein Rahmen fir eine Chitinmembran, kann
ich nicht mit Gewissheit entscheiden. Die Form ähnelt im
14 H. SCHÖTT, KALIFORNISCHE COLLEMBOLA.
Ausseren sehr dem SS. elegantulus REuTER. Der gefaltete Rand
der »Mucrones furcule» hat auch ein Gegenstiäck bei eben-
erwähnter Art, obwohl die Form des Segments an und fär sich
eine ganz andere ist.
Gen. II. Papirius LUuBBOCK.
(Taf. III, Fig. 1—3.)
1. Papirius maculosus n. sp.
Albidus vel cinereo-flavescens, maculis ceruleis in
dorso capiteque dispersis. Antenne corpore breviores,
articulis ceruleis. Unguiculus superior nudus denti-
culis duobus armatus, unguiculus inferior denticulo
uno perpendiculato instructus. Long. 1,5—2 mm.
Dieser einzige Repräsentant der Sammlung der Gattung
Papirius ist ausnehmend hibsch und steht P. ater (LINNÉ) zu-
nächst. Die Bildung der Furcula und der Krallen betreffend,
ist die Ubereinstimmung der Formen mit einander eine voll-
ständige. Das Basalstäck der Gabel ist kurz, die Zähne un-
gefähr drei Mal so lang als die Endsegmente, welche oval
löffelförmig, gleichmässig breit und rings um den freien Rand
grob gezähnt sind. Die Zähne sind mit zwei wesentlich ver-
schiedenen Arten Borsten besetzt, teils mit gewöhnlichen, ein-
fachen, teils mit sogenannten ausgesperrten Borsten, welche
kärzer als die ersteren aber dick sind und den Eindruck machen
selbst borstentragend zu sein. Die beiden Borstenarten sitzen in
symmetrischer Anordnung im Verhältnis zu einander und zwar
so, dass im Allgemeinen zwei einfache Borsten zwei Paar aus-
gesperrte zwischen sich haben. Die unterste, eimfache Borste
steht unmittelbar oberhalb des Endsegments und ist die grösste;
sie reicht fast bis zur Spitze der Gabel.
Die Oberkralle ist mit zwei weniger gut entwickelten Zäh-
nen und die Unterkralle mit einem sehr grossen Zahn versehen,
der fast vertical gegen das Glied sitzt, das ausserdem noch
einen Fadenanhang an der Spitze trägt. Bei den viergliederi-
gen Antennen ist das dritte Glied am längsten. Dieses ist iäbri-
gens nahe der Spitze deutlich annuliert. Ich konnte wenig-
stens finf Ringe unterscheiden, das Endglied ist auch ziemlich
deutlich geringelt.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o8. I5
Das Tier hat eine weisse Grundfarbe, die bisweilen in einen
gelblichen oder grauen Ton iibergeht. Beinahe die ganze Ober-
seite des Körpers ist mit einer Menge dunkler Flecke von wech-
selnder Form und schwarzblauer Farbe, die oft ins klare himmel-
blau ibergeht, bedeckt. Das ganze Tier erscheint gesprenkelt
durch die Verteilung der dunklen Farbe auf hellerem Grund,
doch macht sich eine gewisse Regelmässigkeit in der Zeich-
nung geltend. Die drei in meinem Material befindlichen Indi-
viduen sind einander völlig gleich, weshalb es iäberflässig sein
diärfte auf eine nähere Erklärung der Form und Verteilung
der Flecke einzugehen, ich weise also nur auf die gegebene
Abbildung hin, fige aber hinzu dass die Antennen ganz dunkel-
blau ohne weisse Spitzen und die Extremitäten abwechselnd
hell und dunkel sind. Die untere Hälfte der Tibia ist weiss
wie bei P. ater (LINNÉ) und P. polypodus LuBBocK. Die Gabel
ist schwach violett und die Unterseite des Tieres rein weiss,
ich konnte aber keine grösseren Borsten auf dem grossen Ab-
dominalseoment entdecken. Hingegen liessen sich zwei para-
lelle Reihen äusserst feimer Haare auf dem hinteren Teil des
genannten Segments wahrnehmen.
PACKARD beschreibt zwei Papiriden, P. marmoratus und
P. texensis, von denen der erste in Bezug auf die Zeichnung
der vorliegenden Art sehr zu ähneln scheint, aber ein wichtiger
Unterschied spricht sich unter Anderem in dem Merkmal aus,
das er beiden seinen Formen beilegt, nämlich: »claws with
three teeth on the edge of larger claw».
Fam. II. Entomobryide.
Gen. I. Tomocerus NICOLET.
Von dieser Gattung enthält mein Material einige wenige
Exemplare, aber sie sind alle so maceriert, dass es unmöglich
ist sie zu bestimmen. HEine hierhergehörige Art wird als be-
sonders allgemein in Nord-Amerika bezeichnet. PACKARD sagt
nämlich in »Bristle tails and spring tails»: »The European T.
plumbea (LINNÉ), Podura plumbea of authors, is one of our
most common species.» Da aber die von TEMPLETON entlehnte
Abbildung iber das Tier sehr schematisch ist, so ist es schwer
zu entscheiden, ob es die Form sei, welche unter dem Namen
Macrotoma plumbea (LINNÉ) in »Sveriges Podurider» verzeich-
16 H. SCHÖTT, KALIFORNISCHE COLLEMBOLA.
net steht, oder die von LuBBocK beschriebene Tomocerus plum-
beus LINNÉ, welche aber eine ganz andere Art als die schwe-
dische ist, von der sie unter Anderem dadurch abweicht, dass
»the large claw at the extremity of the tarsus has six minute
teeth on the under side».
Gen. II. Entomobrya Rondani.
Ich habe NicoLrEr's Gattungsnamen Degeeria gegen obigen
vertauscht und zwar aus folgenden Grinden: Im Jahre 1842
zerteilte NICOLET BourLeTt's Gattung Isotoma in zwei verschie-
dene und gebrauchte dabei als Einteilungsgrund die gegen-
seitigen Grössenverhältnisse der Körpersegmente. Aus dieser
Einteilung gingen die Gattung Desoria, welche in beschränk-
tem Sinn Isotoma gleichkommt, und Degeeria hervor. Schon
fräher im Jahr 1838 war indessen der Name Degeeria einem
Parasitdipter non eimem Verfasser gegeben worden, weshalb
ein späterer Verfasser RONDANI vorschlägt, einen Austausch
dieses Gattungsnamens in der Collembolagruppe gegen den Na-
men Entomobrya vorzunehmen. Mehrere Collembologen haben
später wegen Vermeidung von Irrtimern und auf Initiative des
GEORGE BROOoOK diesen Namen angenommen. Wenn man nun
in dieser Hinsicht gute Grinde haben kann Brook zu folgen,
so scheint es mir andrerseits unmöglich auf die Artenverteilung
einzugehen, welche selbiger Verfasser in seiner kritischen Be-
handlung der Deegeriaformen 'TULLBERG's vorschlägt. TULL-
BERG'S Arteneinteilung beibehaltend, schliesse ich mich völlig
der Ansicht an, die REUTER in seinem Aufsatz: Collembola in
Caldariis viventia pag. 27 hieriber äussert.
1. Entomobrya nivalis LINNÉ.
1758. Podura nivalis LINNÉ, Syst. Nat, döds rebels
PxO095
Degeeria > 1872, TULLBERG, Sveriges Podurider, p. 39
(Kongl. Sv. Vet.-Akad. Handl.,
BA 105, N:orik05)
Zwei völlige typische Exemplare.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 6. I7
2. Entomobrya multifasciata TULLBERG.
1871. Degeeria — multifasciata TULLBERG, Fört. öf. Sv. Pod.,
p. 148 (Öfvers. af
Köngls Sv-nvet.-
Akad:s Förhandl.
N:o)
Entomobrya » 1883, Brook, A Rev. of the Gen.
Entomobrya Rond.,
p- 278 (Linn. Soc.
Journ. Zool., vol.
VIL)
1872. Degeeria — decemfasciata PACKARD J:or, Fifth. ann. rep.
of the Trust Peab.
Acad. of science,
p. 40.
Auf die in Fifth ann. rep. of the Trust Peab. Acad. of
Science veröffentlichte und DPegeeria decemfasciata gewidmete
Beschreibung PACKARD's gestiitzt, hielt ich mich fir berechtigt
diese Art fir synonym mit obiger europäischer Form zu halten.
Es sagt nämlich: »Body pale greenish yellow with ten trans-
verse dorsal black stripes, more or less marked including the
band annecting the eyes.»
Selbiger Verfasser hat im »Guide to study of Insects» eine
Abbildung iiber eine Degeeriaform geliefert, die er flavopicta
nennt und fär identisch mit decemfasciata hält. Sie hat in-
dessen nur zwei dunkle Fascien und kann also letzteren Na-
men nicht mit Recht tragen. Avuch macht der Verfasser weiter
unten in seiner Beschreibung die Anmerkung: »It is not very
characteristically figured in le Guide to study of Insects, third
red. PI. 10, fig. 2, 3 under the name Degeeria flavopicta,
which is inapplicable and which I desire to have dropped.»
3. Entomobrya marginata TULLBERG.
1872. Degeeria marginata TULLBERG, Sveriges Podurider, p. 41 (Kongl.
Sv. Vet.-Akad:s Handl., Bd 10,
N:o 0):
Einige Exemplare.
Gen. III. Sira LUBBOCK.
(Taf. IV, Fig. 1)
1. Sira purpurea n. sp.
Flava, signaturis purpureis que in segmento tho-
racico tertio et in segmento abdominis primo secundo-
2
AA
18 H. SCHÖTT, KALIFORNISCHE COLLEMBOLA.
que fascias, totam aream segmenti non occupantes,
formant. Segmenta abdominalia cetera purpurea.
Köng. 2-1 Emm,
Da die Gattungen Entomobrya RONDANI und Sira LUBBOCK
sich nur durch das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein
von Schuppen unterscheiden, so ist es natiärlich unmöglich die
Gattung der hierhergehörenden Formen zu bestimmen, da nur
in Weingeist conserviertes Material vorliegt. Wenn ich aber
nun obige Form zur ersten Gattung fihre, so geschieht dies
nur wegen der Zeichnung derselben. Diese erinnert insofern
an diejenige bei unseren Sira-arten, dass keine Fascien mit
scharf markierten Konturen wie bei allen bisher bekannten
zweifarbigen HEntomobryaformen vorhanden sind, sondern nur
langgestreckte Flecke, die one scharfe Begrenzung in die Grund-
farbe iäbergehen.
Die Form ist ausnehmend schön und von den schwedi-
schen Arten der Gattung Sira LUuBBOcK wohl unterschieden.
Das erste Thoracalsegment ist rotviolett, das zweite oben ganz
hell, hat aber an der Kante einen dunklen Rand, welcher von
dem ganz dunkel gefärbten Basalglied des zweiten Extremi-
tätenpaares, das wie die ibrigen dunkle Coxalglieder hat, nach
der entgegengesetzten Seite verläuft. Das dritte Thoracal-
segment und die beiden ersten Abdominalsegmente sind unge-
fähr gleich und mit violetten Querbändern versehen, die sich
nur iäber die Dorsalfläche der Segmente erstrecken, wohingegen
die Seiten gelbweiss sind. Das dritte und vierte Abdominal-
seoment sind völlig violett, das funfte und sechste von gemisch-
tem Colorit. Das Manubrium der (7abel und ein kleinerer Teil
der Dentes sind schwach violett, der iäbrige Teil und die End-
seomente ungefärbt. Der Kopf ist hell, die Augen stehen auf
schwarzen Flecken mit einer dunklen Verbindungslinie zwischen
sich. Die Antennenglieder sind schwach violett, heller nach
den Spitzen hin. Die Abdominalsegmente, besonders die hin-
teren, sind mit dichten Haaren versehen, die noch dichter auf
den beiden Seiten sind und sich nach den Dentes furculxe
fortsetzen, auch in der Nackenregion befinden sich solche
Haare.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o8. 19
Gent LVEREDrepanura NEN os
(Pat. LV, Bis. 2— 5)
1. Drepanura californica n. sp.
Mesonotum non prominens. Segmentum abdomi-
nale quartum triplo vel quadruplo longius quam ter-
tium. Antenne dimidia parte corporis breviores, quadri-
articulat2e, articulo secundo et tertio inter se fere
equalibus, quarto omnium longissimo. Ocelli 16; 8
i utrogue latere Ccapitis. Pili clavati precipue im
regione cervicis et in segmentis apicalibus stipati.
Mucrones furcul&e parvi falciformes. Squame?
Wegen der Abweichungen, welche vorliegende Form vom
Entomobryatypus, mit welchem sie besonders grosse Verwandt-
schaft zu haben scheint, zeigt, habe ich vorläufig von dersel-
ben eine besondere Gattung gebildet. Als konstante Merkmale
fär die Gattung Entomobrya gelten unter Anderem die kleinen,
doppeltgezähnten Endsegmente der Furcula und die nahe ge-
genseitige Ubereinstimmunpg in der Länge der drei äusseren
Antennenglieder. Bei Drepanura kann man nur von einem
Mucronalzahn sprechen, der aber eigentlich nichts Anderes ist
als die schwach gebogene Spitze des Endgliedes. Wie aus
der Diagnose hervorgeht, so ist das zweite und dritte Glied
der Antennen fast gleich gross, das vierte hingegen ungefähr
doppelt so gross als das vorhergehende. Dadurch nähert sich
die Form der Gattung Lepidocyrtus BouRLET, von welcher sie
ausser dem Nichtvorhandensein von »mesonotum prominens»,
leicht durch den Mucronalteil der Gabel unterschieden werden
kann. Dieser ist bei Lepidocyrtus BoURLET gross und mit zwei
gröberen Zähnen nebst einem vor diesen eingefägten, schief
abwärts gerichteten schmäleren Zahn versehen.
Die Rumpfsegmente sind ihrer Bildung und gegenseitigen
Grössenverhältnisse nach so nahe mit denjenigen der Entomo-
brya RONDANI iibereinstimmend, dass es iberflissig sein därfte
hier auf nähere Détaile einzugehen. Keulenförmige Haare
kommen besonders am vorderen Rande des zweiten Thoracal-
segments aber auch auf den iibrigen Körpersegmenten vor, wo
sie in klemen Bindeln auf der Grenze zwischen den Segmenten
!) von TO doenxavov = Sichel. und 77 ovod = Schwanz gebildet.
20 H. SCHÖTT, KALIFORNISCHE COLLEMBOLA.
sitzen. Dentes furcule sind ihrer ganzen Länge nach mit
kurzen Haaren besetzt, die noch den Spitzen zu dinner wer-
den um am Heftpunkt des Endgliedes ganz aufzuhören. Die
Oberkralle ist mit zwei Zähnen und die Tibien mit einem an
der Spitze angeschwellten Spiär versehen.
Der Platz der Form innerhalb der Entomobryaserie lässt
sich nicht mit Gewissheit bestimmen, da mir nur in Weingeist
conserviertes Materialzur Verfigung stand, weshalb es unmög-
lich ist zu entscheiden ob der Körper mit Schuppen bekleidet
war oder nicht. Nimmt man Ricksicht auf den Bau der An-
tennen, so därfte Prepanura einen Ubergang von Lepidocyrtus
BOouURLET einerseits zu Entomobrya RONDANI und Sira LUBBOCK
andrerseits vermitteln.
Im Zusammenhang hiermit halte ich fär geeignet eine an-
dere, zur lntomobryaserie gehörende, aberrante Gattung, Sinella,
zu erwähnen, die von GEORGE BRooK in the Linnean Society's
journal-zoology vol. XVI aufgestellt wurde. Sie hat ganz den-
selben Segmentbau wie Entomobrya RONDANI, weicht aber da-
durch ab, dass sie nur vier Ocellen hat, zwei auf jeder Seite
und auf besondere Flecke verlegt. Jeder Dentalteil der Gabel
ist abwärts in drei Zacken geteilt, von denen der mediale Mu-
crones besitzt, während die lateralen aus longitudinell aus-
gezogenen, mit Wimpern besetzten Dornen bestehen, die wohl
als umwandelte Keulenhaare anzusehen sind. Mucrones sind
auf dieselbe Weise wie bei Entomobrya RONDANI gebildet.
Die Oberkralle ist mit einem central sitzenden grösseren Zahn
versehen, zwei kleinere Seitenzähne und die Z'ibien sind ohne
Spärhaare. Schuppen fehlen.
Die Frage lässt sich autstellen, ob es richtig sei neue
Gattungen aus Formen aufzustellen, welche mit Ricksicht auf
den Segmentbau und die Körperbedeckung einzig und allein
durch die Verschiedenheiten der appendiculären Teile und die
Anzahl der Ocellen absolute Kongruenz aufweisen. Man sollte
vielleicht lieber alle Formen des betreffenden, segmentalen
Habitus zu einer der Gattungen Entomobrya RONDANI oder Sira
LuBBocK hinfähren und andere weniger wichtige, morpho-
logische Verschiedenheiten einer neuen Arteinteilung zu Grunde
legen. Meines Erachtens wäre dieses eim konsequentes Ver-
fahren nach dem Princip, welchem man bei anderen Gattungen
beispielsweise bei Isotoma Bourret folgte. Bei der grössten
Mehrzahl der Arten innerhalb dieser Gattung kommen 16 Ocel-
BIHAAGG TILL K. SV. VET.-AKAD.: HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 8 21
len vor. Indessen giebt es auch Formen mit 6, 4 (diese dann
mit derselben Verteilung und Lage wie bei Sinella) und sogar
keinen Ocellen. Nur zwei bisher bekannte Formen haben tibi-
ale Spirhaare, aber in der Bildung der Furcula, der Extremi-
täten und der Antennen herrschen wesentliche Verschieden-
heiten. Nichtsdestoweniger hat man die Gattung nicht zer-
gliedern wollen und zwar wegen des bei allen auftretenden
typischen Segmentbaues und der Körperbedeckung.
Als wirkliches Glied in der Kette bisher bekannter Collem-
bola muss man dagegen eine solche Gattung wie die von TULI-
BERG in »Collembola borealia» aufgestellte Corynothrix ansehen,
welche zugleich Isotomas Segmentbildung wie Entomobryas
Körperbekleidung besitzt.
Es dirfte indessen berechtigt und der Ubersicht wegen
geeignet sein, wenigstens vorläufig auf Grund morphologischer
Abweichungen von mehr untergeordnetem Wert neue Gattun-
gen innerhalb der Entomobryaserie aufzustellen, wo man bei
der Arteinteilung ausschliesslich auf den Farbencharacter an-
gewiesen ist und sich gewöhnt hat, die Bildung derjenigen
Organe, welche bei anderen Collembolagattungen fir artbe-
stimmend gelten, als gleichartig fiir die ganze Serie anzusehen.
Ausser den obigen kalifornischen Entomobryaformen giebt
es in der Sammlung noch eine solche, bei welcher das dritte
Thoracal- und das erste Abdominalsegment ganz schwarz sind.
Zwei kleine dunkle Punkte auf dem grossen Abdominalsegment,
eine unregelmässige Schattirung auf den Seiten des Kopfes
und einen violetten Schimmer bei den Gliedern der Antennen
ausgenommen ist das ganze Tier rein weiss. Da ich indessen
nur zwei Individuen zu meiner Verfigung habe, so lässt sich
danach doch keine neue Art aufstellen.
Gen. V. Orchesella TEMPLETON.
1. Orchesella rufescens LUBBOCK.
1862. Orchesella rufescens LuBBocKE, Notes on the Thys. P. II.
p- 593 (Transact of the
TITS SOC: V OLSEs Gp)
» » 1872, TULLBERG, Sveriges Podurider p. 43
(Kongl. Sv. Vet.-Akad:s
Handl. Bd. 10 N:o 10).
Ein einziges Individuum der hellen Form ohne transver-
selle Fascien angehörend.
22 H. SCHÖTT. KALIFORNISCHE CELLEMBOLA.
Gen. VI. Isotoma BouURLET.
Isotoma viridis BoUrL, var. aquatilis LUBBOCK.
1843. Podura viridis, Bourrzet, Mém. sur Les Podurelles p. 26
(ad part.). |
1872. Isotoma palustris, TULLBERG, Sveriges Podurider p. 45 (ad
(Forma principalis) partem).
1873. Isotoma aquatilis, LuBBocK, Mongraph of the Coll. and Thys.
Pr 40
IKE » tricolor, PACKARD jr., Fift ann. Rep. of The Trust. of
the Peab. Acad. of Science for
the year 18725 po rod
Diese Form ist in zwei Fxemplaren vorhanden, deren Zeich-
nung mit der bei LuBBocK befindlichen grossen Abbildung genau
ibereinstimmt. Wie es sich aus der Synonymik ergiebt, ge-
hört die oben erwähnte Art zu der Serie von der Länge nach
gebänderten und mit steifen Borsten versehenen Isotomaformen
die TULLBERG in Sveriges Podurider I. palustris (GMBELIN) nennt.
Ich glaube mit dieser Anmerkung die Form geniigend bestimmt
zu haben, die ich mit ZI. viridis BouRLETt var. aquatilis LUBBOCK
gemeint, und will mich hier nicht auf eine weitere Entwicke-
lung einlassen, weshalb ich GMELIN's soeben erwähnten Art-
namen verworfen, da ich in eimem bald zu erscheinenden Auf-
satz meine Auffassung darstellen will betreffs der Bedeutung
von der Namenbezeichnung, die in der Collembologischen Litera-
tur fär die Gattung Isotoma Bourret gebraucht wird.
PACKARD scheint, aller Wahrscheinlichkeit nach, die hierher-
gehörende Hauptform unter dem Namen JIsotoma tricolor be-
schrieben zu haben, die er als »our largest and commonest spe-
cies» darstellt; sie ist »dark peagreen»> und hat »the body rather
thickly hairy, with a few hairs much longer than the others
on the terminal two-thirds of the abdomen»>.
Isotoma palustris MÖLLER.
1776. Podura palustris, MULLER, Zool. Dan. Prodr. p. 184.
Isotoma » 1873 LUBBoCK, Monogr. of the Coll. and
Thys?, pa LÖ9:
1876. » Stuxbergii, TULLBERG, Collembola borealia p. 35.
Aus demselben Grund, der bei der vorhergehenden Art
angefiihrt worden ist, wende ich fir diese Form MöLLER's oben
erwähnten Namen an, ohne eine andere Erklärung als die,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:08. 23
welche aus der Synonymliste hervorgeht, beizufigen. Doch
will ich darauf aufmerksam machen, dass die Exemplare von
Kalifornien, welche mir vorliegen, nicht der Länge nach ge-
bändert sind, weshalb sie nicht fär MöLLER's Diagnose zu pas-
sen scheinen. Sorgfältige Studien der Literatur haben mich
doch vollständig iiberzeugt, dass diese Form als eine Varietät
von Podura palustris des genannten Verfassers angesehen wer-
den kann, die ich fir eine ganz andere halte als die von
TULLBERG angefihrte Isotoma palustris (GMELIN), aber dagegen
identisch mit I. Stuxbergii desselben Verfassers.
Einige Exemplare.
Fam. III. Lipuride.
Gen. I. Achorutes (TEMPLETON).
1. Achorutes viaticus TULLBERG.
1872. Achorutes viaticus "TULLBERG, Sveriges Podurider p. 50 (Kongl.
Vet.-Akad:s Handl. Bd. 10. N:o
1005
Diese Form ist in der kaliforniscehen Sammlung reichlich
vertreten und zeigt völlige Ubereinstimmung mit der schwe-
dischen.
2. Achorutes armatus (NICOLET).
1841. Podura armata NICOLET tech. p. serv. ål'Hist.
> Pp
E des” Podur.. ps od-
Achorutes armatus 1872 TULLBERG, Sveriges Podurider p.
51 (Kongl. Sv. Vet.-
Akad:s Handl. Bd. 10
N:o 10).
1872. » marmoratus PACKARD JR. Fifth ann. rep. of the
Trust. Peab. Acad. of
Science p. 30.
Diese Art glaube ich in PACKARD's ÅAchorutes marmoratus
wiederzufinden, wovon es heisst: »Pale gray marbled with large
lilac gray patches. The supra-anal spines are of the same
size, being large and long.» Weiter unten in der Beschreibung
wird hinzugefigt: »This species may at once be recognized by
its pale lilac gray color laid on in patches.>
24 H. SCHÖTT, KALIFORNISCHE COLLEMBOLA.
Gen. II. Xenylla TULLBERG.
1. Xenylla maritima TULLBERG.
1872. Xenylla maritima TULLBERG, Sveriges Podurider p. 52 (Kongl.
Vet.-Akad:s Handl. Bd. 10. N:o
10).
Etwa dreissig Exemplare.
Gen. III. Lipura BURMEISTER.
1. Lipura inermis 'TULLBERG.
1872. Lipura inermis TuLLBERG, «Sveriges Podurider p. 53 (Kongl.
Vet.-Akad:s Handl. Bd. 10 N:o
10).
82. > fimetaria PACKARD JR., a ann. rep. the Trust. Peab.
Acad. of Science p. 28.
Ohne Zweifel meint PACKARD mit ÅL. fimetaria obige Art,
wenn er in seiner Beschreibung sagt: »It may be known from
L. ambulans, with which at first easely be confounded, by
wanting the hooks at the end of the abdomen.»
Eine grosse Anzahl Exemplare.
”
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 8. 25
Explicatio tabularum.
Tab. I.
Fig. 10.2. Sminthurus Fisenii, n. sp. Animal pronum.
2 BG » » Tarsus pedum secundi paris.
SN » » Furcula.
NE » Mucro furculee.
HÖR » Antenna.
Tab. II.
Fig. 1. Sminthurus niger LuBBOCK, Animal pronum.
SERA » plicatus n. sp. Animal e latere visum. NN Na
EOS ) ) Mucro furculze. a EG. ?
vt » » Antenna.
ELO: » ) Tarsus pedum primi paris.
0 6: » luteus LuBBocK, Animal supinum.
SRA » » Mucro furcule.
MR NÖ: > » Tarsus pedum primi paris.
Tab. III.
Fig. 1. Papirius maculosus n. sp. Animal pronum.
STU ER » » Mucro furcule.
Ra: » , Tarsus pedum primi paris.
>» 4. Sminthurus fuscus (LINNÉ) Antenna. | a |
SRA S ; Furceula. | 22 comparandum.
Tab. IV.
Fig. 1. Sira purpurea n. sp. Animal e latere visum.
>» 2. Drepanura californica n. sp. Animal pronum.
SEN » » Mucro furcul&e.
>» 4. Entomobrya spec. Mucro furcule (ad comp.).
» 5. Drepanura californica n. sp. 'Tarsus pedum primi paris.
> 6. ÅLepidocyrtus spec. Mucro furcul&e (ad comp.).
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BIHANG TILL K. SVENSKA VET.-AKAD. HANDLINGAR. Band 17. Afd. IV. N:o 9.
ON
AN APPARENTLY NEW ARACHNID
BELONGING TO THE FAMILY
CRYPTOSTEMMOIDA, WESTW.
T. THORELL.
COMMUNICATED NOVEMBER 11", 1891.
STOCKHOLM, 1892.
KUNGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER.
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ÅR Class Arachnida consists, as is known, of a tolerably
great number of higher Groups, Orders and Suborders, which
are, in general, separated by exceedingly sharp characterist-
ics; transition-forms from one of these groups to another
are therefore rarely met with. Some of them, as the Phry-
norde, the Thelyphonoide and the curious genus HKoenenia,
GRASSI, consist of only a small number of species, or perhaps
sometimes of a single species, and are so isolated, that it is
difficult to assign to them their true rank within the Class;
whereas other equally small and isolated groups, whose syste-
matical place and nearest relations are easily recognised,
differ from these in what might be believed to be their most
essential characters. The Opiliones, or Harvest men, have,
and with reason, been considered as one of the best charac-
terized ÖOrders of Arachnida; it contains, however, a few
groups which in a startling way deviate from the more typi-
cal forms of the Order. Leaving aside the too imperfectly
known genus Gibbocellum, STECK., which is by STECKER,'
SÖRENSEN ” and others considered to belong to the Opiliones,
but has by me” and by ÖCRONEBERG " been referred to the
Chelonethi or Pseudoscorpiones, we have within that Order
two families, the Stylocelloide (= Sironoidw?) Thor., and the
Cryptostemmoide, WEstW., which form the types of two groups
that differ widely from the rest of the Order and from each
' Ueber eine neue Arachnidengattung aus der Abtheilung der Arthro-
gastren, in Sitzungsber. d. k. böhmischen Gesellsch. d. Wissensch., Hft 6,
1875, p. 239 et seq.; — Anatomisches und histologisches iiber Gibocellum,
eine neue Arachnide, in Archiv f. Naturgeschichte, Bd. XXXXII, p. 293
et seq.
? Opiliones Laniatores Musei Havniensis, in Naturhistorisk Tidsskrift,
Ser. III, XIV, p. 560 et seq.
3 Descrizione di alcuni Aracnidi inferiori 'dell'Arcipelago Malese,
in Annali del Museo Civico di Storia Nat. di Genova, XVIII (1882), p. 22
(6) et seq.
t Beitrag zur Kenntniss des Baues der Pseudoscorpione, in Bull. de la
Soc. Imp. d. Naturalistes de Moscou, Nouv. Sér., II (1888), p. 459.
4 THORELL, A NEW ARACHNID.
other. This is especially the case with the Cryptostemmoide,
which have all the cox&e and the maxille grown together
and united along the middle line of the body, thus forming
a connecting link between the Opiliones and the Chelonethi,
though undoubtedly belonging to the former Order.
Of this group, the Cryptostemmoide, only two species
have hitherto been made known: Cryptostemma Westermanni,
GuÉR., from Western Africa, and Cryptocellus foedus, WESTW.,
from South America. Of the former species GUÉRIN-MÉNE-
VILLE gave a rather short and imperfect description in the
Revue de Zoologie, 1838:;”' this description was repeated, in
nearly identical terms, by H. L[ucaAs] in the Dict. Pitt. d'Hist.
Nat., VII, with the addition of the figures of the animal re-
presenting it as seen from above and from before. Finally,
GERVAIS has, in WALKENAER's and GERVAIS' Hist. Nat. d. Ins.
Apt., III, p. 131; Atlas, P1. 47, fig. 4 and 4? (1844), copied
these figures and given an extract of GUPRIN-MENEVILLE'S Ori-
ginal description; he correctly calls those organs palpi, which
had erroneously been considered by GUÉRIN-MÉNEVILLE ” as
mandibles (>»antennes-pinces»). The figures show that the tarsi
of the first pair of legs in Uryptostemma Westermanni consist
of a single joint.
! Note sur F'Acanthodon et sur le OUryptostemme, nouveaux genres
d' Arachnides, par M. GUÉRIN-MÉNEVILLE, in Revue Zoologique, par la
Société Cuvierienne, Année 1838, p. 10: »Le genre Cryptostemme se range
dans VFordre des Trachéennes, et fait partie de la tribu des Phalangiens;
il est voisin des Trogules; comme eux il a V'extrémité antérieure du cé-
phalothorax avancée en forme de chaperon; mais nous n'avons pu lui
voir aucune trace d'yeux: et les antennes-pinces sont saillantes, en forme
de pattes et plus courtes 'que celles-ci. Le céphalothorax est distinct de
Fabdomen, de forme carrée; les pattes sont trés-inégales en longueur,
aplaties, terminées par des tarses de 4 et 5 articles grenus dont le dernier
est le plus grand; la seconde paire est la plus longue, ensuite la troisiéme,
puis la quatriceme, et enfin la premicre qui est la plus courte. L'abdomen
est de la largeur du corselet, deux fois plus long, aplati et un peu en-
foncé en dessus, convexe en dessous et paraissant divisé en quatre seg-
ments. TI'espece unique de ce genre curieux nous a été envoyée par
M. WESTERMANN, comme provenant de la Guinée, nous Ja nommons: Crypto-
stemma Westermanni, GUÉR. Long.: 9 millim.
Corps et pattes d'un gris terreux, couverts de nombreuses aspérités;
chaperon plus large en avant, rebordé, avec un faible sillon longitudinal
au milieu; cephalothorax un peu bombé, rebordé sur les cotés et en arriére,
avec un sillon longitudinal au milieu, beaucoup plus profond en arriére,
et une forte impression oblique de chaque coté; abdomen å bords trés-
relevés, avec deux impressions obliques å la base de chaque segment.»
>” Dictionnaire Pittoresque Ad Histoire Naturelle .... sous la direction
de M. GUÉRIN-MENEVILLE. Tome VII (1838), p. 353 (article Phalangidiens:
Cryptostemma), P1. 539 (479bis), fig. 7, 7a. — An abridgement of this ar-
ticle, also signed H. L., is found in the Dictionnaire Universel Ad Histoire
Naturelle, Tome IV (1849), p. 438 (art. Cryptostemma).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. sN:09. 5
WEsTtwooDp has much later, in his Thesaurus Entom. Oxon.,
p- 201, P1. XXXVI, fig. 5 (1874) described and figured a spe-
cies from the Amazones, which is nearly related to Crypto-
stemma Westermanni, and to which be has given the name
Cryptocellus foedus, thus creating a new genus for it, and uni-
ting the two genera in the family Cryptostemmoide [-mide].
WeEstwWoop's description is very full and detailed; but when
he says that the palpi are fixed on the coxe of the 1:st pair
of legs, he commits, I think, an error. The palpi are in
Cryptostemma, GUER.. nob., a sin other Opiliones, and doubtless
also in Cryptocellus, fixed on the maxille: the coxe of the
1:st pair are, however, in these animals easily overlooked.
being almost concealed by the palpi: thev are wedge-shaped,
with the pointed, inwardly directed base »ot reaching the
middle line of the »sternal surface» formed by the cox&e and
the maxille, with which latter they are intimately grown
together, and which thus may easily be taken for the coxe
in question.
In a paper with the title: Sopra alcuni Opilioni (Pha-
langidea) d'Europa e dell'Asia Occidentale, etc.,' I have, on
the strength of the characteristics alleged by WESTWOOD, ex-
pressed the opinion that his Cryptostemmoidae diverged so
much from other Öpiliones, that it was necessary to create
for them a separate Suborder, which I called Kieinulei. The
differences pointed out by me were principally these: The
abdomen consists only of four segments, besides a small anal
one; the cephalathorax forms in front a moveable, downwardly
directed hood (>labrum>), which covers and conceals the man-
dibles; the cox& are united with each other along the middle
line of the under side of the cephalathorax, and the palpi
consist of only four joints. But to these characters the follow-
ing must be added: the maxille are grown together with
each other and with the cox&e of the 1:st (and 2:nd) pairs of
legs; they are immoveable, like the coxe, which are all devoid
of a maxillary lobe. The mandibles are directed downwards
and are formed of two joints only, of which the second has
the form of a long and rather slender claw directed inwards,
so that the mandibles in these animals resemble very nearly
those of the true Spiders, though they may be called didac-
! Annali del Museo Civico di Storia Naturale di Genova, VHI (1876),
454 (4).
6 THORELL, A NEW ARACHNID.
tyle, the claw being received in a fork formed by the pro-
longed inner corner of the apex of the first joint, or man-
dible properly so called: The palpi are stretehed backwards,
under the body; their basal joint forms a true capitulum,
which is inserted in a deep socket on the under side of the
maxilla, and they are therefore, probably, moveable in more
than one direction. The trochanters of the two posterior
pairs of legs are two-jointed. It is evident, therefore, that
the Cryptostemmoidae differ in so many important points from
the Suborders into which the Opiliones had formerly been
divided, that it becomes impossible to place this Family in
any of them. By the general form of the body and the
short legs, the Cryptostemmoidae remind one, however, of the
Troguloidw, in the vicinity of which they have also generally
been placed: their »hood> (>»chaperon>) represents no doubt the
forwardly directed, not moveable part of the cephalothorax,
which in the Troguloidew and some other Opiliones protects
the parts of the mouth.
The Zoological State Museum at Stockholm possesses an
Opilio belonging to the Öryptostemmoide or RKRicinulei, which
was captured in Sierra Leona a century ago by A. AFZELIUS. !
Though pinned and somewhat damaged, this specimen is suffi-
ciently well preserved to show all the more essential parti-
culars of its external structure. Mv first impression on exa-
mining this animal was, that I had an example of the Crypto-
stemma Westermanni before me; indeed the general form of
the body, the »hood> and the palpi are almost completely
such as are figured and described by the above cited authors;
but the legs appear to differ materially from those of GUÉRIN-
MEÉNEVILLE's species. He says in fact, that they are »aplaties»,
and the figures of the animal, seen from the upper side, show
the tibiv of the 2:nd pair and the metatarsi of the 3:th pair
dilated und flattened on the inner side, whereas in the specimen
examined by me, none of the legs show the least trace of
! This naturalist, born in 1750, commenced his career in the Uni-
versity of Upsala as a »Docens Linguarum Orientalium>», but after some
years he abandoned his philological pursuits and devoted himself to the
study of Natural History. Having been appointed a »Botanices Demon-
strator> in the University, he went, in 1789, to England, and lived many
years there and in the newly founded colony of Sierra Leona, whence he
sent home and to London valuable botanical and zoological collections.
After his return to Sweden in 1799, Dr AFZELIUS was appointed an E. O.
Professor of Medicine. He died in Upsala at the age of 86 years.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 9. 7
being flattened or dilated; they perfectly resemble the legs
of Cryptocellus foedus, according to WEstWoop's figures; and
the tarsi are all thick and obtuse, whereas in H. L.'s and
GERVAIS” figures of Cryptostemma Westermanni the six poste-
rior tarsi are much more slender than the preceding joints.
These differences are very puzzling. On the one side,
it does not seem probable that GUÉRIN-MENEVILLE should have
described the legs of his species as being »aplaties», without
there being really some reason for calling them so; on the
other hand it appears very strange that two animals belon-
ging to this curious Suborder, and living nearly in the same
parts oftropical Africa, should differ so much in the form of the
legs, though they would seem to resemble each other perfectly
in almost all other particulars, as in the number of the jointe
of the tarsi of the different pairs of legs, in the form of the
»Lruncus», the hood and the palpi, etc. It is possible (though
scarcely credible), that the differences in question are sexual, and
that GUÉRIN-MEÉNEVILLES specimen is a male, and the other a
female; but I am not aware of analogous differences between
males and females existing in any other group of Opiliones.
At all events, the specimen in question well deserves to
be described in detail, and figured. From Cryptocellus, which
it perfectly resembles as to the legs, it differs in the form of
the abdomen and of the cephalothorax: in Cryptocellus foedus,
in fact, the abdomen is scarcely longer than broad; its ce-
phalothorax is more strongly narrowed from behind forwards,
and the hood therefore smaller than in Cryptostemma Wester-
mann: and in our specimen. For this latter a new genus
must be founded, if the legs of GUÉRIN-MÉENEVILLES species
really are, in both sexes, such as he describes them; for the
present, however, I refer it to Cryptostemma, but think it
different from the C. Westermanni, the figure and description
of which show a few deviations (besides those in the form
of the legs), from what I see in the specimen caught by ArF-
ZELIUS: in this, f. inst., the impressions on the dorsal seg-
ments of the abdomen are parallel, not »oblique», and the
hood is without the »faible sillon longitudinal au miliew>,
which is said to exist in C. Westermanni. I call our species,
in memory of its discoverer, Cryptostemma Afzelii.
I shall now give a description of this species, preceded
by a tabular view of the Suborders into which I think the
8 THORELL, A NEW ARACHNID.
Opiliones should at present be divided, and a characteristic
of the Suborder RKicinulei and the Family Cryptostemmoide,
as also of the genus Cryptostemma, under the supposition
that our C. Afzelii really belongs to that genus. Cryptocellus,
WEsTW., differs, as I have already stated, from Cryptostemma,
GuÉR., nob., perhaps only by the shorter abdomen and the
cephalothorax more tapering forwards. If Gibbocellum, STECK.,
really is an Opilio, a separate Order must probably be created
for its reception. '
The characters that have hitherto been considered as
common to all Opiliones, must, after the discovery of Crypto-
stemma and Cryptocellus, be much reduced in number; and
these characters are, as may be seen from the following
attempt at a definition of the Order, mostly negative. From
the Chelonethi the Opiliones are, if we leave aside Gibbocel-
lum, easily distinguished by the palpi not ending in well de-
veloped pincers, by the want of spinning-organs opening on
the mandibles. and by the spiracles being only two, not four.
From the Acari the Opiliones are scarcely in all cases di-
stinguishable by any other external character than the struc-
ture of the abdomen, which, in the Opiliones, is evidently
segmented at least at its posterior end.
Ordo Opiliones, Sunp., 1833.
Abdomen tota latitudine sua cum cephalothorace con-
juncetum, saltem postice distincte segmentatum, cauda vel pro-
cursu caudali carens. Mandibule didactyles, organis nendi
carentes. Palpi aut apice inermes, aut ibi unguiculo vel ungui
singulo prediti, non in forcipem perfectam exeuntes. Omnes
pedes unguiculati. Spiracula duo, ad basin ventris sita, in
! Since I had the good luck to receive, for examination, an animal
belonging to the Ricinulei, I am no longer so fully convinced that Gibbo-
cellum belongs to the Chelonethi, and not to the Opiliones, as I formerly
was. The most important characteristic, that seems to unite Gibbocellum
with the Chelonethi, viz., the maxill& being of the same form and direction
as the coxe, which are all destitute of a maxillary lobe, belongs also to
the Ricinulei; as to the other marks, on the strength of which I referred
that genus to the Chelonethi, f. inst. the presence of spinning organs,
the four spiracles, as also the expressions used by Strecker regarding the
mouth parts and the anatomy of his G. Sudeticum, it is quite possible
that that author's statements are erroneous: conf. SÖRENSEN, loc. cit. Be-
fore we get a trustworthy description of that highly interesting animal, it
is impossible to decide with certainty as to its true systematic afinities.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. aArFD. IV. N:o 9. 9
tracheas tubulares, non in tracheas lamellares (saccos pulmo-
nales) continuata (nonnumquam nulla?).
I. Lamine supra-maxillares (»elypeus» et »labrum>», TULK)
adsunt. Mandibulze (saltem) triarticulate, art. 1? por-
recto. Maxille libere, mobiles. Coxex saltem 1 paris
lobo maxillari predite. Palpi 5-articulati. Segmenta ab-
dominis dorsualia 3—9.
1. Palpi graciles, apice unguiculo parvo muniti, vel mu-
tici. Coxe 1' paris lobo maxillari pro se mobili in-
Stauetis,.SternumNbrevisstmnauno LA .ulnisdse siste
2. Palpi apice ungui forti armati. Lobus maxillaris co-
xarum 1 paris cum coxa coalitus, modo cum ea mo-
bilisi Sternum longumset angustum |: sats Mer.
ESTELLE AEAR SA bakåt a .. . Subordo II. Laniatores.
II. Lamine supra-maxillares nullxe. Coxe omnes lobo maxil-
lari carentes.
1. Mandibule tri-articulate, art. 1? porrecto. Maxilla
libere, mobiles. Palpi 5-articulati. Segmenta abdomi-
nis dorsualia 8—9 . . . Subordo III. Anepignathi. '
2. Mandibule bi-articulate, art. 19 deorsum directo.
Maxille inter se et cum coxis, que omnes modo sulcis
separate sunt, coalite et, ut ex, immobiles. Palpi 4-
articulati. Sternum nullum, sulco longitudinali repre-
sentatum. Segmenta abdominis dorsualia 4—5
7) SITTER fe NIT 8 ESR VASS FR ENSE Subordo IV. Ricinulei.
Subordo Ricinulei, THor., 1876.”
Fam. Cryptostemmoidge, Wrstw., 1874.
Cephalothorax antice lamina mobili deflexa (cucullo) mu-
nitus, qux mandibulas abscondit, preterea non segmentatus,
ab abdomine articulatione divisus. Abdomen ex segmentis
(dorsualibus et ventralibus) quaternis quintoque anali constans.
! De hoc subordine vid. presertim THORELL, Descrizione di alcuni
Aracnidi inferiori dellArcipelago Malese, in Ann. del Museo Civico di
Storia Nat. di Genova, XVIII (1882), p. 22 (6) et seq.; id., Opilioni nuovi
0 poco conosciuti dell'Arcipelago Malese, ibid., Ser. 23, X (1891), p. 765 (101).
> Supra aleuni Opilioni (Phalangidea) d'Europa e dell'Asia occiden-
tale, cet., ibid., VIII (1876), p. 454 (5).
10 THORELL, A NEW ARACHNID.
Mandibularum art. 2" gracilis, unguem intus directum formans,
cujus apex in furca art. 1' recipitur. Palpi, retro sub trunco
extensi, in apice ungui sat parvo et spina (forcipem veram
non formantibus) armati. Pedes robusti, breviores, omnes
unguiculis binis muniti; coxe 1' paris cuneiformes, basi
acuminata intus directa non usque ad sulcum sternalem perti-
nentes; trochanteres pedum peosteriorum in bina internodia
divisi. (Tarsi 1' paris ex articulo singulo, 2' et 4' parium
ex 5, 3" paris ex 4 articulis constantes. Oculi nulli. Spira-
cula duo obtecta).
1. Abdomen saltem quarta parte longius quam latius. Ce-
phalothorax anteriora versus sat leviter angustatus. Pedum
internodia pleraque sub-angulata, quadrangulo-teretiuscula.
(interdum ad partem deplanata?) . .:... UNG SE
NR esk Hy Gen. Coryptostarund Gig.
2. Abdömen non vel parum longius quam latius. Cephalo-
thorax anteriora versus sat fortiter angustatus. Pedum
internodia sub-angulata vel teretiuscula ...... :
Gen. Cryptocellus, Wastw.
Gen. Cryptostemma, GUÉR., 18535.
C. Afzelii, n., piceo-nigrum, crasse granuloso-scabrum, ce-
phalothorace sulco levi longitudinali abbreviato in medio, sulco
transverso tenui secundum marginem posticum, sulco longitudi-
nali postice abbreviato utringue, secundum margines laterales
ducto, sulcoque brevi obliquv utringue, magis intus in lateribus
sito, predito; segmentis abdominis dorsualibus saltem 3” et 4”
impressionibus sive foveis oblongis parallelis binis munitis; pedi-
bus obtusissimis, nullibi deplanatis vel dilatatis, tarsis metatarsos
crassitie pene equantibus. — Long. circa 11 millim.
Truncus circa duplo longior est quam latior, antice et
postice late rotundatus et obtusissimus, in lateribus modo
leviter rotundatus et utrinque, inter cephalothoracem et abdo-
men, evidenter sinuato-angustatus.
Cephalothorax (sine cucullo) abdomine paullo plus duplo
brevior est eoque paullo angustior, parum latior quam longior,
antice truncatus, postice, ubi articulatione distinctissima pro-
curva ab abdomine est divisus, fortiter rotundatus et paullo
latior quam antice, latitudine maxima paullo pone medium:
lateribus enim a basi ad coxas 2' paris rectis sensim paullo
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 9. 11
est dilatatus, dein anteriora versus fortius angustatus, lateribus
hic primum (supra coxas illas) paullo sinuatis sive conca-
vatis, denique vero leviter rotundatis. 'Transversim sat forti-
ter convexus est, a latere visus proclivis et presertim po-
stice, ubi brevi spatio prerupte declivis est dicendus, modice
convexus. Secundum margines laterales sulcum sat profun-
dum postice abbreviatum (non usque ad medium longitudinis
lateris pertinentem) ostendit, ita hic utrinque sub-elevatolim-
batus; in medio sulcum longitudinalem brevem habet, ante
medium longitudinis cephalothoracis incipientem, et pone
eum impressionem sine foveam lutam levem; fere in medio
inter sulcum illum medium et margines laterales sulcos duos
breves obliquos posteriora versus divaricantes ostendit quoque.
Preterea secundum marginem posticum sulco tenui est pre-
ditus, hic igitur quodammodo limbatus. ÖCrasse et inequa-
liter granuloso-scaber est, presertim versus margines laterales
et posterius. 'Tota sculptura propter lutum, quo obductus est
cephalothorax, ad magnam partem minus distincta tamen est.
Cucullus e lamina deorsum, immo paullo retro directa
formatur, que mandibulas et partem maxillarum tegit et ab-
scondit. Cephalothorace ipso non parum angustior est, arti-
culatione ab eo separatus et mobilis, basi truncatus et paullo
angustior quam est cephalothorax antice, paullo longior quam
latior basi, ab ea apicem versus lateribus primum (usque ad
medium fere) rectis lenius, dein lateribus rotundatis fortius
dilatatus, apice latissime et in angulis versusque eos fortiter
rotundato, itaque ad apicem pane dimidio latior quam basi.
Modice convexus est, sulco distincto pene recto et presertim
antice abbreviato secundum margines laterales predito, his
duobus sulcis apicem cuculli versus leviter divaricantibus.
Crasse et sat dense granulosus est, granulis ad margines, pre-
sertim ad marginem anticum, densis, angustioribus et sub-
acuminatis, preterea obtusis. Subter profunde excavatus est
cucullus et costis duabus altissimis parallelis ab angulis
baseos pene ad marginem anticum pertinentibus praeditus
(muscnuli, quibus movetur cucullus, basi harum costarum affixi
sunt); preterea costam mediam longitudinalem humilem osten-
dit, et tuberculum in medio baseos, a quo h&ec costa pene
ad apicem ducta est, inter basin et medium tamen obsoleta.
Sternum nullum: tota enim superficies inferior cephalo-
thoracis a maxillis et coxis omnibus inter se coalitis (modo
12 THORELL, A NEW ARACHNID.
suturis vel sulcis separatis) et cum parte media segmenti
abdominis ventralis 1' aream magnam pene planam formanti-
bus occupatur.
Oculi nulli; etiam orificiis glandularum foetoriarum sive
Krohnii carere videtur cephalothorax.
Abdomen saltem 1 longius est quam latius, antice leviter
et latissime emarginatum, lateribus leviter (modo postice for-
tius) rotundatis posteriora versus sensim paullulo angustatum,
antice brevi spatio anteriora versus paullo angustatum quoque,
postice late et sat fortiter (in medio tamen parum) rotunda-
tum. Supra sulco profundo marginali in lateribus et postice
cinetum est, qui ab articulatione cephalothoracem ab abdo-
mine separanti initium capit. Cutis, qua supra tectum est,
mollis videtur, quum in exemplo nostro dorsum abdominis,
limbo laterali et postico exceptis, collapsum sit, ita ut abdo-
men a latere visum cephalothorace non parum humilius vi-
deatur. Sulcis (nonne articulationibus?) tribus in segmenta
quattuor divisum est dorsum abdominis, his sulceis apicibus,
apud limbum lateralem, retro curvatis et in hoc limbo in
formam line& longitudinalis tenuis plus minus distincte retro
productis, preterea rectis. Segm. dorsuale 1” brevissimum
est, presertim in medio, ubi vix 1 millim. longum videtur,
in lateribus plus duplo longius. Segm. 2" 1” multis parti-
bus longius est, cirea duplo latius quam longius; segm. 3” et
4" eo non parum breviora, et pene ecadem longitudine inter
se; presertim 4" posteriora versus sat fortiter est angustatum.
Foveas binas oblongas paralleias et magis leves in segmentis
duobus ultimis video, longe inter se remotas et paullo longius
a margine postico quam a margine antico segmenti distantes.
Preterea crasse granuloso-scabra sunt segmenta, excepto in
limbo laterali (et postico), ubi modo subtiliter granulosum
est dorsum.
Venter, fortiter et equaliter convexus, ut dorsum abdo-
minis ex 4 segmentis constat, sulcis (articulationibus?) sepa-
ratis, quorum primus in medio fortiter recurvus est, preterea
procurvus, reliqui duo recti. Segm. 1” saltem triplo latius
est quam longius, multo brevius in medio quam ad latera:
margo ejus anticus in medio sub-angulatim retro fractus est,
preterea utringue lenius procurvus; margo posticus in medio
late et leviter est recurvus, versus latera eodem modo procur-
vus. Utrinque, intus, hoc segmentum impressionem profundam
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. aAFD. IV. N:09. 13
valde magnam sub-triangulam, extus ad longitudinem trun-
catam, apice intus directam ostendit, in qua coxa 4! paris
recipitur; que impressio videri tamen non potest, nisi coxa
(cujus margo superior-posterior in costam nitidam dilatatus
est) elevatur: in fundo hujus impressionis spiraculum vidisse
videor. Pars media segmenti 1', inter coxas visibilis, formam
trianguli latissimi fere habet. Segm. 2" fere triplo lonzius est
quam segm. 1” in medio; scgm. 3” segm. 2” non parum
brevius est, 4” etiam paullo brevius et presertim angustius,
lateribus rotundatis posteriora versus sensim fortiter angusta-
tum, postice in medio truncatum, paullo plus duplo latius an-
tice quam longius in medio. Sat crasse et sat dense granu-
losus et sub-scaber est venter, antice tamen et in ipso limbo
subtilius granulosus. Impressiones sive foveas oblongas binas,
eodem modo fere atque in dorso dispositas sed magis obso-
letas, habere visi sunt segm. ventralia 2"—4". In ipso apice
abdominis segmentum anale parvum transversim ovatum con-
spicitur, inter segm. dorsuale 4" et segm. ventrale 4” inser-
tum, apertura rotunda non parva (ano) in medio preditum:
nescio an ut a segm. dorsuali 5” et ventrali 5” conflatis for-
matum considerari debeat.
Mandibule, inter coxas 1' paris cephalothoraci injunct:e,
postice maxillis, antice cucullo (quum hic deflexus est) arcte
adjacent, in interstitiis inter costas tres lateris inferioris cu-
culli recepte. Ex binis articulis, ut in araneis positis, for-
cipem didactylem tamen quodammodo formantibus constant. —
Art. 1" (omandibula> aranearum) deorsum est directus, brevis,
latus et crassus: a fronte visus sub-quadratus est, parum lon-
gior quam latior, lateribus parallelis et modo levissime rotun-
datis; apice latissime est truncatus, angulo interiore in formam
trianguli sat longi deorsum late producto, hoc triangulo in
margine interiore serie densa denticulorum obtusorum circa
3 munito; ad basin ejus, extus, dentem fortem obtusum format
apex art. 1': a triangulo illo et hoc dente »furca» parum pro-
funda formatur. In margine intus et presertim postice dense
ciliatus est hic apex. — Art. 2", angulo exteriori apicis art.
1" injunctus, hunc articulum longitudine equat; in quiete
intus directus est, apice in furca ejus recepto. Gracilis est,
»unguem> longum &Xqualiter et sat fortiter curvatum formans,
ut in araneis; ipsa basi sat crassus est, dein paullo compressus
et, a latere visus, usque ad medium &quali latitudine, a medio
14 THORELL, A NEW ARACHNID.
ad apicem sub-obtusum vero sensim attenuatus; in latere in-
teriore sive superiore versus basin omnium subtilissime crenu-
latus videtur.
Maczille "transversim posite sunt, foras et modo paullo
anteriora versus quoque directx, coxiformes, inter se et cum
coxis 1' et 2' parium coalite, modo subter sulco distincto
inter se separate; a latere inferiore vise conjunctim laminam
antice latissime emarginatam et in margine antico pilosam
formare videntur, a fronte vero vise laminam directam sat
altam transversim concavatam, que in medio supra impres-
sionem maximam, infra et in lateribus rotundatam, fere semi-
circulatam ostendit, cujus in fundo apertura oris locum tenet.
Paullo longiores (transversim) quam latiores sunt maxille, tra-
pezoides fere (non plane rectangul:re), lateribus antico et po-
stico p:ene parallelis; in medio lateris inferioris, non procul a
margine interiore sive basale, foveam rotundam profundissi-
mam (in quo capitulum basale palpi est insertum) ostendunt;
ab hac fovea glenoidali usque ad marginem exteriorem libe-
rum ad longitudinem suam fortiter convexe sive sursum cur-
vate sunt et, ad excipiendam basin palpi, profundissime ex-
cavate. Quoad non a palpis et cucullo teguntur, sat subti-
liter et dense granulos&e sunt. — Nec luminarum supra-mazxil-
laium, nec labii vestigium ullum cernere potui.
Palpi sat longi et fortes, pedibus 1' paris tamen non pa-
rum breviores et angustiores, sub trunco retro extense et
paullo incurve. Ex 4 articulis constant, quorum 1" et 2"
breves sunt, 3” et 4" iis multo longiores. — Art. 1” forma est
insolita, valde compressus, in dimidio suo apicali circiter eque
altus ac longus: dimidium ejus basale contra subito et fortis-
sime in capitulum angustum et longum est attenuatum, quod
in fovea illa glenoidali maxille est insertum. — Art. 2" sub-
compressus art. 1” parum altior est, supra eo parum longior
et circiter &eque longus ac latus, subter vero transversus et
duplo brevior quam supra. — Art. 3", vix compressus, pene
eque altus est atque art. 3" eoque plus duplo longior; pene
duplo et dimidio longior est quam latior, in parte tertia (api-
cali) longitudinis sensim paullo attenuatus et incurvus: extus
ad longitudinem &qualiter et sat fortiter convexo-arcuatus est,
intus magis apicem versus concavo-arcuatus (a latere inferiore
visus). — Art. 4? priore non parum longior et pene duplo
angustior est, fere 6:plo longior quam latior, rectus et teres,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 9. 15
a basi ad apicem sensim parum angustatus; in medio apicis
obtusissimi unguiculo sat forti breviore, dimidiam diametrum
art. 4" longitudine non multo superanti, leviter incurvo (an
mobili?) munitus est et paullo magis intus spina recta etiam
paullo breviore et angustiore instructus (ungui et spina paene
parallelis), ita ut apex art. 4' forcipe minuta aperta (spuria)
preditus dici possit. Sat dense et sat subtiliter granulosi
sunt palpi, et pilis brevissimis sat dense conspersi.
Ugellestita sell kV, UR LE longitudine se excipiunt. Breves
sunt, 2' paris, qui 1' paris pedibus pxne duplo sunt longiores,
trunco (sine cucullo) parum plus 1 longiores (a margine ce-
phalothoracis dimensi). Sat crassi sunt pedes, apicem obtusis-
simum versus parum angustati, vel in medio paullo crassiores
quam apice et versus basin. Pedes quatuor anteriores, ut in
reliquis Opilionibus, preter articulos tarsales, sex internodia
habent, posteriores pedes contra septem, quum trochanter eorum
in: duos articulos divisus sit, quorum alter, basalis, trochanter
primus vel modo trochanter appellari potest, alter trochanter se-
cundus vel trochanterinus. — Coxe transversim posite sunt,
2' paris paullulo anteriora quoque versus directe; 4! paris
etiam paullo magis posteriora versus divaricant, presertim in
margine anteriore recury&e. Coxe et maxille fere eadem lati-
tudine sunt, inter se coalite, modo sulcis separate; maxille
et cox& tres posteriores alterius lateris modo sulco medio
longitudinali a maxilla et a coxis illis lateris alterius sepa-
rate sunt, ita aream mediam magnam pene planam (aream
sternalem) dense et sat subtiliter granulosam inter palpos for-
mantes. Coxe sex posteriores basi truncate sunt; coxe 2!
paris, versus apicem rotundatum, ubi palpis teguntur, paullo
sursum curvate et magis leves (non granulose), triplo sunt
longiores quam latiores, lateribus parallelis; coxe 3" et 4' pa-
rium iis paullo breviores sunt, basin versus sensim non parum
angustate, pene duplo latiores versus apicem quam basi.
Cox I' paris ad forman et positionem non parum a reliquis
differunt. Forma enim cunei sunt, ab apice rotundato basin
versus sensim angustat:e, inter maxillas et coxas 2' paris in-
serte, basi acuminata »on ad sulcum sternalem pertinentes,
et a basi palporum absconditex. Quamquam apice rotundato
saltem xque longe pertinent ac coxe 2' paris, iis pene duplo
! Non II, III, IV, I, ut in C. Westermanni (vix recte) dizit GUÉRIN-
MEÉNEVILLE: vid. sup., p. 4, not 1.
16 THORELL, A NEW ARACHNID.
breviores sunt; paullo procurv&e videntur, pene leves, costa
longitudinali obliqua munite. — Trochanteres fortes sunt, in
pedibus anterioribus femore evidenter crassiores; in his pedi-
bus x&que circa longi ac lati sunt, in pedibus 3" paris brevio-
res quam longiores, in 4' paris paullo longiores quam latiores.
Ut internodia insequentia, patellis et presertim tarsis paene
teretibus exceptis, sub-prismatici, quadrilatero-teretiusculi fere,
sunt. Trochanteres 4 anteriores, ut trochanterini pedum po-
steriorum et femora omnia omnesque tibie et metatarsi, in
apice, inferius, ad longitudinem incisi sunt, in hac incisura
basin compresso-angustatam internodii sequentis recipientes. —
Trochanterini 3" paris trochantere transverso pene duplo lon-
giores sunt, paullo longiores quam latiores; in pedibus 4! paris
trochanterinus trochanterem longitudine equat. — Femora,
3" paris exceptis, apicem versus sensim paullulo incrassata
sunt, multo (in 4' paris pedibus 5—6:plo) longiores quam
latiores, sulco apicem versus sensim dilatato subter predita
et etiam supra sulco longitudinali plus minus distineto munita.
— Patellw femore multo, in pedibus 2' paris plus duplo, brevio-
res sunt, circa duplo longiores quam latiores, sub-clavate, in
avpice rotundato, inferius, incisura transversa predite, in qua
recipitur tibie basis deplanato-angustata. — Tibie patellå non
parum longiores (in pedibus 4! paris eå tamen modo pauilulo
longiores), femore breviores; in pedibus anterioribus tibix
(et patelle) paullulo crassiores sunt quam femora. Omnes
tibie subter et supra eodem modo ad longitudinem sulcatze
sunt ac femora. — Metatarsi tibiå non parum angustiores
sunt, eam longitudine circiter equantes, supra et subter sulco
longitudinali lato forti prediti. — Tarsi sursum curvati vel
flexi, pene cylindrati, obtusissimi, metatarsos crassitie fere
equantes. In pedibus 1' paris brevissimi sunt, ex articulo sin-
gulo constantes, qui sub-globosus est, modo paullo longior
quam latior; in pedibus 2' paris tarsus metatarsum longitu-
dine xquat, ex 3 articulis (eodem modo inter se conjunctis,
quo eorum primus cum metatarso conjunctus est) formatus:
art. 1—3" transversi sunt, supra ad longitudinem sulcati et
desuper visi fere <-formes; art. 4" circa duplo longior est
quam latior, eodemque modo sulcatus, 5 eo duplo brevior,
paullo modo longior quam latior. In pedibus quoque 4' paris
tarsi ex 5 articulis constant, quorum tamen primus supra adeo
est brevis, ut vix distingui possit, quum desuper inspicitur
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 9. 17
tarsus, subter vero proxime sequentibus non brevior; art.
22—4" transversi et supra ad longitudinem sulcati sunt, desu-
per visi <-formes; art. 5" fere dimidio longior quam latior.
In pedibus 3" paris tarsi modo 4 articulos habent, quorum
1—3" ut art. 1'—3' in 4' paris tarsis formatus est, ultimus
quoque ut ultimus in is. (In pede sinistro 3" paris exem plum
nostrum modo singulum articulum tarsalem habet, ut pedes
1" paris!). Articulus ultimus omnium tarsorum in apice ro-
tundato in cisura sive fovea profunda triangula preditus est,
in qua unguiculi bini parvi leves conspiciuntur; in pedibus
4! paris hi unguiculi paullo majores et magis exserti sunt.
Sat crasse et dense granulosi sunt pedes, in tarsis tenuiter
et breviter pubescentes.
Color. — Totum animal piceo-nigrum est, palpis magis
piceis, mandibularum art. 1? saltem versus basin piceo-testa-
ceo, latere antico maxillarum sub-testaceo. Pili brevissimi,
quibus pedes versus apicem et palpi sunt conspersi, flavo-
testacei sunt. Ad magnam partem truncus exempli nostri
strato plus minus tenui luti vel terre sub-ferruginer tectus est.
Mensure. — Lg. trunci (cucullo deflexo) circa 11 millim.
Lig. cephaloth. (sine cucullo) parum plus 4, lat. ej. max. 41,
lat. ej. antice paullo plus 3; lg. cuculli 23, lat. ej. max. 31
millim. Lg. abd. max. pene 71, lg. ej. in medio 61 millim.
PalpissWmnmiim. tons Pedes" I '71, I penne l4r, IR TV
circa 13 millim. longi (a margine NASA ad apicem
tarsorum dimensi).
Exemplum supra descriptum in Sierra Leona A frice
occidentalis invenit Cel. A. AFZELIUS.
o
(ÅN
1|
[CS]
Fig.
FÖ
EN
2
Explicatio figurarum.
Fig. 1—8. Cryptostemma Afzelii, THOR.
Animal pronum, pedibus lateris dextri carens.
Truncus cum cucullo, maxillis, palporum articulis tribus primis et
basi pedum, a latere inferiore visus: cw, cucullus; tr! trochanter
li paris; mx, maxilla; pl, art. 33 palpi.
Pars anterior trunci, sine cucullo et sine palpis, cum mandibulis,
maxillis et basi pedum 1i—3ii parium, a latere inferiore visa: md,
mandibula; mx, maxilla; e!—e3, coxe 1i—3ii parium; tr!—tr?,
trochanteres horum pedum; tn3, trochanterinus pedis 3! paris.
Cucullus a latere interiore sive inferiore visus.
Mandibula sinistra, a fronte visa.
Maxille (antice sine sutura inter se coalite), cum apertura oris
et basi palpi sinistri a fronte vise.
Palpus sinister, a'latere inferiore visus.
Tarsus pedis (dextri) 3ii paris, a latere inferiore visus.
BIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 17. Afil IV. N:o 10.
UBER
ECHINORHYNCHUS TURBINELLA, BREVICOLLIS
UND PORRIGENS.
VON
ERNST BORGSTRÖM.
MIT 5 TAFELN.
MEDDELADT DEN 9 DECEMBER 1891 GENOM S. LOVEN
STOCKHOLM 1892
BOKTRYCKERIET. FP. A. NORSTEDT &
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Nl agend des Sommers 1890 hielt sich mein Freund Cand.
phil. L. A. JÄGERSKIÖLD bei einem Walfängeretablissement auf
Söröen in Finmarken (Norwegen) auf, wo er unter anderem
Gelegenheit hatte auch Walschmarotzer zu sammeln. Das
Echinorhynchenmaterial, das er während seimer Untersuchun-
gen antraf, hat er mir gitigst zu anatomischen Studien iiber-
lassen, und es ist das Resultat dieser Untersuchungen, welches
hiermit veröffentlicht wird. Das mehrere hundert Stick be-
tragende Material des Echinorhynclhus turbinella war theils in
Weingeist, theils in Perenyris Flissigkeit, theils in Sublimat
gehärtet. Alle Echinorlwnchus porrigens dagegen waren in
Sublimat fixirt.
Fiär die Färbung dieser Thiere scheint Hxmatoxylin am
besten zu sein. Auch Doppelfärbung mit Haxmatoxylin und
Eosin gab gute Resultate.
Bei den Zeichnungen wurde immer Zeiss Camera ange-
wendet. Da E. turbinella, brevicollis und porrigens auch in
systematischer Hinsicht nur wenig behandelt sind, beginne
ich meinen Aufsatz mit einer Beschreibung der Artmerkmale
derselben.
Fir die guten Rathschläge und den wohlwollenden Beistand,
welchen Professor D:r TycHo TULLBERG und Professor D:r
HJALMAR THÉEL während der Ausarbeitung dieses Aufsatzes
mir gitigst geleistet haben, ist es mir eine theure Pflicht
ihnen hier meinen tief gefihlten Dank abzustatten. Insbe-
sondere bin ich Herrn Professor TYcHo TULLBERG Dank schul-
dig, weil er in der zoologischen Institution die fir meine
Arbeit nohtwendigen Hilfsmittel und Raum zu meiner V er-
fuigung gestellt hat, auch bin ich meinem Freund dem Herrn
Cand. phil. L. A. JÄGERSKIÖLD zu grossen Dank fär das Uber-
lassen seines sehr werthvollen Materials verpflichtet.
4 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
Echinorhynchus turbinella. DIEsING.
Diese Art ist von DIESING zuerst angetroffen und in seinem
»Systema Helminthum> beschrieben worden. Er giebt folgende
Diagnose an:
»Proboscis cylindrica, uncinorum seriebus 6—7. Recepta-
culum magnum obconicum inerme, disco convexo margineque
reflexo calloso uncinis mamillose vagimatis. Collum longum.
Corpus subeylindricum retrorsum parum attenuatum. Bursa
maris campan2eformis.»
Später hat auch COLLETT in Balcenoptera borealis sie ge-
funden und da er glaubte, dass er eine neue Art vor sich
hätte, ihr den Namen KE. ruber gegeben. In »Proceedings of
Zool. Soc. London 1886 part II> hat er eme Beschreibung dar-
uber veröffentlicht. Die Beschreibung, die ich iber vorliegende
Art geben werde, weicht besonders in Bezug auf die Anord-
nung der Haken an der Proboscis von der seimigen ab. Seiner
Angabe gemäss sind diese Haken in ungefähr vier Reihen
angeordnet (ob es Längs- oder Querreihen seien, hat er nicht
angegeben), während ich bei meinem Material stets 19—20
Längs-reihen mit 6—7 Haken in jeder gefunden habe. Weil
er eine so kleine Anzahl von Reihen angiebt, nehme ich an,
dass er Querreihen meint, und dass an den Individuen, die er
untersucht hat, eine Einstälpung der Proboscis möglicherweise
stattgefunden, wodurch er nicht alle Querreihen gesehen hat.
Dass E. ruber mit FE. turbinella identisch ist, hat VON
LINSTOW schon bemerkt.! Auch kann man nicht daran zwei-
feln, wenn man bedenkt, dass sowohl COLLETT als JÄGERSKIÖLD
fast bei jeder von ihnen untersuchten Balenoptera borealis
eine sehr grosse Menge Individuen gefunden haben, und dass
die Abbildung CoLLETTS des E. ruber iibrigens mit den von mir
untersuchten FE. turbinella fast vollkommen iibereinstimmt.
Wie oben erwähnt wurde, enthielt der Darm jeder Balwe-
noptera borealis eine grosse Anzahl von E. turbinella. Sie waren
! Vv. LINSTOw. Compendium der Helminthologie. Nachtrag. Hannover
1889, pag. 26.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 17. AFD. IV. N:o 10. 5
doch immer auf den Dinndarm begrenzt, wo die ganze Innen-
fläche (sowohl die Querfalten selbst als die Zwischenräume)
mit ihnen bestreut war. Sie sassen sehr dicht bei eimander
angehäuft. Der Bulbus (Receptaculum) und ein kleiner Theil
des Halses waren in die Darmhaut eingesenkt.! Die Farbe,
die bei lebenden Thieren ziegel-bis orangeroth ist, stammt von
kleinen Crustaceen, welche dem Wirth zur Nahrung dienen
und den Darminhalt roth färben.
In einem Individuum der Balwenoptera musculus wurden
auch mehrere Kratzer gefunden, die sich durch ihre geringe
Grösse (5—7 mm.) und lichtere Farbe auszeichneten. Anfangs
war ich geneigt sie einer neuen Art zuzurechnen. Bei nähe-
rerer Betrachtung aber und besonders durch die anatomische
Untersuchung fand ich, dass ich nur eine kleine Jugendform
vorliegender Art vor mir hatte. Die Anordnung der Haken,
der Bau der Lemnisei, die Beschaffenheit der Muskeln und
Subeuticula etc. iberzeugten mich davon. Der Bulbus ist hier
kleiner, der Hals dicker als bei ausgewachsenen Individuen,
alles relativ genommen. HFEigenthiimlich ist, dass alle Exem-
plare fast auf demselben Entwickelungs-stadium standen. Ba-
lenoptera musculus lebt im Allgemeinen von Fischen und
wahrscheinlich hat das mit Kratzern versehene Individuum zu-
fälligerweise Echinorhynchuslarven eimschliessende Thiere ver-
schlungen. Somit kann ich hier einen neuen Wirth fär I.
turbinella konstatiren.
Folgende Masse habe ich an ausgewachsenen Individuen
dieser Art genommen:
1. Längenmasse.
Der ganze Körper des Männcechens 22—26 mm.
> » » >» Weibehens 25—28
[RFID O8CISTe bYGaRe. FL VOM 2 ORNad 0,5 »
TTR UL SAN SEE Nea LE LANGUAA > ber, SAMUI 3 »
ETSI SIASr VA OSA 5 Na Ng ASP INNE 2—3
Hinterleib des Männchens-............ 16—20 >
» 34! Wieibehensr su ol. 20—22 >
2. Breitenmasse.
Proboscis, nach vorn-..... LRECA EN 0,25 mm.
vast] TUNER RE sfp eg 0,38 »
! Die Angaben von der Lebensweise des E. turbinella und porrigens
hat mein Freund Cand. phil. L. JÄGERSKIÖLD mir gitigst mitgetheilt.
6 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG-
Bulbusketwa Jarrett) förarna od Hun mr
Hals I BUS JUSSI HSO DIIS see 0,9 »
Hinterleib 026 tankas. alk. wo 3 FSA ty
Die Proboscis ist kurz kegelförmig und mit 19—20 Längs-
reihen Haken (Taf. III fig. 26, 27, 28) besetzt, die wie ge-
wöhnlich mit einander alterniren. Jede zweite dieser Reihen
zählt 6, während die iibrigen aus 7 Haken bestehen, von wel-
chen der unterste bedeutend kleiner ist.
Die Wurzel der Haken hat eine, Länge von 0,04—0,087
mm., die Klaue misst 0,04—0,087 mm. Im Allgemeinen kommt
nur eine hintere Wurzel vor. Nur die vordersten Haken zeigen
den Ansatz zu einer vorderen Wurzel. Der Winkel, den die
Wurzel und die Klaue mit eimander bilden, ist an den vor-
deren Haken etwas grösser als an den hinteren. Ubrigens
sind die Haken nur wenig abgeplattet.
Die Haut der Proboscis setzt sich in einer nach hinten
gehenden, ziemlich tiefen Falte fort, deren äussere Wand
nach aussen umbiegt um in den vordersten diinnen Theil des
Bulbus iiberzugehen. Sechon nach dem Aussehen zu urtheilen,
kann nur ein Symmetrieplan durch den Bulbus gezogen wer-
den, denn der vordere Abschnitt von diesem und die Proboscis
sind immer mehr oder weniger nach der Bauchseite zu ge-
bogen (Taf. V, fig. 51, 52, 53 und 54). Die Haken des Bulbus
werden später beschrieben werden. Sie sind ausserordentlich
zahlreich vorhanden am vorderen 'Theil dieses Körperabschnittes,
welcher von der hinteren, unbewaffneten Partie scharf abge-
setzt ist, und zeigen eine wenig regelmässige Amnordnung.
DIEsInNG hat in »Denksechriften d. k. Akademie der
Wissenschaften. Bd 11. Wien 1856» emige Echinorhynchus-
arten und darunter auch HE. turbineila ”abgebildet. Seine
Exemplare hatte er aus Delplunus hyperoodon bekommen.
Auf seiner Zeichnung scheint die Zahl der Längsreihen
der Risselhaken ungefähr dieselbe zu sein wie ich hier ange-
geben habe.
Echinorhynchus brevicollis. MALM.
A. W. MALM hat in seiner »Monographie du Balenoptére
etc. Stockholm 1867» eime neue Art aufgestellt, die er E. brevi-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. 7
collis nennt. Wegen der Åhnlichkeit dieser Art mit E. tur-
binella theile ich hier eine Beschreibung derselben mit. (Taf.
MEIRES CR
Folgende Masse sind von einem 26 mm. langen Exemplar
genommen worden:
Länge des Bulbus ot. 1,5 mm.
desublalscesAamn SE
des Hinterkörpers 21 >
Breite des” Bulbusricooo. 2 »
destitlalsest CE Oc
Grösste » des Hinterkörpers 2 »
Die vordere Fläche des Bulbus ist flach und mit Haken
besetzt, von welchen die grössten eime Länge von 0,09 mm.
besitzen. Der Bulbus wird nach hinten schnell dinner und
geht in den Hals, welcher sich allmählich zum Hinterkörper
verdickt, iiber. Die Längsachse des Bulbus bildet immer mit
der Längsachse des Thieres nach der Bauchseite zu einen
Winkel, der immer 135” iberschreitet.
Leider kann ich keine Masse des Rissels angeben, denn
bei allen von mir angetroffenen Individuen war die Proboscis
mehr oder weniger in die Proboscisscheide, die etwa 1 mm.
in der Länge beträgt, eingezogen. Infolge dessen war es auch
schwer die Zahl der Haken in jeder Längsreihe zu rechnen.
Sie mag doch im Allgememen aus finf bestehen. Die Anzahl
der Längsreihen beläuft sich auf 24—25.
Die Haken des Riissels (Taf. III fig. 29, 30, 31) besitzen
eine Länge von 0,08 bis 0,093 mm. Die hinteren sind somit
nur wenig kirzer als die vorderen, welche einen sehr unbe-
deutenden Ansatz zu einer vorderen Wurzel zeigen.
Wie A. W. MALM habe ich mein Material im Darm von
Balcenoptera Sibbaldii gefunden. In Weingeist gehärtete Stucke
des Darmes dieses 'Thieres finden sich in den Sammlungen
des Museums zu Upsala. Die Innenfläche der Stäcke waren
mit einer Menge Individuen dieser Art bestreut.
Da das vordere Ende des Thieres in die Darmhaut ein-
gesenkt sass und somit schlecht gehärtet war, war dieser Ab-
sehnitt auch wenig geeignet fiir anatomische Untersuchungen.
8 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
Echinorhynchus porrigens. RUDoLPHI.
BREMSER hat in der Arbeit »Icones helminthum ,systema
Rudolphi entozoologicum illustrantes, Vienne 1824», eine Ab-
bildung von EE. porrigens veröffentlicht, welehe ganz mit den
von JÄGERSKÖLD entnommenen Exemplaren iibereinstimmt.
RUDOLPHI beschreibt die äussere Form des Thieres, da aber
der Rissel an seinen Exemplaren mehr oder weniger einge-
stälpt war, nennt er von der Anordnung der Haken nichts.
Im Anfang des Jahrhunderts (1821) gab WESTRUMB eine
Arbeit mit dem Titel »Die Helminthibus Acanthocepbhalis
commentatio» heraus. Vergebens habe ich versucht dieses
Buch zu erhalten. Er liefert da eine Schilderung äber FE.
porrigens, die auch anatomische Angaben enthält. Da aber
so geringe Hiilfsmittel fir anatomische Studien zu seiner Ver-
figung standen, können seine Studien hinsichtlich der Anato-
mie nicht so eingehend sein.
Vom grössten Exemplar fiihre ich diese Masse an.
Länge des ganzen Thieres 110 mm.
> RUUSSelsp pe de t1va0ke
Bulbus Hösse 4.5 »
SULUELalSe SA soba last 15 »
» Hinterkörpers.. 90
Breite Bulbusss. ten 3,5 »
FHalseskörss ute Öar
Hinterkörpers.. 4 »
Der Riässel ist ME kegelförmig. Die vordere, schmale
Partie des Bulbus ist scharf abgesetzt, wodurch der grösste
Theil der vorderen Fläche desselben flach erscheint (Taf. V.
fig. 48, 49 und 50). Ein scharfer Rand trennt den vorderen
Abschnitt vom hinteren, der sich allmählich nach hinten ver-
dännt. Der Hals ist schmal und lang. Der Ubergang vom
Halse zum Hinterkörper ist ein sehr allmählicher. Dem Bulbus
fehlen deutliche Haken. Die Haken der Proboscis (Taf. III
fig. 24, 25) sind in 24 Längsreihen gestellt, von welchen je
eime 6, je eine 7 Haken besitzt. Die Länge der Haken schwankt
zwischen 0,06 und 0,067 mm., diejenige der Wurzel zwischen
0,053 und 0,06. Die hinteren Haken sind nicht hierin ein-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. 9
gerechnet. Diese Masse wurden von einem 80 mm. langen
Individuum geholt.
In der Darmhaut des Wirthes Balcenoptera borealis sassen
die Thiere sehr vereinzelt mit dem Bulbus und dem ganzen
Halse eingesenkt. Der Hals geht parallel mit der Darmfläche
durch das Gewebe, um mit dem Bulbus in einer Querfalte der
Darmhaut zu enden, wo eine grosse Auftreibung derselben
vorhanden ist. Die Farbe war im lebenden Zustand wie bei
E. turbinella ziegel-bis orangeroth, aber etwas lichter.
Die drei Arten, welche nur bei Walthieren vorkommen,
gleichen einander im Ganzen in Betreff der äusseren Form,
indem' bei allen drei scharf hervortretende Körperabschnitte
uns entgegen treten: der muskelreiche und deswegen feste
Buibus mit dem kurz kegelförmigen Riässel, der fadenförmige
Hals und der lange, schmal cylindrisehe Hinterkörper. Ausser-
dem ist die Form der Haken des Rässels und des Bulbus bei
allen im Ganzen dieselbe. Um sie leichter von einander zu
unterscheiden habe ich folgendes Schema aufgestellt:
I. Länge 80 bis 109 mm. Bulbus ohne deutliche Haken:
das Verhältniss zwischen der Breite des Hinterkörpers und
der Länge des Thieres am höchsten I ooo. E. porrigens.
ll. Länge bis 28 mm., Bulbus mit deutlichen Haken.
4) Das Verhältniss zwichen der Breite des Hinterkörpers
und der' Länge des Thieres etwa 1. Haken des Rissels in
NNE (RS MA OS Teen sees a LT TIER SRA SIR eN får E-. turbinella.
B) Das Verhältniss zwischen der Breite des Hinterkörpers
und der Länge des Thieres etwa 4. Haken des Riässels in
HE SAN amn osreinen. vc soc S SAR NE OMR Pe MAA St E. brevicollis.
Auch eine vierte Echinorhynchusart hat man in Walthieren
gefunden nämlich HE. capitatus V. LINSTOW in Pseudorca crassi-
dens." Diese Art erreicht eine Länge von 53 bis 100 mm.
und kann möglicherweise mit E. porrigens verwechselt werden,
von welchem sie sich indessen durch ihren hakenbesetzten
Bulbus, kiärzeren Hals und ganz gleichbreiten Hinterkörper
unterscheidet.
! v. LINsToOw. Helminthologische Untersuchungen. Troschel, Archiv
fiir Naturgeschichte. Jahrg. 46. Berlin 1880 (pag. 49).
10 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORKIG-
Ehe ich zur anatomischen Beschreibung meiner Arten
schreite, will ich mit einigen Worten die Arbeiten vorherge-
hender Verfasser erwähnen. Die älteste der von mir ange-
fiihrten, anatomischen Abhandlungen verdanken wir R. GREEFF,
der E. miliarius (polymorphus) entwicklungsgeschichtlich und
anatomisch behandelt. Im Jahre 1868 schildert A. SCHNEIDER
in seimer Arbeit die Haut und das Muskelsystem des E. gigas
und angustatus, wobei er auch HE. heruca, spherocephalus und
tuberosus erwähnt. Darauf folgt 1876 die grosse Arbeit
LEUCKARTS »Die menschlichen Parasiten», welche von beson-
derer Bedeutung fir meine Darstellung ist, weil er hier einige
Angaben in Bezug auf die Untersuchungen WESTRUMBS iiber
E. porrigens liefert. Seme Durstellung, die hauptsächlich E.
yigas und angustatus behandelt, ist sowohl entwicklungsge-
schichtlich als anatomisch.
Die Abhandlung BaALTZERS vom Jahre 1880 enhält eine
ausfährliche Beschreibung iiber Subcuticula, Lemnisci, Rissel-
apparat und weiblichen Geschlechtweg des KE. proteus und
angustatus. A. SMÅFFTIGEN, welcher 1885 seine verdienstvolle
Arbeit herausgab, bedient sich fir seine Untersuchungen der-
selben Arten wie DBALTZER, fiägt aber HE. clavceceps hierzu.
Besonders hinsichtliceh des Muskelsystems und der männlichen
Geschlechtsorgane ist seine Arbeit epochemachend. Im Jahre
1887 veröffentlichte J. KAISER die wichtigsten Resultate seiner
Untersuchungen iiber die Entwicklung des HEchinorhynchus
gigas. Die drei letzten Abhandlungen iiber die Anatomie der
Echinorhynchen verdanken wir R. KOoBrHLER, ,der 1887 seime
Untersuchungen iiber HE. heruca und gigas publicirte, PAUL
KNÖPFFER, welcher 1888 eme Abhandlung iber die Anatomie
des Ausfiihrungsganges der weiblichen Geschlechtsprodukte
des KE. heruca, polymorphus, globulosus, strumosus und pseu-
dosegmentatus herausgab und Otto HAMANN. Die umfassende
und werthvolle Arbeit des letzteren behandelt entwicklungs-
geschichtlich, anatomisch und histologisch die Echinorhynchus-
arten acus, heruca, polymorplhus, proteus, claveceps und clavula.
Der erste Theil der grossen, schönen Arbeit J. KAISERS
ist jetzt eben, wo meine Arbeit fertig ist, in meine Hände
gekommen. Fir seine Untersuchungen hat er die Echinor-
hynechusarten gigas, moniliformis, angustatus, haeruca, tricoce-
phalus, uncinatus, strumosus und eine Art, die er in Balenop-
tera Sibbaldii gefunden hat und KE. porrigens nennt, angewendet.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. 11
In Betreff des Namens der letzten hat er Zweifel ausgesprochen
und zwar mit Recht, denn seine Untersuchungen galten
der von A. W. MALM beschriebenen Art &E. brevicollis und
nicht E. porrigens.
Die angefiährten Masse (darunter eine ”Totallänge von
12—28 mm.) und die völlig entwickelten, receptaculären Haken !
beweisen dies zur Genige.
Nur kurz erwähnt er den Bau der Cuticula, Subeuticula,
Lemnisei, Proboscis, Proboscisscheide und Muskellagven oben
erwähnter Art.
Meine Arbeit war schon Mitte Mai fertig geschrieben und
somit gleichseitig mit derjenigen Kaisers ausgearbeitet. Wiäh-
rend des Sommers habe ich nicht Zeit gehabt die wenigen,
unbedeutenden Figuren, welche noch fehlten, zu vollenden.
Indessen habe ich an den Stellen, wo die Darstellung KATISERS
iiber E. brevicollis von der meinigen abweicht, eine Note
beigefiigt.
Die Haut.
In der Haut können wir wie gewöhnlich drei Lagen wahr-
nehmen: die Cuticula, die Subceuticula und die äusserst dinne
Grenzmembran.
Die Cuticula zeigt bei den drei Arten eine grosse Uber-
einstimmung. Dieser Theil der Haut, die, den ganzen Körper
umhillend, in die Bursa eindringt und bei den Ausgangs-
punkten der Lemnisci eine cylindrische Einstuälpung in diese
hinein bildet, ist aus zwei deutlichen Lagen zusammengesetzt.
Die äussere ist homogen und bedeutend diinner als die innere,
welche immer intensiv gefärbt wird. Dadurch scheint diese
von der Subcuticula, deren äusserer Theil fär Farbenstoffe
weniger empfänglich ist, scharf abgesetzt.
Eine radiäre Streifung des unteren Lagers habe ich nie
sehen können, obgleich eine solche bei anderen Arten vorher
wahrgenommen worden ist. Sie muss somit hier fehlen oder
äusserst undeutlich sein.
! KAISER. Bibliotheca zoologica 1891. Heft. 7 (pag. 15 und 16).
12 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
Es muss auch bemerkt werden, dass eine untere Cuticula-
scbicht der Bursa und der genannten vorderen Eimbuchtung fehlt.
Die Subeuticula ist von BALTZER, SMÅFFTIGEN und kärzlich
von HAMANN ! sehr eingehend beschrieben worden. Die ent-
wicklungsgeschichtlichen Untersuchungen des letzteren haben
ein ganz neues Licht iiber den Bau dieses Gewebes geworfen.
Seinen Angaben gemäss ist nämlich dieses Gewebe eine
Epidermis, wo eine weiche Grundsubstanz nebst den Kernen
die primären Theile bilden, während die Fasersysteme sekun-
däre Bildungen sind.
Ich gehe nun zur Beschreibung der Subeuticula meiner
Arten iiber. ;
E. turbinella (Taf. I, fig. 6). Drei Fasersysteme lassen
sich hier leicht bemerken: ein radiäres, ein ringsverlaufendes
und ein längsgehendes, welche nicht gleichmässig iber das
ganze Gewebe vertheilt sind. Das radiäre System durchzicht
die ganze Subeuticula von der Grenzmembran bis zur Cuticula.
Nur die obere Partie derselben wird von den beiden anderen
Systemen durchsetzt. Somit sind hier zwei Lager nach-
zuweisen: ein äusseres, kompaktes (s) und ein inneres, lockeres,
das nur von Radiärfasern gebildet wird (8'). Die längs- und
ringsgehenden Fasern schliessen sich bei dieser Art nicht zu
Bändern zusammen, was bei anderen Formen das gewöhn-
lichste ist, sondern flechten sich ausserordentlich dicht durch,
doch so, dass der innere Theil dieses Gewebes ein wenig loser
wird als der äussere. Dicht unter der Cuticula findet sich oft
eine radiäre Streifung.
Hier und da werden die subceuticulären Kanäle nicht all-
seitig von den Fasern der lockeren Lage begrenzt, sondern
nach oben kommt oft das kompakte Lager als begrenzender
Theil hinzu. Dies findet vorzugsweise im Bulbus und in
der Halsregion statt.
Die zu Bindeln vereinigten, radiären Fasern durchsetzen
das kompakte Lager, in dessen innerem ”Theil sie paralell ver-
laufen, um im äuvsseren Abschnitt desselben sich nach den
Seiten auszubreiten und mit benachbarten Bindeln in Verbin-
dung zu treten. Daher kommt es, dass den iiber den Kanälen
gelegenen Bezirken der kompakten Schicht stets radiäre Fa-
2ern fehlen.
' HAMANN. Monographie der Acanthocephalen. Jena 1891 (pag. 26).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 10. 13
Alle Fasern sind in eimer homogenen Grundsubstanz ein-
gebettet. Gegen die Oberfläche zu tritt sie reichlicher auf
und verursacht wahrscheimlich die hier vorkommende grössere
Tichtbrechung.
Die Subeuticula erreicht am Hinterleib eine Dicke von
etwa 0,12 mm., und ist in der Halsregion ein wenig dinner,
während die des Bulbus eine verhältnissmässig grosse Mäch-
tigkeit erreicht. Die Proboscis ist mit einer sehr dimnen, aber
deutlichen Subcuticula: versehen. Die kompakte Lage der
Subeuticula verhält sich zur lockeren: am Hinterleibe und
vorderen Theil des Bulbus (Taf. II, fig. 7 s, $') wie 2:1, in
der Halsregion (Taf. I, fig. 6) wie 1:1, während im hinteren
Abschnitt des Bulbus (Taf. II, fig. 11) das Verhältniss 1: 2 wird.
Mit SCEFFTIGEN und HAMANN habe ich gefunden, dass das
subceuticuläre Kanalsystem durch eine von der Cuticula einge-
hende Falte in zwei völlig getrennte Abschnitte gesondert
wird. Diese Falte ist in der kreisförmigen Einstiälpung der
Subeuticula an der Basis des Riässels gelegen. Dagegen habe
ich hier keinen Ringkanal sehen können. Sowohl HAMANN als
SEFFTIGEN, LEVUCKART und GREEFF haben bei ihren Arten einen
solcehen angetroffen. Zwei diametral entgegengesetzte Haupt-
stämme, die seitlich verlaufen, kommen immer vor (Taf. II,
fig. 12 und Taf. V,; fig. 44 sk.).
Nach vorn kann man sie zum Bulbus verfolgen, in dessen
hinterem "Theil sie nur durch die neben ihnen entlang zie-
henden Nervenstämrne von anderen Kanälen zu unterscheiden
sind. In der vorderen Partie des Bulbus können sie nicht
mehr wahrgenommen werden. Am Hinterende des Thieres
lösen sie sich in mehrere Zweige auf, welche bei dem Männ-
chen in die Subeuticula der Bursa eindringen. Waährend ihres
ganzen Verlaufes senden die Haupstämme Zweige senkrecht
aus, die mit den von der anderen Seite kommenden Åsten in
Verbindung stehen. Diese halbkreisförmigen Stämme zweiter
Ordnung anastomosiren lebhaft mit eimander, wodurch an einem
Tangentialschnitte die quergeschnittenen Radiärfaserbiindel sich
als kleine, durch Kanälchen getrennte Inseln zeigen.
Im vorderen mit Haken besetzten Theil des Bulbus bilden
die Kanälchen ein Netzwerk, das in jeder Masche einen Haken
einschliesst. Im Rissel ist wahrscheinlich das Netzwerk ein
noch mehr komplicirtes. Zwei an der Ricken- und Bauchseite
gelegene Haupsstämme treten in der Halsregion auf. Sie
14 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
durchziehen den ganzen Hals um wie die Seitenstämme im
Bulbus zu verschwinden.
Die Kerne der Subcuticula sind klein und am öftesten in
den Kanälen vorhanden. Vorzugsweise scheinen sie da, wo
die Kanälchen sich verzweigen, gelegen zu sein und treten in
mehreren Gestalten auf. Sie sind nämlich bald länglich
viereckig, wie die meisten der Subecuticula der Bursa, bald
rundlich mit unebenen Rändern, bald aber unregelmässig
vieleckig, spitzige Auswiichse tragend. In der vorderen Hälfte
des Bulbus und am Rissel kamen sie äusserst spärlich vor,
ja an einigen Exemplaren waren gar keine da zu sehen. Wahr-
scheinlich stehen die Kerne mit der Wand der Kanälchen in
Verbindung, da aber auch die in diesen eingeschlossene Nahrungs-
flässigkeit Farbenstoffe aufnimmt, habe ich nur undeutlich die
Vereimigungsbänder sehen können.
E. brevicollis. Die Dicke der Subeuticula des Hinter-
körpers beläuft sich nur auf etwa 0,066 mm. Längs- und
ringsgehende Fasern sind hier auch in der lockeren, inneren
Lage vorhanden. Auch ist die Grenze zwischen einer kom-
pakten und lockeren Lage bei weitem nicht so scharf hervor-
tretend wie bei E. turbinella. Zahlreiche kleine Kerne liegen
in der Haut zerstreut, vorzugsweise doch in den Kanälchen.
Von den Secitenstämmen gehen die halbkreisförmigen Kanäle
sehr dicht und streng parallel aus. Sie sind durch spärliche,
rechtwinkelige oder schräge Anastomosen mit cinander ver-
bunden. !
E. porrigens. (Taf. I, fig. 5.) Der Bau der Subeuticula
dieser Art weicht in mehreren Hinsichten von dem des HK.
turbinella ab. So giebt's hier in Betreff der Vertheilung der
Fasersysteme fast keinen Unterschied zwischen dem äusseren
und inneren Abschnitt dieses Gewebes, denn die rings- und
längsverlaufenden Fasern durchziehen das ganze Gewebe, indem
sie nach innen ein wenig spärlicher werden und somit die
Radiärfasern etwas schärfer hervortreten lassen.
Gleich ausserhalb der Grenzmembran der Subcuticula be-
gegnet uns eine dinne Schicht, die sich etwas dunkler als die
iibrige Subceuticula färbt, weil hier die oben erwähnten Längs-
und Ringsfasern dicht gedrängt stehen und doch den Radiär-
fasern freien Durchtritt gestatten. Weiter sind die Wände der
! KAISER (Bibliotheca zoologica. Heft. 7, pag. 30) giebt an, dass die
Anastomosen zwischen den halbeirkelförmigen Kanälen rechtwinkelig sind.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. 15
Kanäle fest und werden wenigstens im vorderen Theil des
Körpers nicht, wie bei vorhergehenden Arten, nur von aus-
einander weichenden Radiärfasern dargestellt, sondern einige
Lagen verfilzter Radiärfasern versehen sie mit einer starken
Hille. Zahlreiche längsgehende Fasern umgeben die äussere
Hälfte der beiden seitlichen Hauptstämme. Das Kanalsystem
ist im Ganzen dasselbe wie bei E. brevicollis: ziemlich dicht
stehende, halbeirkelförmige Kanäle, die nur wenig mit einander
anastomosiren. An Längsschnitten trifft man also eine Menge
quergeschnittener Kanäle, wogegen die Querschnitte der Sub-
cuticula nur wenige zeigen. In Taf. I, fig. 5, die einen Längs-
schnitt der Haut darstellt, sind drei halbeirkelförmige Kanäle
durchschnitten. In der Halsgegend kommen doch hier und
da grössere Anastomosen vor. Am Bulbus bilden die Kanälchen
ein Netzwerk mit groben Maschen. Eine Ausnahme hiervon
bildet doch der vorderste, dinne Abschnitt desselben, wo ein
sehr feinmaschiges Netz mit Leichtigkeit nachgewiesen werden
kann. Bei jungen, nicht völlig ausgewachsenen Exemplaren
habe ich in den Maschen von letzterem kleime Haken wahr-
genommen, deren Aussehen und Platz andeuten, dass sie den
receptuculären Haken des £. turbinella entsprechen.
Die Kerne der Subcuticula sind viel grösser als die der
vorhergehenden Arten und liegen fast immer im Gewebe ein-
gebettet. Ihre Form ist rundlich oder ellipsoidisch. Sie
echliessen einen mit mehreren Körnehen versehenen Kern-
körper oder einige zerstreute Körperchen ein.
Die am Bulbus des E. turbinella und brevicollis gelegenen
Haken (Taf. II, fig. 7) miissen im Zusammenhang mit der Sub-
cuticula beschrieben werder. Ihre grösste Länge beläuft sich
auf etwa 0,14 mm., welehes Mass sie an der Mitte des Bulbus
erreichen. Darauf nehmen sie nach vorn an Höhe ab und
kommen auch an der äusseren Wand der Falte der Subcuti-
cula vor, wo ihre Länge auf 40—50 pu. vermindert worden ist.
Die Hauptmasse dieser Haken (gr. H) besteht aus einer
ziemlich harten, homogenen, glänzenden Substanz, die von
Hematoxylin ein wenig, von Saffranin intensiv glänzend roth
gefärbt wird, von Boraxkarmin aber gar keinen HEindruck
empfängt. Nach innen strecken sie sich bis zur oder nahe
bis zur Grenzmembran; im letzteren Falle werden sie von
dieser durch eine dinne Lage Radiärfasern getrennt. Das
kompakte Lager der Subceuticula, das sich nach der Spitze der
16 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
Haken zu allmählich verdiimnnt, umgiebt sie an den anderen
Seiten. Nur ein kleiner Theil ihrer Spitze ragt frei iber die
Haut hervor. HEine central gehende Pulpa (p) ist stets vor-
handen. Von der Spitze an bis etwa zur Mitte des Hakens
ist die Pulpa regelmässig mit cylindrisehem Umkreis, im unteren
Abschnitt aber mit unregelmässigen Aussackungen versehen.
Der äuvssere Umriss der glänzenden Substanz zeigt krumme
und sehr unebene Linien. Es ist möglich, dass diese Unregel-
mässigkeiten durch die Härtung hervorgerufen worden sind.
Die Haken der Proboscis zeigen keine grösseren Eigen-
thimlichkeiten. Mit einer Wurzel, die ungefähr die Länge
der Klaue erreicht, sitzen sie in die unten erwähnte, homogene
Schicht eingesenkt.
Betreffend die Fasern der Subcuticula sagt Hamann: »Den
Subeuticularfasern, das heisst den Fibrillen der Epidermizs,
haben sowohl SCHNEIDER, LEUCKART, BALTZER wie auch SMÅFFTIGEN
einen muskulösen Charakter zugeschrieben. Sie sind jedenfalls
clasticher Natur».
Dass die Fasern kontraktil sind, darf ich aus folgendem
Grunde annehmen: Bei EE. turbinella und brevicollis, deren
Lemnisci ganz ohne Muskelmantel sind, habe ich diese Organe
in den verschiedensten Lagen angetroffen. Bald lagen sie im
vorderen Theil des Thieres zusammengerollt, bald streckten
sie sich bei anderen Individuen bis zum hinteren Ende der
Thiere. Hieraus darf man möglicherweise schliessen, dass die
Lemnisci dieser beiden Arten, als sie lebten, Beweglichkeit
besassen, wobei die Fasern in ihrem Inneren die Bewegungen
ausfuhrten. Weil indessen die Fasern der Lemnisci mit den-
jenigen der Subcuticula sowohl in Bezug auf Entwicklung als
Aussehen iibereinstimmen, miissen wohl auch den letzteren
Kontraktilität zugeschrieben werden. Ubrigens ist eine solche
fast nothwendig um die Strömung in den subcuticulären Kanälen
zu erklären.
Die Lemnisci.
Die Hauptmasse dieser Subceuticularbildungen stellt wie
gewöhnlich ein verworrenes Netzwerk von Fasern dar. Die
! HAMANN. Monographie der Acanthocephalen. Jena 1891. Pag. 27.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. 17
längsverlaufenden Fasern scheinen hauptsächlich in der Peri-
pherie gelegen zu sein. Sie sind mit einem dinnen, homo-
genen Uberzug, zu welchem ich später zurickkommen werde,
versehen.
Hilturbinella und brevicollis(Pifoll Hort.
L.) Die Lemnisci dieser Arten haben ein sehr eigenthim-
liches Aussehen. Sie sind nämlich fadenförmig und erreichen
zuweilen eine Länge, die diejenige des ganzen Thieres iiber-
trifft. Ich habe aber keine Gelegenheit gehabt, ihre Lage in
der Leibeshöhle am lebenden Material zu studiren. Bei allen
in Alcohol, Perenyis Flissigkeit und Sublimat mit Essigsäure
gehärteten Individuen lagen sie immer in mehrfachen Win-
dungen geschlängelt, eine Lage, die wahrscheinlich eine natir-
liche ist, da die Lemnisci eine so bedeutende Länge (25 mm.)
erreichen können. Ihre Dicke schwankt zwischen 0,1 und 0,2
mm. Am diinnesten sind sie im vorderen und hinteren Ende,
welches letztere in eine abgestumpfte Spitze ausgezogen ist.
An der Ausgangsstelle der Lemnisci bildet die Cuticula eine
fingerförmige HEinstälpung in diese hinein, die z. B. bei E.
turbinella nur etwa 30 vu lang wird. In ihrem vorderen Theil
werden sie von einigen unbedeutenden Kanälen durchsetzt!
und zeigen sich ziemlich kompakt, während die mittleren und
hinteren Abschnitte derselben s8tets einen am öftesten central
verlaufenden Hauptkanal besitzen, der sich nach hinten ver-
grössert. Nebst diesem Hauptstamm sind auch kleine Lakunen
vorhanden, die doch in ihrer hintersten Partie sehr spärlich
oder gar nicht vorhanden sind.
Die Kerne weichen bedeutend von denjenigen der Subcu-
ticula ab. Die Kerne der Lemnisci haben nämlich eine mehr
regelmässige, ellipsoidische bis kugelförmige Gestalt ohne
Auswiichse und Unebenheiten.
Bei den meisten bis jetzt anatomisch untersuchten Arten
sind die Lemnisci mit einem Muskelmantel von Längsmuskel-
cylindern versehen. HEin solcher fehlt hier ganz. Es ist ange-
nommen worden (HAMANN), dass diese Muskelbekleidung durch
den Druck, den sie auf die Lemnisci ausibt, Nahrungsfliässig-
keit zum Ringkanal und von hier zum Lakunensystem des
Riässels hervorpresst. Auch wenn ein Muskelmantel hier vor-
! KAISER (Bibliotheca zoologica. Heft. 7, pag. 35) spricht bei FE.
brevicollis nur von einem axialen Kanal.
18 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
handen wäre, wiärde er wegen der grossen Länge und Diinne
der Lemnisci nur von geringem Nutzen sein können.
Die Nahrung, welche die Echinorhynchen aus dem Darme
ihres Wirthes aufnehmen, ist freilich sehr verdaulich. Doch
dirfte eine Umarbeitung derselben von Nöthen sein, und wahr-
scheinlich hat die Subcuticula mit ihrem Kanalsystem diese
Aufgabe erhalten. Als die Cuticularfalte auftrat und das
Kanalsystem des Rissels vom ibrigen Theil des Körpers trennte,
war es wegen der Diinne der Subcuticula des vorderen Kör-
perendes nothwendig die verdauende Fläche dieses Körper-
abschnittes zu vermehren, welches auch durch die Entwicklung
der Subcuticulareinstilpungen (Lemnisci) geschah. Indessen
diirften die Lemnisci, welche oft eine bedeutende Grösse er-
reichen, auch der BLeibeshöhle zubereitete Nahrung abgeben,
was auch LEUCKART fär glaublich hält. Sehr wahrscheinlich
ist, dass besonders bei diesen zwei Arten die Lemmnisci den
Geschlechtsorganen, um welche sie oft geschlängelt liegen,
friseche Nahrung zufihren.
Die Behauptung GREEFFS, dass die Lemnisci Excretions-
organe seien, hat LEUCKART in Zweifel gezogen. Wenn man
den Lemnisci eine solche Function zuschreibt, missen ja die
Excretionsprodukte in die Leibeshöhle ausfallen, was auch
GREEFF glaubt gesehen zu haben. Wie wiirden sie dann aus
dem Körper entfernt werden? Bei dem Weibehen haben wir
ja die Glocke, bei dem Männchen aber wiirden sie in der
Leibeshöhle bleiben, was sehr unwahrscheinlich scheint. In
Folge dessen will ich mich der Ansicht LEUCKARTS anschliessen.
E. porrigens. (Taf. I, fig. 1. L.) Relativ zur Grösse
des Thieres erreichen diese Organe hier eimen sehr kleinen
Umfang. Sie sind nämlich nur etwa 2,1 mm. lang und 0,2 mm.
dick. Diese Masse sind von einem 80 mm. langen Exemplar
genommen. An den Schnitten erscheinen die Lemnisci als
sehr unregelmässige Bildungen, was daher kommt, dass sie
hier und da zusammengezogen sind. Wie bei den zwei anderen
Arten haben sie eine schmal cylindrische Gestalt mit einem
diinneren vorderen med hinteren Ende. Das Kanalsystem be-
steht aus mehreren in der Peripherie verlaufenden Längs-
kanälen, die mittelst dicken Anastomosen mit einander kom-
municiren. Nur selten können central gehende Kanäle wahr-
genommen werden. Die Anzahl der Kanäle ist wenigstens
sechs, häufig noch mehr.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. 19
Am vorderen, medianen 'Theil ist ein unvollständiger
Muskelmantel vorhanden. HEinige Muskelcylinder (Taf. I, fig.
1. d) legen sich hier dicht an die mediane Seite der Lemnisci,
dessen halbe Perepherie somit von ihnen umschlossen wird.
Ihr Sarkolemm ist ganz mit dem homogenen Uberzug der
Lemnisci verschmolzen. Nach hinten lassen die Längsmuskeln
die Lemnisci völlig frei. Die Kerne (k) gleichen denjenigen
der Subeuticula.
Das Muskelsystem.
Dieses besteht aus den gewöhnlichen Lagern: einem äusseren
Rings- und einem inneren Längsmuskellager. Im Grossen be-
trachtet zeigen die beiden Lager manche Ubereinsstimmungen.
Beide bilden mehr oder weniger anastomosirende Röhren von
welehen die des Ringsmuskellagers nur an der einen Seite
mit fibrillärer Substanz versehen sind und an der anderen
grosse Anstilpungen— Muskelbeutel-—tragen, während sich die
Fibrillen an den Längsmuskelcylindern allseitig entwickeln.
Beide sind mit einer ziemlich gleichartigen Hille ausgeristet.
Uberdies haben die Kerne von beiden eine grosse Åhnlichkeit.
Diesen Uberinstimmungen, die bei meinen Arten durch die
Ausbildung der grossen Muskelbeutel schwer nachzuweisen
sind, hat HAMANN in seiner Monographie (pag. 43 u. 44) eine
Erklärung gegeben, indem er beweist, dass die beiden Muskel-
lagen in Bezug auf ihren Ursprung sehr innig mit einander
zusammenhängen.
E. turbinella. Die innere Begrenzung der Subeuticula
besteht aus einer äusserst diinnen fir Farbstoffe ziemlich emp-
fänglicken Membran (Taf. I, fig. 6 g. b.) und unter dieser
folgt eine homogene Schicht (Taft. I, fig. 6 h. s.), die zuweilen
einige Streifung zeigt. Am Hinterleib ist sie dinn, nimmt
am Halse in der Dicke zu, wo sie eine grosse Mächtigkeit
erreicht um im Bulbus wieder dinner zu werden. In der Pro-
boscis ist dieses Lager besonders wohl entwickelt, wo es zur
Stitze der Haken dient (Taf. II, fig. 8 h. s.), deren Wurzel hier
eingesenkt sitzen. Weiter sieht man, wie dieses Gewebe die
Lemnisci, Längsmuskeln, Proboscisscheiden und Nerven mit
mehreren Organen bekleidet. BALTZER betrachtete dieses Lager
20 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
als Bindegewebe, 'SCEFFTIGEN (pag. 128) dagegen als ein se-
kundäres Absonderungsprodukt der Muskeln. Betreffend die
Körperdecke der von ihm untersuchten Arten spricht HAMANN
theils von einer Grenzmembran der Subeuticula (pag. 31),
theils von einem Sarkolemm, die immer die Muskelbänder
umhillen (pag. 41). Diese beiden Schichten kommen auch
in der Körperdecke dieser Art vor, das Sarkolemm aber ist in
zwei Lager differenzirt: die oben erwähnte homogene Schicht
und eine innere diinne Lage, die die Ringsmuskelbänder und
die Muskelbeutel umschliessen. Die letztere nenne ich eigent-
liches Sarkolemm.
Die homogene Schicht ist besonders durch ihre Unemp-
fänglichkeit fär HEosin ausgezeichnet, eine FEigenschaft, die
iibrigens auch das erwähnte eigentliche Sarkolemm des Rings-
muskellagers besitzt, von welchem sie sieh nur durch ihre
geringe Fähigkeit Farbstoffe emzusaugen unterscheidet.
Der Uberzug der Lemnisci ist relativ dick und geht bei
der Ursprungsstelle von diesen unmittelbar in die unter der
Subeuticula gelegene homogene Schicht iiber. In der Basis der
Proboscis theilt sich diese in zwei Blätter, von welchen das eine
sich nach vorn fortsetzt um die dicke Stiitzschicht der Haken
darzustellen, und das zweite nach hinten zieht um nach einer
Spaltung bei der Ursprungsstelle der Proboscisscheide die re-
spektiven Sarkolemma-Uberzige (s) der beiden Blätter der
Scheide zu bilden (Taf. II. fig. 8 h. s. und s.).
Die Ringsmuskellage des E. turbinella.
Diese Lage ist iiber den ganzen Körper verbreitet. Im
Hinterleib wenig entwickelt, nimmt sie in der Halsgegend an
Dicke zu und erreicht am Bulbus eine bedeutende Mächtigheit.
Wieder verdiinnt begleitet sie immer die Haut und ist deut-
lich wahrnehmbar bis zur Spitze der Proboscis, in deren
vorderen Hälfte sie doch sehr dinn ist.
Die Muskelfäden sind wie bei anderen Arten in abge-
plattete parallelle Bänder angeordnet, doch so, dass hier und
da längliche Spalten zwischen ihnen in solcher Weise entstehen,
dass Bindel von Muskelfäden sich von einem Bande losmachen
um zu einem anderen iiberzugehen. Diese Bänder grenzen
doch nicht unmittelbar an die homogenene Schicht, sondern
werden durch das eigentliche Sarkolemm davon getrennt,
dås um die Bänder herum und untrennbar mit diesen vereinigt
sich nach innen biegt und bald die Bänder eng umschliesst
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 10. 21
(Taf: I, fig. 6 e. s.), bald grosse Beute! bildend, weit in die
Körperhöhle hineinragt (Taf. II, fig. 11).
Die Muskelbänder liegen somit im letzteren Falle in die-
sen Beuteln, die natärlicherweise nicht geschlossen sind, son-
dern an der Basis Durchgang fir jene gestatten, und werden
an ihrer unteren Seite von der Muskelflussigkeit umspilt. Am
Bulbus und Hinterleib sind die Beutel besonders wohl ent-
wickelt, während die Halsgegend sehr kleine, die Proboscis
fast keine zeigen. Sie sind mit sehr dinnen, aus Sarkolemm
bestehenden Wänden versehen und werden von eimem bei
Färbung mit Hämatoxylin scharf hervortretenden Netzwerk
von Protoplasma durchsetzt, das mit den Wänden in Zusammen-
hang steht. Dieses Netzwerk ist von einer Flässigkeit durch-
tränkt, die wahrscheinlich dieselben Eigenschaften wie die in
den Längsmuskeln vorkommende besitzt. Bei Doppelfärbung
mit Hämatoxylin und Eosin findet das eigenthuämliche Ver-
hältniss statt, dass nur das Netzwerk nicht die Wände den Eosin
aufnimmt und sich ganz roth färbt.
Das eigentliche Sarkolemm steht an mehreren Stellen — im
Hinterleib, im Halse, und Proboscis — mit der inneren Grenz-
merabran der Subcuticula in Zusammenhang. Zu dieser Sache
werden wir später zurickkommen.
Der Hinterleib. Bei dem Weibehen zeigt sich die
Ringsmuskellage zuerst wie ein Ring um den Ausfihrungs-
gang fär die Embryonen, während sie bei dem Männchen um
die Basis der Bursa herum beginnt.
Anfangs sind die Muskelbeutel sehr klein, nehmen nach
vorn an Länge zu und werden 0,6 mm. lang. An den Längs-
schnitten zeigen sich die quergeschnittenen Bänder wie dinne
Sicheln, die aus einer Menge Muskelfäden bestehen. Jeder
von diesen hat am Querschnitt eine lang ausgezogene drei-
eckige Form und die nach innen gelegenen Spitzen gehen in
das Protoplasmanetz der Beuteln iiber. In dem Protoplasma
der Fäden, das als Sarkoplasma bezeichnet werden kann, liegen
die Muskelfibrillen eingebettet.
Ob die Muskelbeutel in eine oder mehrere Lagen ange-
ordnet sind, ist sehr schwer zu konstatiren, denn im Allge-
meinen besitzen sie eine unregelmässige Gestalt, was vermuth-
lich von der Fixirung herrihrt. Indessen kann ich fast mit
Gewissheit behaupten, dass diese Beutel nur eine Lage bilden,
weil ich an mehreren Schnitten Muskelsäcke gefunden habe,
22 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
die sich von der fibrillären Partie der Ringsmuskellage bis zur
Längsmuskellage streckten. Im Ganzen haben sie eine läng-
liche Form und werden nach den Muskelbändern zu etwas
schmäler. Hier stehen sie auch in offener Verbindung mit
einander, was bisweilen auch in dem nach innen gewandten
Ende des Beutellagers der Fall ist.
Alle Schnitte durch die Säcke zeigten eine mehr oder
weniger orosse Anzahl ziemlich scharf begrenzter Löcher, die
natuärlicherweise Cavitäten im Protoplasma angaben (Taf. II,
fig. 11. x). Ich nahm mir sogleich vor, den Grund hierzu auf-
zusuchen. Da es unmöglich war die Säckehen des Hinterleibes
zu isoliren, wandte ich mich zu denen des Bulbus und hier
konnte man leicht hier und da rundliche, glänzende Tröpfchen,
die im Protoplasma eingebettet lagen, wahrnehmen; sie kamen
doch sehr spärlich vor, was vermuthlich daher kam, dass ein
orosser Theil derselben von den Fixirungsfluässigkeiten auf-
gelöst war.
Wahrscheinlich hatten diese Tröpfehen emen fettartigen
Inhalt, und die rundlichen Cavitäten des Protoplasmas waren
urspringlich mit solchen Bildungen angefillt. Reservnah-
rung wird also in den Muskelbeutel bisweilen wahrscheim-
lich in bedeutender Menge aufbewahrt. Auch HAMANN (pag-.
45) hat Reservnahrung im Protoplasma der Muskeln ange-
troffen.
Ein Querschnitt durch den Hinterleib zeigt folgende An-
ordnung der Säckehen: Innerhalb der beiden Hauptkanäle
kommen gar keine vor, wenn man nicht als eine solche Bil-
dung eine daselbst an jeder Seite das ”Thieres durch den
ganzen Hinterleib verlaufende Röhre (Taf. V, fig. 44, Ro.)
betrachten will. Sie besitzt ungefär dieselbe Consistenz wie
die Beutel, mit welchen sie gewöhnlich an den Seiten in
offener Verbindung steht. Sie spielt wahrscheinlich eine Rolle
bei der Vertheilung der Muskelflässigkeit. Das Beutellager
nimmt dorsal und ventral an Grösse zu, die Körperhöhle bildet
also ein längliches Oval mit der grössten Ausstreckung in dem
Plan, der durch die beiden Seitenkanäle gezogen wird (Taf.
V, fig. 44).
Die oben erwähnten Verbindungen der Membrana limi-
tans mit dem eigentlichen Sarkolemm sind auch hier anzutreffen
und stimmen ganz mit denjenigen der Halsgegend, welche
später beschrieben werden wird, uberecin.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 10. 23
Der Hals (Taf. I, fig. 6). Ungefähr in dem Masse wie
der Hinterleib nach vorn schmäler wird, nimmt die Muskel-
sacklage an Mächtigkeit ab, wogegen die Ringsmuskelbänder
und die homogene Schicht dicker werden. Hier ist das Beu-
tellager nicht mehr entwickelt, als dass es ziemlich dicht die
Muskelbänder umschliesst. Also kommen hier keine eigent-
lichen Säckehen zu Stande, sondern nur Hiällen um die Muskel-
bänder herum, welche Bekleidungen theils durch das eigent-
liche Sarkolemm (es), theils durch die homogene Schicht (h. 8.)
dargestellt werden. Die letztere schiebt sich freilich im Hinter-
körper ein wenig, im Bulbus ziemlich lang zwischen die
Beutel hinein, aber umgiebt dort die Ringsmuskelbänder
nie ganz.
Die Verbindung der Membrana limitans mit dieser Muskel-
lage wird in solcher Weise zu Stande gebracht, dass der innere
Theil der ersteren an einem kleinen, begrenzten Gebiet sich
nach innen senkt und, die homogene Schicht durchlaufend, in
das eigentliche Sarkolemm iibergeht (Taf. I, fig. 6 ver.). Hier-
durch werden saitenförmige Bildungen erschaffen, die ent-
weder eine hantelförmige oder eine keilförmige Form besitzen.
Im Allgemeinen verlaufen sie in gerader, radiärer Richtung.
Besonders dicht treten sie nicht auf, denn auf eimem Längs-
schnitte habe ich nie mehr als zwei uber demselben Muskel-
band ausgehen sehen.
An einem Exemplar des £. gigas hatte SÅFFTIGEN (pag.
125) eine Verbindung des Fasersystems der Subcuticula mit
der Ringsmuskularis wahrzunehmen geglaubt. Gegen diese
Ansicht will ich mich HAMANN, der einen Zusammenhang
zwischen diesen mit Recht verneint hat, anschliessen. Die
Muskelbänder sind in eine Reihe dicht neben einander lie-
gender Fäden mit einem rectangelähnlichen Durchschnitt ein-
getheilt. Das Protoplasmanetz ist hier auf ein kleines Ge-
biet dicht unter den Bändern beschränkt und zeigt dieselben
Eigenschaften wie dasjenige der Muskelbeutel.
Der Bulbus (Taf. II, fig. 11). Unmittelbar bei der Basis
des Bulbus fangen die Muskelbandhällen an weiter zu werden,
so dass immer grössere und grössere Zwischenränme und somit
reicheres Protoplasma nach innen zwischen den Bändern und
ihrer Hille entstehen. Die homogene Schicht wird dinner,
aber scheint noch an der Bildung der Hille Theil zu nehmen.
Die Muskelfäden ordnen sich auch an den Seitenwänden des
24 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
Sarkolemms an, wodurch der Querschnitt emes Muskelbandes
ein U-formiges Bild darstellt. Schliesslich zeigen sich auch die
eigentlichen Beutel (mb), welche hier eine festere Consistenz
als diejenigen des Hinterleibes besitzen und eine einzige Lage
bilden. Daher ist es mir gelungen grössere und kleinere der-
selben zu isoliren. Sie haben gewöhnlich die Form einer
Flasche mit bedeutend angeschwollenem Bauch und einem langen
Hals. Im ersteren ist fast immer ein ovaler, mit einem kör-
nigen Körperchen versehener Kern vorhanden.
Die homogene Schicht (h. s.) räckt lang zwischen die
Säckehen hinein (m), nicht länger aber als die Muskelbänder
welche hier besonders tief nach innen dringen, und deren
Fäden ungefähr dieselbe Form wie die des Hinterleibes zeigen.
An der Stelle, wo der vordere dinne Abschnitt des Bulbus
beginnt, verschwinden die Beutel schnell, und die Muskellage
bekommt ein Aussehen, das demjenigen der Halsgegend gleicht.
Darauf biegt das Lager um und zieht der Subeuticularfalte
folgend, in die Proboscis hinein. In diesen Regionen hat das
Lager folgenden Bau (Taf. II, fig. 8 r. m.): Die an den Quer-
schnitten rectangelähnlichen, sehr dicht liegenden Bänder wer-
den eng von einem Sarkolemm umschlossen, das wahrschein-
lich fast nur von der homogenen Schicht gebildet wird. Die
Bänder der Proboscis sind an den Seiten sehr abgeplattet und
zeigen eine etwas unregelmässige Form.
Es ist schon bemerkt worden, dass die Ringsmuskellage
des Bulbus in die Proboscis hinein zieht. Indessen ist ihr
Verlauf hier sehr kurz, denn sie wird schnell dinner und hört
bei dem Blatt, das die homogene Schicht zur Umbhillung der
Proboscisscheide entsendet, auf. Dicht vor der Ursprungsstelle
dieser Scheide beginnt die Lage der Proboscis, setzt sich nach
vorn bis auf ein Drittel der Proboscis fort und wird da plötz-
lich durch ein Blatt von der homogenen Schicht, das diesen
Theil des Ringsmuscularis der Proboscis (Taf. II, fig. 8 rm')
ganz umbhillt, unterbrochen. Zwischen dieser Partie der Muskel-
lage und der vom Bulbus an die Proboscis hinausgehenden
Ringsmuskelschicht haben grösstentheils die Längsmuskeln des
Leibes ihren Ursprung. Die beiden vorderen Drittel der Pro-
boscis sind mit eimer einfachen, sich allmählich verdiinnenden
Ringsmuskellage (Taf. II, fig. 8 rm”) ausgeristet, die nicht
eine gerade nach vorn gehende Fortsetzung der Lage des
hinteren Drittels darstellt, sondern gleich innerhalb ihres vor-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. 25
deren Endes beginnt. Somit können wir da an einer sehr
kleinen Strecke ein doppeltes Ringsmuskellager wahrnehmen
(Taf. II, fig. 8). Die Ringsmuskeln der Proboscis färben sich
immer lichter als diejenigen des ibrigen Körpers. Kerne und
Protoplasma kommen da äusserst spärlich vor.
Die Verbindung der Membrana limitans mit dem Sarko-
lemm wird mittelst langer, schmaler und fädenförmiger Bil-
dungen hergestellt und kommt nur im hinteren Abschnitt der
Proboscis vor.
Die Längsmuskellage des E. turbinella.
Dieses Lager besteht aus cylindrischen, oft etwas abge-
platteten Fäden, die einen Durchschnitt von 0,03 bis 0,96 mm.
zeigen. In der äussersten Peripherie beobachtet man ein din-
nes Sarkolemm, das an den Stellen, wo die Muskeleylinder
wie z. B. hier und da im Bulbus sehr dicht angehäuft stehen,
bei benachbarten Cylindern zusammenzuschmelzen scheint.
Innerhalb desselben folgt wie gewöhnlich die kontraktile
Substanz, die häufig in radiär gestellte Bändchen getheilt ist
und sehr innig mit dem Sarkolemm zusammenhängt. Im Cen-
trum verläuft der mit der Muskelflussigkeit angefiillte Kanal.
Die Bändehen haben wahrscheinlich ihre kontraktile Substanz
meist in der Peripherie gesammelt, denn nach innen zu sind
sie sehr durchscheinend. Dazu kommt in der Nähe der Kerne
ein reiches Protoplasmanetz. Die Kerne scheinen fast aus-
scehliesslich an solehen Orten aufzutreten, wo eine Verzweigung
des Fadens stattfindet.
Die Längsmuskeln des Hinterleibes sind wenig entwickelt
wegen ihrer Beschränkung auf ein kleines Bereich an der
Riäcken- und Bauchseite. Sie beginnen am Hinterende mit
sehr kleinen Verzweigungen um die Basis der Bursa, die sich
zu immer grösseren Stämmen vereinigen um schliesslich die
oben erwähnten Muskeleylinder darzustellen. Weil diese sich
verästeln und hier und da durch Zweige mit einander in Ver-
bindung treten, ist es schwer ihre Anzahl anzugeben, doch
scheint dieselben zwischen zehn und sieben zu schwanken.
Der Hinterleib. Am stärksten ist die Lage an der
Bauchseite entwickelt, was im ganzen Körper mit Ausnahme
vielleicht des Receptaculums vorherrschend zu sein scheint.
Die Muskeleylinder nehmen nach vorn allmählich an Dicke
26 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
zu und stehen iiberall mittelst femer Sarkolemmfäden mit dem
Muskelbeutellager, an welches sie sich dicht anchliessen, im
Zusammenhang.
Die Kerne treten sehr spärlich auf, gleichen in Betreff
des Baues und der Grösse denen des Bulbus, und sind sehr
reichlich von Protoplasma umgeben. HEinige (3—4) Kerne
kommen am weitesten nach hinten vor, worauf die Stämme
im Allgemeinen kernlos durch den Hinterleib ziehen um bei
dem Ubergange zum Halse mit ein paar Kernen versehen zu
werden. Auch an den aufgeschwollenen Theilen, wo die Kerne
gelegen sind, sind die Längsmuskeln ringsum mit emem gleich-
mässigen Lager Fibrillen ausgeristet, was auch bei einem
Theil der von HAMANN untersuchten Arten der Fall ist.
Der Hals zeigt keine Eigenthimlichkeiten betreffend den
Bau der Längsmuskellage. Im hinteren Abschnitt derselben
bekommen die Muskeln ihre grösste Entwickelung um all-
mählich nach vorn dinner zu werden. Nur wenige Kerne
können hier wahrgenommen werden.
Der Bulbus. Diese Lage ist hier besonders wohl ent-
wickelt. Wir wollen zuerst den weiteren Verlauf der Muskel-
fäden, die vom Halse in das Receptaculum hineinziehen, be-
trachten. Diese nehmen nach und nach an Umfang ab, und
schliesslich bleiben an der Riickenseite nur sechs bis sieben
dinne Cylinder äbrig, welche sich in zwei ziemlich weit von
einander entfernte Biindel theilen. Die beiden Bindel (Taf.
IT, fig. 9 Im') verlaufen nach vorn sich dort verzweigend und
werden somit umfangsreicner.
Die Längsmuskeln, die an der Bauchseite in das Recepta-
culum eindringen, sind klein und etwa zehn. Durch eine
reiche Theilung und durch Zuschuss von der Ringsmuskellage
vermehren sie sich sehr schnell nach vorn. An einem Quer-
schnitt, in der Mitte des Receptaculum, zeigen sie sich als
ein mächtiges Band zwischen dem Beutellager und der Pro-
boscisscheide (Taf. II, fig. 9 Im'). Dieses Band und die er-
wähnten beiden Biindel der Riickenseite schliessen sich nach
vorn mehr und mehr um die Proboscisscheide zusammen und
inseriren sich wie ein kompakter Ring an den Boden und die
innere Perepherie der Subcuticularfalte, wo die Muskelfäden
in der homogenen Schicht verschwinden. Wird eme Serie
Querschnitte bei ihrer Insertionsstelle durch das Receptaculum
gemacht, stellen sich folgende Bilder dar. Zuerst beobachtet
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 10. 27
man einen Ring von quergeschnittenen Muskelcylindern, die
eine sehr kleine Centralhöhle besitzen und wo die Zwischen-
räume von Sarkolemm ausgefillt sind, das nach vorn immer
mächtiger wird, während die Cylinder an Dicke abnehmen.
Sehliesslich zeigen sich diese wie kleine Piinktchen in der
homogenen Schicht und hören bald ganz auf. Dieser Theil der
Längsmuskellage des Receptaculum zeichnet sich durch seinen
Reichthum an fibrillärer Substanz und durch seine zahlreichen
Kerne aus.
Im Receptaculum kommen iiberdies andere Längsmuskeln
vor, die wemniger entwickelte kontraktile Substanz und eine
geringe Anzahl Kerne besitzen. Das Sarkolemm ist aber wohl
ausgebildet und erreicht bisweilen eine gleiche Dicke wie die
kontraktile Lage. Im Allgemeinen haben sie eine plattge-
drickte Gestalt. Sie haben alle ihren Ursprung im Muskel-
beutellager und wahrscheinlich auch in den darin einge-
schlossenen Ringsmuskelbändern. Dorsal und lateral treten
nicht weniger als sechs Bimndel solcher Muskeleylinder auf.
Zmerst kann man im hintersten Abschnitt des Receptaculum
nur vereinzelte Muskelrohren wahrnehmen, die jedoch nach
vorn immer zahlreicher werden und schliesslich, wie an Quer-
schnitten zu sehen ist, sechs einfache oder doppelte Bogen
darstellen, deren Spitzen nach innen gerichtet sind und je ein
kerntragendes Muskelrohr enthalten. (Taf. II, fig. 9 Im”.) Zwei
dieser 6 Biindel werden von den beiden, fruäher erwähnten
Bindeln dickwandiger, dorsal gelegener Muskelcylinder um-
schlossen. An der Bauchseite begegnen wir auch ähnlichen
Längsmuskeln. Diese sind gewöhnlich in zwei Bindel ange-
häuft, die durch ein meistens einfaches, in der Medianlinie
unterbrochenes Band von Muskeln vereinigt sind. Nach aussen
von diesem Band finden sich auch Muskelcylinder, welche in
radiär gestellten Bändchen auftreten (Taf. II, fig. 9). An der
Stelle wo die Muskelbeutel aufhören — d. h. bei dem Uber-
gang zum vordersten, dännen Theil des Receptaculum — gehen
die Biändel in eine einfache, zusammenhängende Längsmuskel-
schicht äber, die die Subeuticulafalte begleitet und darauf abwärts
zieht um mit den dickwandigen Muskeln in Verbindung zu
treten. Die diinnwandigen Muskeln treten immer ausserhalb
der dickwandigen auf.
Wir haben also hier zwei ziemlich ungleiche Muskelsy-
steme zu beobachten, von welchen das eine dickwandige und
28 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
in seinem vorderen Abschnitt von ibrigen Muskeln ganz ge-
trennte System als eine Fortsetzung der Längsmuskeln des
Halses angesehen werden muss, das andere dagegen, das in
seinem ganzen Verlauf sehr innig mit der Ringsmuskellage
und den Beuteln derselben zusammenhängt, selbständig im
Receptaculum wirkt.
Nun ist die Frage, im welcher Weise die beiden Systeme
dem Thier niätzlich sein können. Jenes hat natärlich den
Zweck die Bewegungen des ganzen Bulbus hervorzurufen. In,
Betreff des zweiten muss man seine Zuflucht zu Hypothesen
nehmen.
Wenn dieses Muskelsystem in Thätigkeit tritt, was eine
Verkiärzung dieses Körpertheiles verursacht, und die hier be-
besonders wohl entwickelten Ringsmuskeln sich kontrahiren,
wird ein grösserer eder kleinerer Druck auf die Körperflissig-
keit ausgeibt, woraus wahrscheinlich ein Herausschieben der
Rässelscheide mit Rissel resultirt. - Vielleicht trägt dieser
Druck, indem er sich zu der in der Proboscis eingeschlossenen
Flissigkeit fortpflanzt, auch zur Ausstälpung derselben bei.
Die Verzweigung eines Muskelcylinders findet gewöhnlich
in der Weise statt, dass er bedeutend anschwillt. Vom aus-
gedehnten Theil, der einen ovalen Kern mit einem bis mehreren
Kernkörperchen und ein reiches Protoplasmanetz enthält, gehen
drei, vier oder finf Cylinder am entgegengesetzten Ende aus.
Bisweilen kann man wahrnehmen, wie eimige Muskelröhren
von einer Anschwellung ausziehen ohne dass man einen
Hauptstamm wahrnehmen kann. An einigen Stellen kommen
zwei, ja noch mehr Kerne in derselben Anschwellung vor, in
welcher dann zwei oder mehrere etwas von einander abge-
schniärte Abschnitte vorhanden sind. Jeder von diesen schliesst
einen Kern und ein Netzwerk von Protoplasma ein, das doch
ohne deutliche Grenze in die Netze der iäbrigen iäbergeht.
Das Muskelsystem des E. brevicollis
weicht nur in wenigen Punkten von demjenigen des HE. tur-
binella ab. Die Ringsmuskeln des Receptaculum (Bulbus) und
des Halses zeigen hier etwa dieselbe Mächtigkeit wie bei HE.
turbinella und porrigens, wogegen der Hinterleib sich durch
sehr diinne Ringsmuskelbänder auszeichnet, was vermuthlich
mit der ungewöhnlich geringen Dicke der Subcuticula in Zu-
sammenhang steht. Die Muskelfibern sind iberall sehr diänn
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. 29
und nach der Leibeshöhle zu mit einer schärferen Kante ver-
sehen. Die homogene Schicht und das eigentliche Sarkolemm
verhält sich wie bei EE. porrigens.
Die Muskelbeutel stellen ein einziges Lager dar. Im
Bulbus erreicht die Beutellage bei weitem nicht so bedeutenden
Umfang wie bei voriger Art, denn die Längsmuskelbindel
werden hier so zahlreich, dass wenig Platz fur dieselbe ibrig
bleibt. "Die Längsmuskeln des Hinterleibes sind wenig ent-
wickelt: 3—4 Muskelcylinder an der Riicken-, 10—11 an der
Bauchseite. In dem Halse angelangt nehmen sie an Grösse zu.
Das receptaculäre Längsmuskelsystem zeigt mit dem des
E. turbinella eine grosse Åhnlichkeit, weshalb es nicht näher
geschildert zu werden braucht. Ich will nur bemerken, dass
es bei E. brevicollis eine ausserordentlich grosse Mächtigkeit
gewinnt.
In Betreff der Dicke weichen hier die beiden Längs-
muskelsysteme des Bulbus nur sehr wenig von einander ab.
Die Muskeln des BE. porrigens.
In der Ringsmuskellage (Taf. I, fig. 5 r. mb) ist das eigent-
liche Sarkolemm wenig von der homogenen Schicht differenzirt;
doch kann man an den Stellen, wo diese dick genug ist — d. h.
in der Halsregion — am nächsten um die Ringsmuskelbänder
herum einen dunkel tingirten Rand wahrnehmen, der wahr-
scheinlich das eigentliche Sarkolemm ausmacht. Im Hinterleib
ist ein eigentliches Sarkolemm der Ringsmuskelbänder mög-
licherweise auch vorhanden, denn hier sind zwei, freilich gleich
gefärbte, aber durch Zwischenräume hier und da getrennte
Sarkolemmalagen (Taf. I, fig. 5 h. s. und 8) wahrzunehmen,
und da die gegen einander gewandten Flächen der beiden
Schichten sehr eben und scharf begrenzt sind, kann man wohl
kaum annehmen, dass sie durch das Bersten einer einzigen
Lage, was ja bei der Härtung geschehen kann, entstanden sind.
Indessen ist es bisweilen unmöglich die beiden Lagen von
einander zu unterscheiden, da beide sich sehr dunkel färben.
Die Fibrillen der Ringsmuskelbänder des Hinterkörpers räcken
bei vorliegender Art weit in die Beutel hinein, wo sie im
Protoplasmanetz eingebettet und mit den eigentlichen Bändern
parallel an einem Querschnitt des Thieres selbst das Bild eines
Netzwerkes, darstellen (Taf. I, fig. 5 fi. n'). Die grossen
Beutel des Bulbus sind mit grossen, ellipsoidischen Kernen,
30 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREF. U. PORRIG.
die mehrere einzelne oder in einen Haufen gesammelte Kern-
körperchen besitzen, versehen.
Nach LEUCKART ! hat auch WESTRUMB die Muskelbeutel des
I. porrigens erwähnt. Wie hervorgehende Arten so sind auch
bei dieser die Längsmuskeln des Hinterkörpers wenig ent-
wickelt: 7—38 dorsale und selten mehr als zehn ventrale Muskel-
cylinder. Nach der Angabe LEUCKARTS > hat WESTRUMB an der
Rickenseite vier, an der Bauchseite 12 Längsmuskelfäden
beobachtet.
Wir wollen nun die beiden Längsmuskelsysteme des Bul-
bus betrachten. Beide sind weniger entwickelt als bei HK.
turbinella.
Die drei Haufen, die das dickwandige System bilden,
haben folgendes Aussehen: Das ventrale Band besitzt zwei
seitliche Anhäufungen und streckt sich in der Medianlinie bis
zur Ringsmuskellage hinaus. Die beiden dorsalen Bindel von
Muskelcylindern sind jedes nach vorn in zwei Blätter ge-
schieden, von welchen das eine (Taf. I, fig. 1 b) so breit ist,
dass es mit seinem inneren Rand die Lemnisci tangirt und an
ihrer medianen Seite den oben erwähnten Muskelmantel (Taf.
If. Id) bilder:
Das zweite mehr dorsal gelegene Blatt ist unbedeutend
und biegt sich mit seinem inneren Rand gegen dasjenige der
anderen Seite. MWeiter nach vorn begegnen diese einander
und stellen somit ein einziges Band dar (Taf. I, fig. 1 a).
Wie die Querschnitte angeben, sind die beiden Blätter jedes
dorsalen Bindels durch eine eimfache Lage bogenartig ange-
ordneter Muskelceylinder (Taf. I, fig. 1 e) verbunden. Ausser-
halb jedes dieser Bogen ist em krummes Band dinnwandiger
Muskeln (ec) vorhanden. Wie bei E. turbinella tritt uns das
diännwandige Muskelsystem als acht getrennte Partien, welche
an einem Querschnitte sich als halbeirkelförmige Bogen zeigen,
entgegen. Zwei von diesen sind auf Taf. I, fig. 1 c. abgebildet.
Eine eigenthiämliche Bildung, die vielleicht als eine äussere
Längsmuskellage betrachtet werden kann, und niemals vorher
bei den Echinorhynchen beschrieben worden ist, habe ich bei
EE. porrigens angetroffen. Diese ist doch nur auf die Hals-
region beschränkt, bildet eine zusammenhängende Lage und
scheint aus diinnen, ziemlich unregelmässigen Cylindern zu
! LEUCKART. Die menschlichen Parasiten. Leipzig 1876 Bd 2 (pag. 745).
2 > » » ( » 744).
> > på
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. 31
bestehen. Wegen ihrer geringen Grösse und Unregelmässigkeit
ist es schwer ein deutliches Bild davon zu bekommen. ”Taf.
I, fig. 3 sind einige solche Cylinder von einem sehr dinnen
Querschnitt abgebildet. Wie die Figur angiebt, umschliesst
sie ein unbedeutendes Lager Sarkolemm. Die fibrilläre Sub-
stanz ist wahrscheinlich nicht allein auf die Peripherie der
Cylinder beschränkt, sondern an den Querschnitten kann man
Pinktehen, die vielleicht quergeschnittene Fibrillen sind, auch
in ihrem Centrum beobachten. Die Figur 4 der Taf. I zeigt
uns eine quergeschnittene Längsmuskelpartie aus dem Bulbus.
Wir nehmen da einen Haupttheil mit ellipsoidisehem Kern
(k) und reichem Protoplasmanetz (p.n.) nebst mehreren Muskel
röhren (z) wahr, die von dem Haupttheil ausgehen.
Die Proboscis und Proboscisscheide.
Von der Proboscis ist, da sie mit dem gewöhnlichen
Typus der Kratzer iibereinstimmt, nur wenig zu sagen.
E. turbinella. Bei den sehr jungen Individuen aus £.
musculus war die Proboscis immer mehr oder weniger einge-
stälpt. Die die Proboscis einstilpenden Muskeln sind mit nur
wenigen Kernen gewöhnlicher Form versehen. Die Proboscis-
scheide besteht wie gewöhnlich aus zwei ringsum gleichdicken,
muskulösen Hillen (Taf. II, fig. 3 ips u. äps), von welchen
die innere ein wenig mächtiger als die äussere ist. Dice diese
Hiillen bildenden, etwas spiralförmig verlaufenden Muskel-
bänder zeigen hauptsächlich denselben Bau wie die Rings-
muskelbänder.
Was iibrigens SMEFFTIGEN bei den von ihm untersuchten
E. proteus und angustatus in Beziehung hierauf angiebt, gilt
auch fär diese Arten, weshalb ich auf die Arbeit dieses For-
schers hinweise. 1 Ich will nur Folgendes zufigen:
Das Sarkolemm ist hier wohl entwickelt und schickt sehr
diinne, aber deutliche Septa zwischen die Bänder, die in ho-
hem Grade abgeplattet sind, hinein. <HFEin Protoplasmanetz
(Marksubstanz) der Muskeln kommt nur spärlich, besonders
! SMÅFFTIGEN. Morphologisches Jahrbuch. 1885 (pag. 135).
32 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
in der inneren Hille vor. Wo es in grösserer Menge zu fin-
den ist, kann man gewöhnlich auch einen Kern beobachten.
Eine grössere Anhäufung von Protoplasma findet sich an der
Riäckenseite in der inneren Hille der Scheide im Bereich des
Ganglions. An der Stelle, wo das nach hinten zur Proboscis-
scheide ziehende Blatt der homogenen Schicht sich theilt um
die äussere Hille der Scheide an beiden Seiten zu umschliessen,
ist eine kreisförmige Anschwellung des Blattes vorhanden (Taf.
II, fig. 8. h. s.), und die äussere Hille der Scheide hat hinter
dieser ihren Ursprung. Die innere Hille dagegen streckt sich
allmählich dinner werdend länger nach vorn. Die spärliche
Marksubstanz wird nach vorn — besonders an der Rickenseite
— mächtiger und geht in einen ringförmigen, hohlen Sack
uber, dessen Wände aus Sarkolemm und wahrscheinlich auch
aus ein wenig fibrillärer Substanz gebildet wird. Die Taf. II
(fig. 8. x.) steilt Querschnitte dieser ringförmigen Bildung dar.
Das innere des Sackes schliesst nur wenig Protoplasma, aber
eine reichliche Menge Muskelflissigkeit ein. An den Quer-
schnitten bekommt der Sack, welcher sich der Ringsmuskel-
lage nahe anschliesst, das Aussehen eines Ringes, durch wel-
chen die Retraktoren der Proboscis verlaufen. Dinner an der
dorsalen und ventralen Seite hört er nach vorn plötzlich auf.
Kerne scheinen nicht vorhanden zu sein. Möglicherweise fun-
oirt er als Reservoir fir die in der Marksubstanz der inneren
Scheidenhille befindliche Flissigkeit.
Bei E. brevicollis und porrigens begegnet uns in Betreff
des Baues dieser Organe nur wenig Neues.
Ich will doch bemerken, dass beim ersteren die beiden
Hillen der Proboscisscheide eine bedeutende Dicke erreichen,
und dass die Muskelbänder der Scheide des letzteren reichlich
mit Marksubstanz ausgeristet sind.
Die Retraktoren der Proboscisscheide. Diese haben
bei allen drei Arten einen ziemlich ähnlichen Verlauf. Der
dorsale geht selbständig etwas dorsal von der Scheide aus und
iibertrifft an Dicke den ventralen, welcher bei E. turbinella
und brevicollis nur zur Hälfte, bei E. porrigens (Taf. IV, fig.
42 und 43) ganz vom Ligamentum suspensorium umschlossen
ist. Wie oben erwähnte Figuren angeben, sind sie aus einigen
diännen Muskeleylindern zusammengesetzt. Beide verlaufen
etwas divergirend zur Basis des Receptaculum, wo sie mit
dem Körpermuskelsystem in Verbindung treten. Hier geben
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10, 33
sie Zweige ab, die sowohl mit dem Längs- als Ringsmuskel-
lager verbunden sind. Ich habe bei E. turbinella den einen
Muskelceylinder eines Retraktors in einen kleinen Muskelbeutel
eindringen und sich da auflösen sehen. Im vorderen Theil
des Halses kann man noch die Retraktoren verfolgen; sie ver-
schwinden allmählich nach hinten.
Die männlichen Geschlechtsorgane.
Bei E. turbinella nehmen diese Organe fast die ganze
Länge des Hinterkörpers ein, was bei den beiden anderen
Arten bei weitem nicht der Fall ist. Das Aufhängungs-
band derselben ist sehr dinn und erreicht, da der Halstheil
wohl entwickelt ist, eine relativ grosse Länge. Wir werden
zuerst von seinem histologischen Bau, der an Querschnitten
(Taf. IV, fig. 438, 1.) mit Leichtigkeit studirt werden kann,
einige Worte sagen. Es besteht aus einer homogenen Grund-
substanz, in welcher mit ziemlich bestimmten Zwischenräumen
längsverlaufende Kanälchen vorhanden sind. Die Kanäle wer-
den von längsgehenden, fibrillären Elementen ausgekleidet.
Die homogene Substanz zeigt dieselben Eigenschaften wie das
Sarkolemm der Muskeln und wenn nur Einschnirungen zwi-
schen den Kanälen aufträten, wirde man Längsmuskelcylinder
mit sehr verdicktem Sarkolemm vor sich haben. HPinen ähn-
lichen Bau des Ligaments hat auch SCMFFTIGEN ! bei seinen
Arten gefunden.
Während seimes ganzen Verlaufes ist dieses Ligamentum
suspensorium bandförmig mit mehr oder weniger eingebogenen
Rändern; an den vorderen Testis angelangt, umgiebt es, wie
gewöhnlich, diesen mit einer Bekleidung. Darauf zieht es
immer mit dieser Bekleidung in Verbindung stehend weiter,
um den zweiten Testis und andere Organe auszukleiden.
Bei ausgewachsenen Exemplaren betrug der ganze Ge-
schlechtsapparat: bei HE. turbinella etwa 15 mm., bei E. brevi-
collis ungefähr 12 mm. und der des E. porrigens etwa 45 mm.
Die durchschnittliche Dicke des Theiles des Apparates, der
! SEÅFFTIGEN, Morphologisches Jahrbuch. 1885 (pag. 145).
34 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
nur die Kittdriisen mit den Samenleitern einschliesst, sehwankt
auch bedeutend. Während dieser Abschnitt bei EE. porri-
gens (Taf. V, fig. 45, Ki. v.) nur 0,8, bei E. brevicollis-0,5
dick ist, zeigt ein Querschnitt durch denjenigen des I, turbi-
nella einen Diameter, der bis 1 mm. erreichen kann.
Die Testes (Mat rIIL Soul, ct):
Diejenigen des E. turbinella sind bei jungeren Individuen
eiförmig, während sie bei älteren Exemplaren eine etwas drei-
eckige Gestalt annehmen. Die Testes des £. porrigens und
besonders die des HE. brevicollis sind mehr in die Länge ge-
zogen, ja bisweilen mit fast zugespitzten Enden versehen. Bei
allen drei sind diese Organe abgeplattet, was besonders fir
die beiden lezteren gilt. An ausgewachsenen Individuen ist
es schwer eine richtige Auffassung der Muskelbekleidung der
Testes zu bekommen, denn diese ist bei ihnen bedeutend aus-
gedehnt. Sehr junge Exemplare dagegen zeigen eime Um-
hällung der Testes, die in Betreff ihres Baues ganz mit dem
Ligamentum suspensorium iibereinstimmt. In den kleinen, bei
Balcenoptera musculus angetroffenen Individuen war der ganze
Geschlechtsapparat wohl entwickelt vorhanden. Die Testes
lagen hier ein wenig von einander entfernt und besassen eine
ovale Gestalt. Wenn sie bei ihrem Zuwachs an Umfang zu-
nehmen, beriähren sie schliesslich einander.
Die: Samenleitexrr (Taf; II; fig. T9jund/23;FIarNes
fig. 32, v. d.) Diese treten etwa in der Mitte (E. porrigens
und turbinella) oder am hinteren Ende (ZE. brevicollis) von den
Testes heraus, schwellen dicht hinter ihrem respektiven Testis
zu einer Vesicula seminalis an und ziehen darauf weiter um nach
kurzem Verlauf wieder eine solche Anschwellung zu bilden.
Bald treten sie indessen zusammen und stellen das Vas effe-
rens dar. Die Samenleiter machen das erste Drittel des Sa-
menleitungsweges aus. Bei E. brevicollis kann man doch die
Vasa deferentia länger nach hinten verfolgen, denn ehe sie zu
einem Vas efferens zusammenschmelzen, treten sie drei beson-
dere Male mit einander in offene Verbindung. HEine ähnliche
Bildung hat SCMFFTIGEN ! fir EH. claveceps angegeben. Doch
ist zu bemerken, dass bei jener Art die Verschmelzung der
Vasa deferentia mit der Entwicklung von Vesicule seminales
! SMFFTIGEN. Morphologisches Jahrbuch. 1885 (pag. 157).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. 35
in Zusammenhang steht, was indessen hier nicht der Fall ist,
denn bei vorliegender Art sind die Samenleiter an den Verei-
nigungsstellen nicht angeschwollen. Das Vas efferens besitzt
wenigstens bei £. turbinella länger nach hinten eine oder zwei
Auftreibungen, die wohl auch als Vesicul&e seminales betrach-
tet werden missen, obgleich sie nicht eine so schlauchförmige
Gestalt wie die oben erwähnten haben. Hierzu kommt bei
mehreren Individuen eine Vesicula bei der Vereinigungstelle
der beiden Vasa deferentia.
Im hinteren Theil der Genitalscheide ist das Vas efferens
aufgeschwollen, wird nach dem Austritt aus dieser besonders
diänn und miändet als Ductus ejaculatorius an der Spitze des
Penis. Die die Samenleiter umgebende Hille ist in ähnlicher
Weise wie das Ligamentum suspensorium gebaut. Doch ist
zu bemerken, dass in dieser Hille sowohl als in derjenigen
der Kittdriäsen die Differenzirung in Längsmuskelcylinder noch
länger gegangen ist.
Die Kittdrisen.
(Taf IN; fig. 19 und 23; Taf. IV, fg:»32,.33, 34, 35:36,
Sö JRLund 30):
Die Kittdriisen sind wie gewöhnlich sechs und erreichen z.
B. bei den grösseren Exemplaren des E. turbinella eine Länge
von 12 mm. oder dariiber. HEine (selten zwei) von ihnen streckt
sich bei allen drei Arten länger nach vorn als die ibrigen
und kommt so mit ihrer Spitze neben das hintere Ende des
hinteren Testes zu lNegen. Sie haben im Allgemeinen eine
cylindrische Gestalt, nehmen nach hinten etwas an Umfang
zu, um bei ihrer Eindrimgung in die Genitalscheide plötzlich
in die diinnen Ausfihrungsgänge iiberzugehen. HEin Paar der
Driisen, das nach innen seinen Platz bekommen hat, ist im
hinteren ”Theil seines Verlaufes weniger entwickelt, wird
aber nach vorn mächtiger.
Bei E. porrigens haben die beiden centralen Drisen eine
sehr geringe Dicke und treten nicht als selbständige Bildungen
auf, sondern verschmelzen während ihres ganzen Verlaufes
bald mit der einen, bald mit der anderen benachbarten Kitt-
drise.
Bei allen drei Arten zeigen die Driäsen eive ganz syme-
trische Anordnung: drei an jeder Seite des Medianplanes, und
schliessen die Vasa deferentia oder das Yas efferens zwischen
30 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
sich ein. Unmittelbar nach dem Ubergang der Drisen in die
Ausfihrungsgänge (d. i. im vordersten Theil der Genital-
scheide) kann man (Taf. IV, fig. 34. ak) jederseits drei deut-
liche Ausfihrungsgänge — einen fir jede Driise — beobach-
ten. Werden dagegen Querschnitte ein wenig länger nach
hinten gelegt, so finden wir, dass zwei von den Gängen jeder-
seits zusammengeschmolzen und dass somit hier nur vier Aus-
fihrungsgänge vorhanden sind (Taf. IV, fig. 35. ak). Noch
länger nach hinten haben sich diese zu zwei seitlichen Kanälen
vereimmigt (Taf. IV, fig. 36. ak). Unverändert setzen sich die
beiden Ausfährungsgänge nach dem hintersten Abschnitt der
Scheide fort, wo sie zu eimer bedeutenden Dicke anschwellen
(Taf. IV, fig. 37. rk.), sich mit einander vereinigen (Taf. IV,
fig. 35. rk.) und schliesslich, die Scheide verlassend, in einen
einzigen, sehr diinnen Kanal (Taf. IV, fig. 39. ak), der das
Vas efferens (ve) begleitet, ibergehen. Dicht vor dem Penis
verschmilzt er mit dem Vas efferens, wodurch ein Ductus
ejaculatorius zu Stande kommt (Taf. III, fig. 23. de). SEFF-
TIGEN ! oiebt fär seine Arten an, dass die sechs Ausfih-
rungsgänge sich getrennt in emen Reservoir entleeren. HFEine
Bekleidung der Drisen ist stets vorhanden. In völlig ent-
wickeltem Zustand zeigt sich diese Hille im Allgemeinen als
eine diinne, fast strukturlose Membran, während sie bei sehr
jungen Individuen aus deutlichen, zusammenhängenden Längs-
muskelcylindern zusammengesetzt ist. Der Inhalt der Drisen
besteht, wie auch SMFFIIGEN angiebt, aus rundlichen, licht-
brechenden Körnchen, die in Haufen angeordnet sind und den
weiten Centralzanal, welcher die Drisen durchbohrt, ganz
erfällen. Besonders glänzend werden die Körnehen bei Färbung
mit Saffranin.
Die Genitalscheide
(Taf: III, fig. 23; TafslIV, fig. 34350 06730 wadlaskrts)
Diese Bildung, einen hohlen Cylinder darstellend, ist von
mehreren Verfassern bei anderen Arten eingehend beschrieben
worden. In Betreff des histologischen Baus derselben sind
vuch keine Eigenthiämlichkeiten vorhanden.
Zwei Biindel Muskelcylinder lösen sich von den Längs-
muskeln der Bauchseite ab und gehen nach dem Geschlechts-
! SÅFFTIGEN, Morphologisches Jahrbuch. 1885 (pag. 159 und 160).
X
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. 37
apparat zu. An der Stelle, wo die Drisen in ihre Ausfih-
ringsgänge ibergehen, verlässt das Vas efferens seine centrale
Lage, die Bindel schliessen sich ihm nahe an und ordnen sich
nach aussen von diesem zu einem Band. Unmittelbar darauf
verschwindet ein Theil des Bandes in die aus ringsverlaufen-
den Muskelbändern bestehende Wand der Scheide, wogegen
ein anderer Theil in die Scheide eindringt und während einer
lebhaften Vermehrung ein kleines Bindel (Taf. IV, fig. 34,
395, 36, 37, 33. Im') an jederer Seite des ventral in der Scheide
liegenden Vas efferens bildet. Die Bändel gehen durch die
ganze Scheide, treten am hinteren Ende derselben aus und
umgeben, bei der Bursa angelangt, diese mit dem Längs-
muskellager. Sie sind als Retraktoren der Bursa zu betrach-
ten. Nach hinten verschwindet die Scheide zuerst an der
ventralen Seite und löst sich in ein Band von Längsmuskeln
(1. m.”) auf, das sich nach hinten fortsetzt und sich mit einem
anderen Band von Muskeln (1. m.”), die von vorn kommen,
vereinigt. Dieses ist auch, aber länger nach vorn, ventral von
der Scheide ausgegangen und aus Muskelcylindern mit sehr
dinnen Durchschnitt zusammengesetzt. Zwei dieser Cylinder
sind im Bereich der Stelle, wo die Genitalscheide nach hinten
aufhört mit einer ungewöhnlich grossen Anschwellung mit
darin liegendem Kern versehen. Diese beiden Bänder treten
mit einander in innige Verbindung (Taf. IV, fig. 39 I m”, Im”),
ziehen, indem sie mit den Längsmuskeln des Körpers während
ihres Verlaufes in Zusammenhang stehen, nach hinten und
lösen sich schliesslich in eine grosse Anzahl kleiner Muskel-
cylinder auf, welche in der Muskellage des Leibes allmählich
verschwinden. Dieses Muskelsystem hat wahrscheinlich zur
Aufgabe theils die Scheide in ihrer Lage zu halten, theils
möglicherweise auch durch Ziehung des Genitalapparates nach
hinten, die Ausstiälpung der Bursa zu erleichtern.
Ein kleiner Theil der ventralen Wand der Scheide setzt
sich, was S(EFFTIGEN auch erwähnt hat, weiter nach hinten
fort um die gemeinsame Hälle des Vas efferens und des
Ausfiuhrungsganges der Kittdrisen zu bilden. Diese Hälle ist
folgendermassen gebaut (Taf. IV, fig. 39): Am äussersten
Rande beobachtet man ein diännes Sarkolemm, welchem nach
innen eine Lage ringsverlaufender Muskelfibrillen (ä m) folgt.
Der vordere Theil dieser Muskelscheide umschliesst eng die
beiden Gänge, von welchen der Kittdriäsengang da mit einer
38 ERNST BORGSTRÖM, UÖBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
cigenen, muskulösen Bekleidung versehen zu sein scheint.
Länger nach hinten kommt auch eine innere gemeinsame
Muskellage (i m.) hinzu. Somit können wir im hinteren Ab-
schnitt dieser diinnen Scheide zwei Lagen Muskelsubstanz
beobachten. Diese liegen hier doch nicht neben einander,
sondern werden durch Muskelflissigkeit mit spärlichen Proto-
plasma geschieden. Die innere Lage hat durch strangförmige
Auswichse, die sie mit der äusseren vereinigen, eine unregel-
mässsige Form erworben. Denselben Bau (zwei Ringsmuskel-
lagen mit zwischen ihnen befindlicher Fliissigkeit) zeigt auch
der Ductus ejaculatorius, wo die beiden Gänge zu einem zu-
sammengeschmolzen sind und der Penis.
Wahrscheinlich findet die Erection des Penis in der Weise
statt, dass sich die äussere Muskellage der oben erwähnten,
diinnen Gänge kontrahirt, und der Penis somit durch die nach
hinten strömende, zwischen den Muskellagen befindliche Flis-
sigkeit ausgedehnt wird.
Um oben erwähnten, zwischen Genitalseheide und Bursa
liegenden ”Theil des Geschlechtapparates ausgestreckt zu er-
halten und dadurch an den Schnitten eine richtige Auffassung
davon zu bekommen, habe ich, weil er an Exemplaren mit
eingezogener Bursa stets geschlängelt liegt, auch Schnittserien
von Geschlechtsorganen mit etwas ausgestiälpter Bursa gemacht
und da nach dem Penis zu immer die grösste Menge von
Flissigkeit angetroffen.
Der Ansicht von SCFFTIGEN (pag. 161), nach welcher der
in der Genitalscheide gelegene Markbeutel bei der Erection
möglicherweise eine Rolle spiele, kann ich wie HAMANN (pag.
79) nicht beitreten, denn diese scheint nicht mit dem Penis
in nährerer Verbindung zu stehen.
Penis ist in ruhendem Zustand fast eiförmig mit dem
abgestumpften Ende nach hinten gerichtet und dringt nur
ein wenig in die Bursa hinein.
Der Muskelmarkbeutel.
Das in der Genitalscheide gelegene Organ, welches von
den Verfassern als Muskelmarkbeutel (Taf. IV, fig. 34, 35, 36,
37, 38 und 39; Taf. III, fig. 23. mb) bezeichnet worden ist,
nimmt, wie bei anderen Arten den grösseren Theil der Scheide
ein. Mit einem eiförmig angeschwollenen vorderen Abschnitt
versehen, geht sie nach hinten in einen diännen Stiel (Taf. IV,
e
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 10. 39
fig. 39 st) äber, dessen Wand nach hinten immer dinner wird
und sich schliesslich in einige zusammenhängende Muskelröh-
ren, die in die Muskulatur der Bursa ibergehen, auflöst. Uber
die Function dieser Bildung haben SGQFFTIGEN und HAMANN
ihre Ansichten ausgesprochen. Nach diesen soll sie bei der
Ausstilpung der Bursa die wichtigste Rolle spielen.
Durch Kontrahirung ihrer muskulösen Wand wird näm-
lich nach SQFFTIGEN ein Druck hervorgerufen, der durch die
in dem Beutel befindliche Fliissigkeit nach hinten fortge-
pflanzt wird und die Ausstilpung verursacht.
Die Ansicht HAMANNS wWweicht etwas von der SFFTIGENS
ab, denn nach jenem soll der nach hinten gehende Druck des
Beutels den Inhalt der Ausfihrungsgänge mit aller Gewalt
nach hinten treiben. Da der hintere Theil des gemeinsamen
Ganges sehr eng ist, soll die Bursa dadurch nach hinten ge-
drängt und ausgestilpt werden. Die letztere Ansicht scheint
mir die wahrscheinlichste zu sein.
Die Bursa (Taf. IV, fig. 40 und Taf. III, fig. 23).
Obgleich dieses Organ bei diesen drei Arten in manchen
Fällen mit demjenigen des I. elavula, welehen HAMANN be-
schreibt, iiberinstimmt, will ich des Zusammenhanges wegen
doch eine ziemlich eingehende Beschreibung desselben liefern.
Die Bursa ist in gehärtetem Zustand gewöhnlich in dem
Längsplan, der dureh die beiden Bursaltaschen gezogen wird,
abgeplattet und besitzt einen relativ kleinen Umfang. In der
hinteren Partie derselben besteht die Wand nur aus einer
Subeuticula, während der obere Abschnitt iberdies eine nach
aussen gelegene eigenthimliche Muskelschicht besitzt. Die
Wand des oberen Theiles bekommt somit folgenden Bau. In
der Peripherie beobachten wir eine Schicht von längsgehenden
Muskelcylindern (1. m.). Innerhalb dieser folgt eine Muskel-
lage, die in ihren äusseren (r. m'.) und inneren (r. m.) Partien
mit ringsgehenden Muskelfibrillen versehen ist. Die innere
Fibrillenlage erreicht eine grössere Mächtigkeit als die äussere.
Der Zwischenraum wird von Muskelflussigkeit, Protoplasma
und sich verzweigenden, dinnen Muskelfäden (rf.), die wahr-
scheinlich aus mehreren Fibrillen bestehen und den Raum in
radiärer Richtung durchsetzen, ausgefillt. Die Muskellage
wird nach innen von einem Sarkolemm, das auch die Papillen
uberzieht, begrenzt.
40) ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
Im Innern können wir eine Subcuticula (s) wahrnehmen,
in welche eine grosse Menge papillenförmige Auswiichse (p),
ohne entsprechende Erhebungen an der Fläche der Subceuticula
darzustellen, von der Muskellage aus hineindringen. Sie werden
wie die Fibrillenlage dunkel gefärbt. Ob sie fibrilläre Sub-
stanz einschliessen, habe ich nicht beobachten können.
Die Papillen betreffend giebt HAMANN (pag. 81) wenig-
stens bei einer seiner Arten an, dass sie mit dem innerhalb
der inneren Fibrillenlage befindlichen Zwischenraum in offener
Verbindung stehen. Dies scheint bei vorliegenden Arten nicht
der Fall zu sein.
Die Function der Papillen ist schwer zu verstehen. HEine
ihrer Aufgaben ist wahrscheinlich eine innige Verbindung zwi-
schen Subcuticula und Muskellage zu Stande zu bringen. Fiär
eine solche Annahme spricht so wohl die Form der Papillen
— sie bestehen nämlich aus emem kurzen Stiele und einer in
der Subceuticula befindlichen Partie — als auch der Umstand,
dass eine feste Verbindung oben erwähnter Lagen der Bursa
hier erforderlich ist, denn die Muskeln, die bei der Zuriick-
ziehung der Bursa Dienste leisten, enden ja in die Muskellage
und eine Trennung der Subcuticula von dieser wirde sonst
bei einer schnellen Einziehung der Bursa stattfinden können.
Man hat friiher diesen Papillen die Bedeutung von Emp-
findungsapparaten zugeschrieben, was auch nicht unwahrschein-
lich sein dirfte, obgleich man bisher keine zu ihnen ziehende
Nervenfasern beobachtet hat. Nach hinten ziehende, fingerähn-
liche Auswiichse von der Muskelpartie der Bursa, welche
SEFFTIGEN und HAMANN bei ihren Arten erwähnen, fehlen hier
ganz. Die Bursaltaschen (bt) werden von einer relativ dicken
Subcuticula, die sich zwischen äussere und innere Ringsmuskel-
lage der Bursa hineinschiebt, gebildet. Die Subeuticula des
vorderen Abschnittes der Bursa ist mit eimem reichen Kanal-
system versehen und besitzt wenige, sehr kleine Kerne.
Die weiblichen Geschlechtsorgane.
Bei allen drei Arten habe ich in Entwicklung begriffene
Zellenpakete (Eiballen) angetroffen.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. 41
Bei einem 6 mm. langen, weiblichen, sehr jungen EI. tur-
binella beobachtete ich folgendes:
Die Zellenpakete (Taf. IV, fig. 41. z. p.) lagen in zwei
Haufen (Ovaria), die gewöhnlicherweise ungleiche Grösse
hatten, oder auch waren diese zu einem zusammengeschmolzen.
Die Pakete wurden mit einer Hiille vom Ligamentum umgeben
und bestanden nur aus wenigen Zellen. In Betreff der Ent-
wicklung der Eiballen bei £. gigas sagt KAISER (Zoologischer
Anzeiger 1887, pag. 431): »Die Ligamentkerne wandeln sich
beim Weibchen in rosettenförmige Zellhäufechen um. Aus den
Theilstäcken entstehen kleine Syncytien, die allmählich zu
ovalen Scheiben herauswachsen, vom Ligamente sich loslösen
und als »freie Ovarien» in den Ligamentsäcken umherschwim-
men.»
Dies stimmt gar nicht mit der Entwicklung der Eiballen
vorliegender Art iberein, denn die Kerne des Ligaments neh-
men hier an der Bildung der OÖvarien gar keinen Theil; sie
können nämlich, wie meine Abbildung (Taf. IV, fig. 41. k)
angiebt, auch nach einer Differenzirung in Zellenpakete wahr-
genommen werden. Auf oben erwähnter Figur liegen die
Kerne freilich in der unmittellbaren Nähe der Ovarien; bei
anderen Exemplaren dagegen waren sie auch von den Ovarien
entfernt. Weiter ist zu bemerken, dass die Eiballen, wie die
Figur auch zeigt, in ihren friheren Entwicklungsstadien keine
Syncytien sind, sondern erst später in ihrem Inneren einen
syncytiösen Charakter anzunehmen scheinen.
Eine Analogie zwischen der Umhillung der Ovarien und
Testes ist wahrscheinlich hier zu finden, indem in beiden Fällen
nur ein Theil des Ligaments zur Umkapslung derselben Organe
benutzt wird, während der andere Theil neben ihnen nach
-hinten fortsetzt.
Auch bei EE. brevicollis konnte ich ähnliche Ovarien wie
bei E. turbinella wahrnehmen. An einigen Exemplaren, die
volle Geschlechtsreife erreicht hatten (die Embryonen waren
nämlich reif und erfiillten sogar den hinteren Theil des Uterus),
waren noch Reste der Ovarien anzutreffen. Wie besser bei
etwas jängeren Exemplaren zu sehen war, stellten diese zwei
breite, ziemlich unregelmässige Aussackungen vom Ligamen-
tum dar. Die Aussackungen waren, wie bei £. turbinella, nur
auf der einen Seite des Ligaments entwickelt und besassen
sehr dinne Wände. Das hintere der Ovarien, welche eine
42 ERNST BORGSTRÖM, UÖBER BCHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
Menge Eiballen auf verschiedenen Entwicklungsstadien ein-
schlossen, war etwa 2 mm. vor der Glocke gelegen.
Bei einem 80 mm. langen Individuum des HE. porrigens,
wo sich HEiballen, nicht aber entwickelte Embryonen, in der
Leibeshöhle fanden; konnten noch ein wenig vor der Glocke
aus dem Ligament sich enutwickelnde Zellenpakete wahrge-
nommen werden.
Die Eiballen
des E. turbinella und brevicollis haben eine ellipsoidische Ge-
stalt, wäbrend diejenigen des £. porrigens sehr unregelmässig
zu sein scheinen. Bei allen sind sie mit einer ziemlich dicken
Hille umgeben. Bei E. turbinella haben sie folgenden Bau:
In der Mitte beobachten wir eine Menge sehr dicht gedräng-
ter Kerne, die warscheinlich in Protoplasma eingebettet liegen.
Die Peripherie dagegen wird von den eigentlichen BEiern,
welche je näher sie dieser liegen um so grösser sind, einge-
nommen. Ungefähr einen ähnlichen Bau hat KaAIsER fär H:
gigas angegeben. Dieser Ansicht tritt HAMANN (pag. 85) mit
grosser Bestimmtheit entgegen und behauptet, dass nur wohl
differenzirte Zellen vorhanden sind.
Die HEiballen des E. porrigens und brevicollis sind da-
gegen keine Syncytien, sondern bestehen nur aus deutlichen
Zellen. Bei dem ersteren können wir in der Mitte des Balles
eine Menge kleiner Zellen, in der Peripherie dagegen sowohl
grössere als kleinere beobachten. Sehr häufig findet man die
Eiballen in den Räumen zwischen den Muskelbeuteln einge-
bettet.
Das Ligamentum suspensorium besitzt denselben Bau wie
fir den Genitalstrang des Männchens angegeben wurde. Der
Apparat, welcher die Embryonen aus der Leibeshöhle entfernt,
hat bei den verschiedenen Arten folgende Länge:
Bei einem 80 mm. langen Exemplar des E. porrigens 4,5 mm.
» ausgewachsenen Induviduen >» HE.brevicollis etwa d — >
» » » > HE. turbinella » 47,5 >
Im Apparat haben wir die gewöhnlichen Abschnitte zu
beobachten: den s. g. Schluckapparat, der die Glocke, die je
aus einem Zellenpaar bestehenden HBEileiter und noch andere
Zellen umfasst, den Utérus und die Vagina.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. 43
DlemSohiuekap parat (af. II fs 10 und Bat ILS
1850 1 TIG OS SIF LS)
Dieses Organ erreicht bei E. turbinella eme Länge von
etwa 0,65 mm. Es hat bei allen drei Arten einen sehr ähn-
lichen Bau.
Das Ligament tritt in der Gestalt eines kompakten Bandes
und mit der dorsalen Wand der Glocke fest verbunden in die
Glocke hinein, wo es, ehe der Glockengrund erreicht wird, mit
zwei von reichlichem Protoplasma umgebenen Kernen versehen
ist. Entweder zieht das ganze Ligamentum in die Glocke
hinein (E. turbinella) oder inserirt sich ein kleiner Theil des-
selben an der Aussenwand der Glocke (HE. porrigens und bre-
vicollis).
Die Glocke nimmt gegen die Basis etwas an Umfang ab.
Hier ist sie an den Stellen, wo die Wand zur Bildung der
Taschen ausbiegt, jederseits mit einer Anschwellung, die einen
grossen Kern enthält, versehen.
Auf der dorsalen Seite bildet die Glockenwand zwei rela-
tiv grosse Ausstiälpungen, welche Seitentaschen genannt worden
sind.” (Baf IIIN fe) 15) sit) Andere Merfasser/wienz Bi
S(EFFTIGEN geben an, dass sie aus selbständigen Zellen be-
stehen. Dies mag wohl auch hier der Fall sein, dann aber
muss eine Verschmelzung schon frih stattgefunden haben,
denn ich habe auch bei ziemlich jungen Exemplaren keine
Grenze zwischen der Taschen- und Glockenwand gefunden.
Die Form der Taschen ist länglich. Bei E. turbinella simd
ihre Spitzen häufig kugelig angeschwollen, was dann be-
sonders bei den grössten Individuen der Fall zu sein scheint.
Zwischen den Taschen beobachten wir die dorsale Glocken-
öffnung (Maf:, III; fig. 15 d. 0e.): Eine ventrale Öffnung,
die bisher nur bei HE. angustatus von SMÅFFTIGEN angetroffen
worden ist, kommt hier nicht vor. 'In Bezug auf den histo-
logisehen Bau der Glocke weise ich auf die Arbeit von
SCMFFTIGEN (pag. 147 u. 148) hin. Um die Abbildungen ver-
ständlich zu machen will ich nur bemerken, dass wir zweli
Lagen beobachten können: eine äussere aus ringsgehenden
Muskelfibrillen bestehende Schicht und eine innere Marklage.
Folgen wir dem Ligamentum länger in die Glocke hinein,
finden wir bald eine grosse Zelle (Taf. III, fig. 14. a.), die an
ihrer ventralen Seite von dem Ligamentum (1) umschlossen
44 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
ist und nach vorn mit diesem verschmolzen zu sein scheint.
Da sie drei Kerne — zwei paarige vordere und einen unpaa-
rigen, hinteren — besitzt, liegt die Annahme nahe, dass sie
aus drei selbständigen Zellen hervorgegangen ist. Das Liga-
mentum theilt sich bald in zwei Åste (Tal. TIPSET
die auf jeder Seite des mittleren Theiles dieser Zelle ihren
Platz bekommen haben und sich schliesslich in dem Boden
ger Glocke verlieren. ' Hinter den Seitentaschen oder Schlund-
taschen können wir drei Zellenpaare beobachten. Die zwei
inneren Paare bilden die Eileiter. Das äussere Paar derselben
(Taf. III, fig. 16, 17, 18. b.) ist umfangsreicher und hat länger
nach hinten allein die Rolle des Eileiters iäbernommen. Das
zweite, mehr median gelegene Paar (Taf. III, fig: 16:7C) ist
kurz und streckt sich nur wenig nach hinten.
Die Zellen b weichen von den iibrigen Zellen durch ihr”
homogenes Aussehen ab, nur in der Mitte sind einige kleine
Liicken vorhanden. Kein Protoplasmanetz kann man hier
wahrnehmen, was wohl darauf beruht, dass die kontraktile
Substanz so reichlich entwickelt ist. Die oben erwähnte Zelle
a schwillt in der hinteren Partie des Schluckapparates zu
bedeutender Grösse an (Taf. III, fig. 17, 18. a), ist'da mit
genanntem, unpaarigem Kern versehen und wird von den Ei-
leitern (fig. 17, 18. b) durchbohrt. Diese angeschwollene Partie,
die bei E. turbinella am grössten ist, enthält eine bedeutende
Menge fibrillärer Muskelsubstanz. Diese ist besonders um die
Eileiter herum konecentrirt und strahlt von da in radiärer
Richtung aus (Taf. III, fig. 17, 18. a). Im hinteren Theil
ihres Verlaufes sind die HBEileiter durch einen Zwischenraum
von der umgebenden Zelle getrennt.
Die Glockenwand geht nach hinten an der ventralen Seite
in eine grosse, den grössten Theil des Glockenboden bildende
Anschwellung (Taf. III, fig. 16, 17, 18. z. g.) ohne Grenze iber.
Die Anschwellung wird nach hinten allmählich dinner und
streckt sich nebst den BEileitern bis innerhalb des oberen Rands
des Uterus.
Bei E. porrigens sind die paarigen Kerne der Glocke nach
vorn geriickt und liegen dicht neben einander und ventral in
der Glockenwand eingebettet. Ubrigens wird bei derselben
Art auch das hintere Ende der Zelle a vom oberem Rande
des Uterus umschlossen.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10, 45
Das dritte der erwähnten drei dorsalen Zellenpaare (Taf. III,
fig. 16, 17. d.) ist bei E. brevicollis am grössten, bei E. porrigens
dagegen unbedeutend und abgeplattet. Bei E. turbinella strecken
sie sich fast bis zum Uterus. Neben oder in der dorsalen
Wand von jeder Zelle liegt ein kleimer Kern eingebettet.
Die Zellen sind alle muskulöser Natur und werden von
Sarkolemm und wahrscheinlich auch fibrillärer Muskelsubstanz
begrenzt. HEin Protoplasmanetz nebst Muskelflässigkeit und
hävfig auch fibrilläre Muskelsubstanz fällen ihr Inneres aus.
Taf. II, fig. 10 zeigt uns ein Totalbild des Schluckapparates
des E. turbinella von der Seite gesehen, und Tat. V, fig. 46
stellt ein Totalbild des Geschlechtsapparates dar
Der Schluckapparat dieser Arten weicht bedeutend von
den vorher beschriebenen ab. Er scheint doch, wenigetensin
seinen hinteren Abschnitten, am meisten demjenigen zu gleichen,
welchen KNÖPFFER! bei HK. strumosus schildert.
PenctUWtetos (Ta II fs: 20: 210-Dat Vic: 46.;u)
z. B. eimes ausgewachsenen E. turbinella erreicht eine Länge
von etwa 6 mm. und wird in seimem vorderen Theil ungefähr
0,75 mm. breit.
Dem vorderen, angeschwollenen Abschnitt folgt eine diänne,
gleichbreite Partie (Taf. V, fig. 46. u.). Die Wand des ersteren
wollen wir zuerst betrachten.
Wenn ein Flächenpräparat von dieser untersucht wird,
beobachtet man eine Menge spaltenförmiger, lichter Flecken.
Wie Längs- und Querschnitte angeben, besteht das Gewebe
aus kontraktiler, jederseits die Markräume umschliessender
Muskelsubstanz, und sowohl nach innen als nach aussen aus
Sarkolemm. Die lichten Flecke kommen in der Weise zu
Stande, dass die Muskelsubstanz auf diesen Stellen unterbrochen
wird, und somit nur Sarkolemm da iibrig bleibt. Was SMFF-
TIGEN (pag. 153) in Bezug auf seine Arten angiebt, dass der
Uterus gleich gebaut sei wie die Glocke, ist hier nicht der
Fall, denn die fibrilläre Substanz ist hier rings um die Mark-
räume angeordnet und wie oben gesagt hier und da unter-
brochen.
Einen ähnlichen Bau besitzt auch der vordere Abschnitt
der diinnen Partie des Uterus, wo der auf Taf. III, fig. 20
! KNÖPFFER. Mémoires de P'Académie de S:t Pétersbourg VII Seérie.
36 pag. 9. fig. 20—25.
46 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
abgebildete Querschnitt gelegt ist. Hier liegen doch die lich-
ten Flecke bei weitem nicht so nahe an einander als in oben
beschriebenem Theil des Uterus. Die hinterste Partie des
Uterus (Taf. III, fig. 21) ist in folgender Weise gebaut: In
der äussersten Peripherie beobachten wir ein dimnes Sarko-
lemm (8). Innerhalb desselben folgt ein mächtiges Lager
ringsgehender Muskelfibrillen (ä. r. m.), von welchem radiäre
Fibrillen (r. f.) nach innen strahlen. Dem Lumen am näch-
sten, das von Sarkolemm (s) ausgekleidet ist, finden wir eine
dinne Muskellage (i. r. m.), die wahrscheinlich auch aus rings-
verlaufenden Fibrillen besteht. Die radiären Fibrillen weichen
während ihres Verlaufes hier und da aus einander und bilden
somit ein aus einigen längsgehenden Kanälchen (1) bestehen-
des Kanalsystem. Besonders wohl entwickelt ist dieses Ka-
nalsystem bei £. porrigens, wo die Kanäle weit und cylin-
drisch sind.
Unmittelbar bei dem hinteren Ende des Uterus liegen
seine beiden Kerne sehr nahe einander, jederseits des Median-
plans in die hier angeschwollene Wand eingelagert. Be-
sonders grosse Protoplasmaanhäufungen um die Kerne herum
finden: wir: bei -E. brevicollis (Taf' III, fig: 21: pon):
Die Längsachse der ellipsoidischen Kerne eines E. porri-
gens war etwa 0,04 mm. lang.
Die Vagina (Taf. III, fig. 22).
Die Vagina streckt sich ein wenig in den Uterus (u)
hinein, dessen ,. Wand allmählich in den äusseren Muskel-
sphincter iibergeht. Sie besteht aus drei ziemlich scharf ab-
gesetzten Abschnitten, von welchen der kleine mittleré (v”)
von dem inneren Sphincter (1 8) umfasst wird, während die
vordere und hintere (v' und v”) Partie nur vom äusseren
Sphincter (ä. s.) umgeben sind.
Nur im hinteren Theil der Vagina können wir Kerne und
zwar vier beobachten, die denjenigen der Subcuticula sehr
oleichen. Auch andere Åhnlichkeiten mit der Subcuticula sind
anzutreffen. Besonders ist dies der Fall mit dem hinteren
Abschnitte, wo sowohl radiär-verlaufende und ringsgehende
Fasern als auch ein Kanalsystem vorhanden ist. Ubrigens
geht dieser ”Theil der Vagina ohne Grenze in die Subcuti-
cula iiber.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. 47
Nach dem Bau zu urtheilen erscheint mir die Vagina als
eine epidermale Bildung.
S(MÅFFTIGEN und HAMANN haben als ihre Ansicht ausge-
sprochen, dass die Vagina driäsiger Natur ist. Dies ist wohl
möglich, aber wozu wiirden ihre Absonderungsprodukte dienen?
Eine besondere Flissigkeit fir die Fortschaffung der Em-
bryonen ist ja nicht von Nöthen, denn es giebt ja die iberall
eindringende Nahrungsflussigkeit. . Von einer Absonderung der
Reservnahrung kann auch nicht die Rede sein. Also wiirden
nur die Annahmen ibrig bleiben, dass das Vaginarohr entwe-
der Produkte absondert, welche den in die Vagina eintretenden
Spermatozoiden nitzlich sein können, oder dass es als ein
Excretionsorgan fungirt.
Jenes ist kaum glaublich, wenn man bedenkt, dass die
Nahrungsflissigkeit der Körperhöhle, von welcher die Sperma-
tozoiden sich ernähren, wahrscheinlich schon hier ihnen be-
gegnet. Dieses kommt auch unwahrscheinlich vor.
Im äusseren Sphincter finden wir die Fibrillen in Bänder
abgetheilt, die spiralförmig verlaufen. Die Fibrillen des inne-
ren Sphincters, wo keime Bänder vorhanden sind, ziehen nicht
wie genannte Bänder paralell mit der Wand der Vagina, son-
dern gehen bogenförmig von der Peripherie nach innen. Die
zwei Kerne des iusseren Sphincters (k) sind in den halbku-
gelförmigen Auswichsen eines Muskelbandes gelegen. Auch
der innere Sphincter besitzt wie gewöhnlich zwei Kerne (k'),
die in seinem Inneren eingesenkt liegen.
Das Nervensystem.
S(EFFTIGEN und HAMANN haben neuerlich das Nervensy-
stem bei ihren Arten eingehend beschrieben. Meine kurze
Darstellung desselben bei vorliegenden Arten weicht besonders
in Bezug auf die Lage des Ganglions, den Verlauf der Rissel-
nerven und die Lage der hinteren Seitennervenstämme von
den ihrigen ab.
Das Ganglion liegt bei meinen Arten im vorderen Theil
der Proboscisscheide (Taf. II, fig. 8. g.), etwas dorsal gerickt.
48 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
An den Querschnitten stellt es ein dreieckiges Bild dar. Nur
wenige Fasersubstanz ist im Inneren des Ganglions wahrzu-
nehmen, woraus resultirt, dass die Nervenstämme hauptsäch-
lich von seiner Fläche ausgehen missen. Die zweinach vorn
ziehenden Seitenstämme entspringen aus zwei Wurzeln (I.
turbinella). Die eine geht von der Vorderspitze des Gang-
lions, die zweite etwas länger von hinten aus (HE. turbinella).
Ehe diese Stämme nach vorn zum RBissel ziehen, machen
sie bei dem Ganglion eine Biegung nach hinten (IE. tur-
binella).
Bei E. porrigens ist das Verhältniss ein anderes. Von
den grossen, hinteren Seitenstämmen lösen sich vor ihrer Aus-
trittsstelle von der Scheide jederseits drei Nervenfasern ab
und ziehen seitlich nach vorn, wo sie sich mit den zum Rissel
ziehenden, vorderen Seitenstämmen vereinigen. Am vorderen
Ende des Ganglions geht dorsal ein grosser Nervenstamm aus,
der sich in vier bis finf kleine Stämme auflöst. Von diesen
setzt sich jederseits einer seitlich nach vorn fort (vordere
Seitenstämme). Die anderen verschwinden bald, wahrscheinlich
um die Risselretraktoren und die Scheide zu inerviren.
Bei den beiden, eben erwähnten Arten sind die vorderen
Seitenstämme nur aus wenigen Fasern zusammengesetzt. W eiter
können wir fast immer im Rässel zwei mediane, nur aus je
einer Nervenfaser bestehende Nervenstämme beobachten.
Nach hinten ziehen zwei grosse Seitenstämme, die dicht
hinter dem Ganglion die Scheide durchbohren. Dann werden
sie von den s. g. Retinacula umschlossen. Hier sind diese
von einigen, groben Muskelceylindern mit dickem Sarkolemm
zusammengesetzt.
Die Stämme ziehen schief nach vorn zur Körperdecke
hin. Bei ihrem Austritt aus der Scheide enthalten sie etwa
ein Dutzend (E. turbinella) oder ungefähr 20 (E. porrigens)
Nervenfasern. Beim Erreichen der Körperwand, ist indessen
etwa die Hälfte der Fasern zur Inervirung des Receptaculum
weggegangen. Die Stämme setzen sich darauf innerhalb der
Ringsmuskelfibrillen unter den Hauptkanälen der Subcuticula
nach hinten fort; ihre Fasern sind wenigstens bei BE. turbi-
nella in eine einfache Reihe angeordnet.
Im Hals und Hinterkörper, wo ein längsgehendes Rohr,
wie friher erwähnt wurde, an den Seiten vorhanden ist, liegen
die Fasern in der Aussenwand des Rohres eingebettet.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. 49
Die Zahl der Fasern wird nach hinten allmählich geringer,
und schliesslich können nur zwei oder eine Faser wahrge-
nommen werden.
Das Geschlechtsganglion des Männchens hat das Aussehen
eines krummen Hantels — zwei seitlich gelegene Anschwel-
lungen, die durch eine Kommissur verbunden sind — =: Es ent-
hält einige grosse Zellen und fibrilläre Substanz. Bei E. porri-
gens habe ich Nervenzellen mit einem Durchschnitt bis 0,
mm. angetroffen. Die zwei grössten waren mit zwei Kernen
versehen. Die Taf. I, fig. 2 zeigt uns eine solche Zelle im
Durchschnitt. Das Ganglion hat etwa an der Stelle, wo die
beiden Kittdrisengänge sich in den gemeinsamen Reservoir
ausleeren, seinen Platz (Taf. IV, fig. 38. g. g-.).
Das Zustandekommen der Verbindung zwischen diesem
Ganglion und den seitlichen Nervenstämmen ist mir nicht
gelungen zu beobachten.
Zusammenfassung der wichtigsten, anatomischen
Eigenthämlichkeiten vorliegender Arten.
Die Cuticula.
Am deutlichsten sind bei FE. turbinella in der Cuticula
zwei Lagen zu beobachten: eine äussere, glasig-helle und eine
innere, die sich stark färbt. Auch LEUCKART und BALTZER er-
wähnen bei £. gigas und proteus zwei solehe Lagen, wogegen
HAMANN nur von einem glasig-hellen Lager spricht.
Die Subcuticula.
1) Die längs- und ringsverlaufenden Fasern sind nicht zu
deutlichen, zusammenhängenden Schichten vereinigt, was fär
vorher beschriebene Arten (KE. claveceps, proteus, heruca, acus,
polymorphus, elavula u. a.) angegeben worden ist, sondern sind
iberall mit einander sehr innig zusammengefiltzt (Taf. I, fig. 6).
2) Einen Ringkanal, der bei vorher untersuchten Arten
gefunden worden ist, habe ich nicht angetroffen.!
! KAISER (Bibliotheca zoologica. Heft. 7, pag. 30) giebt an, dass er
bei E. brevicollis einen Ringkanal gefunden hat.
4
50 ERNST BORGSTRÖM, UBER BÖHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
3) Bei I. porrigens beobachtet man neben der Membrana
limitans ein diinnes Lager von sehr dicht bei einander ste-
henden Längs- und Ringsfasern (Taf. I, fig. 5. x). Dies scheint
fär diese Art auszeichnend zu sein.
4) Die beiden Hauptkanäle des HE. porrigens sind an der
nach der Körperoberfläche zu gewandten Seite von einer Menge
ziemlich grober Längsfasern umgeben. Auch dies ist wahr-
scheinlich fiir diese Art eigenthiimlich. |
5) In der Halsregion des £. turbinella treten ausser den
beiden Seitenkanälen auch ein dorsaler und ventraler Haupt-
kanal auf.
6) Bei E. turbinella und brevicollis erreicht die Subeuti-
cula am vorderen Theil des Bulbus, wo die Haken eingesenkt
sitzen, eine relativ sehr grosse Mächtigkeit.
7) Die Subceuticula des HI. brevicollis zeichnet sich durch
ihre geringe Dicke (etwa 0,066 mm.) aus.
Die Lemnisci
1) Die schmalen, sehr langen Lemnisci des E. turbinella
und brevicollis sind wahrscheimlich fär diese Arten charak-
teristisch. Uberdies fehlt hier ganz eim Muskelmantel. Unter
vorher untersuchten Arten scheint der Muskelmantel nur dem
I. proteus zu fehlen (BALTZER, HAMANN).
2) In Betreff der Lemnisci des E. porrigens ist ihr ver-
hältnissmässig zur Grösse des 'Thieres geringer Umfang und
ihr unvollständiger, nur die vorderen Abschnitte derselben
umfassender Muskelmantel (Taf. I, fig. 1) zu bemerken. Wahr-
scheinlich ist vorher bei keinem Kratzer ein solcher Muskel-
mantel erwähnt worden.
Die Ringsmuskellage.
1) Die Ringsmuskellage ist durch ihre ungewöhnlich reich
entwickelte Marklage (Muskelbeutellage) ansgezeichnet (Taf.
1öRSt ovana Tar. Ito ot
2) Der den Ringsmuskelbändern am nächsten liegende
Theil der flächenhaft ausgebreiteten Schicht, welche die Bän-
der von der Subcuticula trennt, färbt sich viel dunkler als die
uäbrige Partie derselben (Taf. I, fig. 6). Um meine Darstellung
zu verdeutlichen, habe ich jenen das eigentliche Sarkolemm,
diese die homogene Schicht genannt. Wahrscheinlich sind
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. äl
beide als Sarkolemm zu betrachten. Besonders scharf tritt die
Differenzirung bei E. turbinella hervor. Angaben von einer
solehen Differenzirung des Sarkolemms habe ich nirgends in
der Literatur wiedergefunden.
3) Reservnahrung wird in der Gestalt von fettartigen
Tröpfchen in den Muskelbeuteln aufbewahrt.
4) Bei allen drei Arten sind dicht innerhalb der Rings-
muskelbänder an jeder Seite eine durch Hals und Hinterkörper
ziehende Röhre vorhanden (Taf. V, fig. 44. Ro.), deren Wand
aus NSarkolemm besteht. Sie stehen hier und da mit den
benachbarten Muskelbeuteln in offener Verbindung. Åhnliche
Röhren sind nach LEUCKART auch von WESTRUMB bei KE. digas,
aber dorsal und ventral, bemerkt und später auch von LEUCKART
und SCHNEIDER bei derselben Art angetroffen worden.
5) Die Grenzmembran der Subcuticula steht durch saiten-
förmige Bildungen, die die homogene Schicht durchlaufen,
mit dem eigentlichen Sarkolemm in Verbindung (Taf. I, fig.
6. ver.).
6) Die Åhnlichkeit zwischen den Muskelbeuteln des Bul-
bus und denjenigen mancher Nematoden ist sehr gross (Taf.
Estniska):
7) Bei E. porrigens findet sich fibrilläre Muskelsubstanz
auch innerhalb der Muskelbänder im Protoplasma der Beutel
eimgebettet '(Taf. TI, fig. 5. £. n.). Dies ist fär diese Art
eigenthämlich.
8) Die Ringsmuskelbänder des HE. brevicollis zeichnen sich
durch ihre geringe Dicke aus.
Die Längsmuskellage.
1) Auch an den Stellen, wo Kerne und somit viel Proto-
plasma gelegen sind, ist kontraktile Substanz rings um die
Muskelfäden ausgeschieden (Taf. I, fig. 4). Dasselbe hat HaA-
MANN vorher fir EE. haeruca angegeben.
2) Die Längsmuskeln sind auf einen kleinen dorsalen und
ventralen Streifen beschränkt.
3) Die Längsmuskeln des Bulbus sind besonders wohl
entwickelt, was im Allgemeinen bei bulbustragenden Kratzern
der Fall zu sein scheint, denn in Betreff des E. proteus sagt
S(ÅFFTIGEN (pag. 133): »Die Längsmuskeln des Halses von
Ech. proteus gehen auf den Bulbus iäber, bilden hier ein re-
52 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
4) Im Bulbus finden sich oft in derselben Anschwellung
eines Muskelcylinders 2, ja bisweilen noch mehr Kerne, die
je mit einem Protoplatmanetz umgeben sind.
5) Der Hals des £E. porrigens hat sehr eigenthiimliche
Bildungen aufzuweisen, welche in der Gestalt ziemlich unre-
gelmässiger Cylinder dicht innerhalb der Subcuticula auftreten.
Sie sind vielleicht als eine äussere Längsmuskellage aufzu-
fassen. Solche Bildungen diirften nimmer vorher bei Kratzern
wahrgenommen worden sein (Taf. I, fig. 3. Im.).
Die Geschlechtsorgane.
1) Das Ligament ist bandförmig und umschliesst bei sei-
ner Austrittsstelle aus der Proboscisscheide den dorsalen Re-
traktor derselben mehr oder weniger. Wenigstens das erstere
scheint fir diese Arten eigenthimlich zu sein (Taf. IV, fig. 43).
2) Zwei Övarien wurden bei jungen HE. turbinella und
brevicollis angetroffen. Sie waren mit einer Hille von Liga-
mentum verseheni Solche Ovarien sind wahrscheinlich nicht
vorher bei so wohl entwickelten Individuen der Kratzer wahr-
genommen worden. Taf. IV, fig. 41.
3) Der Schluckapparat besteht aus 14 Zellen, von welchen
einige mit einander verschmolzen sind. Im Schluckapparat
des E. heruca hat HAMANN 9 Zellen beobachtet, während
SCEFFTIGEN bei HE. claveceps 12, bei E. angustatus 15 Zellen
erwähnt. Mit Ausnahme der Zellen a, d und gg (Glocken-
grund), die auf Taf. III, fig. 14, 15, 16, 17 und 18 zu sehen
sind, können die Zellen des Schluckapparates vorliegender
Arten leicht mit denjenigen oben erwähnter Arten verglichen
werden.
4) Der Uterus weicht durch das Auftreten sowohl einer
imneren als äusseren Ringsmuskelfibrillenlage in seinem Bau
von demjenigen vorher beschriebener Arten bedeutend ab.
Hierzu kommt als eine zweite Eigenthimlichkeit, dass, wie
die Figuren 20 und 21 auf Taf. III zeigen, der vordere und
hintere Abschnitt des Uterus in Betreff des Baues sehr un-
gleich sind. Auch: die Form des Uterus ist eigenthimlich
(IMTSF VIRA):
5). Die Vagina, (Taf! III; fig) 22/und Taff: VV, fer26=N)
zeigt drei Anschwellungen, von welchen die mittlere, die vom
inneren Sphincter umfasst ist, sehr geringe Grösse besitzt. Nur
vier grosse Kerne sind in der Vagina vorhanden und zwar im
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:0 10. 53
hinteren Abschnitt derselben. Bei &£. heruca hat HAMANN
auch nur vier Kerne »deutlich sehen können». Bekanntlich
finden sich im Allgemeinen bei den Kratzern acht Kerne
in der Vagina. Der Bau besonders der hinteren Partie
dieses Organs gleicht in hohem Grade demjenigen der Sub-
cuticula.
Der äussere Sphincter ist in deutliche Bänder getheilt,
was fär diese Arten eigenthimlich zu sein scheint.
6) Die Samenleiter verlassen die Testes etwa bei ihrer
Mitte oder noch länger nach hinten und treten weit vor der
Genitalscheide zu eimem Vas efferens zusammen (Taf. 1II, fig.
19). Bei vorher beschriebenen Arten gehen die Samenleiter
erst in der Genitalscheide in ein Vas efferens iber und ent-
springen vom vorderen Theil der Testes.
7) Die Samenleiter des E. brevicollis treten, ehe sie zum
Vas efferens zusammenschmelzen dreimal mit einander in
offene Verbindung. Dies ist vorher wahrscheinlich nur bei
HE. claveceps von SÅFFTIGEN wahrgenommen worden.
8) Dass die Ausfihrungsgänge der Kittdrisen schliesslich
zu emem Gang zusammentreten, der vom Vas efferens getrennt
fast bis zum Penis zieht, ist nicht vorher beobachtet worden.
Bei anderen, vorher anatomisch behandelten Arten miinden
die am häufigsten auf zwei reducirten Kittdriäsengänge im
hintersten Abschnitt der Genitalscheide in das Vas efferens
aus (HAMANN, SCFFTIGEN u. a.).
9) Fir £. porrigens ist auszeichnend, dass em Paar der
Kittdräsen sehr wenig entwickelt sind und während ihres
ganzen Verlaufes hier und da mit benachbarten Kittdrisen
in offener Verbindung stehen.
10) In Betreff der Bursa ist zu bemerken, dass sie ausser
Ringsmuskellagen auch ein oberflächliches Lager von Längs-
muskelceylindern besitzt (Taf. IV, fig. 40 Im). Weder SCFF-
TIGEN noch HAMANN sprechen bei ihren Arten von einer solchen
Lage. Fingerähnliche Auswichse von der Muskellage der
Bursa, die allgemein bei den Echinorhynchen vorkommen,
fehlen hier ganz.
Das Nervensystem.
1) Das Ganglion ist im vorderen Abschnitt der Proboscis-
scheide gelegen. Wie vorhergehende Verfasser angeben, liegt
es im Allgemeinen im hintersten Theil derselben.
J4 ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
2) Die hinteren Seitennervenstämme verlaufen in der Wand
der beiden vorher erwähnten, seitlichen Röhren, welche dicht
innerhalb der Fibrillen der Ringsmuskellage gelegen sind. HFine
solche Lage dieser Stämme hat man bisher nicht beobachtet.
Auch die vorderen Nervenstämme zeigen manche Eigenthim-
lichkeiten.
3) Im Geschlechtsganglion sind bei £. porrigens em Paar
ungewöhnlich grosser Nervenzellen vorhanden, die mit zwei
Kernen ausgeriästet sein können (Taf. I, Fig. 2).
Wie aus Obigem hervorgeht, stimmen die drei Arten auch
in Betreff der Anatomie nahe iiberein. Von den Organen
haben die Subcuticula und die Lemnisci die meisten Unähn-
lichkeiten aufzuweisen, wogegen besonders die Geschlechts-
organe und der Rissel mit Scheide nur in sehr vereinzelten
Fällen von einander abweichen.
Nachtrag.
Die von mir vorher erwähnte Arbeit WESTRUMBS ist es mir jetzt ge-
lungen zu erhalten. Sie enthält nur unbedeutende Angaben in Betreff der
Anatomie des HE. porrigens. Nach diesem Verfasser sollen Lemnisci dieser
Art fehlen. Da indessen diese Organe bei HE. porrigens in der That eine
so ungewöhnlich geringe Entwickelung gewinnen, kann er sie leicht iiber-
sehen haben.
Weiter giebt er an, dass der Riissel des KE. porrigens nur vier Reihen
Haken besitzt. Eine bedeutende Schwankung in der Zahl der Haken-
reihen muss also bei vorliegender Art stattfinden können.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. 55
Verzeichniss der wichtigsten Arbeiten uber die
| Echinorhynchen.
RUDOLPHI. Synopsis Entozoorum. Berolini 1819.
DIESING. Systema Helminthum. Vindobone&e 1850.
R. GREEFF. Untersuchungen iiber den Bau und die Naturgeschichte von
HEchinorhynchus miliarius ZENKER (HE. polymorphus). Tro-
schels Archiv får Naturgeschichte Jahrg. XXX. Berlin 1864.
A. SCHNEIDER. Uber den Bau der Acanthocephalen. Archiv fir Anatomie,
Physiologie und Medicin. 18568.
LEUCKART. Die menschlichen Parasiten. Bd 2. Leipzig.
C. BALTZER. Zur Kentniss der Echinorhynchen. Troschels Archiv fiir
Naturgeschichte Jahrg. 46. Berlin 1880.
A. SEÅFFTIGEN. Zur Organisation der Echinorhynchen. Morphologisches
Jahrbuch 10. Leipzig 1885.
J. KAIsER. Uber die Entwicklung des Hclinorhynchus gigas. Zoologischer
Anzeiger. Jahrg. 10. Leipzig 1887.
R. KOEHLER. Document pour servir å V'histoire des Echinorhynques. Jour-
nal de V'Anatomie et de la Physiologie par Robin et Pouchet.
23. Paris 1887.
P. KNÖUPFFER. Beitrag zur Anatomie des Ausfihrganges der weiblichen
Geschlechtsproducte einiger Acanthocephalen. Mémoires de
PAcadémie impériale des Sciences de St. Pétersbourg. VII
série. 36. 1889.
O. HAMANN. Die Nemathelminthen. Erstes Heft. Monographie der Acan-
thocephalen (Echinorhynchen). Jenaische Zeitschrift fir Na-
turwissenschaft. XXV. Bd. N. F. XVIII. Bd.!
J. KAISER. Beiträge zur Kentniss der Anatomie, Histologie und Ent-
wickelungsgeschichte der Acanthocephalen. Bibliotheca zoo-
logica 1891. Heft. 7.
WESTRUMB. De helminthibus acanthocephalis commentatio. Hannover 1821.
! Uberall wo ich in meinem Aufsatze auf die Arbeit HAMANNS hin-
gewiesen habe sind die Paginahinweisungen von einem besonderen Ab-
druck vorliegender Arbeit aus der Jenaischen Zeitschrift geholt.
56
Fig. 1.
VÄ
Kr Sak
4.
KDE
6.
ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
Figurenerklärung.
Taf. IT.
Echinorhynchus porrigens: Querschnitte durch die Lemnisci,
Proboscisscheide und Theile des Längsmuskelsystems des Bulbus.
Sublimatfixirung. Hematoxylinfärbung. + Nachet. (a, b, e) dick-
wandiges Längsmuskelsystem; (c) Theile des dinnwandigen Längs-
muskelsystems; (d) Muskelmantel der Lemnisci; (L) Lemnisci; (k)
Kern und (ka) Kanal derselben; (i. p. 8.) innere, (ä. p. 9.) äussere
Hiille der Proboscisscheide; (s) Sarkolemm, (k. s.) kontraktile Sub-
stanz und (m. 8.) Marksubstanz der letzteren; (r) einer der Retrak-
toren des Riissels.
Echinorhynclhus porrigens. Eine durchschnittene Nervenzelle mit
zwei Kernen vom Geschlechtsganglion. Sublimatfixirung. Hema-
toxylinfärbung. 3 Nachet.
FEchinorhynchus porrigens. Querschnitt von der Halsregion. Sub-
limatfixirung. Hematoxylinfärbung. + Hartnack. (s) Sarkolemm,
(p. n.) Protoplasmanetz und (r. m. f£.) Fibrillen der Ringsmuskel-
lage; (8') Sarkolemm, (lm) Fibrillen der äusseren Längsmuskellage
und (g. b. u. 8.) Sarkolemm derselben nebst Grenzmembran der Sub-
cuticula; (r. f.) Radiärfasern der Subcuticula.
Echinorhynchus porrigens. Querschnitt durch einen Längsmuskel
des Bulbus. Sublimatfixirung. Hematoxylinfärbung. 3 Nachet.
(s) Sarkolemm; (ko. s.j fibrilläre Substanz; (p. n.) Protoplasma-
netz; (k) Kern mit Kernkörperchen; (z) Zweige des Längsmuskels.
Echinorhynchus porrigens. Vertikaler Längsschnitt durch die
Wand des Hinterkörpers. Sublimatfixirung. Hematoxylin- und
Eosin-färbung. + Nachet. (c) Cuticula; (s) Subceuticula mit (s. k.)
Kanal; (k) Kern und (x) innerste Lage derselben; (h. s.) homogene
Schicht und Grenzmembran; (r. m. b) Ringsmuskelband:;: (e. s.) eigent-
liches Sarkolemm; (m. b.) Muskelbeutel; (1. m.) Längsmuskel; (eib)
zwischen den Beuteln gelegener Eiball; (fi. n.) Fibrillennetzwerk
in der Basis der Beutel.
Eclhinorhynchus turbinella. Längsschnitt durch die Wand des
Halses. In Perenyi's Fliissigkeit gehärtet. Hematoxylinfärbung.
3 Nachet. (c) Cuticula; (s) kompakte, (8') lockere Theil der Sub-
cuticula mit (s. k.) subeuticulärem Kanal; (ver.) Verenigungsband
zwischen (gb) Grenzmembran und (e. 8.) eigentlichem Sarkolemm;
(h. 8.) homogene Schicht; (r. m. b.) Ringsmuskelband; (1. m.) Längs-
muskel.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10. 57
Fig.
Fig.
ia
eo
10.
Älg
12.
13,
Taf. II.
Echinorhynchus turbinella. Längsschnitt durch einen Haken des
Bulbus. Sublimatfixirung. Hematoxylinfärbung. 3 Nachet. (c,s,s',sk.)
wie in vorhergehender Figur; (p) Pulpa; (gr. H.) Grundsubstanz
des Haken.
Echinorhynchus turbinella. Vertikaler Längsschnitt durch den
Riissel nebst Scheiden und vorderstem Theil des Bulbus. In Pe-
renyi's Fliissigkeit gehärtet. Hematoxylinfärbung. + Nachet. (s)
Subceuticula; (h) Haken des Riissels; (H) Haken des Bulbus; (h. 8.)
homogene Schicht und (s) Sarkolemm der Hillen der Proboscis-
scheide, Fortsetzung der homogenen Schicht; (r. m', r. m”) Rings-
muskellagen des Riissels; (r. m.) diejenige des Bulbus; (c. £.) Cu-
ticulafalte; (x) vorderster Theil der inneren Hille der Proboscis-
scheide; (g) Ganglion; (i. p. 8.) innere, (ä. p. s.) äussere Hille der
Proboscisscheide; (r) einer der Retraktoren des Riissels; (d. R)
dorsaler, (v. R.) ventraler Retraktor der Proboscisscheide; (1) Li-
gamentum.
Echinorhynchus turbinella. Querschnitt durch den mittleren
Abschnitt des Bulbus. Sublimatfixirung. Hematoxylinfärbung.
+ Nachet. (s) Subceuticula; (k) Kanal und (h) Haken derselben;
(1. m') dickwandiges und (1. m”) dinnwandiges Längsmuskelsy-
stem; (L) Lemmnisci; (p., p') äussere und innere Hille der Pro-
boscisscheide; (m) Retraktoren des Rissels; (m. b.) Muskelbeutel.
Echinorhynchus turbinella. Der Schluckapparat des Weibchens.
In Perenyi's Flissigkeit gehärtet. (1) Ligamentum; (G) Glocke;
(st) Seitentasche; (d) das peripherische, dorsale Zellenpaar; (u)
Uterus.
Echinorhynchus turbinella. TLängssehnitt durch die Wand der
hinteren Partie des Bulbus. Perenyi's Fliissigkeit. Hematoxy-
linfärbung. 3 Nachet. (c) Cuticula; (s) kompakter, (8') lockerer
Theil der Subcuticula mit (k) Kern; (h. 8.) homogene Schicht;
(r. m.) Ringsmuskelband; (m) von der homogenen Schicht aus-
gehende Scheidewand zwischen den Beuteln; (k') Muskelkern;
(m. b.) Muskelbeutel.
Echinorhynchus turbinella. Querschnitt durch den Hals. Pere-
nyi's Fliissigkeit. Hematoxylinfärbung. (s., s'., r. m., 1. m.) wie
vorher. (1) Ligamentum; (s. k.) Seitenkanäle: (m. k.) mediane
Kanäle; (L) Lemnici.
Taf. III.
14, 15, 16, 17 u. 18. Echinorhynchus turbinella. Querschnitte
durch den Schluckapparat von vorn nach hinten gelegt. Pere-
nyis Fliissigkeit. Hematoxylinfärbung. (1) Ligamentum; (g)
Glocke; (s. t.) Seitentasche; (a) axiale Zelle; (b, c.) die die Ei-
5
58
Fig. 19.
39.
ERNST BORGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
leiter bildenden Zellen; (d) dorsales Zellenpaar; (g. g.) Glocken-
grund; (d. oe.) dorsale Glockenöffnung.
Echinorhynchus turbinella. Der männliche Geschlechtsapparat.
Der hintere Abschnitt desselben auf fig. 23. Doppelfärbung mit
Hematoxylin und Jodgrin. 4 Nachet, seitdem vermindert. (t)
Testes, (1. 8.) Ligamentum suspensorium; (v. d.) Vas deferens;
(v. e.) Vas efferens; (v. s.) Vesicula seminalis; (k) Kittdrisen.
Echinorhynechus brevicollis. Querschnitt durch die mittlere Partie
des Uterus. Weingeist; Hematoxylinfärbung. 3 Nachet. (s)
Sarkolemm; (ä. Ir. m.) äussere, (irm) innere Ringsfibrillenlage; (p)
Protoplasmanetz.
Echinorhynchus brevicollis. Querschnitt durch den hinteren
Theil des Uterus. Weingeist. Hzematoxylinfärbung. 3 Nachet.
(s) Sarkolemm; (ä. r. m.) äussere, (irm) innere Ringsfibrillenlage ;
(r. £.)) radiäre Fibrillen; (k) Kern; (p. n.) Protoplasmanetz des
Kernes; (1) Längskanal; (tv. e.) Quergeschnittene Embryonen.
Echuinorhynchus turbinella. Längsschnitt durch die Vagina.
Sublimatfixirung. Saffraninfärbung. + Nachet. (u) hinterster
Theil des Uterus. (v', v”, v"') vorderer, mittlerer und hinterer
Theil der Vagina; (ä. 9.) äusserer Sphincter mit (k) Kern; (i. 3.)
innerer Sphincter mit (k') Kern; (1) Lumen der Vagina.
Echinorhynchus turbinella. Hinterer Abschnitt des männlichen
Geschlechtsapparates. Färbung und Vergrösserung wie in Fig. 19.
Halbschematische Figur. (k) Kittdriisen; (ak) Ausfihrungsgänge
derselben; (r. k.) Reservoir der-/Kittsubstanz; (v. e.) Vas efferens:;
(d. e.) Ductus ejaculatorius; (p) Penis; (m. s) Genitalscheide:
(m. b.) Muskelmarkbeutel; (b) Bursa copulatrix; (b. t.) Bursal-
taschen.
u. 25. HEchinorhynchus porrigens. Haken vom vorderen und
mittleren Theil des Rissels. 3 Nachet.
2T u. 28. HEchinorhynchus turbinella. Haken vom vorderen
mittleren und hinteren Abschnitt des Riissels. 3 Nachet.
30 u. 31. HEchinorhynchus' brevicollis. Haken vom vorderen,
mittleren und hinteren Theil des Rissels. 3 Nachet.
TafLV:
33, 34, 35, 36, 37 und 38. Echinorhynchus turbinella. Quer-
schnitte. durch den männlichen Geschlechtsapparat von vorn
nach hinten gefiihrt. Perenyi's Flissigkeit. Hematoxylinfärbung.
I Nachet. (k) Kittdriisen; (v. d.) Vasa deferentia; (m. h.) Muskel-
hille derselben; (v. e.) Vas efferens; (a. k.) Ausfiihrungsgänge
der Kittdriisen; (r. k.) Reservoir fir die Kittsubstanz; (m. 8.)
Genitalscheide; (m. b.) Muskelmarkbeutel; (g. g.) Geschlechts-
ganglion; (1. m.,' 1. m.,' 1. m.”) Längsmuskelbiindel. ;
Echinorhynchus turbinella. Querschnitt des männlichen Ge-
schlechtsapparates ein wenig hinter der Genitalscheide. Pere-
nyi's Flissigkeit. Hxmatoxylinfärbung. + Nachet. (ä. m.) äussere,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 17. AFD. IV. N:o 10.
(i. m.) innere Muskellage; (m. fl.) Muskelflässigkeit. Ubrige Be-
zeichnungen wie vorher.
Fig. 40. Echinorhynchus turbinella. Querschnitt der Bursa. Perenyi's
Flässigkeit. Hematoxylinfärbung. + Nachet. (s) Subecuticula;
(p) Papille; (r. m., Tr. m.') Ringsfibrillenlagen; (1. m.) Längsmuskel-
lage: (r. £.)) radiäre Fibrillen; (b. t.) Bursaltaschen.
> 41. Echinorhynchus turbinella. Tigamentum mit Ovarien eines finf
H2ema-
Millimeter langen Individuums. Perenyi's Fliissigkeit.
toxylinfärbung. + Nachet. (1) Ligament; (k) Kerne desselben;
(v. ov.) vorderes, (h. ov.) hinteres Ovarium; (z. p.) Zellenpakete.
> 42. Echinorhynchus porrigens. Querschnitt durch das vordere Ende
des dorsalen Retraktors der Proboscisscheide. Sublimatfixirung.
Hematoxylinfärbung. 3 Nachet. (p. n.) Protoplasmanetz; (s)
Sarkolemm; (ko. 8.) fibrilläre Substanz; (lu) Lumen der Muskel-
cylinder.
> 43. Hehinorhynchus porrigens. Querschnitte durch den ventralen
Retraktor der Proboscisscheide und das ihn umfassende Liga-
mentum dicht hinter ihrer Austrittsstelle von der Proboscisscheide.
Sublimatfixirung. Hematoxylinfärbung. 3 Nachet. (v. R.) ven-
traler Retraktor; (ko. s.) fibrilläre Substanz, (p. n.) Protoplas-
manetz desselben: (1) Ligamentum aus (ko. 83.) kontraktiler Sub-
stanz und (gr. 8.) Grundsubstanz (Sarkolemm) bestehend.
Taf. V.
Fig. 44. Querschnitt durch den Hinterkörper des Echinorhynchus tur-
binella. Die Geschlechtsorgane sind nicht gezeichnet. Die Sub-
cuticula ist nur angedeutet. In Weingeist gehärtet. Hexmatoxy-
linfärbung. (s) Subeuticula, (s. k.) Hauptkanäle derselben; (r. m.)
Ringsmuskelfibrillen; (mb) Muskelbeutel, (m. k.) Kern desselben:
(Ro) seitliches Rohr, der Beutellage zugehörend; (1. m.) Längs-
muskeln.
> 45. Die männlichen Geschlechtsorgane des Echinorhynchus porri-
gens zweimal vergrössert. Sublimatfixirung. (1) Ligamentum; (t)
Testes; (Ki. v.) Kittdrisen und Vasa deferentia; (m. 8.) Genital-
scheide; (Ha) ein Stiick der Haut, das die Geschlechtsöffnung
umgiebt: (b) die ausgestiilpte Bursa.
>» 46. HEchinorhynchus turbinella. Schluckapparat, Uterus und Vagina.
09
In Perenyi's Flissigket gehärtet. Siebzehn Mal vergrössert.
Ligamentum; (g) Glocke; (s. t.) Seitentasche; (d) dorsale Zelle;
(u) Uterus; (v) Vagina mit Sphinctern.
> 47. Echinorhynchus brevicollis. In Weingeist gehärtet. Natirliche
Grösse.
> 48 und 49. Echinorhynchus porrigens. Junge Indiduen in Sublimat
fixirt. Auf der ersten Figur ist der Bulbus in die Darmhaut ein-
gesenkt. Nat. Grösse. Nach Photographie.!
! Die Photograpbien verdanke ich meinem freund Cand. phil. L.
JÄGERSKIÖLD.
60 ERNST BURGSTRÖM, UBER ECHINORHYNCHUS TURB. BREV. U. PORRIG.
Fig. 50. Echinorhynchus porrigens. Ausgewachsenes Exemplar mit Sub-
limat behandelt. Nat. Grösse. Nach Photographie.
> 51, 52, 53 und 54. Echinorhynclus turbinella. Ausgewachsene In-
dividuen. In Perenyi's Flissigkeit gehärtet. Fig. 51 und 54
sind Weibcehen, 52 und 53 Männchen. Nat. Grösse. Nach Pho-
tographie.
Bihang till K.Vet. Akad. Handl. Bd. 17. Afd. IV. N? 10. Ma
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Lars Ljunggren delin Tith. W. Schlachter, Stockholm.
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Bihang till K Vet. Akad. Handl. B. 17. Afd. TV. N210. Taf.T.
ia Ljunggren (fig.7
&8) a Tith. W. Sohlachter, Stockholm.
Ernst Borgström (cet) 3
Bihang till K. Vet. Akad. F
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17.. Afd..IV- N2 i0.
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Lith, W. Schlachter, Stockholm.
Ernst Böorgsiröm detn.
Bihang till K Vet. Akad Handl. Bd 17. Afd. TV. N? 10.
Ernst Borgström delin.
Lith. W. Schlachter, Stockholm.
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Bihang till K.Vei. Akad. Handl. Bd. 17. Afd. IV. N210
Iith. W. Schlachter, Stockholm.
Ernst Borgström delin.
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