Heft 3/4.
10logische Zeitschrift
1.
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{ EHEN
herausgegeben
vom
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Jahrgang 1922. Drittes und viertes Heft.
30. November 1922.
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7
Sr 2 Schriftleiter: Dr. H. Waliher.
‚des Entomologischen Vereins ‚Iris‘.
.
Druck von Kupky & Dietze (Inh. C. und R. Müller), Radebeul.
Pr, B
Inhalts-Uebersicht.
Möbius, E. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens 45— 92
Seite
Corrigenda im :Mitgliederverzeichnis se u 0 mean 92
Hering, Dr. Mart. Solenobia banatica m., eine neue palae-
arktische Psychide za Wr ae 93 u. 94
Caradja, Fürst Aristide. Nachtrag zur Fauna von Rumänien 94
Bücherbesprechungen. 23.2 as ae Ne
Hans>Fruhstörfer Fan Se 96—103
Zugänge zur Bücherei vom 1. XI. 1921 bis 1. X1.1922. . . ... 108—105
Vereinsnachrichten =: ze ee 105—109
Alphabetische Liste der im XXXVl. Band neu beschriebenen Formen xl
In allen Angelegenheiten der Schriftleitung (Manuskripte, Tafeln, Bücher-
besprechungen, Korrekturen usw.) bittet man, sich an den Schriftleiter
Dr.H. Walther, Dresden-N. 8, Böhmertstraße 4, zu wenden. Die Verfasser
erhalten 25 Sonderdrucke kostenfrei, nach Vereinbarung (bei Einsendung des
Manuskriptes) auf Wunsch mehr. Für die Form und den Inhalt der in dieser
Zeitschrift veröffentlichten Aufsätze sind die Autoren allein verantwortlich.
Bei allen Anfragen und Manuskript-Sendungen.
ist Rückporto beizufügen.
Vorstand
des Entomologischen Vereins „Iris“ zu Dresden.
Vorsitz.: HofratProf.Dr.phil.K.M.Heller, Dresden, Franklinstr. 22.
„Stellvertreter: Dr. med. H. Walther, Dresden-N. 8, Böhmertstr. 4.
Schriftführer: Lehrer J. Skell, Dresden-A. 1, Röhrhofsgasse 2, Il.
Stellvertreter: Kaufm. Wilh. Petzold, Dresd.-A., Walderseepl.1, II.
Rechnungsführer: Kaufm. R. Zeumer, Dresd.-A., Schloßstr. 22.
Bücherwart: Obertierarzt E. Möbius, Dresden, Schlachthofring 3.
Schriftl.: Dr. med. H. Walther, Dresden-N. 8, Böhmertstraße 4.
Stellvertreter: Obertierarzt E. Möbius, Dresd., Schlachthofring 3.
Sitzungen: Jeden 9. und 3. Mittwoch 8'/; Uhr abends im Haupt-
restaurant des Zoologischen Gartens. Gäste stets willkommen.
Neuanmeldungen von Mitgliedern werden an den Vorsitzenden
erbeten.
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 45
Nachtrag zur Gross-Schmetterlings-Fauna Sachsens.
Von Ernst Möbius, Dresden.
Seit der im Jahre 1905 vom Entomologischen Verein
Iris in dieser Zeitschrift herausgegebenen Zusammenstellung
der Großschmetterlinge Sachsens sind eine ganze Reihe
Jahre verstrichen, so daß sich ein zusammenfassender Nach-
trag der neuen Entdeckungen und Berichtigung der Irr-
tümer notwendig macht. Meiner Bitte auf dem Sächsischen
Entomologentag am 25. September vorigen Jahres um kräftige
Unterstützung meines Vorhabens, ist bereitwillig und von
mir besonders wertvoller Seite in liebenswürdiger Weise
entsprochen worden, allen Einsendern von Beiträgen sei
hiermit verbindlichst gedankt, ihre Namen sind im Text
als Gewährsmann angeführt.
Weitere literarische Beiträge über sächsische Falter sind
als Fortsetzung der in der Fauna bis zum Jahre 1902 zu-
sammengestellten folgende erschienen:
Gillmer, Ein kleiner Beitrag zur Makrolepidopterenfauna
des Königreiches Sachsen: Insektenbörse 22. J., 1905,
S267.U468:
Reichert, A., Nachtrag zur 3. Aufl. der Großschmetterlinge
des Leipziger Gebietes, Leipzig 1906.
Schopfer, E., Beitrag zur Schmetterlings-Fauna der
Dresdner Gegend in: Iris XX, 1907, S. 64—66.
Oehme, 1. Daten. der Larvenzustände der in Sachsen ein-
heimischen Arten der Familie Sesiidae H. S. in Zeitschr..
f. wiss. Insektenbiol. IV, 1908, S. 230—268.
2. Die Larentien des Königreiches Sachsen I. c. S. 382,
428 u. 467.
Möbius, E., Beitrag zur Großschmetterlingsfauna Sachsens
in Korrespondenzblatt Nr. I, 1910, Beilage zur Ent. Zeit-
schriit His = : 7
Friedemann, H., Beitrag zur Großschmetterlingsfauna
Sachsens I]. c. Nr. III.
Hiller, R., Crocallis elinguaria ab. fusca Reutti und einige
weitere Sonderheiten meiner Sammlung |. c. Nr. V.
Schütze, Einige Beobachtungen (betr. Cossus cossus L.) in
lEis-XXV, 1911,56.
Dr. Walther, H., Lichtfangergebnis im Jahre 1912, 1.c. XXVI,
1912,.9721.
46 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
Schweitzer, H., Die Großschmetterlingsfauna des gesamten
Vogtlandes ]. c. XXVII, 1913, 5S.47—113 mit 1 kol. Tafel.
Schütze, Beitrag zur Kenntnis einiger Sesien, ]. c. XXXII,
1919, S. 116— 122.
Detzner, P., Lepidopterologische Ergebnisse vom Truppen-
übungsplatz Zeithain ı. S. in Kranchers Ent. Jahr-
DICH 21921
Lange, E., Die Lygris- und Larentia-Arten im Gebiete der
oberen Freiberger Mulde in Iris XXXV, 1921, S. 138
bis 179 mit 1 Tafel.
Gillmer, Zweiter Beitrag zur Großschmetterlingsfauna
Sachsens in Ent. Zeitschr. Frankfurt a. M. XXXV, 1921,
Nr. 20 u. 21.
Aufsätze, die einzelne Tiere betreffen, sind im Text bei diesen
genannt.
Bezüglich des Vorkommens der einzelnen Arten sind in
der Fauna 1905 eine ganze Reihe genannt, deren Bürgerrecht
in Sachsen als fraglich bezeichnet werden muß; zu be-
haupten, diese oder jene Art kommt nicht vor, ist oft sehr
schwer, denn der Bestand bleibt im Laufe der Jahre nicht
derselbe, er fluktuiert, Arten gehen, andere kommen. Mit
dem heutigen regen Verkehr, besonders der Eisenbahn und
mit Pflanzen gelangt manche Art als Ei, Raupe oder Falter
ins Land, die in unsern Breiten sonst nicht vorkommt.
Dafür sei ein Beispiel angegeben: Vor mir liegt ein statt-
licher Schweinslederband, betitelt: W. G. Becker, Der
Plauische Grund bei Dresden mit Hinsicht auf Natur-
geschichte und Schöne Gartenkunst, Nürnberg 1799. Als
Anhang findet sich ein „Verzeichnis der merkwürdigsten
Insekten, welche im Plauischen Grunde gefunden wurden
von Ludwig Heinrich Freiherrn von Block‘, eine sorg-
fältige Aufzählung. Von den damals bei Dresden ge-
fangenen Schmetterlingen seien genannt: Satyrus circe F.,
äußerst selten bei Tharandt, Limenitis sibilla L., Colıas
palaeno L. (auch Ochsenheimer, Schmetterlinge Sachsens,
Leipzig 1804: „Einer meiner Freunde hat im Jahre 1789
am 4. Juli ein © bei Dresden gefangen‘), Melitaea phoebe
Knoch, Argynnis pales Schiff u.a. Diese Arten wird man
jetzt vergebens bei Dresden suchen, ihre Lebensbedingungen
sind nicht mehr vorhanden, der Mensch mit seiner Kultur hat
sie vernichtet. Zunächst eine Anzahl Arten aus der älteren
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 47
Literatur (s. Näheres im Text), die zwar bereits in der Fauna
1905 nicht aufgenommen wurden, hier aber ausdrücklich
als in Sachsen nicht vorkommend genannt seien: M.
didyma O., M. parthenie Bkh., Ch. thersamon Esp., Het.
morpheus Pall., M. castrensis L., Cosmia contusa Frr., Tox.
viciae Hb., Ac. flaveolaria Hb., Lar. munitata Hb., S. flavi-
ventris Stgr. und Zyg. cynarae Esp. Folgende in der Fauna
genannte Arten sind meines Erachtens jetzt nicht mehr zur
sächsischen Fauna gehörend zu streichen, vielfach liegt
hierbei falsche Bestimmung zugrunde: Argynnis daphne
Schiff., Lycaena eumedon Esp, Lycaena alcon F., Hypo-
symna morio L., Agrotis flammatra F., Polia rufocincta
H. G., Dryobota monochroma Esp., Plusia gutta Gn.,
Acıdalia degeneraria Hb., Eupithecia conterminata Z.,
Sesia triannuliformis Frr., S. stomoxyformis Hb. Rebelıa
nudella O., Hepialus carna Esp. Auch an das Vorkommen
von Acidalia ochrata Sc., Ephyra suppunctaria Z. und
Eupithecia distinctaria H.S. kann ich nicht glauben, es sind
Arten, die leicht verwechselt werden.
Hierzu kommen aber 20 neue, sicher nachgewiesene
Arten, so daß der Bestand so ziemlich derselbe wie in der
Fauna 1905, d. h. 980 Arten, geblieben ist: Melitaea phoebe
Knoch, Lycaena amandus Schn., L. damon Schiff., Acronycta
menyanthidis View., Hadena illyria Frr., Jaspidea celsia L.,
Calophasia casta Stph., Plusia consona F., Pl. chryson Esp.,
Herminia cribrumalıs Latr., Lythria purpuraria L., Ortho-
‚Jitha coarctata F., Larentia immanata Hw., L. infidarıa
Lah., L. verberata Sc., L. affinitata Stph., L. ruberata Frr.,
Gnophos furvata F., Fidonia fasciolaria Rott. und Aspilates
gilvarıa F.
In diesem Nachtrage ist mit Rücksicht auf die neuen
Bestrebungen in der Systematik ein besonderer Wert auf
die Variabilität gelegt, welcher Gesichtspunkt in der Fauna
1905 nicht genügende Berücksichtigung fand. Viel neue
Arten werden in Sachsen nicht mehr entdeckt werden,
aber der Variationsbreite möchte der Sammler größere
Beachtung schenken. Viel Genuß gewährt eine Sammlung
großer Serien oft gewöhnlicher, aber sehr veränderlicher
Arten, was durch Zuchten ohne Massenfang oft leicht zu
erreichen ist. In Fexte hätte ich 'gern“diesen. von der
Nominatform abweichenden Formen kurze Diagnosen bei-
gefügt, da vielen Sammlern die Anschaffung aller ein-
schlägigen Nachschlagwerke jetzt nicht mehr möglıch ist,
48 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922,
die ungeheuer gestiegenen Druckkosten forderten aber eine
Einschränkung des Textes.
Bezüglich der Systematik bin ich von der Fauna 1905,
also dem Stgr.-Rbl.-Katalog 1901, selbst auf die Gefahr hin
der Rückständigkeit geziehen zu werden, nicht abgewichen,
da es sich lediglich um einen Nachtrag handelt. Wer sich
mit diesem System durchaus nicht mehr befreunden kann
und die neuere Systematik nach Warren, Jordan, Prout,
Tutt u. a., wie sie im Seitzwerk usw. angewendet ist, vor-
zieht, muß auf dieses u. a. neuere Werke verwiesen werden.
Auch empfehle ich beim Lesen des folgenden Textes, um
irrtümliche Auffassungen über Vorkommen usw. zu ver-
meiden, die entsprechenden Aufzeichnungen der Fauna 1905
zum Vergleich heranzuziehen.
Speziellen Perl
Papılvo’podalırıus’I. Im heben: Sommer 1906
wurden in der Lößnitz bei Dresden Falter einer 2. Gen.
mit fast weißem Hinterleib (ab. aestıva Fuchs) festgestellt
(Schopfer). — ab.undecimlineatus Eim. In der Lößnitz
(Schopfer), aus R. von Kötzschenbroda 1921 einen typischen
Falter erzogen, Uebergänge in Anzahl (E. Möbius) ab.
ornata Wh. Nicht selten unter der Stammart, beı
Kötzschenbroda-Radebeul. — P. machaon L. In Miltitz
bei Leipzig trat die R. ım Juni 1921 schädlich an Ruta gra-
veolens L. auf, etwa 30 R. wurden gefunden (Reichert) —
ab. asıiatica Men. (ab.sphyrus Hb.) 2 F. aus bei Belgers-
hain gef. R. erzogen (Rehfeldl) — ab. rufopuncta Wh.
und ab. diıssoluta Sch. Nicht selten unter der Stamnı-
art, z.B. bei Weinböhla. — ab.rubromaculata Schultz.
Bei Dahlen gef. (Lange) — ab. bipunctata Eim--Einige-
mal im Vogtland gef.
Aporıa crataegiLl. Bei Leipzig in denletzten Jahren
an verschiedenen Stellen wieder gef. Bei Hänichen am 11.
V1.1916 3 geschlüpfte P. an einem Gartenzaun, bei Miltitz
am 12, VI. 1913 Ten Sg "get. (Reichert), bei, Zeithain am
5. VII. 1918 (Detzner), in der Dresdner Gegend bei Reichen-
berg, Wahnsdorf, darunter 2@ der ab. augusta Trti. im
Juni 1916 erzogen (E. Möbius).
Bıeris=brassıcae rl. Die typische Formgasızedie
häufige Sommerform, die Frühjahrsform = chariclea
Stph. (Stichel in Berliner Ent. Z. 1911, S. 43) fliegt: spär-
licher. — ab. obscurata Obth. An der Begerburg im
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 49
Plauenschen Grund bei Dresden 1 J' gef. (Iris XXIX S. 123
und T. X Fig. 5) — ab. g' nigronotata Jachont. Bei
Freiberg am 18. V. 1907 gef. (Lange) — ab. lutea Röb.
Bei Freiberg im Mai 1915 (Otto). — 1908 wurde wieder ein
großer Massenflug im obern Vogtland über Falkenstein-
Oelsnitz-Klingental beobachtet, die F. zogen nach Süden in
der Richtung nach Asch. Der Zug dauerte volle 5 Stunden,
durch die offenstehenden Fenster einer Maschinenstickerei
bei Oelsnitz flogen die F. in so großen Massen in den Saal,
daß die Maschinen außer Betrieb gesetzt werden mußten.
— P.rapae L. Die Frühjahrsform ist metra Stph. und
fliegt im März-Mai. — ab. leucotera Stef. Bei Weinböhla
1g' 19 am 3. V. 1903, bei Loschwitz, im Prinzental, bei
Rachlau und Pielitz in der Lausitz (Schütze), im Vogtlande
(Schweitzer) gef. — ab. immaculata Cock. Bei Wein-
böhla am 15. V. 1917 ein g'! (E. Möbius). — P.napil.
Die in der Fauna 1905 unter ab. intermedia Krul. ge-
nannten Stücke gehören zu meta Wagner. (interm.K. ist
russische Form). Auch in Bautzen 1 © dieser Form er-
zogen (Starke) — ab. 9’ impunctata Röb. Alljährlich
in der Lößnitz (E. Möbius, Walther), in Bautzen 1910
2 F. erzogen (Starke). — ab. @ virilis Röb.und ab. con-
fluens Schima. In Chemnitz gefangen (Heinitz), — ab.
subtalba Schima. In der Lößnitz bei Dresden am 3. VI.
1 g' gef. (E. Möbius). — P.daplidiceL. Im August 1911
waren die F. in Stahmeln bei Leipzig n.s., auch in Lauer
in Anzahl erbeutet (Reichert), auch bei Dresden 1911 und
1912 ziemlich häufig, im Ostragehege im Herbst die R. auf
Sisymbrium sophia L. in größerer Zahl (E. Möbius). Im
Vogtlande einzeln und selten.
Euehlo&e cardamınes L.ab. ochrea Tutt. "1920
in Leipzig ein F. erzogen (Dr. Hörhammer). In Freiberg
diese Form erzogen (Lange). Auch das in der Fauna 1905
genannte, im Saubachtal bei Dresden erbeutete Stück gehört
hierzu. — ab turritis O. Bei Dresden 5 Stück gef., im
Saubachtal, bei Lindenau, Kreischa und T'harandt (Schopfer,
Dr. Walther) — ab. immaculata Pabst. Bei Kreischa
am 26. V. 1911 (Dr. Walther), bei Freiberg (Lange) — ab.
quadripunctata Fuchs. Bei Freiberg, erzogen (Lange).
— In Rößwein erzog Hiller 1 Zwitter: links g' ohne
schwarzen Mittelpunkt, rechts © mit sehr großem Mittel-
fleck und rotem Wisch vom Außenrand bis an den
Mittelfleck.
50 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
Feperdrasıinapıs 1. Istänrletzter ZetzbeinBeinze
und Dresden recht selten geworden. 1Q@ am 1. VII. 1921
bei Reitzenhain (E. Möbius), in Rachlau in der Lausitz fand
Schütze die R. in Mehrzahl an Lotus L. (g. aest. diniensis B.
Diese 2. Gen. des Südens kommt in Sachsen nicht vor, wie
Schweitzer in der Fauna des Vogtlandes angibt, unsre 2.
Gen. ist die Nominatform).
Colias palaenov.europomeEsp.ab.@ illgne-
rına Vorbr. (mit zart zitronengelber Grundf) 2 © am
Kranichsee bei Carlsfeld i. E. (E. Möbius) Reitzenhain (Dr.
Trübsbach). Letzterer fing da auch ab. @ illgnerı Rühl
(gelb wie g’) — C. edusa F. (croceus Foure) Im Jahre
1908 mehrfach bei Leipzig gef.: Kl.-Wiederitsch, Oberholz,
Gundorf, Gohlis, Groß-Dölzig, Kanitzsch, Zschocher, Helm-
städt bei Grimma. Bei Dresden in der Lößnitz am 2. X. 1908
1 9' (E. Möbius), bei Hündorf 24. VII. 08 (Dr. Walther), in
Moritzburg 1 F. am 16. X. 1910, Ende Oktober 1908 bei
Röderau zahlreich von E. Schneider gef. (Ayrer in Iris
XXV, S.8) — (L.myrmidone Esp. In Waldheim fing
Heinitz ein abgeflogenes 9’ am 10. Mai, nach seiner An-
sicht zugeflogen. Jedenfalls ist diese Art weder dort noch
sonst in Sachsen einheimisch.)
Gonepterix nhamnı E. > Dasamr derzRanmasıl905
auf T. I Fig. 5 abgebildete Stück mit orangeroter Linie
auf allen 247 El. ist? im Seitz #«(S. 6D ab filya Roöber
benannt.
Apatura ilia Schiff. ab. eos Rossi (budensis Fuchs).
Bei Leipzig-Kohlenberg im Juli 1897 1 © gef. (Trömel), am
2. VII. 1905 in Beucha 1 g' (Hauck). Aus Raupen aus dem
Friedewald bei Dresden schlüpften 1 g' 29 dieser hellen
Form (E. Möbius).
Limenitis populi L. Aus einer bei Dresden 1906
gef. R. wurde ein zwittriger Falter erzogen (Beschr. im
Korrespondenzbl. Iris 1910 Nr. I) (E. Möbius). In Klein-
saubernitz in der Lausitz wurde am 22. V. 1901 eine fast
erwachsene R. auf Esche gef. (Schütze).
Pıyrameıs atalanta Lk. abifr zet aTutr lange
unter der Stammform: Leipzig, Dresden, Klotzsche und
anderwärts. — P.carduil. In Leipzig wurde im Jahre
1912 die R. häufig gef., 30 R. an Carduus nudans (Reichert).
Bei Dahlen wurde am 12. V. 1906 ein albinotisches gJ' gef.,
bei dem beide Hfl. weißgrau statt rotbraun gefärbt sind
(E. Lange).
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 51
Vanessa jo L. In Chemnitz wurde aus einer Zucht
nur F. mit einem schwarzen Fleck im Diskoidalfeld der Vfl
erzielt (Dr. Tempel). (Schon Rey in Berliner Ent. Z. 1902
S. (1) erwähnt ein gleiches Zuchtprodukt: Derselbe hält
diese Fleckbildung für einen phylogenetischen Charakter, da
sich dieser schwarze Fleck auf derselben Stelle befindet, wo
verwandte Vanessa-Arten eine gleiche Zeichnung besitzen).
— V.urticaeL.In Schkeuditz bei Leipzig wurde am 8.IV.
1906 ein albinotisches 9' gef.: Von der Normalfärbung ist
nur das leuchtende Rotbraun noch vorhanden, während
alle andere Zeichnung schwach in bleichgrauer Färbung
hervortritt (Hunger). — V.xanthomelas Esp. In Wils-
druff wurde 1907 ein Nest R. gef. und prächtige Falter daraus
erzogen (Bretschneider), in Mylau vor Jahren desgl. von
Fröhlich.
Balyzonıanrer- album abe wariegsataı Tutt
Häufig unter der Stammform — ab. c-extinctum
Schultz. 1 © Ende Sept. 1905 bei Mölkau bei Leipzig gef.
(Stieger), ebenso 1 9' am 27.1X.1808 bei Panitzsch (Reichert),
1Q@ am 19. IX. 1917 bei Gohlis (Dr. Stich). In Anzahl aus
R. von Dahlen im September 1915 erzogen (E. Lange). —
ab. f.-album Esp. 1 Stück gef. beiLützschena (Andratschke).
Melitaea maturna L. Im Vogtland in Kauschwitz
bei Plauen gef. (Dressel). Der ab. urbani Hirschke ähnliche
Stücke in Leipzig öfters unter der Stammart, bes. bei ge-
zogenen F. (Dr. Hörhammer). — M. phoebe Knoch. In
einem Exemplar 1909 im oberen Elstertale bei der Possig
im Vogtland von Hirsch gef. (teste: Schweitzer). — M.
aurinia Rott. In Leipzig wurde ein aberr. Stück mit
verwaschenen und zusammengeflossenen Binden der Vfl von
Michalk gezogen. — (M. didyma O. Nach Angaben
Adolph Bernsteins in Katters Ent. Nachr. 1878 S. 252 soll
1 Falter in Dresden im Jahre 1878 erbeutet worden sein.
Wahrschemlich handelt es sich um Verschleppung oder
Irrtum, denn seither ist nie wieder ein F. dieser auffallenden
Art bei Dresden gef. worden). — M. athalia Rott. ab.
navarina Selys. 1 Falter wurde in Beucha bei Leipzig
am 1. VI. 1921 von Fiedler gef., in Niederkunnersdorf in der
Lausitz 1900 1 g' von Starke. — ab. corythalia Hb.
Ein © fing 1920 E. Lange bei Freiberg — (M. parthenie
Bkh. Nach Speyer (S. 163) einmal bei Leipzig gef. Die
„Großschmetterlinge des Leipziger Gebietes‘ enthalten keine
diesbez. Angaben. Zweifellos handelt es sich um falsche
52 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
Bestimmung). — M. aurelia Nick. Im Vogtlande ziemlich
selten vorkommend, bei Kauschwitz wurde ein melanistisches
Exemplar (lris SOC, T.IV Fig. 1) von Dressel gef.
Argynnis selene Schiff. Die 2. kleinere, spärlicher
auftretende Generation ist selenia Fır. — ab. gerda
Sehult2 PBeirikeipzie 19187 eın "Er zels..Useiter wiezpe
ab. rinaldus Hbst. (Rauschenbach). — ab.thalia Hb. Ein
fast schwarzes g' (wie Herrich- Schäffer T. 33 Fig. 151)
fing Dr. Walther bei Steinbach bei Moritzburg am 1. VI.
1912. Ein fast schwarzes © fing im Juni 1912 E. Lange bei
Nassau ı. E. Bei Plauen i. V. ein Stück von Dressel gef.
(as RAVEN 2) mr Jahre IE Fin DrDens®
auf einer kleinen Moorwiese ın Klotzsche bei Dresden eine
sroße Anzahl aberrativer F., ea helle bis fast schwarze.
— A.euphrosyneLl. Ein albinistischer F. (Iris XXVI
T. IV Fig. 3) wurde im Vogtland gef. — ab. pallida Spul.
In Plauen i. V. (Wagner und Hirsch). — A.palesv.arsı-
lache Esp. Wurde 1905 nördlich von Bautzen auf einem
Heidemoor entdeckt und jedes Jahr daselbst gef. (Richter).
— A.lathonia L. Bei Dahlen wurde ein F. mit zu einem
Wisch zusammengeflossenen Flecken am Vorderrande am
6. VII. 1911 gef. (E. Lange). — A.aglaja L.ab. emilia
Ou. Aus einer bei Coswig gef. R. schlüpfte am 25. VI. 1916
eın melanistisches ©, oben fast so dunkel wie das in der
Berliner Ent. Z. 1888 T.”7 Fig. 2 abgebildete. g' aus der
Streckfußschen Sammlung (E. Möbius). — A.paphıal.
ab. valesina Esp. Auch im Vogtland mit Uebergängen
zur Stammform vorkommend. — ab. confluens Spul.
Eine prächtige Aberration mit strahlenförmiger Verlängerung
der Antemarginalflecken wurde von Dr essel bei Plauen i.V.
gef. (Iris XXVIT. I Fig. 4).
Melanargia galatheaLl. In Zitzschewig bei Dres-
den wurde im Juli 1906 1 F. gef., der sich wesentlich der
v. procida Hbst. nähert, die typische procida Hbst., wie sie
Schweitzer für das Vogtland anführt, kommt ın Sachsen
nicht vor. Bei Dahlen Ting Lange im Jusos ars
dem alle schwarzen Zeichnungen stark reduziert sind, beı
Weinböhla fing Seiler 2 9' mit sehr schwacher Zeichnung
der Hfluseite, Uebergänge zur ab. galene O. — ab. ©
leucomelas Esp. Wird von Plauen ı. V. angeführt
(Schweitzer).
Erebia medusaF. Auch im Vogtland verbreitet und
nicht selten. — ab. difflua Blachier. Ein g' mit fast
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 53
ebenso breiter Binde auf allen Fl, wie das im Bull. Soc.
Geneve Vol. II fasc. 1 auf Pl.1 Fig. 7 abgebildete, wurde
am 30. V. 1913 bei Lindenau bei Dresden frisch geschlüpft
gef. (E. Möbius). — E.ligea_L. ab. caeca Kol. (Ozellen
ungekernt). Nicht selten unter der Nominatform, z. B.
bei Johanngeorgenstadt und anderwärts im Erzgeb. (E.
Möbius).
Satyrusalcyone Schiff. Dieser Heidefalter ist in
den letzten Jahren bei Dresden fast gar nicht mehr ge-
funden worden. Bei Zeithain am 11. VII. 1918, Gohlis 17.
VII. 1919 (Detzner), bei Dahlen in manchen Jahren sehr
häufig (E. Lange). — S. briseisL. Bei Schieritz unterhalb
Meißen in letzten Jahren in Anzahl gef. (Dr. Krüger u. a.).
Ebenso in Leuben bei Lommatzsch und Ostrau bei Döbeln,
darunter auch Stücke mit gelbrauchig verdunkelten Binden
(E. Lange). — S. statilinus Hufn. Bei Dresden anschei-
nend nicht mehr vorkommend. Bei Zeithain am 15. VII.
1918, daselbst auch bei Gohlis 1919 gef. (Detzner). —
S.dryas Sc. In Großsteinberg bei Leipzig Anfang August
1917 häufig (Reichert).
Ina are viegenıidesısier Ber den Ir Gen: stehen
die Augen der Hfl in beingelber Binde, durchschnitten von
den dunklen Adern, bei der 2. Gen. sind die Augen nur
schmal gelb umringt. In Leipzig wurde 1 @ ohne Augen auf
den Hfl erzogen (Pretzsch). — P.megeraL.ab.alberti
Albert. Aus der Lößnitz bei Dresden 1 © im August 1909
in Sammlung Seiler. — ab. mediolugens Fuchs. Ein
dieser geschwärzten Form zuzurechnendes g' fing Dr.
Walther am 10. VII. 1911 ın Steinbach bei Moritzburg. —
P.maera L. Die typische var. adrasta Hb. kommt in
Sachsen nicht vor (wie in der Fauna des Vogtlandes von
Schweitzer angegeben), höchstens Uebergänge dazu.
Aphantopus hyperantus L.ab. vidua Müll.
(oben augenlos). In Weinböhla am 28. VI. 1903, am Wilisch
28. VI. 1908 (E. Möbius).
Bpänepiwelerjurtina k>+ab. bi oculata Hb.xBa
Dresden 1Q gef. (E. Möbius). — ab. pallens Th.M. Bei
Moritzburg 1 © am 18. VII. 1913 (E. Möbius), bei Plauen ı.V.
fing Schweitzer ein Stück mit weißlichen Hfl. — ab. bri-
gitta Ljungh. Hierzu gehört 1 9, daß Lange am 10. VII.
1921 bei-Dahlen fing, bei dem alle Fl hellaschgrau be-
schuppt sind mit seidenem Schimmer, die rotbraune Binde
der Vfl nur angedeutet. Bei Dippoldiswalde fing Dr. Walther
94 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
am 12. VII. 1911 ein gleichmäßig sandfarbenes, im Diskus
der Vfl bräunliches @ im frisch geschlüpften Zustande. —
E.lycaon Rott. Bei Dahlen häufig (E. Lange), im Vogtland
einmal bei Elsterberg gef. (Wagner) — ab.Q schlosserı
Voelsch. Bei Weinböhl@ am 26. VII. 1903 (E. Möbius), in
Sammlung Seiler stecken 40 von dort. — ab. g'pavonia
Voelsch. 5 9' in Sammlung Seiler von Coswig-Weinböhla.
Coenonympha pamphilus L. ab. marginata
Rühl. Einzeln unter der Stammart, z. B. Dresden, Freiberg.
— ab. pallida Tutt. Vereinzelt vorkommend (E. Lange).
— Bei Freiberg wurde am 20. VII. 1915 1 g' mit schmalen,
feurig rotbraunen Fl. gef. (Otto), bei Flöha dagegen ein
dunkelbraunes Stück (Heinitz).
Thecla w-album Knoch. In Pillnitz, Rabenauer
Grund und bei Kreischa in den letzten Jahren manchmal
häufig die R.an Ulmus montana With., die Puppe zwischen
den Blattrıppen angesponnen (E. Möbius). Im Vogtland sehr
selten vorkommend (Schweitzer). — Th. ilicis Esp. Auch
im Vogtlande, aber sehr selten, ab. cerri Hb. einmal gef.
(Schweitzer). — Th. pruni L. In Gautzsch bei Leipzig
fand Reichert 2 R. auf Prunus padus L. am 14. V. 1916.
Callophrys rubi L. Einen Falter mit gelbbraunen
Saumbinden der Vfl, ähnlich dem in Irıs XVII, T. I Fig. 3
abgebildeten, in Plauen ı. V. gefangenen Stücke, fing
Schopfer am 3. V. 1906 an der Baumwiese bei Dresden.
— ab.immaculata Fuchs. In Groß-Steinberg bei Leipzig
am 16. V. 1915 1 g' gef. (Reichert), 3 Stück aus dem Friede-
wald bei Dresden in Sammlung Seiler.
Ze ph yrus iquwercus.E. Auch m Voetlande, aber
ziemlich selten vorkommend. — ab. @ bellus Gerh. Aus
einer bei Neschwitz bei Bautzen gef. R. erzogen (Köhler),
aus bei Freiberg und Wilsdruff gef. R. erzog Lange 5 F.
dieser schönen Form. — Z.betulae L.ab.@ spinosae
Gerh. Einzeln unter der Stammart: Lößnitz, Saubachtal und
Dippelsdorf bei Dresden. — Bei Pulsnitz wurde am 26. VIII.
1916 1 @ mit schmutziggrauer Useite, die weiß gerandeten
Bänder schmutzig braun, gef. (E. Lange). — (Ch.thersa-
mon Esp. Die Angaben in Rühl-Heyne, daß diese Art
bei Chemnitz vorkommt, beruht sicher auf Irrtum, die-
selbe ist in Sachsen niemals gefangen worden). — Ch.
virgaureaeL. ab. lunulata Courv. 5 g' ım August
1919 im Rauschenbachtale bei Neuhausen ı.E. gef. (E. Lange).
— ab. O-purpureopunectataWh.und ab. elonsata
Jı
Su
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens.
Courv. Vereinzelt im Erzgebirge gefangen (E. Lange). —
— Ch. hippotho& L. ab. @ purpureopunctata Wh. Bei
Freiberg ebenso häufig wie die Stammform, daselbst wurden
auch, beobachtet; elongata’C. radıiataC., ‚crassı-
puncta C.,parvipuncta C., paueipuncta C.und 19
punctifera C.(E. Lange).*) — Ch. alcıphron Rott. Auch
ım Vogtlande, aber selten vorkommend. — ab.@ purpu-
reopunctata Wh. Bei Freiberg und Mulda ı. E. unter
der Stammart, darunter ab. elongata C. selten. — Ch.
pihlateasıl. ab. suffusa Tntt. Die unter eleus E. m der
Fauna 1905 genannten Falter gehören zu dieser Form (eleus
F. besitzt aschgraue Hfluseite und fliegt im Süden). Bei
Dahlen fing E. Lange im August 1911 30 Falter dieser ge-
schwärzten Form. — ab.schmidtii Gerh. In Belgershain-
Rohrbach bei Eeipzige ‘am 23. IX. 19017 einen "FE. gef. (E.
Müller) — ab.intermedia Tutt. In der Sammlung Seiler
3@ aus der Lößnitz und 19 aus Coswig. — ab.caeruleo-
punctata Stgr. Bei Leipzig z. h. und wohl auch ander-
wärts. — Bei Freiberg und Dahlen fing E. Lange noch:
elonsata,C pluripuncta,C, erassıpundta,C. pau-
ErD umekaue par vr pumeta, Erund, cos tipumetar6,
2. order.ab. radiata Erund 19 ab. obseletar€ (Fl
ganz schwarz ohne rote Binde). — Ch. dorilis Hufn. Am
26. und 28. IX. 1921 fing Lange 3 frische ©, ‘die einer
3. Gen. angehören dürften, was in diesem ungewöhnlich
heißen Sommer auch bei andern Arten beobachtet worden
ist. — ab. radiata Sp. 1 g' bei Dresden gef. (E. Möbius),
in Guttau ın der Lausitz 1 Falter am 14. V. 1911 (Starke).
— ab. brantsi ler Haar (purpureopunctata Wh.). Bei
Dahlen fing Lange 15 g' und 17 © dieser Form im Juli 1921.
— ab. straminea Blach. 2 © von gelbweißer Grund-
farbe ebendort gef., ferner elongata C., ee C
east meta Cr retvojuneta C., limbojuneta €,
parvipunctaC.und paucipuncta €. — Ch. amphi-
damas Esp. Im Mai 1920 wurde auf den Parthewiesen
bei Leipzig 1 Zwitter gef. (Franke). Auch im Vogtlande
wurde die Art einmal gef. (Wagner).
Lycaena argus_L. (aegon Schiff). Auch ı im Vogtlande,
aber nicht häufig vorkommend. — ab. Oreaernlescensie,
#) Ueber Lycaenen-Aberrationen s. Courvoisier in Iris XXVI(1912)
S. 33—65 u. Zeitschr. f. wissensch. Insektenbiologie II (1908) S. 8,
33 u. 73 u. Mitteil. Schweizer ent. Gesellsch., Bd. XI, S. 18—25.
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausgegeben vom Entomologischen Verein V
Iris zu Dresden. Jahrgang 1922.
56 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
Bei Freiberg fing Lange im Juni 1916 35 Stück dieser
Form, ferner 29 bei Dornreichenbach ım August 1913. —
ab. QcaeruleocuneataC. (Aufd.Hiloseite stehen eine
Reihe bläulicher Dreiecke über den rostroten Submarginal-
flecken.) 1 Q@ am 17. Juni 1916 bei Freiberg gef. (Lange) —
ab. grufomaeulataRev Bei Freibers 4 Stück ba
Dornreichenbach 3 Stück gef. — Ferner fing Lange noch:
elompatar®, plumspunetrar CH erassipunerare,
costijuncta eahimbopuneta B+ Paucipumetare,
parvipuncta C. und novopuncta .C. Bei Freiberg fing
Lange am 17. Juli 1916 einen geteilten Zwitter, rechts g'
(zu rufomaculata Rev. gehörig), links ©, ferner 3 gemischte
Zwitter: 1 © mit blauem Längsstrahl auf 1. Vfl, 1 © mit
blaubestäubten |. Vfl und Hfl und 1 @ mit blauen Streifen auf
dem 1. Vfl. —L.argyrognomon Bırgstr. (argus Schiff.).
Auch ım Vogtlande nicht h. vorkommiend. Bei Großvoigts-
berg bei Freiberg fing Lange pluripunctaC.undrufo-
maculata Rev. ; je 1 5 - kaorron.PBalk absernata
Starr Be Meißen einen g' am 3. IV. 1907 (E Möbıus).
Lange fing folgende Zeichnungsaberrationen: arcuataC.,,
semiarcuata Er elongata elat et 5
Bentroi umeBare, "plur ipuncta & crassipuncta ®
paucipuncta ®, parvıpuncta & trap unmcta,®. u.
quadripuncta CE. — L.astrarche Brgstr. Wird in
Sachsen nur sehr selten noch gefangen, in Weinböhla 1 Q
1. VI. 1900, bei Dahlen 1 Falter 1911 (E. Lange). —L. icarus
Rott: Am 1 IX. IP nochel7glibeinDresden gel, wahr-
scheinlich 3. Gen. in diesem heißen Jahr (nur 20 mm Exp.
unten sehr dunkel, mit fehlenden Wurzelaugen d. Vfl)
(E. Möbius). Desgl. fing Lange bei Dahlen im September
und Oktober 1921 eine größere Anzahl frischer Falter
3. Gener. — ab. icarınus Scriba (impuncta C.). Auch bei
Leipzig, Dahlen und ım Vogtland gef. — ab. polyphemus
Esp eur Weym.). In Zitzschewigund Weinböhla ete. gef.
ab. 9’ punctifera C.: Bei Dahlen im Juli 1921 in Anzahl
von Lange gef., ferner noch folg. Formen: elongata C.,
pluripuncta & crassipuncta C., semiarcuata =
branewata ©, radiata C. tripuncta C.,, quadri-
Punchase, ‚quinquepuncta C.,uamıp uneta/C, pauck
puneta’C, pasvipuncra €, caeca er costopuncta C.,
retropuncta er amandus Schn. Am 27. VI. 1917
wurde am Pöhlberg bei Annaberg 1 g' im beschädigten Zu-
stande von Dr. Trübsbach gefangen, das bisher einzige
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 57
Stück aus Sachsen (Richtige Bestimmung einwandfrei). —
L.hylas Esp. Bei Dahlen in den Jahren 1908—16 einige
Falter gef., ebenso bei Lichtenberg i. Erzgeb. (Die Zu-
wanderung zu letzterem Orte geschah wohl von Böhmen
aus (E. Lange). — L. bellargus Rott. Die in Sachsen
sehr seltene Art fing Dr. Krüger einmal an der Straße
Zehren—Lommatzsch, auch im Vogtlande auf Kalkbergen
vorkommend (Schweitzer). — L. damon Schiff.: Einen
Falter im Frötschaubachtal bei Plauen i. V. von Wagner gef.,
ein 2. Stück fing Hirsch bei Plauen. — L.coridon Poda.
Die sächsische Rasse gehört der var. borussia Dadd mit
breitem, schwarzem Rande an (s. Lange, Beitrag zur Biologie
von L. c. in Iris XXXII, S. 9—26). Derselbe fing i in Sachsen
folgende Zeichnungsformen: J'lunulata C.,suavis Schultz,
marginata. Jutt; @Q albicincta Tutt, albipuncta
Aut easeru leseens €; unterseitige Abern> erassı-
Bunet »2C5 traıpuneta €. ‚quadr ipuncta C., quinque-
puncta & arcuata Wh. semiarcuataC.,, biarcuata
Dar allela E digitata & costojuncta Tue
Bet osjumetar Ge, centrijuncta @,© plumbescens
Tutt, basielongata u. discoelonga tar plurv-
puncta CHtnip une ‚paueipuncta Gr sdeca€:
(cinnus Gerh.) und par vipuncta & L. minimus
Fuessl. Wird ın der Dresdner Gegend nur äußerst selten
noch gefunden. — ab. obsoleta Tutt. Das in der Fauna
1905 genannte, bei Dresden gefangene, unten augenlose ©
gehört zu dieser Form. — L.semiargus Rott. In Dahlen
fngLange:paucipuncta C.,parvipunctaC,caecaC.,,
elongataC.u.1Qab.transversa C., bei dem 2 Bogen-
reihen auf den Hfl quer über die Rippe miteinander ver-
schmolzen sind. — L.cyllarus Rott. ab. dimus Brsgstr.
Selten unter der Stammform: bei Dresden: Saubachtal,
Zitzschewig, Oberlößnitz (Schopfer in Irıs XX S. 65 irrtüm-
lich unter lugens Car). —L.euphemusHb.ab. mamers
Brgstr.u.ab. paula Schultz: Auf den Elbwiesen bei Dresden
in Anzahl (Dr. Walther). Lange fing bei Dahlen noch
parvipunctaC.—L.arcas Rott. Bei Nossen und Dahlen
pauci- u. parvipuncta C. von Lange gef. —
Cyaniris argiolus_L. ab. thersanon Biırgstr. Bei
Freiberg und Dablen öfter gel, desgl.parvipuncta Fuchs
üepiauieipuneta/C.(E. Lange).
(Heteropterus morpheus Pall. Nach Ochsenheimer,
Schmetterl. Sachsens S. 464 ein einziges Mal bei Leipzie
58 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
und zwar tot in einer Spinnenwebe gef., s. auch Speyer
S. 285).
Pamphila palaemon Pall. Im Leipziger Gebiet
wurde früher ein ganz schwarzes Stück ohne gelbe Zeich-
nung gef. (Dorn ]).
Adopaea aeteon Rott. In den letzten Jahren Beı
Leipzig mehrfach gef.: Gundorf, Bienitz, Miltitz. Bei Dahlen
alljährlich gefunden (E. Lange), bei Zehren a. Elbe VII.
1919 ın Anzahl (E. Möbius, Dr. Walther).
Augiades commaLl.ab. juncta Tutt(Obth. Etudes:
XX Pl. 6 Fig. 85). Das in der Fauna genannte bei Dresden
gef. Stück, bei dem auf den Hfl die Flecken zu einem, nur
durch die Adern durchschnittenen weißen Fleck zusammen-
geflossen sind, gehört dieser Form an. Ein gleiches Stück
fing Lange bei Dahlen am 3. VIII. 1921. — Ebenda fing
derselbe am 5. VIII. 1921 ein albinistisches g'.
(Hesperia carthamı Hb. ‘Das von Detzner an-
gegebene zahlreiche Vorkommen bei Zeithain bezieht sich
auf alveus Hb, wie nachträglich festgestellt worden ıst.
Auch das in der Fauna angegebene Vorkommen in der
Lößnitz und im Saubachtal beruht auf gleichem Irrtum,
denn ich sah noch nie ein in Sachsen gefangenes Stück,
auch nicht in der bekannten Sammlung Seiler im Museum
für Tierkunde in Dresden (E. Möbius). — H.sao Hb. Auch
bei Plauen ı. V. selten vorkommend, in Jocketa von Heinitz
set —lvserratwlaerRbrr abs eareens kr Inder
Sammlung Seiler befindet sich 1 Stück, am 11. V1. 1903 ım
Friedewald bei Dresden gef., das nur noch einige weiße
Flecken in der Vflspitze besitzt und deshalb dieser Form zu-
zurechnen ist. — H.alveus Hb. Bei Weinböhla am 23. VII.
1908 ein auf der Vfloseite mit nur einigen kleinen weißen
Punkten am Vorderrand gezeichnetes Stück, (der vorigen
serratulae ab. caecus Frr. sehr ähnlich) gef. (E. Möbius). —
(HA. armorıcanus Obth. Nach Rebel (Verh. Zool. bot.
Ges. Wien Bd. 64 S. 693) ın Sachsen vorkommend. Diese
Angabe muß stark bezweifelt werden; in der Sammlung
Seiler befindet sich zwar 1 Stück unter diesem Namen,
am 24. VII. 1901 im Friedewald gef., welches meiner An-
sicht nach nur ein kleines zeichnungsarmes Stück von
alveus Hb. ist; Genitaluntersuchungen müßten diese Frage
klären).
Acherontia atropos_L. -In Leipzig wurde Ende
Mai 1920 1 © gef. (Jahn) ab..o.bsto lket.ar Rute lnvder
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 59
Sammlung Seiler befinden sich 2 Stück aus Meißen und dem
Erzgebirge (Iris XXXIV S. 273).
Smerinthus populiL.ab. fuchsi Bartel. Im Ostra-
gehege bei Dresden am 10. V. 1916 ein © gef. (E. Möbius).
— Ein der var. populeti Bien ähnliches © wurde aus
einer bei Leipzig gef. R. erzogen (Reichert).
Dein aritıliaer E. "Die, Eormen brunnea Bartel
(brunnescens Stgr.), marginepuncta Jutt, maculata
Wilgr., costipuncta Clark, centripuncta Clark, suffusa
Clark und obsoleta Clark (ab. exstincta Stgr.) wurden bei
Leipzig und anderwärts mehrfach gef. und erzogen.
Sprhiins@ lie useri Lab. albescens hut’) Am
2. V1.1915 in Leipzig am Licht gef. (Dr. Hörhammer). —
abzZobscurarlutt "In Leipzig’im Juni 1915-und 1916
2 Falter erzogen (F. Müller). In Mittelbach bei Chemnitz
1 Stück erzogen (Gillmer in Ent. Z. Frankfurt XXX V Nr. 20)
— ab. lutescens Tutt. Bang-Haas erhielt vor einigen
Jahren von einem Sammler Mai bei Dresden eine Anzahl
Falter, bei denen das Rot durch eine weißlich-gelbe Farbe
ersetzt war, in der Nachzucht waren immer wieder solche
Stücke vorhanden, im ganzen ca. 30 Falter.
Protoparce convolvuli L. In Miltitz bei Leipzig
fand Reichert eine fast erwachsene R. am 25. VII. 1917
mittags oben auf Kartoffelkraut sitzend. In Dresden wurde
der F. im September 1917 häufig gefangen.
Eiyloieus pinastriL. ab. fasciata Lampa: Am
Auer und im Rabenauer Grund bei Dresden (Schopfer) —
ab.brunnea Spul. und ab. unicolor Spul. Mehr oder
weniger schwarze Falter wurden in den letzten Jahren bei
Coswig—Weinböhla öfter gef., in Plauen i. V. ein tief-
schwarzes Stück von Hense gef., im Rabensteiner Wald bei
Chemnitz 1 Stück ab. unicolor Spul. (Gillmer) — ab. grisea
a 1 © bei Chemnitz gef. (Gillmer in Insektenbörse 22. ].
. 68).
Deilephila gallii Rott. Als Nachkommen der
2. Gener. wurden im Oktober 1921 zahlreiche R. auf den
Elbwiesen bei Dresden an Labkraut gef. Am 1.IX. 1911
ein Q 2. Gen. im Ostragehege gef. (E. Möbius). — D.euphor-
biael.ab.rubescens und Uebergänge zu ab. esulaeB.
wurden mehrfach in Plauen ı. V. erzogen. Aus Meißner P.
gezogene Stücke stellen eine Vereinigung der ab. suffusa
Tutt und ab. bilinea Schultz dar (Gillmer in Ent. Z. Frank-
furt XXXV Nr. 20) — ab.helioscopiae Selys. und ab.
60 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
lafitolei Th.M. jel Q aus Weinböhla in Sammlung Seiler.
Chaerocampa celerio L. Am 6. X. 1906 wurde
auf dem Weißen Hirsch bei Dresden ım Heidekraut ein
toter, noch spannweicher, gut erhaltener F. gef. (E. Möbıus).
Metopsilus porcellus _L. Im Juni 1915 wurde der
Falter wieder einmal zahlreich im Östragehege in der
Dämmerung an Flieder, Lonicera und Symphorycarpus
schwärmend beobachtet. In Plauen ı. V. wurde ein grauoliv
gefärbtes Stück (Iris XXVII T. IV Fig. 5) von Torge erzogen.
Pterogon Proseypina Pall. In Klein- Steinberg beı
Leipzig wurden am 6. VIII. 1916 24 R. an Epilobium hirsutunı
gef. (Reichert), desgl. zwischen Bienitz und Rückmarsdoı f
20 R.am 11. VII. 1907 (Abel). — ab.grisea Rbl. Ein ©
bei Zöblitz am 20. VI. 1916 (Dr. Trübsbach).
Hemaris fuciformis L. Im Erzgebirge bei Bienen-
mühle, im Flöha- und Rauschenbachtale, wo überall Lonicera
nigra L. wächst, ziemlich häufig vorkommend (E. Lange).
Hropliens milhauseri F. Wurde in der Lausitz
weiterhin gefunden in Löbau (Berndt), in Lauske (Köhler),
die Raupe in Ossling (Severin). —
Drymonia trimacula Esp: ab. dodeonaeaztiib:
In Loschwitz, Weißer Hirsch bei Dresden im Juni 1913 am
Licht. (Dr. Walther), in Bienenmühle ı. E. am 11. VI. 1919
1 g' (E. Möbius); in Löbau mehrfach gef. (Graf), in Bautzen
(Starke), im Merschwitzer Bergwalde am Licht (Schultze).
—D.chaoniaHb. Bei Dresden keineswegs „sehr selten“,
wie in der Fauna angegeben, Dr. Walther fängt den Falter
im April, Mai häufig am Licht in Loschwitz, Weißer Hirsch.
ab.lunula Grünb. 4 Stück aus Leipzig in Sammlung
Seiler. ö
Notodonta tritophus Esp. (torva Hb.). In Strehla
bei Bautzen fand Köhler die R., in Löbau der F mehrfach
gef. (Graf).
Lophopterix cuculla Esp. Weitere Fundorte sind:
Valtenberg (Dr. Walther), Rechenberg ı. E.1 @ im Juni 1919
(E. Lange), Plauen ı. V. s. s. (Schweitzer).
Ptilophora plumigeraEsp. Auf dem Valtenberge
fand Graf einen Falter am 14. März 1920.
Thaumetopoea processionea L. Wurde auch
neuerdings in Leipzig am Licht gef. am 2. VIIL. 1913 und
12. VII. 1915 (Reichert). — Th. pinivora Tr. Bei Zeithain
in den letzten Jahren in großer Anzahl gef., auf manchen
Kiefern bis 50 faustgroße Nester, Falter am 7. VII. 1919
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 61
häufig zwischen den Nadeln sitzend. (Detzner in Ent. ].
Krancher 1921, S. 113). Nach Angaben Dr. Tempels ist er
schon 1889 dort vorgekommen. Im Östragehege bei Dresden
flog am 12. VII. 1919 1 g' an das Licht, fast zu gleicher
Zeit wurde auch in Kötzschenbroda 1 g' am Licht gef.
(E. Möbius). Auch bei Dahlen wurden mehrfach Raupen-
nester gefunden (E. Lange).
OÖrgyiaantiqual.ab.infernalis Rbl. In Bautzen
1 Stück 1908 erzogen (Starke) — v. modesta Heyne
3 dunkelaschgraue g' erzog Seiler aus einem Dresdner Ei-
gelege (stecken als grisea Seiler in der Sammlung). —
Bupeoeeis chrysorrhoreaE.ab:puncetigera, Teich
Bei Dresden n. s. gefunden (Schopfer). — Porthesia
similis ab.nyctea Gr. G. Aus dem Friedewald bei
Dresden 1 Stück in Sammlung Seiler, aus Raupen von
Klotzsche 1911 in Anzahl (Dr. Walther). — Lymantria
monacha L. Aus Dresden und Leipzig wird mitgeteilt,
daß die dunklen Formen immer häufiger auftreten, die
neuerdings aufgestellte, total schwarze atra Linstow n.s.
darunter. — In den Jahren 1906—1912 wurde Sachsen
wieder sehr von der Nonnenplage heimgesucht, besonders
das Jahr 1908, worüber in den Tageszeitungen viele Mit-
teilungen erfolgten. In Zittau wurden auf dem Dache des
Elektrizitätswerkes Exhaustoren mit Scheinwerfern auf-
gestellt, damit wurden in einer Nacht 1 Zentner 28 Pfund
Nonnen, vorwiegend © vernichtet. (S. Weißwange, Der
Kampf gegen die Nonne, Darstellung der großen Nonnen-
kalamität und die Bekämpfungsmaßnahmen in den Zittauer
Stadtforsten 1906—1910, Neudamm 1914). In der Gegend
von Löbau und Bautzen wurden 1908 rund 150 Millionen
Falter vernichtet. In Leipzig flogen am 27. VII. 1908 die
F. in solchen Massen an die Lichtquellen, daß dieselben
wie mit einer undurchsichtigen Wolke verdunkelt wurden.
In Dresden traten sie ebenfalls massenhaft auf, Sperlinge
und Schwalben räumten unter den Faltern stark auf. Auch
im Jahre 1920 trat die Nonne in den Waldungen von
Dippoldiswalde, Pirna und Zittau und im Vogtlande wieder
häufig auf, besonders stark in diesem Jahr.
Ocneria detrita Esp. Wurde auch in Plauen ı.V.
in einem Stück gef. (Dressel).
Malacosoma neustria L.ab. pyri Scop. Ebenso
häufig als die Nominatform. — ab. unicolor Tutt. In
Dresden 2 9' einfarbig gelb, ohne Binden erzogen (E. Möbius).
62 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
—- In Leipzig wurden 1919 Falter erzogen mit hellbraun-
selbem Mittelfeld der Vfl, das Wurzel- und Saumfeld
dunkelgraubraun, die Querlinien fehlen, die QQ mehr mono-
ton graubraun (Fiedler). — (M. castrensis L. Nach
Speyer bei Leipzig selten, nur an wenigen Stellen. Neuere
Funde sind nicht bekannt.)
Trichiurarerataesiı [2 Auch in PlauenseyRele
Seltenheit gef. (Schweitzer).
Poecilocampa populi L. ab. albomarginata
Heyne. Aus R. vom Crimmitschauer Wald bei Chemnitz
1 © am 3. XI. 1918 erzogen (R. Möbius).
L’asıo campa-guercus E. - In, "Eeipzier yinden
mehrere Scheinzwitter gef.: 1 g' mit © Färbung bei Dobr-
schütz 1920 (Grosschupp), 1 © mit zahlreichen breiten
Strahlen von g' Färbung (Reichert).
Macrothylacia rubiL.ab. griseo-conjuncta
Tutt. 1 Q fand Feurich bei Seitschen m der Kausitz
Cosmotriche potatoeriarl abr’beralıneneıs
Heyne. In Bautzen 1900 1 Paar erzogen (Starke) und beı
Löbau gef. (Graf).
Selenephera lunigera Esp. ab. lobulma Esp:
Weitere Funde dieser Seltenheit: Im Naundorfer Revier
bei Leipzig IR. am 31. X. 1905 (E. Müller). In.der Ober-
lausitz fand Schütze in Rachlau 1Q@ am 10. VII. 1907, auf
dem Löbauer Berg 1917 und 1918 die R. in Anzahl von
Fichten geklopft und Falter erzogen (Berndt, Schlaphof).
Epicnaptera ilicifoliaL. In Altenhain bei Leipzig
am 7. VII. 1905 5 R. gef. (Vollandt), bei Dornreichenbach
und Dahlen die R., manche Jahre n. s. (E. Lange). In der
Oberlausitz fand Schütze die R. im September bei Rachlau.
In Plauen i. V. einmal gef. (Schweitzer).
Gastropacha quercifolia L.ab. alnifolia ©.
Bei Leipzig am 28. VlI. 1913 am Licht (Kittel). Aus einer
im Mai 1913 bei Klein-Steinberg bei Leipzig auf Salix repens
l.. gefundenen R. wurde 1 Exemplar gezogen, welches im
Wurzelfelde so dunkel wie alnıfolıa ©. gefärbt ist, im Saum-
felde aber hellere Färbung zeigt als die Stammform (Tröger).
— G.populifolia Esp. Bei Zeithain am 9. VII. ein ©
gef. (Detzner).
Dendrolimus piniL.ab. unicolor-brunneakbl.
Hin einfarbig lichtbraunes © wurde in Plauen ı. V. 1910
von Wagner gef. (Iris XXVILT. IV Fig. 6. 1Q@1 og! dieser
Form aus Zeithain in Sammlung Seiler.
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 65
Lemonia taraxaci Esp. Zu den in der Fauna 1905
angeführten Funden des F. ım Vogtlande ist noch hinzu-
zufügen, daß auch die Raupe bei Adorf von Preuß gef.
wurde. — L.dumi L. Zwischen Hänichen und Gundorf
bei Leipzig mehrere g' am 13. X. 1907 in den ersten Nach-
mittagsstunden fliegend beobachtet (Tornier), ebenso
zwischen Hartmannsdorf und Eythra 1 9’ am 20. X. 1907.
Bei Moritzburg wurde am 2. VI. 1918 eine erwachsene R.
an einer Hieraciumblüte im Sonnenschein fressend gef.
(E. Möbius).
Agliataul.ab. dealbata Günner (Verh. Zool. bot.
Ges. Wien 1908, S. (81). Das in der Fauna 1905 auf T. II
Fig. 4 abgebildete @ gehört zu dieser Form mit fehlendem
Weiß auf der Fluseite. Bei Rechenberg ı. E. fing Lange am
16.V.1921 ein ebensolches ©. Dr. Walther zog die Form in
Anzahl von © aus der Dresdner Heide — f. subcaeca
Strand. @Q dieser Form in Anzahl jedes Jahr in der
Dresdner Heide (Dr. Walther).
Drepanarliaecertinarua. LE. 2 aest. erosula Lasp.
ist die einfarbig braune 2. Gener., welche im Juli, August
überall vorkommt. — D. cultrariaF.g. aest. aestiva
Spr. Diese kleinere, dunklere 2. Gener. fliegt spärlicher im
Juli, August.
Panthea’coenebita.Hb. Die‘in der Fauna’1905
genannten Falter mit breiter schwarzer Mittelbinde gehören
der ab.latefascia Rbl. an.
riehosearludunea Lv lusens Obth. (Enlot,
Pl. 2 Fig. 1). Dieses melanistische Stück schlüpfte Ihle sen.
in Deutsch-Einsiedel ı. E., gelangte in Jahns Sammlung,
dann in die Wiskottsche und ist jetzt in der Oberthürschen
Sammlung (teste: Ihle jun.).
Acronycta leporina L. ab. bimacula Maasen.
Einzeln unter der Stammform bei Dresden und wohl auch
anderwärts (E. Möbius). — A. acerisL. ab. cande-
lisequa Esp.. In Leipzig 1915 und 1919 von Dr. Hör-
hammer gef., desgl. 1 g' in Klingenberg bei Dresden am
13. VIII. 1916 (E. Möbius). Auch in Plauen i. V. vereinzelt
gef. — A. alnı L. Weitere Fundorte: Bei Dornreichen-
bach fand Lange im Juli 1917 2 R., in der Lausitz am
Czerneboh 1 R. von Schlaphof, den F. 1921 am Valtenberg
von Graf. In Plauen ı. V. wurde der F. einigemal am
Köder gef. (Schweitzer). — A. psiL. ab. suffusa Tutt.
Bei Leipzig 1916 gef. (Dr. Hörhammer), auch bei Dresden
64 Deutsche Entomol. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
wiederholt gef. (E. Möbius). — A. menyanthidis View.
Auf den Hochmooren des Erzgebirges wiederholt gef., u.a.
am Cranichsee bei Carlsfeld am 3. VII. 1902 geködert (Gill-
mer ‘in Insektenbörse 22. J. S. 67), 1 F. im Sommer 1909
(Ayrer), in Reitzenhain an Ebereschen sitzend Pfingsten 1909
(H. Friedemann). Bei Leipzig wurde 1907 1 Q gef. (Dr. Cajar).
In der Oberlausitz im August 1891 bei Oppelsdorf (Ahnert),
bei Königswartha fand Schütze 2 frische @ an Bäumen. —
A.abscondita Fr. Für die Dresdner Gegend wurden
2 Generationen im Mai- Juni und August festgestellt, Dippels-
dorf 7. VIII. 1908, Wilder Mann 29. VII. 1908 (E. Möbius). _
CErianıophora Heustrir Eye Mehrere ar ODE
Leipzig auf Liguster (Petzold), in Wahren am 7. X. 1906
1 R.an Fraxinus excelsior (Reichert), desgl. im Rabenauer
Grunde bei Dresden 6R. (E. Möbius). Bei Bienenmühle ı.E.
n.s., im Juli 1921 in Anzahl geködert (E. Lange), Zeisigwald
bei Chemnitz 190971 ZRE (Morgenstern), >lauen eva 2
(Wagner).
Arsilonche albovenosa Goeze. In Böhlitz-Ehren-
berg bei Leipzig Ende Juni 1901 mehrere erwachsene R.
gef. (Schröter).
A.molothina Esp. In den letzten Jahren bei Dresden
recht selten geworden, im Mai 1912 fand Skell1 F. an einer
Kiefer sitzend in der Dresdner Heide. In Keipzıesam 224
1913 1 F. am Licht (E. Müller). In Niederkunnersdorf in
der Oberlausitz 1904 1 g! gef. (Glathe). — A.polygonarF.
Am Kottmar in der Lausitz wurde 19 gef. (Starke), auf dem
Hayn bei Oybin fand Berndt 1 Falter und auf dem Löbauer
Berg 1 Flügel. — A. janthina Esp. In Loschwitz fing
Dr. Walther am 14. VII. 1920 1 © am Köder, in der Lausitz
bei Rachlau desgl. Schütze. — A. fimbriaL.ab.brunnea
Tutt und ab. solani F. Vereinzelt unter der Nominat-
form bei Löbau, Dresden usw. A.obscura Brahm. Beı
Bautzen am 10. VIII. 1905 1 @ geködert (Köhler). — A. or-
bona Hufn.ab.subsequa Hb. In Plauen i. V. unter der
Stammform gef. — A. collına B. Wurde in Neugersdorf
in der Oberlausitz aus R. erzogen (Jäckel in Iris XXV, S. 102).
In Erzgebirge in den Tälern der oberen Freiberger Mulde,
bei Bienenmühle entdeckte Lange diese Art 1915 und fand
die R. daselbst häufig in den folgenden Jahren. Genaue
Beschreibung des Falters, der R. und Biologie s. ın Iris
XXXI S. 122—129. — A.sincera HS. Das in der Fauna
1905 unter v. rhaetica Stgr. angeführte, bei Einsiedel i. E.
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 65
von Ihle sen. gefangene Stück gehörte zweifellos der
Stammform an, da nur diese auf deutschen Mittel-Gebirgen
vorkommt und rhaetica Stgr. jetzt auch als eigene Art an-
gesehen wird. Das im Staud.-Rbl.-Katalog 1901 S. 138 an-
gegebene Indigenat: Sax. (Chemnitz) beruht auf Mystifikation
(s. Korrespondenzbl. Iris 1910 Nr. 1). — A.candelarum
Stgr. Auch bei Plauen ı. V. einige Male gef. (Schweitzer).
— A. umbrosa Hb. Wurde in Plauen ı. V. am Licht
gef. (Hense). — A. florıda-.Schmidt. Bei Freiberg früher
sehr häufig, in neuester Zeit seltener, wohl als Folge der
Entwässerung des Fanggebietes (Lange), auch in Plauen
1. V. selten gefunden (Schweitzer). — A. dahlii Hb. In
der Lausitz auch beı Löbau gef. (Graf), ferner bei Chemnitz
(Int. ent. Z. Guben XIX, Nr. 31) und bei Plauen i.V. einige
Male (Schweitzer). — A. margaritacea Vill. ab. atra
Rbl. Ein gleiches Stück wıe das in der Fauna T. II Fig. 13
abgebildete, melanistische Stück wurde am 27. VIII. 1912
ebenfalls bei Meißen gef. (beide in Sammlung Seiler). —
Zereetangeulakt, Bei Meißen wurden 1908 ein FB. gel.
(Taggeselle). — A. forcipula Hb. Meißen -Knorre 2 Stück.
— A. musiva Hb. Auch von dieser Art wurde 1908
ein F, bei Meißen gef. (Zeidler. — A. cinerea Hb.
Neuere Eunde: In Beipzie .am.2; V1.1919 am Biehtrt (E,
Müller), im Saubachtal bei Dresden am 25. V. 1906 ein
. frisches g' an einem Stamme sitzend (E. Möbius), in Losch-
witz Ende Mai am Licht (Dr. Walther), in Plauen ı. V. mehr-
fach an Laternen gef. (Torge). — A.trıticiL. Im August
1905 war diese Art bei Bautzen häufig (Köhler). —ab. eruta
Hb. Im Ostragehege bei Dresden jedes Jahr im Juli in
Anzahl am Licht gef. (E. Möbius), auch in Plauen ı. V. unter
der Stammform selten vorkommend. -—A.corticeaHb.
Im Junı 1898 wurde diese Art in Bautzen zahlreich gef.
(Köhler), in Rachlau am 13. VII. 1898 einmal am Licht
(Schütze). -- A.segetum Schiff. ab.nigricornis Will.
Unter der Stammart überall z. h. vorkommend. — A.saucia
Hb. ab. margaritosa Hw. Wurde auch bei Nieder-
kunnersdorf in der Lausitz von Glathe gef. — A. vesti-
gıalis Rott ab. albidior Petersen. 2 g' 1Q aus Wein-
böhla in Sammlung Seiler. — A.prasinaF.ab.jaspidea
Bkh.. Am Löbauer Berge '1910 ein F. gef. (Graf). —
>20 eaulbarb-abenmplreatä.Lef. (passetiii Th.M,). Ist
mehrfach erzogen worden in Dresden und Chemnitz, bei
Neusalza von Graf gef. —
66 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
Mamestra brassieae!. v. scoetochroma Rob:
Von dieser dunklen Form befinden sich 10 Stück aus Coswig
bei Dresden in Sammlung Seiler. — M. advenaF. ab.
nitens Haw. 3 Stück aus dem Friedewald bei Dresden
in Sammlung Seiler. — M.albicolonHb. In der Lausitz
wurde auch bei Niederkunnersdorf 1920 ein F. gef. (Glathe).
— M.aliena Hb. Auch bei Leipzig wurden im Juli 1914
zwei F. am Licht gef. (Reichert). — M. dissimilis Knoch
ab. suasa Bkh. (variegata Rbl.). Ziemlich oft unter der
Nominatform bei Dresden und wohl auch anderwärts. —
M.trifolii Rott. Die R. wurde in Miltitz bei Leipzig am
22. V1. 1921 mehrfach an Artemisia absynthium L. gef. (lebt
sonst auf Atriplex und Chenopodium (Reichert). — M.reti-
eulata Vill Auch bei’ Dlaueni1. VW, aber ziemlichls.zer.
Daianthoeecıa proximashlbr BeirGesinsieE-17©
am 23. VII. 1905 gef. (E. Möbius). — D. filigramav.xan-
thocyanea Hb. In Sachsen kommt nur diese Form vor,
filigrama Esp. fliegt in südlichen Gegenden. Der Wortlaut
in der Fauna 1905 S. 190 ist entsprechend zu berichtigen.
(Nach Warren ist xanthocyanea eigene Art) Im Juli 1912
die R. an Silene nutans L. in der Lößnitz gef., im Früh-
jahr 1913 schlüpften 4 Falter (E. Möbius); kommt auch in
Plauen 1. V. vor. — D.carpophaga Bkh. Auch in Plauen
1. V. selten vorkommend. — D.irregularıs Hufn. Meibßen-
Neudörfchen.
Bombycia viminalis F. Der in dem Flachlande
bei Leipzig seltene F. wurde daselbst am 23. VII. 1915 am
Licht gef. (Reichert). — ab. saliceti Bkh. Aus den bei
Geising häufigen R. mehrfach erzogen (E. Möbius).
Miana ophiogramma Esp. Weitere Funde: Bei
Bautzen ım Juli 1911 ein F. am Licht (Starke), auch bei
Plauen i. V. einmal gef. (Schweitzer). — M.strigilis Cl.
Die var. latruncula Hb. wird auf Grund von Genital-
untersuchungen durch Dampf und Petersen als selbständige
Art betrachtet mit der schwarzen Form aethiops Hw.
(S. Berge-Rebel S. 479).
Bryophila raptriculaHb. Bei Groß-Steinberg bei
Leipzig wurden am 7. VI. 1903 30 R. und 1 P. gef., in’ der
Nähe des Rabensteins bei Grimma 2 R. und 3 P. am 5. VII.
1903 (E. Müller), an der Schiffsmühle bei Grimma 1 R. am
7. V. 1905 (Reichert). Im Ostragehege bei Dresden am
18. VIII. 1919 1 91 am Licht (E. Möbius). (Die R. lebt unter
Steinflechten verborgen und verläßt ihren Schlupfwinkel
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 67
selbst beim Fressen nicht.) — ab. deceptricula Hb.und
ab.carbonis Frr. Je 4 Stück aus Meißen in Sammlung
Seiler.
Apameatestacea Hb. ab.obscura Obth. 29 aus
Meißen in Sammlung Seiler. — ab.obsoleta Tutt. 2 J'
und ab.x-notata Haw. 19 in Dresden gef. (E. Möbius).
Celaena matura Hufn. In Gundorf bei Leipzig wur-
den die R. und F. 1921 in den Waldungen nach Schkeuditz
zu häufig gef. (Reichert), bei Dahlen (Lange), in Coswig am
17. VII. 1916 1 © geködert (E. Möbius).
Luperina zollikoferi Frr. Ein 2. Stück wurde in
Sachsen gef. und zwar fand P. Meyer ein g' im Wein-
hause seines Gartens in Chemnitz am 10. X. 1906 (det.
Bang-Haas).
Hadena ochroleuca Esp. Weitere Funde: Moritz-
burg am 9. VII. 1912 (E. Möbius), aus einer bei Bienenmühle
gef. R. erzogen (Dr. Walther), bei Zeithain am 16. VII. 1921
(Wiesner). —H.monoglypha Hufn.ab. intacta Petersen:
Nicht selten unter der Stammart bei Dresden, Weißer Hirsch,
Zittau. — H.hepatica Hb. Weitere Funde: In Oetzsch
bei Leipzig im Juli 1908 3 F. am Köder (Dittrich), im Ra-
benauer Grunde bei Dresden am 18. VI. 1912 ein frisches
g' an einem Felsen (E. Möbius), in Plauen ıi. V. einmal gef.
(Zabel). — H.gemina Hb.ab.submissa Ir. Aus Frei-
berg und Chemnitz in Sammlung Seiler in Anzahl. —
H.illyria Frr. Am Fuße des Valtenberges fand Köhler
ein frisches Exemplar (richtige Bestimmung außer allem
Zweifel: Schütze). Jedenfalls einer der bemerkenswertesten
Funde für Sachsen. — H. secalis Bjerk. ab.oculea Gn.
Einzeln unter der Art, z.B. bei Dresden, Coswig (E. Möbius).
Episema glaucinaEsp.v. dentimaculaHb. Die
bei Dresden gef. Falter gehören alle dieser Form an, 1914
wieder zahlreich an den Laternen des Östrageheges von
Mitte August ab, dabei waren rote, der Nominatform nahe-
kommende Stücke, aber auch weißgraue, die meinen v.
hispana B. aus Italien gleichen (E. Möbius). Am Löbauer
Berge und am Valtenberge (14. IX. 1902) von Graf gef.,
auch in Plauen ı. V. (Schweitzer).
Aporophila lutulenta Bkh. Bei Riesa wurde ein,
o' gef. (Starke - Bautzen), Kmehlen bei Großenhain 2 J'
(Engler, Morczek). — A.nigra Hw. ab. seileri Fuchs.
Wurde in Coswig-Weinböhla in den letzten Jahren recht
einzeln gef.; die Zucht beschreibt Seiler in Iris XXVI, S. 216.
68 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
Ammpoconıarcae eimacula PR, abe obsesma
Schultz. In Mittelbach bei Chemnitz wurde von’ Naumann
ein vollständig schwarzbraunes g' im September 1911 gef.
(Gillmer in Ent. Z. Frankfurt XXXV, S. 78).
Polia flavicincta F. Anfang August 1905 ein F. in
Klein-Steinberg bei Leipzig am Licht (Sauermann). — (P.
rufocincta H.-G. "Das m der Eauna 1905, 5: 100.2n-
geführte Vorkommen bei Chemnitz beruht zweifellos auf
falscher Bestimmung, diese Art ist für Sachsen zu streichen).
Brachionychasphinx Hufn. Wurde auch in Plauen
1. V. einmal von Dressel gef.
Dichoniaaprilinal. In der Dresdner Gegend zum
mindesten jetzt sehr selten, ich habe in meiner 2djährigen
Sammelzeit kein Stück gef. Auch in Plauen ı. V. selten
vorkommend.
(Dryobota monochroma Esp. Die in der Fauna
1905 S. 102 genannten beiden Funde beruhen höchstwahr-
scheinlich auf Verwechslung mit Dich. convergens F.)
Phlogophora scita Hb. In den Tälern des Erz-
gebirges verbreitet, Lange fand die R. häufig in Bienen-
mühle i. E., im Herbst an Farnkraut, im Frühjahr besonders
an Sambucus racemosa L.
Mania maura |. Auch in Plauen ı. V. sehr selten am
Köder gef.
Naenia typicalL.ab.obscura Spul. In Lengenfeld
1. V. 1 g' erzogen (E. Möbius).
Jaspidea celsia L. Als neu für Sachsen wird diese
unverkennbare Art als bei Auerbach ı. V. und Umgebung
vorkommend mitgeteilt, der F. wurde am Licht gef.
(Schweitzer).
Helotropha leucostigma Hb. ab. fibrosa Hb.
und ab.albipuncta Tutt: Beide Formen in der Samım-
lung Seiler aus Leipzig. Bei Niederkunnersdorf in der
Lausitz in den Jahren 1911—13 in Anzahl am Köder gef.
(Nocke).
Hydro’ecia micacea Esp. Vor einigen Jahren fand
ich in meinem Garten im Ostragehege in reifen Erdbeeren
kleine Eulenraupen, die ich mit Erdbeeren weiter fütterte,
später mit unreifen Aepfeln, die sie ebenfalls aushöhlten.
Die einzige Puppe ergab einen kleinen Falter dieser Art
von zartrosaer Farbe. (Das Vorkommen dieser R. ın Erd-
beeren wird schon berichtet in Katters ent. N. 1878, S. 313
aus Bremen). — H. petasitis Dbld. In Markkleeberg bei
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 69
Leipzig wurde im Sommer 1920 die R. an Petasitis offi-
cinalis Much. gef. und zum Falter erzogen (E. Müller) Ent.
Jahrbuch v. Krancher 1922, S. 98).
Gortyna ochracea Hb. In Gundorf bei Leipzig
wurde am 8. VIII. 1920 1 P. im Stengel von Eupatorium
cannabinum L. gef. (Rey). Wurde auch in Plauen i.V. an
Laternen gef.
Nonagria typhae Thnbg. Ein sehr dunkles J'
desabe naternar Re, in Plauen? r. V.’erzogen, ist ın las
XXVIT. IV Fig. 7 abgebildet. — N. geminipunctata
Hatch. In Gundorf bei Leipzig wurde die R. überall an
Phragmites communis Trin., wo dasselbe nicht im Wasser
steht, im Juli 1919 festgestellt, auch in Miltitz und Zöbigker
gef. (Loos). In der Oberlausitz mit der Futterpflanze ver-
breitet und n. s. (Schütze), darunter ab. nigricans Stgr.
und ab. obsoleta Tutt (in Sammlung Seiler). In Plauen
1. V. selten im August (Schweitzer).
Senta maritima Tausch. Bei Leipzig fand Reichert
im Schilfrohr an den alten Ziegellachen hinter Gundorf am
21. XI. 1897 eine R. In Plauen ı. V. einmal von Wagner gef.
Tapinostola musculosaHb. In Adorf i. V. wurde
ein F. gef. — T. fulva Hb. In Weixdorf bei Dresden ein
F. gef. (E. Möbius), in Strehla (Preuß) bei Bautzen im Ok-
tober 1905 ein F. am Licht (Rost), auch am Kottmar (Starke).
In Plauen i. V. an Laternen gef. (Torge).
Calamia lutosa Hb. In Bautzen fand Schütze am
21. IX. 1920 ein frisches g' mitten in der Stadt an einem
Hause sitzend. In Löbau am Licht gef. (Graf); auch in
Plauen ı. V. sehr selten vorkommend (Schweitzer).
Peuleanı ar im pudenszbb:!: AmsRottmar: ınfdez
Lausitz n. s. (Starke) bei Niederkunnersdorf regelmäßig am
Köder (Glathe), bei Löbau (Graf) — L.impuraHb. Auch
in Plauen i. V. selten vorkommend (Schweitzer).
Leucaniastraminealr. Bei Zeithain ein geflogener
Falter, (desh. fraglich) am 13. VII. 1918 (Detzner). Aus einer
in der Bautzner Heide gef. R. erzog Starke am 6. VII. 1920
den Falter.
Caradrina quadrıpunctata F. Im Dresdner
Östragehege ein frisches © bereits am 7. April 1919 an
Sahlweideblüte gef. (E. Möbius). — C.respersa Hb. Am
Baruther Berge in der Lausitz fand Schütze die R. an
Sedum acre L. Auch in Plauen i. V. selten vorkommend
(Schweitzer), ebenso C.ambiguaF.
70 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
Hydrilla pallustris Hb. In Leipzig 1 Koi und 69
im Juni 1913 am Licht (E. Müller), darunter 2 Stück der
dunklen ab. melanochroa Stgr., auch Dr. em
fing am 9. VI. 1919 ein solches © in Klein-Steinberg. Bei
Waldheim 1 © am 1. VI. 1912 gef. (Brauer).
Amphipyralivida F. Bei Neudorf in der Lausitz
1905 von Szymank gef. (Schütze).
Karen iocamparsiothaca Krabzrusescensiine
und ab. pallida Tutt. allenthalben unter der Nominatform,
2. Biber Dresden ns. = apopukerı Tr ab antert
media Steph. Aus Meißen 7 Stück dieser dunklen Form
in Sammlung Seiler, bei Lindenau 1 Stück an Köder (E.
Möbius). — T. miniosa F. In der Lausitz ferner bei
Bautzen und Nadelwitz (Starke), bei Quoos (Köhler), Löbau
(Graf). (Die jungen R. leben gesellschaftlich zwischen Eichen-
blättern eingesponnen, die erwachsenen R. verkriechen sich
am Tage am Erdboden unter Laub (E. Möbius) — T.opima
Hb. Wurde auch in Plauen ı. V. selten gef. — T.graciılis
F.ab.rosea Tutt. Im Östragehege bei Dresden 1Q am
30. III. 1913 (E. Möbius).
Panolis griseovariegata Goeze. Nach Warren
gehört zu griseovariegata nur die graue Form, die Nominat-
form ist die rote — flammea Schiff. (piniperda Losch).
Letztere ist in Sachsen die häufigere.
Calymnia pyralina View. Wurde auch in Bautzen
am 14. VII. 1916 am Köder gef. (Starke) — C. affinisL.
In Bautzen wiederholt am Köder, 1915 aus der R. erzogen
(Starke) — ab. unicolor Stgr. Einige Stücke aus "im
Rosental -bei Leipzig gef. R. erzogen (Reichert). — C.dif-
finis L. In Deipzie" wurde am 25. VIE 1927 en zam
Licht gef. (Wagner), in Plagwitz Ende August 1895 mehrere
Falter am Köder (Steche). — C.trapezinaL.ab.nigra
Tutt. In Leipzig wurde ein F. von gänzlich tiefschwarz-
brauner Grundfarbe der Ofl erzogen, auf denen sich die
Makeln und der Außenrand rehbraun abheben, dıe beiden
Querlinien treten scharf weißlich hervor (©. Michalk) —
ab.grisea Tutt. Ebenso häufig als die Nominatform. —
ab.rufa Tutt und ab. pallida Tutt. Nicht selten, wohl
überall. — ab. conspersa Warren. Aus Wachwitz 1 J'
in Sammlung Seiler, 1 g' aus Tharandt (E. Möbius).
(Cosmia contusa Frr. Das im Stgr.-Rbl.-Katalog
(auch Seitz) angeführte Vorkommen in Sachsen ist sicher
Irrtum, nirgends habe ich darüber etwas feststellen können.)
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 70
Dyschorista suspecta Hb. In Dresden-Strehlen
am 3. VII. 1908 am Licht (Dr. Walther), in Chemnitz und in
Plauen 1. V. selten. — D. fissıpuncta Hw. Bei Dresden-
Räcknitz, in Coswig 16. VII. 1902 und in Weinböhla 28.
VI. 1909 am Köder (E. Möbius). Bei Lömischau in der
Lausitz fand Schütze am 28. V. 1900 36 R. an Populus
italica Much., bei Rachlau lebt die R. an glattblättrigen
Weiden. — ab. nekosmescens Tut all Ö aus Dresden
in Sammlung Seiler.
Plastenis subtusa F. In Dresden-Strehlen am
29. VI. 1908 am Licht (Dr. Walther). Friedemann fand die
R. n. s. in Chemnitz (Küchwald, Crimmitschauer Wald,
Zeisigwald, Sechs Ruten) an Zitter- und Balsampappel. Sie
lebt im umgeschlagenen Blattrand, den sie an ein Nachbar-
blatt anspinnt, wechselt mehrfach die Wohnung, an deren
verwelkten Umschlägen ist das Vorkommen leicht fest-
zustellen. Der E. wird seltener gef. am Köder, Licht oder
durch Klopfen trockner Blattzweige.
Orthosia macılenta Hb. Wurde auch in Plauen
1. V. gef. — ab. nigrodentata Fuchs. In Samm]. Seiler
Era aus Leipzie üundıL gl QO-aus’ Bautzen. — Oxerr-
cellaris ab. ferruginea Esp. Fast ebenso häufig als die
graurote Nominatform. — O.nitida F. Bei Coswig am
1. IX. 1921, in Kötzschenbroda am 29. VII. 1911. am Köder
(Dr. Walther), auch bei Freiberg und in Plauen ı. V.n.s.
- OÖ. laevis Hb. In Plauen ı. V. selten vorkommend
(Schweitzer) — O.litura L. ab. ochreata Spul. In
Sammlung Seiler in Anzahl aus Coswig, scheint dıe Form
der Heide zu sein.
Xanthia citragoL.ab. subflava Ev. Diese schöne
Form wird alljährlich in Löbau in Anzahl erzogen. — X.
aurago F. Weitere Fundorte: Lindental bei Leipzig am
27. IX. 1914 (Süßespeck), Rachlau bei Bautzen (Schütze),
am Kottmar (Starke), in Plauen i. V. (Schweitzer). — X.
gilvago Esp. Bei Dresden in den letzten Jahren ziemlich
häufig, besonders am Licht, in variabler Färbung. Auch ın
Plauen i. V. vorkommend. — ab. suffusa Tutt. In Leipzig
im September 1918 von Dr. Hörhammer gef., in Dresden
im Herbst 1918 mehrfach in Uebergängen (Möbius) — ab.
palleago Hb. Die in der Fauna genannte Art palleago
Hb. gehört zu gilvago Esp.: s. Berge-Rebel 9. Aufl. Bei
Dresden n.s. — X. ocellaris Bkh. Auch bei Bautzen
vorkommend. — ab. lineago Gn. Bei Dresden und Leipzig
Deutsche Iintomologische Zeitschrift ,„Iris“, herausgegeben vom Entomologischen Werein V]
Iris-zu Dresden. Jahrgang 1922
02 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
mehrfach erzogen. — ab. intermedia Hab. Bei Leipzig,
Dresden, Bautzen unter der Art. — ab. carneago
Warren. In Leipzig am 5..X%- 1921 Zam? Licht DrsHler-
hammer).
Orrhodia erythrocephala F. Wurde mit ab.
glabra auch bei Plauen i.V. gef. (Schweitzer). — Q.vau-
punctatum Esp. In Hartmannsdorf bei Leipzig am 31.
X9Iarkg! (Reichert) ınzder Stadt am 19-11. 1916707
Müller). Auch bei Plauen ı. V.n.s. — O.vacciniiLL.ab.
glabroides F. und ab. canescens Esp. sind weitere,
n. s. unter der Nominatform überall vorkommende Formen.
— ab.obscura Tutt. In der Sammlung Seiler ın Anzahl
aus der Lößnitz. — O.lıgula Esp. Im Großen Garten
bei Dresden im Sommer 1917 an Lärche gef. kleine R. er-
gab bei Weiterfütterung mit Lärche im Oktober einen F.
der ab. polıta Hb. (Möbius).
Scopelosoma satellitiaL. In Dresden wird aus-
schließlich die Form brunnea Lampa gef., in Chemnitz
sah ich dagegen eine große Zahl dort gefundener F., die
sämtlich der mehr grauen Nominatform angehörten (E.
Möbius). — ab.trabanta Huene (mit reinweißer Make).
Ist ebenso häufig als mit rötlicher Nierenmakel. (In Fauna
1905 S. 122 ist unter ab. brunnea Lampa in Klammer bei-
gefügt: Ohne weiße Makel. Diese Worte sind, da falsch, zu
streichen).
Xylina semibrunnea Hw. In Coswig bei Dresden
am 14. IX. 1911 und 9. IX. 1909 am Köder (Dr. Walther,
Ayrer).
Xylomiges conspicillarisL. Auch in Plauen ı.V.
sefunden mit folg. Aberr. — ab.melaleuca View. In der
Lausitz bei Kleinwelka am 16. V. 1909 (Starke), auf dem
Löbauer Berge und am Rotstein (Graf).
Calophasia casta Stph. Diese unverkennbare Art
aus bei Tauchwitz im Vogtlande an Linaria gef. R. ein-
mal von Wagner erzogen. — C.lunula Hufn. Auch bei
Plauen. Von:s. vorkommend (Schweitzer).
Cucullia tanaceti Schiff. In Miltitz bei Leipzig am
4. VII. 1917 3 R. an Artem. absynthium L. (Reichert) — C.
chamomillae Schiff. Im Ostragehege bei Dresden be-
reits am 17. April 1921 einen F. (E. Möbius), bei Dahlen
früher häufig (E. Lange). In der Lausitz fand Schütze die
R. bei Rachlau an Chry s. leucanthemum, bei Beucha auf
Anthemis L. Wird auch in Plauen ı. V. sehr selten gef.
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. X2
(Schweitzer). — C. artemisiae Hufn. Auch in Plauen i.V.
selten vorkommend, die R. an Art. vulgaris L. in Gärten
(Schweitzer) — C.absynthii L. In Miltitz auf Art. ab-
synthium L. eine R. am 11. IX. 1918 gef. (Reichert) — C.
argentea Hufn. Im Weinböhlaer Kalkbruch am 20. VI.
1918 ein frischer Falter an einem Pflanzenstengel sitzend
gef. (E. Möbius).
- Anarta myrtilliL. Nach Warren kommt die dunkle
Linnesche Stammform im Norden (Nordengland, Schweden)
vor, unsre lebhaft rote Form zieht er zu ab.rufescens
Tutt. — Aus einer in Coswig gef. R. wurde ein stark aber-
rativer Falter erzogen: Zeichnung auf den schwarzbraunen
Vfl ganz verwischt, nur mit breiter, weißer Antemarginal-
linie, Hfl einfarbig grauschwarz, ohne Spur des Gelb der
Wurzelhälfte (E. Möbius).
Heliothis ononis F. Wurde auch bei Plauen 1.V.
einmai gef. (Torge). — H.scutosa Schiff. In Leipzig
wurde am 12. VIII. 1914 1 g' am Licht, in Miltitz am 26.
VI. 1918 zwei R. auf Artemisia dracunculus L. gef. (Reichert).
Pyrrhia umbra Hufn. Im Östragehege-Dresden im
Juli 1919 in Anzahl am Licht, die R. im August häufig
daselbst an Geranium pratense L., leider fast sämtlich mit
Parasiten besetzt (E. Möbius). Auch ın Plauen ı. V. selten
vorkommend (Schweitzer).
Acontia lucida Hufn. In Plauen i. V. einmal aus
der R. erzogen. — A. luctuosa Esp. Wurde auch bei
Chemmitzgef, (Ent. Z! XIX 5.180).
Thalpochares paula Hb. Am Bienitz bei Leipzig
wurde 1907 die R. auf Helich. arenarium D.C. gef., der F.
im August daselbst.
Erastria argentula Hb. Bei Dornreichenbach in
der Heide manche Jahre häufig (E. Lange). — E.uncula
Cl. In Gundorf bei Leipzig am 17. VI. 1919 die R. häufig
von Carex gestreift, im Mai 1921 der F. daselbst n. s.
(Reichert). Auch bei Dornreichenbach gef. (E. Lange). —
E. deeeptoria Se. In der Herrenheide bei Zeithan am
20. VI. 1918 gef. (Detzner). — E.fasciana;Ll. ab. albi-
linea Haw. Aus dem Friedewald bei Dresden 1 Stück
in Sammlung Seiler.
Scoliopterix libatrix L. Im Oberholz bei Leipzig fand
Reichert am 18. VI. 1905 eine R. auf Mespilus germanica L.
Telesilla amethystina Hb. In Leipzig wurde am
11. VII. 1921 1 Q@ am Licht gef. (Wagner).
74 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
Abrostola asclepiadis Schiff. In Plauen ı. V. ein-
mal erzogen (Dresse)).
Plusia moneta F. In Leipzig wurden einige FE. er-
zogen, die der hellen v.esmeralda Obth. ähneln (Reichert,
Gatter). — Pl. consona F. In Dürenberg bei Leipzig
wurden am 27. V. 1917 und im Junı 1921°mehrere R. an
Nonnea pulla D.C. von Dr. Stich gef. — Pl. chrysonEsp.
In der Lößnitz bei Dresden fing Ayrer im Jahre 1917 einen
Falter (Iris XXXIS. 143). — P.bracteaF. Im Jahre 1908
wurde ein F. an der Knorre bei Meißen gef. (Zeidler), am
31. VII. 1910 desgl. bei Tharandt (Winkler: Korresp.-Blatt
Iris 1910 No. X), Anfang August 1912 in Rathen in der
Sächs. Schweiz am Licht (R. Möbius), am 27. VI. 1917 am
Pöhlberg bei Annaberg (Dr. Trübsbach). — Pl. pulchrina
Hw. Auch bei Plauen i. V. einmal auf dem Bärenstein gef.
(Dietze). — Pl. interrogatıonisL. Auf dem Hochmoor
bei Reitzenhain am 1. VIII. 1921 einen F. gef. (E. Möbius);
R. in Anzahl Bad Elster Ende Mai 1922 (Dr. Walther).
Pseudophia lunaris Schiff. Auch bei Freiberg und
in Planitz bei Wurzen gef. (E. Lange), in Plauen ı. V. einige-
mal am Köder (Schweitzer). R. besonders am Sommertrieb
höherer Eichen, wenn der Maitrieb durch Frost oder
Tortrix viridana.L. vernichtet wurde (E. Möbius).
Aediıa funesta Esp. Bei Kötzschenbroda Mitte Juni
1908 ein F. geködert (Dr. Walther).
Catephra alchymästar Schi = BerrDresdenzan
Baumwiese 17. V. 1909 und bei Klotzsche am 21. V. 1914
je lg! (E. Möbius), im Himmelsbusch am 16. VI. 08 und 9.
IX. 1911 je ein F. am Köder (Dr. Walther, Skell), in Plauen
1. V. im September 1906 am Bärenstein geködert (Schweitzer),
auch einmal als R. gef.
Catocala fraxinil.v.gaudens Stgr. BeiLeipzig
selten unter der Stammart (E. Müller). — C.promissa
Esp. In der Lausitz fand Starke die R. mehrfach bei
Neschwitz und erzog den FE.
(Toxocampa viciae Hb. Nach Speyer bei Dresden
vorkommend. Es dürfte eine Verwechslung mit T. craccae
F. vorliegen (E. Möbius).
Epizeuxis calvaria F. In Gaschwitz bei Leipzig
fand Reichert am 13. VI. 1902 eine erwachsene R. in
einer hohlen Linde, in welcher sich ein Nest von Vespa
crabro L. befand, Dorn in einem verlassenen Vogelnest
bei Connewitz 3 kleine R., bei Hartmannsdorf im Mulm
mr
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. (d
einer alten Schwarzpappel 4 ziemlich erwachsene R. am
24..IX. 1905.
Herminia cerıbrumalis Latr. In Zöbigker) bei
Leipzig am 25. VI. 1908 zwei F. gef. (Dittrich), in Hänichen
am 7. VII. 1907 1 9' am Ufer der Wasserlachen hinter dem
Dorfe (Reichert).
Hypena obesalis Tr. Am Kottmar in der Lausitz
19 gef. (Starke), — Hrrostralis Lab’ radiaralisHb
Wurde auch bei Dresden und Bautzen gef.
Cymatophora or.F. ab. unifasciata SplewBei
Bautzen am 20. VI. 1910 gef. (Starke). — ab. fuscostig-
mata Strand. Bei Nadelwitz in der Lausitz am 19. V.
1906 (Starke). — ab. marginata Warn. Am 4. V. 1913
1 g' in Lindenau bei Dresden (E. Möbius). — ab. albin-
gensis Warn. Bei Freiberg fand Lange 1 g' dieser
Hamburger Form mit breitem lehmfarbigen Saum. — C.
octogesimahHb. Bei Bautzen am 10. V1.1910 gef. (Starke),
meRlauenzı Veosehrsselten. CC. flwetuosa Ilb. Bei
Weinböhla im Juli 1919 einige Falter (Dr. Walther). — C.
duplarıs L. Bei Freiberg sehr häufig, ebenso bei Bienen-
mühle und Holzhau ı. E., vielfach stark geschwärzte F. (E.
Lange). Auch beı Plauen i. V. (Schweitzer).
Polyploca diluta F. Wurde im Frühjahr 1913 ın
Dürenberg bei Leipzig wieder gef. (Patzschke). Bei Plauen
1. V. einige F. von Torge gef.
Brephos parthemias L.ab. obseura.Prout. Ia
der Sammlung Seiler 1 g' aus dem Friedewald und 2 J'
aus der Lößnitz bei Dresden. — B.nothum Hb. In
Hähnichen bei Leipzig am 23. VII. 1913 ein F. an Sahl-
weide gef. (Reichert), bei Plauen i. V. selten vorkommend
(Schweitzer).
Aplasta ononariaF.ab. berytaria Stgr. Aus
bei Dahlen gef. R. erzog Lange 1912 8 F., die ganz olivgrau
gefärbt sind.
Pseudoterpna pruinata Hufn. Im heißen Sommer
1911 in Coswig auf der Heide am 21. VIII. 2 ganz frische
F. 2. Gener. gef. (E. Möbius), desgl. bei Zeithain am 14. VII.
1918 (Detzner). — ab.agrestaria Dup. Vereinzelt unter
der Nominatform, 1 g' 1Q aus R. von Lindenau bei Dresden
(E. Möbius).
Euchloris pustulata Hufn. Bei Kötzschenbroda
am 25. VI. 1908 ein F. am Köder; am Borsberg Ende Mai
1909 eine R. von Eiche geklopft (E. Möbius).
76 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922,
Nemoria porrinataZ. Bei Lindenau in der Lößnitz
am 31. V. 1909 1© gef. (E. Möbius).
(Acidalia flaveolarıaHb. Nach Stgr.-Rbl.-Katalog
1901 diese alpine Art angeblich in Sachsen vorkommend,
vielleicht hat es sich um ein aus Böhmen verschlepptes
zeichnungsloses Stück von A. triliniata Sc., die bei Aussig
häufig vorkommt, gehandelt. — A. ochrata Sc. und A.
rufarıia Hb. Die Angaben über Vorkommen dieser
beiden Arten in Sachsen, obgleich von verschiedenen
Orten angegeben (Fauna 1905 S. 146 bz. 147), müssen stark
bezweifelt werden. Meines Erachtens handelt sich es um
Bestimmungsfehler, denn ich sah noch kein Stück beider
Arten aus Sachsen, auch in der bekannten .Sammlung
Seiler sind keine vorhanden. An den Orten ihres Vor-
kommens (meist xerophiles Hügelgelände), sind sie nicht
einzeln, sondern gewöhnlich gehäuft zu finden. — A.moni-
liata F. Wurde auch bei Dohna im Juli 1905 in Anzahl
gef. (E. Möbius). A. econtiguanıa Hb, "Beirhlerms-
kretschen (nahe der sächs. Grenze) am 17. VI. 1910 eın
frisches 9’ an einem Felsen (E. Möbius). In der Lausitz
bei Lömischau am 20. VII. 1921 (Starke). Zschopautal ın
Anzahl Juli 1922 (R. Möbius), — A.virgularıa Hb.
ab.obscura Mill. Bei Dresden, Coswig und auch
anderwärts. — ab. bischoffarıa Lah. Nicht selten, ver-
bereitet. — A.pallidata Bkh. Saubachtal bei Dresden.
30V. 190521. 0 7192. Gottlleuba am VEN ATS EENMo-
bıus). — E.straminata Tr. Ber Machern”am7 2221E
1906 1 ©, Kohlenberg bei Brandis am 23. VI. 1899 1 5°
(Müller). — A.herbariata F. In Drogenhandlungen oft
schädlich, so in Leipzig Juli 1905 zwischen Blättern von
Malva silvestris L. (Reichert). — A.dılutarıa Hb. Bei
Dohna am 13. VII. 1906, bei Kreischa am 29. VI: 1907 (E.
Möbius). — A.interjectaria B. In Miltitz bei Leipzig
am 6. VII. 1913 und 30. VI. 1920 einige F. (Reichert) — A.
ıinornata Hw. Auch bei Bautzen (Köhler) und beı
Conmerau in der Lausitz (Starke). — A. deversaria
HS. In der Lausitz bei Mösa am 30. VI. 1905 (Starke). —
A.awersaltaL.sab. auratarkır Nicht= selten zuntersder
Nominatform, z. B. bei Dresden-Klotzsche, Weißer Hirsch,
Lößnitz. — A.ımmorata L. Bei Dahlen alljährlich in
Anzahl gef. (E. Lange), auf dem Löbauer Berge (Graf).
Ephyra porata Krszaest. wisperarta Krdorder
Lößnitz am 22. VII. 1910 (E. Möbius). — E. quercimon-
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. Zar
tarıa Bstlbgr. In Lindenau bei Dresden am 7. VII. 1903
(E. Möbius), in der Lausitz bei Guttau am 30. IV. 1906 19
(Starke). — E. pendularia Cl. ab. decoraria Newn.
(janthinaria Stich). Aus einer bei Dahlen gef. R. erzog
Lange diese prächtige Form: Alle Fl. dicht dunkel bestäubt,
in Diskus mit rosigem Anflug, die vier weißen Ocellen
stark abstechend, Submarginalband noch dunkler als die
Flügelfläche. Das in der Fauna (S. 151) genannte Stück aus
der Steinertschen Sammlung gehört auch zu dieser Form.
Tımandra amata_L. ab. bipartita Prout. Nach
dem in der Fauna auf T. II Fig. 5 abgebildeten @ aus
Leipzig benannt.
Lythria purpurata L. (Ueber den Formenkreis L.
purpurata L. und L. purpuraria L. s. Seitz Bd. IV S. 155,
Zerny in Verh. z. b. G. Wien 1916 S. (18) und Kitt. 1. c. 1917,
S.(198), ferner Cloß und Hannemann, System. Verz. der
Großschm. des Berliner Geb. 1917, T. Fig. 1—7). Mit gen.
vern. demaisoni Prout muß die bisher mit rotaria F.
bezeichnete 1. Gen. benannt werden — ab.depurpurata
Kitt. (Ist die bindenlose purpurata L.-Form., während unter
gen. aest. mer. lutearia Stgr. die bindenlose purpuraria L.-
Form zu verstehen ist. Bei Beucha und Groß-Steinberg bei
Leipzig 2 F.gef. (E. Müller) — ab.hilariata Kitt. Im Ostra-
gehege bei Dresden, in der Lößnitz am 1, VIII. 1900 (E.
Möbius) — ab.ruberrima Hannem. In der Lößnitz bei
Dresden am 18. VI. 1901 1 F. (E. Möbius) — ab.porphy-
rarıa H.S. Bei Freiberg fing Lange am 8. VI. 19091 g':
Vfl ganz purpurrot, Hil dunkelgelb, unten einfarbig pur-
purrot. — L. purpuraria L. VII. 22 bei Meißen in Anzahl
von Engler gef.
Ortholitha coarctataF. 1921 und 1922 in 2.Gen. in
Zeithain von Wiesner entdeckt..— O.plumbariaF. ab.
luridaria Bkh. Lindenau bei Dresden am 15. VI. 19171 g',
in Plauen i. V. einmal am Preißelpöhl gef. (Schweitzer) —
ab. extradentata Pr. In der Lößnitz am 2. VI. 1899
(E. Möbius) — O. cervinata Schiff. In der Lausitz auch
bei Niederkunnersdorf 1905 von Glathe gef. —
Mesotype virgata Rott. In der Sammlung Seiler
steckt ein in Dresden und zwar in einem von Berlin ge-
kommenen Eisenbahnzug im Juli 1897 get. g'.
Minoa murinata Sc. Die im Chemnitzer Gebiet
äußerst seltene Art in Plauen i. V. häufig vorkommend,
darunter ab. cinerearia Stgr. — ab cyparissarıa Mn.
78 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
Bei Pillnitz 1 9' am 28. IV. 1916, (ebenso dunkel wie meine
Triester Stücke) (E. Möbius).
Anaitisplagiatal.ab.tangens W. In der Lößnitz
ein Stück am 20. V. 1904 (E. Möbıus).
Triphosa dubitata L. Entgegen den Angaben in
der Fauna S. 158 erscheint der F. nach dem Zuchtergebnis
von Dr. Walther nur in einer Generation, das © über-
wintert und kopuliert erst im Frühjahr (s. auch Hofmann-
Klos, Fauna von Steiermark) — ab. cıinereata Stph.
Bei Plauen i. V. unter der Stammform selten (Schweitzer).
Scotosia vetulata Schiff. Bei Quoos in der Lausitz
fand Köhler die R. ım Mai zwischen zusammengesponnenen
Blättern wilder Birnsträucher. — Sc. rhamnata Schiff.
In Miltitz bei Leipzig am 28. V. 1919 und in folgenden
Jahren an Rhamnus catharticaLL. (Reichert), desgl. in Pillnitz
die R. jedes Jahr gef., die violette Form der R. ist seltener
(E. Möbius).
Lygris reticulata Schiff. Ueber das Vorkommen
im Erzgebirge bei Bienenmühle, Hermsdorf-Rehefeld s.
Lange in Iris XXXV, S.139. — L.testata L. Bei Frei-
berg findet Lange die R., die sonst an Sahlweide und
Espenbüschen gef. wird, nur an Heidekraut. (l. c. S. 140) —
L.populata L. Im oberen Erzgebirge häufig in Heidel-
beerwaldungen, darunter nach Lange (l. c. S.141) ab. do-
tata LE. ab. musawarıa Kr, ab.tuseata Prout undab.
ein eu mscr ıp tarStrand.
Larentia fulvata Forst. In Miltitz bei Leipzig am
23. V1. 1920 der F. häufig an Rosa rubiginosa L. (Reichert);
über die R. s. Lange |. c. S. 142. — L. variata Schiff. ab.
nigrofasciata G. Bei Dresden-Klotzsche 18. VIII. 1912,
am Auer 7. VI. 1914, am Borsberg 3. X. 1920 (E. Möbius),
bei Lömischau in der Lausitz 11. IX. 1912 (Starke). — ab.
albonigrata Höfer: Saubachtal bei Dresden 27. V. 1919.
— ab.herrichi Höfer Dresdner Heide 4. VI. 1910, Bors-
berg 25. V.1905, Lößnitz 3. VI.1913. — ab.reducta Höfer.
In der Dresdner Heide 1 9° e. 1. 18. V. 1910. (Ueber diese
Formen s. Verh. zool. bot. Ges. Wien LXX, S. 119) — L.
juniperata L. In Hohnstädt bei Grimma wurden die
R. an Cypresse gef. (F.Schlegel), auch bei Plauen ı. V. selten
(Schweitzer). — L.siterata Hufn. Der F. lebt von Sep-
tember bis Mai, eine 1. Gen. im Mai nach den Angaben
Oehmes in Zeitschr. f. wiss. Insbiol. IV (1908) gibt es
nicht. — L.truncata Hufn. Ueber das Vorkommen im
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 79
Erzgebirge und die Entwicklung s. Lange in Iris XXXV, S.145.
Neben der Nominatform und ab. perfuscata Hw. kommen
vor: ab. rufescens Ström. (mediorufarıa Fuchs), ferner
ab. centumnotata Schulze aus R. mehrfach erzogen. —
ab. fumata Lange (alle Fl. rauchgrau übergossen) nach
iverzog E beschnieben, 1.2e 1.L Mie.297- L.imma-
nata Hw. Im oberen Erzgebirge ist der F. von Mitte Juli
bis September häufig. Ueber den Unterschied von trun-
cata Hufn. s. Lange, 1. c. S. 148 (von immanata überwintert
das Ei, von truncata die R.), der F. kommt auch bei Frei-
berg und Chemnitz vor. Im Zool. Garten in Dresden 1 F.
im Vereinszimmer der Iris an Licht gef. (E. Möbius) — ab.
punctumnotata Haw. Im Erzgebirge häufig neben der
Nominatform, ferner wurde noch festgestellt: ab. simpli-
ciata Wkr. und ab. pithonissata Mill. (l.c. T. I Fig. 27
und 28) — ab. griseonotata Lange (I. c. T.I Fig. 24).
Nach einem erzogenen © aus Bienenmühle beschrieben. —
L.firmata Hb. In Groß-Steinberg bei Leipzig am 2. X.
1910 1 Q gef. (Reichert), auch in Plauen i. V. nicht selten
(Schweitzer). Wenn Oehme in Zeitschr. f. wiss. Insbiol. IV
(1908) S. 382 eine 1. Gener. im Mai annimmt, so entspricht
dies nicht den Tatsachen. — (L. munitata Hb. Nach
Stgr.-Rbl.-Katalog 1901 angeblich in Sachsen, beruht sicher
auf Irrtum, diese nordische bzw. alpine Art kommt in Sachsen
nicht vor) — L. fluctwata L.ab. fascıata Tutt. TE.
bei Leipzig gef. (Weidlich), bei Coswig am 7. VI. 1914 (Dr.
Walther), bei Tharandt 17. V. 1901, Pillnitz 14. V. 1918 je
1 F. (E. Möbius) — ab. ochreata Prout. Zweimal bei
Bienenmühle gef. (E. Lange) — ab. costovata Haw. Ver-
einzelt daselbst; bei Bautzen 1 g' (Köhler), bei Coswig am
21.V11.1913 (Dr. Walther) — L.cambrica Curt. In Bienen-
mühle ı. E. in den letzten Jahren z. T. häufig (s. Lange in
Iris XXXIV, S. 211—216 und XXXV, S.152) — ab. bradyı
Prout (nigricaria Rbl.). Die Hälfte der daselbst gef. F. ge-
hört dieser Form an (Lange). — L.vespertaria Bkh.
Der bei Leipzig seltene F. am Bienitz am 10. IX. 1911: 19
an Weißdornhecke gef. (Reichert), in Miltitz am 3. IX. 1919
1 F. gef. (Loos) — L.incursata Hb. In Bienenmühle
Anfang -Juni 1919 die F. in größerer Zahl gef., in andern
Jahren selten. Wie mehrfache Zuchten erwiesen haben,
überwintert bei uns die R., eine 2. Gen., wie Spuler angibt,
entwickelt sich nicht (Lange). — L. montanata Schiff.
ab.continuata Krulik. Zwei Stück aus dem Erzgebirge
80 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
(Lange) — ab. degenerata Prout (constricta Strand).
Mehrere Stücke im Erzgebirge gef. (Lange) — In Bockau
fing Hiller 2 Expl. mit fast verschwundener Mittelbinde. —
E-suitumata, Eb. Auf” dem Rotsten” bei Eöbauzem
frisches g' am 15. IV. 1908 (Starke). Im Erzgebirge bei
Bienenmühle im Mai, ausnahmsweise schon Ende April
(Lange in Iris OO S. 155). Auch bei Plauen'i. V- selten.
— L.ferrugata Cl.mut. unidentaria Hw. Nach Prout
in Seitz Mutation von ferrugata, womit viele Zuchtresultate
übereinstimmen. — L. spadicearia Bkh. dagegen soll
selbständige Art sein. — L. designata Rott. Weitere
Fundorte: Hain-Oybin in der Lausitz, bei Neschwitz (Graf),
im oberen Erzgebirge bei Bienenmühle, Deutsch-Georgen-
thal fand Lange den F. Ende Juni bis Juli inenurwlener)Gen:
— L.vittata Bkh. In am 2. VI. 1913 1707 am
Licht (Reichert), in Klotzsche bei Dresden 8. VII. 1908 1 9!,
im Ostragehege mehrfach am Licht (E. Möbius), Moritzbuıg.
Bei Freiberg Mitte Juni 1909 ım Hospitalwalde 10 Stück
am Licht gef. (E. Lange), bei Plauen ı. V. selten (Schweitzer)
L.autumnata Bkh. Scheint auf das Erzgebirge be-
schränkt zu sein, bei 600 bis 800 m vereinzelt im September
an Straßenbäumen, während dilutata Schiff. im Oktober
in tieferen Lagen oft häufig ist (Lange). — L. caesiata
Lunge. Ueber Vorkommen im Erzgebirge und folg. Formen
s. Lange in Iris XXXV, S. 160—165 und T. I Fig. 1—18.
& niericans Prout. Bis 50 Inder indıe Lange erZog,
gehören dieser Form an, darunter selten: ‘ab. atrata
Lange (Fig. 15, 18): ganz schwarz, nur mit weißer Wellen-
linie. — ab. annosata Zett. Selten, Uebergänge dazu
häufiger. — ab. divısa Lange (Fig. 12, 16, 17) 1921 ın
einigen Stücken erzogen, desgl. ab. paradoxa Lange
(Fig.1,2 und 3). — ab. lacteofasciata Lange (Fig. 4— Y
Nach 4 g' und 2 © beschrieben. — L. infidaria Lah.
Inn Rabenauer Grunde beı Dresden ım Juli 1906 entdeckt,
seitdem alle Jahre in Mehrzahl an Felsen gef., dıe schöne
R.ım Frühjahr an verschiedenen niederen Pflanzen. Ein-
zelne Balke mit bes. gelb beschuppter Binde können der
Form flavocingulata Stgr. zugerechnet werden. — L.
verberatäa Sc. Bei Plauen i. V. im Juli, August selten
vorkommend (Schweitzer), Jocketa 3. VII. (3 Stück sah
ich). Höchst interessantes Vorkommen. — L.rivata Hb.
Von einem im Juni im Rabenauer Grunde bei Dresden
gef. @ erzog ich mit Galium eine große Menge Falter, die
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. sl
sämtlich erst im Frühjahr schlüpften, dıe Angabe ın der
Fauna 1905, S.168 über das Vorkommen einer 2. Gen. ist
deshalb als irrtümlich zu berichtigen (E. Möbius). Lange
erzielte allerdings eine teilweise 2. Gen. im August (Iris
XXXV, S.166) — L.unangulata Hw. Bei Dresden an
der Baumwiese am 16. VI. 1914 ein g' gef. (E. Möbius), bei
Plauen ı. V. selten (Schweitzer) — L. picata Hb. Am
Winterberg in der Sächs. Schweiz am 11. VII. 1908 1 F.
(Dr. Walther), auf dem Oybin am 18. VII. 1907 (Richter),
bei Plauen ı. V. selten (Schweitzer). —L.lugubratasStgr.
Der bei Leipzig seltene F. am Bienitz am 2. V. 1910 an
Weißdornblüte gef. (Dr. Stich), in der Harth am 23. VII.
1911 im Fichtenhochwald auf der Schattenseite der Stämme
dicht am Boden sitzend den F. in Anzahl erbeutet (Reichert)
— ab. denigrata Gillm. (Soc. ent. 24 S. 42). Bei Plauen
1. V. gef. (Iris XXVIIT. IV Fig. 9), bei Löbau 1916 von Graf
gef. = L.hastata L. In Leipzig wurde‘1 @ mit ganz
zeichnungslosen weißen Hfl. erzogen (M. Müller) — ab.
ap op umetata Lange: (Iris AXRWV,S-168, BE], Fie230).
Nach einem gezogenen © beschrieben — ab.subhastata
Nolck. Das Vorkommen dieser ausgesprochenen Gebirgs-
form bei Leipzig, wie ın der Fauna 1905 angegeben, ist
unwahrscheinlich, auch kommt dieselbe nicht unter der
Stammform vor, sondern an Heidelbeeren im Gebirge.
— L.tristataL. In Roßwein erzog Hiller ein aberratives
Stück, bei dem alle Fl bis zur Mitte schwarz ohne geringste
weiße Zeichnung gefärbt waren. — ab. interrupta
Lange (Iris XXXV, S.170) 1 © bei Rechenberg i. E. am
15. VI. 1919 gef. — L.luctuata Hb. In der Lausitz wurde
der F. bei Lömischau am 26. VII. 1920 gef. (Starke) — L.
molluginata Hb. Im Rabenauer Grunde bei Dresden
1920 gef. (Dr. Walther), im Erzgebirge überall einzeln, bei
Mulda 1921 häufig (E. Lange) — L.alchemillata_L.ab.
peterseni Prout. 2 Stück von Lange erzogen. — ab.
unicolorata Lange (Irıs XXXV, S. 171, T. I Fig. 25, 26).
3 Stück aus R. von Bienenmühle i. E. erzogen. — L. affı-
nitata Stph. im Saubachtale bei Dresden 1905 entdeckt
(Oehme in Zeitschr. f. wiss. Insbiol. IV (1908) S. 191), im
Prinzengrunde am 24. V. 1906 (Schopfer); mehrfach aus
daher stammenden R. aus Lychnis diurna Sibth.- Kapseln
erzogen (E. Möbius) — L. unifasciata Hw. Das ein-
zige Vorkommen in Sachsen, bei Meißen, gehört infolge
fast vollständiger Ausrottung der Futterpflanze wohl der
82 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
Vergangenheit an. — L. albulata Schiff. In Hartmannsdorf
fand Reichert noch 1Q@ am 20. X. 1907. (2. Gen.), im Erz-
gebirge beobachtete Lange dagegen nur eine Generation.
— L. luteata Schiff. "Die Rlebt nicht im den! Kätzchen
der Erle, wie allenthalben zu lesen ist, sondern im September
an den Blättern älterer Erlenbüsche und zwar auf der Mittel-
rippe der Unters. sitzend, wie Lange in Iris XXXIV, S. 226
bis 229 eingehend richtiggestellt hat. — L.bilineatal.
ab. illineata Prout 1 g' bei Klein-Waltersdorf bei Frei-
berg am 9. VII. 1920 gef. (Lange) —L.sordidataL. Nach
Lange (Iris XXXV, S.174) gibt es von dieser Art eine
größere Form an Weiden (Weidenform) und eine kleinere
Form an Heidelbeeren (Heidelbeerform). Bei der Weiden-
form überwiegt die grüne Farbe, bei der Heidelbeerform
die rote. Neben fuscoundata Don. und infuscata
Stgr. (= obscura Peyer) kommt überall vor: ab. trıco-
lorata Schreiber — albifasciata Prout. Im Erzgebirge
stellte Lange noch fest: ab.constricta Strand, flavo-
tincta Culot und cinereata Prout. (S. auch Gillmer in
Ent. Z. Frankfurt XXXV S.82) — L. autumnalis Ström.
ab.obsoletaria Schille (nigrescens Huene). Beil'harandt,
Lindenau, im Rabenauer Grunde, beiFreiberg ausschließlich
diese Form vorkommend (Lange). Mehrere am 28. IX. 1902
am Colmberg bei Liebertwolkwitz auf Alnus incana DC.
gefundene R. lieferten am 29. V. 1903 zwei melanistische ©,
von denen das eine fast einfarbig schwarzgrau aussah,
während das andere eine nur wenig hellere Mittelbinde
zeigte (Reichert). — L.ruberata Frr. In Kipsdorf ı. E.
am 25. VI. 1919 1 @ am Fuße eines Kiefernstammes gef.
(E. Möbius). Bei Bienenmühle fand Lange 1 F. am 3.V1.1921
— L.capitata HS. Weitere Fundorte: Böhlitz-Ehren-
berg am 30. V. 1913 (Reichert), Bautzen zahlreich am 15.
VI. 1901 (Köhler), am Kottmar (Skell), bei Bienenmühle
selten im Juni (Lange) — L.silaceata Hb.ab.insulata
Haw. Vereinzelt unter der Stammform, bei Connewitz im
Mai 1920 (Dr. Hörhammer) im Rabenauer Grunde, bei
Lengenfeld ı. V., Freiberg usw. —L.corylata I'hnbg. ab.
ruptata Hb. Vereinzelt unter der Stammform, z.B. in
der Lößnitz 31. V. 1909, im Rabenauer Grunde 9. VI. 1909,
in Bienenmühle — L. badiata Hb. In Zöbigker bei
Leipzig die R. am 3. Vl. 1917 auf Rosa canina und rubi-
ginosa nicht selten (Reichert). In der Dresdner Umgebung
z. B. bei Pillnitz, Rabenauer Grund, ferner Freiberg, der
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens, 89
Falter besucht die Sahlweidenblüte (Lange). — L.nigro-
fasciariıa Göze. In Leipzig wurde aus einer im Juni gef.
R. ein F. erzogen (E. Müller); in der Lausitz fand Severin
in Luppa die R. zahlreich an Gartenrosen.
Asthena candidata Schiff. In Rachlau in der
Lausitz fand Schütze die R. an Acer pseudoplatanus L.
Eupithecia*) linariata F. In Albrechtshain bei
Leipzig am 30. VII. 1905 die R.gef., ebenso in Gundorf am 2.
X. 1921 (Reichert). Bei Boxdorf bei Dresden am 15. IX. 1908
Anzahl R. gef., desgl. im Prinzental bei Constappel (E. Mö-
bius). Am Rotstein bei Löbau die R. am 3. IX. 1902 häufig
(Schütze), am Baruther Berg. — E.pyreneata Mab. An-
fang Juli 1917 die R. häufig an Digitalis ambigua Murr. im
Müsglitztal bei Dresden, im Frühjahr 1918 schlüpften über
100 F., einige F. schon im Herbst zuvor. In Pielitz bei
Bautzen die R. zahlreich am 16. VII. 1901. — E.laquae-
arıa H.S. Bei Buchholz in der Lößnitz Ende August 1906
auf einer Wiese mit viel Augentrost die R. in Anzahl gef.,
6 F. erzogen (E. Möbius). — E.pusillata F.ab.tantil-
laria B. Vereinzelt, Dresdner Heide, Saubachtal, Rabe-
nauer Grund, Pillnitz, Freiberg und anderwärts. — ab.
piceata Prout. Bei Freiberg mehrfach gef. (E. Lange). —
(E.conterminata Z. Das in der Fauna 1905 S. 176 an-
gegebene Vorkommen bei Chemnitz beruht auf falscher
Bestimmung, es hardelt sich um indigata Hb. (teste: Lange).)
— E. strobilata Bkh. (abietaria Göze). Schütze fand im Juli,
August die R. nicht selten in Chermes-Gallen an junge:
Fichten (in den Zapfen lebt sie wahrscheinlich gar nicht).
— E.abıetaria Göze (togata Hb.) am Auer bei Dresden
am 11. VI. 1915 ein F., bei Bienenmühle und Rechenberg
i. E. mehrfach, am 27. IV. 1920 bereits 1 © daselbst (Lange).
Schütze fand die R. im August ausschließlich in den noch
grünen Fichtenzapfen (1 R. schlüpfte erst ım 2. Jahre). —
E. assimilata Gn. Bei Dresden selten, im Rabenauer
Grunde 9. VI. 1903, Moritzburg (E. Möbius). — E. pıimpi-
nellata Hb. Weitere Fundorte: Dahlen, Freiberg (Lange),
Plauen i. V. (Schweitzer). — E.absinthiata Cl. Im Erz-
gebirge bei Bienenmühle, Rechenberg die R. häufig an
Senecio fuchsii Gmel. gef. (Lange), auch bei Plauen ı. V.
selten. — E.callunae Spr. (goosensiata Mab.). Bei Dahlen
*) Ueber die Priorität des Gattungsnamens Eupithecia s. Dietze
in Iris XXI S. 154.
84 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
und Dornreichenbach findet Lange die R. Ende September
häufig auf Heide. — E. denotata Hb. In Mulda i. E. im
September 1921 die R. in großer Menge (Lange). — E.
albipunctata Hw. Wurde auch in Plauen i. V. gef.
(Schweitzer). — ab. angelicata Barret. Aus R. von
Weixdorf bei Dresden im März 1918 2 F. erzogen (E.
Möbius). — E.trısignaria H.S. Bei Dresden-Wilder
Mann, am Borsberg 16. VI. 1912 (E. Möbius). — E. lariı-
ciata Frr. Bei Tharandt 6. VI. 1906 (E. Möbius), in Rothen-
tal bei Olbernhau von Reichert gef. — E. castigatahHb.
Weitere Fundorte: Rabenauer Grund bei Dresden die R.
an Senecio fuchsii Gmel., bei Freiberg und Bienenmühle ı.E.
nicht selten, bei Plauen i. V. nicht häufig. — E.helveti-
earıab- ab. areeuthata Er ImAGartenevontBaul
Meyer in -Chemnitz die R. im Sommer 1919 häufig an
einem Busch Juniperus sabina L., aus daher stammenden
Eiern eine Anzahl F. erzogen (E. Möbius), — E.satyrata
Hb. In der Lausitz bei Caßl auram LIVIE1900F2er (Rost),
bei Freiberg und Bienenmühle ı. E. nicht selten (Lange). —
E.succenturiata L. Manche Jahre bei Freiberg als R.
häufig an Schafgarbe, darunter subfulvata Hw. und
oxydata Tr. (E. Lange). — E. scabiosata Bkh. Bei
Freiberg nicht selten die R. an Blüten von Hypericum,
Campanula, Linaria u. a. ım Juli, August (Lange), auf dem
Löbauer Berge am 26. VI. 1900 von Rost gef. — E. im-
mundata Z. Im Rabenauer Grunde am 11. V1. 1917 einen
F. gef. (E. Möbius). — E.isogrammaria H.S. Im Ostra-
gehege bei Dresden (an meiner Gartenlaube) die R. an
Clematis alljährlich in Mengen, im Jahre 1915 erzog ich u.
a. 2 Falter von ledergelber Farbe des ganzen Körpers und
der Flügel mit deutlicher Zeichnung, die ganz fremdartig
aussahen und deren Zugehörigkeit zu dieser Art nur durch
die Zucht festzustellen war. Herr Lange in Freiberg, dem
ich R. gab, zog auch einen solchen F. Derselbe verdient
einen Namen, er heiße ab. coriolutea mihi. (E. Möbius). —
E.tenuiata Hb. ab. niv eipicta Bstlbgr. 1921 auf dem
Valtenberge gef. (Graf). — E.innotata °Hufn. In Stah-
meln bei Leipzig wurden an Art. campestris L. am 18. IX.
1921 ca. 100 R.gef. (Reichert). Sehr häufig bei Dahlen (Lange),
in der Lausitz“ wurden die R. an Art. "vulgaris L. und ab-
synthium L. gef. (Köhler). — ab. fraxinata Crewe. Im
Ostragehege bei Dresden jedes Jahr im August einige F.
am Licht gef., deren R. wahrscheinlich auf Fraxinus oder
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 85
Crataegus lebten (E. Möbius). — E.dodoneata Gn. Am
Borsberg alle Jahre einige F. Ende April, Anfang Mai, an
Eichen sitzend gef., am Auer (24. V. 1922 häufig). (E. Möbius).
— E.exiguata Hb. Weitere Fundorte: Bei Dahlen die
R. häufig an Rhamnus frangula L., auch im Erzgebirge bei
Rechenberg im Rauschenbachtal (Lange), bei Plauen ı.V.
nicht selten (Schweitzer). — E.lanceata Hb. In den
Fichtenwaldungen des Erzgebirges bei Bienenmühle (30.
IV. 1922) nicht selten. —
Chloroclystis rectangulataLl.ab. subaerata
Hb. Selten, Tharandt 12. VI. 1912, Klotzsche (E. Möbius). In
der Lausitz fand Schütze die R. dieser Art Ende Mai 1905
zahlreich am Prunus padus L. zwischen zusammengesp.
Spitzenblättern. — E.chloerata Mab. In der Lausitz bei
Klix, Spreewiese und Guttau die R. zahlreich an Schlehen-
blüte (Schütze).
Collix sparsata Tr. Bei Weixdorf bei Dresden, wo
Lysimachia vulgaris L. ım schattigen Walde steht, die R.
in Anzahl gef., die P. müssen im Freien überwintert werden
(E. Möbius). Bei Dahlen und Freiberg mehrfach gef. (Lange).
In der Lausitz fand Schütze die R. häufig bei Rachlau an
Lys. vul. die unteren Blätter durchlöchernd. — Phiba-
lapterix polygrammata Bkh. BeiBlösa in der Lausitz
am 31. VIII. 1907 gef. (Severin) und am 24. VIII. 1903 am
Kottmar geködert. —
Neetchanmarmelanarıa L3V Bei (Rathen Inder
Sächs. Schweiz im Juli 1914 2 F. gef. (E. Möbius). Auf dem
Reitzenhainer Moor am 10. VII. 1920 (Dr. Trübsbach). In
der Lausitz 1900 bei Niederkunnersdorf (Lange), nördlich
von Lömischau am 10. VII. 1916 einen F. (Starke); bei
Bad Elster einmal gef. (Wagner).
Abraxas grossulariataLl. Das in der Fauna 1905
behauptete, überall häufige Vorkommen muß wenigstens
für die Dresdner Gegend wesentlich eingeschränkt werden,
hier wurde die Art in den letzten Jahren nur selten gef.
— ab.lutea Ckll. Aus bei Langenau an Schlehe gef. R.
erzog Reiche-Freiberg eine Anzahl F. von dicht orange-
gelber Färbung. — A. sylvata Sc. Auch im oberen
Elster- und Kemnitztale des Vogtlandes nicht häufig vor-
kommend (Schweitzer) — ab. pantarioides Spitz. Im
Rabenauer Grunde fing Lange 1920 und 1921 eine Anzahl
F. dieser Form mit stark reduzierter Zeichnung. 1Q von
da besitzt oben ganz braune Vfl, Hfl normal (Otto). —
86 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
A.marginata L.ab.pollutaria Hb. und ab.nigro-
fasciaria Schoyen bei Freiberg oft gef. (Lange). — A.
adustata Schiff. ab. suffusa Tutt. Bei Weinhöhla
ein Stück gef. (Lange).
Deilinia pusaria L.ab. ablataria Fuchs (Jhrb.
Nassau LII S. 144). Bei Leipzig je ein Stück mit ver-
schwindenden und eins mit ganz erloschenen Querstreifen
(Reichert). — Bei Freiberg fing Lange einen F. mit blei-
farbigem Glanze.
Numeria pulveraria L. Im oberen Muldentale bei
Bienenmühle häufig, 2 F. ohne Mittelbinde wurden von
dort erzogen (Lange); bei Plauen ı. V. ziemlich selten.
Ennomos fuscantaria Hw. Bei Dresden im Ostra-
gehege alljährlich einzeln an Eschen gef., auch am Licht
(E. Möbius), in Loschwitz und Strehlen fing ihn Dr. Walther.
In Mulda i. E- fand Lange 1 ©. Bei Plauen ı. V. 1Q von
Dressel gef.
Selenia lunaria Schiff. Bei Plauen ı. V: nicht häufig,
g. aest. delunaria Hb. selten.
Therapis evonymaria Schiff. Im Saubachtale bei
Dresden werden die R. jedes Jahr im Mai gef., F.im August,
selten die veilbraune, dunkele ab. fuscarıa W. darunter
(E. Möbiıus); bei Plauen ı. V. sehr selten (Schweitzer).
Gonedontissbpidentaga Cl-abinie va Proue Irg!
am 10.V.1915 ın Grüna bei Chemnitz gef. (R. Möbius).
Crogallıs elaneuarıa Ja ab’ pisearkentus je
weitere F. dieser Art fing Abel am 15. VIII. 1908 bei Carls-
teld: 21. Ba (lat) Ent Z117S.249) und erlernen Falegder
Zwickauer Mulde bei Bockau 1906 und 1909 (Korresp.-Blatt
Iris 1910 No. V), auch in Plauen gef. (Iris XXVII, T.IV Fig.11).
Dr. Walther zog die Form aus einer R. von Bad Elster 1922.
Angerona prunarial. Im Öberholz bei Leipzig
wurde am 16. VI. 1901 1 © mit gemischter männlicher
Färbung gef.
Hibernia defoliariıa Cl. ab.obscura Helfer (mit
breiten dunkeln Binden der Vfl). Vereinzelt, Dresden, Lößnitz,
Saubachtal und anderwärts. — ab. brunnescens kbl.
(obsceurata Stgr.). (Rotbraun mit deutl. Querstreifen). Bei
Leipzig, Dresden usw. — ab. holmgreni Lampa. (Rot-
braun mit verloschener Zeichnung). Bei Dresden (Wilder
Mann, Loschwitz, Pillnitz) und anderwärts.
Anisopterix aceraria Schiff. In Ammelshain bei
Leipzig am 5. XI. 1905 häufig (E. Müller), am Borsberg am
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 87
7. X1. 1916 26 g' gef. (E. Möbius), in Bautzen mehrfach gef.
(Starke), bei Plauen i. V. selten (Schweitzer). — A. aescu-
laria Schiff. Einen Zwitter 1921 im Rabenauer Grunde gef.,
der infolge des Dimorphismus der Geschlechter sehr auf-
fallend ist: Die Fühler männlich, lang und pubeszierend
behaart, Abdomen weiblich mit deutlichem grauen Anal-
busch des ©, aber infolge Sterilität nicht so dick als bei
- normalem ©, die Fl verkrüppelt, rechts mehr ausgebildet,
halb so lang als bei normalem g' (E. Möbius).
Phigalia pedariaF. In Gautzsch bei Leipzig wurde
1904 ein ganz helles g' gef. (Patzschke) und in Chemnitz
ein schwarzes g' (Int. ent. Z. 9. J. No. 22). In Leipzig wurde
bereits am 13.1.1902 1 9’ gef. und in Dresden am 15.1.1921.
Biston hybr.pilzii Stis. Aus einer bei Leipzig gef.
R. schlüpfte 1905 1 @ (Patzschke). — B. zonaria Schiff.
In Auerbach einen F. von Dressel gef. — B.hirtaria Cl.
v.hannoviensis Heym. 1 9° bei Leipzig gef. (Reichert).
B.strataria Hufn. ab.terrarius W. Im April 1921 auf
dem Valtenberge gef. (Graf).
Amphidasis betularia L.ab. doubledayaria
Mill. In den letzten Jahren bei Leipzig immer häufiger aul-
tretend, 1916 fing Dr. Hörhammer 8 F. an einem Abend
am Licht, dabei kein Stück der Stammform. abinsu-
Farıas a M.>In Loschwitz am 13. V1:19217 1.8 am Bieht
(Dr. Walther).
Boarmia cinctaria Schiff. ab. consimilaria Dup.
Auch bei Plauen ı. V. unter der Stammform — ab. sub-
marmoraria Fuchs (pascuaria Huene). In Lindenau bei
Dresden am 6. VI. 1909 einen F. — ab. caminariata
Fuchs. Am. Auer bei Dresden am 25. V. 1913 19 E.
Möbius). — B.ribeata Cl. Im Rabenauer Grunde von
Winckler gef., bei Edle Krone und am Wilisch von E.
Möbius, in der Dresdner Heide am 24. VII. 1917 von Dr.
Walther. Bei Löbau zahlreich am Licht (Graf). — B.re-
pandata L.ab.nigricata Fuchs. In den letzten Jahren
zahlreich aus am Auer bei Dresden gef. R. erzogen. Auch
am Czerneboh und Löbauer Berge gel. (Köhler), bei Bienen-
mühle i. E. neuerdings auftretend (Lange), bei Elster (Dr.
Walther). — B. consortaria F. ab. humperti Hum.
In Weixdorf bei Dresden 1 g' am 8. VI. 1915 (E. Möbius),
Dresdner leider 1921” (Dr, Waltlıer). SB jubara
Thubg. Im Vogtlande einmal am Kemmiler gef. (Preuß). -
L. bistortata G. Neben dem in der Fauna genannten
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausgegeben ‚m Entomol« chen Verein VI
Iris zu Dresden. Jahrgang 1922.
88 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
Vorkommen in Meißen und Chemnitz will Köhler am 15. VI.
1906 am Valtenberge 4 Stück gef. haben. Bez. dieser Art
herrscht noch große Unklarheit, selbst in den einschlägigen
Nachschlagewerken. B. crepuscularıa und ıhre Formen ver-
dienen erhöhte Aufmerksamkeit der Züchter. — B. punc-
tularıar Hb. ab obseurarra,b. Inder) Eöpnizche
Dresden 1 g' am 18. V. 1917 (E. Möbius).
Pachycnemia hippocastanaria Hb. Am Bienitz
bei Leipzig 1 g' am 29. VII. 1906 (E. Müller), bei Dorn-
reichenbach ziemlich häufig (E. Lange), ebenso in Heide-
gegenden des Vogtlandes. Von bei Coswig im September
gef. R. schlüpfte ein F. am 26. X. (E. Möbius).
Gnophos furvata F. Bei Meißen 1903 und 1908 je
ein Beet. (Zeidlen) G.obseuraria Hb.ab.atrata
Linst. Unter der Stammform, in der Lößnitz, bei Meißen (E.
Möbius). — G. pullata Tr. Rabenauer Grund 30. VI. 1922
ein g' gef. (E. Möbius). — G. glaucinaria Hb. Wurde
neuerdings ın der Sächs. Schweiz an Felsen gef. Zschirn-
stein (Winckler), Polenztal 18. VIII. 1907 und 8. VIII. 1921
(E. Möbius). Es ist eine kleine (20 mm Exp.), zart gezeich-
nete Rasse, s. Korresp.-Blatt Iris 1910 No. I. —
Frdomia fascırolarıa Rott. In der -Lößnizrber
Dresden einige Jahre (1906—09) Mitte Juli in größerer Zahl
gef. (jetzt wieder verschwunden durch Kultivierung des
Gebietes). Der F. in Tagfalterstellung an Artemisia cam-
pestris:Zweigen sitzend, die grünen R. ausgestreckt an den
Zweigspitzen dieser Pflanze (E. Möbius).
Ematurga atomaria L.ab.ustaria Fuchs. Nach
Buchs in? Stett-sent. Z. 190175 1134=gehören (dıezmeistrzu
unicoloria Stgr. gerechneten F. zu dieser Form.
Bupalus pimtariuss ab mer learıuszbacku:
Das bei Großsteinberg bei Grimma gef., in der Fauna T.Il
Fig. 7 abgebildete 9' gehört dieser Form an. Ein 2. solches
g' fing Reichert in Leipzig am 19. VI. 1893 am Licht. Auch
bei Dahlen und bei Plauen 1.V. gef. (Iris XXVI, T. IV Fig. 10)
— ab. flavescens B.W. Ist meist häufiger als die weiß
gefleckte Nominatform. — ab. @ fuscantaria Kr. Bei
Coswig, Weinböhla, Dahlen, Lengenfeld ı. V. gef. — Lange
fand manche Jahre die P. zu Tausenden in der Dahlener
Heide unter Moos, davon schlüpften noch folgende aberr.
Stücke: 'ab g' kofleri Dzurz., ab. a’ "dziurzyneku
Koller, \ab. Sg" tristis Däurz, ab. Ofunieolora Ser,
ferner ein ganz schwarzes g' und ein solches mit einigen
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 89
weißlichen Flecken, mehrere g' und © sind auf der Hfluseite
dunkelbraun, mit weißem Strahl in der Mitte, letzterer fehlt
bei einigen Stücken. Ein Zwitter, links © ab. fuscantaria
Kr., rechts 9' ab. flavescens B. W., wurde auch erzogen.
Thamnonoma wauariaLl.ab.fuscaria Thnbg.
In Leipzig am 23. VI. 1915 ein g' am Licht (Reichert).
Phasiane petrariaHb. Weitere Fundorte: Dahlen,
Döbeln und Freiberg.
Aspilates gilvaria F. In Plauen i. V. einmal von
Torge aus einer an Besenginster bei Weischlitz geklopften
R. erzogen (Schweitzer).
Nola cucullatellaL.ab.fuliginalis Stph. Bei Leipzig
1917 gef. (Wille). — N.strigula Schiff. In Kreischa bei
Dresden am 20. VI. 1907 ein F. (E. Möbius) in Lömischau
in der Lausitz 1 © am 7. V1l..1912 (Schütze). — ab. mo-
nachalıis Hw. In Leipzig bei Groß-Steinberg 1 © gef.
(Süßespeck). — N. centonalis Hb. In Leipzig am 11. VI.
1914 am Licht (Reichert). In Klotzsche bei Dresden am
11. VII. 1912 auf einer Moorwiese nach Sonnenuntergang
16 Stück gef. (Flug nach Art der Crambiden), auch die
folgenden Jahre daselbst. Eizucht sehr leicht, dabei schlüpften
auch eine Anzahl zeichnungslose v. atomosa Br. (E.
Möbius). Bei Dornreichenbach auf der Heide nicht selten
(E. Lange).
Eiyplophularprasinana,.l. ab. rubrosteisata
bl. Das ın der Fauna auf T. II Fig. 2 abgebildete g! ge-
hört dieser Form an, ein fast gleiches g' am 30. Vl. 1905
in Coswig bei Dresden gef. (E. Möbius).
Syntomis phegea L.ab, fenestrata Ramme
(Int. ent. Z. Guben 5 J. No.15). Aus Döbeln beschrieben,
wohl auch anderwärts vorkommend.
Spilosoma menthastri Esp. ab. krieghoffi
Pabst mit lehmgelber Beschuppung auf dem Valtenberge
1920 von Graf gef.
Parasemia plantaginis L. Neben hospita
Schiff. und matronalis Frr. wurden noch folg. Formen
festgestellt: ab. nigrociliata Sch. Dresdner Heide, Geising,
Johanngeorgenstadt. ab. elegans Raetz Lengenfeld
1. V., Johanngeorgenstadt — ab. bicolor Raetz Klotzsche,
Johanngeorgenstadt. — ab. lutea obsoleta TI. und ab.
subalpina Sch. Johanngeorgenstadt. Aberrative F. wurden
von Hirsch in Plauen i. V. erzogen: Iris XXVII T. IV Fig.
l4a undb.
90 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
Diaerısıar sanıe PFrabiunıtormasspbert dem
Lengenfeld ı. V. gef. (E. Möbius).
Aretinıa caesanea Göze Auch beeblauenar\V.
sehr selten vorkommend (Schweitzer).
Arctia caja_L. In der Umgebung von Schkeuditz
bei Leipzig wurden 1905 3 melanistische F. gef. (s. Nach-
trag zur 3. Aufl. d. Leipziger Fauna, S. 16). 1913 wurden
mehrere F. erzogen, bei denen die weißen Binden der Vfl
schmutzigbraun sind, die Hfl statt rot schokoladenbraun
(Bernert). 1921 wurden einige F. erzogen, bei denen die Vil
nur einige weiße Streifen zeigen, auf den Hfl nur ganz
schwacher roter Saum am Innenwinkel (Dr. Hörhammer).
Ein fast weißer F. aus Dresden aus Col. Wiskott ist in
Oberthür, Etudes de Lepid. comp. Fasc. VI Pl.114 No. 1017
abgebildet. — ab. flava Aig. Aus einer bei Bautzen get.
R. erzog Köhler 1903 einen F. mit gelbem Hinterleib und
Hfl.; auch bei Plauen ı. V. wurde dieselbe gef. (Schweitzer).
(Starke erhielt aus einer R. 2 Fliegenmaden, trotzdem ver-
puppte sie sich und ergab ein gut entwickeltes ©). — A.
aulica L. In Niederkunnersdorf in der Lausitz fingen
Starke und Glathe 1904—08 den F. in Mehrzahl. — ab.
radiata Rbl. und ab.infernalis Schultz wurden 1914
in Leipzig erzogen (F. Müller). — A.hebe L. In Störm-
thal bei Leipzig wurden im März 1904 4 R. gef. (Klötzsch),
1 © im Juni d. J. in Holzhausen (Janke), in Bautzen 1904
I’@tvonsStarkenger
Callimorpha dominula L.ab. lutescens Obth.
Aus R. aus der Umgebung von Glauchau und Dresden
mehrfach erzogen — ab. paucimacula Schultz fand
Graf am Löbauer Berg. — C. quadripunctaria Poda.
Wurde auch im Vogtlande bei Burgk und im unteren Elster-
tal gef. (Schweitzer).
Coscinia striata L. Das Vorkommen bei Brandis
(S. 213 der 'Eauna 1905) ıst nach! Angaberdes Lienm
Reichert zu streichen. Dagegen fand Detzner den F. ım Juni
häufig in der Herrenheide bei Zeithain; auch im Raben-
steiner Wald bei Chemnitz von Henker gef.
Hipocrıta 'jacobaeae'e. In Zitzschewierehbet
Dresden fing Neubert einen Falter, bei dem die rote Farbe
durch Orange ersetzt war.
Deiopeia pulchellaL. Zu’den in der’Raunarge-
nannten Funden ist noch hinzuzufügen nach Katters E.N.
1878 S. 252: 1875 und 1878 je einmal bei Dresden gef.
E. Möbius. Nachtrag zur Groß-Schmetterlings-Fauna Sachsens. 91
Cybosia mesomellaLl.ab. flava Preiss. Die gelbe
Form ist bei Dresden ebenso häufig als die Nominatform.
Comacla senex Hb. Bei Bautzen findet ' Starke
zwischen Schilfrohr eines Wiesentümpels R., P. und F.
manchmal zahlreich.
Zeaenatachilleae Esp. ab. vieide Elb: Ver-
einzelt unter der Art: Dohna 13. VII. 1906, Weinböhla 25.
VI. 1917 (E. Möbius) — ab. confluens Dz. Selten, Wein-
böhla am 1. VII. 1904 einmal. — (Z.cynarae Esp. Nach
Speyer soll diese Art bei Dresden vorkommen, was sicher
auf lerkumsberuht), — Z.trıfolii Esp. ab. glyeirrieae
Hb. Nicht selten unter der Stammform: Klotzsche, Lausa,
Dippelsdorf, Weinböhla, Spechtshausen. — ab. lutescens
Cock. Im Juli 1918 fing Riedel ein frisches Stück bei
Oppelsdorf in der Lausitz (jetzt in Col. Philipps-Köln) —
Z. filipendulae L. ab. confluens Obth. In Pulsjitz
bei Ostrau fing am 25. VII. 1914 Lange 2 Zygaenen: Von
der Flügelwurzel erstreckt sich auf den Vfl bis über die
Mitte ein fächerförmiger roter Streifen (ähnlich wie bei
purpuralis Br.), dicht beschuppt. Fleck 5 und 6 sind vor-
handen, der 5. durch rote Brücke mit dem Wurzelstreifen ver-
bunden. — ab. flava Robs. Bei Plauen einen F. von Wagner
er us X AV IV Eis, 15), —Z, ephualtes EzsDie
typische Form fand Lange früher bei Dahlen nicht selten. —
Acanthopsyche opacella H.S. Weitere Fund-
orte der Lausitz: Rotstein bei Löbau, Valtenberg.
Pachytelia villosella ©. Bei Ammelshain (Leipzig)
fand Brückner am 18. VI. 1905 einen @ Sack, der im Juli
schlüpfte.
Phalacropterix graslinella B. Weitere Fund-
orte in der Lausitz: In Lömischau fand Schütze 2 Säcke
am 18. VI. 1899 an Calluna.
Bacotia sepium Spr. In Bautzen fand Schütze die
Säcke an alten Linden der Dresdner Straße, bei Oberuhna
zahlreich an Eichenstämmen (Dr. Trautmann).
Trochilium melanocephala Dalm. In Plauen ı.V.
einmal gef. (Funke).
Sciopteron tabaniformis Rott. In Altenbach bei
Leipzig fing Reichert am 20. IV. 1914 1 Q@ an eine Pappel
anfliegend. Im Östragehege bei Dresden ein großes ©
(30 mm Exp.) am Stamme einer Roßkastanie (E. Möbius).
— v.rhingiaeformis Hb. Nach Speyer bei Leipzig als
große Seltenheit, in 30 Jahren nur zweimal gef.
gel
92 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
Sesia scoliaeformis Bkh. In Lindenthal bei Leipzig
amı 9. IV. 1905 2R. gef., davon ein F. erzogen und am 27.
V.,1906 ein F. bei Ammelshain (Abel). Aus einer Straßen-
birke beı Guttau in der Lausitz schnitt Starke 22 P. heraus
und fand später noch 3 Puppenhülsen am selben Baume.
(Schütze fügt noch spaßhaft hinzu: Teilnehmenden Freunden
zur Nachricht, daß die Birken jetzt samt und sonders aus-
gerodet und durch Obstbäume ersetzt sind). — S. cephi-
{ormis ©. Ueber das ‚Vorkommen in der Lausitz be-
richtet eingehend Schütze in Iris XXXI S. 117—121 und
beschreibt daselbst eine ab. fumosa nach einigen ge-
zogenen F., deren R. Adler auf dem Mönchswalde get.
hatte. Wurde auch bei Mehltheuer i. V. gef. (Schweitzer).
— (S. flaviventris Stgr. Nach dem Stgr.-Rbl.-Katalog
1901 soll diese Art ın Sachsen vorkommen, dies beruht
aufelretum s. Schütze nnPEnt, Z2 Guben RX] S-216), —
S.formicaeformis Esp. Am Luppendamm bei Hä-
nichen (Leipzig) wurden die R. ın Holzkröpfen (Pestalozzıa
congrogena lemme) schmalblättriger Weiden am 16.V.
1921 in Anzahl gef. (Reichert, Dr. Rey). In der Lausitz fand
Schütze die R. ın Phytopten-Gallen von Salıx fragilis L.
(Iris XXXI S. 121), den F. regelmäßig an Korbweiden am
Teichdamm bei Malschwitz. Wurde auch bei Plauen 1. V.
gef. — S.ichneumoniformis F. Weitere Fundorte:
Albrechtshain (Leipzig) 1 Q am 30. VII. 1905 im Ketscher
(Reichert), bei Weinböhla 1 9' am 25. VI. 1917 (E. Möbius)
bei Quoos in der Lausitz 1 © am 15. VII. 1912 (Starke):
Zeuzera pyrına E.. In Fepzis haufis>an den
Eschen der Stötteritzer Straße, es wurden nur © gef.
Blepsalus- he etarl. Ein 2schwarzbraunese 7 .ime
Riedel im Juni 1918 bei Oppelsdorf. In Rechenberg ı. E.
wurden am 13. VII. 1921 zwei g' mit Silberdreiecken am
Hinterrand der Hfl von Lange gef.
Corrigenda im Mitgliederverzeichnis.
Orden te vehterNiitekterdese:
Wehrli, Dr. med., Augenarzt. 23 Claragraben, Basel.
Schrittenaustausch”
Entomological Society of London,
41 Queens-Gate, S. Kensington, London SW.
Neuaufnahmen s. Vereinsnachrichten.
M. Hering. Solenobia banatica m., eine neue palaearktische Psychide. 93
Solenobia banatica m.,
eine neue palaearktische Psychide.
Von Dr. Mart. Hering, Zoolog. Museum Berlin.
Mitte Mai 1922 wurden vom Verfasser bei Herkulesbad
im Banat an steilen, der brennenden Sonne ausgesetzten
Felsenwänden am Domogled, ganz in der Nähe des „Weißen
Kreuzes“ eine Anzahl Säcke einer Solenobia-Art ge-
funden, die nicht ganz den ihm bekannten Säcken der
palaearktischen Arten glichen. Einige derselben hatten sich
bereits zur Verwandlung festgesponnen, einige liefen noch
eine Zeitlang im Zuchtglase umher. Am 19. Mai schlüpfte be-
reits ein Falter, der sich durch sein abweichendes Aeußeres
sogleich als neue Art kenntlich machte und dessen Be-
schreibung hier folgen soll.
Solenobia banatica Mart. Hering.
Gehört in die Inconspicuella-Gruppe. Fühlerlänge 2,5 mm.
Die Grundfarbe der Vfl, Kopfbehaarung und die des Ab-
domens hell strohgelb, viel heller als bei allen anderen
Solenobia- Arten, Fl etwas dichter bestäubt. Die dunkle
Gitterung der Vfl schwärzlich, ganz scharf, am dichtesten
ın der Nähe der Wurzel, nach der Mitte zu weitmaschiger
werdend, am Rande am stärksten ausgeprägt, besonders
vor dem Apex und am Saum einige starke schwärzliche
Fleckchen. Etwa über der Mitte der Diskoidalquerader
an der Kosta ein 1 mın breiter gelber Streifen ohne schwarze
Bestäubung. Vorderrand kaum eingedrückt, Saum sehr
schräg. Hfl schwarzgrau, die Fransen strohgelb, mit wenig
dunklerer Teilungslinie. m, und m, sind auf dem linken Fl
lang gestielt, auf dem rechten entspringen sie aus einem
Punkte. Alle Fl mit starkem seidigen Glanze. Useite
schwärzlichgrau, die Fransen der Vfl vor der Teilungslinie
strohgelb. Der Sack ist 5—6 mm lang und sehr ähnlich dem
von S. inconspicuella Stt., gerstenkornförmig, mit 3
ziemlich scharfen Kanten, tiefschwarz, mit sehr feinen
Körnchen bekleidet. Ob die daselbst auch vorkommenden
hellgrauen Säcke zu derselben Art gehörten, vermochte
ich nicht zu entscheiden. Die Raupen fraßen von kleinen
an den Felsen wachsenden Flechten. Flspannung: 10 mm,
94 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922,
Länge des Vfl 4,5 mm, Länge des Körpers 3 mm. Patria:
Rumänien, Herculesbad, ca. 500 m Höhe. Typus: 1 gi,
überwiesen dem Zoolog. Museum Berlin.
. Die neue Art unterscheidet sich von allen bekannten
Arten durch das helle Strohgelb der Vfl, durch die sehr
deutliche Gitterung, die sich so scharf bei keiner andern
Art der Gattung findet und durch die geringe Größe. Es
ist die kleinste palaearktische Solenobia-Art. Das © ist nicht
bekannt.
Nachtrag zur Fauna von Rumänien.
Von Fürst Aristide Caradja, Bukarest.
Als neu für das alte Königreich Rumänien sind zu nennen:
1. Stegania trimaculata Vill. var. cognatariald.
Die Stammform war hier in Grumazesti Anfang August
1922 als 2. Gen. recht häufig; das Tier kam in Mehrzahl
ans Licht, darunter auch zwei dunkel beschuppte Exem-
plare, typische var. cognatarıaLd. Diese dunkle Form
. wurde ganz zu gleicher Zeit auch in Hessen von Dr. A. Seitz
und Karl Dietze beobachtet, laut brieflicher Mitteilung des
letztgenannten Herrn.
2. Eupithecia schiefereri Bohatsch. Alsich am
14. Juli 1921 den Roterturm-Paß in der Abenddämmerung
im Automobil passierte, bemerkte ich oberhalb des nun-
mehr verödeten kleinen Klosters Cornet etliche Pflanzen
von Silene nemoralis an den felsigen Halden stehen. Ich
pllückte mir einen kleinen Strauß davon zusammen und
hatte am nächsten Morgen die Freude, an den Stengeln
il ausgewachsene Raupen von Eup. schiefereri vorzufinden.
Es waren alle mattgefärbte Stücke, graugelblich bis hell
bräunlich mit dunkleren Rückenzeichnungen, genau so wie
sie rechts oben auf Tafel 14 der Biologie der Eupithecien
von Karl Dietze wundervoll abgebildet sind.
3.Eupithecia selinataHS. Als ich im September
1921 speziell darnach Umschau hielt, fand ich die Raupen
dieser Art in Anzahl auf Heracleum sphondylium am
Waldesrand in Grumazesti. Sie sind hier kaum seltener
als trisignaria HS., doch meist schon ausgewachsen, wann
letztere noch als junges Räupchen an gleicher Stelle und
Pflanze anzutreffen ist. Ende September und Anfang
Oktober findet man dann nur noch trisignaria.
Grumazesti, 24. August 1922.
Bücherbesprechungen. 95
Bücherbesprechungen.
Wolff, Dr. M. und Krauße, Dr. A., Die forstlichen Lepidopteren.
Systematische und biologische Uebersicht sämtlicher schädlichen und
der harmlosen Arten des deutschen Sprachgebietes. Jena, Gustav Fischer,
1922. VII und 337 S. Gr. 8. Preis 100 M. Geb. 125 M.
Ein gediegenes, außerordentlich inhaltsreiches Werk, das nicht nur den
Forstzoologen, sondern allen Entomologen auf das wärmste empfohlen werden
kann. Selbst für die Spezialisten ist es ein vortreffliches Nachschlagewerk
und wirkt dadurch anregend, daß es überall auf die vielfachen noch aus-
zufüllenden Lücken unserer Kenntnis in der Lebensweise der Lepidopteren
hinweist.
Der Inhalt gliedert sich in 3 Teile: I. Allgemeines über Lepidopteren
(1. System; 2. Morphologie, Entwicklungsgeschichte, Physiologie; 3. Ver-
zeichnis der Autoren; 4. Literatur; 5. Die biologische Formel). II. Die
forstlichen Lepidopteren. 1. Systematisch-biologische Uebersicht über sämt-
liche forstliche Lepidopteren. Es werden 480 Arten angeführt unter Angabe
der wichtigsten biologischen Verhältnisse. 2. (S. 90—237) Ausführliche
Biologien in monographisch-abgerundeter Darstellung der 54 forstlich
wichtigsten Arten. Hieran schließt sich als Anhang (S. 238—255) eine Auf-
zählung von 937 bisher in der forstentomologischen Literatur nicht berück-
sichtigten Arten, die auf Forstgehölzen und wichtigeren Waldkräutern leben;
die Wirtspflanzen sind für jede Art angegeben. 3. Lepidopterologisch-
botanische Tabellen (S. 256—304). In denselben wird von den Stand-
pflanzen ausgegangen und bei jeder werden, nach den Organen geordnet,
die Bewohner aufgezählt. Iil. Der botanische Anhang gibt ein Verzeichnis
der wichtigsten Forstgehölze und Waldkräuter sowie eine Zusammenstellung
der botanischen Literatur über Forstgewächse. Besonders‘ wertvoll ist
endlich ein zoologischer Literatur-Anhang, in welchem nicht nur die wich-
tigsten allgemein-zoologischen und entomologischen Bücher (insbesondere
auch die Bibliographie), sondern auch speziell die forstentomologische
Literatur sowie Zeitschriften aufgezählt werden. Dr. A. Petry.
Krancher, Prof. Dr. O., Erlebtes und Erprobtes aus dem Gebiete
der praktischen Entomologie. Verl. Alfred Kernen, Stuttgart 1922
(157 Seiten). Preis 80 M.
In launigem, an W. Marshall erinnernden Erzählerton, wird der Leser
in die entomologische Sammeltechnik, besonders in die bei Schmetterlingen,
eingeführt, indem er einen erfahrenen Sammler gleichsam im Geiste in
seiner Arbeitsstätte belauscht und auf seinen Exkursionen begleitet, wobei
die bildliche Ausstattung des Buches (16 Kopfleisten und 60 Textfiguren)
seiner Phantasie zu Hilfe kommt. Möge die in so ansprechender Form
gebotene Anregung und Belehrung der entomologischen Wissenschaft mehr
neue Jünger als Sportsammler zuführen. K.M.H.
96 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922,
Hans Fruhstorfer F.
Es erschiene mir als eine unverzeihliche historische
Lücke, wenn der zu früh dahingegangene Hans Fruh-
storfer nicht einige würdigende Worte des Nachrufes
gerade in den Spalten der Iris fände, in denen sein
Name so oft zu lesen und wo er so oft als frucht-
barster Autor zu Worte gekommen ist. Ein über länger
als 30 Jahre sich erstreckender, reger wissenschaftlicher
und nicht minder warmer freundschaftlicher Verkehr
machen mir die Ausfüllung dieser Lücke zur Pflicht,
obwohl ich gestehen muß, daß es mir schwer fällt
für diesen Nekrolog passende, gleichwertige Worte
zu finden, welche einigermaßen der entomologischen
Größe, dem wissenschaftlichen Verdienste und der
Eigenart des Verstorbenen gleichkämen. Die Not der
Zeit zwingt mich in äußerster Kürze nur das Wichtigste
zu sagen, während ich gerne eine ausführliche Bio-
graphie schreiben möchte, dürfte ich dem Zuge meines
Herzens folgen. Frubstorfer erlag in der Nacht vom
7. zum 8. April laufenden Jahres in der Heilanstalt Neu-
Wittelsbach bei München hach mehrfacher Operation
einem tückischen Krebsleiden des Darmes. Bei einer
seiner an Entbehrungen und Schädigungen reichen
Tropenreisen (1901 ım Inneren Sıams am Meklong)
hat er sich eine schwere Dysenterieinfektion zuge-
zogen, welche später niemals völlig zur Ausheilung
kam und offenbar die Eingangspforte schuf, auf welcher
die uns noch unbekannten Erreger des Krebses ein-
gedrungen sind. Er fand am 11. April seine letzte
Ruhestätte auf dem Moosacher Friedhofe bei München
in bayerischer Erde, war er doch in jeder Beziehung
trotz seiner Naturalisation als Schweizer und seiner
internationalen Bildung und polyglotten Begabung ein
durchaus echter Sohn unseres geliebten Bayernlandes.
Nur wenige Leidtragende konnten ihm das letzte Ge-
leite geben, denn er hatte seine Krankheit sowie deren
leicht zu erkennenden tragischen Ausgang selbst seinen
nächsten Freunden verheimlicht, wohl weil er, der
Hans Fruhstorfer +. 97
allezeit rüstige, energische und kraftvolle Mann bedauerndes
Mitleid nicht ertragen konnte und weil es vielleicht zum
Schicksale des wahren Genies gehört, die im Leben geliebte
Einsamkeit auch im Sterben auszukosten. Als wir wenige
Tage vor Weihnachten 1921 erfüllt von Plänen für eine
arbeitsreiche, bessere Zukunft am Waldesrande in Puchheim
Abschied nahmen, ahnte keiner von uns beiden, daß es der
letzte Abschied, der für immer war. Noch heute, obwohl seit
seinem Tode gut ein halbes Jahr ins Land gegangen ist,
vergeht mir kein Tag, an dem ich bei meinen entomolo-
gischen Arbeiten seiner nicht bewundernd oder kritisch
gedenke, ihn nenne, sein Wissen und seinen Rat schwer
vermisse und seinen Verlust schmerzlich bedauere. Mit dem
oben gebrauchten Worte Genie ist eigentlich alles über
Fruhstorfer gesagt, er war ein ausschließlich entomolo-
gisches, systematisches Genie, wie mir vor ihm keines be-
kannt ist und wie auch wohl nach ihm so bald keines
erscheinen wird. Die älteren Autoren wie Cramer, He-
witson, Felder und andere haben ebenfalls Centurien von
neuen Schmetterlingen beschrieben, aber sie handelten aus
rein ästhetischen und sportlichen Antrieben, ihren Werken
mangelt jeder wissenschaftliche Zusammenhang und Be-
gründung, wie er immer bei Fruhstorfer's Arbeiten im
Vordergrunde zu finden ist. Sein Vorgänger und leuchten-
des Vorbild war Dr. O. Staudinger, der das ganz gleiche
Arbeitsfeld bebaute, und seine Mitarbeiter waren de Nice-
ville, Rothschild und Dr. Jordan.
Aus kleinsten bürgerlichen Verhältnissen stammend, am
7. März 1866 in Passau als Sohn eines biederen Schneider-
meisters geboren, wurde er von diesem nach Besuch nur
niederer Schulen zum Handelsstande bestimmt. Wie die
meisten, welche später in den Naturwissenschaften Großes
leisten, war er schon in frühester Jugend Naturfreund und
Sammler und mußte manche leidvolle Stunde erleben, wenn
ihm seine Zuchten und Sammlungen von väterlicher Hand
rauh zerstört und an ihrer Stelle das Studium des mittel-
alterlichen Katechismus befohlen wurde. Sein sehr früh
zur Geltung kommendes, großes kaufmännisches Talent
ermöglichte ihm durch An- und Verkauf einer Kupferstich-
sammlung die Flucht aus den engen Verhältnissen und die
Uebersiedlung nach Berlin, wo er in einer Naturalien-
handlung (Linnaea) Anstellung fand. Damit war Oel ins
Feuer gegossen, denn dort wurde er mit den Reizen der
98 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
farbenprächtigen Exoten bekannt, die ıhn rasch so. stark
ergriffen, daß er sein ganzes Hab und Gut veräußerte, um
1888 eine Sammelreise nach Brasilien antreten zu können,
zu welcher ihm der bekannte Stettiner Entomologe Dr.
Dohrn, ich weıß nicht, ob Vater oder Sohn, einen Reise-
zuschuß wohl für zu liefernde Coleopteren gab. Er hat
mir später oft lachend erzählt, wie er damals jeden Feder-
‘halter und jedes Stück Fließpapier an seine Kollegen ver-
kaufte, um die Mittel zu dieser Reise zusammenzubringen.
Trotzdem besaß er bei Ankunft in Rio de Janeiro nur noch
volle 20 Mark, so daß er seinen Bestimmungsort, den Maat
St. Catharina, nur unter der Verkleidung eines landbebau-
enden Immigranten erreichen konnte, der von der Re-
gierung kostenlos befördert wurde. Immerhin gewann er
durch diese Reise eingehende Kenntnis der für den Exoten-
kenner so wichtigen Fauna Südamerikas, so daß er in spä-
teren Jahren mehrere schwierige Tagfaltergeschlechter jenes
Gebietes für das große Seitzsche Werk bearbeiten konnte,
welche Arbeiten ungemein günstig gegen jene der anderen
Autoren abstechen; ich empfand sie wie festen Felsgrund
in tiefem, umgebenden Moor. Auch das finanzielle Er-
gebnis muß ein günstiges gewesen sein, denn 1890 finden
wir ihn nach einem längeren Sammelaufenthalte auf Ceylon
völlig selbständig und jeder Kette frei auf Java tätig, wo
er länger als drei Jahre in allen Teilen der paradiesischen
Insel entomologisch sammelte. Er sagt von seiner Javazeit
wörtlich selbst, daß dort das Gelingen seiner am Anfange
so schweren Laufbahn als Sammler einsetzte und daß er
dort die schönsten Jahre seines Lebens, zugleich Jahre der
kräftigsten, tatendurstigsten Jugend verlebte. Wer das Juwel
Java kennt, wird ihm glauben. Jedenfalls wurde er der
beste Kenner der Fauna Javas, dem die Holländer, welche
die Insel nun volle drei Jahrhunderte besitzen und aus-
nützen, keinen gleichwertigen Namen entgegenstellen können,
erkannte als erster den großen Unterschied der Fauna des
regenreichen Westens der Insel von der des regenarmen
Ostens und beschrieb in der Folge eine große Zahl von
neuen Arten und Formen. Er hat seine Javasammlung als
Liebstes seines Besitzes immer apart gehalten, nicht mit
den anderen Indomalaien vereinigt und besaß eine rührende
Vorliebe für die Geschöpfe dieser Insel, welche er ver-
glichen miit ihren Artgenossen auf den anderen Inseln stets
für die schönsten, zierlichsten und farbenreichsten erklärte.
Hans Fruhstorfer +. 99
In vielen Fällen mag er mit dieser aus den Verhältnissen
geborenen Anschauung recht haben, was ihm aber nur
gründliche Kenner der Fauna des malaiischen Archipels
nachfühlen können und was sich nur schwer in Worten
ausdrücken läßt. Aus seiner Javazeit stammt auch unsere
erste Bekanntschaft, als wir ım Jahre 1891 Material von
Java und Sumatra austauschten. Er hat das von mir ge-
lieferte Sumatramaterial kritisch bearbeitet und manche
Sumatraform als distinkt befunden, so kommt es, daß viele
von mir zuerst gefangene und entdeckte Sumatrafalter seinen
Autornamen tragen. Obwohl ich ihm selbst einen neuen,
noch unbeschriebenen Papilio (iswaroides) überließ, fühle
ich deshalb heute keinen Neid, denn es war mir damals
als vielbeschäftigtem Arzte nicht möglich auf Sumatra ohne
jegliche Literatur solchen Studien zu obliegen, zudem ich
auch damals noch ein scharfer Gegner der geographischen,
mit Namen zu belegenden Formen war, die mir später in
Fruhstorfers Nachfolge so großen Genuß bereiten sollten.
Auf Java entdeckte er in nur einem einzigen Stücke eine
neue Elymniasart (gauroides), welche täuschend eine
Ideopsis kopiert, kein weiteres Exemplar wurde vor oder
nach ihm gefangen. Man kann annehmen, daß es sich damit
um eine aussterbende oder heute schon ausgestorbene Art
handelt, deren letztes Stück Fruhstorfer fing, wenn sich
das Tier nicht doch noch als ein enorm seltenes, dimorphes
Weib einer der bekannten Arten herausstellen sollte. Die
Verwertung des Javamaterials muß sehr günstig abgelaufen
sein, denn 1895/96 konnte Fruhstorfer eine weitere Sammel-
reise in den Archipel nach Celebes und zu den kleinen
Sundainseln, Bali und Lombok, ausführen, welche ihm aber-
mals reiches Material und vollen finanziellen Erfolg ein-
brachte. Besonders die hochaparten Falter von Celebes
waren vor seiner Reise in Deutschland fast unerhaltbar
und viele nur aus Abbildungen bekannt, nur die Firma
Staudinger besaß Reste der Ausbeute des verstorbenen
Dr. Platen. Auch auf Celebes erkannte er sofort den großen
Unterschied der Formen des Nordens und Südens der Insel,
da er wie Wallace an beiden Oertlichkeiten, Makassar
und Menado, sammelte und säumte nicht seine wertvolle
Entdeckung durch Beschreibungen und Benennungen fest-
zulegen. Auf Lombok hatte er das Glück mit dem Könige
aller Sammler, dem Amerikaner Doherty, zusammenzu-
treffen und eine Woche lang zusammenzuarbeiten. Die
100 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
bisher nicht genügend bekannte und gewürdigte Eigenart
der Fauna der kleinen Sundainseln, ein von Fruhstorfer
im Gegensatze zu den großen Sundainseln (Makromalayana)
Mikromalayana genanntes, scharf begrenztes Gebiet, wurde
durch seine Arbeit über die Falter Lomboks in das richtige
Licht gestellt und zum Gemeingute der Entomologen. Von
Berlin aus, wo er mit großem Erfolge eine Verkaufsfirma
für Exoten errichtete, erfolgten nun seine ersten systema-
tischen Arbeiten, die für seine späteren Leistungen, be-
sonders für das Seitzsche Werk grundlegend waren. Ich
hatte öfters Gelegenheit, mich persönlich von der Blüte
seines Geschäftes in der Turmstraße zu überzeugen und
es verging kein Sommer, in dem Fruhstorfer nicht zu
wissenschaftlichen Zwecken mein Gast in Dießen am
Ammersee war. Das waren schöne Zeiten und glückliche
Tage! Die meisten Sammler in tropischen Ländern haben
entweder ihre kühne, entbehrungsreiche und oft gefährliche
Tätigkeit schon unter den Palmen mit dem Leben bezahlt
oder konnten in Europa durch Händler betrogen nicht die
Früchte ihrer Arbeit in verdientem Maße ernten. Ganz
anders aber Fruhstorfer, der als seltene Ausnahme es
glänzend verstand, den Gewinn seiner Reisen selbst ein-
zuheimsen. Nicht lange aber duldete ihn seine Unter-
nehmungslust im Berliner Verkaufslokale und im Juni 1899
trat er eine neue, sich über nahezu drei Jahre erstreckende
Weltreise an, welche ihn über Amerika, die Südsee und
Japan nach China, Tonkin, Anam und Siam brachte, überall
sammelte er teilweise auf noch völlig unerforschtem Ge-
biete mit eisernem Fleiße und häufte ein Riesenmaterial
an Lepidopteren, Coleopteren, Orthopteren und Conchylien
an, das vielen Forschern auf Jahre Arbeitsstoff gewährte.
Leider aber erwarb er in Siam die oben schon erwähnte
gefährliche Infektion mit Dysenterie, welche seine kühnen,
weitgehenden Reisepläne vernichtete, und ihn zu einer vor-
zeitigen Heimkehr über Singapore, Rangoon, Darjıling und
Continental-Indien zwang. Die Schicksale dieser Reise hat
er in seinen ‚„lTagebuchblättern‘ (Sonderabdruck aus denı
entomologischen Wochenblatte „Insektenbörse‘“) in geist-
und auch humorvoller Weise beschrieben, ein leider sehr
seltenes Buch, das auch von Nichtfachleuten mit Genuß
gelesen werden kann. Aber die Ausbeute auch dieser Reise,
der letzten naturwissenschaftlichen, war groß, kostbar und
wertvoll. Er gab nun bald sein Geschäft in Berlin auf und
Hans Fruhstorfer +. 101
übersiedelte nach Genf, wo er am Ufer der Arve, hart an
der französischen Grenze, für sich und seine Sammlungen
eine stimmungsvolle Wohnstätte erbaute. In den nun
folgenden Jahren erschienen als Frucht des Studiuns seiner
Schätze außer zahllosen Neubeschreibungen in der Tages-
literatur seine wertvollsten entomologischen Arbeiten, Mo-
nographien über die Tagfaltergenera Taenaris, Cethosia,
Hebomoia, Elymnias, Mykalesis, Neptis, Athyma und andere
mehr, welche er später erfolgreich als Grundlage für den
Text des Seitzschen Werkes benützte. Als Mitarbeiter an
letzterem Standardwerke steht er neben Prof. Aurivillius
und Dr. Jordan sicher an erster Stelle. Wohl jeder, der
vor dem Erscheinen seiner Arbeiten Exoten bestimmen
mubte, ist sich des enormen durch Fruhstorfer gewonnenen
Fortschrittes voll und ganz bewußt. In den von ihm be-
handelten Gattungen ist auf lange Zeit ganze Arbeit getan.
Es lag ıhm vor allem daran, den viel zu weit ausgedehnten
Speziesbegriff nach Möglichkeit zu begrenzen und die er-
kannte Spezies in ihrer vollen geographischen und jahres-
zeitlichen Variationsbreite festzulegen. Das ist ihm im Texte
des Seitzschen Werkes, wo es überhaupt möglich war,
glänzend gelungen. Wenn dieser Text auch manche Fehler
und ärgerliche Flüchtigkeiten aufweist, so ist das weniger
die Schuld Fruhstorfers, sondern liegt in der Eile begründet,
mit welcher der Herausgeber in ahnungsvoller Voraussicht
arbeitete. Was vom Seitz heute glücklich fertig vorliegt,
wäre in jetziger Zeit mit keinen Mitteln der Welt zu schaffen,
nach dem Hingange Fruhstorfers weniger denn je. Er war
meines Wissens auch der erste in Deutschland, der den
anatomischen Befund der männlichen Genitalien zur Spezies-
diagnose der Tagfalter mit Erfolg benützte.
Seinem großen Vorgänger Dr. OÖ. Staudinger getreulich
nachfolgend, der ihm wohl mehr als Vorbild geleuchtet hat,
als er selbst zugeben wollte, den er aber an Scharfblick
übertraf, hat er- später auch Sammler in tropische Gebiete
ausgesandt, so ließ er auf der weltentlegenen Insel Engano,
in Westsumatra und durch Sauter auf Formosa sammeln.
Von letzterer Insel konnte er eine große Zahl neuer Formen
beschreiben und überflügelte damit die Japaner, welche
die indomalaische Fauna dieser Insel in ihre rein palae-
arktische einverleiben möchten.
Von Genf aus wandte sich Fruhstorfer auch den Palac-
arkten zu und ging hier wohl in der Aufstellung von neuen
102 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
Subspezies etwas zu weit, was ihm in den Spalten der
Iris gerechten aber strengen Tadel durch Prof. Courvoisier,
Basel r, einbrachte. Ich glaube persönlich, daß diese wohl-
berechtigte Kritik auf Fruhstorfer so störend wirkte, daß
er für einige Zeit die Arbeit an seinen geliebten Schmetter-
lingen aufgab und sich ausschließlich den Orthopteren zu-
wandte. Er hat mir das aber in mündlicher Aussprache
nie zugegeben. Auch auf diesem neuen Gebiete wirkte er
bahnbrechend und erwarb sich in kurzer Zeit staunens-
wertes Wissen. Leider durfte er das Erscheinen seines
großen Werkes über die Orthopteren der Schweiz nicht
mehr erleben. In seinem letzten Lebensjahre kehrte er
jedoch reumütig zu den Lepidopteren zurück und verdanken
wir dieser Umkehr einige wertvolle Kapitel über indo-
malaische Lycaeniden im Seitz, welche nach den Arbeiten
der Vorgänger wie Oasen in der Wüste empfunden werden.
Aus dem wenigen Mitgeteilten läßt sich leicht ersehen,
welche Riesensumme von Arbeit der Dahingegangene ge-
leistet hat; seine Arbeit muß aber als durchaus bahnbrechend
bezeichnet werden, was jeder Exotensammler, der vor und
nach Fruhstorfers Aera tätig war, gerne und vollauf be-
stätigen wird. Heute genügt in den meisten Fällen ein
kurzer Blick in das Seitzsche Werk, um einen exotischen
Tagfalter, dessen Vaterland bekannt ist, sofort mit Sicherheit
zu bestimmen, wenn — die betreffende Gattung durch
Fruhstorfer bearbeitet worden ist. Man darf dabei nicht
übersehen, daß Fruhstorfer ganz und gar Autodidakt war,
daß er als solcher einige Kenntnis der klassischen toten
und flüssigen Gebrauch von vier lebenden Sprachen erwarb
und auch in der Botanik in den späteren Jahren seines
Lebens bedeutendes Wissen besaß, wie das seine ‚lessiner
Wanderbilder‘', ebenfalls ein sehr lesenswertes Buch, deutlich
zeigen. Selbstverständlich mußte er bei seiner Arbeit man-
chen alten Zopf abschneiden, viele durch Jahre mitge-
schleppte Irrtümer ad absurdum führen, was ihm natürlich
manche Gegnerschaft einbrachte und so konnte es nicht
ausbleiben, daß der in jeder Beziehung großzügige Mann
eine sehr verschiedene, oft kleinliche Beurteilung fand, wie
das allen großen, bahnbrechenden Geistern beschieden ist.
Ich erinnere hier nur an die höchst ungleiche Schätzung,
die z. B. Richard Wagner gefunden hat. Solchen Männern
müssen gewisse störende, das Gesamtbild vielleicht trübende
Züge bei der Größe und dem Werte des von ihnen
Zugänge zur Bücherei, 103
Geschaffenen nachgesehen werden. Zu diesen störenden
Zügen gehört bei Fruhstorfer sicher seine Naturalisation
als Schweizer, gewisse durch seine Händlertätigkeit er-
worbene Umgangsformen, seine palaearktischen Subspezies,
auch im Genus Parnassius, und einige andere Kleinigkeiten,
aber de mortuis nil nisi bene und alle diese Mängel stellen
ein Federgewicht dar gegen seine wahren, wirklichen, nicht
weg zu leugnenden Verdienste.
Wer wie ich den hohen Genuß empfinden durfte, mit
dem Wissensreichen, allzeit Liebenswürdigen lange Abend-
stunden ın anregendstem wissenschaftlichen Gespräche zu
verbringen, wird ıhm ein seinen hohen |Qualitäten ent-
sprechendes Andenken bewahren, aber das festeste Mo-
nument, aere perennius, hat ersich selbst durch seine Arbeiten
gesetzt. Mit ıhm ist der weitaus beste Kenner von exotischen
Tagfaltern in Deutschland von uns gegangen und mir ist
niemand bekannt, der Genius, Kraft und Mittel besäße, ihn
ZUserseizen.
Puchheim bei München, im Oktober 1922.
Dr. L. Martin.
Zugänge zur Bücherei vom 1.X1.1921 bis 1. XI. 1922.
1. Eingänge durch Geschenke.
Heller, K. M., Curculioniden (Coleopt.) aus Französisch-Indochina (Deutsche
© Entom. Zeitschr. 1922).
Heller, K.M., New Philippine Coleoptera (Philippine Journal of Science
VolzI9INtT.-5).
Heller, K. M., Hugo Viehmeyer + (Naturw. Ges. Isis 1920/21).
Heller, K. M., Insecta ex Sibiria meridionali et Mongolia, in intiere Orjan
Olsen 1914 collecta II Curculionidae (Saertryk av Norsk Entomologisk
Tidsskrift 1921). (Geschenke des Verfassers.)
Hellweger, Die Großschmetterlinge Nordtirols, Brixen 1914.
Krancher, Erlebtes und Erprobtes aus dem Gebiete der praktischen
Entomologie.
Lederer, G., Handbuch für den praktischen Entomologen, Il. Bd. Tagfalter.
Schawerda, Zwölfter Nachtrag zur Lepidopterenfauna Bosniens und der
Herzegowina (Verh. zool. bot. Ges. Wien 1922).
Schawerda, Ussuriensia. Larentia Erichi spec. nov. (Zeitschr. d. Oester.
Entom. Vereines, Wien 1922 (Geschenke des Verfassers).
Snomalainen, E. W., Brot. meticulosa in Finnland. Zwei neue Argynnis-
Aberrationen (Meddelanden af Societes pro Fauna et Flora Fennica,
Helsinski 1919 (Geschenk des Herrn Marquardt).
Wolff und Krause, Die forstlichen Lepidopteren, Jena 1922.
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausgegeben vom Eutomologischen Verein Vi
Iris zu Dresden. Jahrgang 1922.
104 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
2. Eingänge durch Kauf und Tausch.
Janet, Considerations sur l’Etre Vivant, I. u. II. Teil, Beauvais 1920/21.
Cockerell, Some parasitic Megachilid Bees of the Western United States
(Americ. Mus. Novitates No. 21, 1921).
Cockerell, Western Bees obtained by ihe Americ. Mus. Expeditions (l. c.
No. 24, 1921).
Cockerell, The Epeoline Bees of the Americ. Mus. Rocky Mountain Ex-
peditions (l. c. No. 23, 1921).
Cockerell, A. Fossil Moth from Florissant, Colorado (l. c. No. 34, 1922).
Cockerell, Bees ofthe Genus Perdita fronı the Western States (l.c.No.33, 1922).
Cockerell, Two New Subgenera of North Americ. Bees (Il. c. 47, 1922).
Cockerell, Bees of the Genus Panurginus obtained by the Americ. Mus.
Rocky Mountain Expeditions (l. c. No. 36, 1922).
Kinsey, New Pacific Coast Cynipidae (Hymenoptera) (Bull. Am. Mus. Natur.
Hist. 1922).
Leng und Mutschler, The Lycidae, Lampyridae and Cantharidae of the
West Indies (l. c. 1922).
Leonardi, G., Monografia delle Cocciniglie Italiane, Portici 1920.
Krancher, Entomologisches Jahrbuch 1922.
Seitz, Exotica, Lief. 297— 314.
Sitzungsberichte und Vorträge aus dem Jahre 1919 des Entom. Vereins
Hamburg-Altona.
Wheeler, I. On the Distribution of de Ants of the Ethiopian and Malagasy
Regions. II. The Ants collected by the Americ. Mus. Congo Expedition
(Bull. Americ. Mus. Nat. Hist. 1922).
Wheeler, A new Genus and Subgenus of Myrmicinae from Tropical America.
(Americ. Mus. Novitates No. 46, 1922). =
Wheeler, The Ants of Trinided (l. c. 45, 1922).
3. Zeitschritten.
Zeitschrift f. wissensch. Insektenbiologie, Berlin, Bd. XVI No. 11 u. 12,
Bd. XVII No. 1—8.
Insektenbörse, Stuttgart, 38. J. No. 21—24; 39. J. No. 1—20.
Societas entomologica, Stuttgart, 36. J. No. 11 u. 12; 37. J. No. 1—10.
Entomologische Rundschau, Stuttgart, 38. J. No. 11 u.12; 39. J. No. 1—10.
Mitteil. Schweizer Entom. Ges., Bern, Vol. XI, Heft 3 u. 4.
Mitteil. Münchner Entom. Ges., 11. J. No. 10—12; 12. J. No. 1—6.
Entomologiske Meddelelser, Kjobenhavn, 13. Bd. 7. Heit, 14. Bd. 1. Heft,
lorBadiechleit:
Zeitschr. Oesterreich. Entomologen- Vereins, Wien, J.6 No. 11 u. 12;
T7NDO- 16;
Entomol. Mitteil. Berlin-Dahlem, Bd. X No. 6; Bd. XI No. 1—4.
Entomol. Zeitschr. Frankfurt a. M., J. 35 No. 15—26; J. 36 No. 1—14.
Deutsche Entomol. Zeitschr. Berlin, J. 1922 Heft 3 u.4; J. 1922 Heft 1u.2.
Intern. Entomol. Zeitschr. Guben, J. 15 No. 17—26; J. 16 No. 1—15.
Entomological News, Philadelphia, Vol. 27 No. 9 u. 10; Vol. 28—32;
Vol. 33 No. 18.
Stettiner Entomol. Zeitung, J. 82 Heit 1 u. 2.
Entomologischer Anzeiger, Wien, J. 1 No. 1—12; J.2 No. 1—10.
Bolletino Laborat. Zool. Gener. e Agraria, Portici Vol. XI.
Boletin Real Sociedad Espanola Hist. Natur. Madrid, T. XIV No. 6—10;
T. XV—XX; T. XXI No. 9 u. 10; T. XXII No. 3 u. 4.
Verhandl. zool. bot. Ges. Wien, Bd. 70 Heft 3—10; Bd. 71.
Vereinsnachrichten. 105
Tijdschrift voor Entomologie, s’Gravenhage, Bd. 64 Heft 3 u. 4, Bd. 65.
Entomologische Berichten, Amsterdam, Bd. VI, Lief. 121—124, 126, 127.
Transactions Entomol. Society London 1913—1916.
Jahresbericht Verein schlesischer Insektenkunde, Breslau, Heft XII.
Jahrbücher Nassauischen Vereins Naturkunde, Wiesbaden, J. 74.
Bulletin Hill Museum, London, Vol. I No. 1 u. 2.
Kosmos 1921 Heft 11 u. 12, 1922 Heft 1—10 (Sanders, Hypnose und
Suggestion; Weule, Chemische Technologie der Naturvölker; France,
Das Leben im Ackerboden; Floericke, Heuschrecken und Libellen).
Wiener Entom. Zeitung, Bd. 38, Heft 9 u. 10; Bd. 39 Heft 1-4.
Koleopt. Rundschau, Wien, Bd. 9 No. 4—12; Bd. 10 No. 1.
Aus der Heimat, Stuttgart, J. 534 Heft 10—12; ]J. 35, Heft 1-8. (Müller,
Bau und Entwicklung des menschlichen Körpers Bd.| Teil 2).
Vereinsnachrichten.
Wohl das infolge der allgemeinen wirtschaftlichen Lage
bisher schwerste Jahr liegt hinter uns. Trotzdem war es
möglich, in den Veröffentlichungen das Beste zu bieten,
freilich mit einer Unterbilanz von ca. 25000 Mark. Trotz-
dem wird von einer Nachforderung für das verflossene
Jahr abgesehen. In Treue fand der Verein die Unterstützung
seiner Mitglieder. Einigen sei an dieser Stelle noch be-
sonderer Dank ausgesprochen! So stiftete Herr Corti sämt-
liche Agrotistafeln dieses Jahrganges, und dıe Herren Grahl,
Bang-Haas und Wehrli brachten namhafte Beträge für die
Druckkosten auf. Bücherspenden sind aus den Zugängen
zur Vereinsbücherei ersichtlich.
Der Verein darf wohl der Bitte und der Hoffnung Aus-
druck geben, daß sich auch in Zukunft weiterhin Gönner
und Freunde bereit finden, ihm bei der Deckung der la-
winenartig anwachsenden Kosten tatkräftigen Beistand zu
leisten! Insbesondere darf er wohl mit Bestimmtheit an-
nehmen, daß ihm, wenn er auch aus Gründen der Selbst-
er haltung gezwungen ist, den Mitgliedsbeitrag für 1923 auf
eine im Verhältnis zur Markentwertung geringe Summe
(s. S.3 des Umschlages) zu erhöhen — Nachforderungen vor-
behalten —, seine Mitglieder die Treue halten und ıhm
dadurch überhaupt jede Weiterarbeit erst ermöglichen!
Einem erfreulichen Zuwachs von 38 Mitgliedern stehen
nur 4 Abgänge (1 durch Tod) gegenüber.
Aufgenommen wurden: Abel, Michalk (Leipzig), Berch-
manns (St. Michael ı. Steyl), Du Bois- Rey ne (Königsberg),
Gehlen, Großmann, Horn, Schröder (Berlin), Hepp, Pfaff
106 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
(Frankfurt a. M.), Hohberg (Nordhausen), Horch, Kujau
(Hamburg), Kießling (Fürth), Kiskalt (Cassel), Kluge(Weimar),
Kräßig (Mannheim), Kunze (Sohland a. d. Spree), Maschke
(Schluckenau), Michael (Wilhelmshütte), Naufock (Linz),
Petrich (Obersteina), Raebel (Hindenburg), Riedel (Krens),
Rooß (Weiden), Rüger, Werner (Dresden), Schneider (Eibau),
Schuler (Innsbruck), Soffner (Friedland), Starke (Bautzen),
Tempel (Chemnitz), Zobel (Osterode) — Entomolog. Verein
Erfurt, Ent. V. Liegnitz, Ent. V. Oberschlesien (Beuthen),
Bücherei der landwirtschaftl. Hochschule zu Wageningen
(Holland), Bücherei des Büro of Science (Manila).
Ausgeschieden sind: Biedermann (Winterthur), Foerster
(Landshut), Fruhstorfer (fr), Tancr&e (Anclam).
Aus dem Vorstande schied auf eigenen, dringenden
Wunsch nach langjähriger, mit seltener Treue und Ge-
wissenhaftigkeit ausgeübter Tätigkeit als Schatzmeister Herr
Kretzschmar. An seine Stelle tritt der bisherige 1. Schrift-
führer, Herr Zeumer, an den man sich ab 1. Januar 1923
in allen Kassenangelegenheiten wenden wolle! Der Unter-
zeichnete wird 1., Herr Petzold 2. Schriftführer. Im übrigen
bleibt der Vorstand unverändert (s. S.2 des Umschlages!).
Von den Vereinsabenden ist, abgesehen von vielen Fragen
geschäftlicher Natur, inbezug auf die Insektenkunde folgendes
zu berichten:
7. Dezember 1921: Herr Heller führt durch einem län-
geren Vortrag in Bau und Lebensgewohnheiten der Copro-
phagen (Mistkäfer) ein. Eine reiche Auswahl von Belegstücken
läßt den großen Formenreichtum und die oft prächtigeFärbung
dieser ungemein artenreichen Gruppe erkennen.
4. Januar 1922: Aus der vorjährigen Ausbeute des Herrn
Möbius aus Klausen (Südtirol) sind besonders erwähnens-
wert: Unter den Lycaeniden mehrere @Q Lyc. cyllarus
v. andereggi Rhl.; unter den Zygaenen 1 kleine Zye.
purpuralis Br., offenbar ein Ergebnis des Futtermangels
infolge großer Trockenheit, 1 Zyg. transalpına Esp. mit einem
hakenförmigen Auswuchs am linken Vfuß, sowie 1 Zyg.
achilleae Esp., deren etwas verkrüppelte linke Fl eine ın-
teressante Fleckenbildung aufweisen; ferner noch 2 g'Q!
von Zancl. tarsipennalis Tr., und frische Stücke von Lar.
nebulata Ir. und alaudarıa Frr.
1. Februar. 1922: Anzahl P. apollo L. von H. Möbius sänit-
lich bei Klausen gefangen, die aber trotz gemeinsamen
Fundortes in der Zeichnung auffallend von einander
5. Kran
ET
RE
Vereinsnachrichten, 107
abweichen, sogar unsymmetrisch gezeichnet sind, lassen
erkennen, wie ungerechtfertigt es ist, nach wenigen vor-
handenen Stücken eine neue Apollorasse zu beschreiben.
Eine Zusammenstellung verschiedener Melitaea F.-Arten
zeigt deutlich die für die einzelnen Arten kennzeichnende
Flzeichnung bei 1 @g' von M. cinxia L., 2 OQO9g'g! von
M. dejone Hb., 1 g' von M. dictynna Esp., 1LQ und 2 g'’g!
von M. athalia Rott. und bei 2 g’g' von M. aurelia Nick.
Ein 2Qg! von Arg. euphrosyne L. zeichnet sich durch sehr
dunkle Färbung des @ und sehr helle Zeichnung des Jg
aus. Als ein für die deutsche Fauna neuer Mikro liegt eine
am 29. Mai 1921 bei Kehlheim gefangene Tinea confusella
H.S vor, sonst nur vom Wallis und aus der Umgebung
von Wien bekannt.
1. März 1922: Die vorjährige Ausbeute des Herrn Krüger
aus Oberstdorf enthält vor allem Vertreter der Gattungen
Argynnis F. und Erebia Dalm., sowie Noctuiden und Geo-
metriden neben 2QQ von Parn. apollo L., der in den letzten
Jahren an diesem Orte nicht mehr gefangen wurde. — Als
Gäste anwesende Herren des Dresdner Käfervereins zeigen
"einige Abnormitäten, Seltenheiten und Neuheiten aus dem
Gebiete der Coleopterologie. — Anschließend hält Herr
Heller unterstützt durch Abbildungen einen Vortrag über
Wesen, Bau, Entwicklung, Arten, funktionelle Bedeutung
und Formen der Insektenschuppen bei Schmetterlingen und
Käfern. Zahlreiche mikroskopische Präparate veranschau-
lichen in Verbindung mit schematischen Darstellungen die
inhaltsreichen und vielseitigen Ausführungen. Der Vor-
tragende geht nach kurzem Hinweis auf die Entwicklung
und Struktur der Schmetterlingsschuppen auf die Schilde-
rung der ganzen analogen Cuticulargebilde der Käfer über,
die auch in neuerer Zeit noch nicht in umfassender Weise
untersucht worden sind. Die alte Arbeit von Fischer
(Okens’ ‚Isis‘ 1846) und die neuere von lowner (1903)
bilden noch immer die einzigen Grundlagen, die jedoch nur
Schuppenbildung bei Dermestiden, Lamellicorniern, Curcu-
lioniden und Cerambyciden erwähnen. An der Hand mikro-
skopischer Präparate wird aber von Herrn Heller gezeigt,
daß sie auch bei Carabiden (z. B. Anthia-Arten) und Tene-
brioniden (Leucolaephus rolfsi) wohl ausgebildet sein können.
5. April 1922: Herr Skell zeigt eine ex o.-Zucht von
Boarm. consortaria F. aus der Dresdner Umgebung. Trotz
des außerordentlich günstigen Sommers 1921 wurde eine
108 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
2. Generation, wie sie Lampert und andere Schmetterlings-
werke anführen, nicht erzielt. Herr Walther kam bei einer
gleichzeitig laufenden Zucht zu demselben Ergebnis. Die
Tiere schlüpften im warmen Zimmer bereits im März und
weisen einige dunkle Stücke als Uebergänge zu der ganz
dunklen ab. humperti Hump. auf. Eine ex o.-Zucht von
einem bei Glashütte eingetragenen Mim. tiliae L. © läßt
deutliche Unterschiede in Farbe und Bindenzeichnung er-
kennen.
3. Mai 1922: Herr Möbıus legt eine ex o.-Zucht von
Mam. calberlai St. aus Waidbruck auf Clematis, 3 QQO gJ'g!
von. Macr. rubi L. ex ©. vom. Brenner, die 8/5 mit sehr
scharfer Zeichnung, die @QQ etwas kleiner als gewöhnlich,
sowie Acr. leporina var. bradyporina Tr. u. Caradr: rouge-
monti Spl. aus Sögel (Hannover) vor. — Herr Draesecke
zeigt eine erwachsene Raupe von Parn. apollo L. Die Eier
brachte Herr Möbius aus Klausen mit. Auf Blumentöpfen
mit Sedum album unter oben offenem Glassturz ım Freien
gehalten, schlüpften die Räupchen bereits im November
und fraßen bei strengster Kälte ım Sonnenschein. Sie
waren außerordentlich lebhaft, kamen jedoch nur zur
Nahrungsaufnahme auf dıe Futterpflanze und fraßen dabei
die Blätter von unten hohl aus. Von 18 Stück blieb zu-
letzt nur noch 1 übrig. Vermutlich haben die andern sich
unter dem Glassturz durch die Erde gearbeitet.
6. September 1922: Herr Walther zeigt ein am 25. Juni
1922 bei Malter gefangenes @ von Croc. elinguaria L. mit
stark verdunkeltem Mittelfeld, der ab. fascıata Gillm. ent-
sprechend, sowie ein aus einer bei Bad Elster eingetragenen
Raupe derselben Art gezogenes © der ab. fusca Reutti.
Das Stück entspricht ganz dem von H. Möbius aus einer
Raupe aus Lengenfeld i. Vogtl. gezogenen und in der Iris
Bd. XVII, Tafel II, Fig. 9, abgebildeten. Diese Form scheint
demnach dort regelmäßig vorzukommen und dürfte sich
bei Zuchtversuchen, die in diesem Falle infolge Fehlens
eines g' unmöglich waren, als Mutation erweisen. Ebenfalls
bei Bad Elster Ende Mai von Heidelbeeren in Anzahl ge-
klopfte Raupen von Plus. interrogationis L. ergaben, da ein
großer Teil gestochen war, nur 1 Falter. Das Vorkommen
der Art ist in der Fauna bereits erwähnt. Von Raupen
aus Bienenmühle stammen 4 Lar. caesiata Schiff. und zwar
1 ab. divisa Lange, 1 ab. nigricans Prout, 1 ab. atrata Lange
und 1 ab. paradoxa Lange. Diese letztere Form ist also
Zus u 2, BE nn
ee
Cu u
Kae
Ma ehe
Vereinsnachrichten. 109
auch dieses Jahr wieder erschienen und scheint demnach
zum regelmäßigen Bestande der caesiata-Formen bei Bienen-
mühle zu gehören.
4. Oktober 1922: Herr Möbius legt eine Anzahl im Juli
1922 im Oetztal gefangene Falter vor und zwar von Mel.
parthenie ab. varıa MD. ein schwarzes ©, bei dem nur noch
eine Reihe rotgelber Antemarginalflecken auf allen Fl sicht-
bar ist; 1 Aug. sylvanus Esp. @ mit zusammengeflossenen
Flecken; ferner Agr. grisescens Fr. und corticea Hb., Dianth.
proxima Hb., caesia Bkh. und albimacula Bkh., Had. furva
Hb. und rubrirena Tr., Plus. varıabilıs Piller, Acid. conti-
guaria Hb., Lob. sabinata HG., An. praeformata Hb., Lar.
miata L., Gnoph. pullata ab. nubilata Fuchs und serotinaria
Hb., Thamn. wauaria L., Arct. caja L. und flavia Fuessl.,
sowie das sehr seltene © von Lith. cereola Hb. und Stücke
von Cosc. cribrum var. punctigera Frr. und Hep. humuli
L. © ab. albida Sp.
Im November 1922. Joh. Skell
2. Schriftführer.
XI Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1922.
Alphabetische Liste
der im XXXVI Band neu beschriebenen Formen.
; Seite
Eupithecia isogrammaria ab. coriolutea E. Möbius . . . . 222.2... 84
Gnophos ;amphibolaria |Wriiy.- 1 aa. ae ee
E banig-haasi; Wr, ur ren 2.
x benepunttiaria, Wrli. u. 1.2 see 9 Be a
% dorkadiaria, Wi: en Sa u Pe rg
3 erschofi Wr... N N ner, ee Me
5 exilis Wrli7 2 =. a era. 10)
5 glaciata (Bang-Haas), Wrli. ee ler lee re ee
ie pervicinania Wi. 3 ee RA
5 praeacntaria WIN. 020. 00 2 TE Eee
a ravistriolaria Wrli. . . . N
% sibiriata f. n. subclarilimbata Wrli. 0... ee |
R subsplendidaria Wrli.., „Sa: „na. .0.0 Care ee
turfosaria (Bang-Haas) Wrli. . . - Be AR ee Beer
Parnassius apollo pumilus ab. rosaceomaculata Star. a a
Solenobia banatica Mart. Hering. . . Te Re RE de
Teracolus daira nouna ab. costaenigrata Star. re er. 2
Zygaena oxytropis laterubra ab. garabaldina Stdr. . . 2.2.22...
“ = s „. IrtegularisyStine er Se ee
= 2 N „phlebomelasıStdr.e
s; & = „»posticellaveola, Stdn. ee
& h 5 TeissiaStdr ea Re
„ transalpina boisduvalii ab. posticebipunctata Star. SR DEE RA
5 a „ posticetripunctata Stdr.. .... 42
a R calabrica ab»atistocraticauStdee ee ro
L E 2 „„mediodetiecta,Stdr.. sro
1 m „ tertiaedeleta3Stdr. %.. = 2 Sn
S = sorrentina Ab. holiki Stär. 2... .n er. a ee
rich » >
7
Der Mitgliedsbeitrag für das Jahr 1923 beträgt für Mitglieder ir
my
Der Betrag ist im Januar fällig (an den Rechnungsführer R. Zeumer, Dresden-A,,
Schloßstr. 22), Postscheck-Konto Nr. 17653, Postscheckamt Dresden, Entomol. Verein
„Iris“, Dresden-A. 24. Bei Nichtbezahlung wird das 1. Heft gegen Nachnahme des
Betrages zuzüglich Portokosten zugesandt (soweit nach den betreffenden Ländern
Reklamationen wegen nicht empfangener Hefte können nur inner-
halb der Frist eines Jahres vom Erscheinen dieser Hefte an ge-
sy
Be: Frühere Jahrgänge (Preisaufschlag freibleibend) können von jedem
"Mitglied einmal bezogen werden. Einzelne”Hefte werden nicht ab-
gegeben. Anfragen erbeten an den Bücherwart (E. Möbius, Dresden-Fr.,
'Schlachthofring 3).
m
Ze
Der Inhalt der Deutschen Entomologischen Zeitschrift Iris besteht, außer
s wissenschaftlichen Mitteilungen, aus Vereinsnachrichten, Bücherbesprechungen
d Nekrologen, die letzten fünf Jahrgänge bringen von ersteren die folgenden:
> Band XXXI, 1917
se (mit 2 Tafeln und 2 Bildnisbeilagen).
Cretschmar, M. Zur Biologie von Caligula (Saturnia Schrk.) boisduvali Ev.
"ruhstorfer, H. Neue palaearktische Lycaeniden. Altes und Neues über Erebien.
Monographische Uebersicht alter und neuer Erebiaformen. Lange, E. Agrotis collina
Bdv. und ihr Vorkommen im sächsischen Erzgebirge. Möbius, E. Agrotis lorezi
Stgr. in Deutschland. Schütze, K. T. Argyrestia illuminatella. Stauder, H. Colias
_ erocea -mediterranea Stdr. Stichel, H. Abermalige Begründung des Namens Limenitis
laris Scop. für Limenitis camilla autorum.
Band XXXlII, 1918
FRERSE (mit 1 Tafel und 5 Textabbildungen).
£ - Courvoisier, Prof. Dr. Ueber Chrysophanus virgaureae L. und seine Neben-
- formen. Fritsch, W. Der nördlichste Fundort für die Frühjahrsbrut von Colias
eroceus Fourc. Hering, M. Zur Biologie und systematischen Stellung von Seythris
- temperatella Led. Rebei, Prof. Dr. Zur Kenntnis palaearktischer Talaeporiiden.
- Schütze, K.T. Beitrag zur Kenntnis einiger Sesien. Sheljuzhko, L. Einige Er-
- gänzungen zu meinen Arbeiten. Stertz, O. Berichtigungen und Ergänzungen zu
sinen Mitteilungen über kanarische und algerische Großschmetterlinge, Iris, Jahr-
»- 1912 und 1915. Stertz, O. Mitteilungen über Hypomecia quadrivirgula Mabille
.n. var. jordana Stertz. Strand, E. H. Sauters Formosa-Ausbeute: Pyralididae,
am. Pyraustinae. Walther, Dr. Gynandromorpher Falter von Malacosoma
nica Esp.
3 =, Band XXXII, 1919
(mit 1 Tafel, 3 Karten und 2 Textabbildungen).
Di tze,K. Die Zuneigung zum Weißen bei einigen Weißlingen und Anderes aus
Lebensgeschichte der Pieriden. Hering, M. Abweichende Lebensweise einer
<?
Raupe von Cydia minutana. :Lange, E. Beitrag zur Biologie von Lycaena coridon
Poda. Martin, L. Die Tagfalter der Insel Celebes (3. Fortsetzung). Petry, Dr.A.
Erebia epiphron Kn. vom A;itvater und Brocken. Schopfer, E. Beitrag zur Micro- °
lepidopterenfauna der Dresdner Gegend (IV). Wagner, F. Ueber Nychiodes obscuraria
Vill. (= lividaria Hb... 'Warnecke, G. Einige Skizzen zur Zoogeographie der
Schmetterlinge Deutschlands. ‚Zöllner, H. Lygris pyropata Hb. und forma flavobasata
subsp. nov. Zöllner, A. Kritische Betrachtung der Vfl-Zeichnung von Lygris prunata,
testata, populata, associata und®pyropata. Zöllner, H. Eine auffallende Adernbildung
bei Arg.selene Schitf.
Band XXXIV, 1920
(mit 2 Tafeln und 3 Textabbildungen).
Caradja, A. Beitrag zur Kenntnis der geographischen Verbreitung der Mikrö-
lepidopteren des palaearktischen Faunengebietes nebst Beschreibung neuer Formen,
Courvoisier, L. Zur Synonymie des Genus Lycaena(Fortsetzung). Dietze, K. Ein Vor-
schlag, die Veränderungsmöglichkeiten der Aberrationen durch Formeln zu versinnlichen,
statt ihnen Namen zu geben; unter versuchsweiser Anwendung auf den Kiefern-
spinner, Dendrolimus pini L. Fiedler, C. Precis schmiedeli. Lange, E. Beitrag
zur Kenntnis der Lebensgeschichte von Larentia cambrica Curt. Lange, E. Richtig-
stellung der Angaben über die Lebensweise und Beschreibung der Raupe von Larentia
Iuteata Schiff. (Hydrelia flammeolaria Hufn.) bei Spuler und anderen. Martin, L.
Die Tagfalter der Insel Celebes (Schluß). Steimmig, G. Beobachtung von Deiopeia
pulchella L. in Ost-Preußen. Steimmig, G. Ein Zwitter von Parnassius apollo L.
Strand, E. Kritische Bemerkungen und Berichtigungen zum Supplementband I des.
Hampson’schen „Catalogue ofthe Lepidoptera Phalaenae“. Venzmer, G. Zur Kenntnis
der Tagfalter des Bulghar Dagh in Kleinasien. Wehrli, E. Ueber den Hybriden
Psodos alpinata Sc. $ X quadrifaria Sulz. @ = müller-rutzi m. Wehrli, E. Cidaria
achromaria Lah.-Formen. Zöllner, H. Beschreibung des Eies, der Raupe, Puppe
und der verschiedenen Falteriormen von Rhynchagrotis (Agrotis) chardinyi Bsd.
Band XXXV, 1921
(mit 1 Tafel und 1 Textabbildung).
Biener, A. Einiges über Parn. nomion F.d.W. Courvoisier, L. Zur Synonymie
des Genus Lycaena (Fortsetzung und Schluß). Lange, E. Die Lygris- und Larentia-
Arten im Gebiete der oberen Freiberger Mulde. Martin, L. Die Tagfalterfauna des
Gefangenenlagers Matsuyama auf der japanischen Südinsel Shikoku. Schawerda,K.
Beiträge zur Lepidopterenfauna der kroatischen Küste und Neubeschreibungen.
Schmidt, W. Neue oder wenig bekannte afrikanische Rhopaloceren. Schultz, M.
Fünfmalige Kopula bei ein und demselben Agrotis-Pärchen. Stauder, H. Celerio
lineata livornica Esp. subsp. nova saharae Stdr. — Neues aus Unteritalien — Ueber
Hypogymna morio L. — Zu Venzmer’s Lycaena tauric. Warnecke, G. Das
Männchen von Parnassius apollo silesianus Marschn.
Für alle. Freunde und Sammler von Schmetterlingen,
Käfern und der übrigen Insektenordnungen ist die
„entomologische Zeitschrift‘
Organ des Internationalen Entomologischen Vereins, E.V.
#8” unentbehrlich. ee
> Die Zeitschrift erscheint alle 14 Tage, reich illustriert, mit einzig
dastehendem Anhang von Anzeigen für Kauf und Tausch. Mitglieds-
beitrag auf Anfrage; derselbe ist der Zeitverhältnisse entsprechend auf
das Niedrigste bemessen. Mitglieder des Vereins erhalten die Zeitschrift
franko zugestellt und haben für Inserate ?/,jährlich 25 Freizeilen, ferner 96
unentgeltliche Benutzung der reichhaltigen Bibliothek, der Auskunfts-
stellen und andere Vorteile. Probenummern versendet gratis und franko-
Der Vorstand ‚des Internationalen Entomol. Vereins, E.V.
l. A.: Remi Block, Frankfurt a. Main, Töngesgasse 22.