Begründet 1852 durch Dr. Rabenhorst |
als
»Notizblatt für kryptogamische Studien.«
HEDWIGI.
Organ
für
Kryptogamenkunde
Ehytopatholsifie |
Repertaribm ‘für Literatur. |
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Prof. Georg Hieronymus
und
Prof. Paul Hennings
in Berlin.
Band XLI. „= 1903. Z8- Heft 1.
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Inhalt: A. Grimme, Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose und die Ent- | |
wickelungsdauer ihrer Sporogone (Anfang). — Beiblatt No. 1. |
Hierzu Tafel I und H, sowie ein Portrait.
Druck und Verlag von C. Heinrich,
Dresden-N., kl. Meissnergasse 4. I
Erscheint in zweimonatlichen Heften. |
Abonnement für den Jahrgang 24 Mark.
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| Zu beziehen durch alle Buchhandlungen oder durch den Verlag C. Heinrich, |
1 Dresden-N. \
— u a
Ausgegeben am 15. Februar 1903.
An die Leser und Mitarbeiter der „Hedwigia“.
Zusendungen von Werken und Abhandlungen, deren Besprechung
in der „Hedwigia“ gewünscht wird, sowie Manuscripte und Anfragen
redaktioneller Art werden unter der Adresse:
Prof. Dr. G. Hieronymus,
Berlin, Königl. Botanisches Museum, Grunewaldstrasse 6/7,
mit der Aufschrift
„Für die Redaktion der Hedwigia“
erbeten.
Um eine möglichst vollständige Aufzählung der kryptogamischen
Literatur und kurze Inhaltsangabe der wichtigeren Arbeiten zu ermöglichen,
werden die Verfasser, sowie die Herausgeber der wissenschaftlichen Zeit-
schriften höflichst im eigenen Interesse ersucht, die Redaktion durch Zu-
sendung der Arbeiten oder Angabe der Titel baldmöglichst nach dem
Erscheinen zu benachrichtigen; desgleichen sind kurz gehaltene Selbstreferate
über den wichtigsten Inhalt sehr erwünscht.
Im Hinblicke auf die vorzügliche Ausstattung der „Hedwigia“ und die
_ damit verbundenen Kosten können an die Herren Autoren, die für ihre
Arbeiten honorirt werden (mit 20 Mark für den Druckbogen), Separate nieht
geliefert werden, dagegen werden denjenigen Herren Autoren, die auf Honorar
verzichten, 50 Separate kostenlos gewährt. Diese letzteren Herren Mitarbeiter
erhalten ausser den ihnen zustehenden 50 Separaten auf ihren Wunsch auch
noch weitere Separatabzüge zu den folgenden Ausnahme -Preisen:
10 Expl. in Umschlag geh. pro Druckbogen A 1.20, 10 einfarb. Tafeln 8° .M —.50.
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In Rücksicht auf den Umfang der Zeitschrift sollen die einzelnen Ab-
handlungen die Länge von 5 Bogen gewöhnlich nicht überschreiten, auch
dürfen einer Abhandlung in der Regel nicht mehr als 2 Tafeln beigegeben
werden.
Von Abhandlungen, welche mehr als 3 Bogen Umfang einnehmen,
können nur 3 Bogen honorirt werden, _
Die Originalzeichnungen für die Tafeln sind im Format 13X21 cm
mit möglichster Ausnutzung des Raumes und in einer für die photographische
Wiedergabe der Zeichnungen geeigneten Ausführung zu liefern.
Die Manuscripte sind möglichst nur auf einer Seite zu beschreiben.
Die Zahlung der Honorare erfolgt jeweils beim Abschlusse des Bandes.
Redaktion und Verlag der „Hedwigia”.
HEDWIGIA
für
Kryptogamenkunde
Phytopathologie
nebst
Repertorium für Literatur.
+ 1909. +
Redigiert
Prof. Georg Hieronymus
und
Prof. Paul Hennings
in Berlin.
Begründet 1852 durch Dr. Rabenhorst als „Notizblatt für kryptogamische Studien“.
—— Zweiundvierzigster Band. —
Mit 10 Tafeln und 2 Porträts.
Erscheint in zweimonatlichen Heften.
Abonnement für den Jahrgang 24 Mark durch alle Buchhandlungen.
— —
Dresden,
Druck und Verlag von C. Heinrich.
Mo. Bot. Gaı der
4
Es erschienen:
Pag. 1—32 (Taf. I u. II, sowie ein Porträt) u. Beiblatt 1 am 15. Februar.
33—96 (Taf. III) u. Beiblatt 2 am 28. März.
97—128 (Taf. IV) u. Beiblatt 3 am 9. Mai.
129—160 (Taf, V—-VII, sowie ein Porträt) u. Beiblatt 4 am 4. Jul;
161—192 u. Beiblatt 5 am 7. Oktober.
193—225 (Taf. IX u. X) u. Beiblatt 6 am 28. Dezember.
Inhalt.
Zusammengestellt von E. Nitardv.
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Anmerkung. Für die Benutzung des Inhaltsver sei Folgendes bemerkt: Die Namen
der Kryptogamen sind in II. und III. vollständig aufgeführt, indessen bei den bekannten Arten nur
der „Gattungsname“, während bei den neuen Arten der volle Name und Autor steht. Bei neuen
Varietäten ist der Name der Art ohne Autor und nur ein n. v. gesetzt. Neue Gattungen sind gesperrt
gedruckt. In III, IV, V und VI, die sich auf das Beiblatt beziehen, sind der Kürze wegen die
Klammern bei den Seitenzahlen weggelassen. -
I. Originalarbeiten.
Bandi, W. Beiträge zur Biologie der Uredineen (Phragmidium subcorticium
Be inter und Puccinia Caricis-montanae Ed. Fischer). p. 118—152.
Bubäk, Fr. Bemerkungen über einige Puccinien. Mit 14 Textfig. p. (28)—(32).
— Braun Kenntnis einiger Phycomyceten. p. Ryan)
Christ, V. H. Die Varietäten und Verwandten des Asplenium’ Ruta muraria
Linn. Mit Taf. V—-VII. p. 153—177.
Diedicke, H. Sphaerioideen aus Thüringen p. (165)—(167).
Dietel, P. Über die Uromyces- Arten en Lupinen. p. (95)—(9).
—_ Be an einige nordamerikanische Uredineen. Mit 2 Textfig.
. (179)—(181).
Glück, H. Nachträge zur Flechtenflora Heidelbergs (Zusammenstellung aus
den hinterlassenen handschriftlichen Notizen von Wilh. Ritter v. Zwackh-
Holzhausen). p. 192—213.
Grimme, A. Über die Blütezeit deutscher Laubmoose und die Entwickelungs-
dauer ihrer Sporogone. Mit Taf. I. p. 1—75.
Hennings, P. Einige neue und interessante deutsche Pezizeen II. p. (17)—(20).
— Ruhlandiella berolinensis P. Henn. n. gen. et n. sp. Mit 5 Textfig. p. (22)—(24).
— Fungi australienses. Mit 7 Textfig. p. (73)—(88).
— Einige neue japanische Uredineen IV. p. (107)—(108).
— Beitrag zur Pilzflora des Gouvernements Moskau. p. (108)—{(118).
— Andreas Allescher (Nachruf). Mit Porträt. p. (163)—(165).
— Einige deutsche Dung bewohnende Ascomyceten. Mit 7 Textfig. p. (181)—(185).
— Zwei neue, Früchte bewohnende Uredineen. p. (188)—(189).
— Über die an Bäumen wachsenden heimischen Agaricineen. p. (233)—(240).
— Über die in Gebäuden auftretenden wichtigsten holzbewohnenden Schwämme.
# D..178=191.
— Über einige interessantere deutsche Hutpilze. Mit Taf. IX. p. 214—217.
— Einige im Berliner Botanischen Garten 1903 gesammelte neue Pilze p. 218—221.
— Biatorellina P. Henn. n. gen. Patellariacearum. Mit 5 Textfig. p. (307).
— Squamotubera P. Henn. n. gen. Xylariacearum. p. (308)—(309).
— Ein stark phosphoreszierender javanischer Agaricus. p. (309)—(310). :
— Ein Sklerotien-Blätterpilz, Naucoria tuberosa P. Henn. n. sp. ad inter. Mit
4 Textfig. p. (310)—(312).
Höhnel, Franz v. Über einige Ramularien auf Doldengewächsen. p. (176)—(178).
— Mykologische Irrtumsquellen. p. RER
— Betreffend Diplodina roseophaea v. H. p. (233)—(240).
Hollös, L. Die Arten der Gattung Disciseda Czern. p. (20)—(22).
Kindberg, N. Conr. Bemerkungen über nordamerikanische Laubmoose,
» (44,17).
—_ Bänerkin 5 ü s den Namen der Laubmoos-Gattung Thamnium. p. (169)—(171).
Krieger. Catharinea longemitrata Krieger nov. spec. und andere Catharinea-
Formen. Mit Taf. IV. p (118)—(120).
Lemmermann, E. Brandenburgische. Algen. p. (168)—(169).
Magnus, P. Ein neues Helminthosporium. Mit Taf. X. p. 222—225.
— Bemerkungen zur Benennung einiger Uredineen in P. und H. Sydows Mono-
graphia Uredinearum. p. (305)—(306).
1*
IV Originalarbeiten.
Matouschek, Franz. Pylaisia polyantha (Schreb.) Br. eur. var. nova crispata
Schliephacke in sched. p. (99).
Möller, Alfred. Über gelungene Kulturversuche des Hausschwammes (Meru-
lius lacrymans) aus seinen Sporen. Mit Taf. I. p. ()—(19).
Mönkemeyer, W. Beiträge zur Moosflora des Fichtelgebirges. p. (67)—(72).
— Beiträge zur Moosflora des Wesergebirges. p. (SI)—(9).
Rehm, H. Ascomyceten-Studien I. p. (172)—(176). Ä :
Reinbold, Th. Meeresalgen von Tor (Sinai-Halbinsel, Rotes Meer). p.(227)—(232).
Röll, Julius. Zur Torfmoosflora der Milseburg im Rhöngebirge. p. (24)—(28).
— Beiträge zur Moosflora der Transsilvanischen Alpen. p. (297)—(305).
Schiffner, V. Karl Gustav Limpricht (Nachruf). Mit Porträt. p. ()—(6).
Staritz, R. Septoria Spergulariae Bres. n. sp. p. (32).
Sydow, H. et P. Beitrag zur Pilzflora Süd-Amerikas. p. (105)—(106).
Vestergren, T. Zur Pilzflora der Insel Osel. Mit Taf. IH. p. 76—117.
II. Pflanzennamen des Textes.
Actinothyrium 107. Collema 194.
Aecidium 84. Collybia 215.
Albugo 98. ‘ Coniophora 179.
Alectoria 200. ‘ Coniosporium 112.
Aloina 29. \ Coniothyrium Comari P. Henn. 220.
Amblyodon 44, , — domesticum P. Henn. 191.
Amblystegium 12, 56.
Amerosporium 107.
> Orn: P. Hetn:220-
— Rhododendri P. Henn. 220.
Andreaca 18. Et Rutae P. Henn. 220.
Anomodon 50. Coprinus 189.
Anthostoma 101. ‘ Corticium 179.
Antitrichia 50.
Aporia 79, 105.
Archidium 19.
Armillaria 190.
Arthonia 210.
Arthrinium 111.
Asplenium Ruta muraria n. var. 160.
Aulacomnium 44. :
Barbula 28.
Bartramia 11, 45.
Beloniella 79, 105.
Blindia 26.
Boletus granulatus n. var. 214.
Botrytis 81, 111. ;
Brachysteleum 37.
Brachythecium 12, 53.
Bryum 11, 39.
Buxbaumia 48.
Calicium 194.
Camarosporium Comari P. Henn. 221.
— Orni P. Henn. 221.
— Virgiliae P. Henn. 221.
Camptothecium 52.
Campylopus 24.
Catharinea 12, 46.
Ceratodon 26.
Cercospora 112.
Cinclidotus 30.
Cintractia 96.
Cladina 199.
Cladonia 195.
Cladosporium 112.
Claviceps 101.
Climacium 51.
Clithris 105.
Coleosporium 84.
Coseinodon 31.
Cryptomyces 105.
Cylindrium 112.
Cylindrosporium 112.
Cynodontium 10, 21.
Desmatodon 29,
Diaporthe 101.
Diatrype 101.
Dichodontium 22,
Dicranella 22.
Dicranodontium 24.
Diceranoweisia 21.
Dicranum 23.
Didymaria 112.
Didymella 101.
Didymodon 10, 27.
Didymosphaeria 101.
Diphyscium 48,
Diplodia 107.
— Comari P. Henn. 220.
— Rutae P. Henn. 220.
Diplodina 107.
Distichium 27,
Ditopella 101.
Ditrichum 26,
Encalypta 37.
Endocarpon 211.
Endococcus 213.
Entomosporium 107.
Entyloma 96.
Ephemerum 19.
Epichloe 101.
Erysiphe 101.
Eurynchium 54.
Evernia 200,
Exobasidium 9.
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Pflanzennamen des Textes. v
Exosporium 112.
Fabraea 105.
Fabronia 50,
Fissidens 25.
Funaria 38.
Fusarium 82, 113.
Fusicladium 113.
Georgia 37.
- Gnomonia 102.
Graphis 209.
Grimmia 31.
Gymnoconia 85.
Gymnosporangium 85.
Gyrophora 201.
Haplobasidion 113.
Hedwigia 11, 34.
Helminthosporium Diedickei P. Magn,
222.
Hendersonia 107.
Heterocladium 51.
Heterosphaeria 105.
Hildebrandia 213.
Homalia 50.
Homalothecium 52.
Hylocomium 59.
Hymenostomum 21.
Hypnum 12, 56.
Hypoderma 105.
Hypospila 102.
Hypoxylon 102,
Isariopsis 113.
Isothecium 52.
Lachnella 106.
Lachnum 106.
Lasiostictis 106.
Lecanora 201.
Lecidea 204,
Lentinus 188, 215.
Lenzites 178, 187.
Lepraria 213.
Leptobryum 38,
Leptogium 194,
Leptosphaeria 102.
Leptostroma 108.
Leptothyrium 108,
Lescuraea 51.
Leskea 12, 50.
Leucobryum 25.
Leucodon 49,
Lophodermium 106.
Macrophoma Falconeri P, Henn, 219,
Macrosporium 113.
Mamiania 102.
Massariella 102,
Meesea 46.
Melampsora 85.
Melanconium 104.
— didymoideum Vesterg. 82.
Melaspilea 211.
Merulius 178, 180.
Metasphaeria 103.
— Comari P. Henn. 218.
Mnium 11, 43.
Mycoporum 213.
Mycosphaerella 103.
Myxacium? 217.
Myxosporium Rutae P, Henn, 221.
Neckera 49,
Naevia 106,
Napicladium 113.
Normandina 211.
Oidium 113,
Opegrapha 209.
Ophiobolus 104,
Oreoweisia 22.
Orthotrichum 11, 35.
Ovularia 113.
Parmelia 200.
Paxillus 189,
Peltigera 200.
Peridermium 86.
Peronospora 99,
Pertusaria 204.
Phacidium Falconeri P. Henn. 218,
Phascum 19.
Phialea 106.
Philonotis 46.
Phoma 109.
— cercidicola P. Henn. 219.
—_ ende gen Vesterg. 80.
— Rutae P. Henn. 220.
— tecomicola P. Henn. 219
Phragmidium 86, 119.
Phyllosticta berolinensis P. Henn. 219.
— Falconeri P. Henn. 219,
Physcia 201.
Physcomitrium 38.
Physoderma 98.
Plagiothecium 12, 55.
Plasmopara 100.
Platygrapha 210.
Platysma 200,
Pleospora 104, 218.
— Falconeri P. Henn. 218.
Pleuridium 20
Be Sensrheg, 46.
Polyporus 178, 184
Polytrichum 47.
Poronia 104.
Pottia 27.
Propolis 106.
Protomyces 98.
Pterigoneurum 10, 27.
Pterigynandrum 51.
Puccinia 87, 136.
Pucciniastrum 94.
Pycnothelia 195.
Pylaisia 52.
Pyrenopeziza 106.
Racomitrium 33.
Ramalina 199.
Ramularia 82, 114.
Rhabdospora 110.
— Campanulae Cervicariae Vesterg. 80,
Rhabdoweisia 21.
Rhynchostegiella 54.
Rhynchostegium 55.
Rhytisma 106.
Schistidium 11, 30.
Schistostega 37.
Schizonella 97.
Scirrhia 104,
vi ‚Pflanzennamen des Textes.
Scleroderris 107.
Scolecotrichum 115.
Seligeria 25.
Septogloeum 110.
Septoria 80, 110.
Solorinella 201.
Sphaeropsis 111.
Sphaerotheca 104.
Sphagnum 17.
Sphinctrina 195.
Splachnum 38,
Sporledera 20.
Stagnospora 111.
Stigmatidium 210.
Synchytrium 98.
Taphrina 79, 100.
Tetraplodon 38.
Thamnium 55.
Thelocarpon 211.
Thuidium 51.
Tilletia 97.
Tortula 29,
Tricholoma 216.
Triphragmium 95.
Tryblidiopsis 107.
Tubercularia 116.
Tuburcinia 97.
Tuburculina 116.
Ulota 11, 34.
Umbilicaria 201.
Urocystis 97.
Uromyces 9.
Ustilago 97.
Venturia 104.
Vermicularia 111.
Verrucaria 212,
Webera 11, 39
Weisia 21.
Xylographa 209,
III. Pflanzennamen der kleineren Mitteilungen.
Acetabula 116.
Actinotrichia 230,
Aecidium Purpusiorum P. Henn. 189,
ag flavescens Rehm 173.
Aloina 91.
Amblystegium 72, 94, 303.
— serpens n. v. 303,
Anabaena cylindrica n, v. 168.
Anastrepta 168.
Andreaea 69, 298.
Anomodon 302,
Anthromycopsis squamosus P. Henn, 88,
Antitrichia 16.
Apiosphaeria Melaleucae P. Henn. 86.
Aplozia 68,
Arcyria 109,
Armillaria 235.
Aschersonia australiensis P, Henn. 78.
Ascochyta Solani nigri Died, 166.
Asterella Eupomatiae P. Henn, 78,
Asterina 78.
Asterostomella 87,
Auricularia 73.
Barbula 17, 91, 299,
Barleina 115,
Bartramia 70, 92.
Bazzania 68.
Belonium Kriegerianum Rehm 174.
Biatorellina Buchsii P, Henn. 307.
Blepharostoma 9%.
Boodlea 228.
Botrytis 118.
Boudiera Claussenii P. Henn. 182,
Bovista_ 20.
Brachydontium 69.
Brachythecium 71, 92, 303,
— Starkei n. v. 303,
Bryum 17, 70, 91, 301. _
— columbico-caespiticium Kindb. 16.
— hamicuspis Kindb. 16.
— subrutilans Kindb. 17. t
Bulgaria cyathiformis P. Henn, 85.
Buxbaumia 16, 71, 92.
Calocera 109.
Campylostelium 90.
Cantharellus 112.
Catastoma 20. a
Catharinea angustata.n. v. 119, Bet
— longemitrata Krieg. 118.
Caulerpa 227.
Cephalozia 95.
Ceramium 231.
Ceratodon 90.
— purpureus Brid. nn. vv. 300.
Cercospora calamicola P. Henn, 88.
— Mucunae Syd. 106.
Chaetomella 167.
Charonectria Sambuci v. Höhn. 187.
— Umbelliferarum v. Höhn. 187.
Chiloscyphus 68.
Chomiocarpon 9.
Cladoderris 74.
Claopodium 16,
Claudopus 237.
Clavaria 110.
Climacium 92,
Codium 227,
Coleosporium 73, 109,
Collybia 235,
Coniochaete Queenslandiae P, Henn. 80.
Coniosporium atroeffusum P. Henn. 87.
Coniothyrium Xanthorrhoeae P. Henn.
86
Conocephalus 9,
Corallina 232,
Corticium 74, 110.
Coryne 115.
Corynelia 80,
Coryneum papilliferum P. Henn. 87...
Craterellus 110,
Crepidotus 239,
Cronartium 109.
Crossidium 91.
Crucibulum 113,
Pflanzennamen der kleineren Mitteilungen. vo
Cucurbitaria 113.
— Pritzeliana P. Henn. 80.
Cynodontium 69, 298,
Cyphella 110.
Cystophyllum 229.
Cystoseira 229.
Cytospora 117, 166.
Dacryomyces 74.
Daedalea 112.
Daldinia 82.
Dasyscypha Vogelii P. Henn. 19,
Diatrypella 113.
Dichodontium 90.
Dichomera Persooniae P. Henn. 87.
Dicranella 69, 90, 298.
Dicranodontium 69.
Dicranoweisia 90, 298,
Dicranum 69, 90, 299,
Didymella 107.
Didymodon 90, 299,
— rubellus Br. et Schpr. n. v. 299,
Didymosphaeria Patellae Rehm 175.
Dielsiella Pritzelii P. Henn. 84.
Digenea 231.
Dilophospora 167.
Diphyscium 92.
Diplodia calamicola P. Henn. 87.
Diplodina roseophaea v. Höhn. 188, 233.
Diplophyllum 95.
Discelium 70.
Disciseda 20.
Distichium 90.
Ditrichum 16, 69, 90.
Dothiorella 166.
Encalypta 91.
Endosiphonia 231.
Entomophthora Lauxaniae Bubäk 100.
Erinella Pritzeliana P. Henn, 86,
Erysiphe 113.
Eucladium 9.
Eurynchium 71, 93, 302,
a 81.
— Tarrietiae P. Henn. 81.
Eutypella 113.
Exidia 109.
Exosporium 107.
Fissidens 69, 90.
Flammula 238.
Fomes 75, 111.
Fontinalis 302.
Fuligo 109.
Funaria 91.
Geaster 21, 113,
Gelidiopsis 230.
Geopyxis 116.
Gibberella 79.
Globaria 21.
Gloeoporus 76.
Gloniella chinincola Rehm 172.
— Ingae Rehm 172.
— pseudocomma Rehm 172,
Gloniopsis regia Rehm 173.
Glonium cypericola P. Henn. 84.
Goniolithon 232,
Goniotrichum 232.
Gracilaria 230,
' Grandinia cinereoviolacea P. Henn, 74,
Grimmia 17, 300,
an 74,
ymnoascus Reesii n. v. 183,
Gyromitra 114.
Halimeda 228.
‚Helminthosporium 107.
— cinerescens Syd. 106,
— naviculare Syd. 106.
Helotium 115.
+ Kurandae P. Henn. 85.
Helvella 114.
Hendersonia 167.
-— Lippiae Syd. 105.
— Salviae Syd. 105.
Hercospora 113,
Herpotrichia 176.
Homalothecium 302.
Hydnum 75, 110.
Hylocomium 95, 304.
ee 74.
ypholoma 239.
Hypnum 72, 94, 304.
Hypochnus 109.
Hypocrea 113,
Hypoderma 84.
Hypomyces stereicola P. Henn. 79,
Hypoxylon 81, 114.
Irpex 75.
Isothecium 92.
Karschia 114, 174.
Kretschmeria australiensis P. Henn. 83.
Laccaria 112,
Lachnea 117.
— Scheremetjeffii P. Henn. 117.
Lachnella Kmetii Rehm 174.
Lachnocladium 74.
Laschia 76,
Lasiosphaeria 113,
Laurencia 231.
Lejeunia 69.
Lentinus 77, 240.
Lenzites 77, 112,
Leotia 114.
Leptobryum 70, 91, 300.
Leptospora 113.
Leptothyrium 117, 300.
— Mossolowii P. Henn. 117.
Leskea 71, 302.
Leveillea 231.
Liagora 230.
Libertella 118.
Limnobium 304.
Lithophyllum 232.
Lithothamnion 232,
Lizonia 80,
Lophocolea 68.
Lophozia 68, 95.
Lycoperdon 77, 112,
Macrophoma 166.
Madotheca 69.
Marasmius 77, 240.
Marsupella 68.
Megalonectria 79.
Melampsora Yoshinagai P. Henn. 109,
Melaspilea 173.
VIII
Meliola 77.
Merulius 6.
Metzgeria 95.
Microdiplodia 167.
— Heterothalami Syd. 105.
— Medicaginis Died. 167.
Microthyrium Melaleucae P. Henn. 78.
Mnium 70, 92, 301.
Monilia 118.
Mycena 235.
— illuminans P. Henn. 309,
Mycosphaerella Persooniae P. Henn. 81.
Mylia 68.
Nardia 68.
Naucoria illuminans P. Henn. 310.
Neckera 71, 92, 302.
Nectria dacrymycelloides Rehm 175.
Niptera 115,
Nummularia 81.
Oligotrichum 71, 301.
Ombrophila violacea n. v. 115.
Omphalia 77.
Orbilia fusco-pallida P. Henn. 85.
Orthothecium 92.
Orthotrichum 91, 300.
— leiodon Kindb. 17.
Otidea grandis n. v. 116.
Padina 230.
Pallavicinia 95.
Paranectria Pritzeliana P. Henn. 79,
Paxillus 240.
Peniophora 110.
Peronospora 102.
— Saxifragae Bubäk 103,
Philonotis 71, 92, 301.
Phlebia 110,
Pholiota 237.
Phoma 107, 117, 166.
— Disoxyli P, Henn, 86.
Phragmidium Potentillae
Diet. 179.
Phyllachora 79.
Phyllosticta 166.
— Ballotae Died. 165.
— Epipactidis Died. 166.
— Leucadendri P. Henn. 86,
— Lucunae Syd. 105,
— Pleurospermi Died. 165.
Pilacre 73,
Plagiopus 70. E
Plagiothecium 71, 93, 303.
Platygyrium 302,
Pleurotus 77, 236,
Plicaria 116.
Plicariella 116,
Pluteus 237.
Podosporium australiense P. Henn. 88,
eg 92, 301.
Polyporus 75, 110,
— Dielsii P. Henn, 75.
Polystictus 76.
Polytrichum 71, 92, 301.
Poria 75.
Pottia 90.
Pritzeliella coerulea P. Henn, 88,
Psathyrella 239,
canadensis
Pflanzennamen der kleineren Mitteilungen.
Pseudographis Icerbae P. Henn. 85.
Pseudoleskea 16, 302.
Psilocybe 239.
Psilopezia Pauli P. Henn, 18,
Pterigynandrum 71, 302.
Ptilidium 68.
Puccinia 28. 109, 305.
— angelicicola P. Henn. 108,
— Boroniae P, Henn 73,
— sphaeroidea P. Henn. 108.
— Yokogurae P. Henn. 108.
Pylaisia 99, 302.
— longifolia Röll 302.
Racomitrium 70, 91, 300,
— sudeticum n. v. 300.
Ramularia 176.
Rhabdospora 107.
Rhynchostegium 93.
Rhyparobius crustaceus n. v. 183.
Riccia 95.
Riessia 107. :
Rosellinia Calami P. Henn. 79.
Ruhlandiella berolinensis P. Henn. 22.
Saccogyna 9.
Sarcoscypha 116.
Sargassum 229.
Scapania 68, 95.
Schistidium 70, 91, 300.
Schistostega 70, 300.
Schizophyllum 77, 112, 240. ;
Scleroderris 115. F
Sclerotinia Richteriana P. Henn. et
Star. 18. be
Seligeria 90.
Sepedonium 118.
Septoria Calami P. Henn. 86.
— Galeobdoli Died. 166.
— Spergulariae Bres. 32,
Seynesia Banksiae P. Henn. 78.
— petiolicola P. Henn, 78.
Siphonocladus 228.
Sphacelaria 230.
Sphaerocolla 118,
Sphaeropsis Nothofagi P. Henn. 86.
Sphaerospora Staritzii P. Henn. 19.
Spharotheca 113. k
Sphagnum 24, 69, 89, 304, 3
— Girgensohnii n. v. 304.
Sphenolobus 68.
Splachnum 70, 5
Spyridia 231. H
Squamotubera Le Ratii P. Henn. 308.
Staganospora 167.
Stemonitis 109. E
Stereum 74, 110. E
Stigmella 107. E
Stropharia 239, E
Tapesia 115, t
Thamnium 93, 169, 3
Thuidium 302,
Teichospora 176.
Telephora 110,
Timmia 71.
Tortella 70, 91,
Tortula 91, 299,
Tremella 73, 109,
La ae nee a TE nn a 2 a
Pflanzennamen der kleineren Mitteilungen. IX
Trichocolea 9.
Trichoderma 118.
Tricholoma 235.
Trichostomum 299.
Trogia 240.
Tryblidaria Breutelii Rehm 173.
Tubaria 239.
Tubercularia 118.
Tubulina 109.
Turbinaria 230.
Ulota 91.
Uredo Dioscoreae
Henn. 108.
quinquelobae P. |
IV. Autorennamen
Abbado, M. 144.
Abbey, G. 343.
Abel, R. 207.
Achalme, P. 43.
Ade, A. 152.
Aderhold, R. 59, 212, 219, 266, 279, 336.
Aderhold, R. u. Göthe, R. 153.
Ze . G. 334,
Ahrens, F. B. 144.
Aigret, C. 54, 55.
Alboff, N. 277.
Alessandri, L. 258.
Alliot, H, 266, 336.
Almeida, J. V. d’. 279.
Almeida, T V. d’ u. Souza de Camara,
Alves, A. 330.
Amberg, OÖ. 263.
Anchald, H. d’. 139.
Anderson, A. P. 193.
Andrew, A. le Roy 150.
Andrewes, F. W. 330.
Andrews, C. R. P. 152.
Andrews, Fr. M. 41.
Andrews, L. 56.
Ankersmit, H. J. Kok 51.
Anthony, E. C. 56, 218.
Appel, ©. 59.
Arber, E. A. N. 277.
Arcangeli, G. 212, 336.
Argutinsky, P. 330.
Arthold, M. 344.
Arthur, 1 C. 144, 154, 212.
Arthur, ]. C. u. Holway, E. W. D. 144.
Atkinson, G. F. 35, 144, 212, 336.
Autran, E. 256.
Babcock, S. M. u. Russell, H. L. 43.
Babes, V. u. Riegler, P. 266.
Baccarini, P. 49, 136.
Bach, A. u. Chodat, R. 257.
Bachmann, H. 209,
Baesecke, P. 218.
Bagnall, J. E. 216.
Bail, O. 43, 259.
Bail, Th. 144.
Bailay, J. W. 274.
Bailey, F. M. 277.
Bain, S. M. 220.
Bainier, G. 267.
Uredo Goeldiana P. Henn. 188.
— Sojae P. Henn. 108.
Urnula 115.
Uromyces occidentalis Diet. 98.
— sakavensis P. Henn. 108.
— tosensis P. Henn. 108.
Valonia 228.
Valsa 113.
Verpa 114.
' Volvaria 237.
Webera 70, 91, 300.
Zieria 301.
Zignoella 175,
des Repertoriums.
Balle, E. 150.
Bambeke, Ch. van 54, 149, 204, 267, 336.
Banning, Fr. 139.
Barbargallo, P. 139.
Barber, C. A. 154.
Barbey, G. 136.
Barbier, M. 144, 336.
Barbour, W. C. 55, 216.
Barbut, G. u. Sarcos, O. 279.
Baret, Ch. 267.
Barker, B. T. P. 144.
Barnhard, J. H. 41.
Baroni, E. 145, 336.
Barsali, E. 150, 212, 274, 342.
Barsanti, L. 329.
Barthelat, G. J. 145.
Barton, E. S. 263.
Bartian, H. Ch. 263.
Bataille, F. 145.
Batters, E. A. L. 48.
Bäumler, ]J. A. 267.
Bauer, E. 274,
Baum, H. 206, 257.
Baumgarten, P. v. u. Tangl, F. 257.
Bayer, A. 277.
Beauverie, J. 194, 220, 267, 279.
Beauverie, J. u. Guilliermond, A. 212.
Beck, G. v. 249, 267.
Beck, H. 43.
Beck, R. 154.
Beer, R. 340.
Beguinot, A. 340. f
Behla, R. 43.
Behrend, M. 43, 145.
Behrens, J. 154, 259.
Beijerinck, M. W. 44, 207, 259.
Beijerinck, M. W. u. Delden, A. van
139, 330,
Bela, Pater 154, 220.
Belet, E. 263.
Bel&ze, M. 145.
Belli, C. M. 139, 330.
Belli, S. 329.
Belloc, E. 263.
Benecke, W. 150.
Benecke, W. u. Keutner, ]. 259.
Beneke, R. 136.
Bennett, A 152.
Bentivoglio, T. 263.
x Ä Autorennamen des Repertoriums.
Berestneff, N. 136, 139, 330,
Bergmiller, F. 336.
Berlioz, F. 139, 330.
Bernätsky, ]J. 152.
Bertarelli, E. 139, 330,
Berthelot, A. 220.
Berthoumieu 257, 329.
Bertrand, C. E. u. Cornaille, F. 57, 277.
Besangon, F. u. Griffon, W. 259.
Best, G. N. 341.
Bie, V. 330.
Bier, L. 49.
Biffen, R. H. 212.
Binot, J. 259.
Binstead, C. H. 274.
Bioletti, F. F. u. Twight, E.H. 279,
Birt, C. u. Leishman, W. B. 259.
Bissell, C. H. 152.
‚Blackman, V. H. 145, 209.
Blackmann, F. F. u. EN A. G.
191, 209.
Blair, ]. C. 279.
Blanchard, R., Schwartz u Binot 267.
Blarin ham, E; 154,
Blasdale. W. C, 279,
Bliss, M. C. 341.
Blume, A. 139,
Blunno, M. 59,
Bode, A. 279.
Bodin, E. 44, 267.
Börgesen, F. 40, 48, 334.
Börgesen, F. u. Östenfeld, C.H. 243, 263.
Bohlin, 48,
Boistel, A. 150,
Bokorny, Th. 49, 50, 136, 145, 212, 336.
Bolley, H. L. 279.
Bomansson, J. O..341.
Bommer, Ch. 342.
Bondarzew, A.S. 344,
Bonhoff, H. 139,
Bonjean, E. 44.
Bonnema, A. 259.
Bonska, F. W, 330,
Boodle, L. A. 277.
Borbäs, V. v. 263, 342,
Bordet, J. u. Gengou, O. 330.
Borge, O. 48, 334,
Bornet, E. 206.
Bornmüller, ]J. 150.
Borthwick, A. W. 279.
Bottini, A. 150,
Boucher, W. A. 279,
Boudier, E. 50, 267, 336.
Bouilhac, R. 142,
Boulanger, E. 267, 336.
Boulanger, E. u. Massol, L. 330.
Bourquelot, E. 257.
Bourquelot, E. u. Herissey, .H. 145.
Bower, F. O. 152, 206, 218.
Brand, Ch. ]J. 209.
Brand, F. 259.
Brandes, G. 145.
Brandis, D. 344.
Brand-Kiel, K. 243, 263.
Bresadola, ]. 145, 194, 212, 267.
Brett, C. 279.
Breviere, L. 267, 336.
‚ Breymann, M. 330.
Brieger, C. u. Mayer, M. 259.
Briosi, G. 59.
Briosi. G. u. Farneti, R. 205, 220.
Briquet, J. 41, 274.
Britton, B. M. 341.
Britton, E. G. 55, 150, 274, 341.
Britton, E. G. u. Taylor, A. 57.
Britton, N. L. 206, 277.
Britzelmayr, M. 54,
Brizi, U. 267.
Brotherus, V. F. 274, 341.
Brown, R. R. N. 209.
Brown, W. N. 152.
Brückner, A. 150, 216,
Brunet, R. 267.
Brunnthaler, ]J. 334.
Bruyant, C. 142.
Bryhn, N. 55, 150, 216.
Bryk, E. 136.
Brzezinski, M. J. 2
Bubäk, F. 35, so iss; 249, 250, 267,
279, 344.
Bubäk, F. u. Kabät, J. E. 249, 267.
Buchanan, G. 220.
Buchheister, J. C. 57, 218.
Buchholtz, F. 126, 267.
Buchner, E. u. H. u..Martin, H. 145.
Buchner, E. u. gg 207.
Budinoff, L. 259.
Bürki 344,
Buhlert, H. 44, 331.
Burbury, ET. 242.
Burnham, S. H. 57.
Burri, R. 259, 331.
Burrill, T. J. u. Blair, J. C. 59.
Burvenich, J. 279.
Bush, B. F. 277.
Bussen, F. 220,
Butkewitsch, W. 207.
Butler, E. J. 344.
Butters, Fr. K. 209, 267.
Cadwell, M. 57.
Calamida V, u. Bertarelli, E. 44.
Camara Pestana, J. da 268.
Camus, E. G. 274.
Camus, E55, 216, 218, 341.
Capus, J. 344,
Car, L. 48.
Cardot, J. 274.
Cardot, J. u. Theriot, ]. 55, 274.
Carega, A. 331.
Carleton, M. A. 145, 268.
Carnevali, A. 50,
Carruthers, J. B. 220, 344.
Casares- Gil, A. 216, 274.
Cathcart, E. u. Hahn, M. 44.
Cathelineau, C. 259,
Catouillard, G. 44.
Catterina, B: 331.
Caullery, M. 142,
Cavara, F. 145, 336, 344.
Cavers, F. 150, 274, 341.
Cecconi, G. 154, 220,
Celani, E. 136,
Autorennamen des Repertoriums. xl
Chamberlain, Ch. J. 255, 274.
Chamberlain, E. B. 55, 341.
Chapin, P. 41.
Chapman, F. u. Grayson, H. ]. 334.
Charpentier, P..G. 334.
Chatin, A. u. Nicolau, S. 139.
Chelkowski, S. 212.
Chenevaud, P. 216.
Chester, F. D. 259.
Chiapella, A. R. 139,
Chick. H. 244, 263.
Chodat, R. u. Bach 41.
Chodat, R. u. Hassler, E. 277.
Cholodkovsky, N. .154.
Christ, H. 57, 151, 152, 2182277]
Christensen, C. 152.
Chrzaszcz, T. 44, 189,
Chusman, W. N. 268.
Ciechanowski, St. 145.
Claasen, E. 216.
Clarke, C. H. 55.
Claußen, N. Hj. 259.
Clements, Fr, E. 145, 268.
Gleve,;P;:T: 268;
342:
Cleve, P. T. u. Mereschkowsky, C. 264.
Clinton, G. P. 59.
Clodius, G. 220.
Clute, W. N. 41, .57, 218, 342.
Clute, W. N. u. Cocks, R. S. 218.
Cobb, N. A. 344,
Coboz, F. 257.
Cocks, R. S. 218.
Cohn, E. 268.
Coker, W. C. 151, 218, 341.
Collins, F. S. 48, 142, 329, 334.
Collins, J. Fr. 57, 341.
Colombier, M.. du. 54.
Comere, ] 2, ER 143.
Conn, H. W.
ee ee i. C. 336.
Cooke, M. C. 220, 279, 344.
Corbiere, L. 55, 150, 274.
Corfec, P. 336,
Costantin u. Gallaud, M. 344.
Costantin u. Lucet 212, 336,
Coste, H. 136,
Cotton, A. D. 344,
Coulter, J. M. 241, 257.
Coupin, 44, 145, 259.
Couput 279.
Courmont, ]J. 207, 331.
Courmont, . u. Descos, A. 139.
Courmont, P. u. Potet, M. 331.
Coutinho, F. P. 336.
Craig, J. u. Hook, ]J. M. van. 280.
Crockett, A. L. 216.
Cronquist - Norrköping, C. 331.
Crosby, C. M.
Cross EL Ch. ef 336.
Crozals, A. 151, 274.
Cruchet, D. 136.
Cugini, G. u. Traverso, G. B. 50,
Culman, P. 341.
Culman, P. u. Weber; ]. 55.
Cummings, 273.
Curtiss, A. H, 57.
Cushman, J. A. 209, 334.
Czadek, O. v. 154.
Czadek, O, v. u. Kornauth, K. 44.
Czapek, F. 41, 50, 329,
Dale, E. 268.
Dalla Torra, K. W. v. u. Sarntheim,
L. v. 34, 54,
Dams, E. 154.
Dandeno, ]. B. 59.
Dangeard, P. A. 139,145, 212, 268, 337.
Danysz, J. u. Wize, K. 344.
Darbishire, O, V. 264.
Davenport, ey = 57.
Davies, J. H.
Davis, B. M. Fi "250, 257, 337,:341,
Deckenbach, C. v. 244, 264, 268.
Deckhoff, W. C. u. Arendsen Hein,
A. 205.
Deichmann, Branth ]. S. 273.
Delacroix, G. 59, 220, 268, 280, 344.
Delbrück, M. 50.
Delbrück, W. 257, 268.
Delden, A. van 331.
Delezenne, C. u. Mouton, H. 146, 268.
Delguercio, G. 59, 221.
Del Testa, A. 206.
Dementjew, A. M. 280.
De Rossi, G. 47,
De Toni, G. B. 206,
De Toni, G. B. u. Fort, n 246, 266, 335.
Dewitz, J. 136.
Dhingra, M. E33:
Diedicke, H. 194, 337.
Dienert, F. 207.
Dietel,:P. 127, 146, 212, 251, 268,337.
Dieudonng, A. 44.
Dismier, M. G. 55, 275.
Dixon, H. N. 216, 275.
Djounkowsky, E. P. 139,
Dmitriew, A. M. 268.
Dobrowolski, St. 259,
Dombrowsky 331.
Dosch 220.
Douin 151, 216, 275.
Drawiel, A. 154.
Dreyer, A. 280, 337.
Druce, G. C, 136, 342.
Druery, Ch. Th. 57, 218.
Dubois, R. 259, 268.
Ducamp, L. 342.
Ducomet, V. 280.
Duerden, J. E. 48.
Dufour, ]. 280, 344.
Dume&e, P. 146.
Dumee, P. u. Lutz, L. 154,
Dumee, P. u. Maire, R. 146.
Dunzinger, G. A. 277.
Durand, E. ]J. 194, 268.
Durme, E. van 207.
Dusen, P. 55, 241, 257, 341.
Earle, F. S. 50, 146, .194, 212, 268,337.
Eäton, A. A. 57, 218, 277,342. ;
Eberhardt, A. 268.
Eckert, A. 44.
Ehrlich, Krause, Mosse , Rosin u,
Weigert 4.
xu Autorennamen des Repertoriums.
Eichholz, W. 44.
Eichler, B. 195, 212, 264, 268.
Elenkin, A. 54, 55, 136, 143, 273.
Ellis, D. 139, \
Ellis, J. B. u. Bartholomew, E. 50.
Ellis, ! B. u. Kellerman, A. W. 268,
Ellrodt, G. 44.
Emmerling, O. 44, 139, 212.
Emmerling, ©. u. Aberhalden, E. 207,
Engelmann, Th. W. 331.
Engels 259.
Engler, A. 120, 136.
Engler, A. u. Prantl, K. 151.
Entz, G. jun. 264.
Eriksson, J. 59, 154, 220, 268, 280, 337.
Ernst, A. 33, 48.
Ernst, H. C. 331.
Ernst, P. 44.
Errera, L. 190.
Esmarch, E, v. 44.
Espenschied, E. jun. 48, 143.
Eustace, Be: 280.
Evans, A. W. 55, 251, 275, 341.
Ewert 269.
Ewing, P. 341,
Eyre, J. W. H. 44.
Falke 154.
Familler, ]J. 275.
Fancy u. Hillier 275.
Farlow, W. G. 41, 146.
Faßbinder, ]. 221
Faull, J. H. 277.
Feinberg, L. 36, 50.
Ferguson, M. C. 139, 146.
Ferraris, T. 43, 50, 146, 269, 342,
Ferry, R. 50.
Ficker, M. 44, 140.
Fink, B. 273.
Fischer, A. 207.
Fischer, E. 41, 50, 60, 251, 257, 269, 280.
Fischer, G. E. 221.
Fischer, H, 146, 257, 259,
Fitzpatrick, T. J. u. M. F. L. 342.
Flahault, Ch. 257.
Fletcher, ]J. 221.
Flett, J. B. 218, 342.
Fliche, P. 218, 264, 277.
Floyd, F. G. 152.
Topp: 56,97
Fokker, A. P. 140, 207.
Ford, W. W. 331.
Forel, F. A. 209.
Forti, A. 192, 269.
Foslie, M. 264, 335.
Fowler, W. 337.
France, R. 195.
Frank, G. 140.
Frankland, P. 140.
Freeman, E. M. 50, 60, 280.
Fremlin, H. S. 207, 331.
Freudenreich, E, v. 44, 207, 259.
Freudenreich, E v. u. Thöni, J. 207.
Freyn, I. 57.
Friedberger, E. 140, 260.
Fries, R. E. 243, 258.
Fritsch, F. E, 48, 143, 264.
Fromont, 60,
Fünfstück, M. 54.
Gabel, C. F. 44.
Gabriel, E. 151.
Gabritschewsky, G. 45.
Gage, D. u. Phelps, E. B. 44.
Gaidukow, N. 190.
Galli-Valerio, B. 260.
Galzin 337.
Garbini, A. 210.
Garcke, A. 136.
Garjeanne, ]J. M. 275.
Garman, H. 269.
Gasparis, A. de 335.
Gassert 280.
Gaston und Nicoulon 269.
Gedoelst, L. 269.
Geheeb, A. 55, 275.
Gemelli, G. 140,
Gerber, C. 60.
Gerlach, M. u. Vogel, J. 45, 260.
Geucke, W. 154.
Ghon, A, u. Sachs, M. 331.
Gibson, R. ]J. H. 218.
Gilbert, B. D. 57, 342,
Gillot, H. 50.
Gillot, V. u. X., 146.
Gillot, X. 41, 42, 275.
Gindre, H. 269,
Goadly, K. W. 260.
Godfrin, J. 146, 213, 269.
Goebel R. 213.
Gössel, Fr. 60.
‚Götting, A. E. 57.
Goffart, J. 54, 269.
Gomont, W. 45.
Gonzälez Fabela, O. 45.
Gossard, H. A. 269.
Gouillon, ]J. M. 154.
Goulard, ]J. 60.
Goupil, P, 45.
Gozzaldi, M. J. J. 329.
Graebner, P. 206.
Gram, M. H, 260,
Gran, H. H. 264.
Grandi, S. de 44, 331.
Grassberger, R. 331.
Greene, E. L. 206.
Grimbert, L. u. Legros, G. 260.
Grimme, A. 45,
Grintzesco, ]J. 124, 143, 210.
Grof, W. 331.
Gromakowsky, D. 45.
Grosjean, O. 337.
Groß, E. 45.
Grout, A, J. 55, 216, 275, 341.
Gruber, Th. 45.
Grüss, J. 146,
Gueguen, F. 146, 213.
Gueguen, F. u. Heim 60.
Günther, C. 208. 3
Guercio, G. del 59, 221.
Guillemin, H, 146. E
Guilliermond, A. 45, 50, 146, 195, 213,
269, 335.
| Guillon, J. M.u. Perrier de la Bathie 280.
u De A SE ne mlde mc m 2 Sn Am an el ta a Laie te
a ar
N EI
Autorennamen des Repertoriums. x
Guinet, A. 55.
Guirand, D. 337.
Guirod, D. 345.
Gutwinski, R. 210, 260.
Gutzeit 154.
Gvozdenovit, Fr. 221, 344,
Gwosdinsky, J. A. 140.
Gwyne-Vaughan, D. T. 342.
Györffy, J. 216.
Haack, R. 331.
Haacke, P. 140,
Hackel, E. 206.
Häcker, V. 137.
Haenle, O. 140.
Hagen, ]J. 275.
Haım,-E.'38E
Haläscy, E. v. 42.
Hall, C. J. J. van 45, 140, 154, 221,
280, 331.
Hall, C. J. J. van u. Bylevelt, M..W.
van 154.
Hall, W. F. 57
Hallier, H, 42 3
Halliger, W. 208.
Halsted, B. D. 60.
Hansen, A, 32, 34, 275.
Hansen, E. Chr. 51, 146, 196.
Hansemann, von 332,
Hansgirg, A. 264.
. Smith, G. A. 155, 260.
Harding, H. A.
Hariot, P. 51.
Hariot, P. u. Patouillard, N. 147, 335, 338.
Harman, N. B. 140.
Harmand 42.
Harper, R. M. 218, 277.
Harris, C. W. 215.
Harrison, F. C. 45.
Harrison, F. C. u. Metcalf, H. 140.
Harrington, W. H. 221.
Fe ja J. W. 60.
Hart, J. H. 213.
Hartig, R. 51, 221.
Hartmann, M, 213.
Harvey, L. H. 275.
Hasse, H. E. 215, 273.
Hawthorn, E. 260.
Hay, G. N. 269.
Hayata, B. 329.
Hayek, A. v. 57, 218.
Hayner, C. C. 216.
Hazen, T. E. 264.
Hecke, L. 155.
Hedgcock, G. G. u. Metcalf, H. 155.
Heinick, E. 208.
Heinsen, E. 221.
Hellwig, Th. 344.
Helms, R. 280.
Henckel, A. 124, 143, 210.
Henneberg, W. 51, 147, 213, 332.
Henneberg u. Wilke 208.
Hennings, Fr. 280.
Hennings, P. 51, 60, 128, 147, 196, 213,
221, 269, 280, 337.
Henry, E. 51, 60.
Henry, J. 269.
Heribaud, ]. 264.
Hertwig, R. 137.
Herzog, R. O. 147, 213, 269.
Herzog, Th. 151.
Hesse, W. 45.
Hesse, W. u. Niedner 140.
Hetier 155, 196.
Heydrich, F. 49, 143, 151, 192, 210.
Hieronymus, G. 343.
Hill, E. J. 57, 341.
Hiller, M. F. 51.
Hillesheim, C. 210.
Hillier, 275.
Hiltner, L. 45, 147.
Hiltner, L. u. Störmer, K. 208, 344.
Hinsberg, O. u. Roos, E. 269.
Hintze, F. u. Kohlhoff, C. 275.
Hinze, G. 260, 335.
Hirschbruch, A, 51.
Höhnel, F. v. 197, 337.
Hölliger, W. 260.
Hofer, Fr. 57.
Hoffmann, H 60.
Hoffmann, W. 332.
Holland, J. H. 147.
"Holler, A. 55, 137.
Hollick, A. 57.
Hollös, L. 147, 213, 337. R
Hollrung, M. 60, 155, 280, 345.
Holmboe, ]J. 210.
Holmes, S. J. 264.
Holtz, L. 143. 210.
Holway, E. W. D. 51, 213.
Holzinger, J. M. 56, 275, 341.
Homen, E. A. 140.
Hone, D. S. 210.
Hooker, ]J. D. 275.
Hooper, D. 337.
Hope, Ch. W. 57.
Hopkins, F., Gowland u. Cole, S.W. 332.
Horrell, E. C. 341.
Horton, E. G. 260.
Hotter, E. 51.
Houard, C. 60, 280.
Howard, A. 155, 221, 280.
Howe, M. A. 49, 210, 217.
Howe, M. A. u. Underwood, L. M. 217.
Hu& 215.
Hunger, F. W. T. 34, 49, 280.
Hunter, ]J. 213.
Hyenis, ]. F. u. Richards, E. H. 208, 260.
Ide, A. u. Ritzema-Bos, J. 155.
Ikeno, S. 128, 147, 213, 217, 269, 275.
Ingham, W. 217, 275.
Inghilleri, F. 140, 260.
Issatschenko, B. L. 260.
Issler, E. 152.
Istvänffi, ]J. v. 133, 221, 281.
Iterson, G. v., jun. 332.
Ives, F. E. 49.
Iwanowsky 147.
Jaapı O. 121, 137, 205, 215.
ack, J. B. 137.
| Jacky, E. 51, 198, 213.
KV Autorennamen des Repertoriums.
este A. 221, 281.
acobitz, E. 45. .
Jacobs, O. 343.
Jaczewski, A. van 155, 221.
Jäderholm, E. 56.
aeger, H. 208.
ahn, E. 213, 269, 337.
Jakobash 269.
anczurowicz, St. 329,
Jatschewski, A. 155.
‘Jatta, A. 54, 216, 273.
eanpr£tre, ]. 51.
Jeffrey, E. C. 58.
Jehle,. L. 45.
enman,. G..S. 218, 277.
Jess, P. 140.
Jewell, H. W. 153.
Jochmann, G. 260.
Johnston, J. R..198.
ones, L. B. 45, 208, 332,
Jordan, E. C. 140, 208.
Jordi, E. 337,
ousset 338.
uel, H. ©. 51, 198.
Jung, R. 137.
unge, P. 153.
Jungner, R. 281.
ust 206, 329.
Kaalaas, B. 56.
Kahl, A. 345,
Kamen, L. 140.
Kamerling, 24281.
Karpinskı, W. ]. 155.
Kaserer, H. 147, 221.
Kasparek, Th. 45.
Kausch 140. N
Kawakami, T. 281. .
Kayser, ]J. 140, 260, 281.
Keeley, F. ]J. 335.
Keißler, K. v. 143, 264.
Keller, R. 56, 218.
Kellerman, W. A. 51, 143, .213, 269.
Kellermann, K. 140, 155.
Kexel, H. 260.
Kidston, R. 278.
Kieffer, ]J. J. 281.
Kiesling, Fr. 260.
Kindberg, N. C. 217.
King, C. A. 217.
Kirchner, O. 60, 221.
Kirsten, A. 208. -
Kjellman, Fr. 335.
Klebahn, H. 51, 199, 269.
Klein, A. 332,
Klein, E. 260, 338, 345,
Kleinke, O. 270.
Klimmer, M. 45.
Klitzing, H. 281.
Klöcker, A. 147, 199.
Klos, R. 281.
Klug, A. 270
Knowlton, C. H. 153, 278.
Kny, L. 51.
Koch, A. 141, 260.
Koch, F. G. 281.
Kock, A, 147.
König, ]J. 46, 208.
König, ]J. u. Spieckermann, A. 46.
König, ]., Spieckermann, A. u. Ohlig, A.
208. . i
Kohl, F. G. 345. }
Kohlmannslehner, H. 153. )
Kok Ankersmit, H. ]. 51.
Kolkwitz, R. 42, 213, 251, 264, 338.
Kollegorsky, E. u. Zassouchine, ©. 338.
Koning, C. 155, 281, 338.
Koningsberg, ]J. C. 345.
Koninski, K, 46.
Kossowig, A. 147.
Kovarzik, K. 141.
Kowalewski, M. 155.
Kozai, Y. 46.
Kraft, E. 46.
Krahl, F. 329, 332.
Kraus, R. 46.
Krause, E. 155.
Kreuzpointner, ]J. 155.
Krieger 46.
Krüger, Fr. 60, 155, 281.
Kuckuck, P. 210, 260.
Kühle 155, 281.
Künckel d’Herculais, J. 270.
Küster, E 134, 155, 345.
Kummer, P. 329,
Kuntze, W, 46.
Kurtz, F. 218.
Kusano, S. 51, 221, 281.
Kwizda, A. 260.
Lachenaud, G. 56.
L,atar:: Pi 213,
Lagarde, ]. 147.
Lagerheim, G. 218, 257, 270, 335.
Lagerheim, G. u. Wagner, G. 281.
Lambotte, U. 46.
Lampa, E. 58.
Lange, H. 52.
Lankester, A. E. 221.
Lanzi, M. 147,
Larbaletrier, A. 147.
Laronde, A. 54.
Larsen, J. A. 156.
Laubert, R. 221, 270.
Laubinger, C. 341.
Laurent, E. 60.
Laveran, A. 208, 260.
Laveran, A. u. Mesnil 261,
Lawson, A. A. 329,
Leavitt, R. G. 153, 278.
Le'Gros, F.L. 332.
Legros, G. 46.
Lehmann, E, 264.
Lehmann, K. B. u. Fried, E. 260.
Lehmann, K. B. u. Zierler, F. 208.
Lemmermann, E. 35, 192, 210, 335.
Le Mönnier: 206.
Lendner, A. 214.
Lengyel, B. 341.
Lentz 332.
Lepierre, Ch..261.
Lepeschkin, W. W. 137,
Lesage, P. 52, 199.
Lesser, E. 281,
GE RE
‚Autorennamen des Repertoriums.
Lett, H. W. 217, 275, 341.
Levier, E. 341.
Levy, E.. 147.
Levy, E. u. Kayser, H. 261. :
Levy, E. u. Piersdorff, F. 46.
Lewis, E: ]. 281.
Lilley, G. 210.
Lindau, G. 252, 270.
Lindberg, H. 56, 341.
Lindman, C. A. M. 256, 278, 329, 343.
Lindner, P. 206, 261, 338,
Lindroth, ]J. I. 52, 199, 214.
Lingard, A. 46.
Linhart, G. 60, 281.
Lipman, L. G. 261.
Lister, A. 258.
‚Litschauer, V. 341. .
Livingston, B. E. 137, 242, 258.
Llenas y Fernandez, M. 273.
Lloyd, C. G. 52, 128, 147, 214, 270.
Lloyd, F. E. 218.
Lochhead, W,. 221.
Lode, A. 141, 332.
Loeb, L. M. 46.
Lösener, Th. 137.
Löske, L. 151.
Löw, O. 141.
Löw, O. u. Kozai, Y..332.
Löwenstein, A. 264.
Löwenthal, W. 252, 338.
Lohmann, C. E. ]J. 342.
Lohmann, H..335.
Long, W. H. I. 52, 148..
Longenecker, A. M. 148.
Longyear, R. O. 148.
Lounsburg, Ch. P. 156.
Lowe, V. H. u. Parrot, P. J. 281.
Lowrie, ]. 148, 338.
Loy-Peluffo, G. 141, 332.
Lozeron, H. 49, 257.
Lucas, Fr. 345,
Ludwig, F. 222, 281.
Luke 345.
Lürssen, Chr. 218.
Luisier, A. 343.
Lyon, F. M. 343.
Lyon, H. L. 278.
Maaßen, A. 261. .
Mac Alpine, D. 36, 60, 61,.214, 222, 281,
338
Mac Ardle,. D. 276.
Macchiati, L. 137, 208.
Macfayden, A. 332.
Mac Ilvaine, C. u. Mac Adam, R K. 148.
Mac Intosh 214.
Mackay, A. H. 278.
Mac Kenney, R. E. B. 208.
Mac Millan, C. 264.
Macoun, ]J. M. 54, 56, 137.
Macvicar, S. M. 151,.217, 276.
Mader, J. 222.
Madson, G. A. 261.
Magerstein, V. Th. 148.
Magnaghi, A. 214.
Magnin, A. 335. j
Magnus, P. 37,38,52,148, 214,219, 253, 270.
Magnus, W. 222.
Mägöcsy-Dietz, A. S. 137.
Mahn 281.
Main, H. 270.
Maire, R. 148, 214, 338,
Maire, R u. Saccardo, P. 270.
Makino, T. 58, 219.
Malenkovit, B. 338,
Malkoff, K. 61, 156.
Malme, G. ©. 340.
Malvoz, E. 46.
Mangin, L. 222, 270.
Mangin, L. u. Viala, P. 156, 282, 338.
Marcailhou-d’Americ, H. u. A. 137.
Marchal, E. 61, 282,
Marcuse, M. 129, 214.
Marmier, L. u. Abraham, H. 261.
Marpmann, G. 270.
Marsson, M. 265.
Martel, H. 141.
Martin, A. 276.
Martin, Ch. E. 52.
Massalongo, C. 151, 217, 276, 338,
Massat, E. 46, 156.
Massee, G. 61, 148, 222, 282.
Massime 61.
Matouschek, F. 56, 132, 151, 217, 276,
329, 342.
Matruchot, L. 200, 270, 338.
Matruchot, L. u. Dassonville, C. 141.
Matruchot, L. u. Molliard, M, 49, 210.
Matruchot, M. 148.
Matzdorff, C. 61, 282.
Mattirolo, O. 137.
Maublanc, A. 338.
Maurin, E. 282.
Maurizio, A, 156.
Maximow, N. A. 200.
Maxon, W. R. 58, 219, 343
Mayer, A. 282.
Mayer, C. ]. 153.
Mayer, E. 200.
Mayer, G. 141.
Mazza, A. 143, 210, 265.
Mehner, B. 222.
Meijer, A. 52.
Meisenheimer, J. 271.
Menegaux, A. 282.
Menier, Ch. u. Monnier, U. 148.
Menzies, J. 214. .
Mereschkowsky, C. 49, 143, 210, 269.
Mereschkowsky, S. S. 137.
Metcalf, R. H. 58.
Metschnikoff, E. 261, 332. .
Meusburger u. Rambousek 46.
Meyer, A. 52, 332,
Meyer, E. 46.
Meylan, Ch. 42, 56.
Michaelis, A. A. 282.
Migula, W. 133, 137, 208, 276, 342.
Minakata, K. 335.
Minden, M. v. 200. 271. i ©
xVvI
Miquel, P. 335.
Mirsky, B. 338.
Miyake, K. 58, 265.
Möbius, M. 137,
Möller, A. 148, 214, 282.
Maller, Hj. 278.
Moesz, G. 143.
Molisch, H. 141, 143, 156, 261, 265.
Molliard, M. 46, 148, 201, 208, 222, 271, |
Molliard, M. u. Coupin, H. 338.
Monguillon, E. 54.
Montemartini, L. 265.
Monteverde, N. 42.
Morgan, A. P. 52, 148, 201, 258, 271.
Moritz, J. 61.
Mortensen, M, C. 278.
Mottareale, G. 61, 282.
Mouton, H. 208, 338.
Müller, G. Th. 261.
Müller ee K. 56,151, 276,
Müller, O. 265
Müller-Thurgau, H. 156.
Müllner, M. 332,
Muir, R. u. ee J. 208.
Mulier, BES
Murr, ;: 276.
Murray, G. 335.
Murrilf W. A. 38, 52, 148, 214, 271.
Muth, Fr. 332.
Mutschler, F. A. 43.
Mysliwski, P;282,
Nabarno, D, 332,
Nadson, G. 258, 261.
Nalepa, A. 282.
Nathansohn, A, 141, 191, 333.
Navas, L. 340.
Navarro, 2.61;
Nebel, A. 261.
Neger, F. W. 271, 338.
Negri, A. 333,
Nelson, N. P. B. 211.
Nöemec, B. 127.
Nestler 208.
Neubauer, H. 52, 282.
Neumann, R. 138,
Neumann-Wender 141.
Newmans, C. C. 282.
Newstead, R. 222.
Nicholson, W. E. 217, 276.
Nicolle, Ch. 46, 264
Nilson, B. 54, 130, 150.
Nishida, "FE148;
Noack, F. 156.
Nobbs, E. A. 156.
Noel, P. 61.
Noelli, A. 52, 338,
Eh Ss 214, 282.
B. 58.
O'Brien, A. A. 201,
Odin, 6; 52.
Ostrup, E. 335.
Öttingen, W. v. 333
Okamura, K. 143, 246, 265, 335.
Autorennamen des Repertoriums.
Oldberg, J. 141.
Olive, W. 32, 43,
Olivier, H. 54, 150, 216, 273, 340,
Omeis, Th. 345.
er W. 333,
Orr,
re, RK V. 58,
Ostenfeld, BESTER Er Yes; 211, 219, 246,
247, 265.
Osterwald, K;:217,
Österwalder, A. 61, 156, 338.
Oswald, W, 329,
Othmer, B. 343,
| Ott, E. 278,
Otto, R. 333,
Oudemans, C. A, ]. A. 271.
Oudemans, C. A, J. A. u. Koning, C. J,
214, 345.
Pacottet, P. 61.
Pailheret, F. 46,
Palibin, J. W. 206, 343.
Palmer, W. 58,
Pammel, L. H. 151, 282.
Pammel, L. H., Weems, J. B. u. Lam-
son-Scribner, F. 135, \
Pampeloni, L. 214, 278, 335.
Pantocsek, ]J. 211, 335.
Pantu, Z. C. 278 Be
Pantu, Z.C. u. Procopianu-Procopovici, }
. 219,
Pappenheim, A. 42, 208.
Paris, E. G. 56, 276, 342.
Parow, E. 148,
Pasini, A. 46.
Pasquini, P. 141, 333,
Passini, F. 209,
Passy, P. 156.
Patouillard, N. 129, 148, 338, 3
Patouillard, N. u. Hariot, P. 147, 335, 338, R
en er W.
Paul,
Paul, H. $ " Mildbread, J. 276.
Paulson, R. 282.
Pavillard u. Lagarde 258,
Pax, F. 282.
Pearson, H. H. W..56, 276.
Peck, Ch. H. 149, 271.
Peglion, V. 222, 282,
Peirce, G. ]J. 49,
Penhallow, D. R. 219,
Pennington, M. S. 201, 271.
Penzig, O. 61.
Peragallo, H. 335,
Percival, ]. 61.
Perda, A. 343,
Perez, Ch. 333,
Perrand, J. 345.
Perrot, E. 149,
Peterfi, M. 56, 276.
Petersen, e.G. J. 265.
Petersen, H. E. 338,
Petit, P. 206,
Petri, L, 52, 214, 333, 338,
Petruschky, ]. u. Püsch, H. 333,
Pfeiffer, E. 47.
Pfreimbtner, I. 52,
Autorennamen des Repertoriums. j
Pfuhl, Fr. 214, 271.
Phelps, 0. Dx329;
Philip, R. H. 335.
Phisalix, C. 261.
Pic, M. 271.
Picquenard 54.
Pierce, N. B. 222.
Pierre 61.
Pinochet, A. C. 61.
Pinoy 43.
PIPei SV. 62,
Pirotta, A. 153.
Pissot 141.
Plemper van Balen, B. A. 153.
Plowright, C. B. 53,
Podwissotzki, W. 190, 207.
Poirault, J. 149, 214, 271, 338.
Poole, H. S. 153, 343.
Porchet, F. 282,
Porsild, M. P. 207.
Porton 53.
Pösch, K. 56, 222.
Potonie, H. 42, 219, 278.
Potron, M. 271.
Potter, M. C. 47, 62, 156, 222, 283.
Potts, G. 43,
Poulson, V. A. 271.
Powell, Ch. 211.
Prausnitsch, C. 333.
Preiß, H. 209,
Preißecker, K. 283.
Preyer, A. 62,
Prillieux, E. 53, 201.
Proti&, G. 265.
Prowazek S. 62, 138, 143,
Prudon 271.
Prunet, A. 62, 156, 222, 345.
Pury, H. de 271.
Putnam, B. L. 58.
Ouelet, L. 202.
Quelet, L. u. Bataille, F. 202.
Quenu u. Landel 141.
Rabate E. 339.
Rabenhorst, L. 149, 151.
Raciborski, M. 156.
Radian, S. St. 217, 276.
Raggi, L. 343,
Rakete, R. 151.
Ramaley, Fr. 211.
Ranojevic, N. 271.
Rapp, R. 53,
Raschkowitz, S, 333.
Ravay, L. u. Sicard, L. 283.
Ray, 'J. 222.
Räymann, B. u. Kruis, K. 261.
Reed, ]. 283,
Reed, M. 214, 339,
Reh, L. 222,
Rehm, H, 129, 149,
Reichelt, H. 265.
Reinhardt, K. W. 47,
Reinke, M. 42.
Reinke, ]J. 124, 143, 211.
Reiß 345,
Remer, W, 283,
Renauld, F. u. Cardot, J. 342.
Hedwigia Ba, XL1l. 1903.
Renault, B. 58, 258, 265.
Rottger, F. 141, 261.
Reukauf, E, 156.
Reuter, E. 62, 156, 222.
Reverchon, ]J. 219.
Rich, F. A. u. Jones, R. L, 58.
Richter, A. P, F. 47, 261,
Rick, J. 214
Riddie, T, 6:31,
Ridley, H. N, 62, 283.
Rietsch 261.
Rikli, M. 257.
Ritzema-Bos, ]J. 156, 283, 345,
Ritzema-Bos, ]. u. Stas, G. 222,
Rivas, D, 47,
Riviere, Ch. 283,
Robinson, C. B. 335,
Rodella, A. 261, 333.
Röll, J. 271,
Rösler, L. 137.
Roger, R. 62.
Rogoziiski, K. 141.
Roland, L. 62, 149.
Rolants, E. 333.
Rolfs, P. H. 283,
Rosen, F. 47.
Rosenberg, O. 214, 339,
' Rosendahl, C. ©. 271.
Rosenstiehl, A. 214, 339,
Rosenthal, G. 141.
Rosenvinge, L. 335.
Roß, H. 157, 283.
Rossi, G. de 47, 209.
Rostowzew, S. J. 222, 271, 339.
Rostrup, E. 283.
Roth, F. W. E. 138, 262.
Roth, G. 276, 342.
Rothert, W. 272.
Rousseau, ]J.-]. 207, 242.
Roux, E. 209,
Rowley, F. R. 265.
Royers, H. 143, 265.
Rubinstein, S. 262,
Rudberg, A. 138,
Rudmosa, R. N, 265,
Rudiitka, St. 262.
Rübsaamen, E. H. 62, 223, 283.
Ruhland, W. 215, 339,
Rullmann, W. 47.
Saare, O. u. Bode, G. 272.
Sabrazes, ]. 262,
Saccardo, D. 272.
XVII
Saccardo, P. A. 39, 53, 130, 149, 207,
254, 329, 339, 345.
Saccardo, P. A. u. Traverso, G. B. 339,
Sacharow, N. 329,
Sachs, M. 262.
Sagorski, E. 153.
Sallet u. Tribondeau 138,
Salmon, C. R, 278.
Salmon, E.S.53, 152, 223, 269, 272, 339,
Salzmann, P. 262.
Sanders, J. G. 53,
Sandstede, H. 340,
Saul, E. 262.
Sauvageau, C. 49, 144, 211.
XvII
Sawamura, S. 333,
Sazerac, R. 333.
Scalia, G. 53, 283.
Schaffner, J. H. 53.
Schattenfroh, A. 141.
Schaudinn, Fr. 122, 333,
Schellenberg, H. C. 345.
Schepilewsky, E. 141, 333.
Schiemenz, P. 189,
Schiffner, V. 152, 217, 276,
Schinz, H. 138,
Schinz, H. u. Junod, H. 258.
Schmidle, W. 49, 125, 265.
Schmidt, J..144, 265.
Schmidtmann, A. u. Günther, C. 42,
Schnegg, H: 62.
Schneider, A. 215, 262, 272.
Schnider 223, 262.
Schönfeld, F. u. Rommel, W, 47.
Schorler, B. 42, 339,
Schoute, J. C. 138
Schrader, H. F. 265.
Schrenk, H. v. 223, 345,
Schrenk, H. v. u. Spaulding, P. 272, 345.
Schröder, B. 53, 211.
Schröter, C. 42, 257.
Schröter, C. u. Kirchner, O. 138, 211.
Schube, Th. 219, 258.
Schubert, A. 53,
Schuch, J. 156.
Schüder 142, 333.
Schüder u. Proskauer 142,
Schüler, J. 273.
Schütz, J. 149.
Schultz-Schultzenstein 47, 142, 333.
Schultze-Wegl, J. 149.
Schwackhöfer, W. 47,
Schwalbe, B. 153.
Schweinbez 283.
Schweinitz, E. A. de u. Dorset, M. 47,
Schwendener, S. 42, 49, 58,
Scott, D H., Seward, A,C. u. Reid, C,
207
Seckt, H. 42.
Sedgwick, T. E. 223.
Sedlaczek, W. 283,
Sr A. 333,
Selby, A. D. 62, 345,
Selby, A. D. u. Hicks, J. E. 62.
Sellards, E. H. 278, 330,
Semadeni, O. 272,
Setchell, W. 265.
Setchell, W. u. Gardner, N. L, 265.
Severin, S. 47.
Seward, A. Ch. u. Sibille, O, F, 153, 278,
Seymour, A. B. 219, 272,
Shaw, E.L. 58.
Shear, C. L. 202.
Sheldon, J. L. 272,
Shinn, J. T. 56.
Shoemaker, E.M.
Shull, G. H. 343,
Silberschmidt, W, 47.
Silveira, A. A. da 58.
Silvestri, F. 223,
Simmer, H. 258,
u. Waggoner, A. 262.
-
|
Autorennamen des Repertoriums.
Simmons, H. G. 258,
Sion, V. u. Laptes, N. 142.
Skinner, S. A. 335.
Skottsberg, C. 42, 144, 211.
Small, J. K. 278, 330, 343,
Smith, A. 265.
Smith, A. ]J. 47.
Smith, A. L. 157, 215, 272, 345.
Smith, E. F. 283, 333,
Smith, G. E. 58,
Smith, J. B. 223,
Smith, R. E. 40,
Smith, R. G. 47, 142, 262, 334.
Smith, W. G. 215, 272, 339.
Solereder, H. 138,
Solms-Laubach, H. zu 58.
Sommier, S. 138, 207, 219.
Sorauer, P. 39, 62, 223,
Sorauer, P. u. Hollrung, M. 345.
Spaulding, P. 339,
Spegazzini, C. 202, 272.
Spengler, C. 262
Speschnew, N. N. 283,
Spiegel von und zu Peckelsheim 223,
Spinelli, V. 265,
Spirig, W. 262.
Spitta 142,
Stabler, G. 276.
Stäger, R. 254, 339.
Staes, G. 157.
Starbäck, K. 53,
Staritz, R. 272.
Staufacher 223.
Steinbrinck, C. 153, 278.
Steiner, J. 273.
Stender, A. 157.
Stenström 47. {
Stephani, F, 56, 152, 217, 276, 342,
Sternberg, C. 53,
Stevens, F. L. 149, 272,
Stevens, F. L. u. A. Ch. 272.
Stewart, F. C. u. Eustace, H. J. 157, 284.
Stewart, F. C., Eustace, H. J. u. Sirrine,
F. A, 157.
Stewart, F. C. u, Harding, H. A. 346.
Stift, A. 284.
Stirton, J. 217.
Stokes, A. C. 211.
Stoklasa. J. 142, 209, 258,
Stone, C. E., Fernald, H. T.u. Maynard,
S. T. 284.
Stopes, M. C. 343.
Stow, S. C. 342,
Straw, C, E. 343,
Strasburger, J. 209, 262,
Stuart, P. M. 339,
Stuart, W. 62,
Stuckert, Th. 58, 219,
Stuhlmann, F, 223, 284, 339,
Suzuki, U. 62,
Svendsen, C. ]. 53,
Swingle, D. B. 339,
Sydow, H. u. P. 40, 130, 149, 203, 215
272, 339,
Symons, T. B. u. Norton,
Takahashi, Y. 53, 157.
J- B. S. 284.
u
Autorennamen des Repertoriums.
Tansley, A. G. u.. Chick, E. 278.
Taplin, W. H. 58.
Tassı, FL. 53;.62, 215, .272,
Tavares, J. da Silva 42, 62, 223,
Taylor, A. E. 47.
Tcherwentzoff, A. N. 334,
Teichert, K. 203, 272.
Ternetz, Ch. 215.
Testa, A. del 206.
Testi, F. 142, j
Thaxter, R. 215, 272, 339.
Therese, Prinzessin von Bayern 42,
Theriot, J. 276, 342.
Thibaut, Fr. 53, 203.
Thiele, H. 47.
Thiele, R. 47, 284,
Thiercelin, E. 47.
Thiercelin, E. u. Jouhaud, L. 334.
Thoinot, L. H. u. Masselin, E. ]J. 48.
Thömsgen 63.
Thom, Ch, 340,
Thomann, O, 48, 142.
Thomas, Fr. 135, 284.
Thome 122,
Thumm, K. 43,
Tilden, J, E. 266.
Timberlake, H. G. 266.
Timm, H. 149.
Tobler, F. 144, 211, 247, 248, 266.
Tonzig, C. u. Ruata, G. O. 48.
Toporkow, S. 284.
Torka, V. 217, 342,
Torrend, C. 53,
Torrey, .H. B. 49,
Toyama, G5282,
Trail, J. W. H. 273, 284.
Tranzschel, W. 340.
Traverso, G. B, 53, 138, 149, 203, 223,
254. 273, 340.
Treboux, ©. 138.
Trelease, W. 138.
Tribondeau 273,
Tripet 257.
Trotter, A. 157.
Tsiklinsky, P. V. 142, 209.
Tubeuf, C. v. 43, 157, 215, 223, 262, 273,
340, 346.
Turnball, A, 209,
Turquet, J. 53, 54.
Turro, R., Tarruella, S. u. Presta, A. 340.
Underwood, L. M. 58, 153,.219, 343,
Underwood, L.M. u. Maxon, W.R. 58.
Ursprung, A. 219.
Valenti, G. L. 142.
Vallee d’Alfort, M. H. 262.
Vaüha, J. 223, 346.
Vaupel, F. 276.
Velenovsky, . 205, 217, 276.
estergren, T. 43, 149.
Vilhelm, J. 277.
Vill, A, 149.
Villard, J. 336,
Vincent, H. 262.
Vincenz 284,
Vines, S. H, 138, 258, ;
Viola, D, u. Morello, G, 48,
' Vladescu, M. 219,
Vörner, H. 54.
Vogel, J. 209, 262,
' Vogler, P. 49, 211.
Voglino, P, 157, 215, 284.
Voit, C. 43.
Volk, R. 336.
Vollmann, Fr. 58.
Voß, W. 340
Vries, H. de 330. }
Vuillemin, 'P. 54, 63, 204, 215, 273, 334,
340.
Wachtl, Fr. 223.
Wahgel, A. 262.
Wahl, A. v. 262.
Waisbecker, A. 59, 219.
Wandel, O. 334.
Ward, H. M. 63, 215, 223, 284.
Warming, E. 138.
Warnstorf, C. 152.
Warren, R. ]J. 273.
Wasiliewski, von u. Hoffmann 284.
Waters, C, E. 59, 153, 219.
Watkins, W. G. 59,
Watt, G. u. Mann, H. H. 346.
Weber, C.. A. 217.
Weber, R. 262.
Webster, H. 54, 340.
Weems, J. B. u. Heß, A. W. 273.
Wehmer, C. 150, 157, 215, 262.
Weichselbaum, A. 48!
Weinland, E. 150,
Weis, Fr. 258, 330.
Weis, J. E. 63, 157, 223, 266.
Weisenberg, L. u. C, 336.
Weiß, F. E. 59, 153,
Well, R. 209,
Wells, W, E. 219, 343,
Went, F. A. F, C. 284,
West, V. M. 144,
West, W. 211.
West, W. u. G. S. 144, 211.
Weettstein, R. v. 43.
Whetzel, H. H. 54, 258, 284.
White, D. 49, 211.
White, V..S. 204.
Wieler, A. 63, 138.
Wiener, E. 334.
Wilbrand 284.
Wildemann, E. de 138, 278.
Wiley, H. W. 48.
Wilfarth, H. u. Wimmer, G. 223.
Will, H. 150, 340.
Wille, N. 43, 121, 144, 211, 266.
Williams, J. L. 336.
Williams, R. S. 217, 277, 342.
Williamson, E. B. 54.
Wilson, A. 56.
Wilson, A. u. Wheldon, J.. A. 152.
Wilson, W. 210.
Windisch 263.
Winterstein, E. u. Hoffmann, J. 273.
Wittmann, K. 334. ;
Wittrock, V., Nordstedt, O.u.Lagerheim,
211.
| Wolff, A. 142, 263,
xx Autorennamen des Repertoriums.
Woltmann 209. Zäwodny, J. 138, 273.
Woodworth, C. W. 63. Zederbauer, E. 334, 340.
Woolson, G. A. 59, 343, Zega, A. 334,
Wortmann, J. 150, 157. Zehntner, L. 284.
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F
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Hobkirk, Ch. P. + 66,
Holtermann, K, 66.
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Millardet + 161.
Möllendorff, ©. + 294,
Murray, ]. S. + 161.
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Oltmanns, nie
Payot, V. + 66.
Pearson, H, H, W. 161,
Pfeiffer, W, 205,
Pond, R, H. 349,
Personalnotizen,
XXI
“ Porsch, ©. 224,
Preuß, 161.
Pringle, C. G. 224.
Raciborski, M. 349,
Radde, G. + 161.
Rehm, H. 162.
Reinhardt, M. O. 66.
Rothert, W. 66.
Roux, 349,
Schneider, A. 295.
Sirodot + 161.
Solms -Laubach, H. zu 161.
Thaxter, R. 162.
Timberlake, H. G. 7 349,
Uhlworm, O. 162, 349,
Ule, E. 295.
Underwood, L. M. 224, 295,
Vierhapper, Fr. 7 161.
Vries, H. de 295, 350.
Vuillemin, P. 162.
Went, 350.
Westermaier, M. + 224.
Wettstein, R. v. 350.
Winkler 349,
Winnecke, C. G. A. + 224.
Woronin, M. + 161.
Zalewski, A. 349,
Zederbauer, E. 162.
Zickendrath + 349.
Zimmermann, O. E. R. + 66.
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21 von oben lies Zettnow statt Zettow.
1 von oben lies Bertrand statt Berdrand.
16 von unten lies Septoria statt Septoris.
10 von oben schalte ein: M. hydnoides n, sp.
9 von unten lies Hydnum statt Hy
28 von oben lies Kellerman statt
20 von oben lies Ferraris statt Farraris.
4 von oben lies J.-]. Rousseau statt J. J. Rosscau.
16 von unten lies Vladescu statt Vladesco.
3 von unten lies Rostowzew statt Rostowzen.
26 von oben lies Molisch statt Meolisch.
1 von oben lies Salmon, E. statt Ernest, S.
15 von oben lies Bailay statt Baylay.
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Ueber die Blüthezeit deutscher Laub-
moose und die Entwickelungsdauer ihrer
Sporogone.
Von Dr. A. Grimme-Melsungen.
(Mit Tafel 1.)
Die Blüthezeit der deutschen Laubmoose ist bisher sehr un-
genügend erforscht. Dies muss um so mehr auffallen, als v. Kling-
gräft (2) schon vor 40 Jahren auf die Bedeutung solcher Studien auf-
merksam gemacht hat und da durch solche Studien interessante Ver-
gleiche mit den Phanerogamen bezüglich Dichogamie, Einfluss des
Klimas und Standortes auf die Blüthezeit gezogen werden können,
40 Jahre sind vergangen und kein deutscher Moosforscher hat diese
für die allgemeine Botanik so wichtige Frage zu beantworten versucht.
Diese recht befremdliche Thatsache wird dadurch erklärlich, dass
solche Studien zunächst eine höchst genaue Kenntniss der in Betracht
kommenden Moose voraussetzen. Dann aber verlangen sie eine
kritische und vorsichtige, mikroskopische Beurtheilung der Reife-
stadien von Archegonien, Antheridien und Sporen. Zudem muss
man an einem Orte wohnen, an dem fruchtende Moose in grosser
Zahl und typischer Ausbildung jederzeit zu Verfügung stehen.
Da ich nun seit 6 Jahren theils in Eisenach selbst mit seiner jedem
Bryologen als goldne Fundgrube wohlbekannten Umgebung (Anna-
thal, Landgrafenschlucht u. s. w.), theils in seiner Nähe sammle, so
lag nichts näher, als dass ich einmal versuchte, durch jahrelange
Studien diese Lücke, soweit es in meinen Kräften stand, auszufüllen,
und ich gestatte mir, im Folgenden die Resultate meiner zahlreichen
Untersuchungen dem Leser zu unterbreiten.
Zunächst werde ich kurz die über diesen Gegenstand vorhandene
Spärliche Litteratur besprechen und dann Erörterungen über die
Laubmoosblüthe, besonders über die Erkennungszeichen der Reife
von Antheridien und Archegonien, sowie über die Erscheinungen
einer stattgefundenen Befruchtung und endlich über das Vorkommen
von Dichogamie bei Laubmoosen folgen lassen. Auch auf die Be-
urtheilung der Sporenreife muss ich kurz zu sprechen kommen, da
die sich: in jeder. Laubmoosflora: findenden Angaben über die Zeit
der Sporenreife auffallend verschieden sind und deshalb nicht ohne
Hedwigia Ba, XL. 1903. 1
2 A. Grimme.
Weiteres kritiklos als feststehend angenommen werden dürfen.
Hierauf werde ich diejenigen meiner Einzeluntersuchungen, auf welche
sich meine Schlüsse betreffs Blüthezeit und Sporenreife stützen, aus-
führlich wiedergeben und daran eine Liste aller von mir mit Erfolg
untersuchten Arten anschliessen nebst Angaben über Blüthezeit und
Sporenreife sowie Dauer der Sporogonentwickelung, auch im Ver-
gleich zu den Angaben Arnell’s (1), welcher Beobachtungen über
denselben Gegenstand auf der skandinavischen Haibinsel ausführte.
Diese Zusammenstellung füge ich besonders auch deshalb bei, um
denjenigen zu dienen, welche zu Lehrzwecken Moosblüthen zu be-
stimmten Zeiten nöthig haben.
In der Litteratur konnte ich über die Blüthezeit und die Dauer
der Sporogonentwickelung deutscher Laubmoose nur ganz ver-
einzelte Angaben finden. Schon vor fast 40 Jahren hat H. v. Kling-
gräff (2) die Blüthezeit einiger Laubmoose festgestellt und im An-
schluss an ein Experiment (er verpflanzte männliche Rasen von
Hypnum giganteum zwischen bis dahin sterile weibliche und erzielte
Sporogone) veröffentlicht, wobei er zugleich auf den Werth der Fest-
stellung der Blüthezeit der Moose hinwies und zu weiteren Beobach-
tungen aufforderte.
Die Resultate seiner Untersuchungen sind jedoch zum Theil
unrichtig. Dieselbe Frage berührte v. Klinggräff (3) im allgemeinen
Theil seiner 1893 erschienenen Moosflora West- und Ostpreussens
und forderte von Neuem zu Untersuchungen über die Befruchtungs-
zeit der deutschen Moose auf, denn auch jetzt noch war dieses
Beobachtungsfeld in Deutschland ganz unbearbeitet geblieben. Auch
Limpricht (4) vermisst besondere Untersuchungen über die für Mittel-
europa völlig unbekannte Blüthezeit der Laubmoose. Vereinzelte An-
gaben, die für mitteleuropäische Verhältnisse maassgebend sein sollen,
finden sich endlich noch in der Bryologia europaea von Bruch, Schimper
und Gümbel, sowie in der Synopsis muscorum von Schimper. Die-
selben stimmen jedoch mit den Ergebnissen meiner Untersuchungen
nicht überein.
Eingehende planmässige Beobachtungen über die Blüthezeit der
Laubmoose und Dauer der Entwickelung des Sporogons sind bis
jetzt nur in einem Florengebiete und zwar auf der skandinavischen
Halbinsel von Arnell (1) gemacht worden. Arnell giebt in seiner
sehr bemerkenswerthen und umfangreichen, schwedisch geschriebenen
Arbeit nach kurzer Einleitung zunächst einen Ueberblick über die
diese Frage betreffende und bereits oben erwähnte, sehr dürftige
Litteratur, behandelt sodann die Anordnung der Jahresblüthen am
Moosstengel, das Aussehen fast reifer, normal reifer und überreifer
Archegonien und Antheridien sowie das der Jungen Sporogone und
darauf die Sporenreife in treffender und ausführlicher Weise,
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 3
Als Haupttheil der Schrift folgt dann eine Schilderung der 12
Linne’schen Vegetationsperioden mit Angabe der in jeder blühenden
und fruchtenden Laubmoose. Arnell hat diese Eintheilung des
Jahres in 12 Entwickelungsstadien der Vegetation bevorzugt, weil sie
die natürlichste sei und durch sie eine Einheit in der Zeitrechnung
für Vegetationserscheinungen am besten erreicht werde. Skandinavien
hat eine Ausdehnung durch ungefähr 15t/, Breitengrade, so dass be-
sonders Frühling und Herbst sehr ungleichzeitig in verschiedenen
Theilen dieses Landes eintreffen. Man 'müsste deshalb einen ganz
ausgedehnten Zeitraum angeben, wenn mit Monaten eine für ganz
Skandinavien gültige Blüthezeit oder Sporenreife eines Mooses be-
zeichnet werden sollte. Im mittleren Skandinavien oder etwa bei
Hernösand haben diese 12 Perioden folgende Bezeichnungen und
Begrenzungen: I. Eisperiode (Mensis glacialis) vom 1. Januar bis
1. April; II. Thauwetterperiode (M. regelationis) vom 1. April bis zur
ersten Woche des Mai; III. Saatzeit (M. germinationis) von der ersten
Woche des Mai bis 1. Juni; IV. Zeit des Laubausschlages (M. fron-
descentiae) vom 1. Juni bis um den 20. Juni; V. Blüthezeit (M. flores-
centiae) vom 20. Juni bis zum 7. Juli; VI. Zeit des unreifen Obstes
oder der Hochsommer (M. grossificationis) vom 7. Juli bis zum
24. Juli; VII. Zeit des Heumähens (M. maturationis) vom 24. Juli
bis zum 15. August; VIII. Erntezeit (Messis) und IX. Nachsommer
(M. disseminationis). vom 15. August bis zum Abfallen des Laubes
ungefähr am 15, September; X. Zeit des Laubfalles (M. defoliationis)
vom 15. September bis zum 15. Oktober; XI. Frostperiode vom
15. Oktober bis zum 10. November (M. congelationis); XII. Schnee-
periode (M. nivalis) vom 10. November bis zum 31. Dezember.
Den Schluss der Abhandlung bildet ein Verzeichniss sämmtlicher
skandinavischen Laubmoose mit Angabe der Sporenreife und
Blüthezeit sowie derjenigen Beobachtungen, welche dem Verfasser
bei Bestimmung der Blüthezeit als Unterlage dienten.
Es ergiebt sich aus dieser Arbeit die überraschende Thatsache,
dass die Entwickelungsdauer der Sporogone der verschiedenen Arten
zwischen sehr verschiedenen, zum Theil äusserst weiten Grenzen
liegt. Bei keinem Laubmoose wird das Sporogon in kürzerer Zeit
als 3 Monaten zur Reife gebracht. Viele Arten gebrauchen 1 Jahr
und darüber, die meisten Polytrichen 13, die Dicranum-Arten bis 17,
einzelne kleine Grimmien sogar bis 23 Monate zur vollständigen
Entwickelung ihrer Sporogone.
Was die Blüthezeit der von Arnell untersuchten Moose anbelangt,
SO verweise ich auf die gegen Ende dieser Abhandlung beigefügte
Tabelle.
Einige Jahre nach dem Erscheinen der besprochenen Arbeit, im
Jahre 1878, richtete Arnell (12) eine Aufforderung an die Bryologen
1*
4 A. Grimme,
aller Länder, ähnliche Untersuchungen über gewisse, allgemein ver-
breitete Arten anzustellen, damit die Wissenschaft daraus allgemeine
Schlüsse ableiten könne. Jedoch vergebens; kein Botaniker nahm
sich der Sache an.
Bei meinen Untersuchungen berücksichtigte ich zunächst und
vorzugsweise fruchtende Arten, denn nur an solchen waren mit
grösserer Sicherheit Geschlechtsorgane zu erwarten. Auch zur Be-
stimmung der Entwickelungsdauer der Sporogone waren Kapseln der
vorhergehenden Generation naturgemäss von grossem Werthe. Die
männlichen Blüthen waren bei den meisten Arten leichter zu finden,
was nicht nur durch gehäufteres Auftreten (besonders bei den
pleurokarpen Moosen) und mehrfach durch auffälliges Aussehen der
männlichen Pflanzen (Polytrichum, Mnium, Philonotis, Aulacomnium,
Splachnum u. A.) bedingt war, sondern vor Allem dadurch, dass die
Antheridien eine erheblich längere Zeit zu ihrer Entwickelung ge-
brauchen als die Archegonien und deshalb auch während längerer
Zeit im Jahre an den zu untersuchenden Moosstämmchen gefunden
werden können. Bei Unkenntniss dieses Verhaltens kommt man
leicht zu der falschen Auffassung, die fast ausgewachsenen Antheridien
als einer kurz bevorstehenden Blütheperiode zugehörig zu betrachten.
Arnell (1) weist mehrfach und ausdrücklich auf diesen bei Bestimmung
der Blüthezeit leicht irreführenden Umstand hin und ich kann seine
Angaben nur bestätigen. Es können die Antheridien schon mehrere
Monate vor ihrer Reife fast vollständig ausgewachsen sein, und bei
Moosen, die zeitig im Frühjahr blühen, sind dieselben sogar schon
im vorhergehenden Spätherbst deutlich sichtbar, etwa wie die Kätzchen
des Haselnussstrauchs, der Birke und der Erle. In Zwitterblüthen
wird durch das spätere Auftreten der Archegonien leicht der Anschein
erweckt, als ob es sich um rein männliche Blüthen einer ein- oder
zweihäusigen Pflanze handle. Einige Beispiele mögen dieses Ver-
halten der Antheridien beleuchten. Bei beiden Cynodontium-Arten,
die im Mai, Juni blühen, fand ich fast reife Antheridien schon im
September, bei dem im April, Mai blühenden Racomitrium aciculare
im November, bei Heterocladium dimorphum (Blüthezeit: Mai) eben-
falls im November, bei Hypnum cupressiforme (Blüthezeit: März bis
Mai) im Dezember, bei Schistidium apocarpum (Blüthezeit: Mai) am
4. November des vorhergehenden Jahres, Bei einer Reihe von
Moosen bemerkt man jedoch nicht nur längere Zeit vor der Blüthe
fast reife Antheridien, sondern auch noch während mehrerer auf die
Befruchtung folgenden Monate; bei einzelnen Arten geht die Un-
regelmässigkeit im Auftreten von Antheridien sogar so weit, dass
man während des ganzen Jahres fast vollständig ausgebildete
Antheridien finden kann, Dies ist besonders bei mehreren Arten
der Gattungen Grimmia,. Ulota und Orthotrichum der Fall. . Es ist
Be De Se Se a a ee
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc, 5
deshalb bei Benutzung von solchen allein männlichen Blüthen zur
Bestimmung der Blüthezeit besondere Vorsicht zu üben.
Die Reife der männlichen Organe zu erkennen, ist in fast allen
Fällen leicht. Die jüngeren noch nicht ausgewachsenen Antheridien
sind gleichmässig dunkelgrün, nicht durchscheinend. Später werden
eine oder mehrere Zellen am Scheitel, die Oeffnungskappe Göbels
(11), glashell, und kurz vor der Reife schliesslich nimmt das ganze
Organ oder wenigstens seine Spitze durch Bräunung der Chorophyll-
körner eine ebensolche Färbung an. Den Vorgang des Oeffnens
der Antheridien konnte ich an Material, das männlichen Pflanzen
von Aulacomnium palustre (15. V. 98 bei Melsungen) entnommen
war, vorzüglich beobachten. Beim Einbringen in Wasser zieht sich
zunächst der Inhalt des Antheridiums derart nach der Spitze zu zu-
sammen, dass im Fussende ein freier Raum entsteht (Fig. 19a).
Nach kurzer Zeit öffnet sich die glashelle Spitze des Antheridiums,
und der Inhalt (Spermatozoidmutterzellen) schiebt sich als wurst-
förmiges, feinkörniges, etwa 1 mm langes Gebilde nach und nach
heraus, indem zugleich die Spitze dieses Schlauches eine kopfförmige
Verdickung erfährt (Fig. 19b). Einige Zeit darauf weichen erst die
bis dahin durch eine schleimige Masse zusammengehaltenen Mutter-
zellen nach allen Richtungen hin strahlenförmig auseinander, meist
zuerst an der verdickten Spitze, häufig auch in der Mitte. des
Schlauches beginnend (Fig. 19c). Nachdem man schon bei schwacher
Vergrösserung im Innern der aus den Antheridien hervorgetretenen
Schläuche eine lebhafte zitternde oder flimmernde Bewegung der
Spermatozoiden wahrgenommen hatte, sieht man bei starker Ver-
grösserung im Innern der einzelnen Mutterzellen ein sich lebhaft
bewegendes Spermatozoid. Die Bewegungen hörten im Regenwasser
etwa nach einer Stunde vollständig auf. Die Spermatozoiden blieben
während meiner Beobachtungen meist in den Mutterzellen; ich kann
deshalb nicht angeben, wann sie in der Natur frei werden.
An den schon makroskopisch sichtbaren männlichen Blüthen der
Polytrichum-Arten kann man mitunter sogar mit blossem Auge den
Eintritt der Reife beobachten. Wenn die Antheridien sich entleeren,
erscheinen auf den bei der genannten Moosgattung verschiedenartig
gefärbten Blüthenbechern einzelne milchig getrübte Tröpfchen, die
auch zu einem grösseren Tropfen zusammenfliessen und aus dem
Inhalt der Antheridien bestehen.
Bei der Beobachtung solcher Erscheinungen: Entleerung einer
8rösseren Menge von Antheridien (bei mikroskopischer Untersuchung
im Wasser) oder Auftreten von Tröpfchen des Antheridieninhaltes
auf den Blüthenbechern männlicher Pflanzen wird man über die
Reife der betreffenden Blüthen natürlich keinen Zweifel hegen. Aber
Nur selten wird man so sehr vom Zufall begünstigt sein und es
6 A. Grimme.
bleibt oft nichts weiter übrig, als zu anderen, wenn auch nicht so
absolut zuverlässigen Anhaltspunkten zur Bestimmung der Reife
männlicher Blüthen seine Zuflucht zu nehmen. Sind die Antheridien
völlig entleert, so nehmen sie sehr schnell ein verwelktes Aussehen
an, das aber keinen Rückschluss auf die Länge der seit der Reife
verstrichenen Zeit gestattet. Die Antheridienwand wird gelbbraun,
bei einzelnen Bryum-Arten mit einem violetten Schein, und ihre
Zellen treten deutlich begrenzt hervor. In den ersten Wochen nach
dem Ausströmen der Spermatozoiden haben hin und wieder die
Antheridienstiele noch ein frischeres Aussehen. Dieselben werden
erst später braun als die Wandzellen und weisen dadurch auf eine
kurz vorhergegangene Reife hin. Man wird ferner berechtigt sein,
bei Vorhandensein von nur männlichen Pflanzen auf die Zeit der
Blüthe zu schliessen, wenn mehrfach in einer und derselben Blüthe
neben fast reifen auch entleerte Antheridien vorhanden sind. In
einzelnen Fällen habe ich auch noch nicht reife, aber ausgewachsene
Antheridien zur Bestimmung der Blüthezeit benutzen müssen, jedoch
dann nur in Verbindung mit anderen Anhaltspunkten, z. B. zahl-
reichem Auftreten männlicher Blüthen unter Berücksichtigung der
Sporenreife oder auch durch Vergleich mit sehr nahestehenden Arten
derselben Gattung.
Bedeutend einfacher und vor Allem zuverlässiger gestaltet sich
die Bestimmung der Blüthezeit bei Auffindung weiblicher Blüthen.
Die Archegonien gebrauchen, wie bereits erwähnt, eine viel kürzere
Zeit zu ihrer vollständigen Entwickelung als die Antheridien. Be-
obachtet man also in der Entwickelung begriffene Archegonien in
grösserer Zahl, so kann man mit Bestimmtheit annehmen, dass die
Blüthezeit des betreffenden Mooses nicht mehr fern liegt. Haben
die Archegonien die für die Moosart oder -gattung, der sie ange-
hören, charakteristische Länge erreicht (bei Orthotrichum, Andreaea
und Anderen bleiben sie sehr kurz, bei Polytrichum- Arten werden
sie sehr lang, z. B. bei P. formosum bis 2 mm, so dass man ihre
Spitzen bei Betrachtung der weiblichen Pflanzen mit der Lupe
zwischen den Perichätialblättern hervorragen sehen kann), so weichen
die Scheitelzellen als unregelmässige Läppchen aus einander. Dieser
Vorgang wird wahrscheinlich durch Verwandlung der Kanalzellen
des Archegonhalses in Schleim und Quellung desselben - hervor-
gerufen. Kurz vor dem Oeffnen ist der Halskanal schon deutlich
erkennbar. Die Archegonien sind nun befruchtungsreif. Tritt eine
Befruchtung nicht ein, so sterben die Archegonien bald ab, jedoch
breitet sich die Erscheinung des Absterbens, das Braunwerden, so
allmählich auf alle Theile des Archegons aus, dass noch längere Zeit
solche theils gebräunte, theils noch grünliche oder weissliche Arche-
gonien als guter Hinweis auf die Länge der seit der Blüthe ver-
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 7
strichenen Zeit zu benutzen sind. Zuerst bräunt sich der Halskanal
beziehungsweise der Hals und an diesem zunächst der obere Ab-
schnitt; in einigen Fällen z. B. bei Catharinaea undulata wird zuerst
ein kurzer unmittelbar über der Grenze zwischen Bauch und Hals
belegener Abschnitt der Halskanalwandung braun gefärbt. Die
Braunfärbung setzt sich vom Hals auf den Archegonbauch, auf die
Eizelle und schliesslich auf den Fuss, welcher am längsten grün
bleibt, fort. Den Fuss des Archegoniums fand ich noch frischgrün,
als die aus den benachbarten befruchteten Archegonien hervor-
gegangenen Sporogone bereits bis 1 mm lang waren. Die Färbung
des Bauches einschliesslich der Eizelle geht schon zeitig in ein tiefes
Braunschwarz über. Arnell (1) nimmt an, dass die Archegonien der
meisten Moose noch ein bis mehrere Monate nach der Blüthe mehr
oder weniger frische Abschnitte zeigen können. Bei einzelnen
Gattungen z. B. Neckera und Grimmia geschieht das vollständige
Abwelken der nicht befruchteten Archegonien schon in kurzer Zeit,
während hingegen bei anderen mehrere Monate und auch noch
länger nach der Blüthe theilweise frische Archegonien gefunden
werden. Ich habe jedoch auch von dieser Erscheinung allein bei
Beurtheilung der Blüthezeit nur in Ausnahmefällen Gebrauch gemacht.
Die wesentlichsten Anhaltspunkte zur Beantwortung der mir
gestellten Frage boten die kürzlich befruchteten Archegonien.
Denn es ist daran festzuhalten, dass unter dem Ausdruck Blüthezeit
bei fruktifizirenden Arten der Zeitpunkt des Eintritts einer Befruchtung
verstanden werden muss. Es kommt nämlich häufiger vor, dass die
Archegonien schon zu einer Zeit reifen, in der die Antheridien auch
benachbarter Pflanzen noch ziemlich unreif sind; sie müssen deshalb
unbefruchtet absterben, da ihre Lebensdauer kurz begrenzt ist. Es
werden jedoch auch weiterhin noch Archegonien in demselben oder
in benachbarten Blüthenständen entwickelt, die dann gleichzeitig
mit den Antheridien reifen und nun befruchtet werden. Ein Beispiel
für diese frühzeitige Entwickelung der Archegonien liefert Dicranella
heteromalla, bei dem ich fast reife, reife und kürzlich abgestorbene
Archegonien schon im Oktober fand, obwohl die Befruchtung erst
im Februar bezw. März des nächsten Jahres eintritt. Ebenso verhält
sich Grimmia pulvinata. Da ich, wie eben gesagt, unter Blüthezeit
auch die Befruchtungszeit verstehe, habe ich bei meinen Unter-
suchungen sehr viel Werth auf den Nachweis einer kürzlich ein-
getretenen Befruchtung gelegt. Die befruchteten Archegonien geben
Sich durch eine unmittelbar darauf eintretende Vergrösserung des
Bauchtheiles, welche zunächst durch lebhaftes Theilen und Wachsen
der Wand- und Fusszellen, nicht der Eizelle hervorgerufen wird, zu
erkennen. Der Hals stirbt schnell ab. Da immer mehrere Arche-
gonien in einer weiblichen Blüthe stehen, so ist eine Vergrösserung
8 A. Grimme.
des Bauchtheiles der befruchteten durch Vergleich mit den nicht
befruchteten leicht festzustellen. In der Regel wird nur 1 Arche-
gonium befruchtet. In zweifelhaften Fällen kann auch eine Isolirung
der Eizelle, welche nach der Befruchtung eine ziemlich derbe Mem-
bran erhält (Fig. 18b, 20, 21), zur Klärung der Frage beitragen,
besonders wenn, wie bei Catharinaea, der Archegonhals noch eine
Zeit lang ein frisches Aussehen behält. In fast allen Fällen habe
ich die Länge der aufgefundenen jungen Sporogone gemessen, .da
schon kurze Zeit nach der Befruchtung ein Längenwachsthum bei
den eine Seta besitzenden Arten beginnt. Ich habe die so ge-
wonnenen Maasse zur. Bestimmung der Blüthezeit verwendet. Bei
vielen Arten sind die Sporogone nach Ablauf eines Monats: bis
l mm, am Ende des zweiten bis etwa 2 mm lang geworden und
lassen in diesen Entwickelungsstadien noch einen Rückschluss auf
die Länge der seit der Befruchtung verstrichenen Zeit zu. Jedoch
sind diese Maasse nur .bei denjenigen Arten zutreffend, deren Sporo-
gone etwa ein Jahr zu ihrer: Ausbildung verwenden. Sobald eine
Vergrösserung: des Bauchtheils eines befruchteten Archegoniums
soeben bemerkbar wird, zeigt das Sporogon (ohne Archegonhals)
meist schon eine Länge von 0,2 mm, :oft etwas darüber.
Einige Verschiedenheiten in der Gestalt des jungen Sporogons
fallen bei einzelnen. Gattungen auf. Ich habe die Haupttypen der
durchschnittlich 0,5 mm langen Sporogone in den Figuren 1—9 und
12—17 zu veranschaulichen: versucht. Während in den meisten
Fällen die Sporogone ein sich allmählich verschmälerndes oberes
Ende besitzen, findet man häufig bei pleurokarpen Moosen, selten
bei akrokarpen (Splachnum [Fig. 7], Webera, Timmia) kurz unter
der dünneren Spitze einen scharfen Absatz. Bei nur wenigen
Gattungen verbreitert sich das obere Ende kugelig (Encalypta,
Funaria [Fig. 6]) und setzt sich das Sporogon plötzlich gegen den
Hals ab; der Fuss ist verschmälert. Seichte Einschnürungen zeigen
die Sporogone von Bryum (Fig. 8), Orthotrichum (Fig. 4) und Ulota
(Fig. 5), sowie von Diphyscium (dieses ist birnförmig [Fig. 13]).
Das junge Sporogon von Buxbaumia ist kugelig, apfelförmig (Fig. 12).
Das Sporogon von Eucalypta vulgaris ist vollständig mit zahlreichen
aufwärts gerichteten Warzen besetzt, welche bei der ausgewachsenen
Kapsel an dem Schnabel der Haube sich wiederfinden. Ueberhaupt
sind derartige Eigenthümlichkeiten der künftigen Haube, welche;
wie schon Göbel (11) erwähnt, zum Schutz gegen Austrocknung
dienen, bereits an sehr jungen Stadien der Sporogone zu erkennen,
wie z. B. auch die Haare bei vielen Orthotrichum- und Polytrichum-
Arten.
Arnell (1) hebt hervor, dass die jungen Sporogone bis zum
Alter eines Monats eine weissliche Farbe zeigen, die darauf zugleich
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 9
mit der nun eintretenden höheren Festigkeit des Gewebes in Grün
übergehe. Ich kann dieses Unterscheidungsmerkmal zwischen jüngeren
und älteren Sporogonen nicht für alle Fälle aufrecht erhalten; denn
bei nicht wenigen Moosen sind schon die allerjüngsten Sporogone
lebhaft grün gefärbt (Bryum, Funaria, Encalypta, Orthotrichum u. A.).
Häufig treten auch Unregelmässigkeiten in der Entwickelung
der Sporogone auf. Entweder können diese in einem jeden Stadium
absterben, oder man findet einzelne junge Sporogone zu einer Zeit,
in der die allgemeine und regelmässige Blüthezeit des betreffenden
Mooses noch nicht eingetreten ist. Letztere Erscheinung ist ziemlich
häufig bei den pleurokarpen Moosen. Da diese Unregelmässigkeiten
jedoch immer zu den Ausnahmen gehören, so wird man durch die
geringere Zahl solcher abgestorbenen oder frühzeitigen Sporogone
unter Berücksichtigung der noch in grösserer Zahl vorhandenen un-
reifen oder reifen Blüthenstände auf den Ausnahmefall hingewiesen
und an einer falschen Auffassung der Blüthezeit verhindert. _Ueber-
haupt habe ich stets nur ‘eine grössere Anzahl von in gewissen
Stadien sich zeigenden Geschlechtsorganen und ihrer Folgezustände
als Beweismittel für die Zeit der Befruchtung oder Blüthe gelten
lassen. Die abgestorbenen Sporogone sind an der eingetretenen
Braunfärbung und Schrumpfung leicht zu erkennen.
Die Länge der Blüthezeit hält Arnell (1) für jede Art an ein
und demselben Standorte für kurz dauernd und zwar durchschnittlich
auf eine Zeit von 1—2 Wochen beschränkt. Er betrachtet schon die
Blüthezeit von Webera albicans als eine ungewöhnlich lange, weil
er sowohl am 15. Juni als auch am 17. Juli desselben Jahres an dem-
selben Standorte an männlichen Blüthen dieses Mooses schwärmende
Spermatozoiden gesehen hat. Ich stimme auf Grund meiner Be-
obachtungen dem bei, dass die Blüthezeit in der Regel eine ziemlich
kurze ist, aber der Nachweis von reifen männlichen Blüthen zu ver-
schiedenen Zeiten an demselben Standorte oder auch an demselben
Rasen kann noch nicht als Beweis für eine längere Blüthezeit gelten,
da wie schon oben erwähnt, die Antheridien häufig zu verschiedenen
Zeiten entwickelt werden und auch reifen. Es sind doch auch die
zur ungewöhnlichen Zeit entwickelten Sporogone der pleurokarpen
Moose aus einer Befruchtung von frühreifen Archegonien durch un-
gewöhnlich frühzeitig reife Antheridien hervorgegangen. Ausnahmen
wird man wohl kaum bei einem Moose, das man längere Zeit hin-
durch beobachten kann, vermissen.
Oft hat man auch Gelegenheit, in weiblichen Blüthenständen
Sehr ungleich alte Organe zu sehen, z. B. in der Entwickelung be-
Stiffene Archegonien neben schon ziemlich langen Sporogonen. Die
Antheridien einer männlichen Blüthe reifen ziemlich gleichzeitig.
Diese Erscheinung musste die weitere Frage nahelegen, ob auch in
10 A, Grimme.
Zwitterblüthen eine ungleiche Entwickelung von männlichen und
weiblichen Organen vorkommt. Es musste vor Allem von besonderem
Werthe sein, zu entscheiden, ob bei den Moosen ebenso wie bei
den Blüthenpflanzen die Wechselbefruchtung die Regel ist und ob
dieselbe durch ungleichzeitiges Reifen der Antheridien und Arche-
gonien in derselben Blüthe oder in den verschiedenen Blüthen der-
selben Pflanze gewährleistet ist. Arnell (1 S. 17) äussert sich über
diese Frage wie folgt: „Die zwittrigen Geschlechtsorgane reifen ge-
wöhnlich gleichzeitig; nur selten bemerkt man bei irgend einem die
Neigung, dass die Organe des einen Geschlechtes sich vor denen
des anderen öffnen. Bei den Bryen z. B. bei Br. inclinatum und
bimum scheint sich doch eine Neigung zum Protogynen zu finden,
indem die Archegonien sich vor den Antheridien öffnen. Liegt mit
dieser Anordnung irgend ein Zweck vor oder ist es nur ein
Zufall, dass es sich so an den Blüthen, die Verfasser untersuchte,
traf? Es ist uns noch nicht bekannt, in wie weit bei Moosen die
Selbstbefruchtung stattfindet oder ob die Befruchtung am liebsten
mit den männlichen Organen von einer anderen Pflanze vor sich
geht, wie es bei den Phanerogamen die Regel ist. Die Bryologia
europaea scheint dafür halten zu wollen, dass in zwittrigen Blüthen
die Befruchtung zwischen den in derselben Blüthe befindlichen Ge-
schlechtsorganen stattfindet.“
Hiernach war es meine Pflicht, bei meinen Untersuchungen über
die Blüthezeit auch zu ermitteln, ob in dieser Pflanzengruppe irgend
welche Einrichtungen vorhanden sind, welche eine Selbstbefruchtung
verhindern. Von verschiedenen Algen, z.B. Acetabularia, Dasycladus,
ist bekannt, dass nur Gameten von verschiedenen Individuen mit
einander kopuliren können. Bei den Moosen kommt von den ver-
schiedenen Einrichtungen solcher Art, die in der Blüthenbiologie der
Phanerogamen Bedeutung haben, nur eine, die Dichogamie, in Frage.
Ich untersuchte deshalb eine grössere Zahl von zwittrigen und ein-
häusigen Arten besonders darauf, ob eine Befruchtung der Arche-
gonien schon eingetreten war zu einer Zeit, als die Antheridien der-
selben Pflanze noch unreif waren. Ich lasse die Ergebnisse hier folgen.
Cynodontium strumiferum 27./6. 98. Einhäusig. An den
Pflanzen mit soeben befruchteten Archegonien entleerte Antheridien,
an den Pflanzen mit noch nicht befruchteten oder noch unreifen
Archegonien auch unreife Antheridien.
Pterygoneurum cavifolium 15./4. 98. Einhäusig. An der
einen Pflanze die weiblichen Organe reif oder fast reif, die männlichen
gelb, noch nicht geöffnet. An einer anderen die Archegonien noch
nicht ganz ausgewachsen, die Antheridien ebenso, grün.
. _Didymodon rubellus 19./9. 94. Zwittrig. In einigen Blüthen
finden sich befruchtete Archegonien neben unreifen Antheridien oder
u ee
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 11
auch unbefruchtet abgestorbene Archegonien neben unreifen Anthe-
ridien. In den Blüthen anderer Pflänzchen desselben Rasens war
die Reife scheinbar gleichzeitig erfolgt und ebenfalls Befruchtung
eingetreten.
Schistidium apocarpum 13.5. 98. Einhäusig. An den
Pflanzen mit soeben befruchteten Archegonien auch entleerte Anthe-
ridien, an den Pflanzen mit unreifen Archegonien auch nur unreife
Antheridien.
Hedwigia ciliata 27./6. 98. Einhäusig. Archegonien theils
fast reif, theils reif. Antheridien derselben Pflanze theils ganz kürz-
lich geöffnet, theils noch geschlossen.
Ulota Bruchii 13./12. 98. Einhäusig. Soeben befruchtete
Archegonien und entleerte Antheridien an derselben Pflanze.
Orthotrichum anomalum 13./5.98. Einhäusig. Junge Sporo-
gone 0,2—0,4 mm lang, Antheridien derselben Pflanze entleert.
O. speciosum 4./8. 98. Einhäusig. Sporogone 1,0—2,0 mm
lang; an einer Pflanze 0,3 mm, die Antheridien der männlichen
Blüthe dieser Pflanze theils entleert, theils noch geschlossen.
&% leiocarpum 21./10. 94. Einhäusig. An Pflanzen mit fast reifen
und kürzlich abgestorbenen Archegonien unreife Antheridien; an
einer Pflanze mit 0,3 mm langem Sporogon sind die Antheridien
entleert.
Webera nutans 15./5. 98. Einhäusig (paröcisch). In den so-
eben befruchteten Blüthenständen in der Regel auch entleerte Anthe-
ridien, in einzelnen jedoch nur unreife Antheridien neben soeben
befruchteten Archegonien.
Bryum bimum 27./5. 98. Zwittrig. In derselben Blüthe neben
fast reifen, reifen und abgestorbenen Archegonien und solchen mit
grünem Bauchtheil und braunem Hals sowohl entleerte als auch
noch geschlossene Antheridien.
Br. inclinatum 11./5. 9. Zwittrig. Archegonien ausgewachsen,
geschlossen oder geöffnet; Antheridien ausgewachsen, theils grün,
theils an der Spitze gelblich. Am 8./4. 98 in den Zwitterblüthen
fast ausgewachsene Antheridien und Archegonien.
Mnium cuspidatum 13./6.98. Zwittrig. In den Zwitterblüthen
soeben befruchtete Archegonien nebst entleerten und fast reifen
Antheridien. 21./5. 98. Archegonieıf und Antheridien derselben
Blüthe fast ausgewachsen, grün. :
Bartramia pomiformis 27./6. 98. Einhäusig. In den weib-
lichen Blüthen 0,3 mm lange Sporogone, in den männlichen ent-
leerte Antheridien oder an anderen Pflanzen mit reifen und fast reifen
Archegonien nur unreife Antheridien.
B. ithyphylla 26./5. 98. Zwitterig. Soeben befruchtete Arche-
Sonien neben entleerten Antheridien.
12 A. Grimme.
Catharinaea undulata 23./5. 98. Einhäusig. Archegonbauch
wenig vergrössert (isolirte Eizellen mit den ersten Theilungen). An-
theridien derselben Pflanze theils kürzlich entleert, theils noch ge-
schlossen.
Leskea polycarpa 4./8. 98. Einhäusig. An derselben Pflanze
fast reife Antheridien, sowie weibliche Blüthen mit reifen, fast reifen
und abgestorbenen Archegonien.
Brachythecium populeum 22./7. 94. Einhäusig. Soeben
befruchtete Archegonien und entleerte Antheridien an. derselben
Pflanze.
Plagiothecium silesiacum 9./10. 95. Einhäusig. An der-
selben Pflanze fast reife Archegonien und fast reife Antheridien.
Amblystegium serpens 2./6. 98. Einhäusig. Archegonien
fast ausgewachsen, Antheridien derselben Pflanze halb und ganz
ausgewachsen.
Hypnum Sommerfeltii 12./8 98. Einhäusig. Soeben be-
fruchtete Archegonien und entleerte Antheridien an derselben Pflanze.
An einer Pflanze eine Zwitterblüthe (!) mit fast reifen Antheridien
und unbefruchtet abgestorbenen Archegonien.
Alle diese Beispiele sind von reichfruchtenden Rasen entnommen.
Es geht aus den vorstehenden Beobachtungen zweifellos hervor,
dass die Dichogamie bei den Laubmoosen nicht die Bedeutung hat,
die ihr bei den Phanerogamen zukommt. Die Laubmoose sind auf
eine Wechselbefruchtung nicht angewiesen, sondern aus jeder Zwitter-
blüthe sowohl wie aus jeder weiblichen Blüthe einhäusiger Pflanzen
kann durch Befruchtung seitens der männlichen Organe derselben
Pflanze eine lebenskräftige Sporengeneration hervorgehen. Dass neben
der Eigenbefruchtung auch eine Wechselbefruchtung stattfindet, wie
einzelne Beispiele (Didymodon rubellus und Webera nutans) lehren,
ist sehr erklärlich, denn das den Spermatozoiden als Agens dienende
Wasser, sei es vom Regen oder vom Thau, durchtränkt den ganzen
Moosrasen. Es ist deshalb bei rasenbildenden Moosen für die dem
Antheridium entströmenden Spermatozoiden der Weg zu den reifen,
noch unbefruchteten Archegonien anderer Pflanzen häufig noch
kürzer als zu denen der eigenen Pflanze.
Die bei einer Anzahl von Moosen auftretende Erscheinung, dass
viele Archegonien schon läng&re Zeit vor dem Reifen der Antheridien
befruchtungsfähig werden und bald absterben, ohne befruchtet zu
sein, kann man nicht als Proterogynie auffassen (ef. S. 7), wie Ar-
nell (1) geneigt ist. Es ist unter Proterogynie der höheren Pflanzen
doch nothwendig verstanden, dass auch eine Befruchtung der früher
reifen Fruchtknoten eintritt.
Unter welchen Bedingungen die Befruchtung am leichtesten vor
sich geht, ist bis jetzt bei den Moosen noch nicht hinlänglich be-
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 13
kannt und es wäre sehr wünschenswerth, wenn auch hierüber ein-
gehende Untersuchungen angestellt würden. Es würde dabei vor
Allem die Frage, weshalb eine Menge der Laubmoose selten oder
nur stellenweise fruchtet, bis zu einer bestimmten Zuverlässigkeit
gelöst werden können. Limpricht’s Angabe (4 S. 38), dass die
Sterilität vieler Arten ihren nachweisbaren Grund meist in Diöcie
und ungünstiger örtlicher Vertheilung beider Geschlechter habe, ist
entschieden richtig und wird nicht nur durch das zu Anfang dieser
Abhandlung erwähnte Experiment v. Klinggräff’s (cf. S. 2), sondern
vor Allem dadurch bewiesen, dass von den 220 Laubmoosen, die
Limpricht (4) als mehr oder weniger selten fruchtend bezeichnet,
nicht weniger als fast 200 zweihäusig sind. Einzelne Gattungen sind
in dieser Hinsicht besonders lehrreich. Encalypta contorta ist zwei-
häusig und fruchtet selten, die anderen Arten derselben Gattung
sind einhäusig und fruchten meist reichlich. Timmia norvegica und
T. austriaca sind zweihäusig und fruchten selten, die beiden anderen
Arten derselben Gattung sind einhäusig und fruchten häufig; ebenso
verhält es sich mit den Thuidium-Arten, von denen das einhäusige
Th. Blandowii häufig fruchtet, während die anderen Arten zweihäusig
sind und selten fruchten. Neben dem zweihäusigen Blüthenstande
bildet ein trockener Standort eine weitere Ursache des Sterilbleibens.
Von vielen selten fruchtenden Moosen wissen wir, dass sie nur an
feuchten oder nassen Standorten mit Früchten aufgefunden werden
(Rhodobryum, Brachythecium rivulare); ebenso wirkt ein ständiger
höherer Feuchtigkeitsgehalt der Luft auf die Befruchtung und Kapsel-
bildung äusserst günstig ein. Wie zu erwarten war, habe ich des-
halb auch in der an feuchten Schluchten und Waldungen so reichen
Umgebung Eisenachs bei meinen Untersuchungen eine grosse Menge
von sonst selten fruchtenden Moosen an vielen Standorten mit
Früchten nachweisen können. Von den von Limpricht (4) aufge-
führten seltener fruchtenden 220 Arten sind 88 auch bei Eisenach
gefunden. Von diesen 88 fruchten hier nicht weniger als 46, das
ist = 52,30/, (17). Der Einfluss der Luftfeuchtigkeit auf die Kapsel-
bildung der Moose ist wohl deshalb ein so günstiger, weil bei
längerem Ausbleiben des Regens schon der Thau der Nacht genügt,
um den hygroskopischen Moosrasen mit Wasser zu durchtränken.
An Orten mit trockener Luft wird dem Moose die erhaltene Feuchtig-
keit schnell wieder entzogen, während dort, wo ständig die Luft-
feuchtigkeit erheblicher ist, auch die Moosrasen fast ständig feucht
bleiben werden. Da nun die Spermatozoiden sich des Wassers
unter allen Umständen bedienen müssen, um zum befruchtungs-
fähigen Archegonium zu gelangen, so werden naturgemäss die Be-
dingungen zur Befruchtung bei denjenigen Moosen. häufiger erfüllt
sein, welche öfter oder ständig befeuchtet sind. “Als Beispiel hierfür
14 A. Grimme.
möge Hypnum cupressiforme gelten, das, obwohl zweihäusig, überall
und reichlich fruchtet, weil die männlichen Pflanzen in der Regel
unter die weiblichen vertheilt sind. Seine Varietät dagegen, die
var. filfforme fruchtet seltener und zwar meiner Ansicht nach des-
halb, weil sie an dem trockenen Standorte an Bäumen die erhaltene
Feuchtigkeit sehr schnell wieder abgeben muss.
Die Lebensdauer der schwärmenden Spermatozoiden sowohl wie
die der reifen Archegonien ist in allen Fällen wahrscheinlich nur
kurz; ist während dieser kurzen Reifezeit das betreffende Moos von
einer Wasserschicht überzogen, so wird leicht eine Befruchtung ein-
treten können, bei einem gewissen Grade von Trockenheit wird es
dagegen steril bleiben. Es wird sich an solchen trockenen Stand-
orten auch wohl häufig ereignen, dass die Archegonien gelegentlich
eines Regen- oder Thaufalls befruchtet werden, dann aber die kleinen
zarten Sporogonanlagen durch Verdörren wieder absterben. Dass
eine solche Gefahr vorhanden ist, beweisen nicht nur die abge-
storbenen jungen Sporogone, die man findet, sondern vor Allem die
verschiedenartigen Schutzeinrichtungen gegen das Austrocknen, mit
denen fast alle Organe eines an trockenen Stellen wachsenden
Mooses ausgestattet sind. Besonders Göbel (11) gebührt das Ver-
dienst, auf die der Wasserversorgung der Blüthenorgane und des
Embryos dienenden Einrichtungen aufmerksam gemacht zu haben.
An der weiteren Verbreitung des entleerten Antheridieninhalts
auf eine mehr oder weniger grosse Umgebung der männlichen
Pflanze werden vermuthlich noch besondere Zufälligkeiten mitwirken.
Die aktive Bewegung der aus der Mutterzelle entschlüpften Sper-
matozoiden wird für weitere Entfernungen nicht ausreichen, wenn
auch der im Archegoniumhals enthaltene Rohrzucker eine erhebliche
Anziehungskraft auf dieselben ausübt. An der Weiterbeförderung
der Spermatozoidmutterzellen, die nach ihrer Entleerung aus dem
Antheridium noch eine gewisse Zeit das Spermatozoid einschliessen,
vielleicht auch der freigewordenen Spermatozoiden selbst, sind nach
meiner Ansicht in nicht unerheblichem Maasse auch Thiere, denen
beim Kriechen über reife männliche Moospflanzen die Befruchtungs-
zellen ankleben, betheiligt. Zu solchen Befruchtungsvermittlern
werden besonders Schnecken, Würmer, Käfer, Ameisen sowie die
zahllosen anderen jeden Moosrasen bevölkernden sehr kleinen In-
sekten und deren Larven gerechnet werden müssen. Ferner wird
durch das Uhinherspritzen der aufschlagenden Regentropfen eine
Verbreitung des Antheridieninhalts bewirkt werden können. Ein-
facher liegen scheinbar die Befruchtungsverhältnisse bei den Wasser-
moosen, jedoch werden auch hier besondere Umstände mitsprechen.
Man könnte sich sonst nicht denken, weshalb Fontinalis und auch
Dichelyma nur dann Kapseln tragen, wenn sie sich periodisch über
ne
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 15
die Wasseroberfläche erheben können. Dass die Sporenreife bei
diesen Moosen ausserhalb des Wassers vor sich geht, ist schon er-
klärlicher, da hierdurch das Princip der allmählichen Sporenaussaat
gewahrt wird.
P. G. Lorentz (13) nennt als Ursache einer Hemmung der
Fruchtbildung neben Diöcie die reichliche Entwickelung vegetativer
Theile und das Vertrocknen junger Früchte an Standorten, welche
der Sonne sehr ausgesetzt sind und hat hierüber Beobachtungen an
Cynodontium virens, Dicranum varium und an Ditrichum flexicaule
gemacht. Eine eigenthümliche Erscheinung ist es ferner, dass die
einen Moose erst in höheren Regionen ständig und reichlich fruchten,
während andere in den oberen Bergen nur steril gefunden werden.
Leskea neroosa bringt Kapseln vorzugsweise in den höheren Lagen
hervor, während Hypnum molluscum über 1000 m und Campto-
thecium lutesceus, das gerade auf Kalk häufig fruchtet, in einer
Höhe von mehr als 600 m nur steril gefunden wird, obwohl ersteres
bis 2000 m und die Normalform des letzteren bis 1600 m Meeres-
höhe hinaufsteigt, die var. fallax sogar noch höher. Zu der letzteren
Gruppe, deren Angehörigen in höheren Lagen nur steril vorkommen,
gehört eine sehr grosse Zahl von Moosen. Die niedere Temperatur
sowie der häufige und jähe Witterungswechsel wird hier wahrschein-
lich der Befruchtung und der Weiterentwickelung des Embryo im
Wege stehen.
Bevor ich zu den Untersuchungen, welche die Feststellung der
Blüthezeit der einzelnen Arten bezwecken, übergehe, muss ich die
Bedeutung und die Erscheinungen der Sporenreife kurz besprechen.
Bei Beginn meiner Beobachtungen berücksichtigte ich lediglich die
Blüthenorgane und glaubte, mich auf die Angaben über Sporenreife,
die sich in den deutschen Laubmoosfloren finden, verlassen zu
können. Bald jedoch bemerkte ich zu meinem Glück, dass jene
Angaben so sehr verschieden unter einander sind, dass sie unzuverlässig
oder überhaupt nicht für die Gegend passend sind, in der ich meine
Untersuchungen ausführte. Deshalb habe ich an jedem von mir
untersuchtem Moose nicht nur die Blüthezeit, sondern auch die Sporen-
reife festzustellen versucht. Als Beispiele für die nicht überein-
Stimmenden an verschiedenen Orten Deutschlands von verschiedenen
Beobachtern gesammelten Angaben über Sporenreife, die deshalb
auch durch klimatische Einflüsse verursachte erhebliche Verschieden-
heiten zeigen, will ich Folgendes anführen: Die Sporenreife von
Dichodontium pellucidum fällt nach Limpricht (4) in den Spätherbst
und Winter, nach Milde (14) in den Frühling, nach Röll (15) in den
Herbst; von Dicranum scoparium nach Milde und »Röll in den
Sommer, nach Limpricht in den Mai bis August, nach meinen Unter-
Suchungen in den Oktober, November; Didymodon rigidulus wirft
16 : A. Grimme.
den Deckel: nach Limpricht im Spätherbst, nach Milde im Frühling,
nach Röll im Frühling; Funaria hygrometrica: nach Limpricht im
Mai bis Juni, nach Milde im Sommer, nach v. Klinggräff (3). im Früh-
jahr bis Herbst, nach Röll im Januar bis Dezember; Catharinaea
undulata: nach Limpricht im Spätherbst bis Frühling, nach Milde im
Herbst und Winter, nach v. Klinggräff im Winter, nach Röll im
September und Oktober; Brachythecium plumosum: nach Limpricht
im Spätherbst, nach Milde im Frühling, nach v. Klinggräff im Sommer,
nach Röll im Frühling; Hypnum cupressiforme nach Limpricht im
Winter, nach Milde im Winter bis Frühling, nach v. Klinggräff im
Spätherbst, nach Röll im Mai bis August. Bei noch vielen anderen
Moosen sind die Angaben für Sporenreife ebenso verschieden. “Die
angeführten Beispiele beweisen zur Genüge, dass ich dieselben nicht
ohne Weiteres zur Bestimmung der Entwickelungsdauer der Sporogone
benutzen konnte.
Die Sporenreife eines Mooses erkennt man in der Regel am
Abfallen des Deckels und am Ausstreuen der Sporen. Einige Gruppen,
die keinen Deckel besitzen, machen hiervon eine Ausnahme. Es
sind die Andreaeaceen, bei denen sich die Kapseln durch 4—6 Längs-
spalten öffnen, und die kleistokarpischen Moose, deren Sporen erst
durch unregelmässiges Zerbersten oder Verwittern der Kapseln frei
werden.
Ich lasse nunmehr die einzelnen Beobachtungen, die ich seit
1893 an zahlreichen Moosen mit Rücksicht auf die Blüthezeit und
Sporenreife anstellte und die für die Ergebnisse meiner Unter-
suchungen a’ Unterlage dienten, in systematischer Reihenfolge der
betreffenden Moose folgen und schicke zunächt einige erläuternde
Bemerkungen dazu voraus,
In jedem Falle habe ich die Blüthezeit und Sporenreife nach
Monaten anzugeben versucht, da für phänologische Beobachtungen
uns diese Bezeichnung die geläufigste ist und auch auf ein wenig
umfangreiches Gebiet mit ziemlicher Sicherheit angewendet werden
kann. Begrenzungen der Blüthezeit und Sporenreife nach den
4 Jahreszeiten sind zu weit gedehnt. Die Angaben über Blüthezeit
und Sporenreife habe ich bei jeder Art am Schluss der betreffenden
Beobachtungen angefügt. Ergeben sich Blüthezeit und Sporenreife
nicht unmittelbar aus den Aufzeichnungen, sondern lassen sich die-
selben nur durch besondere Rückschlüsse bestimmen, so habe ich
die Begründung ebenfalls der betreffenden Art oder Gattung an-
geschlossen,
Die untersuchten Moose entstammen vorzugsweise dem Thüringer
Wald und dem niederhessischen Berglande und sind meist in lebend-
frischem Zustande untersucht. War es nicht möglich, frisches Material
von. einem Moose zu einer bestimmten Jahreszeit zu erlangen, so‘
na A A u u Gi u Hai ee sh ee
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 17
habe ich mich nicht gescheut, zu Herbarmaterial, selbst wenn es ein
halbes Jahrhundert alt war, ‚meine Zuflucht zu nehmen. Die von
v. Klinggräff (3) gegen die Untersuchung von aus Sammlungen ent-
nommenen Moosrasen erhobenen Bedenken kann ich auf Grund
meiner Untersuchungen nicht theilen. Antheridien und Archegonien,
vor Allem aber die jugendlichen Sporogone, werden nach mehr-
stündigem Erweichen der betreffenden Pflanzen in Wasser wieder in
ihrer ursprünglichen Gestalt und, wenn das Moos noch nicht gar zu
alt war, auch in ihrer früheren Farbe wieder sichtbar. Jedenfalls ist
zu erkennen, ob die Antheridien oder Archegonien sich kurz vor
oder nach der Reife befinden. Anders verhält es sich dagegen mit
der Benutzung von Herbarmaterial zur Bestimmung der Sporenreife.
Unreife, noch grüne aber ausgewachsene Kapseln reifen beim Pressen
soweit nach, dass sie gelbbraun werden und den Deckel abwerfen.-
Man muss hierauf Rücksicht nehmen.
In wenigen Fällen habe ich auch Moose aus nichtdeutschem
Gebiet (z. B. aus den Alpen) zu meinen Untersuchungen benutzt,
um möglichst die Hauptrepräsentanten aller Familien oder Gattungen
beisammen zu haben. Die nur an solchem Material ermittelten
Daten werden natürlich auch nur für die Landestheile, aus denen
diese Moose stammen, Gültigkeit haben.
Erklärung der Abkürzungen.
(E) = Standort der Umgebung von Eisenach.
(M) = » 3; m „ Melsungen (Reg.-Bez. Cassel).
A = Anfang,
E = Ende.
Ders. Stdt. = Derselbe Standort.
$ Unter dem häufiger gebrauchten Ausdruck „Verdickung“ der Sporogone
ist immer die an der Spitze der Sporogone oder Seten, welche ihre künftige
Länge erreicht haben, entstehende Kapselverdickung verstanden,
Eine eingeklammerte Zahl, die einer Maassangabe angefügt ist — z. B.
06—1,0 (0,7) —, bedeutet, dass damit die Durchschnittsziffer gemeint ist. Ist
eine eingeklammerte Zahl innerhalb einer Maassangabe gebraucht — z. B.
(6,0)—8,0 oder 1,2—(1,5) —, so bedeutet dieselbe, dass nur vereinzelte Sporogone
von solcher Länge vorhanden sind.
I
I. Sphagnaceae.
1. Sphagnum eymbifolium Ehrh.
21.110. 94. Thüringer Wald, Ruhla, Alte Kapseln entleert. An-
theridien ausgewachsen, grün. Archegonien fast ausgewachsen, —
6.7. 97. Vockerode (Melsungen). Kapseln mit Deckel, braun, Sporen
einzeln.
2
Hedwigia Ba, AL, 1903.
18 A. Grimme.
2. Sph. squarrosum Pers.
21.10. 94. Ruhla. Eine Kapsel entleert, zwei andere noch in
die Perichätialblätter eingeschlossen mit Deckel. Archegonien mit
weissgrünem Bauch und gelblichem Hals, geöffnet. Antheridien aus-
gewachsen, gelbgrün, noch geschlossen.
3. $ph. plumulosnm Röll.
22./10. 98. Beiseförth (M.). Antheridien noch nicht völlig aus-
gewachsen, grün. — 9./2. 99. Ders. Stdt. Antheridien grün, aus-
gewachsen, aber noch geschlossen; einzelne öffnen sich bei der
Präparation und lassen lebende Spermatozoiden ausschwärmen. —
Blüthezeit: Februar, März. Sporenreife: Juli, August.
Die am 21./10. 94 an Sph. squarrosum beobachteten Arche-
gonien haben für die Bestimmung der Blüthezeit keine Bedeutung,
da bei allen Zeichen des Absterbens bemerkbar sind; die Antheridien
gehören der nächsten Blüthezeit an. Die mit Deckel versehenen
Kapseln desselben Rasens sind zurückgeblieben. In der Litteratur
finden sich mehrfach Angaben über die Blüthezeit von Sphagnum-
Arten, da die reifen oder soeben befruchteten Sexualorgane dieser
Gattung schon mehrfach bei Gelegenheit anderer Untersuchungen
aufgesucht werden mussten. Waldner (5) beobachtete im Februar
reife Antheridien und Archegonien unter einer noch erheblichen
Schneedecke und fand Ende desselben Monats an derselben Stelle
befruchtete Archegonien sowie wenigzellige Embryonen in Menge.
Warnstorf (6) sagt: „Ich für meine Person muss bekennen, dass das
Konstatiren des wirklichen Blüthenstandes bei den Sphagneen oft
ganz unmöglich ist und nur mit Sicherheit vielleicht zur Antheridien-
reife im Spätwinter (Februar und März) möglich sein wird.“ M. E.
Roze (7) hat die Reife von Antheridien und Archegonien bei Sph.
cymbifolium ebenfalls Ende Februar und Anfang März beobachtet.
Limpricht (4) giebt die Blüthezeit der Sphagnaceen auf Herbst und
Winter an.
li. Andreaeaceae.
4. Andreaea petrophila Ehrh.
23./9. 94. Meisenstein (E.). Archegonien in zahlreichen weib-
lichen Blüthenständen fast reif, neben einzelnen mit geöffneter Narbe
auch solche mit gebräuntem Halskanal. Antheridien vollständig ent-
wickelt, goldbraun, noch geschlossen. — 1./10. 66. Gr. Schneegrube
(Riesengebirge). Ohne Kapseln. Sporogone: 1) 1,0—1,5 mm, 2) 0,3 mm
lang. Ausgewachsene, grüne Antheridien. — 6./5. 94. Inselsberg (E.).
Kapseln geöffnet oder noch geschlossen. Fast ausgewachsene Arche-
gonien und Antheridien. Junge Sporogone 0,5—0,8 mm lang. —
27.6. 98. Inselsberg (E.). Kapseln entleert. Sporogone 0,4—0,7 mm
lang. — 24 /6. 94. Gerberstein (E.). Kapseln entleert. Sporogone
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 19
etwa 1,0 mm lang. Fast reife und reife Archegonien. — Blüthe-
zeit: September, Oktober. Sporenreife: April, Mai.
5. Andreaea Rothii W. et M.
6./5. 94. Lauchaer Grund (E.). Kapseln entleert. Sporogone
0,5—0,6 mm lang. Fast ausgewachsene Antheridien. — Blüthezeit:
September, Oktober. Sporenreife: April, Mai.
III. Archidiaceae.
6. Archidium phascoides Brid.
13./10. 94. Marienthal (E.). Kapseln fast reif, Sporen einzeln.
Reife und fast reife Archegonien. — Blüthezeit: Oktober. Sporen-
reife: Oktober.
Die Blüthezeit dieser seltenen Art wurde schon von H. Leitgeb (8)
an schlesischem Material beobachtet, das er im Oktober 1879 von
Limpricht-Breslau im lebenden Zustande erhielt. Die Kapseln waren
theils entleert, theils noch mit Sporen.
IV. Cleistocarpae.
7. Ephemerum serratum (Schreb.) Hampe.
12./9. 81. Ilmenau. Grüne ausgewachsene Kapseln neben 0,3 mm
langen Sporogonen (mit beginnender Kapselverdickung). — 5./8. 98.
Malsfeld (M.). Auf dem Protonema zahlreiche männliche und weib-
liche Pflänzchen, Archegonien und Antheridien fast ausgewachsen. —
9./9. 98. Ders. Stdt. Antheridien und Archegonien fast reif. Von
letzteren einzelne unbefruchtet abgestorben. — 24./10. 98. Ders. Stdt.
Sporogone 0,5—1,0 mm lang mit sehr ansehnlicher Verdickung. —
4/5. 99. Ders. Stdt. Kapseln braunroth, fast reif. — Blüthezeit:
August, September. Sporenreife: Mai.
Aus den Beispielen vom 9./9. und 24./10. 99 geht hervor, inner-
halb welch kurzer Zeit ein befruchtetes Archegon zu einem Sporogon
mit ansehnlicher Kapselverdickung auswachsen kann. Der Zeitraum
war nicht länger als 6 Wochen. Da das Moos nur auf einer sehr
eng begrenzten Stelle (kaum handgross) wuchs, war es ausgeschlossen,
dass andere etwa vorhandene Altersstufen von Sporogonen am
9.19, 98 übersehen waren.
3. Eph. cohaerens (Hedw.) Hmpe.
Oktober 69. Prater bei Wien. Kapseln braungrün neben ca.
0,3 mm langen Sporogonen mit beginnender Verdickung. — Blüthe-
zeit: August, September. Sporenreife: Mai. :
. Ein Vergleich mit E. serratum lehrt, dass auch diese zweite Art
In Blüthe- und Sporenreife damit übereinstimmt.
9. Phascum cuspidatum Schreb. z
12./10. 95. Eisenach. Ausgewachsene grüne und braune Kapseln,
daneben reife und unreife Archegonien und Antheridien. — 3./11, 97.
9%
20 Ä "A. Grimme.
Melsungen. Junge Sporogone meist ohne Verdickung. — Ende
Mai 98. Melsungen. Von Kapseln und Blüthen nichts zu sehen. —
5./8. 98. Melsungen. Sporogone zum Theil ohne, zum Theil mit
Kapselverdickung. — 9./8.98. Melsungen (anderer Stdt.). Sporogone
0,4 mm lang. — Blüthezeit: Juli. bis Oktober. Sporenreife:
April, Mai.
Auch auf Phascum konnte die Wachsthumsgeschwindigkeit der
Sporogone von Ephemerum ohne Bedenken angewendet werden.
10. Pleuridium nitidum (Hedw.) Rabenh.
3./11. 72. Jena. Kapseln ausgewachsen, braun. Junge Sporo-
gone 0,4—0,6 mm lang ohne Verdickung, gipfelständig an der-
selben Pflanze; die vorjährige Kapsel dann seitenständig. — 12./9. 9.
Hörselbett (E.). Zwitterblüthen mit eben befruchteten Archegonien
(Bauchtheil etwa 0,2 mm) und soeben entleerten Antheridien. In
denselben Blüthenständen meist auch noch in der Entwickelung be-
findliche Archegonien und Antheridien. — 9.9. 98. Malsfeld (M.).
Ausgewachsene braune Kapseln. In den Zwitterblüthen reife, fast
reife und unbefruchtet abgestorbene Archegonien neben sehr jungen
Antheridien. — 4./5. 99, Melsungen. Kapseln ausgewachsen, grün.
— Blüthezeit: September, Oktober. Sporenreife: Oktober,
November.
11. Pl. alternifolium (Dicks.) Rabenh,
7.9. 97. Empfershausen (M.). Archegonien noch unreif; einige
reif, andere unbefruchtet, abgestorbene in demselben Blüthenstande.
— 14./9.97. Eiterhagen (M.). Archegonien wie am vorstehenden Stand-
orte. Ein befruchtetes Archegon. Geöffnete und noch geschlossene
Antheridien. — 4./11.97. Lindenberg (M.). Sporogone 0,3—0,6mm
lang. Fast reife und entleerte Antheridien. — 9./9. 98. Malsfeld (M.).
Archegonien und Antheridien fast ausgewachsen. — 4./10.98. Linden-
berg (M.). Sporogone etwa 0,2 mm lang. — Blüthezeit: September,
Oktober. Sporenreife: Mai, Juni.
12. Pl. subulatum (Huds.) Rabenh.
28./2. 94. Eisenach. An den jungen Sporogonen beginnt eben
die Kapselverdickung. — 12./4.95. Eisenach. Kapseln ausgewachsen,
grün und bräunlich. Viele jüngere Sporogone. — 27./7. 71. Jena.
Ausgewachsene braune Kapseln. — Blüthezeit: September, Oktober.
Sporenreife: Mai bis August.
13. Sporledera palustris (Br. eur.) Hmpe.
1.9. 71. Rhön. Kapseln ausgewachsen, braun, Junge Sporo-
gone 0,4 mm lang. — Mai 69. Bunzlau (Schlesien). Kapseln fast
oder ganz ausgewachsen, grüngelb. — Blüthezeit: August. Sporen-
reife: August, September.
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose BIC 2T
V. Akrokarpae.
14. Hymenostomum microstomum (Hedw.) R. Br.
20./6. 94. Goldberg (E.). Kapseln ohne Deckel, mit Sporen, da
Hymenium noch geschlossen. — 31./5. 86. Bei Wien. Kapseln’ meist
entleert. Einzelne reife und fast reife Archegonien. Unreife Anthe-
ridien zahlreich. -— 11.7. 91. Leoben (Steiermark). Fast ausge-
wachsene Archegonien und Antheridien. — Blüthezeit: Juni, Juli.
Sporenreife: Mai, Juni.
15. Weisia viridula (L.) Hedw.
4.6. 98. Dornhecke (E.). Kapseln entleert. Archegonien theils
soeben abgestorben, theils reif und fast reif. Antheridien grün, fast
ausgewachsen. — 28./5. 98. Wartberg b. Thal (E.). Kapseln ohne
und mit Deckel, die Sporen entleerend. — 23./9. 94. Ders. Stdt.
Sporogone von vollständiger Länge ohne Kapselverdickung. —
Blüthezeit: Juni. Sporenreife: Mai, Juni.
16. Dieranoweisia cirrhata (L.) Lindb.
30./3. 79. Darmstadt. Alte Kapseln entleert, eine noch mit gut
erhaltenem Peristom und einem Theil der Sporen. Archegonien
ausgewachsen, geschlossen, einige unbefruchtet abgestorben. Anthe-
fidien sowohl geschlossen wie geöffnet. In Nordamerika von Herrn
Dr. Jul. Roll gesammeltes Material zeigte folgende phänologische
Erscheinungen: 23./5. 88. Vancouvert. Kapseln entleert. Sporogone
0,2—0,5 mm lang. — 4./7. 88. Cascaden. Sporogone 0,2—0,4 mm
lang. — Blüthezeit: März, April. Sporenreife: März.
17. Rhabdoweisia denticulata (Brid.) Br. eur.
7.1.94. Annathal (E.). Junge, noch nicht ausgewachsene Anthe-
fidien. — 26./8. 94. Annathal (E.). Viele Kapseln mit Deckel, wenige
ohne. — 28./6. 99. Meisenstein (E.). Kapseln ohne Deckel mit
Sporen. Junge Sporogone 0,5—1,5 mm lang. — Blüthezeit: Mai.
Sporenreife: Juli bis September.
18. Cynodontium polycarpum (Ehrh.) Sch.
17.11.94. Königstein (E.). Junge Sporogone mit eben beginnender
Verdickung. Antheridien fast ausgewachsen, grün. — 15./4. 9. Land-
Srafenschlucht (E.). Kapseln ausgewachsen, grün. Antheridien und
Archegonien fast reif, eins der letzteren geöffnet. — 12./5. 95. Wil-
helmsthal (E.). Sporogone mit ausgewachsener, grüner Kapsel. Anthe-
idien fast reif, Archegonien in der Entwickelung begriffen. — 24./9. 97.
Annathal (E.). Kapseln mit wenigen Ausnahmen entdeckelt, in
Vielen noch Sporen. Junge Antheridien. Junge Sporogone 8-12 mm
®"&. — Blüthezeit: Mai, Juni. Sporenreife: Juni, Juli.
19. C. strumiferum (Ehrh.) de Not.
27./6. 98, Inselsberg (E.) 900 m Seehöhe. Kapseln ausgewachsen,
'aungrün; bei einigen der Deckel abgefallen. Junge Sporogone ca.
22 A. Grimme.
0,3 mm lang (Fig. 1), in einzelnen Blüthenständen reife und fast reife
Archegonien neben abgestorbenen. Entleerte und fast reife Anthe-
ridien. — Blüthezeit: Juni. Sporenreife: Juni, Juli.
20. Oreoweisia Bruntoni (Sm.) Milde,
8./4. 98. Marienthal (E.). Kapseln ausgewachsen, grün. Sporo-
gone 0,4—0,5 mm lang. Einzelne unbefruchtete, frische Arche-
gonien. Antheridien meist entleert, einzelne noch geschlossen. —
1./5. 95. Breitengescheid (E.). Kapseln zum Theil grün, zum Theil
bräunlich, letztere ohne Deckel. Sporogone 0,6—0,7 mm lang.
Reife, fast reife und abgestorbene Archegonien und Antheridien. —
17./6. 99. Wartburg (E.). Kapseln meist ohne Deckel, Sporen
streuend. — 23./9. 94. Meisenstein (E.). Alte Kapseln zerfallen.
Junge Sporogone 7—8 mm lang. — Blüthezeit: März. Sporen-
reife: Mai, Juni.
21. Dichodontium pellucidum (L.) Schpr.
4./6. 98. Annathal (E.). Kapseln ohne Deckel, mit und ohne
Sporen. Junge Sporogone 0,3—0,5 mm lang, eins 1,0. Abgestorbene
sowie in der Entwickelung befindliche Archegonien. Antheridien
entleert. — 11./12. 98. Annathal (E.). Kapseln theils ohne Deckel,
leer, theils mit Sporen, theils mit leicht ablösbarem Deckel. —
14./3. 99. Ders. Stdt. Kapseln entleert. Junge Antheridien ver
schiedener Grösse. — Blüthezeit: Mai. Sporenreife: Dezember.
22. Dieranella Schreberi (Lw.) Schpr.
15./6. 98. Melsungen. Zahlreiche Archegonien: zum Theil un-
befruchtet, abgestorben, die meisten jedoch frisch, fast reif, einzelne
mit geöffneter Narbe, einzelne noch in der Entwickelung. — 26./1. 9.
Ders. Stdt. Kapseln meist ohne Deckel mit Sporen. — 8./3. 74.
Jena. Kapseln entleert. Junge Sporogone (0,5)—0,75 mm lang. — |
Blüthezeit: September, Oktober. Sporenreife: Januar, Februar.
23. D. rufescens (Dicks.) Schpr.
3./4. 95. Mosewald (E.). Kapseln entleert. Junge Sporogone
durchschnittlich 1 mm lang. — 10./8. 98. Ellenberg (M). Männliche
Pflanzen mit braungelben, ausgewachsenen Antheridien. — 22./9. 94.
Mosbach (E.). Alte Kapseln, sowie ausgewachsene gelbgrüne An-
theridien theils entleert, theils fast reif. — 4./11. 97. Lindenberg (M.).
Kapseln ausgewachsen, braunroth, Deckel gelbroth. Zahlreiche
männliche Pflanzen mit alten Antheridien. Blüthezeit: Sep-f
tember, Oktober. Sporenreife: Januar, Februar,
24. D. cerviculata (Hedw.) Schpr.
23.,6. 95. Wunstorf b. Hannover. Kapseln ausgewachsen, grün
bis gelbbräunlich. Viele männliche Pflanzen mit Antheridien ver
schiedener Entwickelungsgrösse; die meisten fast ausgewachsen. —
August 67. Gnadenberg (Schlesien). Kapseln gelbbraun, mit Deckel.
Fast ausgewachsene Antheridien. — 30./9.95. Schwetz (Westpreussen).
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 23
Kapseln meist ohne Deckel und entleert. Soeben befruchtete Arche-
gonien. Vereinzelte bis 0,5 mm lange Sporogone. — Blüthezeit:
September. Sporenreife: September.
25. D. heteromalla Schimp.
22./10. 97. Mittelhof (M.). Kapseln ausgewachsen, grün. Zahl-
reiche weibliche Blüthenstände mit Archegonien, die zum Theil ab-
gestorben, zum Theil fast reif, zum Theil reif sind. — 21.11.97
Lindenberg (M.). Kapseln braun, mit Haube. : Neben abgestorbenen
Archegonien auch solche mit grünem Bauchtheil und ebensolcher
Eizelle. — 20./4. 97. Heina (M.). Kapseln reif. Junge Sporogone
0,5 mm lang. — 1./3. 98. Lindenberg (M.). Kapseln theils ohne
Deckel, Sporen aussäend, theils noch mit Haube und Deckel. In
den weiblichen Blüthenständen soeben befruchtete Archegonien neben
abgestorbenen. Kürzlich entleerte Antheridien. — 25./3. 94. Stein-
bächer (E.). Kapseln entleert. Junge Sporogone etwa 0,2 mm lang. —
1./2. 99, Lindenberg (M.). Kapseln meist ohne Deckel, Sporen
stäuben reichlich aus. Die meisten Antheridien entleert. In fast
jedem weiblichen Blüthenstande ein soeben befruchtetes Archegon. —
9./2. 99. Beiseförth (M.). Kapseln entleert. Sonst wie am vorher-
gehenden Standorte. — Blüthezeit: Februar, März (Januar [1899)).
Sporenreife: Februar, März (Januar [1899], April).
26. Dieranum spurium Hedw.
27./7. 94. Wilhelmsthal (E.). Sterile weibliche Pflanzen mit kürz-
lich abgestorbenen Archegonien, einige darunter sind noch frischweiss,
lebend; eins noch geschlossen. — 27./5. 66. Bunzlau (Schlesien).
Kapseln ausgewachsen, saftig grün. Archegonien reif und fast reif. —
Blüthezeit: Mai, Juni. Sporenreife: Juni, Juli.
27. D. undulatum Ehrh.
20./5. 98. Connefeld (M.). Sporogone von vollständiger Länge,
ohne Verdickung. In den weiblichen Blüthen die Archegonien sichtbar,
noch nicht ausgewachsen. — 29,/6. 98, Annathal (E.). Steril. Reife
Archegonien neben fast reifen und soeben abgestorbenen. — 18./8. 97.
Connefeld (M.). Aeltere Sporogone zum Theil mit soeben beginnender,
zum Theil ohne Verdickung. Junge Sporogone 0,4—1,0 mm lang
(Durchschnitt 0,5 mm). — 4./11. 97. Stadtwald (M.). Kapseln kürzlich
entleert, einige mit Sporen. Junge Sporogone 8—13 mm lang. —
Blüthezeit: Juni, Juli. Sporenreife: Oktober.
28. D. scoparium (L.) Hedw.
23./5. 97. Wachstein (E.). Archegonien ausgewachsen, theils
Seöffnet, theils geschlossen. —- 23./5. 98. Stadtwald (M.). Sporogone
mit eben beginnender Verdickung. Archegonien theils in der Ent-
Wickelung begriffen, theils fast reif, theils reif. — 9.16. 97. Spangen-
berg (M.). Kapseln noch nicht ganz ausgewachsen. Archegonien
Soeben befruchtet (Bauch grün, wenig vergrössert, Hals abgestorben).
24 A. Grimme.
Daneben unreife sowie ganz abgestorbene Archegonien. Von dem-
selben Material, das feucht unter Glasglocke aufbewahrt wurde, am
21./6. 97 angefertigte Präparate ergaben das Vorhandensein deutlicher,
0,3—0,4 mm langer Sporogone. — 20./8. 97. Beiseförth (M.). Kapseln
grün mit bräunlichem Anflug, mit Haube und Deckel. Junge Sporo-
gone 1,5—2,2 mm lang. — 14.9. 97. Eiterhagen (M.). Kapseln braun-
grün, mit rothem Deckel und mit Haube. Sporogone 8 mm lang. —
24./9. 97. Annathal (E.). Kapseln braun, mit Deckel und Haube,
Sporogone 1 cm lang. — 6./10. 97. Beiseförth (M.). Kapseln mit
Haube und Deckel, braun. — 4./11. 97. Stadtwald (M.). Kapseln
mit und ohne Deckel, Sporen ausstäubend. Sporogone 8—12 mm
lang. — 29./9. 95. Weinstrasse (E.). Kapseln gelbbraun, mit Haube
und noch festhaftendem Deckel. — Blüthezeit: Juni. Sporen-
reife: Oktober, November.
29. D. Bergeri Bland.
1./8. 63. Haspelmoor b. München. Kapseln ausgewachsen, grün-
gelb. Sporogone 1,5—4,0 mm lang. — Blüthezeit: Mai. Sporen-
reife: August, September.
30. D. fuscescens Turn.
24./4. 86. Tegernsee. Kapseln entleert. Von jüngeren Sporo-
gonen nur die Seten (grüngelb) vorhanden (Kapseln scheinbar ab-
gefressen). Noch nicht ausgewachsene Archegonien. Antheridien
sehr zahlreich, ausgewachsen, grün. — Blüthezeit: Mai. Sporen-
reife: August. \
31. D. longifolium Ehrh.
24./6. 94. Ruhla (E.). Kapseln entleert. Junge Kapseln grün,
fast ausgewachsen. Fast und ganz ausgewachsene, geschlossene
Archegonien, eins geöffnet mit gelblichem Hals. — Blüthezeit:
Juni, Juli. Sporenreife: Juli, August.
32. Dieranodontium longirostre (Stcke.) Schpr.
17.1. 94. Annathal (E.). Kapseln entleert. — 1./1. 99. Ders.
Stdt. Kapseln ohne Deckel, mit Sporen. — 27./6. 94. Ders. Stdt.
Alte entleerte Kapseln. Ausgewachsene, geschlossene Archegonien. —
20./7. 66. Forstkamm (Riesengebirge). Noch nicht ausgewachsene
Sporogone mit und ohne Verdickung. — 24./9. 97. Annathal (E.).
Kapseln braungrün, mit rothgelbem Deckel. — Blüthezeit: Juni,
Juli. Sporenreife: Oktober bis Dezember,
33. Campylopus turfaceus Br. eur.
17./4. 95. Perleberg (Brandenburg). Kapseln ausgewachsen und
fast ausgewachsen, gelbgrün bis braun. — Mai 82, Annen (West-
falen). Kapseln mit und ohne Deckel, Sporogone 2 mm lang. —
1.10. 96. Joachimsthal (Brandenburg). Kapseln ausgewachsen grün
und bräunlich. Soeben befruchtete Archegonien neben kürzlich ab-
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 25
gestorbenen, reifen und fast reifen. — Blüthezeit: September,
Oktober. Sporenreife: April, Mai.
34. Leucobryum glaucum (L.) Schpr.
Blüthen dieser Art konnte ich bis jetzt nicht finden. Jedoch
hat Arnell zufällig deutsches Material untersucht und habe ich seine
Angaben: just mogna, flesta arkegonier öppna, Tyskland Juli 73
benutzt. — Blüthezeit: Juli. Sporenreife: Oktober, November.
35. Fissidens bryoides (L.) Hedw.
23./5. 98. Lindenberg (M.). Kapseln mit wenigen Ausnahmen
' entleert. Sporogone 0,7—1,0 mm lang. — 2./12. 94. Annathal (E.).
Alle Kapseln fast reif, mit Deckel. — 28./2. 94. Bellevue (E.). Kapseln
mit und ohne Deckel. Von Sexualorganen nichts zu finden. —
Blüthezeit März, April. Sporenreife: Februar bis Mai.
36. F. pusillus Wils.
18./9. 95. Ungeheurer Graben (E.) Kapseln zum Theil aus-
gewachsen, grünbraun, zum Theil ohne Deckel mit Sporen. Junge
Sporogone 0,2-—- 0,3 mm lang. — 12./8. 98. Wartberg b. Thal (E.).
Kapseln entleert. Junge Sporogone 0,3—0,5 mm lang. — 11./11. 9.
Wartberg b. Thal (E.). Kapseln ohne Deckel, mit und ohne Sporen.
Sporogone bis 0,5 mm lang. — Blüthezeit: Juli bis September.
Sporenreife: August bis November.
37. F. adiantoides (L.) Hedw.
10./5. 99. Landgrafenschlucht (E.). Kapseln entleert. Anthe-
ridien fast ausgewachsen. — 1./6. 99. Ders. Stdt. Männliche Blüthen
mit ausgewachsenen grünen Antheridien. Weibliche Blüthen mit
reifen, fast reifen und soeben abgestorbenen Archegonien. —
7.18. 98. Ders. Stdt. Sporogone 0,3—0,5 mm lang. Daneben reife
und fast reife Archegonien. — 22./11. 97. Wartberg b. Thal (E.).
Kapseln ausgewachsen, braungrün. Deckel rothbraun. — 5./2. 99.
Landgrafenschlucht (E.). Kapseln mit Haube und Deckel. — 14./3. 99.
Veilchenberge (E.). Kapseln ohne Deckel, mit Sporen. — Blüthe-
zeit: Mai, Juni. Sporenreife: März.
38. F. taxifolius (L.) Hedw. Re
22./4. 99. Gehauener Stein (E.). Kapseln ganz oder theilweise
entleert. — 20./5. 99. Annathal (E.). Kapseln entleert. Archegonien
hoch nicht ganz ausgewachsen. — 19./9. 94. Gehauener Stein (E.).
Fast und ganz ausgewachsene grüne Kapseln. — Blüthezeit: Juni.
Sporenreife: März, April.
39. Seligeria pusilla (Ehrh.) Br. eur. :
23./3. 95. Petersberg (E.). Kapseln mit ovaler grüner Kapsel-
verdickung. Sehr junge Antheridien. — 15./4.95. Wartberg b. Thal (E.).
Junge Sporogone ohne Kapselverdickung. — 12./5. 95. Thal (E.).
Kapseln ausgewachsen, grün. Zahlreiche ausgewachsene fast reife
Antheridien. In den weiblichen Blüthenständen sehr junge Arche-
26 A. Grimme.
gonien eben sichtbar. — 17./6. 94. Petersberg (E.). Junge Sporogone
0,5—1,0. mm läng. — 4./8. 94. Petersberg (E.). Sporogone 1,5—2,0 mm
lang. — Blüthezeit: Mai, Juni. Sporenreife: Mai bis Juli.
40. Blindia acuta (Huds.) Br. eur.
3./6. 94. Breitengescheid (E.). Kapseln ohne Deckel, mit Sporen.
Reife, fast reife und überreife Archegonien. In den männlichen
Knospen grünweisse, fast reife und entleerte Antheridien. — Blüthe-
zeit: Juni. Sporenreife: Juni.
41. Ceratodon purpureus (L.) Brid.
13./5. 97, Mittelhof (M.). Kapseln braunroth mit Deckel. Fast
ausgewachsene Antheridien. Die Archegonien als solche noch nicht
erkennbar, sehr klein, eiförmig. — 21./6. 97. Ders. Stdt. Arche-
gonien noch nicht deutlich sichtbar. Fast reife, gelbgrünliche Anthe-
ridien. — 27./7.97. Ders. Stdt. Kapseln entleert. Fast reife Arche-
gonien. Antheridien zahlreich, theils geöffnet, theils geschlossen.
Ein soeben befruchtetes Archegon. — 28./8. 97. Ders. Stdt. Arche-
gonien zum Theil abgestorben, zum Theil fast reif und reif. Fast
in jedem weiblichen Blüthenstande ein eben befruchtetes Archegon
(Hals braun, Bauch weissgrün, etwas vergrössert). Antheridien theils
noch geschlossen, theils entleert. — 21./9. 97. Ders. Stdt. Junge
Sporogone 0,1—0,3 mm lang, neben reifen Archegonien. — 21./9. 95.
Eisenach. Männliche Pflanzen mit zahlreichen Antheridien, von
‚denen die meisten entleert, wenige noch geschlossen sind. Sporo-
gone 0,4--0,6 mm lang. — 15./9. 97. Ders. Stdt. Junge Sporogone
0,25—0,5 mm lang (Fig. 2). Daneben Archegonien der verschie-
densten Altersstufen. — 8./6. 98. Mittelhof (M.). Kapseln an den
meisten Stellen schon entleert, an einigen stäuben die Sporen aus. —
Blüthezeit: Juli, August. Sporenreife: Ende Mai, Anfang Juni.
42. Ditrichum homomallum (Hedw.) Hpe.
18./3. 94. Königshaus b. Thal (E.). Junge Sporogone 1,5—2,0 mm
lang. Kapseln braun mit Deckel. — 24./6. 94. Ruhla (E.). Sporo-
gone von vollständiger Länge ohne Kapselverdickung, am 15./7. 94
fast reif, einzelne jünger. In zahlreichen weiblichen Blüthenständen
iast reife und reife Archegonien neben abgestorbenen. — 5./8. 67.
Zackenfall (Riesengebirge). Kapseln meist ausgewachsen, gelb-
bräunlich. Antheridien und Archegonien fast ausgewachsen. —
23./9. 94. Breiteberg (E.). Kapseln mit und ohne Deckel. Junge
Sporogone im Durchschnitt 0,6 mm lang, eins 1,0. — 22./9..95.
Mosbach (E.) Kapseln mit Deckel. Archegonien ausgewachsen,
noch geschlossen. Antheridien ausgewachsen, kurz vor der Reife. —
Blüthezeit: August bis Oktober. Sporenreife: Oktober bis März.
43. D. pallidum (Schr.) Hpe.
9.10. 95. Kohlberg (E.). Kapseln entleert. Antheridien der
Reife nahe, in derselben Knospe auch einzelne entleerte. Archegonien
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 27,
ausgewachsen, noch geschlossen. — Juni 93. Bückeburg. Kapseln
mit und ohne Deckel. — Blüthezeit: Oktober. Sporenreife:
Mai, Juni.
44. D. tortile (Schrad.) Lindb.
11./8. 86. Vogelsberg (Hessen-Nassau). Kapseln ausgewachsen,
braun, mit Deckel. Soeben befruchtete Archegonien neben fast
reifen, reifen und abgestorbenen. Viele fast reife, wenig entleerte
Antheridien. — Blüthezeit: August. Sporenreife: September,
Oktober.
45. Distichium capillaceum (Sw.) Br eur.
17./3. 96. Spangenberg (M.). Kapseln entleert. Sporogone ohne
Verdickung 8—10 mm lang. — 8./6. 97. Ders. Stdt. Kapseln aus-
gewachsen, braungelb, mit Deckel. Junge Sporogone (0,2)—0,4 mm
lang. — 13./8. 97. Ders. Stdt. Kapseln mit einer Ausnahme entleert.
Sporogone 1,2—1,7 mm lang. — 8./5. 98. Eppichnellen (E.). Kapseln
ausgewachsen, grün, Ringzone roth. Archegonien und Antheridien
fast ausgewachsen. — Blüthezeit: Ende Mai. Sporenreife: Juli.
46. Pterygoneurum cavifolium (Ehr.) Jur.
27.13. 95. Landgrafenberg (E.). Kapseln theils entleert, theils
mit Deckel. Fast reife Antheridien und Archegonien. -— 15./4. 98.
Geissköpfe (E.). Kapseln entleert. Archegonien reif (einige mit
gelblichem Hals), einzelne noch geschlossen. Antheridien meist
noch geschlossen, goldgelb, wenige geöffnet. — 29.7. 98. Fried-
hof (E.). Junge Sporogone 0,2-—0,4 mm lang. — 11./6. 99. Ders.
Stdt. Kapseln entleert. Soeben befruchtete Archegonien. In dem
nur wenig vergrösserten Bauchtheil wenigzellige Embryonen. An-
theridien sowohl entleert, als auch kurz vor der Reife. — Blüthe-
zeit: Juni. Sporenreife: März.
47. Pottia truncatula (L.) Lindb.
10.2. 99. Grebenau (M.). Kapseln mit wenigen Ausnahmen ent-
deckelt und entleert. — 5./8. 98. Melsungen. Sporogone 0,8—1,2 mm
lang. — Blüthezeit: Juni, Juli. Sporenreife: Januar, Februar.
48. P. lanceolata (Hedw.) C. Müll.
10.2. 99, Grebenau. Kapseln gelbgrün, saftreich. — 1.17. 9.
Eisenach. Antheridien und Archegonien in Entwickelung begriffen.
Blüthezeit: Juli, August. Sporenreife: März, April.
49. Didymodon rubellus (Hoffm.) Br. eur.
19./9. 94. Gehauener Stein (E.). Kapseln braun, mit Deckel.
Verschiedene junge Sporogone 1—2 mm lang, die meisten jedoch
0,3—0,5 mm. — 14.3. 99, Wartburg (E.). Kapseln meist entleert;
einzelne ohne Deckel mit Sporen, andere reif mit Deckel, wieder
andere noch nicht ganz ausgewachsen, grün. Junge Sporogone
12—2,5 mm lang. Hin und wieder frische Blüthen. — 6./8. 98.
Gehauener Stein (E.). Sporogone von vollständiger Länge mit und
28 A. Grimme.
ohne Kapselverdickung, letztere zuweilen bräunlich. In den Zwitter-
blüthen fast reife und reife Archegonien und junge Sporogone bis
1,0 mm lang. Blüthezeit: Juli bis September. Sporenreife:
Oktober bis Dezember.
50. Didymodon rigidulus Hedw.
15./4. 95. Wartberg b. Thal (E.). Kapseln entleert. Sporogone
0,6—1,2 mm lang. — 13./8. 97. Spangenberg (M.). Kapseln braun-
grün, mit Deckel und Haube. Zahlreiche fast ausgewachsene
Archegonien, einzelne abgestorben. — 17./11. 97. Wartberg b.
Thal (E.). Kapseln braun, mit Deckel. Sporogone 0,3—0,6 mm
lang. — 24./1. 99. Eppichnellen (E.). Kapseln mit Haube und
Deckel. — 27./4. 99. Georgenfeld (M.). Kapseln mit wenigen Aus-
nahmen entleert. Sporogone 2,0—4,0 mm lang. Blüthezeit:
August bis Oktober. Sporenreife: Februar bis März,
51. Tortella tortuosa (L.) Limpr.
14./5. 94. Wartberg b. Thal (E). Sporogone von vollständiger
Länge, ohne Verdickung. Antheridien fast ausgewachsen, grün.
Archegonien zwischen den Paraphysen eben als kleine ovale Gebilde
angedeutet. — 4./6. 98. Dornhecke (E.) Kapseln ausgewachsen
mit rothgelbem Deckel. Archegonien theils soeben abgestorben,
theils frisch reif und fast reif. Ein Sporogon etwa 0,4 mm lang.
Blüthezeit: Mai, Juni. Sporenreife: Juni, Juli.
52. Barbula unguiculata (Huds.) Hedw.
23.3. 94. Eisenach. Kapseln mit und ohne Deckel. —
3.15. 99. Melsungen. Kapseln entleert, Peristom noch sehr gut
erhalten. — 29./7. 98, Wadenberg (E.). Archegonien und Antheridien
in Entwickelung begriffen. — 5./8. 98. Melsungen. Sporogone
0,5—(0,7) mm lang. — 21./10. 97. Ders. Stdt. Kapseln ausge-
wachsen, aber noch vollständig saftreich und grün, Seta roth.
Blüthezeit: Juli, August. Sporenreife: März, April.
53. B. fallax Hedw.
3./4. 9. Mosewald (E.) Kapseln ohne Deckel mit Sporen.
Archegonien in der Entwickelung begriffen, einzelne fast aus-
gewachsen. — 4./5. 99. Melsungen. Fast reife, reife und überreife
Archegonien. Antheridien fast reif. — Blüthezeit: Mai. Sporen-
reife: März,
54. B. eylindrica Schpr.
7.4. 95. Knöpfelsteiche (E.) Archegonien reif und fast reif;
einzelne der ersteren mit gebräuntem Hals, — Blüthezeit: April.
Sporenreife: Mai, Juni.
55. B. convoluta Hedw.
21./3. 95. Petersberg (E.). Antheridien fast ausgewachsen.
1—2 cm lange Sporogone. — 4.5. 99. Melsungen. Kapseln aus-
gewachsen, grüngelb bis bräunlich, Archegonien in Entwickelung. —
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 29
Mai 90. Laubach (Hessen). Kapseln ausgewachsen, gelbbraun,
mit leicht lösbarem Deckel. Archegonien soeben befruchtet, daneben
reife und fast reife. Antheridien theils entleert, theils fast reif. —
Blüthezeit: Mai. Sporenreife: Mai, Juni.
56. Aloina aloides (Koch) Kindb.
21./3. 95. Nessemühle (E.). Kapseln zum grossen Theil ohne
Deckel und Peristom, einige noch vollständig, andere noch saftreich,
grün. Junge Sporogone 0,3—0,5 mm lang; daneben unbefruchtete
frische und abgestorbene Archegonien. Antheridien theils entleert,
gebräunt, theils geschlossen mit gebräunter Spitze. — 16./4. 9.
Ders. Sdt. Junge Sporogone 1,2—1,5 mm lang, eins 0,2—0,3. Jüngere
und ältere Antheridien und Archegonien. — 31./9. 94. Hörschel (E.).
Sporogone mit fast vollständiger Kapselverdickung. — 31./12. 93.
Petersberg (E.). Kapseln fast ausgewachsen, grün, einzelne jünger
oder älter. Einzelne junge Sporogone bis 0,5 mm lang, neben ab-
gestorbenen oder frischreifen Archegonien. — 8./12. 98. Ders. Stdt.
Alte Kapseln und soeben befruchtete Archegonien. — Blüthezeit:
Dezember bis März. Sporenreife: Dezember — März.
57. Al. ambigua (Br. eur.).
31./3. 95. Hörselberg (E.). Kapseln entleert. Zahlreiche ab-
gestorbene Archegonien, einzelne frisch, fast reif. Junge Sporogone
0,4 mm lang. — Blüthezeit: Dezember bis März. Sporenreife:
Dezember bis März,
58. Desmatodon latifolius (Hedw.) Br. eur.
15./7. 89. Pontresina (Schweiz). Kapseln entleert. In den weib-
lichen Blüthenständen soeben befruchtete Archegonien. Antheridien
ausnahmslos entleert. In einzelnen Blüthenständen noch fast reife
Archegonien. — 2./8. 67. Kesselkoppe (Riesengebirge). Kapseln
entleert. Antheridien theils fast reif, theils entleert. Archegonien
soeben befruchtet bis 0,4 mm lang. — [24./7. 94. Sneehättan (Nor-
wegen). Kapseln entleert. Sporogone etwa 0,2 mm lang, sehr wenig
grösser als bei dem Exemplar aus Pontresina. Atheridien geöffnet.] —
Blüthezeit: Juli. Sporenreife: Juni, Juli.
59. Tortula muralis (L.) Hedw.
28./4. 97. Melsungen. Kapseln braungrün, Deckel röthlich.
Antheridien fast reif, grün. Archegonien noch nicht ausgewachsen.
— 13.5. 97. Ders. Stdt. Kapseln und Deckel rothbraun,; an
einem anderen Rasen die Kapseln völlig grün. Junge Sporogone
03—05—1,0—1,2 mm lang. Lebende und abgestorbene Arche-
Sonien. Fast reife, bräunliche Antheridien. — 23./6. 97. Ders. Stdt.
Sporogone 0,2—0,3, eins 0,5 mm lang. — 26./7. 97. Ders. Stdt.
Kapseln in einem Rasen braun, faltig, ohne Deckel mit Sporen; in
einem anderen haben die meisten noch den Deckel. Sporogone
1,0—1,6 mm lang, einzelne 0,3—0,5. Viele unreife Antheridien. —
30 A. Grimme.
6./10. 97. Beiseförth (M.). Kapseln ohne Deckel, mit und ohne
Sporen. Sporogone 0,5—0,8 mm lang. — 18./5. 98. Melsungen.
Kapseln ausgewachsen, grün, zum Theil bräunlich. Archegonien mit
wenigen Ausnahmen geöffnet, viele abgestorben, einzelne soeben
befruchtet. 2 Sporogone 0,4—0,6 mm lang. Antheridien zum Theil
kürzlich entleert, zum Theil noch geschlossen, fast reif. — 4./10. 9.
Buschleite (E.). Sporogone 0,4 mm lang. — Blüthezeit: Mai bis Juli
(April, August und September). Sporenreife: Juni, Juli, August.
60. T. subulata (L.) Hedw.
4./2. 96. Beiseförth (M.) Sporogone 5—7 mm lang. — 19./4. 97.
Mittelhof (M.). Sporogone ausgewachsen, grün. Antheridien grün,
an der Spitze gelblich. Fast ausgewachsene Archegonien, eins mit
geöffneter Narbe. — 14.9. 97. Eiterhagen (M.). Junge Sporogone
0,5—1,3 mm lang. Kapseln entleert. — Juni 94. Wartburg (E.).
Kapseln ausgewachsen braun, Deckel sitzt locker. Soeben befruchtete
Archegonien (0,2-- 0,3 mm lang), neben reifen, fast reifen und ab-
gestorbenen. — Blüthezeit: Juni. Sporenreife: Juni, Juli,
61. T. latifolia Bruch.
30./3. 95. Weiden an der Nesse (E.). Reife, fast reife und ab-
gestorbene Archegonien. — Blüthezeit: März, April. Sporen-
reife: März, April.
62. T. pulvinata (Jur.).
30./3. 95. Weiden an der Nesse (E.). In den weiblichen
Blüthenständen reife, fast reife und abgestorbene Archegonien. —
Blüthezeit: März, April. Sporenreife: Mai.
63. T. ruralis (L.) Ehrh.
21./3. 95. Eisenacher Burg (E.). Kapseln ausgewachsen, grün.
Zahlreiche grüne, einzelne entleerte Antheridien. Reife Archegonien
neben jüngeren. — 31./3. 95. Hörselberg (E.). Kapseln grün.
Archegonien fast reif und reif, einzelne abgestorben. — 22./6. 94.
Eisenacher Burg (E.). Kapseln ohne Deckel, mit und ohne Sporen.
Sporogone 0,5—1,0 mm lang. — Blüthezeit: April, Mai. Sporen-
reife: Mai, Juni.
64. Cinclidotus fontinaloides (Hedw.) P. de B.
18./7. 95. Lugano (Schweiz). Sterile weibliche Pflanzen mit
frischen fast reifen und auch eben abgestorbenen Archegonien. —
Blüthezeit: Juli. Sporenreife: Juni bis August.
65. Schistidium apocarpum (L.) Br. eur.
30./3. 99. Eubach (M.). Kapseln ohne Deckel, mit Sporen.
Archegonien fast reif und reif; einzelne mit braunem Hals und grünem
Bauch. — 28./4. 99. Altmorschen (M.). Kapseln mit wenigen Aus-
nahmen entleert. — 16./5. 95. Nessemühle (E.). Kapseln entleert.
Weibliche Blüthen mit reifen Archegonien. Antheridien fast reif,
gelb. — 13./5. 98. Melsungen. Kapseln ohne Deckel, viele noch
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 31
mit Sporen. In jedem weiblichen Blüthenstande ein Archegonium
befruchtet; daneben abgestorbene und unreife. Antheridien theils
kürzlich geöffnet, theils kurz vor dem Oeffnen. — 4./11. 97. Stadt-
wald (M.). Kapseln ausgewachsen grün, Deckel roth. Männliche
Blüthen mit fast ausgewachsenen Antheridien. — Blüthezeit: Mai.
Sporenreife: März, April.
66. Coscinodon cribrosus (Hedw.) Spr.
1./1. 81. Ilmenau. Alte zerfallene Kapseln. Junge Kapseln aus-
gewachsen, grün. Jüngere Sporogone 0,2--0,8 mm lang. Unreife
Antheridien. — März 93. Marsberg (Westfalen. Kapseln aus-
gewachsen, fast reif. Junge Sporogone 0,3—1,0 mm lang. Reife und
abgestorbene Archegonien in derselben Blüthe. Fast reife Anthe-
tidien. — 22./5. 66. Neukirch (Schlesien). Kapseln mit wenigen
Ausnahmen mit Deckel, fast reif. Junge Sporogone 0,2-1,2 mm
lang. Abgestorbene Archegonien neben reifen und fast reifen. —
24.7. 86. Ilmenau. Alte Kapseln entleert. Zahlreiche junge Sporo-
gone durchschnittlich 1,5 mm lang (1,0—1,5—2,0). Weibliche Blüthen
mit reifen und unreifen Archegonien. — September 58. Beckhaus
(Westfalen). Kapseln abgefallen. Aeltere Sporogone durchschnittlich
2 mm lang mit beginnender Kapselverdickung, jüngere Sporogone
0,3—0,4 mm lang. Archegonien verschiedenen Alters. — Blüthe-
zeit: September. Sporenreife: Juni.
Lange Zeit machte die Bestimmung der Blüthezeit dieses Mooses
grosse Schwierigkeiten, da mir nur Herbarmaterial aus den Frühjahrs-
und Sommermonaten zur Verfügung stand. Es finden sich in dieser
Zeit viele 1 2 mm lange Sporogone, die man bei einem Vergleich
mit dem Verhalten vieler anderer Grimmiaceen auch auf eine in den
ersten Monaten des Jahres stattgehabte Befruchtung zurückführen
konnte. Erst das Material von Beckhaus in Westfalen, das im Sep-
tember gesammelt war, brachte Klarheit. Die aus der letzten Be-
fruchtung hervorgegangenen 0,3—0,4 mm langen Sporogone stachen
Jetzt scharf ab gegen die der vorjährigen Befruchtung, welche jetzt
etwa 2 mm lang geworden waren und die Anfänge der Kapsel-
verdickung zeigten. Dieses Moos gebraucht demnach 21—22 Monate
zur vollständigen Entwickelung seiner Kapsel.
67. Grimmia Doniana Smith.
Oktober 55. Brocken. Kapseln braungelb mit Deckel, einzelne
Ohne und leer. Sporogone 1,0-1,2 mm und 0,2- 0,4 mm lang.
3./10. 96. Vogelsberg (Hessen). Kapseln fast reif. Sporogone
12--1,4 mm, einzelne 0,2- 0,3 mm lang. Archegonien und Anthe-
fidien in verschiedenen Entwickelungsstufen. — 20./5. 69. Milseburg
(Rhön). Sporogone 1,2—1,4 mm und andere 0,3—0,4 mm lang.
Unreife und reife Archegonien und Antheridien. — 29./7. 70. Ober-
hof (Thüringer Wald). Kapseln ausgewachsen, grüngelb, mit Deckel.
32 A. Grimme.
Junge Sporogone 0,7—1,0 mm lang. Zahlreiche unreife, reife und
überreife Archegonien; fast reife Antheridien. — 12./9. 71. Milseburg
(Rhön). Die meisten Kapseln entleert, wenige noch mit Deckel.
Sporogone 1,2— 1,4 mm lang, zahlreich. — Blüthezeit: September bis
April. Sporenreife: August bis Oktober.
68. Gr. ovata Web. et Mohr.
23./4. 67. Bunzlau (Schlesien). Kapseln entleert. Sporogone
0,8—1,5 mm lang. Fast reife Antheridien. — 24./4. 69. Friedrich-
roda (Thüringen). Kapseln ausgewachsen, gelblich, mit Deckel.
Junge Sporogone 0,3—0,4 mm lang. Zahlreiche männliche Blüthen mit
fast reifen Antheridien. — 23./9. 62. Salzungen (Thüringen). Kapseln
theils entleert, theils mit Sporen; einige noch mit Deckel. Sporo-
gone 0,4—1,6 mm lang. Frische Archegonien und viele fast reife
und soeben entleerte Antheridien. — 19./1. 73. Lyck (Ostpreussen).
Kapseln abgefallen, eine grünlich, ohne Deckel mit Sporen. Sporo-
gone 0,3—0,7 (8 Stück), und 1,2 mm lang (2 Stück).
Rasen von 4 verschiedenen Standorten Thüringens, gesammelt
in den Monaten August und September 71-73, zeigen neben alten
entleerten Kapseln auch reife, mit und ohne Deckel, grüne aus-
gewachsene und in jedem Falle auch Seten ohne Verdickung, sowie
0,3—0,7 mm lange Sporogone. — Blüthezeit: September bis April.
Sporenreife: März, April.
69. Gr. commutata Hüb.
15./1.94. Eisenacher Burg. Kapseln ausgewachsen, grün. Arche-
gonien fast und ganz ausgewachsen. — 13./2. 95. Mädelstein (E.).
Kapseln braun mit Deckel. 2 etwa 0,2 mm lange Sporogone. Zahl-
reiche reife und fast reife Archegonien. — 10./2. 96. Marienthal (E.).
Entleerte und fast reife Antheridien. Reife, fast reife und abgestorbene
Archegonien. — 10./5. 99. Eisenacher Burg. Fast alle Kapseln ent-
leert. — 22/8. 94. Marienthal (E.). Sporogone 2-4 mm lang. —
Blüthezeit: Februar. Sporenreife: April.
70. Gr. pulvinata (L.) Sm.
18./11. 95. Melsungen. Antheridien ausgewachsen, zum Theil
gelblich. Archegonien von verschiedenem Alter, wenige geöffnet. —
5./1. 97. Ders. Stdt. Zahlreiche Antheridien gelblich. Ausgewachsene
Archegonien, von denen !/,—!/, geöffnet. — 21./2. 97. Ders. Stdt.
Archegonien mit wenigen Ausnahmen geöffnet; eins soeben befruchtet,
viele abgestorben. Antheridien theils geöffnet, theils geschlossen. —
20./4. 97. Heina (M.). In jeder Pflanze ein befruchtetes Archegon,
0,2—0,3 mm lang. Antheridien zum Theil leer. — 13./5. 97. Melsungen.
Kapseln braun, gefurcht, mit Deckel. Sporogone 0,5—0,75 mm lang. —
8./6. 97. Spangenberg (M.). Kapseln entleert. Sporogone 0,8 mm
lang. Junge Antheridien. — 23./6. 97. Melsungen. Kapseln mit
Deckel, wenige ohne. Sporogone 0,8 mm lang. Junge Antheridien. —
a HE na Mi ll u lin a a a
Beiblatt zur | „Hedwigia“
fi
Kleinere Mittheilungen, Repertorium der
Literatur und Notizen.
Band XLII. Januar — Februar. 1903. Nr. 1.
A. Kleinere Mittheilungen.
Karl Gustav Limpricht.
Ein Nachruf.
Von V. Schiffner (Wien).
(Mit Portrait.)
Am 20. Oktober 1902 ist zu Breslau Karl Gustav Limpricht
aus dem Leben geschieden, dessen Arbeiten mitbestimmend auf die
gegenwärtige Richtung der Bryologie gewirkt haben und dessen
ame stets mit an erster Stelle genannt werden wird, neben den
ausgezeichnetsten Forschern auf diesem liebenswürdigsten Spezial-
gebiete der »Scientia amabilis, welches aber zugleich zu den
schwierigsten gehört, nicht nur wegen seiner subtilen Methodik,
sondern auch darum, weil eine ernste, wirklich wissenschaftliche
Vertiefung in dasselbe die volle Vertrautheit mit physiologischen,
biologischen und descendenz-theoretischen Fragen voraussetzt. Mag
vielleicht mancher einseitige oder voreingenommene Beurtheiler in
den bryologischen Schriften Limpricht's nichts weiter als Be-
schreibungen von Arten und Varietäten erblicken, so wird hingegen
der Tieferblickende die Fülle der in denselben freilich bescheiden
verborgen liegenden Beobachtungen gebührend zu schätzen und zu
verwerthen wissen.
Karl Gustav Limpricht wurde am 11. Juli 1834 zu Eckers-
dorf bei Sagan in Preussisch-Schlesien als Sohn eines Gärtnerei-
esitzers geboren. Er besuchte die Ortsschule bis zu seinem zwölften
Lebensjahre und dann die Staats- und Fürstenthumsschule in Sagan,
auf welcher damals auch Latein und Französisch gelehrt wurde.
Zu Ostern 1853 trat er in das Lehrerseminar zu Bunzlau ein, das
er mit ausgezeichnetem Erfolge absolvirte und das er am 3. März
1856 verliess, worauf er zwei Jahre lang als Lehrer in Ober-Gläsers-
dorf bei Lüben wirkte. Nachdem er im Mai 1858 am Seminar zu
unzlau die Nachprüfung mit sehr gutem Erfolge bestanden hatte,
wurde er noch im selben Jahre am 1. Juli zum Lehrer an der höheren
Öchterschule in Bunzlau ernannt.
Seine Vorliebe für die Naturwissenschaften wurde schon am
Seminar von seinem Lehrer, dem späteren Geheimrath W. Prange,
erkannt und verdankte er demselben in dieser Beziehung Anregung
und Förderung. Während seiner Lehrthätigkeit in Bunzlau ver-
wandte der strebsame junge Mann seine Musestunden und die Ferial-
Hedwigia Ba, XLII, 1903.
(2)
zeit dazu, sich durch Selbststudium in den Naturwissenschaften weiter-
zubilden, in welchem Bestreben er eine thatkräftige Unterstützung
durch R. von Uechtritz fand, mit dem ihn seit 1860 treue Freund-
schaft verband. Zum Studium der Laubmoose wurde er 1864 durch
Prof. Dr. Julius Milde angeregt, der ihm bis zu seinem Tode (1871)
ein warmer Freund und Berather in bryologischen Fragen geblieben
ist. Durch Milde wurde Limpricht mit Prof. Goeppert bekannt,
der ihm seine reiche Bibliothek und seine Sammlungen zur Ver-
fügung stellte und dem er auch sonst vielfache Anregungen verdankte
und der ihm öfters wissenschaftliche Aufgaben stellte.
Prof. Goeppert förderte Limpricht auch weiterhin, indem er
auf seinen Vorschlag am 15. Oktober 1867 zum korrespondirenden
Mitgliede der Schlesischen Gesellschaft für vaterländische Kultur er-
nannt wurde und seither war Limpricht eines der eifrigsten Mitglieder
der Gesellschaft, in deren Jahresberichten er die meisten seiner kleinen,
aber werthvolle Beobachtungen enthaltenden Schriften veröffentlichte.
Durch Goeppert’s Vermittelung wurde L. Ostern 1869 als Lehrer
der Naturwissenschaften an die neugegründete evangelische Mittel-
schule II in Breslau berufen, aus der später die „Höhere Bürger-
schule II“, jetzt „Realschule II“ wurde. Mit Reskript des Kgl.
Provinzial-Schulkollegiums vom 30. August 1880 wurde L. unter die
für das höhere Lehrfach qualifizirten Lehrer an der Bürgerschule I
als „wissenschaftlicher Lehrer“ eingereiht und im Januar 1895 wurde
er vom Minister in Anerkennung seiner Leistungen zum Oberlehrer
ernannt. An der Lehrer-Fortbildungs- Anstalt in Breslau wirkte er
gleichzeitig als Dozent für beschreibende Naturwissenschaften und
von 1883—86 gehörte er als Mitglied der Kgl. Prüfungskommission
für Lehrerinnen und Schulvorsteherinnen an.
Seit 1887 war L. Kustos der Bibliothek der Schlesischen Gesell-
schaft für vaterländische Kultur. Verschiedene wissenschaftliche
Korporationen zeichneten L. durch Verleihung der Mitgliedschaft
aus, so der Botanische Verein der Provinz Brandenburg (5. Juni 1884),
die Societe nationale des Sciences naturelles et mathematiques de
Cherbourg (9. Oktober 1891), die Deutsche botanische Gesellschaft
zu Berlin (seit 1895) u. s. w.
Limpricht hinterlässt drei Töchter und einen Sohn, Dr. Wolf-
gangLimpricht, Assistent am Kgl. botanischen Garten zu Breslau,
der vermuthlich in die Fussstapfen seines Vaters treten wird; seine
treue Lebensgefährtin ist ihm ein Jahr im Tode vorausgegangen.
Limpricht’s wissenschaftliche Thätigkeit beschränkte sich aus-
schliesslich auf das Gebiet der europäischen Laub- und Lebermoose.
Er war ein ausgezeichneter und sehr sorgfältiger Beobachter, der in
seinen zahlreichen kleinen floristischen und kritischen Schriften, wie
in seinen beiden grossen bryologischen Hauptwerken') über manche
zweifelhafte Form Licht verbreitete und durch Feststellung einer grossen
Anzahl von neuen Arten und Formen unsere Kenntniss der euro-
päischen Moosflora sehr wesentlich förderte, Seine Beschreibungen
(besonders die in der Schlesischen Kryptogamenflora) sind von muster-
giltiger Klarheit und die kritischen Bemerkungen von bleibendem
Werthe. Dieses Werk kann heute noch als Muster einer Landesflora
!) Im folgenden Schriftenverzeichnisse No. 18, 19 und 66.
ee
(3)
gelten, obwohl es in den Einzelheiten schon hie und da etwas ver-
altet ist. In seinem anderen Hauptwerke: Die Laubmoose Deutsch-
lands, Oesterreichs und der Schweiz, in der zweiten Auflage von
Rabenhorst’s Kryptogamenflora von Deutschland, hat Limpricht
die von Lorentz in die Systematik eingeführten Merkmale des anato-
mischen Baues des Stammes und der Blattrippe zum ersten Male
für die gesammte Diagnostik der europäischen Laubmoose konsequent
durchgeführt und dadurch ein vorzügliches Hilfsmittel geschaffen,
dem bisher so sehr schwierigen Erkennen steriler Formen eine
grössere Sicherheit zu gewähren. Leider hat Limpricht in diesem
Werke fast ganz auf die so werthvollen kritischen Bemerkungen
verzichtet und dafür die Beschreibungen ungemein ausführlich ge-
staltet, wodurch das Werk zwar zu einem ausgezeichneten Nach-
schlagebuche für geschulte Bryologen geworden ist, für den Anfänger
aber dadurch sehr an Handlichkeit verliert, zumal da die analytischen
Tabellen, die ja hauptsächlich der ersten Orientirung dienen sollen,
vielfach nicht mit der Sorgfalt behandelt sind, welche das Werk sonst
so angenehm auszeichnet. Andere Unzukömmlichkeiten ergeben
sich naturgemäss aus dem Umstande, dass das Werk bis zu seinem
Erscheinen volle 18 Jahre gebraucht hat (die noch unvollendeten
achträge wird der Sohn des Verstorbenen, Dr. W. Limpricht,
nach den hinterlassenen Manuskripten seines Vaters fortsetzen).
Eine zweite Auflage, von geschickter Hand besorgt, wird voraus-
sichtlich Limpricht’s Buch zu einem bryologischen Fundamental-
werke gestalten, wie keine andere Nation etwas Aehnliches in ihrer
Wissenschaftlichen Literatur aufzuweisen hat.
Als Sammler war Lim pricht in seinem rüstigen Mannesalter
Schr thätig; er war seit Nees und v. Flotow wohl der beste Kenner
der bryologischen Verhältnisse des Sudetenzuges und wir verdanken
“m in seiner »Bryotheca Silesiaca« (VII. Fasc.) ein ebenso schönes
als belehrendes Exsiccatenwerk, welches eine sehr werthvolle Er-
Sänzung zu seiner vortrefflichen Moosflora von Schlesien bildet.
Verzeichniss der Publikationen von Karl Gustav Limpricht.
: Bryotheca Silesiaca (Exsiccatenwerk).
-
Fasc. 1. (No. 1 50) 1866. | Fasc. 5. (No. 201—250) 1868.
Fasc. 2. (No 51—100) 1866, Fasc. 6. (No. 251—300) 1869.
Fasc. 3. (No. 101—150) 1867. | Fasc. 7. (No. 301—350) 1871.
Fasc. 4. (No. 151-200) 1868. |
2. Beitrag zur bryologischen Kenntniss der grossen Schneegrube und der Kessel-
koppe. (44. Jahresber. d. Schles. Ges. f. vaterl. Kultur. 1867. p-. 139—146.)
3. Ein Blick auf die höheren Kryptogamen im Gebiete der Bunzlauer Flora.
(Ebenda p. 146—160.)
* Ueber die Flora des Isergebirges. (48. Jahresber. d. Schles. Ges. 1871.
P. 92—94,)
3. Ueber das Vorkommen der Lebermoose im schlesisch-mährischen Gesenke.
Anhang: Neue schlesische Lebermoose. (49. Jahresber. d. Schles. Ges. 1872.
e P. 75—81,)
Ergebnisse einiger botanischer Wanderungen durch’s Isergebirge. (Abh.
d. Schles. Ges, f. vaterl, Kultur. 1872, p. 33—47.) Re
s Nachtrag zur Bryologia silesiaca von Milde. (Hedw. XI. 1872. p. 178, 179.)
1*
I
(4)
.. Ueber die Flora von Grünberg. (50. Jahresber. d. Schles. Ges. 1873 p. 72—74.)
. Ueber die Moosflora der oberschlesischen Muschelkalkhügel. (Ebenda p. 96—97.)
. Nachträge zu J. Milde: Bryologia Silesiaca 1869. (Ebenda p. 124—140.)
. Auf der Wasserscheide zwischen Weide und Bartsch. (Abh. d. Schles. Ges,
f. vaterl. Kultur. 1873. p. 47—61.)
. Neue Bürger der schlesischen Laubmoosflora. (Hedw. 1874. p. 62, 63.)
. Ueber die Moos-Vegetation der Babiagora. (51. Jahresber. d. Schles. Ges.
1874. p. 77, 78.)
. Der Gröditzberg. Kurze Charakteristik seiner Flora. (51. Jahresber. d.
Schles. Ges. 1874. p. 90—93.)
. Neue schlesische Sphagna. (Hedw. 1875. No. 9.)
. Novitäten aus der Laubmoosflora der Hohen Tatra. (52. Jahresber. d.
Schles. Ges. 1875. p. 130—132.)
. Ueber die Laubmoose der Hohen Tatra. (Ebenda p. 92—94.)
. Die Laubmoose Schlesiens. In Kryptogamenflora von Schlesien. Herausg.
von F. Cohn. I, Band. — ]J. U. Kern’s Verlag, Breslau 1876, (471 Seiten.)
. Die Lebermoose Schlesiens. (Ebenda p. 225—352, Nachträge p. 429—444)
. Schlesische Lebermoose. (Hedw. XV. 1876. p. 17—19.)
. Zur Lebermoösflora der Hohen Tatra. (Hedw. XVI 1877. p. 59—62.)
. Die Lebermoose der Hohen Tatra. (54. Jahresber. d.Schles. Ges. 1877. p.143—152.)
. Ueber die Moosflora der Insel Bornholm. (57. Jahresber. d. Schles. Ges.
1880. p. 272—273.)
. Ueber die deutschen Sauteria-Arten. (Ebenda p. 274, 275.)
. Neue und kritische Lebermoose. (Ebenda p. 311—317.)
. Neue schlesische Moose. (57. Jahresber. d. Schles. Ges. 1880. p. 310 ff.)
. Neue Arten und Formen der Gattung Sarcoscyphus Corda. (58. Jahresber,
d. Schles. Ges. f. vaterl. Kultur. 1881. p. 179—184.)
. Ueber neue Muscineen für Schlesien. (58. Jahresber. d. Schles. Ges. 1881,
p. 184—186,)
. Berichtigung. (Bot. Cent. Bd. V. 1881. p. 288.)
. Ueber Gymnomitrium adustum N. ab E. (Flora. 1881. p. 71—76.)
. Zur Systematik der Torfmoose. (Bot. Cent. VII. 1881. p. 311—319.)
. Zur Systematik der Torfmoose. Zweiter Artikel. (Bot. Cent.X.1882. p.214—222.)
. J. Breidler und J. B. Förster, Die Laubmoosflora von Oesterreich - Ungarn.
Referat. (Hedw. 1882. No. 10.)
. Eine verschollene Jungermannia. (Flora. 1882. p. 45—48.)
. Neue und kritische Laubmoose, (Flora. 1882, p. 201—205.)
. Einige neuere Funde aus der schlesischen Moosflora. (59. Jahresber. d. Schles.
Ges. 1882, p. 278, 279.)
. Ueber verschollene Jungermannien. (Ebenda p. 313, 314.)
. Sphagnum cuspidatum und Sph. molle, Myurella Careyana und Fontinalis
dalecarlica. (Ebenda p. 317.)
. Ueber die Temperatur einiger Quellen des Riesengebirges. (60, Jahresber.
d. Schles. Ges. 1883. p. 214—216.)
. Einige neue Laubmoose. (Ebenda p. 234—242.)
. Neue Bürger der schlesischen Moosflora, (Ebenda p, 242, 243.)
. Moose aus Norwegen (Vortrag). (61. Jahresber. d. Schles. Ges, 1884, p. 175.)
. Ueber einige neue Arten und Formen bei den Laub- und Lebermoosen.
(Ebenda p. 204—225.) Berichtigung dazu p. 300,
. Ueber fortgesetzte Beobachtungen von Quellentemperaturen im Riesengebirge.
(Ebenda p. 247, 248.)
. Ueber Tüpfelbildung bei Laubmoosen. (62, Jahresber. d. Schles, Ges. 1885.
p- 289, 290.)
46.
47.
55.
(5)
Laub- und Lebermoose im Bericht der Kommission für die Flora von Deutsch-
land. (Ber. d. deutsch. bot. Ges. III. 1885. p. CLXXII—CLXXVIU.)
Ueber die Porenbildung in der Stengelrinde der Sphagnen. (63. Jahresber.
d. Schles. Ges. 1886. p. 199, 200.)
. Ueber neue Bürger der schlesischen Moosflora. (Ebenda p. 214, 215.)
. Theodor Gümbel, der Vorkeim. Beiträge zur Entwickelungsgeschichte der
Moospflanzen. (64. Jahresber. d. Schles. Ges. 1887. p. 258.)
. Ueber einige in Schlesien neu aufgefundene Laubmoose. (Ebenda p. 300.)
. Neue Moose. (67. Jahresber. d. Schles. Ges. 1890. p. 24.)
. Ueber neue Laubmoose (Bericht über einen Vortrag). (68. Jahresber. d.
Schles. Ges. 1891. p. 93.)
. Nekrologe auf die im Jahre 1890 verstorbenen Mitglieder der Schlesischen
Gesellschaft für vaterländische Kultur. (Ebenda, Nekrologe p. 1—24.)
. Nekrologe auf die im Jahre 1891 verstorbenen Mitglieder der Schlesischen
Gesellschaft für vaterländische Kultur. (69. Jahresber. d. Schles. Ges. 1892.
Nekrologe p. 1—29.) ö
Nekrologe auf die im Jahre 1892 verstorbenen Mitglieder der Schlesischen
Gesellschaft für vaterländische Kultur. (70. Jahresber. d. Schles. Ges. 1898.
Nekrologe p. 1—11.)
. Nekrologe auf die im Jahre 1893 verstorbenen Mitglieder der Schlesischen
Gesellschaft für vaterländische Kultur. (71. Jahresber. d. Schles. Ges. 1894.
Nekrologe p. 1—24.)
. Nekrologe auf die im Jahre 1894 verstorbenen Mitglieder der Schlesischen
Gesellschaft. (72. Jahresber. d. Schles,. Ges. 1895. Nekrologe p. 1—23.)
. Nekrologe auf die im Jahre 1895 verstorbenen Mitglieder der Schlesischen
Gesellschaft. (73, Jahresber. d. Schles. Ges. 1896. Nekrologe p. 1—17.)
. Drei neue Laubmoose. (74. Jahresber. d. Schles. Ges. 1897. Sitz. d. zool.-
bot. Sektion p. 1—5.)
e Nekrologe auf die im Jahre 1896 verstorbenen Mitglieder der Schlesischen
Gesellschaft. (Ebenda, Nekrologe p. 1—12.)
. Nekrologe auf die im Jahre 1897 verstorbenen Mitglieder der Schlesischen
Gesellschaft. (75. Jahresber. d. Schles. Ges. 1898. Nekrologe p. 1—23.)
. Nekrologe auf die im Jahre 1898 verstorbeuen Mitglieder der Schlesischen
Gesellschaft. (76. Jahresber. d. Schles. Ges. 1899. Nekrologe p. 1—17.)
. Nekrologe auf die im Jahre 1899 verstorbenen Mitglieder der Schlesischen
Gesellschaft. (77. Jahresber. d. Schles. Ges. 1900. Nekrologe p. 1—10.)
. Nekrologe auf die im Jahre 1900 verstorbenen Mitglieder der Schlesischen
Gesellschaft, (78. Jahresber. d. Schles. Ges. 1901. Nekrologe p. 1—15.)
R Nekrologe auf die im Jahre 1901 verstorbenen Mitglieder der Schlesischen
Gesellschaft. (79. Jahresber. d. Schles. Ges. 1902. Nekrologe p. 1—16.)
. Die Laubmoose Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz (in Dr. L. Raben-
horst's Kryptogamenflora von Deutschland, Oesterreich und der Schweiz
II. Aufl., 4 Bände, bei Ed. Kummer, Leipzig).
I. Band. 1890.
Die einzelnen Lieferungen sind erschienen:
Lieferung ı (p. 1— 64) Juli 1885. | Lieferung 8 (p. 449512) Oktbr. 1887.
” 2 {p. 65—128) Aug. 1885. i; 9 (p. 513—576) Mai 1888.
s 3 (p. 129—192) Dezbr. 1885. „10 (p. 577—640) Oktbr. 1888.
R 4 (p. 193—256) Juli 1886. „11 (p. 641—704) Dezbr. 1888.
n 5 (p. 257—320) Novbr. 1886. „12 (p. 705-768) Oktbr. 1889.
& 6 (p. 321—384) Dezbr. 1886. s; 13 (p. 769—836) Novbr, 1889.
: 7 (p. 385—448) Juli 1887,
(6)
I. Band. 1895.
Die einzelnen Lieferungen sind erschienen:
Lieferung 14 (p. 1— 64) Juli 1890. Lieferung 21 (p. 449—512) Januar 1893,
u; 15 (p. 65-128) Oktbr. 1890. 5 22 (p. 513—576) Juni 1893.
P 16 (p. 129—192) Januar 1891. ; 23 (p. 577—640) Dezbr. 189.
x 17 (p. 193—256) Dezbr. 1891. “ 24 (p. 641—704) Aug. 189.
„ 18 (p. 257—320) Januar 1892. „ 25 (p. 705—768) Januar 1895.
19 (p. 321—384) Novbr. 1892. ir 26 (p. 769—852) Juni 1895.
;> 20 (p. 385—448) Dezbr. 1892.
III. Band (noch unvollendet).
Die Lieferungen sind erschienen:
Lieferung 27 (p. 1— 64) 1896. Lieferung 33 (p. 385—448) 1898.
. 28 (p. 65—128) 1896. 2 34 (p. 449-512) 1899.
5 29 (p. 129—192) 1897. Si 35 (p. 513—576) 1899.
R 30 (p. 193—256) 1897, R 36 (p. 577—640) 1901.
„31 (p. 257—320) 1897. + 37 (p. 641—704) 1902.
3 32 (p. 321—384) 1898. > 38 (p. 705-768) 1903.
Ueber gelungene Kulturversuche des Haus-
schwammes (Merulius lacrymans) aus seinen
Sporen.
Von Dr. Alfred Möller.
(Mykologische Abtheilung der Hauptstation des forstlichen Versuchswesens zu
Eberswalde.)
(Mit Tafel II.)
Unter demselben Titel, den ich dieser Mittheilung voranstelle, hat
Herr Professor Dr. Poleck im Oktober 1885 in der Naturwissenschaft-
lichen Sektion der Schlesischen Gesellschaft für vaterländische Kultur
die erste und bisher einzige Mittheilung über den Gegenstand ge-
macht.!) Poleck brachte Holzscheiben in ein Glasgefäss, auf dessen
Boden sich Wasser befand, und besäete die Oberfläche der Holz-
scheiben reichlich mit Hausschwammsporen. Die Gläser wurden dann,
gut bedeckt, im dunklen Keller bei annähernd konstanter Temperatur
sich selbst überlassen,
. Eine Scheibe im Winter gefällten Holzes und eine solche von
einem im April gefällten Stamme wurden am 25. April 1884 besäet.
An der Ersteren war bis zum Oktober 1885 nichts zu bemerken, an
der Anderen wurde Anfang des Jahres 1885 zweifellose Entwickelung
des Hausschwammmycels festgestellt. Es wurden auf dem Holze
auch keimende Hausschwammsporen gefunden und abgebildet.
Am 31. März 1885 besäete Poleck sodann je eine Scheibe einer
Tanne, Fichte und Kiefer, die im Januar desselben Jahres gefällt
waren, mit Hausschwammsporen und beobachtete im . Juli bezw.
August deutlich erkennbare Hausschwammmycelien auf den Scheiben.
Es wurden ferner im August 1885 je eine Kiefer, Fichte, Tanne
und Lärche gefällt, Stammscheiben davon wie bei den früheren Ver-
1) Abgesehen von einer Mittheilung Sorökin’s im Centralblatt der Bau
verwaltung 1883, die aber mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Irrtthum beruht.
(7)
suchen besäet und behandelt und schon Mitte Oktober liess sich
Hausschwammentwickelung auf diesen Scheiben sicher feststellen.
Vier andere Scheiben derselben eben erwähnten Bäume wurden
bis zum Januar 1887 lufttrocken aufbewahrt und erst dann besäet
und in den Feuchtraum gebracht. Auch hier erfolgte Hausschwamm-
bildung, aber langsamer und stets nur an der unteren mit Wasser
in Berührung stehenden Holzfläche. Durch diese Versuche war, wie
der Verfasser richtig hervorhob, die erste experimentelle Bestätigung
der Erfahrung gegeben, dass völlig ausgetrocknetes Holz die Keimung
der Hausschwammsporen verzögert, eventuell sogar verhindert, selbst
wenn die übrigen ihrer Entwickelung günstigen Bedingungen vor-
handen sind.
Weitere vier Stammscheiben derselben Bäume waren vor dem Be-
säen 9 Monate dem fliessenden Wasser der Oder ausgesetzt gewesen;
auch auf ihnen entwickelte sich der Hausschwamm, jedoch war die Ent-
wickelung gegenüber derjenigen auf frischem Holze etwas verzögert.
Professor Poleck hat ausserdem durch seine chemischen Unter-
suchungen des Hausschwammes auf den hohen Aschegehalt an
Kalium und Phosphorsäure bei diesem Pilze und auf die offenbar
bestehenden Beziehungen zwischen dem Kalium- und Phosphorsäure-
gehalt des Holzes und der Entwickelung des Hausschwammes hin-
gewiesen. In den Jahresberichten der Schlesischen Gesellschaft für
vaterländische Kultur (Sitzungsbericht vom 24. Oktober 1888) fasst
Poleck die Resultate seiner von ihm später nicht weiter verfolgten
Untersuchungen, auch nach der baupraktischen Seite, klar und über-
Sichtlich zusammen. „Es wäre“, so schliesst er seine Zusammen-
fassung, „überaus wünschenswerth und wichtig, wenn die wissenschaft-
lichen Anstalten, in deren Arbeitsgebiet diese Frage zunächst fällt,
ihr eine erhöhte Aufmerksamkeit zuwenden und sie in dieser oder
ın anderer Richtung durch geeignete Versuche weiter verfolgen
wollten. Die folgende Mittheilung soll ein Versuch in dem an-
gedeuteten Sinne sein,
In demselben Jahre 1885, in welchem nach Göppert’s Tode durch
Professor Poleck die gemeinsame Arbeit der beiden Forscher unter
dem Titel „Der Hausschwamm, seine Entwickelung und seine Be-
ämpfung“ herausgegeben wurde, erschien auch des verstorbenen Pro-
essor Hartig Schrift „Der echte Hausschwamm“, in welcher auf die da-
mals noch nicht bekannten Poleck’schen gelungenen Kulturversuche
noch keine Rücksicht genommen werden konnte. Diese Schrift ist im
Yergangenen Jahre von Professor von Tubeuf neu aufgelegt worden
vergleiche die Besprechung im vorigen Jahrgange dieser Zeitschrift
Seite 233 ff.) und es ist sehr zu bedauern, dass in dieser neuen Auf-
age die Ergebnisse der Poleck’schen Kulturversuche gar nicht erwähnt
worden sind. Freilich hatte sie der verstorbene Verfasser nicht an-
erkannt, sich vielmehr im Centralblatt der Bauverwaltung dahin aus-
$€sprochen, dass wahrscheinlich eine Verwechselung des Merulius
‚Acrymans mit Polyporus vaporarius vorliege. Allein dieser Einwand
'St so gründlich von Professor Poleck selbst widerlegt worden, dass
an ihm heute nicht mehr festgehalten werden darf Hat doch auch
Gottgetreu in seiner 1891 erschienenen Schrift „Die Hausschwamm-
Tage der Gegenwart‘‘ vollkommen zutreffend auf die Ueberlegenheit
er Poleck’schen Kulturversuche gegenüber den Hartig’schen hin-
&ewiesen. Es kann dieserhalb nicht unwidersprochen bleiben, wenn
(8)
die Hartig’sche Bearbeitung des Hausschwammes in ihrer neuen Auf-
lage im Eingang als die wissenschaftlichste, welche erschienen ist,
demnach als an Wissenschaftlichkeit der Göppert-Poleck’schen über-
legen, bezeichnet wird. Den Namen einer wissenschaftlichen Arbeit
verdient offenbar die eine so gut wie die andere Arbeit, und welche
von beiden mehr und Besseres zur Kenntniss des Hausschwammes
beigetragen hat, das zu entscheiden müssen wir getrost der Geschichte
der Wissenschaft überlassen.
Seit Jahren habe ich zu wiederholten Malen, wenn sich eben
die Gelegenheit bot, den Versuch gemacht, Hausschwammsporen zur
Keimung in Nährlösungen zu bringen, doch immer vergeblich. Zwar
wurden solche Keimungen, wie die von Hartig abgebildeten, oftmals
beobachtet, allein sie gediehen nicht weiter und machten den Ein-
druck des Krankhaften. Ich hatte mich im Laufe der Zeit davon
überzeugt, dass viele der Einzelangaben über das Aussehen der
Sporen und über die Bedingung ihrer Keimung, welche Hartig mit-
getheilt hat, nicht genau zutrafen, indessen schien ein Eingehen darauf
nicht angezeigt, so lange keine neuen Ergebnisse gewonnen waren.
Erst die neue Auflage des Hartig’schen Buches, welche zeigte, dass
wir in den letzten 17 Jahren über die Entwickelung der Hausschwamm-
sporen nichts hinzugelernt haben und welche dieselben irrthümlichen
Hartig’schen Angaben darüber nun wieder verbreitet, so wie sie auch
ausserdem in die verschiedensten Schriften über den Hausschwamm
von Hartig her übernommen worden sind, veranlassten mich, noch
einmal in grösserem Maassstabe Kulturversuche mit Hausschwamm-
sporen anzustellen, die dann auch zu dem gewünschten Erfolge führten:
zur Erziehung eines grossen üppigen, zweifellos infektionstüchtigen
Mycels aus Sporen und zwar in einer Form, welche jede Konkurrenz
fremder Pilze ausschloss, also in vollkommener Reinkultur.
Reine Aussaaten von Hausschwammsporen gewinnt man, wenn
man einen noch jungen Fruchtkörper umgekehrt in feuchtem Raume
auf ein Blechleiterchen legt und mit Nährlösung beschickte Objektträger
darunter anbringt. In günstigen Fällen hat man schon in der Zeit,
von 2 Minuten eine reiche Sporenaussaat, und wenn man deren in
genügend grosser Zahl anlegt, auch vorher beim Einsammeln der
Fruchtkörper die nöthige Vorsicht angewendet hat, so erhält man
wirklich reine Aussaaten in überwiegender Zahl. Ich habe in einem
Falle 48 Aussaaten hinter einander gemacht und auch nicht in einer
derselben fremde Eindringlinge gefunden, auch nicht nach Verlauf
von 8 Tagen.
Mustert man nun solche reife, frische und keimfähige Sporen unter
dem Mikroskop, so erhält man das Bild, welches die Photographie
No. 1 unserer Tafel zeigt. Da es wohl kaum möglich sein dürfte, eine
solche Photographie der lebenden, nicht gefärbten, nicht fixirten Sporen
so auszuführen, dass jede einzelne richtig beleuchtet ist, so wolle
man bei Vergleich der Beschreibung z. B. die mit a bezeichneten
besonders günstig getroffenen Sporen in’s Auge fassen und hier, wie
auch zur Betrachtung der übrigen Bilder, eine einfache Leselupe zur
Hilfe nehmen. Die Sporen sind eiförmig, einseitig der Länge nach
etwas gedrückt und haben an der Basis ein kleines farbloses Knöpf-
chen. Hartig’s Angabe, die Sporen hätten eine stark konvexe un
eine gerade oder selbst etwas konkave Seite, so dass sie nierenförmig
erschienen, habe ich nicht bestätigt gefunden, auch unsere Photo-
(9)
graphie bestätigt sie nicht. Die Beschreibung, welche man bei
Saccardo VI. pag. 419 findet, sagt sehr treffend: »sporis ovatis, in-
aequilateralibus«. Die Länge der Spore fand ich — 9,6—11 u, die
Breite = 5,6—6,4 u. Saccardo giebt 10—12 und 5—6 u an.
Schwankungen kommen vor, doch dürften sie kaum viel über die
angegebenen Grenzen hinausgehen. Die starke Wandung der Spore
ist gelbbraun und soll nach Hartig an der Basis einen sehr zarten
Kanal als Keimporus haben. Diesen Kanal habe ich auch mit
der besten Seibert’schen Immersion nicht deutlich erkennen können
und es scheint mir nach den weiter zu beschreibenden Keimungs-
erscheinungen recht zweifelhaft, ob er überhaupt vorhanden ist. Im
Innern der Spore bemerkt man unter der Sporenmembran eine heller
gelb gefärbte, etwa 0,8 u breite, gleichmässig ringsum ausgebildete
Zone, welche einen zentralen, etwas dunkler erscheinenden ovalen
Körper allseitig umschliesst. Im Innern dieses dunkleren Zentral-
körpers hebt sich ein kreisrunder heller Fleck ab, der etwa 1,6 u
Durchmesser zeigt, der aber unbestimmte Lage hat, oben, unten.
oder in der Mitte sich findet. Dieser helle Fleck färbt sich bei
jüngeren Sporen nach energischer Anwendung von Karbolfuchsin
intensiv dunkelroth und hebt sich dann deutlich von dem übrigen
Inhalt der Spore ab. So sehen alle reifen und frischen keimfähigen
Sporen aus. Hartig sagt: „Im reifen und ruhenden Zustande zeigt das
Innere neben dem Plasma einen bis fünf grosse Fetttropfen, neben
denen zuweilen noch einzelne kleine Fetttropfen zu erkennen sind.“
Nach meinen Beobachtungen trifft diese Beschreibung nur für solche
Sporen zu, welche entweder vertrocknet oder sonstwie geschädigt sind,
welche mithin nicht mehr keimfähig sind. Die weitere Hartig’sche
Angabe, dass bei der Keimung diese Fetttropfen verschwinden und
an deren Stelle eine das ganze Innere ausfüllende ungekörnelte Proto-
plasmamasse tritt, habe ich nie bestätigt gefunden. Nimmt man von
ınem reifen Fruchtkörper Sporen mit der Nadel ab und säet diese
18, so findet man darunter regelmässig viele mit Fetttropfen, wie
artig sie beschreibt. Obwohl auf diese Weise niemals reine Kul-
turen entstehen, so kann man doch die ersten Keimungsstadien auch
er bis zur Bildung eines verzweigten Keimschlauches leicht ver-
folgen und sich überzeugen, dass nur die Sporen überhaupt keimen,
welche meiner oben angegebenen Beschreibung entsprechen, die mit
Fetttropfen versehenen keimen überhaupt nicht. — Saccardo’s Be-
schreibung »uniguttulatis« ist mithin auch hier für die normale Spore
zutreffend.
Am 3, November machte ich Aussaaten von Hausschwamm-
„poren in Malzextraktlösung und stellte einen Theil davon in einen
ermostaten, der auf 25° C. gehalten wurde. Schon nach 24 Stunden
Waren hier die allermeisten, jedenfalls über 70°), aller Sporen aus-
$ekeimt, nach 48 Stunden waren verzweigte Mycelfäden vorhanden,
In der Weise, wie die Photographie Figur 2 es darstellt. Parallel-
Aussaaten, welche im Zimmer gestanden hatten, in dem bei An-
Wendung eines Dauerbrandofens auch in der Nacht die Temperatur
nicht unter 180 C. gesunken war, zeigten nur geringe Spuren von
‚elmung an einem geringen Prozentsatz von Sporen, andere Kulturen
N ungeheiztem Zimmer oder im Keller zeigten überhaupt keine
‚eimungen. Eben so wenig traten Keimungen bei anderen Kulturen
“N, die in einem Thermostaten von 35% C. gehalten wurden. Hier
(10)
war also ein zweifelloser Einfluss der Temperatur auf das Verhalten
der Sporen festzustellen.
Meine Malzextraktlösung war ziemlich neutral, eher eine Spur
sauer, Ammoniakwirkung war also ausgeschlossen. Ich versetzte
diese Lösung nun mit 1°/, Citronensäure und fand auch jetzt bei 37°
keine Keimung, bei 25° zahlreiche, doch nicht so kräftige Keimungen
wie vorher ohne die Säure, bei Zimmertemperatur von 18° nur wenige
und schwächliche Keimungen und bei kühleren Temperaturen keine
Keimung.
Ein Zusatz von 1°/, kohlensaurem Kali zur Nährlösung, den ich
in Folge Hartig’s Angaben wiederum bei einer ganzen Serie von
Kulturen zur Anwendung brachte, hatte den Erfolg, dass bei allen
angewendeten Temperaturen keine einzige Keimung beobachtet
wurde, vielmehr trat überall eine deutliche Desorganisation des
Sporeninnern ein.
Am 16. November begann ich eine neue Serie von Versuchen
und verwendete diesmal als Nährlösung: 1. Malzextraktlösung, 2. das-
selbe mit Zusatz von 1°/, kohlensauren Ammoniak, 3. dasselbe mit
Zusatz von 1°/, phosphorsaurem Ammoniak, 4. Reines Wasser.
Ich will mit den Einzelheiten den Leser nicht ermüden, sondern
das klare Resultat gleich zusammenfassen. In reinem Wasser sind
keine Keimungen eingetreten. Für Aussaaten in Malzextrakt gilt
im Wesentlichen das vorher Gesagte, ihre Entwickelung war von der
Temperatur beeinflusst, deren Optimum etwa 25° C. ist. Zusatz von
kohlensaurem Ammoniak wirkt etwa ebenso, wie Zusatz von Citronen-
säure, d.h. es treten Keimungen darin in geringer Zahl und geringer
Ueppigkeit auf, aber eine günstige Weiterentwickelung wird dadurch
nicht herbeigeführt, dagegen hat Zusatz von phosphorsaurem Ammoniak
einen ganz unverkennbar günstigen Einfluss. In dieser Nährlösung
trat die Keimung schon bei Zimmertemperatur an schätzungsweise
mindestens 60°/, der ausgesäeten Sporen ein; bei Anwendung von
phosphorsaurem Ammoniak und 25° C. Wärme nahezu bei allen, mit
verschwindenden Ausnahmen. Diese Kombination einer Malzextrakt-
lösung mit Zusatz von 1°/, phosphorsaurem Ammoniak und kon-
stanter Temperatur von 25° C. wurde als die günstigste zu allen
weiteren Aussaaten benutzt, und ergab stets Keimungen der weitaus
meisten Sporen in Zeit von 24 Stunden, so dass man wohl an-
nehmen darf, diejenigen Sporen, welche unter diesen Umständen
nicht keimen, dürften überhaupt nicht keimfähig oder jedenfalls in
der Keimkraft erheblich geschwächt sein.
Hartig hatte angegeben, dass ihm Keimungsversuche zuerst bei
Zusatz von Urin zur Nährlösung gelungen seien, und hatte dem
darin schon nach wenigen Stunden auftretenden Ammoniak die gün-
stige Wirkung auf die Keimung der Sporen zugeschrieben. Da der
Urin, wenn er ammoniakalisch ist, stets von Bakterien wimmelt, SO
sind Reinkulturen überhaupt unmöglich. Hartig’s Kulturen waren
wohl stets von Bakterien verunreinigt. Dies geht ganz besonders
aus der auch in die neue Auflage aufgenommenen Figur 1e, Seite 4
hervor, welche den längsten von ihm erzielten Keimschlauch mit
4 Seitenästchen darstellt, deren Enden kolbenförmig verdickt sind.
Solche kolbenförmigen Verdickungen treten hier, wie bei anderen
Fadenpilzen, nur dann auf, wenn die Kultur durch Bakterien gestört
ist, sie zeigen den Beginn des Absterbens an. In reinen Kulturen
BR
(11)
kommen solche Verdickungen an den Hyphenenden niemals vor, sie
sind rein pathologische Erscheinungen. Die weiteren Vermuthungen,
wonach das Ammoniak quellend und erweichend auf die Substanz des
Knöfpchens vor dem Keimporus in ähnlicher Weise einwirken soll,
wie Beizung hartschaliger Leguminosensamen mit Salzsäure, verlieren
hiermit ihre Berechtigung, um so mehr, als, wie wir sehen werden,
der Keimschlauch sehr häufig gar nicht an der Stelle des aufzu-
weichenden Knöpfchens austritt. Das kohlensaure Kali erwies sich
als direkt schädlich für die Sporen, das kohlensaure Ammoniak als
wenig wirksam, man kann statt dessen mit demselben Erfolg
Citronensäure verwenden, wirksam in erheblichem Grade ist allein
das phosphorsaure Ammoniak, welches auch Hartig schon besonders
hervorhebt. Offenbar ist aber darin die Phosphorsäure das wesent-
liche Agens, wie Poleck sofort richtig erkannt und Hartig gegenüber
betont hat (vgl. Göppert-Poleck Seite 51).
„Es muss auch hervorgehoben werden“, sagt Poleck schon 1886
(Centralblatt der Bauverwaltung), „dass in allen gelungenen Züchtungs-
versuchen des Hausschwammes aus Sporen das Holz, auf welchem sich
der Pilz kräftig entwickelt hatte, von Anfang an sauer reagirte, die
Gegenwart von kohlensaurem Alkali oder Ammoniak daher keine
nothwendige Bedingung für die Entwickelung der Sporen darstellt“.
Leider ist auch auf diese durchaus zutreffende Feststellung in der
Neu- Auflage der Hartig’schen Schrift nicht die mindeste Rücksicht
genommen, sondern die Hartig’sche Ansicht reproduzirt, ja noch
durch den Hinweis auf die Beeinflussung hartschaliger Leguminosen-
samen durch Salzsäure zu stützen versucht worden. :
Solche Keimungsanfänge, wie die von Hartig abgebildeten,
kommen übrigens gelegentlich auch in reinem Wasser, ja sogar ın
feuchter Luft vor, ich habe sie an Sporen beobachtet, welche etwa
8 Tage lang auf dem reinen Objektträger unter einer mit Wasser
abgesperrten Glocke gelegen hatten.
Die von verschiedenen Fruchtkörpern hergeleiteten Aussaaten ver-
halten sich nicht immer gleichartig, Sporen, welche der Fruchtkörper
von selbst abwirft, haben immer ein höheres Keimprozent als solche,
die mit einer Nadel etwa von ihm abgenommen werden. Auch mag
die Jahreszeit vielleicht eine Rolle spielen, worüber noch weitere
Beobachtungen anzustellen sind. Von einem kräftigen grossen
Fruchtkörper entnahm ich am 3. November die Hälfte und erhielt
davon sehr reiche Aussaaten, die sofort kräftige Keimungen ergaben.
Als ich 8 Tage später die andere Hälfte des am Standort be-
lassenen Fruchtkörpers holte, so erzielte ich davon, obwohl das
Aussehen frisch und das Hymenium mit Sporen dicht bedeckt war,
gar keine spontanen Aussaaten und die mit der Nadel abgenom-
menen Sporen zeigten nur noch nach Zahl und Kraft stark ver-
Minderte Keimfähigkeit. Liess dieser Befund auf grosse Emfindlich-
eit und schnell nachlassende Keimfähigkeit schliessen, so ergaben
andererseits frisch abgeworfene Sporen, die in Uhrgläsern trocken im
Immer aufbewahrt waren, noch nach 4 Wochen ein hohes (minde-
stens 500/,) Keimungsprozent, doch war eine Schwächung gegen
den frischen Zustand unverkennbar. Der Umstand, dass die Tem-
Peratur von 250 unter Umständen reichliche Keimung derselben Sporen
hervorruft, welche noch bei 18—20° nicht keimten, könnte auf den
edanken führen, dass der Hausschwamm ursprünglich in wärmeren
(12)
Klimaten heimisch gewesen sei. Allein da wir bei den niederen
Temperaturen durch Zusatz von phosphorsaurem Ammoniak die
Keimung ebenfalls hervorrufen können, und da die Poleck’schen
Versuche uns gelehrt haben, dass Auskeimung, wenn auch erst
nach längerer Zeit, bei Kellertemperatur eintritt, so würde solche
Folgerung doch voreilig sein, zumal der Hausschwamm aus den
Tropen noch nicht bekannt ist.
Bedecken wir eine reine Kultur, in welcher viele Hunderte von
Sporen etwa 48 Stunden nach der Aussaat zu mehr als 70 °/, die
Keimung zeigen, mit einem Deckglas, so können wir starke Ver-
grösserungen anwenden, um die Art der Keimung näher festzustellen.
Die Spore keimt nach den bisherigen Beobachtungen ausnahmslos
nur mit einem Keimschlauch. Wir finden, dass bei einer sehr
grossen Anzahl, manchmal gewiss bei 30°%/,, der gekeimten Sporen
dieser Keimschlauch an der Spitze austritt, gegenüber dem kleinen
Ansatzzäpfchen, bei einer weiteren grossen Zahl tritt er an der Basis
deutlich erkennbar neben dem Zäpfchen aus, bei einer weiteren,
in manchen Kulturen überwiegenden Zahl scheint es, als wenn er so,
wie Hartig angiebt, als eine Verlängerung und Vergrösserung dieses
Ansatzzäpfchens sich bildete. Bewegt man nun durch vorsichtiges
Berühren des Deckglases mit der Nadel diese Sporen, so dass sie
sich um ihre Längsachse drehen, so findet man wiederum bei vielen,
dass eine Täuschung vorlag, dass der Keimschlauch neben dem Zäpf-
chen ausgetreten ist und dieses im mikroskopischen Bilde verdeckt
hatte. Immerhin bleiben noch zahlreiche Sporen übrig, bei denen
der Keimschlauch als direkte Verlängerung des Zäpfchens erscheint.
_ Die Figur 3 unserer Tafel stellt eine schon weit ausgekeimte Spore,
drei ungekeimte, und eine (ganz rechts) sich eben zur Keimung an-
schickende Spore dar. Man sieht, dass die Erste neben dem Zäpf-
chen gekeimt ist, denn Letzteres ist neben und über dem Keim-
schlauch noch sichtbar, und man sieht bei der Letzterwähnten, dass
der Keimschlauch an der Spitze gegenüber dem Ansatzknöpfchen
austreten will. Als verhältnissmässig seltene Ausnahmen findet man
Sporen, welche seitlich auskeimen. Hiernach ist also die Hartig’sche
Angabe, dass die Sporen immer an der Basis keimen, und zwar
durch einen vorher schon vorhandenen feinen Kanal, welcher durch
das Ansatzzäpfchen, wie durch einen Pfropfen geschlossen sei,
dahin zu berichtigen, dass die Sporen sehr oft, vielleicht meist an
der Basis keimen, sehr oft mit einem Keimschlauch, welcher neben
dem Zäpfchen austritt, oft auch so, dass der Keimschlauch eine Ver-
längerung des Letzteren darzustellen scheint, dass nahezu ebenso
häufig der Keimschlauch aus dem entgegengesetzten Ende der Spore,
und in seltenen Fällen an deren Seite austritt. Die Annahme eines
vorgebildeten feinen Keimkanales, den ich nie sicher entdecken
konnte, gewinnt durch diese Thatsache nicht an Wahrscheinlichkeit.
Die jungen Mycelien breiten sich nun im Kulturtropfen weiter
aus und bilden bald auch ein lockerflockiges Luftmycel. Ist die Nähr-
lösung erschöpft oder ungünstig zusammengesetzt, so beobachtet man
nach einigen Tagen an untergetauchten und an Luftfäden, dass sich
ihr protoplasmatischer Inhalt streckenweise gemmenartig zusammen-
zieht. Es bilden sich im Verlaufe der Fäden zahlreiche stäbchen-
förmige etwa 10—15 ı lange protoplasmagefüllte Abschnitte, die
durch entleerte Fadenstücke annähernd gleicher Länge von einander
1)
getrennt sind. Die so in Abschnitte getheilten Fäden zerfallen
nicht leicht von selbst, sind also hierin von den Oidien weit ab-
weichend, werden aber durch äussere Gewalt leicht zerstückelt.
Diese Bildungen, welche schon von Tubeuf und Appel in Gelatine-
kulturen beobachtet haben, und die auf Seite 27 der Neu-Auflage
des Hartig’schen Buches abgebildet sind, treten, wie auch die ge-
nannten Autoren fanden, nur bei Nährstoffmangel auf. Sobald man
den Kulturen neue gute Nährstofflösungen zuführt, verschwinden
sie, bei dauernd guter Ernährung findet man sie überhaupt nicht.
Dies ist auch wohl der Grund, weshalb Brefeld ihrer nicht Erwähnung
thut, der, wie Bd. VIII Seite 103 seiner Untersuchungen nachzusehen
ist, den Hausschwamm mit Erfolg kultivirte und reiche schnallen-
bildende Mycelien erzog. Solche Kulturen aus den bekannten
Wattepolstern des Hausschwammes abzuleiten gelingt ausserordent-
lich leicht. Flüssige Nährlösungen sind aber dafür viel geeigneter,
als gelatinirte. Man erhält leicht grosse Mycelien mit Schnallen und
vielfach aus den Schnallen entspringenden Verzweigungen,. Die aus
Sporen gezogenen jungen Mycelien zeigen in den ersten Tagen keine
Schnallen, auch wenn sie schon den ganzen Kulturtropfen durch-
wuchern. Erst am dritten und vierten Tage der Kultur fand ich
Schnallen an einzelnen Fäden. Von diesem Zeitpunkt ab macht sich
eine Differenzirung des Mycels insofern bemerkbar, als stellenweise,
besonders in der Mitte der Kultur, wo die Fäden sich bald enger
verflechten eine Neigung zur Bildung zahlreicher kurzer wiederum ver-
zweigter Seitentriebe von knickigem Wuchs auftritt, wie sie in der
Figur 5 dargestellt sind. Die Fadensysteme, welche diese Neigung
zeigen, sind meist schnallenlos. Andere Fäden strahlen lang aus,
werden stärker, ragen auch in die Luft und umgeben den dickeren
Kern der Kultur mit einem ringsum ausstrahlenden seidenglänzenden
Mycelrande, wie er auf dem photographischen Bilde einer solchen
Objektträgerkultur, Figur 4 unserer Tafel, auch erkennbar ist. An
diesen Fäden treten reichlich die durch Hartig besonders bekannt ge-
wordenen und als Charakteristikum der Hausschwammmycelien ver-
wertheten Schnallen mit Seitenzweigen auf. Ein photographisches
Bild solcher schnallenführenden Fäden aus einer aus Sporen gezogenen
der in Figur 4 dargestellten ähnlichen Objektträgerkultur ist in Figur 6
wiedergegeben. Im unteren Theil des Bildes beobachtet man auch
eine Fadenbrücke, eine brückenartige Querverbindung zwischen zwei
annähernd parallelen Fäden. Solche Fadenfusionen kommen bei den
Hausschwammmycelien, wie bei so vielen anderen Pilzen, besonders
bei Ascomyceten, sehr häufig vor. Bei vielen Pilzen fehlen sie eben
so konstant, wie sie bei anderen vorkommen. i
. In einem Autorreferat des neuen eben erschienenen botanischen
Literaturblattes sagt Arthur Meyer, es kämen Schnallenbrücken ganz
allgemein den Basidiomyceten zu. Es ist vielleicht nicht überflüssig,
aran zu erinnern, dass dies ein Irrthum ist, dass bei anderen
Basidiomyceten z. B. dem Trametes Pini, von dem ich es mit absoluter
Bestimmtheit behaupten kann, nie und unter keinen Umständen
Chnallen gebildet werden. ? : ;
Die Kultur auf dem Tropfen des Objektträgers erreicht hier beim
‚ausschwamm, wie in vielen anderen Fällen, nach etwa 14 Tagen
ihr Ende, weil der Objektträger dann ganz bewachsen ist und
Senügende Mengen von Nährlösung nicht mehr zugeführt werden
(14)
können, nicht etwa, weil es nicht möglich wäre, solche Kulturen vor
fremden Eindringlingen zu schützen, Ich verwendete daher zur
weiteren Kultur neue Kulturflaschen, die ich für ähnliche Zwecke
seit einiger Zeit mit Vortheil angewendet habe; sie haben einen
Boden von ca. 20 cm Durchmesser und fassen eine 3 cm hohe
Schicht Nährlösung, die an der Oberfläche noch etwas mehr als 20 cm
Durchmesser hat, also etwa 1 Liter. Sie sind in einen langen in
der Mitte etwas eingeschnürten Hals ausgezogen, der mit Watte-
pfropfen geschlossen wird. Sobald es gelingt, eine solche Flasche
sammt der Nährlösung sicher zu sterilisiren und mit einem langen
ausgeglühten Draht ein reines aus Sporen gezogenes Hausschwamm-
mycel hineinzubringen, so dass es auf der Flüssigkeit schwimmt, so
hat man die Möglichkeit, die Entwickelung ein gut Stück weiter zu
verfolgen. Der Versuch ist gelungen. Ich habe vor mir ein strahlig
sich verbreitendes, reines, aus Sporen in der Zeit von 5 Wochen
gezogenes Hausschwammmycelpolster von 18 cm Länge und 15 cm
Breite, bedeckt mit dem charakteristischen Seidenfilz des Luftmycels,
wie man es in Kellern beobachtet, es wächst von Tag zu Tag zu-
sehends, in der Mitte bilden sich schon Falten und Wölbungen und
es tritt dort eine gelbliche Färbung auf.
Ueber die technisch und besonders die forstlich beachtenswerthen
Ergebnisse dieser Hausschwammbeobachtung werde ich an anderer
Stelle Mittheilung machen,
Figuren-Erklärung.
Fig. 1. Lebende keimfähige Sporen von Merulius lacrymans im Nährstofflösungs-
tropfen. Photographirt mit Seibert's Objektiv V und Projektions-Okular.
Perutz farbenempfindliche Platte. Vergrösserung 200.
Auskeimende Merulius-Sporen in Nährlösung am dritten Tage nach der
Aussaat. Photographirt mit Seibert's Objektiv V und Projektions-Okular.
Talbot's Errtee-Platte, Vergrösserung ca. 120,
» 3. Eine ausgekeimte, eine auskeimende und drei noch nicht gekeimte
Sporen des Merulius, am dritten Tage nach der Aussaat photographirt
mit Seibert's Objektiv VI und Projektions-Okular. Vergrösserung 400.
» 4. Eine Objektträgerkultur des Merulius auf einem Objektträger Giessener
Format. Wenig vergrössert. 10 Tage nach der Aussaat.
» 5. Mycel aus einer Kultur wie Fig. 4 und zwar aus den mittleren Partien.
Reichlich kurz verzweigte, schnallenlose Fäden. Photographirt mit
Seibert's Objektiv V und Projektions-Okular. Vergrösserung 200.
3, Mycel aus derselben Kultur wie Fig. 5, aber aus den äusseren Theilen.
Schnallenbildung und Fusion. Photographirt wie vor. Vergrösserung 200.
N
Bemerkungen über nordamerikanische Laub-
mOoose.
Von N. Conr. Kindberg, Ph. D., Lector.
Da Nord-Amerika in bryologischer Hinsicht mit Europa zum
grossen Theil übereinstimmt, so hat man in der neueren Zeit ein-
gesehen, wie wichtig und nützlich es ist, die Laubmoose dieser
Welttheile mit einander zu vergleichen. Man entdeckt jetzt, dass
recht viele Arten gemeinsam sind, und ist nun im Stande, die
Synonymik festzustellen.
Es geschieht aber auch gegenwärtig, wie in der früheren Zeit,
dass man amerikanische Exemplare zu schon bekannten europäischen
a iin En
a 2 2 de en a ln un Le nt Le re
(15)
Arten bringt, obgleich man bei einer genaueren Untersuchung die-
selben so abweichend findet, dass man in diesen neue Arten erblicken
muss.
Dagegen hat man jetzt gefunden, dass mehrere als ausschliess-
lich europäisch angesehene Arten schon voraus in Nord-Amerika
beschrieben waren. Beispiele sind: Anisodon Bertrami, Thuidium
punctulatum (et T. gracile), Fissidens Arnoldi, Trichostomum Warns-
torfii, Hypnum curtum, Hypnum Heufleri, Eurhynchium praelongum,
Grimmia longidens, Desmatodon obliquus, Pohlia faeroönsis, Poly-
trichum decipiens; diese sind mit den amerikanischen Clasmatodon
parvulus, Thuidium virginianum, Fissidens obtusifolius, Didymodon
(Leptodontium) riparius, »Hypnum« (Brachythecium) oedipodium,
Hypnum plicatile, »Hypnum« (Eurhynchium) hians, Grimmia pilifera,
»Tortula« suberecta, Bryum Atwateriae und Polytrichum ohioense
identisch.
Anderseits waren einige Amerikaner, z. B. Myurella Careyana
Sullivant (»Hypnum« gracile Weinmann), Plagiothecium Sullivantiae
Schimper (»Hypnum« Roesei Hampe), Fissidens ventricosus Sullivant
(F. rufulus Bryol. eur.), früher in Europa bekannt.
So ist auch das von mir neu aufgestellte Hypnum Waghornei
von dem sehr seltenen (und mir früher nicht bekannten) europäischen
Hypnum canariense, nach von Dr. Braithwaite mitgetheilten Exem-
plaren nicht verschieden.
. „Vielleicht ist auch mein Calliergon pseudo-montanum, mehrmals
in Canada und auch in Montana gefunden, dasselbe wie das lange
wenig bekannte Hypnum styriacum Limpricht, wozu auch Herr
Williams seine Exemplare aus Montana bestimmt hat.
Mein Hypnum Renauldi, in Nord- Amerika nicht selten, kommt
auch in Europa vor.
Zuweilen giebt es Arten, die in Europa steril sind und in anderen
Ländern fruktifiziren, z. B. Haplohymenium triste (aus Japan), welches
man hier als eine Art von Anomodon oder Leskea betrachtete.
Orthotrichum (Ulota) maritimum ist nur in Kanada mit Frucht ge-
funden und besonders dadurch von O. jutlandicum verschieden.
Mehrere Arten, die in Europa sehr selten sind, kommen in
Nord-Amerika häufig vor, z. B. Myurella gracilis, Entodon seductrix
und E. compressus, Pylaisia intricata, Calliergon montanum, Barbula
Mülleri, Thuidium virginianum, Clasmatodon parvulus.
Die meisten neuen Arten sind von J. Macoun in Canada ge-
sammelt, Auch hat Prof. J. Röll in den Vereinigten Staaten und in
Canada viel Neues gefunden; in seinen Sammlungen befanden sich
nicht wenige von meinen kanadischen Arten. Prof. Holzinger und
R. S. Williams haben, besonders in Montana, wie auch Leiberg in
Idaho, gute Sammlungen gemacht. Auch Prof. C. F. Baker hat
neulich eine recht grosse Sammlung von Exsiccaten herausgegeben.
In Alaska haben J. M. Macoun, Trelease, Palmer u. A. mehrere
Neue Arten gefunden, In Labrador und New Foundland sammelte
der Pfarrer A, C. Waghorne recht Vieles, dabei auch Neues.
Unter den in meiner Sammlung befindlichen, von Macoun mit-
getheilten und bisher unbestimmten Moosen liegen zwei Arten von
'yum, die ich hier als neu beschreibe.
(16)
1. Bryum hamicuspis Kindberg n. sp.
Mit B. pallescens hat diese Art folgende Merkmale gemeinsam:
Blätter ei-lanzettlich, lang zugespitzt, breit gesäumt, ringsum
zurückgerollt, nicht herablaufend, am Grunde tiefroth; Kapsel ziem-
lich schmal, oben zugeschnürt, nicht hängend; Deckel gross und .
gewölbt; Zähne bleich; Cilien mit Anhängseln, Rasen dicht.
Die unterscheidenden Merkmale sind:
Blätter deutlicher gezähnelt; Rippe in einen gekrümmten, nicht
langen Stachel auslaufend; Kapsel dunkelbraun; Hals kurz; Sporen
sehr klein, nur 0,01 mm.
Der Blüthenstand ist zweihäusig, wie zuweilen bei B. pallescens,
bei welcher Art die Blätter nicht oder wenig gezähnelt sind; die
Rippe gerade und weit auslaufend; die Kapsel bleich, mit recht
langem Halse; die Sporen wenigstens 0,015 mm; der Blüthenstand
mehrmals einhäusig.
Die neue Art ist in Kanada, Ontario, cape Vincent, Kingston
i. J. 1881 von Prof. Fowler gesammelt, von Macoun 1891 wie n. 834,
1901 wie n. 971, mitgetheilt.
2. Bryum columbico-caespiticium Kindberg n. sp.
Weicht von B. caespiticium ab:
Blätter zuweilen beinahe etwas gesäumt; Rippe meistens kurz
auslaufend; Kapsel länger, fast cylindrisch; Stiel öfters sehr lang
(5—8 cm) und oft knieförmig gebogen; Blüthen zwittrig.
Die Sporen sind, wie bei B. caespiticium, sehr klein, ungefähr
0,01 mm.
Das etwas ähnliche B. synoico-caespiticcum C. M. et Kindb.
hat dickere Kapsel, grössere Sporen und weit auslaufende Blattrippe.
Die neue Art wächst auf feuchter Erde und ist von Macoun in
Kanada, British Columbia, bei Revelstoke 1890 gefunden.
Es ist auch zu erwähnen, dass ich Gelegenheit hatte, eine
interessante Sammlung, vom Botan. Garten in New-York zum Uni-
versitäts-Museum in Upsala mitgetheilt, theilweise zu untersuchen.
Die Moose waren von Herrn R. S. Williams in Montana gesammelt.
Darin befanden sich mehrere früher in Kanada gefundene und von
mir zuerst beschriebene, z. B. Brachythecium platycladum, Hypnum
subcomplexum (fertil), Hypn. Renauldi, Roellia simplex, Merceya
latifolia, Barbula pseudo-rigidula, B. circinnatula, B. horridifolia,
B. sparsidens, B. submegalocarpa, Racomitrium tenuinerve, Dicranum
erispulum, D. sulcatum, D. scopariiforme, Scouleria Mülleri, Bryum
grandirete, B. haematocarpum, B. gemmascens, B. microcephalum
(fertil), B. (Webera) nitescens, B. (Web.) commutatum * subcucullatum.
Dazu kommen vor:
1. »Antitrichia tenella Kindb.«, vielleicht eine Varietät von
»Macouniella californica«, doch steril;
. »Claopodium Bolanderi Best.< Darin sehe ich nur eine
Form von Thuidium crispifolium ;
. »Buxbaumia Piperi Best« scheint mir B. aphylla zu sein;
. »Pseudoleskea pallida Best« stimmt mit P. falcicuspis
überein;
. »Ditrichum giganteum Williams«, eine grössere Form von
D. flexicaule;
a sw DD
(17)
. »Ditrichum ambiguum Best« ist D. tenuifolium (Trichodon
eylindricus Schimp.);
. »Grimmia tenuicaulis Williams«, eine grössere Form von
G. tenera Zetterstedt;
. »Grimmia Brittoniae Williams« ist G. pulvinata var. cana;
. »Barbula perannulata Williams« ist B. chrysopoda;
. »Bryum Williamsi Philibert« ist B. percurrentinerve, fertil;
. Orthotrichum leiodon Kindb. n. sp. (»O. urnigerum
Williams«).
Diese Art weicht von O. urnigerum besonders in den glatten
(nicht papillösen) Peristomialzähnen, fehlenden Cilien und schwach
papillösen Blättern ab; stimmt mehr mit ©. Watsoni in der dicken,
nicht eingeschnürten Kapsel und den glatten Zähnen überein.
Kapsel dick, beinahe oval, nicht eingeschnürt, eingesenkt; Zähne
glatt, frei und nicht paarweise vereinigt, (trocken) aufrecht; Cilien
fehlend; Blätter gekielt, schwach papillös, nicht stark zurückgerollt;
Spaltöffnungen der Kapsel eingesenkt; Haube sehr spärlich behaart;
Rasen bräunlich, wenig dicht, 2 cm hoch.
Montana, Columbia Fall 26./3. 96: Williams, n. 247.
12. Bryum subrutilans Kindb. n. sp. {
Blätter schmal, ei-lanzettlich, lang zugespitzt; Saum breit, bleich
und ganzrandig, schwach oder nicht zurückgerollt; Rippe ziemlich
weit auslaufend; Blattgrund tiefroth (wie bei B. rutilans Bridel —
. oeneum Blytt); Kapsel etwas schief; Hals lang, nicht kürzer;
Deckel klein; Peristom wie bei B. arcticum;, Sporen ungefähr 0,04 mm;
Blüthen zwittrig.
Diese Art ist besonders durch den tiefrothen Blattgrund und
den bleichen Blattsaum von B. arcticum verschieden.
Montana, Forty mile 1897: Williams n. 392. =
Mehrere „neue“ Arten aus Alaska sind von den Herren Philibert,
Cardot und Theriot beschrieben; einige sind jedoch mit solchen, die
von J. M. Macoun gesammelt und von mir beschrieben sind, z. B.
»Barbula brachypoda« (B. subcuneifolia Kindb.) identisch.
Upsala, Schweden, November 1902.
Einige neue und interessante deutsche
Pezizeen II.
Von P. Hennings.
., Von Herrn Dr. Herrm. Paul in Bernau am Chiemsee erhielt
ich neuerdings einen äusserst interessanten Discomyceten, den der-
selbe daselbst auf einer dicken Lehmschicht, die einen im Wasser
'“genden Balken mehrere Centimeter hoch bedeckte, in zahlreichen,
schön entwickelten Exemplaren im Oktober d. J. gesammelt hat.
!e mikroskopische Untersuchung ergab, dass dieser Pilz zu Psilo-
P@ziza gehört und der Ps. rhizinoides (Rabenh.) sehr nahe steht.
!eselbe ist aber durch das Vorkommen auf Lehm, durch die tief-
schwarze oder schwarzviolette glänzende Fruchtschicht, durch die
bräunliche, runzelige Unterseite, die kürzeren und breiteren, ca.20—28 u
breiten Asken, die grösseren, 20—28X 12—17 u grossen Sporen u. S. w.
von dieser Art so sehr unterschieden, dass ich sie besser als neu
Hedwigia Ba, XLIl, 1903. :
m O0 SI Oo
1
1
(18)
bezeichnen muss. Das vorliegende Original von Ps. rhizinoides
(Rab.) Rehm — Fleischhackia rh. Rab. ist dadurch verschieden, dass
die Fruchtschicht gelbbraun, die Schläuche viel länger, bis 500 u
lang, aber nur ca. 18 « breit, die Sporen 18—24 X 10—12 u gross
sind. Jod bläut nach Rehm die ganze Fruchtschicht, dagegen färbt
bei unserer Art nach Rehm’s Mittheilung Jod die Schläuche nicht.
Ferner wächst der Rabenhorst’sche Pilz unmittelbar auf Holz. Die
Beschreibung des Pilzes lautet:
Psilopezia Pauli P.Henn.n.sp.; ascomatibus carnosis, sessilibus,
planis, rotundato-discoideis, emarginatis, 0,8—1,5 cm, sparsis vel
subgregariis, extus flavo-alutaceis, ca. 0,7 mm crassis, disco atro vel
atropurpurascenti, nitenti, plano vel undulato; ascis clavatis, apice
rotundatis, basi attenuatis, p. spor. 150—180 X 20—28 u, 8-sporis;
paraphysibus filiformibus, paulo septatis, ad apicem clavato-incrassatis,
fuscidulis, obtusis ca. 8—10 u crassis, pluriguttulatis; sporis oblique
monostichis, ellipsoideis, obtuse rotundatis, 2-, interdum 1- grosse
guttulatis, 20—28 X 12—17 u, episporio levi, hyalino.
Bernau, am Chiemsee auf dicker Lehmschicht oberhalb feucht-
liegenden Holzes. Oktober 1902.
Herr Dr. Rehm, welcher diesen Pilz als Varietät zu Ps. rhizi-
noides stellen möchte, schreibt darüber: „Durch diese Exemplare
ist mir der Bau völlig klar geworden. Ein Gehäuse fehlt, die Frucht-
schicht bildet mit dunkler gefärbten Paraphysen den Rand und sitzt
auf einem gewaltigen dicken Gewebe ästiger, farbloser, septirter,
stellenweise bis 10 u breiter Hyphen, in deren einzelnen Zellen
manchmal winzige runde, austretende hyaline Körperchen liegen,
dazwischen finden sich, ganz anders beschaffen, sparsame grüne
Algenfäden. Das dicke Mycel wird gewiss dem Holze aufsitzen und
die Lehmschicht durchdringen.“ Ein Durchdringen des Mycels der
bis 2 cm dicken Lehmschicht habe ich aber nirgends beobachten
können. Eine weitere Beobachtung dieses interessanten Pilzes an
dem Standorte wird voraussichtlich entsprechende Aufklärung geben.
Bisher ist Ps. rhizinoides (Rab.) Rehm, welche vielleicht mit
Ps. Babingtonii Berk. identisch, nur einmal auf Fichtenholz in
Thüringen beobachtet worden. Eine zweite Art, Ps. flavida Berk.
et Cook., wurde von mir an Stämmen des Berliner Palmenhauses
gefunden.
Von Herrn Lehrer R. Staritz in Ziebigk bei Dessau erhielt ich
neben anderen sehr interessanten Pilzen nachstehend verzeichnete
Pezizeen zur Bestimmung freundlichst zugesendet.
Sclerotinia Richteriana P. Henn. et Star. n. sp.; sclerotio
atro, rugoso, ca. 2—4 mm diam., ascomatibus singularibus vel pluri-
bus longe stipitatis, cupulatis, marginatis, dein convexis, medio um-
bilicatis, emarginatis, extus isabellinis, pruinosis vel subtomentosis,
disco flavo-brunneo, vel cinnamomeo, levi vel ruguloso, 0,5—2 cm
diametr.; stipite farcto, tereti, subaequali, plerumque flexuoso, superne
alutaceo, glabro, levi, subnitenti, inferne obscuriori, 3—5 cm longo,
i-1 '/a mm crasso, ascis cylindraceo-clavatis, apice rotundato-obtusis,
ad basin attenuatis, 140—170 zu longis, p. sporif. 80-110 X 8—10 m,
8-sporis; paraphysibus filiformibus, paulo septatis, hyalinis, 3 u crassis;
sporis oblique monostichis, ellipsoideis, utringue obtuso rotundatis,
plerumque 2, interdum pluriguttulatis, hyalinis, 10—14 X 5—8 A.
(19)
Grosskühnau, Schlossgarten bei Dessau, Sclerotien jährlich in
Rhizomen von Polygonatum multiflorum. Mai 1902.
Diese Art hat mit Scl. tuberosa (Hedw.) grosse Aehnlichkeit,
ist aber durch Färbung, Behaarung, durch kleinere Sporen, sowie
durch das Vorkommen u. s. w. abweichend; dieselbe ist zu Ehren
unseres Freundes, Herrn Paul Richter, des verdienstvollen Algologen,
benannt worden,
Sphaerospora Staritzii P. Henn. n. SP.; ascomate carnoso,
primo globoso-clauso, dein cupulato-hemisphaerico, extus brunneo,
Pilis squarrosis, simplicibus, septatis, ferrugineis, 200-300 X 15—25 u
vestitis, margine involuto, asperato, disco levi, brunneo, ca. 1—1!/, mm
diam.; ascis cylindraceo-clavatis, apice rotundato-obtusis, 8-sporis,
ca. 200— 250 u longis, p. sporif. 120—140 X 16—20 4, paraphysibus
simplicibus, filiformibus, septatis, 2! —3!/; u crassis, ad apicem
clavatis, 6-9 u incrassatis, obtusis, intus pluriguttulatis, subhyalinis;
Sporis monostichis, globosis, episporio crasso, primo sublevi, dein
reticulato, subverrucoso, hyalino, 11—14 u.
Am Grosskühnauer Park auf der Landstrasse auf Strassen-
schlamm. Oktober 1902.
Mit Sph. flavo-virens Fuck. wohl am nächsten verwandt, aber
durch die braunen, äusserst kleinen Ascomata, sowie durch mikro-
logische Merkmale von dieser und anderen Arten verschieden,
Am gleichen Standorte im Grosskühnauer Park wurden von
Staritz auf Kohlenstellen neben Geopyxis carbonaria, Barlaea
Carbonaria (Fuck.) Sacc. und B. anthracina (Cooke) Rehm ge-
sammelt. Letztere Art ist von Fuckel zuerst in Fungi rhen. 1137
als Bulgaria carbonaria Fuck. herausgegeben und dann in Symb,
myC. P. 326. t. IV. f.55 beschrieben worden. Die Originalexemplare
liegen vor und stimmen völlig mit unserem Pilze überein.
‚ Diese Art ist nun aber dadurch von der Gattung Barlaea ver-
schieden, dass die Sporenmembran wohl in ganz unreifem Zustande
farblos ist, jedoch sehr bald schon innerhalb der Schläuche lebhaft
braun gefärbt ist. Im Uebrigen stimmt die Beschreibung Rehm’s
In Rabenh, III, pP. 934 gut überein, nur dass die Apothecien aussen nicht
glatt, sondern etwas warzig-kleiig sind. Wegen der lebhaft braunen
„Porenfärbung kann diese Art nun nach dem Saccardo’schen System
ın obiger Gattung, die durch farblose Sporen ausgezeichnet ist, nicht
verbleiben, ebenso wenig kann diese Art zu Boudiera gestellt
Werden, sondern ist dieselbe besser in eine neue Gattung Phaeo-
barlaca zu stellen und als Ph. carbonaria (Fuck.) zu bezeichnen. —
ie Gattung Barlaea Sacc. 1889, nec. Barlaea Reich. 1877 ist vom
\utor in Sylloge XIV. in Barlaina Sacc, abgeändert worden und
sind demnach auch vorerwähnte B. carbonaria (Fuck.), sowie die
übrigen Arten entsprechend zu benennen. :
Herr Vogelin Tamsel sandte mir ein Fichtenzapfenstück, dessen
Obere Schuppen mit einer äusserst kleinen Dasyscypha-Art von
„. 0,3 mm Durchmesser bewachsen sind. Diese erwies sich von
allen auf Coniferen beschriebenen Arten verschieden, mit D.pulveru-
eNta verwandt. D. Vogelii P. Henn. n. sp.; ascomatibus breve
‚pitatis, ca, 0,3 mm diam., extus albidis, villosis, pilis simplicibus,
Yalinis, ca, 60--80 X 31,4 u; stipite ca. 0,2 mm longo, 80—100 u
“rasso, pallido; disco cupulato, flavido margine involuto, ascis cylin-
9%
(20)
draceis, obtusiusculis vel subacutiusculis, 8-sporis, 35 —43 X 31/—4 u;
paraphysibus filiformibus, hyalinis, apice haud incrassatis, 0,5—0,8 u
crassis; sporis oblique monostichis, interdum subdistichis, fusoideis,
continuis, utrinque acutiusculis, 6—7!/. X 1—1!/s u.
Tamsel (Brandenburg), Berganlagen, auf alten Zapfen von
Picea excelsa. 15. Mai 1902. Vogel.
Die Arten der Gattung Disciseda Czern.
Von L. Hollös.
Die Gattung Disciseda hat schon im Jahre 1845 Czerniaiev be-
schrieben (Bull. Soc. Imp. de Moscou, 1845. Tom. XVII. p. 153),
aber seine Arbeit dürfte wenig bekannt sein, da die einzelnen Arten
der Gattung grösstentheils zu der äusserlich ähnlichen Gattung Bovista
gestellt worden sind. Im Jahre 1892 erkannte Morgan, dass mehrere
in die Gattung Bovista eingereihte Pilze eine gänzlich verschiedene
andere Gattung bilden; da er aber Czerniaiev’s Arbeit auch nicht
kannte, so stellte er für diese eine neue Gattung »Catastoma« auf
(N. a Fungi, in Journ. Cincinnati Soc. Nat. Hist. XIV. 1892.
p. 142).
Indem ich mich auf meine auf die Gattung Disciseda bezügliche
Arbeit berufe (Termeszetrajzi Füzetek. XXV. 1902. p. 100, 130),
stelle ich in Folgendem das Verzeichniss jener Pilze zusammen,
welche laut Beschreibung in die Gattung Disciseda gehören:
1. Diseiseda eireumseissa (B. et C.) Holl.
Hollös, Term&szetrajzi Füzetek. XXV. 1902. p. 102, 132.
Bovista circumscissa,
Berkeley et Curtis, in Grevillea II. p. 50.
Berkeley, Notices of N. A. Fungi. No. 331.
Massee, Revis. gen. Bovista. No. 10. Fig. 6, 7 (p. p.).
Saccardo, Syll. Fung. VII. p. 104. No. 310.
Catastoma circumscissum (B. et C.).
Morgan, N. A. Fungi, in Journ. Cincinnati Soc. Nat. Hist. XIV.
1892. p. 143. Pl. V. Fig. 4—9. :
Hollös, Adat. gomb. ismer. Termeszettud. Közlem. LVl.
Pötfüz. p. 186.
Lloyd, Mycol. Notes. No. 8. 1901. p. 78. No. 163. Fig. 4
Lloyd, The gen. of Gastromyc. Pl. 6. Fig. 33.
Bovista nigrescens.
Sorokin, Materiaux pour la Flore cryptogamique de l’Asit
centrale. Rev. Mycol. 1890. No. 45. p. 15 (in Ext!
p. 45). Pl. XXIV. Fig. 344, 345. Pl. XXV. Fig. 35
(non Pers.).
Sorokin, Materiali da Flori srednei Asii. Bullet. de la s0C.
imp. des Nat. de Moscou. 1884. p. 33.
Bovista candida.
Schweinitz, Synops. Fung. Carolinae sup. No. 333, 182
(teste Lloyd).
Lloyd, Mycol. Not. No. 9. 1902. p. 93 et No. 10. p. IM.
21)
Disciseda candida (Schwein.).
Lloyd, Mycol. Not. No. 10. p. 100. 1902.
2. Diseiseda Debreceniensis (Hazsl.) Holl.
Hollös, Termeszetrajzi Füzetek.XXV. 1902. p. 102—103, 132,
Globaria Debreceniensis.
Hazslinszky, Beitr. zur Kenntn. der ungar. Pilz-Flora, in
Zool.-Bot. Ges. 1877. Bd. XXVI. p. 226.
Hazslinszky, Magyarhon hasgomb. 1876. p. 21.
Bovista debreceniensis (Hazsl.).
De Toni, in Saccardo Syll. Fung. VII. p. 476. No. 1606.
Hollös, A Bovista Debreceniensis (Hazsl.), Termeszettud.
Közl. LI. Pötfüz. p. 141—143. Fig. 1—6.
Hollös, Uj adatok Magyarorsz. gomb. ism. Kecskemeti
reälisk. 1898— 99, Ertes. p. 10.
Catastoma debreceniensis (Hazsl.).
Hollös, Adat. gomb. ismeret. Termeszettud. Közl. LVI.
Pötfüz. p. 186.
Bovista subterranea.
Peck, Botanical Gazette. Vol. IV. 1879. p. 216.
Saccardo, Syll. Fung. VII. p. 103. No. 309.
Trelease, The Morels and Puff Balls of Madis. p. 111.
Lloyd, The gen. of Gastrom. Pl. 6. Fig. 32.
Catastoma subterraneum (Peck).
Morgan, N. Americ. Fungi, in Journ. Cincinnati Soc. Nat.
Hist. XIV. p. 143.
Lloyd, Myc. Not. No. 8. 1901. p. 78. No. 164.
Bovista circumscissa,
In Rabenhorst-Winter, Fungi europ. exsicc. No. 3740 (non
Bet G.):
Massee, Ben gen. Bovista. No. 10 (p. p.).
Geaster Bovista. .
Klotzsch, Fungi in orbis terraquei circumnavig. a F. Meyenio
collecti p. 243. 1843.
De Toni, Revis. gen. Geast. p. 21.
Saccardo, Syll. Fung. VII. p. 89. No. 253.
Catastoma Bovista (Klotzsch) Holl. E
Hennings, Ueber märkische Gasteromyceten, in Verhand-
lungen des Botanischen Vereins der Provinz Branden-
burg. XLIM. p. VI. 1901. {
Bovista plumbea. | en
Sorokin, Materiaux pour la Flore cryptogamique de Vera
centrale. Revue Mycol. 1890. No. 45. p. 14. Pl. XXIV.
Fig. 342, 343. Pl. XXV. Fig. 352 (non Pers.).
Sorokin, Materiali da Flori srednei Asii. Bull. de la soc.
imp. des Nat. de Moscou. 1884. p. 32 (non Pers.).
Exsiccata,
Ellis, N. Americ. Fungi. No. 522.
Rabenhorst -Winter, ne europ. No. 3740, sub Bovista
circumscissa B. et C.
(22)
3. Diseiseda juglandiformis (Berk.) Holl.
Bovista juglandiformis, :
Berk., in Herb. No. 4584.
Massee, Revis. of the gen. Bovista. Journ. Bot. 1888. p. 130.
4. Diseiseda Zeyheri (Berk.) Holl.
Bovista Zeyheri.
Berk. in Herb. No. 4588.
Massee, Revis. of the gen. Bovista. Journ. Bot. 1888. p. 130.
5. Diseiseda hyalothrix (Cke. et Mass.) Holl.
Bovista hyalothrix.
Cke. et Mass., Grevillea. March 1888,
Massee, Revis. of the gen. Bovista. Journ. Bot. 1888. p. 130.
6. Diseiseda velutina (B. et Br.) Holl.
Bovista velutina.
B. et Br., Journ. Linn. Soc. XIV. p. 78.
Massee, Revis. of the gen. Bovista. Journ. Bot. 1888. p. 133.
7. Diseiseda cervina (Berk.) Holl.
Bovista cervina,
Berk., Ann. Nat. Hist. IX. p. 447. 1842.
Massee, Revis. of the gen. Bovista. Journ. Bot. 1888. p. 134.
Saccardo, Syll. Fung. VII. p. 100. No. 291.
8. Diseiseda Uruguayensis (Speg.) Holl.
Bovista Uruguayensis,
Speg., Fung. Argent. Pug. IV. p. 102.
Massee, Revis. of the gen. Bovista. Journ. Bot. 1888. p. 134.
Saccardo, Syll. Fung. VII. p. 99. No. 290.
9. Diseiseda pedicellata (Morg.) Holl.
Hollös, Termeszetrajzi Füzetek. XXV. 1902. p. 103, 132.
Catastoma pedicellatum.
Morgan, N. Americ. Fung. Journ. Cincinnati Soc. Nat.
Hist. XIV. p. 143. 1892.
10. Diseiseda Hollösiana P. Henn.
Hennings, Fungi nonnulli novi ex reg. var. Hedwigia XLI.
1902. p. 62.
Kecskemet, 20. November 1902.
Ruhlandiella berolinensis P. Henn. n. gen.
et n. sp,
eine neue deutsche Rhizinacee.
Von P. Hennings,
(Mit 5 Textfiguren.)
Von Herrn Dr. Ruhland wurde gegen Ende Dezember 1902
auf der Oberfläche der heidigen Erde eines Melaleuca-Topfes im
Neuholländerhaus des Berliner botanischen Gartens, in der Nachbar-
schaft von Hymenogaster Klotzschii und Hydnangium car-
neum, ein kleiner kugeliger Pilz gefunden, welcher mit Hymeno-
gaster äusserlich überraschende Aehnlichkeit hat, der sich aber bei
der mikroskopischen Untersuchung als Ascomycet erwies, Der Frucht-
nn
(23)
körper ist fast kugelig, oberseits völlig glatt, kahl weisslich oder
schwach bräunlich, ca. 5—6 mm im Durchmesser, an der Basis wenig
vertieft, mit farblosen Mycelsträngen, welche in die Erde ein-.
gesenkt sind.
Das Innere des Fruchtkörpers ist gelatinös-fleischig, weisslich-
blass und besteht aus einem gleichmässigen pseudoparenchymatischen
Gewebe aus ziemlich grossen, rundlich-eckigen hyalinen Zellen. Die
ganze Oberfläche des Fruchtkörpers, mit Ausnahme der basalen Ver-
tiefung, wird von der Fruchtschicht gleichmässig überzogen.
= 5 h
ee i
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ei
ne
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I
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D
Fig. 1. Fruchtkö i ü össe; Fi ängsschnitt desselben: @ Frucht-
schicht, 5 Sana ie Lachiche ; Ka Mnrec hai, stark vergr.; Fig.j4. Askus
mit;Paraphysen; Fig. 5. Spore (letztere stark vergr.).
Diese besteht aus palisadenartig gedrängten Asken, welche mit
Paraphysen umgeben sind. Die Asken sind meist cylindrisch-keulen-
förmig, am Scheitel abgerundet, seltener eiförmig-keulig, nach dem
Grunde zu verschmälert und enthalten stets 8 Sporen. Die Para-
Physen sind fadenförmig, hyalin, septirt, am Ende kaum verdickt.
ie Sporen liegen in den langgestreckten Asken stets einreihig, in
den länglich-eiförmigen Asken unregelmässig zweireihig. Dieselben
Sind völlig kugelig, ohne Skulpturen ca. 15—18 u im Durchmesser.
as Epispor ist Anfangs farblos, dann braun, netzig-warzig. Die
arzen sind meist stäbchenförmig, stumpf, ca. 3X1/, m.
(24)
Die Gattung lässt sich nur zu den Rhizinaceen, in die Nähe der
Helvellaceen stellen und ist mit Sphaerosoma Klotzsch ‘am
nächsten verwandt. Von dieser Gattung ist sie besonders durch die
völlig glatten, nicht, wie bei letzterer Gattung, mit hohlen Runzeln,
Höckern oder Falten versehenem Fruchtkörper merkbar verschieden,
Ebenso sind die Paraphysen von denen dieser Gattung sehr ab-
weichend. Die Asken und besonders die Sporen haben aber mit
Arten von Sphaerosoma grosse Aehnlichkeit. Von den übrigen
Gattungen dieser Familie: Psilopezia, Rhizina, Underwoodia
ist die Gattung gänzlich verschieden,
Von Sphaerosoma sind bisher 3 Arten, sämmtlich in Mitteleuropa,
bekannt. Sph. fuscescens Klotzsch wurde zuerst auf Heideboden
bei Berlin im Grunewalde entdeckt. Auch unser Pilz dürfte jeden-
falls mit Heideerde aus der Umgebung eingeschleppt worden sein
und ist zweifellos als heimische Art anzusehen. Hoffentlich gelingt
es, denselben in Gewächshäusern noch häufiger aufzufinden.
Aus dem gefundenen, fast völlig reifen Exemplar wurden von
Herrn Dr. Ruhland zahlreiche Schnitte gefertigt und aus diesen
Dauerpräparate hergestellt, theilweise wurde dasselbe in Alkohol auf-
bewahrt. Die gegebenen Abbildungen sind ebenfalls von Herrn
Dr. Ruhland mit gewohnter Liebenswürdigkeit nach den vor-
liegenden Präparaten gezeichnet worden, wofür ich demselben den
besten Dank aussprechen darf.
Die Diagnose der Gattung lautet:
Ruhlandiella n. gen. Ascomata superficialia, globosa, laevia,
glabra, intus gelatinoso-carnosa, pseudoparenchymatica, hyalina, basi
myceliofera. Asci cylindraceo-clavati, octospori, paraphysati. Sporae
globosae, brunneae, reticulato- verrucosae,
R. berolinensis P. Henn. n. Sp.; ascomate superficiali, glo-
boso, basi depresso myceliofero, extus laevi, glabro, pallido vel
brunnescente, ca. 5—6 mm diametro, intus gelatinoso-subcarnoso,
pallido, pseudoparenchymatico, homogeno; ascis cylindraceo-clavatis,
raro subovoideis, vertice sub rotundato-obtusis, basi plus minus
attenuatis, 8-sporis, ca. 200—220 u longis, p. sp. plerumque 150—180 X
20—25 4, interdum ca. 100X 45 4, paraphysibus copiosis, filiformibus,
septatis, hyalinis, apice vix incrassatis, obtusis, ca. 3—31/, u crassis;
sporis plerumque monostichis, interdum subdistichis, ca. 15 —18 #
(sine sculpt.), episporio primo hyalino, laevi, dein brunneo, reticu-
lato- verrucoso; verrucis subbacillatis, apice obtusis vel applanatis
3—31/, x 11 NM.
Hort. berolinens. in tepidariis ad terram vasis Melaleucae.
Dezember 1902. Dr. Ruhland.
Zur Torfmoosflora der Milseburg im Rhön-
gebirge.
Von Dr. Julius Röll in Darmstadt.
In einer sehr anmuthig geschriebenen Abhandlung in der Fest-
schrift des Rhönclubs 1901 „Die Milseburg im Rhöngebirge und ihre
Moosflora“ giebt mein verehrter Freund A. Geheeb neben einer geist-
und gemüthvollen Lobrede auf diesen „zauberschönen Berg“ und
Interessanten allgemeinen Betrachtungen über ihr Pflanzenleben eine
(25)
Uebersicht über die Moosflora in den verschiedenen Höhenlagen und
eine systematische Aufzählung der 222 von ihm im Gebiet der Milse-
burg beobachteten Laubmoose. Unter ihnen sind auch 2 Torfmoose,
Sphagnum cymbifolium Hedw. und Sph. acutifolium Ehrh. aufgeführt.
Im Nachtrag zu dieser verdienstvollen Abhandlung theilt ihr Verfasser
mit, dass ich „eine ungeahnte Fülle von Formen und sogar eine
Anzahl neuer, vorher noch nicht in der Rhön beobachteter Arten,
doch sämmtlich ausserhalb des eigentlichen Florengebietes der Milse-
burg auf feuchten Wiesen, in Gräben und am Waldesrande gegen
den Bubenbeder Stein gesammelt“.
Ich gebe im Folgenden eine Zusammenstellung der 19 Arten
und 80 Varietäten, die ich am 23. September 1900 in der Nähe der
Milseburg an zwei Stellen, nämlich am Südosthang in der Einsenkung
zwischen ihr und dem Bubenbeder Stein und am Südwesthang gegen
den Biberbach aufgenommen habe.
.. Der erste der beiden Fundorte besteht aus Sumpfwiesen, die
Sich zu beiden Seiten der Senkung hinziehen, an deren sanft an-
steigenden Hängen Gruppen von Birken stehen, während an den
Wassertümpeln der Senkung, die allmählig in ein kleines Flussbett
übergehen, Erlen und Weiden wachsen. Zwischen den die Senkung
und die Wassertümpel ausfüllenden oder einfassenden Torfmoosen
fand sich auch stellenweise die hübsche Paludella squarrosa Ehrh.
Die höher gelegenen Wiesen gegen den Bubenbeder Stein sind zum
Zwecke der Trockenlegung von Gräben durchzogen. Der zweite
Fundort besteht aus Waldwiesen, die mit reichlichem Erlengebüsch
besetzt sind und sich gegen den Buchen-Hochwald des Biberbachs
hinabsenken und nordwestlich vom Köhlerwald begrenzt sind.
In der folgenden Uebersicht sind die beiden Fundorte mit 1 und 2
bezeichnet. Es bedeutet 1: Sumpfwiesen und Gräben am Südost-
hang, 2: Waldwiesen am Südwesthang.
Sphagnum Schimperi Röll.
var. compactum Röll * roseum et virescens 1.
var. strictum Röll * purpurascens 1.
var. deflexum Röll * roseum 1.
var. speciosum (W.) Röll * pallescens, * roseum, * purpurascens,
. * purpureo-versicolor. 1. €
Die letzte Form ist habituell dem Sph. robustum Röll var. ele-
Sans Röll * purpureum von demselben Standort sehr ähnlich.
v E Sphagn. acutifolium Ehrh.
ar. gracile Röll * virescens, * purpurascens 1.
Sphagn. plumulosum Röll.
i a) mierophyllum RÖöll.
Quinquefarium Braith, (Sphagn. quinquef. Russ. et W.).
f. tenellum Röll * virescens 1.
va b) macrophyllum Röll (Sphagn. subnitens Russ. et W.).
v a luridum Hüb, cfr. 1.
ve Sracile Röll * Juridum cfr. * viride 1.
". Plumosum Milde * versicolor 1.
f. deflexum W, * versicolor 1.
f. strictiforme RI. * versicolor 1.
f. robustum RI. * versicolor fr. 1, * purpurascens 1.
var,
(26)
Sphagn. Wilsoni Röll.
var. compactum RI. * purpureum 1. ; :
var. tenellum Sch. (Sphagn. tenellum Kling.) * roseum cfr. * pur-
purascens, * flavescens 1.
var. gracile RI. * purpurascens 1.
Sphagn. Wilsoni subsp. Sphagn. Warnstorfii Russ.
var. compactum Röll * purpureum 1. 2
var. tenellum RI. * purpurascens 2, * roseum 1, * purpureo-viride 2.
var. gracile RI. * purpureum, * purpurascens 2.
var. plumosum Rl. * roseum, * purpureum 1.
Sphagn. robustum Röll.
(Sphagn. Russowii W. Sphagn. Russowii RI.)
var. gracilescensRl. * viride 2, * purpureo-virescens 2, * roseum,
* pallescens, * flavo-virescens 1.
Die forma flavo-virescens hat fest anhaftende Aeste und wenig
Rindenporen,
var. elegans RI. * pallescens, * purpureum 1.
Die Form purpureum wächst mit dem habituell ähnlichen Sphagn.
Schimperi RI. var. speciosum RI. * purpureo-versicolor an demselben
Standort. Ich habe schon mehrmals darauf hingewiesen, dass zwei
verschiedene Moose, wenn sie zusammen, vorzüglich in demselben
Rasen, wachsen, oft habituell sehr ähnlich sind.
var. flagellatum RI. * purpureo-virescens 2.
Sphagn. Girgensohnii Russ.
var. strictum Russ. * flavovirens 1.
f. compactum RI. * flavo-pallescens 1.
var. tenellum RI, * flavo-virescens 2,
var. gracilescens Grav. * flavo-virescens 1,
var. flagellare Schl. * flavo-virescens 1.
f. robustum RI. * flavo-virescens 2,
Sphagn. brevifolium Röll.
(Sph. recurvum Pal. var. brevifol. Ldbg., var. parvifolium [Sendt.]
Russ., var. angustifolium Jens.).
var. tenue Kling. * flavovirens 1.
var. squamosum Ang. f. capitatum Grav. * flavescens 1.
f. capitat. Grav. * ochraceo-virescens, * fusco-virescens 1.
var. subfibrosum RI. * flavescens, * flavo-virescens 2.
Sphagn. recurvum Pal.
var. majus Ang. f. amblyphyllum Russ. et mucronatum Russ.
* flavescens 2.
Diese Form zeigt ziemlich grosse, faserlose oder an der Spitze
gefaserte, spitze oder abgerundete Stengelblätter.
var. squarrosulum RI. f. amblyphyllum Russ. * flavo-virescens 2,
* flavescens 2.
2 Au ee ce Er a
(27)
Diejenigen Stengel dieser Formen, die zwischen anderen Moosen
gewachsen sind, zeigen etwas grössere, an der Spitze gefaserte, ab-
gerundete oder spitze Stengelblätter.
var,
var
Mar
Var,
var,
var;
VL,
var,
var,
var,
var.
var,
var,
var,
Var,
var,
var.
var,
var,
teres RI. f. amblyphylium et mucronatum Russ. * flavescens 1.
Sphagn. intermedium (Hoffm.) Röll.
molluscum RI. * flavescens mit nicht abgesetzter Rinde und
mittelgrossen, etwas abgerundeten !/,—!/, gefaserten Stengel-
blättern 1.
Sphagn. teres Ang.
tenellum RI. * ochraceum, * virescens 1.
gracile RI. * ochraceo-virescens, * virescens, * fuscum 1.
robustum RI. * flavescens 1.
elegans RI. * flavovirens, * fuscescens 1.
squarrosulum Lesqu. * virescens 1.
subteres Ldbg. * fuscescens 1.
Sphagn. rigidum Sch.
compactum Sch. * purpurascens 1.
strictum W. * flavovirens 1.
brachycladium RI. * glaucescens 1. }
squarrosum Russ. f. compactum RI. * glaucum, * flavovirens 1.
f. laxum Card. * flavovirens 1. :
Sphagn. tenellum Ehrh. 1796.
(Sphagn. molluscum Bruch 1825.)
gracile Breut. * flavo-virescens 1. :
contortum RI. * virescens 2, * flavo-virescens 2.
Sphagn. laricinum Spr.
(Im alten Sinn.)
crispulum Schl, * virescens, * ochraceo-virescens, * luridum,
* flavo-fuscescens 1.
deflexum RI. * ochraceo-luridum 1.
laxum RI. * fusco-virescens 1. »
patulumRl. * fuscescens, * auro-fuscescens, * lurido-fuscescens 1.
Sphagn. subsecundum Nees.
a) mierophyllum RI.
tenellum Schl. * ochraceum 1, 2, * ochraceo-virescens, * ochra-
ceo-pallescens, * flavovirens, * atroviride 1.
* -vi I-
var.brachycladum RI. *aureum, *ochraceum, *ochraceo-virescens
var,
var.
var.
var,
var,
var,
var,
Jar,
crispulum Russ. * fuscescens, * flavo-fuscescens 1.
Strictiforme RI. * flavo-virescens 2.
laricinum RI. * atroviride, * fusco- virescens 1.
gracile C. M. * fusco-virescens 1, 2.
1 . wr * * =
imbricatum RI, * viride 2, flavo-virescens 1, ochraceo
virescens 1 i
{ : :
tenellum Schl. (var. molle W.) * aureum, flavo ..n T.
teretiusculum Schl. * aureum, * fusco-virescens 1.
b) macrophyllum RI.
majus RI. * ochraceo-virescens 1.
(28)
Sphagn. contortum Schltz.
(Im alten Sinn.)
var. gracile RI. * virescens 1.
var. cuspidatum RI. var. n. * atroviride. Pflanzen untergetaucht;
Aeste mittellang; Schopfäste stachelspitzig, gerade; Astblätter
gross, hohl, arm- und kleinporig; Stengelblätter klein bis
mittelgross, '/;s mit Fasern und Poren 1.
var, laxum RI. * virescens, * fusco-virescens 1.
var. squarrosulum Grav. * viride 1.
var. Warnstorfii Rl. * flavum 1.
Sphagn. medium Lpr.
var. strictum RI. * pallido -roseum.
var.imbricatumRl. *pallido-roseum, *fuscescens, *flavo-pallescens 1.
var. laxum RI. * pallido-roseum 1.
Sphagn. Klinggräffii Röll.
var. contortum RI. * glaucum 1.
var. imbricatum RI. * glaucovirens 1, 2.
var. brachycladum RI. * glaucovirens 1.
var. squarrosulum Nees * viride 1.
var. laxum RI. * flavovirens 1.
var. robustum RI. * viride, * glaucovirens, * flavovirens 1.
Sphagn. cymbifolium Hdw.
var. compactum Schl. et W. * pallescens 1.
var. brachycladum W. * fusco-virescens, * flavo-virescens, * pallido-
virescens, * lurido-virescens, * fusco-flavescens 1.
var. densum RI. * pallescens 1, * fuscescens 2.
var. pycnocladum Mart. * flavo-virescens, * fusco-virescens 1.
var. Jaxum W. * fuscescens, * flavo-virescens 1, * fusco-virescens 2.
Sphagn. papillosum Ldbg.
var. confertum Ldbg. f. brachycladum Card. * fusco-glaucescens 1.
var. abbreviatum Grav. * flavo-virescens 1.
var. brachycladum Schl. * flavo-virescens, * fusco-virescens 1.
var. pycenocladum RI. * pallescens 1.
var. Jaxum RI. * flavo-virescens 1.
Bemerkungen über einige Puccinien.
Von Fr. Bubäk (Täbor in Böhmen).
(Mit 14 Textfiguren.)
1. Puceinia fusca (Relhan).
Von vielen Autoren werden die Puccinien von Anemone- und
Pulsatilla- Arten, deren Teleutosporen ein warziges Epispor besitzen
und erst im künftigen Frühjahre keimen, unter dem Namen Puc-
cinia fusca (Relhan) zusammengezogen,
Schon Opiz stellte die Puccinie von Pulsatilla pratensis
als eine neue Art auf und zwar in seinem Büchlein „Böheim’s
phanerogamische und kryptogamische Gewächse“, Prag 1823, pag. 148.
unter dem Namen Dicaeoma Pulsatillae Opiz.
29)
Im Jahre 1881 veröffentlichte Rostrup im „Catalogue des plantes,
que la societ@ de botanique de Copenhague peut distribuer au prin-
temps 1881“, pag. 1, denselben Pilz als Pucc. Pulsatillae Rostrup.
Im Journal of Mycology 1902 (20. Dezember), pag. 171, schlägt
Holway für den Pulsatilla-Pilz einen neuen Namen vor und zwar
Pucc. suffusca Holway und motivirt dieses Vorgehen dadurch, dass
Kalchbrenner im Jahre 1865 den Namen Pucc. Pulsatillae für
einen anderen, hierher nicht gehörenden Pilz benutzt hat.
Aus den von mir oben angeführten Gründen hat allerdings der
Name Pucc. Pulsatillae (Opiz) Rostrup die Priorität und die Kalch-
brenner’sche Puccinia muss, falls sie wirklich eine eigene Spezies dar-
stellt, einen neuen Namen erhalten.
Ich habe Pucc. Pulsatillae (Opiz) Rostrup in Böhmen sehr oft
gefunden und sie auch in Sydow’s Uredineen No. 1529 und in
Vestergren’s Micromycetes rariores selecti No. 316 ausgetheilt,
nachdem ich mich überzeugt habe, dass sie von Pucc. fusca (Pers.)
Winter!) auf Anemone nemorosa verschieden ist.
: Aus der folgenden Diagnose und aus den beigegebenen Ab-
bildungen sind die Unterschiede beider Arten ersichtlich.
Pucc. fusca (Pers.) Winter. — (Aecidium fuscum Pers.)
Spermogonien gross, schwarzbraun, später schwarz, auf der
oberen oder auf beiden Blattseiten zerstreut.
Mycel durchdringt die ganze Nährpflanze und bildet auf der
Blattunterseite rundliche, gewölbte, gleichmässig vertheilte, Anfangs
von einer dünnen, farblosen Epidermis bedeckte, bald
Be kte, staubige, öfters zusammenfliessende Teleutosporen-
ager.
‚ Teleutosporen (Fig. 1—3) aus zwei kugeligen oder
ellipsoidischen Zellen zusammengesetzt, welche sich in der Mitte
a fusea (Pers.) Böhmen
auf Anemone nemorosa. !Wı.
Fig. 1-3. Teleutosporen von Puceinii
Nur mit einer kleinen Fläche berühren und sich deswegen leicht von
einander trennen, 31-—-50 u lang, 15-—24 breit, einzellige Teleuto-
sporen 28,5—33 X 17,5—22 ıı; Membran kastanienbraun, mit kleine-
ren (als bei Pucc. Pulsatillae) kegelförmigen Warzen bedeckt,
mm nn
') Siehe über diese Abänderung bei Holway, I. c.
(30)
Stiel etwa !/; lang wie die Spore, bei der Anheftungsstelle bis
9 u breit.
Von Mitte März bis Ende Juni auf Anemone nemorosa viel
verbreitet.
Pucc. Pulsatillae (Opiz) Rostrup — Dicacoma Pulsatillae
Opiz. — Pucc. suffusca Holway.
Mycel durchzieht die ganze Nährpflanze. Spermogonien auf
der Oberseite der Blätter sehr spärlich und sehr selten
entwickelt, klein, braun. Teleutosporenlager auf der Blattunter-
seite gleichmässig vertheilt,
lange von einer dün-
nen, weisslichen Epi-
dermis bedeckt, später
durch ein rundliches
Loch geöffnet, schwarz-
braun, schüsselförmig ge-
wölbt, staubig, nie zu-
sammenfliessend.
Teleutosporen (Fig. 4
bis 9) selten aus zwei
kugeligen Zellen ge-
bildet, gewöhnlich
beide mehr oder weni-
ger in die Länge ge-
streckt, besonders die
untere Zelle länglich
bis keilförmig; zwei-
zellige Teleutosporen 31
bis 62 u lang, 15—28 u
breit, einzellige 48 X 16 u,
Membran der oberen Zelle
kastanienbraun, derunteren
viel heller, mit grösseren
Warzen als bei Pucc. fusca
bedeckt. Stiellänge beträgt
/ .. etwa !/; der Sporenlänge.
pen a Eee ae OR Von Mitte Mai bis
Ende Juli auf: Pulsatilla
pratensis: Böhmen (Opiz, Bubäk, Kabät)! Dänemark (Rostrup)! —
Puls. hirsutissima: Decorah in Jowa (Holway in Syd. Ured. 1370)! —
Puls. nigricans: Pressburg in Ungarn (Bäumler)! — Puls. vul-
garis: Rügen (Syd. Ured. 1309)! Mandschurien ad fluvium Bureja
infer. (fl. Amur infl.; Komarov in Fung. Rossiae exsicc, 161)!
2. Puce. compacta Kunze.
In meiner Abhandlung!) „Ueber die Puccinien vom Typus der
Puceinia Anemones virginianae Schw.“ habe ich auch über Puce.
‘) Sitzungsber. d. Königl. Böhm. Gesellsch. d. Wiss. Prag 1901. Sep. pag. 4
(31)
compacta Kunze berichtet und zwar auf Grund der Thümen’-
schen!) Diagnose in Flora 1875.
Herr Dr. O. Pazschke in Leipzig machte mich darauf aufmerk-
sam, dass die von Thümen entworfene Diagnose dieser Puccinia
auf Pucc. Winteri Pazschke — Pucc. gregaria Kunze = Dasy-
spora foveolata Berk. et Curt. von Xylopia vorzüglich passt. Er
war so gefällig und schickte mir auch ein Exemplar seiner Pucc.
Winter. Als ich später zu Ostern 1901 in der botanischen Ab-
theilung des k. k. Hofmuseums in Wien weilte, hatte ich hier die
Gelegenheit, die Kunze’sche Pucc. gregaria und Pucc. compacta zu
untersuchen und von der Identität der Pucc. gregaria mit Pucc.
Winteri mich zu überzeugen.?)
Thümen’s Diagnose passt sehr gut auf Pucc. gregaria Kunze
und es muss demnach eine Verwechselung der Exsiccaten oder
Scheden von Pucc. gregaria und compacta in Thümen’s Herbar vor-
gekommen sein. Was Pucc. compacta Kunze betrifft, welche
ebenfalls von Weigelt in Surinam auf Blättern einer Asclepiadeaceae®)
gesammelt wurde, so lasse ich hier ihre Diagnose folgen, die ich auf
Grund der Exemplare entworfen habe, welche sich in der botanischen
Abtheilung des Böhmischen Museums in Prag befinden.
Der Pilz scheint eine Leptopuceinia zu sein. Die Teleuto-
sporenlager sind klein, rundlich, braun, mit grauem Anflug und be-
finden sich in dichten, rundlichen Gruppen hauptsächlich auf der
Blattunterseite,
. Teleutosporen (Fig. 10—14) sind eiförmig, ellipsoidisch, seltener
länglich, oft unregelmässig, gelblich, mit gleichmässig verdickter
Fig. 10—14. Teleutosporen von Puceinia compacta Weigel aus Surinam, 40.
Membran, welche nur selten am Scheitel verdickt ist, 26—40 u lang,
2 u breit, einzellige Teleutosporen nicht selten, 32 X 28 u; Stiel
leicht abreissend, so lang oder etwas länger als die Spore.
mn
| Thümen: Pucc. De Baryana Thüm. 1. c. pag. 364365.
) Siehe auch in dieser Hinsicht: £
Magnus: Berichte der deutschen botan. Ges. 1892. pag. 195.
Lagerheim: Uredineae Herb. Eliae Fries. Tromsö Museums Aars-
hefter 1894. pag. 58.
DR Magnus: Botanisches Centralblatt 1896. Sep. pag. 5.
ydow, P. et H.: Monographia Uredin. Vol. I. pag. 334335.
(82)
3. Puce. Typhae Kalchb.
In der botanischen Abtheilung des k. k. Wiener Hofmuseums
konnte ich ein Originalexemplar dieses Pilzes untersuchen. Er
stammt aus Rabenhorst’s Fungi europaei No. 695,
Die Nährpflanze des Pilzes ist nicht Typha latifolia, son-
dern Scirpus lacustris und demnach der Pilz selbst nur Pucc.
Seirpi DC.
Septoria Spergulariae Bres. n. SP.
Von R. Staritz.
Unter anderen von mir bei Dessau gesammelten Pilzarten fand
sich eine auf Spergularia rubra vorkommende Septoria, welche von
Herrn Abbe J. Bresadola neu beschrieben worden ist. Die Be-
schreibung lautet :
S. SpergulariaeBres. n. sp.; maculis nullis; peritheciis puncti-
formibus, erumpenti-superficialibus, dense gregariis, nigris, subglobosis,
Poro pertusis, 100—135 u diam., contextu subparenchymatico;; conidiis
bacillaribus, pluriseptatis, 30—45 X 21—3 u; basidiis brevibus celluli-
formibus.
Hab. in foliis Spergulariae rubrae pr. Dess au, Gr.-Kienheide
Julio 1902. R. Staritz.
B. Referate und kritische Besprechungen.
Hansen, Adolf, Die Entwickelung der Botanik seit Linne. Rectorats-
rede zur Feier des Jahresfestes der Ludwigs-Universität zu Giessen
1. Juli 1902. Giessen (J. Ricker’sche Verlagsbuchhandlung [Alfred
Töpelmann]) 1902. 24 p. 8°. —M. 0,50.
Diese Rede dürfte mehr für nicht botanische Kreise bestimmt sein, aber
auch für den Botaniker enthält dieselbe eine werthvolle Rekapitulation aller-
dings schon oft ausgesprochener Gedanken über die Entwickelung der botani-
schen Wissenschaft der Neuzeit in einer kurzen aber prägnanten Ausdrucksweise.
Olive, Edg. W. Monograph of the Acrasieae. Contributions from the
Cryptogamic Laboratory of Havard University LII. (Proceed. of
the Boston Soc. of Nat. History XXX. n. 6. 1902, p. 451—513.
pl. 5—8).
Die vorliegende Monographie macht einen sehr guten Eindruck. Der Ver-
fasser hat sich grosse Mühe gegeben, um die vorhandenen Literaturangaben
und die Ergebnisse seiner eigenen Forschungen zu einem Gesammtbild der
höchst interessanten Gruppe von Organismen zu vereinigen. Seite 451 bis 496
; 510 der systematischen Aufzählung und
die letzten Seiten einem Literaturverzeichniss gewidmet. Im allgemeinen Theil
behandelt der Verfasser nach einer Einleitung und historischen Uebersicht der
[69
betrachtet nach einer Zusammenfassung der Ergebnisse die systematische Be-
ziehung der Acrasieen zu den eigentlichan Myxomyceten, Labyrinthuleen und
Myxobacteriaceen, um dann zur systematischen Aufzählung überzugehen. Nach
demselben sind drei Familien der Gruppe der Acrasieen zu unterscheiden: 1, die
Sappiniaceen mit nur einer Gattung Sappinia Dangard (1 Art), 2. die Guttulina-
ceen mit den Gattungen Guttulinopsis Olive (3 Arten) und Guttulina Cienk.
(4 Arten), 3. die Dictyosteliaceae mit den Gattungen Acrasia van Tiegh. (1 Art),
Dietyostelium Bref. (7 Arten), Polysphondylium Bref. (3 Arten) und Coenonia
van Tiegh. (1 Art). Auf den vier instructiven Tafeln sind Entwickelungszustände
und ausgebildete Fruchtformen verschiedener Arten dargestellt.
Ernst, A. Siphoncenstudien. (Beih. z. bot. Centralbl. XIII. 1. 1902.
p. 115—142. 5 farb. Tafeln.)
Die Siphoneen, die durch das Merkmal der Einzelligkeit bei grosser äusserer
Differenzirung des Thallus eine charakteristische Gruppe bilden, bereiten in der
Anordnung ihrer Formen grosse Schwierigkeiten, zumal wir über die Fortpflanzung
mangelhaft unterrichtet sind. So wissen wir in diesem Punkte gar nichts bei
Caulerpa, Udotea, Microdictyon. Ungeschlechtliche Zoosporen sind uns bei Der-
besia, Halimeda, Valonia bekannt, kopulirende Gameten bei Bryopsis, Codium und
Acetabularia; für Oogamie aber haben wir nur den Fall der Vaucheria.
Ein ähnliches Verhalten hat nun Ernst bei einer Alge, die als Vaucheria
tuberosa A, Br. beschrieben worden ist, konstatiren können. Diese Alge wurde
bisher einige Male an verschiedenen Orten gefunden, ohne dass von ihrer Fort-
pflanzung etwas Erhebliches bekannt war. Ernst hatte das Glück, sie bei Genf
zu finden. Auf Grund ihres genauen Studiums, nach dem sie sich von allen
Vaucheriaarten durch echte Dichotomie unterscheidet, bezeichnet er sie als
Dichotomosiphon tüberosus (Al. Br.) A. Ernst.
Der Autor studirte zunächst genau Bau und Inhalt des Thallus. Die stark
Eingeengten Basen der Aeste (wie wir sie z. B. auch an Bryopsis schen) stellen
eine nicht voll zur Entwickelung gelangte Querwandbildung dar, deren Ver-
Stopfung unter Umständen eintreten kann. Bezüglich der Plasmaströmung wird
auf die durchgehende Strömung von Glied zu Glied und die daraus folgende
physiologische Einheit der Protoplasten aufmerksam gemacht. Die Alge besitzt
Stärkekörner, die durch in allen Stufen erkennbare Umwandlung direkt aus den
Chlorophylikörnern hervorgehen. Im Gegensatz dazu tritt bei Vaucheria nur
fettes Oel als Reservematerial auf, Stärke dagegen ist ferner bekannt bei Bry-
°psis, Valonia, Dasycladus, Caulerpa, Codium.
Vor Allem aber ist die Fortpflanzung der Alge genau beobachtet worden.
Und zwar kommt eine Oogamie wie bei Vaucheria vor. Die Entwickelung scheint
hier aber langsamer vor sich zu gehen. Oogonien und Antheridien stehen stets
terminal an den Zweigen. An einem Ast erscheint zunächst ein Antheridium,
mit dessen Bildung das Längenwachsthum des Astes schliesst. Vorher erscheint
In halber Höhe eine seitliche Ausstülpung, die zu einem gestielten Oogon aus-
wächst. Vom gleichen Verzweigungspunkt können aber trichotomisch, tetra-
!otomisch etc, noch mehr Geschlechtsorgane tragende Zweige ausgehen. Die
Mündungen des Oogons und Antheridiums liegen später in gleicher Höhe und
öffnen sich durch langsames Auflösen der Membran etwa gleichzeitig. Uebrigens
Sind die Antheridien meist zahlreicher. Sie erscheinen zur Zeit der Reife durch
Eine Querwand von ihrem Tragast abgegliedert und lassen nach der Oeffnung
©inen Plasmaballen austreten, aus dem die Spermatozoiden freiwerden. Nach
der Aufnahme eines solchen durch die (den Schnabel von Vaucheria vertretende)
Weissliche Empfängnisspapille wird die Spore sowohl an der Oeffnungsstelle, als
auch am Tragast durch Wandbildung abgegrenzt, bleibt aber zunächst noch an
Hedwigia Bd. XLU, 1903. i
(34)
dem Thallus haften. Indem sich der Eiinhalt ein- oder mehrmals von der Hülle
zurückzieht, erfolgt Bildung einer geschichteten Membran um die Spore. — Eine
ungeschlechtliche Vermehrung besitzt Dichotomosiphon endlich in der Bildung der
sogenannten Tuberkeln oder Brutkeulen, rhizoidartigen Ausläufern, die keulig
anschwellen, sich mit den durch die Plasmaströmung dorthin geschafften Reserve-
stoffen füllen und nach Septirung abfallen und auskeimen. Sie treten bei un-
günstigen Bedingungen auf und waren schon beobachtet. Tobler.
Dalla Torre, K. W. von und Sarntheim, Ludwig Graf von. Die Flechten
(Lichenes) von Tirol, Vorarlberg und Liechtenstein, Mit dem Bild-
nisse Dr. F. Arnolds und einer Karte. (Flora der gefürsteten
Grafschaft Tirol des Landes Vorarlberg und des Fürstenthums
Liechtenstein IV. Bd.) Innsbruck (Wagner’sche Universitäts-Buch-
handlung) 1902. XLVI und 936 Seiten.
Noch vor dem dritten Bande (Pilze) der Flora der gefürsteten Grafschaft
Tirol etc. ist der vierte die Flechten enthaltende Band derselben erschienen.
Die Lichenologen werden das Erscheinen desselben mit Freuden begrüssen.
Sind doch grade die Alpen so ausserordentlich reich an lichenologischen Schätzen
und bieten dem Sammler eine Fülle von Beute, wie kein anderes Gebiet in
Europa. Ueber 1100 Arten in dem im Titel bezeichneten alpinem Gebiete werden
in dem stattlichen Bande aufgeführt. Dieser Flechtenband ist übrigens ganz in
derselben Weise wie der Algenband durchgeführt. Diagnosen der Arten sind
nicht gegeben. Dafür wird sehr eingehend die Nomenklatur und Synonymik
derselben behandelt, und auch für häufigere Arten, eine Fülle von Fund- und
Standorten aufgeführt, überhaupt die Darstellung der Vorkommensverhältnisse
in sehr starker Detailausführung gegeben. Wenn auch in einem Gebiete, wie
das behandelte, trotz der intensiven Forschungsthätigkeit, welche seit Jahr-
zehnten auf demselben entwickelt worden ist, es doch nur ausnahmsweise
gestattet war, in dieser Beziehung ein zusammenhängendes Bild zu entwerfen,
so ist doch alles bisher Gewonnene auf das Genaueste registrirt worden.
Einer späteren Zusammenfassung wird es vorbehalten bleiben, nach weiteren
Forschungen das hier Gegebene zu verallgemeinern. Ebenso wird es der Zu-
kunft überlassen bleiben, bis die Studien über die Flechtenflora Tirols vervoll-
ständigt sind, das in Arnold’s und Kernstock’s Arbeiten niedergelegte
reiche Material an diagnostischen Bemerkungen zu verwerthen und zusammen-
zufassen. Die Flechtenparasiten, welche zwar gewöhnlich auch im Arbeitsfelde
der Lichenologen liegen, sind ausgeschieden worden und werden unter den
Ascomyceten im dritten Bande behandelt werden, jedoch wurden, um einem
praktischen Bedürfnisse zu genügen, die Namen derselben am Schlusse des
Werkes in einer besonderen Liste in alphabetischer Anordnung nach Arnold’s
und Kernstock’s Nomenklatur zusammengestellt und in Anmerkungen die
Arten erwähnt, welche als Pilze aus der Reihenfolge des Arnold’schen Ver-
zeichnisses aus den Flechtengattungen herausgenommen werden mussten.
Die beigegebene Karte ist dazu bestimmt, einen Ueberblick über die Haupt-
Sammelpunkte F. Arnold’s und E. Kernstock’s zu gewähren.
Das Werk wird für lange Zeit eine wichtige Grundlage für weitere licheno-
logische Forschungen bilden und nach dem Wunsche der Verfasser sicher ein „Eck-
stein“ für eine künftig zu schaffende Lichenenflora der ganzen Alpenkette werden.
Hunger, F.W.T. Ueber das Assimilationsprodukt der Dictyotaceen.
(Pringsh. Jahrb. f. wiss. Bot. XXXVIII. 1902, p. 70—82.)
Verfasser berichtet über vorläufig abgeschlossene Studien, welche die Frage
nach der physiologischen Funktion der sogenannten „Inhaltskörper‘“‘ der Dictyo-
(85)
taceen und ferner nach deren chemischer Zusammensetzung zum Gegenstande
hatten. Die Inhaltskörper der Assimilationszellen entsprechen physiologisch
vollkommen dem Fucosan der Fucaceen im Sinne Hansteen’s. Ihre Neubildung
erfolgt an der Oberfläche des Phaeoplasten unter Einfluss des Lichtes, also ab-
hängig von der Kohlensäureassimilation. Ferner finden sich in den Speicherungs-
zellen kugelartige Inhaltskörper, welche Anhäufungen von Reservestoff darstellen
und durch Verschmelzung der Inhaltskörper der Assimilationszellen entstehen,
Sie werden bei Verdunkelung in eine Emulsion zahlreicher Tröpfchen umgewandelt,
um bei Belichtung wieder zu verschmelzen. Chemisch sind sie glycosidartiger
Natur, bezüglich dessen näherer Charakterisirung auf das Original verwiesen
sei, Die Schwärzung der Körper mit Osmiumsäure, auf die hin Hansen ihre
fettartige Natur behauptet hatte, beruht nur auf dem Gehalt von Gerbstoff, der,
wie Versuche des Verfassers lehrten, vor Allem als Schutzmittel gegen Thier-
frass dienen. Die den Phaeoplasten anhaftenden winzigen Inhaltskörper be-
stehen aus einem monosaccharidischen Kohlenhydrat, das durch Ptyalin und
Trypsin verändert wird, Ruhland-Berlin.
Lemmermann, E. Das Phytoplankton des Meeres. (Abhandl. d.
Naturw. Ver. zu Bremen XVII. Heft 2. p. 341—418.)
Verfasser giebt, nachdem er bereits im sechzehnten Bande der Abhand-
lungen der genannten Gesellschaft einen ersten Beitrag veröffentlicht hatte, nun
einen zweiten zur Kenntniss des Phytoplankton des Meeres, welcher eigentlich
eine zweite Auflage dieses ersten ist. Veranlassung dazu gab die intensive
Thätigkeit, welche auf diesem Gebiete in der letzten Zeit entwickelt worden
ist, Dementsprechend ist das Verzeichniss der bekannten Planktonalgen des
Meeres um 335 Arten angewachsen. Im Ganzen werden 580 Arten aufgeführt,
von welchen auf Schizophyceen 24, auf Chlorophyceen 42, Flagellaten 13, Cocco-
lithophorales 23, Silicoflagellaten 13, Peridinales 158 und auf Bacillariales 307
entfallen. Ein Literaturverzeichniss schliesst das Schriftchen, welches von allen
Planktonforschern benutzt werden dürfte.
Atkinson, 6. F. Three new genera of the higher Fungi. (Reprinted
from the Botanical Gazette XXXIV. 1902. p. 36—43. With 3 Fig.)
Verfasser beschreibt ein neues Genus der Thelephoraceen, welche mit
Discocyphella P. Henn. verwandt, Eomycenella mit der Art E. echinocephala,
Welche auf Blättern von Rhododendron maximum in N.-Carolina vorkommt.
Ferner wird eine Plectascineengattung: Eoterfezia mit der Art E. parasitica
beschrieben und abgebildet, sowie eine merkwürdige Phalloideengattung Dicty-
bole texensis aus Texas, die daselbst von W. H. Long entdeckt wurde.
Die Gattung Eoterfezia wird in eine besondere Familie der Eoterfeziaceae
vom Verfasser gestellt.
Bubäk, F, Infektionsversuche mit einigen Uredineen. (Centralbl. f.
Bakteriologie u. s. w. II. Abth. IX. 1902. p. 913—928. Mit 16 Textfig.)
Verfasser hat mit nachstehenden Uredineen Infektionsversuche ausgeführt
und ist hierbei zu folgenden interessanten Ergebnissen gelangt: . 5
Puccinia Balsamitae (Str.) Wint. ist eine Brachypuccinia. Aecidium Thymi
Fuck. gehört zu Puccinia Stipae (Opiz) Hora und wurde mit Erfolg auf Thymus
Pannonicus, Th, ovatus, Th. praccox, Th. angustifolius kultivirt. Pucc. Schnei-
deri Schröt, ist eine Micropuccinia. Die auf Teucrium montanum vorkommende
Art, welche von Lagerheim aus Varietät zu P. Schneideri gezogen, ist ‚als Bi
Constricta (Lagerh.) Bub. zu bezeichnen. Endophyllum Sedi ist ein Aecidium,
Welches zu Puccinia longissima Schröt. gehört. Aecidium lactucinum Lag. et
Indr, bildet Uredo- und Teleutosporen auf Carex muricata und wird die Art
\ 38
(36)
als Puccinia Opizii Bub. beschrieben. In den Entwickelungsgang von Uromyces
Scirpi (Cast.) Lagerh. gehören die auf Glaux, Hippuris, Sium latifolium, Pastinaca
sativa, Berula angustifolia, Daucus Carota vorkommenden Aecidien, welche
früher nach den betreffenden Nährpflanzen besonders benannt worden sind.
Infektionsversuche mit Uromyces Poae Rab. auf Ficaria und Ranunculus nemo-
rosus hatten keinen Erfolg, wohl aber auf R. repens und R. bulbosus.
Feinberg, L. Ueber den Bau der Hefezellen und über ihre Unter-
scheidung von einzelligen thierischen Organismen. (Ber. d. Deutsch.
Botan. Ges. XX. 1902. p. 567 —578. Mit 1 Taf.)
Verfasser kommt auf Grund ungenügender Fixirungs- (Eintrocknung resp.
Alk. absol., den letzteren theils zur Fixirung, theils zur „Aufhellung“ [sic!!])
und Färbungs- (Romanowski's Eosin-Methylenblau) Methoden zu ganz unrichtigen
Anschauungen über den Bau der Hefezelle. Verfasser wäre bei sorgfältigerer
Berücksichtigung der Literatur mit dem wichtigsten neueren Werke über die
Hefezelle, dem Buche von Guilliermond (»Recherches cytologiques sur les levures«)
bekannt geworden, in welchem vor ähnlichen „Methoden“, sowie der vom Ver-
fasser beliebten Art aus den so erhaltenen Präparaten Schlüsse zu ziehen, mit
ausführlichster Begründung und Darstellung des wahren Sachverhaltes ausdrück-
lich gewarnt wird. Die vom Verfasser als Kerne angesprochenen Gebilde stellen
hiernach entweder nur die in der Vakuole befindlichen metachromatischen
Körperchen (»corpuscules metachromatiques«), also ein reservestoffartiges Ge-
bilde, oder ein durch die „Fixirung“ erhaltenes Kunstprodukt, d. h. ein Kon-
glomerat von Kern und metachromatischem Körperchen dar. Diese „Resultate“
berechtigen daher den Verfasser nicht, an seine eigenthümlichen Vorstellungen
vom Bau der einzelligen thierischen Organismen anzuknüpfen. Scweit dieselben
die Myxomyceten betreffen, müssen sie hier ebenfalls scharf zurückgewiesen
werden. Ein Blick in die leicht zugängliche Literatur über diesen Gegenstand
hätte den Verfasser belehren müssen, dass hier Kernbau und Karyokinese
nicht von denen der höheren Organismen abweichen (vergl. unter vielen Anderen
Harper in Botan. Gazette XXX. 1900). — Wann werden diese auf unzulängliche
Färbeversuche hin konstruirten Theorien über den Bau niederer Organismen,
wie namentlich auch über den Bau der Bakterien, aus unseren wissenschaft-
lichen Journalen verschwinden? Ruhland-Berlin.
Hennings, P. Fungi Africae orientalis II. (Engler's Botanische Jahr-
bücher XXXII. 1902. P- 34—40.)
Nachstehende Arten werden aus Ostafrika als neu beschrieben: Aecidium
Dielsii auf Crotalaria; Poria lamellosa; Russula deramensis; Psathyra musicola;
Leptonia Kummeriana; Blumenavia usambarensis, von Bl, rhacodes A. Möller
durch 5 Aeste, durch die Färbung, sowie durch die Beschaffenheit der Anhängsel-
klappen verschieden; Dimerosporium Scheffleri; Micropeltis Scheffleri; Hypo-
crea tangensis; Ustilaginoidea usambarensis; Hypoxylon Acaciae; Lembosia
Albersii; Septoria Gomphocarpi; Busseella n. g. (Mucedineae) c. B. Caryophylli;
Cercospora Stuhlmanni.
Mc. Alpine, D. Fungus Diseases of stone-fruit trees in Australia and
their Treatment. Department of Agriculture, Victoria. 1903. 165 pp:
With 10 coloured Pl. and 327 Fig.)
Verfasser beschreibt in vorliegender Arbeit sämmtliche bisher bekannten
Pilzarten, welche das Steinobst in Australien bewohnen und schädigen. Es sind
dies 105 verschiedene Spezies, von denen 20 auf Früchten, 48 auf Blättern, 41
an Stämmen, 6 an Wurzeln auftreten, Im Theil I werden die schädlichsten
(37)
Krankheiten und deren Vorkommen eingehend geschildert. In prächtig kolo-
rirten Habitusbildern werden auf 10 Tafeln abgebildet: Exoascus deformans,
Puccinia Pruni, Phyllosticta prunicola, Clasterosporium carpophilum, Clado-
sporium carpophilum, Monilia fructigena, Polystictus cinnabarinus, Schizophyllum
commune, Polyporus lentus. Die Tafeln 11—14 bringen photographische Auf-
nahmen des Gummiflusses, deren Ursachen eingehend erläutert werden. Im
II. Theil der Arbeit finden sich ausführliche Beschreibungen aller auf Steinobst
beobachteten Pilze, diese sind nach dem Vorkommen zusammengestellt. Von
neu beschriebenen Arten führen wir hier an 1. die auf Früchten vorkommenden
Spezies: Rhizopus schizans, Coniothyrium Pruni, Cephalosporium fructigenum,
Macrosporium epicarpium, Epicoccum fructigenum, Fusarium prunorum, Ovu-
laria Cerasi; 2. auf Blättern: Gnomonia circumscissa, Rhizopus apiculatus,
Pyrenochaeta rosella, Ascochyta cristallina, Didymochaeta australiana, Clado-
sporium prunicola, Alternaria Pruni, Rosellinia aurea, Leptosphaerulina
australis, Vermicularia angustispora, Sphaeropsis cerasifolia, Ascochyta ovali-
spora, Kellermania Pruni, Monilia olivacea, Trichoderma racemosum, Langloisula
rubigospora, Hormiscium undulatum, Phyllosticta macrospora, Macrosporium
prunicola, Tubercularia olivacea, Volutella penicillioides; 3. auf Stämmen und
Zweigen: Sphaerulina Pruni, Pleospora Armeniacae, Haplosporella Pruni, Dothio-
rella mierospora, Cytosporella Armeniacae, Botryodiplodia Pruni, Oospora
toseo-basis, Macrosporium persicinum, Botryosphaeria Pruni, Schizoxylon lividum,
Hendersonia Persicae, Cornularia piriformis, Rhabdospora corticola, Acantho-
stigma curvisetum, Didymella fusispora, Coniosporium radicicola, Phoma radici-
cola, Pyrenochaete radicina.
Magnus, P. Ueber die richtige Benennung einiger Uredineen nebst
historischer Mittheilung über Heinrich von Martius Prodromus
florae mosquensis. (Oesterr. botan, Zeitschrift 1902. No. 11 u. 12.
p. 428-432, 490—492.)
Die Puccinia Centaureae gilt gewöhnlich als durch H. v. Martius
beschrieben, während dieselbe in der That von De Candolle in Flore franc. V.
1815, pP. 59 aufgestellt worden ist. Diese Art ist durch Uredosporen, welche a
Im Aequator gestellte Keimporen besitzt, ausgezeichnet und findet sich auf
Centaurea Scabiosa. Auf Centaurea Jacea, C. exarata und anderen
Arten tritt dagegen die Puccinia Jaceae auf, deren Uredosporen zwei dem
Pole genäherte Keimporen tragen. Eine dritte Art: P. Calcitrapae DC. kommt
auf Centaurea Calcitrapa vor, diese ist durch die feinwarzige Beschaffen-
heit des Epispors der Teleutosporen von obigen Arten zu unterscheiden. Die
auf Cirsium lanceolatum häufige Puccinia Cirsii lanceolati Schröt. ist
bereits von H. v. Martius 1817 als P. Cnici (mit 5 Worten) beschrieben en
und will Verfasser diesen Namen zu Recht bestehen lassen. Da wir unter
Cnicus jetzt aber eine andere Kompositengattung verstehen, dürfte es unseres
Erachtens richtiger und zweckmässiger sein, den Schröter'schen Namen bei-
ubehalten, Die vom Verfasser früher als Puccinia tinctoriae beschriebene
Art auf Serratula tinctoria wird, da bereits eine P. tinctorıae Speg.
existirt, in P, tinctoriicola von ihm umgetauft. Für Thecopsora arcolata
Fr.) Magn. ist von Winter u. s. w. als Artname Padi angewendet worden, weil
die Uredoform des Pilzes von Kunze und Schmidt 1817 zuerst als Uredo Padi
besehrieben worden ist. Verfasser will nun diesen Namen, welcher nur für
Bess als solcher gegeben worden ist, nicht gelten lassen, wohl aber in anderen
a wo eine Pucciniaform zuerst als Uredo, wie U. 7 er
RR ER Phragmites (Schum.) Körn. bezeichnet worcen FT ei as
ann der Pilz Thecopsora strobilina (Alb, et Schw.), da das Accıdi
(38)
zuerst als Aec. strobilinum beschrieben wurde, ‚mit gleichem Rechte zu be-
nennen sei. Es scheint uns ebenfalls irrig, zumal bei heteröcischen Arten, den
Namen eines früher beschriebenen Aecidiums auf die später bekannt ge-
wordene Pucciniaform anzuwenden, wohl dürfte dieses Verfahren aber bei
auf gleicher Nährpflanze auftretendem Uredostadium zu rechtfertigen sein.
Leider fehlt es in diesem Falle bisher an festgestellten Regeln und herrscht
hier absolute Willkür, deren baldige Beseitigung sehr zu wünschen ist.
Verfasser stellt die interessante literarische Thatsache fest, dass die erste
Ausgabe von H. v. Martius »Prodromus Flora Mosquensis«, die 1812 auf Kosten
des Autors in 1400 Exemplaren gedruckt, bei dem Brande Moskaus in diesem
Jahre bis auf 2 Exemplare, von denen sich eines in der Kgl. Bibliothek in Berlin,
ein anderes in Privatbesitz in Moskau befindet, vernichtet worden ist. Die
zweite Auflage des Werkes ist 1820 in Leipzig erschienen.
Magnus, P. Kurze Bemerkung über Benennung und Verbreitung der
Urophlyctis bohemica Bub, (Centralbl. f. Bakteriologie u. s. w.
II. Abth. IX. 1902. p. 895—897.)
Verfasser hat durch Vergleich der Originalien festgestellt, dass Urophlyctis
bohemica Bub. auf Trifolium montanum mit Synchytrium Trifolii Pass. identisch
und als U. Trifolii (Pass.) Magn. zu bezeichnen ist. Von Schröter ist diese Art
zu Olpidium gestellt worden, doch kommen die von demselben beschriebenen
Schwärmsporangien nicht bei diesem Pilze vor. Nach Ansicht des Verfassers
hat Schröter fälschlich die Dauersporen der Urophlyctis mit den Olpidium-
Sporangien kombinirt, oder auch ist der Schröter’sche Pilz, welcher auf Trifolium
repens in Schlesien vorkommt, nicht mit U. Trifolii (Pass.) identisch.
— Unsere Kenntniss unterirdisch lebender streng parasitischer Pilze
und die biologische Bedeutung eines solchen unterirdischen Para-
sitismus. (Abhandl. Bot. Vereins Brandenburg. XLIV. 1902.
p- 147—156.)
Verfasser macht die bekannten Arten der unterirdisch auftretenden Para-
siten namhaft und knüpft an einzelne derselben Bemerkungen. Erwähnt werden
besonders Schinzia cypericola, Sch, Aschersoniana, Sch, Casparyana, Sch. digitata,
Sch. scirpicola, Urocystis coralloides, U. Leimbachii, U, Orobanches, U. Cepulae,
U. Johansonii, Ustilago marina, U, hypogaea, U. entorrhiza, U, Adoxae, Protomyces
Theae, Plasmodiophora Brassicae, Dendrophagus globosus, Urophlyctis leproides,
U. Rübsaameni, U. Alfalfae, Rhizoctonia Strobi, Dematophora necatrix, Roesleria
hypogaea, Vibrissea sclerotiorum, Rosellinia quercina, R. aquila, Thielavia basi-
cola, Celtidia duplicispora, Polyporus annosus, Septocylindrium radicicola, Neo-
cosmospora vasinfecta, Die biologische Bedeutung des unterirdischen Parasitis-
mus ist bei den verschiedenen Arten eine verschiedene. Bei vielen bietet die
Wurzel den Parasiten das geeignetste weiche Gewebe zum Angriff und zur Aus-
bildung der Fortpflanzungszellen dar, Ausserdem wird das Vorkommen durch
klimatische Verhältnisse bedingt, da bei dem trockenen Klima der Mittelmeer-
länder, in denen manche Arten auftreten, die Stengelblätter der Nährpflanzen
leicht vertrocknen und abfallen, während der in unterirdischen Pflanzentheilen
vorkommende Parasit die nöthigen Entwickelungsbedingungen in diesen findet.
Murrill, W. A. The Polyporaceae of North America, I. The Genus
Ganoderma. (Bullet. of the Torrey Botanic. Club 29, 1902.
p. 599608.)
Zu dem von Karsten aufgestellten Genus Ganoderma, welches vielleicht
besser als eine Sektion der Gattung Fomes aufzufassen ist, da die hierher
(39)
gestellten Arten lediglich durch einen lackartigen Ueberzug des Hutes aus-
gezeichnet, dagegen in der Färbung der Hutsubstanz und der Sporen sehr ver-
schieden sind, werden folgende 7 in N.-Amerika vorkommende Arten gestellt:
G. Tsugae n. sp., G. pseudoboletus (Jacq.) —Polyporus lucidus (Leyss.)
Fr, G.sessile n. sp., G. parvulum n. sp., G. Oerstedii (Fr.), G. zonatum
n. sp., G. sulcatum n. sp. Die Beschreibung der einzelnen Arten ist sehr
ausführlich und präzise. Die Verbreitung resp. die Standorte der Arten finden
sich ausführlich zusammengestellt.
Saccardo, P. A. Manipolo di Micromicati nuovi. (Estratto dal
„Rendiconti del Congresso botanico di Palermo, Maggio 1902“,
15 pp. Tav. I.)
Von dem Verfasser werden verschiedene neue Pilzarten aus Frankreich,
Italien und Brasilien beschrieben, welche wir hier aufzählen wollen: Pistillaria
caespitulosa Sacc., Nitschkea Flageoletiana Sacc., Eutypella diminuta Sacc. et
Flag., Botryosphaeria majuscula Sacc., Ceratostoma decipiens Sacc. et Flag.,
Anthostomella pedemontana Ferr. et Sacc., Anthostoma gallicum Sacc. et Flah.,
Didymella confertissima Sacc., Didymella pedemontana Ferr. et Sacc., Sphaerella
Flageoletiana Sacc. et Trav., Lentomita herpotricha Sacc., Diaporthe (Euporthe)
verecunda Sacc. et Flah., Diaporthe (Tetrastaga) tamaricina Sacc. et Flag., D.
(T.) sachalinensis Sacc., Valsaria (Phaeosperma) latitans Sacc., Winterina gallica
Sacc. et Flag., Thyridaria Sibillei Sacc. et Flag., Nectria cyanostoma Sacc. et
Flag., Chilonectria romana Sacc., Phyllosticta Beguinotiana Sacc., Ph. iliciseda
Sacc., Ph. propinqua Ferr. et Sacc., Phoma oxydalina Sacc. et Syd., Macrophoma
Crescentina Ferr. et Sacc., Botryodiplodia majuscula Sacc., Rhabdospora confer-
tissima Sacc., Myxosporium ambiguum Sacc. et Flag., Gloeosporium obtusipes Sacc.,
Coryneum Mussatianum Sacc., Didymostilbe Bres. et Sacc. n. g.') c., D. Eichleriana
Bres, et Sacc., Riessia minima Sacc., Sphaeridium ? Zimmermanni Sacc. et Syd.,
Exosporium brasiliense Sacc. et Syd. — Auf der Tafel sind Nectria Demazieri
De Not., N. cyanostoma Sacc, et Flag., Lisea Buxi (Fuck.) Sacc. abgebildet.
Sorauer, P. Ueber die Prädisposition der Pflanzen für parasitische
Krankheiten. Antrittsvorlesung, gehalten in der Aula der Universität
Berlin am 9, Juli 1902, 17 PP-
i Die Abhandlung beschäftigt sich speziell mit der Prüfung der Frage, ob es
bei der Fortpflanzung parasitärer Krankheiten und deren Ausbildung zur Epidemie
schon genügt, dass der Parasit zu ungewöhnlicher Kräftigkeit und einer über-
'eichen Vermehrung in Folge besonders günstiger äusserer Wachsthumsfaktoren
gelangt, oder ob die durch äussere Umstände erzeugte Vermehrung der para-
Sitären Individuen nicht hinreicht zur Erzeugung der Krankheit, sondern ob
Ja auch noch ein gewisses Empfänglichkeitsstadium (Prädisposition) des
Nährorganismus oder doch gewisse die Entwickelung und Ausbildung der Nähr-
Pflanze beeinflussende Nebenumstände gehören. Verfasser führt zur Beant-
Wortung dieser Fragen zahlreiche Beispiele an und gelangt zu folgendem Schluss,
indem er sagt: Die parasitäre Epidemie kommt erst dann zu Stande, wenn
neben den für die Parasitenvermehrung günstigen Umständen gleichzeitig be-
sondere Empfänglichkeitszustände im Nährorganismus vorhanden sind, und
Jarım dürfen unsere Bestrebungen nicht nur, wie meistens bisher, darauf ge-
Hichtet sein, den Parasiten fernzuhalten oder durch parasiticide Mittel den
Nährorganismus zu bekämpfen, sondern sie haben in erster Linie dahin zu
are, das Empfänglichkeitsstadium des Nährorganismus zu beseitigen.
") Ob von Didymostilbe P. Henn. (— Didymostilbella Coffeae P. Henn.) verschieden?
(40)
Die Präzisirung dieses Empfänglichkeitszustandes, der bald als normale
Entwickelungsphase (normale Prädisposition), bald als bereits krankhafte Störung
(abnorme Prädisposition) auftreten kann, ist unabweisbare Nothwendigkeit,
Unsere nächste Aufgabe ist die Förderung der pathologischen Chemie und die
Schaffung einer Pflanzenhygiene,
Smith, R. E. The parasitism of Botrytis cinerea. (Botan. Gazette.
XXXIN. 1902. p. 421. Mit 2 Fig.)
Es sind zwei Phasen in der parasitären Einwirkung des Pilzes auf seinen
Wirth zu unterscheiden. Erstens die Vergiftung und Abtödtung der Zellen und
zweitens ihre Auflösung und Nutzbarmachung für die Ernährung des Pilzes.
Gewichtige Gründe veranlassen den Verfasser, anzunehmen, dass für die erste
Wirkung vor Allem Oxalsäure in Betracht kommt, die als Stoffwechselneben-
produkt entstanden ist. Darauf treten zur Verdauung verschiedene Enzyme in
Thätigkeit, welche in den verschiedenen Fällen vermuthlich variiren. Jedenfalls
ist bisher den Zellulose lösenden Enzymen zu grosse Bedeutung beigemessen
worden, Ruhland-Berlin,
Sydow, P. et H, Monographia Uredinearum seu specierum omnium
ad hunc usque diem descriptio et adumbratio systematica. Vol. I,
Fasc. II. p. 193—384. c. XII. tab. Lipsiae 1902.
In volliegendem Heft werden die auf Goodeniaceen, Lobeliaceen, Cam-
panulaceen, Cucurbitaceen, Valerianaceen, Adoxaceen, Caprifoliaceen, Rubiaceen,
Acanthaceen, Globulariaceen, Bignoniaceen, Scrophulariaceen, Solanaceen, La-
biaten, Verbenaceen, Boraginaceen. Hydrophyllaceen, Polemoniaceen, Convol-
vulaceen, Asclepiadaceen, Apocynaceen, Gentianaceen, Loganiaceen, Oleaceen,
Primulaceen, Diapensiaceen, Ericaceen und Umbelliferae (zum Theil) auftretenden
Puccinia-Arten sehr ausführlich beschrieben und theilweise abgebildet. Es sind
dieses 292 Spezies mit 167 Figuren.
Folgende Arten werden von den Autoren neu aufgestellt und beschrieben:
P. Dampieri, Dampiera alata; P, commutata n. nom. — P. Valerianae Auct.,
Valeriana spec.; P. Anthospermi, Anthospermum hirtum; P. Borreriae, Borreria
angustifolia; P. syriaca, Crucianella syriaca; P. Operculariae; P, Otiophorae;
P. rubiicola, Rubia discolor; P. dimorpha, Rubia petiolaris; P. phlyctopus
n. nom. —=P. Amphilophii Diet.; P, exitiosa, Tecoma mollis; P. Chamaesarachae;
P. turgida, Lycium europaeum; P. imitans, Solanum; P. hyptidicola, Hyptis
fasciulata; P, Leucadis; P., luandensis, Plectranthus; P. obesa, Salvia Gilliesii;
P. rostelliformis Lagerh., Salvia; P. mitrata, Salvia mexicana; P. griseola Lagerh.,
Salvia; P. istriaca, Teucrium Polii; P, Ziziphorae; P, peruviana, Lippia urticifolia;
P. accedens, Lippia aristata; P, Phaceliae; P, Richardsoni, Phlox Richardsonii;
P. Batatae, Ipomaea paniculata; P. Moreniae (Speg.); P. arctica Lagerh., Primula
sibirica; P. imperspicua, Arracacha multifida; P, Bonanniae; P. tokyensis, Crypto-
taenia japonica.
Börgesen, F. The Marine Algae of the Faeröes. (Reprinted from
the »Botany of the Faeröes«, Part. II. p. 339— 532. det Nordiske
Forlag, Copenhagen.) Published by the Aid of the Carlsberg
Fund. Copenhagen (H.H. Tiele) 1902. gr. 8%. 194 p. With map
of the Faeröerne and 59 figs.
Der Verfasser hat schöpfend aus der vorhandenen nicht besonders umfang-
reichen Literatur und die Ergebnisse aus derselben verschmelzend mit den Re-
sultaten seiner seit dem Jahre 1895 angestellten eigenen Untersuchungen ein
sehr werthvolles Buch geschrieben, das den Algologen sehr willkommen sein
|
1
(41)
wird. Eine Einleitung über die auf die marine Algenflora der genannten Insel-
gruppe bezüglichen Literatur geht der Aufzählung der Algen voraus. Die Arten
sind, wie es in derartigen Werken gewöhnlich Gebrauch ist, nicht mit Diagnosen
versehen. Dagegen finden sich in dem Buche von vielen Arten ausser den Fund-
ortsangaben mancherlei Bemerkungen beigefügt, die zur Ergänzung der Be-
schreibungen dienen, welche in den vom Verfasser citirten Werken anderer
Autoren gegeben worden sind. Eine Anzahl guter Originalfiguren sind geeignet
den Werth des Buches zu erhöhen. Der Verfasser zählt im Ganzen 216 Arten
auf, welche sich folgendermassen vertheilen: Rhodophyceae 83, Phaeophyceae 73,
Chlorophyceae 46, und Cyanophyceae 14. Als neu werden beschrieben: Myrio-
nema speciosum, M. faeroense, Phaeostroma parasiticum, Laminaria faeroensis,
Prasiola erispa var. subspec. marina, Dermocarpa Farlowii, Hyella endophytica.
Ausserdem werden je ein Ectocarpus, Chilionema, Pleurococcus und Hypheothrix
aufgeführt, denen keine Namen gegeben wurden, weil dieselben vielleicht doch
in der Literatur bereits bekannt sind.
C. Neue Literatur.
I. Allgemeines und Vermischtes.
Andrews, Fr. M. Die Wirkung der Centrifugalkraft auf Pflanzen. (Jahrb. f.
wissensch. Bot. XXXVIII. 1902. p. 1-40. Mit 5 Fig. u. 1 Taf.)
Anonymus. Willard Nelson Clute. (Fern Bull. X. 1902. p. 122—123, portr.)
E — Zur Erinnerung an Herrn Prof. Dr. B. Wartmann, Museumsdircktor von
; St. Gallen. 8, 36 p.
Barnhart, J. H. Dates of the „Nova Genera“ of Humboldt, Bonpland and
Kunth. (Bull. Torrey Bot. Club. XXIX. 1902. p. 585—598.)
Briquet, J. Notice necrologique zur Marc Micheli. (Bull. de la Soc. Bot.
de France 4, ser. II. p. 177—1738.)
Chapin, P. Der Einfluss der Kohlensäure auf das Wachsthum. (Flora XCI.
1902. p. 348—379, 1 Textfig. u. 1 Taf.)
C{lute), w. N. Francis Theodora Parsons. (Fern Bull. X. 1902. p. 20—21.)
— Alvah Augustus Eaton. (Fern Bull. X. 1902. p. 52—53.)
— Charles Francis Saunders. (Fern Bull, X. 1902. p. 77; portr.)
Chodat et Bach. Resume de nouvelles recherches sur le röle et la Br
des ferments oxydants dans les vegetaux. (C. R. de la Soc. bot. de Geneve:
Bull. de Herb. Boissier 2 ser. III. 1903. p. 73—76.)
Czapek, F, Chlorophylifunktion und Kohlensäure-Assimilation. (Ber. d. Deutsch.
Bot, Gesellsch. XX. 1902. Generalversammlungsheft p. 44—61.) ä
Ehrlich, P., Krause, R., Mosse, M., Rosin, H., Weigert, C. Encyklopaedie
der mikroskopischen Technik mit besonderer Berücksichtigung der Färbe-
lehre I, Abth. p. 401—-800, mit Abbild. gr. 8°. Wien (Urban und Schwarzen-
berg) 1902,
arlow, W. G. Thallophytes and Musci of the Galapogos Islands. (Proceed.
Of the Amer. Acad. of Arts and Sciences Vol. XXXVIIL. 1902. p. 80-104.)
Fischer, E: Referate uber die im Jahre 1901 erschienenen Publikationen,
\ Welche auf die schweizerische Flora Bezug haben. Fortschritte der
Schweizerischen Floristik. (Berichte der schweizer. Botan. Gesellschaft. XI.
1902. p. 59—72.)
Sillot, F.X. Notice biographique sur Alexander Constant.
Mist. nat. Autun. 1901. No. 14. Proc.-Verb. p. 114—129. Portr.)
(Bull. Soc.
(#2)
Gillot, F.X. Notice biograghique sur Henri Philibert, professeur honoraire
ala facult€ des lettres d’Aix-en-Provence. (Bull.Soc. Hist. nat. Autun, No, 14. 1901.
Proc.-Verb. p. 129—141. Portr.)
Haläscy, E.v. Theodor von Heldreich. (Ein Nachruf). (Magyar bot. Lapok.
Ung. bot. Blätter. I. 1902. p. 325—336. Mit Bild.)
Hallier, H. Beiträge zur Morphologie der Sporophylle und des Trophophylis
in Beziehung zur Phyllogenie der Kormophyten. (Jahrbuch der Hamburgischen
Wissenschaft. Anstalten. XIX. 1901. 3. Beiheft: Arbeiten der Botan. Institute,)
Hamburg (Kommissionsverlag von L. Gräfe u. Sillem) 1902. 8°, 110 p, 1 Doppeltaf.
Hansen, Ad. Die Entwicklung der Botanik seit Linne. Rektoratsrede, Giessen.
(J. Ricker’sche Verlagsbuchhandlung [Alfred Töpelmann|) 1902, 80. 24 p. — 0,50M.
Harmand, Abbe. Note nEcrologique sur Venance Pagot. (Bull. Soc. Bot. d.
France. 4 ser. II. p. 168—169.)
Kolkwitz, R. Giebt es Leitorganismen für verschiedene Grade der Verschmutzung
des Wassers? (Verh. d. Ges. deutsch. Naturf. u. Aerzte. LXXIN. Vers. Th. 2,
Hälfte 1. p. 246.)
Meylan, Ch. Documents eryptogamiques. (Bull. de l’Herb. Boissier 2. Ser. II.
1902. p. 959.)
Monteverde, N. Das Protochlorophyli und Chlorophyll. (Bull. du Jard. Imper.
Bot. de St. Petersbourg II 1902, p- 179—182. Mit deutschem Resume.)
Pappenheim, A. Färberisches zur Kenntniss des sog. Chromatinkorns (Kern-
punkts) von Protisten. (Berl. Klin, Wochenschr. 1902. n. 47. p. 1095—1096.)
Potonie, H. Die Pericaulom-Theorie. (Ber. d. Deutsch. Bot. Gesellsch. XX.
1902. p. 502—520.)
— Ein Blick in die Geschichte der botanischen Morphologie mit besonderer
Rücksicht auf die Pericaulom- Theorie. (Naturw, Wochenschr. XVII. 1902,
pP. 3—8, 13—15, 25—28.)
Reinke, H. Ueber einige kleinere, im botanischen Institut zu Kiel ausgeführte,
pflanzenphysiologische Arbeiten. (Ber. d. Deutsch. Bot. Gesellsch. XX. 1902.
Generalversammlungsheft p. 97—100.)
Schmidtmann A. und Günther, C. Mittheilungen aus der König], Prüfungs-
anstalt für Wasserversorgung und Abwässerbeseitigung zu Berlin, herausgeg.
von. 1. Heft V. 166 p. m. Abbild, gr. 8°. Berlin (A. Hirschwald) 1902. M. 4.—.
Schorler, B. Geschichte der Floristik bis auf Linnee. (Isis. 1902. p. 3—22‘)
Schröter, C. Prof.Dr.C.E. Cramer. (Verh. Schweiz, nat. Gesellsch. 84. Vers.
p- CVIL—CXXXI.
— Carl Eduard Cramer. (Ber. d. Deutsch. Bot. Gesellsch. XX. 1902, General-
versammlungsheft p. 28—43.)
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der Botanik. Nach einem Vortrag, gehalten in Berlin im kultusministeriellen
naturwissenschaftlichen Ferienkursus für Lehrer an höheren Schulen am
10. Okt. 1902. (Abdruck aus der Naturw. Wochenschrift N. F. II. der ganzen
Reihe XVII. Bd) Jena (G. Fischer) 1903.
Seckt, H. Die Wirkung der Röntgenstrahlen auf die Pflanze. (Naturw. Wochenschr.
XVII. 1902. p. 4951.)
Skottsberg, C. Nägra ord om Sydgeorgiens vegetation, (Bot. Notiser 1902.
p- 216—224.)
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d’Avellar Brotero (Broteria I. 1902, p. IX. —XIM.
Therese, Prinzessin von Bayern. Auf einer Reise in Westindien und Süd-
Amerika gesammelte Pflanzen. (Beihefte z. Bot. Centralbl, XIII. 1902, p. 1.
Mit 5 Taf.) Enthält die Aufzählungen von Algen, Pilzen, Flechten, Moosen,
Pteridophyten und Phanerogamen.,
ee
(43)
Thumm, K. Beitrag zur Kenntniss des sog. biologischen Verfahrens, ins-
besondere die bei der Herstellung und dem Betriebe biologischer Abwässer-
reinigungsanlagen zu beachtenden allgemeinen Grundsätze, (Mitth. d. Kgl.
Prüfungsanst. f, Wasserversorg. u. Abwässerbeseit. zu Berlin. 1902. Heft 1.
p- 86—117.)
Tubeuf, C. von. R. Hartig. (Ber. d. Deutsch. Bot. Gesellsch., XX. 1902.
Generalversammlungsheft p. 8—28.)
Vestergren, T. Om den olikformiga snöbetäckningens inflytande pä vege-
tationen i Sarjekfjällen. Mit Resume: Ueber den Einfluss der ungleichförmigen
Schneebedeckung auf die Vegetation in den Sarjekhochgebirgen. (Bot.
Notiser 1902. p. 241—268.)
Voit, C. Robert Hartig. (Sitz.-Ber. math.-phys. CC. Akad, Wiss. München 1902.
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. Wettstein, R. von. Der Neo-Lamarckismus (Naturw. Rundschau XVII, 1902,
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Kais, Akademie der Wissenschaften. 8. 27 p. Wien (K. K. Hof- und Staats-
druckerei, in Kommission bei C. Gerold’s Sohn) 1902.
Wille, N. Mittheilungen über einige von C. E. Borchgrevink auf dem
antarctischen Festlande gesammelte Pflanzen. (Ngt.Mag f. Nauturvidenskab. XL.
H. III. 1902. p. 203—222. Taf. I—I)
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Ferraris, T. Materiali per una flora micologica del Piemonte. Mixomiceti
ed Eumiceti raccolti nei dintorni di Crescentino (seconda contribuzione),
(Malpighia XVT, 1902. p- 3—46. 2 pl.)
Mutschler, F. A. Collection of Myxomycetes. (Proc. Ind. Acad. Scienc, f. 1901.
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1902, P. 451—513. pl. 5—8.)
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Potte, G. Zur Physiologie des Dictyostelium mucoroides. (Flora XCI. 1902.
P. 281—347, mit 4 Textfig.)
III. Schizophyceten. =
Achalme, P. Recherches sur quelques bacilles anatrobies et leur differenciation.
(Ann. Inst. Pasteur. XVI. 1902. p. 641-—662.)
Anonymus. Bacteriology (Catachism Series) gr. 8%. 96 p. Edinburgh (E. and
$. Livingstone) 1902, 1 sh.
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'eriologie etc. I. Abth. IX. 1902. p. 757-768. Mit 2 Fig.)
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(44)
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at€e agora encontradas em Portugal e descripgäo de dezenove ainda näo
estudadas. (Annaes de Sciencias Naturaes publicados por Augusto Nobre.
VI. 1900; Porto 1901. p. 17—108; estampa I—II.)
— Description de deux c&cidomyies nouvelles (Marcellia, I. 1902, Padova).
— As zoocecidias portuguezas addenda com a descripgäo de quinze especie$
cecidogenicas novas (Broteria, I 1902, p. 3—48),
— Zoocecidias dos suburbios de Vienna d’Austria (Broteria, I. 1901. p. 77—9).
— Descripgäo de seis Coleopterocecidias novas (Broteria. I. 1902. p. 172-1).
— Quatro dias na Estrella (Broteria. I. 1902, p. 177—182),
— Descripgäo de tres Cecidomyias novas (Broteria, I. 1902, p. 182—185).
(63)
Thömsgen. Die Aelchen- oder Stockkrankheit des Hafers (durch Tylenchus
devastatrix Kühn). (Hess. landw. Zeitschr. 1902. No. 40, p. 408 —409.)
Vuillemin, P. L’associacion pour la vie. Seance solennelle de rentree de
!'Universit€ de Nancy le 13 novembre 1902. (Originalreferat im Centralbl. f.
Bakteriologie etc. II. Abth. IX. 1902. p. 928—931).
Ward, H. M. On the relations between hast and parasite in the Bromes and
their brown rust., Puccinia dispersa Erikss., (Ann. of. Bot. XVI. 1902,
p. 233—315; 28 Tab.)
Weiss, J. E. Das Versuchswesen auf dem Gebiete des Pflanzenschutzes,
(Prakt. Bl. f. Pflanzenschutz. 1902. Heft 7. p- 49—53.)
— Die Schorfkrankheit Fusicladium dendriticum an Apfelbäumen und Fusi-
cladium pirinum an Birnbäumen. (Prakt. Bl. f. Pflanzensch. 1902. Heft 8.
p. 60-62.)
— Obstverwerthung und Pflanzenschutz. (Prakt. Bl, f. Pflanzensch. 1902. Heft 9,
P- 67—70.)
— Die Halmfliege (Chlorops taeniopus) in Bayern. (Prakt. Bl. f. Pflanzensch,
1902. Heft 8. p. 62-64.)
— Die Blutlaus (Schizoneura lanigera). (Prakt. Blätt. f. Planzensch 1902. Heft 9,
p. 65—67.)
— Der Maisbrand oder Beulenbrand des Mais (Ustilago Maydis). (Prakt. Blätt,
f, Pflanzensch. 1902, Heft 9. p. 71—72.)
Wieler, A. Ueber die Einwirkung der schwefeligen Säure auf die Pflanzen.
(Ber. d. Deutsch. Bot. Gesellsch. XX. 1902. p. 556—566.)
Woodworth, C. W. Orange and Lemon Rot. (Bull. Calif. Agric. Exper. Stat,
No. 139. 1902, p: 1—12.)
Zschokke, A. Ueber eine Bakterienkrankheit des Rebstockes. (Pfälz. Wein-
und Obstbau-Zeitg. Weinlaube, 1902. No. 37. p. 436—437.)
m —
D. Sammlungen.
Posch, K. Pilzparasitäre Krankheiten ungarischer Kulturpflanzen in natürlichen
Präparaten. — A magyar gazdasägi növenyeken elöfordulö gombabetegsegeknek
fermeszetes praeparatumokban valö kiadäsa. — Fungi parasitici exsiccati plan-
'arum cultarum Hungariae.
Das Unternehmen tritt im Jahre 1903 in den 2. Jahrgang seines Bestandes
nnd soll demnach kommenden Herbst die II. Serie der Sammlung erscheinen.
Die Ausgabe der Sammlung ist in landwirthschaftlich-wissenschaftlicher Hinsicht
von unschätzbarer Wichtigkeit, da der Erfolg des diesbezüglichen Unterrichtes
durch dieses Hilfsmittel bedeutend gefördert und gesichert wird, anderentheiles
Aber bedeutet der Besitz solcher Präparate allen denen einen wahren Gewinn,
deren Beruf mit der Erkennung und Bekämpfung der Kulturpflanzenkrankheiten
enge zusammenhängt.
lehrt Sowohl die hohe Wichtigkeit des Pflanzenschutzes, als auch die von Gec-
N und Praktikern stammenden Anerkennungen, welche meinem Unter-
"ehmen zu Theil wurden — eifern mich zur weiteren Entwickelung desselben
2 und so beabsichtige ich, für die Zugänglichkeit und Verbreitung der
mmlung in den weitesten Kreisen Sorge zu tragen.
und Dieses Ziel gedenke ich durch die Herausgabe der Sammlung in theuerer
> billigerer Ausstattung, und demzufolge in Herabsetzung des Anschaffungs-
a Zu erreichen — indem ja der Werth der Präparate nicht in der
sseren Ausstattung, sondern in den Objekten selbst liegt.
(64)
Es soll demzufolge im Jahre 1903 nicht nur die II, sondern auch die I. Serie
in folgenden Formen erscheinen:
Ausgabe No. I,
Die Präparate liegen in 33 cm langen, 25 cm breiten und 6 cm hohen —
also ziemlich grossen — mit Glasplatte verschenen, elegant ausgestatteten
Pappkassetten und sind mit Benennungsetiketten — welche auch Original-
zeichnungen der Sporenformen, Fruchtträger etc. enthalten — versehen. Den
Präparaten ist auch eine kurzgefasste Beschreibung der Krankheiten und deren
Bekämpfung beigelegt.
Die bisherigen Besteller sind alle im Besitze dieser Ausgabe und wird
demselben — wenn sie nicht auf eine der folgenden Ausgaben reflektiren —
diese auch weiter zugesendet.
Da jedoch bei dieser Form die Ausstattungskosten den Werth der Präparate
weit übertreffen und dieselbe schr vertheuern, wird diese Ausgabe neuen Prä-
numeranten nur auf besonderen Wunsch geliefert.
Die Sammlung bietet in dieser Form nicht nur ein vorzüglich brauchbares
Anschauungsmittel, sondern gereicht auch jeder grösseren Lokalität, als Kanzlei,
Lehrsaal, Laboratorium, Museum u. s. w. zur Zierde,
Der Preis beträgt per Serie (25 Präparate ä 2 Kronen) 50 Kronen; Ver-
packung 2 Kronen. Einzelne Präparate werden zu 2 Kronen 50 Heller
abgegeben.
Ausgabe No. Il.
Die Ausgabe umfasst per Serie ebenfalls 25 Präparate, welche in kleineren,
jedoch auch mit Glasplatte verschenen Pappekassetten liegen. Jedes Präparat
ist sowohl mit Benennung und kurzer Beschreibung der Krankheit und deren Be-
kämpfungsweise, als auch mit Originalzeichnungen der Sporenformen, Frucht-
träger etc. versehen.
Die Nährpflanzen sind nicht so reichlich aufgelegt als bei Ausgabe No. |,
es sind jedoch die pathologischen Veränderungen, als auch die einzelnen Ent-
wickelungsformen auf denselben deutlich erkennbar.
Die Ausgabe ist Schulen, Instituten, überhaupt Lchranstalten wärmstens
zu empfehlen.
Der Preis beträgt per Serie (25 Präparate ä1 Krone 20 Heller) 30 Kronen;
Verpackung 2 Kronen. Einzelne Präparate werden zu 1 Krone 60 Heller
abgegeben.
Ausgabe No. III
Bei dieser Ausgabe werden die einzelnen Präparate in Herbarium-Buchform
herausgegeben; die einzelnen krankhaften Nährpflanzen sind auf Kartonblättern
befestigt, mit Text und Zeichnungen, wie bei Ausgabe No. II versehen und werden
sämmtliche 25 Präparate (Herbariumblätter) in geeigneten, mit Golddruck-
Aufschrift versehenen Pappekassetten zugesendet.
Bei dieser Ausgabe tritt der wissenschaftliche Zweck der Sammlung be
deutend in den Vordergrund und: wird sowohl auf die Diagnostik, und dem-
zufolge auch auf die Trennung der Sammelspezies, als auch auf die neuesten
Resultate wissenschaftlicher Forschungen besonderes Gewicht gelegt.
Zum Privatgebrauche ist die Sammlung vorzüglich geeignet und kann selbe
besonders Oekonomen und Hörern landwirthschaftlicher Fachschulen wärmstens
empfohlen werden.
Preis der Serie (25 Arten) 20 Kronen. Einzelne Präparate werden hier
nicht abgegeben.
Ba TR A
(65)
Ausgabe No. IV.
Fungi parasitici exsiccati plantarum cultarum Hungariae.
Diese Ausgabe hat rein wissenschaftlichen Werth und reiht sich anderen
Exsiccaten-Werken an. Die einzelnen krankhaften Theile befinden sich in
kleinen Papierhülsen, welche mit üblicher lateinischer Benennungsetikette ver-
sehen sind. Preis der Serie (25 Arten) 8 Kronen.
Allgemeine Bestimmungen.
Die oben angeführte Mittheilung bezieht sich hauptsächlich auf die I. und
II. Serie des Unternehmens. Erstere ist bereits vergriffen, wird jedoch in den
IV erwähnten Formen Ende November 1903 mit der II. Serie wieder erscheinen.
Die III. Serie, welche im Jahre 1904 erscheinen soll, wird nur Krankheiten
von Früchten, überhaupt fleischigen Pflanzentheilen enthalten, welche weder in
Kassetten, noch Herbariumform konservirbar sind. Die Präparate dieser Serie
erscheinen demnach in mit Formalin gefüllten Präparaten — Glascylindern —
und ist der Preis derselben wie bei Ausgabe No. I.
Die Vorarbeiten sind bereits für die Ausgabe von IV Serien getroffen und
sollen schon diese die wichtigsten pilzparasitären Krankheiten der Kulturpflanzen
enthalten. Bei grosser wissenschaftlicher Betheiligung wird jedoch das Unter-
nehmen auch weiterhin fortgesetzt und steht die Bestellung weiterer Serien,
wie auch die Einzelbestellung einer der IV ersten Serien, sämmtlichen Prä-
humeranten frei. Es ist jedoch erwünscht, den Anspruch auf die IV
ersten Serien schon jetzt anzuzeigen.
Es ist angezeigt, die Bestellungen sofort oder längstens bis Ende April
durchzuführen, da das Unternehmen wissenschaftlicher Natur ist, folglich die
Sammlungen nur in so viel Exemplaren hergestellt werden, als Bestellungen bis
zu angezeigter Zeit einlaufen. Die Bestellungen werden der Reihenfolge nach
erledigt und erfolgt die Sendung der Serien unbedingt bis Ende November des
betreffenden Jahres.
Vorschüsse werden nicht angenommen, die Bestellung verpflichtet zum
Uebernehmen der per Post-Nachnahme zugesendeten Sammlung.
Mikroskopische Präparate werden auf besonderen Wunsch und briefliches
Uebereinkommen von den meisten europäischen und amerikanischen auf Kultur-
Pflanzen parasitisch vorkommenden Pilzen angefertigt. Diesbezügliche Aufträge,
als auch eventuelle Tauschverbindungsanträge sind an untenstehende Adresse
ın ungarischer, deutscher oder englischer Sprache zu richten. Pflanzen-
pathologische Mittheilungen sind mir aus allen Ländern sehr erwünscht und
bin zu gleichem Gegendienste stets bereit.
Die Kulturpflanzen Ungarns stimmen mit denen des ganzen Mittelmeer-
gebietes wesentlich überein, folglich hat obiges Unternehmen zugleich eine
Internationale Bedeutung. Ich erachte es demnach als Pflicht, die Aufmerksam-
keit der Fachkreise auch durch gegenwärtige Mittheilung auf mein Unternehmen
?u lenken und ersuche zur Sicherung desselben, im Interesse der Wissenschaft
und des internationalen Pflanzenschutzes nach besten Kräften beizutragen.
Grinäd, im Dezember 1902.
Karl Posch, Schulleiter, ;
Grinäd, Komitat Pozsony, Ungarn (Hongrie).
Hedwigia Bd, XLIL. 1903. e
(66)
E. Personalnotizen.
FREE *
Gestorben sind:
Professor Dr. Ladislav J. Celakovsky, Direktor des botanischen
Gartens der böhmischen Universität in Prag, am 24. November 1902
im 69. Lebensjahre; der Bryologe Charles P. Hobkirk am 29. Juli 1902;
H. J. Kok Ankersmit, bekannter Florist in Apeldoorn in Holland;
Dr. Arien Lemaire, bekannt durch seine Arbeiten über Diatomaceen,
in Nancy am 23. Oktober 1902; Haven Metcalf, Professor der Botanik
am Clemson College, Süd-Carolina in den Ver.Staaten, am 15.Sept. 1902;
Marc Micheli am 29. Juni 1902 in Genf; Miss Ella Ada Noyes in
Newburyport, Mass. Ver. Staaten, am 22. Juni 1902; Venance Payot,
früher Bergführer, Erforscher der Mont-Blanc-Gruppe, auch in
botanischer Beziehung, am 13. März 1902 in Chamonix im Alter von
76 Jahren; Prof. Dr. ©. E. R. Zimmermann in Chemnitz im König-
reich Sachsen.
Ernennungen und andere Personalnachrichten:
Dr. Fr. Bubäk in Prag zum ordentl. Professor der Botanik und
Phytopathologie an der Kgl. landwirthschaftlichen Akademie in Täbor
(Böhmen). J. B. Dandeno, Instruktor der Botanik an der St. Louis
Normal-Schule, ist zum Assistent der Botanik am Michigan Agricul-
tural College, Ver. Staaten N. Am.; W. Duggar zum Professor der
Botanik an der Universität Missouri, Ver. Staaten N. Am.; Professor
Domenico Filippi zum Vizedirektor des botanischen Gartens der
Universität Camerino, Italien; Dr. O. Juel zum ausserordentlichen
Professor der Botanik an der Universität Upsala, Schweden; Dr.
WI. Rothert in Charkow zum Professor der Botanik an der Uni-
versität Odessa, Russland und Dr. J. B. de Toni zum Professor der
Botanik und zum Direktor des botanischen Gartens der Universität
Modena, Italien, ernannt worden,
Den Privatdozenten und Custoden des botanischen Museums in
Berlin Dr. Ernst Gilg und Dr. Gustav Lindau, sowie dem Privat-
dozenten und Assistenten am botanischen Institut der Universität
Berlin Dr. Karl Holtermann, dem Privatdozenten Dr. M. Otto Rein-
hardt und dem Custos am botanischen Garten in Berlin Paul
Hennings ist das Prädikat „Professor“ beigelegt worden.
Redaction: Prof. Georg Hieronymus und Prof. Paul Hennings in Berlin.
Druck und Verlag von C. Heinrich in Dresden.
Tafel I.
mann
Per?
ELITE
umnnum me
Be.
Armold Grimme del
Druck u.Verlag v. C Heinrich. Dresden.
Hednigia 1903. Fig.1. 6.9. Taf lH.
Merulius lacrymans.
r je E nn — nn = EEG
Begründet 1852 durch Dr. Rabenhorst
——
Kryptogamenkunde
Phytopathologie
Repertorium für Literatur.
Redigiert |
und
I}
als |
| »Notizblatt für kryptogamische Studien.«
|
HEDWIGA.
|
Organ
|
von I
Prof. Georg Hieronymus N
Prof. Paul Hennings |
ER ERE in Berlin. ER
Band XLII SE 1908; 2 Heft 27
Hierzu Tafel IN.
, Hierzu eine Beilage von Gebrüder Borntraeger, Verlagsbuehhandlung
, In Berlin SW 11, betr.: Kryptogamenflora der Mark Brandenburg, ie Band,
erstes Heft. Arıı. weh, ı nerrt
Druck und Verlag von C. Heinrich,
Dresden-N., kl. Meißnergasse 4.
Be
Erscheint in zweimonatlichen Heften.
Abonnement für den Jahrgang 24 Mark.
Zu beziehen durch alle Buchhandlungen oder durch den Verlag €. Heinrich,
| ER Dresden-N. ;
Ausgegeben am 28. März 1903.
An die Leser und Mitarbeiter der „Hedwigia“,
Zusendungen von Werken und Abhandlungen, deren Besprechung.
in der „Hedwigia“ gewünscht wird, sowie Manuskripte und Anfragen
redaktioneller Art werden unter der Adresse:
Prof. Dr. G. Hieronymus,
Berlin, Königl. Botanisches Museum, Grunewaldstralse 65
mit der Aufschrift
„Für die Redaktion der Hedwigia‘“
erbeten.
Um eine möglichst vollständige Aufzählung der kryptogamischen
Literatur und kurze Inhaltsangabe der wichtigeren Arbeiten zu ermöglichen,
werden die Vei asser, sowie die Herausgeber der wissenschaftlichen Zeit-
schriften höflichst im eigenen Interesse ersucht, die Redaktion durch Zu-
sendung der Arbeiten oder Angabe der Titel baldmöglichst nach dem
Erscheinen zu benachrichtigen; desgleichen sind kurz gehaltene Selbstreferate
über den wichtigsten Inhalt sehr erwünscht.
Im Hinblicke auf die vorzügliche Ausstattung der „Hedwigia“ und die
damit verbundenen Kosten können an die Herren Autoren, die für ihre
Arbeiten honoriert werden (mit 20 Mark für den Druckbogen), Separate nicht
geliefert werden; dagegen werden denjenigen Herren Autoren, die auf Honorar
verzichten, 50 Separate kostenlos gewährt. Diese "letzteren Herren Mitarbeiter
erhalten außer den ihnen zustehenden 50 Separaten auf ihren Wunsch auch
noch weitere Separatabzüge zu den folgenden Ausnahme - Preisen:
10 Expl. in Umschlag geh. pro Druckbogen # 1.20, 10 einfarb, Tafeln 80.4 —.50.
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In Rücksicht auf den Umfang der Zeitschrift sollen die einzelnen Ab-
handlungen die Länge von 5 Bogen gewöhnlich nicht überschreiten, auch
dürfen einer Abhandlung in der Regel nicht mehr als 2 Tafeln beigegeben
werden,
Von Abhandlungen, welche mehr als 3 Bogen Umfang einnehmen,
können nur 3 Bogen honoriert werden.
Die Originalzeichnungen für die Tafeln sind im Format 13X 21 |
mit möglichster Ausnutzung des Raumes und in einer für die photographische
Wiedergabe der Zeichnungen geeigneten Ausführung zu liefern.
Die Manuskripte sind möglichst nur auf einer Seite zu beschreiben. “
Die Zahlung der Honorare erfolgt jeweils beim Abschlusse des Bandes: 4
Redaktion und Verlag der „Hedwigia",
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc, 33
26./7.97. Ders. Stdt. Kapseln zur Hälfte mit, zur Hälfte ohne Deckel.
Sporogone 0,3—0,5 mm (Fig. 3) — 2./2. 98. Connefeld (M.). Junge
Sporogone, etwa 8 Tage alt, zahlreich. Unreife und reife Antheridien
und Archegonien. — 4./2. 98, Melsungen. Befund ebenso. — 13./5. 98,
An der Pfieffe (M.). Kapseln mit wenigen Ausnahmen geöffnet, mit
Sporen. — 9./1. 99. Petersberg (E.). Sporogone 0,3—1,0 (Mehrzahl
1,0) mm lang. — 21./1.99. An der Pfieffe (M.). Kapseln grün, Arche-
gonien zum Theil soeben befruchtet, zum Theil fast reif und reif. —
Blüthezeit: Januar bis März. Sporenreife: Mai, Juni (Juli).
71. Gr. orbieularis Br.
10./4. 95. Göpelskuppe (E.). Kapseln mit Deckel, pe ohne.
Junge 0,5—0,6 mm lange Sporogone. — 28./4. 99. AltmorSchen (M.).
Kapseln mit und ohne Deckel, Sporen streuend, Junge Sporogone
0,4—0,7 mm lang. — Blüthezeit: Februar. Sporenreife: April, Mai.
72. Gr. montana Br. eur.
14./3. 99. Eisenacher Burg. Kapseln reif, meist noch mit Haube
und Deckel. Viele öffnen sich beim Transport. Viele fast reife,
reife und kürzlich abgestorbene Archegonien; eines scheinbar soeben
befruchtet, — Blüthezeit: März, April. Sporenreife: März, April.
73. Racomitrium aciculare (L.) Brid.
18./2. 98. Hohe Sonne (E.). Kapseln ausgewachsen, braungrün,
Deckel gelblich. Archegonien in der Entwickelung. — 23./5. 95.
Inselsberg (E.). Kapseln ohne Deckel mit und ohne Sporen. —
22.7. 94. Inselsberg (E.) Junge Sporogone 1,0—1,5 mm lang. —
18./11.94. Hohe Sonne (E.). Kapseln grünbraun, mit Deckel. Fast
reife Antheridien. — Blüthezeit: April, Mai. Sporenreife: März,
April,
74. R. protensum Braun.
21./4. 95. Landgrafenschlucht (E.). Kapseln haben soeben den
Deckel abgeworfen. Antheridien theils geschlossen, an der Spitze
gelblich, theils geöffnet, und entleert, aber die Wandzellen noch
Nicht braun. Ein befruchtetes Archegonium, 0,6 mm lang. Daneben
ünreife und auch abgestorbene Archegonien. — 3./6. 94. Breiten-
Sescheid (E.). Kapseln mit und ohne Deckel. Reife und eben
“sterbende Archegonien. — 22./8. 94. Annathal (E.). Junge SPOTO-
gone mit beginnender Kapselverdickung. — Blüthezeit: April, Mai.
Sporenreife: April, Mai.
75. R. heterostichum (Hedw.) Brid. Bu
14./3. 99, Marienthal (E.). Kapseln ohne Deckel, mit Sporen.
Fast reife, reife und überreife Archegonien. — 5./4. 99. Wolfs-
Öcher (E.). Kapseln mit Deckel. — 17./4. 99. Wartburg (E.):
‚apseln braungrün, mit Deckel und Haube. — 30./4. 99. Wart-
"8 (E.) und 8./5. 99. Mädelstein (E.). Kapseln mit und ohne
Be; Soeben befruchtete Archegonien (Fig. 18). — 29./6. 98.
Medwigia Ba. XLIT. 1903. s
34 A. Grimme,
Mädelstein (E.). Kapseln entleert. Junge Sporogone 1,0—1,5 mm
lang. — Blüthezeit: April, Mai. Sporenreife: April, Mai.
76. R. mierocarpum (Schrad.) Brid.
4.8. 84. Fichtelgebirge. Kapseln ohne Deckel,‘ mit und ohne
Sporen. Junge Sporogone 1,5—2,3 mm lang. Fast ausgewachsene
Antheridien. — Blüthezeit: Mai. Sporenreife: August.
77. R. canescens Brid.
19./3. 99. Dornhecke (E.). Kapseln mit und ohne Deckel, zum
Theil Sporen streuend. — 1./5. 99. Connefeld (M.). Kapseln leer.
Fast reife, reife und soeben abgestorbene Archegonien. — 24./9. 97.
Hohe Sonne (E.). Sporogone mit beginnender Kapselverdickung. —
Blüthezeit: Mai. Sporenreife: März, April.
78. Hedwigia ciliata Ehrh.
21./4. 95. Weinstrasse (E.). Kapseln ausgewachsen, grün.
Sehr junge männliche und weibliche Blüthen. — 27./6. 98. Insels-
bergstein (E.) 900 m. Kapseln braun, mit Deckel. Archegonien sowohl
fast reif und reif, als auch absterbend. Geöffnete und geschlossene
Antheridien. — 24./6. 94. Ruhla (E.) 500 m. Kapseln entleert.
Die meisten Archegonien fast reif, einige abgestorben oder nur der
Hals gebräunt und der Bauch grün, wieder andere sind eben reif. —
Blüthezeit: Juni, Juli. Sporenreife: Juni.
79. Ulota Bruchii Hornsch.
25.2. 94. Richardtbalken (E). Kapseln entleert. Sporogone
mit beginnender Verdickung. In vielen Blüthen abgestorbene Arche-
gonien mit grünem Fuss. Ein männlicher Blüthenstand mit fast
ausgewachsenen Antheridien. — 9 /7.98. Drachenstein (E.). Kapseln
fast oder ganz ausgewachsen, grün, bei einigen der Ring_ gelb.
Antheridien fast reif, grün; Archegonien kaum sichtbar. — 9.8. 97.
Hilgershausen (M.). Kapseln entleert. Junge Sporogone 0,7—0,8 mm
lang; daneben noch nicht entwickelte Antheridien und Archegonien.
14./11. 98. Eiterhagen (M.). Kapseln entleert. Sporogone noch
ohne Verdickung. Viele weibliche Blüthenstände mit reifen, fast
reifen, abgestorbenen und auch soeben befruchteten Archegonien.
Die meisten Antheridien kürzlich entleert. — 13./12, 98, Beiseförth (M.):
Kapseln entleert. Junge Sporogone noch ohne Verdickung. Soeben
befruchtete Archegonien neben abgestorbenen. reifen und fast reifen.
Entleerte Antheridien. — Blüthezeit: November (Oktober bis März).
Sporenreife: Juli, August.
80. U. crispa Brid.
25./3. 94. Attchenbach (E.). Kapseln entleert, ein Theil noch
nicht. Antheridien fast reif, in einem Blüthenstande soeben geöffnet.
Einige Archegonien ausgewachsen, geöffnet, die meisten noch nicht.
— 26./5. 95. Weinstrasse (E.). Sporogone mit beginnender Ver-
dickung. Sehr junge Sporogone etwa 0,3 mm lang. Entleerte
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 35
Antheridien. — 13./6. 94. Richardsbalken (E.). Fast reife gelbe
Kapseln. 2 Sporogone 0,5 mm lang. Entleerte Antheridien. —
21./3. 98. Stadtwald (M.). Zahlreiche Sporogone mit eben beginnender
Verdickung. Sehr junge Sporogone etwa 0,3 mm lang (Fig. 5). An-
theridien entleert, ihre Stiele zum Theil noch frisch. — 23.15. 98,
Ders. Stdt. Sporogone ausgewachsen, grün. Junge Sporogone durch-
schnittlich 0,5 mm lang. — 14./9. 97. Eiterhagen (M.). Kapseln mit
wenigen Ausnahmen entleert. Junge Sporogone 3—4 mm lang mit
und ohne Kapselverdickung. Zahlreiche männliche Blüthenstände
mit entleerten Antheridien, einzelne noch nicht reif. Weibliche
Blüthenstände mit unreifen und auch abgestorbenen Archegonien;
|
bei einzelnen ist nur der Hals abgestorben, Bauch und Fuss grün
sowie etwas vergrössert. Diese sind befruchtet. — Blüthezeit:
September bis März. Sporenreife: Juni, Juli.
31. U. Hutchinsiae Hamm.
26./7. 95. Faido (Tessin). Kapseln entleert mit Peristom.
Sporogone 0,5-—0,6 mm lang. Noch nicht ausgewachsene Antheridien.
— Blüthezeit: Winter. Sporenreife: Juni.
82. Orthotrichum anomalum Hedw.
13.5. 98. An der Pfieffe (M.). Kapseln fast alle entleert. Junge
Sporogone 0,2—0,4 mm lang (Fig. 4), daneben reife und fast reife
Archegonien und. kürzlich ‚geöffnete Antheridien. Einzelne noch
Nicht reife männliche Blüthen. — 21./8. 97. Ders. Stdt. Sporogone
durchschnittlich 1,0 mm lang. Kapseln entleert. — 24./12. 93.
Petersberg (E.). Kapseln fast ausgewachsen, grün. Sporogone
0,3—0,5 mm lang. Fast reife Archegonien. — 28./10. 98. Peters-
berg (E.). Sporogone von vollständiger Länge ohne Verdickung.
Zahlreiche männliche Blüthenstände mit grüngelben fast reifen An-
theridien und in vielen weiblichen Blüthenständen fast ausgewachsene
Archegonien. — 30.12. 98. An der Pfieffe (M.). Sporogone mit
erheblicher Kapselverdickung. Archegonien fast ausgewachsen,
Antheridien fast reif. — 9./1. 99. Petersberg (E.). Fast ausgewachsene
Sfüne Kapseln. An jeder Pflanze ein Archegonium soeben befruchtet.
Antheridien soeben entleert. — 16./2. 99. An der Pfieffe (M.). Arche-
Sonien soeben befruchtet. — 27./4. 99. Ders Stdt. Kapseln mit
und ohne Deckel, Sporen streuend. Kürzlich befruchtete Archegonien.
ar Blüthezeit: Januar bis März (Dezember bis April). Sporen-
"eife: April, Mai.
83. 0. diaphanum (Gmel.) Schrad.
„1/2. 97. Melsungen. Fast ausgewachsene grüne Sporogone.
Reife, fast reife und abgestorbene Archegonien. — 20./3. 95. Eisenach.
Apseln mit Deckel, hellgelb, Ring roth. Fast reife und entleerte
(kürzlich) Antheridien. — 13./5. 97. Melsungen. Kapseln zum Theil
eert, zum Theil..noch. nicht: Jüngere Sporogone 0,3—0,7 mm
3*
36 A. Grimme.
‘lang. Unreife Antheridien. Blüthezeit: März, April. Sporenreife:
April Mai.
84. 0. patens Bruch.
1./7. 94. Zimmerburg (E.). Kapseln soeben die Sporen entleerend.
Junge Sporogone 0,5—1,0 mm lang. Blüthezeit: März, April,
Sporenreife: Juni.
85. 0. pumilum Sw.
9.2.99. Binsförth (M.). Kapseln ausgewachsen, grün ; 0,3—0,6 mm
lange Sporogone. Fast reife, reife und abgestorbene bezw. entleerte
Archegonien und Antheridien. — 20./4. 97. Heina (M.). Kapseln
reif, mit und ohne Deckel, Sporen noch nicht entleert. Sporogone
0,3—0,8 mm lang. — 30./7. 98. Malsfeld (M.). Kapseln entleert.
Sporogone 0,6—1,0 mm lang. — Blüthezeit: Oktober, November.
Sporenreife: April, Mai.
86. 0. affine Schrad.
9./8. 97. Melsungen. Kapseln reif, Sporen stäuben aus. Junge
Sporogone 0,3—0,7 mm lang. Unreife Antheridien. — 30./7...98.
Malsfeld (M.). Kapseln entleert. Junge Sporogone 1,5—2,0 mm lang.
Fast reife Antheridien und Archegonien. — 17./11. 98. Melsungen.
Sporogone 0,5 --2,0 (meist 1,0—2,0) mm lang. Unreife Antheridien.
— Blüthezeit: Oktober bis März. Sporenreife: Juni bis August.
87. 0. speciosum N. v. Esenb.
21./4. 95. Frankfurter Thal (E.). Entleerte Kapseln. Sporogone
mit fast vollständiger Kapselverdickung. Junge Sporogone 0,6—0,8 mm
lang. Unreife Archegonien und Antheridien. — 4. /8. 98. Eubach (M.).
Die meisten Kapseln mit Deckel, einige ohne, aber dann noch mit
Sporen. Sporogone 1,0—2,0 mm lang (eins 0,3 mm lang, die
Antheridien derselben Pflanze theils entleert, theils noch geschlossen).
Zahlreiche unreife Antheridien. — 24./9. 98. Dürrehof (E.). Kapseln
braungrün, mit Deckel, Sporen frei. Sporogone 2,0—2,5 mm lang.
Zahlreiche fast reife Archegonien und Antheridien. — Blüthezeit:
Oktober bis November. Sporenreife: August bis Oktober.
83. 0. leiocarpum Br. eur.
21./2. 94. Stockhausen (E.). Ausgewachsene, grüne Kapseln.
Junge Sporogone 0,3—0,7 mm lang. Fast ausgewachsene Arche
gonien und Antheridien neben abgestorbenen. — 7./5. 94. Reihers-
berg (E.). Kapseln reif, Sporen entleerend, einzelne noch grüf.
5 Sporogone 0,3 mm, 5 Sporogone 2,0—2,2 mm, 3 Sporogon®
0,7—0,9 und 1,5 mm lang. Unreife Antheridien zahlreich. —
21./10. 94. Rennstieg (E.). Kapseln ausgewachsen, grün. Junge
Sporogone 0,3 mm (eins 0,8) lang. Fast reife und kürzlich abge
storbene Archegonien. Entleerte und fast reife Antheridien. -°
30.3. 99. Eubach (M.) Kapseln reif, Sporen entleerend. Sporogone
ae ne es Sehe ee er ee
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc, 37
0,5—1,0 mm lang. Blüthezeit: Oktober bis April. Sporenreife:
März bis Mai.
89. Brachysteleum polyphylium (Dicks.) Hornsch.
Juli 24. Triberg (Schwarzwald). Kapseln entleert. Sporogone
etwa 2,0 mm lang. — Novbr. 59. Höllthal (Schwarzwald). Kapseln
fast reif, braungrün; in den Gipfelsprossen nur Paraphysen.
Blüthezeit: März, April. Sporenreife: März, April,
%. Encalypta vulgaris (Hedw.) Hoffm.
15./5. 98. Melsungen. Kapseln meist ohne Deckel, fast entleert;
einige noch mit Deckel und Haube. Junge Sporogone (0,4)— 0,6 mm
lang. — Blüthezeit: April. Sporenreife: Mai.
9. E. ciliata (Hedw.) Hoffm.
13./7. 94. Gehauener Stein (E.). Kapseln mit Deckel und Haube,
aber vollständig reif. Junge Sporogone 0,3—0,5 mm lang. — Blüthe-
zeit: Juni. Sporenreife: Juli.
22. E. contorta (Wulf) Lindb.
15./4. 95, Wartberg b. Thal (E.). Sporogone mit beginnender
Kapselverdickung. Antheridien zahlreich, grün. — Juni 68, Ullers-
dorf (Schlesien). Kapseln grün, Deckel roth, noch festsitzend. In
den weiblichen Blüthen reife, fast reife und eben abgestorbene Arche-
gonien, — 13./8. 97. Spangenberg (M.). Kapseln fast reif, mit Haube
und Deckel. — 17./11. 97. Wartberg b. Thal (E.). Kapseln braun
Mit gelbrothem Deckel. Junge Sporogone ohne Kapselverdickung. —
Blüthezeit: Juni, Juli. Sporenreife: August, September.
3. Georgia pellucida (L.) Rabenh.
. .1./4. 94. Heiligenstein (E.). Kapseln entleert. Archegonien noch
Nicht ganz ausgewachsen; Antheridien fast reif. — 12/5. 98. Stein-
bächer (E.), Kapseln ausgewachsen, grün, Deckel gelbroth. Arche-
gonien, fast reif, reif und soeben abgestorben; einzelne soeben be-
Tuchtet, Antheridien theils kürzlich entleert, theils noch geschlossen. —
Mai 9. Grunewald (Berlin). Kapseln fast reif. Junge Sporogone
os 05 mm lang. — 14.5. 90, Grunewald (Berlin). Kapseln braun,
mit Deckel, ein Theil ohne. Junge Sporogone 0,3—0,5 mm lang. —
27.6. 98, Inselsberg (E.). Kapseln mit wenigen Ausnahmen noch
mit Deckel, dieser gelb, die Urne dunkelgrün. Junge Sporogone
59 mm lang. — Blüthezeit: Mai. Sporenreife: Mai, Juni.
94, Schistostega osmundacea W. et M.
1./5. 98, Blankenstein (Westfalen). Kapseln mit und ohne Deckel,
“or mit Sporen, Archegonien und Antheridien in Entwickelung be-
stiften, — Blüthezeit: Juni. Sporenreife: Mai.
‚, Nach Limpricht (4) fehlen den Schistostegaceae die Paraphysen;
ich Machte jedoch die Beobachtung, dass in den weiblichen Blüthen
deutliche Paraphysen vorhanden sind.
38 A. Grimme.
95. Splachnum ampullaceum L.
7./6. 92. Lippspringe (Westfalen). Kapseln noch nicht lange
entleert. Antheridien in der Entwickelung begriffen. — Blüthezeit:
Juli. Sporenreife: Mai, Juni.
96. Spl. sphaericum (L. f.) Sw.
Aug. 68. Schneegrubenbaude (Riesengebirge). Kapseln mit
einigen Ausnahmen ohne Deckel und entleert. Junge Sporogone
0,4—0,5 mm im Durchschnitt, einzelne bis 1,0 mm lang (Fig. 7). Anthe-
ridien meist entleert, einige fast reif. — Blüthezeit: Juli. Sporen-
reife: Juli. — (22./7. 94. Kongsvold [Norwegen]. Kapseln meist mit,
einige ohne Deckel, mit Sporen. Archegonien kürzlich befruchtet,
ein längeres Sporogon. Antheridien zum Theil geschlossen, zum
Theil entleert.)
97. Tetraplodon urceolatus Br. eur.
13.[7. 86. Gross-Glockner. Kapseln braun, mit wenigen Aus-
nahmen mit Deckel. Junge Sporogone zahlreich, 0,6—1,0 (0,7) mm
lang. — Blüthezeit: Juni. Sporenreife: Juli.
98. Physcomitrium pyriforme (L.) Brid.
11./5. 93. Tegel bei Berlin. Kapseln ausgewachsen, grün, mit
Deckel, nach dem Trocknen bräunlich. — 28./7. 98. Johannisthal (E.).
Kapseln ohne Deckel, in einzelnen noch Sporen. Junge Anthe-
ridien. — 13./8. 98. Ders. Stdt. Antheridien zum Theil entleert,
zum Theil noch geschlossen. In den weiblichen Blüthenständen
reife und soeben befruchtete (ca. 0,1—0,2 mm lang) Archegonien. —
Blüthezeit: August. Sporenreife: Juni,
99. Funaria hygrometrica (L.) Sibth.
17./11. 97. Wartberg b. Thal (E.). Alte Kapseln braun, gefurcht,
mit Deckel, der nur bei wenigen fehlt. Junge Sporogone (2,0)—5,0—
10,0 mm lang. — 11./5. 93. Tegel bei Berlin. Kapseln ausgewachseN,
gelbgrün, mit Deckel. Junge Sporogone 1--3 mm lang und noch
jünger. — 1./6. 98. Röhrenfurth (M.). Kapseln ausgewachsen, gelb,
mit Deckel; wenige jünger. — Am Bahnhof (M.). Alle Kapseln noch
grün, saftreich, ein Theil jünger. — 10./9. 98. Am Bahnhof (M.)
Kapseln entleert. Zahlreiche männliche Blüthen mit fast reifen, gelb-
braunen (auch grünen) Antheridien. Ein weiblicher Blüthenstan
mit noch nicht ausgewachsenen Archegonien. — 19./10. 98. Ders
Stdt. Kapseln zum Theil noch Sporen ausstäubend. Junge Spor%
gone 0,2—0,3 mm lang (Fig. 6). Entleerte und noch geschlossene An-
theridien. 28./4. 99. Ders. Stdt. Junge nicht ausgewachsene Spot
gone neben zahlreichen fast reifen Antheridien. — Blüthezelt:
Oktober (bis April). Sporenreife: Juli bis Oktober.
100. Leptobryum pyriforme (L.) Schpr. ;
8./6. 97. Spangenberg (M.). Kürzlich abgestorbene Antheridien
und Archegonien. — 27/6. 94. Prinzenteich (E.). : Die meisten
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 39
Kapseln ohne Deckel und Sporen; in einigen Rasen noch mit Deckel.
In den Zwitterblüthen theils abgestorbene, theils fast reife Arche-
gonien und Antheridien; einzelne Archegonien soeben befruchtet,
ein Sporogon 0,5 mm lang. — 17./5. 99. Buch bei Berlin, Kapseln
meist noch nicht ausgewachsen. In den jungen Zwitterblüthen ent-
weder abgestorbene Archegonien neben fast reifen Antheridien oder
soeben befruchtete Archegonien neben kürzlich entleerten Anthe-
ridien. — Blüthezeit: Mai, Juni. Sporenreife: Juni.
101. Webera elongata Schwägr.
22./8. 94. Annathal (E.). Kapseln ausgewachsen, grün. Junge
Sporogone 0,3—(0,7) mm lang, im Durchschnitt 0,5. Antheridien
entleert. In einem Blüthenstande fast reife Archegonien neben fast
reifen Antheridien. — Blüthezeit: Juli, August. Sporenreife:
September.
102. Web. eruda (L.) Bruch.
Mai 69. Striegau (Schlesien). Kapseln entleert. Junge Sporo-
gone 0,8—1,0 mm lang. — Blüthezeit: April. Sporenreife: Mai.
103. Web. albicans Web. et M.
17./5. 99. Buch bei Berlin. Fast ausgewachsene Archegonien. —
Blüthezeit: Juni. Sporenreife: Mai bis Juli.
104. Web. nutans (Schreb.) Hedw.
21./3. 98. Stadtwald (M.). Sporogone von vollständiger Länge,
ohne Verdickung. In den jetzt scheinbar zwittrigen Blüthenständen
mehrere ausgewachsene, zum Theil leicht gelbliche, geschlossene
Antheridien und je ein fast ausgewachsenes Archegon. — 24.4. 98.
Ders. Stdt, Kapseln ausgewachsen, grün. Archegonien zum grösseren
Theil geöffnet und zwar wenige mit abgestorbenem Hals und etwas
vergrössertem Fuss. Antheridien meist kurz vor der Reife mit gelb-
bräunlicher Spitze, wenige geöffnet. — 15./5. 98. Günsterode (M.).
Kapseln grün. In den meisten Blüthen: 1. Archegonien mit ab-
sestorbenem Hals und etwas vergrössertem Bauch; 2. geöffnete und
auch noch geschlossene, frische Archegonien; 3. entleerte Anthe-
fidien und noch häufiger unreife geschlossene. — 23./5. 98. ‚Stadt-
wald (M.). Kapseln ausgewachsen, grün mit gelblichem Schimmer.
Antheridien mit wenigen Ausnahmen entleert, Archegonien ab-
sestorben oder an jeder Pflanze eins kürzlich befruchtet 0,4--0,5 mm
lang (der daraus isolirte Embryo 0,2 mm). — 8./6. 98. Mittelhof M.).
Kapseln gelbbraun, mit Deckel, einzelne ohne; Sporen überall isolirt.
SPorogone 1——2 mm lang. — 23./5. 97. Wachstein (E.). Sporogone
03—0,5 mm lang. — Blüthezeit: Mai (April). Sporenreife: Juni.
105. Bryum inclinatum (Sw.) Br. eur. RER
11.5. 95. Eisenach. Antheridien ausgewachsen, theils grün,
theils an der Spitze gelblich. Archegonien ausgewachsen, geschlossen
\nd geöffnet. — 18.'5. 95, Ders. Stdt. Kapseln ausgewachsen, grün.
40 A, Grimme.
Antheridien der rein männlichen Blüthen gelbbräunlich, der Zwitter-
blüthen jünger, grün; in einzelnen Blüthen bereits entleert. Arche-
gonien fast reif, reif und auch abgestorben. — 26./8. 97. Ders. Stdt.
Sporogone (2,0)—2,5 mm lang. — 8./4. 98. Marienstrasse (E.). In
den Zwitterblüthen fast ausgewachsene Antheridien und Archegonien;
in einem Blüthenstande die Archegonien schon reif, geöffnet, die
Antheridien noch nicht. — Blüthezeit: Mai. Sporenreife: Juni,
106. Br. bimum Schreb.
6./5. 98. Veilchenberge (E.). Antheridien fast reif, goldgelb.
Archegonien etwa zur Hälfte ausgewachsen. — 27./5. 98. Ders. Stdt.
Kapseln ausgewachsen, grün. Fast reife und reife Archegonien und
solche mit rothem Hals und grünem Bauchtheil, daneben viele ab-
gestorbene. Antheridien theils geöffnet, theils noch geschlossen. —
Blüthezeit: Mai. Sporenreife: Juni,
107. Br. eirrhatum Hoppe u. Hornsch.
17./5.99. Buch bei Berlin. Feucht aufbewahrt und am 13.)6. 9
untersucht. Kapseln gelbbraun, mit Deckel (am 17./5. grün). Junge
Sporogone bis 0,5 mm lang. — Juni 76. Neuruppin. Kapseln ent-
leert. Sporogone 0,5—07 mm lang, neben frischen Archegonien und
Antheridien. — Blüthezeit: Mai. Sporenreife: Juni.
108. Br. capillare L.
20./4. 98. Wartburg (E.). Kapseln ausgewachsen, grün, Deckel
gelblich. Archegonien grün, eben reif oder noch geschlossen (letztere
in Mehrzahl). — 27./6. 98. Inselsberg (E.), 700—800 m. Kapseln
reif, Sporen stäuben aus. Sporogone 0,3--0,8 mm lang. — 20./10. 9.
Weinstrasse (E.). Sporogone 3—5 mm lang. — Blüthezeit: Mai.
Sporenreife: Mai, Juni.
109. Br. caespiticium L.
15./5.98. Melsungen. Kapseln ausgewachsen, gelbgrün, Deckel
rothbraun; Sporen einzeln. Junge Sporogone 0,3— 0,5 mm lang
(Fig. 8), daneben unreife und abgestorbene Archegonien. Antheridien
entleert. — 13./6. 99. Ders. Stdt. Kapseln gelbbraun, mit Deckel. —
Blüthezeit: Mai. Sporenreife: Juni.
110. Br. alpinum Huds.
11./6. 98. Marienthal (E:). Kapseln gelbgrün, der Deckel löst sich
beim Trocknen. Die meisten Archegonien abgestorben, verschiedene
reif und fast reif. — Ende August 97. Ders. Stdt. Sporogone (1,2) bis
1,5 mm lang. — Blüthezeit: Juni. Sporenreife: Juni, Juli.
111. Br. pallens Sw.
17./5. 99. Buch bei Berlin. Alte entleerte, noch gut erhaltene
Kapseln und Sporogone mit vollständiger und auch eben beginnender
Kapselverdickung. Fast reife und reife Archegonien; kurz vor der
Reife stehende Antheridien (gelbroth). — Blüthezeit: Mai. Sporen“
reife: Juni.
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 41
112. Br. pendulum (Hornsch.) Schimp.
17./5. 99. Buch bei Berlin. Kapseln grün, Deckel gelblich.
Soeben befruchtete Archegonien und entleerte Antheridien neben
reifen und fast reifen Archegonien und Antheridien. — Blüthezeit:
Mai. Sporenreife: Juni.
113. Br. intermedium (Ludw.) Brid.
17./5. 99. Buch bei Berlin. Kapseln grün. Soeben befruchtete,
0,3 mm lange Archegonien. Fast reife, gelbbraune, eben entleerte
und auch gerade in der Entleerung begriffene Antheridien. — Eine
Form von diesem Moose, var. subcylindricum Limpr. (Syn.: B. inter-
medium f. majalis Ruthe), betrachtet Ruthe (in litt.) als eine Früh-
jahrspflanze, da dieselbe schon im März oder April reife Kapseln
hervorbringt, während die Stammform erst von Juni bis in den
Spätherbst hinein mit reifen Sporogonen gefunden wird, und glaubt,
dass dementsprechend auch die Ausbildung der Blüthen für das
nächste Jahr verschieden sei und dass sich vielleicht aus den im
Frühjahr entwickelten Archegonien schon die im Herbst zur Reife
gelangenden Früchte ausbilden. Warnstorf (9) tritt dieser Ansicht
nicht bei, sondern hält die schon im März und April reifenden
Kapseln für überwinterte Exemplare vom vorigen Jahre. B. inter-
medium blühe und fruchte, wenn nicht gerade der Winter viel
Schnee und Eis bringt, das ganze Jahr hindurch, so dass man füg-
lich nicht wohl von Frühjahrs- und Herbstformen bei ihm sprechen
könne. Jedoch hat Ruthe diese Form nicht allein nach der Sporen-
reife, sondern auch auf Grund morphologischer Eigenthümlichkeiten
unterschieden. Ich habe B. intermedium nur an der einen Stelle in
der Natur beobachtet und habe auch in den untersuchten Rasen
Jugendzustände von Sporogonen, die etwa erst im Sommer oder
Herbst zur Reife gekommen wären, nicht gefunden. Auch Ruthe
hat in den einzelnen Rasen die Sporogone in ziemlich gleich weiter
Entwickelung gesehen. Ich bin der Ansicht, dass durch die ungleich-
eitige Reife der Kapseln in den einzelnen Rasen eine Verschiebung
der Dauer der Entwickelung der Sporogone nicht herbeigeführt
Wird, sondern diese sich bei allen Rasen oder Pflanzen von B. inter-
medium gleich bleibt. Früh im Jahre reifende Kapseln werden auch
etwa in derselben Zeit des Vorjahres und im Herbst reifende Kapseln
auch im Herbst des vergangenen Jahres angelegt worden sein.
Denn die meisten Bryen, auch B. intermedium, gebrauchen zur voll-
Ständigen Entwickelung ihrer Sporogone 13 Monate und nicht, wie
Warnstorf irrthümlicher Weise annimmt, nur 9—10 Monate. —
Blüthezeit: Mai, Sporenreife: Juni.
114. Br. praecox Warnst.
17./5. 99, Buch bei Berlin. Kapseln braun, mit Deckel, der
beim Trocknen abfällt. Soeben befruchtete Archegonien neben ab-
42 A. Grimme.
gestorbenen und fast reifen, sowie entleerte und fast reife Anthe-
ridien. — Blüthezeit: Mai. Sporenreife: Mai.
Diese neue, kürzlich von Warnstorf (9) unterschiedene Art ist
den verwandten Bryum-Arten gegenüber vor Allem durch eine früh-
zeitige Sporenreife ausgezeichnet. Am obigen Standorte fiel sie sofort
durch ihre völlig gebräunten Kapseln auf, während die vielen anderen
ebenda wachsenden Brya noch grüne, saftreiche Kapseln hatten.
115. Br. warneum Bland.
Mai 90. Swinemünde. Kapseln ausgewachsen, grün. Junge
Sporogone 1,5—2,0 mm lang. — 17./5. 99. Buch bei Berlin. Kapseln
ausgewachsen, grün. In den weiblichen Blüthenständen reife und
fast reife Archegonien. — 15./11. 86. Breslau. Kapseln mit und
ohne Deckel (letztere meist mit Sporen). Fast reife, reife und ab-
gestorbene Archegonien; fast reife Antheridien. — Blüthezeit: Mai
und November. Sporenreife: Juni und November.
Die 1,5—2,0 mm langen Sporogone im ersten Beispiel entstammen
sicher einer im Herbst des Vorjahres stattgehabten Befruchtung und
werden dieselben also im Oktober oder November zur Reife kommen.
Es scheint demnach bei Br. warneum eine zweimalige Sporenreife
im Jahre auch in einem Rasen vorzukommen; jedoch wird dies auch
hier nicht zu der Regel gehören, sondern der eine Rasen oder Stand-
ort wird nur im Frühjahr, der andere nur im Herbst reife Sporogone
hervorbringen. Leider konnte ich dieses interessante Moos nicht
längere Zeit in der Natur beobachten, um die betreffende Frage zu
lösen. Nach Ruthe (in litt.) sind die Frühjahrs- und Herbstformen
bei B. warneum ganz gleich; höchstens sind im Frühling die Seten
oft kürzer und die Kapseln mehr gleichzeitig reifend, während sich
im Herbst die Fruchtreife in den einzelnen Rasen mehr in die Länge
zieht. Bei B. lacustre, das ebenfalls zweimal im Jahre fruchtet, soll
jedoch der Saisonwechsel auffälliger sein.
116. Br. argenteum L.
11./5. 95. Eisenach. Junge Sporogone 0,5—1,5—2,5 mm lang.
Unreife und abgestorbene Archegonien. — 18./5. 95. Ders. Stdt.
Kapseln mit und ohne Deckel, Sporogone wie beim vorhergehenden.
Unreife Archegonien und Antheridien. — 15./9. 97. Ders. Stdt.
Sporogone fast ausgewachsen, grün. — Dezember 93. Petersberg,
Wartburg und Marienstrasse (E.). Kapseln ausgewachsen, grün und
bräunlich. Sehr vereinzelte, etwa 0,5 mm lange Sporogone. Fast
reife und auch entleerte Antheridien. — Blüthezeit: März, April
(vereinzelt schon im November). Sporenreife: April, Mai (ver-
einzelt schon früher).
117. Br. pseudotriquetrum (Hedw.) Schwägr.
15./7. 94. Mosbach (E.). Kapseln entleert, einzelne mit Deckel.
Junge Sporogone 0,6—2,0 (1,5) mm lang. — 14./6. 99. Arnsberg (E).
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 43
Kapseln grün, Deckel gelblich. Antheridien und Archegonien fast
reif, reif und soeben entleert, bezw. abgestorben. — Blüthezeit:
Mai, Juni. Sporenreife: Juni, Juli.
118. Mnium hornum L.
24./4. 97. Wichte (M.). Kapseln ausgewachsen, grün. Arche-
gonien noch nicht ausgewachsen. — 15./5. 98. Günsterode (M.).
Kapseln entleert. Archegonien zum Theil eben abgestorben, viele
aber noch frisch, geschlossen oder geöffnet. Antheridien öffnen sich
im Untersuchungswasser. — 23./5. 98. Stadtwald (M.). Kapseln ent-
leert, in einzelnen noch Sporen. In Rasen zahlreiche keimende
Sporen. Archegonien reif und fast reif; einige mit gebräuntem Hals-
kanal. Antheridien theils entleert, theils fast reif. — Blüthezeit:
Mai. Sporenreife: Mai.
119. Mn. Seligeri Jur.
17./5. 99. Buch bei Berlin. Antheridien fast reif. — Blüthe-
zeit: Mai, Juni. Sporenreife: Mai, Juni.
120. Mn. serratum Schrad.
15./4. 95. Wartberg b. Thal (E.). Kapseln noch nicht aus-
gewachsen. — 17./11. 97. Ders. Stdt. Sporogone ohne Verdickung
10--13 mm lang. — Blüthezeit: Mai. Sporenreife: Mai.
121. Mn. undulatum (L.) Weis.
12./6. 98. Landgrafenschlucht (E.). Kapseln entleert. Arche-
gonien zum Theil eben abgestorben, zum Theil frisch, geöffnet oder
geschlossen. — Blüthezeit: Juni. Sporenreife: Mai.
122. Mn. rostratum Schrad.
15./4. 95. Wartberg b. Thal (E.). Kapseln zur Hälfte aus-
gewachsen. — 6./5. 68. Bunzlau (Schlesien). Kapseln ausgewachsen,
mit und ohne Deckel, im letzteren Falle mit Sporen. Zahlreiche,
fast ausgewachsene Antheridien in den Zwitterblüthen. Archegonien
als solche noch nicht zu erkennen. — Blüthezeit: Mai, Juni.
Sporenreife: Mai, Juni.
123. Mn. cuspidatum (L. exp.) Leyss.
15./4. 95. Wartberg b. Thal (E.). Die meisten Kapseln zur
Hälfte ausgewachsen. — 12./5. 95. Wilhelmsthal (E.). Kapseln ohne
Deckel, mit Sporen. In den Zwitterblüthen nur unreife Antheridien. —
9./4. 95. Wartburg. Ausgewachsene, grüne Kapseln. Zwitterblüthen
mit 0,6 mm langen Sporogonen. — 8./4. 98. Wartburg. Kapseln
Sporen entleerend. Sporogone 0,6—1,0 mm lang. — 13./6. 8. Elisa-
bethenruhe (E.). Kapseln entleert. Soeben befruchtete Archegonien,
abgestorbene und fast reife Antheridien. — 21./5. 98. Ders. Stdt.
Archegonien und Antheridien grün, fast ausgewachsen. — 13./5. 75.
Löwenberg (Schlesien). Kapseln entleert. Nur in der Entwickelung
begriffene Antheridien. — Blüthezeit: März bis Juni. Sporen-
reife: April, Mai.
44 A. Grimme,
124. Mn. stellare Reich.
12./5. 95." Scharfenberg b. Thal (E.). Kapseln ausgewachsen
grün, Deckel bräunlich, Sporen isolirt. Reife und fast reife Arche-
gonien, fast reife Antheridien. — 8./4. 98. Wartburg (E.). Kapseln
ausgewachsen, grün. Unreife Antheridien. — 4./6.98. Hohe Sonne (E.),
Kapseln ohne Deckel, mit Sporen. Zahlreiche weibliche Blüthenstände
mit vielen kürzlich abgestorbenen, reifen und fast reifen Archegonien.
Antheridien fast reif, grüngelb. — Blüthezeit: Mai, Juni. Sporen-
reife: Mai, Juni,
125. Mn. punetatum Hedw.
22./4.94. Annathal (E.). Kapseln mit wenigen Ausnahmen ent-
leert. Archegonien fast reif, reif und abgestorben. Antheridien fast
reif. — 7./6. 93. Bückeburg. Kapseln mit und ohne Deckel. —
27./5. 99. Landgrafenschlucht (E.). Kapseln entleert. Soeben be-
fruchtete Archegonien und bis 0,6 mm lange Sporogone. — Blüthe-
zeit: April, Mai. Sporenreife: April bis Juni.
126. Amblyodon dealbatus (Dicks.) P. Beauv.
17./6. 67. Schwiebus (Brandenburg). Kapseln ohne Deckel mit
Sporen. Zahlreiche männliche Blüthen mit fast reifen Antheridien. —
Blüthezeit: Juli. Sporenreife: Juni.
127. Meesea trichodes (L..) Spruce.
17./6. 67. Schwiebus (Brandenburg). Kapseln entleert. Zahl-
reiche, fast reife Antheridien. Archegonien in der Entwickelung be-
griffen. — (22./7. 94. Kongsoold [Norwegen]. Kapseln reif, mit Deckel,
einige ohne. Junge Sporogone 0,7—1,0 mm lang.) — Blüthezeit:
Juli. Sporenreife: Juni.
128. Aulacomnium androgynum (L.) Schwägr.
(24./5. 88. Vancouver- Island (Nord-Amerika). Kapseln ohne
Deckel, mit Sporen. Junge Sporogone 0,4—0,6 mm lang.) Fruch-
tende Exemplare dieses Mooses aus Deutschland waren mir leider
nicht zugänglich. Ich war aber trotzdem in der Lage, unter Berück-
sichtigung des amerikanischen Materials auch für unsere Gegenden
die Blüthezeit von A. androgynum annähernd zu bestimmen. Die
Insel Vancouver, auf der das Moos von Röll gesammelt ist, liegt
nämlich nur einen Breitengrad südlicher als Eisenach. Ist zwar im
Allgemeinen, wie bekannt, das nordamerikanische Waldgebiet, zu
dem diese Insel gehört, bedeutend kälter als unter gleichen Breiten-
graden liegendes Gebiet der alten Welt, so wird jedoch das Seeklima
von Vancouver und die Nähe des warmen kalifornischen Küsten-
gebietes diesen Unterschied wohl vollständig ausgleichen. Auch das
Stadium der Kapselreife, welches das amerikanische Moos zeigt,
stimmt mit der von Limpricht (4) für Deutschland angegebenen
Sporenreife — Juni — vollständig überein. Dass schon die Deckel
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 45
abgefallen sind, ist nur eine Folge des Trocknens. — Blüthezeit:
April, Mai. Sporenreife: Juni.
129. A. palustre (L.) Schwägr.
Mai 93. Grunewald bei Berlin. Kapseln ausgewachsen, grün.
Archegonien theils geöffnet, theils geschlossen, Antheridien fast
reif. — 2./5. 97. Spangenberg (M.). Fast reife, gelbliche Antheridien. —
15.15.98. Günsterode (M.). Männliche Blüthen mit reifen Antheridien.
Die Spermatozoiden schwärmen im Wasser in Menge aus. Vergl.
S. 5. — Blüthezeit: Mai. Sporenreife: Juni.
130. Bartramia ithyphylia (Haller) Brid.
7./4. 95. Knöpfelsteiche (E.). Kapseln etwa zur Hälfte aus-
gewachsen. Unreife Archegonien und Antheridien. — 8./4. 98. Hohe
Sonne (E.). Kapseln fast ausgewachsen, grün. In den zahlreichen
Zwitterblüthen sind die Antheridien fast ausgewachsen, die Arche-
gonien etwa zur Hälfte entwickelt. — 6./5. 98. Ders. Stdt. Kapseln
ausgewachsen, Deckel gelbbraun, sonst grün. Einige Archegonien
geöffnet, abgestorben oder frisch. Alles Andere noch geschlossen. —
26.5. 98. Hohe Sonne (E.). Kapseln noch grünlich, aber Deckel
soeben abgefallen. Die Sporen beginnen auszustäuben. Archegonien
soeben befruchtet. Embryonen aus etwa 2—15 Zellen bestehend.
Antheridien entleert. — Blüthezeit: Mai. Sporenreife: Mai.
131. B, Halleriana Hedw.
10.77. 86, Gastein (Steiermark). Kapseln entleert. Junge Sporo-
sone 0,3—0,4 mm lang. — 27./6. 98. Inselsbergstein (E.), 900 m.
Kapseln braun, mit Deckel. Archegonien noch nicht völlig aus-
gewachsen. Antheridien fast reif. — Blüthezeit: Juni, Juli.
Sporenreife: Juni, Juli.
132. B. pomiformis (L. ex p.) Hedw.
... 8.14. 98. Marienthal (E.). Kapseln ausgewachsen, grün. Anthe-
idien und Archegonien fast ausgewachsen. — 26./5. 98. Hohe Sonne
(E.). Kapseln und Blüthen wie bei B. ithyphylla von demselben
Datum und Standort (Fig. 20). — 27./6. 98. Inselsberg (Eingang
um Felsenthal) (E.). Kapseln entleert. Junge Sporogone etwa
0,3 mm lang (Fig. 9); daneben zur Zeit reife, scheinbar noch nicht
befruchtete Blüthenstände. — 20./4. 97. Heina (M.). Kapseln noch
nicht vollständig ausgewachsen. Antheridien und Archegonien kurz
vor der Reife, — 20./4. 99. Beiseförth (M.). Kapseln mit gelbrothem
Deckel. Archegonien und Antheridien fast reif. — Blüthezeit:
Mai. Sporenreife: Mai.
133. B, Oederi Sw. :
26./5. 98, Wartberg b. Thal (E.). Kapseln ohne Deckel mit
Sporen. In den Zwitterblüthen einige Archegonien geöffnet, alles
Andere noch geschlossen. — 3,/7. 98. Hochwaldsgrotte (E.). Sporo-
gone 0,5—0,6 mm lang. — Blüthezeit: Juni. Sporenreife: Mai, Juni.
46 A. Grimme.
134. Philonotis fontana (L.) Brid.
25./5. 94. Breitengescheid (E.). Antheridien theils entleert,
theils ausgewachsen, geschlossen. — 15./5. 98. Günsterode (M.).
Kapseln ausgewachsen, grün. Archegonien noch nicht, Antheridien
fast ausgewachsen. — 4./6. 98. Gehauener Stein (E.). Kapseln grün,
Deckel rothgelb. Archegonien fast reif und geschlossen oder geöffnet,
mit braunem Hals und etwas vergrössertem Bauch. Antheridien mit
wenigen Ausnahmen geöffnet und entleert. — Blüthezeit: Ende
Mai, Anfang Juni. Sporenreife: Juni.
135. Ph. marchica (Willd.) Brid.
17.5. 99. Buch bei Berlin, Kapseln ausgewachsen, grün. Anthe-
ridien reif, die Spermatozoiden schwärmen aus. Archegonien reif
und fast reif. Einige sind gerade befruchtet, andere sind im Ab-
sterben. — Blüthezeit: Mai. Sporenreife: Juni.
136. Gatharinaea undulata (L.) W. et M,
3./4. 95. Mosewald (E.). Reife Kapseln. Antheridien fast reif.
Archegonien reif, geöffnet oder noch geschlossen. — 23./6. 97. Linden-
berg (M.). Junge Sporogone 0,6—0,9 mm lang. — 4./11. 97. Ders.
Stdt. Kapseln ausgewachsen, braunroth, mit Haube. In einzelnen
Rasen ist die Verdickung noch unvollständig. — 1./3. 98, Ders.
Stdt. Kapseln meist ohne Deckel. Sporen aussäend. — 15./5. 98.
Kirchhof (M.). Weibliche Blüthen mit fast reifen und eben geöffneten
Archegonien. In den zwittrigen Blüthen die Antheridien fast reif,
die Archegonien noch sehr zurück, eben angedeutet. — 23./5. 8.
Lindenberg (M.). Aus der mit zahlreichen, theils soeben entleerten,
theils fast reifen Antheridien besetzten männlichen Blüthe sprosst
die weibliche (A—5 mm über der männlichen). In einigen Arche-
gonien, an denen nur eine sehr geringe Vergrösserung des Bauches
zu bemerken war, lassen sich die ersten Theilungen der Eizelle nach-
weisen. — Blüthezeit: Ende Mai. Sporenreife: Februar, März.
137. Cath. tenella Röhl.
17./5. 99. Buch bei Berlin. Kapseln abgefallen. Fast reife, reife
und soeben befruchtete Archegonien (Fig. 10). — Blüthezeit: Mai.
Sporenreife: September.
138. Cath. angustata Brid.
24./3. 97. Cilli (Steiermark). Kapseln entleert. Zahlreiche männ-
liche Blüthen mit fast reifen Antheridien. — 7.9. 66. Obernigk
(Schlesien). Kapseln ausgewachsen braun, mit Deckel. — Blüthe-
zeit: April, Mai. Sporenreife: September, Oktober.
139. Pogonatum nanum (Schreb.) P. Beauv.
22./10. 97. Mittelhof (M.). Kapseln ausgewachsen, grün, Peristom
braunroth durchscheinend. — 6./4. 98. Ders. Stdt. Kapseln meist
ohne Deckel und entleert. Archegonien zum Theil ausgewachsen
und geöffnet, zum Theil noch nicht. Antheridien fast reif. Material
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 47
von demselben Standorte und demselben Datum unter der Glasglocke
feucht gehalten und am 21./4. untersucht: Archegonien mit wenigen
Ausnahmen geöffnet, auch etwa die Hälfte der Antheridien. —
30./4.98. Ders. Stdt. Archegonien noch alle frischgrün, einige noch
nicht geöffnet. Fast in jedem weiblichen Blüthenstande ein be-
fruchtetes Archegon. Antheridien mit wenigen Ausnahmen entleert. —
8./6.98. Ders. Stdt. Sporogone 1,0—1,6 mm lang. — 9./2. 99. Beise-
förth (M.). Kapseln mit und ohne Deckel. Sporen stäuben aus.
Fast reife und in Entwickelung begriffene Archegonien. — Blüthe-
zeit: April, Mai. Sporenreife: Februar, März.
140. Pog. urnigerum (L.) P. Beauv.
3./4. 95. Mosewald (E.). Antheridien ausgewachsen, grün, alle
geschlossen. — 9./5. 95. Silbergräben (E.). Kapseln entleert. Sporo-
gone 0,6—0,75 mm lang. — 17./11. 97. Thal (E.). Kapseln aus-
gewachsen, braungrün. Deckel gelblich. — Blüthezeit: April.
Sporenreife: ‚März,
141. Polytrichum formosum Hedw.
19.,5. 95. Röses Hölzchen (E.). Kapseln fast ausgewachsen.
Archegonien theils geöffnet, theils geschlossen. — 27./6. 98. Insels-
berg, Kuppe. Kapseln ausgewachsen, grün. Archegonien reif, ge-
schlossen oder geöffnet. Antheridien noch geschlossen, aber öffnen
Sich im Untersuchungswasser. Die Kapseln werfen beim Trocknen
den Deckel ab und die Sporen stäuben aus. — 16./8. 98. Beiseförth
(M.). Kapseln reif. Sporen stäuben aus. Sporogone 4—6 mm lang. —
Blüthezeit: Mai, Juni. Sporenreife: Juli, August.
142. Polytr. gracile Dicks.
14.5. 99. Grunewald bei Berlin. Kapseln ausgewachsen, grün.
Antheridien fast reif, Archegonien fast reif, einige soeben geöffnet. —
Blüthezeit: Mai. Sporenreife: Juni.
143. Polytr. strictum Banks.
14./5. 99. Grunewald bei Berlin. Antheridien theils entleert,
theils noch geschlossen, kurz vor der Reife. — Blüthezeit: Mai.
Sporenreife: Juni, Juli,
144. Polytr. perigoniale Mich,
17.,5.99. Buch bei Berlin. Kapseln fast vollständig ausgewachsen,
$fün. Antheridien und Archegonien theils geöffnet, theils noch ge-
schlossen, — Blüthezeit: Mai. Sporenreife: Juni.
145. Polytr. piliferum Schreb.
3./4.95. Mosewald (E.). Antheridien fast reif. — 30./3. 96. Conne-
ield (M). Antheridien fast reif, — 24./4. 97. Ders. Stdt. Kapseln
Ausgewachsen, grün. Deckel ‘gelbbraun. Antheridien mit wenigen
Ausnahmen geöffnet, ebenso die Archegonien. — 1./5. 98. Melgers-
hausen (M.). Kapseln noch grün. Archegonien und Antheridien
fheils geöffnet, theils geschlossen. — 20./5. 98. Connefeld (M.).
48 A. Grimme.
Kapseln grün. Antheridien mit einigen Ausnahmen entleert. Sporo-
gone etwa 1 mm lang. — 22./4. 99. Melgershausen (M.). Einzelne
Archegonien soeben befruchtet (Fig. 21), daneben viele reife und
fast reife Archegonien. Antheridien geschlossen oder entleert, —
Blüthezeit: Ende April, Anfang Mai. Sporenreife: Juni.
146. Polytr. juniperinum Willd.
24./4.98. Stadtwald (M.). Kapseln fast ausgewachsen, grün. Arche-
gonien (bis 2 mm lang) und Antheridien theils geöffnet, theils noch ge-
schlossen. Auf den männlichen Blüthenbechern machen sich am fol-
genden Tage einzelne milchig getrübte Tröpfchen, die auch zusammen-
fliessen, bemerkbar. — 4/11. 97. Ders. Stdt. Sporogone 8—11 mm
lang. — Blüthezeit: Ende April, Mai. Sporenreife: Juni, Juli.
147. Polytr. commune L.
21./4. 97. Hilgershausen (M.). Sporogone 5—6 cm lang, ohne
Kapselverdickung. Archegonien 1 mm lang, geschlossen, ebenso
die Antheridien. — 23/5. 97. Wachstein (E.). Antheridien noch
geschlossen. — 9./8. 97. Hilgershausen (M.). Kapseln ohne Deckel.
Epiphragma zum Theil noch festhaftend, zum Theil an einer Seite
abgelöst. Die Sporen stäuben aus. Sporogone 5—6 mm lang. —
15./5. 98. Günsterode (M.). Kapseln noch nicht völlig ausgewachsen.
Archegonien mit wenigen Ausnahmen geöffnet. — 19./5. 98. Stadt-
wald (M.). Antheridien fast reif, einige schon entleert. — 4./7. 8.
Röses Hölzchen (E.). Kapseln werfen den Deckel ab. 1 Sporogon
1,0 mm lang. Daneben viele reife und fast reife Archegonien. —
Blüthezeit: Mai, Juni. Sporenreife: Juli, August.
148. Buxbaumia aphylla L.
20./5. 98. Connefeld (M.). Kapseln braun, mit Deckel. Sporen
isolirt. — 22./9. 95. Kahle Stute (E.). Weibliche Pflanzen mit eben
beginnender Sporogonbildung, die Sporogone 1,0—1,5 mm lang
(Fig. 12). Zwei sind bereits 15 mm lang ohne Kapselverdickung. —
7.17. 99. Connefeld (M.). Kapseln ohne Deckel, mit wenigen Aus-
nahmen entleert. In unmittelbarer Nähe dieser Sporogone (etwa im
Umkreis von 1 cm Radiuslänge) finden sich zahlreiche weibliche
Pflanzen mit gelbbraunen, gekerbt-gesägten, rippenlosen Blättern,
welch’ letztere 1—3 theils eben abgestorbene (mit noch frischem
Fuss), theils fast reife Archegonien nebst einzelnen Paraphysen ein-
schliessen (Fig. 11).: Die Angabe Limpricht’s (4), dass die weib-
lichen Pflanzen von Buxbaumia nur ein Archegonium ohne Para-
physen trügen, ist demnach unrichtig. Auch Göbel (11) spricht nur
von einem Archegonium. Männliche Pflanzen konnte ich nicht ent-
decken. — Blüthezeit: Juli. Sporenreife: Juni.
149. Diphyscium foliosum Mohr.
30./3. 97. Connefeld (M.). Junge Sporogone 1,0—1,5 mm lang. —
18./8. 97. Ders. Stdt. Kapseln mit wenigen Ausnahmen kürzlich
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 49
geöffnet. Sporen stäuben aus. Junge Sporogone 0,3—0,4 mm lang. —
14./9. 97. Eiterhagen (M.). Sporogone (0,3)—0,5 mm lang (Fig. 13). —
16./8. 98. Beiseförth (M.). Kapseln mit reifen Sporen, einzelne ohne
Deckel. Sporogone 0,3—0,5 mm lang. Antheridien kürzlich ent-
leert. — 29.9. 95. Weinstrasse (E.). ®/s der Kapseln ohne, '/, mit
Deckel. Archegonien geschlossen oder geöffnet; entleerte und auch
fast reife Antheridien. — 27./6. 98. Inselsberg (E.) 700 m. Kapseln
ausgewachsen, grün, mit Deckel. Archegonien soeben zwischen den
Paraphysen erscheinend, Antheridien ausgewachsen, grün. — Blüthe-
zeit: August. Sporenreife: Ende August, September.
VI. Pleurocarpae.
150. Fontinalis antipyretica L.
Juni88. Potsdam. Kapseln ausgewachsen, grün. Soeben befruchtete
Archegonien (Fig. 14); in den männlichen Blüthen theils entleerte,
theils noch geschlossene Antheridien. — 12./8.98. Königshaus bei Thal
(E). Kapseln reif, mit und ohne Deckel. Sporogone 0,8--1,0 mm
lang, eins 0,4—0,5. — 23./9. 94. Ders. Stdt. Sporogone 0,6—1,0 mm
lang. — 22./11.97. Ders. Stdt. Sporogone 1,5—2,0 mm lang. Kapseln
mit Deckel. — 15./4. 95. Ders. Stdt. Kapseln mit Deckel, der nach
dem Trocknen abfällt. Sporogone 1,5—2,0 mm lang. — 22./5. 9.
Ders. Stdt. Kapseln ausgewachsen, grün. — Blüthezeit: Juni.
Sporenreife: August. ;
Wie das am 22./11. 97 und am 15./4. 95 gesammelte Material
beweist, kann sich unter gewissen Umständen das Abfallen des
Deckels bis zum April des nächsten Jahres verzögern. Wahrschein-
lich wird diese Erscheinung dadurch veranlasst, dass die Rasen an-
dauernd unter Wasser bleiben.
151. Leucodon sciuroides (L.) Schwägr.
23./10. 97. Dornhecke (E.). Kapseln ausgewachsen, grün. gr
12./6. 98, Ders. Stdt. Kapseln entleert. Ein Sporogon 0,6, eins
1,5 mm lang. Archegonien zum Theil frischreif oder geschlossen,
zum Theil kürzlich abgestorben. — 10./5. 99. Ders. Stdt. Kapseln
Ohne Deckel mitSporen. Archegonien reif, geöffnet oder geschlossen. —
Blüthezeit: Mai. Sporenreife: Mai.
152. Neckera crispa (L.) Hedw. ei
. 23.3. 94. Wartberg b. Thal (E.). Kapseln entleert, einige noch
Mit Deckel, Junge Sporogone von vollständiger Länge ohne Ver-
dickung. — 11/11. 94. Ders. Stdt. Kapseln ausgewachsen, gelb-
braun, mit Deckel, einige ohne. Sporogone 0,3—0,8 (0,7) mm lang. —
12.8 98. Ders. Stdt. Ein Sporogon von vollständiger Länge ohne
Verdickung. Antheridien theils entleert, theils fast reif, grün. So-
eben befruchtete Archegonien neben fast reifen, reifen und abgestor-
nen. — Blüthezeit: August. Sporenreife: März, April.
Hedwigia Bd, XLI]. 1903. 4
50 A. Grimme.
153. N. complanata (l..) Hüb.
12./5. 98. Steinbächer (E.). Kapseln braun, mit Deckel. Junge
Sporogone 0,5 mm lang. — 2./6. 99. Landgrafenschlucht (E.). Kapseln
entleert. Junge Sporogone 0,7—1,5 mm lang. — Dezember 98. Stein-
bächer (E.). Kapseln noch nicht ausgewachsen. — Blüthezeit:
April. Sporenreife: Mai.
154. Homalia trichomanoides (Schreb.) Br. eur.
8.2. 96. Annathal (E.) Reife Kapseln ohne Deckel. Sporen
stäuben aus. Sehr junge Antheridien. — 14./3. 99. Ders. Stdt.
Kapseln entleert. In der Entwickelung begriffene Antheridien. —
8./4. 98. Ders. Stdt. Kapseln entleert. Zwei junge Sporogone
0,7— 0,8 mm lang. Zahlreiche männliche Blüthen mit fast reifen
Antheridien. — 27./6. 94. Ders. Stdt. Kapseln entleert. Antheridien
sowohl entleert, als auch noch geschlossen, grün. Reife, fast reife,
abgestorbene und kürzlieh befruchtete Archegonien. — Blüthezeit:
Juni. Sporenreife: Januar, Februar.
155. Antitrichia curtipendula (Hedw.) Brid.
25 /4.66. Zobten. Kapseln entleert. Junge Sporogone 0,5—2,0 mm
lang. In den zahlreichen männlichen Blüthen entleerte Antheridien. —
April 79. Neuruppin. Zahlreiche männliche Blüthen mit entleerten An-
theridien. — Blüthezeit: Oktober bis April. Sporenreife: März,
April.
156. Fabronia pusilla Raddi.
18./3. 94. Bellagio am Comer See. Kapseln theils soeben ent-
leert, theils noch grün oder gelblich, saftreich. Archegonien soeben
befruchtet oder unbefruchtet abgestorben oder auch reif und fast
reif. Antheridien fast reif oder entleert. — Blüthezeit: März.
Sporenreife: März, April.
(F. octoblepharis [Schl.] Schwägr. 10./5. 97. Nerveomi [Ober-
italien]. Kapseln meist ohne Deckel und Sporen. Soeben befruchtete
Archegonien neben abgestorbenen und fast reifen. Viele unreife
Antheridien neben entleerten.)
157. Leskea polycarpa Ehrh.
4./8. 98. Nessemühle (E.). Kapseln von verschiedenem Alter:
fast ausgewachsene, ausgewachsene grüne und reife, mit und ohne
Deckel. Antheridien und Archegonien theils fast reif, theils über-
reif. Einige Archegonien sind kürzlich befruchtet, — 28./7. 94. Ders.
Stdt. Kapseln kürzlich entdeckelt, mit Sporen. Junge Sporogone
etwa 0,3 mm lang neben reifen und fast reifen Archegonien. Fast
reife und entleerte Antheridien. — Blüthezeit: Juli, August.
Sporenreife: Juli, August.
158. Anomodon viticulosus (L.) Hook. u. Tayl.).
18.7. 98. Heilige Berg (M.). Kapseln entleert. In den weib-
lichen Blüthen theils eben befruchtete, theils unreife Archegonieh,
en nee
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc, 51
ein 0,3 mm langes Sporogon. Entleerte und noch geschlossene
Antheridien. — 13./8. 97. Spangenberg (M.). Kapseln mit wenigen
Ausnahmen entleert. Sporogone 0,5—1,2 mm lang. Reife und un-
reife Archegonien. Entleerte Antheridien. — 28./10. 97. Wartburg
(E.). Sporogone bis 12 mm lang, ohne Verdickung. — 7./11. 94.
Ders. Stdt. Kapseln fast alle ausgewachsen, grün und gelbbraun. —
Blüthezeit: Juli. Sporenreife: Februar, März,
159. Pterigynandrum filiforme (Timm.) Hedw.
27./6. 98. Inselsberg (E.). Kapseln braun, mit Deckel. Sporen
einzeln. Antheridien noch frisch oder entleert. Archegonien soeben
befruchtet (scheinbar zwei in Jedem Perichätium) neben abgestorbenen,
Einzelne Sporogone fast 1 mm lang. — Blüthezeit: Juni, Juli.
Sporenreife: Juni, Juli.
160. Heterocladium dimorphum Brid.
November 94. Mädelstein (E.). Kapseln ohne Deckel, mit
Sporen. Noch nicht ausgewachsene Antheridien. — 24./10. 94. Ders.
Stdt, Kapseln braun, mit Deckel. — 8./5. 99. Ders. Stdt. Kapseln
entleert, Reife, fast reife und soeben abgestorbene Archegonien. —
Blüthezeit: Mai. Sporenreife: November bis März.
161. Lescuraea striata (Schwägr.) Br. eur.
29./7. 67. Riesengebirge. Kapseln entleert. Junge Sporogone
1,0—2,0 mm lang. — Blüthezeit: Mai. Sporenreife: Mai, Juni.
162. Thuidium recognitum (L., Hedw.) Lindb.
15./4. 95, Wartberg b. Thal (E.). Sporogone 5—13 mm lang. FE
18.7. 98, Heilige Berg (M.). Kapseln fast ausgewachsen. Fast reife
Archegonien. — 19./8.94. Annathal (E.). Sporogone 0,2—0,4 (0,4) mm
lang, neben kürzlich abgestorbenen Archegonien. Kapseln grün. —
26./10. 98, Annathal (E.). Kapseln entleert. Sporogone 1,0—2,5 mm
lang. — Blüthezeit: Juli, August. Sporenreife: September,
Oktober.
163. Climacium dendroides (Dill., L.) W. et M.
14./4. 95. Mosbach (E.). Kapseln ohne Deckel. Sporogone
15— 2,0 mm lang. — 18./8. 98. Gehauener Stein (E.). Sporogone
oa vollständiger Länge, einzelne mit beginnender Verdickung. Be
21.10. 94, Ders. Stdt. Kapseln braun, mit Deckel. — Februar 79.
ssum (Hannover), Kapseln mit und ohne Deckel. Junge Sporo-
sone 5— 8 mm lang. — November 75. Neuruppin. Kapseln mit
Decke], Zahlreiche männliche Blüthen mit alten Antheridien. —
10/11. 65. Bunzlau (Schlesien). Kapseln mit Deckel. In den vielen
Weiblichen Blüthen nur abgestorbene Archegonien. — 3./10. 81.
Neringhausen (Westfalen). Kapseln mit Deckel. Ein Sporogon
mm lang, die übrigen Archegonien unbefruchtet abgestorben. —_
lüthezeit: September, Oktober. Sporenreife: März, April.
4*
DB A. Grimme.
164. Pylaisia polyantha (Schr.) Br. eur.
Juni 80. Lenzen a. d. Elbe. Kapseln entleert. Sporogone:
1. lange, ohne Verdickung, 2. kürzere, 2—3 mm lang. Zahlreiche
männliche Blüthen mit ausgewachsenen, grünen Antheridien. Ent-
leerte Antheridien. Fast reife und abgestorbene Archegonien. —
27.12. 93 Nessemühle (E). Kapseln ohne Deckel. Sporen stäuben
aus. Sporogone durchschnittlich 2 mm lang. — 13./11. 98. Hilgers-
hausen (M.). Kapseln braun und grün, mit Deckel. Junge Sporo-
gone 0,2, 0,3—0,6 mm lang, einzelne 1,0—2,0 (Fig. 15). — Blüthe-
zeit: August bis November. Sporenreife: Februar, März.
165. Isothecium myurum (Poll.) Brid.
Februar 67. Striegau (Schlesien). Kapseln mit Deckel. Sporo-
gone im Mittel 0,5 mm lang. — 3./2. 99. Eisenach. Kapseln meist
noch mit Haube, aber kurz vor der Reife. Junge Sporogone 0,3—0,4 mm
(etwa 10zellige Embryonen). — 21./3. 98. Stadtwald (M.). Kapseln
haben soeben den Deckel geworfen. Die Sporen stäuben aus.
Sporogone 0,6—0,8 mm lang. In einzelnen weiblichen Blüthenständen
fast reife Archegonien. — Blüthezeit: Januar, Februar. Sporen-
reife: März.
166. 1. myosuroides (Dill., L.) Brid.
22.9. 95. Richardsbalken (E.). Sporogone 10 mm lang, ohne
Verdickung. -— 1./2. 96. Landgrafenschlucht (E.). Ausgewachsene,
grüne, aber noch geschlossene Antheridien neben entleerten in der-
selben Knospe. — 8./4. 98. Ders. Stdt. Kapseln entleert. Spore
gone 0,5, 0,8, 1,0—2,0 mm lang. Antheridien zu ?/;—3/, geöffnet,
die übrigen in demselben Blüthenstande noch geschlossen. —
18./12. 98. Landgrafenschlucht (E.). Kapseln theils entleert, theils
mit Deckel, aber ziemlich reif. — 24./12. 98. Ders. Stdt. Kapseln
fast alle entleert. Zwei weibliche Blüthen mit theils abgestorbeneh,
theils frischen, reifen Archegonien. — 4./1. 99. Ders. Stdt. Kapseln
zum Theil entleert, zum Theil mit Deckel. Fast reife und abgestor
bene Archegonien. — 17./1. 94. Ders. Stdt. Kapseln entleert. Junge
Sporogone 0,4—0,5 mm lang. — Blüthezeit: Dezember bis Februar.
Sporenreife: Dezember bis Februar.
167. Homalothecium sericeum (L.) Br. eur.
31./10. 94. Dornhecke (E.). Kapseln gelbbraun oder grünlich,
mit Deckel. Sporogone 0,3—0,8 mm lang. — 21.j1. 94. Wartbufg
(E.). Kapseln entleert. Sporogone 0,5—1,2 mm lang. — 24.2. 9.
Elbersdorf (M.). Kapseln mit und ohne Deckel, mit Sporen. Junge
Sporogone 0,5—1,5 mm lang. — Blüthezeit: August, September.
Sporenreife: Februar, März.
168. Camptothecium lutescens (Huds.) Br. eur.
23./3.95. Petersberg (E.). Ausgewachsene Kapseln mit Deckel.
Sehr junge Archegonien, bei einigen schon der Hals vom Bauchtheil
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 53
abgegrenzt. — 23./5. 94. Geissköpfe (E.). Kapseln zum Theil ent-
leert. Soeben befruchtete Archegonien neben reifen und unreifen. —
1./6. 98. Ders. Stdt. Kapseln entleert. Sporogone 0,3 —0,4 mm
lang. — 9./5. 99. Petersberg (E.). Kapseln entleert. Junge Sporo-
gone bis 0,5 mm lang (Fig. 16). — Blüthezeit: Mai (April 1899).
Sporenreife: März, April (Februar 1899).
169. Brachythecium plumosum (Sw.) Br. eur.
21./3. 98. Stadtwald (M.). Kapseln braun, mit Deckel. Zwei
junge Sporogone 1,0 und 2,0 mm lang. (Die Deckel der Kapseln
sind zwei Tage nach dem Einlegen abgefallen). — 23./5. 98. Ders.
Stdt. Kapseln abgefallen. Zahlreiche männliche Blüthenstände mit
fast ausgewachsenen Antheridien. — Mai 90. Laubach (Hessen).
Kapseln entleert. Viele männliche Blüthen mit fast ausgewachsenen
Antheridien. — Juli 89. Ders. Stdt. Sporogone bis 0,6 mm lang. —
9./6, 99. Johannisthal (E.). Kapseln entleert. Reife, unreife und
abgestorbene Archegonien. Fast reife Antheridien. — Blüthezeit:
Juni. Sporenreife: April,
170. Br. populeum (Hedw.) Br. eur.
22.7. 94. Inselsberg (E.). Kapseln entleert. Junge Sporogone
0,3—0,4 (eins 1,0) mm lang. Antheridien entleert, einzelne da-
zwischen noch frisch. — 24.1. 99. Eppichnellen (E.). Deckel leicht
lösbar. — Blüthezeit: Juni, Juli. Sporenreife: April.
171. Br. velutinum (L.) Br. eur.
21./1.97. Lindenberg (M.). Kapseln ausgewachsen, grün, wenige
bräunlich. Antheridien noch nicht ausgewachsen, weissgrün. —
213.98. Ders. Stdt. Kapseln mit und ohne Deckel. Sporen noch
Nicht ausgesät. Ein junges Sporogon 0,3 mm lang. In verschiedenen
weiblichen Blüthenständen abgestorbene Archegonien mit grünen
üssen. In den meisten jedoch die Archegonien erst bei stärkerer
Vergrösserung als ovale Gebilde zu finden. Antheridien in einzelnen
Blüthen abgestorben, in anderen fast ausgewachsen, grün. — 24./4. 98.
Ders, Stdt. Kapseln ohne Deckel, fast alle noch mit Sporen. Drei
Junge Sporogone 1,0—1,55 mm lang. Zahlreiche weibliche Blüthen
mit fast reifen, reifen und eben absterbenden Archegonien. Fast
Ausgewachsene, grüne Antheridien. — 29./6. 98. Röses Hölzchen (E.).
In junges Sporogon etwa 1,0 mm lang. In einigen Blüthenständen
soeben befruchtete Archegonien, die anderen abgestorben. Anthe-
dien entleert, in einer Knospe entleerte neben fast reifen. er
5. 94. Marienthal (E.). Kapseln mit und ohne Deckel (mit
Poren). Junge Sporogone 0,3—0,6 mm lang. Fast reife Arche-
„rien und Antheridien. — 11./8. 97. Lindenberg (M.). Sporogone
—11 mm lang. — Blüthezeit: März bis Juni. Sporenreife:
März bis April (Januar, Februar 1899).
54 A. Grimme.
172. Br. reflexum (Stcke.) Br. eur.
22./7. 94. Inselsberg (E.). Kapseln entleert. Junge Sporogone
0,3—3,0 (2,0) mm lang. — 22./11. 97. Königshaus b. Thal (E.).
Kapseln ausgewachsen, braunschwarz. — Blüthezeit: Mai. Sporen-
reife: März.
173. Br. rivulare Br. eur.
August 93. Landgrafenschlucht (E.). Sporogone 1,0—2,0 mm
lang. — 27./5. 99. Annathal (E.). Kapseln entleert. Reife, fast
reife und soeben abgestorbene Archegonien. Fast reife Antheridien. —
Blüthezeit: Juni. Sporenreife: März.
174. Br. rutabulum (L.) Br. eur.
Mai 93. Finkenkrug bei Berlin. Kapseln entleert. Reife, fast
reife und abgestorbene Archegonien. Fast reife Antheridien. —
18./4. 94. Wartburg (E.). Kapseln entleert. Viele noch nicht reife
Antheridien. — 6./2. 99. Landgrafenschlucht (E.). Kapseln mit und
ohne Deckel. — 8./5.99. Wartburg (E.). Kapseln entleert, einzelne
noch mit Deckel. Zahlreiche männliche Blüthen mit grünen Anthe-
tidien. Archegonien in der Entwickelung begriffen, soeben sichtbar. —
Blüthezeit: Mai, Juni. Sporenreife: März, April (Februar 189).
175. Eurhynchium striatum (Schreb.) Schimp.
8./4. 94. Steinbächer (E.). Kapseln entleert. Archegonien zuf
Hälfte oder fast ausgewachsen. — 24./6.99. Annathal (E.). Soeben
befruchtete Archegonien neben abgestorbenen. Fast reife und ent-
leerte Antheridien. — Blüthezeit: Juni. Sporenreife: März
(Februar 1899),
176. E. strigosum (Hoffm.) Br. eur.
August 67. Striegau (Schlesien). Kapseln entleert. Viele Sporo-
gone 0,3—0,4 mm lang. — Blüthezeit: Juli. Sporenreife: März.
177. Rhynchostegiella tenella (Dicks.).
21./3. 95. Eisenacher Burg (E.). Kapseln ohne Deckel. Sporen
noch vorhanden. Antheridien sehr jung, grün. Einzelne grüne, nicht
ausgewachsene Sporogone. — 12./5. 95. Scharfenberg b. Thal (E).
Die meisten Kapseln reif, mit Deckel. Junge Sporogone 0,3— 0,5 mM
lang. Ein langes Sporogon ohne Verdickung. — 8./5. 9. Eisenacher
Burg (E.). Kapseln mit und ohne Deckel. Sporogone 0,5—1,0 mM
lang. Fast reife Antheridien. — 22./6. 94. Ders. Stdt. Kapseln
meist entleert, einzelne mit Deckel. Einzelne Sporogone ohne Ver-
dickung. Junge Sporogone 0,3— 0,4 mm lang (eins 0,7). An der
selben Pflanze entleerte Antheridien. Ein männlicher Blüthenstand
mit fast reifen Antheridien. — 12./8. 98. Wartberg b. Thal (E.)
Kapseln entleert, eine mit Deckel, der bei Druck abfällt. zwei
Sporogone 2—5 mm lang, vier ebensolche 0,5 mm lang. Zahlreiche
männliche Blüthen mit fast reifen Antheridien, einzelne mit kürzlich
entleerten. Soeben befruchtete Archegonien neben kürzlich entleerten
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 55
Antheridien an derselben Pflanze. — 17./11. 97. Ders, Stdt. Kapseln
mit und ohne Deckel, letztere noch mit Sporen. Verschiedene
Sporogone mit beginnender und auch ohne Kapselverdickung. Drei
Sporogone 1 mm, zwei ebensolche erst 0,3 mm lang. Entleerte
Antheridien, — Blüthezeit: April bis Oktober. Sporenreife:
April bis Oktober.
178. Rhynchostegium murale (Neck.) Br. eur.
12./4.95. Kielforst (E.). Kapseln ohne, einzelne noch mit Deckel.
| Antheridien noch nicht ausgewachsen. — 26./5. 95. Landgrafenschlucht
(E.). Var. complanatum Br. eur. Kapseln mit und ohne Deckel,
letztere mit und ohne Sporen. Ein junges Sporogon 0,7 mm lang.
Fast reife Antheridien. — Blüthezeit: Juni. Sporenreife: Mai, Juni.
179. Rh. rusciforme (Neck.) Br. eur.
25./3. 94. Steinbächer (E.). Kapseln reif, mit Deckel, wenige
ohne. — 5./4. 99, Landgrafenschlucht (E.). Kapseln ohne Deckel,
meist entleert. — 27./6. 98. Inselsberg (E.). Grüne, fast ausgewachsene
Antheridien, — Juni 93. Bückeburg. Steril. Weibliche Blüthen
mit abgestorbenen, reifen oder fast reifen Archegonien. Eine männ-
liche Knospe in einem anderen Rasen mit soeben geöffneten Anthe-
fidien. — 1./9. 98. Annathal (E.). Sporogone 4-9 mm lang, ohne
Verdickung. — Blüthezeit: Juni. Sporenreife: März, April.
| 180. Thamnium alopecurum (L.) Br. eur.
| 20./5. 99, Landgrafenschlucht (E.). Kapseln entleert. Arche-
| gonien reif, fast reif oder soeben abgestorben. — 17./11. 97. Wart-
| berg b. Thal (E.). Sporogone mit und ohne Kapselverdickung. =
| 12./2. 99, Landgrafenschlucht (E.). Kapseln ohne Deckel, mit
| Sporen. — Blüthezeit: Mai, Juni. Sporenreife: März, April
(Februar 1899).
181. Eurhynchium Swartzii (Turn.) Curn.
20.5. 99. Annathal (E.). Kapseln entleert. In den häufigen
männlichen Blüthen fast reife Antheridien. — Blüthezeit: Juni.
Sporenreife: März.
182. Plagiothecium dentieulatum (L.) Br. eur.
21./1. 97. Lindenberg (M.). Entleerte Kapseln. Junge Sporo-
gone 3—5 mm lang. — 14./5. 99. Grunewald bei Berlin. Kapseln
Srün, mit bräunlichem Deckel. —- 11./8. 97. Lindenberg (M.). Kapseln
entleert, Archegonien und Antheridien abgestorben, reif oder fast
teil. Sehr junge Sporogone höchstens 0,25 mm lang (Fig. 17). —
4/11. 97. Ders. Stdt. Sporogone 1,0—1,5—2,0—2,5 (22,5) mm
lang. — 18./9. 95. Ungeheurer Graben (E.). Sporogone 0,3 —0,7 mm
lang. — Blüthezeit: Juli, August. Sporenreife: Juli.
183. PI, silesiacum (Seliger) Br. eur. .
9./10. 95, Kohlberg (E.). Kapseln entleert. Viele fast reife
Antheridien, wenige entleert. Ein soeben befruchtetes Archegon,
56 A. Grimme.
ein Sporogon 0,5 mm lang. An einer Pflanze fast reife Archegonien
und fast reife Antheridien. In verschiedenen weiblichen Blüthen
fast reife Archegonien neben kürzlich abgestorbenen. — Blüthezeit:
September, Oktober. Sporenreife: Juli.
184. Amblystegium subtile (Hedw.) Br. eur.
27.6. 98. Inselsberg (E.). Kapseln ausgewachsen, grün. —
13.7. 94. Hochwaldsgrotte (E.). Ohne Kapseln. Antheridien fast
ausgewachsen. Anfänge der Archegonien soeben zu erkennen. —
30./7. 68. Görbersdorf (Schlesien). Kapseln grünbraun, mit gelblichem
Deckel. Zahlreiche männliche Blüthen mit fast ausgewachsenen
Antheridien. — Blüthezeit: August. Sporenreife: August.
185. Ambl. irriguum (Wils.) Br. eur.
15./7. 94. Mosbach (E.). Kapseln entleert. Archegonien fast
reif, neben abgestorbenen. Antheridien ausgewachsen, grün. —
29./9. 95. Landgrafenschlucht (E.). Kapseln entleert. Archegonien
fast reif und abgestorben. Sporogone 3—4 mm lang. Männliche
Blüthenknospen mit unreifen und entleerten Antheridien. — 9./6. 9.
Ders. Stdt. Kapseln ohne Deckel, Sporen streuend. — Blüthe-
zeit: Juli, August. Sporenreife: Juni.
186. Ambl. serpens (L.) Br. eur.
28.5. 99. Melsungen. Kapseln mit wenigen Ausnahmen ohne
Deckel, Sporen streuend. — 2./6. 98. Altmorschen (M.). Kapseln
mit wenigen Ausnahmen ohne Deckel, alle noch mit Sporen. Arche-
gonien in der Entwickelung begriffen, zum Theil fast ausgewachsen.
Antheridien halb und ganz ausgewachsen. — 4./8. 98. Ders. Stdt.
Kapseln entleert. Archegonien und Antheridien fast reif und reif.
Einzelne Archegonien soeben befruchtet. — 17./9. 97. Neumorschen
(M.). Zahlreiche Sporogone 0,3—1,2 mm lang. — Blüthezeit:
Juli, August. Sporenreife: (Mai), Juni.
187. Ambl. riparium (L.) Br. eur.
Juni 93. Bückeburg. Kapseln mit und ohne Deckel. Antheri-
dien und Archegonien fast ausgewachsen. — Blüthezeit: Juli,
August. Sporenreife: Juni.
188. Hypnum Sommerfeltii Myrin.
8./7. 94. Scharfenberg bei Thal (E.). Kapseln entleert. Zahl-
reiche fast ausgewachsene Antheridien. Archegonien noch nicht zu
erkennen. — 12./8. 98. Wartberg b. Thal (E.). Sporogone bis 0,5 mm
lang. Reife und fast reife Antheridien und Archegonien. —- 17.11. 9.
Ders. Stdt. Sporogone 1,5—5,0 (2,5) mm lang. — Blüthezeit:
Juli, August. Sporenreife: Juni.
189. H. vernicosum Lindb.
22./9. 95. Mosbach (E.). Männliche Blüthen mit fast reifen Anthe-
ridien. — Blüthezeit: September, Oktober. Sporenreife: Junl.
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 57
190. H. uneinatum Hedw.
14./5.98. Weinstrasse (E.). Kapseln ausgewachsen, grün. Deckel
gelblich. — 27./6. 98. Inselsberg (E.). Kapseln ausgewachsen, grün.
Deckel gelblich. Einzelne junge Sporogone 0,5 mm lang. — 5./8. 94.
Altenstein (E.). Kapseln entleert (22./7. 94. Inselsberg [E.] zum
‚Theil noch mit Sporen). Fast reife und reife Antheridien und Arche-
gonien, auch solche mit abgestorbenem Hals und grünem Bauchtheil.
Wenige Antheridien entleert. — 24./9. 97. Hohe Sonne (E.). Sporo-
gone 0,5 (eins 0,3) bis 1,6 mm lang (im Mittel 1,0). Kapseln ohne
Deckel. Sporen in einzelnen noch vorhanden. — Blüthezeit:
August. Sporenreife: Juli.
191. H. Kneiffii (Br. eur.) Schimp.
19.9. 95. Knöpfelsteiche (E.). Archegonien zum Theil un-
befruchtet abgestorben, zum Theil noch nicht reif, grün. — Blüthe-
zeit: September, Oktober. Sporenreife: Juni.
192. H. commutatum Hedw.
16./9. 94. Arnsberg (E.). Abgestorbene Archegonien mit grünen
Füssen neben reifen und fast reifen. — Blüthezeit: September,
Oktober. Sporenreife: Juni.
193. H. molluscum Hedw.
15./4. 95. Wartberg b. Thal (E.). Kapseln meist ohne Deckel,
mit und ohne Sporen. — 11./2. 99. Geissköpfe (E). Kapseln mit
leicht lösbarem Deckel, — 31./5. 99. Wartberg b. Thal (E.). Kapseln
entleert, einzelne mit Deckel. Archegonien fast reif, reif oder kürz-
lich abgestorben. — 1./6. 99. Landgrafenschlucht (E.). Kapseln mit
Deckel, reif. Fast reife und kürzlich abgestorbene Archegonien. —
Blüthezeit: Juni. Sporenreife: April bis Juni.
194. H. incurvatum Schrad.
17./3. 96. Spangenberg (M.). Sporogone 5—6 mm lang. —
August 75, Derschlag (Rheinprovinz). Kapseln entleert. Junge Sporo-
sone 0,2—0,3 mm lang. Fast reife und entleerte Antheridien. 25
18./7. 79. Gummersbach (Rheinprovinz). Kapseln ohne Deckel mit
Sporen. Vereinzelte etwa 0,2 mm lange Sporogone. Zahlreiche
Männliche Blüthen mit fast reifen Antheridien. — Juli ? Iberg (Harz).
Kapseln mit Deckel, fast reif. Ausgewachsene Antheridien. —
17.11.97. Wartberg b. Thal (E.). Junge Sporogone 0,5—1,0—2,0 mm
lang. — Blüthezeit: Juli, August. Sporenreife: Juli.
195. H. pallescens (Hedw.) Br. eur.
2.9. 89. Bayrischer Wald. Kapseln entleert. Junge Sporogone
20—2,5 mm lang. — Blüthezeit: Juni. Sporenreife: Juni, Juli.
196. H. reptile Rich. i
6.19. 94. Eisenerz (Steiermark). Kapseln grün mit gelblichem
eckel. Fast reife und abgestorbene bezw. entleerte Archegonien
58 A. Grimme.
und Antheridien. — Blüthezeit: September. Sporenreife: Sep-
tember, Oktober.
197. H. cupressiforme L.
11./12. 95. Melgershausen (M.). Kapseln grünbraun mit gelbem
Deckel. Zwei junge Sporogone 0,4 und 0,7 mm lang. Unreife Anthe-
ridien. — 4./2.96. Beiseförth (M.). Gelbbraune Kapseln mit Deckel.
Drei junge Sporogone 0,6—0,8 und 1,7 mm lang. Unreife Antheri-
dien und Archegonien. — 17./3. 96. Spangenberg (M.). Fast reife,
reife und abgestorbene Archegonien. — 21./3. 98. Stadtwald (M.).
Kapseln ohne Deckel, zum Theil entleert. Fast reife Antheridien.
Fast reife, reife und überreife Archegonien. — 24./4. 98. Ders. Stdt.
Kapseln entleert. Archegonien und Antheridien fast reif. — 23./5.%.
Ders. Stdt. Sporogone 0,2—0,4 (eins 0,8) mm lang. Kürzlich ent-
leerte Antheridien. — 9./2. 99. Beiseförth (M.). Kapseln ohne
Deckel, mit und ohne Sporen (an einem Baum nur Kapseln mit
Deckel, fast reif; diese haben nach dreitägigem Pressen den Deckel
geworfen). Fast reife, reife und abgestorbene, sowie scheinbar be-
fruchtete Archegonien. — 10./2. 99. Grebenau (M.). Kapseln ohne
Deckel. Sporen stäuben aus. Kürzlich befruchtete Archegonien
(eins 0,3 mm lang). Reife, fast reife und abgestorbene bezw. ent-
leerte Antheridien. — 11./8 97. Lindenberg (M.). Sporogone 12—18 mm
lang. — Blüthezeit: April, Mai (Februar, März 1899). Sporen-
reife: Januar, Februar, März,
198. H. arcuatum Lindb.
14./5. 98. Weinstrasse (E.). Kapseln ausgewachsen grün. Deckel |
gelblich. — 16./9. 94. Ders. Stdt. Fast reife, reife oder soeben ab- |
gestorbene Archegonien. — Blüthezeit: September, Oktober.
Sporenreife: Juni. |
199. H. cordifolium Hedw.
24.7. 70. Striegau (Schlesien). Kapseln meist entleert. Zahl
reiche männliche Blüthen mit ausgewachsenen, grünen Antheridien.
Fast reife, reife oder soeben abgestorbene Archegonien. — 26./8. 9
Knöpfelsteiche (E.). Zahlreiche fast reife Antheridien. Archegonien
derselben Pflanze abgestorben. — 23.9. 94. Königshaus bei Thal (E).
Nur abgestorbene Antheridien und Archegonien. — 15./4. 95. Ders
Stdt. Lange Sporogone ohne Kapselverdickung. — Blüthezeit:
Juli, August. Sporenreife: Juni, Juli.
200. H. cuspidatum L.
22.9. 95. Mosbach (E.). Sporogone 0,5—1,5 mm lang. Kapseln
entleert. — 31./5. 98. Schnellrode (M.). Kapseln grün- bis geb |
braun, mit und ohne Deckel, — 20./6. 99. Kirchhof (M.). Kapseln
ohne Deckel, mit Sporen. In der Entwickelung begriffene Anthe
ridien, — Blüthezeit: August, Sporenreife: Juni (Mai).
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 59
201. H. giganteum Schimp.
Juli 62. Spandauer Bock bei Berlin. Entleerte und fast reife
Antheridien. — Blüthezeit: Juli, August. Sporenreife: Juni.
202. H. Schreberi (Willd.).
4./2. 96 und 9./2. 99. Beiseförth (M.). Kapseln braun. Deckel
fällt nach dreitägigem Trocknen ab. Archegonien bis zur Hälfte aus-
gewachsen. — 6./5. 94. Inselsberg (E.). Kapseln entleert. Viele
fast reife Archegonien. — 20./8. 97. Beiseförth (M.). Sporogone
5—13 mm lang. — Blüthezeit: Mai. Sporenreife: Februar, März.
203. Hylocomomium splendens Schpr.
25./3. 94. Rennstieg (E.). Kapseln ausgewachsen grün. Deckel
gelblich. Antheridien fast ausgewachsen, grün. — 27./5. 99. Knöpfels-
teiche (E.). Kapseln ohne Deckel mit Sporen. In den weiblichen
Blüthen fast reife, reife und einzelne abgestorbene Archegonien. —
2./6. 98. Altmorschen (M.). Archegonien fast reif, reif oder ab-
gestorben. — 20./8. 97. Beiseförth (M.). Sporogone 3—4 mm lang. —
Blüthezeit: Mai, Juni. Sporenreife: April, Mai.
204. H. triquetrum Schpr.
21./4. 95. Rüsselskuppe (E.). Kapseln entleert, in einzelnen noch
Sporen, Archegonien in der Entwickelung, bis fast reif. — 3./4. 9.
Mosewald (E.). Kapseln ohne Deckel. Antheridien ausgewachsen,
geschlossen. — Blüthezeit: Mai. Sporenreife: März, April.
205. H. squarrosum Schpr.
10./4. 95. Gefilde (E.). Kapseln mit und ohne Deckel. —
17./4. 99. Wartburg (E.). Kapseln Sporen streuend. — 8.9. 9.
Wartburg (E.). Kapseln entleert. Fast reife Antheridien. — Blüthe-
| zeit: Mai Sporenreife: April.
j 206. H. loreum Schpr.
25./2. 97. Beiseförth (M.). Kapseln braun, mit festem Deckel.
Antheridien fast ausgewachsen, grün. — 20./4. 9. Ders. Stdt.
Kapseln entleert. Fast reife, reife und abgestorbene bezw. entleerte
Archegonien und Antheridien. — 23./5. 98. Stadtwald (M.). Kapseln
mit einzelnen Ausnahmen entleert. Antheridien in demselben Blüthen-
Stande theils entleert, theils noch geschlossen, grün. Junge Sporo-
gone 0,2—-0,4 mm lang. — Blüthezeit: Mai (April 1899). Sporen-
reife: April, Mai.
207. H. brevirostre Schpr. 5
3./4. 95. Mosewald (E.). Kapseln mit und ohne Deckel. ‚Grüne
Antheridien. — Blüthezeit: Mai. Sporenreife: März, April.
Nachstehend gebe ich eine tabellarische Uebersicht über die von
Mir untersuchten 207 Laubmoose. Da in diese Tabelle einerseits
die von mir für Blüthezeit und Sporenreife in Deutschland gefundenen
60 A. Grimme.
Daten, andererseits die von Arnell (1) auf der skandinavischen Halb-
insel ermittelten Zeiten für Blüthe und Sporenreife eingetragen sind,
wird ein Vergleich zwischen den phänologischen Erscheinungen an
Laubmoosen beider Länder sehr erleichtert werden. Auch die von
Limpricht (4) für die Sporenreife gefundenen Monate oder Jahres-
zeiten habe ich in die Tabelle aufgenommen, um zu zeigen, welche
Verschiedenheiten in dieser Hinsicht sogar schon in einzelnen Ge-
bieten Deutschlands sich bemerkbar machen.
Aus der nachstehenden Tabelle ergeben sich mehrere bemerkens-
werthe Thatsachen.
Vor Allem muss die lange Dauer der Entwickelung der Sporo-
gone unser lebhaftes Interesse erregen. Die kürzeste Zeit, welche
zur Sporogonausbildung nothwendig ist, beträgt für Deutschland 4,
die längste Zeit 24 Monate, und zwar sind Catharinaca tenella und
Grimmia ovata die beiden Moose, welche eine solch kurze, bezw.
solch lange, Zeit beanspruchen, Nach den Angaben Arnell’s (1) be-
wegen sich auch auf der skandinavischen Halbinsel dieselben Moose
in fast denselben Extremen. Cath. tenella gebraucht dort nur etwas
mehr als 3 und Gr. ovata 23 Monate zur vollständigen Entwickelung
des Sporogons.
Im Laufe desselben Jahres, in welchem die Befruchtung stattfand,
kommen die Kapseln von nur wenigen Moosen zum Abwerfen des
Deckels und zum Ausstreuen der Sporen. Es sind dies die Sphag-
num-Arten, sowie Catharinaca tenella und C. angustata. Hin und
wieder, besonders in warmen, schneefreien Wintern, werden auch
Dichodontium pellucidum, Pottia truncatula und Homalia_tricho-
manoides schon im Dezember des Jahres, in welchem sie blühten,
den Deckel abwerfen können. Die Entwickelungsdauer der Sporo-
gone der meisten Moose dagegen erstreckt sich über mehr oder
weniger grosse Theile zweier Kalenderjahre; die in dem einen Jahre
angelegten Sporogone reifen erst im nächsten, nachdem sie den da-
zwischen liegenden Winter mehr oder weniger weit entwickelt über-
standen haben. Bei einer geringeren Zahl von Moosen hat das junge
oder unreife Sporogon sogar zwei Winter zu überdauern, bis die
Sporen ausgebildet sind und der Deckel sich löst. Hierher gehören
besonders die Andreaea-, einige Dicranella-, Campylopus-, Didymo-
don-, Grimmia-, Ulota- und Orthotrichum- Arten, sowie Ditrichum
homomallum, Coscinodon eribrosus und Neckera crispa.
Die Wachsthumsgeschwindigkeit der zweiten Generation der Laub-
moose steht somit um ein Bedeutendes hinter der der übrigen Ge
wächse, die zumeist noch einen komplizirteren anatomischen Aufbau,
abgesehen von der erheblicheren eigenen Grösse, aufweisen, zurück.
Bei einem Vergleich zwischen der Dauer der Sporogonentwicke-
lung deutscher und skandinavischer Laubmoose fällt auf, dass bel
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 61
der Mehrzahl der deutschen Arten eine längere Zeit dazu beansprucht
wird, als für die nordischen Arten von Arnell gefunden wurde. Es
muss diese Erscheinung befremden, da man von vornherein anzu-
nehmen geneigt ist, dass das umgekehrte Verhältniss vorliegen werde,
weil ja im Allgemeinen durch eine höhere Temperatur bis zu einem
gewissen Grade das Wachsthum beschleunigt, durch eine niedere
aber verzögert wird. Auch Arnell (1) kommt auf diese Verhältnisse
zu sprechen. Er sagt: „Die Zeit, welche die Früchte zu ihrer Ent-
wickelung erfordern, ist ungleich lang unter verschiedenen Breiten-
graden und scheint oft länger zu sein, je weiter wir nach Norden
kommen. Die Ursache letztgenannter Thatsache kann zweierlei sein.
So kann es sich ereignen, dass Laubmoose, welche zu gleicher
Vegetationszeit angelegte Früchte bis in den Herbst hinein im mitt-
leren Europa entwickeln, in Skandinavien reife Kapseln nicht eher
als zu Anfang der nächsten Vegetationszeit hervorbringen. Anderer-
seits finden sich manche Laubmoose, welche erst in der auf die
Blüthe folgenden Vegetationszeit auch in Mitteleuropa reife Kapseln
zeigen. Es wird die Folge sein, dass im Norden der Zeitunterschied
zwischen Blüthe und Fruchtreife immer grösser wird; denn während
des viel längeren Winters, der zwischen Blüthezeit und Fruchtreife
eingeschoben wird, geht auch die Entwickelung mehr langsam
vor sich‘,
Nach den Ergebnissen meiner Untersuchungen trifft dies jedoch,
wie schon erwähnt, in der Mehrzahl der Fälle nicht zu. Von den
von mir untersuchten 207 Laubmoosen waren 177 auch in den
Arnell’schen Aufzeichnungen enthalten und konnten deshalb zu
einem Vergleich benutzt werden. Die meisten kleistokarpen Moose
habe ich von dem Vergleich ausgeschlossen, weil diese, wie Arnell
selbst angiebt, gar nicht von ihm untersucht sind und er nur durch
Vergleiche deren Blüthezeit festzustellen versucht hat. Von jenen
177 Moosen zeigten 109 in Deutschland eine längere Entwickelungs-
dauer des Sporogons als auf der skandinavischen Halbinsel; bei 36
War die dazu erforderliche Zeit kürzer, bei 32 war sie etwa gleich. Es
Ist jedoch anzunehmen, dass die beiden letzteren Zahlen sich ver-
leinern, wenn alle Beobachtungsfehler ausgeschlossen werden und
wenn die durch lokale klimatische Verhältnisse bedingten Veränder-
üngen, wie sie sich z, B, durch verschiedene Meereshöhe, milde und
Strenge Winter und ähnliche Einflüsse ergeben, berücksichtigt werden.
Die kürzere Entwickelungszeit der Sporogone vieler Moose wird in
kandinavien wahrscheinlich gerade durch die kürzere ‚Vegetations-
“it hervorgerufen; die betreffenden Gewächse müssen eine Be-
Schleunigung im Wachsthum eintreten lassen, um in der kürzeren
Ihnen zu Gebote stehenden wärmeren Jahreszeit die Reife oder
“nen gewissen Höhepunkt der Entwickelung zu erreichen. Hiermit
(Fortsetzung des Textes siehe Seite 72.)
62 A. Grimme.
Deutsch-
Lau-
fende Namen der Laubmoose Sporenreife nach
Nr h R Blüthezeit
- Limpricht
1. | Sphagnum cymbifolium Juli Februar, März
2 2% squarrosum Sommer ü „
3 R1 plumulosum er % „
4. | Andreaea petrophila a Septbr., Oktbr.
Bu 3% Rothii . Frühjahr er „
6. | Archidium phascoides . Späth.— Frühjahr Oktober
7. | Ephemerum serratum . Späth.—April || August—Septbr.
8. 5 cohaerens . Spätherbst Ben
9. | Phascum cuspidatum Frühjahr Juli—Oktober
10. | Pleuridium nitidum , Juli—Herbst Septbr.—Oktbr.
11. R3 alternifolium Mai, Juni 2
12. % subulatum . Frühjahr 2.
13. | Sporledera palustris ae Mai, Juni August
14. | Hymenostomum microstomum Frühjahr Juni, Juli
15. | Weisia viridula Frühling Juni
16. | Dicranoweisia cirrhata Späth., Winter März, April
17. | Rhabdoweisia denticulata Sommer Mai :
18. | Cynodontium polycarpum Juni, Juli Mai, Juni
19, = strumiferum rate Juni
20. | Oreoweisia Bruntoni Mai, Juni März
21. | Dichodontium pellucidum Späth., Winter Mai
22. | Dicranella Schreberi Herbst Septbr., Oktbr.
23. 3 rufescens Späth,—Frühling » %
24, = cerviculata . Herbst, Winter September
25, Br heteromalla . Späth., Winter Februar, März
26. | Dicranum spurium Mai | Mai, Juni
27. 5 undulatum Juli—September | Juni, Juli
28, Fi scoparium Mai— August | Juni
29, 5 Bergeri Sommer | Mai
30, > fuscescens August | ae
31: a longifolium . Juli, August | Juni, Juli
32. Dicranodontium longirostre . Späth.—Frühling | „ ”
33. Campylopus turfaceus . zeitiger Frühling | Septbr., Oktbr.
34. | Leucobryum glaucum , Oktbr., Novbr. | Juli :
35. | Fissidens bryoides Winter || März, April
36, si pusillus . Juli, August || Juli—September
37. = adiantoides Späth., Winter | Mai, Juni
38. 5 taxifolius . N x | Juni
39. | Seligeria pusilla Mai— Juli Mai, Jun!
40. | Blindia acuta Juni, Juli Juni
41. | Ceratodon purpureus April— Juni Juli, August
42. | Ditrichum homomallum Herbst, Winter August—Oktobe
43. ;; pallidum . Mai, Juni Oktober
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 63
land Skandinavien
Apareite Ba Nr Blüthezeit nach Sporenreife nach eig
h range der Sporogone Arnell Arnell der Sporogone
; Monate Monate
Juli, August 5—6 ur Sur EN
” „ 5—6 _ Wi age
” » 5—6 — — er
April, Mai RE 20) Mai, Juni E. Mai, A. Juni 11-18
” ” 18—20 _ . a
Oktober 12 (Juli) Juni, Juli 11—12
Mai 9 Ir = 82
„ 9 =E Ex 2
April, Mai 740, 2 = er
Oktbr.—Novbr. 12—14 TR = =
Mai, Juni 79 — _ —
Mai— August 8s—11 _ _ _
August, September | 12—13 = = T
Mai, Juni 10—12 E. Juni, A. Juli Juni 11—12
Be; 11-12 E. Juni „ 11—12
März 11-18 E. Juni, A. Juli Mai 10—11
Jli—September 14—16 A. Juli E. Mai 1
Juni, Juli 12—14 Juli, August Juli, August 11—13
Be 12—13 SE _ _
Mai, Juni 14—15 E. Juni, A. Juli E. Juni, Juli 12
Dezember—März 7—10 Juni, A. Juli Februar—April 7—9
Januar, Februar 15-17 Juni a 8—10
hi „ 15—17 ER Dezember—Mai 6—11
September 12 August, Septbr. Februar— April 17—20 (?)
Februar, März 11—13 a = Januar—April 16—20 (?)
Juni, Juli 12—14 Jui Juli 12
Oktober | 15—16 Juli, A. August August— Oktober 13218
Oktbr,, Novbr. a est Juli, August N ” 13—15
August, September 121516 = d; _ Ser
August | 15 e E August—Oktober | 13—15
Erna | 2 re en, 13—15
. Mktbr—Dezbr. |. 1518 Juli Oktbr., Novbr. || 15—16
E Ari Mi || 18-20 ö E. Juni, A. Juli | 11-12
Oktbr,, Novbr. 15—16 Juli (1) Mi R
Februar— Mai | 10-14 E. Juli April, Mai 9-10
August —Noybr. ee a = E,; Juni, A. Juli 11—12
März | 9-10 (E. Juni)—E. Juli | April, Mai 9—10
| 9-10 Juli, August | April er
1. 21114 Juli | A. Juli 11—12
12 * Juni, Juli | 11—12
9—11 5 E. Juni, A. Juli | 11—12 ;
12 18 Juli, August | Mai | 21—22 0
7—8 e r Juni | 22—23 ()
| | |
64 A. Grimme.
Deutsch-
Lau- Be
fende Namen der Laubmoose Sporenreife nach
Nr : 5 Blüthezeit
3 Limpricht
44, | Ditrichum tortile . Herbst August
45. | Distichium capillaceum Sommer E. Mai
46. | Pterygoneurum cavifolium E. Winter Juni
47. | Pottia truncatula . Späth. —Frühjahr Juni, Juli
48. » lanceolata . März, April Juli, August
49. | Didymodon rubellus Juni— August Juli—September
50. ar rigidulus Spätherbst August— Oktober
51. | Tortella tortuosa . Mai, Juni Mai, Juni
52. | Barbula unguiculata . Winter, A. Frühl. Juli, August
53. a: fallax . Späth., Winter Mai
54. 5 cylindrica Mai, Juni April
55. ii convoluta 5 35 Mai
56. | Aloina aloides . Späth,, Winter || Dezember—März
59; a ambigua Oktober—April = De)
58. | Desmatodon latifolius . Juni— August Juli
59. | Tortula muralis April, Mai Mai—Juli
60. nn subulata . Juni, Juli Juni
61. „ latifolia März, April März, April
62. “ pulvinata . Mai x „
63. wiecnhlkalisı, : > April, Mai
64. } Cinclidotus fontinaloides . Juni— August Juli
65. | Schistidium apocarpum März, April Mai
66. | Coscinodon cribrosus . Frühling September
67. | Grimmia Doniana Sommer September—Apfl
68, „ ovata Septbr., Oktbr. 3 on
69. „ commutata Frühling Februar
70. gr pulvinata b. Januar—März
71. R orbicularis März, April Februar
72. „ montana Frühling März, April
73. | Racomitrium aciculare . 5 April, Mai
74. % protensum . A. d. Frühlings „ ”
75. e heterostichum April „ ”
76. E microcarpum , Spätherbst Mai
HR S canescens Winter „
78. | Hedwigia ciliata . . . . zeitiger Frühling Juni, Jul
79. | Brachysteleum polyphyllur Frühling März, April
80. | Ulota Bruchii BR Juli, August November 3
81. „ erispa Juni— August September—Märt
82. » Hutchinsiae ; August Winter
83. | Orthotrichum anomalum , April, Mai Januar—März
84. 5 diaphanum ee März, April
85. re patens Mai „ ”
86. A pumilum April, Mai Oktbr., Novbr.
|
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 65
land Skandinavien
Sporenreife nach er Fe Blüthezeit nach | Sporenreife nach ee
I hkanen der Sporogone Arnell Arnell | der Sporogone
Monate Monate
Septbr., Oktbr, 13 —14 E. Juni, A. Juli Januar— April 5—9
Juli 13—14 Juli Juli, August 12—13
März 9 E. Juli Januar— April 6—9
Januar, Februar 6—8 ee Be 6—9
März, April 7—9 Bas Mai 10
Oktbr,—Dezbr. 13—17 A. Juli E. Juli 12—13
Februar, März 16—19 E. Juni, A. Juli Januar— April 7—10 0)
Juni, Juli 12—14 E. Juli Juli 12-13
März, April 7—9 E. Juni, A. Juli Januar— April 5—9
März 10 rn Pe BÄREN 5—9
Mai, Juni 13—14 EHE E. Juni, A. Juli 12
Ba 12—13 Juli Juli 12
Dezember— März 12 E. Juni Januar—April 5—9
» ra 12 35 m » 957 7008 De
Juni, Juli 418 Juli Juli 12
Juni—August 11—15 E. Juni, A, Juli „ 12—13
Juni, Juli 12—13 August » 11
3 11—13 Juli E, Juni, A. Juli 11—12
im 13—14 — er FE
Mai, Juni 12—14 E. Juli Juli 11—12
Juni—August 11—13 Juli E. Juni, A, Juli 11—12
März— April 10—11 } E. Mai, A. Juni 10—11
Juni 21 August Mai, Juni 21—22
August Oktbr. 16—23 E. Juni, Juli E. Mai, A. Juni 23
März, April 11--19 Mai Juli ee 22—24
April 14 Juni Juni 12
Mai, Juni 14—17 = ü 12
April, Mai 14—15 = = E
März, April 11—13 Juni, Juli Juni 11—12
en 10—12 Juni » | 12
April, Mai 11-13 Juni, Juli | 5 | u
Re ” 11—13 Juni | E. Mai, A. Juni | 11—12
August 15 # | E. Mai (Juni) | uqı2
März, April 10—11 & Juni | 12
uni 11-12 A. Juli Mai Bean
März, April 11-13 Juli » ae)
Ju 1, August 16—22 August, Septbr. August, Septbr. | 11—13
uni, Juli 15—22 5 & x 5 1118
Juni 16-22 Juli Juli ”
April, Mai 13—16 MaiJuli E. Juni 11-13
) on 12—14 Mai, Juni Mai, (Juni) | 11-13
Ani a Pen a huli | 12—13
„Mn 17—19 Juni, A. Juli Juli |
Heduigig Bq, xryr 1903. 5
66 A. Grimme.
Deutsch-
Lau- BEREITETE
fende Namen der Laubmoose Sporenreife nach
Nr : i Blüthezeit
* Limpricht |
87. | Orthotrichum affıne . Juni, Juli Oktober—März
88. = speciosum . 5 5 Oktbr., Novbr.
89, % leiocarpum een Oktober, April
90. | Encalypta vulgaris April, Mai April
91. 5 ciliata . Juni, Juli Juni
92. % contorta . I FE Juni, Juli
93. | Georgia pellucida Mai, Juli Mai
94. | Schistostega osmundacea April, Mai Juni
95. | Splachnum ampullaceum . Juni—August Juli
96. % sphaericum Juli, August „
97. | Tetraplodon. urceolatus Juli Juni
98, | Physcomitrium pyriforme , Mai August
99, | Funaria hygrometrica . Mai, Juni Oktober
100. | Leptobryum pyriforme Mai—Juli Mai, Juni
101. | Webera elongata . Juli, August Juli, August
102. ar ckudas Mai— Juli April
103. se bealbicaus .; ....8 Be Hrn Juni
104. nutans Mai—September Mai
105. Bryssn inclinatum Juni— August „
106. 2: bimum . Juni, Juli »
107. „ eirrhatum . Juni—September »
108, » capillare Mai, Juni e
109, „ caespiticium . a ir ”
110, ; alpinum Juni, Juli Juni
111. „. .pallens.. Juli, August Mai
112. „ pendulum . Mai, Juni „
113. „ intermedium . Juni—Herbst „
114, A praecox Warnst. . N u m
er EN rei \ Gr Kerr il \ Mai, November
116. „ argenteum Späth.—Frühling | März, April
117. „ pseudotriquetrum , Juni | Mai, juni
118. | Mnium hornum April, Mai | Mai
119. „ Seligeri Mai, Juni | Mai, Juni
120. „ serratum April, Mai | Mai
121. Bi undulatum Mai Juni
122. „.. rostratum. April, Mai Mai, Juni
123. „ cuspidatum WE März— Jun!
124. „. stellare. Mai, Juni | Mai, Juni
125. punctatum April, Mai | April, Mai
126. ‚Amblyodon dealbatus Juni, Juli | juli
127. | Meesea trichodes . Juni ER
128, | Aulacomnium androgynum es April, Mat
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc,
land
en 0,
} |
Sporenreife nach | Dauer der Ent-
Skandinavien
Blüthezeit nach
||
Sporenreife nach |
Dauer der Ent-
eigenen | = wickelung ; er
Beobachtungen hen Arnell Arnell ee
Monate Monate
Juni— August 15—22 Juni Juli 13
August—Oktober 21—24 Juni— August » 11—13
März—Mai 11—18 E. Juni, A. Juli Juni 11—12
Mai 13 EN 3 11-12
Juli 13 Juni, (Juli) Juli 12—13
August, September| 13—15 Juni, Juli August 13—14
Mai, Juni 12—13 Juni Juli 13
Mai 11 August, Septbr. Juni 10—10%/,
Mai, Juni 10—11 Juni, Juli E. Juni, A. Juli 11-12
Juli 12 E. Juni, A. Juli SEAN 11—13
” 13 = = ER
Juni 10 Juli Juli 12
Juli—-Oktober 9—12 August, Septbr. Juli, August 10—12
Juni 12—13 Juli, August Juli 11—12
September 13—14 E. Juni, A. Juli E. Juli, August 13—14
Mai 13 a Juli jo
5; 11—13 ER Juni 11—12
Juni 13 Juli Juli 12
” 13 E. Juni—E. Juli Juli, August 12—14
u 13 Juli E. Juli, A. August 12—13
» 13 5; Juli, August 12—13
Mai, Juni 12—13 Juli, August n „ 11—13
Juni 13 Juli E. Juni, Juli 1-12
Juni, Juli 12218 E. Juli August 12—13
Juni 13 Juli November—April | 16-21 ()
* 13 is Juli, August 12—13
= 13 E. Juni, Juli August— Oktober 13—15
Mai 12 RR Fer ae
i | i, A. Juli
Juni, November 12—13 = { he Okdhr. } 5
April, Mai 12—14 Juni—August April 8—10
Juni, Juli 12—14 Juli, August E. Juli 12—13
Mai 12 Fifa A Tor Juni 1-12],
;c5 11-13 =. —_ Zn
a 12 A. Juli E. Juni, A. Juli 1-12
Er 11 E. Juni, A, Juli Juni 11—12
Mai, Juni 21-49 5 le = 11—12
April, Mai 10—14 %. Juni, Jall Juni, A. Juli es
Ba Juni 11-13 Juli E. Juni, A. Juli | 1112
Pril— Juni | 1-1 juni E. Mai, A.Juni | 11-12
Juni | ie A. jl Jali |. 2
" | 11 Juli Juli, August | 12-13
» 13—14 Juni, Juli E. Juli Ä 12—13
A. Grimme.
68
Deutsch-
Lau- En
fende Namen der Laubmoose Sporenreife nach
Nr - h Blüthezeit
Y Limpricht
129. | Aulacomnium palustre . Juni Mai
130. | Bartramia ithyphylla Mai „
131; ei pomiformis . April, Mai Pr
132. H Halleriana E. Mai Juni, Juli
133. ” Oederi. Mai— August Juni
134. | Philonotis fontana Mai—Juli E. Mai, A. Juni
135. ir marchica . E. Mai, Juni Mai
136. | Catharinaea undulata Späth.— Frühling E. Mai
137. 5 tenella . August, Septbr. Mai
138. angustata . Späth., Winter April, Mai
139. | Pogonatum nanum er „
140. x urnigerum . % April
141. | Polytrichum formosum . Mai--Juli Mai, Juni
142 Ei gracile. . SZ Mai
143. hy strictum —_ »
144. n perigoniale Juni „
145. & piliferum Mai, Juni E. April, A. Mai
146. b; juniperinum . E. Mai—Juli E. April, Mai
147, a commune . Mai—Juli Mai, Juni
148. | Buxbaumia aphylla . April, Mai Juli
149. | Diphyscium foliosum Juli, August August
150. | Fontinalis antipyretica. Juni, Juli Juni
151, | Leucodon sciuroides E. d. Winters Mai
152. | Neckera crispa Winter August
153. A complanata März, April April
154.1 Homalia trichomanoides . Herbst Juni
155. | Antitrichia curtipendula März, April Oktober, April
156. | Fabronia pusilla Februar, März März
157. | Leskea polycarpa Mai, Juni Juli, August
158. | Anomodon viticulosus . Winter Juli
159. | Pterigynandrum filiforme . Mai— Juli Juni, Juli
160, | Heterocladium dimorphum . Winter, Frühjahr Mai
161. | Lescuraea striata . Mai, Juni „
162. | Thuidium recognitum . Winter Juli, August
163. | Climacium dendroides . Späth., Winter Septbr., Oktbr.
164. | Pylaisia polyantha Herbst, Winter August—Novbr.
165. | Isothecium myurium r n Januar, Februaf
166, + myosuroides . Winter Dezbr.—Februsf
167. | Homalothecium sericeum E August, Septbr-
168. | Camptothecium lutescens E. d. Winters Mai
169. | Brachythecium plumosum Spätherbst juni
170, x populeum . Winter Juni, Jeli
171. bi velutinum . E. d. Winters März—Jun!
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 69
| land Skandinavien
ee 00 Ge a
Sporenreife nach | ee Blüthezeit nach ‚men | Sri mc Sporenreife nach a
eigenen | der Sporogone Arnell der Sporogone
Beobachtungen di Arnell | EN
1 |
Juni 13 Juni | E. Juli | 13
Mai 12 Juli E. Juni, A. Juli 11—12
» 12 Br Er 5; ey 11—12
Juni, Juli 11-13 5 ee 11—12
Mai, Juni 11—12 Fa RAT 11—12
Juni 11—12 E. Juli Juli 11—12
”„ 13 ir Zr? ne
Februar, März | 9—10 E. Juni, A. Juli November—April 5—9
September | 4 Juli R en 4
Septbr., Oktbr. 46 en - _
Februar, März 9—11 Juni E. April, A. Mai 10—11
März 11 E. Mai November— April 6—11
| Juli, August 13-15 A. Juli E. Juli, A. August | 12-13
Juni 13 oe Juli 12—13
| ip ee = _ =
| unı 193 u ke FE:
13774 E. Juni, A. Juli Juli 12—13
Juni, Juli 13—15 (A.) Juli > 12
Nuli, August 13—15 E. Juni, A. Juli Juli, August 12—14
5 Juni 11 Juli, August () Juni Ben
gust, Septbr, 12—13 Juli Juli, August 12 2
ugust 14 o Juli 12
| Mai 12 & Mai 10
| März, April 1920 E. Juni, A. Juli > De
al 13 ” % RE ir Ayer.
| Januar, Februar eig Mai, Juni Mai (Jun) | 11-13
| ärz, April 11—18 E. Juni, A. Juli Mai | 10-11
| Bon 12—13 —_ SE
August 11-13 August Juli, August | 11—12
bruar, März 8 Juli Mai | Bein
a Juli 11—13 Juli, August Juli, August | 1 R 5
Mber, März 6—10 August | Mai |
2 12—13 — er FR
Septbr, Oktbr, 19:48 Juli | Juli | 12
ve April 17—19 Juni, juli | Mi | on
ar, März 15—19 (Mai), Juni | Januar—Mai 7
Des, März 13—14 Mai | Mai =
ehr ebruar 10-—14 " | se | “
f ''uar, März 17—19 Juni, (Jul) | ” |
2, Aprit 10—11 Juli | „ | 8
pril 10 & er | =
Marz a 9—10 5 | » | io
» April | 9-48 2 | ” |
| |
70 A. Grimme.
Deutsch-
Lau- ERS 2) SR Se
fende Namen der Laubmoose Sporenreife nach
Nr a x Blüthezeit
Y Limpricht
172. | Brachythecium reflexum . Winter Mai
DER r rivulare E. d. Winters Juni
174. RR rutabulum . Winter Mai, Juni
175. | Eurhynchium striatum . ® Juni
176. Be strigosum . 5 Juli
177. | Rhynchostegiella tenella . Herbst April—Oktober
178. | Rhynchostegium murale . . Winter Juni
179. 5 rusciforme . Herbst »
180. | Thamnium alopecurum Winter Mai, Juni
181. | Eurhynchium Swartzii . E. d. Winters Juni
182. | Plagiothecium denticulatum . Frühling Juli, August
183. ei silesiacum . Juni Septbr., Oktbr.
184. | Amplystegium subtile . 3 August— Oktober August
185. 5 irriguum Mai Juli, August
186. H serpens.. Mai, Juni » ”
187. 5 riparium 5 ö Fr „
188. | Hypnum Sommerfeltii . . Juni, Juli „ „
189. E vernicosum Juni Septbr., Oktbr.
19. er uncinatum . Mai— Juli August
191. ” Kneiffi . ie Juni Septbr., Oktbr.
192. er commutatum . Frühling » ”
193. © molluscum R R Mai— August Juni
194, „ incurvatum £ Mai, Juni Juli, August
195. % pallescens . Juni, Juli Juni
196. % reptile Juli, August September
197. r cupressiforme Winter April, Mai
198. E arcuatum . . Juni Septbr., Oktbr
199. = cordifolium 5 Mai, Juni Juli, August
200. S% cuspidatum e n August
201. = giganteum . R S: > Juli, August
202. BB Schreberi . Winter Mai
203. | Hylocomium splendens Frühling Mai, Juni
204, Mr triquetrum “ Mai
205. ” squarrosum . = „
206. > loreum Winter ”
207. 2 brevirostre ,
Späth.— Frühling
Ey
r
| Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 71
|
| land Skandinavien
| ee eNPEETFEw He rBeZ oe | M
| Sporenreife nach | eg Blüthezeit nach | Sporenreife nach ee Kan
eigenen | der S | | "der S
Beobachtungen | ee Arnell | Arnell | EN
Monate | | Monate
März 10 Juli | Mai 10
| „ 9 ” | h 10
| März, April 9—11 E. Juni, Juli 3 abi
März 9 ”» ”„ „ ” 10—11
n 8 E. Mai | E. Mai 12
April-Oktober 12 E. Juni, A. Juli | E. Juni, A. Juli 12
Mai, Juni 114.12 E. Juni | Mai 10—11
März, April 9-10 A. Juli | ä 10-11
» » 9—11 E. Juni, A. Juli |) Rx 10—11
März 9 “ER, | BEE ze
| Julı 11—12 August, Septbr. | August—Oktober 11—14
” 9—10 3 Juli | Juli 11—12
| August 12 Juli, August | Juli, August 12
Juni 10—11 August, Septbr. | E. Juni, A. Juli 9-11
| a 10—11 (Juni), Juli, (Aug.) 5 „ ee er
» 10-—11 E. Juni, Juli uli En
n 10—11 Juli | E. Juni, A. Juli 11-12
Br 8—9 August Ep 10—11
Juli 11 Juli—September | Juni—August 9—13
Juni 8—9 August, Septbr. | Juli x 10—11
„> | 8—9 Juli (August) | E. Juni, A. Juli 11—12
| Apsil-Juni | 10-12 Juli | Mai | 10
| Juli | 11-12 Juli, August | Juli, August | er
Juni, Juli |. ..12—13 August | Septbr., Oktbr. 13—14
| Septbr., Oktbr. | 12—13 ga I er un
| Januar—_März | s—_ı1 Juli | Mai N 10
i | | ur | ES
| Juni | 8—9 = | | =
| Juni, Juli | 10—12 Juli, August | A. Juli | 31 r
| (Mai), Juni | 10 5 R | BE | 1-12
uni | 10-11 h " | ER 11—12
Februar, März | 9-10 Juli | Mai | 10
April, Mai 10—12 5 | Juni | 11
März, April 19=11 3 | Mai | 10
April 11 Juli, August | a 9-10
a er E. Juni, A. Juli | i | 10-11
ES en, Apnıı 10-11 Juli | x 10
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7 A. Grimme.
stimmt auch das raschere Reifen des Getreides in nordischen Gegen-
den überein. ;
Bei einer grösseren Zahl jener 36, beziehungsweise 32 Moose,
und zwar bei solchen, die schon bei Eintritt der ersten warmen
Tage im Jahre ihre Sporen aussäen, ist es leicht erklärlich, dass die
Entwickelungsdauer der Sporogone in Skandinavien eine längere
wird. Wie schon Arnell hervorhebt, werfen diese Moose entsprechend
dem in nördlichen Breiten späteren Aufthauen des Schnees auch dort
mehrere Monate später ihren Deckel und die Dauer der Sporogon-
entwickelung wird hierdurch nicht unerheblich in die Länge gezogen.
Blühende Laubmoose findet man in Deutschland zu jeder Jahres-
zeit. Die meisten schliessen sich natürlich den wärmeren Monaten
an, aber eine nicht geringe Zahl blüht auch in den Wintermonaten.
Die Vertheilung auf die einzelnen Jahreszeiten ist etwa folgende.
Von den untersuchten 207 Moosen blühen 11 im ersten, 98 im
zweiten, 40 im dritten und 6 im vierten Vierteljahr. Auf der Grenze
vom ersten zum zweiten (d. h. im März und April) blühen 10, vom
zweiten zum dritten ebenfalls 10, vom dritten zum vierten 15 Arten,
die Blüthezeit der übrigen erstreckt sich über mehrere Monate ver-
schiedener Quartale. 42 Arten von den im Frühling blühenden
Moosen blühen ziemlich konstant nur im Mai.
Auch die Blüthezeit deutscher Moose weicht erheblich von der
der nordischen ab. Die Mehrzahl (?/;) blüht in Mitteldeutschland
früher, und zwar durchschnittlich um 1—2 Monate; ein Viertel der
untersuchten Arten blüht später und nur ein Zehntel gleichzeitig mit
den skandinavischen. Da in Deutschland die Vegetationszeit früher
beginnt und später schliesst als in Schweden und Norwegen, so wird
sich auch die Blüthezeit der deutschen Laubmoose auf diese längere
Zeit entsprechend vertheilen. Die bei uns in der Zeit vom Januar
bis Anfang Juli blühenden Moose blühen meist früher, die von August
bis Ende des Jahres blühenden später als die skandinavischen und
die Mehrzahl der im Juli und August blühenden etwa gleichzeitig mit
denselben. Einige Ausnahmen, für die ich eine Erklärung nicht finde,
giebt es auch. Merkwürdig ist z. B., dass Eurhynchium strigosum
in Schlesien im Juli, bei Hernösand um den 20. Mai, Ceratodon
purpureus in Hessen-Nassau im August, bei Hernösand schon An-
fang Juli blüht.
Ebenso verschieden ist die Zeit der Sporenreife in beiden Län-
dern. In der Regel kommen auch die Sporen in Deutschland um
ein bis zwei Monate früher zur Reife; jedoch machen sich auch hier
Unregelmässigkeiten bemerkbar, die wahrscheinlich durch besondere
klimatologische Verhältnisse verursacht werden,
Da auf Grund meiner Beobachtungen zu erwarten ist, dass sogar
deutsche Moose selbst in gleicher Meereshöhe, je nachdem sie in
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 73
der Rheinprovinz oder Schlesien, im Norden oder im Süden des
Reiches gesammelt sind, deutliche Verschiedenheiten in Blüthezeit
und Sporenreife zeigen werden, so wäre es sehr erwünscht, wenn
im Gebiet einer jeden Spezialflora ähnliche Untersuchungen gemacht
würden.
Um den Einfluss des Standortes und Klimas auf Blüthezeit und
Sporenreife genau bestimmen zu können, bedarf es noch weiterer
umfassender Beobachtungen. Einen grossen Theil solcher Unter-
suchungen habe ich bereits gelegentlich der Festlegung der Blüthezeit
und Sporenreife angestellt. Die Ergebnisse sollen einer späteren
Arbeit vorbehalten bleiben.
Zum Schluss möchte ich noch kurz erwähnen, dass ich mir für
meine Arbeit einen bestimmten Rahmen von vornherein stecken
musste. Wie der Titel bereits besagt, habe ich mich nur mit der
sexuellen Fortpflanzung der Laubmoose beschäftigt. Von gleichem
Interesse wäre jedoch jedenfalls auch die Frage, in wie weit die
Bildung der vegetativen Fortpflanzungsorgane (z. B. der Brutkörper-
chen von Aulacomnium androgynum etc.) von äusseren Faktoren
abhängt, wodurch, wie ich vorhin schon betonte, die Sterilität be-
dingt wird, wann aus den aufrechten Theilen wieder Protonema
Sprosst u. s. w.; kurz man wird weiter in die Physiologie der Fort-
pflanzung der Moose unwillkürlich hineingeführt werden.
Die planmässig durchgeführten Studien von Klebs (16) über die
Physiologie der Algen werden gewiss dazu anregen, auch in anderen
Pfanzengruppen, und zwar zunächst in den niederen, in ähnlicher
Weise die Abhängigkeit der Fortpflanzung von äusseren Einflüssen
zu studiren.
Zusammenstellung der Resultate.
1. Die deutschen Laubmoose blühen während einer kurzen, für
jede Art bestimmten Zeit des Jahres.
"2. Die Entwickelung der Sporogone der Laubmoose vollzieht
sich innerhalb eines mehr oder weniger ausgedehnten Zeit-
raumes (4—24 Monate).
3. Die Entwickelungsdauer der Sporogone deutscher Laubmoose
ist in der Regel länger als die der Sporogone derselben
Arten auf der skandinavischen Halbinsel.
4. Die Mehrzahl der Laubmoose blüht in Deutschland um ein
bis zwei Monate früher als in Skandinavien; ebenso verhält
sich der Eintritt der Sporenreife.
5. Bei den zwittrigen Moosen ist Selbstbefruchtung die Regel;
die Archegonien und Antheridien in derselben Blüthe oder
74 A. Grimme.
in den verschiedenen Blüthen derselben Pflanze reifen fast
immer gleichzeitig, es wird daher eine Wechselbefruchtung
durch Vorkommen von Dichogamie nicht gewährleistet.
Es ist mir nun ein Bedürfniss, meinen aufrichtigen Dank allen
Denen abzustatten, die bei den vorstehenden Studien mich durch
Rath und That bereitwilligst unterstützten. Vor Allem Herrn Prof.
Dr. Kny-Berlin, der zu meinen Moosstudien die Anregung gab, mir
das Moosherbar des pflanzenphysiologischen Institutes der Berliner
Universität zur Benutzung zur Verfügung stellte und in der liebens-
würdigsten Weise ein ständiges reges Interesse für den Fortgang
meiner wissenschaftlichen Arbeiten hegte. Auch Herrn Prof. Dr.
C. Müller-Charlottenburg verdanke ich manche werthvolle Anregung.
Herr Dr. Kolkwitz-Berlin hat in dankenswerther Weise den ersten
Theil des Manuskriptes einer Durchsicht unterworfen und sich um
den Litteraturnachweis eifrig bemüht. Herr P. Hennings hatte die
Güte, mir einen Einblick in das Moosherbar des Königlichen Bota-
nischen Museums zu Berlin zu gestatten. Reichlich haben mich
ferner die Herren Ingenieur E. Wuth-Eisenach, Oberlehrer Dr. J. Röll-
Darmstadt, Oberlehrer Prof. K. Osterwald-Berlin, Lehrer W. Schem-
mann-Annen und Forstmeister C. Grebe-Hofgeismar mit dem von
mir gewünschten Material jederzeit versehen, wofür ich denselben
auch an dieser Stelle herzlichst danke.
Melsungen, im Juli 1899,
Litteratur.
. Arnell, De Skandinaviska Löfmossornas Kalendarium. Upsala 1875.
. Botanische Zeitung 1860.
H. v. Klinggräff, Die Leber- und Laubmoose West- und Ostpreussens 18%.
. Limpricht, Die Laubmoose Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz.
. Waldner, Die Entwickelung der Sporogone von Andreaea und Sphagnum.
Leipzig 1887. ;
6. Röll, Zur Systematik der Torfmoose. Flora 1885, No. 32 und 33.
7. M. E. Roze, De la fecondation chez les cryptogames superieurs, et en paf-
ticulier chez les sphaignes. — Bulletin de la Societe Botanique de France;
Seance du 9 F&vrier 1872,
8. H. Leitgeb, Das Sporogon von Archidium. LXXX. Band der Sitzungsber.
d. k. Akad. der Wissensch. I. Abth. November-Heft. Jahrg. 1879.
9. C. Warnstorf, Neue Beiträge zur Kryptogamenflora der Mark Brandenburg. —
Verhandlungen des Botanischen Vereins der Provinz Brandenburg, Bd.XLI. 189.
10. E. Loew, Einführung in die Blüthenbiologie auf historischer Grundlage.
Berlin 1895,
11. K. Goebel, Organographie der Pflanzen. II. Theil. 1. Heft: Bryophyten.
Jena 1898. 3
12. Revue bryologique 1878,
vr
ie FanBE de anime ne La ST un
u Sn ae ee
Ueber die Blüthezeit deutscher Laubmoose etc. 75
BPp.G: Lorentz, Beiträge zur Biologie und Geographie der Laubmoose.
München 1860.
14. ]. Milde, Bryologia silesiaca. Leipzig 1869,
15. J. Röll, Die Thüringer Laubmoose und ihre geographische Verbreitung.
Frankfurt 1874— 75.
16. G.Klebs, Die Bedingungen der Fortpflanzung bei einigen Algen und Pilzen 1896.
17, A. Grimme, Die Laubmoose der Umgebung Eisenachs. Hedw. Bd. XX VIII. 1899,
Figurenerklärung.
Die Figuren sind freihändig gezeichnet, und zwar die Figuren 18b, 20 und 21
”„ 20,
” 21
bei 650facher, die übrigen bei 90facher Vergrösserung.
Junges Sporogon von Cynodontium strumiferum,
» % „ Ceratodon purpureus.
» $ ” „ Grimmia pulvinata,
» 5 „ Orthotr. anomalum.
„ nr „ ÜUlota crispa.
„ » „ Funaria hygrometrica.
» An „ Splachnum sphaericum.
Zwei junge Sporogone von Bryum caespiticium.
Junges Sporogon von Bartramia pomiformis.
Weibliche Blüthe von Catharinaca tenella ; ein Archegonium ist befruchtet.
Weibliche Pflanze von Buxbaumia aphylla mit 3 Archegonien. Die
Blätter der Vorderseite sind entfernt.
Junges Sporogon von Buxbaumia aphylla.
» „ „ Diphyscium foliosum.
” » „ Fontinalis antipyretica.
” » „ Pylaisia polyantha.
” » „ Camptothecium lutescens.
» „ „ Plagiothecium denticulatum.
a Befruchtetes Archegonium von Racomitrium heteroöstichum; d daraus
isolirte Eizelle,
a Antheridium von Aulacomnium palustre kurz vor dem Oeffnen;
db ein solches, seinen Inhalt entleerend; c das Auseinanderweichen der
Spermatozoid -Mutterzellen.
Dreizelliger Embryo von Bartramia pomiformis.
Polytrichum piliferum.
” ” ”
Zur Pilzflora der Insel Oesel.
Von Tycho Vestergren.
(Mit Tafel III.)
In seinem „Literatur- und Pflanzenverzeichniss der Flora baltica“
(1877) sagt C. WINKLER!) betreffs der Pilzflora der Ostseeprovinzen
(Ehst-, Liv- und Kurland): „Weist die Kenntniss unserer Algenflora
grosse Lücken auf, so gilt das in noch höherem Grade von den
Pilzen. Die förmliche Umgestaltung, die die Systematik dieser Gruppe
durch die neuere Wissenschaft erfahren hat, lässt die eben citirten
Arbeiten?) nur in dem Lichte eines gewissen historischen Werthes
erscheinen.“ Dies letztere Urtheil dürfte jedoch zu der Zeit, wo
Winkter’s Arbeit veröffentlicht wurde, noch mehr als jetzt als un-
berechtigt anzusehen sein betreffs H. A. Disrricn’s bedeutender
Arbeit: Blicke in die Cryptogamenwelt der Ostseeprovingen (Theil I 1856,
Theil II 1859), die einzige zusammenfassende Arbeit über die Pilz-
flora der Ostseeprovinzen, die bis heute herausgegeben ist.
Die Arbeit enthält nach Dierricn’s eigener Berechnung (vergl.
Theil II p. 489) ein Verzeichniss von 1365 Pilzformen (1092 Arten
und 273 Abarten in 173 Gattungen) aus allen Pilzgruppen (auch
Myxomyceten) nebst zahlreichen Bemerkungen und Beschreibungen
neuer Species. Betreffs dieser Arbeit möchte ich gegen WINKLER
das Urtheil Cur. GoBI’s (1890) unterschreiben®): „eine für die Gegen-
wart zwar schon etwas veraltete, für jene Zeit aber mit erstaunlicher
Sorgfalt ausgeführte Arbeit.“ Die Ungelegenheit von dem Alter der
Arbeit wird glücklicherweise in hohem Grade dadurch abgeholfen,
!) Archiv f. d. Naturk. Liv-, Ehst- u. Kurlands. Serie II, Bd. 7, Lief. 4
p-. 7 des Sep.- Abdr.
®2) G. B. FiSCHER, Vers. einer Naturgesch. v. Livl,, Königsberg 1791, p.671—682.
GRINDEL, Bot. Taschenbuch, Riga 1803, p. 329—338, W,. CH, FriesE, Oekon.
techn. Flora, Riga 1805, p. 295—308. E. W. DRÜMPELMAnN, Flora Livonica,
Riga 1810, Heft 6. Luce, Topogr. Nachr. v. der Insel Oesel, Riga 1823, p. 373—383.
HEINR. A. DIETRICH, Blicke in die Cryptogamenwelt der OÖstseeprovinzen (Archiv
f. d. Naturk. Liv-, Ehst- u. Kurlands, Serie II, Bd. 1, p. 261—401 u. 488—538).
°) CHR. GoBI et W. TRANZSCHEL, Die Rostpilze des Gouvernements
St. Petersburg, der angrenzenden Theile Ehst- und Finnlands und einiger
Gegenden des Gouvernements Nowgorod. (Scripta botanica horti universitatis
imp. Petropolitanae, Tomus II, p. 126 [1890)).
Zur Pilzflora der Insel Oesel, 77
dass DIETRICH zur selben Zeit ein Exsiccatenwerk (»Cryptogamen-
herbarium«) in 9 Centurien'!) herausgab, in welchem Werke viele
seiner Arten und Formen vertheilt sind.
Eine Revision der Pilze dieses Exsiccatenwerkes, welches wie
Dierkicn’s obenerwähnte Arbeit in den letzteren Zeiten schr wenig
berücksichtigt worden ist, würde von grossem Interesse sein, leider
ist es mir gegenwärtig nicht zugänglich. Mehrere der Namen Diertrıch’s
scheinen älter, als die jetzt brauchlichen, zu sein. So nennt er, um
nur ein Beispiel zu wählen, Theil I, p- 286 ein Aecidium Ranun-
eulacearum DC. c) Trollii DiETR., indem er sein Exsiccatenwerk
Cent. I: 32 citirt, welches Aecidium vielleicht mit dem später be-
schriebenen Aecidium Trollii Buyrr identisch ist.
Auf Oesel, zu dessen Pilzflora nachfolgendes Verzeichniss einige
Beiträge zu liefern beabsichtigt, scheint Dierrica nicht botanisirt zu
haben. Er erwähnt von da nur 2 Arten, welche an Exemplaren in
Bunge’s »Flora exsiccata« angetroffen worden waren, und zwar
Uredo Scordii n. sp. auf Teuerium Scordium, welche Uredinee
nicht wieder gefunden und ganz vergessen zu sein scheint (sie ist im
»Cryptogamenherbarium« Cent. VIII: 1 vertheilt, in SACCARDo’s Sylloge
wird sie nicht erwähnt); weiter Puccinia Polygonorum ScHLEcHT.
d) Vivipari DiErR. auf Polygonum viviparum, letztere aber vielleicht
betreffs der Lokalität zweifelhaft, da Polygonum viviparum meines
Wissens nicht auf Oesel gefunden worden ist (die Puccinia ist nach
Dietrich’s Citate in Cent. IX: 30 seines Exsiccatenwerkes vertheilt
worden.)
Seit Dietrich’s Tagen ist sehr wenig über die Pilzflora der drei
baltischen Provinzen publizirt worden. In der Literatur finde ich
Nur Folgendes:
W. Rornerr®) hat 45 in der Umgebung von Riga im Laufe der
Sommer 1886-1889 zusammengebrachte Myxomyceten aufgezeichnet.
Derselbe ?) berichtet 1898 über Sclerotien in den Früchten von
Melampyrum Pratense, welche er am Strande bei Riga gefunden hatte.
Chur. Gosı sammelte 1881—1882 in Ehstland 82 Uredineen,
Welche in der oben erwähnten Arbeit von GoBI et TRANZSCHEL: Die
Rostpilze des Gouvernements St. Petersburg, der angrenzenden Theile
Ehst. und Finnlands und einiger Gegenden des Gouvernements Nowgorod
aufgezählt werden. Von diesen waren 6 für Ehstland neu, nämlich
Nccinia Chrysosplenii Grev., Puccinia Anemones virgi-
en
') Vergl. A, DE CANDOLLE, La Phytographie, Paris 1880, p. 408. ®
PER W. Roruerr, Ueber die bei Riga gefundenen Myxomyceten (Scripta
ca horti universitatis imp. Petropolitanae, Tomus III, 1890), !
Kiey Ber. über die Sitzung d, botan. Sekt. d. Naturforscherversammlung e
‚ 20—30. 8. 1898 (Bot. Centralbl. LXXVII [1899] p. 106). — Auch in „Flora“,
: 87 (1900), p. 98108,
78 Tycho Vestergren.
nianae ScHw, auf Anemone silvestris‘), Puccinia Gentianae
(Strauss), Puccinia Zopfii Wınt., Phragmidium Rubi (Pers.) und
Melampsora Padi (Kzr. et Scuu.).?) Pag. 119—123. werden alle
bis da in Ehstland gefundenen Uredineen, 108 an der Zahl, aufgezählt.
F. BucHoLtz?) hat neuerdings einige Funde von Hypogaeen
aus der Gegend von Riga veröffentlicht.
Die Pilzflora des angrenzenden Petersburg’schen Gouvernements
ist dagegen viel eifriger erforscht worden. Die Literatur über dieses
Gebiet findet man in J. SERBINOW, Die Erysipheen d. Gouv. St. Peters-
burg*) verzeichnet.
Unter oben erwähnten Umständen dürfte ein Verzeichniss der
während einer im Sommer 1899 auf Kosten schwedischer Mäcenaten
unternommenen 6wöchentlichen Reise auf der Insel Oesel einge-
sammelten Pilze nicht unwillkommen sein. Meine Kameraden
während dieser angenehmen Sommertage, die Herren Cand. A. RoMAN,
welcher sich entomologischen Studien widmete, und Cand. C. SKOTTS-
BERG, der zusammen mit mir die Fanerogamenflora der Insel studirte,?)
möchte ich hier bestens danken, sowohl für ihre angenehme Gesell-
schaft als auch für die mir beim Einsammeln der Pilze gelieferte
Unterstützung.
Es werden im folgenden 290 Arten verzeichnet und zwar
79 Uredineen, 12 Ustilagineen, 3 Exobasidiineen, 6 Chytridineen,
22 Peronosporineen, 8 Exoasceen, 41 Pyrenomyceten, 25 Discomy-
ceten (incl. Hysteriaceen), 46 Sphaeropsideen (incl. Melanconieen),
48 Hyphomyceten; unter diesen befinden sich 10 für die Wissen-
schaft neue Arten. Die Namen der Nährpflanzen sind dieselben wie
in dem von SKOTTSBERG und mir gelieferten Pflanzenverzeichnisse.
Für Uebersendung von Originalexemplaren und Bestimmung
kritischer Arten bin ich folgenden Herren sehr verbunden: Haupt-
lehrer A. ALLESCHER (München), Abbe G. BRESADOLA (Trient),
Monsieur P. Harıor, attach€ au Museum (Paris), Med.-Rath Dr.
H. Reum (Neufriedenheim b. München), Professor Dr. P. A. SAccARDO
(Padua). Zuletzt ist es mir eine angenehme Pflicht meinem hoch-
1) Jetzt — Puccinia De Baryana Tmüm. a) genuina BUBAR.
2) Jetzt — Pucciniastrum Padi (KzE. et ScHM.) DieT.
®) F. BucHoLrtz, Hypogaeen aus Russland (Hedwigia 1901, p. 304).
4) Scripta botanica horti univ. imp. Petropolit. Fasc. 18. 1900. p. 81.
5) Vergl. C. SKOTTSBERG et T. VESTERGREN, Einige für Oesel im Jahre 18%
neu gefundene Pflanzen (Ötvers. af K. Vet.-Akad. förhandl. Stockholm 1900,
No. 3). C. SKOTTSBERG et T. VESTERGREN, Zur Kenntniss der Vegetation der
Insel Oesel I (Bihang till K. Svenska Vet.-Akad. Handl. Band 27, Afd. III. No. 7).
L. P. REINHOLD Marsson, Rosae Osilianae (Öfvers. af K. Vet.- Akad. förhandl.
Stockholm 1900. No. 2). C. SKOTTSBERG, Viola-former frän Oesel (Bot. Notiser,
Lund 1900. H. 2). H. DAHLSTEDT, Beiträge z. Kenntniss d. Hieracium -Flora
Oesels (Bihang till K. Svenska Vet.-Akad. Handl. B. 27. Afd. IN. No. 13).
|
Zur Pilzflora der Insel Oesel. 79
verehrten Lehrer, Herrn Professor Dr. G. LAGERHEIM, der mich bei
dieser im botanischen Institute der Universität Stockholm ausge-
führten Arbeit vielfach unterstützt hat, meinen besten Dank auszu-
sprechen.
I. Die neuen Spezies.
Aporia Hyperici VEsTErG.
Micromycetes rar. selecti XVI, 397; Bot. Not. 1902 p. 115.
Fig. 1—3 der Tafel.
Apothecien sehr klein, eingewachsen, in die Längsrichtung des
Stengels ausgezogen, mit elliptischem Umkreis und zugespitzten
Enden, wenn angefeuchtet mit einer ziemlich weiten ellipsoidischen
Längsspalte die weisse Fruchtscheibe entblössend, schwarz, in völlig
entwickeltem Zustande 400— 500 X 150-200 u gross. Schläuche
Cylindrisch bis keulenförmig, nach der Basis zu verschmälert, beinahe
ungestielt, oben breit abgerundet, 8-sporig, 60-85 X 12—15 u gross.
Sporen ein- bis zweireihig, verkehrt eiförmig-oblong, meistens deut-
lich ungleichseitig, die eine Seite beinahe gerade, die zweite gebogen,
an beiden Enden breit abgerundet, hyalin, einzellig, mehr selten
mit einem grösseren Oeltropfen versehen, 13—15 X 5—6,5 u gross.
— An dürren Stengeln von Aypericum quadrangulum: Insel Abro,'
3. Juli; Oio bei Kielkond, 10. Juli.
Obige Art stimmt mit der Gattung Schizothyrium überein,
Nur mit der Ausnahme, dass ihre Sporen einzellig (bei Schizothyrium
dagegen zweizellig) sind. Es dürfte daher am besten sein, die frag-
liche Art als selbständige Gattung aufzustellen, für welche ich den
Gattungsnamen Aporia Dury anwende.
Beloniella osiliensis VEsTere.
Micromycetes rariores selecti X, 226.
In Botaniska Notiser 1900 (Verzeichniss nebst Diagnosen und
Bemerkungen zu meinem Exsiccatenwerke Micr. rar. sel., Fasc. VII—X,
Pag. 40) habe ich die Beschreibung dieser auf abgestorbenen Stengeln
von Thalietrum sp. (7. simplex?) bei Arensburg entdeckten Art unter
‚dem Namen Pyrenopeziza osiliensis n. sp. veröffentlicht. Die Sporen
bleiben lange unseptirt, werden jedoch zuletzt 4-zellig; daher ist die
t besser der Gattung Beloniella unterzubringen.
Taphrina Vestergreni GiEsEnH.
Micromycetes rariores selecti XV, 369.
An lebenden Blättern von Aspidium Filix mas auf der Insel
Abro, 3/7. 1899. — Die Art ist von K. GIrSENHAGEN ausführlich
beschrieben (GiESENHAGEN, Taphrina, Exoascus und Magnusiella.
Ptanische Zeitung 1901. Heft VII. Taf. V.)
80 Tycho Vestergren.
Phoma pachytheca VEstEre. n. sp.
Fig. 4—8 der Tafel.
Fruchtgehäuse in der Rinde der abgestorbenen Zweige zer-
streut, 400—800 « im Durchmesser, breit, von der dünnen, über die
Fruchtgehäuse schwarzgefärbten Oberhaut fortwährend bedeckt, flach-
gedrückt mit zirkelförmigem Umkreis, am Scheitel die Oberhaut
ziemlich weit durchbohrend, ohne deutliche Mündungspapille, mit
dicker, schwarzer Wand von ziemlich weicher Konsistenz, von einer
ziemlich dichten Schicht kleiner rundlicher dunkelbrauner Zellen
aufgebaut. Conidienträger fehlend: Die Innenwand der Fruchtgehäuse
überall mit kleinen Ketten unreifer Conidien bedeckt, die reifen
Conidien sich von den Ketten allmählich ablösend, den ganzen
Hohlraum der Fruchtgehäuse mit einer weissen Conidienmasse aus-
füllend. Conidien klein, spindel- bis stäbchenförmig, an den Enden
schmäler, abgerundet, 4X 1,5—2 u gross, hyalin, beidendig mit je
einem wenig ersichtlichen kleinen Oeltröpfchen.
In der Rinde abgestorbener Zweige von Salir sp. (einerea)
am Wege zwischen Kergel und Arensburg, 13 Werst von Arensburg
sowie auf der Insel Abro. — Obige Art habe ich mit den auf Salix
schon bekannten P%oma-Arten nicht identifiziren können.
Septoria Caricis-montanae VESTERG.
Micromycetes rariores selecti XVII: 418; Bot. Notiser 1902 p. 173.
Fig. 13, 14 der Tafel.
Perithecien vereinzelt auf braun gerandeten, deutlich umgrenzten,
meist nur 1—2 mm grossen Flecken, 1 (— 3) auf jedem Fleckchen
hervorbrechend, sehr klein, mit zirkelförmigem Umkreis ung. 150 «
im Durchmesser oder mit ellipsoidischem Umkreis 175 X 125 u gross.
Conidien fadenförmig, schwach nach oben verschmälert, hyalin, deut-
lich 4—6-septirt, gerade oder schwach gebogen 46-56 X 1 u. —
Auf lebenden Blättern von Carex montana in der Gegend um Arens-
burg häufig; Mustel; Neulöwel; auf der Insel Abro,
Diese Art habe ich auch auf Gotland an mehreren Lokalitäten wahr-
genommen. Unter den auf Carex früher beschriebenen Septoria-Arten
giebt es nach AutescHer’s Ansicht, welche ich nur unterschreiben ,
kann, keine, zu welcher oben beschriebene Art geführt werden
könnte. Das Auftreten von meist nur einem Perithecium auf jedem
Fleckchen ist sehr charakteristisch.
Rhabdospora Campanulae Cervicariae VEsTERG. n. sp.
Fig. 9, 10 der Tafel.
Perithecien gross, vereinzelt, von der entfärbten Epidermis bedeckt,
deutlich durchscheinend, schwarz, 560-675 X 400-450 u, nieder-
gedrückt mit ovalem Umkreis und deutlicher centraler Mündungspapille;
Zur Pilzflora der Insel Oesel. 81
die Wandung dick, ihre Aussenschicht von polygonalen, ziemlich
ungleich-grossen und ungleich-förmigen braunen parenchymatischen
Zellen, ihre inneren Theile aber von ungefärbten, sehr dünnwandigen,
parenchymatischen Zellen aufgebaut. Die Conidien an der Innenseite
der Wandung aus einer kleinzelligen hyalinen dünnwandigen Zell-
schicht ohne Conidienträger entstehend. Conidien 35—44X15 u
gross, hyalin mit 4 oder gewöhnlich 5 Querwänden, zu deren beiden
Seiten ein sehr kleines Oeltröpfchen vorhanden ist.— An abgestorbenen,
vorjährigen, noch stehenden Stengeln von Campanula Cervicaria bei
Arensburg 19./6. 1899 eingesammelt.
Die grossen, vereinzelt sitzenden Perithecien mit dicker Wandung,
der Mangel des Conidienträgers, die 6-zelligen Conidien (welche bei
schwacher Vergrösserung einzellig mit 5 Oeltröpfchen versehen
scheinen) charakterisiren diese Art.— Rhabdospora Campanulae
Faurr. (Revue mycol. 1892, p. 9; Saccarno, Syll. X. p. 392) ist nach
einem Originalexemplare im Pilzherbarium des Botanischen Museums
zu Upsala, von obiger Art sehr verschieden.
Botrytis capsularum Bres. et Vesterg,
Micromycetes rariores selecti XVII, 422; Bot. Notiser 1902 p. 116.
Fig. 25—27 der Tafel,
Vegetatives Mycel aus in den Placenten des Kapsels verzweigten
hyalinen, septirten, ung. 3 u breiten Hyphen bestehend; die fertilen
Yphen zwischen den Samen hervorwachsend, zusammen mit den
abgelösten Conidien die Zwischenräume zwischen den Samen wie
Mit einem weissen Mehl ausfüllend, 45—66 X 4—6 u, hyalin, sehr
Verzweigt, typisch mindestens zweifach gegabelt, beide Endzweige
gleich lang, mit zahlreichen, stark lichtbrechenden Oeltropfen von
der Grösse der Conidien. Letztere successive apical an den Enden
der Hyphenzweige , oder seitlich an kleinen spitzen Ausstülpungen
er Membran nahe den Querwänden, erzeugt, kugelig oder birnen-
förmig, sehr klein, 2,5—3,5 u im Durchmesser, mit je einem kleinen
eltropfen. Masick nahe Orisaar in den Kapseln von Veronica aquatica,
Aug. 1899,
. Die den Parasiten enthaltenden Kapseln sind den pilzfreien
äusserlich gleich. Der Parasit scheint die Entwickelung des Samens
Ncht zu verhindern (?). — Der Pilz gehört ganz gewiss zum Tribus
Otrytideue Sacc. unter den Mucedineen, doch muss ich gestehen,
dass ich in Verlegenheit gewesen bin, zu entscheiden, welcher Gattung
diese Art unterzubringen sei. Die Gattungen scheinen nicht genügend
Scharf “mgrenzt zu sein und der Pilz mit beinahe gleichem Recht
N Haplaria, Sporotrichum wie zu Botrytis gezählt werden zu können.
“Abbe G. BRESADOLA, dessen Urtheil ich über den Pilz eingeholt
be, theilt mir gütigst mit, dass der Pilz nach seiner Ansicht ohne
Medwigia Ba. XLIL. 1903. 6
32 Tycho Vestergren.
Zweifel am besten unter die Gattung Botrytis zu bringen sei und
am nächsten mit Botrytis densa Dirm. zu vergleichen sei.
Ramularia Vestergreniana ALuescH. in litt.
VESTERGREN, Micromycetes rariores selecti XII:299. Bot. Not. 1902
p. 171. Fig. 28—30 der Tafel.
Flecken amphigen, ziemlich gross, von 0,5 bis 1 cm im Durch-
messer, mit breitem braungefärbtem Rand, durch die zahlreichen
dichtstehenden Conidienträger-Büscheln weissmehlig, bei der Conidien-
reife aus abgestorbenem Mesofyll bestehend. Vegetatives Mycel,
aus ca. 3 « weiten Hyphen bestehend, hyalin, in dem zerstörten
Mesofyli der Flecken verbreitet. Conidienträger auf beiden Blatt-
flächen in Büscheln aus den Spaltöffnungen hervortretend, ziemlich
gerade, hyalin, unseptirt, kurz, 14-:18%X4 u. Conidien successive
vereinzelt oder je einige vereinigt an den Enden der Conidienträger
erzeugt, gerade, hyalin, cylinderförmig, beidendig abgerundet bis
abgestumpft, unseptirt oder typisch mit einer Querwand in der Mitte
(selten mit 3 Querwänden), 20—34 X4 u gross, bei der Keimung
beidendig zu langen Fäden herauswachsend.
Kielkond bei der Apotheke an lebenden Blättern von Zevisticum
officinale, 5.7. 1899. — Nach ALLESCHER kann die Art mit keiner
der früher auf Umbelliferen bekannten Ramularia-Arten vereinigt
werden. Die Ramularia Levistici OUDEM. mit »conidiis ovoideis«
scheint von vorliegender Ramularia sehr verschieden.
Fusarium osiliense Bres. et VESTERG.
VESTERGREN, Micromycetes rariores selecti X : 239.
Kergel an lebenden Blättern von Driza media. — Die Diagnose
dieser Art ist in Botaniska Notiser 1900 (Verzeichnis nebst Diagnosen
und Bemerkungen zu meinem Exsiccatenwerke »Micr. rar. sel.« Fast.
VI—X) publicirt worden.
Melanconium didymoideum VEsTEr6. n. sp.
Micr. rar. sel. XXII:544. Fig. 15—21 der Tafel.
Conidiensammlungen gewölbt, 1—2 mm breit, mit zirkelförmigem
Umkreis, in der Rinde der abgestorbenen Zweige zerstreut, von der
geschwärzten, glänzenden Oberhaut schildförmig bedeckt, schwarz
mit einem weissen, Conidien erzeugenden Hyphengewebe in der
Mitte. Conidien vereinzelt an der Spitze der Conidienträger erzeugt,
kurz zylinderförmig, beidendig abgerundet, 10—12 X 6 u gross, dunkel-
braun, diekwandig, in der Mitte ein wenig ausgerandet, mit zwei
grossen fast hyalinen, glänzenden Oeltropfen, welche, von einem Scheide
wand-gleichen Zwischenraum getrennt, bisweilen auch zusammen
fliessend, die Zelle beinahe ganz erfüllen. Conidienträger von der
Oberfläche des zentralen aus rundlichen hyalinen Zellen bestehenden
Zur Pilzflora der Insel Oesek. 83
Hyphengewebes ausgehend, unverzweigt, spärlich septirt, 30- 50X 3 u
gross, gerade, hyalin, gegen die Spitze verschmälert (da nur 15—2 u
breit).
An berindeten abgestorbenen Zweigen von Alnus incana in
der Gegend von Arensburg, 18./6, 1899,
Die Conidiensammlungen gleichen äusserlich einem Perithecium,
aber, anstatt eine besondere Perithecienwandung selbst zu bilden,
verwendet der Pilz die Oberhaut der Nährpflanze, welche von der
Conidienmasse aufgehoben wird und diese wie ein Schild bedeckt.
Gleich wie ein mit Scheitelporus versehenes Perithecium, wird auch
der deckende, geschwärzte Epidermis-Schild, wahrscheinlich durch
die Thätigkeit des zentralen conidienerzeugenden Hyphengewebes
am Scheitel durchbohrt, wodurch ein zirkelrunder, wohl begrenzter
Porus entsteht. Die schwarze Sporenmasse dringt allmählich durch
diesen Porus heraus, fliesst über die Oberhaut aus und bleibt dort
fest angeklebt bis die Conidien allmählich durch Wind und Wasser
verbreitet werden. Oft sieht man ein rundliches Klümpchen
usammengeballter Conidien in dem Scheitelporus sitzend, der
Scheitelpapille eines Peritheciums ähnlich.
Die vorliegende Form ist dem Melanconium sphaeroideum Lısk,
welches als Conidienform zu Melanconis Alni Tur. (nach Saccarno,
Sylloge fungorum I, p. 640) angesehen wird, sowohl zu ihrem äusseren
Aussehen als zu ihrem inneren Bau anscheinend völlig gleich, allein
die Conidien sind ganz anders gestaltet, wie aus obiger Beschreibung
und den Fig. 21 und 23 der Tafel hervorgeht. Während die Conidien
bei Melanconium Sphaeroideum LiNK kugelförmig, oblong oder gewöhn-
lich verkehrt eiförmig sind (vergl. Fig. 22, 23), mit einem zentralen,
Nicht allzu grossen Oeltropfen, sind sie bei Melanconium didymoideum
MıBı beinahe bisquitförmig mit zwei grossen Oeltropfen, welche den
ellraum beinahe gänzlich ausfüllen. Die neue Form kam auf der-
selben Lokalität und auf derselben Nährpflanze wie Melanconium
Phaeroideum Link vor und wurde zusammen mit diesem in dem
lauben, dass alles Melancomium sphaeroideum Link sei, von mir
eingesammelt. Erst die mikroskopische Untersuchung zeigte, dass
die Mehrzahl der eingesammelten Zweige von einer betreffs der Ge-
staltung der Conidien von Melanconium sphaeroideum Link ver-
Schiedenen Form befallen war. Die Conidiensammlungen der beiden
Formen kamen jedoch an verschiedenen Zweigen vor und in den
Conidiensammlungen der einen Form habe ich niemals Conidien,
Welche denen der anderen Form gleich waren, gefunden. Daher
habe ich auch die neue Form als besondere Species aufgestellt, da
ich einen Beweis dafür habe, dass diese nur eine zufällige Ab-
“derung des Melanconium sphaeroideum Link ist, was allerdings
Nicht völlig ausgeschlossen ist.
6*
84 ; Tycho Vestergren.
II. Arten-Verzeichniss.
Uredineen.
Aecidium Grossulariae Pers. an Blättern von 1. Ribes Grossu-
laria: Kielkond, 2. Ribes alpinum im Fichtenwalde bei Kattfel unweit
Kielkond. — Gehört zu der Gruppe Puccinia Ribesii-Caricis KL£s. coll.!)
Aecidium lactucinum LaAGeErH. et Lıinp«. an den Blättern
von Lactuca muralis im schattigen Laubwalde auf der Insel Abro
spärlich. Von J. I. Lisproru bestimmt: Vergl. J. I. LinDroTH,
Mykologische Mittheilungen I. p. 19 (Acta Societatis pro fauna et flora
fennica XX, No, 9, 1901).
Aecidium Prunellae Wınt. in ScHRÖTER, Pilze Schlesiens
p. 380. — Syn.? Uromyces Prunellae Schxeip. (Jahresb. d. Schles.
Gesellsch. 1870 p. 120). An lebenden Blättern von Prunella vulgaris:
Kielkond; Anseküll auf der Halbinsel Sworbe; auf der Insel Filsand.
Exemplare aus Kielkond sind in meinem Exsiccatenwerke Micromy-
cetes rariores selecti 7:151 vertheilt. — Die weiteren Entwickelungs-
stadien dieses Aecidiums sind unbekannt. Durch die weisse bis
schwach gelbweisse Farbe des Pseudoperidiums sowie durch hyaline
Sporen ausgezeichnet. Der vom Aecidium angegriffene Theil des
Blattes färbt sich violett. Ich habe Aecidium Prunellae auch auf
Prunella grandiflora in Schweden (auf der Insel Gotland) gefunden.
Vergl. Botaniska Notiser 1900, S. 28!
Aecidium Ranunculacearum DC. an Blättern von Ranun-
culus polyanthemos und Ranunculus auricomus bei Arensburg.
Aecidium strobilinum (Aı». et Schw.) Wirt. auf den
Schuppen dürrer abgefallener Zapfen von Picea Abies im Fichten-
walde bei Kattfel unweit Kielkond. Vergl. unter Pucciniastrum
Padi, S. 94!
Coleosporium Campanulae (Pers.) L£v. (coll.) I1,?) II an
lebenden Blättern von Campanula rapunculoides: Ovisaar. Bei Co
leosporium Campanulae findet sich eine weitgehende Trennung in
biologische Arten, deren Aecidien-Generation (Peridermium) sich auf
Kiefernadeln entwickelt. Vergl. G. WAGNER, Beitr. zur Kenntniss
der Coleosporien und der Blasenroste der Kiefern II. (Zeitschr. f.
Pflanzenkrankh. Bd. VII, H. 5, 1898); auch Ep. Fischer, Ent
wickelungsgeschichtliche Untersuchungen über Rostpilze S. 105 (Bei-
träge zur Kryptogamenflora der Schweiz Bd. 1, Heft 1. Bern 1898).
Coleosporium Euphrasiae (Schun.) Wir. II, III an lebenden
Blättern von Zuphrasia: Arensburg, Kielkond. Vergl. KLEBAHN,
Y) Vergl. z. B. H. KLEBAHN, Kulturversuche mit Rostpilzen. IX. Bericht
(1900) p. 701. (Sep. aus Jahrb. f. wissensch. Botanik, Band XXXV, Heft 4.)
2) Die zweite Generation der Coleosporien ist, wie bekannt, nicht Uredo,
sondern eine sekundäre Aecidium-Generation (Caeoma), Vergl. P. DIETEL, Unter
suchungen über Rostpilze p. 148 (Flora 74, 1891).
Zur Pilzflora der Insel Oesel. 85
Kulturversuche mit heteröcischen Rostpilzen III (Zeitschr. f. Pflanzen-
krankh. Bd. V, 1894).
Coleosporium Melampyri (REBENT.) KLeB. a. a O. I, I
an lebenden Blättern von Melampyrum pratense: Taggamois; zwischen
Kangern und Tiöllist.
Gymnoconia. interstitialis (SCHLECHT.) LAGERH. I auf
lebenden Blättern von Rubus saxatilis an mehreren Lokalitäten um
Arensburg. Vergl. LAGERHEIM, Ueber Uredineen mit variablem
Pleomorphismus S. 140. (Tromsö Museum Aarshefte 16, 1893);
Traxzscher, Kulturversuche mit Caeoma interstitiale (Hedwigia 1893,
Heft 3, S. 257); H.M. RicHarDs, On the development of the spermo-
gonium of Caeoma nitens Schw. (Proceed. of the Americ. Acad. of
Arts and Sc. 1893); DiereL in ENGLER et PranTL ‚ Nat. Pflanzenf.,
Nachträge zu I 1** ‚S. 552; Linproru, Mykologische Mittheilungen,
P. 8—10 (Acta Soc. pro fauna et flora fennica XX, No. 9, 1901);
F. C. Stewart, F.M. Rours and F.H. Haıı, A fruit-diseise survey
of western Newyork in 1900, p. 305 et 329 (Newyork Agricult. Exper.-
Station, Bull, 191, Dec. 1900).
Gymnosporangium clavariiforme (JACQ.) REES I, auf Blättern
und Früchten von Crataegus monogyna: Arensburg an mehreren
Lokalitäten; auf der Halbinsel Sworbe, 7 Werst von Arensburg;
Kergel; Mustel,
Gymnosporangium Juniperinum (L.) Frıks I (Aecidium
-ornutum Gmel.) auf lebenden Blättern von Sorbus aucuparia: auf
der Halbinsel Sworbe an mehreren Lokalitäten; Kellamäggi unweit
Arensburg; Mustel; Rootsiküll unweit Kielkond.
Gymnosporangium tremelloides R. Hart. I (Aecidium
Penicillatum OEDER) an lebenden Blättern von Pyrus malus: Anseküll;
Kielkond; Mustel,
Melampsora Lini (Pers.) Tur. II auf lebenden Stengeln und
Blättern von Zinum catharticum westlich von Arensburg; bei Kella-
mäggi in der Gegend von Arensburg; auf der Halbinsel Sworbe
7 Werst von Arensburg; Filsand; Mäpe; Mustel.
Melampsora repentis Prowr. I (Caeoma Orchidis [Marr.]
NT.) auf lebenden Blättern von 1. Habenaria conopsea beim Gute
Rootsiküll unweit Kielkond 2. Zistera ovata bei Kellamäggi unweit
Arensburg (nur ein einziges Blatt mit Caeoma). — Syn. Melampsora
Mixta (Link) Tuön. pro parte (?); Melampsora Orchidi-repentis
LEB, — Nach PLowrisHT’s!) von KLEBAHN?) bestätigten Kultur-
PFCB. PLowrigut, Heteroecismal Fungi (Journ. of the Roy. Horticultural
Society, Vol, XI, 1890, S. CIX—-CXD); PLowRi6HT, Einige Impfversuche mit
°tpilzen (Zeitschr. f. Pflanzenkrankh. Bd. I, 1891, S. 131). i
S . KrEpamn, Kulturversuche mit Rostpilzen. VII. Bericht, S. 360
Poderabdr.;aus Jahrb..£; wissensch. Botanik, Ba: XRXIV Heft 2)
86 Tycho Vestergren.
versuchen gehört Caeoma auf Orchis maculata zu einer Melampsora
(M. repentis PLowr.) auf Salix repens. Ausserdem kommt nach
KLEBAHN dieselbe Melampsora auf Salix aurita, das Caeoma auf
Orchis latifolia vor. Ohne Zweifel gehört Caeoma Orchidis auf seinen
übrigen Nährpflanzen auch in den Entwickelungskreis dieser Art,
was auch KLEBAHN vermuthet.
Melampsora Rostrupii WAGNER I |Caeoma Mercurialis (MART.)
Link] auf lebenden Blättern von Mercurialis perennis westlich von
Arensburg; Abro; Taggamois; II auf lebenden Blättern von Populus
tremula westlich von Arensburg. An der letzteren Lokalität wuchsen
zwischen den von Caeoma befallenen Mercurialis-Individuen junge
Sprosse von Populus tremula, welche auf ihrer Unterseite reichlich
mit Uredo besetzt waren. — Syn. Caeoma Mercurialis perennis
(Pers.) WINTER; Melampsora Tremulae Tur. ex parte; ? Melampsora
aecidioides (DC) Schrör. Vergl. Krerann, Kulturversuche VI,
S. 146 (Zeitschr. f. Pflanzenkrankh. Bd. IX, 1899); Kulturversuche
VIII S. 348 (Sep. aus Jahrb. f. wissensch. Botanik Bd. XXXIV,
Heft 3); Kulturversuche IX S. 688 (Sep. aus Jahrb. f. wissensch.
Botanik Bd. XXXV, Heft 4.)
Melampsora Saxifragarum (DC) Schrör. III an lebenden
Blättern und Stengeln von Sarifraga granulata bei Rootsiküll unweit
Kielkond. — Syn. Melampsora vernalis Nıssst. Vergl. SCHRÖTER,
Pilze Schlesiens S. 375; PLowrigHt, Heteroecismal Fungi (Journ.
of the Roy. Horticultural Society. Vol XII, 1890, S. CIX—CAI).
Dieret, Bemerk. über einige Rostpilze V. (Sonderabdr. aus Mittheil.
d. Thür. botan. Vereins, Neue Folge, Heft VI, 1894, p. 3).
Peridermium acicola (Warur.) P. Macn.!) (Coll.) an lebenden
Nadeln von Pinus silvestris: Kielkond. Gehört bekanntlich in den
Entwickelungskreis der Coleosporien. — Syn. Peridermium Pini
(WıLto.) Link « acicola WALLR. in Compendium Florae Germaniae.
Tom. IV, 1833, S. 262.
Phragmidium Potentillae (Pers.) Karsr.?) II auf lebenden
Blättern von 1. Potentilla argentea: NÖ von Arensburg 3 Werst
gegen Orisaar 2. Potentilla minor: Kielkond.
Phragmidium subcorticium (SCHRANK) Wint. I in der Rinde
lebender Stämme von Rosa dumetorum als grosse unregelmässige
Lager hervorbrechend: Lode bei Arensburg. — Vergl. J. MÜLLER.
Die Rostpilze der Rosa- und Rubus-Arten S. 5, Taf. I, Fig. 1-3. —
1) Vergl. P. Magnus, Dritter Beitrag zur Pilzflora von Franken S$. 23 (Abh-
d. Naturh, Ges. in Nürnberg, Bd. XII).
2) KARSTEN, Fungi Fennici 94, 593; Mycologia Fennica IV, p. 49, Helsingfof®
1879 (Bidr. t. känned. om Finl. natur och folk h. 31). Schröter (Conn, KryP
Flora von Schlesien III: 1 p. 352) schreibt unrichtig Phragmidium Potentillae Ws.
Zur Pilzflora der Insel Oesel. 87
Nach F. MÜLLER!) dürfte Phragmidium subcorticum in formae
speciales zerfallen,
Phragmidium tuberculatum J. MürL. I auf der Unterseite
lebender Blätter von Rosa glauca westlich von Arensburg. Vergl.
J. Mürter’s ang. Arb. S. 13, Taf. I, Fig. 4—6. Die Hauptunterschiede
dieser Art von Phragmidium subcorticium sind wie bekannt die
warzigen Aecidiosporen (bei Phragm. subcorticium feinstachelig).
Ausserdem fehlen die grossen Aecidienlager der Stämme und Hage-
butten, welche für Phragm subcorticium so charakteristisch sind.
Puccinia Acetosae (Sonum.) Körn. II an lebenden Blättern
und Stengeln von Rumer Acetosa auf der Halbinsel Sworbe 7 Werst
von Arensburg; Mustel,
Puccinia Aecidii Leucanthemi Ep. FıscH. I auf lebenden
Blättern und Stengeln von Chrysanthemum Leucanthemum bei Mustel in
einerLaubwiese häufig. Von dieserLokalität in meinem Exsiccatenwerke
Microm. rar. sel. 7:156 vertheilt. Die Aecidien waren von dem para-
Sitischen Hyphomyceten Tuberculina persicina (Dırm.) Sacc. reichlich
befallen (vergl. S. 116 dieser Arbeit). Die Uredo- und Teleutosporen-
Generationen der Puccinia AecidiiLeucanthemi werden nach FISCHEr’S?)
eingehenden Kulturversuchen auf Carex montana entwickelt.
Puccinia Aegopodii (Scuum.) Link auf den Blättern von
Aegopodium Podagraria an mehreren Lokalitäten in der Gegend von
Arensburg; Anseküll; Mustel.
Puccinia Agrostidis PLowr. I an Blättern von Aquilegia
vulgaris 3 Werst NÖ von Arensburg am Wege nach Orisaar; Kiel-
kond. — Syn. Aecidium Aquilegiae Pers. Die Teleutosporen werden
auf Agrostis alba und vulgaris erzeugt.?)
Puccinia Angelicae (Scnum.) Fuck. II, III an den Blättern
von Angelica silvestris: Taggamois; Mustel; Neulöwel (von dieser
Lokalität in Microm. rar, sel. 7:157),
Puccinia Arenariae (SCHUM.) SCHRÖT. auf Arenaria trinervia:
Kielkond.
Puccinia (Auteupuccinia)asperulina (JueL) LAGErH.t) I auf
der Unterseite lebender Blätter von Asperwla tinctoria massenhaft in
einer kleinen Waldung 2 Werst NÖ von Arensburg am Wege nach
Fsaar. — Syn, Aecidium asperulinum Juve.)
er
') F. MÜLLER, Versuche mit Phragmidium subcorticium. Original-Referat
Aus dem bot. Inst, Bern. (Bot. Centralbl. 83, 1900, p. 76.)
‘) Ep. Fischer, Sep. aus Bull. de l’Herb. Boiss. T. VI, No. 1, 1898, p. 11;
2 Fischer, Entwickelungsgeschichtliche Untersuchungen über Rostpilze, S. 23.
Ay, Kryptogamenflora d. Schweiz Bd. I, Heft 1. Bern 1898). ;
’ PLOwriGHT, Heteroecismal Fungi (Journ. of the Roy. Horticultural Society.
Vol, 12, 1890, 5, CIX—CXD,.
*) In VESTERGREN, Micromycetes rariores selecti 11:258. Bot. Not. 1902, p. 163.
) O. JuRL, Ueber Accidium Galii Pers. (Hedwigia Bd, XXXV, 1896, S, 194),
Puccinia bullata (PErS.) ScHrör. Il, III an Blättern von
1. Selinum lineare (= Cnidium venosum): Orisaar, 2. Aethusa Cynapium:
Mustelhoff.
Puccinia Caricis (SCHUM.) REBENT. I (Aecidium Urticae ScHuM.)
an Blättern von Urtica dioica um Arensburg an mehreren Lokalitäten;
Kergel; Sworbe.
Puccinia Carlinae Jacky!) II, III auf den beiden Blattseiten
von Carlina vulgaris: Arensburg. Es waren nur spärlich Teleu-
tosporen in einigen Uredohäufchen vorhanden. Die Uredosporen
sind, wenn trocken untersucht, mit sehr deutlichen Stacheln versehen!
Grösse der Uredosporen: 26xX 25, 26,25 X 26,25, 27,50xX 26,25, 30 X 26,
31X25 u, der Teleutosporen: 32X 29, 32,5 X 28,75, 33,75 X 27,50,
34 X 26, 34X 27, 35X 25 u. Ich nehme die Jackr’sche Bezeichnung
dieser Form auf, indem ich bemerke, dass sie weiterer mit Kultur-
versuchen verbundener Untersuchung bedarf.
Puccinia Centaureae Marr. f. spec. Jaceae (Orrtu) Jacky?)
Il, III auf lebenden Blättern von Centaurea Facea: Sworbe.
Puccinia Cirsii lanceolati Scurör. II an Blättern von Cir-
sium lanceolatum: Kielkond, Mustel. — Buß4k) und Jacky*) geben |
für die erste Generation des Puccinia Cirsii lanceolati das Fehlen
des Pseudoperidiums an. Neuerdings hat Linproru >) die Richtigkeit
der Angabe ScHröTERr’s®): »Pseudoperidium sehr locker gefügt«
bestätigt, indem er »sporenähnliche, locker verbundene Pseudoperidien-
zellen« bei dieser Art konstatirte. Die Ueberführung der Art in die
Gattung Gymnoconia LAGERH. ist daher unberechtigt.”)
Puccinia coronata Cva; KLEBAHN emend.®) I an Blättern von
Rhamnus Frangula an mehreren Lokalitäten um Arensburg; Anseküll
auf Sworbe; Kielkond.
88 Tycho Vestergren.
1) E. Jacky, Spezialisirung Compositen bewohnender Puccinien S. 289.
(Zeitschr. f. Pflanzenkrankh. 1899.)
2) JAcKY, ang. Arb. S. 331.
®) Fr. BUBAK, Resultate d. mycolog. Durchforsch. Böhmens im Jahre 18%
I, S. 9. (Sitzungsberichte d. k. böhm. Gesellsch. d. Wissensch. Mat.-naturW.
Classe 1899.)
*) JacKY, ang. Arb. S. 275.
5) J. J. Linproru, Mykologische Mittheilungen I, Ueber einige Compositen-
bewohnende Puccinien p. 8—10. (Acta Societatis pro fauna et flora fennicä,
XX, No. 9, 1901.)
6) SCHRÖTER, Pilze Schlesiens $. 317.
*) Vergl. hierüber auch P. DiETEL in EnGLER et Prantr, Natürl. Pflanzenl.
Nachtrag zu I,XX, S. 552. Vergl. auch BuUBAR, Oesterr. bot. Zeitschr. 1901, P- 9.
%) KLEBAHN, Kulturversuche (Zeitschr. f. Pflanzenkrankh. Bd. U. 189);
P. Magnus, Ein Beitrag z. Geschichte d. Unterscheidung des Kronenrostes
Gräser in mehrere Arten (Oesterr. bot, Zeitschr. LI. Jahrg., 1901, No. 3, S. 99).
pe 2
Zur Pilzflora der Insel Oesel, 89
Puccinia Crepidis tectorum (Wint.) LAGERH.!) auf Crepis
fectorum: Arensburg (Spermogonien und Aecidien); Sworbe (Aecidien),
Puccinia dioicae P. Man. I an den Blättern von 1. Cirsium
heterophyllum: Widokrug, 2. Cirsium oleraceum: Anseküll auf der
Halbinsel Sworbe, 3. Cirsium Palustre: Anseküll. Auf diesen 3 Nähr-
pflanzen in Microm. rar. sel, 7: 163, 164 von den angeführten
Lokalitäten vertheilt. — Auf Cirsium heterophyllum kommt nach
Ev. Fiscner®) auch das Aecidium zu Puceinia Caricis frigidae ED.
Fisch. vor, deren Teleutosporen - Nährpflanze jedoch auf Oesel fehlt.
Puccinia fusca (ReLuan) Wint. auf den Blättern von Anemone
"emorosa an mehreren Lokalitäten um Arensburg.
Puccinia Galiorum Link®) I auf Blättern von Gahum verum
zwischen Kergel und Arensburg 13 Werst von Arensburg, II Galium
Mollugo: Kielkond. ;
Puccinia graminis Pers. I (Aecidium Berberidis GMEL.) auf
den Blättern von Berberis vulgaris: Lode; Mustelhoff im Garten;
zwischen Kangern und Töllist. Der Aecidienwirth ist auf Oesel selten.)
Puccinia Heraclei GREYV.?) I an Blättern von Heracleum sibi-
ficum: Lode; auf Sworbe 10 Werst von Arensburg; Taggamois.
Puccinia Hieracii (Scaum.) Marr. II, III an den Blättern von
1. Hieracium umbellatum westlich von Arensburg, 2. Hieracium
Melanolepis: Mäpe, 3. Hypochoeris maculata: Taggamois, 4. Zeontodon
autumnalis: Taggamois. — Die Formen auf Hypochoeris und Leontodon
führt Jacky ang. Arb. S. 339, ohne Infektionsversuche gemacht zu
haben, als resp. Puccinia Hypochoeridis Oudem. (?) und Puccinia Leon-
todontis nov. sp. (?) auf. Dieses Verfahren, eine Art mit Namen zu
belegen, ehe sicher festgestellt worden ist, ob sie wirklich existirt,
Scheint mir unangemessen.
Puccinia Intybi (JueL) Sypow®) I spärlich an Blättern von
Crepis Praemorsa: Oio unweit Kielkond; östlich von Arensburg. —
Syn. Puccinia variabilis (GreEv.) PLowr. emend. f. Intybi Juer.’)
\) LAGERBEIM, Uredineae Herbarii Eliae Fries p. 56 (Sep. aus Tromsö
Museums Aarshefter 17, 1894.) ;
. °) En. FıscHer, Entwickelungsgeschichtliche Unters. über Rostpilze S. 13
(Beitr, z, Kryptogamenflora d. Schweiz, I, 1. Bern 1898).
‘) Vergl. ©. Juer, Ueber Accidium Galii Pers. (Hedwigia 1896, p. 197).
') €. SkortsBERG et T. VESTERGREN, Zur Kenntniss d. Veget. d. Insel Oesel
"P- 37 (Bih. t. K. Svenska Vet-Akad. Handl. Bd. 27, Afd. II, No. 7).
?) GREVILLE, Scottish Cryptogamic Flora, Vol. I, S. 42. Edinburgh 1823;
: H. et P. Sypow, Beitr. z. Pilzflora d. Insel Rügen S. 118 (Sonderabdr. aus Hed-
Wigia Bd. XXXIV, 1900); ©. JueL, Mykologische Beiträge V, S. 222 (Öfversikt
af K, Vetensk.- Akad. förhandl. Stockholm 1896, No. 3). :
‘) H. et P. Sypow, Uebersicht und Beschreibung sämmtlicher bisher auf
der Gattung Crepis gefundenen Uredineen (in »Zur Pilzflora Tirols«. Sep.-Abdr.
aus d. Oesterr. bot. Zeitschr. 1901, No. 1, p. 16). en
JO. JuRL, Myk. Beitr. V (Öfvers.afK. Vetensk.-Akad. förhandl. 1896, No. 3, p.220).
90 Tycho Vestergren.
Puccinia Lampsanae (SCHULTZ) Fuck. auf den Blättern von
Lampsana communis: 1 auf der Insel Abro; I, III NO von Arensburg.
Puccinia major Dier.‘) auf Blättern von Crefpis paludosa: 1
Arensburg in einer Laubwiese östlich von der Stadt und westlich
bei Lode in dem Eichenwalde, an beiden Lokalitäten reichlich;
Anseküll; Kielkond; UI, III reichlich bei Kasti in einer Laubwiese.
In meinem Exsiccatenwerke Microm. var. sel. 7:166 vertheilt. Syn.
Puccinia Lampsanae (ScHULTz) Fuck. v. major DiET.?)
Puccinia Menthae Pers. Ian den Stengeln, II an den Blättern
von Clinopodium vulgare: Kattfel unweit Kielkond. Dass das Aeci-
dium wirklich zu Puccinia Menthae Pers. gehört, hat KLEBAHN ex-
perimentell erwiesen.?)
Puccinia Moliniae Tur. an Blättern und Halmen von Molinia
coerulea NÖ von Arensburg am Wege nach Orisaar. Der Zusammen-
hang dieser Art mit Aecidium Melampyri Kunze et ScHm. auf
Melampyrum pratense ist von JUEL?) und Kuesann?) zweifellos er-
wiesen. Wenn die Angabe Rosrrup’s®) über den Zusammenhang
mit einem Orchideen-Aecidium und damit auch die Trennung der
Puccinia Moliniae in zwei biologischen Arten sich bestätigt, ist die
mit Aecidium Melampyri zusammenhängende Art Puccinia nemoralis
JuUEL zu benennen.
Puccinia obscura ScHröT. II auf Zugula campestris Kergel. —
PLOWRIGHT”) hat den Zusammenhang zwischen Puccinia obscura und
Aecidium Bellidis (DC) Tnüm. entdeckt. Prof. Dr. G. LAGERHEIM
theilt mir mit, dass er in Portugal Puccinia obscura und Aecidium
Bellidis in solcher Weise zusammenwachsend gesehen habe, dass es
wahrscheinlich war, dass die beiden Formen in genetischem Zusammen-
hang standen. Um so auffälliger ist es nun, dass diejenige Puceinia
obscura, welche ich in Schweden und auf Oesel beobachtet habe,
nie von Aecidium Bellidis begleitet gewesen. Bellis perennis ist auf
Oesel nur an zwei Lokalitäten gefunden.®) Auf Gotland dagegen,
') P. Dieter, Bemerkungen über einige Rostpilze III (Mitth, d. Thür. Bot.
Vereins, Neue Folge, Heft VI, 1894).
®) P. DiETEL in Hedwigia 1888, p. 303,
°) KLEBAHN, Kulturversuche mit heteröcischen Rostpilzen, V. Bericht (Zeit-
schrift f. Pflanzenkrankh. Bd. VI, 1896, S. 334); VI, Bericht (in Bd. VII, 18%,
S. 28).
4) JuEL, Öfvers. af k. Vetenskaps-Akad. förhandl, Stockholm 1894, No. 9
°) KLEBAHN, Kulturversuche VII. Bericht, S. 462 (Sep. aus Jahrb. f. wissensch.
Botanik, Bd. XXXIV, Heft 8);
°) E. RoSTRUP, Om en genetisk forbindelse imellem Pucc. Moliniae TUL-
og Aecidium Orchidearum Desm. (Botan. Tidsskr. 2 Raekke. 4 Bind. 1874).
‘) CHARLES B. PLOWRIGHT, A monograph of the British Uredineae, S. 17%
London 1889,
°) SKOTTSBERG ct VESTERGREN, ang. Arb. S. 9,
Zur Pilzflora der Insel Oesel. 91
wo ich das Auftreten der Puccinia obscura am besten kenne, ist
Bellis perennis eine der häufigsten Pflanzen, Puccinia obscura ist dort
auf Luzula campestris nicht selten, nirgends trifft man aber Aecidium
Bellidis. Ohne Zweifel ist unsere Puccinia obscura von PLowriGHT’s
wenigstens in ihrem biologischen Verhalten verschieden.!) Hier mag
auch erinnert werden, was LAGERHEIM?) über das Auftreten von
Puccinia obscura bei Freiburg i. B. sagt: »Auf Luzula maxima beim
Waldsee; bildet selten Teleutosporen, sondern überwintert gewöhn-
lich durch die Uredosporen«. Auch O. JueL?) fand von dieser Art
nur Uredosporen auf Luzula spicata bei Röisheim in Norwegen.
Puccinia paludosa PLowr, I (Aecidium Pedicularis Lisosch.)
an Blättern von Pedieularis palustris auf Sworbe 10 Werst von
Arensburg. — Teleutosporen auf Carex vulgaris nach PLOWRIGHT,
British Uredineae S. 174.
Puccinia Phragmitis (Scnum.) Körn. I (Aecidium rubellum
GuEL.) an Blättern von 1. Rumex Alydrolapathum auf Sworbe, 2. Rumex
erispus: Arensburg am Wege nach Lode. — Cfr. C. B. PLowrıicur,
On the life history of the Dock Aecidium (Proceed. of the Roy.
Society, vol. 36, No. 228, 22. Nov. 1883, London 1884, p. 47).
Puccinia Pimpinellae (Strauss) Lie. I an Blättern von
Pimpinella Saxifraga auf der Halbinsel Sworbe unweit Anseküll;
II, III an Blättern von Pimpinella nigra: Masick.
‘) Ein analoges Beispiel liefert Melampsorella Caryophyllaccarum, die nach
FISCHER’S von KLEBAHN und v. TUBEUF neuerdings bestätigten Versuchen mit
Aecidium elatinum zusammenhängt: sie ist in Schweden nicht selten, obgleich
das Aecidium hier gänzlich fehlt, ich habe sie z. B. auf Gotland auf Cerastium
arvense und Stellaria graminca an mehreren Orten gesehen. Von Melampsoridium
betulinum fand ich Uredo auf Betula odorata im vorigen Sommer in Lappland
(Lule Lappmark’s Nadelholzregion, Lulleketjemorkan unweit Jokkmokk) obgleich
die Lärche dort fehlt; in derselben Gegend finde ich, dass die Art von
LAGERHEIM im Sommer 1883 gefunden ist: auf Betula odorata bei Vuollerim
und Niavve (G. LAGERHEIM, Algologiska und mykologiska auteckningar fran en
botanisk resa i Lulea Lappmark Öfvers af K. Vet.-Akad. förhandl. 1884, No. 1,
Stockholm). Auch auf Betula nana ist Mel. betulinum im nördlichen Skandi-
Navien gefunden: von JoHanson in Jemtland (VESTERGREN, Microm rar. sel.
16:378), von LaGrrueim bei Tromsö im arktischen Norwegen (nach mündl.
Mittheil) und bei Jokkmokk im schwedischen Lappland (LAGERHEIM I. c. p. 115.)
Auf Gotland ist die Lärche selten angepflanzt (ich habe sie dort nie von
Aecidien befallen gesehen), jedoch ist Melampsoridium betulinum, besonders
auf jungen Sprossen von Betula odorata* pubescens häufig, ich erinnere mich
Speziell das Melampsoridium an Lokalitäten gesehen zu haben, welche meilen-
weit von angepflanzten Lärchen entfernt waren.
°) G. LAGERHEIM, Neue Beiträge zur Pilzflora von Freiburg und Umgebung,
P. #2 (Mitth. d. Badischen Bot. Vereins 1888). 3
‘) O. JuEL, Mykologische Beiträge I p. 415 (Öfvers. af K. Vet.-Akad.
förhandl, Stockholm 1804, No. 8)
92 Tycho Vestergren.
Puccinia praecox Bus.!) I, II auf den Blättern von Crepis
biennis NO von Arensburg 3 Werst gegen Orisaar. Vom Autor be-
stimmt. In Microm rar. sel. 11:264a, 265 von obiger Lokalität
vertheilt.
Puccinia Prenanthis (Pers.) Linor. II an Blättern von
Lactuca muralis: Kielkond. Ueber diese Art vergl. LinDroTH, Mykolog.
Mittheilungen I: Ueber einige Compositen bewohnende Puccinien
(Acta Soc. pro fauna et flora fennica XX, No. 9, 1901).
Puccinia Pringsheimiana Krk». I an Blättern von 1. Ribes
Grossularia: Kielkond; 2. Ribes alpinum: Kattfel unweit Kielkond im
Fichtenwalde. Ä
Puccinia Pulsatillae Rosrrup?) an Blättern von Plsatilla
Pratensis: Kielkond (4. Juli); Mäpe (13. Juli). — Die Art ist nach
BuBAK®) durch grössere, grobwarzigere Sporen, deren Zellen nicht
kuglig, sondern elliptisch bis länglich sind (besonders die Basalzelle)
sowie durch spätere Entwickelungszeit von Puccinia fusca (RELE.)
Wint. verschieden.
Puccinia Scorzonerae (Schum.) JUEL,*) primäre Uredo auf
Blättern von Scorzonera humilis 7 Werst von Arensburg am Wege
nach Sworbe. — Unter seiner »Puccinia Scorzonerae (Scnum.)« hat
Jacky?) zwei verschiedene Species zu einer Eupuccinia zusammen-
gebracht. Die eine Art, die ich nur auf Scorzonera humilis kenne,
ist am nächsten zu Puccinia Hieracii coll. zu zählen (was auch
SCHRÖTER®) ganz richtig macht), jedoch giebt es bei dieser Form
nach JuUEL von Puccinia Hieracii kleine morphologische Unterschiede:
»die Teleutosporen sind ein wenig grösser als bei Puccinia Hieracii
und etwas deutlicher warzig« (JuEL ang. Arb. S. 222). Diese Art,
die zu dem Namen Uredo Scorzonerae Scuum. wohl die berechtigste
ist, hat Pykniden (nach JvEL), primäre Uredo, sekundäre Uredo
und Teleutosporen ganz wie Puccinia Hieracii, sie ist daher eine
Brachypuceinia. Das von Jacky beschriebene Aecidium auf Scorzonera:
»das Mycel durchwuchert die ganzen Sprosse, die dadurch deformirt
werden, Die Aecidien sind über die ganze Blattfläche zerstreut,
!) Fr. BUBAK, Ueber die Uredineen, welche in Europa auf Crepis-Arten
vorkommen (Sonderabdr. aus d. XXXVI. Bande d, Verh. d. naturf, Ver. in
Brünn).
y. RosTruP in Cat. d. Plantes, que la Soc, bot. d. Copenhague peut distribuer
en print. 1881, p. 1 (solum nomen).
®) Fr. BUBAK in VESTERGREN, Micromycetes rariores selecti 13: 316.
‘) ©. Juer, Mykologische Beiträge V S. 222 (Öfversikt af K. Vetensk.-Akad.
förhandlingar. Stockholm 1896. No. 3).
°) E. Jacky, Die Compositen bewohnenden Puccinien vom Typus der
Puccinia Hieracii und deren Spezialisirung (Zeitschr. f. Planzenkrankh. Bd. 9
1899, S. 284.).
°) SCHRÖTER in CoHn, Krypt.-Fl. von Schlesien IT: 1, 5.2334,
Zur Pilzflora der Insel Oesel. 93
auch an Stengeln und Hüllblättern — —« gehört mit Sicherheit nicht
zu oben erwähnter Art, wahrscheinlich zu einer Pucciniopsis, die
Puccinia Tragopogi nahe steht. Ein zweites Scorzonera - Aecidium
ist Aecidium Scorzonerae Lagern, !) auf Scorzonera angustifolia aus
Frankreich,
Puccinia Smilacearum-Digraphidis (Sopp.) Kres. I auf
Paris quadrifolia, Majanthemum bifolium, Convallaria majalis, alle drei
Nährpflanzen auf einer Stelle nahe zusammenstehend, in einer Laub-
wiese bei Arensburg unweit des Friedhofs. Vergl. Kresann’s Zu-
sammenstellung der Puccinia-Arten auf Phalaris arundinacea vom
Typus der Pucc. sessilis SCHNEID, in Kulturversuche mit Rostpilzen
VII. Bericht (1899) p. 401. (Jahrb. f. wissensch. Bot. Bd. 34, Heft 3.)
Puccinia suaveolens (Pers.) Rostr. an mehreren Lokalitäten
um Arensburg; Anseküll; Kielkond an mehreren Stellen; Mustel.
Puccinia Taraxaci PLowr. auf Blättern von Taraxacum
ffieinale: Kellamäggi bei Arensburg; Kielkond an mehreren Stellen;
Taggamois. “
Pucecinia tenuistipes Rosık. (nec OPpız?) I an Blättern von
Centaurea Facea um Arensburg im Juni häufig; Kielkond an mehreren
Stellen; Anseküll; auf nördl. Sworbe häufig; Kergel an mehreren
Stellen. — In Microm rar. sel. 7:172 vertheilt, Dieses auf Oesel
So häufige Aecidium habe ich vergebens auf Gotland gesucht. Nach
einer kurzen Angabe von SCHRÖTER?) soll das Aecidium mit der
von Rostrup an derselben Stelle?) beschriebenen Puccinia tenuistipes
auf Carex muricata zusammenhängen.
Puccinia Thlaspeos Schup,. an Blättern von Arabis hirsuta an
Mehreren Stellen in der Gegend um Arensburg; 10 Werst von Arens-
burg am Wege nach Sworbe; Mäpe und Oio unweit Kielkond; Mustel.
In Microm. rar. selecti 7:173 vertheilt,
Puccinia uliginosa JueL. I (Aecidium Parnassiae [Senzecnr.]
RaBeEnn. [p. p.?] auf Blättern von Zarnassia palustris: Seppa bei
Arensburg. Nach Juer’s‘) von KLesann®) bestätigten Versuchen
gehört dieses Aecidium zu Puccinia uliginosa JuUEL auf Carex Gooden-
Pughii (—C. vulgaris).
Mus 6, LAGERHEIM, Uredineae Herbarii Eliae Fries S. 105 (Sep. aus »Tromsö
"NSeums Aarshefter« 17. 1894. Tromsö 1895).
°) Vergl. Saccarno, Sylloge fungorum VI, S. 735. :
*) SCHRÖTER, Die Pilze in Coun, Krypt.-Flora von Schlesien III:1 S. 329
Anm.:« Ich erhielt seit 1885 öfter durch Aussaat der Puccinia-auf Centaurea
das Aecidium.«
‘) O. JurL, Mykologische Beiträge I, S. 409 (Öfversikt af K. Vetenskaps-
a förhandlingar 1894, No. 8); Mykologische Beiträge V, S. 214 (Öfversikt etc.
. 3, 1896),
£ pa °) H. Ee Kulturversuche mit heteröcischen Rostpilzen, IV (Zeitschr.
' „Fanzenkrankh, V, 1895).
94 Tycho Vestergren.
Puccinia variabilis (Grev.) PLowr. emend.') I, II an Blättern
von Taraxacum palustre: Oio unweit Kielkond (in meinem Exsiccaten-
werke Microm. rar. sel. 7:175 von dieser Lokalität vertheilt); Mustel.
— Ueber den anatomischen Unterschied zwischen den Aecidien dieser
Art und denen der heteröcischen Puccinia silvatica SCHRÖT., beide
auf Taraxacum, siehe O. JueL, Mykol. Beiträge V, S. 218 (Öfvers.
af K. Vetensk.-Akad. förhandlingar 1896, No. 3. Stockholm.)
Puccinia Violae (Schum.) DC. I an Blättern von 1. Viola hirta:
Arensburg am Friedhof, 2. Viola mirabilis an derselben Lokalität
und bei Lode, 3. Viola Riviniana: Arensburg am Friedhof; II, I
an Blättern von 1. V%ola Riviniana: Kergel, 2. Viola canina: Mustel.
Pucciniastrum Padi (Kze. et Scham.) Drer.?) II an Blättern
von Prunus Padus: Seppa bei Arensburg; Rootsiküll bei Kielkond;
Orisaar. — Durch Infektionsversuche ist es v. TuBEur*) gelungen,
die Vermuthung KLeganx’st) über den Zusammenhang dieser Art
mit Aecidium strobilinum (Ars. et Schw.) Wınr. auf Fichtenzapfen
zu bestätigen. (Vergl. p. 84 dieser Arbeit.) — Synonymen dieser Art
sind: Uredo Padi Kze. et Scum. 1817; Melampsora Padi Wint., Die
Pilze in Ragenn. Krypt. Fl. I:1 p. 244; Erysibe areolata WALLR.
Fl. crypt. Germaniae 1831—33; Pucciniastrum areolatum OTTH in
WAaRrTN, et ScHexk, Schweiz. Krypt. n. 521 (sec. SaccarDo, Syll. vo,
p. 764); Thecopsora areolata P. Macn. in Sitzungsber. d. Naturf.
Freunde zu Berlin von 20./4. 1875 (Hedwigia 1875 p. 123; Bot. Zeit,
1875 p. 502).
Pucciniastrum Polypodii (Prrs.) Diet.) II an Blättern von
Cystopteris fragilis: Mustel. — Syn. Uredo Polypodii (Pıxs.) DC. —
Vergl. P. DiereL, Ueber Uredo Polypodii (Pıxs.) (Oesterr. Bot.
Zeitsch. 1894, No. 2.); B. M. Dussar, Variability in the spores of
Uredo Polypodii (Pers.) DC. (Proc. of the Americ. Acad. of Arts
und Sciences, 1894, p. 396.)
Pucciniastrum Pyrolae (GMELIN p.p.) Dirr.?) II an Blättern
von Pyrola chlorantha: Widuberg. — Synonymen sind: ‚Aecidium
1) CHARLES B. PLOWRIGHT, A monograph of the british Uredineae and Usti-
lagineae, p. 150 London 1889,
2) Vergl. P. DiETEL, Uredinales in En6L. et PRAnTL, Natürl. Pflanzenfam.
1:1: #70:D. 47.
°) v. Tuseur, Vorl. Mittheil. über Infektionsvers. mit Aecidium strobilinum
(Centralbl. f. Bakteriologie. Zweite Abth., VI. Bd., p. 428). Derselbe, Kleinere
Mittheilungen und Notizen (Arbeiten aus der biol. Abth. d. k. Gesundheitsamts,
Bd. II, Heft 2, Berlin 1901).
*) H. KLEBAHN, Kulturversuche mit Rostpilzen, IX. Bericht, S. 695 (SEP:
aus Jahrb, f. wiss. Bot., Bd. XXXV, Heft 4),
. 5) P. Dietet, Ueber die Teleutosporenform der Uredo Polypodi (Pers.
(Hedwigia 1899, p. [259)).
ae IE a ES a0 Se den PS ng 2 Rat sinn = 3 Sr „Ente EEE Eng Zune a En a en a Ar
Zur Pilzflora der Insel Oesel. 95
Pyrolae GMmELIN (p. p.)') in Linx£, Syst. Nat. II, p. 1473, 13, Auflage,
herausgeg. v. GMELIN; Uredo Pyrolae Martıus; Melampsora Pirolae
SCHRÖTER in CoHN, Krypt. Fl. v. Schlesien III: 1, p. 366; Thecopsora
Pyrolae KARSTEN, Mycologia fennica IV, p. 59. Helsingfors 1879
(Bidr. t. känned. om Finl. nat. o. folk, häft. 31.)
Pucciniastrum Vacciniorum (Link) LAGErH.?) II an Blättern
von Vaccinium Vitis idaca: Kergel. — Syn. Caeoma Vacciniorum
Link 1824; Melampsora Vaccinii Wınt. Die Pilze in RABENBH.
Krypt.-Fl. I:1 p. 244; Thecopsora? Vacciniorum Karsten, Mycologia
fennica IV, p. 59. Helsingfors 1879.
Triphragmium Filipendulae (Lasch) PAssEr., primäre Uredo
früher als Aecidium angesehen) an Blättern von Spiraea Filipendula
an mehreren Lokalitäten um Arensburg; Kergel; Mustel.
Triphragmium Ulmariae (ScHhum.) Link an Blättern von
Spiraea Ulmaria a) primäre Uredo: Lode und Seppa bei Arensburg;
Kergel; Mustel; b) II, III: zwischen Kangern und Töllist.
Uromyces Acetosae ScHrör. I, II an Blättern von Rumex
Acetosa an den Sanddünen am Wege nach Sworbe 9,5 Werst von
Arensburg.
Uromyces Alchemillae (Pers.) ScHrör.?) II, (III spärlich)
an Blättern von Alchemilla vulgaris* pubescens östlich von Arensburg. —
n
Syn. Trachyspora Alchemillae Fucker in Bot. Zeitung 1861, No. 35
S. 250,
Uromyces Behenis (DC.) Une. Ian Blättern von Silene inflata:
Kielkond; Orisaar.
Uromyces Fabae (Pexs.) Day Il an Blättern von 1. Vieia sepium:
Mustel, 2, Orobus vernus: Neulöwel; Kielkond an mehreren Lokalitäten.
Uromyces Geranii (DC.) Orrn.t) U, III an Blättern von
Geranium stlvaticum: Kielkond.
a
') GMELIN führt nur folgendes als Beschreibung an: Aecidium sparsum
depressum luteum, seminibus concoloribus PErsoon. Dies kann sowohl Puccini:
astrum Pyrolae als Chrysomyxa Pyrolae berücksichtigen, Wenn überhaupt GMELIN
als Autor in diesem Falle anzuführen ist, ist er bei den beiden Arten pro parte
zu zitiren,
) G. Lagerueım, Uredincae Herbarii Eliae Fries, p. 98 (Sep. aus Tromsö
Mus, Aarsh, 17. 1894. Tromsö 1895), x
3) Wie unzuverlässig die Synonymik bei DE Tonı, Sylloge Ustilaginearum
et Uredinearum (SACCARDO, Syll. fung. VII) allzu oft ist, geht bei dieser Art
"echt deutlich hervor. DE Tonı zitirt: Uromyces Alchemillae (PErs.) Fuck.
öt. Zeit. 1861, n. 35, dort stellt aber FUCKEL von PERSOoON’s Uredo Alchemillae
die Gattung Trachyspora auf, indem er den Pilz Trachyspora Alchemillae Fuck.
"ennt, Weiter: Trachyspora Alchemillae Scurör. Brandp. p. 10, was auch falsch
2ltirt sein muss, denn der Name Trachyspora Alchemillae ist von FUCKEL ge-
geben, dagegen rührt der jetzige Name Uromyces Alchemillae von SCHRÖTER
her (nach seiner Angabe in Conn, Krypt. Fl. von Schles. III:ı S. 350).
‘) Orte in WARTM.-SCHENK, Schweiz. Krypt. n. 401.
96 Tycho Vestergren.
Uromyces Kabatianus BusAk I an Blättern von Geranium
molle auf Sworbe am Wege nach Anseküll, 15 Werst von Arens-
burg. — Ohne Zweifel ist dieses Aecidium dem neuen Uromyces
Kabatianus Bus4Ak!) auf Geranium pyrenaicum zuzuzählen. Die
Pseudoperidien stehen wenige zusammen in kleinen Gruppen..auf
der Blattunterseite ohne Hypertrophien hervorzurufen, auf den Blatt- _
stielen und Stengeln treten etwas grössere, ein wenig hypertrophierte
Aecidienlager auf.
Uromyces minor SCHRÖT. an Blättern von 7rifolium montanum,
I westlich von Arensburg; zwischen Arensburg und Anseküll auf
Sworbe, 7 Werst von Arensburg; Kergel, III: Kielkond.
Uromyces Poae RABEnH. I an Blättern von Fiaria verna:
Lode bei Arensburg; II, III an Blättern von oa trivialis in einer
Laubwiese bei Mustel reichlich. — Uromyces Poae RarnH. auf Poa
trivialis, pratensis und annua entwickelt nach PLowRIGHT sein
Aecidium auf Ranunculus Ficaria, repens und bulbosus. Vielleicht ist
jedoch nach PLowrısHt?) diese Form auf Poa trivialis eine besondere
Species, mit ihr Aecidium auf Ranunculus repens, während die Form
auf Poa pratensis mit dem Aecidium auf Ficaria zusammenhängt.
Uromyces Polygoni (Pers.) Fuck. II an Blättern von Polygonum
aviculare: Anseküll; Mustel.
Uromyces Scrophulariae (DC) Berk. et Br. I, Il an
Blättern und Stengeln von Scrophularia nodosa: Kielkond; zwischen
Kangern und Töllist.
Uromyces Trifolii (Hepw.) L£v. I an Blättern von Trafolium
repens: Kielkond; Kergel. — Obgleich die Art auf einer Mehrzahl
Trifolien vorkommt, ist ihr Aecidium nur auf Trifolium repens, wo
es nicht selten auch im Flachlande vorkommt, auf Trifolium incar-
natum und sehr selten auf T. pratense und hybridum gefunden.?)
Ustilagineen (incl. Tilletiineen).
Cintractia Caricis (Pers.) MaGn.*) in den Fruchtknoten von
1. Carex panicea: Widu.; 2. Carex pilulifera: Kergel.
Entyloma Ranunculi (Boxorp.) Scarör. an Blättern von
1. Ranunculus bulbosus: Arensburg, 3 Werst von der Stadt am Wege
. 4) Fr. BuUBAK in T. VESTERGREN, Micromycetes rariores selecti 16 : 388.
2) C. B. PLOWRIGHT, British Uredineae and Ustilagineae, p. 132. London 1889.
®) LAGERHEIM, Ueber Uredineen mit variablem Pleomorphismus pP. 136
(Sep. aus Tromsö Mus. Aarsheft. 16. 1893); DiETEL in Sitzungsber. d. Naturl.
Ges. zu Leipzig 1888-89; Dieter, Ueber Rostpilze mit wiederholter Aeccidien-
bildung p. 402 (Flora 91, 1895); DiETEL, Uredinales in EnGL. et PRANTE Natürl.
Pflanzenfam. 1:1**, p. 56; Miss. J. K. HowELL, Trimorphism in Uromyces
Trifolii (Bot. Gazette XV [1890] p. 228).
4) P. Magnus, Die Ustilagineen d. Provinz Brandenburg, p. 78 (Abh. d. Bot.
Vereins d. Prov. Brandenburg, XXXVI).
ee |
Beiblatt zur „Hedwigia“
fi
Kleinere Mitteilungen, Repertorium der
Band Ru März. 1908. Nr. 2.
A. Kleinere Mitteilungen.
Beiträge zur Moosflora des Fichtelgebirges.
Von W. Mönk emeyer, Botanischer Garten, Leipzig.
Auf dem Schloßberge zu Berneck ist dem bekanntesten und be-
deutendsten Moosforscher des F ichtelgebirges ein einfaches Denkmal
&esetzt, welches besagt, daß Christian Heinrich Funck 1772 zu Wun-
siedel geboren und 1839 zu Gefrees gestorben ist. Lange Jahre
hindurch waren die Früchte seiner unermüdlichen Tätigkeit der ein-
zige Anhalt für den Bryologen, welcher sich ein Bild von der
interessanten Moosflora jenes Gebietes machen wollte. Laurer er-
weiterte durch manche interessante Funde die Kenntnis der Moose
dieses Gebietes, besondere Verdienste haben ferner Walther und
Molendo, deren Resultate in »Bayerns Laubmoose« niedergelegt sind.
Erst in der neuesten Zeit wird das Fichtelgebirge von Bryologen
wieder mehr besucht und durchwandert und eine Durchforschung
desselben ist noch sehr lohnend. Landschaftlich ist das Gebirge
von hohem Reize, prächtige Fichten- und Tannenbestände, seltener
durch Laubholz unterbrochen, bedecken das Gebirge, prachtvolle,
quellengesättigte Bergwiesen mit unzähligen Teichen, die Augen der
Landschaft, machen das Landschaftsbild zu einem sehr anmutigen.
!e Wiesen sind meist sehr torfig, im Fichtelseemoore, in der Hölle
bei Weißenstadt, im Zeitelmoos bei Wunsiedel finden wir weit aus-
gedehnte Torfmoore mit einer interessanten Moos- und Phanerogamen-
flora, Fehlen dem Gebirge auch größere Flüsse, überall treffen wir
wasserreiche Schluchten und Täler, Quelle reiht sich an Quelle,
Jain, Eger, Naab und Saale haben dort ihren Ursprung, um von
dort dem Schwarzen Meere oder der Nordsee zuzueilen. i
Geologisch baut sich der größte Teil des Gebirges aus Granit
auf, Kalk findet sich fast nur in den Vorbergen. x 2
as eigentliche Fichtelgebirge beginnt bei einer ungefähren Höhe
nn 500 m über dem Meere und erhebt sich mit seinem höchsten
Punkte, dem Gipfel des Schneeberges, bis auf ca. 1050 m. :
Ich hatte Gelegenheit, im Juli vorigen Jahres ca. 3 Wochen hin-
ürch im Fichtelgebirge zu verweilen, leider war das Wetter für
\sflüge vielfach dermaßen ungünstig, daß ich nur das Gebiet der
Wsenburg bei Wunsiedel, das Gebiet von Bischofsgrün mit dem
Maheliegenden Schneeberge, Ochsenkopf, Rudolfstein und dem
Ichtelseemoore und das Gebiet des Waldsteins genauer durch-
Oschen konnte. Die Resultate an für das Gebiet neuen Arten und
5*
-
der Nachweis neuer Standorte seltenerer Arten veranlassen mich, meine
diesjährigen Resultate bekannt zu geben, hoffend, dieselben später
durch weitere Besuche vervollständigen zu können. Die Bestimmungen
der Laubmoose habe ich selbst ausgeführt; bei den Lebermoosen war
Herr Prof. Dr. V. Schiffner in Wien so gütig, meine Bestimmungen
zu revidieren und teilweise zu berichtigen, wofür ich genanntem
Herrn auch an dieser Stelle meinen Dank ausspreche.
Von bemerkenswerten Erscheinungen unter den
(68)
Lebermoosen
sind folgende (z. T. neue) zu verzeichnen:
Marsupella emarginata Dum. In mannigfachen Formen im Ge-
biete verbreitet, z. B. im Maintale bei Bischofsgrün, in quelligen
Chausseegräben am Schneeberge, an Felsen des Rudolfsteins und
Waldsteins.
M. Funckii Dum. Häufig im Gebiete, z. B. auf festen Waldwegen
bei Bischofsgrün.
Nardia scalaris Gray var. rivularis Lindb. In quelligen Chaussee
gräben am Schneeberge.
N. crenulata Lindb. Reich fruchtend am Ochsenkopfe und am
Waldsteine.
Aplozia tersa Bernet. An quelligen Orten in der Hölle unweit
Weißenstadt.
Lophozia alpestris (Schleich.). Verbreitet an der Luisenburg und
der Felsenstraße bei Bischofsgrün; die Var. latior Nees an Felsen
des Rudolfsteins. ;
L. gracilis Steph. In sehr schönen Rasen an den Hügelfelsen bei
Bischofsgrün, an der Felsenstraße und dem Rudolfsteine.
L. Floerckei (W. et M.) var. Baueriana Schffn. An Felsen der
Felsenstraße bei Bischofsgrün, am Rudolfsteine und Waldsteine.
L. incisa (Schrad.). Häufig im Maintale bei Bischofsgrün.
L. ventricosa (Dicks.). Im Gebiete sehr verbreitet, z. B. an der
Felsenstraße und an den Hügelfelsen bei Bischofsgrün.
Anastrepta orcadensis Schffn. An Felsen der Felsenstraße, auch
in einer sehr kleinen Form.
Sphenolobus minutus Steph. In sehr schönen reinen Rasen an
den Hügelfelsen bei Bischofsgrün, auch sonst verbreitet.
Mylia anomala S. F. Gray. Sehr häufig im Fichtelseemoore.
Lophocolea cuspidata Limpr. An Felsen der Luisenburg.
Chiloscyphus polyanthus Corda var. erectus Schffn. In einem
mergeligen Sumpfloche auf einer Wiese am Waldsteine. ;
Ch. pallescens Nees. Im Maintale bei Bischofsgrün. In einer
interessanten untergetauchten Form an der Luisenburg, in der
Nähe des Wirtshauses.
Bazzania triangularis Schleich. In reinen, prachtvollen Rasen
an der Felsenstraße, ferner an den Weißmainfelsen, Semmelfelsen,
überhaupt ziemlich verbreitet.
Ptilidium pulcherrimum Lindb. Verbreitet, z. B. an den Hügel-
felsen bei Bischofsgrün.
Scapania umbrosa Nees. Im Maintale bei Bischofsgrün.
Si ee C. Müll. Frib. In quelligen Chausseegräben am Schne®‘
erge.
(60)
S. alata Kalaas. An der Felsenstrafße bei Bischofsgrün,
S. dentata Dum. n. var. obtusiloba Schffn. in litt. Eine inter-
loche der Luisenburg fand, welche von Herrn Prof. Schiffner ge-
legentlich beschrieben werden wird,
Madotheca rivularis Nees var. simplicior Zett. (= M. Levieri
Jack et Steph.).. An Granitfelsen der Luisenburg.
Lejeunea serpyllifolia Lib. An Granitfelsen der Luisenburg und
des Waldsteins.
Unter den oben aufgeführten Lebermoosen dürften Lophozia
Floerckei var, Baueriana, Lophocolea cuspidata, Chiloscyphus polyan-
thus erectus, Scapania paludosa, S, alata, S. dentata var. obtusiloba
und Madotheca rivularis var. simplicior für das Gebiet neu sein,
Jedenfalls werden aber im F ichtelgebirge noch eine Reihe interessanter
Arten und Formen aufzufinden sein, da die Lebermoose von den
Bryologen, welche dieses Gebiet durchforschten, im allgemeinen
etwas vernachlässigt wurden,
Laubmoose.
Sphagna. Die ausgedehnten Torfmoore, die quelligen Wiesen und
Schluchten bedingen im Fichtelgebirge eine sehr reiche Torfmoos-
flora, deren Ergebnisse ich im nächsten Jahre zu geben gedenke.
Andreaea petrophila Ehrh. In mannigfachen Varietäten im Ge-
birge verbreitet, so var. gracilis Br. eur. an den Hügelfelsen bei
Bischofsgrün, var. pygmaea Br. eur. am Ochsenkopfe, var. rupestris
Wallr. am Rudolfsteine. $
A. Rothii Mohr. Am Rudolfsteine und Waldsteine von mir ge-
sammelt, aber bereits von dort bekannt.
ynodontium polycarpum Schpr. Sehr häufig, z. B. an der
Luisenburg, an der Felsenstraße, den Hügelfelsen, dem Rudolf-
Steine u. s, w.
‚Strumiferum de Not. Außer am Rudolfsteine im Maintale unter-
halb Bischofsgrün von mir gefunden, weit seltener als voriges.
ICranella rufescens Schpr. Auf Torfwiesen bei Weißenstadt
und Bischofsgrün.
- Subulata Schpr. Bei Lütgenreuth unweit Berneck.
Cerviculata Schpr. Sehr verbreitet auf den Torfmooren des
Fichtelsees und der Hölle bei Weißenstadt. :
‚anum montanum Hedw. Auf Granit der Luisenburg und
ei Bischofsgrün verbreitet.
r ergeri Bland. Im Torfmoore des Fichtelsees.
“Mmpylopus flexuosus Brid. var. zonatus Limpr. In pracht-
vollen, goldglänzenden Rasen an der Felsenstraße bei Bischofsgrün,
Wo es in großer Ausdehnung die Felsblöcke überzieht.
!Cranodontium longirostre Schpr. var. alpinum Milde. An
‚Wellig-torfigen Abhängen im Maintale bei Bischofsgrün. ;
"SSidens osmundoides Hedw. Häufig auf Sumpfwiesen bei
Bischofsgrün, i
Wehydontium trichodes Bruch. Auf Granit an den Bierkellern
bei Bischofsgrün.
„ichum vaginans Hpe. In Gräben unterhalb des Ochsen-
Opfes,
(70)
Tortella tortuosa Limpr. var. fragilifolia Ju. An Felsen des
Rudolisteins.
Schistidium gracile Limpr. An Felsen des Waldsteins.
Sch. confertum (Funck) Br. eur. Auf Diabas des Bernecker Schloß-
berges, dem klassischen Standorte, verbreitet.
Racomitrium affine Lindb. Auf Granit am Ochsenkopfe.
Schistostega osmundacea Mohr. Sehr verbreitet im Fichtel-
gebirge, z. B. auf der Luisenburg, am Ochsenkopfe, bei Bischofs-
grün, auf dem Gipfel des Schneeberges in den Ritzen des Aus-
sichtsturmes, am Waldsteine. Besonders schön und massenhaft
auf der Luisenburg, woselbst das Protonema in großen Flächen
die Höhlungen der Felsen bedeckt und durch Gitter geschützt
wird. Neben der Leuchtalge wird das Leuchtmoos den Besuchern
als besondere Seltenheit von den Führern gezeigt.
Splachnum sphaericumL. fil. und Spl. ampullaceum L. fand
ich prachtvoll fruchtend im Fichtelseemoore. Beide Arten sind im
Gebiete selten, obwohl geeignete Wohnplätze reichlich vorhanden
sind. Beide Arten scheinen seit Funck dort nicht wieder be-
obachtet zu sein.
Discelium nudum Brid. wurde von A. Schwab auf Lehmboden
eines Hohlweges bei Ebnath im April 1902 aufgefunden. Ich er-
hielt Exemplare durch Herrn Dr. Jg. Familler, welcher einen Teil
der Moose des Fichtelgebirges, speziell die Umgebung von Ebnath,
in seiner Zusammenstellung der in der Umgebung von Regensburg
une in der gesamten Oberpfalz bisher gefundenen Moose mit auf-
ührt.
Leptobryum pyriforme Brid. Zerstreut im Gebiete, z.B. in Mauer-
ritzen bei Bischofsgrün.
Webera nutans Hedw. Allgemein verbreitet, in prächtigen Sumpf-
formen im Fichtelseemoore und in der Hölle bei Weißenstadt.
W. proligera Kindb. Bei Lütgenreuth unweit Berneck und bei
Bischofsgrün an Mauern bei der Villa Helene. W. proligera ist auch
für das nördliche Deutschland keine gerade seltene Art, sondern
nur vielfach übersehen, Ich fand sie im Juli 1901 prachtvoll, aber
steril im Hooptale bei Stadtoldendorf im Wesergebirge und.konnte
sie am 30. Oktober desselben Jahres auch im Okertale im Harze
nachweisen. Herr L. Loeske fand sie gleich darauf am 10. No-
vember in der Mark Brandenburg bei Spandau.
Bryum bimum Schreb. An quelligen Orten im Maintale bei
Bischofsgrün.
B. erythrocarpum Schwgr. Im Gebiete selten, ich fand es an auf-
geworfenen Gräben von Wiesen bei Bischofsgrün.
B. Duvalii Voit. Steril an quelligen Orten bei Bischofsgrün.
Mnium cinclidioides Hübn. In der Nähe des Waldsteins auf
einer Wiese in einem Sumpfloche in Gesellschaft von Chiloscyphus
polyanthus var. erectus.
Bartramia Halleriana Hedw. Zerstreut im Gebiete, längst be-
kannt vom Waldstein, Rudolfsteine und Ochsenkopfe, fand ich SI
ferner an der Luisenburg.
B. ithyphylla Brid. Meist nur in wenigen Räschen vorkommend
und zerstreut, z. B. in Mauerritzen bei Bischofsgrün.
Plagiopus Oederi Limpr. Im Maintale bei Bischofsgrün.
Pr
(71)
Philonotis fontana Brid. Sehr verbreitet, schön fruchtend im
Maintale bei Bischofsgrün und bei Warmsteinach.
Ph. adpressa Ferg. Bei Gefrees und über Karches am Ochsenkopfe,
h. borealis (Hag,) Limpr. An quelligen Abhängen im Maintale
' unterhalb Bischofsgrün in Gesellschaft von Bryum Duvalii und
Brachythecium rivulare forma. Meine Bestimmung wurde mir vom
| Autor, Herrn Dr. Hagen, bestätigt. Neu für Deutschland! Außer-
| dem fand ich in einem schnellfließenden Wiesenbache beim Bahn-
hofe in Bischofsgrün eine Philonotis, welche mit keiner der be-
kannten Formen übereinstimmt. Ich habe sie vorläufig als eine
Form bezeichnet, welche sich der Ph, marchica und Ph. laxa nähert.
Gerade die vielen gewöhnlich nur steril bekannten Lokalformen
oder Anpassungsformen, welche als eigene Arten beschrieben sind,
erschweren das Studium dieser Gattung ungemein. Ich sehe des-
halb davon ab, diese noch unbeschriebene Form mit einem neuen
Namen zu belegen, da ich sie vorläufig am Standorte nochmals
studieren will,
immia bavarica Hessl. Sehr schön fruchtend am Grunde der
Felsen der Ruine Waldstein, bereits von Funck und Laurer dort
gesammelt, ;
ligotrichum hercynicum Lam. et DC. Im Fichtelgebirge ver-
breitet, aber nur ziemlich selten fruchtend, z. B. am Wege von
Bischofsgrün nach Karches.
Polytrichum gracile Dicks. Prachtvoll und sehr häufig im Fichtel-
seemoore,
p; Strictum Banks. var. alpestreRabenh. Ebenfalls im Fichtelseemoore.
- Perigoniale Mchx. Mit den vorigen.
Buxbaumia indusiata Brid. Ich fand nur wenige Exemplare auf
faulenden Stubben am Gipfel des Schneeberges. _
eckera turgida Jur. In prachtvollen, aber sterilen Rasen am
Waldsteine, wo sie bereits von Laurer und später von Molendo
angeführt wird. Ich fand sie ferner auf der Luisenburg. Sie bildet
Mmannigfache Wuchsformen, die man als forma compacta und falcata
ezeichnen könnte.
‚ Crispa Hedw. Schön fruchtend auf der Luisenburg. :
complanata Hüb. Im Gebiete sehr verbreitet, auch formenreich,
so var. secunda Gravet am Rudolfsteine,
Leskea nervosa Myrin. Am Waldsteine und Rudolfsteine.
terigynandrum filiforme Hedw. Häufig im Gebiete, die var.
ecipiens Limpr. am Waldsteine. i
Tachythecium rivulare Br. eur. Häufig und formenreich; var.
Cataractarum Saut. im Maintale unterhalb Bischofsgrün.
Urhynchium Tammasinii Ruthe. Auf der Luisenburg.
lagiothecium denticulatum Br. eur. var. densum Schpr. An
der F elsenstraße bei Bischofsgrün und auf der Luisenburg.
- Curvifolium Schlieph. Auf der Luisenburg und ‚am Rudolfsteine.
-Ruthei Limpr. An quelligen Orten im Maintale unterhalb Bischofs-
Srün, ferner in den waldigen Torflohen unweit Weißenstadt.
% depressum Dix. Auf der Ruine Waldstein. RR
‘'sıegans Sull. An der Felsenstraße und am Waldsteine; var.
chimperi Jur. et Milde am Waldsteine; var. nanum Jur. auf der
Luisenburg.
m
(72)
Amblystegium rigescens Limpr. An Bierkellern bei Bischofs-
grün mit A. serpens.
A. radicale Mitt. Auf Hirnschnitten von Fichten bei Bischofsgrün.
H. exanulatum Br. eur. Häufig im Fichtelgebirge mit Übergängen
zu H. purpurascens Limpr.; letztere als Art betrachtet im Maintale
oberhalb Bischofsgrün und im Fichtelseemoore.
H. Rotae de Not. Im Moore des Fichtelsees.
H. fluitans L. In einer dicht dem Boden anliegenden Form auf
Schlamm des Fichtelsees. Die Rasen sind mit einer wahrschein-
lich neuen Chytridiacee dicht besetzt.
Var. submersum Schpr. Auf der Luisenburg in Wassertümpeln
am Grunde der Felsen.
Var. rhizophyllum Diese interessante Varietät fand ich am
Fichtelsee. Aus der Blattlamina entspringen reichlich einzeln -
oder büschelförmig Rhizoiden, auch zeigt das Blattzellnetz
reichlich die Initialzellen.
H. (Drepanocladus) subaduncum (Warnst.) mit Doppelrippe,
in Torfstichen unweit der Egerquelle. ;
H. cordifolium Hedw. Im Gebirge seltener, z. B. in der Hölle bei
Weißenstadt.
H. palustre Huds. Häufig in mannigfachen Abänderungen. Ich
habe mir viel Mühe gegeben, am Waldsteine das H. subenerve
Schpr. zu finden, habe auch auf den trocknen Felsen der Burg-
ruine ein Limnobium gefunden, welches der Beschreibung vollständig
entsprechen würde, wenn die Kapsel nach Limpricht einen zwei
reihigen, im Alter sich ablösenden Ring zeigte. Die Angaben über
den Kapselring sind aber sich widersprechend. Schimper schreibt
»Annulus distincte secedens nullus« Milde in der Bryologia sile-
siaca: Ring fehlend. Meine am klassischen Standorte gesammelten
Pflanzen des fraglichen H. subenerve zeigen sonst im Blattbau un
in der Rippe die Eigentümlichkeiten, durch welche es sich von
Formen von H. palustre unterscheiden soll. Neben diesen sozusagen
typischen Trieben finden sich aber auch solche, welche den var. hamu-
losum oder tenellum entsprechen. Ich bin der Ansicht, daß der
überaus nasse Sommer des letzten Jahres das H. subenerve wieder
besser entwickelt hat und wurde in dieser Ansicht noch durch den
Umstand bestärkt, daßH.palustre in einer zarten Form, welche je nach
der Beleuchtung am Standorte zu var. hamulosum oder tenellum ent-
wickelt war, am Grunde der Felsen des Waldsteins reichlich wuchs. Ich
halte dasH.subenerve nur für eineverkümmerte Form vonH. palustfe.
H. ochraceum Wils. In mannigfachen Formen, wie uncinatum UN
complanatum im Maintale bei Bischofsgrün. :
Nach der obigen Zusammenstellung, in welcher ich die allgemeit
verbreiteten Arten des Gebietes weggelassen habe, sind für das Fichte!"
gebirge als neu zu bezeichnen: Campylopus zonatus var. flexuosUS
Ditrichum vaginans, Racomitrium affıne, Webera proligera, Mnium
cinclidioides, Philonotis adpressa und borealis, Plagiothecium cufV"
folium und Ruthei, Amblystegium rigescens und radicale, Hypnun
purpurascens, subaduncum und Hypnum Rotae und eine Anzahl 2
das Gebiet neuer Varietäten. Das Fichtelgebirge ist jedenfalls not
lange nicht genügend bekannt und dürfte eine genaue Durchforschung
noch manche interessante Resultate ergeben.
E
(73)
Fungi australienses.
Von P. Hennings.
(Mit 7 Textfiguren.)
Nachstehend verzeichnete Pilze wurden besonders von Herrn
Dr. E. Pritzel in Queensland, sowie verschiedene derselben von
Herrn Dr. L, Diels in West- Australien und Neu-Seeland 1892 ge-
sammelt und dem Kgl. botan. Museum übergeben.
Uredinaceae.
Puccinia Boroniae P. Henn. n. sp.; soris ramicolis, crasse
erumpentibus, longe effusis, pulvinato-tuberculatis, atro-cinnamomeis,
duris, usque ad 2 cm longis, basi epidermide fissa pallida velatis;
teleutosporis oblonge ellipsoideis, subclavatis vel subfusoideis, apice
incrassatis, rotundatis vel obtuse gibbosis, brunneis, laevibus, ca.
20—32xX15—18 4; pedicello hyalino-Navidulo usque ad 150X31/,—4 u,
W.-Austral.: Distr, Avon auf Sandfeldern in Zweigen von
Boronia spinescens Bth. L. Diels. No. 2875a.
Eine sehr interessante Leptopuccinie, welche aus der Rinde der
Zweige in dicken, oft zusammenfließenden Pusteln hervorbricht und
dieselben teilweise umgibt.
Coleosporium? Fuchsiae Cooke Grev. XIV. p. 129,
. N.-Neu-Seeland: Pipiriki auf Blättern von Fuchsia excor-
tficata_L. 15. Febr. 1902. L. Diels. No. 6476. ,
Der Pilz entspricht der Beschreibung und dürfte schwerlich zu
Coleosporium gehören. Es finden sich Uredosporen verschiedener
Form, kugelig, eiförmig, oblong 13—35 X 10—18 u, die im Innern
von orangegelben Tröpfchen erfüllt, mit farblosem oder bräunlichem,
Stacheligem Epispor umgeben sind. Der Pilz ist lediglich als Uredo
uchsiae (Cook.) zu bezeichnen,
Auriculariaceae.
Auricularia polytricha (Mont.) P. Henn. Hedw. XL. p. 323.
:-Queensl.: Kuranda, Barron-River an toten Stämmen und
Holz. Mai, Juni 1902. E. Pritzel. No. 103, 148.
A. mesenterica (Dicks.) Fr. Epicr. p. 555. k
N TngQueensl.: Kuranda, Barron-River. Juni 1902. E. Pritzel.
0,
N. delicata (Fries) P. Henn. Engl. bot. Jahrb, XVII. p. 24.
No ds ueensl.; Kuranda an totem Holz. Juni 1902, E. Pritzel.
Pilacreaceae.
Nilacre Petersii B, et C, Ann. Nat. Hist. No. 824.
\.: .Queensl.: Oberes Barron-Rivergeb. auf abgestorbenem Holz.
Mai 1902. E. Pritzel. No. 96. i
f Hyphen hyalin, mit Schnallenbildungen, 3—3!/, «x dick, Sporen
"St kugelig, rötlichbraun, 5—6 u.
Tremellaceae. =
Tremella fuciformis Berk. Hook. Journ. 1856. p. 277.
Ep: Queensl.: Kurandaan faulenden Stämmen, Juni 1900.
"Pritzel. No. 22
(74)
Dacryomycetaceae.
Dacryomyces deliquescens (Bull.) Duby Bot. Gall. p. 729,
N.-Queensl.: Kuranda auf totem Holz. Juni 1902. E. Pritzel.
No. 153.
Guepinia spathularia (Schwein.) Fr. El. II. p. 32,
S.-Queensl.: Eumundi auf Holz. Mai 1902. E.Pritzel. No.58.
Thelephoraceae.
Corticium calceum Fries Epicr. p. 362.
N.-Queensl.: Oberes Barron-Rivergeb. auf Rinde toter Stämme.
E. Britzel. No. 92.
C. miniatum Cooke Grev. XI. p. 2.
N.-Queensl,.: Oberes Barron-Rivergeb. auf Rinde toter Stämme.
E, Pritzel.: No. 83.
Stereum lobatum Fries Epicr. p. 547. ö
N.-Queensl.: Oberes Barron-Rivergeb. auf Stämmen. Mai 189.
E. Pritzel. No. 84, 89.
St. hirsutum (Willd.) Fr. Epicr. p. 549. :
N.-Queensl.: Oberes Barron-Rivergeb. auf Holz. Mai 1902.
E. Pritzel. No. 104.
Hymenochaete leonina Berk. et Curt. Cuban Fungi No. 43.
form,
S.-Queensl.: Eumundi an altem Sterculiastamm. Mai 1902.
E. Pritzel. No. 45.
Hymenochaete tenuissima Berk. Linn. Journ. XIV. p. 67.
N.-S.-Wales: Gosford an totem Casuarinastamm. April 1902.
E. Pritzel. No. 4.
Cladoderris Pritzelii P. Henn. n. sp.; pileis caespitose im-
bricatis, apodis, basi decurrentibus, coriaceis, conchatis, sinuoso-crispati$,
superne dense tomentosis, zonato-sulcatis, rugulosis, margine acutis,
cinnamomeis, sinuosis, usque ad 8 cm longis, 5 cm latis; hymen!o
cinereo-ferrugineo, costis ramoso-radiantibus, sulcato-rugosis, verrucosl,
velutinis; sporis subglobosis, intus punctulatis, hyalinis, laevibus,
31,4 u.
N.-Queensl.: Scrub zu Kuranda an totem Holz. Mai 1902.
E. Pritzel. No. 130.
Clavariaceae.
Lachnocladium brasiliense Lev. Ann. sc. nat. form.
N.-Queensl.: Barron-River pr. Kuranda auf morschem Stamm.
Juli 1902. E. Pritzel. No. 133.
Hydnaceae.
Grandinia cinereo-violacea P. Henn. n. sp.; crustaced
innata, late effusa, emarginata, interdum rimosa, contextu cinnamO-
mea, hymenio cinereo-violaceo, pruinoso, dense granulato, granulis
verruciformibus, subfimbriatis, ca. 60—100 u; sporis subg obost5,
3—4 u, laevibus. i 9
S.-Queensl.: Eumundi auf berindeten Stämmen. Mai 1902.
E. Pritzel. No. 62
(75)
Irpex flavus Klotzsch Linn. VIIL p. 488.
N.-Queensl.: Oberer Barron-River an Baumstümpfen. Mai,
Juni 1902. E. Pritzel. No. 98, 139.
N.-Queensl.: Eumundi auf totem Holz. Mai 1902. No, 53.
Hydnum mucidum Pers. Syn. p. 561. form.
N.-Queensl.: Barron-River bei Kuranda auf der Unterseite ab-
gestorbener Stämme. Juni 1902, E. Pritzel. No. 141.
Polyporaceae.
Poria sinuosa Fr. Epier. p. 487.
ve S.-Queensl.: Eumundi an totem Stamm. Mai 1902. E.Pritzel.
05.33,
Fomes pectinatus Klotzsch Linn. VII. p. 485. 5
S.-Queensl.: Eumundi am Stamm einer Saxifragacee. No. 30.
Mai 1902. E. Pritzel. No. 29.
F. amboinensis Fr. Epier. p. 442.
& N-S.-Wales: Gosford, an totem Stamm. April 1902, Pritzel,
0. 2,
F. versicolor P. Henn. n. Sp.; pileo subungulato, obsolete
Sulcato-zonato, rufobrunneo, basi nigricante rimoso, crustaceo, sub-
aitenti, ca. 8 cm longo, 5 cm lato, contextu cinnamomeo, lignoso;
ymenio convexo, poris rotundato-angulatis, ca. 0,3 mm diam. aureis,
Be rngineis; sporis late ellipsoideis, flavo-brunneis, laevibus,
2X S1o—-4 u, ;
an Russel-River an lebendem Stamm. Juni 1902.
Pritzel, No. 164. ? 2
Der knollenförmige bis hufförmige Fruchtkörper ‚hat ‚mit F, pini-
cola und F. ungulatus (Schäff.) äußerlich große Ähnlichkeit, der
Obere Teil desselben ist schwärzlich, der untere rotbraun gefärbt,
45 Hymenium ist gelb, später rostfarben, Durch die braunen
»Poren ist derselbe gänzlich von beiden Arten verschieden, aber mit
‚ TImosus verwandt.
Folyporus gilvus Schwein. Carol. No. 897 form.
B Oneeneit Oberer Barron-River an totem Holz. Mai 1902.
E. Pritzei, No. 111.
P. grammoce halus Berk, Hook. Journ. 1842. ;
N 5, Sueensl.: ee an Stämmen. Mai 1902. E. Pritzel.
0,
P. Dielsii (Paniopsis) P. Henn. n. sp.; pileo primo carnoso-
molli, sessili, subhemisphaerico-convexo, laevi, superne isabellino-
unneolo, verrucis planis, polyedricis, pallidis, subfarinaceis tecto,
‚40 cm diam.: carne sicco molle spongioso, pallido dein flavo-isa-
bellino, ca. 3—5 cm crasso; tubulis faccidis, ferrugineis, ca. 3—9 cm
longis, poris subrotundato-angulatis vel laceratis, IBerArIReRRBIheiS,
2. 1—2mm diam. ‚ sporis ellipsoideis, flavo-brunneis, 7—8X 45/21,
1-guttulatis laevibus. ; d
„W.-Australien: Plantagenet, Warrungup, auf lehmigem Boden
in lichten Beständen von Eucalyptus occidentalis. Oktob. 1901.
iels,
Der fleischige ca. 40 cm im Durchmesser breite und lange, un-
sestielte, halbkugelig-längliche Fruchtkörper gleicht einer riesigen
(76)
Semmel mit schmutzig-bräunlicher Oberfläche, welche mit kleiigen
weißen Wärzchen überstreut ist.
Nähere Verwandtschaft mit bekannten Arten ist nicht feststellbar.
Die eigenartige Beschaffenheit und Gestalt bedingt daher, diesen Pilz
in eine besondere Sektion der Gattung Polyporus zu stellen, die ich
als Paniopsis bezeichne und die durch fleischige Beschaffenheit, den
ungestielten halbkugeligen Fruchtkörper, braune Sporen, sowie durch
das Vorkommen auf Erdboden charakterisiert ist.
P. melanopus Fries Syst. Myc. I. p. 347. :
N.-Queensl.: Oberer Barron-River an totem Holz. Mai 1902.
E=Pritzel. No, 124.
Polystictus cupreo-roseus Berk. Hook. Journ. 1856. p. 233.
N.-S.-Wales: Gosford im Walde auf altem Aststück. April
1902. E. Pritzel. -‘No.'25.
P. cinnabarinus (Jacq.) Sacc. Syll. VI. p. 245.
N.-S.-Wales: Gosford auf angekohlten Eucalyptusstämmen.
April 1902. E. Pritzel. No. 11. :
S.-Queensl.: Eumundi auf toten Wurzeln. Mai 1902. E. Pritzel.
No. 36.
P. luteo-olivaceus (B. et Br.) Sacc. Syli. VI. p. 279.
S.-Queensl.: Eumundi an totem Sterculiaceenstamm.
Mai 1902. E. Pritzel. No. 60.
P. tabacinus (Mont.) Sacc. Syll. VI. p. 280. ;
N.-Queensl.: Barron-River beiKuranda auf totem Holz. Juni 1902.
EB, Britzel No. 197;
P, elongatus Berk. Hook. Journ. 1842 p. 149, t
N N.-Queensl.: ObererBarron-RiveranHolz. Mai 1902. E. Pritzel.
o. 119,
P. Persoonii (Fries) Sacc. Syll. VI. p. 272. ;
N.-Queensl.: Scrub bei Kuranda an toten Stämmen. Juni 1902.
E. Pritzel. No. 144.
P. occidentalis (Klotzsch) Sacc. Syll. VI. p. 274.
N.-Queensl.: Russel-River an totem Stamm. Juni 1902.
E..Pritzel. ‘No, 162,
P. hirsutus (Fries) Sacc. Syli. VI. p. 257. .
S.-Queensl.: Eumundi am Stamm von Araucaria Cunning-
hamii. Mai 1902. E. Pritzel. No. 57,
P. xanthopus (Fr.) Sacc. Syll VI. p. 215.
N.-Queensl.: Cairns auf Holz. Mai 1902. E. Pritzel. No. "
S.-Queensl.:Eumundi aufalten Stämmen. Mai 1902. E. Pritzel.
No. 32, 1
Gloeoporus Rhipidium (Berk.) Speg. Fung. Puig. No. En
N.-Queensl.: Oberer Barron-River auf totem Holz. Mai 1902.
E. Pritzel. No. 87. N
Laschia (Porolaschia) caespitosa Berk. Linn. Journ. xl.
. 166.
. Dense caespitosa; pileo carnoso-gelatinoso, convexo, pallido, pellu-
cido, laevi, glabro, vertice obtuso applanato, pallide brunneolo, Kr
terdum conico subumbonato, 0,8—1,5 cm diam,; stipite centr@";
tereti, carnoso subfistuloso, albido, sublaevi vel pruinoso, 24a =
longo, 2—-3 mm crasso, basi incrassato; hymenio plano vel conveX®
(77)
lacteo, poris adnexis, interdum decurrentibus, subrotundato vel ob-
longe angulatis, ca. 0,7—1 mm diam.; tubulis usque ad 3!/, mm
longis; carne ca. 1 mm crasso, basidiis clavatis, 16-20 X 4—6 u,
2—4 sterigmatibus, sporis late ellipsoideis, intus granulatis, hyalinis,
441, X 331), u,
S.-Queensl.: Eumundi herdenweise aufalten Wurzeln. Mai 1902.
E. Pritzel. No, 41.
Die Exemplare sind in Alkohol konserviert, die Färbung der
einzelnen Teile des Fruchtkörpers nach lebenden Exemplaren genau
angegeben. Die Beschreibung von Berkeley ist äußerst dürftig, in
manchen Teilen abweichend. Dennoch glaube ich bestimmt, daß
hier die Berkeleysche Art vorliegt. Die von mir hierher in Fungi
Novo guineenses II gestellte Varietät gogolensis P. Henn. ist durch
Form und Färbung abweichend, vielleicht besser als besondere Art
anzusehen,
Agaricaceae.
Lenzites repanda (Mont.) Fries Epier. p. 404. ;
N.-Queensl.: Oberer Barron-River an Stämmen. Mai 1902.
E. Pritzel. No. 108, :
Lentinus (Panus) rudis (Fr.) P. Henn. (— Lentinus Le-
comtei Fr.), :
N N.-Queensl.: Kuranda auf totem Holz. Juni 1902. E. Pritzel.
0. 147.
Schizophyllum alneum (Lin.) Schröt. Flor. Schles. I.
‚-Queensl.: Eumundi auf totem Lauraceenstamm. Mai 1902.
E. utsel, No. 34, 35. ; 5
arasmius cfr. erythropus (Pers.) Fr. Epier. p. .
S.-Queensl.: Eumundi auf verrottetem Holz. Mai 1902.
E. Pritzel. No. 64.
4A] eurotus cfr. limpidius (Fr. Ic. t. 88. f. 3.) Sacc. Syll. V.
P. 461. f
= Qu eensl.: Eumundi an totem Holz. April 1902, E. Pritzel.
0. 92.
Die Sporen sind länglich- eiförmig, hyalin, 6—7 X 31,—41/, u.
Pl. ostreatus Jacq.) Sacc. Syll. V. p. 355.
‚N.-Queensl.: Oberes Barron-Rivergebiet an totem Stamm,
April 1902. E. Pritzel. . No. 107.
Omphalia umbellifera (Lin.) Sacc. Syll. V. p. 321. _ :
L pn "Australien: Perth auf feuchtem Sand zw. Moosen. Mai 1902,
. Diels,
Lycoperdaceae.
Lycoperdon Piriforme Schaeff. Ic. t. 189.
..,"Queensl: Eumundi an totem Stamm rasig. Mai 1902.
Pritze] No, 56,
Perisporiaceae.
Meliola cfr. densa Cooke Grey. XII. p. 85.
i --Queensl.: Oberer Barron-River auf Blättern von Cal-
listemon lanceolatum DC. Pritzel. No, 79. ee
Die 5 septierten Sporen sind 45—60 X 18—22 u groß. Die Be-
Schreibung ist im übrigen ziemlich zutreffend.
M. amphitricha Fr. Elench. II. p. 109.
(78)
N.-Queensl.: Oberer Barron-River auf Blättern von Lomatia
u. Protea. Mai 1902, Pritzel. No. 47, 125.
Asterinaceae.
Asterina Baileyi Berk. et Br. Proc. Linn. Soc. N.-S.-W. p. 89.
N.-S.-Wales: Mt. Victoria auf Blättern von Hakea spec.
April 1902, ‚Pritzel. No. 10.
Die Größe der Asken und Sporen ist nicht beschrieben, doch
dürfte der Pilz zu obiger Art gehören. Die Asken sind keulenförmig,
ca. 55 X 24, die olivenbraunen, in: der Mitte septierten Sporen
17—20 X 8—10 u.
Asterella Eupomatiae P.Henn. n.sp., maculis rotundatis vel
indeterminatis, fuscis, hypophyllis; peritheciis minutis, lenticularibus,
radiato-cellulosis, atris ca. 60 « diam., hyphis repentibus, ramosis,
atrofuscis, septatis, ca. 3—3!/, crassis; conidiis subellipsoideis vel ovoi-
deis, atris, 2 septatis, 10—12X5-6 u; ascis subglobosis vel ovoideis,
8-sporis, 25—30 X 22—28 u; sporis conglobatis ellipsoideis vel ovoi-
deis, hyalinis, 1-septatis, valde constrictis, 12—18 X 5-6 u.
S.-Queensl.: Eumundi auf Blättern von Eupomatia laurina
(Anonac). Mai 1902. Pritzel No. 50.
Microthyriaceae.
Microthyrium Melaleucae P. Henn. n. sp.; peritheciis am-
phigenis, dimidiato-scutellatis, artis, 0,3—0,7 mm diam., radiato-cellu-
losis; ascis ovoideis, apice tunicatis, rotundatis, basi curvulis attenu-
atis, 8-sporis, 16-20 X 7—8 u; sporis clavatis vel oblonge ovoideis,
l1-septatis, haud constrictis, hyalino-chlorinis, 8--10 X 2— 2! u.
N.-Queensl.: Oberes Barron-Rivergebiet auf lederigen Blättern
von Melaleuca Leucadendron. Mai 1902. Pritzel. No. 129.
Seynesia Banksiae P. Henn. n. sp.; maculis fuscis rotundatis
vel confluentibus; peritheciis epiphylllis gregariis, scutellatis, radiato-
cellulosis, atris, longitudinaliter lobato-dehiscentibus, ca. 180—220 u
diam., ascis ovoideis 'vel clavatis, apice late rotundatis, 8-sporis,
50—80 X 15—22 u; sporis distichis vel conglobatis, ovoideis vel
subellipsoideis, 1-septatis, constrictis, olivaceo-fuscis, 13 - 18 X 794
S.-Queensl.: Eumundi auf Blättern von Banksia. Mai 1902.
N.-S.-Wales: Höhen bei Gosford auf Blättern von Banksia.
April 1902. Pritzel. 51,1. ;
S. petiolicola P. Henn. n. sp.; peritheciis aggregatis, scutellatiS,
atris radiato-cellulosis, pertusis, ca. 200 - 350 u diam,; ascis oblonge
ovoideis, apice rotundatis, crasse tunicatis, 8-sporis 30 - 35X 10—13 4
sporis conglobatis, ellipsoideis vel ovoideis, utrinque rotundatis, primo
hyalinis, continuis, granulatis, dein medio 1-septatis fusci5,
8-10 X5—6 u.
S.-Queensl.: Eumundi auf Blattstielen von DisoxyloN-
Mai 1902. Pritzel. No.
Hypocreaceae.
Nectria episphaeria (Tode) Fr. S. Veg. Sc. p. 388.
N.-Quensl.: Oberes Barron-Rivergebiet auf abgestorbeneM
Hypoxylon. Mai 1902. Pritzel. No. 9.
Sphaerostilbe cinnabarina Tul. Sel. Carp. IH. p. 103.
(79)
N.-Queensl.: Oberes Barron-Rivergebiet auf totem Holz.
Mai 1902. Pritzel, No. 93.
Hypomyces stereicola P. Hena. n. sp.; mycelio aurantio,
erustaceo-effuso, hyphis flavidis vel subhyalinis, septatis, ramosis,
ca. 3—4 u crassis; conidiis subglobosis aurantiis, intus punctulatis,
2!x—3 u; peritheciis sparsis vel gregariis, liberis, ovoideis vel
subglobosis, citrinis, laevibus, apice papillatis pallidioribus,
130—180 X 120—150 a; ascis cylindraceis, apice obtusis, 8 sporis,
40—50 X 2—2!/,; sporis monostichis, fusoideis, utrinque acutis,
primo continuis guttulatis, dein medio 1-septatis, haud constrictis,
451 X 112 m.
N.-Queensl.: Oberes Barron-Rivergebiet auf der Unterseite von
Stereum lobatum Fr. goldgelbe Überzüge bildend. Mai 1902.
Pritzel. No. 84.
Die Art ist durch die äußerst kleinen Asken, Sporen u. s. w.
von allen bekannten Arten sehr verschieden.
Paranectria Pritzeliana P. Henn. n. sp.; peritheciis aggre-
gatis, subgloboso-ovoideis, cinnabarinis, dense furfuraceo-squamosis,
hyphis ca. 25—45 X 3 u, apice subcinereo papillatis, ca. 200—250 u,
contextu cellulis rotundato-polyedricis, ca. 15—20 u diam., coccineis,
ascis fusoideis, utrinque subacutiusculis, 8-sporis, 60—80 X 14—20 u;
sporis conglobatis vel subtristichis, fusoideo-cylindraceis, 3-septatis
haud constrictis, 30—42X4—5 u, hyalinis, basi vel utrinque setulis
filiformibus, 30—45 X 2 u,
N.-Queensl.: Russel-River auf abgestorbenen Lianenstämmen.
Juni 1902. Pritzel. No. 155.
Gibberella Saubinetii Mont. form. Calami P. Henn.; peri-
theciis gregariis, subconoideis, ca. 150—180 u, atroviolaceis, hyphis
hyalino-fuscidulis, septatis, ca.. 5 « crassis; ascis clavatis ca. 70 u
longis, p. sporifer. 30—50 X 3—10 u; sporis distichis, fusoideis, cur-
vulis, 3-septatis, hyalinis, 20—23 X 44, u.
N.-Queensl.: Oberes Barron-Rivergeb. auf Blättern von Cala-
mus spec. Mai 1902. Pritzel. No. 120.
Von der typischen Form besonders durch schmälere Asken
verschieden. ER
Megalonectria polytricha (Schwein.) Speg. var. australiensis
enn.n. var.
. N.-Queensl.: Cairns in Wäldern auf abgestorbenem Stamm.
Mai 1902, Pritzel. No. 75. ee
Die Asken sind wesentlich schmäler, 12—17 a breit, die Sporen
kleiner 14—20 X 7—10 u, 3—5 septiert, mauerförmig geteilt, ellipsoid
oder fusoid im völlig reifen Zustande. Im übrigen stimmt der Pilz
gut mit amerikanischen Exemplaren überein.
Dothideaceae.
Phyllachora Symploci Patouill. Champ. Asiat. p. 3.?.
S.-Queensl.: Eumundi auf Blättern von Symplocus Thwai-
tesii. Mai 1902. Pritzel. No. 61. -
Die Stromata sind unreif, daher nicht sicher bestimmbar.,
Sphaeriaceae. an
Rosellinia Calami P. Henn. n. sp.; peritheciis superficialibus,
Plerumque aggregatis, confluentibusque ovoideis vel subglobosis,
(80)
atro-carbonaceis, primo ferrugineo pruinosis, dein laevibus, atris, sub-
nitentibus, subconico ostiolatis, 0,3 diam.; ascis cylindraceo-clavatis,
apice obtusis, 8-sporis, 80—100 u longis, p. sp. 70—80 X 4—4!/, u,
paraphysibus filiformibus, hyalinis, ca. 1—1!/, u, sporis monostichis,
oblonge ellipsoideis, inaequilateralibus, utrinque obtusis, 2-guttulatis,
brunneis vel atris, 7—9X 3!/; u.
N.-Queensl.: Russel-River, auf abgestorbenen Stengeln von
Calamus. Juni 1902. Pritzel. No. 157.
Die oft gedrängt, seltener einzeln sitzenden kohligen Perithecien
machen fast den Eindruck eines Hypoxylon, zumal dieselben oft zu-
sammenfließen. Wegen der vereinzelt sitzenden Perithecien ist die
Art aber zu obiger Gattung zu stellen.
Coniochaete Queenslandiae P. Henn n. sp.; peritheciis
superficialibus, sparsis vel aggregatis, carbonaceis, atris, ovoideis, ver-
tice papillatis vel concavis, basi mycelio fusco ramoso circumdatis,
dense setigeris, setis atris 50—200 X 10—15 u, ca. 300 u diam.; ascis
cylindraceis, p. spor. ca. 50X4 u; sporis monostichis, oblonge ellip-
soideis, utrinque obtusis, fusco atris, 6—8 X 31/4 u.
. .N.-Queensl.: Oberes Barron-Rivergebiet auf trockenem Holz.
Mai 1902. Pritzel. No. 91.
Die Asken sind meist zerflossen und konnten nur wenige der-
selben beobachtet werden.
Lizonia (Lizoniella) singularis P. Henn.; peritheciis super-
ficialibus, singularibus raro aggregatis, subcoriaceis, subglobosis, atris,
40—50 u; ascis fasciculatis, clavatis, apice tunicatis 8-sporis 18— 22.
4—5 u; sporis distichis, 1-septatis haud constrictis, clavatis, hyalinis,
8—10 X 2—21), u.
West-Australien, pr. Minginew auf trockenen Blättern von
Leucopogon hispidus E. Pritzel. L. Diels. No. 3055.
Eine äußerst kleine Art, deren Perithecien meist zerstreut stehen.
Coryneliaceae.
Corynelia clavata (Lin.) Sacc. N. Giorn. bot. it. 1889. p. 313.
N.-Queensl.: Oberes Barron-Rivergeb. auf Blättern von Podo-
carpus pedunculatus. Mai 1902. E. Pritzel. No. 9.
Cucurbitariaceae.
Cucurbitaria Pritzeliana P. Henn. n. sp.; peritheciis erum-
pente superficialibus, botryose aggregatis, membranaceis, subglobosis
vel ovoideis, granuloso-verrucosis, atris, contextu pseudoparenchy-
matico atrofusco, ca. 240—280 u, basi hyphis fuscis, septatis, ramosiS,
ca. 21/,—3!/, u crassis; ascis clavatis, apice rotundatis, crasse tunl-
catis, 100—130 X 20—40 u, 8-sporis; paraphysibus obvallatis, copiosiS
apice fusci-dulis; sporis subdistichis vel subtristichis, fusoideis, inter-
dum utrinque hyalino-papillatis, pluriseptatis, muriformibusque, primo
rufobrunneis, dein atrocastaneis, 25—50 X 9—18 u.
N.-Queensl.: Russel-River an berindeten Ästen. Juni 1902.
Pritzel. No. 160.
Durch die häutigen, am Grunde von Mycel umgebenen Perithecien,
die langspindelförmigen, an beiden Enden oft mit hyaliner Papille
versehenen schwärzlichen Sporen u, s. w. auszeichnet.
(81)
Sphaerellaceae.
Mycosphaerella Persooniae P. Henn. n. sp.; maculis fusci-
dulis, rotundatis vel irregularibus; peritheciis amphigenis epidermide
erumpentibus, aggregatis, subgloboso-depressis, atris, vertice sub-
papillatis, porosis, ca. 80—120 « diam.; ascis fasciculatis, clavatis,
apice rotundato-tunicatis, 20—30 X 8—10 u, 8-sporis, aparaphysatis;
sporis subclavatis, apice obtusis, medio 1-septatis, haud constrictis,
hyalinis 8-11 X 2— 21 u.
N.-S.-Wales: Mt. Victoria auf lederigen Blättern von Persoonia
salicina. April 1902. Pritzel. No. 9,
Valsaceae.
Eutypa flavovirens (Hoffm.) Tul. Carp. II. p. 157. ;
S.-Queensl.: Eumundi auf abgestorbenen Ästen von Tarrietia.
Mai 1902. Pritzel. No. 46.
Die Asken sind keulig, lang gestielt. 35—50 a lang, der sporen-
führende Teil ca. 25—35 X 4—5 u. Die zweireihig liegenden Sporen
sind stäbchenförmig gekrümmt, 6—8 X 2—2!/, u farblos bis hell-
bräunlich. Die schwarzen Stromata sind innen schwefelgelb. i
E. Tarrietiae P. Henn. n. sp.; stromatibus subepidermide
nidulantibus, carbonaceis, atris, ca. I—3 mm diam., peritheciis 5—20
subglobosis, ostiolis erumpentibus, subclavatis, flexuosis, rigidis, atris
vertice plus minus incrassatis, obtusis, ca. 200-400 X 80—100 a;
ascıs subclavatis vel fusoideis. 8-sporis, p. sp. 12—15 X 21/,—3!/g u;
sporis distichis cylindraceo-curvatis, utrinque obtusis, hyalino-fusci-
dulis, 4—5 X 0,5—0,8 u. B ee
S.-Queensl.: Eumundi auf abgestorbenen Ästen von Tarrietia.
Mai 1902. Pritzel. No. 44. \
Die Art steht E. spinosa (Pers.) nahe, ist aber ganz verschieden.
„. E-spec. N.-Neu-Seeland: Te Aroha Mountains auf toten
Asten auf Rhipogonum scandens. März 1902. L. Diels.
No. 6475.
Die Stromata meist zerfallen, 3—5 Perithecien mit gestutzten,
3—4furchigen Ostiola, Sporen cylindrisch, gekrümmt, bräunlich
8-11 X 2-21], u.
Xylariaceae.
Nummularia Bulliardi Tul. Sel. Fung. Carp. II. p. 93.
.N.-Queensl.: Oberes Barron-Rivergeb. auf toten Ästen.
Mai 1902. Pritzel. No. 101, 51.
S.-Queensl.: Eumundi an Sterculiazweigen. 2
‚ Die Sporen sind eiförmig oder fast citronenförmig, schwarz,
meistens 8-14 X 7—9 u.
N. .cfr. microplaca (B. et Br.) Cooke Pyr. No. 807. :
_ N.-Queensl.: Russel-River aufabgestorbenen Zweigen. Juni 1902.
Pritzel. No. 158.
ni ellipsoiden, ungleichseitigen, schwarzen Sporen sind 6—7
u.
Hypoxylon serpens Fries Sum. Veg. Sc. p. 384.
: N.-Queensl.: Oberer Barron-River an toten Stämmen. Mai 1902.
Pritzel. No. 109.
H. rubiginosum (Pers.) Fr. Sum. Veg. Sc. p. 384.
Hedwigia Bd, XLIL, 1903.
(82)
N.-Queensl.: Wälder bei Cairns an Stämmen. Mai 1902.
Britzel;: N020;
H. multiforme Fr. Sum. Veg. Sc. p. 384.
N.-Queensl.: Cairns an Baumstämmen. Mai 1902. Pritzel.
No. 71.
N.-Seeland: Te Aroha Mountains auf morschem Holz. März 1902.
L. Diels. No. 6456.
H. cfr. fuscum (Pers.) Fr. Sum. Veg. Sc. p. 384. form.
N.-Queensl.: Oberer Barron-River an totem Holz. Mai 1902.
Pritzel. No. 102, 112.
H. annulatum (Schwein.) Mont. Syll. p. 213.
N.-Queensl.: Oberer Barron-River und bei Cairns an abge-
storbenen Ästen. Mai, Juni 1902. Pritzel. No. 72, 73, 74, 85, 140.
H. marginatum Schwein. Amer. bor. No, 1176.
N.-Queensl.: Cairns, Oberer Barron-River, Russel-River auf
abgestorbenen Ästen. Mai, Juni 1902. Pritzel. No. 69. 105, 161.
Daldinia concentrica (Bolt.) De Not. Schema p. 198.
(83)
N.-Queensl.: Oberer Barron-River bei Kuranda, Russel-River
an toten Stämmen. Mai, Juni 1902. Pritzel. No. 118, 134, 163.
Kretschmaria australiensis P. Henn. n. sp.; stromatibus
placentiforme confluentibus, depresso globulosis vel ovoideis, plus
minus longe stipitatis, ferrugineis vel atris, ca. 2 mm diam., ostiolis
subconoideis, peritheciis subglobosis vel ovoideis; ascis clavatis, obtusis,
p. spor. 200—300 X 8—10 u; sporis oblonge navicularibus, utrinque
obtusis, atris, 25—35 X 7—10 u.
|
N.-Queensl.: Barron-River pr. Kuranda auf Baumrinden. Juni
1901. Pritzel. No, 136,
Mit Kr. cetrarioides Well. et C. verwandt, aber durch kleinere
Asken, Sporen u. s. w. verschieden.
Xylaria involuta (Klotzsch.) Sacc. Syll. I. p. 320.
N.-Queensl.: Oberes Barron-Rivergeb. an totem Stamm. Mai
1902. Pritzel. No. 100.
X. obtusissima Berk. Sacc. Syll. I. p. 318. form.
6*
(84)
N.-Queensl.: Oberes Barron-Rivergeb. an totem Holz. Mai 1902.
Pritzel. No. 86.
X. polymorpha (Pers.) Grev. Flor. Edin. p. 35.
N.-Queensl.: Oberer Barron-River auf Holz. Mai 1902. Pritzel.
No. 100,
var. hypoxylea Nits.
N.-Queensl.: Oberes Barron -Rivergeb. auf Baumstämmen.
Mai 1902. Pritzel. No. 145, 163.
X. scopiformis Mont. Ann. sc. nat. 1890. XII. p. 349.
N.-Queensl.: Barron-Rivergeb. bei Kuranda. Juni1902. Pritzel.
No. 142.
X. carpophila (Pers.) Fr. Sum. Veg. sc. p. 382.
N.-Queensl.: Oberes Barron-Rivergeb. auf faulenden Hülsen
von Castanospermum australe. Mai 1902. Pritzel. No. 81.
Hysteriaceae.
Glonium cypericola P.Henn. n. sp.; peritheciis sparsis oblongis,
convexis, atris, ca. 0,5—0,7 mm longis, rectis, anguste rimosis, labiis
obtusis; ascis clavatis, apice obtusis, 8-sporis, 25—35 X 51/s—7!/a u;
paraphysibus filiformibus, hyalinis, 0,5 u crassis; sporis distichis,
clavatis vel oblongis obtusis, primo pluriguttulatis, dein medio 1-septatis,
hyalino-chlorinis, 5—7 X 2—2!/, u.
S.-Queensl.: Eumundi auf trockenen Blütenstengeln einer
Cypareceae. Rhynchospora sp.? Mai 1902. Pritzel. No. 48.
? Hypoderma virgultorum D. C. Flor franc. 6. p. 165.
S.-Queensl.: Eumundi auf trockenen Zweigen einer Araliacee?
Mai 1902. Pritzel. No. 37.
Die Asken sind unreif, daher ist die Bestimmung zweifelhaft.
Dielsiella P. Henn. n. gen.; Perithecia erumpenti-superficialia
carbonaceo-atra, convexo-pulvinata vel scutellata, medio depressa
papillata, rima subcirculari dehiscentia. Asci ovoidei vel clavatl,
4—8-spori, copiose paraphysati. Sporae ellipsoideae, 1-septatae, atro-
fuscae. Tryblidio Lembosiae, Schizocycloni affın.
D. Pritzelii P. Henn. n. sp.; peritheciis amphigenis erumpenti
superficialibus, plerumque caespitosis, convexo-depressis vel scutellatis
fragilibus, atro-carbonaceis, subiculo fibrilloso, hyphis atris septatis
ca, 41/, u crassis circumdatis, medio papillatis, rima subcirculari dehis-
centibus, 0,5—1l mm diam.; ascis ovoideis vel clavatis, apice rotun-
datis, tunicatis, 4—8-sporis, 60-120 X 2550 u; paraphysibus
copiosis obvallatis, filiformibus, septatis, guttulatis, hyalino fuscidulis,
apice clavatis, 3—4 u crassis; sporis subdistichis vel subtristichis,
oblonge ellipsoideis, subfusoideis vel ovoideis, medio 1-septatis, cON-
strictis, atrofuscis, 36.—46 X 15—24 u.
N.-Queensl.: Oberer Barron-River auf abgefallenen Blättern von
Agathis Palmerstoni. Mai 1902. L. Diels et Pritzel. No. 110.
Diese Gattung steht Cycloschizon P. Henn. sehr nahe, ist aber
durch die kohlig-brüchige Beschaffenheit der Perithecien, die aus def
Epidermis hervorbrechen, mit Hyphen am Rande umgeben sind,
sowie durch die tiefschwarze Sporenfärbung u. s. w., verschieden.
Von Tryblidium ist dieselbe durch die kohlige Beschaffenheit und
durch kreisförmige Spalte, ebenso von Lembosia, verschieden.
(85)
Die Perithecien treten meist gedrängt, auf beiden Blattseiten hervor-
brechend, auf. Dieselben sind anfangs schildförmig, in der Mitte mit
einer erhabenen Warze, ringsherum niedergedrückt, mit kreisförmigem
oder auch halbkreisföormigem Spalt. Zuletzt zerfallen dieselben in
eine brüchige kohlige Masse.
Pseudographis?Icerbae P. Henn. n, Sp.; peritheciis erumpente
superficialibus, difformibus, subhemisphaerico-depressis vel oblongo-
curvatis, atrocarbonaceis, ca. 1—1'/; mm longis, rima longitudinaliter
rimosis; ascis eylindraceo-clavatis, apice obtuse rotundatis 8-sporis,
ca. 140 X 6—8 u; paraphysibus filiformibus, hyalinis, ca. 21/, «; sporis
oblique monostichis, fusoideis, utrinque subacutiusculis, pluriseptatis,
hyalino-flavidulis, 25 xX5—6 u.
N.-Neu-Seeland: Te Aroha Mountains auf abgestorbenen
Stengeln von Icerba brexioides. 1, März 1902. L.. Diels.
No. 6442.
Leider sind die Exemplare stark verwittert und zerfallen und
konnten nur einmal gut erhaltene Asken mit Sporen aufgefunden
werden, deshalb ist es nicht ganz sicher, ob der Pilz in obige Gattung
gehört.
Bulgariaceae.
Orbilia fusco-pallida P. Henn. n. sp.; ascomatibus petiolicolis
Sparsis, sessilibus, gelatinosis, sicco subcorneis, subhemisphaerico-
depressis dein discoideis, brunneolis, laevibus, ca. 0,5—1 mm; disco
plano, pallido, marginato; ascis subfusoideis, apice subacutis, 30—38 X
221; m, 8-sporis, paraphysibus filiformibus, hyalinis vix incrassatis;
sporis oblique monostichis vel subdistichis, fusoideis, utrinque acutis,
hyalinis, continuis, 3—4 guttulatis, 4—5 X 05 u.
S.-Queensl.: Eumundi auf Blattstielen eines Lauraceenblattes.
Mai 1902. Pritzel. No. 27. ; !
Bulgaria cyathiformis P. Henn. n. sp.; ascomatibus gelati-
Nosis, caespitosis, stipitatis, primo subturbinatis, clausis, dein cupu-
atis, marginatis, 5—14 mm diam., extus fuscoatris, tomentosis, filis
„sque ad 250 u longis, 3—4 u crassis, ferruginosis, stipite usque ad
5 mm longo, ca. 3 mm crasso, subcylindraceo-compresso, concolori,
disco Concavo, atrocinnamomeo, marigine involuto, hypothecio pallide
fusco, gelatinoso usque ad 2 mm crasso; ascis cylindraceo -clavatis,
Spice applanatis, 8-sporis, 270—-300 u longis, p. sporif. 60-90 X
13—18 u; paraphysibus copiosis, obvallatis, filiformibus, pluri-
Suttulatis, fuscis, 34 4 crassis, apice vix incrassatis; sporis oblique
Monostichis, ellipsoideis, utrinque obtusis, 1 grosse guttulatis 10—14 X
6—9 4, hyalinis, episporio subfuscidulo, laevi. R ’
.>-Queensl.: Eumundi auf abgestorbenen Ästen. Mai 1902,
Pritzel. No. 65.
‚Durch die becherförmige gestielte Form von allen Arten ver-
schieden, an Urnula campylospora Berk. erinnernd, aber wegen der
gallertigen Beschaffenheit u. s. w. zu Bulgaria gehörig.
Helotiaceae.
Helotium Kurandae P.Henn. n.sp.; ascomatibus membranaceo-
Ceraceis, stipitatis, aurantiacis, concavo-discoideis, laevibus, ca.
a—2 mm diam,, stipite subclavato, concolori, basi fusco, ca. 0,5 mm
Ongo, disco subplano, aurantiaco; ascis clavatis, apice obtuse rotun-
(86)
datis, 8-sporis, 120—160 X 10—12 u, paraphysibus hyalinis, guttulatis,
ca. 1!/, u crassis; sporis oblonge fusoideis, utrinque subacutis inaequi-
lateralibus, eguttulatis 20—24 X 4—5 u.
N.-Queensl.: Kuranda an abgefallenen Zweigen. Juni 1902.
Pritzel:. N02:152
Erinella Pritzeliana P. Henn. n. sp.; ascomatibus membrana-
ceo-ceraceis, cupulatis, stipitatis, extus albidis, breve pilosis, pilis
curvulis, 10—20 X 3!/, u, flavidulis, disco pallide flavo 0,6—0—8 u;
stipite tereti, ca. 0,3—0,5 X 0,1 u; ascis cylindraceo-clavatis, apice
obtusis, 8-sporis, 80—90 X 5—7 u, paraphysibus filiformibus, septatis,
guttulatis, 2 u crassis; sporis conglobatis, filiformibus, flexuosis, utrinque
obtusis, pluriguttulatis vel obsoleto septatis, 40—60 X 0,5—0,6 u.
N.-Queensl.: Russel-River, an dornigen Zweigen. Juni 1902.
Pritzel. No. 154.
Sphaeropsidaceae.
Phyllosticta Leucadendri P. Henn. n. sp.; maculis rotun-
datis fuscidulis vel pallidis; peritheciis epiphyllis sparsis, minute
punctiformibus, atris, poropertusis, ca. 60 u diam.; conidiis, oblonge
ellipsoideis vel ovoideis, hyalinis, 2 guttulatis; 3—3!/, X 0,8 u.
N.-Queensl.: Oberer Barron-River, aufBlättern von Melaleuca
Leucadendron. Mai 1902. Pritzel. No. 129b. ;
Phoma Disoxyli P. Henn. n. sp.; peritheciis petiolicolis sparsis
vel gregariis, innato-erumpentibus, subhemisphaericis, atromembrana-
ceis, poro pertusis, ca. 130—150 # diam.; conidiis oblonge ellipsoideis
= Se utrinque obtuse rotundatis, hyalinis, guttulatis, 5—6
a3", u.
S.-Queensl.: Eumundi auf trockenen Fiederblattachsen von
Disoxylon sp. Mai 1902. Pritzel. No. 26. i
Apiosphaeria Melaleucae P. Henn. n. sp.; maculis nullis,
peritheciis amphigenis sparsis superficialibus, atris, poro pertusis, basi
hyphis fuscidulis, ca. 30-40 u diam.; conidiis subfusoideis, hyalinis
continuis, 21/,—31/, X 0,5 u.
N.-Queensl.: Oberer Barron-River auf Blättern von Melaleuca
Leucadendron L. Mai 1902. Pritzel. No. 129.
Septoria Calami P. Henn. n. sp.; maculis pallidis indeter-
minatis, peritheciis innati suberumpentibus, hemisphaericis, atris poro
pertusis, 50—60 # diam.; conidiis filiformibus, flexuosis, hyalinis,
plerumque 5-septatis, 25—40 X 0,4—0,5 u.
N.-Queensl.: Wälder südlich von Cairns auf trockenen Blättern
von Calamus caryotoides. Mai 1902. Pritzel. No. 78a. _
Coniothyrium Xanthoroeae P.Henn. n. sp.; maculis pallidis
apicibus foliorum; peritheciis innato-erumpentibus, subhemisphaericiS,
atris, pertusis, ca. 80 «; conidiis ovoideis vel ellipsoideis, fuscis, CA
3—31/, x2 u.
S.-Queensl.: Eumundi auf trockenen Blattspitzen von Xan-
thoroea gracilis. Mai 1902. Pritzel. No. 49. ;
Sphaeropsis Nothofagi P. Henn. n. sp.; maculis pallide
fuscis, indeterminatis vel rotundatis; peritheciis hypophyllis, spars!>
vel gregariis, hemisphaericis, atris, subcarbonaceis, nitentibus, (4
80—100 # diam.; conidiis magnis, oblonge ellipsoideis vel ovoidelS,
=. ee continuis, primo hyalinis dein fuscidulis 25—32
—18 u.
(87)
S.-Neu-Seeland: Canterbury, Broken-River auf lebenden Blättern
von Nothofagus cliffortioides. 4. Febr. 1902. L., Diels.
No. 6345,
Diplodia calamicola P. Henn. n. sp.; peritheciis innato erum-
pentibus, sparsis, minutis, subcarbonaceis, atris; conidiis ovoideis vel
ellipsoideis, utringue obtusis, primo hyalinis, guttulatis, dein medio
septatis, fuscis, 15—18 X 7—9 #, conidiophoris brevibus, hyalinis
ca. 2-3 u crassis,
S.-Queensl.: Eumundi auf alten Stammstücken von Calamus
Mülleri. Mai 1902. Pritzel, No. 28.
Dichomera Persooniae P. Henn. n. sp.; maculis fuscidulis,
rotundatis, peritheciis subcuteaneis erumpentibus, gregariis, subhemi-
sphaericis, atris, ostiolatis, 100—180 u; conidiis subglobosis, ovoideis vel
ellipsoideis 1-4-septatis, muriformibus, fuscis, vel atris, 5-8 X4-6 u.
N.-Queensl.: Oberer Barron-River auf ledrigen Blättern von
Persoonia salicina., April 1902. Pritzel. No. 9.
In Gemeinschaft mit Mycosphaerella Persooniae P. Henn.
Nachträglich erhaltene neue Arten: Septoria Gomphocarpi P. Henn.,
Diplodia Trichinii P. Henn., Botryodiplodia atroviolacea et B. Pritze-
lianaP, Henn. werden gelegentlich an anderer Stelle beschrieben werden.
;
:
i
Nectrioideaceae.
Aschersonia australiensis P. Henn. n, sp.; stromatibus
amphigenis, dimidiato-scutellatis vel rotundato-convexis, subaurantiis
dein rufobrunneis, pluripunctulatis, 1—1'!/; mm diam., ‚margine lato
membranaceo, pallido circumdatis; peritheciis immersis, oblongis;
conidiis fusoideis utrinque acutis, hyalinis, 5—7 X 1 «, hyphis fili-
formibus hyalinis, 20-40 X 1 u intermixtis.
N.-Queensl.: Creeks im oberen Barron-Rivergeb. auf Blättern von
Callistemon lanceolatum. Mai 1902. Pritzel. No. 79.
N.-Seeland: Te Aroha Mountains auf Blättern von Icerba
brexioides. 1. März 1902. L. Diels. No. 6444.
Leptostromataceae.
Asterostomella cfr. paraguensis Speg. Guar. I. p. 151 forma.
N.-Oueensl: Kuranda auf Blättern von Santalum lanceo-
Jatum. “Mai 1902, Pritzel. No. 127. er
. Die Conidien sind etwas kleiner, 12—16 X 6—10, sonst überein-
Stimmend
Melanconiaceae.
Coryneum papilliferum P. Henn. n. sp.; acervulis erum-
pentibus, subdiscoideis, atris, ca. 80-100 u; conidiis subfusoideis,
*-septatis, haud constrictis, 8-10 X 41/—51/s, loculis mediis 3, atris,
Do Superiore, papillato hyalino ca. 3 « diametro, loculo inferiori
Nyalino, stipite 15—20 X 2 u, hyalino.
| N :-Queensl.: Russel-River auftotem Holz. Juni 1902. Pritzel.
0. 156,
Dematiaceae.
Coniosporium atroeffusum P. Henn. n. sp.; acervulis late
fusis, aterrimis, pulverulentis; conidiis subglobosis atris, 8—12 u
'am., stipite brevi subhyalino fuscidulo.
(88)
N.-Queensl.: Oberer Barron-River auf entrindeten Ästen.
Mai 1902. Pritzel. No. 117.
Mit C. aterrimum (Cord.) Sacc. verwandt, durch die deutlichen
Stiele u. s. w. verschieden.
Cercospora calamicola P. Henn. n. sp.; maculis atris, subro-
tundatis; hyphis fasciculatis vel sparsis, septatis, 4—5 4 crassis;
conidiis clavatis, apice obtusis, fuscis, 5—-7-septatis haud constrictis,
40—80X4—8 u.
N.-Queensl.: Wälder bei Cairns auf Blättern von Calamus
caryotoides. Mai 1902. Pritzel. No. 78.
Phaeostilbaceae.
Antromycopsis? squamosus P. Henn. n. sp.; stromatibus
caespitosis 4—6 mm altis, stipite tereti, solido, firmo, intus albido,
extus ferrugineo squamuloso vel tomentosulo, 3—5 X 0,6 u; capitulo
hemisphaerico vel globoso, 0,6—0,8 mm diam., fusco-cinereo; conidiis
acrogenis, ovoideis, hyalino-fuscidulis, 5—6 X 31/,—4 u.
N.-Queensl.: Scrub bei Kuranda auf totem Holz. Juni 1902.
Pritzel. No. 143.
Der Pilz macht den Eindruck von Conidienträgern einer
Xylariacee und vermag ich ihn nur mit Bedenken vorläufig in diese
Gattung zu stellen.
Podosporium australiense P. Henn. n. sp.; stromatibus
sparsis vel caespitosis, simplicibus, rigidis, filiformibus, atris, 3—4 mm
longis, basi usque ad 100 4 incrassatis; conidiis lateraliter ubique
sparsis, cylindraceo clavatis, curvatis, apice obtusis, fuscis, 3—5-septatis,
40—100 X 4—5 u. i a
N.-Queensl.: Oberer Barron-River auf berindeten Ästen.
Mai 1902. Pritzel. No. 97.
Hyalostilbaceae.
Pritzeliella P. Henn. n, gen.; Stromata stipitato-capitulata vel
subclavata, simplicia, haud ramosa, hyphis coalitis hyalinis conflata.
Conidia catenulata, subglobosa, hyalina. Coremio affın. sed apice
haud ramosa, ;
P. coerulea P. Henn. n. sp.; stromatibus gregariis, erectis
stipitatis, 2- 3 mm longis, stipite subtereti, pallido, ex hyphis hyalinis,
ca.2—3 u crassis, ca. 11/,—2!/, mm longo, 120—130 u crasso, capitulo
subgloboso vel oblongo compresso, ca 200-230 u diam. coeruleo;
Sera. catenulatis, subglobosis vel ellipsoideis, hyalinis, 2—2!&
11—2 u.
N.-Queensl.: Oberer Barron-River auf einer Schmetterlings-
puppe. Mai 1902. Pritzel. No. 12.
Figurenerklärung. :
Fig. I Cucurbitaria Pritzeliana P. Henn. n. sp. 2. Perithecien stark vergrößert;
„ la Askus mit Paraphysen;
„ Ib Sporen sehr stark vergrößert;
„ II Dielsiella Pritzelii P. Henn, n. gen. et n. sp. Habitus natürl. Größe;
„ Ha Perithecien vergr.;
„ IIb Asken mit Paraphysen;
» llc Sporen sehr stark vergr.
„ Vorstehende Figuren wurden von Herrn Dr. E. Pritzel freundlichst 8%
zeichnet, dem ich hierfür besten Dank sage.
(89)
Beiträge zur Moosflora des Wesergebirges.
Von W. Mönkemeyer, Botan. Garten, Leipzig.
Seit einer Reihe von Jahren habe ich alljährlich gewisse Gebiete
des Wesergebirges bryologisch durchsucht, im speziellen die Weser-
berge bei Eschershausen, Stadtoldendorf, den Ith und den Hils. Diese
Örtlichkeiten grenzen da an, wo H. Müllers Aufzeichnungen über die
westfälischen Laubmoose enden. Auch nahm ich mehrfach Gelegen-
heit, die klassischen Standorte des Ziegenberges bei Höxter, besonders
durch Beckhaus bekannt geworden, aufzusuchen. Mein in folgendem
abgehandeltes Gebiet ist das Lennethal. Die Lenne ist ein kleiner
Fluß, welcher bei Bodenwerder zwischen dem Eckberge "und der
Königszinne in die Weser mündet. Im Norden wird das Tal vom
Ith und Hilse begrenzt, im Süden von Weserbergen, welche an das
Gebiet des Solling grenzen. Bei Stadtoldendorf ist besonders er-
giebig das Hoopthal und die Gyps- und Kalkberge der Homburg,
während der durch seine reiche Orchideenflora bekannte Holzberg
bryologisch ziemlich arm ist. Von der Homburg sind bereits einige
wichtige Funde veröffentlicht, so Plagiothecium pulchellum und
Rhynchostegium rotundifolium, während die Gegend von Eschers-
hausen, Ith und Hils noch völlig unbekannt war. Eine eigentümliche
Flora entwickelt sich in den Buntsandsteinbrüchen bei Stadtoldendorf,
Eschershausen und Kirchbrack. Das sich schieferartig spaltende Ge-
stein ist sehr porös und bedingt bei vielen Arten eigentümliche
Wuchsverhältnisse, Arten, wie Brachythecium rutabulum, velutinum,
Hypnum uncinatum, Hylocomium loreum, selbst Philonotis fontana
bilden sehr häufig der Länge nach Rhizoiden, womit sie sich der
Unterlage fest anpressen. Der Ith besteht hauptsächlich aus Kalk,
st ziemlich trocken, hauptsächlich mit Laubwald (Buchen) bewachsen
und zeigt prachtvolle groteske F elsbildungen. Der Hils zeigt in der
Hauptsache Fichtenwald. Seit den 70er Jahren des vorigen Jahr-
hunderts liefert er in seinen ausgedehnten Brüchen Asphaltgestein,
dessen Produkt als »Vorwohler Asphalt« weithin verschickt wird.
. In der folgenden Aufzählung der Arten und Formen habe ich
die Ubiquisten als unwesentlich fortgelassen und in den meisten
Fällen nur diejenigen namhaft gemacht, welche im allgemeinen weniger
verbreitet sind.
Sphagna.
‚Die Sphagna sind in unserem Gebiete weniger vorherrschend,
da im allgemeinen wenig Örtlichkeiten vorhanden sind, welche ihr
Vorkommen bedingen könnten. Ihre Hauptverbreitung finden sie
ın eingesprengten Torflöchern zwischen Stadtoldendorf und Eschers-
ausen, in feuchten Schluchten am Kirchberge und am Hilse, während
der trocknere Ith bisher keine Arten aufweist. Folgende Arten und
arietäten konnten von mir festgestellt werden, welche durch Herrn
amstorf revidiert wurden:
Sph. cymbifolium Ehrh. var. laxum Warnst. In den Torflöchern
es Stadtoldendorf und Eschershausen unweit von »Tentrus
IC ex;
var. squarrosulum Warnst. Am Kirchberge bei Eschershausen.
var. pallescens Warnst. Am Hilse unterhalb der »Bloßen
Zelle«,
(90)
Sph. medium Limpr. In den Sumpflöchern bei »Tentrus Eiche«.
Sph. papillosum Lindb. Mit voriger Art.
Sph. centrale C. Jens. Mit den vorigen.
Sph. acutifolium Ehrh. var. viride Warnst. Am Hilse unter der
»Bloßen Zelle»;
var. plumosum Milde. Bei »Tentrus Eiche«.
Sph. rubellum Wils. Bei »Tentrus Eiche«.
Sph. quinquefarium Warnst. Am Kirchberge bei Eschershausen.
Sph. Gravetii Warnst. Auf einem ziemlich trocknen Waldwege
zwischen Fichten im sog. »Teibock« bei Eschershausen.
Sph. rufescens Limpr. Am Hilse unter der »Bloßen Zelle«.
Sph. squarrosum Pers. var imbricatum Schpr. In prachtvollen
Rasen bei »Tentrus Eiche«.
var. cuspidatum Warnst. Am Kirchberge bei Eschershausen.
Sph. recurvum Pal. Bei »Tentrus Eiche«.
var. mucronatum Warnst. Bei »Tentrus Eiche«.
var. parvifolium Warnst. Mit voriger Art.
Acrocarpae.
Diceranoweisia cirrata Lindb. In der forma saxicola an der
Königszinne bei Bodenwerder und im Hooptale bei Stadtoldendorf.
Eucladium verticillatum Br. eur. Steril an triefenden Kalk-
felsen der Stein- oder Teufelsmühle zwischen Polle und Boden-
werder; an den Lüerdisser Klippen des Ith.
Dichodontium pellucidum Schpr. Im Gebiete selten, bisher nur
in den Steinbrüchen bei Eschershausen.
Dicranella Schreberi Schpr. Bei Eschershausen und am Ith
beim alten Steinbruche am Wege nach Capellenhagen.
D. crispa Schpr. In den Steinbrüchen bei Eschershausen und
Kirchbrack.
D. rufescens Schpr. Im Gebiete verbreitet.
D. cerviculata Schpr. Bisher nur am Hilse unter der »Blossen
Zelle«.
Dicranum flagellare Hedw. Im sogen. »schwarzen Lande« bei
Eschershausen.
Fissidens pusillus Wils. Häufig auf Gestein in den Thälern am
Kirchberge bei Eschershausen.
Seligeria pusilla Br. eur. Auf Kalk am Eberstein bei E. und
am Ziegenberge bei Höxter. ;
Campylostelium saxicola Br. eur. Selten im Gebiete, an Stein-
brücken im Walde vor Olkassen bei E.
Ceradodon purpureus Brid. Auf Marmorblöcken an der Hom
burg in einer Form mit kaum gesäumten Peristomzähnen und aus
tretender Blattrippe. Meine Bemühungen C. conicus Lindb. bei
Flegesen wieder aufzufinden waren leider ohne Erfolg.
Ditrichum flexicaule Hpe. Am Ith.
D. pallidum Hpe. Am Eckberge bei Bodenwerder. 2
Distichium capillaceum Br. eur. Selten im Gebiete, nur ın den
Steinbrüchen bei Eschershausen in wenigen Räschen.
Pottia Starkeana C. Müll. Am Ziegenberge bei Höxter. f
Didymodon cordatus Jur. Am Eckberge bei Bodenwerder, ke)
Kalk bei Kirchbrack. Bei Holzminden unterhalb Forst. (leg. Quelle:
#
(91)
Tortella tortuosa Limpr. Sehr häufig am Ith.
var. decipiens Gravet. Am Ith.
var. fragilifolia Jur. Am Ziegenberge bei Höxter.
Barbula reflexa Brid. Am Ith.
B. revoluta Brid. Sehr häufig am Ith.
B. convoluta Hedw. Auf erdbedeckten Mauern der Homburg bei
Stadtoldendorf häufig.
Aloina ambigua Limpr. Auf Kalk bei Kirchbrack.
Crossidium squamigerum Jur. An Kalkfelsen der Steinmühle
zwischen Polle und Bodenwerder. 2
Tortula muralis Hedw, var. incana Br. eur. Überall häufig.
var, rupestris Schultz. An Kalkfelsen bei Dölme.
T. aestiva P. B. Häufig, z. B. am Ith.
T. subulata Hedw. Häufig im Gebiete.
var. angustata Wils, Am Eckberge bei Bodenwerder.
T. montana Lindb. Am Ith. i
Schistidium apocarpum Br. eur. Besonders in der forma nigres-
cens am Ith. Eine Varietät (longipila), mit sehr langen Blatthaaren,
am Eingange zur Rotensteinhöhle am Ith. Die Pflanze gleicht
habituell dem Sch. Bryhnii Hagen aus Norwegen.
ch. gracile Limpr. In den Steinbrüchen bei Eschershausen und
im Hooptale bei Stadtoldendorf. ;
Racomitrium heterostichum Brid. Im Hooptale hei Stadt-
oldendorf.
R. canescens Brid. In allen Steinbrüchen sehr verbreitet. }
R. lanuginosum Brid. In den Steinbrüchen des Gebietes nicht
selten.
Ulota Ludwigii Brid. An Buchen bei Ölkassen. .
U. Bruchii Hsch. crispa Brid und crispula Bruch. in den Wäldern
2 Eschershausen verbreitet, besonders im Wabachtale bei Öl-
assen,
Orthotrichum. OÖ. anomalum, saxatile, stramineum, fastigiatum,
affıne, speciosum, leiocarpum, Lyellii, auch fruchtend, und obtusi-
folium im Gebiete verbreitet. ;
ncalypta vulgaris Hoffm. Sehr verbreitet an Kalkfelsen bei
Kirchbrack.
E. contorta Lindb. Schr häufig am Ith, auch fruchtend.
Funaria hygrometrica Sibth. forma. In einer sehr kleinen Form
auf erdbedeckten Felsen der Ruine Homburg bei Stadtoldendorf
und in den Steinbrüchen bei Eschershausen.
Leptobryum pyriforme Schpr. In prachtvollen Rasen in den
Steinbrüchen bei Eschershausen und Stadtoldendorf. E
/ebera nutans Hedw., besonders var. strangulata Br. eur. in
den Steinbrüchen bei Eschershausen. :
» Proligera Kindb. Steril, aber mit prachtvoll entwickelten Brut-
‘Örpern im Hooptale bei Stadtoldendorf, wo ich diese Art zuerst
für Norddeutschland nachweisen konnte, ferner in den Steinbrüchen
bei Escherhausen und Kirchbrack. i i
‚albicans Whbg. In den Steinbrüchen bei Eschershausen, steril.
'yum capillare L. Häufig im Gebiete; var. flaccidum Br. eur.
am Ziegenberge bei Höxter und bei Bodenwerder an der Königs-
zinne,
(92)
B. elegans Nees. An der Homburg bei Stadtoldendorf.
B. pseudotriquetrum Schwgr. Am Holzberge bei Stadtoldendorf
und auf Sumpfwiesen bei Golmbach.
Mnium serratum Schrad. In einer sehr locker und zweizeilig
beblätterten Form im Hooptale bei Stadtoldendorf.
M. undulatum Weis. cfr. bei Eschershausen.
M. Seligeri Ju. Am Holzberge bei Stadtoldendorf. Ferner sind
M. rostratum, hornum und punctatum nicht selten.
Bartramia. Außer B. pomiformis und ithyphylla habe ich keine
weiteren Arten im Gebiete aufgefunden.
Philonotis calcarea Schpr. Am Holzberge bei Stadtoldendorf.
Ph. fontana Brid. Verbreitet. In den Steinbrüchen bei Kirchbrack
in einer kriechenden Form auf rotem Sandstein. Diese forma
reptans haftet mit den Rhizoiden fest der Unterlage an. Im übrigen _
unterscheidet sich diese Form außer durch ihre Kleinheit nicht
von der daneben freiwachsenden gewöhnlichen Form.
Pogonatum nanum, aloides und urnigerum sind im Gebiete
häufig, letztere besonders in den Steinbrüchen,
Polytrichum strictum Banks. In Torfsümpfen bei » TentrusEiche«.
Buxbaumia indusiata Brid. Sehr selten, nur wenige Pflänzchen
im »Teibock« bei Eschershausen von mir aufgefunden.
Diphyscium sessile Lindb. Verbreitet.
Pleurocarpae.
Neckera pumila Hedw. In Buchenwäldern bei Eschershausen.
N. crispa Hedw. Sehr häufig am Ith. An den sonnigen Kalk-
felsen der Klippen die forma falcata Boul.
N. complanata Hübn. Im Gebiete verbreitet, an sonnigen Felsen
die forma secunda Grav.
Orthothecium intricatum Br. eur. Am Ziegenberge bei Höxter.
Climacium dendroides W. et. M. In den feuchtschattigen
Wäldern im Teibock bei Eschershausen findet sich an kleinen
Bachrinnen eine Form (umbrosa), welche sich besonders in frischem
Zustande durch die sparrige und laxe Beblätterung und dunkel-
grüne Färbung von der typischen Pflanze auffällig unterscheidet,
sonst aber nicht verschieden ist.
Isothecium myosuroides Brid. Bei Eschershausen und im
Hooptale bei Stadtoldendorf. :
Brachythecium Mildeanum Schpr. Auf nassen Wiesen im
Lennetale nicht selten.
B. vagans Milde. In den Steinbrüchen bei Eschershausen auf
Rotsandstein. i
B. populeum Br. eur. Im Hooptale und in den Steinbrüchen bel
Eschershausen.
B. velutinum Br, eur. In mannigfachen Formen im Gebiete vet
breitet, so var. intricatum Br. eur. an der Königszinne, eine forma
reptans, fest durch Rhizoiden dem Rotsandstein anliegend, in den
Steinbrüchen. ;
B. rutabulum Br. eur. Von dieser sehr veränderlichen Art findet sich
in den Steinbrüchen bei Eschershausen, Kirchbrack und im Hoop-
tale eine Varietät, welche ich als n. var. aureonitens vielfach
(93)
verteilt habe. Auf den ersten Blick fällt sie durch ihre prachtvolle
goldige Rasenfärbung auf. Sie haftet auf dem Rotsandstein der
Länge nach wurzelnd und zeigt eine prachtvolle Fiederung. Sie
ist an manchen Stellen in ausgeprägtester Form so verbreitet, dafß
sie die Sandsteinplatten ganz goldig erscheinen läßt.
B. rivulare Br. eur. Verbreitet und formenreich. An Holzplanken
am sog. Wasserfalle bei Eschershausen die var. fluitans Lamy,
die Blätter sind wie bei Fontinalis oft bis zur Hälfte gespalten.
Eine sehr interessante Form findet sich im Angerbache bei E. (var.
frigida m. in sched.). Pflanzen untergetaucht, sehr verlängert, ge-
fiedert bis einfach, am Grunde nackt, gelblichgrün und starr. Blätter
2. T. gespalten und stark gefurcht, Blattflügelzellen sehr locker, fast
Sana oder gebräunt. Eine durch das kalte Gebirgswasser bedingte
orm.
Eurhynchium striatulum Br. eur. Am Ziegenberge bei Höxter.
E. crassinervium Br. eur. Zwischen Felstrümmern der Homburg
bei Stadtoldendorf. Sehr schön auch in den Sachsgräben des
Ziegenberges bei Höxter mit E. velutinoides.
.Stockesii Br. eur. Verbreitet, z.B. im Hooptale.
Rhynchostegium contertum Br. eur. Am Ziegenberge bei Höxter,
‚murale Br. eur. mit var. julaceum Schpr. Im Gebiete verbreitet.
R. tusciforme Br. eur. In mannichfachen Abänderungen verbreitet.
Ganz besonders schön an den stets vom Wasser bespülten Fels-
wänden der Stein- oder Teufelsmühle zwischen Polle und Boden-
werder. An dieser Stelle entspringt den steilen Kalkbergen ein
Sehr starker Wasserquell, welcher sich direkt aus dem Felsen heraus
auf die Mühlenräder und einige Meter weiter entfernt in die Weser
ergießt. Die Felswände neben dem Mühlrade sind mit einem
Sammtiggrünen Teppich von R. rusciforme var. complanatum
. Schulze bedeckt, daneben findet sich var. lutescens Schpr. Die
var. inundatum und prolixum ebenfalls häufig im Gebiete,
Thamnium alopecurum Br. eur. Häufig am Ith.
Plagiothecium, Die Plagiothecien sind im Gebiete sehr verbreitet
und unterliegen dem mannichfachsten Formenwechsell. Ich habe
SIe mit besonderer Liebe gesammelt und folgende Arten und
ormen aus dem Gebiete feststellen können:
‚undulatumBr. eur. In den Wäldern bei Eschershausen fruchtend
und am Hilse in Fichtenwäldern unter der »Bloßen Zelle«.
. Silvaticum Br. eur. Verbreitet; in einer leuchtend gelben Form
Im Hooptale.
0eseanum Br. eur. Verbreitet und formenreich. Auf Erde am
Fuße der Homburg in einer forma falcata, ebenda und an der
önigszinne bei Bodenwerder in einer Form, welche der var. gracile
reidl. nahesteht. Var. Julaceum m. in sched., mit dick kätzchen-
artigen, allseitig beblätterten Trieben auf sonnigen Waldblößen am
ei > Halle a.W. P. Roeseanum macht im Gebiete den Ein-
Tuck einer guten Art. i
P lenticularım Br. eur. Sehr verbreitet. Var. sublaetum Lindb.
p 'n den Sphagnumsümpfen bei Stadtoldendorf. E
- Curvifolium Schlieph. Sehr schön ausgeprägt auf Gyps am
uße der Homburg, ferner im Hooptale, am Ith, Hils und am Ziegen-
und Weinberge bei Höxter.
(94)
P. Ruthei Limpr. In den Sphagnumsümpfen bei Stadtoldendorf,
an der Königszinne und im sogen. »Teibock« bei Eschershausen,
Am Ziegenberge bei Höxter in einer Form, welche dem P. pseudo-
silvaticum Warnst. entspricht.
P. pulchellum Br. eur. An der Homburg bei Stadtoldendorf
(bereits von H. Müller angegeben), aber selten und meist anderen
Moosen beigesellt.
P. depressum Dix. An der Homburg, an Trümmern der Ruine,
Auch in den Sachsgräben am Ziegenberge bei Höxter.
P. elegans Sull. im Hooptale, var. Schimperi Limpr., allgemein ver-
breitet.
P. silesiacum Br. eur. In Wäldern bei Eschershausen verbreitet.
Amblystegium subtile Br. eur. Am Ziegenberge bei Höxter.
A. fluviatile Br. eur. In einem Wiesenbache bei Station Vorwohle.
A. irriguum Br. eur. In Waldbächen bei Eschershausen.
A. fallax. Milde var. spinifolium Limpr. Mit voriger Art.
Aus der Gruppe von A. serpens (im weitesten Sinne) finden
sich im Gebiete, besonders in den Rotsandsteinbrüchen und im
Hooptale eine Anzahl von Formen, welche von den bisher be-
schriebenen nicht unerheblich abweichen, ich übergehe dieselben
vorderhand, da ich diese Gruppe erst noch eingehender studieren
möchte,
A. riparium Br. eur. n. var. fontinaloides m,
Unter den im Gebiete verbreiteten Formen verdient diese
neue Varietät hervorgehoben zu werden, Pflanze über fußlang,
flutend, am Grunde von Blättern entblößt, starr, mit büschelförmig
gestellten Ästen, teilweise goldgelb glänzend. Blätter breit eiförmig,
doppelt so groß wie bei var. inundatum. Zellen chlorophylihaltig,
doppelt so groß wie bei var. inundatum. Diese neue Varietät
macht auf den ersten Anblick ganz den Eindruck einer Fontinalis,
sie flutet im Bache des Hooptales bei Stadtoldendorf in der Nähe
von Kloster Amelungsborn.
Hypnum Sommerfeltii Myr. In den Steinbrüchen und auf den
Kalkbergen verbreitet.
H. chrysophyllum Brid. Am Ith, am Ziegenberge bei Höxter.
H protensum Brid. An der Weser bei Dölme.
H. uncinatum Hedw. Im Gebiete, besonders in den Steinbrüchen
häufig, auf Rotsandstein in einer der Unterlage durch Rhizoiden
fest anhaftenden forma reptans der var. plumosum Schpr.
H. decipiens Limpr. Auf Sumpfwiesen bei Golmbach. ;
H. commutatum Hedw. Im Gebiete verbreitet und formenreich.
Besonders schön entwickelt an der Steinmühle zwischen Polle un
Bodenwerder, von den zartesten, kaum zollgroßen, bis zu robusten
sich dem H. irrigatum Zett. nähernden Formen,
H. falcatum Brid. In Sümpfen am Holzberge bei Stadtoldendorf.
H. incurvatum Schrad. Auf Felstrümmern der Ruine Homburg.
H. cupressiforme L. Für Liebhaber von Formen dieser poly
morphen Art bieten sich solche im Gebiete in großer Fülle, die
man jedoch nicht einzeln aufführen kann, ohne in Verlegenheit zU
kommen neue Namen aufzustellen. In den Steinbrüchen finden
wir solche vom Typus der var. tectorum, elatum und ericetorum;
an Felsen des Ith subjulaceum, in den Wäldern an Buchen filiform®
(95)
und in den Gypshöhlen unterhalb der Homburg zartstengelige,
fast geradblättrige Formen (filiforme orthophyllum) von eigentüm-
licher Tracht.
H. palustre Huds. var. hamulosum Br. eur. Im Hooptale und am
Ith, nicht gerade häufig.
H. cordifolium Hedw. nebst der var. angustifolium in den Torf-
sümpfen bei »Tentrus Eiche«.
H. stramineum Dicks. mit voriger Art.
Hylocomium brevirostre Br. eur. In den Steinbrüchen.
H. loreum Br. eur. Sehr häufig im Hooptale, auch in einer nieder-
liegenden, der Länge nach wurzelnden Form.
Hepaticae.
Obwohl ich den Lebermoosen nicht die Beachtung schenkte wie
den Laubmoosen, habe ich doch eine Reihe von Arten aufgefunden,
welche der Erwähnung wert sind.
Riccia bifurca Hofim. Auf Feldern bei Eschershausen.
Conocephalus conicus (Cda.). Ziemlich verbreitet; in einer
kleineren Form an den Mauern der Ruine Homburg.
Chomiocarpon quadratus Ldb. Am Fuße der Homburg, be-
sonders bei den Marmorbrüchen. {
Metzgeria furcata Ldb. und M. conjugata Ldb., erstere mit den
var. prolifera Nees und Ulvula Nees nicht selten.
Pallavicinia Lyellii S. F, ‘Gray. In den Sphagnumtümpeln bei
Stadtoldendorf.
Lophozia alpestris (Schleich.) Auf Gyps an der Homburg.
. exsecta Dum. mit vor., desgl. L. minuta Schffn.
accogyna graveolens Lindb. Im »Teibock« bei Eschershausen.
Cephalozia bicuspidata var. setulosa Spruce, bei den Stein-
brüchen bei Eschershausen auf festen Waldwegen. 2
lepharostoma trichophyllum Dum. Häufig in den Tälern
bei Eschershausen, :
Trichocolea tomentella Lindb. Nicht häufig, am Kirchberge bei
Eschershausen. i
Diplophyllum obtusifolium Dum. und D. albicans Dum., beide
im Gebiete häufig. :
Capania nemorosa Dum. In den Steinbrüchen und Quelltälern.
Über die Uromyces-Arten auf Lupinen.
Von P. Dietel.
Über die Unterscheidung und Benennung der Uromyces-Arten,
Welche auf Lupinen leben, besteht in der Literatur eine ziemlich
große Unsicherheit. Nachdem Berkeley und Curtis 1858 einen Uro-
myces Lupini B. et C. aus Kalifornien beschrieben hatten, hat Saccardo
1873 eine gleichnamige Species für einen Uromyces auf Lupinus
albus aus Italien aufgestellt, der aber von dem vorigen verschieden
Ist. inter zieht in der Rabenhorstschen Kryptogamenflora die im
Bereiche derselben ihm bekannt gewordenen Uromycesformen auf
Upinus albus und L, luteus zu seiner weitumfassenden Sammel-
°Pecies Uromyces Genistae tinctoriae (Pers.) Wint., und unter diesem
(96)
Namen ist sie von verschiedenen Autoren in der Literatur fort-
geführt, derselbe ist auch von amerikanischen Mykologen auf Uro-
mycesformen verschiedener Lupinen in Nordamerika angewendet
worden. Winter zitiert als Synonym zu seinem Uromyces Genistae
tinctoriae (Pers.) den Uromyces und die Uredo Lupini Berk. et Curt.
mit Berufung auf v. Thümen. Dieser hat in der Mycotheca uni-
versalis No. 842 die Uredoform auf Lupinus albus von Laibach in
Krain als Uredo Lupini Berk. et Curt. herausgegeben und dazu
bemerkt: »Fortasse Uromycetis Lupini Berk. et Curt. id. no. 133 (1859!)
fungus stylosporiferus. — Uromyces Lupini Sacc. 1875!«!) Mit diesem
letzten, gekürzten Satze ist allerdings nur gesagt, daß die Saccardosche
Spezies jüngeren Datums ist, es soll dagegen wohl kein Urteil über
die etwaige Identität beider Arten damit abgegeben sein. Im Gegen-
teil macht v. Thümen bei No. 1439, als welche er den Uromyces
Lupini Sacc. auf Lupinus digitatus aus Ägypten herausgibt, zu
dieser Art die Bemerkung: »Uromyces Lupini Berk. et Curt. in Proc.
Amer. Acad. of arts and science. IV. p. 127 ex descriptione valde
differt.«e Die falsche Benennung der No. 842 als Uredo Lupini Berk.
et Curt. ist jedoch nicht berichtigt worden, sodaß man hiernach
glauben könnte, daß der nordamerikanische Uromyces Lupini Berk.
et Curt auch in Europa vorkomme. -— Schroeter führt aus der Flora
von Schlesien Uromycesformen auf Lupinus luteus und Lupinus
angustifolius auf und zieht diese zu Uromyces Anthyllidis (Grev.)
Schroet. ohne Bezugnahme auf Urom. Lupini. — Besonders groß
ist die Konfusion in der Benennung der Lupinenroste in der Sylloge
fungorum. De Toni zieht hier den Uromyces Lupini Berk. et Curt.
zu Uromyces Astragali (Opiz) Sacc,. als eine Varietät desselben,
obgleich beide nicht die geringste Ähnlichkeit mit einander haben.
Die Formen auf Lupinus luteus, L. albus und L. angustifolius werden
bei Uromyces Anthyllidis aufgeführt, die ersteren beiden Nährpflanzen
aber auch bei Uromyces Lupini Sacc. genannt, sodaß man hiernach
glauben muß, daß auf denselben zwei verschiedene Uromycesarten
leben. — Hariot endlich hat in der Revue mycologique 1892 p. 14
in Übereinstimmung mit der Beurteilung der in Schlesien beobachteten
Formen durch Schroeter hervorgehoben, daß der Uromyces Lupini
Sacc. zu Uromyces Anthyllidis (Grev.) zu ziehen, und auch noch-
mals darauf hingewiesen, daß Uromyces Lupini Berk. et Curt. völlig
davon verschieden sei.
Hiermit war die verhältnismäßig einfache Synonymik dieser
Formen klargestellt. Nun hat aber neuerdings Bubäk ?) einen von
Hoffmann in Prag auf einer leider nicht näher ermittelten Art von
Lupinus gefundenen Uromyces beschrieben und als Urom. lupinicolus
Bubäk benannt. Er betrachtet diese Bezeichnung nur als einen
neuen Namen und führt Urom. Lupini Sacc., Urom. Anthyllidis
Schroet. p. p. und Hariot p. p. und Urom. Genistae tinctoriae Wint. p.P-
als Synonyme dazu an. Aus der Beschreibung geht ohne Zweife
hervor, daß dieser Urom. lupinicolus von Urom. Anthyllidis ver-
schieden ist, zugleich aber auch, daß die Anführung der genannten
vermeintlichen Synonyme von der irrtümlichen Annahme ausgeht,
!) Muß heißen 1873! Be
..) Einige neue oder kritische‘ Uromyces-Arten.' Sitzungsber. d. königl.
böhm. Gesellsch. d. Wissenschaften in Prag 1902. S. 8 des Sep.-Abdr.
(97)
daß dieser böhmische Uromyces mit den anderen europäischen
Formen auf Lupinus identisch ist. Das ist aber eben nicht der Fall,
vielmehr ist der Uromyces lupinicolus Bubäk eine neue Art, die
bisher anscheinend nur dieses einemal gefunden worden ist.
Was die Identität des Uromyces Lupini Sacc. mit Uromyces
Anthyllidis (Grev.) betrifft, so möchte ich dazu bemerken, daß in
einzelnen von mir untersuchten Exemplaren auf Anthyllis die Warzen
auf der Membran der Teleutosporen nicht so kräftig waren wie
zumeist auf Lupinus und daß auf Anthyllis die Membran der Uredo-
sporen nicht immer so dick und so hell gefärbt ist wie auf Lupinus,
daß aber irgendwelche durchgreifende Unterschiede in keiner dieser
Hinsichten zu konstatieren waren, sodaß es unmöglich erscheint,
hier zwei Arten auf Grund morphologischer Verschiedenheiten zu
unterscheiden. Gleichwohl muß die Möglichkeit im Auge behalten
werden, daß eine Verschiedenheit im biologischen Verhalten in der
Beschränkung auf bestimmte Nährpflanzen eine Artentrennung
erforderlich machen kann.
Uromyces Anthyllidis (Grev.) hat seine Heimat anscheinend in den
Mittelmeerländern, wo er außer auf Anthyllis auf verschiedenen Nähr-
Pflanzen vorkommt. Es lagen mir zur Untersuchung vor die Formen
auf Lupinus albus von der Insel Capri (leg. Magnus), von Selva in
Italien (leg. Saccardo), aus Zürich (nur Uredo, leg. Magnus), aus Lai-
bach in Krain (nur Uredo, leg. Voß), ferner auf Lupinus digitatus von
Fajum in Ägypten (leg. Schweinfurth). Auf einer nicht näher be-
zeichneten Lupinenart von Alt-Paleschken in Westpreußen (leg.
Treichel) war gleichfalls nur Uredo zu finden. Dagegen fanden sich
die Uredo- und Teleutosporen noch auf Hippocrepis aus Tunesien
(leg. Rost), auf Lotus creticus in Istrien (leg. P. Sydow), Lotus
ornithopoides bei Nizza (leg. Choulette), Securigera Coronilla in
Istrien (leg. P., Sydow), Coronilla varia ebenda (leg. P. Sydow), auf
Trigonella Foenumgraecum von Parma in Italien (leg. Passerini) und
Abuska-Fajum in Ägypten (leg. Schweinfurth).’) Es scheint, daß in
den nördlichen Teilen seines Verbreitungsgebietes die Bildung der
Teleutosporen bei Uromyces Antyllidis auf Anthyllis und Lupinus
weniger reichlich erfolgt, da alle von mir untersuchten Exemplare
aus Deutschland nur Uredo aufwiesen. Re
Es wurde bereits erwähnt, daß auch Uromycesformen, die in
Nordamerika auf Lupinen vorkommen, mit den europäischen identi-
fiziert und als Uromyces Genistae tinctoriae (Pers.) bezeichnet worden
Sind. Eine Untersuchung derselben von mehreren Lupinusarten
ergab nun, daß dieselben dem Uromyces lupinicolus Bubäk am
ähnlichsten sind. Durch die Freundlichkeit des Herrn Prof. Dr. Bubäk
war es mir möglich, das Originalexemplar des Uromyces lupinicolus
Zu vergleichen und zu konstatieren, daß sie auch von dieser Art ver-
schieden und als eine eigene Spezies zu betrachten sind. Dieser
amerikanische Uromyces stimmt mit U. lupinicolus in dem Besitz
einer mäßig dicken, dichtwarzigen Membran der Teleutosporen
überein. Die Warzen stehen aber noch dichter als bei Ur. lupini-
colus und die Sporenmembran ist etwas dunkler gefärbt. ‚Ferner
Sind auch die Teleutosporen durchschnittlich kleiner und nie birn-
ee Er
!) Ur i f Trig. occulta in Agypten
Befunden, ER N ag "Vergl. eig 1902, Beibl &. 211.
Hedwigia Bd, XLI. 1903. ;
(98)
förmig oder nach unten keilförmig verjüngt, sondern ziemlich gleich-
förmig ellipsoidisch. Mit Rücksicht auf seine Verbreitung mag dieser
Pilz als Uromyces occidentalis bezeichnet werden.
Diagnose: Uromyces occidentalis Diet. n. sp. Sporenlager
auf bleichen, kreisrunden Flecken, besonders auf der Blattunterseite
zerstreut stehend oder zu kreisförmigen oder unregelmäßigen Gruppen
angeordnet, klein oder von mittlerer Größe und mitunter zusammen-
fließend, pulverig. Uredolager ockerbraun, Teleutosporenlager dunkel
kastanienbraun, anfangs von der gesprengten Epidermis umhüllt.
Uredosporen kugelig, seltener breit ellipsoidisch, 19—23 u im Durch-
messer; Membran 1,5—2,5 « dick, braun, kurzstachelig, mit 6 -—8 Keim-
poren, um welche herum die Sporenmembran meist linsenförmig
verdickt ist. Teleutosporen kugelig oder breit ellipsoidisch 17—26 u
lang, 16—21 «u breit, mit intensiv brauner, 1—2 «u dicker, dicht-
warziger Membran. Scheitelmembran nicht verdickt. Stiel hinfällig.
Auf Lupinus latifolius, Sissons, California (leg. W. C. Blasdale),
auf Lupinus argenteus, Gunnison Co., California (leg. Bartholomew),
auf Lupinus Sileri, ebendaselbst (leg. Bartholomew).
Die Aufstellung dieser neuen Species wurde durch die Not-
wendigkeit veranlaßt, die betreffenden amerikanischen Formen von
den europäischen zu trennen, denn wie von Ur. lupinicolus Bub.
sind sie auch von Ur. Anthyllidis (Grev.) verschieden. Sie halten
in mancher Beziehung zwischen beiden die Mitte, und hierin offenbart
sich wieder die gemeinschaftliche Abstammung aller drei Arten.
Es sei auch bei dieser Gelegenheit wieder auf die enge Beziehung
zwischen den Uredineen des westlichen Nordamerikas, speziell Kali-
forniens und Mexikos, und denen der Mittelmeerländer hingewiesen,
die auch hierin zum Ausdruck kommt.
Dagegen konnte ich nicht zu voller Klarheit darüber kommen,
ob die hier zu einer Art zusammengefafßten Formen, wirklich eine
einheitliche Spezies bilden. Die Uredo- und Teleutosporen des
Uromyces auf Lupinus argenteus sind durchschnittlich kleiner als
auf Lupinus latifolius und ihre Membran ist etwas dünner. Ins-
besondere besitzt die Membran der Teleutosporen auf Lup. argenteus
nicht über 1,5 « Dicke, auf Lup. latifolius 2 «u Dicke. Ferner sind
die Membranwarzen der Teleutosporen auf letzterer Nährpflanze
kräftiger als auf Lupinus argenteus. Auf letztgenannter Art sind die
Warzen an der Sporenbasis meist in der Längsrichtung der Spore
verlängert und oft zu Längsrippen umgestaltet. Auf Lupinus latifolius
ist dies dagegen nicht der Fall Um festzustellen, ob die hier
erwähnten Verschiedenheiten konstant und beide Formen als zwei
verschiedene Arten zu betrachten sind, würde es nötig sein, ein
umfangreicheres Material, als es mir zu Gebote stand, zu untersuchen.
Ich habe auf Lupinus argenteus nur noch eine Uromycesform von
Livingston, Montana (leg. A. B. Seymour, comm. P. Magnus) untersuchen
können, die sich aber als zu Uromyces striatus Schroet. gehörig erwies.
Die Form auf Lupinus Sileri (?) hält in jeder Beziehung ungefähr
die} Mitte zwischen den Formen auf Lupinus latifolius und L.
argenteus.
: Bei einer Aufzählung der auf Lupinen lebenden Uromycesarten
ist endlich auch Uromyces tomentellus Cke. zu nennen. Die
Nährpflanze dieses Pilzes ist zwar nicht genau ermittelt worden,
(9)
insofern (nach Saccardo, Sylloge fungorum Vol. VII. p: 585) es unsicher
ist, ob es eine Art von Potentilla oder Lupinus ist. Wenn man
indessen berücksichtigt, daß auf Potentilla Uromycesformen sonst
nicht bekannt sind und andererseits die Beschreibung des Ur.
tomentellus auf Uromyces Lupini Berk. et Curt recht gut paßt, ferner
daß derselbe auch in Kalifornien gefunden worden ist, wie Ur. Lupini,
so darf man wohl mit einiger Wahrscheinlichkeit annehmen, daß
dieser Uromyces tomentellus nichts anderes ist, als Uromyces Lupini
Berk. et Curt auf Lupinus. 5
Den Herren Prof. Dr. P. Magnus, Prof. Dr. Bubäk und P. Sydow,
die mir einen Teil des Untersuchungsmateriales lieferten, spreche
ich auch hierdurch meinen Dank für ihr Entgegenkommen aus.
Pylaisia polyantha (Schreb.) Br. eur. var. nova
crispata Schliephacke in sched,,
ein Analogon zu Leucodon sciuroides (Schwgr.) forma
nova crispifolius mihi.
Von Professor Franz Matouschek (Reichenberg in Böhmen).
Als ich unserem so verdienstvollen Bryologen Herrn Direktor
Dr. Karl Schliephacke einen Abdruck meiner in dieser Zeitschrift
(41. Jahrgang, 1902, Seite 21 8—219) veröffentlichten Notiz über die
Im litel genannte neue Form von Leucodon sciuroides gesandt habe,
erhielt ich von ihm einen liebenswürdigen Brief, in welchem er mich
auf eine von ihm gefundene ähnliche neue Varietät der so verbreiteten
Pylaisia polyantha aufmerksam machte. Die beigelegte Originalprobe
dieser var. nova crispata habe ich untersucht; Herr Dr. Schliephacke
War auch so freundlich mir näheres über den Standort mitzuteilen,
mit der Erlaubnis, die Daten publizieren zu dürfen. Hierfür spreche
ich ihm hier den wärmsten Dank aus,
Die Blätter der Äste sind deutlich gekräuselt, und zwar sind es
entweder alle Blätter eines Astes oder nur die mittleren oder nur
die obersten eines Astes. Ein solches Blatt zeigt mehrere starke
Querwellen oder Querfalten und hinwieder kurze Längsfalten. Der
anatomische Bau des Blattes ist unverändert geblieben, Die Pflanze
zeigt viele männliche und weibliche Knospen und Seten. Mitten im
asen gibt es aber auch Äste, die nur sehr wenige gekräuselte oder
Nur normale Blätter aufweisen. Die Stengelblätter fand ich nie ge-
kräuselt. In diesen Beziehungen verhält sich die neue Pylaisia-
Varietät genau so wie die neue Leucodon-Varietät. Herr Dr. Schliep-
hacke fand die Pflanze in Gesellschaft von Tortula papillosa Wils.
an den Stämmen alter gekoppter Weiden in Manneshöhe an dem
Bache unterhalb des Badeortes Ustron im Gerichtsbezirke Skotschau
ın Österr.-Schlesien. Im Orte selbst war an alten Weiden und Roß-
astanien die obengenannte Tortula-Art recht häufig. ;
Herr Dr. Schliephacke teilt mir brieflich mit, ‚daß durch die
querwelligen Blätter diese Varietät an Thedenia (Pylaisia) suecica Br.
“Ur. erinnert, bei welcher mitunter ähnliches vorkommt. : ;
Wir haben es wieder mit einer auffallenden Varietät eines weit-
verbreiteten und recht gemeinen Mooses zu tun, auf welche auf-
Merksam zu machen Zweck dieser Zeilen ist.
7x
(100)
Beitrag zur Kenntnis einiger Phycomyceten.
Von Prof. Dr. Fr. Bubäk (Täbor in Böhmen),
1. Entomophthora Lauxaniae n. sp.
Im August 1900 sammelte ich auf dem Berge Geltsch bei Auscha
in Böhmen auf Blättern von Crepis paludosa einige Fliegenmumien,
welche den Eindruck machten, als ob die stahlblau glänzenden Fliegen
durch einen Pilz getötet wären. Tatsächlich fand ich auch später
bei mikroskopischer Untersuchung, daß die Mumifikation von einer
Entomophthoree herrührt, deren Dauersporen sich im Innern
des ganzen Körpers massenhaft vorfanden, und als gelbliches Pulver
zwischen den einzelnen Segmenten des Hinterleibes sich heraus-
drängten.
Im Herbste des Jahres 1902 bekam ich von meinem Freunde Herrn
Dr. H. Uzel in Königgrätz denselben Pilz auf derselben Fliegenart.
Die Fliegenmumien saßen in diesem Falle auf der Unterseite der
Blätter von Spiraea opulifolia.,
Die Fliegenart bestimmte mir gefälligst Herr Prof. E, Girschner
in Torgau (Sachsen) als Lauxania aönea F
Die Dauersporen entwickeln sich, wie schon oben gesagt wurde,
in der ganzen Körperhöhle, besonders aber im Hinterleibe. Daselbst
findet man kurze, schlauchartige Mycelteile, welche wurmförmig ge-
wunden und stellenweise blasenförmig erweitert sind. Sie sind ent-
weder einzellig oder hier und da mit Septum versehen, 7—20 „ breit,
hyalin, mit reichlichen Öltropfen.
Dauersporen (Azygosporen) durchwegs kuglig, an den Enden
oder seitlich an dem Mycel entspringend, 28—50 u im Durch-
messer, schwach gelblich; Exospor mit kurzen, konischen oder
leistenförmigen, ungleichen Verdickungen besetzt, schwach gelb-
lich, durch Jod nur schwach braun sich verfärbend, 1—1,5 #
dick; Endospor hyalin, durch Jod kastanienbraun sich ver-
färbend; im Zentrum der Dauerspore eine große, schwach licht-
brechende Ölkugel, deren Durchmesser !/,—3/, des Dauersporen-
durchmessers einnimmt.
Auf Lauxania aönea F. am Berge Geltsch bei Auscha an
der Unterseite der Blätter von Crepis paludosa (16./VIIIL. 1900) und
im Militär-Park bei Königgrätz auf der Unterseite der Blätter von
Spiraea opulifolia (13./X. 1902, leg. Uzel). ;
Ich stelle diesen Pilz in die Gattung Entomophthora, obzwar die
Konidien nicht bekannt sind. ;
Von fliegenbewohnenden Arten der genannten Gattung sind in
Europa etwa drei Arten bekannt:
Ent. curvispora Novak.,'!) deren Dauersporen (Zygosporen)
aber glatt sind und Ent. ovispora Novak.,?) welche sich nach dem
Autor von der vorangehenden Art nur durch die Form und Größe
der Konidien unterscheidet.
Die dritte Art ist Ent. muscivora Schroet.,?) welche nach An-
gabe des Autors mit Ent. Calliphorae Giard*) identisch sein könnte.
!) Novakovski: Botanische Zeitung 1877, pag. 217,
®2) Idem: I. c. pag. 219,
°) Schroeter: Pilze Schlesiens I, pag. 223,
*) Giard: Bulletin scient. du depart. du Nord 2, Serie, Ann, U, No. 1.
(101)
Die Schroetersche Art hat kuglige, 24—28 u breite Dauersporen (Azy-
gosporen), deren Epispor kastanienbraun und glatt ist; demnach ist
auch diese Species von Ent. Lauxaniae verschieden,
Endlich beschreibt Winter (im Botanischen Centralblatt 1881,
I. Quartal, pag. 62—64) Dauersporen in Fliegen, welche er zu En-
tomophthora Muscae (Cohn) resp. Empusa Muscae Cohn zieht,
da er sie auch in einem Individuum von Musca domestica zugleich
mit Konidien gefunden hat.
Er beschreibt die Dauersporen folgenderweise:
»Das Mycelium erscheint in F orm kurzer, dicker, in der mannig-
fachsten Weise geformter, gekrümmter und gewundener Schläuche, die
öfter eine oder zwei astartige Ausstülpungen und Aussackungen
zeigen. Diese Schläuche sind reich an Fett, das in kleineren und
größeren Tropfen oder in verschieden geformten Ansammlungen
vorkommt. Die Sporen entstehen als seitliche oder terminale An-
schwellungen von rundlichem Umfange. Sie sind nach ihrer Reife
meist genau kugelig, farblos, mit gleichmäßig dicker Mem-
bran versehen, ebenfalls reich an Fetttropfen. Mitunter ist die
Spore an einer Seite in eine Art kurzen Stiel ausgezogen,
wodurch sie birnförmig erscheint. Ihr Durchmesser schwankt
zwischen 30—50 u.«
Schroeter zieht in seinem Werke »Pilze Schlesiens I, pag. 221«
— dem Beispiele von Winter folgend — diese Dauersporen zu
Empusa Muscae, während er dieselben in seiner Bearbeitung der
Entomophthoreen in Engler-Prantls Pflanzenfamilien I. Teil, 1. Ab-
teilung pag. 138 bei Empusa Muscae mit Stillschweigen übergeht,
Ja sogar »Dauersporen unbekannt: sagt.
Was Ent. Lauxaniae betrifft, so sind ihre Dauersporen auch von
denjenigen, welche Winter beschreibt, verschieden, wie aus den Diag-
Nosen beider ersichtlich ist.
Thaxter') beschreibt einige fliegenbewohnende Entomophthoreen
aus Amerika. Für uns kommen hauptsächlich in Betracht nur Ent.
Americana,?) welche kugelige, 30—50 u breite, glatte Dauersporen
besitzt und Ent. echinospora,?) mit kugeligen, 30—40 u breiten,
Stachligen Dauersporen, von welchen weiter Thaxter sagt: »...intus
Productis vel extus et tunc maturitate plexu hypharum delicato
Suffultis.« Von beiden diesen Arten ist Ent. Lauxaniae verschieden.
Auf vielen Fliegenmumien, welche von Königgrätz stammen,
befindet sich ein dichter, olivengrüner Überzug, welchen ich anfangs
für das Konidienstadium gehalten habe. Bei mikroskopischer Unter-
Suchung stellte sich aber heraus, daß es ein saprofytischer Pilz ist,
Welcher sich wahrscheinlich schon auf toten Fliegen, deren Hinter-
leib durch den Druck der Dauersporen geborsten war, angesiedelt
at. Diese Ansicht bestätigt besonders eine Fliegenmumie, bei
Welcher der obere Teil des Hinterleibes schon verschwunden ist und
In der entstandenen Höhlung der olivengraue Pilz sehr schön ent-
Wickelt ist, Bei wiederholten künstlichen Kulturen erzog ich aus
en Sporen dieses Pilzes immer den olivengrünen Hyphomyceten —
Ormodendron cladosporioides (Fres.) Sacc.
) TEEN Mem. of the Boston Soc. of Nat.-History Bd. IV, 1888.
) Saccardo: Sylloge IX, pag. 353.
(102)
2. Peronospora Bulbocapni Beck und Peronospora Corydalis De Bary.
Im Jahre 1863 beschrieb A. De Bary in Annal. des scienc.
natur. Ser. 4 Tom. XX. pag. 11 seine Peronospora Corydalis von
Corydalis solida Sw. (-Corydalis digitata Pers.). Im dritten Bande
der Hedwigia (1864) wiederholt er (pag. 134) die Diagnose der ge-
nannten Peronospora-Art, aus welcher ich nur den Passus über die
Konidien und Oosporen citiere:
»Conidia late obovoidea..... Oogonia subglobosa,
membrana rigida, crassiuscula, e stratis 2 distinctis composita,
plerumque dilute fuscescente munita. Oosporae magnae, exacte
globosae; episporio tenui, levissimo, dilute fusco -pellucido.
Corydulis solidae cuules et folia occuput.«
Seit der Zeit wurden alle Peronosporen von verschiedenen Cory-
dalis-Arten für die De Barysche Art gehalten.
Erst im Jahre 1885 wurde von Beck in den Verhandlungen der
zool.-botan. Ges. in Wien pag. 370 eine neue Peronospora-Art von
Corydalis cava unter dem Namen Peronospora Bulbocapni
aufgestellt und in »Kryptogamae exsiccatae« No. 114 in getrockneten
Exemplaren ausgegeben.
Bei der Bearbeitung des Phycomyceten zog aber A. Fischer‘)
diese Art zu*Peronospora Corydalis und nach seinem Beispiele
wird seit der Zeit die Becksche Art für synonym mit Peronospora
Corydalis De Bary gehalten.
Schroeter (1886) macht von Peron. Bulbocapni in seinen Pilzen
Schlesiens I, pag. 244— 245 bei Peron. Corydalis gar keine Erwähnung
und zieht zu Peron. Corydalis auch den Pilz von Corydalis cava.
A. N. Berlese und De Toni (1888) haben die Peronospora
Bulbocapni zwar in Saccardos Sylloge VII pag. 263 angenommen,
bezweifeln aber ihr Artrecht.
A. N. Berlese zieht sie (1898) in seinen Phycomyceten (lcones
Fungorum ad usum Sylloges Saccardianae etc., Fasc. I, pag. *,
Tab. XLV) zu Peron, Corydalis.
Ich hatte in den letzten zwei Jahren mehrmals Gelegenheit ge-
habt, mich mit Peronosporen von Corydalis cava, fabacea, digitata und
pumila zu beschäftigen. Bei diesen vergleichenden Untersuchungen
bin ich zu der Überzeugung gekommen, daß beide Arten für selbst
ständige Species gehalten werden müssen.
Nach Beck I. c. sollen sich beide Arten durch die Form der
Konidien und der Oosporen voneinander unterscheiden.
Was die Konidien betrifft, so sind dieselben bei Peronospofä
Corydalis kurz eiförmig bis ellipsoidisch, länger und schmäler
(17,6--30,8 X 15,9—20 u) als bei Peronospora Bulbocapni, bel
welcher sie kugelig oder fast kugelig sind (17,6—26,4 X 15,4—27,2 4).
Auf meinem sehr zahlreichen Materiale konnte ich mich über-
zeugen, daß die angegebenen Charaktere der Konidien bei beiden
Arten konstant sind. 2
Was die Oogonien und Oosporen anbelangt, so finde ich Sie
bei Peronospora Corydalis wie bei Peronospora Bulbocapni immer
gleich: Die Oogonien sind ziemlich dick, mehr oder weniger stark
!) Rabenhorst: Kryptogamenflora 2. Aufl. Pilze IV, pag. 478.
|
(103)
gefaltet, gelblich bis bräunlich; die Oosporen sind kugelig, sehr
schwach gelblich.
Auch bei den Originalen von Beck (Kryptog. exs. 114) finde
ich die Oogonien und Oosporen ebenfalls so ausgebildet. Es wäre
deshalb besser in der Diagnose von Beck,!) statt »Oosporae... .«
»Oogonia...« zu lesen.
Ich sah Peronospora Corydalis De Bary von:
Corydalis digitata aus Mähren, Böhmen und Bayern (Haß-
furt, leg. Vill. in Sydows Phycomyceten No. 55; in meinem
Exemplare nicht Corydalis cava wie auf der Etikette angegeben
ist, sondern Corydalis digitata).
Cor. pumila aus Böhmen (Klecany bei Prag).
Peronospora Bulbocapni Beck besitze ich von:
Corydalis cava aus Böhmen (vielfach!), Niederösterreich (Beck,
Krypt. exs. 114, Original) und aus Bayern (Bamberg, leg. Vill. in W.
Migula, Kryptogamae Germ., Austr. et Helv. exs. No. 9, in meinem
Exemplare Corydalis cava und nicht, wie an der Schede steht —
Cor. digitata!).
Cor. fabacea mehrfach aus Böhmen,
Endlich bemerke ich noch, daß falsche Bestimmungen der
Nährpflanzen oft Veranlassung zu falscher Deutung der Beckschen
Spezies gegeben haben. Zu welcher Art der Pilz von Corydalis
lutea gehört, kann ich nicht entscheiden, da ich kein diesbezügliches
Material besitze,
3. Peronospora Saxifragae n. sp.
Die seltene Peronospora von Saxifraga granulata wird zu
Peronospora Chrysosplenii Fuckel?) gezogen. Ich sammelte
im Vorjahre am 2. Mai diesen Pilz nächst Königssaal bei Prag
ziemlich zahlreich, so daß es mir möglich war, denselben mit der
eronospora von Chrysosplenium alternifolium zu vergleichen.
Ich fand dabei, daß er von Peronospora Chrysosplenii auf
Chrysosplenium alternifolium verschieden ist und für eine neue Art
2 eronospora Saxifragae m. — gehalten werden muß,
Der Unterschied zwischen beiden Pilzen liegt in der Form und
Größe der Konidien. Auch die Konidienträger sind bei der neuen
Art länger und mit längeren gespreizteren Ästen als bei Peronospora
Chysosplenii versehen.
Ich lasse hier die Diagnose folgen: i
Rasen locker, zart, sehr schwach violett. Konidienträger 4—6 fach
gabelig, einzeln, schwach bulbos, 400— 800 « lang, unten 11—14 u
breit, Basis meist 'a—?/s; Gabeläste spitzwinkelig gespreizt,
die letzten ungieich, oft 11-20 u lang, rechtwinkelig oder stumpf-
Winkelig abstehend, stark hakenförmig gekrümmt, spitzig, oft schlaff.
onidien schwach violett, ellipsoidisch bis länglich, 26,4—33 u
lang, 17,6— 22 4 breit, am oberen Ende abgerundet, unten in
Einen kurzen Stiel verschmälert und deswegen die Koni-
dien oft feigenartig, Oosporen nicht beobachtet. : ;
Bei Peronospora Chrysosplenii sind die Rasen weiß, die
Konidienträger nur 200 — 500 « hoch, unten 8— 11 « breit, die Äste
») Beck: Verhandl, d, zool.-bot. Ges. Wien 1885, pag. 370.
°) Fuckel: Symbolae Mycologicae pag. 69.
(104)
kürzer und mehr zusammengezogen; die Konidien sind eiförmig, an
beiden Enden abgerundet, 22—26,4 u lang, 17,6—22 u breit.
Ich sah folgende Exsiccaten:
Peronospora Saxifragae Bubäk n. sp. Böhmen: Strnad bei
Königssaal nächst Prag (2. Mai 1902); Veltrus bei Welwarn
(4. Mai 1900, leg. Kabät)! — auf Saxifraga granulata.
Peronospora Chrysosplenii Fuckel. Böhmen: Weißbach
bei Harta (20. Mai 1891, leg. Cypers), Turnau (30. April 1902). —
Mähren: Hohenstadt (7. Mai 1897, ipse legi). — Ungarn: Gemsen-
berg bei Preßburg (Juni 1894, Bäumler). — Sachsen: Großer Winter-
berg (16. Mai 1901, Krieger, fungi sax, 1689). — Mark Brandenburg:
Wannsee bei Berlin (Mai 1898, Sydow Phycomyceten No. 54.). —
auf Chrysosplenium alternifolium.
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"Ausgegeben am 9. Mai 1903.
u mit möglichster Ausnutzung des Raumes und in einer für die photographis ee a
An die Leser und Mitarbeiter der „Hedwigia”.
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in der „Hedwigia“ gewünscht wird, sowie Manuskripte und Anfragen
redaktioneller Art werden unter der Adresse:
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mit der Aufschrift
„Für die Redaktion der Hedwigia“
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Um eine möglichst vollständige Aufzählung der kryptogamischen
Literatur und kurze Inhaltsangabe der wichtigeren Arbeiten zu ermöglichen,
werden die Verfasser, sowie die Herausgeber der wissenschaftlichen Zeit-
schriften höflichst im eigenen Interesse ersucht, die Redaktion durch Zu-
sendung der Arbeiten oder Angabe der Titel baldmöglichst nach dem
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über den wichtigsten Inhalt sehr erwünscht.
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Arbeiten honoriert werden (mit 20 Mark. für den Druckbogen), Separate nieht
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2 & Redaktion und Verlag der „Hedwigla'
Zur Pilzflora der Insel Oesel. : 97
nach Orisaar; Kergel 2. Ranunculus Polyanthemos: östlich von Arens-
burg; Kielkond 3. Ranunculus repens: nördlich von Arensburg;
Anseküll 4. Ficaria verna: Lode; Anseküll.
Schizonella melanogramma (DC) Scnrör. an Blättern von
Carex ornithopoda an mehreren Lokalitäten um Kielkond.
Tilletia Sesleriae JuUEL an Blättern von Sesleria coerulea:
Kielkond.
Tuburcinia Paridis (Une.) VESTERG.!) in Stengeln und
Blättern von Paris quadrifolia reichlich in einer Laubwiese östlich
von Arensburg (von dieser Lokalität in Micromycetes rar. selecti
8:187 vertheilt); Lode im Eichenwalde (1 Exempl.).
Urocystis Anemones (Pers.) Winr. in Blättern von 1. Anemone
Hepatica: Kattfel und Oio bei Kielkond; Kergel 2. Ranunculus
aurtcomus: Anseküll,
Urocystis Filipendulae Fvck. in Blattstielen und Blattnerven
von Spiraea Filipendula: Arensburg, an mehreren Stellen am Wege
gegen Orisaar; Kergel.
Ustilago Hordei (Pers.) BreF. in den Fruchtknoten von
Hordeum vulgare: Mustel.
Ustilago Pinguiculae Rosrk. in den Antheren von Pingui-
eula vulgaris: Kergel; Anseküll auf Sworbe.
Ustilago Scorzonerae (Aus. et ScHw.) ScHRÖT. in den
Blütenköpfen von Scorzonera humilis in den Laubwiesen um Arens-
burg; Anseküll an mehreren Lokalitäten.
Ustilago Tragopogi pratensis (Pers.) Wıxr. in den Blüten-
köpfen von Tragopogon pratensis bei Arensburg. — Syn. Uredo
Tragopogi pratensis Pers.; Ustilago Tragopogonis SCHRÖTER?) in
COuN, Krypt. Fl. v. Schles. III: 1 p. 274.
Ustilaxo violacea (Pers.) TuL.?) in den Antheren von
1. Zychnis Jos cuculi: Rootsiküll bei Kielkond; 2. Silene nutans:
Kielkond. — Sehr bemerkenswerth ist, dass dieser Pilz in weiblichen
Blüten das Auswachsen der sonst nur als kleine Höcker vorbefind-
lichen Staubfädenrudimente zu Staubfäden bewirken kann, welche
völlig normal gebaut sind, nur mit der Ausnahme, dass die Staub-
Me DE er
a, VESTERGREN, Bidr. t. känned. om Gotlands svampflora p. 9 (Bih. G
x. svenska Vet.-Akad. handl. Bd. 22, Afd. II, No. 6); VESTERGREN in Bot.
Notiser 1900, p. 42,
°) Es ist wohl nicht völlig berechtigt mit SCHRÖTER |. c. PERSOON’S Uredo
Tragopogi pratensis zu Ustilago Tragopogonis (PERS.) zu ändern,
°) DE Toxı (Sylloge VII p. 474) zitirt Ust. violacea (Pers.) Fuck. Symb.
Mycol, p. 39, aber dort zitirt FuckEL selbst Ust. violacea (PERS.) TULASNE, Ann.
SC. nat, 1847!
Hedwigia Dd. XL. 1903.
98 Tycho Vestergren.
fächer, welche sich in normaler Weise öffnen, anstatt des Pollens
von den Sporen des Pilzes gefüllt sind.')
Exobasidiineen.
Exobasidium Andromedae Psck auf Andromeda polifolia
in einem Torfmoor zwischen Lümmada und Widu.
Exobasidium Brevieri Boup. an der Unterseite lebender
Blätter von Aspidium Fılix mas sehr häufig am Wege über die Insel
Abro. — Vergl. BoupiEr, Description d’une nouvelle espece d’Exo-
basidium parasite de !’Asplenium filix-femina (Bull. soc. myc. France
1900, p. 15, Pl. I, a—f).
Exobasidium Vaccinii (Fuck.) Worox. auf Vaceinium Vitis
idaea: Widu; auf Arctostaphylos uva ursi: Widuberg.
Chytridineen.
Physoderma Menyanthis Dsy in den Blättern von Meny-
anthes trifolata.
Synchytrium Anemones (Dsy et WoRron.) WORON. auf
Anemone nemorosa um Arensburg; Anseküll.
Synchytrium aureum Schrör. an Blättern von Geum rivale
in einer Laubwiese bei Mustel.
Synchytrium globosum SCHRÖT. 1. an Stengeln und Blättern
von Viola stagnina: Mustel, 2. an den unteren Stengeltheilen von
Viola pumila (neue Nährpflanze): Seppa unweit Arensburg. Auf den
beiden Nährpflanzen in VESTERGREN, Micromycetes rar. selecti 9: 202
a, b vertheilt.
Synchytrium Succisae Dsy et Worox. an Blättern von
Succisa pratensis 3 Werst von Arensburg am Wege nach Orisaar)
7 Werst von Arensburg am Wege nach Sworbe; Mustel.
Protomycetaceen.
Protomyces macrosporus Ung. an Blattstielen und Blatt-
nerven von Aegopodium Podagraria: Anseküll; Mäpe; Widu.; Tagga
mois; Mustel,
Peronosporineen.
Albugo candida (Pzxrs.) O. Kunze?) — Syn. Cystopus candidus
Liv. Auf Capsella bursa pastoris: Oio, Wikki bei Kielkond; Anseküll.
Albugo Tragopogi (Prrs.) Gray. — Syn. Cystopus Tragopog!
Schrör,. An Blättern von 1. Centaurea Scabiosa: Wikki bei Kielkond,
2. Scorzonera humilis: westlich von Arensburg; 7 Werst von Arens
1) Vergl. z. B. STRASBURGER, Versuche mit diöcischen Pflanzen (Biol.
Centralbl. Bd. XX, No. 20 ff., 1900).
2) Vergl. P. Magnus, Einige Worte zu P. A. SaccArDo's Kritik der von
O. KuUNTZE in seiner Rivisio generum plantarum vorgenommenen Aenderunge!
in der Benennung der Pilze (Hedw. 1893, p. 64).
Zur Pilzflora der Insel Oesel. 99
burg am Wege nach Sworbe; Anseküll; Kielkond, 3, Girsium arvense:
Orisaar. — Die Form auf Cirsium ist wie bekannt von De Barr als
Cystopus spinulosus beschrieben. Schon DE Barry ist über ihre
Artrecht ein wenig unentschlossen;; später ist sie, wie es scheint,
mit Recht von A. FiscHEr ') und P. Maenus?) unter Cystopus Trago-
pogi eingezogen,
Peronospora Alsinearum Casp. auf Cerastium vulgare: Arens-
burg; Kergel; Anseküll,
Peronospora alta Fuck. an Blättern von Plantage major:
Kielkond,
Peronospora arborescens (BERK.) Dpy auf Papaver Argemone
und dudium: Wikki bei Kielkond; Oio.
Peronospora calotheca Der auf 1. Galium verum zwischen
Kergel und Arensburg, 2. Galium boreale an derselben Lokalität und
auf der Halbinsel Taggamois.
Peronospora effusa (GreEv.) RaBH. an Blättern von 1. Cheno-
Podium album: Arensburg; zwischen Arensburg und Kergel; Kielkond
am Meeresufer, 2, Chenopodium bonus Henricus: Kielkond.
Peronospora grisea (Une.) Dry auf 1. Veronica serpyllifolia:
Kergel; 3 Werst von Arensburg am Wege nach Orisaar, 2. Veronica
arvensis: Anseküll.
Peronospora Lamii A. Braun an Blättern von Zamium
Purpureum und L. amplexicaule: Arensburg.
Peronospora Linariae Fuck. auf Linaria vulgaris: Wikki
bei Kielkond.
Peronospora Myosotidis Dpy auf Myosotis arvensis: Anseküll.
Peronospora parasitica (PErS.) TuL. auf Capsella bursa
Pastoris: Wikki bei Kielkond.
Peronospora Polygoni Tnüm. an Blättern von Polygonum
Aviculare var. Iitoralis auf der Insel Filsand am Ufer.
Peronospora Rumicis CorpA an Blättern und Inflorescenzen
von Rumex acetosa 7 Werst von Arensburg am Wege nach Sworbe.
Peronospora Trifoliorum Dsy an Blättern von Zrefolium
medium: Orisaar; Neulöwel,
Peronospora Urticae (Lıs.) Der an Blättern von Urtica
“rens: Kielkond am Kruge. — Diese seltene Art ist in meinem
XSiccatenwerke Micromycetes rar. selecti 8:198 vertheilt.
Peronospora Valerianellae Fuck. an Blättern und Stengeln
von Valerianella Morisonii: Wikki bei Kielkond. In Microm, rar.
sel. 8: 199 vertheilt,
F
') A. Fischer in RABENHOBST Krypt. Fl. 1:4, p. 422, ö
"P. Magnus, Ueber die Membran der Oosporen von Cystopus Tragopogonis
Pers) (Ber. d. deutsch. bot. Gesellsch. XI, 1893, p. 327).
7
100 Tycho Vestergren.
Peronospora Viciae (BERK.) Dry an Blättern von 1. Vicia
sepium: Kielkond, 2. Orobus vernus westlich von Arensburg.
Plasmopara densa (RABH.) SCHRÖT. an Blättern von 1. Rhinan-
thus major und R. minor: Lode im Eichenwalde, 2. Melampyrum
pratense: Neulöwel.
Plasmopara nivea (UnG.) Schrör. an Blättern von 1. Aego-
podium podagraria: Arensburg; Anseküll, 2. Angelica silvestris: an
mehreren Lokalitäten um Arensburg; Taggamois, 3. Cerefolium
silvestre: zwischen Kergel und Arensburg 13 Werst von A., Kielkond.
Plasmopara pusilla (Der) Scuxör. an Blättern von Geranium
silvaticum: Kielkond.
Plasmopara pygmaea (Ung.) SCHRÖT. an Blättern von Anemone
Hepatica: NO von Arensburg; Kergel; Kielkond.
Exoasceen.!)
Taphrina Alni incanae (Künn) Masn. an den weiblichen
Kätzchenschuppen und besonders an den Carpellen von Alnus
incana: Karris. — Syn. Exoascus amentorum Sapep,.?) — Die langen
keulenförmigen Auswüchse rührten von den Carpellen-Gallen?) her,
die Schuppen-Gallen waren kleiner, durch Deformirung der inneren
weicheren Lappen der Kätzchenschuppen gebildet.
Taphrina Betulae (Fuck.) JOHANS,. auf den Blättern von
1. Betula odorata: Anseküll 2. Betula verrucosa: Kielkond.
Taphrina betulina ROoSTR.: hexenbesenartige Deformationen
auf Betula odorata westlich von Arensburg; Oio; auf der Insel Abro;
Orisaar. — Syn. Exoascus betulinus SADEB. 1. c. p- 60.
Taphrina epiphylla SADEB,., Hexenbesenbildungen auf Alnus
incana: Seppa unweit Arensburg; Karris. Von der erstgenannten
Lokalität in Microm, rar. sel. 12:281 vertheilt. — Syn. Exoascus
epiphyllus Sapee. 1. c. p. 56.
Taphrina Insititiae (SADEB.) JOHANS,, Hexenbesenbildungen
auf Prunus domestica: Oio. — Syn. Exoascus Insititiae SADEß. ]. c. P 48.
Taphrina Tosquinetii (WEstExn.) Macn. an den Blättern
von Alnus glutinosa: Anseküll; Oio; Mustel. — Syn. Exoascu®
Tosquinetii Saner. 1. c. p. 56.
1) Bei der Darstellung dieser Gruppe habe ich gefolgt: K. GiBSENHAGEN
Die Entwickelungsreihen der parasitischen Exoasceen. (Flora 1895, ”
gänzungsband, 81. Bd., Heft 2); Derselbe, Taphrina, Exoascus und Magnusiella
(Botanische Zeit. 1901, Heft 7.)
2) R. SADEBECK, Die parasitischen Exoasceen p. 67 (Jahr
Wissensch. Anstalten X. 2. Hamburg 1893).
3) Vergl. T. VESTERGREN, Micromycetes rariores selecti
Alni incanae (KÜHN) f. fructicola, von G. LAGERHEIM auf Alnus glutino
sammelt.
b. d. Hamb.
9.208: Exoaseu!
‚sa einge
Zur Pilzflora der Insel Oesel. 101
Taphrina Ulmi (Fuck.) Jonans. an Blättern von Ulmus montana:
Mustel.
Taphrina Vestergreni GiesexH. an Blättern von Aspidium
Filix mas auf der Insel Abro (nur ein grosses Individuum befallen).
Vergl. p. 79 dieser Arbeit!
Pyrenomyceten.
Anthostoma Xylostei (Pers) Sacc. in der Rinde von
Lonicera xylosteum: Arensburg; Abro,
Claviceps microcephala (WALLR.) Tur., Sclerotien in den
Fruchtknoten von Sesleria coerulea: Kielkond.
Diaporthe (Chorostate) idaeicola (Karsr.) VEsTere., Bot.
Notiser 1900, p. 30. Syn. Calosphaeria? idaeicola Karst. Fungi Fenn,
No. 856; Gnomonia idaeicola Karsr. Mycologia Fenn. II p. 126;
Gnomoniella idaeicola Sacc. Syll. Ip. 418; Diaporthe nidulans
NıessL, Notiz über neue und krit. Pyrenomyceten. Brünn 1876.
(Sace. Syll. I p. 627). Auf dürren Ranken von Rubus idaeus: Mustel.
Exs.: VESTERGREN, Microm. rar. sel. 9:214.
Diatrype Stigma (Horrm.) Fries an abgestorbenen Aesten
von Betula: Mustel.
Didymella Heribaudii Brıarp et Harıor in BRIARD, Cham-
Pignons nouveaux p. 131 (Revue mycol., Vol. 12, 1890) an dürren
vorjährigen Stengeln von T%halictrum sp. (T. simplex ?) bei Arensburg.
Sporen 13—15%X 2,5 u gross
Didymella Rehmii (Kunze) Sacc. Syll. Fung. I p. 763. —
Syn. Didymosphaeria Rehmii Kunze Fungi selecti No. 9%. An
trockenen vorjährigen noch stehenden Stengeln von Leonurus
Cardiaca auf der Insel Abro. Von dieser Lokalität in meinem
Exsiccatenwerke Micromycetes rariores selecti 9: 215 vertheilt!
Didymosphaeria epidermidis (Fries) FuckEL in der Rinde
lebender Zweige von Berberis vulgaris 4 Werst NO von Arensburg.
Ditopella fu sispora DE Nor. auf dürren Aestchen von Alnus
&lutinosa: Mustel. Die Asci sind vielsporig (etwa 24 Sporen in jedem
Ascus), 75—90X9—15 u gross. Sporen 15—19X2,5—3 u gross.
SACCARDO sagt (Syll. I p. 250): »Sporidia subinde simulate (ob plasma
divisum) l-septata«. Die Sporen waren an meinen Exemplaren
Ünseptirt, nur eine deutlich septirte Spore wurde angetroffen.
Vielleicht wird die Querwand erst spät gebildet.
Epichlo& typhina (Pers.) Tun. auf lebenden Halmen von
Dactylis glomerata: westlich von Arensburg; bei den Sanddünen
auf der Halbinsel Sworbe; Neulöwel.
Erysiphe Cichoracearum DC — Sırımon, A monograph of
the Erysiphaceae, p. 193. Mem. of the Torrey Bot. Club. IX, 1900.
N lebenden Blättern von Scorzonera humilis: Orisaar.
102 Tycho Vestergren.
Erysiphe graminis DC. — Sarmon 1. c. p. 209. — An
lebenden Blättern von Bromus secalinus: Anseküll.
Gnomonia borealis ScHrör. — Sacc. Syll. IX. p. 674. — An
dürren Stengeln von Geranium sanguineum: Taggamois; östlich von
Arensburg. — Exs. Reum, Ascomyceten; VESTERGREN, Microm, rar.
sel. 2:42.
Gnomonia setacea (PErs.) Ces. et De Nor. auf dürren vor-
jährigen auf dem Boden im Eichenwalde bei Lode liegenden Blättern
von Quercus Robur. Asci 30 X 7—9 u gross, Sporen oft nur 4-6 in
jedem Ascus, 12—13,5 X 1,5 « gross, mit 4 Oeltröpfchen, spindelförmig,
ohne fädige Borste.
Gnomonia tithymalina BrRIARD et Sacc. in BRIARD, Cham-
pignons nouveaux del’Aube, Fasc. I, pag. 209 (Revue mycol. VII, 1885).
An dürren vorjährigen Stengeln von Zuphorbia palustris: Arensburg;
Mäpe (leg. A. Roman). Von der erstgenannten Lokalität in meinem
Exsiccatenwerke Micromycetes rariores selecti 9:217 vertheilt. Zu-
sammen mit obiger Art, kam an den beiden Standorten auch Hypo-
derma virgultorum DC vor.
Hypospila Pustula (Prrs.) Karsr. auf dürren vorjährigen auf
dem Boden im Eichenwalde bei Lode liegenden Blättern von
Quercus Robur, sehr häufig; auf der Halbinsel Taggamois.
Hypoxylon fuscum (Pers.) Fries an dürren Aesten von
Corylus Avellana: Mustel.
Hypoxylon multiforme Fries an modernden, feucht liegenden
Stämmen von Betula: Arensburg.
Leptosphaeria Ammophilae Reum auf dürren Blättern und
Halmen von Psamma arenaria (= Ammophila arenaria) in den Sand-
dünen auf Sworbe, 10 Werst von Arensburg.
Leptosphaeria derasa (BERK. et Br.) Awd. — Cfr. VESTERGREN,
Anteckningen till Sveriges Ascomycetflora. Bot. Notiser 1897, H. 6,
p- 263. — An dürren Stengeln von /nwla salicina: Arensburg. Asci
80—105 X 13—15 a, Sporen 40—47 X 4—5 u gross. :
Leptosphaeria dolioloides Auersw. — Syn. Nodulosphaerla
dolioloides Auersw. in RABENHORST, Fungi europaei 547 (nach
WINTER, Pilze II, p. 483 citirt). BERLESE, Icones Fungorum I, p- 85.
An dürren Stengeln von ÜOentaurea Facea, NO von Arensburg. —
Asci 80—110 X 12 u, Sporen 32—37 X 5 u gross, 8-septirt, die dritte
Zelle von oben grösser als die übrigen.
Mamiania Coryli (BarscH) Ces. et Dk Nor. Syn. Gnome
niella Coryli Sacc. Syll. I, p. 419. An lebenden Blättern von Corylus
Avellana selten: Orisaar, zwischen Kangern und Töllist.
Massariella Delitschii (Nıesst) Renm; Exs.: Reum, Ascomy°
ceten 943 (sub Microthelia); WESTERGREN, Microm. rar. sel. 12: 286.
An dürren Halmen von Poa compressa: Arensburg. Herr Medizinal-
|
Zur Pilzflora der Insel Oesel. 103
rath Dr. H. Reum hat mir gütigst diese ausgezeichnete Art bestimmt.
Sie ist weder von WINTER, noch SACCARDO aufgeführt,
Melanomma cinereum (KARST.) Sacc. f. sporidiis hyalinellis
(Renm) an dürren Zweigen von Salix repens am Wege zwischen
Arensburg und Kielkond. In meinem Exsiccatenwerke Micromycetes
rariores selecti 9: 220 vertheilt. Von Dr. H. REHM bestimmt.
Metasphaeria affinis (Karsr.) Sacc. — Syn. Leptosphaeria
affınis Karst, Mycol. fenn. II, p. 102. Cfr. BERLESE, Icones fungorum I,
B 136, Tab, CXLVI - Exs: Karsr., Fungi fennici exsiccati 896. —
An dürren vorjährigen Stengeln von Rhinanthus Crista galli: Seppa
unweit Arensburg. — Eine durch die grossen kugelförmigen, nicht
zusammenfallenden Perithecien, mit grosser, kurz cylindrisch aus-
8ezogener oder rundlicher, durchbohrter Mündungspapille und sehr
grossen (45—65 X 5--7 u) Sporen ausgezeichnete Art. Früher nur
bei Mustiala in Finland von KARSTEN gefunden (siehe BERLESE |. c.).
Metasphaeria ocellata (NıessL) Sacc. Syll. Fung. II, p. 157. —
Syn. Leptosphaeria ocellata Nıesst, in Kunze, Fungi selecti, cent. IV,
334; WINTER, Die Pilze Deutschlands II, p. 468. — An dürren,
stehenden Stengeln von Hypericum quadrangulum: Oio; auf der Insel
Abro, = Die Sporen finde ich grösser, als sie WINTER |]. c. und
nach ihm Saccarvo I. c. angeben. In Kunze’s oben citirtem Ex-
Siccatenwerke, wo der Pilz zuerst publizirt wurde, ist keine Diagnose
gegeben. Nach Winter sind die Schläuche 70-75 X 10—11 u, die
Sporen 9-10 X 56 u gross. Meine Messungen geben: Schläuche!)
75-81 X9—10 u (ich fand sowohl lang- als kurzgestielte Schläuche:
Stiele 11-25 u lang), Sporen 11,25— 17,50 x (4—) 5 u, 3-zellig
(selten 4-zellig), jede Zelle mit einem Oeltröpfchen (jedoch nicht
Immer). Auch Srargäck giebt für die Sporen grössere Maasse an. —
Winter und SACCARDO geben nur Hypericum perforatum als Nähr-
Pflanze dieser ausgezeichneten Art an. Selbst habe ich die Art
Immer nur auf Hypericum quadrangulum, nie aber Hypericum per-
foratum gefunden; Exemplare aus Abro sind in meinem Exsiccaten-
Werke Microm. rar. selecti 16: 398 vertheilt.
Mycosphaerella Asperulae Rovm. et FAUTR. in ROUMEGUERE,
Fungi gallici 6686 (sub Sphaerella); Revue Mycol. 1894, p. 14-172.
N dürren Stengeln von Asperula tinctoria bei Arensburg. 2
Mycosphaerella Filicum (Desm.) Avsrsw. (sub Sphaerella),
xS. RABENHORSsT, Herb. mycol. 534. Beiderseits auf abgestorbenen
lättern von Aspidinm Filix mas.: Abro. Schläuche 30—36 X 7—8 u,
Sporen 8—10X 3 u gross,
') Bei der Messung von Schläuchen ist immer genau nachzusehen, dass man
Nur völlig entwickelte Schläuche (d. h. mit völlig entwickelten Sporen Jmisst; wenn
1€ zu messenden Schläuche mehr oder weniger unreif sind, soll man wenigstens
Echt versäumen, diese Thatsache anzugeben!
104 Tycho Vestergren.
Mycosphaerella Hyperici AuErsw. (sub Sphaerella). Exs.:
RABENHORST, Fungi europaei 1644. An dürren vorjährigen Stengeln
von Hypericum quadrangulum östlich von Arensburg.
Mycosphaerella innumerella Karst. (sub Sphaerella) auf
faulenden Blättern von Comarum palustre, 3 Werst NO von Arensburg.
° Mycosphaerella maculiformis (Pers.) AuErsw. (sub Sphae-
rella). Exs.: Kunze, Fungi selecti 244. An dürren auf dem Boden
liegenden Blättern von 1. Acer platanoides: Kergel, 2. Onercus Robur:
Mäpe unweit Kielkond.
Mycosphaerella Pulsatillae (LAscH) Auersw. (sub Sphaerella)
auf dürren vorjährigen Blättern von Pulsatilla pratensis: Arensburg.
Mycosphaerella punctiformis (Pers.) Sacc. (sub Sphaerella)
auf dürren vorjährigen auf dem Boden im Eichenwalde bei Lode
liegenden Blättern von Owercus Robur (zusammen mit Hypospila
Pustula).
Mycosphaerella stemmatea (Fries) Rome an lebenden
Blättern von Vaccinium Vitis idaea: Kergel, Widu.
Ophiobolus acuminatus (Sow.) Dusy var. Cirsii (KARST.)
Sacc. Vergleiche Starpäck, Ascomyceter frän Öland och Öster-
götland, p. 17 (Bih. till. K. svenska Vet.- Akad. Handl. Bd. 15,
Afd. II, No. 2): »Hauc formam varietatem O. acuminati censeo,
consentientibus et WINTER et auctore«. — An dürren vorjährigen
Stengeln von 1. Cirsium lanceolatum: Kergel, 2. Carduus cerispus
nördlich von Arensburg.
Ophiobolus fruticum (RoB.) Sacc. an dürren vorjährigen
Stengeln von Ononis hircina: Seppa unweit Arensburg.
Pleospora Dianthi De Nor. an dürren Stengeln und Blättern
von Dianthus arenarius auf den Sanddünen der Halbinsel Sworbe
zwischen Arensburg und Anseküll, 10 Werst von Arensburg.
Pleospora herbarum (Pers.) RasH. an dürren Stengeln von
Linum catharticum und Rhinanthus crista galli NO von Arensburg.
Pleospora vagans NisssL var. Airae Niesst an abgestorbenen
Halmen von Ara caespitosa bei Arensburg. Schläuche 75-81 x
16—17 u, Sporen 24—26 X 7—8 u gross.
Poronia punctata (Lıx.) Fries auf Pferdemist. NO von
Arensburg; Mustel; Kielkond (leg. A. Roman).
Scirrhia rimosa (Aus. et Schw.) Fuck. an dürren Blattscheiden
von Phragmites communis nördlich von Arensburg. -
Sphaerotheca Humuli (DC) Burr.Syn. Sphaerotheca Castagn€!
Läv. Cfr. Sıvmon, A monogr. of the Erysiphaceae p. 45. Mem. of
Torrey Bot. Club IX, 1900. Auf lebenden Blättern und Stengeln
von Spiraea Ulmaria: Kellamäggi, unweit Arensburg; Oio; Kergel.
Venturia ditricha (Fries) Karsr. auf dürren vorjährigen
Betula-Blättern: Arensburg.
-
Zur Pilzflora der Insel Oesel. 105
Discomyceten (incl. Hysteriaceen).
Aporia Hyperici VESTERG. an dürren vorjährigen Stengeln
von Hypericum quadrangulum: Oio;, auf der Insel Abro, auf den
beiden Standorten zusammen mit Metasphaeria ocellata (Niesst)
Sacc. Von der letzterwähnten Lokalität in meinem Exsiccaten-
werke Micromycetes rariores selecti 16:397 vertheilt. Vergleiche
p. 79, Fig. 1—3 dieser Arbeit! :
Beloniella decipiens RenMm Discomyceten p. 643. Syn.
Belonium decipiens Sacc. Syll. XI, p. 417. — An dürren Stengeln
von Galium Mollugo an mehreren Lokalitäten bei Arensburg.
Beloniella Euphrasiae (Fuck.) Renm Discom. p. 640. — Syn.
Mollisia Euphrasiae Sacc. Syll. VII, p. 325. An dürren vorjährigen
Stengeln von Euphrasia sp. bei Arensburg. In meinem Exsiccaten-
werke Micromycetes rariores selecti 9:212 von diesem Standort ver-
theilt. Die Art ist leicht kenntlich durch die charakteristischen,
verlängert kommaförmigen Sporen. Vergl. VESTERGREN, Bot. Notiser
1900, p. 30,
Beloniella osiliensis VEsTere. an abgestorbenen Stengeln
von Thalictrum sp. (T. simplex?) bei Arensburg. Vergleiche pag. 79
dieser Arbeit!
Clithris quercina (Pers.) Karst. an dürren noch am Baume
befestigten Zweigen von Ouercus Robur auf der Halbinsel Taggamois.
Schläuche 125--150 X 9-10 u gross.
Cryptomyces Pteridis (ReBent.) REum, Discomyceten p. 107.
Syn. Phyllachora Pteridis Fuck., Dothidea Pteridis Fr. — Auf der
unteren Fläche lebender Blätter von teris aquilina: Könno.
Fabraea Ranuneuli (Frıes.) Karst. — ReHM, Discomyceten p.
601. — Syn. Pseudopeziza Ranunculi Fuck. Auf der Unterseite
lebender Blätter von 1. Ranunculus auricomus: nördlich von Arens-
burg; Anseküll. 2. Ranunculus cassubicus: beim Gute Taggamois; im
Eichenwalde bei Lode unweit Arensburg. Ramularia ‚aequivoca
(Ce8,) Sacc, ist zweifelsohne ein Conidienstadium dieses parasitischen
Discomyceten, Vergleiche pag. 114 dieser Arbeit.
Fabraea Rousscauana Sacc. et Bomm. — Reum, Discomyceten
P. 600. — An welkenden Blättern von Caltha palustr #5: Mustel.
Exs.: VESTERGREN, Microm. rar. sel. 4: 113; KRIEGER, Fungi saxonici
337; RABENHORST-WINTER, Fungi europaei 2740 (sub nom. Pseudo-
Peziza Ranunculi.) er
Heterosphaeria Patella (Tone) GREY. an dürren vorjährigen
Stengeln von Daucus Carota zwischen Kielkond und Wikki; Könno.
Hypoderma virgultorum DC. — REHuM, Discomyceten p. 32
< 1247. An dürren vorjährigen Stengeln von Zuphorbia palustris:
Arensburg; Mäpe (Leg. A. Roman). Von der erstgenannten Lokalität
106 Tycho Vestergren.
in meinem Exsiccatenwerke Micromycetes rariores selecti 9:218
vertheilt. Vergleiche Gnomonia tithymalina, pag. 102 dieser Arbeit!
Lachnella barbata (Kunze) Fries in der Rinde der Zweige
von Lonicera Xylosteum NÖ von Arensburg.
Lachnum clandestinum (Burr.) Karst. Syn. Dasyscypha
clandestina Fuck. — REHM, Discomyceten p. 898. An abgestorbenen,
feucht auf der Erde liegenden Zweigen von Rubus idaeus im schattigen
Laubwalde auf der Insel Abro.
Lasiostictis fimbriata (Scuwein.) BÄUMLER in Krypt. exsicc.
ed. a Mus. Pal. Vindobon. 630. Syn. Stietis fimbriata SCHwEIN. —
Cfr, Reum, Discomyceten p. 1218. Auf alten abgefallenen Zapfen
von Pinus silvestris: Mäpe; Hundsort; auf der Halbinsel Sworbe
zwischen Arensburg und Anseküll, 13 Werst von Arensburg. Die
Art habe ich sowohl auf Gotland als auf Oesel nur auf Zapfen, welche
auf sandigem oder besonders dürrem Boden liegen, gesehen.
Lophodermium petiolicolum Fuck. auf den Stielen ‘und
Hauptnerven faulender auf der Erde liegender Blätter von Quereus
Robur im Eichenwalde bei Lode.
Lophodermium Pinastri (ScHkan.) CHev. an dürren Nadeln
von 1. Pinus silvestris häufig: Anseküll; Mustel; Mäpe, 2. Picea excelsa:
Mustel.
Naevia pusilla (Liıs.) Renm, Discomyceten p. 143, an dürren
Halmen von funcus balticus in den Sanddünen zwischen Arensburg
und Anseküll auf Sworbe, 10 Werst von Arensburg. Neue Wirths-
pflanze! Von dieser Lokalität in meinem Exsiccatenwerke Micro-
mycetes rariores selecti 9: 221 vertheilt.
Phialea cyathoidea (Bur.) Gi. — Renm, Discomyceten
p. 723. — An abgestorbenen feucht liegenden Stengeln von Spiraea
Ulmaria: Kielkond.
Propolis faginea (Scuran.) Karst. auf Nadelholz bei Widu.
Cfr. REHMm, Discomyceten p. 149.
Pyrenopeziza Jasiones RoMELL, Bot. Notiser 1895 p. 74, an
abgestorbenen Basalblättern von Fasione montana: Rootsiküll. Von
dieser Lokalität in meinem Exsiccatenwerke Micromycetes rariores
selecti 9:224b vertheilt.
PyrenopezizaLycopi REum, Discomyceten p. 626, an dürren
Stengeln von Zythrum Salicaria (neue Wirthspflanze!) bei Arensburg.
Microm. rar. sel. 9: 225.
Rhytisma acerinum (Pers.) Frıes auf der Oberseite lebender
Blätter von Acer platanoides am Jerwemetz’schen See.
Rhytisma Andromedae (Pers.) Fries an lebenden Blättern
von Andromeda polifolia in einem Torfmoor zwischen Lümmada
und Wido.
Zur Pilzflora der Insel Oesel. 107
Rhytisma salicinum (Pers.) Frıs auf der Oberseite lebender
Blätter von Salixr cinerea und Salix depressa: Mustel,
Scleroderris aggregata (Lascn) REum, Discomyceten p. 212,
forma sterilis an dem unteren Theil lebender Stengel von Zuphrasia
montana: Kielkond.
Tryblidiopsis pinastri (Pers.) Karst. auf dürren Zweigen
von Picea ezcelsa: Könno.
Sphaeropsideen (incl. Melanconieen).
Actinothyrium graminis Kunze. — An dürren Blättern und
Blattscheiden von Molinia coerulea. Kellamäggi bei Arensburg.
Amerosporium Caricum (Lis.) Sacc. — Exs.: VESTERGREN,
Micromycetes rariores selecti 412. — An dürren Blättern von Oarex
glauca. Arensburg. {
Diplodia deflectens Karst. — An lebenden Zweigen von
Lonicera tatarica. Arensburg.
Diplodina Calamagrostidis (Brun.) Aruescn. — An dürren
Halmen von Avena elatior: Arensburg. — Die äusserst kleinen Peri-
thecien dieser Art sind ohne Zweifel auf dürren Grashalmen sehr
gewöhnlich, ich habe sie mehrmals in Schweden wahrgenommen,
ohne jedoch früher als jetzt die Conidien gefunden zu haben. Die
mehr oder weniger langgestreckte Form .der Perithecien ist sehr
Charakteristisch (sie können jedoch bisweilen auch beinahe rund sein).
Ich zögere nicht, die Art mit Diplodina Calamagrostidis ALLESCH,
(Ascochyta Calamagrostidis Brux.) zu identifiziren, obgleich BRUNAUD
die Perithecien nicht genügend vollständig beschreibt (als >herden-
weise, sehr klein, ziemlich konvex, schwarz«). Da die Art wenig
bekannt sein dürfte und nicht früher abgebildet ist, gebe ich eine
Abbildung der Perithecien und Conidien (Fig. 11, 12 der Tafel),
nebst folgender ergänzender Beschreibung: :
Perithecien oberflächlich, sehr klein, 111—165 X 39—51 u, in
die Längsrichtung der dürren scheidenlosen Halme ausgezogen,
reihenweise angeordnet, meist niedergedrückt, cylinderförmig (bis-
weilen beinahe kuglig), zarthäutig, von braunen, parenchymatischen
Zellen aufgebaut, mit einem deutlichen Porus in der Mitte. Conidien
(ohne Conidienträger?) 10—13X3 u gross, zweizellig, hyalin, gerade
oder gewöhnlich ein wenig gebogen, cylinderförmig, beidendig mit
Je einem Oeltröpfchen, ausserdem 2—4 Oeltröpfchen beiderseits der
Querwand.
Entomosporium Mespili (DC) Sacc. an lebenden Blättern
von Ootoneaster vulgaris: 3 Werst nördlich von Arensburg am Wege
Nach Orisaar; Kielkond.
Hendersonia Fiedleri WEsTEND. an Zweigspitzen von Cornus
Sanguinea: Lode unweit Arensburg.
108 Tycho Vestergren.
Hendersonia Henriquesiana Sacc. et Roum. an dürren,
vorjährigen Hagebutten von Rosa glauca: Mäpe, Arensburg.
Hendersonia Phragmitis Desm. an abgestorbenen Blatt-
scheiden von Phragmites communis bei Seppa unweit Arensburg.
Vgl. VESTERGREN, Bih. t. k. Svenska Vet.-Akad. Handl. Bd. 22,
Afd. II, No. 6, pag. 21.
Hendersonia Rubi Westen. an dürren Ranken von Rubdus
caesius: Mäpe. — Conidien 14,5—17xX5—6 u gross, 4-zellig, am
oberen Ende abgerundet, am unteren, wo die Conidie am Conidien-
träger befestigt gewesen, oft deutlich quer abgestumpft, dunkelbraun,
die unterste Zelle schwach gefärbt, durchsichtig. Conidienträger
hyalin, 12—24 X 1,5 u gross.
Leptothyrium Periclymeni (Desm.)Sacc. an lebenden Blättern
von Zonicera Xylosteum: Kielkond.
Leptostroma filicinum Frırs auf dem abgestorbenen Blatt-
rachis von Polystichum Filix mas: Abro, nur steril. Dass dies »status
juvenilis Rhopographi filicini (Sow.) Nırs.« sein sollte, wie SACCARDO
(Syll. III p. 645) vermuthet, scheint mir sehr unwahrscheinlich.
Leptostroma Spiraeae Frırs an dürren Stengeln von Spiraea
Ulmaria: Orisaar, von Spiraea Filipendula: Oio, an beiden Lokalitäten
nur steril (vgl. SACCARDo, Syll. III p. 646).
Leptostroma spiraeinum (Sacc. et BRIARD) VESTERG. AN
dürren Stengeln von Spiraea Ulmaria: Kielkond, Mustel, ist ohne
Zweifel das Conidiestadium der ebenfalls auf Spiraea Ulmaria wach-
senden Diaporthe Lirella (Move. et Nestr.) FuckeL. Das Peri-
thecium unseres Leptostroma gleicht völlig einem Stroma von
Diaportha Lirella ohne Perithecien auf der Unterseite der Rinde, in
deren Stelle die Conidien im Innern des »Stromas« entwickelt sind.
Ich werde künftig näheres über diese Conidienform berichten.
SaccAaRDoO und BRIARD!) beschrieben sie zuerst unter dem Namen
Leptostroma herbarum (FR.) Link. var. spiraeinum Sact. et
Brıarn. Herr Professor SaccARrDo hatte die Güte ein von mir über-
sandtes Exemplar mit seinem Originalexemplar zu vergleichen und
erklärte sie völlig übereinstimmend. Ich führe indessen die Form
als eigene Art auf. Als Synonyme ist zu betrachten Placosphaeria
clypeata Brıanp et HarıoT,?) nach einem von Monsieur HARIOT mir
gütigst übersandten Fragment des Originalexemplares zu urtheilen.
Brıarn scheint folglich die Art zweimal beschrieben zu haben!
1) In Brrarp Florule cryptogamique de l’Aube et Supplement “ Catalogue
des plantes de ce departement. Troyes 1888 (citirt nach Sacc. Syll. X, P- 420
und Bot. Jahresb. 1888 I, p. 278).
Ser H. Brıarn et P. HarıoT,' Mycetes aliquot novi. Journ. d. Bot. V; 1891:
PER
Zur Pilzflora der Insel Oesel. 109
Leptothyrium alneum Sacc. Syll. II, p. 627, an lebenden
Blättern von Alnus glutinosa bei Karris. — Nach einem Original-
exemplar in E. Fries’ Pilzherbarium in Upsala zu urtheilen, ist
Dothidea alnea Frıss Syst. Mycol. II als Synonyme dieser Art
aufzuführen. Saccarno stellt Dothidea alnea als Synonyme zu
»Discosia alnea (PErs.) BERK.« in Syll. II, p. 654; letztere dürfte
nur = Discosia Artocreas (TopE) FR. sein.
Melanconium didymoideum VESTERG. an berindeten, ab-
gestorbenen Zweigen von Alnus incana in der Gegend um Arensburg.
Vergl. S. 82 dieser Arbeit!
Phoma Alchemillae Vestere. in Öfvers. af K. Vetensk.-
Akad. förhandlingar 1897, No. 1, p. 37, an abgestorbenen Blattstielen
von Alchemilla *subcrenata bei Seppa unweit Arensburg. Conidien
5X 1,5 „ gross, beidendig mit einem Oeltröpfchen.
Phoma complanata (Tope) Des». auf dürren, noch stehenden
Stengeln von Angelica silvestris in einem Erlengebüsch nördlich von
Arensburg. — Conidien 4—6 X 2—2,5 u gross, stäbchenförmig, nahe
den abgerundeten Enden mit je einem Oeltröpfchen. Durch die
ziemlich grossen, schwarzglänzenden, unter der entblassten, weiss-
farbigen Epidermis zerstreuten Perithecien ausgezeichnet.
Phoma pachytheca n. sp. in der Rinde abgestorbener Zweige
von Salix sp. (cinerea?) am Wege zwischen Kergel und Arensburg,
13 Werst von der Stadt und auf der Insel Abro. Vergl. p. 80 und
Fig. 4—8 der Tafel.
Phoma picea (Pers.) Sacc. auf dürren noch stehenden vor-
jährigen Stengeln: 1. von Artemisia vulgaris, östlich von Arensburg
und bei Mustel, 2. von Heracleum sibiricum (neue Wirthspflanze),
östlich von Arensburg, 3. von Khinanthus Orista galli bei Seppa un-
weit Arensburg (auf diesen 3 Wirthspflanzen in meinem Exsiccaten-
werke Micromycetes rariores selecti 17:414 vertheilt!), 4. von Cir-
sium lanceolatum auf der Insel Abro. — Conidien spindelförmig, mit
Spitzen Enden, beidendig mit je einem Oeltropfen, 9—12 X 2—2,5 u.
Die Perithecien sind reihenweise angeordnet, was ein gutes äusseres
Merkmal liefert. Nicht immer wird das Substrat geschwärzt, so z. B.
nicht Artemisia vulgaris bei Mustel; auch einige Stengelstücke von
Heracleum waren nicht geschwärzt.
Der Pilz liefert das prägnanteste Beispiel einer Phoma-Art, die
auf Wirthspflanzen aus verschiedenen Familien vorkommt!
Phoma spuria Vesterg. (in Jahreskat. 1897 d. Wiener krypt.
Tausch - Anstalt; Sıcc. Syll. XIV, 874) an dürren Stengeln von
Potentilla argentea bei Arensburg.
Phoma strobiligena Desm, var. microspora SACC. Syll. IM,
P. 150) an Zapfenschuppen von Pinus silvestris auf der Halbinsel
Sworbe. — Conidien sehr klein, 4X 1,5—2 „, beidendig mit einem
110 Tycho Vestergren.
Oeltröpfchen. Die Perithecien gleichen äusserlich Coniothyrium
conicola VESTERG. (Micromycetes rariores selecti 12: 290) sind aber
ein wenig kleiner. Die Zapfen waren abgestorben, noch am Baume
befestigt.
Rhabdospora Campanulae Cervicariae n. sp. an ab-
gestorbenen vorjährigen, noch stehenden Stengeln von Campanula
Cervicaria bei Arensburg. Vergleiche p. 80 und Fig. 9, 10 der Tafel.
Septogloeum Comari ALLESscH. et BRESAD. (in ALLESCHER,
Verzeichniss Sydbay. Pilze III, p. 85) an lebenden Blättern von
Comarum palustre bei Orisaar. In VESTERGREN, Micromycetes rariores
selecti 10:234 vertheilt.
Septoria Anemones Desm. an lebenden Blättern von Anemone
nemorosa: Kergel.
Septoria Astragali Desm. an lebenden Blättern von Astra-
galus glycyphylios bei Mustel.
Septoria Bromi Sacc. an lebenden und welkenden Blättern
von Bromus *hordaceus: Kergel. Sporen deutlich septirt.
Septoria Caricis montanae n.sp. an lebenden Blättern von
Carex montana nicht selten: Mustel, Neulöwel, an mehreren Lokali-
täten in der Gegend von Arensburg häufig, auf der Insel Abro.
Vergleiche p. 80 und Fig. 13, 14 der Tafel, In Schweden habe ich
diese Art an mehreren Lokalitäten auf Gotland gefunden.
Septoria Chelidonii Desm. an lebenden Blättern von Cheli-
donium majus auf der Insel Abro.
Septoria Convolvuli Desm. an lebenden Blättern von Üon-
volvulus arvensis bei Wikki unweit Kilkond.
Septoria cornicola Desm. an lebenden Blättern von Cornus
sanguinea westlich von Arensburg und bei Mäpe.
Septoris Crepidis VEsTErRG. (Bidrag till kännedomen om
Gotlands svampflora. Bihang till k, svenska Vet.-Akad. Handlingar.
Band 22. Afd. III. No. 6) an welkenden Blättern von Orepis tectorum:
Arensburg, Kergel.
Septoria Ficariae Desm. an lebenden Blättern von Zicaria
verna: Kergel,
Septoria Galeopsidis Westenn,. an lebenden Blättern von
Galeopsis Tetrahit auf der Insel Abro,
Septoria Gei Rop. et Desm. an lebenden Blättern von Geum
urbanum: Arensburg, Mustel.
Septoria Hepaticae Desm. an lebenden und welkenden
Blättern von Anemone Hepatica östlich von Arensburg und bel
Kattfel unweit Kielkond.
Septoria Orchidearum Westend. an lebenden Blättern von
Listera ovata nicht selten: Seppa und Lode in der Gegend von
Arensburg, Taggamois, auf der Halbinsel Sworbe 7: Werst von
Zur Pilzflora der Insel Oesel, 111
Arensburg, Oio, Neulöwel, auf der Insel Filsand. Auf Listera ovata
beschreibt ALLESCHER noch eine zweite Septoria (Hedwigia XXXIV,
1895, p. 272), von obiger Art durch die grösseren Perithecien sowie
auch durch die Gestalt der Conidien verschieden.
Septoria Podagrariae Lasch an den lebenden Blättern von
Aegopodium fodagraria bei Neulöwel und Mustel. In meinem
Exsiccatenwerke Micromycetes rariores selecti 10:235 von der erst-
genannten Lokalität vertheilt.
Septoria Ribis Desm. an lebenden Blättern von Rzbes Grossu-
laria bei Kielkond, von Rides alpinum bei Neulöwel.
Septoria scabiosicola Desm. an lebenden Blättern von
Trichera arvensis: Kielkond, Widu, von Swecisa pratensis an mehreren
Lokalitäten in der Gegend um Arensburg, Widu, Taggamois, Mustel.
Septoria Stachydis Ro. et Desm. an lebenden Blättern von
Stachys silvatica im schattigen Laubwalde auf der Insel Abro. In
meinem Exsiccatenwerke Micromycetes rariores selecti 10:236 vertheilt.
Septoria Tormentillae Rop, et Desm. an lebenden Blättern
von Potentilla erecta: Orisaar, Neulöwel.
Septoria Trientalis (Lascu) Sacc. in Bull. de la Soc. Mycol.
de France V, 1890, p. 121; Syn. Sphaeria (Depazea) Trientalis LascH
in Krorsch Herb. Mycol. n. 364. An lebenden und verwelkten
Blättern von 7rientalis europaea: Mustel und am Jerwemetz’schen See.
Septoria Urticae Ro. et Desm. an lebenden Blättern von
Urtica dioica auf der Insel Abro.
Sphaeropsis suspecta Vesterg. (Bidrag till en monografi
öfver Sveriges Sphaeropsideer I, p. 39. Öfvers. af K. Vetensk.-Akad.
förhandl 1897, No. 1) an abgestorbenen Zweigen von Üornus
Sanguinea: l.ode westlich von Arensburg.
Stagonospora subseriata (Dssm.) Sacc. an dürren Halmen und
Blättern von Molinia coerulea: Arensburg, 2 Werst auf dem Wege
nach Orisaar, In Microm. rar, sel. 17:419 von dieser Lokalität vertheilt.
Vermicularia Dematium (Pers.) Fries an den unteren Theilen
der noch stehenden vorjährigen Stengel von 1. Heracleum sibiricum:
östlich von Arensburg, 2. Trifolium alpestre: Mäpe, 3. Valeriana
Sficinalis: Kattfel bei Kielkond.
Hyphomyceten.
Arthrinium caricicolum Kunze et Schw. an dürren Blättern
von Carex praecox, östlich von Arensburg. Die Art ist leicht kennt-
lich an ihren langen, spindelförmigen, dunkelbraunen, 45X9 u
$rossen Conidien.
Botrytis capsularum Bares. et VESTERG. in den Kapseln von
Veronica aguatica bei Masick nahe Orisaar. Vergl. p. 81 und
Fig. 25—27 der Tafel.
112 Tycho Vestergren.
Botrytis cinerea (Pers.) v. sclerotiophila (Kr.) Sacc. in
Sclerotien in den abgestorbenen vorjährigen Stengeln von 1. Succisa
pratensis, östlich von Arensburg, 2. Rumex obtusifolius bei Kergel.
Cercospora Calthae CookE!) an welkenden Blättern von
Caltha palustris auf der Halbinsel Sworbe, 10 Werst von Arensburg.
Cercospora microsora Sacc. an lebenden Blättern von Tila
europaea beim Gute Taggamois und auf der Insel Abro.
Cercospora Paridis Erıks.?) an lebenden Blättern von Paris
quadrifolia: Neulöwel (selten).
Cladosporium herbarum (Pers.) Lınk an feucht liegenden
abgestorbenen Stengeln von Cirsium arvense: Taggamois, an Stengeln
von Aguilegia vulgaris: Kielkond.
Coniosporium Arundinis (Coa.) Sacc. an abgestorbenen
Halmen von Phragmites communis am Wege von Arensburg nach
Kergel, 13 Werst von Arensburg.
Cylindrium elongatum Bonxorp. an der Unterseite faulender
Blätter von Quercus pedunculata: Kergel. Bildet oberflächliche weisse
Fleckchen und Pünktchen von mehliger Consistenz. Die Conidien-
reihen sind verzweigt (vergl. Fig. 24 der Tafel), die Conidien stäbchen-
förmig, hyalin, ohne Oeltropfen, in den Enden mehr oder weniger
deutlich stumpf und abgeplattet, mit Ausnahme der Endconidien,
deren freies oberes Ende abgerundet ist. Mein Exemplar dieser Art
stimmt völlig mit Exemplaren aus Frankreich, von FAuTREY ein-
gesammelt (Herbar. Upsal.). Es ist noch übrig, zu untersuchen, ob
nicht Cylindrium candidum Bon., C. Cordae Sacc. und C. gri-
seum (Dırm.) Bon. (Sacc. Syll. IV, p. 36-37) mit obengenannter
Art identisch sind,
Cylindrosporium Padi Karst. auf der Oberseite lebender
Blätter von Prunus Padus: Arensburg, Kielkond beim Gute Rootsiküll.
Didymaria Pimpinellae Vesterg. (in Bot. Notiser 1899, p. 157;
Exs. VESTERG., Microm. rar. sel. 3:68) an lebenden Blättern von
Pimpinella nigra: Masick, Kielkond auf dem Kirchhof.
Didymaria Linariae Passer. an welkenden Blättern von
Linaria vulgaris auf der Insel Filsand,
Exosporium juniperinum (Etuis) Jacz.?). Syn. Exosporium
deflectens Karsrt.; Coryneum juniperinum ErLıs. — An abgestorbenen,
noch nicht abgefallenen Nadeln von Funiperus communis am Wege
zwischen Kergel und Arensburg. — Die runden kleinen Conidien-
polster treten fast ausschliesslich an dem spaltöffnungstragenden Theil
der Blattoberseite, nur selten vereinzelt auch an der Unterseite der
!) CookE, New British Fungi, Grevillea XI, 1882, p. 72,
2) ERIKSSON, Fungi paras. scand. exsiccati 2:85.
8) A. v. JA0zewsKı, Ueber eine Pilzkrankh. auf d. Wachholder. (Zeitschr.
f. Pflanzenkrankh. 1901, XI. Bd., H. 4-5.)
Zur Pilzflora der Insel Oesel. 713
Nadeln auf. Sie sind durch eine charakteristische Olivenfarbe aus-
gezeichnet. Die Art habe ich nicht selten in Schweden auf der Insel
Gotland und in Upland beobachtet, sie ist ohne Zweifel allgemein.
Fusarium osiliense Bresan, et Vesterg. an lebenden Blättern
von Briza media: Kergel. In meinem Exsiccatenwerke Microm. rar.
sel. 10:239 vertheilt (vergl. p. 82 dieser Arbeit).
Fusicladium dendriticum (Warrr.) Fuck. auf der Oberseite
lebender Blätter von kultivirtem Pyrus Malus: Mustel.
Haplobasidion Thalictri Erıkssox (Fungi parasitici scandi-
navici exsiccati VI: 300) an lebenden Blättern von Aqutlegia vulgaris
(neue Nährpflanze) im Fichtenwalde nahe Kattfel unweit Kielkond.
In meinem Exsiccatenwerke Microm. var. sel. 10: 250 vertheilt; vergl.
Bot. Notiser 1900, p. 34.
Isariopsis alborosella (Drsw.) Sacc. an lebenden oder
welkenden Blättern von Cerastium vulgare zweifelsohne nicht selten:
Anseküll auf der Halbinsel Sworbe, Arensburg, Kergel.
Macrosporium commune Ras. an stehenden dürren vor-
jährigen Stengeln von Aquilegia vulgaris: Kielkond. Auf den
Stengeln kam auch Pleospora herbarum (Pers.) RABENH. vor,
deren Conidienstadium diese Form bildet.
Napicladium Tremulae (Frank) Sacc. an den lebenden
Blättern Junger Wurzelsprösslinge von Populus tremula: Mäpe, Abro.
Oidium Asperifolii Erıksson, Fungi paras. scandin. exs. 8:386;
VESTERGREN, Microm rar. sel. 12:297. An lebenden Individuen von
Lithospermum arvense: Oio.
Oidium monilioides Lk an lebenden Blättern von Poa
Pratensis: Anseküll. Ist das Conidienstadium zu Erysiphe graminis DC.
Ovularia abscondita Faurr. et Lamg., Revue mycol. 1896
P. 144; Exs.: Fungi gallici 7245; VESTERGREN, Microm. rar. sel. 6: 141.
An lebenden Blättern von Lappa tomentosa zwischen Kangern und
Töllist,
Ovularia Asperifolii Sacc. var. Cynoglossi Sacc. — Exs.:
VESTERGREN, Microm, rar. sel. 6:142. An lebenden Blättern von
Oynoglossum officinale: Kielkond.
Ovularia decipiens Sacc. — Exs.: VESTERGREN, Microm. rar.
aa 10:244. — An lebenden Blättern von Ranunculus aceris: Arens-
urg.
Ovularia destructiva Pat. et PrLowr.) Vestere. Microm.
far, selecti 10:245, 246; Bot. Notiser 1900, p. 35. Syn.: Ramularıa
destructiva Prıtv. et PLowr., New and rare British fungi. Grevillea
1877, Bd. 6, Tab 94; Ovularia Myricae Pro in litt.; Ovularia
onilioides Eur. et Marr. Amer. Nat. 1885, p. 76; Sphaeria? Sommeri
Eiche, , Bot. Centralbl. 1887, Ovwlaria Sommeri Sacc. Syll. XI,
P. 599. — An abgestorbenen Zweigen von Myrica Gale: Arensburg
Hedwigia Ba. XL, 1903. x
114 Tycho Vestergren.
(forma ramicola). In biologischer Hinsicht ist dieser Hyphomycet
dadurch interessant, dass er in zwei Formen, einem Ueberwinterungs-
stadium und einem Sommerstadium auftritt. Im Sommer und be-
sonders im Herbste sieht man den Pilz als rundliche, begrenzte,
braune, mit weissen Pünktchen bedeckte Flecken auf den Blättern
der Myrica. Das Mycel überwintert nach dem Blattfalle im Herbste
in den jungen Sprossen und Zweigen, und im Frühjahr sieht man
diese rings von einem weissen Ueberzug bedeckt, welcher das nach
der Ueberwinterung weiter entwickelte und reichlich Conidien bildende
Mycel darstellt. Von den auf den Zweigen erzeugten Conidien
können jetzt wieder die jungen Blätter befallen werden. Ganze
Sprossen der Nährpflanze werden häufig vom Pilze getötet. Der
Pilz, der von Jahr zu Jahr nur durch Conidien und Mycelium fort-
wächst, ist ohne Zweifel unter die Conidienformen einzureihen,
welche kein Ascusstadium entwickeln.
Ovularia Gei Etrasson, Fungi upsalienses, pag. 18, Fig. 5.
Bihang till K. Svenska Vet.-Akademiens Handl. Bd. 22, Afd. II,
No. 12; Exs.: VESTERGREN, Microm. rar. sel. 3:71. An lebenden
Blättern von Geum rivale: Seppa unweit Arensburg.
Ovularia obliqua (Cook«) Oupem. an lebenden Blättern von
Rumex obtusifolius: Widu, Anseküll, von Rumex crispus auf Sworbe.
Ovularia primulana Karst. an lebenden Blättern von Primula
officinalis selten: Kergel bei der protestantischen Kirche.
Ovularia pusilla (Una.) Sacc. an lebenden Blättern von Alche-
milla pubescens: Kellamäggi; Filsand, von Alchemilla suberenata: Seppa
unweit Arensburg.
Ovularia Veronicae (Fuck.) Sacc. an lebenden Blättern von
Veronica arvensis: Arensburg nahe dem Kirchhof am Wege nach
Orisaar.
Ramularia aequivoca (Cks.) Sacc. an lebenden Blättern von
Ranunculus cassubicus (neue Nährpflanze): Taggamois, Neulöwel. In
meinem Exsiccatenwerke Microm. rar. sel. 10:247 von der erst-
genannten Lokalität vertheilt. Zweifelsohne ist diese Ramularia ein
Conidienstadium der Fabraea Ranunculi (Fr.) KaRsrt.
Ramularia agrestis Sacc. an lebenden Blättern von Viola
arvensis: Anseküll.
Ramularia Anchusae officinalis Erıasson, Fungi upsalienseS,
p. 19. Bih. t. K. Svenska Vet.-Akad. Handl. Bd. 22, Afd. III, No.
12; Exs.: VESTERGREN, Microm. rar. sel. 6: 147. — An lebenden un
verwelkten Blättern von Anchusa officinalis: Anseküll auf der Halb-
insel Sworbe. — Mit Ramularia Anchusae Massar.. identisch?
Ramularia arvensis Sacc. an lebenden Blättern von Potentilla
reptans zwischen Kielkond und Wikki.
Zur Pilzflora der Insel Oesel. 115
Ramularia coccinea (Fuck.) Vesterg., Microm. rar. sel, 6: 148,
Bot. Notiser 1899, pag 171; Syn.: Fusidium coccineum Fuck. An
lebenden Blättern von Veronica officinalis selten: Kergel.
Ramularia Geranii (Westenn.) Fuck. Exs.: VESTERGREN,
Microm. rar. sel. 3:74. — An lebenden Blättern von Geranium
Pusillum: Anseküll,
Ramularia Geranii silvatici Vrsrerg. Microm. rar. selu3379;
Bot. Notiser 1899, p. 163. ‘An lebenden Blättern von 1. Geranium
silvaticum: Kielkond, im Fichtenwalde bei Kattfel, 2, Geranium
sanguineum (neue Nährpflanze!) auf der Halbinsel Sworbe 10 Werst
von Arensburg. — Die Art, welche ich von Ramularia Geranii
(Wesrenn.) Fuck, ausgesondert habe, scheint weit verbreitet zu sein.
Ausser von Oesel habe ich sie in Schweden von folgenden Lokalitäten
gesehen: Lappland, Lule Lappmark in den Sarjek-Hochgebirgen;
Jemtland (Ro. E. Fries); Upland bei Upsala; Stockholm bei Nacka;
Gotland (häufig).
Ramularia Lampsanae (Desm.) Sacc. an lebenden Blättern
von Zampsana communis: zwischen Kergel und Arensburg.
Ramularia LeonuriSacc. et Penz.; Exs.: VESTERGREN, Microm.
rar. sel. 10:248. An lebenden Blättern von 'Zeonurus Cardiaca:
Ninnase Pank; Masick unweit Orisaar.
Ramularia Marrubii C. Mass. (Sacc. Syll. X, p. 560) an
lebenden Blättern von Marrubium vulgare: Lümmada beim neuen
Schulhause, am Wegrande.
Ramularia Plantaginis Err. et Marr. an lebenden Blättern
von Plantago major: Kielkond. Wird in Saccarno’s Sylloge IV,
P- 214 nur von Nord-Amerika angeführt. Ich habe die Art auch in
Schweden bei Upsala gesehen. Stimmt mit der Beschreibung gut!
Ramularia Taraxaci Karsr. an lebenden Blättern von Taraxa-
cum officinale: Anseküll; Kielkond an mehreren Lokalitäten.
Ramularia Tulasnei Sacc. an lebenden Blättern von Fragaria
‘ollina: Kielkond. Ist das Hyphomyceten-Stadium zu Mycosphaerella
Fragariae (Tul.).
Ramularia Vestergreniana ALLeEsch. in VESTERGREN, Microm.
rar. sel. 12: 299 (ohne Diagnose): an lebenden Blättern von Zevistieum
Sfeinale: Kielkond am Hofe bei der Apotheke. Vergleiche p. 82
und Fig. 28-31 der Tafel.
Scolecotrichum compressum Aruesch. in Sypow, Myco-
theca Marchica 4388. An den Blättern von Poa compressa bei
Arensburg.
Scolecotrichum graminis Fuck. f. Sieglingiae. An Blättern
von Sieglingia decumbens (= Triodia d.) bei Arensburg. Von
: Beesanora bestimmt! In meinem Exsiccatenwerke Microm. rar.
sel. 12:300 von dieser Lokalität vertheilt.
g*
116 ’ Tycho Vestergren.
Tubercularia vulgaris Tope an abgestorbenen Aesten von
Tilia europaea in einem Garten in Arensburg. Die Conidien waren
6-8xX2-—2,5 u gross.
Tuberculina persicina (Drrm.) Sacc. in den Aecidien von
1. Puccinia Aecidii Leucanthemi Ev. Fıscn. bei Mustel, 2. Puccinia
coronata auf Rhamnus Frangula bei Mustel, 3. Aecidıum lactucinum
LAGerH, et Lınor. auf Lactuca muralis auf der Insel Abro. Sappın-
Trourry (Le Botaniste, 5 Serie, 1896—97, p. 45) hat gezeigt, dass
diese Art zu den Hyphomyceten, nicht, wie früher angenommen
wurde, zu den Ustilagineen gehört. Nur die violetten Sclerotien des
Pilzes wurden gefunden,
Erklärung der Abbildungen.
Die Figuren sind mit Hilfe einer NAcner’schen Camera entworfen. Fig. 1a,
4, 11a und 15 sind bei natürlicher Grösse, Fig. 13 bei 2-, Fig. 1b, 5, 6, 11b, 17,
18, 19 bei 20-, Fig. 10 bei 1000-, die übrigen Figuren bei 700-facher Vergrösserung
gezeichnet.
Aporia Hyperiei VESTERG.
Fig. 1a, Fruchtgehäuse auf dem Stengel von Hypericum quadrangulum. Natür-
liche Grösse.
„ 1b. Dieselbe, vergrössert, angefeuchtet.
„ 2 Ascus mit Paraphysen.
„ 3. Ascosporen.
Phoma paehytheca VESTERG.
Fig. 4. Perithecien auf einem Zweige von Salix. Natürliche Grösse.
„ 5. Perithecium, vergrössert, sein oberes Theil weggeschnitten.
6. Perithecien, von der geschwärzten, oben durchbohrten Epidermis be-
deckt. Vergrössert.
» 7. Querschnitt durch das Perithecium.
„8. Conidien.
Rhabdospora Campanulae Cervieariae VESTERG.
Fig. 9. Querschnitt durch das Perithecium.
„10. Conidien,
Diplodina Calamagrostidis Brun.
Fig. 11. Perithecien in natürlicher Grösse, sowie vergrössert.
„ 12. Conidien,
Septoria Carieis montanae VESTERG.
Fig. 13, Fleckchen mit Perithecien auf der Blattspitze von Carex montana.
„ 14. Conidien.
Melaneonium didymoideum VESTERG.
Fig. 15. Conidiensammlungen. Natürliche Grösse.
10. = Vergrössert.
„ 17. Conidiensammlung, durchschnitten, das weisse Conidien erzeugende
Hyphengewebe und die die Conidiensammlung deckende Epiderm!
zeigend; ein Klümpchen zusammengeballter Conidien in ae
Scheitelporus.
$.
Fig
Zur Pilzflora der Insel Oesel. 117
. 18. Dasselbe, Conidienklümpchen fehlend.
19. Conidiensammlung; ihr oberer Theil weggeschnitten,
20. Conidienträger mit jungen Conidien,
21. Reife Conidien.
Melaneonium sphaeroideum Link.
. 22. Conidienträger mit jungen Conidien,
23. Reife Conidien.
Cylindrium elongatum Boxor».
. 24. Conidienkette, verzweigt.
Botrytis eapsularum Bres. et VESTERG.
. 25—27. Conidienträger und Conidien.
Ramularia Vestergreniana ALtescH.
. 28. Conidienträger in einer Spaltöffnung, von oben.
29. Büschel aus Conidienträgern, von der Seite,
30. Spitze eines Conidienträgers mit jungen Conidien.
31. Zwei reife Conidien.
Abgeschlossen im Mai 1902.
118
Beiträge zur Biologie der Uredineen.
(Phragmidium subcorticium [Schrank] Winter,
Puccinia Caricis-montanae Ed. Fischer.)
Von W. Bandi.
Einleitung.
Die vorliegenden Untersuchungen sollen ein Beitrag sein zu der
Frage nach der Spezialisation bei den Rostpilzen. Dieselbe ist in
neuerer Zeit Gegenstand zahlreicher Arbeiten gewesen. Es ist hier
kurz zu erinnern an die diesbezüglichen Publikationen von Plowright,
Magnus, Klebahn, Eriksson, Ed. Fischer und an andere.
Für eine ganze Reihe von Uredineen sind nun diese Unter-
suchungen noch nicht durchgeführt. Man darf aber annehmen, dafs
eine Spezialisation auch bei anderen Spezies, als den bisher unter-
suchten, nachgewiesen werden könne,
Auf Veranlassung von Herrn Prof. Dr. Ed. Fischer stellte ich
mir die Aufgabe, diese Untersuchung für zwei Arten durchzuführen.
Im ersten Teil vorliegender Arbeit soll das für Phragmidium sub-
corticium (Schrank) Winter geschehen. Der zweite Teil befaßt sich
sodann mit der Bearbeitung der Puccinia Caricis-montanae Ed. Fischer.
Bern, Botanisches Institut, November 1902.
Beiträge zur Biologie der Uredineen u. s, w. 119
I. Teil.
Phragmidium subcorticium (Schrank).
Die Untersuchungen Tulasnes!) waren die ersten, welche sich
eingehend mit der Gattung Phragmidium beschäftigten. Insbesondere
gilt dies von dem Rosen bewohnenden Phragmidium subcorticium
(Schrank) Winter, welches Tulasne unter dem Namen Phragmidium
inerassatum var. mucronatum Lk. beschrieb,
In den beiden Arbeiten aus den Jahren 1847 und 1854 gibt er
eine Beschreibung der Sporenformen, allerdings mit Ausnahme der
Aecidiosporen, welch letztere ihm noch nicht bekannt waren. Er
schildert insbesondere die Keimung der Uredosporen, die er als
Stylosporen bezeichnet; sodann beschreibt er auch den Vorgang bei
der Keimung zweier Rubus bewohnender Spezies dieser Pilzgattung.
Weiterhin haben sich dann Schroeter ?) und Fuckel?) über diesen
Gegenstand ausgesprochen, ohne aber wertvollere Beiträge für die
Kenntnis dieser Gattung geliefert zu haben,
Sodann war es Winter), welcher, nachdem die Aecidiengeneration
bekannt war, den Zusammenhang der verschiedenen Generationen
feststellte. Nach ihm besteht der Rost auf den Rosenarten in Mittel-
uropa aus folgenden Arten: 1, Phragmidium subcorticium (Schrank)
Winter, 2, Phragm. Rosae alpinae (D. C.) Winter (syn. Phragm.
fusiforme Schroet.). Nach den weiteren Untersuchungen, die Julius
Müller) über diesen Gegenstand veröffentlicht hat, kommt noch
dazu Phragmidium tuberculatum J. Müller. Diese Art lebt nach
den bisherigen Kenntnissen auf Rosa canina, cinnamomea und
glauca. Endlich ist aus England und Belgien eine weitere Spezies
beschrieben worden; es ist das Phragmidium bullatum Westend,,
Welches Rosa centifolia und canina bewohnt.
‘) Tulasne. Memoires sur les Ustilagindes et les Uredindes. Ann, sc. nat.
3. Ser. Tom. VIII. Second. M&m. s. les Ustilagindes et les Uredindes. Ann. sc.
nat. 4. Serie Tom, II.
°) Schroeter. Brand- und Rostpilze Schlesiens pag. 23.
°) Symbolae mycologicae p. 46.
., _) Winter, Die Pilze Deutschlands etc. Vol. I. pag. 227—232. — Bemerkungen
über einige Uredineen, Hedwigia 1880, No. 2. — Bemerkungen über einige
Uredineen und Ustilagineen, Hedwigia 1880, No. 7. ® F
°) J. Müller, Die Rostpilze der Rosa- und Rubusarten und die auf ihnen
vorkommenden Parasiten. Thiels Landw. Jahrbücher, 15. Band, pag. 719 ff.
Berlin 1886,
120 W. Bandi.
Weitere Untersuchungen über Phragm. subcorticium sind im
botanischen Institut Bern angebahnt worden. Herr Prof. Ed. Fischer
teilte mir gütigst mit, daß Herr Fritz Müller bei seinen Kultur-
versuchen Resultate erzielt hätte, welche auf eine Wiederholung der
Caeomageneration schließen lassen. Diese Frage war aber weiterhin
nicht verfolgt worden, es war daher wünschenswert, die erzielten
Resultate einer Nachprüfung zu unterziehen, welche an die Hand zu
nehmen ich mir zur Aufgabe stellte.
Im folgenden sei eine kurze Zusammenstellung der vier Rosen-
bewohnenden Phragmidium-Arten gegeben, soweit dies für die
morphologische Unterscheidung derselben von Belang ist. Die An-
gaben für Phragm. subcorticium, fusiforme und tuberculatum beziehen
sich auf die Untersuchungen von Julius Müller (l. c.), diejenigen von
Phragm. bullatum habe ich aus Saccardo') entnommen.
1. Phragmidium subcorticium (Schrank) Winter. Die
Caeomaform erscheint Ende April und anfangs Mai auf den Blättern,
Blattstielen und Stämmen der Nährpflanzen. Die Lager sind um-
geben mit einem Kranz keulenförmiger Paraphysen, welche hell-
gelben Inhalt führen. Die Sporen werden in basipetaler Reihenfolge
succedan abgeschnürt; sie sind in Kettenform angeordnet und in der
Jugend durch vergängliche Zwischenzellen getrennt. Sie besitzen ein
feinstacheliges bis fast glattes Episporium. Pykniden sind nur bei
der blattbewohnenden Form beobachtet. Die Uredolager erscheinen
im Nachsommer auf der Unterseite der Blätter in runden oder ovalen,
blaßroten Häufchen von 0,75 mm Durchmesser. Die sie umgebenden
Paraphysen stehen weniger dicht gedrängt und sind nicht ausgeprägt
keulenförmig gestaltet. Die Uredosporen stehen einzeln, schnüren
sich also nicht kettenförmig ab; sie sind von länglicher, eiförmiger
Gestalt und besitzen eine feinstachelige Membran.
Die cylindrischen, seltener ovalen Teleutosporen sind 49
seltener wenigerzellig, 120 u lang und 30 u breit.
2. Phragmidium Rosae alpinae (DC.) Winter (syn. Phrag-
midium fusiforme Schroeter) kommt vor auf Rosa alpina und deren
Bastarden. Die Caeomalager sehen denen von Phragm. subcorticium
ähnlich, unterscheiden sich aber von ihnen durch die farblosen Para
physen. Die Uredosporen sind kleiner als diejenigen voriger Spezies.
Die Teleutosporen sind 7—13zellig, 120 u lang und 30 u breit.
3. Phragmidium tuberculatum Jul. Müller. Nach den An-
gaben Julius Müllers (l. c. pag. 729 ff.) gleichen die Caeomasporen
in Gestalt und Größe denen von Phragmidium subcorticium, unter“
scheiden sich aber von ihnen dadurch, daß sie auf Stämmen UN
Blattstielen nicht die dieser Art eigentümlichen Lager bilden, sondern
1) P. A. Saccardo. Sylloge Fungorum Vol. VII. (Pars. I) pag. 748.
Beiträge zur Biologie der Uredineen u. s. w. 121
auf die Blätter beschränkt bleiben. Während bei Phragm. subcor-
. ticium ihr Episporium nur sehr feine Stacheln trägt, ist es hier grob-
warzig. Die Warzen selbst zeigen quadratischen bis rectangulären
Querschnitt. Die Teleutosporen sind 4—6zellig.
4. Phragmidium bullatum Westend, auf Rosa canina und
centifolia. Die Caeoma brechen aus den Stämmen in Form läng-
licher, polsterförmiger Lager hervor. Die Teleutosporen sind cylin-
drisch, 5—7zellig, scheitelständig zugespitzt und mit höckerigem
Episporium versehen. Nach den heutigen Kenntnissen ist die Art
verbreitet in England und Belgien.
Aus diesen Diagnosen dürfte ersichtlich sein, daß die vier Arten
in morphologischer Hinsicht scharf zu trennen sind.
Über ihre Spezialisation liegen bisher nur ganz vereinzelte kurze
Angaben vor, insbesondere von Phragmidium subcorticium,
Klebahn!) teilt 'mit, daß er einem angestellten Kulturversuche zu-
folge geneigt sei, eine Spezialisation innerhalb dieser Spezies anzu-
nehmen. Von zwei Rosenspezies, welche er als Versuchspflanzen
verwendet hat, wurde nämlich die eine in weit geringerem Grade
erfolgreich infiziert als wie die andere Art.
Ferner teilt FritzMüller im Botanischen CentralblattBandLXXXII.
No. 3 pag. 76 Jhrg. 1900) mit, daß er mit den Teleutosporen von
Phragm. subcorticium Infektionsversuche angestellt habe. Die Mit-
teilung lautet wörtlich:
»Mit den Teleutosporen von Phragm. subcorticium auf einer
Gartenrose wurden mit Erfolg infiziert: Rosa centifolia und R. multi-
flora var. adenophylla (auf letzterer kam es nur zur Spermogonien-
bildung). Erfolglos blieb die Infektion auf: Rosa cinnamomea, Rosa
fulgens, R. canina (Flora Mc. Jvor), Rosa canina (Lady P enzance),
R. canina (Lucy Ashton). Auch Phragmidium subcorticium dürfte
somit in formae speciales zerfallen«.
Ich stellte mir nun die Aufgabe, diese Andeutungen weiter zu
verfolgen.
Die im folgenden beschriebenen Kulturversuche befassen sich
1. mit der Frage nach dem wiederholten Auftreten der Caeomagene-
ration und 2, mit der Frage nach der Spezialisierung von Phrag-
midium subcorticium. Es soll vorerst besprochen werden
Die Versuchseinriohtung.
Die große Mehrzahl der nachstehend angeführten Infektionsver-
suche wurde mit Caeomamaterial eingeleitet, weil solches leicht in
sroßen Mengen zur Verfügung stand. Erst im Nachsommer, als
‘) Klebahn: »Kulturversuche mit heteröcischen Rostpilzen«, Zeitschrift für
Pflanzen-Krankheiten. Band IX pag. 159.
122 W. Bandi.
auch Uredosporenmaterial erhältlich war, wurde eine Versuchsreihe
eingeleitet, zu der solches benutzt worden ist.
Das Auftragen der Sporen auf die Versuchspflanzen geschah in
der Weise, daß die caeomabehafteten Blätter mit einem Pinsel
über der Versuchspflanze abgebürstet wurden. Dabei sah ich sorg-
fältig darauf, daß hauptsächlich die Blattunterseite mit den abfallen-
den Sporen in Berührung kam, da die Keimschläuche durch die
Spaltöffnungen ins Blattinnere einzudringen pflegen. Hierauf wurde
ein Teil des Sporenmaterials in einem Pulverisator mit Wasser an-
gerührt und die Versuchspflanzen damit fein bestäubt. Sodann
wurden letztere mit einer mit Filtrierpapier ausgekleideten Glasglocke
solange zugedeckt gehalten, bis ein Eindringen der Keimschläuche an-
genommen werden konnte. Nach ungefähr sechs Tagen brachte man
die Versuchspflanzen in ein Gewächshaus, woselbst sie bis zum Ver-
suchsabschluß verblieben. Natürlich geschah diese Operation unter
Beobachtung aller Vorsichtsmaßregeln, um einer etwaigen Versuchs-
verunreinigung durch Sporen anderer Reihen vorzubeugen. Insbe-
sondere wurden Versuchspflanzen paralleler Reihen nie im gleichen
Gewächshaus aufbewahrt, sondern möglichst von einander entfernt
zur Beobachtung aufgestellt. Die Kontrolle der Versuchspflanzen
wurde in der Weise vorgenommen, daß an einem Tage nie zwei
verschiedene Reihen einer Durchmusterung unterworfen worden sind.
Die Versuchspflanzen stammen teilweise aus einer Handels-
gärtnerei, sie sind im Frühjahr 1901 als zweijährige Pflänzlinge be-
zogen worden und dienten zu allen Infektionsversuchen, welche in
jenem Sommer angestellt worden sind. Im Sommer 1902 hingegen
benutzte ich ganz junge Sämlinge, welche im hiesigen botanischen
Garten erzogen wurden. Der Same hierzu stammt von verschiedenen
botanischen Gärten. Zur Erlangung zuverlässiger Versuchsresultate
ist es selbstverständlich von großer Wichtigkeit, richtig bestimmte
Versuchspflanzen zu besitzen, Zu dem Ende wäre eine Kontrolle der
Bestimmung der Versuchspflanzen nötig gewesen. Diese konnte aber,
da ganz junge Pflanzen benutzt wurden, nicht vorgenommen werden.
Daher muß man sich auf die Richtigkeit der von der Bezugsquelle
vorgenommenen Bestimmung stützen. In den meisten Fällen liegt
kein Grund vor, daran zu zweifeln. Nur in einem Falle mußten, wie
unten gezeigt werden soll, Zweifel an der Richtigkeit der Bestimmung
aufkommen.
Kulturversuche vom Jahre 1901.
Am Aaredamm in der Elfenau, unweit Bern, tritt auf der dort
häufigen Rosa cinnamomea im Frühjahr massenhaft Caeoma auf, das
in der Folge zu meinen Versuchen Verwendung finden sollte. Die
morphologischen Merkmale lassen es als zu Phragmidium subcorticium
Beiträge zur Biologie der Uredineen u. s. w. 123
gehörend erscheinen, indem die Caeoma- und Teleutosporen die auf
sie bezüglichen oben angeführten Eigentümlichkeiten voll und ganz
aufweisen,
Versuchsreihe I.
Sie wurde eingeleitet am 8. Mai 1901. Das Material wurde
gleichen Tages auf Wildlingen von R. cinnamomea in der Elfenau
gesammelt. Es waren Caeomalager im besten Entwicklungstadium,
teils auf älteren, teils auf jüngeren Zweigen und Blattstielen. Damit
wurden folgende Pflanzen infiziert:
No. 1. Rosa cinnamomea
. centifolia
. centifolia
einnamomea zweijährige Pflanzen
. rubrifolia aus einer Handels-
. alpina gärtnerei.
. microphylla
. alpina
. rubrifolia
Am 11. Mai wurden die Pflanzen auf gleiche Weise und mit
dem Sporenmaterial gleicher Herkunft nochmals besäet. Am 22. Mai
zeigten sich auf No. 5 (R. rubrifolia) und No. 9 (R. rubrifolia) auf
der Blattunterseite zahlreiche orangegelbe Pusteln. Die mikroskopische
Untersuchung ergab Caeomalager mit einem Kranze keulenförmiger,
schwach gelbgefärbter Paraphysen, kettenförmig angeordnete Caeoma-
Sporen, und was namentlich für die Caeoma spricht: die Sporen
‚Waren getrennt durch die eigentümlichen Zwischenzellen. Alle übrigen
Versuchspflanzen blieben dauernd pilzfrei.
DieResultate ergeben also: l.eineWiederholungderCaeoma-
generation und 2. zeigen sie, daß der Pilz von R. cinna-
momeastammend, auch überzugehen vermag auf R. rubri-
folia. Daß R. cinnamomea nicht befallen wurde, erscheint eigentüm-
lich und läßt keine andere Erklärung zu, als die,, daß diese Rose eben
nicht R. cinnamomea war, denn es ist sehr unwahrscheinlich, daß R.
Cinnamomea durch Caeomasporen, welche vonR.cinnamomea stammen,
nicht infiziert wird. Zudem werden wir unten sehen, daß einige Exem-
plare von R. cinnamomea anderer Herkunft befallen wurden.
Es werden daher in den folgenden Versuchsreihen die R. cinna-
momea obiger Herkunft immer mit einem (?) bezeichnet und die Er-
gebnisse sind für die Versuchsresultate nicht in Betracht zu ziehen.
vesauppnn
DArRRURTIRN
Versuchsreihe II.
Sie wurde eingeleitet am 23. Mai 1901. — Das dazu euete
Material wurde am 21. Mai in der Elfenau geholt. Es wurden damit
folgende Pflanzen besäet:
124 W. Bandi.
No. 1. Rosa cinnamomea (?)
„ 2. R. cinnamomea (?)
„ 3. R. microphylla gleicher Herkunft wie
„ 4 R. rubrifolia in Versuchsreihe I.
„5 und 6. R. alpina
„ 7 und 8. R. centifolia
Die Durchmusterung am 11. Juni ergab folgendes:
No. 4 (R. rubrifolia) hatte auf fast sämtlichen Blättern gelbe
Pusteln, welche der mikroskopischen Untersuchung zufolge als Caeoma-
sporenlager zu deuten waren; es traten nämlich die so eigentümlichen
Sporenketten mit den charakteristischen Zwischenzellen sehr deutlich
zu Tage. Zu gleicher Zeit kam am Stamme ein umfangreiches Caeoma-
lager zum Vorschein. Dasselbe rührt aber jedenfalls nicht von unserer
Infektion her, sondern ist offenbar aus einem im Stamme peren-
nierenden Mycel hervorgegangen. Letzterem Umstande zufolge könnte
man Zweifel an der Zuverlässigkeit obigen Resultates erheben. Diese
fallen aber aus folgendem Grunde dahin: Einige Tage später brach
nämlich am Stamme einer im Garten eingetopften Rosa rubrifolia
gleicher Herkunft ebenfalls ein Caeomalager hervor. Auf deren
Blättern hingegen war keine Spur einer stattgehabten Infektion zu
entdecken. Stünden nun, wie man annehmen könnte, die Caeoma-
lager der Blätter mit dem Stammmycel bei No. 4 im Zusammenhang,
so müßten im zweiten Falle auf den Blättern auch Caeomapusteln
bemerkt worden sein. Die übrigen Versuchspflanzen zeigten kein
positives Resultat. — Wie die Resultate der Versuchsreihe I, sO
zeigen auch diese, daß 1. von Phragm. subcorticium auf R.
cinnamomea außer R. rubrifolia keine andere der vet’
wendeten Rosenspecies befallen wird und 2. daß aus den
Caeomasporen wiederum Caeomalager hervorgehen.
Versuchsreihe III.
Sie wurde am 27. Mai 1901 eingeleitet. Zur Infektion dienten
die Caeomasporen von einem der obenerwähnten, am Stamme einer
R. rubrifolia aufgetretenen Caeomalager. Dieselben wurden aufge-
tragen auf:
No. 1. Rosa centifolia
„ 2. R. microphylla
„ 3. R. cinnamomea (?)
„ 4. R. alpina
„ 9. R. rubrifolia
Am 8. Juni wurden auf No. 5 (R. rubrifolia) zahlreiche Caeoma“
lager konstatiert, welche sich in der Folgezeit rasch vermehrten. 7
Die übrigen Pflanzen blieben pilzfrei.
gleicher Herkunft wie in
Versuchsreihe I und II.
Beiträge zur Biologie der Uredineen u. s. w. 125
Also vermochte Phragm. subcorticium, von R. rubri-
foliastammend, unter den verwendeten Versuchspflanzen
keine andere Spezies erfolgreich zu infizieren, als die
Stammart selbst. Ähnlich verhält es sich mit der folgenden Reihe.
Versuchsreihe IV.
Eingeleitet am 28. Mai 1901. Das verwendete Material ist Caeoma,
welches sich als Resultat der Versuchsreihe I auf zwei Exemplaren
von R. rubrifolia (No. 5 und 9) eingestellt hatte.
Es wurden besäet:
No. 1. Rosa rubrifolia
„ 2. R. rubrifolia
; 3R 2 = 1 gleicher Herkunft wie
Rn SER SEE e die Pflanzen voriger
» 4 R. centifolia Versuchsreihen,
„8. R. alpina
„ 6. R. cinnamomea (?)
Bei der Durchsicht der Versuchsreihe am 7. Juni konnten
folgende Resultate konstatiert werden:
No. 1 und 2 (R. rubrifolia) besaßen auf den weitaus meisten
Blättern Caeomapusteln; später traten auch einzelne Lager auf den
Blattstielen auf ‚ es war dies also die dritte Caeomageneration.
Kein positives Ergebnis war auf den übrigen Versuchspflanzen
zu beobachten.
Versuchsreihe V.
Sie wurde eingeleitet am 19. Juni 1901 mit dem Caeomamaterial
auf R. rubrifolia, welches in Versuchsreihe IV. No. 1 und 2 aus der
Infektion hervorgegangen war. Dasselbe wurde ausgesäet auf:
No. 1. Rosa rubrifolia
„ 2. R. alpina |
»„ 3 R. cinnamomeaf?)
„ 4 R. centifolia
„» 5. R. microphylia
Am 30. Juni besaß No. 1 (R. rubrifolia) auf mehreren Blättern
wohlentwickelte Caeomalager und später auch auf Blattstielen. Wir
haben somit hier wiederum eine 4. Caeomageneration
vor uns,
Die übrigen Versuchspflanzen ließen kein ‚positives Resultat
erkennen.
Aus diesen fünf Versuchsreihen ergibt sich zunächst, dafß
Phragm. subcorticium, von R. cinnamomea stammend, auch über-
zugehen vermag auf R. rubrifolia und daß somit Phragm. subcorti-
Cum auf diesen beiden Nährspezies der gleichen biologischen Art
angehört; ferner, daß letztere nicht auf R. alpina, centifolia und
Microphylia übergeht. Weiterhin ergab sich überall eine Wieder-
olung der Caeomageneration.
gleicher Herkunft wie
die Pflanzen voriger
Versuchsreihen.
126 W. Bandi.
Versuchsreihe VI.
Am 28. Juni 1901 hatte Herr Prof. Ed. Fischer die Güte, mir Caeoma-
behaftete Rosenzweige und -Blätter zu übergeben, welche er bei
Muri bei Bern einer Gartenrose entnommen hatte. Damit wurde eine
Aussaat vorgenommen auf:
No. 1. Rosa rubrifolia
».2. R. centifolia gleicher Herkunft
„ 3. R. cinnamomea(?)g wie die Pflanzen
5.4. alpina in Reihe I—V.
» 5. R. rubrifolia
Die Durchmusterung am 12. Juli förderte auf No. 2 (R. centifolia)
einige Uredolager zu Tage, die aber weiterhin nicht mehr beobachtet
werden konnten, da die Pflanze unter Blattabfall zu leiden anfıng. —
Die übrigen Pflanzen ließen keine Spur von einer Infektion erkennen.
Das negative Resultat scheint in Übereinstimmung mit den vorher-
gehenden Reihen zu beweisen, daß sich das auf R. centifolia vor-
kommende Phragmidium von demjenigen auf R. cinnamomea biologisch
verschieden verhält.
Erst im folgenden Jahre konnten weitere Versuche in dieser
Richtung mit reichlichem Erfolge durchgeführt werden.
Versuche vom Jahre 1902.
Nachdem durch Aussaat von Samen im Winter eine größere
Anzahl von jungen, zur Infektion besonders günstigen Pflanzen
herangezogen worden waren, konnten die Versuche auf eine breitere
Basis gestellt werden als im vorangehenden Jahre,
Versuchsreihe VII.
Sie wurde eingeleitet am 16. Mai 1902, Das zur Verwendung
gebrachte Caeomamaterial stammte her von einigen Exemplaren von
Rosa cinnamomea aus der Elfenau bei Bern. Es wurden damit
folgende Pflanzen besäet:
Der Same
stammt von!
No. 1. Rosa rubrifolia Pavia,
». 2. R. canına im botanischen Garten Karlsruhe
„. 3u.4. A. rubrifolia erzogene Sämlinge Pavia,
»„ 5. A. cinnamomea Wien,
»„ 6. R. alpina i Dreijährige Pflanzen aus einer
». 7. R. centifolia Handelsgärtnerei;
„. 8. R. microphylla sie hatten schon zu. den vorjährigen
„9. R. centifolia Versuchen gedient.
Die Durchmusterung am 3, Juni förderte folgende Resultate zutage‘
No. 1 (R. rubrifolia) besaß auf Blättern und Blattstielen reichlic
Caeoma.
Beiträge zur Biologie der Uredincen u. s. w. 127
No. 2 (R. canina) besaß auf zwei Blättern je ein Caeomalager.
No. 3 und 4 (R. rubrifolia) zeigten auf Blättern und Blattstielen
ebenfalls eine größere Anzahl von Caeomapusteln,
No. 5 (R. cinnamomea) hatte ebenfalls einige Caeomalager,
welche sich später noch in größerer Anzahl eingestellt hatten.
No. 6, 7, 8 und 9 blieben dauernd pilzfrei.
Somit wurden positive Resultate erzielt auf: Rosa rubrifolia,
cinnamomea und canina; auf letzterer Art immerhin etwas weniger
reichlich. Renitent verhielten sich hingegen: R. alpina, centifolia
und microphylla.
Versuchsreihe VII.
Eingeleitet am 30. Mai 1902 mit Caeomamaterial, das am gleichen
Tage auf R. cinnamomea in der Elfenau gesammelt worden war.
Dasselbe "machte aber den Eindruck, als sei es, weil zu lange
gelegen, nicht mehr keimfähig. Immerhin wurde der Versuch mit
folgenden Pflanzen angestellt:
Der Same
stammt von!
No. 1. Rosa cinnamomea Wien
„ 2. R cinnamomea | Sämlingspflanzen Wien
» 3. R. rugosa | Karlsruhe
„»„ 4. R. canina Karlsruhe
Im Verlaufe von drei Wochen trat auf keiner der vier Versuchs-
Pflanzen ein positives Resultat ein. Der Grund hiervon war in der
mangelhaften Keimkraft des verwendeten Pilzmaterials zu suchen.
Am 19. Juni wurde daher frisches Material vom gleichen Standorte
her verwendet und die Pflanzen damit nochmals besäet. Dazu kamen
als weitere Versuchspflanzen:
Die Samen
stammen von:
00.5. R, Annamomta Wien
GR: rubrifolia Pavia
„ .
= 5 Be Sämlingspflanzen
»„. 7und$.R. Pimpinellifolia Ep Erfurt
SrIHR:; rubrifolia Pavia
Die Durchmusterung am 17. Juli förderte folgendes Resultat zutage:
No. 1, 2, 3 und 4 waren pilzfrei.
No. 5(R. cinnamomea) hatte auf mehreren Blättchen Caeomalager.
No. 6, 7 und 8 (R. rubrifolia und pimpinellifolia) hatten auf
ca. 4—6 Blättchen Caeomalager. Die Pflanzen litten von da weg
unter Blattabfall und waren deswegen weiterer Beobachtung entzogen.
Ä No. 9 (R. rubrifolia) hatte, wie zu erwarten war, wiederum zahl-
reiche Caeomalager. er
Aus dieser Versuchsreihe geht hervor, daß Phragmidium sub-
“orticium von R. cinnamomea stammend, auch R. rubri-
folia und R. pimpinellifolia zu Nährpflanzen haben kann,
128 W. Bandi.
daß dagegenR.canina und R. rugosa davon nicht befallen
werden. Das Verhalten von R. canina steht mit der vorigen Ver-
suchsreihe indessen im Widerspruch; es soll später noch darauf
zurückgekommen werden.
Versuchsreihe IX.
Sie wurde eingeleitet am 2. Juni 1902. Das Material stammte
von einer wilden Rose (wahrscheinlich R. canina) aus der Gegend
des Thunersees und wurde mir von Herrn Prof. Ed. Fischer gütigst
von dorther mitgebracht. Damit wurden folgende Pflanzen besäet:
No. 1. Rosa microphylla | 3jährige Pflanzen, welche früher erfolg-
„2. R. centifolia j los infiziert worden waren.
Der Same
stammt von:
„ 3 u.4 R. canina Karlsruhe,
„ 5 u. 6. R. cinnamomea Ba ä Wien,
amlıngspfianzen
„ 7. R. rugosa g°P Karlsruhe,
„ 8 und 9. R. rubrifolia Pavia,
Am 13. Juni ergab sich das folgende Resultat:
No. 1 (R. microphylla) war pilzfrei.
No. 2 (R. centifolia) besaß auf mehreren Blättern Caeomalager,
welche sich vermehrten. Ihnen folgten später Uredo- und Teleuto-
sporen.
No. 3 und 4 (R. canina) zeigten sehr reichlich Caeoma.
Im Juli und August folgten Uredosporen und gegen Ende Sep-
tember hin auch Teleutosporen.
No. 5 und 6 (R. cinnamomea) waren und blieben dauernd pilzfrei.
No. 7 (R. rugosa) blieb gesund.
No. 8 und 9 (R. rubrifolia) besaßen auf einigen Blättern Caeoma-
lager.
Hieraus folgt, daß der Pilz von R. canina stammend
auch übergeht auf Rosa centifolia und R. rubrifolia.
Letzteres Ergebnis steht aber mit demjenigen der übrigen Reihen
in Widerspruch. Es soll am Schlusse darauf zurückgekommen
werden.
Versuchsreihe X,
Eingeleitet wurde sie am 4. Juni 1902 mit dem Caeomamaterial,
welches auf R. rubrifolia in Reihe VII, No. 1 und 3, aufgetreten War.
Die caeomabehafteten Blätter wurden aufgelegt auf:
Der Same
stammt von:
No. 1. Rosa cinnamomea | a Wien,
„2. R. rubrifolia j ee Pavia.
Bei der Durchmusterung am 18. Juni war No. 1 (Rosa cinna-
momea) pilzfrei und No. 2 (R. rubrifolia) besaß auf mehreren Blättern
Beiblatt zur „Hedwigia“
Kleinere Mitteilungen, Repertorium der
Literatur und Notizen.
Band XLI. Mal: i 1903. Nr. I
A. Kleinere Mitteilungen.
Beitrag zur Pilzflora Süd-Amerikas.
Von H. et P. Sydow.
Unter einer Anzahl der von den Herren Balansa, Hieronymus,
Lorentz, Niederlein, Ule in Süd-Amerika gesammelten und uns von
Herrn Professor Dr. G. Lindau zur Bestimmung übergebenen Pilzen
(meist Fungi imperfecti) fanden wir noch folgende neue Spezies vor,
deren Beschreibung wir hier geben:
Phyllosticta Lucunae Syd. nov. spec.
Maculis orbicularibus v. suborbicularibus, linea angusta elevata
Purpureo-brunnea limitatis, albidis, 3—6 mm diam,; peritheciis epi-
phyllis, punctiformibus, atris: sporulis ovatis, utrinque rotundatis,
Continuis, hyalinis, 4-6 — 1!%—2.
Hab. in foliis vivis Lucunae neriifoliae, Rivalto Parana Uru-
guay (G. Niederlein),
Microdiplodia Heterothalami Syd. nov. spec. i
Peritheciis subgregariis, immersis, erumpentibus, depresso-globosis,
ca. 160—220 u diam., atris, membranaceis; sporulis late ellipsoideis,
ütrinque rotundatis, medio 1-septatis, non constrictis, brunneis,
Utraque cellula guttula 1 oleosa majuscula praedita, Ulm 8-9,
“PISporio crassiusculo, cellula superiore plerumque leniter latiore.
. Hab, in ramulis Heterothalami spartioidis, Laguna blanca
"N prov. de Catamarca Argentinae (P. G. Lorentz).
Hendersonia Lippiae Syd. nov. spec.
‚Peritheciis sparsis, erumpentibus, punctiformibus, minutis, sub-
lenticularibus, 180—250 u diam., atris; sporulis oblongis, semper
„septatis, non constrictis, utrinque rotundatis v. interdum uno fine
eniter attenuatis, rectis, olivaceis, 19—24 = 4—5!/,, eguttulatis.
Hab. in caulibus emortuis Lippiae turbinatae, Cordoba Ar-
gentinae (Hieronymus).
endersonia Salviae Syd. nov. spec. ; et
Peritheciis sparsis, erumpentibus, punctiformibus, minutissimis,
globulosis, breviter papillatis, 135—220 4 diam., atris; sporulis elon-
Sato-fusoideis, 4—7 (—8)-septatis, non constrictis, utrinque attenuatis,
Olivaceo-brunneis, loculis extimis leniter dilutioribus, rectis v. leniter
Curvulis, 3554 — 4.3], ah
Hab. in caulibus emortuis Salviae Gilliesii, Lorentzii in
Prov, Cordoba Argentinae (Hieronymus).
(106)
Cercospora Mucunae Syd. nov. spec.
Maculis nullis v. obsoletis; caespitulis hypophyllis, plerumque
sparsis, minutis, 1/,—1 mm diam., atro-olivaceis; hyphis fasciculatis,
elongatis, ca. 300 1 longis, 4—51/, u crassis, erectis, multiseptatis,
simplicibus, olivaceo-brunneis; conidiis cylindraceo-clavulatis, sursum
attenuatis, 2—3-septatis, non constrictis, chlorinis, 50—74 = 5612.
Hab. in foliis Mucunae spec, .... in Brasilia (Ule n. 973).
Helminthosporium cinerescens Syd. nov. spec.
Caespitulis hypophyllis, maculas cinereas plus minusve extensas
efformantibus, parvis, gregarüs, laxis, fumoso-atris; hyphis ramosis,
septatis, obscure brunneis, ca. 8 u crassis; conidiis ovato-oblongis,
apice rotundatis, basi leniter attenuatis, semper 3-septatis, non CON-
strictis, 40-54 = 17—22, obscure olivaceo-brunneis.
Hab. in foliis vivis Piptocarphae, Blumenau Brasiliae (Ule
n. 1429).
Der Pilz nistet in dem Blattfilze; es ist daher nicht leicht, völlig
unversehrte Hyphen zur Untersuchung zu erhalten, zumal dieselben
noch äußerst fragil sind.
Helminthosporium naviculare Syd. nov. spec.
Late effusum, hypophylium, .velutinum, saepe concentrice dispo-
situm, fulvo-ferrugineum, tandem fusco-atrum, depressuin; hyphis
fertilibus varie intertextis, septatis, fulvis, 6—8 1 crassis, ramis saepe
incurvatis, fertilibus assurgentibus; conidiis naviculiformibus, rectiS,
utrinque leniter attenuatis, sed obtusis, 2-septatis, non constrictis, initio
continuis hyalinis, tandem pallidissime brunneolis, 50—84 = 11—-
Hab. in foliis Euphorbiaceae cujusdam, Tubarao, St. Catha-
rina Brasiliae (E. Ule n. 1497).
Von dem sehr nahe verwandten Helminthosporium ferru-
gineum Sacc. et Syd. durch die längeren hyalinen oder nur sehr
hell gefärbten, nach beiden Seiten hin verjüngten Konidien ver
schieden.
Einige weitere neue Pilze aus dieser Kollektion hat Herr Pro-
fessor Dr. P. A. Saccardo bereits in »Rendiconti del Congresso
botanico di Palermo 1902« unter dem Titel »Manipolo di Micromicet!
nuovi« beschrieben. Es sind dies:
Didymella confertissima Sacc. In cortice Cacteae cujusdam,
Rio de Janeiro Brasiliae (E. Ule n. 679).
Phoma oxalidina Sacc. et Syd. In foliis adhuc vivis Oxa-
lidis sp., Tubarao Brasiliae (E. Ule n. 1382). :
Rhabdospora confertissima Sacc. In cortice Cacteae cujUS"
dam, Rio de Janeiro Brasiliae (E. Ule n. 679 pp.).
Br ella Uleana Sacc. et Syd. In fol. Citharexyli SP- (Ule
n. 948). i
Helminthosporium solaninum Sacc. et Syd. In fol. Solanl
argentei, Rio de Janeiro Brasiliae (E. Ule n. 1461).
Helminthosporium asterinoides Sacc. et Syd.
Eugeniae sp. (E. Ule n. 1170), .
Riessia minima Sacc. Parasitica in mycelio Helminthosport!
asterinoidis (E. Ule n. 1170 pp.). N
Exosporium brasiliense Sacc. et Syd. In fol. Alchorne2
(E. Ule n. 1313).
In fol.
(107)
Einige neue japanische Uredineen IV.
Von P. Hennings.
Uromyces tosensis P. Henn. n. sp.; maculis fuscis rotundatis,
soris plerumque hypophyllis, interdum epiphyllis sparsis, minutis,
ferrugineis, epidermide fusco velatis; uredosporis subglobosis, ovoideis
vel ellipsoideis, 18—24 X 16—20 «, episporio fusco, aculeato-asperato;
teleutosporis raro intermixtis subglobosis vel ovoideis apice haud in-
erassatis, 20— 29 X 20—24 u, episporio fusco, aculeato, pedicello
15—20 X 31/,—4 u, hyalino fuscidulo.
Tosa, Sakawa-machi, in Blättern von CommelinacommunisL.
August 1902. Yoshinaga. No. 24.
Nur sehr selten konnten Teleutosporen beobachtet werden. Die
Uredosporen sind von U. ochracea Diet. et U. Commelinae Cooke
verschieden.
U. sakavensis P. Henn. n. sp.; maculis fuscidulis, rotundatis;
teleutosoris hypophyllis, sparsis vel aggregatis, ferrugineis, pulvinatis;
teleutosporis fusoideis, apice incrassatis apiculatis vel bifidis, 20—22 X
10—12 u, episporio pallide flavido, laevi; pedicello persistente, hya-
lino, 20 X 21/,—3 u, s
Tosa, Sakawa, auf Blättern von Solidago virgaurea L.
Juni 1901. Yoshinaga. No. 27. 5
Die Art ist von U. Solidaginis (Sow.) ganz verschieden.
. Puccinia sphaeroidea P.Henn. n. sp.; soris caulicolis gregariis,
Interdum folliicolis, sphaeroideis, hemisphaeris vel pulvinatis, castaneis,
vel tufobrunneis, ca. !/; mm diam.; teleutosporis ellipsoideis, vel ovoideis,
apice obtuso rotundatis vel applanatis, vix vel paulo incrassatis, medio
septatis leniter vel haud constrictis, vel oblique verticaliter septatis,
Interdum continuis, 20—30 X 13—20 u, episporio flavobrunneo, laevi;
Pedicello usque ad 80 u elongato, hyalino-fuscidulo, 3—4 u crasso.
Vorder-Kalifornien, Sierra del Taste li San Jose de Cabo.
BD Baja, in Stengeln und Blättern von Jussiaea sp. 1902. C. A.
urpus., }
Die Art ist von P. Jussiaeae Speg. völlig verschieden, ‚die
halbkugeligen Pusteln treten an den Stengeln besonders, ähnlich einer
Sphaeroidee auf. : ö
P. angelicicola P. Henn. n. sp.; maculis flavidulis, uredosoris
Plerumque epiphyllis, minutis, subochraceis; uredosporis subglobosis,
Ovoideis vel ellipsoideis, hyalino brunneis, 18—24 X 17—20 «, episporio
aculeato-verrucosa; teleutosoris amphigenis sparsis vel gregariis, atris,
*pidermide fissa, pallida basi velatis; teleutosporis ellipsoideis vel
Ovöideis, apice rotundatis, interdum applanatis, haud incrassatis, flavo-
brunneis, medio 1-septatis, leniter constrictis, episporio castaneo,
"eticulato, 22—34 X 18—23 u, pedicello ce. 10 X 3!/,—4 «, hyalino.
usashi, Mt. Takao, auf Blättern von Angelica Miqueliana.,
24. Oktober 1902. N. Nambu. No. 291. >
Die Art ist von P. Angelicae (Schum.), P. Ellisii Ton. u. s. w.
verschieden, durch die netzförmige Struktur des Epispors mit P:
PSoroderma Lindr. am nächsten verwandt, aber durch viel kleinere
Poren u, s. w. verschieden, BEN
r. Yokogurae P. Henn. n. sp.; maculis flavidulis vel fuscidulis
explanatis ; uredosoris sparsis hyphyllis, minutis, ferrugineis; uredo-
(108)
sporis subglobosis, ovoideis vel ellipsoideis, brunneis, verrucosis,
20—22 X 16—18 u; teleutosoris hypophyllis sparsis vel gregariis,
minutis, rotundato-pulvinatis, atrocastaneis; teleutosporis clavatis vel
subfusoideis, apice obtuso rotundatis vel apiculatis, usque ad 10 u
incrassatis, medio 1-septatis, leniter constrictis, episporio castaneo,
laevi, 20—40 X 15—20 u; pedicello persistente, hyalino fuscidulo,
ca. 6 u crasso.
Tosa, Mt. Yokogura, auf Blättern von Carex sp. August 1900.
Yoshinaga. No. 21.
Die Art ist nach Dr. Dietels freundlicher Mitteilung von allen
auf Carex bekannten Spezies verschieden.
Melampsora Yoshinagai P. Henn. n. sp.; maculis fuseidulis,
rotundatis vel explanatis, uredosoris hypophyllis, sparsis vel gregarlis,
minutis, rotundato-applanatis, ceraceis, pallide fuscidulis; uredosporis
ovoideis vel ellipsoideis, hyalinis, dense verrucosis, 15—22X 12—15 4;
paraphysibus clavatis, hyalinis, 20—40 X 10—20 u.
Tosa, Mt. Yokogura, auf Blättern von Wikstroemia japonica
Mig. August 1902. Yoshinaga. No. 34.
Uredo Dioscoreae quinquelobae P. Henn. n. sp.; maculis
fuscidulis; uredosoris epiphyllis gregariis, saepe nervos sequentibus
confluentibusque, interdum hypophyllis sparsis, ochraceo-ferrugineis,
pulvinatis; uredosporis subglobosis vel ellipsoideis, 13—20 X 13—17 m
episporio brunneo, minute verrucoso.
Tosa, Konai-Zaka, in Blättern von Dioscorea quinqueloba.
Juli 1902. Yoshinaga. No. 28.
Die Art ist von U. Dioscoreae P. Henn. ganz verschieden. Ver-
einzelt glaube ich einzellige Teleutosporen von eiförmig- elliptischer
Form, von 15—20 X 13—15 « Größe, mit bräunlichem glattem Epi-
spor, sowie mit kurzem hyalinem Stiel wahrgenommen zu haben,
doch konnte ich diese später nicht wieder auffinden. Demnach wäre
der Pilz als Uromyces zu bezeichnen, Die Uredosori sind mit Dar-
luca Filum stark besetzt.
Uredo Sojae P. Henn. n. sp.; maculis fuseis minutis, soflS
hypophyllis, raro epiphyllis sparsis, interdum aggregatis rotundato-
pulvinatis, ferrugineis, epidermide fuscidula diutiis tectis; uredosporls
subglobosis, ovoideis vel ellipsoideis, 18—25 X 15—18 ı, episporlO
brunneo, verrucoso; paraphysibus sparsis clavatis, interdum curvulis,
20—30 X 10-15 u, hyalinis.
Tosa, Shimoda, auf Blättern von Glycine Soja S, et Z. Sep
tember 1902. Yoshinaga. No. 42. Ä
Die Sori sind von Darluca Filum, sowie von einer Mucedinee
bewohnt. Höchst wahrscheinlich gehört die Art nach Dr. Dietels
Ansicht zu einer unbeschriebenen Ravenelia,
Beitrag zur Pilzflora des Gouvernements
Moskau.
Von P. Hennings. i
Aus dem Museum der Frau Gräfin Scheremetjeff auf Michat
lowskoje, Kreis Podolsk, erhielt ich durch Herrn N. Mossolow =
größere Pilzsammlung zur Bestimmung zugesendet, welche sämtli
}
\
i
|
|
|
(109)
auf dem Gute Michailowskoje oder in der Umgebung desselben
gesammelt worden sind. Von gleicher Fundstelle hat Herr Professor
Buchholtz in Riga zahlreiche, sehr interessante Fungi hypogaei
bekannt gemacht.?)
Ich will hier eine kurze Aufzählung der übersandten Arten,
welche teils getrocknet, teils in Formalin konserviert waren, als Bei-
trag zur Flora des Gouvernements Moskau geben.
Myxomyecetes.
Arcyria punicea Pers. Disp. meth. Fung. p. 10.
Michailowskoje, auf Holz. August. Mossolow. No. 53.
A. nutans (Bull.) Grev. Flor. Edin. p. 455.
Michailowskoje, auf Holz. Juli 1899. Buchholtz. No. 25.
Tubulina cylindrica (Bull.) De Cand. Fl. Fr. II. p. 249,
R Michailowskoje, Nadelwald, auf Ästen. August 1902. Mossolow.
0102.
Stemonites ferruginea Ehrenb. Sylv. Berol. p. 20. f. 4.
Michailowskoje, auf Holz. 21. August 1896. Buchholtz. No, 32,
Fuligo septica (Lk) Gmel. Syst. nat. p. 1466.
Michailowskoje, auf Holz. 19. August 1902. Gräfin Schere-
metjeff. No. 63,
Uredinaceae.
Puccinia Cichorii (DC.) Bell. in Kickx Fl. Fland. II. p. 65.
Michailowskoje, auf Blättern von Cichorium Intybus. August
1902. Mossolow. No. 101.
P. Polygoni Pers. Syn. p. 227.
Michailowskoje, in Blättern von Polygonum Convolvulus.
August 1902. Mossolow. No. 104.
Conartium ribicola Dietr, Arch. Naturk. Livl. Erthl. II. p. 287.
Michailowskoje, in Blättern von Ribes aureum. Juli 1902.
Mossolow. No. 105.
Coleosporium Campanulae (Pers.) Lev. Ann, Sc. n. 1847.
Michailowskoje, in Blättern von Campanula latifolia und
Trachelium. August. Mossolow. No. 103, 108.
Tremellaceae.
Exidia repanda Fr. Syst. Myc. II. p. 225.
Michailowskoje, auf Zweigen von Corylus Avellana. 189.
Buchholtz. No. 2.
Tremella mesenterica Retz. Vet. Ak. Hdl. 1769. p. 249.
Michailowskoje, auf faulendem Holze 1902. Mossolow. No. 145.
Dacryomycetaceae.
Calocera viscosa (Pers.) Fr. Syst. Myc. I. p. 486.
Michailowskoje, Naaciwald, auf Wurzeln und Nadeln. August
Mossolow. No. 133.
Hypochnaceae.
Hypochnus roseus (Pers.) Schröt. Pilze Schles. I. p. #17.
Michailowskoje, auf Rinde von Betula alba.
1902
') F. Buchholtz, Hypogaeen aus Rußland in Hedwigia 1901. p. 304.
(110)
Thelephoraceae.
Corticium incarnatum (Pers.) Fr. Epier. p. 564.
Michailowskoje, an trockenen Zweigen von Tilia und Alnus
incana. Mai, August 1902. Mossolow. No. 57, 76, 82, 91.
C. laeve Pers. Disp. p. 30.
Michailowskoje, an Zweigen von Tilia parvifolia. August 1902.
Mossolow. No. 92.
C. salicinum Fr. Epicr. p. 558.
Michailowskoje, an Ästen von Salix. November 1902. Mossolow.
No. 97.
Peniophora cinerea (Fr.) Cooke Grev. VII. p. 20.
Michailowskoje, an berindeten Zweigen. August 1902. Mossolow.
No. 66.
Stereum purpureum Pers. Disp. p. 30.
Michailowskoje, an Stämmen von Laubhölzern. August 1899.
Buchholtz. No. 26, 29.
St. hirsutum (W.) Pers. Obs. II. p. 9.
Michailowskoje, an Stämmen von Alnus incana u. S. W.
August 1899. Buchholtz. No. 33. Mossolow. No. 61, 69.
St. frustulosum Fr. Epicr. p. 552. 3
Michailowskoje, an Ästen von Quercus pedunculata. Mai
1902. Gräfin Scheremetjeff. No. 70.
Thelephora laciniata Pers. Syn. p. 567.
Michailowskoje, auf Erdboden an Zweigen im Garten. August
1902. Gräfin Scheremetjeff. No. 159.
Craterellus crispus (Sow.) Fr. Epier. p. 533. A
Michailowskoje, auf Erdboden im Garten. August 1902. Gräfin
Scheremetjeff. No. 54. Im Laubwalde das. Mossolow. No. 127.
Cyphella villosa Pers. Syn. p. 655. ?
Michailowskoje, auf faulenden Blättern von Betula alba. August
1902. Gräfin Scheremetjeff. No. 83. (Unreif.)
Clavariaceae.
Clavaria cinerea Bull. Champ. p. 204.
Michailowskoje, in Wäldern zwischen Moosen und im Garten.
August 1902. Gräfin Scheremetjeff. No. 113, 114, 119, 123. Mosso-
low. No. 116.
Cl. cristata (Holmsk.) Pers. Syn. p. 591.
Michailowskoje, in Laubwäldern. August 1902. MossoloW.
No. 135, 150, 166.
Cl. palmata Pers. Comm. p. 45.
Michailowskoje, im Laubwalde auf Erde. August 1902. Moss
low. No. 144.
Cl. grisea Pers. Comm. p. 44.
Michailowskoje. Feuchter Laubwald. August 1902. MossoloW.
No. 130.
Clavaria flaccida Fr. Syst. Mye. I. p. 471. .
# Michailowskoje, auf Erde im Garten. August 1902. MossoloW.
o. 115.
Cl. apiculata Fr. Syst. Myc. I. p. 470. 902
Michailowskoje, Nadelwald, zwischen Moosen. August 19°
Mossolow. No. 129.
(111)
Cl. Botrytis Pers. Comm. p. 41.
Michailowskoje, im Garten auf Erdboden. August 1902. Gräfin
Scheremetjeff. No. 163.
Cl. fragilis Holmsk. Otia I. p. 7.
Michailowskoje, im Garten auf Erdboden. August 1902. Gräfin
Scheremetjeff. No. 136.
Cl, fusiformis Sow. Engl. Fung. t. 234.
Michailowskoje, im Garten auf Erdboden. Juli 1902. Gräfin
Scheremetjeff. No. 160.
Hydnaceae.
Hydnum septentrionale Fr. Syst. Myc. I. p. 414. form.
ramicola P. Henn.
Michailowskoje, auf Zweigen von Alnus. 1899. Buchholtz. No. 34.
Im Garten auf Zweigen. August 1902. Mossolow. No. 134.
Sehr kleine Exemplare. Sporen kugelig oder breit ellipsoid,
farblos, eintropfig, 3-31, X 3 u.
H. Auriscalpium Linn. Fl. suec. No. 1260.
Michailowskoje, in Kiefernwald auf Kiefernzapfen. August 1902.
Gräfin Scheremetjeff. No. 9.
Phlebia aurantiaca (Sow.) Schröt. Pilze Schles. I. p. 461.
Michailowskoje, auf Betula alba. Septbr. 1902. Mossolow. No. 86.
Polyporaceae.
Polyporus adustus (Willd.) Fr. Syst. Myc. I- p. 363.
Michailowskoje, auf Ästen von Populus tremula. Mai 1902.
Mossolow. No. 88.
P. caudicinus (Schaeff.) Schröt. Pilze Schles. I. p. 470.
Michailowskoje, an Quercus pedunculata. Mai 1902. Mosso-
low. No. 71.
P. dichrous Fr. Syst. Myc. I. p. 364.
Michailowskoje, an Betula alba. 18%. Buchholtz. No. 38.
P. lacteus Fr. Syst. Myc. p. 359.
Michailowskoje, an Baumstumpf. 1899. Buchholtz. No. a.
P. hispidus (Bull.) Fr. Syst. Myc. I. p. 362. form. minor.
e Aichailowskoie ee tremula. Juli 1902. Mossolow.
0. 90. i
. Das Exemplar ist nur 3—4 cm im Durchmesser. Die Sporen
Sind ellipsoid, lebhaft braun, 4-5 X 3—3!/2 ı.
P. rutilans (Pers.) Fr. Syst. Myc. I. p. 363.
Michailowekore, ei; Sorbus Aucuparia. September 1902.
Mossolow. No. 94.
P. nidulans Fr. Syst Myec. I. p. 362. n
Michailowskoje, auf Quercus pedunculata. September 1902.
Mossolow. No. 98, ; i
Dürfte vielleicht als Form von P. radiatus anzusehen sein.
P. squamosus (Huds.) Fr. form. apodo-minuta.
„Michailowskoje, auf Stämmen von Caragana arborescens.
Juni 1902. Mossolow. No. 72. i it 2U
‚Eine ganz eigentümliche, kleine ungestielte Form mit A en
breitem Hut und sehr großen wabigen Poren, mit sehr dünner
(112)
Schneide. Das Exemplar ist dem Favolus europaeus überraschend
ähnlich, kaum unterscheidbar, jedoch machen sich auf der Hutober-
seite einzelne kleine bräunliche angedrückte Schuppen bemerkbar.
P. varius (Pers.) Fr. Syst. Myc. I. p. 252;
Michailowskoje, auf Baumstumpf. Mai 1899. Buchholtz. No. 33.
P. picipes Fr. Epicr. p. 440.
Michailowskoje, auf Baumstumpf. August 1902. Mossolow. No. 93.
P. arcularius (Batsch.) Fr. Syst. Myc. I. p. 342.
Michailowskoje, auf abgefallenem Erlenzweig. August 19%2.
Mossolow. No. 42.
Polystictus versicolor (L.) Fr. Syst. Myc. I. p. 368.
Michailowskoje, an Baumzweigen und an Betula alba. Mosso-
low. No. 11, 74.
P. hirsutus (Schrad.) Fr. Syst. Myc. I. p. 367. form. minor.
Michailowskoje, an Picea vulgaris. Mai 1902. Mossolow.
No. 73.
Fomes igniarius (Lin.) Fr. Syst. Myc. I. p. 375. form. minor.
Ss Michailowskoje, an Baumzweigen. April 1902. Mossolow.
0.579.
Die sehr zierlichen Exemplare sind nur 2—3 cm im Durchmesser.
F. applanatus (Pers.) Wallr. D. Crypt. Fl. 11.9099: A
Michailowskoje, am Laubholzstamm. 1902. Gräfin Scheremetjeff.
F. annosus Fr. form. resupinata.
Michailowskoje, am Stamm von Picea vulgaris. Mai 1902.
Mossolow. No. 68.
F. lucidus (Leys.) Fr. N. Syst. p. 61.
Michailowskoje, an Laubholzstämmen. 1902. Gräfin Schere-
metjeff.
Daedalea unicolor (Bull.) Fr. Syst. Mye. I. p. 336.
Michailowskoje, an Stämmen von Betula alba. 1902. Mosso-
low. No. 60.
Lenzites betulina (Lin.) Fr. Epier. p. 405.
Michailowskoje, an Stämmen von Betula alba. 1902. Mossolow.
Agaricaceae.
Schizophyllum alneum (Lin.) Schröt. Pilze Schles. 1. p. 558.
Michailowskoje, an Quercus pedunculata. August 1902.
Mossolow. No. 62.
Cantharellus Hydrolips (Bull.) Schröt. Flor. Schles. I. p. 509.
Michailowskoje, Laubwald auf Erde. Juli 1902. Mossolow. No. 126.
Sporen ellipsoid, 7—9 X 4—4, u.
Laccaria laccata (Scop.).
Michailowskoje, Nadelwald, zwischen abgefallenen Nadeln. Sep-
tember 1902. Mossolow. No. 131.
Die Exemplare sind in Formalin konserviert, dadurch verändert.
Die Sporen sind kugelig, 6—7 «, mit farbloser dichtstacheliger
Membran.
Lycoperdaceae.
Lycoperdon piriforme Schaeff. Ic. t. 189. form. tesselata Per®-
Michailowskoje,an Baumstümpfen. August 1902. Mossolow. NO.
BED
(113)
Geaster fimbriatus Fr. Syst. III. p. 16.
Michailowskoje, auf Erdboden. August 1902. Gräfin Schere-
metjeff. No. 86.
Crucibulum vulgare Tul. Ann. Sc. n. II. p. 89.
Michailowskoje, auf Erdboden. August 1902. Gräfin Schere-
metjeff. No. 36.
Erysiphaceae.
Erysiphe Cichoracearum DC. Fl. Fr. I. p. 274.
Michailowskoje, auf Blättern von Pulmonaria officinalis.
September 1902. Mossolow. No. 101.
eatheca mors uvae (Schwein.) Berk. et Curt. Grev. IV.
p. 158.
Michailowskoje, im Garten auf Früchten und Zweigen von Ribes
Grossularia. Juli 1891, 1892. Mossolow.
Hypocreaceae.
Hypocrea fungicola Karst. Myc. Fenn. II. p. 204.
® Michailowskoje, auf Polyporus betulinus. 1897. Buchbholtz.
0. 41.
H. gelatinosa (Tode) Fr. Sum. Veg. Sc. p. 383.
Michailowskoje, auf faulendem Holze. Juli 1896. Buchholtz. No.5.
Trichosphaeriaceae.
Lasiosphaeria ovina (Pers.) Ces. et De Not. Schem. p. 229.
Michailowskoje, auf faulendem Holze. August 1902. Gräfin
Scheremetjeff. No, 51.
Leptospora caudata Fuck. Symb. Myc. p. 144. ;
Michailowskoje, auf faulendem Holze. August 1902. Gräfin
Scheremetjeff. No, 58,
Cueurbitariaceae.
kitaria Berberidis (Pers.) Gray A. nat. arr. of br. Pi];
P- ;
Michailowskoje, auf trockenen Ästen von Berberis vulgaris,
1899. Buchholtz. No. 15. November 1902. Mossolow. No. 112.
Valsaceae.
Valsa salicina (Pers.) Fr. S. Veg. Sc. p. 412.?
Michailowskoje, * ehe Weidenzweigen. Mai 1896. Buch-
holtz. No. 9. (Unreif.) vE
Eutypella cerviculata (Fr.) Sacc. Syll. I. p. 146.
Michailowskoje, auf Ästen von Alnusincana. Buchholtz. No.3.
Sporen stäbchenförmig gekrümmt, farblos, 5-8X 2 u.
Melanconidaceae.
Hercospora Tiliae (Pers.) Fr. Syst. Orb. Veg. p. 19.
f . Michailowskoje,, auf abgestorbenen Zweigen von Tilia parvi-
olia. 1896 und 1899. Buchholtz. No. 20, 22.
Diatrypella quercina (Pers.) Fr. Sum. Veg. Sc. p. 385.
Michailowskoje, auf Zweigen von Quercus pedunculata. Mai
Buchholtz. No. 43.
Hedwigia Bd, XLIL, 1903.
(114)
D. verruciformis (Ehrh.) Fr. S. Veg. Sc. p. 385. form.
Michailowskoje, auf Zweigen von Corylus Avellana. 1889,
Buchholtz. No. 21.
Die Asken sind kürzer als bei typischen Exemplaren, der sporen-
führende Teil nur ca. 40—50 X 6—8 «, die Sporen wurstförmig,
schwach bräunlich, 4-6 X1 u.
Xylariaceae.
Hypoxylon effusum Nitzschke Pyr. germ. p. 48.
Michailowskoje, an faulenden Ästen. 1896. Buchholtz. No. 19.
Die Asken sind ca. 160X4 u, die Sporen einreihig, eiförmig, gerade,
8X3 u.
H. multiforme Fr. S. Veg. Sc. p. 384.
Michailowskoje, auf Erlenstumpf. 1896, 1899. Buchholtz. No. 8, 37.
H. perforatum (Schw.) Fr. S. Veg. Sc. p. 384.
Michailowskoje, auf Alnus incana. August 1902. Mossolow. No.64.
H. rubiginosum (Pers.) Fr. S. Veg. Sc. p. 384.
Michailowskoje, auf Holz. 1896. Buchholtz. No. 10.
H. fuscum (Pers.) Fr. S. Veg. Sc. p. 384.
Michailowskoje, auf berindeten Erlenzweigen. August 1902.
Mossolow. No. 59.
H. rutilum Tul. Sel. Fung. Carp.-II. p. 38. ?
Michailowskoje, auf Zweigen von Corylus Avellana. 1896. Buch-
holtz. No. 1.
H, coccineum Bull. Champ. Fr. p. 174. form. ?
Michailowskoje, auf abgestorbenen Zweigen. 1899. Buchholtz.
No. 6
Stromata der letzteren Arten unreif, daher nicht sicher bestimmbar.
Cudoniaceae.
Leotia gelatinosa Hill. Hist. Pl. p. 43.
Michailowskoje, im Laubwalde auf Erde. August 1902. Mosso-
low. No. 128, 149,
Helvellaceae.
Helvella lacunosa Afz. Act. Holm. 1783. p. 304.
Michailowskoje, auf Erde im Laubwalde. Juni 1902. Mossolow.
No. 165.
Helvella pulla Holmsk. Ot. II. p. 49. t. 26.
Michailowskoje, in feuchtem Laubwalde auf Erde. August 1902.
Mossolow. No. 156.
Gyromitra esculenta (Pers.) Fr. S. Veg. Sc. p. 346.
Michailowskoje, im Nadelwalde auf Erde. 1902. Mossolow.
s Fekpa bohemica (Kromb.) Schröt. Pilze Schles. II. (= bispor@
orok.).
Wchailowskoje, im Laubwalde. Mai 1902. Mossolow. No. 162.
Patellariaceae. x
Karschia patinelloides (S. et B.) Sacc. var. Mossolowil P.
Henn. Hedw. 1902. p. (65). 1
Michailowskoje, auf Holz. 13. September 1901. Mossolow. NO. ie
us nn
(115)
Heterosphaeriaceae.
Scleroderris ribesia (Pers.) Karst. Myc. Fenn. I. p. 215.
Michailowskoje, auf Zweigen von Ribes rubrum. Juli 1902.
Mossolow. No, 87.
Exemplare unreif.
Bulgariaceae.
Ombrophila violacea (Hedw.) var. rossica P. Henn. n. var.;
ascomatibus gregariis, caespitosis, sessilibus, turbinatis, lilacinis, ad
basin attenuatis, ceraceo-gelatinosis, ca. 1!/);—2 mm diam., disco
convexo vel plano, pallide lilacino, laevi; ascis cylindraceo-clavatis,
apice subobtusis, 8-sporis, 50—60 X 31/,—4 u; paraphysibus fili-
formibus, apice vix incrassatis, hyalinis, 1—1!/, 4: crassis, sporis oblique
monostichis, ellipsoideis, utrinque obtusis, 2-guttulatis, hyalinis,
5—6 X 21,3 uı. \
Michailowskoje, auf abgefallenen Ästen im Garten. August 1902.
Gräfin Scheremetjeff. No. 153.
Die Varietät ist von O,. violacea (Hedw.) durch die schmäleren
Asken und Paraphysen sowie durch die kleineren Sporen ver-
schieden.
Coryne sarcoides (Jacq.) Tul. Sel. Fung. Corp. III. p. 190.
Michailowskoje, im Nadelwalde auf Ästen. August 1902. Mosso-
low. No. 146.
Konidienstadium.
Mollisiaceae.
Niptera ramealis Karst. Rev. mon. p. 152. ?
Michailowskoje, auf altem Holze heerdenweise. August 1902.
Mossolow. No. 147. { &
Die Fruchtkörper sitzen heerdenweise zusammen, dieselben sind
weißlich, ca. 1 mm im Durchmesser, wachsartig-weich; die Asken
sind keulig, ca. 60-80 X 6—7 u, die Sporen oblong-zylindrisch, oft
etwas gebogen, abgerundet, ca. 10 X 3 «, in der Mitte septiert.
Tapesia lividofusca (Fr.) Rehm Ascom. p. 576. 2
Michailowskoje, auf altem Holze. Mai 1896. Buchhoitz. No. 23.
Helotiaceae.
Helotium citrinum (Hedw.) Fr. S. Veg. Sc. p. 355.
Michailowskoje, auf altem Holze. August 1902. Gräfin Schere-
metjeff. No. 84.
Eupezizaceae.
Barleina cinnabarina (Fuck.) Sacc. Syll. MI p. 112. =
Michailowskoje, im Garten auf Erde. August 1902. Gräfin
Scheremetjeff. No..157:
Urnula terrestris (Niessl.) Sacc. Syll. VIII. p. 550. ;
Michailowskoje, auf Erde zwischen Moosen. 17. August 1902.
0ssolow. No. 132. :
Die gesellig wachsenden Apothezien sind turbinat, schwefelgelb,
Srünlich-braun, 2—3 mm im Durchmesser. Die Asken sind keulig,
abgerundet, 100—120 X 10—12 u, die Paraphysen oben gabelig ge-
“eilt, hakig gebogen, ca. 2 « breit, die einreihig liegenden Sporen
oblong, einzellig, 10--13 X 4—5 u, farblos.
g*+
(116)
Geopyxis cupularis (Lin.) Sacc. Syll. VIII. p. 72.
Michailowskoje, im Nadelwalde auf Erdboden. Juli, August.
Gräfin Scheremetjeff. No. 137, 172.
Die Fruchtscheibe wird von Rehm als dottergelb bezeichnet,
dieselbe ist aber stets blaß oder gelblich.
Acetabula vulgaris Fuck. Symb. Myc. p. 330.
Michailowskoje, auf Erdboden. Juni 1899. Buchholtz. No, 31.
Die Fruchtkörper sind mit Sepedonium Cordae Sacc. durch-
setzt.
Otidea grandis (Pers.) Rehm Disc. p. 1023 var. n. Schere-
metjeffii P. Henn.
Michailowskoje, im Garten und in Laubwäldern auf Erdboden.
August 1902. Gräfin Scheremetjeff. No. 27, 30, 117, 124, 125, 142, 164.
Diese anscheinend dort sehr verbreitete Art, welche in zahlreichen
Exemplaren in Formalin sowie getrocknet vorliegt, stimmt bezüglich
der Sporen u.s. w. nicht mit der Beschreibung überein, doch ist die
natürliche Färbung leider unbekannt. Die Fruchtkörper wachsen dicht-
gedrängt, dieselben sind ohrförmig, aber am stielförmigen Grunde
nicht weißlich-zottig, 2—5 cm im Durchmesser, außen trocken gelb-
bräunlich, mit bräunlicher Scheibe, die Asken sind 120—150 « lang,
der sporenführende Teil 60—80 X 8—10 «, die Paraphysen sind an
der Spitze hakig gekrümmt, ca. 3!/, ı« dick, die einreihig liegenden
Sporen sind ellipsoid, stets zweitröpfig, 11—14X5—6 u. Mit keiner
der übrigen Arten ist dieser Pilz verwandt, von O. concinna (Pers.)
durch die hakenförmigen Paraphysen u. s. w. verschieden, doch stelle
ich denselben vorläufig als Varietät zu obiger Art.
Plicariella leiocarpa (Curr.) Rehm Disc. p. 994.
Michailowskoje, im Nadelwalde zwischen Moosen. 2. Mai 1902.
Gräfin Scheremetjeff. No. 138. 5
Die Asken sind ca. 200-250 « lang, der sporenführende Teil
60—80 X 10—14 u. Die Sporen sind kugelig, 8—10 «, mit glattem,
farblosen, dann bräunlichen Epispor. Die Paraphysen sind fädig,
septiert, an der Spitze kaum verdickt, bräunlich.
Plicaria brunneo-atra (Desm.) Rehm Disc. p. 1010.
Michailowskoje, im Laubwalde auf Erde. August 1902. Mosso-
low. No. 118.
Die Sporen sind ellipsoid, warzig-rauh, farblos, 14—16 X 8—9 "-
Sarcoscypha cfr. coccinea (Jacq.) Cooke Myc. p. 55. f. 9.
Michailowskoje, in feuchtem Laubwalde. 12. Mai 1902. Gräfin
Scheremetjeff. No. 167.
Leider fehlt die Farbenangabe der ausgeblaßten Exemplare, daher
ist der Pilz vorläufig etwas zweifelhaft.
Die ca. 3 cm großen, außen glatten Apothezien, mit einem CA.
3 cm langen, 5 mm dicken Stiel jedenfalls unterirdischen Wurzeln
aufsitzend, die Scheibe ist glatt konkav, der Rand regelmäßig, die
Asken zylindrisch-keulig, der sporenführende Teil 210—230 1 lang,
1—13 « breit; die Paraphysen sind unten gabelig geteilt, ‚septiert,
oben ca.3 « dick, die 8 Sporen liegen einreihig, dieselben sind lang
ellipsoid, beiderseits abgeflacht, farblos, glatt, 2430 X 10-13 4
Da der Pilz außen nicht angedrückt filzig ist, scheint derselbe von
S. coccinea etwas verschieden, obwohl er in anderen Merkmalen
gut mit dieser Art übereinstimmt.
nn hy.
|
|
|
|
(117)
Lachnea scutellata (Lin.) Gill. Disc.. franc. p. 75.
Michailowskoje, auf abgefallenen Ästen. August 1902. Mosso-
low. No. 155.
L. hemisphaerica (Wigg.) Gill. Disc. franc. p. 73.
Michailowskoje, auf Erdboden. Juni, August. Gräfin Schere-
metjeff. No. 139, 148.
L. Scheremetjeffii P. Henn. n. sp.; ascomatibus subcaespitosis,
sessilibus, cupulatis, ca. 1—1!/; cm diam., extus ferrugineis, squamoso-
setosis granulosisque, setulis brunneolis, septatis, interdum ramosis,
3—7 u crassis, margine setulis pallide fuscis, usque ad 300 « longis,
10 u crassis, septatis, basi usque ad 15 « incrassatis; disco pallido,
undulato; .ascis, cylindraceo-clavatis, apice rotundato-obtusis, ca.
250—300 « longis, p. sporif. 140 X 18 a; paraphysibus filiformibus,
septatis, apice 5—10 u clavato-incrassatis; sporis oblique monostichis,
ellipsoideis, utrinque rotundatis, 2-guttulatis, hyalinis, primo laevibus,
dein verrucosis, 18—22 X 10—12 u. ;
Michailowskoje, auf abgefallenen berindeten Zweigen. 16. Juli
1902. Gräfin Scheremetjeff. No. 143. i
Die Art steht L. livida Schum. sehr nahe, ist aber durch die
viel größeren, außen schuppig-körnigen, mitunter mit verzweigten
Haaren besetzten Apothezien verschieden. Die Schüppchen sind
meist eiförmig, braun, 40—60 u. VonL. olivascens (Cooke) ist
die Art ebenfalls durch die Größenverhältnisse abweichend, ebenso
durch die Färbung der Scheibe u. s. w.
Sphaeropsidaceae.
Phoma complanata (Tode) Desm. Exs. Mich. II. p. 337.
Michailowskoje, auf trockenen Stengeln von Angelica silvestris.
Mai 1896. Buchholtz. No. 45.
Ph. leguminum West. Exs. No. 1135.
Michailowskoje, auf Hülsen von Vicia silvatica, August 1902.
Gräfin Scheremetjeff. No. 67. h eh
Perithezien 100—150 u im Durchmesser, Konidien ellipsoid oder
länglich- eiförmig, 41/,—51/, X 2—2!/, m.
Ph. herbarum West. Exs. No. 965.
Michailowskoje, auf Centaurea Scabiosa an Stengeln 1898.
Buchholtz. No. 24,
Cytospora intermedia Sacc. Syll. III. p. 264.
Michailowskoje, auf dünnen Zweigen von Quercus pedun-
Culata. April 1902. Mossolow. No. 78.
Konidien zylindrisch gekrümmt, 6-7 X1 m.
Leptostromataceae. a
Leptothyrium Mossolowii P. Henn. n. sp.; peritheciis gre-
garüis, dimidiato-scutellatis, explanatis, irregularibus, saepe confluen-
tibus, atris, ca. 0,2—0,3 mm diam., contextu membranaceis, radiato-
cellulosis; conidiis oblonge cylindraceis, botuliformibus, curvulis,
hyalino-cyanescentibus, 4-6X08 u. i
Michailowskoje, auf trockenen Stengeln von Galium spec. Mosso-
low. ‚Ne 49. TEE
. Urticae Preuß Fung. Hoyersw. NO. . = ;
Michailowskoje, an ah a Stengeln von Urtica dioica,. Mai 1902.
ossolow. No. 48,
(118)
Die Perithezien sind länglich-polsterförmig, oft zusammenfließend,
schwarz, ca. 2X1 u; mit zylindrisch-wurstförmig gebogenen farb-
losen, ca. 10—14X 0,5 « großen Konidien. Von Placosphaera
Urticae (Lib.), Pyrenochaeta rhenana Sacc. ist der Pilz völlig
verschieden und zweifelhaft, ob er zu Leptothyrium gehört.
Meianconiaceae.
Libertella betulina Desm. Ann. Sc. u.1830. XIX. p.276.t.VLf.4.
Michailowskoje, auf Betula alba. 1896. Buchholtz. No. 13.
Die Konidien sind lang-fadenförmig, sichelförmig gekrümmt,
hyalin, 12—15 X 1—1!/, u.
Mucedinaceae.
Monilia fructigena Pers. Syn. p. 693.
Michailowskoje, in. Früchten von Pirus Malus. Juli 1903.
Gräfin Scheremetjeff. No. 110.
Konidienform zu Sclerotinia fructigena Schröt.
M. cinerea Bon. Handb. p. 76. f. 78.
Michailowskoje, in Früchten von Prunus Cerasus. Juli 1902.
Gräfin Scheremetjeff. No. 111.
Botrytis cinereo-virens Kunze etSchm. Myk. Hefte I. p. 82.??
Michailowskoje, auf faulendem Holze. 1899. Buchholtz. No. 18.
In der Beschreibung ist die Konidiengröße nicht angegeben, die-
selben sind bei vorliegendem Material kugelig, 10-20 u groß.
Sepedonium Cordae Sacc. Syll. Fung. IV. p. 146. ;
Michailowskoje, auf Fruchtkörpern von Acetabula vulgarls
Fuck. Juni 1899. Buchholtz. No. 31.
Die Konidien sind kugelig, stachelig, braun, 13—16 u. .
Trichoderma lignorum (Tode) Harz. Hyph. p. 29. t. IV. f. 6.
Michailowskoje, auf berindeten Stämmen von Alnus incan.
August 1902. Mossolow. No. 50.
Konidienform von Hypocrea.
Tuberculariaceae.
Tubercularia vulgaris Tode Makt. I. p. 18.
Michailowskoje, auf Zweigen von Acer platanoides. August 1902.
Mossolow. No. 55.
Sphaerocolla aurantiaca Karst. Hedw. 1892. p. 294.
Michailowskoje, auf Rinde von Betula alba. 19. Mai 1896.
Buchholtz. No. 8. i
Ausgebreitete orangerote gallertig-knorpelige Überzüge bildend,
mit kugeligen, glatten, farblosen, 6—8 u großen Konidien.
Catharinea longemitrata Krieger nov. spec. und
andere Catharinea-Formen.
Von stud. math. et rer. nat. Krieger, Leipzig.
(Mit Tafel IV.)
Schon im Jahre 1900 fiel mir eine durch ihren Habitus eigentUnt
lich charakterisierte Catharinea auf, die ich seitdem jedes Jahr wI® =
an derselben Stelle beobachten konnte, ohne jemals einen Übergan 5
in eine der bekannten Catharinea- Arten wahrzunehmen. ‚Sie er
besonders durch die Kleinheit der Seta und Kapsel und die Größe
(119)
der Haube auf, die die Kapsel an Länge weit überragt. Durch die
Haube ist sie von allen bekannten Catharinea-Arten wesentlich ver-
schieden; denn diese ist außerdem röhrenförmig, am Grunde nicht
erweitert, sondern verengt und umhüllt nur den Schnabel des Deckels.
Von C. undulata ist die neue Art außerdem durch die Lamellenanzahl,
die sehr kurze Seta, die Kapselform und dadurch verschieden, daß
der Blattrand meist nur mit einfachen Zähnchen besetzt ist, von C.
angustata und tenella schon durch den Blütenstand und die kurze
Seta, von C. angustata außerdem durch die Kapselform, von C.
Haussknechtii durch die kurze Seta, die Kapselform und die Anzahl
der einem Pflänzchen entspringenden Sporogone.
Catharinea longemitrata Krieger n. Sp.
Parözisch; 3 Blüte am Ende eines Jahrestriebes, knospenförmig.
Hüllblätter verkehrt herzförmig mit kurzer Spitze, ganzrandig und
ohne Saum, die äußeren größer. Paraphysen fadenförmig und bei
der © Blüte sehr kurz.
Rasen sehr locker, dunkelgrün. Stengel einfach (oder selten
zwei- bis dreifach geteilt), 25—40 mm hoch. Untere Blätter sehr
klein, entfernt stehend, erst kurz vor der Spitze des Stämmchens
rasch größer und genähert, abstehend oder verbogen, trocken etwas
kraus. Alle Blätter zungenförmig, doch die oberen mehr lineal-zungen-
förmig, hohl, etwas querwellig; äußere Schopfblätter aufrecht abstehend,
innere aufrecht, lanzettlich, zugespitzt. Lamina unterseits spär-
lich mit Zähnchen besetzt. Blattrand ein- oder zweizell-
reihig, gelblich gesäumt und mit einfachen selten gepaarten
Zähnen bis oder nicht ganz bis zur Mitte besetzt. Alle Blatt-
zellen reichlich mit Chlorophyll versehen, rundlich sechsseitig, nur
an der Basis rectangulär: hier ungefähr 1!/;—2mal so lang als breit.
Rippe schmal und am Rücken gegen die Spitze zu gezähnt. Rippe
mit der Spitze verschwindend, oberseits mit 3—4 Lamellen, -im
Querschnitt wie undulata. Sporogone meist einzeln, selten mehrere.
Seta 1/,—2 cm lang, aufrecht oder oben hakenförmig gekrümmt,
rotbraun oder rötlichgelb, nicht oder kaum gedreht. Kapsel sc hwach
geneigt, verkehrt-eiförmig oder kreiselförmig, !,a—1 mm
breit, 1—2 mm lang, bräunlich. Haube an der Spitze durch
Zähnchen fast stacheligrauh, nurden Schnabeldes Deckels
umhüllend, doch 3—4mal so lang als die Kapsel, schmutzig-
gelb, röhrenförmig, am Grunde etwas verengt und da bis-
weilen mit kurzen Rissen. Deckel schief geschnäbelt, aus halb-
kugeliger Basis pfriemenförmig, rötlichbraun, Schnabel von Kapsellänge.
Sporen gelbgrün, ziemlich glatt. Reife im Spätsommer. Be
In Mauerritzen bei Prossen unweit Königstein (Königreich
Sachsen). Auch bei Königstein (März 1903).
Im Anschluß an diese Art möchte ich noch folgende interessante
Catharinea-Formen erwähnen:
, „Catharinea angustata Brid. Bei Prossen unweit Königstein
in Mauerritzen. (Neu für Sachsen).
Catharinea angustata Brid. var. polyseta Krieg. n. v.
Sporogone mehrfach. Kapsel aufrecht bis übergebogen. In Mauer-
fitzen bei Prossen.
(120)
Catharinea angustata Brid, var. minor Krieg. n.v. Eine
zu Catharinea undulata var. minor analoge Form, die sich von der
Stammform durch kürzere Stämmchen, kürzere Seta und kleinere
Kapsel unterscheidet. Bei Prossen.
Catharinea undulata var. rivularis Bryhn (= C. rivu-
laris Krieg. in sched. olim) Stämmchen erst niederliegend oder im
Wasser flutend, innovierend, größer als die Stammform. An sehr
feuchten Orten. Diese interessante Form, die bisher nur einmal in
Norwegen (lg. Bryhn) gefunden worden ist, fand ich im Amselgrunde
in der Sächs. Schweiz (Königreich Sachsen).
vıruuwuwwn
Erklärung der Figuren auf der beigegebenen Tafel.
a und ö. Pflänzchen in natürlicher Größe.
e. Pflänzchen, vergrößert. ca. !0],.
d, e, f. 3 Kapseln mit Deckel und Haube. ca. 2.
g. Kapsel, entdeckelt. ca. !},.
h. Kapsel mit Deckel, aber ohne Haube. ca. !%],.
2... Deckel; cal,
rk. 2 Hauben. ca. !],.
2, m. 2 Laubblätter. ca. ®%]|..
a. Oberer Teil eines Laubblattes. ca. ®],.
o. Blattspitze: Zellnetz. ca. 10],.
f. Zellnetz aus dem mittleren Teile des Blattes. ca. 1%],.
q, r. 2 Blattquerschnitte. ca. ®%]..
En » Re
a. 2 Antheridien mit Paraphysen. ca. ®],.
v. 2 Hüllblätter, ca. @/..
w. 2 Archegonien mit Paraphysen. ca, %],.
B. Referate und kritische Besprechungen.
Engler, A. Syllabus der Pflanzenfamilien. Eine Übersicht über das
gesamte Pflanzensystem mit Berücksichtigung der Medizinal- und
Nutzpflanzen nebst einer Übersicht über die Florenreiche der Erde
zum Gebrauch bei Vorlesungen und Studien über spezielle und
medizinisch-pharmazeutische Botanik. 3. umgearbeitete Auflage.
Berlin (Gebrüder Borntraeger) 1903. 8°. XXVII und 233 Seiten.
Das nicht nur für den Lernenden, sondern auch für den Lehrenden sehr
nützliche Buch, dessen neue Auflage uns vorliegt, wird auch in der abgeänderten
Form sich weitere Freunde erwerben, Die Vermehrung der Seitenzahl ist
begründet dadurch, daß ein in der ersten Auflage bereits gegebener, in BR
zweiten aber ausgelassener Abschnitt: „Prinzipien der systematischen Anordnung‘ ’
gewissermaßen als Einleitung nun wieder dem Buche einverleibt worden ist
und, daß am Schluß als Anhang die auch in desselben Verfassers Werk: „Versuch
einer Entwickelungsgeschichte der Pflanzenwelt“ gegebene Übersicht über die
Florenreiche und Florengebiete der Erde beigefügt ist. An dem eigentlichen
Syllabus ist auch einiges geändert worden, Die nach biologischen Prinzipien
aufgestellten Klassen der Abteilung der Flagellaten haben den von den Zoologen
aufgestellten mehr auf morphologischen Kennzeichen begründeten Reihen Platz
gemacht; Schizophyten, Flagellaten, Dinoflagellaten, Silicoflagellaten, Chloro-
phyceen, Charales, Phaeophyceen, Dictyotales, Rhodophyceen und Eumyceten
{
}
a2ı)
(Fung.) figurieren als besondere Abteilungen, denen die Embryophyta asiphono-
gama (Archegoniaten) und Embryophyta siphonogama (Phanerogamen) gleich-
wertig gegenüberstehen. Auf Einzelheiten, welche in der Charakterisierung
der Abteilungen, Klassen u. s. w. in der neuen Auflage zugesetzt worden sind,
wollten wir hier nicht eingehen und nur hinzufügen, daß auch diese dem Buche
zum Vorteil gereichen.
Jaap, 0. Zur Kryptogamenflora der nordfriesischen Insel Röm.
(Schrift. Naturwissenschaftl. Vereins f. Schleswig-Holstein XII.
p. 1—32.) 2
Die nördlichste der nordfriesischen deutschen Inseln Röm hat eine Länge
von fast 2Meilen bei einer Breite von etwa einer halben Meile. Verfasser unter-
scheidet auf derselben 3 Zonen: die Kulturzone, die Heidezone und Weidezone.,
Es wurden von demselben insgesamt 350 Arten Zellkryptogamen gesammelt,
darunter 148 Moose, wovon 35 Hepaticae, 14 Spahgna und 99 Laubmoose;
16 Algenarten, 78 Flechten (nach Sandstede 101 Flechten) und 108 Pilze.
Von Sphagna sind zu erwähnen: Sph. molluscum Bruch, Sph, platyphyllum
(Sull.), Sph. inundatum Warnst., Sph. Gravetii (Russ.) Warnst.; von Laubmoosen:
Archidium phascoides Brid., Didymodon luridus Hornsch., Webera erecta (Roth)
Corr., W. bulbifera Warnst., Bryum Warneum Bland., Br. romöense Jaap n. sp.,
Br. lacustre Bland., Br. cirrhatum Hop. et Hornsch., Br. rubens Mitt, Amblyodon
dealbatus (Dicks.) P. B., Hypnum pseudofluitans (San.) var. brachycladum
Warnst. Die meisten Arten sind für die Provinz neu. Von Flechten führen
wir folgende Arten auf: Biatorina diluta (Pers.), Bacidia muscorum (Sw.) Arn.;
von Pilzen: Physoderma maculare Wallr. auf Echinodorus ranunculoides, Albugo
Lepigoni (De Bar.), Peronospora Chlorae De Bary, Nesolechia punctum Mass,,
Scleroderris aggregata (Lasch) Rehm, Onygena corvina Alb. et Schw., Nectria
lichenicola (Ces.) Sacc., Schizonella melanogramma (DC.) Schröt., Uromyces
Chenopodii (Dub.) Schröt., Phyllosticta uncialicola Zopf, Ascochyta Salicorniae
Magn. n. sp. auf Salicornia herbacea, Heterosporium Magnusianum Jaap n. sp.
auf Narthecium ossifragum.
Wille, N, Mitteilungen über einige von C. E. Borchgrevink auf
dem antarktischen Festlande gesammelte Pflanzen. (Nyt. Mag. f.
Naturvidenskab, B. XL. H. IH. p. 203—222. Mit 4 Taf.)
In der kleinen Mitteilung berichtet der Verfasser über von dem genannten
Leiter einer Expedition nach dem antarktischen Kontinent gesammelte Pflanzen.
Außer einer andern gleichzeitig erschienenen Abhandlung, auf welche der Verfasser
noch im Schlußwort aufmerksam macht (Report of the Collection of Natural
History made in the antarctic Regions during the Voyage of the »Southern
Crosse London 1902), ist die vorstehende die erste über dieses Thema. Wenn
Wir hier besonders auf dieselbe anfmerksam machen, so hat dies darin seinen
Grund, weil man bisher annahm, daß das antarktische Festland völlig der
Vegetation entbehre und in der Tat hat dadurch die Aufzählung ein gewisses
Nteresse, wenn auch die Anzahl der genannten Arten nur gering ist, Unter
diesen ist besonders hervorzuheben der Vertreter einer neuen Laubmoosgattung
Sarconeuron antarcticum N. Bryhn. Von Flechten werden genannt: Usnea
Sulphurea (Koen.) Th, Fr, forma sphacelata (R. Br.), Physcia stellaris (L.) Nyl.
“ adpressa Th. Fr., Caloplaca elegans (Link.) Th. Fr. forma farcta (Bab.),
Ecanora (Placodium) chrysoleuca (Sm.) Ach. ?. melanophthalma (DC.) Th. Fr.
Orma exsudans Th, Fr. Eine zweite Art der Gattung Usnea, die nur nach einer
Rotographie in Borchgrevinks Werk (First on the Antarctic Continent p. 249)
Sedeutet wurde, dürfte die auch auf den Kerguelen vorkommende U. Taylori
(122)
Hook. fil. sein. Von Algen nennt der Verfasser: Prasiola crispa (Lightf.) Menegh.,
in welcher ein Parasit, vermutlich Olpidium sp., beobachtet wurde, Merismo-
poedium glaucum (Ehrb.) Naeg. var. punctatum (Meyen) Hansg., Navicula mutica
Kütz. Das Laubmoos wurde von N. Bryhn beschrieben, die Flechten von
Th. Fries, und die Navicula von J. Holmboe, die übrigen Algen vom
Verfasser der Mitteilung bestimmt.
Thome. Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz in Wort
und Bild. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage gänzlich neu
bearbeitet. Vollständig. in 56 Lieferungen ä 2 Bogen Text und
11 Tafeln, 4 1.25 M. oder nach dem Erscheinen in 4 Bänden
Lief. II bis VIII. Gera, Reuß j. L. (Friedrich von Zezschwitz) 1903.
Wir haben bereits wiederholt auf dieses Unternehmen, das sich ganz
außerordentlich schon bei dem Erscheinen der ersten Auflage bewährt hat,
hingewiesen und die ersten Lieferungen der zweiten Auflage, in welchen die
Gefäßkryptogamen abgehandelt werden, eingehend besprochen. Die Fortsetzung
des Werkes fällt nun zwar insofern außerhalb des Rahmens der Hedwigia als
darin nur Phanerogamen abgehandelt werden. Wenn nun aber doch auch hier
nochmals auf das rüstige Forterscheinen dieser „Flora in Wort und Bild“ auf-
merksam gemacht wird, so ist der Grund darin zu suchen, daß dieses Buch
durch seinen des unnützen übermäßigen wissenschaftlichen Beiwerks entbehrenden,
auch für den nicht völlig geschulten Floristen leicht verständlichen Text, wie
besonders durch die ganz vorzüglichen Abbildungen sich vorzüglich dazu eignet
dem Mykologen als Führer beim Bestimmen der Wirtspflanzen der parasitischen
und epiphytischen Pilze zu dienen. Auch der Bryologe und Phykologe wird oft
in die Lage kommen die mit den Kindern der Moos- oder Algenflora zusammen-
lebenden Phanerogamen bestimmen zu müssen, besonders wenn er nicht mehr
bloßer Sammler ist, sondern sich zum Beobachter der pflanzengeographischen
Genossenschaften herausbildet, auf einem Gebiete, auf dem immer noch auch
in verhältnismäßig so gut durchforschten Ländern wie Deutschland eines ist,
viel zu leisten übrig bleibt. Wir können daher auch allen denen, die sich nicht
speziell mit Phanerogamenkunde befassen, die Anschaffung des Werkes auf das
angelegentlichste empfehlen, ebenso wie auch allen Laien, die ein lebhaftes
Interesse für die Kinder der Flora haben. Die uns vorliegenden Lieferungen
bringen die Bearbeitung der folgenden Pflanzenfamilien: Typhaceen, Sparga-
niaceen, Potomogetonaceen, Najadaceen, Juncaginaceen, Alismaceen, Butomaceen,
Hydrocharitaceen, Gramineen und den größten Teil der Cyperaceen. Auf den
Tafeln sind Repräsentanten dieser Pflanzenfamilien, sowie die einer Gefäß-
kryptogamengattung (Equisetum) und der Koniferen und Gnetaceen abgebildet.
Schaudinn, F. Beiträge zur Kenntnis der Bakterien und verwandter
Organismen I. Bacillus Bütschlii n. sp. (Arch. f. Protistenkunde
I. 1902. p. 306.) Mit 2 Taf.
Bacillus Bütschlii findet sich nicht gerade häufig im Darm der Küchen
schabe (Periplaneta orientalis). Die Zellen sind stäbchenförmig mit abgerundete?
Polen, sie werden bis 0,08 mm lang, messen aber gewöhnlich 0,05—0,06 mm "9
der Länge und 0,004—0,005 mm in der Breite. Die Stäbchen bewegen sich sehr
langsam mittels Geißeln, die über die ganze Oberfläche der Zelle verteilt sind.
Der Zellinhalt zeigt deutlich eine alveoläre Struktur, wie sie Bütschli für u
Plasma allgemein fordert; in den Wabenecken finden sich gröbere Granulationet-
Wenn eine Zelle zur Teilung schreitet, so tritt zuerst in ihrer Längsachse an der
Stelle, wo später die Scheidewand sich bildet, ein glänzendes Körnchen a
|
|
(123)
das sich nach den Seiten zu so lange vergrößert, bis es die Wandung der
Mutterzelle erreicht. Diese glänzende Platte wird zur Scheidewand. Dadurch
daß diese Wand in der Mitte einen Hohlraum bekommt, der sich nach außen
hin vergrößert, findet die schließliche Spaltung der Teilungswand und die
Trennung der beiden Tochterzellen statt.
Wenn nun die Sporenbildung vor sich gehen soll, so tritt zuerst eine
Teilungswand in der Mitte der Zelle auf. Sobald aber die Wand fertig gebildet
ist, beginnt sie sich wieder aufzulösen, bis zuletzt nur noch eine Reihe glänzender
Körnchen ihre Lage ankündigt. Endlich verschwinden auch diese spurlos.
Von diesem Zeitpunkt an findet in der Zelle eine Verschiebung des Inhaltes
statt. Die Alveolen werden etwas in die Länge gezogen und das Plasma strömt
in der Längsrichtung der Zelle. Diese Strömung kann so lebhaft werden, daß
die Körnchen sich mit der Geschwindigkeit von 0,02 mm in der Minute be-
wegen. Allmählich ordnen sich die Granula zu einem in der Längsachse der
Zelle liegenden gewundenen Faden an, von dem nun nach den Polen zu immer-
fort Körnchen abströmen. An beiden Polen findet auf diese Weise eine
Körnchenansammlung statt, die immer dichter wird und den Faden schließlich
bis auf geringe Reste verbraucht. Diese Körnchenkonkretionen in den beiden
Polen werden zu den zwei Sporen, die sich hier abweichend vom gewöhnlichen
Modus in jeder Zelle vorfinden. Die Körnchen ziehen sich immer mehr zusammen
und zerfließen zu dem vollständig gleichmäßigen Körper der Sporen. Die
alveoläre Struktur des noch in der .Zelle befindlichen Plasmas wird jetzt auch
undeutlich. Im reifen Zustand zeigt die Spore zwei Membranhüllen, von denen
die äußere an einem Pol eine Öffnung besitzt, durch die der Keimschlauch
austritt. Bei der Keimung wächst die innere Membran zu dem Keimfleck
heraus, während die äußere Membran zuletzt schrumpft und abgeworfen wird,
Alle diese Vorgänge lassen sich zum Teil ohne Färbung verfolgen, was
bei der enormen Größe des Organismus erklärlich erscheint. i
Was nun die Deutung der geschilderten Vorgänge betrifft, so meint
Schaudinn, daß während der vegetativen Periode die Kornsubstanz sich durch
die gesamte Plasma verteilt, während zum Beginn der Sporenbildung für ganz
kurze Zeit die Bildung einer Art von Kern stattfindet. Für diese bald wieder
verschwindenden Kerne sieht er die ersten Granulationsansammlungen an den
Zellpolen an, die später sich durch Anziehung weiterer Körner vergrößern. Er
glaubt, daß die Spore eine Differenzierung in Kern, Plasma und Hülle erkennen
läßt, die freilich bei der Auskeimung wieder verloren geht. Ihr Analogon würde
diese Zerteilung der Kernsubstanz in sehr viele Körnchen bei den Protozoen
finden, wo 2. B. bei Polystomella ähnliche Verhältnisse herrschen.
Wenn diese Deutung richtig ist und entsprechende Vorgänge auch bei
Anderen Bakterien sich nachweisen ließen, so würde damit ein außerordentlich
Wichtiger Fingerzeig für die Verwandtschaftsverhältnisse der Bakterien, die bis
Jetzt völlig dunkel sind, gegeben sein. 6. Lindau.
Comere, J. Del’action des eaux salees sur la vegetation de quelques
Algues d’eau douce, (La Nuova Notarisia 1903. p. 18.)
Verfasser zeigt in dieser Arbeit, daß sich gewisse Süßwasseralgen unter
den nötigen Vorsichtsmaßregeln an das Salzwasser gewöhnen lassen. Er ging
von Algenkulturen aus, die in Nährlösungen gezogen waren. Von einer be-
Stimmten Salzlösung gab er deren täglich einige Tropfen zur Kulturflüssigkeit
Und beobachtete den Einfluß der Konzentration. Gewisse Arten konnte er
noch züchten, wenn auf das Liter Wasser 25—35 g Meeressalz kommen. Am
leichtesten ließen sich die Cladophoraarten an Salzwasser gewöhnen, fast ebenso
Auch Oedogonium. Dann folgten Vaucheria und Spirogyra; bei letzterer Gattung
(124)
verhalten sich nicht alle Arten gleich. In ganz ähnlicher Weise läßt sich die
Zurückgewöhnung an das Süßwasser vornehmen. Eine Veränderung in der
äußeren Morphologie der Algen ist nicht wahrnehmbar. G. Lindau,
Grintzesco, J. Recherches experimentales sur la morphologie et la
physiologie de Scenedesmus acutus Meyen. (Bull de 1l’Herb,
Boissier. 2. ser. 1902. No. 3. p. 217—288. 5 planches. et 6 fig.)
Der Verfasser kommt zu folgenden Schlußfolgerungen. Die betreffende
Alge hat zwei Hauptzustände: den Coenobium- und den Dactylococcuszustand,
bei welchem letzteren die Zellen frei oder in Ketten aneinander gereiht sind.
Durch die Kultur bestimmte der Verfasser unter welchen Bedingungen sich
diese beiden Formen bildeten. Die Alge entwickelte sich sehr gut sowohl auf
Agar-agar wie auf Nährgelatine, welche letztere durch die Alge verflüssigt wird.
Glukose befördert anfangs die Entwicklung, die jedoch schließlich aufhört. Die
Alge zeigt starken Polymorphismus, besonders bei der Anwendung von Agar-
agar mit etwas Glukose als Nährboden. Protococcoide Formen bilden sich oft
in den Kulturen auf Platten von porösem Porzellan. Pepton ist gegen Beyerincks
Ansicht keine bessere Stickstoffquelle als die Nitrate. Die Alge kann sich
auch im Dunkeln entwickeln, aber ihre Entwicklung zeigt gegenüber den im
Lichte gewachsenen gewisse Verzögerung. Im luftleeren Raum entwickelt sich
Scenedesmus acutus ebenfalls. Das Temperaturminimum für die Entwicklung
liegt bei 2°, das Maximum bei 30%, Über diese Grade hinaus befindet sich die
Alge unter schlechten Wachstumsbedingungen. Das Temperaturoptimum liegt
zwischen 18° und 20%, Die große Anpassungsfähigkeit von Scenedesmus an
die Temperaturen und andere Existenzbedingungen erklärt die weite Verbreitung
der Gattung.
Henckel, A. Sur l’anatomie et la biologie des algues marines
Cystoclonium purpurascens (Huds.) Kütz. et Chordaria flagelli-
formis (Müll.) Ag. (Extrait des »Scripta Botanica Horti Universitatis
Petropolitanae« Fasc. XIX. St. Petersburg 1902. 8%. 38 p. 6 pl.)
Den Inhalt des ersten Teils dieser Abhandlung hat der Verfasser bereits
in einer vorläufigen Mitteilung (in Nyt. Magazin f. Naturvidenskabere 1901) ver-
öffentlicht. Da auf diesen Vorbericht bereits in der Hedwigia (1902. Beibl.
No. 3. p. 115) aufmerksam gemacht worden ist, so brauchen wir hier auf den
ersten Teil der vorliegenden Abhandlung nicht besonders einzugehen. Im
zweiten Teil behandelt der Verfasser die Morphologie und Anatomie u
Chordaria flagelliformis (Müll) Ag., schildert den Habitus und gibt eine
allgemeine Charakteristik, erläutert die Art des Wachstums, beschreibt das
Assimilations-, das Übergangs- und Elastizitäts-, und das Leitungs- und das
mechanische Gewebe, vergleicht dann den Aufbau der genannten Alge mit dem
von Cystoclonium purpurascens (Huds.) Kütz. und zieht aus seinen Unter-
suchungen einige allgemeine Schlußfolgerungen. Drei schöne Doppeltafeln
erläutern die vom Verfasser über die beiden genannten Algen gemachten
Angaben.
Reinke, J. Studien zur vergleichenden Entwickelungsgeschichte der
Laminariaceen. Kiel (Druck von Schmidt & Klaunig) 1903. 80. 67 P-
Mit 15 Textfiguren. :
Die Laminariaceen, welche in der Ordnung der Phaeosporeen einen
geschlossenen Typus bilden, haben schon immer die besondere Aufmerksamkeit
der Phykologen auf sich gezogen, weil sie einerseits als die Riesen unter |
Algen zu bezeichnen sind, andererseits trotzdem nur eine ungeschlechtlich®
(125)
Fortpflanzung bei denselben bekannt ist, doch hinsichtlich der anatomischen
Struktur und der äußeren Gliederung eine sehr hohe, vielleicht die höchste
Gliederung unter den Algen erreichen. In neuerer Zeit sind nun auf der Basis
der Resultate der früheren vergleichend morphologischen Untersuchungen zwei
Versuche gemacht worden, diese interessante Algenfamilie in systematischen
Übersichten zu behandeln und zwar von Kjellmann (in Engler und Prantls
Pflanzenfamilien) und Setchell (Transact. of the Connecticut Academy 1893).
Der Verfasser schließt sich in der Reihenfolge der Schilderungen der einzelnen
Gattungen an den letztgenannten Autor an und betrachtet nacheinander die
Gattungen: Laminaria, Saccorhiza, Agarum, Lessonia, Lessoniopsis, Nereocystis,
Macrocystis, Alaria und Egregia, die Ergebnisse früherer Untersuchungen über
den sehr verschiedenartigen Aufbau derselben mit den Resultaten eigener
Forschungen vergleichend und dieselben zu einem Gesamtbilde jeder einzelnen
Gattung vereinigend. Es ist hier nicht möglich, auf die Einzelheiten einzugehen
und zu erörtern, inwieweit der Verfasser mit den Resultaten seiner Vorgänger
übereinstimmt, dieselben berichtigt und ergänzt, nur soviel möge gesagt sein,
daß es ihm gelungen ist, die Erforschung des morphologischen Aufbaues der
Laminariaceen bedeutend zu fördern. Da es nur wenige Pflanzenfamilien gibt,
die für die allgemeine Morphologie der Gewächse ein größeres Interesse
besitzen, so dürfte die Abhandlung auch über den Kreis der Phykologen hinaus
verbreitet und gelesen werden. Umsomehr können wir hier auf die Abhandlung
selbst verweisen. Selbstverständlich ergeben sich aus einer solchen Zusammen-
fassung der Kenntnisse über Entwickelung und Aufbau der genannten Pflanzen-
familie noch immer Lücken, welche auszufüllen der Zukunft vorbehalten ist.
Der Verfasser macht auf diese in einer Schlußbetrachtung des ersten beschrei-
benden Teiles der Abhandlung aufmerksam und bemerkt, daß es einerseits noch
allzusehr an genauen Untersuchungen über den Aufbau der Keimpflanzen ‚fehle
und daß andererseits die Frage, ob die Spaltung des Laubes bei sämtlichen
Laminariaceen auf die gleiche Weise erfolge oder ob verschiedene Modi hierbei
vorkommen, noch eine offene sei.
Im zweiten theoretischen Teil bringt der Verfasser noch zwei Kapitel, in
welchen er 1. das phylogenetische Problem und 2. Haeckels biogenetisches
Grundgesetz an den Laminariaceen prüft. Auch in Bezug auf diese für jeden
Naturforscher interessanten Erörterungen müssen wir auf die wichtige Abhandlung
verweisen, da einen kurzen Auszug aus derselben zu geben nicht möglich ist.
Schmidle, W. Das Chloro- und Cyanophyceenplankton des Nyassa-
und einiger anderer innerafrikanischer Seen. (Berichte über die
Ergebnisse der Nyassa-See- und Kinga- Gebirgs-Expedition der
Hermann- und Elise - geb. Heckmann -Wenzel-Stiftung VI. in
Englers Botan. Jahrb. XXXIII. 1902. p. 1—33.)
Nachdem der Verfasser bereits früher das meist von Dr. Fülleborn
Sesammelte Material systematisch bearbeitet hat (vergl. Hedwigia 1902, Beibl.
No. 5. p. 185), gibt er nun in der vorliegenden Abhandlung eine nach biologischen
Gesichtspunkten geordnete Zusammenstellung desselben. Im ersten Teil derselben
behandelt er das Plankton des Nyassa-Sees, im zweiten, daran anschließend, das
Plankton einiger anderer innerafrikanischer Seen, Im ersten Teil berichtet er
€inleitend über die topographische Beschaffenheit ‚des Nyassa-Sees und über
die Fangmethoden nach Dr. Fülleborns Angaben, zählt dann, nach Fundorten
geordnet, die Chlorophyceen- und Cyanophyceenflora der Umgebung auf, bespricht
‚ die Zusammensetzung des Limnoplanktons, den Einfluß der Uferflora auf das
Plankton, den des Nyassa auf das Potamoplankton des Shire, die Flora des
(126)
Seegrundes, die vertikale und horizontale Verteilung des Planktons, den Einfluß
der Witterung und der Tageszeit auf das Plankton, die Quantität der Fänge
und die zeitliche Verteilung des Plankton. Die vom Verfasser vergleichsweise
in Betracht gezogenen Seen sind: der Victoria-Nyansa, der Rukuga (Rukwa-
oder Rikwasee), der Malombasee, der Ikaposee, der Chungrurusee und die
Kraterseen, der Wentzel (Nyozi-)See und der Itendesee. Wir müssen uns hier
auf diese kurzen Inhaltsangaben beschränken, und verweisen die sich für
Planktonalgen interessierenden Phykologen auf die Abhandlung selbst.
Buchholtz, Fedor. Beiträge zur Morphologie und Systematik der
Hypogaeen (Tuberaceen und Gastromyceten pr. p.) nebst Be-
schreibung aller bis jetzt in Rußland angetroffenen Arten. Mit
5 zum Teil colorierten Tafeln und Zeichnungen im Text. (Aus
dem Naturhistorischen Museum der Gräfin K. P. Scheremetjeff in
Michailowskoje, Gouvern. Moskau. I. gr. 8°. 196 pp.)
Diese umfangreiche Arbeit gliedert sich in 2 Hauptteile. Der erste,
p. 1—176, ist in russischer Sprache verfaßt. Hieran schließt sich die in deutscher
Sprache gegebene Inhaltsübersicht. Aus derselben entnehmen wir folgendes:
Verfasser berichtet zunächst in historischer Reihenfolge, beginnend mit
Tournefort (1700) und fortführend bis zur Gegenwart, über die Hauptwerke der
Hypogaeen-Literatur. Hieran schließt sich der experimentelle Teil, in welchem
ausführlich die Entwickelungsgeschichte der Fruchtkörper und die Verwandt-
schaftsverhältnisse der Hypogaeen geschildert werden. Die Untersuchungen
wurden an jungen Fruchtkörpern von Tuber excavatum Vitt. und T.
puberulum var, albidum Buchholtz angestellt. Es kam Verfasser haupt-
sächlich darauf an, folgende Fragen zu beantworten: 1. Wie geht die allmähliche
Ausgestaltung des Fruchtkörpers vor sich? 2. Stehen alle Höhlungen oder
Gänge im jungen Fruchtkörper mit einander und mit außen in Verbindung?
3. Wird das Hymenium auf einer Stelle oder auf mehreren gleichzeitig angelegt?
Verfasser zeigt nun, daß bei beiden untersuchten Arten und somit wahr-
scheinlich auch bei allen Vertretern der Untergattung Eutuber der Frucht-
körper anfangs offen (gymnocarp) ist und daß erst späterhin das Hymenium,
welches die Hohlgänge auskleidet, ins Innere des Fruchtkörpers eingeschlossen
wird. Der Pilz wird also hemiangiocarp. Das Hymenium bildet keine
ununterbrochene Schicht, sondern entsteht isoliert an einigen Stellen der Ober-
fläche. Die Aski liegen im reifen Fruchtkörper ganz regellos zwischen der
Venae externae. 3
Ein weiteres Untersuchungsobjekt bildete Secotium (Elasmomyces)
krjukowense Buchholtz. Auch dieser Pilz ist anfangs gymnocarp und erst
später wird infolge starker Peridienentwickelung die Gleba eingeschlossen. Das
Gewebe der Columella dieses Pilzes zeigt eine ganz eigenartige Struktur; welche
sehr an die von Russula- und Lactarius-Arten erinnert.
Was die Verwandtschaftsverhältnisse anbetrifft, so zeigt Verfasser, daß die
Eutuberaceen gewiß am nächsten den Helvellineen stehen, da der Ermchk
körper auch in seinen kompliziertesten Formen anfänglich gymnocatp or.
Aschion und Eutuber sind sehr nahe verwandt und gehören zweifellos In
eine Gattung. Ob Genea ‚und Pseudogenea wirklich an den Anfang her:
Eutuberineen-Reihe zu stellen sind, ist noch etwas unsicher. Vielleicht
haben sie ihre nächsten Verwandten bei Genabea und ChoiromyCe®
Secotium kann nicht ohne weiteres an den Anfang der Phallaceen-R& e
gestellt werden, wie dies Ed. Fischer mit Elasmomyces Mattirolianu$ =
(127)
tun geneigt ist. Zwischen den Secotiaceen und gewissen Hymenomyceten
(z.B. Russula, Lactarius) bestehen sicher verwandtschaftliche Beziehungen.
Im systematischen Abschnitt weist Verfasser zunächst auf die Schwierig-
keiten hin, welche das Auffinden und Bestimmen der Hypogaeen verursachen.
Es folgt dann die Aufführung der 45 bis jetzt für Rußland nachgewiesenen
Arten. Von diesen sind 31 neu für das Gebiet. Als neu beschrieben werden:
Tuber puberulum Ed. Fisch. var. albidum et var. michailowskjanum
Buch., T. intermedium Buch., T. ferrugineum Vitt. var. balsamioides
Buch, Secotium (Elasmomyces)krjukowense Buch, S. (Elasmomyces)
michailowskjanum Buch., Dendrogaster connectens Buch. nov. gen.
et spec., Hymenogaster Rehsteineri Buch. (=H. decorus Rehsteiner,
von Tulasne), H. verrucosa Buch.
Jede der aufgeführten 45 Arten wird ausführlich (in russischer Sprache)
beschrieben; die neuen Arten sind ferner mit lateinischer Diagnose versehen.
Ausführlich wird auf die Literatur und Synonymik eingegangen. Dann ist auch
noch auf diejenigen Gattungen und Arten hingewiesen, welche aus dem Gebiete
bisher noch nicht bekannt sind, deren Vorkommen aber wahrscheinlich ist.
Für die Gattungen und Arten sind Bestimmungstabellen gegeben. Ein Literatur-
verzeichnis beschließt die wertvolle Abhandlung. Die Tafeln sind gut ge-
zeichnet. P. Sydow.
Dietel, P. Über die auf Leguminosen lebenden Rostpilze und die
Verwandtschaftsverhältnisse der Gattungen der Pucciniaceen.
(Annales mycologici Vol. 1. No. 1. 1903. p. 3. 14.)
Während heimische Leguminosen ausschließlich von Arten der Gattung
Uromyces bewohnt werden, finden sich auf exotischen Leguminosen außerdem
Vertreter der Gattungen Puccinia, Uropyxis, Phragmopyxis, Diorchidium,
Hapalophragmium, Sphaerophragmium, Anthomyces, Ravenelia und Phakopsora.
Nur wenige Puccinia-Species kommen auf Leguminosen vor und sind diese
vielleicht teilweise zu Uropyxis zu stellen, welche ersterer Gattung sehr nahe
steht. Uropyxis schließt sich der Gattung Phragmopyxis unmittelbar an. Bei
zahlreichen Leguminosen-Rostpilzen finden wir das Prinzip der Längsteilung
und der nach verschiedenen Richtungen orientierten Teilungen. Dieses tritt
besonders deutlich bei der Gattung Anthomyces auf, ebenso treten bei den
meisten Ravenelia-Arten Längsteilungen innerhalb der Zellen ein. Zwischen
Ravenelia und Uropyxis findet sich die Ausbildung eines Cystenapparates.
Nahe verwandt mit Ravenelia ist die Gattung Sphaerophragmium. Hier wird
jedes Köpfchen aber von einem einfachen Stiele getragen und besteht aus
4—9 Sporenzellen. Auf Längs- und Querteilung ist vielleicht auch der Aufbau
der Teleutospore von Hapalophragmium zurückzuführen. Diese ist dreizellig,
ähnlich wie bei Triphragmium. Wie die Gattung Puccinia durch Querteilung
der Sporen aus Uromyces entstanden ist, sO würde nach Ansicht des Verfassers
demnach Diorchidium aus dieser durch Hinzutreten einer Längsscheidewand
abzuleiten sein. a
Hierauf werden die Verwandtschaftsverhältnisse der Gattungen Hemileia,
Sphenospora, Gymnosporangium, Phragmidium, Triphragmium eingehender
erläutert.
Verfasser kommt zu dem Schlusse, nr
Gattung Uromyces gleich, einzellig gewesen sind und daß die Stammformen der
Gattung Uromyces schon vorhanden waren, wO die Entwickelung der einzelnen
Spezies und Gattung noch nicht auf einen engen Kreis von Nährpflanzen, oder
auch die Zahl der Angiospermen auf eine geringere Anzahl von Typen beschränkt
War. In früheren Entwickelungsperioden dürfte der Übergang von einzelligen
daß die primitiven Pucciniaceen der
(128)
Formen zu zweizelligen erfolgt sein und ein Teil der primitiven Stammformen
gemischtsporig gewesen sein, wie wir dieses jetzt noch bei verschiedenen
Puccinien, so bei P. heterospora, finden.
Hennings, P. Schädliche Pilze auf Kulturpflanzen aus Deutsch -Ost-
afrika. (Notizblatt des Kgl. botan. Gartens und Museums in Berlin
1902. p. 239—243.)
Verfasser beschreibt verschiedene Pilzarten, welche auf Kulturpflanzen in
Usambara auftreten und diesen teilweise schädlich sind. Asterina Stuhlmanni
auf Blättern von kultivierter Ananas; Microthyrium Coffeae auf Blättern von
Coffea liberica; Physalospora Fourcroyae auf Fourcroya gigantea; Mycosphaerella
Tamarindi auf Blättern von Tamarindus indica; Macrophoma Manihotis auf
Blattstielen von Manihot utilissima, Ascochyta Manihotis und Gloeosporium
Manihotis ebenfalls; Gloeosporium Tamarindi; Trullula Vanillae auf Früchten
von Vanilla aromatica, schwärzliche flache Pusteln mit gelbgrünen Konidien
verursachend; Helminthosporium Tritici auf Ähren von Triticum vulgare. Die
Pilze wurden von Dr. Stuhlmann und Prof. Zimmermann im Jahre 1892 eingesandt.
Ikeno, $S. Die Sporenbildung von Taphrina-Arten. (Flora XCH.
1903. p. 1—31. Mit 3 Tafeln.)
Verfasser untersucht, im Anschluß an eine frühere Mitteilung über die
Sporenbildung von Taphrina Johansoni (Flora LXXXVIIN. 1901), die ent-
sprechenden Vorgänge bei T. Kusanoi sp. nov (auf Blättern von Pasania
cuspidata), T. Cerasi, Pruni und deformans. Im jungen Askus findet
Verschmelzung zweier Kerne statt. Es erfolgt dann eine Zerklüftung des
Chromatins unter allmählicher Desorganisation der Kernkonturen. Ersteres
wird vom Cytoplasma der askogenen Zelle aufgelöst bis auf einen einzigen
resultierenden sogenannten „sekundären“ Chromatinkörper, unter allmählicher
Streckung und Erhebung der askogenen Zellen über die Cuticula der Epidermis-
zellen, durch wiederholte (direkte) Teilungen und Sprossungen. Es grenzt sich
schließlich um die kleineren Chromatinstücke Cytoplasma zur Sporenbildung
ab, während die übrigen größeren Stücke vom Askusplasma resorbiert werden.
Im Gegensatz hierzu verlaufen die Teilungen des sekundären Chromatinkörper®
z.B. von T, Cerasi karyokinetisch, was um so interessanter ist, als wir es hier
nicht mit vollwertigen Zellkernen, sondern mit homogenen und strukturlosen
Chromatinkörpern zu tun haben. Bezüglich der interessanten Einzelheiten
dieser Vorgänge, sowie auch der Deutung der Kernpartien, die auf Grund
einer mikrochemischen Untersuchung erfolgt, sei auf das Original verwiesen.
Ruhland-Berlin.
Lloyd, 6. 6. Catastoma. (Mycological Notes No. 13, Febr. 1903.
p- 121—122.) i
Verfasser führt drei amerikanische Arten, welche auf Pl. 6 und 7
photographischen Abbildungen gegeben werden, auf. Es sind dies 5% pedicella-
tum, C. circumscissum, C. subterraneum. BE
Diese Gattung ist bereits 1845 von Czerniaiev nach Hollos in Hedwigla
1903 p. (20) als Disciseda beschrieben worden und ist daher die von Morgan
1892 benannte Gattung Catastoma einzuziehen. C. subterraneum (Peck) Morg.
ist als Bovista s, 1879 beschrieben. Hiermit ist Geaster Bovista Klotzsch- (1843)
identisch und ist diese Art deshalb als Disciseda Bovista (Klotzsch.) PzHeul
zu bezeichnen.
— Mitremyces (l. c. p. 123—127).
Aus Nord-Amerika werden M. lutescens, M. cinnabarinus, M. Ravenelü und
M. Ravenelii var. minor beschrieben, sowie die Verbreitung daselbst angegeben.
(129)
Für Mitremyces Nees ist jedenfalls der ältere Name Calostoma Desv. zu setzen.
Sämtliche Arten sind auf Pl. 8 und 9 in photographischen Abbildungen nebst
Sporen gegeben.
Marcuse, M. Anatomisch-biologischer Beitrag zur Mykorrhizenfrage.
Inaugural-Dissertation zur Erlangung der Doktorwürde der philos.
Falkultät der Universität Jena. Dessau (H. Franke) 1902. 8°.
36 p. 1 Doppeltafel.
Der Verfasser gelangt zu der folgenden Zusammenfassung der sich aus
früheren und eigenen Untersuchungen ergebenden Resultate:
1. Die Beschaffenheit und Ausbreitung des endotrophen Pilzes in der Wurzel
bezw. dem Rhizom steht im Zusammenhang mit den verschiedenen Vegetations-
perioden, dem damit verknüpften Alter der Wurzel und der Standorts-
beschaffenheit.
2. Sowohl die bei Epipogon und Corallorhiza, wie bei den verschiedenen
grünen Orchideen mit Außenmycelien kommunizierenden Pilzfäden sind als
Austrittshyphen aufzufassen.
3. Die mehr oder weniger reichliche Kommunikation des endotrophen
Pilzes mit im Substrat verlaufenden Mycelien, das bewiesene Austreten des
Pilzes aus der Wurzel, die Lage der pilzführenden Zellen in Bezug auf den
Zentralstrang sowie die u. a. auch bei Ophrys muscifera gefundene Beziehung
zwischen Verpilzung und Haarentwickelung läßt bei den meisten endotrophen
Mykorrhizen auf eine der physiologischen Funktion der Wurzelhaare ähnliche
Bedeutung der Kommunikationshyphen schließen, wie sie zuerst von Pfeffer
behauptet, von vielen Forschern später angenommen, mehrfach jedoch bezweifelt
worden ist.
Die eigenen Untersuchungen des Verfassers bezogen sich auf holosapro-
phitische Orchideen und zwar Epipogon Gmelini Rich., Corallorhiza innata
R. Br., Neottia Nidus avis L., auf hemisaprophytische Pflanzen und zwar ver-
schiedene Orchideen, Polgala amara L., Pirolaceen, Linum catharticum L.,
Pinus sylvestris L. und Botrychium Lunaria Sw.
Patouillard, N. Descriptions de quelques Champignons extra-euro-
peens. (Bull. d. 1. Soc. Mycol. d. France XVII. p. 299—303. Pl. XIV.)
Von neuen Arten beschreibt Verfasser: Collybia lachnocephala, Marasmius
Missangoensis, Hexagonia amplexens, N. Caledonien; Lycoperdon endotephrum,
Madagascar; Geaster Dybowskii; Asterina mierotheca aut Leucopsis Tweediei,
Brasilien; A. circularis, Java; Xylaria hemiglossa, N. Caledonien; Physalospora
Circinans auf Ardisia, Brasilien; Eutypella scoparioides, Japan; Pharcidia cupularis
auf Sticta plytyphylla, China; Nectria caesariata auf Chusquea, Brasilien. Letztere
Sowie Xylaria, Lycoperdon und Hexagonia werden abgebildet.
Rehm, H. Beiträge zur Ascomyceten-Flora der Voralpen und Alpen I.
(Österr. botan, Zeitschrift 1903. No.1. p.1-6) Bons :
Verfasser hat seit vielen Jahren die Ascomycetenflora dieses Gebietes mit
grösstem Eifer erforscht und ist zweifellos der beste Kenner desselben in mes
Beziehung, In vorliegender Arbeit werden folgende neue Arten beschrieben:
Trichosphaeria Dryadea auf Blättern von Dryas octopetala, Rosellinia (Amphi-
Sphaerella) Hippophaös, Tirol; Melanopsamma balnei ursi, Dryas octopetala,
Tirol; Didymosphaeria Hippophaös, Teichospora disconspicua auf faulenden
Kiefernzweigen; Lachnum idaeum auf abgestorbenen Zweigen von Vaccinium
Vitis idaca. Zu anderen bekannten Arten des Gebietes werden dankenswerte
kritische Bemerkungen teilweise gegeben.
Hedwigia Ba, XLII, 1903. :
(130)
Saccardo, P. A. Notae mycologicae III. Mycetes novi vel notabiliores,
(Annales mycologici I. p. 24— 29.)
Von neuen Arten sind besonders zu erwähnen: Laestadia circumscissa
auf Prunus spinosa, Dothidella Setariae, Peckiella minima Sacc. et Bres. in
Corticium stramineum, Hypomyces Bresadolae auf Abies excelsa, Helotium Piga-
lianum in Angiopteris tasmaniana, Phyllosticta punctiformis, Ph. alpigena, Phoma
Tulasnei, Macrophoma physalospora, Leptostromella Cynodontis, Pseudocenan-
gium laricinum, Oospora umbrina, Macrosporium nodipes, Stilbum resinae,
Didymostilbe capillacea, Cylindrocolla corticioides.
Sydow, H. et P. Diagnosen neuer Uredineen und Ustilagineen nebst
Bemerkungen zu einigen bereits bekannten Arten. (Annales my-
cologici Vol. I. No.1. p. 15.)
Von den Verfassern werden nachstehende Arten beschrieben: Uromyces
Psophocarpi, W. Afrika, Aecid.; U. Microchloae, C. Afrika; U. Bouvardiae,
Guatemala; U. indoratus, Dicliptera, Mexico; P. Anthospermi, Venezuela, ist
unter gleichem Namen bereits aus Brasilien (Hedw. 1892. p. 296) von P. Hennings
beschrieben worden; P. subdecora Syd. et Holw. Brickellia, N. Amerika; P.
Gerardiae, N. Amerika; P. Alyssi, Italien; P. Tourneyi, Pentstemon spectabilis,
Color.; Pucciniastrum Boehmeriae (Diet.), Japan; Peridermium Holwayj, Pseudo-
tsuga, Columb.; Aecidium Carpochaetes, Mexico; A. melanotes, Tetranthera
amara, Java; U. Gaudechaudii, Blainvillea rhomboidea, Brasil.; U. Opheliae,
Ind. or.; U. balaensis Blechnum Brownei, Ecuador; U. Panacis, Ind. or.; U.
Anthephorae, Cuba; U. Acriuli, Madagasc.; U. Courtoisiae, Ind. or.; Ustilago
tuberculiformis, Polygonum runcinatum, China; U. Mitchellii, Iseilema Mitchellü,
Australien.
— — Über die auf Anemone narcissiflora auftretenden Puceinien
(. CHE 33 —35).
Außer Puccinia vesiculosa Schlecht. u. P. Schelleana Thüm. wird noch eine
dritte Art, welche durch kleinere und warzige Sporen ausgezeichnet ist, aus
Colorado, P. recta beschrieben.
Nilson, B. Zur Entwickelungsgeschichte, Morphologie und Systematik
der Flechten. (Bot. Notiser 1903. p. 1—33.)
Schwendeners Theorie, daß die Flechten nicht einfache Pflanzen sind,
sondern komplexe Gebilde, die durch Zusammenleben von Pilzen und Flechten
zu stande kommen, dürfte wohl jetzt allgemein anerkannt sein, doch sind die
Ansichten darüber, in welchem Verhältnis Pilz und Alge im Flechtenthallus zu
einander stehen, immer noch sehr verschieden. Der Verfasser verteidigt
Schwendeners Ansicht, daß Parasitismus vorliege, gegenüber der Ansicht,
daß mutualistische Symbiose in irgend einer Form vorhanden sei, geht dann
auf die verschiedenen Deutungen ein, welche die Soredien und Sorale erfahren
haben und erörtert seine eigene neue Ansicht, nach der die im Flechtenthallus
eingeschlossenen Algen, wenn die Verhältnisse für sie günstig werden, besonders
infolge starker Bewässerung, die Bildung von Soredien, wie auch von sogenannten
Isidien und anderen dergleichen Sprossen bewirken, indem sie sich reichlicher
vermehren und durch den Druck ihrer Menge die fraglichen Gebilde ver
ursachen. Der Verfasser hat sich durch Beobachtung in der Natur davon über-
zeugt, daß diese seine Ansicht richtig ist. Derselbe geht dann auf die Ab-
stammung der Flechten von den Pilzen ein, vergleicht die verschiedenen
Ansichten der Lichenologen, welche alle einen polyphyletischen Ursprung der
Flechten annehmen und spricht die eigene Ansicht aus, daß die Phylogeni®
(131)
der Flechten dahin strebe, einen möglichst einheitlichen Organismus zu bilden,
der durch eine möglichst kleine Fläche mit dem Substrate in Zusammenhang
steht, es komme nicht darauf an, ob die Flechte strauch- oder blattartig sei, um
ihre Stellung im System zu bestimmen, nicht die Form des Thallus, sondern die
Befestigungsfläche sei maßgebend. Die höchst entwickelten Formen seien die-
jenigen, deren Befestigungsfläche möglichst klein ist, die also nur an einer Stelle
mit dem Substrat zusammenhängen, Betreffs der Flechtensporen und deren
phylogenetischer Entwickelung müsse man annehmen, daß im allgemeinen die
hyalinen einfachen und zu 8 in jedem Schlauche befindlichen als die ursprüng-
lichen zu betrachten seien, von diesen haben sich die septierten, die gefärbten
und die in größerer oder kleinerer Anzahl in den Schläuchen vorhandenen
entwickelt. Gewisse Gattungen und Arten seien ferner dadurch zu stande ge-
kommen, daß die Flechtenpilze einen Wechsel der Nähralgen vornahmen. Die
hier angedeuteten leitenden Prinzipien verwendet dann der Verfasser, um eine
Übersicht über die Verwandtschaftsbeziehungen innerhalb des Flechtenreiches
zu geben. Schließlich gibt er auch eine solche über das Flechtensystem, wie
es sich seinen Ansichten gemäß gestaltet. Wir müssen in Bezug auf diese
Übersichten auf die Abhandlung selbst verweisen.
Die Abhandlung wird nicht nur von Lichenologen, sondern von allen
Botanikern gern gelesen werden, welche sich über den Stand der Flechtenfrage
orientieren wollen.
Zopf, Wilh. Vergleichende Untersuchungen über Flechten in Bezug
auf ihre Stoffwechselprodukte. I. Abhandlung. Mit einer Abbildung
im Text und Tafel II--V. (Beihefte zum Botan. Zentralblatt.
Bd. XIV. p. 97 ff.)
Die vorliegende Arbeit ist die erste in einer neuen Serie von Unter-
suchungen, in denen der Verfasser seinen Studien über Flechtenstoffe eine
mehr physiologische und systematische Richtung gibt. Bisher hatte er darüber
in 10 Mitteilungen „Zur Kenntnis der Flechtenstoffe“ in Liebigs Annalen der
Chemie nur in chemisch-deskriptiver Weise, teils ohne bestimmte Anordnung,
teils in Abteilungen, die sich ohne Beziehung auf botanisch - systematische
Gesichtspunkte aus dem gemeinsamen Vorkommen bestimmter Stoffe in ver-
schiedenen Lichenen ergaben, berichtet.
Am Beginn werden kurz die leitenden Gedanken resümiert: 1. Ermittelung
der Flechtensäurebildung ganzer Gattungen oder selbst ganzer Familien. 2. Ein-
fluß von Substrat geographischer Lage und Jahreszeit auf Qualität und Quantität
der Flechtenstoffe. 3, Anatomische Bildungsstätten derselben und mikroskopisch-
chemischer Nachweis. 4. Ihre Bedeutung als diagnostische und Gruppenmerk-
male. 5. Inwieweit sind Alge und Pilz bei der Flechtensäurebildung beteiligt?
6. Biologische Bedeutung der Flechtensäuren. ;
Nach praktischen Hinweisen auf die Verwendung der verschiedenen
Extraktions- und Trennungsmittel sowie über die Reindarstellung der Flechten-
stoffe beginnt die spezielle Betrachtung mit den parmelia-artigen Flechten im
Weitesten Sinne und zwar zunächst mit der Gattung Evernia, 2
Die eingehende Prüfung von Materialien, die von verschiedenen Lokalitäten
Stammten und auf deren Einheitlichkeit mit Sorgfalt geachtet wurde, ergab für
die bisher unter Evernia furfuracea (L.) Mann zusammengefaßten Formen
das bemerkenswerte Resultat, daß diese weitverbreitete „Art“ in Deutschland
allein in mindestens 5 Spezies zu spalten ist, die teils morphologische, teils
Chemische Differenzen von einander zeigen. Zwei dieser von der nunmehrigen
E. furfüracea (L.) Zopf getrennt zu haltenden Arten sind völlig neu: E. olivetorina
9*
(132)
und E. isidiophora, zwei andere sind bereits früher als Varietäten isoliert worden:
E. ceratea (Ach.) Zopf und E. soralifera (Bitter) Zopf.
Da sich diese ganze Gruppe durch bilateralen Thallusbau, durch Bildung
sekundärer Rhizoiden und eines schwarzen Farbstoffes unterseits sowie durch
das Fehlen von Everniin von den andern Evernien unterscheidet, so schlägt
Zopf für die Furfuracea-Gruppe den Genusnamen: Pseudevernia vor, sie steht
dem Subgenus Hypogymnia der großen Gattung Parmelia nahe.
Für die lichenologische Floristik dürfte besonders die Farbe des leicht
herzustellenden Ätherauszuges von Bedeutung sein: rotgelb bei furfuracea und
ceratea (weil Furfuracinsäure vorhanden), grün bei soralifera, isidiophora und
olivetorina (Furfuracinsäure fehlt). Ps. furfuracea und ceratea stimmen chemisch
überein (Atranorsäure, Physodsäure, Furfuracinsäure), unterscheiden sich aber
morphologisch. Ps. soralifera weicht chemisch durch das Fehlen der Furfuracin-
säure, morphologisch durch Sorale von den eben genannten ab. Ps. isidophora
enthält außer der neuen Isidsäure noch Atranor- und Physodsäure, letztere fehlt
ebenso wie Isid- und Furfuacinsäure der Ps. olivetorina, die neben Atranorsäure
noch Olivetorsäure führt, im Gegensatz zu Ps. furfuracea, der früher irrtümlich
infolge beigemengter Ps. olivetorina ebenfalls Olivetorsäure zugeschrieben worden
ist. Die Olivetorsäure ruft die rote Chlorkalkreaktion der Ps. olivetorina hervor.
Durch die Untersuchung der Flechtenarten von verschiedenem Substrat und
von verschiedenen Orten wurde festgestellt, daß diese äußeren Faktoren keinen
Einfluß auf die Qualität der Flechtensäuren haben.
Die 3 echten Evernien: E. prunastri, E. thamnodes und E. divaricata
stimmen durch den Besitz von Dextrousninsäure überein. E. prunastri bildet
außerdem noch Atranorsäure und Evernsäure, welche bei thamnodes und
divaricata fehlen, diese beide haben dafür Divaricatsäure. E. vulpina, häufig als
besondere Gattung Chlorea oder Letharia abgetrennt, steht chemisch isolierter
da: außer der weitverbreiteten Atranorsäure produziert sie ein Pulvinsäure-
derivat, die Vulpinsäure. Alle vier eben genannten bilden im Gegensatz zu
den Pseudevernien das Kohlehydrat Everniin.
An einer stark sorediösen Form der E. prunastri, die als var. sorediifera
Ach. bezeichnet wird, fand sich ein auffällig hoher Gehalt an Atranorsäure
5,3 0/, (sonst 0,5 —0,80/,), dagegen zeigen Usnin- und Evernsäure keine Steigerung
in der stärker sorediösen Form, ein sehr bemerkenswertes Ergebnis.
Bitter (Münster i. W.).
Matouschek, Fr. Das bryologische Nachlaßherbar des Friedrich
Stolz (f d. 14. Aug. 1899). (Separatabdruck aus den Berichten
des naturwissenschaftl.-mediz. Vereins in Innsbruck. XX VII. Jahrg.
1902/1903.) Innsbruck (Selbstverlag. Druck der Wagnerschen
Univ.-Buchdruckerei) 1903. 8°. 164 p. Mit Porträt.
Dem befähigten jungen Botaniker, der vor einigen Jahren seinen Tod
durch Absturz in den Tiroler Alpen fand, setzt der Verfasser in dieser Schritt
ein würdiges Denkmal. Mit besonderer Vorliebe hat Stolz die Moosflora seines
Heimatlandes erforscht und einen Sammeleifer entwickelt, wie er sich selten
findet. Die umfangreiche Schrift legt davon Zeugnis ab. Nicht allein auf Tirol,
sondern auch auf die angrenzenden Teile von Italien, Bayern, Krain und das
österreichische Küstenland erstreckte er seine Exkursionen, auf welchen @f mit
Vorliebe Moose sammelte. Die in dem Buche niedergelegten Resultate werden
nun zwar sicher von den Verfassern der Kryptogamenflora von Tirol u.s.W» Pro d
Della Torre und Grafen Sarnthein, in kürzerer Zeit für den Bryophytenban
benutzt werden, aber die vorliegende Schrift wird allen in den Alpen sammelnde"
Bryologen vorläufig sehr willkommen sein, zumal das darin bearbeitete Materi&
(133)
ein sehr umfangreiches ist. Zugleich ist die Abhandlung ein wichtiger Baustein
für eine spätere vollständige Zusammenfassung der geographischen Verbreitung
der Moose im ganzen Alpengebiet. Von großem Wert für die ökologische
Pfanzengeographie sind auch die von Stolz auf den Zetteln gemachten und
in das Buch aufgenommenen Angaben über das Zusammenvorkommen von
Moosen, welche nebst Höhen- und Substratangaben fast stets bei der Aufführung
der Fundorte gemacht werden.
Migula, W. Kryptogamenflora, Moose, Algen, Flechten und Pilze,
(V.—VI. Band von Dir. Prof. Dr. Thomes Flora von Deutschland,
Österreich und der Schweiz.) V. Band Moose. Lief. 5—9. Gera,
Reuß, j. L. (Friedrich von Zezschwitz, vormals Fr. Eug. Köhlers
botan. Verlag) o. J. Jede Lieferung 1 M.
Seit unserer letzten Besprechung (vergl. Hedwigia 1902, Beibl. No. 2. p. 79)
hat auch diese Kryptogamenflora rüstige Fortschritte gemacht und ist von dem
Verfasser mit bekannter Ausdauer und Fleiß gefördert worden. Jetzt zum Be-
ginn des Frühjahres, wo der sammelnde Botaniker in Wald und Flur zu ziehen
beginnt, um seine Herbarschätze zu vermehren und der Mikroskopiker sich
das lebende Material zu seinen wissenschaftlichen Studien im Freien zu suchen
pflegt, dürfte es an der Zeit sein, auch auf dieses Werk von neuem auf-
merksam zu machen. Der Verfasser hat seinen vorgesetzten Plan auch bei der
weiteren Ausarbeitung in derselben vorzüglichen Weise eingehalten. Wir können
allen denjenigen jungen Botanikern, welche in die Moosflora unseres Heimat-
landes eingeführt zu werden wünschen, raten, sich auf den jetzt erscheinenden
Bryophytenband zu abonnieren, umsomehr, als der Preis für die Lieferung ein
sehr niedriger ist. Die vorliegende erschienene Fortsetzung bringt den Schluß
der Pottiaceae, die Familien der Orthotrichaceae, Encalyptaceae, Georgiaceat,
Schistostegaceae, Splachnaceae, Disceliaceae, Funariaceae, Bryaceae, Mniaceae
und Meesiaceae.
Auf die vorzügliche Ausstattung des Werkes, sowohl bezüglich des Druckes
als der instruktiven gut ausgeführten zahlreichen Tafeln, haben wir schon wieder-
holt aufmerksam gemacht.
Istvanffi, 6. de. Etudes sur le rot livide de la vigne (Coniothyrium
diplodiella). (Annales de l’institut central ampelologique roy.
Hongrois II. 1902. Budapest. (Soc. d’imprim. et d’editions Pallas
1902.) 288 pp. avec 1—XXIV Pl. hors texte et 12 Figur. dans
le texte,
Dieses von dem Königl. ungarischen Ministerium der Landwirtschaft heraus-
gegebene Werk ist für den Weinbau von größter Wichtigkeit, da in demselben
ein dem Weinstock äußerst schädlicher Parasit, Coniothyrium Diplodiella, sehr
ausführlich in seiner Entwickelung und im Auftreten, sowie die durch ihn ver-
ürsachten Schädigungen der Kulturpflanze und die Bekämpfungsweise der Krank-
heit geschildert werden. Das vorliegende Werk gliedert sich in folgende Kapitel:
I. Partie historique, II. Le rot livide sur de pousses de vignes europeennes. 1. Rot
livide sur les feuilles des vignes europeenes. IV. Rot livide sur les piedsmeres
americaines,. V, Structure anatomique de la baie du raisin et son developpement.
VI, Developpement du rot livide dans les organes de la Vigne. VIL Cultures
Pures du champignon du rot livide. VII. Degät des grappes. IX. Experiences
@infection sur les differents organes de la Vigne. X. Traitement par les er
Poses cupriques et la bouillie bordelaise. XI. Modes de traitement. XH. Ex-
Periences fondamentales sur le traitement. XII. Compagnons du rot livide,
(134)
XIV. Remarques systematiques. XV. Traitement du rot livide. Im Kapitel VI
werden besonders die Macropyniden sowie die Spermogonien des Pilzes, in
Kapitel VII die Keimung desselben, die Mycelformen sowie das Hymenium aus-
führlicher geschildert. In Kapitel XIII finden sich die Begleiter des Coniothyriums
beschrieben, es sind dieses Colletotrichum vitis n. sp., Botrytis cinerea Pers,
Pestalozzia uvicola Speg., Cytospora ampelina Sacc. In Kapitel XIV sind die
Vitis-Arten zusammengestellt, auf denen der Pilz bisher beobachtet worden ist,
so auf V. vinifera, V. Berlandieri, V. candicans, V. cinerea. Die Sporengrößen
und Formen von Coniothyrium Diplodiella (Speg.), C. insitivum Sacc., C. Vitis
Delacr., C. Berlandieri Vial. et Sauv., sowie die Unterschiede dieser Arten und
ihre Wirtspflanzen werden aufgezählt,
Das Werk ist äußerst elegant ausgestattet, die prachtvollen Abbildungen
auf den zahlreichen, meist kolorierten Tafeln sind meisterhaft wiedergegeben,
ebenso die 12 Textabbildungen.
Küster, E. Pathologische Pflanzenanatomie. In ihren Grundzügen
dargestellt. Gr. 8%. 312 p. Mit 121 Abbildungen im Text. Jena
(Gustav Fischer) 1903. Preis M. 8.—.
Ein Werk, das eine vergleichende Behandlung der abnormalen Pflanzen-
gewebe bringt, war bisher nicht vorhanden. Die vorhandenen Werke beschränk-
ten sich meist nur darauf, einen Vergleich anzustellen zwischen den normalen
und abnormalen Formen, und nur selten findet man Notizen in der Literatur,
welche sich auf vergleichende Betrachtung der abnormalen Gewebe untereinander
beziehen. Daß jedoch ein solcher Vergleich der abnormalen Formen unter-
einander von großer Wichtigkeit ist. kann nicht bestritten werden. Der Ver-
fasser des vorliegenden Werkes hat sich das Ziel gesetzt, diese Lücke in
unserer botanischen Literatur auszufüllen und hat es als seine Aufgabe be-
trachtet, Entwickelungsgeschichte und histologische Zusammensetzung der ver-
schiedenen abnormalen Gewebe kurz zu schildern, ihre Entstehungsursachen
zu studieren und auf Grund der entwickelungsgeschichtlichen, histologischen und
ätiologischen Daten sie miteinander zu vergleichen.
Das Buch, dessen Verfasser im wesentlichen die vorhandene Literatur
eingehend benützt hat, enthält infolge des von demselben bei der Bearbeitung
ins Auge gefaßten Zieles mancherlei neue Ansichten und auch neue Tatsachen,
zumal da der Verfasser seine aus der Literatur gewonnenen Resultate stets
durch eigene Untersuchungen prüft, stützt und berichtigt.
Um dem Leser einige Andeutungen über den Inhalt des wertvollen Buches
zu geben, mögen im nachfolgenden die Kapitelüberschriften nach dem Inhalts-
verzeichnis genannt sein: Einleitung. 1. Kap.: Restitution (Restitution der
Zelle in Bezug auf Membran und Zellinhalt, Restitution der Gewebe). 2. Kap.:
Hypoplasie oder Hemmungsbildungen (Zahl der Zellen, Größe der Zellen,
Differenzierung der Zellen und Gewebe). 3. Kap.: Metaplasie (Inhalt der Zelle,
Zellmembran). 4. Kap.: Hypertrophie (einfachste Fälle, Gewebe der etiolierten
Pflanzen, hyperhydrische Gewebe, Callushypertrophie, Thyllen, Gallenhyper-
trophie, vielkernige Riesenzellen). 5. Kap.: Hyperplasie (A. Homöoplasie: Lokali-
sierte Gewebewucherungen von homöoplastischem Charakter, abnormale Ent
wickelung einzelner Gewebeformen; B. Heteroplastische Gewebe: Korrelations-
heteroplasmen, Callus, Wundholz, Wundkork, Gallen). 6. Kap.: Allgemeine Be-
trachtungen über Ätiologie und Entwickelungsgeschichte pathologischer Pflanzen
gewebe; Fragestellungen der allgemeinen Pathologie; Theoretisches (über ne
wirksamen Faktoren, über die Reizreaktionen, über die Reaktionsfähigkeit)-
Die in dem Buche vom Verfasser gebrachten Termini Hypoplasie, Me
plasie, Hypertrophie, Hyperplasie u. s.w. sind sämtlich der medizinischen Wissen
(135)
schaft entlehnt und werden genau in dem Sinne genommen, in welchem sie der
Mediziner nimmt. Durch die Einführung dieser Ausdrücke in die Botanik hat
der Verfasser sich ein Verdienst erworben, da durch dieselben gewisse abnorme
Zustände kurz und deutlich zu charakterisieren und zu klassifizieren sind. Wir
wollen jedoch hier auf die Bedeutung dieser Termini nicht eingehen, unter der
sicheren Annahme, daß das Buch sehr bald in die Hände aller wissenschaft-
lichen Botaniker gelangen und in keiner botanischen Bibliothek fehlen wird.
Die Ausstattung des Werkes ist, wie sie ja von der bekannten Verlags-
buchhandlung zu erwarten war, eine vorzügliche.
Pammel, L. H., Weems, J. B. and Lamson-Scribner, F. The Grasses
of Jowa. (Jowa Geological Survey Bull. No.1. Des Moines, Jowa
1901). . 8%. 525 .p:;
Wenn wir hier auf dieses Buch, in welchem im wesentlichen die Gramineen,
sowohl die dieser Familie angehörenden Kulturgewächse, als auch die wilden
Wiesengräser und nebenbei auch andere für die Landwirtschaft wichtige sowohl
nützliche wie schädliche Pflanzen einer eingehenden Betrachtung gewürdigt
werden, so ist der Grund davon der, daß in demselben auch zwei Kapitel ent-
halten sind, welche von den in Jowa beobachteten Krankheiten dieser Gewächse
handeln, Auf Seite 185 bis 281 werden die durch Pilze, von Seite 281 bis 292
die durch Bakterien erzeugte Krankheiten in sehr eingehender Weise abgehandelt.
Wenn auch das Buch mehr für den praktischen Landwirt bestimmt sein dürfte,
so wird doch auch der wissenschaftliche Phytopathologe hier manche beachtens-
werte Angaben finden und dürfte das Buch nicht entbehren können. Der prak-
tische Landwirt jedoch wird durch das Buch sich mit Leichtigkeit über die
Erkrankungen der für ihn wichtigen Angehörigen der Gramineenfamilie unter-
richten können und zwar nicht nur der in Jowa, sondern auch in anderen
Ländern ansässige, da die meisten der abgehandelten Krankheiten eine sehr
große Verbreitung besonders in der nördlich gemäßigten Zone haben und auch
in Europa vorkommen.
Thomas, Fr. Die Dipterocecidien von Vaccinium uliginosum mit
Bemerkungen über Blattgrübchen und über terminologische Fragen.
(Marcellia 1902 p. 146—161.) Eh
Der Verfasser beschreibt eingehend die bisher bekannten zwei Diptero-
cecidien, die knorpelig verdickte Blattrandrollung nnd die spindelförmige De-
formation der Triebspitzen an Vaccinium uliginosum, sowie ein neues auf dieser
Pflanze vorkommendes Cecidium, welches in Blattgrübchen besteht, gibt dann
eine Zusammenstellung der bisher bekannten und neuer durch Gallmücken er-
zeugten Blattgrübchen, welche sowohl echte Cecidien (die Frühjahrsgrübchen
von Acer) als wie auch hypertrophielose Objekte darstellen. Erstere verdanken
ihr Entstehen einer gesteigerten Lebenstätigkeit (Hypertrophie), letztere einer
Einseitigen Minderung derselben. Doch können beide Faktoren auch zugleich
wirksam sein. Im Gegensatze von progressiven Bildungen und Hemmungs-
bildungen stellen die hypertrophielosen Blattgrübchen das Extrem der zweiten
Tuppe dar, welche durch einen ausschließlich destruktiven Reiz bewirkt werden.
Verfasser schlägt für derartige Bildungen den Namen Pseudocecidien vor. Im
dritten Kapitel schlägt der Verfasser vor, den Begriff Cecidium zu erweitern
und alle aktiven Neubildungen der Pflanze, die durch einen Symbioten erzeugt
werden, unter den Begriff Cecidium zu vereinigen, dagegen als Domatien nur
Solche Bildungen zu bezeichnen, die sich an der Pflanze bereits vorfinden,
Noch bevor der Symbiot hinzukommt, die also nicht erst von ihm ‚hervor-
Serufen werden. Die Einengung des Gallenbegriffs, bei welcher die Fälle von
(136)
mutualistischer Symbiose ausgeschlossen werden, welche E. Küster erstrebt,
hält der Verfasser nicht für ratsam, Dagegen glaubt derselbe, daß man den
Nutzen des Cecidiums für seinen Erzeuger bei Festsetzung des Begriffs nicht
umgehen kann und daß also solche Stich- oder Fraßkanäle im Blatt u. s. w.,
welche sich, nachdem der Urheber sich entfernt hat, durch Galluszellen aus-
füllen, mit Küster nicht als Gallenbildung bezeichnen solle. Schließlich geht
Verfasser auf die Ansicht Kieffers, der die Wortbildung Cecidiologie als unzu-
lässig bezeichnet, ein und beweist, daß dieselbe richtig ist. Eine weitere sprach-
liche Bemerkung bezieht sich auf den in Darboux’ und Houards Hilfsbuch
gebrauchten unrichtigen Ausdruck „die Cecidie“.
C. Neue Literatur.
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und Systematik.) Gearbeitet nach den Werken und Vorlesungen von Kerner,
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144 S. 8°, ,
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Möbius, e Botanisch-mikroskopisches Praktikum für Anfänger. Mit 12 en
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1903, Preis geb. 2 M. 80 Pf.
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Brotherus, V. F.: Orthotrichaceae, Splachnaceae, Funariaceae. I. Teil.
3. Abteilung. Bogen 31—33. Mit 308 Einzelbildern in 59 Figuren. Leipzig
(Wilhelm Engelmann) 1903. — Einzelpreis 3 M.
Evans, Alexander W. Hepaticae of Puerto Rico. IL Drepanolejeunea.
Mit 6 Tafeln. (Bull. Torrey Botan Club. Vol. 30. 1903. No. 1. p. 19—4.)
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Loeske, Leopold. Moosflora des Harzes. Hilfsbuch für die bryologische
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1903. Preis geheftet 8 M,
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Jahrg. 1902/1903. Innsbruck 1903. (Im Selbstverlage. — Druck der Wagner-
Schen Universitäts- Buchdruckerei.) € -
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naturf, Verein. Brünn. XL. Band. [1901.] 1902. p. 65—84.)
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fil, W.: Die Laubmoose. 38. Lieferung. Nachträge. Leipzig (Eduard
Kummer) 1903, Preis 2 M. 40 Pf. :
Rakete, Rudolf. Ein neuer Fundort von Sphagnum imbricatum (Hornsch.)
Russ. Deutsche Botan, Monatsschr. XXI. Jahrg. 1903. No. 2. p. 25.)
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Schwalbe, Bernhard. Grundriß der Mineralogie und Geologie zum Gebrauch
beim Unterricht an höheren Lehranstalten, sowie zum Selbstunterricht, Unter
Mitwirkung von Privatdozent Dr. E, Schwalbe beendet und herausgegeben
von Prof. Dr. H. Böttger. — Mit 418 Abbildungen und 9 Tafeln, Braunschweig
(Friedrich Vieweg & Sohn) 1903,
Steinbrinck, C. Versuche über die Luftdurchlässigkeit der Zellwände von Farn-
und Selaginella-Sporangien, sowie von Moosblättern, Mit 1 Tafel. (Flora.
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Waters, E. C. »Obtusilobatac Forms of Some Ferns, Mit 2 Tafeln. (The
Plant World. Vol. VI. 1903, No. 1. p- 14.) wir
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ee 4 Tafeln. (Transact. Linnean Society. London 1903. Botany. Vol. VI
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Nonymus. A fungus disease of fruit trees. Mit 1 Tafel, (Journ. board
gricult. London. Vol, IX. 1903, No. 3. p. 361—363.)
> Root-knot disease in cucumbers and tomatoes. Mit 1 Tafel. (Journ. board
Agricult, London, Vol. IX. 1903. No. 3. p. 360.)
> Some potato diseases (l. c. p. 307—311 mit 3 Tafeln.)
(154)
Anonymus. Ursache der Flitterkrankheit des Hafers. (Landw. Zeitschr. f.
Österr.-Schlesien. 1903. p. 97—98.)
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Behrens, J. Der rote Brenner. (Weinbau und Weinhandel. 1902. No. 40. p. 422.)
Bela Päter. Landw. Botanik. I. Teil: Cryptogamen, mit besonderer Berück-
sichtigung der Krankheiten unserer Kulturgewächse. (Ungarisch.) 183 Seiten.
8°, Kollossvär 1902.
Blaringhem, L. Remarques sur du Mais teratologique dit „Mais degenere“,
(Compt. Rend. Societe Biol. T. LIV. 1902. No. 36. p. 1487—1489.)
Cecconi, G. Sesta contribuzione alla conoscenza delle Galle della Foresta di
Vallombrosa, con descrizioni e figure di Galle nuove e di nuovi substrati.
Mit ı Tafel. (Malpighia. Anno XVI. 1903. Fasc. VIIL—X. p. 341—368.)
Cholodkovsky, N. Aphidologische Mitteilungen. 18. Chermes-Gallen auf einer
Weißtanne. Mit 1 Tafel. (Zool. Anzeig. Bd. XXVI. 1903. No. 693. p. 258—263.)
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Falke. Über in Eckendorf angestellte Versuche zur Gewinnung von brand-
freiem Saatgetreide. Erster Bericht. (Landwirtsch. Ztg. f. Westfalen und
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Geucke, Wilhelm. Die Gemeingefährlichkeit der Baumschwämme und deren
Bekämpfung. Mit 4 Abbildungen. (Pomolog. Monatshefte. Jahrg. 1903. Heit.
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Gouillon, J. M. Essais de traitement de la poirriture des rasins. (Rev. de
viticult. 1902. No. 462. p. 463—464.)
Gutzeit. Aufgabe und Bedeutung einer Pflanzenschutzstation für die Pr
Ostpreußen. (Verh. d. Landwirtschafts-Kammer f. d. Provinz Ostpre
v. 4. April 1902, gr. 80. 4 Seiten. Mit 1 Karte.) a
Hall, C. J. J. van en Bylevelt, M. W. van. Hat „Spaansch groen“ (Anagall
arvensis) een onkruid, gevaarlijk voor de teelt van gewassen, die aange =
worden door het stengelaaltje. (Tylenchus devastatrix). Mit 1 Tafel. (Tijdsehr
over Plantenziekten. Jahrg. VIH. 1902. Aft. 4/5. p. 144—149.) tis
Hall, C. J. J. van. Een ziekte der seringen, veroorzaakt door Botry a
vulgaris Fr. Mit 1 Tafel. (Tijdschr. over Plantenziekten. Jahrg. van. 190%.
All. 4/5. p. 142—143.)
ovinz
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|
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k
(155)
Hall, C. J. J. van. Die Sankt-Johanniskrankheit der Erbsen, verursacht
durch Fusarium vasinfectum Atk. (Vorläufige Mitteilung.) Mit 1 Tafel.
(Ber. d. deutsch. botan. Gesellsch. XXI. 1903: No. 1. p. 2—6.)
Harding, H. A. and Smith, G. A. Control of Rusty Spot in Cheese Factories.
(New-York Agricult. Exp. Stat., Geneva N. Y. Bull. No. 225. Dez. 1902.)
Hecke, Ludwig. Beizversuche zur Verhütung des Hirsebrandes (Ustilago
Crameri und Ustilago Panici miliacei). (Zeitschr. f. landwirtsch. Ver-
suchswesen in Österreich, 1902.)
— Die Bacteriosis der Kohlrabi. Vorversuche zur Bekämpfung des Brandes der
Kolbenhirse (Ustilago Crameri auf Setaria italica). Mit 1 Tafel. (l. c.)
Hedgcock, Geo. G. und Metcalf, Xaver. Eine durch Bakterien verursachte
Zuckerrübenkrankheit. (Zeitschr. f. Pflanzenkrank. Bd. XI 1902, Heft 6.
p. 321—324.)
Hetier, Fr. Notes sur quelques champignons vivant au depens du cuir. (Bullet.
de la Soc. Mycol. de France. T. XVII. 1902. p. 125.)
— Empoisonnement par l’Entoloma lividum. (Bullet, de la Soc. Mycol. de
France. T. XVII, 1902. p. 127.)
— Champignons vendus sur le marche d’Arbois. (Bullet. de la Soc. Mycol. de
France, T. XVII, 1902. p. 234.)
Hollrung, M. Jahresbericht über die Neuerungen und ‚Leistungen auf dem
Gebiete der Pflanzenkrankheiten. IV. Band: Das Jahr 1901. Berlin (Verlags-
buchhandlung Paul Parey) 1903. — Preis 12 M.
Howard, Albert. The Cacao Fungus. (Tropical Agricult. Colombo. XXI.
1902. No. 6. p. 376-378.) x
Ide, A. en Ritzema-Bos, J. Pereschurft enhare besirijding. Mit 6 Figuren.
(Tijdschr. over Plantenziekten Jahrg. VII. 1902. Afl. 4/5. p. 149—171.)
— — Eenige woorden over Appelschurft. Mit 1 Tafel. (l. c. p: 172—176.)
Jaczewski, A. van. Über eine neue Pilzkrankheit auf der Eberesche (Sorbus
Aucuparia). (Sydows Annales Mycologici. Vol. I. 1903. No. 1. p. 29—32.)
Jatschewski, A, Bekämpfung von Pflanzenkrankheiten. (Land- und forst-
wirtschaft], Zeitg. Riga 1902. No. 51. p. 301—302.)
Karpinski, W. J. Nowy wrög baraköw. (Un ennemi nouveau des betteraves
[Tylenchus devastatrix]). (Roln. hod. Warszawa. T. XX. 1902. p. 61—65.)
Kellerman, Karl F. The Effects of various Chemical Agents upon the Starch-
converting Power of Taka Diastase. (Bull. Torrey Botan. Club. Vol. 30. 1903.
No. 1. p. 56—70.) : VE
Koning, C. J. Bladvlekken op Tabak. Overgedrukt nit het Herinnerings-
nummer van de Indische Mercuur 1878—1903. Amsterdam (. H. de Bussy.)
Kowalewski, Mierzyslaw. Spis robaköw pasorzytnych, znalezionych w ptactwie
domowem w Dublanach w ciagu lat 1894—1901. (Liste des vers PRRBERS
trouves dans les oiseaux de basse-cour ä Dublany de 1894—1901.) (Przegl.
weter, Lwöw. T. XVII. 1902. p. 5—. ie
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Kreuzpointner, J. Pflanzenkrankheiten und Universalmittel dagegen. (Möllers
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Krüger, Friedrich. Die Schorfkrankheit der Kernobstbäume und ihre Be-
kämpfung. (Gartenflora, 52. Jahrg. Heft 2 u. 3. 1903. p. 40-43, 68-71.) =
Kühle. Die wichtigsten Rübenkrankheiten und deren Vorbeugungs- = =
kämpfungsmaßnahmen (Schluß). (Blätter f. Zuckerrübenbau. Jahrg. X. 1903.
No, 3, p. 37—41.) . ; dzü der
Küster, Ernst. Pathologische Pflanzenanatomie. In ihren Grun pe
gestellt. Mit 121 Abbildungen im Text. Jena (Verlag von Gustav Fis er)
1903. — Preis 8 M.
(156)
Larsen, J. A. A disease of the white birch. (Report of the Michigan Acad,
of Sci. Vol. III. 1902. p. 46-49.)
Lounsburg, Charles P. Potato Tuber Moth. Mit 1 Figur. (Agricult. Journ,
Cape of Good Hope. Vol. XXL)
Malkoff, Konstantin. Kurze Mitteilung über Pflanzenkrankheiten und Be-
schädigungen in Bulgarien in den Jahren 1896—1901. (Zeitschr. f. Planzenkrankh,
XII. Bd. 1902, Heft VI. p. 350—351.)
Mangin, L. et Viala, P. Sur la phthiriose, maladie de la Vigne causde par le
DactylopiusVitis etleBornetinaCorium. (Compt. Rendus. T. CXXXVI.
1903. No, 6. p. 397399.)
Massat, E. Les microbes des plantes. (Le Naturaliste. Annde XXV. 1902.
No. 380. p. 5—6.)
Maurizio, A. Getreide, Mehl und Brot, ihre botanischen, chemischen
und physikalischen Eigenschaften, hygienisches Verhalten sowie ihre Be-
urteilung und Prüfung. — Handbuch zum Gebrauche in Laboratorien und
zum Selbstunterricht für Chemiker, Müller, Bäcker, Botaniker und Landwirte. —
Berlin (Verlagsbuchhandlung Paul Parey) 1903. — Mit 139 Textabbildungen und
2 Tafeln. — Preis 10 M.
Mayne, J. The Codlin-Moth. Mit 7 Abbildungen. (The Gardeners Chronicle,
Vol. XXXII. 1903. No. 843. p. 122.)
Molisch, Hans. Amoeben als Parasiten in Volvox. Mit 1 Tafel. (Berichte d.
deutsch, botan. Gesellsch. XXI, 1903, No. 1. p. 20—23.)
Müller-Thurgau, Herm. Der rote Brenner des Weinstockes. Mit Tafeln.
(Centralbl. f. Bakteriologie u. s. w. II. Abt. Bd. X. 1903. No. 1-4. p. 8-17,
48—61, 81—88, 113—121.)
Noack, F. Phytopathologische Beobachtungen aus Belgien und Holland,
(Zeitschr. f. Pflanzenkrankh. XII. Bd. 1902, No, VI. p. 343—349.)
— In Portugal und auf den Azoren beobachtete Pflanzenkrankkeiten. (Zeitschr.
f. Pflanzenkrankh, XII. Bd. 1902, Heft VI, p- 349.)
Nobbs, E. A. Potato Disease. (Agric. Journ. Cape of Good Hope. XXI. 1903.
No. 1. p. 25—29,) ;
Osterwalder, A. Nematoden an Freilandpflanzen. Mit 5 Figuren. (Zeitschr.
f. Pflanzenkrankh. XI. Bd. 1902. No. VI, p. 338—343.)
Passy, Pierre. Pourriture et momification des fruits,. Mit 7 Figuren. (Revue
Horticole. 75 ann. 1903, No. 2, p. 43—46.) En
Pösch, Käroly. Az 1902. evi peronospöra-järväny, okai, kövel-kezmenyel €8
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Galicie), (Swöw; Towarzystwo uprawy tytoniu w Sniatynie 1902.) 05
Reukauf, E. Ein kosmetischer Parasit. (Prometheus. Jahrg. XIV. 1903. No. 69%.
p. 294— 295.) kh
Reuter, Enzio. Weißährigkeit der Getreidearten. (Zeitschr. f. Pflanzenkran gr
XI. Bd. 1902, Heft VI. p- 324—338;) akt
Ritzema-Bos, J. Het wegblijven en het omvallen der tulpen, vervor2@ al
door Botrytis parasitica Cavara, en de bestrijding van deze KM:
(Tijdschr. over Plantenziekten. Jahrg. VIII, 1903. Afl. 6. p. 177-202.)
— Botrytis parasitica Cavara, die von ihr verursachte Tulpenkrankhe 1903
deren Bekämpfung. (Centralbl. f. Bakteriologie u. s. w. II. Abt. Bd. X. 1%
No. 1. p. 18-26. No. 3. p. 89—94,)
it, sowie
(157)
Ritzema-Bos, J. Über das schädliche Auftreten von Retinia turionana
nebst allgemeinen Bemerkungen über die Lebensweise der Retinien überhaupt.
Mit 2 Figuren. (Centralbl. f. Bakteriologie u. s. w. IL. Abt. X. 1903. No, 8.
p- 241—250.)
. — Verslag over onderzockingen gedaan en over inlichten gegeven van wege
het Phytopathologisch Laboratorium Willie Commelin Scholten. (Landbouwk.
Tydschr. 1903. p. 49—93.)
— Les n&matodes parasites des vegetaux. (Rev. des Cult. colon. VI. T. XII
1903. No. 119. p. 118—120.) (Herrinerungsnummer, Indische Mercuur 6. Jan. 1903.)
Rols, Hermann. Die Gallenbildungen (Cecidien) Bayerns. Mit 4 Figuren.
(Mitteil. d. Bayr. Botan. Gesellsch. 1902. No. 25. p. 255—264. 1903. No. 26,
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Schuch, Julius. Ein Beitrag zur Kenntnis der Rebschädlinge. (Mitteil. üb.
Arb. d. k. k. chem.-physiol, Versuchs-Stat. f. Wein- u. Obsbauz. Klosterneuburg
bei Wien. 1902. Heft 6. p. 32—33. Mit 3 Figuren.)
Smith, A. Larrain. A Disease of the Gooseberry. (Journ. of Botany. Vol. XLI.
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Staes, G. De brand der graan gewassen. Mit 2 Figuren. (Tijdschr. over
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Stender, Alfred. Untersuchungen über die Unkrautvertilgung durch Dünge-
salze. — 64 Seiten. 8°, Diss. d. phil. Fak. Rostock 1902.
Stewart, F. C. and Eustace, H. J. Two unusual Troubles of Apple Foliage.
(New York Agricult. Exp. Station., Geneva N. Y. Bull. No. 220. Dez. 1902.)
Stewart, F. C., Eustace, H. C. and Sirrine, F. A. Potato Spraying
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Takahasi, Y. Smut of Panicum miliaceum (Japanisch geschr.). (The
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Trotter, A. Galle della Penisola balcanica e Asia Minore. (Nuovo Giorn. Bot,
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Tubeuf, von. Die Gipfeldürre der Fichten. Mit 4 Abbildg. (Naturwiss. Zeitschr.
f. Land- und Forstwirtsch. 1903. p. 1—9.) ;
Voglino, P. Polydesmus exitiosus Kühn ed Alternaria Brassicae
(Berk) Sacc. Mit 1 Tafel. (Malpighia. Anno XVI 1903. Fasz. VIL—X.
pP. 333—340,) N
Wehmer, Carl. Der Mucor der Hanfrötte, Mucor hiemalis nov. spec. Mit 9 Figuren.
(Sydows Annales Mycologici. Vol. I. 1903. No. 1. p. 37—4.)
Weifs, J. E. Kupfermittel oder Auswahl widerstandsfähiger Sorten und
rationelle Kultur im Kampfe gegen die Pflanzenkrankheiten. (Prakt. Blätter
f. Pflanzenschutz. 1902, Heft 6. p. 44—47.)
— Die rote Spinne oder der Kupferbrand der Kulturgewächse (l. c. Heft 10.
p. 75—77). :
en, Julius. Über die Bedeutung der alkoholischen Gärung. (Weinbau
ü. Weinhandel. Jahrg. XX. 1902. No. 50. p. 521—522. No. 51. p. 533—534.)
ns
D. Sammlungen.
Collins, F. S,, Holden, J., Setchell, W. A. Phycotheca boreali-americana.
Fasc, XIX, XX. No. 901-1000. Malden M. Sept. Oktob. 1902.
Wir wollen nachstehende Arten besonders erwähnen: ER
Osecillatoria chlorina Kg., Symploca hydnoides var. genuina Gom., Anabaena
Oscillarioides Bor., Collinsiella tuberculata Setch. et Gardn., Monostroma
(158)
arcticum Wittr., Gayella polyrhiza Rosenv., Urospora Wormskioldii (Mert.),
Cladophora alaskana Coll., Coilodesme bulbigera Stromf., Mesogloia Anderson
Farl., Porphyra variegata Kjellm., Anatheca furcata Setch. et Gard., Fauchea
Gardneri Setch., Bonnemaisonia hamiifera Har., Aeodes nitidissima J. Ag., Con-
stantinea sitchensis Port. et Rupr. —
Xenococcus Kerneri Hansg., Schizothrix lardacca Ces., Dichothrix rupicola
Coll., Urospora collabens (Ag.) Holm. et. Bat., Pilinia rimosa Kg., Bulbochaete
intermedia De Bary, Coleochaete irregularis Pringsh., Rhizoclonium erectum
Coll., Pithophora varia Wille, Ectocarpus Duchassaingeanus Grun., Stictyosiphon
tortilis (Rupr.) Reinke, Fucus miclonensis De la Pyl., Delesseria denticulata
Mont., Chondria dasyphylla form. floridana Coll., Dasya Harveyi Ashm.
Jaap, ©. Fungi selecti exsiccati.
Unter diesem Titel beabsichtige ich, seltene und neue Pilze in Serien
zu je 25 Nummern herauszugeben. Die Exemplare sind reichlich und schön
aufgelegt; heterözische Arten erscheinen unter einer Nummer in allen Ent-
wickelungsformen. Die Pilze liegen in Kapseln aus weißem Papier mit gedruckter
Etikette; die Kapseln werden lose zwischen Papier versendet. Wer dieselben
auf Kartons geklebt in Mappen zu erhalten wünscht, möge dies besonders mit-
teilen. Ein Verzeichnis der ausgegebenen Arten mit kritischen Bemerkungen
wird den Serien später beigegeben. Die Auflage kann wegen der Seltenheit
der Pilze in nur 30° Exemplaren erfolgen. Preis der Serie mit Verpackung
10 Mark excl. Versendungskosten. Durch Subskribieren ist das Exsiccatenwerk
vom Herausgeber zu beziehen.
Die 1. Serie enthält: 1. Synchytrium stellariae, 2. Physoderma maculare
auf Echinodorus ran unculoides, 3. Physoderma Schroeteri, 4. Sclerospora
graminicola, 5. Plasmopara epilobii, 6, Peronospora chlorae auf Erythraea
litoralis, 7. Magnusiella potentillae, 8. Exoascus minor (vom einzigen
bekannten Standort!), 9. Rhytisma symmetricum, 10. Nectria episphaeria auf
Diatrype bullata, 11. Leptosphaeria sphyridiana auf Sphyridium placo-
phyllum, 12. Ustilago plumbea, 13. Cintractia Montagnei, 14. Tilletia olida,
15. Schroeteria Decaisneana, 16, Melampsora pinitorqua, 17. Melampsora Mag-
nusiana, 18. Melampsora Rostrupii, 19, Melampsora allii-populina, 20. Melampsora
alli-fragilis, 21. Puccinia variabilis (aus der deutschen Flora! 16-21 in allen
Entwickelungsformen Y, 22. Puccinia pulsatillae, 23. Corticium coeruleum,
24. Marasmius argyropus, 25. Phleospora Jaapiana.
Hamburg 25, den 15, Februar 1903, Henrietten-Allee 8. Otto Jaap:
Kabät et Bubäk. Fungi imperfecti exsiccati. Fasz. I. No. 1-50. Turnau et
Täbor (Bohemiae). 1 Mart. 1903.
Vorliegende Kollektion ist äußerst zweckmäßig und schön ausgestattet,
die Exemplare sind überraschend reichlich und in vortreftlichem Zustande 8°
geben. Die Etiketten enthalten entsprechende Citate der Literatur. Wir
wollen hier den Inhalt des I, Faszikels wiedergeben. Phyllosticta Aucuparlae
Thüm., Ph. bacillispora Kab. et Bub. n. sp. Catalpa syringifolia, Ph. eruenta
(Fr.), Ph. evonymella Sacc., Ph. eximia Bub. n. sp. Crepis viscidula. Montenegro,
Ph, Syringae West., Phoma paradoxa Kab. et Bub. n. sp. Plantago major.
Böhmen, Asteroma impressum Fuck., Vermicularia circinans Berk., Ascochyt&
Atropae Bres., A, frangulina Kab. et Bub. n, sp. Rhamnus Frangula B ee,
A. Philadelphi Sacc, et Speg., A. Syringae Bres., A. tenerrima Sacc, et Roum-
Darluca Filum (Biv.), Camarosporium quaternatum (Harz.), Septoria Aucuparla@
Bres,, S. Cytisi Desm., S. expansa Niessl, S. Fragariae Desm., S. Galeopsidis We
S. lamiicola Sacc., S, Lysimachiae West., S. scabiosicola Desm., S- Senecion!®
West., Phleospora Pseudoplatani Bub, et Kab. n. sp. Böhmen, Phleospora ulmicola
(159)
(Biv.) Leptothyrium Periclymeni (Desm.), Melasmia acerina Lev., Gloeosporium
Carpini (Lib.), G. Robergei Desm., G. Juglandis (Rab.) Bub. et Kab., Colletotrichum
Malvarum (A. Br. et Casp.), Marsonia acerina (West.), M. Delastrei (De Lacr.),
Ovularia sphaeroidea Sacc., Ramularia Ajugae (Niessl), R. evanida (J. Kühn),
R. eximia Bub. n. sp. Crepis viscidula Montenegro, R. lactea (Desm.), R.
oreophila Sacc., R. Scrophulariae (F. et R.), R. silvestris Sacc., R, Urticae Ces,.,
Fusicladium dendriticum (Wallr.), F. orbiculatum (Desm.), Napicladium arundina-
ceum (Cord.), N. laxum Bub. n. sp. Phragmites communis Böhmen, Heterosporium
echinulatum (Berk.), Cercospora Majanthemi Fuck.
Die Sammlung ist in Mappe von Herrn Direktor Kabät’ in Turnau, zum
Preise von 15 M. pro Faszikel zu beziehen. Wir können dieselbe wegen ihrer
Schönheit und Reichhaltigkeit auf das Beste empfehlen.
Kellerman, 'W. A. Ohio Fungi. Faszikel VI. No. 101—120,
Die hübsche Sammlung enthält: Coniosporium arundinis (Cord.), Melasmia
hypophylla (B. et Rav.) Sacc., Mollisia Dehnii (Rab.), Peridermium Pini Wallr,,
Polyporus resinosus Schrad., Puccinia fusca (Pers.) Anemone quinquefolia L.,
P. Helianthi Schw. Helianthus ambiguus, P. Mühlenbergiae Arth. et Hohw., P.
Myrrhis Schw. Washingtonia Claytoni, W. longistylis et Chaerophyllum procumbens,
P. Polygoni-amphibii Pers. Polygonum emersum, Pucciniastrtum Agrimoniae
en) Diet., Septoria Oenotherae (Lasch), S. verbascicola B. et C. Verbasum
lattaria, Uromyces Burillii Lagerh. Scirpus fluviatilis, U. Toxicodendri Berk.
et Rav.
No. 1 der Kollektion ist als Puccinia Impatientis (Schw.) Arth., No. 3
und 83 als P. Sambuci (Schw.) Arth., 18 als Stammaria americana Mass. u.
Mory., 64 als Cercospora Kellermani Bub. zu berichtigen.
Krieger, Fungi saxonici, Faszikel 35. (1701—1750.)
Aus demselben seien hier genannt: 1. Ustilago violacea (Pers.) Silene
inflata. — 2, Entyloma fuscum Schröter. Papaver somniferum L. Dieses Substrat
wird in Sacc, Syll. XII. nicht aufgeführt. — 3. Urocystis occulta (Wallr.) Secale
Cereale, Das erste Mal in der Sächs. Schweiz. — 8. Puccinia Cirsii lanceolati
Schröt. I. — 9, Puccinia Galü (Pers.) I. Asperula glauca Bess. — 11. Melampsorella
Kriegeriana Magnus. — 12. Melampsorella Symphyti (DC.) Bubak. II. III. Sym-
Phytum tuberosum. — 13. Phlebia Kriegeriana P. Henn. n. sp: (Hedwig. 1902.
Beibl, P- 146.) — 14. Phlebia merismoides Fr. — 17. Erysiphe Martii Lev. Robinia
Pseudacacia, — 18. Nectria chlorella (Fr.) Abies. — 19. 20. Nectria dacrymycella
(Nyl.) Cirsium arvense, Senecio Fuchsii. — 21. Cucurbitaria Spartii (Nees.)
f Ulieis, — 22, Herpotrichia nigra Hartig. — 23. Sphaerulina myrtillina Sacc.
€ Fautr. Neu für Deutschland. — 26. Gnomonia tetraspora Winter. Euphorbia
Syparissias. — 27. Melanconis modonia Tul. Castanea. — 28. Mazzantia sepium
Sacc. et Penz. Convolvulus sepium. Neu für Deutschland. — 29. Godronia Ericae
(Fr.) — 30, Naevia tithymalina (Kunze) Euphorbia cyparissias. — 32. Pyrenopeziza
Lycopi Rehm Var. Lythri Rehm. Neu für Deutschland. — 33. 34. Pezicula
"yrtillina Karst,. Neu für Deutschland. — 37. Lachnea pseudogregaria Rick. —
38. Lachnea theleboloides (Alb. et Schw.) — 40. Peronospora Ficariae Tul,
Ranuncalus aconitifolius. — 44. 45. Peronospora Polygoni Thüm. Conid. et
Poren. (Die Oosporen waren bisher noch nicht bekannt.) — 47. Tuberculina
Maxima Rostr. — 48, Fusicladium dendriticum (Wallr.) Sorbus torminalis. —
#9. Sphaeropsis demersa (Bonord.) Crataegus Oxyacantha. E 5
. Aus Faszikel 33 sei hier noch die Diagnose von No. 1617 angefügt. Valsaria
Kriegeriana Rehm n. sp. Stromata zerstreut oder herdenweise die Zweige be-
eckend, klein, aus rundlicher Basis sich wenig erhebend, von dem fest an-
altenden Periderm bedeckt. Perithezien bräunlich bis schwärzlich, zu 4—8 kreis-
(160)
förmig dem nicht veränderten Rindenparenchym eingesenkt, kugelig, mit kurzen
Mündungen, die als bräunliche oder schwärzliche Scheibe das Periderm durch-
brechen, 0,25 mm. Schläuche zylindrisch, 8-sporig, langgestielt, der sporen-
führende Teil 70—90 u lang, 5—8 u dick. Sporen biskuitförmig, an den Enden
abgerundet, in der Mitte septiert und daselbst mehr oder weniger eingeschnürt,
farblos, dann hellbräunlich, jede Zelle mit 1 bis 2 Öltropfen, 7—12 w lang,
4,5—6 u dick. Paraphysen dick, ästig, septiert. Rehm bemerkt dazu: „Steht
der V, staphylina E. et E. und V. cornicola E. et E. nach der Beschreibung
nahe.“ Auf abgeschnittenen dürren Ästen von Sambucus nigra L. bei König-
stein; sehr selten. 26. Sept. 1899, leg. W. Krieger.
Sydow. Phycomyceten et Protomyceten. FaszikelIV.No.151—200. Berlin 1902.
In diesem Faszikel gelangten folgende Arten zur Ausgabe: 151. Peronospora
Alsinearum Casp.; 152. P, arborescens (Berk.) De By.; 153. 154. P. Bulbocapni
G..Beck.; 155. P. calotheca De By.; 156. P. Corydalis De By.; 157. P, effusa
(Grev.) Rabh.; 158. P. Erodii Fuck.; 159, P. Lamii (Al. Br.) De By. (Teucrium
Botrys); 160. P. obovata Bon.; 161. P, parasitica (Pers.) Tul.; 162, P, Viciae (Berk.)
De By.; 163. Plasmopara pygmaca (Ung.) Schroet.; 164. Bremia Lactucae Reg.;
165. Sclerospora graminicola (Sacc.) Schroet.; 166—171. Cystopus candidus (Pers.)
Lev.; 172. C. Lepigoni De By.; 173. C, spinulosus De By.; 174. Physoderma
Butomi Schroet.; 175. Ph. Calami Krieger; 176. Ph. Gerhardti Schroet.; 177. Ph.
Gerhardti f. major Krieger; 178. Ph, Hippuridis Rostr.; 179. Ph. Schroeteri
"Krieger; 180. Ph. vagans Schroet.; 181—183, Cladochytrium graminis Büsg.; 184.
Synchytrium anomalum Schroet.; 185, 186. S. aureum Schroet. (Sanguisorba
officinalis, Thymus Serpyllum); 187—189, S, globosum Schroet, (Campanula rapun-
culoides, Epilob. angustifolium, Potentilla reptans); 190. L. Phegopteridis Juel.
191. Urophlyctis Kriegeriana P, Magn.; 192, Rhizopus Oryzae Went.; 193. Mucor
Rousii (Calm.) Wehmer; 194. M, dubius Wehm.;; 195. M. javanicus Wehm.; 196.
M. locusticola Lindau; 197, 198. Protomyces macrosporus (Meum athamanticum,
Carum Carvi); 199, 200. Taphridium Umbelliferarum (Rostr,) Lagh. et Juel (Hera-
cleum sibiricum, Peucedanum palustre).
Die ausgegebenen Mucoraceen wurden aus Kulturen von Originalproben
erhalten,
Vestergren, T. Micromycetes rariores sclecti. Faszikel XXI. XXIV., XXV.
Dez. 1902.
Von selteneren und interessanteren Arten wollen wir folgende hier nennen:
Melampsorella Symphyti (DC.) II, III; Puccinia Agropyri EIl. et Ev. Rugia; P.
angustata Peck Am. bor.; P, Chaerophylli Purt. Suecia; P. Chelones D. et H:
Mexico; P, Galanthi Ung. Moravia; P, Hemizoniae EII, et Tr. Am. bor. ; P. Mille-
foli Fuck. f. n. Clavennae P, Henn. Berolin.; P. Parkerae D. et H. Amer. bor.;
P. Peckii (De Ton.) Am. bor.; P, Tripsaci D, et H, Am. bor.; P, versicolor D.
et. H. Am. bor,; Thecopsora Hydrangeae (B, et C.) Am, bor.; Uredo Zygophylli
P. Henn. — U, zygophyllina Sacc ) Alger.; Uromyces cristatus Schr. et Niessl
Suecia —. Entyloma Brefeldi Krieg. Saxonia: E, Fergussoni (B. et Br.) Fennia;
E. Linariae Schröt, Suecia; E, Picridis Rostr. Fennia; Urocystis Agropyri (Pr.)
Fennia; U. Festucae Ule Fennia; Ustilago Kühneana Wolff Germania; Perono-
spora Herniariae De Bar, Suecia; P. leptoclada Sacc. Suecia; Protomyces
kreuthensis Kühn Tirol; P. pachydermus Thüm, var n. Intybi Lagerh. et Vestergr.
Suecia; Taphridium Umbelliferarum (Rostr.) Lagerh, Suecia; Urophlyctis pulposa
(Wallr.) Suecia; Cyphella gregaria Syd. Rugia; Cryptosporina Macrozamiae
P. Henn, Austral.; Herpotrichia nigra Hart. Helvetia, — Laestadia Areola (F uck.)
Bavaria; Melanospora chionea (Fr.) Suecia; Rosellinia dispersella (Nyl.) Germania;
Naevia piniperda Rehm Saxonia; Sclerotinia Urnula (Weinm.) Saxonia; Septoria
|
|
(161)
Caricis-muricatae Allesch. n. sp. Rossia balt.; S. Caricis-piluliferae Allesch. n,
sp. Suecia; S. Vestergreniana All. n. sp. Suecia; Gloeosporium caulivorum
Kirchn. Germania; Cylindrosporium Acori Peck Suecia; Heydenia alpina Fres,
Suecia; Ramularia Centaureae Lindr. Fennia; R. picridicola Lindr.. Suecia,
E. Personalnotizen.
Gestorben sind:
Dr. Franz Benecke am 9. Januar zu Langensalza; Prof. Dr. August
Berlese, bekannter Mykologist, zu Mailand, am 26. Januar 1903 im
39. Lebensjahre; Herr P. P. Deherain, Mitglied der Academie des
science, Professor am naturwissenschaftlichen Museum, am 8. De-
zember 1902, 72 Jahre alt; Miß Louise Brisbin Dunn, Kustodin am
Barnard College der Columbia Universität, am 18. Dezember v. ].;
Joseph Franz Freyn am 16. Januar in Smichow bei Prag im Alter
von 57 Jahren; H. J. Kok-Ankersmit, hervorragender Kenner der
niederländischen Flora, in Appeldoorn-Holland; er hat seine reichen
Sammlungen nebst 20,000 Gulden an die »Niederländische Botan.
Vereinigung« vermacht; Millardet, korrespondierendes Mitglied der
Acad&mie des sciences, weiland Professor der Botanik in Bordeaux,
am 15. Dezember 1902, 64 Jahre alt; John S. Murray, Florist Mont-
reals, am 31. Dezember, 69 Jahre alt; in Tiflis am 16. März der bekannte
Naturforscher und Direktor des kaukasischen Museums Gustav Radde
im Alter von 72 Jahren; Prof. Sirodot, korrespondierendes Mitglied
der Pariser Akademie; am 27. Januar in Wien der Realschulprofessor
Friedrich Vierhapper sen. im 59. Lebensjahre; Dr. Michael Woronin
am 5. März (20. Februar) zu St. Petersburg im Alter von 65 Jahren.
Ernennungen und andere Personalnachrichten:
Privatdozent der Botanik an der Universität Berlin Dr. Oskar
Emmerling zum außerordentlichen Professor; Geheimrat Professor
Dr. Adolf Engler zum Ehrenmitglied der Academie internationale
de G£ographie botanique; Dr. Hugo Glück, Privatdozent der Botanik
in Heidelberg, zum außerordentlichen Professor; Prof. Gustav Hempel
in Wien wurde der Titel eines Hofrats verliehen; Dr. Friedrich
Oltmanns zum außerordentlichen Professor der Botanik an der Uni-
versität F reiburg i. Br.; H. H. W. Pearson, Assistent am Botanischen
Garten in Kew, wurde als Professor der Botanik an das College in Kap-
Stadt berufen; Dr. Preufs, bisher Direktor des Gartens in Victoria
(Kamerun), ist das Prädikat Professor verliehen worden, hat seine
Stellung daselbst aufgegeben; die zoologisch-botanische Gesellschaft
N Wien hat die Herren Prof. Graf Solms-Laubach (Straßburg)
und Prof. Dr. K. Goebel (München) zu Ehrenmitgliedern erwählt;
Hedwigia Bd, XLII. 1903. RS
(162)
Dr. Oskar Uhlworm, Bibliothekar an der Königl. Bibliothek zu Berlin,
zum Professor; Dr. Emerich Zederbauer wurde zum Assistenten und
Heinrich Baron Handel-Mazzetti zum Demonstrator am botanischen
Museum der k. k. Universität Wien ernannt.
Sonstiges:
Unser Mitarbeiter, Medizinalrat Dr. Rehm, Neufriedenheim- Mün-
chen, feierte sein 50jähriges Doktor-Jubiläum; die Acad. des sc. hat
in der feierlichen Sitzung vom 22. Dezember 1902 den Desmazieres-
Preis Herrn Roland Thaxter für seine Monographie der Laboul-
beniaceen und seine Forschungen über die Myxobakterien zuerkannt
und den Montagne-Preis Herrn Dr. Paul Vuillemin für seine Arbeit
über die Morphologie und Biologie der Pilze,
Vielfachen Nachfragen zu begegnen teilen wir unseren geehrten
Abonnenten mit, daß wir wieder einige komplette Serien der
„Hedwisia“
abgeben können.
(Bei Abnahme der vollständigen Serie gewähren wir 25°, Rabatt.)
Die Preise der einzelnen Bände stellen sich wie folgt:
Jahrgang 1852—1857 (Band). . . ". 2... 2.2 MB-
30 ERDE a Ne ee
2 REED
n nn N re a ee
„ :1869-18%2( „ VI-XD. BR
„ 1873—1888 ( „ XUI-XXVI) . ar
„1889-1890 ( „ XXVII--XXIX) a
» 1891—189 ( „ XXX—XXXD) . REN ae
1894-1896 (1 RERUESKANV) 0.0200
n. : 318971902: IONVEIEN 0,
DRESDEN-N. Verlagsbuchhandlung C. xeinrich.
Hierzu eine Beilage von Gebrüder Borntraeger, Verlags
buchhandlung in Berlin SW. 11, betr.: Moosflora des Harze$;
Hilfsbuch für die bryologische Forschung im Harze und dessen
Umgebung mit Verbreitungsangaben und Bestimmungstabellen
von Leopold Loeske.
RE
Redaction: Prof. Georg Hieronymus und Prof. Paul Hennings in Berlin.
Druck und Verlag von C. Heinrich in Dresden.
Tafel IV.
Hedwigia 1903.
Catharinea longemitrata Krieg.
Druck u,Verlag v. €. Heinrich,Dresden.
Mhrieger del.
a ae a ER LIEN
| Begründet 1852 durch Dr. Rabenhorst )
! als |
»Notizblatt für ee Studien.«
HEDWIGIA.
Organ
1
H
| für
1
Kryptogamenkunde
Phytopathologie |
nebst |
Repertorium für Literatur.
Redigiert
von
Prof. Georg Hieronymus
und
Prof. er PenmInes
Inhalt: w. Bands. Peitäage zur. Biolopie. der Uredineen u. s. w. (Schluß), —
V. H. Christ, Die Varietäten und Verwandten des Asplenium Ruta
muraria L. (Anfang). — Beiblatt No. 4.
Hiersn Tafel V--VII, sowie ein Bildnis. ;
e Hierzu eine Beilage von Gebrüder Borntraeger, Verlagsbuehhandlung
... SW. 11, betr.: Kryptogamenflora der Mark Brandenburg. Erster
Band: Leber- und Torfmoose von C. Warnstorf.
Druck und Verlag von C. Heinrich,
Dresden- -N,, Kl. Meißnergasse 4.
m ||
Erscheint i in ‚ zweimonatlichen Heften. N
Abonnement für den RATES 232 Mark.
a: am 4 27 2903.
An die Leser und Mitarbeiter der „Hedwigia”.
Zusendungen von Werken und Abhandlungen, deren Besprechung
in der „Hedwigia“ gewünscht wird, sowie Manuskripte und Anfragen
redaktioneller Art werden unter der Adresse:
Prof. Dr. G. Hieronymus,
Berlin, Königl. Botanisches Museum, Grunewaldstrafse 6/7,
mit der Aufschrift
„Für die Redaktion der Hedwigia“
erbeten.
Um eine möglichst vollständige Aufzählung der kryptogamischen
Literatur und kurze Inhaltsangabe der wichtigeren Arbeiten zu ermöglichen,
werden die Verfasser, sowie die Herausgeber der wissenschaftlichen Zeit-
schriften höflichst im eigenen Interesse ersucht, die Redaktion durch Zu-
sendung der Arbeiten oder Angabe der Titel baldmöglichst nach dem
Erscheinen zu benachrichtigen; desgleichen sind kurz gehaltene Selbstreferate
über den wichtigsten Inhalt sehr erwünscht.
Im Hinblicke auf die vorzügliche Ausstattung der „Hedwigia“ und die
damit verbundenen Kosten können an die Herren Autoren, die für ihre
Arbeiten honoriert werden (mit 20 Mark für den Druckbogen), Separate nieht
geliefert werden; dagegen werden denjenigen Herren Autoren, die auf Honorar
verzichten, 50 Separate kostenlos gewährt. Diese letzteren Herren Mitarbeiter
erhalten außer den ihnen zustehenden 50 Separaten auf ihren Wunsch auch
noch weitere Separatabzüge zu den folgenden Ausnahme-Preisen:
10 Hei in N geh. pro Druckbogen # 1.20, 10 einfarb. Tafeln 80 M— 50.
2 3, = re, ei NE ER ee
30 Re ” „ ”„ „ en 3.60, 30 5% „ » 1.50.
0 nn & Be h 4.80, 40 ee es
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60 3; H a ; „ 7.20, 60 y ling:
29. 5,55 ; » 7820,.:70.2.°5, FERN 3.50
a RESET, ; ” 9,60, 80 s RE RER ARTE
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100 „ „ „12.—, 100 » ».» 3.—
In Rücksicht auf den Umfang der Zeitschrift sollen die einzelnen Ab-
handlungen die Länge von 5 Bogen gewöhnlich nicht überschreiten, auch
dürfen einer Abhandlung in der Regel nicht mehr als 2 Tafeln beigegeben
werden,
Von Abhandlungen, welche mehr als 3 Bogen ‚Umfang einnehmen,
können nur 3 Bogen honoriert werden, 5
‚Die Originalzeichnungen für die Tafeln sind im Format 13% 21 m .
= mit t möglichster Ausnutzung des Raumes und in einer für die: photographisch®
nr Wiedergabe der Zeichnungen geeigneten Ausführung zu liefern.
Die Manuskripte sind möglichst nur auf einer Seite zu beschreiben.
6 ahlung. der ‚Honorare erfolgt jeweils beim Abschlusse des Bande
z Redaktion und ve der or ed
ANDREAS ALLESCHER
geb. am 6. Juni 1828
gest. am 10. April 1903
NW
Beiträge zur Biologie der Uredineen u. s. w. 129
Caeoma. Wir haben somit hier wieder eine dritte Caeoma-
generation. Zugleich zeigt diese Reihe, daß R. cinnamomea vom
Sporenmaterial auf R. rubrifolia nur sehr schwer infiziert wird.
Versuchsreihe XI.
Am 16. Juni 1902 wurde das Caeomamaterial, welches sich als
Resultat der künstlichen Infektion auf Rosa canina (Reihe IX, No. 3 u. 4)
eingestellt hatte, weggenommen und auf die folgenden Versuchs-
pflanzen übertragen:
No. 1. Rosa rubrifolia Samen von Pavia,
» 2. Rosa canina a „ Karlsruhe.
Am 4. Juli konstatierte ich folgendes Resultat:
No. 1 (R. rubrifolia) war gänzlich pilzfrei.
No. 2 (R. canina) besaß auf mehreren Blättchen eine größere
‚ Anzahl Caeomalager, welche indessen bald durch Uredo verdrängt
wurden.
Auch in dieser Reihe stellte sich somit eine dritte
Caeomageneration ein. Der Pilz ging von Rosa canina weg
nicht auf R. rubrifolia, wohl aber auf R. canina.
Versuchsreihe XII.
Am 18. Juni 1902 wurde mit Caeomamaterial, welches mir tags
uvor von Herrn Prof. Dr. Ed. Fischer gütigst überbracht worden
war, eine neue Versuchsreihe eingeleitet.
Dasselbe war auf einer Rosa canina bei Ringgenberg (Berner
Oberland) gesammelt worden. Es wurden folgende Pflanzen besäet:
Der Same
No, 1. Rosa centifolia 3jährige Pflanze, ammt von:
» 2. R. rubrifolia \ FREE Pavia,
» 3. R. pimpinellifolia era Erfurt,
» 4. R. alpina 3jährige Pflanze,
„ d und 6. A. canina Karlsruhe,
» 7 und 8. R. cinnamomea | Sämlinge Wien,
og 2 rugosa Karlsruhe,
„ 10. R. californica. Karlsruhe.
Die Durchsicht der Versuchspflanzen am 4. Juli förderte folgen-
des Ergebnis zu Tage:
No. 1 (R. centifolia) besaß auf mehreren Blättern Caeomalager,
Welche sich späterhin vermehrten. Gegen Ende Juli hin trat auch
Uredo auf.
No. 2, 3 und 4 (R. rubrifolia, pimpinellifolia und alpina) blieben
dauernd gesund. Es
No. 5 und 6 (R. canina) hatte auf mehreren Blättern reichlich
Caeoma; später trat in reichlichem Maße Uredo auf.
Hedwigia Bd. XL. 1903. ;
130 W. Bandi.
Versuchsreihe XII.
Zu Anfang Juli erhielt ich von Herrn Dr. Volkart-Zürich caeoma-
behaftete Blätter. Dieselben wurden am 30. Juni auf der Fürstenalp
bei Trimmis (Ct. Graubünden) gesammelt. Leider konnte die Nähr-
spezies, von welcher das Material stammt, nicht genau bestimmt
werden, da nur Blätter zur Verfügung stunden. Nach diesen zu
schließen, mußte es aber R. canina sein.
Die Caeomasporen wurden aufgetragen auf:
No. 1. Rosa rugosa \
Sämlingspflanzen ausKarlsruhe,
„2. R. canina J
R f Sjährige Pflanze, dieschon früher
» 3. R. mierophylla \ erfolglos infiziert worden war,
„ 4 R. alpina id.,
DR cCentilolla 3jährige Pflanze,
diente schon vorher zu einem
resultatlosen Versuche in Ver-
suchsreihe IX,
| Sämlingspflanze aus Wien und
‚6. R. cinnamomea |
ET f Sämlingspflanze aus Pavia und
„ 7. R. rubrifolia wurde in Versuchsreihe Xl ver-
wendet.
.. Am 17, Juli zeigte No. 2 (R. canina) auf ca. vier Blättchen ver-
einzelt stehende Uredolager. Die übrigen Pflanzen waren und blieben
gesund,
Versuchsreihe XIV.
Am 2. Juli sammelte ich bei Leuk (Wallis) auf Rosa canina Caeoma-
material ein, welches auf den Blattstielen dieser Spezies sehr reichlich
aufgetreten war. Mit demselben wurde am 5. Juli eine neue Versuchs-
reihe eingeleitet, zu welcher folgende Pflanzen benutzt worden sind:
No. 1. R. cinnamomea Wien,
»„ 2. R. pimpinellifolia | ee Erfurt,
IR ae ee see Kurlbies
„ 4. R. rugosa | a Karlsruhe,
„ 5. .R. rubrifolia Pavia,
3jährige Pflanze, hatte schon
„ 6. R. centifolia J früher zu einem erfolglosen In-
fektionsversuche gedient.
Die Durchmusterung am 28. Juli ergab folgendes:
No. 3 (R. canina) hatte sehr viele, prächtig entwickelte Uredo-
lager, welchen späterhin auch Teleutosporen folgten. \
No. 5 (R. centifolia) besaß, etwas weniger reichlich wie GM
vorige, Uredolager auf etwa 6—8 Blättern.
In der vorigen Reihe und auch in dieser entstand aus Caeoma
sporen nicht wieder Cacoma, sondern Uredo. Es ist aber immer“
hin nicht ausgeschlossen, daß sich unter dem zur Infektion benutzten
Caeomamaterial auch Uredo befand.
Beiträge zur Biologie der Uredineen u. s. w. 131
Versuchsreihe XV.
Am 8. Juli übersandte mir Herr Dr. E. Jacky eine Anzahl Blätter
von Rosa centifolia, welche ‘sehr stark mit Uredo behaftet waren.
Dieselben kamen aus der Nähe von Bern und die Uredosporen
wurden ausgesäet auf:
Der Same stammt von:
No. 1. Rosa canına Karlsruhe,
„ 2. R. cinnamomea Wien,
Sa ae 19a centifolia 3jährige Pflanze,
„ 4. R. pimpinellifolia Erfurt.
No. 1 und 3 (R. canina und R. centifolia) bekamen ziemlich
reichlich Uredolager. Auf R. centifolia stellten sie sich indessen in
noch größerer Zahl ein als auf R. canina. R. cinnamomea und
R. pimpinellifolia blieben gesund.
Diese Versuchsreihe zeigt somit, daß hier mit einer Form
des Pilzes operiert worden ist, welche sich strenge an
R. canina und R. centifolia hält, welche aber R. cinnamo-
mea und R. pimpinellifolia meidet. Hieraus folgt, daß man
€S unzweifelhaft mit zwei Schwesterarten zu tun hat.
Anmerkung. Wie die vorliegenden Versuchsreihen zeigen,
Wurde auch Rosa alpina mit als Versuchspflanze verwendet. Es
sollte untersucht werden, ob diese Spezies neben Phragmidium fusi-
forme Schroeter auch Phragmidium subcorticium zu beherbergen im
Stande sei. Das scheint nun nicht zuzutreffen. Auch geht aus zwei hier
nicht niedergelegten Versuchsresultaten hervor, daß Phragm. fusi-
forme streng auf Rosa alpina spezialisiert zu sein scheint, indem der
Pilz keine der übrigen Spezies erfolgreich zu infizieren vermochte.
Zusammenfassung der Resultate.
a) Die Spezialisation von Phragmidium subcorticium.
Zitg Der Pilz infizierte erfolgreich, wenn er stammte von:
er
Versuchspflanze R. cinnamomea R. rubrifolia | R. canina | R. centifolia
a |
R, einnamomea . 4 (2)}) | 1 (0) | 4 (0) i (
R. centifolia . 5 (0) 3 (0) | 4 (3) 2 (2)
R, rubrifolia . 2.(@) 5 (5) | 6.(2) 1 (0)
N. Fügosa . 1 (0) 110) ar 440) =
R. canina , . RR 2.(i) = | 4 (4) 1 (1)
R. pimpinellifolia . | 20) NE) 2.0)
» Microphylla . . . 3 (0) ee a, 2 (0)
NB, Die eingeklammerten Ziffern bedeuten die Zahl der Versuche, en
Positives Resultat aufwiesen, die nicht in Klammern stehenden die Za
der Versuche überhaupt.
3 Insdieser: Zahl sind die falsch bestimmten, in den Versuchsreihen mit
Einem Fragezeichen verschenen R. cinnamomea nicht inbegriffen,
9*
132 W. Bandi.
In nebenstehender Tabelle sind die Ergebnisse der Versuche
nochmals resümiert. Man ersieht daraus, daß die Sporen vom Pilz
auf R. cinnamomea regelmäßig erfolgreich infizierten: R. rubrifolia;
dagegen nicht oder nur unregelmäßig: R. centifolia, rugosa, canina
und microphylla. Umgekehrt infizierten die Sporen von R. canina
herstammend, regelmäßig: R. centifolia, dagegen nicht oder nur aus-
nahmsweise: R. cinnamomea undR. rubrifolia. Ferner erzeugten die
Sporen, von R. canina stammend, positive Ergebnisse auf R. centi-
folia, nicht aber auf R. cinnamomea und rubrifolia.
Es liegen also hier zwei Formen vor, die biologisch ein ver-
schiedenes Verhalten zeigen:
1. Die Form auf R. cinnamomea, rubrifolia und pimpinellifolia.
2. Die Form auf R. centifolia und canina.
In zwei Versuchsreihen (VII und IX) sind indessen die Ergeb-
nisse damit im Widerspruch. Auf diese Reihen sei noch kurz ein-
. gegangen.
Aus Versuchsreihe IX ersieht man, daß die Caeomasporen von
"R. canina auch R. rubrifolia erfolgreich zu infizieren vermochten.
Es liegt nahe, anzunehmen, daß hier eine Verunreinigung des Ver-
suches vorliegt, indem möglicherweise Caeomasporen von einer
infizierten R. rubrifolia oder cinnamomea her auf fragliche zwei
Exemplare gelangt sind. Derartige Verunreinigungen sind ja bei
Infektionsversuchen keine seltene Erscheinung und nur schwer zu
umgehen. Diese Beobachtung konnte aber nur in dieser Versuchs-
reihe gemacht werden. In den übrigen Reihen, wo vom gleichen
Pilzmaterial ausgegangen wurde, blieb R. rubrifolia stets gesund.
Andrerseits könnte man annehmen, daß R. rubrifolia sich gegenüber
der biologischen Form aufR. canina nicht ganz immun verhalte und
unter gewissen — nicht näher zu präzisierenden Umständen — doch
infiziert wird. Auf alle Fälle aber wird sie nur ausnahmsweise in-
fiziert, während sie von Sporen, welche auf R. cinnamomea ent-
standen sind, ganz regelmäßig befallen wird.
In Versuchsreihe VII wurde auch R. canina (No. 2) befallen.
Als Infektionsmaterial zu diesem Versuche diente Caeomamaterial
von R. cinnamomea. Hier ist die Annahme einer Verunreinigung
wenig wahrscheinlich, indem vor oder zu gleicher Zeit mit der Ein-
leitung dieser Versuchsreihe mit keiner andern Form als derjenigen
auf R. cinnamomea operiert worden ist. Demzufolge ist anzunehmen,
daß unter Umständen einmal R. canina von dieser biologischen Form
befallen werden kann. Diese gelegentliche Infektion von R. rubri-
folia und canina beeinflussen aber die allgemeinen Resultate nicht.
Das Ergebnis wird übrigens auch durch Beobachtungen im Freien
bestätigt. In der Umgebung von Bern ist Rosa cinnamomea nämlich
Beiträge zur Biologie der Uredineen u. s. w. 133
recht häufig pilzbefallen anzutreffen. Nie konnte ich aber in deren
Nähe eine rostkranke R. canina finden. Daraus geht hervor, daß
auch im Freien beide Schwesterarten auf ihre resp. Nährpflanzen
spezialisiert sind. Wären die beiden Formen auf Rosa canina und
R. cinnamomea identisch, so würden ohne Zweifel beide Nährspezies
unter den gleichen natürlichen Bedingungen auch gleich intensiv be-
fallen werden.
Es erhebt sich nun noch die Frage, ob die beiden untersuchten
spezialisierten Formen auch morphologische Unterschiede zeigen und
ob nicht die eine oder andere sogar mit einem andern Rosenphrag-
midium identisch sei. Erstere Frage ist nach unsern Untersuchungen
verneinend zu beantworten, Es wurden eine größere Anzahl von
Teleutosporen beider Pilzformen einer vergleichenden Betrachtung
unterzogen. Dabei konnten auffallende Unterschiede im Bau und in
der Größe nicht konstatiert werden.
Von andern in Betracht zu ziehenden Arten wäre in erster Linie
Phragm. tuberculatum J. Müller zu nennen. Phragmidium subcorticium
unterscheidet sich von dieser Art in folgenden Punkten:
1. Die Teleutosporen beider können nach J. Müllers (l.c. pag. 729 ff.)
Angaben nicht wohl von einander unterschieden werden. Eine Differenz
liegt höchstens darin, daß die Teleutosporen von Phragm. subcorti-
cum 4—9zellig, diejenigen von Phragm. tuberculatum aber bloß
4—-6zellig sind.
Ferner sagt J. Müller (l. c. pag. 781) zur weiteren Unterscheidung
der beiden Arten folgendes:
»Ein besonderes Charakteristikum (der Teleutosporen von Phragm.
“übereulatum J. Müll.) bietet noch die Endzelle dar. Während die-
selbe bei den Sporen von Phragm. subcorticium in der Queransicht
der Längsrichtung sehr oft die Gestalt eines gleichschenklichen
Dreiecks hat, dessen Schenkel nur etwas verlängert erscheinen, ist
Sie hier niemals derartig, sondern stets halbkreis- oder bogenförmig
gestaltet. «
Die Teleutosporen, welche ich durch Kultur auf R. canina und
R. centifolia erhalten habe, sind stets mehr als 6zellig; ferner trifft
die für Phragm. tuberculatum geltende Beschaffenheit der Endzellen
bei denselben nicht zu, sondern der Umriß ist in der Tat eher
dreieckförmig.
2. Die Caeomasporen von Phragm. subcorticium sind mit einer
feinstacheligen Membran versehen; diejenigen von Phragm. tuber-
Culatum tragen relativ grobe Warzen von quadratischer bis oblonger
Querfläche,
Die Caeomasporen, die ich in den Kulturversuchen erhalten
habe, gehören dieser Beschreibung nach unzweifelhaft zu Phragm.
Subcortieium,
134 W. Bandi.
3. Während die Uredosporen von Phragm. subcorticium fein-
stachelige Membran besitzen, sind diejenigen. von Phragm. 'tuber-
culatum grobwarzig.
Die in unseren Versuchen erzielten Uredosporen stimmen in
dieser Beziehung mit denjenigen von Phragm. subcorticium überein.
Endlich ist zu bemerken, daß die beiden oben festgestellten
Schwesterformen wohl nicht die einzigen sind, in die Phragm. sub-
corticium zerfällt. Es ist vielmehr ganz wohl möglich, daß daneben
noch andere existieren, indem Phragm. subcorticium auch auf weiteren
Rosenspezies beobachtet worden ist.
b) Die Wiederholung der Caeomageneration.
In den vorliegenden Untersuchungen ist ein wiederholtes Auf-
treten der Caeomageneration konstatiert worden. Wenn bei der
Infektion von Caeomamaterial ausgegangen worden war, so wurde
auf den befallenen Versuchspflanzen dann wieder Caeoma erzeugt,
wenn ich die Versuche im Vorsommer eingeleitet hatte.
Insbesondere gilt diese Beobachtung von sämtlichen im Sommer
1901 angestellten Versuchen; sodann bestätigte sich dieselbe im
folgenden Jahre in den Versuchsreihen VII, VII und IX. Die
wiederholt aufgetretene Caeomaform trat ebenfalls, wie die primäre,
auf den Blattstielen und Blättern in Gestalt polsterförmiger Lager
auf. Auf letzteren verursachte sie die bekannten Anschwellungen
und Verkrümmungen. Auch die mikroskopische Untersuchung bewies
deutlich, daß man es mit Caeoma zu tun hatte. Die für diese
Generation so charakteristische kettenförmige Anordnung der Sporen
mit ihren Zwischenzellen konnte deutlich wahrgenommen werden.
Wie aus Versuchsreihe I, IV, V, X und XI ersichtlich ist,
konnte mit der zweiten Caeomageneration wiederum Caeoma erzeugt
werden. — Somit wurde in obigen Versuchen die zweimalige,
in drei Fällen auch die drei-resp. viermalige Aufeinander-
folge der Caeomageneration festgestellt.
Von Mitte Juli an stellte sich auf den betr. Pflanzen jeweilen
die Uredogeneration ein. Dieser folgten dann gegen Ende September
hin die Teleutosporen.
Die wiederholt aufgetretene Caeomageneration scheint nicht von
Pykniden begleitet zu sein; wenigstens konnten im Laufe der Unter-
suchung solche nicht aufgefunden werden. — Wie oft sich die Caeoma-
generation wiederholt, kann mit Sicherheit nicht angegeben werden,
in unsern Versuchen hat sie sich nicht mehr als drei- resp- viermal
reproduziert. J. Müller (l. c.) will das ganze Jahr hindurch, mit Aus“
nahme der Monate Dezember, Januar, Februar und März, Caeoma
beobachtet haben. Wie schon oben angedeutet, ist aber in unseren
Beiträge zur Biologie der Uredineen u. s. w, ö 135
Versuchen gegen den Herbst hin Uredo aufgetreten. Möglicherweise
liegt diese Erscheinung in den veränderten Temperaturverhältnissen
begründet, vielleicht hängt sie aber auch mit Veränderungen, welche
sich innerhalb der Nährpflanze vollziehen, zusammen. — Die Caeoma-
resp. Aecidienwiederholung bei Phragmidium subcorticium steht nicht
allein da, sondern ist schon von einigen Puccinia- und Uromyces-Arten
seit längerer Zeit bekannt. Der erste Fall derart wurde von Barclay ')
an Uromyces Cunninghamianus Barcl. beobachtet. Die Basidosporen
dieser auf Jasminum grandiflorum vorkommenden Spezies erzeugen
Aecidien, denen nur sehr wenig Pykniden vorangehen. Nach einiger
Zeit werden innerhalb der Aecidienlager auch Teleutosporen gebildet.
Gelangen die Aecidiosporen auf eine Nährpflanze, so erzeugen ihre
Keimschläuche auf Blättern und Stengeln wiederum Aecidien, welche
sich von den primären Aecidien durch nichts unterscheiden, als daß
sie nie von Pykniden begleitet sind. Diese Aecidiosporen erzeugen
wieder Aecidien und so folgen innerhalb einer Vegetationsperiode
mehrere Generationen aufeinander. Auch Dietel?) berichtet von zwei
Arten, welche die Fähigkeit besitzen, die Aecidiengeneration mehr-
mals hintereinander hervorzubringen. Es sind dies Puccinia Senecionis
Lib. und Uromyces Ervi (Wallr.) Die Basidiosporen von Pucc.
Senecionis können Aecidien und Teleutosporen produzieren; ebenso
auch die Aecidiosporen. — Die Basidiosporen von Uromyces Ervi da-
gegen scheinen nur Aecidien hervorbringen zu können. Weitere Unter-
Suchungen, die Dietel?) veröffentlicht hat, beziehen sich auf Uromyces
Behenis (DC.), Uromyces Scrophulariae (DC.) u. a. Nach Dietels
Vermutungen dürften aber nicht nur diese Arten wiederholt nach-
einander Aecidien bilden, sondern auch einige Aut-Euformen. In
der Tat erwiesen sich dieselben als richtig, da Dietel bei Uromyces
Trifolii Alb. et Schwein. eine Aecidienwiederholung konstatieren
konnte. Bei allen diesen Arten fällt es auf, daß die sekundären
Aecidien nie von Pykniden begleitet sind.
Fragen wir uns nach der Bedeutung, welche die Aecidien-
Wiederholung für den Pilz hat, so könnte darauf folgendes geant-
Wortet werden:
Die Uredosporen haben wahrscheinlich an Keimkraft eingebüßt.
Diese Vermutung spricht auch Tulasne*) aus, wenn er sagt: »Je
') Barclay. On the life-history of a remarkable Uredine on Jasminum grandi-
forum. Transact, of the Linn. Soc, of London 1891. S. 141—151.
*) Dietel. Über zwei Abweichungen vom typischen Generationswechsel der
Rostpilze. Zeitschr. für Planzenkrankh. Band II. 1893 pag. 258 ff.
°) Dietel. Über Rostpilze mit wiederholter Aecidienbildung in »Flora« oder
allg. hot. Zeitung 1895. Ergänzungsband 81. Band Heft 2. S. 394 fl.
*) Tulasne, Second Memoire sur les Uredinees et les Ustilagindes,
°% nat, 4. Serie Tom. II. pag. 149.
Ann.
136 W. Bandi.
noterai, en outre, qu'il est rare de voir plus d’un filament naitre des
spores de l’Uredo Rosae Pers., bien qu’elles possedent, comme on
sait, un assez grand nombre d’oscules (oscilla); quand le contraire
alieu, il n’y a guere qu’un germe qui se developpe completement.«
Da nun der Pilz infolge der mangelhaften Keimfähigkeit der
Uredosporen an der Verbreitung gehindert sein würde, so hat er
während der ganzen Vegetationsperiode eine sehr große Zahl Aecidio-
sporen erzeugt, welche die Art viel besser zu erhalten vermögen, als
wie die Uredogeneration.
Zu gunsten dieser Anschauung spricht auch die mangelhafte
Keimkraft der Teleutosporen. Die Keimung derselben hat unseres
Wissens noch niemand beobachten können. Daher wird der Pilz
wohl nicht durch diese verbreitet, sondern es sind die Aecidien,
welchen diese Aufgabe zukommt, einmal dadurch, daß das im
Stamme der Nährpflanze überwinterte Mycel im Frühjahr reichlich
Caeoma produziert und sodann dadurch, daß sich die Caeoma-
generation den Sommer über mehrmals reproduziert.
II. Teil.
Puccinia Caricis montanae Ed. Fischer.
In den »Entwicklungsgeschichtlichen Untersuchungen über Rost-
pilze« in den »Beiträgen zur Kryptogamenflora der Schweiz«, Band I,
Heft 1, gibt Ed. Fischer eine eingehende morphologische und ent-
wicklungsgeschichtliche Beschreibung einer Puccinia, deren Teleuto-
sporen auf Carex montana und deren Aecidien auf Centaurea mon-
tana und Centaurea Scabiosa leben. Die Diagnose des Pilzes lautet
folgendermaßen:
»Puccinia Caricis montanae n. spec., Sporenlager bis 1 mm lang
und !/,—!/; mm breit, in der Längsrichtung des Blattes verlängert,
frühzeitig nackt. Uredosporen kugelig bis ellipsoidisch. Durchmesser
derselben 18—21 «. Membran braun mit äußerst kleinen, entfernt
stehenden farblosen Wärzchen besetzt; Keimporen zwei, dem der
Anheftungsstelle der Spore abgekehrten Pole genähert. Teleutosporen
birnförmig, am Scheitel regelmäßig gerundet, oft auch ungleichseitig,
seltener papillenartig vorgezogen, an der Basis allmählich in den Stiel
verschmälert, an der Grenze beider Zellen etwas eingeschnürt,
42—52 u lang, 18—24 1 breit, untere Zelle schmäler, oft auch etwas
länger als die obere, Membran glatt, braun, am Scheitel stark ver-
dickt (bis zu 10—14 u); Keimporus der oberen Zelle seitlich von der
Scheitelverdickung gelegen, diejenige der unteren Zelle dicht neben
der Scheidewand. Stiel farblos, zuweilen die Länge der Spore
erreichend. Sporen nicht abfallend.«
Beiträge zur Biologie der Uredineen u. s. w. 137
Infektionsversuche, die Ed. Fischer mit den Teleutosporen an-
gestellt hatte, ergaben auf Centaurea montana und Centaurea Sca-
biosa ungleiche Resultate. Er sagt in seiner Arbeit 'auf pag. 41
folgendes:
»Mit demselben Teleutosporenmaterial wurden Cent. Scabiosa und
Cent. montana nie gleichmäßig stark infiziert, aber andrerseits gelang
es sozusagen nie, die eine dieser beiden Centaureen ausschließlich
zu infizieren, zeigte die eine reichlich Aecidien, so zeigten sich an
- der andern wenigstens Spermogonien. Ich war anfangs der Ansicht,
es sei dieses Resultat darauf zurückzuführen, daß kein reines Teleuto-
sporenmaterial vorgelegen habe. Aber da sich dasselbe Resultat auch
in den Fällen zeigte, wo nach Möglichkeit für reines Infektionsmaterial
gesorgt worden war, d. h. wo letzteres durch Infektion von Aecidio-
Sporen auf Carex gewonnen war, wurde ich doch stutzig und fragte
mich, ob hier nicht zwei Arten vorliegen, von denen die eine sich
auf Cent. Scabiosa leicht und vollständig, dagegen auf Cent. montana
Nur schwer entwickelt, während die andere leicht auf Cent. montana
und nur schwer auf Centaurea Scabiosa ihre Ausbildung findet!
Stammten nämlich die Teleutosporen von den Aecidiosporen auf
Centaurea Scabiosa, so infizierten sie wiederum Cent. Scabiosa reich-
lich, aber auch auf Centaurea montana brachten sie wenigstens
Pykniden hervor. Waren aber die Teleutosporen aus den Aecidio-
Sporen auf Cent. montana erhalten worden, so traten auf Cent. montana
reichlich Aecidien auf, aber auch auf Centaurea Scabiosa war ein ge-
finger Erfolg zu verzeichnen.«
Demzufolge scheinen also zwei verschiedene Formen vorhanden
zu sein. Ed. Fischer hatte sie einstweilen vereinigt gelassen, war
aber der Ansicht, daß es zwei biologische Arten seien.
In derselben Abhandlung weist Ed. Fischer hin auf eine verschieden
Stark ausgeprägte Praedisposition der Versuchspflanzen gegenüber
Puccinia Caricis montanae. Er sucht dieselbe zu begründen durch
den Einfluß, welchen der Standort möglicherweise auf die Nähr-
Pflanzen auszuüben im stande ist. So geht aus Versuchsreihe XXXH
auf pag. 38 hervor, daß Centaurea montana aus dem Berner Oberland
auch dann mit den Basidiosporen erfolgreich infiziert werden konnte,
als das mit Cent. montana aus dem Jura nicht der Fall war. Ferner
zeigen uns die Versuchsreihen XXX und XXXI (pag. 37), daß Carex
Montana aus den Alpen reichlicher mit den Aecidiosporen aufCentaurea
Scabiosa zu infizieren war, als Carex montana aus der Gegend von
Bern. Der Verfasser gibt seinen Beobachtungen mit folgenden Worten
(auf pag. 116) Ausdruck: »Speziell sei darauf hingewiesen, daß ein
und dieselbe Pflanzenart in verschiedenen Rassen oder vielleicht sogar
in verschiedenen Standortsformen für eine gegebene Pilzform ver-
Schieden empfänglich sein kann. Ich verweise auf das verschiedene
138 W. Bandi.
Verhalten von Carex montana aus den Alpen und aus der Gegend
von Bern gegenüber den Aecidiosporen der Pucc. Caricis montanae
(pag. 38), ferner auf das ungleiche Verhalten der Centaurea montana
gegenüber den Basidiosporen derselben Art: die Form aus dem Jura
konnte ja nirgends erfolgreich infiziert werden.«
Außer den schon genannten Centaureenspezies, C. Scabiosa und
C. montana, wurden von Ed. Fischer auch in den Bereich seiner
Untersuchungen gezogen: Centaurea nigra und Cent. Jacea. »Mit
Rücksicht darauf, sagt er auf pag. 28, daß von Plowright'!) für
Puceinia arenariicola ein Aecidium auf Centaurea nigra und von
Schröter?) für Puccinia tenuistipes ein solches auf Centaurea Jacea
nachgewiesen worden ist, mußten auch diese Pflanzen in den Bereich
meiner Untersuchungen gezogen werden.«e So sehen wir denn aus
Versuchsreihe XIV auf pag. 28, daß sowohl Centaurea nigra, als auch
Cent. Jacea von den Basidiosporen des Pilzes erfolgreich infiziert
worden sind. Trotzdem schien dieses Resultat ein zu wenig zuver-
lässiges, um klare Schlüsse daraus ziehen zu können.
Es war daher wünschenswert, die Untersuchungen über Puce.
Caricis--montanae Ed. Fischer noch auszudehnen. Ein günstiger
Umstand kam mir dabei zu Hilfe, nämlich der, daß das zur Ver-
wendung gekommene Teleutosporenmaterial offenbar ausschließlich
zu Aecidien auf Cent. montana gehörte. Diese Annahme kann aus
folgendem Grunde gemacht werden. Bei Les Ponts (Neuenburger
Jura) 1000 m ü. M. kommt Carex montana massenhaft mit diesem
Pilz befallen vor. Daneben finden sich aber auch ziemlich häufig
Centaurea montana und Centaurea Scabiosa. Von Anfang Mai weg
traf ich Centaurea montana durchwegs mit Aecidien an, konnte da-
gegen keine solchen entdecken auf Centaurea Scabiosa, auch dann
nicht, wenn beide Arten unmittelbar neben einander stunden.
Daraus zog ich den Schluß, daß die Carexpflanzen nur die eine
Form des Pilzes beherbergen, nämlich diejenige, welche in Ed, F ischers
Versuchen Centaurea montana infiziert hatte,
Weniger günstig in dieser Hinsicht erwies sich das Material aus
den Alpen. Als ich am 26. Mai 1902 auf einer Alpweide oberhalb
Reutigen nach Teleutosporenmaterial suchte, fand ich sowohl infizierte
Exemplare von Centaurea Scabiosa, als auch solche von Cent.
montana. Demzufolge muß dort Carex montana die Teleutosporen
beider Pilzformen beherbergen.
An der Hand dieser Materialien wurden die Untersuchungen nach
folgenden Gesichtspunkten hin in Angriff genommen:
2) Siehe British Uredineae and Ustilagineae pag. 171.
?) Siehe schlesische Cryptogamenflora, Pilze I, pag. 329.
Beiträge zur Biologie der Uredineen u. s. w. 139
1. Zerfällt Puccinia Caricis montanae Ed. Fischer wirklich in
zwei biologische Arten, von denen die eine ihre Aecidien auf
Centaurea montana, die andere auf Cent. Scabiosa bildet?
2. Übt der Standort einen Einfluß auf die Prädisposition von
Centaurea montana aus?
3. Wie verhält sich Puccinia Caricis montanae gegenüber anderen
Centaureen?
4. Vermag die Teleutosporenform außer auf Carex montana
auch noch auf anderen Carices zu leben? — Letztere Frage zu
beantworten ist insofern von Wichtigkeit, als dadurch die Stellung
der Spezies zu Plowrights Pucc. arenariicola und Schröters Pucc.
tenuistipes klar gelegt wird. Pucc. arenariicola Plowr. bildet ihre
Teleutosporen auf Carex arenaria und die Aecidien auf Cent. nigra
aus. Pucc. tenuistipes Rostr. erzeugt die Teleutosporen auf Carex
muricata und die Aecidien auf Centaurea Jacea. — Es könnte nun
möglich sein, daß zwischen Pucc. Caricis mont. Ed. Fischer einer-
seits, und Pucc. arenariicola Plowr. und Pucc. tenuistipes Rostr.
andrerseits verwandtschaftliche Beziehungen bestünden, indem auch,
wie Ed. Fischer (l. c. pag. 29) gezeigt hat, Puccinia Caricis montanae
ihre Aecidien auf Centaurea Jacea und nigra auszubilden vermag.
Die Versuchseinrichtung.
Die Infektionsversuche der vorliegenden Arbeit wurden teils mit
Teleutosporen, teils mit Aecidiosporenmaterial angestellt. Dasselbe,
besonders letzteres, kam stets frisch zur Anwendung.
Zu den Versuchen dienten teils ältere, teils auch ganz junge
Pflanzen. Die älteren Centaureapflanzen wurden meist im Freien
ausgegraben und nachher eingetopft. Die jüngeren sind im hiesigen
botanischen Garten aus Samen erzogen worden. Die große Mehrzahl
der verwendeten Carexpflanzen stammen aus der eidg. Samen-
kontrollstation in Zürich. Es ist mir eine angenehme Pflicht, an
dieser Stelle den Herren Dr. Stebler, Vorstand und Dr. Volkart für
ihre bereitwillige Zusendung von Versuchspflanzen den gebührenden
Dank auszusprechen.
Sollte mit Teleutosporenmaterial ein Versuch eingeleitet werden,
so wurden die damit behafteten Carexblätter zunächst einige Stunden
lang in Wasser eingeweicht und sodann zwischen Filtrierpapier ab-
getrocknet. Hierauf wurde Blatt um Blatt der Versuchspflanzen mit
dem Material belegt, die Pflanze einige Tage lang bedeckt gehalten
und endlich in ein Gewächshaus gebracht.
Bei den Versuchen, in denen von Aecidiosporen ausgegangen
worden war, wurden die Versuchspflanzen mit den befallenen Blättern
belegt. Sehr wirksam dürfte sich aber auch das Abbürsten der
140 W. Bandi.
Sporen mit einem Pinsel erwiesen haben, welch letztere Operation
jeweils am Tage nach der Versuchsanstellung vorgenommen
worden ist.
Kulturversuche.
a) Mit Teleutosporen.
Versuchsreihe I.
Am 9. Mai 1901 holte ich bei Les Ponts Teleutosporenmaterial.
Es wurden folgenden Tags damit folgende Pflanzen besät:
No. 1. Centaurea montana \ ausgegraben in Trachsellauenen
„2. Cent. monlana J (Berner Oberland) 1900,
„3. Cent. montana N ausgegraben im Neuenburger
„ 4 Cent. monlana Jura 1900,
“ ei aus Samen im botanischen
„ 6.) Cent. montana Garten erzogene ganz junge
7 | | Pflanzen,
” Di
„ 8. Cent. Scabiosa id.
Die mikroskopische Untersuchung zeigte, daß die Keimung der
Teleutosporen noch nicht erfolgt war. Am 11. Mai wurden auf
Objektträgerkulturen ausgeworfene Basidiosporen beobachtet.
Am 17. und 25. Mai wurden die Pflanzen durchgesehen und
folgende Resultate notiert:
No. 1 (Centaurea montana) hatte am 17. Mai auf 4 Blättern
Pykniden; am 25. Mai waren 12 Blätter reichlich mit Aecidien bedeckt.
No.2 (Cent. montana) besaß bei der erstmaligen Durchmusterung
Pykniden, und zwar besonders reichlich an den Stellen, wo die
Carexblätter gelegen hatten; ferner beobachtete ich am 25. Mai
auf 6 Blättern Aecidien.
No. 3 (Cent. montana) hatte am 17, Mai Pykniden, am 25. Mai
auf sämtlichen Blättern junge Aecidien. Die Pflanze hatte unter
Schneckenfraß gelitten.
No. 4 (Cent. montana), am 17. Mai auf 4 Blättern Pykniden;
später reichlich Aecidien.
No. 5 (Cent. montana) hatte vorerst auf 5 Blättern Pykniden,
am 25. Mai reichlich Aecidien,
No. 6 (Cent. montana) besaß Pykniden auf 3 Blättern, später
reichlich Aecidien,
No. 7 (Cent. montana) auf sämtlichen Blättern vorerst Pykniden,
dann Aecidien,
No. 8 (Cent. Scabiosa) zeigte weder Pykniden, noch Aecidien
und blieb auch späterhin gesund.
Beiträge zur Biologie der Uredineen u. s. w. 141
Versuchsreihe II.
Eingeleitet am 20. Mai 1901 mit dem gleichen Material wie in
Reihe I. Es wurden folgende Pflanzen besät:
#3 1 und 2. Centaures Scabiose. 1. der OREEIEnG BERMe
ausgegraben,
„3. Cent. monlana im Sommer 1900 im Oberland ausgegraben,
„ 4 Cent. montana im botanischen Garten aus Samen erzogen,
„ 5u.6. (ent. montana id.,
/ im Sommer 1900 im Neuenburger Jura
„ 7. Cent. montana \ sunrgrahen:
Drei Versuche wurden am 25. und 27 Mai und am 3. Juni
durchgesehen. Das Resultat war folgendes:
No. 1 (Cent. Scabiosa) war gänzlich pilzfrei; die Pflanze starb
bald darauf ab.
No. 2 (Cent. Scabiosa) war völlig gesund und blieb auch späterhin
Pilzfrei.
No. 3 (Cent. montana) hatte am 25. Mai Pykniden, am 3. Juni
auf einzelnen Blättern zahlreiche junge Aecidien.
No. 4 (Cent. montana) hatte bei der erstmaligen Nachschau
Pykniden, später brachte sie auf zwei Blättern Aecidien hervor.
No. 5 (Cent. montana) hatte am 27. Mai auf 7 Blättern Pykniden,
welchen anfangs Juni Aecidien nachfolgten.
No. 6 (Cent montana) hatte auf sämtlichen Blättern Pykniden
und Aecidien. Die Pflanze hatte gelitten und starb bald darauf ab.
Versuchsreihe III.
Eingeleitet am 3. Juni 1901 mit Teleutosporenmaterial gleicher
Herkunft wie dasjenige voriger zwei Versuchsreihen.
Es wurden damit besät:
No. 1. Centaurea montana Herkunft unbestimmt,
»„ 2 und 3. Cent. Scabiosa im bot. Garten aus Samen erzogen,
» 4. Cent. montana id,,
„ 5 und 6. Cent. Scabiosa n.
f im Sommer 1900 ım Oberland
» 7 und 8. Cent. montana \ ahngscraben,
Objektträgerversuche ließen, trotz der vorgerückten Jahreszeit,
auf noch vorhandene Keimkraft des Materials schließen. — Die Ver-
Suchspflanzen wurden am 13. und 20. Juni einer Durchsicht unter-
20gen. Die Resultate derselben können folgendermaßen zusammen-
gefaßt werden:
No. 1 (Cent. montana) hatte bei der erstmaligen Durchmusterung
Pykniden, späterhin zahlreiche Aecidien. Ebenso auch No. 4, 7
und 8.
No. 2,3, 5 und 6 (Cent. Scabiosa) blieben dagegen gänzlich
Pilzfrei,
142 W. Bandıi.
Aus diesen drei Versuchsreihen geht hervor, daß Cent. montana
in allen Fällen erfolgreich infiziert werden konnte Nicht
eine Spur eines positiven Erfolges ließ sich dagegen auf Cent.
Scabiosa nachweisen.
Während die bisherigen Versuchsreihen besonders das Verhalten
von Centaurea Scabiosa und Cent. montana gegenüber den Teleuto-
sporen auf Carex montana prüfen sollte, wurden die folgenden zwei
Versuchsreihen dazu eingeleitet, um festzustellen, ob Centaurea
montana aus den Alpen und aus dem Jura verschiedene Empfäng-
lichkeit zeigen. .
Versuchsreihe IV.
Eingeleitet am 4. Mai 1902 mit Teleutosporenmaterial, welches
tags zuvor in La Tourne gesammelt worden war. Damit wurden
folgende Pflanzen besät:
Nat ana 2° Cr more er Sommer 1900 im Oberland
ausgegraben,
3.4, 5,0:.0, 7 Cani. En id.,
„ 8 9 und 10. Cent. montana im Jura ausgegraben,
„ 11-15. Cent. Scabiosa bei Bern ausgegraben.
Die Objektträgerversuche überzeugten mich von der noch vor-
handenen Keimkraft des Materials; es wurden zahlreiche Basidiosporen
beobachtet.
Am 15. Mai beobachtete ich Pyknidien, einige Tage darauf
Aecidien und zwar auf folgenden Pflanzen:
No. 1. (Cent. montana aus den Alpen). Sämtliche Sprosse und
Blätter trugen Aecidien,
No. 2 (Cent. montana aus den Alpen), ein junges kräftiges
Exemplar trug auf mehr als der Hälfte sämtlicher Blätter Aecidien.
No. 3 (Cent. montana aus den Alpen) hatte auf drei Blättern
junge Aecidien.
No. 4 (Cent. montana aus den Alpen) besaß ebenfalls auf den
meisten Blättern Aecidien.
Ebenso die Nummern 5, 6 und 7, alles Alpenpflanzen.
No. 8, 9 und 10 (Cent. montana aus dem Jura) waren auch reich-
lich mit Aecidien versehen, wiesen aber in der Stärke der Infektion
einen Unterschied nicht auf. Centaurea Scabiosa war und blieb gesund.
Im gleichen Sinne wurde die folgende Versuchsreihe eingeleitet.
Versuchsreihe V.
Am 13. Mai wurde von dem in La Tourne gesammelten Teleuto-
sporen-Material auf folgende Pflanzen aufgelegt:
No. 1—4. Centaurea monlana ausgegraben bei Les Ponts 1901,
„ 9. Cent. monlana n im Oberland 1901,
„ 6-9. Cent. montana bei Les Ponts 1901,
„ 10—18. Cent. montana im Oberland. 1901.
Beiträge zur Biologie der Uredineen u. s. w. 143
Am 29. Mai wurden die Versuchspflanzen durchgesehen und
ergaben das unten tabellarisch zusammengestellte Resultat. In der
Tabelle soll namentlich der Grad des Befallenseins zum Ausdruck
kommen.
No. der Herkunft Gesamtzahl | Davon sind
Versuchs- der | der mit Aecidien | Bemerkungen
pflanze | Pflanze | Blätter befallen
1 Les Ponts, Jura | 13 5 ältere Pflanze
2 RR ER 23 4 BE
3 N re 20 11 * Ri
4 ” Ri rl 27 14 junge Pflanze
5 Reutigen, Oberland | 18 9 „ s,
6 Les Ponts, Jura | 16 3 hr »
7 CH el 11 2 x 5
8 TR 25 13 # “
9 “ 2% = | 31 10 % „
10 Trachsellauenen, \ | ir 9 kitere Pilanke
Alpen J
11 Trachsellauenen, \
| 16 8 „ “
Alpen J
12 Reutigen Alpen | 27 18 junge Pflanze
13 i 4 | 12 7 „ N
14 = “ 12 7 „
15 3; : 16 8 „ D
16 5 | 17 4
17 S 5 | 12 6 »
18 fi 2" 8 3 „
Bei vorurteilsloser Betrachtung der Versuchsresultate gewann
man die Überzeugung, daß die Exemplare von Centaurea montana aus
Jura und Alpen in der Intensität der Infektion keine durchgreifenden
Unterschiede zeigen, daß also dem Standort ein Einfluß auf
die Empfänglichkeit der Nährpflanzen nicht beigemessen
werden kann.
Wenn Verschiedenheit im Infektionserfolg zwischen den einzelnen
Exemplaren vorlag, so geschah dies in dem Sinne, daß die jüngeren
Exemplare, speziell solche mit zahlreichen jungen Blättern, sowohl
die alpinen wie die jurassischen, im großen und ganzen etwas reich-
licher befallen wurden wie die älteren. Hier war also das Alter der
Blätter maßgebend, eine Erfahrung, welche bei Infektionsversuchen
mit Basidiosporen immer gemacht werden kann.
Die folgenden Versuche sollen das Verhalten weiterer Centaureen-
Spezies prüfen,
Versuchsreihe VI.
Sie wurde eingeleitet am 23. Mai 1902 mit Teleutosporenmaterial,
das anfangs Mai bei La Tourne gesammelt worden war. Als Versuchs-
Material wurde aufgetragen auf:
Der Same stammt von:
Cent. axillaris 2a
. Cent. montana ausgegraben im Oberland.
Objektträgerversuche überzeugten mich von der Keimfähigkeit
der Teleutosporen.
Am 31. Mai und am 3. Juni wurden die Pflanzen durchmustert.
Das Ergebnis war folgendes:
No. 1 (Cent. Scabiosa var. alpestris) besaß auf zwei Blättchen
Spuren von Pykniden. Bei späterer Nachschau hatten sich indessen
nicht weitere eingestellt; auch waren keine Aecidien aufgetreten.
No. 2 (Cent. Scabiosa) war und blieb dauernd gesund.
„ 3 (Cent. Sadleriana) id.
„ #4 (Cent. collina)
„ 5 (Cent. rupestris)
„ 6 (Cent. spinulosa)
„ 7 (Cent. nigrescens)
» 8 (Cent. axillaris) hatte auf vier Blättchen vereinzelte Pyk-
niden, denen später Aecidien folgten.
No. 9 (Cent. montana) besaß Pykniden, späterhin auch Aecidien.
In gleicher Absicht wie Reihe VI, wurde die folgende Versuchs-
reihe eingeleitet.
No. 1. Centaurea Scabiosa var.alpestris Hamburg,
„ 2. Cent. Scabiosa a
„ 3. Cent. Sadleriana Leyden,
„ 4. Cent. Collina Karlsruhe,
‚5. Cent. rupestris i
„ 6. Cent. spinulosa Leyden,
=. 1,Gent. nierescens Hamburg,
8.
9
”„
144 W. Bandi.
pflanzen dienten einige in diesem Jahre gezogene Sämlinge. Das
|
|
|
|
|
Versuchsreihe VII.
Dazu diente ein Teil des seinerzeit in La Tourne (Jura) ge-
sammelten Materials. Am 16. Mai wurden damit beschickt:
Der Same stammt von:
No. 1. Centaurea amara Leyden,
„2. Cent. Facea Hamburg,
.2 3. Cent. collina Karlsruhe,
„ 4. Cent. babylonica Wien,
». 5. Cent. dealbata e
„6. Cent. alpina E
„» 7. Cent. orientalis Montpellier,
„» 8. Cent. nigrescens Hamburg,
» 9. Cent. axillaris ®
„ 10. Cent. Scabiosa 3;
„ 11. Cent. montana a EN e
\ La Tourne ausgegraben.
Beiträge zur Biologie der Uredineen u. s. w. 145
Bei der Kontrolle dieses Versuches am 27. Mai und am 2. Juni
konnten folgende Ergebnisse registriert werden:
No. 1 (Cent. amara) besaß am 27. Mai auf einem Blättchen Pyk-
niden, auf demselben am 2. Juni ein Aecidienlager, am 5. Juni hatten
sich fünf solcher eingestellt.
No. 2 (Cent. Jacea) besaß am 2. Juni auf einem Blatt ein Aecidium.
No. 3—8 waren und blieben gesund.
No. 9 (Cent. axillaris) hatte am 27. Mai auf zwei Blättern Pyk-
niden, denen am 2. Juni zwei Aecidienlager gefolgt waren.
No. 10 (Cent. Scabiosa) war und blieb pilzfrei.
No. 11 (Cent. montana) hatte am 2. Juni auf zwei Blättchen zahl-
reiche Aecidienlager.
Aus diesen zwei Versuchsreihen ist zu ersehen, daß Pucc.
Caricis montanae die Aecidiengeneration auch zu bilden
vermag auf Centaurea axillaris und auf Centaurea Jacea und eventuell
auch auf Cent. Scabiosa var. alpestris. Daß sich auf dieser Pflanze
Pykniden eingestellt haben, erscheint um so eigentümlicher, als unter
den gleichen Bedingungen nicht auch die typische Centaurea Scabiosa
(VII, 10) befallen worden ist.
Versuchsreihe VII.
Eingeleitet am 27. Juni 1902. Dazu diente der Rest des anfangs
Mai eingesammelten Teleutosporenmaterials. Objektträgerversuche
ergaben, daß das Material noch die volle Keimkraft besaß. Es wurden
damit folgende Pflanzen belegt: ae he
No, 1. Centaurea macrocephala Leyden,
» 2-4. Cent. melitensis Hamburg,
»„ 5 und 6, Cent. nigrescens id.,
» 7. Cent. Scabiosa var. albida &
31: 3:8,. GENF Jjacen iv
» 9 und 10. Cent. calcitrapa “
»„ 11-13. Cent. nigra ”
„ 14 und 15. Cent. nigra Heidelberg,
„ 16. Cent. Jacea id.,
„17. Cent. Scabiosa var. albida Hamburg,
„» 18. Cent. macrocephala Leyden,
„ 19. Cent. Facea Hamburg,
„20. Cent. Scabiosa var. albida id.,
„ 21. Cent. Calcitrapa Heidelberg,
» 22. Cent. Jacea id.,
»...29.: Cent: Jacea „
» 24. Cent. Scabiosa Hamburg,
„ 25. Cent. nigra id.,
26. Cent. montana ausgegraben im Jura 1901.
Hedwigia Bd, XLU. 1903. e
146 W. Bandi.
Am 5,, 8. und 11. Juli wurden die Pflanzen durchgesehen und
folgende Resultate notiert:
No, 1 (Cent. macrocephala) war und blieb gesund.
No. 2 (Cent. melitensis) hatte am 8. Juli auf einigen Blättchen
Pykniden; am 11. Juli hatten sich Aecidien eingestellt.
No. 3 (Cent. melitensis) besaß um diese Zeit ebenfalls Pykniden,
später einige Aecidien.
No. 4 (Cent. melitensis) hatte am 11. Juli auf zwei Blättern je
ein Aecidienlager.
No. 5 (Cent. nigrescens) wies am 11. Juli auf einer Blattrippe
ein kleines Aecidienlager auf.
No. 6 (Cent. nigrescens) war pilzfrei.
No. 7 (Cent. Scabiosa var. albida) besaß am 8, Juli auf einem
Blatt verfärbte Flecken, später trat ein Aecidienlager auf.
No..8, 9 und 10 waren pilzfrei.
No. 11 (Cent. nigra) hatte auf einem Blatte ganz schwach ent-
wickelte Aecidien.
No. 12 (Cent. nigra) besaß auf zwei Blättchen ganz schwache
Pykniden,
No. 13 (Cent. nigra) war pilzfrei.
No. 14 (Cent. nigra) besaß auf einem Blatte ein ganz schwach
entwickeltes Aecidium.
No. 15 (Cent. nigra) war pilzfrei.
No. 16 (Cent. Jacea) hatte am 8. Juli vorerst Pykniden, bei
späterer Durchsicht sodann auf zwei Blättchen je ein Aecidienlager.
No. 17 (Cent. Scabiosa var. albida) war gesund.
No. 18 (Cent. macrocephala) war gesund,
No. 19 (Cent. Jacea) hatte vorerst auf einem Blättchen Pykniden,
später traten auf zwei Blättchen Aecidien auf.
No. 20 (Cent. Scabiosa var. albida) besaß auf einem Blatte
Pykniden; Aecidien konnte ich keine entdecken.
No. 21—24 (Cent. calcitrapa, Jacea und Scabiosa) waren gesund.
No. 25 (Cent. nigra) besaß auf einem Blatt ein Aecidienlager.
No, 26 (Cent. montana) besaß ebenfalls gut ausgebildete Aecidien.
Eine spätere Kontrolle förderte keine positiven Resultate mehr
zu Tage. — Es ergibt sich also aus dieser Versuchsreihe, daß der
Pilz seine Aecidiengeneration unter Umständen auch auszubilden
vermag auf: Centaurea melitensis, nigrescens, Scabiosa
var.albida, nigra und Jacea. — Infolge von Mangel an passendem
Infektionsmaterial konnten leider die Untersuchungen nach dieser
Seite hin nicht fortgesetzt werden, und so sind die zu Tage
geförderten Resultate nicht so erhärtet, wie es im Interesse der
Sache läge.
Beiträge zur Biologie der Uredineen u. s. w. 147
b) Versuche mit Aecidiosporen.
Versuchsreihe IX.
Eingeleitet am 22. Juni 1901. — Das hiezu verwendete Material
waren aecidien-behaftete Blätter von Centaurea’montana und wurden
am 20. Juni bei Les Ponts gesammelt. Um diese Zeit war Centaurea
montana dort sehr reichlich vom Pilze befallen. Das Material wurde
auf die folgenden Pflanzen aufgelegt:
f im Sommer 1901 bei Bern
No. 1. Carex silvatica \
i ausgegraben,
» 2. Carex panicea | von der eidg. Samen-
iD C. dioica ' kontrollstation in Zürich
„ 4. C. extensa J bezogen,
» 5. ©. montana \ in der Nähe von Bern
„6 0. montana ausgegraben,
3.22.42: sılyatıca
»„ 8. C. frigida
„ 9, G. alba €
„ 10. C. arenaria a a en
kontrollstation in Zürich
1L2G. verna being,
„12° 6: verna
„ 13. C. arenaria
„ 14. C. extensa
„ 15. C. montana { in der Nähe von Bern
5 ausgegraben,
en ehren | von der Samenkontroll-
„ 17. C. dioica | station in Zürich bezogen,
„ 18. C. frigida
f in der Nähe von Bern
„ 19—22. C. montana \ ausgegraben,
282.6. \silvatica id.,
„ 24—27. CO. monlana m
ER Eendüg gr von der Samenkontroll-
„ 29. C. dioica station in Zürich bezogen,
30. C. arenaria 3
& f in der Nähe Berns
„» 31—36. C. montana \ ausgegraben.
Am 25. und 26. Juni wurde die Infektion nochmals vorgenommen.
Die Durchmusterung am 15. Juli förderte folgende Resultate zu Tage:
Sämtliche Carex montana trugen Uredopusteln. Zur genauen
Kontrolle der Versuchspflanzen wurde Blatt um Blatt abgeschnitten
nd durchmustert. Ein positiver Erfolg konnte indessen auf den
übrigen Spezies nicht wahrgenommen werden. Insbesondere sei hier
hervorgehoben, daß auch Carex arenaria frei blieb. Demzufolge
dürfte das zu Pucc. Caricis montanae gehörige Aecidium in keiner
Beziehung stehen zu Pucc. arenariicola Plowr.
10*
148 W. Bandi.
Versuchsreihe X.
Eingeleitet am 5. Juni 1902. — Das verwendete Material bildeten
die in Versuchsreihe IV und V auf den Blättern von Cent. montana
durch künstliche Infektion erzeugten Aecidien.
Es wurde auf folgende Pflanzen gebracht:
No. 1. Carex arenaria
. leporina
. frigida
ö longifolia von der Samenkontroll-
r station in Zürich bezogen,
. ornithopoda ee ge.
. verna
. muricata
smanppwn
FINN
in der Umgebung von Bern
ausgegraben, wo bisher das
Aecidium nicht beobachtet
worden ist.
»„ 8—11. ©. montana
Während der Monate Juni und Juli wurden die Pflanzen im
Gewächshause aufgestellt. Bei der Durchsicht am 6. August konnten
auf No. 8, 9 und 11 (Carex montana) vereinzelt stehende Uredolager
konstatiert werden; die übrigen Pflanzen dagegen ließen noch kein
positives Resultat erkennen. Zu Anfang September wurde nochmals
Nachschau gehalten; auf No. 8, 9 und 11 kamen nunmehr Teleuto-
sporenlager zu Gesicht. Dieselben stellten sich späterhin noch reich-
licher ein.
No. 2 (Carex leporina) hatte ebenfalls einige Teleutosporenlager.
Die mikroskopische Untersuchung stellte deren morphologische Über-
einstimmung mit Pucc. Caricis montanae fest. Eine nochmalige,
gegen Ende September vorgenommene Durchmusterung ergab bei
den übrigen Spezies ein durchweg negatives Resultat. Somit läge
ein zweiter Beweis vor, daß Pucc. arenariicola mit dem in Frage
stehenden Aecidium in keiner Beziehung steht.
Versuchsreihe XI.
Sie wurde eingeleitet am 9. Juni 1902. — Das verwendete Aecidien-
material, tags zuvor bei La Tourne (Neuenburg) gesammelt, wurde
aufgelegt auf:
No. 1. Carex silvatica bei Bern ausgegraben,
». .2 und 3. C. montana id.,
» 4 €. frigida von der Samenkontrollstation Zürich,
»63n. A Alle id,,
». 6.:C. silvatica bei Bern ausgegraben,
»=2..C. möntana id,,
Beiträge zur Biologie der Uredineen u. s. w. 149
Br .8..&.muricata
» 9. C. panicea
„ 10. C. leporina
„ 11. C. ornithopoda von der Samenkontrollstation Zürich.
ac.12. :C. frierda
„ 13. C. longifolia
142 GH Verne
Die Kontrolle der Versuchspflanzen erfolgte zum erstenmale am
6. August.
No. 1 (C. silvatica) war pilzfrei.
„ 2 (C. montana) zeigte noch kein positives Resultat.
„ 3 (C. montana) hatte einige ganz vereinzelte Uredolager.
»„ 4 (C. frigida) war pilzfrei.
„ 5 (C. alba) hatte einzelne Uredopusteln.
Alle übrigen Pflanzen waren gänzlich gesund. Anfangs September
wurde nochmals Nachschau gehalten; es konnte aber, mit Ausnahme
von No. 3 (Carex montana), kein positives Resultat verzeichnet werden.
Diese Versuchsreihe zeigt, daß der Pilz vielleicht auch auf
Carex alba zu leben im stande ist, doch daselbst nur seine Uredo-
generation ausbilden kann.
Versuchsreihe XII.
Am 7. Juli 1902 wurden bei La Tourne nochmals aecidien-
behaftete Blätter von Centaurea montana gesammelt. Andern Tags
wurden dieselben auf folgende Pflanzen gebracht:
No. 1 und 2. Carer montana bei Bern ausgegraben,
» 3. Carex leporina
» 4. C. ornithopoda
a OR panicea von der Samenkontrollstation
» 6. C. arenaria Zürich bezogen.
» 7..C. longifolia
»„ 8. C. arenaria
Bei der Durchmusterung der Versuchspflanzen am 4. September
trugen No. 1 und 2 (Carex montana) Teleutosporen. Als später
Wieder nachgesehen wurde, konnten einzelne neuhinzugekommene
Lager konstatiert werden.
No. 3 (Carex leporina) hatte mehrere Teleutosporenlager, welche
Mikroskopisch untersucht wurden. Die Teleutosporen stimmten mor-
Phologisch mit denjenigen von Puccinia Caricis montanae überein.
150 W. Bandi.
Zusammenfassung der Resultate.
Übersicht der Versuchsergebnisse.
Name en Hume ,
der Teleutosporen der | von
Versuchspflanze RE Versuchspflanze er
Centaurea montana 38 (38) Carex montana 28 (25)
Cent. Scabiosa 12 (0) Carex alba 21)
Cent. Scabiosa var. albida 2 (2) Carex leporina 2 (2)
Cent. Scab. var. alpestris 1() Carex frigida 5 (0)
Cent. nigrescens 4. (1) Carex longifolia 3 (0)
Cent. Jacea | :4(8) Carex arenaria 5 (0)
Cent. axillaris 2 (2) Carex verna 4 (0)
Cent. melitensis 3 (3) Carex muricata 2 (0)
Cent. amara 1() Carex ornithopoda 3 (0)
Cent. Sadleriana 1 (0) Carex panicea 5 (0)
Cent. collina 2 (0) Carex dioica 3 (0)
Cent. rupestris 1 (0) Carex extensa 2 (0)
Cent. spinulosa 1 (6) Carex silvatica 4 (0)
Cent. babylonica 1 (0)
Cent. dealbata 1 (0)
Cent. alpina 1 (0)
Cent. orientalis 1 (0)
Cent. macrocephala 2 (0)
Cent. Calcitrapa 2: (0)
Anmerkung. Die Ziffern, welche nicht in Klammern stehen, bedeuten die
Zahl der verwendeten Versuchspflanzen, die dahinter stehenden
eingeklammerten die Anzahl der Versuchspflanzen, welche mit
positivem Erfolg aus der Infektion hervorgegangen sind.
Wir können die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchungen
wie folgt zusammenfassen:
a) Die Spezialisation von Puceinia Carieis montanae Ed. Fischer.
Auf Grund der vorliegenden Kulturversuche sind wir berechtigt
anzunehmen, daß Pucc. Caricis montanae in zwei spezialisierte
Formen oder sog. Gewohnheitsrassen im Sinne von Magnus!) zerfällt.
Beide Formen bilden ihre Teleutosporengenerationen auf Carex
montana aus, Die eine erzeugt ihre Aecidien auf Centaurea montana,
die andere auf Cent. Scabiosa. Indessen zeigen unsere Versuchs,
daß die erstere doch vereinzelt auf Cent, Scabiosa übergeht. Es
dürften sich somit die Beobachtungen von Magnus als richtig
erweisen, wenn er sagt:?) »Ich glaube, daß die aus den Aecidien
!) Magnus. Die systematische Unterscheidung nächstverwandter er
sitischer Pilze auf Grund ihres biolog. Verhaltens. Hedwigia 1894, pag. 3623
?) Magnus. Botanisches Zentralblatt, 1895. Bd. LXIIL No. 2/3.
Beiträge zur Biologie der Uredineen u. s. w. 151
von Centaurea montana auf Carex montana erzogene Puccinia
wirklich in Centaurea Scabiosa eingedrungen ist und das eingedrungene
und ausgewachsene Mycel bis zur. Spermogonienbildung vor-
geschritten sei.«
Es ist also die Vermutung von Ed. Fischer!) bestätigt, daß hier
zwei biologisch verschiedene Formen vorliegen.
Es bleibt noch übrig zu untersuchen, ob zwischen den beiden
Formen auch morphologische Unterschiede bestehen. Es wurden zu
diesem Zwecke die Teleutosporen, welche durch künstliche Infektion
erhalten worden sind, mit denjenigen verglichen, . welche s. Z. Ed.
Fischer aus Reinkulturen erzogen hatte Eine größere Anzahl der
Sporen wurde auf eventuelle Unterschiede hin untersucht. Ein
Unterschied in bezug auf Form, Größe, Lage der Keimporen, Farbe
u.s.w. konnte indessen nicht konstatiert werden.
b) Der Einflufs des Standortes auf die Empfänglichkeit von
Centaurea montana.
Durch die vorliegenden Untersuchungen konnte eine verschieden
Stark ausgeprägte Praedisposition der Versuchspflanzen nicht nach-
gewiesen werden, wenigstens insofern nicht, als dieselbe im Stand-
ort der Pflanzen begründet ist. Wohl machte ich hie und da die
Beobachtung, daß einige Pflanzen stärker infiziert worden waren als
andere und zwar besonders in denjenigen Versuchsreihen, welche ich
im Sommer 1901 eingeleitet hatte. Damals schien sich die von Ed.
Fischer (l. c. pag. 116) ausgesprochene Vermutung zu bestätigen, näm-
lich, daß ein und dieselbe Spezies von verschiedenen Standorten für eine
Pilzform verschieden stark empfänglich sein könne. Ich glaubte zu jener
Zeit beobachtet zu haben, daß die jurassische Centaurea montana etwas
stärker befallen wurde, als wie die alpine. Allein die Kulturversuche
vom Sommer 1902 bestätigten jene Beobachtungen in keiner Weise
und so ließ ich jene Vermutung wieder fallen. — Es konnte ein
Unterschied zu gunsten des einen oder andern Standortes nicht
Wahrgenommen werden.
*) Das Verhalten der Aecidiengeneration von Puceinia Carieis
montanae gegenüber andern Centaurea-Arten.
Den gemachten Beobachtungen zufolge befällt diejenige Form
von Pucc. Caricis montanae, welche ihre Aecidien auf Centaurea
Montana bildet, außer Centaurea montana noch mit Sicherheit:
Centaurca Jacea und Centaurea nigra. In vorliegenden Versuchen
Wurden auch erfolgreich infiziert: Cent. Scabiosa var. albida und
nn
a 2) Ed. Fischer. Beiträge zur Cryptogamenflora d. Schweiz. Bd. I. Heft 1.
ag, 41,
192 W. Bandi.
Cent. Scabiosa var alpestris, Cent. axillaris, melitensis, nigrescens
und amara. Inwieweit diese Arten aber als Nährpflanzen des Pilzes
anzusehen sind, darüber müssen noch weitere Untersuchungen Auf-
schluß geben.
d) Das Verhalten verschiedener Carexarten gegenüber den auf
Centaurea montana entstandenen Aecidiosporen.
Neben Carex montana wurde von den Aecidien der Puccinia
Caricis montanae auf Centaurea montana erfolgreich infiziert: Carex
alba. Indessen kam es hier nur zur Bildung von Uredosporen.
E. Jacky hatte die gleiche Beobachtung auch gemacht, dieselbe aber
bis jetzt noch nicht veröffentlicht. Wie aus dem Versuchsprotokoll,
das er mir gütigst zur Verfügung gestellt hat, hervorgeht, kam es
auch bei seinen Versuchen nie zur Teleutosporenbildung.
Aus diesen Versuchen können wir den Schluß ziehen, daß Pucc.
Caricis montanae Ed. Fischer außer auf Carex montana auch auf
Carex alba zu leben im stande ist.
In meinen Versuchen wurde auch Carex leporina erfolgreich
infiziert, hier waren nun auch Teleutosporen nachzuweisen und es
konnte deren Zugehörigkeit zu Pucc. Caricis montanae festgestellt
werden. Allein, da keine Kontrollpflanzen von Carex leporina mehr
zur Verfügung stunden, so konnte nicht mit Sicherheit bewiesen
werden, daß der erzielte positive Erfolg auf die künstliche Infektion
mit Aecidiosporen zurückzuführen sei. Es wäre auch möglich, daß
die Teleutosporen von einer Fremdinfektion mit andern Aecidio-
sporen herrühren, Die Frage, ob Carex leporina wirklich eine Nähr-
pflanze für Pucc. Caricis montanae ist, bedarf mithin noch einer
weitern Prüfung.
Daß Carex arenaria nicht mit Erfolg besäet werden konnte, wurde
in den Versuchsreihen IX, X und XII nachgewiesen, Das gleiche gilt
von Carex muricata. In beiden Fällen ist die Zahl der Versuche zu
klein, um eine Nichtidentität der Pucc. Caricis montanae Ed. Fischer
mit Pucc. arenariicola Plowr. oder mit Pucc. tenuistipes Rostr. nach-
zuweisen.
153
Die Varietäten und Verwandten des
Asplenium Ruta muraria L.
Von V. H. Christ, Basel.
(Mit Tafel V—VII.)
In der Allgemeinen botanischen Zeitschrift von Kneucker 1903,
Januar No. 1 und 2, habe ich die von L. R. v. Heufler in seiner
Arbeit: Asplenii Species Europaeae (Sitzungsberichte des zoologisch-
botanischen Vereins, Wien, 7. Mai und 4. Juni 1856) aufgestellten
Varietäten des Asplenium Ruta muraria auf Grund der Original-
exemplare des Autors im Colosvarer (Clausenburger) Herbar fest-
zustellen versucht.
Nachdem diese Vorarbeit getan ist, will ich nun daran gehen,
den Formenkreis, oder richtiger, das verwirrende Mosaik von Formen,
in denen sich uns dieses Asplenium darbietet, nach Möglichkeit in
Seinen einzelnen Gliedern zu schildern.
I. Asplenium Ruta muraria L.
Subspezies, Art der Variation, Hybridität.
. Vorauszuschicken sind folgende Erwägungen: Zunächst inter-
essierte mich die Frage, ob diese Art bereits deutlich ausgeprägte
und abgegrenzte Varietäten im geographischen Sinne, oder gar
Subspezies, gebildet habe.
Diese Frage kann nur entschieden bejaht werden für zwei süd-
europäisch-orientalische Formen: A. lepidum Prsl. und A. Hauss-
knechtii Godet Reuter Milde, von denen wir hier vorläufig nicht
Sprechen, und von denen sich die erste durch so starke Merkmale
von A. Ruta muraria unterscheidet, dafs sie — wäre sie nicht durch
das in der Mitte stehende A. Haufsknechtii mit Ruta muraria ver-
bunden — als selbständige Spezies gelten müfste.
Was aber das A. Ruta muraria im engern Sinne (mit Ausschlufs
der zwei genannten) angeht, so ist zu Sagen, dafs eine entschiedene
Ausscheidung von geographischen Varietäten oder Subspezies noch
Nicht erfolgt ist; es ist blofs zuzugeben, dafs einige Anfänge einer
solchen Ausscheidung sich anbahnen.
154 V, H. Christ.
Wenn Heufler cit. 336 annahm, seine var. Matthioli sei eine
südliche, ja es scheine im südlichen Europa keine andere Form von
Ruta muraria vorzukommen, so ist er durchaus im Irrtum. Die
(höchst unbedeutende) Modifikation kommt überall zerstreut vor.
Im allgemeinen fliefsen also die Varietäten im Gesamtareal der
Art sehr regellos durcheinander. Blofs zwei oder drei Formen scheinen
sich in bestimmtern Gebieten vorzugsweise zu finden.
Die eine ist unsere var. praemorsum (bisher unter var. elatum Lang
syn. pseudo-serpentini Milde mit begriffen), eine sehr entwickelte,
prägnante Form, die man — wollte man den Entwicklungsgrad zum
Kriterium des Typus machen — wohl als das »normale« Ruta
muraria auffassen könnte. Nach den Sammlungen der thüringischen,
rheinischen und schlesischen Botaniker (Max Schulze, Goldschmidt,
Naumann, Wirtgen, Figert) scheint diese Varietät in diesem Gebirgsland
auf der Grenze Mittel- und Norddeutschlands, besonders aber in
Thüringen am meisten verbreitet, denn die bisherigen Funde aus
dem Alpenland und dem Süden sind dagegen kaum nennenswert
und betreffen weniger scharf ausgeprägte Pflanzen.
Andrerseits zeigt der Süden der Alpen einzelne Varietäten,
denen der xerophytische Charakter deutlich aufgeprägt ist, indem
die Laubteile die äufserste Reduktion zeigen, deren die Art über-
haupt wohl fähig ist. Es sind dies nur seltene Vorkommnisse und
fehlen im Norden der Alpen: var. tenuifolium und subvar. pseudo-
lepidum. Eine Verbindung mit den laubigen Varietäten der Nord-
seite der Alpen liegt übrigens in der sich anschliefsenden var.
subtenuifolium deutlich vor.
Bemerkenswert ist auch, dafs sich die aufsereuropäischen Formen,
soweit ich sie untersuchen konnte, des Himalaya und Nordamerikas,
genau in denselben Varietäten bewegen, wie die Europas.
Ebenso habe ich eine Gruppierung der Varietäten, oder gar
besondrer Formen, nach der Gesteinsunterlage nirgends bemerkt.
Ruta muraria ist ein Farn, der sich indifferent verhält gegen die
chemisch-mineralogische Natur des Substrats; immerhin so, dafs die
Standorte im Kalkgebirge eher dominieren. Während nun z. B. der
strenge Kalkfarn Asplenium fontanum Bernh. im A. Foresiacum
Le Grand seine Kieselspezies hat, ist bei Ruta muraria etwas
ähnliches nicht wahrzunehmen; auf Kalk, Sandstein, Porphyr, Gneis
treten dieselben Varietäten ohne jeden Unterschied auf, es sei denn,
dafs die spätere Forschung, wenn sie sich auf diesen Punkt richtet,
doch noch Differenzen herausfinde.
Die Höhenlage bewirkt keine namhaften Unterschiede in der
Formbildung. In der Mittelmeer-Zone zieht sich die Art in die mon-
tane Region zurück. Ich habe sie im Küstenstrich der Riviera di Le-
Die Varietäten und Verwandten des Asplenium Ruta muraria L. 155
vante ‚bis 1000 m nicht gefunden. Dasselbe berichtet mir E. Levier
vom toskanischen Apennin.,
Auch in den Alpes Maritimes sind es die höhern Lagen erst,
wo die Art auftritt. (Siehe die Ortsangaben in foug. des Alpes
Marit. 1900, S.9 in G. Burnat Materiaux Hist. flor. Alp. Marit.).
Wenn sich also dermalen bei dieser Art noch keine geographisch
abgegrenzten Varietäten mit Neigung zu beginnenden Subspezies
abgegliedert haben, so findet sich doch eine ganz erstaunliche Mannig-
faltigkeit innerhalb derselben Areale und sogar auf demselben Rhizom,
sodafs die Vorstellung entsteht, es befinde sich gegenwärtig die
Variation im vollen Flufs, ohne dafs sich der Prozefs bereits
fixiert habe.
In einem gröfsern Grade, als bei irgend einem andern Farn,
bewegen sich die Varietäten von Ruta muraria in der Richtung von
luxurianten bis monströsen Formbildungen einerseits und von Kümmer-
formen andrerseits, sodafs die Varietäten zu einem namhaften Teil
eher Aberrationen im Sinne der Zoologen zu nennen sind. Die
Varietäten Heuflers brevifolium und pseudo-germanicum sind durchaus,
und Zoliense wohl auch als Lusus oder monströse Bildungen zu
bezeichnen, wobei allerdings der Umstand bedeutsam ist, dafs sie
Sich mit namhafter Regelmäfsigkeit und einiger Häufigkeit an manchen
Standorten wiederholen. Dies spricht deutlich dafür, dafs sie auf
dem Wege sind, zu normalen Varietäten sich zu entwickeln.
Auf die Gröfse der Pflanze und die Dimensionen der Blattteile
hat selbstverständlich die Exposition des Standorts und die Ernährung
Einflufs. A. Ruta muraria ist ursprünglich eine Art der Felsspalten,
vorwiegend des Kalkgebirges, aber ohne strenge Auswahl der minera-
logischen Unterlage. Je schattiger der Standort, je feuchter die
Spalte und je älter das Rhizom, um so mehr ist auch das Blatt in
Länge, Breite und oft auch in luxurianter Gestaltung der Abschnitte
entwickelt,
Im bewohnten Europa ist die Art von dem anstehenden Fels
und den gröfsern Blöcken auf die Mauern, sowohl die rohen Trocken-
Mauern der Strafsenborde und Kulturterrassen, als auf die ältern,
Mit Mörtel verbundenen Mauern gewandert, sodafs wohl im ganzen
Solche künstliche Standorte vorwiegen; daher der Name. Die grofsen
ansehnlichen Stöcke der Pflanze (z. B. var. elatum Lang) finden sich
"un in der Regel in Nischen und Löchern der Mauern, und ebenda
Sind die Juxurianten Formen, besonders pseudo-germanicum zu finden;
das gröfste und schönste brevifolium meiner sehr ausgedehnten
ammlung stammt von einer alten Mauer am Vierwaldstättersee bei
eggis, wo Wasser durch deren Ritzen und Höhlungen niedersickerte.
ie ergiebigsten Fundorte solcher Varietäten sind alte Kirchhofs-
Mauern auf der Schattenseite. An einer solchen in Weggis entfaltete
156 V. H. Christ.
sich die seltnere var. leptophyllum in sehr grofsen Exemplaren,
pseudogermanicum und Zoliense neben fast allen gemeinern, kleinern
Varietäten in grofser Fülle. Ähnliche Standorte bietet der: alte
Kirchhof von St. Maurice in Wallis und die alten Mauern des Städt-
chens Brugg im Kanton Aargau. Ein reicher Felsenstandort ist an
der Brünigstrafse, Nordseite zwischen 900 und 1000 m. Umgekehrt
ist der Einflufs sehr trockner Mauern auf der Seeseite bei Gandria
und überhaupt um Lugano deutlich an Kümmerformen sichtbar, die
man als var. microphyllum Wallr. zusammenfafst. Noch mehr scheint
dies nach Dr. Rosenstocks und Dr. C. Naumanns Funden im wärmern
Südtirol der Fall.
Wenn man also nach den Einflüssen fragt, welche die Varietäten-
bildung begünstigt, so sind es wesentlich Schatten, Feuchtigkeit,
reichliche Ernährung einerseits, welche die grofsen, stark zusammen-
gesetzten und zugleich die aberranten Formen begünstigen, während
andrerseits trockne, besonnte Standorte die Verkleinerung der Teile
bewirken.
In diesem Formenkreis spielt — wie man etwa vermuten könnte —
die Hybridität keine Rolle. Obschon man einige der Varietäten
nach der Ähnlichkeit mit andern Asplenien benannt hat (so var.
pseudo-serpentini Milde, var. pseudo-lepidum Chr., var. pseudo-
germanicum Heufl., var. pseudo-fissum Heufl.), besteht doch im Ernste
kein Verdacht der Hybridität. Es gibt eine Reihe von Ruta muraria-
Hybriden (mit A. adiantum nigrum L., mit A. trichomanes, mit
A. septentrionale), allein die Einmischung andrer Arten ist bei den
Ruta Muraria-Formen ausgeschlossen, Die Erscheinung, welche bei
Rubus und Hieracium die systematische Frage kompliziert und uns
auf hybridogene Arten hinweist, liegt hier nicht vor. Bekanntlich ist
bei A. germanicum Weifs nicht A. Ruta muraria, sondern A. tricho-
manes und A. septentrionale im Spiel.
Feststellung und Gruppierung der Formen.
Die Feststellung der einzelnen Varietäten ist wegen der meist
sehr schwachen Abgrenzung der Formen sehr schwierig. Stark und
»typisch« ausgeprägte Exemplare der verschiedenen Varietäten sind
selten im Vergleich zu den überaus zahlreichen Formen, die man
nur als versus var. u. s. w. zu bezeichnen wagt. Auch hier also eın
Beleg, wie stark die Variation noch im Flufs sich befindet.
Beim Suchen nach Gesichtspunkten, unter denen die Varietäten
zu trennen sind, haben die Autoren teils ausschliefslich auf die Form
der äufsersten Blattabschnitte gesehen (so Heufler cit. 335), teils
haben sie mit diesem Kriterium die Länge des Blattes und Blattstieles
Die Varietäten und Verwandten des. Asplenium Ruta mararia L. 157
kombiniert (so Milde fil. Eur. Atl. 1867 und nach ihm Luerfsen und
Ascherson).
Es ist mir nun durch Untersuchung eines sehr grofsen Materials
klar geworden, dafs auf die Dimension für die Charakterisierung der
Varietäten bei Ruta muraria jedenfalls kein einseitiges Gewicht zu
legen ist, denn einige Blattcharaktere finden sich bei sehr grofsen,
und bei kleinen Pflanzen wieder. Soviel aber ist sicher, dafs die
markantesten Varietäten sich stets bei den grofsen Exemplaren vor-
zugsweise finden.
Ich gelange zur Gruppierung der Varietäten nach der Form
der letzten Abschnitte, und ich betrachte die folgende als eine
solche, welche den Formenkreis so genau umschreibt, als dies bei
einer so proteusartigen Mannigfaltigkeit überhaupt möglich ist.
Es lassen sich in der Hauptsache folgende vier Grundformen
der Abschnitte, und demgemäfs auch vier Varietäten-Gruppen unter-
scheiden:
I. Sectio rhomboidea.
Mit rautenförmigen Abschnitten, welche in die Basis keilig ver-
laufen, in der Mitte oder etwas über der Mitte am breitesten sind
und daselbst öfter Seitenlappen bilden und von der Mitte an wiederum
verkehrt oval-keilig in die Spitze verlaufen. Die Breite kommt häufig
der Länge gleich und sehr oft rundet sich der Abschnitt zu breit
ovaler bis fast nierenförmiger Gestalt ab. Abschnitte häufig am Rande,
besonders dem Vorderrande, gekerbt- gezähnt.
II. Sectio ellipsoidea,
Die Abschnitte sind elliptisch-oval bis -rundlich, meist nach unten
und oben nicht oder unwesentlich verschmälert, also vom Stiel ab-
gesetzt, klein, oft ungeteilt, ganzrandig oder fein gekerbt, meist
stumpf.
III. Seetio lanceolata,
Abschnitte oval-lanzettlich, in die Basis und in die Spitze all-
mählich verschmälert. Zähne flach, wenig zahlreich.
IV. Sectio cuneata. }
Abschnitte keilförmig, von der Basis gegen die Spitze verbreitert,
vorn in flachem konvexen Bogen endigend oder abgestutzt, meist
Nur an diesem vordren Ende gezähnt oder tief eingeschnitten.
Ich bitte aber stets festzuhalten, dafs die Übergänge, welche die
Varietäten bei unsrer Art verbinden, sich nicht etwa nur innerhalb jeder
dieser Gruppen bewegen, sondern dafs sie auch zwischen Gliedern
Yerschiedner Gruppen stattfinden: also unbeschränkte Verbindung
Nach allen Richtungen hin.
158 V. H. Christ,
Beschreibung der Varietäten.
I. Sectio rhomboidea.
1. var. Brunfelsii Heufler cit. 335.
Als normale rhombische Form wird seit Heufler diese Pflanze
angesehen, die sich durch kurze, breite, meist reichlich dreiteilige
Abschnitte, mit allgemein um den Rand verlaufender, oder doch im
vordern Teil der Abschnitte vorhandener Zahnung oder deutlicher
Kerbung, bezeichnet. Spreite doppelt, seltener mehr fiederschnittig,
Abschnitte nicht oder kurz gestielt, Spreite länglich dreieckig-oval.
Fiederchen 1 bis 1!/; mal länger als breit, aus keilförmigem Grunde
meist rhombisch-verkehrt-eiförmig, oben meist abgerundet, ge-
kerbt oder gezähnt. Blätter meist über 6 cm lang und Umrifs
meist kurz-dreieckig. Heufler cit 335: »laciniis latis crenatis«;
Milde fil. Eur. atl. 76: »segmenta ultiıma e basi cuneata obovata
licet rhombea antice crenulata«; Luerssen Farnpfl. 221 u. Aschers.
Synops. I. 69.
Heufler fand das Aspl, Ruta muraria am frühesten in den Werken
von Brunfels (Herb. viv. Hon. 219 (1530) u. Nov. Herb. Tom Il
App. 29 (1531) aufgeführt, unde nomen.
Hab. In der Tat ist auch diese die überall vorherrschende Form
der weder zu trocknen noch allzu schattigen Felsen- und Mauerstand-
orte durch Europa.
Das von mir abgebildete Blatt (No.) ist von einer mittlern Aus-
bildung und stammt von Jena I. Max Schulze, 17. September 1897.
2. subvar. Matthioli Gasparrini Notiz. alcun. piant. della
Lucania in Progresso delle Scienze, delle lettere e delle arti IV. 8
(pro specie) ex Heufl. cit. 336.
Von Brunfelsii nur höchst unwesentlich durch fast ganzrandige
Abschnitte unterschieden, die meist auch mehr rundlich oder fächer-
förmig sind.
Heufler cit.: »laciniis latis subintegerrimis«.
Aber schon in seinem Herbar hat er zu dem von Todaro in
Sizilien gesammelten Exemplare dieser Form geschrieben: »Das echte
Brunfelsii<. In der Tat ist die Abtrennung der Form als Subvarietät
kaum gerechtfertigt; sie kann in einzelnen Blättern leicht an jedem
ausgedehntern Standort von Brunfelsii herausgelesen werden und tritt
nur selten deutlich hervor.
Die Abbildung No. 2 zeigt ein Exemplar von Jena 1. Max
Schulze 10./9, 1880, die Abbildung No. 3 eine gröfsere, durch lang-
gestielte, vorn sehr verbreiterte ungeteilte Abschnitte individuell auf-
fallende Form von der alten Stadtmauer von Brugg, Kanton Aargau
1899 ]. Christ.
Die Varietäten und Verwandten des Asplenium Ruta mararia L. 159
3. var. angustifolium Haller fil. mss. in herb. Delessert Genev.
Ausgezeichnet durch gestielte, kleine, schmal rautenförmige
oder eckig oval-längliche Abschnitte; Blatt meist dreifach fieder-
schnittig, Abschnitte deshalb zahlreicher. als beim gewöhnlichen
Brunfelsii. Pflanze in der Regel länger, Stiele dünner.
Diese Form ist es, welche sehr allgemein als var. leptophyllum
bestimmt wird und welche auch Luerssen (Farnpfl. 224: »Segmente
kurz gestielt, schmal rhombisch«) und Ascherson 71 also bezeichnen,
wie auch schon Heufler 337 zu dieser Deutung Anlafs gab, indem
er sagt: »laciniis angustis rhombeis gracilibus«.
Allein es ist aufser Zweifel, dafs die var. d. leptophyllum Wall-
roths fl. Crypt. Germ. 22, die er also beschreibt: »pinnis e basi
producta sensim oblongo-lanceolatis subintegris« einer ex-
tremern Form dieser Reihe zukommt, wie denn auch Heufler in
seinem Herbar ganz richtig diese letztere allein als var. leptophyllum
bezeichnet hat. (Siehe unten var. 4).
Meine Abbildung No. 4 stellt eine eher schwach entwickelte
Form dar, aus Val Pesio Piemont 1. Bicknell 8./8. 1890; sehr oft ist
sie gröfser, stärker geteilt, mit zahlreichen und noch kleinern Ab-
schnitten,
Von andern schmalen Formen des A. Ruta muraria ist sie durch
die rhombische Gestalt verschieden.
Hab. Sie ist überall im Gebiet der Art häufig.
4. var, leptophyllum Wallr. Flor. erypt. Germ. 22 ex Heufl. 337
und Heufl. herb.
Schattenform der vorigen mit dem Maximum der Verschmälerung
der Abschnitte; diese sind lineal-lanzettlich, in eine lange Spitze aus-
gezogen, und nur durch eine etwelche Verbreiterung der Mitte der
Lamina oder durch Ansätze von kurzen Lappen in der ungefähren
Mitte derselben oder nach oben ist die schmalrhombische Gestalt noch
Schwach angedeutet. Abschnitte dünn und oft langgestielt, 7-8 mm
auf 1?/, mm, Spreite des Wedels oft sehr in die Breite auseinander-
gezogen. Textur dünn, fast durchscheinend.
In dieser extremen Form kommt die Varietät selten und meist
Aur in einzelnen Blättern auf gröfsren Rasen andrer gemeinerer
Varietäten vor. i
Ich bilde ein sehr charakteristisches Blatt ab von S, Gabriele im
Karst, Trnovaner Strafse 145 m, Kalk b. Görz 30./7. 1901 1. Knetsch
(No. 5) und ein noch schmäleres von Weggis, Sept. 1900 1. Christ
(No. 6). Solche Blätter müssen aus einer Mehrzahl minder ent-
Schiedener und sich an Brunfelsii und angustifolium anlehnender
erst sorgfältig herausgesucht werden.
160 V. H. Christ.
Hab. Entschiedneres leptophyllum sah ich von folgenden Stand-
orten; meist aber so, dafs in Rasen andrer Varietäten ein oder
wenige Blätter desselben zu sehen sind; murs de Gen&ve 1878 1. Ayasse; -
Runkelstein b. Bozen, 24./7. 1898 1. Rosenstock; Weggis Juni 1898,
Sept. 1900 1. Christ mit Brunfelsii var. angustifolium; Brünig, Sept. 1902
l. Christ mit ellipticum; Liestal, Basler Jura, Oktober 1902 1. Christ
mit Gentilina b. Lugano, November 1902 1. Christ mit angustifolium
und ellipticum; Giesa Thüringen 250 m, 1898 I. Goldschmidt herb,
Wirtgen.
Die Exemplare mit den schmalsten von mir gesehenen Ab-
schnitten, die ich je gesehen, sind im Herb. Neuchätel von Hermitage
"pr. Neuchätel I. Godet; ich nannte sie in Farnen der Schw. (Beitr.
erypt. flor. Schweiz I, 2) 77 subvar. Godeti,
5. var. acuminatum nov. var.
Eine kleine, kurzstielige Form, meist nur doppeltfiederschnittig,
mit ungestielten oder kurz gestielten in der Regel dreigeteilten
rhombischen Abschnitten, deren Ecken und Spitzen scharf, oft
geschweift zugespitzt sind. Sie geht allmählich in die Subvarietät
angustifolium über. ;
Abbildung No. 7, Brünig 1000 m, Kalkfelsen der Strafse,
August 1902 1. Christ.
Hab. Habituell stark in die Augen fallend, aber nicht häufig.
Ich fand sie bei Weggis 1897, bei Zweisimmen an Felsblöcken
1000 m, August 1902, am Brünig, und annähernd erhielt ich sie aus
den Waadtländer Alpen: Richard und Arballetaz l. Wirtgen 1902.
Goldloch zu Münster bei Bingen 1890, Herb. Wirtgen.
6. var. elatum Lang Syllog. plant nov. Ratisbon. 1824, 188,
ex Heufler cit. 336, »Laciniis angustis rhombeis grossis.«
A. multicaule Presl. Verh. vaterl. Mus. Prag. 1836. A. Ruta
muraria var. pseudo-serpentini Milde fil. Europa. Atlant. 77. 1867.
Luerss. 225 pro parte. A. elatum Aschers. 70 pro parte,
Diese Form ist wesentlich dimensional von der Normalform des
Brunfelsii verschieden, grofse, bis 25 cm lange, drei- bis vierfach fieder-
schnittige Blätter mit oval-deltoider, bis 8 cm langer und ebenso breiter
Spreite, und oft langgestielten oval-rhombischen, oft etwas drei-
lappigen stumpfen, am Rande und besonders gegen die Spitze g&
kerbten oder grob gezähnten grofsen Abschnitten. Meist Schatten-
pflanze, vorwiegend in tiefen Mauerritzen, und daher Textur oft
schlaff und dünn,
Sehr oft findet sich die Form zwischen dem kleinen Brunfelsii
da, wo die Mauer tiefe Nischen und Spalten bildet und daher Er-
nährung und Beschattung reichlicher sind.
k
Beiblatt zur „Hedwigia“
Kleinere Mitteilungen, Repertorium der
Literatur und Notizen.
Band XLII. Juli, 1903. Nr. 4.
A. Kleinere Mitteilungen.
Andreas Allescher.
(Nachruf.)
Von P. Hennings.
(Mit Bildnis.)
Am 10. April d. J. ist Andreas Allescher, der rühmlichst be-
kannte und bedeutende Mykologe, der Bearbeiter der Fungi imperfecti
der Rabenhorstschen Kryptogamenflora, nach kurz vorher überstandener
schwerer Krankheit in München plötzlich aus dem Leben geschieden.
Derselbe wurde am 6. Juni 1828 zu München geboren, er be-
suchte dort die 4 Klassen der Lateinschule, mußte dann aber, durch
pekuniäre Verhältnisse gezwungen, das ihm lieb gewordene Studium
aufgeben und trat 1844 in das Kgl. Lehrerseminar in Freising ein.
Im Jahre 1849 erhielt er seine erste Anstellung in Engedey bei
erchtesgaden. Hier fand er Zeit und Gelegenheit, sich ein-
gehender mit Botanik zu beschäftigen, und legte er ein umfangreiches
hanerogamen- und Moos-Herbar an. Alsdann kam er 1862 nach
ünchen, wo er an der Universität Vorlesungen über Mathematik,
Astronomie u. s. w. hörte.
Nach und nach trat er mit zahlreichen und bedeutenderen
Botanikern in Verbindung und legte sich hervorragend auf das
Studium der Kryptogamen. Im Jahre 1872 wurde er als Lehrer für
Naturkunde an das Kgl. Kreis-Lehrerinnen-Seminar, dann an die
Städtische Handelsschule sowie an die höhere Töchterschule als Haupt-
lehrer berufen. An letzterer war er 26 Jahre ununterbrochen tätig.
Nach zurückgelegtem 70. Lebensjahre trat er in den Ruhestand,
Nachdem ihm zuvor das Verdienstkreuz des Michaelsordens verliehen
Wörden war. Infolge mehrerer Arbeiten auf dem Gebiete der Pilz-
kunde wurde er zum Ehrenmitgliede der bayerischen botanischen
Gesellschaft und des botanischen Vereins in Landshut ernannt.
„ervorragend hat er die Pilzflora Südbayerns jahrelang mit unermüd-
lichem Eifer erforscht und viele Arbeiten hierüber publiziert. Auch
exotische Pilze wurden von ihm bearbeitet und zahlreiche Arten in
verschiedenen Schriften, so besonders in der »Hedwigia«, welche an
ihm einen treuen Mitarbeiter verliert, aufgestellt. Die letzten 5 Jahre
Seines Lebens widmete er ausschließlich der Bearbeitung der Fungi
Imperfecti in Rabenhorsts Kryptogamenflora. Dieses umfangreiche
erk, dessen 2 Bände der Sphaeropsideen und Melanconieen von ihm
11*
(164)
zum Abschluß gebracht worden sind, wird dem Verfasser für alle
Zeiten zum Ruhme gereichen und seinen Namen in der myko-
logischen Wissenschaft unvergänglich erhalten.
Ein arbeitsreiches und segensreiches Leben hat leider so plötz-
lich und unverhofft seinen Abschluß gefunden.
Der hinterbliebenen Gemahlin des Verewigten, Frau Fanny
Allescher, mit der er in von mehreren Kindern gesegneter glück-
licher Ehe viele Jahre gelebt hat, verdanke ich die vorstehenden
Mitteilungen aus dem Lebensgange des Verblichenen.
Nachstehend gebe ich eine Aufzählung der von Allescher
publizierten wichtigsten Arbeiten:
1. Verzeichnis der in Südbayern beobachteten Pilze. (Bericht d. bayer.
bot. Gesellsch. München 1884. 64 S.)
2. Verzeichnis der Gymnoasceen und Pyrenomyceten mit Nachtrag zu
den Basidiomyceten. (10. Bericht d. bot. Ver. Landshut 1887. p. 143—240.)
3. Über einige in Südbayern bisher nicht bekannte Pilze. (Bot. Centr. 36.
p. 287, 311—315, 346—349.)
4. Verzeichnis in Südbayern beobachteter Pilze II. (Bericht bot. Ver.
Landshut 1889, p. 1—66.)
5. Verzeichnis der bisher in Südbayern beobachteten Peronosporaceen
(l. c. 67-83).
6. Über einige aus dem südlichen Deutschland weniger bekannte Sphaerop-
sidaceen und Melanconiaceae. (Centralbl. 42. p. 42—45, 74—77, 105—107.)
. Verzeichnis der in Südbayern neu aufgefundenen Pilze. (Bericht bayer.
bot. Ges. München 1891. p. 62—71.)
8. Verzeichnis in Südbayern beobachteter Pilze II. Abt, Sphaeropsida-
ceen, Melanconiaceen und Hyphomyceten. (XI. Bericht d. Bot. Ver.
in Landshut 1892. p. 1—136.)
9. Verzeichnis in Südbayern beobachteter Pilze. (Bericht d. bayer. bot.
Ges. II. 1893. p. 12.)
10. Einige für das südliche Bayern neue Sphaeropsideen, Melanconien und
Hyphomyceten. (Hedwigia 1894, p- 70, 75.)
11. Beitrag zur Flora von Halle, (Das. p. 123—126.)
12. Einige weniger bekannte Pilze aus den Gewächshäusern des k. bot.
Gartens in München. (Das. p. 215—221.)
13. Mykologische Mitteilungen aus Südbayern. (Das. p. 256—2%.)
14. Diagnosen der in der IV, Centurie der Fungi bavar. exs. ausgegebenen
neuen Arten. (Allgem. bot. Zeitschr. I, 1895, p. 25, 57, 73.)
15. Die Blattfleckenkrankheit des Efeus, (Zeitschr. f. Pflanzenkrankh. 189.
p. 142.)
16. Zwei gefährliche Parasiten der Gattung Codiaeum. (Das. p. 276.) _
17. Eine Bemerkung zu Diaporthe tessella (Pers.) Rehm. (Allgem. bot.
Zeitschr. II. 1896. p. 20.)
18. Diagnosen einiger neuer, im Jahre 1895 gesammelter Arten bayerischer
Pilze aus der Abt. der Fungi imperfecti. (Bericht bayer. bot. Ges. IV.
1896. p. 31.)
19. Diagnosen einiger neuer, meist im Jahre 1896 gesammelter Arten
bayerischer Pilze, nebst Bemerkungen über einige kritische Arten I
(Bericht bayer. bot. Ges. V. 1897, 2:19) ä
20. Verzeichnis in Südbayern beobachteter Pilze IV. Hysteriaceen, Disco"
myceten und Tuberaceen, (15. Bericht bot. Ver. Landshut 1896—1897-
p- 1—138.)
I
(165)
21. Pilze aus dem Umanakdistrikt von Allescher und P. Hennings.
(Botan. Ergebn. der Grönlandexpedition, nach Dr. Vanhöffens Samm-
lungen bearbeitet.) (Biblioth. Botan. Heft 42. 1897.)
22. Fungi imperfecti. (L. Rabenhorsts Kryptogamenflora I. VI. Abt.
Lief. 59—89 [1896—1903] 2. Bd. p. 1—1016 u. 1—960.)
Außerdem wurden von Allescher und Schnabl »Fungi bavarieci
exsiccati Centur. 1—7« herausgegeben, sowie zahlreiche Fungi imper-
fecti von ersterem in anderen Arbeiten publiziert.
Die Gattungen Allescheria wurden von Saccardo et Sydow,
Allescheriella von P. Hennings und Allescherina von Berlese
zu Ehren desselben benannt.
Sphaerioideen aus Thüringen.
Von H. Diedicke, Erfurt.
Die nachfolgende Zusammenstellung von Sphaerioideen aus
Thüringen, besonders aus der Umgebung von Erfurt, soll nicht eine
Aufzählung aller in den letzten Jahren von mir gefundenen Pilze
dieser Familie sein; ich habe mich vielmehr darauf beschränkt, die-
jenigen Spezies zusammenzustellen, die nach dem von Allescher be-
arbeiteten Teil der Rabenhorstschen Kryptogamen-Flora (Lieferung
59—74, 1898—1901) für Deutschland noch nicht nachgewiesen sind.
Wie Allescher (l. c. S. 3) richtig sagt, liegt letzteres an dem Um-
stande, daß in Deutschland sich zu wenig Pilzkenner mit der Unter-
suchung der fungi imperfecti beschäftigen, während die umliegenden
Gebiete genauer durchforscht sind. Einige Pilze sind in dem ge-
nannten Werke überhaupt nicht aufgeführt, weswegen ich sie der
Vollständigkeit wegen beschreiben zu müssen glaubte. Auch aus
den übrigen Familien und Ordnungen der fungi imperfecti habe ich
manche Spezies bei Erfurt gefunden, die aus dem Gebiete noch nicht
erwähnt ist; ihre Aufzählung behalte ich mir für später vor. Ebenso
Sind die grasbewohnenden Sphaerioideen vorläufig nicht alle erwähnt
worden, dagegen sind einige Arten aufgezählt, die aus Deutschland
schon bekannt sind, aber ein anderes Substrat bewohnen oder
sonstwie Unterschiede zeigen.
Phyllostieta Pleurospermi Diedicke n. sp. : hdi
Flecken grau, bald dunkel werdend, eckig, meist durch die
Adern begrenzt. Fruchtgehäuse vorwiegend auf der Be
fund, etwas hervortretend, schwarz, von kohliger Beschaffenheit,
ohne Mündungspapille, am Scheitel zerreißend, 5070 u. Yoelin
Sehr klein, 3:1 «, zylindrisch, an den Enden abgerundet, hya in.
‚Auf gelb werdenden Blättern von Pleurospermum austriacum.
Steigerwald bei Erfurt.
Phyllosticta Ballotae Diedicke n. sp. \
Flecken zuerst bräunlich, bald weißlich werdend, mit Zi
ande. leicht ausfallend, rundlich. Fruchtgehäuse Een = “
erseite mit etwas verdickter Mündungspapille erde ya . ee
60-105 u. Sporen eiförmig oder länglich, an beiden Enden abge-
Tundet, 3-6 :2—3 «u, hyalin. se ; hei
Auf lebenden Blättern von Ballota nigra. Mühlberg 1. REROEEN:
(166)
Phyllosticta Epipactidis Diedicke n. sp.
Flecken zunächst schwarzbraun, mit undeutlichen Rändern,
später in der Mitte heller werdend, mit breitem, dunkelbraunem
Saum umgeben, eiförmig, in der Längsrichtung des Blattes gestreckt,
bis 1'/; cm groß. Fruchtgehäuse in dem helleren Teil des Fleckens
zerstreut, linsenförmig, graubraun, auf der Oberseite etwas erhaben,
mit kreisrundem Porus geöffnet, 65—80 wu. Sporen länglich, beider-
seits abgerundet, mit 2 Öltröpfchen an den Enden, 3—7:2-—3 u,
; Auf lebenden Blättern von Epipactis violacea. Steigerwald bei
Erfurt.
Phyllosticta cornicola (DC.) Rabenh. auf Cornus sanguinea.
Delitzsch, Prov. Sachsen. — Ph. discosioides (Sacc.) auf Fagus
silvatica. E.!) — Ph. Evonymi Sacc, auf Evonymus europaeus. E. —
Ph. Lappae Sacc. auf Lappa minor. E. — Ph. Quercus rubrae
W. R. auf Quercus rubra. E.
Phoma Catalpae (Thüm.) Sacc. auf Kapseln von Catalpa
syringaefolia. E. — Ph. sp. auf trocknen Stengeln von Coronilla
varia. EE — Ph. Ebuli Schulz et Sacc. auf faulenden Stengeln von
Ebulum humile. E. — Ph. lirelloides Sacc. et Penz. auf entrindeten
Asten von Evonymus europaeus. E. — Ph. leguminum Westend.
auf Hülsen von Gleditschia triacanthos. E.— Ph. populicola Karst.
auf Zweigen von Populus Tremula, E. —
Maerophoma Candollei (Berk. et Br.) Berl. et Vogl. auf
trockenen Blättern von Buxus sempervirens. E. — M. Scheidweileri
(West.) Berl. et Vogl. auf Zweigen von Tilia. E. —
Dothiorella populea Sacc, auf Zweigen von Populus nigra. E. —
Cytospora Corni Westend. auf Zweigen von Cornus sanguinea.
E. u. Arnstadt. — C. (ambiens Sacc.?) auf Aesculus Hippocastanum
und Gleditschia triacanthos. EE — C. (Evonymi Cooke?) auf
Evonymus europaeus. E. Die Sporen sind etwas kürzer, als bei
Allescher angegeben, 5—6:2 u.
Ascochyta Solani nigri Diedicke n. sp.
Flecken kreis- oder länglichrund, weißlich, trocken, dunkel be-
randet, über die Blattfläche zerstreut. Fruchtgehäuse kuglig, dünn-
wandig, braun, mit rundem Porus, ca. 80 « diam. Sporen zylindrisch,
an beiden Enden abgerundet, gerade oder ein wenig gekrümmt,
zweizellig, an der Querwand nicht eingeschnürt, 6—8 u lang, 3 # dick.
. , Auf lebenden Blättern von Solanum nigrum. Erfurt. Unterscheidet
sich von A. solanicola Oudem. (in Allescher, I. c. Nachtrag S. 879)
durch kleinere Ausmaße der Flecken, Fruchtgehäuse und Sporen.
Ascochyta Philadelphi Sacc, et Speg. auf Philadelphus
coronarius. E. — Diplodina Glaucii Cooke et Mass. auf Glaucium
flavum. E.
Septoria Galeobdoli Diedicke n. sp. :
Flecken rundlich, unregelmäßig, getrennt oder, besonders die
randständigen, zusammenfließend und dann fast das ganze Blatt
überziehend, in der Mitte weißlich, nach dem Rande zu braun, oft
von breiter purpurfarbiger Zone umgeben. Fruchtgehäuse einzeln
oder zerstreut, kuglig, braun, nur mit der verdickten und etwas
vorgewölbten Mündung über die Epidermis hervorstehend, 75—10 4
Y%) E = Erfurt,
(167)
diam. Sporen fadenförmig, gerade oder etwas gebogen, einzellig
oder in der Mitte septiert, 15—25 u lang, 1 u dick.
Im ersten Frühling auf überwinterten Blättern von Galeobdolon
luteum. Steigerwald bei Erfurt.
Septoria Bupleuri falcati Diedicke.
Syn. ? Depazea Bupleuri Fuck., Symb. myc. p. 382.
Flecken oben weißlich, unten grau, dunkel berandet, von
breitem, dunkelrotem Saum umgeben, rundlich oder eckig. Frucht-
gehäuse auf der Oberseite, zahlreich, schwarz, 90 u diam. Sporen
fadenförmig, 30—40 u lang, 2 « dick, mit 3 undeutlichen Quer-
wänden, gerade oder etwas gekrümmt.
Auf lebenden Blättern von Bupleurum falcatum. Erfurt, Steigerwald.
Der Pilz ist vielleicht identisch mit Depazea Bupleuri Fckl., Symb.
myc. p. 382. Leider ist mir dies Werk nicht zugänglich. Er unter-
scheidet sich aber von Sept. Bupleuri Desm. durch die zahlreichen,
auf der Oberseite der Blätter stehenden Fruchtgehäuse und die
kürzeren Sporen.
Septoria Bromi Sacc. auf Bromus tectorum. E. — Sept. affinis
Sacc. auf Brachypodium pinnatum. E. — Sept. Cirsii Niessl. auf
Cirsium arvense und oleraceum. E. — Sept. Epipactidis Sacc.
auf Epipactis violacea. E. — Sept. Majanthemi Westend. auf
Majanthemum bifolium, E. — Sept. Melicae Passer. mit etwas
größeren Sporen als bei Allescher angegeben, sonst aber überein-
stimmend mit der dort angeführten Diagnose, an verschiedenen
Orten im Thüringer Walde auf Melica uniflora. — Sept. Poae
trivialis Cocc. auf Poa trivialis, E. — Sept. Salviae pratensis
Passer. auf Salvia silvestris. E.
Dilophospora graminis Desm. auf Dactylis glomerata, dessen
Rispen durch den Pilz in der Weise deformiert werden, daß sie in
den Scheiden stecken bleiben. E. RL ;
Staganospora subseriata (Desm.) Sacc. var. Moliniae Trail.
auf Blättern von Molinia coerulea. E.
Chaetomella atra Fuck. auf Avena pratensis. E.
Mierodiplodia subtecta Allesch. mit Diplodia subtecta Fries
auf denselben Zweigen von Acer campestre. E. — M. Syringae
Allesch. auf Zweigen von Syringa vulgaris. E. — M. ascochytula
(Sacc.) auf dünnen Zweigen von Lonicera Xylosteum. E.
Microdiplodia Medicaginis Diedicke n. sp.
Früchtoehäuse unter der Een von ihr bedeckt oder endlich
Nach Abhebung derselben frei werdend, kuglig, schwarz. Sporen zwei-
ig, an der Querwand kaum eingeschnürt, beiderseits abgerundet,
faun, 6,5 —8 : 3—4 u groß. :
Am untern Tail ne welk gewordenen Pflanze von Medicago
Sativa. Ob dieselbe durch den Pilz zum Absterben gebracht wurde,
konnte nicht entschieden werden; ein anderer Pilz fand sich nicht vor.
In einem Luzerne-Felde bei Erfurt.
Hendersonia Fiedleri West. var. Symphoricarpi Cooke
auf Zweigen von Symphoricarpus racemosus. E. — H. fructigena
ACC, var. Crataegi Allesch. auf Früchten von Crataegus Oxyacantha.
.— H. canina P. Brun. auf Ästen von Rosa canina. E.
(168)
Brandenburgische Algen.
Von E. Lemmermann.
(Aus der botanischen Abteilung des städtischen Museums in Bremen.)
Die Algenflora der Provinz Brandenburg ist von mir bereits in
verschiedenen Arbeiten berücksichtigt worden.
1. Die Planktonalgen des Müggelsees bei Berlin. (Zeitschr. f.
Fischerei u. d. Hilfsw. 1896. Heft 2—4.)
2. do. II. Beitrag. (l. c. 1897. Heft 5-6.) !)
3. Beiträge zur Kenntnis der Planktonalgen III. Neue Schweb-
algen aus der Umgegend von Berlin. (Ber. d. deutsch. bot.
Ges. 1900. S. 24—32.)
4. Beiträge 1. c. IV. Die Koloniebildung von Richteriella bo-
tryoides (Schmidle) Lemm. (Ber. I. c. S. 90-91.)
5. Beiträge I. c. VII. Das Phytoplankton des Zwischenahner
Meeres. (Ber. l. c. S. 135—143.) i ;
Beschrieben und abgebildet wird darin Oscillatoria
Agardhii Gomont aus dem Reinickendorfer See bei Berlin.
6. Beiträge 1. c. IX. Lagerheimia Marssonii nov. spec., Centra
tractus belonophora (Schmidle) nov. gen. et spec., Synedra
limnetica nov. spec., Marssoniella elegans nov. gen. et spec.
(Ber. I. c. S. 272—275.)
7. Beiträge l.c. X. Diagnosen neuer Schwebalgen. (Ber. 1. c.
306—310.)
8. Beiträge I.c. XI. Die Gattung Dinobryon Ehrenberg. (Ber.
l. c. S. 500—524.)
9. Beiträge |. c. XII. Notizen über einige Schwebalgen. (Ber.
I. c. 1901. S. 85—95.) Ä
10. Planktonalgen. Ergebnisse einer Reise nach dem Pacific
(H. Schauinsland 1896/97) in Abh. Nat. Ver. Brem. Bd. XVl.
S. 313—398,
Erwähnt wird das Vorkommen von Closterium sub-
pronum var. lacustre Lemm. aus dem Arendsee.
Ich habe die Absicht, Mitteilungen über neue oder besonders
bemerkenswerte Algen der Provinz Brandenburg in Zukunft gesondert
zu veröffentlichen, und wäre daher für Zusendung von diesbezüglichem
Algenmaterial sehr dankbar
I. Anabaena cylindriea Lemm. var. marchica Lemm. nov. Var.
‚, Stratum gelatinosum, aerugineum, plantis aquaticis adhaerens.
Fila recta, curvata vel flexuosa, vaginata. Vagina circa 6—8 4 lata.
Cellulae subeylindricae vel subellipticae, 4 u latae et 5—7 u longae;
cellula apicalis rotundata. Contentus cellularum corpusculis rubris
(sive »Gasvakuolen«) non impletus. Heterocystae subeylindricae,
5,5 4 latae et 8-11 u longae. Sporae subeylindricae, plerumque
solitariae, heterocystis utrinque contiguae, 7—8 u latae et 21—28 #
longae; episporium leve et hyalinum,
Hab.: Langer See. Leg. Prof. Dr. M. Marsson.
. Die Varietät unterscheidet sich von der typischen Form durch
die Größenverhältnisse und die Gestalt der Heterocysten. Letztere
‘) Ein weiterer Beitrag wird in Kürze erscheinen.
(169)
liegen bei A. cylindrica Lemm. innerhalb einer farblosen leeren
Zelle (vergl. Forschungsber. d. biol. Stat. in Plön IV. Teil S. 187.
Fig. 8—12), bei der var. marchica dagegen nicht.
Nachstehende Gegenüberstellung läßt die Unterschiede der beiden
Algenformen genauer erkennen.
A. cylindrica Lemm.
A. cylindrica
var. marchica Lemm.
1. Cellulae vegetativae .
2. Heterocystae .
3. Sporae
subquadratae vel subcy-
lindricae, 3—4 u latae et
3—5 u longae.
subglobosae, oblongae vel
subcylindricae, in cellulis
subcylindricis, hyalinis
sitae, 5 u latae et 6-8 u
longae.
subcylindricae, saepe
2—4 seriatae, 5 u latae
et 16—30 u longae.
subcylindricae vel sub-
ellipticae, 4 u latae et
5—7 u longae.
subcylindricae, nonin cel-
lulis subeylindricis, hya-
linis sitae, 5,5 « latae et
8—11 u longae.
subcylindricae, plerum-
que solitariae, 7—8 u latae
et 21—28 u longae.
Außer bei diesen beiden Anabaenen finden sich cylindrische Zellen
noch bei folgenden Arten: 1. A. Felisii (Menegh.) Bornet et Flahault;')
2. A. Augstumalis Schmidle;?) 3. A. hyalina Schmidle;®) 4. A. Fülle-
bornii Schmidle.t) Die Stellung aller dieser Formen zueinander möge
an der Hand einer Bestimmungstabelle erläutert werden:
Sporen nur an einer Seite der Heterocyste.
Sporen zu beiden Seiten der Heterocyste
nt Zellen 6 u breit; Sporen 10—12
1| Seren von den Heterocysten entfernt
3 { Episporium mit zarten Stacheln besetzt .
Episporium glatt . i
| Heterocyste innerhalb eine
Heterocyste ohne diese Zelle; Spore
‚A. Augstumalis Schmidle.
N
3
u breit und bis 45 « lang
A. Felisii MER SENT) Born. et Flah.
Vegetative Zellen 2—3 u breit; Sporen 8 u breit und 12 u la
ng :
A. hyalina Schmidle.
. A. Füllebornii Schmidle.
Re
f leeren Zelle; Sporen 5 u breit und 16-30 u lang
A. cylindrica Lemm.
n 7—8 u breit und 21—28 u lang
A. cylindrica var. marchica Lemm.
Bemerkungen über den Namen der Laubmoos-
Gattung Thamnium.
Philos. Doktor, Lektor.
: Da diese Gattung sehr artenreich ist, kann es nicht gleichgültig
Sein, ob man einen unrichtigen Namen anwendet.
Weil der Name Thamnium von dem hervorragenden Bryologen
Dr. R. Braithwaite in »The British Moss-Flora, part. XXII, March
1903«, gegen den von Hampe (doch nur vorläufig) und nachher von
Von N. Conr. Kindberg,
1) Revision des Nostocacees heterocystees. Ann, des sc. nat. 7. ser.
RR S. 232,
edwigia 1899. S. 174. Taf. VII. Fig. 19. _ ;
») Engler" Bot. Jahrb. Bd. 30. S. 245. Taf. V. Fig. 8; Bd.32. S. 61. Taf. 1. Fig. 3.
4) Engler, Bot. Jahrb. Bd. 32. S. 61. Taf. I. Fig. 4.
(170)
Mitten angenommenen Namen Porotrichum vertauscht ist, finde
ich es nötig, diese Frage noch einmal zu behandeln.
Ich habe nämlich in dieser Zeitschrift, Band XLI, 1902, in einem
Aufsatze »Porotrichum« als Gattungsnamen verworfen, doch aber nicht
die erste Arbeit, in welcher dieser Name zum ersten Male vorkommt,
wörtlich zitiert.
So schreibt S. E. a Bridel-Brideri in Bryologia universa, vol. II, 1827:
pag. 271.
»Climacium,
1. Ramis teretibus.
Zygotrichia.
1. Climacium dendroides.«
pag. 273.
»2. Climacium americanum.«
pag. 274.
»3. Climacium sulcatum.«
pag. 275.
»2. Ramis complanatis.
Porotrichum.
4. Climacium longirostrum.«
pag. 276,
»Species distinctissima, caeterum vi peristomii interni ad Climacium,
ut instituimus, pertinens.
i 5. Climacium neckeroides.
Stirps ambigua in methodo nosträ vi peristomii interioris huc per-
tinens.«
... >Obs. Haec altera Climacii subdivisio proprium genus constituere
videtur, Neckeras distichas (nobis Distichiam) cum Leskiis com-
planatis connectens; imo verisimile est, Leskias plures, quarum perl-
stomium internum nondum satis rite investigatum est quondam ad
hancce revocatum ir. Caeterum peristomium internum in utraque
Climacii divisione haud absimile. In eo autem dissentiunt quod in
Zygotrichia peristomii interni lacunae totum intervallum inter trabe-
culas tenent quae sic debilitate facile in medio rumpuntur, unde
fissura longitudinalis et divisio in duo crura tantum apice robustiore
fraenata et unita oriuntur: contra in Porotricho lacunae longe minores
sunt, trabeculaeque firmiores cilium quamvis perforatum incolume
praestant,«
Darum ist es deutlich:
1. Bridel hat die Arten »longirostrum« und »neckeroides« zuf
Gattung Climacium gebracht. .
. 2. Seine »Obs.«, daß die Abteilung der Gattung Clima-
cium, die diese Arten umfaßt, eine eigene Gattung zu bilden ihm
scheint (»proprium genus constituere videtur«), ist kein haltbarer
Grund, ihn als Gründer einer neuen Gattung, die er so wenig kennt,
anzunehmen, besonders weil die angegebenen Merkmale (rami com-
planati et processus peristomii interni porosi) gar nicht stichhaltig
(konstant) sind; es waren sogar nur zwei Arten.
Man kennt nämlich jetzt mehrere verwandte Arten, die weder
flachgedrückte Zweige noch durchlöcherte Endostom-Fortsätze besitzen.
, Hätte Bridel diese Arten Porotrichum longirostrum und Poro-
trichum neckeroides genannt, möchte man vielleicht ihn als Gründer
(171)
dieser Gattung ansehen; er hat ja freilich nur eine Gattungsabteilung
geschildert und benannt.
Hampe war der erste, der im Jahre 1865, im Anfange eines
Aufsatzes »Flora Nova Granatensis«, Porotrichum als eine eigene
Gattung aufnahm und mehrere Arten beschrieb; schon aber in der
Fortsetzung desselben Aufsatzes (im folgenden Jahre) läßt er diese
Gattung weg und bringt die neuen verwandten Arten zu Hypnum.
Schon voraus (1852) hatte Schimper, in der Bryologia Europaea,
die Gattung Thamnium gegründet.
Im Jahre 1869, später als Schimper und Hampe, beschrieb Mitten
in den »Musci austro-americani« eine Gattung Porotrichum, für
die er Bridel als Autor angibt. Weil diese Gattung sowohl die
Hampeschen Porotricha wie das Schimpersche Thamnium umfaßte,
hätte er dieses als älter für die Vereinigung wählen sollen.
In der letzten Lieferung seiner Moos-Flora, pag. 197, bezeichnet
Braithwaite die Gattung so: ı
. »Porotrichum (Brid.) Mitten. — Weil der Name »Brid.« binnen
einer Parenthese steht, gibt er wirklich Mitten (nicht Bridel) als den
eigentlichen Autor dieser Gattung an. Dadurch findet man diesen
Verfasser, der sonst (oft fast so wie S. O. Lindberg) dem Prioritäts-
gesetze sehr getreu ist, diesmal von diesem Gesetze abweichend.
Doch sucht er seine Ansicht noch mehr mit neuen Gründen zu stützen.
Daß diese Gründe nicht richtig oder haltbar sind, will ich jetzt
beweisen,
Braithwaite (l. e.) schreibt: -
»The newer name Thamnium cannot be maintained; it only
differs from Porotrichum by the cernuous capsule and presence of
cilia in the endostome, and besides had already been used for two
genera of lichens and one of Ericaceae.«
Dagegen muß ich einwenden: a
i% Tram nium ist als Gattungsname im Jahre 1852 von Schimper
gegründet und darum der älteste, nicht neuer (»newer«). »Porotrichum«
itten ist 17 Jahre jünger. ;
2. Bei er Fichenblopfn hat es nur einen Gattungsnamen
‚Thamnium« gegeben, der vorlängst verworfen ist. Davon sagt
rempelhuber in seiner »Geschichte und Literatur der Lichenologie
von den ältesten Zeiten bis zum Schlusse des Jahres 1865, Il. Band,
München 1869. pag. 69:
äh Ei in Tableau du regne vegetal... 4 Tom,,
Paris 1799, NG te Tharhiain. Typ. Lichen rhangiferinus,
. rocella.«
3. Der Name »Thamnium« Klotzsch ist kein Gattungsname, er
gehört zu einer Abteilung der Gattung Coilostigma Bentham, Ir
der Familie Ericaceae (Endlicher, Enchiridion Be. PIE: FR
Auch hier findet man keinen Grund, den Namen Thamnium aus der
"Yologie auszuschließen. i ie
Zuletzt ist es auch zu bemerken, daß ERBACH. er
aubmoosflora, den Namen Thamnium bei den europäischen
„ erwendet und den Mittenschen Namen Porotrichum bei T. alopecurum
als Synonym aufnimmt,
(172)
Ascomyceten-Studien I.
Von Dr. H. Rehm, Neufriedenheim (München),
1. Gloniella Ingae Rehm n. sp.
Apothecia gregaria, sessilia, orbicularia vel plerumque linearia,
recta, obtusa, glabra, atra, rima longitudinali vix perspicua percursa,
0,2—0,8 mm Ig., 0,2—0,3 mm lat., carbonacea. Asci cylindraceo-
clavati, apice rotundati, 60—65 u lg., 7—8 u lat., 8-spori. Sporidia
subfusiformia, recta, 3-septata, cellula secunda latiori, ad septa vix
constricta, hyalina, 9 u Ig., 3 « lat., disticha. Paraphyses filiformes,
apice subcurvatae, hyalinae, 2 u cr.
Ad legumina putrescentia Ingae. Theresiopell, Brasiliae. 1900. leg.
Dr. v. Höhnel.
(Gl. caryigenum E. et E. [|N. am. pyr. p. 682] hat: asci 70/10—12 a,
sporae 1-septatae, 12—15/5—6 u.)
2. Gloniella Comma (Ach) Rehm. Synon.: Opegrapha
Comma Ach. (Syn. meth. p. 73).
Apothecia in maculis corticis niveis, longe extensis dispersa,
sessilia, lineariformia, recta vel subcurvata, interdum trigona, obtusa,
glabra, nigra, rarissime confluentia, rima longitudinali tenuissima
percursa, carbonacea, 0,5—1 mm Ig., 0,1— 0,15 mm lat. Asci clavati,
apice rotundati, in stipitem tenuem attenuati, 50—60 u Ig., 15 « lat.,
8-spori. Sporidia fusiformia, recta, utrinque acutata, transverse 11-sep-
tata, hyalina, demum subfuscidula, 30 u lg., 6 u lat., parallele posita.
Paraphyses ramosae, apice fuscescentes itaque Epithecium formantes.
Hymenium Jodii ope coerulee tinctum.
Ad corticem Crotonis Cascarillae venalis, leg. Dr. Rehm.
(Der weiße Rindenüberzug besteht nur aus Zellen voll Krystallen,
Flechten-Gonidien sind nicht zu sehen Die obige Bestimmung
stammt von dem verstorbenen Lichenologen Krempelhuber und
paßt ganz gut zur Beschreibung bei Ach. Ganz nahe steht Gl.
multiseptata Speg. (cfr. Sacc. Syli. IX. p. 1113). Ob der Pilz zuletzt
völlig braune Sporen bekommt und dann besser zu Hysterium ge-
hört, mag fraglich sein.)
3. Gloniella chinincola Rehm n. Sp.
Apothecia dispersa, sessilia, lineariformia, recta vel subcurvata,
obtusa, glabra, atra, rima angustissima percursa, 0,2—1 mm Ig.,
0,1—0,15 mm lat., carbonacea, Asci oblongi, apice rotundati,
60—65 ulg., 12 u lat., 8-spori. Sporidia subclavata, recta, transverse
7-septata, quaque cellula 1—2 guttas magnas oleosas includente, a
septa subconstricta, dilute fuscidula, 24 u lg., apice super. —7 «lat.
disticha, Paraphyses filiformes, apice rotundato-clavatae, —4 u lat.
et fuscidulae, Epithecium fuscum formantes, ]—.
Ad corticem Chinae regiae venalis leg. Dr. Rehm. !
(Auch hier fehlt jede Spur eines Flechten-Thallus. Betr. etwaiger
Stellung zu Hysterium gilt das bei Gl. Comma Gesagte.)
4. Gloniella pseudocomma Rehm n. Sp. ; ;
Apothecia in cortice longe dealbata gregarie sessilia, lineariformia,
plerumque obtusa, interdum subacutata, recta vel subcurvata, rarissıme
trıgona vel stelliformia, glabra, atra, rima angusta, medio dehiscente
percursa, 0,3—1,5 mm Ig., 0,15- 0,2 mm lat., carbonacea. Ast.
clavati, crasse tunicati, apice rotundati, 65—70 u Ig., 20 u lat., 8-spor!
Sporidia fusoidea, recta, transverse 3-—7-septata, hyalina, denique
(173)
flavidula, —25 u lg., 7—8 u lat., disticha. Paraphyses apice ramosae,
crassiores atque fuscidulae. J—.
Ad corticem. Nova Zelandia. 1871. comm. Dr. Schimper.
(Gehört in nächste Nähe zu Gl. Comma.) Ähnlich ist Gloniopsis
sinuata (Cooke) Sacc. (Syll. II. p. 775).
5. Gloniopsis regia Rehm n. sp.
Apothecia dispersa, sessilia, lineariformia, recta, rarissime sub-
eurvata, utringue obtusa, glabra, atra, rima angustissima, medio
interdum subdehiscente percursa, 1—2 mm Ig., 0,2—0,3 mm lat.,
carbonacea. Asci ovales, sessiles, c. 150 u Ig., 45 u lat., ? 8-spori.
Sporidia oblonga, apice superiore latiore, recta, transverse 15, longitu-
dinaliter 2—3-septata, hyalina, 120 u Ig., 25 u lat., parallele posita.
Paraphyses filifformes, apice dilatatae et fuscidulae, Epithecium for-
mantes. Hymenium J+.
Ad corticem Chinae regiae venalem leg. Dr. Rehm.
(Entbehrt jeglichen Myceliums; leider ist das Exemplar zu besserer
Beschreibung unbrauchbar.)
6. Tryblidaria Breutelii Rehm n. sp.
Apothecia gregaria, primitus cortici immersa, globulosa, clausa,
dein emergentia, demum sessilia, versus basim subcontracta, orbi-
eularia, urceolata, tenuiter marginata, disco plano albido, excipulo
erasso, glabro, nigro, juveniliter albido-pruinoso, ‚parenchymatice
fusce contexto, coriacea, 0,5—1,2 mm diam. Asci clavati, apice
rotundati et valde incrassati, in stipitem brevem elongati, 80—100 u Ig.,
25—30 u lat, 8-spori. Sporidia oblonga, obtusa, transverse 7—11-sep-
tata, ceterum muriformiter polyblasta, hyalina, demum fuscidula, strato
mucoso tenui obducta, 30—50 u Ig., 12—15 u lat., disticha. Para-
Physes filiformes, conglutinatae, c. 2 « cr., apice subfuscidulae. K-.
€ a corticem »Stinkstrauch«. Colonia Missionis Bethania, S. Jan.
. Africa. leg. Breutel.
(Gehört = Blytridium II Tryblidaria Sacc. [Syll. VII. p. 804]
»ascomata patellaria, margine subintegra«, welche Abteilung selb-
Ständig zu erachten ist wegen der krugförmigen Entwickelung mit voll-
ständiger, nicht lappiger Randbildung.)
. Agyrium flavescens Rehm n. sp. ”
Apothecia gregaria, sessilia, orbicularia, convexula, excipulo ca-
rentia, 0,3 -2 mm diam., succineo-flavidula, ceracea. Asci clavati, apice
totundati, infra sensim angustati, 50—60 u Ig., 8—9 « lat., 8-spori.
Sporidia oblonga, recta, utrinque rotundata, 1-cellularia, guttulis oleosis
2 praedita, hyalina, 10--12 u Ig., 35—4 u lat., disticha. Paraphyses
liformes, septatae, 4-5 u, apice rotundatae —8 u cr., hyalinae aut
ern flavidulae. Hypothecium pseudoparenchymaticum, hyalinum,
cellulis 10—15 u diam. J—. :
In pagina ioanore all vivi Peltigerae caninae. Großhessellohe
Prope Monacum; leg. Schnabl.
(Reiht sich unmittelbar an
8. Melaspilea populina (?C
Apothecia in ligni cariosi supe
A. flavum Rehm [Discom. p. 452]).
rouan Fin. p. 46 sub Patellaria) Rehm.
rficie dilutissime nigricante dispersa,
late sessilia, primitus globosa, dein patellaria, disco plano, demum con-
vexulo, acute marginato, fusconigro, extus glabra, nigra, 0,2—0,8 wg
am., excipulo parenchymatico, subgelatinoso -ceraceo, nn “
asci ovoideo-clavati, apice incrassati, sessiles, 40-45 u 1g., R Er >
8-spori, Sporidia ellipsoidea, medio septata, haud constricta, hyalına,
(174)
demum dilutissime fuscidula, 12 u Ig., 5 « lat., 2—3-sticha. Paraphyses
filiformes, 1 #, apice subramosae et fuscidulae, mucose coalitae,
— 4 u cr., Epithecium formantes. Hypothecium hyalinum. Hymenium
J. valde + 5
In ligno putrescente Populi tremulae. Preniow (Schemnitz)
Hungariae 1894. leg. Kmet. \
(Nach der allgemeinen Beschreibung von Karschia populina
(Crouan) Sacc. [Syll. VIII. p. 782] könnte vorstehend beschriebener
Pilz Crouans Art sein. Derselbe steht der Melaspilea arthonioides
[Fee] Nyl. [cfr. Rehm Discom. p. 362] sehr nahe, unterscheidet sich
aber durch kleinere Schläuche und Sporen und J+.)
9. Karschia vermicularis (Lindsay) Rehm et Arnold
Synon.: Lecidea vermicularis Lindsay (Trans. Roy. Soc. Edinb.
1859. XXII. p. 143 pl. V. f. 24, 25). ’
Apotbecia creberrima, immersa, depressa vel applanata, orbicularia,
nigra, minuta. Asci irregulariter obovati, haud pedicellati, 8-spori.
Sporidia oblongo-ovalia, 1-septata, medio constricta, fusca.
Parasitica in Thamnolia vermiculari, Insulae Falklandiae.
(Antarctic Expedition 1839—43 Dr. Hooker.)
(Lindsay erklärte diesen Pilz bereits als eine parasitische Lecidea.
Dieselbe wurde trotzdem noch für Apothecium-Bildung der Thamnolia
erachtet, so von Rabenh. Exs. Lich. eur. 253: »die Sporen sind dy-
blastisch, schwarzbraun«. Th. Fr. Lich. arct. p. 161 adn. fügt aber
hinzu: »verisimiliter Buelliam quandam pro fructibus habuit«. Arnold
[Lichenol. Fragm. XVI.] führt sie nur als Karschia — an.)
10. Belonium Kriegerianum Rehm n. sp. ’
Apothecia in calami superficie longe lateque subfuscata gregarla,
sessilia, primitus globosa, clausa, dein patellaria, disco plano, albo-
marginato, rosello, excipulo pallide albo, glabro, 0,2—0,7 mm, tenue,
prosenchymatice hyaline, ad basim subfuscidule contexto, ceracea.
Asci clavati, apice obtuse acutati, 50-60 a Ig., 9—10 u lat., 8-spori.
Sporidia fusiformia, recta vel subcurvata, 1-septata, hyalina, 12—15 u 1g.,
2 disticha. Paraphyses filiformes, hyalinae, haud clavatae,
‚ a lat. J—.
Ad culmos siccosScirpi lacustris propePirna, Saxoniae, leg. Krieger.
11. Lachnella Kmetii Rehm n. sp. .
. Apothecia gregaria vel dispersa, primitus immersa, per epider-
midem erumpentia et sessilia, globosa, demum subcyathoidea, primitus
clausa, dein disco urceolato, tenuiter marginato, albidulo, perithecio
subhyaline, parenchymatice contexto, dense pilis longissimis, 4 u CH
simplicibus, obtusis, subcurvatis, glabris, fuscidulis, septatis obsess0,
0,5—3 mm lat., ceracea, sicca involuta, fusce strigosa. Asci eylin-
dracei, apice rotundati et incrassati, 90—100 u lg., 5 a lat., 8-sporl.
Sporidia fusoidea, 1-cellularia, recta, hyalina, 9—10 u Ig., 3 u lat.
plerumque l-sticha, Paraphyses cuspidatae, longe prominente,
hyalinae, 4 u cr. Porus ascorum Fr :
In ramis emortuis Spiraeae mediae. Prendero (Schemnitz)
Hungariae leg. Kmet.
. , (Gehört nach dem ganzen Bau des Gehäuses trotz der lanzett-
lichen Paraphysen zu Lachnella, Scleroderris Spiraeae Rehm ist
durch mangelnde Behaarung und Sporen ganz verschieden. ER
Cenangium Spiraeae (Schwein.) Berk. »apotheciis fulvo furfuraceo-
strigosis, extus brunneo fuscis« [efr. Sacc. Syll. VIII. p. 574] fehlt
(175)
die Beschreibung der Fruchtschicht, ebenso von Trichopeziza Opuli-
foliae [Schwein.| Sacc. [l. c. p. 429], welche von C. Spiraeae kaum
verschieden sein dürfte.)
12. Nectria dacrymycelloides Rehm n. sp.
Perithecia gregaria, primitus innata, dein emergentia et sessilia,
globoso-conoidea, ostiolo minutissimo praedita, dilute aurantiaco-
luteola, sicca conoidea, vix collabentia, obscuriora, brunnea, 210 4
diam. Excipulo parenchymatico, flavido-brunneolo, glabro, basi
hyphis nonnullis hyalinis obsesso. Asci clavati, c. 60 u lg., 12 u
lat., 8-spori. Sporidia fusiformia, recta vel subcurvata, medio septata,
vix constricta, hyalina, guttis oleosis fere carentia, 18—20 u lg.,
45—5 u lat., disticha. Paraphyses?
Ad caules putrescentes Senecionis Fuchsii. Uttewalder Grund,
Saxonia, leg. Krieger. $
(Von Calonectria dacrymycella [Nyl.] durch größere, kegelförmige,
nicht einsinkende Perithecien und zweizellige Sporen verschieden,
von Calonectria Xantholeuca [Kze. et Fr.] durch glatte, unbehaarte
Perithecien.)
13. Didymosphaeria Patellae Rehm n. SP. ;
Perithecia globulosa, parasitice in disco sessilia, glabra, mollia,
120 ı diam., parenchymatice contexta, superius subhyalina, ad basim
fuscidula et hyphis hyalinis, simplicibus, septatis, rectis, 3 u cr.
vestita. Asci cylindracei, apice rotundati, 80—90 4 \g., 9-10 u lat.,
&-spori. Sporidia dacryoidea, utrinque obtusa, medio septata et sub-
constricta, flavido-brunnea, 9—10 u Ig., 6 a lat., 1-sticha. Paraphyses
filiformes, hyalinae, 1 u. -.
Parasitica in disco Heterosphaeriae Patellae [Tode] Grev. Got-
land, Hangrav, Suecia. 2 h
(Mad. Romell sandte 16. Juli 1902 Stengel mit Heterosphaeria,
bei deren Untersuchung sich obige schöne, parasitische Art fand.)
14. Zignoella sphaeroides (Schär.) Rehm.
Synon.: Non Verrucaria sphaeroides Wallr. (Crypt. germ. p. 300),
Sec, herb, Argentor. ex Nyl. ad Arnold, quae = Acrocordia tersa
Körb, (Par. 346); sec. Hepp.: Pyrenula sphaeroides (vera!) Schär.
(Enum. lich. p. 300), Sagedia (Segestria) sphaeroides Zw. Exs.
Exs.: Hepp. lich. Helv. 959, Zw. lich. 41 bis
Perithecia sparsa, in cortice dealbata sessilia, globosa, apice
demum truncata, poro minutissimo pertusa, glabra, atra, parenchy-
Matice fusce contexta, —400 « diam. Asci clavati, crasse tunicati,
apice rotundati „ vix stipitati, 8SO—100 u Ig., 12—14 m lat., 8-spori.
Poridia acicularia, apice superiore saepe crassiore, inferius ag
recta vel subcurvata, 7-septata, hyalina, 30—40 u Ig., 33,5 p lat,
#—3-sticha. Paraphyses filiformes, septatae, 3 «. Hymenium ].
tansiter +, Ä
Ad infimos truncos Alnorum prope Zürich (Hepp.), in horto
Castri Heidelbergensis (Zwackh.), ad Rhamni Frangulae corticem
‚ Prope Riftersweil (Schweiz) Hegetschweiler.
(Nylander Bacen Bere (lich. helv. I. p. en
»forsan potissime Sphaeria«, »thallus non conspicuuSs«. Nac = m
Sınd die Sporen 45—60 m lang, nach Hepp Exs. 40—58 (7 ang.
er echte Pyrenomycet gehört zu Zignoella, jedenfalls mit zn
stoßen Reihe anderer, den Flechten bisher zugezählter . u
vergleichen ist Zwackh. [Flora 1862. p. 550, Heidelbg. p. 82])
(176)
15. Herpotrichia. collapsa (Romell) Rehm.')
Synon.: Bertia collapsa Romell (Bot. Not. 1889. p. 24), Herpo-
trichia Rehmiana P. Henn. et Plöttner (Verh. Brandenbg. XXXX.
1898. p. XXVII).
Romell (bot. Not. 1892. p. 178) sagt: »subiculum in hoc primum
obvium non proprium, sed alienum fuit; haec species sub Bertia haud
bene militat, aptius pro typo novi generis habenda videtur«.,
Exs.: Romell f. sel. scand. 70 zeigt deutlich das Subiculum aus
braunen Hyphen und stimmt damit der Pilz genau zu Herpotrichia.
Mir gütigst zugesandte Original-Exemplare von H. Rehmiana lassen
keinerlei Unterschied erkennen und zeigen die richtige Stellung an.
16. Teichospora melanconioides Rehm (P. Hennings F.
Afr. p. 365. absque diagnosi).
Perithecia gregaria, primitus cortici immersa eamque hemisphae-
rice protuberantia, demum cortice arctissime circum adhaerente sub-
conice emersa, globulosa, poro minutissimo in faveola albida apicali
pertusa, atra, glabra, carbonacea, —3,5 mm lat., 2 mm alt., perithecio
0,5 mm crasso. Asci clavati, apice rotundati, crasse tunicati,
c. 500 u Ig., 60-66 u lat., 8-spori. Sporidia oblongato-elliptica,
recta, transverse distincte 2-4-—8-demum 16-septata, perpendicu-
lariter multoties muriformiter, primitus hyalina, demum fusca, septis
primariis semper distincte perspicuis, c. 100 u lg., 36 4« lat., trans-
verse 1-sticha. Paraphyses filiformes, hyalinae, 1 a er. J—.
In cortieibus arborum Togo. leg.Dr. Büttner, comm. P.Henn. 1891.
Über einige Ramularien auf Doldengewächsen.
Von Franz v. Höhnel.
Da in den Ostalpen auf der in Bauerngärten häufig gepflanzten
Umbellifere Levisticum officinale eine Ramularia sehr ver-
breitet ist (ich fand sie 1901 bei Judenburg in Obersteiermark und
bei Hüttenberg in Kärnten), die ich als Ramularia Schröter!
Sacc. et Syd. (Sacc. Syll. Fung. XIV. 1061) — Cylindrospora
Levistici Schröter (Kryptogamenflora von Schlesien, Pilze, 1. Bd
p. 488) bestimmte, fiel mir die von Allescher aufgestellte R.
Vestergreniana auf derselben Nährpflanze auf, von welcher
der Autor sagt, daß sie mit keiner der bisher auf Umbelliferen
bekannten Ramularia-Arten vereinigt werden könne, und daß ins-
besondere die Ramularia Levistici Oud. mit »conidiis ovoideis‘
davon sehr verschieden scheint. Die R. Schröteri Sacc. et Syd.
derselben Nährpflanze wird von Allescher nicht in Betracht 8°
zogen (Hedwigia 1903. p. 82).
Vergleicht man jedoch Schröters Diagnose mit der, 198
R. Vestergreniana, so findet man keinen irgend wesentlichen
Unterschied. Die Konidienträger werden zwar von Schröter AB,
etwa 50 „lang und 3 « breit angegeben, während sie bei R. V es!@"”
greniana 14—18/4 u haben sollen, allein die Länge der Ram®
larien-Konidienträger wechselt sehr und hängt von dem Alter des
1) Die Art wurde bereits in Verh. bot. Ver. Brand. XL. 1898. P- xavil
von P. Hennings als obige bezeichnet. (Redak tion.)
(177)
Pilzes und von derLuftfeuchtigkeit, demStandorte u.s.w:ab. Schröter
läßt zwar den Pilz auf der Blattunterseite erscheinen, während die
R. Vestergreniana auf beiden Blattseiten hervortreten soll, nach-
dem aber die Blätter von Levisticum fast aufrecht stehen und beide
Blattseiten fast die gleiche Beschaffenheit haben, so ist Schröters
Angabe gewiß nicht stichhaltig. Auch der geringe Unterschied in
der Größe der Blattflecken ist einerseits unwesentlich, andererseits
durch individuelle und lokale Verhältnisse bedingt; die Beschreibungen
der Konidien stimmen hingegen fast genau überein. Meine in den
Ostalpen gefundenen Exemplare stimmen weder genau mit der
Schröterschen Diagnose, noch mit der anderen überein. Namentlich
sind die Sporen zum größeren Teile vierzellig und nicht selten bis
50 „a lang und die Räschen amphigen. Das untersuchte Original-
exemplar von Vestergren (Micromycet. rariores selecti XII. 299),
das aber bei weitem nicht so ausgereift ist, wie meine alpinen
Specimina, zeigte mir aber auch einige bis 50 « lange Sporen.
Offenbar sind die vierzelligen meist 30—40 u langen Konidien
die eigentlich typischen. :
In der Diagnose der R. Vestergreniana heißt es, daß die
Konidienträger in Büscheln aus den Spaltöffnungen hervortreten.
Allein die genauere Prüfung sowohl von Vestergrens Original-
exemplar als meiner alpinen Funde zeigte mir, daß nur ein kleiner
Teil der Büschel aus der Spaltöffnungen kommt, die meisten brechen
direkt durch die Cuticula. An Stellen, wo sie weniger dicht stehen
und kleiner sind, kann man sie mitten auf Epidermiszellen sitzen
sehen; sehr häufig sieht man sie dicht neben ganz leeren Spalt-
öffnungen stehen. Die aus den Spaltöffnungen kommenden Büschel
Sind meist kleiner und länglich, die durch die Cuticula brechenden
sind mehr rundlich oder eckig und von gelblichen Cuticular-Lappen
umrandet, woran sie leicht kenntlich sind.
Es ist überhaupt falsch, zu glauben, daß die Räschen von
amularia, Cercospora und ähnlichen Gattungen stets aus den
paltöffnungen hervorbrechen. BeiRamularia cylindroidesSacc.
auf Pulmonaria, Cercospora radiata Fuckel auf Anthyllis ist
dies z. B. nie der Fall. Aus dem Gesagten geht wohl hervor, daß
R. Vestergreniana Allesch. — R. Schröteri Sacc. et Syd. ist.
Diese Art ist offenbar sehr verbreitet. Ban,
Ich halte es aber auch für möglich, daß auch R. Le vistici Oud.
(Sacc. Syll.X. 555) damit identisch ist, trotz der »conidiis ovoideis, uni-
Septatis«, die vermutlich gar nicht dazu gehören, denn die Fruchthyphen
werden als vielgliedrig und aus linearen, beiderseits abgerundeten,
locker zusammenhängenden Zellen bestehend beschrieben, von denen
€S wahrscheinlich ist, daß es verkannte Ramularia-Sporen sind.
udemans Diagnose ist unvollständig und anscheinend unrichtig.
Vielfache Erfahrungen lehrten mich die Beschreibungen ins-
besondere der Hyphomyceten mit Vorsicht zu benutzen, da sie
Meist auf einzelnen, oft schlechten Exemplaren beruhen und daher
Nicht stimmen können. So fand ich beispielsweise auf Impatiens
noli tangere eine hübsche Cercospora mit fast goldgelben Sporen,
die nach den Beschreibungen zu urteilen neu war, als ich jedoch
die C, Campi-Sili Speg. und die C. Impatientis Bäuml. damit
direkt verglich, fand ich nicht nur, daß sie nicht neu war, sondern,
Hedwigia. Bd, XL. 1903. re
(178)
daß auch die beiden genannten Arten identisch sind, was schon
J. Bresadola (in Krieger, Fungi saxonic. No. 746) aussprach.
Ebenso traf ich auf Anthyllis-Blättern eine Cercospora, die
von der C. radiata Fuckel nach der Diagnose zu urteilen sicher
ganz verschieden war, aber mit Fuckels Öriginalexemplar in den
Fungi rhenani völlig übereinstimmte.
Solche Fälle hatte ich Dutzende. Noch schwieriger wird die
Sache, wenn der Pilz (was bei den Fadenpilzen äußerst häufig der
Fall ist) falsch eingereiht ist. Mehrere charakteristische Fälle dieser
Art finden sich in meiner Arbeit Fragmente zur Mycologie I be-
sprochen. Hier will ich nur zwei neuerdings gefundene Fälle erörtern.
Auf den Blättern von Rosa pendulina traf ich eine hübsche
Cercospora, die von C. rosicola Pass. völlig verschieden ist und
neu schien. Unter letzterem Namen ist dieselbe irrtümlich von
Allescher und Schnabl, in Fungi bavarici No. 498 ausgegeben.
Diese unzweifelhafte Cercospora ist nun von Fuckel (und
zwar in ganz unkenntlicher Weise) als Exosporium Rosae be
schrieben worden, was sein Original-Exemplar beweist. Der Pilz
muß daher Cercospora Rosae (Fuckel) v. Höhnel heißen.
Dasselbe gilt von Cylindrosporium inconspicuum Winter
auf Türkenbundblättern, das gar keine Melanconiee ist, sondern
eine Cercosporella, die daher später von Bäumler als neue Art
(C. hungarica) beschrieben wurde, und nun richtig Cercosporella
inconspicua (Wint.) v. Höhnel heißen muß,
Aus diesen Beispielen geht hervor, daß neue Pilzarten, besonders
solche aus größeren Gattungen und wenn sie nicht auffallend von
den bekannten abweichen, nach Tunlichkeit nur nach Vergleich mit
guten Typen und insbesondere Original-Exemplaren aufgestellt werden
sollten, wenn nicht anders die praktische Mykologie zu einem wert-
losen Gewirre von Namen ausarten soll.
Schließlich bemerke ich noch, daß ich auch auf Angelica
sylvestris (Sterzing in Tirol, September 1901) eine Ramularla
fand, die der Schröteri verwandt ist, die ich aber doch für ver-
schieden halte, schon wegen der constant schmäleren Sporen.
Ramularia Angelicae n. sp. Flecken klein, zahlreich, eckig,
oft undeutlich, die größeren in der Mitte zuletzt weißlich, sonst
bräunlich. Räschen amphigen, wenig deutlich. Hyphenbüschel fast
stets durch die Cuticula brechend, klein; Fruchthyphen verschieden
lang, sehr dünn, spärlich septiert; Konidien 1—3 zellig, stäbchenförmig,
20—30 u lang, meist 11/,—2'/, (seltener 3) u breit.
. „Eine weitere Ramularia fand ich in Puchberg am Schneeberg
in Niederösterreich, August 1902, auf Blättern von Anthriscus
sylvestris:
Ramularia Anthrisci n. sp. Keine Flecken bildend, sondern
ganze Fiederchen bräunend; Räschen meist nur hypophyll, sehr UN
scheinbar, kaum sichtbar. Hyphenbüschel meist durch die Cuticula
brechend, klein, meist kurz, Hyphen 1'!/;— 24 breit, wenig septiert;;
Sporen cylindrisch 12—50/2—2!/, «, meist 2zellig und 4050/23;
seltener bis 4zellig; einzeln oder in kurzen Ketten. Die beiden
Arten stehen sich jedenfalls sehr nahe, doch ist die Art des Auf-
tretens beider verschieden und der letztere wesentlich zarter.
Bemerkungen über einige nordamerikanische
Uredineen.
Von P., Dietel.
(Mit 2 Textfiguren.)
Von Herrn Tycho Vestergren erhielt ich kürzlich eine Anzahl
nordamerikanischer Uredineen, durchweg längst bekannte Arten, zur
Revision zugesandt und dies veranlaßte mich, dieselben genauer zu
untersuchen. Dabei ergab sich nun, daß für zwei derselben die
bisherige Benennung zu ändern ist, wie im folgenden dargelegt
werden soll.
Die in Nordamerika vorkommenden Arten der Gattung Phrag-
midium sind zumeist mit europäischen Arten identificiert worden,
teilweise jedenfalls mit Unrecht. Von den auf Potentilla lebenden
Formen ist eine auf Potentilla fruticosa lebende Art gewöhnlich zu
Phragmidium Potentillae (Pers.) Karst. gezogen worden, von der sie
indes deutlich verschieden ist. Mit Recht wurde sie daher von
C.L. Shear als eigene Art aufgestellt unter dem Namen Phragmidium
Andersoni Shear. Teils als Phragmidium Potentillae (Pers.) Karst.,
teils als Phragmidium obtusum (Kze. et Schmidt) Wint. wird ferner
gewöhnlich eine andere Form, die auf Potentilla canadensis lebt, be-
zeichnet, die aber gleichfalls von diesen beiden Arten wie auch von
Phragmidium Andersoni verschieden ist. Sie möge als Phragmidium
Potentillae canadensis bezeichnet werden, da sie bisher nur auf dieser
Nährpflanze bekannt ist, auf der sie anscheinend nicht selten vor-
kommt. Ihre Diagnose würde folgendermaßen lauten:
Phragmidium Potentillae canadensis Diet. n. sp. i
Sori hypophylli minuti in maculis purpureis, brunneis vel flavis;
uredosporae ellipsoideae 18—22 X 15—17 u, episporio tenui verruculoso
Incolorato vestitae, contentu aureo. Sori teleutosporiferi cinnamomei;
teleutosporae 2—4 cellulares, clavatae vel elongato-ellipsoideae, inter-
dum curvatae, usque 100 ı longae, 23—34 u latae, superne rotundatae
vel rarius conoideae, episporio flavo-brunneo vel dilute castaneo, apice
Es naue modice incrassato indutae pedicello usque 70 # longo
suffultae,
Von Phragmidium obtusum (Phr. Tormentillae Fckl.), mit welchem
unsere Art die meiste Ähnlichkeit hat, ist Phr. Potentillae canadensis
zunächst durch die geringere Zahl der Teleutosporenzellen leicht zu
unterscheiden, denn bei jener haben die Sporen meist 3—8, nach
Schröter sogar bis zu 10 Zellen. Ferner sind diese bei Phr obtusum
gewöhnlich nicht über 25 u breit, meist sogar schmäler und daher
erheblich schlanker als diejenigen von Phr. Potentillae canadensis.
. Auf Vernonia Noveboracensis kommt eine Uredinee vor, die
bisher als Coleosporium Vernoniae B. et C. bezeichnet worden ist.
ie genauere Untersuchung der Teleutosporenlager hat aber en
aß sie in die Gattung Stichopsora gehört und daher als Sticho-
Psora Vernoniae (B. et C.) Diet. zu benennen Ist. Die Gattung
Stichopsora unterscheidet sich von Coleosporium bekanntlich dadurch,
aß die vierzelligen Teleutosporen nicht einzeln an den Enden der
fertilen Hyphen gebildet werden, sondern daß durch successive Ab-
Schnürung eine Reihe solcher Sporen gebildet wird. Es ist nicht
Immer leicht, die reihenweise Entstehung zu erkennen, da die reifen
12*
(180)
Sporen meist keimen, bevor noch die folgende Spore eine: einiger-
maßen erhebliche Größe erreicht :hat. Stichopsora Vernoniae ist in
dieser Beziehung ein sehr günstiges Objekt, da man mitunter drei
bis vier solcher Sporen übereinander beobachten kann. Fig.1 stellt
einen Teil eines solchen Teleutosporenlagers im vertikalen Durch-
schnitt dar. Die reihenweise Entstehung der Sporen ist auch bei
dieser Art nicht immer mit der Deutlichkeit zu sehen, wie sie nach
einem besonders günstigen Präparat hier zu sehen ist — sei es nun,
daß eine Verschiebung der Sporen bei der Herstellung des Präparates
eintritt, sei es daß die reihenweise Anordnung durch Wachstums-
vorgänge innerhalb des Sporenlagers gestört wird. Ganz unzweideutig
ist aber diese Entstehungsweise an Schnitten durch junge Sporenlager
zu erkennen, wie Fig. 2 einen solchen darstellt.
SS,
Aig2.
Fig.1. Senkrechter Durchschnitt dur i i ®
5 rchs ch ein Teleutosporenlager von Stichopsor
Vernoniae (B. et C.) Diet. Vergr. ca. 300. — Fig. 2. Durchschnitt durch ein
jüngeres Sporenlager derselben Art. In den Sporen sind noch keine Quer-
teilungen erfolgt. Vergr. ca. 350.
‚ Die zuerst abgeschnürten Sporen weisen vielfach Unregelmäßig-
keiten auf. „Mitunter sind sie nur dreizellig, bisweilen auch nur zwei“
oder einzellig. Ferner haben gerade in diesen zuerst gebildeten
Sporen einzelne Scheidewände oft eine unregelmäßige Stellung, bald
schief, bald sogar parallel zur Längsrichtung.
Die Gattung Stichopsora wurde zuerst nach einem in ER auf
Aster-Arten lebenden Pilze aufgestellt. Bei der großen Übereln
stimmung zwischen Coleosporium und Stichopsora liegt es nahe, ZU
vermuten, daß auch die in Nordamerika auf Aster gefundenen Pi 2
ormen, die bisher zu Coleosporium gezogen wurden, zu der japa”
nischen Stichopsora Asterum gehören. Ich hatte leider bisher keine
Gelegenheit, diese Vermutung durch Untersuchung amerikanischer
Förmen einer näheren Prüfung zu unterziehen. Daß dieselbe aber
(181)
- berechtigt ist, ist nach dem Befunde an Coleosporium Vernoniae
B. et C. ersichtlich, und sie gewinnt noch mehr an Wahrscheinlich-
keit, wenn ich hinzufüge, daß auch Coleosporium Solidaginis (Schwein.)
Thüm. und Coleosporium Elephantopi (Schwein.) Thüm, sich bei
näherer Untersuchung als zur Gattung Stichopsora gehörig erwiesen
haben und demgemäß als Stichopsora Solidaginis (Schwein.) Diet.
und Stichopsora Elephantopodis (Schwein.) Diet. zu bezeichnen sind. —
Es ist hiernach nicht zu bezweifeln, daß auch von den übrigen in
die Gattung Coleosporium gestellten Pilzformen Nordamerikas wenig-
stens manche richtiger in die Gattung Stichopsora gehören.
In den »American Uredineae IV.« (Bullet. from the Laboratories
of Natural History of the State Univers. of Jowa, Vol. V. p. 331)
erwähnen Arthur und Holway, daß, soweit ihnen bekannt, die einzige
Erwähnung der eigentlichen Uredo von Puccinia vexans Farl. in dem
Catalogue of the Flora of Nebraska 1890, von H. ]J. Webber geschehen
sei. Ich erlaube mir darauf hinzuweisen, daß ich diese Sporenform
bereits früher in der Hedwigia 1889 S. 179 beschrieben und ihre Zu-
gehörigkeit zu Puccinia vexans diskutiert habe.
Einige deutsche Dung bewohnende Ascomyceten.
Von P. Hennings.
(Mit 7 Textfiguren.)
Von Herrn Dr. P. Claussen aus Freiburg erhielt ich im
April eine von ihm auf Kaninchenkot gesammelte und auf Nähr-
gelatine schön kultivierte Boudiera übersandt, welche er als nicht
mit der von Rehm gegebenen Beschreibung der B. hyperborea
Karst. übereinstimmend erkannt hatte. Der äußerst winzige Pilz
Steht der B. hyperborea allerdings nahe, ist aber durch wesentliche
Merkmale von der Karstenschen Diagnose in Mycol. Fenn. I. p. 80
verschieden. Von Rehm‘ werden in Rabenh. Disc. p. 1114 an-
scheinend zwei verschiedene Arten unter diesen Namen aufgeführt.
Die von Heimerl kultivierten, von Rehm in Asc. Exs. No. 1014
herausgegebenen Exemplare stimmen, wie derselbe dies auch in der
Anmerkung sagt, nicht mit der Karstenschen Art völlig überein.
Von Karsten werden die Asken als zylindrisch, 16—18 u breit an-
gegeben und sollen die Sporen einreihig im Askus liegen, 10—14 u
groß, mit violett-bräunlicher, papillös rauher Membran versehen sein.
t. Rehm hält es nicht für ausgeschlossen, daß die oben zitierten
von ihm unter No. 1014 editierten Exemplare zu B. marginata
Phill. et Harkn. gehören können, Bei dieser Art sind aber die As-
Comata ockergelb gefärbt, während sie bei obiger farblos sind. ;
Was nun unseren Pilz anbelangt, so sind die sehr kleinen Fruc r
körper völlig’ farblos, einem verbreiteten Hyphengewebe ng we ;
Scheibenförmig flach, glatt, ca. 200—280 u im Durchmesser. Die As “=
Sind länglich-eiförmig oder breit-clavat, oben abgerundet, 40—60 ,
—30 „ und enthalten 8, meist zusammengeballte oder unregelmäßig
2weireihig liegende Sporen. Die Paraphysen sind fadenförmig, jeten,
Nach der Spitze etwas verdickt, farblos. Die Sporen sind kuge ig,
0—13 a, mit dunkelbrauner, niemals violetter, ‚ziemlich regelmäßig
fazettierter, anscheinend stacheliger Membran. Die Größe der Sporen
(182) 4
stimmt ziemlich gut mit B. hyperborea überein, die Asken sind
aber gänzlich verschieden; bei B. marginata sollen die Sporen aber
20 u groß sein. Ich glaube daher diesen Pilz als eine neue Art auf-
stellen zu müssen und gestatte mir denselben zu Ehren des Herrn
Dr. P.Claussen, dem ich auch die beigefügten schönen Abbildungen
verdanke, zu benennen.
B. Claussenii P. Henn. n. sp., ascomatibus gregariis, sessilibus,
hemisphaericis, dein discoideis, pallidis ca. 200—280 u diam., hyphis
ramosis, septatis,
hyalinis circumda-
tis, extus laevibus,
disco plano, pal-
lido; ascis oblonge
ovoideis vel late
clavatis, apice ro-
tundato-obtusis, 8-
sporis, 40—60
20—30u, paraphy-
sibus filiformibus,
3 u crassis, septa-
tis, ad apicem
31/—4 u incrassa-
tis, obtusis, hyali-
nis ; sporis subcon-
globatis vel sub-
distichis, phaerol-
deis, 10— 134, epl-
sporio atrofusco,
areolato, aculeato-
subasperato.
Freiburg (Ba-
den) auf Kanin-
chenkot. Dr. P
Claussen, kult.
April 1903.
Von Herrn R.
Staritz erhielt
ich Mitte April
einen von demsel-
ben bei Dessau
auf Pferdedung ge
= Boudiera Claussenii P. Henn. n. sp. sammelten N
Längsschnitt durch den halbreifen Fr Ö 350 arobius UbE
Die reifen Sporen sind dunkc), die ee Band, welchen ich
skus mit Paraphyse (%/,); 277. Reife Spore (1%/,). längere Zeit kulti-
\ viert und beob-
achtet habe. Der Pilz ist mit Rh. polysporus Karst. und Rh.
erustaceus (Fuck.) am nächsten verwandt, von Rh. pachyaseu®
rn Sue SpORENN welche niemals an den Enden zugespitzt sind, Bar
(801 at “ zerstreut stehenden, anfangs fast kugeligen, sehr
Hyoh 4) braunen Apothecien, welche einem verzweigten hya vo
yphengewebe aufsitzen, enthalten 3—9 eiförmige Asken, welche
(183)
40—60 X 20—40 u groß sind. Dieselben sind mit zahllosen, etwa 60
bis 100 Sporen angefüllt. Letztere sind elliptisch oder eiförmig, beider-
seits abgerundet, farblos, 6—7X4 u groß. Die Paraphysen sind faden-
förmig, septiert, etwa 21/, a dick, an der Spitze keulig, bis 31/, u dick,
bräunlich. Am nächsten steht der Pilz jedenfalls dem gemeinen Rh.
crustaceus (Fuck.), doch ist derselbe durch die braune Färbung, die
kürzeren und breiteren, zahlreichere Sporen enthaltenen Asken, welche
erstere nicht zusammengeballt liegen, aber den ganzen Askenraum
ausfüllen, verschieden.
Von Rh. polysporus Karst, unterscheidet sich derselbe durch
die viel kürzeren Asken, welche bei ersterer 120-130 u lang sind,
ebenso sind die Asken von Rh. myriosporus (Crouan) 100—150X
50—60 u.
Ich glaube den Pilz vorläufig als neue Varietät unter dem Namen
var. Staritzii zu Rh. crustaceus (Fuck.) Rehm stellen zu dürfen,
mit dem er jedenfalls am nächsten, trotz der angeführten Unterschiede,
verwandt ist.
Neuerdings hat sich auf dem kultivierten Dung herdenweise
eine Sporormia mit 4zelligen Sporen eingestellt, die ich für Spor.
ambigua Nießl bestimme, während der Rhyparobius völlig ver-
schwunden ist. i
Von Herrn Dr. H. Paul wurde im Juli 1901 bei Bruchmühle in
der Mark auf Raupenkot ein eigentümlicher Gymnoascus beobachtet
und weiter kultiviert. Derselbe bildet bis ca. 6 mm ausgebreitete
ockerfarbene filzige Krusten, welche die Kotmassen von Deilephila
Euphorbiae überziehen. Die Hyphen sind locker verflochten, reich
verzweigt, goldgelb, granuliert, mit gelben Öltröpfchen ‚erfüllt,
3—41/, u dick, die Zweige sind oft sparrig abstehend, aber nur äußerst
selten finden sich die kurzen hakenförmigen Zweige, welche für
G. Reesii Bar. charakteristisch sind. Die Asken sitzen seitlich an
den Fäden viel lockerer als bei obiger Art. Dieselben sind eiförmig
oder elliptisch, 6—10X6—8 u und enthalten 8 zusammengeballte
Poren. Letztere sind fast kugelig oder breit ellipsoid, 1-tröpfig,
3—4X3—31/, u, mit glatter gelblicher Membran. Obwohl dieser Pilz
Aun von G. Reesii Bar. äußerlich sehr abweichend ist, so möchte
ich dennoch annehmen, daß hier eine durch das eigenartige Substrat
bedingte Variation desselben vorliegt, auf die ich jedenfalls aufmerk-
sam machen will, Ich bezeichne den Pilz deshalb als G. Reesii
ar. var. n. Deilephilae P. Henn.
‚Bei der mikroskopischen Untersuchung des Präparats machten
Sich hin und wieder in demselben eiförmig - ellipsoide, braune,
20—30 X .18—24 u große Sporen bemerkbar. Dieselben erwiesen
Sich als zu Uromyces scutellatus gehörig. Die Raupe hatte
jedenfalls die mit diesem Pilz stark behafteten Euphorbia-Blätter
gefressen und die Sporen im Kote völlig unverdaut wieder aus-
geschieden. :
Ein durch den eigenartigen Polymorphismus der Sporen aus-
gezeichneter Pilz ist Sordaria coprophila (Fr.), dessen Jugend-
zustand von Cooke als Sphaeria Bovilla beschrieben und von
Accardo als eigene Gattung Bovilla Caproni zu den Sphaeriaceae-
Olecosporae in Syli. I. p. 360 gestellt wurde. Von G. Massee
und E. Salmon wurde in Researches on Coprophileus Fungi
(184)
(Ann. of. Bot. Vol. XV. 1901) die Zusammengehörigkeit beider Stadien
nachgewiesen und zu S. coprophila gestellt. Die anfangs lang-
gestreckten zylindrischen, von zahlreichen Öltröpfchen erfüllten,
farblosen Sporen, welche eine Länge von 45—55 u, bei einer Breite
von 41/,— 5!/s ıı besitzen, zeigen an beiden Enden einen fadenförmigen
Fortsatz, von denen der untere besonders bis 60 « lang wird. Im
Reifezustand nimmt die Spore oblong-ellipsoide Gestalt an und färbt
sich dunkelbraun. Anbei gebe ich eine von Herrn Dr. Paul nach
dem von mir kultivierten Material ausgeführte Zeichnung des Pilzes
in den verschiedenen Entwickelungsstadien der Spore.
ee
LET
IH
IL FeR
ID
m;
Er REIT
ET
BEP
ERS IE
=,
ee
SE
ET
Ten
TE
Sordaria eoprophila (Fr.) (= Bovilla Caproni Sacc.).
a Fruchtkörper (ca. 2],); 5 junger Askus (ca. #%/,); c unreife Spore (ca. “h);
d reife Spore.
Von Herrn Professor A. Möller erhielt ich letztzeitig mehrere
sehr schöne Exemplare von Discina ancilis (Pers.) Rehm aus
Zechlin (Mark) zugesandt, welche einige kleine Abweichungen voB
der in Rabenh, Discom. p. 979 durch Dr. Rehm gegebenen Be.
schreibung zeigen. Die 5—-8 cm breiten Fruchtkörper sind oberseits
kastanienbraun, runzelig wellig, unterseits rippig gefaltet, rein weiß,
filzig. Die Haare des Filzes sind farblos, septiert, oft torulös, einzeln
bis 200 u lang, 5—13 u dick. Beim Trockenwerden nimmt die Unter-
seite eine stellenweise rosenrote Färbung an. Der Stiel ist ästig”
breitrippig, in den Erdboden eingesenkt. Die Asken sind 300—
20—30 u, während sie von Rehm 12—15 u angegeben werden.
(185)
Die Sporen sind breit spindelförmig, an jeder Seite mit kegel-
förmig stumpfer Spitze, meist mit einem großen Öltropfen in der
Mitte und 2 kleineren seitlichen. Dieselben sind durchweg 30-40 X
12-16 u groß, während Rehm sie nur mit 27—30 X 10—12 u
Durchmesser angibt. Auch bei den von Dr. Rehm in Ascom.
exs. No. 1261 herausgegebenen Exemplaren aus Feldberg finde ich
teilweise ähnliche Sporengrößen,
Mykologische Irrtumsquellen.
Von Prof. Dr. Franz v. Höhnel,
Daß ein verhältnismäßig großer Prozentsatz der Pilze doppelt
und mehrfach, oft in ganz verschiedenen Gattungen beschrieben ist,
leidet keinen Zweifel. Die Gründe hierfür sind sehr mannigfaltige.
Im großen und ganzen sind die Pilz-Diagnosen Einzelbeschreibungen,
die natürlich nie genau stimmen können, da die Pilze sehr variieren.
Dazu kommt der Umstand, daß selbst die wichtigsten Merkmale,
wie Fehlen oder Vorhandensein einer Wandung, oberflächliches oder
eingesenktes Wachstum, Form, Größe, Farbe und Teilungsverhältnisse
der Sporen u. s. w. vielfach im Stiche lassen.
. Einige diesbezügliche von mir gemachte Erfahrungen sollen nun
im folgenden mitgeteilt werden. ;
Ich fand auf dem nackten Holzkörper von Erica arborea bei
Selenika in Dalmatien oberflächlich sitzende Pycniden mit Pesta-
lozzia-Sporen. Das wäre ein neues Formgenus gewesen, das mit
typtostictis verwandt wäre. Allein genau dieselben Sporen
traten auch in der Rinde als echte Pestalozzia auf, Wenn diese
am Holze auftritt, wird sie oberflächlich und bildet eine Wandung.
In der Tat findet man mehrere Arten dieser Gattung beschrieben,
bei welchen die Entdecker offenbar Pycniden-Wandungen sahen.
Z.B. P, lignicola Cooke (Sacc. Syll. III. p. 794). Da heißt es
»Acervulis (Peritheciis?) semiimmersis....«. Das sind offenbar lauter
ormen, die auch ohne Wandung in der Rinde vorkommen.
., Auf dünnen entrindeten Salix-Zweigen (von Jaize, Bosnien) fand
ich schwarze längliche, innen gewunden, mehrkammerige Gebilde auf-
Sitzen, die außen eine dunkle, als Pycnidenwandung anzusehende
Schicht zeigten und fadenförmige (12/1 «) Sporen hatten. Also etwa
eine Cytosporina n. sp. Später sah ich, daß der Pilz eine echte
Libertella ist, in der Rinde eingesenkt, ohne Spur einer Wandung,
also eine echte Melanconiee. Da es nun »holzbewohnende« Cyto-
Sporina-Arten gibt, so ist es wahrscheinlich, daß einige davon eigent-
lich Libertella- Arten sind. Die gefundene Libertella dürfte von
der L. Salicis A.L. Sm. mit 35 u langen Sporen verschieden sein
und eine neue Art darstellen. > ;
Diplodia Mori West. hat eingesenkte Pycniden. Ich fand .
selbe aber auch ganz oberflächlich als Diplodiella auf Holz und Mar
aufsitzend, an denselben Zweigen, welche auch zahlreiche typische
eingesenkte aufwiesen. E
Ich zweifle daher nicht, daß viele Aposphaeria-Arten mit
homa-Arten identisch sind. Ähnliches gilt aber auch sicher von
vielen Ascomyceten. Berlese hat auf solche Fälle mehrfach in seiner
Icones fungorum aufmerksam gemacht.
(186)
So fand ich die Phoma morearum Brun,. nicht nur typisch
in der Rinde, sondern auch als Aposphaeria am Holze, wo sie
länglich gestreckte, ganz anders aussehende Pycniden bildet. Da
aber beide Formen nebeneinander vorkamen, so konnte ich mich
leicht von ihrer Zusammengehörigkeit überzeugen.
Auf Scirpus lacustris fand ich bei Jaize in Bosnien Pycniden
in großer Menge mit zweizelligen, gefärbten, stäbchenförmigen, an
den Enden quer abgeschnittenen Sporen. Also eine Diplodia n. sp.
Dann sah ich aber in einigen Pycniden neben diesen Sporen noch
spindelförmige, breitere, mit mehreren Querwänden, zweifellos der
Septoria Narvisiana Sacc. angehörig (die aber eigentlich besser
als Hendersonia betrachtet wird). Beide Fruchtformen schienen
völlig reif, und doch ist die erstere nur eine Form der zweiten.
An Zweigen von Vitis vinifera fand ich anscheinend ganz
reife Pycniden einer großsporigen Macrophoma. Die Sporen waren
scheinbar ganz ausgebildet und von ihren Stielen abgelöst. Da aber
die Pilze des Weinstockes so vielfältig studiert wurden, schien mir
die Auffindung einer so auffallenden neuen Form nicht wahrschein-
lich. Ich fand in der Tat, daß Diplodia viticola Desm. vorlag,
obwohl nicht die Spur einer Septierung oder Bräunung der Sporen
zu sehen war. Es scheinen äußere Einwirkungen die Entwickelung
der Sporen nur bis zum Macrophoma-Stadium gestattet zu haben.
‚Auf im Hötel-Garten von Jablaniza (Herzegowina) gesammelten
Zweigen von Sambucus nigra fand ich neben zwei schönen neuen
Pilzarten (Charonectria Sambuci n. sp. und Diplodina roseo-
phaea n. sp., die Beschreibungen derselben am Schlusse des Auf-
satzes) unter anderen auch dreierlei Pycniden, die sehr gut drei be-
schriebenen Pilzarten entsprachen. Die einen hatten kleine ovale
Sporen und waren Coniothyrium fuscidulum Sacc. (Syll. II.
p. 307), andere hatten fast spindelförmige Sporen mit einer Querwand
und stimmten genau zu Diplodia sambucicola F., Ft. (Sacc. Syll.
X. p. 280), die dritte Art hatte Hendersonia-Sporen und war
H. Sambuci Müll. (Sacc. Syll. II. p. 422). War das Zusammen-
vorkommen dieser drei Formen schon auffällig, sö überraschte es
mich doch, auch Pycniden zu finden, welche ganz typische Conio-
tbyrium- und Diplodia-Sporen, etwa zu gleichen Teilen gemischt,
enthielten und ferner zahlreiche andere, welche alle Übergänge zwischen
der Diplodia- und der Hendersonia-Form darboten. Ich gewann
die volle Überzeugung, daß die drei genannten Pilze nur eine Art
darstellen.
i Daß die Pycniden von Cucurbitaria Laburni (P.) alle Über-
gänge von Phoma bis Camarosporium zeigen, ist seit Tulasne
bekannt.
Ich zweifle nicht, daß viele Coniothyrium- und Diplodia-
Formen zu Hendersonien gehören und in ähnlicher Weise auc
Arten anderer Gattungen nur wechselnde Formen sind.
. Nicht selten werden neue Pilzarten auf Pflanzen beschrieben,
die eingewandert sind oder im Freien angepflanzt werden. So 2. B.
die Phoma Galinsogae Allesch. (Hedw. 1896. p. [33]).
Es ist kein Zweifel, daß diese Arten nicht zu Recht bestehen
und ihre Aufstellung besser unterblieben wäre, denn es handelt sich
hier offenbar um Formen, die von einheimischen Nährpflanzen au
(187)
die fremden übergegangen sind, da ihr Auftreten anderweitig nicht
erklärt werden kann.
Hierher gehört auch das Fusarium Sophorae Allesch. auf
Sophora japonica (Hedw. 1897. p. [164]). Ich fand diese Art mit
dem Original-Exemplar in Sydow, Mycoth. marchica völlig überein-
stimmend im Hötel-Garten von Jablaniza (Herzegowina). Einen
Unterschied dieser Form von Fusarium sambucinum Fuck. konnte
ich beim direkten Vergleich nicht finden. In der Tat sah ich auf
den älteren Pilzräschen meiner Exemplare die beginnende Entwicke-
lung der blauen Perithecien einer Giberella, wahrscheinlich G. puli-
caris (Fr.). Da diese Art auch auf Leguminosen vorkommt, so
ist ihr Auftreten auf Sophora nicht auffallend. Fusarium So-
phorae Allesch. ist daher als synonym mit F. sambucinum Fuckel
zu betrachten.
Schließlich mögen noch die Beschreibungen von drei neuen
Pilzen folgen.
1. Charonectria Sambuci v. H. Be
Perithecien kugelig, 100—300 u breit, unter die Epidermis ein-
gesenkt, dieselbe halbkugelig oder warzenförmig emporhebend und
mit einer flachscheibenförmigen, ca. 120 « breiten und 60 « hohen
Mündungspapille durchbrechend, hyalin oder blaßgelblich, Scheibe
etwas dunkler gelblich. Nucleus aus zahlreichen Asci und Paraphysen
bestehend, rosa durchscheinend. Perithecien einzeln oder zu 2—5
genähert, oft miteinander verschmelzend, kahl, nur die Papille meist
am Rande mit hyalinen, steifen, spitzen oder stumpfen, einzelligen,
an der Spitze manchmal kurz verzweigten, 10—25 ı langen, 2—4 u
breiten Haaren versehen. Asci und Paraphysen sehr bald verschlei-
mend, Sporen hyalin, länglich-spindelförmig, meist zweizellig, in der
Mitte wenig oder nicht eingeschnürt, im Perithecium fädig auskeimend,
ca. 14/4—5 u, doch auch nicht selten einzellig und kleiner bleibend.
Mündung der Perithecien flach, klein. Gewebe der Perithecium-
Wandung etwas gelatinös-faserig- kleinzellig. ; {
An dünnen dürren Zweigen von Sambucus nigra ın Jablaniza,
Herzegowina, April 1903. :
Die vielen untersuchten Perithecien waren alle entweder nicht
reif oder mit schon verschleimten Asci und auskeimenden Sporen
erfüllt, was bei Nectriaceen häufig vorkommt. Stellenweise sind
die Zweige ringsum sehr dicht mit den Perithecien bedeckt und
infolgedessen rosa-warzig rauh.
2. Charonectria Umbelliferarum n. Sp. N
Perithecien unter die Epidermis eingesenkt, 100-250 # breit,
kugelig, mit 40—70 u breiter, sehr flach kegelförmiger Mündungs-
Papille, blaß-fleischrot, zartwandig, kleinzellig, Asci keulig, kurzstielig
65/9 u; Paraphysen zahlreich, fädig 2 # dick, wie die Asci bald He.
schleimend, Sporen zweireihig im Ascus, länglich bis fast spin =
örmig, hyalin, zweizellig, gerade oder schwach gekrümmt, In der
Mitte nicht eingeschnürt, mit 4 Öltröpfchen, 14—18/4 5 #. “.,
Tiro)„" dürren Umbelliferen-Stengeln, Tumpener See im Otztal,
irol, ;
Es ist mir wahrscheinlich, daß ältere Exemplare dieser Art der
Ch. Sambuci in der äußrren Beschaffenheit nahe kommen ae:
denn die oben beschriebenen kurzen Haare der Mündungspapille
(188)
dieser Art sind oft verkümmert und meist schwer zu sehen. Ich
vermute, daß sie auch bei Ch. Umbelliferarum nicht fehlen werden,
um so mehr als sie auch bei anderen Nectriaceen vorkommen und
bisher übersehen wurden. So ist die Mündungspapille von Hypo-
myces violaceus mit einem schönen Kranz hyaliner, dicker, stumpfer,
an der Spitze manchmal geläppter Haare geziert, der aber nur an
gut entwickelten Exemplaren zu sehen und daher bislang der Be
obachtung und Beschreibung entgangen ist.
3. Diplodina roseophaea n. sp.
Pycniden an grau verfärbten Stellen (dünner, weißgebleichter
Zweige) gesellig, eingesenkt, die Epidermis mit der kleinen schwarzen,
warzenförmigen Mündungspapille durchbrechend, außen dunkelbraun,
innen lebhaft rosa, unregelmäßig länglich, ca. 600—630 .« lang, 300 u
breit, flachgepreßt. Wandung zweischichtig, kleinzellig, Außenschicht
braun, dünn, Innenschicht gelblich oder farblos, 20—30 4 dick, dicht
mit fädigen, einfachen, 20—25 u langen, 1 « dicken Sporenträgern
ausgekleidet; Sporen hyalin, in Haufen schön rosa, stäbchenförmig,
an den Enden stumpflich, gerade oder wenig gekrümmt, zweizellig
(Scheidewand meist undeutlich, oft auch fehlend), mit, mehreren
Öltröpfchen, 9—14 u lang, 1!/,—2 u breit. ;
An dürren, dünnen Zweigen von Sambucus nigra, Jablaniza,
Herzegowina.
. DerPilz ist von Ascochyta sambucella Pass. (Sacc. Syll. X. p. 296)
sicher verschieden. Durch seinen schön rosa gefärbten Kern ist er
sehr auffallend. Durch die relativ langen Sporen neigt er zu Rhab-
dospora,
Zwei neue, Früchte bewohnende Uredineen.
Von P. Hennings. ;
Verschiedenartige Uredineen kommen außer auf Blättern und
Blütenteilen nicht selten auf Früchten vor, so das Aecidium Ber-
beridis, A. Frangulae, A. strobilinum, Roesteliaformen auf
Crataegus und Pirus, Phragmidium subcorticium auf Hage-
butten u.s. w. In den meisten Fällen werden die Früchte durch die
Pilze deformiert und die Samen verkümmern.
Von Herrn Professor Göldi erhielt ich neuerdings aus dem
Museum Göldianum in Parä Fruchtschalen einer Eugenia über-
sandt, welche mit einer goldgelben Uredo vollständig bekleidet waren.
Der Pilz hat große Ähnlichkeit mit Uredo flavidula Wint., ist aber
durch ‚mehrere Merkmale von dieser Art verschieden. -
Die sehr kleinen, flach polsterförmigen Sori brechen herdenweise
aus der Fruchtschale hervor und überziehen die ganze Frucht. mit
goldgelbem mehligem Sporenpulver. Die Beschreibung des Pilzes
lautet: Uredo Goeldiana P. Henn. n. sp.; soris gregarlis plane
pulvinatis, cinereo flavis, dein aurantio-farinosis; uredosporis ellipsol-
deis vel ovoideis, intus aurantio guttulatis, 15—25 X 13—18 u, EP"
sporio hyalino, verrucoso, £
Parä (Brasil.) in Früchten von Eugenia spec. (»Cambucö*).
Göldi mis, ;
. Herr Inspektor Purpus in Darmstadt hatte die Freundlichkeit,
mir eın von Herrn C. A. Purpus in Mexiko gesammeltes, äußerst
(189)
interessantes und zierliches Aecidium auf Früchten einer: Crataegus
zu übersenden. Letztere werden stark zapfenartig deformiert, und
sind ringsherum mit lang-zylindrischen, bis reichlich 1 cm langen,
rosenrot erscheinenden Pseudoperidien bedeckt, welche von ziegel-
rotem Sporenpulver erfüllt sind. Die Membran der röhrenförmigen
Pseudoperidie ist farblos, erscheint jedoch infolge der durchscheinenden
Sporen gefärbt.
Es ist sehr wahrscheinlich, daß dieses Aecidium zu einem
Gymnosporangium gehört, wie das Aecidium zu Gymnospo-
rangium confusum, welches nicht selten außer auf Blättern auf
Früchten von Crataegusarten auftritt.
Aecidium Purpusiorum P. Henn. n. sp.; aecidiis fructicolis,
eos deformantibus, pseudoperidiis densis plus minus elongato -cylin-
draceis, usque ad 12 « longis, ca. 0,8 « crassis, roseis, contextu
cellulis oblonge polyedricis, reticulatis, hyalinis; aecidiosporis sub-
globosis, ovoideis vel ellipsoideis, intus aurantio oleosis, episporio
hyalino, radiato-striato, 25—38 X 18—30 u.
Mexiko, Ixtaxcihuatle, an Früchten von Crataegus. C. A.
Purpus, 1893,
B. Referate und kritische Besprechungen.
Schiemenz, P. Weitere Studien über die Abwässer der Zuckerfabriken
und über den Wert der biologischen Untersuchungsmethode. (Zeit-
schrift f. Fischerei. X. Jahrg. 1902. S. 147—185.)
Verfasser untersuchte die Abwässer einiger Zuckerfabriken im Osten der
Provinz Posen. Dabei stellte sich heraus, daß der Einfluß dieser Wässer in
charakteristischer Weise nach den zur Entwickelung kommenden Organismen
bezw. nach dem Absterben vorher vorhandener beurteilt werden kann.
An botanischen Resultaten ergab sich folgendes: Sphaerotilus natans und
Zoogloea ramigera bedürfen zu ihrer Entwickelung, wenn dieselbe einigermaßen
ausgiebig sein soll, ziemlich stark mit organischen Nährstoffen beladenen Wassers;
für Sphaerotilus darf dabei der Gehalt des Wassers an Sauerstoff nicht zu tief
sinken, Bessert sich der faulige Zustand des Wassers, so treten chlorophyli-
führende Organismen auf und die Fäden des Sphaerotilus können sich mit
Bacillariaceen besetzen. Die Lebensbedingungen sind dann derartig, daß Sphaero-
tilus allmählich abstirbt, während die Bacillariaceen sich stärker vermehren.
Zu solchen gehören Cymbella lanceolata, Gomphonema olivaceum, Diatoma
elongatum und Synedra ulna. Da Bacillariaceen im allgemeinen nicht viel
Schmutz vertragen, so ist an solchen Stellen, wo sie reichlich vorkommen, das
Wasser ziemlich rein, Synedra ulna deutet allenfalls noch auf eine unbedeutende
Verschmutzung hin. Re ;
Vergl. ferner: Schiemenz, P.: Das Aussticken der Fische im Winter
durch die Abwässer der Zucker- und Stärkefabriken. (Zeitschr. = Fischerei.
XI. Jahrg. 1903. Heft 1. p. 26-72.) Kolkwitz.
Chrzaszez, T. Physarum leucophaeum ferox, eine hefefressende Amöbe.
(Centralbl. f. Bakteriol. u. Paras. II. Abt. VIII. 1902. p. 431—440.
1 Taf.)
(190)
Die vom Verfasser beobachteten Amöben fanden sich vor auf Most, welcher
aus durch Monilia fructigena verdorbene Birnen bereitet war. Dieselben
nahmen Hefezellen in sich auf ohne Rücksicht auf die Heferasse, so z.B. Myco-
derma cerevisiae, Sacchar. apiculatus, Kulturweinhefe. Aus diesem
Grunde bennent sie Verfasser mit obigem Namen. Die Amoeben wachsen gut
auf verschiedenen Nährsubstraten, am besten auf Birnenmost. Aus den in
Ruhestand übergehenden Schwärmzellen bilden sich die Plasmodien und aus
diesen entwickeln sich auf mit Birnenmost benetztem Fließpapier die Frucht-
körper, Die Sporen letzterer keimen leicht. Die Sporenwand öffnet sich durch
einen Spalt, aus dem eine kleine Amöbe schlüpft, welche sofort in die Schwärm-
spore übergeht.
Verfasser geht dann noch des weiteren auf das physiologische Verhalten
dieser Amöben ein. P. Sydow.
Podwissotzki, W. Über die experimentelle Erzeugung von parasitären
Myxomyceten-Geschwülsten vermittelst Impfung von Plasmodio-
phora brassicae. (Zeitschr. f. klinische Medizin. XLVII. 1902.
p. 199.)
Die Einführung kleiner Wurzelstückchen von Brassica, welche von Plas-
modiophora befallen waren, in Kaninchen, rief bei denselben Geschwälste
bis Walnußgröße hervor. Durch die Einwirkung der Sporen wurden die Zell-
kerne zu reger Teilung veranlaßt. In den Neubildungen fand eine Vernichtung
der Parasiten durch Macrophagen, niemals durch Microphagen statt. Durch
abgetötetes Impfmaterial konnte die gleiche Wirkung nicht erzielt werden.
P. Sydow.
Errera, L. Sur la limite de petitesse des organismes. (Recueil de
U’Institut Botanique de l’Universit€ de Bruxelles. t. VI. 1908.
p. 73—82.)
Verfasser legt sich die Frage vor, ob es eine große Zahl von Organismen
gebe, welche als Einzelindividuen mit unseren jetzigen Mikroskopen nicht ge-
sehen werden könnten. Er kommt zu dem Ergebnis, daß das Vorhandensein
von Mikrobien, welche einige hundertmal kleiner sind als diejenigen, welche
wir kennen, eine Unmöglichkeit sein würde,
Ein Mikrokokkus von 0,1 u Größe nämlich, der also ?/,, des Durchmessers
des kleinsten bekannten Spaltpilzes (Micrococcus progrediens) besitzen würde,
hätte nach Berechnung des Verfassers nicht mehr als 10 Eiweißmoleküle und
nur 3 Schwefelatome. Errera bemerkt noch zum Schluß, daß seine Ausführungen
im wesentlichen mit den Ansichten Mac Kendricks in Glasgow harmonieren.
Kolkwitz.
Gaidukov, N. Über den Einfluß farbigen Lichts auf die Färbung
lebender Oscillatorien, Anhang zu den Abhandlungen der Kgl.
Preußischen Akademie der Wissenschaften vom Jahre 1902. Mit
4 Tafeln,
Die durch eingehende spektroskopische Analysen gestützten, interessanten
Ausführungen des Verfassers schließen sich an die bekannten Studien Engel-
manns über die Beziehungen zwischen Farbe und Assimilation an. 2
, Es ergab sich in großen Zügen, daß die Farbenänderung (z. B. an Oscilla-
toria sancta) meist derartig war, daß das einwirkende monochromatische Licht
(z. B. rot oder grün) möglichst ausgenutzt wurde durch Absorption, d.h. es ent-
standen Komplementärfarben. Verfasser bestätigt somit Engelmanns Gesetz 302
der komplementären chromatischen Adaptation. Kolkwitz.
(191)
Nathansohn, Alexander. Über eine neue Gruppe von Schwefelbakterien
und ihren Stoffwechsel. (Mitt. aus der zoolog. Station zu Neapel.
15. Bd. 4. Heft 1902. p. 655—680.)
Verfasser fand bei Gelegenheit von Untersuchungen über Meeresbakterien
unter diesen solche, welche sich auffallend prompt bei Zusatz von Schwefel-
kalcium zu Seewasser in diesem entwickelten,
Es stellte sich bald heraus, daß eine neue Gruppe von Schwefelbakterien
vorlag, welche aber keinen Schwefel als solchen aufspeichern und morphologisch
mit gewöhnlichen Bakterien völlig übereinstimmten. Die Oxydationsprodukte
sind aller Wahrscheinlichkeit nach Schwefelsäure und Tetrathionsäure. Die
Oxydation des genannten Salzes ersetzt den bei den gewöhnlichen Pflanzen statt-
findenden Atmungsprozeß. Kohlensäure entsteht also als Atmungsprodukt nicht.
Die Oxydation ist eine direkte.
Zum Aufbau des Plasmakörpers sind organische Substanzen in der Nähr-
flüssigkeit nicht erforderlich, da den gefundenen Bakterien die Fähigkeit zu-
kommt, unter Zuhilfenahme von Kohlensäure und Karbonaten Kohlenstofi-Assi-
milation auszuführen. Ausführlichere Mitteilungen sollen folgen.
Kolkwitz.
Blackman, F. F. and Tansley, A.G. A Revision of the Classification
of the Green Algae. (Reprinted with some rearrangements from
The New Phytologist Vol. I. 1902.) London (Editor of the New
Phytologist, University College) 1903. 8. 64 p. Price 2 Sh. 2 p.
Seitdem Wille in Engler und Prantls Pflanzenfamilien 1890 die Ein-
teilung der Grünalgen nach damals neuen Ideen und Ansichten umgestaltet hat,
ist manche neue Erforschung gemacht worden auf diesem Gebiete. Wille hatte
bereits 268 Gattungen der Grünalgen aufgezählt. Zu diesen sind nun in neuerer
Zeit über 70 hinzugekommen. Aber nicht nur ist die Anzahl der Gattungen
bedeutend gewachsen, sondern es haben sich auch neue Einteilungsprinzipien
herausgebildet. Man ist infolge der Forschungen von Klebs, Bohlin und
Luther dazu gelangt, die Algen im allgemeinen und die Grünalgen im beson-
deren in eine Anzahl natürliche Klassen einzuteilen, die sich phylogenetisch un-
abhängig voneinander mehr oder weniger parallel entwickelt haben aus dem
Urstamm der Flagellaten. Für die Grünalgen haben besonders die beiden ge-
nannten schwedischen Forscher die Anregung zu der Neueinteilung gegeben.
Die einzelnen Klassen dieser neuen Einteilung der Grünalgen sind im allgemeinen
charakterisiert und unterschieden eine von der anderen durch die Beschaffen-
heit des Zellkerns, das Fehlen oder Vorhandensein von Zoosporen, die Or-
Sanisation der Zoosporen besonders in Bezug auf Lage und Beschaffenheit der
Chromatophoren und der Geißeln. Die Verfasser unterscheiden danach 4 Klassen,
deren Einteilungsschema in Serien und Gruppen wir in folgendem wiedergeben:
Klasse I. Isokontae.
Series I, Protococcales.
Gruppe I. Volvocineae.
„ 1. Tetrasporineae.
„IH. Chlorococcineae.
Series II. Siphonales.
Gruppe I. Siphoneae.
„ IL. Siphonocladeae.
Series II. Ulvales.
„ IV. Ulotrichales.
(192)
Klasse I, Stephanokontae,
».. IL Akontae,
Series I. Desmidiales.
„ 1. Zygnemales.
Klasse IV. Heterokontae.
Series ll Chloromonadales.
„ I. Confervales.
„ II. Vaucheriales.
Wir beschränken uns hier auf diese Angaben über den Inhalt der Ab-
handlung, da diejenigen, die sich für die Systematik der Grünalgen interessieren,
doch dieselbe zur Hand nehmen müssen, um so mehr, als auch die Anschaffung
durch Herstellung einer Separatausgabe derselben erleichtert ist.
Forti, Ach. Contribuzioni Diatomologiche. — VII. Materiali per la
limnoflora Friulana e delle Alpi orientali. — VIII. Diatomee de
laghi di Lagorai e delle Stellune nel Trentino. (Atti del R. Istituto
Veneto di Scienze, Lettere ed Arti 1902—1903. LXII. Parte Ila.
1903. p. 285—321.)
Die Abhandlungen sind in gleicher Weise durchgeführt. Nach einer all
gemeinen Einleitung, in welcher der Verfasser das Material, das ihm zur‘ Ver-
fügung stand, bespricht, auf die charakteristischen und auf besonders interessante
Vorkommnisse von Diatomeen in den einzelnen Gewässern aufmerksam macht,
gibt derselbe in Form von übersichtlichen Tabellen die Zusammenstellung der
sämtlichen aufgefundenen Arten. Das Material der ersten Abhandlung stammt
aus 22 Seen und zwar aus: dem Lago di Caravazzo, L. di Ospedaletto, L. di
Nonta, L. di Cima Corso, L. delle Scalderie (Zollner See), L. di Ruvis oder
delle Montute oder di Dimon bei Paluzza, L. di Morgendleit oder di Festöns,
L. di Mediana, L. di Costalarges, L. di Cestella, L. di Meluzzo, L. di Ajarnola,
L. S. Anna, L. Lagosin bei Cortina, Toblacher See, Misurina-See, L. di Revine,
L. di S. Croce, L. Morto; in der zweiten Abhandlung ist das Material der im
Titel genannten beiden Seen der Umgebung von Trient behandelt. Beide Ab-
handlungen enthalten demnach wertvolle Beiträge zur Kenntnis der Diatomeen-
flora von Norditalien.
Heydrich, F. Über Rhododermis Crouan. (Beihefte z. Bot. Centralbl.
XIV. 1903. p. 243— 246, Taf. 17.) ;
Der Verfasser beschreibt eingehend eine von Van Heurck erhaltene
Floridee, welche die scharfen Ränder von Zosterablättern bewohnt, und die er
der Gattung Rhododermis als neue Art R. Van Heurckii zufügt, obgleich sie
einerseits durch das Substrat, auf dem sie wächst, da die anderen Arten nur auf
Steinen, Muscheln und Laminaria-Stielen vorkommen, und auch durch morpho-
logische und anatomische Verhältnisse von diesen abweicht. Derselbe gibt dann
eine verbesserte Diagnose der Gattung Rhododermis Crouan und eine Diagnose
der neuen Art, die in der Bai von St. Brelade bei der Insel Jersey Ye
Van Heurck gesammelt wurde. Eine gut ausgeführte Tafel, erläutert die vom
Verfasser gegebene eingehende Beschreibung der neuen Art.
Lemmermann, E. Beiträge zur Kenntnis der Planktonalgen. XV. Das
Phytoplankton einiger Plöner Seen. (Forschungsbericht aus der
Biolog. Station zu Plön. X. 1903. p. 116—171.)
Das Material, welches dieser Abhandlung zu Grunde liegt, wurde von z
bekannten, auf zoologischem Gebiete tätigen Dr. O. Zacharias versch |
welcher folgende Seen vom März bis September monatlich ein bis zwei
(193)
abfischte: den Großen Plöner See, den Schluen-See, den Plus-See und den
kleinen Uklei-See. Obgleich Dr. C. Apstein, Dr. O. Zacharias und M, Voigt
bereits früher die Planktonalgenflora dieser Seen erforscht haben, so ergaben
doch die erneuten regelmäßigen Fänge eine nicht unbedeutende Vermehrung
der aufgefundenen Organismen und der allgemeinen Resultate. Nach einer Ein-
leitung gibt der Verfasser die Ergebnisse der Untersuchung des Phytoplanktons
der einzelnen genannten Gewässer und stellt auf übersichtlichen Tabellen die-
selben für ein jedes zusammen, vergleicht die gewonnenen Resultate mitein-
ander und beschreibt dann eine Anzahl neuer Arten und Varietäten und macht
ergänzende Bemerkungen zu bereits früher bekannten und zwar behandelt er
nacheinander: Microcystis incerta Lemm. var. elegans Lemm., M. stagnalis
Lemm., Clathrocystis holsatica Lemm., die freischwimmenden Lyngbya-Arten,
Anabaena Lemmermanni P. Richter, A. affınis var. holsatica Lemm., Gloiotrichia
echinulata (Engl. Bot.) Richter, Aphanizomenon flos-aquae (L.) Ralfs, Eudorinella
Wallichii (Turner) Lemm., die neue anscheinend mit Botryococcus verwandte
Gattung Botryodictyon mit der Art B. elegans Lemm., Rhaphidium Pfitzeri
Schröder, Trochiscia Zachariasi Lemm., Mallomonas oblongispora Lemm., einige
Formen von Dinobryon, Hyalobryon Voigtii Lemm., Uroglena Ehrenb., Colacium
vesiculosum Ehrenb., Ceratium hirundinella ©. F. M., Melosira distans var.
laevissima Grun., Synedra actinastroides Lemm,, Fragillaria crotonensis (Edw.)
Kitton. Die 7 Textfiguren geben Darstellungen von Anabaena affınis var. hol-
satica Lemm., Botryodictyon elegans Lemm., Trochiscia Zachariasi Lemm.,
Mallomonas oblongispora und einer Anzahl Dinobryon-Formen.
Lemmermann, E. Beiträge zur Kenntnis der Planktonalgen XVI.
Phytoplankton von Sandhem (Schweden). (Botaniska Notiser 1903.
p. 65—96. Tab. 3.)
Der Verfasser bearbeitet in dieser Abhandlung Material, welches Otto
Nordstedt mittelst Oberflächenfänge in Schweden sammelte und zwar speziell
In folgenden Gewässern: Sandhemsjön, Saxarpsjön, Dintestorpsjön, Grimstorpsjön,
Grimstorps Mühlenteich, Skjöbackasjön, Släpsjön und Straken. Nach einer Ein-
leitung über die häufigsten und die interessantesten Formen, sowie die Artenzahl
stellt der Verfasser eine Liste der Planktonalgen zusammen, welche im August
in verschiedenen Gewässern Schwedens, Deutschlands und der Schweiz be-
Obachtet wurden. Danach ist für die beiden schwedischen Gewässer (Sandhems-
Jön und Grimstorpsjön) der Reichtum an Flagellaten und Melosiren im Monat August
Charakteristisch. Dann folgt ein systematisches Verzeichnis der in den Plankton-
Proben aufgefundenen Algen. In diesem wird als neu beschrieben: Characium
limneticum Lemm., welches nebst Dinobryon sociale Ehrenb., D. bavaricum
Imhof, D. cylindricum var. pediforme Lemm, auf der Tafel abgebildet ist. Dieser
Systematischen Übersicht folgt eine solche nach den Tagen, an welchen die
Fänge in den oben genannten 8 Gewässern gemacht wurden.
Die Abhandlung ist ein wertvoller Beitrag zur Kenntnis der Planktonalgen
der Gewässer Schwedens.
Anderson, A. P. Dasyscypha resinaria causing Canker Growth on
Abies balsamea in Minnesota. (Bull. Torr. B. El 'XXIX. 1902.
pP. 23— 34. Pl. I—II.)
% Dasyscypha resinaria verursacht g
Stämmen und Zweigen von Abies balsamea
für diese Pflanze. Verfasser beschreibt genau
€s Pilzes, behandelt dann die Identifikation des
Verwandten Arten D. calycina, D. Agassizii,
Hedwigia Ba. XLI, 1903.
rößere, krebsartige Auswüchse an
und wird dadurch sehr schädigend
Habitus und mikroskopischen Bau
Pilzes im Vergleich mit den
D. chamaeleontina und
13
(194)
geht dann ausführlich auf die Bildung der Krebsgeschwülste ein. Der Pilz ist
ein echter Parasit der Nährpflanze,
Auf Taf. I wird der Habitus des Pilzes und der vergrößerte Pilz abgebildet;
Taf. I gibt Querschnitte durch die Krebsgeschwülste. P. Sydow.
Beauverie, J. Etude d’une Hepatique & thalle habit€ par un Cham-
pignon filamenteux. (Compt. rend. des seanc. de l’Acad. des sc.
CXXXIV. 1902. p. 616—618.)
Beschreibung eines auf Fegatella conica auftretenden Fusarium,
welches seine Conidien im Innern des Lebermoses zu bilden vermag. Nach
Verfasser ist das Verhältnis dieser beiden Organismen zu einander eine muta-
listische Symbiose. P. Sydow.
Bresadola, J. Diagnoses Fungorum novorum. (Broteria II. 1903.
p. 87—92.)
Verfasser beschreibt folgende neue Arten aus Portugal: Mycena rubidula,
Cyphella cochlearis, Gymnosporangium Oxycedri mit G. Sabinae verwandt durch
doppelt kleinere Sori und schmälere (40-45 und 17—21) Sporen angeblich ver-
schieden; Ciboria brunneo-rufa auf Blättern von Pistacia Lentiscus; Hyphoscypha
n. gen. c. H. virginea mit Dasyscypha verwandt; Helotium flavo-fuscens auf
Rinde von Eucalyptus globulus; Nectria rosella an Stäben von Pinus maritima,
Trichosporium fuscidulum; Sphacelia subochracea,
Diedicke, H. Über den Zusammenhang zwischen Pleospora- und
Helminthosporium-Arten. (Centralbl. f. Bacterial. u. Paras. II. Abt.
IX. 1902. p. 317—329. Mit 9 fig.)
Ausden vielfach angestellten Reinkulturen und Infektionsversuchenergabsich:
1. DieHelminthosporien vonBromusasper und Triticum repens
gehören als Conidienformen zu den auf denselben Nährpflanzen vor-
kommenden Pleospora-Arten.
2. Sie sind nicht miteinander identisch, da sie sich nicht auf die andere
Nährpflanze übertragen lassen.
3. Die Pleospora von Bromus läßt sich gar nicht, die von Triticum
nur schwer auf Gerste oder Hafer übertragen; sie sind also wahr-
scheinlich auch nicht identisch mit Helminthosp. granimeum
Rabh., H. teres Sacc. und H. Avenae Br. et Cav.
4. Das Helminthosporium von Bromus inermis ist wahrscheinlich
mit dem von Br. asper identisch. Verfasser geht dann noch auf die
systematische Stellung der Pleospora-Arten ein und meint, daß die
hier in betracht kommende Form zu Pl. trichostoma (Fr.) Wint. ZU
stellen ist. Diese Art selbst ist aber jedenfalls eine Sammelspezies,
die in einzelne spezialisierte Formen zu zerlegen ist. P, Sydow.
Durand, E. J. The Genus Angelina. (Journ. of Mycol. VII. 1902.
p- 108— 109.)
Kritische Bemerkungen über die Gattung Angelina Fr. und Diagnose a
Art A. rufescens (Schw.) Duby. (syn. Hysterium rufescens Schw., ASC0"
bolus conglomeratus Schw., Angelina conglomerata [Schw.] Fr.).
Von der Gattung auszuschließende Arten sind: A, nigro-cinnabarina (Schw)
B. et C. und A. Lepieurii Mont.; dieselben gehören zu Tryblidiella.
p. Sydow.
Earle, F.S. A much-named Fungus (Torreya II, 1902. p. 159160).
Berichtigung. Passalora fasciculata (Cke. et Ell.) Earle. (syl
(195)
Fusicladium fasciculatum Cke. et EIl. in Grev. VI. 1878.
p. 88, Scolecotrichum Euphorbiae Tr. et Earle in Bull. Torr.
B. Cl. XXIII. 1896. p. 209. Piricularia Euphorbiae Atk. in
Bull. Cornell Univ. III. p. 40. Cercosporidium Euphorbiae
Earle in Mühlenbergia I. 1901. p. 16. Scolecotrichum fasci-
culatum Shear in B. Torr. B. C. XXIX. 1902. p. 449.)
Passalora Helleri (Earle) Earle (syn. Cercosporidium Helleri Earle
in Mühlenbergia I. 1901. p. 16). P. Sydow,
Eichler, B. Contribution A l’e&tude de la flore mycologique des en-
virons de Miedzyrzec (Pologne). (Wszechswiat, T. XX. 1901.
p. 525.)
Verfasser berichtet über folgende für Polen neue Pilze: Tulasnella
incarnata (Tul,) Bres., Pistillaria abietina Fuck., Clavaria Bresadolae
Quel., Hypochnus rubiginosusBres., H. eradians (Fr.) Bres., Corticium
atro-virens Berk., C. byssinum Karst., C. Queletii Bres., C. aurantia-
cum Bres., C. stramineum Bres., C. Allescheri Bres., Peniophora
Eichleri Bres., Stereum rufum, Thelephora anthocephala Bull,,
Odontia conspersa Bres., O. olivascens Bres., O. viridis Alb. et Schw.,
Hydnum Himantia Schw., Merulius niveus Quel., Trametes stereoides
(Fr.) Bres,, T. sepium Berk., Panus fulvidus, Lentinus suavissimus Fr.
P. Sydow.
France, R. A gyämölcsfäk Monilia-betegsege. (Die Monilia-Krankheit
der Obstbäume.) Kiserletügyi Közlemenyek [Mitteil. der Versuchs-
stationen]. IV. 1901. Heft 4. p. 350—364. 5 Fig. 1 kol. Taf.)
Verfasser stellt durch zahlreiche Infektionsversuche fest, daß unter den
Obstarten Prunus armeniaca und Persica vulgaris am empfänglichsten
für Monilia-Arten sind. Ferner sind in absteigender Reihenfolge empfänglich
die Früchte von Prunus avium, P. Cerasus, Pirus communis, Prunus
domestica, Pirus Malus. Wenig empfänglich sind Ribes rubrum und
R. Grossularia; unempfänglich sind Juglans regia und Vitis-Arten.,
In gleicher Weise wurde die Lauberkrankung studiert. Dieselbe kann
durch künstliche Infektion nur dann hervorgerufen werden, wenn Risse oder
Stiche in den Blättern vorhanden sind. Die Infektion gelang auf den Blättern
von Prunus avium, Cydonia vulgaris, Prunus domestica, Persica
Yulgaris, Prunus armeniaca und Juglans regia(!,
Verfasser ist zu der Ansicht gelangt, daß Monilia. cin
M. fructigena (Pers.) zwei selbständige Arten sind.
Guilliermond, A. Remarques sur la copulation du Schizosaccharo-
myces Mellacei. (Ann. de la Soc. de Bot. de Lyon Avril 1903.)
8.7 p. 5 fig.
Der Verfasser beschreibt Sch. Mellacei, ver
und macht auf die Unterschiede von demselben aufmerksam, be
daß außer der sexuellen Form von Sch. Mellacei auch noch eine völlig apogame
vorkommt, welche letztere er von Beyerinck erhielt und die vielleicht auch als
Varietät von Sch. Pombe betrachtet werden könnte. Sicherlich stammt sie von
einer dieser Arten oder Formen ab. Es ist daher auch wahrscheinlich, daß
die anderen apogamen Hefcarten von sexuellen abstammen, die Geschlechtlichkeit
0 verloren haben. Ähnliches kommt auch bei anderen niederen Pflanzen:
vor. So sind Spirogyra mirabilis und Gonatonema-Arten, die ihre Geschlecht-
13*
erea Bon. und
P. Sydow.
gleicht diese Art mit Sch. Pombe
richtet dann,
(196)
lichkeit verloren haben, vorhanden. De Bary hat auf ebensolche Saprolegnieen
aufmerksam gemacht. Es wird in Zukunft zu untersuchen sein, unter welchen
Verhältnissen sexuelle Formen in apogame übergeführt werden können.
Hansen, E. Chr. Untersuchungen über die Physiologie und Morpho-
logie der Alkoholfermente. 11. Die Spore der Saccharomyceten als
Sporangium. (Zeitschr. f. d. ges. Brauwesen. XXV. 1902. p. 709.)
— Recherches sur la physiologie et la morphologie des ferments
alcoologiques. XI. La spore de Saccharomyces devenue sporange.
(Compt. rend. d. trav. du Laborat. de Carlsberg. Vol. V. 1902,
Liva. 2. c. fig.)
Verfasser züchtete die Weinhefe Johannisberg II in dünnen Wasserschichten
in Freudenreich-Kolben bei 25° C. und fand, daß die Sporen nach 4 Stunden
zu schwellen anfingen. Solche Sporen wurden dann in anderen Kolben mit
einer dünnen Schicht einer gesättigten Lösung von schwefelsaurem Calcium
gebracht. Nach 3—6 Tagen hatten diese angeschwollenen Sporen selbst Sporen
in ihrem Innern gebildet; es war also die Spore zu einer Sporenmutterzelle
geworden. — Mit Mucor-Sporen in derselben Richtung angestellte Versuche
ergaben ein negatives Resultat. P. Sydow.
Hennings, P. Einige Beobachtungen über das Gesunden pilzkranker
Pflanzen bei veränderten Kulturverhältnissen (Zeitschr. f. Pflanzen-
krankheiten XII. 1903. I. p. 1—4).
Verfasser hat mehrfache Beobachtungen darüber angestellt, daß perennierende
Pflanzenarten, welche zumeist mit Ustilagineen, Uredineen sowie mit Exobasidium
befallen waren, nach und nach unter veränderten Kulturverhältnissen, gewöhnlich
aber erst nach Verlauf mehrerer Jahre gesundeten. Bei einer kräftigen Ent-
wickelung der betreffenden Pflanzen wurde die Pilzentwickelung in denselben
unterdrückt und entwickelte das Mycel keine Sporen. Die Beobachtungen
wurden besonders bei Hepatica triloba, welche mit Urocystis Anemones
behaftet, sowie bei Viola odorata mit Urocystis Violae, Scorzonerä&
humilis mit Ustilago Scorzonerae, Panicum geniculatum mit Ustilago
pamparum, Muscari Schliemanni mit Ust. Vaillantii, Glyceria spectabilis mit
U. longissima, Gagea arvensis mit U, Ornithogali, Arrhenatherum elatius mit
U. perennans, Primula officinalis mit Urocystis primulicola angestellt.
Exemplare von Peltandra virginiana, 1894 aus Nord-Amerika importiert, zeigten
sich bei Entwickelung der Blätter stark mit einem Aecidium, welches als A.im-
portatum P.Henn.n.sp. beschrieben, behaftet, Bei dürftig kultivierten Exem-
plaren der Pflanze trat dieses Aecidium bisher jedes Jahr wieder auf, während die
in gutem Boden ausgepflanzten Exemplare sich schr kräftig entwickelten und der
Pilz nur noch sehr spärlich in dem folgenden Jahr erschien, dann völlig ver-
schwand. Auf Rhododendron wurde Exobasidium Rhododendri ein
geschleppt, dasselbe zeigte sich mehrere Jahre hindurch, später gesundeten
die befallenen Pflanzen völlig.
Hetier, Fr. Note sur quelques Champignons vivant aus depens du
euir. (Bull. Soc. Myc. France XVIII. 1902. p. 125—126.)
Bericht über das Auftreten von Pilzen auf Lederabfällen. Bei trockener
Lagerung werden die Abfälle meist durch Insektenlarven zerstört, bei Feuchtig-
keit treten dagegen verschiedene Pilze auf. Zuerst erscheinen Penicillium
glaueum, P. griseum, Graphium macropodium. Dann kommen kleine
Coprinus-Arten und auch größere Basidiomyceten, Verfasser nennt Conlo"
(197)
phora puteana, Bolbitius spec., Psathyrella disseminata, Stro-
pharia merdaria, Pleurotus chioneus und sogar einen resupinaten Poly-
porus. Auch Aleuria.cerea und eine Tricharia wurden gefunden.
Verfasser empfiehlt die Verwendung der Lederabfälle als Kultursubstrat
im Laboratorium. P. Sydow.
Höhnel, F. v. Fragmente zur Mykologie I. (Sitzungsberichte d. Kaiserl.
Akadem. d. Wissensch. Wien, 1902. CXI. 1. p. 988—1056.)
Verfasser beschreibt in dieser Arbeit eine größere Anzahl neuer Pilzarten,
er stellt mehrere neue Gattungen auf und gibt sehr interessante Bemerkungen
zu. verschiedenen kritischen Arten.
Neorehmia n. g. Pyrenomycetum ist mit den Perisporiaceae, Hypocreaceae,
sowie mit den Trichosphaeriaceae verwandt, mit der Art N. ceratophora n. sp.
auf faulendem Holze in Unter-Österreich, Anixia Bresadolae n. sp., A. my-
fiasca n. sp. (an n. gen. Anixiella?), Nectria tricolor n. sp., Didymosphaeria
Stellariae n. sp., Mycosphaerella hypostomatica n. sp., Ophiobolus carneus n. sp.
Hysteropsis laricina n. sp., H. larigena (Lamb et Fautr.), Phragmonaevia (Naeviella)
ebulicola n. sp. Das allbekannte Conidienstadium von Coryne sarcoides (Jaqu.)
Tul, stellt eine Hyalostilbaceae dar und wird von Verfasser als Pirobasidium n. g.
bezeichnet. Es dürfte als überflüssig zu bezeichnen sein, das Conidienstadium
in diesem Falle in eine besondere Gattung zu stellen. Humaria subsemiimmersa
n. sp., Peziza Antonii Roum. — Ascophanes testaceus (Moug.), Phialea atro-
sanguinea (Fuck.), Hypochnus chaetophorus n. sp., Pluteus roseipes n. SP.,
acrophoma Ariae n. sp., Dendrophoma fusispora n. Sp., Trichocollonema n. gen.
Sphaeropsidearum c. T. acrotheca n. sp., Phleospora parcissima n. Sp., Ph. Ange-
licae n. sp., Zythia albo-olivacea n. sp., Libertiella lignicola n. sp., Pseudozythia
N. 8. c. Ps. pusilla n. sp., Sphaeronemella microsperma n. SP., Pseudodiplodia
Lonicerae n. sp., Rhynchomyces exilis n. sp. Eleutheromyces subulatus Tode
ist kein Pyronomycet, sondern ein zu den Nectrioideen gehöriger Conidienpilz.
E. longisporus Ph. et Plow. ist dagegen ein echter Ascomycet und in Rhyncho-
nectria n. g. Nectriacearum gestellt. Leptothyrium Genistae n. SP., Dothichiza
Coronillae n. sp., Septogloeum Tremulae n. sp., Septotrullula n. g. Melanconiarum
© S, bacilligera n. sp., S. peridermalis n. Sp., Helicostilbe n. g. Phaeosilbearum
© H. helicicina n. sp., Collodochium n. g. Tuberculariacearum c. 6, atroviola-
Ceum n, sp., Volutella florida n. sp., Epidochium Xylariae n. SP« Bactridium
Caesium n. sp., Exosporium biformatum n. Sp.» Aspergillus citrisporus n. SP.
Botrytis (Cristularia) pruniosa n. sp., Clonostachys Pseudobotrytis n. SP, Gloeo-
Sphaera n, g. Mucedinearum c. Gl. globuligera n. sp., Gliocephalis ‚hyalina Matr,
= Syncephalis, Diplorhinotrichum n. g. Mucedinearum c. D. candidulum n. SP
Ramularia submodesta .n. sp., R. Cardui-personatae n. SP. Blastotrichum BI
gans n. sp., Cerosporella ulmicola 'n. sp., Pedilospora n. 8. Mucedinearum c. P-
Parasitans n. sp., Mesobotrys flavovirens n..sp., Gliobotrys n..$- nn,
°. Gl. alboviridis, Chalara aeruginosa n. sp., Ch. sanguinca, Cercospora Isopyri
N. sp., Spegazzinia calyptospora n. sp. Viele Arten der Gattung re
haben . zweifellos septierte Conidien und sind diese nach Auffassung des Ver-
fassers zu der Gattung Thyrococcum Sacc. gehörig, Ge
Die auf europäischen Boragineen vorkommenden Ramularia-Arten sin N
gehender untersucht worden. R. Anchusae Mass. u. R. Anchusae officinalis
Elias, sind 'identisch. R. cylindroides Sacc. gehört nicht in diese Gattung,
sondern nähert. sich den Melanconieen und Tubercularieen. — Ein wesentlicher
Gattungsunterschied zwischen Exosporium und Cryptocoryneum existiert nach
Untersuchung des Verfassers nicht, leztere Gattung ist daher einzuziehen. Pr
Usicoccum macrosporum Sacc, et Briard ist stets mit Astrosporium Hoffmanni
(198)
Kze. vergesellschaftet. Beide Pilze gehören nach Ansicht des Verfassers in den-
selben Entwickelungskreis. Ferner spricht Verfasser die Vermutung aus, daß
ersterer Pilz ein Ascomycet sei und bei diesem der ganze Ascus als Spore
abgegliedert wird, daß vielleicht auch noch andere Fusicoccum- und Sphaeropsis-
Arten u. S, w. reduzierte Ascomyceten darstellen.
Jacky, E. Beitrag zur Kenntnis der Rostpilze. (Centralbl. f. Bakterio-
logie u.s.w. Il. Abt. X. p. 369--381. Mit 8 Fig.)
Verfasser hat Impfversuche mit Puccinia Chrysanthemi Roze u. 1,3
Chrysanthemi chinensis P. Henn. angestellt, um festzustellen, ob beide
Arten mit einander identisch sind, da leztere Art von Sydow mit P. Pyrethri
Rab. vereinigt worden ist. — Es ergab sich, daß letztere Art ebenso gut auf
Chrysanthemum chinense wie auf Chr. indicum zu leben imstande ist,
ferner daß sie eine Hemipuccinie ist, welche sich von P. Chrysanthemi
Roze hauptsächlich durch regelmäßige Bildung von Teleutosporen, sowie durch
das Fehlen zweizelliger Uredosporen zu unterscheiden scheint. Uredosporen
von P. Chrysanthemi Roze keimten im Verlauf eines Tages. Verschiedene
Spielarten von Chrysanthemum indicum wurden in gleicher Weise erfolgreich
infiziert.
In den meisten Fällen entwickelt sich dieser Pilz stets nur durch Uredo-
sporen weiter. Es werden Teleutosporen, einzellige und zweizellige Uredosporen
und Meosporen letzterer Art abgebildet, ebenso Uredo- und Teleutosporen von
P. Chrysanthemi chinensis P. Henn. Die zweizelligen Uredosporen, sowie
das Vorkommen der Mesosporen bei P. Chrysanthemi Roze sind nach Ansicht
des Verfassers annormale Bildungen und dürfte daher mit dieser Art schr wohl
P. Chrysanthemi chinensis P. Henn, zu vereinigen sein und letztere nicht
zu P. Pyrethri Rab. gehören, wie von Sydow behauptet wird. Von letzterer
Art werden ebenfalls Abbildungen der Teleutosporen gegeben.
Johnston, J. R. On Cauloglossum transversarium. (Proc. Amer.
Acad. of Arts and Sc. Vol. 38. 1902. No. 8. p. 61--75. 1 Taf.)
NEE
Bericht über diesen seltenen Gastromyceten. Verfasser geht ausführ-
lich ein auf Bau, Entwickelung und Geschichte der Art und kommt zu dem
Schlusse, daß dieselbe eine eigene Gattung darstelle, welche Rhopalogaster
genannt wird. Die Synonymie der Art stellt sich wie folgt: Rhopalogaster
transversarium (Bosc.) Johnst. (syn. Lycoperdon transversarium Bosc.
Cauloglossum transversarium (Bosc.) Fr., C. transversale Fr.,
Secotium transversarium B, et C. P. Sydow.
Juel, H. 0. Über Zellinhalt, Befruchtung und Sporenbildung bei
Dipodascus. (Flora, Bd. 91. Ergänz.-Bd. zu Jahrg. 1902, p. 47-55.
Mit 2 Taf.)
Dipodascus albidus hatte von Lagerheim seiner Zeit in Ecuador be
obachtet. Verfasser fand nun in Schweden im Saftfluß von Birkenstrünken
denselben Pilz; er studierte besonders das Verhalten der Kerne und gibt
hierüber eingehende Mitteilungen,
Im Fusionsprodukt von Dipodascus erblickt Verfasser keine
sondern ein Homologon der ganzen Ascusfrucht, Es entspricht also
Kernverschmelzung der sexuellen Kernfusion im Karpogon der Asco
dagegen fehlt die der Sporenbildung im Ascus vorangehende Dange
Kernfusion. Dipodascus dürfte als intermediäre Gattung zwischen
Phycomyceten und Ascomyceten anzusehen sein, P-Syanm
n AscuS,
hier die
myceten;
ardsche
den
(19)
Klebahn, H. Die Perithecienformen der Phleospora Ulmi und des
Gloeosporium nervisequum. (Vorläufige Mitteilung.) (Zeitschr. f.
Pflanzenkrankh. XII. 1902. p. 257—258.)
Auf überwinterten Blättern von Ulmus montana pendula, die stark
mit Phleospora Ulmi (Fr.) Wallr. behaftet gewesen waren, fand Verfasser
die Perithecien eines Ascomyceten, der als eine neue Art der Gattung Myco-
sphaerella zu gelten hat und als M. Ulmi bezeichnet wird.
Auf ebenfalls überwinterten Blättern von Platanus orientalis, welche
mit Gloeosporium nervisequum besetzt waren, wurde ein Pilz gefunden,
welcher mit der Beschreibung der Laestadia Veneta Sacc. et Speg. ziemlich
genau übereinstimmt. Direkte Infektion auf Platanus mittels der Ascosporen
gelang nicht, wohl aber die Infektion durch die aus den Askosporen gezüchteten
Reinkulturen. Hieraus wird auf die Zugehörigkeit des Gloeosporium zu der
Laestadia geschlossen. P. Sydow.
Klöcker, Alb. Eine neue Saccharomycesart (Sacch. Saturnus mihi)
mit eigentümlichen Sporen. (Centralbl. f. Bacter. u. Paras. 1.
Abt. VIII. 1902. p. 129—130.) N. A.
Verfasser fand bei der Untersuchung einiger Erdproben am Himalaya, die
ihm von F. A. Möller gesandt waren, eine Saccharomyces-Art, deren
Sporen keiner der bisher bekannten Arten ähneln. Beobachtet man einen
Askus mit reifen Sporen, so sieht man, dass ihre Gestalt die einer flach-
gedrückten Kugel ist, die in der Mitte von einer Leiste umgeben ist, ungefähr
wie der Planet Saturn gewöhnlich abgebildet wird. Aus diesem Grunde ist die
Art S. Saturni genannt worden. Sie gehört der Gruppe der S. anomalus
an. Ausführliche Mitteilungen sollen später gegeben werden. P. Sydow.
Lesage, P. Germination des spores de Sterigmatocystis nigra dans la
trachee de quelques Oiseaux. (Compt. rend. des seanc. de l’Acad.
des soc. de Paris. 20. octobre 1902. p. 632—634.)
Die Sporen von Sterigmatocystis nigra keimen, nach den Be-
obachtungen des Verfassers, leichter in der Luftröhre der Gänse und Enten
als in gewöhnlicher, mit Feuchtigkeit gesättigter Luft. Läßt man die Sporen
nur an der Luft keimen, so erfolgt die Keimung schneller in trockener, als in
feuchter Luft. In der Luftröhre der genannten Vögel geht die Keimung
schneller am Anfang der Luftröhre als am Ende derselben vor sich.
j P. Sydow.
Lindroth, l. l. Verzeichnis der aus Finnland bekannten Ramularia-
arten. (Acta Soc. pro Fauna et Flora Fennica XXIII. No. 3. 1902.
8, 42 pp.) N. A.
Nach einleitenden Bemerkungen gibt Verfasser ei
der aus Finnland bekannten Ramularia-Arten, von
werden. Es ist sehr anzuerkennen, dass Verfasser jede
Schreibt, denn die Diagnosen mancher Arten waren bisher
gegeben. Bei jeder Art werden die speciellen Fundorte citier
Sich häufig wertvolle kritische Bemerkungen.
In den bisherigen Beschreibungen werden die conidientragenden ‚Hyphen
Oft als gezähnt bezeichnet, Verfasser meint, dass dieser Ausdruck nicht gut
gewählt sei; es wäre besser zu sagen, die Conidienträger seien seitlich mit
Narben versehen. Die Anzahl dieser Narben und ihre gegenseitige Stellung
scheinen gute systematische Kennzeichen der Arten zu geben. 17 Arten wurden
als nov. spec, beschrieben. P. Sydow.
ne Bestimmungstabelle
welchen 63 aufgeführt
Art ausführlicher be-
her recht mangelhaft
t, ferner finden
(200)
Matruchot, L. Application d’un caractere d’ordre £thologique. a la
classification naturelle. (Compt. rend. de l’Acad. des: Soc. Paris.
1. Decembre 1902.)
Die bereits mehrfach mit Piptocephalis Tieghemiana angestellten
Kulturversuche beweisen, dass diese Art sich nur auf Mucoraceen zu entwickeln
vermag und zwar können alle Vertreter dieser Familie dem Pilze als Wirte
dienen. Infolge dieses Verhaltens von Piptocephalis war es möglich, die
bisher nur im Conidienzustande bekannte neue Species Cunninghamella
africana Matr. ebenfalls zu den Mucoraceen zu stellen, da auch dieser Pilz
zu den Wirten des Piptocephalis zu rechnen ist, wie dies die interessanten
Versuche des Verfassers beweisen. P. Sydow.
Mayer, E. Contribution A l’&tude des Uredinees de la Suisse. (Bull:
Soc, neuchäteloise des Scienc. natur. XXIX. 1900/1901. p. 67—71.
1 tab.) N. A.
Verfasser beschreibt Puccinia pileata n. sp. auf Epilobium spi-
catum, P. Scillae Linh. und P. Dubyi Müll.-Arg. und bildet verschiedene
Sporenformen derselben ab. i
(Anm. des Refer. P, pileata ist nach Untersuchung eines Originals mit
P. gigantea Karst. identisch. Es ist aber pflanzengeographisch hochinter-
essant, daß diese nordische Art auch in der Schweiz gefunden wurde.)
\ P. Sydow.
Maximow, N. A. Über den Einfluß des Lichtes auf die Atmung
der niederen Pilze. (Centralbl. f. Bakteriol. u. Paras. II. Abt,
IX. 1902. p. 193—205, 161—272.)
Verfasser faßt am Schlusse seiner Arbeit die Resultate aller besprochenen
Versuche wie folgt zusammen.
1. Der. Einfluß des Lichtes auf die Atmung des Aspergillus niger
steht in Abhängigkeit vom Alter des Pilzes und von dessen ‘Nähr-
bedingungen;
Auf die Atmung junger Pilzkulturen, welche in günstigen Nähr-
verhältnissen sich befinden, übt das Licht (wenigstens das elektrische)
keinen Einfluß aus;
. Auf die Atmung aller Kulturen wirkt das Licht fördernd ein und tritt
der Effekt greller in den Fällen zu Tage, wo diese Kulturen des Nähr-
substrates beraubt sind, und schwächer, falls Nahrung in genügender
Menge vorhanden ist;
. Die Einwirkung des Lichts kommt besonders zu Beginn der Beleuch-
tung zum Ausdruck, gewöhnlich im Laufe der ersten 30 Minuten, und
läßt alsdann allmählich nach ;
. Bei wiederholtem Wechsel von Dunkelheit und Beleuchtung nimmt
der Einfluß des Lichtes an Intensität scheinbar etwas ab;
. Auf die Atmung von Mucor stolonifer übt das Licht wenigstens
in der ersten halben Stunde einen positiven erhöhenden Einfluß aus,
obwohl es auf die spätere Entwickelung desselben äußerst schädlich
wirkt. pP. Sydow.
Minden, M. von. Über Saprolegnieen. (Centralbl. f. Bakteriol. 4.
Paras. II. Abt. VIII. 1902. p. 805—810, 821—825.)
E Verfasser erwähnt in seinem Vortrage, daß unter.den Saprolegniineen und
überhaupt unter den Phycomyceten sich eine ganze Anzahl ungenügen| be-
schriebener und seit vielen Jahren nicht wieder gefundener Formen befinden.
15
on
pP
a
a
(201)
Seine angestellten Untersuchungen über diese Pilze berechtigen ihn aber zu
der Ansicht, daß manche derselben eine recht große Verbreitung haben und
daß ihre Auffindung keine großen Schwierigkeiten haben dürften. Verfasser
berichtet dann über je eine neue Art von Apodachlya, Rhipidium,
Araiospora, über Macrochytrium botrydioides nov. gen. et spec. und
Myrioblepharis paradoxa Thaxt. — Alle Arten waren bei Breslau ge-
sammelt oder z. T. bei Varel in Oldenburg. Eine ausführlichere Arbeit über
diese Pilze soll folgen. P. Sydow.
Molliard, M. Basisporium gallarum n. gen. n. sp. (Bull. Soc. Myc.
France XVII. 1902. p. 167—170, 1 tab.) N. A.
Sehr eingehende Beschreibung dieser neuen Pilzgattung, welche auf den
von Lipara lucens Meigen hervorgerufenen Gallen an Phragmites com-
munis gefunden wurde. Die Gattung steht Pachybasidium und Rhino-
cladium nahe. P. Sydow.
Morgan, A. P. Morchellae — The Morels. (Journ. of Mycol. VII.
1902. p. 4950.)
Verfasser hatte die Gelegenheit, in seiner Heimat sehr viele Morchellen
zu finden und zu untersuchen und glaubt, nur 2 Species unterscheiden zu
können: Morchella esculenta und M. patula.
1. M. esculenta (syn. u.a. M.conica, deliciosa, elata, praerosa,
distans, angusticeps); ke
2.M. patula (syn. Helvella hybrida, Morchella semilibera,
rimosipes, fusca). P. Sydow.
0’Brien, A. A. Notes on the comparative Resistance to high Tem-
peratures of the Spores and Mycelium of certain Fungi. (Bull.
Torr. Bot. Cl. XXIX. 1902. p. 170—172.)
Die Versuche wurden mit Aspergillus flavus, Botrytis vulgaris,
Rhizopus nigricans, Sterigmatocystis nigra und Penicillium glau-
Cum angestellt.
Verfasser zeigt tabellarisch die Widerstandsfähigkeit der Sporen und
Mycelien dieser Pilze gegen hohe Temperaturen. Entgegen der verbreiteten
Ansicht, daß die Sporen höhere Temperaturen ertragen können als Mycelien,
wird nachgewiesen, daß auch bei einigen Pilzen, namentlich solchen mit dünn-
wandigen Sporen, die Mycelien mindestens eine ebenso hohe Temperatur als
die Sporen ertragen können. P. Sydow.
Pennington, Miles Stuart. Uredineas recolectadas en las Islas del
Delta del Parana. (Anal de la Soc. Cientif. Argent. t. LI.
p. 263-270.) N. A.
Verfasser führt 30 Uredineen auf (Uromyces 3, Puccinia 8, Aecci-
dium 8, Uredo 10, Phragmidium 1) und gibt kurze Diagnosen derselben.
Neu sind: Puccinia melanosora Speg. n. var. tigrensis Penningt.
auf Acicarpha tribuloides, Uredo paranensis Penningt. auf Magi-
Phanes glauca. P. Sydow.
Prillieux, Ed. Les perithöces du Rosellinia necatrix. (Compt. rend.
d. seanc. de l’Acad. d. sc. de Paris 1902, aoüt. p- 275—278.)
erichtigende Bemerkungen zu den von
matophora necatrix. Die
-Arten; der Pilz ist infolge-
P. Sydow.
Verfasser gibt ergänzende und b!
Viala zuerst aufgefundenen Perithecien von De
Perithecien gleichen denjenigen der Rosellinia
dessen als Rosellinia necatrix zu bezeichnen.
(202)
Quelet. Quelques especes critiques ou nouvelles de la flore myco-
logique de la France. (Compt. rend. Ass. frang. Avanc. Sc.
30, Sess. 2. Pt. 1902. p. 494— 497.)
Diese Arbeit fand sich im Nachlasse des Verfassers vor. Es werden darin
folgende Pilze beschrieben: Omphalia lignatilis Pers. n. var. albovirens,
Collybia badia n. sp. (ist der C. pulla Fr. benachbart), Pluteolus
Demangein. sp.,, Gyroporus griseus n. sp, Dryodon juranum n, Sp.
Clavaria nivean. sp., Helvella Favrei n. sp., Lactarius chloroides
und L.Listeri Krombh. nennt Verfasser Russula delica var. glaucophylla
Quel.; Morchella viridis Leuba wird als Morilla villica var virescens
Quel. bezeichnet. P.Sydow.
Quelet, L. et Bataille, F. Flore monographique des Amanites et des
Lepiotes. Paris (Masson et Co.), 8°, 88 pp. 1902.
Nach einer kurzen Einleitung gehen die Verfasser kurz ein auf die Klassi-
fikation der Pilze, um die Stellung der beiden Gattungen Amanita und Lepiota
zu zeigen.
I. Amanita Pers. In einzelnen Abschnitten werden folgende Punkte be-
handelt: Charakteristik der Gattung, Beschreibung derselben, Verkommen in der
Natur und Zeit des Auftretens, eßbare Arten, giftige Arten, anzuwendende Mittel
bei Vergiftungsfällen, Zubereitung der eßbaren Arten, Conservation, Nomenbclatur,
verwandte Gattungen.
Es folgt ein analytischer Schlüssel der Arten und die Beschreibung der
aufgenommenen 23 Arten.
II. Lepiota Pers. Die Anordnung des Stoffes ist ähnlich wie bei Amanita.
Aufgeführt werden 59 Arten.
Hierauf wird noch ein spezieller Bestimmungsschlüssel der giftigen Arten
gegeben. Ein alphabetischer Index bildet den Schluß. P. Sydow.
Shear, C. L. Mycological Notes and new Species. (Bull. Torr. Bot.
Cl. XXIX, 1902. p. 449-457.) N. A.
Fusicladium fasciculatum C. et E, (syn. Scolecotrichum Euphor-
biae Tr. et Earle) wird zu Scolecotrichum als S. fasciculatum (C.et E.)
Shear gestellt. Lachnum Engelmanni Tr. et Earle ist indentisch mit Peziza
(Dasyscypha) arida Phill, Auf Polyporus volvatus (Peck) Shear mit der
Varietät C. volvatus Torreyi (Ger. sub» Polyporus) Shear. Ferner werden
folgende nov. spec. beschrieben: Secotium Arizonicum Shear et Grifl,
Scleroderma Pteridis Shear, Cucurbitaria Celtidis Shear, Fusi-
cladium Robiniae Shaer, Illosporium conicolumEll, et. Ev., Phrag-
midium AndersoniShear, Aecidium Atriplicis Shear, Ae.Zephyranthis
Shear, Diatrypella rimosa Shear, Pleomassaria Magnoliae Shaer, Ca-
marosporium Magnoliae Shaer, Haplosporella rhizophila Shear,
Pestalozzia Guepini n. subsp. Vaccinii Shear, Plectrothrix glob0sa
Shear n. gen. et sp. (der Gattung Monosporium Bon, benachbart).
.Sydow.
Spegazzini, C. Mycetes Argentinenses. (Series II.) (Anales del Museo
Nacional de Buenos Aires. T. VIII |Ser. 3a t. I], 1902. p. 49-89.)
N. A.
Verfasser nennt hier weitere 140 Pilze aus der Flora Argentiniens, darunter
84 nov. spec. — Neue Gattungen sind Phaeosolenia mit Ph. platensis un
Urohendersonia mit der Art M. platensis auf Blättern von Manihot
carthagenensis, “ pP. Sydow.
(203)
Sydow, P. et H. Monographia Uredinearum seu specierum omnium
ad hunc usque diem descriptio et adumbratio systematica. Vol. 1.
Fasc. III. Puccinia c. X. tab. Lipsiae 1903.
In dem vorliegenden Heft werden der Rest der auf Umbelliferen auf-
tretenden Puccinien, ferner die auf Araliaceen, Halorrhagidaceen, Oenotheraceen
Melastomaceen, Myrtaceen, Lythraceen, Elaeagnaceen, Violaceen, Tamariscineen,
Frankeniaceen, Bombacaceen, Tiliaceen, Rhamnaceen, Balsamieen, Sapindaceen,
Buxaceen, Euphorbiaceen, Malpighiaceen, Rutaceen, Oxalidaceen, Geraniaceen,
Malvaceen, Leguminosen, Rosaceen, Crassulaceen, Saxifragaceen, Cruciferen,
Fumariaceen, Lauraceen, Anonaceen, Berberidaceen, Ranunculaceen, Caryo-
phyllaceen, Portulaccaceen, Aizoidaceen, Nyctaginaceen, Amarantaceen, Cheno-
podiaceen, Polygonaceen, Aristolochiaceen, Santalaceen, Loranthaceen, Urtica-
ceen, Moraceen auftretenden Arten beschrieben und teilweise abgebildet. Von
neuen Arten werden von den Verfassern folgende aufgestellt: P. Phellopteri,
Korea; P. Zauschneriae, Californien; P. achroa, Elaeaganus, Japan; P. Heliocarpi,
Ecuador; P. conglobata, Triumfetta, Ecuador; P. Komarovi Transch. Impatiens,
Turkestan; P. praeclara, Sapindacea, Ecuador; P. Pelargonii (Thüm.) Natal;
P, Anodae, Guatemala; P. Modiolae, Argentina; P. exilis, Pavonia, Brasilien;
P, asiatica (Kom.) Mitella, Amur; P. melasmioides Transch. Aquilegia, Turkestan;
I atragenicola (Bub.); P. gemella Diet. et Holw. Caltha. N, Amer.; P. clavata
Clematis, N. Seel.; P. Trautwetteriae Syd. et Holw., N. Am.; P. leptosperma,
Drymaria, Madagasc.; P. Galeniae Diet., S. Afr.; P. Mühlenbeckiae (Cke.) Austral.;
P. pachyphloea, Rumex., Kurdistan; P. fusispora, Urtica, Mandschurei.
Teichert, Kurt. Beiträge zur Biologie einiger in Molkereiprodukten
vorkommenden Schimmelpilze. (Milch-Zeitschr. 1902. No. 51).
Verfasser fand in einer grösseren Zahl Proben von mit Salz versetzter
Sauerrahmbutter aus der Provinz Posen stets Oidium lactis, Penicillium
glaucum und Mucor Mucedo. Dies veranlaßte den Verfasser, sich näher
mit den Molkereiprodukten zu beschäftigen. Er kultivierte diese Schimmelpilze
und fand, daß Milchzucker besonders für Penicillium glaucum eine hohe
Nährfähigkeit besitzt, eine bedeutend geringere für Oidium lactis und Mucor
Mucedo. Penicillium nützt auch die übrigen Zuckerarten mehr aus als die
beiden anderen Pilze, P. Sydow.
Thibaut, Fritz. Einfluß der alkoholischen Gärungsprodukte auf Hefe
und Gärverlauf. (Centralbl. f. Bakteriol. u. Paras. II. Abt. IX,
1902, p. 743—746, 793—796, 821—834).
Die alkoholischen Gärungsprodukte üben auf Gärung, Hefeentwickelung
und Vermehrung einen großen Einfluß aus. Sie verhalten sich wie Gifte, die
in kleinen Mengen erregend, in größeren Mengen hemmend auf die Lebens-
funktionen der Hefen einwirken. Diese Einwirkung ist verschieden und ist ab-
hängig von der Hefeart und von der Art und Menge der angewandten Gärungs-
Produkte. Es wird dies in vielen Tabellen erläutert. P. Sydow.
Traverso, 6. B. Note critiche copra le „Sclerospora“ parassite di
Graminaceae, (Malpighia XVI, 1902. p. 280 —290. 1 Fig.)
Kritische Bemerkungen.
1. Sclerospora Kriegeriana Magn. ist mit BRBCRNREDEROER Dacc.
identisch.
2. Scl. macraspora ist hingegen gut von Scl. graminicala durch
Farbe und Größe der Oosporen verschieden.
(204)
3. Es kommen auf Gramineen nur 2 Arten vor, Scl. macrospora und
Scl. graminicola.
4. Der von Peglion als Scl. graminicola beschriebene Pilz ist Scl.
macrospora und vielleicht dürften alle die von demselben genannten
neuen Nährpflanzen der Sclerospora nur von Scl. macrospora
befallen sein. P. Sydow.
Van Bambeke, Ch. Sur la presence de cristalloides chez les Auto-
basidiomycetes. (Bull. Acad. Roy. de Belg. 1902. p. 227—250. 1 Pl.)
Verfasser fand in den Hyphen des Carpophors und des Myceliums von
Lepiota meleagris eigentümliche Krystalloide. Dies veranlaßte ihn, auch
andere Autobasidiomyceten daraufhin zu untersuchen und es gelang ihm in fast
allen 119 Fällen (untersucht wurden 145 Species aus 47 Gattungen) analoge
Krystalloide nachzuweisen. Diese Gebilde scheinen albuminoider Natur zu sein;
sie werden durch Osmium schwarz gefärbt. Ihre Größe schwankt zwischen
3—6 «, manchmal sogar 9 u; sie haben gewöhnlich eine rhombische oder
kugelige Form. — Verfasser glaubt, dass die Krystalloide ein Nahrungs- und
Reservematerial darstellen. P. Sydow.
Vuillemin, P. Trichosporum et trichospories. (Arch. de Parasitologie
V. 1902, p. 38-66. Fig. 1—-12))
Verfasser beobachtete in Nancy auf Schnurrbarthaaren eigentümliche
knötchenartige Verdickungen, welche von einem Trichosporum hervorgerufen
wurden; er konnte diese Art mit Pleurococcus Beigelii identifizieren und
nennt nun dieselbe Trichosporum Beigelii (Rabh.) Vuill.
Verfasser gibt eine ausführliche Beschreibung des Pilzes sowie der mit
demselben angestellten Kulturversuche, Askusbildung wurde bisher. nicht
beobachtet.
Weil dieser und ähnliche Pilze wegen der zur Zeit noch unbekannten
Askusfrüchte sich nicht mit Sicherheit im System unterbringen lassen, so macht
Verfasser den Vorschlag, für dieselben die Gruppe der Arthromycetes auf
zustellen. Es würden zu derselben gehören: Oidium, Achorion, Tricho-
phyton, Microsporum und Trichosporum. P. Sydow.
White, V. $S. The Nidulariaceae of North America. (Bull. Torr. B.
Cl. XXIX. 1902, p. 251—280, With PI, 14—18.)
Nach kurzer Einleitung folgt ein Schlüssel zur Bestimmung der Gattungen
der Nidulariaceae: Cyathia, Crucibulum, Nidula, Granularia. r
I. Cyathia P. Br. (1756) — Cyathus Hall. (1768). Es wird zunächst die
Diagnose und die Geschichte der Gattung gegeben. Von den Arten derselben
kommen vor in Europa 7, Asien 6, Afrika 5, Australien 9, Neu-Seeland 3, Nord-
Amerika 13, Cuba 7, Süd-Amerika 12. Es folgt ein Bestimmungsschlüssel der
nordamerikanischen Arten: Cyathia Poeppigii (Tul.), C. Berkleyana (Tul.),
c ıntermedia (Mont.), C. hirsuta (Schaeft.), (syn. Cyathus striatus willd.)
mit nov. var. infundibuliformis White, C. dura n.sp,, C. Montagnei (Tul.)
C. melanosperma (Schw.), C. pallida (B. et. C.), C. rugisperma (Schw.)
C. lentifera (L.), (syn. Cyathus Olla Pers, C. vernicosus DCc.), C. rufipes
(EI. et. Ev), C. Wrightii (Berk), C. stercorea (Schw.) (syn. Cyathus
Lesueurii Tul.), Als »species inquirenda« wird Cyathus niveo-tomeh-
tosus P, Henn. aufgeführt.
Il. Crueibulum Tul. mit der Art, C. crucibuliforme ($cop.), (SR
C. vulgare Tul,, C, juglandicolum [Schw.] De Toni). ;
III. Nidula White nov. gen. mit N. candida (Peck) (syn, Nidularia
candida Peck), N. microcarpa Peck n. sp. et nov. var. rugispora WR:
(205)
IV. Granularia Roth (1791) (= Nidularia Fr. et Nord.). Die Geschichte
der Gattung wird gegeben. Zu derselben werden gestellt: G. pulvinata (Schw.)
Kze., G. castanea (EIl. et Ev.) White (= Nidularia castanea EIl. et. Ev.
in herb.) und G. rudis Peck n.sp. Species inquirenda ist Nidularia rubella
Ell, et Ev.
In einer Tabelle wird die Verteilung der 13 Arten auf die einzelnen Staaten
Nord-Amerikas dargestellt. Auf den Tafeln werden sämtliche Arten mit den
Sporen gut abgebildet. Verfasser gibt für jede Art die Diagnose- und kritische,
eingehende Bemerkungen, verzeichnet die Literatur, alle Synonyme und die
speziellen Fundorte. Die. Arbeit erweitert wesentlich die Kenntnis dieser
interessanten kleinen Pilzfamilie. P. Sydow.
Briosi, G. et Farneti, R. Intorno ad un nuovo tipo di licheni a tallo
conidifero che vivano sulla vite finora ritenuti per funghi. (Atti
Istit. bot. Univers. Pavia. Nuova Serie. Vol. VIII. 1902. 2 Pl.)
Nach Untersuchungen der Verfasser gehört Fusarium Biasolettianum
= Pionnotes Biasolettiana nicht zu den Pilzen, sondern ist, da Gonidien
vorkommen, eine Flechte, für welche sie die neue Gattung Chrysogluten
aufstellen. Ebenfalls gehört Pionnotes Cesatii zu dieser Gattung.
P. Sydow.
Jaap, 0. Beiträge zur Flechtenflora der Umgegend von Hamburg.
(Verhandl. d. Naturw. Vereins in Hamburg 1903.. 3. Folge. X.
P- 20—57.) : '
Nach einer Einleitung, in welcher der Verfasser die frühere bezügliche
Literatur, in welcher insgesamt 156 Flechtenarten aufgeführt werden, aufzählt,
die Vorkommnisse und ökologischen Vereine an den verschiedenen Bäumen,
an altem Holzwerk, auf Erde und an Steinen bespricht und seine Mitarbeiter
namhaft macht, gibt der Verfasser ein Verzeichnis von 243 Arten, welche bisher
Inder Umgebung von Hamburg aufgefunden worden sind. 22 dieser Arten
finden sich in der Flechtenflora von Schleswig-Holstein von R. v. Fischer-
Benzon nicht aufgeführt, sind also. für das betreffende pflanzengeographische
Gebiet neu,
Velenovsky, J. Bryologicke pfispevky z (ech. za rok 1901—1%02.
(Rozpravy Üeskö Akad. Cis. Frantika Josefa. Roönik XII. Tiida II.
Öisto 11. 1903.) 8°. 20 p.
; Der Verfasser zählt: zahlreiche Fundorte böhmischer Laubmoose auf, die
In den letzten Jahren von ihm und anderen aufgefunden wurden, ‘Neu für das
Gebiet sind Ephemerum subulatum Boul., Fissidens tamarindifolius Turn.,
Racomitrium affıne Schleich., ‚ Amblystegium trichopodium (Schultz) Velen.,
Am, angustifolium Har. Lindb., Hypnum hispidulum Brid., H. moldavicum
Velen. nov. spec. (an sumpfigen Ufern der Moldau bei Stöchovice vom Ver-
fasser selbst aufgefunden), H.. subenerve {Bryol. eur.) Velen. Die Aufzählung
beweist, daß in Böhmen noch mancherlei wertvolle bryologische Funde gemacht
werden können.“ ’
Deckhoff, W. C, en Arendsen-Hein, $. A. De zwartviekken ziekte
der bladbasis. (Archief voor de Java-Suikerindustrie. 1901.
p. 1009) N. A.
.. Die Verfasser beschreiben eine neue Kran
hauptsächlich in gebirgigen Gegenden auftritt und
Blattspreite schwarzfleckig wird. Verursacher ist Cercosporaace
kheit des Zuckerrohres, welche
bei welcher die Basis der
rosumn.Sp.
P. Sydow.
(206)
C. Neue Literatur.
Zusammengestellt von E. Nitardy.
I. Allgemeines und Vermischtes.
Baum, H. Kunene-Sambesi-Expedition 1903. Im Auftrage des kolonial-
wirtschaftlichen Komitees herausgegeben von Prof. Dr.O. Warburg. Berlin
(Verlag des kolonial-wirtschaftlichen Komitees, im Vertrieb der Kgl. Hofbuch-
handlung E. S. Mittler & Sohn) 1903. 8°. 593 p. Mit 1 Buntdruck, 1 Karte
und 108 Abbildungen im Text. Preis M. 20.
Bornet, E. Millardet (Pierre-Marie-Alexis). Necrologie. (Bull. Soc. Bot.
de France. XLIX. 1902. p. 318.)
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XLIX. 1902. 8, p. 243.)
Graebner, P. Botanischer Führer durch Norddeutschland, mit besond. Berücks.
d. östl. Hälfte. Hülfsbuch z. Gebr. auf Exkurs. (Berlin 1903, Gebr. Born-
traeger. Geb. 4 M.)
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1901. — 40 cts,
Hackel, E. Josef Freyn f. (Österr, Bot. Zeitschr, LI. 1903. No. 3.
p. 99—104,)
Just's Botanischer Jahresbericht, herausgegeben von K. Schumann XXIX.
(1901). 2. Abt. 2. Heft: Chemische Physiologie; Physikalische Physiologie; All
gemeine und spezielle Morphologie und Systematik der Phanerogamen. p- 1
bis 320. — XXIX (1901) 2. Abt. 3. Heft: Flechten, Morphologie der Zelle und
Gewebe, Palaeontologie, Pflanzenkrankheiten. p. 321—480. — XXX. (1902.)
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Leipzig (Gebr. Borntraeger) 1903,
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P. 1544, fg.)
(224)
D. Personalnotizen.
Gestorben sind:
In Thorpe Hamlet (Norwich) Herbert D. Geldart, der sich speziell
mit der britischen und arktischen Flora beschäftigte; am 28. Juni 1902 in
Waterburg H, F. Bassett, einer der ersten amerikanischen Cecidio-
logen, im Alter von 76 Jahren; am 10. Oktober in Nordwood, Süd-
australien, der Forschungsreisende und Botaniker C G. A. Winnecke;
am 5 Dezember in New York Dr. Th. F. Allen im Alter von 65 Jahren,
besonders durch seine Arbeiten über Characeen bekannt; am 26. Februar
1903 der Lichenologe Johan Hellbom in Örebro (Schweden), 76 Jahre
alt; am 10. April in München, 75 Jahre alt, der bekannte Mykologe
Andreas Allescher, Bearbeiter der Fungi imperfecti in Rabenhorsts
Kryptogamenflora; am 1. Mai der ord. Prof. Dr. M. Westermaier zu
Freiburg in der Schweiz.
Ernannt sind:
Dr. Paul Faccard, bisher Privatdozent an der Universität Lau-
sanne und Lehrer der Botanik an den kantonalen Lehranstalten,
zum Professor für allgemeine Botanik und Pflanzenphysiologie am
eidgenössischen Polytechnikum in Zürich; Dr. A. Ginzberger zum
Adjunkten am Botanischen Museum und Garten in Wien; Dr. Ö.Porsch
zum Assistenten ebendaselbst; Prof. Dr A. Nestler zum Oberinspektor
an der k. k. Lebensmittel-Untersuchungsstation Prag; Professor Bruce
Fink von der Upper Iowa University hat einen Ruf als Professor der
Botanik am Iowa College in Grinnell (Iowa) angenommen; Joseph
Burtt Davy, bisher Instruktor der Botanik an der Universität Cali-
fornia hat eine Stellung als State Agrostologist und Botaniker am
Department of Agriculture in Transvaal mit dem Sitz in Pretoria
angenommen,
Reisen.
Dr. C. Bänitz in Breslau hat eine botanische Sammelreise nach
Lussin piccolo angetreten; Prof. Dr. E. Heinricher in Innsbruck geht
im Herbst nach Buitenzorg; der bekannte Sammler C. G. Pringle hat
sich nach Cuba begeben, um die dortige Flora zu erforschen; Prof.
L. M. Underwood hat sich nach Westindien begeben, um die FR
ridophytenflora daselbst zu erforschen,
Versammlungen etc.
Die 75 Versammlung der Gesellschaft Deutscher Naturforscher
und Ärzte findet am 20. bis 26. September dieses Jahres in Cassel statt.
Der Preis
(225)
»Desmazieres< ist von der Pariser Akademie der
Wissenschaften dem Prof. Roland Thaxter von der Harvard Uni-
versity für seine Studien über parasitische Pilze auf amerikanischen
Insekten zuerteilt worden.
Vielfachen Nachfragen zu begegnen, teilen wir unseren geehrten
Abonnenten mit, daß wir wieder einige komplette Serien der
„Hedwigia“
abgeben können.
(Bei Abnahme der vollständigen Serie gewähren wir 25°, Rabatt.)
Die Preise der einzelnen Bände stellen sich wie folgt:
Jahrgang 1852—1857 (Banden 0 u 022 ram 102
ma ee a
» 18641867: (75, VD re are
© ur ee RE We
wo 1869-1872 „ VIDERXD. .
» 1873—1888 ( „ XUI-XXVI) . a „ 8—
» 1889—1890 ( „ XXVII—XXIX) a „ 30.—
TRATEN. NER NIT ee
» 1894—1896 ( „ XXXIIL-XXXV). a „ 12—
» 1897—1902 ( „ XXXVI—LI. a „ 20.—
DRESDEN-N. Verlagsbuchhandlung €. Heinrich.
Hierzu eine Beilage von Gebrüder Borntraeger, Verlagsbuch-
handlung in BerlinSW. 11, betr.: Kryptogamenflora der Mark Branden-
burg. Erster Band: Leber- und Torfmoose von C. Warnstorf.
Redaction: Prof. Georg Hieronymus und Prof. Paul Hennings in Berlin.
Druck und Verlag von C. Heinrich in Dresden.
pi RS Ye a ae A e Ra
10
Hedwigia 1903. 2 Tafelv.
\| 4 5
x
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Herm. Christ del. Verlag n.Druck v.C. Heinrich, Dresden. =
Tafel VI.
© Herm. Christ. del. Verlag u.Druck v.C.lleinrieh, Dresden s
BJ
S
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Ö
ju=
Verlag n.Druck v.C.Heinrich, Dresden.
‚Herm.Christ del.
e
Hedwigia 1903. Tafel VII.
Herm.Christ del, Verlag u.Druck v.C.Heinrich, Dresden
als
»Notizblatt für kryptogamische Studien.«
HEDWIGIA.
Organ
für
| Kryptogamenkunde
I: Phytopathologie
| nebst
Repertorium für Literatur.
Redigiert
von
Prof. Georg Hieronymus
und
Prof. Paul Hennings | ER
Ken, — in Bein L | ? = En % s B7
Bra A & 1903. ns
N Inhalt: vw H. Chr rist, Die Varietäten und Verwandten des Asplenium Ru |
| murariaL. (Schluß). — P.Hennings, Über die in Gebäuden auftretenden | |
" wichtigsten holzbewohnenden Schwämme. — RR ai au zur
i Flechtenflora Heidelbergs (Anfang). = BE eLE
Brenn eine Beilage von Wilhelm Eee Verlagsbuchhandlung in in
ipzig, betr.: Die Europäischen Laubmoose, beschrieben und gezeie
von Georg Roth, Großherzogl. es i.P. zu Laubach in Hessen.
Druck und Verlag vr Heinrich, ante
Dresden- en kl. ge eg 4 IE
‚Erscheint i in n zweimonatlichen ‚Heften.
Abonnement. für den Jahrgang 24 Mu
Zu beziehen durch alle are oder durch den ind c. Heinrich,
Se er N. erpn i
An die Leser und Mitarbeiter der „Hedwigia“,
Zusendungen von Werken und Abhandlungen, deren Besprechung
in der „Hedwigia“ gewünscht wird, sowie Manuskripte und Anfragen
redaktioneller Art werden unter der Adresse:
Prof. Dr. G. Hieronymus,
Berlin, Königl. Botanisches Museum, Grunewaldstralse 6/7,
mit der Aufschrift
„Für die Redaktion der Hedwigia“
erbeten.
Um eine möglichst vollständige Aufzählung der kryptogamischen
Literatur und kurze Inhaltsangabe der wichtigeren Arbeiten zu ermöglichen,
werden die Verfasser, sowie die Herausgeber der wissenschaftlichen Zeit-
' schriften höflichst im eigenen Interesse ersucht, die Redaktion durch Zu-
sendung der Arbeiten oder Angabe der Titel baldmöglichst nach dem
Erscheinen zu benachrichtigen; desgleichen sind kurz gehaltene Selbstreferate‘
über den wichtigsten Inhalt sehr erwünscht.
Im Hinblicke auf die vorzügliche Ausstattung der „Hedwigia“ und die
damit verbundenen Kosten können an die Herren Autoren, die für ihre
Arbeiten honoriert werden (mit 20 Mark für den Druckbogen), Separate nicht
geliefert werden; dagegen werden denjenigen Herren Autoren, die auf Honorar
verzichten, 50 Scesatr kostenlos gewährt. Diese letzteren Herren Mitarbeiter
erhalten außer den ihnen zustehenden 50 Separaten auf ihren Wunsch auch
' noch weitere Separatabzüge zu den folgenden Ausnahme -Preisen:
10 Expl. in Umschlag geh. pro Druckbogen # 1.20, 10 einfarb. Tafeln 89 # — 50.
20 „ ” ” ” ” „ Ss auR0: 20 Be „ »»” 1—.
30 ” ” „ „ ” » „ 3.60, 30 „ ” Be 1.50.
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IM nn ss - „14 100 u
In Rücksicht = den Umfang der Zeitschrift Fe die a Ab
handlungen die Länge von 5 Bogen gewöhnlich nicht überschreiten, ‚auch ig
e dürfen ‚einer Abhandlung in der ge nicht mehr als 2 Tafeln beigegebt =
Von Abhandlungen, welche mar als 3 Bogen Umfang einnehmen, a
| können nur 3 Bogen honoriert werden.
Die Originalzeichnungen für die Tafeln sind im Format 13X 21 m
ni mit möglichster Ausnutzung des Raumes und in einer für die photographis
plane sie der Zeichnungen geeigneten Ausführung zu liefern.
Da Die Manuskripte sind möglichst nur auf einer Seite zu beschreiben.
N ‚Die Z Zahl ER: der Flonorare > jeweils beim Abschlusse des Bar
Ya 2 1. A kr EFT 29
Die Varietäten und Verwandten des Asplenium Ruta muraria L. 161
Hab. Durch das ganze Gebiet der Art, aber namentlich im
Gebirgsland. In der Schweiz häufig.
Abbildung No. 8: ein schr grolses Exemplar von Zweisimmen,
Höhlungen der alten Kirchhofsmauer, Sept. 1902, Christ,
Die Autoren verbinden mit dieser Form eine fernere, die ich
als var. praemorsum bezeichne. Diese letztere kommt mit elatum
durch Gröfse und reichliche Zerteilung überein, unterscheidet sich
jedoch durch keilig von der breiten oft abgestutzten Spitze zur
schmalen Basis verschmälerte, nur vorn scharf gezähnte Abschnitte,
und stellt sich unter eine andere Varietäten-Gruppe (Cuneata).
Luerssen 225 fafst diese zwei Formen als var. pseudo-serpentini
usammen; die Zusammenfassung ergibt sich aus seiner Bemerkung:
»Segmente rhombisch bis schmal rhombisch und stumpf, oder bisweilen
auch mehr oder weniger gestutzt und dann keilförmig.« Ascherson
70, folgt ihm und geht noch weiter: »Fiederchen rhombisch bis
schmal rhombisch, eingeschnitten gezähnt, öfter zum Teil oder selbst
gröfstenteils (var. Zoliense Kit.) keilförmig, oben gestutzt.«
Gerne würde ich die keilige Varietät, um neue Namen zu
meiden, nach Milde pseudo-serpentini genannt haben, aber es be-
rechtigt mich dazu seine Diagnose nicht, in der gesagt ist: segmenta
basi angusta cuneata rhombea inaequaliter dentata et inciso-crenata,
7. Lusus monstrosus: brevifolium. Roth Flor. Germ. III, 54
sub. Scoloprendrio alternifolio var. brevifolio ex Heufl. cit. 335:
»Laciniis latis pectinatis.«
Diese entschieden luxuriante Form liegt im Heuflerschen Herbar
kleine Pflanze mit wenigen, aber unförmlich verbreiterten und
grofsen scheibenförmigen Fiederchen von ! /s em Breite, die sich durch
vorn flach abgestutzten, tief kammförmig gezähnten Rand auszeichnen,
Die Mifsbildung durch Hyperthrophie ist augenfällig,
Hab. Ich fand eine hierher gehörige Riesenform (Abbildung
No, 9) am Seeufer an einer alten Mauer bei Weggis, Sept. 1900,
welche im Tropfwasser eines kleinen Rinnsals isoliert zwischen grofsen
var, elatum stand,
Ebenso, aberkleiner und dem Exemplar im Herb. Heufler (l.Lorinser
Nimes, Böhmen) genau ähnlich, ein Ex. Brünig, Aug. 1900 1. Christ,
Ahnlich, aber etwas normaler Posterstein Gera I. Naumann 1900,
Weggis, Mai 1899 1, Christ.
als
II, Sectio ellipsoidea.
8. var, ellipticum nov. var,
Eine der am schärfsten charakterisierten Varietäten. Abschnitte
elliptisch -oyal bis -rundlich, ohne Verschmälerung nach unten und
oben, klein (meist 3 auf 1 '!% mm), oft ungeteilt, seltener gedreit,
Hedwigia Bi, XLIl, 1903. 41
162 V. H. Christ.
dünngestielt, ganzrandig oder sehr fein gekerbt. Pflanze meist
mittelgrofs, bis 3-fach fiederschnittig, Spreite oval. Textur dick-
lederig, Sori zusammenfliefsend, den ganzen Saum der Abschnitte
füllend, Sporangienmasse über den Rand übergreifend.
Wohl nur deshalb bisher nicht unterschieden, weil nur auf die
Ganzrandigkeit der Abschnitte gesehen und so etwa auf var. Matthioli
bestimmt wurde, während der Bau der Spreite und die Gestalt der
Abschnitte höchst verschieden sind.
In den gebirgigen Teilen der Schweiz eine der häufigsten Formen,
aber auch anderwärts, besonders nach Süden hin verbreitet.
Hab. Ich führe die Standorte meines Herbars hier an:
Das abgebildete Exemplar No. 10 ist vom Brünig, Kalkfelsen
an der Strafse zwischen 900 und 1000 m mit mehreren andren
Varietäten, Aug. 1902 Christ; ferner: Ringgenberg, Kanton Bern,
Sept. 1898 ]. Christ; Weggis, Sept. 1899, Christ; Vouvry, Kanton
Wallis, Aug. 1899, Christ; St. Maurice, Kanton Wallis, Aug. 1899;
Lausanne |. Wirtgen, Jul. 1902; Lugano, Nov. 1902, Christ; Locarno
1891 1. Mariani; Cadro 1. Favrat 1892; Liestal und Ramlisburg,
Basler Jura 1898, 1902 1. Christ; Eze, Alpes maritimes |. Bicknell,
9./4. 1890; Chambave Val d’Aoste, 23./3. 1900 1. Lino Vaccari;
zwischen Meran und Algund 20./7. 1889 I. Rosenstock; Weilburg 1862,
Wirtgen Herb.; Unter- Aspang Niederösterr, 1895 m., Dörfler Herb.
norm. 1259; Partenkirchen Vatke 1873, Herb. Wirtgen; ähnlich auch
Remagen 1891, Herb. Wirtgen; Jena? I. Max Schulze c. 1901; Laigle
Dept. Orne, Okt. 1891 1. R. Menager; annähernd auch Budapest,
Okt. 1880 1. Janoshegy; Formen mit sehr kleinen Abschnitten: also
Lusus microphyllum Wallr. (siehe unten S. 169); Weggis, Aug. 1900
l. Christ; Cortina d’Ampezzo, Aug. 1899 1. Naumann.
9, subvar. orbiculare,
Abschnitte fast kreisförmig.
Mir bekannt von Brünig, Kanton Unterwalden, N.-Seite mit der
normalen Form, Aug. 1902 1. Christ, woher das abgebildete Exem
plar No. 11. Ähnlich auch von Lens, Kanton Wallis, 900 m, 1897,
l. Besse,
III. Sectio lanceolata.
10. var. lanceolum n. var.
Umfafst die Pflanzen mit oval-lanzettlichen bis lanzettlichen,
in die Basis und Spitze von der nicht hervortretenden Mitte her
allmählich verschmälerten Abschnitten. Die Zahnung ist eine flache,
also
wenig hervortretende; nur ausnahmsweise eine etwas verlängerte eye 2
grannige Spitze. Die Abschnitte sind meist einzeln, seltner gedreit, =
5 oder 6mm auf 2 bis 2'/;, mm sitzend oder kurz bis ziemlich lang
Die Varietäten und Verwandten des Asplenium Ruta muraria L. 163
gestielt, Stiele dünn. Textur eher schlaff. Pflanzen mittelgrofs
(10 cm lang), Spreite oval, seltner breit dreieckig, 3- bis 4-fach ge-
fiedert,
Diese, durch oval-lanzettliche weder rhombische noch elliptische,
Abschnitte deutlich gekennzeichnete Form geht in der Regel unter
dem Namen leptophyllum. Das leptophyllum Wallroths und des
Herb, Heufler aber bildet eine extrem verlängerte Varietät der
Gruppe Rhomboidea, weshalb ich zu einem neuen Namen genötigt
bin. Durch Auftreten einzelner rhombischer Abschnitte nähert sich
die Varietät dem Brunfelsii angustifolium.
Die Form lanceolum ist in der Schweiz nicht selten, sonst sehr
zerstreut.
Die abgebildeten Exemplare No. 12 sind vom Brünig, Felsen der
Strafse bei 900 m, Sept. 1902 Christ, und ein besonders breit
deltoides Exemplar No. 13 von Vallombrosa Toscan. Apenninen
Klostermauer, 30. Aug. 1884 1. Levier.
Hab. Die Standorte meines Herbars für diese Varietät sind:
Weggis Kirchhof, Sept. 1900, 1. Christ; Brienz Herb. Wirtgen;
Basel, Röm. Ruinen von Augusta Rauracorum, Feb. 1900 1. Anheifser;
Saleve Crusille, Savoyen, Sept. 1900 1. Briquet; Jena? I. Max Schulze;
Schlesien, Sprottau, Friedhofsmauer von Rückersdorf 1. Przyrembl,
' 1897/98, Pterid. Wirtgen, 249.
IV. Sectio ceuneata.
1l. var, praemorsum n. var.
syn. var. pseudo-serpentini Christ in Farnkr. d. Schweiz 78
non Milde.
Ich habe schon oben S. 161 die Rechtfertigung dieser neuen
Varietät gegeben, die einfach darin liegt, dafs bisher diese Varietät
mit der in eine andere Formengruppe gehörigen var. elatum ver-
mischt wurde.
var. praemorsum ist nicht nur eine der gröfsten, sondern auch
der ansehnlichsten und best charakterisierten Formen; sie steht an
Gröfse und Zerteilung wenig hinter der var. elatum zurück, doch ist
die Spreite schmäler, mehr oval, die Stiele der Fiedern sind weniger
abstehend, sondern regelmäfsiger und in spitzern Winkel aufwärts
gerichtet, die Abschnitte also dichter stehend. Die Abschnitte, meist
einzeln und gestielt, seltner gedreit, sind ®/, bis 1 cm lang, breit-
keilförmig, so dafs die ganzrandigen Seitenränder sich von der sehr
Spitzen Basis stetig und gradlinig bis zur oder bis in die Nähe der
Blattspitze verbreitern. Vorn schliefst der Abschnitt mit flach-
konvexem Bogen ab, der ihm aber die schmaldreieckige Keilgestalt
nicht benimmt. Dieser obere Rand ist tief und mehrfach, oft grannig,
gezähnt.
11*
164 V. H. Christ.
Das Blatt des Adiantum monochlamys Eat. kommt sehr aus-
gesprochenen Exemplaren unsrer Form am nächsten; sie ist
mindestens 3- und öfters 4-fach fiederschnittig, die Farbe tiefgrün.
Sori zahlreich, schmal, fächerförmig gestellt, seltner zusammen-
fliefsend, den Vorderrand oft nicht erreichend.
Dieses »keilige elatum« (um mit Luerssen und Ascherson zu
reden) ist seltner.
Besonders zahlreich scheint es, nach den dortigen Sammlern (Max
Schulze, Torges, Naumann), in Thüringen: Weimar, Jena, Gera u. s. w.
vorzukommen; auch aus Schlesien sind sehr grofse Exemplare
gesammelt; im Süden scheint. es nur sehr sparsam und weniger
scharf charakterisiert vorzukommen.
Hab. Standorte meines Herb., aus dem ich ein Exemplar von
Ehringsdorf bei Weimar, Kalk, Okt, 1897 1. Torges, Pterid. Wirtgen 250
unter No. 14 abbildete:
Jena, sehr zahlreiche und schöne Exemplare I. Max Schulze,
1888 bis 1901; Sachsen- Weimar: Loquitzthal 1897, Torges; Rhön,
Geisa, Stadtmauer, Kalk, 250 m, Aug. 1898 1, Goldschmidt; Pterid.
Wirtgen 244 b. Geisa Koselstein, Juli 1897 cit. No. 245; Rhön Vacha
an der Werra, Sandstein, Okt. 1900 eit. No. 245 b.; Rheinprovinz,
Rheinstein, 1902 1. Wirtgen; Zabern, 1890 1. Petry; Bayern: Valden
b. Nürnberg, Dolomit, 1897 1. Kaulfufs; Schlesien: Sprottau, Friedhofs-
mauer zu Rückersdorf, Okt. 1897 1. Przyrembl; Pterid. Wirtgen 250 c.
Etwas weniger entschieden tritt die Form im Süden auf: Weggis,
Kirchhofsmauer, Sept. 1900 1, Christ; Pazzallo b. Lugano, April 1900
l. Wirtgen; Cortina d’Ampezzo, Dolomit, Aug. 1899 1. Naumann,
kleinere Form: Boscolungo Apennin. Pistoiese alle Regine 1300 m,
Sept. 1889 I, Levier; Triest Vela, 1898 ]. Murr, Herb. Wirtgen.
12. var. Zoliense Kit. mss. Heufler cit. 338,
Verlängerte Schattenform. Sehr schlaff und mit auffallend langen,
schmalkeiligen, vorn fast wagrecht gestutzten Abschnitten, die
starke Tendenz zu verzogenen und mifsbildeten Gestaltungen zeigen.
Pflanze meist grofs, 15 bis 20 cm, Spreite 3- bis 4-fach ge
fiedert, oft im Umrifs sehr breit bis rundlich oval, Abschnitte sehr
lang und dünn gestielt, bis 1'/; cm lang, schmalkeilig, oft mit ar
parallelen Rändern, die kaum gezahnt sind; das 2 bis 3 cm breite
Ende gekappt oder ausgebissen, tief und schlauderig gezahnt, hier
und da in einzelne schmale Lappen vorgezogen. Abschnitte an die
der schmalen Varietät des Asplenium praemorsum erinnernd, aber
Textur dünn. Sori meist sehr unregelmäfsig verteilt. Von Heufler
nach einem Exemplar des Pesther Herb. (Wasserfall im Zohler
Comitat, Ungarn) aufgestellt: »laciniis angustis porrecto-cuneatis«, und
er sagt von ihr sehr treffend:
N.
Die Varietäten und Verwandten des Asplenium Ruta muraria L. 165
»Der Bildungstrieb der Pflanze hat sich vorzüglich auf die nicht
srauten- sondern keilförmigen Wedelzipfel geworfen, welche ich wegen
sihrer fast monströsen Länge ausgereckt genannt habe.«
In der Tat kann man schwanken, ob die Form eher als Mon-
strosität oder als Varietät anzusprechen sei. Sie tritt bisher nur im
Süden des Verbreitungsbezirks auf.
Hab. In meinem Herbar findet sie sich als das abgebildete
Exemplar No, 15 Pontalto, Südtirol, Herbst 1893 l. Rosenstock, und
noch folgende entschiedene Exemplare: Weggis, Kirchhofsmauer 1900,
Sept., 1. Christ in Übergang zu praemorsum und leptophyllum. An-
nähernd: Böhmen, Vollberg 1. Schauta; Lothringen, Spicherer Berg
bei Saarbrücken, Buntsandstein, Juli 1885, Wirtgen; Honnef (Rhein-
preufsen), Gartenmauer, 1900, Herb. Wirtgen; Aprut. Neapolit. Mont.
Sirente supra Gagliano ad fontem Canale, Juli 1882 1. E. Levier;
Canareno, Südtirol, Herbst 1892 1. Rosenstock.
Kleine Exemplare mit kurzem Stiel und wenigen Abschnitten
können leicht als Hybride von A. Ruta muraria mit septentrionale
genommen werden. Ein solches siehe Abbildung No. 16 vom
Ehrenstein bei Asbach im Westerwald 1. Wirtgen.
13. subvar. stenophyllum.
Analogon des leptophyllum im Verhältnis zum Zoliense: Maximum
der Verschmälerung; linealkeilige Abschnitte von 1 cm Länge auf
1!/, mm Breite, dadurch Annäherung im Habitus an leptophyllum
und wohl hier und da für solches bestimmt, findet sich einzeln, wohl
meist unter Zoliense.
Hab. In meinem Herbar vertreten in dem abgebildeten Exemplare
No. 17, Cortina d’Ampezzo Dolomit, Aug. 1898 1. Naumann; unter
Aspang Austr. infer., Sept. 1895 1. Doerfler; Hardegg Austr. infer.,
Sept. 1887 1. Oborny. 5
Ein Lusus monstrosus, welcher den Übergang von praemorsum
zu brevifolium und pseudo-germanicum bildet, ist im Herb. Wirtgen
von Jena, Mühltal 1897 1. Max Schulze.
14. Lusus monstrosus pseudo-germanicum Heufl. cit. 338;
A. Ruta muraria L. var. cuneatum Moore nat. printed ferns, Gr. Brit.-
Ireland, Tab. 41. A. und Oktav-Ausg. II 124. Tab. 124. A.
Diese Pflanze mufs mit voller Entschiedenheit als luxuriante
Ausgestaltung der Form cuneatum betrachtet werden, schon um der
überaus verschiedenartigen Gestalt der Abschnitte wegen, die am
gleichen Blatt oft fast entgegengesetzte Entwicklungen zeigen. Auch
hier gilt, dafs seltner ganze Stöcke den Charakter des Lusus zeigen,
sondern dafs nur einzelne Blätter für vollberechtigtes pseudo-ger-
manicum gelten können. Der Charakter besteht in wenig geteiltem,
165 VW. L+b. Christ.
meist nur im untern Teil der Spreite doppelt, im obern einfach ge-
fiederten Blatt, ziemlich lang gestielten, grolsen Abschnitten (1 bis
1!/s cm auf 4 bis 6 mm), die geschweift keilig, nach vorn bis zu
5 mm verbreitert, oft gedreit oder dreilappig und unregelmäfsig grob
gezahnt sind. Die Ähnlichkeit mit Asplenium germanicum Weifs ist,
besonders an schmalen wenig geteilten Exemplaren, sehr deutlich.
Die Pflanze ist grofs, 10 bis 15 cm lang, die Stiele der Fiedern und
Abschnitte sind dünn, lang, die Textur schlaff, die Sori unregelmäfsig
zerstreut. Die Form der Abschnitte nähert sich hie und da dem
rhombischen, aber die Keilform ist doch die herrschende, Sehr schmale
Formen lehnen sich eng an var. Zoliense an; andere, bei Vorherrschen
der rhombischen Form an elatum,
Die Abbildungen zeigen eine sehr schön entwickelte Pflanze von
Locarno |. Mariani. Aug. 1890. No. 18. Dann eine kleinere, aber
mit auffallend scharfer Zahnung, von Weggis. Sept. 1900 1. Christ.
No. 19.
Hab. In der südlichen, gebirgigen Hälfte des Areals der Art
ist dieser Lusus unter andren grofsen Formen des Ruta muraria nicht
selten. Sehr ausgeprägte Exemplare meines Herbars sind folgende
(wobei ich schwächere Formen übergehe): Schweiz: Kanton Waadt
Vevey I. Blanchet; Kanton Waadt sur Pully chemin de la Rochette 1880
l. Favrat. Geneve 1, Ayasse; St, Maurice, Kirchhofsmauer, Aug. 1899,
I. Christ; Gordola Lago Maggiore, Juli 1901 1. Rosenstock, mehr
geteilt und Abschnitte kleiner; Annäherung an elatum, Tirol: Cortina
d’Ampezzo Dolomit, Aug. 1899 1. Naumann; Val di Non, 1898
l. Rosenstock;, Haselberg bei Botzen, Juli 1889 1. Rosenstock.
Deutschland: Mauern bei Zabern, 1890 1. Petry, 1 Blatt auf einem
Stock von praemorsum; Burg, Landstuhl, Pfalz, Aug. 1869, Herb.
Wirtgen; Weimar, Ehringsdorf 1. Torges, 1888 und 1890, Herb.
Wirtgen,
15. var. tenuifolium Nees mss. ex Milde nova Acta 27. II. 59.
syn. var. pseudo-fissum Heufl. herb. Milde fil. Europ. Atlant. 77.
Ist Lusus pseudo-germanicum eine höchst luxuriante, nach ver-
schiednen Richtungen über die Norm hinausgreifende Form, so liegt
hier eine Kümmerform vor, bei der alles ins Kleine gebildet, man
möchte sagen, verbildet ist. Es ist eine in der Anlage grofse Form,
bis 15 cm lang, mit langem Stiel, deltoid-breitovaler Spreite, sehr
feinen, fast haardünnen Axenteilen, reichlich 4-fach gefiedert; Ab:
schnitte alle gestielt, die kleinsten im Bereich der Spezies, 2 bis
3 mm lang, breitkeilig bis linealkeilig, aber vom Stiel etwas abgesetzt,
vorn gestutzt, seltner flach gerundet, tief eingeschnitten, sehr ar
zweilappig; Lappen der Zähne lineal, 1 mm lang. Textur sehr dünn.
Farbe blafsgrün. Einer der zartesten und dünnsten der bekannten
Die Varietäten und Verwandten des Asplenium Ruta muraria L. 167
Farne. Der erste Fund dieser Form stammt von Hausmann, »vom
Salurner Wasserfall unter überhängenden Blöcken sehr selten« s. d.,
dessen Exemplar im Herb. Heufler mit der Notiz bezeichnet ist:
»forma pseudo-fissum, ist in meiner Abhandlung nicht beschrieben.«
Hab. Völlig ausgeprägte Exemplare dieser Art sind mir nur
aus Südtirol bekannt; das abgebildete Exemplare No. 20 stammt
von Pontalto bei Cles val di Non, 30. Juli 1901 1. Rosenstock, welcher
dort 7 verschiedene Stöcke fand. Von ebenda (Herbst 1893) habe
ich ein Exemplar mit fast durchaus linealen Abschnitten.
16. subtenuifolium n. var.
Ähnlich dem vorigen, aber die Pflanze ist in allen Teilen robuster,
weniger verlängert und die breitkeiligen, kurzen Abschnitte sind
derber, doppelt gröfser. Sie heben sich noch deutlicher vom Stiel
durch eine Verbreiterung der Basis ab und sind dreieckig-oval, sehr
unregelmäfsig eingeschnitten - gezahnt. Zähne ungleich, wesentlich
am gestutzten Vorderrande.
‘Abschnitte sehr zahlreich, nicht länger als 4 bis 5 mm, aber
breiter und weniger geteilt, als bei tenuifolium.
Die Pflanze stellt einen Übergang her von diesem zu prac-
morsum.
Es gibt kürzere und längere Formen; eine kurze ist abgebildet
(No. 21) von Kandern, Schwarzwald, Juli 1901 1. H. und H. Christ;
eine längere (No. 22) vom Poster Stein, Gera 1900 1. Naumann.
Vertreten in meinem Herbar ist diese Varietät folgendermafsen:
Mit schmalen, sehr kleinen Abschnitten, also sehr nahe an tenui-
folium grenzend aus Südtirol, Val di Non 1898 1. Rosenstock;
Runkelstein, Sarnthal bei Bozen, Juli 1889, id. Cortina d’Ampezz0 1899,
l. Naumann. Fast ebenso von Honnef, Rheinpreufs., 1900 Wirtgen.
Mit gröfsern und breitern Abschnitten:
a) grofse, in den Dimensionen an praemorsum erinnernde
Pflanze: Rhöngebirge, Geisa 250 m, August 1898 |. Gold-
schmidt Pterid. Wirtgen 250b; Jena, 1901, Max Schulze;
Poster Stein bei Gera, 1900 1. Naumann; Honnef, Rhein-
preufsen, Herb. Wirtgen, 1900; Sandsteinmauern bei
Grötzingen, Baden, 1885 1. A. Bonnet; Heidelberg, Schlofs-
strafse, 1898, Herb. Wirtgen; Kirchhofsmauer von St. Mau-
rice, Wallis, August 1898 1. Christ; ähnlich auch Casas de
Penas Roussillon, April 1887, Flahault; Triest, St. Nicolo,
l. Murr. Herb. Wirtgen.
b) Statur klein: St. Maurice, Kirchhof, Wallis, August 1899
1. Christ, schwach gezahnt; ebenso Brugg, Kanton Aargau,
Stadtmauer, August 1899 1. Christ; scharf gezahnt, Her-
monne, Orcier Savoyen, September 1901 1. Briquet; Jena,
168 V. H. Christ,
September 1888, Max Schulze; Grinderode am Harz, 1899,
Ofswald; Römerstein, südlicher Harz, 1899, Ofswald ; Schwarz-
wald, Kandern, Juli 1901 1. Christ.
17. subvar. pseudo-lepidum Christ, Fougeres Alp. maritimes
in Burnat Materiaux Hist. for. Alp. marit., September 1900.
Eine ganz kleine Form, ähnlich dem kleinsten subtenuifolium,
ebenso lang und breit, aber in der Hauptsache doppelt- und nur wenig
(in deren untersten Fiederhaar) dreifach fiederspaltig, Spreize länglich
oval mit deltoider Basis, 3 bis 5 cm lang. Abschnitte 2 mm, kaum
abgesetzt-gestielt, sondern meist ungestielt, der Fieder ansitzend,
schwach breitkeilig, vorn mit etwas eckigen, wenigen Zähnen. Sehr
ähnlich A. lepidum Presl., aber derber, die Abschnitte weniger
gestielt und nicht drüsig.
Hab. Eine Kümmerform Südtirols, Fischleinboden bei Sexten,
Dolomit, Mai 1899. |. Naumann. Siehe die Abbildung No. 23.
Ähnlich aus Tessin, Locarno 1890 l. Mariani; Novaggio und Gandria,
November 1902 1. Christ und aus den Seealpen von Toulon 1. Boivin,
1846, Herb. Delessert |. Burnat, am auffallendsten aber aus Ostserbien
in rupestr. calcareis Sordjok, Juli 1880 1. Pancic, welche Exemplare
habituell dem A, lepidum total gleichkommen.
Die Ähnlichkeit ist eine so frappante, dafs Pancic das Exemplar als
A. lepidum (?) bezeichnete. Aber die anatomische Untersuchung,
welche auf meine Bitte im botanischen Institut in Basel Herr Professor
A. Fischer ausführte, ergab deutlich die Zugehörigkeit zu A. Ruta
muraria, indem der Gefäfsbündel des Blattstieles rinnig, die Rinne
mit Sklerenchym ausgefüllt, die Sporen rundlich und warzig sind.
Damit wäre der Kreis der mir bekannten Varietäten erschöpft,
wobei nie genug betont werden kann, dafs ich nur die prägnantesten
erwähnt habe. Denn zwischen allen diesen aufgeführten Formen
bewegt sich eine unerschöpfliche Menge von Zwischengliedern, die
oft die Merkmale mehrerer F ormengruppen vereinigen, auch hie und
da Anläufe zu eigentümlichen Bildungen nehmen.
Es gibt Pflanzen, welche der ellipsoiden, oder der keiligen, oder
lanzettlichen Form, und zugleich, infolge etwelcher rhombischer
Erweiterung der Mitte der Abschnitte, der rhombischen Form nicht
fremd sind; es gibt Pflanzen, welche zwischen lanceolum, praemorsum
und zoliense schwanken und so fort,
Ich schreibe es der grofsen Schwierigkeit zu, die richtigen
Varietäten-Typen (sit venia verbo) herauszugreifen, dafs in unsrer
illustrationsfröhlichen Zeit noch niemand vor mir sich entschlofs, auch
die Ruta muraria- Formen abzubilden. So hat z. B. Luerssen, der
manche Formenkreise unsrer F arne gut illustrierte, der Ruta muraria
nicht eine einzige Darstellung gewidmet.
}
Die Varietäten und Verwandten des Asplenium Ruta muraria L. 169
Jugendformen, hypertrophische, Kümmer- und
teratologische Formen.
Es erübrigt nun aber noch, einige von den Autoren aufgestellte
Varietäten zu betrachten, die ich in meine Liste nicht aufgenommen habe.
Ich beginne mit var. heterophylla Opitz Krat. 17, Wallr. fl. germ.
erypt. I 22, ex. Heufl. 335.
Diese ist zu streichen, denn sie besteht, wie schon Heuflers
Exemplar in dessen Herbar deutlich zeigt, nur in Exemplaren,
an denen die kurzen und einfachen Jugendblätter erhalten sind.
Dieselbe Bewandnis scheint es zu haben mit der von Luerssen und
Ascherson 68 erwähnten Form calcareum Becker, Naturh. ver. Rhein-
land und Westfalen 34, Abh. 68. Ein Exemplar Wirtgen Pterid. 247
aus der Eifel, Gerolstein Dolomit, vom Original-Standort Jul. 1898
l. Westram, besteht aus jungen Pflänzchen mit Erstlingsblättern und
fertilen der Form Brunfelsii versus brevifolium,
Anders verhält es sich mit var. macrophyllum Wallr. cit. 22.
Diese Varietät hat ihre Berechtigung als
Lusus monstrosus macrophyllum,
allein dieser luxuriante Zustand findet statt bei sehr verschiednen
Varietäten. Ich habe ihn beobachtet bei var. Brunfelsii (siehe Ab-
bildung No. 24), bei var. ellipticum (siehe Abbildung No. 25), bei
var, elatum; kurz, er kann jedenfalls bei den meisten Varietäten
vorkommen. Er besteht in abnormer Vergröfserung einzelner Ab-
schnitte oder ganzer Blätter durch Hypertrophie.
Genau entgegengesetzt verhält es sich mit dem
Lusus monstrosus microphyllum Wallr. cit. 22.
Dieser umfafst Kümmerformen sehr trockner und besonnter Stand-
orte, namentlich in den Alpentälern und am Südfufse der Alpen,
und besteht in der Reduktion der Abschnitte, namentlich der obren,
auf ein Minimum, auf Fragmente von 1 bis 3 mm Durchmesser. Die
Axialteile bleiben dabei oft in ziemlicher Länge und Stärke, wo
dann der Kontrast der langen Pflanze mit den kleinen Blattorganen
den deutlichen Eindruck des Kümmerlings hervorbringt. Auch diese
Gestaltung trifft sehr verschiedene Varietäten:
Ich habe bereits subvar. pseudo-lepidum erwähnt, das als
Kümmerform des subtenuifolium dahin gehört; ich habe ferner ein
besonders scharf ausgeprägtes Exemplar (Abbildung No. 26) aus
Südtirol Algund 20./7. 1889 1. Rosenstock abgebildet, bei dem die
Anlehnung an ellipticum zu vermuten ist. Aber auch var, tenuifolium
ist unleugbar eine solche mit Microphyllie behaftete Kümmerform,
nur habe ich sie besonders aufgeführt, weil sie doch von den übrigen
Cuneata auch sonst zu stark abweicht, um sie blofs als Lusus an eine
der Varietäten dieser Gruppe anzulegen. Lusus macrophylium und
170 V, H. Christ,
Lusus microphyllum sind also Sammelbegriffe, deren einzelne Glieder
jeder nach Belieben unter die betreffende Varietät einreihen mag.
Noch berühre ich eine sehr abnorme Monströsität:
Lusus monstrosus depauperatum Rosenstock mss.
Ein im Umrifs lanzettlich lineales Blatt, doppelt fiederspaltig, an
der Spitze in keilige unregelmäfsige Lappen auslaufend. Seitliche
Abschnitte anscheinend teratologisch verkümmert, länglich, in stumpfe
lineale Lappen geschlitzt, Sori randständig auf der Oberseite,
Abbildung No. 27 zwischen Seis und Castelruth, Tirol 20./7. :
1897 1. Rosenstock.
Eine etwas analoge Kümmerform, mit ebenfalls kaum doppelt-
gefiederter Spreite, ist das von mir in Farnkr. d. Schweiz 78 als sub-
var. beschriebene Bergamascum. Eine zwar mehrfach gefiederte,
aber auffallend verunstaltete Form von Sorengo bei Lugano 1901
Wirtgen hat unregelmäfsig fingerförmig geteilte Abschnitte. Sehr
ähnlich auch von Recoaro, venet, Alpen 1877 1. Levier.
Exotische Formen.
Zur Feststellung der Varietäten der aufsereuropäischen Vor-
kommnisse von Asplen. Ruta muraria steht mir folgendes Material
zu Gebote:
Asien:
var. ellipticum.
Kleine Exemplare mit Hinneigung zu Brunfelsii, Abschnitte
rundlich, 2'!/, mm im Durchmesser, hie und da mit Kerbungen und
flachen Seitenlappen.
Chamba State, Pangi Distr., Head of Hudian Valley 14000 fs.
Jul. 1899 |. J. Marten.
N.-Amerika:
var. ellipticum.
Ebenfalls kleines Exemplar, ganz ähnlich dem vorigen.
On old walls and on exposed cliffs of limestone rocks. Vermont.
1884. Herb. Mabel Miles,
var. Brunfelsii,
Normal, klein,
Current River Carter Counety Missouri 9./10. 1897 1. W. Trelease.
Übergang von Brunfelsii zu subtenuifolium; einzelne Blätter mit F e
keiligen, abgesetzt gestielten, vorn tief gezahnten Abschnitten.
On rocks in the forests below the Natural Bridge, Lexington,
Virginia, May 1855 herb. Kew. HR,
Ganz ähnlich auch Colchester Vermont Jun. 1881 1. C. E. Faxon.
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Die Varietäten und Verwandten des Asplenium Ruta muraria L. 171
var. lanceolum.
Exemplar mit langer schlaudriger Zahnung und granniger oder
unregelmäfsig verästelter Endspitze.
Rocks Clifton ‘Green Co. O. Jul. 1877 1. G. E. Jone Spencer;
Übergang von Brunfelsii zu praemorsum,
Klein, 8 cm lang, einige Blätter mit deutlich keiligen, nur an
der Vorderseite gezahnten Abschnitten.
Del. mnts. Pa. August 1878 c. Davenport.
var. angustifolium.
Klein.
Sussex Co. New-Yersey 1879 1. H. H. Rusby.
Von Hooker Spec. fil. III 178 wird auch das Kapland als Fundort
der Art angegeben, wo ja auch sonst mehrere europäische Farne
(Polypodium vulgare) vorkommen, allein ich habe nie Exemplare
daher zu Gesicht bekommen.
II. Verwandte des Asplenium Ruta muraria L.
Boreale Arten,
Asplenium lepidum Prsl. ist eine Pflanze, die sich im Habitus
nicht stärker, oder eher kaum so stark von A. Ruta muraria unter-
scheidet, als mehrere Varietäten dieser Art; ich erinnere an var.
tenuifolium oder leptophyllum. Auch die Drüsigkeit ist zwar wohl
bei lepidum in höherem Mafse vorhanden als bei den meisten Ruta
muraria, bei denen sie nur im jungen Zustande und sehr teilweise
vorkommt. Die im Durchschnitt dreifach kleinern Abschnitte sind
dreilappig, keilig-fächerförmig mit stark konkav ausgeschweiften
Seiten und halbkreisformigem Rande, der mit mehrern (10 bis 12)
rundlich-ovalen oder dreieckigen Zähnen versehen ist. Die Sori
sind kurz; oft mehr am Grunde als gegen den Rand der Abschnitte,
nur ausnahmsweise zusammenfliefsend. Allein A. lepidum bietet
anatomische Merkmale, welche es doch um einen guten Schritt
von Ruta muraria entfernen: kleine, fein weichstachelige Sori und
Gefäfsbündel, die im untersten Blattstiele nicht rinnig und dicke
Sklerenchymzellen führend, sondern etwas vierkantig sind, ohne
solche Zellen. Die Pflanze ist nicht fleischig, sondern sehr dünn,
durchscheinend, namentlich aber ist der Blattstiel kaum '; mm dick,
schwach und flaccid.
Hab. Die Pflanze ist eine Grotten- und Höhlenbewohnerin der
Gebirge der Mittelmeer -Region in Sizilien und Süditalien und geht
dann nach Osten an die untere Donau und namentlich nach Serbien,
von wo ich von Pancic gesammelte Exemplare von folgenden Stand-
172 V. H. Christ.
orten habe: in rupestribus calcareis M, Stol Serb. bor. orient.,
Jul. 1876; in rupestribus gromiticis m. Karpina ad Vroeja, Serb.
merid., Aug. 1882; Siebenbürgen beendigt nach Osten das Areal;
in rupibus Rev. I, Barth 1882. In Luerss. Farnpfl. 230 ist die Art
gut abgebildet.
Asplenium Haufsknechtii, Godet et Reuter in Milde fi.
Europ. Atlant. 78 ist als Bindeglied des A. lepidum gegen A. Ruta
muraria höchst bemerkenswert. Ich besitze vom Entdecker Prof.
C. Haufsknecht in Weimar Exemplare vom bisher einzigen Fundort:
In cavernis montis Begdagh suprä Malatia, Sept. 1865. Abbildung
No. 28.
Die Gröfse der Pflanze ist die von A, Ruta muraria var. elatum,
11 cm hoch, wovon 7 cm auf den Blattstiel kommen; die Spreite ist
also im Verhältnis zum Stiel auffallend kurz, nur 3 bis 4 cm lang
und stumpf oval-lanzettlich, an der Basis nicht deltoid verbreitert,
nur 1', cm breit, infolge der sehr kurzgestielten Fiedern, und kaum
mehr als doppelt fiederspaltig; Fiedern 3 bis 4 jederseits, ihre Stiele
!; cm lang. Die Abschnitte sind wenig zahlreich, tief, dreilappig,
nur in den untersten Fiedern dreiteilig, 1 cm lang und fast eben so
breit, Basis geschweift, keilig, Zahnung eckig, wie ausgebissen, Zähne
vorn gestutzt, gekerbt. Abschnitte ausser der 3- bis 4-fachen Gröfse,
übrigens in der Gestalt dem A. lepidum sehr ähnlich. Textur sehr
dünn, Blattstiele fadenförmig schwach.
Sori grofs, wenig zahlreich, lineal, mit ganz schmalem, gewimpertem
Indusium, aber durch Ausbreitung der Sporangien bald breit-oval,
auf die Basis der Abschnitte beschränkt, den Rand von der Mitte
an freilassend,
Was nun diese Pflanze von A. lepidum entfernt und dem
A. Ruta muraria sehr nähert, sind die anatomischen Merkmale. Der
Gefäfsbündel ist in der Blattstiel-Basis wie der von A. Ruta muraria
beschaffen, indem er in der Rinne die Sklerenchymzellen zeigt; auch
ist die Pflanze kahl und drüsenlos.
In Verbindung mit den starken Dimensionen ist daher der An-
schlufs an Ruta muraria so eng, dafs nur noch die Gestalt der Seg-
mente und die dünne, dem Grottenstandpunkt angepafste — bei
A. Ruta muraria leptophyllum ebenso vorhandene — Textur, die
Annäherung an A. lepidum vermittelt. Nach Milde sind auch
die Sporen ovales parvae dense muriculatae denen von lepidum
ähnlich,
Vom Libanon I. D. Dieck habe ich eine offenbare Kümmerform
des A. Haufsknechtii, welche infolge Verkürzung und Verdickung des
Blattstieles einem Ruta muraria pseudolepidum sehr nahe tritt. Ab-
bildung No. 29,
Die Varietäten und Verwandten des Asplenium Ruta muraria L. 173
Antarktische Verwandte.
Was nun die antarktischen Verwandten des A. Ruta muraria
betrifft, so handelt es sich um A. Hookerianum Colenso Neuseelands
und A. Magellanicum Klfs. des südlichsten Amerika.
Wenn diese Pflanzen unter unsern Ruta muraria- Beständen
wüchsen, so würde man sie wohl kaum anders denn als grofse
Formen desselben ansehen. Der Gesamtaufbau ist derselbe, die
Textur ebenfalls die etwas fleischig krautige, und mein Exemplar
des Magellanicum von Juan Fernandez zeigt luxuriante Defigurationen
der Abschnitte an einzelnen Blättern, die von var. pseudo-germa-
nicum nicht zu unterscheiden sind.
A. Hookerianum Colenso Hook., Spec III 194.
A. Raoulii var. minus Mett. Aspl. 118.
A. adiantoides Raoul ver. minus Hook. fil. Icon. Plant. 983
steht dem Ruta muraria am nächsten. Es übersteigt dieses an Durch-
schnittsgröfse, der Stiel ist stärker, entschieden spreuschuppig, die
Schuppen der Basis sind !/s cm lang. Ss
Die schmal- bis breit-ovale, doppelt gefiederte Spreite mifst bis
15 auf 9 cm, die Abschnitte sind gestielt, 1/; bis 1!/; cm lang,
verkehrt-oval bis rundlich-oval, an der Basis keilig, mit dreilappigem,
gekerbt-gezähntem Aufsenrand. Sori wenig zahlreich, fächerig zu 3
bis 5, meist zu 1 auf jedem Lappen, wie das Indusium lanzettlich-
lineal. Indusium — und dies entfernt diese Form allein von einer
Varietät des Ruta muraria — mit ungewimpertem, ganzen Rande.
Abbildung No. 30.
Bereits entschiedener zeigt einen abweichenden Charakter des
Indusium das stärker zerteilte
A. Colensoi Hook. fil. London Journ. Bot. 3, 26.
A. adiantoides Raoul var. Colensoi Hook. fil. Icon. Plant. 983,
welches für mich die var. tenuifolium des A. Hookerianum darstellt.
Das Blatt ist dreifachgefiedert, die Abschnitte sind mehrfach tief in
lanzettliche bis lineale, spitze Lappen zerteilt, deren jeder einen ge-
trennten ovalen Sorus mit ovalem, derbem, hellgrauem, ganzrandigem
Indusium trägt.
Diese Trennung der Sori, ihre Verlegung in die Abschnitte und
das ovale, ganzrandige Indusium ist nun ein dem Ruta muraria mit
seinen zahlreichen, fächerig in der Fläche des Abschnitts vereinigten
linealen Sori und seinem vergänglichen, linealen, gewimperten Indusium
völlig fremder Charakter und wir treffen unleugbar gerade hier,
zwischen dem, noch vorwiegend zu Ruta muraria gehörigen A. Hooke-
rianum und dem bereits stärker zum Typus von A. bulbiferum Forster
gehenden A. Colensoi, auf eine Demarkationslinie, wo der boreale
Typus sich von dem antarktischen zu trennen im Begriff ist.
174 ; V. H. Christ.
A. Magellanicum Klfs. ist eine ebenfalls eher grofse, besonders
langstielige Form, Stiel 10—15 cm, stärker als bei A. Ruta muraria,
schwach beschuppt, Spreite kurz; 7—10 cm, auf 4 cm deltoid-oval, reich-
lich dreifach gefiedert, Fiedern und Abschnitte dicht stehend, Fiedern
und untere Abschnitte gestielt, Abschnitte klein, 3 mm lang, keilig
verkehrt oval etwas rhombisch, zwei- bis vierlappig. Lappen rund-
lich oval, jeder mit einem ovalen 1 mm langen Sorus und einem
bleibenden grauen ovalen ganzrandigen oder schr fein gefransten
Indusium. Auch hier kommen schmalkeilige Formen vor, anolog
var, Zoliense (Concepcion Chile 1. Neger).
Also auch bei dieser Art sehr viel habituelle Übereinstimmung im
Bau mit schmal geteiltem Ruta muraria, etwa angustifolium, aber der
eine ovale Sorus und das ovale Indusium entfernen trotzdem die
Pflanze sehr entschieden von diesem Typus und stellen es zum
antarktischen A. bulbiferum Forst,
Ist es erlaubt, sich eine »Geschichte« (sit venia verbo) des A. Ruta
muraria in seinem antarktischen Areal zu denken, so mag A. Hooke-
rianum ein erst leise von fremdem Einflufs berührtes Ruta muraria
darstellen, indefs A. Colensoi schon viel stärker davon berührt ist
und A. Magellanicum geradezu dem Formenkreis bulbiferum zuzu-
weisen ist.
Abbildung No. 31 stellt eine mittlere Fieder des A. Magel-
lanicum (Valdivia 1, Philippi) in vierfacher Vergröfserung dar.
Anmerkung: Wenn hie und da von A. montanum Willd.,
einer seltnen Felsen-Pflanze der Stromtäler der östlichen und innren
Ver. Staaten, als einer Pflanze gesprochen wird, die zwischen
A. Adiantrum nigrum L. und A. Ruta muraria stehe, und welche
also in den Kreis unsrer Betrachtung fallen sollte, so ist sie nach
Sorus, Indusium und dem ganzen Aufbau ein entschiedenes Derivat
von A. Adiantum nigrum und hat mit A. Ruta muraria nichts, nicht
einmal habituell viel zu thun.
Auf das A, interjectum Christ in filic. Bodinierianae Bullet. Acad.
internat. Le Mans 11 ann. 3 Ser. 154. pag. 241 aus Zentral-China,
das zwischen A. Adiantum nigrum und Ruta muraria zu stehen
scheint, kann ich jetzt nicht eingehen, da mir das Material zum er-
neuerten Studium dieser Form fehlt.
Übersichtliche Zusammenstellung.
; Ich fasse noch die sämtlichen behandelten Formen in Gestalt
einer kurzen Übersicht zusammen.
I. Indusium gewimpert, Sori vorwiegend fächerförmig in der FIRC®E
der Abschnitte. Arten der nördlichen Halbkugel.
Die Varietäten und Verwandten des Asplenium Ruta muraria L. 175
A. Gefäfsbündel des untersten Blattstiels rinnig, mit Sklerenchym-
zellen in der Rinne. Pflanze ohne Drüsen oder nur wenig drüsig.
1. Sori in der ganzen Fläche der Abschnitte, Blattstiel derb, so lang
oder etwas länger als die Spreite, Spreite oval bis breit deltoid, bis
viermal fiederschnittig,; Sporen grofskugelig, grobbuckelig:
Asplenium Ruta muraria L.
Abschnitte rhombisch, in den Stiel verlaufend:
Sectio rhomboidea.
Abschnitte ziemlich grofs, breit, gekerbt-gezähnt: Pflanze ca. 10 cm
lang: var. Brunfelsii Heufl.
Abschnitte ziemlich grofs, breit, fast ganzrandig:
subvar. Matthioli Heufl.
Abschnitte kleiner, schmal-rhombisch bis eckig-lanzettlich:
var. angustifolia Hall. fil.
Abschnitte lanzettlich-lineal, die rhombische Form kaum noch an-
gedeutet: var. leptophyllum Wallr.
Abschnitte klein, oval-rhombisch, gedreit, scharf eckig-zugespitzt:
var. acumınatum.
Abschnitte ziemlich grofs, oval, gezähnt, locker, gestielt. Spreite
stark zerteilt, Blattstiel ca. 15 cm lang: var. elatum Lang.
Abschnitte ziemlich grofs, breit, am Vorderrande tief kammförmig
gezähnt: Lus. brevifolium Roth.
Abschnitte elliptisch, stumpf, klein, fast ganzrandig, vom Stiel ab-
gesetzt: Sectio ellipsoidea.
Abschnitte elliptisch-oval: var, ellipticum.
Abschnitte elliptisch-rundlich: subvar. orbiculare.
Abschnitte oval-lanzettlich in Basis und Spitze verschmälert.
Sectio lanceolata.
var. lanceolum.
Abschnitte keilförmig, vorn abgestutzt oder flach-konvex, Zahnung
meist nur am Vorderrande: Sectio cuneata.
- Abschnitte grofs, breit-keilförmig, vorn konvex, scharf-gezähnt:
var. praemorsum,
Abschnitte lanzettlich, verlängert, vorn abgestutzt:
var. Zoliense Heufl.
Abschnitte lineal: subvar. stenophyllum.
Abschnitte sehr grofs, oft unregelmäfsig dreilappig, oval-keilförmig,
Vorderrand gekerbt-gezähnt: Lus. pseudo-germanicum Heufl.
Abschnitte sehr klein, feingestielt, 2 bis 3 mm lang, sehr zahlreich,
tiefgeteilt: var. tenuifolium Nees.
Abschnitte abgesetzt-gestielt, eher klein, dreieckig-oval, unregel-
mäfsig eingeschnitten-gezähnt: var. subtenuifolium.
176 V. H. Christ,
Pflanze sehr klein, Abschnitte zahlreich, sehr klein, kurz oder nicht
gestielt, sehr kurzgezähnt: var. pseudo-lepidum Christ.
2. Sori nur an der Basis der Abschnitte, von der Mitte bis zum
Aufsenrande fehlend. Blattstiel fadenförmig, viel länger als die sehr
kurze breit-lanzettliche, kaum 2-fach gefiederte Spreite; Sporen
klein, oval, sehr fein weichstachelich.
Subspezies: Asplenium Haufsknechtii God. Reut.
B. Gefäfsbündel des untersten Blattstiels stumpf-vierkantig, ohne
Sklerenchymzellen. Pflanze drüsenhaarig. Sporen klein, oval, fein-
weichstachelig: Asplenium lepidum Presl.
II. Indusium ganzrandig, Antarktische Verwandte des A. Ruta muraria,
Sori und Indusien lanzettlich-lineal, zu 3 bis 5 in der Fläche der
Abschnitte: Asplenium Hookerianum Colenso.
Sori und Indusien oval, einzeln in den Lappen der sehr kleinen
Abschnitte: Asplenium Colensoi Hook. fil.
Schlufs.
Ich schliefse mit der Überzeugung, die jeder Leser, der mir zu
folgen die löbliche Geduld hatte, teilen mufs: dafs Asplenium Ruta
muraria L. ein Unicum ist im ganzen Bereich der Farne, so weit
bisher unsre Kentnis reicht, eine sehr energisch ausgeprägte Art, an
welche sich nur wenige Subspezies und verwandte Arten anschliefsen,
welche aber innerhalb ihres Existenzgebietes eine Variabilität erweist,
die unter unsern Augen im lebhaftesten Flufs steht und ohne allen
Zweifel den Anfang bildet zu einem Zerfall in eine grofse Anzahl
von Subspezies und zuletzt von bestimmten gesonderten Arten.
Diese Beziehung gibt einer so mühsamen Auseinandersetzung, wie
die vorliegende war, ihren Reiz und — ich hoffe es — auch ihren
Wert; nur so ist es möglich, den Fufsstapfen des Schöpfers einiger-
mafsen von Ferne zu folgen,
Den Freunden, die mich bei dieser Arbeit unterstützten, sage ich
meinen herzlichen Dank. Herr Professor Aladar Richter in Colosvar
hat mir das Herbarium Heufler zugänglich gemacht, ebenso Hert
E. Wirtgen in Bonn sein sehr reiches Herbarium, und die Herren
Max Schulze in Jena und Dr. Rosenstock in Gotha haben mich seit
Jahren mit Material versehen,
Basel, Jan. 1903.
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}
Die Varietäten und Verwandten des Asplenium Ruta muraria L. 177
Verzeichnis der Abbildungen.
Ich habe diese Bilder selbst, leider in technisch ziemlich unvollkommner
Weise gezeichnet, allein ich zog vor, sie nicht durch einen Zeichner ausführen
zu lassen, weil sonst gerade die Betonung der Varietäten-Charaktere nicht
gehörig erfolgt wäre.
Asplenium Ruta muraria L.
No. 1. var. Brunfelsii Heufl.
» 2, 3. Subvar. Matthioli Heufl.
„ 4. var. angustifolium Hall. fil. mss.
» 9. 6. var, leptophyllum (Wallr.).
» 7. var. acuminatum n. var.
„ 8. var. elatum Lang.
» 9. Lusus brevifolium (Roth.).
„ 10. var. ellipticum n. var.
„ 11. subvar. orbiculare.
„ 12. 13. var. lanceolum n. var.
„ 14. var. praemorsum n. var,
„ 15., 16. var. Zoliense Kit. mss.
„ 17. subvar. stenophyllum.
„» 18. 19. Lusus pseudo-germanicum Heufl.
„» 20. var. tenuifolium Nees mss.
„ 21., 22. var. subtenuifolium n. var.
„ 23. subvar. pseudo-lepidum Christ.
„» 24. Lusus Brunfelsii macrophyllum (Wallr.).
„ 25. Lusus ellipticum macrophyllum.
„ 26. Lusus ellipticum microphyllum (Wallr.).
„ 27. Lusus depauperatum Rosenst. mss.
„ 28., 29. Asplenium Haufsknechtii God. Reut.
„ 30. Asplenium Hookerianum Colens.
„ 31. Asplenium Magellanicum Klfs.
Hedwigia Bd, XLI. 1903. se
178
Über die in Gebäuden auftretenden wich-
tigsten holzbewohnenden Schwämme..
Von P. Hennings.
An dem Bauholze in unseren Wohngebäuden treten zahlreiche
Pilzarten auf, welche im allgemeinen als Schwamm bezeichnet werden,
und auf dasselbe mehr oder weniger zerstörend einwirken. Diese
Pilze gehören meist den Polyporaceen an, außerdem kommen
mehrere Thelephoraceen, Agaricaceen, Ascomyceten und Fungi im-
perfecti, abgesehen von verschiedenen Schimmelpilzen, auf dem Bau-
holze vor.
Sämtliche Arten finden sich auch in der freien Natur und werden
in den meisten Fällen mit dem frischen Bauholze in Neubauten ein-
geschleppt, in denen sie oft sehr günstige Entwickelungsbedingungen
vorfinden. Letztere bestehen zumeist in hinreichender Feuchtigkeit
und abgeschlossener Luft. Während diese Pilze sich in der freien
‘ Natur normal entwickeln, findet in abgeschlossenen, dumpfigen,
dunklen Räumen, sei es in Kellern, sei es unterhalb der Dielenlager
sehr häufig eine ganz abnorme Ausbildung der vegetativen Organe,
Mycelien, als besonders auch der Fruchtkörper statt. Letztere nehmen
zumal bei Lichtabschluß oft eine völlig andere Gestalt an als in der
freien Natur, sie pflegen sich häufig in die Länge zu strecken, zu ver“
geilen, sich außerdem vielgestaltig zu verzweigen oder knollenförmig
zu gestalten.
Es ist deshalb oft sehr schwer, derartige abnorm gebildete Frucht-
körper der Art nach sicher zu bestimmen, besonders dann, wer
diese keine Sporen erzeugen. Ebenso tritt hier häufig eine üppige
Wucherung der Mycelien zu Tage. Einzelne derartige Fälle werde
ich nachstehend etwas näher besprechen und auf diese Eigentümlich-
keiten hinweisen,
Der schädlichste und bekannteste aller in Gebäuden auftretenden _
Schwämme ist der sogen. echte Hausschwamm (Merulius lacty"
mans), fast ebenso schädlich und gleich diesem verbreitet ist “
Poren-Hausschwamm (Polyporus vaporarius), seltener findet ge
der Blätter-Hausschwamm (Lenzites sepiaria), doch vermag 2
letzterer das Bauholz gründlich zu zerstören,
Über d. i. Gebäuden auftretend. wichtigst. holzzerstörend. Schwämme. 179
Außer dem M. lacrymans (Jacq.) Schum. treten am Bauholze
noch andere Arten dieser Gattung, wenn auch seltener, auf, so
M. pulverulentusFr., M. hydnoides P. Henn. n. sp., M. aureus
Fr., vereinzelt habe ich sogar M. tremellosus Schrad. an Türpfosten
angetroffen.
Von Polyporeen finden sich hin und wieder Daedalea quer-
cina (L.) an eichenen Balken und Pfosten, ebenso Fomes igni-
arius (L.), an kiefernen Brettern Fomes annosus, an fichtenen Balken
Trametes odorata Fr.
Aus der Familie der Thelephoraceen sind die sehr häufigen
Coniophora cerebella (Pers.) (= C. puteaneum Fr.) und Cor-
ticium giganteum Fr. zu erwähnen, auch einzelne Hypochnus-
Arten treten hin und wieder auf.
Von Agaricineen führen wir hier besonders Lentinus squa-
mosus (Schaeff.),, Paxillus acheruntius (Humb.), Coprinus
domesticus Pers., C.radians Desm., Psathyrella disseminata
(Pers.), Armillaria mellea (Vahl) an, von Ascomyceten: Xylaria
polymorpha (Pers.), Ceratostomella pilifera (Fr.), sowie von
Sphaeropsidaceen: Coniothyrium domesticum P. Henn. n. sp.
Letztere haben jedoch in dieser Beziehung keine wesentliche Be-
deutung.
Vorstehend erwähnte Arten wollen wir bezüglich ihres Vor-
kommens, ihrer zerstörenden Wirkung und ihrer äußeren Beschaffen-
heit nach in systematischer Folge etwas näher betrachten.
Corticium giganteum Fr. tritt besonders auf Staken- und
Schalenbrettern, sowie auf Dachsparren in Gebäuden auf, seltener
findet es sich daselbst an bearbeiteten Balken und Brettern. Der
Pilz bildet ein strahlig ausgebreitetes, faseriges, weißes Mycel. Die
Fruchtkörper sind krustenförmig, wachsartig oder häufig filzig-rauh,
weiß, im trockenen Zustande gelblich-weiß, oft pergamentartig, zähe.
Mitunter sind dieselben polsterförmig gewölbt, zottig behaart. Das
Mycel des Pilzes ist kaum als wesentlich schädlich zu bezeichnen,
da das Holz höchstens auf der Oberseite etwas angegriffen wird, bei
Trockenheit stirbt das Mycel ab.
Coniophora cerebella (Pers.), Kellerschwamm, findet sich be-
sonders von Herbst bis Frühling in feuchten Kellern an Balken,
Dielen, Mauern und auf Erdboden. Das Mycel ist oft spinnwebartig,
weißlich oder gelblichbraun, aus meist farblosen oder gelblichen, ver-
schieden dicken, verzweigten, oft Schnallen bildenden Hyphen, welche
mitunter mit Körnchen und Krystallen ausgeschiedenen oxalsauren
Kalkes behaftet sind, gebildet. Die Fruchtkörper sind gewöhnlich
krustenförmig flach, mit breitem, flockig-häutigem, weißlichem oder
gelblichem Rande, in der Mitte oft fleischig, oliven- oder gelblich-braun,
dann rostfarbig, mit zahlreichen unregelmäßigen erhabenen Warzen
12*,
180 P. Hennings.
besetzt, wellig, im trockenen Zustande rissig. Die Sporen sind
ellipsoid, beiderseits abgerundet, an der Basis oft mit farblosen
Wärzchen, im Innern mit einem oder mehreren Öltröpfchen erfüllt,
6—15 (meist 9—12) « lang, 5—8 u breit, mit glatter, gelb-brauner
oder trüb-brauner Membran. Nicht selten treten in dunklen, dumpfigen
Räumen eigentümliche Wucherungen des Fruchtkörpers auf. Derselbe
bildet auf der Oberfläche unregelmäßige, höckerige, knollige Er-
hebungen bis zu Walnußgröße, welche oft mit dickem wattenförmigem,
weißem Mycel umgeben sind. Mitunter können diese Erhebungen
sich geweihartig oder blumenkohlartig verzweigen, die verschiedensten
Gestaltungen, einzeln sogar die einer Morchel annehmen.
Dieser Pilz hat in allen Teilen überraschende Ähnlichkeit mit
dem echten Hausschwamm sowie mit M. pulverulentus, doch ist
das Hymenium niemals wie bei diesem mit faltigen, aderig-netzigen,
zelligen oder stachelförmigen Erhebungen bekleidet, ferner sind die
Sporen meist etwas größer, regelmäßiger ellipsoid, von mehr trüb-
brauner Färbung.
Das Mycel kann dem Holzwerke zweifellos nachteilig werden,
die Oberfläche mehr oder weniger stark zerstören, doch findet nie-
mals eine so intensive Zerstörung statt, wie solche in kurzer Zeit
durch das Mycel des Hausschwammes bewirkt wird. Während der
trockenen Jahreszeit pflegt der Pilz abzusterben, wenigstens keine
Fruchtkörper zu entwickeln.
Merulius lacrymans (Jacq.) ist in seiner typischen Ausbildung
sofort und sicher auch für den Laien erkennbar und von allen ähn-
lichen Pilzarten leicht zu unterscheiden. Derselbe ist aber unter
Umständen so ungemein veränderlich in der Form der Mycelien und
des Fruchtkörpers, daß es dann selbst dem langjährigen Kenner oft
schwer fällt, diese Formen mit Sicherheit als dem Hausschwamm an-
gehörig zu bestimmen. In der freien Natur, wo der Hausschwamm
besonders an morschen Kiefernstümpfen und in der näheren oder
weiteren Entfernung von diesen auf nacktem oder bewachsenem Erd-
boden auftritt, sind die Fruchtkörper gewöhnlich klein, nur wenige bis
15 cm groß, von schmutzig-rostbrauner Färbung, selten von einem
ausgedehnteren filzigen Mycelrand umgeben. Die Fruchtkörper ver
mögen sich hier nur in sehr geschützten Lagen bei frostfreier, ruhiger
feuchter, anhaltend nebeliger Witterung zu bilden, gewöhnlich im
Spätherbst und Winter. Dieselben werden zu dieser Jahreszeit sehr
leicht übersehen und ist sowohl das Vorkommen in versteckten
Schlupfwinkeln, wie die meist späte Jahreszeit, ferner die unauffällige
schmutzig-braune Färbung die Ursache, weshalb der Pilz verhältnis
mäßig selten in der freien Natur bisher beobachtet worden ist.
Außerdem ist aber zu bedenken, daß auch in Gebäuden, selbst da,
wo für die Fruchtkörperentwickelung die allergünstigsten Bedingungen
er -
1
;
)
Se
Über d. i. Gebäuden auftretend. wichtigst. holzzerstörend. Schwämme. 181
obwalten, dieselben im ganzen selten zur Entwickelung kommen. Aus
langjähriger Erfahrung kann ich anführen, daß selbst bei üppiger
Mycelentwickelung in ca. 100 Fällen nur etwa zehnmal Fruchtkörper
beobachtet wurden, obwohl in Gebäuden meist dann erst der
Schwammschaden bemerkt wird, wenn die Zerstörung des Holzes
schon weit vorgeschritten ist. In Gebäuden erkennt man das dort
meist üppig entwickelte Mycel sehr leicht als das des Hausschwammes,
in der freien Natur aber ist eine derartige Mycelentwickelung aus-
geschlossen und dürfte es außerdem schwer halten, die reduzierten
Mycelformen dieses Pilzes von denen anderer Hymenomyceten zu
unterscheiden.
Neuerdings haben sich allmählich die‘ Fälle gehäuft, wo Frucht-
körper des Hausschwammes in der freien Natur beobachtet worden
sind, obwohl die Forstwirtschaft eine viel rationellere geworden ist, als
früher. Mit Rücksicht hierauf ist es sogar annehmbar, daß der Haus-
schwamm sich in früheren Zeiten viel häufiger im Walde vorgefunden
hat, als heute, obwohl bisher nur eine verbürgte Mitteilung von Albertini
und Schweinitz über das Vorkommen im Walde aus dem Jahre 1805
vorliegt. Es heißt deshalb: suchet, so werdet ihr schon finden.
Da Prof. C. v. Tubeuf neuerdings die bisher bekannten Standorte
des Hausschwammes in Wäldern zusammengestellt, Prof. A. Möller
ebenfalls mehrere neue Standorte bei Eberswalde angeführt hat, will
ich hier nur noch erwähnen, daß Prof. Plöttner den Pilz auf
Kiefernstümpfen in Wäldern bei Rathenow Oktober 1896 beobachtete.
E.Rostrup fand denselben an einem lebenden Stamm von Casta-
nea vesca in Charlottenlund auf Seeland.
Außerdem liegt von Sauter das Fragment eines Pilzes vor, welchen
derselbe als Merulius forma imbricata lacrymantis bezeichnet,
auf Waldboden September 1874 bei Salzburg gefunden, später in
Hedwigia 1877 p. 73 als M. giganteus beschrieben hat. Das dürftige
Exemplar ist zwar etwas abnorm gebildet, dürfte aber wahrscheinlich
nur eine Form von M. lacrymans sein. Die Sporen sind eiförmig,
braun, 6—-10X4—5 u groß.
Aus Gebäuden habe ich den Hausschwamm letztzeitig besonders
aus Moskau sowie aus Tokyo in Japan erhalten, außerdem aus Tokyo,
wo das typische Mycel zur Regenzeit den Erdboden im botanischen
Garten mit ausgebreiteten Häuten überzieht.
Über das Vorkommen und die Entwickelung des Mycels im leben-
den Holze, welches durch die Erfahrung vollauf bestätigt wird, sind
neuerdings von verschiedenen Seiten Untersuchungen angestellt
worden, welche hoffentlich recht bald günstige Resultate in dieser
Beziehung geben dürften, nachdem letztzeitig von Prof. A. Möller
die Keimung der Sporen und die weitere Entwickelung des Mycels
wissenschaftlich klargestellt worden ist.
182 P. Hennings.
Die äußere Gestalt der Mycelien sowie die des Fruchtkörpers
von M. lacrymans in Gebäuden ist meist hinreichend bekannt. Nicht
selten treten aber, wie bereits erwähnt, ganz abnorme Formen der
letzteren auf. Die Hüte können, zumal an Pfählen und Balken, völlig
frei, muschelförmige, glockenförmige, verzweigte, dachziegelförmige
Gestalt annehmen, mitunter seitlich oder zentral gestielt sein. Hin
und wieder finden knollige oder kugelige Bildungen statt. Ebenso
ist das Hymenium sehr vielgestaltig. Gewöhnlich besteht dasselbe
aus faltenförmigen oder aderig-netzigen Erhebungen. Dieselben können
bei dünneren häutigen Fruchtkörpern oft ganz oder fast ganz ver-
schwinden, völlig eben und glatt sein, so daß diese Formen einen
thelephoraceen-ähnlichen Anblick gewähren. Nicht selten aber, zu-
mal bei kräftig entwickelten Formen, bilden sich die Falten zu Poren,
Waben, unregelmäßigen, oft kammförmig geschlitzten Runzeln aus.
Vertical wachsende Fruchtkörper zeigen nicht selten ein an die
Hydnaceen erinnerndes Hymenium, indem dasselbe aus herablaufenden
freien oder büschelig verzweigten Stacheln, mitunter auch aus
lamellenartigen breiteren Blättern besteht.
Feuchte Mauern in Warmhäusern und Zimmern sind nicht selten
mit weit ausgebreiteten papierartigen, grauen oder rosenroten Mycel-
häuten bedeckt, in deren Mitte oder nach den Rändern zu anfangs
zerstreute, später zusammenfließende gelbliche Hymeniumanlagen
auftreten. Diese sind oft ganz eben und glatt, hin und wieder mit
anastomosierenden Adern durchzogen, selten mit Waben, im Reife-
zustand von dem ockerfarbigen Sporenpulver dicht bedeckt. Die
Sporen haben stets die Größe, Form und Färbung der typischen
Art, sie sind meist ellipsoid, eiförmig, selten fast kugelig-eiförmig,
an der Basis mit einem farblosen Wärzchen, oft ungleichseitig aus-
gebildet, bei verkümmerten Formen einseitig konkav, im Innern oft
mit einem oder mehreren, meist ohne Öltröpfchen, 5—11 X 41/;—6!Js #
groß. Diese Form bezeichne ich als form. coniophoroidea, während
die mit deutlichen Stachelbildungen als form. irpexioidea zu be-
zeichnen sein dürfte,
Eine ganz ähnliche Art, welche hervorragend durch die trüb-
braune Sporenfärbung, sowie durch die fast niemals mit Hymenium-
erhebungen versehenen, oft häutigen, später lederartigen Fruchtkörper
verschieden, die meist Dielenbretter auf der Unterseite, sowie Decken
in weiter Ausdehnung überwuchern, ist Merulius pulverulentus Fr.
— Coniophora membranacea DC. Vielleicht ist dieser Pilz aber
nur, wie voriger, eine Anpassungsform des M. lacrymans, die be-
sonders durch die Sporenfärbung abweichend ist. Das Mycel zer
stört das Holzwerk in gleicher Weise wie letzterer. Ich habe diese
Form nur vereinzelt in Berlin beobachtet, dieselbe aber mehrfach,
so aus Breslau von Kellerdecken, aus Stuttgart von Tapeten, aus
Über d. i. Gebäuden auftretend. wichtigst. holzzerstörend. Schwämme. 183
Hannover, sowie letztzeitig aus Hamburg von Dr. Brick zugesandt
erhalten, nach dessen Mitteilung das Mycel die Deckenbretter eines
Eisschuppens des dortigen Werkhauses völlig zerstört hat, von denen
die weitausgebreiteten Häute des Fruchtkörpers lappig herunter-
hingen.
Die meisten von Fries beschriebenen braunsporigen Merulius-
arten dürften vielleicht nur Formen des M. lacrymans sein, doch ist
die Beschreibung viel zu dürftig und mangelhaft behufs Erkennung
derselben.
Eine ganz eigentümliche, abweichende, mit keiner der gegebenen
Beschreibungen zu identifizierende Art habe ich mehrfach in Ge-
bäuden, sowie auch im Grunewalde angetroffen.
Das Mycel des Pilzes ist meist häutig, fädig, aus farblosen oder
bräunlichen, meist 2!1/—3!/s w dicken Hyphen bestehend, welche
oft reichliche Schnallenbildungen zeigen und mit Ausscheidungen
oxalsauren Kalkes inkrustiert sind. Zwischen den Fäden treten oft
dickere, rostbraune Stränge auf, außerdem finden sich häutige
Mycelien. Die Fruchtkörper sind häutig, krustenförmig ausgebreitet,
klein oder bis 20 cm im Durchmesser, von einem dünnen, papier-
artigen, gelblichen, breiten sterilen Rande meist umgeben. Das
Hymenium besteht am Rande meist aus Adern und Falten, nach
der Mitte zu treten dagegen einfache oder büschelig verzweigte, oft
sparrig abstehende, hängende Stacheln auf. Die Färbung des Hyme-
niums ist rostbraun. Ich würde diesen Pilz wohl nur für eine Form
des M. lacrymans halten, wie dies auch früher geschehen ist, wenn
nicht die Sporen in der Form, Größe und Färbung konstante Ab-
weichungen zeigten.
Dieselben sind stets eiförmig oder breitellipsoid, fast kugelig,
4—6 u lang, 31/—5 u breit, mit glatter gelbbräunlicher Membran.
Meistens sind die Sporen kleiner, 4-5 X 3'/—4 u, niemals auch
nur annähernd so groß wie bei voriger Art.
Ich fand diesen Pilz wiederholt in Gebäuden, wo das Dielen-,
Schalen- und Balkenholz durch das Mycel völlig zerstört worden war,
ferner an Topfwandungen in feuchten Warmhäusern, sowie am
Grunde von Kiefernstämmen im Grunewalde, wo der moorige Boden
in Vertiefungen außerdem mit den kleinen Fruchtkörpern überzogen
war. Von .M. himantioides Fr. scheint dieser Pilz genugsam ver-
schieden.
Häufig tritt an Brettern und Pfählen in Gewächshäusern, seltener
in Gebäuden an Balken und Dielen Merulius aureus auf.
Das Mycel dieses Pilzes ist dem des echten Hausschwammes
ähnlich gestaltet, bildet aber niemals dickere verholzende Stränge.
Die Fruchtkörper sind dünnhäutig, weichfleischig, resupinat aus-
gebreitet, im Umfange spinnwebig-filzig oder häutig, weißlich oder gelb.
184 P. Hennings.
Das Hymenium ist goldgelb oder gelb-rötlich, mit krausen Falten,
welche oft zu gewundenen Zellen verbunden sind.
Die Sporen sind ellipsoid oder fast eiförmig, 4—51/, X 31/4 u,
mit fast farbloser oder gelblicher Membran.
Das Mycel zerstört das kieferne Holzwerk in ähnlicher Weise
wie der echte Hausschwamm, doch findet dieses anscheinend nicht
so energisch und. in beschränkterem Umfange statt.
Der Pilz findet sich oft auch in der freien Natur, am morschen
Holze alter Kiefernstämme, an Stümpfen, Brettern, häufig auch auf
Erde und ‘trockenes Laub übergehend.
Das Mycel scheint gleich dem des M. lacrymans, bei dem
man auch, wie erwähnt, die Fruchtkörper auf Erde und an Mauern
oft in weiterer Entfernung von Holzwerk antrifft, seine Nahrung dem
Holze zu entziehen. Es erscheint aber nicht ausgeschlossen, daß
die das Erdreich durchziehenden Mycelien etwaige in diesem vor-
handene organische Stoffe behufs ihrer Ernährung zersetzen und
aufnehmen.
Nur äußerst selten kommen M. tremellosus und M. serpens
an bearbeitetem Holze in Gebäuden vor, ohne hochgradig zerstörend
zu wirken,
Polyporus vaporarius (Pers.) Fr. (der Poren-Hausschwamm)
ruft dieselben hochgradigen Zerstörungserscheinungen des Bauholzes
hervor wie der echte Hausschwamm. Derselbe ist ebenso verbreitet,
in einzelnen Gebieten, so in Schlesien anscheinend noch verbreiteter
als dieser. Er findet sich in der freien Natur besonders an Nadel-
holzstämmen und Stümpfen, so an Kiefern, ‚Fichten, Tannen, doch
soll er auch an Laubhölzern vorkommen, außerdem an altem Holz-
werke, Erde, faulendem Laub u. s. w. Das Mycel desselben lebt
zweifellos parasitisch im Stamm und wird dasselbe mit dem be-
hafteten Bauholze in Bauten eingeschleppt.
Der Pilz ist in ganz Europa heimisch und wird dessen Vor-
kommen in den meisten Gebieten des Erdkreises, selbst in den
Tropen, angegeben. Die Vielgestaltigkeit der F ruchtkörper hat eine
reiche Synonymik der Namen veranlaßt. P. Vaillantii DC.,P. medulla
panis Pers., P, Henningsii Bres. u. s. w. sind mit der Art identisch,
als Formen dieser anzusehen, ferner dürfte P. destructor Schrad.
hierher gehören. Die Variation des Fruchtkörpers ist, je nach den
äußeren Bedingungen, so groß, daß es viele Seiten erfordern würde,
diese ausführlicher zu beschreiben. Bereits in den Verhandl. botan.
Verein. Brandenb, XL. p. 125 habe ich darauf hingewiesen und die
wichtigsten Formen daselbst p. 176 in Abbildungen gegeben. Die
Mycelien sind jedoch nicht so vielgestaltig wie die des Merulius
lacrymans, gewöhnlich von weißer Farbe, sehr selten gelblich
a Et
Über d. i. Gebäuden auftretend. wichtigst. holzzerstörend. Schwämme. 185
werdend. Dieselben sind frisch durch einen eigentümlichen säuerlich-
scharfen, an Sauerteig, hin und wieder auch an Rettich erinnernden
Geruch ausgezeichnet. Die jungen Mycelien breiten sich auf der
Fläche meist fächerförmig, fast Eisblumen ähnlich aus, sie sind rein
weiß, reich verzweigt, filzig, fädig bis strangartig. Die strangförmige
Form durchwuchert gewöhnlich das Füllmaterial unterhalb der Dielen,
sowie die Fugen der Mauern, dieselbe vermag längere Zeit der Trocken-
heit zu widerstehen, ohne abzusterben. Diese Stränge können bei
Feuchtigkeit sogar das Mauerwerk eines Hauses durchwuchern und
durch die Wand des Nachbarhauses eindringen. Bei dem Abbruch
eines Hauses in Berlin sah ich, daß aus dem Mauerwerk des stehen
gebliebenen Nachbarhauses die weißen Mycelstränge von unten bis
zum dritten Stock hinauf herabhingen. Ebenso habe ich häufiger
gut ausgebildete, häutig krustige Fruchtkörper in Höhlungen der
Ziegelsteine angetroffen. Die verschieden gestaltige Ausbildung
desselben wird teils durch den Feuchtigkeitsgrad der Luft, durch
Abschluß von Luft und Licht, durch die Temperatur, sowie durch
die äußere Lage des Substrates bedingt.
In Wohngebäuden, besonders unterhalb der Dielen, an Decken,
Balken u. s. w. tritt der Pilz gewöhnlich nur in resupinater Form
auf. Die Fruchtkörper entstehen auf dem fächerförmig ausgebreiteten
Mycel als dünne abziehbare weiße Häute, die schließlich aus ziemlich
weiten rundlich-eckigen, oft zerschlitzten Poren bestehen. Die Sporen
sind ellipsoid, 4-6 X 3—3!/s u groß, mit glatter, farbloser Membran.
Außerdem findet sich der Pilz in Gebäuden besonders an feuchten
Kellerbalken in knollenförmiger Gestalt. Diese Knollen können faust-
groß werden, sie sind anfangs flockig-schwammig, später fest, ober-
seits oft mit Poren bedeckt.
Viel wechselvoller treten nun aber die Fruchtkörper an Stellagen-
brettern, hölzernen Kübeln, Tischen, Balken in feuchten, warmen
Gewächshäusern auf. Bei resupinaten Formen können die Röhren
des Fruchtkörpers hier eine Verlängerung bis über lcm erfahren,
die Mündungen derselben sind wabenartig-eckig. Bei eintretender
Trockenheit lösen sich die Wandungen voneinander und stellt der
Pilz alsdann ein aus bandförmigen Stacheln bestehendes Gebilde,
einem Hypnum ähnlich, dar.
In einzelnen Fällen beobachtete ich dagegen, daß an Brettern
üppige resupinate häutige Fruchtkörper bei Feuchtigkeit aus dem
Mycel entstanden, deren Hymenium jedoch bei Entziehung der
Feuchtigkeit keine Poren, sondern netzige Adern, sowie Warzen,
ähnlich wie bei Thelephoraceen, bildete.
Wenn das ein feuchtes Brett überziehende fächerförmig aus-
gebreitete Mycel den Rand des Brettes erreicht hatte, so pflegten
die Mycelstränge entweder eine kurze Strecke über denselben hinaus-
186 P. Hennings.
*
zuwachsen oder auch sich am Ende zu verdicken. Aus diesen Mycel-
strängen entwickelten sich nun am Brettrande teils apode, teils
pleuropode muschelförmige Hüte, oberseits weiß, seidigglänzend,
unterseits mit dem aus rundlichen Poren bestehenden Hymenium
bekleidet. Vereinzelt beobachtete ich, daß sich auf der Oberfläche
der Tische, die mit Kohlenschlacke belegt waren, das Mycelium auf
der Tischfläche ausbreitete. Aus diesem entstanden becherförmige,
gestielte Hüte. Am Innenrande größerer Pflanzenkübel verschmolzen
nicht selten die aus den benachbarten Mycelsträngen entstehenden
Hüte zu verzweigten, merismaartigen Bildungen.
Eine eigenartige Chlamydosporenform dieses Pilzes ist Ptycho-
gaster rubescens Boud., welche sich bei großer Luftfeuchtigkeit bildet.
Ich habe diese Form zu Hunderten von Exemplaren nach und nach
in Berliner Gewächshäusern beobachtet, sowie außerdem in Gemein-
schaft mit der resupinaten Form von P. vaporarius an Balken, in
feuchten Kellern, so in Greiz, bei Stettin, in Berlin u. s. w. Die-
selben treten anfänglich in kleinen weißen Filzrasen auf, welche sich
bald vergrößern. Sie sondern die überschüssige Feuchtigkeit ab,
welche in rötlichen Tröpfchen zwischen dem Filz der Oberfläche
ausgeschieden wird. Hierdurch wird der Filz an der Ausscheidungs-
stelle verklebt, es entstehen Löcher und Höhlungen auf der Ober-
seite, so daß der reife rötlich gefärbte Fruchtkörper wabenartig
daselbst erscheint. Wenn nun auch die Mycelien das Holzwerk in
gleicher Weise und ebenso energisch zu zerstören vermögen wie die
des echten Hausschwammes, so sind dieselben nicht befähigt wie
letztere Feuchtigkeit auf weitere Entfernungen zu transportieren.
Sie vermögen sich nur dort zu entwickeln, wo an Ort und Stelle
entsprechende Feuchtigkeit vorhanden ist.
Nur äußerst selten werden Arten der Gattung Fomes in Wohn-
gebäuden angetroffen, an kiefernen und fichtenen Balken und Brettern
kommen vereinzelt resupinate oder knollige Formen von F.annosus Fr.,
dem Kiefern-Wurzelschwamm , sowie von F. pinicola vor, diese
pflegen aber nur das Substrat teilweise zu zerstören und gehen
niemals auf benachbartes Holzwerk über.
Aus Ziegenhain in Thüringen erhielt ich eigentümlich gestaltete
knollenförmige Fruchtkörperbildungen mit mehrschichtigen braunen
Röhren und brauner Hutsubstanz zugesendet, welche ihrer Beschaffen-
heit nach zu Fomes fomentarius gehören. Dieselben traten sowohl
an eichenen Pfosten der Haustür wie auch an eichenen wohl hundert
Jahre alten Balken im Gebäude auf. Dieselben waren, soweit der
Schwamm vorgedrungen, völlig morsch und zerstört. Das zwischen
den Fugen der Balken befindliche Mycel ist lederartig. Häufiger als
obige Arten tritt der Eichen-Wirrschwamm Daedalea quercina (L.
an eichenen Balken und Decken in Gebäuden auf. Derartige Balken
ierisoesena
}
oo ER
Über d. i. Gebäuden auftretend. wichtigst. holzzerstörend. Schwämme. 187
wurden von Prof. Magnus in der Kgl. Porzellanmanufaktur in Berlin
Febr. 1868 mit üppigen Mycelien, sowie mit knolligen, auf der Ober-
fläche mit labyrinthartigen Poren bekleideten Fruchtkörpern zahlreich
angetroffen. Verschiedentlich fand ich den Pilz in Kellern an eichenen
Balken in Berlin und Umgegend, ebenso an eichenen Brettern in
Gewächshäusern.
Aus Iserlohn erhielt ich ein ganz abnormes, knollenförmiges,
verzweigtes Gebilde zugesandt, dessen Mycel das Eichenholz in einem
dunklen Raum völlig zerstört hatte. Dasselbe ist seiner Konsistenz
sowie dem Hymenium nach ebenfalls D. quercina (L.)
Viel gefährlicher erweist sich das Vorkommen von Lenzites
sepiaria (L. abietina) des Blätter-Hausschwammes in Wohn-
gebäuden. Derselbe bewohnt das Holz der Nadelhölzer, Kiefer,
Fichte, Tanne. In der freien Natur tritt er meist an Baumstumpfen,
Latten und Pfählen auf. Hier sind die Fruchtkörper meist muschel-
. förmig oder krustenförmig gebildet; eine Mycelentwickelung außer-
halb des Holzes findet nicht statt. In Gebäuden tritt dieser Pilz
nun in ganz eigenartigen Formen auf, besonders an Balken, Dielen-
und Schalenbrettern, sowie auch am Holzwerk in Fachwerkbauten.
Das Mycel entwickelt sich hier nach außen hin in wolligen oder
polsterförmig-filzigen Massen von grau- oder rostbrauner Färbung.
Dasselbe zerstört das Holzwerk in hochgradiger Weise und geht
nicht nur auf benachbartes Holzwerk über, sondern vermag auch die
Fugen des Mauerwerkes zu durchdringen und mit üppigen Wuche-
rungen zu durchsetzen.
Die Hyphen des wollig-flockigen Mycels sind oft geschlängelt,
nicht zu dickeren Fäden verwebt, hin und wieder verzweigt und
Schnallenbildungen zeigend, meist 2—4 u dick, rostbraun oder gelb-
lich braun, selten fast farblos, stellenweise mit feineren und gröberen
Körnchen und Krystallen ausgeschiedenen oxalsauren Kalkes behaftet.
Das Mycel dürfte seiner Färbung wegen wohl hin und wieder mit
dem des echten Hausschwammes verwechselt werden.
Neuerdings häufen sich die Fälle, wo mir durch diesen Pilz zer-
störtes Holz zugesandt worden ist, derselbe sei deshalb der besonderen
Aufmerksamkeit der Bau-Sachverständigen empfohlen.
In Thüringen fand ich ein aus Fachbau bestehendes größeres
Gebäude mit dem Mycel des Schwammes völlig durchsetzt. Sämt-
liches Fachwerk war, obwohl der freien Luft ausgesetzt, auch äußer-
lich morsch, ebenso teilweise die Balken, Fenster- und Türpfosten
im Innern des Gebäudes. Das aus Ziegelsteinen bestehende Mauer-
werk war mit dem filzig- braunen Mycel durchwuchert. An Fenster-
pfosten und Türrahmen hatten sich unter Einfluß des Lichtes ziemlich
normal gebildete, hutförmige Fruchtkörper entwickelt. Alles Holz-
werk bestand aus dem der Fichte.
188 P. Hennings.
Ebenso fand ich bei Berlin mehrfach Neubauten mit diesem Pilze,
wenn auch in weit schwächerem Grade, behaftet. Hier trat derselbe
besonders an Balken und Schalenbrettern unter Abschluß des Lichtes
auf. Die Fruchtkörper waren ganz abnorm gebildet, dieselben zeigten
hornförmige, geweihartige verzweigte Gestalt, und waren die Hüte
verkümmert oder meist trichterförmig oder auf einzelne Lamellen
reduziert. Nicht selten findet sich aber eine aus irpexartigen, langen,
breiten Stacheln bestehende polster- oder knollenförmige Ausbildung
der Fruchtkörper, die ähnlich wie Telephora palmata aussieht.
Häufiger habe ich derartige Bildungen nebst dem völlig zerstörten
Holze aus anderen Orten zugesandt erhalten, so letztzeitig aus
Düsseldorf, Mühlheim, Stettin u. s. w. Es ist im höchsten Maße
wahrscheinlich, daß auch das Mycel dieses Schwammes sich in lebenden
Nadelholzstämmen findet, da ich Fruchtkörper derselben an lebenden
Kiefern beobachtet habe. Das Mycel wird zweifellos mit frischem
Bauholze zu Gebäuden hineingebracht, besonders mit Fichtenholz.
Die Zerstörung des Holzes und die Ausbreitung des Mycels findet
aber langsamer und weniger energisch statt wie bei Merulius lacrymans.
Außerdem tritt dieser Schwamm verhältnismäßig selten in Gebäuden
auf. Eingehende Untersuchungen über die Verbreitung, Entwickelung
und die zerstörende Wirkung dieses Schwammes haben bisher nicht
stattgefunden.
Lentinussquamosus (Schaeff.)—=L.lepideusFr., L. suffru-
tescens (Brot.) Fr. findet sich in der freien Natur sehr oft an
kiefernen Stümpfen, Pfählen und Holzwerk in normal gebildeten,
verschieden gestalteten, gestielten, anfangs gewölbten, später oft
niedergedrückten zähfleischigen, 3—10 cm breiten Hüten, die auf der
Oberseite weißlich oder gelblich, meist mit angedrückten dunkleren
Schuppen bedeckt sind. Das Hymenium besteht aus buchtig herab-
laufenden, breiten, weißlichen, an der Schneide gekerbten, gesägten
oder zerschlitzten Lamellen, Die Sporen sind farblos, fast kugelig,
2—3 4 im Durchmesser.
In Gebäuden tritt dieser Pilz besonders an Balken, seltener an
Brettern sowohl in Kellern, als unterhalb der Dielen sowie unterhalb
des Daches oft in ganz monströsen Bildungen auf. Diese können bis
über '/, m lang werden, sich geweihartig auf eigenartige Weise ver
zweigen, an den Spitzen verschieden gestaltete Hüte entwickeln, oder
auch hornförmig sich verbilden. Dieselben sind meist rein weiß oder
bräunlich, im Alter oft schmutzig rostfarben. Kieferne Balken unter“
halb eines Daches, an denen ich den Pilz in zahlreichen schönen
Formen fand, waren stark durch das Mycel zerstört worden. Aus
Wiehe, woher ich den Pilz 1902 erhielt, wird mitgeteilt, daß das Holz
der Balken und Dielen völlig zerstört sei, Möglicherweise haben hier
aber Mycelien anderer Pilze die Zerstörung teilweise bewirkt. Im
Über d. i. Gebäuden auftretend. wichtigst. holzzerstörend. Schwämme. 189
allgemeinen scheint nur das befallene Holzstück nach und nach zer-
stört zu werden, wenigstens habe ich nicht bemerkt, daß das Mycel
auf benachbartes gesundes Holzwerk übertragen wird. Das Mycel
dürfte durch frisches, mit diesem behaftetes Holz eingeschleppt werden.
Der Zerstörungsprozeß geht verhältnismäßig langsam von statten und
gehört dieser Pilz, zumal er selten in Gebäuden auftritt, zu den
weniger schädlichen Holzschwämmen.
Paxillus acheruntius (Humb.) Schröt. —= P. panuoides Fr.
findet sich in der freien Natur nicht selten an alten Kiefernstümpfen,
am Grunde alter Stämme, an Pfählen und Brettern. Derselbe wächst
hier oft in dachziegelförmigen Rasen und sind die Hüte fächerförmig,
fleischig, mehr oder weniger seitlich gestielt, oberseits gelbbraun oder
hell rostbraun. Die Lamellen sind herablaufend, gedrängt, gelb, nach
der Basis zu aderig verbunden, verzweigt, gekräuselt. Die Sporen
sind breit ellipsoid, 4—6 X 3—4 u, mit gelbbrauner, glatter Membran.
In Gebäuden tritt der Pilz besonders an Decken feuchter Keller,
sowie an der Unterseite des Dielen- und Balkenholzes sehr ver-
schiedengestaltig auf. Die Fruchtkörper entwickeln sich hier aus
einem fädigen, gelblichen, rosenroten oder violettroten Mycel. Auf
der Unterseite liegender Bretter sind dieselben oft becher- oder
schüsselförmig, kreisrund oder auch muschelförmig, ohrförmig, mit
der Oberseite angewachsen, weißlich, gelblich, mitunter rosenrot
gefleckt. Bei den resupinat-schüsselförmigen Formen entspringen
die Lamellen gewöhnlich vom Zentrum aus, sie sind stark gekräuselt,
adernetzig verbunden, blaßgelb oder goldgelb. An abstehenden
Balken können die Fruchtkörper auch fächerförmig, langgestielt, viel-
fach gelappt sein. Nicht selten werden diese Formen von Laien mit
Fruchtkörpern des echten Hausschwammes verwechselt, mit denen
sie in Färbung und oft auch in der Form äußerliche Ähnlichkeit
besitzen. Das Mycel ist für das Holzwerk nur in beschränkter Weise
nachteilig, eine umfangreichere Zerstörung ruft dasselbe nicht hervor.
Bei Trockenheit stirbt dasselbe ab. Hin und wieder findet man
auch feuchte Kellerwände mit den Überzügen bewachsen und schwache
Fruchtkörper entwickelt.
Coprinus radians Desm. findet sich hin und wieder an Keller-
decken sowie an feuchten Balken und Brettern in Gebäuden. Das
Mycel bildet oft weit ausgebreitete flockig-filzige oder wergartig-zottige
gelbbraune oder rostbraune Überzüge, welche bis 1 m Durchmesser
erreichen können. Dasselbe wurde früher als Ozonium oder De-
matium stuposum bezeichnet. Aus demselben entwickeln sich
dünnfleischige, anfangs glockenförmige, dann ausgebreitete gestielte
Hüte mit grau- oder gelbbrauner, anfangs kleiig bestäubter Oberfläche,
3-4 cm breit. Die Stiele sind röhrig, weißglänzend, oft bis 15 cm
verlängert, am Grunde von gelbbraunem Filz strahlig umgeben.
190 P. Hennings.
Die anfangs weißlichen Lamellen werden braun, dann schwarz.
Das Mycel ist dem Holzwerke nicht besonders schädlich.
Ganz ähnliche Mycelien, die meist jedoch von derberer, festerer
Beschaffenheit sind, ausgebreitete filzige, lederartige, rostbraune Über-
züge an Kellermauern und Holz in Gebäuden bilden, entwickelt
Psathyrella disseminata (Pers.). Bei hinreichender Feuchtigkeit
und Licht gehen zahllose gestielte kleine grauweißliche Hüte aus den
Mycelien hervor. Auch dieser Pilz ist dem Holzwerke nicht weiter
schädlich.
Der allbekannte Hallimasch, Armillaria mellea (Vahl), findet
sich in der freien Natur an lebenden und abgestorbenen Baum-
stämmen jeder Art überall weit verbreitet. Das Mycel desselben,
die sogen. Rhizomorpha subcorticalis oder Rh. subterranea
richtet in Laub- und Nadelwäldern, in Parkanlagen und Gärten un-
glaublichen Schaden an, indem dasselbe, im Boden verbreitet, von
den Wurzeln aus zu den Stämmen hinaufwächst und diese nach und
nach zum Absterben bringt. Die Fruchtkörper des Pilzes entwickeln
sich aus den oft viele Meter lang werdenden anfänglich häutigen
weißen, dann strangartigen, reich verzweigten, schwarz berindeten
Mycelien zur Herbstzeit. Meist erscheinen die Fruchtkörper zur
Herbstzeit an den mit Mycelien durchsetzten Baumstümpfen, sowie
aus dem Erdboden, seltener an lebenden Stämmen aus den bloß-
liegenden Rhizomorphen. Im Kieler Schloßgarten sah ich 1879 eine
alte Pappel, deren dicker Stamm, teilweise schon von der Rinde
entblößt, von unten bis zum Gipfel mit netzförmig den Holzkörper
umkleidenden Rhizomorphensträngen- behaftet war, aus denen viele
Hunderte von Fruchtkörpern hervorgewachsen waren.
Selten treten derartige Rhizomorphen in Gebäuden unterhalb der
Dielenlager auf, gewöhnlich werden sie alsdann für Wurzelbildungen,
zumal wenn die Dielung nicht unterkellert ist, angesehen.
Im September 1892 erhielt ich derartige Rhizomorphenstränge
aus dem Kaiserl. Schloß zu Urville bei Metz zur Begutachtung zu-
gesendet. Dieselben fanden sich dort in großer Menge unter dem
Fußboden. Kurze Zeit darauf erhielt ich meterlange Stränge aus
Sulmieczyce in Posen zugesandt, welche die eichenen Dielenlager
eines Gebäudes unterseits überzogen hatten. Das beigefügte Dielen-
holzstück war völlig zerstört, doch ist es möglich, daß hier auch
andere Mycelien, von denen sich spärliche Reste fanden, die Zer-
störung desselben teilweise bewirkt haben. Jedenfalls ist es aber
möglich, daß Dielenlager, welche einem humosen Wald- oder Garten
boden, der mit Rhizomorphen durchsetzt ist, aufliegen, durch diese
angegriffen und vielleicht auch zerstört werden können.
Aus der Reihe der Ascomyceten sind nur sehr wenig Arten auf-
zuführen, weiche hin und wieder in Bauten auftreten und nur
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}
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Über d. i. Gebäuden auftretend. wichtigst. holzzerstörend. Schwämme. 191
beschränkter Weise zu den Zerstörern des Bauholzes gezählt werden
können. Vereinzelt fand ich am Holzwerke in feuchten Kellern
Xylaria polymorpha (Pers.), welche mitunter auch rhizomorphenartige
schwarze, fast kohlig berindete, innen weißliche Mycelien ent-
wickelt. Ferner tritt an bearbeitetem Kiefernholz in Bauten, wenn
auch sehr selten, ein äußerst kleiner Pyronomycet, Ceratostomella
pilifera (Fr.) auf, dessen Mycel eine bläulich-graue Färbung des Holzes
verursacht und eine schwache Zerstörung desselben herbeizuführen
vermag.
Aus den Gruppen der Sphaeropsidaceen undHyphomyceten finden
sich besonders von letzterer zahlreiche Arten in Gebäuden verbreitet
neben verschiedenen Mucor-Arten, doch sind diese nicht als
eigentliche Holzzerstörer zu bezeichnen. Sie siedeln sich in dumpfig-
feuchten Räumen auf Holzwerk sowie auf Wandbekleidungen an,
so besonders mehrere Aspergillus- und Penicillium - Arten,
Trichoderma lignorum u. s. w. Kürzlich fand ich in einem Hause
bei Berlin auf der Unterseite feuchter, morscher kieferner Dielen-
bretter unter der Wasserleitung einen sehr kleinen schwarzen Pilz,
welcher sich als eine neue Coniothyrium-Art bei der mikro-
skopischen Untersuchung herausstellte, die ich hier kurz beschreiben
will, obwohl dieser Pilz schwerlich eine Schädigung des betreffenden
Holzes verursacht hat.
C. domesticum P. Henn. n. sp. peritheciis superficialibus sub-
globosis vel ovoideis, subpapillatis, atris, membranaceo-subcarbonaceis,
ca. 100-120 u diam.; conidiis ovoideis ellipsoideis vel subeitriformibüs,
utrinque obtusiusculis, 1—2 guttulatis, laete brunneis, 8-10 X4—5 u.
Nicht selten finden sich in feuchten, dumpfen Kellern, sowie
unterhalb des Dielenlagers eines Gebäudes die verschiedenartigsten
Pilze vergesellschaftet, oft dasselbe Holzstück mit verschiedenen Arten
bewachsen, so daß es hier nicht immer leicht ist, die Art, welche
die Zerstörungserscheinungen veranlaßt hat, sicher festzustellen.
Gelegentlich siedeln sich noch manche andere Pilzarten, verschiedene
Polypori, Agarici, Thelephoraceen in feuchten Kellern an, doch steht
die Unschädlichkeit dieser Arten zumeist außer Zweifel.
192
Nachträge zur Flechtenflora
Heidelbergs.
Zusammengestellt aus den hinterlassenen handschriftlichen Notizen
von weiland Wilhelm Ritter von Zwackh-Holzhausen,
Von Dr. Hugo Glück, a. o. Professor für Botanik in Heidelberg.
Vorwort.
Die vorliegenden Zeilen bilden einen Nachtrag zur Flechtenflora
Heidelbergs.
Über die Flechtenflora von Heidelberg ist dreimal durch Wilhelm
Ritter von Zwackh-Holzhausen, K. B. Rittmeister ä la suite, eine
lichenologische Zusammenstellung der Arten veröffentlicht worden.
Die erste datiert aus dem Jahre 1862 und ist als Enumeratio
Lichenum Florae Heidelbergensis in der »Flora« erschienen.
Die zweite datiert aus dem Jahre 1864 und bringt einen Nachtrag
zu der Enumeratio Lichenum von 1862, desgleichen in der »Flora«.
Die dritte datiert aus dem Jahre 1883. Diese letzte Publikation
trägt den Titel: Die Lichenen Heidelbergs nach dem Systeme und
den Bestimmungen Dr. William Nylanders von Wilhelm Ritter von
Zwackh-Holzhausen (Heidelberg 1883, Verlag von G. Weiß).
Seit dieser letzten Veröffentlichung von Zwackhs sind bereits
wieder 20 Jahre verflossen. Eine Zeit, in welcher von Zwackh aber-
mals zahlreiche Neulinge für seine Heidelberger Flora ausfindig machen
und zahlreiche Verbesserungen an seiner Flora anbringen konnte.
von Zwackh sollte es jedoch versagt bleiben, die letzten Früchte seines
Forschens selbst der Öffentlichkeit übergeben zu dürfen. von Zwackh
wurde im Januar 1903 im hohen Alter von 78 Jahren aus diesem
Leben in die Ewigkeit abgerufen,
Der Sohn des Verstorbenen hatte die Freundlichkeit, mir das
Hand-Exemplar seines Vaters zu übermitteln. Es enthielt neben
zahlreichen Randglossen auch eine Reihe beiliegender Blätter ng
Zettel, auf welchen die Nachträge zur Flora und andere wichtige
Notizen verzeichnet waren. Ich übergebe diese eben bezeichneten
Nachträge in Folgendem der Öffentlichkeit.
Beiblatt zur „Hedwigia“
fi
Kleinere Mitteilungen, Repertorium der
Literatur und Notizen.
Nr. 5
‚Band ZU:
Oläsber, 1908.
A. Kleinere Mitteilungen.
Meeresalgen von Tor (Sinai-Halbinsel, Rotes
Meer),
gesammelt von Prof. Dr. Plate für das Institut für Meereskunde an der Uni-
versität Berlin während einer wissenschaftlichen Erforschungsreise 1901/02,
bestimmt von Th. Reinbold.
Wie bekannt, ist die Algenvegetation des Roten Meeres ver-
hältnismäßig recht gut erforscht; die Resultate sind in zahlreichen
Schriften niedergelegt. Trotzdem möchte ich die Veröffentlichung
der nachfolgenden Liste als nicht ganz überflüssig erachten; enthält
sie auch keine große Zahl von Arten — Prof. Dr. Plate widmete
sich hauptsächlich zoologischen Studien —, so dürfte doch einiges
für das Gebiet Neues und Interessantes darin geboten, und unsere
Kenntnis der-Algenvegetation des Roten Meeres dadurch immerhin
etwas bereichert werden.
Es sei bemerkt, daß das mir zur Verfügung gestellte Material
aus der Region der Korallenriffe der Küste, aus einer Tiefe von ca.
1—3 m, stammt; es war in Alkohol resp. Formal gut konserviert
und für die Bestimmung im allgemeinen sehr geeignet.
Die meines Wissens bisher im Roten Meere noch nicht kon-
Statierten Arten habe ich durch ein vorgesetztes Kreuz (f) hervor-
gehoben,
Chlorophyceae.
Caulerpaceae.
Caulerpa Lamx.
C, racemosa (Forsk. J. Ag. Syst. I. p. 35; sens. ampl.: Web. van
Bosse Caulerpa p. 357. i
var. uvifera Web. van Bosse I. c. p. 362. — Fucus uvifera Turn.
Hist. Fuc. t. 57. . .
Geographische Verbreitung: Rotes Meer, W.-Ind., wärmerer Teil
des Stillen Ozeans.
Codiaceae.
Codium Stackh.
C. tomentosum (Huds.) Stackh. Ner. Brit. p. 21. t. 7; De Toni Syll. I.
P- 492. — Fucus tomentosus Huds. Fl. Angl. p. 584.
Geographische Verbeitung: In fast allen wärmeren Meeren.
15*
(228)
Halimeda Lamx.
H. opuntia (L.) Lamx. Class. polyp. corall. p. 186; Barton Halimeda
p. 18. — Corallina opuntia L. Syst. Nat. I. 1760. p. 805. in part.
Geographische Verbreitung: In allen wärmeren Meeren.
H. macroloba Decne. Arch. Mus. Hist. Nat. II. p. 118; Barton Hali-
meda p. 24.
Geographische Verbreitung: Rotes Meer, Indischer und Stiller
Ozean (wärmerer Teil).
Valoniaceae.
Valonia Gin.
V. aegagropila Ag. Spec. p. 429; De Toni Syll. I. p. 377; V. utti-
cularis f, aegagropila Hauck Meeresalgen p. 469.
Geographische Verbreitung: Mittelländisches Meer, Rotes Meer,
W.-Ind., Stiller Ozean,
Siphonocladus Schm.
1 S. Zollingeri (Kg.) Born. in Hariot in Journ. Bot. 1887. p. 56; De
Toni Syll. I. p. 359. — Cladophora (Aegagr.) Zollingeri Kg.
Spec. p. 415; Tab. phyc. 4. t. 64.
Geographische Verbreitung: Java, Siam.
Mit dieser Art nahe verwandt, wenn nicht identisch, ist Clad.
(Aegagr.) herpestica (Mont.) Kg. (Neu-Seeland); beide werden in den
tropischen und subtropischen Meeren vermutlich weiter verbreitet sein.
Boodlea Murr. et De Toni.
TB. Ken Reinb. in Flor. Koh-Chang in Bot. Tidskr. Vol. 24.
p. 107. :
Die vorliegende Pflanze stimmt im Habitus und in allen Details,
auch in der Gestaltung der Chromatophoren, mit der I. c. näher be-
schriebenen Art, die mit B. coacta nahe verwandt ist, fast völlig
überein; ein nicht wesentlicher Unterschied ist vielleicht nur darin zu
finden, daß die Tentakel noch weniger häufig als bei der Pflanze von
Siam (resp. als bei B. coacta) vorkommen. Bei genauer Untersuchung
sind dieselben jedoch jedenfalls ganz evident, wenn auch nicht gerade
sofort sehr augenfällig, weil sie weniger terminal an den Spitzen der
Astchen letzter Ordnung stehen, wie das bei der Gattung Struvea
fast ausschließlich, bei Boodlea coacta sehr häufig der Fall, sondern
weil sie ziemlich vorwiegend lateral entspringen. Es findet ne
eine Verkettung stärkerer Ästchen und Äste statt, als eine solche in
den letzten Verzweigungen. Bei Besprechung von B. coacta erwähnt
Okamura (Illustr. Mar. alg. Jap. Vol. I. No. 3. t. 15) die Verwechse-
lung dieser Alge mit Cladophora composita Hook. et Harv., Solche
möchte vielleicht häufiger vorgekommen sein, denn auch ich habe
neuerdings im Herbar des Hamburger Botanischen Museums eine
Pflanze vorgefunden, die ich nach genauer Untersuchung, für eine
Boodlea (vielleicht eine etwas rigide Form von B. Siamensis) halten
muß. Die Etikette trägt die Bezeichnung: Cladophora (composit2
var.?) irregularis Grun. Tongatabu. leg. Graeffe det. Grunow. =
Pflanze ist meines Wissens bislang vom Autor noch nicht näher =
schrieben worden. Zieht man nur das Äußere in Betracht, SO Iuket h
Verwechselung von Clad. composita mit einer Boodlea erklärlich,
beide zeigen einen + schwammigen Habitus; bei genauerer Betrachtung
(229)
sind diese Algen aber doch grundverschieden. Bei Clad. composita, —
von der ein Original-Exemplar mir zu verschaffen leider nicht ge-
lang — spricht die für eine Cladophora immerhin ziemlich charakte-
ristische Diagnose für den oberen Teil der Pflanze von einer ledig-
lich opponierten (resp. vertizillierten) Verzweigung, was auch in der
Abbildung Kg. Tab. phyc. 4. t. 67 sehr gut wiedergegeben; für
Boodlea hingegen ist die völlig regellose nach allen Seiten gerichtete
Verzweigung ein Merkmal. Von einer Verkettung der Äste oder
Ästchen — dem wesentlichsten Charakteristikum für Boodliea — ist
in der Diagnose von Clad. composita gar nicht die Rede, und solch
auffallender Umstand hätte dem Autor nicht wohl entgehen können,
Die Gattung Boodlea (B. coacta, B. Siamensis) ist bis jetzt be-
kannt von: Japan, Mangaia J., Siam, Tongatabu, Rotes Meer; eine
weitere Verbreitung im Indischen und Stillen Ozean scheint mir
höchst wahrscheinlich.
Phaeophyceae.
Fucaceae.
Cystoseira Ag.
C. myrica (Gmel.) J. Ag. Sp. I. p. 222; De Toni Syll. III. p. 168. —
Fucus myrica Gmel. Fuc. p. 88. t. 3,
Geographische Verbreitung: Rotes Meer.
Cystophyllum ]J. Ag.
€. trinode (Forsk.) J. Ag. Spec. I. p. 230; De Toni Syll. III. p. 153. —
Fucus trinodis Forsk. Fl. Ägypt. Arab. p. 192. ’
Geographische Verbreitung: Rotes Meer, Sunda-I., Australien.
Meines Erachtens dürfte C. muricatum (Turn.) J. Ag. nur als
Form vorstehender Art anzusehen sein.
Sargassum Ag.
S. subrepandum (Forsk.) Ag. Spec. I. p. 8; De Toni Syll. III. p. 153. —
Fucus subrepandus Forsk. Fl. Ägypt. Arab. p. 192.
£) dentatum J. Ag. Spec. Sarg. Austr. p. 9. .
y) Rüppellii J. Ag. l.c. p. 96; Sargassum Rüppellii Alg.
Rüpp. No. 1.
Geographische Verbreitung: Rotes Meer.
Unter den zahlreichen Formen dieser sehr veränderlichen, im
Roten Meere allgemein verbreiteten Art zeichnet sich die letztere
durch die auffallende Kleinheit aller Teile und die zahlreichen, meist
sehr gehäuften Luftblasen aus. Hierher zu rechnen ist wahrschein-
lich S. Saltii (Turn.) Kg. Tab. phyc. 11. t. 38; auch dürfte die var.
Massauense Grun. in Pice. Alg. Vett. Pis. p. 46 vielleicht von dieser
Form kaum wesentlich verschieden sein.
S. Fresenianum J. Ag. Alg. Rüpp. No. 3; De Toni Syll. III,
p. 110 (?),
Geographische Verbreitung: Rotes Meer. =
Ich gebe die Bestimmung mit einigem Vorbehalt, da mir sicheres
Vergleichsmaterial fehlte. Die Art gehört zu den vielen ‚wenig gut
bekannten Sargassen, sie ist charakterisiert ‚durch » vesiculis piri-
ormibus saepe gemellis«. Grunow hat verschiedene Varietäten auf-
gestellt und die vorliegende Pflanze möchte mit den var. integerrimum
(230)
und rigescens Grun. zu vergleichen sein, Ich fand Rezeptakel (weib-
liche) vor, die klein, wenig verzweigt, + abgeflacht und im oberen
Teil schwach gezähnt sind.
Turbinaria Lamx.
T. decurrens Bory. Voy. Coq. p. 119; De Toni Syli. IH. p. 126. —
T. vulgaris var. decurrens et var. triquetra ]. Ag. Spec. I. p. 267.
Geographische Verbreitung: Rotes Meer, Indischer und Stiller
Ozean.
Das vorliegende Exemplar entspricht der var. triquetra.
Sphacelariaceae.
Sphacelaria Lgby.
Sph. tribuloides Menegh. Lett. Corinal. p. 2; De Toni Syll. II. p. 502;
Sph. rigida Hering in flora 1846. p. 313 (e mari rubro).
Geographische Verbreitung: In fast allen wärmeren Meeren.
Epiphytisch auf Turbinaria decurrens.
Dictyotales.
Dietyotaceae.
Padina Adans.
P. pavonia (L.) Gaill. in Dict. d’Hist. nat. 53. p. 371; De Toni Syll. III.
p. 243. — Ulva pavonia L, Syst. nat. II. p.:419:
. Geographische Verbreitung: In allen wärmeren Meeren.
Rhodophyceae.
Helminthocladiaceae.
Liagora Lamx.
L. elongata Zan. in Flora 1851. p. 35; De Toni Syll. IV. p. ai
Geographische Verbreitung: Rotes Meer, Insel Mauritius, Florida.
Chaetangiaceae.
Actinotrichia Dene.
A. rigida (Lamx.) Dene. in Ann, Sc. nat. 18. p. 118; De Toni Syll. =
p. 117. — Galaxaura rigida Lamx. Hist. Polyp. flex. p. 265. t.®.
Geographische Verbreitung: Indischer und Stiller Ozean.
Das vorliegende Exemplar entspricht der hierher zu zehin
Galaxaura indurata Kg. Tab. phye. 8. t. 31 (Corallina indurata EN.
et Sol.), (e mari rubro).
Sphaerococcaceae.
Gracilaria Grev. 9
G. arcuata Zan. Plant, mar. rubr. No. 82. t.5; De Toni Syll. IV. p. #39.
Geographische Verbreitung: Rotes Meer (Australien?).
FG. sp. Gelidiopsis Schm,
‚Die vorliegende, leider sterile, Pflanze gehört nach der Aueh
mischen Struktur wohl zweifellos zur Gattung Gelidiopsis ; möglic i
weise zum Formenkreis der ziemlich verbreiteten G. variabilis (G nität
von der typischen Form würde sie sich durch größere Rig! seh
unterscheiden und durch das + häufige Verwachsen der unte
(231)
Teile der zu einem dichten Rasen vereinten Pflänzchen, Die Ver-
zweigung ähnelt derjenigen von Acrocarpus intricatus und A, seta-
ceus Kg. Tab, phyc. 18. t. 35 resp. 33. Erstere Alge repräsentiert nach
Kg. Spec. p. 767 Sphaerococcus intricatus Ag. Sp. I. p. 333 (ad ins,
Franciae, Rawak, Sandwich). Andererseits möchte ich es daher für
nicht unwahrscheinlich halten, daß die vorliegende Alge hiermit identisch
ist. Die Abbildung bei Kützing stellt allerdings eine etwas kleinere
und schmächtigere Pflanze dar. Über Gelidiopsis und Acrocarpus
(Gelidium) vergleiche man Schmitz: Marine Florid. Deutsch-Ost-Afrika.
Ceramiaceae.
Spyridia Harv.
S. filamentosa (Wulf.) Harv. Br. Fl. p. 336. — Fucus filamentosus
Wulf. Crypt. aquat. p. 64.
Geographische Verbreitung: In allen wärmeren Meeren.
Ceramium Lgby.
C. clavulatum Ag. ap. Kunth. Syn. pl. aequin. I. p. 2. — Centro-
ceras clavulatum Mont. flor. Alg. p. 140.
Geographische Verbreitung: In allen wärmeren Meeren.
Rhodomelaceae.
Digenea Ag.
D. simplex (Wulf.) Ag. Spec. I. p. 389; D. Iycopodium .Hering in
Un. itin. Schimp. No. 931 (e mari rubro). — Conferva sim-
plex Wulf. Crypt. aquat. p. 17.
Geographische Verbreitung: Mittelländisches Meer, Rotes Meer,
Indischer und wärmerer Atlantischer Ozean.
Leveillea Dene.
L. jungermannioides (Mart et Her.) Harv. Mar. Bot. W. Austr. p. 539. —
Amansia jungermannioides Mart. et Her. in Flora 1836. p. 488.
Geographische Verbreitung: Rotes Meer, Indischer und wärınerer
Stiller Ozean.
Epiphytisch auf Turbinaria decurrens.
Laurencia Lamx.
L. obtusa (Huds.) Lamx. Ess. p. 42. — Fucus obtusus Huds. Fl.
Angl. p. 586.
Geographische Verbreitung: In fast allen wärmeren Meeren.
Das vorliegende Exemplar gehört zu den feineren Formen dieser
sehr variierenden Art.
L. divaricata J. Ag. Spec. II. p. 754. ä x
Geographische Verbreitung: Rotes Meer, Indischer Ozean, Siam.
Endosiphonia Zan.
TE. clavigera (Wollny) Falkbg. Rhodomel. p. 568. — Veprecula clavi-
gera Wollny in herb. f :
Diese interessante Alge ist, soweit bekannt, bisher nur einmal
(Madagaskar) gefunden; sie hat (besonders in getrocknetem Zustande)
eine habituelle Ähnlichkeit mit Acanthophora Delilei, mag daher mög-
licherweise unter diesem Namen in Herbarien verborgen liegen. Die
anatomische Struktur beider Pflanzen ist eine durchaus verschiedene.
Das vorliegende Material war leider steril, aber doch unverkennbar.
(232)
Corallinaceae.
Corallina (Tournef) Lamx. (incl. Jania Lamx.).
C. rubens L. Syst. Nat. I. p. 1304; Jania rubens (L.) Lamx. J. Ag.
spec; “11.” p: 597.
Geographische Verbreitung: In fast allen Meeren.
Die Art ist sehr formenreich; Jania adhaerens Lamx. und auch
wohl Jania micrarthrodia Lamx., beide aus dem Roten Meere bekannt,
dürften wohl kaum als gute Arten zu betrachten, sondern in C. rubens
einzubeziehen sein.
C. pumila (Lamx.). — Jania pumila Lamx. Polyp. flex. p. 269. t. 9.
Geographische Verbreitung: Rotes Meer, Indischer Ozean, Samoa-
Inseln, Jamaica.
Epiphytisch auf Turbinaria decurrens,
Mit dieser kleinen Corallina fand ich eine andere kaum größere,
aber wesentlich robustere vergesellschaftet, die sich durch die stark
abgeflachten oberen Glieder auszeichnet. Gewisse Ähnlichkeit hat
sie mit Jania lobata Zan. Plant. mar. rub. Der Autor beschreibt
seine Pflanze nach unentwickelten Exemplaren. Ich wage nicht die
beiden Algen zu identifizieren, scheue mich aber auch, eine neue
Art aufzustellen, da zur Zeit über viele Arten von Jania-Corallina
noch Unsicherheit und Unklarheit herrscht.
Lithophyllum (Phil.) emend. Fosl.')
L. Kaiserii Heydr. in Ber. D. B. Ges. 1897. p. 412. forma.
Geographische Verbreitung: Rotes Meer, Malediven-Inseln, Samoa.
Goniolithon Fosl.
G. Fosliei (Heydr.) Fosl. in Fauna Mald. and Laccad Archip. Vol. 1.
p. 4. —- Lithophyllum Fosliei Heydr. in Ber. D. B. Ges. 1897.
p. 410. €
Geographische Verbreitung: Rotes Meer, Zansibar, Malediven
und Lakadiven-Inseln.
G. myriocarpum Fosl., Lithothamnion myriocarpum Fosl. On some
Lithoth. in K. Norsk. Vid. S. Skr. 1897. No. 1.
Geographische Verbreitung: Rotes Meer.
Lithothamnion (Phil) emend. Foslie.
L. Engelhartii Fosl. New or critic, calc. alg. 1. c. 1899, No. 5. f. pseudo-
crispata Fosl. Melob. Arb, Heyd. I. c. 1901. No. 2 (?).
Geographische Verbreitung der Art: Süd-Australien, Japan,
Rotes Meer.
Steril! Daher nicht mit Sicherheit zu bestimmen.
Incertae sedis.
Goniotrichum Kg.
G. elegans (Chauv.) Le Jol. Alg. Cherb. p. 103. — Bangia elegans
Chauv. Mem. Soc. Linn. Norm. VI D=18:
Geographische Verbreitung: In allen europäischen Meeren, Rotes
Meer, Japan (wahrscheinlich weiter verbreitet).
Epiphytisch auf Sphacelaria tribuloides.
') Die Bestimmung der folgenden 4 Arten verdanke ich der Freundlichkeit
des Herrn Foslie-Drontheim.
(233)
Betreffend Diplodina roseophaea v. H.
Von Franz von Höhnel, Wien.
Bald nach der Drucklegung meiner Mitteilung über »Mykolo-
gische Irrtumsquellen« in diesem Jahrgange der »Hedwigia«
(p. [185]) fand ich, daß Kabät und Bubäk in den Sitzungsber. der Kgl.
Böhm. Ges. d. Wissensch. in Prag vor ganz kurzem (25. März 1903)
die Diplodina rosea K.u.B. bekannt machten, von der ich gleich
$ah, daß sie mit der D. roseophaea identisch sein werde. Mir
'gütigst von Herrn Bubäk gesendete Exemplare zeigten in der Tat
die fast völlige Identität beider. Die Pykniden auf Sambucus sind
zwar durchschnittlich wenig größer, fast stets länglich und in der
Mitte etwas verschmälert, die Conidien sind meist etwas schmäler
und der Kern mehr violett-rosa, doch genügen diese Unterschiede
nicht zur Abtrennung der in der Herzegowina gefundenen von den
in Böhmen von Kabät auf Scrophularia nodosa gesammelten
Formen, die sonst völlig übereinstimmen. Hierdurch ist erwiesen,
daß diese hübsche und charakteristische Art wahrscheinlich polyphag
ist und einen großen Verbreitungsbezirk hat.
Uber die an Bäumen wachsenden heimischen
Agaricineen.
Von P. Hennings.
Bekanntlich kommt eine sehr große Zahl (weit über 50 Arten)
unserer heimischen Agaricineen an Baumstämmen und Baumstümpfen
vor. In den meisten Florenwerken finden sich aber nur zerstreut
spärliche Mitteilungen darüber, an welchen Baumarten sich diese
Pilze finden, gewöhnlich wird dieses Vorkommen mit der Bemerkung:
an Laub- oder Nadelbäumen abgetan. Nur Schröter macht in Pilze
Schlesiens häufiger genaue Angaben in dieser Beziehung. Es dürfte
sowohl für die Systematik, für die Biologie und Pathologie, besonders
aber für die Forstbotanik von besonderem Werte sein, zu erfahren,
welche Baumarten diese oder jene Pilzart besonders beherbergen.
Auch die bisher erschienenen Handbücher über Pflanzenkrankheiten
geben hierüber keinen oder spärlichen Aufschluß und übergehen die
höchst wichtige Frage teilweise mit Stillschweigen.') Bei den niederen
parasitischen Pilzen, so bei Peronosporeen, Uredineen, Ascomyceten
und bei den sogenannten Fungi imperfecti sind wir über das Vor-
1) E. Rostrup, Plantepatologie (Kopenhagen 1902) behandelt die baum-
NE ro Aa De Tedenfelis BiscH am ausführlichsten. Derselbe führt
außer Armillaria mellea, A. mucida, Collybia velutipes, Pleurotus
Ostreatus, Pl. ulmarius, Pholiota squarrosa, Ph. adiposa, Ph. de-
Struens, Ph. heteroclita, Hypholoma fasciculare, Lentinus lepi-
deus, Schizophyllum alneum auf und gibt von mehreren Arten Abbildung.
n Tubeuf, Pflanzenkrankheiten 1895, wird der Hallimasch wie auch bei Hartig,
Frank u,s. w. ausführlicher behandelt, außerdem Pholiota adiposa abgebildet
und Ph. squarrosa, destruens, aurivellus dem Namen nach genannt.
Ebenso werden inLudwi ‚ »Lehrbuch der niederen Kryptogamen 1892. p. Ze
einige Baumfeinde unter 23 Blätterpilzen, außer Hallimasch, Pholiota Sr
A squarrosa, destruens, Hypholoma fasciculare erwähnt, das
orkommen an lebenden Bäumen geschildert.
(234)
kommen der Parasiten auf betreffenden Nährpflanzen viel genauer
orientiert.
Dieser mangelhaften Kenntnis bei den höheren Pilzen Rechnung |
tragend, habe ich seit vielen Jahren besonders in der Umgebung
Berlins, sowie auch an anderen Orten, mein besonderes Augenmerk
darauf gerichtet, welche Nährpflanzen die größeren Hymenomyceten
beherbergen und fortlaufend Notizen hierüber gesammelt, die zumeist
bei den von mir dem Herbar einverleibten Exemplaren beigefügt
worden sind, ebenso habe ich in früheren Publikationen, wenn an-
gänglich, die Art der Nährpflanze beigefügt. Nachstehend will ich*
hier eine Zusammenstellung der mir bekannt gewordenen Fälle vor-
läufig für die Agaricineen geben, in der ich auch die besonders von
Schröter u. a. veröffentlichten Angaben verwende.
Eine große Zahl dieser Pilze lebt zweifellos parasitisch, das
Mycel derselben bewohnt das Holz lebender Bäume und ruft mehr
oder weniger starke Zerstörungserscheinungen derselben hervor.
Die befallenen Stämme erkranken infolge dessen, doch kann sich
dieser Prozeß meist viele Jahre hinausziehen, ohne daß die Pflanze
abstirbt; die Bäume können oft sogar ein hohes Alter und starken
Umfang trotz der Erkrankung erreichen. Das Holz der erkrankten
Bäume wird aber hierdurch besonders für technische Zwecke meist
wertlos und ist in höherem Zerstörungsgrade nur noch als minder-
wertiges Brennholz verwendbar. Ferner wird das gute Aussehen der
Bäume, die Gärten und Parkanlagen zur Zierde gereichen sollen,
durch derartige Erkrankungen wesentlich beeinträchtigt und werden
oft auch benachbarte gesunde Bäume in Mitleidenschaft gezogen.
Von einer großen Anzahl Pilzarten, welche besonders die Baum-
stubben bewohnen, wissen wir zwar nicht, ob dieselben lediglich nur
saprophytisch oder gleichzeitig auch parasitisch auftreten können.
Manche derselben dürften vielleicht als Wurzelparasiten anzusehen sein.
. _ Eine strenge Grenze ist in dieser Beziehung bei zahllosen Arten
nicht gezogen. So lange der Baum lebt, treten nur selten auch bei
zweifellos parasitischen Arten die Fruchtkörper des Pilzes am Stamme
auf. ‚Derselbe vermag dem ihn durchziehenden Mycel genug Nahrung
zu bieten, so daf es unbeschränkt weiter wächst. Mit dem Fällen
eines kranken Stammes findet selbstfolglich eine Wachstumsstockung
des Mycels statt. In demselben, und zumal in dem stehengebliebenen
Stumpfe, kann sich das darin lebende Mycel nicht weiter ausbreiten
und ist jetzt, um für die Fortpflanzung des Pilzes sorgen zu können,
gezwungen, Fruchtkörper zu entwickeln. Daher sehen wir oft im
nächsten Herbst schon die Baumstubben mit dichten Rasen von Pilzen
bewachsen, — Diese Stümpfe geben uns einen gewissen Anhaltspunkt
über die gesundheitliche Beschaffenheit des betreffenden Wald-
bestandes, sie liefern uns häufig den Beweis, daß auch die gefällten
Stämme mehr oder weniger krank gewesen sind. Zwar siedeln sich
auf den morschen Stümpfen alsbald auch zahlreiche zweifellose Sapro-
phyten an.
‚Diese Ansicht sprach ich früher bereits in meiner 1891 er-
schienenen Schrift, »Der Hausschwamm«, aus und hat dieselbe durch
weitere jahrelange Beobachtung vollauf Bestätigung gefunden.
Völlig gesunde Bäume widerstehen wohl den Angriffen Bo:
Parasiten, wurzelkranke Stämme werden aber gewiß äußerst leicht
(235)
von den den Waldboden durchziehenden Mycelien angegriffen, letztere
vermögen in diese einzudringen, den Holzkörper zu durchsetzen und
schließlich ein Erkranken und allmähliches Absterben des Stammes
zu bewirken. Häufig bemerkt man die Fruchtkörper zuerst in der
Umgebung der Stämme, wo sie aus flachliegenden Wurzeln hervor-
sprießen, später brechen sie aus der Stammbasis, dann aus den
Stämmen, meist von Jahr zu Jahr höher hinauf, hervor. Außerdem
dürften sehr oft Wundstellen des Stammes durch Sporen befallen
werden und das sich aus diesen entwickelnde Mycel nach und nach
den Stamm oder einzelne Teile desselben durchwuchern,
Der schädlichste Blätterpilz, dessen Mycel, die sogenannten
Rhizomorphen, unglaublich häufige Zerstörungen des Nadel- und
Laubholzes verursacht, ist der Hallimasch, Armillaria mellea (Vahl).
Über die Zerstörungserscheinungen des Holzes, sowie über die Lebens-
weise dieses Pilzes ist bereits von R. Hartig und anderen ausführ-
lich berichtet worden, so daß ich hiervon an dieser Stelle absehen
darf. Von Nadelhölzern werden besonders Kiefern, Fichten, vielleicht
seltener Tannen, durch den Pilz oft in großen Beständen befallen.
Ebenso werden wohl sämtliche Laubhölzer durch denselben mehr
oder weniger angegriffen, sogar Sträucher, wie Crataegus, Ribes,
Sambucus. Selbst größere Palmenkübel, sowie die Erde in Töpfen
verschiedener Gewächshauspflanzen fand ich von dem Mycel durch-
wuchert, doch habe ich in letzteren Fällen nicht feststellen können,
ob die Pflanzen davon befallen waren.
Armillariamucida (Schrad.) findetsichhervorragend an Buchen-
stämmen oft rasenweise in beträchtlicher Höhe, seltener an Stubben
und Ästen. Der Pilz lebt zweifellos parasitisch in den Stämmen.
Tricholoma rutilans (Schaeff.) tritt nicht selten an lebenden
Kiefernstämmen auf, häufiger jedoch an den Stubben rasenförmig.
Die Stubben werden gewöhnlich rasch zersetzt, das Holz weißfaulig.
Collybia velutipes (Curt.) macht sich besonders im Spätherbst
bis Frühling an den verschiedenartigsten lebenden Laubholzstämmen
bemerkbar, häufiger an deren Stümpfen. Am meisten ist dieselbe an
Weiden, dann an Birken, Eichen, Buchen, Erlen, Linden, Ulmen,
Ahorn, Weißbuchen, Pappeln, Haseln, Roßkastanien anzutreffen.
Die Weiden des Salicetiums im Berliner Botanischen Garten sind seit
Jahren stark davon befallen. An einem benachbarten stattlichen
Exemplare von Quercus palustris wurden die zum Wege hinein
gewachsenen stärkeren Wurzeln abgeschlagen. Bereits nach 1'/, Jahren
waren die Wurzelstümpfe mit Fruchtkörpern des Pilzes bewachsen
und zeigte sich das Holz derselben weißfaulig, zerstört. Der Baum
ist anscheinend erkrankt, aus dem Stamme entwickelten sich in
folgenden Jahren einzelne Fruchtkörper des Pilzes in '/, m Höhe.
Mycena galericulata (Scop.) ist gemein an Baumstümpfen,
ebenfalls nicht selten an lebenden Stämmen. Dieselbe findet sich
besonders häufig an Birken, Erlen, ferner an Eichen, Buchen, Weiß-
buchen, Weiden, Ahorn, Hasel, seltener an Kirschen, Äpfeln. In
welchem Umfange lebende Stämme zerstört werden, habe ich nicht
beobachtet. h ;
M. polygramma (Bull.) tritt besonders an Stümpfen von Birken,
Hasel, ferner an Buchen, Erlen u. s. w. auf, an Stämmen nicht be-
obachtet.
(236)
M. exscisa (Lach.). Angeblich rasenförmig an alten Kiefern-
stämmen. i
M. inclinatus Fr. An Stämmen und Stümpfen von Birken,
Erlen.
M. parabolicus Fr. Nach Schröter an alten Stämmen, be-
sonders von Picea und Abies.
M. tintinabulum Fr. Rasenförmig an Stümpfen von Laub-
hölzern, besonders von Alnus und Salix.
Pleurotus ostreatus (Jacq.). Gemein an lebenden Stämmen,
selten an Stümpfen, gewöhnlich rasenförmig. Das Holz des lebenden
Stammes wird durch das Mycel völlig zerstört, weißfaulig. Die Zer-
störung erfolgt unter Umständen schon innerhalb einiger Jahre. Das
Mycel bildet zwischen den Jahresringen oft lederartige breite Stränge
oder Häute von weißer Färbung. Der Pilz tritt in den verschieden-
artigsten Laubhölzern, an stärkeren, sowie auch an dünneren Stämmen
auf, viel seltener an Sträuchern, so an Salix Betula, Sorbus
Aucuparia, Tilia, Alnus, Fagus, Quercus, Juglans, Robi-
nia, Sambucus, Aesculus, Acer platanoides, AcerNegundo.
Der Pilz gehört jedenfalls zu den schädlichsten Baumparasiten.
Pl. salignus (Pers.). Voriger Art sehr ähnlich, gleichfalls an
verschiedenen Laubhölzern, so an lebenden Stämmen von Salix und
Betula, an Populus nigra, P, alba, P. italica, Alnus incana,
ferner an Stümpfen von Robinia, Morus alba. Wie voriger '
zweifellos sehr schädlich,
Pl. ulmarius (Bull). Besonders an lebenden Ulmenstämmen,
nach Schröter in Schlesien an Tilia. Der Pilz tritt gewöhnlich in
beträchtlicher Höhe an den Stämmen auf und bildet hier bis 20 cm
breite, weißliche Hüte. An alten Ulmenstämmen (Ulmus cam-
pestris und U. effusa) war der Pilz im Berliner Botanischen Garten,
sowie in der Potsdamer Straße sehr verbreitet. An mehreren
Stämmen habe ich denselben jahrelang im Spätherbst beobachtet und
sind diese schließlich abgestorben und gefällt worden. Das Holz
derselben war weißfaulig, teilweise morsch, mit weißem fädigen, mit-
unter bandartig verbreitetem Mycel durchzogen.
Pl. pardalis Schulz.? Im botanischen Garten Oktober 18%
an einem frisch gefällten Pappelstamm rasig hervorbrechend. Das
Holz war ziemlich stark zerstört. In Süd-Ungarn an Eichenstämmen
angegeben. n
Pl. atrocoeruleus Fr. An Weidenstümmen nach Klotzsch,
an einem lebenden Stamm von Sorbus Aucuparia an Wundstellen
im Grunewalde 1885,
. Pl.mitis (Pers.). An Kiefernstümpfen und geschlagenen Stämmen,
einmal an einem lebenden Stamm in Längsrissen beobachtet.
. Pl. corticatus (Fries). An lebenden Stämmen von Ostrya
vIrginiana und Sophora japonica im Berliner Botanischen Garten
mehrere Jahre nacheinander beobachtet, erstere ist abgestorben,
letztere an der Basis stellenweise stammfaul und entrindet. yon
Schröter wird der Pilz an abgestorbenen Stämmen von Populus für
Schlesien angegeben. r
Pl. dimidiatus (Schaeff.). Nach Schröter an alten Eichen-
stämmen und an Carpinus in Schlesien, f
Pl. Lepiota (Alb. et Schw.). Daselbst an Stümpfen von Abies.
En. ai tsseyraneemerene men
RB AURPITRER
(237)
Pl. applicatus (Basch.). An der Rinde und an Wundstellen
lebender Stämme von Robinia, Acer italicum, Populus mehr-
fach beobachtet, wohl nicht parasitisch, von Schröter an faulendem
Holz von Salix, Quercus, Juglans u. s. w. angegeben.
. „Volvaria bombycina (Schaeff.) wurde von mir zuerst im
Berliner Botanischen Garten im August 1883 an einem hohen Stamm
von Acer dasycarpum aus der Rinde in einer Höhe von ca. 2 m
hervorbrechend, beobachtet. Im folgenden Jahre trat der Pilz an dem-
selben Stamme in einer Höhe von ca. 3!/, m auf, leider ist der
Stamm dann gefällt worden. Ende August 1891 trat der Pilz an
gleichem Orte aus der frischen Rinde, sowie aus einer bereits morschen
Stelle eines wenige Tage vorher gefällten großen Stammes von
Populus canadensis in mehreren Hüten hervor. Ferner be-
merkte ich den Pilz im Botanischen Garten 1901 aus einem ab-
gesägten, mit Ausschlag versehenen, sehr alten, etwa 1'!/; m hohen
Stumpf von Aesculus, zwischen Rinde und Holz hervorbrechend.
Das Holz war ziemlich morsch, doch fanden sich an anderer Stelle
des Stumpfes Pleurotus ostreatus, sowie Collybia velutipes
im Winter. Jedenfalls ist obige meist seltene Art ein schädlicher
Baumparasit. Das Mycel ruft eine Weißfäule des Holzes hervor und
scheint ziemlich rasch von unten nach höheren Teilen des Stammes
hinaufzuwachsen.
Pluteus cervinus (Schaeff.). Meistens an Stubben verschieden-
artigster Laub- und Nadelhölzer auftretend, findet sich recht häufig
auch an lebenden Stämmen. Am häufigsten kommt er an Kiefern-
stümpfen, dann an denen von Birken, Ulmen, Erlen, Buchen, Roß-
kastanien, Weiden vor. Vereinzelt habe ich ihn an lebenden Stämmen
von Kiefern, Buchen, Birken beobachtet. Die Varietät rigens fand
ich an Birken und an einem dicken lebenden Eichenstamm in ca.
2 m Höhe. Die Varietät umbrosus (Pers.) an Kiefern-, Erlen- und
Ahornstümpfen, 3
Pl. leoninus (Schaeff.) soll besonders an Buchenstümpfen auf-
treten.
Pl. chrysophaeus (Schaeff.) beobachtete ich 1891 an einem
Buchenstamme im Eichholz in West-Preußen.
Pl. nanus (l’ers.) fand ich vereinzelt an lebendem Buchenstamm,
häufiger an Stubben von Birken, Weiden, Erlen, aber auch auf Erd-
boden und auf Wurzeln. \
Claudopus nidulans (Pers.). Häufig an Stümpfen von Kiefern,
nach Schröter auch an Fichten und Sorbus, mitunter an lebenden
Kiefernstämmen im Winter beobachtet. i
Pholiota squarrosa (Müll.) tritt sehr häufig an den verschieden-
artigsten lebenden Laubholzstämmen, ebenso an Stümpfen derselben
In dichtgedrängten Büscheln auf. Der Pilz ist, wie dies auch bereits
von anderer Seite festgestellt worden ist, ein arger Parasit, der so-
wohl in der Basis der Stämme, wie auch in beträchtlicher Höhe, hier
wohl aus Wundrissen entspringend, vorkommt. Das weißliche, mit-
unter etwas strangförmige Mycel ruft eine Weißfäule des befallenen
Holzes hervor. Am häufigsten findet sich der Pilz an Pappeln (Populus
nigra, alba, canadensis), an verschiedenen Weiden, Birken, Erlen,
Buchen, dann an Linden, Ulmen, Äpfeln, Kirschen, Weichsel, Ahorn,
Walnuß, Robinien, Sorbus Aucuparia, Roßkastanien, nie habe ich
(238)
ihn an Nadelhölzern beobachtet. Der Pilz soll in der Schweiz bei
Zürich den Obstkulturen sehr schädlich sein.
Ph. aurivellus (Batsch.) An lebenden Stämmen von Birken,
Erlen, Weiden, Buchen, Äpfeln, einmal im botanischen Garten an
Ailanthus glandulosa. An Stümpfen bisher nicht beobachtet, ist
seltener als voriger, vielleicht ebenso schädlich,
Ph. adiposa (Fries) findet sich nicht selten an lebenden Stämmen
von Erlen, Birken, Weiden, Buchen, Eichen (Quercus palustris),
ferner an Faulbaum, Äpfeln, Kirschen (Rostrup) und soll nach Hartig
und Tubeuf besonders auch an Weißtannen, besonders an alten
Krebsstellen vorkommen. Das Mycel soll nach Hartig und Tubeuf
das Holz gelb färben, dasselbe zerblättert schließlich in den einzelnen
Jahresschichten. Dasselbe verursacht auch in horizontaler und verti-
kaler Richtung kurze Gänge, die anfangs weiß, von den Mycelsträngen
erfüllt sind. Ein großer Teil der kranken Stränge in alten Tannen-
beständen des bayerischen Waldes und anderswo soll nach Hartig
durch diesen Parasiten zerstört worden sein. — Im Jahre 1897 be-
merkte ich den Pilz an einem alten Erlenstamm im Berliner Botanischen
Garten, wo die Hüte in dichten Büscheln etwa 20 cm hoch an der
Stammbasis hervorbrachen. Im nächsten Jahre entwickelte sich aus
dieser Stelle kein Fruchtkörper mehr, wohl aber brachen dieselben
im September etwa 2 m hoch aus dem Stamme hervor. Im Jahre
1900 traten die Fruchtkörper ca. 4 m hoch an derselben Seite des
Stammes heraus, Später habe ich den Pilz nicht mehr beobachtet,
doch stellte sich an der unteren Stelle Polyporus radiatus in dichten
Rasen ein. 'Ich habe niemals ein Gelbwerden des zerstörten Holzes,
stets Weißfäule beobachtet.
Ph. mutabilis (Schaeff.). Überall verbreitet an Laubholz-
stümpfen, besonders an Buchen, Eichen, Birken, Erlen, Hainbuchen,
dann an Weiden, Ahorn, wurde von mir mehrfach an lebenden
Buchenstämmen beobachtet.
‚Ph. destruens (Broud.) ist ein sehr schädlicher Parasit ver-
schiedenartiger Pappeln, besonders Populus nigra, alba, canadensis,
Tremula. Außerdem soll derselbe an Betula und Weiden vorkommen.
Die Pappeln des Botanischen Gartens in Berlin, sowie in der Um-
gebung sind sehr stark mit diesem Pilze befallen. Fast aus allen
gefällten Stämmen brach der Pilz gewöhnlich schon im nächsten
Herbst hervor. An lebenden Stämmen tritt er ebenfalls sehr häufig
auf und scheint diese binnen wenigen Jahren oft abzutöten. ‚An
einem Stamm im botanischen Garten sah ich den Pilz 1899 in einer
Höhe von etwa 1'/; m hervorbrechen, in den folgenden Jahren an
benachbarter Stelle, sowie einige Meter höher an mehreren Stellen.
Jetzt ist der Stamm völlig abgetötet und blättert die Rinde überall
ab. Das weißliche Mycel bewirkt eine Weißfäule des Holzes. s
Eh. heteroclita (Fries). Eine der vorigen ähnliche Art, tritt
an lebenden Birkenstäimmen auf und dürfte die gleichen ZerstörungS“
erscheinungen verursachen. ®
Ph. spectabilis (Fries). In büscheligen Haufen oder einzeln
an Stümpfen von Eichen und Erlen, auch auf Wurzeln derselben,
und einmal an einem lebenden Erlenstamm gefunden. h
Flammula alnicola (Fries). An alten Erlenstümpfen in dichten
Rasen, auch auf Erlenwurzeln, selten an lebenden Stämmen. Nac
a
(239)
Schröter auch an Stämmen von Tilia, Ulmus campestris, Salix vor-
kommend.
Fl. sapinea (Fries). An faulenden Stämmen von Picea excelsa
und Abies alba, nach Schröter auch an Kiefernstümpfen.
Fl. astragalina (Fries). Auf Kiefernwurzeln und an Stümpfen.
Fl. flavida (Schaeff.). An Stümpfen von Kiefern und Tannen,
einmal an lebendem Kiefernstamm beobachtet.
Tubaria furfuracea (Pers). Gewöhnlich an Zweigen oder
auf Wurzeln, Dezember 1890 auf einem frisch gefällten alten Ulmen-
stamm, aus dessen Längsrissen der Rinde der Pilz reihenweise her-
vorbrach, im Botanischen Garten beobachtet. Das Holz war morsch,
weißfaulig.
Crepidotus mollis (Schaeff.). Vereinzelt an lebenden Kiefern-
stämmen, häufiger an Stümpfen.
Cr. alveolus (Lasch.). An lebendem Weidenstamm, häufiger
an Laubholzstümpfen. Nach Fries an Stämmen der Laubbäume.
Hypholoma fasciculare (Huds.). Überall gemein an Stümpfen
von Kiefern und den verschiedenartigsten Laubhölzern, auch auf
Erdboden in dichten Gruppen, selten dagegen an lebenden Stämmen
beobachtet. Rostrup berichtet, daß das Mycel des Pilzes vom
Wurzelstock in das Holz des Stammes hinaufwächst und eine
Weißfäule desselben verursacht. Ludwig erkannte den Pilz als
Ursache des Absterbens junger Kiefern. Im Berliner Farnhaus
beobachtete ich den Pilz an lebendem Stamm einer Alsophila.
Die Pflanze ging zu grunde, ob aber der Pilz die Ursache gewesen
ist, wage ich nicht zu behaupten. Da der Pilz wohl an allen Laub-
und Nadelhölzern auftreten kann, ich ihn an den meisten Arten be-
merkt habe, ist es überflüssig, diese namhaft zu machen.
H. lateritium (Schaeff.). Nicht selten an Stümpfen von Buchen,
Birken, Ahorn, Roßkastanien in dichten Rasen, sehr selten an Baum-
stämmen, an einer lebenden Buche beobachtet.
H. epixanthum (Fries). An Kiefernstümpfen, bisher nie an
lebenden Stämmen gefunden. R
H. appendiculatum (Bull). Gemein an Baumstümpfen, auch
auf Erdboden, nicht selten an lebenden Laubholzstämmen und
Sträuchern, so an Weiden, Pappeln, Buchen, Weißbuchen, Johannis-
beeren, ferner an Stümpfen von Faulbaum, Buchen, Weiden, Linden.
In Berliner Gewächshäusern trat der Pilz oben an einem Stamm von
Alsophila auf, ohne jedoch nachweisbaren Schaden zu verursachen.
Stropharia viridula (Schaeff.). Häufig an morschen Baum-
stümpfen, hier aber wohl nur saprophytisch.
Psilocybe spadicea (Schaeff.). Gemein an Stümpfen von
Laubhölzern in dichten Gruppen, aber nicht selten an lebenden
Stämmen, so von Linden, Pappeln, Ulmen, außerdem an Stümpfen
von Weiden, Buchen, Ahorn. & i
Ps. obtusata (Fries). An alten Baumstümpfen, so an Eichen
nach Schröter. ;
Psathyrella disseminata (Pers). Gemein am Grunde alter
Stämme, sowie in morschen Stümpfen verschiedenartigster Laub-
bäume, ferner auf Erdboden, an Töpfen, feuchten Mauern. Nicht
selten tritt der Pilz an lebenden Stämmen in Wundrissen auf, doch
(240)
dürfte derselbe hier nur saprophytisch leben. Häufig entwickelt der
Pilz ein wergartiges rostbraunes Mycel.
Marasmius Rotula (Scop.). Häufig an alten Baumstrünken,
oft aus fadenförmigen, verzweigten, schwarz berindeten Mycelien
hervorgehend, sehr selten an lebenden Stämmen, so von Haseln,
Hainbuchen.
Lentinus tigrinus (Bull.) findet sich nicht selten an Laubholz-
strünken, sowie an altem Holz von Eichen u. s. w. An lebenden
Pappeln, Weiden tritt er meist am Grunde der Stämme, seltener
höher auf. Von Schröter wird er außerdem an Stämmen von Apfel-
bäumen, Populus italica angegeben. Im Berliner Botanischen Garten
bricht er alle Jahre aus den eichenen Balken des Moorpflanzenbeetes
im Mai und Juli reihenweise hervor.
L.squamosus (Schaeff.). An Kiefernstümpfen, kiefernen Pfählen,
Brettern, häufig in Wohngebäuden an Balken und Latten oft abnorm
gebildete, hornförmig oder geweihartig verzweigte, oft hutlose Frucht-
körper entwickelnd.
L. adhaerens (Alb. et Schw.). An alten Stämmen von Abies
nach Schröter,
10% cornucopioides (Bolt). An alten Stämmen und Wurzel-
stöcken von Sahlweiden, Hasel, Erlen nach Schröter. Auch in Ge-
bäuden. Neuerdings in großen Rasen auf einem Buchenstumpf
beobachtet,
L. conchatus (Bull). An Stämmen und Zweigen von Zitter-
Pappeln rasenweise, auch an Birken.
L. carneo-tomentosus (Batsch). Nicht selten an Stümpfen
von Birken, vereinzelt an lebenden Stämmen beobachtet.
L. stypticus (Bull), Häufig an Stümpfen von Laubhölzern,
so an Erlen, Haseln, Birken, Buchen, Eichen, Faulbaum, an lebenden
Haseln.
Schizophyllum alneum (Linn.) findet sich bei uns gewöhn-
lich an gefällten Erlenstämmen, selten an Eichen, doch fand ich den-
selben auch an einem lebenden Lindenstamm. In den Tropen tritt
der Pilz an den verschiedenartigsten lebenden Baumstämmen auf und
ist hier viel häufiger als in gemäßigten Klimaten.
Trogia faginea (Schrad.). An Stümpfen von Birken, ferner
an Buchen, Erlen, Haseln, oft auch an abgefallenen Ästen.
Paxillus acheruntius (Humb.). Am Grunde alter Stämme
von Kiefern, häufiger an Stümpfen, Pfählen, sowie auch in Gebäuden
an feuchtem kiefernem Holzwerk,
P. atro-tomentosus (Batsch). Nicht selten am Grunde alter
lebender Kiefernstämme, häufiger an Stümpfen.
Mit Ausschluß unwichtiger Arten treten an Erlen ca. 17, an
Buchen ca. 14, an Birken und Pappeln ca. je 12, an Weiden ca. 14,
an Kiefern ca. 10, an Eichen ca. 8, an Ulmen ca. 6, an Weißbuchen
und Linden je ca. 5 Arten der Agaricineen im Gebiete auf. An Eschen
habe ich keine Art beobachtet. Fichten und Tannen sind im Ge-
biete zu selten vorkommend.
ernarnesren
(241)
B. Referate und kritische Besprechungen.
Coulter, J. M. The Phylogeny of Angiosperms. (University of
Chicago: Decennial Publications vol. X. 1903. p. 191—194. gr. 4°.)
Price $ 0,25 net.
Der Verfasser kommt zu den folgenden Schlußergebnissen seiner Unter-
suchungen über die Phylogenie der Angiospermen:
1. Die Monokotyledonen und Dikotyledonen umfassen wenigstens zwei un-
abhängige angiosperme Reihen und repräsentieren nicht einen einzelnen Stamm,
2. Keiner der angiospermen Stämme kann von den Gymnospermen oder
von den lebenden heterosporen Pteridophyten abgeleitet werden,
3. Alle angiospermen Stämme dürften dagegen abzuleiten sein als unab-
hängige heterospore Reihen von den alten eusporangiaten Filicales, welche
gleichfalls den Gymnospermen Ursprung gaben,
4. Mehrere angiosperme Stämme sind wahrscheinlich unabhängig entstanden
aus dem vorweltlichen Marattiaceen -Plexus.
5. Wenngleich ein monophyletischer Ursprung der Angiospermen sehr un-
wahrscheinlich ist, so ist doch klar, daß die Monokotyledonen von mehr primi-
tiven Dikotyledonen abstammen.
Dusen, P. Die Pflanzenvereine der Magellansländer nebst einem Bei-
trage zur Ökologie der magellanischen Vegetation. (Svenska
Expeditionen till Magellansländerna. Bd. III. Nr. 10. p. 351—523.
8°. Mit Taf. XIX—XXX.) Stockholm (Kungl. Boktryckeriet.
P. A. Nordstedt u. Söner.)
Nachdem der Verfasser, ohne daß das von ihm im südlichen Patagonien
und Feuerland gesammelte botanische Material vorher völlig bestimmt war, be-
reits vorläufige Zusammenstellungen der pflanzengeographischen Resultate seiner
Reise gegeben hatte (Dus&n, P. Über die Vegetation der feuerländischen Insel-
gruppe, in Englers Bot. Jahrb. XXIV. 1897 p. 179—196. — Dusen, P. Den
eldsländska ögruppens vegetation, in Botaniska Notiser, 1896, p. 253—278), hat
er die Freunde der Pflanzengeographie mit dieser vollständigeren Darstellung
über das betreffende Thema jetzt erfreut, nachdem nun die Bestimmungen der
Sammlungen ganz vorliegen, im besonderen auch die für das betreffende Gebiet
so wichtigen Moose bearbeitet worden sind, von denen die Lebermoose bereits
publiziert sind (Stephani, F, Lebermoose der Magellansländer. Bihang till
K. Svenska Vet. Akad. Handl. XXVI. Afd. II. Nr. 17 und Svenska Exped. till
Magellansländerna, III. Nr, 9) und die Laubmoose nächstens veröffentlicht werden.
Nach einer Einleitung über das Klima der einzelnen Gebiete der Magellansländer
behandelt der Verfasser I. das Steppengebiet und zwar dessen Hydrophyten-,
Halophyten- und Xerophytenvereine; II. die mittelfeuchte Zone, bei welcher
er Hydrophyten-, Mesophyten- und Xerophytenvereine unterscheidet; III. die
Regenzone und ihre Pflanzenvereine. Die mittelfeuchte Zone nennt er auch das
Gebiet der blattabwerfenden Buchen und die Regenzone das Gebiet der immer-
grünen Buchen. Der Schilderung dieser Zonen und ihrer Vereine läßt der Ver-
fasser eine übersichtliche Darstellung der Verteilung der Pflanzenfamilien in diesen
Zonen folgen. Ein weiteres Kapitel: Beiträge zur Ökologie der Vegetation der
Magellansländer basiert auf anatomischen Untersuchungen, welche der Verfasser
nur an Gefäßpflanzen anstellte und ist nur fragmentarisch dargestellt, da der
Verfasser durch seine Übersiedelung nach Brasilien in den betreffenden Unter-
Hedwigia Bd, XLII, 1903. e
(242)
suchungen gestört wurde, Schließlich möge noch hier auf ein Schlußkapitel
aufmerksam gemacht sein, in welchem der Verfasser die Frage sich vorlegt, ob
die Magellanstraße eine pflanzengeographische Grenze bilde oder nicht? Er
kommt dabei dazu, die Frage O. Nordenskjöld gegenüber negativ zu beant-
worten, indem nur eine einzige Art (Senecio falklandicus) von den nördlich der
Magellansstraße gefundenen Pflanzen, nicht südlich derselben von ihm aufgefunden
wurde. Eine pflanzengeographische Karte, auf 6 Tafeln nach Photographien
wiedergegebene schöne Vegetationsbilder und gute anatomische auf den übrigen
Tafeln und in den Text gesetzte Abbildungen sind dem interessanten Werkchen
beigegeben.
Livingson, B. E. The Röle of Diffusion and Osmetic Pressure in
Plants. (University of Chicago: Decennial Publications IIrd ser.
vol. VII. 8°. 149 p.) Chicago (The University of Chicago Press) 1903.
Dieses Buch, eine derjenigen Publikationen, welche von Seiten der Universität
von Chicago zur Feier und Erinnerung an ihre erste Dezennialfeier gemacht
werden, gibt ein Zeugnis ab von dem Ernst und Eifer, mit welchem auch
physiologische Zweige der botanischen Wissenschaft in den Vereinigten Staaten
Nordamerikas betrieben werden, nachdem in dem so weiten immer noch ver-
hältnismäßig wenig erforschten Lande lange Zeit die Landeskunde im weitesten
Sinne die erste Stelle eingenommen hatte, Das Buch ist ein prächtiges Com-
pendium über den behandelten Stoff, in welchem die Literatur über die Rolle
der Diffusion und des osmetischen Drucks in den Pflanzen bis auf die neueste
Zeit verarbeitet und kritisch behandelt worden ist. Daß natürlich auch ein
gutes Stück der Resultate eigener Untersuchungen in dem Buche mit verarbeitet
werden, ist selbstverständlich. Die Darstellung ist eine fließende und in leicht
verständlicher Sprache gegeben bei Vermeidung des im Englischen nur zu sehr
beliebten langen Periodenbaus, so daß das Werkchen gern auch von solchen,
denen die englische Sprache nicht als Muttersprache angehört, wird gelesen
werden. Die Ausstattung ist eine vorzügliche. ‘Auf eine Referierung des Inhalts
des Werkchens wollen wir hier nicht eingehen, da dasselbe immerhin den
Charakter eines Compendiums über den betreffenden Stoff hat. Hier sollte auch
nur der Zweck verfolgt werden, auf das lesenswerte Buch aufmerksam zu machen.
J.J. Rousseaus Briefe über die Anfangsgründe der Botanik, übersetzt
von M. Möbius. 8% 105 p- Mit 6 Abbildungen. Leipzig
(J. A. Barth) 1903, Brosch, M. 2,40; gebunden M. 3,20. ;
„In Rousseaus Werken finden sich ganz allerliebste Briefe über die
Botanik, worin er diese Wissenschaft auf das faßlichste und zierlichste einer
Dame vorträgt. Es ist recht ein Muster wie man unterrichten soll und eine
Beylage zum Emil, Ich nehme daher den Anlaß das schöne Reich der Blumen
meinen schönen Freundinnen aufs neue zu empfehlen.“ (Goethe an den Herzog
Karl August am 16. Juni 1782.)
Diese Worte hat der Übersetzer der Briefe als Motto denselben vorgesetzt,
in einer darauf folgenden Einleitung schildert er dann nach einem Briefe
Rousseaus (an die Herzogin von Portland, Wooten 12. Februar 1767) ae
Zeitzustand, in welchem diese Briefe geschrieben wurden und was für eine
„Pädagogische Tat“ diese Briefe seiner Zeit waren, Auch heute beanspruchen
dieselben noch ein hohes historisches Interesse, nicht nur in Bezug auf den
Zustand, in welchem sich die Botanik zur betreffenden Zeit befand, sondern
auch in Bezug auf die Charakteristik J. J. Rousseaus selbst, Die Briefe sind
an eine Dame, an die Mutter des Botanikers Benjamin Delessert, der sich
als Herausgeber des Prachtwerkes: Icones selectae plantarum (5 Bde., es
(243)
1820—39) einen großen Namen erworben hat, gerichtet. Es sind im ganzen acht.
Der französische Text ist möglichst wörtlich wiedergegeben worden, einige Ab-
bildungen hat der Übersetzer zugefügt. Die Ausstattung des Werkchens, das
von jedem, der für Geschichte der Botanik sowie für die Persönlichkeit
J. J. Rousseaus Interesse hat, gern gelesen werden wird, ist eine vorzügliche.
Fries, R. EE Myxomyceten von Argentinien und Bolivien. (Arkiv
för Botanik. I. 1903. p. 57—70.)
Das Material, welches dieser Abhandlung zu Grunde liegt, wurde vom
Verfasser auf der von Baron E. Nordenskiöld geleiteten Schwedischen Chaco-
Cordillieren - Expedition 1901—1902 gesammelt und zwar besonders bei Quinta
in der argentinischen Provinz Jujuy am Westende der Sierra de Santa Barbara,
bei Tarija im südlichen Bolivien, bei Santa Ana unweit Tarija und bei Tatarenda
bei Aguayrenda im bolivianischen Chaco. Bemerkenswert ist das größere Vor-
kommen von kalkhaltigen Myxomyceten in diesen tropischen Gegenden, während
diese bei uns in Europa an Zahl von Arten und Individuen zurückstehen. Von
den eingesammelten Arten sind nur 12 noch nicht in Schweden gefunden worden.
Aufgezählt werden 47 Arten. Neue darunter sind: Physarum aeneum und
Spumaria alba (Bull) DC. var. dictyospora.
Börgesen, F. and Ostenfeld, C. H. Phytoplankton of Lakes in the
Feröes. (Botany of the Faeröes II. Det Nordiske Forlag. Copen-
hagen (printed by H. H. Thiele) 1903. 8%. p. 613—624, with
fig. 147—150.)
Das Material, welches der Bearbeitung der kleinen Abhandlung zu Grunde
liegt, wurde in Süßwasserseen der Inseln Österö, Vaagö, Sandö und Syderö ge-
sammelt. Die Bestimmungen der Desmidiaceen wurden von Börgesen, die der
Diatomaceen, Flagellaten und Peridinaceen von Ostenfeld gemacht. Die Abhandlung
bringt einige Berichtigungen und Ergänzungen zu Ostrups List of the Faeröes
freshwater Diatoms (Bot. of the Faröes I). Nach kurzer Einleitung geben die
Verfasser eine tabellarische Übersicht über die im Sörvaagsvatu auf Vaagö im
Plankton in den Jahren 1897 und 1890 vorgefundenen Chlorophyceen, Myxo-
Phyceen, Bacillariaceen, Peridinaceen und F lagellaten. Auf einer zweiten Tabelle
sind die Organismen des Phytoplanktons des genannten Sees zusammengestellt
mit den in den anderen darauf untersuchten Gewässern, und zwar im Larg lake
nahe Ejde (Österö), Small lake nahe Ejde (Österö), Sandsvatan (Sandö),
Grothusvatan (Sandö), Lake in Kvanhauge (Syderö), Lake in Kvalbö Ejde (Syderö)
und Lake in Vaage Ejde (Syderö) gefundenen. Im Anschluß an diese werden
Notizen über einige der aufgezählten Arten gegeben. Neu unter diesen ist
Staurastrum Magdalenae. Diese Desmidiacee und einige andere Organismen
sind in den Figuren dargestellt.
Brand-Kiel, K. Nordisches Plankton, herausgegeben unter Mitwirkung
von Dr. Apstein-Kiel, Prof. Dr. Bergendal-Lund, Dr. Borgert-
Bonn, Prof. Dr. Ehrenbaum-Helgoland, Dr. Gran-Bergen, Prof.
Dr. Hartlaub - Helgoland, Dr. Lauterborn - Ludwigshafen,
E. Lemmermann-Bremen, Prof. Dr. Lenz-Lübeck, Dr. Loh-
mann-Kiel, Dr. Mortensen-Kopenhagen, Prof. Dr. Müller-
Greifswald, Dr, Reibisch-Kiel, Prof. Dr. Rumbler-Göttingen,
Prof. Dr. Schütt-Greifswald, Prof. Dr. Simroth-Leipzig, Dr. Stein-
haus-Hamburg, Prof. Dr. Vanhöffen-Kiel, Prof. Dr. Vosseler-
Stuttgart und Prof. Dr. Wille-Christiania. II. Lief. Inhalt:
16*
(244)
XI. Ctenophoren, von Prof. Dr. Ernst Vanhöffen-Kiel. 7 p.
16. Fig. — XX. Schizophyceen, von Prof. Dr. N. Wille-Christiania.
29 p. 25 Fig. — XXI. Flagellatae, Chlorophyceae, Coccosphaerales
und Silicoflagellatae, mit einem Nachtrag von E. Lemmermann-
Bremen. 40 p. 135 Fig. 4°. Kiel und Leipzig (Lipsius und Tischer)
1903. Ladenpreis brosch. M. 3,60,
Von dem wichtigen literarischen Unternehmen, auf das wir bereits bei dem
Erscheinen der ersten Lieferung aufmerksam gemacht haben (vergl. Hedwigia
1902, Beibl., p. 148), ist nun auch eine zweite erschienen, welche in den Rahmen
der Botanik fallende Abhandlungen enthält. Die Versprechungen, welche
Herausgeber und Verleger bei der Ankündigung des Werkes gemacht haben,
sind auch in dieser zweiten Lieferung gehalten worden. Die Bearbeitung der
drei in derselben gegebenen Abhandlungen ist eine vorzügliche, zweck-
entsprechende. In nicht zu breiter Weise werden nach einer allgemeinen Ein-
leitung die Ordnungen, Familien, Gattungen und Arten charakterisiert, bei
den letzteren auch die Verbreitung übersichtlich zusammengestellt und eine
jede durch eine gute Abbildung wiedergegeben, so daß auch der auf dem be-
treffenden Gebiete völlig Laie mit nur geringen allgemeinen Vorkenntnissen
sich wird zurechtfinden, den Inhalt der von ihm gesammelten Planktonproben
wird bestimmen können und nur ausnahmsweise sich deshalb an Fachautoritäten
wird wenden müssen. Von dem Verfasser der Schizophyceen N. Wille sind
mit Absicht auch bisher nur außerhalb des Gebietes vorkommende Arten auf-
genommen worden in der richtigen Ansicht, daß bei der weiten Verbreitung,
welche viele Arten haben, auch diese dem nordischen Plankton bisher fehlenden
in demselben wohl noch gefunden werden dürften,
Wir wünschen dem dankenswerten Unternehmen rüstigen Fortschritt und
sind überzeugt, daß gerade dieses Werk, durch welches die in der Literatur
so sehr zerstreuten Angaben über Planktonorganismen vereinigt, gesichtet und
geordnet werden, sehr zur Tätigkeit auf dem betreffenden Gebiete anregen und
neue Freunde der Planktonkunde zuführen wird,
Chick, H. A study of a unicellular green alga, occurring in polluted
water, with especial reference to its nitrogenous metabolism.
(Proceedings of the Royal Society LXXI, 1903. p. 458-476. Mit
1 farbigen Tafel.)
Verfasserin beobachtete im Abwasser eine einzellige, chlorophyligrüne Alge
aus der Gattung Chlorella, deren physiologisches Verhalten sie an Reinkulturen
näher studierte, da die Alge im Gegensatz zu den anderen bekannten Vertretern
der Gattung ein auffallend großes Pyrenoid besaß, wurde sie Chlorella pyrenoidosa
genannt.
Die Untersuchungen schließen sich im wesentlichen an die Studien von
Beyerinck, W. Krüger und Artari an, Sie ergaben eine ausgesprochene Vor-
liebe dieser Alge für Ammoniak und dessen Verbindungen, wie Harnstoff u. a. M-
Als Kohlenstoffquelle dient neben der Assimilation Traubenzucker, während
Rohr- und Milchzucker nicht aufgenommen wurden. Kolkwitz.
Deckenbach, Const. v. Über einige das Phycoörythrin begleitende
Farbstoffe und das Vorkommen leicht oxydierbarer Substanzen IN
den Chromatophoren der Rhodo- und Phaeophyceen. (Scripta Bota-
nica Horti Universitatis Petropolitanae fasc, XX. 1903. p. 119130.)
Russisch mit deutscher genauer Inhaltsangabe.
(245)
Der Verfasser hatte schon im Jahre 1892 gezeigt, daß in den Rotalgen
Polysiphonia subulifera und Dasya elegans außer dem Chlorophyll und Phycoe-
tythrin noch andere im Wasser lösliche braungelbe Pigmente vorhanden sind,
denen die obengenannten Algen ihre für die Rhodophyceen atypische Farbe
verdanken. Er hat nun auch noch andere Rotalgen und zwar Polysiphonia
nigrescens, Rhodomela subfusca und Fastigiaria furcellata untersucht und in den
beiden ersten außer dem Chlorophyll nur Spuren von Phycoörythrin gefunden.
An Stelle dieses finden sich bei P. nigrescens und Rh. subfusca zwei andere
Pigmente, von welchen er das eine kirschenrote als Phycorubin, das andere
braune Phycofuscin nennt. Fastigiaria scheint gänzlich von Phycoerythrin frei
zu sein und enthält außer Chlorphyli nur Phycofuscin. Das Phycofuscin steht
nach seinen optischen Eigenschaften sowie nach dem Verhalten zu chemischen
Reagentien dem Phycophaein der Braunalgen am nächsten, ist aber nicht voll-
kommen identisch mit demselben, Phycofuscin und Phycophaein entstehen als
Oxydationsprodukte von farblosen Chromogenen, die sich in den Algenproto-
plasten befinden und mit destilliertem Wasser leicht ausziehbar sind, Die Ent-
stehungsweise dieser Pigmente dient zum Beweise, daß auch Phaeo- uad Rhodo-
phyceen in ihren Protoplasten leicht oxydierbare Substanzen enthalten, welche
zu den leicht oxydierbaren Verbindungen resp. Chromogenen gehören, deren
Anwesenheit im Protoplasma bei einer ganzen Reihe der höheren Pflanzen und
Aethalium schon längst von J. Reinke entdeckt und bewiesen wurde.
Das Phycofuscin und Phycophaein mit den ihm entsprechenden Chromogenen
sind als Anpassungen für die Aufnahme des Sauerstoffs und die Übergabe des-
selben an das lebende Protoplasma zu betrachten.
Diese Andeutungen über den Inhalt der kleinen Abhandlung mögen hier
genügen, um auf dieselbe aufmerksam zu machen,
De-Toni, 3. B. Sylloge Algarum omnium hucusque cognitarum,
Vol. IV. Florideae. Sectio II. Familiae V—VI. p. 775-1525.
Paterii 1903,
Dieser neue mit dem Bildnis des Autors gezierte Band der Sylloge Algarum
ist etwas stärker als die beiden vorausgehenden, die 1897 und 1900 erschienen
sind und ebenfalls Florideen enthalten; er umfaßt nur die beiden großen
Familien der Rhodomelaceae und Ceramiaceae, die in derselben Weise
behandelt werden, wie es von früher her bekannt ist. Im ganzen werden 1046
Arten diagnosticiert (Nr. 1335— 2382), von denen 624 auf die Rhodomelaceae,
422 auf die Ceramiaceae kommen. {
Für die Bearbeitung der Rhodomelaceae konnte die große Monographie
von Falkenb erg (1901) benutzt werden, die aber bei der Literaturübersicht für die
ganze Familie und bei den Laurencieae noch nicht erwähnt wird, weil dieser
Teil vermutlich schon vorher gedruckt war. Darum sind auch die Dasyeae wohl
nicht wie bei Falkenberg an den Anfang gestellt, sondern an den Schluß wie
in der Bearbeitung von Schmitz in den natürlichen Pflanzenfamilien; von dieser
Bearbeitung weicht die des Verfassers sonst in einigen Punkten ab in Über-
Einstimmung mit F. So zählt er zu den Polysiphonieae dieselben Gattungen
wie F, und erwähnt 157 Arten von Polysiphonieae. Die Pterosiphonieae
sind auch wie bei F. behandelt, nur daß dieser Pachychaeta und Chamae-
thamnion noch zu ihnen rechnet, während Verfasser aus diesen zwei Gattungen
die Subfamile Pachychaeteae bildet, wie er auch aus Endosiphon und
Wrightiella die Subfamille Endosiphoneae bildet. _ Als weitere Ab-
Weichungen von F, sind zu erwähnen, daß Ctenosiphonia und Pleurosti-
chidium nicht als Anhang zu den Heterosiphonieae, sondern den Ryti-
Phloeae erwähnt werden und daß Colaconema Schmitz (Bostrychieae)
(246)
vom Verfasser in Colacopsis umgetauft wird zur Unterscheidung von Co-
laconema Batters (Chantransieae). Als Genera incertae sedis werden an
die Rhodomelaceae angeschlossen: Halodictyon (5 spec.), Pogonophora
J. Ag. 1890, Cyclospora J. Ag. 1892, Acrocystis Zanard, Erythrocystis
J. Ag. 1876, Melanothamnus Born. et Falkenb. 1901, Stromatocarpus
Falkenb. 1807 und Tylocolax Schmitz 1897, die letztgenannten alle mit je
1 Species.
Bei den Ceramiaceae ist die Einteilung in Unterfamilien und die Auf-
einanderfolge der Gattungen fast genau dieselbe wie in den natürlichen Pflanzen-
familien. Neue Gattungen sind seitdem wenige aufgestellt worden: Prailliella
Batters 1896, die hinter Spermothamnion gestellt wird, Hymenoclonium
Batters 1895 hinter Seirospora, Plumariopsis De Toni 1903, aufgestellt für
Plumaria (Ptilota) Eatoni (Dick.) Schmitz und vom Verfasser von Pluma-
ria aus demselben Grunde abgetrennt wie Antithamnion von Callithamnion,
nämlich wegen der kreuzförmig geteilten Tetrasporen; Bracebridgea ]J. Ag. 1894
und Haliacanthus J. Ag. 1898 mit je einer Species werden an die Spyri-
diaceae angereiht und vermitteln vielleicht den Übergang von diesen zu den
Wrangeliaceae. Als Genera dubia sind hier bei den Ceramiaceae ange-
führt: Rhodochorton Naeg. (24 spec.) und Thamnocarpus Harn. (4 spec.).
Noch ein Band wird wohl zur Vollendung der Florideen dienen und dann
zugleich zu der des ganzen Werkes, das ein ebenso unentbehrliches als wert-
volles Nachschlagewerk für jeden ist, der auf dem Gebiete der Algologie arbeitet;
möge es dem Verfasser vergönnt sein, bald sein Werk zum Abschluß bringen
zu können! Möbius (Frankfurt a. M.).
De-Toni, G. B. ed Forti, Ach. Pugillo di Diatomee Bentoniche del
Lago Ngebel (Giava). (Bull. d. Soc. bot. Ital, Adunanza della
Sede di Firenze del 19 Aprile 1902. p. 133—141.)
Die hier bearbeiteten Diatomaceae wurden im See Ngebel auf Java von
S. H. Koorders gesammelt. Die Verfasser zählen 24 Arten auf und machen
Bemerkungen über die am häufigsten vorkommenden Arten, welche in dem von
Koorders mitgebrachten Material als Charaktertypen vorkamen.
Okamura, K. On the Vegetative Multiplication of Chondria crasst-
caulis Harv. and its Systematic Position. (Bot. Magazine Tokyo
XVII. 1903. Nr. 191. p. 1-5.)
Nach Agardh gehört die als Chondria crassicaulis Harv. beschriebene
Rhodomelacee nach Habitus und Structur in die Gattung Chrysimenia, der Ver-
fasser ist dagegen der Ansicht, daß dieselbe nach ihrem anatomischen Aufbau
ohne Zweifel eine wahre Chondria ist und in die Gruppe der Chondria macro-
carpa gestellt werden muß,
Ostenfeld, C. H. Phytoplankon from the Sea around the Faeröes.
(Botany of the Faeröes II. Det Nordiske Forlag. Copenhagen
[printed by H. H. Thiele] 1903. p. 558—612, fig. 119—146.)
h Der Verfasser gibt in dieser für die Erforschung des Meeresplanktons her
die genannte Inselgruppe wichtigen Abhandlung nach einer Einleitung eine genaue
Aufzählung der in demselben vorkommenden Bacillariaceen, Pterospermataceen,
Peridinaceen, Silicoflagellaten, Coccolithophoriden, Flagellaten und Chlorophyeee®,
wobei mancherlei Einzelbemerkungen über die Arten von demselben vn
werden und folgende neue Arten und Varietäten Rhizosolenia faeroönsi$
(Bacillariacea), Pterosperma labyrinthus (Pterospermatacea), Ceratium neglectuN
und C. longipes var. ventricosa (Peridiniaceae) beschrieben werden. Die neu
(247)
beschriebenen sowie manche ältere Art werden in guten Abbildungen wieder-
gegeben. An diese Aufzählung schließt der Verfasser dann Notizen über das
Plankton. Auf fünf übersichtlichen Jahrestabellen werden die im Atlantischen
Ozean um die Inseln lebenden Planktonorganismen nach den Lokalitäten, an
welchen sie entnommen wurden, zusammengestellt, zugleich mit Angaben über
die Data der Fänge, die Temperatur des Meereswassers und den Salzgehalt
desselben. Ebensolche Übersichten werden auf vier weiteren Tabellen über
das Plankton des Nolsöfjord zusammengestellt. Dann folgt ein Kapitel über die
geographische Verbreitung der um die Inseln gefundenen Organismen des Phyto-
plankton.
Ostenfeld, C. H. Studies on Phytoplankton I. Notes on Phyto-
plankton of two Lakes in Eastern Norway. (Botanisk Tideskrift.
XXV.. 2 Hefte. Kobenhavn 1903. p. 235 —241.)
Die beiden norwegischen Seen sind Lomnaessjön und Harsjön, deren
Phytoplankton auf einer Tabelle übersichtlich aufgezählt wird. Es folgen dann
Notizen über einige der gefundenen Arten.
Tobler, F. Über Polymorphismus vonMeeresalgen. Beiträge
zur Kenntnis des Eigenwachstums der Zelle. (Sitzungs-
bericht der kgl. preuß. Akad. der Wissensch. zu Berlin. Phys.-
mathem. Klasse. 26. März 1903. XVII. 13 S.)
In dieser vorläufigen Mitteilung behandelt der Verfasser den Polymorphismus
gewisser Meeresalgen, wie er sich z. B. in der Synonymik mancher Arten aus-
spricht. Derselbe kommt zum Ausdruck in der Leichtigkeit, mit welcher
Degenerationen sowohl in der Kultur wie auch bei besonderen Störungen in
der Natur eintreten. Zu den letzteren Degenerationen gehören lebend im Detritus
sich findende abgerissene Teile nach Sturm, ferner Saisonformen und Standorts-
modifikationen. Der Verfasser behandelt dann das Zustandekommen des Poly-
morphismus im allgemeinen, ohne auf die eigentlichen dazu führenden formativen
Reize selbst besonders einzugehen, zumal die Kultur der Meeresalgen noch sehr
spezieller Forschung bedarf. Es folgen Angaben über Degenerationen in Kulturen
verschiedener Art und zu verschiedenen Jahreszeiten sowie über Material aus
der Detrituszone. Diese beziehen sich auf Arten von Pleonosporium, Anti-
thamnion, Callithamium, Griffithia, Art und Reihenfolge der einzelnen Wachs-
tumserscheinungen werden erörtert. Neben den Erscheinungen der Degeneration
nehmen auch die der Restitution einen wichtigen Platz ein, welche alle die
Wachstumsvorgänge der Zelle, die bei Störungen der Beziehungen im Zellver-
bande oder durch Lockerung des Zusammenhanges derselben durch Zerfall in
verschiedener Weise auftreten, umfassen. In vielen Fällen gelang die Einzel-
kultur der Zelle, die ein interessantes Eigenwachstum zeigte. Dadurch wurde
bewiesen, daß die Selbständigkeit der Zelle bei den darauf untersuchten Formen
eine relativ große ist. Unter anderem ergaben die Beobachtungen der drei sich
verschieden verhaltenden Griffithiaarten folgendes: 1. Mit der größeren Selb-
ständigkeit der Zelle und ihrem starken reproduktivem Vermögen findet sich
ausgesprochene Polarität verbunden; 2. bei der festeren Organisation des Zell-
verbandes stellt sich ein ausgiebigeres Adventivwachstum ein; 3. bei der am
schwersten zu beeinflussenden (offenbar am langsamsten wachsenden Form)
scheint die Polarität entschieden zurückzutreten; 4. das Reproduktionsvermögen
ist abhängig von der Zellenzahl und zwar ist seine Stärke ihr umgekehrt pro-
portional. Zum Schluß weist der Verfasser noch kurz auf die Beziehungen des
Habitus zu den Altersstadien und der Saison hin. F. Tobler.
(248)
Tobler, F. Über Vernarbung und Wundreiz an Algenzellen. (Ber. d.
deutsch. bot. Ges. XXI. 1903. p. 291—300. Taf. XIV.)
Vernarbung ist die an einer Wundstelle des Pflanzenkörpers eintretende
Reaktion, die die Umwandlung eines durch die Verletzung freigelegten Zellteiles
zum Außenteil und seine Anpassung an die Funktion als Außenteil bezweckt.
Die verletzte äußerste Zelle stirbt dabei meist ab, daher treten die Re-
aktionen an der Nachbarzelle ein. In den einfachen Fällen von Spirogyra und
Ectocarpus liegt allerdings keine Differenz zwischen Außenmembran und Quer-
wand vor, daher die Reaktion sich höchstens in einer Vorwölbung der zur
Außenwand werdenden Querwand dokumentiert. Echte Vernarbung liegt aber
in dem Falle bei Spirogyra vor, wo der plasmolysierte Protoplast in der Zelle
selbst neue Membran bildet (Klebs). Die Siphoneen bieten vermöge ihrer eigen-
artigen Organisation ein besonderes Verhalten, bei dem Vernarbung selbstver-
ständlich ist, aber andere Bedeutung hat für den sog. einzelligen Organismus.
Ganz ähnliche Vernarbung weisen aber auch die typisch vielzelligen Cera-
miaceen Bornetia und Griffithsia Schousboei auf. Sie besitzen z. T. allerdings
besonders große (vielkernige) Zellen mit zähem Plasma. Jede erheblichere Menge
davon, die bei Verletzung in einem Zellenreste haften bleibt, umgibt sich schnell
mit neuer Membran und proliferiert später. In einem Zellstummel können auch
mehr als ein Plasmarest bestehen bleiben. Sie sitzen zunächst den Querwänden
zu den Nachbarzellen des Gliederfadens auf, dann aber auch von da aus sich
erstreckend den stehengebliebenen Längswandresten.
Stirbt aber, wie bisweilen auch hier, die verletzte Zelle ganz ab, so treten
an der Wand der Nachbarzelle auf den Wundreiz hin Plasma- und Chromatophoren-
ansammlungen auf, die ebenfalls zu Prolification führen. An Basalzellen größerer
Zellkomplexe, denen letztere Tätigkeit abgeht, kommt es aber zu einer zweiten
Ansammlung am entgegengesetzten Ende der genannten Zelle, die dann sich
durch Wandbildung und Abgliederung des ziemlich entleerten Außenendes sichert
und nicht proliferiert.
Die Beobachtungen sprechen für die schon von Berthold angenommene
Stellung der Bornetia unter anderem an der Grenze der nicht cellulären und
cellulären und die größere Reaktionsfähigkeit der niedereren Formen.
F. Tobler.
— Beiträge zur Entwicklungsgeschichte und Biologie
einiger Meeresalgen. (Beih, z. botan. Centralbl. XIV. 1. 1903,
B..1--12,.Taf.:1)
In der vorstehenden Abhandlung werden die aus der Literatur bekannten
meist gelegentlich gemachten und veröffentlichten Beobachtungen über De
Keimung der Algen zusammengestellt. Nur wenige Beobachtungen lagen bisher
über die Keimung höherer Formen von Meeresalgen vor und zwar deuteten
dieselben wenigstens teilweise auf das Vorhandensein eines vorkeimartigen
Stadiums, welches der typischen ausgebildeten Thallusform vorangeht. Dem
Verfasser gelang es nun aber auch, Keimungen bei solchen Formen zu beobachten,
bei denen kein prothallium- oder prothallusartiger Zustand der Entwickelung der
eigentlichen Pflanze vorausgeht. Dahin gehören Arten von Ceramium, Callir
thamnium, Dudresnaya, Dasya und Polysiphonia, bei welchen allen die Keim-
linge schnell große Ähnlichkeit mit dem erwachsenen Thallus erreichen. Bei
den ersten Teilungen der Spore bilden sich oft rhizoidärtige Organe verschiedener
Art aus, die eine wichtige Rolle spielen und deren Erzeugung von Standorts
und anderen Wachstumsbedingungen abhängig zu sein scheint, welche sIe =
wohl quantitativ wie qualitativ beeinflussen. In den ersten Entwickelungsstadien
(249)
erfährt die Wachstumsintensität mannigfache Schwankungen, bis beim Be-
ginn des Hochsommers bei den vom Verfasser im Golf von Neapel beobachteten
Arten ein Ruhestadium eintritt, indem sich eine Art „Übersommerung“ vollzieht,
Bis zu einem gewissen Alter finden sich die Keimlinge oft epiphytisch auf anderen
Algen, die in dieser Ruhezeit eingehen und in deren abgestorbenen Büscheln
die jungen Pflänzchen geschützt sich erhalten, bis sie zum Beginn des Herbstes
wieder zu intensiverer Vegetation angeregt werden. F. Tobler.
Beck, @. v. Über das Vorkommen des auf der Stubenfliege lebenden
Stigmatomyces Baerii Peyr. in Böhmen, (Sitzungsbericht Deutsch.
naturw.-mediz. Ver. f. Böhmen „Lotos“ 1903. Nr. 3. 2 p.)
Verfasser fand auf Stubenfliegen neuerdings auch in Prag die von Peyritsch
entdeckte Laboulbeniacee. Der weißliche Pelz, welcher durch den Pilz gebildet
wird, findet sich bei weiblichen Fliegen am Kopfe und an Thorax, während die
Männchen denselben auf den Extremitäten, der Coxa und dem Femur mit sich
herumschleppen. Dies erklärt sich durch die Übertragung des Pilzes von Tier
zu Tier während der Begattung. Der Pilz belästigt zwar die Fliegen, schadet
ihnen aber nicht. Ein Mycelium besitzt der Pilz nicht. Die Infektion geschieht
durch die mit einer Schleimhülle umgebenen spindelförmigen Sporen, die sich
mittels eines geschwärzten Knöpfchens auf der Haut des Tieres festsetzen.
Der Pilz kommt besonders in Osteuropa vor, erreicht in Wien seine Westgrenze,
dürfte durch die Eisenbahn weiter verbreitet werden.
Bubak, F. et Kabät, J. E. Mykologische Beiträge. (Sitzungsber. d.
k. böhm. Gesellsch. d. Wissensch. 1903. p. 7.)
Von den Verfassern werden folgende neue Arten ausführlich beschrieben.
Phyllosticta bacillispora auf Catalpa syringifolia; Ph. corcontica auf Hicracium
alpinum; Phoma paradoxa auf Plantago major; Ascochyta Bryoniae auf Bryonia
alba; A. frangulina auf Rhamnus Frangula; A. destructiva auf Lycium barbarum;
Diplodina bufonia auf Juncus bufonius; D. rosea auf Scrophularia nodosa; Dar-
luca Bubäkiana Kab, auf Uredo von Phragmidium Potentillae; Phleospora Plan-
taginis auf Plantago lanceolata; Gloeosporium Juglandis; Ramularia corcontica
auf Hieracium alpinum.
Bubäk, F. Ein Beitrag zur Pilzflora von Montenegro. (Sitzungs-
bericht der k. böhm. Gesellsch. d. Wissensch. Prag. 1903. 22 S.)
Verfasser sammelte im Jahre 1901 in Montenegro zahlreiche Pilze, darunter
mehrere neue Arten, welche er eingehend beschreibt. Leptosphaeria Nicolai
auf trockenen Stengeln von Salvia officinalis, Phyllosticta eximia auf Crepis
viscidula, Ph. Nicolai auf Melandryum pratense; Vermicularia Rohlenae auf
Festuca sulcata; Ascochyta montenegrina auf Malva silvestris; A. Violae hirtae;
Septoria Piperorum auf Knautia pannonica; S. montenegrina auf Malva neglecta;
S. Panöiciae; S. Smyrnii; Phleospora Pseudoplatani; Ovularia Mulgedii; Ramularia
eximia auf Crepis viscidula; R. subalpina auf Hieracium lanatum; R. Pastinacae;
R. Nicolai auf Scrophularia bosniaca; Cercosporella Nicolai auf Menyanthes;
Heterosporium Hordei; H. montenegrinum; Cercospora Gei; C. polymorpha
auf Malva silvestris.
— Ein neuer Fall von Generationswechsel zwischen zwei dikotyle-
done Pflanzen bewohnenden Uredineen. (Centralbl. f. Bakteriologie
u. s. w. IL. Abt. X. p. 574.)
Verfasser hat durch Impfversuche festgestellt, daß das Aecidium auf Adoxa
moschatellina in den Entwickelungskreis von Puccinia argentata auf Impatiens
noli tangere gehört. Ob dies stets der Fall ist, dürfte durch Untersuchung
(250)
anderer Seiten erst festzustellen sein, die meist ganz verschiedenen Standorte
der Nährpflanzen sprechen kaum dafür.
Bubäk, F. Uredo Symphyti DC. und die zugehörige Teleutosporen-
und Aecidienform. (Bericht d. Deutsch. Bot. Gesellsch. 1903. XXI.
Heft:6,.1.:S:)
Verfasser impfte mit Teleutosporen der Melampsorella Symphyti (D.C.
Bub. Nadeln von Abies alba und stellte sich auf diesem ein Aecidium ein, welches
von A. columnare verschieden sein soll. Das Uredo Symphyti (DC.) ist in der
Provinz Brandenburg u. s. w. sehr verbreitet, während Abies alba nur in An-
lagen kultiviert wird.
Davis, Br. M. Oogenesis in Saprolegnia. Contributions from the
Hull Botanical Laboratory XLVI. (Bot. Gazette XXXV. 1903.
p. 233—320, with plates IX and X, Published also in Decennial
Publications of the University of Chicago X. 1903. 4°. p. 225—257,
with plates XV—XVL)
In vorliegender Abhandlung gibt der Verfasser eine Darstellung der Oogenesis
von Saprolegnia und vergleicht diesen Prozeß mit der Entwickelung der Zoo-
sporen. Das Material (S. mixta) war durchaus apogam und ganz frei von
Antheridien. Der ruhende Kern hat ein loses Lininnetzwerk und einen
Nucleolus und zeigt im wesentlichen die Struktur der höheren Pflanzen. Bei
der Mitosis im Oogonium bleiben die Spindeln intranuclear. Centrosomen sind
nicht vorhanden. Die vier Chromosomen stammen vom Lininnetzwerk ab.
Die Tochterkerne sind viel kleiner als ihre Eltern. Diese lassen bald die
kommende Degeneration erkennen, die Kernmembran wird undeutlich und der
Inhalt liegt als körniges Material in hellen Feldern, welche Vakuolen ähnlich
sehen. Die Eier werden während des Prozesses der Kerndegeneration gebildet.
Das Protoplasma des Oogoniums ist in dieser Periode um eine zentrale große
Vakuole peripherisch angeordnet. Das Ooplasma sammelt sich um verschiedene
Centren. Jedes von diesen gibt einem Ei den Ursprung. Die Eianlagen sind
zuletzt, getrennt durch Vakuolen, welche durch die Trennung von Protoplasma-
massen entstehen. Die Differenziation der Eianlagen beginnt um einen doppelt
lichtbrechenden protoplasmatischen Körper, das Coenocentrum, von welchem
feine Fäden ausstrahlen. Jedes neugebildete Coenocentrum gibt einer Spore den
Ursprung Diese ist zuerst eine kleine Kugel, welche durch ihre Strahlen sicht-
bar wird, sie ist deutlicher sichtbar in den jungen Eianlagen und wird weniger
unterscheidbar bei der Reife, um schließlich ganz zu verschwinden. In den
ältesten Eiern ist keine Spur davon zu sehen. ;
Das Coenocentrum ist von protoplasmatischer Struktur, aber nicht ein
permanentes Organ der Zelle. Dasselbe ist wahrscheinlich der morphologische
Ausdruck von dynamischen Tätigkeiten im Oogonium, während die Eianlagen
sich differenzieren, und ist eine Art Brennpunkt des der Oogonesis eigentüm-
lichen, metabolischen Prozesses,
Das Coenocentrum übt einen chemotaktischen Einfluß auf jeden unmittelbar
benachbarten Kern aus, Meist liegt nur ein Nucleus so nahe bei dem Coeno“
centrum, daß beide nur bei sehr starker Vergrößerung getrennt gesehen werden
können. Dieser Nucleus wächst an Größe, wenn alle anderen in den Eianlagen
und jungen Eiern degenerieren, so daß er also bei der Ernährung durch seine
Lage nahe dem Coenocentrum bevorzugt erscheint.
Zuweilen gelangen zwei oder drei Nuclei dem Coenocentrum genügend
nahe, um vor der Degeneration bewahrt zu werden und infolge dessen besitzen
(251)
die Eier dann zwei bis drei Nuclei. Zwei Nuclei besitzende Eier sind ziemlich
häufig, ‚drei Nuclei besitzende dagegen viel seltener.
Während die Eier reifen, wächst der bevorzugte Nucleus sehr heran, so
daß er vielmals größer ist, als in der folgenden Periode der Mitose. Die anderen
Nuclei sind gewöhnlich durchaus degeneriert, doch bleiben einige Spuren davon
als zerstreute Körnchen im Cytoplasma zurück.
Binucleate Eier bei den Saprolegniales haben also keine Beziehung zu dem
Problem der Geschlechtlichkeit und Trows Schlüsse sind also nicht begründet.
Bezüglich der Sporogenesis bestätigt der Verfasser im allgemeinen die
Angaben von Rothert, Hartog und Humphrey. Die einnucleaten Sporen-
anlagen werden bei Rissen, durch welche sie von der centralen Vacuole des
Sporangiums nach der Peripherie vordringen, differenziert. Wenn die Risse die
Zellwand erreichen, wird der Turgor im Sporangium durch das Austreten von
Wasser erleichtert und die Sporenanlagen bewegen sich hintereinander hinaus,
jedoch ziehen sie sich bald in Ruhe zurück und runden sich ab, ähnlich wie
die Zoosporen. Bei diesen scheinen keine cytoplasmatischen Centren im
Sporangium, welche den Coenocentren vergleichbar wären, vorhanden zu sein.
Im Anschluß an diese und andere Untersuchungen, welche der Verfasser
seit 1900 anstellte, bringt dann derselbe theoretische Betrachtungen 1. über die
Homologien der Coenogameten; 2. über Entstehung und Entwickelung der Coeno-
gameten; 3. über Pyronema und Coenogameten bei den Ascomyceten; 4. über
Phylogenie der Phycomyceten und Ascomyceten; 5, über den Nucleus bei den
Phycomyceten und seine Entstehung.
Zwei schöne Tafeln zieren die wertvolle Abhandlung.
Dietel, P. Uredineae japonicae IV. (Englers Botan. Jahrb. XXXII.
1903. p. 624-—632.)
Es werden folgende neue Arten beschrieben: Uromyces crassivertex auf
Lychnis Miqueliana, Puccinia Asparagi lucidi, Phragmidium heterosporum auf
Rubus trifidus, Chrysomyxa Menziesiae auf Menziesia pentandra, Uredinopsis
Corchoropsidis auf Corchoropsis crenata, Pucciniastrtum Kusanoi auf Clethra
barbinervis, Aecidium Lili cordifolii, A. Polygoni cuspidati, A. Cardiandrae,
A. Hydrangeae paniculatae, A. Fraxini Bungeanae, A. Enkianthi, Roestelia
solenioides auf Pirus Aria, Uredo Setariae italicae, U. hyalina auf Carex stenantha?
Fischer, E. Eine Phalloidee, waargenomen op de wortels van
suikerriet. (Archief voor de Java-Suikerindustrie 1903. Afd. II.
Soerabala 1903. 8 pp. Met 3 Plate.)
Ithyphallus celebicus P. Henn. findet sich auf Java in Zuckerrohrkulturen
und umspinnt das Mycel die Wurzeln des Zuckerrohres, Einzelne Stränge
setzen sich an die Wurzeln an und hat es den Anschein, als ob die Hyphen
des Mycels bis in das Gewebe innerhalb der Epidermis vordringen. Das Ge-
webe zeigte sich an einer solchen Ansatzstelle desorganisiert, doch ist es nicht
sicher festzustellen, ob diese Desorganisation wirklich von dem Mycel dieses Pilzes
verursacht worden ist. Eingehender wurde auch die Entwickelung des Hutes
und des inneren Glebarandes verfolgt. Auf den beigegebenen 3 z. T. kolorierten
Tafeln werden Habitusbilder, sowie Zeichnungen des anatomischen Baues des
Pilzes, sowie des die Wurzeln des Zuckerrohres überziehenden und in die
Gewebe eindringenden Mycels, in meisterhafter Weise ausgeführt, gegeben.
Kolkwitz, R. Über Bau und Leben des Abwasserpilzes Leptomites
lacteus. (Mitteilungen der K. Prüfungsanstalt für Wasserversorgung
und Abwässerbeseitigung. Heft 2. 1903. p. 34—98. Mit Taf. I—IV.)
(252)
Die interessante Arbeit über diesen Pilz gliedert sich in folgende Kapitel:
I. Einleitung; II. Reinkultur des Leptomitus; III. Über Gestalt, Inhaltsbestand-
teile und Fortpflanzungsorgane des Pilzes; IV. Experimentalphysiologische
Untersuchungen; V, Erklärung des Verhaltens des Leptomitus in Vorflutern;
VI. Zusammenfassung der praktischen und theoretischen Ergebnisse.
Verfasser gelangte durch die Untersuchung u. a. zu folgenden Ergebnissen:
Hochmolekulare, fäulnisfähige organische Stickstoffverbindungen liefern dem
Pilz die günstigsten Nährstoffe für seine Entwickelung. Alle Abwässer, welche
deutlich sauer reagieren, töten den Leptomitus. In stagnierenden Gewässern
kann derselbe nicht gedeihen. Bei 25° C, gedeiht der Pilz noch üppig, bei
30° C. stirbt er ab. Die Ansicht, daß die Entwickelung besonders durch
Kohlenhydrate bedingt sei, hat sich nicht bestätigt. Die Reinkultur des
Pilzes gelingt u. a. in Pepton-Fleischextraktbouillon, muß aber alle 2—3 Wochen
übergeimpft werden, Knorrige Mycelstücke wachsen im allgemeinen nicht
mehr. Nach monatelanger Kultur in geeigneten künstlichen Nährlösungen
zeigt der Pilz keinerlei Degeneration, Bei Übertragung in reines Wasser tritt
die Schwärmsporenbildung erst nach 2—3 Tagen ein. Der Pilz bildet keine
Eier. Bei gekrümmten Fäden brechen die Seitenglieder an der konvexen Stelle
hervor. Der Pilz ist auf äußere chemische Einflüsse in morphologischer Be-
ziehung unter Umständen sehr reaktionsfähig. Der Bildung der Strukturen
gehen wahrscheinlich Veränderungen im Dickenwachstum der Membranen
voraus. Die Cellulinkörner färben sich mit Kongorot und verraten dadurch
Ahnlichkeit mit Cellulose, Die auf den 4 Tafeln gegebenen Figuren sind vor-
trefflich ausgeführt,
Lindau, 6. Hilfsbuch für das Sammeln der Ascomyceten mit Berück-
sichtigung der Nährpflanzen Deutschlands, Österreich- Ungarns,
Belgiens, der Schweiz und der Niederlande. Berlin (Gebr. Born-
traeger SW. Dessauerstr, 29) 1903. 139 S. Preis 3,40 M.
Als Fortsetzung des Hilfsbuches für das Sammeln parasitischer Pilze hat
Verfasser in diesem Büchlein in gleicher Form die Ascomyceten des Gebietes
behandelt. Die Substrate der einzelnen Arten werden auch hier in möglichster
Vollständigkeit unter Benutzung der neuesten Literatur in alphabetischer Reihen-
folge aufgeführt, Die aufgezählten Arten sind nach Beschaffenheit der Substrate
geordnet: I. Pflanzliche Substrate, II. Tierische Substrate, II. Mist, IV. Erde
und anorganische Substrate,
Das Hilfsbuch ist für den Anfänger in der Mykologie weniger bestimmt,
als für den auf diesem Gebiete Fortgeschrittenen. Es soll das Auffinden der
Ascomyceten möglichst erleichtern, den Sammler auf diejenigen Substrate auf-
merksam machen, auf denen der betreffende Pilz unter Umständen anzutreffen
ist, außerdem ihm zeigen, was bisher auf den genannten Substraten für Asco-
myceten-Arten bekannt geworden sind.
In dieser Beziehung können wir dieses Büchlein allen Mykolgen warm
empfehlen, jeder wird sich seiner zweifellos mit großem Nutzen bedienen. Die
Ausstattung des Buches ist sehr zweckmäßig, der Druck vortrefflich und klar,
der Einband durabel und der Preis nicht übermäßig hoch.
Loewenthal, W. Beiträge zur Kenntnis des Basidiobolus Lacertae
Eid. (Arch. f. Protistenkunde II. 1903, p. 364—420. Taf. 10 u. ug
Verfasser hat auf der zoologischen Station in Rovigno den im Darm un
auf Kothballen von Lacerta muralis gefundenen Basidiobolus lacertae kultiviert
und eingehender untersucht. Er fand in großer Anzahl vorhandene kugelige,
mit einem großen Kern versehene Zellen, welche eine monatelange Austrocknung
(253)
vertragen und je nach den Ernährungsbedingungen in der Kultur direkt oder
nach vorhergehender Teilung zu kurzen, sproßpilzähnlichen Ketten, zu verzweig-
ten oder unverzweigten Hyphen oder zu gedrängten drusigen Kolonien heran-
wachsen,
Bei allen Wuchsformen sind die Zellen einkernig. Mittels einer eigenartigen
Karyokinese schnüren zwei nebeneinander liegende Zellen, jede in einer neben
der Scheidewand gebildeten Ausstülpung eine einzige Richtungszelle ab und
fließt bei der Reifung durch ein Loch in der Scheidewand Protoplasma und
Kern der einen Zelle in die andere über und wird hierdurch die Zygote ge-
bildet. Durch Ausbildung einer dicken, gelbbraunen Hülle charakterisiert sich
die Zygote als Dauerform. Eine ähnliche Form kann sich aber auch ohne
Kopulation bilden. Schließlich vermögen unter geeigneten Verhältnissen die
Zellen auch Hyphen in die Luft zu strecken und an diesem Konidien zu bilden,
Aus der Untersuchung, deren Einzelheiten wir hier nicht weiter berühren
können, ergibt sich, daß der Basidiobolus lacertae den einzelligen Organismen
mindestens sehr nahe steht, auch wenn er meist zu einem vielzelligen Verband
heranwächst. Dieser Zellverband ist als Kolonie aufzufassen. Jede einzelne
Zelle hat dabei die Fähigkeit zur Konidien- oder zur Zygotenbildung, oder auch
zur Encystierung zu schreiten, und hängt es hierbei von äußeren Umständen
ab, welcher Modus eingeschlagen wird.
Besonders zwischen den Kern- und Kernteilungsverhältnissen bestehen
nach Ansicht des Verfassers zahlreiche Ähnlichkeiten zwischen Basidiobolus und
bei den bei Protisten gemachten Beobachtungen.
Magnus, P. Ein weiterer Beitrag zur Kenntnis der Pilze des Orients.
(Bullet. de l’Herb. Boissier. II. 1903. No. 7. p. 573—585. Mit
Taf. IV, V)
Verfasser führt eine Anzahl von J. Bornmüller im Oriente gesammelter
Pilze auf und beschreibt schr ausführlich folgende neue Arten: Ustilago phry-
gica in Ährchen von Elymus crinitus, Tilletia Bornmülleri in Fruchtknoten von
Elymus crinitus, Puccinia bithynica auf Salvia grandiflora, Pyrenophora Pesta-
lozzae auf Blättern von Alsine Pestalozzae, Phyllosticta michauxioides und
Ramularia Phyllostictae michauxioides auf Campanula michauxioides, Ovularia
Bornmülleriana auf Onobrychis Tournefortii, Hendersonia Dianthi auf Dianthus
fimbriatus, Discula Dianthi auf Dianthus Kotschyanus.
Ustilago, Tilletia, Pyrenophora, Phyllosticta und Ramularia sind auf 2 Tafeln
meisterhaft abgebildet. Zu mehreren bekannten Arten sind wertvolle kritische
Bemerkungen gegeben.
— Kurze Bemerkung zur Biologie des Chrysanthemumrostes. (Cen-
tralblatt f. Bakteriologie u. s. w. II. Abt. X. 1903. No. 18/19.
p- 575—577 .)
Von Jacky wurde durch Impfversuche nachgewiesen, daß Puccinia Chry-
santhemi Roze eine Hemipuccinie ist, welche in Europa nur in der Uredoform
auftritt. De Bary hat festgestellt, daß die Keimschläuche der Sporidien der
ausgekeimten Sporen von Hemipuccinien nicht in die Wirtspflanze eintreten.
Die Teleutosporen sind demnach als überflüssig zu bezeichnen, da der Pilz sich
lediglich durch Uredo verbreitet. Verfasser nimmt nun an, daß die Ausbildung
von ausschließlich der Uredosporen als eine Anpassung oder Angewöhnung auf-
zufassen sein dürfte, da durch fortgesetzte Inzucht durch Uredo die für die Art
überflüssige Teleutosporenbildung unterdrückt worden ist. Er erläutert dies
durch Mitteilung von Beobachtungen bei anderen Uredineen.
(254)
Saccardo, P. A. Florae Mycologicae lusitanicae. Contributio XI.
(Extr. de Bol. da Soc. Brot. XIX. 1902. 16 pp.)
In vorliegender Abhandlung werden 129 in Portugal gesammelte Pilzarten
in systematischer Folge aufgezählt, sowie mehrere neue Arten und Formen vom
Verfasser beschrieben. Wir erwähnen Macrophoma Ensetes Sacc. et Scal. in
Musa Ensete; Sphaeropsis Molleriana Sacc. in Zweigen von Glycine violacea;
Ascochyta Phytolaccae Sacc. et Scal. in Blättern von Phytolacca decandra;
A. ricinella Sacc. et Scal. in Stengeln von Ricinus; Septoria Lagerstroemiae
Sacc. et Scal.; S. Halleriae Sacc. et Scal. in Blättern von Halleria lucida, scheint
von S. Halleriae P. Henn. (1898) verschieden zu sein und ist daher als S. Sac-
cardoi P. Henn. zu bezeichnen; S. semicircularis Sacc. et Scal. in Blättern von
Evonymus fimbriatus; Rhabdospora aloetica Sacc. in Zweigen von Aloe; Lepto-
thyrium Magnoliae Sacc. in Blättern von Magnolia grandiflora; Colletotrichum
versicolor Sacc. in Halmen von Bambusa; Phoma Capanemae in Früchten von
Arikuryrobae Capanemae, Brasilia.
Traverso, G. B. Micromiceti della Provinzia di Modena. Genova
1903. 68 pp.
Verfasser hat in dem Gebiete reichlich 400 verschiedene Pilzarten gesammelt
und systematisch verzeichnet. Von neuen Arten sind folgende erwähnenswert:
Phyllosticta sterculiicola auf Blättern von Sterculia frondosa, Ph. sycina auf
Ficus heterophylla, Phoma Moriana in Brakteen von Tilia, Ph. Cuginiana auf
Paliurus australis, Ph. punicina auf Punica Granatum, Ph. Dominici auf Forsythia
viridissima, Coniothyrium Morianum auf Blättern von Osmanthus fragrans,
Gloeosporium mutinense auf Humulus Lupulus, Colletotrichum Montemartini
Trog. form. Rhodeae, Macrosporium Medicaginis Cug. auf Medicago sativa,
Cercospora longispora Cug. auf Lactuca sativa. Sämtlichen neuen Arten sind
Textfiguren beigefügt, außerdem ist ein Inhaltsverzeichnis gegeben.
Stäger, R. Infektionsversuche mit Gramineen bewohnenden Claviceps-
arten. (Botan. Zeitung 1903. Heft VI—-VI. p. 111=158,)
In der vorliegenden Abhandlung, deren Hauptresultate bereits im Jahre
1900 (siehe Botan. Centralblatt 1900 LXXXII. p. 2) kurz mitgeteilt worden sind,
stellte sich der Verfasser die Frage, ob die nach morphologisch-anatomischen
Merkmalen unterschiedenen Arten von Claviceps wirklich spezifisch different
seien und ob nicht innerhalb derselben sich eine Spezialisierung in: BAER)
geltend mache, ja ob vielleicht sogar die auf den verschiedenen Gramineen
wachsenden Claviceps-Pilze ebenso viele Rassen darstellen, welche nur wieder
ihre spezifischen Nährpflanzen befallen. Derselbe suchte diese Frage wenigsten®
in Bezug auf zwei Arten Claviceps purpurea Tul. und Cl. microcephala Tul. zu
beantworten durch Anstellung von Infektionsversuchen. Dieselben ergaben De
züglich Claviceps purpurea das Resultat, daß in der Tat Rassen resp. biologische
Arten vorhanden sind. Die Hauptform ist leicht übertragbar auf folgende Gr
Secale cereale, Anthoxanthum odoratum, Hierochloa borealis, Arrhenatherum
elatius, Dactylis glomerata, Hordeum murinum, Festuca pratensis, Gerste, Pha-
laris arundinacea, Briza media, Calamagrostis arundinacea, Poa pratensiS,
caesia, P. sudetica, P. hybrida, P. compressa. Poa alpina und P. concinna TC"
aglerten mit ganz geringem und teilweisem Erfolg, Poa fertilis, P. annua, Nardus
stricta, Molinia coerulea, Lolium perenne, L. italicum, Bromus erectus, GIyg@R
fluitans und GI, distans ergaben ganz negative Resultate, unsichere Tritieum
Spelta und Alopecurus pratensis, Weitere Versuche ergaben, daß auf den
Gräsern, bei welchen ein negatives Resultat mit den Claviceps-Sporen des BRRE
erzielt wurde, die in der freien Natur auf denselben wachsenden Mutterkörnef
(255)
besondere spezialisierte Formen oder biologische Arten, bei denen morpholo-
gisch-anatomische Unterschiede nicht angegeben sind, darstellen. Es scheint
sogar sicher, daß auf Glyceria fluitans eine besondere, nicht bloß biologische
Art vorkommt, die streng an diese Grasart gebunden ist, ferner daß auf Lolium
perenne, L. italicum, L. temulentum, L. rigidum und Bromus erectus eine zweite
nur biologisch unterscheidbare Art vorhanden ist, die auf viele Gramineen,
welche zum großen Teil zum Nährpflanzenkreis der typischen Claviceps pur-
purea gehören, sich nicht überimpfen ließ. Weitere biologische Clavicepsarten,
die sich von der typischen Claviceps purpurea anatomisch-morphologisch nicht
unterscheiden, beherbergen Poa annua und Brachypodium silvaticum. Ob Milium
effusum dieselbe Claviceps beherbergt wie Brachypodium silvaticum, bleibt
zweifelhaft.
Bezüglich der Infektionsversuche mit Claviceps microcephala Tul. von der
typischen Nährpflanze Phragmites communis kann die Übertragbarkeit auf Nar-
dus stricta, Molinia coerulea und Aira caespitosa mit Sicherheit behauptet
werden. Rassen innerhalb dieser Pilzspezies scheinen, soweit wenigstens die
Verhältnisse vom Verfasser untersucht wurden, nicht vorzukommen. Ebenso
ist wahrscheinlich, daß diese Mutterkornart nur einen kleinen Kreis von Nähr-
pflanzen besitzt und jedenfalls so stark an dieselben angepaßt ist, daß die für
Cl. purpurea typischen Wirtspflanzen nicht mit Cl. microcephala-Sporen erfolg-
reich infiziert werden können.
An die Mitteilungen der Infektiions-Versuchsresultate schließt der Verfasser
solche seiner Beobachtungen im Freien, welche geeignet sind, erstere zu be-
stätigen. In einem Anhange zu der wertvollen Abhandlung gibt derselbe schließ-
lich ein Verzeichnis der Insekten, welche die Übertragung der Konidien ver-
mitteln nach der Bestimmung von Dr. Th. Steck.
Chamberlain, Ch. J. Mitosis in Pellia. Contributions from the Hull
Botanical Laboratory. (Botan. Gazette XXXVI. 1902. p. 28-51,
with plates XII—XIV. Published concurently in the Decennial
Publications of the University of Chicago X. p. 327—345, with
plates XXV—XXVIL)
Die Resultate dieser genauen Untersuchungen wurden im Laboratorium
von Bonn unter Strasburgers Anleitung gewonnen. Dieselben betreffen vor-
züglich die drei ersten Kernteilungen in der keimenden Spore. Vergleichsweise
wurde auch die Mitose in anderen Lebensphasen der Pflanze studiert. F olgende
sind Hauptresultate:
Die Anregung zur Kernteilung geht vom Innern des Nukleus selbst aus.
Die Sternfäden sind cytoplasmatischen Ursprungs. Die Kappen stammen von
dem anderen Teile der Kernmembram oder der Hautschicht des Nukleus her.
Das Erscheinen und Verschwinden der sternförmigen Strahlen läßt annehmen,
daß diese eine Rolle spielen bei der Wanderung der Nukleusstoffe. Die Centro-
sphäre wird durch die Sternstrahlen gebildet und nicht umgekehrt diese durch
die Centrosphäre. Die Centrosphäre von Pellia stellt eine Zwischenstufe
zwischen den Centrosphären gewisser Thallophyten und den Centrosomen der
höheren Pflanzen dar. Die Spindelfasern mit Ausnahme der Mantelfasern gehen
von einem Pol zum anderen. In den Anfangsstadien sind oft zwei halbe
Spindeln zu erkennen. Die Untersuchungen bezogen sich auf Pellia epiphylla
Raddi und Pellia calycina Nees.
Roth, Georg. Die europäischen Laubmoose beschrieben und gezeichnet.
I. Band (kleistokarpische und akrokarpische Moose), 1. Lief.
(256)
Bogen 1—8. Mit Taf. I-VII, XLVI-XLVI. 8°, Leipzig
(W. Engelmann) 1903. Preis broch. M. 4,—.
Das Erscheinen einer Ikonographie der sämtlichen europäischen Laubmoose
ist sicherlich seit Jahren zum Bedürfnis geworden, zumal das Schimpersche
große Werk längst vergriffen und nur selten noch ein Exemplar im anti-
quarischen Buchhandel zu erwerben ist. Das vorliegende Werk erscheint
zwar nicht in dem prunkvollen Gewande wie jenes, aber es wird sicherlich
dasselbe ersetzen. Um das Werk so billig wie möglich herzustellen und dem
Käufer zu geben, sind die Zeichnungen des Verfassers photolithographisch
reproduziert worden. Wir halten das auch noch aus einem anderen Grunde
für einen großen Vorteil, da bei einer Wiedergabe der Originalzeichnungen
durch den Lithographen dieselben oft zwar an äußerer Schönheit in Bezug auf
Strichführung gewinnen können, aber an wissenschaftlicher Treue meist ein-
büßen. Das ganze Werk soll nach dem Prospekt des Verlegers zwei Bände
von zusammen etwa 80 Bogen Text und 106 Tafeln umfassen und in 10—12
rasch aufeinander folgenden Lieferungen von je 8 Bogen Text und je etwa
10 Tafeln erscheinen. Der erste Band wird die kleistokärpischen und akro-
karpischen Moose bis zu den Bryaceen enthalten. Was den Inhalt des Textes
der ersten Lieferung anbetrifft, so möge dieselbe hier durch die Kapitelüber-
schriften charakterisiert sein: 1. Allgemeine Charakteristik und anatomischer
Bau der Laubmoose; 2. Fortpflanzung und Vermehrung; 3. Verbreitung der
Moose; 4. Bedeutung der Moose im Haushalte der Natur und im wirtschaftlichen
Leben; 5. Kurze Anleitung zum Sammeln und Bestimmen nebst Übersicht der
Systeme. Von dem eigentlichen beschreibenden Text werden die Andreaeaceae,
Archidiaceae und die Familien der Ephemeraceae, Physcomitrellaceae und
Phascaceae der Bryinae abgehandelt. Der Text zu den wissenschaftlich außer-
ordentlich brauchbaren Abbildungen ist mit großer Sachkenntnis verfaßt. An
der Ausstattung des Werkes ist nichts zu tadeln. d
Möge das Werk, bei welchem der Verfasser einen guten Teil der Tätigkeit
seines ganzen Lebens aufopferte, eine recht weite Verbreitung finden und dazu
beitragen, der Bryologie immer mehr Freunde zu erwerben.
Lindman, C. A. M. Remarks on some American Species of Tricho-
manes Sm. sect. Didymoglossum Dew. (Arkiv för Botanik, ufg.
af k. Svenska Vet.-Akad. I, 1903. 80, 54 p. 31 Fig.)
Der Verfasser beschreibt eingehend und gibt vorzügliche Abbildungen der
folgenden Arten von Trichomanes aus der Sektion Didymoglossum: Tr.hymenoides
Hedw., Tr. sociale Fee, T, quercifolium Hook. u. Grev., Tr. Kraussii Hook. et
Grev., Tr. melanopus Bak., Tr. reptans Sw., Tr. pusillum Sw., Tr. sphenoides
Kunze, Tr. fontanum n. spec., Tr. Mosenii .n. sp., Tr.myrioneuron n. SP»
Tr. punctatum (Poir.) Hook. et Grev. em. und Tr. lineolatum Hook.
C. Neue Literatur.
Zusammengestellt von E. Nitardy.
I. Allgemeines und Vermischtes.
Anonymus. Nekrolog auf Gustav Radde. (Mag. Botan. Lapok Il. Ligen
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Prof. Dr. Lenz-Lübeck, Dr. Lohmann-Kiel, Dr. Mortensen-Kopenhagen, Prof.
Dr. Müller-Greifswald, Dr. Reibisch-Kiel, Prof. Dr. Rumbler - Göttingen, Prof.
Dr. Schütt-Greifswald, Prof. Dr. Simroth-Leipzig, Dr. Steinhaus-Hamburg,
Prof. Dr. Vanhöffen-Kiel, Prof. Dr. Vosseler-Stuttgart und Prof. Dr. Wille-
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höffen-Kiel. 7 p. 16 Fig. — XX. Schizophyceen. Von Prof. Dr. N. Wille-
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author. Tokyo. July 1903. 30 M.)
The 50 species contained in the present fasciculus are as follows:
51. Porphyra suborbiculata Kjellm. — 52. Batrachospermum moniliforme
Roth. — 53. Batrach. virgatum (Kuetz.) Sirod. — 54. Batrach. Gallaei Sirod. —
55. Yatabella hirsuta Okam. (Illustr. Mar. Alg. Jap. Pl. 1.) — 56. Endocladia
complanata Harv. — 57. Gigartina Teedii (Roth.) Lamour. — 58. Gigartina
intermedia Sur. — 59. Eucheuma spinosum (L.) d. J. Ag. — 60. Ceratodictyon
spongiosum Zanard. — 61. Gracilaria confervoides (L.) Grev. — 62. Hypnea
seticulosa J. Ag. — 63. Hypnea Saidana Holm. — 64. Gastroclonium ovale
(Huds.) Kuetz. — 65. Erythrocolon Muelleri (Sond.) J. Ag. — 66. Nitophyllum
uncinatum (Turn.) J. Ag.
67. Caloglossa Leprieurii (Mont.) J. Ag. var. continua Okam. n. var. Fronds
decumbent, irregularly dichotomous or often subalternate, continuous (not con-
stricted), slightly bending at apices toward the under surface.
68. Caloglossa ogasawaraensis Okam. (Syn. Cal. zanzibariensis Goeb.) —
69. Acrocystis nana Zanard. (placed by the author near Chondria from the
study of the anatomical characters). — 70. Polysiphonia fragilis Sur. — 71. Pte-
rosiphonia pennata (Roth.) Fkbg. — 72. Symphyocladia marchantioides (Harv.)
Fkbg. — 73. Rhodomela Larix (Turn) C. Ag. — 74. Herposiphonia fissidentoides
(Holm.) Okam. — 75. Heterosiphonia pulchra (Okam.) Fkbg. — 76. Ptilota pecti-
nata (Gunn.) Kjellm, f. typica Kjellm. — 77. Carpoblepharis Schmitziana (Rbd.)
Okam. — 78. Ceramium clavulatum Ag. — 79. Microcladia corallinae (Mart.)
Okam. — 80. Campylaephora hypnaeoides J. Ag. — 81. Gloiopeltis cervicornis
(Sur.) Schmitz, — 82, Peyssonnelia caulifera Okam. — 83. Corallina radiata
Yendo. — 84. Zonaria Diesingiana J. Ag. — 85. Scytosiphon lomentarius (Lyngb.)
J. Ag. — 86. Endarachne Binghamiae J. Ag. — 87. Cladosiphon decipiens (Suring.)
Okam, (Syn. Mesogloia decipiens Sur. Altered to this genus by the author from
the character of plurilocular sporangia). i $
88. Cylindrocarpus rugosa Okam. sp. nov. Frond at first forming circular,
afterward irregularly expanding, leather-like, chestunt-coloured, thickish, lubri-
cous crust, attaining the size of from a few to 10 cm or more In expansion,
adhering to substratum with its whole undersurface, even on the upper surface
when young, soon becoming much wrinkled and folded afterwards. i
89. Leathesia difformis (L.) Aresch. — 9%. Mesogloia crassa Suring. —
91. Chordaria abietina Rupr. — 92. Ulva conglobata Kjellm, — 93. Chaetomorpha
crassa (Ag.) Kuetz. =
94. Chaetomorpha spiralis Okam. sp. nov. Filaments very rigid, deep
green, attached to substratum at the beginning, soon detached from the base
or coming in contact with other algae which they closely twist round, also
entangled and intwined to each other in spiral manner. Lower articulations
sub-cylindrical or more or less constricted and ventricose, about 300 u thick
in the basal cell, soon attaining 600—750 u in diameter above, with articu-
lations subaequal to the breadth, becoming gradually thicker upward with
(286)
compressed globular or almost globular articulations which attain 1,7—2—2,5 mm
in diameter and are shorter as they are broad; surface of cells finely striated
longitudinally and transversely; thickness of cell-walls mostly 10--20 u, thicker
below as 54 u.
95. Caulerpa ambigua Okam. — 96. Chlorodesmis comosa Bail. et Harv. —
97. Codium adhaerens (Cabr.) Ag. — 98. Rhipidiphyllon reticulatum (Ask.)
Heydr. — 99. Boodlea coacta (Dickie) Murr. et de Toni. — 100. Brachytrichia
Quoyi (C. Ag.) Born. et Flah. Okamura.
Wittrock, O., Nordstedt, O., Lagerheim, G. Algae aquae dulcis exsiccatae
praecipue scandinavicae quas adjectis algis marinis chlorophyllaceis et phyco-
chromaceis distribuerunt. Fasciculus 31—34. Lundiae (typis Berlingianis)
10. m. Maji 1903.
Von dieser ausgezeichneten Sammlung, die eine Hauptbasis für systematische
Algenstudien abgibt und durch fast alle Algenforscher von Ruf durch Mitarbeit
unterstützt und gefördert wird, liegen, nachdem das Erscheinen der Fascikel
einige Zeit gestockt hatte, nun 4 neue solche vor, deren vollständige Inhalts-
angabe wir im nachfolgenden wiedergeben, damit der Interessent sich eine
Vorstellung von dem großen Werte, welche die Sammlung für die Wissenschaft
hat, machen könne:
Fasciculus 31.
1451. Desmidium quadrangulatum Ralfs; 1452. Hyalotheca dissiliens (Sm.)
Breb, # tatrica Racib.; 1453. Micrasterias americana (Ehrenb.) Ralfs; 1454. M.
angulosa Hantzsch.; 1455. M. papillifera Breb.; 1456. Euastrum crassum Breb.;
Lund « (non scrobiculatum); 1457. E. cuneatum Jenn. et Netrium Digitus
(Ehrenb.) Näg.; 1458. E. verrucosum Ehrenb. f.; 1459. E. verrucosum £ alatum
Wolle f.) 1460. Staurastrum alternans Breb. f.; 1461. St. alternans £& basichondrum
Schmidle; 1462. St. brachioprominens Boerges. 8 Archerianum Bohl.; 1463. St.
Brebissonii Arch.; 1464. St. Clevei (Wittr.) Roy.; 1465. St. depressum Näg. et
Staur. dejectum Breb. # Debaryanum (Jacobs.) Nordst.; 1466. St. erlangense
Reinsch f. B.; 1467. St. Heimerlianum Lütkem. # spinulosum Lütkem. f,
1468. St. megacanthum Lund f.; 1469. St. megalonotum Nordst. f. Nordst. Desm.
Grönl.: 1470. St. muricatum Breb.; 1471. St. muricatum f.; 1472. St. orbiculare
Ehrenb. forma typica; 1473. St. paradoxum Meyen # longipes Nordst.; 1474. St.
pilosum (Näg.) Arch. f. minor.; 1475. St. Reinschii Roy.; 1476. St. trapezicum
Boldt.; 1477. St. trelleckense Turn.; 1478. St. tumidum Breb.; 1479. Cosmarium
Botrytis (Bory) Menegh. 8 emarginatum Hansg. f. et Pleurotaenium Trabecula
(Ehrenb,) Naeg.; 1480. C. Hammeri Reinsch ex p.; 1481. C. latum Breb. « et #
minus Roy et Biss.; 1482. C. pluviale Breb.; 1483. C. pygmaeum Arch.; 1484. C.
Ralfsii Breb. # azoricum Bohlin; 1485. C. Schuebeleri Wille; 1486. C. tortum
Lagerh. et Nordst., nov. spec.; 1487. Pleurotaenium rectum Delp. f. minor (Wille)
Nordst.; 1488, Pl. Trabecula (Ehrenb,) Naeg.; 1489. Tetmemorus granulatus (Breb.)
Ralfs f.; 1490. Closterium acerosum (Schrank) Ehrenb. et Cl. directum Archer;
1491. Cl. gracile Breb.; 1492. Cl. Lunula (Müll) Ehrenb. et Euastrum crassum
Breb.; 1493. Cl. rostratum Ehrenb.; 1494. Cl. rostratum # brevirostratum West;
1495. Cl. striolatum Ehrenb. 8 erectum Klebs.; 1496, Cl. subtile Breb.; 1497. Roya
obtusa (Br&b.) West. # montana West.; 1498, Gonatozygon monotaenium De Bary;
1499. Mesotaenium Braunii De Bary f.; 1500. M. chlamydosporum De Bary.
Fasciculus 32.
1501. Leptochaete marina Hansg.; 1502. Calothrix stagnalis Gom.; 1503.
Dichothrix gypsophila (Kütz.) Born. et Flah.; 1504. Rivularia nitida Ag.; 1505. Ha-
‚palosiphon fontinalis (Ag.) Born.; 1506. H. laminosus (Cohn) Hansg.; 1507. Toly-
pothrix distorta (Müll.) Kütz.; 1508. T. tenius Kütz.; 1509. Scytonema guyanense
(287)
(Mont.) Born. et. Flah.; 1510. Sc. javanicum (Kütz.) Born.; 1511. Sc. Millei Bornet;
1512. Nostoc carneum Ag.; 1513. Schizothrix Braunii Gom,; 1514. Sch. (Hypheo-
thrix) coriacea (Kütz.) Gom.; 1515. Sch. Friesii (Ag.) Gom.; 1516. Sch. lacustris
Al. Br.; 1517. Porphyrosiphon Notarisii (Menegh.) Kütz.; 1518. Symploca musco-
rum (Ag.) Gom. f. fluitans; 1519. S. muralis Kütz.; 1520. S. thermalis (Kütz.)
Gom.; 1521. Plectonema Wollei Farlow: 1522. Lingbya Digueti Gom.; 1523. L.
Lagerheimii (Möb.) Gom.; 1524. L. Martensiana Menegh.; 1525. Phormidium
autumnale (Ag.) Gom.; 1526. Phormidium favosum (Bory) Gom. var. # Gom.;
1527. P. inundatum Kütz.; 1528. P. luridum (Kütz.) Gom.; 1529. P. papyraceum
Ag.; 1530. P. subfuscum (Ag.) Kütz. $# Joannianum (Kütz.) Gom.; 1531. Oscilla-
toria Agardhii Gom.; 1532, O. amoena (Kütz) Gom.; 1533. O. chlorina Kütz.;
1534. ©. princeps Vauch.; 1535. O. terebriformis Ag.; 1536. Clastidium setigerum
Kirchn.; 1537. Chroococcus helveticus Näg. f. major.; 1538. C. membraninus
(Menegh.) Naeg.; 1539. Chroothece rupestris Hansg.; 1540. Gloeocapsa alpicola
(Lyngbye) Born.; 1541. C. magma (Breb.) Kütz.; 1542. G. versicolor Naeg.; 1543.
Gloeothece Rabenhorsti Bornet in litt.; 1544. Gl. tepidariorum (A. Br.) Lagerh.;
1545. Gl. tepidariorum (A. Br.) Lagerh. f. contentu cellulari violaceo; 1546. Apha-
nocapsa marina Hansg.; 1547. A. parietina Naeg. (ex Thuret); 1548. Gompho-
sphaeria aponina Kütz. f.; 1549. Holopedium sabulicola Lagerh.; 1550. Glauco-
cystis Nostochinearum Itzigs.
Fasciculus 33.
1551. Ulva pertusa Kjellm.; 1552. Enteromorpha intestinalis (L.) Link « ge-
nuina; 1553. E. # prolifera (O. F. Müll.) f.; 1554. E. 8 prolifera (©. F. Müll.) f.;
1555. E. 8 prolifera (©. F. Müll.) f.; 1556. y micrococca (Kütz.) Rosenv.; 1557.
Monostroma Grewvillei (Kütz.) Wittr. « typica Rosenv.; 1558. M. latissimum (Kütz.)
Wittr,; 1559. M. tenue Simmons.; 1560. Hydrodictyon reticulatum (L.) Lagerh.;
1561. Coelastrum proboscideum Bohl.; 1562. Pediastrum duplex Meyen # clathra-
tum A. Br.; 1563. Rhaphidium minutum Näg.; 1564. Richteriella botryoides
Lemm.; 1565. Scenedesmus acutus Meyen et Sc. dimorphus Kütz.; 1566. S:
antennatus Breb.; 1567. S. bijuga (Turp.) Kütz.; 1568. Selenoderma Malmeanum
Bohl.; 1569. Sphaerocystis Schröteri Chod.; 1570. Oocystis Echidna Bohl.; 1571.
Trochiscia reticularis (Reinsch) Hansg.; 1572. Pleurococcus vulgaris Menegh.;
1573, Tetra&dron minimum (Al. Br.) Hansg.; 1574. Botryococcus Braunii Kütz.;
1575. Hormotila mucigena Borzi et Palmellococcus miniatus (Leibl.; Kütz.) Chod. ;
1576. Pandorina Morum (Müll) Bory.; 1577. Brachiomonas submarina Bohl.;
1578. B. gracilis Bohl.; 1579. Chlorogonium tetragamum Bohl.; 1580. Sphaerella
pluvialis (Flot.) Wittr.; 1581. Vaucheria orthocarpa Reinsch.; 1582. V. sessilis
(Vauch.) DC.; 1583. V. uncinata Kütz. et Dillwynii (Web. & M.) Ag.; 1584 Phyl-
losiphon Arisari Kühn.; 1585. Caulerpa plumaris Forsk.; 1586. C. racemosa
(Forsk.) Weber v. Bosse 8 Chemnitzia (Esp.) Web. v. Bosse; 1587. Penium Cy-
lindrus (Ehrenb.) Breb.; 1588. Netrium Naegelii (Breb.); 1589. Penium polymor-
phum Perty; Lund.; 1590. Cylindrocystis Brebissonii Menegh. purpurea Lagerh.
nov. var.; 1591. Mougeotia viridis (Kütz.) Wittr.; 1592. Sirogonium sticticum (E.
B.) Kütz.; 1593. Zygnema stellinum (Vauch.) Ag.; 1594. Zygogonium ericetorum
(Kütz.) Hansg. # terrestre Kirchn.; 1595. Coccochloris stagnina Spreng.,; 1596.
C. stagnina Spreng.; 1597. C. stagnina Spreng. f. incrustata; 1598. G Trente-
pohlii (Grun.) Richt.; 1599. C. tuberculosa Aresch.; 1600. Stichogloea olivacea
Chod. Appendix: 1600.B. Hydrurus foetidus (Vauch.) Kirchn.; 1600. C. Chromo-
phyton Rosanowii Wor. ex. p.; 1600. D. Cryptomonas ovata Ehrenb.; 1600. E;
Chroomonas Nordstedtü Hansg.; 1600. F. Chlamydomyxa labyrinthuloides Arch.
Fasciculus 34.
1601. Hildenbrandtia rivularis (Liebm.) J. Ag.; 1602. Gongrosira incrustans
(Reinsch) Schmidle; 1603. Prasiola crispa (Lightf.) Menegh. subspec. marina
(288)
Börges.; 1604. Gomontia polyrrhiza (Lagerh.) Born et Flah.; 1605. Ostreobium
Queckettii Born. et Flah.; 1606. Calothrix Braunii Born. et Flah.; 1607. Brachy-
trichia Ouoyi Born. et Flah.;. 1608. Stigonema minutum (Ag.) Hass.; 1609. Capso-
sira Brebissonii Kütz.; 1610. Hyella caespitosa Born. et Elah.; 1611. Sphaero-
gonium fuscum Rostaf.; 1612. Gloeocapsa Magma (Breb.) Kütz.
Kellerman, W. A. Ohio Fungi. Fasc. VII. No. 121—140.
Die Kollektion enthält: Aecidium Grossulariae auf Ribes Cynobati, Albugo
candidus, Cercospora Majanthemi, Cladosporium herbarum, Corticium Oakesii,
Hydnum coralloides, H. erinaceus, Puccinia Cirsii lanceolati, P. Helianthi, P.
lateripes I, II, P. Violae, Ramularia Barbareae, R. variabilis, R. arvensis, Septoria
Erigerontis, S. Lycopersici, S. Scrophulariae, Stereum sericeum, Uromyces Trifolii.
Pazschke, ©. Rabenhorst Fungi europaei et extraeuropaei Cent. XLIV.
No. 4301—4400.
Die im Juni d. J. erschienene Centurie 44 der Fungi europaei enthält Pilze aus
Österreich (14), Deutschland (22), Kleinasien (8), Brasilien (12), Nordamerika (22),
Chile (6), Finnland (2), Belgien (2), Montenegro (2), Cap (1), Togo (1), Holland (1),
Australien (1), Puerto Rico {1), Madeira (1), Teneriffa (Frankreich), Schweiz (1),
Neu Guinea (1), Türkei (1).
Allen Herren, welche mich durch Beiträge und Auskünfte unterstützt haben,
sage ich nochmals meinen besten Dank. Durch äußere Umstände verhindert,
von dieser Sammlung noch mehr als eine Centurie (45.) herauszugeben, bitte ich
alle mir zur Verteilung zugedachten Arten baldmöglichst und spätestens bis Ende
d. J. zugehen lassen zu wollen, da ich beabsichtige, die 45. (Schluß - Centurie)
Anfang 1904 fertig zu stellen.
Wir geben nachstehend eine Aufzählung der Arten in alphabetischer Folge.
Acetabula leucomelas (Pers.) 4368; Actinonema Rosae (Lib.) 4381; Aeci-
dium Dicentrae Trel. 4335; A. Doronici caucasici P. Magn. 4336; A. Hepaticae
Beck. 4337; A. Phlomidis Thüm. 4338; Aulographum maculare Rehm v. stellu-
lata 4364; Briardia roseolutescens Rehm. 4369; Calloria fusarioides (Berk.) 4370;
Cercospora chenopodicola Bres. 4389; C. Desmodii E. et K. 4390; C. Lippiae
E. et E. 4391; C. Preisii Bubäk. 4392; C. rhoina C. et E. 4393; C. viticola
(Ces.) 4394; Cintractia Caricis (Pers.) 4301; Claviceps purpurea -(Fr.) f. Wilsoni
Cke. 4354; Cronartium Commandrae Peck. 4310; C. ribicola Dietr. 4311/12;
Cyphella villosa (Pers.) 4342; Dermatella Ravenelii (B.). 4371; Diaporthe Co-
mansii Nke. 4355; D. juglandina (Fckl.) 4356; Dimerosporium Vaccinii P. Magn. 4352;
Dothidea Sambuci (Pers.) 4360; Dothidella tinctoria Tul. 4361; Endophyllum
Euphorbiae silvaticae (DC.) 4313; E. Sempervivi (A. et S.) 4314; Erysiphe
Asterisci P. Magn. 4350; E. Galeopsidis (DC.) 4351; Exoascus bullatus Berk. 4363;
Exobasidium Vaccinii uliginosi Boud. 4341; Fusarium heterosporum Nees. 4395;
Gloeosporium Ribis (Lib.) 4386; Gymnosporangium confusum Plowr. I. 4315;
G. macropus Lk. I. 4316; Helminthosporium Bornmülleri P. Magn. 4396; H. Rave
nelii B. et C. 4397; Hormiscium sorbinum Karst. 4398; Hydnum fallax Fr. 4343;
Hymenochaete Cacao Berk. 4344; Hypoderma virgultorum f. Rubi. (DC.) 4365;
Lachnum spiraeicola (Karst.) 4372; Lophodermium arundinaceum v. culmigenum
Fckl. 4366; Macrophoma Olcae (DC.) 4382; Marssonia Juglandis (Lib.) 4387;
Melanconis thelebola (Fr.) 4357; Mollisia benesuada (Tul.) 4373; Myriangium
Pritzelianum P. Henn, 4353; Myxosporium valsoideum (Sacc.) 4388; Ophiodotis
Schumanniana P. Henn. 4362; Parmularia Uleana P. Henn. 4367; Peronospora
Lamii ABr. 4376; Polyporus giganteus (Pers.) 4345; Polysaccopsis Hieronym!
(Schröt.) P. Henn. 4302; Polystictus occidentalis Klotzsch. 4346; Protomyees
macrosporus Ung. 4380; Psilocybe Polytrichi Fr. 4347; Puccinia Angelicae
(Schum.) 4317; P. araucana Diet. et Neg. 4318; P. Chrysanthemi Roze 4319;
m mer
4
(289)
P. doloris Speg. 4320; P. expansa Lk. 4321; P. Hieracii (Schum.) 4322; P. Jasmini
DC. 4323; P, Liliacearum Dby. 4324; P, Melantherae P, Henn. 4325; P. Philippii
Diet. et Neg. 4326; P. Schneideri Schröt. 4327; P. simplex Körn. 4328; P. Sten-
andrii Diet. et Neg. 4329; P. Thaliae Diet. 4330; P. Violae (Schum.) 4331; Ramu-
laria chlorina Bres. 4399; R, Tulasnei Sacc. 4400; Septoria bacilligera Winter 4383;
S. Cerastii Rob. et Desm. 4384; S, cornicola Desm. 4385; Solenopezia Uleana
Rehm. 4374; Sphaerella stemmatea (Fr.) 4358; Stereum fasciatum Schwz, 4348;
Stietophacidium Araucariae P. Henn. 4375; Synchytrium alpinum Thom. 4377;
Trametes Trogii Berk. 4349; Uleiella chilensis Diet. et Neg. 4303; Uredo Erythroxyli
Graziani 4339; U, Nidularii P. Henn. 4340; Uredinopsis Struthiopteris Störmer 4332;
Urocystis sorosporioides Körn. 4304; Uromyces Heliotropii Sved. 4333; U. Poly-
goni (Pers.) 4334; Urophlyctis bohemica Bubäk 4378; U. Rübsaameni P., Magn. 4379;
Ustilago bromivora Fisch. de Waldh. 4305; U. Hordei Kellerm. et Swingle 4306;
U. sphaerogena Burill. 4307; U, Ulei P. Henn. 4308; U. violacea (Pers.) 4309;
Valsa infinitissima Kalch. et Ck. 4359.
Rehm. Ascomycetes exs. fasc. 30.
Dieser Fascikel zeichnet sich wieder aus durch seltenste Arten und Neu-
heiten, durch deren Einsendung die Herren Professor P. Hennings, Prof. Dr. v.
Höhnel und Dr. C. Shear denselben so sehr wertvoll gemacht haben, wie auch
die Herren Rick S. J.. Feurich, Krieger, Prof. Saccardo, Dr. Feltgen und Ramlow.
Ihnen allen gebührt mein bester Dank dafür, n
Nachdem nunmehr in mühevoller, langjähriger Arbeit 1500 Arten in 30 Fas-
cikeln mit 50 Arten verteilt sind, beabsichtige ich in Zukunft eine Teilung der
Fascikel in je 25 Arten, um das eingehende Material rascher bewältigen zu
können, und ersuche um freundliche weitere Beiträge von Ascomyceten.
Neufriedenheim-München, 21. April 1903. Dr. Rehm.
1451. Rickia Wasmanni Cavara. Cfr. Rick S. J.: zur Pilzkunde Vorarl-
bergs (Österr. bot. Zeitschrift 1903. No. 4. c. ic.) 1452. Lasiobolus pul-
cherrimus (Crouan) Schröter. 1453. Dasyscyphella Vitis (Schwein.) Rehm.
(Paraphysen fadenförmig, selten etwas septiert, 2 «, oben 4 u breit, voll gelb-
licher Öltröpfchen. Das prosenchymatische Gehäuse bedeckt mit einfachen
lockeren, septierten, zuletzt spiralig gedrehten, gelbliche Öltröpfchen enthaltenden,
3—4 u breiten Haaren. Sporen gerade oder schwach gebogen, beidendig spitz
nadelförmig, c. 16zellig, farblos, 70—80 u lang, 4—5 u breit, 8 parallel in keuligen,
oben abgerundeten, c. 150 « langen, 15 « breiten Schläuchen). 1454. Lach-
num hyalinellum Rehm, (Von der Beschreibung in Rehm Discom. p. 874, 1269
durch bräunliche, etwas rauhe Haare, 45—50 u lange, 5 « breite Schläuche und
7—9 u lange, 2 u breite Sporen etwas abweichend.) 1455. Mollisia minutella
(Sacc.) Rehm f. Rubi Rehm. Exs. Sydow Myc. march. 870. (Im feuchten Zu-
stand mit flach ausgebreiteter, bläulich-weißer, — 2 mm breiter Fruchtscheibe,
trocken ganz eingerunzelt. Gehäuse außen braun.) 1456. Eriopeziza can-
didofulva (Schwein.) Sacc. Morgan (Journ. Myc. VII. p- 185) sagt richtig:
»Differs trom Tapesia aurelia in the tawny-brown fasciculate hairs on the mar-
gin.e Die Apothecien mit prosenchymatischem Gehäuse und pseudoprosenchy-
matischem, schwach gelblichem Hypothecium sitzen auf einem Mycelium langer,
einfacher, septierter, 3—3,5 u breiter, farbloser Hyphen und sind am Rand be-
deckt mit parallel auslaufenden, stumpfen, glatten, septierten, rotgelblichen, C
60 u langen, 4—5 u breiten, haarähnlichen Hyphen. Schläuche keulig, oben ab-
gerundet, 50—60/8 «. Sporen länglich, abgerundet, 1 zellig, meist gerade, farblos,
12—15/4 u, 8 2reihig liegend. Paraphysen fadenförmig, ohne clava, 1,5 « br.,
farblos. Jod bläut den Schlauch-Porus schwach. Morgan gibt 1-2 zellige Sporen
an. (Cfr. Alabama f. bull. 80 p. 206.) 1457. Calloria Galcopsidis Schröter.
Hedwigia Bd. XLIl. 1903. rr
(290)
1458. Naevia lutescens Rehm n. sp. Exs. Krieger f. sax. 1238 sub Briardia.
Apothecia gregaria, primitus immersa, globoso-clausa, dein per epidermidem
longitudinaliter fissam prorumpentia, orbicularia vel elliptica, discum planum,
subcarneum, sicce rubescentem, tenerrime marginatum aperientia, 0,2—0,5 mm
lat., membranacea, excipulo glabro, parenchymatice contexto, dilute fuscidulo.
Asci clavati, apici rotundati, 48—50 u Ig., 6 u lat., 8-spori. Sporidia oblonga
vel clavata, obtusa, recta, 1-cellularia, utrinque guttula oleosa instructa, hyalina,
9—12 u Ig., 2,5 « lat., disticha. Paraphyses filiformes, apice subhamatae, 2 x
cr., hyalinae, J—. Ad caules siccas Galeobdolonis lutei prope Königstein Saxo-
niae. leg. Krieger. (Von N. Adonis Fckl. außer durch die hellere Farbe auch
durch schmälere Schläuche und Sporen verschieden, vielleicht nur durch das
Wachstum auf verschiedener Pflanze) 1459a. Rhytisma Eucalypti P. Hen-
nings. (Nach den Schläuchen und Sporen dürfte der Pilz wohl zu Ph acidium
zu ziehen sein); b. Microthyrium Eucalypti P. Henn. 1460. Gloniella
graphidioidea Rehm n. sp. Apothecia in cortice longe lateque dealbata
sessilia, lineariformia, utringue subobtusa, recta, serius curvatula, interdum tri-
gona, rima longitudinali percursa, labiis demum subdistantibus et discum nigrum,
c. 100 « lat. denudantibus, 0,5—2 (-3) mm Ig., 0,15—0,2 mm lat., nigra, glabra,
carbonacea. Asci elongato-ovoidei, apice rotundati, sessiles, 50—60 u Ig., 15 « lat.,
8-spori. Sporidia ellipsoidea, 5-septata, strato mucoso tenui obducta, hyalina,
15—18 u Ig., 5-6 u lat., 2—3 sticha. Paraphyses subramosae, 2 u, apice —4 4
er. et fuscae, Epithecium formantes, J—. Ad stipites siccas Pteridis aquil. Cöte
de Normantier Vendee, leg. Dr. Viand Marais. Ex herb. Arnold. (Gl. filicina var.
Pteridis Mont. ist durch kleinere Apothecien und Schläuche, nur 2,5—3 u breite,
3-geteilte Sporen verschieden.) 1461. Taphrina Tonduziana P. Hennings.
(Gehört zur Unterabteilung Taphrinopsis Giesenhagen [Taphrina p. 129], efr.
bot. Zeitg. 1901.) 1462. Melanospora macrospora Karst. 1463. Nectria
applanata Fuckel. Exs. Fuckel f. rhen. 2356 (Carpinus). (Gehört als Form zu
N. ditissima Tul. Perithecien 10—50 auf weißgelblichem, später mehr schwärz-
lichem, unterrindigem Mycel sitzend, länglich oder rundlich die Rinde durch-
reißend, blutrot, oben abgeplattet und etwas genabelt mit winzigem Porus,
150—180 u breit. Sporen ohne die von Fckl. beschriebenen Anhängsel, aber
mit deutlichem Schleimhof. Die Pycniden Fuckels dürften keimende Schlauch-
sporen enthalten haben.) 1464. Nectria Peziza (Tode) Fr. Exs. Thümen &
austr. 1262, Myc. un, 654, Fuckel f. rhen. 982, Cooke f. brit, II 568, Plowright
sphär. brit. II 7, Sacc. Myc. Ven. 925. 1465. Nectria carneo-rosea Rehm
Perithecien 250—300 “u br, am Grund mit Hyphen. 1466. Calonectria
Bloxami (B. et Br.) Sacc. (Syll. II p. 547, f. it del. 196): Perithecien hervor-
brechend, rosafarben, ohne deutliches Ostiolum, fast glatt, mit einzelnen Sep-
tierten, stumpfen, farblosen, 15 « langen, 5 u breiten Borsten und am Grund mit
septierten, 30 u langen, 3 u br. farblosen Hyphen. Schläuche spindelförmig keulig,
50—90 u lang, 10—12 u br. Sporen länglich, gerade, selten etwas gebogen, 2,
dann 4-zellig mit je einem großen Öltropfen, farblos, 15—20 u lang, 4,5—5 u bru
8 2-reihig. Paraphysen fadenförmig, septiert, 3 « br., mit gelblichen Öltröpfchen.
(Es ist schwierig, die Art festzustellen, doch paßt Karsten [Myc. fenn. II p- 215]
mit: prima aetate perithecia albido-pilosula, dein glabra, sporidia 11— 22/35 4
allein seine Perithecien sind primitus albolutescentia, dein ochraceo-pallida vel
flavida vel pallide subcinnabarina, N. xantholeuca [Kze. et Fr.] hat auch perl-
thecia albolutescentia, albovillosula, aber ein dunkles Ostiolum und 2-zellige
Sporen. Calonectria ochraceo-pallida [B. et Br.] Sacc. [Syll. II p. 521, f. it.
del. 195] besitzt perithecia carneo luteola mit Ostiolum und 4-zellige, 18—20]
45—5 u Sporen. Ein wirklicher Unterschied zwischen dieser Calonectria und
C. Bloxami besteht kaum, dagegen paßt Nectriella Bloxami Fuckel [Symb- Nach-
291)
trag III p. 21] höchstens als ganz unentwickelte Form. Exs. Cooke f. brit. I
665 und Plowright Sphär. brit. III 9 in ligno Ulmi gehören nicht hierher.)
1467. Hypomyces albidus Rehm n.sp. Perithecia gregarie sessilia in myce-
lio late expanso albissimo hypharum rectangulariter ramosarum, hyalinarum,
septatarum, 4—5 u cr., globosa, demum subconoidea, vix papillulata, hyalina,
demum subflavidula, sicca collabescentia, parenchymatice contexta, 150—200 w
diam. Asci cylindracei, c. 120 u Ig., 9 « lat., 8-spori. Sporidia ellipsoidea,
utrinque acutata, medio septata et vix constricta, utraque cellula guttam mag-
nam oleosam includente, utraque apice minutissime appendiculata, hyalina,
scabriuscula, 20—22 u Ig., 7—8 u lat., 4—8 monostiche posita. Paraphyses desunt.
Parasitica in Hymenio Sterei sanguinolenti. Schneeberg Austriae infer. 1360 mm
leg. Dr. v. Höhnel. (Durch das schneeweiße Mycel und blasse Perithecien von
allen beschriebenen Arten verschieden, am nächsten scheint H.pannosus(Schwein.)
Cooke, jedoch durch ostiola fusca und größere Sporen abweichend nach der
Beschreibung.) 1468. Sphaerodothis Arengae (Rac.) Sacc. 1469, Phylla-
chora amphidyma Pentz. et Sacc. 1470. Phyllachora Tonduzii P. Henn.
1471.? Peroneutypella heteracantha (Sacc.) Berl. Ad Robiniam Pseudaca-
ciam. Exs. Cavara f. Langob. 120, Ellis N. am f. 690, Ravenel f. Am. 660, Thümen
Myc. un. 1859. (Die Exemplare sind alt und fast sporenlos.) 1472. Eutypella
fraxinicola (C.etP.) Sacc. 1473. Diatrypella intermedia Karst. 1474. Ca-
losphaeria Abietis Krieger n. sp. in litt. Perithecia tecta, cortici interiori
adnata, dein peridermio secedente demum libera, globosa, 0,5 mm diam., 5--6 in
acervulis valsiformibus collecta, interdum solitaria, stromate nullo nec cortice
nigrescente circumdata, glabra, ostiolis cylindraceis, c. 1 mm long., convergentibus.
Asci clavati, obtusi, in pedicellum tenuissimum elongati, 35—40 u Ig., 5—6 A lat.,
8-spori. Sporidia allantoidea, plerumque hemicirculariter curvata, hyalina,
5—7 ulg., 1 « lat., disticha. Paraphyses longissimae, septatae, 2,5—-3 u cr.
Adligna corticata Abietis albae. Schandau Saxoniae, leg. Krieger. (Steht zunächst
C. microsperma und semicircularis E. et E., welche aber ein Stroma besitzen,
C. dryina hat größere Sporen.) 1475. Diaporthe Sorbariae Nke. Exs.:
Sydow Myc. march. 1569. D. Fuckelii Kunze ist offenbar nur eine Form, wie
auch Schröter (Schles. II. 2. p. 419) annimmt. 1476. Diaporthe rostellata
(Fr.) Nke. Exs. Fuckel f. rhen. 920, Krieger f. sax. 1474, 1475. Plowright Sphär.
brit. III. 63,? Thümen Myc. un. 66, Sydow Myc. march. 1452. (Die Exemplare
zeigen wunderschön ausgebildete Ostiola — 300 « Ig., 75 « br. und meist alte
Perithecien. Die Sporen sind 2zellig mit je 2 großen Öltropfen, 12—15 u lang, -
2,5—3 u br., in der Mitte schwach eingeschnürt, an jedem Ende ein fädiges,
— 5 u langes Anhängsel, welches nur bei Sacc. (Syll. I. p. 667) erwähnt ist, nicht
von Nke und den übrigen Autoren. 1477. Calospora austriaca v. Höhnel
in litt. 1478, Anthostoma microsporum Karst. Exs.: Fuckel f. rhen. 2466,
Karsten f. fenn. 860. 1479. Pseudovalsa hapalocystis (B. et Br.) Sacc.
Exs. Cooke f. brit. IL. 229, Ellis et Everh. N. am. f. 2119, Fuckel f. rhen. 585,
Rabh. f. eur. 251, 1146. 1480, Hypoxylon atropurpureum (Fr.) Non Exs.
Ellis N. am, f. 1180. Höhnel in litt.: »Die Perithecien haben deutliche mamilla;
asci 190 u Ig.; sporae 9—11 u Ig., 4—5 u br., größer als’bei H. effusum: sporae
6—8/3—4 u, kleiner als bei serpens: sporae 12—16/5—6 1.« 1481. Rosellinia
aquila (Fr.) De N. var. Corticium (Schw.) Sacc. 1482. Melogramma
spiniferum (Wallr.) DeN. Exs.: Ell. et Everh, N. am. f. 3032, Fuckel f. rhen. 1000,
Krieger f. sax. 181, Kunze f. sel. 153, Moug. et Nestler st. vog. 1074, Sacc. Myc.
Ven. 237, Spegazz. dec. myc. 237, Thümen Myc. un. 1860. 1483. Crypto-
sporella (Cryptosporina) Macrozamiae P. Henn. (Dürfte zu Trabutia ge-
hören, da ein valseenartiges Stroma fehlt, unter der bedeckenden, geschwärzten
Epidermis das nicht kohlige Gehäuse mit winziger, durch die a.
(292)
Epidermis hervortretender Papille, Perithecien einzeln, selten zwei beisammen,
Paraphysen oben verästelt.) 1484. Trichosphaeria dryadea Rehm n. sp.
Perithecia sparsa, superiori foliorum exsiccatorum paginae immersa, demum
sessilia, globulosa, vertice setis numerosis, rectis, acutatis, fuscis, c. 100 u Ig.,
5 u lat. vestita, atra, membranacea, 150 « diam. Asci clavati, 8-spori, 80 u Ig.,
20 «u lat. Sporidia ovoidea, 1-cellularia, primitus gutta 1 oleosa magna instructa
dein granulis repleta, hyalina, demum chlorina, 20—22 u 1g., 10-11 u lat.
disticha. Paraphyses nullae. Ad folia praeeuntis anni pendula Dryadis octo-
petalae, Kaiserthal prope Hinterbärenbad Tiroliae Dr. Rehm. (Ist sehr schwer
zu sehen; durch die häutigen Perithecien weicht der Pilz von Trichosphaeria
ab.) 1485. Neorehmia ceratophora v. Höhnel (Ber. kais. Ak. Band 111.
p. 988). 1486. Didymosphaeria Hippophaäs Rehm n. sp. Perithecia
gregarie sub epidermide nidulantia eamque protuberantia, globulosa, minutis-
sime papillulata, ostiolo conspicuo prominente, glabra, nigrofusca, ad basim
hyphis nonnullis subfuscis, septatis, — 50 u Ig., 5 « lat. vestita, parenchy-
matice contexta, 100-120 « diam. Asci oblongoclavati, — 60 u lg., 12 u lat.,
8-spori,. Sporidia oblonga vel clavata, utrinque obtusa, 1-septata, utraque
cellula saepe 2 guttulata interdum cellula superiore breviore, ad septum vix
constricta, flavido-fuscidula, 12—15 u Ig., 5—6 u lat., disticha. Paraphyses
ramosae. Ad folia putrescentia praeeuntis anni Hippophaös rhamn. Kaiserthal
prope Hinterbärenbad Tiroliae. Dr. Rehm. (Steht der D. Empetri [Fr.] Sacc.
nahe, ebenso der D. Trifolii [Starbäck] Rehm.) 1487. Erios phaeria Rehmii
Cavara. Exs. Cavara f. Langob. 171 c. ic. (Von der Beschreibung abweichend
zeigen die Haare oft Abschnürung einzelliger, länglicher, farbloser, 5 4 lg.
3 « br. Conidien an ihren Enden.) 1488. Venturia chlorospora (Ces. et
De N.) Karst. f. Populi. 1489. Metasphaeria chaetostoma Sacc. var.
Urticae Rehm (Österr. bot. Zeitschr. 1903 p. 2). 1490. Byssothecium
Circinans Fuckel f. alpestre Rehm. Exs.: Kunze f. sel. 259 (f. Medicaginis),
Fuckel f. rhen. 730 c. (Der an Thymus serp. Wurzeln und Ästchen gefundene
Pilz stimmt im übrigen genau zur Beschreibung.) 1491. Zignoälla Casca-
rillae Rehm n. sp. Perithecia sparsa, in cortice late dealbata sessilia, globulosa,
poro minutissimo pertusa, glabra, membranacea, parenchymatice contexta,
120—200 u diam. Asci clavati, apice rotundati, 40-50 u Ig., 10-12 4 lat.
8-spori. Sporidia subclavata, utrinque obtusa, 1 — dein 3-septata, ad septa
vix constricta, hyalina, 12—14 u Ig., 4—5 u lat., disticha. Paraphyses mucedinosa®,
lodii ope coerulee tinctae. Ad corticem Crotonis Cascarillae venalem leg.
Dr. Rehm. (Die weißen Flecken sind ohne Gonidien und bestehen nur aus
Crystall- erfüllten Zellen. Wegen des weichen Gehäuses ist der Pilz trotz seiner
4zelligen Sporen vielleicht besser zu Stigmatea zu stellen.) 1492. Lepto-
sphacriopsis Bardanae (Fuckel) Berl. Exs. Fuckel f. rhen. 886, Rabh. f. eur.
641, Thümen f. austr. 471. 1493. Myiocopron denudans Rehm n. Sp.
Perithecia in utraque foliorum parte gregaria, sessilia, dimidiato -scutata, orbi-
cularia, nigra, prosenchymatice ex hyphis radiantibus, 3 u cr., fuscis, septatls
contexta, poro haud conspicuo, glabra 100—120 u diam. Asci clavati, sessiles,
apice rotundati, 35—40 u Ig., 7—8 u lat., 8-spori. Sporidia elongato -fusoidea,
recta, 1-cellularia, guttulas oleosas 2—4 includentia, hyalina, 12-15 u Is.
22,5 u lat., disticha. Paraphyses filiformes, septatae, 1,5 «, apice — a
hyalinae. Porus ascorum J+. Hymenium in Hypothecio parenchymatico, hyalino
positum atque plene evolutum perithecio uno latere operculatim subelevato
denudatum. Ad folia putrida faginea prope Sohland (Saxoniae) leg. Feurich, ın
horto Neufriedenheim Monacensi Dr. Rehm. (Erst nach vielem Bemühen gelang
es mir die richtige Stellung des Pilzes zu finden, der im trockenen Zustande
nur winzige schwarze Pünktchen vorstellt, dagegen feucht durch das
(293)
unter einem seitlich haftenden Deckel hervorquellende Hymenium auffällt.)
1494. Microthyrium microscopicum Desm. var. Buxi Sacc. Exs.:
Fuckel f. rhen. 190, Sacc. Myc. Ven. 157, 1481. 1495. Seynesia Banksiae
P. Henn. 1496. Anixia Bresadolae v. Höhnel (Ber. kais. Ak. Band 111. p. 989).
1497. Asterina Baileyi Berk. (Sacc. Syll. IX p. 380 gibt die Sporen 37 u lang
an, ich kann sie nur 20—22 u lang finden). 1498. Meliola Cyperi Pat. var.
italica Sacc. Ann. myc.I.p. 24. (Setulae perithecii breviores atque ad apicem
non hyalinae.) 1499. Ascomycetella floridanaE.etE. Exs.: Ellis et Everh.
N. am, f. 2069. 1500. Erysiphe Cichoriacearum DC. f. Scorzonerae Cast.
1268b. Lachnea pseudogregaria Rick., 103b. Lasiobolus equinus
(Müll.) Karst., 104b. Ascophanus granuliformis (Crouan) Boud., 855b. Pezi-
zella Teucrii (Fuckel) var. leucostigmoides Sacc., 362b. Hypoderma
virgultorum DC. f. Rubi (Pers.) DC., 273b. Taphrina aurea (Pers.) Fr.,
982b. Diaporthe idaeicola (Karst.) Vestergren, 240b. Leptosphaeria cul-
morum Awd., 1449b. Mazzantiasepium Sacc. var. Kriegerianum (sporidiis
17—20 u Ig., 3—4 « lat. (an demum 4 cellularibus?), 1295b. Physalospora
Phormii Schröt.
Vestergren, T. Micromycetes rariores selecti. Fasc. XXVI. u. XXVII. Stock-
holm majo 1903. No. 626-675.
Von wichtigeren Arten der Sammlung wollen wir folgende nennen:
627. Chrysomyxa Cassandrae (Gobi) Suecia; 630, Endophyllum Valerianae tube-
rosae Maire. Gallia; 632. Gymnosporangium globosum Farl. I. Ohio; 633. G.
maropus Lk. I. Ohio; 634. Phragmidium Potentillae canadensis Diet. n. sp. Ohio;
635. Puccinia aromatica Bub. Bohemia; 639. P. Caricis-Erigerontis Arth. I Ohio;
640. P. Chlorolepidis Jacky Gallia; 641. P. De Baryana Thüm. genuina Bub,
Bohemia; 645. P. longissima Schröt. Bohemia; 648. P. Passerinii Schröt. Bohemia;
650. P, Sesleriae Reich. Gallia; 651. P. Veronicarum DC. Tirolia; 652. Stichopsora
Vernoiae (B. et C.) Diet. Ohio; 653. Triphragmium clavellosum Berk. Am. bor.;
654. Uromyces Caladii (Schw.); 655. U. Howei Peck Ohio; 656. U. proeminens
(Dub,) Sicilia; 657. Zaghuania Phyllireae (D.C.) Pat. I, II, II. Corsica; 658. Tilletia
decipiens (Pers.) Bohemia; 660. Peronospora Potentillae De Bar. Suecia; 661. Proto-
myces Kreuthensis Kühn. Moravia; 662. Exoascus Kruchii Vuill, Corsica;
673. Uncinula necator (Schwein.) Ohio; Placosphaeria Valerianac-montanae Magn.
Tirolia; Myxosporium valsoideum (Sacc.) All. Germania.
Flora exsiccata Austro-Hungarica. No. 3540.
3536. Geaster marchicus; 3537. Clitocybe laccata; 3538. Collybia velutipes;
3539, Coprinus micaceus; 3540. Trametes gibbosa; 3541. Polyporus applanatus;
3542. P, cristatus; 3543. Stereum purpureum; 3544. Coleosporium Pulsatillae ;
3545, Peridermium truncicola; 3546. P. acicola; 3547 Melampsoridium betulinum;
3548, Thecopsora Pirolae; 3549, Phragmidium violaceum; 3550. Puccinia Caricis
montanae ]; 3551. P. Cerasi; 3552. P. graminis; 3553. P. Orchidearum-Phalaridis;
3554. P. Passerinii; 3555. P. Poarum; 3556. P. Podospermi; 3557. P. Rumicis
Scutati; 3558. P. Taraxaci; 3559. P. Thesii; 3560. P. Vincae,; 3561. Thecaphora
aterrima; 3562. Schroeteria Decaineana; 3563. Tolyposporium Junci; 3564. Ustilago
violacea; 3565. Otidea leporina; 3566. Schizoxylon Berkeleyanum; 3567. Ocellaria
Ocellata; 3568. Phyllachora Poae; 3569. Gnomoniella fimbriata; 3570. Leptosphaeria
dolioloides ; 3571. L. Rusci; 3572. Coleroa Chaetomium; 3573. Sporormia inter-
media; 3574. Sordaria macrospora; 3575. Microthyrium Juniperi; 3576. Micro-
sphaera Astragali; 3577. Erysiphe tortilis; 3578. Erysiphe Martii; 3579. Traphrina
flava; 3580, Phyllosticta Negundinis; 3581. Marsonia Daphnes var. Passerinae;
3582, Ramularia lactea; 3583. Ovularia ovata; 3584. Passalora bacilligera;
3585. Sclerotium rhizodes; 3586. Peronospora Alsinearum; 3587. Peron. Corydalis;
(294)
3588. Bremia Lactucae; 3589. Leucocystis cellaris; 3590. Batrachospermum ecto-
carpum; 3591. Chromophyton Rosanoffii; 3592. Cymbella delicatula, C. cymbi-
formis. — Bei zahlreichen Arten, welche sämtlich in reichlichen Exemplaren
gut aufgelegt sind, finden sich auf den mit Citaten versehenen gedruckten Eti-
ketten wichtige kritische Bemerkungen.
Bauer, E. (Smichow). Musci europaei exsiccati 1. Serie.
Diese neue Sammlung wird von allen Freunden der Bryologie mit Freuden
begrüßt werden, nachdem seit dem Erscheinen vonL. Rabenhorst Bryotheca
europaea ein Menschenalter vergangen ist und heute vielen, die eine kritisch
gesichtete Laubmoossammlung benützen möchten, eine solche gar nicht oder
nur schwer erreichbar ist. Auch fehlten in der Rabenhorstschen Sammlung
selbstverständlich die vielen neuen Arten, Varietäten und Formen, welche in
neuerer Zeit aufgestellt worden sind. Ein Vorbild für die Zusammenstellung
der Sammlung nahm sich der Herausgeber an Schiffners »Hepaticae europaeae
exsiccatae» und trägt er den Anforderungen, welche an ein modernes Exsiccaten-
werk gestellt werden können, in gleicher Weise Rechnung, wie jene vorzügliche
Sammlung.
Die vorliegende 1. Serie enthält nur Sphagna, und zwar folgende Arten:
1., 2. Sphagnum Angstroemii Hartm.; 3., 4., 5. angustifolium C. Jens.;, 6., 7. annu-
latum Lindb.; 8, annulatum f. submersa Lindb,; 9., 10., 11. apiculatum Lindb.;
12. apiculatum f. pulchella Warnst.; 13. apiculatum f. viridis; 14. balticum (Russ.)
C. Jens.; 15. contortum Schultz; 16., 17., 18., 19., 20. verschiedene Formen von
Sph. cymbifolium (Ehrh.) Warnst.; 21. Dusenii C. Jens.; 22. fuscum Klinggr.;
23. var. pallescens Warnst.; 24. var, viride Warnst.; 25., 26. Girgensohnii Russ.
var. coryphaeum Russ. ; 27, Gravetii (Russ, e. p.) Warnst.; 28. imbricatum (Hornsch.)
Russ. var. cristata Warnst. f, fuscescens Warnst.; 29., 30. Jensenü Lindb.;
31. medium Limpr. var. roseum Röll.; 32, medium Limpr. var. virescens Warnst.;
33. molluscum Bruch.; 34. obtusum Warnst, var. riparioides Warnst. f. aquatica
Warnst.; 35. platyphylium (Sulliv.) Warnst.; 36. platyphylium f. submersa C. Jens.;
37., 38, propinquum Lindb. n. sp.; 39, Pylaiei Brid.; 40. rubellum Wils.; 41. rubellum
var. flavo-pallescens Warnst.; 42. rufescens (Br. germ.) Limpr. f. submersa Prag.;
43. var. aquatica Warnst.; 44. subbicolor Hampe var. pallescens Warnst.; 45. teres
Angstr. var. squarrosulum (Lesqu.) Warnst.; 46. trinitense C. Müll.; 47. turfaceum
Warnst.; 48. Warnstorfii Russ. var. versicolor Russ.; 49., 50. Wulfianum Girg.
E. Personalnotizen.
Gestorben sind:
Am 30. April 1903 Fr. Crepin em. Direktor des Botan. Gartens
zu Brüssel, 73 Jahre alt; am 7. Juli Hofrat Prof. Karl Haussknecht
in Weimar; Dr. Otto von Möllendorff, früherer Kais. Berufskonsul
in Manila und später in Kowno, der zur botanischen Erforschung
Bosniens und Chinas durch wertvolle Sammlungen beitrug, besonders
aber auf malakozoologischem Gebiet eifrig tätig war, später als Lehrer
an der Handelsakademie in Frankfurt a. M. funktionierte, starb da-
selbst Mitte August.
(295)
Ernannt sind:
Prof. Hugo de Vries in Amsterdam zum Mitglied der American
Philosophical Society; Geh. Rat Prof. Dr. W. Pfeiffer zum Associate
der National Academy of Sciences in Amerika; Prof. Dr. Vincenz
von Borbäs zum Professor der systematischen Botanik an der Uni-
versität Klausenburg; Dr. Rudolf Aderhold zum Direktor der biolog.
Abteilung des Kaiserl. Gesundheitsamtes zu Berlin; Dr. Otto Appel
zum Mitgliede des Kaiserl. Gesundheitsamtes zu Berlin; Dr. Fr.
Cavara zum ord. Professor der Botanik an der Universität Catania;
Dr. L. Buscalioni zum außerord. Professor der Botanik an der Uni-
versität Sassari; Prof. A. Schneider in Chicago zum Professor der
Botanik und Pharmakognosie im Californ. Coll. of Pharmacy zu S.
Francisco.
Reisen.
Prof. John M. Coulter in Chicago hat am 23. Mai d. J. eine
Reise nach Europa angetreten, die bis in den Herbst währen wird.
E. Uhle ist von einer längeren Forschungsreise in Südamerika nach
Berlin zurückgekehrt. Dr. W. R. Maxon ist von Jamaica nach dem
U. S. Nat. Mus. mit reicher Farnsammlung zurückgekehrt. Prof. L.
M. Underwood befindet sich augenblicklich in Europa behufs Studiums
der größeren Herbare. Dr. F. E. Fritsch wird sich auf einige Monate
nach Ceylon begeben, hauptsächlich für Algen- und Planktonstudien.
Verschiedenes.
Von einer Anzahl Botaniker ist zur Gründung einer freien Ver-
einigung der Vertreter und Freunde der systematischen Botanik und
Pflanzengeographie eingeladen worden. Beitrittserklärungen an Prof.
Dr. Schumann, Berlin, Grunewaldstr. 6-7. Versammlung: Berlin
16.—19. Sept. 1903. (Vorläufiges Programm: siehe Beibl. Engler, Bot.
Jahrb. XXXII. 1903. 5. p. 16.)
Dem Prof. Dr. Biagio Longo, Assistent des Botan. Instituts in
Rom, ist der Preis Carpi (900 Fres.) von der R. Accad. dei Lincei
zuerkannt.
Das Desert Botanical Laboratory der Carnegie Institution wird
nach Tucson verlegt. Dr. W. A. Cannon tritt dortselbst am i. Sept.
d. J. sein Amt an.
(296)
Vielfachen Nachfragen zu begegnen, teilen wir unseren geehrten
Abonnenten mit, daß wir wieder einige komplette Serien der
„Hedwisia“
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(Bei Abnahme der vollständigen Serie gewähren wir 25°. Rabatt.)
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2 Br Nee. lee,
„ 1869-1872 ( „ VIL-XD. Br
»„ 1873-1888 ( „ XI-XXVI) a
„1889-1890 ( „ XXVII--XXIXx) a
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| Organ |
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Fr Inhalt: Hugo Glück, Beiträge zur Flechtenflora Heidelbe (Schluß). —
P. Hennings, Über einige interessantere deutsche Hutpilze. — |
P. Hennings, Einige im Berliner Botanischen Garten 1%3 ge- |
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Beiblatt No. 6.
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An die Leser und Mitarbeiter der „Hedwigia”.
Zusendungen von Werken und Abhandlungen, deren Besprechung
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redaktioneller Art werden unter der Adresse:
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mit der Aufschrift
„Für die Redaktion der Hedwigia“
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Um eine möglichst vollständige Aufzählung der kryptogamischen
Literatur und kurze Inhaltsangabe der wichtigeren Arbeiten zu ermöglichen,
werden die Verfasser, sowie die Herausgeber der wissenschaftlichen Zeit-
schriften höflichst im eigenen Interesse ersucht, die Redaktion durch Zu-
sendung der Arbeiten oder Angabe der Titel baldmöglichst nach dem
Erscheinen zu benachrichtigen; desgleichen sind kurz gehaltene Selbstreferate
über den wichtigsten Inhalt sehr EERRÜDEENL,
Im Hinblicke auf die vorzügliche Rum der „Hedwigia“ und die
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Arbeiten honoriert werden (mit 20 Mark für den Druckbogen), Separate nicht
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30 # ; ; 5 i 3.60, 30 re
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50 6.—, 50 : 2.50
60 } 3: 7.20, 60 ea:
70 : 8.40, 0, BEE ARE.
Be An Le ; 9.60, 80 ” ; TS Ba
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100 se is Er u Re: ” „12.—, 100 ur ” 5.—
22.2 18 Rücksicht auf den Umfang der Zeitschrift kollen ie einzelnen Ab-
‚handlungen die Länge von 5 Bogen gewöhnlich nicht überschreiten, auch
dürfen einer Aubeakne in der Regel Birk Mech als 2 Tafeln beigegeben er 4
e werden.
il, Abhandlungen, Fpkiche ghpkg als 3 "Bogen Umfang innehmen, 2
können nur 3 Bogen honoriert werden. En,
ee für die Tafeln sind im Format 18X21 cm
Nachträge zur Flechtenflora Heidelbergs. 193
Als rühriger Sammler und Florist war von Zwackh ein Anhänger
der älteren Lichenologischen Schule, an deren Spitze William Nylander
stand. von Zwackh hat sich, wie schon aus dem Titel seiner Flora
hervorgeht, hinsichtlich des Systems als auch der Speziesbestimmung
eng an Nylander angeschlossen, der sicherlich die meisten Heidel-
berger Funde selbst revidiert hat. Aber auch mit anderen namhaften
Lichenologen wie Th. Fries, E. Wainio, F. Arnold u. a. unterhielt
von Zwackh enge Beziehungen, was schon zur Genüge aus dem
hinterlassenen, sehr umfangreichen Flechtenherbar, den vorhandenen
Exsiccatenwerken und der einschlägigen Literatur hervorgeht.
Ähnlich wie F. Arnold gab auch von Zwackh ein Exsiccatenwerk
heraus, das er in uneigennütziger Weise an seine Fachgenossen
verteilte.
Einem vorgefundenen Zettel nach zu schließen, sind die Besitzer
des Zwackhschen Exsiccatenwerkes wie folgt: weiland Dr. W. Nylander
in Paris, weiland Dr. F. Arnold in München, H. Sandstede in
Zwischenahn (Oldenburg), Hofmuseum in Wien, Universität Wien,
Abbee Hue in Levallois-Perret (Seine), Dr. Wainio in Helsingfors,
Kreisschulrat Britzelmayer in Augsburg, Dr. C. Hegetschweiler in
Riffersweil (Schweiz), Dr. H. Rehm in Neufriedenheim bei München,
weiland Dr. Stitzenberger in Basel, Professor Dr. Th. M. Fries in
Upsala. Doch sind das sicherlich nicht alle Inhaber des Exsiccaten-
werkes.
Einem vorgefundenen Zettel zufolge scheint der letzte Faszikel
(No. XXIII) von besagten Exsiccaten im Jahre 1899 ausgegeben
worden zu sein; und das letzte Exsiccat trägt die Nummer 1211.')
In diesen Exsiccaten finden wir neben zahlreichen Bürgern der
Heidelberger Flora, die zugleich als Belegexemplare dienen, eine Reihe
Flechten vor, die außerhalb Badens gesammelt wurden. Zwackhs
Exsiccatenwerk ist sowohl in seinen Lichenen Heidelbergs als auch
in den vorliegenden Nachträgen unter Zw. L. zitiert. Nicht alle,
aber jedenfalls der größte Teil der zitierten Exsiccaten-Nummern
entstammt der Heidelberger Flora. Da eine ganze Reihe Nummern
neu eingeschaltet werden mußte, so tragen dieselben zwar die Nummer
der letzt vorhergehenden Flechte, aber außerdem ein beigesetztes
bis, ter; z. B. sind die beiden nach Pertusaria amara einzuschaltenden
Arten bezeichnet mit 275is P.lactea (Pers.) Nyl.und 275‘ P. Westringii
(Ach.) Nyl.
1) So viel ich einer gütigen mündlichen Mitteilung des Herrn Dr. H. Rehm
(in Neufriedenheim bei München) entnehmen konnte, scheint dieser letzte Fas-
zikel nicht mehr allen Interessenten zugestellt worden zu sein,
Hedwigia Bd, XLIl, 1903. #5
194 Hugo Glück.
pag. 1.
4. Collema myriococcum Ach. Zw. L. 489.
5. C. mierophyllum Ach. Zw. L. 737, 1178.
6. C. cheileum Ach.
var. hyporhizum Nyl.! Lichen. par. pag. 14 (in litteris ad
Zwackh 17. IX. 1893). confer. Lamy Cauler pag. 4.
An feuchtern Sandsteine auf dem Schlosse (Zw. L. 158 A.).
9bis C, erispum Ach. Syn. pag. 312. Nyl. Syn. pag. 110.
Auf der Erde bei Neuenheim: am Philosophenwege. Zw.
L. 162.
10. C. pulposum (Bernh.) Ach. Zw. L. 161 und 163; zu streichen
ist 162, welches Exemplar zu C. crispum gehört.
pag. 3.
16. C. nigrescens Ach. ist aus der Heidelberger Flora zu streichen.
Die betreffenden Exemplare stellten sterile Thalli von C. aggre-
gatum (Ach.) Nyl. vor.
17. C. aggregatum (Ach.) Nyl.
Über Moosen am roten Läpell (Dr. C. Schimper 1823).
Steril an Kastanien bei Handschuhsheim, an Aesculus im
Schloßgarten (Zw. L. 219).
19. Leptogium sinuatum (Huds.) Nyl. Lich. Par. pag. 18 ist als
L. lacerum (Sw.) Fr. Zw. Heidelberg L. pag. 3 aufgeführt.
Zw. L. 171. Hepp. 653.
19» L, lacerum (Sw.) Fr. Nyl. Syn. pag. 122 (ist als L. lacerum
var. fimbriatum Hffm, aufgeführt),
pag. 5.
32. Calicium chrysocephalum (Turn.) Ach.
An Föhren bei Friedrichsfeld,
33. C. aciculare (Sm. E. B.) Fr. Lies statt Zw. L. 19A,B..
Zw. L. 19 A, B.
34» C. einereum (Pers.) Nyl. (Syn. pag. 149) Zw. L. 678.
Auf entrindetem Holze eines Lärchenstammes am Fahr-
wege auf dem Königsstuhl.
pag. 6.
36. C. melanophaeum Ach. Zw. L. 16A, B, C und 742.
An Lärchen über dem Schlosse, am Kohlhofwege, im
Dreitrögethälchen ebenfalls an Lärchenstämmen (3. Nov.
1883) (Zw. L. 823). An letzterem Standort auch para
sitisch auf Lecanora conizaea Ach.
38. C. corinellum Ach. Lies statt Zw. L. 14la.... Zw. L. 141.
Nachträge zur Flechtenflora Heidelbergs. 195
42>'s C. ephemerum Zw. (Nyl.! in litteris ad Zwackh vom 15. XII. 1893).
Ist identisch mit dem auf pag. 81 unter den Pilzen (No. 5) auf-
geführten Stilbum rugosum Fr. (— Caliciopsis ephemera Rehm in
Rabenhorst Kryptogamenflora pag. 388),
An niederen Ästen junger Eichen auf dem Heiligenberge
(Zw. L. 477).
pag. 7.
43. C. quereinum Pers. Zw. L. 739.
49. Coniocybe gracilenta Ach. Zw. L. 21b»,
50. C. furfuracea (L.) Ach. Lies statt Zw. L. 690... Zw. L. 690bis,
pag. 8.
51. Sphinetrina turbinata (Pers.) Fr. Zw. L. 743.
52. Sp. microcephala (Sm.) Nyl. Lies statt Zw. L. 479...
Zw. L. 479bis,
53. Sp. anglica Nyl. Lies statt Zw. L.285A... Zw. L. 285A, C.
Bei den nachfolgenden Cladonien habe ich nicht nur Zwackhs
handschriftliche Notizen, sondern auch die von Nylander!) gedruckt
vorliegende Revisio Cladoniarum mit berücksichtigt. Es differieren
ja bekanntlich bei den sehr polymorphen Cladonien die Ansichten
der Systematiker weit mehr als bei anderen Gattungen.
pag. 9.
59. Pyenothelia papillaria (Ehrh.) Duf. Zw. L. 998 A, B.
61. Cladonia pyxidata (L.) Fr. Zw. L. 999,
Cl. p. var. chlorophaea Flik. nec Ach.! Comm. pag. 70.
Am Waldrande bei Schlierbach und anderwärts häufig.
Zw. L. 884.
Cl. p. var. costata Flk. D. Clad. 38 Nyl. Zw. L. 950.
Cl. p. var. carneopallida (Del.) Nyl. form. accedens Nyl. (Nyl.
in litteris ad Zwackh 5. II. 1892).
Co&m. Clad. Belg. pag. 80.
An Wegrändern des Heiligenberges über Neuenheim (i. J.
1883 und 1884 beobachtet). Zw. L. 630.
pag. IO.
62. Cl. pityrea Flik. Comm. pag. 79.
Zw. L. 625, 861, 885 A, B, 952, 953, 954, 955A,B.
(»Le 625, 861 me paraissent &tre un pityrea meioscypha,
subpyxidata, tandis que le 952 etc, sont d’un pityrea
meioscypha ordinaire.« Nylander in litt. ad Zwackh).
Auf sterilem Sandboden bei Friedrichsfeld.
1) Revisio Cladoniarum in Zwackh Lich. exs, hucusque editarum sec. deter-
minationes cl. W. Nylander scheint nur als dreiseitiges Flugblatt den Exsiccaten
Zwackhs beigelegt zu sein,
13*
196
Hugo Glück.
Cl. p. var. hololepis Flik. Comm. pag. 83.
(Co&m. Belg. pag. 96) — var. scyphifera Del. nach Wainios
Angabe — var. Zwackhii Wain.
Zw. L. 515A, B, 825, 1026, 1211.
Auf dem Gaisberge,
Ferner gehört hierher die als C. Lamarkii (Del.) Nyl. auf
Seite 11 unter No. 69 aufgeführte Flechte,
Auf einem bemosten Sandsteinblocke am Westabhange des
Königsstuhls; auch auf dem Ringwall auf dem Heiligenberg.
62bis Cl. polycarpoides Nyl. L. Par. pag. 30 ist auf pag. 10 als Cl.
63.
64.
65.
67.
pityrea Flik. var. polycarpa Flik. bezeichnet.
Zw. L. 626, 626bis, Lojka L. Univ. 3,
Auf dem Heidenknörzel.
Cl. eariosa (Ach.) Fik. füge bei Zw. L. 886 (sit variet.).
Im Mühlentale bei Handschuhsheim.
Cl. leptophylla Ach. Zw. L. 1001, 1001bis,
Über der Hirschgasse (leg. Carl Uhlig 1890).
»Cl. leptophylia Ach. (Zw. L. 1001) differt a Cl. cariosa thallo
K non vel indistincte nonnihil flavescente denique sordide
rufescente, squamulis basalibus minoribus subrotundatis et
vix ascendentibus« (Zwackh in litt. ad Nylander).
pag. 10.
Cl. fimbriata (L.) Hoffm.
forma subcornuta Nyl. Flora 1874 pag. 318.
Dahin gehört die von Zwackh (pag. 10) als C. fimbriata
form. dendroides Fik, aufgeführte Flechte.
Auf dem Heiligenberge (Zw. L. 881), bei Schlierbach, am
Speyerer Hof, auf dem Königsstuhl (Zw. L. 879), dem
Gaisberge (Zw. L. 882, — capreolata Flik. Com. p. 73
et herb.!). Zw. L. 1004 (Wain. Cl. p. 276).
Cl. f. forma insidiosa (Del.) Coömans gehört zu C. nemoxyna
(Ach.) Nyl. in No. 67bis,
Cl. f. forma radiata (Ach.) Flik. Zw. L. 1002.
Auf dem Ringwall des Heiligenberges und bei Friedrichsfeld.
Cl. ochrochlora Fik. Comm. pag. 75. Zw.L.563B, C, 1009, 1063.
C1. o. var. phyllostrota (Fik.) Comm. pag. 79. Zw. L. 563 A.
Am Fuße alter Lärchen auf dem Königsstuhle.
Cl. o. var. ceratodes (Fik.) Comm. pag. 77. (Zw. L. 883.)
Am Ringwalle des Heiligenberges,
Cl. o. var. actinota Flik. Comm. pag. 78. i
Am Fuße alter Lärchen auf der Leopoldshöhe des Königs-
stuhles.
Nachträge zur Flechtenflora Heidelbergs. 197
67» * C]. nemoxyna (Ach.) Nyl. Zw. L. 265.
Hierher gehört:
a) Zw. L. 631—635, 1005—1008, 1101, unter C,
ochrochlora Flik. Zw. Hdbg. Fl. pag. 10;
b) C. fimbriata f. insidiosa (Del.) Coömans Zw. Hdbg.
Fl. pag. 10;
c) €. cenotea (Ach.) Schaer. var. glauca (Fik.) Nyl. Zw.
Hdbg. Fl. pag. 12,
Auf Sandboden im lichten, jungen Föhrenwalde bei
Friedrichsfeld; selten auf dem Heiligenberge.
68. Cl. decorticata Flik. praestantissima Nyl.! Zw. L. 628.
forma frondosula Nyl. (Flora 1885. pag. 43).
Am Fuße alter Lärchen auf dem Königsstuhle, alter’ Birken
in dem Felsenmeer (beim Erlbrunnen) und auf steriler
Erde im Ludwigstale bei Schriesheim.
69. Cl. Lamarkii (Del.) Nyl.
Diese Spezies ist aus der Heidelberger Flora zu streichen.
Die betreffende Pflanze gehört zu C. pytirea Flk. (No. 62).
70. Cl. graeilis Hffm.
forma aspera Flk. Nyl. Scand. pag. 52.
Auf Sandsteinblöcken des Westabhanges auf dem Königs-
stuhl. Zw. L. 564.
71. * Cl. cornuta (L.) Fr.
Ringwall des Heiligenberges.
pag. 11.
73. Cl. degenerans Flk. Comm. pag. 41.
var. haplotea (Ach.) Nyl. Zw.L. 927, 928, 959, 1013, 1014, 1015.
Im jungen, lichten Föhrenwalde bei Friedrichsfeld (Zw.
L. 636).
var. anomaea (Ach.) Nyl. Zw. L. 1023, 1024, 1067.
Im selben Walde bei Friedrichsfeld. Zw. L. 687, .688.
Die Nummer 637 dagegen gehört zu folgender Varietät!
var. trachyna (Ach.) Nyl. Zw. L. 927, 928 (vom 9. XI. 1888).
Im selben Walde bei Friedrichsfeld. Zw. L. 637, 637 bis,
638.
73 bs C]. carneola Fr. Zw. L. 378.
Sehr selten unter Calluna am Westabhange des Heiligen-
berges oberhalb des Ringwalles.
pag. 11.
74. Cl. furcata Hffın,
Die hier von Zwackh (pag. 11) in seiner Flora aufgeführten
Exsiccaten No. 643 A, B und 689 gehören nicht hierher,
sondern zu Cl. pungens Ach.
198 Hugo Glück.
Cl. f. var. racemosa Schaer. Zw. L. 1034.
Cl. f. var. corymbosa (Ach.). Nyl. Zw. L. 639.
Unter Föhrengestrüpp bei Friedrichsfeld. Die außerdem
noch angeführte No. 640 dagegen gehört zu Cl. crispata
(Ach.) Nyl.
Cl. f. var. spadicea (Ach.) Fl. (= stricta Wallr.). Zw.L. 641, 745.
Auf dem Sande bei Friedrichsfeld.
75. Cl. pungens (Ach.) Flik. Comm. pag. 156. Zw. L. 643 A, B, 644, 689.
Zum Typus gehören die von Zwackh (pag. 12) irrtümlich
zu Cl. furcata Hffm. gestellten zwei Varietäten: var.
sorediophora Nyl. und var. recurvescens Nyl. (Flora 1882.
pag. 456).
Bei Friedrichsfeld.
Cl. p. var. palamaea (Ach. herb.) Nyl. Cl. rangiformis d. muri-
cata (Del.) Arn. Wainio Mon. pag. 369.
Bei Friedrichsfeld. Zw. L. 642 A, B.
Auch diese Flechte ist bei Zwackh (pag. 12) irrtümlich zu
den Varietäten von Cl. furcata Hffm. gezogen.
pag. 12.
76. Cl. adspersa (Flk.) Nyl. Zw. L. 889, 1031, 1032, 1065, 1066,
1208, 1209.
Selten, auf dem Sande bei Friedrichsfeld, auf dem Heiligen-
berge (Zw. L. 889) und dem Königsstuhle.
Zwischen Walldorf und St. Ilgen (leg. Carl Uhlig 1894).
76 ®i Cl. erispata (Ach.) Nyl. Zw. L. 888, 888 ®is, 958, 1016, 1017,
1018, 1019, 1070, 1073 (confer. 640) A—C (Arnold Exs. 1461A).
Unter Föhrengestrüpp bei Friedrichsfeld. Zw. L. 640.
77. Cl. eenotea (Ach.) Schaer. Füge bei: Zw. L. 329 A, B, C.
Cl. e. var. glauca (Fik.) Nyl.
Gehört zu C. nemoxyna (Ach.) Nyl. in No. 67 bis, No, 330
und 629 in Zw. L. gehören nicht hierher!
77 bs * C], glauca Fik.
Hierher gehört die von Zwackh auf pag. 10 als subcornuta
Nyl. aufgeführte Flechte,
»Vix misi subspecies Cl. cenoteae« (Nyl. in litteris ad
Zw.). — Wainio Mon. pag. 484. Zw. L. 629, 330,
824 A, B, 872, 873, 874, 876 (»est glauca tenuior, sed
non omnino Co&m. 115, qui est glauca haec cum apo-
theciis« Nyl, in litteris ad Zwackh).
Zw. L. 877, 878, 949, 1027 A, B, 1028 A, B, 1029 A, B, C,
1030, 1077.
An Wegrändern des Heiligenberges und Königsstuhles.
78. Cl. squamosa Hffim. Zw. L. 887 (forma polyceras Fw.! in herb.
Zw.), 1020,
Nachträge zur Flechtenflora Heidelbergs. 199
Cl. s. var. subesquamosa Nyl.! (Flora 1887. pag. 134.)
Zw. L. 379,
pag. 12.
81 Ps Cl. acuminata (Ach.) Norrlin. Zw. L. 860, 860 bis, 951A,
B, 1179,
Auf dem Ringwalle des Heiligenberges und auf dem Königs-
stuhle am Wege nach dem Kohlhofe im lichten Fichten-
schlage.
82. Cl. eornucopioides (L.) Fr. Zw. L. 1035.
Vereinzelt und nicht häufig in dem Felsenmeere,
82 bis Cl. Floerkeana Fr. Zw. L. 826 p. p.
Selten auf Heide beim Zollstocke über der Hirschgasse.
Cl. F. var. leucophylla FIk.
Am Ringwalle des Heiligenberges (im Jahre 1880).
82: Cl. bacillaris (Ach.) Nyl. Zw. L. 562A, 826 p. p., 962, 963, 966.
Auf dem Königsstuhle, dem Heiligenberge und bei der
Rheinau (C. Uhlig).
pag. 13.
83 bis C]. deformis L.
Am Nordabhang des Heidenknörzel, selten in der Nähe
der Holtermanns-Eiche.
84. Cl. digitata (L.) Hffm. Zw. L. 1078.
85. Cl. maeilenta Hffm.
Auf dem Heiligenberge (Zw. L. 562B) und am Grunde
alter Föhren bei Friedrichsfeld.
Die No. 562A in Zw. L. gehört nach Nylander nicht hier-
her, sondern zu C. bacillaris (Ach.) Nyl. (Siehe diese.)
87. Cladina sylvatica (Hffm.) Nyl. Zw. L. 645 A, 690 A, B, 1037,
1037 bis, 1038, 1079.
Auf dem Heiligenberge.
Cl. s. forma tenuis (Flk.) Rbh.
Füge bei: auf dem Heiligenberg; Zw. L. 646, 890, 891, 1039.
87 bis C]. alpestris (L.) Nyl.
Auf dem Heiligenberge: Holtermanns-Eiche
Zw. L. 645B, 691.
88. Cl. uncialis (Hffm.) Nyl.
Zw. L. 693, 694, 696, 697, 1036 A, B, C, D.
pag. 14. : ;
89. Cl. amauocroea (Fik.) Nyl. ist aus der Flora zu streichen; jeden-
falls handelt es sich um eine Verwechselung mit einer anderen
Art.
93. Ramalina pollinaria Ach. Zw. L. 827.
200 Hugo Glück.
pag. 15.
100 bis Platysma ulophyllum (Ach.) Nyl. L. Scand. pag. 82. Zw.L.
1183.
Steril an Lärchen auf dem Heidenknörzel und dem Königs-
stuhle; an Föhren bei Friedrichsfeld.
102. Alectoria jubata (L.) Ach. Füge bei: K—.
103. A. implexa (Hffm.) Nyl. Kt.
pag. 16.
105. Evernia prunastri (L.) Ach. Zw. L. 748.
111. Parmelia cerinita Ach. Zw. L. 56A, B.
pag. 17.
114. P. revoluta Flk.
An Pinus silvestris und selten an Steinen auf dem Heiligen-
berge. Zw. L. 749; an Buchen des Königsstuhles und
bei Petersthal. Zw.L. 181 ®is B (nicht A!) Hepp. 586
(Dr. Ahles).
120. P. exasperata (Ach.) De N. nec! (Ach.) Del.
pag. 18.
121. P. exasperatula Nyl.
Zw. L. 863 und c. ap. an alten Kirschbäumen am Wolfs-
brunnen.
123. P. glomellifera Nyl. Zw. L. 750.
124. P. fuliginosa (Fr.) Nyl. forma laetevirens Fw. Zw. L. 970.
125. P. verruculifera Nyl.
Zw. L. 864 und: an Nußbäumen bei Wieblingen.
126. P. subaurifera Nyl.
Zw. L. 865 und außerdem: auf Sandsteinen des Ringwalles,
sehr selten c. ap. an Weinbergspfählen am neuen Fried-
hofe.
pag. 19.
127. P. physodes (L.) Ach.
Auf Weinbergspfählen am Friedhofe.
128. P. pertusa (Schrank) Schaer. Zw. L. 252bis,
Lies: Subtrib. II. Eustictei statt ENSTICTEI!
pag. 20.
138 bis Peltigera * extenuata (Nyl.) Wain. Wib. pag. 49.
Über Moos auf Granitfelsen beim Haarlasse und an
Grabenrändern bei Friedrichsfeld (im Föhrenwalde nach
Schwetzingen zu).
138‘ P, lepidophora (Nyl.) Wain. ]. c.
Auf Granitgeröll im Ludwigstale bei Schriesheim.
Nachträge zur Flechtenflora Heidelbergs. 201
pag. 21.
143. Physeia chrysophthalma (L.) DC. Zw. L. 1126.
146. Ph. ulophylla (Wallr.) Nyl. Zw. L. 971.
An einem Nußbaum bei Schlierbach, mit Früchten.
pag. 22.
153. Ph. museigena (Whlbg.) Nyl. Zw. L. 828.
157. Ph. tribaeina (Ach.) Nyl. Zw. L. 751.
pag. 23.
162. Ph. demissa Fw.
(= Lecanora castanoplaca Nyl. in Flora) Lojka L.
Ung. 182.
163 bis Gyrophora vellea (Ach.) Nyl.
An einem ziemlich hohen Porphyrfelsen desÖlberges an dem
nach dem Rheintal zu gelegenen Abhang. (Dr. Glück).!)
163:e Umbilicaria (Gyrophora) pustulata (Hoffm.) Körb.
In der Nähe des Gebietes: Hohenstein (auf Quarz) bei
Reichenbach im Odenwald. Nach einer alten Angabe
von Prof. Bronn aus dem Jahre 1819.
pag. 24.
170. Solorinella asteriseus Anzi füge die Jahreszahl 1849 bei.
172. Lecanora saxicola (Pollich) Ach.
forma riparia Fw. — var. plicata Wallr. Consp. 486; L. stra-
minea Spr. N. E. I. 223.
pag. 26.
188. L. chlorina Nyl. Lies statt: Krbr. L. L. 128; AnriL.L.33....
Krbr. L. S. 128; Anzi L. J. 33.
190. L. obscurella (Lahm.) Nyl.
An alten Syringen im Friedhofe.
pag. 27.
192. L. einerella Nyl.
An einem Zaun an der Straße gegen Wieblingen.
193, L. pyracea (Ach.) Nyl.
var. submersa Nyl. (Flora 1885. pag. 43).
Auf Granitfelsen im Neckar beim Haarlasse. Zw. L. 895.
194. L. luteo-alba (Turn.) Nyl. Zw. L. 328.
197. L. phlogina (Ach.) Nyl. i
— L. citrina Ach. Thallus und Apothecien He
pag. 28.
201. Die von Zw. an »Rhamn
nora vitellina (Ehrh.) Ach. ist nach Best
in litteris ad Zwackh vom 6. VI. 1892)
us hinter dem Stifte« aufgefundene Leca-
immung Nylanders (Nyl.
Lec. xanthostigma Ach.
1) Die wenigen von mir gesammelten Exemplare, die steril waren, wurden
von Zwackh als G. vellea bestimmt.
202 Hugo Glück.
201 bis L. xanthostigma (Ach.) Nyl. (L. Scand. pag. 141).
An Rhamnus hinter dem Stift Neuburg (confer. No. 201).
pag. 29.
208. Statt Rinoldina leprosa lies Rinodina leprosa (Schaer.) Zw.
pag. 30.
210. L. confragosa Ach.
Auf dem Gaisberge.
L. ec. forma crassescens Nyl. Zw. L. 756.
211. * L. discolorascens Nyl.
Auf Sandsteinen einer Mauer am Wege von Ziegelhausen
nach Schönau.
216. L. eireinnata (Pers.) Ach. (= L. myrrhina Ach.).
Bei Schriesheim. (Alte Angabe von Prof. Bronn aus dem
Jahre 1821.)
216. L. eireinnata * subeireinnata Nyl. (confer. Zwackhs »Zusätze«
am Ende seiner Flora). Die Pflanze zeigt K-rot.
Zw. L. 189 A, B.
pag. 30.
Lies®statt:127. L.galactina. Ach‘, . . 217.E.0rAch!
pag. 31.
222. L. ehlarona (Ach.) Nyl. Zw. L. 915.
222 bis L, coilocarpa (Ach.) Nyl. in Lamy Cat. pag. 72.
Auf Eichenholz des Geländers an der Straße nach Ziegel-
hausen (zwischen der alten Neckarbrücke und der Stifts-
mühle),
pag. 32.
228. L. subradiosa Nyl. Zw. L. 157.
232. L. umbrina (Ehrh.) Nyl. Zw. L. 583.
pag. 33.
236. L. symmietera Nyl. Zw. L. 759.
237. L. eonizaea (Ach.) Nyl.
Auf Sandsteinen am Zollstock.
L. e. var. saxicola.
An Sandsteinen auf dem Heidenknörzel.
238. L. piniperda Krb.
Beim Kohlhofe an Fichtenstrünken hinter der Brunnstube.
239. L. glaucella (Fw.) Nyl.
An einem jungen Larixstamm über dem Schlosse am
Fußweg auf die Molkenkur (11. Mai 1889).
pag. 34.
241 ®s L. infuscescens Nyl. (Flora 1885. pag. 40). :
Auf (der glatten Rinde eines jungen Apfelbaumes beim
Kohlhofe.
Nachträge zur Flechtenflora Heidelbergs. 203
244. L. effusa (Pers.) Ach. forma obscurior Nyl,
Füge hinzu: Von dieser Form ist wenig oder kaum ver-
schieden Lecanora Willeyi Tuck. (Syn. pag. 191) confer.
Nylander Lich. Jap. (1890) pag. 105.
pag. 35.
247. L. erysibe (Ach.) Nyl.
Füge bei: Zw. L. 831, 832,
L. e. var. lecideina Mass. Sched. pag. 92 ist identisch mit L.
proteiformis (Mass.) var. longior Nyl. (confer. No. 248).
248. * L. proteiformis (Mass.) Nyl. (in Flora 1881, pag. 538).
Die typische Art am Wolfsbrunnenwege mit Opegrapha
diaphora. Zw. L. 833.
L. p. var. longior Nyl. apud Hue pag. 333.
Auf Sandsteinen alter Weinbergsmauern beim Stifte, am
Philosophenwege, über Neuenheim She L. 468).
pag. 36.
250. L. atra (Huds.) Ach,
var. grumosa Ach.
Steril auf Sandsteinen des Ringwalles am Heiligenberg.
251. L. rubra (Hffm.) Ach.‘
An Quercus bei Geyberg und beim Kohlhof (Angabe von
Prof. Bronn aus d. J. 1821).
256. L. cinerea (L.) Nyl. Zw. L. 164.
259. ** L. caesiocinerea Nyl. Zw. L. 834.
L. c. forma obscurata (Fr.) Nyl. Flora 1872 pag. 364.
Auf Granit bei Schlierbach.
261. L. calcarea (L.) Smf.
var. contorta (Hffm.) Nyl. (Par. pag. 65).
Auf Sandstein alter Mauern längs der Straße des rechten
Neckarufers beim Haarlaß; steril auf den Wurzeln eines
alten Nußbaumes beim Stifte Neuburg.
262. L. ceracea Arnold.
Zw. L. 114, 9490A, B.
262bis L, percaenoides Nyl.
Auf Sandstein alter Mauern am Philosophenwege (confer.
auch Zwackhs Zusätze am Ende seiner Flora).
Zw. L. 836.
pag. 37.
262“ L, chlorophana (Whbg.) Reichenbach.
Im Schönberger Tal (A. De Bary).
263bis L, smaragdula (Whbg.) Nyl. Flora 1872. pag. 364.
Auf Granit bei Schlierbach.
204 Hugo Glück.
264. L. eineracea Nyl.
Füge bei: am Neckar bei Neuenheim; am Philosophenwege;
im großen Felsenmeer des Königsstuhls.
pag. 38.
273. Pertusaria pustulata (Ach.) Nyl.
(Arn. 149 |. Ahles).
pag. 39.
274. P. multipuneta (Turn.) Nyl. Zw. L. 837, 1082 A—C.
274 bis, P, globulifera (Turn.) Nyl.
An Buchen des Königsstuhles und anderweitig.
(Dagegen ist zu streichen: »sehr selten«. confer. Zwackhs
Zusätze am Ende seiner Flora.)
275. P. amara (Ach.) Nyl.
ZWEI 10,
275bis P, lactea (Pers.) Nyl. — f. cinerascens Nyl.
Auf Sandsteinen des Heidenknörzels und Königsstuhles.
Zw. L. 838, 839,
275t* P. Westringii (Ach.) Nyl.
Zw. L. 652.
277. * P. corallina (Ach.) Arnold.
Hepp. 673. Dr. Ahles.
pag. 40.
282. * P. flavicans Lamy ist aus der Flora zu streichen.
292. Leeidea urceolata Ach.
Lies Conotrema Tuckerman etc. statt C. Tuckermann.
pag. 42
297. Le. Gloeocapsa Nitschke.
Über dem Schlosse am Rande des Fahrweges auf die
Molkenkur.
298. Le. carneola Ach. Zw. L. 192 A—C, 192bis,
Auf der Rinde alter Syringastämme im Friedhofe.
Dagegen dürfte die von Millardet gemachte Angabe der
L. carneola Ach. »an alten Buchen des Reitersberges
bei Neckargemünd« auf einer Verwechselung mit L. con-
gruella Nyl. beruhen. (Zwackh.)
299. Le. eongruella Nyl.
»An alten Buchen des Reitersberges bei Neckargemünd«
(Millardet).
Diese ursprünglich zu L. carneola Ach. (No. 298) gestellte
Flechte dürfte hierher zu zählen sein. (Zwackh.)
302. Le. eoaretata (Ach.) Nyl.
var. ocrinaeta (Ach.) Nyl.
Steril auf Blöcken im Felsenmeere über dem Wolfsbrunnen.
Nachträge zur Flechtenflora Heidelbergs. 205
pag. 43.
305. Le. flexuosa (Fr.) Nyl.
An Larix am Leopoldstein reich fruchtend; steril häufig
an Föhren bei Friedrichsfeld.
pag. 44.
313. Le. pulverea Borrer E. B.t. 2726. Nyl. Prodrom. Gall. pag. 139,
Flora 1868. pag. 347.
Zw. L. 843.
314. Le. Lightfootii (Smith.) Ach.
AnKirschbäumen am Waldrande beiSchlierbach (6. IX. 1889).
317. Le. lithinella Nyl.
Auf Sandsteinen am Rande des Fahrweges auf die Molken-
kur über dem Schlosse. Arn. L. 836. Zw. L. 590.
Lojka L. Univ. 233.
317bis Le. meiocarpoides Nyl. in Flora 1882. pag. 453.
Auf Sandsteinchen eines kurzbegrasten Abhanges am
Wolfsbrunnwege (hinter dem Schloß gelegen am Fuß-
weg nach dem Schießhause zu). Zw. L. 867.
pag. 45.
318. Le, meiocarpa Nyl. (Flora 1876. pag. 577). Zw. L. 1132. Arn.
1172.
— L. sylvana Zw. (nec Krb.!) Heidelberg. Lich, pag. 45
auch früher (im Jahre 1849) an Eichen bei Hand-
schuhsheim beobachtet.
320. Le. eiavulifera f. subviridiecans Nyl.
Auf dem Gaisberge an Sandsteinen am Fußwege in der
Wolfsschlucht.
Auf Sandsteinen am Rande eines Waldweges der Nord-
seite des Königsstuhles (9. Nov. 1883). (Zw. L. 844.)
321. Le. sylvicola Fw.
Auf dem Königsstuhl.
322. Le. Bauschiana (Krb.) Nyl.
Zw. 595 A, B.
Die von Zw. in seinen Exsiccaten unter No, 279 A,B.
und 594 verausgabten Exemplare gehören zu L. dila-
tiuscula Nyl. (Flora 1876. pag. 708) und nicht zu Bau-
schiana (= L. infidula Nyl.). Nyl. in litteris ad Zw.
vom 18. IV. 1892. {
pag. 46.
328. Le. denigrata Fr.
Die typische Form auf Pinus silvestris an der Nordseite
des Heiligenberges.
206 Hugo Glück.
330. Le. prasiniza Nyl.
An Fichten, Eichen, Lärchen im dichten Walde auf dem
Königsstuhle. Zw. L. 592. Lojka L. U. 29.
Le. p. var. prasinoleuca Nyl.
1.0/ka21,.1;..30.
pag. 47.
337. Le. atropurpurea Schaer.
An Carpinus in der Hirschgasse.
pag. 48.
339. Le. sabuletorum (Flk.) Nyl.
forma sphaeroidiza Nyl. (in litt. ad Zwackh vom 7. II. 1892).
Über Moosen im Schloßgraben (an der feuchten Wand
des Rottotliegenden).
341. Le. sphaeroides Smf. Nyl. Scand. pag. 204.
Über Moosen im Schloßgraben (an der feuchten Wand
des Rottotliegenden).
342, Le. einerea Schaer.
Zw. L. 898.
344. Le. leucococca Nyl.
(= L. trisepta Nyl. Zw. Heidelberger Fl. pag. 48.)
»L. leucococca Nyl. in Zw. L. 276, Arn. 167b, vicina
L. milliariae, Bilimbia lignaria Arn. — L. trisepta (Stbg.
sabulet. pag. 47 p. p.) Nyl. in Flora 1877, pag. 232 est
Lecidea leucococca Nyl. in Stzbg. sabulet. pag. 18 (sub
sphaeroide). Et je crois, que ce nom leucococca doit
etre prefere, cas celui de trisepta a ete employe& vayne-
ment tandis que le premier est precis.« (Nylander in
litteris ad Zwackh, 4. IX. 1892.)
345. Le. ternaria Nyl. (Flora 1877. pag. 232).
Auf Sandsteinen einer Mauer am Fahrwege über dem
Schlosse nach der Molkenkur.
347. Le. Nitschkeana (Lahm.) Stzbr.
Zw. L. 470.
Auf dem Heidenknörzel Zw. L. 534 (und nicht 470®s!)
An Pinus silvestris über dem Schlosse, auf Pinus Strobus
am Wege zum Sprunge.
pag. 49.
348. Le. trachona (Ach.) Nyl.
Auf Sandstein am Rande eines Fahrweges der Nordseite
des Königsstuhls. Zw. L. 870.
350. Die als Lc. alborubella Nyl. bezeichnete Flechte ist L. albo-virella
Nyl. . Flora 1877, pag. 567. L. Lab. et Singap. pag. 44.
An der Unterseite von Granitfelsen in der Hirschgasse.
Nachträge zur Flechtenflora Heidelbergs. 207
pag. 50.
351. Le. fusco-viridis (Anzi.) Nyl.
Auf Sandsteinen am Grunde alter Mauern am Wolfsbrunn-
wege.
pag. 51.
360. Le. inundata (Fr.) Nyl.
Auf entblößten Nußbaumwurzeln bei Schlierbach (Lojka
L. Univ. 229),
361. Le. Larbalestieri Crombie.
ZWIBSISE
Le. L. forma muralis Nyl.
An der Gartenmauer der Handschuhsheimer Burgruine auf
Mörtel. Zw. L. 459.
pag. 52.
368. Le. pelidniza Nyl. Zw. L. 1187.
Auf Buchenwurzeln hinter dem Stifte. Zw. L. 896.
369. Le. pezizoidea Ach. Zw. L. 785.
371bis Le. leprodea Nyl. Scand. pag. 213. Zw. L. 662.
An alten eichenen Weinbergspfählen im Sensenriede (in
der Nähe des Friedhofes gelegen), selten (Oktober 1855).
373. Le. deeipiens (Ehrh.) Ach.
Schon von v. Rettig für Schriesheim angegeben im Anfang
des 19. Jahrh.
pag. 53.
377bis Le. fuliginosa Taylor (— L. confusa Nyl. Scand.) Nyl. in
Lamy Cat. Zw. L. 1086, Arn. L. 1234.
Sehr selten auf Sandsteinblöcken des Gaisberges (im
Jahre 1886).
378. Le. viridans Fw.
(Hepp: 126, Dr. Ahles.)
pag. 54.
383. Le. latypiza Nyl.
Zw. L. 787,
386. Le. goniophila Fik.
Zw. L. 789,
pag. 55.
389. Le. eontigua Fr.
Zw. L. 1205.
391. *** Le. erustulata Ach.
Zw. L. 375B.
392, Le. albo-eoerulescens (Wulfen) Schaer. Zw. L. 1204.
Auf Sandsteinfelsen gegen Kleingemünd zu (alte Angabe
von Prof. Bronn aus dem Jahre 1820).
208 Hugo Glück.
394, Le. litophila Ach.
Zw. :B.2130b8.
pag. 56.
396. Le. sarcogynoides Krb.
Bei Schlierbach, auf Sandstein an Weinbergsmauern der
Westseite des Gaisberges.
397. Le. fumosa Ach.
Auf Granit bei Schriesheim (alte Angabe von Prof. Bronn
aus dem Jahre 1819).
400. Le. rivulosa Ach.
Häufig auf Sandsteinblöcken in den Felsenmeeren des
Königsstuhles.
Zw. L. 93. Hepp. 491, Dr. W. Ahles.
Le. r. forma corticola Fr.
An Birken in den Felsenmeeren. Hepp. 730.
401. Le. umbriformis Nyl.
Arn. L. 1009.
pag. 58.
408. Le. minutula (Hepp.) Nyl.
An Sandsteinen einer alten Weinbergsmauer am Philo-
sophenwege.
408bis Le. aethalea (Ach.) Nyl.in Lamy Cat. pag. 33. Zw. L. 1191.
Auf Granitsteinen bei Schlierbach.
Zw. L. 425. p. p.
410. Le. alboatra (Hffm.) Schaer.
var. lainea Ach. Nyl. in Flora 1873. pag. 196. Zw. L. 351.
Bei Neuenheim,
pag. 59.
416. Le. badia Fw.
Auf Granitfelsen am Haarlasse bei Schlierbach.
418. Le. miriocarpa (DC.) Nyl.
Zw. L. 196, 197.
Le. m. var. punctiformis (Hffm.) Schaer. (= L. p. FIkl.).
An Pinus silvestris in der »Hessel« bei Wiesloch (alte
Angabe von Prof. Bronn aus dem Jahre 1820).
pag. 61.
427. Le. nigroclavata Nyl.
Zw. L. 274.
430. Le. geographica (L.) Schaer.
Auf dem Gaisberge.
Wird bereits im Jahre 1820 angegeben von Prof. Bronn
für Schriesheim (auf Granit) und für den Haarlaß.
Nachträge zur Flechtenflora Heidelbergs. 209
Le. g. var. lecanorina (Fik.) Nyl. Par. L. pag. 102 (— cyclopica
Nyl. Scand. pag. 248).
Auf Sandsteinblöcken des Gaisberges.
431» Le, epigaea (Pers.) Schaer. Spicileg. pag. 118.
Auf Sandboden bei Schwetzingen zwischen dem Eiskeller
und dem Relaishause. (Alex. Braun 1821 leg., Arnold in
litteris ad Zwackh.)
pag. 82.
435 is Xylographa parallela (Ach.) Fr. S. M. 2. pag. 197.
Auf Fichtenstangen des Zaunes an der Baumschule auf
dem Sprunge (14. IX. 1891).
436. Graphis seripta (L.) Ach.
var. recta Hepp. Zw. L. 985.
pag. 63.
438. Opegrapha notha (Ach.) Nyl. in Flora 1873. pag. 206.
Auf der Rinde junger Ahornstämmchen in den Felsen-
meeren über dem Wolfsbrunnen.
439. 0. pulicaris (Hffm.) Nyl.
Zw. L. 987.
Am Neuhofe (Zw. L. 5 C.) an Rüstern im Karmeliter-
wäldchen. Zw. L. 5A. confer. No. 440!
0. p. forma lapidicola Nyl. (Spermogonienform).
An einer Mauer im Schloßgarten (Zw. L. 430).
440. O. diaphora (Ach.) Nyl. Zw. L. 988.
An Juglans in Handschuhsheim Zw. L. 5B.
Die »an Rüstern im Karmeliterwäldchen« (Zw. L. 5A.,
nec 5B!) vorkommende Flechte gehört zu O. pulicaris.
Im übrigen gehört die hier gemeinte O. diaphora der
forma sublutescens Nyl. an. Nyl. Par. pag. 105. Zw.
De2
Auch an Juglans in Handschuhsheim Zw. L. 5B.
0. d. forma saxatilis DC.
Auf Sandsteinen alter Mauern und an dürren Strünken
von Aspidium Filix mas. am Wolfsbrunnweg.
441. 0. Persoonii Ach.
An Wegen nach Schönau (alte Angabe von Prof. Bronn
aus dem Jahre 1821).
441bis 0, Chevallierii Leight. Brit. Graphid, pag. 10. — Nyl.! Flora
1873. pag. 203. Stzbr. Steinb. Op. pag. 20. Zw. L. 1194,
An einer Sandsteinmauer unter dem Wolfsbrunn- Wege
(Lojka L. Univ. 241).
Hedwigia Ba. XLII. 1903.
14
210 Hugo Glück.
pag. 64,
442bis Q, atrorimalis Nyl. (Flora 1864. pag. 388). Zw. L. 986.
Ehemals am Grunde eines Nußbaumes am Wolfsbrunnen-
wege; der betr. Baum wurde im Jahre 1888 gefällt.
Sowie in Mauerritzen auf dürren Urticastengeln.
»Opegraphae diatonae Nyl. vix differt.« Nylander in litt. ad
Zwackh (2. XII. 1885).
445. O0. hapaleoides Nyl.
An Carpinus im Dreitrögetälchen.
O. h. forma spermogonifera Arnold.
Zw. L:23A- D:
pag. 65.
446. * 0. lithyrga Ach.
Gegen den Wolfsbrunnen (Lojka L. U. 39).
447. O0. vulgata Ach.
Zw. L. 407, 800,
449. O0. subsiderella Nyl.
An einer Linde im Heidelberger Schloßgarten (aufgefunden
am 1. X. 1898).
453. Platygrapha periclea (Ach.) Nyl.
Zw. L. 801.
454. Stigmatidium Hutchinsiae (Leight.) Nyl.
(Hepp. 532, Dr. Ahles.)
455. Arthonia lobata (i‘lk.) Mass.
Zw. L. 901.
pag. 66.
456. A. decussata Fw.
Zw. L. 10B.
459. A. caesia (Fw.) Kbr.
An Eichen und Carpinus bei der Engelswiese c. fr.!
460. A. einnabarina (DC.) Wallr.
var. emerythraea Nyl. (= Arthonia fuliginosa Zw.) Fw. Bot.
Zeit. 1850. Lojka L. U. 143.
Zw. L. 989.
pag. 67.
462. A. astroidea Ach.
Zw: L. 806.
467. A. anastomosans Ach.
Zw. L. 310A, B.
An Sorbus und Birken (Zw. L. 310B) des Königsstuhls
(dagegen nicht an Corylus und Buchen).
467 bs A. ruanidea Nyl. Zw. L. 310 A, 850A, B, 849, 849 bs, 1093.
An Corylus, Sorbus und Fagus auf dem Königsstuhl in den
Felsenmeeren.
Nachträge zur Flechtenflora Heidelbergs. >71
pag. 68.
469. A. lurida Ach.
Zw. L. 86C, 804.
470. A. spadicea Leight.
Zw. L. 86B.
472. A. helvola Nyl.
Zw. L. 929.
473. A. luridofusea Nyl.
Zw. L. 930,
475. A. Pineti Krb.
Hepp. 558 (leg. Dr. Ahles) = Zw. L. 309.
An einem Sorbus-Stamm bei der Stiftswiese (Zw. L. 847).
pag. 69.
480. Melaspilea deformis (Schaer.) Nyl.
ZW. 12.148
431. Thelocarpon intereeptum Nyl.
An umherliegendem Sandstein an Waldwegen und sterilen
Stellen in einem verlassenen Steinbruch über dem
Schlosse. Lojka L. Univ. 244.
482. Th. prasinellum Nyl.
(Arn. 522a). Lojka L. Univ. 195.
An Fichtenstangen des Geländes am Neckar hinter dem
Spitale (im Jahre 1884 und 1885). Zusammen mit T.
Laureri am neuen Fahrweg aufs Schloß (im Jahre 1885).
pag. 70.
482 »is Th. Laureri (Fw.) Nyl. Arn. 522b.
Auf dem Hirnschnitte und der abgestorbenen Rinde von
Fichtenstangen des Zaunes längs des neuen Fahrweges
auf das Schloß. (Oktober 1885.) Zw. L. 991. Des-
gleichen auch am Wege zum Friedhofe (auf Weinbergs-"
stangen). An Fichtenstangen am Zaune des Gartens
von Stadtrat Wolf mit Th. prasinellum Nyl.
482 Th. Ahlesii Rehm (Hedwigia 1891. I. Heft). = Ahlesia licheni-
cola Fuckel Symbol. Myc. pag. 281. Fungi Rhenani 1169.
Auf Baeomyces rufus am Wolfsbrunnen. (Prof. Dr. von
Ahles) non vidi.
483. Normandina pulchella (Borr.) Nyl.
Zw. L.:245,
484. Endocarpon miniatum (L.) Ach.
Schon im Jahre 1820 von Prof. Bronn für den Haarlaß
angegeben.
14*
212 Hugo Glück.
pag. 71.
494. Verrucaria umbrina Whlbg.
501. V. frondulosa Nyl.
Lies statt sporibus ..... ... . sporis in der 6ten Zeile von
unten an.
pag. 73.
506. * V. Mortarii Arnold.
Am Bewurfe des Brückenhäuschens.
508 bis V. aerotella (Ach.) Nyl. Scand. pag. 293.
Auf Sandsteinen über dem Schlosse. (Arnold determ.!)
508. V. aethiobola Whlbg.
Zw. L. 1195.
pag. 74.
509. V. amphiboloides Nyl.
Zw. L. 485 bs,
pag. 75.
514. V. netrospora Naeg.
Zw. L. 854.
515. V. Thuretii (Hepp.) Nyl.
Zw. L. 855.
518. V. leptalea (DR. et Mut.) Nyl.
Zw. L. 852.
519. V. museicola (Ach. herb.) Nyl.
Zw. L. 814.
pag. 76.
527. V. epidermidis Ach.
Diese Spezies ist aus der Flora zu streichen; die Angabe
beruht auf einer Verwechselung.
pag. 77. 4
528. V. fallax Nyl.
An Betula auf dem Heiligenberge; Zw. L. 857.
530, V. punetiformis Ach.
Zw. L. 1197.
532, V. rhyponta Ach.
Lies in der Diagnose: Cytis. Laburn.-Stämmchen statt
Cytis. Saburn -Stämmchen.
534. V. Micula Fw.
Diese Spezies ist aus der Flora zu streichen. Die betr.
Pflanze gehört zu V. cinerella Fw. (Nylander in litteris
ad Zwackh; 3. XII. 1895.)
Be
535
541.
546.
547.
559.
1
Nachträge zur Flechtenflora Heidelbergs. 213
pag. 78.
. V. einerella Fw.
Ava a
Hierher gehört auch die von Zwackh auf pag. 77 aufgeführte
V. Micula Fw. (No. 534).
An Linden im Schloßgarten (Zw. L. 37 B) und häufig im
Schwetzinger Garten.
LVI. Mycoporum (Meyer) Fw., Nyl.
Mycoporum elabens Fw.
Zw. L. 858.
pag. 79.
Endococeus gemmifer (Tayl.) Nyl.
Zw. L. 859.
E. Ahlesianus (Hepp.) Zw.
ZW. 212,819,
Be Anhang.
II. Lepranieen.
Lepraria glaucella (Flk.) Nyl.
An jungen Fichten auf dem Königsstuhl.
pag. 81.
Das bei den Pilzen (III. No. 5) erwähnte Stilbum rugosum
Fr. gehört zu Calicium ephemerum Zw. unter No. 42 Yan
pag. 82.
Lies statt Schizoxylon saepinculum Pers... .....
cola Pers.
IEsAlgeRr
. Hildebrandia rivularis Liebm. wurde im Jahre 1849 von v.Zwackh
aufgefunden in dem Bächlein am Haarlasse. (Zw. L. 24.)
214
Über einige interessantere deutsche
Hutpilze.
Von P. Hennings.
(Mit Tafel IX.)
Von Herrn Seminaroberlehrer Max Buchs in Proskau erhielt
ich im Juli d. J. zahlreiche Fruchtkörper eines Boletus, die derselbe
bei Ziegenhals in Schlesien gesammelt hat, in völlig frischem Zu-
stande sowie in verschiedenen Entwickelungsstadien übersandt.
Herr Buchs hatte den Pilz als eine äußerlich sehr abweichende
Varietät von Boletus granulatus Lin. erkannt und bereits im
Jahre vorher dort gesammelt.
Der Pilz wächst gesellig an einem Waldwege, der vom Florian-
platze zum Holzberge führt, in jungen und dichten Fichtenbeständen
sowie auf nacktem nadelbedecktem Boden unter Gras.
Der Hut ist flach gewölbt, 4—14 cm im Durchmesser, ca. 1—2 cm
dick, jung festfleischig, im Alter weich. Die Oberfläche des Hutes
ist anfangs mit farblosem Schleim überzogen, später glatt, matt,
elfenbeinweiß, im Alter schwach gelblich werdend, durch Druck oder
im Alkohol oft violettfleckig. Die Oberhaut ist abziehbar, das Fleisch
ist unveränderlich weiß, gegen die Röhren oft einen blaßgelben
Schimmer zeigend. Die Röhren sind angewachsen, herablaufend,
7—8 mm lang, anfangs weißlich, engmündig, weißliche milchige
Tropfen absondernd, später gelblich, zuletzt bräunlichgelb, mit bis
l mm breiten, rundlich-läng-
lich eckigen Mündungen. Die
letzteren sind mit zerstreut
oder dicht stehenden, anfangs
farblosen, fast kristallartig
schimmernden, sehr kleinen
Körnchen besetzt, welche
1. Poren mit Körnchenpolstern; 2. Stück eines Pölster- später eine mehr polsterför-
chens, aus Pseudoparaphysen bestehend, vergrößert. mige Gestalt ind gelbe, dann
rotbraune Färbung annehmen. Diese Körnchen oder Pölsterchen
bestehen aus anfangs völlig farblosen, später bräunlichen paraphysen-
artigen Organen von keuliger oder kopfig gestielter Form, welche
ca. 15—40 u lang, oben 10—12 u dick sind.
Über einige interessantere deutsche Hutpilze. 215
Der Stiel des Pilzes ist cylindrisch, mitunter nach unten ver-
jüngt, voll, faserig-fleischig, reinweiß, an der Basis mitunter gelblich,
nach oben ist derselbe mit rotbräunlichen körnigen Schuppen oder
Wärzchen besetzt, welche ebenfalls aus gleichartigen Pseudoparaphysen,
wie die Körnchen an den Röhrenmündungen, bestehen. Das Sporen-
pulver ist gelbbräunlich, die Sporen sind oblong-elliptisch oder keulig,
6—8X 21—3 u, im Innern mit einem oder mehreren kleinen Tröpf-
chen, mit glatter schwach gelblicher Membran.
Von Boletus granulatus ist der Pilz durch die weiße matte
Färbung, den blassen Schleim und das weiße unveränderliche Fleisch
des Hutes sowie durch den Stiel, die kürzeren Röhren u. s. w. ver-
schieden. Die Körnchen und Schüppchen des Hymeniums sowie
des Stieles sind jedoch fast gleichartig. — B. Oudemansii Harts.
(= B. fusipes Heufl.) ist äußerlich von ähnlicher Färbung, doch
fehlen bei dieser Art die Körnchen des Hymeniums und sondern die
Poren einen rotbraunen Saft aus. Bemerken möchte ich noch, daß
unser Pilz im Alkohol eine schmutzig grünliche Färbung annimmt
und denselben grünlich färbt. Der Geschmack des Pilzes ist an-
genehm und mild, derselbe ist eßbar.
Trotz der angegebenen Unterschiede glauben wir denselben doch
vorläufig als Varietät zu Boletus granulatus Lin. stellen zu dürfen,
welche nach dem Fundorte als n. var. capricollensis Buchs et
P. Henn. zu bezeichnen ist.
Bei Oldesloe in Holstein sammelte ich Ende Oktober d. J. in
einem Laubwalde (Kneden) an einem Buchenstumpfe sehr große, aus ca.
70 mit den Stielen zu kopfgroßen Büscheln verwachsenen Hüten be-
stehende Lentinus cornucopioides (Bolton) — L. cochleatus Fr. Der
Buchenstumpf war mit mehreren, etwa 4, ziemlich gleich großen Rasen
des Pilzes bewachsen. Die zähfleischigen, meist halbierten, oberseits
totbräunlichen Hüte, welche oft miteinander verwachsen sind, sitzen auf
bis 15 cm langen miteinander verwachsenen Stielen, welche aus einem
rhizomorphenartigen, schwarzberindeten, breitbandförmigen, reich ver-
zweigten Mycel entspringen. Der Geruch des Pilzes ist anisartig.
Von Herrn Oberlehrer F. Ebert in Falkenstein i. V. erhielt
ich im September ein sehr schönes Exemplar von Collybia platy-
phylla Pers. subspec. repens Fr., dessen Stiel aus einem meter-
langen, reich verzweigten rhizomorphenartigen, schwarz berindeten,
innen weißen, strangförmigen Mycel hervorgeht. Dieses Mycel wuchert
unter der Laubdecke und scheint auch morsche Stämme zu ‚durch-
ziehen. Ob dasselbe parasitisch an Baumstämmen auftritt, ist mir
nicht bekannt. Die Rhizomorphen (Rh. xylostroma Ach.) sind denen
der Armillaria mellea anscheinend täuschend ähnlich. Die jüngeren
Spitzen des Mycels phosphorisierten in einer dunklen Kammer mit
sehr schwachem, etwas bläulichem Lichte.
216 P. Hennings.
Mitte September wurde dem Botan. Museum ein sehr großes,
ganz abnorm gebildetes Exemplar von Tricholoma conglobatum
Vitt. im frischen Zustande übersandt. Der aus zahllosen langgestielten
Hüten bestehende Riesenbüschel war ca. 50X 30 cm lang und breit,
25 cm hoch, laut schriftlicher Mitteilung des Einsenders Herrn Aug.
Kopp in Strasburg, U.-M., in seinem Keller gewachsen, wo der
Pilz seit 3 Jahren regelmäßig im August und September aus einem
Feldstein-Fundament in den verschiedenartigsten Formen hervorbricht.
Vor 4 Jahren wurde in dem betreffenden Keller Champignonzucht
getrieben und Walderde in den Keller gebracht, doch ist es nicht
erweislich, daß der Pilz aus dieser hervorgegangen ist. Wahrschein-
lich ist der Boden unterhalb des Fundamentes mit dem Mycel durch-
setzt. Jeder der Fruchtkörper des etwa aus 30 Hüten bestehenden
Büschels ist auf das merkwürdigste verbildet. Die Stiele sind oft
langgestreckt, breitbandförmig, oft mehrere Hüte miteinander ver-
wachsen, auf deren Scheitel mit blumenkohlartigen Sprossungen,
welche entweder lappig-blätterig, kraus wie ein Sparassis gestaltet,
oder aus zahllosen apoden oder seitlich gestielten, stets umgewendeten
Hütchen von der Gestalt gewisser Pleurotus-Arten bestehen. Nicht
selten sprießen derartige Hüte auch aus den Lamellen sowie aus
den Stielen hervor.
Das ganze Gebilde war von weißer Färbung, nach einigen Tagen
fingen die Hüte an sich zu bräunen. Im Alkohol hat der Pilz eine
bräunlich-aschgraue Färbung, wie solche den im Freien gewachsenen
Exemplaren eigentümlich ist, angenommen. Die abnorme Bildung
dürfte lediglich durch Abschluß vom Tageslicht, sowie besonders
durch mechanische Ursachen bedingt worden sein, da die jugend-
lichen Fruchtkörper sich durch die Fugen des Feldstein-Fundamentes
gezwängt, infolge des stattgefundenen Druckes und der Reibung die
Sprossungen und Verbildungen derselben entstanden sein dürften.
Die in verkleinertem Maße beigegebenen Abbildungen des Pilzes,
welche nach von Herrn Dr. Dammer freundlichst hergestellten
photographischen Aufnahmen reproduziert worden sind, dürften dem
Leser einzelne Teile des Exemplares veranschaulichen.
Bemerken darf ich noch, dafß dieser Pilz sich am Wege und auf
Grasflächen am Botan. Museum jährlich, mitunter schon im August
nach Regen, dieses Jahr jedoch erst Anfang Oktober, in gewaltigen,
aus mehreren Hundert Fruchtkörpern bestehenden Büscheln, welche
im Jugendzustande zu dichten Knollen verwachsen sind, entwickelt.
Die Art dürfte wohl, wie dies auch von Bresadola und Schröter
angenommen wird, mit Agaricus multiformis Schaeff. identisch
sein, ist aber jedenfalls zu Tricholoma, nicht, wie Bresadola
annimmt, zu Clitocybe zu stellen, da die Lamellen dem Stiel
buchtig angeheftet sind.
Über einige interessantere deutsche Hutpilze. 217
Von Herrn Geheimrat Prof. A. Garcke wurde mir eine von Frau
George im Grunewalde Ende September d. J. gesammelte Agaricinee
übergeben, welche durch eine deutlich ausgebildete Volva am Grunde
des Stieles von den bekannten braunsporigen Arten sehr abweichend
ist. Der Pilz hat äußerlich mit Arten der Gattung Cortinarius große
Ähnlichkeit, zumal sich unterhalb des Hutes am Stiele ein seiden-
fadiger Schleier bemerkbar macht.
Der Hut ist etwas fleischig, konvex, in der Mitte niedergedrückt,
zimmetbraun, schwach klebrig, ungestreift, glatt, ca. 2 cm breit.
Die Lamellen sind bauchig, buchtig
angewachsen, schwach herablaufend,
zimmetbraun, ca. 2!/,—3 mm breit,
ungleich lang, mit scharfer Schneide.
Der Stiel ist cylindrisch, gleichmäßig
dick, voll, weißlich, unterhalb des
Hutes mit spinnwebiger Cortina, unter-
halb dieser etwas faserig, 2'/, cm lang,
5 mm breit, am Grunde etwas ver-
jJüngt, mit ca. 1 cm langer, 5'/, mm ee 5
breiter, häutiger, abstehender, weißer Scheide. Die Basidien sind
lang-keulig, ca. 25—30 X 5—6 u, die Sporen oblong fusoid, etwas
ungleichseitig, beiderseits stumpflich, innen granuliert, lebhaft gelb-
Braun, 12--.15.% 416 u. f
Zu der Untergattung Phlegmacium kann der Pilz wegen der
deutlich entwickelten häutigen Volva nicht gestellt werden, ‚obwohl
er mit einzelnen Arten eine gewisse Ähnlichkeit besitzt; vielleicht
würde er, da der Hut etwas klebrig ist, besser zu Myxacium ge-
hören, so erinnert er an kleine Exemplare von M. mucifluus, auch
bezüglich der Sporen, ; er
Auch nach Prof. Atkinsons Ansicht, welcher den Pilz bei mir
untersucht hat, würde derselbe als neues Genus der Phaeospori
aufzustellen sein. Da ich aber bisher nur ein Exemplar des Pilzes
besitze, möchte ich hier von der Benennung desselben bis auf
weiteres Abstand nehmen und lediglich auf den Pilz aufmerksam
gemacht haben.
1. Fruchtkörper; 2. Längsschnitt desselben
(nat. Gr.); 3. Sporen (stark vergr.).
218
Einige im Berliner Botanischen Garten
1903 gesammelte neue Pilze.
Von P. Hennings.
Metasphaeria ComariP. Henn. n. sp.; peritheciis subcuteaneis,
sparsis, dein epidermide rimosa vertice suberumpentibus, hemisphae-
ricis, obtuse ostiolatis, atris; ascis cylindraceo-subfusoideis vel sub-
clavatis, apice obtusis, 8-sporis, 70-90 X7—9 ı, paraphysibus
copiosis, filiformibus, septatis, ca. 2 „u crassis, hyalinis; sporis distichis
vel oblique monostichis, oblonge fusoideis, rectis vel subcurvulis,
utrinque acutis, primo 4-guttulatis, dein 1-, deinde 3-septatis, ad
septa, praecipue medio constrictis, hyalinis, 18-23 X4—5 u.
Hort. Berol. an abgestorbenen alten Stengeln von Comarum
palustre. 21. Juni 1903.
Pleospora herbarum (Pers.) Rab. var. Rutae P. Henn.
Hort. Berol. an abgestorbenen dünnen Stengeln von Ruta
graveolens. 22, Juni 1903.
Die herdenweise unter der Epidermis nistenden Perithecien sind
halbkugelig, mit stumpfem Ostiolum, ca. 300—350 « im Durchmesser,
beim Verwittern der Epidermis völlig frei. Die Asken sind keulig,
oben stumpf abgerundet, 80-140 X 18—30 u. Die 8, seltener 4
Sporen, liegen meist einreihig, aber auch unregelmäßig zweireihig,
dieselben sind ellipsoid, seltener ovoid, mit 3 bis 7 Scheidewänden,
welche wiederholt mauerförmig septiert, stark &ingeschnürt sind,
20—35 X 10—20 ur.
Von Pl. patella Fabr. scheint mir der Pilz verschieden, zumal
die Sporen 5—6 septiert in der Mitte konstrikt sein sollen.
Pl. Falconeri P. Henn. n. sp.; peritheciis foliicolis, in maculis
fuscis vel griseis sparsis, subhemisphaericis, atroolivaceis, ca. 300 4;
ascis crasse clavatis, apice obtusis, tunicatis, 8-sporis,80—110X 20304 ;
paraphysibus pluriseptatis, 3—4!/, u crassis, hyalinis; sporis distichis
oblonge ellipsoideis, utringue obtusis, melleis dein brunneis, 9—10-
septatis, 1—2 longitudinaliter septatis, constrictis, 25—32 X 14—16 u.
Hort. Berol. in abgestorbenen Flecken der Blätter von Rhodo-
dendron Falconeri Hook. f. cult. 3
Phacidium Falconeri P. Henn. n. sp.; ascomatibus in maculis
einereis sanguineo cingulatis, immersis, irregulare dehiscentibus, atrıS,
cellulosis, 150—-180 u; ascis subfusoideis, apice acutiusculis vel sub-
Einige im Berliner Botan. Garten 1903 gesammelte neue Pilze. 219
obtusiusculis, 8-sporis, 30—40 X 4-5 u; paraphysibus filiformibus,
septatis, ca. 2—2!/, u crassis; sporis distichis, interdum oblique
monostichis, fusoideis, vel subclavatis, utrinque subacutiusculis,
hyalinis, continuis, 5-7 X 2—2!/, u.
Hort. Berol. in abgestorbenen Flecken der Blätter von Rhodo-
dendron Falconeri Hook. f.
Phyllosticta berolinensis P. Henn. n. sp.; maculis fuscis
vel griseis, explanatis; peritheciis immersis, sparsis vel gregariis epi-
dermide rupta pallida cinctis, atris, poro pertusis, ca. 250—300 1;
conidiis oblonge ellipsoideis, subcylindraceis, utrinque obtusis, 2-guttu-
latis, hyalinis, 5—7 X 2—21/, u.
Hort. Berol. auf Blättern von Rhododendron Falconeri
Hook. f. Juni 1903, in grauen oder schmutzigbraunen Flecken, die
sich von der Spitze aus über das Blatt verbreiten, dieses nach und
nach zum Absterben bringend.
Die Art ist mit Ph. rhododendricola Brun. verwandt, aber ver-
schieden. :
Ph. Falconeri P. Henn. n. sp.; maculis fuscis vel griseis,
rotundatis vel explanatis, zona atrorufa cinctis; peritheciis erumpen-
tibus, atris, lenticularibus, vel subhemisphaericis, poro pertusis, ca.
150—180 u; conidiis bacillaribus, utrinque obtusis, eguttulatis, hyalinis,
3—31/ X 0,5—0,6 u.
Hort. Berol. in Blättern von Ph. Rhododendron Falconeri
Hook. f. Juni 1903,
Eine von voriger ganz verschiedene Art, die ebenfalls von Ph.
Cunnighami All. verschieden ist.
Macrophoma Falconeri P. Henn.; maculis marginalibus, rufo-
brunneis, exaridis, explanatis; peritheciis sparsis vel gregariis, erum-
pente superficialibus, hemisphaericis, atris, nitentibus, ca. 250300 u;
basidiis oblongis vel subclavatis, 10—25 X 3—4, u; conidiis ob-
longis, utrinqgue obtusis, nubulosis, vel 2-pluriguttulatis, hyalinis,
15—30 X 10—14 u. :
Hort. Berol. in Blättern von Rhododendron Falconeri
Hook. f. in meist randständigen, rotbraunen Flecken. 19. Juni 1903.
Phoma tecomicola P. Henn. n. sp.; peritheciis gregariis vel
Sparsis, punctiformibus atris, epidermide tectis, dein suberumpentibus,
poro pertusis, ca. 150—180 u; conidiis bacillaribus, obtusis, rectis,
eguttulatis, 21/,—3 X 0,5 u, hyalinis. E
Hort. Berol. in trockenen Zweigen von Tecoma radicans.
19. Juni 1903. ; i
Die Art ist von Ph. Tecomae Sacc., Ph. radicantis Cooke,
Ph. Bignoniae B. et Br. verschieden. ER
Ph. cercidicola P. Henn. n. sp.; peritheciis subepidermide
nidulantibus gregariis, vertice erumpentibus epidermide pallida cin-
220 P. Hennings.
gulatis, atris, poro pertusis, ca. 100—120 ı; conidiis ellipsoideis vel
ovoideis, eguttulatis, 5—10 X 31/,—6 u.
Hort. Berol, in abgestorbenen Zweigen von Cercis Sili-
quastrum.
Von Ph. Siliquastri Sacc. verschieden.
Ph. Rutae P. Henn. n. sp.; peritheciis subepidermide nidulan-
tibus, sparsis vel gregariis, dein erumpentibus, subglobosis, atris,
150—200 u, poro pertusis; conidiis subglobosis, eguttulatis, hyalinis,
31—4 kt.
Hort. Berol, an abgestorbenen Zweigen von Ruta graveolens.
Juni 1903.
Coniothyrium RutaeP. Henn. n. sp.; peritheciis subepidermide
nidulantibus, erumpentibus, sparsis vel gregariis, sublenticularibus,
atris, 70—-90 u diam.; conidiis ellipsoideis, eguttulatis, primo hyalinis,
dein flavido-fuscis, 46 X 21/,—31/ u.
Hort. Berol. an trockenen Stengeln von Ruta graveolens.
Juli 1903.
C. Orni P. Henn. n. sp.; peritheciis subepidermide tectis, vertice
erumpentibus, atris, pulvinatis vel subhemisphaericis; conidiis ellip-
soideis, eguttulatis, fuscis, 4-5 X3 u.
Hort. Berol. an trockenen Ästen von Fraxinus Ornus.
€. Rhododendri P. Henn. n. sp.; maculis rotundatis vel ob-
longe explanatis, griseis, exaridis, zona fusca cinctis; peritheciis sub-
hemisphaericis vel subconicis, atris, 120—160 u; conidiis subglobosis
vel ellipsoideis, fuscis, 3'/,—4 u.
Hort. Berol. auf Blättern von Rhododendron. Juli 1903.
C. Comarae P. Henn. n. sp.; peritheciis subepidermide nidu-
lantibus, vertice erumpentibus, lenticularibus, atris, 70—90 «; conidiis
ellipsoideis, flavido-fuseis, 2!/,—3 X 2—2!/5 ur.
Hort. Berol. auf trockenen Stengeln von Comarum palustre.
Juli 1903.
Diplodia Comari P. Henn. n. sp.; peritheciis innato-erum-
pentibus, gregariis vel sparsis, subhemisphaericis, atris, ca. 250 w;
conidiis ellipsoideis, medio 1-septatis, constrictis, olivaceo-fuscis,
dein atro-castaneis, 16—22 X 8—12 u.
Hort. Berol. an faulenden Stengeln von Comarum palustre.
Juni 1903.
D. Rutae P. Henn. n. sp.; peritheciis subepidermide nidulan-
tibus, subglobosis, atris, poro pertusis, 80—120 «; conidiis ellipsoideis
vel ovoideis, 1-septatis, haud constrictis, fuscidulis, 6-10 X 21/3 Mt.
Hort. Berol. an faulendem Stengel von Ruta graveolens.
Juni 1903,
Von D. Gayii Bog. und D. rutaecola Thüm, verschieden.
Einige im Berliner Botan. Garten 1903 gesammelte neue Pilze, 221
Camarosporium Comari P. Henn. n. sp.; peritheciis sub-
epidermicis, apice erumpentibus, atris, pertusis, ca. 150—180 u;
conidiis ellipsoideis vel ovoideis, utrinque obtusis, 1—3-septatis, inter-
rupte muriformibus, fuscis, 9—13 X 5—6 u.
Hort. Berol. an trockenen Stengeln von Comarum palustre,
Juni 1903.
C. Orni P. Henn. n. sp.; peritheciis subepidermide nidulantibus,
vertice erumpentibus, hemisphaericis, papillato-pertusis, atris, 0,3 mm
diam.; conidiis ellipsoideis, obtusis, 3-septatis, interrupte muriformi-
bus, fuscobrunneis, 10—18 X 5—6 u.
Hort. Berol. an abgestorbenen Zweigspitzen von Fraxinus
Ornus. Juni 1903.
Camarosporium Virgiliae P. Henn. n. sp.; peritheciis sub-
epidermide nidulantibus gregariis vel sparsis, lenticularibus, atris,
poro pertusis, atris; conidiis ellipsoideis vel ovoideis, fuscis, 3-raro
4-septatis, interrupte muriformibus, 15—23 X 8—12 u.
Hort. Berol. an trockenen Zweigen von Virgilea lutea.
Juli 1903.
Mit C. Triacanthi Sacc. verwandt.
Myxosporium Rutae P. Henn. n. sp., acervulis subcutaneis,
epidermide pallida rimosa erumpentibus, subpulvinatis, applanatis,
flavo-viridulis; basidiis fasciculatis, filiformibus, hyalinis, 8-10 X 1'/s u;
conidiis oblonge clavatis vel fusoideis, 2-guttulatis, hyalinis.
Hort. Berol. an trockenen Zweigen von Ruta graveolens.
Mit Macrosporium rutaecola. Juni 1903.
Die auf trockenen Zweigen von Ruta gesammelten Pilze finden
sich sämtlich auf sehr alten dicht gedrängt am gleichen Standorte
seit reichlich 25 Jahren stehenden Büschen derselben. Ebenso
kommen die auf Comarum gesammelten Arten auf alten Pflanzen vor,
welche in der bisherigen Sumpfpflanzenabteilung seit ca. 18 Jahren
befindlich sind. .
Die auf Rhododendron Falconieri Hook. f. beobachteten Pilze
treten auf den abgestorbenen Blattflecken meist im Juni und Juli
auf, im September sowie im Winter wurden dieselben nicht mehr
angetroffen. Die Pflanzen, auf denen die Pilze sich finden, sind teil-
weise mehrere Meter hoch, ca. 20 Jahre alt und sind oft fast alle
Blätter mit den mißfarbigen Pilzflecken behaftet und sterben diese
nach und nach ab. Die befallenen Pflanzen sind wurzelkrank.
222
Ein neues Helminthosporium.
Von P. Magnus.
(Mit Tafel X.)
Von Herrn Lehrer H. Diedicke in Erfurt erhielt ich im Sommer
1903 eine interessante Erkrankung der Blätter von Ophioglossum
vulgatum zugesandt, die er bei Erfurt beobachtet hatte. Auf den
Blättern zeigen sich an unbestimmten Stellen dunkle schwärzliche
Flecken mit unscharfer Begrenzung (s. Fig. 1). Dieselben treten meist
mitten auf der Blattfläche auf, aber auch häufig am Rande, wie Fig. 1
z. B. auch zeigt. Diese Flecken erweisen sich als durch die Vege-
tation eines Helminthosporium hervorgerufen, dessen Conidienträger
sowohl nach der Oberseite wie nach der Unterseite des Blattes
hervortreten.
Auf dem Querschnitte einer infizierten Blattstelle (s. Fig. 3) sieht
man ein septiertes Mycel intercellular zwischen den Parenchymzellen
des Blattes verlaufen, ohne Haustorien in die Zellen hineinzusenden.
Zwischen den Epidermiszellen dringt es an die Oberfläche. Dort
angelangt wachsen die Fäden unter Durchbruch der Cuticula nach
außen zu Conidienträgern aus, oder sie wachsen zu septierten Fäden
aus, die zwischen der Cuticula und der oberen Wandung der Epi-
dermis hinkriechen und von denen Äste entspringen, die sich nach
außen richten und sich unter Durchbruch der Cuticula zu Conidien-
trägern entwickeln (s. Fig. 2—4). Öfter findet an der Basis der
Conidienträger eine kurzzellige Verzweigung statt, deren Zellen wieder
zu Conidienträgern auswachsen (s. Fig. 3u.4). Und von der basalen
Zelle der Conidienträger entspringen Fäden, die zwischen der Cuticula
und der äußeren Wandung der Epidermiszellen entlang kriechen.
Aus ihnen entspringen aus einer beliebigen von der ersteren etwas
entfernten Stelle ein oder mehrere Conidienträger, die, wie gesagt,
unter Durchbruch der Cuticula nach außen wachsen (s. Fig. 2 u. 3).
Die infizierten Flecken wachsen daher an der Peripherie sowohl durch
Ausbreitung dieser subcuticularen Ausläuferfäden, als auch durch die
Ausbreitung des intercellularen Mycels zwischen den Parenchymzellen
des Mesophylis, dessen Zweige zwischen den Epidermiszellen nach
außen zu Conidienträgern und subcuticularen Ausläuferfäden aus-
wachsen. Die Conidienträger stehen im Gegensatze zu anderen
Helminthosporien stets nur zu wenigen in kleinen Gruppen bei-
Ein neues Helminthosporium, 223
sammen und ihre Stellung zeigt, wie schon aus dem Gesagten folgt,
keine Beziehung zu den Spaltöffnungen. Die Conidienträger zeigen
den für Helminthosporium charakteristischen Bau. Sie'sind bräunlich,
unten meist septiert, oben oft auf längere Strecken unseptiert. Sie
schnüren zunächst an der Spitze die Conidie ab; darauf wächst der
Conidienträger unter dem Ansatzpunkte der Conidie aus, so daß der-
selbe seitlich am ausgewachsenen Conidienträger zu liegen kommt,
Der ausgewachsene Träger schnürt wieder terminal eine Conidie ab
und wächst unter derselben weiter, um dann wieder eine Conidie ab-
zuschnüren und danach auszuwachsen, und das kann sich eine un-
bestimmte Zahl von Malen wiederholen. Ich habe bis: 6 Narben ab-
gefallener Conidien an einem Träger beobachtet (s. Fig. 3), zweifle
aber nicht, daß noch mehr von einem Träger gebildet werden können.
Wir sehen daher -am erwachsenen Conidienträger die Narben der ab-
gefallenen Conidien, die häufig zahnartig vorspringen, wenn der Träger
zunächst nicht ganz aufrecht genau in der Fortsetzung des unteren
Endes fortwuchs, sondern etwas seitlich abbog (s. namentlich Fig. 3).
Sehr ausgezeichnet ist das Helminthosporium durch seine Conidien.
Dieselben sind meist vierzellig mit glatter Wandung, wie das für
Helminthosporium charakteristisch ist. Die reifen Conidien sind
stets mehr oder minder nach einer Seite eingekrümmt, wodurch sich
diese Art von den mir bekannten Helminthosporien sehr auszeichnet;
sie werden ferner nach oben beträchtlich breiter und enden abgerundet,
so daß man ihre Gestalt als eingekrümmt keulenförmig bezeichnen
kann. Die unterste Zelle ist die schmalste (s. Fig. 5—7); sie markiert
sich als unterste Zelle durch ihre mehr oder minder zitzenförmig aus-
gezogene Spitze, mit der sie dem Conidienträger ansaß und von der
Insertionsnarbe abfiel. Etwas breiter ist die zweite Zelle und am
breitesten und höchsten die dritte Zelle. Auf das ungleiche Wachs-
tum der Wandung dieser höchsten und breitesten dritten Zelle allein
beruht meist die Krümmung (s. Fig. 5 u. 7); seltener ist an der
Krümmung auch ein ungleichseitiges Wachstum der Wandung der
zweiten Zelle beteiligt (s. Fig. 6). Es sind die äußeren Wandungs-
teile dieser Zellen der Conidie, die das gesteigerte Wachstum zeigen,
wodurch die Conidie nach dem Conidienträger hin eingekrümmt wird.
Die vierte oberste Zelle verschmälert sich etwas und endet kugelig
abgerundet. Die größte Länge der eingekrümmten Conidie (d. h.
der direkte gerade Abstand des höchsten Punktes von der Basis)
beträgt durchschnittlich 28,7 u, die größte Breite durchschnittlich
12,6 u.
Diese Art erweist sich durch ihre merkwürdigen Conidien, sowie
durch ihre Wirtspflanze als eine neue interessante Art, die ich zu
Ehren des um die Erforschung der thüringischen Pilzflora hoch-
verdienten Entdeckers Helminthosporium Diediekei P. Magn. nenne,
224 P. Magnus.
In der Art und Weise ihres Wuchses in der Wirtspflanze schließt
sich Helminthosporium Diedickei P. Magn. aufs engste dem Helm.
Bornmülleri P. Magn. an, das ich ausführlicher beschrieben habe in
der »Hedwigia« Bd. XXX VII. 1899. Beiblatt Seite (73)—(75). Auch
dessen Mycel wächst intercellular ohne Haustorien zwischen den
Zellen des Mesophylis, dringt zwischen den Epidermiszellen nach
außen und bildet dort Conidienträger, welche die Cuticula durch-
brechen, in wenigzähligen Gruppen, sowie subcuticular einher-
kriechende Fäden, von denen an unbestimmten Stellen die Cuticula
durchbrechende Conidienträger entspringen. Auch hier ist daher die
Stellung der Conidienträger ohne Beziehung zu den Spaltöffnungen.
Hierdurch unterscheiden sie sich von anderen nahe verwandten
parasitischen Pilzen. So habe ich in den Sitzungsberichten der Ge-
sellschaft naturforschender Freunde zu Berlin 1888. S, 181—186 be-
schrieben, wie bei Heterosporium echinulatum (Berk. et Br.) Cooke
die Conidienträger zu vielzähligen Bündeln vereint durch die Spalt-
öffnungen heraustreten, von welchen Bündeln sie auch kurze sub-
euticulare kurzzellige Fäden oder Scheiben, die oft zweischichtig
sind, für Conidienträger bilden. Ferner bilden sich häufig unter
den Bündeln pseudoparenchymatische Körper, von denen ich bei
Helminthosporium Diedickei P. Magn. nur einen geringen Anklang
beobachten konnte, wie er in Fig. 3 abgebildet ist und eigentlich nur
den kurzen Basalzellen der Conidienträger und deren Abzweigungen
entspricht.
Noch stärker sind diese pseudoparenchymatischen Zellkörper
bei einem Helminthosporium ausgeprägt, das Herr Professor Dr. G.
Schweinfurth 1865 auf Calotropis gigantea in Nubien gesammelt hat
und das ich Helminthosporium Schweinfurthianum P. Magn. nenne.
Hier werden große pseudoparenchymatische Zellballen unter den
Spaltöffnungen von intercellularem Mycel gebildet und von diesen
pseudoparenchymatischen Ballen entspringen zahlreiche Conidien-
träger, die bündelweise zu den Spaltöffnungen heraustreten. Die
Conidien sind stets gerade, von sehr ungleicher Länge und Zellen-
zahl. Ich habe sie einzellig bis zehnzellig beobachtet.
Die holzbewohnenden Helminthosporien sind wegen Mangel an
geeignetem Material von mir noch nicht genügend untersucht, um
sie in Vergleich ziehen zu können.
Ich möchte bei dieser Gelegenheit mitteilen, daß ich das oben
erwähnte Helminthosporium Bornmülleri P. Magn., das ich auf Coro-
nilla montana aus Thüringen von Herrn J. Bornmüller erhalten
hatte, seitdem auf Coronilla vaginalis Lam. von zwei sehr entfernten
Standorten erhalten habe, Herr H. Diedicke sammelte es Anfang
Juni 1903 bei Arnstadt und sandte es mir freundlichst zu. Und
von Herrn J. Bornmüller erhielt ich es auf derselben Wirtspflanze
f
f
s
|
Ein neues Helminthosporium. 225
aus Tirol, wo es derselbe auf dem Joche Costalunga, in den Alpen
des Rosengarten, in der Höhe von 1800—2000 m über dem Meeres-
spiegel Ende Juli 1903 gesammelt hat. Für Helminthosporium Born-
mülleri P. Magn. ist mithin jetzt eine weite Verbreitung in den Ge-
birgen und Alpen Mittel-Europas festgestellt.
Die beigegebenen Figuren hat Herr Dr. P. Roeseler bei mir
nach der Natur gezeichnet.
Erklärung der Abbildungen auf Tafel X.
Fig. 1. Blatt von Ophioglossum vulgatum mit Flecken des Helm. Diedickei
P. Magn.
Fig. 2. Flächen-Ansicht der subcuticularen Fäden und Conidienträger des Helm.
Died. Verg. 420.
Fig. 3. Mycel und Conidienträger des Helm. Died. im Blattquerschnitte. Vergr.420.
Fig. 4. Ansicht einer mehrzähligen Gruppe von Conidienträgern des Helm.
Diedickei von oben. Vergr. 420.
Fig. 5—7. Drei Conidien des Helm. Diedickei. Vergr. 720.
Beiblatt zur „Hedwigia“
5 fi
Kleinere Mitteilungen, Repertorium der
Literatur und Notizen.
Band ZLI. Dezember. 1903. ‚Nr. 6.
Beiträge zur Moosflora der Transsilvanischen
Alpen.
Von Dr. Julius Röll in Darmstadt.
Am 8. Juli 1900 fuhr ich von Bukarest nach der in den Trans-
silvanischen Alpen gelegenen reizenden Sommerfrische Sinaia, um
einen Nachmittag von der Hitze und dem Lärm der Hauptstadt
auszuruhen und nach den Moosen der Umgegend zu sehen. Er-
laubte auch die Kürze der Zeit keinen weiten Ausflug, so konnte
ich doch in die tiefe Waldeinsamkeit jenseit des Königsschlosses
und über das sogenannte Vogelnest, ein in die Wipfel der Bäume
gebautes Sommerhaus der rumänischen Prinzessin, vordringen und
die Bergriesen der Transsilvanischen Alpenkette bewundern, die den
Horizont begrenzen, vor allen den abenteuerlich geformten 2500 m
hohen Butschetsch. Der beste Moosfund, den ich in der Nähe des
Schlosses machte, war Hypnum (Limnobium) styriacum Lpr., das
ich zuerst für eine Form von L, palustre L. hielt, das aber Freund
Kindberg richtig erkannte. An den Buchen in der Nähe des Vogel-
nestes fand ich Dicran. viride Ldbg. und montanum Hdw., Neckera
Pennata Hdw. cfr., Leskea nervosa Mgr., Plagioth. silesiacum Br. et Sch.
cfr., Brachythec. salicinum Br. et Sch. cfr. und an Felsen Bryum pen-
dulum Hornsch, cfr. und Homalothec. Philippeanum Br. et Sch.
Am Abend fuhr ich über den Tömöser Paß nach Kronstadt in
Siebenbürgen, wo ich von meinem Freund, Professor Römer, dem
ausgezeichneten Botaniker Siebenbürgens, empfangen wurde. Professor
Römer ist Verfasser zahlreicher botanischer Schriften, unter denen
besonders die vorzügliche Monographie über die Pflanzenwelt der
Zinne und des Hangensteines bei Kronstadt das Interesse jedes
Botanikers erregt. Unter seiner freundlichen und lehrreichen Führung
konnte ich während eines 4tägigen Aufenthalts einen Überblick über
die Moose der Umgebung von Kronstadt gewinnen.
Die 1000 m hohen bewaldeten Kalkhänge des Kapellenberges,
die Zinne genannt, boten u. a. Moosen Trichostom. brevifolium
Sendtn,, Homalothec. Philippeanum Br. et Sch. cfr., Eurhynch. crassi-
Nervium Sch, var. longifolium v.n., Brachythec. laetum Sch., Amblysteg.
tenuissimum Br. et Sch. Ein anderer Kalkberg, der Hangenstein,
ergab Bryum cirrhatum H. et H. und Pseudoleskea catenulata Br. et
Sch. var. macrophylla v.n. Auf der Festung Kronstadt sammelte
ich Orthotrich, fallax Sch. und bei Noa Dicranum viride Sull., Pylaisia
(298)
longifolia sp. n. und Plagiothec. silesiacum und an der Burg Rosenau
Orthotrich. rupestre Schl. Leider war es mir nicht möglich, das
schöne und seltene Thuid. pulchellum Not. zu finden, welches von
Pfarrer Barth in Langenthal schon vor vielen Jahren entdeckt worden
ist. Auch mußte ich des fortgesetzt schlechten Wetters wegen auf
mein Vorhaben verzichten, den herrlichen Butschetsch zu besteigen,
erhielt aber von Freund Römer ein Frucht-Exemplar der Zieria
julacea, das er seinerzeit daselbst gesammelt hatte, In der Hoffnung,
von Hermannstadt aus die Schneegrenze der Transsilvanischen Alpen
zu erreichen, reiste ich am 12. Juli dahin ab und sammelte, von den
Herren des Karpathen -Vereins freundlichst unterstützt und von
Herrn Apotheker Henrich und Herrn Professor Phleps begleitet, in
der Umgebung der Stadt u. a. Orthotrich. stramineum Hornsch.,
Platygyr. repens Br. et Sch. cfr. und bei Salzburg Dicran. viride Sull.
Als sich am 15. das Wetter aufzuheitern begann, fuhr ich nach dem
1420 m hoch gelegenen Luftkurort Hohe Rinne und bestieg trotz
fortgesetzten Regens am anderen Morgen unter der freundlichen
Führung des Arztes Dr. Czikelius, eines namhaften Entomologen,
den 1960 m hohen Besin&u im Cibingebirge. An prachtvollen Büschen
des Siebenbürger Heidekrauts, Bruckenthalia spiculifolia , vorbei ge-
langten wir durch herrlichen Buchenwald auf die von Knieholz- und
Zwerg-Wachholder bestandene Hochtrift zu den Glimmerschieferfelsen
des Gipfels, wo zwischen Schneefeldern die transsilvanische Alpen-
rose in der Gebirgs-Einsamkeit in großer Menge wächst, und kehrten
am Nachmittag wieder nach unserem Ausgangspunkt zurück. Ich
sammelte auf diesem Ausflug u. a. Andreaea alpestris Sch., Dicranella
Grevilliana Sch., das von Freund Kindberg erkannte, für Europa neue
Dicranum scopariiforme Kindb., ferner Dicranum elongatum, albicans,
Muehlenbeckii und flagellare cfr., Leptotrichum vaginans Sull. cfr.,
Schistostega, Webera ambigua Limpr., ebenfalls zuerst von Kindberg
als solche erkannt, Polytrich. ohioönse Ren. et Card., Plagiothec.
laetum Sch., Hylocom. Oakesii Sch., alaskanum Lesqu. et James und
eine Anzahl Sphagna.
Ist auch wegen der Kürze der Zeit, die mich nur im Vorüber-
gehen botanisieren ließ und durch die Ungunst des Wetters meine
Moossammlung des transsilvanischen Alpengebietes eine sehr be-
scheidene, so glaube ich doch im Interesse manches Moosfreundes
zu handeln, wenn ich eine Übersicht derselben mit einigen An-
merkungen veröffentliche.
Übersicht der von mir im Juli 1900 in den Trans-
silvanischen Alpen gesammelten Laub- und Torf-
moose.
1. Laubmoose.
‚Andreaea alpestris Sch. cfr. an Glimmerschieferfelsen des
Besineu im Cibingebirge 1950 m.
Dicranoweisia crispula Hedw. cfr. häufig auf Steinen und
Felsen des Glimmerschiefers im Cibingebirge in zahlreichen Formen.
Cynodontium polycarpum Sch. cfr. Desgl.
‚Dicranella squarrosa Sch. an Gebirgsbächen des Cibin-
gebirges.
5, R
ET
(299)
D. Grevilliana Sch. cfr. an feuchten Glimmerschieferfelsen des
Besineu im Cibingebirge bei 1950 m.
Dicranum Starkei W. et M. am Besineu.
D. flagellare Hedw. cfr. am Hangenstein bei Kronstadt leg.
Römer.
D. montanum Hedw. an Baumstrünken am Vogelnest bei
Sinaia in Rumänien.
D. viride Ldbg. an Buchenstäimmen am Vogelnest bei Sinaia
in Rumänien, bei Noa unweit Kronstadt und um Salzburg bei Her-
mannstadt in Siebenbürgen. Sämtliche Exemplare gehören einer
robusten, dickstengeligen Form von hellgrüner Farbe an.
D. longifolium Hedw. var. subalpinum Milde an sonnigen
Felsen am Besineu. .
D. albicans Br. eur. auf kahlen feuchten Triften und Matte
unter dem Gipfel des Besineu bei 1950 m.
Var. viridis m. dichter, grün, auf felsiger Unterlage daselbst.
D. elongatum Schl. mit D. albicans auf Matten und Triften
des Besineu.
D. Muehlenbeckii Br. et Sch. Desgl.
D. Bergeri Bland. desgl. Dabei eine braungrüne, sperrig bebl.
Form mit zum Teil wasserhellen Flügelzellen.
Var. integrifolia m. mit ganzrandigen Blättern und weichem
Zellnetz, daselbst mit D. Muehlenbeckii, elongat, albicans und Cetraria
islandica.
D. congestum Brid. cfr. in mehreren Formen daselbst.
D. scopariiforme Kindb. (Spec. of Europ. and North-Americ.
Bryineae p. 193.) Neu für Europa. Diese von Kindberg 1892 im
Catalog of Canadian Plants noch als Varietät von D. scoparium
Hedw. angeführte Art kommt in Canada an mehreren Stellen vor.
In der Union sammelte sie A. Purpus am Clarks Lake in Süd-
Michigan (vergl. Röll, Beitr. z. Moosflora v. N. Amerika Hedwigia 1897.
Bd. XXXVI). Die sparrige Beblätterung, die kürzere Blattspitze und
das weiche, ziemlich gleichförmig oval-oblong 6eckige Zellnetz sind
bei der Siebenbürger Pflanze besonders charakteristisch. Auf Baum-
wurzeln am Besineu im Cibingebirge bei 1800 m.
Didymodon rubellus Br. et Sch. cfr. bei Sinaia in Rumänien
und cfr. bei Kronstadt in Siebenbürgen. >
D. rigidulus Br. et Sch. cfr. an Kalksteinen der Zinne und des
Hangensteins bei Kronstadt.
Forma brevifolia m. mit kurzgespitzten, Brutknospen tragenden
Blättern cfr. um Salzburg bei Hermannstadt. ; :
D. spadiceus Mitt. (Barbula insidiosa Jur. et Milde) cfr. in
robusten grünen und braungrünen Exemplaren an einem Waldbach-
rand bei Sinaia in Rumänien.
° Var. obtusifolia m. v. n. Blätter mit langer, stumpfer Blatt-
spitze und dicker, vor der Blattspitze verschwindender Rippe cfr. auf
salzhaltigem Boden um Salzburg bei Hermannstadt.
Trichostomum brevifolium Sendtn. steril in dichten, dunkel-
grünen Polstern an sonnigen Kalkfelsen der Zinne bei Kronstadt.
Barbula unguiculata Hedw. var. apiculata Br. eur. hfg. um
Kronstadt und Salzburg. a Es
B. fallax Hedw. cfr. bei Sinaia in Rumänien,
(300)
B. tortuosa W. et M. häufig cfr. auf den Kalkbergen um
Kronstadt.
Tortula montana Ldbg. cfr. bei Hermannstadt.
Var. rupestris Milde auf Kalksteinen der Zinne bei Kronstadt
und der Burg Rosenau bei Neustadt.
Var. calva Dur. an Kalkfelsen der Zinne bei Kronstadt.
Leptotrichum homomallum Sch. hfg. cfr. im Cibingebirge.
L. tortile Hpe. Desgl.
Var. dentata m. Blätter weit herab gezähnt cfr. an Waldweg-
rändern bei Noa unweit Kronstadt.
L. flexicaule Sch. auf Kalkboden verbreitet.
Ceratodon purpureus Brid. var. Gräffii Schlieph cfr. am
Besineu im Cibingebirge bei 1900 m.
Var. longifolia m. v. n. robust, gekräuselt, gelbgrün, Blätter
groß, lang, Rippe dick, weit herablaufend, in eine lange gezähnte
Granne verlängert. Daselbst.
Var. carinata m. v. n. niedrig, zart, bräunlichgrün, Blätter
stark gekielt, Rippe dick, herablaufend, Zellnetz weich. Mit den
vorigen am Besineu im Cibingebirge.
Schistidium alpicola Spr. häufig auf Kalksteinen bei Kron-
stadt und auf Glimmerschiefer im Cibingebirge.
Var. obtusifolia m. vom Habitus des Racomitr. aciculare,
unten dunkel, oben hellbraun-grün, weniger starr. Blätter breit ab-
gerundet, unten zurückgerollt, oben flach, Zellen unregelmäßig, wenig
buchtig. Sinaia in Rumänien. Mit var. latifolium Zett. zu ver-
gleichen, aber nicht so weich und großblätterig.
Sch. gracile Schl. Zinne bei Kronstadt.
Var. serratam. Blätter stark gekielt, kurzhaarig bis haarlos, alle,
nicht nur die jungen, weit herab stark gesägt. Sinaia in Rumänien.
Grimmia contorta Sch. An Glimmerschieferfelsen des Besineu
im Cibingebirge 1900 m.
Racomitrium sudeticumBr. et Sch. var. mollisv.n. Rasen
weich, durch längere Haarspitzen grau-gelbgrün. Auf Glimmerschiefer-
felsen am Besineu im Cibingebirge.
R. affine Lindb. Desgl.
Orthotrichum fallax Sch. cfr. an Baumrinde bei der Festung
Kronstadt und an der Zinne bei Kronstadt.
O. tenellum Bruch cfr. an Pappeln bei Hermannstadt.
OÖ. stramineum Hornsch. cfr. Desgl. i
O. rupestre Schleich. cfr. an Felsen der Burg Rosenau bei
Neustadt.
Schistostega osmundacea W. et M. In einer Glimmer-
schiefer-Felsenhöhle am Besineu im Cibingebirge 1900 m.
Leptobryum pyriforme Sch. var. integrifolia m. v. N.
Blätter ganzrandig oder fast ganzrandig mit etwas vorspringenden
Zellwänden. Auf Kalkboden der Zinne bei Kronstadt.
Webera elongata Schwg. cfr. in weit ausgebreiteten höheren
und niederen Rasen mit aufrechten wagrecht abstehenden und herab-
hängenden unreifen und reifen Früchten an Felsen und Wegrändern
des Besineu. 180—1900 m.
.ambigua Spr. cfr. in dichten Räschen an Felsen des Besineu.
W. annotina Schwg. cfr. in mehreren Formen daselbst.
BT
(301)
W. albicans Sch. var. glaciale Schl. Stengel unten nackt,
untere Blätter eiförmig, obere breit lanzettlich. Auf Glimmerschiefer
am Besineu 1900 m.
Bryum pendulum Hornsch. cfr. An feuchten Plätzen bei Sinaia
in Rumänien in dichten, reich fruchtenden Rasen.
Br. cirrhatum H. et H. cfr. Auf Kalkboden am Hangenstein
bei Kronstadt und in Mauerritzen der Rosenau bei Neustadt.
Bryum argenteum L. var. Janatum Br. eur. cfr. auf einer
Mauer in Hammersdorf bei Hermannstadt.
Zieria julacea Sch. im Gebirge am Butschetsch bei Kronstadt
von Professor Römer gesammelt und mir freundlich mitgeteilt.
Mnium rostratum Schrad. cfr. bei Hermannstadt und am
Vogelnest bei Sinaia.
M. affine Schwg. Noa bei Kronstadt.
M. serratum Brid. beim Königsschloß in Sinaia.
M. stellare Hedw. am Hangenstein bei Kronstadt.
Philonotis fontana Brid. var. adpressa Ferg. In einem
Gebirgsbach auf Glimmerschiefer am Besineu 1900 m.
Ph. seriata Ldbg. cfr. Daselbst.
Ph. caespitosa Wils. Daselbst.
Oligotrichum hercynicum Pal. cfr. in niederen kompakten
und hochstengeligen Formen, reich fruchtend, häufig an den Weg-
rändern des Besineu.
Pogonatum urnigerum Sch. cfr. am Besineu. :
Polytrichum alpinum Röhl, cfr. an Felsen des Besineu.
P. ohioense Ren. et Card. cfr. an feuchten Felsen am Gipfel
des Besineu 1950 m mit Philonotis fontana und an einer quellig-
sumpfigen Stelle mit Hypn. stramineum.
Dieses interessante Moos sammelte ich am 27. August 1871
mit Pogon. alpinum auf einem Porphyr-Steinfeld zwischen dem
Beerberg nud Schneekopf in Thüringen und veröffentlichte es
in meiner Arbeit über die Thüringer Laubmoose im Jahresberichte
der Senckenbergschen naturforsch. Gesellschaft 1874—75 S. 273 als
Polytrich. formosum Hedw. var. pallidisetum Steud. In der Nähe
dieses Standortes, im Schmücker Graben bei Oberhof, fand es
11 Jahre später, am 14. August 1882, Schliephacke auf Felsblöcken
mit Polytr. formosum und Pogon. alpinum. Im Jahre 1887 sammelte
ich es in der Ortlergruppe bei der Schaubachhütte im Suldental,
im Jahre 1888 an mehreren Stellen in der Umgegend von Chicago
in Nordamerika. In demselben Jahre wurde es von Ren. et Card.
als neue Art erkannt und in der Botan. Gazette XIII beschrieben.
1895 fand ich es im Verein mit Kindberg auf Felsblöcken bei
Göschenen am St. Gotthard und 1900 am Besineu, sowie in der
Hohen Tatra am grünen See (1550 m) und an den fünf Seen
(2000 m). 1903 entdeckte ich es unter Moosen, die Herr Lehrer
€. Reinecke aus Erfurt am Gickelhahn bei Ilmenau in Thüringen
1897 gesammelt hat. i
P. formosum Hdw. hfg. bei Kronstadt cfr.
P. strictum Bks. in Sümpfen am Besineu cfr.
P. commune L. Desgl. ; x :
RP. siiferum Schreb, var. Hoppei Sch. zwischen Dicr.
Muehlenbeckti auf Triften am Besineu, 1900 m.
(302)
Leskea polycarpa Ehrh. cfr. an der Stadtmauer in Hermann-
stadt, von Herrn Apotheker Henrich in Hermannstadt gesammelt.
L. nervosa Myr. auf Kalksteinen und an Bäumen verbreitet;
am Vogelnest bei Sinaia, bei Noa, an der Zinne und am Hangen-
stein bei Kronstadt, am letzteren Standort cfr.
Var. angustifolia m. v.n. Blattgrund schmal, nicht hohl, unge-
streift, Blattspitze durch Papillen leicht gezähnt, auf Kalkfelsen am
Hangenstein bei Kronstadt.
Anomodon attenuatus Hrtm. f. filescens m. mit sehr dünnen
Stengeln auf Waldboden bei Sinaia in Rumänien.
A. apiculatus Br. et Sch. auf Kalkfelsen der Zinne bei
Kronstadt.
Pseudoleskea atrovirens Br. et Sch. am Besineu 1900 m.
P. catenulata Br. et Sch. häufig auf Kalk bei Kronstadt und
am Besineu mit Barbula tortuosa.
Var. macrophylla m. v. n. Kräftiger, Blätter größer, Zellen
im oberen Blattteil länger; auf Kalk am Hangenstein bei Kronstadt.
Thuidium delicatulum Mitt. an der Zinne bei Kronstadt.
Th. recognitum Hdw. bei Hermannstadt.
Fontinalis antipyretica L. im Jungwald bei Hermannstadt.
Neckera pennata Hdw. cfr. an Buchen am Vogelnest bei
Sinaia.
Pterigynandrum filiforme Hdw. cfr bei Sinaia und bei
Kronstadt.
Platygyrium repens Br. et Sch. cfr. an alten Weidenbäumen
bei Hermannstadt.
Pylaisia longifolia m. sp.n. Kräftiger, als P. polyantha Sch.,
goldgrün, glänzend. Äste zahlreich, an den Spitzen einwärts gebogen;
Blätter aufrecht abstehend, eilanzettlich, hohl, plötzlich in eine ebenso
lange, am Grund sehr hohle Spitze verschmälert, ganzrandig oder am
Grund und an der Spitze entfernt seicht gezähnt. Zellnetz lineal,
Basal- und Flügelzellen rechteckig und quadratisch, zahlreich, klein,
an der Seitenwand nur wenig emporlaufend. Perichätialblätter breit-
lineal, plötzlich kurz gespitzt, an der ganzen Spitze scharf gesägt,
fast gefranst. Kapsel trocken leicht oder kaum gekrümmt; Kapsel-
mündung etwas verengt; Zähne des äußeren Peristoms in der.oberen
Hälfte an den Gelenken tief eingeschnürt, die des inneren Peristoms
etwas länger, oben und unten klaffend.
An Baumrinde im Laubwald zwischen Kronstadt und Noa in
Siebenbürgen am 11. Juli 1900 mit jungen und alten Früchten.
Nach einer Mitteilung von Cardot erinnert das Moos an die
nordamerikanische P. intricata (Hdw.) Card. (P. velutina Sch.).
. _Homalothecium Philippeanum Br. et Sch. steril bei Sinaia
in Rumänien und cfr. auf Kalk bei Kronstadt.
Eurhynchium strigosum Sch. Auf Kalk der Zinne und des
Hangenstein bei Kronstadt.
E. praelongum Br. et Sch. häufig in verschiedenen Formen.
E. crassinervium Sch. var. longifolia Röll. Auf Kalkboden
der Zinne bei Kronstadt.
‚Diese von mir auch auf Kalkfelsen bei Herkulesbad im Vulkan-
gebirge im südlichen Ungarn gefundene und in Hedwigia 1902
Bd. XLI S. 217 veröffentlichte Varietät ist vielleicht eine neue Art.
(303)
Die mehr locker und etwas abstehend gestellten Blätter sind
schmäler als bei E. crassinervium und über der Mitte fast plötzlich
in eine lange, '/, des Blattes einnehmende Spitze verschmälert, fast
wie bei E. Vaucheri Sch. Das Zellnetz ist gleichmäßig, fast regel-
mäßig aus ziemlich derben, lineal sechseckigen Zellen gebildet, die
5—6 mal so lang als breit und oft in schiefe Reihen geordnet sind.
Die Basalzellen des Blattes sind in 4—6 Reihen durch die ganze
Breite des Blattes quadratisch bis kurz rechteckig und sechseckig.
Nur der Umstand, daß das Moos steril ist, läßt mich davon Abstand
nehmen, es als neue Art, Eurhynch. transsilvanicum, zu bezeichnen,
Plagiothecium silesiacum Br. et Sch. cfr. in großen Rasen
auf alten Baumstrünken bei Sinaia und auf Holz und Erde bei Noa
bei Kronstadt.
P. silvaticum Br. et Sch. cfr. in mehreren Formen bei Sinaia
und Kronstadt.
P. denticulatum Br. et Sch. sehr häufig und formenreich.
P. laetum Sch. cfr. auf Glimmerschiefer am Besineu 1900 m.
Diese von Cardot erkannte und bestimmte Art zeigt einen weniger
regelmäßig zurückgebogenen Blattrand.
Amblystegium tenuissimum Br. et Sch. mit Orthotrich,
fallax Sch. an Bäumen der Zinne bei Kronstadt.
A. subtile Br. et Sch. häufig cfr. an Waldbäumen.
A. serpens Br. et Sch. var. longifolia m. v. n. Blätter
länger, Zellen der oberen Blatthälfte sehr gestreckt, cfr. auf Erde und
Baumwurzeln bei Hermannstadt.
A. varium Lindb. auf Erde an der Festung und an der Zinne
bei Kronstadt.
A. radicale Mitt. bei Sinaia in Rumänien und cfr. am Hangen-
stein bei Kronstadt in Siebenbürgen. ;
A. Juratzkanum Sch. am Hangenstein und an der Zinne bei
Kronstadt. Eine Form mit lockeren Basalzellen der Blätter cfr. an
der Zinne bei Kronstadt. er
A. irriguum Sch. cfr. an feuchten Stellen bei Sinaia.
Brachythecium salebrosum Sch. var. cylindrica Sch. cfr.
an Bäumen bei Hermannstadt mit Ambl. serpens. ER.
B. salicinum Br. eur, cfr. an Baumstrünken bei Sinaia in
Rumänien mit Br. velutinum Br. et Sch. i
Dieses dem Br. velutinum sehr ähnliche Moos sammelte ich
auch bei Herkulesbad im Vulkangebirge. > ö
B. reflexum Br. et Sch. cfr. auf Baumrinde am Besineu im
Cibingebirge mit Br. Starkei Br. et Sch. u. Br. curtum Ldbg.
1800—1900 m. ;
B. Starkei Br. et Sch. cfr. mit B.
daselbst. ;
Var, globosa m. v.n. cfr. mit sehr dicken, großen, fast kugel-
runden Früchten daselbst. ö ;
B. curtum Lindb. mit den beiden vorigen am Besineu.
B. rutabulum Br. et Sch. var. torta m. v. N. robust, Blatt
mit schmalem Grund und gedrehter Spitze, wie bei Br. curtum, aber
faltig, wie bei B. rutabulum, an Baumstrünken bei Noa bei Kronstadt.
B. plumosum Br. et Sch. var. homomalla Br. et Sch. cfr. in
einem Graben beim Schloß in Sinaia.
curtum und reflexum
(304)
Brachythecium Geheebii Milde steril in einer lebhaft hell-
grünen Form auf Kalk der Zinne bei Kronstadt.
Hypnum Sommerfeltii Myr. cfr. bei Sinaia und Kronstadt.
H. uncinatum Hdw. cfr. häufig im Gebirge.
Var. plumulosa Br. et Sch. cfr. am Besineu auf Baumwurzeln.
H. fluitans Dill in mehreren Formen im Cibingebirge.
Var. falcata Br. eur. f. mit dicker, gelbroter Rippe an sumpfigen
Stellen am Besineu bei 1800—1900 m.
H. purpurascens Lpr. mit var. am Besineu.
H. molluscum Hdw. var. crispula Holl, an und auf Wald-
wegen um Noa bei Kronstadt.
H. Crista castrensis L. am Besineu im Cibingebirge.
H. stramineum Dicks. an feuchten Stellen des Besineu.
H. (Limnobium) styriacum Limpr. cfr. auf Steinen am
Rande eines Wassergrabens in der Nähe des Schlosses in Sinaia in
Rumänien.
H. palustre L. cfr. häufig um Sinaia und um Rosenau bei
Kronstadt.
Hylocomium splendens Br. et Sch. cfr. am Besineu.
H. alaskanum Lesq. et J. am Gipfel des Besineu bei 1950 m.
H. pyrenaicum Spr. (H. Oakesii [Sull.] Sch.) auf Glimmer-
schiefer am Besineu im Cibingebirge.
@. Torfmoose.
Die folgenden Torfmoose (Sphagna) sammelte ich am Besineu
zwischen der hohen Rinne und dem Gipfel des Berges auf Glimmer-
schiefer zwischen 1450 und 1950 m auf Sumpfboden.
Sph. Schimperi Röll.
Var. squarrosula Röll. * flavo-purpurascens.
Sph. acutifolium Ehrh.
Var. gracilis Röll. * purpurascens.
Sph. robustum Röll.
Var. densa Röll. * pallens et * purpurascens.
Var. tenella Röll. * purpurascens et flavo -purpurascens.
Var. mollis Ruß. * purpurascens.
Var. flagellata Röll. * pallens et purpurascens.
Sph. Girgensohnii Ruß.
Var. stricta Ruß. f. compacta Röll. * pallido-virescens.
Var. strictiformis m. v.n. Äste teils wagerecht, teils aufrecht
abstehend f. microphyllum m. mit kleinen Ast- und Stengelblättern
* fusco-virescens,
Var. squarrosula Ruß. * viridis.
Forma costata m. mit großen Astblättern, bei denen zuweilen am
Blattgrund durch einen breiten Mittelstreifen verlängerter enger
Zellen eine Mittelrippe angedeutet ist.
Forma compacta m. * viridis mit großen Stengel- und Astblättern.
Var. flagellaris Sch. f. robusta Röll. * pallens.
Sph. recurvum Pal.
Var. tenella Röll. f. mucronata Ruß. * fusco-virescens.
Var. teres Röll. f. mucronata Ruß. * fuscescens,
Var. deflexa Grav. f. mucronata Ruß. * viridis.
BETTER
(305)
Sph. brevifolium Röll.
(Sph. recurvum Pal. var. parvifolia [Sendt.| Ruß. var. angustifolia
Jens.)
Var. compactum Röll. * pallescens.
Var. sgquamosum Ang. * viride.
Forma capitatum Grav. * pallido-fuscescens.
Sph. euspidatum (Ehrh.) Röll.
Stengelblätter groß, faserreich, Astblätter nicht gekräuselt, mit
Spitzenporen und einzelnen Wandporen. Rinde deutlich 1- bis
3schichtig.
Var. recurva Röll. * fuscescens.
Sph. medium Limpr.
Var. congesta Schl. et W. * purpurea.
Var. stricta Röll. * purpurascens.
Var. abbreviata Röll. * pallescens.
Var. brachyclada Röll. f. capitata Röll. * fuscescens.
Bemerkungen zur Benennung einiger Uredineen
in P. und H. Sydows Monographia Uredinearum.
Von P. Magnus.
In ihrer Monographia Uredinearum Vol. I bezeichnen P. und
H. Sydow S. 53—55 die bekannte Puccinia auf Cirsium arvense Scop.
als Puccinia obtegens (Lk.) Tul. in Ann. sc. nat. IV p. 87 (1854)
und behaupten S. 55: „Namentlich in neuerer Zeit wurde sehr zu
Unrecht diese Art mit dem Namen P. suaveolens (Pers.) Rostr. be-
zeichnet; die Priorität gebührt jedoch dem Namen Puccinia obtegens
TE)Lul,®
| Dies ist falsch, wie ich leicht zeigen kann. Vorn führen sie unter
den Synonymen an: Caeoma obtegens Lk. Obs. II. p. 27 (1791).
Dieses Citat ist falsch. Es sind zwar Link: Observationes myco-
logicae in dessen Annalen der Naturgeschichte 1791 in Göttingen
erschienen, aber dort hat H. F. Link den Namen Caeoma obtegens
Lk. nicht veröffentlicht. Derselbe hat vielmehr erst, wie Rostrup
1874 in seiner schönen Arbeit: Om et eiendommeligt Generations-
forhold hos Puccinia suaveolens (Pers.) (Abdruck aus dem Berichte
über die 11, skandinavische Naturforscherversammlung in Kopenhagen
1873 S. 339) schon mitteilt, Caeoma obtegens (Rostrup sagt Re
Uredo obtegens) in den Observationes in ordines plantarum naturales
II. p. 27 aufgestellt. Diese Observationes in ordines plantarum naturales
enthalten ebenfalls Mitteilungen über Pilze. Die Dissertatio prima
erschien 1809 im dritten Bande des Magazins der Gesellschaft natur-
forschender Freunde zu Berlin p. 3—42 und die Dissertatio secunda,
in der p. 27 Caeoma obtegens Lk. aufgestellt ist, erschien erst 1816
im 7. Bande des Magazins der Gesellschaft naturforschender Freunde
zu Berlin p. 25—45. Da Persoon schon 1796 seine Uredo suaveolens
aufgestellt hat, so gebührt dem Persoonschen Namen ohne Zweifel
die Priorität, wie das Rostrup 1. c. ausgeführt hat und worin ihm
mit Recht alle neueren Mykologen, wie z. B. Winter, Karsten, De-
Toni in Saccardo Sy!l. Fung. Vol. VII, Oudemans, Plowright, Massa-
Hedwigia, Bd, XL1l. 1903. 20
(306)
longo, Jacky, ich selbst u. s. w., gefolgt sind. Link selbst hat dies
auch schon in seinen späteren Publikationen anerkannt, indem er
sowohl in der von ihm fortgesetzten Wildenowschen Ausgabe von
C. v. Linne: Species plantarum, Tom. VI. Part. II (1825) p. 19, die
Art als Caeoma suaveolens aufführt mit den Synonymen Caeoma
obtegens Lk. und Uredo suaveolens Pers., als auch in dem 1833
erschienenen dritten Teil seines Handbuches zur Erkennung der
nutzbarsten und am häufigsten vorkommenden nutzbaren Gewächse
S. 438 die Art als Caeoma suaveolens beschreibt und seine Be-
nennung des Pilzes dort nicht einmal erwähnt.
Ich habe schon wiederholt auseinandergesetzt, daß ich nicht
billige, daß man den von älteren Autoren einem Aecidium gegebenen
Speziesnamen der Benennung derjenigen Puccinia zu Grunde legt,
von der spätere Forschungen erwiesen haben, daß das früher auf-
gestellte Aecidium in ihren Entwickelungskreis gehört. Ich halte
das für falsch, denn der Autor der Aecidiumart konnte nicht die
Puceinia unter dem von ihm geschaffenen Artbegriff verstehen. Es
ist falsch, zu sagen, Puccinia poculiformis (Jacq.) für Puccinia graminis
Pers., weil Jacquin unter seinem Lycoperdon poculiforme nur ein
Aecidium, das auch auf Berberis auftrat, verstand. Dasselbe gilt
von Puccinia Berberidis (Gmel.), wie man auch P. graminis Pers.
genannt hatte, oder von Puccinia Rhamni (Gmel.) u. s. w. Dazu
kommt, daß oft Aecidien, die unter einem Speziesbegriff zusammen-
gefaßt werden, zu verschiedenen Teleutosporenpilzen gehören, wie
2. B. Aecidium Euphorbiae Gmel. oder Aec. Taraxaci Rze. et Schm.
oder Aec. Ranunculacearum DC. Ich kann daher solche Namen,
wie Puccinia Prenanthis (Pers.) Lindr., nicht billigen, wundere mich
aber um so mehr, daß dieser Name in Sydows Monographia Uredi-
nearum Vol. I. p. 106 aufgenommen ist, als sich Sydow in der Österr.
Bot. Zeitschr. 1901 berechtigt hielt, den Namen Puccinia Chondrillae
Cda. in Puccinia Lactucarum Syd. umzuändern, weil die Wirtspflanze
nicht mehr Chondrilla muralis, sondern Lactuca muralis heiße. Nun,
die heutigen Systematiker stellen Lactuca muralis (L.) Less. wohl
alle nicht mehr, wie Linne, in die Gattung Prenanthes, und Sydow
müßte nach seinem früher ausgesprochenen Grundsatze schon des-
halb diesen Namen verwerfen. Ich bezeichne auch ferner die Art
als Puccinia Chondrillae Cda. Mit demselben Recht oder Unrecht,
wie Lindroth diese Art als P. Prenanthis (Pers.) Lindr. bezeichnet,
könnte man die Puccinia septentrionalis Juel als Puccinia Sommer-
feltii (Johans.) benennen, oder P. limosae P. Magn. als P. Lysimachiae
(Schlecht.) u. s. w. Ich kann auch nicht billigen, daß Sydows in
ihrer Monographia Uredinearum Vol. I. S. 445 die Puccinia Thüme-
niana Voss in Puccinia involvens (Voss) Syd. umtaufen, weil Voss
ein Jahr vorher das Aecidium als Aec. involvens Voss beschrieben
hatte. Zum Begriffe des Aecidium involvens W. Voss gehörte die
Puccinia sicher nicht. Ich gebe zu, daß es sehr wünschenswert ist,
‚daß in diesem Falle der Autor den der Nebenfruchtform bereits
gegebenen Speziesnamen festhalten soll. Da es aber leider der Autor
nicht getan hatte, halte ich ein Hervorheben des Namens der Neben-
fruchtform nicht für ersprießlich. Man sollte immer den spezifischen
Namen, der der Fruchtform, welche die systematische Stellung der
Art zur Gattung bestimmt, zuerst gegeben worden ist, beibehalten.
(307)
Biatorellina P. Henn. n. gen. Patellariacearum.
Von P. Hennings.
(Mit 5 Textfiguren.)
Von Herrn Seminarlehrer M. Buchs erhielt ich Mitte Oktober
einen sehr kleinen schwärzlichen Discomyceten, welchen derselbe auf
dem Hirnschnitte kieferner Brennholzscheite in Proskau gesammelt
hatte, zur Bestimmung übersandt. Der Pilz, welcher zerstreut oder
herdenweise in meist scheibenförmiger oder flach schüsselförmiger
Gestalt von schwärzlicher Färbung und trocken von hornartig-
knorpeliger Beschaffenheit auf dem Holze auftritt, gehört zu den
Patellariaceen und ist am nächsten mit Biatorella De Not. =
Tromera Mass. und Comesia Sacc. verwandt, von beiden Gattungen
durch die Beschaffenheit des Fruchtkörpers, von ersterer durch die
bacillaren Sporen u. s. w. unterschieden.
Biatorellina P. Henn. n. gen. Ascomata superficialia sessilia
vel stipitata, obconico-patellata, submarginata, cornea, dura, atra,
disco plano. Asci clavati, polyspori,
paraphysati. Sporae bacillariae, hya-
linae, continuae .... Biatorellae et
Comesiae affın.
B. Buchsii P. Henn. n. sp.
Ascomatibus sparsis vel gregariis,
superficialibus, subsessilibus vel
breve stipitatis, primo subgloboso
clausis, dein obconico-patellatis vel
discoideis, marginatis, ca. 0,6—1 mm
diam., corneis, duris, olivaceo-atris,
disco plano, vel subconvexo, laevi,
extus laevibus vel subrugosis; stipite
immerso, atro subtereti vel obconico
ca. 0,5 X 0,2 mm; ascis cylindraceo-
clavatis, vertice obtuse rotundatis, Sr PN i
tunicatis, basi attenuatis haud stipi- Ya Bee ee
tatis, polysporis, 70—100X 10—18 u, 5. Sporen.
Paraphysibus copiosis, filiformibus, : ; i
ca. 2 « crassis, subhyalinis, septatis, apice superantibus, vertice oli-
vaceis, clavatis ca. 21/,—3 u crassis; sporis bacillaribus, utrinque
obtusis, curvulis, hyalinis, continuis, 21/,—3 X 0,5 u, hypothecio oli-
vaceo, crasso, Der
Proskau (Silesia) ad lignum abietinum vetustum. Sept. 1903,
M. Buchs. i Ä
Die Paraphysen sind oben miteinander verklebt und bilden ein
olivenfarbiges Epithecium. Unterhalb des gleichfarbigen Hypothe-
ciums ist die Schicht fast farblos. Die Sporen sind in zahlloser
Menge im Schlauche vorhanden. }
Die bisher beschriebenen Arten der Gattung Comesia kommen
auf Erde oder auf Dung vor. Die Arten der Gattung Biatorella
finden sich in gleicher Weise wie unser Pilz auf Holz oder auch auf
Erde oder an Felsen. In Rehms Discomyceten sind 10 deutsche
Arten beschrieben worden, von denen keine mit unserer Art ver-
wandt ist,
20*
(308)
Squamotubera P. Henn. n. gen. Xylariacearum.
Von P. Hennings.
Von Herrn Le Rat wurde im September ein von ihm bei
Noumea auf Neu-Caledonien gesammelter merkwürdiger Pilz
als Trüffel in getrocknetem Zustande an Herrn Schlechter hierselbst
übersandt, welcher die Freundlichkeit hatte, mir denselben zur Be-
stimmung zu übergeben.
Der Pilz stellt ein knollenförmiges Gebilde dar, welches äußer-
lich an jugendliche Sklerotien von Lentinustuber regium erinnert.
Derselbe ist von rundlich-eckiger Form, breit zusammengedrückt,
trocken ca. 7 cm lang, 5 cm breit, 15 mm dick, außen mit aschgrauen,
mehrschichtigen Häuten, welche sich blätterig abheben lassen, be-
kleidet, im Innern blaß-ledergelb, in frischem Zustande gewiß weiß-
lich, fleischig.
Unterhalb der grauen oft schuppig-blättrigen, an die häutigen
Mycelien von Merulius lacrymans erinnernden Häute ist die Ober-
fläche des ganzen Fruchtkörpers ringsherum mit einer schwarzen
stromatischen Schicht bedeckt, welche aus dicht stehenden, völlig
eingesenkten ovoiden oder ellipsoiden, 0,8—1 X 0,5—0,8 mm großen
Perithecien besteht, deren abgerundete stumpfe Scheitel teilweise
fast halbkugelig hervorragen.
Die äußeren grauen Häute bestehen aus verwebten, farblosen,
verschieden dicken, oft bandförmigen sterilen Hyphen, sowie aus
dünneren, septierten, reichverzweigten Hyphen, welche an den Enden
in langen Ketten kugelige oder eiförmige, 6—9 1 große Conidien
mit granulierter oder warziger farbloser Membran abschnüren. —
Die Perithecien sind meist mit zahllosen Askensporen angefüllt.
Die Asken sind bereits zerfallen und konnten nur hin und wieder
lange, cylindrische Asken mit 8 einreihig liegenden oblong-fusoiden,
beiderseits stumpflichen oder etwas spitzlichen, braunschwarzen, im
Innern 1—3 Tröpfchen enthaltenden 12—17 X 4—6 ı großen Sporen
aufgefunden werden.
Der Pilz gehört zu den Xylariaceen, derselbe ist mit Penzigia
Sacc. und EngleromycesP. Henn. durch die weißfleischige innere
Beschaffenheit verwandt, besonders aber durch die eigenartigen
Conidienhäute, durch das Vorkommen u. s. w. verschieden, so daß
ich gezwungen sein dürfte, denselben in eine neue Gattung zu stellen,
welche ich wegen der knollenförmigen, an Tuberaceen erinnernden
äußeren Gestalt und der häutig-schuppigen Bekleidung als Squamo-
tubera bezeichne,
Der Pilz ist wahrscheinlich unterirdisch gewachsen, zumal er
mit der Bezeichnung Trüffel eingesandt worden ist.
Squamotubera P. Henn. nov. gen,
Stromata subterranea?, tuberiformia, rotundato-depressa, intus
subcarnosa pallida, extus membranas, subpapyraceas, squamosaS
vestita. Hyphae fertiles, septatae, ramosae; conidia catenulata, sub-
globosa vel ovoidea, hyalina. Perithecia stromate atro ubique im-
mersa, ostiolis subhemisphaericis, punctiformibus, atris. Asci octo-
spori, cylindracei. Sporae oblonge fusoideae, fuscae. Penzigiae et
Engleromycete affınis.
(309)
Squ. Le Ratii P. Henn. n. sp.; stromatibus subterraneis?, tuberi-
formibus, rotundato-depressis, sicco ca. 7 cm longis, 5 cm latis,
15 mm crassis, intus pallide subcarnosis, extus omnino membranis
subpapyraceis, squamosis, griseis vestitis, hyphis sterilibus hyalinis,
subfasciatis, hyphis fertilibus hyalinis septatis, repetito ramosis,
2—4 u crassis, conidiis longe catenulatis, subglobosis vel ovoideis,
hyalinis, granulosis vel verrucosis, 6—9 u; peritheciis periphericis
immersis, atro-carbonaceis, ellipsoideis vel ovoideis, 0,8—1X0,5—0,8 u,
vertice subhemisphaerico prominulis; ascis cylindraceis; 8-sporis
oblique monostichis, oblonge fusoideis, utrinque subobtusiusculis,
1—3-guttulatis, 12-—-17 X 4—6 u, fuligineo-atris.
Novo-Caledonia, pr. Noumea, subterranea? in collibus.
Juni 1903. Le Rat.
Ein stark phosphoreszierender javanischer
Agaricus
(Mycena illuminans P. Henn. n. sp.).
Von P. Hennings.
Von Herrn Professor Volkens wurde im Buitenzorger Garten
auf Java an Calamusstämmen ein kleiner Hutpilz im April 1902
gesammelt, welcher durch intensives Leuchten seine besondere Auf-
merksamkeit erregt hat. Die Fruchtkörper sitzen in den Stämmen
gruppenweise beisammen und gehen hoch an diesen hinauf. Bei Nacht
erstrahlen sie in zauberhaftem Lichte von schwach grünlicher Färbung,
so daß die Zweige wie mit Kerzen besteckt erscheinen. Der Pilz
vegetiert nur 8 Tage lang, und zwar jährlich an gleichen Stellen.
Die ins Laboratorium gebrachten und zur Untersuchung zerschnittenen
Pilze leuchteten unter dem Mikroskop noch so hell, daß man deut-
lich die Umrisse ihres Baues erkennen konnte. Wenn man sie
zwischen den Händen zerrieb, so übertrug sich das phosphorische
Leuchten auf diese. Erst etwa 10 Minuten nach dem Zerquetschen
der Pilze hörte das Leuchten auf. Es ist besonders der klebrige
Schleim auf der Hutoberfläche, welcher leuchtet. Die Untersuchung
der in Alkohol von Professor Volkens mitgebrachten Exemplare
ergab, daß der Pilz zu der Gattung Mycena gehörig ist und ‚eine
bisher unbeschriebene mit M. corticola (Schum.) und M. electicus
Berk. verwandte Art sein dürfte.
M. illuminans P. Henn. n. sp.; pileo tenui membranaceo, sub-
campanulato, dein convexo, pallido vel flavidulo, medio umbilicato
depresso, viscido, obscuriori, radiatim striato plicatoque, 5—15 mm
diam.; stipite fistuloso, tereti, curvato, pallido, laevi, glabro, 5—12 X
0,7—1 mm, basi bulbilloso subdiscoideo usque ad 2 mm incrassato,
lamellis sinuoso-adnatis, subdistantibus, inaequilongis latisque medio
usque ad 2 mm latis ventricosis, utrinque attenuatis, pallidis vel albis;
basidiis clavatis ca. 20—25 X 6—8 u, sporis globosis, laevibus, 1-guttu-
latis, hyalinis, 6—8 u. i
Java, Hort. Bogor. ad truncos Calami. Volkens. ”
Es ist bereits eine große Anzahl phosphoreszierender Agaricineen,
besonders aus den Tropen, beschrieben worden und habe ich die früher
(310)
in dieser Beziehung bekannten Arten bereits in »Hedwigia« XXXI.
1893. p. 63 bei Beschreibung der leuchtenden Omphalia Martensii
P. Henn. von Borneo zusammengestellt, sowie später in Fungi Mon-
sunensis I. p. 18 Locellinia illuminans aus Celebes, sowie Loc.
noctilucens von Neu-Pommern beschrieben. Erstere leuchtet
mit grünlichem Lichte, und zwar so hell, daß man die Uhr danach
ablesen kann, wie Herr Sarasin mitteilt. Wenn man den Hut von
oben betrachtet, so sieht man den Stiel als schwarzen Kreis in
leuchtendem Felde, er selber leuchtet nicht.
Pleurotus Gardneri (Berk.) findet sich an abgestorbenen
Palmenblättern in Brasilien und spielen nach Gardner die Kinder
der Eingeborenen abends mit den leuchtenden Pilzen, welche »Flor
de Coco« von ihnen genannt werden. Die Pilze wurden von Gardner
ins Zimmer genommen und leuchteten so hell, daß er bei ihrem
Lichte lesen konnte.
Nach Atkinson soll das Hymenium mit den angrenzenden
Partien der in Nord-Amerika heimischen Clitocybe illudens
(Schwein.) phosphoreszieren. — Von Lagerheim wurde aus Angola
Polyporus nostilucens als Leuchtpilz beschrieben. Derselbe glaubt
annehmen zu dürfen, daß die Phosphoreszenz eine biologische Eigen-
schaft betreffender Pilze ist und dazu dient, die Nachtinsekten behufs
Verbreitung der Sporen anzulocken.
Ein Sklerotien-Blätterpilz, Naucoria tuberosa
P. Henn. n. sp. ad inter.
Von P. Hennings.
(Mit 4 Textfiguren.)
Ende Oktober erhielt ich aus dem Museum der Frau Gräfin K.
Scheremetjeff aus Michailowskoje, Gouvernement Moskau,
nebst zahlreichen anderen Pilzarten eine sehr interessante Naucoria
in mehreren getrockneten Exemplaren als Derminus pediades
freundlichst zugesandt, welche mit letzterer Art allerdings sehr nahe
verwandt, aber dennoch durch mehrere wesentliche Merkmale gut
verschieden ist.
Der Pilz ist Ende Juli daselbst im Garten auf tonigem Boden
gewachsen und entspringt der Stiel desselben aus einem fast kugeligen,
schwarzen, etwas runzeligen, harten, im Innern weißen Sklerotium
von ca. 1!/;—2 cm Durchmesser.
Der Hut ist halbkugelig gewölbt, etwas fleischig, glatt, kahl,
gelbbräunlich, etwa 1'!/,—2 cm im Durchmesser. Der Stiel ist eylin-
drisch, zähe, von weißlichem Marke erfüllt, später etwas hohl werdend,
langgestreckt, bräunlichgelb, etwas bereift, glatt, 4—8 cm lang,
2—3 mm dick, an der Basis oft zwiebelig verdickt, mit weißlichem,
fädigem oder häutigem Mycel unterhalb des Bodens bewachsen.
Die Lamellen sind buchtig angewachsen, in der Mitte etwas bauchig,
ca. 3 mm breit, etwas entfernt stehend, umbrabraun mit hellerer
Schneide, welche mit flaschenförmigen, ca. 30—40 X 10 u großen
Cystiden besetzt ist. Die Basidien sind keulenförmig, ca. 20—25
lang, die Sporen ellipsoid, seltener ovoid, schmutzig-gelbbräunlich,
glatt, 7-9 X4—5 u,
u ua ka ha Zn a er Te. 1.0 DR DR Tr
(311)
Der Pilz ist äußerlich der Naucoria pediades Fr. (N. semi-
orbicularis Bull.) sehr ähnlich, aber durch die Sporen, welche bei
dieser Art stets viel größer, 11—15xX6--8 «, und von lebhafter gelb-
brauner Färbung sind, ferner durch die Lamellen u. s. w. verschieden.
Ich bezeichne den Pilz vorläufig als N. tuberosa n. sp.; pileo sub-
hemisphaerico, convexo, subcarnoso, laevi, glabro, subochroleuco, ca.
1'!/)—2 cm diam.; stipite tereti,
tenaci, intus pallido fibroso, dein
subcavescente, glabro, pruinoso,
subochroleuco, vel flavo-brunneo,
4—8 cm longo, 2—3 mm crasso,
basi incrassato, subbulboso, sub-
fiboso, e sclerotio subgloboso,
11) —2 cm diam., extus atro-
corticato, sub rugoso, intus al-
bido, mycelio fibroso filiformi vel
pallido membranaceo; lamellis
sinuosis adnatis, subdistantibus,
inaequilongis, ventricosis ca.
3—3'!/; mm latis, umbrinis, acie
eystidiis lageniformibus, ca.
30—40 X 10—12 u vestito; ba-
sidiis clavatis, ca. 20—25 u,
sporis ellipsoideis vel subovoi-
deis, utrinque rotundatis, flavo-
brunneolis vel fuscidulis, eguttu-
latis, laevibus, 7—9 X 4—5 u.
Michailowskoje, Gouvern.
Moskau in horto, Julio. Gräfin
Scheremetjeff.
Bisher sind nur vereinzelte
Agaricineen, welche einem an-
sehnlichen Sklerotium ent-
springen, aus Europa bekannt
geworden. Es sind dies be-
sonders Collybia tuberosa 1. Fruchtkörper; 2. ders. im Längsschn. (nat. Gr.);
(Bull.) h C. racemosa (Pers.), 3. Cystide mit Basidie; 4. Sporen (stark vergr.).
C. cirrhata (Pers.), Coprinus
stercorarius (Bull.), ferner wird von Schröter ein Sclerotium
vaporarium zu Galera conferta gebracht, von Leveilli€ wird nach
Schröter dieses Sklerotium zu Naucoria arvalis Let. —N. pedia-
des Fries gestellt, welches mit unserem Pilze sehr nahe verwandt ist.
Es erscheint nun nicht ausgeschlossen zu sein, daß N. arvalis
Letell.? von N. pediades Fr. verschieden ist und mit unserem Pilze
übereinstimmt, zumal wenn man berücksichtigt, daß in früherer Zeit
auf die Sporenmerkmale wenig Gewicht gelegt worden ist.
Nun ist aber von Fries in Syst. Myc. I. p. 263 ebenfalls eine
N. arvalis früher beschrieben und in Hymen. eur. p. 261 bemerkt,
daß der Stiel mit langer fadenförmiger Wurzel versehen ist, Über
Vorkommen eines Sklerotiums 'wird nichts bemerkt. Im übrigen
stimmt die Beschreibung dieser Art ebenfalls recht gut, abgesehen
von den Sporen, mit unserem Pilz überein, doch läßt sich nicht mit
(312)
Sicherheit ohne Untersuchung von Original-Exemplaren feststellen,
ob beide Pilze identisch sind. Das Sklerotium stimmt mit Be-
schreibung des Scl. vaporarium A, et S., welches aber besonders in
Lohe vorkommen soll, im allgemeinen überein. In Saccardo
Syll. XIV. p 1149 wird dieses zu Naucoria arvalis? gestellt, bei
Beschreibung dieser Art Syll. V. p. 845 aber nicht erwähnt.
Die von Cooke in Illustrat. III. t. 479 abgebildete N. arvalis
Sm. (nec Fr.) stimmt mit unserem Pilze nicht überein, während
Saccardo diese |. c. mit der Fries’schen Art vereinigt. Bei N.
pediades Fr., welche Art hier überall in Gärten und auf Schutt-
plätzen gemein ist und die ich in vielen hundert Exemplaren früher
gesammelt, habe ich niemals eine Sklerotienbildung beobachtet.
Solange die Sklerotien als nicht sicher etwa zu N. arvalis Fries
oder N. arvalis Let., deren Sporen nicht beschrieben sind, ge-
hörig testgestellt worden sind, dürfte es zweckmäßiger erscheinen,
vorliegenden Pilz als N. tuberosa zu bezeichnen. Bemerken möchte
ich noch, daß das Sklerotium in Größe, Form, Färbung sowie Be-
schaffenheit mit Mylitta lapidescens Hor., welche.nach Schröter zu
Omphalia gehören soll, überraschende Ähnlichkeit besitzt.
B. Referate und kritische Besprechungen.
Brand, F. Morphologisch-physiologische Betrachtungen über Cyano-
phyceen. (Beihefte zum Botan. Centralbl. XV. Heft 1. p. 31—64.
Taf. 2.)
Abgesehen von gelegentlichen deskriptiv-systematischen Angaben ist nur
der feinere Bau der Cyanophyceen-Zelle im Laufe der letzten Jahre das Thema
einer größeren Anzahl von Publikationen gewesen, dagegen aber über allgemein
morphologische, entwickelungsgeschichtliche und physiologische Verhältnisse
derselben sind in der letzten Zeit nur wenige Mitteilungen gemacht worden.-
Der Verfasser sucht durch seine Abhandlung diese Lücke einigermaßen zu ef-
gänzen. Derselbe behandelt im ersten Abschnitt die Dauerzellen (Sporen), die
zwar ohne Zellverjüngung entstanden, doch zur Ertragung sehr ungünstiger
äußerer Verhältnisse und zur Überstehung einer Ruhezeit befähigt sind und
dann nach Sprengung ihrer Membran in vegetativen Thallus auskeimen, im
zweiten Abschnitt die Grenzzellen, die er mit Hieronymus und Hegler vor-
wiegend für Reservestoffbehälter hält, bei denen jedoch auch ein Funktions-
wechsel eintreten kann, indem ihr Inhalt unter gewissen Bedingungen direkt
in vegetative Zustände überzugehen befähigt ist; dann im dritten Abschnitt
die Gonidien (Conidien) und Mikrogonidien, von denen erstere durch Zellver-
Jüngung (bisweilen aus Grenzzellen) entstehen und direkt in den vegetativen
Zustand übergehen, letztere durch Längsteilung der Conidien entstehen, welche
dabei in zwei kleine, rasch sich abrundende Zellen zerfallen, ein Vorgang, der
sich vom Teilungsmodus der Chroococcaceen unterscheidet, indem die Tochter-
zellen nur etwa halb so groß sind als ihre Mutterzellen und diese geringen
Dimensionen auch beibehalten. Im vierten Kapitel bespricht der Verfasser Vor-
richtungen verschiedener Beschaffenheit, welche bestimmt sind, die Ablösung
gewisser Bestandteile der Pflanzen einzuleiten und bei den Cyanophyceen von
dreierlei Art sind, entweder abgestorbene Grenzzellen oder Nekriden (abgestor-
bene vegetative Zellen) oder »Spaltkörper«. Mit dem letzteren Namen bezeichnet
(313)
der Verfasser intercellulare Ausscheidungen, welche sich allmählich kondensieren,
entfärben und schließlich zu einem farblosen ringförmigen Gebilde sich entwickeln
und die schon von Borzi mit Recht in bestimmte Beziehungen zur Ablösung
der Hormogonien gebracht werden und zur Entstehung der falschen Ab-
zweigungen bei Scytonemaceen und Rivulariaceen in mindestens ebenso naher
Beziehung stehen. Im letzten Abschnitt behandelt der Verfasser die aktive Be-
wegung der Hormogonien. Derselbe glaubt annehmen zu können nach seinen
Untersuchungen, daß die Hormogonien zu zweierlei Arten von aktiver Bewegung,
nämlich sowohl zu autonomer, als zu induzierter, befähigt sind, von welcher
die erstere, bisher unbekannte in typischer Weise nur bei sehr schwacher Be-
leuchtung in Tätigkeit tritt, während bei voller Beleuchtung ausschließlich oder
doch vorwiegend induzierte Bewegung stattfindet.
Ein Verzeichnis der auf das vom Verfasser behandelte Thema bezüglichen
Literatur und die Figurenerklärung der guten Tafel beschließen die interessante
Abhandlung desselben.
Tome. Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz in Wort
und Bild. 2. vermehrte und verbesserte Auflage. Lief. 9—15.
Gera, Reuß j. L. (Fried. von Zezschwitz) 1903.
Seit unserer letzten Besprechung sind von dem bekannten Werke 6 weitere
Lieferungen erschienen. Damit ist der erste Band der neuen Auflage des
Werkes vollendet, das, betreffend die Phanerogamen, auf 4 Bände berechnet ist,
zu welchen noch 3 weitere die Kryptogamen enthaltende Bände, deren Be-
arbeitung Prof. Migula übernommen hat, hinzukommen. Doch ist zwecks
leichterer Anschaffung die Phanerogamen- wie auch die Kryptogamen-Abteilung
apart käuflich und erscheinen beide gleichzeitig. Die vorliegenden neuen
Lieferungen bringen den Schluß der Cyperaceen, die Araceen, Lemnaceen,
Juncaceen, Liliaceen, Amaryllidaceen, Dioscoreaceen, Iridaceen und Orchidaceen.
Außerdem Titel, Vorworte, Inhaltsverzeichnis, Register und den Allgemeinen
Teil (108 Seiten, besonders benummert).
Daß auch diese Lieferungen sich in Bezug auf vorzügliche Ausstattung,
besonders aber die prächtigen naturwahren Tafeln an die früheren würdig an-
schließen, ist selbstverständlich bei der außerordentlichen Fürsorge, welche Ver-
fasser und Verleger auf das Werk verwenden.
Wittrock, V. Br. Catalogus illustratus iconothecae botanicae horti
Bergiani Stockholmiensis anno 1903; notulis biographicis adjectis.
(Acta Horti Bergiani III. No. 2.) Stockholm (Isaac Marcus’ Bok-
tryckeri-Akiebolag). Gr. 8°. 198 p. 37 Taf.
Das vorliegende Buch enthält in lateinischer Sprache Angaben über den
vollen Namen, Geburtstag, Amt und Titel, Wohnort und event. Todestag von
einer großen Anzahl von Botanikern, sowie Aufzählung von in Photographie
oder auf andere Art ausgeführten Porträts derselben, welche sich in der Samm-
lung des Stockholmer botanischen Gartens befinden. 213 dieser Porträts sind
auf den Tafeln wiedergegeben, außerdem auf einer Tafel eine Ansicht des alten
Bergschen botanischen Gartens, auf einer anderen die der Häuser des Land-
gutes von Linnd und einer dritten die Ansicht eines Teiles des Zimmers, in
welchem die Iconothek aufbewahrt wird. Von besonderem Interesse sind die
beiden Porträts von Peter Jonas Bergius und 7 solche von Linne. Sämtliche
Porträts sind gut wiedergegeben. Mancher Botaniker wird seine Freude haben,
Kollegen wenigstens im Bilde kennen zu lernen. Außerdem ist das Buch ein
nicht zu unterschätzender Beitrag zur Geschichte der Botanik. Sollte dasselbe,
was zu vermuten ist, in nicht zu langer Zeit in zweiter vermehrter Auflage
(314)
aufgelegt werden, so dürfte es sich empfehlen, den kurzen Notizen über das
Leben der gestorbenen Botaniker Citate von Nekrologen, Schriftenaufzählungen
und von sonst in der Literatur gegebenen Notizen zuzufügen.
Keifsier, K. von. Über das Plankton des Hallstätter Sees in Ober-
österreich. (Verh. d. k. k. zool.-bot. Gesellsch. in Wien 1903,
p. 338—348.)
Von Lorenz hat vor kurzem (in Mitteil. d. k. k. geogr. Gesellsch. in
Wien XLI 1898. p. 1 ff.) eine ausführliche limnologische Studie über den Hall-
stätter See publiziert, jedoch finden sich in dieser Abhandlung nur wenige An-
gaben über das Plankton. Der Verfasser der vorstehend genannten kleinen
Mitteilung suchte diese Lücke auszufüllen. Derselbe sammelte im genannten
See Planktonproben am 19. April 1902 und von Mitte Juli bis Anfang September
1902. Die Untersuchung dieser ergab: 5 Arten Chlorophyceen, 3 Bacillariaceen,
1 Flagellate, 2 Peridinaceen. Anhangsweise führt der Verfasser auch das Zoo-
plankton, das aus Crustaceen, Rotatorien und Protozoen besteht, an. -Auf einer
Tabelle stellt derselbe dann das Vorkommen der Planktonten in den genannten
Monaten zusammen. Danach ist der Hallstätter Sce auch im Juli und August
sehr arm an Phytoplankton und stellt innerhalb der großen Seen des Salzkammer-
gutes einen eigenen Typus dar, welche Tatsache durch einen Vergleich mit dem
Wolfgangsee und Attersee näher begründet wird. Auffallend ist es auch, daß
der in dem gleichen Flußgebiet liegende Alt-Ausseer See ein wesentlich anders
zusammengesetztes Plankton zeigt. Dann geht der Verfasser zu der quantitativen
Untersuchung über das Plankton des Hallstätter Sees über, gibt einen Über-
blick über die bezüglichen Fänge und stellt wieder Vergleiche mit dem Wolf-
gangsee an. Auch hier ergaben sich große Unterschiede, die ebenso wie die
Armut an Phytoplankton des Hallstätter Sees aus der verhältnismäßig größeren
Kälte des Wassers sich erklären lassen.
Setchell, W. A. and Gardner, N. L. Algae of Northwestern America.
(University of California Publications, Botany I. p. 165—418. Pls.
17— 27.) Berkeley (The University Press) 1903. Price $ 2.25..
Nach einer Einleitung, in welcher die geographischen Grenzen des Ge-
bietes, die Geschichte der Erforschung desselben in Bezug auf die Algenflora,
die benützten Sammlungen, Zweck der Aufzählung, angewendete Nomenklatur etc.
behandelt wird, geben die Verfasser eine Aufzählung der aus dem im Titel be-
zeichneten Gebiet ihnen bekannt gewordenen oder auch vorher bereits in der
Literatur aufgeführten Algenarten. Seite 178—199 werden die Cyanophyceen,
Seite 199—233 die Chlorophyceen (incl, Characeae), Seite 233—286 die Phaeo-
phyceen und Seite 286—367 die Rhodophyceen aufgeführt. Dann folgt von
Seite 368—380 ein Verzeichnis der in der Abhandlung erwähnten geographischen
Namen nebst Angaben über die Lage der betreffenden Fundorte und schließlich eine
Übersicht über die bezüglicheLiteratur (Seite 381—387) und zum Schluß das Namen-
register. Die in dem Buche neu aufgestellten Arten, Varietäten und Formen und vor-
genommenen neuen Namenskombinationen sind folgende: Oscillatoria splendida
forma uncinata, Microchaete robusta, Collinsiella tuberculata, Cladophora arcta 12
conglutinata und f. pulvinata (Foslie) F. S. Collins, Cl. columbiana Collins, Cl. alas-
kana Coll., Codium Ritteri, Ectocarpus confervoides f. acuminata Coll. et Setch.
Coilodesme Cystoseirae (Rupr.), Colpomenia sinuosa f. tuberculata (Saunders)
und f. deformans, Soranthera ulvoidea f. typica und f. difformis, Laminaria
Bongardiana f. oblonga, L. bullata f. angusta, f. subsimplex, f. cuneata und f.
amplissima, L. dentigera f. brevipes und f. longipes, L. saccharina f. complanata,
Alaria tenuifolia f, typica und f.amplior, A. valida Kjellm, et Setch. und f. longipes,
(315)
Fucus inflatus f. filiformis (Gmel.), F. evanescens f. robusta und longifructus,
Whidbeyella n. gen. (Chaetangiacea) mit der Art W. cartilaginea, Endocladia
muricata f. compressa und f. inermis, Iridaea lamarioides f. cordata (Turner)
und f. punicea (P. et R.), Gigartina mamillosa f. cristata Setch, mit subf. proli-
Tera, f. dissecta Setch. und £. subsimplex Setch., Callophyllis furcata f. dissecta
Farlow., Anatheca furcata, Rhodymenia palmata f. typica mit subf. linearis und
f. mollis, Schizoneura quercifolia f. linearis Coll, Pteridium? serratum f. platy-
phylla, Pterosiphonia arctica (J. Ag.), Lophosiphonia villum (J. Ag.), Odonthalia
floccosa f. typica, f. comosa und f. macrantha (Kuetz.), Ceratothamnion Pikeanum
f. laxa, Antithamnion floccosum f. pacifica (Harvey), Platythamnion heteromorphum
f. typica und f. reversa, Rhodochorton subimmersum, Sarcophyllis pygmaea (Setch.)
Setch., Amphiroa Aspergillum f. nana, A. tuberculosa f. typica, f. californica, f. Orbi-
gniana (Dec.), f. frondescens (P. et R.) und f. planiuscula (Kuetz.), Corallina officinalis
f.typica, f. robusta, f. pilulifera (P. et R.), f. multiramosa, f. aculeata (Yendo); sämt-
liche Namen, wo nicht andere genannt, mit den Autoren Setchell et Gardner.
Nur die ganz neuen Arten und Formen werden beschrieben, doch sind zu manchen
älteren Arten und Formen die Beschreibungen ergänzende Bemerkungen im
Buche gemacht. Die Fundortsangaben sind, wie üblich, mit Angabe des Samm-
lers verzeichnet. 10 gute Tafeln, auf welchen interessantere Arten und Formen
abgebildet sind, sind dem Werke beigegeben. Das Werk wird für Algenforscher
bei der Bestimmung von Algen aus dem betreffenden Gebiete von großem Nutzen
sein und sein Erscheinen dürfte von denselben mit Freuden begrüßt werden.
Wille, N. Algologische Notizen IX—XIV. (Nyt Magazin f. Natur-
videnkap XLI. 1903. p. 89—185. Taf. III u. IV.)
IX. Über eine neue Art der Gattung Carteria Diesing. (l. c. p. 8994),
Der Verfasser fand in Felsenritzen an Klippfischtrockenstellen bei Aale-
sund an der Westküste Norwegens eine neue Art der genannten Gattung, die er
C. subcordiformis benennt, genau beschreibt und abbildet, außerdem eine zweite
Art C. cordiformis (Carter) Dill, ferner Brachiomonas submarina Bohlin und
mehrere Chlamydomonas-Arten. Da in dem vom Klippfisch abfließenden Wasser
sich reichlich Amiden vorfinden, so vermutet er, daß es diese sind, durch welche
die eigentümliche Algenvegetation in diesen Wasserpfützen bedingt wird und
daß wahrscheinlich die von J. L. Serbinow erfundene Kulturmethode für
Chlamydomonas-Arten, wobei dieser dieselben in Kulturschalen bei Anwesenheit
von Ameiseneiern und toten Mehlwürmern, auf denen sich Saprolegniaceen und
Bakterien befanden, kultivierte, auf die Bildung von Amiden zurückzuführen sei,
welche durch Spaltung der Eiweißverbindungen mit Hilfe der Bakterien vor
sich gehe.
X. Über die Algengattung Sphaerella Somm. (I. c. p. 94—109).
Die Art, die Sommerfelt Sph. Wrangelii benannt hat, ist zweifellos
identisch mit Haematococcus pluvialis Flot. Der Verfasser ist für die Annahme
des Gattungsnamens Haematococcus, der allerdings jünger ist, da der Typus der
Sommerfeltschen Gattung ohne Zweifel $. nivalis, die Gattungsdiagnose
durchaus unzureichend und Sommerfelt außerdem eine ganz abweichende
Alge (S. botryoides) zu einer Gattung stellte. Außer H. pluvialis Flot. gehört
nur noch sicher zur Gattung Haematococcus eine zweite Art H. Bütschlii
Blochm. Da Flotow zuerst in völlig befriedigender Weise seinen H. pluvialis
beschrieben hat, will der Verfasser auch diesen Namen für diese bekannte
Chlamydomonade beibehalten, entgegen den haarfeinen Prioritätsregeln. Sphae-
rella nivalis Somm, ist nicht identisch mit H. pluvialis Flot., sondern wahr-
scheinlich eine Chlamydomonasart. Verfasser trennt Haematococcus von
Chlamydomonas durch das Hauptunterscheidungsmerkmal, daß der Plasmakörper
(316)
der Zoosporen bei erster Gattung Pseudopodien besitze, bei letzterer aber der-
selben entbehre. Schließlich bespricht er noch 6 ungenügend bekannte Arten,
welche unter die Gattung Haematococcus gestellt worden sind.
XI. Über die Gattung Chlamydomonas (l. c. p. 109-149).
Als Hauptcharaktere der Gattung Chlamydomonas, wie der Verfasser
solche neuerdings auffaßt, betrachtet derselbe außer dem Fehlen von Pseudo-
podien an dem Plasmakörper der Zoosporen das Vorhandensein von ein bis
mehreren Pyrenoiden, wodurch sie sich von der Gattung Chloromonas Gobi
unterscheidet, die er allerdings nur aus rein praktischen Rücksichten als Gattung
abtrennt und nicht nur als Untergattung aufführt. »Fehlen oder Vorkommen
eines besonderen Organs der Zelle, wie das Pyrenoid eines ist, bedingt unter
anderem Lokalisation der Stärkebildung und ist demnach ziemlich eingreifend
in die physiologischen Verhältnisse der Pflanze« Auch das Vorhandensein
einer glatten Membran und zweier Cilien ist für Chlamydomonas charakteristisch.
Durch diese Kennzeichen ist die Gattung wohl abgegrenzt sowohl von der
Gruppe der Polyblepharideae, wo die Zoosporen nackt sind, ohne umgebende
Membran, als auch von den nahestehenden Gattungen: Gloeococcus, Carteria,
Haematococcus, Lobomonas, Brachiomonas, Gloeomonas und Chlorangium.
Der Verfasser gibt eine graphische Darstellung der Verwändtschaftsverhältnisse
innerhalb dieser Gattungen und ihres Verhältnisses zu nahestehenden Gruppen,
beschreibt dann folgende neue und ältere Chlamydomonaden: Chlamydomonas
caudata, Chl. subcaudata, Chl. marina (Duj.) Cohn, Chloromonas alpina, Chlorom.
aalesundensis, Chlamydomonas nivalis (Bau.) Wille und gibt einen Schlüssel,
wonach man vorläufig die Arten innerhalb der Gattungen Chlamydomonas
(Ehrh.) Gobi und Chloromonas Gobi wird bestimmen können. Auf diesen
Schlüssel folgen ausführliche Artbeschreibungen der bisher hinreichend genau
bekannten Arten, an welche sich die Besprechung von 23 unsicheren Arten der
Chlamydomonas anschließt.
XI. Über Gloeococcus mucosus Al, Br.
Diese Art ist identisch mit Chodats Sphaerocystis Schröteri. Die Gattung
unterscheidet sich von Chlamydomonas dadurch, daß das Palmellastadium ver-
hältnismäßig langwierig und das bewegliche Zoosporenstadium mehr kurzdauernd
ist. Gloecoccus vermittelt dadurch wie Chlorogonium Ehr. und Physocytium
Borzi den Übergang zu den Tetrasporaceae.
XII. Über Pteromonas nivalis (Shuttlw.) Chodat.
Shuttleworth hat diesen Organismus a!s Astasia nivalis beschrieben.
Der Verfasser konnte entgegen Chodat kein Pyrenoid in der Zelle finden, da-
gegen mehrere Chlorophylikörner. Falls diese Beobachtungen richtig sind, was
nach dem Verfasser noch etwas zweifelhaft ist, so müßte die Art nicht zu Ptero-
monas Seligo gestellt werden, sondern eine besondere Gattung vertreten müssen.
XIV. Über Cerasterias nivalis Bohlin.
Bohlin hat nur konserviertes Material untersucht und daher nicht beobachtet,
daß dieser Organismus völlig farblos ist. Man kann ihn daher nicht zur Gattung
Cerasterias stellen. Verfasser schlägt für denselben den Gattungsnamen Chio-
naster vor und betrachtet denselben, der zur saprophytischen Lebensweise
übergegangen sei und sein Chlorophyli verloren habe, als von der Gattung
Tetraödron abstammend.
Zwei gute Tafeln, auf denen der größte Teil der behandelten neuen und
auch älteren Arten abgebildet ist, wurden vom Verfasser den interessanten Mit-
teilungen beigegeben.
Boulanger, E. Les mycelium Truffiers blancs. Imprimerie Oberthur,
Rennes-Paris 1903. 4°. 9 pp. Mit 3 Tafeln.
(317)
Wenn man das weiße Trüffelmycel betrachtet, ohne es zu färben, so ist
es unmöglich Scheidewände darin zu entdecken, es ähnelt dann einer Muco-
rinee und ist deshalb auch für eine Mortierella angesehen worden. Wird das
Trüffelmycel mit einer sehr dünnen unterchorigsauren Lösung behandelt und
diese Behandlung entsprechend verlängert, so kann man seine Struktur beobachten,
ohne dabei das allgemeine Aussehen des Pilzes zu zerstören. Man sicht dann,
daß die Hauptfaser aus verschiedenen Teilstücken besteht, die die ganze Länge
derselben ausmachen. Die in der Dicke der Faser befindlichen Zellen sind je
nach dem Kaliber der Faser von sehr verschiedener Anzahl und das zuerst gut
entwickelte Gewebe verdünnt sich nach den Enden hin zu einer einzigen Zellen-
reihe. Am Ende der Hauptfaser, seltener in ihrer ganzen Länge, bemerkt man
auf kurzen fadenförmigen Zweigen eiförmige oder kugelige Massen verschiedener
Formen, 1 oder 2 Öltropfen enthaltend, welche etwa den Konidien einer Mor-
tierella ähneln und als Pseudokonidien bezeichnet werden.
Im übrigen müssen wir hier auf die in den 23 Figuren auf 3 Tafeln dar-
gestellten Einzelheiten verweisen.
Boulanger, E. Germination de l’ascospore de la truffe. Imprimerie
Oberthur, Rennes-Paris. 4°. 1903. pp. 20. Mit 2 Tafeln,
Verfasser schildert in vorliegender Abhandlung das Keimen der Ascospore
von Tuber melanospermum. Derselbe gibt folgende Tafelerklärung:
Fig. 1. Die Ascospore beim Beginn des Keimens. Die äußere Zellmembran,
welche braun und mit Stacheln besetzt ist, wird auf der Sporenseite in gleicher
Entfernung von beiden Polen aufgesogen. Die Art der Zerstörung dieser Hülle
erlaubt ihre Struktur zu unterscheiden. Sie besteht aus einer Schicht vieleckiger
Zellen, die Stacheln, welche die Spore bedecken, lichten sich an den Durch-
schnittspunkten der Zellen auf; die äußere Oberfläche dieser Zellen ist, gleich wie
die Stacheln mit einer dicken, braunen Schicht bedeckt. Die Stacheln stumpfen
sich ab zu kleinen Wärzchen, nach Auflösung der Schicht sieht man den
Zellenbau der hellgelben Membran,
Fig. 2 und 3. Die äußere Membran ist teilweise aufgesogen und ihr Zell-
gewebe zerstört. Die Keimblase, welche sich im Innern der Ascospore befand,
bricht durch die starre Hülle, die sie umgibt und bildet sich kugelförmig.
Fig. 4 und 5. Durchschnittsansicht einer Ascospore bei Ausdehnung der
Keimblase, die äußere Membran ist in der Nähe der Sporenpole dicker als am
übrigen Umfang. :
Fig. 6 und 7. Bei fortschreitender Aufsaugung der braunen Hülle bleiben
von dieser bald nur noch zwei halbkugelige Häubchen übrig, welche von
einander getrennt, sich an die Kugel anschließen, sie rühren von Teilen der
äußeren Membran her, die sich an den Polen der Ascospore befanden.
Fig. 8 und 9. Ansicht der durch das Wachstum der Keimblase gebildeten
Kugel (des Oogons) und der halbkugeligen Häubchen (Antheridien), welche von
einem Teile der äußeren Hülle der Ascospore herrühren. Das Oogon ist hellgelb
gefärbt, die äußere Membran fein genarbt. Die Antheridien sind völlig frei von
der braunen Materie und den Stacheln, hellgelb nach der Farbe der Zellen,
welche ihre Wand bilden.
Fig. 10. Das Oogon und die Antheridien im Durchschnitt gesehen. Man
sieht die Öffnungen, die sich in der Membran des Oogons bildeten und eine
Verbindung zwischen diesen und den Antheridien herstellen. Die Antheridien
begrenzen eine Höhlung zwischen ihrer Wand und der Membran des Oogons,
Fig. 11 und 12, Entwickelung des Eies im Oogon.
Fig. 13. Das Oogon mit einem Ei, in der Mitte des Eies befindet sich
eine Höhlung, welche anzeigt, daß es sich durch das Entstehen eines Filaments
(318)
entwickelt hat, das nach allen Seiten wuchs, indem es sich umbog. Die’Anthe- _
ridien sind abgelöst; auf dem Umfange der Membran des Oogons unterscheidet
man drei Öffnungen, durch welche Keimfäden, welche das Ei treibt, austreten;
zwei dieser Öffnungen standen mit den Antheridien in Verbindung.
Fig. 14. Ein freies Oogon vor der Eibildung.
Fig. 15. Oogon und Antheridien transparent gesehen; im Innern ein sehr
entwickeltes Ei. Die regelmäßigen eiförmigen Zellen des Oogons sehen Sporen
ähnlich, doch beruht dies auf optischer Täuschung. Man bemerkt, transparent,
unter der Membran der Antheridien die zwei Öffnungen des Oogons gegenüber
den Antheridien; es hat sich auch auf der Außenseite des Oogons eine zentrale
Öffnung gebildet.
Das Ei ist in der Mitte des Oogons von leerem Raum umgeben.
Fig. 16. Ein Ei, in dem sich verwickelte Endfäden befinden (Keimfäden).
Fig. 17. Die zentrale Öffnung des Oogons; es können deren mehrere sein,
ohne diejenigen der Antheridien.
Fig. 18. Ein kleines Oogon, aus dem Keimfäden austreten, welche die
Endverzweigungen des Eies sind.
Fig. 19. Kleine kugelförmige regelmäßige gelbe Körper, welche vom zer-
quetschten Oogon herrühren; es scheinen Oosphären zu sein, die durch ein
sehr dünnes Band miteinander verbunden sind,
Zu den wunderbaren und eigenartigen Beobachtungen des Verfassers sind
vorzüglich ausgeführte Figuren (Vergr. 1100) gegeben. Doch muß es späterer
Nachprüfung überlassen bleiben, die Richtigkeit der Deutung derselben nachzu-
weisen.
Constantineanu, J. C. Contribution ä l’etude de la Flore mycologique
de la Romanie. (Annales scientif. de l’Universit@ de Jassy. I.
1903. p. 212—230.)
In vorliegender Arbeit werden die in dem Gebiete beobachteten Uredineen
von den bisher bekannt gewordenen Standorten aufgeführt, Neue Arten werden
nicht beschrieben,
Henning, P. Eine neue deutsche Clathracee. (Naturwissensch.
Wochenschr. XIX. n. I. p. 10—12,. Mit 8 Textfig.)
Verfasser schildert den bei Ludwigslust im Herbst 1902 entdeckten
Anthurus Klitzingii, welcher früher 1902 in der Hedwigia als neue Varietät
zu A. borealis Bart. gestellt worden ist. Auf Grund der Unterschiede von
dieser Art ist der Pilz als besondere Art abzutrennen. Nach mündlichen Mit-
teilungen des Herrn Prof. Underwood, welcher A. borealis Burt. bei New-
York in ca. 80 Exemplaren gesammelt hat, ist unser Pilz genugsam von vorigem
verschieden. Zufolge Schreibens des Herrn H. Demmin in Dessau an die
Redaktion der Naturwiss. Wochenschrift vom 16. Oktober soll Anthurus
Klitzingii bereits im Spätsommer 1866 von dem Instituts-Direktor Minter
in Ludwigslust daselbst gefunden worden sein. Der Pilz ist also, wie bereits
früher erwähnt, eine ursprünglich deutsche Art.
Hollos, L. Geasteropsis n. gen. (Különlenyomet a Növenytani
Közlemenyek. 1903 evi II Kötet 2 Füzeteböl p. 72—75. 3 Figur.)
(Ung.)
Verfasser beschreibt ein neues Genus der Lycoperdaceen, welches mit
Geaster verwandt, einer Welwitschia ähnlich sieht, aus S. Afrika stammt, als
Geasteropsis Conrathi,
(319)
Hollos, L. A nyäri &s feher szarvasgomba termöhelyei Magyarorszägban.
(l. c. p. 1—8.) (Ung.)
In vorliegender Arbeit werden die Orte aufgezählt und auf beigegebener
Karte bezeichnet, an denen bisher Tuber aestivum und Choiromyces meandri-
formis im Gebiete beobachtet worden sind.
Mc. Alpine, D. Australian Fungi, new or unresorded Dec. II—IV,
(Proceed. of the Linn. Soc. of New South Wales 1903. 1. p. 93— 103.)
Es werden folgende neue Arten des Gebietes beschrieben: Amerosporium
thodospermum, Ascochyta Anthistiriac, A. Cryptostemmae, Cercospora Loranthi,
Coryneum Acaciae, Cylindrosporium Eucalypti, Dimerium orbiculatum, Gloeo-
sporium Walteri, Hendersonia grandispora, Phoma Romuleae, Ph. Vittadiniae,
Septoria perforans, S. Thelymitrae, Sphaerella Anthistiriae, Sph, Cassythae.
Magnus, W. _Experimentell - morphologische Untersuchungen I,
Regenerationsversuche an Hutpilzen. (Bericht Deutsch. Botan.
Gesellsch. 1903. XXL. 2 p. 129—131.)
Nach den bisherigen Angaben von Brefeld, van Tighem, Massart, Göbel
u.s. w. sind die Hutpilze ebenso, wie sie reproduktionsfähig, d.h. durch Sprossung
Fruchtkörper hervorzubringen vermögen, ebenso regenerationsunfähig, d.h. nicht
imstande, einzelne fehlende Teile zu ergänzen.
Verfasser hat nun in letzterer Beziehung Versuche mit dem Champignon
angestellt und gelang es ihm, sehr weitgehende mannigfache Regeneration zu
erzielen. Die wesentlichen Ergebnisse dieser sind:
Durch die Reproduktionstätigkeit wird die Regenerationstätigkeit korrela-
tiv gehemmt und letztere findet in ausgedehnterem Maße nur bei Unterdrückung
der ersteren statt.
In jeder Form wird die Rekonstruktion der Gesamtform des Fruchtkörpers
angestrebt. Für die Mehrzahl der Organisationsteile stellt der Zusammenhang
mit dem Ganzen eine Wachstumshemmung vor. Hymenium vermag sich aus-
schließlich an Hymenium zu regenerieren. Die Neubildung des Vegetationsrandes
erfolgt unter Einwirkung des Hymeniums.
Das normaler Weise lamellenförmige Hymenium wird zumeist in aus-
gesprochen stacheliger, netzförmiger oder röhriger Anordnung regeneriert.
Eine ausführlichere Abhandlung über diesen Gegenstand ist vom Verfasser
in Aussicht gestellt.
Martin, Ch. E. Le Boletus subtomentosus de la Region genevoise.
Avec 18 Planch. (Materiaux pour la Flore cryptogamique suisse Il. 1.
1903. 39 pp. Berne (K. J. Wyss). Pr. 8M.
In vorliegender Arbeit werden vom Verfasser die bei Genf von ihm be-
obachteten verschiedenen Formen des überall verbreiteten und vielgestaltigen
Boletus subtomentosus eingehend beschrieben und in sehr schönen kolorierten
Abbildungen gegeben. Zahlreiche Formen des Pilzes, welche zum Teil als be-
sondere Arten von älteren Autoren, besonders von Rostkovius, angesehen worden
sind, werden vom Verfasser mit Recht als solche betrachtet.
Zuerst wird eine sehr vollständige Übersicht der Literatur mitgeteilt, sowie
eine ausführliche Zusammenstellung der Synonymie, alsdann genaue Beschreibung
der Art.
Es werden 11 verschiedene Formen nach äußeren Kennzeichen aufgestellt:
1. declivitatum, 2. subluridus, 3. sublevipes, 4. punctatipes, 5. validus, 6. sulcatipes,
7. costatipes, 8. reticulatipes, 9. flavens, 10. irideus, 11. cerasinus. Diese sollen
(320)
je an besonderen Orten wachsen und werden hiernach Gruppen gebildet, so
soll No. 1 an Gräben, No. 2, 3, 4 auf Wiesen, No. 5 auf Wiesen und in Eichen-
wäldern, No. 6—11 in Laub- oder in Nadelwäldern vorkommen. Es muß gewiß
zugegeben werden, daß der Standort, die Bodenbeschaffenheit in gewisser Be-
ziehung für die Ausbildung der Form und für die Färbung von bedeutendem Ein-
flusse ist. Besonders dürften dies aber in dieser Beziehung auch die Witterungs-
und Raumverhältnisse sein, was von dem Verfasser nicht in Betracht gezogen
wird. — Diese Formen, sowie noch zahlreiche Kombinationen dieser findet
man unter gewissen Umständen wohl überall in Nord- und Mittel-Europa ver-
breitet.
Es ist gewiß eine ganz interessante Arbeit, einmal diese Formen in ge-
gebener Art zusammenzustellen und zu zeigen, daß verschiedene bisher in
Floren bezeichnete Arten, wie Boletus chrysenteron, B. irideus u. s. w., lediglich
Formen von B. subtomentosus sind.
Oudemans, C. A. J. A. and Koning, C. J. On a Sclerotinia hitherto
unknown and injurions to the cultivation of Tobacco. (Sclerotinia
Nicotianae Oud. et Kon.). (Kön. Akademie van Wetenschappen
te Amsterdam. 1903. p. 48—58 u. 85-86. Mit 2 Tafeln.)
In vorliegenden Arbeiten wird eine neue Sclerotinia Nicotiana beschrieben,
deren schwärzliche ca. 10 X 5 mm großen Sclerotien auf Stengeln und Blättern
des Tabaks auftreten, aus denen schüsselförmige, 4—6 cm lang gestielte bräun-
liche, außen flockig-schuppige Fruchtkörper entstehen.
Patouillard, N. Additions au Catalogue des Champignons de la
Tunisie (Suite). (Bullet. d. I. societ. Myec. de France XIX. 1903.
17 pp.)
Verfasser beschreibt als neue Arten: Coprinus Chaignoni, Phellorina lepto-
derma, Uredo Sorghi-halepensis, Phyllachora Sporoboli, Phyllosticta Sapindi,
Phoma Sapindi, Septoria aecidiicola, Cercospora Ceratoniae, C. Anagyridis.
Rostrup, E. IslandsSwampe. (Botan. TidsskriftXX’V. 1903. p.281—335.)
In vorliegender Arbeit gibt Verfasser eine vollständige Aufzählung aller
bisher aus Island bekannt gewordenen Pilze, es sind dies 543 Arten. Aus Grön-
land sind 622, von den Faeröern 168 Arten aufgezählt worden. Von den auf
Island beobachteten Arten kommen 188 auch auf Grönland, 78 auf den Faeröern,
ferner 468 in Europa vor. Es sind 51 Arten den 3 Gebieten demnach eigentüm-
lich. Von Island wurden 47 Arten beschrieben.
Als neue Arten werden beschrieben: Physoderma Crepidis, Laestadia Oxy-
riae, L. Veronicae, Sphaerella Parnassiae, Venturia caulicola auf Rumex Ace-
tosa, Leptosphaeria Dryadis, L. Papaveris, Metasphaeria Angelicae, Sphaerulina
Diapensiae, Pleospora gigantasca auf Elymus arenarius, Teichospora Davidsonü
auf Salix lanata, Phaeopezia Empetri, Phoma Alchemillae, Phoma Lycopodii,
Ph. muscorum, Ascochyta Veronicae, Stagonospora islandica, Cytosporium David-
sonii, C. betulinum, Septoria cerasticola, S. Alsines, Epicoccum Davidsonii auf
Geranium silvaticum.
Rostrup, E. et Massee, 6. Fungi in Schmidt, J. Flora of Koh
Chang Contributions to the Knowledge of the Vegetation in the
Gulf of Siam. Part. VI. (Botan, Tidsskrift 24. 1902. p. 205—217.)
Es werden folgende neue Arten des Gebietes beschrieben: Uredo Fuirenae
Rostr. dürfte verschieden von U, Fuirenae P. Henn. 1899 sein, daher als U.
Rostrupii P. Henn. zu bezeichnen; Physalacria changensis Rostr.; Boletus lacu-
(321)
nosus Rostr.; B. costatus Rostr.; Suillus changensis Rostr.; S. velatus Rostr.;
S. hygrophanus Rostr.; Polystictus atripes Rostr.; P. pusillus Rostr.; P. olivas-
cens Rostr.; P, albo-luteus Rostr.; P. tigrinus Rostr.; P. purpureo-albus Rostr,;
P. changensis Rostr.; P, erenatoporus Rostr.; P. Schmidtii Rostr.; Poria carnosa
(Rostr.); Laschia changensis Rostr.; Xerotus changensis Rostr.; Asterina Pandani
Rostr.; Micropeltis Schmidtiana Rostr.; Dothidella Pterolobii Rostr.; Pestalozzia
Andropogonis Rostr.; Helminthosporium Ficuum Rostr.; Mycena cuspidata Mass.;
Marasmius discopus Mass.; Panus luteolus Mass.; P. spathulatus Mass.; Flammula
sulphurea Mass.; Panaeolus albellus Mass.; Favolus albidus Mass.
Sorauer u. Hollrung. Zwölfter Jahresbericht des Sonderausschusses
für Pflanzenschutz 1902. (Arbeiten der Deutschen Landwirtschafts-
Gesellschaft. Heft 82. Berlin 1903. 214 PP.)
In der vorliegenden Arbeit werden die im Jahre 1902 aufgetretenen durch
pflanzliche oder tierische Parasiten in den einzelnen Gebieten verursachten
Krankheiten der Kulturpflanzen zusammengestellt.
In der Schlußbetrachtung sagen die Verfasser: Wenn wir die Ergebnisse
des aus mehreren Tausend von Einzelbeobachtungen aufgebauten Berichtes
weiter ins Auge fassen, kommen wir zu der Überzeugung, daß kein einziger
pflanzlicher oder tierischer Parasit auch nur annähernd so große Ernteverluste
veranlaßt hat, als wie die Ungunst der Witterungsverhältnisse. Besonders ist
es der Frost, der verderblich gewesen ist. Er hat nicht nur durch das unmittel-
bare Abtöten der Pflanzenteile geschadet, sondern auch vielfach dadurch, daß
er eine große Anzahl von Folgekrankheiten eingeleitet hat, die zum Teil para-
sitärer Natur sind. Eine wirksame Bekämpfung parasitärer Krankheiten hat
daher in Maßnahmen zur Vermeidung von Frostschäden zu bestehen.
Spegazzini, C. Notes synonymiques. (Annal. del Mus. Nation. de
Buenos Ayres IX. Ser. 3a. 1903. p. 7—9.)
Uromyces hemisphaericus Speg. ist nach dem Verfasser mit Proto-
myces vagabundus Speg. = Entyloma hemisphaericum Speg., sowie
mit Oedomyces leproides (Trab.) Sacd. identisch und nunmehr als O.
hemisphaericus Speg. zu bezeichnen. Illosporium guttiforme Speg. ist
mit Pactilia Galii Allesch. et P. Henn. identisch und wird als Pactilia
guttiformis (All. et P. Henn.) bezeichnet. Helicomyces larvaeformis
Speg. soll mitDrepanoconis brasiliensis Schröt. et P. Henn. zusammenfallen;
ferner Ophioceras Hyptidis P. Henn. mit Rosenscheldia paraguaya
Speg. Referent hat bereits in Hedwigia 1902 p. 308 darauf hingewiesen, daß
Helicomyces larviformis Speg. nicht in diese Gattung gehört, sondern daß
die Mucedineengattung Drepanoconis Schr. u. P. Henn. zu Recht besteht,
außerdem der Beschreibung nach Helicom. larviformis Speg. von Dr. brasi-
liensis verschieden ist und demnach Dr. larviformis (Speg.) P. Henn. heißen
muß. Ebenso habe ich I. c. p. 303 nachgewiesen, daß Ophioceras Hyptidis
P. Henn. zwar mit Rosenscheldia paraguaya Speg. zusammenfällt, die Be-
schreibung der Sporen von Spegazzini aber gänzlich falsch ist. Die Sporen
sind nicht farblos 1-septiert, sondern bräunlich 2-septiert. Wenn Arten dem-
nach, wie Pactilia, Drepanoconis, in falsche Gattungen gestellt, oder Rosen-
scheldia in eine falsche Gruppe gestellt wird, so ist die Erkennung oft schwierig.
Sydow, H. et P. Beitrag zur Pilzflora des Litoral-Gebietes und
Istriens. (Annales Mycologici I. 1903. p. 232—254.)
Von den Verfassern werden nachstehende von P. Sydow gesammelte Arten
beschrieben: Puccinia Cardui-pycnocephali, P. istriaca, Hyalospora Adianti-
Hedwigia Bd, AL, 1903. 21
(322)
capilli-veneris (DC.), Aecidium Galasiae auf Galasia villosa, Caeoma exitiosum
auf Rosa pimpinellifolia. Bei zahlreichen Arten werden wertvolle kritische Be-
merkungen gegeben.
Zahlbruckner, A. Vorarbeiten zu einer Flechtenflora Dalmatiens.
(Österreich. bot. Zeitschr. 1903. No. 4 u. f.)
Der Verfasser erhielt das Material für die vorstehende Arbeit von Baum-
gartner, der die Flechtenflora der Bocche di Cattaro, der Umgebung von
Castelnuovo, Kameno und Devisite, des Berges Dobrostica, der Umgebung von
Ragusa, der Halbinsel Lapad und des Oblatales aufbrachte, von Dr. A. Gins-
berger, welcher auf den Inseln Süd-Dalmatiens und von Dr. J. Lütkemüller,
der auf einer Rundreise durch Dalmatien ebenfalls viele Flechten sammelte.
Unter den vom Verfasser aufgezählten zahlreichen Arten und Varietäten be-
finden sich 71, welche für Dalmatien neu sind, Unter diesen werden folgende
ganz neue Arten, Varietäten und Formen beschrieben: Porina (Sagedia) Ginz-
bergeri, Artonia celtidicola, Dirina repanda (Fr.) Nyl. var. Pelagosae Steiner et
Zahlbr., Gyalecta Lütkemülleri, Bilimbia clavigera, Toninia aromatica (Sm.)
Mass. forma candida, Pertusaria melaleuca Duby var. Ginzbergeri, Lecanora
intumescens Rebent. var. ochrocarpa, Lecanora (Placodium) pruinosa Chaub.
var, obliterata, Lecanora (Placodium) adriatica, Lecanora sulfurella A Zahlbr.
var. ragusana, Ramalina dalmatica Stein, et Zahlbr., Blastenia euthallina, Calo-
placa pacpalostoma (Anz.) Jatta var. ochracea, C. aurantiaca var, squamescens,
C. cerina (Ehr.) Th. Fr, var. areolata, Xanthorina parietina (L.) Th. Fr. var.
retirugosa Steiner, Buellia subalbula Müll. Arg. var. adriatica, B. canescens (Dicks.)
D. Notrs. var, reagens, Physcia ragusana mit den var. cinerata und argentata
und forına saxicola; überall wo nicht anderer zugefügt mit dem Autor A. Zahl-
bruckner. Die Abhandlung darf demnach als ein wertvoller Beitrag zur Kenntnis
der Flechtenflora Dalmatiens betrachtet werden.
Eriksson, J. Einige Studien über den Wurzeltöter (Rhizoctonia
violacea) der Möhre, mit besonderer Rücksicht auf seine Ver-
breitungsfähigkeit. (Centralbl. f. Bakteriologie etc. II. Abt. X.
1903 No. 22 u. 23, p. 721—738, 766—775. Mit Taf. u. 4 Textfig.)
Der Verfasser gelangt zu den folgenden Schlußfolgerungen aus seinen
genauen Untersuchungen:
1. die einzelnen Möhrensorten sind gegenüber dem Wurzeltöter etwas
verschieden empfindlich;
2. die Form des betreffenden Pilzes, die den Versuchen zu Grunde lag
(fr. sp. Dauci), besitzt die F ähigkeit, auch andere Pflanzen als Möhren
anzustecken;
die Übergangsfähigkeit der betreffenden Pilzform zeigte sich am größten
in Bezug auf Rüben (Zucker- und Futter-) und gewisse Unkräuter
(Sonchus arvensis, S, oleraceus, Erysimum cheiranthoides, Stellaria
media, Myosotis arvensis, Galeopsis Tetrahit, Urtica dioica und Cheno-
podium album), etwas schwächer bei blauer Luzerne und Kartoffeln,
fehlte aber bei Rotklee und Pastinak;
die neuentstandene Pilzrasse der Rüben zeigt in der zweiten Generation
auf Rüben eine größere Vitalität, eine größere Zerstörungskraft als in
der ersten Generation;
5. die neuentstandene Pilzrasse besitzt eine geringere Widerstandsfähigkeit
gegen ungünstigen Winter und gegen abnorme Witterungsverhältnisse,
während der Vegetationszeit als die ursprüngliche Stammrasse und
geht deshalb leichter zu Grunde; und
>
2”
(323)
6. unter den in den Jahren 1899 und 1900 geprüften Mitteln zur Be-
kämpfung der Krankheit ist gelöschter Kalk, auch in so bedeutenden
Quantitäten wie 90—160 hl pro ha, unfähig, der Krankheit vorzubeugen,
während dagegen die mit Karbolkalk und Petroleumwasser ausgeführten
Versuche es nicht unwahrscheinlich machen, daß diese Stoffe, in
kleineren Portionen verwendet, als praktische Mittel gegen die
Krankheit nützlich werden können,
Loeske, Leopold. Moosflora des Harzes. Hilfsbuch für die bryologische
Forschung im Harze und dessen Umgebung mit Verbreitungsangaben
und Bestimmungstabellen. Verlag von Gebrüder Borntraeger in
Berlin 1903. XX. und 350 Seiten. Geheftet 8 Mark.
Ernst Hampes Anhang zu seiner »Flora Hercynica<, welcher die Moose
behandelt, ist, da in den letzten drei Jahrzehnten im Harze bryologisch emsig
geforscht wurde, veraltet. Es erscheint daher die Herausgabe einer neuen
Übersicht der bryologischen Forschungen im genannten Gebirge gerechtfertigt.
Dadurch, daß Verfasser Bestimmungstabellen mit aufgenommen hat, wird sein
Werk zu einem Exkursionsbuche, Und dazu eignet sich auch das handliche
Taschenformat. Das Werk ist grundlegend, da dem Verfasser viele Meister
der europäischen Bryologie mithalfen und er selbst auch älteres, reichliches
Moosmaterial aus dem Gebiete, gesammelt von Hampe, Sporleder,
W. Bertram u. s, w., revidieren konnte. .
Auf das Vorwort folgt das Literaturverzeichnis (Seite XI—XX);
dasselbe ist vollständig und mit kritischen Anmerkungen versehen. Es umfaßt
50 Nummern.
In der Einleitung (Seite 1—27) wird eine geschichtliche Übersicht
der bryologischen Forschung im Harz gegeben, die recht anziehend ge-
schildert ist und bis 1583 zurückgeht. Der zweite Teil der Einleitung befaßt
sich mit »Floristischem und Anderem« (geologischer Aufbau, Oro- und
Hydrographie des Gebietes, Schilderung der Moosgesellschaften, Vergleichung
der Moosvegetation des Harzes mit der anderer deutscher Gebirge). Die kritische
Behandlung führt zur Ausmerzung folgender Arten: Jungermannia Doniana,
Physiotium cochleariforme, Schisma aduncum, Lejeunea minutissima, Lejeunia
hamatifolia, Cynodontium gracilescens, Oncophorus virens, Dicranum falcatum,
Fissidens rufulus, Grimmia unicolor, Dryptodon patens, Webera .longicolla,
Catascopium nigritum, Ptychodium plicatum.
Auf Seite 28—31 folgen Bemerkungen zum systematischen Teile,
In der Anordnung und Nomenklatur der Leber- und Torfmoose folgt Verfasser
Warnstorf, inden Laubmoosen Limpricht. Doch sucht er die Berechtigung
für die Verwendung kleinerer Arten und Gattungen nachzuweisen, ohne welche
nach seiner Überzeugung ein schärferes Bild der Moosflora eines abgegrenzten
Bezirkes nicht gegeben werden kann. Mildeella Limpr. wird wegen des
Peristoms zu den Pottiaceen gestellt, die Gruppe der Kleistokarpen mit Archi-
dium eröffnet und an die Spitze der Akrokarpen gestellt. Amblystegium
wird zerlegt in Amblystegiella (mit Amblystegium Sprucei, A. subtilis und
A. confervoides), Hygroamblystegium (mit Ambl. irriguum, fluviatile und
fallax) und Amblystegium sens. strict. (mit dem Reste). Amblystegium
fiparium und hygrophyllum stellt Verfasser wegen ihrer Verwandtschaft zu
Chrysohypnum, Ambl. filicinum zu Cratoneuron. Die von Limpricht auf-
gestellten Subgenera des Hypnum werden als Genera behandelt. Die
Varietäten des Hypnum cupressiforme und zwar ericetorum, lacunosum
und filiforme gelten als selbständige Formen. Eurhynchium hercynicum gilt
als selbständige Form,
21*
(324)
Nach einer Tabelle der Abkürzungen folgt nun der systematische Teil
(Seite 33—326), der mit einer Tabelle der Gruppen der Hepaticae beginnt. An
diese schließt sich die Tabelle der Gattungen der Gruppe Riccieae, worauf
gleich die Übersicht der Arten der Gattung Riccia gebracht wird. Die Tabellen
sind recht klar verfaßt und namentlich dem Anfänger angepaßt. Auf die
Tabellen der Arten folgen die einzelnen Arten ohne weitere Diagnosen mit
Standorten und Höhenangaben. Die Erkennungsmerkmale »im Felde« werden
noch besonders sowie die Unterscheidungsmerkmale gegenüber den verwandten
Arten namhaft gemacht. Den Standorten sind die Namen der Finder und oft
auch das Datum beigefügt. Die geschlechtlichen Momente, die Formen,
Exsikkatenwerke, die Nennung des Entdeckers (wenn nachweisbar) finden
ebenfalls Berücksichtigung.
Als ausgestorbene Arten haben zu gelten: Splachnum vasculosum und
Meesea trichodes Spr.
Als zweifelhaft gelten: Alicularia compressa Nees, Haplozia caespiticia
Dum., Barbula paludosa Schl., Physcomitrium acuminatum Br. eur.
Moose, deren Vorkommen im Harz Verfasser nicht bezweifelt,
deren sicherer Nachweis aber wünschenswert erscheint, sind:
Pellia Neesiana Gotsch., Aneura incurcata Steph., Sarcoscyphus densifolius Nees,
Scapania subalpina Nees, Jungermannia, socia Nees, Weisia rutilans Lindb.,
Cynodontium schisti Lindb., Trematodon ambiguus Hornsch., Dryptodon patens
Brid., Bryum lacustre Bl, Amblystegium Kochii Br. eur.
Noch auffindbar wären: Sporledera palustris, Crossidium squamigerum
Jur., Bryum Warneum, Bryum Schleicheri var. latifolium, Bryum cirratum H. et H.,
Philonotis caespitosa Wils,, Polytrichum decipiens Limpr., Scleropodium illece-
brum Br, eur., Eurhynchium speciosum, Rhynchostegiella curviseta et Jacquini,
Plagiothecium latebricola Br. eur., Cratoneuron decipiens, Calliergon trifarium
Kindbg. und Drepanocladus capill'iolius West,
Von den sonstigen kritischen Bemerkungen interessieren uns noch:
Andreaea lancifolia Hampe iin sched, ex herb. Scheffler, mit genauer
Diagnose; weicht von A. alpestris und den Formen von A. petrophilea ab,
Neue Varietäten und Formen sind: Rhacomitrium sudeticum Br. eur. var,
obtusifolium Loeske (Parallelform zu Rh. affıne var. obtusum), Webera Corrensü
Limpr., Philonotis fontana forma propalugifera Loeske (leicht abfallende Kurz-
triebe in Menge; vielleicht eine Parallelform zu Phil. calcarea var. fluitans Matou-
scheck) und Hypnum lacunosum (Brid.) Loeske forma pinetorum Loeske (habituell
durch die dunkelgrünen,, mehr verflachten Rasen stark abweichend und an
Scleropodium purum erinnernd). Die Standorte des Trichostomum caespitosum
Jur. und Rhynchostegium rotundifolium im Gebiete sind die nordöstlichsten für
Deutschland; Tortella squarrosa Limpr. erscheint als am weitesten gegen Norden
und Osten von Deutschland vorgeschoben.
Folgende interessantere Funde werden durch dieses Werk seit dem
Erscheinen der letzten floristischen Arbeiten aufgezählt: Mörckia Blyttü,
Aneura latifrons, Gymnomitrium obtusum, Diplophyllum Michauxii, Scapania
aspera, Sc. rosacea, Jungermannia heterocolpos, Hornschuchiana, Mildeana,
Cephalozia fluitans, symbolica, Francisci, Cephaloziella Jackii, erosa, Lophocolea
eiliata, Sphagnum molle, Torreyanum, obesum, Andreaea lancifolia, Ephemerum
cohaerens, Acaulon triquetrum, Hymenostomum rostellatum, Gymnostomum
calcareum, Dicranum congestum, Campylopus subulatus, Fissidens gynmnandrus,
Trichostomum erispulum, caespitosum und mutabile, Tetraplodon mnioides,
Physcomitrium eurystomum, Enthostodon ericetorum, Webera Rothii, Bryum
rubens, Philonotis seriata, Thuidium pseudotamarisci, Brachythecium Mildeanum,
Rotaeanum, Rhynchostegium rotundifolium, Plagiothecium striatellum, Ambly-
Ber;
Fr
(325)
stegium trichopodium, Chrysophypnum protensum, Drepanocladus subaduncus,
pseudofluitans, Schulzei. Anhangweise sei bemerkt, daß nach dem Erscheinen
des Werkes Ferd. Quelle für den Harz Myurella julacea nachgewiesen hat.
Seite 327—333 enthalten Nachträge und Richtigstellungen (auch in nomen-
klatorischer Hinsicht); den Schluß des Werkes bilden: Übersicht des Inhaltes
und das Verzeichnis der Pflanzennamen des systematischen Teils und der
Nachträge. Prof. Matouschek (Reichenberg, Böhmen),
Migula, W. Kryptogamenflora, Moose, Algen, Flechten und Pilze.
(V.—VI. Band von Dir. Prof. Dr. Thome&s Flora von Deutschland,
Österreich und der Schweiz) V. Moose. Lief. 10—14. Gera, Reufs
J.L. (Fr. von Zezschwitz, vormals Fr. Eug. Köhlers bot. Verlag) o.
J- Preis jeder einzelnen Lieferung 1 M.
Von den 45 Lieferungen, auf welche das vorstehend genannte zur Ein-
führung in das Studium der Kryptogamen besonders geeignete Werk berechnet
ist, ist nun fast der dritte Teil erschienen. Es dürfte daher zweckmäßig sein,
nachdem wir bereits wiederholt auf dasselbe aufmerksam gemacht haben (Hed-
wigia Beibl. 1901 No. 5 p. 146, Beibl. 1902 No. 2 p. 70, Beibl. 1903 No. 3 p. 133)
die seitdem erschienenen Hefte einer kurzen Besprechung zu unterziehen, zu-
mal da in kurzer Zeit der die Moose behandelnde Teil vollendet vorliegen
wird. Die neuen Lieferungen schließen sich in Bezug auf die Durchführung
des vom Verfasser und Verleger entworfenen Planes, eine mittlere Krypto-
gamenflora in möglichster Vollständigkeit mit genügenden und guten Abbildungen
für das im Titel bezeichnete Gebiet zu liefern, den früher erschienenen würdig
an. Die Charakteristik der Gruppen, Familien, Gattungen etc., sowie die
Diagnosen der Arten und Varietäten sind kurz und präzis gehalten und werden
ohne das für den Anfänger nur lästige Beiwerk von Synomymik, Citaten und
allzu weitgehender Anführung der speziellen Fundorte gegeben und die analytischen
Übersichten für die Familien und Gattungen sind genau ausgearbeitet und führen
mit Sicherheit auf die zu bestimmenden Arten. Der Text bezieht sich noch
durchaus auf Moose, während in den beiden zuletzt erschienenen Lieferungen
bereits sich auf Phycochromaceen und Diatomeen beziehende Algentafeln aus-
gegeben werden, und zwar bringt der Text die Fortsetzung des beschreibenden
Teiles von folgenden Bryineenfamilien: von der Gruppe der Acrocarpae die
Meesiaceae (Schluß), Aulacomiaceae, Bartramiaceae, Timmiaceae, Polytrichaceae.
Buxbaumiaceae und von der Gruppe der Pleurocarpae die Fontinalaceae, Cry-
phaeaceae, Neckeraceae, Pterygophyllaceae. Fabroniaceae, Leskeaceae, Hypna-
ceae (Anfang).
Was wir bei den früheren Besprechungen sonst noch von der Brauchbar-
keit des für verhältnismäßig billigen Preis zu erwerbenden Werkes gesagt
haben, können wir hier nur bestätigen.
Porsild, M. P. Zur Entwickelungsgeschichte der Gattung Riella
(Flora XCH. 1903. p. 431—456).
Der Verfasser gibt in dieser Abhandlung die Ergebnisse seiner Untersuchungen
über die Entwickelungsgeschichte besonders der von ihm (Bot. Tidsskr. XXIV.
p- 323) beschriebenen neuen Art R. (Trabutiella) Paulsenii, von welcher eine
üppige Kultur aus Schlammproben, welche O. Paulsen bei Bokhara in Central-
asien sammelte, erzielt worden war. Derselbe schildert die Keimung der Sporen,
bei welcher sich nach Sprengung des Exosporiums ein Keimschlauch entwickelt,
der sich durch Querwände gliedert und durch fortgesetzte Quer- und Längs-
teilungen in einen senkrecht aufwärts gestellten, flachen, einschichtigen Zell-
körper (Primordiallobus) verwandelt, an dem eine Scheitelzelle nicht zu beobachten
(326)
ist, und an dessen Basis sich Rhizoiden entwickeln. Die vegetative Vermehrung
erfolgt durch Adventivsprosse, welche sich nie an üppig vegetierenden Individuen
bilden, oft oberhalb von Beschädigungen, gewöhnlich am Stengel oder der Stengel-
kante und durch Brutknospen, welche an üppig vegetierenden ausgewachsenen
Exemplaren am Stengel zwischen den Blättern entstehen und nach Lostrennung
zur Oberfläche des Wassers steigen. Die jungen Pflanzen aus den Sporen, die
Adventivsprossen und die Brutkörper entwickeln sich in der gleichen Weise in-
dem sich immer ein Primordiallobus bildet. Über dem schmäleren Basalende
des letzteren entwickelt sich eine meristematische Zone, an einem oder beiden
Rändern dieser Zone entstehen ein bis zwei Vegetationspunkte. Durch die
Wirksamkeit des Vegetationspunktes wird der Primordiallobus zur Seite ge-
schoben und es entwickelt sich als Neubildung einerseits der Stengel mit den
Blättern, andererseits der Dorsalflügel mit den Geschlechtsorganen. Primor-
diallobus und Dorsalflügel liegen in derselben Ebene und sind von
Anfang an vertikal gestellt. Auch im Vegetationspunkt fehlt normal eine Scheitel-
zelle, doch läßt sich zuweilen bei kräftig vegetierenden Individuen an der Über-
gangsstelle zwischen Stengel und Flügel eine keilförmige Scheitelzelle nach-
weisen, die Segmente aufwärts zum F lügel und abwärts zum Stengel abgibt.
Diese kurzen Angaben mögen hier genügen, um auf die Resultate der Ab-
handlung über die höchst interessante Lebermoosgattung aufmerksam zu machen.
Am Schluß der Abhandlung gibt der Verfasser noch eine Zusammenstellung der
neueren Literatur,
Roth, G. Die Europäischen Laubmoose, beschrieben und gezeichnet.
2. und 3. Lief. Bogen 9—24,. Mit Taf. VIII—XVI, XLIX,
XVII-XXVI. Leipzig (W. Engelmann) 1903.
Das für jeden Bryologen außerordentlich wichtige Werk ist seit dem Er-
scheinen der 1, Lieferung rüstig gefördert worden. Die seitdem erschienenen
beiden neuen Lieferungen bringen die Fortsetzung des beschreibenden Textes
und zwar folgende Familien der Bryineae: Phascaceae (Schluß), Bruchiaceae,
Voitiaceae, Seligeriaceae, Angstroemiaceae, Weissiaceae, Cynodontiaccae, Dicra-
naceae, Leucobryaceae, Campylosteliaceae, Leptotrichaceae, Pottiaceae, Fissi-
dentaceae. Da der Verfasser unseres Wissens nach seit vielen Jahren an dem
Werke gearbeitet hat und das Manuskript zu demselben wohl jetzt völlig fertig
vorliegt, so ist ein regelmäßiges schnelles Weitererscheinen zu erwarten. Da
ferner die bekannte Verlagsbuchhandlung ihr Möglichstes tut, um das Werk in
jeder Beziehung gut auszustatten, was auch die beiden neuen Lieferungen be-
weisen, so ist anzunehmen, daß das Werk einen großen Kreis von Käufern
finden wird. Ist dasselbe doch auch geeignet, dem sich mit der europäischen
Moosflora speziell befassenden Bryologen eine ganze Bibliothek zu ersetzen und
der Preis gegenüber der guten Ausstattung ein so geringer, daß es jedem
Freunde der Bryologie leicht fallen wird, das Werk zu erwerben. Keinesfalls
darf das Buch in einem botanischen Museum oder Institut fehlen. Jeder Freund
der zierlichen Mooswelt wird das Erscheinen einer jeden Lieferung mit Freuden
begrüßen,
Vaupel, Fr. Beiträge zur Kenntnis einiger Bryophyten. (Sonder-
abdruck aus Flora XCI. Heft 3. 1903). Inauguraldissertation.
München (Druck von Val, Höfling) 1903.
Der Verfasser kommt am Schluß seiner Abhandlung zu folgender Zusammen-
fassung der Ergebnisse:
1. Die männliche Blüte von Mnium ist eine zusammengesetzte, auf welche
der von Hofmeister für Polytrichum angenommene Typus genau paßt, indem
(327)
jede Antheridiengruppe einem dem Antheridienstand von Funaria analogen
Zweig entspricht, bei welchem das erste Antheridium aus der Scheitelzelle
hervorgegangen ist, während der Entstehungsort der übrigen Antheridien ein
verschiedener ist. In der Mitte der Blüte ist die Blattbildung vollkommen unter-
drückt, indem die jüngsten Segmente nicht mehr in einen fertilen und einen
sterilen Abschnitt geteilt, sondern ganz zur Antheridienbildung verwandt werden,
Auch die Stammscheitelzelle wächst zu einem Antheridium aus, so daß ein
Durchwachsen des Scheitels unterbleibt.
2. Die Blüte von Polytrichum ist eine zusammengesetzte; sie weicht jedoch
insofern von dem Hofmeister-Leitgeb’schen Schema ab, als die Zweigscheitel-
zellen nicht zur Bildung der ersten Antheridien der einzelnen Antheridiengruppen
verwandt werden, sondern bis zur Anlage der letzten Antheridien erhalten
bleiben. Infolge ihrer schiefen Lage im Gewebe sind die Zweigscheitelzellen
als solche schwer zu erkennen.
3. Bei Catharinea Hausknechtii konnte die Entwicklung der Blüte nicht
verfolgt werden, weil das vorhandene Material noch nicht weit genug entwickelt
war. Immerhin ließ sich die interessante Anordnung der Antheridien- und
Archegonienstände beobachten und zeigen, daß hier die Archegonien dieselbe
Anordnung zeigen, wie bei Polytrichum die Antheridien. Sie ist von Hy offenbar
mit Catharinea undulata verwechselt worden,
4. In bestimmten Zellen der Paraphysen von Mnium cuspidatum und Poly-
trichum juniperinum, sowie der Antheridien des letzteren ist eine braune gegen
Säuren unempfindliche Substanz eingelagert, welche offenbar ein Eindringen
des von außen auf die Blüte gelangten Wassers in das Stämmchen zu verhindern
hat, damit es den Antheridien voll und ganz zugute kommt.
5. Nachdem Goebel darauf hingewiesen hatte, daß bei der Entleerung von
Lebermoosantheridien die Antheridienwand aktiv beteiligt ist, konnte festgestellt
werden, daß dieser Vorgang auch bei Marchantia auf der Quellung von in den
Antheridienwandzellen abgelagertem Schleim beruht.
6. Die Rhizoidenbündel der Polytrichaceen sind bis jetzt falsch abgebildet
worden, indem sie nicht einem Strick, sondern einem Kabel zu vergleichen sind,
da die schwächeren Rhizoiden um ein stärkeres herumgedreht sind. Verschiedene
Versuche und Beobachtungen ergaben, daß sie in erster Linie der Wasserleitung
dienen, wobei eine gleichzeitige Funktion als Haftorgane nicht abgewiesen
werden soll. Aus dem Auftreten von Knospen an den Rhizoidenbündeln von
Catharinea undulata hat Schimper geschlossen, daß es sich dabei um Rhizome
handele, solche giebt es aber bei Catharinea undulata überhaupt nicht; die
Knospen entstehen vielmehr aus den Rhizoiden.
Lindmann, C. A. M. Beiträge zur Kenntnis der tropisch-amerikani-
schen Farnflora. (Arkiv för Botanik I. Stockholm 1903. p. 187—275.
Taf. 7—14.)
In dieser Abhandlung gibt der Verfasser eine Aufzählung besonders der
von ihm in Brasilien und zwar in den Provinzen Rio de Janeiro, Minas Gera&s,
Rio Grande do Sul, Matto Grosso und in Paraguay und im Gran Chaco gesammelten
Pteridophyten. Da dem Verfasser bei seinen Bestimmungen das reichhaltige
im Reichsmuseum zu Stockholm und im Herbar Swartz vorhandene Vergleichs-
material zur Verfügung stand und derselbe allem Anschein nach mit großer
Vorsicht bei denselben vorgegangen ist, so dürfte die Abhandlung einen sehr
wertvollen Beitrag zur Farnflora der genannten Länder darstellen, Was der
Verfasser in der Einleitung über seine Bestimmungsarbeit und über die Art und
Weise, wie solche seit nun schon Jahrzehnten gewöhnlich ausgeführt werden,
(328)
sagt, ist recht beherzigenswert. Ganz besonders möchten wir auf einen Passus
aufmerksam machen, in dem er davon spricht, wie wenig es von Nutzen ist,
die exotischen Formen zu kollektiven Arten zusammenzuwerfen wie z. B.
Hooker und Baker oft getan haben: »Dieses Verfahren befördert nicht unsere
Übersicht über die große Menge der Formen, verdunkelt im Gegenteil unseren
Blick für die reiche Mannigfaltigkeit der tropischen Flora und wirkt entschieden
hemmend auf die richtige Auffassung von veränderlichen und konstanten Merk-
malen.« »Viele interessante aber seltene Arten werden leicht, um eines trivialen
und wohlbekannten Namens willen, entweder nicht mehr gesammelt oder in den
Sammlungen auf lange Zeiten vergraben und vergessen.« »Es ist ein Irrtum,
daß man die tropische Flora schon hinreichend kennen sollte, um zwei oder
mehrere Formen zu vereinigen, nur deshalb, weil sie durch gewisse äußere
habituelle Merkmale übereinstimmen, obgleich öfters eine geringe Vergrößerung
hinreichen würde, um den Unterschied an den Tag zu legen; sind doch über
die tropischen Arten rücksichtlich der systematischen Bedeutung nur äußerst
wenige Kulturversuche angestellt worden und nur selten können wir wissen,
wie weit diejenigen Arten, die für unsere Augen durch Übergangsformen mit
einander verbunden sind, auch wirklich in einander übergehen können.« »Das-
selbe gilt auch in betreff der arktischen Flora,«
Auch alles das, was der Verfasser über die vorhandene, besonders neuere
Literatur sagt, sind wir geneigt, zu unterschreiben. Auch der Referent ist wie
Verfasser zu dem Schlusse gekommen, daß eine Bestimmung der Pteridophyten
mit Hülfe der Literatur allein ohne Einsichtnahme der Originalexemplare nicht
nur viel Mühe und Geduld erfordert, sondern auf vielen Punkten sehr unsicher,
Ja sogar unmöglich ist,
Der Verfasser hatte Gelegenheit, eine Anzahl von Swartz’s alten Arten, die
von späteren Autoren gänzlich verkannt oder ganz vergessen wurden, nach den
Originalexemplaren in dem Herbar desselben wiederherzustellen. Aus prak-
tischen Gründen folgt er in Bezug auf Begrenzung der Gattungen und Nomen-
klatur Hooker und Baker’s Synopsis Filicum, jedoch mit Abweichungen, die
durch andere Auffassung der Speziesgrenzen bedingt wird,
Im nachfolgenden geben wir die Aufzählung der vom Verfasser aufgestellten
neuen Arten, Varietäten und Formen, sowie der von ihm gemachten neuen
Namenskombinationen:
Lindsaea lancea (L.) Mett. forma genuina, f. montana (Fee), (syn. L. montana
Fee) £. marginalis, L. nervosa, L. guianensis (Aubl.), L. coriifolia, Adiantum
glareosum, Ad. incertum, Ad, rectangulare, Ad. sordidum, Asplenium erectum
f. serrata, f. mitigata, Aspl. lunulatum Sw. (non auct. recent.) var. Swartzii (syn.
Aspl. dolabella Kunze?), var. communis, var. fluminensis, Aspidium aculeatum Sw.
f. simplicior, Nephrodium gongylodes (Schkuhr), Polypodium camporum, P. tetra-
gonum Sw. var. incompleta, P. riograndense, P. leptophyllum Moritz in sched.,
P. siccum, P, transiens (syn. P. longipes Fte. non Link), P. pectinatum L. var.
squamosa, P. cinerascens (P, pectinatum auct. ex p.), P. microsorum (P. pecti-
natum auct. ex p.), P. Bakeri (syn. P. pectinatum var. Glaziovii Bak. in sched.),
P. vulpinum, P. repens (Aubl.) Sw. var, abrupta, Gymnogramme Regnelliana,
Acrostichum scalpturatum (F&e) (syn. Heteroneuron Fee), Acr. pervium, Aneimia
anthriscifolia Schrad, f. nana und var. rotundata, An. laxa, An. palmarum.
8 gut ausgeführte Doppeltafeln, auf denen einzelne Blattteile, seltener ganze
Habitusbilder vieler der neu aufgestellten Arten, Varietäten und Formen und
einiger älteren abgebildet sind, zieren die wertvolle Abhandlung.
(329)
C. Neue Literatur.
Zusammengestellt von E. Nitard y.
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Berthoumieu. Flore carbonifere du Centre. Fin. (Rev. Scient. Bourbonn. et
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Collins, F. S. Isaac Holden. (Rhodora V. 1903. No. 57. p. 219--221.)
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Gozzaldi, M. I. J. Thomas Potts James. With portrait. (Bryologist VI, 1903,
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Just. Botanischer Jahresbericht, hrsg. v. K. Schumann. XXIX. (1901),
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Tieren, Biographien, Pteridophyten, Bacillariaceen, Register. p- 641—1024, —
XXX. (1902), 1. Abt, Heft 3 u. 4 (Schluß): Schizomyceten, Pflanzengeographie,
Allgemeine und spezielle Morphologie und Systematik der Phanerogamen,
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Kohl, F. G. Untersuchungen über die von Stilbella flavida hervorgerufene
Kaffeekrankheit mit Angaben der aus d. Untersuch., sich ergeb. Maßreg. geg.
d. Pilzepidemie. Mit 3 Tfln. (Beih. z. Tropenpflanzer 1903. p. 61—77.)
Koningsberger, J. C. Ziekten van Ryst, Tabak, Thee en andere Cultuur-
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Lüke. Weiteres zur Lyda-Kalamität. (Ztschr. Jagd- u. Forstw. XXXV. 1903.
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Omeis, Th. Über die an der landwirtschaftlichen Kreisversuchsstation zu
Würzburg ausgeführten Versuche und Untersuchungen bezüglich Bekämpfung
der Peronospora viticola De Bary (Blattfallkrankheit der Rebe). fig. (Prakt.
Blätt. f. Pflanzenbau u. -Schutz I. 1903. 6. p. 61—66.)
Oudemans, C. A. J. A. en Koning, C. J. Over eene nog onbekende, voor
de tabaks cultuur verderfelyke Sclerotinia (Scl. Nicotianae Oud. et Kon.),
‘Med 1 pl. (Versl. K. Akad. Wet. 1903. p. 48—59.)
Perrand, J. Le clochage de la Vigne. (Rev. Viticult. XX. 1903. p. 49—50.)
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Reifs. Gipfeldürre der Fichte. (Forstwiss. Centralbl. XXV. 1903. p. 502—504.)
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Collins, F. S., Holden, J., Setchell, W. A. Phycotheca boreali-americana.
Fasc. XXI. No. 1001—1050. Mai 1903.
Die Sammlung enthält folgende besonders erwähnenswerte Arten: Oscilla-
toria chalybea var. genuina Gom., Phormidium Treleasei Gom,, Lyngbya sub-
tilis Hold., L. Lagerheimii (Moeb.) Gom., Nodularia Harveyana (Thwait.) Thur.,
Polythrix corymbosa (Harv.) Grun., Spirogyra spreeiana Rab., Microspora tumi-
dula Haz., Cladophora expansa var. glomerata Thur., Vaucheria Thuretii Wor.,
Siphonocladus tropicus (Cr.) J. Ag., Acetabularia Farlowii Solms, Pogotriehum
fillforme Reinke, Hecatonema maculans form. soluta Coll., Chantransia corymbi-
fera Thur., Martensia Pavonia J. Ag., Herposiphonia tenella (Ag.) Falk, H. Pecten-
Veneris (Harv.) Falk., Cryptosiphonia Grayana J. Ag., Sarcophyllis arctica
Kjellm., Peysonnelliopsis epiphytica Setch. et Laws., Corallina ungulata Yendo.
Clinton, G. P. Ustilagineae. Economic Fungi Supplement including species
of scientific rather than of economic interest. No. C1—-C 100, Cambridge
Mass. 1903,
Diese äußerst interessante Zusammenstellung nordamerikanischer Ustilagi-
naceen enthält nachstehende Arten, welche in reichlichen und schön konservierten
Exemplaren herausgegeben werden, von den verschiedenen Standorten und
häufig auf verschiedenartigen Nährpflanzen:
Burillia pustulata Setch., Cintractia externa (Griff) Clint., C. Caricis (Pers.)
Magn., C. Junci (S.) Trel., C. Montagnei (Tul.) Magn., Doassansia deformans
Setch., D. Martinoffiana (Thüm.) Schr., D. opaca Setch., D. Sagittariae (West.)
Fisch, Entyloma Compositarum Farl., E. fuscum Schröt., E. Linariae var. Vero-
nicae Wint., E. lineatum (Cook.) Dav., E. Lobeliae Farl., E, Menispermi Farl.
et Trel., E. microsporum (Ung.) Schröt., E, Nymphaeae (Cunn.) Setch., E. Physa-
lidis (K. et C.) Wint., E. polysporum (Pk.) Farl., E. speciosum Schr. et P. Henn.,
E. Thalictri Schröt., Melanopsichium austro-americanum (Speg.) Berk., Schizo-
nella melanogramma (D. C.) Schröt., Sorosporium Ellisii Wint., S. Syntherismae
(Peck) Farl., Sphacelotheca Hydropiperis (Schum.) De Bar., Sph. Ischaemi (Fckl.)
Clint., Sph. Reiliana (Kühn.) Clint,, Sph. Sorghi (Lk.) Clint., Thecaphora deformans
Dur. etMont., Tilletia foetens (B. etC.) Trel., T.pulcherrima Ell. etGall., Tolyporium
bullatum Schröt., T., EriocauliClint., Tracya Lemnae (Setch.) Syd., Urocystis Agropyri
(Preuß) Schröt., U. Anemones (Pers.) Wint., U.Cepulae Frost, U, Waldsteiniae Peck,
Ustilago anomala Kze., U. Avenae (Pers.) Jens., U. bromivora (Tul.) Fisch. W., U.
Crameri Körn., U, Crus-galli Tr. et Earl., U. Eriocauli (Mass.) Clint., U. Hordei (Pers.)
Kell, et Sw., U.hypodytes(Schl.)Fr., U.laevis (Kell. et Sw.) Magn., U. longissima (Sow.)
Tul. var. macrospora Dav., U, Mulfordiana El. et Ev., U. nuda (Jens.) Kell. et
Sw., U. Oxalidis EI], et Tr., U. panici glauci (Wallr.) Wint., U. Panici-leucophaei
Bref., U. perennans Rostr., U. pustulata Tr, et Earl ‚ U. Rabenhorstiana Kühn,
LE aaa Zn u ll u a I Adln nn m m u
(347)
U. sparsa Und., U. spermophora B. et C., U. sphaerogena Bur., U, striiformis
(West) Niessl., U. Uniolae EIl. et Ev., U. utriculosa (Nees) Tul., U. Zeae (Beckm.)
Ung. — Der vorliegende Band ist sehr schön und zweckmäßig ausgestattet.
Jaap, O. Fungi selecti exsiccati. Ser. II. No. 26-50. Oktober 1903.
Vorliegendes Fascikel enthält nachstehende interessante Arten in reichlichen
Exemplaren, oft in mehreren Kapseln und in verschiedenen Entwickelungs-
stadien:
Synchytrium sanguineum Schröt. in Cirsium palustre, Physoderma Butomi
Schröt. Hamburg, Exoascus Crataegi (Fuck.), Plasmopara obducens Schröt,,
Peronospora Potentillae De Bar., Hypocrea fungicola Karst., Mycosphaerella
Iridis, (Auersw.), Ustilago Goeppertiana Schröt., Thecaphora capsularum (Fr.),
Coleosporium Potentillae (Str) Lev., Uromyces Chenopodii (Dub.) Schröt. Ins.
Röm,, Puccinia Smilacearum, Phalaridis Kleb. I, II, II, P. Ari-Phalaridis (Plowr.)
Kleb. I, II, II, P. limosae P., Magn. I, II, III, P. Pringsheimiana Kleb. I, II, III,
P. Pulsatillae Kalchbr. Brandenb., Exobasidium Vaccinii-uliginosi Boud., Hymeno-
chaete tabacina (Sow.) Lev., Thelephora radiata (Holmsk.), Pholiota mycenoides
Fr., Darluca hypocreoides (Fuck.), Heterosporium Magnusianum Jaap n. sp.,
Cercospora Sagittariae EIl, et Kell. Hamburg.
Sydow, P. Uredineen. Fasc. XXXIV—-XXXV, No. 1651—1750,
Die Kollektion enthält folgende interessantere Arten:
Uromyces Limonii DC. I, II, IH auf Statice Gmelini aus Istrien; Puccinia
Cardui-pycnocephali Syd., Istrien; P. Cesati Schröt. Istrien; P. crepidicola
Syd. I, III, Istrien; P. extensicola Plowr. I, Istrien; P. grisea (Str.) Wint.,
Österreich; P. Vincae (DC.) Berk., Österreich; Melampsora Euphorbiae duleis
Otth II, III. auf Euphorbia carniolica, Österreich; Hyalospora Adianti-Capillus-
Veneris (DC.), Österreich; Zaghuania Phyllireae I, I, IU, Istrien: Aecidium
Galasiae Syd. n. sp. auf Galasia villosa, Österreich; Caeoma exitiosum Syd.
n. sp. auf Rosa pimpinellifolia, Istria; Uromyces Salsolae Reich., Rumänien;
Puccinia abrupta Diet. et Holw., N.-Amer.; P. Actinellae Webb., N.-Amer.;
P. aromatica Bub. II, III, Böhmen; P. Astrantiae Kalchbr., Böhmen; P. evadens
Harkn, I, IN, Californien, P. Gerardiae Syd. n. sp., N.-Amer., P. Hemizoniae
Ell. et Trac., Californien; P. longissima Schröt. I, II, II, Böhmen; P. Mühlen-
bergiae Arth. et Peck, N.-Amer.; P. obtecta Peck, Californien; P. Pattersoniae
Syd.n. sp. auf Tripsacum dactyloides, N.-Amer.; P. Windsoniae Schwein., N.-Am.;
Ravenelia Longiana Syd., Texas; R. papilifera Syd. n. sp. Lindheimeria Schl.,
N.-Amer.; Melampsora arctica Rostr. Salix retusa, Montenegro; M. Quercus
(Brond.) Schröt., Frankreich; Peridermium Pini-Thunbergii Diet., Japan; Aeci-
dium conorum Piciae Rees, Finnland; Aec. Deutziae Diet., Japan; Aec, Ari-stalici
(Requ.), Frankreich.
Rehm. Ascomycetes exs. fasc. 31.
In rascher Folge kommt dieser Fascikel mit einer Anzahl seltener und
neuer Arten, welche ich insbesondere Beiträgen der Herren Prof. Dr. v. Höhnel,
dann Dr. Volkart, Prof. Dr. Magnus, Dr. Feltgen, Abb. Bresadola, Shear,
H. Sydow und Feurich verdanke. Sie beweisen, wie die Erforschung der
Ascomyceten in systematischer und pflanzengeographischer Beziehung noch
weitere, ernstliche Arbeit erheischt.
Neufriedenheim-München, 15. November 1903. Dr. Rehm.
1501. Helvella monachella Fries. 1502, Sclerotinia Betulae
Woronin c. apoth. 1503. Dasyscypha calyciformis (Willd.) Rehm. Auf
der Rinde von Abies alba. Exs.: Linhart f. hung. 283. (Hierher gehört als
Synon. D. resinaria bei Schröter (Schles. III. 2. p. 84.) Dagegen ist Lachnella
resinaria Cooke et Phill. »on resin of spruce fir«, mit mehr weniger kugligen
(348)
Sporen und kleineren Apothecien, auf ausgelaufenem und geschwärztem Harz
von Fichten wachsend, besser als eigene Art zu erachten (Cfr. Lachnellula
resinaria Rehm Discom. p. 864). 1504. Pezizella epicalamia (Fuckel)
Rehm f. juvenilis (Apothecien zuerst fast farblos, dann unten bräunlich;
parenchymatisches Gehäuse, Sporen ohne Öltröpfchen). 1505. Mollisia
poaeoides Rehm (apotheciis imperfecte evolutis)., 1506. Naevia perpu-
silla Rehm n. sp. Apothecia sparsa, primitus immersa, globoso-clausa, dein
per epidermidem triangulariter vel longitudinaliter dilaceratum emergentia,
patellaria, orbicularia, 150—200 u diam., excipulo parenchymatice contexto, mem-
branaceo, subhyalino, demum fuscidulo, disco hyalino, sieca prosus sub epider-
mide immersa. Asci clavati, 25—30/4 u, 8-spori. Sporae clavatae, rectae,
1-cellulares, utrinque guttulam oliosam minutulam includentia, hyalina, 5—7/1,5 w,
disticha. Paraphyses filiformes, 1 «, ad apicem septatae et — 3 u cr., hyalinac.
Porus ascorum J-+. Ad folia sicca Nardi, in silva montis Taubenberg Bavariae
sup. leg. Dr. Rehm. (Unterscheidet sich insbesondere durch die winzigen Sporen
von den beschriebenen Arten und kann nur stark angefeuchtet gut aufgefunden
werden.) 1507. Cenangiumssalicellum v. Höhneln.sp.»Schläuche 95—100/8—9 u,
Sporen 13—20/3—3,5 u, selten mit Querwand«, während die Sporen von Ce-
nangium Salicis Schröter (Schles. II. 2. p. 139) 11—13/6—7 u sind. 1508. Scle-
roderris fuliginosa (Pers.) Karst. 1509. Magnusiella Umbelliferarum
(Rostr.) Sadeb. Synon.: Taphrina Oreoselini Mass. (Cfr. Sacc. Syll. VIH. p. 815.
Giesenhagen (Taphrina etc. ‘in botan. Zeitg. 1901. p. 133.) 1510, Taphrina
polyspora (Sadeb.) Johans. Exs.: Rabh. f. eur. 2309, Rabh. Winter f. eur, 3471,
Krieger f. sax. 1254, Linhart f. hung. 353. 1511. Exoascus Rostrupianus
Sadeb. 1512. Coronophora Nitschkei Sacc. Syn.: Calosphaeria Nitschkei
Winter (Pyren.p.819), Calosphaeria myriosporaNke.(Pyren. p.10). 1513. Diaporthe
(Euporthe) brachycerasSacc. 1514. Hypoxylon crustaceum (Sacc.) Nke.
Exs.: Rabenh. f. eur. 2433, 1515. Phyllachora Trifolii (Pers.) Fckl. Exs.:
Fuckel f. rhen. 1022, Linhart f. hung. 375, Plowright Sphär. brit. I. 17, Rabh.
hb. myc. II. 657, f. eur. 1331, Sacc. Myc. Ven. 644, Thümen f. austr. 969, sämt-
lich ohne Schläuche und Sporen, welche auch alle Autoren als bisher unbekannt
angeben, mit Ausnahme von Cooke (Grevillea XII. p. 63): »sporae ellipticae,
hyalinae, continuae, 20/10 «. Eine anderweitige Notiz beschreibt die Sporen
elliptisch 10—12/5 « in keuligen Schläuchen. Mit dieser Angabe stimmen die
Sporen in den vorliegenden Exemplaren nur in der Größe; sie sind keulig,
beidendig stumpf, 9—11/5—6 u und enthalten meist einen großen zentralen Öl-
tropfen, 8 liegen zweireihig in keuligen Schläuchen 50—60/—12 u. Offenbar
entwickeln sich die Schläuche und Sporen erst an ganz verdorrten Blättern, auf
deren Oberseite die reifen Perithecien liegen. 1516. Pleospora urceolata
(Schär.) Rehm. Pleospora Engeliana (Sauter) Winter. Dacampia Engeliana
Sauter 1855! (Körb. syst. lich. p. 326, par lich. p. 466). Xenosphaeria Engeliana
Trevis. Sphaeria Solorinae Montg. 1857! Endocarpon urceolatum Schär. (par.
lich. p. 233) 1850! Sphaeria urceolata Hepp. Pleospora Solorinae Sacc. (Syll II.
p- 274). Cfr. Berlese, Icon. f. IL. p. 8. tab. III. f. 2, Zopf (Nov. act. Ak. Leop.
Carol. LXX. p. 155. Exs.: Hepp Flechten No, 475. f. 2, Anzi Lich. Langob.
232. 1517. Metasphaeria Brachypodii (Pass.) Sacc. Cfr, Berlese Icon. f.L
p. 132. tab. 140. f. 4 »an demum sporidia 3-septata«? Exs.: Kunze f. sel. 578,
Rabh. f. eur. 2334, Thümen Myc. un, 2159. (Die vorliegenden Exemplare zeigen
bestimint 4zellige Sporen mit größeren Mittelzellen; offenbar entwickeln sich
die Perithecien erst im Frühjahr vollständig.) 1518. Didymella eupyrena
Sacc. 1519. Mycosphaerella hedericola (Desm.) v. Höhnel. Exs.: Briosi
et Cavara, f. paras. 265 c.ic. 1520. Mycosphaerella Asplenii (Awd.) Rehm.
Exs.: Fuckel f. rhen. 2646, Rabh. f. eur. 2438. 1521. Mycosphaerella Fili-
TEE u BT RE» el be REN: SEERNe ur a en
(349)
cum (Desm.) Rehm. Exs.: Rabh. hb. myc. II. 536, ? Plowright Sphär. brit. III.99.
1522. Gnomoniella nana Rehm n. sp. Perithecia sparsa innata, globosa,
demum prominentia inprimis in pagina inferiore foliorum, 300 «4 diam., rostro
cylindraceo, recto glabro, ad apicem acutato, ibique c. 45 « long. subhyalino,
ceterum subfusco, —450 u long., 40—45 u lat. instructa, glabra, parenchymatice
mollia. Asci oblongi, apice rotundati, tenerrimi, 50—55/12—14 u, 8-spori. Sporae
ellipsoideae, 1-cellulares, saepe utrinque guttula oleosa parvula praedita, hya-
linae, 10/5 «, distichae. Paraphyses nullae. Ad folia putrescentia Betulae nanae.
Hochmoor prope Reonried Bavariae sup. Dr. Rehm. (Proxima Gn. tubaeformis
[Tode] Sacc. inprimis ascis minoribus, Gn. vagans Johans. sporarum forma
recedit.) 1523. Phomatospora ovalis (Pass.) Sacc. 1524. Spegazzinula
juglandina v. Höhnel (Ann. myc. I. p. 394). 1525. Mazzantia Brunaudiana
Sacc. et Berl. f. sterilis. (Cfr. Sacc. Syll. IX. p. 1006, Sacc. et Traverso Annal.
myc. L p. 434.) 401b. Acetabula vulgaris Fuckel. 108c. Lachnellula
chrysophthalma (Pers.) Karst. 431b. Diatrype tremellophora Ellis.
Exs.: Rehm Ascom. 431a, Ellis N. am. f, 775, Ravenel f. N. am. 360, Thümen,
Myc. un. 359. 689b. Leptosphaeria Millefolii (Fuckel) Niessl. (Cfr. Berlese
Icon. f. I. p. 83. tab. 7 u. f. 1). 188c. Lophidium compressum (Pers.) Sacc.
(Cfr. Berlese Icon. f. I. p. 17. tab. X. f. 4).
E. Personalnotizen.
Gestorben sind:
Charles Darrah, Kakteenforscher, in Heaton bei Manchester. —
H.G. Timberlake, Assistant Professor der Botanik an der Universität
Wisconsin am 19. Juli. — H. Grosse, Sammler und Kakteenzüchter
in Paraguari, während einer Reise in Bolivia. -- In Moskau der be-
kannte Bryologe Zickendrath am 23. Oktober (a. St.). — Prof.
Dr. Eugen Askenasy aus Heidelberg in Sölden (Tirol).
Ernannt sind:
Dr. J. M. Greenman zum Instruktor für Botanik an der Harvard-
Universität. — Dr. J. E. Kirkwood zum Associate Professor der
Botanik an der Universität Syracuse. — Dr. R. H. Pond zum
Professor der Botanik und Pharmacognosie an der Northwestern
University. — Geh. Ob.-Reg.-Rat Prof. Dr. J. Kühn in Halle zum
Wirkl Geh, Rat, Exzellenz. — Dr. O. Uhlworm, Oberbibliothekar
in Berlin, zum Professor. — Prof. Dr. M. Raciborski und Dr. A.
Zalewski zu außerordentlichen Professoren der Botanik an der Uni-
versität Lemberg.
Reisen.
Der Bryologe Max Fleischer ist nach mehrjährigem Aufenthalt
auf Java über Nordamerika nach Europa zurückgekehrt. — Prof.
Dr. E. Heinricher reiste am 3. Oktober nach Buitenzorg und kehrt
(350)
Ostern 1904 nach Innsbruck zurück. — Dr. Winkler aus Tübingen
ist am 1. Oktober auf ein Jahr nach Buitenzorg gegangen.
Versammlungen.
Die Permanenzkommission des Internationalen Botanischen
Kongresses veröffentlicht ein Zirkular über die Teilnahme der
Kommission an den Vorbereitungen zum II. Int. Bot. Kongr. in
Wien 1905.
Verschiedenes.
Am 15. Oktober d. J. wurde Hugo de Vries von Prof. Went im
Namen seiner holländischen Verehrer die Summe von 4250 Gulden
überwiesen für weitere Untersuchungen auf dem Gebiete der Mutations-
theorie. — Die Bibliothek des verstorbenen Prof. E. Askenasy ist
dem Bot. Inst. Heidelberg zugefallen, sein Herbarium dem Mus.
Senckenberg. in Frankfurt a. M. — Die Universität Heidelberg hat
Alfred Cogniaux den doctor h. c. verliehen. — Die Universität
München hat L. Cockaaye in New-Brighton (N.-Z.) den doctor h. c.
verliehen. — Ein neuer Alpengarten auf der Raxalpe (nahe dem
Habsburghause) wurde im Juli eröffnet. Wissenschaftl. Leiter ist
Prof. Dr. R. v. Wettstein. — Reliquiae Jordanianae. Doubletten
des A. Jordanschen Herbars gelangen zur Ausgabe. Bewerbungen
zu richten an Prof. Roux, Lyon, Rue du Plat. — Die Wiener
Botanische Tauschanstalt (J, Döfler, Wien III, Barichgasse 36)
versendet den Jahreskatalog pro 1903. — Sir Thomas Hanbury,
Besitzer des bot. Gartens von La Mocrtola, hat den bot. Garten von
Wisley Common bei Weybridge gekauft und beabsichtigt, denselben
der Roy. Hortic. Soc. zu schenken.
Hierzu eine Beilage von Gebrüder Borntraeger, Berlin SW. 11,
Dessauerstrafse 29, betr.: H. Klebahn, Die wirtswechselnden Rost-
pilze, Versuch einer Gesamtdarstellung ihrer biologischen Ver-
hältnisse, und Sydow, Monographia Uredinearum.
Redaktion: Prof. Georg Hieronymus und Prof. Paul Hennings in Berlin.
Druck und Verlag von €. Heinrich in Dresden.
Tafel IX.
Hedwigia 1903.
Druck von C. Heinrich, Dresden.
Verlag und
P, Hennings.
Hedwigia 1903.
ED
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Verlag u.Drack v. C Heinrich, Dresden.
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Dr. ©. Burchard, Villa de Orotava, Tenerife,