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Iris, Dresden, Band XVIIL.
Deutsche
Entomolorische Zeitschrift
iris
herausgegeben
vom
Entomologischen Verein Iris zu Dresden.
Band XVIl.
Jahrgang 1905.
Mit 10 Tafeln.
Redigiert von Carl Ribbe.
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inhalts-UÜbersicht
des
XVill. Bandes*) der „Deutschen Entomologischen
Zeitschrift Iris“ zu Dresden.
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Die Grossschmetterlings-Fauna es Königreicher Saskaen
Hierzu VOEWOoLL .- .. «en a
Literatur . . NDR
Bodenbeschaffenheit, Klima, "Flora, Kultur ELTERN
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Aufzählung der Arten. . .. el 2
Semper, G.. Lepidopterologische Zurae von jakeh Hübner
1820 Augsburg . . . . . 257 — 244
Beiträge zur Lepidopterenfauna des Kronen
Archipels N oe Ab >20
Rebel, Prof., Dr. H. Über the Sahimmiden ..... 268-275
Pfitzner, Pastor R., Zwei neue Hepialiden aus S.-Amerika 276277
5 S „ Eine neue Localvarietaet von Araschnia
prorsarl... 27.,,% 5 |
Uffeln, On K, Ein Zrakten: von Fon
nia pavonia L. . . . 278 —279
Draudt, Dr. M., Zur Kenntnis der Tnpithecicen Bier. . . 280-—320
Jacobs, H., Chaerocampa hybr. pernoldi. . . . . 2... 821—327
Wiskott, Dr. Max, Galgula partita Gn. Noct.. . . . . 828— 331
Alphabetische Liste der in diesem Bande neu antfeortellen
und hauptsächlich besprochenen Arten, Varietaeten
und Aberrationen. -. ...2 20 2 u
Heft 1, Seite I-XXI und Seite 1-—-236 mit den Tafeln I und I
ist am 1. Juni 1905, Heft 2, Seite a—n und Seite 237-332 mit den
Tafeln III -X ist am 6. März 1906 erschienen.
Aus Versehen sind die beiden ersten Tafeln mit „Iris Dresden
Bd. XVII“ anstatt „Iris Dresden Bd. XVII” bezeichnet.
Iris, Dresden, Band XVIII, Heft 1.
Deutsche
Entomologische Zeitschrift
Iris
herausgegeben
vom
Entomologischen Verein Iris zu Dresden.
Jahrgang 1905. Erstes Heft. |
1. Juni 1909.
Mit 2 Tafeln.
Redakteur: C. Ribbe.
Preis für Nichtmitglieder des Vereins: 10 Mark.
London. Berlin. Paris.
A. E. Janson. R. Friedländer & Sohn. P. Klineksiek.
Perth Road N. Carl- Strasse 11. 52 Rue des Ecoles.
Buchdruckerei von O, J. W. Schlenkrich, Radebeul.
Mitteilungen und Anfragen, welche die Redaktion
dieser Zeitschrift angehen, sind nur an den Redakteur
©. Ribbe, Radebeul bei Dresden, zu richten.
Papilionidae.
Papilioreatr.
podalirius L. (1) Im April bis Juni, ausnahmsweise noch
später erscheinende Tiere entstammen nicht einer zweiten
Generation, wie es in südlicheren Ländern der Fall ist,
sondern sind nur Nachzügler. Verbreitet. in der Ebene
seltener als in Berggegenden,
L. Leipzig: Universitätsholz, Beucha n h, Grimma h,
Hohburger Schweiz h, Lausigk s, Leisnig s, Rosswein s,
Hainichen s.
D. Dresden-Loschwitzer Höhen n h, Borsberg, Hänge
des Plauenschen- und des Rabenauer Grundes, Wilsdruff,
Dippoldiswalde s, Meissen, Bosel n h, Lössnitz n h, Nossen,
Dohna, Cottaer Spitzberg, Freiberg n h. Bei Dresden
wurden auf Ebereschengebüsch einmal S0 R. gefunden.
B. Bautzen, Löbau n h, Baruth, Elstra h, Lieske s,
Königsbrück n h.
C. Chemnitz-Zeisigewald n h, Zschopau, Zwickau-
fo)
Mariental n h, Werdauer Wald, Ruppertsgrün, Elster-
bere n h, Crimmitschau n h, (Dennheritz, Hölleraben u.
fe} ) o°
Mark-Sahnau), Bad Elster n h, Plauen h, Annaberg s,
Schneeberg s.
machaon L. (4) In warmen Sommern in 2 Generationen,
April bis Juni und Juli bis September. Allgemein ver-
breitet, doch nicht häufig.
L. Leipzig, Lausigk, Grimma. Hainichen, Burgstädt h,
Rosswein n h.
D. Ziemlich häufig, mehr im Tale, bis in die Gärten
der Vorstädte Dresdens, Lössnitz, Meissen, Wilsdruff, Nossen,
Dippoldiswalde, Freiberg.
B. Im Oberlande oft gemein, Kamenz n h.
C. Nicht häufig bei Chemnitz, Limbach, Zwickau,
Elsterberg, Crimmitschau, Johanngeorgenstadt, Bad Elster,
Plauen, Werdau, Annaberg (Pöhlberg), Schneeberg.
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1909.
Pieridae.
Aporia Hbk.
erataegi L. (38) Wenig verbreitet. Mai bis Juli. Manche
Jahre häufig, dann oft Jahre lang ganz fehlend.
L. Leipzig, Lausigk, Geithain, Borsdorf, Eythra-
Zwenkau.
D. Rechtes Elbufer, Bühlau, Weissig, Pillnitz, Lange-
brück, Lössnitz (1591 häufig), Coswig, Weinböhla, Meissen,
Nossen, Freiberg, Sächsische Sehweiz (Schneeberg).
B. Bautzen, Löbau.
C. Bei Chemnitz (1859 häufig), Zschopau, Crimmit-
schau, Johanngeorgenstadt, Bad Elster, Werdau (1589
gemein), a. d. sächs.-böhmischen Grenze bei Weipert,
Annaberg, Schneeberg.
Pieris Schrk.
brassieae L. (45) In zwei, in manchen. besonders warmen
Sommern sogar in drei Generationen; April, Mai, dann
Juni bis September. Namentlich tritt oft die zweite
Generation in ausserordentlich grossen Massen auf, sodass
man von sogenannten Schmetterlingszügen berichtete:
Wanderzüge im Erzgebirge von Köhler in „Glückauf“,
15. Jahrg. 1895,.'8. 120127,
in Untersachsenberg, Dresd. Nachr., 24. VI. 1895, S. 9b,
in Zschopau „ Am, 28, VIEaEI95
in Olbernhau x x 30: VI. 18 95. 257:
in Dresden (Postplatz) _. Nachr.. 9. VI 1896. 282%
in Meissen 2 £ 14; VI. 189623292,
Massenhaftes Auftreten . £ 31. VIEL 190978. 92
Tischer v., Einige Worte über den Schmetterlingsregen
am 22. August 1505 und Ideen über eine populäre
Naturgeschichte schädlicher Insekten (Bautzner Ge-
gend betr.) in Neue Lausizische Monatsschrift 1507,
T. 1, S. 104—119.
Sohr, Bemerkungen zu v. Tischers Abhandlung über den
Schmetterlingsregen in Neue Lausizische Monats-
sehritt: 1807, 8..120—127.
rapaeL.(48) Wie die vorige Art, doch nicht ganz so gemein.
ab. leucotera Stef. 1 9 1904 bei Bautzen von
Köhler gefangen.
napi L. (52) Zwei Generationen, April, Mai und Juli bis
September. Der Schmetterling liebt Waldwiesen und
buschige Hänge. Überall häufig.
gen. aest. napaeae Esp. Ist nichts weiter. als die
auf der Hinterseite der Flügel, besonders der Hinterflügel,
wesentlich ‚heller gezeichnete Sommergeneration und an
denselben On ern wie die om anzutreffen.
ab. intermedia Krul. (Vielfach fälschlich als die
alpine ab. bryoniae bezeichnet.) Ist ganz vereinzelt ge-
fangen worden, in der Lössnitz bei Dresden, Hainsberg,
Weinböhla, Schkeuditz b. Leipzig.
daplidice L. (57) Zwei Generationen April, Mai und Juli
bis September. Verbreitet, in der Ebene meist häufig.
L. Leipzig-Bienitz h, Lausigk n h, Hainichen n h,
Rosswein-Troischau s.
D. Dresden, am Heller, Pillnitz, Elbwiesen bei Coswig,
Weinböhla, in der Lössnitz, Hainsberg, Plauenscher Grund,
) >
Meissen, Freiberg n h.
B. Verbreitet, z. B. Bautzen, Ebersbach-Kottmar n h.
C. Bei Chemnitz vereinzelt, Zschopau n h, Limbach
n h, Wolkenburg s, Crimmitschau s, Werdau-Leubnitz s
Schneeberg.
gen. vern. bellidice O. Ist die erste Generation,
April und Mai, ist viel seltener, an denselben Orten.
Euchlo& Hhb.
eardamines L. (69) Auf Wald- und Bergwiesen, auch in
Gärten. April-Juni überall verbreitet und häufig.
L. Leipzig, Grimma, Rosswein (Muldental), Hainichen,
Lausigk.
D. Dresden überall im Elbtale u. d. einmündenden
Flusstälern, Wilsdruff, Meissen, Nossen, Freiberg.
1*
B. Überall, im Oberlande meist häufig, Kamenz h.
C. Chemnitz, Limbach, Werdauer Wald, Bad Elster,
Elsterberg, Crimmitschau n h, Zschopau, Lengenfeld,
Lauterbach n h, Plauen, Annaberg, Schneeberg n s.
Im Mai 1896 wurde bei Grimma 1 5 gefangen mit
auffallend viel schwarzer und lebhaft roter Zeichnung.
Im Saubachtale bei Dresden wurde im April 1894
1 5 mit hellgelber Grundfarbe gefangen. Die hellgelbe
Färbung ist so gleichmässig über die bei normalen Stücken
sonst weissen Klügelteile verteilt, dass es sofort ins Auge
fällt. (Schopfer: Iris, 1896,. 8. 319.)
ab.immaeculata Pabst. Diese Spielartohneschwarzen
Punkt im Orange der Vorderflügel ist vereinzelt b. Chemnitz
gefangen worden.
Lit.: Bretschneider, Beobachtungen bei der Zucht
in Ent. Zeitschr. Guben 1904, No. 22 u. 23.
Leptidia Billb.
sinapis L. (81) In lichten Laubholzungen, an blumigen
Waldrändern. Zwei Generationen, Mai, dann Juli und
August. Verbreitet, doch überall nieht häufig.
L. Bei Leipzig vereinzelt, Döbeln s.
D. In der Lössnitz, bei Pillnitz und Tharandt n h,
Freiberg s.
B. Im Oberlande selten, Seifhennersdorf, Rachlau s,
in der Ebene häufiger, Leichnam, Quoos, Kamenz.
C. Ziemlich selten bei Chemnitz, Hilbersdorf und
Einsiedel, Zschopau, Crimmitschau, Werdauer Wald, Mark-
neukirchen, Rodewisch, Lauterbach, Plauen h, Annaberg,
Schneeberg n s.
gen. vern. lathyri Hb. Ist die Frühlingsgeneration,
im Mai, ist im allgemeinen seltener als die zweite Genera-
tion. Die Hinterflügelunterseite zeigt eine dunkler grüne
Bestäubung.
Colias Leach.
palaeno L. v. europome Esp. (86) Im Erzgebirge stellen-
weise nicht selten. Juni-Juli. auf De
Reitzenhainer Moor, Deutscheinsiedel b. Olbernhau,
Johanngeorgenstadt, Karlsfeld-Kranichsee h, Grünhain s.
Früher auch in der Lausitz (Niesky) heimisch gewesen,
jetzt verschwunden, da die Futterpflanze der Raupe, Vaceci-
nium uliginosum, dort ausgerottet ist.
Lit.: Bachstein, Beschreibung der Raupe (bei Schnee-
berg gef.) in Katters Ent. Nachr. 3. Jahrg. 1877, S. 138—139.
hyale L. (98) 2 Generationen, Mai und Juli, August. in
der ersten Generation nur selten, in der zweiten überall
häufig anzutreffen, besonders auf Feldern und Wiesen.
wo Wicken stehen.
L. Häufig bei Leipzig, Lausigk, Leisnig, Hainichen.
Burgstädt, Rosswein g.
D. Häufig bei Dresden, Meissen, Nossen, Wilsdruff,
Freiberg.
B. Verbreitet und häufig, z. B. Bautzen u. Kamenz.
C. Häufig b. Chemnitz, Limbach, Zwickau g, Crimmit-
schau, Lengenfeld, Elsterberg, Bad Elster, Plauen h.,
Werdau n h., Annaberg und Schneeberg h.
edusa F. (113) Tritt in den meisten Jahren vereinzeit, nur
selten gehäuft auf. Vom Juli bis Oktober auf Feldern,
trockenen Rainen und hochgelegenen Wiesen anzutreffen.
L. Leipzig am Bienitz, Schönefeld (Parthenwiesen),
Lausigk.
D. Auf den Elbwiesen bei Dresden u. Meissen, Losch-
witz, Blasewitz, Coswig, Weinböhla, Klotzsche, Klingenberg
und Plauenscher Grund, Frauenstein-Reichenau. Freiberg.
B. Seifhennersdorf, Oppach, Rachlau, bei Bautzen,
Postwitz, Kosel (noch am 20. Okt. frisch), Kamenz.
C. Manche Jahre häufig bei Chemnitz a. d. Zeisig-
waldwiesen, bei Dittersdorf, Zschopau, Röhrsdorf, Sachsen-
burg, Crimmitschau, Rudelswalde (1579 häufig), Flöha.
Langenhessen, Werdauer Wald. Bad Elster, Plauen,
Schneeberg.
Q ab. helice Hb. Diese weisse Spielart ist sehr
selten, sie wurde erbeutet:
L. Bei Gohlis-Leipzig einzeln.
6
D. Bei Dresden i. d. Lössnitz und bei Blasewitz,
sowie bei Meissen.
C. Bei Crimmitschau im Höllgraben, bei Oberfrohna
bei Limbach von Selbmann einmal gefangen.
myrmidone Esp. (114) Juni und Juli sehr selten.
Nach Möschler früher nur im südlichsten Teile um
Zittau und im angrenzenden Böhmen gefangen (Speyer).
Gonepteryx Leach.
rhamni L. (124) Im ganzen Sommer überall gemein, der
Falter überwintert und erscheint im Frühjahre, schon
Ende März.
Bei Chemnitz ein Zwitter erbeutet (Kranchers Jahr-
buch, 6. Jahrg. 1897, S. 194), und in Lengenfeld i. V. ein
solcher aus einer R. gezogen (E. Möbius).
Eine Ab. mit orangeroter Linie auf allen 4 Flügeln,
fast parallel mit dem Aussenrand, wurde bei Löbau ge-
fangen (Col. Kotsch-Loschwitz) Tafel I fig. 12.
Nymphalidae.
A. Nymphalinae.
Apatura F.
iris L.(131) Juni und Juli, verbreitet, aber ziemlich selten.
In lichten Laubwäldern auf Wegen und Strassen, setzt
sich Vormittags gern auf niederes Buschwerk und feuchte
Wegstellen.
L. Nicht selten b. Leipzig, Leisnig, Rosswein, Döbeln
und Hainichen n h, Rochsburg, Burgstädt n s.
D. Nicht selten, Rabenauer Grund, Tharandt, Edle
Krone, Hainsberg, Zschoner Grund, Loschwitz, Hoster witz,
Priessnitzgrund, Radeberg (Seifersdorfer Tal), Lössnitz,
Moritzburg, Auer, Steinbach, Oberau, Spitz- und Gabel-
grund, Siebeneichen, Meissen, Triebischtal, Freiberg s.
I
B. Im Niederlande selten, Kommerau, Niedergurig,
Elstra. Kamenz-Brauna n h, Pulsnitz-Sybillenstein h.
C. Chemnitz-Küch- u. Zeisigwald, Sechsruten. Raben-
steiner- u. Harthauer Wald manche Jahre häufig, Crimmit-
schau (Sahnwald, Frankenhäuser Holz, Rudelswalde, Dänk-
ritz, Dennheritz, Harthwald), Limbach, Zwickau, Werdauer
Wald, Elsterberg n h, Grünhainichen, Plauen n h, Zscho-
pau h, Annaberg (bei Wiesenbad) s, Schneeberg.
Raupe wurde auch auf Populus tremula und Salix
alba gefunden.
In Limbach wurde ein Zwitter gezogen.
Lit.: Varietäten aus dem Zschopautale von Tetzner
in Ent. Zeitschr. Guben, 15. Jahrg. 1901, S. 54.
ab. jole Schiff. Diese sehr seltene Spielart wurde bei
Leipzig in Lindental und Machern gefangen, in Chemnitz
aus der Puppe erzogen.
ilia Schiff. (132) Juni bis August, wie vorige Art, doch
seltener.
L. Leipzig, Geithain n h, Rochsburg s, Rosswein n h,
Hainichen n h.
D. Bei Dresden selten, Moritzburg, Auer, Lindenau,
Klotzsche u. Meissen n h, Wilsdruff s. Nossen (Muldental),
Breiberg 5 8.
B Mehr dem Niederlande angehörend, Quoos, Lieske
und Elstra n s, Seifhennersdorf, Neugersdorf, Kamenz-
Liebenauer Wald n h.
Ü. Bei Chemnitz selten, Crimmitschau-Dennheritzer
Waldungen s, Limbach s, Werdauer Wald h, Schneeberg.
Im Leipziger Universitätsholze wurden die Raupen
einmal auf Populus pyramidalis gefunden.
ab. iliades Mitis. Ist 1901 bei der Neudeckmühle
im Saubachtale bei Dresden gefangen worden von Bret-
schneider.
ab. elytie Schiff, Meistens häufiger als die Stamm-
art und überall verbreitet.
L. Häufiger als d. Stammart, Rosswein (i. Zellwald) h.
D. Hier weniger häufig als die Stammform, ebenso
bei Meissen. Bei Lindenau i. d. Lössnitz u. bei Grossen-
hain ist diese Ab. dagegen häufiger.
B. Kamenz i. Liebenauer Forste, Pulsnitz b. Sybillen-
stein h.
C. Bei Chemnitz viel zahlreicher als d. Stammform.
Limbach h.
ab. astasioides Stgr. Einmal bei Hainsberg bei
Dresden aus der Raupe gezogen.
IL.imemiis ER.
populi L. (136) Verbreitet, Juni und Juli. In Berggegenden
manchmal häufig.
L. Häufig bei Leipzig, Lausigk, Rosswein.
D. Vereinzelt, manche Jahre häufig bei Klotzsche,
[3 . . =) r ;
Langebrück, Radeberg, Loschwitz, Pillnitz, Tharandt, Edle
Krone, Dippelsdorf, Moritzburg, Weinböhla, Buschbad,
sone, Dippel s
Wilsdruff, Freiberg.
B. Im Berglande häufig, manche Jahre zahlreich,
Kamenz, Nebelschütz, Liebenauer Forst, Gersdorfer Wald.
C. Häufig bei Chemnitz, im Zschopau- u. Flöhatal,
Limbach n h, Werdauer Wald h, Crimmitschau (Sahnwald,
Lauterbach, Dennheritz) n h, Zwiekau, Johanngeorgen-
stadt, Eibenstock, Elsterberg, Grünhainichen-Börnichen,
Plauen n h, Annaberg s, Schneeberg.
In Limbach wurde ein Zwitter gefangen (Ernst.).
s ab. tremulae Esp. Ist an allen genannten Orten
fast ebenso oft zu finden wie die Stammform.
sibilla L. (135) Juni u. Juli. Selten u. wenig verbreitet.
L. Im Universitätsholze, Naunhof, Oberholz, bei
Lindental, Polenz. Grimma, in der Leina s.
D. Früher Neudeekmühlei.Saubachtale u. b. Meissen.
B. Bei Ostritz und Paulsdorfer Seite des Löbauer
Berges ss.
C. Nach Pabst 1857 in Sechsruten bei: Glösa bei
Chemnitz gefangen, jetzt dort verschwunden. Plauen s.
Pyrameis-Eiß:
atalanta L. (152) Verbreitet u. häufig vom Juni bis Herbst,
überwintert als Falter.
9
L. Bei Leipzig, Leisnig, Lausigk, Hainichen, Rochlitz.
D. Überall, Dresden, Coswig, Lössnitz, Müglitztal.
Plauenscher Grund, Meissen, Wilsdruff und Freiberg.
-B. Häufig u. verbreitet, Bautzen, Löbau u. Kamenz.
C. Verbreitet, Chemnitz, Crimmitschau, Limbach,
Zwiekau, Lengenfeld, Plauen, Johanngeorgenstadt, Wer-
dau, Annaberg, Schneeberg.
cardui L. (154) Allgemein sehr verbreitet. In manchen
Jahren massenhaft (August 1579 in Chemnitz), in anderen
wieder äusserst selten. Vom August bis Herbst, über-
wintert als Falter.
ab. elymi Rbr. Ist ausserordentlich selten, sie wurde
erbeutet bei Loschwitz u. Meissen, in Chemnitz aus der
Raupe gezogen.
Lit.: Haferkorn, Aberration aus einer bei Chemnitz
gef. Raupe in Kranchers Jahrbuch, 5. Jahrg., 1896, S. 165
(mit Abbild.), (jetzt Col. Meyer-Chemnitz).
Vanessa F.
io L. (156) Das ganze Jahr hindurch überall gemein.
2 Generationen, die Falter der 2ten Generation überwintern.
In Leipzig wurden mehrere Falter erzogen, bei denen
das Blau der Hinterflügelaugen bis auf wenige Schuppen
ganz fehlte: ab. exoculata Weym. (Taf. I, Fig. 11).
ab. joides O0. Wurde von Chemnitzer Sammlern
erzogen. (Sind nur kleine aus schlecht genährten Raupen
entstandene Falter, sonst durch garnichts von der Stamm-
form verschieden).
urticae L. (157) Überall, alle Jahre sehr gemein, 2 Gene-
rationen, die Herbstgeneration überwintert.
ab. ichnusoides Selys. 1 Stück im Juni 1895 bei
Bautzen gefangen (Köhler).
Eine braunrote Ab. wurde in Leipzig erzogen. (Taf. |,
Fig. 10.
xanthomelas Esp. (160) Im allgemeinen recht selten, vom
Juli — Herbst, F. überwintert.
L. Wurde voreinigenJahren im Harthwalde gefunden.
D. Schandau (v. Tischer), Naundörfel bei Meissen
vor ca. 50 Jahren.
10
B. Bautzen und Zittau s.
C. In Hilbersdorf bei Chemnitz 1551 zwei volkreiche
Nester mit je über 100 Raupen auf Salix caprea .L. ge-
funden (W. Schmidt). 1556 bei Zschopau Falter erbeutet.
1901 im Werdauer Walde ein Nest mit SO St. Raupen
gef. (Wolf).
polychloros L. (161) Vom Juni bis Herbst, Falter über-
wintert, nur eine Greneration. Uberall ziemlich häufig im
ganzen Gebiete.
ab. pyromelas Frr. Diese etwas kleinere Spielart
wurde im Sommer 1559 in Chemnitz in grösserer Anzahl
aus Raupen gezogen (Tetzner).
antiopa L. (162) Ebenfalls über das ganze Gebiet ver-
breitet, alle Jahre vom Juni bis Herbst, F. überwintert,
nur eine Generation.
L. Bei Leipzig häufig, Lausigk, Zwenkau, Hainichen,
Leisnig und Rosswein n h.
D. Im Friedewald, i. d..Dresdener Haide, Plauenscher
Grund, Meissen h, Altenberg n h, ‚Freiberg h.
B. Uberall, Bautzen, Löbau n h, Kamenz n h.
C. Chemnitz h, Limbach h, Crimmitschau (Mark-Sah-
nau)nh, Zwickau u. Werdau nh, Lengenfeld, Plauen h,
Johanngeorgenstadt h, Bad Elster, Annaberg, Schneeberg h.
Die Raupe wurde in Leipzig einmal auf Fraxinus gef.
ab. hygiaea Hdrch. Sehr selten, wurde vereinzelt
gefangen und aus der Raupe gezogen. Meissen, Tharandt,
Chemnitz, Olbernhau und Plauen.
Polygonia Hb.
G. album L. (166) Uberall verbreitet u. alle Jahre häufig
in 2 Generationen, Juni, Juli und dann im Herbste,. Falter
überwintert, liebt besonders Bachufer und sonnige, stille
Waldstellen, kommt oft in Gärten. um seine Eier an
Johannis- und Stachelbeersträucher abzusetzen.
L. Leipzig, Lausigk, Leisnig, Hainichen, Rosswein.
D. Uberall bei Dresden, Meissen, Freiberg.
B. Verbreitet, bei Bautzen, Löbau, Kamenz.
u
C. Chemnitz, Limbach, Elsterberg, Johanngeorgen-
stadt, Crimmitschau, Lengenfeld, Plauen, Werdau. Anna-
berg, Schneeberg.
ab. F. album Esp. Ist 1856 auf dem Kohlenberge
beiLeipzig erbeutet worden (Kranchers Ent. Jahrb., 4. Jahrg.
1895, S. 165—169) und bei Cradefeld (Kutschke).
gen. aest. hutehinsoni Robson. Unter der Sommer-
generation, z. B. bei Dresden, Bautzen.
Eine düstern braune Ab. wurde in Leipzig v. Reichert
ger. (Naf:.]L; Pig.’9)
Araschnia Hb.
levana L. (169) Nicht überall, 2 Generationen. April, Mai
und Juli, August.
L. Leipzig im Rosentale u. d. Burgaue, bei Naunhofnh.
D. Früher in der Hoflössnitz-Dresden s s (1892),
Meissen und Nossen Ss.
B. Bautzen s, auf d. Löbauer Berg und Rotstein,
Kleinwelka, auf d. Czerneboh, Zittau s s, Grossschönau s s,
Herwigsdorf und am Breitenberge bei Hainewalde n s,
Niederfriedersdorf s.
C. Selten bei Lichtenwalde bei Chemnitz, Zwickau,
Werdau, Glauchau.
ab. porima ©. Bei Leipzig und Dresden, seltener
gefangen, öfterer gezogen.
gen. aest. prorsaL. Ist die Sommergeneration von
levana (Juli, August). Leipzig im Rosental s, Meissen,
einmal 1901 gef., Wachwitzgrund 1859 ein Falter von Wer-
nicke, i. d. Lausitz auf dem Üzerneboh =.
Melitaea F.
marturna L. (172) Nicht allgemein verbreitet, im Flach-
lande häufiger. Mai und Juni, in blumenreichen Laub-
gehölzen und auf Waldwiesen.
L. Bei Leipzig überall häufig, Geithain h, Burg-
städt s, Frauendorf.
D. Sehr selten, Dippelsdorf, Weinböhla, Constappel,
im Prinzen- u. Saubachtal, Meissen u. Zehren, Muldental
bei Nossen, Freiberg s.
C. Bei Werdau selten.
12
aurinia Rott. (175) Im Flachlande verbreitet und nicht
selten. Im Mai und Juni auf feuchten Waldwiesen.
L. Connewitz-Leipzig, Beucha, Abtnaundorf, Eythra,
Lausigk, Rosswein-Tiefenbach und Böhrigen n h.
D. Moritzburg, Dippelsdorf, Steinbach, Auer n s,
Friedewald, Zitzschewig, Meissen, Freiberg n h.
B. Verbreitet, nicht selten, Bautzen, im Nieder-
lande häufig.
C. Hartmannsdorf, Grüna, Ebersdorf, Hilbersdorf n h,
Crimmitschau-Sahnwald, Werdauer Stadtwald. Zwickau,
Zschopau, Elsterberg n h, Schneeberg.
einxia L. (177) In Berggegenden seltener, häufiger im
Flachlande. Im Mai u. Juni auf Waldwiesen u. sonnigen
Rändern von Waldstrassen.
L. Beucha u. in d. Hartholze h, Lausigk, Nössen-
Zellwald h.
D. Loschwitz, Priessnitz- und Saubachtal, Meissen,
Moritzburgh,Tharandt,Frauenstein-Reichenau ss, Freiberg h.
B. Im Oberlande selten, Zittau, Herrnhut, Bautzen.
im Niederlande gemein.
C. Einsiedel-Harthau h, Ebersdorf, Wiesa, Hart-
mannsdorf, Sechsruten, Glösa, Wittgensdorf, Herrenhaide h,
Werdau-Rohrwiesen h, Crimmitschau (b. Schiedel, Lauter-
bach, Sahnwald), Zwickau, Lengenfeld, Bad Elster (Bären-
loh), Plauen h, Schneeberg.
athalia Rott. (191) Uberall häufig, an manchen Orten
gemein. Juni und Juli auf Waldwiesen und Berghängen.
L. Uberall häufig, bei Leipzig, Lausigk. Rochlitzer
Berg, Leisnig, Rosswein, Nossen (i. Zellwald).
D. Uberall gemein, bei Dresden, Meissen. Frauen-
stein-Reichenau, Freiberg.
B. In der Lausitz gemein, bei Kamenz n h.
C. Häufig bei Chemnitz, Limbach. Zwickau, Crim-
mitschau, Werdau, Lengenfeld, Johanngeorgenstadt, Zscho-
pau, Elsterberg. Plauen, Annaberg- Buchholz, Schneeberg.
Raupen auf den verschiedensten niederen Pflanzen,
bei Mehltheuer am 12. 6. 76 sehr zahlreich an Digitalis
13
ambigua, bis 10 Stück an einer Pflanze.
ab. corythalia Hb. Bei Annaberg gefangen.
ab. navarina Selys. Wurde vereinzelt gefangen
bei Beucha und in der Harth bei Leipzig.
Eine buntfarbige Ab. wurde in Werdau erzogen.
(Dat; Bis. 5.)
aurelia Nick. (192) Im Juli und August nicht häufig.
L. Zwenkau i. d. Harth s, Oberholz (Petzold).
D. Am Auer i. d. Lössnitz, Moritzburg n h, Okrilla
und Buschbad n h, Tharandt, Freiberg n h.
B. Selten bei Lieske, Ruhetal und Neudorf.
C. Nicht selten bei Zschopau, Crimmitschau.
dietynna Esp. (195) Nicht allgemein verbreitet. Im Juni
und Juli auf feuchten und sumpfigen Waldwiesen.
L. Bei Beucha n h, Hainichen (Rossauer Wald),
Grimma n h.
D. Moritzburg, Lindenau, Oberau h, Coswig, Spitz-
grund, Frauenstein-Reichenau.
B. Früher bei Grosssehönau.
C. Chemnitz: Zeisigwald, Hilbersdorf, Ebersdorf,
Wiesa, Oberliehtenau. Werdau, Crimmitschau, Limbach,
Bad Elster (am Brunnenberge) h, Lengenfeld h, Plauen
ganz häufig.
Argynnis F.
selene Schiff. (204) Verbreitet und gemein auf Wald-
wiesen und in lichten Gebüschen, 2 Generationen. Mai,
Juni und August.
L. Häufig bei Leipzig, Lausigk, Hainichen und Leis-
nig, Rosswein 8.
D. Uberall, besonders auf dem linken Elbufer sehr
häufig, auch Freiberg h.
B. Gemein in der Lausitz, z, B. Czerneboh, Löbau
und Kamenz.
C. Gemein bei Chemnitz, Crimmitschau: (Sahnwald,
Lauterbach, Paradies. Dennheritzer Waldwiesen), Plauen,
Elsterberg, Bad Elster, Schneeberg, Annaberg (Pöhl-
berg) h.
14
Melanismus (ab. thalia Hb.) und Albinismus wurden
mehrfach beobachtet:
L. 1 St. in der Harth mit grossen schwarzen Flek-
ken auf den Vorderflügeln und zusammenfliessender Zeich-
nung, bei Borna 1 & von lllig gefangen.
D. Dunkle Stücke auf den Moorwiesen bei der Mist-
schenke und bei Steinbach bei Meissen, bei Loschwitz
eine Aberration mit oberseits weissen Flecken (Kotzsch).
Am Auer in der Lössnitz ein völlig weisses, aber
normal gezeichnetes Tier (Riedel). Taf. I, Fig. 7.
B. Fast schwarze Falter einigemale erbeutet.
C. Desgl. bei Lengenfeld (Möbius), im Werdauer
Wald von Junkel (Taf. I, Fig. 2) bei Weissenborn bei
Zwickau (Taf. I, Fig. 1), bei Crimmitschau von Illgen
(Kranchers Ent. Jahrb. 1901, S. 202) und bei Olbernhau
ein fast gleichmässig schwarz-braun gefärbtes Tier (Bret-
schneider, jetzt Col. Seiler-Dresden): Taf. I, Fig. 4.
ab. rinaldus Hbst. 1 5 bei Neukirch von König
gefangen.
euphrosyne L. (208) In Berggegenden häufig, in der Ebene
seltener, 2 Generationen. Mai. Juni und August.
L. Ziemlich selten im Universitätsholze, Harth, Beu-
cha, Grosssteinberg, Lausigk, Hainichen s, Rosswein-Gers-
dorf s.
D. Selten, nur an einigen Stellen des rechten Elb-
nfers: im Spitzgrund, Gabelgrund bei Neudörfehen und
im Priessnitzgrunde, Cossebaude, Meissen n h, Plauenscher
Grund s, Freiberg n h.
B. Nicht häufig in der Lausitz, Kamenz s.
C. Nicht selten: Zschopau, Wolkenstein, Lengen-
feld, Plauen, Crimmitschau (Sahnwald, Dennheritzer Wald-
wiesen), Steinbach - Lauterbach, Bad Elster (Bärenloh),
Zwickau, Werdau s, Annaberg (bei Wiesenbad n s), Olbern-
hau, Schneeberg.
pales v. arsilache Esp. (210) Wurde 1559 vom 9.—27. Juni
in 52 Exemplaren bei Bad Elster auf dem Wege nach
Mühlhausen an der nördlichen Seite des Brunnenberges
auf einer Moorwiese erbeutet. (Pastor Winckler).
15
dia L. (218) Nicht allgemein verbreitet, 2 Generationen.
Mai und Juli, August in lichtem Laubholze, auf Wald-
wiesen und sonnigen Hügeln.
L. Häufig bei Connewitz, Leutzsch, Machern, Schkeu-
ditz, Beucha,. Harth, Zschocher, Lützschena, Hainichen:
Striegistal.
D. Nicht selten im Spitzgrunde, Oberau, Moritzburg,
Spechtritz, Windberg, Meissen: Gröbern und Steinbach,
Frauenstein-Reichenau, Dohna, Dippoldiswalde.
B. Nur im Oberlande, Zittau h, Herrnhut s, Kosel,
Eulowitz und Schönberg, Löbau, Rachlau, Seifhennersdorf.
C. Nicht selten bei Dittersdorf, Wiesa, Hilbersdorf,
Zschopau. Limbach, Crimmitschau. Plauen h, Werdau s,
Schneeberg, Annaberg (Pöhlberg) h.
ino Rott. (222) Selten im Juni und Juli auf sehr nassen
und moorigen Wiesen.
L. Bei Leipzig im Universitätsholze und Lindhardt.
D. Bei Tharandt (Ribbe), bei Okrilla früher (Nagel).
B. Einmal bei Kosel gefangen (Schilde).
daphne Sehiff. (223) Ist früher vereinzelt nur bei Leipzig
erbeutet worden (Speyer).
lathonia L. (225) Häufig in der Ebene und Berggebieten,
2 Generationen. Mai. häufiger im August bis Spätherbst
an Feldrainen, Wegen und Stoppelfeldern.
L. Uberall häufig, bei Leipzig, Lausigk, Hainichen,
Rosswein.
D. Elbtal,. Plauenscher Grund, Wilsdruff, Freiberg.
B. In der Lausitz überall gemein, hier schon oft
im April gefangen, jedenfalls überwinterte Tiere.
C. Hilbersdorf, Gablenz, Niederhermersdorf n h,
Crimmitschau h, Zschopau, Limbach n h, Werdau s, Zwik-
kau. Lengenfeld h, Plauen h, Bad Elster h, Annaberg,
Schneeberg h.
Ein albinistisches Ex. wurde bei Plauen i. \
(are ie. 8.)
aglaja L. (230) Verbreitet und stellenweise häufig, im
Gebirge und in der Ebene. Auf Waldwiesen und Wald-
wegen und in Laubwaldlichtungen, Juni bis August.
r
.
gef.
16
L. Bei Leipzig überall häufig, Lausigk, Hainichen
h, Rosswein n h.
D. Häufig, Priessnitzgrund, Loschwitz, Tharandt,
Spitzgrund, Saubachtal, Moritzburg, Okrilla, Jahnatal,
Meissen, Wilsdruff, Plauenscher Grund, Freiberg n h.
B. In der Lausitz überall häufig.
C. Nicht selten im Küchwalde, Rabenstein, Drais-
dorf, Auerswalde, Lichtenau, Crimmitschau, Zwickau,
Bad Elster h, Annaberg (Pöhlberg) h, Schneeberg.
niobe L. (231) Im Juni und Juli auf Waldwiesen, nicht
so häufig als die vorige Art.
L. Bei Leipzig überall, doch nieht häufig, Lausigk.
D. Selten, namentlich bei Weinböhla, Coswig, Tha-
randt h, einzeln bei Losehwitz und Pillnitz, Müglitztal,
Meissen n h.
B. Schönberg, Kosel, Binnewitz, Klix, Guttau. Lieske,
Kottmar, Kamenz n h.
C. Draisdorf h, Zschopau n h, Crimmitschau (Höll-
graben), Werdauer Wald s, Lengenfeld, Plauen s, Bad
Elster h.
ab. pelopia Bkh. Diese Abart wurde einmal im
Spitzgrunde bei Dresden gefangen (Müller).
ab. eris Meig. Überall unter der Stammform vor-
kommend, oft viel häufiger als diese.
L. Häufiger als die Stammart.
D. Bei Tharandt.
B. Selten in der Lausitz, Kottmar.
C. Bei Draisdorf, (1883 häufig), Werdauer Wald,
Annaberg s, Göltzschtal.
adippe L. (232) Juni und Juli. Auf sonnigen Berg- und
Waldwiesen, überall selten.
L. Im Juli 1902 ein 3 bei Gundorf bei Lützschena
(Schwoerer).
D. Selten bei Edle Krone, Auer, Spitzgrund.
B. Selten bei Seifhennersdorf, Löbau n s.
C. Nicht häufig bei Dittersdorf und Zschopau.
1
paphia L. (237) In der Ebene ziemlich selten, im Ge-
birge stellenweise häufig. Juli und August. Auf Wald-
blössen, der Falter setzt sich gern auf Distelblüten und
Brombeersträucher.
L. Überall bei Leipzig, Lausigk, Rochsburg n h.
D. Überall. auf den Höhen des Elbtales, Freiberg,
Nossen (Zellwald), Frauenstein-Reichenau.
B. Überall in der Lausitz, im Oberlande häufig,
Kamenz (Rotland und Brauna) n h.
C. Häufig bei Erdmannsdorf, Zschopau. Limbach,
Crimmitschau (selten im Sahnwald, Mark-Sahnau), Franken-
hausen (Hofholz), Bad Elster, Zwiekau, Plauen, Werdau,
Annaberg (bei Wiesenbad), Schneeberg. .
Ein Zwitter von Röber in Dresden gezogen (Gorre-
spondenzblatt des Ent. Ver. Iris zu Dresden, 1554, Sr
Pabst, Varietät des © gefangen bei Bräunsdorf bei
Limbach in Ent. Zeitsch. Guben, 2. Jahrg. 1888, S. 52 b.
ab. valesina Esp. Einzeln unter der Stammform
vorkommend.
L. Bei Machern einmal erbeutet. (Bernert.)
D. Loschwitz, Friedewald und Meissen einigemal
gefangen.
B. Bei Bautzen einmal auf dem Drohmberg.
C. Bei Limbach und Werdau gefangen.
C. Satyrinae.
Melanargia Meig.
galathea L. (246) Im Juli und August auf Waldwiesen
und Berghängen nicht selten.
L. Bei Leipzig überall häufig. Lausigk. Hohburg,
Zwenkau, Rochsburg, Rosswein.
D. Im Elbtale nicht selten, Meissen h. Frauenstein-
Reichenau, Lauenstein h, Freiberg h.
B. In der Lausitz überall gemein.
ö Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1909.
15
C. Häufig bei Dittersdorf, Kemtau, Limbach, Rup-
> . r .
pertsgrün, Crimmitschau, Zwickau, Elsterberg. Plauen h.
Werdau n h, Annaberg h, Schneeberg.
Erebia Dalm.
medusa F. (277) Im Mai und Juni auf feuchten Wald-
wiesen, verbreitet.
L. Nicht selten bei Leipzig, Zwenkau h, Rosswein
und Nossen h, Leisnig h.
D. Losehwitz. Lössnitz, Tharandt. Zscehoner Grund.
Tännichtgrund, Saubachtal. Auer, Pillnitz, Meissen — Strie-
gistal, Wilsdruff.
B. In der Lausitz fehlend.
C. Nicht selten im Zeisigwald,. Küchwald, Raben-
stein, Sechsruten, Limbach h, Crimmitschau h bei Mark-
Sahnau, Werdauer Wald h, in der Leina h, Annaberg (Pöhl-
berg) n s, Schneeberg.
aethiops Esp. (296) Wurde nur bei Crimmitschau (Sahn-
wald, Lauterbacher Rittergutswiesen) selten im August
gefangen von Junkel (Richtige Bestimmung bestätigt durch
Möbius-Dresden.)
ligea L. (302) Der Ebene fehlend. im Gebirge verbreitet.
In den Jahren mit ungeraden Zahlen häufiger. Juni bis
August.
D. Tharandter Wald, oberes Triebischtal n s, Frei-
berg s.
B. Zittau, Rotstein, Löbauer Berg, Uzerneboh n s,
Seifhennersdorf.
C. Dittersdorf, Zschopau, Wolkenstein, Zwönitz nh.
Johanngeorgenstadt, Plauen n h, Werdau s, Olbernhau h,
Annaberg (Pöhlberg) h, Schneeberg.
Satyrus Westw.
aleyone Schiff. (342) Juni bis August in Gegenden mit
troekenem und sandigem Boden, wenig verbreitet, in
Kiefernwaldungen.
19
D. Selten. nur an wenigen Orten des rechten Elb-
ufers. wie im Priessnitzgrunde, am Heller, im Spitzgrunde.
im Moritzburger Walde, Friedewald. Gabelgrund.
B. Dürrhennersdorf und Kunewalde selten. bei Leich-
nam, in Heidegegenden häufig.
briseis L. (343) An kahlen. der Sonne ausgesetzten Ah-
hängen. namentlich Kalkfelsen. im Juli bis September,
wenig verbreitet.
L. Bei Gohlis, Böhlitz - Ehrenberg. Neuschleussig.
Frauendorf, Frohburg s.
D. Selten bei Meissen (Knorre und im Spaarge-
birge). Weinböhla, Freiberg.
B. Oybin s. bei Warnsdorf.
C. Einigemal bei Chemnitz, bei Glauchau (1876
häufig), Crimmitschau (Höllgraben. Schiedeler Bahndämme
nah), Blauen n’h.
semele L. (352) Juni bis August, in der Ebene häufiger
als im Gebirge. nicht überall.
L. Bei Machern, Schkeuditz, am Kohlenberge, in
der Harth. Cradefeld, im Kammerforst, Ratsholz. Zwenkau
n h, Lausigk. Goldberg. Leisnig. Hainichen n h.
D. Nicht selten in den Nadelwäldern des rechten
Elbufers. Friedewald. am Heller, Losehwitz, Lössnitz. Dres-
diner Heide. Saubachtal. Döhlen, Frauenstein-Rechenberg.
Bienenmühle. Freiberg s.
B. Häufig a. d. Lausche. selten bei Niederfrieders-
dorf, Löbau, bei Kosel, Kubschütz. Czerneboh. Kamenz
n h, im Niederlande gemein.
C. Selten. Rabenstein. Crimmitschau im Sahnwald,
Hofholz und Werdauer Wald s. Plauen n h, Schneeberg.
statilinus Hufn. (370) Juli bis September, in Nadel-
wäldern auf sandigen trockenen Stellen, nur wenig ver-
hreitet.
D. Selten bei Coswig, Weinböhla und am Heller,
in den letzten Jahren nicht mehr gefangen.
B. Stellenweise häufig in der Heide, b. Teichnitz
und Kronförstehen h., am Kottmar und bei Bautzen n s,
(srossdubrau h.
09) *
E7
20
dryas Se. (381) Im Juli und August nur an wenigen
Orten vorkommend.
L. Universitätsholz, Beucha, Seegeritz, Grimma h,
Geithain und Frohburg n h.
D. Früher im Zschoner Grunde, jetzt fehlend.
B. Grosshennersdorf bei Herrnhut (Möschler jun.)
Pararge Hbk.
aegeria L. v. egerides Stgr. (3355) Zwei Generationen,-
April, Mai und Juli, August. Sehr verbreitet, in schat-
tigen Laub- und Nadelwäldern häufig anzutreffen.
L. Uberall häufig, Hainichen, Nossen (im Zellwalde),
Böhrigen, Rosswein, Leisnig, Zwenkau.
D. Besonders in den ausgedehnten Waldungen des
rechten Elbufers, in Tharandt, Meissen, Freiberg h.
B. Verbreitet, in der Heide zahlreich bei Leichnam,
Neudorf, Kommerau, Quoos u. a. O., Kamenz h.
C. Nicht häufig, Rabensteiner Wald, Zeisigwald,
Lengenfeld, Crimmitschau, Werdauer Wald, Russdorfer
Wald bei Limbach s, Olbernhau h, Johanngeorgenstadt
n h, Plauen n h, Elsterberg (Kuhberg) h, Schneeberg,
Annaberg n Ss.
megera L. (390) 2 Generationen, Mai, Juni und August,
September, einzelne Falter überwintern. Mit Vorliebe an
steinigen Stellen, sehr verbreitet und häufig im ganzen
Lande, auch im Gebirge bei Annaberg.
ab. alberti Albert. Wurde u. a. bei Bautzen ge-
fangen.
maera L. (392) In der Ebene seltener, im Gebirge häufig.
an steinigen und sonnigen Orten.
L. Selten bei Hainichen,. Stein bei Cossen, Nossen
(im Zellwald) n h, Böhrigen.
D. In felsigen Waldtälern, wie im Rabenauer Grunde,
hei Tharandt, Loschwitz, Hosterwitz, Liebetaler Grunde,
Triebischtal, Priessnitzgrund, Sächsische Schweiz h, Frei-
berg h
_ to) *
B. Im OÖberlande nirgends selten, stellenweise häufig.
Bei Guttau und Baruth in den Basaltbrüchen selten,
Kamenz h.
C. Ziemlich selten in den Hilbersdorfer Steinbrüchen.,
Dittersdorf, Zschopau n h, Werdauer Wald h, Bad Elster
(Mühlhausen) h, Lengenfeld und Plauen n h, Zwickau,
Annaberg (Pöhlberg, Wiesenbad). Schneeberg h.
achine Se. (394) Juni und Juli, nicht verbreitet.
L. Im Universitätsholz, bei Beucha, in der Harth
häufig in der Leina bei Altenburg, Frauendorf bei Froh-
burg Ss.
D. Sehr selten bei Moritzburg (in den letzten Jahren
nicht gefangen.)
C. Bei Crimmitschau selten im Sahnwalde.
Aphantopus Wallgr.
hyperantus L. (401) Juni bis August auf Waldwiesen
und Böschungen. Im ganzen Lande bis ins Gebirge häufig.
ab. arete Müll. Unter der Stammart, z. B. bei
Leipzig.
Epinephele Hob.
jurtina L. (402) (janira L.) Juni bis September. Auf
Wiesen und grasigen Waldblössen. Verbreitet und ge-
mein im ganzen Gebiete. Nicht selten wurden albinisti-
sche @ 2 gefangen, bei denen an Stelle der hellbraunen
Zeichnung der Vorderflügel eine weisse Färbung Platz
gegriffen hatte.
Iyeaon Rott. (405) Juli, August, nicht verbreitet, auf
liehten Waldstellen.
L. Thonberg bei Leipzig 1 Stück gefangen.
D. Nicht häufig, Loschwitz, am Heller, Lössnitz-
grund, bei Lindenau, Spitzgrund, Weinböhla,. Coswig,
Triebischtal.
B. In der Lausitz verbreitet, im Niederlande selten,
Leichnam, Guttau, Lieske, zahlreich im Oberlande. bei
Bautzen, Teichnitz, Kosel, Schönberg, Eulowitz und Löbau.
.
n
tithonus L. (422) ‚Juli. August, auf dürren Heidewiesen
und trockenen Waldblössen. nicht verbreitet.
L. Nicht häufig bei Beucha, Machern und Naunhof.
Oelzschau, Grimma (Pomssen).
D. Ziemlich selten in der Lössnitz, Friedewald. Cos-
wig, Gabelgrund, Langebrück, Triebischtal. Nossen.
B. In der Heide gemein, selten bei Bautzen. Kun-
nersdorf, bei Bernstadt, Kemnitz, Löbauer Berg, Kamenz.
Eine & Aberration mit 2 Augen auf der Oberseite
der Vorderflügel wurde bei Dresden erbeutet.
Coenonympha Hb.
hero L. (426) Mai bis Juni in liehten Laubwäldern, wenig
verbreitet.
L. Selten in der Harth und bei Beucha, bei Naun-
hof und in der Leina bei Altenbure häufie. Frohbure h.
r . [3 oO O O
Nossen s. Geithain h.
D. Freiberg und Nossen n s.
B. Seifhennersdorf und Rachlau n s, häufig bei
Löbau und dem Rotstein, Quoos n h. Bei Kosel wurde
eine prächtige dunkle Aberration gefangen, unten die
Augen im schwarzen Bande (Schilde).
C. Selten bei Grüna und im Rabensteiner Walde.
Crimmitschau (Sahnwald. Scheidegrund. Rudelswalde.
Lauenhainer und Dennheritzer Waldungen). Werdau n h.
iphis Schiff. (427) Juni. Juli. in lichtem Gehölze und an
Feldrainen. überall nicht häufig. M
L. Im Universitätsholze. bei Beucha. in der Harth.
Hainichen und Leisnig n h.
D. Nicht häufig, Loschwitz, Priessnitzgrund. bei
Klotzsche, im Spitzgrunde, Meissen, Freiberg s.
B. Bei Guttau, Leichnam. Baruth. Quoos selten. im
Oberlande zahlreicher. Löbau h.
C. Selten in der Herrenheide. Crimmitschau (Sahn-
wald, Werdauer Wald. Dennheritzer Waldungen). Schnee-
berg, Zwickau s, Plauen h.
ab. anaxagoras Ass. Selten unter der Stammart,
2. B. bei Dresden.
arcania L. (435) Juni und Juli auf sonnigen Waldwiesen
und in lichten Laubwäldern, verbreitet.
L. Universitätsholz, Beucha, Harth h. Frohburg h,
in der Leina bei Altenburg.
D. Loschwitz, Dohna. Priessnitzgrund, Spitzgrund,
Tharandt, Sächsische Schweiz, Meissen, Deuben, Frei-
bersin bh.
B. Seifhennersdorf, Neugersdorf, Löbau, Rotstein.
Kottmar h.
C. Wittgensdorf s, Crimmitschau s s im Scheide-
grund und Sahnwald, Limbach n h. Plauen h.
yamphilus L. (440) In 2, in günstigen Sommern sogar 3
4 . D . DO “ oO . DI O
(Grenerationen, Mai bis Oktober. Sehr verbreitet im gan-
zen Gebiete in Wald und Feld, auf Wiesen und Rainen.
Kotzsch in Loschwitz fing eine hübsche Aberration
mit auffallend grossem Augenflecke auf den Vorderflügeln.
Fast ganz weiss gefärbte Tiere wurden bei Leipzig
und Dresden, 1 hellgelbes Tier in der Lössnitz bei Dres-
den erbeutet.
tiphon Rott. (443) Juni, Juli auf nassen Waldwiesen, ver-
breitet.
L. Früher bei Schönefeld. vereinzelt bei Naunhof,
Leina bei Altenburg.
D. Selten bei Meissen (Mistschänke). Triebischtal.
Freiberg.
B. Stellenweise gemein, Waltersdorf, Grossschönau.
selten bei Kosel, Caslau. Kamenz. Bautzen.
C. Selten‘ Hilbersdorf und Wiesa. Limbach n h,
Zschopau. Lengenfeld und Plauen n h. Bad Elster, Zwik-
kau. Annaberg n h. Schneeberg, Johanngeorgenstadt.
Erycinidae.
Nemeobius Stph.
lueina L. (451) Mai. Juni auf feuchten Waldwiesen, ver-
breitet, aber nicht häufig.
24
L. Am Kohlenberge und bei Machern n h. in der
Leina bei Altenburg h.
D. Selten bei Tharandt, Saubachtal, Lössnitzgrund.
Weinböhla und Meissen, Grossenhain. Bei Gottleuba.
Pirna. Sächsische Schweiz n h. Lauenstein h.
B. Ander sächs.-böhmischen Grenze. an der Lausche
n s, Kamenz-Rotland n h.
C. Häufig bei Hilbersdorf, Ebersdorf, Altendorf,
Zschopau, Crimmitschau s (Sahnwald. Dennheritz, Para-
dies). Plauen. Voigtl. Schweiz s.
Lycaenidae.
Thecla F.
spini Schiff. (460) Juni und Juli. nieht verbreitet.
L. In der Leina bei Altenburg.
D. Nicht häufig im Triebisch- und Saubachtale (Neu-
deckmühle), Sächsische Schweiz.
B. Selten bei Zittau, häufiger bei Kosel an dem
Uzermeboh.
C. Sehr selten bei Chemnitz. Zwiekau n h. Plauen.
W. album Knoch. (461) Juni. Juli, wenig verbreitet.
L. Nicht häufig, Leutzsch, Rosental, Zwenkau, Hai-
nichen und Rosswein s.
D. Selten, Triebisch-, Saubach- Serretal, Tharandt,
Pillnitz, Berggieshübel, Müglitztal. Wilsdruff.
B. Bei Bautzen und Löbau je 1 Stück gefangen.
C. Selten bei Chemnitz, Zschopau, Börmiehen n h.
ilieis Esp. (464) Juni, Juli in Bichengebüschen, verbreitet.
L. Nicht selten, Otterwisch, Frauendorf- Frohburg,
Hainichen, Leisnig, Rosswein n s.
D. Selten, Lössnitz, Spitzgrund, Zschoner- und Plau-
enscher Grund, Triebischtal, Neudeckmühle, Zitzschewig.
I
I
B. Selten, Rachlau, Kosel. Schönberg. Dubrau,
Kommerau, Quoos. Bautzen n h.
C. Selten bei Chemnitz.
ab. cerri Hb. Wurde einmal bei Leipzig gefangen.
pruni L. (466) Juni und Juli an Waldrändern, nicht ver-
breitet.
L. Nicht selten. Borsdorf, Geithain, Burgstädt s.
Hainichen s. Leina n h.
D. Nicht selten im Jahna-, Triebisch- und Saubach-
tal. Niederwartha, Loschwitz, Pillnitz, Hainsberg, Dippol-
diswalde.
B. Selten bei Zittau und Bernstadt, Guttau. bei
Bautzen. Kamenz h. Elstra.
C. Selten bei Crimmitschau (im Rudelswalde und
Scheidegrundwalde), Plauen.
Callophrys Billb.
rubi L. (476) April, Mai. Verbreitet und im ganzen Ge-
biete sehr häufig. in sonnigen Gebüschen. Uberwintert als
Puppe.
Bei Plauen i. V. wurde eine schöne Aberration, die
Hinterflügel gelbbraun vor dem Saume, gefangen. (Taf: 1,
102,3.)
ab. immaculata Fuchs. Selten unter der Stamm-
art, Dresdner Heide.
Zephyrus Dalm.
quereus L. (482) Juni bis August in Eichenwaldungen
verbreitet und überall nicht selten.
L. Häufig bei Leipzig, Leisnig, Lausigk, Frauendorf,
Frohburg, Haimichen, Zwenkau, Leina bei Altenburg. Ross-
wein n 8.
D. Ziemlich häufig im Triebisch-, Jahna-, Saubach-
tal, Spitzgrund, Lössnitz, Klotzsche. Priessnitzgrund, Plau-
enscher Grund, Tharandt, Kaitzergrund, Dohna, Loschwitz,
Pillnitz, bei Meissen 1856 zu Hunderten am Götterfelsen
und Hohen Eifer, Freiberg h.
B. In der Lausitz verbreitet, nicht selten,
C. Manche Jahre im Küch- und Zeisigwalde häufig.
Crimmitschau und Werdau .n h (Junkel erzog einen Zwitter:
ar Rie6):
) ab. bellus Gerh. Bei Leipzig und in der Leina
bei Altenburg vereinzelt unter der Stammform vorkommend.
betulae L. (492) Im Juli, August, verbreitet.
L. Uberall nicht selten, bei Leipzig. Lausigk, Leis-
nig, Creithain, Rosswein, Hainichen.
D. Häufig, Saubachtal. Lössnitz. Meissen, Freiberg
n h. Dippoldiswalde n h.
B. In der Lausitz nicht häufig.
C. Nicht häufig bei Chemnitz. Crimmitschau. Zwik-
kau, Wolkenstein (Waldmühle). Grünhainichen (Milden-
stein), Werdau s, Elsterberg n h, Plauen h, Schneeberg.
Chrysophanus Hhbk.
virgaureae L. (500) Juli. August auf Waldliehtungen.
Verbreitet. nicht überall häufig.
L. Am Kohlenberge, Harth, Ammelshain, bei Grimma
z s, Zeititz, Leisnig, Hainichen, Klosterbuch, Rochlitzer
Berg n h. Geithain, Burgstädt n h, Rosswein, Nossen h
(Zellwald).
D. Häufig bei Moritzburg, Kötzschenbroda, Spitz-
grund, Losehwitz,. Tharandt, Edle Krone, Windberg, Meis-
sen. Frauenstein. Gottleuba, Altenberg. Dippoldiswalde,
reiberg, Sächsische Schweiz.
B. Inder Lausitz nur auf einzelne Stellen beschränkt,
häufig in der Zittauer Gegend, Oybin, Lausche, bei Seif-
hennersdorf sehr selten, ebenso bei Rachlau. bei Gaupig.
Arnsdorf und Neukirch h, einzeln bei Bautzen, Mehltheuer,
Daranitz, Jenkwitz.
C. Häufig bei Chemnitz, Crimmitschau (Mark-Sah-
nau), Zwickau s, Werdau n s, Plauen h, Bad Elster h,
Annaberg, Schneeberg h.
3ei Dresden wurden dureh Zucht nicht selten 2%
erzielt. die der var. zermattensis Fall. sehr ähnlich, aber
grösser sind. Diese Stücke zeichnen sich von der ge-
wöhnlichen Form durch mehr schwarzbraune Färbung
und weisse Punkte auf den Hinterflügeln aus. (Schopfer:!
Deutsche Ent. Zeitsch. Iris 1596, S. 320.)
hippotho@& L. (#10) Juni und Juli auf feuchten. busch-
umsäumten Wiesen, verbreitet, doch nicht überall häufig.
L. Beucha und Zschocher n s. Lausigk n s, Mitt-
weida-Königshain n h, Hainichen s.
D. Tharandt. Spechtritz, Tännichtgrund. Saubach-
tal, Steinbach, an der Triebisch, beim Kreier, Lössnitz,
Pillnitz und Loschwitz n 'h., Wilsdruff, Altenberg und
Freiberg n h.
B. In der Lausitz fast überall ziemlich häufig, ein-
zelne Falter wurden hier noch im September gefangen.
C. Nicht häufig. Rabenstein, Wittgensdorf, Herren-
heide, Blankenauer Grund, Pelzmühle, Werdau s, Lengen-
feld und Plauen h, Crimmitschau (Sahnwald, Höllgraben)
n h. Zsehopau und Erdmannsdorf n h. Annaberg (Pöhl-
berg) h, Schneeberg.
Bei Bautzen wurde eine Falter erbeutet, der der al-
pinen var. eurybia 0. völlig gleicht (Schütze.)
ab. confluens Gerh. Bei Leipzig und Zschopau
vereinzelt unter der Stammform.
aleiphron Rott. (All) Juli, August auf feuchten Wald-
wiesen verbreitet. aber ziemlich selten.
L. Selten bei Grimma. Beucha. mehrfach bei Machern.
Rosswein und Nossen n h.
D. Selten, Pillnitz, Loschwitz, Priessnitzgrund, Lin-
denau, Spitz- und Gabelgrund, auf der nassen Aue, Pot-
schappel, Spechtritz n h, Edle Krone, Freiberg s.
B. Selten bei Rachlau. Kosel. Schönberg. Zittau. Seif-
hennersdorf, Bautzen, Guttau,. Kommerau, Kronförstehen.
C. Selten bei Chemnitz, Sechsruten. Hennersdorf.
Zsehopau. Thum.
phlaeas L. (512) 2 Generationen: April. Mai und August.
September. Verbreitet und überall sehr häufig.
ab..schmidtii Gerh. Sehr selten bei Wahren, in
der Hohburger Schweiz und Lömischau bei Bautzen ge-
fangen.
98
gen. aest. eleus F. Unter der Sommergeneration,
selten bei Grimma, Beucha, Dresden. Crimmitschau und
bei Bautzen gefangen.
dorilis Hufn. (513) 2 Generationen, Mai, Juni und August,
September auf blumigen Wiesen und Waldrändern. Ver-
breitet und überall häufig.
Bei Dippelsdorf bei Dresden wurde ein @ gefangen,
(las namentlich auf der Unterseite merkwürdige Abwei-
chungen zeigt. Die beiden Fleckenreihen jedes Flügels
sind völlig zusammengeflossen, so dass eine Reihe von
Flecken oder Wischen entstanden ist. (Steinert.)
amphidamas Esp. (514) 2 Generationen. Mai und Juli,
zuweilen noch eine dritte Greneration, auf feuchten Wiesen.
Häufig bei Leipzig, auf den Parthenwiesen, am Bie-
nitz s, Staxwiese (Schützenhof), Rückmarsdorfer Wiesen.
Ein Zwitter aus der Puppe gezogen. (E. Müller 1893.)
In der Lausitz selten bei Bautzen.
gen. aest. obseura Rühl. Unter der Sommergenera-
tion nicht selten bei Leipzig.
Lycaena FE.
argiades Pall. (540) 2 Generationen, April, Mai und Juli,
August, an sonnigen und steinigen Abhängen, verbreitet.
L. Vereinzelt bei Beucha, Lindhardt und Harth,
Wurzen, Leisnig, Rosswein,. Nossen, Hainichen, Lausigk.
D. Nicht häufig im Lössnitzgrunde, Plauenscher
Grund, Meissen, Gröbern, Gohlis, Weinböhla, Oberau.
Spitzgrund, Jahnatal, Freiberg, Dippoldiswalde.
B. Häufig bei Baruth, Rachlau und Kamenz n h.
Zittau-Lausche, Bautzen n h.
C. Nicht selten, Hilbersdorfer Steinbrüche, Raben-
stein. Hermersdorf, Euba, Crimmitschau s, Werdauer Wald
(Rohrwiese), Bad Elster n s, Annaberg (Pöhlberg), Schnee-
herg n h.
gen. vern. polysperchon Bergstr. Ist die seltenere
Frühlingsgeneration. Bei Leipzig, Gauernitz bei Dresden,
in der Lausitz, bei Chemnitz, Schneeberg beobachtet.
argus L. (543) (aegon Schiff. s. argyrotoxus Bergstr.) Juni
bis August, auf blühendem Heidekraut, verbreitet.
L. Häufig, Lausigk, Leisnig, Nossen (Zellwald).
5 5
D. Häufig bei Dresden, Coswig, Meissen und Freiberg.
B. In der Lausitz häufig in der Heide.
C. Häufig bei Chemnitz, Crimmitschau, Werdau,
Zwiekau n h, Annaberg, Schneeberg h.
argyrognomon Brgstr. (544) (argus Esp.) Juni bis August,
verbreitet. (Wird vielfach mit vorigem verwechselt).
L. Häufig, doch seltener wie argus L. Nossen
(Zellwald), Leisnig, Rosswein.
D. Nicht häufig, Friedewald, Freiberg, Dohna, Dip-
poldiswalde.
B. Häufig in der Heide, bei Kamenz.
C. Nicht häufig, Crimmitschau, Werdau, Zwiekau.
optilete Knoch. (563) Juni, Juli, lokal, besonders in Berg-
gegenden, auf Moorboden, in Schonungen mit Sumpf-
heidelbeere.
L. Bei Leipzig 1 St. gefangen.
B. Selten bei Niederfriedersdorf, bei Oybin, Lieske.
C. Bei Johanngeorgenstadt z h, Jöhstadt. Fichtel-
berg, Lengenfeld, Bad Elster (Bärenloh) n =.
baton Bergstr. (573) Mai bis Juli, sehr selten.
D. Ganz selten, Triebischtal. Weinböhla. Coswig.
Spitzgrund, Loschwitz.
B. Früher bei Geiplitz. Lieske, Elstra.
C. Bei Crimmitschau s s.
orion Pall. (5%4) 2 Generationen, Sommergeneration ver-
einzelt. Mai und Juli an Felsen und in Steinbrüchen,
wenig verbreitet.
L. Bei Grimma auf dem Hockstein und am Tempel-
berg n h, Nossen, Rosswein, Leisnig, Hainichen n h. Mitt-
weida-Ringetal n h.
D. Im Plauensehen Grunde. in der Lössnitz. Losch-
witz, Tharandt, Cossebaude, Meissen. Triebischtal. Miltitz.
Locekwitz, Dohna, Freiberg s.
C. Selten, Zeisigwald, Euba.
ab. nigra Rühl. Bei Grimma mehrfach unter der
>2ten Generation. In Meissen aus der Puppe erzogen.
Lit.: Sehild: Fünf Entwieklungszustände gleichzeitig
yu—m——
von L. battus Hb. in Stettiner Ent. Zeit.. 38. Bd., 1377.
S. 85-97. (Wachwitzgrund bei Dresden).
astrarche Bgstr. (589) Im Juli. nieht verbreitet.
L. Gross-Steinberg (einmal gefangen von Gelbrich).
D. Selten bei Loschwitz. Meissen. Triebischtal,
Oberau. Spitzgrund.
B. Selten am Kottmar, bei Herrnhut.
C. Plauen.
ab. allous Hb. Selten bei Dresden-Zitzschewig.
eumedon Esp. (592) Juli, August. Früher nur bei (iross-
schönau in der Lausitz gefangen (Speyer).
icarus Rott. (604) 2 Generationen, Mai. Juni und August.
September. Verbreitet und im ganzen Gebiete sehr häufig.
auf Wiesen und Waldrändern.
ab. icarinus Seriba. Unter der Stammart nieht
häufig. Meissen. Langebrück, Crimmitschau. Annaberg.
YO ab. ecaerulea Fuchs. Unter der Stammart (be-
sonders 2ter Generation) nicht selten, bei Leipzig. Dres-
den. Crimmitschau und Bautzen gefangen.
hylas Esp. (610) MPrüher selten bei Dresden. im Lössnitz-
srunde und Umgebung, jetzt nicht mehr. (Die grossen
Exemplare beschrieben in Deutsch. Ent. Zeitsehr. Iris.
1591, 8. 182). Auch bei Königshain bei Ostritz und Herrn-
hut in der Lausitz gefangen worden.
meleager Esp. (611) Juni, Juli. Ausserst selten. Früher
im Lössnitzgrunde (1591) und bei Meissen und Nossen in
einzelnen Stücken (Nagel. Riedel).
In der Lausitz einigemal am Hohenberg bei Herwigs-
dorf und bei Grossschönau gefangen.
bellargus Rott. (613) Juni. Juli. sehr selten.
L. Rosswein (bei Troischau) sehr selten.
D. Sehr selten bei Weinböhla. Deuben. Zitzschewig.
Frauenstein-Reichenau, Freiberg.
B. Selten am Hohenberge bei Herwigsdorf, am Spitz-
berge bei Oderwitz.
ab. ceronus Esp. Wurde bei Deuben bei Dresden
einigemal gefangen.
eoridon Poda. (614) Juni bis August, wenig verbreitet.
Liebt sonnige. felsige Abhänge, besonders Kalkboden.
L. Selten b. Oelzschau. Lausigk. Leina b. Altenburg.
D. Nicht häufig bei Loschwitz, Plauenscher Grund.
Zschoner Grund, Heller, Lössnitz, Coswig. Weinböhla
(gemein), Moritzburg, Oberau, Gröbern, Dieshbar, Riesa.
B. Selten am Hohenberg bei Herwigsdorf, bei Gross-
sehönau, Bautzen.
C. Selten bei Limbach. Zwickau-Langenhessen Ss Ss.
ab. einnus Hb. Selten unter der Stammart, z. B.
bei Weinböhla (Ribbe).
minimus Fuessl. (635) 2 Generationen. Mai und Juli.
nieht verbreitet. Liebt blumige Wiesen in bergiger Gre-
gend. setzt sieh gern auf die Blütenköpfe der Grasnelke.
L. Frauendorf-Frohburg s s, Leisnig s.
D. Nicht häufig im Lössnitzgrunde. Weinböhla. Spitz-
srunde, Meissen. Gröbern. Spechtritz.
B. Selten b. Zittau. Herrnhut und Rotstein b. Löbau.
C. Selten bei Chemnitz (Borna), Limbach. Wolken-
burg. Plauen und Lengenfeld.
Bei Dresden wurde 1 % Falter erbeutet, bei welchem
die hellgraue Unterseite aller Flügel vollkommen augen-
los ist (Schopfer).
semiargus Rott. (637) 2 Generationen, Mai, Juni und Juli.
August. Verbreitet, auf Waldwiesen. im Gebirge häufig.
in der Ebene selten.
L. Im Universitätsholze, bei Brandis n s. Lausigk.
Leisnig n h, Rosswein (Gersdorf) n h.
D. Loschwitz, Lössnitz. Plauenscher Grund, Meissen,
Sächsische Schweiz h, Freiberg s.
B. Bautzen n h, Lieske. Kommerau, Kamenz N.
C. Ziemlich selten bei Ebersdorf, Markersdorf, Klaf-
fenbach, Limbach. Crimmitschau z s. Werdau n h. Plauen
und Lengenfeld h, Annaberg (Pöhlberg), Schneeberg.
I
ID
eyllarus Rott. (638) Mai. Juni auf Waldlichtungen, ver-
breitet, aber einzeln.
L. Im Universitätsholze und bei Beucha s, Ross-
wein (Troischau), Leisnig (Böhrigen) s, Leina bei Alten-
burg Ss.
D. Kaitzergrund, Zschoner Grund, Loekwitz. Dohna.
Kopitz, Zitzschewig, Plauenscher Grund, Meissen, Triebisch-
tal, Saubachtal.
B. Kamenz n h, Bautzen, Löbau, Zittau Ss.
C. Selten bei Hilbersdorf, Werdau. Plauen und
Schneeberg.
alcon F. (644) Im Juli auf torfigen Waldwiesen sehr
selten. Ist nach Ü. v. Tischer früher einzeln in der Lau-
sitz gefangen worden. in letzter Zeit nicht mehr.
euphemus Hb. (645) Im Juli und August auf sumpfigen
Wiesen, setzt sich gern auf die Blüten der Futterpflanze
(Sanguisorba), verbreitet.
L. Häufig bei Leipzig, Naundorf-Grimma, Frauen-
dorf-Geithain, Nossen, Lausigk, im Muldentale bei Rochs-
burg, Zwenkau h.
D. Nicht selten b. Lindenau, Moritzburg, Kötzschen-
broda, Langebrück. Hosterwitz. Lockwitz, Meissen h im
Triebischtale, Saubachtal.
B. Bautzen s. Zittau h, Löbau (Grossschweidnitz),
Seifhennersdorf n s.
C. Selten bei Draisdorf, Ebersdorf, Zschopau, Grim-
mitschau (Mark-Sahnau, Paradies), Werdau (Langenhessen.
Leubnitz) h, Bad Elster n h, Limbach h, Zwickau n h.
arion L. (646) Im Juli auf Waldwiesen. verbreitet.
L. In der Harth, bei Beucha z s, Hainichen s.
D. Selten, Loschwitz, Wachwitz. Dohna. am Heller.
im Grehege, Lössnitz. am Auer, Weinböhla, Meissen (Nasse
Aue, Knorre), Freiberg s, Frauenstein (Reichenau) Ss.
B. Löbau. Seifhennersdorf. Eibau h, Rachlau s.
Mehltheuer und an dem Rotstein s. Oehna. Kronförstehen
und Lieske s.
39
C. Ziemlich selten bei Dittersdorf, Wolkenstein,
Zschopau, Draisdorf, Werdau (Leubnitz), Plauen n h,
Ruppertsgrün, Bad Elster (Bärenloh), Crimmitschau, Anna-
berg (Pöhlberg) h, Schneeberg.
arcas Rott. (648) Im Juni, Juli auf feuchten Wiesen,
verbreitet, aber nicht häufig.
L. Altschönfeld h, Eutritzsch n h, Naundorf-Grimma
n h, Frauendorf-Frohburg s, Lausigk, im Muldentale bei
Rosswein und Nossen.
D. Nicht selten im Lössnitz- u. Ritschkegrund, Kötz-
schenbroda, Hosterwitz, Freiberg, Triebischtal bei Miltitz.
B. Bautzen n h, Zittau auf den Neissewiesen und
am Hohenberg bei Herwigsdorf n s.
C. Nieht häufig auf den Draisdorfer- und Ebers-
dorfer Wiesen, Crimmitschau n h, Werdau (Leubsdorf) h,
Limbach n h, Wolkenburg n h, Zwickau n h, Elsterberg h.
Cyaniris Dalm.
argiolus L. (650) Erste Generation im April, Mai, zweite
Generation (seltener) im Juli, August, verbreitet.
L. Häufig bei Leipzig, Lausigk, Zwenkau, Rochlitzer
Berg. Hainichen, Rosswein (Zellwald) n h, Leisnig, Rochs-
burg h.
D. Nicht häufig bei Dresden, Meissen und Freiberg.
B. In der Lausitz z h, an Waldrändern.
C. Nicht selten bei Hilbersdorf (Zeisigwald), Werdau,
Crimmitschau (Sahnwald), Limbach, Zwickau, Zschopau,
Plauen, Lengenfeld, Bad Elster (Bärenloh) und Schneeberg.
Mai 1896 in der Lössnitz bei Dresden ein Zwitter
(links &, rechts %) gefangen (Peschke).
Hesperiidae.
Pamphila Wats.
palaemon Pall. (653) Im Mai und Juni auf Waldwiesen
und um Wiesengebüsch, verbreitet.
. Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1909.
L. Nicht selten bei Leipzig, Geithain h, Hainichen
und Rosswein n h.
D. Nicht selten im Priessnitzgrund, Coswig, Tha-
randt, Edle Krone, Dippelsdorf, Friedewald, Sächsische
Schweiz (Schandau, Krippen), Berggiesshübel h, Dippol-
diswalde-Hermsdorf h, Freiberg s
B. Bautzen und Quoos h, Elstra, Löbau, Rotstein,
Seifhennersdorf, Rachlau, Kamenz n =.
C. Nicht häufig bei Wittgensdorf, Herrenheide, Fran-
kenberg, Waldkirchen, Zschopau, Crimmitschau s, Lim-
bach, Johanngeorgenstadt, Elsterberg (Tremnitzgrund),
Werdau s, Schwarzenberg s, Schneeberg s, Fichtelberg s,
Olbernhau.
Adopaea Weats.
lineola 0. (661) Juli, August auf Feldern und Wiesen,
verbreitet und überall ziemlich häufig.
thaumas Hufn. (662) Juni bis August auf Wiesen und
Rainen, verbreitet und überall häufig.
acteon Rott. (664) Juli, August. Selten.
L. Vereinzelt bei CGonnewitz, in der Harth und bei
Möckern, bei Grimma ns.
B. Nur bei Elstra gefangen (Weise).
C. Bei Plauen 3 Stück (Schweitzer).
Augliades Watts.
comma L. (670) Juni bis August. Verbreitet und im
ganzen (rebiete häufig.
Bei Dresden wurde eine Aberration gefangen, bei
welcher die Zellen der Hinterflügel auf der Unterseite
0)
bis zu ?/, ihrer Länge weiss ausgefüllt sind, am weitesten
reicht das Weiss in Zelle 5 (Col. Seiler).
sylvanıs Esp. (671) Juni bis August. Verbreitet und
im ganzen Grebiete häufig.
Carcharodus Wats.
alceae Esp. (686) 2 Generationen, April, Mai und Au-
gust, verbreitet, aber nicht häufig.
L. Häufig bei Leipzig, Rosswein n s.
D. Ziemlich verbreitet, Kötzschenhroda, Weinhöhla,
Zitzsechewig, Saubachtal, Meissen h.
B. Verbreitet, aber selten bei Zittau, Niederfrieders-
dorf, Bautzen, Herrnhut, Kronförstehen, Rachlau, Zieschütz.
C. Sehr selten bei Chemnitz, Schneeberg s.
Hesperia Wats.
carthami Hb. (694) Juli und August.
L. In der Leina bei Altenburg n s.
D. Einzeln in der Lössnitz und im Saubachtale bei
Dresden.
sao Hb. (00) Nur bei Crimmitschau gefangen und zwar
im August 1882 im Höllgraben und im Mai 1901 im Fran-
kenhäuser Holz von Junkel. (Richtige Bestimmung be-
stätigt durch Möbius-Dresden.)
serratulae Rbr. (701) Mai, selten. Im Friedewald bei
Dresden gefangen. (Seiler und Möbius.)
alveus Hb. (03) In der Ebene in 2, im Gebirge in 1 Ge-
neration, Mai, Juni und August, September. Verbreitet,
auf Waldwiesen und Abhängen.
L. Bei Grimma s, Lausigk s, Leisnig n h.
D. Lössnitz n h, Frauenstein-Hermsdorfh, Freiberg h.
B. Selten bei Schönberg und Eulowitz, Dubrau,
Rachlau.
C. Herrenheide, Rabenstein z s, Crimmitschau h,
Werdau s, Plauen und Lengenfeld n h, Bad Elster, Bram-
bach n h, Annaberg, Schneeberg h.
malvae L. (709) 2 Generationen, April, Mai und Juli,
August auf Waldwiesen und an Waldrändern, verbreitet.
L. Häufig bei Leipzig, Hainichen, Leisnig und
Rosswein.
D. Häufig, Dresden, Lössnitz, Meissen, Plauenscher
Grund, Freiberg, Frauenstein-Reichenau.
B. Überall häufig in der Lausitz.
36
C. Häufig auf Küch- und Zeisigwaldwiesen bei
Chemnitz, Ebersdorf, Erfenschlag, Limbach, Crimmitschau
und Werdau, Zwickau, Plauen und Lengenfeld, Bad Elster,
Annaberg, Schneeberg.
Die Raupen der 2ten Generation überwintern ziem-
lich erwachsen, einzelne jedoch verpuppen sich noch vor
Eintritt des Winters.
ab. taras Bergst. Wurde selten gefangen bei:
Leipzig und in der Leina,
Dresden, Friedewald,
Bautzen, Löbau, Rachlau,
Chemnitz bei Fürth, Crimmitschau s, Werdau.
Thanaos B.
tages L. (713) 2 Generationen, Mai und Juli, August auf
Waldblössen, verbreitet, doch nicht überall häufig.
L. Uberall häufig bei Leipzig, Rosswein, Hainichen
und Leisnig.
D. Überall häufig bei Dresden, Meissen und Frei-
berg.
B. Verbreitet und häufig, z. B. bei Löbau, Rotstein,
Kamenz.
C. Sehr häufig, Limbach, Werdau, Zwickau, Plauen
und Lengenfeld, Bad Elster einzeln, Annaberg, Schnee-
berg h.
Sphingidae.
Acherontia ©.
atropos L. (717) Überall nicht selten im Spätherbst,
manche Jahre häufiger, im Frühjahr sehr selten. Die
Puppe überwintert bei uns in milden Wintern und unter
günstigen Verhältnissen auch, so wurde im Juni 1591 in
Meissen ein frisch geschlüpftes % gefunden.
L. Bei Leipzig manche Jahre nicht selten, Harth,
Lindental (1901: 14 R gef.), ferner in Lausigk, Leisnig,
37
Döbeln, Rosswein (Hiller fand am 23. Dezember einen im
Freien geschlüpften Falter), Hainichen.
D. Nicht selten bei Dresden, Meissen, Wilsdruff,
Dippoldiswalde, Pirna, Freiberg, Frauenstein.
B. In der Lausitz selten, 1388 u. 1900 in grösserer
Anzahl, mehr in der Ebene, Soritz, Blösa, Kubschütz,
Cunewalde, Neugersdorf, Seifhennersdorf, Spremberg, Lö-
bau. Kamenz.
C. Selten, Lichtenwalde, Zschopau, Annaberg,Schnee-
berg, Zwickau, Russdorf bei Limbach, Werdau, Plauen.
R auf Kartoffel, Lyeium barbarum, auch an Syringa
und Fraxinus.
Schäffer fand 1575 3 R’auf Jasmin auf der Leipziger
Promenade (Ent. Jahrb. v. Krancher, 1892, S. 1). Schütze
fand in Rachlau bei Bautzen Ende Juli 1596 21 erwachsene
R auf Evonymus (Gubener Ent. Z. 1597, No. 1). Nitzsche
in Chemnitz fand 1855 eine R auf einem Krautfelde
(Brassica oleracea) und fütterte damit dieselbe auch mit
Erfolg weiter.
Smerinthus Latr.
populi L. (725) Uberall häufig im Mai, Juni, in heissen
Sommern eine 2. Generation im August, September, so-
dass im November noch R zu finden sind (Pabst).
L. Häufig bei Leipzig, Rosswein, Hainichen, Leisnig.
Lausigk, Burgstädt.
D. Häufig bei Dresden. Kotzsch erzog ein sehr
grosses @ mit 102 mm Flügelspannung. Koch in Rade-
beul erzog einen Zwitter (Gubener Ent. Z. XI, S. 56).
B. Häufig in der Lausitz, bei Spremberg, Löbau.
Kamenz, Jahn in Hochkirch erzog einen Zwitter.
C. Sehr häufig bei Chemnitz, Zschopau, Annaberg,
Schneeberg, Zwickau, Limbach und Russdorf, Werdau,
Plauen, Bad Elster.
R in Chemnitz auch auf Apfelbaum und Erle ge-
funden.
Lit.: Schilde, eine hornlose R bei Bautzen gefunden
in Katters Ent. Nachr, 1881, S. 100,
38
ocellata L. (726) Uberall sehr häufig. F im Mai und
Juni, in günstigen Jahren eine 2. Generation.
L. Häufig bei Leipzig, Lausigk, Leisnig, Rosswein,
Hainichen, Burgstädt.
D. Sehr häufig, besonders in den Weidenpflanzungen
der Elbe, bei Dippoldiswalde, Freiberg, Frauenstein.
B. Gemein in der Lausitz, bei Löbau, Spremberg,
Kamenz.
C. Sehr häufig bei Chemnitz, Hilbersdorf, Russdorf
und Limbach, Zwickau, Zschopau, Annaberg n h, Schnee-
berg, Lengenfeld, Werdau, Elsterberg, Plauen, Bad Elster.
> o) >
R auch an Apfel- und Pflaumenbäumen gefunden.
Dilina Dalm.
tiliae L. (730) Überall häufig im Mai und Juni.
L. Häufig bei Leipzig, Lausigk, Leisnig, Hainichen,
Rosswein, Burgstädt.
D. Häufig bei Dresden (Kotzsch zog 5 Generationen,
die 3. Generation mit lebhafterer und schärferer Zeich-
nung), Dippoldiswalde, Freiberg, Meissen, Frauenstein,
Stolpen.
B. Gemein in der Lausitz, z. B. bei Spremberg,
Kamenz.
C. Häufig bei Chemnitz, Russdorf und Limbach,
Zwickau, Werslau, Zschopau, Annaberg n h, Schneeberg,
Lengenfeld, Elsterberg, Plauen, Bad Elster.
R auf Linde, Erie. auch auf Birken (Friedewald bei
Dresden, Klix bei Bautzen, Plauen i. V.), auf Weiden
(Leipzig) und Kirschbäumen.
ab. brunnescens Stgr. | Uberall nicht selten
ab. maculata Wllgr. | unter der Stammart.
ab. ulmi Stgr. Selten unter der Stammart.
Daphnis Hb.
nerii L. (733) Kommt im Sommer nicht selten aus dem
Süden zu uns geflogen und legt seine Bier an Oleander-
bäume ab. Die R sind deshalb im September mehrfach
39
gefunden worden, eine Uberwinterung (als Puppe) findet
bei uns nicht statt.
L. Mehrfach gefunden, zuletzt vor ca. 30 Jahren
am Cafe Felsche und in Vorstadtgärten.
rant und am früheren Böhmischen Bahnhof gefunden,
18579 bei Kötzschenbroda in Anzahl, in Pirna (Klotz, Stet-
timer Ent. Z., 1858, S. 226), in Meissen auch '2 mal.
D. Die R wurden in Dresden an Helbigs Restau-
B. In Bautzen mehrere R im September 1877.
C. In Zwickau wurden vor mehreren Jahren 40 Stück
R gefunden, auch einmal in Limbach. Heinze fand Ende
Juli 1566 einen © Falter in Annaberg.
Sphinx ©.
ligustri L. (734) Im ganzen Lande überall häufig, im
sg 5 5
Mai bis Juli.
L. Uberall häufig bei Leipzig, Lausigk, Hainichen,
Leisnig, Rosswein.
D. Uberall häufig bei Dresden, Meissen, Wilsdruff,
Dippoldiswalde, Freinberg.
B. Uberall in der Lausitz, bei Spremberg, Kamenz,
besonders häufig in Zittau.
C. Uberall bei Chemnitz, Flöha, Zschopau, Anna-
berg. Schneeberg,. Zwickau, Lengenfeld, Limbach und
Russdorf, Werdau und Plauen.
R bis September an Liguster, Syringa, Laurentinus,
Lonicera, Spiraea, Viburnum, Sorbus, Fraxinus u. S. w.
Protoparce Burm.
convolvuli L. (35) Wird überall gefunden im August.
September, in der Dämmerung an Blumen schwärmend
(besonders Petunien, Nieotiana affınis. Phlox u. s: f.). In
manchen Jahren sehr häufig.
L. Uberall, Leipzig (Lindental), Leisnig, Hainichen,
Rosswein (einmal von Hiller im Juni gefang.), Lausigk.
D. Uberall. Dresden, Meissen, Wilsdruff (1901 s h).
Dippoldiswalde, Frauenstein, Freiberg.
40
B. Überall in der Lausitz, Spremberg, Seifhenners-
dorf, Niederkunnersdorf, Kamenz. (Schütze erhielt ein-
mal Ende Oktober 11 bei Soritz gefundene, noch nicht
halb erwachsene R, die aus Futtermangel starben, wahr-
scheinlich gehörten sie einer 2. Generation an).
C. Überall, Gablenz, Liehtenwalde, Ebersdorf, Russ-
dorf, Limbach, Zwiekau, Werdau, Zschopau, Annaberg,
Schneeberg, Plauen. (Pabst fing im August 1872 an zwei
Abenden auf einem Petunienbeete 33 Falter, Tetzner be-
obachtete 1901 über 100 Falter in seinem Garten. Gerber
erhielt einmal über 530 Puppen in Werdau, die beim Um-
pflügen gefunden waren).
R im Sommer an Ackerwinde, sehr versteckt, Puppe
sehr empfindlich.
Lit.: Steinert erwähnt einen bei Kötzschenbroda ge-
fangenen Falter, bei dem sich oben auf dem Thorax ein
heller, glockenförmiger Fleck befand (.lris“, 1392, S. 396).
Hyloicus Hb.
pinastri L. (736) In Kieferwäldern allgemein verbreitet
von Mai bis August, wird auch am Apfelköder, im stehen-
den Fluge saugend, gefangen.
L. Nicht selten, Leina, Harth, Rochlitzer Berg, Hai-
nichen, Rosswein, Leisnig, Lausigk.
D. Häufig bei Dresden, Dippoldiswalde, Freiberg.
(Storch in Meissen zog 1594 aus einer im Friedewalde
gefundenen Puppe ein tiefschwarzes % ohne Zeichnung
(Col. Wiskott).
B. (remein in der Lausitz, bei Spremberg, Kamenz.
C. Häufig bei Chemnitz, Limbach, Zschopau, bei
Annaberg, Schneeberg, Johanngeorgenstadt. Zwickau, Wer-
dau, Lengenfeld, Plauen, Elsterberg, Bad Elster.
R bis Oktober an Kiefern und Fichten, Schütze
fand sie auch einigemal an Lärche.
Deilephila O,
gallii Rott. (745) Überall im Gebiete, mehr im Gebirge.
im Mai und Juni. Die Puppen schlüpfen z. 'T. schon
im Herbst.
41
L. Nicht häufig bei Leipzig (R 1883 sehr häufig
auf Feldrainen). Rosswein, Hainichen.
D. Nicht selten, Elbufer, Grosses Gehege (R 1575
zu Tausenden daselbst), Potschappel, Loschwitz, Meissen,
Wilsdruff, Nossen, Freiberg, Frauenstein, Lauenstein.
B. In der Ebene selten, im Gebirge die R oft häufig,
Spremberg, Seifhennersdorf, Löbau, Kamenz.
C. Nicht häufig bei Chemnitz, Zeisigwald, Raben-
steiner Wald, Flöha. Grünhainichen, Annaberg n s, Schnee-
berg, Zschopau (R 1858 und 1890 in grosser Menge, aber
meist gestochen (Fleischer), Lengenfeld, Werdau s, Plauen
n h, Elsterberg.
R auf Epilobium, in der Ebene mehr auf Labkraut,
im Juli.
euphorbiae L. (749) Uberall, wo Euphorbia eyparissias
wächst, wird die R häufig gefunden, in der Bautzner und
Chemnitzer Gegend, wo diese fehlt, selten. Die Puppen
schlüpfen teils schon im Herbst, manche liegen einige
Jahre. Wird aueh am Apfelköder gefangen.
L. Häufie. Taucha. Harth. Zwenkau. Bienitz, Döbeln,
Rosswein h.
D. Uberall häufig bei Dresden, Meissen und Wils-
druff, Freiberg s, Frauenstein.
B. Selten in der Lausitz, 1878 fand Schütze 7 R in
Hochkirch, bei Niederkunnersdorf s. Löbau n s, Kamenz.
C. Sehr selten bei Chemnitz, einige R auf Euph.
peplus gefunden, Zschopau s s, Annaberg einigemal, Wer-
dau s. In Elsterberg und Plauen gemein (da hier Euph.
eyp. wächst).
Lit.: Schmiedlein, Beytrag zur Naturgeschichte der
° P rn T . rn n
in diesem Jahre häufigen Wolfsmilchraupe (betr. Tauchaer
Gegend) in Wittenbergisches Wochenblatt, 22. Bd. 1789,
5.282.
ab. rubescens Garb. Ist bei Leipzig, Döbeln und
Dresden einigemal erzogen worden.
ab. esulae B. 1394 in Leipzig einmal erzogen von
Müller (Gubener Ent. Z. 1895, S. 161), in Dresden 3 Stück
von Kuhlmann (Col. Wiskott).
42
lineata F. var. livornieca Esp. (752) Dieser südliche Falter
wurde im Leipziger und Dresdner Gebiet noch nicht ge-
funden. Möschler besass ein in Bautzen an Blumen ge-
fangenes Stück, ein Falter wurde in Kamenz gefangen
(Zieschank). Im August 1555 wurde ein Stück in Chem-
nitz gefangen und 1852 2 Stück im oberen Voigtland an
Licht (Schweitzer).
Chaerocampa Dup.
celerio L. (755) Auch dieser südliche Falter wurde in
einigen Stücken gefangen, vor Jahren einmal in Leipzig
(BE. Heyne), einer in Dresden am Licht, 2”in Meissen-
(König (1529) und Nagel). Im Bautzner und Chemnitzer
(rebiet noch nicht beobachtet.
elpenor L. (759) Uberall im Lande häufig im Mai und
Juni, auch am Apfelköder. Manche Puppen schlüpfen
schon im Herbst, andere liegen mehrere Jahre.
L. Häufig. Borsdorf, Harth, Rosswein, Hainichen,
Leisnig, Döbeln, Lausigk.
D. Häufig bei Dresden, Meissen, Dippoldiswalde,
Sächsische Schweiz, Freiberg.
B. Ziemlich häufig in der Lausitz, bei Spremberg,
Löbau, Kamenz.
C. Häufig, Zeisigwald, Hilbersdorf, Zschopau, Anna-
berg n s, Schneeberg, Lengenfeld, Zwiekau, Limbach u.
Russdorf, Werdau, Plauen, Elsterberg.
R an Epilobium, Galium, Fuchsien, Lythrum, Impa-
tiens und einmal häufig auf Circaea lutetiana bei Leipzig
(Brabandt).
Metopsilus Dunc.
porcellus L. (761) Uberall, aber selten. nur manche Jahre
häufiger, im Mai und Juni, in der Dämmerung an Blüten
(Lyehnis, Lonicera), auch am Apfelköder.
L. Nicht häufig, Harth, Borsdorf, Rosswein, Haini-
chen, Leisnig, Döbeln, Lausigk.
D. Ziemlich häufig bei Dresden (besonders 1575 im
(Grossen Gehege und 1856 bei Loschwitz). Meissen, Wils-
druff, Dippoldiswalde, Freiberg.
43
B. Verbreitet, aber selten in der Lausitz, Sprem-
berg, Seifhennersdorf, Löbau, Kamenz.
{o
C. Selten. Altendorf, Rabenstein, Gunnersdorf, Zscho-
pau, Annaberg, Schneeberg, Werdau, Plauen n h.
R an Labkraut (dürftigen Pflanzen) im August, Sep-
tember, am Tage an der Erde versteckt.
Pterogon ®:
proserpina Pall. (65) Uberall ziemlich selten, mehr im
gebirgigen Teile, im Mai, Juni. Der Schmetterling wird
selten an Blüten gefangen.
L. Vereinzelt, Zschocher, Harth, Gross-Miltitz, Tau-
cha, Borna, Hainichen, Leisnig, Lausigk.
D. Selten. Loschwitz. Blasewitz, Hainsberg, Plauen,
Laneebrück. Coswie und Weinböhla, Nossen, Freiberg,
> > >
Frauenstein.
B. Ziemlich selten, im Gebirge, Seifhennersdorf,
oO
Zittau.
C. Manche Jahre R häufig, Zeisigwald, Lichtenwalde.
oO >)
Russdorf u. Limbach, Flöha, Zschopau, Annaberg, Schnee-
berg, Lengenfeld, Werdau (1573 R häufig), Plauen.
R auf Epilobium angustifolium, besonders an dürf-
tigen Pflanzen, Oenothera, Lythrum salicaria, auch an
Fuchsien, im Juli.
Macroglossa Sc.
stellatarum L. (768) Uberall vorkommend im Juli bis
Oktober und überwintert im Mai. (Pabst fing im Novem-
ber 1882 noch ein frisch geschlüpftes 2). Manche Jahre
häufig, in der Mittagssonne um Blüten schwärmend (be-
sonders an Echium, Saponaria).
L. Häufig bei Leipzig, Wurzen, Rosswein, Hainichen.
Leisnig, Lausigk.
D. Ziemlich häufig bei Dresden (R 1575 im Grossen
(Gehege in Menge), Radeberg, Meissen, Wilsdruff, Pirna,
Dippoldiswalde, Freiberg.
St
B. Verbreitet, nicht selten bei Bautzen und Kamenz,
Spremberg, Seifhennersdorf und Löbau.
C. Nicht selten bei Chemnitz (1892 sehr häufig).
Limbach, Flöha, Augustusburg, Zschopau, Werdau, Schnee-
berg. Plauen, Bad Elster.
Hemaris Dalm.
fueiformis L. (771) (bombyliformis ©.) Wird nur einzeln
im Gebiet gefangen, da die Futterpflanze Lonicera wenig
verbreitet ist. F im Mai und Juni z. Z. der Fliederblüte.
L. Einzeln bei Leipzig; ferner bei Zwenkau und
Hainichen.
D. Einzeln bei Dresden, Friedewald, Radeberg, Wils-
druff, Nossen, Freiberg.
B. Selten, Bautzen, Löbauer Berg, Neugersdorf,
Seifhennersdorf, Zittau.
C. Nicht häufig bei Chemnitz, Zschopau, Annaberg,
Plauen. Werdau (Gerber fand hier einmal 20 R an Lonice.
xylosteum).
R auf Lonicera, auch an Galium und Symphoricarpus,
im Juli, August.
scabiosae Z. (774) (fuciformis O.) Wird überall, besonders
im gebirgigen Teile manche Jahre häufig, im Mai auf
Waldwiesen gefangen, in der Mittagssor.ne fliegend.
L. Nicht selten bei Leipzig, Kohlenberg.
D. Selten bei Dresden, Gehege, Neuostra, Priess-
nitz- und Spitzgrund, Auer, Weinböhla, Meissen, Posta
bei Pirna.
B. Verbreitet und nicht selten in der Lausitz, Lö-
mischau, Rotstein (Schütze fand bei Rachlau auf einer
Kornähre ein Paar in der Mittagssonne in copula).
C. Manche Jahre häufig bei Chemnitz (1854 u. 1556),
Erfenschlag. Borna, Zschopau, Annaberg n s, Lengenfeld,
Werdau, Plauen, Bad Elster.
R im Juli auf Knautia arvensis auf Waldwiesen,
45
Notodontidae.
Cerura Schrnk.
bieuspis Bkh. (778) Verbreitet, aber überall sehr selten.
F im Mai bis Juli.
L. Sehr selten. Universitätsholz, Rosental, Kohlen-
berg. Naunhof, Beucha, Grosssteinberg bei Grimma.
D. Sehr selten bei Dresden, Birkenwäldchen, Dres-
dener Heide, Moritzburger Wald, Weinböhla, Freiberg.
B. Sehr selten, mehr im Niederlande, aber auch
bei Eibau, Bautzen, Rachlau.
C. Sehr selten bei Chemnitz, Zeisigwald, Harthauer
Wald, Limbach, Zschopau, Werdauer Wald, Plauen.
fureula Cl. (780) Verbreitet, aber überall selten, F im
Mai bis Juli.
L. Ziemlich selten bei Leipzig, Leisnig.
D. Selten bei Dresden, Fischhaus, Loschwitz, Auer,
Rabenauer Grund, Meissen (189092 in grösserer Anzahl),
Freiberg.
B. Verbreitet, nieht selten, Seifhennersdorf, Sprem-
berg. Kamenz n h.
C. Selten bei Chemnitz, Zeisigwald, Zschopau,
Schneeberg, Plauen.
bifida Hb. (781) Überall, ziemlich häufig im Mai bis Juli.
die Puppen liegen oft 2 Jahre.
L. Ziemlich häufig, Leipzig, Hainichen, Leisnig,
.
Lausigk.
D. Ziemlich häufig bei Dresden, Meissen, Dippoldis-
walde, Freiberg.
B. Verbreitet, nicht selten in der Lausitz, z.B. Kott-
mar, Kamenz.
C. Nicht häufig bei Chemnitz, Zeisigwald, Zschopau,
Annaberg, Schneeberg, Zwickau, Lengenfeld, Werdau S,
Russdorf und Limbach, Plauen h, Bad Elster.
46
Dieranura B.
erminea Esp. (783) Wenig verbreitet und selten, F im
Mai bis Juli.
L. Ziemlich selten bei Leipzig, Brandis, Rochsburg.
D. Selten, Dresdner Heide. Döhlen und Deuben.
Sauhachtal, Wilsdruff, Meissen.
B. Sehr selten. Herrnhut, Eibau, Bautzen. Seifhen-
nersdorf.
C. Altendorf bei Chemnitz s, Limbaeh.
vinula L. (785) Wird überall im Gebiete häufig gefunden.
F im April bis Juli. Einzelne Puppen schlüpfen schon
im Herbst, die R oft schädlich.
£; (Gemein bei Leipzig, Brandis, Hainichen, Leisnig,
j (o)P; {u}
Rosswein, Lausigk.
D. Häufig, besonders im Weidengelände an der Elbe,
Meissen, Wilsdruff, Dippoldiswalde, Freiberg (Ochsenheimer
(0. UI, S. 24 Anm.) besass einen von v. Charpentier bei
Preiberg gefangenen Zwitter), Frauenstein.
B. Häufig in der Lausitz (Schütze fand am 19. 9. 1880
noch ganz kleine R, 2. Generation?), Kamenz.
C. Uberall häufig bei Chemnitz, Zschopau, Anna-
berg, Schneeberg, Lengenfeld, Russdorf und Limbach,
Zwickau, Werdau, Plauen, Elsterberg, Bad Elster.
Stauropus Germ.
fagi L. (786) Verbreitet, aber selten, F im April bis Juli.
L. Manche Jahre nicht selten, Harth, Universitäts-
holz, Beucha, Lauterbach. Leisnig, Lausigk (Otterwisch).
D. Verbreitet, aber einzeln, Loscehwitz, Dresdner
Heide, Pillnitz, Kreyer, Weinböhla, Siebeneichen, Wils-
druff, Freiberg.
B. Verbreitet, aber selten, Göda, Quoos. Seifhenners-
dorf, Spremberg, Bieleboh, Löbauer Berg, Kamenz.
C. Selten, Zeisigwald, Küchwald, Erdmannsdorf,
vr oe . r, DO r
Iriebstein, Zschopau, Annaberg (1 mal), Werdau.
47
Exaereta Hb.
ulmi Schiff (789) Wurde einmal in Liehtenwalde bei
Chemnitz von Lösche gefangen (nach Pabst).
Hoplitis Hb.
milhauseri F. (791) Ist in Eichenbeständen ziemlich ver-
breitet, aber selten, F im Mai, Juni.
L. Selten. Beucha. Taucha, Leina, Rosswein.
D. Selten, Dresden: Grosser Garten, Klotzsche,
Priessnitzgrund, Wilder Mann, Moritzburg, Gabelgrund.
Lindenau, Auer, Meissen.
B. Selten. Herrnhut. Eulowitz, Bieleboh, Reichenau
bei Zittau, Kamenz.
C. Selten, Zeisigwald, Struthwald, Sechsruten, Küch-
wald, Werdau.
Lit.: Milhauser, Eine seltne grüne Raupe mit einem
viereekigten Schilde auf dem letzten Gelenke, nebst ihrer
Verwandlung in einen Nachtvogel, beschrieben und auf
einer Kupfertafel mit Farben abgebildet, Dresden 1769.
(R fand Verfasser in der Langebrücker Heide bei Dresden
an der Wurzel einer Eiche).
Gluphisia B.
erenata F. (S01) Ist bisher nur im Leipziger Gebiet und
bei Chemnitz gefunden worden, F sehr selten im Mai
bis Juli, eine zweite Generation angeblich im August.
L. Beucha, Oelzschau. Leina, Brandis, Kohlenberg.
Lausigk, Frohburg.
C. Einmal bei Chemnitz von W. Schmidt gefunden.
Lit.: G. ce. bei Leipzig, in Übersicht ‚der Arbeiten
und Veränderungen der schles. Gesellsch. f. vaterl. Kultur.
Breslau 1841, S. 131.
BDrymenia’ Hb:
querna F. (804) Ist wenig verbreitet und selten im Mai
bis. Juni., =
L. Sehr selten, Harth, Machern, Universitätsholz,
Kohlenberg, Brandis.
48
D. Losehwitz, Friedewald, Triebischtal.
B. Selten. verbreitet, Bautzen, Rachlau, Neschwitz,
Quoos, Guttau, Seifhennersdorf, Löbau, Zittau.
C. In Seehsruten bei Chemnitz einmal von Tetzner
gefangen.
Lit. D. qu. von Wien bis Dresden vorkommend,
in Übersicht der Arbeiten und Veränderungen der schles.
Gesellsch. f. vaterl. Kultur, Breslau 1841, S. 151.
trimaecula Esp. (806) Ist wenig verbreitet und selten im
Mai, Juni, am Licht zu fangen.
L. Ziemlich selten. Naunhof, Universitätsholz, Koh-
lenberg.
D. Selten, Dresden: Grosser (rarten, Priessnitzgrund,
Friedewald, Meissen.
B. Selten, Strehla und Kosel bei Bautzen.
C. Nicht selten bei Chemnitz.
ah. dodonaea Hh.
L. Häufiger als Stammform.
D. Friedewald bei Dresden.
B. Löbau.
G. Bei Chemnitz häufiger als Stammform, Olbernhau.
chaonia Hb. (807) Ist wenig verbreitet und selten, im
April, Mai am Licht zu fangen.
L. Nicht selten, Harth. Beucha. Naunhof, Universi-
tätsholz, Hohburger Schweiz, Hainichen, Lausigk h.
D. Sehr selten, Weisser Hirsch. Lössnitz, Friede-
wald, Meissen s.
B. Selten, mehr in der Ebene, Rachlau, Quoos,
Neschwitz. Seifhennersdorf, Löbau h, Kamenz n h.
C. Nicht häufig, Schlosswald in Chemnitz, Werdau
und Plauen s.
Pheosia Hb.
tremula C1. (808) Verbreitet, aber nieht häufig in zwei
Generationen, F im Mai und Juli, August, im Gebirge,
nur im Juni (Schütze).
49
L. Nicht selten bei Leipzig, Hainichen, Rosswein,
Leisnig, Lausigk h.
D. Nicht häufig bei Dresden, Meissen, Wilsdruff,
Freiberg.
B. Verbreitet, aber selten in der Lausitz, Seifhen-
nersdorf, Kamenz n h.
C. Häufig bei Chemnitz, Zeisigwald, Zschopau, Lim-
bach, Lengenfeld, Zwickau, Schneeberg, Werdau, Plauen
n h, Brambach bei Elster.
R von Möschler in der Lausitz auch auf Eiche ge-
funden.
dietaeoides Esp. (809) Verbreitet, nicht selten in 2 Gene-
rationen, F im Mai und Juli, August.
c
L. Nicht selten bei Leipzig, Harth, Grimma, Hai-
nichen s, Leisnig, Lausigk h.
D. Nicht selten bei Dresden (E. Möbius fand am
1. Mai 1904 bei Radebeul 2 Paar in copula und ein 9,
das schon ce. 100 Eier gelegt hatte, die Zucht mit Birke
ing rasch, die Falter schlüpften im Juli), Meissen, Freiberg.
ao”
o
B. Verbreitet und nicht selten in der Lausitz, z. B.
Seifhennersdorf, Grosssehweidnitz, Kamenz s.
C. Nicht häufig, Olbersdorf, Schlosswald bei Chem-
nitz, Zschopau, Annaberg, Lengenfeld, Zwickau, Werdau,
Plauen s.
Notodonta ©.
ziezae L. (815) Uberall häufig in 2 Generationen, F im
April, Mai und Juli, August.
L. Häufig bei Leipzig, Hainichen, Rosswein, Leisnig,
Lausigk.
D. Häufig bei Dresden, Meissen, Wilsdruff, Freiberg,
Frauenstein.
B. Uberall in der Lausitz ziemlich häufig.
C. Häufig bei Chemnitz, Olbersdorf, Lichtenwalde,
Zschopau, Annaberg, Schneeberg, Lengenfeld, Zwickau,
Limbach, Werdau, Plauen, Elsterberg, Bad Elster.
dromedarius L. (816) Uberall und ziemlich häufig in zwei
Generationen, F im Mai und Juli, August.
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1909.
L. Ziemlich häufig bei Leipzig, Leisnig, Hainichen,
Lausigk.
D. Nicht selten bei Dresden, Meissen h, Wilsdruff,
Freiberg n h, Frauenstein.
B. Verbreitet und nicht selten in der Lausitz, Sprem-
berg, Seifhennersdorf, Kamenz.
C. Überall häufig bei Chemnitz, Zschopau, Zwickau,
Lengenfeld, Limbach, Werdau, Schneeberg, Plauen, Bram-
bach bei Bad Elster.
phoebe Sieb. (823) (tritophus L.) Verbreitet, aber überall
selten in 2 Generationen, F im Mai und Juli, August,
besonders am Licht zu fangen.
L. Selten bei Leipzig, Brandis n h, (bei Rochsburg
band Doberenz am 21. Mai ein 9 aus, am 24. fand er es
in copula mit einem tritophus Esp. (torva) 5, das 9 legte
300 sterile Eier).
D. Selten, Dresden: Grosser Garten, Priessnitzgrund,
Kötzschenbroda, Meissen, Jahnatal. |
B. Sehr selten, Bautzen, Seifhennersdorf, Herrnhut,
Löbau, Kottmar.
C. Selten, Olbersdorf, Zeisigwald, Zschopau, Anna-
berg, Lengenfeld, Zwickau, Werdau, Plauen.
tritophus Esp. (824) (torva Hb.) Nur im westlichen Sach-
sen, wenig verbreitet und meist selten in 2 Generationen,
F im April, Mai und Juli, August.
L. Manche Jahre nicht selten bei Leipzig (bei Zuch-
ten 3 Greenerationen erzielt), Kohlenberg, Harth, Rochs-
burg, Rosswein.
D. Bei Meissen einmal im Triebischtal, bei Döhlen,
Freiberg.
C. Nicht häufig bei Chemnitz: Küchwald, Limbach,
in Plauen und Elsterberg je einmal.
ab. fügei Barth. Eine melanistische Form, wieder-
holt erzogen in Leipzig von E. Füge und Doberenz aus
R, die sie am Kohlenberge fanden.
trepida Esp. (825) Ist in Eichenwaldungen verbreitet,
aber selten, nur in einzelnen Jahren häufiger, F im April
und Mai.
Ph
L. Nicht häufig bei Leipzig, Harth, Universitäts-.
holz, Leisnig, Lausigk.
D. Manche Jahre häufig bei Dresden, in anderen
sehr selten. Friedewald. Triebisehtal, Lössnitz, Dresdner
Heide, Grillenburg bei Tharandt.
B. Selten in der Lausitz, Quoos, Neschwitz, Jep-
nitz i. G., Eibau, Kamenz.
C. Selten bei Chemnitz, Zeisigwald, Limbach, Wer-
dauer Wald (R 1872 sehr häufig), Plauen.
R im Juli, August auf Bichen, Zucht nicht leicht,
am besten unter Gazebeutel im Freien.
Spatalia Hb.
argentina Schiff. (830) Wird nur bei Leipzig selten im
Juni gefunden (nach Doberenz 2 Generationen), Harth,
Machern, Lucka.
Leucodonta Stgr.
bieoloria Schiff. (835) Verbreitet, aber ziemlich selten,
F im Mai bis Juli.
L. Nicht häufig bei Leipzig, Connewitz, Leina, Lau-
siek, Leisnig, Rosswein, Brandis, Rochsburg.
D. Meist selten bei Dresden, Loschwitz, Auer (1592
sehr häufig). Gabelgrund, Tännichtgrund, Rabenauer Grund,
Freiberg n h.
B. Verbreitet, selten, Rachlau, Seitschen, Seifhen-
nersdorf, Friedersdorf, Herrnhut, Löbauer Berg, Kamenz nh.
C. Meist vereinzelt bei Chemnitz: Einsiedel, Zeisig-
wald, Sechsruten, bei Limbach, Werdau.
Ochrostigma Hb.
velitaris Rott. (836) Verbreitet, im Tieflande nicht selten,
F im Mai, Juni.
L. Nicht häufig bei Leipzig, Harth, Beucha, Naun-
hof, Leisnig.
D. Manche Jahre häufig bei Dresden, Loschwitz,
Blasewitz, Lössnitz, Friedewald, Heller.
4*
B. Verbreitet, manche Jahre in der Ebene nicht
selten, Quoos, Neschwitz, Rachlau, Spremberg, Löbau.
Zittau, Kamenz h.
C. Sehr selten bei Zschopau.
melagona Bkh. (837) Wurde einmal gefunden am Win-
terberg in der Sächsischen Schweiz von R. Möbius und
1892 in Wilischtal bei Zschopau von Fleischer.
OdontosiartfIp:
carmelita Esp. (838) Verbreitet, aber selten in Birken-
waldungen, F Ende April und Anfang Mai. 3
L. Periodisch nicht selten, bei Leipzig, Harth, Beu-
cha, Naunhof, Lucka, Leina, Kohlenberg, Brandis.
D. Selten bei Dresden, Loschwitz, Dresdner Heide,
Steinbach, Saubachtal, Meissen.
B. Selten, Kleinwelka, Obereulowitz, Eibau, Seif-
hennersdorf, Spremberg, Löbau, Rachlau.
C. Vereinzelt bei Chemnitz, Olbersdorf, Küchwald,
Limbach, Werdau.
Lit.: ©. c. bei Leipzig in Gubener Ent. Z., 12. Jahrg.
1838, 8.59
L:ophopterixStph.
camelina L. (841) Gemein im ganzen Gebiete, F im April
bis Juli.
L. Häufig bei Leipzig, Lausigk, Hainichen, Leisnig.
D. Gemein bei Dresden, Meissen, Wilsdruff, Dip-
poldiswalde, Freiberg, Frauenstein.
B. Gemein in der Lausitz und: bei Kamenz.
C. Ziemlich gemein bei Chemnitz, Zschopau, Anna-
berg einzeln, Schneeberg, Limbach, Zwickau, Werdau,
Plauen, Bad Elster.
ab. giraffina Hb. Unter der Stammart überall
nicht selten, Leipzig, Dresden, Meissen, Bautzen, Chemnitz.
cuculla Esp. (843) Wenig verbreitet und selten, F im Juni.
L. Selten, Cradefeld, Lindental, Grimma, Rochs-
burg, Hainichen, Leisnig, Rosswein.
53
D. Selten, Hainsberg, Loschwitz, Saubach- und
Triebischtal.
B. Selten am Uzerneboh, bei Löbau.
C. Einmal bei Lichtenwalde, Zschopau.
R im September, Oktober von Ahorn zu klopfen.
Pterostoma Germ.
palpina L. (849) Verbreitet und ziemlich häufig, nach
der Leipziger Fauna in 2 Generationen, F im Mai und
im Juli, auch am Köder.
L. Vereinzelt bei Leipzig, Lausigk h, Rosswein,
Leisnig, Hainichen.
D. Verbreitet bei Dresden, Meissen h, Wilsdruff g,
Dippoldiswalde, Freiberg h.
B. Überall häufig in der Lausitz, Seifhennersdorf,
Kamenz.
C. Manche Jahre häufig bei Chemnitz, Zschopau,
Annaberg einzeln, Schneeberg, Lengenfeld, Russdorf und
Limbach, Werdau und Plauen n h, Bad Elster.
Ptilophora Stph.
plumigera Esp. (852) Wenig verbreitet und nicht selten
Ende Oktober, November. auch am Licht.
L. Selten bei Leipzig, Cradefeld, Taucha, Leisnig.
D. Selten bei Dresden, Hainsberg, Plauenscher
Grund, Pillnitz z h, Triebischtal.
B. Nicht selten in der Lausitz, Özerneboh, Löbauer
Berg.
C. Selten bei Chemnitz, Hilbersdorf, Lichtenwalde,
Annaberger Chaussee, Zschopau, Annaberg.
R im Juni an Acer campestris, auch an Acer pseu-
doplatanus.
Phalera Hb.
bucephala L. (858) R gemein im ganzen Lande, im Herbst
auf vielen Laubholzbäumen. Der Falter im Mai bis Juli
wird selten gefunden.
Pygaera ©.
anastomosis L. (865) Wenig verbreitet und ziemlich
selten in 2 Generationen, F im Juni und im August.
L. Nicht häufig bei Leipzig, Universitätsholz, Harth,
Luckaer Wald, Frauendorf, Lausigk, Rochsburg.
D. Nicht selten in der Dresdner Heide und Friede-
wald, Freiberg s.
B. Im Niederlande nicht selten bei Quoos, Caslau
und Zescha (in den letzten Jahren nicht mehr gefangen),
Seifhennersdorf, Löbau, bei Kamenz z h.
C. Selten bei Chemnitz: Sechsruten, Zwiekau, Wer-
dau. Plauen.
eurtula L. (866) Verbreitet und meist häufig in 2 Gene-
rationen, F im Mai und Juli.
L. Bei Leipzig häufig, Brandis, Lausigk, Leisnig,
Rosswein und Hainichen n h.
D. Nicht häufig bei Dresden, Meissen, Wilsdruff,
Freiberg, Frauenstein.
B. Verbreitet in der Lausitz und nicht selten, z. B.
Seifhennersdorf, Spremberg, Kamenz.
C. Häufig bei Chemnitz, Olbersdorf, Zschopau, Anna-
berg einzeln, Schneeberg, Zwickau, Lengenfeld, Limbach,
Werdau n h, Plauen.
anachoreta F. (869) Verbreitet und meist häufig in zwei
Generationen, F im Mai und Juli.
L. Häufig bei Leipzig, Brandis, Leisnig, Hainichen,
Rosswein n h, Lausigk.
D. Nicht häufig bei Dresden, Meissen, Wilsdruff,
Freiberg, Frauenstein.
B. Verbreitet in der Lausitz und nicht selten, z. B.
Spremberg, Seifhennersdorf, Kamenz.
C. Sehr häufig bei Chemnitz, Olbersdorf, bei Zscho-
pau, Limbach, Zwickau, Schneeberg, Werdau n h.
pigra Hufn. (870) Verbreitet und meist häufig in 2 Ge-
nerationen, F im Mai und Juli.
55
L. Häufig bei Leipzig, Brandis n h, Hainichen, Ross-
wein, Leisnig, Lausigk.
D. Meist häufig bei Dresden, Meissen, Wilsdruff,
Freiberg n h.
B. Verbreitet und nicht selten in der Lausitz, z. B.
Seifhennersdorf, Kamenz.
C. Häufig bei Chemnitz: Sechsruten, Zschopau,
Lengenfeld, Russdorf und Limbach, Werdau g, Plauen,
Bad Elster.
Thaumetopoedae.
Ihaumetopoea Hk.
processionen L. (8%4) Kommt nur bei Leipzig vor, in
manchen Jahren nicht selten, im August, bei Beucha,
Machern, Lützschena, Leutzsch, Böhlitz-Ehrenberg, Brandis.
Soll früher auch bei Dresden im Priessnitzgrunde
vorgekommen sein.
Lit.: Scheuereck, Beschreibung und Abbildung der
schädlichen Waldraupe, nebst deren Verwandlung zum
Spinner, Bombyx Processionea L. im Magazin für das
Jagd- und Forstwesen, 2. Band, 2. Heft, Leipzig, S. 94—100
(1779 im Fischbacher Walde und bei Leipzig beobachtet).
pinivora Tr. (876) Wurde einmal bei Kamenz gefunden
und angeblich bei Bautzen (Iris, Bd. IX, S. 342), auch bei
Königswartha.
Lit.: Ochsenheimer III, S. 234, Anm.: „Milhauser, von
dem ich darüber eine eigene Abhandlung im Manuskript
besitze, fand sie im Jahre 1756 bei Dresden zu Ende Juni
und im Anfange des Juli u. s. w.*“ (Diese unter pityo-
campa befindliche Anmerkung dürfte zu pinivora gehören,
denn letztere kannte man damals noch nicht, Treitschke
beschrieb sie erst 1854).
Lymantriidae.
Fiypeogymna,-ip:
morio L. (879) Nach Möschler wurde ein frisches & im
Mai bei Zittau auf einer Wiese gefangen (Schütze: Iris,
B02.1%, S. 335):
Orgyia ©:
sonostigma F. (SS4) Ziemlich verbreitet, aber selten in
2 Generationen, F im Juni und August, September.
L. Nicht häufig, Harth, Beucha, Königshain, Hai-
nichen s,. Rosswein, Leisnig, Döbeln.
D. Selten ‘bei Dresden, Saubachtal, Gabelgrund,
Auer, Rabenauer Grund, Dippoldiswalde, Freiberg.
B Verbreitet, aber selten, Quoos, Strehla, Seifhen-
nersdorf, Kottmar, Rachlau, Kamenz.
C. Zerstreut bei Chemnitz, Zschopau, Schneeberg,
Elsterberg. i
R überwintert, bis Mai und im Juli auf Laubholz,
besonders Salweide. Eiche und Sehlehe zu finden.
antiqua L. (8856) Im ganzen Lande gemein in 2—3 Ge-
nerationen, manchmal schädlich. das Ei überwintert.
Bei Werdau 1505 so häufig, dass Fichtenäste kahl-
gefressen wurden, sogar Waldgras wurde nicht verschont
(Wolf).
Lit.: von Berg, Vorkommen des Aprikosenspinners
im Hospitalwalde bei Freiberg im Jahrbuch der Akademie
zu Tharandt, 12. Band, Eeipzig 1857, 5. 240 24%.
Dasychira Stph.
selenitiea Esp. (900) Ist bisher nur im Werdauer Wald,
und zwar die R zu Hunderten gefunden worden, der Falter
seltener (Wolf).
fascelina L. (904) Verbreitet und nicht selten, F im Juni,
Juli. |
L. Periodisch nicht selten bei Leipzig, Harth, Leisnig.
D. Nicht selten bei Dresden, Wilder Mann, Friede-
wald, Weisser Hirsch, Freiberg.
B. Verbreitet und nicht selten in der Lausitz, bei
Seifhennersdorf, Kamenz.
C. Selten bei Chemnitz, Harthau. Zeisigwald, Zscho-
pau, Annaberg, Schneeberg, Zwickau, Werdau (R 1539
sehr häufig an Alchemilla vulgaris), Plauen.
u |
Oo
R von Herbst bis Mai an Weiden und niederen Pflan-
zen, in der Dresdner Gegend besonders am Besenginster
(manchmal häufig), an Himbeeren (Pöhlberg bei Anna-
berg), Meissner Sammler beobachteten, dass die R gemein-
schaftlich im Mooslager überwinterten, Zucht nicht leicht.
abietis Schiff. (90%) Ist bisher an wenigen Orten gefun-
den worden und sehr selten im Juni, Juli. im Leipziger
(rebiet fehlend.
D. Selten in der Dresdner Heide.
B. Schilde fand einmal die R bei Neusalza.
C. Im Werdauer Wald selten (Wolf und Gerber).
R bis Mai an Fichten, Zucht schwer, Riedel überwinter-
te die R zwischen Doppelfenster mit gutem Erfolg (70%).
pudibunda EL. (908) Ist überall verbreitet und häufig, der
Falter im Mai bis Juli.
L. Häufig bei Leipzig, Leina,- Zwenkau, Döbeln,
Hainichen, Leisnig, Rosswein.
D. Häufig bei Dresden, Meissen, Wilsdruff, Dippol-
diswalde, Sächs. Schweiz, Frauenstein, Freiberg n h.
B. In der Lausitz häufig, auch bei Kamenz.
C. Uberall bei Chemnitz, Zschopau, Annaberg ein-
zeln, Schneeberg, Zwickau, Lengenfeld, Werdau g, Russ-
dorf und Limbach, Plauen, Elsterberg.
R fanden Zeidler u. Schütze auch auf Wallnussbäumen.
ab. concolor Stgr. Reichert in Leipzig zog vor
ce. 50 Jahren einen Falter aus einer daselbst gefundenen R.
Buproetis .Hlb.
chrysorrhoea L. (913) Ist überall häufig, die R gefürchtet
als Obstbaumschädling, aber durch energische Vernich-
tung der Raupennester in letzter Zeit wohl selten noch
schädlich aufgetreten, der F im Juni bis August, Meiss-
ner Sammler beobachteten die Falter noch im Oktober,
geht gern an Licht.
L. Gemein bei Leipzig (eine gelb-bräunliche Aber-
ration wurde bei Grimma von Gerber gefangen, (Taf. II,
Fig. 1), Hainichen h, Leisnig, Rosswein s, Döbeln.
D. Bei Dresden (in letzter Zeit nicht häufig), Meissen,
Wilsdruff, Dippoldiswalde, Freiberg.
B. Nicht häufig in der Lausitz, z. B. Seifhenners-
dorf, Kamenz h.
C. Häufig bei Chemnitz, Zschopau, Annaberg ein-
zeln, Zwiekau, Limbach, Plauen, Werdau s.
R in Nestern gemeinschaftlich überwinternd auf
Obstbhäumen und Weissdorn bis Mai.
Porthesia Stph.
similis Fuessl. (919) Überall im ganzen Lande häufig
im Juni bis August, fliegt gern ans Licht.
R auf Obsthäumen bis Mai, überwintert einzeln unter
der Rinde.
Arctornis Germ.
L. nigrum M. (925) Wenig verbreitet und selten, F im
Juni und Juli.
L. Ziemlich selten bei Leipzig, im Universitäts-
holz, Harth, Leina, bei Lausigk, Geithain, Leisnig, Hai-
nichen, Rosswein.
D. Selten (Wernicke).
B. Verbreitet, im Oberlande nicht selten nach
Möschler, bei Rachlau einigemal von Schütze gefangen,
einmal bei Spremberg von Kasper.
C. Sehr selten bei Chemnitz, Schönau, Bernsdorf,
Lunzenau.
SblPpmeBIa VVv. - ur.
salieis L. (925) Überall verbreitet und ziemlich gemein,
F im Juni, Juli.
L. Gemein bei Leipzig (melanistische Exemplare
wurden mehrfach erzogen), Döbeln, Hainichen, Leisnig.
B. Verbreitet in der Lausitz, in der Ebene häufiger,
Seifhennersdorf g, Spremberg n h, Kamenz n h.
C. Uberall gemein, Chemnitz, Zschopau, Annaberg
(manche Jahre gemein), Schneeberg, Zwickau, Lengen-
feld, Werdau, Plauen, Elsterberg, Bad Elster.
>)
Dymantriar Flb.
dispar L. (929) Ist in der Ebene fast überall häufig, im
Gebirge selten, im Juli.
Menzel und Steinert erzogen je einen Zwitter (Iris,
Bd. V,S. 415), Schütze erzog 4 Zwitter (Iris, Bd. IX, S. 336).
L. Gemein bei Leipzig, Döbeln, Rosswein s, fehlt
bei Hainichen (Irmscher).
D. Häufig, oft schädlich, bei Dresden, Meissen,
Wilsdruff, Dippoldiswalde, Freiberg s, Frauenstein.
B. In der Ebene häufiger als im Gebirge, Seifhen-
nersdorf n h, Kamenz.
C. Selten bei Chemnitz (Schlossteich), Lichtenwalde,
Zschopau s, Annaberg einzeln, Schneeberg, Zwickau,
Werdau und Plauen s.
Lit.: Schäffer, Nachricht von einer Raupe, so etliche
Jahre her an manchen Orten in Sachsen vielen Schaden
gethan, nebst einigen aus der Natur dieser Raupe herge-
leiteten Vorschlägen, solche am leichtesten zu verringern
und auszurotten. Regensburg 1752.
Schäffer, der wunderbare und vielleicht in der Natur
noch nie erschienene Eulenzwitter nebst der Baumraupe,
aus welcher derselbe entstanden, und welche vor einigen
Jahren an vielen Orten Sachsens grossen Schaden gethan
hat, beschrieben und mit einigen auf die Natur dieser
Raupe sich gründenden Vorschlägen, sie am leichtesten
zu verringern und am sichersten auszurotten, begleitet.
Nebst einer Kupfertafel mit ausgemalten Abbildungen,
Regensburg 1761.
monacha L. (931) Uberall häufig im Juli, August, auch
am Köder zu fangen.
L. Häufig bei Leipzig, Dahlen, Döbeln, Leisnig,
Hainichen, Rosswein, Frohburg.
D. Häufig bei Dresden, Meissen, Wilsdruff, Freiberg,
Frauenstein.
B. Uberall häufig, in schädlicher Menge niemals
beobachtet {Schütze), Zittau, Kamenz.
C. Nicht häufig bei Chemnitz: Zeisigwald, Zschopau,
Annaberg n s, Schneeberg, Schwarzenberg, Werdau,
Reichenbach, Plauen, Bad Elster.
60
ab. nigra Frr. Unter der Stammart, Leipzig, Dresden.
ab. eremita OÖ. Ziemlich selten unter der Stamm-
art, mehr durch Zucht zu erhalten, so mit Weissdorn
(A. Schneider), mit Lärche (Fleischer). Bei Leipzig, Hai-
nichen, Leisnig, Dresden, Meissen, Freiberg, Bautzen,
Zittau, Kamenz, Chemnitz, Annaberg, Werdau, Plauen.
Die Nonne ist in Sachsen vielfach schädlich aufge-
treten:
Vernichtung eines Raines im Pausaer Amtsbezirk in
Linker: Der besorgte Forstmann, 1. Bd., Weimar, 1798,
3.1210:
„Die Nonnen im Walde und ihre Schwestern“ von Garl-
Zopf, Leipzig 1798 (Verwüstung der Nadelwälder im
Voigtlande).
Referat über den Raupenfrass im Gohrischer Forstrevier
in den Jahren 1877—79 von Roch im Tharandter forst-
liehen Jahrbuch, 30. Band, Dresden 1880, S. 312—21.
Ferner trat die Nonne in neuerer Zeit schädlich auf
im Zellwald bei Reichenbach, (D. N.,* 20. VIII. 1892),
Rosswein (D. N., 20. VII. 1893), Rabensteiner Forst (D. N.,
27. VIII 1892), Reinhardsdorfer Revier (D. N., 1. IX. 1892),
Kottmar bei Löbau (D. N., 6. IX. 1892), Fischbacher Forst
und Seeligstadt (D. N. 18. IX. 1892), Dahlen (D. A.,** 8. IX.
1592), Dresdner Heide (D. N., 21. IH. 1895), Frohburg (D.
A., 29. VIEH. 1893), Schwarzenberg (D. A., 4. IX. 183),
Voigtland (D. A. 14. VI. 1895).
Ocneria Hk:
detrita Esp. (938) Ist nur im Leipziger (rebiet verbreitet,
F im Juli, nieht alle Jahre, die Raupe manchmal häufig
an Jungen Eichen.
L. Harth, Beucha, Universitätsholz, Bienitz, Gross-
Steinberg, Königshain, Lausigk (Kleinbardauer Wald) nh,
Leisnig.
C. Selten im Zeisigwald.
Schwoerer in Leipzig zog ein albinistisches Exemplar.
Lit.: Raupenfrass des Zwenkauer Reviers von Ju-
deich im Tharandter forstl. Jahrbuch, 27. Band, 1877,
EN )v )O
SI Sl
* Dresdner Nachrichten. ** Dresdner Anzeiger.
61
Lasiocampidae.
Malacosoma Auriv.
neustria L. (956) Ist überall im Lande häufig, F im Juli.
L. Gemein bei Leipzig, Hainichen, Leisnig, Rosswein.
D. Häufig bei Dresden, Meissen, Wilsdruff, Dippol-
diswalde, Freiberg s.
B. Gemein in der Lausitz, Spremberg, Kamenz n s.
C. Manche Jahre häufig bei Chemnitz, (1559 die R
schädlich an Obstpflanzungen), Zschopau, Annaberg z h,
Schneeberg, Zwickau, Werdau n h, Plauen, Bad Elster.
R auch an Espe und Eiche (Pabst).
PrichiuraStph.
erataegi L. (960) Ist ziemlich verbreitet, aber meist selten
im August bis Oktober.
L. Nicht häufig bei Leipzig: Heiterer Blick, Kohlen-
berg, Bienitz, Leisnig, Hainichen n h.
D. Selten bei Dresden: Waldsehlösschen. Rabenauer
Grund.
B. Verbreitet, aber selten in der Lausitz, Löbau n s.
C. Nicht selten bei Chemnitz, Oberliehtenau, Liehten-
walde, Sechsruten, Werdau s.
Poecilocampa Stph.
populi L. (962) Ist verbreitet und nieht selten im Oktober
und November.
L. Nicht selten bei Leipzig, Brandis, Königshain,
Hainichen, Leisnig, Lausigk (Flössberger Wald).
D. Verbreitet, Loschwitz, Lössnitz, Niederau, Meissen,
r at . 7
Zschoner- und Rabenauer Grund, Dohna, Pirna, Freiberg.
B. Nicht selten in der Lausitz, z. B. Seifhenners-
dorf, Spremberg.
C. Überall, aber selten, bei Chemnitz, Zschopau,
Annaberg, Schneeberg, Johanngeorgenstadt, Russdorf und
Limbach, Werdau, Plauen.
ab. albomarginata Heyne
ab. albescens Heyne
1900, 1. und 2. Heft: Diese albinistischen Aberrationen
wurden in Leipzig mehrfach erzogen (Doberenz, E. Füge,
Sauermann).
| Berlin. Entom. Zeitsch.
Eriogaster Germ.
rimicola Hb. (965) Wird nur im Leipziger Gebiet und
ziemlich selten im Herbst gefunden, bei Naunhof (1594
häufig), Lauterbach, Beucha, Leina. Schwoerer daselbst
erzog 1894 einen Zwitter. Auch im Werdauer Wald sehr
selten gefunden.
Die R auf Eiche, in der Jugend gesellschaftlich.
catax L. (964) Bei Frohburg und Geithain nicht selten
(Pabst).
lanestris L. (965) Ist überall verbreitet aber nicht häufig,
F im Herbst und Frühjahr.
L. Nicht häufig bei Leipzig, Hohburg, Leina, Leis-
nig, Hainichen.
D. Nicht überall, bei Dresden, Langebrück, Tän-
nichtgrund, Moritzburg, Freiberg.
B. In der Ebene häufiger als im Gebirge, z. B.
Spremberg, bei Seifhennersdorf und Kamenz gemein.
C. Vereinzelt bei Chemnitz, Zschopau, Flöha, Wer-
dau n h, Plauen h, Bad Elster.
Lasiocampa Schrk.
quereus L. (90) Ist überall häufig im Juli, August, im
Gebirge nochmalige Uberwinterung als Puppe.
L. Häufig bei Leipzig, Zwenkau, Lausigk, Haini-
chen, Leisnig, Rosswein n s.
D. Häufig bei Dresden Meissen, Wilsdruff, Pirna,
Dippoldiswalde, Freiberg s, Frauenstein.
B. Verbreitet und ziemlich häufig in der Lausitz,
z. B. Seifhennersdorf, Oybin, bei Kamenz n h.
C. Überall gemein bei Chemnitz, Zschopau, Anna-
berg, Schneeberg, Zwickau, Russdorf und Limbach, Lengen-
feld, Werdau, Plauen, Elsterberg, Bad Elster.
ab. callunae Palm. Im höheren Gebirge, z. B. bei
Reitzenhain.
Lit.: Schopfer, Aberration bei Dresden gefangen,
in Deutsche Ent. Zeitschr. Iris, 1896, S. 320.
trifolii Esp. (976) Ist im Flachlande verbreitet, aber
ziemlich selten, mehr in Heidegegenden, im Juli, August.
L. Manche Jahre häufig bei Leipzig (E. Müller er-
zog 1894 einen Zwitter), R in der Leina häufig auf Klee-
feldern, Brandis h, Lausigk h.
D. Nicht selten b. Dresden, Meissen, Riesa, Freiberg.
B. Selten in der Lausitz, nur in der Heide bei Lö-
miehau. Leiehnam, Kamenz.
C. Ziemlich selten bei Chemnitz, Burgstädt, Werdau,
Plauen h.
ab. medicaginis Bkh. Unter der Stammart, z. B.
bei Dresden.
Macrothylacıa Rbr.
rubi L. (982) Ist im ganzen Lande bis ins höchste Ge-
birge (Annaberg, Johanngeorgenstadt), häufig.
Die R im Herbst gemein, im Frühjahr weniger zu
finden, fressen mit Vorliebe getrocknete grüne Buchen-
und Birkenblätter. Zucht schwer, Uberwinterung nur im
Freien mit Erfolg.
Cosmotriche Hk.
potatoria L. (990) Ist sehr verbreitet und meist häufig,
F im Juli, August.
L. Nicht selten bei Leipzig, Connewitz, Lausigk h,
Rochsburg s h, Burgstädt, Hainichen h, Leisnig, Ross-
wein g, Döbeln h.
D. Nicht selten in Waldtälern bei Dresden, Wils-
druff, Berggieshübel, Freiberg, Frauenstein.
B. Gemein in der Lausitz, auch bei Kamenz.
C. Überall, manche Jahre sehr häufig, Chemnitz
(Küchwald), Einsiedel, Zschopau, Annaberg (einzeln),
Schneeberg, Lengenfeld, Zwiekau, Russdorf und Limbach,
Werdau, Plauen, Elsterberg.
64
Selenephera R®%r.
lunigera Esp. (99) Kommt nur im westlichen Sachsen
vor und überall sehr selten im Mai.
L. 1901 wurden mehrere Gespinnste bei Lausigk
und Frohburg gefunden (E. Müller).
D. Sehr selten im Friedewald, Rabenauer Grund.
Ullersdorf, Gabelgrund, Gypshügel, Uttewalder Grund,
Freiberg.
C. Selten bei Werdau.
Die R von Oktober bis Juni.
ab. lobulina Esp. Die R wurde gefunden im Ober-
holz und Liebertwolkwitz bei Leipzig. Bei Chemnitz ver-
breitet, aber selten, Zschopau. Annaberg (einmal am Pöhl-
berg), Schneeberg, Werdauer Wald, Bad Elster.
Nach Pabst (Gubener Ent. Z., VII Jahrg., No. 27
und Kranchers-Ent. Jahrbuch für 1898, S. 182) ist die R
Ende August bis September bei Chemnitz erwachsen,
Verpuppung im Herbst, Anfang Mai Falter — Dunkle
lobulina (als Stammform!). In anderen Gegenden (wär-
mere Niederung) ist noch eine Sommergeneration einge-
schoben (helle lunigera): R überwintern klein, erwach-
sen im Juni, Falter im August. Diese Sommergeneration
ergibt auch teilweise dunkle lobulina (Atavismus). In
manchen Gegenden sind beide Formen gemischt. Im
Herbst 1596 wurde in Ohemnitz eine grössere Anzahl lo-
bhulina-R gefunden, die ausnahmsweise als Raupe über-
winterten und im Mai die dunkle lobulina lieferten.
Erpienapterz Rbr.
ilicifolia L. (994) Ist wenig verbreitet und sehr selten
im Mai.
L. Sehr selten bei Leipzig im Universitätsholz,
Machern, Wurzen. Ochsenheimer schreibt 1810 (II. Bd.,
S. 241. Anm.): In Leipzig wird die R fast jährlich zu Hun-
derten von den Landleuten, welche Heidelbeeren suchen,
mit diesen zum Verkaufe auf den Markt gebracht.
D. Sehr selten bei Dresden, Bärwalde, Meissen,
Sächs. Schweiz.
65
B. In Piskowitz bei Kamenz wurde von Zieschank
die R auf Espe gefunden.
C. Sehr selten bei Chemnitz, Liehtenwalde, Werdau.
tremulifolia Hb. (995) Verbreitet und nicht selten im Mai.
L. Nicht selten bei Leipzig, Lausigk, (Otterwisch),
Hainichen (Stadtpark), Leisnig.
D. Nicht selten in der Dresdner Heide, Loschwitz,
Mügeln b. Pirna, Spitzgrund, Meissen, Hainsberg, Freiberg s.
B. Verbreitet und ziemlich selten in der Lausitz,
Seifhennersdorf, Spremberg, Cunewalde, auch bei Kamenz.
C. Ziemlich selten, Zeisigwald b. Chemnitz, Zscho-
pau, Annaberg einzeln, Schneeberg, Lengenfeld, Zwickau,
Werdauer Wald (R 1872 sehr häufig), Plauen s.
R wurde auch auf Fraxinus und Apfelbäumen ge-
funden.
Gastropacha ©.
quereifolia L. (998) Überall verbreitet, nicht selten, F.
im Juli, August.
L. Nicht selten bei Leipzig, Königshain, Lausigk h,
Hainichen n h, Leisnig, Rosswein n s.
D. Überall bei Dresden, Meissen, Wilsdruff, Pirna,
Xönigstein, Dippoldis ‚ Freiberg
Königstein, Dippoldiswalde, Freiberg n h
B. In der Lausitz verbreitet und nicht selten, z. B.
Seifhennersdorf, Spremberg, Cunewalde, Kamenz n h.
C. Bei Chemnitz manche Jahre sehr häufig, Zeisig-
wald, Niederwiesa, Zschopau, Annaberg s, Schneeberg,
Lengenfeld, Russdorf und Limbach, Werdau n h, Plauen,
Elsterberg, Bad Elster.
R auch auf Weide und Eberesche.
ab. alnifolia O.: Mehrfach dureh Zucht (mit Eber-
esche) erhalten.
populifolia Esp. (999) Wenig verbreitet und sehr selten,
F im Juni, Juli.
L. Selten bei Leipzig, Beucha, Machern, Oelzschau,
in der Leina,-bei Brandis, Lausigk (bei Otterwisch).
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1905.
66
D. Sehr selten bei Dresden, Tharandt, Triebisch-
tal bei Meissen.
B. Sehr selten, Herrnhut, Seifhennersdorf u. Stiebitz.
C. Sehr selten bei Chemnitz, Sechsruten, im Wer-
dauer Wald.
Odonestis Germ.
pruni L. (1000) Verbreitet, aber ziemlich selten, F im
Juli August, oft am Licht.
L. Ziemlich selten bei Leipzig, Frohburg, Rosswein.
D. Ziemlich verbreitet, aber selten, Sürssengrund,
Rabenauer Grund, Blasewitz, Loschwitz, Priessnitzgrund,
Wilder Mann, Auer, Moritzburg, Weinböhla, Wilsdruff,
Freiberg.
B. Selten in der Lausitz, Rachlau, Kleinwelka, Herrn-
hut, Löbau, Neschwitz, Ratibor, Bautzen, Kamenz.
C. Sehr selten bei Chemnitz, Zwickau, Werdau,
Schneeberg, Plauen.
R auch auf Hainbuchen und Rosen gefunden.
Dendrollmus Germ.
pini L. (1001) In der Ebene verbreitet, nur manche
Jahre häufig, sonst vereinzelt, F im Juni bis August.
L. Manche Jahre häufig, Königshain, Harth, Leis-
nie, Rosswein, Hainichen.
D. Nicht häufig bei Dresden. in den letzten Jahren ver-
einzelt, bei Meissen, Nossen, bei Zeithain 1883 verheerend,
Grossenhain, Freiberg s.
B. Verbreitet und nicht selten in der Lausitz, in
der Heide manchmal gemein, Kottmar, Seifhennersdorf n.h.
C. Vereinzelt bei Chemnitz, Ottendorf, Wittgens-
dorf, Zschopau, Limbach, Schneeberg, Annaberg (1 mal),
Werdau und Plauen n h, Bad Elster.
Lit.: Scheuereck F. A., Beschreibung des den Kie-
fernwäldern schädlichen Kiefern- oder Föhrenspinners,
Ph. B. pini Lin., nebst dessen Abbild. in: Magazin für
das Jagd- und Forstwesen, 2. Band, 1. Heft, Leipzig,
S. 23—26 (R in Leipzig auch an Weymuthskiefer).
67
Dietrich: Zwei Raupenkalamitäten der Gohrischer
Heide bei Grossenhain in: Tharandter forstwirtschaftl.
Jahrbuch, 4. Band, Dresden und Leipzig 1547, S. 112—120.
Endromididae.
Endromis ©.
versicolora L. (1014) Verbreitet und nicht selten in Bir-
kenwäldern, im April.
L. Ziemlich häufig bei Leipzig, in der Leina, Harth,
Universitätsholz, bei Machern, Beucha, Lausigk, Haini-
chen, Leisnig, Rosswein.
D. Verbreitet bei Dresden, in der Heide, Lindenau,
Auer, Bärwalde, Rabenauer Grund, Windberg, Dippoldis-
walde, Freiberg s.
B. Verbreitet und nicht selten in der Lausitz, Seif-
hennersdorf, Spremberg, Oybin, Kamenz.
C. Zerstreut bei Chemnitz: Küch- und Zeisigwald,
Hilbersdorfer Steinbrüche, Pelzmühle, Sechsruten, Otten-
dorf, Liehtenwalde, Zschopau, Zwickau, Lengenfeld, Schnee-
berg, Russdorf und Limbach, Werdau (1591 h), Plauen.
Lit.: E.v. in den Schwanenteichanlagen in Zwickau
gef., im Jahrbuch des Vereins für Naturkunde zu Zwickau
SSLAD. X.
Lemoniidae.
Lemonia Hb.
taraxaei Esp. (1015) Ist nur gefangen worden von
Möschler einmal bei Strahwalde bei Herrnhut und in
Schöneck i. V. 1902 2 & von Dorn. In Plauen i.V. ein
Falter an einer Laterne, 1904 von Schweitzer.
dumi L. (1020) Ist wenig verbreitet und selten, F im
September, Oktober.
L. Bei Leipzig vereinzelt, Naunhof, Harth, auch bei
Penig.
D. Sehr selten in der Meissner Gegend, Spitzgrund,
Weinböhla, Jahnatal, Keilbusch, Rehbock.
b*F
68
B. Verbreitet, aber selten bei Rachlau, Eibau,
Bautzen, Kamenz.
R wurde auch in der Mittagssonne fressend gefunden.
Saturniidae.
Saturnia Schrk.
pavonia L. (1037) Verbreitet und nicht selten im April, Mai.
L. Nicht selten bei Leipzig, Harth, Beucha, Oelz-
schau, Leina, Rochsburg, Königshain h, Brandis h, Lau-.
sigk h, Hainichen, Leisnig, Rosswein.
D. Nicht selten bei Dresden, Meissen, Nossen, Co-
pitzer Wald, Dippoldiswalde, Freiberg, Frauenstein und
Geising.
B. Überall nicht selten in der Lausitz, z. B. Sprem-
berg, Seifhennersdorf, Kamenz.
C. Nicht häufig bei Chemnitz, Zeisigwald, Zscho-
yau, Annaberg, Schneeberg, Russdorf und Limbach,
I o} o° I
Werdau g, Plauen, Bad Elster, Johanngeorgenstadt.
R auch auf Brom- und Himbeeren, Weiden, wilder
Kirsche und Eberesche, Puppen liegen manchmal 2 Jahre.
Aglia ©.
tau L. (1039) Verbreitet, in Buchenwäldern ziemlich
häufig, F im April bis Mai.
L. Häufig bei Leipzig, Leina, Luckaer- und Kam-
merforst, Dornreichenbach, Mittweida, Burgstädt, Rochs-
burg, Lausigk (Kaisershain), Hainichen, Leisnig.
D. Verbreitet, Fischhaus, Mord- und Priessnitzgrund,
Hainsberg, Tharandt, Wilsdruff, Nossen s, Grosser Win-
terberg, Freiberg s, Frauenstein.
B. Im Oberlande nicht selten, häufigan der Lausche
und am Valtenberg, am Kottmar, im Neissetal, bei Sprem-
berg und Kamenz.
C. Nicht häufig bei Chemnitz, Zeisigwald, Erd-
mannsdorf, Hennersdorf, Zschopau, Olbernhau, Werdau g.
69
(Eine schöne © Ab. wurde hier 1898 gefangen (Taf. I.
Fig. 4.)
R auch auf Eberesche und einmal am Haselstrauch
(Schütze).
Drepanidae.
Drepana Schrk.
faleataria L. (1047). Verbreitet, überall häufig in 2 Ge-
nerationen, F im April bis Mai und im August.
L. Häufig bei Leipzig, Brandis, Lausigk, Hainichen,
Leisnig, Rosswein.
D. Häufig bei Dresden, Meissen, Wilsdruff, Dippol-
diswalde, Freiberg, Frauenstein.
B. Gemein in der Lausitz und Kamenz.
C. Gemein bei Chemnitz, Zschopau, Zwickau, Len-
genfeld, Russdorf und Limbach, Werdau, Schneeberg,
Plauen n h.
curvatula Bkh. (1048) Ist wenig verbreitet und meist
selten in 2 Generationen, F im April, Mai und Juli, August.
L. Nicht häufig bei Leipzig, in der Leina, bei Lau-
£ fe) fe)
sigk h.
D. Ziemlich selten im Lössnitzgrund, Spitzgrund,
Weinböhla, Zscehoner Grund.
B. Sehr selten in der Lausitz, Neschwitz, Seifhen-
nersdorf.
C. Selten. (Pabst).
harpagula Esp. (1050) Nicht selten bei Leipzig in 2
Generationen, F im Mai und Juli, August, in der Leina,
Harth, Kammerforst. Das Vorkommen wird nur noch be-
richtet von Plauen i. V. (Schweitzer).
lacertinaria L. (1051) Verbreitet und häufig in 2 Gene-
rationen, F im Mai und August.
L. Häufig bei Leipzig, Brandis, Lausigk, Hainichen
und Leisnig.
D. Häufig bei Dresden und Meissen, bei Freiberg s. .
o° o°
70
B. Verbreitet und nicht selten ‘in der Lausitz, bei
Kamenz h.
C. Häufig bei Chemnitz, Zschopau, Zwickau, Len-
gsenfeld, Schneeberg, Werdaunh, Limbach, Plauen, Bram-
bach bei Elster.
binaria Hufn. (1052) Verbreitet, aber einzeln in 2 Ge-
nerationen, Fim Mai und Juli, August.
L. Nicht häufig bei Leipzig, Harth, Connewitz,
Beucha, Hainichen, Rosswein.
D. Einzeln bei Dresden, Priessnitzgrund, Grosser
Garten, Losehwitz, Plauenscher Grund, Pillnitz, Cottaer
Spitzberg, Lössnitz, Spitzgrund, Wilsdruff, Freiberg s.
B. Verbreitet, nicht häufig bei Neschwitz, Czerne-
boh, Bautzen, Kamenz.
C. Selten bei Chemnitz, Sechsruten, Schlosswald.
bei Zwickau, Werdau g.
cultraria F. (1053) Verbreitet, aber ziemlich selten in
Buchenwaldungen in 2 Generationen, F im Mai und Juli,
August.
L. Ziemlich selten bei Leipzig, Beucha, Leina, Harth,
Rochlitzer Berg, Leisnig, Rosswein.
D. Nicht selten am Fischhaus, bei Tharandt, Hains-
berg, Wilsdruff, Sächs. Schweiz.
B. Verbreitet in Laubgehölzen des Oberlandes
(Schütze fing 1 Falter noch am 20. Oktober).
C. Ziemlich selten bei Chemnitz, Zeisigwald, Zscho-
pau, Werdau n h.
Gil Kesch:
glaucata Se. (1057) Verbreitet und nicht selten in2 Ge-
nerationen, F im Mai und August.
L. Nicht selten bei Leipzig, Brandis h, Lausigk
(Kaisershain), Leisnig.
D. Bei Hainsberg, Loschwitz, Potschappel, Zscho-
ner Grund, Moritzburg, Weinböhla, Triebischtal, Freiberg s.
B. Verbreitet und ziemlich häufig in der Lausitz.
C. Selten bei Chemnitz, Werdau und Plauen.
71
Noctuidae.
A. Acronyctinae.
Panthea Hb.
coenobita Esp. (10654) Verbreitet von Mai bis Juli, jedoch
nicht überall. Diese schöne Eule gilt längst schon als
Spezialität der Chemnitzer Fauna, wohl deshalb, weil
die dortigen Sammler es bisher am besten verstanden
haben, den F fast alljährlich in grösserer Anzahl zu fin-
den, darunter auch selten eine abweichende Spielart mit
weissem Oberflügelrande und breiter schwarzer Mittel-
binde.
L. Zerstreut, Oberholz, Belgershain, Leubnitz, Leis-
nie, Rosswein.
D. Ziemlich selten, Dresdner Heide, Döhlen, Rabe-
nauer Grund, Tharandt, Meissen, Friedewald, Freiberg,
Kleiner Bärenstein, Sächs. Schweiz.
B. Selten in Bergwäldern, Seifhennersdorf, Gzerne-
boh, Löbau, Neusalza, Oybin.
C. Ziemlich häufig, Zeisigwald, Sechsruten, Küch-
wald, Rabensteiner Wald, Zschopau n s, Olbernhau,
Zwickau, Annaberg s, Werdauer Wald gemein, Lengen-
feld, Plauen.
Lit.: Schmidt, Über P. ec. bei Chemnitz in Stettiner
Ent. Zeitschr., 40. Bd., 1879, S. 109. Pabst, Entwick-
lungsgeschichte im Korrespondenzblatt des Ent. Vereins
In130,1837,:8. 115,
Trichosea Grote.
ludifiea L. (1065) Im Mai bis Juli selten, mehr im Erz-
gebirge heimisch.
D. In Dresden-Friedrichstadt einmal gefunden,
bei Freiberg, Kipsdorf, Geising, Deutsch-Einsiedel.
B. Selten Herrnhut (1 R), Seifhennersdorf, in Nieder-
Friedersdorf bei Neusalza 1 F erzogen.
C. Zschopauer Chaussee in Chemnitz, Hohenstein,
Olbernhau. Annaberg, Reitzenhain-Moldau, Plauen.
Diphtera Hip.
alpium Osb. (1069) (orion Esp.) Mai bis Juni verbreitet
und nicht selten.
L. Leipzig, Brandis, Lauterbach-Steinbach n s,
Lausigk, in der Leina, bei Rosswein.
D. Saubachtal, Lössnitzgrund, Spitzgrund, Dippels-
dorf, Okrilla, Meissen, Frauenstein, Einsiedel.
B. Rachlau, Quoos häufig, Neschwitz, Zescha, Neu-
salza, Valtenberg, Kamenz und Löbau.
{e
C. Chemnitz: Küchwald, Zeisigwald, Schlosswald,
Sechsruten, Werdau n s, Schneeberg.
Demas stph:
coryli L. (1073) Im Mai bis Juli verbreitet und nicht
selten.
L. Beucha, Oelzschau, Connewitzer Holz, Harth
n s, Brandis, Lausigk, Rochsburg, Leisnig, Rosswein.
D. Nicht selten, Dresdner Heide, Bahnwiese, Spitz-
grund, Meissen, Saubachtal, Deuben, Tharandt, Freiberg.
B. Nicht häufig, Bautzen, Lömischau, Neusalza,
Pulsnitz, Kamenz.
C. Chemnitz: Zeisigwald. Werdau, Elsterbere.
oO oO
Acronicta O.
leporina L. (1074) Mai bis August in 2 Generationen.
L. Ziemlich häufig, Harth, Oelzschau, Beucha, Hoh-
burg, Lausigk, Rosswein, Leisnig.
D. Häufig, Tolkewitz, Dresdner Heide, Wilder Mann,
Lössnitz, Meissen, Deuben, Freiberg.
B. Häufig, Bautzen, Löbau, Niedereunnersdorf, Neu-
salza, Kamenz.
C. Nicht selten, Schlosswald b. Chemnitz, Werdau,
Lengenfeld, Schneeberg, Annaberg, Plauen, Elsterberg.
13
v. bradyporina Tr. (Vorderflügel graubestäubt).
1 Stück im Spitzgrund bei Dresden gefangen (Seiler).
aceris L. (1076) Im Mai bis Juli überall häufig im gan-
zen Lande.
ab. candelisequa Esp. (Sehr dunkel gefärbt).
1 Stück im Schlosswald bei Chemnitz gefangen (Entom.
Verein II).
megacephala F. (1081) Im Mai bis Juli überall nicht selten
bis häufig im ganzen Lande.
alni L. (1082) Im Mai und Juni sehr selten.
L. Kohlenberg, Ammelshain, Machern, Leina.
D. Baumwiese, Priessnitzgrund, Meissen, Wilsdruff.
B. R einmal bei Herrnhut (Möschler).
C. Nach Pabst bei Chemnitz, bei Limbach zweimal
die R gefunden (Ernst jr.).
R auf Erle, die Puppe in vermoderten Erlen-
stümpfen (Seiler).
ab. steinerti Casp. Eine melanistische Form, die
hier als Zuchtergebnis mit angeführt sei (Steinert: Iris,
BORN] S.0099):
strigosa F. (1084) Sehr selten im Mai.
D. Früher bei Meissen von Nagel und neuerdings
bei Coswig 1 Stück von Müller gefangen.
B. Einzeln bei Zittau (Möschler).
C. Oberes Voigtland (Schweitzer).
R auf Weissdorn gefunden.
tridens Schiff. (1089) Mai bis September in 2 Gene-
rationen, nicht häufig.
L. Bei Leipzig n s, Lausigk.
D. Grosser Garten und Heide bei Dresden, Saubach-
tal, Lössnitz, Meissen.
B. Bautzen. Niederkunnersdorf, Neusalza, Kamenz.
C. Ebersdorf, Neukirchen, Zwickau, Annaberg.
74
psi L. (1090) Verbreitet und gemein im ganzen Lande
vom Mai bis August in 2 Generationen.
euspis Hb. (1091) Im Mai, Juni sehr selten.
L. Bei Leipzig (Speyer).
D. Meissen, Coswig.
C. Sehr selten bei Chemnitz (Pabst).
auricoma F. (1097) Im Mai bis August in 2 Generationen,
nicht selten.
L. Nicht häufig bei Leipzig, Leisnig, Hainichen.
D. Nicht selten, Räcknitz, Lössnitz, Friedewald,
Meissen, Deuben, Wilsdruff, Freiberg.
B. Selten, Bautzen, Kamenz.
C. Nicht selten bei Chemnitz, Limbach, Zwickau,
\Werdauer Wald, Schneeberg, Lengenfeld, Plauen, Bad
Elster.
euphorbiae F. (10985) Mai bis August nicht häufig in 2
(renerationen.
L. Bei Leipzig selten.
D. Kaitz, Döhlen, Friedewald, Coswig, Meissen
P 5 2 ) ’
Freiberg, Frauenstein.
B. Bei Bautzen s, Czerneboh, Löbau, Neusalza,
Zittau.
C. Selten, Schönau, Zwickau, Pla.ten.
v. montivaga Gn. Schilde fand eine R auf dem
Czerneboh und erzog daraus diese Varietät.
ab. euphrasiae Brahm (gelblich grau, Zeichnung
verloschen). In Zitzschewig bei Dresden ein Stück ge-
fangen (Schopfer).
abscondita Tr. (1099) Mai bis Juli, selten.
L. Wurzen (Gerber).
D. Selten, Priessnitzgrund, Friedewald, Coswig.
B. Heidegegend, Lömischau, Kommerau, Lieske
(Schütze).
15
rumieis L. (1102) Von April bis Oktober überall gemein
in 2 Generationen, sehr varliierend.
ab. salieis Curt. Nicht selten unter der Stamm-
form.
Craniophora Snell.
ligustri F. (1107) Mai bis August, überall selten.
L. Schleussig, Nonne, Zschocher, Zwenkau, Leisnig,
Königshain.
D. Meissen, Triebischtal, Weinböhla, Wilsdruff,
Freiberg.
B. Bautzen, Gross-Scehweidnitz, Löbau.
C. Bei Chemnitz, Werdau (roter Berg).
Arsilonche Ld.
albovenosa Goeze. (1118) Je ein Exemplar 15. Mai 1595
(Krieger) und 10. Juli 1895 (Fingerling) in Leipzig ge-
fangen, beide Exemplare am elektrischen Licht. Die R
wurde auf Lysimachia vulgaris am Germania-Bad (Reichert)
und an schmalblättriger Salix-Art bei Zschocher 3. Sep-
tember 1397 (Brückner) gefunden.
B. Trifinae.
Agrotis ©.
strigula Thnb. (1119) Im Juni, Juli verbreitet und nicht
selten.
L. Harth, Beucha, Oberholz, Leisnig, Hainichen,
Rosswein.
D. Dresdner Heide, Friedewald, Coswig.
B. Bautzen, Neusalza-Spremberg.
C. Chemnitz: Küch- und Zeisigwald, Sechsruten,
Schösserholz, Werdau, Lengenfeld, Plauen, Johanngeorgen-
stadt, Bad Elster.
R im Spätherbst zahlreich auf Heide, Uberwinter-
ung schwer.
16
molothina Esp. 1120) Im Juni selten. Diese Eule kann
man entschieden als Spezialität der Dresdner Fauna be-
trachten. Sie wird im Spitzgrund, Weinböhla, Coswig
manche Jahre (1589, 1904) zahlreich geködert. Auch bei
Kamenz und am Kottmar in der Lausitz gefangen.
R an Heidekraut, Überwinterung der eingesponnenen
R sehr schwer.
polygona F. (1121) Sehr selten im Juli. Vom Entomo-
logischen Verein Freiberg wird der Falter als selten dort
vorkommend angeführt.
signum F. (1122) Juni. Juli nicht häufig.
L. Selten, Lucka, Hainichen.
D. Dresdner Heide, Loschwitz, Lössnitz, Coswig,
Meissen, Triebischtal, Wilsdruff.
B. Nicht selten bei Bautzen, Klix, Lömischau, Seif-
hennersdorf, Kamenz.
C. Ziemlich selten, Liehtenwalde, ferner Zwickau
und Plauen.
Janthina Esp. (1125) Juni bis August selten.
L. Leipzig: Nonne und Rosental.
D. Sehr selten bei Meissen, (Knorre und Elbtal).
B. Abgott, Uhna (Köhler), Herrnhut, Kronförstehen
(Möschler).
C. Lichtenwalde, Altendorf (Pabst).
fimbria L. (1127) Juni bis September verbreitet und nieht
selten.
L. Rosentaler Wald, Frauendorf, Lausigk, Rosswein.
D. Kaitzer- und Plauenseher Grund, Deuben, Wils-
druff, Dippoldiswalde, Lössnitz, Coswig, Meissen.
B. Bei Bautzen, Niederkunnersdorf, Neusalza-Sprem-
berg, Kamenz.
C. Chemnitz: Scehlosswald. Liehtenwalde, Limbach.
Werdau. Plauen.
sobrina Gn. (1131) Juli bis August selten.
L. Beucha, Hainichen, Rosswein.
77
D. Dresden: Weisser Hirsch, Striesen, Wilder Mann,
Auer, Weinböhla.
B. Czerneboh, Niederkunnersdorf, Strehla, Nadel-
witz, Neusalza.
C. Chemnitz: Zeisigwald, Werdau (roter Berg).
augur F. (1136) Juni bis August im ganzen Lande ver-
breitet und mitunter häufig.
obseura Brahm (1143) Juli, August sehr selten.
L. Leipzig: Kettenbrücke am Köder fMalende).
D. Loschwitz am Köder (Schopfer), Nossen (Speyer).
B. Bei Herrnhut ein Stück gefangen (Möschler).
pronuba L. (1152) Juni bis September überall gemein im
ganzen Lande.
ab. innuba Tr. Ebenso häufig wie die Stammform.
orbona Hufn. (1153) Juli, August selten.
L. Bei Leipzig, Lindental, Harth, Wurzen (Gerber).
D. Spitzgrund, Coswig, Weinböhla.
B. Czerneboh, Abgott, Strehla, Lömischau, Kamenz
(Bernbruch).
C. Werdau (roter Berg), Elsterberg.
comes Hb. (1154) Juli, August nicht häufig.
L. Harth, Grimma, Leisnig, Rosswein, Hainichen.
D. Zitzschewig, Coswig, Meissen, Triebischtal, Frei-
B. Selten, Strehla, Rachlau, Kamenz.
C. Zwickau, Plauen.
ab. adsequa Tr. (Gleichmässig graubraun gefärbt),
selten unter der Stammart, z. B. bei Meissen.
ab. prosequa Tr. (schwarzgrau), ebenfalls selten
unter der Stammform.
castanea Esp. (1156) Im August und September nicht
selten im Friedewald bei Coswig am Köder, auch bei
Kamenz wurde sie gefangen.
R an Besenginster und Heidelbeeren im Frühjahr,
oft in Menge, Zucht schwer.
78
ab. neglecta Hb. Sehr selten unter der Stamm-
form.
triangulum Hufn. (1169) Im Juni bis August überall ver-
breitet und häufig sowohl in der Ebene als im Berglande.
baja F. (1172) Juli bis September nicht selten.
L. Harth, Beucha, Oberholz, Connewitzer Ratsholz.
D. Nicht so häufig als triangulum.
B. Verbreitet und im Oberlande meist häufig.
C. Nicht sehr häufig bei Chemnitz.
sincera H. 8. (1175) Im Juli im höchsten Rrzgebirge.
Im Juli 1900 bei Johanngeorgenstadt ein frisches & an einer
Fichte gefunden (E. Möbius).
v. rhaetica Stgr. Nur einmal von Ihle sen. bei
Einsiedel i. Erze., (auf letzteren Fund bezieht sich wohl die
Angabe im Cat. Staud.-Rbl. 1901, S. 138: Sax. (Chemnitz).
speciosa Hb. (1177) Ein Gebirgstier, welches im Juli
1900 nur in einem Stück (9) bei Schöneck i. V. durch
A. Reichert in Leipzig gefangen wurde.
candelarum Stgr. (1178) Juni, Juli, ziemlich selten.
L. Nur in Leisnig von Fleischer gefangen.
D. Nicht selten, Dresdner Heide, Spitzgrund, Frie-
dlewald, Coswig, Weinböhla, Meissen, Wilsdruft.
C. Zeisiewald, Rabensteiner Wald n h, Werdau s.
fe)
R besonders an Heidelbeeren und Ginster.
U nigrum L. (1155) Mai bis September überall gemein
in 2 Generationen.
ditrapezium Bkh. (1157) Juni, Juli verbreitet, jedoch
nicht überall häufig.
L. Bei Leipzig n h, Hainichen.
D. Nicht selten bei Dresden, Spitzgrund, Coswig,
Meissen, Freiberg.
B. Nicht selten, Strehla, Rachlau, Niederkunners-
dorf, Löbau, Seifhennersdorf, Spremberg-Neusalza, Kamenz.
G. Bei Chemnitz n s, Plauen =:
193
stigmatieca Hb. (1195) Mai bis Juli ziemlich selten.
L. Bei Grimma.
D. Loschwitz, Lössnitz, Rabenauer Grund, Meissen.
B. Abgott, Rachlau, Rotstein, Seifhennersdorf, Lö-
bau, Niederkunnersdorf.
C. Chemnitz: Liehtenwalde, Plauen.
xanfhographa F. (1197) Juli bis September häufig.
L. Rosental, Lausigk, Rosswein, Hainichen.
D. Sehr häufig, Räcknitz, Loschwitz, Lössnitz, Cos-
wig, Meissen, Freiberg.
B. Bei Bautzen, Seifhennersdorf, Rotstein, Kamenz.
C. Bei Chemnitz, Zwickau, Werdau, Plauen.
ab. cohaesa H.S. Nicht selten unter der Stamm-
art z. B. bei Coswig, Meissen.
umbrosa Hb. (1199) August, September sehr selten.
L. BeiConnewitz die R in Anzahl gefunden (Hedenus).
C. In Chemnitz aus der R erzogen von Lösche.
rubi View. (1201) Mai, Juni und August nicht selten.
L. Bei Leipzig n h, Hainichen.
D. Selten, Räcknitz, Striesen, Weisser Hirsch, Löss-
nitz, Weinböhla, Meissen, Freiberg.
B. Strehla, Seifhennersdorf, Kottmar.
C. Bei Chemnitz.
florida Schmidt (1202) Juni, Juli. Nasse Aue bei Meissen
(Lutze), bei Ohemnitz nicht selten, bei Limbach (Fischer).
R Ende April erwachsen unter abgestorbenem Grase,
in sumpfigen Schluchten oder unter faulendem Laube
feuchtgelegenen Buschwerks (Pabst).
Lit: Über A. rubi und florida: Bei Chemnitz von
Pabstin: Die Insekten-Welt, 3. Jahrg. 1886, S. 33,73 u. 86.
Tetzner: Gubener Ent. Zeitsch. Bd. 15, 1902, S. 35.
80
dahlii Hb. (1203) Juli, August sehr selten.
D. Birkenwäldchen (Röber).
B. Strehla (Köhier), Herrnhut, Kronförstchen, Seif-
hennersdorf, Eibau, Rachlau (Schütze).
brunnea F. (1205) Juni, Juli nicht selten.
L. Ratswald, Leisnig, Rosswein, Hainichen.
D. Häufig, Rabenauer Grund, Lössnitz, Meissen,
Freiberg.
B. Manche Jahre häufig, Seifhennersdorf, Neusalza-
Spremberg.
C. Bei Chemnitz n s, Werdau, Plauen, Johannge-
orgenstadt, Annaberg.
primulae Esp. (1207) (festiva Hb.) Nicht häufig im Juni.
L. Leipzig: Ratswald, Connewitz, Harth, Leisnig,
Rosswein, Hainichen.
D. Priessnitzgrund, Heide, Lössnitz, Coswig, Meissen,
Wilsdruff, Freiberg.
B. Im Bergland bei Seifhennersdorf, Oybin, ferner
bei Kamenz.
C. Bei Chemnitz n s, Zwickau, Werdauer Wald,
Plauen, Annaberg, Bad Elster.
ab. conflua Tr. Selten unter der Stammart. Dres-
den-Spitzgrund (Müller).
depuneta L. (1212) Sehr selten, nur in einigen Stücken
im August 1595 in Plauen i. V. von Hense am Köder
gefangen.
margaritacea Vill. (1215) Selten bei Meissen im August.
abends an Ballota nigra schwärmend, in letzten Jahren
in grösserer Anzahl gefangen. Ein melanistisches 5 von
Morezek daselbst am 31. VII. 1902 gefangen: (Tafel II,
Fig. 13), jetzt in Col. Seiler.
multangula Hb. (1221) Selten im Juli, August.
D. Plauenscher Grund (Bartsch), Meissen, Questen-
berg, Knorre (Zeidler).
C. Einmal in Plauen (Schweitzer).
R im Frühjahr an Labkraut auf felsigem Grunde.
S1
reetangula F. (1229) Sehr selten im Juli, August.
D. Die R sind früher von Nagel bei Spaar gefunden
5 5
worden.
B. Schütze erwähnt als Fundort Görlitz und schliesst
daraus. dass der F ebenfalls in der Bautzner Gegend
vorkommen dürfte.
euprea Hb. (1232) Am Pöhlberg bei Annaberg Anfang August
selten an den Blüten von Cirsium acaule (Junghans),
früher auch bei Grossschönau in der Lausitz (Möschler).
pleeta L. (1242) Mai bis September in 2 Generationen.
L Bei Leipzig h, Lausigk, Hainichen.
D. Nicht selten. Loschwitz, Birkenwäldehen, Räck-
nitz. Deuben. Heide. Lössnitz, Spitzgrund, Meissen, Freiberg.
B. Häufig bei Bautzen. Niederkunnersdorf, Seif-
hennersdorf, Kottmar, Neusalza.
C. Bei Chemnitz &, Werdau. Plauen, Brambach,
Annaberg.
flammatra F. (1252) Nach Schütze bei Kronförstehen in
der Lausitz einmal am 22. VII. 1864 gefangen von Möschler.
simulans Hufn. (1256) Sehr selten im Juni, Juli.
D. Meissen (Elb- und Triebischtal).
B. Strehla. Herrnhut. Strahwalde, Elstra, Rachlau,
Löbau.
C. Annaberg (Junghans).
lueipeta F. (1270) Sehr selten im Juli. August.
L. Connewitz, Beucha.
B. Löbau. Herrnhut, Seifhennersdorf.
C. Bei Chemnitz die R in den Hilbersdorfer Stein-
brüchen an Galium silvaticum gefunden (Pabst), bei
Plauen 3 Falter gefangen (Schweitzer).
foreipula Hb. (1323) Sehr selten im Juli. Nach Pabst
bei Chemnitz beobachtet.
putris L. (1346) Mai, Juni und August in 2 Generationen.
geht gern an Licht, ziemlich häufig.
L. Bei Leipzig n s, Leisnig und Rosswein.
e Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1905
D. Nicht selten, Striesen, Räcknitz, Deuben, Löss-
nitz, Meissen, Freiberg.
B. Bei Bautzen, Neusalza, Kottmar, Seifhennersdorf,
Kamenz.
C. Bei Chemnitz h, Werdau, Elsterberg u. Plauen.
cinerea Hb. (1347) Juni, Juli selten, geht gern an Licht.
L. Leipzig, Grimma, Hainichen.
D. Hainsberg, Lössnitz, Meissen-Triebischtal, Frei-
B. Bautzen, Herrnhut, Niesky. Rachlau, Blösa, Löbau.
C. Lengenfeld, Oberwiesental.
exelamationis L. (1349) Juni bis September gemein im
ganzen Lande.
nigrieans L. (1370) Juli, August selten.
L. Bei Leipzig n s, Grimma, Hainichen.
D. Spitzgrund, Friedewald, Loschwitz, Plauenscher
Grund, Meissen, Freiberg.
B. Bautzen, Ebersbach, Rachlau (1595 zahlreich).
C. Bei Chemnitz z s, Werdau, Plauen.
ab. rubricans Esp. Leipzig. Dresden (Spitzgrund)
Bautzen, Plauen.
tritiei L. (1375) Juli, August nicht selten.
L. Ratsholz. Kirschwehr, Scheibenholz n s, Leis-
nig und Rosswein.
D. Loschwitz, Räcknitz, Wilder Mann. Lössnitz,
Spitzgrund, Meissen, Freiberg.
B. Selten, Strehla, Ebersbach, Niederfriedersdorf.
Herrnhut, Rachlau, Kamenz.
C. Chemnitz, Werdau und Plauen.
v. eruta Hb. Unter der Stammart bei Leipzig und
Rachlau in der Lausitz gefangen.
v. aquilina Hb. Nicht selten bei Leipzig. Coswig,
Meissen, Herrnhut, Eibau und Rachlau.
obelisca Hb. (1387) Juli, August selten,
83
. Oberholz, Sehützenhof, bei Grimma u. Hainiechen.
&
D. Sehr selten, Spitzgrund, Meissen, Freiberg.
B. Bautzen, Löbau, Rachlau, Kottmar.
C. Bei Chemnitz s s, Plauen.
corticea Hb. (1396) Juni, Juli sehr selten.
L. Lucka.
D. Pillnitz, Spitzgrund (Zeidler).
B. Bautzen, Kottmar.
C. Werdau, Plauen, Annaberg.
ypsilon Rott. (1399) Im September gemein im ganzen
Lande. der Falter überwintert. Nach Pabst überwintern
z. T. auch Raupen und liefern im Juni den Falter.
segetum Schiff. (1400) Mai bis Oktober gemein im ganzen
Lande. Die R tritt bisweilen schädlich auf, wie z. B. im
Jahre 1901: bei Taucha in der Leipziger Gegend. Es
mussten mehrere Gemüsebeete teilweise wieder umgepflügt
werden. Die dabei gesammelte Menge der Raupen war
riesig (Doberenz).
Lit.: Uber die Saatraupe in: Schriften und Ver-
handl. der ökonomischen Gesellsch. im Kgr. Sachsen,
Pur lbier., 1828, 8. 87--106.
Schmorl: Massenhafte Raupen schädigen die Kar-
toffelknollen in der Freiberger Gegend: im Sitzungsbericht
der naturwissensch. Gesellsch. Isis, Jahrg. 1568, S. 189.
ab. pallida Stgr. Unter der Stammart selten, z. B.
bei Coswig-Meissen.
saueia Hb. (1402) August, September sehr selten.
L. Selten, Grimma (Gerber).
D. Selten, Bosel bei Meissen, Coswig, Spitzgrund.
C. Bei Chemnitz sehr selten (Pabst).
ab. margaritosa Hw. Die bis jetzt gefangenen
Stücke gehören in der Mehrzahl dieser Aberration an.
L. 1 Stück bei Grimma (Gerber).
D. Friedewald 2 Stück (Seiler).
84
erassa Hb. (1405) Sehr selten im Juli, August. In Losch-
witz am Köder 1 Stück (Kotzsch) und bei Chemnitz
(Lösche).
vestigialis Rott. (1411) Im August selten.
L. Bei Barneck 1 Falter (Derbfuss).
D. Nicht selten, Dresdner Heide, Weisser Hirsch,
Losehwitz, Wilder Mann, Lössnitz, Coswig, Weinböhla,
Meissen, Freiberg.
L. Bautzen, Rachlau, Herrnhut, Kamenz.
C. Sehr selten, Küchwald, Russdorf b. Limbach.
Praecox L. (1418) Juni bis August selten, mehr in Sand-
gegenden.
L. Oelzschau, Leutzscher Holz, Leina und Leisnig.
D. Dresdner Heide, Loschwitz, Coswig, Weinböhla.
B. Heidegegend, Herrnhut, Rachlau, Löbau.
C. Chemnitz: Sachsensruhe, Kassberg, ferner Plauen.
Die R wurden auch auf Weinstöcken, die jungen
Triebe fressend, aufgefunden. (Entom. Verein Meissen).
prasina F. (1420) Juni, Juli ziemlich häufig.
L. Nicht selten, Leipzig: Ratswald, Rochsburg,
Leisnig.
D. Dresdner Heide, Lössnitz, Spitzgrund #,Wilsdruff,
Meissen, Freiberg.
B. Nicht selten im Bergland. Niederkunnersdorf,
Seifhennersdorf, Kamenz.
C. Chemnitz: Küchwald, Zeisigwald, Rabensteiner
Wald, Limbach, Werdau, Plauen, Annaberg.
oceulta L. (1422) Juni bis August nicht selten.
L. Selten, Harth. Scheibenholz, Oberholz, Kohlen-
berg, Beucha, Leina, Leisnig, Hainichen.
D. Plauenscher Grund, Dresdner Heide, Friedewald,
Coswig, Niederau, Wilsdruff, Freiberg.
B. Selten im Bergland, z. B. Seifhennersdorf, bei
Kamenz.
85
C. Chemnitz: Zeisigwald, Küchwald, Rabensteiner
Wald, Schlosswald. Limbach, Werdauer Wald, Lengenfeld,
Plauen. Bad Elster.
R besonders an Heidelbeeren, auch am Tage auf
der Futterpflanze zu finden.
Pachnobia Gn.
rubricosa F. (1423) Im April an Weidenkätzchen zu fangen.
nicht häufig,
L. Überall, nicht selten bei Leipzig, Frauendorf,
Hainichen.
D. Striesen, Lössnitz, Lindenau, Meissen, Freiberg.
B. Selten, Bautzen. Seifhennersdorf. Zittau.
C. Chemnitz: Küchwald. Seehsruten. Werdau. Len-
genfeld, Plauen, Annaberg.
leucographa Hb. (1424) Im April und Mai an Weiden-
kätzchen, selten.
L. Vereinzelt bei Leipzig. Frauendorf, Borna. Hai-
e fo)
nichen.
D. Striesen, Zitzschewig, Meissen, Triebischtal, Frei-
berg.
B. Sehr selten. Kamenz, Ebersbach.
C. Limbach.
Charaeas Stph.
sraminis L. (14585) Juli, August verbreitet. aber nicht
überall häufig, Wird mehr am Licht. weniger am Kö-
der gefangen.
L. Bei Leipzig vereinzelt, Lausigk, Leisnig,. Königs-
hain, Hainichen.
D. Selten in der Lössnitz,. Weinböhla. im Bielatalz h.
B. Vereinzelt. Bautzen. Niederkunnersdorf, Seifhen-
nersdorf, Rachlau. Herrnhut.
C. Bei Chemnitz gemein, Altendorf, Zwiekau. Wer-
dau, Plauen, Annaberg n s, Oberwiesental h.
36
ab. trieuspis Esp. Bei Lausigk (Hermannsbad) und
Niederkunnersdorf b. Löbau gefangen.
Lit: Grasraupen: in Schriften u. Verhandl. der öko-
nomischen Gesellsch. im Kgr. Sachsen, 32. Lief., Dresden
1834, S. 116-132.
Über Wurzelraupen, 1850 in Sachsen eingewandert,
grossen Schaden im Wyhra- und Pleissengebiet verur-
sachend, von Pause in: 11. Jahresber. des Erzgebirg.
Gartenbauvereins zu Chemnitz 1871, 8. 21—23.
Im Sommer 1854 zeigten sich die R bei Breitenbach
(Johanngeorgenstadt) in grosser Menge, sie wurden mit
Rechen und Besen in Haufen gesammelt. Die Wiesen
wurden dort durch sie so beschädigt, dass deren Besitzer
ca. 700 Zentner Heu weniger ernteten und auch ihren
Viehbestand einschränken mussten (Pabst).
Epineuronia Rbl.
popularis F. (1439) August, September häufig, geht gern
an Licht.
L. Kirschwehr, Scheibenholz, Lausigk, Leisnig,
Hainichen.
D. Nicht selten, Dresden: Gehege, Heide, Loschwitz,
Königstein, Deuben, Tharandt, Lössnitz. Meissen. Freiberg.
B. Bei Bautzen, Seifhennersdorf, Kottmar, Kamenz.
C. Bei Chemnitz (1556 sehr häufig), Altendorf, Lim-
baeh, Russdorf, Werdau, Zwickau, Plauen, Bad Elster,
Annaberg.
cespitis F. (1440) Juli bis September nicht häufig. geht
gern an Licht.
L. Leipzig: Universitätsholz, Nonne, Leisnig.
D. Söbrigen. Wilsdruff, Ober-Lössnitz, \Weinböhla
(Steinbruch), Meissen, Freiberg.
B. Strehla, Kamenz, Seifhennersdorf, Ober-Sprem-
berg, Kottmar.
[o)
C. Zeisigwald, Altendorf, Werdau, Annaberg, Plauen.
Mamestra Hb.
leucophaea View. (1441) Im Mai bis Juli ziemlich häufig.
87
L. Harth. Beucha. Lausigk, Leisnig, Königshain,
Hainichen.
D. Lössnitz. Spitzgrund, Pillnitz, Döhlen, Meissen,
(Zeidler zog einen Zwitter (Col. Wiskott), Freiberg.
B. Selten bei Bautzen. Rachlau ‚Lömischau, Kamenz.
C. Chemnitz: Zeisigwald, Schlosswald, ferner Wer-
dau, Plauen, Annaberg und Schneeberg.
advena F. (1446) Juni, Juli nicht selten in Wäldern.
L. Beucha, Oelzschau, Otterwisch, Lausigk, Leisnig,
Hainichen.
D. Dresdner Heide, Döhlen, Spitzgrund, Okrilla,
Freiberg.
B. Verbreitet, Kamenz, Seifhennersdorf, Kottmar.
C. Zeisigwald, Schlosswald. Werdau, Plauen, Anna-
berg, Bad Elster.
tineta Brahm (1449) Juni, Juli nicht häufig.
L. Harth, Leina, Beucha, Oelzschau, Brandis, Leis-
nig, Hainichen.
D. Döhlen, Dresdner Heide, Lössnitz, Auer, Coswig,
Meissen, Freiberg.
B. Im Oberlande nicht selten, Quoos, Lömischau,
Kamenz. Seifhennersdorf, Kottmar.
C. Zeisigwald, Schlosswald, Küchwald. Limbach,
Werdauer Wald. Lengenfeld. Schneeberg, Bad Elster.
nebulosa Hufn. (1452) Im Juni, Juli häufig im ganzen
Lande.
brassieae L. (1454) Mai bis August in 2 Generationen im
ganzen Lande gemein, besonders in Gärtnereien.
persicariae L. (1456) Mai bis August gemein im ganzen
Lande.
ab. unicolor Stgr. Unter der Stammart selten.
albicolon Hb. (1457) Sehr selten im Juni.
D. Blasewitz, Coswig, Weinböhla, Meissen (Trie-
bischtal).
B. Bei Herrnhut 1 mal (Möschler), Zittau (Speyer).
tor)
splendens Hb. (1463) Im ‚Juni sehr selten.
Die R dieser Art wurden in Leipzig wiederholt auf
den Parthenwiesen bei Schönefeld gefunden und daraus
einige Falter erzogen.
oleracea L. (1464) Mai bis September in 2 Generationen
häufig im ganzen Lande.
aliena Hb. (1465) Wird in der Dresdner Gegend. bei
Losch witz, besonders aber in der Heide bei Coswig jedes
Jahr in Anzahl im Juni geködert. (Die Zucht bietet keine
Schwierigkeiten, da die Raupen sämtliche Kleearten und
Oytisuslaburnum als Futter annehmen, Puppe überwintert).
genistae Bkh. (1466) Mai. Juni nicht selten bis häufig
im ganzen Lande, mehr in Wäldern.
dissimilis Knoch. (1467) Im Juni und August in 2 Gene-
"ationen im ganzen Lande nicht selten bis häufig.
ab. eonfluens Ev. Nicht selten unter der Stamnm-
form.
thalassina Rott. (1468) Mai. Juni häufig im ganzen Lande.
contigua Vill. (1469) Juni, Juli häufig.
L. Harth, Beucha. Lausigk, Leisnig. Rosswein, Hai-
niehen. |
D. Striesen, Räcknitz, Döhlen, Lössnitz. Spitzgrund,
Moritzburg, Meissen, Freiberg.
B. Ziemlich häufig in der Lausitz. (Schütze köderte
noch ein fast frisches Stück am 10. September), Seifhen-
nersdorf, Kamenz.
C. Zeisigwald, Limbach, Werdau. Zwiekau, Schnee-
berg, Plauen.
pisi L. (1471) Mai, Juni häufig im ganzen Lande.
trifolii Rott. (1477) Mai bis September in 2 Generationen
nicht selten bis häufig im ganzen Lande.
glauea Hb. (1484) Mai, Juni ziemlich selten.
L. Selten Leipzig, Leina, Wurzen, Beucha, Leisnig.
D. Selten. Rabenauer Grund, Kipsdorf, Tharandt,
Spitzgrund, Auer, Dresdner Heide.
eo
B. Verbreitet, aber selten, Bautzen Herrnhut. Ko-
sel, Seifhennersdorf, Eibau, Rachlau, Elstra.
C. Chemnitz: Einsiedel, Küchwald, Zeisigwald, Sechs-
ruten, Werdau, Lengenfeld, Annaberg, Plauen.
Lit.: Steinert: Einige Bemerkungen zur Entwicklung
in Tris, Bd. VIN.1895, S: 151.
dentina Esp. (1487) Mai bis August in 2 Generationen
häufig im ganzen Lande.
ab. latenai Pier. Unter der Stammart nicht selten,
in moorigen Gegenden.
marmorosa Bkh. (1496) Sehr selten im Mai. Ist in Sach-
sen bis jetzt nur in der Dresdner Gegend gefunden wor-
den und zwar vereinzelt in der Heide, bei Losehwitz. fer-
ner auf dem Kirschberg bei Döhlen (Richter).
reticulata Vill. (1499) Im Juni. Juli nicht selten.
L. Umgebung von Leipzig vereinzelt, Leisnig, Hai-
nichen (Striegistal).
D. Striesen, Klotzsche, Lössnitz, Coswig, Meissen
(Knorre) und Freiberg.
B. Verbreitet, nieht selten in der Lausitz.
C. Bei Chemnitz n h, Frohburg, Zwiekau, Schnee-
erg. Annaberg.
berg. Annaberg
R im Herbst in den Kapseln der Lichtnelken und
des Seifenkrautes.
chrysozona Bkh. (1515) Juni bis September nicht häufig.
L. Umgebung von Leipzig n s, Lausigk, Königshain.
D. Klotzsche, Zitzschewig, Coswig, Meissen, Freiberg.
B. Selten, Bautzen, Rachlau, Kamenz.
C. Bei Chemnitz n h, Plauen.
serena F. (1514) Juli, August nicht selten.
L. Ziemlich selten bei Connewitz, Harth, Kirschwehr,
Leisnig,. Rosswein, Hainichen.
D. Kaitz, Plauenscher Grund. Döhlen, Tharandt.
Hainsberg, Triebischtal, Freiberg.
B. Bautzen, Löbauer Berg, Kamenz, Zittau.
90
C. Chemnitz, Zwickau, Werdau, Plauen, Schneeberg,
Annaberg, Brambach bei Elster.
var. obscura Stgr. Unter der Stammart nicht sel-
ten, z. B. bei Chemnitz.
Dianthoecia B.
proxima Hb. (1530) Im Juni selten im gebirgigen Teile
des Landes.
D. Rabenau, Meissen.
B. Rachlau 1 Stück (Schütze), Löbau 1 Stück (Graf).
C. In Wüischtal bei Zschopau alljährlich mehrere
Falter an einem Grasometer, bezw. in dem Wasser, welches
ihn umgab, tot schwimmend gefunden (Fleischer-Leisnig).
filigrama Esp. (1542) Mai, Juni selten.
L. Rosswein, Königshain.
D. Döhlen-Kirschberg (Richter), Deuben 1 Stück
(Müller).
R im August in Samenkapseln von Silene nutans.
var. xanthocyanea Hb. Zitzschewig bei Dresden
u
| Stück (Schopfer), Gohlis bei Meissen 1 Stück (Zeidler),
Kötitz 1 Stück (Müller).
albimacula Bkh. (1546) Mai, Juni sehr selten.
L. Königshain.
D. Früher im Plauenschen Grund.
B. Zittau, Bautzen, Löbau, Niederkunnersdorf.
C. Chemnitz s. Plauen.
nana Rott. (1547) Mai, ‚Juni ziemlich häufig.
L. Umgebung von Leipzig s, Burgaue bei Groitzsch,
Geithain, Leisnig, Döbeln, Hainichen.
D. Regenbach- und Saubachtal, bei Loschwitz,
oO
Döhlen, Hainsberg, Tharandt, Meissen, Freiberg.
B. Selten, Bautzen, Niederkunnersdorf, Rachlau.
C. Bei Chemnitz z h, bei Zwickau, Werdau, Plauen,
Schneeberg, Annaberg.
compta F. (1548) Juni, Juli nicht häufig.
L. BeiLeipzig z h, ferner bei Groitzsch und Leisnig.
D. Loschwitz, Plauenseher Grund, Wilsdruff, Löss-
nitz, Meissen, Dippoldiswalde, Freiberg.
B. Ziemlich selten, Blösa, Strehla, Niederkunnersdorf.
C. Bei Chemnitz n h, ferner Annaberg, Schneeberg.
Plauen.
capsincola Hb. (1550) Mai bis September in 2 Generati-
onen nicht selten.
L. Umgebung überall, doch ziemlich selten.
D. Dresden, Loschwitz, Lössnitz, Coswig, Meissen.
B. In der Lausitz häufig, bei Kamenz.
C. Liehtenau, Hilbersdorf, Plauen.
cueubali Fuessl. (1552) Mai bis Juli nicht selten.
L. Bei Leipzig, Leisnig und Hainichen.
D. Bei Dresden h. bei Döhlen. Wilsdruff, Zitzsche-
wig, Meissen, Freiberg.
B. In der Lausitz n s, bei Kamenz.
C. Glösa, Hilbersdorf, bei Zwiekau. Werdau, Plauen,
Schneeberg.
carpophaga Bkh. (1555) Mai bis Juli nicht häufig.
L. Bei Leipzig, Rosswein, Königshain.
D. Lössnitz, Meissen, Freiberg.
B. Verbreitet und selten bei Bautzen.
C. Bei Chemnitz nicht selten, Zeisigwald, ferner bei
Zwickau. (Puppe ruht bis 2 Jahre: (Fauna-Leipzig).
R in Kapseln von Silene inflata.
irregularis Hufn. (1559) Juni sehr selten. Ist in Sachsen
nur aus der Leipziger Gegend bekannt und zwar bei
Gaschwitz (Harth), wo sie im Jahre 1900 in einigen Exem-
plaren am Köder gefangen wurde (Piller).
Reichert fand im Juli 2 R auf Echium.
Bombycia Stph.
viminalis F. (1560) Im Juli, August nicht häufig.
92
L.. Am 5. Juli’ 1903 2 Falter in @er Nähe des Bie-
nitz gefangen (Piller).
D. Rabenauer Grund. Tharandt, Wilsdruff, Losch-
witz, Langebrück, Radeberg, Weinböhla, Meissen, Frei-
berg, sowie nach dem Gebirge zu oft häufig, bei Schmie-
deberg, Altenberg und Frauenstein.
B. Selten. bei Ebersbach, am Üzerneboh. bei Löbau.
C. Chemnitz: Schlosswald, Zeisigwald, Küchwald,
Einsiedel, ferner bei Werdau, Plauen, Annaberg.
R an den Zweigspitzen der Salweiden in zusammen-
gesponnenen Blättern.
Miana Stph.
ophiogramma Esp. (1561) Juni bis September selten.
L. Schützenhof, Zschocher, Beucha, Grimma.
D. Klotzsche, Loschwitz, Wilsdruff, Weinböhla, Cos-
wig, Rabenauer Grund, Freiberg.
B. Sehr selten, Rachlau, Seifhennersdorf, Zittau.
C. Bei Chemnitz selten.
literosa Hw. (1566) Im Juli sehr selten. Nurin der Um-
gebung von Dresden und bei Coswig am Köder gefangen
dureh Seiler und Wernicke.
strigilis Cl. (1567) Juni bis August überall nicht selten
bis häufig im ganzen Lande.
var. latruneula Hb. Bei Leipzig häufig, ebenso bei
Dresden und in der Lausitz, bei Chemnitz vereinzelt.
ab. aethiops Hw. Bei Leipzig selten. bei Dresden,
bes. in Nadelwäldern die häufigste Form, in der Lausitz
und bei Chemnitz ebenfalls häufig.
bieoloria Vill. (1569) Im Juni bis August im ganzen Lande
nicht selten bis häufig auf Wiesen, in der Lausitz ver-
einzelt, bei Bautzen häufig.
ab. furuneula Hb. Unter der Stammart nicht selten.
ab. rufuneula Hw. Seltener als vorige Aberration.
Bryophila Tr.
raptrieula Hb. (1575) Im Juli, August sehr selten.
93
L. Grosssteinberg, Rosswein.
D. Einmal bei Meissen gefangen (Meissner Verein).
ab. deceptrieula Hh. Unter der Stammart, bei
Grosssteinberg.
fraudatrieula Hb. (1580) Im Juni, Juli sehr selten. Einige
Falter bei Connewitz bei Leipzig gefangen.
ravula Hb. (1588) Im Juli, August selten. Im Elbtal bei
Meissen. bei Bautzen und bei Chemnitz.
var. ereptrieula Tr. Weesenstein im Müglitztal
und Freiberg, bei Bautzen.
algae F. (1592) Im Juli, August selten.
L. Kettenbrücke bei Leipzig. 3 Jäger, Universitäts-
holz, Thonberg, Lucka.
D. Sehr selten. Loschwitz, Meissen-Triebischtal.
B. Bei Kronförstehen (Möschler).
C. Bei Chemnitz ziemlich selten.
muralis Forst. (1599) Im Juli. August nicht häufig.
D. Selten, Losehwitz, Pillnitz, Lössnitz, Meissen.
B. Nicht selten am Abgott bei Bautzen, bei Socu-
lahora.
C. Bei Chemnitz selten.
perla F. (1600) Juli bis September nicht selten.
L. Selten bei Leipzig, Thonberg.
D. Nicht selten, Loschwitz, Pillnitz, Osterberg. Weis-
dropp. Lössnitz, Naundorf (Kroatenweg) an Weinbergs-
mauern manche Jahre g. Coswig, Meissen, Freiberg.
B. Bei Bautzen nieht selten.
C. Bei Chemnitz n h, Schneeberg.
Diloba B.
caeruleocephala L. (1610) September, Oktober überall
häufig.
L. Überall häufig, bei Gaschwitz, Lausigk, Leisnig,
Rosswein,
94
D. Nicht häufig, Deuben, Wilsdruff, Moritzburg, Löss-
nitz, Meissen, Freiberg.
B. Uberall häufig, Kamenz, Seifhennersdorf, Sprem-
berg.
C. Bei Chemnitz ganz gemein, ferner bei. Limbach,
Werdau, Zwickau, Schneeberg, Plauen.
te}
Valeria Stph.,
oleagina F. (1614) Von dieser seltenen Art wurde am
5. IV. 1894 1 Exemplar bei Grimma (Schlegel) gefangen
(Verein Fauna-Leipzig).
Apamea O.-Tr.
testacea Hb. (1615) August, September häufig am Licht
zu fangen.
L. Umeebune von Leipzie ziemlich selten. ferner
. oO “ DO . * OD: ;, ” .
Lausigk. Rosswein. Hainiehen, Königshain.
D. Bei Räcknitz, Strehlen, Ostragehege, Nieder-
sedlitz, Klotzsche, Lössnitz. Coswig, Meissen, Freiberg.
B. Nicht selten bei Bautzen, Rachlau. Herrmhut,
Seifhennersdorf, \Weissenberg.
C. Bei Chemnitz s h, Altendorf, Werdau, Plauen.
Celaena Stph.
matura Hufn. (1623) Juli. August selten.
L. Oberholz bei Leipzig.
D. Kötzschenbroda, Spitzgrund. Friedewald. Meissen
(Elbtal).
B. Bautzen, am Abgott, Rachlau, Seifhennersdorf.
Luperina B.
zollikoferi Frr. (1625) Im September sehr selten.
D. Am 24. Sept. 1903 fing Seiler auf der Heide bei
Coswig 1 frisches 2 am Köder.
+
95
Hadena Schrk.
porphyrea Esp. (1661) Juli, August nicht selten.
L. Beucha, Oberholz, Harth, Universitätsholz. Schüt-
zenhof, Grimma, Lausigk. Leisnig, Rosswein, Hainichen.
D. Ziemlich häufig, Priessnitzbad, Fischhaus, Weis-
ser Hirsch, Loschwitz, Zschachwitz, bei Deuben und
Wilsdruff, Lössnitz, Coswig, Meissen, Freiberg.
B. Im Oberlande stellenweise häufig. z. B. Nieder-
kunnersdorf, Seifhennersdorf, Oybin.
C. Zeisigwald, Limbach, Zwickau, Werdau, Elster-
berg, Plauen, Annaberg.
adusta Esp. (1665) Mai. Juni nicht häufig.
L. Beucha z s. Rosswein. Hainichen.
D. Striesen, Kaitz, Hainsberg, Spitzgrund., Coswig.
Weinböhla, Oberau, Meissen, Freiberg.
B. Bautzen. Löbau. Rachlau. Niederkunnersdorf.
Kamenz.
GC. Altendorf, Werdau, Plauen.
var. baltica Hering. Bei Hainichen (Irmscher) und
Dresden-Spitzgrund, Meissen.
ochroleuca Esp. (1670) Juli, August selten.
L. Leipzig, Beucha, Portitz, Frauendorf, Lausigk.
Hainichen.
D. Meissen (Knorre), Freiberg.
C. Im ganzen Gebiete verbreitet (Pabst). Werdau,
Pl ;
auen.
furva Hb. (1678) Juli. August selten.
L. Bei Leipzig selten.
D. Loschwitz, Kötitz, Lössnitz, Friedewald, Spitz-
grund, Weinböhla, Meissen-Triebischtal.
B. Bautzen, Rachlau, Czerneboh. Seifhennersdorf.
C. Einsiedel. Borna, Plauen.
sordida Bkh. (1679) Mai bis Juli nicht selten.
L. Bei Leipzig n s, Hainichen.
D. Ziemlich häufig, Reick, Striesen, Kaitz, Räcknitz,
\Vilder Mann, Spitzgrund, Meissen, Freiberg.
B. Bei Bautzen häufig, sonst ziemlich selten.
C. Bei Chemnitz z s, Zeisigwald, ferner Plauen,
Annaberg.
gemmea Tr. (1682) Juli bis September nicht selten.
L. Vereinzelt. Harth. Universitätsholz, am Kohlen-
herge.
D. Selten, Weisser Hirsch. Wilsdruff. Lössnitz,
Spitzgrund, Auer, (am 10. VIII. 1892 fingen hier Meissner
Sammler über 20 Stück an Licht), Friedewald, Weinböhla.
Meissen, Freiberg.
B. Sehr selten, Jenkwitz, Rachlau, Löbau, Seif-
hennersdorf, Kamenz.
C. Küchwald, Hilbersdorf, Rabensteiner Wald,
Zschopau, Werdauer Wald. Plauen, Annaberg.
Lit.: Entwicklungsgeschichte von Pabst (Zeisigwald
bei Chemnitz): Gubener ent. Zeitsch. 2. Jahrg., 1889,
3. 129—130).
Werner, Mitteilungen über Vorkommen und noch
unbekannte Entwicklungsgeschichte (bei Chemnitz) in der
Insekten-Welt. 3. Jahrg. 1886, S. 73.
Werner. Das Auffinden der bis dahin unbekannten
R von H. gemmea in Hilbersdorf bei Chemnitz in Karsch.
Entom. Nachr., 14. Jahrg. 1888, S. 257—259.
rubrirena Tr. (1686) Im Juli sehr selten. Kin echtes
Gebirgstier, welches aber auch in Dresden (Prof. Heller)
am 31. Juli 1902 in einem Exemplar gefunden wurde
und wahrscheinlich durch Verschleppung bis ins Stadt-
gebiet gelangte. Weitere Mundorte sind Johanngeorgen-
stadt (Möbius) und Rothental i. Erzg. (A. Reichert).
monoglypha Hufn. (1690) Juni bis September häufig im
ganzen Lande.
ab. infuscata Bueh.-White Einzeln unter der
Stammart.
abjeeta Hb. (1693) Im Juni bis August sehr selten.
L. Bei Gautzsch ein Falter geködert von Rey Il.
97
B. 2 Falter bei Saritsch, nördlich Bautzen, von
Möschler gefangen.
C. Bei Chemnitz sehr selten (Pabst).
var. variegata Stgr. 2 Falter an der Kettenbrücke
bei Leipzig geködert von Süssespeck.
lateritia Hufn. (1694) Im Juni bis August nicht selten bis
häufig im ganzen Lande.
lithoxylea F. (1700) Juni, Juli nicht selten.
L. Bei Leipzig n s, Harth, Lausigk, Leisnig, Ross-
wein, Hainichen.
D. Striesen, Räcknitz, Wilsdruff, Wilder Mann, Heide,
Moritzburg, Lindenau, Spitzgrund, Coswig, Meissen, Freiberg.
B. Sehr vereinzelt, Bautzen, Rachlau, Niederkun-
nersdorf, Kottmar, Seifhennersdorf, Zittau.
C. Nicht selten, Chemnitz: Zeisigwald, Schösserholz,
Rabenstein, Flöha, Werdau, Plauen.
sublustris Esp. (1701) Juni, Juli nicht selten.
L. Selten, Leipzig: Kirschwehr, Universitätsholz,
Lucka.
D. Ziemlieh häufiz bei Losehwitz. in der Lössnitz.
“ . . Oo . [3 “
Spitzerund, bei Meissen, Freiberg, sowie Lauenstein.
Oo oO
B. Bei Seifhennersdorf, Rachlau. auf dem Rotstein
(1594 häufig).
C. Rabenstein, ferner Langenhessen bei Werdau.
rurea F. (1706) Juni, Juli nicht selten im ganzen Lande.
ab. alopecurusEsp. Diese einfarbig dunkelbraune
Spielart ist gewöhnlich häufiger als die Stammform.
hepatica Hb. (1707) Mai bis Juli ziemlich selten.
L. Bei Hainichen (Irmscher).
D. Sehr selten, Saubachtal, Auer, ferner Freiberg.
C. Lichtenwalde.
seolopaeina Esp. (1709) Juni, Juli selten.
L. Bei Leipzig verbreitet, aber ziemlich selten.
D. Selten. Kaitzer Grund, Priessnitzgrund, Wein-
böhla, Meissen-Triebischtal, Freiberg.
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1905.
B. Löbau. Nieder-Friedersdorf bei Neusalza.
C. Bei Chemnitz s, Niederwiesa.
basilinea F. (1710) Juni bis September nicht selten.
L. Bei Leipzig n s, Lausigk, Leisnig, Rosswein, Hai-
nichen.
D. Loschwitz, Dohna, Räcknitz. Striesen, Nieder-
sedlitz, Lössnitz, Friedewald, Spitzgrund, Meissen, Freiberg.
B. In der Lausitz nicht selten.
C. Bei Chemnitz n s, Limbach, Zwickau, Werdau,
Leneenfeld, Annaberg, Plauen.
fo) ’ fo)
gemina Hb. (1712) Juni, Juli nicht häufig.
L. Selten, Leipzig: Harth, Naunhof.
D. Selten, Dresdner Heide, bei Striesen und Räck-
nitz, Spitzgrund, Schönfeld b. Grossenhain, Freiberg.
B. Selten, Bautzen, Löbau, Herrnhut, Niederkun-
nersdorf, Zittau.
C. Chemnitz: Zeisigwald,. Küchwald, ferner Plauen.
ab. remissa Tr. Unter der Stammart nicht selten.
unanimis Tr. (1713) Mai bis Juli selten.
L. Bei Leipzig ziemlich häufig.
D. Selten, Dresdner Heide, Lössnitz, Coswig, Meissen-
Elbtal, Freiberg.
B. Nicht selten, Bautzen, am Abgott, bei Klix und
Zittau.
C. Auerswalde.
secalis Bjerk. (1715) (didyma Esp.) Im ganzen Lande
häufig im Juli.
ab. nietitans Esp. Mitunter häufiger als die Stamm-
form.
ab. leucostigma Esp. Seltner als die vorige.
ab. struvei Rag. Bei Coswig am 27. VI. 1900 .in
einem tadellosen 2 Exemplar gefangen von Seiler. (Taf. 2
Fie 12)
2.12):
pabulatrieula Brahm (1717) Ist mehrfach im Julinur bei Leip-
zig gefangen worden: Universitätsholz, Naunhof,Kohlenberg.
99
Episema Hbk.
glaueina Esp. (1737) August, September selten, an Licht
zu fangen. Scheint nur in der Dresdner Gegend vorzu-
kommen. Von den übrigen Landesteilen sind keinerlei
Notizen vorhanden.
D. Ostragehege (1578 u. 79 häufig an Laternen),
Niedersedlitz, Loschwitz, Blasewitz, Mockritz, Lössnitz,
Meissen (Elb- und Triebischtal).
var. dentimaeula Hbh. Unter der Stammform nicht
selten.
Aporophyla Gn.
lutulenta Bkh. (1761) Wurde Ende Juli einmal im Schei-
benholz bei Leipzig gefangen (Heyne).
nigra Hw. (1765) ab. seileri Fuchs. (Stett. Ent. Zeitsch.
62. Bd. 1901, S. 128—130).
Diese tiefschwarze Form wird bei Coswig-Weinböhla
auf der Heide im September selten geködert.
R an Heidekraut.
Ammoconia Ld.
caecimacula F. (1767) August bis Oktober nicht selten.
L. Harth, Oberholz, Universitätsholz, Kohlenberg,
Grimma. Hainichen, Lausigk, Rosswein.
D. Loschwitz, Striesen, Deuben, Lössnitz, Spitzgrund'
Weinböhla, Meissen-Triebischtal, Freiberg.
B. Verbreitet. im Oberlande nicht selten, Bautzen,
Rachlau (zuweilen häufig).
C. Bei Chemnitz vereinzelt, ferner Zwickau, Wer-
dau und Plauen.
Bollas @&sHBr.
flavieineta F. (1777) August bis Oktober selten.
L. CGradefeld einmal (Kutschke).
D. Weinböhla, Meissen-Triebischtal.
B. Nach Möschler bei Zittau, Kleinschönau, Olbers-
dorf.
7*
100
C. Bei Chemnitz selten, einmal in Bärenstein bei
Plauen.
rufocineta H.G. (1778) September, Oktober sehr selten. Nur
aus der Chemnitzer Gegend bekannt und als Fundort die
Hilbersdorfer Steinbrüche angegeben (Pabst).
xanthomista Hb. (17856) August bis Oktober selten.
L. Lausigk.
D. Blasewitz, Loschwitz, Meissen (Elb- und Trie-
bischtal), Freiberg, ferner Hermsdorf (Bielatal).
B. Im Oberlande verbreitet, Rachlau, Dretschen,
Zittau. j
C. Bei Chemnitz s, Zschopau (Wilischtal).
var. nigrocinctaTr. Verhältnismässig zahlreicher
als die Stammart.
chi L. (179) August, September nicht selten.
L. Universitätsholz, Grimma, Machern, Rosswein,
Hainichen, Königshain.
D. Lössnitz, Spitzgrund, Meissen, Freiberg, bei Hin-
terhermsdorf und im Bielatal.
B. Verbreitet, aber selten, Löbau, Neusalza, Rach-
lau. Kamenz. Niederkunnersdorf, Seifhennersdorf.
C. Chemnitz: Schlosswald, Zeisigwald, bei Grün-
hainichen, Zschopau, Zwickau, Werdau, Lengenfeld
und Plauen, Annaberg, Bad Elster.
Brachionycha Hb.
nubeeulosa Esp. (1508) März, April selten.
L. Nicht selten, Beucha, Oelzschau, Harth, Conne-
witz, Leina, Döbeln.
D. Sehrselten, Neueoschütz, Rabenauer Grund, Tha-
randt (Weisseritztal), Meissen.
B. Herrnhut, Postwitz, Dingwitz, Rachlau.
C. Limbach.
sphinx Hufn. (1809) Oktober, November nicht selten.
L. Bei Leipzig ns, Zwenkau, Lausigk, Borna, Leis-
nig, Rosswein, Nossen (Muldental).
101
D. Dresden: Grosser Garten (1901 häufig), Döhlen,
. Lössnitz, Meissen, Freiberg.
B. Verbreitet und nicht selten, z. B. Rachlau, Quoos,
Kottmar.
C. Werdau, Annaberg.
Miselia O..
oxyacanthae L. (1813) August bis Oktober nicht selten.
N
L. Connewitz (Ratswald), Borna, Lausigk, Leisnig,
Hainichen. j
D. Nicht selten, Loschwitz, Pillnitz, Wilsdruff, Zscho-
ner Grund, Rabenau,. Langebrück, Lössnitz, \Weinböhla,
Meissen, Freiberg.
B. Uberall ziemlich gemein, z. B. Neusalza, Gross-
Schweidnitz, Niederkunnersdorf, Seifhennersdorf.
GC. Obergrüna, Schneeberg, Annaberg, Zwickau,
Werdau, Plauen.
Charipteran Gn:
viridana Walch. (1515) Ein Exemplar im Juni 1592 im
Rosental b. Leipzig von Gerber gefangen, auch bei Chem-
nitz (Pabst).
Diehema Ele:
aprilina L. (1816) September, Oktober nicht selten.
L. Connewitz, Lauterbach, Döbeln.
D. Dresdner Heide, Radeberg, Loschwitz, Sächs.
Schweiz, Saubachtal, Zschoner Grund, Hainsberg, Tha-
randt, Friedewald, Meissen, Freiberg.
B. In Eichenbeständen nicht selten. z. B. Nieder-
kunnersdorf, Seifhennersdorf.
C. Chemnitz: Zeisigwald, Schlosswald, Lichtenwalde.,
he 5
Flöha, Zwiekau, Werdau, Schneeberg.
convergens F. (1515) September, Oktober nicht häufig.
L. Leipzig: Harth, Lucka, ferner Leisnig.
102
D. Loschwitz, Dresdner Heide, Weisser Hirsch,
Borsberg, Windberg, Lössnitz, Friedewald, Siebeneichen,
Diesbar.
C. Bei Chemnitz s. Werdauer Wald.
Dryebota ea.
monochroma Esp. (1824) Ein Exemplar bei Grimma von
Schlegel, auch bei Plauen i. V. von Schweitzer gefangen.
protea Bkh. (1825) August, September nicht selten.
L. Universitätsholz, ferner Lausigk, Leisnig, Hai-
nichen.
D. Lössnitz, Meissen, Borsberg, Rabenauer Grund,
Freiberg.
B. In der Ebene nieht selten, im Oberlande ver-
einzelt.
C. Chemnitz: Schlosswald. Zeisigwald, Zwickau,
Lengenfeld und Plauen.
DipterygiazStpR.
scabriuseula L. (1827) Mai bis September in 2 Genera-
tionen nicht selten bis häufig im ganzen Lande
Hyppa Dup.
reetilinea Esp. (1828) Mai bis Juli selten.
L Umniversitätsholz. Beucha, Kohlenberg, Leisnig,
Hainichen, Grimma.
D. Loschwitz, Blasewitz. Dresdner Heide, Friede-
wald, Spitzgrund, Meissen, Freiberg.
B. Selten. Rachlau. Herrnhut, Seifhennersdorf,
Kamenz.
C. Chemnitz: Zeisigwald, Schösserholz, Werdau,
Annaberg, Oberwiesenthal, ferner Schneeberg, Mehltheuer,
Bad Elster, Schwarzenberg, Johanngeorgenstadt, im höheren
Erzgebirge ziemlich häufig.
105
Rhizogramma Ld.
detersa Esp. (1833) Juli, August sehr selten. In Meissen-
Triebischtal und bei Coswig wurde die R an Berberitze
früher wiederholt gefunden (Zeidler und Seiler).
echloancharen
polyodon Cl. (1840) Mai bis August nicht selten in zwei
Generationen.
L. Harth, Leina, Naunhof, ferner bei Leisnig, Ross-
wein, Hainichen.
D. Loschwitz, Fischhaus, Kaitz, Wilsdruff, Tharandt.
Lössnitz, Auer, Moritzburg, Spitzgrund, Coswig, Meissen,
Freiberg.
B. Ziemlich selten, Bautzen. Blösa, Löbau. Kamenz,
Niederkunnersdorf, Seifhennersdorf, Zittau.
C. Chemnitz: Zeisigwald. Sechsruten, Küchwald,
ferner Zwickau, Werdau, Plauen.
hyperiei F. (18435) Mai bis August in 2 Generationen
ziemlich selten.
L. Harth. Grimma, Hainichen.
D. Plauenscher Grund, Fischhaus, Lössnitz, Linde-
nau, Zehren, Meissen, Freiberg.
C. Chemnitz: Zeisigwald, ferner Zwickau, Plauen.
Callopistria Hb.
purpureofaseiata Piller (1846) Mai bis Juliziemlich selten.
L. Nicht selten. Harth bei Zwenkau.
D. Loschwitz, Priessnitzgrund, Dresdner Heide.
Lössnitz, Friedewald, Coswig, Siebeneichen, Meissen-Trie-
bischtal.
B. Rachlau.
Zucht nicht leieht: (Steinert: Iris, Bd. VI, S. 257..
Trachea Hob.
atriplieis L. (1854) Mai bis August in 2 Generationen häu-
fig im ganzen Lande. Unterder Stammform kommt ab und
104
zu eine hellbraune, noch unbenannte Aberration vor (Entom.
Verein Meissen).
Euplexia 'Stph.
lueipara 1. (18561) Im Mai, Juni nicht selten bis häufig
im ganzen Lande, nach Pabst eine 2. Generation im
August.
Phlegopheraı Tr
seita Hb. (1565) Im Juni, Juli selten in Gebirgstälern.
D. Rabenau, Kipsdorf, Moldau i. E., Edle Krone,
Tharandt.
B. Rachlau, Valtenberg, Seifhennersdorf.
R im Mai häufig an Farnkraut in licehtem Hochwald
mit felsigem Boden (Schütze).
Brotolomia Ile.
metieulosa L. (1867) Im Mai und August bis Oktober in zwei
(renerationen nicht selten bis häufig im ganzen Lande,
in der Lausitz selten, der Falter überwintert.
Mania Tr.
maura L. (18%0) Im August nicht häufig.
L. Zerstreut, Harth, ferner Leisnig, Rosswein, Hai-
nichen.
D. Strehlen, Hosterwitz, Gottleubatal, Wilsdruff,
Saubachtal, Rabenauer Grund, Tharandt, Lössnitz, Meis-
sen-Triebischtal, Freiberg.
B. Pommritz, Löbau, Rachlau, Strehla, Kamenz,
Niederkunnersdorf, Seifhennersdorf. —
C. Chemnitz: am Schlossberg, Altchemnitz, Werdau,
Schneeberz.
Naenia Stph.
typieca L. (1871) Im Juni, Juli im ganzen Lande häufig
bis gemein.
Helotropha L.d.
leucostigma Hb. (1876) Im Juli, August sehr selten.
105
L. Manche Jahre nicht selten, Leipzig: Ratsholz,
Naunhof, Hainichen.
D. Striesen, Dresdner Heide, Lössnitz, Spitzgrund,
Weinböhla, Nasse Aue, Meissen-Triebischtal, Freiberg.
B. Bautzen. Löbau, Kronförstehen, Nieder- Frieders-
dorf, Zittau.
C. Bei Chemnitz sehr selten (Pabst).
ab. fibrosa Hb. Bei Leipzig, Dresden: Birken-
wäldehen, Coswig. Meissen-Triebischtal.
Hydroecia Gn.
nietitans Bkh. (1877) Juli bis September häufig im ganzen
Lande. Am Tage oft auf Blüten.
ab. erythrostigma Hw. Mitunter häufiger als die
Stammform.
ab. lucens Frr. Unter der Stammart selten.
micacea Esp. (1879) Im August, September nicht häufig.
L. Vereinzelt. Nonne, Sellerhausen, Hainichen.
D. Selten. Dresden: Grosser Garten. Räcknitz, Ostra-
gehege, Loschwitz, Lössnitz, Meissen-Triebischtal, Nasse
Aue, Freiberg.
B. Bautzen, Teichnitz, Purschwitz (Schütze fing
Anfang August 1894 29 Stück am Licht, einmal am Tage
1 5 aufeiner Möhrendolde).
C. Altendorf, Zwiekau, Werdau, Plauen.
petasitis Dbld. (1550) Im Juli, August sehr selten.
D. Die R diese Eule wurden nur bei Meissen (Nasse
Aue) gefunden (Entom. Verein Meissen).
leucographa Bkh. (1583) September, Oktober sehr selten.
Nur in der Leipziger Gegend beobachtet. Zuerst 1892
am elektrischen Licht gefangen (Fingerling). In den zwei
folgenden Jahren fast häufig, seit 1896 selten (Entom.
Verein Fauna).
Lit.: Insekten-Börse, 9. Jahrg. Leipzig 1392, Nr. 20,
S. 1 und Krancher’s Jahrb. 1894, S. 301.
Gortyna Hb.
ochracea Hb. (1887) August, September nicht selten.
L. Bei Leipzig nicht selten.
D. Meissen. Elb- und Triebischtal, Wilsdruff.
B. Mehr im Oberlande, Bautzen, Kronförstehen,
Seifhennersdorf.
C. Manche Jahre gemein, Chemnitz: Hilbersdorf,
Seehsruten, Zeisigwald, Schlosswald, Limbach, Werdau.
R und P im unteren Teil der Stengel versch. Dis-
telarten.
Nonagria ©.
nexa Hb. (1891) Juli, August sehr selten.
L. Schönfeld bei Pillnitz (Kotzsch).
C. Bei Chemnitz einmal gefangen (Matthes).
cannae 0. (1892) August, September nicht selten.
L. Bei Leipzig nicht selten.
D. Pillnitz, Coswig, Meissen (Nasse Aue).
B. Bautzen, Kamenz, Niederkunnersdorf b. Löbau.
C. Altendorf, Schönau, Lenbnitz, Werdau, Plauen,
P im Juli im untern Stengel der Rohrkolben, der
Kopf nach oben,
sparganii Esp. (1593) August, September selten.
L. Bei Leipzig nicht selten.
B. Bautzen, Löbau, Malschwitz. Purschwitz.
typhae Thnbg. (1894) (arundinis F.) Juli bis Oktober nicht
selten.
L. Bei Leipzig nicht selten.
D. Häufig, Mockritz, Lausa, Moritzburg, Birkwitz,
Pillnitz, Weinböhla. Meissen, Freiberg.
B. Häufig in Rohrkolben der Teiche z. B. bei Malsch-
witz.
C. Altendorf. Sehönau, Limbach, Leubnitz, Werdau,
Plauen.
107
Puppe im Juli im Stengel der Rohrkolben, der
Kopf nach unten.
ab. fraterna Tr. (dunkelbraun gefärbt). Unter der
Stammart nicht selten.
geminipuncta Hatch. (1595) Im August selten.
L. Ratsholz, Knauthain,. Cradefeld, Bienitz, Wahren,
Schützenhof.
C. Furth (Entom. Verein II, Chemnitz).
senta Stph.
maritima Tausch. (1906) Im Juni, Juli selten.
L. Einen Falter im Juni 1895 am elektrischen Lieht
gefangen (Fingerling).
D. Dippelsdorf (Entom. Ver. Meissen).
Tapinostola Ld.
museculosa Hb. (1913) Im August selten.
L. Bei Leipzig einige Male an Licht gefangen. Fer-
ner bei Zwickau einmal auf einem Getreidefeld gefunden
(Gerber).
hellmanni Ev. (1922) Im August selten.
L. Leipzig: Universitätsholz, im Ratsholze und bei
Dösen (E. Müller).
B. Bautzen: Strehla (Köhler), Löbau (Graf).
ab. saturata Stgr. Unter der Stammart. Schützen-
hof bei Leipzig (Brückner).
fulva Hb. (1923) August, September selten.
Harth, Ammelshain.
Coswig.
or
Seifhennersdorf.
C. Schlosswald bei Chemnitz.
ab. fluxa Tr. Ebenso selten wie die Stammform.
PFaeeria-Hlein;
virens L. (1927) Im Juli, August nicht selten.
108
L. Ziemlich selten, Harth, Hohburg. Ballendorf,
Leisnig, Rosswein, Hainichen.
D. Dohna, Deuben, Dresdner Heide, Dippoldiswalde,
Lössnitz, Meissen, Freiberg.
B. Bautzen, Oehna, Lieske, Rachlau, Löbau.
C. Ebersdorf, Zwickau, Werdau, Schneeberg, Len-
senfeld und Plauen.
Calamia Hob.
lutosa Hb. (19285) August bis November sehr selten.
L. Leipzig: (1593 und 94 häufig an Licht), Oberholz,
Heiterer Blick, Universitätsholz, Paunsdorferholz.
D. Sehr selten, Niedersedlitz, Coswig. Meissen.
B. Bautzen und Löbau je einmal.
C. In Chemnitz 1 Falter gefunden (Pabst).
Leucania Hob.
impudens Hb. (1932) Juni bis August nicht selten.
L. Connewitz, Gautzsch, Harth, Taucha.
B. Einmal bei Rachlau.
C. Ziemlich häufig, Küchwald, Schlosswald, Zeisig-
wald, Limbach.
impura Hb. (1933) ‚Juni bis September in 2 Generationen
nicht häufig.
L. Bei Leipzig vereinzelt auf feuchten Wiesen.
B. Nicht selten, Bautzen, Löbau. Rachlau, Herrnhut»
Zittau, Seifhennersdorf.
C. Schlosswald, Limbach.
pallens L. (1935) Juni bis September in 2 Generationen
häufig bis gemein im ganzen Lande.
ab. ectypa Hb. Unter der Stammart selten.
obsoleta Hb. (1936) Juni, Juli selten.
L. Connewitz, Taucha. Gundorf, an den Haselbacher
Teichen.
109
D. Friedewald, Moritzburger Teiche, Freiberg.
B. Oehna (Köhler), Abgott (Schütze), Niederkunners-
dorf b. Löbau.
C. Chemnitz:Schlosswald, Leubnitz. Werdau. Zwickau.
straminea Tr. (1938) Juni, Juli sehr selten.
L.. Schleussig, Haselbacher Teiche.
D. Dresden: Grosser Garten, ferner Freiberg.
comma L. (1951) Mai bis Oktober in 2 Generationen
nicht selten bis häufig im ganzen Lande.
l-album L. (1954) Mai bis Oktober in 2 Generationen
nicht selten bis häufig im ganzen Lande.
conigera F. (1964) Juni bis August nicht selten.
L. Bei Leipzig n s, Leisnig, Rosswein, Hainichen.
D. Selten, Räcknitz, Doelzschen. Striesen. Deuben,
Lössnitz, Triebischtal, Meissen, Freiberg.
B. Vereinzelt, Bautzen, Seifhennersdorf, Kottmar,
Zittau.
C. Chemnitz: Schlosswald. Werdau, Schneeberg,
Lengenfeld und Plauen.
albipuneta F. (1966) Juli. August nicht selten.
L. Bei Leipzig zeitweilig h, Lausigk, Nossen, Ross-
wein.
D. Räcknitz, Striesen, Wilsdruff, Spitzgrund, Meis-
sen, Freiberg.
B. Verbreitet, Bautzen, Seifhennersdorf, Kottmar.
C. Chemnitz: Küchwald, Limbach, Zwickau, Johann-
georgenstadt.
lithargyria Esp. (1967) Juni, Juli nicht selten.
L. Bei Leipzig n h, Leisnig, Hainichen.
D. Loschwitz, Döhlen, Tharandt, Lössnitz, Coswig,
Meissen, Freiberg.
B. Verbreitet, z. B. Bautzen, Kamenz.
C. Manche Jahre massenhaft, Chemnitz: Schlosswald,
Zwickau, Werdau, Plauen.
turca L. (1969) Juli, August nieht häufig.
110
L. Bei Leipzig ziemlich selten, Naunhof.
D. Selten, Priessnitzgrund,. Lössnitz, Spitzgrund,
Meissen. Wilsdruff, Freiberg.
B. Verbreitet, z. B. Bautzen, Seifhennersdorf, Kott-
mar.
C. Selten. Chemnitz: Riehhörnehen, Küchwald. Lim-
bach.
Grammesia Stph.
trigrammieca Hufn. (1986) Mai bis Juli häufig.
L. Beucha, Harth, Taucha, Rochsburg
g, Lausigk,
Leisnig, Rosswein, Hainichen.
D. Räcknitz, Wilder Mann, Spitzgrund. Meissen,
Freiberg.
B. In der Lausitz häufig, z. B. Kamenz, Seifhenners-
dorf, Kottmar.
C. Chemnitz: Schösserholz, Altendorf, Limbach,
Zwickau, Werdau, Plauen.
ab. bilinea Hb. Einmal bei Meissen gefangen
(Grössel).
Caradrina ©.
exigua Hb. (1990) August, September sehr selten.
D. BeiC»swig, 1 Stück Herdst 193 an Köder (Seiler).
B. Bei Bautzen 1 Stück am Licht gefangen (Köh-
ler), auf dem Löbauer Berg (Graf).
quadripunetata F. (2000) Juni bis August in 2 Genera-
tionen, in Gärten und Häusern. häufig.
L. Bei Leipzig n s, ferner Leisnig, Hainichen.
D. Loschwitz, Striesen, Räcknitz, Deuben, Wils-
druff, Friedewald, Lössnitz, Meissen, Freiberg.
B. In der Lausitz n s, z. B. Seifhennersdorf, Kott-
mar.
C. Bei Chemnitz s h, ferner Werdau, Zwickau,
Plauen, Lengenfeld, Annaberg.
selini B. (2005) Im ‚Juni, Juli wenig verbreitet und meist
selten.
en
D. Bei Dresden: Blasewitz, Bahnwiese, Pieschen.
Friedewald, Coswig (in letzten Jahren, bes. 1902, häufig),
Weinböhla.
B. Auch in der Heidegegend der Lausitz von Köh-
ler gefangen.
var. milleri Schulz. Wurde bei Leipzig in mehr-
eren Stücken an Licht gefangen (Fingerling, Rey Il), bei
Schkeuditz (Brückner). Ebenfalls bei Dresden-Goswig.
Eine Trennung dieser Aberration von der Stammform
dürfte kaum möglich sein, da an letzterem Orte helle bis
dunkle, scharf gezeichnete und fast zeiehnungslose Stücke
gefangen werden. Bin Blick in die reiche Sammlung des
Herrn Seiler in Dresden, der selini‘ aus den verschieden-
sten Gegenden Europas besitzt, belehrt einem sofort über
die grosse Variabilität dieser Art (E. Möbius).
Lit.: C. s. und ihre Entwicklung von Steinert in:
les Bd. VIL..S. 117;
respersa Hb. (2014) Juni, Juli selten.
D. Meissen (Triebischtal, Goldgrund, Heiliger Grund).
B. Bautzen, Nieder-Kaina, Uzerneboh, Hochstein.
C. Chemnitz: Schweizertal, Lichtenwalde, Zeisig-
wald.
superstes Tr. (2015) Juni bis August sehr selten.
D. Plauenscher Grund (Meisel), Coswig (Seiler).
B. Herrnhut, Zittau, Rachlau (Schütze).
morpheus Hufn. (2016) Juni, Juli nicht selten.
L. Bei Leipzig n h, Leisnig, Rosswein, Hainichen.
D. Striesen, Räcknitz, Deuben, Waldsehlösschen,
Lössnitz, Coswig, Meissen, Kreiberg.
B. Verbreitet. ziemlich selten, Bautzen, Kottmar.
C. Chemnitz: Küchwald, ferner Plauen.
alsines Brahm. (2017) Juni bis August nicht häufig.
L. Bei. Leipzig z h, ferner Leisnig, Hainichen.
D. Lössnitz, Meissen, Plauenscher Grund, Freiberg.
B. In der Lausitz gemein (Schütze).
C. Bei Chemnitz n s, ferner Plauen.
ab. sericea Spr. Ein Stück in Blasewitz gefangen
(Staudinger).
taraxaci Hb. (20185) Juni, Juli nicht häufig.
L. Bei Leipzig vereinzelt, Hainichen.
D. Striesen, Räcknitz, Deuben, Meissen.
B. Bautzen. Ebersbach, Seifhennersdorf, Löbau,
Rachlau. (Regelmässig an Blüten des Weidenröschens
(Schütze).
C. Bei Chemnitz n s, Werdau, Plauen.
ambigua F. (2019) Juni und August, September in zwei
(renerationen ziemlich häufig.
L. Bei Leipzig vereinzelt, Lausigk.
D. Loschwitz. Striesen, Räcknitz, Ostragehege, Löss-
nitz, Friedewald. Meissen.
B. In der_Lausitz nicht selten, z. B. Rachlau. Nie-
derkunnersdorf.
C. Bei Chemnitz nicht selten.
pulmonaris Esp. (2020) Juni, Juli sehr selten.
D. Blasewitz, Plauenseher Grund. Saubachtal, Frie-
dewald.
HyarlarB.
gluteosa Tr. (2023) Juli, August sehr selten. 1 5 bei
Teichnitz b. ne ferner auf dem Weissiger Berge
bei Rachlau 1 2 an Köder (Schütze).
pallustris Hb. (2024) Mai, Juni sehr selten.
L. Nähere Umgebung von Leipzig selten, früh flie-
gend gefangen und am Licht.
D. Blasewitz, Zitzschewig, Meissen.
B. Blösa, Oehna, Strehla, Kronförstehen, am Ab-
gott, Rachlau.
Petillampa Auriv.
arcuosa Hw. (2034) Juli bis August selten auf Wiesen.
L. Bei Leipzig: Zschocher (Reichert).
113
D. Blasewitz (Neubert), Freiberg.
B. Bautzen, Rachlau, Czerneboh. Herrnhut.
C. Chemnitz: Schlosswald. Küchwald. Furth, Jo-
hanngeorgenstadt nicht selten.
Aeosmetia”Stph.
caliginosa Hb. (2035) Juni, Juli selten.
L. Leipzig: Lindhardt, Schkeuditz, Scheibenholz,
Grimma.
B. Rachlau 1 & an Licht (Schütze).
Rusina Stph.
umbratica @oeze (2037) (tenebrosa Hb). Juni, Juli nicht
selten.
L. Connewitz, Harth, Beucha, Knauthain, Hainichen.
D. Priessnitzgrund, Wilder Mann, Dresdner Heide,
Lössnitz, Coswig, Meissen, Freiberg.
B. Bautzen, Löbau, Rachlau, auf dem Rotstein,
Seifhennersdorf, Zittau, Kamenz.
C. Bei Chemnitz überall n s, ferner Werdau, Plauen.
Amphipyra O.
tragopoginis L (2047) Im Juli, August häufig im gan-
zen Lande.
livida F. (2049) In Rachlau in der Lausitz 1 frisches 9
am 20. 8. 1892 geködert (Schütze).
perflua F. (2053) Im Juli, August selten im Triebisch-
tal (Verein Meissen), bei Nossen (Bergmühle) einmal von
Irmscher gefangen, auch bei Weinböhla.
pyramidea L. (2054) Im Juli, August häufig im ganzen
Lande.
.. Taeniocampa Gn.
gothiea L. (2062) März, April häufig im ganzen Lande.
miniosa F. (2065) April selten.
L. Nicht selten bei Leipzig, Naunhof h, Rosswein.
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1905.
D. Selten, Auer, Lindenau, Meissen.
B. Niederkunnersdorf, Seifhennersdorf.
C. Annaberg, Werdau, Plauen.
pulverulenta Esp. (2066) März, April nicht selten bis
häufig im ganzen Lande.
populeti Tr. (2067) März, April selten.
L. Leipzig: Kohlenberg selten.
D. Nicht selten, Pillnitz, Lössnitz, Lindenau, Meissen.
B. Bautzen, Rachlau, Löbau, Kamenz, Seifhenners-
dorf.
C. Bei Werdau selten.
stabilis View. (2068) März, April häufig im ganzen Lande.
In der Lausitz ziemlich selten.
ineerta Hufn. (2070) März, April häufig bis gemein im
ganzen Lande.
ab. fuscata Hw. Ebenso häufig wie die Stammform.
opima Hb. (2071) März, April selten.
L. Einzeln, Leipzig: Lindhardt, Kohlenberg, Univer-
sitätsholz, Rochlitz.
D. Loschwitz, Lössnitz, Meissen.
B. Löbau, Rachlau, Seifhennersdorf.
C. Chemnitz: Altendorf, Limbach, Werdau, Annaberg.
gracilis F. (2072) März, April nicht selten.
L. Bei Leipzig h, Hainichen.
D. Dresden: Gehege, Loschwitz, Kaitz, Striesen,
Serkowitz, Lindenau, Meissen, Freiberg.
B. Verbreitet, nicht selten, Kottmar, Seifhenners-
dorf, Kamenz.
C. Bei Chemnitz n s, Limbach, Zwickau, Werdau,
Lengenfeld, Plauen, Annaberg.
munda Esp. (2073) April, Mai nicht häufig.
L. Bei Leipzig h, Hainichen, Königshain.
D. Pillnitz, Rabenau, Saubachtal, Dresdner Heide,
Lössnitz, Lindenau, Meissen, Freiberg.
B. Selten, Zittau, Nieder-Friedersdorf, Rachlau, Klix,
Guttau.
C. Selten, bei Chemnitz, Altendorf, Werdau.
ab. immaculata Stgr. Unter der Stammart selten.
Panolis’Hp:
griseovariegata Goeze (2074) (piniperda Panz.) März bis
Mai nicht selten.
L. Leipzig: Universitätsholz, Brandis, Leisnig, Königs-
hain, Hainichen.
D. Pillnitz, Dresdner Heide, Lindenau, Coswig, Meis-
sen, Rabenau, Frauenstein, Freiberg.
B. Kamenz (Sommer 1885 verheerend in Kiefern-
waldungen (Pabst). Spremberg bei Neusalza, Seifhenners-
dorf, Rachlau.
C. Chemnitz: Rabensteinerwald, Zeisigwald, Ebers-
dorfer Telle, Flöha, Limbach, Werdau, Zwickau, Lengen-
feld, Plauen, Brambach, Schneeberg.
Mesogona B.
oxalina Hb. (2077) Juli bis September selten.
L. Einzeln, Leipzig: Universitätsholz, Kettenbrücke,
Hainichen.
D. Dresden: Grosser Garten, Gehege, Elbgelände,
Coswig, Meissen.
B. Einmal bei Blösa (Schütze).
C. Bei Chemnitz s, Zwickau.
Lit.: M. O. in. Dresdner Gegend von Röber im Kor-
respondenzblatt d. Ent. Ver. Iris, 1885, 8. 18.
acetosellae F. (2078) August, September selten.
L. Leipzig: Universitätsholz, Schützenhof, Berliner
Bahnhof, Lindental, Grimma.
D. Blasewitz, Räcknitz, Plauenscher Grund, Meissen,
Elb- und Triebischtal.
B. Sehr selten, Löbau, Bautzen.
C. Werdau, Plauen.
gr
116
Dieycla Gn.
00 L. (2085) Juni, Juli sehr selten.
L. Beucha, Grimma, Schkeuditz, Brandis, Lausigk.
D. Saubachtal, Spitzgrund, Meissen-Triebischtal.
Calymnia Hb.
pyralina View. (2087) Juli, August selten.
L. Nicht häufig, Harth, Ratsholz, Leutzscherholz.
D. Loschwitz, Weinböhla, Triebischtal.
B. Früher bei Herrnhut, Zittau (Möschler).
C. Röhrsdorf.
affinis L. (2088) Juli, August nicht selten.
L. Uberall bei Leipzig, manche Jahre häufig. Conne-
witz-Ratswald, Hainichen.
D. Räcknitz, Lössnitz, Meissen.
C. Annaberg.
diffinis L. (2089) Juli, August selten.
L. Leipzig: Bienitz, Ratsholz.
D. In Tälern links der Elbe, Meissen.
trapezina L. (2098) Juli bis September im ganzen Lande
| | 5
gemein.
ab. badiofasciata Teich. Bei Leipzig einmal
gefangen.
Gos5mia..G@:
paleacea Esp. (2099) Juli bis September nicht häufig.
L. Manche Jahre häufig, Harth, Oelzschau, Kohlen-
berg, Lindental, Lausigk, Hainichen.
D. Räcknitz, Klotzsche, Wilder Mann, Saubachtal,
Frauenstein, Coswig, Meissen, Freiberg.
B. Nicht selten, Rachlau, Strehla, Kamenz, Seifhen-
nersdorf.
C. Selten, Chemnitz! Zeisigwald, Küchwald, Har-
tauer Wald, Schösserholz, ferner Werdau, Lengenfeld.
117
Dyschorista 1Ld.
suspecta Hb. (2109) Juli, August selten.
L. Manche Jahre ziemlich häufig, Kohlenberg, Leina.
D. \Weinböhla, Oberau.
B. Vereinzelt, Bautzen, Rachlau, Zittau, Löbau.
Nieder-Friedersdorf, Seifhennersdorf.
ab. iners Tr. Unter der Stammart (Leipzig).
fissipuneta Hw. (2111) Juli, August nicht selten.
L. Bei Leipzig überall häufig, gegen 100 R wurden
vor Jahren einmal in einem verlassenen Vogelnest auf
Populus pyramidalis gefunden (Reichert).
B. Selten, Bautzen. Rachlau, Seifhennersdorf.
C. Schönau, Werdau, Plauen und bei Annaberg.
Dlastenis B.
retusa L. (2114) Juli, August selten.
L. Schleussig, Rosswein, Hainichen.
D. Räcknitz. Striesen, Rabenau. Weinböhla. Meissen-
Triebischtal, Freiberg.
B. Nicht selten. Klix. Kottmar. Kamenz, Seifhen-
nersdorf.
C. Chemnitz: Schlosswald. Küchwald, Werdau,
Schneeberg, Plauen.
subtusa F. (2115) Juli, August selten.
L. Bei Leipzig ziemlich selten.
D. Nöthnitz, Wilsdruff, Weinböhla, Freiberg.
B. Bautzen. Neschwitz, Zittau, Seifhennersdorf.
Rachlau.
C. Chemnitz: Küchwald, Schlosswald, Werdau,
Zwickauer Wald, Lengenfeld, Plauen, Annaberg.
Cirrhoedia Gn.
ambusta F. (2116) August, September sehr selten. Diese
seltene Eule wurde bis jetzt ganz einzeln in der Leipziger
118
Gegend bei Machern (E. Heyne) und Frauendorf (Reichert),
ferner in der Dresdner Gegend am Auer in einem Stück
gefunden (Storch). In der Bautzner Gegend wurde das
Tier in je einem Exemplar bei Kleinsehönau und Kron-
förstehen gefangen (Möschler).
Orthosia ©:
rutieilla Esp. (2120) Wurde in Leipzig 1904 aus daselbst
gefundenen R erzogen (Reichert).
lota Cl. (2122) September, Oktober nicht selten.
L. Vereinzelt, Harth, Ratsholz, ferner Lausigk, Hai-
nichen.
D. Vereinzelt, Loschwitz, Grosser Garten, Striesen,
Räcknitz, Plauenscher Grund, Potschappel, Wilsdruff,
Elb- und Triebischtal bei Meissen, Freiberg.
B. Bautzen, Rachlau, Kottmar. Zittau, Seifhenners-
dorf.
C. Sehr häufig, Altendorf. ferner Werdau, Zwickau,
Plauen.
macilenta Hb. (2123) August, September nicht häufig.
Der Falter überwintert.
L. Leipzig: Universitätsholz, an der Kettenbrücke,
Schützenhof, bei Grimma und Hainichen.
D. Loschwitz, Rabenauer und Zschoner Grund, Löss-
nitz, Meissen, Freiberg.
B. Bautzen, Rachlau, Weissiger Berg, Saritsch,
Seifhennersdorf.
C. Bei Chemnitz n h, ferner Zwiekau.
eircellaris Hufn. (2124) August bis November sehr häu-
fig im ganzen Lande. F überwintert.
Pabst fand in Chemnitz im Herbst 1858 eine hell-
graue Varietät mit scharf hervortretender, dunkelgrauer
Zeichnung.
helvola L. (2125) September, Oktober häufig.
L Überall häufig, Zwenkau, Harth, Lausigk, Ross-
wein, Hainichen.
D. Lössnitz, Friedewald, Spitzgrund, Meissen, Freiberg.
119
B. Überall nicht selten in der Lausitz.
C. Ziemlich selten, Zeisigwald, ferner Zwickau,
Werdau, Plauen.
pistacina F. (2127) September, Oktober häufig.
L. Nicht häufig, Lindental, Ratsholz, Harth, Univer-
sitätsholz n s, Lausigk, Hainichen.
D. Striesen, Räcknitz, Wilsdruff, Sächs. Schweiz,
Coswig (1903 gemein), Meissen, Freiberg.
B. Im Oberlande gemein, Kottmar, Seifhennersdorf,
Kamenz.
C. Bei Chemnitz, Zwiekau, Werdau, Plauen.
ab. canaria Esp. Jesewitz bei Leipzig. Bei Cos-
wig nicht selten (bes. 1903). Bei Bautzen 2 Stück (Köhler).
ab. serina Esp. Unter der Stammart nicht selten.
ab. rubetra Esp. Ebenfalls nicht selten.
nitida F. (2130) Juli bis September selten.
L. Leipzig: Im Universitätsholz einmal gefangen von
E. Müller.
D. Dresdner Heide, Meissen (Heiliger Grund, Trie-
bischtal).
B. Bautzen, Rachlau, Kottmar, Zittau, Seifhenners-
dorf.
C. Bei Chemnitz, Werdau (roter Berg).
laevis Hb. (2133) August, September selten.
L. Bei Grimma einmal gefangen (Gerber).
D. Bosel, Triebischtal (Zeidler).
B. Früher einige Falter bei Rachlau (Schütze).
litura L. (2138) August, September häufig, überwintert.
L. Uberall, nieht häufig, Schützenhof, Lausigk, Leis-
nig, Rosswein, Hainichen.
D. Räcknitz, Döhlen, Dresdner Heide, Wilsdruff,
Lössnitz, Spitzgrund, Meissen, Freiberg.
B. Gemein in der Lausitz.
C. Bei Chemnitz n s, Zwickau, Werdau, Plauen.
Xanthia ©.
eitrago L. (2143) August bis Oktober nicht häufig.
L. Uberall ziemlich häufig, Brandis, Rosswein, Hai-
nichen.
D. Loschwitz, Grosser Garten, Plauenscher Grund,
Wilsdruff, Tharandt, bei Berggieshübel, sowie um Meissen
und Freiberg.
B. Verbreitet und nicht selten, Grossschweidnitz,
Seifhennersdorf usw.
C. Vereinzelt, Küchwald, Glösa, bei Zwickau, Wer-
dau, Plauen.
aurago F. (2145) August bis Oktober selten.
L. Sehr vereinzelt, Universitätsholz, Brandis, Leis-
nig, Hainichen.
D. Selten, Loschwitz, Dresdner Heide, Coswig,
Meissen, Freiberg.
C. Im Schlosswald bei Chemnitz einmal gefangen
(Tetzner).
ab. fucata Esp. Einzeln unter der Stammart bei
Leipzig, Coswig und Meissen.
lutea Ström. (2146) (flavago F.) August bis Oktober
überall nicht selten im ganzen Lande.
fulvago L. (2145) August bis Oktober häufig im ganzen
Lande.
ab. flavescens Esp. Unier der Stammform nicht
selten.
palleago Hb. (2150) August, September selten. Bei Leip-
zig und im Grossen Garten bei Dresden (Steinert).
gilvago Esp. (2151) August, September selten.
L. Bei Leipzig n h, ferner bei Leisnig.
D. Selten, Dresden: Grosser Garten, Räcknitz,
Zschoner Grund, Heide, Triebischtal, Oberau.
B. Sehr selten, Bautzen (Köhler), Kamenz.
C. Zweimal bei Werdau gefunden (Wolf).
ocellaris Bkh. (2152) August bis Oktober nicht häufig.
L. Bei Leipzig nicht häufig.
D. Selten, Räcknitz, am Osterberg, bei Zitzschewig,
in der Lössnitz und um Meissen, ferner bei Freiberg.
GC. Bei Werdau.
Hoperina Blaneh
eroceago F. (2155) September, Oktober nicht häufig. Der
Falter überwintert.
L. Bei Leipzig n h, Lausigk (Kleinbard. Wald).
D. Selten. Döhlen, Sürssengrund, Dresdner Heide,
Zschoner Grund, Weinböhla, Meissen, Freiberg.
B. Früher bei Bautzen (Möschler).
C. Schlosswald bei Chemnitz und bei Werdau.
Orrhodia Hhbk.
erythrocephala F. (2157) September, Oktober selten. Der
Falter überwintert.
L. Vereinzelt, Harth, Universitätsholz, ferner bei
Lausigk.
D. Selten, Loschwitz, Wilsdruff, Lössnitz, Meissen.
B. Selten, Bautzen, Löbau, Rachlau, Herrnhut.
C. Lichtenwalde.
ab. glabra Hb. Unter der Stammart selten.
veroniecae Hb. (2155) September, Oktober sehr selten.
Diese Art wird uns nur aus Freiberg (Entom. Verein) ge-
meldet, wo sie selten und nicht alle Jahre vorkommen soll.
vau-punetatum Esp. (2159) September bis Mai nicht selten.
L. Universitätsholz, Grimma.
D. Blasewitz, Räcknitz, Döhlen, Zitzschewig, Meis-
sen, Freiberg.
B. Vereinzelt, Bautzen, Löbauer Berg, Rachlau.
C. Bei Chemnitz s, Lichtenwalde, ferner Zwickau.
vaceinii L. (2164) September bis Mai gemein im ganzen
Lande.
ab. spadicea Hb. (Vorderflügel mehr oder weniger
schwärzlich gebändert). Unter der Stammart nicht selten.
ab. mixta Stgr. (Vorderflügel in der Mitte und
aussen licht gebändert). Ebenfalls nicht selten.
ligula Esp. (2165) September bis April selten.
L. Bei Leipzig vereinzelt.
D. Striesen, Lössnitz, Zitzschewig, Meissen.
B. Bautzen, Kottmar, Seifhennersdorf. Rachlau.
C. Bei Chemnitz n h, ferner Werdau (roter Berg)
und Plauen.
ab. subspadicea Stgr. (Braun mit weissen Adern).
Unter der Stammart nicht selten.
ab. polita Hb. (Schwärzlich, grau marmoriert). We-
niger selten als vorige Aberration.
rubiginea F. (2167) September bis April nicht selten.
L. Selten, Taucha, Lucka, Kirschwehr, Universitäts-
holz, Paunsdorf, Leisnig, Hainichen.
D. Selten, Deuben, Wilsdruff, Loschwitz, Dresdner
Heide, Zitzschewig, Meissen, Freiberg.
B. Ziemlich selten, Bautzen, Herinhut, Kronförstehen,
Rachlau, Kottmar, Seifhennersdorf.
C. Chemnitz: Zeisigwald, Altendorf bei Werdau,
Plauen und Annaberg.
ab. uniecolor Tutt. Unter der Stammform nicht
selten.
Scopelosoma Curt.
satellitia L. (2169) September bis Mai häufig im ganzen
Lande, F en,
ab. brunnea Lampa. (Ohne weisse Makeln). Unter
der Stammart nicht selten.
ylınar Tr
semibrunnea Hw. (2170) September bis Mai sehr selten.
L. Leipzig: Scheibenholz, auch sonst vereinzelt
(Verein Fauna).
a HS a ji Rn a a a an nn Zu 2 ee a
ur
D. Bei Freiberg (Entom. Verein).
soeia Rott. (2172) August bis April ziemlich häufig.
L. Bei Leipzig z h, bei Lausigk, Leisnig, Hainichen.
D. Kaitz, Baumwiese, Spitzgrund, Meissen, Glashütte,
Wilsdruff, Freiberg.
B. Verbreitet. nieht selten, z. B. Kottmar, Seifhen-
nersdorf.
C. Bei Chemnitz n s, ferner bei Werdau. Zwickau,
Lengenfeld und Plauen.
fureifera Hufn. (2173) August bis April nicht selten.
L. Bei Leipzig n s, Lausigk, Leisnig, Rosswein,
Hainichen.
D. Kaitzer Grund, Deuben, Rabenau. Wilsdruff,
Plauenscher Grund, Gabelgrund, Auer, Meissen, Freiberg.
B. In der Lausitz h, z. B. Kamenz, Kottmar, Nieder-
kunnersdorf,. Seifhennersdorf.
C. Bei Chemnitz n s, Werdau, Zwickau, Lengenfeld,
Plauen, Bad Elster, Annaberg.
ornitopus Rott. (2177) August bis April nicht selten.
L. Bei Leipzig h, Lausigk, Leisnig, Hainichen.
D. Dresden: Grosser Garten, Heide, Leubnitz, Wind-
berg, Wilsdruff, Dippelsdorf, Gabelgrund, Coswig, Meissen,
Freiberg.
B. In der Lausitz nicht selten, z. B. Kottmar, Nie-
derkunnersdorf, Seifhennersdorf.
C. Bei Chemnitz nieht selten, Werdau, Zwiekau.
Plauen.
Calocampa Stph.
vetusta Hb. (2150) August bis April häufig.
L. Beileipzigns, Sellerhausen, Rosswein, Hainichen.
D. Dresden: Striesen Blasewitz, Räcknitz. Rade-
beul, Zitzschewig Meissen, Wilsdruff, Freiberg.
B. Ziemlich selten, z. B. Bautzen. Niederkunnersdorf.
Seifhennersdorf.
C. Chemnitz: Küchwald, Werdau, Plauen. bei Schnee-
berg und Annaberg.
exoleta L. (2151) August bis April nicht selten.
L. Bei Leipzig n h, Leisnig, Döbeln, Hainieben.
D. Wilsdruff, Zitzschewig, Friedewald, Meissen-Trie-
bischtal, Freiberg.
B. Bautzen, Kamenz, Spremberg b. Neusalza, Seif-
hennersdorf.
C. Sechsruten. Niederwiesa, Limbach, Werdau, Zwik-
kau, Plauen, Lengenfeld. bei Schneeberg und Annaberg.
solidaginis Hb. (2152) August, September nicht häufig.
L. Selten, Beucha, Lindhardt, Universitätsholz, ferner
bei Leisnig.
D. Schon Treitschke (Bd. VI, S. 411) schreibt 1827:
Nach Mitteilung des Herrn von Tischer: „Ein in der
Waldung des Meissner Hochlandes eben nicht seltener
Schmetterling. dessen Raupe hier lediglich auf Heidel-
beere lebt. usw.” Auch jetzt noch bei: Loschwitz, im Birken-
wäldchen, am Fischhaus, bei Rochwitz, im Friedewald,
bei Coswig häufig, Meissen, Oberau.
B. In der Lausitz selten, Seifhennersdorf.
C. Vereinzelt, Schlosswald, Rabenstein, Werdau,
Brambach, Plauen.
ab. cinerascens Stgr. Unter der Stammart selten,
bei Coswig.
Xylomiges Gn.
conspicillaris iu. (2185) April bis Juni nicht selten.
L. Harth, Kohlenberg, Beucha, Machern, Leina,
ferner bei Hainichen.
D. Döhlen, Dippoldiswalde, Saubachtal, bei Pillnitz,
Wilder Mann, in der Lössnitz und bei Meissen.
C. Bei Chemnitz selten.
ab. melaleuca View. Häufiger als die Stammform.
Calophasia Stph.
lunula Hufn. (2199) Mai bis August nicht häufig in zwei
Generationen.
125
L. Beucha, Steinberg, Ammelshain, Grimma, Eythra,
Leisnig, Hainichen.
D. Selten, Priessnitzgrund, Loschwitz, Plauenscher
Grund, Neudeekmühle, ferner bei Zitzschewig, Lindenau,
Spitzgrund, Auer, Weinböhla, Meissen, Glashütte.
B. Verbreitet und selten, Bautzen, Spremberg, Zit-
tau, Herrnhut, auf dem Rotstein, Rachlau und bei Hal-
bendorf.
C. Bei Chemnitz vereinzelt
CGueulliia’Sehrk.
prenanthis B. (2220) April, Mai. Soll bei Freiberg selten
vorkommen (Entom. Ver. Freiberg). Ferner ist die R früher
jährlich einzeln auf dem Oybin bei Zittau an Serophu-
laria nodosa gefunden w orden (Möschler und Standfuss).
verbasei L. (2221) Mai, Juni häufig.
L. Bei Leipzig n s, ferner bei Leisnig, Königshain.
D. Wilsdruff, a Meissen, Freiberg.
B. Nicht selten, Neschwitz (Möschler), Kottmar.
eG. Bei Chemnitz n h, ferner Limbach, Werdau,
Zwickau, Plauen, Schneeberg.
serophulariae Gap. (2222) April bis Juli nicht selten.
L. Überall häufig, Zwenkau, Harth, ferner Leisnig,
Rosswein, Hainichen.
D. Loschwitz, Volkersdorf, Wilsdruff, Lössnitz, Meis-
sen, Freiberg.
B. In der Lausitz häufig, Kamenz, Spremberg, Nie-
derkunnersdorf, Seifhennersdorf.
C. Zerstreut, Schlosswald, Limbach, Schneeberg,
Werdau, Zwickau, Lengenfeld, Plauen, Annaberg.
Iychnitis Rbr. (2224) Mai, Juni selten.
L. Rosswein, Königshain.
D. Nur einige mal im Plauenschen Grund (Seiler).
asteris Schiff. (2229) Juni, Juli nicht selten.
L. Leipzig: Frauendorf, Leisnig, Rosswein, Hainichen.
Oo oO
D. Niederwartha, Lössnitz, Meissen, Freiberg, ferner
bei Reichenau i. Erzg.
B. Selten, Bautzen, Löbau, Spremberg. Kottmar,
Niederkunnersdorf, Seifhennersdorf.
C. Nicht häufig, Gablenz, Holzdorf, Rabenstein,
Leubnitz b. Werdau, Schneeberg, Annaberg, Plauen.
tanaceti Schiff. (2244) Juni. Juli nieht häufig.
L. Bei Leipzig nicht häufig.
D. Selten, Lössnitz, Moritzburg, Weinböhla, Meissen.
B. Selten, Bautzen, bei Rachlau und Seifhennersdorf.
umbratica IL. (2245) Mai bis August häufig im ganzen
Lande.
lueifuga Hb. (2247) Juni, Juli selten. Nur im oberen
Erzgebirge. Bei Freiberg und Zschopau selten (Fleischer),
Annaberg hin und wieder (Junghans), Bad Elster, Johann-
georgenstadt (E. Möbius).
lactucae Esp. (2248) Mai bis Juli nieht häufig.
L. Bei Leipzig s, ferner Lausigk, Königshain.
D. Selten, Loschwitz, Niedersedlitz, Dippoldiswalde,
Wilsdruff, Schandau, Plauenscher Grund, Wilder Mann,
Weinböhla, Bosel, Triebischtal, Freiberg.
B. Nur im Oberlande, selten, Friedersdorf, Oybin,
Zittau, Niederkunnersdorf, Seifhennersdorf, Lausche.
C. Hilbersdorf, Lichtenwalde, Leubnitz b. Werdau,
Schneeberg, Annaberg, Olbernhau, ferner Plauen.
chamomillae Schiff. (2250) Mai. Juni selten.
L. Bei Leipzig selten.
D. Dresden-Neustadt (Bahndamm), Losehwitz, Plau-
enscher Grund, Oberlössnitz, Meissen, Sörmewitz, Freiberg.
B. Bautzen, Kottmar, Saritsch, Eibau, Rachlau.
C. Zerstreut, Chemnitz: Furth, Hilbersdorf, ferner
/Zwiekau.
ab. chrysanthemi Hb. Unter der Stammatt.
artemisiae Hufn. (2273) Mai bis Juli nicht selten.
L. Leipzig, Grimma, Königshain.
D. Dresden: Am Heller, bei Blasewitz, Loschwitz,
Radebeul, Weinböhla, Meissen, Freiberg.
B. Auf dem Rotstein und bei Kklix.
C. Bei Chemnitz selten.
absinthii L. (2274) Juni, Juli selten.
L. Bei Königshain.
D. Selten. Lössnitz, Spaargebirge, Meissen-Knorre,
Triebisch- und Jahnatal.
B. Im Niederlande zahlreich, Kommerau, Halben-
dorf, Klix, bei Rachlau selten.
argentea Hufn. (2278) Im Juni, Juli sehr selten, bei
Meissen einiee R eefunden von Grössel, selten bei Baut-
(=) 5
zen und Kamenz,
Anartartio.
myrtilli L. (2253) Mai bis August in 2 Generationen nicht
selten.
L. Selten, Harth bei Zwenkau, Frauendorf und am
Kohlenberg, ferner bei Leisnig.
D. Pillnitz, Langebrück, bei Wilsdruff, in der Heide
bei Zitzschewig, Coswig, Weinböhla, Meissen und Freiberg,
B. In der nördl. Heidegegend h, bei Kamenz, Sprem-
berg, Kottmar, Seifhennersdorf.
C. Chemnitz: Sehösserholz, Sechsruten, Rabensteiner
Wald, Zeisigwald, Adelsberg, ferner bei Werdau, Len-
genfeld und Plauen.
cordigera Thnbg. (2284) Mai, Juni sehr selten. In Sach-
sen nur an wenigen Orten gefunden worden und zwar
bei Hohenstein-Ernstthal (Ernst jr.), bei Werdau (Wolf),
Bad Elster und an der sächs. Grenze bei Zeulenroda
(Schweitzer und Henze).
Heliaca HS.
tenebrata Se. (2302) April, Mai häufig auf Wiesen im
ganzen Lande.
128
Heliothis ©.
ononis F. (2320) Juni und August selten. Nur aus der
Leipziger Gegend bekannt, bei Lindental und Beucha
(Verein Fauna).
dipsacea L. (2321) Mai und August in 2 Generationen
nicht selten.
L. Bei Leipzig n s, Hohburg, bei Leisnig und Hai-
nichen.
D. Räcknitz, Kaditz, Cossebaude, am Heller, in der
Lössnitz, Friedewald, Coswig, Weinböhla, Meissen, Frei-
berg.
B. Verbreitet uud nicht selten. z. B. bei Gross-
Schweidnitz.
C. Zeisigwald, Altendorf, Hilbersdorf, Borna, ferner
bei Zwiekau, Leubnitz b. Werdau, Plauen.
seutosa Schiff. (2323) Mai und August selten.
D. Sehr selten. Zsehoner Grund, Gauernitz.
B. Uhna. Sehleifmühle, bei Löbau und bei Binne-
witz.
GC. Bei Zwiekau (Rössler).
Chariclea Curt.
delphinii L. (2352) Mai, Juni sehr selten.
L. 1 Exemplar am Licht gefangen (Blechschmidt).
D. Meissen-Elbtal sehr selten (Verein Meissen).
B. Früher sind mehrere R bei Herrnhut gefunden
worden (Möschler).
C. 1 Exemplar bei Werdau gefangen (Gerber).
PvrrkissEiD:
umbra Hufn. (2358) Mai. Juni nicht selten.
L. Bei Leipzig n s, ferner bei Hainichen.
D. Selten, Räcknitz, Tolkewitz, Saubachtal, Coswig,
Meissen. Freiberg.
129
B. Bautzen, Lömischau. Kamenz, Gross-Schweidnitz,
Spremberg, Seifhennersdorf.
C. Chemnitz: Küchwald, Gablenz, ferner Werdau
und Zwickau.
Acontia Ld.
lueida Hufn. (2378) Mai und August selten.
L. Bei Leipzig ziemlich selten.
D. Weinböhla, Meissen-Triebischtal.
C. Bei Zwickau (Rössler).
luetuosa Esp. (2350) Mai bis August sehr selten.
L. Bei Leipzig selten.
D. Hosterwitz (E. Möbius), Meissen-Elbtal sehr selten.
(Meissner Verein).
B. Ein Stück im August 1903 bei Bautzen gefangen
D D D
von Rost.
C. Bei Zwickau (Rössler) und Plauen (Schweitzer
und Hense).
Thalpochares L.d.
paula Hb. (2431) Juli, August nicht selten, jedoch bis
jetzt nur in der Dresdner- und Bautzner Gegend beobachtet.
D. Weinböhla n s, Meissen-Elbtal häufig.
B. In der nördlichen Heidegegend häufig.
Erastria O.
argentula Hb. (2453) Juni, Juli.
L. Bei Leipzig häufig, ferner bei Geithain.
C, Zerstreut bei Chemnitz (Pabst).
uncula Cl. (2454) Mai bis Juli nicht selten.
L. Leutzsch, Universitätsholz, Grimma.
D. Dresden: Am Auer, bei Meissen und Freiberg.
B. In der Heide auf sumpfigen Wiesen häufig, bei
Auritz, Bautzen, Kamenz.
C. Altendorf, ferner bei Zwickau.
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1905.
130
venustula Hb. (2458) Im ‚Juni nicht selten, aber bisher
nur in der Dresdner- und Bautzner Gegend gefangen.
D. Dresden: Wilder Mann, Lössnitz, Coswig, Wein-
böhla, Friedewald.
B. In der nördl. Heide ns (Köhler), bei Lömischau,
Kamenz.
Lit.: Beschreibung der Raupe von Steinert in Iris,
Bd. VLe:S.2 79.
pusilla View. (2460) Im Juni selten.
L. Harth und bei Leisnig.
D. Nossen nicht häufig (Speyer).
B. Guttau, Kleinsaubernitz, Nieder-Friedersdorf.
deceptoria Sc. (2462) Mai, Juni nicht selten.
L. Überall, häufig in der Harth bei Zwenkau.
D. Loschwitz, Lössnitz.
B. Herrnhut, Seifhennersdorf, Kamenz.
C. Zwickau.
faseiana L. (2464) Im Mai, Juni häufig im ganzen Lande
Rivula Gn.
sericealis Se. (2475) Mai bis Juli häufig.
L. Bei Leipzig h, Rochsburg, Leisnig.
D. Loschwitz, Pillnitz, Dohna, Weesenstein, Kaitzer
Grund, Cossebaude, Heide, Friedewald, Lössnitz, Auer,
Meissen, Freiberg.
B. Verbreitet und nicht selten. (Köhler fing bei
Bautzen ein abweichendes Stück mit stark verdunkelten
Vorderflügeln), Kottmar, Seifhennersdorf.
C. Chemnitz: Eiehhörnchen, CGrimmitschauer Wald,
Werdau, Plauen.
Prothymnia Hn.
viridaria Cl. (2482) Mai und August in 2 Generationen
nicht selten.
L. Bei Leipzig zerstreut, Leisnig, Rosswein.
D. Dresden: Heller, Lössnitz (Himmelsbusch häufig),
Weinböhla.
B. Verbreitet, ziemlich selten, Lömischau, Rachlau,
Oderwitzer Spitzberg, Königswartha.
C. Limbach bei Chemnitz, Plauen nicht häufig.
Emmelia Hb.
trabealis Sc. (2490) Mai bis September in 2 Generati-
onen nicht selten auf Brachfeldern und sonnigen Hängen.
L. Bei Leipzig häufig.
D. Wilsdruff, Tharandt, Gross-Dobritz, Lössnitz,
Weinböhla, Meissen.
D. In der Heide häufig, Lömischau, Leichnam, Ka-
menz, Niederkunnersdorf.
C. Bei Chemnitz n s, ferner bei Werdau, Plauen,
Annaberg.
C. Gonopterinae.
Scoliopteryx Germ.
libatrix L. (2502) Juni bis September häufig in 2 Gene-
rationen im ganzen Lande. Der Falter überwintert.
D. Quadrifinae.
Telesilla HS.
amethystina Hb. (2512) Im Juli sehr selten bei Leipzig,
Harth (Piller), Klein-Steinberg (Sauermann), Wahren.
R wurde im August einmal auf Silaus pratensis ge-
funden (Gerber), einmal mit Daucus carota aus dem Ei
erzogen (Kabisch).
Abrostola ©.
triplasia L. (2515) Mai bis August nicht selten.
L. Überall, ziemlich häufig, Connewitz, Ratsholz,
Lausigk, Leisnig, Hainichen, Königshain.
9%
132
D. Striesen, Räcknitz, Löbtau, Deuben, Wilsdruff,
Meissen, Freiberg.
B. In der Lausitz n s, Niederkunnersdorf, Sprem-
berg, Gross-Schweidnitz, Seifhennersdorf.
C. Altchemnitz, Borna, Glösa, Gablenz, bei Anna-
berg, ferner Zwickau, Werdau, Plauen.
aselepiadis Schiff. (2516) Mai bis Juni selten.
L. Bei Gross-Steinberg, am Kohlenberg, bei Beucha,
ferner bei Leisnig.
D. Zschoner Grund, Lössnitzer Berge, Hainsberg,
Tharandt, Elb- und Triebischtal.
tripartita Hufn. (2517) Mai bis August selten.
L. Bei Leipzig sehr vereinzelt.
D. Im Plauenschen-, Priessnitz- und Mordgrund, bei
Meissen und Freiberg.
B. Verbreitet, aber selten in der Lausitz.
GC. Chemnitz: Scehlossteiech, Gablenz, ferner bei
Annaberg.
Piusıam®.
c-aureum Knoch. (2518) Juni, Juli selten.
D. Bei Freiberg (Verein Freiberg).
B. Bei Berthelsdorf und Saritsch (Schütze).
moneta F. (2521) Mai bis Oktober häufig in 2 Generati-
onen.
L. Bei Leipzig h, Rochsburg, Lausigk, Leisnig, Ross-
wein, Hainichen.
D. Nicht häufig, Loschwitz, Löbtau, Wilsdruff, Meis-
sen, Freiberg.
B. Bautzen h, Spremberg, Seifhennersdorf, Zittau.
C. Gablenz, Werdau, Schneeberg, Annaberg, Zwik-
kau, Plauen.
chrysitis L. (2539) Mai bis Oktober in 2 Generationen
häufig im ganzen Lande.
ab. juncta Tutt. Unter der Stammart nicht selten,
133
braetea F. (2543) Wurde einmal am 15. Juli 1900 bei
Olbernhau im Erzgebirge auf der alten Schönefelder
Poststrasse frisch geschlüpft im Grase gefunden von
Ziller (jetzt Col. Bretschneider-Wilsdruff). Gubener Ent.
Feitsch. Bd. XIX, S. 18.
festucae L. (2546) Juli bis September selten.
L. Bei Leipzig vereinzelt, Grimma, Leisnig, Ross-
wein, Königshain.
D. Striesen, Plauenscher Grund, bei Loschwitz,
Weissig, Zaschendorf, in der Heide, Wilder Mann, Meis-
sen, Freiberg.
B. Bautzen, Guttau, Kommerau h, Herrnhut, Ren-
nersdorf. Löbau, Rachlau.
C. Altendorf, Werdau, Zwickau, Plauen, Annaberg.
gutta Gn. (2551) Im September 1396 fing Gerber ein
Ex. in Stötteritz bei Leipzig im Zimmer. (Die R wahr-
seheinlich durch Pflanzen importiert).
pulchrina Hw. (2559) Juni, Juli selten.
L. Leipzig: Schützenhof, Kohlenberg, Universitäts-
holz, Rochsburg, Leisnig, Nossen, Hainichen.
D. Deuben, Tharandt, Zschoner Grund, Saubachtal,
bei Weissig, in der Lössnitz, im Goldgrunde, bei Meissen
und Freiberg.
B. Bautzen, Löbauer Berg, Rachlau.
C. Nicht selten, Chemnitz: Küchwald, Schlosswald,
ferner bei Zschopau (Wilischtal) und Rittersgrün.
jota L. (2560) Juni, Juli selten.
L. Bei Leipzig zerstreut und selten.
D. Saubachtal, Priessnitzgrund, Dresdner Heide,
Auer und bei Freiberg.
B. Czerneboh, Neukirch, Löbau, Spremberg, Seif-
hennersdorf, Oybin.
G. Lichtenwalde, Werdau, Plauen, Annaberg.
ab. percontationis Tr. Unter der Stammart, z. B.
bei Oybin (Werner).
134
gamma L. (2562) Mai bis Oktober überall gemein in
mehreren Generationen.
Lit.: Segnitz J. G., Von einer gewissen Art schäd-
licher Raupen, welche auch den Feldfrüchten und son-
derlich dem Flachs sehr grossen Schaden gethan (betr.
Löbauer Gegend) in Büchners Miscellen, 1. Bd., Erfurt 1728,
S. 1131-1132.
interrogationis L. (2575) Juli, August selten.
D. In der Lössnitz ein Exemplar am elektrischen
Licht erbeutet (Engelmann).
B. Bautzen (Köhler), Löbau, Herrnhut, Rachlau,
Zittau.
C. Bei Werdau zweimal an Baumstämmen sitzend
vorgefunden (Wolf), Bärenloh, Bad Elster, wahrschein-
lich auch auf den Hochmooren des Erzgebirges.
ain Hochenw. (2574) Juli sehr selten. Früher bei Herrn-
hut, Zittau, Niederfriedersdorf (Möschler). ‘Soll auch im
Erzgebirge vorkommen.
Euclidia ©.
mi Cl. (2586) Mai bis August in 2 Generationen häufig
bis gemein im ganzen Lande.
glyphica L. (2559) Mai bis August. Ebenso häufig wie
die vorige und wie diese in ganz Sachsen verbreitet.
Keucamsis’En
stolida F. (2642) Diese Art wurde am 28. Sept. 1901 in
einem Exemplar bei Meissen (Korbitzer Schanzen) am
Köder von Proksch gefangen (Gubener Entom. Zeitschr ,
15. Jahres, 1901.28, 55).
Pseudophia Gn.
lunaris Schiff. (2655) Mai, Juni selten in Eichenbeständen.
L. Zwenkau, Harth n s, bei Nossen.
D. Döhlen, Zitzschewig, Himmelsbusch, Meissen.
B. Bautzen, Neschwitz, Rachlau.
C. Chemnitz: Küchwald, Pelzmühle, Schlosswald,
Werdauer und Zwickauer Wälder.
gr
\ 155
Aedia Hb.
funesta Esp. (2661) Juni bis August selten.
L. In Leipzig, bei Taucha und Lützschena.
D. Bei Zitzschewig (Steinbruch), Lössnitz (Wein-
berge) Sürssental, und Meissen.
Catephia O.
alehymista Schiff. (2662) Mai und August, September
selten.
L. Bei Leipzig selten.
D. Dresden: Grosser Garten, Weinböhla, Meissen-
Triebischtal.
B. Einmal bei Löbau gefunden (Berndt).
C. Chemnitz: Schlosswald, Küchwald, Limbach,
Ebersgrün, Werdauer Wald.
Lit.: Dresdner Gegend betr. in Korrespondenzblatt
x Eint. Ver. Iris, 1885, S. 18.
Gateealarscehr.
fraxini L. (2667) August bis Oktober nicht selten.
'L. Otterwisch, Brandis, Borsdorf, Leisnig, Rosswein,
Hainichen, Königshain.
D. Räcknitz, Wilsdruff, Saubachtal, Dresdner Heide,
Zitzschewig, Coswig, Meissen, Freiberg.
B. Bautzen, Quoos. Kamenz, Löbau, Ebersdorf,
Seifhennersdorf, Rachlau und auf dem Rotstein.
C. Chemnitz: Zeisigwald, Hilbersdorf, Zschopau,
Werdauer und Zwickauer Wald, bei Schneeberg, Anna-
berg, Johanngeorgenstadt, Plauen, Bad Elster.
ab. moerens Fuchs. Unter der Stammart selten.
electa Bkh. (2669) Juli, August sehr selten.
L. Bei Königshain (Friedrich).
D. Loschwitz, Spitzgrund (Verein Meissen).
B. Kamenz, Niedergurig, Rachlau.
136
elocata Esp. (2670) August, September nicht selten.
L. Bei Leipzig n s, ferner Lausigk, Rosswein.
D. Bei Dresden, Blasewitz, Pillnitz, Wilsdruff, im
Saubachtal, bei Kötzschenbroda, Zitzschewig, Coswig, Meis-
sen, Freiberg.
B. In der Lausitz n s, Bautzen, Herrnhut, Kron-
förstehen, Halbendorf, Niederkunnersdorf, Rachlau, Ka-
menz.
C. Bei Zwickau.
nupta L. (2678) August, September häufig im ganzen
Lande, bei Chemnitz seltener.
sponsa L. (2682) Juli bis September nicht selten.
L. Zwenkau, Harth, Naunhof, Otterwisch, Rosswein.
D. Selten, Räcknitz, Loschwitz, am Waldsehlöss-
chen, in der Heide, im Friedewald, Weinböhla, Triebischtal.
B. Selten, Bautzen, Quoos, Kamenz, Niederkunners-
dorf, Seifhennersdorf, Rachlau, Kronförstehen, Zittau.
C. Sehr selten, Schlosswald bei Chemnitz, bei Wer-
dau und Zwickau, bei Schneeberg und Annaberg.
promissa Esp. (2654) August, September selten.
L. Bei Leipzig selten.
D. Bei Dresden s s, ferner bei Freiberg.
B. Kamenz.
C. Bei Werdau (roter Berg) und im Leinaer Wald
n h, bei Schneeberg.
fulminea Scop. (2696) (paranympha L.). Juli, August
selten.
L. Bei Königshain.
D. Bei Dresden seit Jahren nicht mehr beobachtet,
früher in der Lössnitz und im Triebischtal nicht selten.
B. Löbau, Herrnhut, Kronförstchen, Seifhennersdorf,
Pommritz, Pielitz, Kamenz.
C. Früheram Kreuzberge bei Werdau einmal (Gerber),
bei Plauen n h.
137
conversa Esp. (2713) September sehr selten. Von dieser
Art ist bis jetzt nur ein Pärchen zwischen Vogelgesang
und Pirna von Fischer gefunden worden. Beide Stücke
gehören der var. agamos Hb. an, obwohl sie kleiner
und dunkler gefärbt, als diese südliche Form sind, und
mehr als Übergang zur var. carbonaria Stgr. angesehen
werden könnten. (Wurden dem Verein Iris vorgelegt, kommt
auch iu Böhmen vor: Die Grossschmetterlinge Böhmens
s» Nickerl, 1897,,8.:23).
Toxocampa Gn.
pastinum Tr. (2741) Juli, August selten.
L. Scheibenholz, Polenz bei Naunhof (E. Müller).
B. Bautzen, Löbau, auf dem Rotstein, bei Herrnhut.
C. Nur bei Werdau (roter Berg) und Plauen.
craccae F. (2743) Juli, August ziemlich selten.
D. Im Gehege, Plauenschen Grunde, bei Loschwitz,
Blasewitz, Dohna, bei Zitzschewig und. Weinböhla, bei
Meissen.
B. Selten. Stromberg b. Weissenberg und Herrnhut.
C. Bei Werdau (roter Berg).
E. Hypeninae.
Laspeyria Germ.
flexula Schiff. (2747) Juli, August nicht häufig.
L. Uberall, nicht selten Zwenkau, Harth, Leisnig,
wochlitz, Rosswein, Hainichen.
D. Dresdner Heide, Loschwitz, Spitzgrund, Meissen,
Freiberg.
B. In Bergwäldern nicht selten, ferner bei Quoos,
Casslau, Gross-Schweidnitz.
C. Chemnitz: Küchwald, Limbach, Borna, Werdau,
Zwiekau, Lengenfeld und Plauen.
Parascotia Hb.
.o. . -£ .ı# . . R
fuliginaria L. (2752) Juli, August ziemlich selten.
L. Bei Leipzig s, Leisnig.
D. Striesen, Räcknitz, Weisser Hirsch, Kötitz,
Meissen.
B. Bautzen, Neudorf, Löbau.
C. Bei Chemnitz selten, Annaberg, Plauen.
Epizeuxis Hb.
calvaria F. (2756) Juni bis August selten.
L. Harth, Lindental, Scheibenholz, Breitingen,
Zwenkau.
D. Sehr selten bei Meissen im Triebisehtal und
Nasse Aue.
C. Nur einmal in Chemnitz erbeutet (Lösche).
Zanclognatha L.d.
tarsiplumalis Hb. (2765) Juni, Juli nicht selten.
L. Connnewitz, Harth, Lucka, ferner bei Leisnig.
C. Häufig im Küchwald bei Chemnitz (Pabst),
Zschopau (Fleischer).
tarsipennalis Tr. (2766) Juli, August selten.
L. Bei Leisnig und Rosswein.
D. Lössnitz, Döhlen, Deuben, Spitzgrund, Meissen-
Triebischtal.
B. Rachlau (Schütze).
C. Küchwald, ferner bei Zschopau, Zwickau und
Plauen.
tarsierinalis Knoch. (2767) Juni, Juli nicht selten.
L. Häufig, Leutzscher Holz, Rosental, Connewitz,
Naunhof, Leisnig, Hainichen.
D. Loschwitz, Blasewitz, Dresdner Heide, Rabe-
nauer Grund, Tharandt, Lössnitz, Spitzgrund, Weinböhla,
Meissen.
B. Verbreitet und nicht selten im Laubgebüsch.
C. Bei Chemnitz n h, ferner bei Werdau.
159
grisealis Hb. (2768) ‚Juni, Juli nieht häufig.
L. Kammerforst, Harth, ferner bei Rosswein.
D. Loschwitz, Pillnitz, Rabenauer Grund, Lössnitz,
Spitzgrund, Meissen, Freiberg.
B. Verbreitet und nicht selten, z. B. Kleinsauber-
nitz, Rachlau.
C. Chemnitz! Küchwald, Crimmitschauer Wald,
Zwiekau.
emortualis Schiff. (27Sl) Mai bis August in Eichenwal-
dungen.
L. Ziemlich selten, Kammerforst, Harth.
D. Selten, Loschwitz, Dresdner Heide, Radebeul,
Spitzgrund, Scharfenberg.
B. Neschwitz, Kronförstehen, Nieder-Friedersdorf.
C. Bei Chemnitz n h, bei Werdau und Lengenfeld.
Madopa Stph.
salicalis Schiff. (2790) Mai, Juni selten.
L Lindhardt, Harth, Machern, Oberholz, Rochsburg
n s, Leisnig, Rosswein, Hainichen.
D. Tharandt, Weinböhla, Meissen, Elb- und Trie-
bischtal.
B. Bautzen, Rachlau, Kottmar, Rotstein, Herrnhut,
Seifhennersdorf, Ebersbach.
C. Lichtenwalde, Zeisigwald, Sechsruten, Schloss-
wald, Leubnitz, Werdau, Zwickau.
Flerminız? Bacr.
derivalis Hb. (2500) Juni, Juli ziemlich selten.
L. Kohlenberg selten.
D. Selten, Lössnitz, Friedewald, Spitzgrund, Wein-
böhla, Meissen, Bosel.
B. Lömischau, Löbau, Blösa, Rachlau, Niederkun-
nersdorf.
tentacularia L. (28501) Juni, Juli nicht häufig.
140
L. Bei Leipzig n s, ferner bei Leisnig.
D. Vereinzelt, Pillnitz, Weinböhla, Meissen, Freiberg.
B. Verbreitet und gemein in der Lausitz.
C. Bei Zwickau und Plauen.
PechipogonzEie:
barbalis Cl. (2503) Mai bis Juli häufig.
L. Bei Leipzig h, Leisnig, Rosswein, Hainichen.
D. Dohna, Räcknitz, Kaitzer Grund, Wilder Mann,
Spitzgrund, Auer, Dresdner Heide, Meissen.
B. In der Lausitz häufig.
C. Chemnitz: Küchwald, Hartauer Wald, Schloss-
wald.
Bomolocha Hb.
fontis Thnb. (2504) Mai bis Juli häufig.
L. Uberall häufig, Rochsburg, ferner Leisnig, Roch-
litz, Hainichen.
D. Dresdner Heide, Spitzgrund, Weinböhla, Meissen,
Wilsdruff, Freiberg.
B. In der Lausitz h, z. B. Kottmar, Seifhenners-
dorf, Oybin.
C. Chemnitz: Küchwald, Rabensteiner Wald, Lim-
bach, Werdau, Zwickau, Lengenfeld, Annaberg.
ab. terricularis Hb. Unter der Stammart nicht
selten.
HypenzıSchr:
proboseidalis L. (2514) Juni bis September in 2 Genera-
tionen häufig.
L. Bei Leipzig n s, ferner bei Leisnig, Rosswein,
Hainichen.
D. Loschwitz, Rabenau, Geising, Tharandt, Lössnitz,
Spitzgrund, Meissen, Freiberg.
B. In der Lausitz h, z. B. Kottmar, Seifhennersdorf.
C. Nicht häufig, Chemnitz: Lichtenwalde, Schloss-
wald, Werdau, Zwickau, Plauen.
141
obesalis Tr. (2816) Seit Möschler’s Zeit, welcher diesen
seltenen Falter als bei Zittau erzogen anführt. wurde nur
von Schütze 1 Exemplar am 3. VII. 18839 in Rachlau
am Czerneboh am Licht gefangen.
rostralis L. (2819) Juli bis Oktober in 2 Generationen
nieht selten bis häufig im ganzen Lande, überwintert.
ab. radiatalis Hb. Bei Leipzig unter der Stamm-
art selten.
ab. unicolor Tutt. (Einfarbig, ohne Zeichnung).
Nicht selten unter der Stammart.
Cymatophoridae.
Habroesyne Flb.
derasa L. (2834) Mai, Juni nicht häufig.
L. Harth, Rochsburg, Leisnig, Rosswein, Hainichen.
D. Pillnitz, Striesen, Loschwitz, Priessnitzgrund, bei
Wilsdruff, Zitzschewig, Klotzsche, Friedewald, Meissen,
Freiberg und Frauenstein.
B. Bei Bautzen n s. bei Kamenz, Herrnhut, Kott-
mar, Spremberg, Seifhennersdorf.
C. Chemnitz: Küchwald, Sechsruten, Zeisigwald,
Wittgensdorf, Limbach, Werdau, Plauen.
I'hyatira Hbk.
batis L. (28536) Mai bis September häufig.
L. Harth, Heiersdorf, Naunhof, Leisnig. Rosswein,
Hainichen.
D. Loschwitz, Striesen, Räcknitz, Wilsdruff, Dres-
dener Heide, Zitzschewig, Spitzgrund, Meissen, Freiberg,
Frauenstein, Hinterhermsdorf b. Schandau.
B. Bei Bautzen h, Kamenz, Herrnhut, Kottmar,
Spremberg, Seifhennersdorf.
C. Chemnitz: Küchwald, Sechsruten, Zeisigwald,
Rabensteiner Wald, Augustusburg, Werdau, Annaberg,
Plauen, Elsterberg.
142
Cymatophora Tr.
or F. (28543) Mai bis August häufig.
L. Bei Leipzig h, Brandis, Lausigk, Rochsburg,
Leisnig, Hainichen.
D. Dresdner Heide, Zitzschewig, Spitzgrund, Friede-
wald, bei Wilsdruff, Meissen und Freiberg.
B. Bei Bautzen h, Kamenz, Herrnhut, Kottmar,
Spremberg, Seifhennersdorf.
C. Bei Chemnitz h, Limbach, Börnichen, Werdau,
Zwickau, Elsterberg, Lengenfeld, Plauen, bei Schneeberg
und Annaberg.
ocetogesima Hb. (28544) Mai bis August sehr selten.
L. Brandis, Frauendorf.
D. Bei Meissen-Diera einmal.
C. Bei Zwickau.
fluetuosa Hb. (2546) Juni, Juli selten.
L. Leipzig: Universitätsholz, Kohlenberg, Leina,
Lausigk, Leisnig.
D. Dresdner Heide, Priessnitzgrund, ferner bei Frei-
berg.
B. Herrnhut, Neukirch, Rachlau, Oybin.
C. Chemnitz: Schlosswald, Zeisigwald, Werdauer
Wald, Adelsberg, Brambach.
duplaris L. (2848) Mai bis August selten.
L. Nonne, Rochsburg h, Hainichen nicht häufig.
D. Rabenauer Grund und Friedewald selten.
B. In der Lausitz n h. bei Rachlau, Kottmar, Seif-
hennersdorf, Zittau.
C. Chemnitz: Zeisigwald, Werdauer Wald.
PolyploesHb;
diluta F. (2549) Wurde 1904 bei Leipzig gefangen von
Reichert.
ruficollis F. (2550) Im April sehr selten bei Chemnitz
Sechsruten, Küchwald, auch bei Zwickau (Rössler).
143
flavicornis L. (2852) März, April häufig.
L. Bei Leipzig h, Borsdorf, Lausigk, Rochsburg,
Leisnig, Rosswein, Hainichen.
D. Dresden: Birkenwäldehen, Plauenscher Grund,
Wilsdruff, Lössnitz, Zitzschewig, Meissen, Freiberg.
2: 9) oO
B. Löbau, Kamenz, Spremberg, Seifhennersdorf.
C. Chemnitz: Zeisig- und Küchwald, Limbach. Wer-
dau, Zwiekau, Lengenfeld und Plauen.
ridens F. (2853) April, Mai selten.
L Bei Leipzig n h, bei Geithain.
D. Bei Freiberg nicht häufig.
C. Selten, bei Chemnitz, Zwickau.
Brephidae.
Brephos O.
parthenias L. (2554) März, April häufig.
L. Leipzig: Ratswälder, Naundorf, Lausigk, Leisnig,
Rochsburg, Rosswein, Hainichen.
D. Deuben, Döhlen, Dippoldiswalde, Klipphausen.
Dresdner Heide, Heller, Lössnitz, Gabelgrund, Meissen,
Freiberg.
B. In der Lausitz h, Kamenz, Spremberg, Seifhen-
nersdorf, Neukirch, Sonneberg, Zittau.
C. Chemnitz: Sechsruten, Ebersdorf, Zeisigwald, Lim-
bach, Werdau, Zwickau, Lengenfeld und Plauen.
nothum Hb. (2556) März, April selten.
L. Bei Leipzig n h, ferner bei Rosswein n s.
D. Friedewald, Meissen-Korbitz sehr selten.
B. Quoos und Sonneberg selten.
C. Chemnitz: Sehlosswald und bei Werdau (Stein-
pöhl) selten.
tr,
Geometridae.
A. Geometrinae.
Aplasta Hb.
ononaria F. (2859) Im Juni bis August nicht selten.
Wurde nur im Dresdner Gebiet beobachtet, lokal, wo
Hauhechel wächst, bei Dohna, Coswig, Weinböhla, Meis-
sen (Jahnatal).
Pseudoterpna Hb.
pruinata Hufn. (2360) Kommt überall da vor, wo die
Futterpflanzen der R — Ginster und Besenstrauch —
wachsen, im Juni bis August.
L. Bei Leipzig nicht selten.
D. Häufig, besonders in der Lössnitz, Friedewald.
B. Nicht selten in der Lausitz.
C. Plauen.
Geometra L.
papilionaria L. (2566) Uberall nieht selten, im Juni bis
August.
L. Nicht selten bei Leipzig, Zwenkau, Rochsburg,
. . . * ie) k Oo
Leisnig, Hainichen.
D. Dresdner Heide, Helfenberg, Lössnitz, Friedewald,
Wilsdruff, Freiberg, Frauenstein.
B. Nicht selten in der Lausitz und bei Kamenz.
C. Häufig bei Chemnitz. Niederwiesa, Limbach,
Ebersdorf, Zschopau, Annaberg, Zwickau, Werdau, Schnee-
berg, Plauen.
Von Tetzner-Chemnitz wurde ein Zwitter aus der
R erzogen (Insekten-Welt, 2. Jahrg., 1885, S. 78).
Eruehloris’ Elb.
pustulata Hufn. (2879) Im ganzen Gebiete selten im Juni,
Juli.
145
L. Ziemlich selten, Zschocher, Zwenkau, Lauterbach,
Rosswein, Leisnig.
D. Sehr selten, Dresden-Priessnitzgrund, Moritzburg,
Meissen (Triebischtal), Freiberg.
B. Ziemlich selten, Bautzen, Rachlau, Löbau, Seif-
hennersdorf.
C. Chemnitz: Küch- und Zeisigwald.
NemertzHb.
viridata L. (2904) Wenig verbreitet, im Mai bis Juli.
L. Sehr selten bei Leipzig, in der Harth.
D. Verbreitet, nicht häufig, Dresdner Heide, Pillnitz,
Coswig, Meissen, Freiberg.
B. Wenig verbreitet und selten, häufig auf dem
Rotstein und in der Heide bei Lömischau.
C. -Chemnitz, Limbach, Lichtenwalde, Zwickau,
Plauen häufig.
porrinata Z. (2906) Sehr selten, nur in wenigen Gegen-
den, Dresdner Heide, Friedewald bei Coswig und Schloss-
wald bei Chemnitz (Tetzner).
Thalera Hb.
fimbrialis Se. (2914) Verbreitet, aber selten im Juli.
L. Neuerdings fast überall nicht selten, Harth,
Beucha, Lindental, Leisnig.
D. Selten, Dresden-Striesen, Heide, Lössnitz, Cos-
wig, Meissen, Moritzburg, Tharandt.
B. In der Ebene häufiger, im Oberlande selten,
Bautzen, Blösa, Göda, Oehna, Gleina, Casslau, Lömischau.
C. Bei Zwickau.
putata L. (2917) Überall häufig im ganzen Lande, im
Mai, Juni. E. Möbius fing noch am 5. Oktober 1900
einen Falter am Auer bei Dresden (2. Generation ?).
laetearia L. (2918) Verbreitet in Laubgehölzen, nicht
häufig, im Mai, Juni.
. Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1905.
146
L. Überall ziemlich häufig bei Leipzig.
D. Nicht häufig, Dresden, Meissen, Freiberg.
B. Häufig in der Lausitz.
C. Überall ziemlich häufig, Chemnitz, Zschopau,
Zwickau, Lengenfeld, Werdau, Schneeberg.
Hemithea Dup.
strigata M. (2919) Verbreitet im Juni, Juli, nicht selten.
L. Überall, ziemlich häufig bei Leipzig und Leisnig.
D. Ziemlich häufig, Dresdner Heide, Loschwitz,
Pillnitz, Dippoldiswalde, Freiberg.
B. Nicht selten in der Lausitz.
C. Bei Zschopau und Werdau.
B. Acidalinae.
Aeidalıa Tr.
trilineata Se. (2929) Wurde nur bei Leipzig gefunden:
Harth und Lindental. Auch im Striegistal bei Hainichen
von Hiller gefangen.
similata Thnbe. (2933) (perochraria F.) Überall auf Wald-
wiesen im Juni bis August.
L. Überall ziemlich häufig bei Leipzig und Leisnig.
D. Verbreitet und häufig, bei Dresden, Spitzgrund,
Meissen, Freiberg.
B. In der Lausitz verbreitet und häufig.
C. Häufig bei Chemnitz, Zschopau, Annaberg, Wer-
dau, Plauen.
ochrata Se. (2934) Selten, im Juli.
L. Einmal bei Grimma gefangen.
D. Einzeln im Friedewald bei Dresden und bei
Freiberg.
B. Sehr selten, Löbauer Tal.
C. Nicht häufig bei Chemnitz.
147
rufaria Hb. (29385) Sehr vereinzelt bei Leipzig im Juli.
Selten in der Lössnitz bei Dresden und bei Coswig.
moniliata F. (291) Nur in der Dresdner Gegend, im
Juli selten, Dresdner Heide (Wernicke), Lössnitz, Zitzsche-
wig (Schopfer).
muricata Hufn. (2952) \Wenig verbreitet und selten, im
Juli.
L. Nicht häufig bei Leipzig, Rochlitz, Leisnig s,
Hainichen (Kratzmühle) selten.
D. Selten, Dresden: Birkenwäldchen, Lössnitz.
B. Einzeln, Quoos, Rotstein, Grossdubrau, Baruth,
Herrnhut, Ebersbach.
C. Nicht häufig im Schlosswald bei Chemnitz.
dimidiata Hufn. (2953) Im Juli.
L. Nicht häufig bei Leipzig.
D. Nicht selten, Dresdner Heide, Lössnitz, Meissen.
B. Zahlreich bei Bautzen, einzeln bei Rachlau.
C. Nicht häufig bei Chemnitz, Annaberg, Werdau,
Bad Elster.
econtiguaria Hb. (2968) Nur aus der Lausitz bekannt,
wo Schütze die R im Mai auf dem Özerneboh von den
welken Blättern von Sedum maximum fand.
virgularia Hb. (2983) Fast überall häufig in 2 Genera-
tionen, im Juni und August, September, in der Nähe von
Häusern, an Reisighaufen, variiert sehr in der Färbung.
L. Uberall häufig, bei Leipzig, Hainichen.
D. Überall häufig.
B. Verbreitet und nicht selten.
C. Chemnitz, Zschopau, Zwickau, Annaberg, Wer-
dau und Plauen.
pallidata Bkh. (2990) Zerstreut und ziemlich selten, im
Mai, Juni.
L. Überall ziemlich häufig.
10*
148
D. Selten, in der Lössnitz.
B. Nur aus dem Öberlande bekannt, nicht selten
am Rotstein und bei Rachlau.
C. Bei Chemnitz, wo derselbe vielfach abends an
Gräsern sitzend gefangen wurde, bei Plauen nicht häufig.
straminata Tr. (2997) Zerstreut, ziemlich selten im Juli.
L. Bei Lucka (Bieger), Rosswein.
D. Selten, Dresdner Heide, Striesen, Lössnitz, Cos-
wig, Nossen.
B. In der Lausitz verbreitet, in der Heide zahl-
reicher als im Oberlande, am Rande von Gebüschen.
C. Werdau, Johanngeorgenstadt.
herbariata F. (3020) Zerstreut, aber selten im Juli, bes.
in Häusern.
L. Ziemlich selten bei Leipzig, Hainichen, Leisnig.
D. Selten, Dresdner Heide, Striesen, Lössnitz, Meissen.
B. Selten in der Lausitz (Severin zog die sonst trock-
ne Pflanzenteile fressende R mit trocknen Schmetter-
lingen gross).
C. Annaberg.
bisetata Hufn. (3025) Überall nicht selten, im Juli, Au-
gust in lichten Wäldern und Gebüschen.
L. Bei Leipzig, Hainichen, Leisnig.
D. Dresdner Heide, Lockwitz, Meissen, Freiberg.
B. Überall in der Lausitz.
C. Bei Chemnitz, Zschopau, Annaberg, Werdau.
dilutaria Hb. (30385) (holoserieata Dup.) Am Czerneboh
in der Lausitz (Schütze).
interjeetaria B. (3039) (dilutaria Hein.) Im Juni, Juli.
(Wird vielfach mit humiliata verwechselt).
D. Ziemlich selten, Elbufer, Dresdner Heide.
B. Nicht selten bei Bautzen, am Özerneboh und
Hochstein (Schütze).
C. Zschopau und Plauen.
149
humiliata Hufn. (3040) An sonnigen trocknen Stellen,
stellenweise in der Nähe von Hauhechel, im Juni.
L. Überall, aber ziemlich selten bei Leipzig.
D. Ziemlich selten, Dresdner Heide, Saubachtal,
Weinböhla, Meissen (manche Jahre gemein).
B. Verbreitet, an trocknen Stellen.
C. Zwickau und Plauen.
degeneraria Hb. (3043) Von diesem Falter wurde nur ein
Stück bei Rachlau in der Lausitz von Schütze gefunden.
inornata Hw. (3046) Wenig verbreitet und ziemlich selten,
im Juli, August.
L. Häufig auf Waldwiesen bei Leipzig.
D. Selten in der Dresdner Heide, bei Coswig, Wein-
böhla, Freiberg.
B. Bei Rachlau am Czerneboh.
deversaria HS. (3047)
L. Bei Leipzig nicht selten.
D. Nicht selten bei Loschwitz, Friedewald, Oberau.
C. Bei Rachlau in der Lausitz (Schütze).
aversata L. (3048) Ist im ganzen Lande häufig bis ge-
mein, im Juni, Juli.
ab. spoliata Stgr. Mitunter häufiger als die Stamm-
form.
emarginata L. (3050) Nicht selten im Juli, August.
L. Überall, ziemlich selten, bei Leipzig, Hainichen.
D. Ziemlich selten in der Dresdner Heide, Lössnitz,
Spitzgrund, Oberau, Meissen, Tharandt und Freiberg.
B. Verbreitet in der Lausitz, z. B. Seifhennersdorf.
C. Selten bei Chemnitz, Zwickau, Werdau, Schnee-
berg.
immorata L. (3051) Bei Leipzig ziemlich selten. Am
Rotstein in der Lausitz sehr selten (Schütze).
rubiginata Hufn. (3053) Nicht selten in 2 Generationen,
im Mai und Juli, August.
L. Überall bei Leipzig, aber nicht häufig.
D. Verbreitet, aber ziemlich selten, auf Brachfeldern
und in der Heide, Coswig, Weinböhla, am Heller, bei
Hainsberg, Freiberg.
B. Verbreitet, ziemlich selten, Bautzen, Lömischau,
Halbendorf.
C. Selten bei Chemnitz und Plauen.
marginepunetata Göze (3064) Verbreitet, in 2 Generati-
onen, im Juni und August.
L. Auf Wiesen nicht häufig bei Leipzig, bei Haini-
chen, Leisnig.
D. In felsigen Gegenden nicht selten, Plauenscher
Grund, Lössnitzgrund, Friedewald, Triebischtal.
B. Verbreitet aber selten, Spreetal, Kronförstchen,
Blösa.
C. Bei Zschopau und Plauen.
R an Sedum maximum (Schütze).
incanata L. (3069) Ziemlich verbreitet, 2 Generationen,
Juni und August.
L. Ziemlich selten, an Waldrändern und in Gärten,
bei Leipzig und Leisnig (Grasdorf).
D. Nicht häufige, Dresdner Heide, Lössnitz, Oberau,
Freiberg.
C. Zschopau, Plauen n h, Bad Elster.
R an Nelken und Thymian.
fumata Stph. (3072) Mehr im Hügellande, in der Ebene
selten, im Juni, Juli.
L. Sehr selten, Leipzig: Universitätsholz, Oberholz,
Lucka, Naunhof, Grimma.
D. Nichtselten, Dresdner Heide, Lössnitz, Weinböhla.
B. Verbreitet, nicht selten, Rachlau, Rotstein, Klein-
saubernitz, Oybin.
C. Bei Chemnitz nicht häufig, Johanngeorgenstadt h,
Oberwiesental, Bad Elster.
remutaria Hb. (3074) Im ganzen Lande, in der Ebene
wie im Gebirge, häufig in Wäldern, im Mai, Juni.
151
nemoraria Hb. (3077) Sehr selten am Bienitz bei Leip-
zig und in der Leina, auch bei Dresden-Blasewitz gef.
immutata L. (3081) Verbreitet und nicht selten im Juni,
Juli.
L. Überall bei Leipzig, nicht selten.
D. Selten, Dresdner Heide. Lössnitz, Friedewald,
Oberau, Freiberg.
B. Verbreitet und nicht selten.
C. Schlosswald bei Chemnitz, Annaberg und Werdau.
umbelaria Hb. (3085) Sehr selten im Juni.
L. Harth bei Leipzig (Reichert), bei Rosswein
(Irmscher).
D. Wachwitzgrund bei Dresden (Staudinger), Sau-
bachtal (E. Möbius).
strigilaraia Hb. (3086) Verbreitet, aber selten, im Juli,
August.
L. Selten auf Waldwiesen, bei Leipzig, Leisnig u.
Hainichen.
D. Selten, Dresdner Heide, Pillnitz, Lössnitz, Trie-
bischtal.
B. Im Oberlande selten, weniger selten in den Eich-
wäldern der Heide, Rachlau, Rotstein, Spreetal bei Bautzen.
C. Zschopau und Annaberg.
ornata Se. (3095) Im ganzen Lande häufig, stellenweise
gemein, 2 Generationen, im Mai, Juni und August.
Ephyra Dup.
pendularia Cl. (3108) Im ganzen Lande verbreitet und
häufig in 2 Generationen, im April. Mai und Juli August.
Stemer: m „Iris“ .Bqd. VI, Ss. 31%: Em Stück meiner
Sammlung ist viel stärker gesprenkelt als gewöhnlich.
Auf den Vorderflügeln zeigt es einen rötlichen Anflug
(vielleicht Bastard von pendularia und porata?).
annulata Schulze (3111) Selten, mehr in der Ebene, im
Mai.
L. Überall ziemlich häufig bei Leipzig.
D. Selten in der Lössnitz (Seiler zog eine Aberra-
tion mit viel breiter und intensiv gefärbter Binde).
B. Selten, nur bei Herrnhut gefunden (Möschler).
porata F. (3113) Verbreitet, aber nicht häufig in 2 Ge-
nerationen, im Mai und Juli, August.
L. Ziemlich selten bei Leipzig, bei Leisnig und
Rochlitz.
D. Verbreitet und nicht selten, bei Dresden, Frei-
berg.
B. Selten, Quoos, Oehna und Löbau. (Köhler fing
bei Quoos eine zeichnungslose, nur dieht bräunlich be-
stäubte Aberration).
C. Bei Zschopau und Werdau selten.
quercimontaria Bstlbgr. (3114) Im Universitätsholz und
Oberholz bei Leipzig vereinzelt (E. Müller). Seiler fing
1 2 bei Tharandt im Eichengebüsch, Wernicke denselben
selten in der Dresdner Heide.
punetaria L. (3115) Im ganzen Lande häufig in 2 Gene-
rationen, im Mai und August.
ab. naevata Bstlbgr. (,„Iris“ Bd. XIII, S. 34) Unter
der Stammart, z. B. bei Leipzig, Dresden.
linearia Hb. (3117) Verbreitet, aber selten im April, Mai.
L. Uberall in Wäldern, aber nicht häufig, bei Leip-
zig, Leisnig.
D. Sehr selten. Dresdner Heide, Rabenauer Grund.
Tharandt, Lössnitz und Meissen.
B. Ziemlich selten, bei Bautzen, Rachlau, Quoos.
C. Bei Chemnitz, Zschopau und Zwickau.
suppunetaria Z. (3115) Wurde bei Leipzig, in Dresdner
Heide (Wernicke) und bei Chemnitz (Tetzner) gefangen.
Rhodostrophia Hb.
vibicaria Cl. (3122) Im Hügellande des östlichen Sach-
sens selten und wenig. verbreitet, im Juni, Juli.
D. Ziemlich selten, bei Loschwitz, Lössnitz, Tha-
randt, Meissen.
153
B. Verbreitet, aberziemlich selten, auch bei Kamenz.
var. strigata Stgr. Wurde bei Dresden einzeln
unter der Stammart gefunden.
IimandranDuüp.
amata L. (3139) Im ganzen Lande gemein in 2 Genera-
tionen, im Mai und Juli bis September. Einige Aberra-
tionen wurden in Leipzig auf den Parthewiesen bei
Mockau gefangen und zwar 1 %, bei dem die Rosafär-
bung des Saumes sehr intensiv und breit ist, während
die Binden fast verschwinden (Juli 1596 von Reichert).
Sowie ein 9, bei welehem das Feld zwischen Mittelbinde
und Saum dunkelgrau ausgefüllt ist (Bernhardt, Col.
Reichert). Tafel II, fig. 5.
C. Larentinae.
Lytharia Ab.
purpuraria L. (3147) Verbreitet, stellenweise häufig in
2 Generationen, im Mai und Juli, August, auf trocknen
Wiesen und Brachfeldern.
L. Nicht selten bei Leipzig.
D. Nicht selten, Lössnitz, Coswig.
B. Verbreitet in der Lausitz.
C. Chemnitz: Zeisigwald, Furth, Annaberg gemein,
Schneeberg, Plauen nicht häufig.
gen. vern. rotaria F. Die Frühlingsgeneration an
denselben Orten, aber meist selten.
Ortholitha Hk.
plumbaria F. (3151) Sehr häufig im ganzen Lande, im
Mai bis Juli.
cervinata Schiff. (3152)
D. Einen Falter am 5. Oktober 1898 auf dem Weis-
sen Hirsch an einer Laterne von E. Möbius gefangen.
B. Früher ziemlich häufig, in neuerer Zeit erst
wieder einmal bei Löbau von Graf gefangen.
C. Selten bei Chemnitz.
limitata Se. (3155) Uberall nicht selten im Juli, August,
mehr im gebirgigen Teile des Landes.
r
. Nieht selten bei Leipzig, Rosswein, Hainichen,
Leisnig.
D. Nicht selten bei Dresden, Meissen und Freiberg.
B.
C. Überall bei Chemnitz, Rabenstein, Zschopau,
Annaberg, Zwickau, Lengenfeld, Werdau, Schneeberg,
Johanngeorgenstadt, Plauen.
Im Oberlande verbreitet und stellenweise häufig.
moeniata Sc. (3156) Wenig verbreitet, mehr in gebirg-
igen Landesteilen, im August.
L. Selten, Frauendorf bei Freiberg, Rosswein, Hai-
nichen und Leisnig.
D. Ziemlich häufig, Dresden, Lössnitz, Cossebaude,
Oberau, Meissen, Freiberg.
B. Verbreitet, aber nur im Oberlande häufig.
C. Selten, bei Chemnitz, in Sechsruten einmal,
Zschopau, Annaberg, Zwickau, Werdau s, Plauen n h.
bipunctaria Schiff. (3174) Verbreitet, an sonnigen Berg-
hängen, im Juli, August.
L. Ziemlich häufig bei Leipzig.
D. Überall nicht selten bei Dresden, Meissen, Frei-
berg.
B. Stellenweise nicht selten, Seifhennersdorf, Ebers-
bach, Löbau.
C. Bei Chemnitz, Annaberg, Zwickau, Werdau,
Lengenfeld, Plauen.
Mesotype HS.
virgata Rott. (3150) Ein 2 wurde in den 90er Jahren
bei Grimma von Gerber gefangen. Schütze sah in einer
Kamenzer Sammlung 1 Stück.
Minoa Tr.
murinata Se. (3183) 2 Generationen im Mai und Juli,
August. Wo Euphorbia eyparissias wächst, die Futter-
155
pflanze der R, ist der Falter ziemlich häufig, fehlt also
der Lausitz und dem Chemnitzer Bezirk fast gänzlich.
L. Harth, Universitätsholz, Rosswein, Hainichen,
Leisnig.
D. Sehr häufig, Pillnitz, Lössnitz, Coswig, Meissen,
Freiberg usw.
C. Nur in Zschopau gefangen.
ab. cinerearia Stgr. Bei Dresden fast häufiger
als die Stammform.
Odezia B.
atrata L. (3191) Nur im Erzgebirge und dessen Ausläufern,
im Juli, auf Wiesen oft häufig.
D. Rabenauer Grund, Tharandt, Borsbere, Freibere.
p) oO o
C. Zschopau, Olbernhau, Reitzenhain, Fichtelberg,
Johanngeorgenstadt, Bad Elster.
Fıthostege Hb.
farinata Hufn. (3195) Selten und wenig verbreitet, im
Juni, Juli.
L. Ziemlich selten, Leipzig: Universitätsholz, bei
Leisnig.
D. Sehr selten, Deuben, Cossebaude, Weinböhla,
Meissen.
griseata Schiff. (3197)
L. Bei Lucka von Bieger gefunden.
B. Möschler fing bei Klix in der Lausitz denselben
einmal auf einem Stoppelfelde im Juli.
Anaitis Dup.
praeformata Hb. (3215) Verbreitet, mehr im Gebirge,
im Juni, Juli.
L. Bei Zschocher, Grosssteinberg, in der Leina, bei
Rosswein.
D. Bei Freiberg selten.
156
B. Mehr im Oberlande, Czerneboh, Drohmberg,
Rachlau, Kottmar, Löbauer Berg, Ebersbach, Seif-
hennersdorf, Oybin.
C. Überall in der Umgegend bei Chemnitz, Lichten-
walde, Zwickau, Annaberg (Pöhlberg), Schneeberg, .Jo-
hanngeorgenstadt, Wildental.
plagiata L. (3220) Sehr häufig und über das ganze Ge-
biet verbreitet, im Mai, Juni und August, September.
Lit.: Schopfer, Aberration‘ bei ‘Kaitz bei Dresden
gefangen, in „lris“, Bd. X, S. 158.
paludata Thnbg. var imbutata Hb. (322Sb) Nur auf den
Hochmooren des Erzgebirges bei Annaberg und Garlsfeld
(Möbius), im Juli selten.
Chesias Tr.
spartiata Fuesl. (3229) Ein im Hügellande, wo die Fut-
terpflanze Spartium scoparium wächst, häufiges Tier,
welches aber in der Ebene und im eigentlichen Gebirge
sehr vereinzelt vorkommt, im Oktober, November.
L. Sehreinzeln bei Leipzig, bei Grimma nicht selten.
D. Überall häufig bei Dresden.
B. Überall ziemlich häufig in der Lausitz.
C. Nur aus der Herrenheide bekannt.
rufata F. (3230) Nur im östlichen Sachsen gefangen, im
April, Mai.
D. Ziemlich selten bei Losehwitz. am Wilden Mann,
in der Lössnitz und im Friedewald.
B. Einzeln bei Bautzen, Wilthen, Nadelwitz, bei
Kamenz häufig.
Lobophora Curt.
polycommata Hb. (3236)
D Bei Tharandt 1 Stück von Seiler gefangen.
B. Am Valtenberg, wo Köhler Ende April eine An-
zahl Falter an Eschen und Ahornstämmen fand.
Die R wurde ausser auf Geisblatt auch auf Eschen
und Liguster gefunden.
157
sertata Hb. (3240) Im gebirgigen Teile des Landes ver-
breitet, wo Ahorn wächst, im September, Oktober.
L. Nur bei Leisnig gefangen.
D. Selten bei Tharandt, Rabenauer Grund, Zscho-
ner Grund, Saubachtal, Friedewald.
B. In allen Bergwäldern verbreitet, z. B. Czerneboh.
C. Einmal im Schlosswalde bei Chemnitz und bei
Zschopau.
carpinata Bkh. (3241) Wenig verbreitet und ziemlich
selten, im April, Mai.
L. Nicht häufig, Universitätsholz, Beucha, Linden-
tal, Machern, Leina.
D. Selten bei Freiberg.
B. Im Oberlande verbreitet und nicht selten, in der
Ebene nur bei Kronförstchen.
C. Zwickau und Lengenfeld.
halterata Hufn. (3243) Verbreitet und häufig, im Mai.
L. Häufig bei Leipzig, Rosswein, Hainichen., Leisnig.
D. Ziemlich häufig, Dresdner Heide, Lössnitz, Frie-
dewald, Meissen, Freiberg.
B. Verbreitet, aber selten.
C. Ziemlich häufig, Chemnitz, Borna, Zschopau,
Zwickau, Werdau, Lengenfeld, Plauen.
ab. zonata Thnbg. Selten unter der Stammart,
Kohlenberg bei Leipzig, Lindenau bei Dresden, Löbau
und Rachlau.
sexalisata Hb. (3244) Wenig verbreitet und selten im
Mai und Juli, August.
L. Seltenbei Leipzig, einmal bei Hainichen (Irmscher).
D. Selten bei Freiberg.
B. Verbreitet und nicht selten, Lömischau, Bautzen,
Niedergurig, Rachlau, Blösa.
C. Nicht selten bei Chemnitz.
viretata Hb. (3246) Zerstreut, aber selten im April, Mai.
158
L. Einzeln und selten bei Leipzig, Machern, Naun-
hof, Beucha, Grosssteinberg.
D. Selten, Langebrück, Lindenau, Friedewald, Trie-
hischtal, Berggiesshübel.
B. Verbreitet und selten. Kronförstehen, Nieder-
gurig, Löbau, Rachlau.
C. Selten bei Limbach, Annaberg und Werdau.
Cheimatobia Stph.
boreata Hb. (3255) Häufig in Laubwäldern, im November.
L. Ziemlich häufig, Dösen, Connewitz, Harth, Leisnig.
D. Häufig. Dresdner Heide, Lössnitz, Tharandt usw.
B. Weniger häufig als brumata.
C. Chemnitz: Küchwald, Russdorf, Limbach, Zscho-
pau. Werdau, Lengenfeld und Plauen usw.
brumata L. (3256) Dieser als Frostspanner allgemein
bekannte, höchst gemeine Falter fliegt überall im Novem-
ber, Dezember, das flügellose @ ist am Tage im Laub
verborgen und läuft erst abends und bei Regenwetter an
den Stämmen in die Höhe.
Triphosa’Siph.
dubitata L. (3259) Verbreitet, aber ziemlich selten in
2 Generationen, im April, Mai und Juli, August.
L. Überall häufig, bei Leipzig, ferner bei Leisnig,
Hainichen, Rosswein.
D. Selten und einzeln, Dresden-Striesen, Weisser
Hirsch, Rabenauer Grund, Meissen, Wilsdruff u. Freiberg.
B. Verbreitet, aber selten, z. B. Seifhennersdorf,
Kottmar, Löbau, Rotstein, Rachlau.
C. Chemnitzer Umgebung, Zschopau, Ebersgrün,
Werdau, Schneeberg, Plauen.
Eucosmia Stph.
certata Hb. (3264) Verbreitet, aber einzeln im April,
auch am Apfelköder.
159
L. Bei Abtnaundorf einzeln, am Rabensteiner Platz,
bei Grimma und Leisnig. Bei Zeschwitz wurde eine
grosse Anzahl R an einer Berberitzen-Hecke gefunden
und daraus Falter erzogen, auch bei späteren Besuch
derselben mit gleichem Resultat.
D. Selten, in der Oberlössnitz, Lindenau, Meissen,
Triebischtal, Freiberg.
B. Verbreitet, aber einzeln, Bautzen, Schworsdorf,
Löbauer Tal, Ebersbach, Oybin, Kamenz,
C. Zschopau, Annaberg, Zwickau, Bad Elster.
undulata L. (3270) Im ganzen Gebiete verbreitet und
meist häufig, im Mai, Juni.
L. Nicht selten bei Leipzig, Rochlitz, Leisnig, Hai-
nichen, Rosswein usw.
D. Häufig, Dresdner Heide, Lössnitz, Meissen, Frei-
berg usw.
B. Verbreitet, im Berglande manchmal nicht selten,
Kottmar Seifhennersdorf, Leichnam, Kleinsaubernitz usw.
C. Häufig bei Chemnitz, Limbach, Zschopau, Anna-
berg, Zwickau, Werdau, Schneeberg, Lengenfeld, Plauen.
Lit.: Schopfer, Aberration bei Dresden gefunden,
in „Iris“, Jahrg. 1896, S. 320.
Scotosia Stph.
vetulata Schiff. (3278) Verbreitet und stellenweise häu-
fig im Juni, Juli.
L. Hie und da häufig bei Leipzig, Frauendorf,
Leisnig, Hainichen.
D. Nicht häufig, bei Loschwitz, Pillnitz, Friedewald,
Meissen.
B. Überall, wo die in der Lausitz seltene Futter-
pflanze (Rhamuns cathartica) vorkommt.
C. Häufig bei Chemnitz: Küchwald, Schlosswald,
bei Zschopau, Werdau, Plauen sehr häufig.
rhamnata Schiff. (3251) Wenig verbreitet und selten, im
Juni, Juli.
160
L. Nicht häufig bei Markkleeberg und Grimma.
D. Selten in der Oberlössnitz, im Triebischtal und
bei Freiberg.
C. Selten bei Werdau und Plauen.
Exngris, Ein:
retieulata Thnbg. (3257) An wenigen Orten und selten,
im Juli, August.
L. Bei Leipzig sehr selten.
D. Selten, Rabenauer Grund, Freiberg.
B. Wenig verbreitet und selten, Uzerneboh, Rach-
lau, Herrnhut, Löbauer Berg, Hochwald, Lausche.
C. Bei Wildental nicht häufig (Schweitzer).
prunata L. (3291) Verbreitet und nicht häufig, im Juli,
August.
L. Nicht selten bei Leipzig, bei Brandis h, Leisnig,
Hainichen, Rosswein.
D. Selten. Rabenauer Grund, Hosterwitz-Pillnitz,
Königstein, Meissen, Wilsdruff, Freiberg.
B. Verbreitet und nicht selten in Gärten, wo Sta-
chelbeeren wachsen.
C. Chemnitz: Schlosswald, Hilbersdorf, Niederwiesa,
Lichtenwalde, Zschopau, Ebersgrün, Annaberg, Werdau,
Plauen, Bad Elster.
testata L. (3292) Verbreitet aber ziemlich selten, im
Juli, August.
L. Nicht häufig bei Leipzig, Leisnig, Hainichen.
D. Ziemlich selten, Lössnitz, Oberau, Rabenauer
Grund, Freiberg.
B. Verbreitet und einzeln in Wäldern, im Nieder-
lande bei Eutrieh und Leichnam.
C. Überall häufig bei Chemnitz, Zschopau, Anna-
berg, Ebersgrün, Werdau, Lengenfeld, Plauen, Bad
Elster.
populata L. (3293) Verbreitet und überall häufig im Juli.
161
L. Überall bei Leipzig ziemlich häufig.
D. Überall häufig, bei Freiberg selten.
B. Im Berglande einer der gemeinsten Spanner, in
der Heide weniger häufig.
C. Überall häufige, Chemnitz, Russdorf, Limbach,
Zschopau, Annaberg, Zwickau, Werdau, Lengenfeld,
Plauen.
ab. musauaria Fr. Wurde nur im Erzgebirge und
zwar auf dem Fichtelberge, bei Johanngeorgenstadt und
Lengenfeld gefangen.
associata Bkh. (3294)
L. Sehr selten bei Leipzig (Leipziger Fauna).
B. Nach Möschler selten und einzeln in Laubge-
büschen und auf Waldwiesen im Juni, Juli, neuerdings
nicht mehr in der Lausitz gefangen.
Larentia Tr.
dotata L. (3300) Zerstreut und ziemlich seiten, im Juli.
L. Ziemlich häufig bei Leipzig, Leisnig, Hainichen
und Rosswein.
D. Selten. Dresden, Meissen, Freiberg.
B. Verbreitet und nicht selten, bei Bautzen häufig.
C. Chemnitz: Schlosswald, Erdmannsdorf, Zschopau,
Annaberg, Zwickau, Werdau, Plauen.
fulvata Forst. (3302) Verbreitet, aber nicht häufig, Juni
und Juli.
L. Nicht häufig, Belgershain, Grassdorf, Leisnig.
D. Sehr einzeln bei Loschwitz, Pillnitz, Dohna,
Meissen, Wilsdruff und Freiberg.
B. Verbreitet und stellenweise, z. B. bei Bautzen,
nicht selten.
C. Nicht häufig, Chemnitz: Zeisigwald, Lichten-
walde, Zschopau, Annaberg g, Werdau und Plauen.
ocellata L. (3304) Verbreitet und häufig im ganzen Lande,
in 2 Generationen, im Mai bis August.
. ‚Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1905.
162
bicolorata Hufn. (3305) Verbreitet und nicht selten, Juni
bis August.
L. Nicht selten, Harth, Universitätsholz, Ratsholz,
Rosental, Leina, Rochsburg, Hainichen, Rosswein.
D. Nicht selten bei Dresden, Lössnitz, Meissen,
Freiberg.
B. Verbreitet, aber einzeln, bei Bautzen nicht selten.
C. Selten bei Chemnitz, Russdorf, Zwickau, Werdau,
Annaberg, Plauen.
variata Schiff. (3306) Häufig bis gemein im ganzen Lande
in Nadelwäldern, 2 Generationen, im Mai, Juni und Au-
gust, September.
ab. stragulata Hb. Selten unter der Stammart,
bei Leipzig, Rabenauer Grund, Saubachtal bei Meissen,
Quoos und Rachlau in der Lausitz.
var. obeliscata Hb. Nicht selten unter der Stamm-
art, besonders der 2. Generation, z. B. bei Leipzig, Dres-
den, in der Lausitz, bei Olbernhau, Lengenfeld, Plauen,
Bad Elster.
juniperata L. (3310) Verbreitet. aber ziemlich selten im
September, November, einzelne Falter wurden bei Leip-
zig und Dresden auch im Juli gefangen, also wohl zwei
Generationen.
L. Ziemlich selten, Universitätsholz, Kohlenberg.
D. Selten, im Gebirge häufiger, Tharandt, Lössnitz,
Meissen.
B. Selten, als R häufiger, Quoos, Neschwitz (Köh-
ler zog eine Aberration mit heller Basis und breiter,
dunkler Mittelbinde der Vorderflügel).
siterata Hufn. (3313) Zerstreut und selten, im Septem-
ber bis Mai.
L. Selten bei Leipzig, Harth, Zwenkau.
D. Selten, Priessnitzgrund, Siebeneichen bei Meis-
sen, Freiberg.
B. Verbreitet und ziemlich selten, Bautzen, Rach-
lau, Quoos, Löbau.
163
C. Selten in Chemnitz: Küchwald, Annaberg, Zwik-
kau, Schneeberg, Werdau, Plauen.
miata L. (3314) Selten im September bis Mai.
L. Ziemlich selten, z. B. 1900 1 Falter in der Harth
(Piller).
D. Selten, Dresden: Grosser Garten (Möbius), Tha-
randt (Steinert und Staudinger), Wilsdruff, Dippoldiswalde,
Freiberg.
B. Selten, Herrnhut, Bautzen. Ebersbach, Seifhen-
nersdorf, Rachlau.
C. Sehr selten, Chemnitz: Pelzmühle, Schneeberg,
Plauen.
truncata Hufn. (3319) Überall häufig in Wäldern, im
Juni bis August.
L. Nicht selten bei Leipzig, Oschatz, Leisnig, Hai-
nichen.
D. Uberall häufig, Dresden, Meissen, Freiberg.
B. In Bergwäldern häufig, in der Heide selten.
C. Sehr verbreitet und häufig, Chemnitz, Limbach,
Zschopau, Annaberg, Oberwiesental, Johanngeorgenstadt,
Zwiekau, Lengenfeld, Werdau, Plauen, Bad Elster.
ab. perfuscata Hw. Selten unter der Stammart,
mehr im Gebirge, Leipzig: Harth einmal (Reichert), Dres-
den, Zittau (Töpfer), Johanngeorgenstadt.
ab. latefasciata Stgr. Einmal bei Leipzig von
Reichert gefangen.
firmata Hb. (3321) Wenig verbreitet und selten, in Nadel-
wäldern, im August, September, geht gern an Apfelköder.
(Wird oft verwechselt mit variata var. obeliscata, welcher
aber gescheckte Fransen hat).
L. Ganz einzeln bei Leipzig: Harth, Lucka, bei
Grimma.
D. Nicht selten, Dresdner Heide, Wilder Mann, Löss-
nitz, Friedewald, Coswig z h.
B. Sehr selten, nur ein Falter aus Herrnhut bekannt.
C. Sehr selten, Chemnitz: Schlosswald einmal von
Tetzner gefangen, bei Werdau.
155
164
taeniata Stph. (3324) Wurde einmal am 6. Juli 1903 im
Rabenauer Grund bei Dresden gefunden von E. Möbius.
olivata Bkh. (3332) Ziemlich verbreitet, aber selten, im
Juni, Juli.
L. Sehr selten, Grimma (Gerber), Hainichen (Irm-
scher).
D. Sehr selten in der Lössnitz, Triebischtal, Friede-
wald, Freiberg.
B. Einzeln und selten, nur bei Löbau, Rachlau und
Niederkunnersdorf gefangen.
C. Selten, Werdau, Plauen, Bad Elster.
viridaria F. (3333) Verbreitet und ziemlich häufig, im
Juni, Juli.
L. Nicht selten bei Leipzig, Leisnig, Hainichen,
Rosswein.
D. Ziemlich häufig, Dresdner Heide, Lössnitz, Cos-
wig, Weinböhla, Freiberg usw.
B. Manche Jahre nicht selten in der Lausitz.
C. Selten bei Ghemnitz, Zschopau, Annaberg, Johann-
georgenstadt, Werdau, Lengenfeld, Plauen, Bad Elster.
fluetuata L. (3344) Häufig bis gemein im ganzen Lande,
in 2 Generationen, im Mai und Juli, August. Köhler fing
bei Bautzen eine Aberration ohne Mittelbinde (ab. costo-
vata Hw.?).
didymata L. (3358) Überall häufig im ganzen Lande, im
Juli, August.
L. Überall gemein.
D. Überall häufig, z. B. Rabenauer Grund, Sächs.
Schweiz, Freiberg.
B. Verbreitet und im Gebirge häufig.
C. Häufig bei Chemnitz, Zschopau, Annaberg, Zwik-
kau, Lengenfeld, Plauen, Bad Elster.
cambrica Gurt. (3359) Nur im Erzgebirge, selten im Juli.
Reitzenhain (Meissner Verein), Johanngeorgenstadt und
Wildental (E. Möbius).
165
vespertaria Bkh. (3560) In gebirgigen Gegenden nicht
selten, im August, September.
L. Sehr einzeln bei Leipzig, Belgershain, Leina,
Rosswein.
D. Nicht selten, Rabenauer Grund, Borsberg, Löss-
nitzgrund, Coswig, Meissen, Freiberg.
B. Nur im Oberlande, nicht selten, bei Seifhenners-
dorf ziemlich häufig.
C. Überall bei Chemnitz, Zsehopau, Annaberg.
Werdau, Lengenfeld, Plauen, Bad Elster.
incursata Hb. (3361) Im Erzgebirge selten im ‚Juni. Al-
tenberg (Riedel), Rotental bei Olbernhau (Reichert). Mul-
denberg i. V. (E. Möbius).
montanata Schiff. (3363) Ist im ganzen Lande häufig bis
gemein im Juni, Juli, in Heidegegenden selten.
suffumata' Hb. (3367) Zerstreut und selten vorkommend,
im Juni.
L. Ein Falter am 9. Juni 1902 in der Nonne bei
Leipzig (Weidlich).
D. Sehr selten am Weissen Hirsch (Steinert und
Wernicke), bei Freiberg.
E. Sehr selten bei Rachlau (Schütze) und Löbau
(Graf).
C. Chemnitz (Tetzner), Annaberg.
quadrifaseiaria Cl. (3368) Zerstreut und nirgends häufig,
im Juni, Juli.
L. Selten bei Leipzig und Leisnig.
D. Ziemlich selten, Dresdner Heide, Borsberg, Frie-
dewald, Rabenauer Grund, Freiberg.
B. Verbreitet aber ziemlich selten, Bautzen, Löbau,
Oybin, Seifhennersdorf, Rachlau, Niederkunnersdorf,
Kamenz.
C. Bei Zschopau, Zwickau, Werdau s, Plauen n h.
ferrugata Cl. (3369) Im ganzen Lande häufig in 2 Gene-
rationen, im Frühjahr und Sommer.
166
ab. spadicearia Bkh. Uberall unter der Stamm-
form, nicht selten.
unidentaria Hw. (3370) In gebirgigen Gegenden nicht
selten, in 2 Generationen, im Mai und Juli, August. In
der Dresdner Gegend und in der Lausitz nicht häufig
und verstreut vorkommend, ferner bei Zwickau und Len-
genfeld, auch wohl an anderen Orten des Erzgebirges.
pomoeriaria Ev. (3373) Mehr in gebirgigen Teilen des
Landes, in 2 Generationen, im April, Mai und Juli.
L. Einzeln bei Naunhof, Leina, Grimma, Leisnig,
Rosswein.
D. In Waldtälern ziemlich häufig, Rabenauer Grund,
Baumwiese, Weinböhla, Freiberg.
B. In Bergwäldern nicht selten, am Hochstein
häufig.
C. Selten bei Zschopau und Plauen.
gen. aest. aestiva Fuchs. Die Sommergeneration
an denselben Orten, aber seltener.
designata Rott. (3374) Wenig verbreitet und selten in
2 Generationen im April, Mai und Juli, August.
L. Selten und nur im Rosental, Ratsholz. neuer-
dings häufiger.
D. Selten, Dresden: Grosser Garten, Dresdner Heide,
Losehwitz, Spitzgrund, Meissen.
B. Selten, Bautzen, Rachlau, Dretschen, Löbau.
fluviata Hb. (3575) In Lucka bei Leipzig einmal durch
Bieger gefangen, nach Möschler auch einmal bei Nieder-
friedersdorf in der Lausitz.
vittata Bkh. (3579) Kommt ganz einzeln und selten vor,
angeblich in 2 Generationen, im Mai, Juni und August.
L. Selten bei Leipzig.
D. Selten, Dresden: Strehlen (Schopfer), Grossdo-
britz (Husadel), Rabenauer Grund, Freiberg (1 Stück
wurde im Zoolog. Garten in Dresden in einem Exhaustor
gefunden).
B. Selten, Bautzen, Rachlau, Dretschen, Löbau.
167
dilutata Bkh. (3380) Im ganzen Lande mehr oder weni-
ger häufig, im September, Oktober.
L. Nicht häufig bei Leipzig, Leisnig, Hainichen,
Rosswein.
D. Verbreitet und häufig in Wäldern und Park-
anlagen.
B. Uberall ziemlich häufig.
.C. Chemnitz, Zschopau, Annaberg, Zwickau, Werdau.
ab. obscurata Stgr. Wurde bei Dresden, Tharandt,
Meissen und in der Lausitz gefangen.
autumnata Bkh. (3381) Diese früher mit dilutata ver-
einigte Art wrid meistens auch jetzt noch von dieser
nicht geschieden, deshalb liegen fast keine Mitteilungen
vor. (Beschreibung der Unterschiede von Püngeler in
Gubener ent. Zeitschr., Bd. XIV, S. 45.) Kommt im
September, Oktober wahrscheinlich allenthalben in Sach-
sen vor, sicher bei Dresden (Seiler) und Lengenfeld i. V.
(E. Möbius).
caesiata Lang. (33855) Im gebirgigen Teile, bes. dem
höheren Erzgebirge, im Juni, Juli.
D. Einzeln, Rabenauer Grund, Freiberg.
B. Im Bergwalde verbreitet und nicht häufig z. B.
Seifhennersdorf. Bei Rachlau wurden Stücke mit starker
gelber Bestäubung, ähnlich flavieinetata Hb., gefunden.
C. Chemnitz-Altendorf selten, Reitzenhain. Anna-
berg, Oberwiesental, Johanngeorgenstadt, Werdau, Plau-
en h, Bad Elster.
ab. annosata Zett. Im höheren Erzgebirge nicht
selten unter der Stammart (E. Möbius).
frustata Tr. (3410) Sehr selten und einzeln.
D. Ein Falter im Rabenauer Grunde (Seiler). bei
Meissen.
B. Nur bei Bautzen (Lohmühle) von Schilde ge-
fangen.
C. 2 Falter b. Plauen gefangen (Schweitzer u. Hense).
cuculata Hufn. (3432) Wenig verbreitet und selten, in
2 Generationen, im Mai, Juni und August.
168
l.. Selten im Universitätsholz, Lindental, sowie bei
Grimma und Leisnig.
D. Selten bei Dresden, Grosses Gehege, Lössnitz,
Triebischtal.
B. Verbreitet, aber ziemlich selten bei Bautzen,
Seifhennersdorf, Rachlau, Klix.
C. Bei Annaberg und Plauen.
Zucht leicht mit Galium, vom Ei bis Puppe in drei
Wochen (E. Möbius).
galiata Hb. (3434) Verbreitet, aber ziemlich selten, in
2 Generationen, im Mai, Juni und August.
L. Ziemlich selten bei Leipzig und Leisnig.
D. Nicht häufig, Dresdner Heide, Meissen, Freiberg.
B. Verbreitet und selten, Bautzen, Herrnhut, Seif-
hennersdorf, Rachlau, Dretschen, Kamenz.
C. Chemnitz, Muldental, Zschopau, Annaberg, Bad
Elster.
rivata Hb. (3436) Verbreitet, nicht häufig. in 2 Genera-
tionen, im Juni und August.
L. Nicht häufig bei Leipzig usw.
D. Nicht häufig, Dresdner Heide, Elbwiesen, Forst-
haus Kreier, Meissen, Freiberg.
B. Selten, Bautzen (1597 sehr häufig), Löbau. Seif-
hennersdorf, Kronförstehen und Rotstein.
C. Bei Chemnitz, Lengenfeld und Plauen.
sociata Bkh. (3437.) Überall im Lande sehr häufig, in
2 Generationen, im Mai und Juli, August.
unangulata Hw. (3438) Sehr selten und einzeln, im Juni,
Juli.
L. Einmal bei Lucka, in der Harth und bei Ross-
wein.
D. Einmal in der Dresdner Heide.
B. Rachlau, Löbau, Valtenberg bei Neukirch.
C. Sehr selten bei Chemnitz (Verein 1.)
pieata Hb. (3439) Selten, an wenigen Orten, im Juni, Juli.
169
L. Selten bei Leipzig, Harth, Prödel, Leina, Leisnig.
D. Triebischtal bei Meissen und Freiberg.
B. Mehrfach bei Löbau (Graf).
albieillata L. (3442) Uberall, meist häufig. im Mai, Juni.
L. Nicht selten bei Leipzig, Brandis, Leisnig, Hai-
nichen, Rosswein, Rochlitz.
D. In Waldgegenden verbreitet.
B. Im OÖberlande gemein, in Heidegegenden fehlend.
C. Überall bei Chemnitz, Limbach, Hilbersdorf,
Lichtenwalde, Zschopau, Annaberg, Werdau, Lengenfeld,
Johanngeorgenstadt, Plauen.
lugubrata Stgr. (3444) Im gebirgigen Teile, bes. Wald-
blössen mit Epilobium angustifolium, nicht selten, manch-
mal häufig, 2 Generationen, im Mai, Juni und einzeln im
August.
L. Bei Leipzig einmal erzogen, bei Leisnig, Haini-
chen, Rosswein.
D. Edle Krone, Deuben, Freiberg.
B. Nicht selten in der Lausitz.
C. Chemnitz: Limbach, Rabenstein, Zschopau, Reit-
zenhain, Oberwiesental, Zwickau, Werdau, Lengenfeld,
Plauen, Bad Elster.
hastata L. (3447) Verbreitet und nicht selten, im Juni,
Juli.
L. Uberall ziemlich häufig bei Leipzig.
D. Einzeln, Dresdner Heide, Auer, Saubachtal,
Meissen, Tharandt, Freiberg h.
B. Manche Jahre nicht selten (z. B. 1898), dann oft
Jahre lang selten, z. B. Seifhennersdorf, Niederkunners-
dorf, Kamenz.
C. Chemnitz, Zschopau, Zwickau, Werdau, Schnee-
berg, Lengenfeld, Plauen, Bad Elster.
var. subhastata Nolck. Unter der Stammart, Leip-
zig, Zinnwald, Moldau, Niederkunnersdorf in der Lausitz,
Chemnitz, Annaberg, Lengenfeld, Muldenberg.
tristata L. (3449) Verbreitet und nicht selten, Mai bis Juli.
L. Nicht selten, Leipzig, Brandis, Leisnig, Haini-
chen, Rosswein.
D. Überall nicht selten, besonders nach dem Erz-
gebirge zu.
B. Selten, soll nur auf der Lausche häufiger sein.
C. Häufig bei Chemnitz, Zschopau, Annaberg, Zwik-
kau. Werdau, Schneeberg, Johanngeorgenstadt, Plauen.
luetuata Hb. (3450) (Wird oft mit tristata verwechselt).
Verbreitet und nicht häufig im Juni, Juli.
L. Nicht häufig, Leina, bei Grimma, Hainichen s.
D. Nicht häufig, Dresdner Heide, Wilsdruff, Rabe-
nauer Grund, Tharandt, Freiberg.
C. Chemnitz, Annaberg, Johanngeorgenstadt, Plauen.
molluginata Hb. (3454) Selten und einzeln, im Juni. Juli.
L. Bei Leipzig einigemale in Gärten gefunden, bei
Grimma, Leisnig.
D. Selten bei Dresden (Wernicke).
B. Ein Stück aus Kronförstchen bekannt.
C. Zschopau und Johanngeorgenstadt.
alchemillata L. (3456) Verbreitet und meist häufig, im
Juni, Juli.
L. Uberall häufig bei Leipzig.
D. Nicht häufig bei Dresden. Meissen, Geising,
Freiberg.
B. Im Berglande, auch bei Bautzen, stellenweise
ausserordentlich gemein auf Waldblössen.
C. Chemnitz: Schlosswald, Lichtenwalde, Zschopau,
Zwiekau, Werdau, Annaberg, Johanngeorgenstadt, Plauen.
hydrata Tr. (3457) Am Götterfelsen im Triebischtal bei
Meissen (Meissner Verein). Selten bei Bautzen, am Ab-
gott, Weite Bleiche (Köhler, Butzmann).
unifaseiata Hw. (3459) Bei Leipzig wurde der F einmal
im Juli aus einer im Freien gefundenen R erzogen (Rei-
chert). Bei Meissen ist die R im September, Oktober
nicht selten in den Samenkapseln von Euphrasia lutea,
der Falter im August, September.
171
minorata Tr. (3465) Im gebirgigen Teile ziemlich ver-
breitet, aber meist selten, im Juli.
D. Ziemlich selten in der Dresdner Heide, bei Tha-
randt, Edle Krone, Freiberg, Geising.
B. Nur 1 Stück bekannt, welches Schütze am 28. Juli
1583 bei Ebersbach fing.
C. Plauen n h, Bad Elster.
adaequata Bkh. (3464) Mehr im gebirgigen Teile des
Landes, im Juli.
L. Bei Leipzig selten, bei Leisnig und Hainichen.
D. Einzeln, Rockau, Coswig, Moritzburg, Meissen,
Tharandt, Edle Krone, Freiberg.
B. Verbreitet und ziemlich häufig.
C. Nicht häufig bei Chemnitz, Zschopau, Zwickau,
Werdau, Lengenfeld, Johanngeorgenstadt.
albulata Schiff. (3465) Verbreitet und häufig auf Wiesen.
in 2 Generationen, im Mai und September.
L. Uberall ziemlich häufig.
D. Uberall häufig, besonders in der Lössnitz.
B. Im Oberlande häufig.
C. Häufig bei Öhemnitz, Annaberg, Olbernhau, Zwik-
kau, Werdau, Lengenfeld, Plauen.
testaceata Don. (3471) Im gebirgigen Teile, wo Erlen
stehen, nieht selten im Juni.
L. Selten bei Leipzig: Ratsholz. Bei Rochsburg
war der F im Jahre 1898 recht häufig.
D. Nicht selten, Dresdner Heide, Lössnitz, Triebisch-
tal, Rabenauer Grund, Edle Krone.
B. Verbreitet, stellen weise nicht selten, bei Bautzen.
Rachlau, Quoos, Löbau, Rotstein, Seifhennersdorf.
C. Chemnitz: Auerswalde.
blomeri Curt. (3472) Wenig verbreitet und selten im ‚Juni,
Juli.
D. Selten, Rabenauer Grund.
B. Selten, Rachlau, Löbauer Berg.
obliterata Hufn. (3474) Verbreitet und häufig im ganzen
Lande, in der Nähe von Erlen, 2 Generationen, im Mai
und August.
luteata Schiff. (3475) Ebenfalls fast im ganzen Lande
häufig an Erlen, in deren Kätzchen die R lebt, F im Mai,
‚Juni.
flavofasceiata Thnbg. (3476) (decolorata Hb.) Wenig ver-
breitet, mehr in der Ebene, ziemlich selten, im Mai und
August.
L. Überall bei Leipzig, nicht häufig.
D. Selten im Saubachtal, Triebischtal.
B. Einmal von Schilde vor der Buschmühle bei
Bautzen gefunden.
C. Röhrsdorf und Mittweida.
bilineata L. (3481) In mehreren Generationen im ganzen
Lande vom Frühling bis Hochsommer gemein, stark vari-
ierend.
Lit.: Schopfer, Aberration bei Dresden gefangen,
in.,‚leis“, Jahr&. 1896,75..520).
ab. infuscata Gmpbg. Unter der Stammart nicht
selten, ziemlich häufig bei Dresden (E. Möbius).
sordidata F. (3485) Ein im Gebirge häufiger Spanner,
dessen R im Mai, Juni zwischen zusammengesponnenen
Blättern der Salweide und an Heidelbeeren lebt, F im Juli.
L. Überall bei Leipzig nicht häufig, Leisnig, Hai-
nichen, Rochsburg.
D. Mehr nach dem Gebirge zu, z. B. Müglitztal,
Altenberg.
B. Im Bergwalde nicht selten, im Zittauer Gebirge
semein, in der Heide scheint er zu fehlen.
C. Überall bei Chemnitz, Zschopau, Ebersgrün,
Lengenfeld Werdau, Plauen, Bad Elster.
ab.fusco-undata Don. | Fast überall unter der
ab. infuscata Stgr. | Stammart nicht selten.
autumnalis Ström. (3486) (trifasciata Bkh.) Fast über das
ganze (Gebiet verbreitet, im April, Mai und Juli, August.
173
L. In der Leipziger Gegend fast überall ziemlich
häufig, auch bei Frohburg, Hainichen usw.
D. Nicht selten. Dresdner Heide, Coswig, Meissen,
Freiberg.
B. Bei Bautzen gemein, im Oberlande stellenweise
häufig, in der Heide sehr selten. (Köhler fand sowohl
ganz einfarbige Stücke, als auch solche mit scharfer,
weissgrauer Binde.)
C. Uberall bei Chemnitz, Limbach, Rabenstein,
Werdau, Schneeberg, Lengenfeld, Plauen.
capitata H. 8. (3488) Zerstreut und selten, 2 Generationen.
im Juni und August.
L. Einigemal bei Leipzig in Gärten gefangen.
D. Dresden, Rabenauer Grund, Zschoner Grund,
Weinböhla.
B. Selten, Rachlau und Löbau.
C. Bei Chemnitz (Tetzner).
silaceata Hb. (3489) Verbreitet, aber ziemlich selten, in
2 Generationen, im Mai, Juni und August.
L. Selten, Nonne, Connewitz, Grimma, Leisnig, Hai-
nichen.
D. Ziemlich selten bei Dresden, Rabenauer Grund,
Dresdner Heide, Friedewald, Triebischtal, Freiberg, Al-
tenberg.
B. Nicht selten, im Oberlande fast überall, am Üzer-
neboh und bei Seifhennersdorf fast häufig.
C. Chemnitz: Zeisigwald, Zschopau, Werdau, Lengen-
feld, Plauen.
corylata Thnbg. (3491) Im ganzen Gebiete verbreitet und
meist häufig in Laubwäldern. Bei Leipzig wurde 1 Stück
gefunden, bei dem die Zeichnung im Wurzel- und Mittel-
feld im Verschwinden ist.
badiata Hb. (3494) (Scotosia badiata Hb.) Ziemlich ver-
breitet, aber einzeln und selten, im April.
L. Einmal in Leipzig: Johannistal, (Reichert fand
im Juni 1902 bei Grosssteinberg 2 R auf wilden Rosen),
bei Grimma selten.
In,
D. Bei Lindenau, Kötzschenbroda (Müller), mehr-
mals im Triebischtal bei Meissen (Zeidler).
B. Mehrmals bei Bautzen, Löbau, Rachlau und
Seifhennersdorf.
C. Selten bei Chemnitz, Annaberg, Schneeberg,
Werdau und Plauen.
berberata Schiff. (3498) Selten und einzeln, in 2 Gene-
rationen, im Mai und Juli.
L. Einmal bei Zeschwitz, bei Grimma nicht selten.
D. Selten. Losehwitz, Lössnitz, Rabenauer Grund,
Dippoldiswalde, Freiberg.
B. Bei Bautzen und Rachlau.
C. Annaberg und Plauen.
nigrofasciaria Göze (3500) Wenig verbreitet und selten,
April, Mai.
D. Selten bei Zitzschewig. Dresdner Heide, Wein-
böhla.
B. Ein Stück findet sieh in einer Kamenzer Samm-
lung, das wahrscheinlich der Lausitz entstammt. Auch
soll er bei Zittau vorkommen.
C. Einmal bei Chemnitz (Verein II), bei Annaberg
und Plauen.
rubidata F. (3502) Wenig verbreitet und selten, Mai, Juni.
L. Selten bei Grimma, einmal bei Hainichen (Irm-
scher).
D. Sehr selten im Spitzgrund, bei Rabenau.
B. Fast immer selten, in einzelen ‚Jahren häufiger,
bei Bautzen, Rachlau, Niederkunnersdorf, angeblich auch
Herrnhut und Kronförstehen.
C. Selten, Chemnitz: Lichtenwalde, Auerswalde.,
Plauen.
comitata L. (3503) Verbreitet und meist häufig, an man-
ehen Orten selten, im Juli, August.
L. Bei Leipzig häufig, Rosswein und Hainichen.
D. Bei Dresden ziemlich häufig, bei Freiberg selten.
175
B. Uberall gemein in der Lausitz.
C. Häufig bei Chemnitz und Annaberg, selten bei
Zwickau, Werdau, Schneeberg und Plauen.
Asthena Hhb.
eandidata Schiff. (3505) \enig verbreitet und nicht häu-
fig in Laubwäldern, im Mai, Juni.
L. Nicht häufig bei Leipzig.
D. Nicht häufig, Auer, Pillnitz, Meissen.
B. Verbreitet, aber nicht häufig in der Lausitz.
C
. Zschopau, Auerswalde, Zwickau.
Tephroclystia Hb. (Eupitheeia Curt.)
oblongata Thnbg. (3511) Überall und meist häufig vor-
kommend, in 2 Generationen, im Mai und August.
L. Nicht selten bei Leipzig.
D. Nicht häufig, Dresdner Heide, Elbufer, Lössnitz,
Meissen, Weesenstein, Freiberg.
B. Verbreitet und gemein.
C. Häufig bei Chemnitz, Annaberg, Werdau und
Plauen.
linariata F. (3520) Wenig verbreitet und ziemlich selten,
im Mai, Juni.
L. Bei Klein-Steinberg und Ammelshain wurden am
21. Sept. 1902 ca. 40 R gefunden (Linke und Reichert).
D. Selten bei Radebeul (Seiler), Meissen und Frei-
berg.
B. Rachlau und Bautzen.
C. Chemnitz, Zwiekau, Plauen.
pyreneata Mab. (3521) (digitaliata Dietze) Wurde nur in
der Lausitz bei Rachlau und Mehltheuer beobachtet. wo
die Futterpflanze Digitalis ambigua in grösserer Menge
vorkommt.
R im Juli zwischen zusammengesponnenen Blüten.
176
laquaearia HS. (3523) Nur in der Lausitz gefunden, ver-
breitet, aber ziemlich selten, Bautzen. Halbendorf, Rach-
lau, Rotstein, Zittau.
R im August, September auf Euphrasia offieinalis.
pusillata F. (3535) Im ganzen Lande verbreitet und häu-
fig in Nadelwäldern, im Mai, Juni.
eonterminata Z. (3536) Nur gefangen bei Chemnitz:
Sechsruten (Verein Il in Chemnitz).
indigata Hb. (3537) Verbreitet in Kiefernwäldern, im Mai.
L. Dreimal gefangen bei Leipzig (Harth, Königshain,
Oberholz).
D. Bei Dresden überall häufig, z. B. Wilder Mann,
Lössnitz, Auer.
B. Bautzen, Zittau, Gross-Schweidnitz, Kronförst-
chen.
C. Bei Chemnitz überall, Lengenfeld und Werdau.
abieataria @öze (3538) Verbreitet, aber ziemlich selten in
Fichtenwäldern, im Mai bis Juli.
L. Überall ziemlich selten.
D. Selten bei Dresden.
B. Verbreitet und nicht selten.
C
. Bei Chemnitz überall, nicht häufig, Zschopau,
Zwickau, Werdau, Lengenfeld, Plauen.
togata Hb. (3539) Verbreitet, aber selten, im Juni, Juli.
L. Nur aus der Harth bei Leipzig bekannt, wo
1597 3 Stück gefangen wurden.
D. Selten und einzeln, Dresdner Heide, Coswig,
Diera und Siebeneichen bei Meissen.
B. Bei. Rachlau und am Pichlow.
C. Chemnitz: Zeisigwald, Werdau, Johanngeorgen-
stadt.
insigniata Hb. (3541) In den wenigen Gegenden, wo das
Tier vorkommt, sehr selten im Mai.
D. Nur bei Gröbern beobachtet (Verein Meissen).
kn
177
B. Bei Herrnhut, Bautzen und Rachlau (Schütze).
U. a. wurde eine ganz dunkle Aberration beobachtet.
venosata F. (3543) Verbreitet und überall sehr selten,
im Mai, Juni.
L. Einmal bei Grimma.
D. Friedewald und Meissen.
B. In einzelnen Stücken bei Bautzen, Oybin.
C. Chemnitz: Zeisigwald, Werdau, Plauen.
R im August in Kapseln von Silene inflata.
pimpinellata Hb. (3553) Kommt in wenigen Gegenden
des Hügel- und Berglandes vor, fehlt aber der Ebene
anscheinend völlig.
L. Nur in Leisnig (Fleischer).
D. Selten bei Weinböhla und Diera.
B. \Verbreitet und nicht selten. Es scheint eine
zweite Generation vorzukommen, da am 23. Mai schon ein
Stück des sonst im Juli fliegenden Tieres gefunden wurde.
C. Selten bei Chemnitz, Zschopau.
Raupe im Herbst an Pimp. saxifraga; von Schütze
auch an Seseli annuum gefunden worden.
distinetaria H. 8. (3556) Dieser Falter wurde nur bei
Meissen selten im Mai u. Juni beobachtet (Verein Meissen).
expallidata Gn. (3558) Nur aus der Lausitz bekannt, wo
die R auf Senecio fuchsii und Solidago gefunden wurde.
assimilata Gn. (3559) Wenig verbreitet.
L. Zweimal in Leipzig gefangen, auch bei Hainichen.
B. Bei Bautzen und Rachlau wurden die Raupen
auf Hopfen gefunden und erzogen.
absinthiata Cl. (3560) Mehr oder weniger selten, fast im
ganzen Gebiete zu finden, Juni bis August.
L. Nur einige Stücke bei Leipzig.
D. Bei Dresden, Lössnitz, \Weinböhla, Elbhtal bei
Meissen, sowie Freiberg.
B. Verbreitet und nicht selten.
. Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1905.
178
C. Bei Chemnitz häufig, ferner Zwickau, Werdau.
goossensiata Mab. (3561) (minutata Gn.)
D. Manche Jahre häufig bei Coswig im Friedewald.
B. Nachdem bis zum Jahre 1898 nur 1 Stück aus
der Lausitz bekannt war, fand Köhler 40 Stück Raupen
an Eriea in der Heide.
denotata Hb. (3563) (campanulata H. S.) Im Juni, Juli.
D. Rabenauer Grund, bei Meissen nicht selten.
B. Im Oberlande wo die Futterpflanze (Campanula
trachelium) wächst, z. B. bei Rachlau häufig.
C. Nicht selten bei Chemnitz, Zeisigwald u. Lichten-
walde, Flöha und Plauen.
actaeata Wald. (3565) Wenig verbreitet und selten.
D. Selten bei Dresden (Wernicke), im Triebischtal
(Verein Meissen).
B. Einmal bei Löbau (Graf).
C. Im August als Falter bei Chemnitz gefangen.
(Verein Chemnitz II).
albipunetata Hw. (3567) Scheint überall im Gebiete vor-
zukommen, 2 Generationen, April, Mai und Juli.
L. Nicht selten bei Leutzsch und Hainichen.
D. Lössnitz, Rabenauer Grund, Triebischtal u. Bosel.
B. Im Oberlande verbreitet und nicht selten, bei
Rachlau und auf dem Rotstein fast häufig; auch bei
Bautzen, Guttau und am Abgott.
C. Überall bei Chemnitz.
Raupe im Juni an Samb. nigra, im Herbst an Dol-
den von Angelica und Heracleum.
vulgata Hw. (3569) Ebenfalls aus dem grössten Teile des
Landes bekannt, Mai, Juni.
L. Uberall nicht häufig.
Selten, Dresden, Kötzschenbroda u. Saubachtal.
Einmal am Rotstein, häufiger bei Bautzen.
Es
Überall bei Chemnitz.
179
virgaureata Dbld. (3571)
D. Selten im Triebischtal bei Meissen (Verein Meis-
sen), im Juni und August.
C. Selten bei Chemnitz (Schlosswald, Mittelbach).
selinata H. 8. (3572) Selten, in 2 Generationen, im Mai
und Juli.
D. Bei Loschwitz, im Elbtal, am Auer (Calberla
und Verein Meissen), Oberau und am Prebischtor in der
Sächs. Schweiz.
trisignaria H. 8. (3573)
L. Nur zweimal bei Leipzig gefangen.
D. Dresden (Wernicke) und Meissen (Verein Meis-
sen) selten.
B. Nicht selten auf dem Rotstein, am Abgott, bei
Strehla; 1 Stück auch bei Guttau gefunden.
R bis Oktober in Dolden von Angelica u. Heracleum.
larieiata Frr. (3574) Selten und einzeln, im Juni.
L. Zweimal beobachtet und zwar in Leipzig und
Paunsdorf.
B. Selten bei Herrnhut, Bautzen, Quoos, am Hoch-
wald, nicht selten bei Rachlau.
C. Selten bei Chemnitz und Plauen.
castigata Hb. (3575) Am häufigsten in der Lausitz, sonst
meist selten und einzeln, im Mai bis Juli.
Einzeln in Gärten Leipzigs.
Lössnitz und Friedewald. auch bei Freiberg.
Verbreitet und gemein in der Lausitz.
ee
. Bei Chemnitz überall häufig, ferner selten bei
Annaberg, Werdau und Lengenfeld.
subnotata Hb. (3580) Teils häufiger, teils selten fast
über das ganze Gebiet verbreitet, im Juni, Juli.
L. Überall bei Leipzig, aber selten.
D. Dresden, Niedersedlitz, Zitzschewig und im Elb-
tal bei Meissen, aber überal! selten,
19%
C. Chemnitz und Umgegend, Werdau und Plauen.
helveticar’a B. (3592)
L. Einmal bei Zehocher.
B. Bei Bautzen, Rachlau und Niederkunnersdorf.
B. Selten bei Bautzen, Merka, Kronförstehen und
Quoos.
ab. arceuthata Frr. Kommt bei Bautzen, Quoos
häufiger als die Stammform vor (Köhler). R Ende Sep-
tember bis November auf Wachholder.
satyrata Hb. (3595) Verbreitet und nicht selten, im Mai.
L. Nicht selten bei Leipzig, Königshain, Leisnig.
D. Bei Dresden und Meissen.
B. Selten bei Bautzen, Rachlau und Zittau.
C. Bei Chemnitz: Zeisigwald, Zschopau, Annaberg,
Werdau, Plauen.
ab. subatrata Stgr. Wurde in der Lausitz von
Senecio fuchsii erzogen (Köhler).
succenturiata L. (3600) Verbreitet, aber meist selten,
im Juni, Juli.
L. 2 Stück 1896 bei Schönefeld gefangen.
D. Bei Dresden, Rabenauer Grund.
B. Im Öberlande selten, im Niederlande fast häufig,
Rachlau, Seifhennersdorf.
C. Bei Chemnitz, Werdau, Lengenfeld.
R wurde bei Chemnitz an Rainfarn gefunden, in der
Lausitz an Senecio fuchsii, Artemisia vulgaris und
absynthium.
Lit.: Sehmidt. E. s. bei Chemnitz in Katters Ent.
Nachr., 9. Jahrg., Putbus 1883, S. 24.
var. subfulvata Hw.
D. Selten bei Dresden, Lössnitz, Weinböhla, Cos-
wig, Meissen, Frauenstein.
B. In der Lausitz nicht selten.
C. Bei Chemnitz selten, Annaberg, Plauen.
R auf Schafgarbe.
181
ab. oxydata Tr. Mit der vorigen Form bei Dresden,
in der Lössnitz, Lausitz und bei Plauen.
millefoliata Rössl. (3603) Wird vom Chemnitzer Verein II
als bei Hilbersdorf im Mai, Juni als nicht häufig vor-
kommend mitgeteilt.
scabiosata Bkh. (3604) Wird nur in der Lausitz am Rot-
stein und bei Niederfriedersdorf selten gefangen.
ab. orphnata Bhtsch. Zweimal von Solidago er-
zogen (Köhler-Bautzen).
impurata Hb. (3607) Bei Chemnitz vorkommend (Schmidt:
Gubener Ent. Zeitschr., 1389, S. 105).
semigraphata Brd. (3605) (nepetata Mab.) Im Elbtal vor-
kommend im Juli: Plauenscher Grund, Lössnitz, Wein-
böhla und Meissen.
plumbeolata Hw. (3623) Im Juni.
L. Nur aus Hainichen bekannt.
D. Selten bei Dresden, Weinböhla und Freiberg.
B. Verbreitet und stellenweise nicht selten, z. B.
Rachlau und am Rotstein.
C. Zweimal bei Plauen gefangen.
R auf Wachtelweizen und Heidekraut.
immundata Z. (3624)
Sehütze und Köhler fanden die R auf dem Löbauer
Berge in den Beeren von Actaea spicata.
isogrammaria H. 8. (3625) Selten, stellenweise häufig,
die R in den Blüten von Clematis vitalba, F. im Mai.
L. Einzeln bei Leipzig, Naundorf usw.
D. Bei Dresden und in der Lössnitz nicht selten.
B. Bei Bautzen die R in grösserer Anzahl gefunden.
valerianata Hb. (3626) Auf dem Rotstein bei Löbau die
R in Anzahl (Köhler und Schütze).
tenuiata Hb. (3630) Verbreitet, die R nicht selten in
den Kätzchen der Salweide, F im Juni, Juli.
L. Bei Leipzig aus R gezogen, die in der Harth
gefunden wurden.
| 0.0)
|
D. Nicht selten bei Dresden, Meissen, Freiberg usw.
B. Verbreitet, z. B. Rachlau, Zittau usw.
C. Selten bei Chemnitz.
nanata Hb. (3634) Verbreitet, in Heidegegenden häufig,
2 Generationen, im Mai und Juli, August.
L. Einzeln bei Naunhof, Harth, Hainichen usw.
D. Häufig bei Dresden, Oberloschwitz, Kötzschen-
broda, Coswig, Meissen.
B. Überall häufig, wo Heidekraut wächst.
C. Bei Chemnitz selten, Werdau, Lengenfeld.
innotata Hufn. (3636) Nicht selten, R an Artemisia-
Büschen im Herbst manchmal häufig. F im April, Mai.
L. Einigemal bei Leipzig, Grassdorf.
D. Dresden, Lössnitz, Weinböhla, Elb- und Trie-
bischtal bei Meissen, Freiberg.
(E. Möbius zog aus bei Weinböhla gefundenen R
ein fünflügeliges Stück.)
B. Nicht selten in der Lausitz, z. B. Grossschweid-
nitz.
C. Selten bei Chemnitz, Plauen n h.
rar. fraxinata Urewe. Bei Leipzig und Meissen
gefangen.
abbreviata Stph. (3646) Sehr selten und einzeln, R im
Mai an Eichenblüten.
L. Einmal im Kammerforst bei Leipzig (11. IV. 1898)
von Reichert gefunden.
D. Bei Zitzschewig wurden die R von Eiche ge-
klopft (Müller), Triebischtal bei Meissen.
dodoneata @n. (3648) In Zitzschewig bei Dresden (Müller)
und im Triebischtal, im April.
R im Mai, Juni von Eichen zu klopfen.
exiguata Hb. (3650) Verbreitet, aber selten, im Mai, Juni.
L. Ganz einzeln bei Gaschwitz, Beucha.
D. Selten, Friedewald, Kreier, Müglitztal, Freiberg.
183
B. Bautzen, Quoos, Rachlau, Grossschweidnitz.
C. Chemnitz: Sechsruten, Annaberg.
lanceata Hb. (3653) In Fichtenwaldungen verbreitet und
nicht selten, im April, Mai.
Überall nieht selten bei Leipzig.
Nieht selten, Friedewald, Tharandt.
neu?
Verbreitet und manchmal häufig.
C. Selten bei Chemnitz: Sechsruten, Zeisigwald,
Werdau und Plauen.
sobrinata Hb. (3656) Im August in der Dresdner Heide
(Lehmann), bei Freiberg selten, in der Lausitz häufig bei
Rachlau und Quoos.
R im Mai auf Wachholder.
Chloerscelystis’ Hb.
coronata Hb. (3659) Im Juni, Juli. Einmal bei Conne-
witz bei Leipzig im Ratsholz, bei Dresden (Wernicke),
einmal im Rabenauer Grunde (E. Möbius).
reetangulata L. (3660) Im ganzen Lande verbreitet und
häufig, wo Obstbäume stehen, im Juni, Juli.
ab. cydoniata Bkh. | Unter der Stammform
ab. nigrosericeata Hw. | überall, aber seltener.
debiliata Hb. (3661) Verbreitet in Heidelbeerwaldungen,
meist häufig, im Juni.
L. Uberall häufig bei Leipzig, Rochlitz, Leisnig usw.
D. Häufig, Dresdner Heide, Friedewald, Meissen,
Freiberg usw.
B. Verbreitet, im Oberlande häufiger, als in der
Heide.
C. Bei Chemnitz überall, ferner bei Zschopau, Wer-
dau, Lengenfeld.
chloerata Mab. (3662) Selten im Elb- und Triebischtal
bei Meissen, in der Lausitz nicht selten, die Ran Schle-
henblüte.
184
Gollix’Gn:
sparsata Tr. (3665) Wenig verbreitet und meist selten,
im Juni.
L. Einmal bei Leipzig in der Harth.
D. Bei Dresden, im Friedewald.
B. Selten bei Rachlau, Seifhennersdorf.
C. Bei Chemnitz. Lichtenwalde, Ebersdorf.
Phibalapteryx Stph.
polygrammata Bkh. (3666) Einmal bei Bautzen am Licht
gefangen (am 17. Juli 1396) von Köhler. Auch im Zei-
sigwald bei Chemnitz einmal (Verein Il).
aquata Hb. (3670) Selten bei Sörnewitz an der Elbe, im
April und August (Meissner Verein).
tersata Hb. (3674) Einmal von Staudinger bei Dresden
gefangen, zweimal am Löbauer Berg von Graf und einige-
mal bei Werdau (Verein Leubnitz-Werdau).
D. Orthostixinae.
Epirranthis Hbk.
pulverata Thnbg. (3659) Sehr selten im März, April.
Früher ein Falter am Kohlenberg bei Leipzig und bei
Lucka gefunden. Selten in der Lausitz bei Grosspostwitz,
Ebersbach und Rachlau.
Arichanna Moore.
melanaria L. (3691) Ein Exemplar in den Steinbrüchen
bei Cradefeld bei Leipzig von Kutschke gefangen. Auch
teilt Bretschneider in Wilsdruff mit, dass er auf einer
Sumpfwiese daselbst einen Falter geködert hat.
Abraxas Leach.
grossulariata L. (3697) Dieser als Stachelbeerspanner
weitest bekannte Schmetterling kommt fast überall häu-
fig, stellenweise gemein und in sehr variierenden Stücken
vor, im Juli.
185
sylvata Se. (3698) Verbreitet und nicht selten, manch-
mal häufig, im Juni. R an Ulmen.
L. Beucha, Harth, Machern, Scheibenholz, Ammels-
hain h, Striegistal bei Hainichen, Rosswein.
D. Häufig im Rabenauer Grunde, ferner bei Gau-
ernitz, Meissen, Zatschke bei Pirna, Berggiesshübel, im
Amselgrunde der Sächs. Schweiz.
B. Nicht selten bei Löbau, bei Binnewitz.
C. Bei Chemnitz: Hilbersdorf und Rochsburg.
marginata L. (3700) Dieser variable Spanner fliegt in
2 Generationen, im Mai und Juli, August im ganzen Ge-
biete häufig bis gemein.
ab. pollutaria Hb. Wurde gefangen bei Dresden
Meissen, Bautzen und Lengenfeld.
adustata Schiff. (3701) Fast überall nicht selten in zwei
(renerationen, im Mai und Juli, August.
L. Nicht selten bei Leipzig, Leisnig, Hainichen.
D. Nicht selten, Dresdner Grosser Garten, Lössnitz,
Hosterwitz, Oberau usw.
B. Überall häufig in der Lausitz.
C. Nicht selten bei Chemnitz: Wittgendorf, Drais-
dorf, Zschopau, Annaberg, Zwickau, Plauen.
Bapta Stph.
pietaria Gurt. (3702) Staudinger fing denselben einmal
in Blasewitz bei Dresden.
bimaculata F. (3703) Einzeln und selten, im Mai, Juni.
L. Zerstreut bei Leipzig. Rosswein, Leisnig, Rochs-
burg.
D. Nur bei Meissen und Freiberg.
B. Verbreitet und in manchen Jahren fast häufig.
C. Bei Chemnitz: Sechsruten, Russdorf, bei Zscho-
pau und Annaberg.
temerata Hb. (3704) Verbreitet, aber nicht häufig, im
Mai, Juni.
186
L. Zerstreut und selten, bei Hainichen, Leisnig.
D. Einzeln, Dresdner Heide, Priessnitzgrund, Pill-
nitz, Lössnitz, Coswig, Tharandt, Freiberg.
B. Verbreitet und stellenweise nicht selten.
C. Uberall, doch einzeln bei Chemnitz, Schlosswald,
Zeisigwald, Rochsburg, Zschopau, Werdau.
Sstegamiar Düp:
cararia Hb. (3709) Sehr selten, Ende Mai bis Mitte Juli
im Universitätsholz bei Leipzig, am Kohlenberg, in der
Leina, auch bei Geithain.
Deilinia Hmps.
pusaria L. (3713) Im ganzen Lande häufig vom Mai bis
Juli. Köhler fand bei Bautzen ein rein weisses, zeich-
nungsloses Stück ohne braune Bestäubung.
ab. rotundaria Hw. Wurde bei Leipzig, Hainichen,
Meissen und in der Lausitz einzeln gefunden.
exanthemata Se. (3714) Ebenfalls verbreitet im ganzen
Lande, aber weniger häufig als vorige Art, im Juni.
Numeria Dup.
pulveraria L. (3715) Zerstreut und nicht selten, nach
Steinert in 2 Generationen, im Mai und Juli.
L. Nicht selten im Universitätsholz bei Leipzig, bei
Beucha, Taucha, Machern, Geithain, I!ochsburg, Leina,
Leisnig, Hainichen.
D. Selten im Müglitztal, bei Wilsdruff, im Triebisch-
tal bei Meissen.
B. Verbreitet, manche Jahre nicht selten, zahlrei-
cher beobachtet bei Bautzen, Rachlau und auf dem Rot-
stein.
C. Chemnitz: Küchwald, Zeisigwald, Zschopau,
Muldenberg.
capreolaria F. (3716) Dieser Spanner wurde im Juli,
August nur im gebirgigen Teile der Lausitz, bei Ebers-
bach, Seifhennersdorf, Rachlau, auf dem Rotstein, ferner
bei Freiberg und Annaberg in Fichtenwäldern gefangen.
187
zllopla Fr.
prosapiaria L. (3720) Im Mai bis August in Nadel-
wäldern.
L. Nicht selten, Harth, Universitätsholz, Kohlenbereg.
D. Nicht selten in Kiefernwäldern der Heide.
B. Zahlreich im Niederlande.
C. Selten bei Chemnitz, Zwickau s, Werdau s,
Bad Elster.
var. prasinaria Hb. Ist die Gebirgsform. Bei
Leipzig selten, bei Dresden und in der Lausitz im gebir-
gigen Teile nicht selten. Bei Chemnitz häufig, ebenso
bei Zwickau, Lengenfeld, Werdau, Bad Elster und wohl
im ganzen Erzgebirge.
Metrocampa Latr.
margaritata L. (3723) Verbreitet, meist selten, im Juli.
L. Naunhof, Universitätsholz, Harth, Kohlenberg,
Rochlitzer Berg, Rochsburg, Leisnig, Rosswein.
D. Loschwitz, Dresdner Heide, Weinböhla, Rockau,
Bärenstein, Sächs. Schweiz, Festung Königstein (Juli 1870
häufig: von Homeyer in Stettiner ent. Zeitschr. 1884,
S. 437).
B. Nur im Oberlande, Seifhennersdorf, Herrnhut,
Löbau, Rachlau, Oybin.
C. Chemnitz: Lichtenwalde, Küch- und Zeisigwald,
Zschopau, Olbernhau, Oederan, Zwickau und Werdau.
Ennomeosirr;
autumnaria Wernb. (3725) Fast überall im Lande mehr
oder weniger häufig, August bis November.
Bei Leipzig und Dresden überall häufig.
B. In der Lausitz verbreitet, aber ziemlich selten.
Rachlau, Neschwitz, Löbau, Seifhennersdorf.
C. Chemnitz, Zschopau, Annaberg, Zwickau, Wer-
dau, Plauen.
188
quereinaria Hufn. (3726) Verbreitet, aber ziemlich selten
im August, September.
L. Uberall bei Leipzig, aber nirgends häufig.
D. Nicht selten bei Dresden, Meissen, Freiberg.
B. In wenigen Stücken gefangen bei Löbau und
Niederkunnersdorf.
C. Selten im Zeisig- und Schlosswald bei Chemnitz,
Annaberg, Zwickau, Plauen.
ab. infuscata Stgr. Wurde bei Leipzig und Meis-
sen beobachtet.
ab. carpinaria Hb. Wurde bei Dresden und Nie-
derkunnersdorf in der Lausitz gefangen.
alniaria L. (3727) Verbreitet, aber meist einzeln, im
September, Oktober.
L. Bei Leipzig selten, Universitätsholz, Mockau,
Beucha, Bienitz, Frohburg, Grimma, Rosswein, Hainichen.
D. Selten, Dresdner Heide, Grosser Garten, Tha-
randt, Wilsdruff, Coswig, Meissen, Freiberg.
B. Einzeln bei Rachlau, Bautzen, Quoos, Löbau,
Niederkunnersdorf und Kamenz.
C. Bei Chemnitz selten, Annaberg, Werdau, Schnee-
berg.
fuseantaria Hw. (37285) Wurde wiederholt am Licht als
auch am Köder gefangen im Herbst.
L. Seit 1892 nicht selten bei Leipzig: Schützenhof.
D. Sehr selten, Niedersedlitz, Coswig, Diera bei
Meissen.
B. Selten bei Bautzen, Rachlau, Löbau und Seif-
hennersdorf.
C. Selten bei Chemnitz und Werdau.
erosaria Hb. (3730) Verbreitet und nicht selten, im Juli,
August.
L. Nicht selten in Laubwaldungen.
D. Nicht selten, Dresden-Striesen, Meissen, Tha-
randt, Freiberg.
189
B. Nicht selten bei Bautzen, Quoos, Neschwitz,
Rachlau.
C. Selten bei Chemnitz: Schlosswald, Hilbersdorf,
Zwickau, Werdau.
ab. tiliaria Hb. Wurde bei Dresden, Freiberg und
in der Lausitz gefangen.
ab. unicoloria Esp. Köhler in Bautzen zog diese
Ab. einmal aus einer bei Quoos gefundenen Raupe.
quercaria Hb. (3731) Köhler in Bautzen zog 2 Falter
aus von Eichen geklopften Raupen.
Selenia Hb.
bilunaria Esp. (3733) Verbreitet und ziemlich häufig in
2 Generationen, April, Mai und Juli.
L. Nicht häufig bei Leipzig, Leutzsch, Zwenkau,
Leisnig, Hainichen, Rosswein.
D. Nicht häufig, Dresdner Heide, Lössnitz, Stolpen,
Meissen usw.
B. Nirgends selten in der Lausitz.
C. Chemnitz: Lichtenwalde, Zschopau, Annaberg,
Zwickau, Limbach, Russdorf, Werdau, Schneeberg, Len-
genfeld, Plauen.
gen. aest. juliaria Hw. Im Juli bei Leipzig, Hai-
nichen, Lössnitz, Meissen und bei Chemnitz gefangen.
lunaria Schiff. (3734) Ziemlich verbreitet, aber selten,
in 2 Generationen, im April, Mai und Juli.
L. Überall, nicht häufig bei Leipzig, Kohlenberg,
in der Leina.
D. Sehr selten, Dresden-Striesen (Lehmann), Priess-
nitzgrund (Steinert), Triebischtal bei Meissen, Freiberg.
B. Selten, Rachlau, Seifhennersdorf, (R auf Ahorn).
C. Einzeln bei Chemnitz, Werdau und Schneeberg.
gen. aest. delunaria Hh. Wurde nur im Triebisch-
tale bei Meissen gefunden.
tetralunaria Hufn. (3735) Verbreitet, aber ziemlich selten,
in 2 Generationen, im Mai und Juli, August.
190
L. Überall, nieht häufig bei Leipzig.
D. Selten, Dresden: Grosser Garten, Priessnitzgrund,
Friedewald, Spitzgrund, Meissen und Freiberg.
B. Ziemlich selten, Bautzen, Quoos, Rachlau, Seif-
hennersdorf, Oybin, Malschwitz, Valtenberg, Kamenz.
C. Selten bei Lichtenwalde (Tetzner),
gen. aest. aestiva Stgr. Selten bei Leipzig, Dres-
den und in der Lausitz.
Wernicke und Doberenz züchteten noch eine dritte
(reneration.
Aygrochres-Eib:
syringaria L. (3756) Wenig verbreitet und meist selten,
im Juli.
L. Nicht selten bei Leipzig, im Lindental und der
Leina.
D. Selten im Triebischtal bei Meissen und bei
Freiberg.
B. Bei Oybin (Werner).
C. Chemnitz: Schlosswald, Kassberg, Plauen.
Therapıs’Pib:
evonymaria Schiff. (3738) In der Hohburger Schweiz
selten, bei Grimma häufiger, nicht selten bei Meissen,
auch bei Freiberg gefangen. (Aus bei Grimma gef. R
wurden mehrere Stücke mit fast einfarbig rötlich-grau-
braunen Vorderflügeln und ebenso gefärbter Saumbinde
der Hinterflügel, sowie Übergänge zu dieser auffälligen
Form erzogen (Leipziger Fauna).
Gonodontis Hb.
bidentata Cl. (3743) Ziemlich verbreitet und nicht selten,
im Mai, Juni.
L. Nicht häufig bei Leipzig, Universitätsholz, Beucha,
Hainichen.
D. Nicht häufig, Dresdner Heide, Meissen, Freiberg,
Muldental.
B. Im Berglande häufiger als im Niederlande.
191
C. Chemnitz: Zeisigwald, Limbach, Zwickau, Wer-
dau, Bad Elster.
R an Nadelholz und Laubholz.
Hiımera.Dup.
pennaria L. (3746) Im ganzen Lande verbreitet und
ziemlich häufig in Laubwäldern, im September bis No-
vember.
Crocallis Tr.
elinguaria L. (3749) Im Juli in gebirgigen Teilen Sach-
sens nirgends selten, bei Leipzig ziemlich selten, Kohlen-
berg, Universitätsholz. E. Möbius zog aus einer bei Len-
genfeld i. V. gef. R ein gleichmässig braun gefärbtes
Exemplar mit gelben Querlinien und Fransen (ähnlich
der als ab. fusca Rtti. in der Fauna von Baden von
Reutti, S. 120, beschriebenen Aberration). Taf. II, fig. 9).
Angerona Dup.
prunaria L. (3754) Im ganzen Gebiete fast überall häu-
fig, bes. in Heidelbeerwaldungen, im Juni. Reichert fing
im Rosental bei Leipzig einen 5 mit gemischter, weib-
licher Färbung (Tafel II, Fg. 10).
ab. sordiata Fuessl. Unter der Stammform über-
all nicht selten. Wernicke in Blasewitz fand im Jahre
1590 ein 9, von welchem er 11 Jahre hindurch diese
Form züchtete. Durch Kreuzungen von prunaria 5 und
ab. sordiata % und umgekehrt erzielte er viele interessante
Formen, u. a, auch einen Zwitter der Stammform, rechts
Sulmks.O.
Ourapterix Keach.
sambucaria L. (3757) Über das ganze Land verbreitet,
teils häufig, an anderen Orten selten, im Juni, Juli.
L. In den Gärten um Leipzig nicht selten, wurde
viel am Licht beobachtet (Doberenz zog 1596 eine 2. Ge-
neration, die sich von der 1. Gen. nicht unterschied). bei
Leisnig und Hainichen selten.
D. Dresden, Lössnitz, Meissen, Nossen u. Freiberg s.
B. Verbreitet, aber ziemlich selten.
C. Chemnitz, Annaberg s, Werdau, Schneeberg,
Lengenfeld, Plauen häufig.
Eurymene Dup.
dolabraria L. (3760) In der Ebene verbreitet und nicht
selten im Mai, Juni, nach der Leipziger Fauna eine 2. Ge-
neration im August.
L. Überall nicht häufig, Leipzig, Zwenkau, Königs-
hain, Geithain, Leisnig, Hainichen.
D. Einzeln im Priessnitzgrund, Friedewald, Saubach-
tal, Meissen, Pirna, Freiberg.
B. Verbreitet und nicht häufig, in der Ebene zahl-
reicher.
C. Selten, Limbach, Schwarzenberg, Werdau, Mark-
neukirchen.
Opisthograptis Hb.
luteolata L. (3761) In ganz Sachsen häufig, nach dem
Gebirge zu stellenweise gemein, im Mai, Juni.
Epione Dup.
apieiaria Schiff. (3763) Verbreitet, aber nicht häufig, im
Juli bis September.
L. Uberall, nicht häufig, Leipzig, Brandis, Leisnig,
Hainichen,. Rosswein.
D. Selten, Striesen, Blasewitz, Gehege, Lössnitz,
Triebisehtal, Hainsberg, Freiberg.
B. Verbreitet, aber einzeln, Bautzen, Rachlau, Lö-
bau, Rotstein, Seifhennersdorf, Oybin.
C. Nicht häufig bei Chemnitz: Hilbersdorf, Limbach,
Zschopau, Zwickau, Werdau, Schneeberg, Lengenfeld,
Plauen, Bad Elster.
paralellaria Schiff. (3764) Seltener als die vorige Art,
im Juli bis September.
L. Ziemlich selten, Harth, Universitätsholz, Kohlen-
berg, Leisnig, Rosswein.
195
D. Selten bei Dresden, Pillnitz, Meissen, Nossen,
Freiberg.
B. In der Lausitz einzeln, bei Seifhennersdorf n s.
C. Nicht häufig, Chemnitz, Lichtenwalde, Annaberg.
Zwickau, Werdau, Lengenfeld.
advenaria Hb. (3765) Ist überall häufig, teilweise gemein
in Heidelbeerwaldungen, im Juni. Dürfte auch im Erz-
gebirge überall zu finden sein.
Venilia Dup.
macularia L. (3773) Mehr in gebirgigen Teilen des Lan-
des verbreitet, im Mai.
L. Früher nicht selten, jetzt selten im Universitäts-
holz, Schkeuditz, Lindental, Leisnig.
D. Nicht selten, Auer bei Moritzburg, Rabenau,
Tharandt, Dippoldiswalde, Frauenstein.
B. Valtenberg, Lausche, Seifhennersdorf, Dretschen,
Elstra.
C. Nicht selten bei Chemnitz, Zschopau, Olbernhau,
Annaberg.
Köhler-Bautzen fand eine Aberration, links Stamm-
form, rechts ab. quadrimaculata Hatch.
Serniotknsa, Elb.
notata L. (3782) Im Mai und August in 2 Generationen
im ganzen Lande häufig bis gemein in Wäldern.
alternaria Hb. (3783) Seltener als vorige Art, 2 Gene-
rationen, im Mai und Juli.
L. Vereinzelt bei Leipzig, Naunhof, Beucha, Ober-
holz, Rosswein, Leisnig, Hainichen.
D. Dresdner Gegend, Triebischtal, Freiberg.
B. Verbreitet, aber selten in der Lausitz.
C. Chemnitz: Küch wald, Zschopau, Zwickau, Wer-
dau, Plauen.
signaria Hb. (3785) Mehr in den gebirgigen Landesteilen
verbreitet, im Juni.
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1905.
194
L. Selten bei Leipzig, Hainichen.
D. Nicht häufig in den Waldungen um Dresden,
im Triebischtal, bei Freiberg.
B. In Bergwäldern nicht selten, in der Ebene bei
Quoos gefunden.
C. Bei Chemnitz überall, Annaberg, Zwickau, Wer-
dau s, Lengenfeld, Plauen, Bad Elster.
liturata Cl. (3790) In allen Landesteilen häufig im Mai
bis Juli, in Nadelwaldungen.
Hybernia Latr.
rupicapraria Hb. (379) Wenig verbreitet und selten,
im März, April.
D. Lössnitz, Meissen, Plauenscher Grund.
C. Frankenberg, Werdau, Crimmitschau, Plauen.
bajaria Schiff. (3796) Nach Angaben des Meissner Ver-
eins fliegt der Falter selten in der Niederlössnitz bei
Dresden.
leucophaearia Esp. (379%) Im Leipziger und Dresdner
Gebiet häufig, in der Lausitz nicht selten, ferner bei Chem-
nitz, Zschopau und Werdau, im Februar, März.
ab. marmorinaria Esp. Im Leipziger Gebiet nicht
häufig, bei Dresden ziemlich häufig, in der Lausitz am
Löbauer Berge und bei Grossdubrau gefangen, bei Chem-
nitz selten.
ab. merularia Weymer. (funebraria Th. Mieg.) Diese
durch ihre gleichmässig schwarzbraune Färbung ausge-
zeichnete Aberration wird bei Dresden regelmässig mit der
Stammform im Grossen Garten, ferner im Kaitzer Grund
nicht selten gefangen. Wurde auch bei Chemnitz selten
und einmal im Rosental bei Leipzig (E. Müller) gefangen.
aurantiaria Esp. (3798) Verbreitet, nicht häufig im Oktober.
L. Überall ziemlich häufig.
D. Im Elbtal häufig, bes. Dresden: Grosser Garten.
B. Selten, Bautzen (1904 häufig), Löbau, Sommerau.
C.
Chemnitz: Zeisigwald, Zwickau, Werdau, Plauen.
195
marginaria Bkh. (3799) Verbreitet, ziemlich häufig im
April.
L. Überall ziemlich häufig bei Leipzig.
D. Im Elbtal häufig.
B. In manchen Jahren nicht selten, z. B. Nieder-
friedersdorf, Rachlau.
C. Bei Chemnitz, Zwickau, Werdau.
defoliaria C). (3502) Fast im ganzen Lande häufig, im
Oktober, November, stark variierend. In der Lausitz ein-
zeln, zahlreicher bei Quoos und Guttau.
ab. obscurata Stgr. Unter der Stammart nicht
selten, z. B. bei Dresden, Chemnitz (1904 häufig).
Anisopterix Stph.
aceraria Schiff. (3507) Verbreitet, ziemlich selten, im
November.
L. Überall, aber nicht häufig, Harth, Bienitz, Kam-
merforst, Mittweida.
D. Bei Dresden selten, Niederwartha (aus R er-
zogen von Riedel), Meissen, Borsberg, Windberg.
B. Einzeln am Löbauer Berge (Graf).
C. Bei Chemnitz, Zwickau, Limbach und Werdau.
aescularia Schiff. (3509) Im Februar und März, im Leip-
ziger und Dresdner Bezirke häufig, in der Lausitz bei
Löbau und Zittau, feiner bei Chemnitz, Zschopau und
Zwickau.
Phigalia Dup.
pedaria F. (3512) Dieser, den Sammlern als erster Früh-
lingsbote bekannte, im Februar schlüpfende Spanner
kommt im ganzen Gebiete häufig vor. Bei Leipzig wurde
im Rosental am 21. November 1894 ein frisches Stück
gefunden (Kabisch).
Biston Leach.
hispidaria F. (3814) Selten im Februar bis April. Bei Leip-
zig überall, aber vereinzelt, auch bei Leisnig (Fleischer).
13*
196
pomonaria Hb. (3816) Selten im März, April. Bei Leip-
zig überall nicht selten, in der Leina häufig, in der Dres-
dener Heide selten.
hybr. pilzii Stndf. Wurde von Vollandt in Leipzig
1896 bei Beucha gefunden (Tafel I, fig. 6). Dieses 9
war in copula mit einem & von B. hirtaria. Die Zucht
ergab normale R und F von B. hirtaria.
zonaria Schiff. (3819) Ist nur in Lucka bei Leipzig durch
Bieger gefunden worden (Leipziger Fauna).
hirtaria Cl. (3825) Über das ganze Gebiet verbreitet, im
März, April.
L. Überall häufig bei Leipzig.
D. In den Wäldern um Dresden ziemlich selten,
am Auer, bei Meissen.
B. Verbreitet und nicht selten in der Lausitz.
C. In der Umgegend von Chemnitz alle Jahre häu-
fig, Zwiekau, Werdau s, Schneeberg, Lengenfeld, Plauen.
strataria Hufn. (3526) Fast überall zu finden, im April.
L. Uberall, nicht selten bei Leipzig, in der Leina.
D. Ziemlich selten, z. B. Lössnitzgrund, Auer.
B. Verbreitet, im Oberlande ziemlich selten, in der
Ebene fast häufig, z. B. Quoos, Neschwitz.
C. Chemnitz: Schlosswald, Zwiekau,. Werdau s,
Schneeberg, Lengenfeld.
Amphidasıs Tr.
betularia L. (3832) Dieser als Birkenspanner allgemein
bekannte Falter ist im ganzen Gebiete verbreitet und
meist sehr häufig, im Mai, Juni.
ab doubledayaria Mill.
L. Mehrfach bei Leipzig gefangen und auch aus
R erzogen worden.
D. In neuerer Zeit mehrfach in der Dresdner Heide
gefunden und aus R erzogen, ferner in der Lössnitz,
Diera bei Meissen.
B. Bautzen, Löbau, Valtenberg und Seifhennersdorf.
197
C. Chemnitz: Zeisigwald, Russdorf.
Lit.: Steinert, Zuchtergebnisse von ab. doubled. in
„Iris“, 5. Bd., 1892, S. 424—27.
Boarmia Ir.
einetaria Schiff. (3874) Überall verbreitet und häufig im
April bis Juni.
ab. consimilaria Dup. Ist bei Leipzig nicht selten
unter der Stammart, sowie bei Dresden (Wernicke) ge-
funden worden.
gemmaria Brahm (3876) Mehr in gebirgigen Landes-
teilen. im Juli.
L. Harth bei Leipzig, Leisnig, Grimma s.
D. Selten bei Tharandt, Pillnitz, Triebischtal. Nach
dem Erzgebirge. und der Sächs. Schweiz zu, ist das Tier
wesentlich häufiger.
B. Seifhennersdorf, Kottmar.
C. Selten, Limbach, Zschopau und Plauen.
seeundaria Esp. (3882) Verbreitet, im Erzgebirge häufig,
sonst meist selten, Juli, August.
L. Häufig, Machern, Beucha, Harth, Frohburg, Grim-
ma, Leisnig, Hainichen.
D. Selten, Dresdner Heide, Tharandt, Meissen,
Freiberg.
B. Scheint nur dem Oberlande anzugehören:! Oppels-
dorf, Zittau, Oybin, Hirschfelde, Herrnhut, Niederfrieders-
dorf, Löbau, Czerneboh, Drohmberg und Bärwalde.
C. Bei Chemnitz häufig, Zschopau, Annaberg, Zwik-
kau, Werdau n h, Plauen =.
ribeata Cl. (3883) (abietaria Hb.) Ist meist selten, im Juli,
August.
L. Nicht häufig in der Leina und bei Rosswein.
D. Sehr selten, Dresdner Heide (Seiler u. Steinert),
Döhlen, Freiberg.
B. Selten in den Nadelwäldern des Oberlandes,
Rachlau, Löbauer Berg, Seifhennersdorf, Oybin.
198
C. Chemnitz: Zeisigwald selten, Werdau n h.
repandata L. (3591) Im ganzen Lande verbreitet und
fast überall sehr häufig, im Juni, Juli.
ab. destrigaria Hw. Selten bei Meissen, einmal
bei Strehla in der Lausitz (Köhler), bei Chemnitz (Tetzner)
und Lengenfeld i. V' (E. Möbius).
ab. nigricata Fuchs. Wurde von Seiler bei Dres-
den-Lindenau gefunden.
ab. conversaria Hb. Fast überall unter der Stamm-
form nieht selten.
roboraria Schiff. (3894) Verbreitet und nicht selten, im
Inn unlle
L. Ziemlich häufig bei Leipzig, in der Leina, bei
Brandis, Rosswein usw.
D. Selten, Dresdner Heide, Friedewald, Oberau,
Meissen, Freiberg.
B. Im Oberlande selten, in der Ebene häufiger.
C. Chemnitz: Lichtenwalde, Annaberg n h, Werdau s.
ab. infuscata Stgr. Diese speziell sächsische Form
kommt bei Leipzig weniger häufig als die Stammform
vor, bei Dresden häufiger als diese, ebenso in der Lau-
sitz, bei Quoos, Löbau, auch bei Annaberg gefunden.
consortaria F. (3595) Verbreitet und meist häufig, April
bis Juni.
L. Nicht selten bei Leipzig, Leina, Leisnig, Haini-
chen, Rosswein.
D. Häufig bei Dresden, Meissen, Nossen, Freiberg.
B. Verbreitet und zahlreich in der Lausitz.
C. Chemnitz: Schlosswald, Limbach, Zschopau,
Zwickau, Werdau.
ab. humperti Hum. Bei Leipzig 1901 mehrfach
von Michling und Sauermann gefangen, auch bei Dres-
den von Wernicke einmal am Köder, in der Lausitz ein-
mal erzogen von Köhler.
angularia Thnbg. (38596) Wurde nur in der Lausitz am
Hochwald bei Zittau gefangen von Möschler und Köhler.
199
lichenaria Hufn. (389%) In der Leina häufig im Juni
(Tetzner), bei Geithain fand Winkler ein Stück, Schütze
fing einen Falter bei Rachlau in der Lausitz und sah
einen in einer Kamenzer Sammlung.
jubata Thnbg. (3900) (glabraria Hb.) Sehr selten, Schilde
fand 4 Raupen in der Schmoritz in der Lausitz auf Bart-
flechte, nach Möschler auch bei Niederfriedersdorf. Auch
Treitschke (Tr. VI, 1, S. 225) führt schon die Sächs.
Schweiz als Fundort an, wo die R von Fischer von Rös-
lerstamm gefunden wurde.
erepuscularia Tr. (3903) Häufig im ganzen Lande in zwei
Generationen, im März, April und Juli, August.
ab. defessaria Frr. Bei Leipzig und Dresden und
wohl aueh anderwärts nicht selten unter der Stammform.
Lit.: Bachstein, Schädliches Auftreten von B. ce. bei
Dresden in Katters ent. Nachr. 1878, S. 78.
bistortata 6. (3904) Bei Meissen (Meissner Verein), bei
Chemnitz: Sechsruten (Tetzner).
consonaria Hb. (3906) Im Gebiete meist einzeln und
selten, im Mai.
L. Mehrere Stücke bei Beucha, Lucka, in der Harth,
Kammerforst gefunden.
D. Nicht selten in der Dresdner Heide.
B. In Bergwäldern, z. B. am Kottmar, bei Kron-
förstchen, Seifhennersdorf.
C. Lengenfeld, Werdauer Wald.
luridata Bkh. (3908) Wenig verbreitet und meist selten,
im Mai.
L. Überall zidmlich selten bei Leipzig, Beucha,
Frohburg, Lausigk.
D. Selten im Saubachtal, in der Lössnitz und im
Friedewald bei Freiberg.
C. Bei Chemnitz nicht selten, im Rabensteiner
Wald, bei Annaberg.
punetularia Hb. (3910) Überall sehr häufig bis gemein,
im April, Mai.
200°
Pachycenemia Stph.
hippocastanaria Hb. (3917) Wenig verbreitet und selten
in Heidegegenden, in 2 Generationen, April, Mai und Juli
bis Oktober.
L. Höfgen bei Grimma.
D. Selten und einzeln, Dresdner Heide, Coswig,
Weinböhla.
B. Selten, in der Heide bei Lömischau etwas häu-
figer.
C. Selten, Chemnitz: Adelsberg, Sechsruten, Anna-
berg, Lengenfeld, Werdau.
GmophaesTr
obseuraria Hb. (3951) Verbreitet, aber ziemlich selten,
im Juli, August.
L. Einzeln bei Leipzig, Lindental, Kohlenberg,
Rosswein, Leisnig, Hainichen.
D. Nicht selten, Lössnitz, Spitzgrund, Meissen,
Laussnitzer Heide, Freiberg.
B. Selten in der Ebene bei Sdier, im Oehnaer Tal,
im Oberlande bei Binnewitz und Blösa, die R wurde bei
Bautzen, am Abgott und bei Rachlau an Galeopsis und
Sedum maximum gefunden.
C. Chemnitz, Hilbersdorf, Draisdorf, Lichtenwalde,
Zschopau, Werdau, Plauen, Bad Elster.
ambiguata Dup. (3933) In Plauen i. V. nicht selten von
Schweitzer gefangen (Ein Paar dem Verein Iris vorgelegt).
pullata Tr. (3935) Wurde nur in der Lausitz an der
Siidseite des Czerneboh von Schütze im Juni. Juli ge-
funden, die R Ende Mai an Sedum maximum.
In früheren Jahren fand Möschler den Falter auch
einmal am Löbauer Berg.
glauecinaria Hb. (3940) Nach Mitteilungen Möschlers wurde
dieser Falter in einigen Stücken Ende Juli auf dem Oy-
bin bei Zittau gefunden.
dilucidaria Hb. (3964) Im Gebirge nicht selten, im Juli.
201
D. Sehr selten bei Tharandt und Rabenau, bei Gei-
sing, Altenberg und in der Sächs. Schweiz nicht selten.
B. Nur im südlichsten Teile des Oberlandes, Töp-
fer, Haingrund, Hochwald, Lausche.
C. Pöhlberg bei Annaberg, Rabensteiner Wald,
Johanngeorgenstadt h, Auerbach, Plauen, Bad Elster.
Ematurga Te.
atomaria L. (4000) Uberall im Lande sehr häufig in
2 Generationen, im Mai und Juli, August. 2. Generation
kleiner und dunkler (Seiler).
ab. unicoloraria Stgr.
L. Mehrfach aus überwinterten Puppen als auch
als 2. Generation aus dem Ei erzogen.
D. Unter der Stammart nicht selten, wiederholt
unter der 2. Generation erzogen.
In der Lausitz und dem Chemnitzer Bezirk eben-
falls nieht selten.
Bupalus Leach.
piniarius L. (4001) Dieser oft als Schädling des Nadel-
holzes auftretende Spanner kommt im ganzen Gebiete
häufig vor, im Mai, Juni. Sehr variierend, bes. auffallend
sraugelb gefärbte @ gefangen. Im Juni 1901 wurde er in
ungeheuren Mengen in den Strassen Leipzigs und in der
Umgebung gesehen (Kranchers ent. Jahrb. für 1902 S. 70).
Grosse Mengen dieses Falters wurden auch beobachtet
auf Langebrücker und Fischhäuser Revier bei Dresden
Höresd. Nachr,v.. 22.X. 1892, 89a -und y4 /VIL- 1893,
S. 4a und Dresdner Anzeiger vom 22. VIII. 1893, S. 4a).
Thamnonemarzld.
wauaria L. (4013) Kommt in der Ebene wie im Gebirge
häufig vor im Juli, bes. in Gärten mit Stachelbeer- und
Johannisbeersträuchern.
brunneata Thnbg. (4015) Häufig in Heidelbeerwaldungen,
im Mai, Juni.
202
L. Einzeln bei Machern, Beucha, Hohburg, Seegritz,
im Universitätswald häufig, Hainichen, Rosswein.
D. Überall häufig in Wäldern (1904 ganz gemein).
B. Verbreitet und nicht selten.
C. Chemnitz: Schlosswald, Rabenstein, Zschopau,
Annaberg, Johanngeorgenstadt, Wildental, Zwickau,
Werdau.
Diastictis Ho.
artesiaria F. (4019) Meist selten und einzeln, 2 Genera-
tionen, im Juni und August.
L. Ziemlich selten, wurde aus R erzogen, welche
im Universitätsholz, am Kuhturm, im Oberholz und bei
Holzhausen an Pappel und Weide gefunden wurden. Bei
Leisnig (Fleischer).
D. Selten, in den S0er Jahren n s am Eisenbahn-
damm bei Klotzsche, dann in der Dresdner Heide (Seiler)
und im OÖstragehege (Riedel), auch bei Meissen n s.
Phasiane Hl >.
petraria Hb. (4023) Selten und örtlich in der Nähe von
Adlerfarn, im Mai, Juni.
L. Ziemlich selten bei Beucha, Naunhof, Lindental,
Leisnig.
D. Nicht selten, Dresdner Heide, Friedewald, Meis-
sen, Berggiesshübel.
B. In der Heide selten, im Gebirge fast häufig.
C. Zschopau.
clathrata L. (4032) Im ganzen Lande häufig bis gemein,
2 Generationen, im Mai und Juli.
ab. nocturnata Fuchs. Einmal bei Löbau gefangen
von Schütze.
ab. cancellaria Hbh. Einmal in der Harth bei Leip-
zig und in Klein-Zschachwitz bei Dresden von Schopfer
(Itis, BER, SSR):
glarearia Brahm. (4033) Hiervon ist nur ein Stück be-
kannt geworden, das im Jahre 1597 am Leipziger Schlacht-
203
hofe erbeutet wurde (Tempel), vielleicht mit der Eisen-
bahn eingeschleppt.
Eubolia L.d.
murinaria F. (4035) In der Leina bei Leipzig nicht häu-
fig im Mai und Juli.
Scodiona B.
fagaria Thnbg. (4058) (belgaria Hb.) Ist in der Lausitz
je einmal bei Niesky und Dretschen gefunden worden.
Köhler fand 6 Raupen am 9. Okt. 1595 an Heidekraut.
SCcerialStph-
lineata Se. (4067) Selten im Juni, Juli, bei Meissen (Hei-
liger Grund), Weesenstein, im Müglitztal (Riedel), bei
Freiberg (Rössler), auch bei Annaberg (Wiesenbad).
Perconizr EIb:
strigillaria Hb. (4079) Meist nicht selten, im Juni.
L. Überall nicht häufig bei Leipzig.
D. Bei Dresden nicht selten, bes. in der Lössnitz.
B. Wenig verbreitet, Rachlau, Elstra, Kamenz, Lö-
mischau h, Kottmar, Seifhennersdort.
C. Bei Limbach h, Lengenfeld, Werdau selten.
var. grisearia Stgr.
L. Selten unter der Stammform.
D. Weit häufiger als die Stammform, bes. in der
Lössnitz,
B. Nur bei Lömischau beobachtet.
Nolidae.
Nola Leach.
togatulalis Hb. (4098) Nur im westlichen Sachsen gefun-
den, F im Juli.
204
L. Selten bei Leipzig.
C. Nicht selten bei Chemnitz (Pabst), Zschopau
(Fleischer).
Die überwinternde Rauf Eichenbüschen und Schlehen
die Blätter skelettierend bis Anfang Juni.
cucullatella L. (4103) Überall häufig, F im Juli, August.
L. Häufig bei Leipzig, Hainichen, Leisnig, Rosswein.
D. Häufig bei Dresden, bei Meissen s (Oberau, Grö-
bern), Freiberg h.
B. Überall gemein in der Lausitz.
C. Ziemlich häufig bei Chemnitz (die R Juni 1890
häufig auf Crataegus, im Mai 1891 auf Apfelbäumen bei
Einsiedel (Pabst), bei Hilbersdorf, Zschopau, Annaberg,
Werdau, Plauen.
R an Schlehen, Apfelbäumen, Weissdorn, das kahn-
förmige Gespinnst an Zweigen und Zäunen, das Ei über-
wintert (Pabst).
cicatricalis Tr. (4104) Wurde bei Lucka bei Leipzig von
Bieger gefunden.
strigula Schiff. (4105) Wenig verbreitet, F Ende Juni
bis August.
L. Nicht selten bei Naunhof, Lucka, Beucha, Leis-
nig, Tempelberg bei Grimma.
D. In der Dresdner Heide (Fischhaus) an Baum-
stämmen, bei Freiberg s.
B. Ein Falter aus einer bei Quoos gefundenen R
erzogen (Köhler).
R bis Mai auf Eiche.
confusalis H.S. (4106) Verbreitet und nicht selten, F im
April bis Mai.
L. In der Harth und Leina an Buchen- und Eichen-
stämmen (Krause).
D. Nicht selten, Fischhaus, Hosterwitz, Rabenauer
(Grund, Tharandt.
B. In den Buchenwäldern der Berge nicht selten.
205
C. Selten bei Chemnitz.
R auf Eiche und Buche, auch Heidelbeeren (Pabst).
albula Schiff. (4113) Im Juli.
L. Wurde einmal bei Leipzig von Reichert gefunden.
B. In der Lausitz verbreitet, Rachlau, Kommerau,
Neukirch, Saritsch, Strehla.
R soll auf Wasserminze und Brombeeren leben
(Sehütze).
centonalis Hb. (4117)
L. Einmal im Juli bei Naunhof an Eiche gefunden
(E. Heyne).
B. 2 Falter am 11. Juli 1854 an der Blösaer Schanze
von Schütze gefunden, auch bei Neukirch.
Cymbidae.
Sarrothripus Curt.
revayana Sc. (4126) (undulana Hb.) Verbreitet und nicht
selten in 2 Generationen im Juni und im Herbst, auch
am Köder. Der Falter überwintert (Pabst).
L. Nicht selten bei Leipzig, Frohburg (Streitwald),
Hainichen.
D. Nicht selten bei Dresden, Meissen, Freiberg.
B. Verbreitet in der Lausitz, ebenso bei Kamenz.
C. Nicht häufig bei Chemnitz, Zschopau, Zwickau,
Werdau, Plauen.
ab. dilutana Hb. Unter der Stammart, selten bei
Leipzig und Dresden (Wachwitzgrund), auch bei Chem-
nitz und Werdau gefangen.
ab. glaucana Lamp. In der Lausitz.
ab. degenerana Hb. Bei Leipzig (Harth), bei
Dresden (Rabenauer Grund und Lössnitz) Meissen, in der
Lausitz, bei Chemnitz (Erdmannsdorf).
ab. ilicana F. (punetana Hb.) Bei Leipzig. Meis-
sen, Lausitz, Chemnitz.
206
ab. ramosana Hb. Unter der Stammart, Leipzig,
Meissen, in der Lausitz, Chemnitz.
Earias Hob.
vernana Hb. (4133) Einmal aus R von der „Nassen Aue“
bei Meissen in Mehrzahl erzogen von Zeidler.
clorana L. (4136) Verbreitet und ziemlich häufig in
2 Generationen, F im Mai und Juli, August, auch am
Köder.
L. Überall häufig bei Leipzig.
D. Nicht häufig bei Dresden, Meissen, Wilsdruff,
Freiberg.
B. Verbreitet und nich selten, bes. im Niederlande
der Lausitz.
C. Nicht selten bei Chemnitz, Zwickau, Zschopau,
Annaberg (einzeln), Werdau, Plauen.
R wurde einmal nicht selten in kätzchenartigen
Gallen einer breitblättrigen Weide bei Mockau bei Leip-
zig gefunden.
Hylophila Hb.
prasinana L. (4141) Üeberall und ziemlich häufig im Mai
und Juni, Puppe überwintert.
L. Uberall bei Leipzig (Vollandt in Beucha erzog
einen 5 mit stark roter Färbung der Fransen und Binde
(Taf. I, fig. 3) und ein bläulich grünes © (Taf. II, fig. 2).
. a . $ . . . ® . * p
Bei Grimma, Brandis, Lausigk, Hainichen, Leisnig.
D. Uberall häufig bei Dresden, Meissen, Freiberg,
Frauenstein.
B. Uberall, nicht selten in der Lausitz, bei Sprem-
berg, Seifhennersdorf, am Kottmar, bei Kamenz.
C. Häufig bei Chemnitz (Zeisigwald), Zwickauer
Wald (1896 sehr häufig), Zschopau, Werdau, Plauen.
bicolorana Fuessl. (4142) Verbreitet, aber ziemlich selten
im Juni, Juli, Raupe überwintert, auch am Köder.
207
L. Überall bei Leipzig, in der Leina, bei Brandis,
Lausigk (Kaisershain), Rochsburg.
D. Überall, ziemlich selten, bei Dresden, Meissen,
Wilsdruff, Nossen.
B. Verbreitet und selten in der Lausitz, bei Seif-
hennersdorf, Gross-Schweidnitz, Kamenz n h.
C. Selten bei Chemnitz, Zschopau, Zwickau, Wer-
dau, Plauen.
Syntomidae.
Syntomis ©.
phegea L. (4146) Ist wenig verbreitet im Juni, Juli.
L. Überall häufig bei Leipzig, Naunhof, Harth bei
Zwenkau, Rosswein (Striegistal, Gersdorf), Leisnig, Döbeln,
Lausigk, Burgstädt.
D. Nicht selten bei Dresden, Wachwitz, Cossebaude,
Saubach- und Triebischtal, Meissen, Nossen, Dohna, Dip-
poldiswalde, Freiberg s.
B. Sehr selten in der Lausitz, bei Seifhennersdorf.
C. Bei Chemnitz: Sechsruten, Werdau s, Elster-
berg n h.
Dysauxes Hb.
aneilla L. (4155) Im Leipziger und Dresdner Gebiet, im
Juli.
L. Nicht selten bei Beucha, Harth, Grimma, Ross-
wein (Muldental), Leisnig.
D. Selten bei Losehwitz, Hosterwitz, Lössnitz, Trie-
bischtal, Kaitzer Grund, Hainsberg, Frauenstein.
Arctiidae.
Spilosoma Stph.
mendica Cl. (4158) Verbreitet und nicht selten im Mai,
Juni, auch am Köder.
L. Nicht selten bei Leipzig, Leisnig, Rosswein, Hai-
nichen.
D. Nicht selten bei Dresden, Meissen, Freiberg,
Frauenstein.
PB. Verbreitet, abersehr vereinzelt, Bautzen, Schwarz-
nauslitz, Diehmen, Kronförstehen, Strehla, Czerneboh,
Seifhennersdorf, Spremberg.
C. Nicht häufig bei Chemnitz, Erdmannsdorf, Fran-
kenberg, Zschopau, Lengenfeld, Werdau, Annaberg (1 mal).
lubrieipeda L. (4159) Verbreitet und überall sehr häufig
im Juni, überwintert als Puppe und Raupe.
L. Häufig bei Leipzig, Lausigk, Hainichen, Leisnig,
Rosswein.
D. Sehr häufig bei Dresden, Meissen, Freiberg s.
B. Verbreitet und häufig in der Lausitz und bei
Kamenz.
C. Uberall, häufig bei Chemnitz, Zschopau, Anna-
berg Schneeberg, Zwickau, Lengenfeld, Limbach, Wer-
dau, Plauen, Elsterberg, Bad Elster.
menthastri Esp. (4163) Verbreitet und überall sehr häu-
fig im Juni.
L. Häufig bei Lei zig (Hier wurden 2 Exemplare
ke) 5
trans. ad. ab. walkeri Curt. gefunden: Taf. II, fig. 14).
Lausigk, Hainichen, Leisnig, Rosswein.
D. Sehr häufig bei Dresden, Meissen, Dippoldis-
walde, Freiberg s, Frauenstein.
B. Verbreitet und häufig in der Lausitz und bei
Kamenz.
C. Uberall häufig bei Chemnitz, Zschopau, Anna-
berg, Schneeberg, Zwickau, Lengenfeld, Limbach, Wer-
dau, Plauen, Elsterberg, Bad Elster.
urticae Esp. (4164) Wenig verbreitet und meist selten,
im Juni.
L. Nicht häufig bei Leipzig (R 1900 sehr häufig an
Feldrainen auf Galium.), Lausigk, Hainichen, Leisnig.
D. Selten bei Dresden, Lössnitz, Coswig, Meissen,
Wilsdruff, Frauenstein.
B. Verbreitet, aber selten in der Lausitz, Radibor,
Strehla, Rachlau, Seifhennersdorf, Niederkunnersdorf,
Kamenz.
C. Uberall selten bei Chemnitz, Zeisigwald, Glösa,
Zschopau, Russdorf und Limbach h, Plauen, Werdau s.
Phragmatobia Stph.
fuliginosa L. (4168) Verbreitet und häufig in 2 Genera-
tionen, F im April und August, am Köder und Licht.
L. Nicht selten bei Leipzig, Lausigk, Hainichen h,
Rosswein, Leisnig.
D. Häufig bei Dresden, Meissen, Pirna, Freiberg s,
Frauenstein. |
B. Verbreitet und nicht selten in der Lausitz,
manche Jahre häufig, Seifhennersdorf, Kamenz.
C. Ziemlich gemein bei Chemnitz, Lichtenwalde,
Hilbersdorf, Zschopau, Annaberg, Schneeberg, Zwickau,
Lengenfeld, Limbach, Werdau, Plauen, Elsterberg.
borealis Stgr.| Durch Zucht aus Chemnitzer Rau-
fervida Stgr. pen erzielt von Burkhardt (Pabst).
Parasemia Hob.
YMantaginis L. (4177 Nur im gebirgigen Teile, und dort
to} fo ie]
oft sehr häufig, im Juni, Tula:
L. Fehlt bei Leipzig, bei Königshain h, Lausigk
(Kaisershain) h, Hainichen h, Leisnig h.
D. Nicht häufig, Dresdner Heide, Edle Krone, Ra-
benauer Grund, Auer, Oberes Triebischtal h, Meissen,
Nossen s, Freiberg, Geising, Reitzenhain, Olbernhau h.
B. Im Oberlande nicht selten, in der Ebene fehlend,
Seifhennersdorf, Spremberg, Kottmar, Kamenz n h.
C. Häufig bei Chemnitz, Küchwald, Sechsruten,
Augustusburger Revier, Zwickau, Lengenfeld, Schneeberg,
Annaberg, Zschopau, Russdorf und Limbach, Werdau,
Plauen, Elsterberg und Bad Elster.
ab. hospita Schiff.: Geising und Reitzenhain, Frei-
berg, Valtenberg, Rotstein bei Löbau, Oybin, Rachlau,
. Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1905.
210
bei Seifhennersdorf häufiger als Stammart (Grosser),
Chemnitz, Russdorf und Limbach, Werdau.
ab. matronalisFrr. Bes. im Erzgebirge: Bei Dres-
den selten, Freiberg, bei Chemnitz, Zschopau, Werdau,
Russdorf und Limbach, Plauen. Bei Lengenfeld, Johann-
georgenstadt und Bad Elster häufiger als die Stammart.
Rhyparia Hb.
purpurata L. (4179) Verbreitet und nicht selten, manch-
mal die R häufig, im Juni, Juli, auch am Köder.
L. Nicht häufig. Harth, Beucha, Naunhof, Univer-
sitätsholz, Leina (Rudolf erzog einen Falter trans. ad. ab.
flava Stgr.), Lausigk h.
D. Ziemlich häufig, Lössnitz, Friedewald (Kotzsch
erzog einen Zwitter (Col. Wiskott).
B. Verbreitet und nicht selten in der Lausitz, häu-
fig bei Neschwitz, am Kottmar, bei Kamenz s.
C. Bei Chemnitz früher häufig, jetzt sehr selten,
Küchwald, Sechsruten, Erdmannsdorf, Lengenfeld, Wer-
dau (1877 die R im Stadtwald zu Hunderten (Gerber),
Plauen n h.
Diacrisia Ho.
sanio L. (4186) (russula L.). Verbreitet und meist häu-
fig im Juni, Juli, eine 2. Generation im August nach ei-
nigen Angaben (Entom. Verein Meissen und Pabst).
L. Nicht selten bei Leipzig, Leina h, Zwenkau h,
Königshain, Lausigk h, Hainichen s, Rosswein h.
D. Klotzsche, Priessnitzgrund, Weisser Hirsch, Löss-
nitz, Auer, Weinböhla, Tharandt, Dippoldiswalde, Freiberg.
B. Verbreitet, näufig auf dem Rotstein, bei Bautzen,
2 {o} )
Kottmar, Seifhennersdorf, Spremberg, Rachlau, in der
Ebene nur bei Quoos.
C. Nicht selten bei Chemnitz, Küch- und Zeisigwald,
Harthauer und Rabensteiner Forst, Ebersdorf, Zwickau,
Lengenfeld, Schneeberg, Zschopau, Annaberg, Werdau,
Plauen, Bad Elster.
Arctinia Eichw.
caesarea Göze. (4187) (luctifera Esp.) Wenig verbreitet
und einzeln.
L. Bei Rochsburg von Doberenz gefunden, Zwenkau.
D. Sehr vereinzelt, Waldschlösschen, Weisser Hirsch,
Dresdner Heide, Zitzschewig, Lössnitzgrand, Triebischtal,
Weinböhla.
C. Früher einzeln, jetzt nicht mehr (Pabst).
Aretlaschrk:
caja L. (4201) Gemein im ganzen Lande, F im Juli,
August.
L. Gemein bei Leipzig, Lausigk, Hainichen, Ross-
wein, Leisnig.
D. Häufig bei Dresden, Meissen, Pirna, Freiberg.
B. Manche Jahre häufig in der Lausitz.
C. Uberall häufig bei Chemnitz, Zschopau, Anna-
berg, Schneeberg, Limbach, Zwickau, Lengenfeld, Wer-
dau, Plauen.
Aberrationen mit gelben Binden und blutroten Hin-
terflügeln wurden mehrfach erzogen, ab. flavescens bei
Meissen u. Bautzen. Irmscher in Hainichen fing ein % mit
roten, statt weissen Binden der Vorderflügel (Ill. Zeit-
schrift für Entomol. Bd. V Nr. 2).
Lit.: Pabst, Aberration durch künstliche Fütterung
in der Insekten-Welt, 3. Jahrg. 1386, S. 97b — 98a.
villica L. (4203) Nur im westlichen Tieflande einheimisch.
L. Bei Leipzig im Juni, Juli, stellenweise häufig in
Kohlgärten. (Einen Falter trans. ad. var. konewkai Frr.
wurde von Kabisch aus einer bei Gaschwitz gefundenen
Raupe erzogen, einen fast gelben Falter erzog E. Müller
(Taf. II, fig. 8). Bei Lausigk im Hegeholz häufig.
D. Früher wurden die Raupen in Kötzschenbroda bis
Weinböhla nicht selten an Weinbergsmauern gefunden,
Jetzt nicht mehr.
C. Leubnitz bei Werdau selten.
14*
212
aulica L. (4207) Verbreitet, aber zerstreut im Mai, Juni.
L. Bei Leipzig nicht selten in Harth, Beucha, Uni-
versitätsholz, Naunhof, Leina, Burgstädt.
D. Zerstreut im Priessnitzerund, Loschwitz, Moritz-
.. ” [3 * oO , ?
burg, Lössnitz, bei Freiberg selten.
B. Zerstreut am Drohmberg, bei Seifhennersdorf,
Schwarznauslitz, Rachlau, bei Kamenz n s.
C. Zerstreut, Schneeberg, Werdau (1896 gemein).
hebe L. (4215) Wenig verbreitet, nur in der Ebene.
L. In 3 Exemplaren gefunden in Stötteritz und
Schönfeld, im Hegeholz bei Lausigk häufig.
B. Nur in der Ebene und selten, bei Klix, Gross-
dubrau, häufiger bei Kamenz.
C. Früher bei Chemnitz, jetzt nicht mehr (Tetzner
fand im Schlosswald einen Falter), bei Werdau.
Pericallia Hb.
matronula L. (4241) Sehr selten, in neuerer Zeit nicht
mehr gefunden.
L. Vor 20 Jahren bei Naunhof und im Universi-
tätsholz bei Leipzig nicht selten, Dr. Koch fing 1890 ein
> im Glastener Wald bei Lausigk, Schlegel fand neuer-
dings an der alten Mühle hinter dem Tempelberg bei
Grimma 3 Raupen.
D. Früher bei Kreiseha und Meissen.
B. Früher bei Grossschönau (Möschler).
C. Vor vielen Jahren einmal in Lichtenwalde von
Schreckenbach gefunden.
Callimorpha Latr.
dominula L. (4245) Verbreitet und nicht selten in Tälern
und Gründen, F im Juli.
L. Nicht selten bei Naunhof, Beucha, in der Leina,
bei Brandis, Grimma h, Mittweida, Frankenberg, Burg-
städt. (Melanistische Falter gezogen aus R von Naunhof).
213
D. Stellenweise häufig, Priessnitz- Mord- Gabel-
Spitzgrund, Niederwartha, Rabenauer Grund, Nossen,
Freiberg s.
B. Im Gebirge stellenweise häufig auf Waldblössen,
Rachlau, Wuischke, Cunewalde, Seifhennersdorf, Kottmar,
Kamenz.
C. Nicht selten, im Küch- und Zeisigwald bei Chem-
nitz, bei Lichtenwalde, Dittersdorf, Erfenschlag, Zscho-
pau, Zwickau, Meerane g, Glauchau h, Schneeberg, Plauen.
quadripunetaria P. (4248) (hera O.) Wenig verbreitet,
stellenweise und manche Jahre häufig, F im Juli, August.
L. Bei Grimma h, bei Königshain s, Mittweida und
Rosswein n h, Leisnig, im Schweizertal bei Burgstädt.
D. Nicht häufig, Loschwitz, Mord-, Plauenscher- u.
Rabenauer Grund, Weinberge der Lössnitz, Saubach- und
Triebischtal, manches Jahr sehr häufig bei Meissen (Ein
melanistisches Exemplar wurde von Kotzsch erzogen: Col.
Wiskott.), Dippoldiswalde.
B. Einmal bei Bautzen von Schilde gefangen, bei
Kamenz s.
C. Nicht häufig bei Lichtenwalde.
Coseinia Hbk.
striata L. (4249)
L. Bei Brandis nicht häufig im Juli (Bergmann),
D. Bei Dresden selten, im Birkenwäldchen, Priess-
nitzgrund. bei Coswig, bei Okrilla früher häufig (Nagel).
C. Bei Werdau selten (Gerber).
eribrum L. (4251) Nur in der Ebene in Heidegegenden
verbreitet, F im Juli, August.
L. Einmal in Leipzig am Licht gefangen.
D. Nicht häufig in Heidegegenden, nur manche
Jahre häufiger, Lössnitz, Priessnitzgrund, Auer, Weisser
Hirsch, Copitzer Wald.
B. In der Heide nicht selten, auch bei Herrnhut
und Blösa, Oybin, bei Kamenz,
214
FHipoerita’Hb.
jacobaeae L. (4255) Ziemlich verbreitet und nicht selten
im Juni.
L. Nicht selten bei Leipzig, Leisnig, Döbeln, Hai-
nichen, Rosswein s h. Brandis, Königshain h.
D. Häufig, bes. rechts der Elbe, Weinböhla, Meis-
sen, Grossenhain, Dippoldiswalde, Frauenstein, Freiberg s.
B. Fehlt der Heide, im Oberlande häufig im Basalt-
bruch bei Waditz, bei Guttau, auf dem Baruther Berge,
Rotstein, Abgott bei Bautzen, Kamenz n h.
C. Wenig verbreitet, manche Jahre aber häufig,
Oberlichtenau, Ottendorf, Auerswalde, Glösa, Werdau
zeitweilig h, Schneeberg, Plauen, Elsterberg, Bad Elster.
Deiopeia Stph.
pulchella L. (4257) Dieses aus dem Süden stammende
Zugtier wurde bei Leipzig 4 mal gefangen im September,
Oktober, in der Harth, der Leina und im Oberholz, fer-
ner bei Chemnitz je einmal am Schlossteich und bei
Kappel.
Nudaria Hw.
mundana L. (4264) Wenig verbreitet und ziemlich selten,
F im Juli, August an schattigen Steinflechten.
L. Ziemlich selten bei Leipzig, bei Rochsburg,
kKönigshain, Mittweida, Leisnig, Hainichen.
D. Rabenauer Grund, 'Tharandt, Müglitz- und Trie-
bischtal, Oberau, Dippoldiswalde.
B In Bergwäldern nicht selten, am Oybin und bei
Rachlau zahlreich.
C. Nicht selten bei Chemnitz, Zschopau, Annaberg
n s, Plauen, Werdauer Wald.
Miltochrista Hb.
miniata Forst. (4266) In Laubwäldern einzeln im Juni
bis August, auch am Köder.
215
L. Nicht selten bei Leipzig. Brandis, Muldental bei
Rosswein, Lausigk.
D. Einzeln in lichten Gehölzen, Loschwitz, Dresd-
ner Heide, Lössnitz, Spitzgrund, Triebischtal, Freiberg.
B. Mehr im Niederlande verbreitet, bei Kamenz.
C. Vereinzelt bei Chemnitz.
Endrosa Hb.
irrorella Cl. (4278) Nicht häufig, mehr in Heidegegenden,
im Juli, August.
L. Zerstreut bei Leipzig, Brandis, Döbeln, Hainichen,
Rosswein. Leisnig.
D. Dresdner Heide, am Auer, im Saubachtal, bei
Meissen, Tharandt.
B. In der Heide häufig, bei Zittau, Niederkunners-
dorf, Kamenz n h.
C. Ziemlich selten bei Chemnitz, Hilbersdorf, Furth,
Oberlichtenau, Zschopau, Annaberg n h, Zwickau, Len-
genfeld, Werdau s, Plauen h, Bad Elster.
R überwintert ziemlich erwachsen (Pabst), an Stein-
fleehten und mit Flechten bewachsenen Birkenstöcken.
roseida Esp. (4279) Im Spitzgrund und Triebischtal bei
Meissen selten im Juni und Juli. (Meissner Verein).
Cybosia Hb.
mesomella L. (4282) Uberall verbreitet und häufig im
Juni, Juli.
L. Häufig bei Leipzig, bei Brandis, Döbeln, Ross-
wein, Leisnig, Hainichen.
D. Ziemlich häufig in der Dresdner Heide, am
Kreier, in der Lössnitz, bei Loschwitz, Nöthnitz, Kunners-
dorfer Grund, bei Meissen, Dippoldiswalde, Freiberg.
B. Häufig in Laubhölzern des Niederlandes, im
Bergwald vereinzelt, Seifhennersdorf, Niederkunnersdorf,
Kamenz n h.
216
C. Häufig bei Chemnitz, Hilbersdorf, Oberlichtenau
(1592 sehr häufig), Zschopau, Annaberg, Zwiekau, Len-
genfeld, Werdau g, Plauen, Elsterberg.
Comacela VVik
senex Hb. (4286) Seit 1555 mehrfach gefangen bei Chem-
nitz von Lösche.
Gnophria Stph.
rubricollis L. (4259) In Nadelwaldungen verbreitet und
nicht selten vom Mai bis Juli, auch am Licht.
L. Nicht selten bei Leipzig im Universitätsholz,
Harth, Naunhof, in der Leina, bei Brandis und Lausigk
n h, Hainichen s, Leisnig.
D. Dresdner Heide, Radeberg, Weinböhla, Rabe-
nauer Grund, Tharandt, Nossen, Freiberg, Dippoldiswalde.
B. Am Üzerneboh bei Bautzen nicht selten, sonst
vereinzelt, Seifhennersdorf, Spremberg, Oybin.
C. Nicht häufig im Harthauer und Oberlichte-
nauer Wald, Olbersdorf, Zschopau, Annaberg g, Zwickau,
Schneeberg, Lengenfeld, Werdau h, (bes. 1894), Bad
Elster.
Überwinterung als Raupe und Puppe.
Oeonistis Hb.
quadra L. (4290) Verbreitet, aber ziemlich selten im
Juli, August, viel am Licht zu fangen.
L. Bei Leipzig periodisch nicht selten, Leina, Lau-
sigk h, Leisnig, Rosswein, Königshain g,. Brandis h.
D. Nicht häufig bei Loschwitz, Hainsberg, am Auer,
im Saubach-, Elb- und Triebischtal, Nossen, Dippoldis-
walde, Freiberg Ss.
B. Verbreitet, aber ziemlich selten in den Laub-
wäldern der Lausitz, Seifhennersdorf, Spremberg, Ka-
menz n h.
C. Ziemlich selten. 1902 häufiger, Ebersdorfer Telle,
Grüna, Zschopau, Wolkenstein, Zwickau, Werdau, Elster-
berg.
Pitchosia”F”
deplana Esp. (4292) Nicht selten in Nadelwäldern im Juli.
L. Nicht selten bei Leipzig, Döbeln, Hainichen h,
Leisnig.
D. Nicht selten, Ullersdorf, Heidemühle, Spitzgrund,
Sächs. Schweiz, Triebischtal, Tharandt, Freiberg, Dippol-
diswalde.
B. Verbreitet und nieht selten, Seifhennersdorf,
Niederkunnersdorf, Zittau.
C. Häufig, Hilbersdorf, Sechsruten, Schösserholz,
Zschopau, Annaberg einzeln, Werdau und Plauen n h.
R wird bei trockner Fütterung zur Mordraupe (Pabst).
griseola Hb. (4294) Wenig verbreitet und selten im
Juli.
L. Nicht selten bei Naunhof. Beucha, Lindental,
Brandis, Königshain, Hainichen s.
B. Selten bei Herrnhut und Kronförstehen (Möschler).
C. Selten bei Chemnitz, Sechsruten, Zeisigwald.
lurideola Z. (4296) Ziemlich verbreitet und nicht selten
im Juni, Juli.
L. Bei Naunhof, in der Harth, bei Lauterbach n s,
Hainichen s.
D. Rabenauer Grund, Edle Krone, Müglitz- und
Triebischtal, Freiberg.
B. Im Berglande verbreitet und nicht selten.
C. Nicht selten bei Lichtenwalde, Frankenberg,
Lengenfeld, am Pöhlberg bei Annaberg h, Werdau, Bad
Elster.
complana L. (4299) Verbreitet und nicht selten im Juli,
August, auch am Köder.
L. Ziemlich häufig bei Leipzig, Döbeln, Hainichen,
Leisnig, Rosswein, Königshain, Brandis.
D. Häufig bei Weinböhla, Meissen, Freiberg s.
B. Nicht selten in der Lausitz.
218
C. Nicht selten, Limbach, Flöha, Zschopau, Anna-
berg einzeln, Schneeberg, Plauen n h.
Möschler erzog die R mit Himbeeren, Steinert mit
Klee und Schafgarbe.
lutarella L. (4306) Wenig verbreitet und meist selten
an trocknen Hängen im Juli, August.
L. Ziemlich häufig bei Leipzig, Brandis, Königs-
hain, Leisnig, Hainichen s.
D. Nicht häufig, Lössnitzgrund, Heller, Auer, Meis-
sen, Dohna.
B. Verbreitet und nieht selten in den Laub- und
Nadelwäldern der Lausitz.
C. Ziemlich selten, Dittersdorf, Flöha, Zschopau,
Zwickau, Schneeberg.
sororeula Hufn. (4311) Verbreitet und nicht selten im
Mai, Juni.
L. Nicht selten bei Leipzig, Hainichen, Leisnig,
Rosswein, bei Königshain und Brandis h.
(&)
D. Nicht häufig, Fischhaus, Lössnitz, Weinböhla,
Pillnitz, Rabenauer Grund, Meissen z s, Dippoldiswalde.
B. In den Wäldern bes. des Niederlandes nicht
selten.
C. Selten bei Chemnitz, Zschopau, Zwickau, Wer-
daun.h.
Ran Nadelholztlechten, die Puppe überwintert (Pabst).
Pelosia Hb.
muscerda Hufn. (4314) Nur in Erlengebüschen des Nie-
derlandes im Juli, August.
L. Ziemlich selten, periodisch häufig, Naunhof,
&)
Beucha, Universitätsholz, Harth.
B. Im Berglande vereinzelt. im Niederlande nicht
selten, seit einigen Jahren nicht mehr gefunden (Schütze),
bei Quoos, bei Kamenz selten (Zieschank).
Zygaenidae.
Zygaena F.
purpuralis Br. (4323) (pilosellae Esp.) Im gebirgigen
Teile des Gebietes verbreitet und nicht selten im Juli,
August.
L. Vereinzelt bei Taucha, Machern, Wurzen. Grim-
mah, Rosswein h, Hainichen h, Lausigk.
D. Sehr verbreitet bei Dresden, Meissen, Wilsdruff,
Freiberg, Lauenstein.
B. Im Oberlande verbreitet, häufig bei Seifhenners-
dorf, Zittau, auf dem Rotstein, bei Blösa, auf dem Schaf-
berge bei Pielitz, den Basaltbergen des Niederlandes, bei
Kamenz.
C. Nicht selten, Liehtenwalde, Kemtau, Hilbersdorf,
Flöha, Zschopau, Pöhlberg bei Annaberg, Schneeberg,
Lengenfeld, Werdau, Plauen, Elsterberg, Bad Elster.
scabiosae Sch. (4327) Nur an einigen Orten gefunden
und selten im Juni.
D. In wenigen Stücken gefunden bei Weinböhla
(Zeidler), im Friedewald, bei Lindenau (Pohl).
B. Auf dem Kottmar und bei Seifhennersdorf.
C. Ziemlich selten (Pabst).
achilleae Esp. (4337) Wenig verbreitet im östlichen
Sachsen und nicht häufig im Juli.
D. Nicht häufig, bei Moritzburg, Loschwitz, Oberau,
Dippoldiswalde Dohna, Freiberg.
B. Nur im südlichen Teile des Oberlandes, im Zit-
tauer Gebirge, bei Seifhennersdorf.
meliloti Esp. (4346) Wenig verbreitet und ziemlich sel-
ten im Juni, Juli.
D. Bei Loschwitz, in der Lössnitz, bei Lindenau.
Freiberg.
B. Selten bei Bautzen, Arnsdorf b. Wilthen. Kamenz.
C. In manchen Jahren, Sechsruten bei Chemnitz,
Wilischtal, Zschopau.
220
trifolii Esp. (4348) Verbreitet, bes. im gebirgigen Teile,
und meist häufig im Juli.
L. Nicht selten, am Bienitz, bei Rosswein, Hainichen.
D. Dresdner Heide, Loschwitz, Pillnitz. Kötzschen-
broda, Weinböhla, Jahnatal, Nossen, Dippoldiswalde,
Freiberg.
B. Häufigste Art, aufden Heidewiesen in zahlloser
Menge (Schütze fing bei Kleinsaubernitz ein 5 mit gel-
ben Fleeken und Hinterflügeln.), Kamenz.
C. Häufig bei Chemnitz auf feuchten Wiesen,
Zeisig- und Küchwald, Kemtau, Sechsruten, Hilbersdorf,
Limbach. Schneeberg, Lengenfeld, Werdau, Elsterberg.
ab. minoides 8. (ab. confluens Stgr.) Nicht selten
unter der Stammart, z. B. Leipzig, Hainichen, Kötzschen-
broda, Radeberg. Nossen, Lausitz, Kamenz, Hilbersdorf
bei Chemnitz, Werdau, Burgstädt.
ab. orobi Hb. Seltner unter der Stammart, z. B.
Leipzig. Kötzschenbroda, Weinböhla, Oberau, Lausitz,
Lengenfeld.
lonicerae Sch. (4350) Wenig verbreitet und nicht häufig
im Juli, August.
L. Auf Waldwiesen bei Altenhain, bei Lausigk.
D. Nicht selten bei Loschwitz, Lössnitz, Moritzbur-
ger Wald, Meissen, Freiberg.
B. Im Oberlande stellenweise massenhaft, Bautzen,
Seifhennersdorf, Zittau, Baruther Berg, Ilerrnhut, Kamenz.
C. Ziemlich selten auf trocknen Berghängen, Hil-
bersdorf, Pöhlberg bei Annaberg h, Schneeberg, Werdau,
Plauen, Bad Elster.
filipendulae L. (4352) Uberall verbreitet und häufig von
Juni bis August.
L. Nicht selten bei Leipzig. Harth, Universitätsholz,
Naunhof, Leina, Brandis, Leisnig, Rosswein, Hainichen.
D. Uberall häufig bei Dresden, Wilsdruff, Freiberg,
Geising.
B. Verbreitet und ziemlich häufig in der Lausitz,
bei Seifhennersdorf, bei Pulsnitz und Kamenz.
C. Überall bei Chemnitz, Hilbersdorf, Limbach,
Zschopau, Annaberg, Schneeberg, Werdau, Plauen, Els-
terberg und Bad Elster.
ab. eytisi Hb. Unter der Stammart, z. B. Kohlen-
berg bei Leipzig, bei Coswig, Bärenloh bei Bad Elster.
ab. chrysanthemi Bkh. 2 mal bei Beucha bei
Leipzig gefangen (Füge: Gubener Ent. Zeitschr. 1590, S.
169—170).
angelicae 0. (4355) Nur an einigen Orten des östlichen
Sachsen und selten im Juli, August.
D. Selten im Plauensehen Grund, in der Lössnitz,
im Spitzgrund, bei Klotzsche und Dohna.
B. Im südliehsten Teile des Oberlandes, auf den
Zittauer Bergen.
ephialtes L. (4355) Die Stammart wurde nur gefangen
in der Dresdner Heide, bei Kötzschenhroda, bei Dohna
und Deuben.
ab. medusa Pall. Im Plauenschen Grund (Meise).
ab. coronillae Esp. Bei Zittau (Möschler).
ab. aeacus Esp. Bei Zittau (Möschler).
var. peucedani L. Häufiger als die Stammart.
Bei Wurzen, bei Dresden stellenweise häufig, Loschwitz,
Heller, Lössnitz, Meissen, Tharandt, Dohna, in der Lausitz
bei Zittau (Oybin und Hochwald), bei Seifhennersdorf,
am Kottmar, bei Kamenz.
ab. athamanthae Esp. Unter der Stammart, Losch-
witz Lössnitz, Meissen, Tharandt, Dohna, auch bei Zittau
(Möschler)
carniolica Se. ab. berolinensis Stgr. (4355) Wurde in der
Dresdner Gegend gefangen bei Hainsberg, am Windberg,
Gröbern bei Meissen, früher bei Frauenstein im Erzgebirge
häufig, auch bei Annaberg und Plauen i. V. gefunden.
Ino Leeach.
pruni Schiff. (4402) Verbreitet in Heidegegenden und
nicht selten im Juni, Juli.
L. Ziemlich häufig bei Leipzig. Leisnig, Hainichen
(1 mal), Doberenz in Leipzig zog 1895 einen Zwitter (Col.
Wiskott).
D. Nicht selten, Loschwitz, Klotzsche, in der Löss-
nitz, Coswig, Weinböhla, Freiberg.
B. Verbreitet in der Lausitz, am Kottmar, Seifhen-
nersdorf, Kamenz.
C. Selten bei Werdau.
slobulariae Hb. (4407) Ist nur bei Elstra (Weise) und
bei Kamenz gefunden worden (Schütze).
statices L. (4414) Allgemein verbreitet und häufig im
Juni, Juli.
L. Uberall bei Leipzig, Harth, Zwenkau, Lausigk,
Leisnig, Hainichen, Rosswein.
D. Häufig bei Dresden, Meissen, Moritzburg, Nossen,
Dippoldiswalde, Freiberg.
B. Häufig in der Lausitz und bei Kamenz.
C. (Gemein bei Chemnitz, Limbach, Zschopau, Anna-
berg, Schneeberg, Zwiekau, Werdau, Plauen, Bad Elster.
Cochlididae.
Gochlidien Elb:
limacodes Hufn. (4440) Uberall häufig im Mai. Juni.
L. (Gemein bei Leipzig, Brand's, Hainichen, Leisnig.
D. Gremein bei Dresden, Meissen, Freiberg, Frauen-
stein.
B. Uberall nieht selten in der Lausitz, Kamenz.
C. Ziemlich häufig bei Chemnitz, Russdorf und Lim-
bach, Zschopau, Zwickau, Werdau, Lengenfeld, Schnee-
berg, Plauen.
Hlieterogenea/knoch
asella Schiff. (4443) Verbreitet, aber ziemlich selten im
Mai, Juni.
L. Nicht selten, in der Leina, Harth, Kammerforst,
bei Beucha, im Struthwald bei Frohburg.
D. Ziemlich selten bei Dresden, Mordgrund, Weis-
ser Hirsch, Rabenauer Grund und Tharandt, Sächs.
Schweiz.
B. Falter seltener, R in Bergwäldern, wo Fagus
silvatica wächst, häufig, Czerneboh, im Niederlande ver-
mutlich fehlend.
C. Selten bei Chemnitz, Zeisigwald, Hetzdorf, Zscho-
pau, Werdau h.
Psychidae.
Acanthopsyche Heyl.
opacella H.S. (4446) Wenig verbreitet, nicht selten in
Heidegegenden, F im Mai.
L. Hainichen h, Struthwald bei Frohburg.
D. Nicht selten, Lössnitz, Moritzburg, die Säcke im
April an Bäumen angesponnen.
B. Vereinzelt bei Herrnhut, Obereulowitz, Rachlau,
Halbendorf.
C. Nicht selten bei Chemnitz, Lunzenau.
Pachytellia Westw.
unieolor Hufn. (4450) Überall häufig im Juni, Juli.
L. Häufig bei Leipzig, Zwenkau, Hainichen, Leis-
nig, Rosswein.
D. Häufig bei Dresden, Meissen, Wilsdruff,; Freiberg.
B. Verbreitet und häufig in der Lausitz.
C. Rabensteiner Wald, Zeisigwald, Zschopau, Anna-
berg, Zwickau, Lengenfeld, Schneeberg, Werdau, Plauen,
Bad Elster.
villosella 0. (4451)
L. Früher bei Grimma und Grosssteinberg (Gerber).
D. Selten, Lössnitz, Zitzschewig.
B. Vereinzelt bei Guttau, Lömischau.
R bis Mai an Calluna (Schütze).
Psyche Sehrk
viciella Schiff. (4483) Die Säcke nicht selten am Auer
bei Dresden an vielen Pflanzen, bei Steinbach, Wein-
böhla, Falter im Juli (80%, und mehr der R sind mit
Schmarotzern besetzt).
Schilde in Bautzen fand einmal den Sack bei Deutsch-
Paulsdorf.
Lit.: P. v. in Dresdner Gegend im Korrespondenz-
blatt d. Ent. Vereins Iris, 1885, 8. 18.
Sterrhopterix «Kirb.
hirsutella Hb. (44885) Verbreitet, ziemlich selten, mehr
in Heidegegenden, F im Juni, Juli.
L. Ziemlich selten bei Leipzig, Rosswein, Rochs-
burg.
D. Saubachtal, Osterberg, Meissen.
B. In der Heide nicht selten, bei Quoos, Lömischau,
im Oberlande selten bei Rauehlau.
C. Nicht häufig, Zwickau, Lengenfeld, Werdau g,
Bad Elster.
Phalaceropterx Kırb.
graslinella B. (4493) Sommer fand im Juli 1595 bei Al-
tenberg die R häufig an Heidekraut und Heidelbeeren
(selbst die Beeren fressend), F nur in geraden Jahren,
R 2jährig (Sommer). Bei Herinhut, Grossschönau, am
Rotstein, Falter Ende Mai, Juni (Schütze).
Apterona Mill.
erenulella Brd. (2 form, parth. helix Sieb). (4499) Die
(rehäuse wurden vor einigen Jahren häufig im Plauen-
schen Grunde bei Dresden, bei Dölzschen, an der Beger-
burg an Felsen gefunden. Ferner an den Felsen des
Proitschenberges bei Bautzen.
R miniert nachts die Blätter von Echium vulgare,
Centaurea paniculata und Artemisia campestris (Schütze).
Rebelia Heyl.
nudella 0. (4506) Die Säcke wurden von Zeidler im
Spaargebirge bei Meissen und im Moritzburger Wald ge-
funden.
Eipiehnopterix Hein.
pulla Esp. (4513) Verbreitet und nicht selten im Mai,
Juni, der Sack auf Wiesen.
L. Nicht selten bei Leipzig, Hainichen, Leisnig,
Rosswein.
D. Einzeln bei Dresden, Weisser Hirsch, Gabel-
grund, Niederwartha, Friedewald, Freiberg.
B. Überall ziemlich häufig in der Lausitz.
C. Ziemlich selten bei Chemnitz, Sechsruten, Zscho-
pau, Annaberg, Werdau, Plauen.
var. sieboldi Reutti. Bei Zittau (Möschler).
BFumesa.stpht
comitella Brd. (4524) Die Säcke wurden von Trautmann
bei Oberuhna bei Bautzen gefunden und mehrere Falter
erzogen.
casta Pall. (4527) (intermediella Brad). Verbreitet und
nicht selten im Juni.
L. Die Säcke bei Leipzig-Connewitz an Stämmen
von .Pinus silvestris, bei Hainichen, Rosswein.
D. Nicht selten bei Dresden, Meissen.
B. Ziemlich gemein in der Lausitz.
C. - Überall bei Chemnitz. Rabensteiner Wald, Len-
genfeld, Werdau.
Säcke an Bäumen, Zäunen und Blättern.
betulina Z. (4529)
L. Leipzig: Connewitz, Lindental.
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1905.
226
D. Säcke nicht selten an alten Birkenstämmen in
der Heide, Falter im Juni, im Triebischtal bei Meissen.
B. Verbreitet in der Lausitz, bes. bei Klix auf
einem mit Crataegus bewachsenen Holzzaun (Schütze).
C. Selten bei Chemnitz, Adelsberg, bei Werdau,
Plauen.
Bacotia Tutt.
sepium Spr. (4531)
L. Bei Rohrbach an Flechten eines Wildgatters ge-
funden (Müller).
D. Bei Blasewitz auf Nadelbäumen beobachtet
von Wocke.
B. In Nadelwäldern nicht selten bei Rachlau. Sack
im Frühjahr von flechtenbedeckten Fichtenzweigen zu
klopfen (Schütze).
C. An einzelnen Plätzen häufig, Adelsberg, Küch-
wald, Mittweida, an Flechten der Eichen (Tetzner).
Sesiidae.
Trochiliumr>e.
apiformis Cl. (4532) Verbreitetund nicht selten im Juni, ‚Juli.
L. Überall bei Leipzig, Abtnaundorf, Rosswein,
Hainichen.
D. Verbreitet, Loschwitz, Klotzsche, Räcknitz, Plau-
enscher Grund, Lössnitz, Triebischtal, Moritzburger Wald,
Frauenstein, Freiberg h.
B. Verbreitet, im Niederlande häufig bei Baruth,
Quoos, im Berglande einzeln bei Neugersdorf und Seif-
hennersdorf, bei Kamenz.
C. Nicht häufig bei Chemnitz: Zeisigwald, Mittel-
bach, Zschopau, Annaberg (manche Jahre häufig), Schnee-
berg, Werdau, Crimmitschau, Plauen, Bad Elster.
R im untern Stamm von Pappeln und Weiden, meist
auf trocknem Boden, überwintert in der Erde dicht am
Stamm oder Wurzeln, 2jährig.
227
erabroniformis Lew. (4534) Nur einzeln gefangen und
wenig verbreitet im Juni, Juli.
L. In der Leina und bei Lucka (Bieger) auf Sal-
weidebüschen.
D. Selten bei Dresden (Wernicke).
B. Köhler erzog den Falter aus Raupen, die er in
Stämmehen von Korbweiden fand, 2jährig.
C. Bei Chemnitz vereinzelt gefangen (Pabst), bei
Werdau 2 Stück an Salweide von Wolf gefangen.
melanocephala Dalm. (4536) Nur wenig beobachtet, im
Juni.
L. Einmal in der Leina gefangen von Hedenus und
bei Beucha von Müller.
D. Sehr selten, einzelne Stücke bei Hainsberg, im
Plauenschen Grunde, Blasewitz (Meisel und Ribbe sen.)
B. Köhler und Schütze fanden einmal die R in
Espenstämmehen bei Lömischau, 2jährig.
Sclapteron Stgr.
tabaniformis Rott. (453585) Wenig verbreitet und ziemlich
selten im Juni.
L. Selten bei Leipzig, Oelzschau.
D. Nicht häufig, Loschwitz, Plauenscher Grund,
Weinböhla, Meissen, bes. rechts der Elbe.
B. Selten, Abgott bei Bautzen, Rachlau.
C. Ziemlich selten bei Chemnitz, Sechsruten, bei
Annaberg 1 mal, Werdau, Plauen, Bad Elster.
R in Anschwellungen der Stämme und Zweige meist
niederer Pappeln, ähnlich den Anschwellungen der Pap-
pelbocklarve. Als Schmarotzer wurde erzogen: Ephialtes
tubereulatus.
SesiallE.
Seoliaeformis Bkh. (4545) Selten und wenig verbreitet,
im Juni.
L. Einmal bei Lindhardt von E. Heyne gefangen,
in der Harth n s (Reichert).
15*
228
D. Selten, Dresdner Heide, Loschwitz. Borsberg,
Lössnitz, Jessen und Oberau bei Meissen.
B. R mehrfach gefunden, Blösa, Kommerau, bei
Elstra s (Zieschank).
C. Schlosswald bei Chemnitz (Tetzner), Werdau
einigemal gefunden (Wolf), Plauen.
R zwischen Rinde und Holz alter Birkenstämme auf
feuchtem Boden, Verpuppung in 2 cm langem, ovalen Ge-
häuse, 2jährig.
spheeiformis Gern. (4546) Verbreitet und ziemlich häufig
im Mai, Juni.
L. Nicht selten, Harth und Zwenkau h, Rosswein,
Hainichen s, Burgstädt, Leisnig, Jausigk.
D. Häufig an manchen Stellen, Priessnitz- und Kun-
nersdorfer Grund, Blasewitz, Auer, Moritzburg, Coswig,
Freiberg s.
B. Verbreitet, Wilthen, Wuischke, Rachlau, Eibau,
Seifhennersdorf, Kottmar, Kamenz h.
C. Nicht häufig bei Chemnitz, Küchwald, Limbach,
Zwickau, Lengenfeld, Zschopau, Annaberg n s, Schnee-
berg, Werdau s.
R in Schösslingen von Erlen und Birken, Ende April
versponnen, 2jährig.
cephiformis 0. (4551)
D. Seiler fand in der Dresdner Heide in einem
Fichtenknollen 1 R, die im Juni den Falter ergab.
B. Im Gebirge stellenweise nicht selten im Juni,
die 2jährige R lebt in krebsartigen Anschwellungen (durch
Aecidium elatinum) der Tannen. Almert erzog aus einer
solehen bei Mehltheuer gefundenen Knolle 67 Falter.
tipuliformis Cl. (4552) Verbreitet und nicht selten im
Mai, Juni.
L. Uberall häufig bei Leipzig, Hainichen, Leisnig.
D. Uberall nicht selten bei Dresden, Meissen, Frei-
berg s.
B. Nicht selten in der Lausitz, im Sonnenschein um
Johannisbeersträucher fliegend.
229
C. Ziemlich häufig bei Chemnitz, Lichtenwalde,
Hilbersdorf, Borna, Zschopau, Annaberg n s, Zwickau,
Werdau, Plauen.
eonopiformis Esp. (4554) Selten und wenig verbreitet im
Juni.
L. Selten bei Connewitz, Leina, Harth.
D. Selten bei Loschwitz und Meissen.
B. Bei Lömischau (Köhler).
C. Zweimal bei Chemnitz gefunden (Pabst).
R in rissigen Stellen und krebsartigen Auswüchsen
alter Eichenstämme, auch in Stümpfen.
vespiformis L. (4555) (asiliformis Rott). Ziemlich ver-
breitet und nicht selten im Juni bis September.
L. Nicht selten bei Leipzig, Leisnig.
D. Ziemlich häufig bei Dresden, Hosterwitz, Losch-
witz, Lössnitz, Triebischtal, Freiberg s.
B. Verbreitet, im Niederlande nicht selten, bei
Leiehnam. Schütze fand die R auf dem Özerneboh unter
Buchenrinde, diese waren im Winter schon eingesponnen
und lieferten den Falter im April.
C. Selten bei Chemnitz, Sechsruten, Schlosswald,
Zschopau, Werdau.
R in den jungen Trieben von Eichenstümpfen, 2jäh-
rig, auch unter Kastanienrinde wurde sie gefunden.
ab. melliniformis Lasp. ÖOchsenheimer (0. JI, S.
155) beschrieb diese Ab. nach einem bei Dresden ge-
fundenen 9.
myopaeformis Bkh. (4557) Ziemlich verbreitet und nicht
selten im Juni, Juli.
L. Häufig bei Leipzig vom Mai bis August, Schönfeld.
Uberall nicht selten bei Dresden, Nossen, Frei-
berg.
B. Verbreitet und nicht selten, am Rotstein.
C. Bei Chemnitz nicht selten, Liehtenwalde, Burg-
städt, Rabenstein, Steinpleis und Gospersgrün bei Wer-
dau Ss.
230
R an Apfelbäumen, Schilde fand sie auch an Eber-
eschen. Lösche fand 1893 bei Burgstädt an Apfelbäumen
Raupe, Puppe und Falter gleichzeitig zusammen in grosser
Zahl.
eulieiformis L. (4563) Verbreitet und häufig im Mai, Juni.
L. Nicht selten bei Leipzig. 2 R aus der Harth
lieferten Falter mit gelber statt roter Zeichnung (Piller),
Hainichen.
D. Häufig bei Dresden, Meissen, Wilsdruff, Frei-
berg S
to) .
B. Sehr häufig in der Lausitz, z.B. Seifhennersdorf,
Kamenz.
C. Häufig, Küchwald und Zeisigwald bei Chemnitz,
Lengenfeld, Schneeberg, Werdau.
R in Birkenstöcken, auch in Erlen bis April, ein-
jährig. Schmarotzer: Rogas marginator, Ephialtes tuber-
culatus, Paniscus testaceus.
stomoxyformis Hb. (4564) Einmal aus einer in einem
Birkenstumpfe bei Steinbach bei Dresden gefundenen R
erzogen (Zeidler).
formicaeformis Esp. (4566) Wenig verbreitet und ziem-
lich selten im Juni.
EHäufie bei Leipzig:
D. Selten, Gehege bei Dresden, Pillnitz, Nasse Aue
bei Meissen.
B. Verbreitet, Bautzen, Eibau, Leichnam, Löbau.
C. Selten, Zeisigwald bei Chemnitz, in krebsartigen
Stellen der Salweide.
R in Astwinkeln abgeschnittener Weiden bis April.
ichneumoniformis F. (4575)
L. Sehr selten bei Leipzig, Harth, Frauendorf.
D. Selten, Plauenscher Grund, Blasewitz, Heller,
Lössnitz, Oberau.
B. Selten im Juli, je ein Falter bei Bautzen (Schil-
de) und Rachlau (Schütze).
Ber
231
C. In einigen Stücken von Schmidt gefangen, bei
Plauen einmal.
R in Wurzelstöcken von Lotus corniculatus, Ononis
spinosa, und Lathyrus pratensis. Verpuppung dicht an
der Wurzel in langem Schlauch.
ab. megillaeformis Hb. Nur bei Plauen bei Dres-
den. R in Wurzeln von Genista tinetoria (Schreitmüller),
in letzter Zeit nicht mehr gefunden.
empiformis Esp. (4587) Wenig verbreitet und selten vom
Mai bis August.
L. Selten bei Leipzig, bei Rosswein.
D. Nicht selten, Loschwitz, Blasewitz, Pillnitz,
Plauen, Heller, Spitzgrund, Auer, Weinböhla, Oberau,
Meissen.
C. Bei Plauen und Werdau nicht häufig.
R auf sonnigen Berghängen in Wurzeln von Eu-
phorbia ceyparissias.
triannuliformis Frr. (459) Bei Leipzig früher von Gruner
gefangen (Speyer).
muscaeformis View. (4605) Zerstreut und nicht häufig in
Sandgegenden im Juni.
L. Zerstreut bei Leipzig, Grassdorf, am Bienitz.
D. Loschwitz, Kötzschenbroda, Spaarberge bei Meis-
sen, Weinböhla.
B. In der Heide häufig im Juni bis August: Neu-
dorf, Halbendorf, Leichnam.
R an trocknen, sandigen Stellen in Wurzeln der
Grasnelken (Armeria vulgaris), deren Herztriebe im Früh-
jahr dadurch absterben. Schmarotzer: Chelonus pellucens.
leueopsiformis Esp. (4612)
D. Sehr selten bei Dresden, Plauenscher Grund
(Meisel), Walters Weinberg (Seiler), Coswig, Weinböhla.
C. Selten bei Chemnitz (Pabst).
R im Wurzelstock von Euphorbia eyparissias, Ver-
puppung in schlauchförmigem Kokon dicht an der Wur-
232
=
zel. (Schmarotzer: Lispnota imprestor und Chelonus
pellucens).
Bembesisrele:
hylaeiformis Lasp. (4632) Verbreitet und nicht selten im
Juli, August.
L. Nicht seiten bei Leipzig, Hainichen, Leisnig,
Rosswein h.
D. Nicht selten bei Dresden, Tharandt, Wilsdruff,
Meissen, Freiberg h.
B. Im Oberlande überall, bis auf die Gebirgskämme
nicht selten, Pulsnitz, Kamenz h.
C. Nicht selten, Liehtenwalde, Olbersdorf, Zwickau,
Lengenfeld, Zschopau, Annaberg, bei Werdau und
Plauen h.
R in Himbeerwurzeln bis Mai, Verpuppung 10—15
em über dem Erdboden im Stengel. Schmarotzer: Pim-
pla flavicans, Lispnota labrosa und Cryptus ornatus.
Cossidae.
Cossus F.
cossus L. (4641) Überall häufig im Juni, Juli, R 2jährig.
L. Häufig bei Leipzig, Lausigk, Leisnig, Hainichen,
Rosswein.
D. Häufig bei Dresden, Meissen, Wilsdruff, Pirna,
Dippoldiswalde, Freiberg.
B. In der Lausitz häufig, ebenso bei Kamenz.
C. Überall häufig, Chemnitz, Zschopau, Annaberg
einzeln, Zwiekau, Lengenfeld, Schneeberg, Russdorf und
Limbach, Werdau g, Plauen, Bad Elster, Markneukirchen.
terebra F. (4650)
L. Bei Leipzig im Juni sehr selten im Universitätsholz,
bei Naunhof, letzte Exemplar in den 60er Jahren bei
Ötterwisch von E. Heyne erbeutet. Neuerdings 1 R in
Frauendorf von Gatter gefunden.
233
D. Bei Dresden selten in der Heide (Müller) Grosser
Garten (Ihle sen.), Dresden-Friedrichstadt (Schmidt).
Dyspessa Hb.
ulula Bkh. (4689) Bei Löbau ein Stück am Licht ge-
fangen von Graf.
Zeuzera Latr.
pyrina L. (4718) Verbreitet, manchmal häufig im Juli
am Licht.
L. Bei Leipzig zerstreut (Reichert fing am 24. Juli 1898
ein Paar auf dem Rochlitzer Berg an der Fahnenstange,
an dessen Schnur die Eier gelegt waren.) Lausigk h,
Hainichen.
D. Vereinzelt bei Dresden, Meissen, Wilsdruff, Pirna,
Freiberg, Frauenstein.
B. Uberall, aber selten. Klix, Kommerau, Nieder-
kunnersdorf, in Bautzen (in Zwergobstbäumen einmal
schädlich), Kamenz.
C. Nicht selten bei Chemnitz, manche Jahre sehr
häufig, Zschopau, Gablenz, Zwickau (1599 häufig), Werdau.
R 2 mal überwinternd, in Stämmen von Ahorn,
Esche, Kastanien, Hollunder und Flieder.
Hepialidae.
Hepialus F.
humuli L. (4726) Verbreitet, im gebirgigen Teile häufig
im Juli auf Wiesen und in Grasgärten.
L. Nicht selten bei Leipzig, manche Jahre fehlend,
bei Königshain, Lausigk h, Döbeln h, Leisnig, Hainichen h,
Rosswein g.
D. Häufig bei Hainsberg, auf den Elbwiesen bei
Meissen, Wilsdruff, Freiberg, Dippoldiswalde, Frauenstein.
B. Im Oberlande der Lausitz häufig, im Niederlande
selten, Zittau, Seifhennersdorf, Spremberg, Kamenz zeit-
weilig häufig.
C. Überall häufig bei Chemnitz (bes. 1883 u. 1894),
Ebersdorf, Zschopau, Annaberg s h, Schneeberg, Lengen-
feld, Zwiekau, Werdau h, Russdorf und Limbach, Plauen,
Bad Elster.
R auch in den Wurzeln von Echium vulgare (Meisel).
sylvina L. (4727) Verbreitet, nicht selten, manche Jahre
häufig, an Strassenbäumen sitzend im Juli, August.
L. Nicht selten bei Leipzig, Brandis n h, Lausigk,
Döbeln, Hainichen h, Rosswein, Leisnig.
D. Nicht selten bei Dresden, im trockenen Jahre 1904
sehr häufig. Meissen, Wilsdruff, Freiberg.
B. Im Oberlande meist zahlreich, im Niederlande
selten, bei Zittau, Seifhennersdorf, Spremberg.
C. Manche Jahre sehr häufig bei Chemnitz, Zschopau,
Annaberg, Schneeberg, Zwiekau, Werdau, Plauen.
fuseonebulosa D.G. (4730) (velleda Hb). Mehr im ge-
birgigen Teile und selten.
L. Sehr selten, Harth, Gautsch (Piller), Döbeln.
D. Selten im Juli, Loschwitz, Heidemühle, Gabel-
grund, Meissen, Sächs. Schweiz (Ochsenheimer erhielt
1502 grosse Anzahl vom Förster Raschke in Reinhards-
dorf bei Schandau, O. III, S. 107), Freiberg.
B. Kronförstchen (Möschler), Zittau, an der Lausche
(Starke).
C. 1901 bei Johanngeorgenstadt in Anzahl (E. Möbius),
einmal bei Plauen.
carna Esp. (4736) Nach Bericht des entomologischen
Vereins in Meissen sehr selten im Eibtal daselbst (v.
Storch gef.)
lupulina L. (4738) In der Niederung manche Jahre häufig
im Mai, Juni auf Wiesen.
L. Bei Leipzig (1383 in einer Gärtnerei schädlich
an Pflanzen von CGonvallaria majalis), Leina, Brandis h,
Döbeln, Leisnig.
D. Manchmal häufig, Grosser Garten, bei Meissen,
Wilsdruff, Freiberg s.
B. Sehrselten, beiBautzen, Rachlau, Grosssehweidnitz.
235
C. Manche Jahre häufig (z. B. 1387) bei Chemnitz,
bei Zschopau, Schneeberg, Zwickau, Werdau n h, Plauen s.
heeta L. (4743) Verbreitet, auf Waldwiesen häufig im
Juni, Juli.
L. Gemein bei Leipzig, Brandis, Hainichen, Döbeln,
Rosswein n h.
D. Häufig in Heidegegenden bei Dresden, Meissen,
Wilsdruff, Freiberg.
B. Im Oberlande sehr häufig, im Niederlande wenig
vorkommend, Spremberg, Kamenz h.
C. Uberall, nicht häufig bei Chemnitz, Zschopau,
Annaberg, Schneeberg, Russdorf und Limbach h, Wer-
dau h, Plauen s, Johanngeorgenstadt, Elsterberg, Bad
Elster.
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|
Vorstand des Entomologischen Vereins „lris”
zu Dresden.
Vorsitzender: Prof. Dr. K. M. Heller, Dresden, Franklinstr.
Stellvertr.: Amtstierarzt Möbius, Dresden, Leipzigerstr. 9.
Schriftführer: Ed. Schopfer, Dresden, Ammonstr. 24, 1.
Stellvertreter: Ed. Riedel, Dresden, Güterbahnhofstr. 19,11.
Rechnungsführer: | Hugo Reichelt, Dresden,
Bibliothekar: | Theresienstr. 1.
Sitzungen: Mittwoch v. S—11 Uhr, im zoolog. Garten.
Mitglieder erhalten auf Wunsch die früheren Bände unserer
Zeitschrift zu bedeutend ermässigten Preisen und zwar:
Band I. (in5Numm.) 340 Seit.mit2 Taf., (von dem nurnoch einige wenige
nicht ganz vollständ. Exemplare vorhanden sind) für 15—25 Mk,
„ Il. (in 2 Heften) 286 Seiten mit 5 Taf. (1 eolor.) statt 17Mk. für 10 ,
LI IND NE Va „Aleolor. Datelnı 221627 72510
ANGE „4 Tal: (2ecolor.) 2 16 2233075
EN GHENNDN © AB ARL „. 1.Tat.s(&c0lor.). x 2275, 10,5
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MILD Bor, „Bat. (Acolor.) + 28, 2 Frege
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Sr Team „STat(zeoler,; 1, "22, 1a
EN AR A: 7 „i2TatilA Color.) 7 „,. 200,0 zus
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RB U AD 2 „ 9Taf. (4 ganz.
1 teilweise 'coloriert) .... z 2... "als, 1083
„XII. (in 2 Heften) 362 Seiten mit S Tafeln und
Drau BR a Ra |."
„XIV. (in2Heften) 393 Seitenmit5 Tafeln . . . „ 244 „ „10,
RN 0) oe RE RE EZ el).
SET (m 5, 898% >. 6. Pat... 'Titelb 2 124°. 10
exclusive Francatur.
ü@F” Der jährliche Mitgliedsbeitrag von 10 Mark ist
in den ersten 6 Monaten eines jeden Vereinsjahres zu
zahlen (an den Rechnungsführer H. Reichelt).
Den Herren Mitgliedern, welche ihren Beitrag zu
zahlen vergessen haben, wird das zweite (gegen Ende des
Jahres erscheinende) Heft gegen Nachnahme des Beitrags
zugesandt (so weit nach den betreffenden Ländern Nach-
| nahmn zulässig ist).
u er
Iris, Dresden, Band XVIII, Heft 2.
Deutsche
Entomologische Zeitschrift
lris
herausgegeben
vom
Entomologischen Verein Iris zu Dresden.
Jahrgang 1908. Zweites Heft.
6. März 1906.
Mit 10 Tafeln.
Redakteur: C. Ribbe.
Preis für Nichtmitglieder des Vereins: 12 Mark.
London. Berlin. Paris.
A. BE. Janson. R. Friedländer & Sohn. P. Klineksiek.
Perth Road N. Carl-Strasse 11. 52 Rue des Eeoles.
schaus Colle
Buchdruckerei von O. J. W. Schlenkrich, Radebeul.
|
Lepidopterologische Zuträge
von Jakob Hübner 1820, Augsburg.
Von
Georg Semper.
Die, Untersuchungen, welche ich vor Jahren ange-
stellt habe, um etwas mehr Klarheit über die Erscheinungs-
zeit der Hübnerschen lepidopterologischen Werke zu
schaffen, haben mir damals unter einem Haufen loser
Blätter auch den fünften Druckbogen aus dem unvoll-
endet gebliebenen Werke von Hübner gebracht, betitelt:
„Lepidopterologische Zuträge
von Jacob Hübner
1820, Augsburg, bey dem Verfasser zu finden“.
Bei der Bedeutung die den Hübnerschen Publika-
tionen beigelegt wird, hielt ich es nieht für interesselos,
den bisher unbekannten Inhalt zu veröffentlichen.
Der Bogen beginnt mit Seite 33 in der Fortsetzung
des Verzeichnisses der Gräser, Kräuter, Stauden, Büsche
und Bäume, welche bisher als Nährmittel im Raupstande
europäischer Schmettlinge bekannt worden sind,
wie folgt:
pag. 33.
Goldruthe, gemeine. Solidago.
Griesdorn, gemeiner. Hippopha&.
Haar; thierische. Pili.
Hafer; \Wiesen-hoher. Avena.
Hagdorn; weisser. Urataegus.
pag.
(1. Semper.
Hartheu; eckstengeliges, durchstochenes. Hyperiecum,
Haselbusch; gemeiner. Corylus.
Hasenohr; sichelblättriges. Bupleurum.
Hauhechel; dornige. Ononis.
Havnbuche; gemeine. Garpinus.
Heckenkirsche; gemeine Xylosteum.
Hederich; senfähnlicher. Erysimum.
Heide; gemeine zärtliche. Erica.
Heidelbeer; Berg-. Vaceinium.
Himmbeer: hohle, blaue, niedrige, haarige, dornige.
Rubus.
Hirsengras, Perl- Melica.
Holder; Trauben-schwarzer, Attich, Sambueus.
Holz: altes. Lignum.
Honigseim; altes. Mellis.
Honiggras;, wolliges. Holeus.
Hopfe; gemeiner. Humulus.
Harmkraut; gilbendes. Reseda.
Hiühnerdarm; gemeiner. Alsine.
Hundsbaum; gemeiner. Frangula.
Hundsgras, rauhes. Daetylis.
Hundszunge, grosse. Gynoglossum.
Ume; Feld-. Ulmus.
Kälberkropf; wilder. Chaerophyllum.
Kässpappel;, wilde, niedrige. Malva.
Kammpgras; steifes. OUynosurus.
Kartendistel; wilde. Dipsacus.
Katzengesicht! hanfartiges. (raleopsis.
Klee; Wiesen- Haasen-. Trifolium.
Klette; gemeine. Arctium.
34.
Knotenmoos; Mauer-. Bryum.
Königskerze; grosse, Schaben-. Verbaseum.
Kohl; Kopf- Blau- Käs-. Brassica.
Krähenklau; gemeine, schattige. Lotus.
Kreutzdorn, purgierender, Stein-. Rhamnus.
Kreuzwurz, Jacobs, gemeine, saracenische. Senecio.
Kronwicke; bunte. Coronilla.
Kugelblum; gemeine. Globularia.
Kuhweitzen, gekämmter, Hayn-. Melampyrum.
Labkraut; klettiges, gelbes, weisses. Galium.
Laubmoos;, milzkrautartiges. Jungermannia.
Leimkraut: hangendes. Silene.
Lepidopterologische Zuträge.
pag.
239
Lichtrösgen; gemeines, weisses, Kukuks-. Lyehnis.
Eieschgras,;, Wiesen. Phleum.
Linde, europäische. Tilia.
Löcherpilz, Zünd-. Boletus.
Löffelkraut; Kreen-. Cochlearia.
Löwenzahn; Butterblum-. Leondoton.
Lülehgras; betäubendes. Lolium.
Lungenkraut; gewöhnliches. Pulmonaria.
Lysimachie; grösste. Lysimachia.
Mandelbaum; ächter, Pfirsch-. Amygdalus.
Mangold; weisser, roter. Beta.
Mannstreu; Feld-. Eryngium.
Masliebe; beständige. Bellis
Maulbeerbaum: weisser. Morus.
Mayenblum; gemeine. UGonvallaria.
Mehl; Gersten-. Farina.
Melde, gemeine. Atriplex.
Möhre; wilde. Daueus.
Münze; Bach- Ross- Mentha.
Nachtkerze; Rüb- Oenothera.
Nachtsehatte: Bittersüss- schwarzer- Grübling-
lanum.
30:
Nachtweil; weisse, traurige. Hesperis.
Natterkopf; gemeiner. Kehium.
Nelkenweil, Graublättrige. Cheiranthus.
Nessel; Hanf- brennende. Urtica.
Nieswurze; weisse. Veratrum.
Ochsenzunge; gemeine. Anchusa.
Österluzey, gemeine. Aristolochia.
Pferdehufkraut; zopfiges. Hippoerepis.
So-
Pflaume: Scehleh-Kirseh-damaseenisehe, Traub-. Prunus.
Pfrieme, Besen-. Spartium.
Porseh, Sumpf-. Ledum.
Queckengras; kriechendes Tritieum.
Quandel; wilder. Thymus.
Quitte; Apfel-. Cydonia.
Rade; Kornfeld-. Agrostemma.
Raucke; Sophien-. Sisymbrium.
Rettig; Grarten-. Raphanus.
Rheinfarın, krauser. Tanacetum.
Rispengras, gemeines, Wasser-. Poa.
Rittersporn; Feld-. Delphinium.
G. Semper.
pag.
Roggen; gemeiner. Secale.
Rohr; Ufer-. Arundo.
Rose; Hunds- Zimmt-. Rosa.
Rostköste; gemeine. Aesculus.
Rosspoley; Wald-. Stachis.
Ruchgras; schmackhaftes. Anthoxantum.
Saamen; Roggen-. Semen.
Salat, kopfiger. Lactuca.
Salbey; Wiesen-. Salvia.
Samkraut,; schwimmendes. Potamogeton.
Scharte; Acker-. Serratula.
Schilfrohr; grosskolbiges, kleinkolbiges. Typha.
Schlinge; schwarzbeerige, rothbeerige. Viburnum.
Schlüsselblum, hohe, niedere. Primula.
30.
Schmalz; butteriges. Pinguedino.
Schmielen; Berg-. Aira.
Schorfmoos; olivengrünes. Lichen.
Schwadengras; grünes, rotes. Panicum.
Schwalbenwurz; gemeine. Asclepias.
Schwerdtlilie;, Wasser-. Iris.
Schwingelgras; Mann-. Festuca.
Seerose; weisse. Nymphaea.
Seifenkraut; gemeines. Saponaria.
Senf; weisser. Sinopis.
Serapias, breitblättrige, schmalblättrige. Serapias.
Sichelklee; Acker-. Medicago.
Sinau; gemeiner. Alchemilla.
Specklilie;, gemeine. Perielymenum.
Spillstrauch; kleiner. Evonymus.
Spinat, gemeiner. Spinaeia.
Spirstraus; Wedel-. Spiraea.
Springschote; ungeduldige. Balsamina.
Stechapfel;, Nüchtiger. Datura.
Steinkraut; staubiges. grünes. Alyssum.
Steinlaub; fettes, weisses. Sedum.
Steinsaame;, dauerhafter. Lithospermum.
Sternblume; Berg-. Aster.
Sturmhut; gelber. Aconitum.
Süsklee; Hahnenkopf- Hedysarum.
Taubnessel;, weisse, rothe. Lamium.
Thurmkraut;, glattes. Turritis.
Trespengras;, rauhes. Bromus.
pas.
Lepidopterologische Zuträge. 241
Veilgen, März- Acker- Hunds-. Viola.
Vogelbeerbaum;, gemeiner. Sorbus.
Vogelfuss; liegender. Ornithopus.
\Wachswab:; Bienen-. Favus.
Wachholder, gemeiner. Juniperus.
Waldbuche; glänzende. Fagus.
9
Dre
Waldmeister, grosser, kleiner. Asperula.
Waldrebe; gemeine. Clematis.
Wallnus; gemeine. Juglans.
Wasserfeder; europäische. Stratiotes.
Wasserlinse; grosse, kleine. Lemma.
\Wegerich; spitziger, breiter. Plantago.
Wegwart, wilde. Cichorium.
Weide; Dotter- Palm- weisse, Ufer- Korb-. Salix.
Weiderich; schöner, grosser, kleiner. Epilobium.
Weinrebe; gepflegte. Vitis.
Weude:; Acker- Zaun-. Gonvovulus.
Wieke; Hecken- Vogel- Blätter- Wald- Zaun-. Vieia.
Wiesenraute: kleine. Thalietrum.
Wirteldoste; gemeine. Chinopodium.
Wirbelkraut; gemeines. Astragalus.
Wohlgemuth; gemeiner. Origanum.
Wolfskirsche; tollmachende. Atropa.
Wolfsmilch; Meersand- langblättrige. Euphorbia.
Wolle; Web-. Lana.
Wundkraut; kleeähnliches. Anthyllis.
Ylle: hanfkörnige. Ulva.
Zeidelbast; Zwerg- scharfer. Daphne.
Zelldistel, grosse. Onopordium.
Ziste, gemeine. Uistus.
Zittergras‘ mittles. Briza.
Zürgelbaum; abendländischer. Celtis.
Dieses Verzeichnis würde viel reichhaltiger seyn,
wenn ich jede Nahrung, woran zufällig naschende Raupen
der Schmettlinge angetroffen wurden, darinn angezeigt
hätte.
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden, Jahrgang 1905,
>42 (1. Semper.
Vor
Irrige Beurtheilung einer zweydeutigen
Schmettlinggattung.
Dass Herr von Linne unter den seiner Zeit vor-
waltenden Umständen mehrerley der Schmettlinggattungen
naturwidrig beurtheilte, wird erfahrne Lepidopterologen
nicht sehr befremden können. Es gültig zu achten, dass
er manche Grattung nicht für das was sie ist erklärte.
oder nicht an die ihr einzuräumende Stelle setzte, oder
mit einem sie verkennbarmachenden Worte benennte,
würde aber ganz hinderlieh und gesetzwidrig seyn.
Wenn nun zum Gleichnis. die Phal. Bom. Atra. L.
wie allgemein vermuthet wird, eine Canephore wäre, so
würde sie des Systemszweckes wegen nothwendig von
den Schiesern ausgeschlossen werden müssen. Da aber
die Worte „Magnitudo vix muscam camariam superat.
Bombyx elinguis. Antennae valde pectinatae. Alac de-
\flexae; superiores majores und Tota atra* nicht zureichen,
um daraus die gemevnte Gattung inbezweifelbar errathen
zu können. so ist kein Grund vorhanden worauf etwas
falsches oder wahres gebaut werden könnte.
Obgleich die Herren Theresianer der Vermuthung
waren dass Atra L. und Graminella S. einerley sey, so
nahmen sie doch Anlass. sie für eine Schabe zu halten.
Sie sonderten aber die Canephoren nicht allein ganz von
den Schiesern aus, sondern brachten sie, nach ihrer Weise
zu den Schabengattungen, als eine eigene Familie, stell-
ten sie als die sonderbarsten voran. und nannten sie nach
ihrem Anschein Scheinspinner-Schaben. Tineae Bomby-
eiformes. Die Geschichte und Gestalten dieser Schaben,
in ihren Larvenständen, gaben ihnen die überzeugendste
Beweise, dass sie sie richtig beurtheilt haben, so ver-
leitend auch die Gestalt ihres Fliegstandes ist.
pag. 39.
Nur Schaben gehen im Raupstande in von ihnen
selbst gemachten Körben. Säcken oder Scheiden einher.
Spinner, weder der ersten noch der zweiten Rotte können
Lepidopterologische Zuträge. >42
? te) -7T
sie seyn, weil sie als Raupen, Schildgen auf dem Rumpfe
haben. die jenen fremd sind. Auch schliesst sie ihr all-
zu armhaariger Leib von der zweiten Rotte völlig aus,
und zur dritten könnten sie wegen ihrer Lebensweise
kaum füglicher, als zur zweiten und ersten gezählt
werden.
Herr Fabrieius vereinte in seinem Systema Ento-
mologiae, die Phal. Atra L. mit seiner Hieratii, die eben
so unbekannt ist als jene, setzte aber noch eine andere,
ganz gewiss zu den Canephoren gehörende Gattung unter
seine Bombyces Namens Vestita, und Herr Esper folgte
hierinn ganz getreulich. Ich enthalte mich hierüber et-
was zu äussern. Aber dass Herr Borkhausen an diesen
Schaben so irre wurde. und behauptete ihre Lebensweyse
sey keine Grundursache sie zu den Schaben zählen zu
dürfen, kann ich nicht ungerügt lassen. Was entscheidet
denn fast in allen zweifelhaften Fällen am richtigsten;
entschied nicht er selbst bey seinen Sichel- und schaben-
artigen -Spinnern, vorzüglich nach der Beschaffenheit
der Raupen wenn er von erstern sagte: da ihre Raupen
keine Spannraupen seyen, so gehören sie auch offenbar
nicht zu den Spannern, und von den andern: ihre Rau-
pen gleichen meist den Bärenraupen und seyen teils
eben so sehr behaart, sie bahnen darum den schicklich-
sten Uebergang zu einander.
Herr Schrank erhob zwar diese Schabenfamilie zu
einer Horde, aber er verrückte sie doch nicht von ihrer
treffenden Stelle; nur nannte er sie auch nach nicht
glücklicher Wahl, Federmotten, Pyche. Herr Ochsen-
heimer folgte ihm in ihrer Bestimmung. aber von ihrer
Flieggestalt verleitet, setzte er sie unter die Spinner und
nannte sie Psychae. Es lautete zwar annehmlich und
wahrscheinlich. dass diese Schmettlinge als Raupen blos
maskirte Schieser seyen, weil sie unläugbar als Fliegen
ein schieserähnliches Aussehen haben.
pag. 4.
Aber müsste nicht bei allen andern gleichenfalls
maskirten auch gellten, was bey diesen angenommen
würde, und, welehe Verwirrungen würden nicht daraus
entstehen. falls mehrdeutige Gattungen, welche aus ihrer
Flieggestalt nicht entschieden erkannt werden können.
nicht, wie es unumgänglich ist, nach ihrer Raupgestalt
bestimmt werden dürften,
15*
244 (r. Semper.
Er liess es sich zwar vorzüglich angelegen seyn,
alles was von diesem Stamme bekannt gemacht wurde,
zusammen zu tragen, stellte auch 16 Gattungen davon
auf und berichtigte vieles dabey; doch blieben auch
noch folgend angezeigte Fehler übrig:
a. Bey seiner Graminella ist Schiffermüllers und
Illigers Graminella wegzustreichen und über-
haupt statt derselben Vestitella hinzusetzen,
weil Schiffermüllers Graminella aus einer Raupe
kommt, welehe nur über eine einfache Reihe un-
gleichlanger Grasstengelgen ihren Korb flieht.
b, Seine Pulla ist Plumella S. sie muss also Plumella
bleiben.
e. Seine Plumella würde da sie ein geringeres An-
sehen hat als Plumella S. etwa Plumulella ge-
nannt werden dürfen.
d. Sein Villosella ist Hirsutella S. und muss. sie
bleiben.
e. Fucella ist für Apiformes, wegen leichtmöglicher
Irrungen zu behalten und
f. statt Hirsutella, Plumistella zu setzen.
Dagegen aber sind auch die Namen Calvella und
und Glabrella für Hirsutella und Pseudobomobvycella H.
aufzunehmen, wie auch die der Gattungen Vitrella, Pen-
nella und Triquetrella H.
Was unter Plumifera, Nudella und Politella zu ver-
stehen seyn soll, wird sich hoflich bald finden und er-
kennen lassen.
Wahrscheinlich ist es auch dass Gembrella L. mit
Pseudobombycella H. eins ist.
a et a or pi
N
nn
eh SB u
Be
zu
Beitrag zur Lepidopterenfauna. 245
Beitrag zur Lepidopterenfauna
des Karolinen-Archipels.
Von
Georg Semper.
Von dem östlich von den Philippinen sich weit in
den nordpaeifischen Ozean hineinerstreckenden Archipel
der Karolinen haben wir bisher noch nicht sehr viel er-
fahren.
Über den westlichsten Teil davon, die Palau-Inseln
und die Insel Yap besitzen wir, ausser den Büchern von
Kapt. Wilson und von Prof. Carl Semper noch folgende
Arbeiten im Journal des Museum (Godeffrov.
Heft 1. Dr. Chr. Luerssen. Beitrag zur Farnflora der Palaos.
2. Dr. E. Gräffe. Die Karolinen-Insel Yap.
(x. Semper. Schmetterlinge von \Yap.
4. J. Kubary. Die Palau-Inseln in der Südsee.
Ss. Dr. 0. Finsch. Die Vögel der Palau-Gruppe.
Dr. A. Wichmann. Zur geologischen Kenntnis der
Palau-Inseln.
12. Dr. 0. Finsch. Über den Schwalbenwürger der
Palau-Inseln.
Ferner sind erschienen in den Originalmitteilungen
des Museums für Völkerkunde in Berlin, Heft 1 bis 35,
Arbeiten von Kubary über die Totenbestattung und über
die Verbrechen und das Strafverfahren auf den Palau-
Inseln, während ein weiterer Bericht über die Religion
der Palauer in Bastian’s Werk: Allerlei aus Volks- und
Menschenkunde und ein vierter, über die sozialen Ein-
richtungen der Palauer, selbständig erschienen ist.
246 (G. Semper.
Der Rest der Manuskripte des 1596 verstorbenen
Kubary ist erschienen in: „Ethnographische Beiträge zur
Kenntnis des Karolinen-Archipels.
Weiteres über die Palau-Inseln ist zu finden in den
Werken
Hernsheim. Beitrag zur Sprache der Marshall-Inseln.
Finsch, Ethnographische Erfahrungen und Beleg-
stücke.
Schmeltz, die ethnographisch-anthropologische Ab-
teilung des Museums (Godeffroy.
Internationales Archiv für Ethnographie. Band VII,
IX, Xvl.
Die von meinem Bruder gesammelten Insekten sind.
mit Ausnahme der Lepidopteren, die ich behalten habe,
in das k. k. zoologische Hofmuseum nach Wien gekom-
men. Soweit ich habe ermitteln können, sind davon nur
2 Odonaten im Jahre 1868 in den Verhandl. der k. k.
z00l. botan. Gesellschaft in Wien dureh Professor Friedr.
Brauer beschrieben, nämlich
Rhyothomis fluetuans
(Glenurus biecaruneulatus.
Im Übrigen habe ich nur die Notiz in Händen. dass
sich in der Sammlung befunden haben
Museca humilis, Wied. var. minor. Schiner.
Lueilia nesiotis, Schiner. n. sp.
Tmesistunus spec”?
Hypophloeus spec?
Pison rugosus, Smith.
Crabro spec?
Über die Schmetterlinge die von Kubary und meinem
Bruder gesammelt sind, gebe ich die nachfolgende Liste
mit allen Notizen, die ich dazu erhalten habe. Von den
bei Aibukit auf Babelthaub gefangenen 600 Exemplaren
sind etwa
150 Stück gefangen vom 1. bis 19. April
400 „ n „ Mai bis September
50 Oktober bis Dezember,
B, ”
Es ist aber auf die Stückzahl bei den einzelnen
Arten kein Gewicht zu legen, da mein Bruder manche
Arten, deren Identität mit philippinischen ihm sicher
Beitrag zur Lepidopterenfauna des Karolinen-Archipels. 247
war, nach brieflichen Mitteilungen nur in geringer An-
zahl- gefangen hat. So hat er z. B. Papilio alphenor
sehr häufig fliegen sehen.
(Genauere Flugzeitangaben als die angeführten sind
mir bei den einzelnen Tieren leider nieht geworden.
Dureh die Güte des Herrn H. Bodecken ‚in Peine
ist mir kürzlich noch eine kleine Sammlung von Palau-
Schmetterlingen zugekommen, die nichts Neues enthielt
ausser der inzwischen auch auf den Palau-Inseln einge-
wanderten Danais erippus. Cramer.
Soweit das geringe Material einen Schluss zulässt,
scheint mir die Flügelweite bei den sowohl auf den
Philippinen als auf den Palau-Inseln vorkommenden Arten.
auf letzteren Inseln stets etwas kleiner zu sein.
Rhopalocera.
Danaidae.
Gattung Danais.
1. D. (Salatura) nubila. Butler, Proc. Zool. Soc. London
lSborpaer ll;
Flügelweite 5 68— 12 mm; 2 585—65 mm. 21 Exem-
plare April bis Dezember.
Alle Exemplare stimmen ganz überein mit solchen von
Morotai und Djilolo.. Auf den Hinterflügeln verschwinden
oberseits die kleinen in Doppelreihe am Aussenrande
stehenden weissen Punkte mitunter gänzlich! unterseits
fehlt auf der Mitte jegliche Spur von weissen Flecken.
2. Danais (Anosia) erippus, Cramer, Pap. Exot. Taf3, A. B.
Zur Zeit (Anfangs der 60er Jahre), als durch das
Museum Godeffroy und meinem Bruder Carl Semper auf
den Palau-Inseln gesammelt wurde. kam diese Art dort
noch nicht vor. Uber die Wanderung der amerikanischen
Danais erippus nach dem Westen haben wir über
das erste Erscheinen an einzelnen Plätzen genaue Zeit-
angaben. Man vergleiche die Publikationen M’Coy,
Annals & Mag. Nat. Hist. London 1575 pag. 440; G. Sem-
per, Journal Mus. Godeffroy IV pag. 117. bis 119 (1375),
W. L. Distant, Trans. Ent. Soc. London 1877 pag. 93
bis 104,
248 G. Semper.
Darnach wurde erippus zuerst beobachtet
im Jahre 1865 auf den Tonga-Inseln.
18610 %, „ Samoa-Inseln.
1869 „ „ Hervey-Inseln.
Lo „ Gesellschafts-Inseln
1870 a. d. Lord Howe Island
1571 in Queensland Australien.
1572 in Melbourne.
1571 auf Celebes.
Uber das erste Auftreten auf Neu-Caledonien. Salomo-
Inseln, Bismarck-Archipel, Palau-Inseln. Neu-Guinea.
Ceram. Amboina, Halmahera. habe ich keine genauen
Daten finden können.
Gattung Euploea.
3. E. (Crastia) abjeeta. Butler, Proc, Zool. Soc. London
1866 pag. 2995-Semper, Lep. Phil. I pag. 33 (1886).
Flügelweite & 62—S0 mm, 9 66—7S mm. 183 Exem-
plare April bis Dezember.
Dr. Moore gründet in seiner Monographie der
Euploeina (Proc. Zool. Soc. London 15855 pag. 281) auf
diese Art seine Gattung Tagata, deren Unterschiede von
Crastia aber nach meiner Ansicht zu unbedeutend und
nicht beständig genug sind.
Im Flügelschnitt sind sich 5% gleich bis auf den
Innenrand der Vorderflügel, der beim. 5 convex, beim
x gerade ist. Beim 5 variiert der seidenartige 11/,mm
breite Fleck auf den Vorderflügeln von 10 bis zu 15 mm
Länge.
Die Grundfarbe ist matt olivenbraun, auf der Unter-
seite etwas heller und am Aussenrande etwas ins rötliche
spielend. Am Innenrande der Vorderflügel unterseits und
am Vorderrande der Hinterflügel oberseits ist die Gr und-
farbe weisslichgrau.
Der Körper ist oberseits dunkler braun als die Flügel.
unterseits auf der Brust mit weissen Punkten und am
Hinterleibe mit einem weisslichen Längsstriche, die Beine
sind einfarbig dunkelbraun, die Fühler schwarz mit
brauner Spitze.
Auf den Vorderflügeln steht am Vorderrande un-
weit des Zellendes meistens ein kleiner grauweisser Punkt
und an der Flügelspitze eine gelblich weisse Binde, be-
Beitrag zur Lepidopterenfauna des Karolinen-Archipels. 249
stehend aus zwei Punkten am Vorderrande und darauf
folgenden zwei Flecken von 2 bis + mm. Länge. Am
Aussenrande zwischen den Medianästen befinden sich
zwei weitere Flecken. von denen der grössere bis S, der
folgende kleinere bis + mm lang sein kann. Vor diesen
beiden Flecken steht dieht am Aussenrande bei den-
jenigen Exemplaren, bei welchen die weisse Flecken-
zeichnung am ausgedehntesten ist, je ein Pärchen kleiner
weisser Punkte, die unterseits mitunter mit dem dahinter
stehenden Fleck zusammengeflossen sind. Im Ubrigen
sind die Flecken unterseits wie oberseits,. nur weniger
gelblich und umgeben von einem braunen Rand, der et-
was dunkler ist als die Grundfarbe.
Auf den Hinterflügeln stehen zu seiten des Disco-
idalastes je ein kleiner Doppelfleck und zwischen den
Medianästen je zwei längliche Striche, erstere I bis 2.
letztere 4 bis 5 mm lang. Diesen Flecken entsprechend
stehen dieht am Aussenrande noch kleine weisse Punkte.
von denen die vor den grossen Flecken stehenden mit
diesen bisweilen, besonders auf der Unterseite zusammen-
geflossen sind. Auf der Flügelmitte sind unterseits noch
+ blassbläuliche Punkte, von denen einer in der Mittel-
zelle und 5 um ihn herum stehen.
Die Grösse und Anzahl der gelblich weissen Flecken
ist in beiden Geschlechtern sehr dem Variieren unter-
worfen. Bei dem am wenigsten gezeichneten . sind
die hellen Flecken verschwunden bis auf einen Punkt
an der Flügelspitze und zwei Punkten am Aussenrande
auf den Vorderflügeln und bis auf je zwei kleine Flecken
zwischen den Medianästen auf den Hinterflügeln. Die
Stellung derselben entspricht genau derjenigen, die die
grössten Flecken bei den gewöhnlich gezeichneten Stücken
einnehmen.
Bei den meisten der erhaltenen Exemplare liegt die
Ausdehnung der Zeiehnungen zwischen den von mir be-
schriebenen Extremen, aber näher bei dem helleren.
Von Butler ist die Art irrtümlicherweise beschrieben
als von den Philippinen herkommend; sie ist aber bis-
her ausschliesslich auf den Palau-Inseln gefangen worden.
Auf den Philippinen ist bisher keine dieser isoliert stehen-
den Art nahekommende Form gefunden worden.
250 G. Semper.
+4. E.(Salpinx) kadu. Eschscholtz. Kotzebue's Reise II p.
210 taf. VI fig. 15. a..b. 5 (1821); Semper, Lep. Bhll-1
pas. >31. 32, tal. V 410,79 21586),
lügelweite 90 mm. 1 Exemplar Mai bis September.
Ich beziehe mich auf das von mir a. a. 0. über das
von den Palau-Inseln erhaltene Exemplar (Gresagte. wo-
rin ich dureh inzwischen von der Marianen-Insel Guam
erhaltene Exemplare bestärkt bin.
Satyridae.
Gattung Melanitis.
5. M. leda. Linne, Syst. Nat. ed. 13. tom. I. pars 2. pag.
173 (1767); Semper, Journ. Mus. Godeffroy. I. pag. 61
(1873); ibid. XIV. pag. 143 (1879); Lep. Phil. I. pag. 40,
tafel IX fig. 1 (1586).
2
Flügelweite 56 bis 65 mm. 16 Exemplare vom
April bis Dezember.
Nieht kleiner als Exemplare von Yap und den Viti-
Inseln und mit ihnen beiderseits in der Zeichnung über-
einstimmend. Der rostgelbe Fleck an der Vorderflügel-
spitze oberseits, sowie die Zeichnung der Unterseite
variieren in bekannter Weise. Das Auge am Analwinkel
auf der Unterseite der Hinterflügel ist nicht immer dop-
pelt gekernt, sogar bei einem 5 links einfach und rechts
doppelt. Uber die Fangzeit der einzelnen Tiere fehlen
mir leider Angaben, so dass ich nichts über etwaige
Zeitformen sagen kann. Die am kräftigsten gezeichneten
Exemplare stimmen mit der oben eitierten Abbildung
überein.
(rattung Issoria.
6. Issoria sinha. Kollar. Hügel’s Kaschmir IV. 2. p. 435
(1848), Semper, Lep. Phil. I. p. 110 (1883).
Flügelweite 55 mm. 2 Exemplare vom April bis
September.
Völlig übereinstimmend mit philippinischen Stücken
und mit Hübner's Bildern in den Zuträgen Fig. 755,
136. Fliegt nach Doherty auch auf Sumba, Sumbava.
Beitrag zur Lepidopterenfauna des Karolinen- -Archipels. 351
(rattung Preeis.
Preeis ida. Oramer, Pap. Exot. taf. 374 CD (1781)
Semper, Lep. Phil. I. p. 117 (18883).
Flügelweite 53 bis 5 mm. 5 Exemplare vom April
bis September.
Zu den eitierten Abbildungen beiCiramerpassend und mit
philippinischen Exemplaren dieser Art übereinstimmend.
(rattung Junonia.
s. Junonia villida. Fabrieius, Mantissa Inseet. II. p. 55
n. 566 (1787), Semper, Journ. Mus. Godeffroy XIV p. 149
(1879); Junonia vellida. Fabr. Ent. Syst. II p. 91 (1793);
Semper, Journ. Mus. Godeffroy ll. p. 61 (1873).
Flügelweite 5 36—58 mm, © 42—43 mm. 22 Exen-
plare vom April bis September.
Fabrieius beschreibt diese Art. wie angeführt zwei-
mal wörtlich gleich, das zweite Mal unter etwas ab-
weichendem Namen und ohne Bezug zu nehmen auf die
erste Beschreibung in seiner Mantissa Inseetorum.
Ich habe villida erhalten von Australien, Neu-Cale-
donien, Viti, Tonga, Samoa bis zu den Tahiti-Inseln und
von den Palau- Inseln nebst Yap. Sie fliegt ferner auf
den Salomo-Inseln, Bismarek-Archipel, Neu-Guinea, Kev-
Inseln und Sumba.
Die Exemplare von den Palau-Inseln sind durchweg
etwas kleiner als von anderen Fundorten und etwas
dunkler gefärbt. besonders oberseits an der Vorderflügel-
spitze. Die Art ist dem Variieren sehr unterworfen, ich
beziehe mich auf das vor mir im Journal Mus. God. XIV
dlarüber Gesagte.
Gattung Hypolimnas.
9. Hypolimnas anomala. Wallace, Trans. Ent. Soc. Lon-
dom 1800 9. 2855 Senper, Lep. Phil, I. p.129’taf. XXI
Hessen Sl 99).
Flügelweite 72 > bis ‘5 mm. 3 Exemplare vom Mai
bis September.
lch habe von den Palau-Inseln nur 5 erhalten, die mit
den eitierten Abbildungen von Mindanao-Exemplaren ge-
nau übereinstimmen. nur fehlt ihnen jegliche Spur einer
weissen Querbinde vor der Mittelzelle der Vorderflügel.
wie sie in Figur 1 abgebildet ist.
Anomala fliegt ebenfalls auf Guam. Fruhstorfer
führt (B. E. Z. 19053 p. 76.) die philippinische Form unter
antilope interstineta, Butler, (Cist. Ent. I. p. 157) auf.
252 G. Semper.
Ich kann dem nicht zustimmen, dass anomala und anti-
lope zu einer Art gehören. Nach Pagenstecher fliegen
auch beide nebeneinander auf Amboina.
10. Hypolimnas bolina. Linne, Syst. Nat. ed. X. p. 479
(1755). Semper, Journal Mus. Godeffroy II. p. 61 Taf. VIII
ie. 6 u. 7 Raupe u. Puppe (1873); ibidem XIV. p. 150
(187.9), Lep. "Phil. pr WIOTRaA RdIRanpezund
Puppe (1559).
Flüselweite 64 bis SO mm. 64 Exemplare vom April
top)
bis Dezember.
Die wenigen 5, welche ich erhalten habe, sind der
Figur Taf. 50 fig. 1 in Moore’s Geylon Werke gleich. nur
fehlt oberseits die Reihe kleiner weisser Punkte. Die
weisse Binde auf der Unterseite®der Hinterflügel ist
schmal. aber niemals ganz verschwunden, wie in Oramer’s
lisianassa (Taf. 205. A. B.), der, "abgesehen von der
(irösse, die Palau 5 im allgemeinen ähnlich sind.
Die % variieren sehr stark, die häufigste Form steht
zwischen Cramers iphigenia (67 BE) und proserpina
(248 C D), nur fehlt der blaue Schiller von iphigenia
auf den Palau Exemplaren fast gänzlich. Sehr nahe
kommt ihnen dagegen die Abbildung hei Eschscholtz.
Kotzehue’s Reise Ill. Taf. V, fig. 10, Yarik von den Marshall-
Inseln. Von dieser Hauptform gehen die Spielarten einer-
seits bis zu Exemplaren, bei denen die Grundfarbe, be-
sonders auf den Hinterlügeln fast gänzlich hellgelbbraun
ceworden ist. mit weissen undeutlichen Zeiehnungen.
wie ich sie genau ebenso von ‚Jaluit erhalten habe. Nach
der anderen Seite verliert sich allmählich die weisse
Zeiehnung. indem sie auf den Hinterlügeln dureh gelb-
braun ersetzt wird, wie bei alemene, (Uramer 67 A) oder
ganz verschwindet, während die Binde auf dem Vorder-
tlügel schwach bläulich, oder mitunter auch bräunlich
wird oder gleichfalls ganz verschwindet. Die extremste
Form nach dieser Seite ist dann ein Tier, das oberseits
einfarbig tiefbraun ist, mit schwacher Andeutung der
hellen Aussenrandsfleckenbinde und einem kleinen zwei-
geteilten weissen Fleck an der Vorderflügelspitze mit
(laran sich schliessenden 4 weissen Punkten. dem Aussen-
rande parallel.
Unterseits sind die Unterschiede weit geringer, .ab-
sesehen von der Breite der weissen Binde auf den Hin-
terftügeln, und beschränken sich vorwiegend auf die Vor-
derflügelspitze.
Von Jaluit hat mir eine grosse Anzahl dort ge-
fangener Exemplare vorgelegen, die genau dieselben
Unterschiede aufweisen. wie auf den Palau-Inseln.
Eine Abbildung der Raupe von Yap habe ich |. e.
segeben. Kubary berichtete mir, dass die Raupen auf
Yap, Ebon und den Samoa-Inseln ganz gleich gezeichnet
seien. Auf den scheinbaren Unterschied zwischen Raupen
(dieser weitverbreiteten Art aus dem austro- und indo-
malavischen Fluggebiet habe ich in meinem Philippinen-
buche hingewiesen.
11. Hypolimnas arakalulk !), nov. spec.
Flügelweite 5 62—68 mm; & 72—i+4mm. 7 Exem-
plare vom April bis Dezember.
5. Oberseits reicht die braungelbe Querbinde der
Vorderflügel nur bis zum ersten Medianast, sie ist breiter
und weniger gebogen als bei octocula und elsina, auf
den Hinterflügeln wird die Aussenrandsbinde nach Vorder-
und Innenrand hin schmäler und verliert sich nach aussen
allmählich in den breiten dunklen Aussenrand. während
bei den beiden genannten Arten die Binde gleich breit bleibt
und von dem dunklen Aussenrand scharf begrenzt wird.
An der Vorderflügelspitze stehen + kleine Punkte, deren
erste zwei weiss. die andern beiden schwarz mit weissem
Kern sind. In der Hinterflügelbinde stehen 6 schwarze,
weiss gekernte Punkte.
| Beitrag zur Lepidopterenfauna des Karolinen-Archipels. 255
I
]
ä
}
j
|
Unterseits stehen auf den Vorderflügeln am Vorder-
rande der Mittelzelle die gewöhnlichen 5 weissen Striche,
die Querbinde ist hell blassgelb, parallel dem Aussen-
rande steht eine Reihe von S Punkten, von denen die
zwei zunächst der Flügelspitze, sowie die beiden in der
!\ Ich habe dieser Art den Namen des treuen Begleiters und
Ratgebers meines Bruders Carl gegeben, den er während seines Auf-
enthaltes auf den Palau-Inseln an Ara-Kalulk gefunden hatte. Der
Zufall fügte es, dass Herr Senfft, der Bezirksamtmann von den West-
Carolinen und Palau-Inseln, 40 Jahre später den inzwischen zum Mas
aufgerückten Greis kräftig und gesund antraf und ihm viel von
Semper erzählen musste,
254 G. Semper.
blassgelben Binde stehenden weiss, 3 dazwischen stehen-
de und der letzte am Innenwinkel dagegen schwarz mit
weissem Kern sind. Zu beiden Seiten eines dieht am
Aussenrande laufenden schwarzbraunen gewellten Striches
ist die Grundfarbe bläulichgrau nach der Flügelspitze
hin allmählich in die dunkle Grundfarbe übergehend, an
der inneren Seite zwischen den Rippen eingeschnitten.
Auf den Hinterflügeln ist die Grundfarbe, besonders auf
der inneren Flügelhälfte heller, die blassgelbe Binde ist
sehr schmal und reicht nur bis an die Punktreihe heran,
die oberseits in der gelben Binde steht. Die Punktreihe
besteht hier aus 7 ziemlich grossen weissen, schwarz um-
randeten Punkten, deren innerster doppelt ist. Die Färb-
ung des Aussenrandes ist bläulich weiss. nach innen
wellenförmig gezackt und in der Mitte von einer schwar-
zen \Wellenlinie geteilt, ganz ähnlich wie bei bolina und
hierin sehr von den verwandten Arten der anderen Süd-
seeinseln abweichend.
Die (Grundfarbe ist heller, die Binde ist heller
und breiter und oberseits fast ebenso hell wie unterseits.
Die weissen Zeichnungen in der Mittelzelle der Vorder-
flügel sind hier auch oberseits blassgelblich sichtbar.
Die bläulich weissen Punkte sind beiderseits bedeutend
grösser, die Farbe des Aussenrandes ist heller als beim
und die Zeichnung auch oberseits in derselben Weise
vorhanden, wie beim . von der Unterseite beschrieben.
Dureh die Güte der Herren v. Rothschild und Ober-
thür liegt mir von den Marianen eine sehr nahe ver-
wandte Art vor in 35 19, die mir unbeschrieben zu
sein scheint.
, und %, dieser Art sind von gleicher Zeichnung
und Färbung, die braungelben Binden, besonders auf den
Hinterflügeln schmäler und die Unterseite bedeutend
dunkler.
Die übrigen Südseeformen dieser Gruppe sind am
leichtesten durch die andere Aussenrandszeiehnung, auf
beiden Seiten der Hinterflügel zu trennen, wie oben aus-
geführt. Durch die Güte derselben beiden Herren haben
mir hiervon vorgelegen
octocula, ‘Butler, Annals & Mag. Nat. Hist. 4) II.
D. 19 Tar 9 n2.,5 (Janmar ılEB9%r
syn. formosa, Herrich-Schäffer, Stett. Ent. Zeit.
1869. p. 71 Taf. 4 fig. 17 (nicht vor April 1869).
Beitrag zu Lepidopterenfauna des Karolinen-Archipels. 255
von den Viti-Inseln und den Neu-Hebriden.
elsina, Butler, Annals & Mag. Nat. Hist. Okt. 1877 p. 351.
syn. lifuana, Butler, loe. eit.
von Neu-Caledonien und den Loyalty Inseln.
Die als pallas. von H. Grose-Smith, Annals & Mag.
Nat. Hist. (6) XIX. p. 406 (1397) beschriebene Form von
Neu-Hebriden, die bedeutend grösser zu sein scheint,
kenne ich nieht. Fruhstorfer hat davon nach Berl. Ent.
Zeitschr. 1903 p. 57 15 in seiner Sammlung. Nach ihm
ist sie der palau-Form, die ich hier beschrieben habe,
ganz Ähnlich.
Lycaenidae.
(Gattung Cyaniris.
12. Gyaniris species?
Flügelweite & 29 mm; 2 22mm. 2 Exemplare vom
April bis September.
Das Pärchen ist sehr schlecht erhalten.
Oberseits ist die Zeichnung und Färbung wie in den
Abbildungen meiner philippina, Taf. XNXXI fig. 14 und
17, das © mit etwas weniger weiss.
Unterseits sind alle Zeiehnungen fast völlig ver-
schwunden bis auf die am Aussenrande, besonders auf
den Hinterflügeln stehenden kleinen schwarzen Punkte,
wodurch diese Art sich den australischen Arten sehr
nahe verwandt zeigt.
Gattung Everes.
13. Everes parrhasius, Fabrieius, Ent. Syst. Ill: 1. pag.
289 (1783); Semper, Lep. Phil. I. p. 173 (1890); Ribbe,
Res X 11092235 (1899)
Flügelweite 5 21 mm; & 23 mm. 2 Exemplare
vom April bis September.
Nieht abweichend von Exemplaren anderer Herkunft.
insbesondere von den Philippinen.
Gattung Nacaduba.
14. Nacaduba ardates, Moore, Proc. Zool. Soc. 1874 pag.
374, Semmper, Lep. Phil. ]. pag. 175 (1590).
I56 (1. Semper.
Flügelweite 29 20 bis 22 mm; & nicht erhalten.
3 lixemplare vom April bis September. |
\ie auf den Philippinen sind die Y ungeschwänzt
und oberseits grau mit schwach bläulicher Bestäuhung
der Vorderflügelwurzel; unterseits mit sehr verwischter
Zeichnung.
15. Nacaduba species?
Flügelweite © 19 mm. 1 Exemplar von Mai bis
September.
Ich sehe von einer Benennung dieses Tieres ab.
dda mir nur 1% davon vorliegt, das nicht einmal ganz un-
beschädigt ist. In der Flügelform steht es der vorigen
Art sehr nahe, die Oberseite ist braun mit bläulichen
Schiller auf der Mitte der Vorderflügel und der inneren
Hälfte der Hinterflügel. Die Grundfarbe der Unterseite
ist aschgrau. die Zeichnungen sind wie bei ardates, nur
das grosse tiefschwarze Analauge in Zelle 2 auf den
Hinterflügeln weicht von ardates ab. Dasselbe ist ge-
zeichnet mit einem fast einen Kreis bildenden glänzend
hellblauen Striche. In Zelle 1 steht am Analwinkel ein
kleiner glänzend grünbläulicher Punkt, beide auf blass-
gelbem Grunde.
16. Nacaduba perusia. Felder. Sitzb. Wien. Acad. Wiss.
Math. Nat. Cl. XL pag. 455 (1860); Semper, Journ. Mus.
Godefroy XIV. pas, 15721879):
Flügelweite 5 und 9 24 mm.. 9 Exemplare vom
April bis September.
Nicht verschieden von Exemplaren australischer
Herkunft. Die © haben oberseits einen weissen Fleck
auf dem Diseus der Vorderflügel, der schwach bläulich
bestäubt ist. Unterseits ist die Grundfarbe bei dem
hellgrau und auf der inneren Hälfte der Vorderflügel
fast weiss.
(rattung Jamiden.
1%. Jamides bochus, Cramer. Pap. Exot. IV. pag. 210 taf.
391 OD (1782), Semper, Journ. Mus. Godeffroy XIV. pag.
156 (L. plato) 1879.
Flügelweite 5 22—27 mm. 2 Exemplare vom Mai
bis September,
a ir U sn ni
u Di ma U ui
ET WET
Beitrag zur Lepidopterenfauna des Karolinen-Archipels. 257
Die tief dunkelblaue Bestäubung ist auf den Vorder-
Nügeln auf die innere Flügelhälfte beschränkt, die Hinter-
flügel haben einen breiten schwarzen Aussenrand. Die
Unterseite ist sehr dunkel, mit undeutlichen Zeichnungen;
am Analwinkel der Hinterflügel steht ein schwarzer Fleck
auf gelbem Grunde, nach aussen schwach blau bestäubt.
Gattung Catochrysops.
18. Catochrysops strabo, Fabricius, Ent. Syst. HI pt. I
pag. 287 (1793), Semper, Journ. Mus. Godeffroy XIV pag.
158 (1879); Lep. Phil. I pag. 185 (1890).
Flügelweite & 20—24 mm; © 20 mm. 4 Exem-
plare vom Mai bis September.
2 & nähern sich im Ton der Oberseite der lithargyria,
während 1 5% entschieden zu strabo gehört, wo ich alle
4 Stücke bei dem mangelhaften Grad der Erhaltung
lieber stehen lasse.
Pieridae.
Gattug Appias.
19. Appias ella, Butler, Annals & Mag. Nat. Hist. Series
VI 2. Dec. 1898 pag. 463;
Pieris ada, Semper, Journ. Mus®Godeffroy II pag.
60. Taf. VII fig. 4. 5. Raupe u. Puppe (1873).
Catophaga ardens, Butler l. c. pag. 463.
Flügelweite & 535—64 mm; 9 50—60 mm. 117 Exem-
plare vom April bis Dezember.
Wie leider bei manchen Arten von den Palau-Inseln,
von denen ich Exemplare nach London geschickt hatte,
ist es auch bei dieser Art vorgekommen, dass die Tiere
als von den Philippinen stammend in die englischen
Sammlungen gekommen sind. Nur so kann ich es mir
erklären, dass Dr. Butler a. a. o. seine ardens als von
den Philippinen herstammend aufgeführt hat. Es bleibt
mir aber vollkommen unerklärlich, wie er dazu gekommen
ist, aus meinem Buche Appias andrea (part) bei seiner
ardens anzuführen, zumal er am Schlusse sagt, dass
beide Geschlechter der andrea sofort von ardens zu
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1909.
aH8 G. Semper.
unterscheiden seien. Letztere habe ich von den Philip-
pinen nicht erhalten und bezweifle auch ihr Vorkommen
auf diesen Inseln.
Es erscheint mir unmöglich, die Butler'schen Arten
ella und ardens zu trennen. Sämtliche bei Aibukit
auf der Insel Babelthaub gefangenen 117 Exemplare
variieren sehr in der mehr oder weniger intensiven Färb-
ung der Unterseite der Hinterflügel von sattem orange
bis zum hellzitronengelb bei den 5 und bis zu weiss
bei den %. Leider haben die einzelnen Exemplare keine
näheren Angaben über die Fangzeit, und ich habe nur
die Notiz, dass
39 Stück im April
60 ,„ vom Mai bis September
undLI1osrr, „ Oktober bis Dezember
gefangen sind.
Die auf Yap im September und Oktober gefangenen
Exemplare sind in beiden Geschlechtern unterseits hell
gefärbt und den hellen palensischen ganz gleich.
In meiner Arbeit über die Schmetterlinge von Yap
ist durch einen Druckfehler die Puppenruhe dieser Art
mit 7 Tagen angegeben, es sollte 37 Tage heissen..
(Grattung Terias.
20. Terias zoraide, Felder. Nov. Reise Lep.II pag.213(1865).
Terias australis, Wallace, Trans. Ent. Soc. Lon-
dom Ill series vol. IV pag. 323 (1867).
Flügelweite 30—35 mm. 5 Exemplare vom April
bis September.
Ich habe nur 5 erhalten, die ich kürzlich in Eng-
land als zoraide bestimmt habe.
21. Terias hecabe. Linne, Syst. Nat. ed. X ref. I pag.
470 (1760); Semper, Mus. Journ. Godeffroy Il pag.
61.1878):
Flügeweite 34—3S mm. 85 Exemplare vom April bis
September.
Die gelbe Farbe der Oberseite ist hell und die
Zeichnung der Unterseite ziemlich verwischt.
- Pe 5
Beitrag zur Lepidopterenfauna des Karolinen-Archipels. 2]
(nt
Ne)
Papilionidae.
Gattung Papilio.
22. Papilio alphenor, Cramer, Pap. Exot. taf. 90 fig.
B (1779); Semper, Journ. Mus. Godeffroy II pag. 59. taf.
Den 2602 37 (1ara), bep. Phik 7pa2.,276 (1892.
Flügelweite 5 78—88 mm, 9 80—92 mm. 7 Exem-
plare vom April bis September.
Wie an den beiden eitierten Stellen bereits gesagt,
habe ich von den Palau-Inseln nur © erhalten von der
Form des &, und von der Insel Yap durch Kubary nur
solche der dimorphen geschwänzten Form. Die Zeich-
nung der Palau-Exemplare ist gleich wie bei philippi-
nischen, nur ist die weisse Fleckenbinde auf den Hinter-
flügeln schmäler und auswärts nicht so tief gezahnt, und
es sind die diese Binde schneidenden Adern oberseits
nur schwach schwarz bestäubt. Die Flügelweite ist im
Ganzen etwas kleiner, besonders gegenüber Stücken von
Mindanao.
23. Papilio agamemnon, Linne, Mus. Ludov. Ulr. pag.
202 (1764), Semper, Journ. Mus. Godeffroy XIV pag. 181
(1879); Lep. Phil. I pag.. 281 (1892).
Flügelweite 5 74 mm. 1 Exemplar vom Oktober
bis Dezember.
Die Flecken des sehr defekten & sind, mit Aus-
nahme der dicht an der Vorderflügelwurzel stehenden,
bläulichgrün und kleiner als bei philippinischen Exem-
plaren. Auf den Hinterflügeln befindet sich oberseits
vor dem Zellende ein kleiner runder blaugrüner Fleck,
den keines meiner übrigen Tiere hat.
Im Museum Tring befindet sich von den Palau-Inseln
ein ebenso bläulich grünes Exemplar, welche Färbung
sonst in diesem reichen Museum von keinem anderen
Fundorte ähnlich vorhanden war. (Mai 1904).
16*
2650 G. Semper.
Heterocera.
Sphingidae.
(Gattung GChaerocampa.
24. Chaerocampa boerhaviae, Fabricius, Syst. Ent. pag.
542 (1775), Semper Journ. Mus. Godeffroy II pag. 62
(1873), LepnPhil par 39401596):
2 Exemplare von Kubary auf Yap im Dezember
aus der Raupe gezogen.
Die Raupe hat Augenflecken auf allen Segmenten,
die Puppenruhe dauert im Dezember 14 Tage. Nicht
verschieden von Exemplaren anderer Fundorte dieser
weit verbreiteten Art.
25. Chaerocampa celerio, Linne, ur Nat.” ed. X7ipas:
492 (1758); Semper,; : Journ. Mus. Godeffroy Il pag. 62
Tat. vll 12.8.9 7100823 EpPPhNzEN
pag. 595 (1596).
Gleichfalls von Kubary auf Yap aus der Raupe ge-
zOgen.
Die Raupen leben in den Pflanzungen von Arum
eseulentum und verpuppen sich auf der Erde zwischen
zusammen gesponnenen Blättern. Nach 5—4 Tagen ist
die Verwandlung zur Puppe vollzogen, welche 1014 Tage
ruht bis zum Auskriechen des Schmetterlings.
Auf den Philippinen dauert die Puppenruhe 16 bis
20 Tage, je nach der Jahreszeit.
26. Chaerocampa pinastrina, Martyn Psyche, Taf. 30
fig. S5 (1797); Semper Lep. Phil. II pag. 396 (1896).
Flügelweite 52 mm. 1 Exemplar vom Mai bis
September. :
Nieht abweichend von philippinischen Exemplaren.
27. Chaerocampa erotus, Cramer, Pap. Exot. Taf. 104 B
(1777), Semper, ep. Bhil. I’pa2.- 40021838):
Flügelweite SO mm. 1 Exemplar vom Oktober bis
Dezember.
a DE 75 2,9 2
Beitrag zur Lepidopterenfauna des Karolinen-Archipels. 261
Das erhaltene 5 stimmt überein mit solchen von
den Südseeinseln durch ins olivengrüne spielende Grund-
farbe, durch helleres Gelb und schmäleren braunen
Aussenrand der Hinterflügel, sowie durch die orange-
farbene Unterseite. Die philippinischen Tiere stimmen
dagegen besser mit den australischen überein.
Gattung Daphnis.
2S. Daphnis hypothous. Cramer, Pap. Exot. Taf. 255 D
(1780); Semper, Lep. Phil. II pag. 401 (1596).
Flügelweite S2 mm. 1 Exemplar (9) vom Mai bis
September.
Ubereinstimmend mit Tieren von anderen Fundorten.
Gattung Theretra.
29. Theretra »essus, Drury Ill. Ex. Ent. I. Taf. 2
«
1
fie. 1 (1773); Semper, Journ. Mus. Godeffroy II pag. 62
(1873); Lep. Phil. II pag. 401 (1896).
Flügelweite 5 90 mm; © 100 mm. 2 Exemplare
vom Mai bis September.
Ein von Kubary von Yap gesandtes 5, das aus der
Raupe gezogen zu sein scheint, hat nur 72 mm Flügel-
weite, ist also noch kleiner als die beiden vorliegenden
sefangenen Stücke, die sich nur durch geringere Grösse
von philippinischen und anderen Exemplaren unter-
scheiden.
Gattung Protoparce.
30. Protoparce convolvuli, Linne, Syst. Nat. I pag. 490
(1758); Semper, Journ. Mus. Godefiroy Il pag. 63 (1575);
Lep. Phil. II pag. 404 (1396).
Flügelweite & 71 mm; @ 85 mm.
Die von Kubary auf Yap aus der Raupe gezogenen
5% sind in Grösse und Zeichnung australischen Exem-
plaren von Gap York und Sidney gleich.
Die Raupe lebt auf Yap von den Blättern der
Batatas edulis, die Puppenruhe dauert 1# bis 13 Tage
3 oO
im Dezember,
262 G. Semper.
Gattung Macroglossa.
31. Macroglossa sylvia, Boisd. Spec. Gen. Heteroc. I pag.
350 (1874); Semper, Lep. Phil. II pag. 407 (1396).
Flügelweite 43—52 mm. 4 Exemplare vom Mai
bis Dezember.
Nicht verschieden von philippinischen Stücken, nur
etwas kleiner.
Syntomidae.
Gattung Euchromia.
32. Euchromia ereusa, Linne, Syst. Nat. X pag. 494 (1758).
Flügelweite 5 45—47 mm; © 44 mm. 5 Exemplare
vom April bis September.
Von mir vorliegenden 5% und 19 ist oberseits bei
einem 5% der erste Leibesring gelblich weiss, bei den
andern 2 & dagegen hellgrün gefärbt. Im Übrigen
stimmt Zeichnung und Färbung mit Cramer’s Bild 368 A
überein. Bei dem 9 ist die rote Färbung der Hinter-
leibsringe weniger lebhaft.
33. Euchromia aemulina, Butler, Proc. Zool. Soc. London
1877 pag. 479.
Flügelweite & 32—35 mm; 9 35—385 mm. 33 Exem-
plare vom Mai bis September.
Nach dem typischen Exemplar von Cap York im
British Museum von mir bestimmt. Butler sagt nicht,
ob er & oder 9 beschreibt, aus dem Schluss der Be-
schreibung: „anus testaceous and black“ schliesse ich,
dass er ein © vor sich hatte. Bei dem & ist das letzte
Glied des Hinterleibes oberseits wie die übrigen gezeichnet
und unterseits einfarbig hellbraun, beim 9 dagegen rund
herum einfarbig schwarz.
Im Ubrigen sind beide Geschlechter vollkommen
gleich gezeichnet und gefärbt und sehr wenig variierend.
Beim 2% ist die Vorderflügelspitze etwas abgerundeter
als beim Ö.
Aganaidae.
Gattung Asota.
34. Asota species? Flügelweite & 47-—-48 mm; @ nicht
erhalten. Zwei Exemplare von Kubary gesammelt.
Beitrag zur Lepitopterenfauna des Karolinen-Archipels. 263
Nach den Untersuchungen im Tring Museum ist
dieses Tier eine Äusserste Form der As. egens, bei welcher
die Vorderflügel oberseits vollständig dunkel gefärbt sind.
Im Übrigen stimmen sie, abgesehen von der Grösse, mit
der philippinischen ganz überein. Um der Form einen
Namen zu geben, ist mir das vorliegende Material nicht
genügend.
35. Asota An Felder.Nov. Reise, Lep. Taf. 106 fig. 3
(1874), Semper, Lep. Phil. II pag. 482 (1899).
Flügelweite 5 56 mm; 2 60-65 mm. +4 Exem-
plare vom April bis Dezember.
Den philippinischsn Exemplaren dieser Art voll-
kommen gleich, auch in der Flügelweite.
Lithosiidae.
Gattung Nyetemera.
36. Nyetemera integra, Walker, Cat. Lep. Het. Brit. Mus.
XXXV pag. 1579 (1866); Semper, Journ. Mus. Godeffroy
HEpa2r03. Dar VIERer Et, 122373);
Flügelweite 5 35—41 mm; © 3442 mm. 25 Exem-
plare vom April bis Dezember (Kubary von Yap.)
Mit den Palaustücken vollständig übereinstimmend,
liegen mir Exemplare von Morotai vor, wogegen die
philippinische Art, die ich als mundipiecta aufgeführt
habe, sich leicht durch die, die weisse Querbinde der
Vorderflügel schneidenden schwarzen Rippen unter-
scheidet.
Wie Walker in seiner Beschreibung sehr richtig
anführt, sind bei integra die Rippen in der weissen Binde
weiss. Auch die Flügelform von integra ist gedrungener
als bei den nahe verwandten Arten.
Von Kubary auf Yap im November aus der Raupe
gezogen, Puppenruhe 6 bis 9 Tage.
Gattung Pitasila.
37. Pitasila bijunetella, Walker, Cat. Lep. Het. Brit. Mus.
XXXV pag. 1880 (1866); Semper, Lep. Phil. II
pag. 496 (1599),
264 G. Semper.
Flügelweite & 45 mm; © 48 mm. 2 Exemplare
von Kubary gesammelt, die sich in nichts von philippi-
nischen unterscheiden.
Noctuidae.
Gattung Caradrina.
38. Caradrina eilium, Guende, Noct. I pag. 156 (1852);
Semper, Lep. Phil. II pag. 518 (1900).
Flügelweite 22—24mm. 2schlecht erhaltene Exem-
plare von 'Kubary, die ich glaube hier richtig unterge-
bracht zu haben.
(Grattung Dinumma.
39. Dinumma placens, Walker, Cat. Lep. Het. Br. Mus.
XV pap. 1805 (1858); Semper, Lep. Phil. II pag. 525 (1900).
Flügelweite 30 mm. 1 Exemplar von Kubary ge-
sammelt, wie von den Philippinen.
Gattung Hulodes.
40. Hulodes earanea, Cramer, Pap. Exot. 269 EF (1782);
Semper, Lep. Phil. II pag. 546 (1900).
Flügelweite 69 mm. 1 defektes Exemplar von Ku-
bary gesammelt.
Gattung Ericeia.
41. Ericeia inangulata, Guen&e, Noct. III pag. 210 (1852);
Semper, Lep. Phil. II pag. 549 (1900).
Flügelweite 37” mm. 1 Exemplar von Kubary er-
halten.
Gattung Homoptera.
42. Homoptera species?
Flügelweite 26 mm. 1 Exemplar von Kubary er-
halten, das zu bestimmen mir nicht möglich war.
Gattung Catephia.
43. Catephia linteola, Guende, Noct. III pag. 44 (1852);
Semper, Lep. Phil. II pag. 551 (1900).
Flügelweite 2 5lmm. 1 Exemplar vom Mai bis
September.
Nieht verschieden von philippinischen Exemplaren.
Beitrag zur Lepitopterenfauna des Karolinen-Archipels, 265
Gattung Ophisma.
44. Ophisma gravata, Guenee, Noct. III pag. 257
(1852); Semper, Lep. Phil. II pag. 558 (1900).
Flügelweite % 51 mm. 1 Exemplar vom Mai bis
September.
Das 5 von den Palau-Inseln stimmt genau zu dem
von Luzon erhaltenen %, während das @ von Bohol, wie
schon |. e. erwähnt, wahrscheinlich zu einer anderen
Art gehört.
Gattung Cauninda.
45. Cauninda archesia, Cramer, Pap. Exot. 273 FG (1782);
Semper, Lep. Phil. II pag. 564 (1900).
Flügelweite 44—45 mm. 2 Exemplare vom April
bis September.
Ganz gleich mit Exemplaren anderer Herkunft.
Gattung Remigia.
46. Remigia frugalis, Fabrieius, Syst. Ent. VI pag. 601
(1775); Semper, Lep. Phil. II pag. 564 (1900).
Flügelweite 30—35 mm. 2 Exemplare vom April.
Wie auch von anderen Südseeinseln kleiner als
Exemplare aus dem indo-malayischen Gebiet.
Gattung Trigonodes.
47. Trigonodes cephise, Cramer, Pap. Exot. 227 © (1782);
Semper, Lep. Phil. II pag. 565 (1900).
Flügelweite 2 50 mm. 1 Exemplar vom Mai bis
September.
Ganz übereinstimmend mit philippinischen Stücken.
Gattung Azazia.
48. Azazia rubricans, Boisduval, Faune Lep. Madag.
pag. 106 Taf. 16, fig. 1 (1554); Semper, Lep. Phil. II pag.
570 (1901).
Flügelweite &% 35—36 mm; 9 4041 mm. 4 Exem-
plare vom April bis Dezember.
Nicht verschieden von Exemplaren anderer Herkunft,
266 G. Semper. £
Gattung Ophideres.
49. Ophideres fullonica, Linne, Syst. Nat. II pag. S12
(1767); Semper, Lep. Phil. II pag. 577 (1901).
Flügelweite 7O mm. 1 Exemplar von Kubary .er-
halten.
Geometridae.
Gattung Boarmia.
50. Boarmia sublavaria, Guenee, Phal. I pag. 256 (1557);
Semper, bep> Phle1Tz-pa2.614 (1907),
Flügelweite 2 34--35 mm. 4 Exemplare vom April
bis September.
Drei davon sind unterseits heller gefärbt, aber ge-
hören doch sicherlich hierher, das dunkler gefärbte {
ist mit philippinischen ganz gleich.
(rattung KEumelea.
5l. Eumelea rosalia, Uramer, Pap. Exot. 368 F (1782);
Semper, Lep. Phil. II pag. 624 (1901).
Flügelweite 42 mm.
Ein schlecht erhaltenes 3 von Kubary erhalten,
das hierher zu stellen ist.
Gattung Ozola.
52. Ozola (?) bicolorata, nov. spec. Flügelweite 3 u.9
2S—32 mm. 15 Exemplare vom April bis September.
Die jedenfalls zu den Orthostixi:len gehörende Art
lasse ich hier mit ? stehen, da ich nieht gerne eine neue
Gattung schaffen möchte und sie nicht besser unterzu-
bringen weiss.
Die Palpen überragen den Kopf um Kopfeslänge,
die Fühler sind fein bewimpert, mit ziemlich tiefen Ein-
schnitten zwischen den Gliedern, die dem Fühler ein
zackenartiges Aussehen geben. Die Flügelränder sind
wellig, der Rippenverlauf ist ähnlich den von Lederer
in den Verh. der zool. botan. Gesellschaft von Wien 1853
auf Tafel 7 in fig. 27 gegebenen Abbildung, nur ist die
Spitze der Hinterflügel abgerundeter. Das zweite Bein-
paar hat 1, das dritte 2 Paar Sporen.
ji
Beitrag zur Lepidopterenfauna des Karolinen-Archipels. 267
Die Zeichnung der Flügel ist in beiden Geschlechtern
gleich, sowohl oberseits als unterseits einfarbig schwarz
mit breiter weisser Querbinde auf der äusseren Flügel-
hälfte, auf der vorderen Hälfte der Vorderflügel aber
fast doppelt so breit als auf der inneren Hälfte und auf
den Hinterflügeln.
Pyralidae.
Gattung Pyralis.
53. Pyralis pietalis, Curtis, Brit. Ent. XI pl. 527 (1834).
Flügelweite 20 mm. Ein Exemplar von Kubary
erhalten.
Gattung Diehoeroeis.
54. Dichocroeis punctifevalis, Guende, Delt, Pyral. pag.
320 (1854); Semper, Lep. Phil. II pag. 670 (1902).
Flügelweite 23 mm. 1 Exemplar vom Mai bis
September.
UÜbereinstimmend mit Exemplaren von den Philip-
pinen.
Gattung Sylepta.
55. Sylepta jopasalis, Walker, Cat. Lep. Het. Br. Mus.
XVII pag. 652 (1859); Semper, Lep. Phil. II pag. 675 (1902).
Flügelweite 22 mm.
Ein sehr defektes Exemplar von Kubary erhalten,
das ich glaube richtig bestimmt zu haben.
56. Sylepta multilinealis. Guen&e, Delt., Pyral. pag. 337
(1854), Semper, Journ. Mus. Godeffroy II pag. 64 (1875);
und Lep. Phil. II pag. 676 (1902).
Von Kubary auf Yap gezogen.
Tineidae.
57 u. 58 2 Arten in je einem defekten Exemplar von
Kubary gesammelt.
Die Original-Sammlung befindet sich im königl.
zool. Museum in Berlin.
2658 H. Rebel.
.
Ueber Aethiopische Saturniiden.
Von
H. Rebel.
(Mit 2 Figuren im Text).
1, ZUr een der Gatrunig
Aschleves Kersch
Die Gattung Athletes wurde von Prof. Karseh
für Saturnia ethra Westw. errichtet !.. Im Vorjahre
habe ich mich anlässlich der Beschreibung einer weiteren
Art dieser Gattung eingehender über die Unterschiede
derselben gegen Gynanis: \Wlk. geäussert, und auch
Geäderskizzen für die damals bekannten Repräsentanten
gegeben ?). Inzwischen hatte ich Gelegenheit eine dritte
Art (semialba Sonth.) der Gattung Athletes in dem
bisher unbekannten männlichen Geschlechte zu unter-
suchen und konnte auch weitere Stücke der von mir als
Athletes steindachneri beschriebenen Art vergleichen,
deren Synonymie mit der kurz vorher beschriebenen
Gynanisa gigas Sonth. sich ergeben hatte. Mit Rück-
sicht darauf, dass auch über die weitere Verbreitung der
Arten dieser interessanten, aber noch wenig sgekannten 3)
zentralafrikanischen Saturniidengattung neue Angaben
gemacht werden können, lasse ich eine kurze Übersicht
derselben folgen.
Die Gattungscharaktere von Athletes sind folgende:
Die Palpen sind sehr kurz (von halber Augendurch-
meßerlänge, nur bei semialba länger). ihr Endglied ist
kurz und stumpf. in der Beschuppung des Mittelgliedes
3 Entom. Nachr. XXII (1896) p. 249—250,
Ann. Naturh. Hofmus. XIX (194) p. 65—66 fig. 1-2.
s) So führt Prof. Aurivillius noch in seiner neuesten wert-
vollen Übersicht der afrikanischen Saturniidengattungen an! „Gyna-
niso Wik.. hierzu wahrscheinlich auch Athletes Karsch® [Arkiv f.
Zool. II (1904) N. 4 (p, 20)].
er
Über aethiopische Saturniiden. 269
verborgen. Die Augen sind nackt. Die Fühler sind sehr
kurz (durehschnittlich nur 0,15 der Vorderrandslänge),
die Geisselglieder viel breiter als lang, beim 5 bis */;
der Geissellänge mit gegenständigen, bewimperten Kamm-
zähnen besetzt, beim oO (von eiras) bis */, der Geissel-
jänge mit sehr kurzen, gegenständigen Kammzähnen, die
nur die Länge des Geisselgliedes erreichen.
Der Thorax ist kräftig. mit rückwärts abstehender Be-
schuppung, das Abdomen sehr plump, nur beim 9 mit
seiner Spitze den Analwinkel der Hntflgl. fast erreichend.
Die kurzen Mittelschienen sind mit 2 Domen bewaffnet,
wovon der Vordere viel länger ist.
Die Flügel sind sehr gestreckt mit besonders vor
dem scharfen Apex stark gebogenem Vorderrande und
gewelltem Saume, die Hinterflügel beim 5 mit stumpf
vorspringender Ecke am Saume zwischen Rippe 3 u. 4.
Die Vaflgl. mit nur 10 Rippen (da Rippe 9 und 11
feblen). Rippe 3 entspringt fast in der Mitte zwischen
2 und 4, Rippe 5 und 6 sind gestielt, desgleichen 7 u.S,
deren Stiel nach dem vorderen Zellenwinkel entspringt.
Rippe 10 und 12 verlaufen fast bis zum Apex parallel
dem Vorderrande.
Die Hntfigl. mit S Rippen, Rippe 3 entspringt viel
näher an + als an 2, Rippe 6 in der Mitte zwischen du. 7.
Die Gattung enthält nur sehr grosse Arten, deren
Vaflgl. vindenartige Schutzfärbung und einen kleinen
dreieckigen Glasfleck am Schluss der Mittelzelle zeigen,
wogegen die Hntflgl. oberseits einen sehr grossen Augen-
tleck besitzen. My pus ethra Westw.
Die drei !) bekannten Arten lassen sich in nach-
stehender Weise unterscheiden!
Rippe 10 (+ 11) der Vdflgl. entspringt fast aus
der Mitte des Vorderrandes der Mittelzelle. Der Basal-
teil der Vdflgl. nicht heller an als die übrige
Bläche’'. ... e as Bohr. Westw.
— Rippe 10 et weit nach der Mitte des Vor-
derrandes der Mittelzelle. Die Basalhälfte der Vdflel.
Biallend- weisssrausbeschuppt . = . 2... ..... 22.
I) Gynanisa westwoodi Rothseh. (Nov. Zool. II p. 45 von
Taveta) und Gynanisa albescens Sonth. (Ann. du Labor. d’Etud.
de la Soie Lyon XI p. 66628 f. 3 2) scheinen echte Gynanisa-Arten
zu sein.
270 H. Rebel.
Fig. 1. Vrdflgeäder von
Athletes ethra Westw.
MW + 11
£ |
.
N
RU
NS
Fig. 2. Vrdfigeäder von
Athletes gigas Sonth. 5
u
Über aethiopische Saturniiden. 971
2. Iris des Augenfleckes der Hntflgl. gelbbraun. Das
Endfünftel der Fühlergeissel beim 5 fast fadenförmig
3 gigas Sonth.
_ Iris des Augenfleckes der Hntfle $]. kirschrot. Das
Endfünftel der Fühlergeissel des & tief sägezähnig
HR: semialba Sonth.
Sämtliche Arten. sind in ihrer Verbreitung auf
zentrale Teile der aethiopischen Region beschränkt.
1. Athletes ethra Westw. Proc. Zool. Soc. 1349
p256,.% 107% 1.5, Rothsch. Nov. Zool. I p. 45.1895);
Karsch Ent. Nach. XXI p. 249 (1596), Sonthonnax Ann.
du Labor. d’Etud. de la Soie. Lyon XI p. 63 t. 27 £.
1& (1904; Rbl. Ann. Naturh. Hofm. XIX p. 64 not.
(ethra-nyansae) (1904).
Die Art wurde von Westwood nach einen 5 unbe-
kannter Herkunft aufgestellt. In der Folge gab Roth-
schild .„Manf& (Westafrika)* und Karsch „Bukoba“ am
westlichen Ufer des Viktoria Nyansa als Fundorte an.
Von letzterer Lokalität stammt auch das von mir (. ce.)
als ethra-nyansae besprochene männliche Stück. Sonth-
onnax hat die Art nicht in natura gesehen und gibt da-
her offenbar nur eine (halbseitige) Kopie der ersten Ab-
bildung Westwoods.
Kürzlich erhielt das Hofmuseum von Luebo aus dem
Kassaigebiet ein weiteres 5, welches noch dunkler als
EH2.
die Type von nyansae ist, — namentlich der Saum aller
Flügel ist hier ziemlich breit schwarzbraun —. sonst aber
ganz damit übereinstimmt. Ich nehme jetzt sicher an,
dass Westwoods Abbildung die Fühlerkammzähne zu lang
darstellt, da er sie auch im Text „comparatively short“
nennt und das Exemplar sogar für ein © hielt. Mir ist
kein weibliches Stück der Art bekannt, nur Rothschild
gibt ein solches von Manfe an, macht aber leider keine
näheren Angaben iber dessen Fühlerform und Gestalt
der Hinterflügel.
2. Athletes gigas Sonthonnax, descriptions de nou-
velles especes de Saturnides appartenant a la colleetion
de Mr. Chr. Oberthür!) p. 9t.3 f. 28; Ann. du Labor.
I) Ich kenne diese Publikation nicht und verdanke das Zitat
nur einer Mitteilung des Herrn Charles Oberthür.
212 H. Rebel.
d’Etud. de la Soie. Lyon X] p. 67, t. 23.15. (Gynanisa)
linit. 1904]; steindachneri Rbl. Ann. Naturhist. Hofm.
XIX p. 64 t. 2 & [Maio 1904].
Die Art dürfte nur wenige Wochen vor meiner Be-
schreibung durch Sonthonnax nach Stücken aus der
Sammlung Oberthür bekannt gemacht worden sein. Be-
dauerlicher Weise wird von Sonthonnax kein näherer
Fundort für die Stücke angegeben, ich vermute nur als
solchen „MPala“ am Tanganjika-See, da auch die in
der Publikation vorhergehende Gynanisa semialba von
dort beschrieben wird. Uber das © sagt Sonthonnax nur,
dass es etwas kleiner sei als das 5, der Apex der Vdflgl.
weniger vorgezogen, «die Hntfigl. ohne seitlichen Vor-
sprung.
Die Type (5) von steindachneri stammte aus der
Landschaft Uhehe (südwestlichen Teil von Deutsch-Ost-
afrika). Kürzlich erhielt ich von Herrn Schulinspektor Ertl
ein weiteres prächtiges 5 von Kigonsera aus dem Nyassa-
land zur Ansicht.
Das Hofmuseum erwarb ferner ein Pärchen der Art
von Luebo aus dem Kassaigebiet. Das 5 ist etwas kleiner
(56 mm Vdfigllänge) mit viel schärfer vorgezogenem Apex
der Vdflgl. als sonstige gigas 5. gehört aber zweifellos
dieser Art an.
Das © besitzt SS mm Vdfigllänge; der Saum aller
Flügel verläuft gleichmässig stark wellenförmig, der
Apex der Vdfigl. ist nicht vorgezogen, die Hntflgl. zeigen
zwischen Rippe 3 und 4 (wo beim & der zahnartige
Vorsprung liegt) eine Einbuchtung. Die Fühler, so lang
wie beim 5, besitzen ein weiss beschupptes Basalglied,
wogegen die Fühlergeissel schwarz ist. Die kurzen
Kammzähne derselben erreichen nur die Länge der
(reisselglieder. Das Endfünftel der Geissel zeigt noch
etwas vortretende Gliederenden.
Der Glasfleck der Vdflgl. ist reichlich dreimal so
gross als beim 5, auch der Augenfleck der Hntflgl. ist
beträchtlich grösser und lässt von der kirschbraunen
(Grundfarbe nur einen relativ schmalen Hof bestehen.
Das Abdomen ist noch plumper als jenes des & und
erreicht mit seiner stark abwärts gebogenen Spitze fast
den Analwinkel der Hntilgl.
Ueber aethiopische Saturniiden. 273
3. Athletes semialba Sonthonnax !); Ann. du Labor.
d’Etud. de la Soie.. Lyon XI p. 66 t. 28 £. 2 9 (1904).
Die Art wurde nach mehreren 9, welche von M’Pala
|Tanganjika-See] stammten, aufgestellt.
Kürzlich erhielt ich von Herrn Schulinspektor Ertl
ein frisches & einer Athletes- Art aus Westusambara
zur Ansicht, welches zweifellos das bisher unbekannte
andere Geschlecht von semialba darstellt.
Es unterscheidet sich von gigas 3 sofort durch
geringere Grösse (Vdflgllänge 78, Exp. 130 mm), andere
Fühlerbeschaffenheit und kirschrote Iris des Augenfleckes
der Hntflgl. Die Fühler sind nämlich mit kürzeren
Kammzähnen als bei gigas versehen, wogegen das End-
fünftel der Geissel viel tiefer sägezähnig erscheint. Das
Abdomen ist schlanker als bei gigas, der Apex der Vdilgl.
etwas schärfer (aber nicht so weit vorgezogen wie bei
dem gigas 5 von Luebo), der Saum der Hntflgl. zwischen
Rippe 3 und 4 ebenso stark geeckt. Die weissgraue
Bestäubung des Basalteiles und des apikalen Kostalteiles
der Vaflgl. tritt in gleicher Ausdehnung auf wie bei
gigas. Auch der kleine dreieckige Glasfleck der Vdfigl.
ist von gleicher Beschaffenheit. Das Auge der Hntfgl.
besitzt einen viel grösseren schwarzen Kern (mit schwach
hyaliner Pupille), der darauffolgende gelbe, fein schwarz
eingefasste Ring ist schmäler, die Iris lebhaft kirschrot
(statt lederbräunlich). Auf der Hntflglunterseite geht der
gezackte braune Querstreifen gleichsam durch das Auge,
wogegen er bei gigas das Auge nur aussen streift.
In der Beschaffenheit der Fühler und des Augen-
fleekes der Htflgl kommt semialba der ethra näher als
gigas, das Geäder stimmt jedoch mit letzterer Art,
namentlich in der Ursprungstelle von Rippe 10 der Vdilgl.,
ganz überein und weicht von Ethra sehr ab.
Die Abbildung von semialba @ weist nur die bei
der vorigen Art besprochenen sexuellen Unterschiede
gegenüber dem vorliegenden & auf.
2. Nudaurelia dione-venus n. subsp. 8%.
Eine Anzahl gezogener Stücke aus Deutsch-Ostafrika
von Kigonsera und Ukerewe, welche ich durch Herrn
!) Zweifellos wurde diese Art auch in der bei N. 2 an erster
Stelle genannten Publikation zuerst beschrieben.
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1905.
274 H. Rebel.
Kreisschulinspektor Ertl zur Begutachtung erhielt, lässt
sich mit keiner der zahlreichen beschriebenen Formen
aus der dione-Gruppe vereinen.
Bezüglich der Gattungszugehörigkeit will ich nur
bemerken, dass die langen Vorderschienen (wie bei dione)
unbewehrt sind und die weiblichen Fühler nur sehr kurze
Sägezähne besitzen.
Die vorliegende neue dione-Rasse ist durch ihre
bedeutende Grösse, stark geschwungenen Saum der Vdflgl.
des 5 und intensiv rosenrote Färbung der Kostalhälfte
der Hntflgloberseite von allen beschriebenen dione-Formen
ausgezeichnet. Die Grundfarbe ist ein lebhaftes, helles
Ockerbraun, an dem fast alle Körperteile teilnehmen, nur
die Schienen und Tarsen sind mehr graubraun. Die
Vdflgl. zeigen beim 5 einen stark : geschwungenen Saum
a
- (wie ihn ähnlich Nudaurelia anthina Karsch & besitzt),
wodureh die Flügelspitze stark vortritt. Beim 9 erscheint
der Saum unter dem Apex viel schwächer eingezogen,
aber immerhin noch stärker als bei dione-Stammform
in beiden Geschlechtern. Das Glasfeld und die Quer-
streifen der Vdflgl. sind wie bei dione beschaffen. Ersteres
ist beim 2 w enigstens doppelt so gross als beim 5. Von dem
basalen “(starkgezackten) Querstreifen ist nen nur
die äussere violettgraue, sehr schwache und verwaschene
Begrenzung wahrzunehmen, der äussere graue Querstreifen
ist deutlich. nach einwärts schmal violettgrau begrenzt,
am Vorderrande selbst liegt aber basalwärts von ihm
ein breiter violettgrauer Wisch. Das ockerbraune Saum-
feld lässt kaum die Spuren einer grauen Wölkung er-
kennen.
Die Hntilgl., deren Vorderwinkel beim & sehr spitz
vortritt, zeigen ein wie bei dione beschaffenes, nur viel-
leicht etwas kleineres Auge, hinter welchem die schwach
geschwungene äussere Querlinie verläuft. Von der basalen
Querlinie sind auch hier nur schwache Andeutungen vor-
handen. Die ganze Basalhälfte der Hntflgl. ist vom Vor-
derrande angefangen bis unterhalb des Augenfleckes in
beiden Geschlechtern lebhaft rosenfarben, so dass die
ockerbraune Grundfarbe nur längs des Innenrandes er-
halten bleibt. Das breite zeichnungslose Saumfeld zeigt
wie bei der Stammform die reine Grundfarbe. Auch die
Unterseite ist vorwiegend licht rosenfarben, namentlich
Ueber aethiopische Saturniiden. 275
auffällig in der breiten Basalhälfte der Hntfigl., in der
Saumhälfte mit ockerbraunen Quer- und Randbinden.
Vdflgllänge 69—75 mm, Exp. 115— 123mm. Typen
befinden sich in der Sammlung Ertl (59) und im k.k.
Naturhistorischen Hofmuseum in Wien (SQ).
18*
276 R. Pfitzner.
Zwei neue Hepialiden aus
Süd-Amerika.
Von
R. Pfitzner, Pastor, Sprottau.
1. Phassus eldorado, n. sp.
Grösse 53 mm. Die kleinste mir bekannte Phassusart.
Thorax ockerbraun, Hinterleib rötlich ockergelb. Vaflgl.
mit scharf sichelförmiger Spitze. Die Zeiehnungsanlage
entspricht im allgemeinen derjenigen von Ph. shamyl, dem
die neue Art am nächsten zu stehen scheint, aber die
Grundfarbe der Vdflgl. ist nicht braun, sondern lebhaft
soldglänzend.. Wie bei shamyl steht eine Makel im
Mittelfeld und eine Reihe von 4 kleinen vor den Vorder-
rand, sie sind von hellerer Goldfärbung als der Grund
(silbergold). Vor dieser Fleckenreihe, etwa bei ?/; des
Vorderrandes, von der Wurzel aus gerechnet, beginnet
eine 2 mm breite matt fleischfarbene Querbinde parallel
dem Aussenrand; ein ebensolcher goldbraun unterbrochener
Fleck steht im Apex, drei andere ebenfalls braun durch-
setzt am Vorderrand zwischen Wurzel und Querbinde.
Ein matt fleischfarbiger Wisch läuft am Innenrand von
der Wurzel bis zum Ende der Querbinde, mit dieser die
bekannte triangulare Hepialidenzeichnung mehr andeutend
als darstellend. Die Htflgl. sind im Aussenteil lebhaft
rötlich ockergelb, im Innenteil matter, dunkler, halb
durehsichtig.
Aus Venezuela (Merida) ein $ in meiner Sammlung.
Ich nenne diese schöne goldglänzende Art nach dem
sagenhaften „Mann von Gold“ (el dorado) der in der-
selben (Gregend heimisch war.
2. Triodia remota n. sp. Der Triodia lucicola Mssn.
nahestehend (vgl. Weymer und Maassen Lepidopt. ges.
von Alfons Stübel, Seite 137 und Tfl. IV, 16). Vielleicht
sind remota, sowie lucicola nur locale Varietäten von
Tr. monticola Mssn. (ebendas S. 136, Tfl. IV, 14).
DD
-]
1
Zwei neue Hepialiden aus Süd-Amerika.
Grösse 45—46 mm. Körper sehr lang (23—25 mm)
und schlank, dunkelbraun, Fühler lang (”—Smm). Vafigl.:
Grundfarbe dunkel ockerbraun, heller marmoriert, die
langen Franzen gescheckt. Die Zeichnungsanlage nähert
sich der von H. sylvinus, die triangulare Zeichnung ist
hell fleischfarbig, breit, kräftig, stark dunkel eingefasst.
Parallel mit dem Aussenrand läuft eine doppeite Reihe
feiner unregelmässiger Ringe, die im Apex teilweise
silbern gekernt sind. Hntflgl. hell oekerbraun, nach der
Wurzel zu schwächer bestäubt, Franzen einfarbig ocker-
braun. Unterseite: hell ockerbraun.
Von Challabamba, Peru, in einer Höhe von 13400
Fuss durch Herrn Rolles Sammler Schultz entdeckt.
Typen (2 Stück, davon eins sehr abgeflogen) in meiner
Sammlung.
Eine neue Localvarietät von Araschnia prorsaL.
Von
R. Pfitzner, Pastor, Sprottau.
Araschnia prorsa, var. schultzi, n. subsp.
Bei der Oberförsterei Obornik (Posen) fing ich im
Sommer 1902 drei Stück von A. prorsa, welche über-
einstimmend dieselbe Abweichung zeigen. Die durch-
gängig kleinen, 52—55 mm messenden Stücke zeichnen
sich durch auffallendes Zurücktreten der weissen Zeich-
nung aus. Auf den Vdilgln. ist die unterbrochene Mittel-
binde nicht weiss, sondern ähnlich wie bei v. porima ge-
färbt, auf den Hntflgl. ist bei dem einen Stück die Binde
noch als äusserst schmale, dunkelgelbe Strieme erkenn-
bar, bei den 2 andern fehlt sie oben ganz unter gleich-
zeitiger Reduction der roten Randzeichnung, welche in
einem Fall ganz verschwindet: dieses Stück hat also ein-
farbig schwarze Hntflgl. Die Unterseite zeigt die weisse
Zeichnung durchweg erhalten, aber höchstens in halber
Breite, verglichen mit normalen Stücken.
Ich nenne diese bisher unbeschriebene Localform
nach dem verdienstvollen Entomologen, Herrn Pastor
Oscar Schultz in Hertwigswaldau, Kreis Sagan.
278 K. Uffeln.
Ein Zwitter von Saturnia pavoniaLl.
Von
K. Uffeln. (Hamm.)
Am 13. Mai 1903 sah ich zu Hagen (Westf.) gelegent-
lich eines Waldspazierganges in die herrliche Umgebung,
auf der sogenannten „Halle“ ein anscheinend frisch ge-
schlüpftes Männchen von pavonia am Fusse eines Baum-
stammes sitzen.
Bei der Häufigkeit des Tieres beachtete ich dasselbe
zunächst gar nicht und ich wollte schon meinen Weg
fortsetzen, als ich dennoch halb mechanisch näher heran
trat und das Tierchen veranlasste an meinen vorge-
haltenen Finger zu kriechen. Erst jetzt bemerkte ich zu
meiner grossen Überraschung, dass ich als schöne Selten-
heit einen Zwitter dazu ein ganz reines Stück von pavonia
erbeutet hatte und meine Freude war um so grösser, als
ich schon im Begriffe gestanden hatte, das Tierchen „auf
Nimmerwiedersehen“* unbeachtet am Stamme sitzen zu
lassen.
Man sieht auch hieraus wieder wie gut es ist, sich
jeden Fund in freier Natur genauer anzusehen. —
Das Stück hat die Grösse eines gut entwickelten nor-
malen 5; die linke Seite ist etwas stärker, wie die rechte;
denn während der linke Vdflgl. 3,2 cm lang und 1,7 cm
breit, der linke Hntfigl. 2,3 cm lang und 1,9 cm breit ist,
sind die entsprechenden Maasse der rechten Seite nur
3,lem und 1,5 em bezw. 22 cm und 1,8 em:
Der linke Fühler ist weiblich, der rechte männlich.
Die Grundfärbung aller Flügel ist im Allgemeinen die
eines normalen &, doch ist nur der rechte Hntfgl. auf
der Oberseite ohne jede Abweichung vom männlichen
Typus; alle übrigen Flügel zeigen oberseits ein Gemisch
der Farben beider Geschlechter. Am stärksten abweichend
bezw. sich der Färbung des 9 nähernd, ist der linke
Ein Zwitter von Saturnia pavonia. L. 279
Hntflgl., da auf ihm das Weiss des weiblichen Typus in
der Umgebung des Auges ganz deutlich und in weiterer
Ausdehnung hervortritt; der Aussenrand dieses Flügels
ist orange und grau gescheckt.
Die schwarze Randbinde der Hntfigl. ist nieht wie
bei den mir vorliegenden normalen Stücken der Art bei
Rippe 6 unterbrochen, sondern läuft fast in gleicher
Breite und Deutlichkeit bis zum Vorderrande.
Auf der Unterseite entsprechen die Vafigl. im All-
gemeinen sowohl in der Grundfarbe als auch im Ver-
laufe der Zeichnung denen eines normalen 5, nur ist
der graue Ton im Apex, namentlich auf dem linken Flü-
gel, weiter ausgedehnt und mehr verdunkelt.
Die Hntfiglunterseite kommt der eines normalen 9
am nächsten, doch tritt das Weiss nicht so deutlich her-
vor, weil es hier und da von hineinspielenden lebhafteren
rötlichen Farbentönen des männlichen Typus gemildert
wird.
Die beiden Hntflgl. sind auf der Unterseite unter
einander viel ähnlicher als oberseits, ja sie würden sich
vollkommen gleichen, wenn nicht auf dem linken parallel
mit dem Innenrande ein wenig deutlicher grauer Wisch-
streif verliefe.
Die Behaarung des Basalteiles des linken Vdilgl.
ist oberseits lang wie beim 5, während der rechte \Vdilgl.
die geringe Behaarung eines normalen 5 besitzt. Die
Behaarung des Leibes zeigt in der Färbung ein Gemisch
beider Geschlechter, der Leib selbst ist von dem eines
normalen & nicht verschieden. Uber den Bau und et-
waige Abnormitäten der Sexualorgane habe ich keine
näheren Beobachtungen machen können.
280 Zur Kenntnis der Eupithecien-Eier.
Zur Kenntnis der Eupithecien-Eier.
Von |
Dr>M( Draudt:
(Hierzu Tafel III—VIIl.)
Es wäre ein müssiges Beginnen, wollte man die
Eier der Eupithecien einfach nach ihrem makroskopisch
erkennbaren Aussehen beschreiben; da sehen alle mehr
oder weniger gleich aus. Auch die Farbe lässt im Stich.
Bei der im allgemeinen hier sehr kurzen Dauer des Ei-
zustandes (3—-8 Tage ist der Durchschnitt) wechselt die
Farbe schnell, bei sinuosaria Ev. z. B. täglich. Welche
Färbung soll man dem Ei also zusprechen? Einige
wenige Eier bieten ja allerdings auffallende Verschieden-
heiten der Form, wie das tenuiata- oder debiliata Ei,
die man danach wohl erkennen könnte; allein die über-
wiegende Mehrzahl sieht doch äusserlich so gleich ge-
formt aus, dass nichts damit anzufangen ist.
Nimmt man aber das Mikroskop zu Hilfe, so staunt
man über dieVerschiedenartigkeit der Skulpturverhältnisse,
wenn sich auch eine typische Grundform darin stets
wiederholt. Allerdings muss hier die Vergrösserung eine
starke sein. 20—50fache lässt noch nicht erkennen, wie
die Textur sieh verhält, das feinere wird jedenfalls erst
bei 100- und mehrfacher Vergrösserung ganz klar.
Die Möglichkeit, im Folgenden eine Reihe von
Eupithecien-Eiern bezüglich der Skulptur ihrer Schalen-
haut beschreiben und den grösseren Teil von ihnen ab-
bilden zu können, habe ich unserem grossen Meister der
„Kleinsten“, Herrn Karl Dietze in Jugenheim zu
danken, der mir nicht nur die Anregung zu dieser Arbeit
gab, sondern auch den weitaus grössten Teil des not-
wendigen Materiales dazu in meine Hand legte. Als er
seinerzeit mit der Frage an mich herantrat, ob ich nicht
E - M. Draudt. 281
Lust hätte, ihm eine „Bürde* abzunehmen, da er zur
Zeit nicht imstande sei, seine mit vielem Hoffen aufge-
stapelten Eupithecien-Eier selbst bearbeiten zu können,
schlug ich mit Freuden ein, um so lieber, als ich selbst
seit einer ganzen Reihe von Jahren mich fast ausschliess-
lich mit dem Studium dieser interessanten Gruppe be-
schäftigt habe.
Bezüglich der zur Untersuchung zugesandten Prä-
parate schrieb mir Herr Dietze, dass sie zu denVorarbeiten
einer von ihm geplanten, aber durch eingetretenes Krank-
sein leider nicht durchführbaren Monografie der Eupi-
thecien gehört hätten. Als Beispiel für die Schwierig-
keiten und die Menge der aufgewandten Arbeitszeit, die
nötig war, diese Eier zusammen zu bringen, lasse ich
eine Stelle aus einem seinerzeit an mich gerichteten
Briefe folgen: „Allein um santolinata Mab. zu erhalten,
war eine Reise dem Mittelmeer entlang nötig, bei +28 R.
Ubernachten in Narbonne, Fundplätze suchen, Futter
mitschleppen, damit heimreisen, Ersatzpflanzen ausfindig
machen, die Räupchen bis November pflegen, das Schlü-
pfen überdauern, von den wenigen Faltern ein Pärchen
zum Eier legen ausscheiden, den Erfolg des gelungenen
Experimentes in Formalin legen; das alles für ein einziges
Präparat! Auch die Beschaffung des subeiliata Bies und
mancher anderer, vermutlich noch nicht beschriebener
erforderte viel Zeit und Mühe“. Wir wissen ja alle aus
seinen zahlreichen in dieser Zeitschrift im liebenswürdig-
sten Erzählerton niedergelegten „Beiträgen“, mit welch
freudigem Sammeleifer er stets unserer Wissenschaft
diente! Nicht allein viel köstliches Material habe ich
ihm zu danken, sondern auch die Ermöglichung mehrerer
Tafeln durch seine freigebig unterstützende Hand, wofür
ihm nochmals an dieser Stelle ganz besonders herzlicher
Dank ausgesprochen sei! Ohne die Abbildungen hätte
die ganze Arbeit überhaupt keinen Sinn gehabt. Die
Liehtbilder können allein sagen, was ellenlange Be-
schreibungen nicht vermögen.
Ich will an dieser Stelle gleich voraus schicken,
wie ich die Aufnahmen zu den beigegebenen Tafeln an-
gefertigt habe. Zur Verwendung kam ein mikrophoto-
graphischer Apparat von Ernst Leitz in Wetzlar. Nach
langen Vorversuchen endete ich bei 170facher Ver-
grösserung als oberster Möglichkeitsgrenze für so stark
282 Zur Kenntnis der Eupitheeien-Eier.
gewölbte Objekte mit relativ ganz erheblichen Niveau-
differenzen. Nimmt man stärkere Vergrösserungen, so
bekommt man kein einigermassen ausgedehntes scharfes
Bild mehr, was unbedingt erforderlich scheint, um einen
(resamteindruck entstehen zu lassen.
Die Schwierigkeit bei so starker Vergrösserung mit
auffallendem Licht zu arbeiten, wurde mittels eines so-
genannten Opak-llluminators gelöst, einer Vorrichtung,
die es gestattet, das Objekt von oben her durch das
Objektiv hindurch zu beleuchten.
Die Eier selbst konnten nur zum kleinen Teil lebend
frisch zur Untersuchung kommen; sie lieferten natürlich
die besten Bilder und eigneten sich allein zum genaueren
Studium. Für liebenswürdige Mithilfe bei Beschaffung
derselben bin ich unter anderen Herrn Dr. Unterberger
und Herrn Stringe-Königsberg, Herın Dr. Speiser-
Bischofsburg, ganz besonders aber Herrn Rudolf
Klos-Stainz, zu Dank verpflichtet. Namentlich der
letztere hat mit unermüdlichem Eifer lebendes Eier-
material hergesandt!
Die Mehrzahl der übrigen Eier war in Formalin oder
Alkohol aufbewahrt. In nassem Zustande kann man sie
nicht photographieren, dabei resultieren so viel störende
Reflexe von all den glänzenden und irisierenden kleinen
Feldern, dass an eine Aufnahme nicht zu denken ist.
Mittels eines umständlichen und langdauernden Ver-
fahrens mussten sie daher zunächst trocken gemacht
werden, ohne dabei einzufallen. Hier bin ich besonderen
Dank Herrn Conservator G. Künow schuldig, der mich
jederzeit aus dem unerschöpflichen Schatze seiner Er-
fahrung aufs liebenswürdigste unterstützt hat. Eine
weitere Anzahl von Eiern wurde nach dem Vorgange
Dietzes aus den aufgeweichten Leibern herauspräpariert.
Die meisten dieser Objekte sind allerdings leider zur
photographischen Aufnahme nicht zu brauchen gewesen,
weil nur hier und da an einer Stelle die Skulptur ein-
wandsfrei zu sehen war, so dass ein Übersichtsbild nicht
zu stande gekommen wäre Andrerseits wurden die
Leiber einer Reihe z. Teil sehr wertvoller Arten, deren
Uberlassung ich besonders der Freundlichkeit von Herrn
Tancre verdankte, vergeblich geöffnet: entweder waren
überhaupt keine Eier mehr vorhanden, oder aber die-
selben waren noch nicht weit genug entwickelt. Einige
M. Draudt. 283
wenige ergaben dagegen ganz brauchbare Bilder. Als
Lichtquelle diente eine Auerlampe. Ich benutzte ortho-
chromatische Agfaplatten bei einer Expositionsdauer von
12 Minuten. Die Messungen nahm ich vor mit einem in
U, mm geteilten Objeetmikrometer, den ich mehrfach
photographierte um möglichst exacte Resultate bei der
stets gleich sein sollenden Vergrösserung zu erhalten.
Ich möchte an dieser Stelle noch darauf hinweisen,
dass die Lichtbilder am besten mit einer guten Lupe zu
betrachten sind; die prächtige Reproduktion mittels
Photogravüre lässt das ohne weiteres zu und um manche
feinere Einzelheiten zu erkennen wird es direct not-
wendig, so bei den Mikropylbildern auf Tafel VII.
Uber die Anatomie des weiblichen Hinterleibes kann
ich hier nicht näher eingehen, das führt weit über meine
eigentliche Aufgabe hinaus, ist auch schon oft und aus-
führlich an anderen Orten behandelt worden. Aber über
die Bildungsstätte des einzelnen Eies, die Eikammer,
muss ich mich doch kurz auslassen, um für die Ent-
stehung der eigenartigen Skulptur der äusseren Eihülle,
des sog. Chorion, eine Erklärung geben zu können.
Während ältere Autoren das Chorion direet aus
umgewandelten Epithelzellen entstehen liessen, haben
zuerst Leydig !), Kölliker?) und andere ausgesprochen,
dass in der Chorionskulptur die Abdrücke der die
Schalenhaut absondernden Epithelzellen wiedergegeben
seien. 18837 hat Korschelt?) zum ersten Mal die Ent-
stehung des Chorions eingehender studiert und sicher
nachgewiesen, dass die Schalenhaut als cuticulares Ab-
scheidungsprodukt der Eikammerzellen entsteht.
Die letztgenannten Zellen stellen eine einfache
Schicht grosser, ziemlich flacher Epithelzellen von poly-
gonaler Grundform dar, die die Innenwand eines Hohl-
raumes auskleiden, der seiner Gesamtform nach der
Form des Eies entspricht. In ihm liegt das junge Ei,
von einer früher oder später „erhärtenden Rindenschicht“
des Dotters, der Dotterhaut, umgeben. Mag diese sich
!) Lehrbuch d. Histologie 1857 p. 547.
2) Untersuchungen zur vergleichenden Gewebelehre. Vhdl. d.
phys. med. Ges. zu Würzburg 1858.
3) Zur Bildung der Eihüllen, der Mikropylen und Chorion-
anhänge bei den Insekten. Nova Acta d. Kais. Leop.-Carol. Akad.
Bd. LI. No. 3.
7
284 Zur Kenntnis der Eupithecien-Eier.
nun an der Peripherie der Dottermasse als heller Saum
bereits differenziert haben, oder noch nicht, — auf sie
lagert sich das als plastischweiche Masse abgeschiedene
Chorion ab. Zugleich mit der Zunahme dieser Secretion
erfahren die Epithelzellen eine bedeutende Abflachung,
als Beweis, dass sie das Material für die Bildung des
Chorions hergeben.
Die mehr oder weniger complizierte Felderung auf
der Oberfläche der so gebildeten Schalenhaut erklärt
sich zwanglos aus der Form und Oberfläche der Epithel-
zellen: was die letzteren als Positiv darstellen, das
spiegelt sich gewissermassen im „Negativ“ der Chorion-
skulptur wieder. Am klarsten stellt man sich die Ver-
hältnisse vor, wenn man ein einfach skulpturiertes und
doch charakteristisches Ei wie etwa das dodoneata Ei
(ef. Taf. VII Fig. S) heranzieht. Bei dieser Art muss dann
die Innenwand des Eifaches mit Epithelzellen ausgekleidet
sein, die lauter kleine 6 seitige Pyramiden darstellen. Um
ein anderes, recht plausibles Bild zu wählen: die Waffel
im Waffeleisen! Daran erinnert entfernt die etwas in die
Länge gezogene Textur des vulgata Eies (Taf. V Fig. 2).
Je mehr sich dann die Ecken der in der Grundform
polygonal angelegten Eikammerzellen zipfelig ausziehen,
die Seiten derselben wellige Formen annehmen, um so
complizierter wird das Aussehen der Zelle und damit des
von ihrer Oberfläche abgesonderten Chorion.
Die Höhe der Leisten auf dem letzteren kommt da-
durch zustande, dass einerseits die Secretion von Outieular-
substanz an den Zellgrenzen überhaupt eine stärkere ist,
als an der freien Oberfläche der Epithelzellen, andrer-
seits liefern auch die am Rande nicht dicht aneinander
schliessenden,. sondern sich trichterförmig erst in einiger
Tiefe berührenden Seitenwände der Zellen plastisches
Material. Hat schliesslich die Schalenhaut die nötige
Stärke erreicht, so ziehen sich die mittlerweile stark ab-
geflachten Zellen von der Eioberfläche zurück und das
junge Ei ist zur Ausstossung und Befruchtung reif.
Betrachten wir nun zunächst die Besonderheiten,
die die Eier im Genus Eupitheeia im allgemeinen auf-
weisen. Bezüglich der äusseren Form ist zu sagen, dass
dieselben zu den seitlich symmetrischen, nahezu eylin-
drischen Eiern gehören. Oberflächlich betrachtet würde
man einige für eylindrisch halten können, sie sind aber
M. Draudt. 285
nicht vollkommen radiär gebaut, d. h. es giebt bei ihnen
nur einen einzigen Längsschnitt, der das Ei in zwei
gleiche Hälften teilt, und. dieser steht senkrecht auf zwei
einander gegenüberliegenden Flächen, die sich durch
ihre Krümmung mehr oder minder von einander unter-
scheiden. Der Durchmesser, der diese beiden Flächen
verbindet, ist der kleinste. Er nimmt im allgemeinen ab
mit wachsendem Breitendurchmesser des Eies; je breiter
also ein Ei ist, desto flacher pflegt es zu sein. Die Ver-
schiedenheit einer Bauch- und Rückenfläche tritt am
deutlichsten bei den von oben betrachtet sich am meisten
der Kreisforn nähernden Eiern hervor: so kann man bei
actaeata Walderdf. und debiliata Hb. schon bei schwacher
Vergrösserung eine flachere Bauchfläche und eine mehr
gewölbte Rückenfläche wahrnehmen. Diesen Verhält-
nissen entsprechend wird däs Eupitheeien-Ei nicht wie
die wirklich eylindrisch gebauten Eier mit dem einen
Pol angeheftet, so dass es aufrecht steht und die Mikro-
pyle nach oben sieht, sondern es liegt stets mit der
Ventralfläche auf, die Dorsalfläche nach oben gerichtet.
Ich erwähnte eben die Mikropyle und will gleich
auf diese selbst eingehen. indem ich darin im wesent-
lichen der Darstellung von Leuckart'!) folge, dessen
mustergiltige Unter suchung sen in den w esentlichen Punkten
noch heute zu Recht bestehen. Die Mikropylarzone ent-
hält die Öffnungen, die für das Eindringen der Spermato-
zoen in das Innere des Eies bestimmt sind. Sie liegt
bei unserer Gattung am oberen oder vorderen Eipol, d.
h. demjenigen Ende des Eies, das im Mutterleibe nach
der blind geschlossenen Spitze der Eiröhre gerichtet ist,
bei der Geburt zuletzt hervortritt und das Kopfende des
gekrümmt darin liegenden Embryo enthält. Der obere
Eipol steht während der Entwicklung des Eies durch
einen zellreichen Strang mit dem sog. Nährfach in Ver-
bindung, aus dem das junge Ei reiche Zufuhr von
Nahrungsstoff erhält. Mit der zunehmenden Reifung
schieben sich rings von den Seiten her Epithelzellen der
Eikammer vor und schneiden allmälig die Zufuhr ab;
der Zellstrang degeneriert bis das Ei vom mittlerweile
zurückgebildeten Nährfach isoliert und rings von einem
!) Leuckart, Rud., über die Mikropyle und den feineren Bau
der Schalenhaut bei den Insekteneiern. Archiv f. Anat. und
Physiol. 1855.
286 Zur Kenntnis der Eupithecien-Eier.
Zelllager umschlossen ist. Während nun überall die Ei-
kammerzellen eine nur einfache Lage ziemlich flacher
Zellen darstellen, rücken sie am oberen Eipol dichter
zusammen und liegen in 2-3 facher Schicht übereinander.
Dies dichtere Aneinanderrücken hat zur Folge, dass die
Zellen zugleich gewissermassen breit gedrückt werden.
Demgemäss erscheinen sie, und damit die Chorionfelder,
je mehr sie sich dem oberen Eipol nähern, in die Quere
gezerrt. Deutlich werden diese Verhältnisse z. B. durch
die Fig. 4 und 6 auf Tafel VI erläutert.
Von diesen diehter gedrängten Epithelien aus nimmt
nun die Bildung des Mikropylfeldes am oberen Eipol
ihren Ursprung, indem zunächst durch den Druck der
gehäuften Zellen eine mehr oder minder ausgesprochene
kleine Delle entsteht. Während nun auch die eben ge-
nannten Zellen wie die andern plastische Chorionmasse
absondern, rückt bei einer kleinen Zahl, die der Anzahl
der zu bildenden Mikropylkanäle entspricht, der Zellkern
etwas tiefer aus der Reihe der übrigen herab. Die be-
treffende Zelle entsendet alsdann in schräger Richtung
einen protoplasmatischen Fortsatz in die noch weiche
Chorionmasse hinein, der ins Innere des Eies eindringt.
Mit zunehmender Erhärtung der Schalenhaut zieht sich
dieser Fortsatz wieder in die Zelle zurück und der
Mikropylkanal ist fertig!
Die Mikropyle selbst besteht bei den Eupithecien
aus einer wechselnden Anzahl von Kanälen (meist 3—9),
die aus einer gemeinschaftlichen Gentralgrube des vorderen
Poles hervorkommen und in radiärem Verlauf die Ei-
häute durchsetzen. Die Felderung der Chorionoberfläche,
die nach dem oberen Eipol zu, wie bereits erwähnt, in
die Quere auseinandergezogen erscheint, wird mit dem
Näherrücken an die Centralgrube wieder kleinzelliger
und rundlicher, bis sie ganz constant mit einer im Um-
kreis der Centralgrube gelegenen zierlichen Rosette ab-
schliesst, so dass etwa das Bild einer Vergissmeinnicht-
blüte entsteht. Die Centralgrube ist in allen Fällen ge-
schlossen und stellt nicht etwa eine Öffnung dar, sondern
ist meist ziemlich flach schüsselförmig, in anderen Fällen
aber auch tiefer. Sie besitzt meist einen zackigen Rand,
so dass sie nicht selten Sternform annimmt. Jede dieser
Zacken verlängert sich in einen Kanal, der eine kleine
Strecke weit unter der Oberfläche des Chorions hinkriecht,
Ah N.
M. Draudt. 28
|
bis er in einem scharfen Bogen sich nach unten wendet
und mit einer schlitzförmigen Öffnung in den Innenraum
des Eis einmündet. Innerhalb des oben genannten,
vom obersten Chorionfelde gebildeten „Vergissmeinnichts“
umgiebt den Mikropylapparat eine zweite ungleich viel
zartere und deshalb meist recht schwer sichtbare Rosette.
Sie besteht aus einem Kranze lanzettförmiger oder auch
an der Spitze abgerundeter Blätter, die das umbiegende
„Knie‘* der Mikropylkanäle noch um ein Erkleckliches
überragen. Diese Blätter sind in der Art gruppiert, dass
sie den Zwischenräumen zwischen je zwei Kanälen ent-
sprechen. Die Zahl der Blätter ist also mit der Zahl
der Mikropylen übereinstimmend, jedoch nicht ganz con-
stant, indem ein oder das andere Rosettenblatt nicht zur
Ausbildung gelangt ist. (Vgl. z. B. Tafel VII, Fig. 5, wo
bei einer Zahl von 6 deutlich sichtbaren Mikropylkanälen
nur 5 Rosettenblätter vorhanden sind.) Meist ist die
eben besprochene zweite zarte Rosette überhaupt nur
durch das stärkere Liehtbreehungsvermögen ihres Randes
sichtbar, indem sie je nach höherer oder tieferer Ein-
stellung bald silberglänzend, bald schwarz erscheint.
Alle eben besprochenen Verhältnisse werden durch
die Fig. 3 auf Tafel VIII deutlich gemacht. Diese Figur
(Eup. vulgata Hbh.) ist bei sehr viel stärkerer Vergrösserung
gezeichnet. Ein Photographieren ist bei dieser Ver-
grösserung wegen der relativ sehr bedeutenden Niveau-
differenzen natürlich unmöglieh. Fig. 9 auf der gleichen
Tafel stellt ebenfalls den Mikropylapparat von Eupith.
vulgata Hb. dar, gewonnen durch eine Photographie bei
170facher Vergrösserung und zwar eingestellt auf den
stark lichtbreehenden Rand der inneren Rosette, im
Gegensatz zu den anderen auf der Tafel befindlichen
Mikropylbildern. Die sehr viel höher gelegene Um-
randung der äusseren Rosette, auf die bei den anderen
Bildern eingestellt ist, wird dadurch nicht sichtbar.
Der Mikropylpol selbst lässt sich kaum als Unter-
scheidungsmerkmal für die einzelnen Arten verwerten,
denn er ist fast überall ganz gleich gebaut. Auch die
Zahl der Kanäle resp. Rosettenblätter ist nicht mass-
gebend, denn dieselbe schwankt auch bei der gleichen
Art in recht erheblichen Grenzen. Meist sind deren 5
oder 6 vorhanden. Nur selten fand ich weniger oder
mehr: bei dodoneata Gn. ziemlich constant nur 3, bei
238 Zur Kenntnis der Eupithecien-Eier.
virgaureata Dbld. 7—9. Bei den frischen Eiern habe
ich die Mikropyle ganz genau studieren können, bei den
meisten der conservierten Eier dagegen war das Mikropyl-
feld so stark eingefallen und geschrumpft, dass nicht
mehr viel zu erkennen war. Ich habe deshalb das Haupt-
gewicht meiner Untersuchungen zunächst auf die Skulptur
gelegt. über die ich nun noch kurz einige allgemeine
Bemerkungen zu machen habe.
Am häufigsten ist die Chorionoberfläche bedeckt
von grösseren oder kleineren Feldern, deren Umrandung
sich mit mehr oder minder regelmässiger Wiederholung
die 5 oder 6 Eekform zu Grunde legen lässt. Die Ränder
der Felder erheben sich meist zu wallartigen Leisten,
die nicht selten auf ihrem Kamme eine trennende Furche
erkennen lassen (besonders deutlich z. B. auf Tafel VII
Fig. 5 und 3 [Lupe!]. In Breite, Höhe und sonstiger
Bildung zeigen diese Leisten die grössten Verschieden-
heiten und geben dadurch jeder Art ihr ganz bestimmtes
Gepräge. Auch die Fläche der Felder selbst zeigt vieler-
lei Abweichungen in Grösse, Glätte und Aussehen. Häufig
erheben sich auf derselben Körner, oder es entwickeln
sich Gruben, Löcher und Schrunden etc. So ist, um
Beispiele anzuführen, die Fläche des euphrasiata - Eies
(Tafel IV, Fig. 5) absolut glatt. während das orphnata-
Ei (Tafel VI, Fig. 3, 4) ganz besonders stark ausge-
sprochen G rubenbildung zeigt.
Das zunächst skulpturlos aussehende tenulata-Ei,
das durch seine absonderlich gestreckte Form und das
Fehlen jeglicher Felderung überhaupt gänzlich aus dem
Rahmen aller bis jetzt bekannten Eupitheeien-Eier heraus-
tritt, zeigt bei näherem Zusehen eine ganz merkwürdige
Zeiehnung. die durch äusserst feine, stark geschlängelte
parallele Wellenlinien hervorgerufen wird, die in der
Längsriehtung des Eies verlaufen. Oberflächlich be-
trachtet verleihen sie ihm ein ganz fein granuliertes
Aussehen. Bei keinem anderen Eupithecien- Ei habe ich
bisher solche Wellenlinien gefunden.
Von diesem fast glatten Ei werden dann alle Über-
gänge durchlaufen, bis. zunächst die 6 Eckform mit ganz
geraden Seiten als Ausgangspunkt weiterer Texturformen
erreicht ist. Was bei dem, dem tenuiata-Ei am nächsten
stehenden subeiliata - Ei (bei dem durch ganz minimal
angehäufte Granulierung eben ein sechseckiges Mosaik-
ee
M. Draudt. 289
muster zu ahnen ist), erst schüchtern angedeutet wird,
kommt bei den Chloroelystis-Arten schon deutlicher zum
Ausdruck. Noch weiter entwickelt sich die Sechseckform
bei pumilata und erreicht bei dentieulata endlich den
Höhepunkt der Vollendung!. Durch Abrundung der
scharfen Ecken und wellige Aus- und Einbuchtungen der
Leisten kommen dann alle die vielen Formen der anderen
Eier zu stande. Nach ganz anderer Richtung, mit dem
satyrata-, dann massiliata-Ei als Zwischenstufen wird
durch Vertiefen des Bodens schliesslich der dodoneata-
Typus erreicht.
Nebenbei bemerkt geht aus dem bereits gesagten
zur Genüge hervor, dass es keineswegs angängig ist,
etwa versuchen zu wollen, auf Grund der Skulptur-
verschiedenheit der Eischale eine (zweifellos notwendige)
Neuordnung der Eupithecien zu gründen. Unbedingt in
eine Gruppe gehöriges würde weit auseinander gerissen,
umgekehrt weit entferntes und sicherlich nicht zusammen-
gehöriges zusammen geworfen werden. Beispielsweise
müsste dann debiliata Hb. neben immundata Z. stehen,
pumilata käme in die Nähe von denticulata.
Ein Punkt darf bei Besprechung der allgemeinen
Skulpturverhältnisse nicht übergangen werden, das sind
die sog. Porenkanäle. Darunter versteht man Löcher
von grösserer oder geringerer Tiefe, die in das Chorion
eindringen und im wesentlichen dem Luftaustausch dienen.
Ihre ‚Entstehung geht in der gleichen Weise wie die
Bildung der Mikropylkanäle vor sich: durch protoplas-
matische Fortsätze, die von den Zellen des Eifaches aus-
gesandt nach Erhärten der Hülle wieder zurückgezogen
werden. Für gewöhnlich sind die Porenkanäle am
Eupitheeien-Ei nicht sichtbar; nur unter ganz besonders
günstigen Beleuchtungsbedingungen treten sie hervor.
Ich habe sie ausserdem nur gefunden bei den Arten mit
geradlinig begrenzten Polygonen. Hier sitzen sie an den
Kreuzungspunkten auf der Höhe der Leisten und werden
auch nur bei einer ganz bestimmten Einstellung sicht-
bar. Beim geringsten Drehen mit der Mikrometerschraube
verschwinden sie sofort wieder. Bedonders deutlich sind
sie bei sämtlichen Chloroclystis- Arten vorhanden. Die
!) Wie bei dieser Gelegenheit erwähnt sein mag, gleicht das
Ei von Larentia adaequata Bkh. dem von Eup. denticulata Tr. bis
zur Verwechslung!
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1905,
290 Zur Kenntnis der Eupithecien-Eier.
kleinen Grübehen, die sich bei dem etwas schematisiert
gezeichneten sinuosaria-Ei auf Tafel V des vorigen Bandes
dieser Zeitschrift jedesmal an der Stelle vorfinden, wo
3 Leisten zusammenstossen, sind ebenfalls solche Poren-
kanäle. Niemals habe ich bei auffallendem Licht die
letzteren bei Eiern mit welligen Leisten entdecken können.
Bei der Schwierigkeit des Auffindens derselben kann ich
zur Zeit nicht sagen ob sie bei allen Arten vorkommen,
oder ob sie bei einigen fehlen, wie es ja bei vielen
anderen Insekten-Eiern der Fall ist. Schnitte durch das
Ei würden diese Frage entscheiden, ich konnte bisher
nur am castigata-Ei auf diese Weise feststellen, dass
Perenkanäle hier in der Tat vorhanden sind.
Noch ein kurzes Wort über das Verhältnis der
Felder zur (Grösse des Eies. Schon Leuckart sprach den
Satz aus! es gilt als ziemlich durchgreifendes Gesetz,
dass die Texturverhältnisse des Chorions um so com-
plizierter und auffallender werden, je mehr das Ei an
Grösse zunimmt. Dieser Satz trifft im allgemeinen auch
für die Eupithecien-Eier zu. Die kleinsten Eier haben
im Verhältnis die grössten Felder, was deren räumliche
Ausdehnung betrifft, und gewöhnlich auch von relativ
einfacher Form. So beispielsweise das valerianata - Ei,
das kleinste von allen, von dessen grossen Chorionfeldern
nur etwa 9—10 auf die ganze Länge des Eies kommen,
während bei dem erheblich grösseren oxydata-Ei deren
16—17 auf der Eilänge untergebracht sind. Andrerseits
finden wir aber auch relativ kleine Eier mit sehr kleinen
Chorionfeldern von ziemlich complieierter Form, so dass
auch hiersich die Ausnahme von derRegel als gültig erweist.
leh gehe nun zur Beschreibung der von mir bisher
untersuchten Eier über, wobei ich nur bedauern muss,
dass ich noch nicht alles auf einmal bringen konnte.
Namentlich zum Vergleich wichtige Eier wie venosata
und andere fehlen noch. Ich hoffe aber, dass auch diese
mit der Zeit zu erlangen sind und gedenke dann weiter
darüber zu berichten. Insbesondere hoffe ich auch, dass
mit wachsender Ubung die Aufnahmen sich noch ver-
bessern lassen, von denen einige leider manches zu
wünschen übrig lassen!
Die im folgenden angegebenen Masse sind durch-
weg Durchschnittsmasse aus einer grösseren Zahl von
gemessenen Eiern.
M. Draudt. 291
Beschreibungen.
1. gratiosata H. S. Taf. III, Fig. 2. Formalinpräparat.
Längendurchmesser 0,50, Breitendurchmesser 0,35 mm.
Mässig flaches Ei von ausserordentlich characteristischem
Aussehen. Die fast geradlinig begrenzten, ziemlich ge-
streekten, grossen sechseckigen Gruben finden sich mit
Ausnahme des etwas ähnlichen syriacata-Eies bei keiner
anderen Art in dieser Weise wieder. Der Boden der
Gruben ist plan, nicht muldig vertieft, fast glatt, nur
hier und da mit ganz feinen Erhabenheiten besetzt. Die
scharf sich absetzenden Leisten erheben sich unter einem
Winkel von etwa 120°, haben an der Basis eine Breite
von ca. 10 „ (0,01 mm) und enden bei einer Höhe von
schätzungsweise 8 „ (0,008 mm) mit einem Kamme von
0,002 mm Breite, der sich an den Kreuzungspunkten meist
etwas erweitert. Die Gruben haben eine durchschnitt-
liche Länge von !/., mm bei einer Breite von etwa !/,, mm.
Es haben auf der Länge des Eies ungefähr 10—12 solcher
Felder Platz. Die meist 5 blättrige Mikropyle bietet keine
Abweichungen von dem im allgemeinen Teil entworfenen
Bild. Nach Dietze ist die Farbe auffallend safrangelb,
im Formalin war sie zu weiss verblasst.
2. oblongata Thnbg. Taf. III, Fig. 1. Das Ei konnte
frisch untersucht werden, dagegen stammt das etwas un-
scharfe Bild von einem Formalinpräparat. Etwas grösser
als das vorige, 0,57:0,37 mm, wenig abgeflacht. Unter
den nächstverwandten zeigt das oblongata-Ei die stärksten
Ausbuchtungen der sehr unregelmässigen Gruben; diese
sind 3-, 4-, 5- und selten auch 6zipfelig mit zum Teil
sehr lang ausgezogenen, immer gerundeten Zipfeln. Der
dadurch meist sehr schmal gewordene Boden ist nicht
ganz so plan, wie bei der vorigen Art, sondern neigt
schon hie und da leicht zur Muldenform; er ist fast glatt.
Die Leisten erheben sich noch steiler wie bei gratiosata,
sind an der Basis meist etwas schmäler; der Kamm ist;
da die Höhe der der vorigen Art entspricht, fast doppelt
so breit. Er ist nicht so scharfkantig, sondern erscheint
gerundeter. Die Länge der Gruben beträgt im Durch-
schnitt !/ss mm; ein Breitenmass ist wegen der ausser-
ordentlich wechselnden Länge der besonders in der Quer-
richtung entwickelten Zipfel ohne Wert. Die}, Gruben-
länge beträgt etwa !/,—!/ı; der gesamten Eilänge. Das
192
299 Zur Kenntnis der Eupitheeien-Eier.
Ei ist zuerst weisslich, färbt sich bald dottergelb, dann
bräunlich grau.
3. brevieulata Donz. Das aus dem Hinterleib eines
y herauspräparierte wenig gut erhaltene Ei steht in seiner
Skulptur etwa in der Mitte zwischen oblongata und
artemisiata. Die Figuren, im Durchschnitt etwas grösser
als bei erstgenannter Art, sind schlanker als bei artemisiata,
die Böden der Gruben etwas flacher. Masse kann ich
natürlich bei den in dieser Weise gewonnenen Präparaten
nicht geben, dazu sind sie zu stark verändert.
4. gueneata Mill. Taf. III, Fig. 4 Formalinpräparat.
Längendurehmesser 0,50. Breitendurehmesser 0,35 mm.
(rleiche Form und Grösse wie gratiosata. Ebenso wie
dieses nur mässig abgeflacht. Die Gruben haben im all-
gemeinen die gleiche Raumausdehnung wie bei der zum
Vergleich herangezogenen Art. Einzelne sind wohl etwas
breiter. Der Boden derselben ist nicht mehr als ganz
plan zu bezeichnen, sondern neigt zu flacher Muldenform;
er ist nur hie und da mit ganz feinen Vertiefungen, die
bisweilen Schrundenform annehmen, besetzt. Die Leisten,
die an der Basis eine Breite von 15 „ aufweisen, sind
kräftig entwickelt, gehen aber nicht so steil in die Höhe
wie bei den bisher besprochenen Arten, sondern unter
geringerer Neigung. vielleicht mögen es 140 -- 150° sein.
Sie sind «dabei nicht glatt, sondern von zahlreichen feinen
vertical gestellten Furchen durchzogen. sodass der Kamm
nicht durchweg als gerade Linie erscheint, sondern, wo
die Rinnen bis zu ihm hinaufreichen, zeigen sich wellige
Einbuchtungen, wie es namentlich im unteren Teil der
Abbildung ganz deutlich zu sehen ist. Die Form der
Leisten steht etwa in der Mitte zwischen gratiosata und
oblongata. zeigt mässige wellige Aus- und Einbuchtungen,
so dass mehrzipfelige Figuren entstehen. Dabei sind die
breit gerundeten Zipfel mehr in der Längsrichtung des
Eies entwickelt. Der Kamm der Leiste ist breiter als
bei gratiosata, etwa 4+—5 „. Die Länge der Gruben be-
trägt im Durchschnitt !/,, mm, die Breite 1/, mm. Die
Mikropyle, meist 5 blätterig, entspricht durchaus dem
allgemeinen Bild. Die Farbe ist weisslich.
5. syriacata Stgr. Taf. III, Fig. 3. Das aus dem
Abdomen herauspräparierte Ei zeigte sich so gut er-
halten, dass eine ziemlich brauchbare Photographie ge-
wonnen wurde, die den Beweis zu liefern scheint, dass
M. Draudt. 293
das syriacata- Ei vom vorigen anatomisch verschieden
gebaut ist. Es würde also meines Erachtens eine gute
Art vorliegen, wie ja auch Staudinger in seiner ersten
Beschreibung annahm. Das Ei steht durch die gerade
gestreckte Richtung seiner Leisten dem gratiosata-Ei recht
nahe, sehr verschieden von den buchtig gelappten Figuren
der gueneata. Auch Breite und Höhe der Leisten stimmt
genau mit gratiosata überein, ebenso wie der plane, fast
glatte Boden der Gruben. Die Form der Gruben ist im
grossen ganzen eine etwas kürzere, gedrungenere, sonst
kann ich keine Unterschiede von Bedeutung feststellen.
(renaue Masse zu geben, unterlasse ich natürlich aus
vorher genannten Gründen. Ubrigens will ich an dieser
Stelle bemerken. dass ich aus dem Hinterleib heraus-
präparierte Eier oftmals genau mit lebenden und in
Formalin «conservierten Eiern, wo mir solche von der
gleichen Art zur Verfügung standen, verglichen habe
und stets dabei fand, dass die allgemeine Form der
Figuren immer erhalten bleibt. Es wäre ja auch schwer
denkbar, dass wellige Leisten bei etwaigem Schrumpfen
des Eies sich in gerade sollten verwandelt haben, sie
könnten doch höchstens noch buchtiger werden!
6. linariata :8.V.) F. Taf. Il, Fig. 5. Formalin-
präparat. 0.50:0,55 mm. Das verhältnismässig grosse
Ei ist fast gar nicht abgeflacht. Die 3-, 4- und mehr-
zipfeligen Figuren sind im Verhältnis zur Grösse des
Eies relativ klein, es gehen etwa 16—18 auf die Länge
des Eies. Die Ausdehnung der Grübehen beträgt etwa
Ua: !/0 mm. Dass die Zipfel immer abgerundet wären,
wie Dietze Bd. XIII dieser Zeitschrift pag. 322 sagt, kann
ich nieht durchweg finden; es kommen doch hier und da
recht scharfe, spitzwinklige Ecken vor. Der Boden der
Gruben ist im allgemeinen muldenförmig, so dass die
aufsteigenden Leisten an der Basis sich nicht sehr scharf
absetzen, sondern meist unter sanfter Biegung in den
Boden übergehen. Die Basis der Leisten ist infolgedessen
schwer abzuschätzen, sie mag etwa S „ betragen. Die
Leiste schliesst oben mit einer scharfen Kante von etwa
2 « Breite ab. An den Kreuzungspunkten tritt stets
eine deutlich sichtbare Verbreiterung auf. Die Farbe ist
weisslichgelb. Die Mikropyle (Taf. VIII, Fig. 10) ist be-
sonders zierlich gebaut. Zwischen den 6 Mikrop,ylkanälen
erhebt sich an der Basis der inneren Rosettenblätter
294 Zur Kenntnis der Eupitheeien-Eier.
noch je eine knopfartige Erhöhung, die auf der Ab-
bildung fast den Eindruck einer Vertiefung macht. Die
besonders grosse Oentralgrube stellt einen sechsstrahligen
Stern dar, von dessen Zipfeln aus die Kanäle ihren Ur-
sprung nehmen.
7. pyreneata Mab. Formalinpräparat. Das Ei dieser
und der folgenden Art muss von sicherer Herkunft aus
noehmals genauer studiert werden. Die von Dietze Bd.
XIII p. 322 gegebene Beschreibung deckt sich nicht ganz
mit dem, was ich fand. Vor allem gehört umfangreicheres
Material dazu, denn es scheinen individuelle Verschieden-
heiten in besonders ausgedehnter Weise vorzukommen.
Ich fand das pyreneata-Ei sehr ähnlich dem von
pulchellata. 0,50:0,37. Die Umrandung der wie dort
ziemlich tiefen Grübchen feiner und schärfer, überall
scharfeckig, nirgends gerundet. Die Grübchen neigen
hie und da zur Querform wie bei liguriata Mill.
8. pulchellata Stph. Taf. III, Fig. 6. Formalin-
präparat. 0,50:0,37. Das gleiche, was eingangs der
Beschreibung der vorigen Art gesagt wurde, gilt auch
hier. Die Umrandung der tiefen, wie „hinein gestichel-
ten“ Grübchen würde ich fast für breiter halten als bei
pyreneata, wenigstens bei dem einzigen zur Verfügung
stehenden Exemplar. In ihrer Form stehen die Gruben
dem absinthiata Typus recht nahe; meist sind sie von
ziemlich gerundetem Umriss, eher etwas in der Längs-
richtung ausgezogen im Gegensatz zur vorigen Art, zu
3—6 meist ziemlich scharfeckigen, aber auch hie und
da gerundeten Zipfeln ausgezogen. Diese Zipfel sind
stets kurz, niemals zeigen sie eine bedeutendere Längen-
entwicklung. Der Hauptunterschied vom pyreneata -Ei
scheint mir in der Form des Bodens der Gruben be-
gründet zu sein. Dort haben wir noch Muldenform, wie
sie etwa das Bild des liguriata - Eies zeigt, hier ganz
deutlich Triehterform ohne entwickelte Bodenfläche, wie
sie noch stärker ausgesprochen der bereits herangezogene
absinthiata Typus darbietet. Es ist kein gerundeter
Triehter, sondern wir nähern uns bereits der Hohlpyramide,
indem von den Ecken aus deutliche geradlinige „Rinn-
sale“ zur Spitze des Trichters herabführen. Die Breite
der Leisten muss demnach eine sehr beträchtliche sein,
denn wir messen von einer Trichterspitze zur benach-
barten herüber und bekommen so im Durchschnitt 1/;, mm!
ra TE ZA
M. Draudt. 295
Mit der gleichen Zahl ist also zugleich die Breitenaus-
dehnung einer Grube im Durchschnitt wiedergegeben,
während die Länge nur wenig grösser, etwa Yo —\/3o mm
ist. Wenn man den Winkel, unter dem die Leisten an-
steigen, etwa 150° sein lässt, so würde die Höhe der-
selben, wenn der Kamm 24 breit ist, etwa 5 „ be-
tragen. Bei der Kleinheit der Gruben finden etwa 20—22
auf der Eilänge Platz: mit ganz wenig Ausnahmen hat
das pulchellata-Ei im Verhältnis zu seiner Grösse die
kleinsten Gruben. Die Farbe ist weisslichgelb, später
dottergelb.
9. (?)liguriata Mill. Taf. III, Fig. 7. Das einzige,
nicht sehr gut erhaltene und dazu seiner Herkunft nach
etwas fragliche Ei steht dem pyreneata-Ei nahe. Grösse!
0,50:0,35 mm, wenig abgeflacht. Die weit offenen und
grösseren Gruben sind auffallend stark in der Querrich-
tung des Eies auseinandergezogen. Sie zeigen wenig
entwickelte rundliche Ausbuchtungen. Die Bodenfläche
ist nicht plan, aus der Muschelform erheben sich sanft
aufsteigend und nicht abgesetzt die Leisten bis zum
ziemlich scharfen Kamme. Der Boden ist nicht glatt,
sondern mit zahlreichen ausgesprochenen Unebenheiten
besetzt. Die Ausdehnung der Gruben in der Längs-
richtung beträgt etwa U, in der Breite !/;,;, mm. Die
Leisten sind auf der Kammhöhe etwa 2. breit. Auf
dem Bilde sind sie z. T. zu stark vom Licht überflutet,
sehen deshalb breiter aus.
10. irriguata Hb. Das einzige aus dem Abdomen
eines Weibchens herauspräparierte Ei ist recht schlecht
erhalten. So viel sich daraus sehen lässt, erinnern die
verhältnismässig grossen und weiten Gruben in ihrem
Boden und Rand an die Art und Weise von santolinata, aber
sie sind gestreckter, mit stärkeren lappigen Ausbuchtungen.
11. pusillata (S.V.) F. Taf. III, Fig. 8. Formalin-
präparat. 0,55:0,40. Das verhältnismässig sehr grosse
Ei ist ein recht plumpes Oval, mässig flach gedrückt.
Es ist sehr characteristisch durch die ausserordentliche
Feinheit seiner wie aus Glas gesponnenen Leisten, die
das ganze Ei wie ein Filigrannetzwerk umgeben. Aus
dem planen, mit feinsten Unebenheiten besetzten Boden
der mittelgrossen Gruben erheben sie sich, an der Basis
kaum breiter (3—4 .) als auf dem Kamme (2 „), zu
einer Höhe von schätzungsweise ebenfalls nicht mehr
296 Zur Kenntnis der Eupithecien-Eier.
wie 3—4 „. Die Form der Gruben ist im Umriss im
allgemeinen rundlich, meist werden durch kurzlappige
gerundete Ausbuchtungen 5- oder 6Ecke daraus. Die
Grösse der Gruben oder besser gesagt Felder beträgt in
der Länge im Durchschnitt !/;, mm, in der Breite etwa
!/)o mm. Leider wurde das Ei nicht ganz trocken, so
dass bei der Feinheit der Leisten kein klares Bild zu
erzielen war. Die Farbe ist anfangs weisslichgelb, geht
dann durch orange in lebhaft rostrot über, um kurz vor
dem Schlüpfen braungrau zu werden. Mikropyle fünf-
blätterig, von gewöhnlicher Form.
12. conterminata Z. Das bereits Iris XIII kurz
charakterisierte Ei konnte mit den damals nur mangel-
haften Hilfsmitteln nicht exact genug untersucht werden.
0,65:0,45, also ein ganz besonders grosses Ei, nur wenig
abgeflacht, die Delle am oberen Eipol wenig ausge-
sprochen. Die Form der Gruben erinnert etwas an die
von indigata Hb. Die starke Entwicklung in der Quer-
richtung fehlt aber, die Gruben sind rundlicher im Um-
riss und im ganzen etwas kleiner. Auf diese Weise wird
ein Ubergang zum lanceata-Ei geschaffen, wenn wir auch
noch weit von letzterem entfernt bleiben. Die Grube
selbst ist flachmuldenförmig, der Boden fast glatt. Sanft
aufsteigend und nicht scharf abgesetzt erheben sich die
ziemlich zarten Leisten, so dass die Breite derselben an
der Basis sich nicht messen lässt, da eine eigentliche
Basis ja nicht existiert. Auf der Kammhöhe sind die
Leisten etwa 2 „ breit. Die Grösse der ganzen Grube
ist durchschnittlich 1/,—!l/;, mm in der Längsrichtung,
nicht viel weniger in der Breite. Ein genaues Mass ist
schwer anzugeben wegen der ausserordentlich unregel-
mässigen Entwicklung der 4—6 gerundeten Zipfel, in die
die Ecken der Figur ausgezogen sind; im grossen ganzen
erhält man den Eindruck von sternförmigen Figuren.
Die Farbe ist zunächst perlmutterglänzend weisslich,
dann dotter- bis orangegelb, schliesslich kaffeebraun.
Mikropyle 4—5 blätterig, ohne Besonderheiten.
13. indigata Hb. Taf. III, Fig. 9. Das Ei konnte
ich frisch sowohl in der Stammform als in der von mir
beschriebenen scheinbar lokalen Moorform turfosata*)
*), In: Speiser, die Schmetterlingsfauna der Provinzen Ost-
und Westpreussen (Beiträge zur Naturkunde Preussens, heraus-
gegeben von der phys. oek. Ges. zu Königsberg 1901.)
M. Draudt. 297
untersuchen und somit zugleich feststellen, dass eine art-
liche Verschiedenheit nicht besteht. Wie die Abbildung
zeigt, handelt es sich um ein ganz absonderlich ornamen-
tiertes Ei, das man danach sofort erkennen kann. Eine
derartige Breitenentwicklung der Gruben kommt keinem
der bis jetzt bekannten Eupithecien-Eier zu. Die Grösse
ist wie bei der vorigen Art eine recht beträchtliche:
0,65.:0,4, es ist also verhältnismässig etwas schmäler als
eonterminata. Die Mikropylpoldelle tritt sehr deutlich
hervor, die Abflachung ist mässig. Die Gruben messen
in der Längsrichtung etwa !/;, mm, in der Breite dagegen
im Durchschnitt !/;; mm, nach dem oberen Eipol zu noch
ganz bedeutend breiter werdend, bis zu fast !/,, mm er-
reichend! Dabei sind die 6—S Zipfel der Figuren fast
nur in der Längsrichtung des Eies entwickelt, so dass
ein ganz eigenartiges Gesamtbild zustande kommt, das
sich auch schon aus dem kleinen Stück Eioberfläche der
Abbildung ahnen lässt. Die Gruben lassen eine eigent-
liche Bodenfläche nicht erkennen, sondern nur einen
schmalen Kiel, zu dem von der Kammhöhe der Leisten
die Seitenwände sich herabsenken. Von wirklichen Leisten
kann man also hier ebensowenig als bei voriger Art
sprechen. Die Breite auf der Kammhöhe beträgt wieder
etwa 2 .. Die Farbe ist zuerst weisslich, dann gelb,
schliesslich graubraun.
14. strobilata Hb. Taf. III, Fig. 10. Das Ei kam
frisch zur Untersuchung. Grösse: 0,55:0,40 mm, ziem-
lich flach. Die Oberfläche ist besetzt mit einem zier-
liehen Geflecht von regelmässig angeordneten Leisten,
die 6eckige Felder einschliessen. Damit gehört strobilata
zum einfachsten Typus und steht dem denticulata - Ei
recht nahe. Die Gruben sind im Durchschnitt etwas
kleiner, ihr Boden ist plan und absolut glatt. Die Leisten
sind nicht so hoch wie dort, und nicht scharf abgesetzt,
sondern erheben sich ganz allmählich. Auf der Kammhöhe
erreichen sie eine Breite von 3 „ und sind hier scharf-
kantig, nicht abgerundet. Die Grösse der Felder ist im
Durchschnitt 1/, mm in der Länge, in der Breite fast
eben soviel. Die Farbe ist ganz weiss.
15. abietaria Göze (togata Hb.). Ein aus dem Ab-
domen herauspräpariertes gut erhaltenes Ei schliesst sich
in seiner allgemeinen Form und Grösse dem vorigen an.
Auch die Skulpturverhältnisse sind im allgemeinen ähn-
298 Zur Kenntnis der Eupithecien-Eier.
lieh: sehr regelmässige Sechsecke. Die Gruben sind in-
des von der doppelten Grösse. Während bei strobilata
der Boden ganz flach, fast plan ist, ist er hier viel mehr
muldig vertieft. Die Ränder sind flacher, kaum erhaben.
16. insigniata Hb. Taf. IV, Fig. 1. Formalinpräparat.
0,57:0,40. Ziemlich grosses, etwas plump gebautes Oval,
das mässig abgeflacht erscheint. Auf den ersten Blick
besteht eine ganz überraschende Ahnlichkeit mit der
Schale des linariata-Eies, so dass man die beiden kaum
unterscheiden kann. Auch mit der Lupe findet man nur
wenig, was zur Unterscheidung dienen könnte Der
Boden der Gruben ist bei insigniata etwas unebener als
linariata, er scheint mit zahlreichen kleinen Grübehen
besetzt zu sein, während er dort fast glatt ist. Die Form
der Gruben, die Höhe und Breite der Leisten, alles ist
bei beiden vollkommen gleich. Zieht man den Gesamt-
eindruck zu Rate, so scheinen bei insigniata die Gruben
im allgemeinen eine ganze Spur grösser zu sein. Der
Boden ist nicht ganz so plan, sondern lässt öfters in der
Mitte eine Andeutung eines Kieles erkennen. Dadurch
kommen an manchen Stellen Anklänge ans satyrata - Ei
zu stande. Als genauere Masse vergleiche man die bei
linariata gegebenen. Der Hauptunterschied liegt dies-
mal, wo die Skulptur im Stich lässt, in der Mikropyle!
Die nur 4- oder 5 blätterige Rosette ist grösser als bei
linariata, die Blätter sind ganz breit an der Spitze und
die knopfartigen Erhöhungen, die dort an der Basis der
Blätter sitzen, fehlen hier; der Grund ist stark granuliert.
17. schiefereri Bhtsch. Taf. IV, Fig. 2. Hier stand
mir nur die Schalenhaut eines ausgeschlüpften Eies zur
Verfügung, die aber alle Einzelheiten eben so gut er-
kennen lässt, wie ein frisches. Das Ei ist besonders
gross, wenig abgeflacht. Im Vergleiche mit der vorigen
Art sind die Gruben sehr viel grösser, besonders länger
mit stark entwickelten Zipfeln. Der Grund der Gruben
flach muldenförmig. Höhe und Breite der stark ge-
schlängelten Leisten stimmt ungefähr mit voriger Art
überein. Die Zipfel, in die die Leisten auslaufen, sind
nicht überall gerundet, sondern lassen stellenweise scharfe
Ecken entstehen. Das Ei stellt im grossen ganzen einen
Übergang vom oblongata- zum oxycedrata-Ei dar.
18. earpophagata Rbr. Taf. IV, Fig. 3. Formalin-
präparat. 0,60:0,40, also ein ganz besonders grosses Ei,
M. Draudt. 299
sehr wenig abgeflacht. In der Form seiner Ornamente
steht es etwa in der Mitte zwischen insigniata und alliaria.
Die Gruben der ersteren Art etwa um das doppelte an
Grösse übertreffend, erreicht es nicht die ungewöhnlich
grosse Ausdehnung der der letzteren Art. Der Boden
stellt eine sehr gleichmässige Mulde dar, aus der sich
sanft aufsteigend ohne deutliche Absetzung an der Basis
die Leisten erheben. Dieselben messen auf der Kamm-
höhe etwa 2 „ Breite und scheinen ziemlich scharf-
randig zu sein. Die Gruben sind in meist 5 gerundete
Lappen ausgezogen. Von der Spitze der Zipfel ziehen
öfters in die Nachbargrube weitere kurze Leisten hinein,
gleichsam eine Falte in der Mulde bildend, ein Ver-
halten, das bei der folgenden Art in noch ausge-
sprochenerem Masse sich findet. Die Grösse der Gruben
ist etwa !/op mm in der Längs- und !/,, mm in der
Querrichtung.
19.. alliaria H.S. Taf. IV, Fig. 4. Formalinpräparat.
0,57:0,40. Das Ei ist mässig abgeflacht. Die im Ver-
hältnis zur Grösse des Eies sehr ansehnlichen Ornamente
reihen sich im Gesamtbilde der vorigen Art an, im all-
gemeinen stärker in der Längsrichtung verzerrt. Der
Boden ist eine recht tiefe Grube, und nicht so sanft
muldenförmig wie bei voriger Art, sondern deutlich ab-
gesetzt erheben sich die Leisten zu beträchtlicher Höhe.
Die ganze Figur ist nicht so stark zipfelig, sondern stellen-
weise ohne alle Ausbuchtungen. Wo Zipfel auftreten
sind sie meist ziemlich lang ausgezogen. Charakteristisch
für die Art sind die schon bei der vorigen erwähnten
Falten, die von den Spitzen der Ausbuchtungen in die
Nachbargrube hineinstrahlen. Die Länge der Gruben er-
reicht !/; mm, die Breite geht nicht über !l/s, hinaus.
Der Kamm der Leisten ist im allgemeinen ziemlich scharf,
stellenweise aber auch etwas verbreitert.
20. terrenata Dietze. Das aus dem Abdomen heraus-
präparierte Ei stellt die Art in der Form ihrer Gruben
zwischen carpophagata und alliaria. Im allgemeinen
rundlicher und nicht so in die Länge gezerrt wie bei
letzterer Art sind die Gruben zugleich nicht so tief. Die
Leisten erheben sich deutlicher abgesetzt als bei carpo-
phagata, sind aber flacher. Sonst ist das Ei im all-
gemeinen letztgenannter Art recht ähnlich, auch in der
300 Zur Kenntnis der Eupitheeien-Eier.
Grösse entsprechen ihr die Gruben, die hie und da
längere Zipfel ihrer Ausbuchtungen zeigen.
21. euphrasiata H. S. Taf. IV, Fig. 5. Formalin-
präparat. 0,57:0,40. Ein ungemein charakteristisches
Ei. das die Art der Skulptur nach in die nächste Nähe
von innotata weist, wo sie meines Erachtens auch allem
übrigen nach hingehört; sie steht im System zur Zeit
sicher nicht an rechter Stelle! Aus absolut glattem
Boden erheben sich die sehr kräftig entwickelten Leisten
und umranden ganz besonders grosse und gleichmässig
rundlinige Gruben, die ihre Hauptentwicklung in der
Längsrichtung der Eiachse finden. Der Boden ist fast
plan, höchstens ganz minimal muldenförmig. 3-, 4- und
5zipfelige Ausbuchtungen bilden die auffallend hohen
und ziemlich steilwandigen Leisten, die sich sehr scharf
abgesetzt aus dem Boden erheben. An der Basis sind
sie ganz schmal; sie scheinen manchmal fast unter
rechtem Winkel in die Höhe zu steigen, so dass man
hie und da den Eindruck eines auf die Kante gestellten
Bandes bekommt. Nicht viel schmäler sind sie dem-
gemäss auf der Kammhöhe, wo die Breite zwischen 2
und 3 „ schwankt. Auch bei euphrasiata gewahrt man
stellenweise die für die vorigen Arten charakteristischen
Falten, die von den Zipfelspitzen in die Nachbargrube
hinein strahlen, aber nur eben angedeutet. Die Grösse
der Gruben mag im Durchschnitt !/,; mm in der Länge,
/., mm in der Breite sein.
22. pimpinellata Hb. Das aus dem Abdomen heraus-
präparierte Ei steht dem euphrasiata-Ei recht nahe. Die
Gruben sind aber etwas schlanker, fingerig zackiger,
nicht so plan, sondern deutlicher muldenartig vertieft.
Der Boden ist nicht so eben und glatt wie bei euphrasiata,
sondern ziemlich deutlich granuliert. Die Leisten sind
nieht so robust, sondern zarter, etwa wie bei extraversaria.
23. extinetata (Stgr. i. 1.) Dietze. Aus dem Abdomen
herauspräpariertes Ei. Dasselbe ist gross, äusserst dünn-
und zartschalig. Die ganz fein granulierte. stark grün
und earminrot irisierende Schalenhaut ist undeutlich um-
sponnen von einem, Sechseckformen einschliessenden,
kaum erhabenen Netzwerk von Leisten. Die Sechsecke
sehr klein im Verhältnis zur Grösse des Eies, etwa wie
bei pulchellata. In der Richtung der Längsachse des
Eies lang gestreckt, vulgata in der Form entsprechend.
M. Draudt. 301
24. distinetaria H.S. Das Ei hat sich leider nicht
trocknen lassen, ohne einzufallen. Dietze hat es bereits
Iris XIII p. 307 beschrieben. Das auffallend stark iri-
sierende Ei neigt zur Chlorocelystis coronata Form, steht
auch dem undata-Ei nicht zu ferne, mit extraversaria
hat es jedenfalls nieht die geringste Ähnlichkeit!
25. extraversaria H.S. Taf. IV, Fig. 6. Formalin-
präparat. 0,55:0,55, also etwas kleiner als euphrasiata.
mit der sie bezüglich der Skulptur sonst manche Ahn-
lichkeit hat. Die Gruben sind im Durchschnitt etwas
kleiner und bei weitem nicht so buchtig, sondern viel
gleichmässiger gerundet: ebenfalls stark in der Längs-
achse ausgezogen. Der Boden ist anscheinend nicht
ganz glatt, sondern fein granuliert. Die Leisten erheben
sich aus ihm in ähnlicher Steilheit wie bei euphrasiata,
sind aber lange nicht so hoch und machen auch im
ganzen, ich möchte sagen einen zarteren, feineren Eindruck,
sie sind nicht so robust. Von der Seite her betrachtet
machen sie ebenfalls einen bandartigen Eindruck, so
schmal ist die Basis. Ein gutes Bild der 4 blätterigen
Mikropyle giebt Fig. S auf Taf. VIII wieder.
26. expallidata Gn. Taf. IV, Fig.7. Formalinpräparat.
0,57:0,40. Diese Art umfasst mit den beiden nächst be-
schriebenen und wohl auch minutata, die ich leider nicht
vergleichen konnte, eine wohlcharakterisierte Gruppe
engst verwandter Tiere, so dass die Beschreibung hier
mehr wie sonst eine comparative sein muss. Expallidata
hat von den dreien die grössten Gruben, der Grundtypus
der Bauart ist der gleiche. Verhältnismässig sehr tiefe
triehterförmige Gruben von rundlichem Umriss. Sie hat
die gerundetsten, abgeglichensten, fast ohne Ausbuch-
tungen. Bei der Tiefe der Gruben lässt sich bei dieser
Gruppe nur entweder auf den Rand oder auf den Boden
einstellen, wenn man ein einigermassen scharfes Bild
zur Darstellung bringen will. Deshalb kommt die Trichter-
form nur bei den unscharf eingestellten Teilen zur Vor-
stellung (z. B. am unteren Rande der Figur). Die Leisten
müssen demnach einen an der Basis sehr breiten Wall
darstellen, der sich zu einem scharfen Grat erhebt, von
etwa 3 „ Breite. Die Gruben mögen in der Länge im
Durchschnitt 1/a mm messen, in der Breite nur eine
Spur weniger.
302 Zur Kenntnis der Eupithecien-Eier.
27. assimilata Gn. Taf. IV, Fig. 8. Formalinpräparat.
0,55:0,40, also eine ganze Spur plumper als vorige Art.
Die Gruben sind nach dem gleichen Typus gebaut, im
Verhältnis etwas kleiner, ziemlich deutlich in der Längs-
richtung auseinandergezogen. Die Ausbuchtungen sind
schon etwas kräftiger entwickelt, die Trichterform wird
stellenweise etwas unkenntlicher, weil wegen der Länge
der Figuren als Boden hie und da ein längsgestellter
Kiel auftritt, wie z. B. an den rechten Randpartieen der
Figur deutlich wird. Die Breite der Leisten auf der
Kammhöhe ist die gleiche. Die Länge der Gruben be-
trägt im Durchschnitt !/s, mm, in der Breite sehr viel
weniger, so dass trotz der grösseren Länge ein kleinerer
(Gesamteindruck als bei expallidata hervorgerufen wird.
28. absinthiata Cl. Taf. IV, Fig. 9. Formalinpräparat.
0,60:0,40 also das verhältnismässig grösste Ei der Gruppe.
Die Gruben selbst sind dafür die kleinsten. Sie sind
wieder rundlich im Umriss, zeigen aber die stärksten,
zum Teil spitzwinkligen Ausbuchtungen, so dass hie und
da Sternform entsteht. Die Trichterform wird hier sehr
deutlich. die Trichterwände sind natürlich entsprechend
der Sternform kantig, nicht abgerundet. In der Grösse
messen die Gruben etwa !/;, mm nach beiden Richtungen.
29. denotata Hb. Taf. IV, Fig. 10. Formalinpräparat.
0,55:0,37. Mit larieiata und. castigata bildet das Ei
wieder eine sehr charakteristische Gruppe, die sofort zu
erkennen ist. Ganz besonders grosse und tiefe Gruben
von etwa rundlichem Umriss, umrandet von sehr kräftig
entwickelten Leisten. Dieselben zeigen meist 5 gross-
lappige Ausbuchtungen, denen aber wieder kleinere auf-
sitzen, so dass man im Durchschnitt S bis 9 Zipfel zählen
kann. Der Boden der deutlich muldenförmigen Gruben
ist nicht glatt, sondern rauh granuliert. Die Leisten er-
heben sich nicht scharfkantig abgesetzt, sondern gehen
gerundet aus dem Boden hervor, sind indes an der Basis
nicht sehr breit. An den Stellen, wo die Zipfel in die
Nachbargrube einspringen, entsenden sie hie und da
eine kurze leistenähnliche Falte in sie hinein, wie ich
es bei alliaria geschildert habe. Aus dieser Form mag
man sich dann im Extrem die Trichterform hervor-
gegangen vorstellen. In der Grösse messen die Gruben
im Durchschnitt etwa !/)o mm im Durchmesser.
M. Draudt. 303
30. actaeata v. bergunensis Dietze. Taf. V, Fig. 1.
Das Ei konnte ich dank der Liebenswürdigkeit des Autors
frisch untersuchen. Ein Unterschied vom actaeata -Ei,
das ich leider diesmal nicht vergleichen konnte, dürfte
nicht vorhanden sein. 0,55:0,40. Ein ganz besonders
flaches Ei, das in der Aufsicht der Kreisform nahe
kommt. In der Skulptur nähert sich die Art der ein-
fachen Sechseckform. Etwas länger wie breit sind die
Gruben. deren Boden fast plan, aber nicht glatt, sondern
stark granuliert ist. Umrandet sind sie von fast geraden,
nur hie und da sanft ausgebogenen Leisten, die auf der
Kammhöhe in einen ganz besonders scharfen Grat aus-
laufen. Nicht sehr deutlich abgesetzt, sondern ziemlich
allmählich erheben sie sich zu nur geringer Höhe, scharf-
winklig mit den Nachbarleisten zusammenstossend. In
der Länge messen die Gruben im Durchschnitt etwa
1/,, mm, in der Breite !/;,. Die Farbe war beim frischen
Ei weisslich. ganz schwach perlmutterglänzend.
31. albipunetata Hw. Das aus dem Abdomen heraus-
präparierte Ei war nicht gut erhalten. Es scheint etwa
in der Mitte zwischen denotata und larieiata zu stehen.
Die Gruben sind flacher wie bei ersterer, nicht so klein-
rundlappig wie bei letzterer, sondern die Ausbuchtungen
sind grösser, stets ganz abgerundet.
32. vulgata Hw. Taf. V, Fig. 2. Das Ei konnte ich
frisch untersuchen. 0.60 :0,40, also besonders gross und
ziemlich schlank, wenig abgeflacht. Sehr kenntlich durch
die ausserordentlich grossen, lang gestreckten Sechsecke,
wie ich sie bisher bei keiner anderen Art fand. Der
Boden ist ganz flach, nicht muldenförmig vertieft, stark
granuliert. Aus ihm erheben sich, mässig scharf abgesetzt,
schräg aufsteigend die ziemlich hohen Leisten, die fast
geradlinig, manchmal auch sanft ausgehogen, die Grube
umranden. Bei einigen Eiern waren die Leisten stärker
ausgebuchtet, so dass stellenweise fast Zipfel entstanden;
im allgemeinen fand ich gerade bei vulgata die stärksten
individuellen Verschiedenheiten. Auf der Kammhöhe sind
die Leisten sehr breit, 4—5 „ messend. In der Länge
messen die Gruben im Durchschnitt bis fast !/,; mm, in
der Breite !/,,. Der Mikropylapparat entspricht voll-
kommen dem im allgemeinen Teil entworfenen Bilde;
auf Taf. VIII ist er in Fig. 3 und 9 in verschiedenen
Vergrösserungen dargestellt.
304 Zur Kenntnis der Eupithecien-Eier.
353. virgaureata Dbld. Taf. V, Fig. 3. Das Ei, das
mir frisch vorlag, gleicht in seiner Skulptur sehr dem
succenturiata- Typus. 0,55:0,37. Mittelgrosse, 5- und
mehrzipfelige Gruben werden von ziemlich kräftig ent-
wiekelten Leisten umrandet, die deutlich abgesetzt sich
erheben. Der Boden der Gruben ist plan, nur äusserst
fein granuliert, so dass er fast glatt aussieht Die
Leisten, auch an der Basis nicht sehr breit, zeigen rund-
liche Ausbuchtungen, von deren Spitze hie und da eine
schwach entwickelte Nebenleiste in die Nachbargrube
hineinzieht. Wo die Leisten zusammenstossen, verbreitern
sie sich ab und zu etwas, sonst sind sie ziemlich schmal,
auf der Kammhöhe etwa 2 „ messend, und abgerundet,
nieht kantig. Von dem sehr Ähnlichen succenturiata - Ei
und dessen Formen unterscheidet es sich besonders durch
die ganz anders gebaute Mikropyle. Während dort der
gewöhnliche 5 blätterige Typus vorhanden ist, sind hier
7—9 Blätter vorhanden, die sehr schmal und eng an-
einander gedrängt erscheinen. Jedes Blatt hat in der
Mitte gleichsam eine Mittelrippe und ist an der Spitze
scharf zugespitzt, dort ist dieselbe abgerundet. Die
Farbe ist zunächst weisslich, allmählich in graubraun
übergehend.
34. larieiata Frr. Taf.V, Fig. 4. Formalinpräparat.
0,60:0,40. Ein äusserst charakteristisches und leichterkenn-
bares Ei, das sich mit dem folgenden, dem denotata-Typus
anschliesst. Die Form der Gruben ist hier noch zierlicher,
blumenkronenähnlich. Im Vergleich mit dem denotata-
Ei ist der Boden hier ganz flach, nicht muldig vertieft.
Die Lappen der Ausbuchtungen sind viel kleiner, gleich-
mässiger, alle gleich gross! es sind deren bis zu 10 vor-
handen. Man hat stellenweise den Eindruck, als ob der
Boden kurz vor dem Aufsteigen der Leisten innerhalb
jeder Ausbuchtung sich nochmals zu einem kleinen
(Grübchen vertiefe. Die Leisten selbst sind niedrig, ent-
springen nicht scharf abgesetzt, sondern allmählich und
endigen in einem Grat von etwa 2 „ Breite. Die
Gruben messen im Durchmesser etwa !/., mm.
35. castigata Hb. Frisches Ei. 0,55:0,37, also
etwas kleiner wie das vorhergehende, dem es in seiner
Skulptur äusserst ähnlich ist. Die Gruben sind nicht
ganz so gross, im Durchschnitt etwas kleiner und fast
noch flacher, besonders wohl dadurch, dass die „Finger-
’B
M. Draudt. 305
eindrücke“ in den Ausbuchtungen wegfallen. Die Leisten
sind feiner, kaum erhaben. Im ganzen ist die Sechseck-
form der Gruben ausgesprochener zu Tage tretend, die
man sich ja auch bei voriger Art leicht zurecht kon-
struieren kann. Die Gruben mögen im Durchmesser
!/dad mm durchschnittlich messen. Die Mikropyle von der
gewöhnlichen Form. Die Farbe ist anfangs weisslich,
dann durch gelblich in braungrau übergehend.
36. biornata Chr. Taf. VII, Fig. 3. Das Ei dieser
seltenen und interessanten Art, das ich aus dem Ab-
domen eines aus Sarepta stammenden @ herauspräparierte,
war so gut erhalten, dass es sich photographieren liess.
Seiner Skulptur nach reiht es sich der euphrasiata-
innotata-Gruppe an und die Art gehört da meiner An-
sicht nach auch sonst hin. Die ziemlich grossen, längs
gestreckten Gruben haben noch die meiste Ähnlichkeit
mit euphrasiata, sind aber im ganzen kleiner. Wie dort
erheben sich die steilwandigen Leisten scharf abgesetzt
aus dem Boden, der hier nicht vollkommen plan er-
scheint. Die Leisten sind stellenweise deutlich mit
vertikal gestellten Furchen besetzt. Auf der Kammhöhe
sind sie ziemlich breit.
37. subnotata Hb. Das Ei scheint, soweit sich das
nach dem schlecht erhaltenen aus dem Abdomen heraus-
präparierten sagen lässt, nach Art von druentiata Dietze
mit vielen kleinen, zumeist rundlichen Grübchen über-
säet zu sein, die etwas tiefer liegen als bei druentiata
und etwas nach der pulchellata- Form hinüber neigen.
Ein anderes Ei bot allerdings eine fast glatte, nur wenig
genarbte Oberfläche dar, so dass ich zur Zeit kein
sicheres Urteil habe.
ne; 38. sydyi Stgr. Dieses und wohl auch das extensaria-
Ei steht dem biornata-Ei nahe. Die Gruben ähneln in
der Form denen von valerianata Hb., sind von sehr
feinen und hohen Leisten umrandet; in der räumlichen
Ausdehnung wie bei unedonata Mab., aber gestreckter.
39. cerussaria Ld. Das aus dem Abdomen heraus-
präparierte Ei ist halb satyrata, halb liguriata: Die
liguriata- Gruben längs gestellt, mit Andeutung einer
Grundlinie. Ausserst stark grün und carminrot irisierend.
40. fenestrata Mill. Taf.V, Fig.5. Formalinpräparat.
0,62:0,40; ein ganz besonders langes und wenig ab-
geflachtes Ei. Die Gruben sind nur von der halben Aus-
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1903.
306 Zur Kenntnis der Eupitheeien-Eier.
dehnung derer von veratraria H.S. Aus dem nur wenig
muldenförmig vertieften Boden erheben sich mässig scharf
abgesetzt zu beträchtlicher Höhe die kräftigen Leisten
und umranden 4-, 5- und 6FEcke, die wenig ausge-
sprochene Neigung zur Zipfelbildung zeigen. Wo Aus-
buchtungen auftreten, sind sie vornehmlich in der Längs-
richtung des Eies entwickelt. Der Boden ist ziemlich
glatt. In der Länge messen die Gruben etwa !/,,, in der
Breite 1/s, mm.
41. veratraria H. S. Taf.V, Fig. 6, Formalinpräparat.
0,60:0,40, also etwas weniger lang als das vorige, sonst
ihm in der Bauart der Gruben recht ähnlich. Der Boden
der Gruben, die in der räumlichen Ausdehnung die der
vorigen Art um das doppelte übertreffen, ist nicht so
glatt, sondern fein granuliert. Er ist vielleicht etwas
weniger muldenförmig vertieft, fast plan. Nur mässig
scharf abgesetzt erheben sich aus ihm die etwas weniger
kräftigen Leisten, die auch nicht die Höhe der vorigen
Art erreichen. An der Basis sind sie ebenfalls schmäler,
messen auf der Kammhöhe etwa 2 „. Hierselbst sind
die Leisten anscheinend nicht ganz glatt, sondern auch
ganz fein granuliert. Im allgemeinen scheint noch
weniger Neigung zu Ausbuchtungen als bei voriger Art
zu bestehen, so dass man es meist mit ziemlich ein-
fachen Sechseckformen zu tun hat. In der Längsrichtung
messen die Gruben etwa Ya, in der Breite im Durch-
schnitt !/,, mm.
42. helveticaria B. Taf.V, Fig. 7. Formalinpräparat.
0,60:0,42. Das Ei von ganz beträchtlicher Grösse hat
eine so eigenartige Skulptur seiner Schalenhaut, dass es
mit keinem andern verwechselt werden kann. Wie hier
gleich erwähnt sein mag, ist das Ei der var. arceuthata
Frr. ihm absolut gleich, es ist auch nicht der geringste
Unterschied aufzufinden, der es artlich davon trennen
liesse. Am besten vergleicht man die charakteristische
Oberfläche mit der gewisser Morchelarten! Dieser Ein-
druck wird hervorgerufen durch das auffällige Breiter-
werden der Leisten auf der Kammhöhe. Aus tiefen un-
regelmässigen Gruben steigen als breiter Wall, dem-
gemäss nur einen schmalen kielförmigen Boden übrig
lassend die Leisten empor unter wenig steilem Anstieg.
Die Leisten sind sehr kräftig entwickelt und ganz be-
sonders stark wurmförmig geschlängelt, so dass sehr un-
M. Draudt. 307
regelmässig zipfelige Figuren entstehen. Von den Spitzen
der Ausbuchtungen strahlen mehr oder weniger deutliche
Wülste in die Nachbargrube hinein. Dadurch entsteht
stellenweise deutlich kantige Trichterform. Auf der
Kammhöhe sind die Leisten wie gesagt sehr breit, bis
zu 5 „« messend. In der Länge messen die Gruben durch-
scehnittlieh !/s;, mm, in der Breite höchstens !/y mm.
43. cauchyata Dup. Frisches Ei, 0,55:0,37. In der
äusseren Form ist das Ei nicht so rund, wie das von
Bergunensis, dem es sonst sehr nahe steht, sondern läng-
licher. In der Skulptur gleicht es ihm sonst sehr. Nach
dem untern Eipol zu werden die Figuren, die im grossen
ganzen vielleicht etwas kleiner sind, fingerig - zackiger,;
die lappigen Ausbuchtungen sind stets abgerundet. Den
Hauptunterschied bietet der Boden der Gruben, der so
stark mit kleinen Grübchen besetzt ist, wie es nur noch
wenig andere Arten (orphnata Bhtsch., sinuosaria Ev.)
zeigen. Infolgedessen bot es so viel störende Reflexe,
dass es nicht zu photographieren war.
44. satyrata Hb. Taf.V, Fig. 8. Frisches Ei. 0,60:0,40.
Ein äusserst charakteristisches Ei von verhältnismässig
einfachem Typus; denkt man sich einen sechseckigen
Triehter in einer Richtung in die Länge gezogen, so dass
ein schmaler, kielförmiger Boden entsteht, so hat man
etwa die satyrata-Skulptur. Den relativ kleinen Gruben
fehlt also eine eigentliche Bodenfläche: aus dem Kiel
erheben sich als an der Basis breite Wälle die mässig
schräg ansteigenden kräftig entwickelten Leisten zu be-
trächtlicher Höhe und endigen mit einem Kamm von
etwa 3 „ Breite. Im Umriss sind die Gruben sehr lang-
gezogene Sechsecke, oft so lang, dass ein mehr od. weniger
deutliches Viereck resultiert. Der Boden der Gruben
ist ganz glatt, so dass der gekielte Boden als glänzender
Strich hervortritt. In der Länge messen die Gruben im
Durchschnitt !/;;, in der Breite !/,, mm.
45. silenata Stnfs. Formalinpräparat, das aber nicht
vollkommen trocken wurde, weshalb die photographische
Wiedergabe unterbleiben musste. 0,55:0,35. Die Schalen-
haut zeigt sehr langfingerige Gruben, die entfernt an die
von indigata erinnern. Aber sie liegen noch flacher, so
dass die Leisten schwer zu differenzieren sind. Ausser-
dem sind sie nicht in die Quere gereckt, sonderneher
in der Längsrichtung des Eies auseinandergezogen, im
20*
308 Zur Kenntnis der Eupithecien-Eier.
allgemeinen aber von rundlichem Durchschnitt. Im Ge-
samtausmass etwa von der halben Grösse wie bei
indigata.
46. artemisiata Const. Taf. V, Fig. 9. Aus dem Ab-
domen herauspräpariert, aber so gut erhalten, dass eine
brauchbare Abbildung entstand. Es ist ein wohlcharak-
terisiertes Skulpturbild, das mit anderen kaum zu ver-
wechseln ist. Die relativ grossen sternförmigen tiefen
Gruben mit 3, 4 und 5 Strahlen rufen eine entfernte
Ähnlichkeit mit carpophagata und Verwandten hervor.
Aber die stets ziemlich ausgesprochenen Spitzen, in die
die Zipfel auslaufen, unterscheiden die Art sofort von
anderen. Aus den etwas granulierten, tief mulden-
förmigen Gruben mit schmalen Grundflächen erheben
sich nicht scharf abgesetzt, sondern allmählich ansteigend
die kräftigen Leisten zu bedeutender Höhe. Stellenweise
sieht man sie von vertikal gestellten Furchen durchzogen.
Auf der Kammhöhe enden sie mit einem ziemlich scharfen
Grat von etwa 2. Breite. Durch die scharfwinkligen
Zipfel sehen die Figuren fast eckig aus.
41. succenturiata L. Taf. VI, Fig. 1 u. 2. Gleich-
zeitig mit der Art muss ich deren Formen subfulvata
Hw. und oxydata Tr. besprechen, weil es mir nämlich
nicht möglich gewesen ist, stichhaltige Unterschiede fest-
zustellen entgegen der Beschreibung Dietzes („Iris“ XV
p. 244). Es lagen mir von allen 3 Formen zahlreiche
Formalinpräparate sowohl als einzelne frische Eier vor
und danach muss ich sagen, dass die individuelle Ver-
schiedenheit hier so weit geht wie bei keiner anderen
Eupitheecia! Ich fand bei succenturiata genau so tiefe
(Grübchen wie bei oxydata, während sie umgekehrt bei
letzterer auch ganz flach zu finden waren, wie sie Dietze
für charakteristisch für succenturiata hielt! Die Mikro-
pyle, von der gewöhnlichen Form, ist ebenfalls bei den
dreien gleich. Bei der grossen individuellen Ver-
schiedenheit scheint der Ausspruch Dietzes, dass wir
vor noch unfertigen, mitten in der Umwandlung zu
festen Arten befindlichen Tieren stehen, ganz gerecht-
fertigt. Hier würden Hybridationsexperimente nicht nur
berechtigt, sondern notwendig sein! Als Typus für die
Eiform mag die Fig. 1 (subfulvata) gelten. Als Fig. 2
ist durch Verwechslung eine Platte reproduziert worden,
die ein noch nicht vollständig entwickeltes, aus dem
M. Draudt. 309
Abdomen eines frischen Weibchens herauspräpariertes
Ei darstellt von der Form oxydata, deshalb sehen die
Grübehen hier viel kleiner aus. Form und Tiefe der
Gruben ist aber im allgemeinen die gleiche. Die Gruben
sind verhältnismässig gross, „weit offen“. Der Boden
meist schwach granuliert. Ziemlich deutlich abgesetzt
erheben sich in mässiger Steilheit die welligen Leisten
in wie gesagt, recht wechselnder Höhe, im alle semeinen
6 zipfelige Ornamente umrandend. Die Grösse “des Eies
ist etwa 0,57 :0,42, also ein recht plumpes Oval, ziem-
lich abgeflacht. Die einzelnen Grübchen messen im
Durehsehnitt: in der Längsrichtung !/g mm, in der Breite
U/oa—1/z0 mm.
48. druentiata Dietze. Formalinpräparat, das leider
nieht ganz trocken wurde, so dass die Photographie
unterbleiben musste. 0,60:0,40. Das sehr eigentümlich
skulpturierte Ei macht zunächst einen fast glatten, nur
sehr fein granulierten Eindruck. Daneben ist es aber
über und über besäet mit ganz flach muldenartigen Ein-
senkungen, die ganz ausserordentlich klein, nur etwa
den dritten Teil so gross wie bei pulchellata, sind. In
der Aufsicht werden sie überhaupt nicht sichtbar, sondern
nur, wenn die abhängigen Partieen schräg beleuchtet
werden. Die 5 blätterige Mikropyle liegt ganz isoliert im
fast skulpturlosen oberen Eipol.
49. santolinata Mab. Taf. V, Fig. 10. Formalinpräparat.
0,60:0.40. Das Ei dieser Art ist sehr leicht kenntlich,
wer es einmal sah, wird es nicht verwechseln. Die sehr
grosszügig angelegten tiefen Gruben stellen eine so schön
ebenmässig gerundete Mulde dar, wie man es sonst kaum
wieder findet. Aus dem fein granulierten Boden erheben
sich ganz allmählich aufsteigend die etwas unregelmässig,
teils rundlicher, teils eckiger ausgebuchteten Leisten zu
sehr beträchtlicher Höhe. Sie endigen auf der Kamm-
höhe in einem Grat von ziemlicher Schärfe und um-
schliessen die 5- bis 6zipfeligen Gruben. Grösse der-
selben 1/50: 1/3, mm.
50. millefoliata Rössl. Das Ei habe ich aus dem
Hinterleibe herauspräpariert. Es steht dem santolinata-
Ei nicht zu fern und hat etwa die gleiche Grössen-
ausdehnung der Figuren. Dieselben sind aber fingerig-
zackiger, fast sternförmig: kleine rundlappige Ausbuch-
tungen. Der Boden ist flacher, nicht so schön mulden-
310 Zur Kenntnis der Eupithecien-Eier.
förmig. Der Rand der Leisten ist annähernd der gleiche,
vielleicht etwas feiner.
5l. scabiosata Bkh. ab. orphnata Bhtsch. Taf. VI,
Fig. 3, 4 Leider stand mir die Stammform selber zum
Vergleich nicht zur Verfügung, ein Unterschied wird aber
wohl kaum vorhanden sein. 0,55:0,37. Das Ei konnte
sowohl frisch als auch als Formalinpräparat untersucht
werden. Ich habe hier zwei Abbildungen, die eine mehr
vom oberen Eipol gesehen, gegeben, um zu zeigen, wie
vorsichtig man bei der Beurteilung der Skulptur sein
muss. Es ist auf beiden Bildern ein und dasselbe Ei
reproduziert und wie verschieden sehen beide aus! Im
allgemeinen gleicht die Eischale sehr dem linariata- und
insigniata - Typus; die Grösse der Gruben ist nur sehr
viel bedeutender. Der Hauptunterschied liegt im Boden,
der hier auffallend stark mit groben Vertiefungen besetzt
ist. Im ganzen ist er gleichmässiger muldenförmig als
bei den verglichenen Arten. Nach dem oberen Eipol zu
gehen dann die Figuren sehr stark in die Breite. Die
starken Unebenheiten des Bodens verraten aber auch
hier noch die Art. In der Länge messen die Gruben im
Durchschnitt !/,, mm, in der Breite !/;, mm.
52. amplexata Chr. Das aus dem Abdomen heraus-
präparierte Ei erscheint durch die besonders tiefen Gruben
schon bei schwacher Vergrösserung sehr rauhschalig.
Die Gruben sind ähnlich wie bei satyrata gebildet, im
Durchschnitt etwas grösser als bei dieser. Sie liegen
noch viel tiefer und nähern sich darin der dodoneata.
Der Boden bildet aber nicht wie dort die Spitze einer
Hohlpyramide, sondern ist scharf wie ein Schiffskiel, in
der Längsachse des Eies gestellt, wie bei satyrata. Mit
der äusserlich ähnlichen denticulata besteht im Ei also
gar keine Ähnlichkeit. }
53. denticulata Tr. Taf. VI, Fig.5. Formalinpräparat.
0,60:0,40. Das Ei, das wieder den einfachen Sechseck-
Typus repräsentiert, hat unter den Verwandten kein
ähnliches! Der Boden der ziemlich regelmässigen Poly-
gone ist plan, stark granuliert. Scharf abgesetzt und
fast senkrecht in die Höhe steigend, d. h. an der Basis
fast so schmal wie auf der Kammhöhe erheben sich die
geradlinigen Leisten zu beträchtlicher Höhe. Unter den
Bbeckig gefelderten hat jedenfalls denticulata die höchsten
Leisten. Dieselben sind auf der Kammhöhe nicht glatt,
M. Draudt. stil
sondern ebenfalls granulier. Nach dem oberen Eipol
zu werden die Leisten wellig, die Gruben gehen stark
in der Querrichtung auseinander (cf. am oberen Rand
der Abbildung). Die Gruben messen im Durchschnitt
im Durchmesser etwa !/,; mm. Die einfache 5 blätterige
Mikropyle ist auf Taf. VIII, Fig. 11 abgebildet.
54. semigraphata Brd. Taf. VI, Fig. 6. Formalin-
präparat. 0,55:0,57” mm. Im Bau seiner Gruben zeigt
das Ei Anklänge an euphrasiata, aber die Ornamente
sind nicht so stark in der Längsrichtung entwickelt, mehr
rundlieh im Umriss. Der Boden ist nicht ganz glatt,
sondern fein granuliert. Aus ihm erheben sich deutlich
abgesetzt und ziemlich steil in die Höhe ziehend die
kräftig entwickelten Leisten. Die Zipfel der Figuren
sind im allgemeinen wenig rundlich, mehr eckig. Beim
Zusammenstossen verbreitern sich die nicht sehr scharf-
Kantigen, etwa 3 „ breiten Leisten, stets etwas. Die
Gruben gehen nach dem oberen Eipol zu ebenfalls ganz
besonders stark in der Querrichtung auseinander. Die-
selben sind im Durchschnitt etwas grösser als bei der
vorigen Art, etwa Y/, mm im Durchmesser. Die fünf- .
blätterige Mikropyle (Taf. VIIl, Fig. 4) bietet wenig eigen-
artiges.
55. graphata Tr. Taf. VI, Fig. 7. Das aus dem
Hinterleib eines ungarischen Weibchens herauspräparierte
Ei erwies sich als so gut erhalten, dass die Photographie
gelang. Die Reproduktion derselben schien mir um so
notwendiger, als meiner Ansicht nach durch die Unter-.
suchung des Eies der Beweis erbracht ist, dass die
folgende setaceata Dietze davon anatomisch ver-
schieden, also artlich zu trennen ist. Die seit lange
gehegte Vermutung, dass graphata mit setaceata und
wahrscheinlich mayeri und riparia Lokalformen einer
Art seien, wird dadurch nicht bestätigt. Die Skulptur
bei graphata ist ein sehr viel einfacheres, von der
folgenden Art himmelweit verschiedenes 6 eckiges Mosaik-
muster. Im Ausmass sind die Grübchen höchstens den
dritten Teil so gross. Aus dem mässig stark mit Rauhig-
keiten versehenen Boden erheben sich, ein regelmässiges
Sechseck einschliessend, deutlich abgesetzt die verhältnis-
mässig hohen, geradlinigen Leisten, steil in die Höhe
gehend, also an der Basis nicht viel breiter als auf der
312 Zur Kenntnis der Eupitheeien-Eier.
Kammhöhe. In der Grösse gehen die Gruben nicht viel
über das pulchellata Ausmass hinaus.
56. setaceata Dietze. Taf. VI, Fig. 8. Formalin-
präparat. 0,55:0,35. Wie vorher gesagt, von graphata
unbedingt artlich zu trennen! Die Gruben etwa 3 mal
so gross, manche ganz ausserordentlich in die Länge
gezogen, bis zu !/a mm. Durch die stark entwickelten
zackigen Ausbuchtungen gleicht das Ei in der Skulptur
dem wesentlich kleiner ornamentierten oxycedrata - Ei.
Aus dem stark granulierten Boden gehen breitbasig und
weniger steil als bei voriger Art die sehr kräftigen Leisten
in die Höhe, auf der Kammhöhe etwa 2 „ Breite messend.
Die zahlreichen Ausbuchtungen, manche Gruben besitzen
bis zu 8, meist eckigzackig, nicht gerundet. Im Durch-
schnitt messen die Gruben in der Länge !/;; mm, in der
Breite !/;;, mm.
57. undata Frr. Formalinpräparat, das aber beim
Trocknen leider stark einfiel. 0,55:0,55. Sehr stark
blaugrün und carmin irisierend. Die Skulptur ist ähn-
lich der von liguriata. Die Umrandung der Gruben
stellt sich aber deutlicher als scharfe Leisten dar, der
Boden der Gruben ist flacher, nieht wie dort Boden und
Leisten zusammen eine Mulde darstellend.
58. plumbeolata Hw. Ein einziges aus dem Ab-
domen herauspräpariertes Ei war sehr schlecht erhalten.
Immerhin gestattete es festzustellen, dass die Oberfläche
ganz anders wie bei den übrigen der Gruppe, sehr tiefe
rundliche Gruben aufwies, die in der Tiefe fast an
dodoneata erinnerten.
59. immundata Z. Formalinpräparat. 0,47 :0,37,
also ein ziemlich kleines, der Kreisform im Umriss stark
genähertes Ei und dementsprechend sehr stark abge-
lacht. Ähnlich wie bei den Chloroclystis-Arten zeigen
sich hier auf ganz glatter Oberfläche flache, sechsseitige
Facetten mit kaum erhöhten Leisten: „ein wenig aus-
geprägtes, narbiges Netzgeflecht mit geradlinig aneinander-
schliessenden Zellformen“. (Dietze.)
60. isogrammaria H. 8. Taf. VI, Fig. 9. Das aus
dem Abdomen herauspräparierte einzige Ei war so gut
erhalten, dass eine leidliche Aufnahme gelang. In seinen
grossen tiefen Gruben zeigt es fast santolinata- oder
auch carpophagata-Anklänge! Der Boden ist nicht so
tiefmuldig, sondern etwas flacher und ziemlich stark
M. Draudt. 313
granuliert. Die sehr kräftig entwickelten Leisten gehen
nicht allmählig in die Höhe, sondern mit ganz deutlichem
Absatz. Mässig steil ansteigend endigen sie mit breitem,
wulstig abgerundetem Kamm. In Form und Grösse der
Gruben vergleicht man die Art am besten mit santolinata.
61. thalietrata Püng. Taf. VI, Fig. 10. Formalin-
präparat. 0,55:0,35 mm. Ich verweise hier auf die in
Iris XV p. 137 von Dietze gegebene Beschreibung. Zum
Vergleich mit der vorigen Art, die ihr etwas gleicht,
füge ich hinzu, dass die Gruben etwas kleiner, mehr in
die Länge gezogen erscheinen. Die Leisten entspringen
noch deutlicher abgesetzt und enden auf dem Kamme
mit einem viel schmäleren, fast schneidigscharfen Grat.
Der Boden erscheint etwas glatter, weniger granuliert.
Die zipfeligen Ausbuchtungen sind etwas schlanker,
kleinlappiger, nicht so plump wie bei voriger Art. In
der Länge messen die Gruben im Durchschnitt 1/a mm,
in der Breite !/,, mm.
62. valerianata Hb. Taf. VII, Fig. 1. Formalin-
präparat. 0,42:0,50. Das kleinste aller mir bekannten
Eier, von fast cylindrischer Form, fast gar nicht ab-
geplattet. Die Gruben im Verhältnis zur Kleinheit des
Eies sehr gross von ziemlich einfacher Sechseckform
‚ohne viele Ausbuchtungen, aber sehr langgestreckt. Aus
dem fast glatten Boden erheben sich die zarten Leisten
am Grunde deutlich abgesetzt und hier nicht viel breiter
als auf der Kammhöhe. Sie sehen ganz eigenartig, fast
durchsichtig, wie aus Glas geschmolzen, aus. Fast
geradlinig umranden sie die langen Figuren. Nur hie
und da, wo 3 Leisten zusammenstossen, ist eine oder die
andere etwas zipfelförmig, und dann ziemlich spitz, nicht
abgerundet, ausgezogen. Im ganzen bleibt die Sechs-
eckform überall recht deutlich gewahrt. In der Länge
messen die Gruben im Durchschnitt Y/g,, in der Breite
U/s, mm.
65. pygmaeata Hb. Taf. VI, Fig. 2. Formalin-
präparat. 0,55: 0,35. Ein sehr charakteristisches Ei, das
mit einem anderen kaum zu verwechseln ist. In dem
Umriss der Gruben erinnert es an die dodoneata-Gruppe,
allein je 2 einander gegenüberliegende Seiten des sonst
deutlichen Sechseckes bilden einen so stumpfen Winkel
miteinander, dass fast ein Viereck resultiert. Im übrigen
stimmt auch nur der Umriss, die Leisten erheben sich
a
Zur Kenntnis der Eupitheeien-Eier.
aus einer ganz flachen, ebenen Grube und steigen nicht
als Triechterwände empor. Der Boden der Gruben ist
stark granuliert. Die fast geradlinigen Leisten, die von
vertikal gestellten undeutlichen Furchen durchzogen
sind, erheben sich mässig deutlich abgesetzt zu ver-
hältnismässig bedeutender Höhe, oben in einem ziemlich
scharfen Grat von höchstens 2 „ Breite endend. Die
Gruben zeigen hie und da etwas Neigung zum Breiter-
werden in der Querrichtung,. im allgemeinen wird jedoch
der quadratische Umriss gewahrt. Stellenweise er-
strecken sich die Vertikalfurchen bis hinauf zur Kamm-
höhe, so dass diese gewissermassen schartig erscheint.
Im Durchschnitt messen die Gruben etwa !/,,; mm im
Durchmesser.
64. massiliata Mill. Das aus dem Abdomen heraus-
präparierte Ei gehört zum Typus von dodoneata. Wie
hier stellen die Gruben scharfkantig aneinander
schliessende Trichter dar von beträchtlicher Tiefe, die
in der Grösse ebenfalls mit dodoneata übereinstimmen.
Die Seitenwände des Trichters gehen aber nicht als
sechsseitige Hohlpyramide in die Tiefe, sondern sie
runden sich nach unten etwas ab, so dass ein mehr
muldenförmiger Boden entsteht.
65. tenuiata Hb, Formalinpräparat. 0,60:0,35. Das
ganz aus dem Rahmen der übrigen Eupithecia-Arten
heraustretende Ei habe ich im allgemeinen Teil bereits
genauer geschildert, bemerke hier nur nochmals, dass
das absonderlich gestreckt eylindrische Ei völlig skulptur-
los ist, dass nur durch äusserst feine Wellenlinien eine
eben sichtbare Granulierung der Oberfläche hervor-
gerufen wird. Am oberen Eipol liegt ganz isoliert die
fünfblätterige Mikropyle, die ganz dem Bilde von vulgata
entspricht. (Taf. VIII, Fig. 9.) Natürlicherweise kann
hier nur die zarte innere Rosette vorhanden sein, da die
äussere ja von Chorionleisten gebildet wird, die hier
fehlen. Deshalb ist die Beziehung auf obige Figur ganz
angebracht, da hier ja nur auf den Rand der inneren
Rosette eingestellt ist, die äussere also verschwunden
ist. Eine Photographie der skulpturlosen Oberfläche
wäre zwecklos gewesen, da die feinen Wellenlinien, die
erst bei viel stärkerer Vergrösserung sichtbar werden,
auf der Platte doch nicht erscheinen.
! aa
M. Draudt. 315
66. inturbata Hb. Formalinpräparat. 0,55 :0,55.
Dieses Ei ist ebenfalls nahezu strukturlos und eignet
sich deshalb ebensowenig wie das vorige zur photo-
graphischen Wiedergabe. Es ist nicht ganz so lang-
gestreckt. Auf der etwas stärker granulierten Oberfläche
lässt sich eben ein sechseckiges Mosaikmuster heraus-
differenzieren. Die Umrandungen der Sechsecke werden
indes nicht durch erhöhte Leisten erzeugt, sondern nur
durch etwas stärker angehäufte Granulierung. Immer-
hin scheint an manchen Stellen der Boden in der Mitte
der Sechsecke ganz flach muldenförmig eingesunken,
aber nur so wenig, dass man es erst bei sehr genauem
Zusehen bemerkt.
67. nanata Hb. Das aus dem Abdomen heraus-
präparierte Ei zeigt Anklänge an die innotata-Gruppe,
bleibt ihr aber doch ziemlich fern. Dadurch, dass die
Gruben kleiner, nicht so lang gestreckt und fingerig-
zackiger- sind, neigt es fast zu artemisiata hin. Die
Leisten sind abgesehen davon, dass sie stärkere Aus-
buchtungen zeigen, ungefähr wie bei innotata, verhältnis-
mässig breit und wulstig.
68. innotata Hufn. Taf. VII, Fig. 4. Die Eier konnte
ich frisch sowohl als als Formalinpräparat untersuchen.
0,65:0,45, also sehr gross. Ebenso sind die Ornamente
ganz besonders grosszügig angelegt. Nahe Anklänge be-
stehen zum euphrasiata- Ei, wie ich dort bereits be-
merkte. Der Boden der etwas gleichmässiger gestreck-
ten- Gruben ist ebenfalls plan, aber nicht so absolut
glatt wie dort, sondern weitläufig granuliert. Die Leisten
scheinen etwas breitbasiger zu entstehen, die Höhe und
die Kammbreite ist bei beiden gleich. Um einen stich-
haltigen Unterschied in der Textur zu finden, muss man
den Gesamteindruck auf sich wirken lassen, und da
kann man sagen, dass bei euphrasiata längere und®
schmälere Zipfel, namentlich in der Längsrichtung, ent-
wickelt sind, wodurch das Ornament sternförmiger, un-
ruhiger wirkt als bei der gleichmässiger breit bleibenden
innotata-Grube. v. fraxinata Crewe ist ganz gleich
und von v.tamarisciata Frr. kann man wohl dasselbe
sagen, indes will ich mit dem Urteil bis zur Erlangung
frischer Eier zurückhalten, da die zur Verfügung stehen-
den Formalinpräparate sich leider nicht ohne einzufallen
316 Zur Kenntnis der Eupithecien-Eier.
troeknen liessen. Grösse der Gruben in der Längs-
richtung im Durchschnitt !/;;, mm, in der Breite 1/30.
69. unedonata Mab. Taf. VII, Fig. 5. Formalin-
präparat. 0,62:0,42, also im Durchschnitt etwas kleiner
als bei voriger Art. Die Skulptur verhält sich sehr
ähnlich: Ebenfalls grosse, weit offene Gruben mit planem
Boden. Der Gesamteindruck ergiebt, dass die Gruben
im Dwurehschnitt wohl etwas kleiner, dann aber viel
plumper und breiter sind. Es fehlen die vielfachen Aus-
buchtungen, die das innotata-Ei schlanker, zackiger in
seiner Ormamentik erscheinen lassen. Der Boden ist
vielleicht etwas stärker granuliert. Der Hauptunter-
schied liegt aber in den Leisten, die mit schmälerer
Basis beginnen, viel steiler in die Höhe ziehen und
demgemäss eine viel breitere Kammhöhe als bei innotata
besitzen. Dieselbe ist fast doppelt so breit und lässt
häufig auf-ihrer Höhe in der Mitte eine Längsfurche er-
kennen. Die Grösse der Gruben ist in der Längs-
richtung etwa 1/,s,, in der Breite !/g mm.
70. parallelaria Bhtsch. würde ich nach dem aus
dem Abdomen herauspräparierten Ei entschieden artlich
von der vorigen trennen. Die Skulptur neigt wieder
mehr zu innotata, die Gruben sind gestreckter, fingerig
zackiger, die Leisten feiner und zarter als bei unedonata.
Immerhin muss man bei so nahe stehenden Tieren mit
individuellen Verschiedenheiten rechnen, ein Urteil also
bis zur Erlangung frischen Eiermateriales aufschieben,
falls nieht andere anatomische Trennungsmerkmale sich
finden lassen.
71. phoeniceata Rbr. (mnemosynata Mill... Taf. VI,
Fig. 6. Formalinpräparat. 0,57:0,37 mm. Dieses Ei
steht in seiner Skulptur der succenturiata-Gruppe sehr
nahe. Die Gruben haben ganz genau die gleiche Form
im äusseren Umriss. Der Boden, der viel tiefer liegt,
ist nieht ganz plan, sondern etwas muldig vertieft. Von
den Zipfeln ziehen öfters kurze Leisten in die Nachbar-
grube hinein, daher ist der Boden nicht überall ganz
ausgeglichen, sondern hie und da mit wulstigen EBr-
hebungen besetzt, die z. T. strahlenförmig nach dem
Zentrum ziehen und hier verstreichen. Der Kamm
dieser Leisten ist ziemlich scharf. Im übrigen ist der
Boden nicht ganz glatt, sondern granuliert. In der
M. Draudt. 3:10
Länge messen die Gruben im Durchschnitt !/; mm, in
der Breite 1/5, mm.
72. oxycedrata Rbr. Taf. VII, Fig. 7. Formalin-
präparat. 0,55:0,40, also ein recht plumpes. ziemlich
abgeflachtes Oval. Sehr charakteristisch sind die stark
eckig-zackigen Ausbuchtungen der sternförmigen Grüb-
chen, wodurch ein recht unruhig wirkendes Muster ent-
steht. Meist sind die Gruben etwas in die Länge ge-
reckt. Der Boden, der als Fläche infolge der breitbasig
entspringenden Leisten recht schmal wird, ist fein
granuliert, ziemlich plan, nicht muldig vertieft. Scharf
abgesetzt erheben sich schräg aufsteigend die sehr kräf-
tig entwickelten Leisten, von deutlich ausgesprochenen
vertikal gestellten Furchen durchzogen, die die Kamm-
höhe nicht erreichen. Daher sieht der ziemlich scharfe
Grat hier oben glatt aus. Er ist höchstens 2 „ breit,
meist aber auch schmäler. Durch die eckigen Zipfel
gewinnt das Ei einige Ähnlichkeit mit dem von artemisiata,
dessen Gruben indes viel grösser sind und weniger un-
ruhig wirken. In der Länge messen die Gruben etwa
!/g4, in der Breite höchstens !/,, mm.
73. abbreviata Stph. Das aus dem Abdomen heraus-
präparierte Ei hat eine so verblüffende Ahnlichkeit mit
dem folgenden, dass man erst frische Eier abwarten
muss, um ein sicheres Urteil zu haben. Immerhin
scheinen bei genauerer Durchsicht die Gruben eine Spur
grösser und: flacher, ich möchte sagen ausgebreiteter, so
dass man ab und zu eine Bodenfläche zu gewahren
glaubt. Die Leisten scheinen etwas scharfkantiger und
feiner.
74. dodoneata Gn. Taf. VII, Fig. Ss. Formalinpräparat.
0,50:0,355 mm. Wohl das charakteristischste von sämt-
lichen bis jetzt bekannten Eupithecien - Eiern. Tiefe,
sehr regelmässige sechsseitige Trichter sind in die Ober-
fläche eingegraben, so dass eine weitere Beschreibung
vollständig überflüssig ist, zumal die gute Abbildung das
Gesagte trefflich illustriert. Die geradlinigen ziemlich
scharfen Ränder lassen häufig eine Längsfurche in der
Mitte erkennen. Auch die Mikropyle mit ihren drei
Rosettenblättern ist ungemein verschieden von allen
bisher besprochenen. Auf Tafel VII, Fig. 6 ist sie
kenntlich wiedergegeben. Die Offnung der Trichter
misst etwa !/,; mm im Durchmesser.
318 Zur Kenntnis der Eupitheeien-Eier.
75. sinuosaria Ev. Von dem bereits im vorigen.
Bande der Iris beschriebenen Ei ist auf Taf. V, Fig. 7
stark schematisiert ein Stück Eioberfläche wiedergegeben
bei etwa 300facher Vergrösserung. Das Ei steht im
grossen ganzen dem dentieulata-Ei recht nahe. Der
Boden ist im Vergleich damit weitläufiger und gröber
mit kleinen Vertiefungen versehen. Die Leisten sind
bei weitem nicht so hoch und viel feiner. Sie ent-
springen nicht scharf abgesetzt, sondern gehen ganz all-
mählich aus der muldenförmigen Grube hervor. Die
(srösse der Einzelornamente ist etwas geringer als bei
denticulata.
76. lanceata Hb. Taf. VII, Fig. 9. Frisches Ei von
ganz beträchtlicher Grösse: 0,65:0,45 und sehr wenig
abgeflacht, schlank eylindrisch, stark glänzend. Sehr -
verschieden von allen bisher besprochenen Arten ver-
hält sich die Skulptur der Eischale, die von sehr un-
regelmässigen, stark geschlängelten, zum Teil schlingen-
förmig gebogenen Leisten bedeckt ist. Dieselben um-
randen kleine Gruben, die im allgemeinen einen stern-
förmigen Eindruck machen. Sie sind meist an einer
Stelle offen und kommunizieren mit der Nachbargrube,
indem die sehr unregelmässig entwickelten Leisten plötz-
lich gewissermassen im Sande verlaufen. Stellenweise
werden ganz winzig kleine Grübehen umgrenzt, an
anderen Stellen wieder zieht eine Leiste mitten durch
eine Grube hindurch, kurz ein höchst unruhiges und
unregelmässiges Texturbild. Die Leisten entspringen
meist sehr breitbasig und demgemäss wenig steil an-
steigend, immer aber deutlich abgesetzt aus dem Boden
der Grube. Auf der Kammhöhe enden sie ziemlich
scharfkantig. Im allgemeinen sind die Figuren etwas in
der Längsrichtung des Eies ausgereckt. Das frische Ei
ist zunächst perlmutterglänzend weisslich, geht aber bald
in lebhaft rostrote Färbung über um vor dem Aus-
schlüpfen braungrau zu werden. Es irisiert ausser-
ordentlich stark blaugrün und earminrot. Die 5 blätterige
Mikropyle bietet nichts besonderes. Masse der Einzel-
ornamente zu geben hat bei der Ungleichheit derselben
keinen Zweck. Es mag genügen, wenn ich sage, dass
sie ungefähr so gross wie bei oxycedrata sind.
77.sobrinata Hb. Taf.VII, Fig. 10. Formalinpräparat.
0,60:0,40 mm. Von Dietze Iris VIII p. 316 bereits kurz
N AR RN
M. Draudt. 319
charakterisiert. Die etwas granulierte Oberfläche um-
spinnen ziemlich zarte, wenig erhöhte Leisten wie mit
einem Netzwerk. Dieselben erheben sich ziemlich all-
mählich aus dem fast planen, höchstens eine ganze Spur
muldenförmigen Boden und sind abwechselnd immer ein-
mal rundbuchtig, dann wieder ziemlich eckig. Sie haben
mit der vorigen Art gemein, dass sie ab und zu auf-
hören, so dass eine Grube offen mit der benachbarten
kommuniziert. Oftmals befindet sich an der Stelle, wo
sie aufhören, eine knopfartige Verdiekung. Im ganzen
entstehen 4-, 5- oder 6zipfelige Figuren. Jedenfalls ist
auch dieses Ei mit keiner anderen Art zu verwechseln.
In der Länge messen die Gruben etwa !/gg mm. in der
Breite im Durchschnitt \/,; mm.
78. pumilata Hb. Taf. VIII, Fig. 1. Formalin-
präparat. 0,55:0,35 mm. Der Skulptur der Eischale
nach gehört diese Art zu dem einfachsten Typus! sechs-
eckige Facetten von besonderer Grösse grenzen scharf-
linig aneinander. Der Boden ist grob granuliert, fast
plan. Aus ihm erheben sich wenig deutlich abgesetzt
die sehr niedrigen Leisten, die oben mit breit abge-
rundetem Rücken enden. Man muss die etwas von der
Seite beleuchteten Partieen (links oben in der Figur)
betrachten, um über diese Verhältnisse ins Klare zu
kommen, sonst würde man leicht die Grube für flach
muldenförmig halten. Die etwas in die Länge gestreckten
Sechsecke messen hier etwa 1, mm, in der Breite
l/., mm.
79. Chl. coronata Hb. Taf. VIII, Fig. 2. Frisches
Ei. 0,50:0,35 mm.: Diese Gattung enthält von der
vorigen sehr abweichende. unter sich äusserst ähnliche
Eier. zum Beweis, dass sie eng zusammengehöriges
bringt. Bei allen handelt es sich um sechseckige ganz
glatte Facetten ohne eigentliche umrandende erhöhte
Leisten. Bei coronata sind dieselben am schärfsten aus-
gesprochen, in der Mitte muldenförmig vertieft, zum
Teil sogar recht erheblich. Die geradlinig begrenzenden
Ränder scharf wie eine Messerschneide. Die Facetten
messen etwa Yo mm und weniger im Durchmesser.
Das Ei ist frisch weisslich, färbt sich bald graubraun.
SO. Chl. reetangulata L. Formalinpräparat. 0,5%:
0,537 mm. Diese Art hat die wenigst ausgesprochenen
Facetten. Dieselben sind überhaupt kaum bemerkbar,
320 Zur Kenntnis der Eupithecien-Eier.
so flach sind sie. In der Grösse gleich denen der
vorigen Art.
Si. Chl. debiliata Hb. “© Formalinpräparat. 0,55:
0,45 mm. Ein ganz auffallend breites, in der Aufsicht
fast als kreisförmig zu bezeichnendes Ei. Die sechs-
eckige Facettenzeichnung ist wesentlich deutlicher sicht-
bar als bei voriger Art, es beginnt bereits sich eine Art
Rand darum zu erheben; sie nähert sich dadurch der
eoronata, von der sie sich äusserlich sofort durch die
gedrungene Form unterscheidet. Die Grösse der Facetten
ist auch hier die gleiche.
H. Jacobs. »21
Chaerocampa hybr. pernoldi Jcs.
Ein neuer Bastard aus der Familie der Sphingidae.
Von
H. Jacobs, Wiesbaden.
Hierzu Tafel IX.
Die bis jetzt bekannten Bastarde aus der Familie
der Sphingidae sind:
Smerinthus hybr. hybridus Westw. (Smerinthus
ocellata 5 x Smerinthus populi 9 und Smerinthus
populiö X Smerinthus ocellata 9);
Smerinthus hybr. fringsi Stdfs. (Smerinthus at-
lantica 5 X Smerinthus populiQ);
Smerinthus hybr. metis Aust. (Smerinthus austautid X
Smerinthus atlanticaQ und Smerinthus atlantica 5 x
Smerinthus austautiQ);
Smerinthus hybr. leoniae Stdfs. (Dilina tiliae 5 X
Smerinthus ocellata 9);
Hybr. Calasymbolus [eine nordamerikanische Gattung,
die der Gattung Smerinthus sehr nahe steht] astylus
6x Smerinthus ocellata 9;
Hybr. Smerinthus ocellata x Smerinthus excae-
cata (eine nordamerikanische Art, die mit Sme-
rinthus ocellata nahe verwandt ist). -— Bastarde
dieser Art wurden mir im vergangenen Frühjahr
von Amerika aus angeboten. Ich erhielt jedoch
keine, da sich der Verkäufer unmotivirt zurückzog,
und vermag daher nicht zu sagen, ob der Bastard
thatsächlich existirt. Immerhin will ich ihn hier-
mit registriren.
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1905.
322 Chaerocampa hybr. pernoldi Jes.
Deilephila hybr. vespertilioides B. (Deilephila
hippophaäs& x Deilephila vespertilioQ und Deile-
phila vespertilio 5 X Deilephila hippopha&s{%);
Deilephilahybr. epilobii B.(Deilephila euphorbiae 5 X
Deilephila vespertilioQ und Deilephila vespertilio 5 X
Deilephila euphorbiae %) *;
Deilephila hybr. eugeni Mory (nach Herrn Erie Mory
ein secundärer Bastard, hervorgegangen aus der
Paarung von Deilephila hybı. epilobii & mit Dei-
lephila vespertilio 9);
Deilephila hybr. burckhardti Mory (nach demselben
Autor ein tertiärer Bastard, hervorgegangen aus der
Paarung von Deilephila hybr. eugeni 5 mit Deile-
phila vespertilio 9);
Deilephila. hybr. pauli (nach demselben Autor ein
Bastard aus der Kreuzung von Deilephila euphor-
biae 5|?] mit Deilephila hippophaös OP];
Deilephila hybr. phileuphorbiae Mützell (Deile-
phila euphorbiae 5X und Deilephila galii %);
Metopsilus hybr. elpenorellus Stdgr. (Metopsilus por-
cellus &[?] x Chaerocampa elpenor O2;
Zu diesen 13 Bastarden kommt nun ein neuer hinzu,
der in diesem Jahre zum ersten Male gezüchtet worden
ist, ein durch Paarung in der Grefangenschaft erzieltes
Product aus der Kreuzung von Chaerocampa elpenor L.
5x und Deilephila euphorbiae L.9. Prof. Standfuss er-
wähnt in seinem „Handbuch der paläarktischen Gross-
=) Alan nahm bisher an. dass Deilephila hybr. epilobii B. der
Kreuzung von Deilephila euphorbiae % mit Deilephila vespertilio ©
entstamme, da die Raupen nur auf einer der Futterpflanzen von D. ves-
pertilio, Epilobium rosmarinifolium, gefunden worden sind und nichts
anderes als dieses Futter genommen haben. Zuletzt noch hat Herr
Staatsrath Dr. von Schlumberger in den Mitth. d. Mühlhausener Ent.
Ver. 1897 dieser Annahme bestimmten Ausdruck gegeben. Diese
Vermuthung hat sich nunmehr als unzweifelhaft richtig heraus-
gestellt. da neuerdings sowohl die Paarung von D. euphorbiae% mit
D. vespertilioY als auch von D. vespertilio & mit D. euphorbiae
in der Gefangenschaft gelungen ist und daraus Falter erzielt worden
sind. Während die aus der ersteren Paarung hervorgegangenen
Raupen nur das Futter von D. vespertilio, u. a. "Epilobium rosmarini-
folium, nahmen, frassen die Raupen, die aus der letzteren Paarung
resultirten, nur Wolfsmilch, also ebenfalls das Futter der Raupen
H. Jacobs. 325
schmetterlinge für Forscher und Sammler“, dass von
Joh. Röber in Dresden merkwürdige Deilephila-Raupen
an Fuchsien gefunden worden seien, die anscheinend
aus der Kreuzung von Deilephila euphorbiae mit
Chaerocampa elpenor stammten; die Aufzucht dieser
Raupen sei indess nicht geglückt. Sollten dies in der
Tat Raupen aus der angegebenen Paarung gewesen sein, so
wären sie zweifellos, das sie an Fuchsien, einer der Futter-
pflanzen von Ch. elpenor, gesessen haben, der umge-
kehrten Kreuzung entsprungen wie der neue Bastard,
dessen Raupen nur das Futter der Mutterart, Deil. euphor-
biae, nämlich Wolfsmilch, nahmen.
Die Raupe (Taf. IX Abb. 1). Kopf braun. Auf dem
Rücken zieht sich ein rötlicher Streifen vom Kopf bis zum
Horn auf dem letzten Segment. Zu beiden Seiten dieses
Streifens je ein sammetschwarzer Streifen; ein ebensolcher
oberhalb der Beine. Der Raum zwischen diesen Streifen
ist mit einer Unmenge gelber und rötlicher Pünktchen be-
sät, die ebenso, aber viel feiner, sich in den erwähnten
schwarzen Streifen befinden. Diese Pünktchen sind so
angeordnet, dass schmale schwarze Querbänder gebildet
sind, und zwar auf jedem Segment 5, die sich auch über
den Rücken durch den rötlichen Längsstreifen ziehen.
Am unteren Rande der auf dem Rücken befindlichen
schwarzen Längsstreifen ziehen ist auf jedem Segmente
ein hellgelber Punkt; diejenigen auf den ersten vier
Segmenten sind grösser als die auf den anderen Seg-
menten. Die Luftlöcher sind weiss, oval; unmittelbar
unter jedem ein verschwommener roter Fleck. Auf dem
letzten Segmente befindet sich ein Horn, das wenig ge-
bogen, schwarz gefärbt und nur an der äussersten Spitze
weiss ist. An der Wurzel des Hornes, zu beiden Seiten,
ist ein grösserer gelber Fleck, der sich in die Wurzel
der Mutterart. — Die Falter aus der Kreuzung von D. vespertilio &
mit D. euphorbiae unterscheiden sich scharf von denen der ur-
sprünglichen, typischen, D. hybr. epilobii. In beiden Fällen wird die
Behauptung des Herrn Prof. Standfuss, dass das Vatertier einen
grösseren Einfluss auf die Gestaltung der Nachkommenschaft ausübe
als das Muttertier, bekräftigt. — Ich beabsichtige, in einem späteren
Aufsatze die neue, reciproke, D. hybr. epilobii, von der ich ein
ausserordentlich zahlreiches und ungemein interessantes Material
an Faltern und präparierten Raupen in beinahe allen Entwickelungs-
stufen in meiner Sammlung besitze, zu beschreiben und abzubilden.
D. Verfasser.
21*
Bar Chaerocampa hybr. pernoldi Jes.
hineinzieht. Die Länge des Hornes steht in der Mitte
des von Ch. elpenor und D. euphorbiae Die Beine sind
schwärzlich, in der Mitte rotbraun, mit sehr vielen fleisch-
farbenen Pünktchen besetzt. Die Unterseite der Raupe
ist fleischfarben und ebenfalls, ausgenommen in den Ein-
schnitten, mit feinen Pünktehen übersät. Die Raupe sieht
dureh die unzähligen Pünktchen wie chagriniert aus. Sie
steht derjenigen von D. euphorbiae näher als der von
Ch. elpenor. Von der Erweiterung des dritten und
vierten Segmentes wie bei Ch. elpenor ist nichts zu be-
merken.
Die Puppe (Taf. IX Abb. 2) ist braungrau, auf den Höhen
der Segmente. an den Flügelscheiden und auf dem
Rücken dunkler. Die Kopfpartie ist weniger hervor-
tretend als bei Ch. elpenor, jedoch schärfer ausgebildet
als bei D. euphorbiae. Der Kremaster endigt in einer
an der Wurzel breiten, scharf nach innen gebogenen
Spitze. Die Stacheln an den Hinterleibssegmenten
von Ch. elpenor sind bei der Bastardpuppe nur schwach
vorhanden.
Der Falter (Taf.IX Abb. 3) macht. oberflächlich ange-
sehen, den Eindruck eines rötlichen Stückes von Chaero-
campaelpenor. Wasihn jedoch sofort von dieser Art unter-
scheidet, ist die scharf hervortretende Binde auf den
Vorderflügeln. die, am dritten Vorderrandfleck anfangend,
parallel der fast allen Deilephila-Arten eigenen Schräg-
binde nach dem Innenrande geht, "der fehlende rote
l.ängsstreifen in der Mitte der Oberseite des Hinterleibes
und die dunkle Randbinde der Hinterflügel.
Grösse in der Flügelspannung 50--62 mm, also
durchschnittlich kleiner als Ch. elpenor und wesentlich
kleiner als D. euphorbiae. Kopf hellolivengrün, zu beiden
Seiten rötlich eingefasst. Fühler. Die Länge entspricht
derjenigen von Ch. elpenor und D. euphorbiae, die bei
diesen Arten ungefähr gleich ist. Dagegen sind die Fühler
von D. euphorbiae kräftiger als die von Ch. elpenor;
die Stärke der Fühler des Bastardes liegt in der Mitte
derjenigen der Elternarten. Oberseits sind sie schmutzig-
weiss, an der Wurzel rötlich; unten, an der gezahnten
Seite, braun. Thorax hellolivengrün. Sehulterdecken
einwärts rötlich begrenzt, weniger intensiv als bei Ch.
elpenor; auswärts weiss, ausgeprägter als bei Ch. elpenor,
H. Jacobs. 325
jedoeh weniger stark als bei D. euphorbiae. Die Ch.
elpenor eigentümlichen, inmitten der Schulterdecken be-
findlichen deutlich ausgeprägten roten Längsstreifen sind
nur kaum wahrnehmbar vorhanden. Hinterleib schlank,
oben von der Farbe des Thorax. Das bei Ch. elpenor
rote letzte Segment ist bei dem Bastard ebenfalls oliven-
grün. Die rote Längslinie in der Mitte des Hinterleibes
von Ch. elpenor fehlt, wie bereits gesagt, vollständig.
Seiten hellrot. Der olivengrüne obere Teil ist weniger
breit als bei Ch. elpenor, wodurch die rötliche Färbung
der Seiten mehr hervortritt An den Seiten des ersten
Segmentes befindet sich ein schwarzer Fleck wie bei
Ch. elpenor, der jedoch grösser und intensiver ist als
bei dieser Art. Am After ein starkes Büschel Haare,
die von der Farbe des Hinterleibs sind.
Vorderflügel. Die Vorderflügel von Ch. elpenor
sind schlanker als die von D. euphorbiae. Bei dem
Bastard hält die Gestalt die Mitte zwischen der jener
beiden Arten. Die Grundfarbe der Oberseite ist bei den
einzelnen Faltern ein mehr oder minder helles karmin-
rot. Der Vorderrand ist auf etwa drei Viertel seiner
Länge hellolivengrün eingefasst. An der Wurzel, etwa
bis zu einem Viertel, und weiter, in der Mitte anfangend
bis zum Ende, dehnt sich die Einfassung zu Flecken
aus. Der Wurzelfileck ist länglicher als der von D.
euphorbiae und nicht so scharf umgrenzt wie dieser.
Der zweite Vorderrandfleck ist als eine Vereinigung des
zweiten und dritten Vorderrandfleckens von D. euphorbiae
zu denken. In diesem Flecken, ziemlich am Ende, an
der Stelle, wo bei D. euphorbiae sich der dritte Vorder-
randfleck befindet, tritt unmittelbar am Rande ein kleiner
dunklerer Fleck hervor, von dem aus eine nach der
Mitte des Innenrandes ziehende, gleichmässig etwa 2 mm
breite, in der Mitte sanft nach oben gebogene, hell-
olivengrüne Binde ausgeht. In der Flügelspitze ent-
springend läuft die D. euphorbiae und anderen Deilephila-.
Arten charakteristische, spitz anfangende und breit
endigende Schrägbinde nach dem Innenrande zu. Die
Farbe dieser Binde ist ebenfalls hell-olivengrün. Ihre
Innenseite läuft parallel mit der erst erwähnten Binde.
etwa 5 mm davon entfernt, und ist geradlinig. währenil
die Aussenseite unregelmässig ist. Scharf markiert durch
dunklere Färbung, erreicht die Aussenseite den Innen-
326 Chaerocampa hybr. pernoldi Jes.
rand hart am Aussenwinkel. Die Binde ist schmäler als
die von D. euphorbiae, ungefähr von der Form der-
jenigen von Deilephila hippophaös Esp. Der Raum
zwischen Binde und Rand ist eine}ldee dunkler getönt
als die rote Grundfarbe. Er ist breiter als bei Ch.
elpenor und nicht ganz so stark wie bei D. euphorbiae.
An der Wurzel befindet sich unterhalb des olivengrünen
Flecks ein am Innenrande mit weissen Haaren’umsäumter
schwarzer Wisch, grösser als der entsprechende Wisch
von Ch. elpenor, jedoch kleiner als der von D. euphorbiae.
Die rote Borde am Vorderrande, die Ch. elpenor hat, fehlt.
Die Fransen an der Aussenseite sind kurz und von der
Farbe des Aussenrandes.
Hinterflügel. Die Form der Hinterflügel von Ch.
elpenor und D. euphorbiae ist ebenfalls verschieden,
hauptsächlich insofern, als die der ersteren Art am
Aussenwinkel spitzer sind. Die Hinterflügel des Bastardes
sind sowohl der Gestalt als auch der Färbung nach eine
Vermischung derjenigen der Elternarten. Der schwarze
Wurzelfleck, der bei Ch. elpenor wesentlich grösser ist
als bei D. euphorbiae, hält die Mitte zwischen denen
dieser Arten. Dem Aussenrande entlang, etwa 1—2 mm
davon getrennt, zieht sich eine schwärzliche Binde, die
vor dem Analwinkel endigt. Diese Binde fehlt bei Ch.
elpenor vollständig und stellt also ein von D. euphorbiae
herrührendes Erbteil dar; sie ist jedoch weniger intensiv
und nicht so breit wie bei dieser Art. Die Farbe des
Raumes zwischen dem Wurzelfleck und der Randbinde
ist rot wie die Grundfarbe der Vorderflügel, desgleichen
der Aussenrand. Im Analwinkel, wo sich bei D. eu-
phorbiae ein prägnanter weisser Fleck befindet, der Ch.
elpenor fehlt, ist die Färbung schwach lichtrötlich. Die
Fransen sind weiss.
Die Unterseite der Flügel, des Thorax und des
Hinterleibes ist karminrot, am Aussenrande der Vorder-
flügel etwas dunkler. Von der Wurzel der Vorderflügel
erstreckt sich bis zur Mittelzelle schwärzliche Färbung.
An der Mittelzelle selbst befindet sich ein schwarzer
Fleck, der kleiner ist als der entsprechende Fleck von
D. euphorbiae. Die Hinterflügel werden durch zwei
schmale, etwa 2 mm weit von einander entfernte, in der
Mitte des Vorderrandes anfangende und im Analwinkel
sich verlaufende olivenfarbene Binden durchquert.
H. Jacobs. 327
Die Beine sind schmutzig weiss, an den Schenkeln
rötliche Behaarung.
Der in Nr. 4 abgebildete Falter stellt ein aber-
ratives, asymmetrisch gezeichnetes Stück dar. Die
Grundfarbe ist ein helles gelbliches Rot. Die Zeichnung
der Vorderflügel ist wie beim Typus hellolivengrün. Auf
dem linkel Vorderflügel geht die Färbung des Vorder-
randes und der beiden Binden bis zur Hälfte des Flügels
in einander über. Auf dem rechten Vorderflügel ist der
olivengrüne Wurzelfleck so weit ausgedehnt, dass er die
schmale Schrägbinde berührt und infolgedessen nur ein
kleiner rötlieher Punkt von der Grundfarbe zwischen
den beiden Vorderrandflecken vorhanden ist. Der Aussen-
yand ist dunkler als die Grundfärbung. — Die Hinter-
flügel haben das gleiche Rot wie die Vorderflügel,; die
Randbinde ist breiter und intensiver als beim "Typus.
Unter den erzielten Falterın — es sind 10 Stück,
die in meinen Besitz übergegangen sind — befindet sich
einer, bei dem jede vote Färbung vollständig fehlt, sie
ist ersetzt durch ein helles Grau. Die Zeichnungen sind
wie beim Typus hellolivengrün. auf dem linken Vorder-
flügel verschwommen. Leider sind die Hinterfllügel dieses
interessanten Tieres verkrüppelt.
Die Falter sind sämtlich männlichen Geschlechts.
Der neue Bastard, den ich nach seinem Schöpfer
und Züchter, Herın Carl pernold in Wien. hybr.
pernoldi benenne, stellt, wie aus der Beschreibung her-
vorgeht, eine Verschmelzung der Charakteristika der
beiden Elternarten, Chaerocampa elpenor und Deilephila
euphorbiae, dar, mit einem UÜberwiegen derjenigen der
Vaterart, Chaerocampa elpenor, weshalb ieh ihn in die
Gattung Chaerocampa rangiere.
398 Dr. Max Wiskott.
Galgula partita Gn. Noct. Il. p. 239.
(Galgula hepara Gn. 1. c. II pag. 239.
Prothymnia baueri Stgr. Berl. ent. Ztg. 1870. pag. 122.)
Von
“Dr. Max Wiskott.
Hierzu Tafel X.
Von dieser interessanten kleinen Noctue waren bis-
her nur wenige Stücke von den Canarischen Inseln be-
kannt, sie befinden sich mit Ausnahme einiger Exem-
plare im Besitz des Wiener Hofmuseum und ist diese
Art in den Annalen desselben Bd. IX, Heft 1, 1594 auch
näher beschrieben.
In vorigem Jahre gelang es mir während meines
Aufenthaltes auf den Canaren diese für die palaeartische
Fauna so selten und interessante Art in einer etwas
grösseren Anzahl von Exemplaren zu erbeuten.
Die 5 & variiren in der Färbung der Vorderflügel
unter sich ausserordentlich, von hellgrüngrau und ocker-
gelb bis zum rotlederbraun, die 792 dagegen ändern das
Colorit gar nicht ab, unterscheiden sich jedoch so ge-
waltig von der Färbung der & &, dass Guenee sie nicht
zu partita gehörig ansah und als Galgula hepara be-
schrieb.
Die Unterschiede sind folgende:
Das © ist niemals in den Vorderflügeln hellocker-
gelb oder lederbraun, sondern stets tief dunkelrotbraun
oder schwarzbraun, manchmal beinahe schwarz. Die
Zeichnungsanlage der ersteren ist wohl wie bei dem &
vorhanden, aber durch die dunkle Färbung so wesent-
lich verschleiert, dass sie bei reinen lebenden Stücken,
bei welchen der Glanz der Frische noch vorhanden,
kaum zu erkennen ist.
Galgula partita Gn. Noct. 329
Ganz abweichend namentlich aber sind die Hinter-
flügel. Während bei dem 5 die Hinterflügel oberseits
schmutzig weisslich bis braungrau gefärbt, unterseitig
ebenso wie die bräunlichen Vorderflügel gegen den
Vorderrand zuweilen rötlich angeflogen sind, ist die
Oberseite der Hinterflügel und die Unterseite aller Flügel
bei dem 9% eintönig tiefschwarz, die Fransen sind da-
gegen in ihrer Endhälfte reinweiss. Bei ganz reinen
Exemplaren erinnern die Hinterflügel infolgedessen in
verjüngter Form sehr an diejenigen von Anarta nigritta.
Der Hinterleib teilt die Färbung der Hinterflügel, ist
also bei den Geschlechtern total verschieden. Zwischen-
formen oder Übergänge zwischen 5 und 9 giebt es nicht.
Die 92 sind in reinem Zustande ausserordentlich
selten, sie fliegen sehr wild, augenscheinlich erst nach-
dem sie begattet sind zur Eiablage und halten sich vor-
her tief versteckt in dichtbewachsenen grasigen Stellen,
aus welchen sie sich auch nicht aufscheuchen liessen;
ich musste sie stets erst mittelst Tabaksrauch in das
Netz oder in die Fangflasche zwingen.
Die von Dr. Staudinger im Jahre 1870 in der Berl.
entom. Ztg. nur nach einem männlichen Exemplar be-
schriebene Prothymnia baueri, welche im Katalog von
Stdgr. & Wocke 1870 mit dem Vaterlande Andalusien?
Canar.? bezeichnet ist, gehört zweifellos zu dieser in-
teressanten Art und dürfte wohl nicht von Spanien,
sondern bestimmt von den Canaren stammen.
Die bei Prothym. baueri als bisher gegen Galg.
partita hervorgehobenen Unterschiede, wie dies in den
Annalen des Wiener Hofmuseum des Näheren ausgeführt
ist, nämlich die grünlichgraue Färbung der Vorderflügel
und die Grösse von 26 mm Flügelspannung zum Gegen-
satz von 22 bis 23 mm bei partita ist bei dem mir vor-
liegenden grösseren Material nicht mehr aufrecht zu er-
halten, den ich besitze ebenfalls männliche Exemplare
von 25 bis 26 mm Flügelspannung und mit grünlich-
grauer Färbung. Der Name baueri muss demzufolge
der älteren Guen@e’schen Bezeichnung partita weichen.
In der Beschreibung der Lepidopteren Fauna der
Canarischen Inseln von Dr. A. Rebel und A. Rogenhofer
ist die Synomie von baueri zu partita bereits anerkannt
und nur durch die vorstehend bezeichneten Unterschiede,
die nun aber auch nicht mehr existieren, ist in dem
330 Dr. M. Wiskott.
neuen Katalog von 1901 baueri noch als Lokalform der
partita hinzugefügt worden, hat aber als solche auch
keine Berechtigung mehr.
Diese kleine niedliche durch die dimorphen Unter-
schiede so interessante Noctue wurde von mir in den
Monaten Februar bis April auf der Nordseite der Insel
Teneriffa in dem Tale von Orotava ca. 200 Meter über
dem atlantischen Ozean erbeutet, scheint aber, wenn
vielleicht auch seltener, ebenso auf Grand Canaria, wie
auf der Südseite von Teneriffa. welche wesentlich heisser,
ebenfalls vorzukommen, denn ich fing in la Guimar einen
5 am gewöhnlichen Lampenlicht, während das Tier auf
der Nordseite niemals an den zahlreichen elektrischen
Bogenlampen erschien.
Es wurde bei Tage fliegend von mir zumeist auf
trockenem ebenen Terrain angetroffen, auf verlassenen
lawn-tennis-Plätzen der Engländer, Stellen, die sich bei
der dort alles überwuchernden Vegetation in ganz kurzer
Zeit mit diehtem Gras und Planzenwuchs wieder bedeckt
hatten, unter welchen sich sehr üppig auch ein bei uns
vorkommendes Gnaphalium luteo-albumL. in Massen
angesiedelt hatte. Ob das Tier auf dieser Pflanze lebt,
konnte nicht festgestellt werden.
Die zu den Erläuterungen über Galgula partita G.
diesem Hefte beigegebene Lichtdrucktafel giebt leider die
Farbendifferenzen nur sehr unvollkommen wieder, trotz-
dem kann man die Unterschiede wenigstens insofern er-
kennen, als bei den 6 & & Exemplaren von No. 1 bis 6
die Abstufungen zwischen hell, mittel, dunkel, im Bilde
sichtbar sind. Hell ist die grüngraue, mittel die hell-
ockerbraune und dunkel die rotbraune Färbung. Da-
gegen sieht man auf den ersten Blick die enormen
Unterschiede in der Farbe der 22 No. 7 und 8, ebenso
zeigen die abgebildeten Unterseiten No. 9 und 10 von
ö und ?, dass auch hier nicht die geringste Ahnlich-
keit vorhanden und dass der dimorphe Charakter beider
Geschlechter oben wie unten streng durchgeführt ist.
Zur Ausfüllung der Lichtdrucktafel wurden noch
folgende Arten abgebildet:
Galgula partita Gn. Noct. 331
Nor lt und 1
Pseudophia wiskotti Püng.
In Heft No. 2, Bd. XIV, dieser Zeitschrift von meinem
verehrten Freunde, Herrn Püngeler, beschrieben und mir
zu Ehren so benannt.
No.r13.
Die seltene Lokalform von
Catephia alchymista ab. varia Chr.
In dieser Zeitschrift, Bd. IV, pag. 94, von Christoph
s. Zt. beschrieben.
und endlich
No. 14.
Eine vollkommen oben- und unterseitig schwarze
Ammoconia caecimacula F. Mant.
Dieser totale Melanismus bei einer sonst hellgrauen
Eule ist das extremste Vorkommen von Färbungsum-
bildung aller mir bekannten Noctuen. Er lässt sich nur
vergleichen mit der s. Zt von Dr. Settari erzogenen
Aret. villica, welche sich jetzt in Wiesbaden befindet.
Mein Exemplar, wie ebenso ein zweites wurde im
September 1900 in Luckenwalde am Köder gefangen,
kurze Zeit vorher sind zwei gleiche Stücke in Posen am
Lieht erbeutet worden. Ob seit dieser Zeit noch mehr
solch total schwarze caecimacula sich eingefunden
haben und beobachtet wurden, ist mir nicht bekannt
geworden.
Mitteilungen und Anfragen, welche die Redaktion
dieser Zeitschrift angehen, sind nur an den Redakteur
C. Ribbe, Radebeul bei Dresden, zu richten.
Alphabetische Liste
der in diesem Bande neuaufgestellten
und hauptsächlich besprochenen Arten, Varietäten
und Hybriden.
Araschnia prorsa L. var. schultzi. Pfitzner . . . 277
Chaerocampa hybr. pernoldi. . Jacobs” 0 rE
nn ee
Hypolimnas arakalulk. Semper ı
Nudaurelia dione-venus (n. subsp... Rebel . . . 275
Ozola"bieolorata' Semper:. . .. 0. 202. ea
BhassusneldoradosPhtzner 72 a Te ee 276
Triodia remota Pfitzner u a Tee 2 ML
Erklärung zu Tafel Il.
Argynnis selene ab. thalia Hb. 1598 bei Weis-
senborn bei Zwickau gefangen (Verein „Au-
liea“ in Leubnitz).
Argynmnis selene ab. thalia Hb. Am 13. Juli
1901 im Werdauer Wald von Junkel gefangen.
Gallophrys rubi L. ab. Im Mai 1903 in Plauen i.V.
gefangen.
Argynnis selene ab. thalia Hb. Von Ziller in
Einsiedel i. Erzgeb. gefangen (Col. Seiler-
Dresden).
Melitaea athalia Rott. ab. 1902 von einer im
Werdauer Wald gefundenen R erzogen (Ver-
ein „Aulica* in Leubnitz).
Zephyrus quercus L. Zwitter. 26. Juni 1902
aus einer bei Lauterbach bei Crimmitschau
gefundenen R erzogen von Junkel.
Argynnis selene Schiff. Albinismus. Am Auer
in der Lössnitz von Riedel gefangen.
Argynnis lathonia L. Albinismus. Im August
1902 in Kauschwitz b. Plauen i. V. gefangen.
Polygonia e-album L. ab. Üolleetion Reichert-
Leipzig.
Vanessa urticae L. ab. Collection Reichert-
Leipzig.
Vanessa jo ab. exoculata Weym. Üolleetion
Reichert- Leipzig.
(sonepterix rhamni L. ab. Collection Kotzsch-
Loschwitz.
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Bd.XVIl.
Dresden.
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Figur
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Erklärung zu Tafel 1.
Euproetis ehrysorrhoea L. ab. Bei Grimma
von Gerber gefangen.
Hylophila prasinana L. 5 ab. Von Vol-
„ = Ders, landt bei
Leipzig gefangen. (Vergl. Fauna von Leip-
zie, 3... Aull..s. 1.)
Aglia tau L.Q ab. 1598 im Werdauer Buchen-
wald gefangen (Verein „Aulica“ in Leubnitz).
Timandra amata L. ab. Bei Leipzig von
Bernhardt gefangen, Collection Reichert.
(Vergl. Fauna von Leipzig, 3. Aufl. S. 37).
Biston pomonaria hybr. pilzii Standf. Im April
1596 bei Beucha bei Leipzig von Vollandt
gefangen (Vergl. Fauna von Leipzig, 3. Aufl.
S-102)
Bupalus piniarius L. ab. Bei Grimma von
Gerber gefangen.
Aretia villica L. In Leipzig aus einer bei
Markkleeberg gef. R von Müller erzogen
(Colleetion Philipps-Köln. Vergl. Fauna von
keipzie, 9. Auf. 8.19).
Grocallis elinguaria L. ab. 14. Juli 1598 aus
einer bei Lengenfeld i. ‚NY gef. R erzogen
von E. Möbius (Vergl. S .191 deı Fauna).
Angerona prunaria L. ab. 15. Juni 1892 im
Rosental bei Leipzig gefangen (Vergl. Fauna
von Leipzig, 3. Aufl. S. 60 0).
Angerona prunaria L. ab. 16. Juni 1901 im
Universitätsholz bei Leipzig gefangen (Col-
leetion Reichert.)
Hadena secalis ab. struvei Rag. An der Spitz-
gsrundmühle bei CGosvig von Seiler gefangen.
Agrotis margaritacea Vill. Melanismus. Am
31. August 1902 bei Meissen von Morezek
gefangen (Collection Seiler-Dresden).
Spilosoma menthastri ab. walkeri Curt. Bei
Leipzig gefunden (Collection Reichert-Leip-
zig) (Vergl. Fauna Leipzig, 3. Aufl. S. 19).
ris, Dresden.
Bd.XVI.
Yım
rg
ee En 2
/ris, Dresden. Bd. AV.
Taf: I:
Erklärung der Figuren auf Tafel Ill.
Eupitheeia:
Figur 1. oblongata Thnbeg.
2. gratiosata H.S.
3. syriacata. Stgr.
4. gueneata Mill.
5. linariata (S.V.) F.
6. pulchellata Stph.
‘. liguriata Mill.
8. pusillata (S.V.) F.
9. indigata Hh.
10. strobilata Hb.
.
Erklärung der Figuren auf Tafel IV.
KEupitheeia:
Figur 1. insigniata Hb.
2, sehiefereri Bhtseh.
3. earpophagata Rbr.
4. alliaria H. S.
5. euphrasiata H. S.
} b. 'extiraversana Has:
’. expallidata Gn.
8. assimilata Gn.
9. absinthiata Cl.
10. denotata Hbh.
;5, Dresden. Bad. XV. Taf. IV.
2 an 4
% ar \
TE)
15, Dresden. Bd. XV. Tafv
Erklärung der Figuren auf Tafel V.
Eupitheeia:
Figur 1. v. bergunensis Dietze.
2. vulgata Hw.
3. virgaureata Dbld.
4. lariciata Frr.
5. fenestrata Mill.
6. veratraria H.S.
(. helveticaria B.
8. satyrata Hb.
9. artemisiata Const.
10. santolinata Mah.
Erklärung der Figuren auf Tafel VI.
Eupitheeia:
Figur 1. subfulvata Hw.
2. oxydata Tr.
j. orphnata Bhtseh.
4. f x
5. denticulata Tr.
6. semigrapharia Brad.
i’. graphata Tr.
8. setaceata Dietze.
9%. isogrammaria H.S.
10. thalietrata Püng.
15, Dresden. Bd. XV.
20%
PR}
de 7,
Re gu en
Jris, Dresden. Bd. AV. Taf: Wh
Erklärung der Figuren auf Tafel VIl.
Eupithecia:
Figur 1. valerianata Hb.
pygmaeata Hh.
2
R 3. biornata Chr.
4. innotata Hufn.
5
unedonata Mabh.
6. mnemosynata Mill.
1. oxycedrata Rbr.
n 8. dodoneata Gn.
& 9. lanceata Hb.
E 10. sobrinata Hb.
Erklärung der Figuren auf Tafel VIll.
Eupitheeia:
Figur 1. pumilata Hb. (Gymnoscelis).
3 2. eoronata Hb. (Ohloroclystis).
3. Mieropylübersichtshild (vulgata Hb.).
4. Micropyle von E. semigrapharia Brd.
« D. R „„ denotata Hb.
6. e >» „ dodoneata Gn.
R 1% 5 » » Insigniata Hb.
3. 2 » „ ‚extraversanla H-».
£ 9. r a mulgsatar El.
£ 10. B „ , -linariata, (SV) “N:
ul. $ ‚29 =dentieulata Ir
ris, Dresden. Bd. XVII. Taf. VE
Aa Ir
Ah
re
Kap
Iris, Dresden.
Bd. XVII.
Taf.
Chaerocampa
hybr. pernoldi Jacobs.
IR.
Erklärung der Figuren auf Tafel IX.
Figur 1 Chaerocampa hybr. pernoldi Raupe.
Puppe.
aberrat.
Ho mw
S
s
Erklärung der Figuren auf Tafel X.
Figur 1—6 Galgula partita 58
18 29
9 x 3: & Unterseite.
10 7 »
„ 11—12 Pseudophia wiskotti.
„ 13 Catephia alchymista ab. varia.
a 14 _Ammoconia caecimacula.
Irıs, Dresden.
Bd. XVII. | Taf. X.
Die
Grossschmetterlings-Fauna
des
Königreiches sachsen
herausgegeben
Entomologischen Verein Iris
zu Dresden.
» Mit 2 Tafeln. <—
Redigiert von Ernst Möbius.
..
D° entomologische Verein Iris hat es sich schon längst
=> zur Aufgabe gemacht, die Schmetterlingsfauna des
Königreiches Sachsen zusammenzustellen, denn schon in
seiner ersten Veröffentlichung, im „Korrespondenzblatt‘“
vom Jahre 1884, Seite 2 ist folgendes zu lesen: Als be-
sonderes Ziel hat er sich ferner die Feststellung der
Lepidopterenfauna ausersehen usw. Weiter heisst es
im Korrespondenzblatt 1885, Seite 18: „Schliesslich ist
bezüglich der vom Verein projektierten Bearbeitung der
Lepidopterenfauna des Königreiches Sachsen zu bemer-
ken, dass die erforderlichen Vorarbeiten nunmehr been-
det sind, der Verein richtet an die Herren Lepidoptero-
logen in Sachsen die ergebene Bitte, die ihnen in nächster
Zeit zugehende Tabelle mit grösster Genauigkeit und Ge-
wissenhaftigkeit unter Benutzung nur eigener Erfahrungen
gefälligst auszufüllen usw.‘ Hätte der Schreiber dieses
geahnt, dass noch 20 Jahre vergehen mussten, ehe der
Plan sich verwirklichte, er hätte sich wahrscheinlich vor-
sichtiger ausgedrückt. Die Schwierigkeiten waren eben
grösser, als man annahm, die Landesteile zu wenig durch-
forscht, um nur einigermassen ein abgeschlossenes Bild
zu erlangen, ja jetzt noch giebt es grössere Gebiete, von
denen noch sehr wenig bekannt ist, obwohl sie ihrer
Beschaffenheit nach eigenartige, für Sachsen vielleicht
noch nicht entdeckte Falter beherbergen, es sind dies
vor allem das Erz- und Zittauer Gebirge, verschiedene
Gebiete in der Niederung, so bei Grossenhain, an der
preussischen Grenze, das Teich- und Hügelland der
Lausitz u. a.
Erst im Jahre 1901 wurde der Plan energischer
angefasst, es wurde eine Kommission gebildet und mit
der Bearbeitung beauftragt. An alle bekannten Samm-
ler Sachsens wurden Listen versandt mit der Bitte um
gewissenhafte Ausfüllung mit nur eigenen Beobachtungen.
Davon gingen 50 Listen wieder ein, und es kamen zu den
11
bereits vorhandenen faunistischen Verzeichnissen weitere
Beiträge über die Fauna folgender Orte mit ihrer Umge-
bung: Leipzig, Lausigk, Zwenkau, Rochsburg, Hainichen,
Leisnig, Rosswein, Dresden, Meissen, Wilsdruff, Nossen,
Pirna, Dippoldiswalde, Freiberg, Frauenstein, Bautzen,
Löbau, Seifhennersdorf, Niederkunnersdorf, Spremberg,
Kamenz, Chemnitz, Zwickau, Zschopau, Werdau. Limbach,
Russdorf, Lengenfeld, Johanngeorgenstadt, Plauen und
Elsterberg. Allen Einsendern von Listen, insbesondere
den entomologischen Vereinen Fauna in Leipzig, in Meissen,
in Freiberg, Verein II in Chemnitz, in Limbach und Leub-
nitz-Werdau, die uns so freundlich unterstützten, sei auch
hiermit der herzlichste Dank seiten des Vereins Iris aus-
gesprochen.
Es wurden alle vorhandenen, unten genannten lite-
rarischen Veröffentlichungen, soweit sie zugänglich waren,
als auch der Inhalt der Listen aufs sorgfältigste geprüft
und verarbeitet, durch zahlreiche Anfragen und Erörter-
ungen falsche Bestimmungen und sonstige fehlerhafte
Angaben möglichst beseitigt, eine Anzahl fragwürdiger
oder bereits in der Literatur irrtümlicher Weise als in
Sachsen vorkommend angegebene Arten lieber wegge-
lassen, sodass im allgemeinen nur einwandfreie Tatsachen
aufgenommen wurden. Jedoch sei damit nicht behauptet,
dass der Inhalt der Fauna fehlerlos sei, einzelne Falsch-
bestimmungen und irrtümliche Angaben werden sich wohl
eingeschlichen haben, denn alles konnte nicht mehr ge-
prüft werden, weil teils nicht mehr vorhanden, teils nicht
zugänglich. Es sei noch hier an alle Entomologen Sach-
sens die Bitte angeschlossen, etwaige Ausstellungen am
Inhalt, als auch sonstige Neuentdeckungen und Zusätze
dem Verein Iris freudlichst mitteilen zu wollen behufs
späterer Veröffentlichung, denn keineswegs kann die
Fauna als abgeschlossen gelten, der Bestand wird sich
immer ändern, manche Arten werden verschwinden und
andere hinzukommen. Besonders lieb wären uns auch
Mitteilungen über sogenannte Kleinschmetterlinge, deren
Fauna der Verein Iris ebenfalls beabsichtigt später ein-
mal zu veröffentlichen.
Ein Vergleich mit einigen benachbarten Faunen sei
hier noch angeführt: Die Grosssmetterlinge Thüringens
von Krieghoff, Jena 1834 enthalten 853 Arten, das Ver-
II
zeichnis der Schmetterlinge der Provinz Brandenburg von
Pfützner, Berlin 1891 enthält 783 Arten, die Schmetter-
lingsfauna für Ost- und Westpreussen von Speiser, Kö-
nigsberg 1903 enthält 860 Arten, das Verzeichnis der
Grossschmetterlinge von Böhmen von Nickerl, Prag 1897,
enthält 944 Arten. Unsere Fauna dagegen enthält 980
Arten, also eine höhere Summe, als irgend eine der ge-
nannten 4 Faunen, ein Beweis, dass in Sachsen, einem
noch dazu bedeutend kleinerem Gebiete als genannten
Faunen zu Grunde liegt, entomologisch tüchtig geforscht
worden ist.
Den Text der Fauna haben folgende Herren bear-
beitet:
Tagfalter: Adolf Winckler
ar | Ernst Möbius
Spinner: |
Eulen: Eduard Schopfer
Spanner: Eduard Riedel.
Mit der Leitung der Bearbeitung und der Redaktion
wurde der Unterzeichnete beauftragt. Herr Riedel erle-
digte grösstenteils den ziemlich umfangreichen schrift-
lichen Verkehr, und um die Herstellung der beiden Ta-
feln mit sächsischen Varietäten und Aberrationen hat sich
Herr Professor Dr. Heller, der Vorsitzende unseres Ver-
eins, ganz besonders verdient gemacht. Bei schwer zu
bestimmenden Faltern und fraglichen Punkten unterstützte
mich Herr Seiler durch seine reichen Erfahrungen und
seine mustergiltige Sammlung in liebenswürdiger Weise.
Der Text ist nach dem Staudinger-Rebel-Katalog 1901
geordnet und bei jeder Art ist die betreffende Katalog-
nummer in Parenthese beigefügt. Einigen, im Kataloge
‚ von 1901 anders benannten und noch wenig gebräuch-
lichen Artennamen sind die bekannteren Synonyme des
Kataloges 1571 in Parenthese zugesetzt. Varietäten und
Aberrationen sind eine grössere Anzahl im obigen Kata-
loge nicht genannte mit aufgenommen worden.
Die Reihenfolge der Fundorte ist nach den 4 bekann-
testen Lokalfaunen geordnet: 1. L.—=Leipzig, 2. D. =
Dresden, 3. B. — Bautzen, 4. 6. —= Chemnitz.
Wenn es auch sachgemässer wäre von der Ebene
gleichmässig nach der Höhe aufzusteigen, so halte ich es,
bis alle Gegenden gut durchforscht sind, zunächst zum
IV
praktischen Gebrauch für den Sammler besser, die Fauna
nach diesen 4 Haupteentren zu ordnen und die weiteren
Orte der Kreishauptmannschaften anzugliedern. Nähere
Angaben über Entwicklung, Futterpflanzen der Raupen,
Zucht usw. wurden nur aufgenommen, soweit tatsächlich
neue oder wenigstens interessante Feststellungen gemacht
wurden, im übrigen muss auf die einschlägigen Hand-
bücher und Literatur verwiesen werden.
kiferafur.
Die ersten Beobachtungen über sächsische Falter wurden
Ende des 18. Jahrhunderts literarisch festgelegt; man fin-
det in forstlichen und landwirtschaftlichen Zeitschriften
einzelne Artikel und Berichte über schädliche Falterarten
resp. ihrer Raupen. Die erste grössere faunistische Ar-
beit schrieb Ochsenheimer, welcher 1805 „die Schmetter-
linge Sachsens“ begann, aber nur bis zu den Tagfaltern
kam, „Ein unfreundlicher Dämon hinderte die Fortsetzung“
um mit Ochsenheimer selbst zu reden. Aber auch in
seinem 1807 begonnenen „Schmetterlingen Europas“ fin-
den wir viele sächsische Fundorte, denn er war in Dres-
den Hofschauspieler, stand mit anderen sächsischen Le-
pidopterologen, wie von Tischer in Schandau, Fischer,
Edler von Röslerstamm in Nixdorf und besonders auch
mit den tonangebenden Wiener Sammlern in regem Ver-
kehr. Alle bis zu seiner Zeit erschienene Literatur ver-
arbeitete er sorgfältigst, so auch die wertvollen Manu-
skripte Milhausers, wohl eines der ältesten Dresdner Samm-
ler, derselbe war Sekretär bei der Hofbibliothek und lebte
Mitte des 18. Jahrhunderts (vergl. Hyb. milhauseri S.
47). Nach dem Tode Ochsenheimers im Jahre 1522 wurde
das Werk fortgesetzt von Treitschke, seinem intimen Wiener
Freunde, und 1835 beendet. Viel berücksichtigt ist Sachsen
auch in dem verdienstvollen Werke der Gebrüder Speyer:
Die Verbreitung der Schmetterlinge Deutschlands vom Jahre
1552. Ich habe im folgenden die gesamte Literatur über
die Grossschmetterlinge Sachsens chronologisch geordnet
zusammengestellt, eine grosse Anzahl der Angaben ent-
stammt der ausgezeichneten Abhandlung Fickels: Die Lite-
ratur über die Tierwelt des Königreiches Sachsen, Zwik-
kau 1902.
Die Literatur über einzelne bestimmte Arten habe ich
aus praktischen Gründen bei den betr. Arten selbst im
Text angeführt:
VI
Gapieux, Joh. Steph., Beiträge zur Naturgeschichte der
Insekten in: Der Naturforscher; Halle, 12. Stück
(1778) S.68— 75; 14. Stück (1780) S. 77—92; 15. Stück
(1781) S. 52—66; 18. Stück (1782) S. 215— 225, 42.
Stück (1789) S. 91—100. (Enth. Tagfalter, Schwär-
mer und Spinner der Leipziger Gegend).
Schmiedlein, G. B. Specimae formae inseetorum Lipsicae,
econtinens larvas insectorum glossatorum, quae in
eirculo Lipsiensi inveniuntur, Lipsiae 1790. (Auf-
zählung der Raupenarten, die vom Februar bis Ok-
tober bei Leipzig gefunden wurden).
von Block, Schmetterlinge des Plauenschen Grundes bei
Dresden in: Becker, Der Plauische Grund bey Dres-
den, mit Hinsicht auf Naturgeschiehte und schöne
Gartenkunst, Nürnberg 1799, Abt. III, S. 97—113.
Ludwig, ©. F., Erste Aufzählung der bis jetzt in Sachsen
entdeckten Insekten. Im Namen der Linn@ischen
Societät herausgegeben, Leipzig 1799, i. Papiliones,
N rm
S. 44—57.
Schiffner, Alb., Beschreibung der gesammten sächsisch-
böhmischen Schweiz in ihrer neuesten Gestalt. Für
Reisende. 2 Bändchen. Meissen bei F. W. Goed-
sche, Il. Schmetterlinge: S. 413 bis 414.
Ochsenheimer, F., Die Schmetterlinge Sachsens mit Rück-
sicht auf alle bekannten europäischen Arten. 1. Theil:
Falter oder Tagschmetterlinge, Dresden und Leip-
zig 1805.
Ochsenheimer-Treitschke, Die Schmetterlinge Europas,
1807 — 1835.
von Tischer, Bruchstücke aus meinem entomologischen
Tagebuch. In: Neue Lausiz. Monatsschrift. 1805,
Th. 1, S. 82-92; 319—333. (Enthält Schmetter-
linge der sächs. Lausitz).
Götzinger, W. L., Schmetterlinge des Kirnitzschgrundes
in Schandau und seine Umgebungen, oder Beschrei-
bung der sogenannten Sächsischen Schweiz, Bau-
zen 1804. 2. Aufl. Dresden 1812.
Meyer, E. J. J:, Versuch einer mediein. Topographie und
Statistik der Haupt- und Residenzstadt Dresden,
vu
Stolberg am Harz und Leipzig 1840, Lepidoptera
S. 76c—82b.
Speyer, Ad. und Aug., Über die Verbreitung der Schmet-
terlinge in Deutschland. Ein Beitrag zur zoologi-
schen Geographie. In Stett. Entom. Zeitung, 11.
Jahrg. 1850 und 13. Jahrg. 1852. (Enthält viele
sächsische Fundorte).
Liebich, Verzeichniss der in der Umgegend von Nossen
gefundenen Schmetterlinge 1851. (Vergl. Speyer,
1. Theil S. 444).
Gruner, In Leipzig und dessen Umgegend vorkommende
Lepidopteren 1851. (Vergl. Speyer, 1. Theil S. 444).
Christoph, Verzeichniss von bei Niesky, Herrnhut, ge-
sammelten Schmetterlingen 1852.
Voigt, ©. G., Beiträge zur Lepidopteren-Fauna der Säch-
sischen Oberlausitz. In: Abhandlungen der natur-
wissensch. Ges. „Saxonia“ zu Gross- und Neuschö-
nau, l. Heft, 1851—52, Grossschönau 1853, S. 33 —41.
Schlenzig, M, Osterländische Lepidopterenfauna. In: Mit-
theilungen aus dem Osterlande, 12. Band, Altenburg
18932 8. 145 1822 13: Band, 1857, S. 63 68 und
123— 126.
Möschler, die Schmetterlinge der Oberlausitz. In: Neues
Lausitzisches Magazin. 34. Band, Görlitz 1555 und
38. Band, 1561.
Fritzsche, Verzeichniss der bei Freiberg vorkommenden
und bis August 1561 beobachteten Lepidoptera, als
Beitrag zur Fauna Sachsens und Deutschlands zu-
sammengestellt, Freiberg 1861.
Winkler, R., Grundstein zu einer Lepidopterenfauna für
Elster im Voigtlande und seine Umgebung. In:
Mittheilungen aus dem Osterlande, 15. Band, Alten-
burg 1861, S. 232 —278.
— Erster Nachtrag zu einer Lepid.-Fauna für Elster i.
V. und seine Umgebung in Mittheil. aus dem Oster-
lande, 16. Band, Altenburg 1864, S. 139—160.
Junghans, H., Verzeichniss der in der Umgebung Anna-
bergs bis jetzt gefundenen Macrolepidoptera mit 1
Tafel. In: 2. Jahresbericht des Annaberg-Buchholzer
Vereins für Naturkunde, Annaberg 1870, S. 71—91.
all
Krause, F., Uber einige Schmetterlinge der Umgegend
von Altenburg in Stettin. Entom. Zeitschrift, 32.
Jahrg., 1871, S. 296—304.. (Enthält in der Leina
gef. Schmetter!.).
Priebisch, ©. H., Verzeichniss der bei Schneeberg von A.
M. gesammelten Lepidopteren in: 3. Jahresbericht
des Annaberg-Buchholzer Vereins für Naturkunde,
1573, S. 76—31.
Fingerling, M. E. Müller und A. Reichert: Grossschmetter-
linge des Leipziger (rebietes, zusammengestellt vom
entom. Verein Fauna in Leipzig. 1. Aufl. 1880, 2.
Aut. 18890 94 Aal. 1900:
Schilde, J., Beiträge und Unterhaltungen zur Schmetter-
lingskunde in Entomologischen Nachrichten von
Karsch 10. u. 11. Jahrg., 1854 und 18855. (Enthält
viele Angaben über sächs. Falter).
Berndt, E., Die auf dem Löbauer Berge und dessen näch-
ster Umgebung vorkommenden Insekten in: Lusatia,
herausg. von Dr. Moschkau, 3. u. 4. Jahrgang.
Weise, Aug., Die Natur Ebersbachs und seiner nächsten
Umgebung in: Festschrift des Humboldt-Vereins in
Ebersbach zur Feier seines 25 jähr. Bestehens, Ebers-
bach 1886; e. Schmetterlinge: S. 20a —22b.
Werner, R., Zur Lepidopterenfauna des Zittauer Gebirges
in: Entomol. Zeitschift Guben 1887, 1. Jahrg. S. 14,
18 und 1%
Steinert, Sammelergebnisse unter „Vereins-Nachrichten *
in der Deutschen Entom. Zeitschrift Iris, 2. Band,
1889, S. 277.
Hiller, R., Die Schmetterlinge von Pausa in: Die Stadt
Pausa und ihre nächte Umgebung, Pausa 1590.
Pabst, die Grossschuppenflügler der Umgegend von
Chemnitz und ihre Entwicklungsgeschichte im 9. —
11. Bericht der naturwissenschaftlichen Gesellschaft
zu Chemnitz und in Kranchers Jahrbüchern (vom
3. Jahrg. ab).
Pabst, Vergleichung der Makrolepidopterenfauna von
Chemnitz mit der des Leipziger Gebietes. Mit einer
IX
system. Liste. In: Deutsche Ent. Zeitsch. Iris, 3. Bd.
Dresden 1890, S. 95—127.
Steinert, H., Die Makrolepidopteren der Dresdner Gegend
in 4. bis 7. Band (1391—1894) der Deutschen Entom.
Zeitschrift Iris in Dresden.
Nachtrag zu meiner Arbeit über die Makrolepidop-
teren der Dresdner Gegend, Deutsche Entom. Zeit-
schrift Iris in Dresden 1896, S. 544—548.
Fingerling, M., Die Sammelergebnisse der Jahre 1890 bis
1592 von seiten der Mitglieder des entom. Vereins
Fauna zu Leipzig in: Entom. Jahrbuch von Kran-
eher, 12..u. 2. Jahrg., Leipzig‘ 1892 u. 1893.
Rey, E., Eulen. Köderfang im Jahre 18592 im Nonnenholze
bei Leipzig, im Entom. Jahrbuch von Krancher, 2.
> . _
Jahrg. Leipzig 1893, S. 207.
Schütze,. Die Grossschmetterlinge der sächsischen Ober-
lausitz im 8. bis 11. Band (1895—189S) der Deut-
sehen Entom. Zeitschrift Iris in Dresden.
Sommer, C., Beiträge zur Lepidopteren-Fauna der preus-
sischen Oberlausitz in: Abhandl. der naturforschen-
den Gesellslhaft zu Görlitz, 21. Band 1895, S. 37--78.
(Enthält auch sächs. Fundorte).
Schopfer, Zwerghafte Falter (bei Dresden gefangen) in
Deutsch, Entom. Zeitsch. Iris, 10. Band 1397, S. 262.
Schopfer, 2. Nachtrag zum Verzeichnisse der Makrolepi-
dopteren der Dresdner Gegend in: Deutsche Ento-
mol. Zeitschrift Iris, 12. Band 1899, S. 329—330.
Junkel, G., Ubersicht der bis jetzt in der Umgzegend von
- ; re 8°5
Crimmitsehau i. S. durch Fang und Zucht aufge-
R „oO ©)
fundenen Tagschmetterlinge im Entomol. Jahrbuch
N 8 3 Eunuon u
on Krancher, 112, Jahre: 190278 175-185;
Bodenbesehaffenheit, Klıma, Flora und Kultur.
Das in der Fauna berücksichtigte Gebiet wird durch
die politische Grenze des Königreiches. Sachsen begrenzt.
Hinsichtlich der Lage desselben zwischen dem 12° bis 150
ö. L. von Greenwich und dem 50° bis 51° n. B. entspricht
seine Fauna demnach derjenigen Mitteldeutschlands. Die
nördliche Grenze, gegen Preussen gelegen, gehört dem
Tiefland (ca. 100 m) an, das Land steigt gegen Süden
dann allmählich an und geht in das Hügelland von 200
bis 400 m über, welches den grössten Teil des Landes
bedeckt. Im Süden wird es durch nicht unerhebliche
Gebirgszüge, dem Erzgebirge, Elbsandstein- und Lausit-
zer Gebirge gegen Böhmen abgegrenzt, die sich teilweise
über 1000 m erheben (höchste sächsische Erhebung ist
der Fichtelberg im Erzgebirge mit 1213 m). Schon durch
diese Höhenunterschiede sind die Hauptbedingungen für
eine abwechselnde und reichhaltige Fauna gegeben.
Gehen wir näher ein auf die Existenzbedingungen der
Schmetterlinge, so kommen besonders die 4 Hauptfaktoren:
Die Bodenbeschaffenheit, das Klima, die Flora und die
Kultur in Betracht.
Man findet in Schmetterlingsfaunen oft bis ins ein-
zelne gehende Aufzählung der geologischen Verhältnisse,
aber wenig Beweise für die Abhängigkeit bestimmter
Falter von gewissen Bodenarten, weil dieser Einfluss auch
sehr gering ist. Die Bodenbeschaffenheit bedingt zwar
vielfach eine bestimmte Flora und dadurch die Existenz
an letztere gebundene Falterarten, es sind dies aber nur
wenige, da die meisten Raupen polyphag und ziemlich
anpassungsfähig sind. Zu erwähnen wären da nur die
verschiedenen Kalkböden, bes. da, wo dieselben zu Tage
treten, sonnige, von reicher Flora bedeckte, Abhänge
bilden. In Sachsen sind dies einige (regenden um Dres-
den, Meissen- und Plauen i. V. Ferner sind bemer-
kenswert die zur Kalkformation gehörenden, über ganz
Sachsen zahlreich zerstreuten Basalt-Hügel und Kuppen,
meist bedeckt mit herrlichen Buchenwäldern und reicher
Flora an ihren sonnigen, vielfach steilen Abhängen,
die Fundstellen seltener Pflanzen und auch Falterarten.
Br
Die klimatischen Verhältnisse sind von viel höherem
Einfluss für das Vorkommen und die Verbreitung der
Schmetterlinge, ja vielleicht noch wichtiger als die im
folgenden Teil besprochenen floristischen Verhältnisse.
Denn die Nahrungspflanzen gewisser monophager Raupen
sind zwar über ganz Sachsen verbreitet, aber das Vor-
kommen der Tiere ist auf bestimmte Gegenden beschränkt.
Ich erinnere nur an P. amphidamas und A. levana;
beide Falter werden nur in der Ebene gefunden, wäh-
rend ihre Nahrungspflanzen Polygonum bistorta bez.
Nesseln überall in Sachsen zu finden sind. Dasselbe gilt
auch von vielen polyphagen Arten. Es müssen also
andere Umstände ihrer Ausbreitung Grenzen ziehen, es
sind dies bez. des Klimas in erster Linie die Wärme- und
Feuchtigkeitsverhältnisse, die in Sachsen nicht unerheb-
liche Unterschiede zeigen, worüber einige Angaben nach
Schreiber (P. Schreiber: Das Klima des Königreiches
Sachsen, 4 Hefte, Chemnitz 1892 bis 1897) hier folgen
mögen.
Die mittlere Jahrestemperatur schwankt zwischen
2,70 auf dem Fichtelberg und 8,9% im Elbtal bei Meissen-
Dresden. Das Elbtal von der nördlichen Landesgrenze
bis nach Pirna ist mit 8,5% Jahresmittel das wärmste Ge-
biet, fast gleiche Wärme besitzt die Tiefebene Leipzig-
Borna mit ebenfalls 8,5% Jahresmittel. Die Soemmerwärme
von 10° C nachmittags 2 Uhr dauert bei
100 m Höhe von Anfang April bis Ende Oktober
500-m 7% „. Mitte R „ Mitte e
Sl „- Anlang. , „ Ende September
1200’ m. % „ End Mai „ Mitte
Die Frostwahrscheinlichkeit von November bis März
beträgt in Dresden. (120 .m) = 23%, Leipzig: (120 m): =
27%/,, Zittau (250 m) = 40%,, Grillenburg bei Tharandt
(3350) —= 40%, Plauen i. V. (375 m) = 45°), Annaberg
(607 m) = 50°/,, Georgengrün i. E. (730 m) = 72%/,, Reit-
zenhain (780 m) = 800%, und Oberwiesental (925 m)
—_E1085:
Es wird also in Dresden und Leipzig der Frost c!/,,
in Oberwiesental und Reitzenhain c°/, dieser 5 monat-
lichen Zeitdauer anhalten.
In phänologischer Hinsicht macht sich dies insofern
bemerkbar, indem der Frühling bei Dresden und Leipzig
XII
3—4 Wochen eher einzieht als auf den Erzgebirgshöhen
und die wärmere Jahreszeit in letzteren Gegenden auch
im Herbst bedeutend gekürzt ist. Falter mit mehreren
Generationen in der Ebene haben im Erzgebirge z. T. nur
eine Generation. Dazu ist aber zu bemerken, dass die
Wärmeverhältnisse im Erzgebirge nicht ungünstig sind,
denn der Fichtenwald, der am Brocken bei 1100 m auf-
hört, bedeckt die höchsten Erzgebirgserhebungen. Infolge
dieser höheren Sommerwärme (Annaberg 600 m hoch hat
160° © durehsehnittliche Julitemperatur und Klaustal im
Harz ebenfalls 600 m hoch nur 14,5% C) ist es möglich,
dass bei Oberwiesental in einer Höhe von 900—1000 m
noch der Sommerroggen angebaut wird. Für die Ent-
wicklung der Falter scheint die Verteilung des jährlichen
Wärmequantum auf die verschiedenen Jahreszeiten von
entschieden grösserer Bedeutung zu sein, als die durch-
sehnittliehe mittlere Jahreswärme, d. h. kalte, dabei
schneereiche Winter und folgende warme, trockne Som-
mer sind für die Entwicklung, wie bekannt, günstiger als
milde Winter und folgende kühle, regnerische Sommer.
Keine Tiergruppe ist ja von der Wärme so abhängig als
gerade die Schmetterlinge und unter diesen wieder die
Tagfalter mit bestimmten Gattungen, ausgesprochene
Kinder des Lichts und der Sonne, z. B. die Gattungen
Lycaena, Satyrus, Syrichtus, Heliothis, Acontia u. a.,
welche sich fast ausschliesslich an sonnigen, trocknen
Stellen aufhalten. Im dichten, von der Sonne wenig
durehwärmten Wald findet man bekanntlich weniger
Schmetterlinge als am Waldrand und auf Blössen. Dies
gilt aber auch von Nachtfaltern, wie je:ler erfahrene. den
Köderfang ausübende Sammler weiss. So konnte ich bei
Johanngeorgenstadt die Beobachtung machen, dass in
der Dämmerung zahlreiche Nachtfalter aus dem feuchten,
diehten Hochwald sich auf Ebereschen niederliessen,
welche an der von der Abendsonne durehwärmten, durch
diesen Wald ziehenden Strasse standen. Durch Erschüt-
tern dieser Bäume erhoben sich ganze Schwärme, fielen
teils auf die Strasse, leider wurden nur wenige meine
Beute.
Nebst der Wärme üben die Feuehtigkeitsverhältnisse
einen bedeutenden Einfluss aus. Die Niederschlags-
mengen betragen bei:
XI
Höhe pro Jahr
100m 572 em
300 m 67,8 cm
huoem 78.1°cm
700 m 88,6 em
900 m 990 cm
1200 m 114,6 cm
Diese Zahlen sind aber gewissen örtlichen Schwan-
kungen unterworfen. Die Gegend um Altenberg ist das
regenreichste Gebiet mit 122 cm, der viel höhere Fichtel-
berg mit nur 96 cm, Oberwiesental mit 100 m. In den
tiefsten Lagen des Landes fallen 94°/, der Niederschlags-
menge als Regen und nur 6°/, als Schnee, in den höch-
sten Lagen nur ?/; als Regen und !/, als Schnee. Die
Anzahl der Tage mit Schneedecke beträgt:
bei 100 m Höhe = 58 Tage
300m AUS
500m. N =4105
1 0 O1 ee EN 1 0 e
900. Mm....5 1.1148
1200 m — 4167
„ E>
also‘in der niedrigsten’Lage c. 2 Monate, in der höchsten
Lage c. !/; Jahr. Diese Niederschlagsmengen und die
Zeitdauer :der Schneebedeckung sind bes. wichtig bez.
der Verbreitung der Arten in senkrechter Richtung. Die
durch Wolken und Taubildung fast unausgesetzt feucht
erhaltene Oberfläche des Bodens scheint wie für die
Pflanzen, so auch für die Schmetterlinge des Gebirges
eine Lebensbedingung zu sein und ihre untere Grenze
durch zunehmende Trockenheit und Wärme zu bedingen.
Es gibt bestimmte Arten, die fast ausschliesslich auf Torf-
oder sumpfigen Boden vorkommen, teils allerdings ab-
hängig von den daselbst stehenden Nahrungspflanzen ihrer
Raupen, so A. selene, dietynna, ÖO.tiphon, L. optilete,
euphemus, arcas, P. amphidamas, hippothoe,
C. palaeno u.a. Auch scheinen diese Verhältnisse auf
die Färbung von Einfluss zu sein, man fängt auf moorigen
Wiesen und ähnlichem Terrain sehr oft melanistische
Exemplare und gewisse Varietäten, wie A.selene ab. tha-
lia, P. plantaginis ab.-matronalis, M. dentina var.
latenai u.a. Wie fein die Schmetterlinge auf die Feuchtig-
keitsverhältnisse reagieren, ist jedem Sammler bekannt,
welcher eifrig dem Köderfang nachgeht. Manchmal ist
es schwül, es steht ein Gewitter am Himmel, und die
Prognose muss auf sehr gut gestellt werden und dennoch
ist kein rechter Anflug, w veil die Luft zu trocken ist. Am
andern Abend ist es kühl, aber leichter Regen hat die
Luft durcehfeuchtet und der Anflug ist wider Erwarten
günstig. Welche Momente alle hier einwirken, entzieht
sich unserer Kenntnis, jedenfalls spielen hierbei die
Feuchtigkeitsverhältnisse der Luft die Hauptrolle mit.
Von grossem Einfluss ist die Flora für das Vor-
kommen und den Reichtum an Faltern. Das gilt bes.
für monophage Arten, die streng an das Vorkommen be-
stimmter Pflanzen gebunden sind, wie L. orion (Sedum
telephium), ©. palaeno (Vacc. uliginosum), Ch. amphi-
damas (Polygonum bistorta), L. astrarche (Erodium
eieutarium), L. euphemus u. arcas (Sanguisorba offiei-
nalis), Deil.euphorbiae (Euphorbia eyparissias), H.jaco-
hbaeae (Senecio jacobaea), P. griseovariegata (Pinus
en, Agr. strigula (Galluna vulgaris), Th. paula
(Helichrysum arenarium), und eine grosse Anzahl Eupi-
theecien und Sesien. Diese werden im allgemeinen nur
da gefunden werden, wo die betr. Futterpflanze wächst,
es sind aber nur wenig Arten. Viel mehr Falter sind an
gewisse Pflanzengattungen und Familien gebunden, so
Dianthoeciaan Nelken, Cloantha und AnaitisanHype-
ricum, Vanessa an Nesseln, LeucaniaundNonagriaan
Sumpfgräser, Schilf, Rohrkolben usw. Das grosse
Heer der Arten ist aber nicht von bestimmten Pflanzen
abhängig, sie werden deshalb auch grössere Ausbreitung
erlangen können, wenn nicht die oben geschilderten klima-
tischen Verhältnisse dies verhindern. Bekanntlich sind Ja
auch die Nahrung und sonstigen Ernährungsverhältnisse
auf die einzelnen Individuen von erheblichem Einfluss
bez. der Grösse, Flügelform, Intensität und Verteilung
der Färbung, worin ja bes. Züchter reiche Erfahrungen
sammeln können. Über die Flora Sachsens in bezug auf die
Falterwelt sei hier im kurzen eine pflanzengeographische
Übersicht Sachsens gegeben, wobei ich der Einteilung
Drudes (Der herey naeh Florenbezirk von Dr. Oskar Drude,
Leipzig, Verlag von Wilhelm Engelmann, 1902) folge.
Das Tiefland der Weissen Elster bei Leipzig ist aus-
gezeichnet durch Laubholzwälder, z. T. untermischt mit
Nadelholz, neben grosse Flächen bedeckenden fruchtbaren
a
Kulturböden, es sind bes. das Connewitzer und Universitäts-
holz, der Ehrenberger, Naunhofer, Luckaische Forst, und
die südlicher, an der Grenze von Sachsen-Altenburg ge-
legene, falterreiche Leina. In diesen Auenwäldern finden
wir prächtige Eichenbestände, ferner Hainbuchen, Birken,
Espen, Eschen, Ahorn, Linden, Kreuzdorn u. Vogelkirsche,
Hartriegel, Schlehen- u. Weissdornheeken, Liguster und
andere Gesträuche, Erlen und Weiden an den Wasser-
läufen mit kräuterreichen Wiesen. Einige diluviale Er-
hebungen, die Harth und der Bienitz, mit Buschwald,
Hainen und Sandtriften, umgeben von torfigen Wiesen,
seien bes. genannt. Reich ist das Gebiet bes. an Spin-
nern: G. crenata, N. torva, 8. argentina, Th. pro-
cessionea, O. detrita, E. rimicola, D. harpagula,
A. villica. Aber auch eine grössere Anzahl von Tagfaltern
und Eulen werden nur hier gefunden oder erlangen wenig-
stens daselbst ihre grösste Verbreitung in Sachsen: L. sibil-
la, M.maturna, S.dryas,P.achine, Ch.amphidamas,
ferner A.albovenosa,M.splendens, H.pabulatricula,
Hyd.leucographa,A.caliginosa, E.argentula, T.ame-
thystina u. die Spanner A. trilineata, A. nemoraria,
B. hispidaria, pomonaria(hybr. pilzii), E. murinaria
(Leina) u. St. cararia.
An dieses schliesst sich das 300 —400 m aufsteigende
Muldenland an, begrenzt durch die Städte Zwickau -
Freiberg-Nossen-Oschatz-Grimma-Waldenburg, im Süden
grenzt es an das untere Erzgebirge, im Westen an das
Elbgelände und im Norden geht es mit der Hohburger
Schweiz in das Tiefland über. Der Boden besteht aus
Glimmerschiefer, Rotliegendem, Gmeis und Granitfelsen
vereinzelt, Porphyr bes. im Norden, alles kalkarme Ge-
steine. Es ist das Gebiet der Hügelformation mit Laub-
wäldern, Mischwäldern, wenig Moorboden, es ist im all-
gemeinen pflanzenarm, auch grösstenteils bedeckt von
Kulturboden. Gewisse montane Pflanzen verbreiten sich
nördlich bis Grimma. Die Fichte, Kieferwälder mit Adler-
farn, Heidelbeere und Besenginster, Buchen (Rochlitzer
Berg), Birken, Espen, Bergahorn, Eichen, Linden finden wir
hier, Schlehenhecken sind selten. Die Abhänge der Fluss-
läufe bieten wie anderwärts auch hier noch das reichste
Gebiet. Die Fauna besitzt wenig Besonderheiten, jedoch
treten an der westlichen Grenze schon Vertreter der Fauna
Thüringens auf, wieEr. aethiops,H. sao u. D. selenitica.
xVI
Ein viel wechselvolleres Bild bietet das Elbhügel-
land von Pirna bis Riesa. Der ca. 100 m über der Öst-
see gelegene HElbspiegel wird durch teils steile Tal-
wände und Hügel bis 300 m Höhe eingerahmt, unter-
brochen durch waldreiche Schluchten und Täler mit
üppigen Wiesenauen an den Wasserläufen. An das
weiter untengenannte Elbsandsteingebirge schliesst sich
unterhalb Pirna Granit u. Syenit an, teils bedeckt von
Lehm und Sand, ferner Plänerkalke (Dohna, Meissen,
Weinböhla, Triebischtal) und einige Basaltkuppen. Die
Flora ist interessant, z. T. vom pflanzenreichen, böhmischen
Mittelgebirge durch den Strom eingeschleppt. Von Pirna
ab macht sich noch der montane Charakter geltend und
verschwindet allmählich mit der nördlichen Tannengrenze
unterhalb Dresden. Dafür kommt eine reiche, sonnige Hü-
gelflora immer mehr zur Geltung mit Buschwäldern, Laub-
gehölzen, Obstplantagen und Alleen, lichten Hainen, Ge-
büschen mit Schlehen, Rosen, Besenstrauch usw. Die
Täler und Schluchten, die sonnigen, mit Weingelände,
Pfirsich- und Erdbeerplantagen geschmückten Talwände
beiderseits des Stromes, einige Basaltkuppen (Cottaer
Spitzberg), üppige Wiesenauen mit grossen Weidenbe-
ständen an den Elbufern sind, die Fundstellen für den
Botaniker wie Entomologen. Nach der Lausitz zu
treten Kiefernheiden und Sandfluren (Dresdner Heide u.
Friedewald) mit Vaceinium, Besenginster u. Heidekraut
auf, im nördlichsten Teile Bruchwaldungen u. Eichen-
forste. Die Fauna ist ebenso reichhaltig, und viele
Seltenheiten weiss der Kenner hier zu finden, bes. die
Gegenden in der Lössnitz, Weinböhla u. Meissen sind in
in dieser Hinsicht bekannt. Genannt seien: L. baton.,
astrarche, hylas (früher), meleager (früher), bellar-
gus, ferner Agr. molothina, castanea, margari-
tacea, multangula, candelarum, M. albicolon,
aliena, Ap. nigra ab. seileri, R.detersa, C. selini,
pulmonaris, E. glaucina, E. venustula, ferner
A.ononaria,L. unifasciata, blomeri, T. selinata u.
nepetata, L. v. merularia, A. caesarea, Z. ephi-
altes, Ps. viciella-. u, ‚erenulella.v. helix,osSrr
megillaeformis u. leucopsiformis und andere.
Im Nordosten schliesst sich das Teieh- und Hügel-
land der Lausitz an der Röder u. Pulsnitz an, die Gegen-
den um Moritzburg, Pulsnitz, Kamenz, Grossenhain und
XVH
an der preussischen Grenze entlang. Die wellenartigen
diluvialen Erhebungen dieses Geländes steigen bis 300 m
an — nur das Granitmassiv des 409 m hohen Keulen-
berges östlich Königbrücks ragt daraus hervor — und
sind bedeckt von Kiefernheiden (Lausnitzer Heide) und
gemischten Nadelholzwaldungen mit Eichen, Eschen,
Buchen, Linden mit Sarothamnus, Genista und Artemisia.
Trockne Sandheiden wechseln mitausgedehnten, oft moori-
gen Wiesen, Teiche mit Eichenpflanzungen, Bruchwäldern
mit Birken, Erlen, Espen, Kreuzdorn, Ebereschen und
Weidenarten. Lupinen- und Serradellafelder sind charak-
teristisch. Heidel- und Preisselbeergesträuch bedecken
grosse HWlächen, ausgedehnte Röhrichte umgeben zahl-
reiche Teiche. Faunistisch ist dieses Grebiet neben dem
oberen Erzgebirge wohl am wenigsten durchforscht, es
ist das Gebiet der Heidetiere: Sat. aleyone, statilinus,
Th. pinivora, A. abscondita, T. paula, Em. crib-
rum, Agr. vestigialis, praecox, Cuc. absinthii,
nanata'u. goossensiata u. a., weiter auch der Sumpf-
u. Moorfalter, der Gattungen Leucania u. Nonagria.
Hier dürfte für eifrige Sammler noch manches, für Sach-
sen vielleicht noch nicht aufgelundene Tier, zu entdek-
ken sein.
Das Lausitzer granitisch-basaltische Hügelland ist
nördlich einer Linie Zittau-Löbau-Bautzen-Stolpen ge-
legen, geht im Norden in das vorhergehende, im Süden
in das Lausitzer Bergland über. Es ist ausgezeichnet
durch ausgedehnte Kulturflächen mit Kiefernwäldern und
Laubgehölzen, im allgemeinen pflanzenarm, wie das Mul-
denland. Nur die Flussläufe mit ihrer Umgebung zeigen
auf ihren z. T.: felsigen Abhängen eine reichere Flora,
sowie auch die zahlreichen Basaltkegel (Löbauer Berg,
Rotstein, Hutberg bei Schönau usw.) Letztere besitzen
eine reiche Hügelflora, vielfach gemischt mit der niederen
Bergflora auf den Höhen. Buschwald von Eichen, Eschen,
Linden, Rosen- u. Schlehenhecken, Haselnussgesträuch
mit Brombeeren, Kleearten, Potentilla, Lathyrus, Vicia,
Cynanchum u. anderen kalkholden Pflanzen. Auch Wach-
holder wird in diesem Gebiet allenthalben gefunden. Fau-
nistisch ist bemerkenswert das Vorkommen (vielleicht z.
T. nur infolge sorgfältiger Durchforschung) einer grösseren
Zahl Eupitheeien-Arten, so: T. laquaearia, helveticaria
mit var. arceuthata, scabiosatamit var. orphnata, im-
xXVIH
mundata, valerianata, assimilata und sobrinata.
Da in der Lausitz Euph. eyparissias fast fehlt, wird auch
der Wolfsmilchschwärmer höchst selten gefunden, wie
in der Chemnitzer Gegend.
Das Lausitzer Gebirge erstreckt sich vom Valten-
berg (586 m) im Westen bis zum Hochwald (752 m) im
Osten in mehreren Gebirgsketten. Das granitische Haupt-
massiv wechselt mit Quadersandstein bei Oybin, von
einzelnen Basaltbergen durchbrochen (Lausche 792 m).
Der montane Bergwald herrscht vor: Fichte, Tanne,
Buche, Bergahorn, Birke, ferner Bergwiesen mit Torf-
sümpfen. Reich ist die Flora an den basaltischen Gipfeln,
bes. der Lausche, bedeckt von Buchenwald mit vielen
seltenen Pflanzen. Auch der Valtenberg ist floristisch
interessant, weniger der mit einförmigen Bergwald be-
deckte Czerneboh (554 m) u. Bieleboh (500 m). Fau-
nistisch ist das Vorkommen von folgenden Faltern be-
merkenswert: H.scita, A. contiguaria, T.expallidata,
N. capreolaria, B. angularia, G. pullata, S. cephi-
formis.
Das Eilbsandsteingebirge oder auch „Sächsische
Schweiz“ genannt, schliesst sich vorigem Gebiet an und
grenzt mit dem Hohen Schneeberge (723 m) im Westen
an das Erzgebirge. Die grotesken Bildungen dieses
Quadersandsteingebirges sind allgemein bekannt, ein-
förmige Nadelwälder und Heiden von Calluna u. Myr-
tillus auf den Höhen werden unterbrochen von tief ein-
gerissenen, feuchten Schluchten und Felsspalten mit
Tannen- u. Buchenwald, riesigen Farnen und wasser-
triefenden Moospolstern. Trotz der geringen Höhe von
300—500 m über der Ostsee ist der Charakter montan.
Der Grosse Winterberg (556 m), ein durchgeschobener
Basaltkegel, ist bedeckt von montanem Buchenwald. An
Schmetterlingen ist das Gebiet auffallend arm, das liegt an
den pflanzenarmen, im Sommer trocknen Bergheiden,
anderseits an den feuchten, kühlen Schluchten, in welehe
die Sonne nur schwer eindringen kann, es sind dies un-
günstige Verhältnisse für die Entwicklung der Sonne und
Wärme liebenden Falter. Man kehrt meist enttäuscht
von Exkursionen zurück und desh. wird die Sächs.
Schweiz von Entomologen auch wenig besucht.
XIX
Das Erzgebirge steigt von 300 m im Norden bis
1200 m im Süden auf, überwiegend ist der Gneis, Porphyr,
Glimmerschiefer und westlich der Granit, durchbrochen
von einer Anzahl Basaltkegeln. Das untere Erzgebirge
beginnt bei 400 m vom Muldenland u. Elbhügelland und
steigt bis SOO m auf. Schon bei Tharandt (300 m) be-
ginnt der montane Pflanzencharakter in den Tälern (Meum,
Lunaria, Petasites albus, Aruncus silvestris).. Der Berg-
charakter kommt erst höher zur Geltung, Nadelwälder,
auch Laubwälder, vielfach gemischt, sind vorherrschend,
unterbrochen von angebauten Flächen, Bergwiesen mit
Meum, Arnica, Thlaspi alpestre u. Moorwiesen. Die Kiefer
steigt im Erzgebirge bis 600 m, selbst S00 m, Rotbuche
900 m, Eiche 600 bis S00 m, Birke 1000 m, Schwarzerle
500 bis 700 m, Espe 800 bis 900 m, Bergulme 700 m,
Vogelkirsche S00 m, Linde 600 m und Bergahorn 900 m.
Es werden also an diese Bäume gebundene Falterarten
im allgemeinen auch nur bis zu dieser Höhe vorkommen.
Reichhaltig bes. an seltenen Pflanzen sind wiederum die
Basaltkuppen: Scheibenberg 807 m, Pöhlberg ‚bei Anna-
berg 832 m, Bärenstein S98 m, Sattelberg bei Ölsa 719 m,
Geising 832 m usw. Buchenwald, Liliaceen, Orchideen,
Papilionaceen sind hier reich vertreten.
Das obere Erzgebirge an der böhmischen Grenze
zwischen Reitzenhain und Garlsfeld, SOO bis 1200 m hoch,
(die höchste Erhebungen: der Fichtelberg mit 1215 m und
der schon auf böhmischer Seite liegende Keilberg mit
1244 m), ist ausgezeichnet durch das Fehlen von Laub-
wäldern, das Vorherrschen der Fichte, oberen Bergwiesen
u.Hochmooren. Der Kornbau hört auf, ausgedehnte Fichten-
wälder, Borstgrasmatten und subalpine Quellfluren wech-
seln ab, Ende Juni blühen die Ebereschen an den Strassen,
Birkengesträuch und knorrige Büsche der Salweide sind
fast die einzigen Laubbäume. Am interessantesten sind
die ca. 13 Hochmoore mit ihren arktisch-alpinen Relikten,
sie erstrecken sich oft in grosser Ausdehnung von Zinn-
wald bis Eibenstock, bes. bei Reitzenhain, am Hassberg,
am Keilberg, am Plessberg und der Kranichsee bei Carls-
feld, vielfach in böhmisches Gebiet reichend. Charak-
teristisch sind die bis 3 m hohe Sumpfkiefer, Moor- u.
Zwergbirke, Andromeda, Vaceinium uliginosum u. oXy-
coceos, Empetrum nigrum, Heidel- u. Preisselbeere und
XX
Carex-Arten. Das niedere Erzgebirge, bes. die gut durch-
forschte Chemnitzer Umgebung, besitzt folgende be-
merkenswerte Falter: V.xanthomelas, S. ab. lobulina,
L. eoenobita, A. florida u. a. Das höhere Erzgebirge
ist im allgemeinen arm an Arten und Individuen, die
bis auf die höchsten Erhebungen aufsteigenden dunkeln
Fichtenwälder, die feuchten Hochmoore u. das Fehlen
des Laubholzes und sonniger, trockner, felsiger Hänge
sind für die Falterwelt, bes. heliophiler Arten, nicht
günstig. Immerhin findet man eine grössere Anzahl rein
montaner Arten, wie E. ligea, L. v. callunae, Tr. ludi-
fica, A. sincera, euprea, H.rubrirena, C. lucifuez,
©. atrata, L. cambrica, imeursata, "eaesiatar
dilueidaria, P. plantaginis ab. matronalis, ferner auf
den Hochmooren: C. palaeno, A. paludata v. imbu-
tata, u. L. optilete.
Im Westen geht die Flora des Erzgebirges in die
des voigtländischen Berglandes und Elstergebirges über;
ausgedehnte Nadelwälder mit Kiefer, Fichte, Tanne,
Laubhölzer treten selten auf, Bergwiesen mit massen-
haften Vorkommen, von Arnica u. Moorwiesen, mit Pingui-
cola. Am pflanzenreichsten sind die Flusstäler mitihren viel-
fach steilen Abhängen und Felsklippen, bes. bei Plauen
durch das Auftreten von Kalk. Die Fauna ist die des
unteren Erzgebirges, bei Plauen am reichhaltigsten, be-
merkenswert sind: M. pales v. arsilache (früher),
L. taraxaci, Agr. depuncta, An. -cordigera, Gn.
ambiguata, Z. carniolica.
Ein wichtiger Faktor ist auch die Kultur, denn es
ist ja höchstens noch der Wald, wo die Falter sich un-
gestört entwickeln können, ganz anders ist es mit Wiesen,
noch mehr mit Feldern und Gärten. Die fortwährende
Bearbeitung des Bodens, das Ausrotten der Hecken, die
einseitige Anpflanzung von Nadelhölzern entziehen vielen
Arten die Lebensbedingungen, u. ich möchtemich hier den
treffenden Worten Schützes anschliessen, welche er in
seiner Lausitzer Fauna bringt, und welche Klagen mehr
oder weniger für ganz Sachsen gelten: „Seitdem man
bemüht ist, und das geschieht schon viele Jahrzehnte
lang, aus jedem noch so miserablen Stückchen Land
Nutzen zu ziehen, dürfen auch nur noch die vorschrifts-
mässigen Pflanzen wachsen. Feldgebüsche sind fast ver-
XXI
schwunden, im Niederlande, soweit Landwirtschaft be-
trieben wird, findet sich mannigfaches Gesträuch nur
noch am Ufer der Gewässer. Nennenswerte Schlehen-
hecken gibt es nur noch auf einigen Basaltbergen, doch
werden ohne Zweifel die Forstleute dafür sorgen, dass
auch diese baldigst verschwinden, denn auch der Forst-
mann pflanzt auf den Bergen nur die Fichte, in der
Heide nur die Kiefer an, was sonst noch auf eigne Faust
wächst, wird als Forstunkraut angesehen und möglichst
ausgerottett. An den Landstrassen gab es noch vor
mehreren Jahren an vielen Orten lange Reihen gewal-
tiger Pappeln, Linden, Birken usw., an ihrer Stelle steht
jetzt der zahme Obstbaum“. Was soll da erst der Gross-
städter sagen, wo der Wald, wie teilweise bei Dresden,
allmählich durch Warnungstafeln verdrängt wird, Auf-
seher hinter Gebüschen lauern und Stacheldrahtzäune
alle Fanggelüste im Keime ersticken. —
Lassen wir uns aber durch solche kleinliche Miss-
helligkeiten nicht entmutigen, streben wir fleissig weiter
zur Vervollkommung unserer Fauna, gilt es doch die
Durchforschung unseres so schönen und geliebten Sach-
senlandes.
Dresden, Weihnachten 1904. Ernst Möbius.
Inhalts-Verzeicdnis der Arten.
abbreviata Stph.
abjecta Hb.
abietaria Goeze
abietis Schift.
abseondita Tr.
absinthiata Cl.
absinthii L.
aceraria Schif.
aceris U.
acetosellae F.
achilleae Esp.
achine Se.
actaeata Wald.
acteon Rott.
adaequata Bkh.
adippe L.
adusta Esp.
adustata Schiff.
advena F.
advenaria Hb.
aegeria L.
aeseularia Schif.
aethiops Esp.
affiinis L.
aglaja L.
ain Hochenw,
albieillata L.
albiecolon Hb.
albimaceula Bkh.
albipuncta F.
albipunctata Hw.
albovenosa Goeze
albula Schiff.
albulata Schitt.
alceae Esp.
alchemillata L.
alehymista Schiff.
aleiphron Rott.
alecon FE.
aleyone Schiff.
algae F.
aliena Hh.
alni L.
alniaria UL.
alpium Osb.
alsines Brahm.
alternaria Hh.
alveus Hb.
Seite
amata L. 153
ambigua F. 112
ambiguata Dup. 200
ambusta F. 17
amethystina Hb. 131
amphidamas Esp. 28
anachoreta F. 54
anastomosis L. 54
ancilla L. 207
angelicae 0. 221
angularia Thnbg. 198
annulata Schulze 151
antiopa L. 10
antiqua L. »6
apiciaria Schiff. 192
apiformis Ol. 226
aprilina L. 101
aquata Hb. 184
arcania L. 23
arcas Rott. 33
arcuosa Hw. 112
argentea Hufn. 127
argentina Schiff. öl
argentula Hb. 129
argiades Pall. 28
argiolus L. 33
argus L. 28
argyrognomon Brgstr. 29
arion L. 32
artemisiae Hufn. 126
artesiaria F. 202
asclepiadis Schiff. 132
asella Schiff. 222
assimilata Gn. 177
associata Bkh. 161
asteris Schiff. 125
astrarche Brgstr. 30
atalanta L. s
athalia Rott. 12
atomaria L. 201
atrata L. 155
atriplieis L. 103
atropos L. 36
augur F. Un
aulica L. 212
aurago F. 120
aurantiaria Esp. 194
aurelia Nick. 13
Seite.
auricoma F. 74
aurinia Rott. 12
autumnalis Ström. 1)
autumnaria Wernh. 187
autumnata Bkh. 167
aversata L. 149
badiata Hb. 173
baja F. 78
bajaria Schiff. 194
barbalis Cl. 140
basilinea F. 98
batis L. 141
baton Berg. 29
bellargus Rott. 30
berberata Schiff. 174
betulae LU. 26
betularia LU. 196
betulina Z. 225
bicolorana Fuessl. 206
bieolorata Hufn. 162
bicoloria Schiff. (Leucod.)dl
bicoloria Vill. (Miana) 92
bieuspis Bkh. 45
bidentata Cl. 190
bifida Hb. 45
bilineata L. 172
bilunaria Esp. 189
bimaeculata F. 185
binaria Hufn. 70
bipunctaria Schit. 154
bisetata Hufn. 148
bistortata Goeze 199
blomeri Curt. tal
boreata Hb. 158
bractea F. 133
brassicae L. (Pieris) 2
brassicae L. (Mamestra) 87
briseis U. 19
brumata L. 158
brunnea F. so
brunneata Thnbg. 201
bucephala L. 53
c-album L. 10
caecimacula F. 99
caeruleocephala L. 93
caesarea (soeze ll
eaesiata Lang. 167
caja L. 211
ealiginosa Hh. 113
calvaria F. 133
cambriea Curt. 164
camelina L. 52
candelarum Stgr. 73
candidata Schiff.
cannae 0.
capitata H.S.
capreolaria F.
capsincola Hb.
cararia Hh.
cardamines L.
cardui L.
carmelita Esp.
carna Esp.
earnioliea Obth.
carpinata Bkh.
carpophaga Bkh.
carthami Hh.
casta Pall.
castanea Esp.
castigata Hb.
catax UL.
e-aureum Knoch.
celerio L.
eentonalis Hb.
cephiformis ©.
certata Hb.
cervinata Schiff.
cespitis F.
chamomillae Schiff.
chaonia Hhb.
chi L.
chloerata Mabh.
chrysitis L.
chrysorrhoea L.
chrysozona Bkh.
eieatricalis Tr.
einetaria Schitt.
ceinerea Hh.
einxia L.
eircellaris Hufn.
eitrago L.
clathrata L.
elorana L.
e-nigrum L.
eoenobita Esp.
comes Hb.
comitata L.
eomitella Brd.
comma L. (Augiades)
comma L. (Leucania)
complana L.
compta F.
eonfusalis H.S.
conigera F.
conopiformis Esp.
eonsonaria Hb.
109
229
199
consortaria F.
eonspicillaris L.
conterminata Z.
contigua Vill.
contiguaria Hb.
convergens F.
conversa Esp.
eonvolvuli L.
cordigera Thnbg.
coridon Poda
coronata Hb.
corticea Hb.
corylata Thnbg.
eoryli L.
cossus L.
erabronitormis Lew.
eraccae F.
erassa Hb.
crataegi L. (Aporia)
crataegi L. (Trichiura)
erenata Esp.
erenulella Brd.
erepuscularia Hb.
eribrum L.
eroceago F.
eucubali Fuessl.
euculata Hufn.
euculla Esp.
eueullatella L.
eulieiformis L.
eultraria F.
euprea Hb.
eurtula L.
eurvatula Bkh.
euspis Hb.
eyllarus Rott.
dahlii Hb.
daphne Schiff.
daplidiee L.
debiliata Hb.
deceptoria Se.
defoliaria Cl.
degeneraria Hb.
delphinii L.
denotata Hb.
dentina Esp.
deplana Esp.
depuncta L.
derasa L.
derivalis Hb.
designata Rott.
detersa Esp.
detrita Esp.
deversaria H. NS. 149
dia L. 15
dietaeoides Esp. 49
dietynna Esp. 13
didymata L. 164
diffinis L. 116
dilueidaria Hb. 200
diluta F. 142
dilutaria Hb. 148
dilutata Bkh. 167
dimidiata Hufn. 147
dipsacea L. 128
dispar L. 59
dissimilis Knoch. 38
distinetaria H.S. Ivan.
ditrapezium Bkh. 78
dodoneta Gn. 182
dolabraria L. 192
dominula L. 212
dorilis Hufn. 28
dotata L. 161
dromedarius L. 49
dryas Sc. 20
dubitata L. 158
dumi L. 67
duplaris L. 142
edusa F. H)
eleeta Bkh. 135
elinguaria L. 191
elocata Esp. 135
elpenor L. 42
emarginata L. 149
emortualis Schift. 139
empiformis Esp. 231
ephialtes L. 221
erminea Esp. 46
erosaria Hh. 188
erythrocephala F. 121
eumedon Esp. 30
euphemus Hb. 32
euphorbiae L. (Deileph.) 41
euphorbiae F.(Aecronieta) 74
euphrosyne L. 14
evonymaria Schiff. 190
exanthemata Se. 186
exelamationis L. 82
exigua Hh. 110
exiguata Hb. 182
exoleta L. 124
expallidata Gn. 177
fagaria Thnbeg. 203
fagi L. 46
falcataria L. 69
farinata Hufn.
fascelina L.
fasciana L.
ferrugata Cl.
festucae L.
filigrama Esp.
filipendulae L.
fimbria L.
fimbrialis Se.
firmata Hb.
fissipunceta Hw.
flammatra F.
tlavieineta F.
tlavieornis L.
flavofaseiata Thnbge.
flexula Schiff.
florida Schmidt
fluetuata L.
fluctuosa Hb.
fluviata Hb.
fontis Thnbg.
foreipula Hh.
formicaeformis Esp.
fraudatrieula Hb.
fraxini L.
frustata Tr.
fueiformis L.
fuliginaria L.
fuliginosa L.
fulminea Scop.
fulva Hb.
fulvago L.
fuivata Forst.
fumata Stph.
funesta Esp.
fureifera Hufn.
fureula Cl.
furva Hb.
fuscantaria Hw.
fuseonebulosa de G.
galathea L.
galiata Hb.
gallii Rott.
gamma L.
gemina Hb.
geminipuncta Hat.
gemmaria Brahm.
gemmea Tr.
genistae Bkh.
'gilvago Esp.
glarearia Brahm.
glauca Hh.
glaucata Sec.
glauceina Esp.
glaucinaria Hh.
globulariae Hh.
gluteosa Tr.
glyphica L.
gonostigma F.
goossensiata Mah.
gothiea L.
gracilis F.
graminis L.
graslinella B.
grisealis Hb.
griseata Schiff.
griseola Hh.
griseovariegata Goeze
grossulariata L.
gutta Gn.
halterata Hufn.
harpagula Esp.
hastata UL.
hebe L.
hecta L.
heilmanni Ev.
helveticaria B.
helvola L.
hepatica Hb.
herbariata F.
hero Ib
hippocastanaria Hb.
hippotho@ L.
hirsutella Hb.
hirtaria Cl.
hispidaria F.
humiliata Hufn.
humuli L.
hyale L.
hydrata Tr.
hylaeiformis Lasp.
hylas Esp.
hyperantus L.
hyperici F.
jacobaeae L.
jJanthina Esp.
icarus Rott.
ichneumoniformis F.
ılia Schift.
ilieifolia L.
ilieis Esp.
immorata L.
immundata Z.
immutata B.
impudens Hb.
impura Hb.
impurata Hb. 181
incanata L. 150
incerta Hufn. 114
ineursata Hb. 165
indigata Hb. 176
innotata Hufn. 182
ino Rott. 15
inornata Hw. 149
insigniata Hb. 176
interjectaria B. 148
interrogationis L. 134
jo L. g
jota L. 183
iphis Schift. 22
iris L. 6
irregularis Hufn. 91
irrorella Cl. 215
isogrammaria H.S. 181
jJubata Thnbg. 199
Juniperata L. 162
Jurtina L. 21
lacertinaria L. 69
lactearia L. 145
lactucae Esp. 126
laevis Hb. 119
l-album L. 109
lanceata Hh. 183
lanestris L. 62
laquaearia H.S. 176
larieiata Frr. 179
lateritia Hufn. 97
lathonia L. 15
leporina L. 12
leueographa Hb.(Pach.) 85
leucographa Bkh. (Hyd.) 105
leucophaea View. s6
leucophaearia Schift. 194
leucopsiformis Esp. 231
leucostigma Hh. 104
levana L. 11
libatrix L. 131
lichenaria Hufn. 199
ligea L. 15
ligula Esp. 122
ligustri L. (Sphinx) 39
ligustri F. (Cranioph.) 75
limacodes Hufn. 222
limitata Se. 154
linariata F. 175
ıinearia Hh. 152
lineata F. (Deileph.) 42
lineata Se. (Scoria) 203
lineola O. 34
literosa Hw.
lithoxylea F.
litura L.
liturata Ol.
livida F.
l-nigrum M.
lonicerae Schev.
lota Cl.
lubrieipeda L’
lueida Hufn.
lueifuga Hb.
lueina L.
lueipara L.
lucipeta F.
luetuata Hb.
luetuosa Esp.
ludifiea L.
lugubrata Stgr.
lunaria Schiff.
lunaris Schiff.
lunigera Esp.
lunula Hufn.
lupulina L.
luridata Bkh.
lurideola Zinck.
lutarella U.
lutea Ström.
luteata Schiff.
luteolata UL.
lutosa Hb.
lutulenta Bkh.
lycaon Rott.
lyehnitis Rbr.
Iythargyria Esp.
machaon L.
macileuta Hb.
macularia U.
maera L.
malvae L.
margaritacea Vill.
margaritata L.
marginaria Hh.
marginata L.
Seite,
93
97
119
194
113
58
220
118
208
129
126
23
104
s1
170
129
al
169
189
134
64
124
234
199
217
218
120
172
192
108
99
>21
125
109
1
18
193
120
35
s0
187
195
185
marginepunctata Göze 150
maritima Tauseh.
marmorosa Bkh.
matronula L.
matura Hufn.
maturna L.
matra L.
medusa F.
megacephala F.
megera L.
187
melagona Bkh.
melanaria L.
melanocephala Dalm.
meleager Esp.
meliloti Esp.
mendica CO].
menthasti Esp.
mesomella L.
metieulosa L.
mi Cl.
miata L.
micacea Esp.
milhauseri F.
millefoliata Rössl.
miniata Forst.
minimus Fuessl.
miniosa F.
minorata Tr.
moeniata Se.
molluginata Hb.
molothina Esp.
monacha L.
moneta F.
moniliata F.
monochroma Esp.
monoglypha Hufn.
montanata Schiff.
morio L.
morpheus Hufn.
multangula Hb.
munda Esp.
mundana L.
muralis Forst.
muricata Hufn.
murinaria F.
murinata Se.
muscaeformis View.
muscerda Hufn.
musculosa Hh.
myopaeformis Bkh.
myrmidone Esp.
myrtilli L.
nana Rott.
nanata Hh.
napi L.
nebulosa Hufn.
nemoraria Hh.
neri L.
neustria L.
nexa Hb.
nietitans Bkh.
nigra Hw.
nigricans L.
154
251
218
107
229
6
127
nigrofasciaria Goeze
niobe L.
nitida F.
notata L.
nothum Hh.
nubeeculosa Esp.
nudella ©.
nupta L.
obelisea Hh.
obesalis Tr.
obliterata Hufn.
oblongata Thnbe.
obseura Brahm.
obseuraria Hh.
obsoleta Hh.
oceulta L.
ocellaris Bkh.
ocellata L. (Smer.)
ocellata L. (Larentia)
ochracea Hh.
ochrata Se.
ochroleuca Esp.
octogesima Hh.
oleagina F.
oleracea L.
olivata Bkh.
ononaria Fuessl.
ononis F.
oo L.
opacella H.S.
ophiogramma Esp.
opima Hb.
optilete Knoch.
or FE.
orbona Hufn.
orion Pall.
ornata Se.
ornitopus Rott.
oxalina Hh.
oxyacanthae L.
pabulatrieula Brahm
palaemon Pall.
palaeno L.
paleacea Esp.
pales Schiff.
palleago Hh.
pallens L.
pallidata Bkh.
pallustris Hb.
palpina L.
paludata Thnbhg.
pamphilus L.
paphia L.
Seite.
174
16
119
193
Seite
papilionaria L. 144
paralellaria Schiff. 192
parthenias L. 143
pastinum Tr. 137
paula Hh. 129
pavonia L. 68
pedaria F. 195
pendularia Cl. 151
pennaria L. 191
perflua F. 113
perla F. 93
persicariae L. 87
petasitis Dbld. - 105
petraria Hh. 202
phegea L. 207
phlaeas L. 27
phoebe Silb. 50
picata Hb. 168
pietaria Curt. 185
pigra Hufn. 54
pimpinellata Hh. 177
pinastri L. 39
pini L. 66
piniarius L. 201
pinivora Tr. 55
pisi L. ss
pistacina F. 119
plagiata L. 156
plantaginis L. 209
plecta L. s1
plumbaria F. 153
plumbeolata Hw. 11
plumigera Esp. 53
podalirius L. 1
polychloros L. 10
polycommata Hhb. 156
polygona F. 76
polygrammata Bkh. 184
polyodon (Cl. 103
pomoeriaria Ey. 166
pomonaria Hh. 196
popularis F. 6
populata L. 160
populeti Tr. 114
populi L. (Limenitis) s
populi L. (Smerinthus) 37
populi L. (Poeeciloe.) 61
populifolia Esp. 65
porata F. 152
porcellus L. 42
porphyrea Esp. 95
porrinata Z. 145
potatoria L. 63
praecox L.
praeformata Hh.
prasina F.
prasinana L.
prenanthis B.
primulae Esp.
proboscidalis L.
processionea L.
promissa Esp.
pronuba L.
prosapiaria L.
proserpina Pall.
protea Bkh.
proxima Hb.
pruinata Hufn.
prunaria L.
prunata L.
pruni L. (Theela)
pruni L. (Odonestis)
pruni Schiff. (Ino)
psi L.
pudibunda L.
pulchella L.
pulehrina Hw.
pulla Esp.
pullata Tr.
pulmonaris Esp.
pulveraria L.
pulverata Thnbeg.
pulverulenta Esp.
punctaria L.
punctularia Hb.
purpuralis L.
purpuraria L.
purpurata L.
purpureofasciata Pill.
pusarin L.
pusilla View.
pusillata F.
pustulata Hufn.
putata L.
putris L.
pyralina View.
pyramidea L.
pyreneata Mab.
pyrina L.
quadra L.
quadrifasciaria Cl.
quadripunctaria Poda
quadripunctata F.
qQuercaria Hh.
quereifolia L.
quercimontaria Bast.
Seite,
quercinaria Hufn. 188
quercus L. (Zephyrus) 25
quercus L. (Lasioc.) 62
querna F. 47
rapae L. 3
raptrieula Hb. 92
ravula Hb. 93
rectangula F. s1
rectangulata L. 183
rectilinea Esp. 102
remutaria Hb. 150
repandata L. 198
respersa Hb. 1131
retieulata Vill. (Mam.) 89
reticulata Thnbg. (Lyg.) 160
retusa L. 117
revayana Sc. 205
rhamnata Schiff. 159
rhamni L. 6
ribeata Cl. 197
ridens F. 143
rimicola Hb. 62
rivata Hb. 168
roboraria Schif. 198
roseida Esp. 215
rostralis L. 141
rubi L. (Callophrys) 25
rubi L. (Macroth.) 63
rubi View. (Agrotis) 79
rubidata F. 174
rubiginata Hufn. 149
rubiginea F. 122
rubricollis L. 216
rubriecosa F. s5
rubrirena Tr. 96
rufaria Hb. 147
. rufata F. 156
ruficollis F. 142
rufocineta H.G. 100
rumieis L. 75
rupicapraria Hb. 194
rurea F. 97
rutieilla Esp. 118
salicalis Schiff 139
salieis L. 58
sambucaria L. 191
sanio L. 210
sao Hh. 35
satellitia U. 122
satyrata Hb. 180
saucia Hb. 83
scabiosae Z. (Hemaris) 44
seabiosae Sch.(Zygaena)219
seabiosata Bkh.
seabriuseula L.
seita Hb.
seoliaeformis Bkh.
scolopacina Esp.
serophularia Cap.
seutosa Schift.
secalis Bjerk.
secundaria Esp.
segetum Schiff.
selene Schiff.
selenitica Esp.
selinata H.S.
selini B.
semele L.
semiargus Rott.
semibrunnea Hw.
semigraphata Brd.
senex Hh.
sepium Spr.
serena F.
sericealis Sec.
serratulae Rhr.
sertata Hh.
sexalisata Hb.
sibilla L.
signaria Hb.
signum F.
silaceata Hb.
similata Thnbg.
similis Fuessl.
simulans Hufn.
sinapis L.
sincera H.S.
siterata Hufn.
sobrina Gn.
sobrinata Hh.
socia Rott.
sociata Bkh.
solidaginis Hb.
sordida Bkh.
sordidata F.
sororeula Hufn.
sparganii Esp.
sparsata Tr.
spartiata Fuessl.
speciosa Hb.
spheciformis Gern.
sphinx Hufn.
spini Schiff.
splendens Hh.
sponsa L.
stabilis View.
Seite
statiees U. 222
statilinus Hufn. 19
stellatarum L. 3
stigmatica Hb. 79
stolida F. 13
stomoxiformis Hb. 230
straminata Tr. 148
straminea Tr. 109
strataria Hufn. 196
striata U. 213
strigata Müll. 146
strigilaria Hb. 151
strigilis Cl. 9
strigillaria Hb. 208
strigosa F. 75
strigula Thnbg.(Agrotis) 75
strigula Schiff. (Nola) 204
sublustris Esp. 97
subnotata Hb. 179
subtusa F. 117
succenturiata L. 180
suffumata Hb. 165
superstes Tr. le
suppunctaria Z. 1:52
suspecta Hh. 117
sylvanus Esp. 34
sylvata Se. 185
sylvina L. 234
syringaria L. 190
tabaniformis Rott. 227
taeniata Stph. 164
tages L. 36
tanaceti Schiff. 126
taraxaci Esp. (Lemonia) 67
taraxacı Hb. (Caradrina)112
tarsierinalis Knoch. 138
tarsipennalis Tr. 138
tarsiplumalis Hh. 138
tau L. 68
temerata Hh. 185
tenebrata Se. 127
tentacularia L. 139
tenuiata Hh. 181
terebra F. 232
tersata Hh. 154
testacea Hb. 94
testaceata Don. zit
testata L. 160
tetralunaria Hufn. 189
thalassina Rott. 38
thaumas Hufn. 54
tiliae L. 38
tineta Brahm 87
tiphon Rott. 23
tipuliformis Cl. 228
tithonus L. 22
togata Hb. 176
togatulalis Hb. 203
trabealis Se. 131
tragopoginis L. 113
trapezina L. 116
tremula Cl. 48
tremulifolia Hb. 65
trepida Esp. 50
triangulum Hufn. 78
triannuliformis Frr. 231
tridens Schiff. 73
trifolii Esp. (Lasioe.) 63
trifolii Rott. (Mam.) ss
trifolii Esp. (Zygaena) 220
trigrammica Hufn. 110
trilineata Se. 146
trimacula Esp. 48
tripartita Hufn. 132
triplasia L. 131
trisignaria H.S. 179
tristata L. 169
tritiei L. s2
tritophus Esp. 50
truneata Hufn. 163
turca L. 109
typhae Thnbg. 106
typica L. 104
ulmi Schiff. 47
ulula Bkh. 233
umbelaria Hb. 151
umbra Hufn. 128
umbratiea G. (Rusina) 113
umbratiea L. (Cueullia) 126
umbrosa Hb. 79
unangulata Hw. 168
unanimis Tr. 98
uneula Cl. 129
undulata L. 159
unicolor Hufn. 223
unidentaria Hw. 166
unifasciata Hw. 170
urticae L. (Vanessa) g
urticae Esp. (Spilos.) 208
vaceiniü L. 121
valerianata Hb. 181
variata Schiff. 162
vau-punetatum Esp. 121
velitaris Rott. 51
venosata F. Kir
venustula Hb. 130
verbasei L.
vernana Hhb.
veronicae Hh.
versicolora L.
vespertaria Bkh.
vespiformis L.
vestigialis Rott.
vetulata Schif.
vetusta Hb.
vibiearia Cl.
vieiella Schift.
villiea L.
villosella O.
viminalis F.
vinula L.
virens L.
viretata Hh.
virgata Rott.
Seite,
125
206
121
67
165
229
S4
159
123
152
224
De
223
91
46
107
157
154
Seite
virgaureae L. 26
virgaureata Dhld. 179
virgularia Hb. 147
viridana Walch. 101
viridaria Cl. (Proth.) 130
viridaria F. (Larentia) 164
viridata L. 145
vittata Bkh. 166
vulgata Hw. 175
w-album Knoch. 24
wauaria L. 201
xanthographa F. 19
xanthomelas Esp. )
xanthomista Hh. 100
ypsilon Rott. 83
ziezac L. 49
zollikoferi Frr. 94
zonaria Schiff. 196
Folgende Abkürzungen wurden im Text angewandt:
R 7 —— Kalter
0 sBu.ppe
Rs Raume
Son selten
s s = sehr selten
n s = nicht selten
z.s — ziemlich selten
hear haus
s h = sehr häufig
n h== nicht häufig
z h— ziemlich häufig
£ — gemein.
Per
Vereins-Nachrichten. b
Vereins-Nadricten.
Die Leitung des Vereins lag für das Jahr 1905 in
den Händen der Herren:
Prof. Dr. K. M. Heller, erster Vorsitzender,
Amtstierarzt Ernst Möbius, zweiter Vorsitzender,
Eduard Schopfer, erster Schriftführer,
- Eduard Riedel, zweiter Schriftführer und
Hugo Reichelt, Rechnungsführer und Bibliothekar.
Die Herren C. Ribbe und Ernst Möbius redigierten
die Zeitschrift.
Die Wahl des Vorstandes in der Hauptversamm-
lung vom 1. November 1905 ergab auch für das Jahr
1906 dieselbe Zusummenstellung der Aemter.
An Stelle des Herrn Ernst Möbius, welcher eine
Wiederwahl in den Redaktionsausschuss ablehnte, wurde
Herr Robert Matthes gewählt.
Laut Vereinsbeschluss zählen die Mitglieder des
Redaktionsausschusses zum Vereins-Vorstande. Ferner
wurde beschlossen, um den Autoren eine raschere Ver-
“öffentlicehung ihrer Arbeiten zu ermöglichen, die Zeit-
schrift von 1906 ab, in vier Heften erscheinen zu lassen.
Als Mitglieder traten dem Verein bei die Herren
C. Ziel (Dresden) und R. Zeumer (Dresden).
Ihren Austritt erklärten die Herren M. Gillmer
(Cöthen), S. Kennel (Dorpat) und A. Weiler (Karlsruhe).
Ende 1905 bestand der Verein aus 8 Ehrenmit-
glieder, 201 ordentliche Mitglieder, 3 ausserordentliche
und 17 korporative Mitglieder.
C Vereins-Nachrichten.
Herr K. Dietze hatte wiederum die Liebenswürdig-
keit die Tafeln zu der Arbeit des Herrn Dr. Draudt zu
stiften, Herr Jacobs und Herr Dr. M. Wiskott lieferten zu
ihren Abhandlungen die Tafel IX und X. Den Herren,
sagen wir unseren besten Dank für ihr Entgegenkommen.
Am letzten Vereinsabend den 26. Dezember 1905
hielten die zahlreich erschienenen Mitglieder, im roten
Saale des „Zoologischen Gartens“ eine Weihnachtsfeier
ab, bestehend aus einem gemeinschaftlichen Abendessen
mit darauffolgender Verlosung von Geschenken.
An folgenden Abenden sprechen im Vereinslokal
„Zoologischer Garten“ um 1/9 Uhr abends:
Mittwoch. 24. Januar 1906 K. Heller: Sammelreise nach
den unteren Donauländern.
Mittwoch. 21. Februar 1906 R. Rabenhorst: Tsintau
(mit Lichtbildern).
Dienstag, 13. März 1906 ©. Ribbe: Über Nachahmungen
bei Schmetterlingen.
Mittwoch, 18. April 1906 G. Kretzschmar: Sammeln von
Schmetterlingen in Tirol.
E. Schopfer,
z. Zt. Schriftführer.
Bücher-Besprechungen. d
Entomologiiches Jahrbuc.
XV. Jahrgang.
Kalender für alle Insekten-Sammler auf das Jahr 1906.
Herausgegeben unter gütiger Mitwirkung hervorragender
Entomologen von Dr. Oskar Krancher in Leipzig.
Verlag von Frankenstein & Wagner, Leipzig 1905.
(Preis: Mk. 1.60).
Der diesjährige Kalender b’etet seinen Lesern wieder-
um eine Fülle von grösseren Aufsätzen und Abhand-
lungen abwechselnd mit Gedichten und kleineren Artikeln.
Für den Käfersammler sind die monatlichen Anwei-
sungen von H. Krauss, Nürnberg besonders wertvoll.
Folgende Arbeiten seien u. a. angeführt: Tiergeo-
graphie, Faunistik und Heimatkunde von Dr. P. Speiser,
Bischofsburg; Wechselbeziehungen zwischen Insekten u.
Pflanzen von F. von Lühmann, Naugard; Die Gallen
und ihre Erzeuger von Val. Wüst, Rohrbach; Raub-
beine bei Insekten von Alex. Reichert, Leipzig (mit
color. Titeltafel); Die Noctuidae der Umgegend von
Chemnitz und ihre Entwickelungsgeschichte von Prof.
Dr. Pabst, Serkowitz,;, Ueber die Aufzucht der Raupen
von Stauropus fagi L. von Dr. Carl Cramer, Leipzig;
Ein entomologischer Sammelausflug im pensylvanischen
Walde von Max Rothke, Seranton; Perisomena caeci-
gena Kupido von Max Wünscher; Sammeltage 1905
von Adolf Meixner, Graz, Sammelbericht für das
Jahr 1904 von R. Tietzmann, Wandsbeck, Als Käfer-
sammler im Mai am Gardasee von Paul Kuhnt, Frie-
denau,;, Aus meinem entomologischen Jahrbuche 1904
e Bücher-Besprechungen.
von Sanitätsrat Dr. Alisch, Hameln; Beiträge zur
Koleopteren Fauna von Palästina von H. Gauckler;
Sammelberichte für 1904 von F. Zacher, Breslau,
Ephippigera vitium v. Ludwig Schuster, Gonsenheim;
Die Wehnungen der Ameisen von Prof. Dr. Rudow,
Perleberg.
Ferner: Wichtige Erscheinungen auf dem entomo-
logischen Büchermarkte von Dr. OÖ. Krancher, Leipzig;
sowie die Totenschau, mit Bildnissen hervorragender
Entomologen, als Schluss des in allen seinen Teilen an-
sprechenden Buches, das mit vollem Rechte die grösste
Verbreitung verdient.
Eduard Schopfer.
Mitglieder -Verzeichnis. f
Mitglieder-Verzeichnis
der
Entomologischen Gesellschaft „Iris“ zu Dresden.
Ehren-Mitglieder.
Seine Kaiserliche Hoheit der Grossfürst Nicolai Miehailowitsch,
Dis. 1891
Aurivillius, Christopher, Dr. phil. u. Univ. „Professor, Stoexholm 1890
Mabille, Paul, Professor. Paris, rue du Cardinal Lemoine 75 1892
Pagenstecher, Arnold, Dr. med. Kgl. Geheimer Sanitätsrat.
NiIespadensaaunnsstrasser SS St
Rothschild, Walther de, Tring-Park Tring, Hertfordshire und
145 Piccadilly. London- Ve : arg
Snellen, P. C. T., Rentier. Rotterdam, Wynhaven. Luidzyde 45 1892
Standfuss, Max, Dr. phil... Professor. Doeent beider Hoch-
schulen und Direetor des entom. Museums am Eid-
genössischen Polytechnikum. Zürich . _. sie
Wocke, Max, Dr. med., Lepidopterolog. Breslau, Gr. Feldstr. 6, III 1890
Ordentliche Mitglieder.
Adams, Herbert J. ‚London N., Roseneath Enfield . . . . 1894
Aulhorn, Rudolf, K. S. Kommerzienrat. Dresden. Hühnerstr. 10 1905
Arp, Julius, Kaufmann, Rio de Janeiro, Oaixa 374 . . .. .„ 1891
Ayrer, Carl, Stadtrat. Riesa, Albertplatz 11, I .. 1901
Bang-Haas, Andreas, Kaufmann. Binenıe Drescen. Villa
DEKA Se 1590
Bandis, Anton, Dr. med. Budapest VIII, Kazinezy uteza 34 1899
Bartel, Max. Oranienburg b. Berlin, Waldstr. 54 . . . .. .. 1903
Bastelberger, Dr. Eichberg b. Hattenheim (Rheingau) en: 1898
Bethune-Baker, George T. Birmingham, 19 Clarendon Road.
EOS DBSLONE EI BEE ee ER nn 8
Biel, Emilio, Kaufmann. «Porto (Portugal). . . . „=. ....:189
Die hinter dem Namen stehende Zahl bedeutet das Jahr des
Yintritts des betreffenden Mitgliedes.
Die geehrten Mitglieder werden gebeten. Standes- und
Wohnungs-Aenderungen dem Schriftführer Eduard Schopfer,
Dresden, Josephinenstr. 15, rechtzeitig mitzutheilen.
g Mitglieder-Verzeichnis.
Blachier, Ch., Professor, Genf, Tranchees de Rive, 11 :
Bönninghausen, Victor von, Kaufmann. Hamburg (Eppendorf)
Moltkestrasse 27 :
Bohatsch, Otto, Kaufmann. wi ien nV, Ziezelofenstrasse 3 :
Bornemann, Gustav, Kaufmann. Maedeburg, Gr. Junkerstr. 1
Borkowsky, A. A. Kiew, Grosse Schitomirstr. 19.
Brabant, Edouard, Morenchies par Cambrai (Nord)
Bretschneider, Richard. Wilsdruff 5 a Bi RE
Brilling, Fr., Oberveterinär im Ulanen- Rest. >, Düsseldorf,
Ross-Str. 40
Brincken, Baron. Leipzig, Weststrasse 4 i
Calberla, Heinrich, Privatus. Dresden, an der Bürgerwiese s
Candeze, L. Liege : ;
Caralja, Aristides von, Gutsbesitzer. Tirgu Neamtu (Rumänien)
Cheux, A. Angers, 47 rue Delaage en
Chopard, Lucien. Paris, Boulevard St. Germain 98 ee
Claus, J., Katasterfeldmesser, Pontoy, Post Solgne (Lothr.)
Courvoisier, Professor. Dr. med. Basel, Holbeinstr. 23 2
Crombrugghe de Picquendaele, Baron. Ixelles les Bruxelles,
29 rue du Chatelain
Crowfoot, W. M., Arzt. Beceles, Suffolk (England) i
Crowley, Philipp. Croydon, Waddon House (England) .
Curo, Antonio, Ingenieur. Bergamo (Italien) . :
Dames, Felix, L., Buchhändier. Berlin W., Landgrafenstr. 12
Daub, M., Architekt. Karlsruhe, Beiertheimer Allee 7
Deckert, Henri. Nantes, au Val chezine, rue du Bocage g
Decoster, E. Vallee de Borrigo, Maison A. Otto, Menton a N
Demaison, L. Reims, rue Nicolas-Perseval 21
Dietz, M., Frau Dr. Saargemünd, Grosshafenstrasse 33°
Dietze, Karl, Maler. Jugenheim an der Bergstrasse, Haupt-
strasse 83 er
Dinkler, O., Zahnarzt. Eberbach a. Neckar (Baden)
Disque, Heinrich, Kaufmann. Speyer .
Dognin, Paul, negociant. Paris 16, Villa Molitor 11
Dohrn, Heinrich, Dr. phil. Stettin Re en
Draudt, M., Dr. med. Königsberg i. Pr., Kgl. chirurgische
Universitätsklinik, Lange Reihe 2. . ... „2...
Druce, Herbert, Fabrikant. London NW., The Beeches, 43
Circus Road, St. Johns Wood 2 ee RE RER
Eiffinger, A., Eisenbahnsekretär. Sachsenhausen bei Frank-
furt a. M., Wasserweg 34 . .
Erhardt, C. A. Stuttgart, Relenbergstrasse 78 ra
Erhardt, Robert, Hüttendirektor. München, Kleestr. Nr. 6 A
Ficke, H. A., Privatus. Freiburg in Baden rer
Fiedler, Dr., Suhl RER:
Fischer, F. M., Rittergut Freienhagen b. Niederzwehren. Cassel
Fischer, Peter, Gutsbesitzer: Mussbach a. d. Haardt .
Fruhstorfer, H., Naturalist. Berlin W., Zietenstrasse 11 .
Fürbringer, Max, Dr., Pröfessor, Geheimer Hofrat, Direktor
des anatomischen Instituts, Heidelberg . Er ers Ale
Galvagni, Egon, Dr., Praktikant der Wiener Universitäts-
Bibliothek, Wien-Hietzing, Trauttmannsdorfgasse 54 .
Gauckler, Hermann, Maschinen-Ingenieur. Karlsruhe in Baden,
Kriegsstrasse 185
1906
1590
1892
1585
1904
1892
1901
1902
1892
1356
1903
1590
1598
1904
1904
1892
1396
1892
15%
1590
1900
1890
1598
1904
1891
1897
1599
1395
1897
1595
1595
Mitglieder -Verzeichnis. h
Gichareff, J., Uman. Gouv. Kiew. a Er TEEN)
Godman, Frederie Ducane. South Lodge Horsham, England 1887
Graeser, Louis, Entomolog. Hamburg, St. Georg, Baumeister-
SEEN N ea Sala ae Re Et -!0:
Gruhle, €. F. H., Kaiserl. Rechnungsrat. Dresden-Pl., Bam-
berzerattasser st RE W, 1905
Guntermann, Joseph, Naturalist. Düsseldorf ae, 188
Guyot, H. Helouan (Egygte), Direktor d. internationalen Schule 1904
Habich, Otto. Wien XVIl/1, Geblergasse 66 ee
Hansen, Rudolf, Lessnoi Schelesnodoroschnaja 24, St. Petersburg 1902
Harte, Geh. Regierungsrat. Magdeburg, Oranienstrasse 12, I 1890
Haude. Georg, Architekt, Elberfeld, Sadowastrasse 12 . . . 1899
Heissler, Ludwig, Dr. med., Kgl. Bezirksarzt I. Kl. Teusch-
nitz (Oberfranken) a Re ee SID
Heller, Karl M., Dr. phil., Professor, Custos am Kgl. Zoolog.
Museum, Dresden SE ee Ech!
‘ Hemletzky, Königl. Eisenbahn-Bauinspektor, Oppum b. Crefeld 1893
Herfert, Anton. Linz a. d. Donau, Hopfengasse 15 . . . . 1901
Heyden, Lucas von, Professor, Dr. phil. h. e., königl. preuss.
Major z. D., Bockenheim b. Frankfurt aM. . . . ... 1888
Heylaerts, F. J. M., Dr. med. Breda, Haagdyk, B. 377 (Holland) 1890
Hofmann, K. B., Dr. med., Univ.-Prof. Graz, Schillerstr. 1 1888
Holland, W. J., Rev., Dr. phil. und Dr. theol., Präsident der
Westlichen Universität von Pensylvanien. Pittsburgh,
5th Avenue, Penn (U. 8. A.) . A 212)
Honnegger, Hermann, Spediteur. Basel, Pilgerstr. 13 . . . 1890
Honig, Detlev, Rittmeister a. D. Hasserode a. Harz, Friedrich-
SEARCH DE Rn ee te a IT
Hormuzaki, Constantin, Freiherr von. Czernowitz (Bukowina) 1894
Hottelmann, W., Ingenieur. Hagen (Westf.), Währinghauser-
strasse 18 N 1905
Husadel, Paul, Dr. med., Dresden, Gewandhaus-Strasse 3 1905
Huwe, Adolf, Rechnungsrat. Zehlendorf b. Berlin, Pass-Str. 16 1898
Ihle, Richard, Tischlermeister. Dresden, Mareusstrasse S . . 1862
Janet, A.. Marine -Ingenieur,. Toulon (Var.). Boulevard du
Littoral S 3 a Re EERNR 1892
Jacobs, H., Wiesbaden, Luxemburgplatz 3 1902
Jordan, R., Privatus. Zschieren SEE VERTERE 1902
Jourdheuille, C., Ehrenrichter. Paris. Rue de Rennes 101 1892
Kalbe, Hermann, Zollbeamter. Hamburg, Ditmar, Karl-Str.22 1893
Kandelhart. J., preuss. Reg.-Landmesser. Czarnikau (Posen) 1903
Kawrigin, W., Beamter. St. Petersburg, Peterburgskaja storona
Bolschaja Spasskaja uliza, Haus 5/11, Qu. 14 A en
Kheil, Napoleon, Professor und Handelsschuldirektor. Prag.
Ferdinandstrasse 38. . 170. Ace 1 ee 16/0)
Kiesel, R. P., geprft. Baumeister. Chemnitz, innere Johannis-
strasse 12, III a Me 1902
Klug, E., Lehrer, Niederlössnitz, Schul-Strasse 21 ae /üfn
Kober, H., allgemeines Krankenhaus Eppendorf. Kasse,
Ela 1903
Köhler, O., Amtstierarzt. Bautzen, Schlachthof . an; 1903
König, Karl, Reallehrer, Karlsruhe i.B., Hirsch-Strasse 70 . 1902
Kuhn. Gymnasiallehrer. Magdeburg Dom Gyr nen 1900
j Mitglieder-Verzeichnis.
Klemensiewiez, Stanislaus, Gymn.-Prof., Dr. Lemberg, Klono-
wiezgasse 4 En a Me ee RE ES
Koechlin-Kern, P., Kaufmann. Basel, Burgunderstrasse 16
Korb, Max, Entomolog. München, Akademiestrasse Dame
Kraatz, Gustav, Dr. phil., Entomolog. Berlin, Linkstrasse 38
Kretzschmar, Gustav, Kaufmann. Dresden, Bismarckplatz 6
Krulikowsky. L. Urjum, Gouvernement Wiatka (Russland)
Krüper, Theobald, Dr. phil. Konservator am Museum zu
Athen, ‚Botasi-Strasser sr. ee
Kühn, Heinrich. Naturalist. Key - Inseln (Niederl. Ostindien)
Kummer, Oskar, Kommerzienrat. Radebeul, Moltkestrasse 24
Längenfelder, Chr.. Oberingenieur. Nürnberg, Bayreuther-
strasse 45/0 en re ar ER
Larsen, C. S., Forstkandidat. Faaborg,. Fünen, Dänemark
Leithner, Franz, Dr., Rechtsanwalt. Krems a. d. Donau
Leonhard, Otto, Privatus. Blasewitz bei Dresden, Villa Diana
Liebmann, M., Fabrikbesitzer. Arnstadt ae
Macker, Emil. Dr. med., Spitalarzt. Colmar i. Elsass, Pfeffel-
Strasser LIFE
Martin, L.. Dr. med.. Hofrat. Makassar Süd-Celebes. 6
Matthes, R. A., prakt. Zahnarzt, Dresden, Bautznerstrasse 41
Mazel, E., Gerant d’Immeubles. Genöve, rue centrale 1
Meess, A., Privatus. Karlsruhe i. B., Eisenlohrstr.
Meinhard, A. von, Ingenieur. Tomsk, Sibirien .
Meixner, A. Graz, Zinzendorfgasse 6 -
Möbius, Dr. phil.. Univ.-Professor, Geheimer Rat, Direktor des
Königl. Zoolog. Museums. Berlin .
Möbius, Ernst, städt. Amtstierarzt, Dresden, Leipzigerstr. g, I
Möbius,. Richard, Stadtbaurat. Chemnitz, Andrestrasse 23. .
Moesary, Alexander, Dr. phil., Professor. a: (Ungarn)
National-Museum SE Bey
Monteiro. Antonio Augusto de Carvalho. "Lissabon, Rua do
Alegrim 72 . RR .
Müller, F.. Fabrikant. “ Dortmund, Steinstrasse 6 ar:
Neuhoff, Louis, Fabrikant. Unter-Barmen, Haspelerstrasse” 59
Ney jun., Felix, Fabrikant. Aachen, Stephanstrasse .
Niepelt, W,, Naturalienhändler und Fabrikant entomol. Re-
quisiten, Zirlau b. Freiburg (Schlesien) .
Noth, Joseph, Privatus. Gera (Reus) . . ». ....
Oberthür, Charles. Rennes, Ille-et-Vilaine (Frankreich)
Overbeck, Ernst. Referendar. Detmold, Leopoldstrasse
Pabst, M., Dr. phil., Professor. Serkowitz, Mozartstrasse 3
Paravieini, L., Kaufmann. Basel, Sommergasse 4 . ...
Paulus, J., Sekretär am kaiserl. Deutsch. Consulat. Jerusalem
Petroff, Alexander, Sekretär am Kaiserl. Russischen General-
konsulat in Jerusalem P : Ar
Petry, A., Dr. Nordhausen, Blödau- Strasse 19
Pfitzner, Pastor. Sprottau (Schlesien)
Philipps, Franz. Köln a. Rh., Klingelpütz 49
Piepers, M. C., Dr. Haag (Holland), Noordeinde 10 ort.
Pohl, R., Oberpostsekretär. Hohenstein-Ernsttal, Weinkellerstr. 38
Poll. J. R. H. Neervort van de, Entomolog. Rijssenburg,
Provinz Utrecht (Holland) . h
Poppenhauser, H., Maler. Meiningen . x 2... 0...
1903
165
1894
1383
1590
1591
1590
1555
1593
1901
1900
1901
1891
1901.
1592
1594
1905
1592
1900
1896
1904
1594
1599
1900
1896
1889
1898
1892
1892
1397
1897
1886
1901
1884
1891
1591
1903
1900
1893
1596
1901
1901
1595
1897
Mitglieder -Verzeichnis. k
Portner. Albrecht, Freiherr von, k. k. a Hanitn
Pola, St. Policarpo . 1897
Preiss, Paul. Ludwigshafen a. Rh. Oggersheimerstrasse 57 1903
Preissecker, Fritz, Ministerialbeamter. Wien XVII, Edelhof-
gasse 20 1903
Prinke, Dr. Düsseldorf, Grafenberger Chaussee 67 E 1903
Püngeler, Rudolf, Gerichtsrat, Aac hen, Bismarck-Strasse 99, 1889
Raichl, Sändor, techn. Leiter der Brauerei. Orsova, Süd-
Ungarn a Ne ee ne 1908
Rabenhorst, L. R., Kapitän. Dresden, Tittmannstrasse 40, pt. 1897
Rebel, Hans, Dr. phil.. Professor, Custos Adjunktam k. k. Hof-
museum, Privatdocent. Wien VI, Burgring 3 ; 1893
Reichelt, Hugo, Kaufmann. Dresden, Theresienstrasse 1 . 1888
Reuter, Enzio, Magister der Philosoph. Helsingfors, Fredriks-
gatan 45 (im Sommer: Abo, Henriksgatan 11 (Finland) 1889
Ribbe, Karl, Naturalist. Radebeul b. Dresden, Bahnhofstr. 27,11 1884
Richter, O.. Oberleutnant. Düsseldorf, Gartenstrasse 115 1901
Riechelmann, königl. preuss. Oberstleutnant. Lissa (Posen) 1890
Riedel, Eduard, Expedient. Dresden, Güterbahnhofstrasse 19 18992
Riffarth, H, Kunstanstalts-Besitzer. Berlin W., Lutherstr. 29 1895
Rolle, Hermann. Entomologisches Institut. Berlin SW.,
Königgrätzerstrasse 89 3 : 1904
Roscher, Rich., Dr. med. Gr.-Schweidnitz . 5 1902
Rothke, M. Seranton, Rear 602, Harrison Avenue (Penns.
USSHAR) Rn RR ENGE Era IS (01)
Schaus, W., erdorlerolos Drmende Bo Twiekenham,
St. Margarets (England) .. 8 1596
Schawerda, Carl, Dr. med. Wien VI, "Gumpendorferstrasse 2 29 1904
Schlumberger, Jean von, Dr., Staatsrat, Präsident des Landes-
ausschusses von Elsass-Lothringen. Gebweiler . . 1896
Schmidt, €. W., Dr. phil., kaiserl. "Landeshauptmann 2. 4).
Charlottenburg, Kantstrasse 160 Were er) 2800
Schopfer, Eduard, Kaufmann. Dresden, Josephinenstrasse 15 1894
Schröder, Chr., Dr. Husum (Schleswig) 1897
Schrottky, C.. Prof. partieular, Villa Encarnaeion, Alto Parana,
Paraguay : N 97
Schultze, Arnold, Leutnant“ a1. 8. “Northern "Nigeria, Borneo 1892
Schultz, H. Posen, Bergstrasse 9 BE ne. AN. 2 ae OD
Schulz, Gustav Leo, Kaufmann. Berlin W., Rankestrasse 35 1899
Schunke, Otto, Privatus. Dresden, Striesener Strasse 47, I 1584
Schütz, G., Dr. Hälensee, Georg Wilhelmstrasse 23 1594
Schwarz, A. H., Apotheker. Novo Hamburgo, Estade Rio
Grande do Sul (Brasilien) 3:
Seifert,{Otto, Pharmaceut. New-York, City 510, East S4th Street 1896
Seiler, Robert, Kaufmann. Dresden, Leipziger Strasse 9, I 1884
Seitz, A., Dr., Direktor des Zoologischen Gartens. Frank-
Buches Nie 2 2.2 ea ne ee 2 BE 1893
Semper, Georg, Fabrikant. Altona, Klopstockstrasse 14 1885
Sohn-Rethel, Otto, Maler. Rom, Villa Strohl-Fern . 1904
Sowinski, W. Kiew, Universität, Mittelhof Kwart 2 . 1904
Spemann, Wilhelm, Maler. Loschwitz Vietoriastrasse 19 1890
Spröngerts, J. R., Bankvorsteher. Artern (Prov. Sachsen) 1903
Stange, G., Gymnasial-Professor. Friedland in Mecklenburg 1898
l Mitglieder -Verzeichnis.
Stephan, Julius, Lehrer. Broschütz p. Zuzella (Ob.-Schlesien)
Stertz, Otto. Breslau, Nicolaistadtgraben 21 : :
Suffert, E. Berlin W., Fürtherstr. 12, II
Sulger, H., Custos am Museum. Basel ER en RER:
Swinhoe, Ernst, Lepidopterist. London W., Addison Gardens 37
Tanere. Rudolf, Fabrikant. Anklam in Pommern ae
Thier. H. G., Gutsbesitzer. Gut Geringhof b. Beelen, Kreis
Warendorf, Westfalen ee >
Trotter, Camillo, Dr., k. k. Notar, Lienz ERLERERL:
Uffeln. Karl. Oberlandesgerichtsrat. Hamm (Westfalen)
Uhryk. Ferdinand, Dr., Professor. Budapest, Kerepesi ut 82
Uranitsch, Richard. Graz, Kaiserfeldgasse 21, II
Wagner, Fritz, Wien XVIII, Währingerstrasse 143 . RAN
Wagner, Heinrich, Verlagsbuchhändler. Leipzig, PISB SAL
strasse 16 5 ©
Watson, Eduard, Leubnitz- Neuostra, Ostra- Strasse 17
Weidinger, Theodor. Kiew, Schelanskaja 120—14. i
Weiss, Julius, Weingutsbesitzer. Deidesheim (Rheinpfalz)
Weskamp, A. Mayen (Rheinprovinz).. .
Weymer, Gustav, Beamter. Elberfeld, Sadowastrasse Ya 5
Winckler, Ad., Technischer Betriebs-Sekretär bei der königl.
Staatseisenbahn. Plauen b. Dresden, Kaitzerstrasse 66
Windrath, W. Zürich, Seestrasse 52. pe ee
Wiskott, Max, Dr. phil. h. c., F abrikbesitzer. "Breslau, Kaiser
Wilhelmstrasse 69 . ;
Witzenmann jun., Heinrich. Pforzheim
Zeidler, Karl, Modelleur. Meissen, Thalstrasse 94.
Zeumer, Richard, Dresden, Schlossstrasse 34 .
Ausserordentliche Mitglieder.
Fuchs. Robert, Dr., Professor. Dresden, Klara-Strasse 14.
Müller, A. Fröbelhaus, Dresden, Waisenhausstrasse 24 .
Oehme, Emil, Expedient. Gauernitz 44 .
Schoch. Zahnarzt. Dresden, Antonstrasse
Steite, A. Dresden, Hohenthalplatz 9 . WERT:
Wandolleck, B, Dr. Dresden, Zoologisches Museum A ER
Weise, Richard. Kaufmann. Dresden, Bartholomäistrasse S
Ziel, Curt, Kaufmann. Dresden, Lipsiusstrasse 16, Il
Ausserdem:
Königliche Bibliothek, Berlin W.. Behrenstrasse 40 i
Lepidopterologen -Vereinigung „Orion“, Berlin. Aug. Guhn,
OFZorndorfenstmasseT3sTr en Fr er
Verein für Insekten - Kunde zu Berlin. Friedrich Frane
von Lichtenstein, Charlottenburg, Kurfürstenallee 38
1903
1901
1903
1359
1396
1392
1901
1905
1889 -
1591
1903 7
1905
1895
1905
1898
1594
1589
1889
1909
1905
1555
1898
1896
1906
1903
1905
1905
1905
1903
1905
1888
1905
1904
1903
1905
Mitglieder-Verzeichnis. -— Schriften-Austausch. m
Berliner Entomologische Gesellschaft, Charlottenburg. Dr. W.
Spaizier, Schöneberg b. Berlin, Hauptstrasse 150. . . 1898
Entomologen -Verein „Hebe“, Darmstadt. Vorsitzender Dr.
Langheinz, Zimmerstrasse DE ac SEE k 1900
Entomologischer Verein „Apollo“, Frankfurt a. M. Vor-
sitzender: A. Voigt, Frankfurt a. M., Linnestrasse 5, II 1900
Internationaler Entomologischer Verem, Guben. .... .., ... 1889
Entomologischer Verein für Karlsbad und Umgebung.
Schriftführer: Augnst Hüttner, I. Volksschule . . . . 1897
Entomologischer Verein „Fauna“, Leipzig. Schriftführer
Alex. Reichert . . ee RE RR: 1° 07 |
Entomologischer Verein „Iri s“, einaeı Grimmaischer Stein-
weg, Cafe Hartmann . . N Re on En Fe SLO0D
Entomologischer Verein Nürnberg. Schriftführer: H. Krauss.
Nürnberg, Schonhoverstrasse Balken ea se
Entomologischer Verein Regensburg. Custos M. Schreiber . 1891
Entomologischer Verein Stuttgart. Schriftführer: Adolf
Bubeck, Stuttgart, Schlosser-Strasse 36. . . 2 .2.....1900
Wiener Entomologischer Verein. Schriftführer: Alois Sicher,
MieneXlV. “Schlasserstrasse "86... .. ur „2... 070.00 1.889
Entomologischer Verein „Sphinx“, Wien. Vors.: Joh. Mück,
Mienı KV lihalastrasse, 102.5 2 2... 2 ae 1908
Eidgenössisches Polytechnieum Zürich . . 2. 2 2.2.2..2...1883
Entomologischer Verein Erfurt. Pawlitzky. Zahlmeister im
III Thür. InfantsBessn sn Nr SR 1908
Die Vereine, mit denen der Entomologische Verein „Iris“
Schriften austauscht, sind:
Allgemeine Entomologische Gesellschaft. „Zeitschrift für wissen-
schaftliche Insektenbiologie“ (Husum).
Asiatie Society of Bengal. Journal. Caleutta,. Indian-Museum.
Berliner Entomologischer Verein. „Berliner Entomologische Zeit-
schrift.“ Ludwig Quedenfeld, Gross Lichterfelde Ringstr. 54.
Broteria, Revista de Stileneias Naturaes, Professor J. S. Tavares,
S. Fiel, Portugal.
Deutsehe Entomologische Gesellschaft in Berlin. „Deutsche Ento-
mologische Zeitschr ift.“
Entomological Section of the Academy of Natural Sciences of
Philadelphia. „Entomological - News.“ Philadelphia, Penn.
Logan Square (U. S. A.)
Entomological Society of London. The Transactions. (R. H. Porter,
Cavendish Square, London W.)
Entomologisk Meddelelser, Kjobenhavin. A. Kloiker Charlottenlund.
Entomologiska Föreningen. „Entomologisk Tidskrift.“ Stockholm,
Drottninggatan 94.
Entomologiske Meddelelser. A. Klöcker, Charlottenlund (Dänemark).
n Sehriften- Austausch.
Jl Naturalista Siciliano, Enrico Ragusa, Palermo Hötel des Palmes.
„Fauna“, Societe des Naturalistes Luxembourgeeis (Dr. E. Bricher),
Luxembur g.
Nassauischer Verein für Naturkunde. Wiesbaden (Dr. A. Pagen-
stecher).
Nederlandsche Entomologische Vereenigung. Tijdschrift vor Ento-
mologie. (D. van der Hoop, Zuidblaak 64, Rotterdam).
Rivista Colleotterologica Italiana. Dr. Antonio Porta, Camerino |
(Italien).
R. Stagione di Entomologica Agreria, Firenze, 19 via Romana.
Se hweizerische Entomologische Gesellschaft. Mitteilungen (redigirt
von Dr. G. Stierlin). Custos Dr. Steck, Bern, Naturhistorisches
Museum.
Societä Entomologica Italiana. „Bulletino della S. E. 1.“ (Dr. A.
Senna Seceretaire de la Soc. Ent. Italienne. R. Museo, Via
Romana 19, Firenza.)
Societas Entomologica. Zürich-Hottingen. (M. Rühl.)
Societäs Entomologica Rossica. „Horae S. E. R.*
Soeiete Entomologique de Belgique. Annales et Bulletins.
Dr. Ernest Rousseau, 60 Avencee de la Couronne, Bruxelles.
Soeiete Entomologique de France. Annales et Bulletins. (M. J.
Gazagnaire, Paris, 31 Boulevard de Port Royal.)
Soeiste lepidopterologique de Geneve, Schriftführer: John Jullien,
avenue du Meil,S. . ee er905
Verein für schlesische Insektenkunde zu Breslau. „Zeitschrift für
Entomologie.“
Verein für Naturkunde in Cassel, Sanitätsrat Dr. Ebert, Cassel,
Orleans-Strasse 2.
Zoologisch botanische Gesellschaft, Wien.
. -. > F2 Me
ee Een >
.
Kate
Ausart %
ZPO
f
Vorstand des EntomologischenVereins ‚„lris” zu Dresden.
Vorsitzender: Prof. Dr. K. M. Heller, Dresden, Franklinstr.
Stellvertr.: Amtstierarzt Möbius, Dresden, Leipzigerstr. 9.
Schriftführer: Ed. Schopfer, Dresden, Josephinenstr. 15.
Stellvertreter: Ed. Riedel, Dresden, Güterbahnhofstr.19, 11.
Rechnungsführer: | Hugo Reichelt, Dresden,
Bibliothekar: | Theresienstr. 1.
Redakteur: ©. Ribbe, Radebeul b. Dresden.
Stellvertreter: R. A. Matthes, Dresden, Bautznerstr. 41.
Sitzungen: Mittwoch v. S—11 Uhr, im zoolog. Garten.
Mitglieder erhalten auf Wunsch die früheren Bände unserer
Zeitschrift zu bedeutend ermässigten Preisen und zwar:
Band I. (in5Numm.) 340 Seit.mit2Taf., (von demnurnocheinige wenige
nicht ganz vollständ. Exemplare vorhanden sind) für 15>—25 Mk.
„ ll. (in2 Heften) 286 Seiten mit 5 Taf. (leolor.) statt 17Mk. für 10 „
11. an er es >436010r. Tatele 2,2167 „era
Be SNERT GE VA 5: che „ 4 Batal2color.);- „16... "gn
BEN 9° 7.2238 „17 Pal. (4-colez)- 372277 7270
ES: ın52 750201594175 „. Zeolor., Latelm x „20 24, 22108
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SERTAn2 „aaa « 6 Taf. (3color.) : „265 ‚anezse
sa: (in? -;,...yEle ; „ 9Taf. (4 ganz.
1 teilweise coloriert) Su
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exclusive Frankatur.
a” Der jährliche Mitgliedsbeitrag von 10 Mark ist
in den ersten 3 Monaten eines jeden Vereinsjahres zu
zahlen (an den Rechnungsführer H. Reichelt).
Den Herren Mitgliedern, welche ihren Beitrag zu
zahlen vergessen haben, wird das zweite (gegen Ende
Juni erscheinende) Heft gegen Nachnahme des Beitragesy
zugesandt (so weit nach den betreffenden Ländern Nach-
nahme zulässig ist). a
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