WISSEXSC'H A FTTjril r: KJi(i KH^ IS.SK
I>E1{ St'HWEDIöCHEX ZOOLOOISCIIEN EXPEDITIOX
DEM KILIMANDJARO, DEM MERU
DEN UMaEBENDEN MASSAISTEPPEN
DEÜTSCH-OSTAFRIKAS
1905—1906
UNTER LEITUNG VON
PROF. DR. YNGVE SJOSTEDT
HEUAUSGEGEBEN MIT UNTERSTÜTZUNG DER KÖNIGL. SCHWEDISCHEN
AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN
3. BAND
ABTEILUNG 15—22
MIT 37 TAFELN; 636 SEITEN.
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Nicht im Buchhandel.
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WISSENSCHAFTLICHE EEGEBNISSE
DEK SCinVEDIStUIEN ZOOLOGISCHEN EXrEDITION
XACIt
DEM KILIMANDJARO, DEM MERU
UND
DEN UMGEBENDEN MASSAISTEPPEN
DEUTSOH-OSTAFRIFvAS
1905—1906
UXTKR l.f:lTUNG VON
PROF. DR. YNGVE SJOSTEDT
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](I^UAUSGEGEBEN MIT UNTERSTÜTZUNG VON ÜEU KONIGL. SCHWEDISCHEN
AKADEMIE DER WISSENSCHAFTEN
3. BAND
ABTEILUNG 15—22
SIIT 37 TAKELN; 636 SEITEN.
TRYCKT HOS
r. PM.MQl'ISTS AKTIEDOI.ACi, STOCKIIÜI.M 1010
8. Band.
INHALT.
15. t'oirodentia. mit 7 Tafeln, S. 1—70. ., .
Seite.
/. TcniiitidfC, von Ynhvk S.iöstkijt, Tat". 1 — 4 1 — 28
i*. CopccHinaihii, von (»ünthku Enijkki-kin, Tat', ö 29 — 40
0. EniliiiiUc. auctore Fii.iiM'o Sii.vkstki, Tat. (_> 41 — 42
4. MuUopliaijit. liy Veknon \, 1\ ki.i.ogo, Taf. 7 43- -DO
Tafelerkläruiigen 14
1(>. IMijsapoda. mit 2 Tafeln. S. X'i'l.
1. l'lu/yapoilM. voll Vu.iv Ti;viinji, Taf. 1—2 1—22
17. Oithopteia, mit 7 Tafeln. S. 1-214.
1. Ih-rmatopleyn, by Mai.coi.m Bükr, Taf. 1 1 — 12
i>. Blattodm. by R. Shelford, Taf. 2—3 13— 48
H. MautoäfU, von Yngve Sjöstedt, Taf. 4 49 — 74
4. Phasmoäea, von Yngve Sjöstedt, Textfig. 1 — 9 In — 90
,-■;. (ifi/Uodia. VDH Yngve Sjüstebt, Taf. f) 91 — 124
fj. Lncuslodt'd. viin Yngve Sjöstedt, Taf. G 12.Ö — 14S
7. Acridiodvd. von Yngve Sj(")stkdt, Taf. 7 149 — 200
Tafelerklärungen 14
1—214
IS. Apterygogeuoa. mit 3 Tafeln, S. 1-20.
1. Culleinfxihi. von Eix.\r Wahi.ohen. Taf. 1 1—10
V. Thiisminra. auetore Fii.ii'i'o Sii.vkstki, Taf. 2 — 3 11-14
Tafelerklärnngen ti
1 — 20
10. Myriopoda. mit G Tafeln, S. 1-04.
1. Jlfifiiopoilii. von (_'aki, (jiF Attems, Taf. 1 — (j 1— (i4
20. Araclnioidea, mit S Tafeln. S. 1 — IN«.
1. Pcdipalj)!, Scoipioncs. So]ifi((//r. Clwlnnclhi. von Ai.n. Tuij.gken. Taf. 1 1 — 1(5
.y. I.rodidrP. par L. G. Neumann 1' '^0
.7. Acari, by Ivak Thag.Ikdh. Taf 2—3 31—58
4. Opiliunes, by William Sörensen, Taf. 4 "^ ^^
->. Tartarkles, by H. J. Hansen ?^~"^^
c. Aranca; von Alb. Tulloren, Taf. Arane» 1—4, Textfig. 1-3 (ex parte) 85—172
Tafelerklärungen 14
1-lSG
31714
21. Cnistacea, mit 2 Tafeln, S. 1—24. g^;^^
1. Decapoda, von Yngve Sjöstedt 1 — 2
S. Isopoda, by G. Budde-Lund, Taf. 1—2 3—20
Tafelerkliirungen 4
1—24
22. Teriues, mit 2 Tafeln, S. 1—36.
1. Oligochceta, von W. Michaelsen, Tal. 1 1—10
2. Cestodes, von Otto Tuhemann, Taf. 2, Texttig. 1 11 — "22
3. Nematodes, by Robert T. Leipee, Textfig. 1 — 9 23 — 26
4. Gordiid(B, par Loeenzo Cameeano, Textf. 1 — 4 27 — 28
5. Hirudinea, von Ludwig Johansson, Textfig. 1 — 3 29 — 32
Tafelerklärungen 4
1—86
15. CORRODENTTA.
1. Teniiitid»
c
von
YNaVE SJÖSTEDT.
Mit 4 Tafeln.
Innerhalb des Gebietes — die Berge Kilimandjaro und Meru nebst der sie am
nächsten umgebenden Massai-Steppe — , welches den Gegenstand der durch diese
Reise bezweckten zoologischen Untersuchungen bildete, war die termito logische Fauna
mit einer einzigen Ausnahme (Termes goliafh Sjöst.) bisher völHg unbekannt; ja über-
haupt war Deutsch-Ostafrika daraufhin sehr wenig untersucht, denn innerhalb dessen
weitgedehnten Grenzen waren unter den aus Afrika bekannten über 130 Species bisher
nur 1 1 hierhergehörige Arten verzeichnet. Ich wandte mich denn auch deshalb sofort nach
meiner Ankimft in diese Berge daran, mir durch eine orientierende Untersuchung
einen Eindruck des allgemeinen Charakters jener Fauna zu verschaffen. Lange blieb
es mir nun nicht verborgen, dass die Termitenfauna dieser Gegenden sich keineswegs
messen konnte mit dem reichen Termitenleben der warmen, feuchten, westafrikanischen
Wälder, deren Natur und Klima schlechterdings eben für diese Tierchen geschaffen zu
sein scheinen.
Seiner Natur nach ein vulkanischer Kegel ragt der Kilimandjaro mit seinem
ewig eisbedeckten Haupt bis zur Höhe von 6010 M. empor, an der Basis einen
Durchmesser von 60—80 Kilometern darbietend. Es liegt auf der Hand, dass ein
Berg, welcher, fast gerade auf dem Äquator gelegen, sich von der flachen, heissen
Steppe bis zur Region das ewigen Schnees und Eises erhebt, eine Reihe verschie-
dener und in verhältnismässig rascher Anfeinanderfolge sich ablösender Vegetations-
bilder nebst damit im Zusammenhang stehende Wechselungen der Fauna besitzen
muss, da ja die Tierwelt sich in der Pflanzenwelt spiegelt und mit ihr verändert.
Dem ist denn auch hier so, und wir werden deshalb diese Zonen — die Steppe, den
Mischwald, die Kulturzone, den Regenwald, die Bergwiesen und die Flechtenregion —
kurz erwähnen lun nachzusehen, von welchen vorauszusetzen sein möchte, dass sie
vorzugsweise jene wärmeliebenden Insekten hegen.
Ringsum die Berge verbreitet sich die Steppe.
Sjönlecllii Kilimainljaro-Meru Erpedition. 15. 1
2 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. l5: 1.
Die einfachste Steppenart ist die Grassteppe, wo ganze Ebenen von hohem oder
niederem Grase ohne nennenswerte Einmischung von darüber hinausragenden Bäumen
und Büschen bedeckt sind.
Auch auf der tyjiischen Grassteppe gewahrt man wohl mitunter ein gekrümmtes
Dorngestrüpp, hie und da sogar einen Baum, eine Akazie oder dgL ; sie finden sich
aber so zerstreut, jedes einzehi für sich, dass sie dem öden, kahlen Gepräge der
Landschaft keinen Einhalt zu thiui vermögen. Inmitten dieser kahlen Grassteppe
oder an Plätzen, wo die Bäume sich zu grösseren oder kleineren Partien zusammen-
gefunden haben, trifft man bisweilen die zerstreuten, weithin sichtbaren, nackten
Hügel des Termes bellicosns an, mitunter in so grosser Zahl, dass sie der Landschaft
auf gewissen Gebieten ein typisches Gepräge verleihen.
Eine überaus charakteristische Steppe ist die Akaziensteppe mit ihren vereinzelt
unter dem Grase zerstreuten und darüber hinausragenden Akazien mit deren öfters
ausgebreitet flachen Baumkronen und grell hellgrünem Laub. Dergleichen fanden
sich allgemein z. B. im Norden in den Niederungen des Meru am Flusse Ngare na
nyuki, und diese bargen gleichfalls vereinzelte Termitenhaufen.
Eine seltsame Form der Akaziensteppe ist jene Fleutakaziensteppe, welche durch
die kastaniengrossen, hohlen, fast stets von Ameisen {Crema.slogasfer tricolor G^RST.y be-
suchten Gallen der Akazien charakterisiert wird, und welche besonders im Nordwesten und
Norden des Kilimandjaro grosse, zerstreute Baumsteppen bildet. Hier sind Termitenhaufen
sparsam. In gewissen Gegenden treten unter dem dann öfters ziemlich hohen Grase
Gebüsch inid niedrige Bäume auf, die sich, aus dem Grase in die Höhe ragend, zu
grösseren oder kleineren, oft dichten Gruppen vereinen, demnach eine Gebüschsteppen-
Formation schaffend. In solchen Gegenden trifft man dagegen oft Termitenbauten,
gern in der Schatte der Bäume oder des Gebüschs.
Eine sonderbare Form der Baumsteppe ist die »Obstgartenste];)pe», die ihren
Namen der auffälligen Ähnlichkeit mit einem alten, in Verfall geratenen Obst-
garten verdankt. Die aus dem bald niederen, bald hohen Grase emporragenden, ohne
jegliche Ordnung vereinzelt, aber in ziemlich gleichen Abständen hingestellten Bäume
ähneln alten, knorrigen Apfelbäumen. Mehr an Pflaumenbäume erinnern hingegen
jene anderer GJegenden, z. B. im Süden am Fusse des Berges bei Kibonoto, im Süd-
osten vom Meru u. s. w. Auch hier sind Hügel von Termes bellicosus bisweilen allgemein.
Den Übergang zur Kulturzone des Berges bildet öfters ein Mischwald, dessen
Benennung davon herrührt, dass einige der typischen Steppenbäume, vor allem
Akazien und Kandelabereuphorbien, für die oberen Regionen des Berges cha-
rakteristischen Bäumen hier begegnen. Oberhalb dieses Mischwaldes, der bisweilen
undeutlich ist, beginnt die fruchtbarste Zone des Berges, das Kulturland. Dieser
Gürtel, der die Stätte der Hütten und Ansiedelungen der Einwohner ist, scheint
früher von Wald bedeckt gewesen zu sein, dessen iTberreste noch hie und da, ins-
besondere in den weniger angebauten Teilen, zu finden sind, und zwar sind sie hier
von einer Schönheit und Üppigkeit, die nirgends sonst auf dem Kilimandjaro ihres
' Die mitgebrachteil Ameisen sind von D:r G. Maye bearbeitet worden.
SJOSTEPT, TKRMITID.E. 3
Gleichen hat. IMit eiiioi- durchschnittlicher Temperatur von etwa 18—20° C — jene
niedrigere im iluli- August, die letztere im Februar, — mit einem absoluten Maximum
von etwa 30,f)'' C und einem iMinimum von 7,''>'' C bietet diese Zone bereits ein zumeist
recht kühles, keineswegs im eigentlichen Sinne tropisches Klima.
Oberhalb der Kulturzone erstreckt sich zwischen 1700-1900 bis 2600— 3000 M.
bei steilerem Anstieg des Berges ein waldiger Gürtel, der Regen- oder tJürtelwald
benannt; weiter oben dehnt sich die offenen .Bergwiesen und die Flechtenzone aus,
an welche sich die bis an den Schnee und Eis gehende karge Natur von Moränen,
Sand und Felsen anscliliesst.
Wie zu erwarten war, zeigte es sich, dass die wärmeliebenden Termiten die
niederen Teile des Berges und die weiter unten gelegene Steppe bewohnen; die
oberen Teile der Kultm-zone (1700—1900 M.) überschreiten sie kaum, oder jedenfalls
nicht gerne. Ihr eigentliches Ausdehnungsgebiet sind die Steppe und der Mischwald,
aber auch die unteren Teile der Kulturzone.
Abgesehen von Termes hellicosus, dessen gewöhnlich 1 — 3 M. hohe, bisweilen
noch grössere, öfters lieuschoberförmige oder unregelmässige, mit Spitzen und Hörnern
versehene Hügel hie und da über die Grassteppe, die Obstgartensteppe und den
Älischwald zerstreut sind, seltener in der Kulturzone, die anstatt dessen von dem
nahestehenden, grösseren und stattlicheren Termes golialh bewohnt wird, dessen Nester
hier gewöhnlich aus grossen, recht flachen, aus rotbraunem Laterit erbauten, jeglicher
charakteristischen Architektur ermangelnden Erdhaufen bestehen, welche Hügel an
mehreren Orten, z. B. auf den Steppen bei Ngare na nyuki unter den nordöstlichen
Abhängen Meru's und am Kware-Flusse wenige Stunden südwärts von Kibonoto so
zahlreich waren, dass sie öfters den einzelnen Teilen der Landschaft ein eigenes Ge-
präge verliehen — , abgesehen von diesen sind die Termiten, wie schon angedeutet
worden, in jenen Gegenden gar nicht allgemein. Hie und da gewahrt man im Misch-
walde kleine fusshohe, schwarze, an der Basis wohl Va — 1 Meter grosse Hügelchen,
welche von kleineren Arten bevölkert sind; hier wurden recht häufig angetroffen: Nasuti
(grössere und kleinere) der bisher unbekannten Art Eulermes segelli, ferner, bisweilen
zusammen mit einander, E. haslatus, E. massaicus, E. parvns und E. bilohaius.
Unter dem Elephantendreck wurde der zur hadius-Qv\\^])Q gehörende Termes
stercorivorus entdeckt, der kleinste der bisher bekannten afrikanischen Vertreter
dieser Gruppe,
In die Kulturzone hingegen gehörte Termes badius, welcher dort als der Feind
der Wohnhäuser, in Proviantkisten, Balken u. dgl. auftrat, ein Gegenstück zum west-
afrikanischen Ettteniies funyifaber, wenn schon nicht so zahlreich und demzufolge
in seiner Vorkommnis weniger zerstörend. Eben diese Art ist es, welche mit
Vorliebe von den grossen schwarzen Räuberameisen {Megaponera foetens Fabr.) ent-
führt wird, deren zumeist gemächlich, in weniger dichten Reihen hinschreitenden
Zügen man bisweilen auf den Wegen in der Kulturzone und in der Niederung begeg-
nete, wo sie gerade von ihren Raubzügen heimkehrten, die getöteten Ameisen —
sowohl Soldaten als Arl^eiter — im Gebiss mitschleppend.
4 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 15: 1.
Die zerstreuten Akazienwäldchen am Flusse Ngare na nyuki bargen gleichfalls.
Termiten und zwar sowohl in alten, umgefallenen Akazienstämmen und -ästen, wo
der kleine gelbköi^fige Etdermes haslatus recht allgemein vorkam, und wo die einzige
im Gebiete angetroffene Calotertnes- Art, vieruensis, entdeckt wurde, als auch in jenen
in den Wäldern und noch mehr in der sie umgebenden Steppe zerstreuten Hügeln
des Termes beUicosus. Hier, an der Steppe, waren in der Regel alle Hügel nackt
und offenbar bevölkert; ein ganz anderes Bild erboten die über die Steppe unfern
der Natronseen zerstreuten, heuschoberförmigen Termitenhügel, welche mit Gras oder
einzelnen Büschen oder buschähnlichem Pflanzengestrüpp überwachsen an die häufig
vorkommenden vulkanischen Hügel jener Gegend erinnerten, und von denen viele
durch ihr verfallenes Äussere andeuteten, dass sie von den Termiten verlassen waren.
Wenn die Steppe infolge der Dürre gelb und verwelkt daliegt, leuchten diese Hügel
öfters weithin durch ihr saftiges Gräsgrün, da die von den Termiten gelockerte
Erde, Avohl auch infolge ihrer Tiefe, die sie nicht so rasch durchtrocknen lässt,
zumeist ein reicheres Wachstum abgibt als die umgebende Steppe mit ihrer oft
dünnen Erdschicht über dem vulkanischen Grund.
Hie und da in der Kulturzone, öfters an freieren Plätzen, zwischen den Bana-
nenfarmen, unter schattigen Bäumen, finden sich die an der Basis im Durch-
messer 10 — 15 Fuss oder mehr betragenden grossen, aber verhältnismässig recht nied-
rigen, ihrem äusseren Baue nach kunstlosen, gewöhnlich flacheren Heuschobern ähn-
lichen, braunroten Erdhaufen des Termes goliath, welche Art eben von dieser Gegend
zuerst beschrieben worden. Während der regnerischen Monate März bis Mai war ihre
Schwarmzeit, und es wurden dann Ausgrabungen unternommen, um Teile ihrer
kunstvollen Wohnungen mit deren Pilzkulturen und dazu gehörigen Kammern, mit
der Königinzelle u. s. w. nach Hause zu bringen. — Der 11. April iiatte mit bewölktem
Himmel getagt, grau lagen die Wolken über der ganzen Steppe. Die bereits früher
begonnene Arbeit mit dem Ausgraben der Termitenpräparate sollte nun fortgesetzt
werden; die Bürden werden auf die schwarzen Träger verteilt und wir begeben uns auf
den Marsch, bald dem durch den nächtlichen Regen schlüiifrig gemachten Wege folgend,
bald ihn verlassend, um in den angrenzenden Bananenfarmen festeren Boden für den Fuss
zu gewinnen. Das Wasser tröpfelt beständig von den hoch über uns in die Luft ge-
reckten Bananenblättern auf uns herab. Nach einer zweistündigen Wanderung langen wir
an einem grösseren Termitenhaufen an, welcher einen flachen Hügel von unbeträchtlicher
Höhe aber etwa 20 Fuss Breite an der Basis ausmacht. Nun fängt das Eröffnen des Hügels
an; es ist dies eine mühsame Arbeit mit Spaten und Hacken. Die Erde ist, nachdem man
durch die lockeren, wennschon zähen, durch den Regen erweichten äusseren Partien ge-
langt ist, so hart wie fester Ton und lässt sich nur schwierig mit dem. Messer schneiden ;
stundenlang erklingen die Hackenschläge, und immer tiefer werden die Höhlungen
ringsum den zentralen, aufragenden Teil, bis endlich das grosse schöne Präparat, ein
ganzes System von Pilzkulturen mit all deren grossen, über einander gelegenen und
durch dünne, zerbrechliche Erdscheiben von einander getrennten, ofenähnlichen Kam-
mern und Zellen blossgelegt ist. Hie imd da, oft ziemlich häufig, werden in den
durchbrochenen Erdwänden in Höhlungen eingeschlossene Pilzkulturen einer anderen
SJOSTEDT, TERMITJD.B. 5
bisher unbekannten Terniitenart {Termes vadschaggte) angetroffen, und zwar in der
({rcKsse einer Haselnu.ss bis zu der einer Wahiuss ; von diesen gehen feine, nach verschie-
denen Richtungen hin verlaufende Gänge, bisweilen mit Erweiterungen, welche von
geflügelten Tmagines vollge])froj>ft waren, die sämtlich mit den Köpfen in einer Rich-
tung hin und zwar ganz dichtgedrängt an einander liegend wie ein heller Büschel aus
der geöffneten Zelle herausragten.
Die Entdeckung dieser Form in den Wänden der Wohnungen jener Art war
von besonderem Interesse. Bekanntlich lebt bei dem dem Termes goliath sehr nahe-
stehenden, aber vor allem durch die unbeträchtliche Grösse der Imagines gut unter-
scheidbaren T. beUicosns unter ähnlichen Verhältnissen der T. incertus, mit dem der
T. radschaggce sehr nahe verwandt, obschon davon deutlich unterscheidbar ist. Somit
hegt jede der beiden nahe zu einander stehenden Arten goliath und hellicosus als
Schmarotzer ihre eigene Termitenart, welche beide wiederum unter einander äusserst
nahe alliiert sind.
Noch andere Höhlungen finden sich in diesen Zellen in den dicken Wänden des
Termitenhügels, und zwar von einer gelbroten, winzigen Ameise mit deren Larven
und Puppen gänzlich angefüllt, so dass, wenn die betreffende Zelle vom Spaten
durchschnitten wird, eine wimmelnde milchfarbene oder gelbrote Masse auf den Erd-
boden gekehrt wird.
Es zeigen sich auch lebhafte Geophiliden, zentimeterlange schwarze Staphy-
liniden (Philonthus peregrinus) kriechen schnell über den Erdboden zwischen den
heriungestreuten Hügelbröckelchen umher, verkriechen sich in die Gänge oder fliegen
in der Luft herum, wo ferner auch eine bisher nicht observierte Forficulide (eine
Chelidura- Art) gewahrt wurde. Hier fand sich auch die termitophile Staphylinide
Tennitobia gastrophysa mit ihrem schwarzen, ungeheuer angeschwollenen, in obiger
Ansicht fast runden, nach hinten etwas verjüngten, nach vorn mit seinem freien
Teil weit über den Thorax hinausragenden Abdomen, dessen breite Bauchschilde
beiderseits über die Ränder der Rückenschilde emporragen. Lebhaft und rasch
läuft sie unter den zerbröckelten Stücken umher, in der Gestaltung an eine Cimex
erinnernd.
Still, nahezu vnilebendig, sitzt in einem geschlossenen Kämmerchen eine Solifuge
— Ceroma ornatum Karsch — man wundert sich, wie sie überhaupt dorthin
gekommen.
Während dem schreitet die Arbeit immer fort, die gleichmässigen Hacken-
schläge dröhnen gegen den harten Boden, immer wieder wird das spitze Eisen mit
erneuerter Wucht in die zähe rotbraime Erde eingeschlagen, grosse und kleine Stücke
springen ab, die rückständige grosse Mittelpartie wird immer mehr isoliert, bald ist
man an den luiteren Fächern vorbei und die Arbeit an der unteren Isolierung des
Blockes beginnt. Es wird immer spannender; das ganze Tagesresultat hängt von
diesen letzten Schlägen ab: ein einziges unvorsichtiges Aufbrechen, und das Ganze
wird zusammenstürzen, im Falle die schöne Wohnung mit den wunderbaren Kam-
mern, Gängen und Pilzkulturen zertrümmernd. Endlich ist der untere schmale Teil
losgebrochen, der rollsteinähnliche Block ist frei; jetzt wird noch die überflüssige
6 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 15: 1.
Erde von ihm entfernt, um sein Gewicht zu vermindern, mit dem breiten, dünnen.
Messer wird Stück nach vStück weggeschnitten, als sei es harter Ton; die Richtungen
der Kammern werden festgestellt, damit überall genügend dicke Wände um die zen-
tralen Teile herum zurückgelassen werden. Wir gehen nun abermals daran, den
beträchtlich abgemeisselten Block abzuheben, es gelingt mit vereinten Kräften ihn
in die Höhe und nach einem offenen Platze hin zu bringen, wo er mit grösster
Behutsamkeit niedergesetzt wird — um trotz Aliens im nächsten Augenblick als ein
zertrümmerter Erdhaufen vor uns zusammenzufallen. Erst nach 11-tägiger Arbeit,
gelang es schliesslich eine Königinzelle mit den sie umgebenden Pilzkulturen in un-
beschädigtem Zustande zu isolieren und späterhin glücklich nach Hause zu schaffen.
Eines Tages, als ich damit beschäftigt war, hinderliche Teile mit der Axt zu behauen,
kam, aus der Mittelpartie des Präparates hervorlugend, eine massive und gleichmäs-
sig ovale Partie zum Vorschein; mit dem Messer wird behutsam ein Schnitt durch
die harte, braunrote, thonige Materie gemacht, und der äusserste Rand der
grossen, ofenähnlichen Königinzelle mit dem gewölbten Dache und dem platten
Boden wurde geöffnet. Im nächsten Moment wimmelte die ganze Öffnung von
Arbeitern und kleinen Soldaten, überall, vom Dache wie vom Boden her, strecken
sie die zum Angriff bereiten Kiefer vor, und weiter nach innen gewahrt man schwach
die grosse Gestalt der Königin und auch diejenige des Männchens, des »Königs»,
welcher sich flügellos unter den Arbeitern und kl. Soldaten hin und herbewegt ; auch
von letztern befanden sich mehrere in der geräumigen Zelle. Es war von Interesse,
demgemäss die Gegenwart eines Männchens nebst der Königin in deren Zelle zu
bestätigen, m'^o es ihm zweifellos oblag, die zahlreichen Eier, je nachdem sie gelegt
worden, zu befruchten.
Wiederholte Male wurde während der Arbeit in den Termitenhaufen die Eigen-
tümlichkeit beobachtet, dass die herausgetriebenen Arbeiter des Termes goliath begierig
von den blossgelegten Pilzkulturen der kleinen, in den Erdwänden ihrer Wohnung
schmarotzenden Art vadschaggce frassen, obschon sie reichlichen Zutritt zu ihren
eigenen hatten, um die sie sich aber, wenigstens bei dieser Gelegenheit, gar nicht zu
kümmern schienen. Dichtgedrängt scharten sie sich indes um jene, eifrigst die
daliegenden runden Kulturen benagend. Sie lebten übrigens in offener Feindschaft
mit ihren Schmarotzern. Die kleinen Soldaten des T. goliath griffen die Soldaten und
Nymphen des T. vadschaggie rasend an; blitzesschnell stürzten sie sich über ihre
kleinen Gegner, kniffen sie mit ihren schwarzen Mandillen, und zogen sich dann im
nächsten Moment einige Schritte zurück. Die kleinen vadschaggce-Arheiter versuchten
es ihrerseits so oft wie möglich sich an den Beinen jener anzuklammern und sie zu
beissen; die Feindseligkeit war demnach, wie man sieht, gegenseitig.
Die Eingebornen verzehrten begierig die Imagines der grossen und hüb-
schen goliath-Art, und da während der Arbeit immer viele geflügelte Termiten mehr
oder weniger zerdrückt wurden, sammelten die Eingebornen sich in Haufen um uns
herum, um die weggeworfenen Tierchen zu erhaschen. Vorzugsweise waren es ältere
Weiber, die mit besonderem Eifer die auf den durchnässten Boden hingeschleuderten
Termiten ergriffen und sie sofort verschlangen, ohne gar die von der Erde beschmutzten
SJOSTEDT, TERMITID.IS. 7
Fliis;el abzureissen; auch jüngere Mädchen verzelirten davon, nicht aber die Männer,
welche, den Angaben der Leute zufolge, nur in jüngeren Jahren diese Tiere essen
dih-fen. Ich wollte nun den Leckerbissen auch prüfen, steckte ein lebendiges Tier-
chen als ob es eine Auster wäre in den Mund, zermalmte das kalte fette Insekt und
fand zu meinem Erstaunen, dass es einen sehr guten, wennschon ein wenig öligen,
Geschmack besass, welcher auffallend an den des Hanfsamens erinnerte, wobei das
zwischen den Zähnen knirschende Chitin die Illusion noch erhöhte. Während der
Flugzeit werden die Imagines von den Wadschagga folgendermassen eingefangen:
Ringsum einige unfern von einander ausmündende, gewöhnlich ein wenig halbmond-
förmig gebogene, 4—7 Cm. breite, recht niedrige, über die vom Regen weiche Oberfläche des
Hügels zerstreute Löcher, aus denen die schwärmenden Insekten aus dem Inneren heraus-
kommen, nachdem die Arbeiter die die Löcher sonst verschliessenden Propfen entfernt
haben, wurden in der weichen Erde mit einem Stock ein Kreis gezeichnet, in dem
in geeigneten Abständen schmale Ruten eingesteckt und mit dem anderen Ende in
ein gegenüber gemachtes Loch festgesteckt werden, wodurch schhesslich ein grossma-
schiges, korbähnliches, gewölbtes Gerüst geschaffen wird. Dieses wird mit Blättern,
Gras u. dgl. zugedeckt, vorne aber eine öfters handgrosse Öffnung freigelassen, vor
der eine Grube gegraben wird. Die aus den verschiedenen Löchern hervorkriechenden
Imagines, welche sich zuerst in dem überdeckten Räume ansammeln, stürzen dann
aus der einzigen Öffnung hinaus und werden von dem dort Wache haltenden Wad-
schagga vermittels eines Büschels erschlagen. Die so in die Grube gebrachten In-
sekten werden dann mit der Hand aufgesammelt und entweder sofort verzehrt oder
in ein mitgebrachtes Gefäss gelegt. Nur die Imagines werden gegessen, nie aber
Soldaten oder Arbeiter. An einem grossen Haufen werden bisweilen mehrere solche
Fangstellen aiigelegt.
Von schon bekannten, im Gebiet wiedergefundenen Termiten ist Entermes
hastatus besonders zu erwähnen, da er bisher nur von den südlichsten Teilen Afrikas,
von der Kapkolonie, bekannt war und somit eine grosse Verbreitung dartut. Wie
zu erwarten, wurden Hodotermes mossambicus, Termes belUcosus und hadius, alle aus
Usambara bekannt, sowie auch der vom Sudan und Natal beschriebene Eutermes
hllobaliis am Kilimandjaro oder in den Niederungen des Berges wiedergefunden; aber
auch Eulermes usamharensis, von Derema in Usambara von mir beschrieben und jetzt
nicht weit von diesem Platz bei Mombo beobachtet, sowie auch die von Tanga nach-
gewiesenen Tennes rcdenianus imd Etiiermes rapulum dürften hier vorkommen.
Bhlnolermes piilorivs, bekannt von der Westküste und nach innen bis an das
Lunda-Reich, lebt wohl ohne Zweifel auch in den Niederungen der Berge, wurde
aber erst unterwegs nach der Küste bei Mombo angetroffen.
Die nachstehenden Seiten liefern eine Übersicht des etwa 4050 Individuen um-
fassenden Materiales.
SJÖSTEDTS KILIMAND.TARO-MERU EXPEDITION. 15: 1.
Übersicht der ans dem Kilimaiidjaro, dem Merii und den umgebenden
Massaisteppen bisher bekannten Termiten.
(iipflüijelte Iniiigo.
A. Radialfeld geädert.
f a. Fühler mehr als 20-gliedrig; Prothorax schmäler als der Kopf. Hodotermes.
jf b. Fühler mit nicht mehr als 20 Gliedern; Prothorax breiter
als der Kopf. Calofennes.
AA. Randfeld nngeadert.
f Stirn mit deutlicher, zirkelrunder Fontanellenöffnung und
einer von dort über das mehr oder weniger ausgezogene
Epistom gehenden deutlichen Rinne. Bhinotermes.
ff Stirn ohne solche Fontanellenöffnung oder -Rinne.
$ Fühler 17 — 19-gliedrig' Termes.
5$ Fühler 12— 16-gliedrig. Eutermes.
Gen. Hodotermes.
Spannweite über 50 mm. Flügel hyalin; Schienen mit Seiten-
dornen versehen; Körper mit dem Kopf 15 — 17 mm. H.vwssamhicus.
Gen. Calotermes.
Die geflügelte Imago der hingehörenden Art ist aus dem Gebiet
noch nicht bekannt.
Gen. Bhinotermes.
Randfeld mit Querbalken; Flügelmembran narbig; Fühler
20-gliedrig; Körper rotgelb; Spannweite 21 — 22, Länge der
Flügel 12 — 13 mm. R. putorms.
Kommt olmo Zweifel in den Niederungen des Gebiets vor, obgleich noch nicht
nachgewiesen. Bekannt sowolil von der Westküste Afrikas als von der Ostküste,
von niii- in Usnmbara bei Mombo angetroffen.
Gen. Termes"
A. Mediana und Submediana der Vorderflügel nicht an der
Basis des eigentlichen Flügels vereinigt sondern gehen getrennt
von der Schuppe aus. Flügel fast hyalin, nicht dunkel.
f Spannweite 83 — 88, Länge der Vorderflügel 37—40 mm. T. goliafh.
ff Spannweite 54 — 68, Länge der Vorder flügel 26 — 32 mm. T. hellicosus.
' Der in die »'«ccr^jis-Gruppe gehörende Termes radschaggce hat 15-gliedrige Fühler.
- Behufs kritischer Bestimmung ist mit den ausführlichen Beschreibungen hier und in der • Mono-
graphie der Termiten Afrikas» näher zu vergleichen.
SJOSTEDT, termitid;e. 9
AA. Mediana und Submediana der Vorderflügel nach unten an den Flügeln selbst
vereinigt.
f Fühler 19-gliedrig; grössere Arten.
$ Spannweite 67, Länge der Vorderflügel 32 mm. Flügel
hyalin, schwach gelblich angehaucht. T. hadhis.
$$ Spannweite 59—63,5, Länge der Vorderflügel 27—29 mm.
Flügel sehr dunkel, undurchsichtig, schwarzbräunlich. T. Palniquisti.
f\ Fühler 15-gliedrig; kleinere Art; Körper rotbraun, Flügel
fast hyalin, nicht dunkel. Spannweite 25—29 mm. Lebt
oft in den Wänden von Hügeln des Termes goliath. T. vadscliagqoi.
Gen. Eutermes.
Die hier angeführten sind alle kleinere Arten mit dunklen Flügeln und schwärz-
lichem Körper.
j- Fühler 15-gliedrig.
O Die zwei ersten Zähne der Mandibeln ganz oder ziemlich
gleich gross.
* Spannweite 26—30 mm. E. kiliniandjaricus.
** Spannweite 19—20 mm. E. hastatus.
OO Die zwei ersten Zähne der Mandibeln viel grösser als die
anderen.
* Spannweite 23—27 mm. E. hüohatus.
** Spannweite 20—22 mm. E. massaicus.
•ff Fühler 14-gliedrig. Kleine Art. Spannweite 13 mm. E. imwus.
Soldaten.
A. Facettenaugen vorhanden.
f Facettenaugen sehr deutlich, schwarz; Kopf abgerundet qua-
dratisch. Hodotermcs.
ff Facettenaugen nur als weisse fein facettierte Flecke vor-
handen; Kopf rektangulär. Calotermes.
AA. Facettenaugen fehlen vollständig.
f Von der Fontanellenöffnung bis zur Spitze der Oberlippe
eine tiefe Rinne. Bhinofermes.
ff Keine solche Rinne vorhanden. Termes, Eutermes.
Gen. Hodotermes.
Grosse Art; Kopf 3,r.— 5 mm breit, mit den Mandibeln
ß 7 mm. lan» ^' mossamhicus.
*o
Gen. Calotermes.
Kopf braungelb, "U so breit wie lang, mit den Mandibeln
5 mm. ^'- vneruensis.
Sjösledls Kih'maiirijaro-Merit Expedition, lö.
10
SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 15: 1.
O
*
**
***
Gen. Rhinotermes.
Rechte Mandibel mit einem, die linke mit zwei Zähnen;
hell rotgelb; Kopf mit den Mandibeln bei grösseren Sol-
daten 2,2 bei kleineren 1," mm. R. j)utorius.
Gen. Termes und Eutermes
A. Mit gut entwickelten Mandibeln.
•j- Oberlippe zungenförmig, abgerundet.
$ Beide Mandibeln am Innenrand ohne Zähne.
Grössere Formen, Kopf mit den Mandibeln 5,5 — 11 mm.
Kopf mit den Mandibeln 10—11 mm., gr. Sold. T.
Kopf mit den Mandibeln 9 mm., gr. Sold. T.
Kopf mit den Mandibeln 6,5 mm., kl. Sold. T.
Kopf mit den Mandibeln 5,5 — 6 mm., kl. Sold. T.
OO Kleinere Art. Kopf mit den Mandibeln 1,3 mm. T.
?? Beide Mandibeln am Innenrand mit einem deutlichen Zahn.
O Kopf rotgelb, Mandibeln ziemlich gerade mit eingebogenen
Spitzen.
* Kopf mit den Mandibeln 4,5 — 5,i mm. T.
** Kopf mit den Mandibeln 2,7 — 3 mm. T.
OO Kopf hellgelb, mit den Mandibeln 1,8 mm. Mandibeln sehr
stark gebogen. E.
$5$ Beide Mandibeln am Innenrand wellig oder mit mehreren
Zähnchen; Kopf rektangulär, mit den Mandibeln 2 — 2,2 mm. E.
ff Oberlippe gabelförmig.
$ Kopf mit den Mandibeln über 3 mm.
5$ Kopf mit den Mandibeln unter 3 mm.
AA. Mit verkümmerten Mandibeln: »Nasuti».
f Kopf mit den Mandibeln 1,85—2,2 mm., »grössere Nasuti»,
O Fühler 12-gliedrig; das 3. Fühlerglied so lang wie das 4
Kopf 2,2 mm.
Fühler 13-gliedrig; das 3. Fühlerglied viel grösser als das 4
Kopf 1,85 mm.
Kopf mit den Mandibeln 1,25—1,50 mm.; äusserst klein und
schmächtig, »kleinere Nasuti»
Das 4. Fühlerglied kürzer als das 2., Kopf 1,25 — 1,30 mm. E.
Das 4. Fühlerglied länger als das 1., Kopf 1,6 mm. E
OO
tt
o
OO
E.
E.
E.
E.
cjoliath.
hellicosus.
goliath.
hellicosus.
vadschaggce.
hndius.
stercorivorus.
hastatus.
parvus.
hilobatus.
massaicus.
segeln,
getnellus.
gemellus.
segeln.
SJÖSTKDT, TEEMITin.T;. 11
llodotcnues inossaiulnfus. Hag.
Sjöstcdf, Moiiogr. ' p. 24—27; Naclitr. p. 7.
Biologie. Die Beobachtungen, die ich betreffend diese von Deutsch Ostafrika
nach dem Kaplande bekannte Art, welche unter dem Marsche von der Küste durch
Usambara sowie während der Rückreise nicht weit von Kahe in der Kilimandjaro-
Niederung angetroffen wurde, machen konnte, stimmen im grossen und ganzen mit
den Obervationen von D:r Haviland (vergl. 1. c.) über sie von Natal überein.
An der Seite des Weges oder auf offenem mit zerstreutem Gras bewachsenem, troc-
kenem Terrain, wo sie sich lebhaft auf den zwischen dem Gras befindlichen grös-
seren oder kleineren offenen Teilen bewegten, wurden sie am Tage beobachtet, am
meisten in der glühenden Mittagssonne, Stückchen von Blättern, Gräsern u. dergl.
gewöhnlich von 2 — 4 cm. Länge tragend, welche in die hie und da auf der Ober-
fläche befindlichen, in ihre unterirdischen Gänge leitenden Löcher eingeschleppt wurden.
Auch Soldaten wurden bisweilen mit solchen Lasten beobachtet. Auf dem Kili-
mandjaro und dem Meru selbst habe ich keine Hodotermes- Arten beobachtet, da sie
offenes, sonniges Terrain vorziehen. Dass diese Art in jenen Gegenden anzutreffen
war, war vorauszusehen, da sie von Tanga und dem Manjara-See in Deutch Ostafrika
bekannt war.
Fundorte etc. — Kilimandjaro-Niederung, nicht weit von Kahe, Juni 1906;
zahlr. Sold, und Arb.
Usambara, Juni 1905, 16 Sold., 50 Arb., Mus. Stockholm.
Calotermcs meruensis n. sp.
Geflügelte Imago — Unbekannt.
Soldat — Taf. 4 Fig. C. — Ko2)f braungelb, nach vorn kaum dunkler, rektan-
gulär, etwas mehr als '/a so breit wie lang (4: 5,5), etwas flachgedrückt, etwas mehr
als ',4 niedriger denn breit; Stirn von der Seite gesehen fast bis von der Mitte des
Kopfes schräg abgestutzt, vorn in der Mitte flach ausgehöhlt und deutUch fein
quergerunzelt; auch an den Seiten oberhalb des Vorderrands der Stirn sind einige
feine Querwellen vorhanden; Mandibeln etwas mehr als von der halben Länge des
Kopfes, (2,7: 5,-'), ziemlich gerade, von der Seite gesehen schwach nach oben gebogen,
mit eingebogener scharfer Spitze, schwarz, nur an der Basis etwas rötlich; die linke
ausserhalb der Mitte mit zwei gleichgrossen, schräg nach oben gerichteten Zähnchen,
unterhalb derselben ein niedriger, längerer, bisweilen etwas unebener Zahn und tief
unten ein grosser, scharfer Höcker; die rechte Älandibel mit zwei grösseren scharfen
Zähnen in der Basalhälf te ; Oberlijype ziemlich kurz, breit zungenförmig, an der Spitze
' »Monogi-.» = Sjöstedt, Monogi-aphic der Termiten Afrikas: Koiigl. Vct. Akatl. Haudl. Bd 34, N:o 4,
1900. »Nachtr.» = o. c Bd. 38, N:o 4, 1904.
12 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERÜ EXPEDITION. 15: 1.
mit einzelnen ziemlich kurzen Haaren; Fühler 15-gliedrig, das Basalglied am grössten,
kaum so lang wie die zwei folgenden zusammen, das 3. Glied deutlich grösser als
das 2. und nach aussen allmählich verdickt, die folgenden Glieder ziemlich gleich-
gross, das Endglied kleiner; die Ränder der Fühlergruben tubenähnlich abstehend,
dunkel gesäumt; hinter den Fühlergruben ein erst bei stärkerer Vergrösserung deut-
hcher, länglich-ovaler, heller Fleck, der das Auge repräsentiert; Protliorax quer-rekt-
angulär, deutlich breiter als der Kopf, mit herabgebogenen Seiten ; die Vorderecken
stark, fast cirkelförmig abgerundet, die Hinterecken freilich auch sehr abgerundet
aber etwas mehr stumpfwinkelig, die Seitenränder mehr flach gebogen; Vorderrand
des Prothorax stark eingebuchtet, mit feinem dunklem Rand, Hinterrand gerade;
Meso- und Metathorax bedeutend kleiner, kürzer und schmäler mit geradem Hin-
terrand und ziemlich geraden Seitenrändern, Metathorax nach hinten etwas breiter;
Beine kurz und kräftig mit sehr dicken Oberschenkeln, dünn und fein behaart, wie
der übrige Körper blass gelbweiss.
Totallänge etwa 12, Kopf mit den Mandibeln 5, Breite der Kopfes 2,ö mm.
Diese Art steht C. Voeltzhoivi (vergl. Sjöstedt, Monogr. p. 47 und Nachtrag
p. 10) am nächsten, unterscheidet sich aber durch kürzeren und breiteren Kopf (Kopf
mit den Mandibeln bei Voeltzhoivi 5,2: 2,2 mm. gegen 5: 2,5 mm bei mcriiensis), die
Mandibeln sind nur unten an der Basis etwas rötlich, sonst ganz tief schwarz, der
Kopf ist etwa ^'u niedriger als breit (4: 2,9), der Vorderrand des Prothorax ist tiefer
eingebuchtet mit dunklem feinem Rand.
Von Caloteriiies cryptops (1. c. pag. resp. 48 und 10) unterscheidet sich die Art
durch kleineren Kopf (resp. 5 u. 6,2 mm.) und rel. bedeutend grössere Breite desselben;
das 3. Fühlerglied ist deutlich grösser als das 2. und nach aussen dicker, bei cryptops
sind diese Glieder etwa gleich gross.
Calotermes jlavicollis, madagascaricnsis und maroccanus (o. c.) sind alle bedeu-
tend kleiner, Calotermes Desneuxi hat einen bedeutend sclimäleren und längeren Kopf
(5,3: 2 mm. gegen 5: 2,5 bei meruensis) und feinere Mandibeln, Calotermes auriceps
(o. c.) hat auch längeren und schmäleren Kopf (5,5: 2,3 gegen 5: 2,5 hier), und die
rechte Mandibel hat oberhalb der basalen grossen Zähne Andeutung von noch z^^'ei
anderen, die hier nicht vorhanden sind. Von Calotermes howa (o. c.) unterscheidet
sich die vorliegende neue Art durch kürzeren aber rel. breiteren Kopf (6,5: 2,6 mm
gegen hier 5: 2,5), durch die an der Basis etwas rötlichen, nicht ganz schwarzen Man-
dibeln und durch das 3. Fühlerghed, das bei howa kleiner als das 2. ist, hier dagegen
deutlich grösser; die Fühler bei howa 17-gliedrig, hier 15-gliedrig.
Auch eine Menge gelbweisser Larven liegen vor.
Biologie — In den lichten Akazienwäldern am Flusse Ngare na nyuki unter-
halb der nordöstlichen Teile des Meru-Berges wurden diese Termiten in einem alten,
vermoderten, auf dem Erdboden liegenden Stamm angetroffen. Die Erde war recht
trocken und am Tage heiss. Sonst wurden Calotermes- Arten nicht im Gebiete gesehen,
wo sie recht sparsam zu sein scheinen. In anderen solchen Stämmen in der Nähe
wurden auch Eutermes hastatus angetroffen.
SJÖSTEDT, TEEMITID.13. 13
Fundort etc. — il/ertt-Niederung, am Flusse Ngare na nyuki, 24. Nov. 1905;
13 Sold., 29 Larv.
Rhiuotermos putorins Sjöst.
Sjöstedt, Monogr. p. 50—54.
Biologie — Diese bisher aus West- resp. Centralafrika bekannte Art wurde bei
Mombo in Usambara und zwar in auf einem Baumstamm gehenden, dunklen, von
vermodertem Holz gemachten Gängen angetroffen. Wie gewöhnlich mit dieser Ter-
mite wurden kleinere Soldaten zalilreich beobachtet, während die grösseren spärlich
und nur bei näherem Suchen zu finden waren.
Die ostafrikanischen Exemplare stimmen mit den westafrikanischen fast völlig
überein, sind aber vielleicht nach vorn ein wenig breiter, jedenfalls nicht viel.
Fundort etc. — Usambara: Mombo, Juni 1906; 6 gr. Sold., 45 kl. Sold., 30
Arb., Mus. Stockholm.
Termes goliath Sjöst.
Sjöstedt, Monogr. p. 94, Nachtr. p. 50.
Kleinerer Arbeiter — Kopf hell rotbraun, etwas länger als breit, Epislom ganz
von der Farbe des übrigen Kopfes, oval, vorn abgeplattet, die Seiten vorn schwach
zugedrückt ; an der Kieferbasis jederseits ein dunkler Fleck ; Scheitel mit einem deut-
lichen, hellen Fleck ; hinter dem Epistom die Stirn abgeplattet ; die zwei ersten Zähne
der Mandibeln gleich gross; Fühler 17-gliedrig, braun, hellgeringelt, das Basalglied
am grössten, heller, etwa so lang wie die zwei folgenden zusammen; das 2. und 3.
Glied ziemlich gleich lang, das 3. eher ein wenig grösser ; nach aussen die Glieder
nur wenig grösser; Prothorax ^'n schmäler als der Kopf, Vorderlappen etwa von der
Länge des Hinterlappens, aber bedeutend schmäler, Vorderrand in einem gleichmässigen
Bogen, in der Mitte nicht ausgeschnitten ; Hinterlappen hinten breit eingebuchtet, die
Seiten schräg nach hinten gehend, ziemlich gerade. Vorderecken tief, rund ausgehöhlt
und abgerundet; Mesothorax von derselben Breite wie der Prothorax, schmal, oval,
Hinterrand fast gerade, bisweilen unbedeutend eingebuchtet; Metaihorax viel kürzer,
so breit wie der Kopf; durch alle Thoracalschilder eine helle Linie; Körper weissgrau,
die dorsalen Schilde des Hinterleibes braun.
Länge 6 — 8, Breite des Kopfes 2 mm.
Der kleinere Arbeiter dieser Art war bisher unbekannt.
Biologie — Taf. 3. — Das Aussehen der Hügel, Schmarotzer u. s. w. sind in
der Einleitung kurz erwähnt worden.
Fundort etc. — Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, etwa 1,300 m. 27. Mai
1906; 1 Königin, 14 gefl. Imag., 14 gr. Sold., 15 kl. Sold., 25 Arb., Mus. Stockholm.
— 10. April 1906,-^ 1 Königin, 2 gefl. Imag., 86 gr. Sold., 267 kl. Sold., 216 Arb., Mus.
14 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 15: 1.
Stockholm. — 14. April 1906; 1 Königin, 27 gefl. Imag. 33 gr. Sold., 22 kl. Sold., 74
gr. Arb., 40 kl. Arb., Mus. Stockholm; — Königinzelle nebst 25 gr. Sold., 30 Arb.,
Mus. Stockholm.
Teniies hclIicosHS Smeath.
Sjöstedt, Monogr. p. 96, Nachtr. p. 50.
Biologie — Taf. 1 und 2. — Hügel von dieser hie und da auf der Steppe, im
Mischwald, in den Akazienwäldern und in der Obstgartensteppe vorkommenden Art sind
auf den Tafeln 1 und 2 mit umgebendem charakteristischem Terrain abgebildet. Sie
waren bisweilen, z. B. am Kware-Flusse, südlich von Kibonoto, und auf der Steppe
bei Ngare na nyuki so zahlreich, dass sie gewissen Gegenden ein charakteristisches
Aussehen verliehen.
Fundorte etc. — ilfer»,-Niederung, Ngare na nyuki 10. Oct. 1905; 1 gefl. Imag.,
211 gr. Sold., 52 kl. Sold., 80 Arb., Mus. Stockholm. Kilimmidjaro-Wiederxmg, am
Kware-Flusse, zahlr. Hügel. — Kibonoto, Obstgartensteppe, Aug. 1905; 2 kl. Sold., 30
Arb., Mus. Stockholm.
Termes transvaaleiisis Sjöst.
Sjöstedt, Monogr. Nachtr. p. 33 und 54.
Biologie — Soldaten und Arbeiter dieser Art lebten in den bekannten Mkulumusi-IIöhlen nicht weit
von Tanga im feuchten, kalten Boden besonders unter altem Mist von in den Höhleu lebenden Klipiischliefern.
Usamham: Tanga, Juli 190C; 16 Sold., 2 Arb., Mus. Stockholm.
Termes badius Hav.
Sjöstedt, Monogr. p. 110—113, Nachtr. 56.
Biologie — Vertritt in diesen Gegenden als Zerstörer in den Wohnhäusern £'%-
termes fungijaher Westafrikas, ist aber nicht so schädlich Avie dieser. In unserem
Haus am Kilimandjaro war er gewönhlich, wo seine langen, roten Erdgänge hie und
da längs den Balken, zwischen den Bananenblättern des Daches, auf und unter Kisten
u. s. w. gingen, ohne dass die Insekten besonderen Schaden verursachten. Wurde
massenhaft von in langen, zerstreuten Zügen wandernden, grossen, schwarzen Räubera-
meisen (Megaponera foetens) weggeschleppt, welche die getöteten Termiten — sowohl
Soldaten wie Arbeiter, am meisten aber Arbeiter — zwischen den Mandibeln trugen.
Solche Züge wurden nicht selten besonders in der Kulturzone beobachtet.
Fundort etc. — Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone 1300 — 1400 m. 27. Aug.
1905; 37 Sold., 27 Arb., Mus. Stockholm. - 19. April 1906; 114 Sold., 140 Arb., Mus.
Stockholm. — 1300 m. 24. Aug. 1905; 40 Sold., 100 Arb., Mus. Stockholm.
SJÖSTRDT, TERMITID^. 15
Termcs stereorivonis n. sp.
Geflügelte Imago — Unbekannt.
Soldat — Taf. 4 Fig. D. — Kopf fast glatt, nur mit einzelnen Haaren, gelbrot
oder rotgelb, langgestreckt, rektangulär mit schwach gebogenem Hinterrand, abgerun-
deten Hinterecken und geraden Seiten, vom Vorderrand des Kopfes an der Kieferbasis
gemessen ^la länger als breit, sehr flach gewölbt, Stirn abgeplattet, an den Seiten
etwa in der Höhe der Fühler jederseits mit einem inmktförmigen Eindruck; Kopf
von der Seite gesehen ziemlich oval, oben abgeplattet, vorn schräg abfallend, unten
gebogen, ",7 niedriger als die Breite des Kopfes; Mentum gleichbreit, etwas breiter als
die anliegenden Seitenteile, etwas mehr als ^/s von der Breite des Kopfes, hinten in
eine kurze, abgerundete Spitze ausgezogen, nach vorn kurz, etwas verengt, Vorder-
rand gerade abgeschnitten; Oberlippe zungenförmig mit einzelnen Haaren; Mandihehi
kurz und kräftig, ziemlich gei'ade mit eingebogener Spitze, etwas mehr als von der
halben Länge des Kopfes (*/ii), schwarz, an der Basis rötlich; sowohl die rechte als
die linke INIandibel an der Innenseite mit einem deutlichen Zahn, an der linken höher
gelegen; Fühler 16-gliedrig, das 2. Glied etwa so lang wie die zwei folgenden zusam-
men, das 4. ein wenig kleiner als das 3.; die Glieder nach aussen allmählich etwas
grösser, ziemlich kugelig, das Endglied etwas grösser als das vorletzte, oval, nach
aussen kaum bemerkbar verengt; Prothorax etwa ^ja, von der Breite des Kopfes, sattel-
förmig, mit tief ausgeschnittenem Vorderrand und eingebuchtetem Hinterrand ; Körper
mit den Beinen weisslich, ziemlich dicht und lang behaart.
Totallänge 5—6, Kopf mit den Mandibeln 2,7 — 3, Breite des Kopfes 1,2 — 1,3 mm.
Steht T. transvaalensis (Monogr. Nachtr. p. 33 u. 54) am nächsten, ist aber
bedeutend kleiner und mit mehr rechteckigem Kopf. Ist die kleinste bisher bekannte
afrikanische Art der ftafZms-Gruppe.
Arbeiter — Kopf ziemlich rund, Vs länger als breit, die Seiten etwas zusam-
mengedrückt, hell bräunlich gelb, poliert, mit einzelnen kurzen Haaren; Stirn weiss
durchleuchtend, einen triangulären Fleck bildend ; hinter der Spitze desselben ein deut-
licher punktförmiger Eindruck, luid von diesem nach hinten eine feine, helle Linie;
Epistom oval, von der Farbe des übrigen Kopfes ; jederseits von einem braunen Fleck
begrenzt; Fühler 17-gliedrig, das 3. Glied sehr klein, das Basalglied so lang wie die
drei folgenden zusammen, das 2. so lang wie das 3. und 4.; das 4. und 5. Glied gleich
lang; Prothorax sattelförmig, Vorderlappen viel schmäler als der Hinterlappen, trian-
gulär mit ziemlich geraden Seiten, in der Mitte tief ausgeschnitten; Körper mit den
Beinen ziemlich dicht behaart.
Länge 4, Breite des Kopfes 1—1,8 mm.
Biologie — Baut kleine Erdhügel. Wurde auch im Mischwald unter Elefanten-
losiing zahlreich gefunden.
16 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERF EXPEDITION. 15: 1.
Fundorte etc. — Kilimandjaro: Kibonoto, 27. Juli 1905; 54 Sold., 40 Arb., Mus.
Stockholm. — Kibonoto-Niederung, Nov. 1905; 5 Sold,, 17 Arb., Mus. Stockholm.
Termes Palmquisti n. sp.
Imago alata: brunneo-nigra, epistomate paulo modo dilutiore ; ventre flavo-
brunneo, segmentis superioribus medio albidis; capite rotundato, magno, prorsum an-
gustiore, paulo longiore quam inter apices oculorum lato; vertice carina vix cons])icua;
oculis modicis, f ere rotundis; ocellis late ovalibus, diametro longiore ab oculis remotis; spatio
inter oculos et marginem inferiorem capitis angustiore quam diametro longiore ocellorum;
antennis 19-articulatis, articulo basali maximo, longitudine fere trium sequentium,
articulo tertio vix minore quam secundo et quarto, ceteris medium versus paulo
majoribus; prothorace semicirculari, latitudine capitis cum oculis, antice paulo elevato
et medio paulo emarginato, postice applanato et paulo incurvato; alis obscuris, mediana
et submediana alse anticse basi alse ipsius junctis; pedibus sordide flavidis, tibiis
superiore parte paulo obscurioribus.
Exp. alar. 59 — 63,5, long. c. alis 33 — 34, long, alse 27 — 29, lat. alse 7 — 7,e, corp.
c. cap. 12—13 mm.
Geflügelte Imago — Taf. 4. Fig. A. — Oben braunschwarz mit gelbbräunlichen
Fühlern und Mundteilen ; Kopf ziemlich gross, zwischen den Augenspitzen 3 mm,
hinten kreisrund, nach vorn triangulär verengt, Vio länger als die Breite zwischen
den Augenspitzen; Scheitel ohne Einbuchtung, mit Andeutung eines flachen Kieles
und mit einem kaum angedeuteten Fontanellpunkt, vorn etwas abgeplattet; Epistom
kaum heller als der übrige Kopf, ziemlich klein und wenig aufgeblasen, langge-
streckt quer-oval, vorn ziemlich gerade, in der Mitte mit einer feinen Linie; Aiigen
von mittel massiger Grösse, fast kreisrund, kaum höher als breit imd etwas mehr als
doppelt so hoch wie der Durchmesser der Ocellen, (8: 19); Ocellen sehr kurz oval,
fast kreisrund, ziemlich gross, mit der Länge ihres Durclimessers von den Augen
entfernt; die Leiste zwischen den Augen und dem Unterrand des Kopfes ^/s schmäler
als der Durchmesser der Ocellen; Fühler 19-gliedrig, das Basalglied am grössten,
fast so lang wie die drei folgenden zusammen, das 3. Glied nur wenig kleiner als die
anliegenden, nach aussen sind die Glieder allmählich grösser und gegen die Spitze
wieder etwas kleiner, das Endglied gestreckt oval; Prothorax braunschwarz, so breit
wie der Kopf zwischen den Augenspitzen, doppelt so breit als lang, halbkreis-
förmig, Vorderrand von oben gesehen ziemlich gerade, Hinterrand an der Mitte etwas
eingebuchtet; Vorderrand sehr kurz aufgebogen, an der Mitte ein wenig ausgeschnitten,
Vorderwinkel abgerundet, etwas ausgehöhlt und mit einem runden Eindruck, an der
Mitte des Prothorax ein deutlicher, schmaler, längsgehender Eindruck und hinter
demselben jederseits ein nacktes, glänzendes Fleckchen; Hinterrand des Meso- und
Metathorax abgerundet eingebuchtet, der des letzteren nur wenig; Flügel dunkel, un-
durchsichtig schwarzbräunlich, im Spiritus etwas rötlich angehaucht, die Aderung sehr
deutlich, Costa und Subcosta kräftig und viel dunkler. Mediana und die äusseren
Zweige der Submediana schwächer; in der äusseren Hälfte des Subcostalfeldes zahl-
SJüSTEDT, TERMITID/E. 17
reiche, kurze, feine, schräg nach innen gerichtete, an der Basis kräftigere Äderchen,
die Membrane hier etwas mehr roströtlich angehaucht; Mediana und Submediana der
Vorderfhigel an der Basis des eigentlichen Flügels vereinigt; Bauchschilder dunkler
oder heller gelbbraun, die oberen an der Mitte weisslich ; Beine bräunlich oder schmut-
zig gelblich, die Schienen oben unter dem Gelenk bisweilen etwas dunkler.
Spannweite 59 — 63,6, Länge mit den Flügeln 33 — 34, Länge und Breite der
Vorderflügel resp. 27 — 29 und 1—1, r> Körper mit dem Kopf 12 — 13 mm.
Fundort etc. — Kilimandjaro: Kibonoto, 20. Febr. 1906; 35 gefl. Imag., Mus.
Stockholm. 13. März 1906; 130 gefl. Liiag., Mus. Stockholm. — 7. Mai 1906; 8 gefl.
Imag., Mus. Stockholm.
Biologie — Mitte März war die Schwarmzeit dieser bisher unbekannten Art.
Grauer Himmel und herabgiessender Regen begegneten meinen Blicken, als ich
eines Morgens bei Sonnenaufgang über den von der Station gelegenen Plan hinaus-
schaute. Nach und nach hört der Regen auf, die Luft ist jedoch grau und gries-
grämig und die ganze Natur verstimmt. Plötzlich haftet das Auge an einigen in der
Luft umherschwirrenden Gegenständen, deren Zahl schnell wächst; alle steuern sie
von den niederen Teilen des Berges aufwärts, und bald ist die Luft überall weithin von
zerstreuten schwarzen Punkten erfüllt, — dies sind die schwärmenden dunklen Ter-
miten, welche langsam und flatternd, etwa wie geflügelte Ameisenlöwen, in einer
Richtung hinsteuern um sich dann und wann dem Erdboden zuzusenken. Mit in einem
fort schwirrenden Flügeln — offenbar um sie zu zerbrechen und sich von ihnen zu
befreien: es liegen denn auch schon massenhaft solche auf dem Boden — sitzen sie
auf Blättern, Gräsern u. dgl. Überall gewahrt man diese kleinen schwirrenden Tierchen,
und eben nahe bei mir hat sich eins auf den Boden gesenkt; immerwährend flatternd
hat es sich unten an einem der Hauspfähle festgesetzt und bemüht sich von den dunklen
Flügeln zu befreien. Dabei folgen kleine, dunkle, flinke Ameisen {Pfeidole 'punctulata)
jeder seiner Bewegungen mit raubgierigen Blicken, jetzt sind sie zu ihm hinaufge-
entert und beissen sich an den Flügeln, Beinen und am Körper fast ; der wehrlose Ko-
loss macht nicht einmal den Versuch sich zu verteidigen gegen diese kleinen tüchtigen
Pygmeen; aus allen Richtungen eilen sie her, die mordgierigen kleinen Räuber, immer
zahlreicher stürzen sie sich über den Wehrlosen, an welchem sie zerren und ziehen,
bis nach einer Weile jede Bewegung des Körpers aufhört.
Auch auf der Steppe hatte derselbe Termite an jenem Morgen vor Sonnenaufgang
die L\;ft durchschwärmt, und einige von der Bewachung einer Nilpferdhaut von dort
zuiTÜckkehrende Schwarze brachten ihrer massenhaft mit.
Einige eingesammelte Exemplare wurden auf einem offenen hartgetretenen
Plätzchen des Stationsplanes ausgeschüttet. Dort spazierten sie anfänglich regellos
umher, bald fanden sie sich aber zu zweien zusammen, und zwar ^ und $, indem
jedes c? ein ? aufsuchte und ihm ununterbrochen nachging, seinen Hinterkörper mit
dem Kopfe berührend; bisweilen schlössen sich mehrere an imd bildeten zusammen
eine mehr oder weniger langgestreckte Reihe, welche je nach dem Marsche des an
der Spitze gehenden Tierchens in Biegungen hier und herschwankte.
Sjöatedt« KiUmandjaro-Meru ExpeiHtion. 15- 3
18 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 15: 1.
Diese am Kilimandjaro entdeckte Art ist zu Ehren des freigebigen Mäcenats der
Expedition Herrn Direktor Gustaf Palmquist benannt.
Euterines kiliniandjarieus n. sp.
Imago alata: supra nigricans; capite ovali, antrorsum paulo angustato, medio
paulo excavato et carina brevi prominula ornato ; epistomate vix dilutiore quam fronte,
magno, modico inflato, postice curv^ato, antice truncato; oculis prominentibus;
ocellis minus diametro ab oculis remotis; ante ocellos fossa parva; dentibus duobus
primis mandibularum fere magnitudine eadem ; antennis 15-articulatis, articulo basali
magnitudine duorum sequentium, tertio minimo, secundo majore quam quarto ; pro-
thorace semicirculari, postice non applanato, antice medio non exciso, paulo angu-
stiore quam capite cum oculis ; meso- et metathorace postice bifidis, processibus bre-
vibus, acuminatis; alis valde fusco-brunneo adumbratis, venis partim indistinctis;
pedibus flavo-albidis, fusco adumbratis; segmentis ventralibus fusco-brunneis, superio-
ribus medio pallidis.
Exp. alar. 26 — 30, long. c. alis 15—16, long, alfe 12—14, lat. alse 3—3,2, corp.
c. cap. 6 — 7 mm.
Geflügelte Imago — Oben braunschwarz; Koff kurz oval, nach vorn etwas
verengt, Vis länger als zwischen den Augenspitzen breit ; Stirn etwas ausgehöhlt und
mit einem kurzen, deutlichen, erhabenen Fontanellkiel versehen ; Epistom ziemlich gross
aber nicht besonders hoch, halbkreisförmig, vorn abgeplattet, kaum heller als die
Stirn, in der Mitte mit einer dunklen Linie; die zwei ersten Zähne der Mandibeln
gleich oder fast gleich gross; Augen rund, ziemlich vorspringend; Ocellen kreisrund,
weniger als um die Länge ihres Durchmessers von den Augen getrennt; vor denselben,
schräg nach innen, ein sehr deutlicher eingedrückter kleiner Fleck; Fühler 15-gliedrig,
das Basalglied so lang wie die zwei folgenden zusammen, das 3. am kleinsten, das
2. grösser als das 4., nach aussen die Glieder etwas grösser und so wieder etwas
kleiner, das Endglied oval, etwas verengt, so lang wie das vorletzte; Prothorax halb-
zirkelförmig. Vis schmäler als der Kopf mit den Augen, hinten nicht abgeplattet,
ziemlich klein, in der Mitte nicht ausgeschnitten; Vorderlappen ziemlich kurz, wenig
aufgeworfen, hinten von einer glatten, kurzen Rinne begrenzt, die jederseits mit einer
eingedrückten helleren Vertiefung endet, ohne die Vorderecken zu erreichen; Vorder-
ecken ziemlich breit abgerundet, kaum ausgehöhlt, etwas herabgedrückt; Hinterrand
des Meso- und Metathorax mit zwei deutlichen, kurzen, zugespitzten Prozessen; Hin-
terleib oben schwarzbraun; Flügel schmal, vier Mal so lang wie breit, im Spiritus stark
dunkelbräunlich angehaucht, die Aderung teilweise undeutlich, die Costaladern, be-
sonders die Subcosta, und die inneren Zweige der Submediana deutlich; das Submedi-
anfeld, nach aussen allmählich etwas breiter, nicht heller als die übrige Membrane;
Mediana an der Spitze mit mehreren Zweigen; unter der Subcosta läuft eine schmale, nach
avissen schärfere pomeranzengelbe Strieme; die Bauchschilder fast eben so dunkel
wie die dorsalen, in der Mitte hell, die letzten am Männchen oft ganz dunkel, sowie
SJOSTEDT, TERMITID.«;. 19
aiich der breite Hinterrand des letzten grossen Schildes am Weibchen; Beine gelb-
weiss, deutlich dunkel angehaucht, Schenkel und Schienen von derselben Farbe.
Spannweite 20 — 30, Länge des Körpers mit den Flügeln 15—16, Länge und
Breite des Flügels resp. 12 — 14 und 13 — 3,;^, Körper mit den Kopf 6—7 mm.
Diese Art unterscheidet sich von E. Zenker i (vergl. Nachtr. p. 28—29) durch
etwas kleinere Grösse, die Flügel sind bedeutend schmäler, die Aderung ist teilweise
nicht deutlich hervortretend; die zwei ersten Zähne der Mandibeln sind etwa gleich
gross, der erste nicht riel grösser, und die Fühler sind 15-, nicht I6-gliedrig.
Von E. latifrons, der wie sie 15-gliedrige Fühler und etwa gleich grosse Zähne
hat, unterscheidet sie sich durch die Flügelmembrane, die kein helleres Medianfeld
besitzt, das 3. Fühlerglied ist hier kleiner, nicht grösser als die anliegenden, das Epi-
stom ist kaum heller als die Stirn, nicht gelblich, und letztere hat einen kleinen
erhabenen Fontanellpunkt. E. alhotarsalis und jumjijabcr haben u. a. 16-gUedrige
Fühler und sehr deutliche Aderung bis an die Spitze, die zwei ersten Zähne viel
grösser als die anderen. E. bilobatus ist gewöhnlich kleiner, die zwei ersten Zähne der
Mandibeln sind viel grösser als die anderen, Stirn ohne Fontanellkiel. Die übrigen
von dieser Gruppe sind alle kleiner.
Biologie — Wurde in einem vermoderten Baumstamm in der Kulturzone bei
Kibonoto gefiuiden.
Fundort etc. — Kilimandjaro: Kibonoto, 1300 m., 17. Juli 1905; 15 gefl. Imag.,
Mus. Stockholm.
Termes vadschaggae n. sp.
Imago alata: supra rufo-brunnea, capite valde obscuriore; capite ovali prorsum
angustato, paulo longiore quam latitudine capitis cum oculis, puncto prominulo ornato;
epistomate valde inflato, flavo, late-ovali, antice truncato; oculis rotundis parvis;
ocellis rotundis, diametro circiter ab oculis remotis; dentibus duobus primis mandi-
bularum magnitudine fere eadem; antennis 15-articulatis, articulo basali longitudine
trium sequentium, tertio paulo minore quam secundo et quarto; prothorace paulo an-
gustiore quam capite cum oculis, semicirculari, postice truncato, antice paululum
curvato medio paulo exciso, T albido ornato, angulis puncto pallido; meso- et metatho-
race postice bifidis, processibus metathoracis vix brevioribus; alis in spiritu h3'alinis,
paulo flavescente adumbratis, venis costalibus obscurioribus; mediana et submediana
alöe anticse basi ala? ipsius separatis; pedibus pallidis, fusco adumbratis, segmentis
ventrahbus abdominis multo pallidioribus quam dorsalibus, medio albidis; tibiis tar-
sisque valde hirsutis. Exp. alar. 25—29, long. c. alis 13,5 — 16, long, alse 12—13,
lat. alje 3,2 — 3,5, corp. c. cap. 7—9 mm.
Geflügelte Imago — Oben rotbraun mit deutlich dunklerem Kopf, Prothorax
heller, aber nicht gelb, sondern von der Farbe der dorsalen Hinterleibschilder; Koff
20 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERD EXPEDITION. 15: 1.
oval, nach vorn v^erengt, Vs länger als zwischen den Augenspitzen breit, glänzend,
ziemlich dicht, kurz behaart, ziemlich flach mit einem kleinen erhabenen Fotanell-
punkt; Epistom hellgelb, ziemlich gross und wulstig, breit oval, hinten stark gebogen,
vorn abgeschnitten, in der Mitte mit einer dunklen Linie; Augen rund, ziemlich klein
und wenig vorspringend; Ocellen kurz oval, fast kreisrund, um die Länge ihres Durch-
messers von den Augen getrennt; die zwei ersten Zähne der Mandibeln ziemlich von
derselben Grösse; Fühler hell gelb, etwas bräunlich angehaucht, 15-gliedrig, das Ba-
salglied so lang wie die drei folgenden zusammen aber nur wenig dicker als diese,
das 3. Glied kleiner als die anliegenden, das 2. vielleicht etwas grösser als das 4., nach
aussen die Glieder allmählich etwas grösser, das Endglied oval, nach aussen etwas
verengt; Prothorax glänzend, fein, ziemlich spärlich behaart, inibedeutend schmäler als
der Kopf zwischen den Augenspitzen, halbkreisförmig, hinten abgeplattet aber nicht
ausgeschnitten; Vorderwinkel breit abgerundet, schwach herabgedrückt, kaum etwas
ausgehöhlt; Vorderlappen sehr klein und wenig markiert; Vorderrand von oben gesehen
schwach gebogen, in der Mitte etwas ausgeschnitten; Prothorax mit einem deutlichen, weiss-
lichen, an der Mitte ausgeweiterten T, das sich nicht völlig an den Hinterrand erstreckt; in
den Vorderwinkeln jederscits ein heller, runder Fleck; Hinterrand des Meso- und Metatho-
rax läuft in zwei kurze aber deutliche, ziemlich zugespitzte Prozesse aus, die des Meta
thorax nur wenig kleiner als die anderen; i^Zw^eZ schmal, im Spiritus hyalin, schwach braun-
gelblich angehaucht, nur die Costaladern stark markiert; Mediana und Submediana
der Vorderflügel gehen getrennt von der Schuppe aus; BauchschiJder heller braun als
die dorsalen, alle längs der Mitte weisslich; Beine gelblich weiss, dunkel angehaucht,
reichen nach hinten gestreckt etwas hinter die Mitte des Hinterleibes; Schenkel spär-
lich. Schienen und Tarsen dickt behaart.
Spannweite 25 — 29, Länge mit den Flügeln 13,5—16, Länge und Breite der
Flügel resp. 12—13 und 3,2—3,6, Körper mit dem Kopf 7—9 mm.
Diese neue der i«ce/Y».s-Gruppe angehörende Art steht zwischen T. incertus und
T. Trägärdhi (vergl. Monogr. Nachtr. p. 23). Von incertus unterscheidet sie sich durch
die 15-gliedrigen Fühler, der Kopf ist kleiner und dunkler, der Prothorax nicht gelb
sondern gelbbräunlich oder graubräunlich, die Stirn zwischen den Augen hat einen klei-
nen aber deutlichen erhabenen Fontanellpunkt, Prothorax ist schmäler, nicht breiter
als der Kopf und das ganze Tierchen etwas kleiner.
Wie bei diesem ist indessen der Prothorax am Vorderrand ausgeschnitten.
Von T. Trägärdhi unterscheidet sie sich durch kleineren Prothorax, der schmäler,
nicht breiter als der Kopf ist, und durch den Vorderrand des Prothorax, der hier
deutlich obgleich nicht tief ausgeschnitten ist; Scheitel mit erhabenem Fontanellpunkt,
der bei Trägärdhi nicht vorhanden ist. Weiter ist das 2. Glied vielleicht etwas länger
als das 4. nicht gleich lang wie bei der anderen.
Dagegen ist wie bei 'Trägärdhi die Fühler 15-gliedrig und der Prothorax nicht
gelb sondern dunkler und mit einer weissen Zeichnung.
Die auf Seite 23 im Nachtrag der Monographie gegebene Examinationstabelle wäre
für diese drei Arten folgendermassen zu vervollständigen.
SJÖSTEDT, TERM1TID.9E. 21
* T. crucifer.
** Spannweite 30—32, Länge der Vorderflügel 14—15 mm.
Fühler 16-gliedrig, Prothorax rotgelb, ohne helle Zeichnung. T. incertus.
*** Spannweite 25 — 29, Länge der Vorderflügel 12 — 13,5 mm.
Fühler 15-gliedrig, Prothorax dunkler, graubraun, mit heller
Zeichnung.
I Prothorax am Vorrand ausgeschnitten, schmäler als der
Kopf mit den Augen; Stirn mit erhabenem Fontanell-
punkt; Flügel hyalin, schwach gelblich angehaucht. T. vadschaggce.
ft Prothorax am Vorderrand nicht ausgeschnitten, breiter als
der Kopf mit den Augen; Stirn ohne erhabenen Fonta-
nelljjunkt; Flügel hyalin. T. Trägärdhi.
Königin — Hinterleib weiss, gelbbräunlich angehaucht, die ganze Oberfläche
fein knollig. Länge und Breite des Hinterleibes resp. 23 und 5 mm.
Soldat — Die vorliegenden Soldaten sind von denjenigen des T. Trägärdhi kaum
zu unterscheiden ; Die Fühler sind 13-gliedrig, das 3. Glied ist kleiner als die anlie-
genden, Farbe, Form und Grösse etwa dieselben. Länge des Kopfes 1,3 mm.
Arbeiter — Kopf hell braungelblich, Vs länger als breit, kurz rektangulär mit
flach gebogenem Hinterrand, abgerundeten Hinterecken und geraden Seiten; drei nicht
besonders stark hervortretende, etwas eingedrückte hellere Linien vereinigen sich in
der Mitte; Epistom von der Farbe des übrigen Kopfes, nicht besonders gross, oval,
jederseits mit einem braunen Fleck; die zwei ersten Zähne der Mandibeln gleich gross;
Fühler 13-gliedrig, das 2. Glied so lang wie die zwei folgenden zusammen, das 3. am
kleinsten, das 4. etwas kleiner als das 5.; nach aussen die Glieder viel grösser, das
Endglied am grössten, nach aussen abgerundet verengt; Vorderrand des Prothorax
in der Mitte deutlich ausgeschnitten. Länge 3 — 3,5; Breite des Kopfes 0,6—0,7 mm.
Biologie — Taf. 4. Fig. E. — Die runden Pilzgärten dieser Art von der Grösse
einer Haselnuss bis einer Walnuss wurden in den Erdwänden des Termes goliath allge-
mein und regelmässig angetroffen. Wie Termes hellicosus, bei dem T. incertus unter
ähnlichen Verhältnissen lebt, mit T. goliath sehr nahe verwandt, aber besonders durch
die geringere Grösse der Imagines von ihm gut unterschieden ist, so steht auch der
bei ihm lebende T. incertus dem bei T. goliath vorkommenden T. vadschaggce sehr
nahe. Jede dieser grossen unter einander sehr verwandten Arten haben also als Schma-
rotzer eine besondere aber unter einander sehr nahestehende Art.
Schwärmten eines Abends im Mai aus Erdlöchern am harten Pfad ausserhalb der
zoologischen Station bei Kibonoto in der Kulturzone. Gleichzeitig kamen auch eine Menge
von Arbeitern sowie einzelne Soldaten heraus und bildete weisse Schaaren am Erdboden
rings um die Löcher. SchAvärmten auch in zerstreuten Massen auf der Massaisteppe im
Mischwald am Abend den 17. März in regnerischem Wetter sowie auch unter hellem Wetter
22 SJÖSTEDTS KTLIMANDJABO-MERU EXPEDITION. 15: 1.
in den Obstgartensteppe eines Nachmittags etwa zu derselben Zeit. Sie fliegen ziem-
lich langsam und flatternd, sich allmählich emporhebend.
Fundorte etc. — Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, 1300 m., 22. Mai 1906;
1 Königin, 27 gefl. Imag., 2 Sold., 20 Arb., Mus, Stockholm. — 10. April 1906; 60
gefl. Imag., 2 Sold., 40 Arb., Mus. Stockholm. - 12. April 1906; 42 gefl. Imag., 10
Sold., 40 Arb., Mus. Stockholm. — Mischwald, 17. März; 25 gefl. Imag., Mus. Stock-
holm.
EHternies bilobatus (Hav.).
Sjöstedt, Monogr. p. 151, Nachtr. p. 76.
Königin — Bisher war nur ein nicht völlig ausgebildetes Exemplar bekannt.
Die vorliegende ausgebildete Königin hat eine Länge des Hinterleibes von 22 mm;
Breite desselben 5 mm.
Biologie — Obgleich diese Art dem Eutermes jungifaher sehr nahe steht und
nach Haviland auf der Erde stehende Nester, deren Aussehen bisher nicht bekannt
war, baut, sind diese nicht, wie man vermuten könnte, von derselben Form wie
die des jungifaher sondern, wie ich am Kilimandjaro fand, ziemlich flache Erdhügel
von einer Höhe von etwa einem Fuss. Solche wurden im Mischwald auf der Massai-
steppe hie und da beobachtet. Wurde zusammen mit E. gemellus angetroffen.
Fundorte etc. — Kilimandjaro: Kibonoto, Mischwald* Sept., Okt. 1905; 1 Köni-
gin, 50 Sold., 190 Arb., Mus. Stockholm. J/erH-Niederimg, in den Akazienwäldern
am Flusse Ngare na nyuki, 24. Nov. 1905; Sold., Arb., Mus. Stockholm.
Eutermes massaicus n. sp.
Imago alata: supra fusco-brunnea; capite parvo, rotundato, prorsum triangu-
lariter angustato, obscuriore quam corpore, sine puncto prominulo, medio linia brevi
pellucida; fronte applanato, punctis duobus impressis; epistomate infjato dilutiore quam
fronte; ocuhs modicis, ocellis fere rotundis, ab oculis diametro vel paulo minus remotis;
dente primo mandibularum maximo; antennis 15-articulatis, articulo basali maximo
paulo modo robustiore quam sequentibus, longitudine fere duorum sequentium, se-
cundo longiore quam tertio, breviore quam tertio et quarto junctis; tertio et quarto
fere magnitudine eadem, ceteris apicem versus paulo majoribus, quadrato-rotundis;
prothorace semicirculari, lateribus paululo compressis, antice breviter elevato, medio
non emarginato, postice applanato medio vix incurvato; scutia dorsalibus meso- et
metathoracis postice bifidis, processibus brevissimis, acuminato-rotundatis; alis fuli-
ginosis, venis distinctis, mediana apicem versus furcata, ramulis duobus-quinque; pe-
dibus pallidis, paulo fusco-adumbratis; segmentis ventralibus brunneis, medio magis
minusve pallidis. Exp. alar. 20—22, long. c. alis 11—13, long, alae 9,3—9,7, lat. alse
2,5—3, corp. c. cap. 6—7 mm.
SJÖSTEDT, TERMITID,E. 23
Geflügelte Imago — Oben dunkelbraun, Kopf und Prothorax besonders der
erstere dunkler; Mundteile bräunlich gelb; Kopf klein, rund, nach vorn abgerundet
triangulär ausgezogen, in der Mitte etwas konkav, ohne Fontanellpunkt aber in der
Stelle mit einer etwas durchleuchtenden, feinen, kurzen Strieme mitten zwischen den
Augen; Stirn ein wenig abgeplattet und mit zwei punktförmigen Vertiefungen; Epi-
stom ziemlich gross, deutlich heller als der Scheitel, halbkreisförmig, vorn gerade ab-
geschnitten, in der Mitte mit einer hellen Linie, behaart wie der übrige Kopf; der
erste Zahn der Mandibeln viel grösser als die übrigen; Augen ziemlicli gross; Ocellen
fast kreisrund, etwa um die Länge ihres Durchmessers von den Augen getrennt;
Fühler fast einfarbig, bräunlich gelb, 15-gliediig, das Basalglied kaum dicker als die
folgenden, kaum so lang wie die zwei folgenden zusammen, das 2. nur wenig länger
als das 3., aber viel kürzer als das dritte und vierte zusammen, die unter einander
ziemlich gleich gross sind; die folgenden allmählich etwas grösser, abgerundet, quadra-
tisch, das Endglied oval, nach aussen kaum bemerkbar verengt; Prothorax ziemlich
glatt, glänzend, halbkreisförmig, so breit wie von der Spitze des einen Auges bis an die Basis
des anderen, die Seiten etwas zusammengedrückt. Hinterrand breit abgeplattet aber
kaum eingebuchtet, Vorderrand kurz aufgeworfen, von oben gesehen schwach gebogen,
in der Mitte nicht ausgeschnitten; Vorderecken breit abgerundet und etwas hei'ab-
gebogen; Hinterrand des Meso- und Äletathorax mit zwei kurzen aber gerundeten
Prozessen, die des letzteren sehr klein; Flügel schwarzbraun, im Spiritus halb durch-
sichtig, bräunlichgiau, nicht so viel als vier Mal länger denn breit, die Aderung bis an
die Spitze deutlich; Mediana an der Spitze gegabelt, bisweilen mit vier bis fünf Zwei-
gen; die Nebenzweige der Submediana nach innen immer deutlicher; Bauchschihler
dunkelbraun, in der Mitte oft etwas heller; beim Männchen sind nur die oberen Schilder
in der Mitte heller, beim Weibchen geht das Helle oft durch alle Bauchschilder, der
letzte grosse jedoch oft ganz dunkel; Beine hell, etwas schmutzgelblich angehaucht.
Spannweite 20 — 22, Länge mit den Flügeln 11— 13, Länge und Breite der Flügel
9,3 — 9,7 und 2,5—3, Körper mit dem Kopf 6 — 7 mm.
Diese Art steht Euter mes arhoricola (Monogr. p. 169, Nachtr. p. 30) am näch-
sten, hat wie diese den ersten Zahn der Mandibeln viel grösser als die anderen und
15-gliedrige Fühler, ist etwa von derselben Grösse etc. Die Flügel sind jedoch viel
breiter (resp. 2,2 und 2,5 — 3), die Aderung, obgleich deutlich, nicht so scharf nach
aussen, das Basalglied der Fühler kaum so lang wie die zwei folgenden zusammen,
bei arhoricola so lang wie die drei folgenden; das 3. und 4. Glied ziemlich gleich lang,
bei arhoricola das 3. viel kleiner als das 4. Von Eutermes capricornis unterscheidet sie
sich durch die gegabelte, mit 2 — 5 Zweigen versehene Mediana, die bei capricornis
oft unverzweigt ist; die Ocellen sind um die Länge ihres Durchmessers oder etwas
weniger von den Augen entfernt, bei capricornis sind sie kaum um ein Drittel der
Länge ihres Durchmessers von ihnen getrennt. Das 3. Glied der Fühler bei ca-
pricornis sehr klein, und das Basalglied so lang wie die vier folgenden zusammen.
Dagegen sind die Prozesse der Meso- und Methothorax bei beiden sehr klein,
besonders die des Metathorax. Eutermes socialis, der zu derselben Gruppe gehört,
ist viel kleiner.
24 SJÖSTEDTS KILIMAND.TARO-MERU EXPEDITION. 15: 1.
Grösserer Soldat — Taf. 4. Fig. B. 1—3. Körper weiss, etwas gelblich ange-
haucht, langgestreckt, ziemlich gleichbreit, viel schmäler als der Kopf; Kopj von oben
gesehen ziemlich quadratisch mit abgerundeten Ecken und vorn etwas verengt, hell
rotgelb, glatt und glänzend, von der Kieferbasis Vj länger als breit, von der Seite
gesehen ziemlich hoch, nach vorn allmählich höher, nach vorn oben in einen kurzen,
abgerundeten Prozess endend; unten eine mit feinen Haaren versehene Fonta-
nellhöhle; Mandibeln '/' länger als der Kopf, fein, stab- oder nadeiförmig, von oben
gesehen zuerst gerade, gegen die Spitze kaum bemerkbar gebogen, mit feiner etwas
eingebogener Spitze, von der Seite gesehen fein, nadeiförmig gleichmässig schwach
nach unten gebogen; gegen einander gelegt stossen sie etwas vor der Spitze zusammen
um sich dann wieder ein wenig zu trennen und mit den feinen eingebogenen Spitzen
einen kleinen schmalen Raum zu bilden; liegen oft X-förmig gekreuzt; Oberlippe hell
gelblich, breit rektangulär, die beiden feinen Ecken in feine kurze Spitzen aus-
laufend, der Rand zwischen denselben bogenförmig; nach innen ist die Oberlippe deutlich
verengt und dünner; Fühler 14-gliedrig, etwa von der Farbe des Kopfes, vier Glieder
länger als die Mandibeln, das Basalglied am grössten, etwas kürzen als die zwei fol-
genden zusammen aber nicht besonders dicker; das 3. Glied etwas länger als die
anliegenden; an der Mitte der Fühler sind die Glieder etwas länger, etwa doppelt so
lang wie breit, dann wieder etwas kürzer; Prothorax klein, von der halben Breite des
Kopfes, Vorderlappen viel grösser als der Hinterlappen, in der Mitte nicht oder kaum
bemerkbar ausgeschnitten.
Totallänge 5, Kopf mit den Mandibeln 2,6, Mandibeln 1,36, Breite des Kopfes
1 mm.
Kleinerer Soldat — Taf 4. Fig. B 4 — 6. Klein und schmächtig; Kopf braunrot,
kurz qvadratisch mit abgerundeten Hinterecken, nach vorn allmählich etwas breiter
und nachdem verengt, von der Seite gesehen hoch, vorn abgeschnitten und oben in
einen strumpfen, dicken Prozess herausgezogen, der deutlich höher als der übrige
Kopf ist; unterhalb desselben eine grosse mit feinen Haaren versehene Fontanell-
grube; Oberlippe wie beim grossen mit herausgezogenen Vorderecken, nach unten ver-
engt; die Mandibeln von derselben Form wie beim grossen, von der Seite gesehen
gleichmässig nach unten gebogen; Fühler 14-gliedrig, das 3. und 4. Glied am kleinsten,
unvollständig getrennt, zusammen so lang wie das 5., das BasalgHed am grössten, so lang
wie die drei folgenden zusammen, das 2. etwas gröber als die folgenden und etwa so
lang wie das 3. und 4 zusammen; nach aussen die Glieder kaum bemerkbar länger,
die zwei äussersten etwas grösser, das Endglied langgestreckt oval; die Fühler reichen
mit einem Glied ausserhalb der Mandibeln; Mentum fast quadratisch, etwas breiter
als lang, gewölbt, nach vorn mit seinem freien Rand etwas hervorschiebend; der
untere Rand des Mentums von der Seite sichtbar; Körper luid Beine weisslich.
Länge 4., Länge der Kopfes mit den Mandibeln 1,6, Breite des Kopfes 0,66 mm.
Arbeiter — Kopf oval, rotgelb; Epistom von derselben Farbe wie der übrige
Kopf, ziemlich gross, vorn abgeschnitten, wie der Kopf sehr spärlich behaart; der
SJÖSTEDT, TERMITID,^. 25
erste Zahn der Mandibelii viel grösser als die anderen; Fühler hell, gelblich ange-
haucht, 14-gliedrig, das Basalglied so lang wie die zwei folgenden zusammen, das 2.
so lang wie das 3., das 4. kleiner; vom 5. an die Glieder allmählich grösser, die
ersten nach luiten etwas verengt, das Endglied gestreckt oval, doppelt so lang wie
breit; Prothorax von der Farbe des Körpers, Vorderlappen grösser als der Hinter-
lappen, in der ÄTitte nicht ausgerandet.
Länge 4, Breite des Kopfes 0,8 mm.
Bei Euter mes arboricola und capricornis sind das 3. und 4. Fühlerglied gleich lang,
hier das 4. etwas kleiner als das 3.
Fundort etc. — Kilhnandjaro: Kibonoto, Mischwald; 11 gefl. Imag., 13 gr. Sold.,
1 kl. Sold., 3 Arb., Mus. Stockholm.
Eutermes parvus (Hav.).
Sjöstedt. Monogr. p. 183—185, Nachtr. 82—83.
Biologie — Mehrere Soldaten dieser Art wurden bei Kibonoto zusammen mit
E. hastatus in einem niedriegen, etwa zwei Fuss breiten Erdhügel gefunden. Zahlreiche
geflügelte Imagines, Soldaten und Arbeiter in einem vermoderten Baumstamm in den
Akazienwäldern am Flusse Ngare na nyuki. Auch in einem Erdhügel zusammen mit
E. hilohatus im Mischwald angetroffen. Die niedrigen Hügel waren innen mit dunk-
ler Holzmasse, aussen mit Erde bedeckt.
Fundorte etc. — Kilimandjaro : Kibonoto, im Mischwald, Nov. 1905; 14 Sold.,
Mus. Stockholm. ilferit-Niederung, am Flusse Ngare na nyuki; 10 gefl. Imag., 40
Sold., 300 Arb. — 14 Nov. 1905; 103 gefl. Imag., 5 Sold., 56 Arb.
Euterines liastatus (Hav.).
Sjöstedt, Monogr. p. 190, Nachtr. p. 84.
Geflügelte Imago — Die vorliegenden geflügelten Imagines haben nur die Schie-
nen dunkel schattiert, sowie den unteren Teil der Schenkel. Der übrige Teil der letz-
teren heller. Das 2. und 3. Glied der Fühler sind etwa gleich gross, und der breite
Hinterrand des Prothorax ist ein wenig eingebuchtet.
Soldat — Diese stimmen mit denjenigen aus dem Kaplande völlig überein.
Biologie — Zusammen mit E. jmrvns in einem niedrigen Erdhügel von einem
Durchmesser an der Basis von etwa zwei Fuss im Mischwald bei Kibonoto ange-
troffen. Die Art war bisher nur vom Kaplande bekannt. Wurde auch in den Akazien-
Wäldern am Flusse Ngare na nyuki unter auf dem Boden liegenden alten Stämmen
gefunden.
Sjöstedta Kilimandjaro- Meru Expedition. 15. *
26 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 15: l.
Fundorte etc. — Kilimandjaro: Kibonoto, im Mischwald, Nov. 1905; 14 gefl.
Imag., 18 Sold., etwa 50 Arb., Mus. Stockholm. Kulturzone 1300—1900 M. 2 Sold.,
Mus. Stockholm. ilfef?(-Niederung, am Flusse Ngare na nyuki, 24. Nov. 1905; 67
gefl. Imag., 95 Sold., 96 Arb., Mus. Stockholm.
Euterines gemellus Sjöst.
Sjöstedt, Monogr., Nachtr. p. 98.
Der grössere Nasutus stimmt mit den Typen aus Südafrika fast vollständig
überein. Der kleinere hat auch die charakteristische Form der kleineren derselben
Art, die Fühler sind aber etwas verschieden, indem das 2. Glied deutlich kleiner als
das 4. ist, nicht ebenso gross wie dieses, und das 4. und 5. gleich lang, das 4. nicht
kürzer als das 5. Lebt zusammen mit E. bilobatus.
Fundort etc. — ilfent-Niederung, in den Akazienwäldern am Flusse Ngare na
nyuki, 24. Nov. 1905; 7 gr. Nasuti, 1 kl. Nasutus, 5 Arb., Mus. Stockholm.
Eutermes segelli n. sp.
Geflügelte Imago — Unbekannt.
Grösserer Nasutus — Kopf braunrot mit fast schwarzer, an der äussersten
Spitze roter Nase, welche mit dem Kopf eine fast völlig gerade Linie bildet; Nase
nach hinten verhältnismässig ziemlich breit, gerade; Fühler 12-gliedrig, das Basal-
glied etwas dicker als die folgenden, so lang wie das 3., das 2. am kleinsten, wenig
mehr als halb so lang wie das 3., das so lang wie das 4. erscheint, das 5. bedeutend
kleiner als das 4. aber viel grösser als das 2.; das 6. und 7. Glied gleich lang: nach
aussen die Glieder dann gleich gross, oval, das Endglied etwas kleiner; Kopf vom
Hinterrand der Fühlergraben 7« länger als die Nase vom selben Punkt; von oben
der Kopf ziemlich rund, von den Seiten kaum bemerkbar zummengedrückt und nach
vorn verengt; Oberrand des Prothorax in einem ziemlich flachen Bogen, in der Mitte
etwas eingebuchtet; Vorder- und Hinterlappen gleich gross; Körper mit den Beinen
weiss, gelbbräunlich angehaucht ; die dorsalen Schilde des Hinterleibes dunkelbraun.
Totallänge 4 — 5, Länge und Breite des Kopfes resp. 2,2 und 1. mm.
Kleinerer Nasutus — Ähnelt in der Form sehr dem kleineren Nasutus des E.
rapulum (vergl. Monogr. Nachtr. j). 38) ist aber bemerkbar kleiner, und der Kopf ist
mehr braunrot; die Fühler 12-glieclrig, das 3. und 4. Glied rel. etwas kürzer, sonst
die Glieder wie beim Grossen.
Totallänge 3,5 Länge des Kopfes 1,5 mm.
Die einzige bisher bekannte afrikanische Art, deren grössere Nasuti 12-gliedrige
Fühler hat. Von E. laticeps imterscheidet sich der grössere Nasutus übrigens durch
seinen nicht so breiten Kopf und längere, gröbere Nase; das 3. Fühlerglied ist fast
SJOSTEDT, TERMITIDiE. 27
doppelt so lang A\ie das 2., niclit gleich lang oder ein wenig länger. Prothorax ist
am Vorderrand ein wenig eingebuchtet. Von E. canaliculatus ist er durch Mangel
der Längsfurche am Hinterkopf unterschieden. E. terricola hat den Kopf blassgelb,
die Nase ist viel kleiner, von oben gesehen fast bis an den Scheitel gleich schmal,
hier ist sie nach innen deutlich breiter und gröber, imd das 3. Fühlerglied ist fast
doppelt so lang wie das 4., nicht gleich lang wie hier. E. gemellus, dem er sonst
recht viel ähnelt, ist etwas kleiner und hat das 3. Fühlerglied etwa doppelt so lang
wie das 4., nicht gleich lang wie hier. E. arborum ist viel kleiner, das 4. Glied ist
kleiner als das 5., hier länger, und hat den Vorderrand des Prothorax ohne Ein-
buchtung in der Mitte. E. salebrilhorax hat eine viel schmälere Nase, fast gleich
schmal bis an die Stirn, Vorderlappen des Prothorax ist dunkel, der Kopf ist kleiner
und rel. breiter, von hinten gesehen viel niedriger, oval, nicht rund, und das 3. Glied
ist viel länger als das 4. E. usambarensis ist viel kleiner und hat das 2. Glied gleich
lang oder etwas länger als das 4., hier ist es viel kürzer. E. dispar, dem er sonst
in der Form sehr ähnelt, hat eine niclit so schwarze sondern mehr rötliche Nase, und
das 3. Fühlerglied ist viel länger als das 4.; er hat auch ganz andere kleinere Nasuti.
E. latifrons und viaculiventris sind beide kleiner.
Grösserer Arbeiter — Kopf kurz oval, 7io länger als breit, von der Seite etwas
zusammengedrückt, rotbraun, mit vier in der Mitte zusammenstossenden weissen Li-
nien; die Längslinie setzt sich nämlich von der Mitte weiter bis an das Epistom
fort; Epistom gross und wulstig, hellgelb, oval, nach vorn abgeplattet, \^on vorn nach
hinten '/a so lang wie breit, jederseits von einem braunen Fleck begrenzt; die zwei
ersten Zähne der Mandibeln gleich gross; Fühler weisslich, schwach braungelb ange-
haucht, 14-gliedrig, das 4. Glied am kleinsten, das 3. nur ganz wenig länger als das
2. und nach vxnten verengt; vom 5. an die Glieder allmählich ganz unbedeutend
grösser und dann wieder etwas kleiner; bisweilen ist das 3. Glied unten eingeschnürt,
ein unvollständiges Gliedchen bildend: die Fühler werden dann 15-gliedrig; Vorderlappen
des Prothorax breit bogenförmig, nach unten deutlich verengt, in der Mitte deutlich
ausgeschnitten, bedeutend grösser als der Hinterlappen.
Länge 5, Breite des Kopfes 1,3 mm.
Ähnelt sehr dem Arbeiter des Eutermes salebrithorax (Nachtr. p. 45) unterschei-
det sich aber durch ein viel grösseres und mehr wulstiges Epistom, das in der Rich-
tung von vorn nach hinten ^/a so lang wie breit ist, bei salebrithorax nur ^/s. Der
letzteren Art fehlt auch die helle Linie von der Mitte des Kopfes, wo die hellen
Linien zusammenstossen, an das Epistom, und der Vorderlappen des Prothorax ist
nach unten nicht verengt, wie bei E. segelli.
Kleinerer Arbeiter — Breite des Kopfes l,i mm.
Biologie — Baut flache Erdhügel von etwa ^a M. in Durchschnitt. Solche
wurden bisweilen im Mischwald zwischen Kilimandjaro und Meru unterhalb Kibonoto
gesehen. Zusammen mit dieser Art wurden auch E, hastatiis und E. massaicus ange-
troffen.
28
SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEIT EXPEDITION. 15; 1.
Fundorte etc. — Kilimandjaro: Kibonoto-Niederimg, Mischwald, 28. Aug. 1905;
22 gr. Nasuti, 23 kl. Nasuti, 4 Arb.; Mus. Stockholm. — 46 gr. Nasuti, 8 kl. Nasuti,
70 gr. u. kl. Arb., Mus. Stockholm. — Obstgartensteppe 20. Juli 1905; 66 gr. Nasuti,
12 kl. Nasuti, 105 Arb., Mus. Stockholm.
Liste der aus dem Kiliiiiaiidjaio, dem 3leni und den umgebenden
Massai-Sleppen bisher bekannten Termiten.
sp.
15. CORRODENTIA.
2. Copeognatha
von
GÜNTHER ENDERLEIN.
Mit 1 Tafel und 6 Textfigureu.
Durch die von Prof. Dr. Yngve Sjöstedt in Ost-Afrika gesammelten Copeo-
gnathen wird die noch ausserordentlich lückenhafte Kenntnis der aethiopischen Copeo-
gnathen wieder um einige Formen vermehrt. Vom zoogeographischen Standpunkt aus
ist besonders der Nachweis der Gattungen Stimulopalpus Enderl. und He^nipsocus
Selys Longch. von grossem Interesse ; erstere war nur aus Japan {8t. japonicus Endekl.)
nachgewiesen und lässt uns wieder eine der bis jetzt so spärlich bekannten, aber
zweifellos auch in Africa in sehr zahlreichen Formen vorhandenen beschuppten Copeo-
gnathen kennen lernen; letztere war bisher nur aus dem indo-malischen Gebiet {H.
chloroticus [Hag.]) und aus Japan {H. hyalinus Enderl. 1906) bekannt. Ferner wurde
die Gattung Mesopsocus K. von der Schneegrenze des Kilimandjaro in einer sehr interes-
santen Form nachgewiesen und zwar in den beiden sehr dimorphen Geschlechtern; diese
Gattung war bisher nur in einer Art aus Afrika bekannt, und zwar in der durch die
gestielten Augen ausserordentlich auffallenden M. diopsis Enderl. 1902 aus Ost- Afrika;
durch Herrn Dir. Dr. Horvath in Budapest erhielt ich aber noch eine zweite Art (aus
Algier), die ich M. nasutus genannt habe (cf. Ann. Mus. Nat. Hung.); als dritte Form liegt
mir 1 o aus dem Kapland vor, das der europäischen Species 31. unipundatus (Müll.)
angehört. Letztgenannte Species scheint eine sehr weite Verbreitung zu haben, sie
wurde (Zool. Jhrb. Syst. 23. Bd. 1906, p. 255) auch aus Japan nachgewiesen.
Die bisher aus Ost- Afrika nachgewiesenen Copeognathen sind in folgender
Tabelle zusammengestellt.
Verzeichnis der aus Ost-Afrika bekannten Copeognatlien.
Fall). Psocidae. 4. kiboschoensis uov. spec.
Subt'ani. I'sorinae.
Psocus Latk. 1796.
1. Fülleborni Enderl. 1902.
2. grisescens Mc. Lachl. 1866 (Natal).
3. intricatus nov. sp.
5. iiebulosus STEPii.var. usanibarauus uov.
6. Sjoestedti nov. spec.
Amphigeroiitia Kolbe 1880.
7. ukingaua Endeel. 1902.
30
SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERÜ EXPEDITION. 15:2.
Hemipsocus Sel. Longoh. 1ö72.
8. africanus iiov. spec.
Faiii. Caeciliidae.
Subfam. Caeciliinae.
Caeciliiis Cukt. 18-37.
D. basidentatus uov. si)ee.
10. inquinatus Enderl. 1902.
1 1 . signatipennis nov. spec.
riilleboruiella Enderl. UKIJ.
12. iiyassica Enderl. 1902.
Ainplii|isociis Mo. I>Af'HL. 1S72.
1.3. iridescens Enderl. 1906.
14. montamis Enderl. 1902.
Pterodela Kolbe 1880.
l'i. j)edicularia (L.) var. netbiopita En-
derl. 1902.
Subfam. Peripsociiuie.
Peripsocns Hay. 186fi.
16. africanus Enderl. 1902.
Farn. Mesopsocidae.
Mesopsocns Kolbe 1880.
17. diopsis Enderl. 1902.
18. montiniis nov. spec.
Farn. Aiiipliientoiiiidae.
Subfam. Amphicntominae.
Stimnlopalpus Enderl. 1906.
19. africanus uov. speö.
Heiuiseopsis Enderl. 1906.
20. Fiilleborni (Enderl. 1902.)
Fam. Troctidse.
Subfam. Troctinae.
Troefes Burm. 1839.
21. diviuatorius (Müll. 1776).
Fam. Psocidae.
Psociis Sjoestedti nov. spec.
Taf. 5, Fig. 1, 6 und 7. — Kopf sehr blass. Scheitel dicht mit kleinen eckigen
blass-gelbbräunlichen Flecken besetzt. Mitte der Stirn braun. Ocellen sehr dicht ge-
drängt, schwarz. Clypeus massig stark gewölbt mit blass-gelbbräunlichen Längs-
streifen, die beim J' etwas mehr braun sind. Clypeolus und Labrum sehr blass, ebenso
der Maxillarpalpus, dessen Endglied ockergelb mit schwärzlicher äusserster Spitze.
Fühler schwärzlich, die 3 ersten Glieder blass; beim ? viel blasser. Pubescenz des
männlichen Fühlers sehr lang und gerade abstehend, beim ? sehr kurz, spärlicher und
anliegend. Augen schwarz, beim d nur wenig grösser als beim ?.
Thorax oben dunkelbraun mit blassen Suturen. Abdomen schwärzlich braun,
Vorderdrittel jedes Segmentes ungefärbt. Genitalsegment ungefärbt, ebenso Telson.
Beine blass ockergelblich. Schienen und Tarsen durch die schwärzliche Pubescenz
grau. 1. Hintertarsenglied beim cf mit ca. 20, beim ? mit ca. 22 Ctenidiobothrien.
2. Hintertarsenglied mit ca. 4 Ctenidiobothrien. Ctenidiobothrien schwarzbraun mit
kräftigen Zähnen. Klaue braun, Spitzenhälfte gelb, Zahn vor der Spitze lang
und spitz, schräg nach der Spitze zu gerichtet. Hinterschiene mit 4 Endspornen.
Seitenklappe des Telson mit grossem Sinnesfeld, beim c? mit zahnartigem Klammer-
organ (Fig. 6). Subgenitalplatte des J" (Fig. 8 sg) unten mit zwei Längsstreifen win-
ziger dornförmiger Höckerchen. Penis (Fig. 7 p) breit, hinten in eine Spitze ausge-
zogen, von dieser unten mit zwei rundlichen schuppenförmigen Anhängen. Länge der
Hintertarsenglieder </ 0,48 mm, 0,i7 mm, ? 0,55 mm, 0,i7 mm.
Flügel hyalin. Vorderflügel mit hellbraunen Mittelstreifen in den Aussenrand-
zellen; hellbraun ist ferner ein grösserer Fleck über dem breiten Scheitel der Areola
ENDERLEIN. COPEOGNATHA. 31
postica, ein Fleck nahe der Aussenspitze der Discoidalzelle, ein Fleck am Nodulus
und eine schmale Querbinde am Ende des ersten Flügelviertels zwischen Media und
Axillaris. Pterostigma abgerundet rechtwinklig, blassbraun mit hellbraunem mittleren
Querstreif; diese Zeichnung tritt hinten breit über das Stigma hinweg. Sie mündet
in r. Vereinigung von Radialramus und Media kurz. Stiel der Radialgabel etwas
mehr als halb so lang wie r..^^. Adern braun bis dunkelbraun, Scheitel der Areola
postica, cv.y der aufsteigende Ast von cwi und die Basis der Radialgabeläste unge-
färbt. Hinterflügel nur an der Basis bräunlich angehaucht. Adern hellbraun.
Vorderflügellänge 4 mm (cT)— 5 mm (?).
Körperlänge (in Alkohol) 3 mm (cT) — 4 mm (?).
Ein Teil der Typen im Stettiner Museum.
Kilimandjaro: Kibonoto. 16. 3. 1906. cT und ? in Anzahl.
Gewidmet wurde diese sehr isoliert stehende Species dem Sammler Herrn Prof.
Dr. Yngve Sjöstedt.
Psocus kiboschoensis nov. sp.
Taf. 5, Fig. 2 und 8. — Kopf sehr blass, Scheitel mit breitem dunkelbraunen, hinten
verbreitertem Älittelstreif, der aus verschmolzenen einzelnen Flecken besteht. Um die
Innenseite des Auges ein brauner Halbring, innerhalb desselben einzelne braune Flecke.
Stirn kurz, je ein brauner Fleck seitlich der Mittellinie und an der Fühlerbasis.
Clypeus braun, in der Mitte mit 5 schwarzen Längslinien, jederseits an den Seiten mit
ca. 4 gelben Längslinien. Fühler schwarz, die beiden Basalglieder innen gelb. Ocellen
grau. Clypeolus braun, Labrum schwarz. Augen massig gross, schwarz, halbkugelig
abstehend. Schläfen unten ungefärbt. Wangen braun. Maxillarpalpus hellbraun, End-
glied schwarz.
Thorax dunkelbraun, mit hellen Suturen. Abdomen sehr blass, oben sehr fein
und blass-bräunlich gesprenkelt. Genitalsegment und Telson braun (Fig. 8). Seiten-
klappen des Telson (Fig. 8 Ite) mit grossem Sinnesfeld und aussen mit einem stilet-
förmigen Anhang, einem Hilfsapparat der Ovipositoren. Dorsalklappe des Telson
{dte) dreieckig, nur am Rande behaart. Gonopode des achten Segmentes (Fig. 8 gp8)
stiletförmig, am Ende angespitzt luid innen mit einzelnen nach der Basis gerichteten
Härchen. Lateralgonopade des neunten Segmentes (Fig. 8 hjpO) hinten kräftig be-
haart. Medialgonopode des neunten Segmentes (Fig. %mgp9) breit und lang, hinten
gleichmässig breit abgerundet ohne Ausbuchtungen und Anhänge; die hintere Hälfte
mit sehr feinen Icrummen Härchen dicht besetzt. Die Subgenitalplatte (Fig. 8 5/,+J,
aus den verschmolzenen 7. und 8. Sterniten bestehend, hinten in der Mitte mit lang
gestrecktem schmalen hinten abgerundeten Anhang, der nur am Ende kräftig behaart
ist. Beine blass, Schenkel oben blassbraun gefleckt. Schienen blassbräunlich, Tarsen
schwarzbraun. 1. Hintertarsenglied mit ca. 25 Ctenidiobothrien, 1. mit ca. 9. Klaue
braun, Spitze gelb, Zahn an der Basis des Enddrittels. Länge der Hintertarsen:
1. 0,62 mm, 2. 0,16 mm.
32 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEßU EXPEDITION. 15: 2.
Flügel hyalin, Adern braun mit Ausnahme der Basis der Radialgabel, von CV2,
der Hälfte des aufsteigenden Teiles von cvi, eines Stückes von m vor dem Scheitel
der Areola postica. Vorderflügel mit schwärzlichbraunem Pterostigma, die Färbung
tritt hinten in Form eines Saumes über den Hinteirand; Basis und Spitze blass. Ein
Streifen hinter cu an der Discoidalzelle braun, ebenso ein Fleck am Nodulus. Radial-
ramus und Media in einem Punkte vereinigt. Areola postica mit sehr breitem Scheitel,
der mit dem aufsteigenden Teil von cv^ eine gerade Linie bildet u+3 doppelt so lang,
wie der Gabelstiel, sc in den Radialstamm mündend. Im Hinterflügel ist das Spitzen-
drittel der Analzelle braun angehaucht.
Vorderflügellänge 5 mm.
Körperlänge (in Alkohol) 4\^2 mm.
Kilimandjaro: Kiboscho, 3000—4000 m. 1 $.
Psocus intricatus nov. sp.
^. Kopf blass-bräunlichgelb, dicht braun gesprenkelt. Scheitelnaht scharf,
ziemlich breit braun gesäumt. Wangen braun, oben schwach gelblich gesprenkelt;
Schläfen sehr schmal. Clypeus mit ca. 9 braunen Längslinien, deren 3 mittelsten
sich nach vorn vereinigen. Clypeolus ziemlich gross, bräunlich gelb, in der Mitte gelb-
braun. Labrum gelbbraun. Maxillarpalpus bräunlichgelb, die beiden letzten Glieder
braun. Augen grauschwarz, stark kugelig abstehend, hinten etwas überhängend über-
stehend (Fühler abgebrochen).
Thorax schutzig gelblich, hinten vind an den Seiten unregelmässig rotbräunlich
gefleckt und gesprenkelt. Abdomen oben rotbraun, unten an den Seiten fein rot-
braun gesprenkelt. Beine hell-bräunlichgelb, Spitzen der Schienen und 2. Tarsenglied
bräunlich. L Hintertarsenglied mit 24, 2. mit 4 Ctenidiobothrien. Jedes Ctenidio-
bothrium mit etwa 5 kräftigen langen am Ende abgerundeten Zähnen. Hinterschie-
nen mit 3 kräftigen gelben Endspornen. Länge der Hintertarsenglieder L 0,2 mm,
2. 0,56 mm.
Vorderflügel hellbraun, Umgebung der Aderenden des Spitzendrittels braun.
Am Ende des Basalfünftels ein schmales hyalines Querbändchen, das von r aus sich
in 3 nach der Basis zu konkaven Bogen (jeder Bogen zwischen einer Ader) bis zum
Hinterrand erstreckt. Axillarzelle mit Ausnahme der Basis hyalin. Vom Ende des
2, Drittels der Axillarzelle geht ein an der Anfangsstelle verbreiterter schmaler Band-
bogen bis zum Nodulus, der die Spitze der Zelle An und ein Stückchen der Zelle Cti^
abschneidet. Proximalhälfte des Pterostigraas blasser. Vom Hinterrande des Ptero-
stigmas geht ein schmales hyalines Band durch den Radialgabelstiel durch m, den
aufsteigenden Teil von cti^ bis an die Ursprungsstelle des absteigenden Teiles von
cw,. Ein etwas breiteres hyalines Band läuft zwischen der Ursprungsstelle von W3 und
dem Scheitel des Pterostigmas und schneidet das proximale Ende der Radialgabel ab.
cu durch 4 kleine hyaline Flecke unterbrochen; einige Flecke hinter dem Ende von
m + cu hyalin. Je 1 halbkreisförmiger hyaliner Randfleck in der Zelle il/j und M.j,
ein sehr schmaler hyaliner Randsaum an der Radialgabelzelle. Adern dunkelbraun,
RNnKRLEIN. COPEOGNATHA. 33
hyalin sind: die Basis von u+3 und r4+,, der Seheitel der Areola postica, der aufstei-
gende Teil von r»,, cu.,. die Adern an der hyalinen Stelle der Basalhälfte des Flügels;
;•,, blassbräunlic'h. Pterostigina ziemlich flach, Scheitel stark abgerundet; die Fläche
und ein Saum hinter ihr rauhkörnig. Scheitel der Areola postica massig breit. r.,+a
doppelt so lang wie der Stiel. Gabeläste parallel, nur am Ende schwach divergierend.
Hinterflügel hyalin, blassbraun ist Spitzenhälfte sowie die Zellen An und A.r.
Vorderflügellänge zirka 5 mm.
Körperlänge (in Alkohol) 3 mm.
Kilimandjaro: Kibonoto. Kulturzone. 1 cT.
l'sociis iiftMilosiis Stepii. var. iisiimbarainis nov.
Diese Form unterscheidet sich von der europäischen Stammform nur durch eine
etwas schärfer ausgeprägte Zeichnung und dadurch, dass das Ende des 2. Drittels der
Ader m + cti im Vorderflügel dunkelbraun gefärbt ist und dass dahinter sich ein kleiner
brauner Fleck anschliesst.
Usambam: iNTombo. 2 cT, 5 ?.
Heiiilpsociis afrU'iuius nov. sp.
Taf. 5, Fig. 3. — Der ganze Körper blass, fast ungefärbt. Kopf und Thorax
spärlich mit struppigen schwärzlichen Haaren besetzt, die allerdings teilweise
gelblich glänzen. Kopf mit einzelnen bräunlichen Fleckchen an der Fühlerbasis.
Fühler sehr blass, hauptsächlich vorn struppig behaart, hinten nur sehr spärlich und
kurz behaart. Augen schwarz. Thorax mit einzelnen winzigen kleinen Fleckchen.
Hinderränder der Abdominalsegmente (mit Ausnahme der 2 — 3 letzten) oben schmal
schwärzlich-braun gesäumt, unten sehr schmal und nur an den Seiten gesäumt.
Beine weisslich, Basis des 1. Tarsengliedes und das 2. Tarsenglied hellbraun.
Klauen dunkelbraun, Enddrittel gelb, Zahn an der Basis des Enddrittels sehr klein
und spitz. 1. Hintertarsenglied mit 26 Ctenidiobothrien, 2. mit 2. 1. Hinter-
tarsenglied 0,ß5 mm, 2. Hintertarsenglied O.20 mm lang.
Vorderflügel sehr blass-bräunlich, Adern und ein Saum längs derselben hyalin
farblos; auf den Adern mit Ausnahme der Analis, der Querader zwischen Areola
postica und media und von cii., finden sich kleine braune Fleckchen, und zwar je an
einer Haarinsertion; Aderenden mit etwas grösserem Randfleck. '}\ am Pterostigma hat
zirka 6 solche Flecke (mit dem Randfleck), der Stiel der Radialgabel zirka 4 — 5, c»,
zirka 4—5, der Basalstamm m-vcii 8, die sich bei diesem Ast zu 4 Paaren zusammen-
ordnen. ro^3 ist etwa 2 mal, r^^..:, etwa 2", 3 mal so lang, wie der Radialgabelstiel. Stigma-
sack als kräftiger dunkelbrauner Zapfen. Rand ziemlich lang und massig dicht ein-
reihig behaart.
Hinterflügel fast farblos hyalin, Adern blassbraun, völlig ohne Pubescenz. ax
ziemlich lang, r.^+s senkrecht den Vorderrand treffend.
Sjösledtn Kilimandjaro- Meru Expedition. 10. ^
34 S.TÖSTEDTS KILIMAND.TARO-MERF EXPEDITION 15: 2.
Vorderflii gellänge 3V2 mm.
Körperlänge (in iVlkohol) 3 mm.
KUiwandjnro: Kibonoto. Kulturzone. 1906. 1 ?.
Fam. Caeciliidte.
('aeciliiis basideiitatiis nov. sp.
Tai'. 5, Fig. 10. — Der ganze Körper weisslich gelb; Thorax blass ockergelb,
oben schwach bräunlich angehaucht. Augen gelblich, schwarz durchscheinend; massig
gross, kugelig abstehend. Fühler gelblich, vom 3. Glied ab bräunlich werdend.
Äusserste Spitze des Endgliedes des Maxillarpalpus bräunhch. 2. Tarsenglied bräun-
lich. 1. Hintertarsenglied mit zirka 21 Ctenidiobothrien, 2. ohne. Jedes Ctenidio-
bothrium mit 5 — 6 langen dünnen haarartigen Zähnen. Klaue schwarz, äusserste
Spitze gelb; an der Basis eine lange Borste und davor ein Zähnchen mit feinem haar-
artigen Fortsatz.
Länge der Hintertarsenglieder: 1. 0,35 mm, 2. 0,i mm.
Vorderflügel blassbräunlich ockergelb, Zelle Ax und der Hinterrandsaum von
An dunkelbraun. Adern hyalin, die der Spitzenhälfte mit Ausnahme von 1\ bräun-
lich ockergelb; ax und Hinterrandader bräunlich. Pterostigma lang, schmal und sehr
flach, Scheitel völlig abgeflacht, massig dicht pubesziert. Rand und alle Adern mit
Einschluss von an einreihig pubesziert; ax dichter pubesziert. Areola postica mit ab-
gerundetem Scheitel, Höhe halb so lang wie die Entfernung zwischen m und Hinter-
rand, fo+a ist etwas kürzer, r^^., etwas länger als der Radialgabelstiel; Gabel massig
stark divergierend. Hinterflügel farblos, Hinterrand der Zelle An und die Zelle Ax
blassbräunlich, Adern sehr blass ockergelblich. Adern unbehaart, Rand mit Ausnahme
des Vorderrandes der Costalzelle einreihig behaart.
Vorderflügellänge 3^'2 mm.
Körpeiiänge (in Alkohol) 2V2 mm.
Meru: Regenwald. 3500—4460 m. 1 ?.
Caecilius basideyitatus n. sp. steht dem europäischen Caecilius flavidus Gurt.
sehr nahe, luiterscheidet sich aber von diesem durch die Pubeszierung der Analis,
durch den ungefärbten Scheitel und durch die blasse Thorakalfärbung.
Ciieciliiis sig'iiatiixMiiiiis nov. sp.
Kopf blassbräunlich ockergelb, Scheitel bräunlich; kurz struppig pubesziert.
Scheitelnaht scharf. Augen klein, rundlig, wenig abstehend, schwarz. Maxillarpalpus
ungefärbt, Endghed an der äussersten Spitze bräunlich. Fühler blass, nach der Spitze
grau werdend.
Thorax braun, oben etwas dunkler, mit blassen Suturen. Abdomen ungefärbt,
Spitze blassbräunlich. Beine blass, ungefärbt, Coxen an der Basis und die 2. Tarsen-
glieder braun. Die ungezähnten Klauen braun mit dünner gelber Spitze. 1. Hinter-
ENDEKLEIN, CUPKOGNATIIA. 35
tarsenglied mit 21 bx'aunen Ctenidiobollirien, 2. ohne solche. Jedes Ctenidiobothriuin
stark abstellend, mit massig langen dünnen haarähnlichen Zähncheu.
Vorderflügel braun; hyalin farblos: ein ovaler Fleck an der Flügelbasis bis zum
Ende des 1. Viertels, der aber Vorder- und Hinterrand nicht erreicht; ein ziemlich
grosser halbkreisförmiger Fleck am Nodulus; eine Querbinde zwischen Stigmasack und
Hinterrand bei r».,, die sich nach vorn und hinten verbreitert und hinter der vorde-
ren \'erbreiterung — besonders nach aussen — stark eingeschnürt ist; ein ziemlich
grosser rundlicher Fleck am Ende von ?•,; die Radialgabelzelle und ein Stück hinter
ihr bis an den Gabelungspunkt vom »ii imd //?2. aber ohne die Spitze von Zelle 7»^,.
Pterostigma pubesziert, mit hohem abgerundeten Scheitel. Areola postica gross und
hoch mit abgerundetem Scheitel. Radialgabel kurz, Aste stark divergierend. Radial-
gabelstiel doppelt so lang als r.,+3. Vereinigung von Radialramus und Media ziemlich
lang. Adern und Rand einreihig pubesziert, Aderpubeszenz kurz und eng; Analis un-
pubesziert, Costa mehrreihig pubesziert. Adern dunkelbraun, an den hyalinen Stellen
ungefärbt.
Hinterflügel sehr blassbraun; hyalin farblos ist die vordere Hälfte der Flügel-
basis; je ein Fleck in Zelle i?i und R^ und ein breiter Streifen vor und längs der
Analis. Adern blassbraun, unpubesziert. Rand ziemlich lang einreihig pubesziert,
mit Ausnahme des Vorderrandes der Costalzelle. 7-2+3 den Vorderrand ziemlich steil
treffend.
Vorderflügellänge 2,^ mm.
Körperlänge (in Alkohol) 2V2 mm.
Küimandjaro: 1 ?.
Farn. Mesopsocidae.
Mesopsocus montiiius nov. sp.
Taf. 5, Fig. 4, 5 und 9. — ?. Sehr blass bräunlich gelb, C'lypeus massig stark nach
vorn gewölbt, mit 10 breiten braunen Längsstreifen, die den Hinterrand niclit er-
reichen; Stirn relativ kurz mit einer kräftigen Y-förmigen Zeichnung in der Mitte, je
ein schmaler Querstrich nahe der Fühlerbasis und je ein kleiner Fleck in der Mitte
jeder Seitenhälfte nahe dem Hinterrand braun. Ocellen klein, nahe beisammen.
Scheitel mit braunen Flecken unregelmässig überstreut. Augen sehr gross, kugelig
abstehend, innen braun, unbehaart. »Scheitelnaht deutlich. Maxillarpalpus sehr blass,
Endhälfte des letzten Gliedes braun. Schläfen und Wangen ungezeichnet. Clypeolus
ungefärbt. Hintere Hälfte des Labrum braun, vorderer Teil mit 2 feinen geraden
Längslinien bis an den eingebuchteten Vorderrand. Die beiden Basalglieder des
Fühlers an der Basis braun, Fühlergeissel gleichmässig dünn, schwarzbraun, 3. und
4. Fühlerglied blass; Behaarung des Fühlers ziemlich kurz.
Oberseite des Prothorax mit braunem Querband, das seitlich etwas keulig endet;
vor den seitlichen Enden je ein brauner Fleck; Oberseite des Meso- und Metathorax
mit je einer Querreihe von 4 braunen Flecken. Verbindungshaiit zwischen Thorax und
3fi S.JÖSTEDTS KILIMANDJAKO-MKRU EXPEDITION 15:2.
Abdomen mit jederseits 2 langen dunkelbraunen Chitinspangen. Abdomen blass, unten
schwach bräunlich angehaucht, oben mit zahlreichen kleinen braunen Fleckchen, die
teilweise zu folgender Fleckenzeichnung zusammenfliesen: 2 verkehrt V-förmige Flecken,
der 1. auf dem 1., 2. und 3. Tergit, der 2. grössere folgt dicht dahinter etwa auf dem
2. bis 5. Dorsalplatte (Fig. 9 dfe) des Telson fast halbkreisförmig, gebräunt. Lateral-
platten (Fig. 9 Ife) des Telson stark verbreitert, aussen schwach zapfenförmig er-
weitert; äussere Hälfte gebräunt; Sinnesfeld an der inneren Basalecke, rundlich, ziem-
lich klein, mit etwa 15 Sinneshaaren. 7. Sternit (Fig. 9 st^) mit brauner Zeichnung;
8. Sternit (Fig. 9 st^) als kleiner spatenförmiger Anhang an das 7. Sternit; Stiel eng,
Basalecken siDitzwinklig (fast rechtwinklig), Hinterrand breit halbkreisförmig abge-
rundet, sehr fein und äusserst kurz pubesziert, in der bräunlichen Mitte mit 3 längeren
Haaren. Gonopode des 8. Segmentes (Fig. 9 gpf^) am Ende schräg abgestutzt, Spitze
schräg nach hinten und aussen gerichtet. Gonopode des 9. Segmentes mit innen
kräftig und spärlich beborstetem Lateralteil (Fig. 9 Igp^), Medialteil {rngpr^) breit, aussen
mit kurzem zapfenförmigen Anhang, dahinter mit lang nach aussen ausgezogener
Spitze.
Coxen braun, Schenkel schwach gebräunt und etwas gefleckt. Schienen an der
Basis schwach gebräunt, am Ende schwarzbraun. Tarsen schwarzbraun. L Hinter-
tarsenglied ohne Ctenidiobothrien, die entsprechenden Dornen sind jedoch voi'handen,
und zwar zirka 16, am 2. Tarsenglied 3. Klaue schwarz, Enddrittel gelb, an der
Basis des Enddrittels der kleine stumpfe Zahn; an der Basis mit langem kräftigen
Dorn, zwischen diesem und Zahn langer gebogener, haarförmiger Anhang. Länge des
1. bis 3. Hintertarsengliedes O,?.'. mm, 0,o5 mm, 0,i4 mm.
Von den Flügeln ist nur von den Vorderflügeln (Fig. 5) ein undeutliches Rudi-
ment in Form einer Mesothorakalerweiterung vorhanden.
cT. Dem ? wenig ähnlich, besonders viel dunkler. Scheitelzeichnung dichter
und dunkler. Stirn mit 5 breiten dunkelbraunen Längsstreifen. Clypeus wie beim ?.
Augen kugelig abstehend, nicht grösser als beim ?, mehr schwärzlich. ]\Iaxillarpalpus
bräunlich, Endglied schwärzlich. Fühler schwarz, die beiden Basalglieder und die
beiden Endglieder braun; auf beiden Seiten 12gliedrig, wohl aber nur zufällig. Thorax
dunkelbraun mit ungefärbten Suturen. Abdomen dicht und fein braun besprenkelt,
Telson braun. Beine wie beim ?. 1. Hinter tarsenglied n)it zirka 21 Ctenidibothrien,
dieselben sind sehr klein und undeutlich. Klauenzahn etwas kräftiger als beim ?.
Länge des 1. — 3. Hintertarsengliedes 0,47 mm, 0,i3 mm, 0,io mm.
Körperlänge (in Alkohol) cT 3 mm, ? 3^ 4 mm.
Fühlerlänge J" 4^/* mm, ? 37* mm.
Vorderflügellänge cT 5^/* mm.
Eine der Typen (?) im Stettiner Museum.
Kiinnandjaro: Kiboscho. Am oberen Teil der Bergwiesen, etwa 3800 — 4000 in.
Febr. 1906. 1 cT; desgl. an der Schneegrenze 4500 m. Febr. 1906. 2 ?.
Durch die Untersuchung der Sexualorgane von Mesopsocus (auch von anderen
Arten z. B. M. unipimctatus (Müll.), ÄI. nasutus Enderl., Actenotarsus hispanicus
Endebl. etc.) ist es möglich geworden, die durch Verwachsung komplizierten Glie-
KNÜERLEIN, COPEOGNATHA. 37
deruiigsverliältnisse des Abdomens der Copeognathen mit 2 Tarseiigliedern zu analysieren.
Die wesentlichsten Resultate sind dabei die Feststellung der Verschmelzung des 7.
lind 8. Sternit imd des 8. und 9. Tergites bei letzteren. Das scheinbare Vorhanden-
sein von 3 Paar Conopoden in einem Segment findet damit ihre natürliche Erklärung.
Diese ursprünglicheren Verhältnisse bei den Formen mit 3 Tarsengliedern be-
stätigen wieder die von mir vertretene Ansicht, dass es sich bei dieser um phyloge-
netisch ältere Formen handelt, aus denen sich die Formen mit 2 Tarsengliedern als
besonderer jüngerer Zweig entwickelt haben.
Fam. Aiupliieiitoiiiida?.
fStiiiiiilopalpiis Enderi,.
Enüerl. Spolia Zeylanica, Vol. IV. Dec. 1906. pag. 65, PI. C. Fig. 127—130.
Typus St. japonicus Enderl. 1906.
Stimulopalpus africanus nov. sp.
Kopf rostgelb, ebenso Clypeus und der sehr schmale Clypeolus. Labrum
schwarz. Scheitelnaht fein, aber deutlich, hinten bräunlich. Ocellen braun. Anten-
nen sehr dünn, etwa "/i der Vorderflügellänge, schwarzbraun, die beiden Basalglieder
ockergelblich, die beiden folgenden gelbbraun; fein und spärlich pubesziert. 3. und
4. Glied des IVIaxillarpalpus braun; 1. Glied sehr kurz mit wenigen Haaren am Ende;
Sinneskolben (Fig. A sk) des 2. Gliedes kurz und kräftig; 2. Glied mit ca. 8 Spornen
(dicken Dornen), 3. mit 3 und 4. mit 6. Verhältnis der Maxillar-
palpiisglieder \'ä : 1^4 : 1 : V *. Die Basalhälfte des 2. Gliedes etwas ^^
verengt. Augen schwarzbraun, unpubesziert, die Kopfrundung nicht \v\''
überragend. h^A
Thorax braun. Abdomen blassbräunlich, Spitze dunkelbraun. ^
Bein blass, ungefärbt: braun ist folgendes: die Coxen, die Basal-
hälfte der Oberseite der Femora; ein Ring durch die Mitte der Basal-
hälfte der Tibien, etwa Vs ihrer Länge einnehmend; die distalen Hälften
der Tibien ohne das Enddrittel; ^/a der ersten Tarsenglieder (von der
Basis ab), beim Hinterbein nur V*; 2. und 3. Tarsenglied. Klauen
gelblich, Zahn vor der Spitze kräftig, zwischen ihnen und Basis 5
Haare, deren letztes länger und kräftiger. Beschuppung der Tibia und
des L Tarsengliedes sowie Bedornung der Hinterschiene wie bei Sf. A
jcifonicus Enderl. 1. Hintertarsenglied mit ca. 31. Ctenidiobothrien. tili' if,.i^anu^^'um
2. und 3. ohne solche. Jedes Ctenidiobothrium flach, abgerundet, fv- i-inker Maxii
l;ir|ialpiis. Vergr.
gelblich, mit ca. 8 — 9 massig langen kräftig braungelben dornartigen iwi: i. .s/. = Sinnes
Zähnchen. Verhältnis der Hintertarsenglieder 10 : 1 : IV2.
Vorderflügel mit dunkelbrauner Membran, Apikalviertel hellbraun, zwischen den
Aderenden je ein rundes hyalines Fleckchen. Pterostigma nicht vorhanden durch Fehlen
des distalen Stückes der Subcosta. Radialstamm +/•, nimmt einen fast geradhnigen Ver-
38
SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MBRU EXPEDITION. 15 : 2.
lauf. r44.5 2V3mal so lang wie der Radialgabelstiel. Areola postica sehr lang und
flach, cui sehr lang, 5V2mal so lang wie m... ax\ nicht ganz den Nodulus erreichend.
ax\ vorhanden, aber undeutlich. Stigmasack (Fig. B sts) nur als undeutliche Aderver-
dickung ausgebildet. Adern dunkelbraun, die der Basalhälfte heller braun. Schuppen
schlank, lang, parallelsei tig, am Ende eingebuchtet (Fig. C), die der Aussenrandzone
und des Randes sehr schlank (Fig. D).
Hinterflügel blassbraun, Adern dunkelbraun, ax blassbraun, an ungefärbt. i\
fehlt. Die Querader zwischen Radialstamm und Radialramus (die eigentliche Basis
Fig. B. Stimidopalpus afr'i-
canus n. sp. Gleäiler. Vergr.
25 : 1. sts = StigmasiU'k.
V
D
KIl'. f. StliuiJpL'ii vom Vurdei'iliigel.
Veigr. 370 ; 1.
Fig. I». Kandwluippeii voin \'orilerflügel
Vergr. 370 : 1.
Fig. E. St'liuppL'ii vom HiiiterHügel.
Vergr. 370 : 1.
Fig. F. Kiuidscluippf vom Hiiiterflügcl.
Vergr. 370 : 1.
des Radialramus) nur in der hinteren Hälfte angedeutet, ax sehr lang, nahe an der
Analis endend. Eine massig breite Aussenrandzone und der Aussenrand mit langen
ziemlich tief ausgeschnittenen Schuppen (Fig. E. und F.) besetzt.
Vorderflügellänge ca. 3,ö mm.
Körperlänge (in Alkohol) c.a. 3V2 mm.
Kilimandjaro: ?.
Die Vorderflügelzeichnung konnte nicht festgestellt werden, da die Beschuppung
durch den Alkohol grösstenteils verloren gegangen ist.
RNDKRLKrN, COPEOGNATHA. 39
Liste der bis jetzt ans dem Kilimjnuljai'o— Meni-Oebiet beliaiiiiten
('opeosiiitntlien.
Fam. PsocidiV.
1. Pfioriis Sjösfi'dfi Enoerl. ii. sp. 1 3. Psocm intricatvs Endeel. ii. sp.
•>. Paoriifi l.-ibnfirjwenftia ExuEin,. ii. sp. 4. Hemipsofii!< afrmnnia Enderl. n. sp.
Fam. Caeciliid*.
5. CarrUUiti haxidcnfdtiis Fapeki.. ii. sp. 6. Caeciliiis sifiiiafipcnn/s Enperi.. ii. sp.
Fam. Mesopsocidii^.
7. Mfsopuoriif: mnntinuK Enderi,. n. sp.
Fam. Aiiipliieiitonii»li«'.
8. SfiiiiKlojial/iiig afriramis Endebi.. n. sp.
15. CORRODENTTA
8. Embiidae
auetore
FILIPPO SILVESTRI.
Cum tabula una (6).
Cl. Dr. Yngve Sjöstedt in Germanorum Africa orientali Embiidariiin specimina
quatuor (1 ? 3 cT) legit, quae ad speciein unam scientiae novam et in honorem cl.
entomologi appelatam refero.
Emhia Sjöstedti sp. n.
Syn.? Emhia solieri Verh. ex p. Acta Ac. Germ. LXXXII, N:o 2, p. 202.
cT. Niger, pedibus nigro-castaneis, tarsis castaneo-rufescentibus, cercorum arti-
culo primo terreo-rufescente, articulo seciindo castaneo rufescente.
Caput (Fig. 1) vix longius quam latius (longitudine a clypei margine postico et
latitudine pone oculos sumptis), angulis posticis rotundatis, in superficie setis pluribus
brevissimis instructum.
Antennae articulis 18 ad? (partim fractae) compositae, articulo primo (Fig. 1)
magis quam Vn longiore quam latiore, ceteris crassiore, articulo secundo quam primus
magis quam duplo breviore, articulo tertio quam secundus fere duplo longiore, arti-
culo quarto secandum longitudine subaequante, articulo quinto quam quartus parum
longiore, articulis ceteris gradatim quajn articulus praecedens parum longioribus,
articulo decimo fere duplo longiore quam latiore, articulis omnibus setis pluribus
brevibus instructis. I.abrum subtus sublaevigatum.
Mandibulae (Fig. 2) longae, duplo longiores quam ad basim latiores, dextera
dente apicali sat magno, dente altero minore et parva mola instructa, laevis dente
apicali, dentibus duobus aliis minoribus et parva mola bidentata.
Palpi maxillares (Fig. 3) sat breves et sat crassi, articulo secundo quam ceteri
breviore et quam primus fere duplo breviore, articulo tertio quam secundus Vs longiore,
articulo quarto quam tertius fere \U longiore et quinto quam quartus fere '/a longiore.
Sjöatedt» Kilimayidjaro-M rru Expeililion. 15. 6
42 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 15: 3.
Palpi labiales (Fig. 4) sat breves et sat crassi, apicem versus pauUuluin attenua-
tis, articulis primo et secundo inter sese longitudine subaeqalibus, articulo tertio quam
secundus parum magis quam 's longiore.
Thorax quam abdomen (in exemplis in spiritu vini asser vatis) 7? brevior, setis
brevissimis numerosis vestitus. Pronotum parte antica a postica sulco profundo et
sat lato distincta, sulco transversali sat arcuato convexitate antrorsum vergente et
parum pone marginem anticum pertinente nee non sulco mediano a parte centrali
sulci transversali incipiente exarata; parte postica, sulco mediano sat profundo exarata.
Mesonotum et metanotum, alis destituta, scutis detectis liaud sulcatis, foveis tantum
nonnullis supra muscolorum insertionem sistentibus. Sterna setis sat numerosi in-structa.
Pedes primi paris (Fig. 5) femore parum magis quam duplo longiore quam
latiore, infra ad basim seta longa subtili aucto, tibia quam tarsi articulus primus
Vio longiore, articulo primo tarsali duplo longiore quam latiore, infra sat concavo,
setis minimis vestito et setis nonnullis, glandularum ductibus, instructis, articulo
secundo frevissimo, articulo tertio quam secundus aliquantum longiore, praetarsi un-
guibus brevibus robustis.
Pedes paris secundi (Fig. 6) femore fere Vio longiore quam latiore, tibia quam
articulus primus tarsalis fere */ii longiore, articulo primo tarsali infra setis pluribus
brevioribus, sat robustis, peniculum formantibus instructo et quam tarsus ceter magis
quam ^h longiore, in apice infero ut articulus secundus parum inflato et subnudo.
Pedes paris tertii (Fig. 7) femore crassiore, supra convexo, duplo longiore quam
latiore, tibia quam tarsi articulus primus */i3 longiore, articulo primo tarsali quam
tertius parum breviore, infra setis sat numerosis brevioribus, in dimidia parte eius-
dem area subovali parum producta et in apice aliquantum inflato, producto, articulo
secundo brevissimo in parte apicali infera parum producto. Pedes omnes praeter
armaturam descriptam setis pluribus ut figurae demonstrant aucti. Abdomen setis
numerosis brevissimis instructum. Abdominis partis postremae forma a segmento nono
nee non cercorum in figuris 8^ — 9 bene cernitur.
Long. corp. mm. 15; long, thoracis 5, abdominis 7; lat. thoracis mm. 2.
?. Rufo-castanea.
Antennae articulis 22 ad? (partim certe fractae) compositae, articulo tertio
(Fig. 10) quam quartus magis quam duplo longiore.
Abdominis pars postrema in figura 11 delineata est. Cerci (Fig. 12) sat breves
setis pluribus longis instructi, articulo primo quam secundus aliquantum crassiore et
paullulum breviore.
Long. corp. mm. 15,6, long, thoracis 5,6 abdominis 8, lat. thoracis 2; long, an-
tennarum (22 articulis) mm. 4.
Habitat. Exempla 3 cT et 1 ? Dr. Sjöstedt ad il/efw-Niederung, Ngare na
nyuki, Africa orientali, Jan. 1906 in Acaciae nemoribus legit.
Observatio. Species haec ad E?nbia Solieri Ramb. proxima, sed maris abdominis
partis postremae et cercorum forma, nee non magnitudine et characteribus minoribus
distinctissima.
15. COllRODENTIA.
4. Mallopliagji
by
VERNON L. KELLOGG.
With 1 ])late.
A collection of Mallophaga (biting lice ot birds and inammals) taken from East
African liosts was sent me in Marcli, 1907, by Dr. Yngve Sjöstedt. These speci-
niens are part of the zoological collections made by his expedition to the region
of Mts. Kiliniandjaro and Meru, and constitiite the first collection of Mallophaga
made in tliis region. Twentyfour species of bird hosts and two species of mammal
liosts are represented in the collection, which includes altogether 34 species of Mallo-
phaga of which 13 are described herewith as new species. The most interesting forms
in the collection are Trichodectes colobi n. sp., from Colohus caudatus, the first Mallo-
phagan parasite to be recorded from a monkey, and Colpocephalum sjoestedti n. sp.
from Corvus scapulatus, an aberrant Colpocephalum of the type of Carriker's Col-
pocephalum extraneum, from a Costa Rican night-jar. The finding of these two simi-
larly aberrant parasitic species on such widely distinct host and from such widely
separated regions is of curious interest. For the two species a new genus should
probably be established, but as this would only be the beginning in a much needed
revision of one of the largest and most overloaded of Mallophagan genera which I
cannot undertake at present, I simply follow Caeriker in assigning the stränge new
type to Colpocephalum.
Until more hosts from this East African region are investigated and the number
of Mallophagan species from this region largely augmented by assiduous collection,
it is not worth while to attempt any general remarks concerning the host or geogra-
phic relationships of the East African Mallophaga. Nor is it hardly worth while to
formnlate synoptic tables of the few species so far known. From the decriptions
and ilhistrations, coupled with the accurate host determinations (determ. Sjöstedt),
students who may come into possession of Mallophaga from this region should have
no difficulty in knowing what species have been already found and recorded. A
complete list. with descriptions of all the new forms of the species in the collection,
follows: —
44 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MBRU EXPEDITION. 15: 4.
Suborder Ischnocera.
Tricliodectidae.
Tricliodectes colobi n. sp.
(PI. 7, tig. 1.)
Many specimens, males, females, and young from the monkey Colobus caiidatus.
The first Mallophagan specjes to be recorded from the Quadrnmana.
Male. Body, length 1.8 mm., width 0.66 mm.; pale, abdominal marklngs few
and weak, head as long as broad and with emargmate clypeus. Head, length 5.3
mm., width 0.57 mm.; rather markedly hexagonal with anterior (clypeal) margin
distinctly emarginate though not deeply; antennse with first segment very large and
strong; no well-defined markings, the Ught brown mandibles showing through, and
the antero-lateral margins chitinized althongh not colored. Prothorax narrow and
short; quadrangular with posterior margin straight. Metathorax wider than protho-
rax with well marked projecting medio-lateral angles reaching laterally nearly as far
as postero-lateral angles of first abdominal segment; posterior margin flatly rounded.
No thoracic blotches or other distinct markings. Abdomen elongate elliptical to
ovate, with crenulated lateral margins, and narrow uncolored, translucent borders,
but without blotches or other distinct markings; posterior segment narrowly rounded;
a sparse covering of short spinous hairs over body but no long hairs; a row of very
small stiff spines along the posterior margin of each of Segments 2—6.
Female. Slightly larger than male, with the abdomen broadly truncate behind,
and the crenulation of the lateral margins more pronounced. The antennae are
slender with the first segment no larger than 2^<^ or 3'''^. No distinct markings.
Kilimand'jaro : Kibonoto, rain-forest, 2000 m.
Tricliodectes iuibciualls Piaget.
Numerous specimens, males, females and young, from Mungos {Herpestes) caffcr Gm.
Piaget's specimens were taken from Herpestes ichneunwri, Zool. Garden of Rotterdam.
Kilimandjaro : Kibonoto.
Pliilopteridae.
üocopliorus episcoi»! n. sp.
(J'l. 7, tig. 2.)
One female from Herodias alba, five females from Ephippiorhynchus and numerous
males and females from Dissoura episcopus or microscelis. A well marked form of the
group sefosi, characteristic of storks, distinguished by the curious fused double
signature with its strongly chitinized protuberant posterior tips, and the very distinct
straight clypeal suture. Much Uke, and evidently closely allied to Piaget's D. indicus
from Tantalus lacteus (Java) and D. unijasciatus coUected from Polyborus vulgaris but
considered by Piaget as undoubtedly a straggler from some species of stork or egret.
The African specimens differ from unijasciatus in being of smaller size, having the
abdominal blotches markedly larger, and the vulvar appendages not apparent.
KELLOGG, MALLOI'HAOA. 46
Female. Body, length 3 mm., wiclth 1.2 mm., strangely marked, the lateral
abdominal blotches projectiiig well inward, and the wliole head and thorax dark brown.
Head, length 0.8- mm., width O.nt mm.; thus being a little wider at the temples
than long, but forming nearly an equilateral triangle with rounded angles; clypeus
rounded and filled, except for very narrow clear anterior margin, by the large Signa-
tare with two strongly chitinized processes projecting from the postero-lateral angles;
six or seven prominent liair« arranged at regulär intervals on temporal margins. All
head dark brown, the occipital bands distinct. Prothorax, short quadrangular, with
straight posterior margin, all colored brown with narrow clear median longitudinal
line; a long and short hair in each postero-lateral angle. Metathorax but little wider
than prothorax, with posterior margin nearly straight; a group of three long hairs
rising from an uncolored space in each postero-lateral angle; whole segment dark
brown except an uncolored median longitudinal line. Abdomen elliptical with broad
ends; first segment all brown; 2"'' to ß*-'^ each with strong large lateral blotches,
blackish at margins, and bearing rather indistinct pustulations along posterior mar-
gin; 7"' segment with complete transverse band narrower in middle than at ends;
posterior segment slightly emarginate; a double transverse series of hairs on dorsum
of each abdominal segment, the ones rising from the colored regions with more or
less distinct pustulations.
Male, smaller but otherwise similar except as regards the posterior end of
abdomen, which is slightly narrowly protuberant and rounded; the lateral abdominal
blotches project farther toward the center.
Kilimandjaro-Meru: Natron Lakes.
Docophonis icterodes Nitzsch.
Males and females from Nyroc.a {Fuligula) capensis. The specimens are all
markedly paler than typical icferodes, and with the temples less flatly rounded, thus
giving the head a noticeably different shape. They might well be regarded as a new
variety of the species.
Kilimandjaro-Meru: Natron Lakes.
Docopliorus phitystoiuus Nitzsch.
Males and females from BiUeo augur. The marked difference in the genital
blotch of the male from that of typical plaiyslomus with other slight differences might
well constitute a varietal distinction for the African specimens.
Kilimandjaro : Kibonoto.
Doeoiihonis splieiioithoru^ Nrrzscn.
Typical males and females of this Docophorus of the spoon bill recorded from
Platalea alba and also from an owl, Asio nisuella. The specimens from the owl are
almost certainly stragglers.
Kilimandjaro-Meru: Natron Lakes.
40 SJÖSTBDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 15: 4.
Nirinus kilimaiidjareiisis n. sp.
(n. 7, fig. 3.)
One female recorded from Buteo augur but is more likely a straggler from
Colymhus caiyensis which the collector notes as l^'ing near the skin of Buteo. The
parasite obviously belongs to the group ohscurosuturati of Nirmi characteristic of
water bh'ds.
Female. Body, length 2.i mm.; width 0.4 mm.; a handsome, slender, well mark-
ed form. Head, length O.s mm., width 0.34 mm., long, narrow, flatly-rounded front,
three longish hairs on each temporal margin behind the eye; Signatare with anterior
part distinctly colored, but fading out posteriorly; antennal and clypeal bands strongly
colored, and also temporal margins. Prothorax quadrangular with posterior margin
straight; well-marked blackish-brown sub-marginal bands. Metathorax angulated on
abdomen with five or six pustulated hairs along each postero-lateral margin. Abdo-
men long, slender, snb-paralled sided; blackish, segmental snb-marginal bands and
dorsum of segments pale brown due to fusing, or nearly fusing, along median line
of brownish, quadrangular lateral transversal abdominal blotches; indieations of a
median, longitudinal, uncolored line especially on segments 2 — 4; pair of small but
distinct pustulations in middle of posterior margin of each segment; posterior Seg-
ment narrow and with entire, narrowly-rounded margin; longish single hairs in
postero-lateral angle of each segment except first and second.
Kilimancljaro-Meni : Natron Lakes.
Nirinus opisthotomiis n. sp.
(PI. 7, tig. 4.)
Males and females from Himantopus himantopus (two individuals). A new form
well marked and distinguished by the character of the abdominal blotches and the
truncate male abdomen but otherwise much resembling typical furvus and others of
the group ohscurosuturati characteristic of wading birds.
Male. Body 1.44 mm., width 0.4 mm.; with well defined lateral transverse
abdominal blotches and head and thorax brown with darker lateral margins. Head
length 0.4 mm., width 0.38 mm., rather broad truncate clypeal front, suture behind
clypeus fairly distinct, one very long and one long hair in temperal angles, trabe-
culae rather prominent; whole head brown, with well-marked, blackish-brown margi-
nal bands. Prothorax nearly quadrangular with one longish hair in each postero-
lateral angle; clear brown with sharply marked, blackish-brown lateral marginal bands.
Metathorax with flatly rounded posterior margin; two long hairs in each postero-
lateral angle, and three hairs successively smaller from outer one to inner one on
posterior margin each side of the middle; segment clear brown with sharp blackish
brown lateral margins. Abdomen, narrow elliptical with blackish-brown segmental
lateral margins and well defined paler brown large lateral transverse blotches cove-
ring most of surface but not meeting at middle and hence leaving distinct rather
broad uncolored median longitudinal line; uncolored lateral Spaces at the sutnres;
the lateral blotches on segments 6 — 8 narrower and hence leaving wider uncolored
KELLOGG, MALLOrHAGA. 47
sutural Spaces, biit nearly or quite ineeting on iniddle and hence obliterating median
longitudinal lino; posterior segment distiuctly broadly truncate, even a little concave.
Fcnutle, leiigth 1.7 mm., widili Ü.t:! mm., lilce the male except larger and with
dorsal transverse abdominal blotches not narrower on segments 6 — 8 but covering
nearly the wliole surface of each segment; posterior segment rather broadly rounded,
with very slight emargination.
Kiliinandjaro-Meru: Natron Lakes.
Ninnns siffiiatns Piaget.
Niimerous males and females from Becurinrostra avocetta, Himmitopus himan-
topus, Herodias alba and Phalacrocorax africantis. These specimens all agree in differing
from Piaget's typical signatus (taken from Recurvirostra avocetta), by having the
genital blotches of the female curved instead of approximately straight.
Kilimandjaro-Meni : Natron Lakes.
Niriinis pileus Nitzsch.
Numerous males and females (in Company with N. signatus) from Recurvirostra
avocetta.
Kilimandjaro-Meru: Natron Lakes.
Lipeurns afer n. sp.
(PI. 7, fig. 5.)
Males and females from PJialacrocorax africanus and Aplopelia larvata, a dove.
The specimens from Aplopelia may be stragglers as the Lipeurus belongs to the group
clypeati peculiar to maritime birds, and especially well represented on cormorants.
The new species is quite distinct from any form heretofore recorded, especially in the
characters of the male.
Male, length 2.20 mm., width O.ss mm., narrow-bodied with crenulate margins
and strongly marked kidney-shaped segmental lateral blotches. Head, length 0.47
mm., width, O.34 mm., clypeus rounded in front with distinct signature and distinct
suture; antennae with first and second segments enlarged but much less than usual
iti male Lipeuri and with no projecting process on any segment; third segment very
small; head brown with well marked antennal bands and eye spots; temporal mar-
gins without long hairs. Prothorax square, brown with darker well-marked lateral
borders; no long hairs in postero-lateral angles. Metathorax a little longer and wider,
also quadrangular, but with slightly projecting antero-lateral and postero-lateral
angles; four or five long hairs in circular uncolored space in postero-lateral angles;
posterior margin flatly concave on the abdomen; whole segment brown with well-
marked darker lateral borders. Abdomen long and slender, sides sub-parallel
as far back as segment 6, then tapering to tip: first segment narroAver and larger
than second, single longish liair in postero-lateral angle of each segment; all segments
brown, with paler sutures especially laterally and on segments 3 to 7 and in less
degree on 8, distinct lateral shining blotches of curious auricular or reniform outline,
each blotch some distance mesad from the margin but connected \\ith it by more
48 SJOSTEDTS KILIMANDJARO-MERtr EXPEDITION. 15: 4.
or less distinct stem or pedicel; last segment with narrow truncate posterior margin,
bearing several short, separated spiny hairs.
Female, lengtli 2.4 mm., width 0.67 mm., thus a little longer, and with body
twice as wide as male; head also wider and heavier; abdomen not siib-parallel-sided
but elongate elliptical and with broad terminal segment with flatly roimded posterior
margin; whole body strongly colored, the abdomen with large lateral transversa blot-
ches, and only slight indications near the margins and just behind the anterior edge
of each segment of the ciirious shining blotches characteristic of the male.
Kilimayidjaro-Meru : Natron Lakes.
Liyeiiriis secretarius Giebel.
One female from Pseudogyps africanus. This specimen I refer to secretarius
with some doubt, but in the face of the lack of other specimens, especially males,
I do not care to establish a new species for it. The species secretarius is recorded
only from Serfentarius serpentarius.
Kilimandjaro-M eru : Steppe.
Lipounis plataleaniiii Giebel.
One male and one female from Platalea alba. Originally described from Platalea
leucorodia.
Kilimandjaro-M eru: Natron Lakes.
Lipeunis liebrivus Nitzsch.
One male and two females from Balearica regulorum gibbericeps.
Kilimandjaro-Meru : Natron Lakes.
Lipeiirns hifasciatus Piaget.
Males and females from Pelecanus roseus. These specimens differ from typical
bifasciatus in having the female provided with only very slight abdominal markings.
Kilitnandjaro-Meru: Natron Lakes.
Lipeiirus versicolor Nitzsch.
Males and females from Ephippiorhynchus senegalensis.
Kilivtandjaro-M eru : Natron Lakes.
Liotlieida^.
Triiiotoii luridiim Nitzsch.
Specimens from Anas erythrorhyncha and one young individual from H ydrochelidon
leucoptera.
Kilimandjaro-M er ti : Natron Lakes.
Lieniobothrium titaii Piaget.
Specimens from Circus ranivorus, Buteo augur and Colymbus capensis. One of
the largest Mallophaga yet recorded, exceeded in size only by L. gypsis (10.5 mm.)
from a Griffon Vulture (Transvaal). This forms differs from the Transvaal species
by having the whole head a little broader (across the temporal angles) than long,
KELLOOO, MAlJ.nniAfiA. 49
and by having the clypeal front short and broad; also by not having tlie dorsal abdo-
minal blotches dividod in the middle by uncolored spaces. Size of a Kiliniandjaro
specMHien: length 10 mm., width 2.ii'> mm., head lengtli 1.i'"> mm., width I.t mm.
KUimavdjaro-Merii: Steppe and the Natron Lakes.
Licnioholliriuni iifVicninini n. sp.
(I'l. 7. ti«. (i.)
A Single individnal male from Ardea pwpurea and t\AO males from Fseudogyps
(ifricdinis. A well marked small Lcemohothrium distinctly differing from any other
species so far described. Characterized by the short, broad, blunt head with straight
occipital margin, by the numerous unusually long hairs of the body, and by the
sharply- marked black bands and blotches.
Male. Length 5 nnn., width \M mm., robust-bodied, long-haired and sharply-
patterned. Head, length 1 mm., width l mm., clypeal front short, broad and
squareh' truncate, with numerons spiny hairs; anterior lateral protuberances strong
and temporal angles not projecting and pointed but blunt and obliquely truncate,
occipital margin straight, the head being thiis square-locking with a short broad
anterior pi'ojection; numerous long hairs rising from antero-lateral protuberances and
froTU temples; eyes small but distinct; strong, sharply delimited, narrow, black, lateral
blotches and occipital border. Prothorax square in front but narrower behind with
angular margins; no marked lateral concavities; three long hairs on each side; strong
narrow black blotch, narrowly divided in center, on middle of each lateral margin;
narrow mesial longitudinal uncolored line. Metathorax also with narrow mesial
uncolored longitudinal line and with narrow% sharply marked black lateral borders
expanding into a pair of small angular blotches in antero-lateral angles; long hairs
rising from lateral margins, but none along posterior margin. Legs all sharply mar-
ked with black, most conspicuous as a black margin on outer side of femur and a
black ring around distal end of femur. Abdomen, with central brownish blotches,
traversed on Segments 2 — 4 and on part of segment ,5 by narrow mesial longitudinal
uncolored line; segments 2—4 with series of long hairs, rising from pustulations, along
posterior margins; on other segments hairs but not pustulated; in postero-lateral
angle of each of segments 2 — 8 a very distinct circular pustulation bearing a long
hair; along each side a narrow clear sub-marginal longitudinal line; small short hairs
rising from lateral margins; posterior margin segment flatly rounded with short hairs.
The description has been made from the specimen fonnd on Ardea purpurea.
The two individuals taken from Pseudogyps do not show the pustulations so distinctly
nor the sub-marginal longitudinal uncolored line, and are a little larger, each being
about 6 mm. long instead of 5 mm.
Kiliniandjaro-3Ieru: Steppe and the Natron Lakes.
Livmobotlu'iuni setiicfM-iiiu Piaget.
Notes from the Leyden Museum, vol. XI, p. 35, pl. 2, fig. 2, from Ibis cayen-
nensis. A male, a female and a young specimen from Theristicus hagedash.
Kilimandjaro-Meru : Natron T^akes.
Sji'i.ildlls KiliiiiatiiljiiroMern E.i-pirl!lir>n. lü. 7
50 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 15: 4.
(.!oli»oepi>lialiim irraiuliceps Piaget.
A male and a female from Himanto'pus himantopus. The type specimens were
taken by Piaget from Hcematopus ostralegns.
Kilimandjaro-Meru : Natron Lakes.
Colpooeplialuni »'iicareinim Nitzsch.
Two females from Pelecanus roseus. Nitzsch' s type was taken from PrJcrconis
onocrotahis.
Kilitnafidjaro-Meru: Natron Lakes.
C'olj)oce|)hahnn lyracilc Piaget.
Male and female from Platalea alba. Type specimen taken from I\ Iriirorodia.
Kilimandjaro-Meru : Natron Lakes.
Colpoceplialuni seniiciiictuni Rudow.
Numerous males and females from Corvus scapulatns.
Kiliynandjaro : U^seri.
ColpoeephalHiii siil»iiMiiiale Nitzsch.
Males and females from Corvultur albicollis. Type specimens are from f'orvvs
corax and C. frtujilegus.
Kilimandjaro : Kibonoto.
Colpocephaluni sj(este(lti n. sp.
(I'l. 7, tig. 7.)
Several females from Corvus scapuhtits and Corvultur albicollis. An extraordi-
nary form of Colpocephalma of the general type of Carriker's curious and abberant
C. extraneum , taken from a night-jar, Nyctidromus albicollis, Costa Rica. These two
species are strangely widely separated both in host relation and geographically and
yet they agree so closely in the characteristic, namely, the extraordinary extension
of the metathoracic dorsum and its curious shape, tliat separates tliem froni all other
species of the genus that they should probably be set apart in a distinct genus. For
the present, however, we may let them stand in Colpocephalum. The African spe-
cimens from the crows differ from the Single Costa Rican female from the night-jar
in the presence of pustulations on the temples, an all brown metathorax, and the
median abdominal blotches; the metathorax is also truncate or even emarginate on
the abdomen.
Female, length 2.2ö m.m., width 0,« m.m., large for, Colpocephalum, strongly
marked and characterized by the great posterior extension of the dorsum of the
metathorax, with its deep angular median emargination. Head, length {).5i mm.,
width 0.78 m.m; temples strongly projecting and rounded with fonr long pustulated
hairs and other shorter ones; well marked fringe of short curved hairs on lateral
margin behind eye; head pale translucent brown with strong large triangulär ocular
blotches and narrow black temporal and occipital border. Prothorax hexagonal with
produced lateral angles furnished with Single spine. Mesothorax distinct from meta-
Ki;i.LÜGU, MALLOl'IIAGA. 51
tliorax witli flatly coiivex sicles \\itliout hairs except tvvo long ones in eacli postero-
lateral angle; other haivs along the nearly sti'aight posterior niargin; entire segnicnt
black brown. Metathorax with dorsuni extending as a sort of flap or lobe posteriori}-
over the first part of second^ abdominal segment; this lobe deeply angularly emargina-
ted at middle of posterior margin; postero-lateral angles each with group of four or
five short spines and two or three long hairs, a single long hair rising from each of
the two postero-median angles madc by the emargination; entire segment blackish-
brown. Abdomen with nearly parallel sides from first to eight Segments; Segments
2 to 6 with many short strong spines along lateral margins and in postero-lateral
angles : segments 7 to last with very long hairs rising from postero-lateral angles ; all
Segments except last tAvo with lateral and separate median transverse brown blotches
last two Segments almost whoUy brown.
KiUmandjaro : Kibonoto and Useri.
('i)l|M>('e|)liiiluiu orcas ii. sp.
(I'l. 7. ti- ,s.)
Numerous males and fcmales from Herodias alba, EphippiorliijncJius sencgdlcu.sis
and the dove AplopeUa larvata (straggler?). In shape and general markings much like
Piaget's zehra from Ciconia alba, biit male with posterior end of abdomen tjuite dif-
ferent and female with noticeable diffei'ences in the markings.
Male, length 2.i m.m., width O.hi; m.m.; rather long liead, body verj^ narrow
at suture between pro- and mesothorax, posterior margin of abdomen broadly truncate,
even a little concave, and body nearly whoUy cov^ered and colored by the dark-brown
transverse abdominal bands. Head, length 0.5 mm., width Om mm.; clypeal front
flatly rounded, ocular emarginations deep. temples broad and angular, occipital margin
concave; strong black ocular blotches connected by broad black-brown longitudinal
bands with larger black occipital blotches. Prothorax with strongly produced lateral
angles bearing three spines; two strong hairs on each postero-lateral angle; whole
segment pale brown; sutiire between pro- and mesothorax very narrow. Metathorax
with sides rapidly di verging posteriorly, and bearing a series of about 8 short spines;
one strong spiny hair in each postero-lateral angle; whole segment brown, paler
anteriorly. Abdomen tapering a little posteriorly, with last segment broadly truncate,
even a little concave behind; numerous spiny hairs along lateral and posterior margins
of Segments, and single very long hairs arising from postero-lateral angles; all Seg-
ments broadly banded transversely with brown, leaving only the sutural Spaces uncolored.
Fetnale, with head and thorax like male, but abdomen tapering more sharply
from before back; widest at segment 3; posterior segments very narrow, the whole
abdomen giving the Impression of great slenderness and of being pointed posteriorly;
transverse abdominal bands entirely crossing segments 1 and 2, but bx'oken in two
in the middle on segments 3—8 leaving an uncolored space in the center of which
appears a small quadrangular blotch, paler than the lateral blotches; last segment
with narrovvly rounded posterior margin thickly set with spines and short hairs.
Kilimandjaro-Meru: Natron Lakes.
52 SJOSTEUTS KILIMAN DJ ARO-MERU EXPEDITION. 15: 4.
('<(ll)<)C(>iilialiiiii vcratruni n. sp.
(l'l. 7, tty. '.).)
A male, a female and two young from Ardea {Htrodias) alba. In maikings
and general appearance this species approaches C. Irochioxum Nitzsch from Ardea
(Botaurus) stellaris, but the dimensions and shape of head are markedly different.
Male, length I.06 mm., widtli O.es mm., abdomen nearly wholly colored by the
broad transversal bands darkest at ends as in trochioxum but head much longer in
Proportion to width than in this species; the body one-fourth smaller than trochioxuiii.
Head, length O.34 mm., width 0.58 mm.; wider than broad but with füll rounded clypeal
portion flatly rounded anteriorly; temples rather thin and narrowly rounded; hairs with
rather weak pustulations in temporal angles and along occipital margin ; distinct
brown ocular blotches and narrow blackish occipital border fading out on temples;
in front of strong antennal blotches a paler brown rather indistinct band extending
anteriorly to a pair of small clypeal blotches. Prothorax with jirominent lateral
angles each bearing a short spine and a longish hair ; two longish hairs in postero-
lateral angles; whole segment translucent brown. Metathorax with rapidly diverging
sides, all brown with clearer sutural space at junction of meso- and metasegments;
longish non-pustulated hairs in postero-lateral angles and on posterior margin. x4b do-
rnen ovate, with longish non-postulated hairs along posterior margins of segments,
and Single long hairs in postero-lateral angles; all segments crossed by broad brown
transverse bands leaving only narrow sutural lines uncolored; lateral ends of the
transverse bands darker ; posterior margin of last segment rounded.
Female, length 2 mm., width 0.8 mm.; head length O.37 mm., width O.03 mm.
Kilimandjaro-Meru : Natron Lakes.
Colpocephsiliim xeiiicuni n. sp.
Males and females from Ardea {Ardetta) sturmi. A curious form of Colpocephalnm
quite distinct from any described species. Characterized by the long, slender, sub-
parallel side crenulate body, almost unpatterned, and the elongate head with odd-
shaped swoUen backward projecting temporal lobes.
Male, length l.i» mm., width O.0 min.; slender, abdomen hardly wider than
head, body with sub-pai"allel sides and all pale. Head, length 0.4 mm., width 0.4"
mm.; head thus nearly as long as wide across temples; palpi and especially antennse
projecting conspicuously ; ocular margin deep and long, the swoUen heavy temporal
regions with long sloping anterior face, and projecting well behind occipital margin;
the temples with several long, non-pustulated hairs, and many very small spines on
antero-lateral angles; small blackish ocular blotches and pale brown antennal bands,
but otherwise uncolored. Prothorax small, much narrower than head; lateral angles
small but conspicuous with long hair and spine; also several hairs along posterior margin;
pale color. Metathorax with numerous longish hairs in postero-lateral angles and along po-
sterior margin; color pale translucent brown like head and prothorax. Abdomen slender,
sides sub-parallel tapering gradually posteriorly; lateral margins somewhat crenulate;
strong spinous hairs, and longer weaker hairs in postero-lateral angles and scattered
over surface of segments ; whole abdomen nearly uniformly pale translucent brownish.
KELLOCO, iM.\l,L<ll'llA(iA. 53
Femrtlc, likc male aiid only barely loiiger; lengtli l.'i mm.
Kili)ii(()i(ljt(n>-Mrru : Natron Lakes.
('ol|MK'*>p]ialuiii iiiiaiKlriiiin ii. sp.
(IM, 7. ti,ir. 10.)
Many males and feniales from ßalearica regulormii (jibbericeps. A rernarkable
s|iecies with the inales distinctly larger than the females, in tliis corresponding to C.
iitacilentiini of NiTZCii which Giebel described as liaving the male larger than the
female much to Piaget's astonishment and unbelief. There is no doubt Avhatever of
the matter in this present African species. The extremely slender Lipeurus-\ike legs,
the long narrow Tiipeuriforni body, and the Lipeuri(S-\[ke markings make the species
a very interesting case of parallelism or convergence. There is an unusual amount of
Variation in the intensity and character of the markings, especially on the inales.
Male, length 3.^4, width O.o mm ; long, slender, long legs, strong abdominal
markings, larger than female. Head, length 0.55 mm., width 0.8 mm., narrow forehead
with a shallow rounding emargination just where palpi project beyond the margin;
front parabolic ; ocular emarginations pronounced with eye distinctly emarginated ;
temples quadrangular and noticeably projecting and with strong brown spinous hairs,
3 longish, 2 shorter, rising, non-pustulated, from just within the lateral margins;
occipital margin strongly concave ; head translucent brown with f uliginous finge, and
well-marked black occipital and antennal blotches not connected by bands. Prothorax
as long as broad, with conspicnous, sharp-pointed lateral angles bearing four or five
short spinous hairs along postero-lateral margins; color more sraoky brown than head
with narrow blackish bands, one near each side. Metathorax with the fused short
mesothoracic segment indicated by darker color and slight lateral emarginations; late-
ral margins and postero-lateral angles with spinous hairs; segment concolorous with
head and prothorax with darker lateral angles and posterior border. Legs unusually
long and slender, hindmost pair very long. Abdomen elongate, slender, but little
wider than head, and tapering posteriorly, two transverse rows of short brown spinous
hairs across each segment; shorter spinous hairs along lateral margins and longer
ones in postero-lateral angles; each segment with a narrow submarginal brown line
all around thus forming a quadrilateral figure ; rest of segment pale f uliginous brown
like thorax and head. In many specimens the chitinized genitalia with two distinct
strong posterior hooks show plainly. Posterior margin of last segment is narrowly but
flatly rounded with many short and fine, and several longer hairs.
Female, body, length 2.i; mm., width 0.5n mm., head, length O.u mm., width
0.53 mm.; tluis being markedly smaller than the male; body all over strong opaque
brown except transverse pale sutural lines on the abdomen, and a narrow uncolored
median longitudinal line extending from abdominal segment 3 along the thoracic Seg-
ments and to middle of head where it forks, the two branches going as straight diago-
nal lines to the anterior angle of each ocular emargination. Posterior margin of last
abdominal segment evenly rounded.
Kilimandjaro-Meru: Natron Lakes.
34 SJÖSTKDTS KILIMÄNDJARO-MERU EXI-EUITIÜN. 15:4.
Mpiioj)»!! crociitiiin Nitzsch.
One specimen from Himantopus himantopus.
Küimandjaro-Meni: Natron Lakes.
Meiioiioii titaii Piaget.
Many specimens froni Pelecanus roseus. Some of tliese specimens, niales, fenia-
les and young, were taken from the inside of the host's poucli, wliere they sat very
strongly fixed at the skin. This African form should really be described as a variety
of iitan, differing noticeably by lack of complete transverse black-brown bars on the
abdominal segments, these bars being broken into lateral and median portions.
Kilimandjaro-Meru: Natron Lakes.
MeiioiKdi culiisiiis 11, sp.
(PI. 7. fig. 11.)
One specimen from Phalacrocorax africanus.
Male, bod,v lengtli Lös mm., width O.tö mm., robust, hairy, abdoinen mostly
covered by the small transversal brown bands. He ad, length 0.4 mm., width O.w mm.;
half again as wide as long; front flatly rounded, temples with several conspicuous
long hairs; six long hair-s along occipital margin; no strong head markings. Pro-
thorax large with conspicuous long hairs in produced lateral angles and all along
rounding posterior margin. Metathorax with numerous 'strong hairs along straight
posterior margin; no strong markings any where on thorax. Abdomen short and
broadly elliptical, with very long hairs from postero-lateral angles of segments and a
transverse row of closely set shorter hairs along posterior margin of each segment;
also numerous still shorter hairs scattered irregularly over dorsum of segments 4 to
8 more abundant on the niore posterior segments; bi'oad pale-brown transverse bands
on all Segments covering all of the dorsum except narrow uncolored sutural Spaces.
Kilimandjaro-Meru: Natron Lakes.
Meiiopon biicerotis n. sp.
(PI. 7. tig. 12.)
Many specimens, males and females, from the hornbill Bycanisles crislalus.
Only one Menopon has been heretofore recorded from the hornbills, viz., M. forci-
patum, figured but not described by Giebel. This african species is quite distinct
from the figures given by Giebel of male and female jorcipatum. Is a Menopon of
unusual form and general appearance.
Male, length 2 mm., width 0.8 mm.; abdomen with crenulated lateral margins,
last two abdominal segments mucli narrower than preceding ones, head short and
wide with narrow angulated laterally projecting temples. Head, length O.sa mm.,
width 0.6Ö mm., thus being twice as wide as long; front with longish, spinous hairs
and temples and occipital margin with numerous very long conspicuous hairs giving
the whole head an unusual spiny and hairy appearance; the ocular emarginations are
fairly distinct thus making it difficult to refer this species with certainly to Menopon ;
it might perhaps with equal right have been referred to Colpocephalum ; the temples
KRI,I,()UG. MALLOTHACiA.
55
are strongly produced laterally and are narrow and so narrowly rounded as to be
almost pointed; a pair of distinct black ocular s])ot,s, but no distinct bands. Pro-
tliorax with the lateral angles prominent and projecting distinctly beyond the an-
terior part of the segment; a spine and longish hair in each lateral angle and several
longish hairs along posterior margin. Äletathorax with straight posterior niargin beset
with strong long hairs; postero-lateral angles with three or l'our short, strong spines
and a longish hair. Abdomen widening to segment 7, segment 8 very little narrower
and then segment 9 suddenly strongly constricted; segment 10 (last segment) still
narrower and with a parabolic posterior margin; all the segments projecting laterally
beyond the sutnral Spaces, tlms producing a distinctly crenulate appearance of the
lateral margins; all the dorsinn of the abdomen very hairy and spiny, the hairs
arising from the postero-lateral angles being very long, indeed the strongly-chitinized
and iinusually formed genitalia show through indistinctly.
Female, length 2.8 mm., width Li mm.; head, length 0.4 mm., width 0.7'i mm.;
general shaj)e and appearance of the male though larger; lateral margins of the
abdomen more conspicuously crenulate and posterior maj'gin of last abdominal seg-
ment flatly rounded; whole last segment appearing like a protuberance.
Host
Cololms laiuliitus.
Trichodectes colobi Keixogg.
Colymbiis capeiisis.
Nirinus kilimandjarensis Kellogg.
Lcemobothrium titati Piaget.
Uydroclielidou leucoptora.
Trinotoii luridum Xitzsch.
Plialiicrocorax afrieaiuis.
MenopoH eiilasiug Kellogg.
Lipeurus afer Kellogg.
Xirmus signatns Piaget.
Pclecaiius roscus.
Lipeurus hifasciatus Pl\GET.
Colpocephalum eucarennm Xitzsch
Menopon iitan Piaget.
Anas erjtlirorlijiielia.
Trinoton luridum Nitzsch.
Njroca eaiipiisis.
Docophorits icterodes Nitzsch.
Phitalea alba.
Docophorus sphenophoru.s NiTZSCH.
Lipeurus platahannii (Uebel.
('oliJocej)halu)n gracile Piaget.
list, with parasitos.
Mammals.
Mungos cafftT.
Trichodectes inceqvalis Piaget.
Birds.
IJalearica rcfjuhtrnni ürihhericcits.
Lipeurus hebraeus Nitzsch.
Colpoceplmlum miandrium Kellogg,
Dissonra microseelis.
Docophorus episcopi Kellogg.
Kplii|)|ii(>rliyiielius senea^alensis.
Docophorus episcopi Kellogg.
Lipeurus versicolm- Nitzsch.
Colpocephalum oreas Kellogg.
Tlieristicns liairedasli.
La'mobothriuiri seticjerutti Piaget.
Henxlias alba.
Nirinus signalus Piaget.
Colpocephalum oreas Kellogg.
Colpocej)hali(ui veratrum Kellogg.
Docophorus episcopi Kellogg.
.\r(l«»tta stürm i.
Colpoce phalutn xenicuin Kellogg.
.\nlea pnrpnri'a.
Lirinohothriinii nfrictiii utn Kellogg.
5fi
S.rÖSTEDTS KII,IMANP.7.VRO-MERTT EXTKniTfi IN. 15: 4.
Hecurvirostra avocetta.
Nirmus signatus Piaget.
Nirm/iis jnlens Nitzsch.
HiiuaiitoiMis liimaiitopiis.
Nirmvs signatus Piaget.
Nirmus opisthotomus Kellogg.
Colpocephalum grandiceps Piaget.
Menopo7i crocatum. Nitzsch.
Aplopplia larvata.
Lipeurus secretariiis Giebel.
l*spu<los:yi»s africaims.
Lipeurus secretarius Giebel.
Lcemohothrimn afrkanuvi Kellogg.
Scrpciitariiis sei'i>eiitariiis,
Lipeurus secretarius Giebel.
Circjis raiiivonis.
Loßmohothrium titan Piaget.
Buteo augur.
Docophorus platystomus Nitzsch.
Nir7)ius kilimandjarensis Kellogg.
L(B7nohothriuw titan Piaget.
Asio iiisiiella.
Docophorvs sphenophorus Nitzsch.
Bycanistes cristatiis.
Menopon hiicerotis Kellogg.
('(»rvultur alliicollis.
Colpocephalutn sjoestedti Kellogg.
Col pocejjhalum subceqnale Nitzsch.
Corvns scapulatiis.
Col]iocep]iahim sjoestedti Kellogg.
Colpocephalum semicinrtum Rudow,
List of 3rallo]>li}i£;a liitlicrto kiiOAVii tVoiii tlio Kiliiuaiidjaro-Merii district.
(U' niaiiinials.
1. Ty'irhnitrrtrü rnhilii KEl.l.nnii ii. s]i. 2. 'l'rhliiiiJccfcR i)ifrijiiidis T'lAOKT.
3.
4.
s.
9.
10.
11.
12.
13.
14.
If).
Iti.
17.
IS.
Diiciijilioyiis i'pi-irnpi Kelliuk! n. sp.
irtcrodes Nitz.sch.
» plaf)/sfnmiis Nitzsch.
^pliennpliorus NiTz.^irH.
Xininiii kilimiitidjarenms KEi.Loiiii ii. s)
(ijiistlu)tomus KEi.iiOoii 11. sp.
» signatus Piaüet.
jidcns Nitzsch.
Lijjciirns ufrr Kelloiiu ii. s]).
» secretarius Giebel.
/datalenrum Giehel.
Iirhraus Nitzsch.
Iiifasciatus Piaget.
rcrsirnjor Nitzsch.
'rriiin/iiii liiriihnti Xirzscii.
LdiHiitiiilln'iinn /'ifiiii I'iacet.
TAFEL 1
SJÖSTEDTS KILIMANDJABO-MERTT EXPEDITION. 15: 1.
Tafel 1.
Termiteiiliügel (TiT>iir:i hr1lico<iiis Smeath.) und Vegetations1)il(k'r von der KilimaiHl.jaro- und Meni-
Mederung.
1. Ein grosser, bloekartiger, teilweise von lierüberhängenden l'Hanzen verborgener Hügel in den liebten Akazien-
wiUdern am Flusse \gaic nn uyuki, iMeru-Xiederung.
2. Ein fast Ö M. hoher Hügel von der Buscbsteppe .südlich v(jn Kibonoto.
3. Ein Denkmahl-ähnlichcr, über 3 M. hoher Hügel von der ßuschsteppe südlich von Kibonoto.
4. Hügel mit mehreren .Vuswüehsen. von der Steppe am Kware-Flusse. in der Kilimandjaro-Niedernng.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
13. Conodcntia.
Taf. 1,
Vtlf^VC SjÜSlL'Üt totu.
l.justr. Jubttis Cederquist, Sthlm.
Sii'/S'ifpHf • Tprmitidfp
TAFEL 2
SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 15: 1.
Taf. 2.
Termitenhügel (Termes Jiellicosus Smeath.) und Vegetationsbilder von der Steppe am Kware-Flusse in
der Kilimandjaro-Niederung südlich von Kibonoto. Im Hintergrunde der von Bäumen begrenzte Fluss.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
15. Ccrrodcntia.
Taf. 2.
-^
Yngve Sjöstedt foto
^ Ljustr. Justus Cederquist, Stlilm.
SHöxtait : Tmiiitichi'.
TAFEL 3
SJÖSTEDTS KILIMANDJÄßO-MBRU EXPEDITION. 15: 1.
Tafel 3.
Königinzelle von Tentuv goliath Sjüst. in ihrer natürlichen Umgehung, oben mit geöffneten, Pilzkulturen
enthaltenden Gängen und Kammern; etwas mehr als -/s der i>at. Gross. Die Königinzelle ist nach innen bedeu-
tend höher, backofenförmi.i;-, wenn sie nur aussen am Rande geöffnet worden; ihre nat. Breite 16 Cm. Oben ist
die Zelle fast frei \on den umgebenden Tartien. Das Original aus der Kulturzoue des Kilimandjaro im Reichs-
museum zu Stockhohn.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
15. Corrodentia.
Taf. 3.
Axel Ekbloin foto.
Ljustr. Justus Ccderquist. Sthlm.
Sjöstedt : Termiliäae.
TAFEL 4
SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERXT EXPEDITION. 15: 1.
Tafel 4.
A. Termes Palmquisti Sjöst. n. sp.. in nat. Gr.
B. Eufermeti wassairiis Sjüst. n. s]).
Bi Grösserer Soldat in nat. Gr.
Bi Kopf desselben von oben, vergr. ('Vi)-
Bm » » » der Seite, vergi-. (''Vi).
Bi Kleinerer Soldat in nat. Gr.
Yi;, Kopf desselben von oben, vergr. ('-'/i)-
Hii » » » der Seite, vergr. ('''/i)-
C Calotermcs meruensis S.nisx. n. sp.
Gl Soldat in nat. (4r.
Ca Kopf des Soldaten, vergr. (5, 5/1).
B. Termes stercorivorus Sjöst. n. sji.
Dl Soldat in nat Gr.
Di> Kopf, des Soldaten, vergr. ("/i)-
E. Termes vadschaggm Sjöst. n. sp.
Unten: Pilzknltur dieser Art in der iMdwniid dos Hügels eines Irrmca r/oliafh eingeschlossen. Xat. Gr.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
15. Corrodentia.
Taf. 4.
Axel Ekblom delin. et foto.
Ljustr. Justus Cederquist, Sthlm
SjOstedt: Termitidee.
TAFEL 5.
SJÖSTEDTS KILIMANDJAKO-MERU EXPEDITION. 15 : 2.
Tafel 5.
Fig. 1. F.<()rus Sjocstedti iiov. s]>. x. Flügel. Ycrgr. 1(1:1.
Fig. 2. Pgoriis kihoschociisiig uov. sjj. 2. Flügel. Vergi'. lii:l.
Fig. o. Hcmipsociia nfncmtu^ iiov. sji. ^. Flügel. Vergr. Kiil.
Fig. 4. ?fr.'^()psocH!i )iii)i/fiiiiis iiov. sj). (J . Ycviiv. 10: 1.
Fig. Tl. Desgl. $. Vergr. Iti : 1.
Fig. (1. l'^driifi Sjocüicdti iiov. sj). o'- Liiil<e 'ri'lsiiiil<la)iiie. A'orgr. (i.'i : I.
Fig. 7. Kesgl. q''. Subgenitaliilatte Isfj) iiiul l'enis (p) von unten. Yeigr. (>."):!.
Fig. S. l's()C)if> J:iliiinrjiii('i/>iis nov. .s]i. $. Abdominalspitze in die Fliene auM'iiuinilcr ;;<'lcgt. ^'el■gl•. Hr> : 1.
sfj+g = 7. nnil ."-i. Stenüt. ;y<,, = Gouopode des 8. Segmentes, h/ji.j = LateralgonoiKnle des 9. Seg-
mentes. (/((/j;i,| = Medialgonoporte des 9. Segmentes. /(/s+,, = Verseliniolzenes s. nnd 9. Tergit. dte
= Dorsalplatte des Telson. 1fr = Linke Latei'alplatte des Telsctn (niit stiletfönnigem Anhange als Hilfs-
api)aiat der (lvipo.sitoreii). .-i/' ^ Sinnesfcld der Seitenklappe des Telson.
Fig. 9. Mcsopsociis monfinus iiov. sp. 5. Al)doniinals])itze in die Ebene auseinander gelegt. Vergr. o5 : 1.
s.f- = 7. Sfernit. M^ = 8. Sternit. Uj^ = !s. Tergit. f/i, = 9. Tergit. Die übrigen Bezoiehmingen wie
l)ei Fig. iS.
Fit;. 1<|. CiieciJiii^ liiisiiJi-iifiifKs nov. si). Klaue vdin Tlinterliein M7():l.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition. 15. Coirodenüa.
Taf. 5.
Aiicior delin.
Lith. O. Tholander, Slockliolm.
tnderlein -. Copeognatha.
TABULA 6.
SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEBU EXPEDITION 15: 3.
Tabula 6.
Fig. 1 Emhici SjosfccUi: ^T caput supra inspectum.
s 2 > >■ mamlilmUie (ilextera quac in talmlii iacvis et laevi> (luat- in talmla ilcxtira est)
» 3 » » maxilla.
» 4 » » >/ labiuin.
» 5 » » >' pes prinii paris.
» (i » » » secundi paris.
» 7 » » » » tertii paris.
» 8 » » » alxloniinis pars iwstreiiui siipra insjK'rta.
» y » » » » subtiis inspecta.
» 10 » »5 antcnnac articuli 1 — .5.
»11 » » : abdominis pars postrenia supra inspecta.
»12 » » » ecrciis alter.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition,
15. Corrodentia.
Taf. 6.
Auetor delin.
Juslus Cederquist, Stlilin.
Silvestri: Hmbiidce.
PLATE 7.
SJÖSTEDTS KILIMAND.TARO-MERU EXPEDITION. 15: 4.
Plate 7.
Fig. 1. Trichodectes colobi KEi,Liiii(i n, sp.
2. Docophorus eiiiscopi Kelloiih ii. s]).
3. Niniius kilimaiuljarensis Keluiüh ii. sji.
3a. „ „ „ abd. segm. J'.
4. .. opisthotomus Kellogc ii. sp.
5. I.ipeurus afer Kellogg n. sp.
6. I,;finobotlirium africanuni Kellugg n. sji.
7. t'olpocephalum sjoestedti Kellugg ii. sj).
8. „ oreas Kellogg n. s\).
9. ,, veratrum Kellogg n. sp.
10. ,, niiandrium Kellogg n. sp.
11. Meiinpon eulasius Kellogg u. sp.
12. ., bucei'otis Kellogg ii. sp.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
13. Corrodentia.
Taf. 7.
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5 a
kH.^^
Axel Ekblom delin.
Kellogg: Mallophaga.
Ljustr. Justus Cederquist, Sthlm.
1(>. PHYSAPODA.
Von
FILIP TRYBOM.
Mit 2 Tafeln uii<l C TextfiKuren.
Ans den Gegenden der Berge Kilimandjaro und IMeru waren keine Plnjsajioden
oder Thysanopteren besclu'ieben oder in der Literatur verzeichnet worden vor der
Reise des Herrn Professor Sjöstedt in diesen Gegenden. Überhaupt konnte vorher
die Physapoden-Fauna des grossen afrikanischen Weltteiles eine »Terra incognita»
genannt werden. Es ist jedoch nicht zu bezweifeln, dass diese Fauna eine sehr
reiche ist.
Es sind sechs Arten von Physapoden, die Prof. Sjöstedt in den genannten
Regionen gesammelt hat. Alle sind in Blüten gefunden worden. Zwei dieser Arten
stammen aus dem 3,000 bis 3,500 m über dem Meere belegenen »Regenwalde» des
Meru ; die vier anderen sind bei Kibonoto in der Kulturzone, 1,300 bis 1,900 m über
dem Meere, auf dem Kilimandjaro entdeckt worden. Von vier Arten war ein reich-
liches, in Spiritus aufbewahrtes Material vorhanden; die übrigen beiden Arten waren
nur in einem Exemplare, oder in zwei Exemplaren, in den Sammlungen des Prof.
Sjöstedt vorhanden.
Drei von den erwähnten sechs Arten gehören der Gattung Pliysopiis (Am. et
Serv.) Uzel an. Um die Stellung dieser neuen Arten in der Gattung zu beleuchten,
teile ich folgenden Schlüssel mit.
Subordo Terebrantia Haliday.
Fam. Tliripidae uzel.
Genus PliysopilS (De Geee, Amyot et Serville) Uzel, Reuter.
Euthrips (Targioni Tozzetti^), Hinds.
Vordertibien am Ende mit einem Zahne. Ph. pkalerata (Hal.) und
andere Arten.
' Die Beschreibuuf,' TAUciidXi Tozzettis über die Gattung Eiifliri/i.t liabu idi nic^lit gesehen. Nach Kaeny
nnifasst diese Besclireibung nur einen Teil der Gattung Phi/soiiiis (Am. et Sekv.), Uzel.
üjöstedts Kilimandjaro- Mcrii Expedition. JH. ' 1
2 SJÖSTfiDTS KILIMAND.TARO-MBRU EXPEDITION. 16.
Vordertibien ohne Zahn I.
T. Auf den Vorderecken des Prothorax je eine lange
Borste oder zwei lange Borsten. Pli. vidgaiissima (Hal.),
tritici (Fitch), occidenialis
Perg., fiiscus HiNDS,' nico-
tiance Hinds, minutus
DUDLEY MOULTON, u.a.A,
Auf den Vorderecken des Prothorax keine langen Borsten. 11.
Tl. Ocellen teilweise oder ganz verkümmert. Flügel
rudimentär.^ Ph. frontalis Uzel und
jyilosa Uzel.
Ocellen und Flügel entwickelt. III.
III. Die Hauptader der Vorderflügel auf jener Stelle,
unter welcher die Nebenader ihren Ursprung nimmt,
mit 3 bis 6 Borsten versehen, nach aussen von
welchen in der Richtung gegen die Spitze der
Flügel eine Lücke folgt. A.
Auf der Hauptader der Vorderflügel, von der Stelle
an gerechnet, unter welcher die Nebenader ent-
springt, nach aussen hin folgt, ohne Lücke, eine
ununterbrochene Reihe von Borsten bis, oder bis
in die Nähe der Flügelspitze. B.
A. Auf der erwähnten Stelle, unter welcher die Neben-
ader der Vorderflügel entspringt, befinden sich 4
bis 6 Borsten. Ph. prirmdm (Halid.),
ericce (Halid.) Tryb., in-
consequens Uzel, pyri
Daniel und ehrhornii
Dudley Maulton.
— — — — befinden sich nur drei Borsten. 1.
1. Gegen das Ende der Hauptader der Vorder-
flügel zu, ausserhalb der erwähnten Lücke,
stehen 2 bis 4 Borsten. Ph. ulmifolionim Halid.,
u. a. A. Ph. orchidii D.
Maulton, Ph. Mischocarpi
Zimmermann und Ph.
Smithi ZiMMERM. scheinen
auch hieher zu hören.^
^ Die grösste Borste der Vorderecken des Protliorax der Art Pli. Sjösfedfi kommt, was die Länge be-
trifft, der entspreclicnten Borste von Ph. fnsciis und I'Ji. mhriifiis nahe. Bei diesen beiden Arten ist aber der
Kopf um etwa die Hälfte breiter als lang.
'■' Obschon diese Cliaraktere nur eine untergeordnete Rolle spielen, sind dennoch die beiden Arten Ph.
frimf(ili<: und pilosa gewiss durch andere Merkmale gut gekennzeichnet.
^ Der Besetzung der naui)tader der Yorderflügel mit Borsten nach sind diese drei Arten hieher zu rerlnien.
TRYBOM, PHYSAPODA. J
— — stehen 6 bis 10 Borsten. 2.
2. Auf dem Vorderflügel an der Stelle, wo die
Nebenader entspringt, nur ein kleinerer, heller
Fensterflecken (bei ?) oder ein hellerer Ton
(bei <^). Ph. fiimosa n. sp.
— — — — ein ausgeprägtes helleres Quer-
band. 3.
3. Legebohrer (Ovipositor) kurz (seine grösste
Breite 20 bis 30 Procent von der Länge);
sein äusseres Viertel und die ganze Ober-
seite der hinteren Gräten^ stark gebogen.' Ph. alrata (Halid.)
Legebohrer langgestreckt und schmal (die
grösste Breite nur 10 bis 15 Prozent von
der Länge); sein äusseres Viertel und die
Oberseite der hinteren Gräten nur schwach
gekrümmt (Fig. 20). Ph. meniensis n. sp.
B. Die erwähnte Borstenreihe auf der Hauptader
der Vorderflügel bestellt aus etwa 13 (12 bis 16)
Borsten, dann folgt nach aussen hin eine grös-
sere Lücke und am Ende der Hauptader stehen,
innerhalb der Flügelspitze, 2 Borsten. Ph. Sjöstedti n. sp.
— — — — besteht aus vielen Borsten, die
bis an die Spitze der Flügel gleichmässig ver-
teilt, ohne Lücke, sitzen. Ph. distincta Uzel, varia-
hilis Beach.' und riihro-
cincta GiARD.
Die von Karny beschriebene Arten der Gattung Physopus (oder Physapus wie
er nach Amyot et Servilliü schreibt), Ph. dalniatica, discolor und lyüiri, sind nicht
hinsichtlich der Flügel charakterisiert worden. Es ist mir darum nicht möghch ge-
wesen, diese drei Arten in das oben aufgestellte Schema einzureihen. Ph. dahnatica
ist, nach Karny, mit Ph. atrata nahe verwandt, jedoch durch die Fühlerfärbung zu
unterscheiden. Ph. discolor »bildet den Übergang zwischen dalmatica und lythri»,
die »mit Euthrips idmijoUorum nahe verwandt sein dürfte». Mit den hier neu-
beschriebenen drei Physopus- oder Euthrips- Arten sind die drei von Karny beschrie-
benen Arten nicht zu verwechseln. Über seine Art Euthrips amiidata ist mir keine
Beschreibung zugänglich gewesen.
Die von van Deventer gegebene Beschreibung, die einzige die ich gesehen habe,
über Physopus sexnotatus. Zehntner, ermöghcht mir nicht, diese Art in meinen oben
' Joedan Au. und Binl. der Phi/xiipofhi^ S. 581.
- Der Legebolirer hat etwa die Form, wie die Fig. ITU, PI. X bei Uzel angibt.
* Gattung Psüudothrips Hind.s.
4 SJÖSTBDTS KILIMANDJAE.O-MERU EXPEDITION. 16.
gegebenen .Schlüssel einzureihen. Die Färbung des Körpers und der Flügel unter-
scheidet diese Art von den drei unten beschriebenen Physopus-Arten.
Pliysopus Sjöstedti n. sp.
(Taf. 1. Fig. 1 — 14.)
Weibchen. Kopf etwas breiter als lang (die grösste Breite hinter den Augen
verhält sich zur Länge etwa wie 8 zu 7), kaum nach hinten verengt. Augen her-
vorgequollen, ihre Länge grösser als der Abstand zwischen ihrem Hinterrande und
dem Hinterrande des Kopfes. Ocellen gut entwickelt. Die beiden zwischen den Augen
befindlichen Borsten länger als die Breite der Augen. Die Glieder der dreigliederigen
Maxillartaster fast gleich lang. Fühlerglieder langgestreckt, drittes und viertes Glied
gegen die Spitze zu halsförmig verengt, d. h. diese Glieder sind an der Basis der
Doppeltrichome etwas zusammengezogen. Das dritte, vierte und sechste Glied unge-
fähr gleich lang; die Länge des fünften Gliedes verhält sich zur Länge jedes der
genannten Glieder etwa wie 4 zu 7. Der zweigliederige Stylus und das zweite Glied
sind fast gleich lang.^ Die Länge und grösste Breite der einzelnen Glieder eines
grösseren Weibchen verhalten sich in mm wie folgt:
Glied 1 2 3 4 5 6 7 8
Länge 0,029 0,041 O.OTO 0,012 0,044 0,0fl8 0,018 0,023
Grösste Breite . . OjOsi 0,032 0,o26 0,023 0,oi8 0,021 0,oo78 0,0052
Prothorax entschieden länger als der Kopf; die Länge des ersteren verhält sich
zu seiner Breite wie 9 zu 11. Zwei längere Borsten an jeder Hinterecke des Pro-
thorax. Eine der Borsten an jeder Vorderecke desselben ist ausgeprägt länger als die
übrigen kleineren Borsten des Prothorax, dennoch bei weitem nicht so lang wie die
genannten an den Hinterecken befindlichen Borsten.
Die Schenkel und Schienen des ersten Fusspaares kräftig gebaut. Der Kamm
an der inneren Seite und an der Spitze der Schienen des dritten Fusspaares besteht
aus 6 bis 8 kräftigen Dornen (die kleineren Dorne an ersterer Hälfte der Schienen
nicht mitgerechnet). Auf der Hauptader der Vorderflügel befinden sich über der
Stützschuppe meistens 4 Borsten, dann folgt nach aussen zu auf der lichten Quer-
binde eine kleine, nur mit einer Borste versehene, nicht immer deutliche Lücke
oder ein Zwischenraum. Weiter nach aussen zu stehen 13 (selten 12 oder 14 bis
16)^ Borsten; dann kommt wieder eine Lücke, und an dem Ende der Flügel stellen
auf der Hauptader 2 Borsten.^ Die Nebenader ist der ganzen Länge nach, von der
^ An einem Fühler waren das 5. und 6. Glied durch Missbilduiig völlig zusammengewachsen.
- Ein Weibchen mittlerer Grösse, das vielleicht einer Varietät angehören mag, hat hier nur 10 Borsten.
* Die an dem Innen- oder Hinterrande der Vordei-flügel sitzenden, an der gegen die Basis der Flügel
gewandten Seite spitz ausgezogenen Kegel, auf welchen die langen Wimpern stehen, sind bei dieser Art, und
auch bei den anderen hier neubcschriebeneu Ph/)so2)i(s- Arten, gut entwickelt. Diese Arten besitzen folglich das
von mehreren Verfassern für die l'hi/sojms- Arten angegebene ^'ermögen zu siiringen. Ich habe dieses ->A'crmögen»
im Jahre 1893 (Ent. Tidskr. S. 57 und 58) als misslungenen Versuch zu fliegen, ehe die Wimpern gespreitet
und für den Flug noch geordnet sind, beschrieben. Hinds hat im Jahre 1902 (Contr. to a monogr. of the ins.
of the Order Thysopoptcfu etc. P. 104) diesem Verfahren die bezeichnende Benennung »taking flight» gegeben.
TRYBOM, PHYSAPODA. 5
inneren Qiicrbinde an, gleichniässig mit vielen Borsten besetzt. Die Ader der Hinter-
flügel sehr deutlich hervortretend.
Der Hinterleib von mittlerer Länge und Breite, sein Ende nicht auffallend verengt.
Der Legebohrer (Ovipositor) lang gestreckt und schmal; seine grösste Höhe oder
Breite macht nur etwa 16 Procent seiner Länge aus. Die vorderen oder unteren
Gräten mit zahlreichen, eng stehenden Querstreifen oder Leisten versehen.
Die Körperfarbe ist schwarzbraun, bei mehreren, besonders bei kleineren Exem-
plaren lichter (die Chitinisierung schwächer), und zwar ist dann der Hinterleib grau-
braun. Das dritte Fühlerglied und die Tarsen sind graugelblich. Die Vorderschienen
heller als die Schenkel. Vorderflügel dunkel mit einer lichten (durchscheinenden)
Querbinde gegen die Basis hin, oder mit beinahe ganz lichter Basis. Eine verwischte
Binde in der Nähe des Endes etwas lichter als die Mitte der Flügel. Hinterflügel
hell, nur an der Basis, und besonders die Stützschuppe, etwas getrübt.
Die Körperlänge beträgt 1,4 bis 1,95 mm, gemessen an
Spiritus- Exemplaren, die nur sehr wenig oder beinahe nicht ge-
quollen zu sein scheinen.
Mätmchen. Das vorletzte Segment des Hinterleibes auf der
Rückenseite ausser kleineren Borsten mit vier Stacheln versehen,
von denen die zwei mittleren die kräftigsten sind. Die beiden
äusseren sitzen etwas länger nach hinten zu. x-^uf der Haupt-
ader eines Vorderflügels, an dessen Ende, befinden sich 3 Borsten.
(Nur ein Individuum var vorhanden.) Die Färbung wie bei dem
Weibchen, nur die Vorderflügel etwas lichter. S^^te dS HillleiS
Körperlänge scheint etwa 1,4 mm zu betragen. (In Spi- des Weibchens, von oben.
ritus gequollen 1,7 mm.)
Larve. Achtzehn Larven, in der Länge von 0,7 bis 1,5 mm, die mit den Inia-
gines dieser Art zusammen vorkamen, gehören gewiss derselben Art an. Auf die Fig.
14 hinweisend, möchte ich nur anführen, dass die Länge des Kopfes einer grösseren
Larve (nicht der abgebildeten) sich zur grössten Breite desselben, und die Länge des
Prothorax zur Länge des Kopfes, etwa wie 4 zu 3 verhalten. Die beiden grösseren
Borsten zwischen den Augen sind bei den Larven schon vorhanden. Bei den grös-
seren Larven verhalten sich die Länge und die grösste Breite der sechs Fühlerglieder
in mm wie folgt.
*&*
Glied 1
Länge 0,o2i
Grösste Breite . . . 0,02g
Die sehr deutlichen Absätze mit den Haarkräuzclien sind an dem vierten Gliede
sechs, das Kränzschen in dem Vorderende nicht mitgerechnet. Die GHederung zwischen
dem vierten und fünften Gliede nicht immer deutlich. Bei kleineren Larven ist das
dritte Glied sehr kurz, etwa von derselben Länge wie das zweite Glied.
Die Körperfärbung gelblich weiss, etwas getrübt; nur die Augen roth odei' gelbroth.
(i SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 16.
Von dieser Art wurden 135 Weibchen, 1 Männchen und 18 Larven am 5. Aug.
1905 aus Blüten einer strauchartigen Papihonacee bei Kibonoto, etwa 1,300 m hoch
ü. d. Meere auf dem KiUmancljaro von Herrn Prof. Sjöstedt gesammelt.
Physopus luenieiisis n. .sp.
(Taf. 2, Fig. 15—20.)
Weihchen. Die Länge des Kopfes kleiner oder etwa ebenso wie die grösste
Breite des Kopfes hinter den Augen. Nach hinten ist der Kopf ein wenig verengt,
und die Wangen sind etwas gewölbt. Augen hervorgequollen; ihre Länge grösser als
der Abstand zwischen ihrem Hinterrande und dem Hinterrande des Kopfes. Ocellen
vorhanden. Keine längere Borsten zwischen den Augen. Das mittlere Glied der Ma-
xillartaster um etwa die Hälfte kürzer als das Basalglied, welches fast gleich lang oder
etwas länger (inzwischen etwas kürzer) ist als das Endglied' — beispielsweise: das
Basalglied 0,o2o, das mittlere Glied 0,ü12 und das Endglied 0,020 mm. Die Labialtaster
von der Länge des Basal- oder Endgliedes der Maxillartaster. Fühlerglieder langge-
streckt; das dritte Glied gegen das Ende etwas, das vierte kaum, halsförmig verengt.
Das dritte, vierte und sechste Glied fast gleich lang, das fünfte Glied bedeutend
kürzer. Der zweigliederige Stylus nicht halb so lang als das zweite Glied. Die Länge
und die grösste Breite der einzelnen Glieder in mm verhalten sich bei einem Weibchen
mittlerer Grösse wie folgt:
GUed 1 2 3 4 5 6 7 8
Länge 0,03i 0,042 0,068 0,oii2 0,o4;i 0,ii7ii 0,ou8 0,oo:i
Grösste Breite . . 0,(i29 0,02!» 0,026 0,ü2i 0,oi8 0,u2i O,ö06ö 0,oü66
Prothorax etwa von derselben Länge wie der Kopf; die Länge des Prothorax
verhält sich zu seiner grösste Breite etwa wie 7 zu 10, die Hinterecken desselben
ziemlich abgerundet. Keine längere Borste an der Vorderecken, zwei längere Borsten
an jeder Hinterecke des Prothorax.
Die Schenkel und Schienen der Vorderfüsse ziemlich dick ; die grösste Breite
der letzteren ein Drittel, der ersteren etwas mehr als ein Drittel ihrer Länge. Der
Kamm an der inneren Seite der Schienen des dritten Fusspaares besteht aus 12 bis
15 Dornen, die beiden sehr kräftigen Enddornen mitgerechnet. Auf der Hauptader
der Vorderflügel, hinter oder aussen vor den drei Borsten, die sich über jener Stelle,
wo die Nebenader anfängt, befinden, folgt eine längere Lücke ; dann gegen das Ende
der Flügel hin folgen 6 bis 11 Borsten.^ Die Nebenader der ganze Länge nach, von
dem hellen Querbande an gerechnet, mit vielen gleichmässig verteilten Borsten besetzt.
Der Hinterleib von mittelmässiger Länge und Breite, sein Ende nicht auffallend
verengt. Legebohrer schmal und langgestreckt, seine grösste Breite macht nur 10
* Bei Ph. (itrntd ist das ^Mittelglied der Maxillartaster mir uin etwa ein Sechstel kürzer als jedes der
lieideii übrigen Glieder.
^ Bei einem Weibchen fanden sich auf dem einen Flügel i), auf dem anderen 1 1 Borsten in dieser Reihe.
TRYBOM, PHYSAPODA.
Fifi. B. Die (li'ei letzten
Segmente iles Hinter-
leibes des Weibchen.
Von oben.
bis 13 Prozent seiner Länge aus. Keine merkbaren Querstreifen oder Leisten an der
Aussenseite der vorderen oder unteren Gräte.
Körperfarbe dunkelbraun oder schwarzbraun; bei einigen
kleineren Exemplaren im Ganzen heller. Das dritte Fühlerglied,
bisweilen auch der äusserste Teil des zweiten Gliedes, und immer
die Tarsen graugelblich. Die Vordenschienen heller als die Schenkel.
Die Vorderflügel sehr dunkel, nur mit einem hellen Querbande
gegen die Basis, innerhalb der drei auf der Hauptader stehenden
Borsten an der Stelle, wo die Nebenader entspringt. Die Hinter-
flügel nur schwach getrübt.
Körperlänge l,i-' bis 1,t mm.
Männchen. Die Augen stärker hervorgequollen als beim
Weibchen. Alle Exemplare geflügelt. Das vorletzte Segment des
Hinterleibes auf der Rückenseite, ausser kleineren Borsten, mit vier kräftigeren Stacheln
versehen, von denen die beiden äusseren sich mehr nach hinten zu befinden. Vier
von den Seitenborsten des neimten und besonders zwei der Endborsten des zehnten
Segmentes sehr lang und kräftig. An dem 3.-7. Abdominalsegmente, unten, eine in
der Querrichtung länglich elliptische, lichte Vertiefung oder eine Verdünnung der
Bauchplatte, welche sich in dem vorderen Teile dieser Platte
befindet und an den dunkleren Exemplaren sehr deutlich ist.
Die Körperfärbung fast dieselbe wie bei dem Weibchen.
Die Basis des vierten Fühlergliedes meistens hell. Kleinere
männliche Individuen sind oft noch heller als kleinere Weib-
chen.
Die Körperlänge l,i bis 1,5 mm.
Am 21. — 25. Dec. 1905 wurden von dieser Art 67 Weib-
chen und 123 Männchen nebst einer sehr kleinen Larve, in
Blüten einer Orchidee im Regenwalde des Meni in einer
Höhe von etwa 3,000 m über dem Meere von Herrn Prof.
Sjösteüt gesammelt. Im Januar 1906 sannnelte er etwa 500
m höher in demselben Walde 19 Weibchen und 3 Männchen
aus mir unbekannten Blumen.
Fkj. C. Die drei letzten Ali-
dominalsegmente des Männ-
cjiens. Von oben. Die Grenze
zwisclien dem 9. und 10.
Segmente undeutlich.
Physopiis tuinosa n. sp.
(Taf. 2, Fig. 21—27.)
Die Länge des Kopfes nur ein wenig (etwa 10 bis 15 Procent) kürzer als die
grösste Breite desselben hinter den Augen. Die Wangen etwas gewölbt. Augen her-
vorgequollen, ihre Länge grösser als der Abstand zwischen ihrem Hinterrande und
dem Hinterrande des Kopfes. Ocellen deutlich. Keine längeren Borsten zwischen den
Augen. Von den kürzeren aber kräftigen Borsten hinter den Augen steht die obere
jederseits auf der Rückenseite des Kopfes. Das mittlere Glied der Maxillartaster,
wie bei Ph. meruensis, um etwa die Hälfte kürzer als jedes der beiden übrigen Glieder.
8 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 16.
Fühlerglieder langgestreckt, das dritte und das vierte Glied gegen das Ende ein wenig
halsförmig verengt, das dritte, vierte und sechste Glied fast gleich lang, das fünfte
bedeutend kürzer. Der zweigliederige Stylus um mehr als die Hälfte kürzer als das
zweite Glied.' Die Länge und die grösste Breite der einzelnen Fühlerglieder eines
Weibchen mittlerer Grösse verhielten sich wie folgt (die Masse in mm) :
Glied 1 2 3 4 5 6 7 8
Länge 0,026 0,036 0,060 0,06fl 0,040 0,062 0,00116 0,008
Grösste Breite . . 0,02ii 0,i>2k 0,o24 0,02i 0,oi8 0,02i 0,Oüy 0,oo6
Prothorax etwa von derselben Länge wie der Kopf; die Länge des ersteren
verhält sich zu seiner grössten Breite etwa wie 5 zu 6 oder 7. An jeder Hinterecke
des Prothorax zwei, an den Vorderecken desselben keine längeren Borsten. Die Schenkel
und Schienen der Vorderfüsse ziemlich dick, fast wie bei Ph. meruensis. Der Kamm
an der inneren Seite der Schienen des dritten Fusspaares wie bei jener Art. Die
Vorderflügel auf der Hauptader mit einer grösseren Lücke^ hinter oder nach aussen
zu von den drei'^ Borsten, die über jener Stelle stehen, wo die Nebenader ihren Ur-
sprung nimmt. Hinter dieser Lücke folgt eine Reihe von 7 bis 11 Borsten. Die
äusserste Borste oder die zwei äussersten Borsten sind bei mehreren Weibchen von
den anderen etwas entfernt. Gegen die Basis der Vorderflügel, innerhalb der er-
wähnten drei Borsten, ist ein kleiner, heller fensterähnlicher Flecken vorhanden,^ über
welchem auf der Hauptader bei den meisten Weibchen eine kleine Lücke in der
Borstenreihe vorkommt. Die beiden Borsten, in welchen die Ader der Stützschuppe
ausläuft, sind, wie gewöhnlich bei den PJiysopus- Arten, beinahe glashell. Die stark
hervortretende Hauptader der Hinterflügel ist, wie bei den anderen, hier neu be-
schriebenen Physopus-Arten, an dei' entsprechender Stelle, wo der Fensterflecken der
Vorderflügel sich befindet, mit zwei m förmig gebogenen, immer nach innen gerichteten
Borsten besetzt, welche bei Ph. fumosa besonders kräftig und dunkelgefärbt sind.
Der Hinterleib von mittlerer Länge und Breite. Die beiden
Endsegmente breit und kurz ; die Länge und die Breite an der Basis
des zehnten Segmentes fast gleich. Der Legebohrer breit, seine
grösste Breite macht 20 bis 30 Procent seiner Länge aus. Die
Oberseite der hinteren oder oberen Gräten seiner ganzen Länge
nach stark gekrümmt. Die Leisten oder Streifen gegen die untere
Seite der vorderen oder unteren Gräten sehr kurz und fein, doch
Fig. B. Die drei letzten bei stärkerer Vergrösserung wahrnehmbar.
"^ISil'^'^Vorobelr Körperfärbung dunkelbraun, bei einigen, besonders bei klei-
neren, Weibchen heller. Die Schienen etwas heller als die Schenkel.
^ An einem Fühler eines Weibchens wai-en das sechste Glied und die beiden Glieder des Stylus ganz zu-
sammengewachsen,
- In der Mitte dieser Lücke kam bei einem mit 1 1 liorsten hinter der Jiücke verseheneu Weibchen eine
Borste vor.
^ Bei einem Weibchen 4 Borsten an dieser Stelle.
^ Wie bei Euthrips minutus Düdl. Moultün.
TRYBOM, PHVSAPODA. 9
Die Tarsen noch heller, nicht aber gelblich. Nur der Basalteil des dritten Ghedes
der rauchbraunen Fühler mehr oder weniger hell. Die Vorderflügel, nebst ihrer
Stützschuppe dunkel rauchtarbig, nur an dem genannten Fensterflecken durchsichtig.
Die Hinterflügel schwach rauchfarbig; ihre Hauptader dunkler.
Körperlänge 1,;; bis l/> mm.
Männchen. Nur das dritte Fühlerglied gegen das Ende etwas verengt, an den
Doppeltrichomen. Die sechs Stachel auf der Rückenseite des vorletzten Segmentes
des Hinterleibes nehmen dieselbe Stellung ein wie bei Ph. mernensis (siehe Fig. C).
Diese Stacheln, und überhaupt die Borsten, sind bei Ph. jumosa nicht so kräftig wie
bei Ph. meruensis. Keine merkbare Vertiefungen an den Bauchplatten des 3. — 7. Ab-
dominalsegmentes. Statt des genannten fensterähnlichen Fleckens auf den Vorderflügel
der Weibchen kommt bei den Männchen, die alle geflügelt waren, ein kleines, un-
deutlich begrenztes, etwas helleres Gebiet an entsprechender Stelle vor. Bei einigen
Männchen findet man vier anstatt drei Borsten auf der Hauptader der Vorderflügel
über der Stelle, wo die Nebenader entspringt.
Die Körperfärbung im Allgemeinen heller als beim Weibchen ; die meisten klei-
neren ^Männchen, mit Ausnahme der Augen, fast ganz graugelb; grössere Exemplare
nur ein wenig heller als die Weibchen. Die Fühler, besonders das zweite und dritte
Glied, doch immer ausgeprägt heller beim Männchen. Die Flügelfärbung wie beim
Weibchen.
Körperlänge l,i — 1,3 mm.
Herr Prof. Sjöstedt fand diese Art mit Ph. meruensis zusammen im Regen-
walde des Meru im Januar 1906, etwa 3,500 m über dem Meere in mir unbekannten
Blüten. 41 Weibchen und 24 Männchen wurden gesammelt.
Genus Thl'ips (Linne) Uzel, Reuter, Hinds.
Species. Zwischen den zahlreichen Exemplaren von Physopus Sjösfedti, die Prof.
Sjöstedt wie gesagt, am 5. aug. 1905 in Blüten einer strauchartigen PapiHonacee bei
Kibonoto, etwa 1,300 m hoch ü. d. Meer auf dem Kilimandjaro sammelte, befand
sich ein Männchen einer Thripsart, die ich weder zu identifizieren noch zu benennen
wage. Überhaupt hat es ja seine Schwierigkeiten die Thripsarten nur nach dem
Männchen zu bestimmen. Da ich nur ein Exemplar zu meiner Verfügung habe, will
ich dasselbe auch nicht zerlegen, um die einzelnen Organen näher iintersuchen zu
können.
Unter den zu der Familie Thripidce gehörenden, mit siebengliederigen Fühlern
versehenen Gattungen hat Uzel ein Genus Stenothrips beschrieben, dessen Maxillar-
taster zweigliederig sind und sich von den drei anderen Gattungen, die solche Ma-
xillartaster besitzen, durch das Fehlen von schwarzen Querbinden an den Oberflügeln
und durch den schmalen Körper unterscheidet. Uzel hebt (Seite 209) hervor, dass
das lange zweite Glied der Maxillartaster offenbar aus zwei ursprünglichen Gliedern
zusammengewachsen ist. Nun, was dieses IMännchen aus Kibonoto betrifft, habe ich,
da ich die Maxillartaster nicht zu zergliedern wagte, keine Grenze zwischen den beiden
Sjöstedts Kilimandjaro-Merii Expediti'in. 16. "^
10 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 16.
äusseren Glieder desselben entdecken können. Es scheint, als ob eine solche Grenze
nicht vorhanden sei. Von der Gattung Stefwthrips unterscheidet sich dieses Männchen
allerdings unter anderem durch die Form des Kopfes, der bei Stenothrips »um ein
Viertel länger als breit», bei dem in Rede stehenden Männchen ausgeprägt breiter
als lang ist.
Meiner Auffassung nach macht die An- oder Abwensenheit einer Grenze zwischen
dem zweiten und dritten Gliede der Maxillartaster kein genügendes Gattungsmerkmal
aus. Icli habe deshalb das hier erwähnte Männchen aus Kibonoto zu der Gattung
Thrips gerechnet. Ich habe dieses um so mehr getan, als ich unter lichtgefärbten
Männchen von Thrips physapus L. aus Schweden einige gesehen habe, an deren
Maxillartastern ich keine Grenze zwischen den beiden äusseren Gliedern wahrnehmen
konnte.
Unter den Arten, die zu dem Genus Thrips zu rechnen sind, und deren Kopf
deutlich breiter als lang ist, nähert sich das Männchen aus Kibonoto den lichtge-
färbten Männchen von Thrips physapus durch den hinten ein wenig verengten Kopf,
die Grösse, die Borsten an der oberen Seite des neunten Abdominalsegmentes u. s. w.
Durch die ausgeprägt kleineren Augen, die Farbe des 4. — 6. Fühlergliedes unterscheidet
es sich aber von letzteren. Da man die Farbenmerkmale nur wenig benutzen kann,
ist es schwierig, das Kibonoto-Männchen von einigen der übrigen Arten der Gattung
Thrips zu unterscheiden. Diese Arten gehören zu denjenigen, bei welchen der Hin-
terleib nicht auffallend breit, das Pronotum länger als der Kopf, das fünfte Fühler-
glied deutlich kürzer als das vierte, die Nebenader der Vorderflüger mit zahlreichen
und die Hauptader derselben Flügel in ihrer äusseren Hälfte mit 3 Borsten besetzt
ist, d. h. Thrips valida Uzel, adusta Uzel, linearia Uzel, flava Schr., alni Uzel,
albopilosa Uzel und piceicornis Reuter. Von adusta, bei welcher Art immer die beiden
letzten Abdominalsegmente dunkel sind, alni mit dem eigentümlich geformten 5. Fühler-
gliede, flava, bei der nach Uzel das 5. Fühlerglied auch beim Männchen »im letzten
Drittel plötzlich schwarzgrau (sehr charakteristisch)» ist, und von piceicornis, deren
Fühlerglieder alle dunkel sind, kann das Kibonoto-Männchen unterschieden werden.
Die innere Borste von den drei auf der zweiten Hälfte der Hauptader der Vorder-
flüger sitzenden ist bei flava, albopilosa und jnceicornis von den beiden übrigen ent-
fernt, welches Verhältnis ein Unterscheidungsmerkmal von dem Kibonoto-Männchen
bietet; wie bei Thrips physapus kann es sich aber vielleicht so verhalten, dass dieses
nur eine individuelle Variation ist. Ob es ausreichende Charaktere gibt, durch
welche das vorliegende Männchen von dem bis jetzt unbeschriebenen Männchen der
Thrips linearia zu unterscheiden ist, wage ich nicht zu entscheiden.
Männchen. Kopf breiter als lang (die grösste Breite verhält sich zur Länge
wie 5 zu 4), nur sehr wenig nach hinten verengt (seine grösste Breite 0,iio die
Breite am Hinterrande 0,i05 mm). Die Länge des Prothorax und die Breite des
kopfes sind gleich; die grösste Breite das ersteren verhält sich zu seinen Länge wie
11 zu 9. Die Wangen ein wenig gewölbt. Der Durchmesser der Augen der Länge
des Kopfes nach nicht länger als die Hälfte der Länge des Kopfes. Ocellen vorhan-
den. Die beiden zwischen den Augen befindlichen Haare sehr klein. Die Fühler-
TRYßOM. PHYSAPODA'. 11
glieder gedrungern wie bei Thrips fhymqms, das dritte und vierte Glied fast gleich
lang, das fünfte ausgeprägt kürzer als das vierte. Die Länge der einzelnen Glieder
in nun verhält sich wie folgt:
Glied 12 3 4 5 6 7 (=Stylus).
Länge 0,01f<? 0,027 0,039 0,036 0,Ü26 0,042 0,009
Die Begrenzung der zwei äusseren Glieder der Maxillartaster ist auch mit stär-
kerer Vergrösserung wenigstens nicht deutlich zu bemerken.
An jeder Hinterecke des Protorax befinden sich zwei längere und an jeder Vor-
derecke zwei kürzere Borsten. Die Schienen der beiden ersten Fusspaare sind dick
und kräftig. Der Hinterleib ziemlich schmal, seine mittleren Segmente etwa 0,i mm
breit. Das vorletzte Segment auf der Rückenseite mit vier in einer Querreihe sitzen-
den Stacheln versehen, von denen die beiden äusseren die kräftigsten sind. Die
Hauptader der lichten Vorderf lüger in ihrer äusseren Hälfte mit drei Borsten, die
von einander etwa gleich weit entfernt sind. Auf der inneren Hälfte derselben Ader
befinden sich 9 oder 10 Borsten, die sich durch eine kleine Lücke oder einen Zwi-
schenraum in zwei Gruppen trennen.
Die Körperfärbung licht gelbbraun, nur die Augen und teilweise die Tarsen dun-
kelbraun. Die drei ersten Fühlerglieder weisslich gelb, das vierte und fünfte in ihren
äusseren Hälften, wie das ganze sechste und siebente Glied graubraun getrübt.
Die Köperlänge beträgt etwa 1 mm, nachdem das Tierchen in Alkohol gele-
gen hat.
Subordo Tabulifera, Halid.
Fam. PliloeotliripidaB Uzel.
Von den Ocellen sitzt der vordere an dem in einen Höcker
ausgezogenen' Vorderende des Kopfes. hlololkrips, Halid.
Die Ocellen sitzen alle drei, wenn vorhanden, an der Rücken-
seite des Kopfes.
I. Vorderschenkel vor dem Ende mit einem Zahne
versehen. Acafithothrips, Uzel.
1 Die von H.\liday im Jahre 1852 für Idolothrips angefiilirten Gattungscliaraktcrc sind von neueren Ver-
fassern (Uzel, Hinds) nur zitiert worden, üb diese C:haraktere, und besonders das hier angegebene Merkmal
der Stellung der Ocellen, wirklich für die Gattung läolothfips eigentündich sind, oder ob diese Gattung in mehrere
Gattungen verteilt werden müsstc, wage ich nicht zu entscheiden. Als in erster Hand für die Gattung Idoluthrips
charakteristisch führt Hinds (Seite 188) an, dass der Kopf mehr als zwei Mal so lang als breit ist, was aber
auch bei Arten anderer der Familie Pldornthripidc gehörenden Gattungen vorkommen kann (beispielweise nenne
ich die Beschreibung von PJiloeothrips unijastifroiis Bergeoth. (Ext. des Comptes rend. de la Soc, Ent. de
Bclg. Seance du 7 Avr. 1888).
12 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 16.
Vorderschenkel wehrlos II.
II. Der ganze Thorax jederseits mit einer sclinee-
weissen Binde verziert, welche sich auf die ersten
Abdominalsegmente fortsetzt. Poecilothrips, Uzel.
Thorax ohne weisse Binden. III.
III. Prothorax auch hinten nicht viel breiter als der
Kopf. Das 6., 7. und 8. Fühlerglied bilden zusam-
men ein ganzes. Cephulothrips, Uzel.
Prothorax hinten bedeutend breiter als der Kopf. IV.
IV. Flügel, wenn vorhanden, in der Mitte nicht verengt,
oder ihre innere Hälfte schmäler als die äussere
Hälfte. Tricothrips, Uzel, Megalo-
thrips, Uzel, Mesothrips,
ZiMMEBM., Cryptothrips,
Uzel, Phloeothrips (Ha-
^ LID.), Uzel, Liofhrips,
Uzel, Brachi/thrips, Reu-
ter, Lispothrips^ Reuter.
Flügel in der Mitte verengt, langgestreckt sohlenförmig. V.
V. Tubus des Männchens am Grunde ohne anliegende
Schuppen. Kopf und Prothorax etwa gleich lang. Anthoihrips, Uzel,
Tubus des Männchen am Grunde jederseits mit
einer anliegenden Schuppe. Kopf entschieden länger
als der Prothorax. Zy(jotlirip)s, Uzel.
Die von Reuter beschriebene Gattung Compsothrips mit der Art alhosignata ist
von der Gattung Anthothrips durch die Länge des dritten Fühlergliedes (»tertio tribus
sequentibus simul sumtis parum breviore») und durch das verhältnismässig sehr kurze
Pronotum leicht zu unterscheiden. Die beiden Gattiuigen Eurythrips und Malacothrip>s,
HiNDS. sind durch den sehr breiten Hinterleib von Anthothrips verschieden. Ent-
wickelte Flügel sind bei der Gattungen Compsothrips, Eurythrips oder Malacothrips
noch nie bemerkt worden. Die von Karny beschriebene Gattung Anthemothrips
kommt durch die Anw^esenheit von anliegenden Schuppen jederseits am Grunde des
Tubus der Gattung Zygothrips nahe.
Die Gattung Gigantothrips Zimmebm. soll durch die Form des Kopfes sich der
Gattung Megalothrips, Uzel nähern. Durch das sehr langgestreckte 3. — 6. Fühlerglied
und die beinahe riesenhafte Grösse erinnert diese Zimmermann'sche Gattung an Idolo-
thrips, Hal. Mit der unten beschriebenen Art Idol, africa ist Gigantothrips nicht zu
verwechseln.
Phloeothrips hicasseni Krüger, eine Art Avelche der Gattung Phloeothrips (Hal.)
Uzel nicht angehört, kommt durch die Form der Flügel den Gattungen Anthothrips
und Zygothrips nahe. Von der unten von mir beschriebenen Art Anlhothrijjs kili-
' Körper an dieser Gattung ohne Bor.sten.
TRYBOM. PHYSAPOUA. 13
mandjarica unterscheidet sich Ph. lucasseni durch den auch bei dem Weibchen grös-
seren Zahn der Vordertarsen und durch die hellen Schienen aller Fusspaare.
Anthoihrips kilimaiidjarica dürfte vielleicht eine besondere Gattung sein; da ich
aber keine ausgeprägten Gattungsnierkmale für diese Art angeben kann, ziehe ich es
vor, dieselbe bis auf weiteres der Gattung Anthothrips anzureihen, obschon z. B. der
Kopf ein wenig länger im Verhältnis zu seiner grössten Breite ist als bei anderen
AufhotJirips-Avten. Dieses Verhältnis beträgt bei Idlimandjarica etwa 72 (bis 75),
bei slalices etwa 80 Procent.
Über die von van Deventer erwähnte Art Phloeothrips ampkicmcta Zehntner, ist mir
leider keine Beschreibung zugänglich gewesen.
Genus Aiitliothrips Uzel.
(Die von Uzel und Reuter in ihren Arbeiten aufgenommenen Arten,
nebst der neubeschriebenen Art).
Abdominaltubus nur um etwa ein Fünftel kürzer als der
Kopf. Die Flügel mehr oder weniger graubraun
getrübt. A. slatices Halid.
Abdominal tubus um ein Viertel oder mehr kürzer
als der Kopf. Flügel hell I.
I. Tubus um 40 Procent kürzer als der Kopf. A. aculeata (Fabr.)
Tubus um 25 — 33 Procent kürzer als der Kopf. II.
II. Die grösste Breite das Kopfes hinter den Augen
M'enigstens 80 Procent von dessen Länge. A. distinguenda, Uzel.
Die grösste Breite des Kopfes hinter den Augen
nicht mehr als 75 Procent von dessen Länge. A. kilimandjarica, n. sj).
Die von Bergroth beschriebene Art Phloeothrips sangtiinolenhis gehört sicher
zu einer anderen Gattung als Anthothrips. Die beiden nordamerikanischen Arten
Anthothrips nigra und verhasci Osborn sind durch ihren kurzen Kopf (»approximativ
as long as broad» and »but slightly, if any longer than wide») und durch den ver-
hältnismässig sehr kurzen Prothorax von A. kilimandjarica leicht zu unterscheiden.
Die japanischen Arten A. oryza; und A. yfl/po?iica, Matsumura haben den Kopf »some-
what quadrate». Sie stehen A. statices und A. frumentaria nahe, und können mit
A. kilimandjarica nicht verwechselt werden. A. crassa Karny ist auch mit A. sta-
tices nahe verwandt; die Form des Tubus ist bei diesen beiden Arten gleich. A. mi-
nor Karny soll auch der A. Statices nahe stehen, »ist jedoch durch die auffallende
Form des Abdominalendes von dieser Art leicht zu unterscheiden.»
14 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 16.
Aiitliotlirips kiliinaiidjarieii n. sp.
(Taf. 1 Fig. 34, Taf. 2 Fig, 28—33)
Weibchen. Die giösste Breite des Kopfes beträgt etwa 72 Procent von dessen
Länge. Kopf hinten ein wenig verengt; die Breite am Hinterrande etwa 02 Pr. von
der grössten Breite hinter den Augen. Die Länge der Augen in der Körperrichtung
beträgt etwa ein Drittel von der ganzen Kopflänge.' Wenigstens die beiden hinteren
Ocellen vorhanden. Hinter jedem Auge eine ziemlich lange Borste." Der Rüssel kurz,
an dem Ende nicht auffallend verengt, bis zur Mitte des Prosternums reichend.
Fi(/. E. Die drei letzten Fig. F. Die drei letzten
Segmente des Hinter- Segmente des Hinterleibes
leibes des Weibchen. des Mcäunclien. Von
Von unten. oben.
Maxillartaster mit vier Tastborsten besetzt. Fühlerglieder ziemlich gedrungen. Bei
einem Weibchen mittlerer Grösse verhalten sich die Länge und die grösste Breite in
mm wie folgt:
GUed 12 3 4 5 6 7 8
Länge 0,025 0,0U 0,044 0,040 0,041i 0,047 0,042 0,02ö
Grösste Breite 0,o29 0.02ß 0,o29 0,03i 0,o2!i 0,026 0,o2i 0,üi.3
Von der Seite gesehen ist das 8. Glied, Avie bei den Phloeothripiden gewöhnHch,
nicht zugespitzt sondern breit zungenförmig, d. h. dieses Glied ist seitlich abgeplattet.
Das 4. Glied weniger abgerundet als bei A. statices und acideata.^
Prothorax um 80 bis 85 Pr. so lang wie der Kopf.* Die Breite des Prothorax
an der Vorderrande macht etwa 60 Pr. von der grössten Breite gegen die Basis aus.
Diese letzte Breite kommt etwa 80 bis 90 Pr. der Länge des Kopfes gleich. An
jeder Hinterecke des Prothorax sitzt, ausser kleineren Borsten, eine verhältnismässig
' Die Masse des Kopfes und des Protliorax sind die Mittelmasse von zehn Weibchen.
^ Bei einigen Exemplaren habe ich dennoch diese Borst nicht, finden können.
' Bei einem Weibchen waren die Glieder 6 und 7 eines Fühlers zusammengewachsen; bei einem anderen
Weibchen fehlte das 5. Glied des rechten Fühlers gänzlich.
* Bei der Gattung Zi/(jothrips ist der Protliorax fast um 0,4 kürzer als der Kopf,
TRYBOM, PHYSArODA. 15
grosse Borste, die meistens niclit zugespitzt ist, sondern wie abgebrochen aussieht,
jedoch ohne merkbare Erweiterung.
Schenkel des ersten Fusspaares kräftig, seine grösste Breite etwa halb so lang
als seine Länge. Vordertarsen bei einigen Weibchen mit einem Zähnchen versehen.
Flügel in der Mitte verengt, gestreckt sohlenförmig. Vorderflügel auffallend breiter
in der inneren als in der äusseren Hälfte.
Der Hinterleib von mittlerer Länge und Breite. Tubus um etwa ein Drittel kürzer
als der Kopf und beinahe um ein Drittel kürzer als das 9. Abdominalsegment ; am
Grunde um etwa ein Drittel breiter als am Ende. Die Breite des Tubus an seiner
Basis beträgt 44 bis 50 Pr. seiner Länge.
Körperfärbung schwarzbraun bis kastanienbraun. Die Tarsen des vorderen
Fusspaares düster graugelb, wie auch die Vordertibien gegen ihr Ende. Die beiden
ersten Fühlerglieder dunkelbraun: das zweite Glied jedoch oft heller in seinem äus-
seren Teile. Alle folgenden Glieder grau gelblich, nur das achte Glied bräunlich
tingiert. Flügel hell, nur die Stützschuppe der Vorderflügel bräunlich und die Basis
dieser Flügel in der Nähe der Schuppe rauchfarbig.
Körperlänge 1,5—1,0 mm.
Männchen. Vorderschenkel kaum mehr erweitert als beim Weibchen. Vorder-
tarsen mit einem ziemlich mächtigen Zahne. Flügel vorhanden. Die beiden, verhält-
nismässig kurzen Stachel an den Hinterecken des neunten Abdominalsegmentes
kräftig. Keine anliegenden Schuppen an der Basis des Tubus.
Körperlänge 1,4—1,7 mm.
Von dieser Art wurden 22 Weibchen und 9 Männchen aus den grossen gelben
Blüten eines Compositee im Mischwald bei Kibonoto am Kilimandjaro am 20. Juli
190.5 von Herrn Prof. Sjöstedt gesammelt.
Genus Idolotlirips Haliday.
Von dieser Gattung hat Haliday drei Arten beschrieben, die später aber W.
W. Froggatt als zwei Variationen des Männchens und als Weibchen einer inid der-
selben Art (7. specfrum) identifiziert hat. Eine von Heegee beschriebene Art stammt
aus Brasilien; eine dritte Art, die Newman beschrieben hat, ist in Ostindien eine
vierte, von Ashmead beschriebene Art auf den Philippinischen Inseln, und eine fünfte
von Pergande beschriebene Art in den Vereinigten Staaten entdeckt worden.
Idolothrips ScJiotti, Heeger, zeichnet sich besonders dadurch aus, dass die Au-
gen »nicht vorn, sondern an den Seiten, von der Mitte des Kopfes» sitzen, und ist
wahrscheinlich einer besonderen Gattung zuzuzählen. Die australische Art Idolo-
thrips spectrum, Hal., hat eine riesenhafte Grösse und ist mit roten Punkten oder
Flecken an dem Thorax, den Beinen und den Seiten des Hinterleibes versehen. Idolo-
thrips Halidayi, Newman unterscheidet sich von der unten beschriebenen afrikanischen
Art durch den längeren Kopf (»Head three times as long as broad») und durch das
viel längere dritte Fühlerglied. Idolothrips tihialis, Ashmead hat auch den Kopf
»verv nearly three times as long as Avide», ihre Tibien und Tarsen sind alle weiss-
16 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEKU EXPEDITION. 16.
gelb. Sollte Phloeolhrips anacardii, Newman, auch eine bei Mysore in Ostindien ge-
fundene Art, wie es vielleicht der Fall ist, der Gattung Idolothrips angehören, so
unterscheidet sich diese Art durch die strohgelbe Farbe aller Tarsen von der afrika-
nischen Art.
Am nächsten mit dieser letzten Art verwandt scheint Idolofhrips conifemnnn
Perg. zu sein.
Idolothrips africaua n. sj).
Weihchen. Die grösste Breite des Kopfes macht etwa zwei Fünftel seiner Länge
aus. Die Seiten in ihren hinteren Hälfte ein wenig erweitert; am Grunde ist der
Kopf etwas zusammengezogen. Die Vertex, wie gewöhnlicli bei Idolothrips- Arten,
zwischen die Basalglieder der Fühler weit vorragend. Mehrere ziemlich lange Borsten auf
der Oberseite des Kopfes gegen die Seiten, eine noch längere Borste hinter jedem
Auge. Keine Wärzchen oder Stacheln auf den Seiten des Kopfes. Augen hervorge-
quollen, ihre Länge etwa ein Viertel von der Länge des Kopfes. Ocellen wie bei
Idolothrips coniferarwn. (Das vordere habe ich doch nicht deutlich sehen können.)
Fühler etwas mehr als ein Viertel länger als der Kopf, ihr drittes Glied etwas länger
als jedes der zwei folgenden Glieder, auffallend länger als das erste und zweite Glied
zusammen. Bei dem kleineren Weibchen verhalten sich die Fühlerglieder in mm
gemessen wie folgt:
Glied. . . 1 2 3 4 5 0 7 8
Länge . . 0,040? 0,ü6o 0,125 0,110 0,iou 0,072 0,i)65 0,062
Die grösste Breite der vier ersten Glieder beträgt etwa 0,035 bis 0,04n mm. Da
das Weibchen in getrocknetem Zustande aufbewahrt war, konnte die Breite der Füh-
lerglieder nicht mit Genauigkeit gemessen werden.
Die Länge des Prothorax ist etwa gleich der Hälfte der Länge des Kopfes.
Die grösste Breite das Prothorax am Hinterrande zwei mal grösser als die Breite am
Vorderrande. An jeder Hinterecke befindet sich eine lange Borste. Vorderschenkel
kräftig, ihre Länge der Länge des Kopfes hinter den Augen gleich. Vordertarsen mit
einem kleinen stumpfen Zahne versehen. Flügel hell, bis an das 8. Segment des
Hinterleibes reichend (nachdem das Tierchen eingetrocknet gewesen war). Der Hin-
terleib mit beinahe parallelen Seiten, bis er sich am siebenten »Segmente zu verengen
und an den Seiten abzurunden beginnt. Tubus etwa von der I^änge des Kopfes
hinter den Augen, am Grunde ein Drittel so breit wie lang, gegen das Ende zu in-
mer schmäler werdend. Die Borste der hinteren Abdominalsegmente ziemlich zart
und hell.
Körperfärbung schwarzbraun, beinahe schwarz. Die zwei ersten Fühlerglieder
dunkelbraun, das zweite jedoch etwas lichter am Ende. Das dritte Glied weissgelb
mit brauner Schattierung im äusseren Drittel. Das vierte Glied licht in der inneren,
braun in der äusseren Hälfte. Das fünfte Glied braun, nur im inneren Drittel gelb.
Das 6. — 8. Glied dunkel braun. Bei dem kleineren Exemplare waren die Vorder-
schienen und Tarsen etwas lichter als die Schenkel.
TRYROM, PHYSArODA. 17
Körperlänge 2,7& und 3 mm.
Zwei Weibchen dieser Art wurden von Herrn Prof. S.töstedt in Blüten nicht
angegebener Art bei Kibonoto auf dem Kilimandjaro entdeckt; das eine am 24. Sept.,
das andere am 7. Okt. 1905, das letztere im Regenwald zwichen 2,000 und 3,000 m
Höhe u. d. Meere.
Dank der Liebenswürdigkeit des Herrn Theo. Pergande, der mir mehrere
Exemplare (Weibchen und Männchen) von der von ihm beschriebenen Art Idolothrips
coniferarum geschenkt hat, habe ich Gelegenheit gehabt, diese Art mit Id. africana
vergleichen zu können. Einen auffallenden Unterschied zwischen diesen beiden Arten
bietet der Tubus. Der schmälere Tubus von Id. coniferarum ist am Grunde nur um
etwa ein Fünftel so breit als lang.
Literatiirverzeicliiiis.
Ausser älteren Verfassern liahe irli beim Ausarbeiten dieser Beschreibungen mich hauptsächlicli von den
folgenden Arbeiten benutzt.
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Agriciilture. Bureau of Entomology. Technical series. Part. III, N:o 12. P. 36 — (58. PI.
I— VI.
Liste der aus dem Kiliiuaiidjaro und dem Meiu bisher beliaiiuten
Pliysapoden.
1. Phijsopus Sjösfedti Tryb. n. sp.
2. » meruensis Tryb. n. sp.
3. » fiimosa Tryb. n. sp.
4. TJirips sp.
5. Antliothrips kiUmaiuljarica Tryb. n. sp.
6. IdoJothrips africana Tryb. n. sp.
TAFEL 1.
20
SJOSTEDTS KILIMAND.IARO-MERIT EXPEDITION. 16.
Tafel 1.
FiR. 1 —
1.
» 2.
3.
» 4.
5.
» 6,
» 9.
» 10
» 12.
» 13.
» U.
» 34.
Plii/sopus SjösfedU Tryb. n. .sp.
Abbildung eiues Spiritus-exemplares. Vergrösserung "y".
Kopf und Prothorax, von oben. Vergr. '^''.
Kojif und Prothorax, von der Seite.
Fühler, von oben. Vergr. ^^^.
und Hinterbein. Vergr.
Vergr.
Mittel-
1)0
T ■
Y, Rüssel, von oben.
7 und 8. $. Vorder-
5 . Vordertarsus.
und 11. $. Vorder- und Ilintertiügel. Vergr. etwa V'-
$. Die zwei letzten Abdoniinalsegmeute mit dem Legebohrer, von
$. Legebohrer, von der Seite. Vergr. 2|.s.
Larve. Vergr. ■*/.
Aiithotrips MUnmndJarica Teyb. n. sp. J". Vorderbein, Vergr. etwa
der Seite. Vei-gr. ^-^.
] to
T •
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
16. Pliysapoda.
Taf. 1.
Axel Ekblom delin.
Trybom: Physnpoda.
Ljustr. Justus Cederquist, Sthlm.
TAFEL 2.
22
SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 16.
Tafel 2.
H".
2 0 .T
T •
lon_
Fig. 15 — 20. Physopus mcruensis Tryü. n. sji.
Kopf und Prothorax, von oben. Vergr. ^''.
Fülller, von unten. Vergr. -f'".
18. $. Vorder- und Hinterbein. Vergr. etwa
Vorderflügel. Vergr. '"i».
Legebohrer, von der Seite. Vergr.
Physopus fmnosa Tryb. n. sp.
Kopf und Prothorax. Vergr. etwa
Fühler, von unten. Vergr. "^-f-".
Vorderbein. Vergr. etwa ^f^".
Vorderflügel. Vergr. ''^ .
Stützsclmppe des ^'orderflügels.
Proximaler Teil des Hinterflügels. Vergr.
Die zwei letzte Abdoniinalsegmentc mit dem Legebohrer, ein wenig schief von der Seite. Vergr.
etwa 1^5 _
AntJiothrips kilimandjarica Tryb. n. sp.
Kopf und Prothorax, von oben. Vergr. ^-J^".
Fühler, « von oben. Vergr. -y". h Die zwei äusscrsten Glieder, von der Seite.
Rüssel mit Maxillar- und Labialtasteru, von unten Vergr. -f. h Labialtaster, noch stärker
vergrössert.
und 32. 5- Vorder- und Hinterbein. Vergr. etwa '^f .
$. Vorderflügel. Vergr. ^-f^.
ir, ,i
T
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
16. Physapoda.
Tat. 2.
Axel Ekblom delin.
Ljustr. Justus Cederquist, Sthlm.
Trybom: Physapoda.
17. ORTHOPTERA.
1. Rorinatoptera
by
MALCOLM BURR.
With 1 plate.
The coUection of Dermatoiitera made by Dr. Yngve Sjöstedt in Kilimandjaro
and Merii is some respects quite reniarkable. It contains fifteen species, representing
eleven genera; three of the species are new to science, and probably a fourth, which
I refrain from desciibing, as it is only represented by a solitary female. Excluding
a few which it is impossible to name, owing to immaturity or bad condition, the
collection consists of 794 specimens, of which no less than 447, or considei'ably more
than half, are all examples of one new species. Of the other two new species, there
are 52 and 57 specimens respectively; of two other species which are not new, but
hitherto very insufficiently known, there are 93 and 65 specimens each.
Of the remainder, there are one or two specimens of well known and widely
distributed forms which call for no remark; there are eleven of Forficula rodziankoi
Sem., which seems to be rjye, and is not well known, and there are 20 specimens
of Spongiphora quadrimaculala Stäl, and 35 of Echinosoma ivahlbergi Dohrn, neither
of which are numerous in collections and museums.
There are only two cases which are poorly represented, but yet of such interest
that it is to be regretted that specimens are not more numerous; one of these is a
Single female of what is certainly a new species of Pseudochelidura, and the other
case is that of Pijgidicrana bettoni Kirby, of which there are two females and a very
young larva; this species is probably not rare, but it has been only comparatively
recently discoved and is not yet generally known.
We may arrange the species known to occur in the region of Kilimandjaro
and Meru as follows:
A. Uiiivprsally distributed Species.
Chelisoches morio Fabr. Anisolabis annulipes Luc.
Aplerygida arachidis Yers.
Sjöatedia Kilimandjuro-Mvni Exiiediliviu 17. \
2 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 1.
IJ. Species widely distribiited tlirouj^li Africa.
Echinosoma ivahlhergi Dohrn. Diaperasticus erythrocephalus Oliv.
Spongiphora quadrimaculata Stal. Forficula senegalensis Sbrv.
C. Species probahly occiirriiiff widely in East Afriea.
Pygidicrana hettoni Kirby. Forficula rodziankoi Sem.
Diaperasticus sansibaricus Karsch. Chaetospania rodens n.
D. Species probahly pi-eciuctive, i. e., coiifiiied to tlie district in question.
Anisolahis laeta Gerst. Bormansia africana Verh.
Anisolabis felix n. Bormansia impressicollis Verh.
Forficula sjösiedti n. Leptisolahis usamharana Verh.
Pseudochelidu7'a sp. Leptisolahis theoriae Verh.
These four last species were not captured by Dr. Sjöstedt.
It is worthy of note that all these precinctive species are incapable of flight.
Our knowledge of the Dermatoptera-iauna, of the country round Kilimandjaro
and Meru has been hitherto very meagre. Gerst^cker published an account of the
insects of the neighbourhood of Zanzibar, in 1869 (Arch. für Naturg. 1), based on
material accumulated by van der Decken, in which he deseribed tvvo species of earwigs;
one of these is Anisolabis laeta, which was taken in niunbers by Dr. Sjöstedt, and
the other Forficula (Apterygida) gravidnla, which is synonymous with ^ . arachidis Y^ns.,
and is now universally distributed throughout the world.
Apart from this paper, I know of no aiticle dealing with the subject, and in
Order to find any notes supplementary to the material obtained by Dr. Sjöstedt, it
has been necessary to search for references to this district scattered through the
literature of this group of insects.
The reniarkable geniis Bormansia was not found by Dr. Sjöstedt; it contains
two species which occnr in East Africa. B. africana Verh. was taken by Oscar
Neumann in German East Africa, but the author gives no more precise locality;
B. impressicollis Verh. was found at Taita by Hildebrandt, who brought home a
solitary female, and I have several specimens, including males, from Kilimandjaro in my
own coUection, bought from a German dealer.
Pygidicrana caffra Dohrn is deseribed from specimens found at Zanzibar by
Hildebrandt (teste Karsch op. cit.) and is probably widely distributed through
Eastern and South-eastern Africa.
The wingles genus Leptisolahis Verh. (Sitzungsbericht der Ges. Naturf. -Freunde,
1901,No.T.p.l2), contains two species, L. usambaranaVERn., knownfrom a single male taken
by KoNRADT at an elevation of 850 metres in December 1891, at Derema in Usambara,
and L. theoriae Verh., represented in European coUections by two males in the Berlin
BURR, DERMATOl'TERA. 3
Museum, from Mikindani in German East i\frica; both these species may occur in the
region round Kiliniandjaro.
In my collection 1 have a single male of an apparently undescribed species of
Pygidicrana from Manou in German East Africa, which probably extends its distribution
to the district in question.
Labia »largiiisUs Thunb. {ochropus Stäl) is recorded from various scattered
localitics in Africa, and probably occurs also in the neighbourhood of Kiliniandjaro.
It is worthy of not that althougli Dr. Sjöstkdt has brought home such inter-
esting forms in such numbers, bis collection includes no specimens of either Leptisolabis
nor Bormansia, which is to be regeretted, as with one exception they are only known
from the descriptions of Verhoeff, which is far from being sufficient, more especially
as no drawings of them have as yet been published.
It is also noteworthy that Dr. Sjöstedt's collection is unique in one respect;
he it includes no specimens of Lahidura riparia, but a single larva of Apterygida
arachidis, and of Anisolabis anmdipes there are seven specimens of a distinct race,
which may possibly deserve specific rank. In most collections, from any country,
these species easily out number all others.
There are also various mountain forms, at present little known, from Abyssinia;
perhaps some of these may extend their ränge as far south as the Alpine regions of
Central Africa.
Gen. Pygidicraiia Serville.
Ann. Sei. nat. XXII, p. 30, 1831.
Pygidicraua bettoiii Kirby.
Ann. Mag. N. H. (7) XI, p. 61, 1903.
Kili7nandja.ro: Kibonoto, cultivated zone, 1,300—1,900 m., 17.11.05, 2 females.
PI. I, fig. 1. This species was first taken at Samburu and Voi, in British
East Africa, by Mr. C. S. Betton, whose specimens are in the British Museum, with
also an immature specimen from Nyassa. It is probably widely distributed, through
perhaps not numerous, through central East Africa.
Gen. EchillOSOina Serville.
Orth. p. 34, 1839.
Ecliiiiot^onia walilbergi Dohrn.
Stett. ent. Zeit. XXIV, p. M, 1863.
Kiliniandjaro: Kibonoto. 25. VII. 05. 6 males, 13 females and 9 larvae;
1,300—1,900 m. also 1. III., 2 males and 4 females.
i¥er«<-Niederung: River Ngare na nyuki. 23. XI., one male.
PI. 1, fig. 2. These specimens are remarkably fine, the males being 16 mm.
long, as compared with 12 mm., the length quoted by de Bormans for specimens
from Southern Africa and Zanzibar; it also occurs on the West Coast, and is recorded
from Fernando Po.
4 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17:1.
Gen. Aiiisolabis Fieber.
In Lotos, III. p. 257, 1853.
Aiüsolabis laeta Geest.
In Arch. f. Naturg., XXXV. p. 221 (18G9).
Kilimandjaro : Kibonoto. 31 males, 39 females and 22 laTvae. August to No-
vember. Some taken under dead Banana leaves. One male from Kibonoto (12. IV. 06)
was taken in a nest of Termes goliath Sjöst., with a smaller species of Termes Termes
vadschaggae Sjöst. n. sp. on the walls.
PI. 1, fig. 3. This species was discovered by Dr. Kersten, who took a Single
female on November 30th, 1862 at an elevation of 8,000 ft, (about 3,200 m.) on Kili-
mandjaro; it was described and figured by Gerstaecker (1. c.) in bis work upon the
results of van der Decken's travels in East Africa. Since then it has not been re-
corded. A somewhat similar species was taken by Fea in Tenasserim, and recorded by
de Bormans as A. laeta, l)ut Kirby has shown this to be quite distinct.
The male closely resembles the female; it is of the same size (14 — 16 mm.), the
dimensions given by de Bormans (Tierreich. Forf. p. 46, 1900), (28 mm.) being those
of A. dubronii, the totally distinct species from Tenasserim, confused by de Bormans
with A. laeta, but separated by Kirby. The forceps of the male hardly differ from
those of the female; they are slightly more slender and more curved, the right brauch
particularly being more strongly curved at the apex, so that it distinctly overlaps
the left branch; the most notable character is the form of the sides of the dorsal
plates of the abdomen; when seen from the side, these plates are convex posteriorly,
that is, their posterior border is not vertical but produced into an angle pointing
posteriorly and this angle is more acute in the apical segments; each segment is also
provided with a small but quite distinct horizontal carina which runs along to the
apex of the convex portion. This structure is seen to a ccrtain extent in A. felixn.,
which is described later.
Aiüsolabis auimlipes Lucas.
Ann. Soc. ent. Fr. ser. 2. v. Bull. 841, 1847.
Kilimandjaro: Kibonoto. 1.300 — 1,900 m. 2 males and 5 females, wliich all
seem to beJong to this species; in the i'inged feet and antennae, and general appea-
rance they agree, but differ in build; they are longer and more slender than any
true L. annulipes that I have examined, and the forceps are more slender and longer;
they are perhaps a local race of this universally distributed species.
Aiiisolahis fellx n. sp.
(PI. 1, fig. 4.)
Statura majore; colore atro; caput rufum; antennae fusco-testaceae; elytra nulla;
pronotum lateribus sat reflexis; pedes testacei; abdomen glabrum, laeve; segmenta
BUBR, DERMATOPTBRA.
abdoniinis lateribus convexis, et apicalibus rugulosis; pygidium brevissimum, obtusum;
forcipis braccliia iiiaris basi triquetra et fortiter dentata; dehinc attenuata, bracchio
sinistro sensim, dextro fortiter et angulatini, incurva; feminae triquetra, subsinuata,
m argine interno crenulato.
Stout, and fairly large; smooth and shining, jet black except tlie red head and
yellow feet.
Antennae dirty testaceous, paler at the base, then darker, with 20 Segments,
all pubescent; 3 is long and cylindrical, 4 and 5 together equalling 3 in length, nearly
cylindrical; the rest lengtliening, cylindrical.
Head clear brick-red, the movith-parts darker, or nearly black.
Pronotum broadened posteriorly, the margins straight but posterior angles
rounded, lateral borders almosfc concave as the margin itself is tiirned up, thus
making a small triangulär depression; the disc is flat and smooth.
I\Ieso- and nietanota smooth, aiad ample.
Feet clear testaceous.
Abdomen smooth, duU black, the last 3 segments somewhat rugulose; seen
from the side, the segments are convex, the convexity being more apparent in each
Segment towards the apex of the abdomen; in the last four segments, the sides are
also rugulose. Ventral segments smooth.
The last abdominal segment in the male is large and quadrate, but distinctly
broader than long, with a faint median depression, and finely rugulose, the pattern
being formed by rows of shallow and very small punctulations.
Penultimate ventral segment of the male is ample, quadrate and rugulose.
Last dorsal segment of the female resembles that of the male, but is somewhat
narrower apically.
Pygidium in both sexes is only a fold in the chitin between the forceps.
Forceps of the male with the branches stout and triquetre at the base, where
there is a strong depressed tooth on the inner margin; the two branches are curved
differently, as in the typical species; the left branch is gently curved inwards through-
out its length; the right branch is suddenly beut inwards at an almost acute angle
before half its length and after this bend quite straight; the branches are attenuate
after the basal third and unarmed after the base.
In the female the branches are triquetre and stout, attenuate about half way
down, contiguous, denticulate on the inner margin und subsinuate.
The larvae are quite different from the adult insect; the head is dull black
like the rest of the body; the feet are dirty yellow, with a distinot fuscous ring; the
build is more slender and the forceps are more slender unarmed and nearly straight.
Kilimandjaro: Kiboscho. »Im obersten Teil des Gürtel waldes an der Grenze
6 SJÖSTEDTS KILIMANDJABO-MERU EXPEDITION. 17: 1.
ZU den Bergwiesen; ca. 3,000 m., unter Moos auf Bäumen. » II. 06. 18 males, 17 females,
and 22 immature specimens.
This is a very distinct species; in the black body and read liead it resembles
A. laeta Gerst., but is considerably larger and the characteristic forceps easily
distinguish it; it resembles that species in having the sides of she dorsal abdominal
plates terminating in a convexity towards the apex of the abdomen, but this convexity
is less pronounced than in that species, and instead of being furnished with one
horizontal carina, the sides of these rings are rugulose.
The forceps are bent as in the typical species of the genus, A. maritima, but
the bend is much more abrupt; the shape of the forceps and the tooth near the base
recall A brunneri, from Australia, but in that species the coloration is different, the
basal tooth of the forceps is blunt, not sharp, and the branches are bent and not
abruptly angled.
It is undoubtly allied to a hitherto undescribed species from Nyassa, in niy
collection, of which I append the description for purposes of comparison.
It also resembles A rufescens Kirby, from West Africa, but the coloration is
different and the forceps are not the same.
Anisolabifs iiifelix n. sp.
Statura majore; colore nigi'o; capite fusco-castaneo: antennae segnientis 4 et 2 brevibus, conicis, ceteris
ronico-cylindrii'is; pro-, raeso- et nietanota ininctulata; abdomen glabrum, miuute puiirtulatiim; J" segmentis
apicalibiis lateribus convcxis et rugulosis; forcipis braccliia subeontigua, valida, apice atteuuata et incurva.
^ ?
Long, corporis ... 20 mm. 21 mm.
» forcipis ... 3 » 4,5 »
Large; decj) black. head dark reddisb cbestmit.
Antenuae with (V) segments, deeji reddisb bhirk: 3 not so long as in other species; 4 and 6 together
equal in lengtb to H, conical; the rest longer, passing iium conical to cylindrical.
Head smooth, deep chestnut, almost black.
Pronotum subquadrate, punctulate, sligbtly broader posferiorly than anteriorly, the lateral margins
exceedingly narrowly retlexed and reddisb.
Meso- and metanotum ample, flat, deeii dull black, and punctulate.
Feet dirty yellow, with yellow pubescence; femora and tibiae rather slun-t.
Abilomen dark reddish black, entirely [mnctulate: in the J" dorsal .segments at the sides gently conve.x
in the basal segments, distinctly convex in the a\nca\ .segments : tbc convex part distinctly rugulose in the
apical segments.
Venter shining, rauch more fiuely punctulate.
Last dorsal segment, ample, subquadrate, with rows of exceetlingly minutc punctulations.
P^orceps with the branches sliort, very stout, and triquetre at the base, nearly contiguous, gently curved
inwards and upwards, attenuate apically, not toothed.
Hab: — Nya.ssa (one ])air in my collection, brought from a Gennan dealer).
I describe this species here in order to compare it with the allied species from Kilimandjaro; in the
structurc of tlie sides of the ajncal dorsal abdominal segments it approacbes .4. lacfa, as also somewhat in the
shape of the forceps, but it is much larger and of a stouter build. The female resembles the male in every
respect except that the convexity of the sides of the abdominal segments is far less pronounced, and they are
less rugulose; is also the case in A. laeta.
BURR, DERMATOPTERA. 7
Gen. ClliPtospclllia Karsch.
ßerl. ent. Zeit. XXX, p. 87. 1886.
C'luftos|»iiiiia rodens n. sp.
(PI. 1, fig. 5.)
Caput, pronotum, elytra, alae atra; pedes, abdomen forceps rubra; pygidium
maris breve, obtusum, trianguläre, apice margine depresso, lobulo subquadrato depresso
instructo; pj'gidiuni feniinae breve, subquadratum, inerme; forcipis brachia elongata,
depressa, fere recta; niaris margine interno basi fortiler dentata, dente secundo in
tertia parte apicali sito, deliinc denticulato, apice incurva; feminae dente basali obtuso,
in dimidio apicali denticulata, et subincrassata.
Long, corporis . . . 7 — 10 mm. . . . 7 — 9 mm.
» forcipis . . . 2 — 3,5 » ... 1,75 — 3 »
Antennae dark testaceous, with 12 segments, the second very small and short,
tlie rest gradually lengthening, all cylindrical.
Head smootli, black, the hinder margin slightly emarginate.
Pronotum subquadrate, anterior border convex, the posterior gently rounded,
the sides parallel; prozona somewhat tumid, metazona depressed, \vith a faint
median carina.
Elytra flattened, black, covered with very fine and minute punctulations, not
very dense; the lateral borders clothed with short stiff bristles.
Wings long, black, of the same texture as the elytra.
Feet clear yellowish, with fine yellowisch pubescence; the femora not notably
short nor very much incrassate.
Abdomen red, blackish at the base, with the lateral tubercles fairly distinct;
finely and densely punctulate above; the venter more coarsely punctulate; the first
four ventral segments are paler in colour and less densely punctulate than the others.
Pygidium of the male short, in the form of a blunt and stumpy triangle, thick
at the base and depressed as well as narrowed; the apex is depressed into a very
small flattened lobe, on the edge of which three very minute tubercles are just
distinguishable with a streng glass; in the female the pygidium is short and nearly
Square, not narrowed, nor depressed and quite smooth.
The forceps of the two sexes have the branches elongate, nearly straight,
incurved at the apex itself, and very distinctly flattened, of a deep red colour; at
the base itself on the lower side of the inner margin there is a strong but blunt
tooth in both sexes; in the male the inner margin is smooth beyond this tooth to
about the second third of their length where there is a sharp tooth; beyond this
tooth the margin is denticulated; in the female, the inner margin is smooth in the
first third, and then somewhat incrassate and denticulate to the apex. The forceps
are clothed with a long fine pale pubescence in both sexes.
Kiliviandjaro: Kibonoto (cultivated zone) under dead leaves of banana and
between the sheaths of Papyrm, 1,300 — 1,900 metres, 20 males, 27 females and
8 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 1.
5 immature; 6.— 20. IX. 05, 3. X. 05, 1.— 3. XI. 05, 30. XII. 05, and 12. IV. 06. One
from a rest of Termes goliath.
Of those which are dated, the niost numerous appear to liave been taken from
September to November; in April, a solitary male.
This species has a distinct resemblance to Ch. feae, Ch. confusa and the other
red and black species, but the stumpy triangulär form of the pygidium is distinetive;
the three little points at the end are so minute as to be scarcely visible.
Gen. Spoiigipliora Servillk.
Ann. Aci. nat. XXII. p. 31, 1831.
Spoiigipliora quadriiuaculata Stäl.
Öfv. Vet. Ak. Förh. XII. p. 348, 1855.
Kilimandjaro: Kibonoto. 4 males, 12 females and 4 larvae. XI. 05.
PL 1, fig. 6. This species is probably widely distribnted inAfrica; it is recor-
ded from Natal and Cape Colony, and there are specimens from Fernando Po in the
Paris Museum and in my own collection.
Gen. CllClisOClieS ScUDDER.
Proc. Boston Soc. N. H. XVIII. p. 292, 1876.
Clielisodies morio Fabe.
Syst. Ent. 270, 1775.
Usanibara: Tanga, one male. Not yet recorded from the inferior of Africa; it
is imiversally distribnted through the islands of the Pacific and is frequently taken
on the east coast of Africa, but it is probably not indigenous on that continent.
Gen. Dinpei'jisticus Burr.
Tr. ent. Soc. London 1907, p. 98.
Diaperastit'us erjtlirocepliahis Oliv. (nee. Fabr.).
Enc. Meth. VI. p. 468, 1791.
Usanibara: Tanga, one male. This species is common throughout tropical
Africa, including Madagascar, and is always represented by numerous specimens in
all coUections.
Diaperasticus sansibarica Karsch.
Berl. ent. Zeit. XXX. p. 90, pl. 3. fig. 8, 1886.
Apterygida mackinderi Burr. Ann. Mag. N. H. (7) VI. p. 83. pl. IV. fig. 3, 3a, 1900.
Kilimandjaro: Kibonoto, 24 males, 35 females and six larvae, in September,
between the sheaths of the Papyrus.
The insect described by Karsch was taken at Zanzibar (a single specimen) by
J. M. Hildebrandt; a few specimens were known to exist in museums and collections.
fiURR, DERMATOPTERA. ö
Tlie type of A. machinderi Burr was taken by ]\Ir. H. J. Mackinder in Jiily 1S99
at Nairobi, about 5,500 ft, in tlic Kikuyu country, in British East Afrika ; in
appearance it is very different from what appears to be the typical form described
bv Karsch; but Dr. Sjöstedt has brought hoine such a good series that I have
been able to examine a large niimber of specimens, and I can find no structural
difference, and so feel obliged to sink the name mackinderi as a synonym; it may
liowever be conveniently employed to denote the larger and paler coloured specimens,
wiiich seem at first so different; but the two form pass insensibly into oue another,
and of the specimens brought home by Dr. Sjöstedt I have been unable to draw
tlie Une where the small dark form begins and the large paler form ends. There
are specimens in the British Museum and my collection which have the elytra almost
black; these are from Port Natal; in those taken by Betton in British East Africa
(Mbuyuni), they are uniform deep chestnut, as they are in many of Dr. Sjöstedt's
specimens, while in others they are chestnut in the centre, bordered with dark brown;
the two forms appear to occur together, as there are specimens of both varieties
noted by Dr. Sjöstedt from the same locality at the same date.
Gen. Apterygida Westwood.
Introd. Mod. Class. Ins. II. p. 44, 1840.
Apterygülii Jiracliidis Yers.
Ann. Soc. ent. Fr. (a) VIII. p. 509, figg. 33— .3.5, ISßO.
KiUmandjaro : Kibonoto, 25. VII. 05. This is a cosmopolitan species, having
been distributed almost throughout the world by commerce and ships. It has been
preväously recorcled ])y Gerstaecker from the district of Mombasa, unter the name
of Forficula (Apterygida) gravidula (Arch. f. Naturg. XXV. (1) p. 221, 1869.
It will probably be removed from this genus, but I retain here at least provisionally
for the sake of convenience.
Gen. Foi'fieiila Linnaeus.
Syst. Nat. ed. X, vol. 1, p. 423, 1758.
Forficula senegalensis Serville.
Orth.p. 39, 1839.
il/fr^t-Niederung, Ngare na nyuki, 2 males. Widely distributed through Africa,
from Senegal to Kordofan, from the Sudan to Cape Colony, but variable in coloring
and the form of the forceps; perhaps it will be shown to really consist of two species
confused together.
Forficula rodziankoi Semenov.
Rev. ruspc d'Ent. p. 48, 1901.
ilferM-Niederung, west from the mountain, 27. XTI., .3 male, 4 females.
KiUmandjaro: Kibonoto, 1,300 — 1,900 m. under dead leaves of banana etc.,
2 males and 2 females.
Sjr'islerlln Kilininnrljnro-Mcru Expedition. 17. 2
10 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 1.
PL 1, fig. 7. Originally described by Semenov from Harar; I have a specimen
from Kilimandjaro labelled »Bornemisza» and in the Paris Museum there are speci-
mens from Abyssinia; probably it occurs in all the mountains of East Africa iip to
about 2,000 feet, where it is apparently replaced by the following species.
Forficula sjöstedti n. sp.
(PI. 1, % 8.)
Statura mediocri, minus fortiori; antennae 12-segmentatae; segmenta subconica,
fusco-testacea; caput laeve; pronotum sublatius quam longius, postice rotundatum;
elytra brevia, unicoloria; alae abortivae; pedes testacei; abdomen typicum, fusco-
testaceum castarieum, minutissime punctulatum; segmentum ultimum rectangnlare,
punctulatum: pygidium J" elongato-productum, linguaeforme, angustum, apice attenuatum
etobtusum; $ breve, angustatum, apice truncatum: forcipis J bracchia gracilia, per tertiam
partem basalem margine interno deplanato ac dilatato, margine ipso crenulato, hac
parte dente parvo obtuso terminata; dehinc attenuata, inermia, arcuata: $ recta, simplicia.
Stature moderate, slender.
Colour dark chestnut; elytra and feet dirty testaceous.
Head dark chestnut, merging into black, smooth and shining.
Antennae dirty testaceous, somewhat paler near the base; witli twelve Segments
which are somewhat short and subconical.
Pronotum slightly broader than long; anterior and lateral margins straight;
posterior margin rounded; smooth, dirty testaceous.
Eh'tra rather short, smooth and leathery; dirty testaceous; posterior border
obliquely triincate, so that the elytra are shorter along the suture than on the
externa! margin.
Wings abortive.
Feet testaceous, typical; the lobes of the second tarsal segment large.
Abdomen typical, dark chesnut, almost black, covered with exceedingly fine
punctulations; lateral tubercles on segments 3 and 4 small but distinct.
Last dosal segment transverse, rectangular, very finely punctuate; posterior
margin straight, incrassate in the middle; in the female, attenuate posteriorly.
Pygidium J' tongue-shaped, elongate, narrowed towards the apex which is narrow,
but not pointed. In the $ short narrowed, but truncate apically.
Forceps ^ with the branches in the basal third not themselves deplanate,
but the inner border is dilated and deplanate; along the external margin, the convexity
is apparent; the dilated part is excavate inside at the base, to admit the long
pygidium ; the inner margin of the dilated part is quite straight, crenulate and
terminated by a short blunt tooth, situate rather on the underside; externally tlie
BUER, DEKMATOPTERA. 11
branches are sinuate even in the basal third, giving the appearance of a slight waist
or constriction. The apical part of the forceps is slender, unarmed and gracefully
curved to include an elHptical area.
In the female the branches are short, slender, straight and simple.
Kilimandjaro: Kiboscho in the » Bergwiesen » , at 3,000 — 3,700 m. , in the
»i!/ncMie//(7-Forination», in dead flowers of Lohelia deckend (over 100 specimens).
Kilimandjaro: Kiboscho, 3,-4,000 m., February 1906, at the highest parts of
the liniits of the Vegetation. (Several hundred specimens.) Also a few under moss,
on trees etc., in the very highest parts of she woods which encircle the mountain at
3,000 m. Most of the specimens are from the treeless »Bergwiesen».
Meru: On the highest part of the mountain, about 4,000 — 4,3000 m., 21.— 27.
XII. 05, one male of the form macrolabia.
Tliere are altogether 449 specimens, of which 31 are of the macrolabia form
of male, 97 of the typical form of male, 226 females, and 93 immature specimens;
there are two males having one branch of the forceps atrophied, thus presenting a
superficial appearance of gynandromorphism.
One pair from Kibonoto, 2,000 — 3,000 metres; (»Regenwald») is slightly different
from the specimens from the higher altitude, but I can find nothing justifying
specific rank; they are darker in colour, which may be due to the faet that this pair
was received dry and pinned, wheras the others came in alcohol, the sculpture of the
body is a little more marked, and the forceps of the male a trifle straighter, and
the head and feet more reddish in colour. This is probably a representative of a
local Variation, on the borders of its distribution.
Of this species, Dr. Sjöstedt writes nie: ». . . sie war an den höchsten Teilen
des Berges, aiif den Bergwiesen, sehr gemein, sowohl unter Steinen als besonders in
den grossen, trockenen Blumenständen der Lohelia deckeni. Solche wurden massen-
haft abgebrochen und zwischen den Händen über Zeitungen zermalmt, wobei eine
Menge Insekten, auch solche Arten, die ich sonst nie sah, gefunden worden. Obgleich
diese hochalpine Gegende selbstverständlich an Insekten ziemlich arm sind, konnte
ich bei meiner Fahrt von dort 6 — 7,000 Stücke mitbringen».
In build and appearance, it looks more like a European than an African earwig,
as would be expected from its elevated habitat; it appears to be related to F. cetolica
and F. caucasica, neither of which, however, are known to me except from their
descriptions.
That a peculiar species of earwig should be confined to one montain is not by
any means remarkable; in Europe, we find the genus Chelidura {sensu antiquo)
distribiited over the mountain districts, but there is always a distinct species for
each group of mountains; thus we have Psendochelidura analis Rambur, in the Sierra
Nevada, Mesochelidura holivari Borm., in the mountains of central Spain, the Sierras
of Guadarrama and of Penalara; Pseudochelidiira sinuata Germ., and Chelidura pi/re-
naica Gene., in the eastern and western Pyrenees respectively; P seudochelidura eden-
tula WoLL., in the Island of Madeira, with Ps. schmitzzi Borelli; Ps. orsinii Gene,,
12 SJÖSTEDTS KILIMANDJAKO-MERU EXPEDITION. 17: 1.
in the Apenniae«, Chelidura aptera Charp., in the southern Alps, Chelidurella nmiica
Kr., in the Tirol, and C. acanthojyygia Gene., in the hüls of north central Europe.
F. sjö.vtedti is more graceful and slender in build than the above insects, but
is of the same colour, and like them, is incapable of flight.
Gen. Fsendoelielirtura Verhoeff.
Zool. Anz. No. 665, p. 196. 1902.
sp. Kibonoto, 1,800 — 1,900 m., one female. It is unfortunate
that no male of this species was brought to Europa; it is impossible to determine its
true Position from a single female, but it is undoubtedly a new species as the distribution
of these flightless forms is always very restricted, and no species of Pseudochelidura
has yet been described from this part of Africa.^ In appearance is resenibles
P. edentula Woll., but I refrain from describing and naming it until further material
is available.
List of Species of Dermatoptera liitherto kiiowii from the
Kiliiu«iii(ljaro-Mern District.
1. Pygidicraiia bettoiii Khiby. 11. Siiuii,yii)luirii (luailrimaculata Stäl.
2. Echiuosoma wahlbergi Doiikn. 12. Clidisoclies morio Fabk.
3. Borinansia africana Vekh. 13. Diaperasticu.s erythroceplialus Oi.iv.
4. Bormansia imiircssicollis Vekh. 14. Diajicrasticus sansil)ancus Kah-sch.
5. Auisolabis lacta Gek.st. lö. Apterygida aracliidis Yeks.
6. Anisülabis aunulipcs Luc. 16. Forficula sent'galeu.sis Sekv.
7. Auisolabis felix Bukk. ii. sp. 17. Forficula roilziaiikoi Sem.
S. LL>pti.solal)i.s usanibarana Vehu. 18. ForKcula sjöstedti Bum;. n. >\>.
9. Leptisolabis tlieoriae Vekh. 1'.'. Pseudodielidiira .sp.
10. Chaetosiiaiüa rodens Bukk. ii. sji.
' Since the above was writteu Borelli lias described uudcr tlio uaiiie of Aplurinjkla vuralli a t^iKlltl(•s^
fiiriii tiiat iiiay be referable to tliis gonus. (v. Boll. Mu.s. Toriiio. XXI. N:o 541 from the Ruwenzori district
takcn by the Diilie of the Abruzzi).
17. ORTHOPTERA.
2. Blattodea
by
R. SHELFORD.
The number of species of Blattodea previously recorded from the region
traversed by Dr. Yngve Sjöstedt's expedition is quite insignificant. Gerst.^cker
described in 1869 the coUection of insects made by Baron C. C. von der Decken
in the Kilimandjaro district, but scarcelj^ more than a dozen of these were cock-
roaches. A few species from Mombasa and adjacent localities on the East African
coast have been described from tinie to time by various authors, but in the absence
of really representative collections no general review of the East African Blattid
fauna has been possible, as in the case of South Africa, Abyssinia, Madagascar, the
Cameroons and Angola. This group of insects is usually much neglected by coUec-
tors, but this reproach cannot be laid to Dr. Sjöstedt's charge, for his collection is
a very considerable one, including fifty-one species — about 677 specimens — many of
which are represented by long series of individuals of both sexes; in fact the collec-
tion niay be safely regarded as thoroughly representative of the region in which it was
made. The species are referable to 29 genera, four of which are new to science, and
of the 51 species, 26 or more than half, are new. In the foUowing account of the
collection the species are enumerated and described, species recorded by other authors
from the same region — which may be conveniently defined as lying between the
equator and 5°S. and between the 35*'» and 40*^^ parallels of longitude — are also
noted and finally an analysis of this Blattid fauna and its comparison with the cor-
responding faunas of other regions of Africa is attempted.
14 SJÖSTEDTS KILIMANDJAKO-MERU EXPEDITION. 17: 2.
Farn. Ectobiid*.
Gen. Tliegaiiopteryx Br.
Thegaiiopteryx africaiia Saüss.
Eclobia ajricana Saussuke, Abh. Senckenb. Ges. vol. 21 p. 50!) (1899)
Küimandjaro: Kibonoto 1000 — 1300 metres (April); Lower Meru: Masai
steppes; JJsamhara: Mombo (June); 9 J'J', 4 ??.
Previously recorded from the East African coast (Voeltzkow); the species super-
ficially resembles very closely Ectohius ■perspicillaris Herbst, biit structurally differs
in the Separation of the radial and ulnar veins of the tegmina; since this is the
A'ery character used to divide the genus Theganopferyx from the genus Edohms the
placing of the species in the latter genus is quite iUogical.
Thegaiiopteryx saussurei Shelf.
Theganopteryx saussurei Shelford, Gen. Insect. Fase. 55. p. 8 (1907).
Theganopteryx senegalensis var. Saussiire, Ann. Mus. Civ. Gen. Vol. 35 p. 3 (1895).
Küimandjaro: Kibonoto 1300—1900 metres; Lower Meru: Masai steppes. 8 cfj".
The species is undoubtedly very closely allied to the West African senegalensis
Sauss. and may possibly be shown later to be identical ; at present however I consider
it advisable to separate tliem.
The two East African species may be separated by their colouration.
1. Testaceous, with scattered fuscous points ajricana Sauss.
r. Fuscous, pronotum & tegmina margined with white saussurei Shelf.
Gen. Msillotoblatta Saussure & Zehntner.
Mallotohlatta kraussi Adel.
(Platc 3, fig. 3.)
Mallotoblattu Kraussi Adelung, Ann. Mus. Acad. Imp. des Sei. S:t Petersburg vol. IX. p. 12 (1905).
cT. Flavo-testaceous. Body with a sparse erect pubescence most niarked on
the ventral surface. A transverse band on the frons, the apex of the maxillary paipi and
the labrum fuscous. Vertex of head not covered by pronotum. Pronotum trapezoidal,
with two longitudinal fuscous vittae. Tegmina equal to the body in length, 15
costal veins, radial vein bifurcate, 7 longitudinal discoidal sectors, posterior uhiar
simple. Wings shorter than the tegmina, mediastinal vein 5-ramose, 9 — 10 costals,
these and the mediastinal rami incrassated, radial vein bifurcate near apex, median
vein sinuate, ulnar vein bifurcate near apex, medio-discal and medio-ulnar areas
SHELFORD, BI.ATTOOEA. 15
crossed by transverse nervules, a sinall triangulär apical field. 7*'' abdominal tergite
depressed, its posterior bordor emarginate, the scent-glands opening at the bottom
of the depression, 8"' tergite widely emarginate posteriorly, 9*'' tergite exposed.
Supra-anal lamiua large, quadrate, posterior angles acute. Cerci elongate. Sub-genital
lamina asymmetrical, produced. Front femora with several spines on the anterior
margin beneath, the distal ones minute, formnla of apical spines t, i, I, no genicular
spines on the front femora.
Length of body 12 mm; length of tegmina 9,6 mm, pronotum 3 mm X 3,n mm.
Meru: Rain forest 3,000 m., 1 $ (January).
I belive this to be the male of Adelung's species described from Abyssinia
from a female only. Dr. Adelung was not quite certain if this species and brachyptera
Adel, also described from a female, were rightly referable to the genus MaUotohlatta.
The male of kraussi certainly does not conform quite strictly to the generic type as
represented by M. pubescens Sauss. and Zehnt., and ilf. p^/o«e/fe Sauss. and Zehnt.
from IMadagascar, for the pronotum is not »chiffonee», the supra-anal plate is pro-
duced and quadrate instead of transverse, the form of the dorsal abdominal tergites
and scent-gland opening is different and the front-femora are armed according to the
type A of Saussure insted of according to type B. Nevertheles in the erect
pubescence, and in the venation of tegmina and wings 31. kraussi shows such close
affinities to the Mascarene species that for the present it may be allowed a resting-
place in the same genus. The discovery of the females of the Mascarene species may
occasion the erection of a new genus for the Continental forms in which sexual dimor-
phism is a leading characteristic.
Gen. Hololaiupr.i Sauss.
Two species of this characteristically Palaearctic genus occur in the Kilimandjaro
region, one species only is represented by both sexes and the male of this differs
from those of all the other representatives of the genus by the length of the wings.
The females of the two species may be distinguished as follows:—
1. Testaceous, tegmina and pronotum with brown points . sjöstedti n. sp,
1". Abdomen and head piceous aethiopica n. sp.
Hololaiupra aethiopica n. sp.
(Plate 2. Fig. 1.)
(/. Piceous. Antennae fuscous. Pronotum trapezoidal, margins broadly hyaline,
disc with scattered brown points or with dark castaneous blotches syrametrically
arranged. Scutellum exposed. Tegmina equal to the body in length, clear testaceous
with scatted castaneous points on the veins and minute brown maculations between
the veins; 9 — 10 costal veins, 5 — 6 oblique discoidal sectors, anal vein impressed.
Wings abbreviated, reaching the 6**^ abdominal tergite, hyaline veins infuscated,
16 SJÖSTEDTS KILTMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17:2.
5 — 6 rudimentary costal veins, distal half of median vein alone visible, medio-discal
area crossed by transverse nervules, ulnar vein simple, 1^^ axillary triramose. Abdomen
above with the first 6 abdominal tergites piceous, the remainder flavo-testaceous, the
posterior borders of 6*'^ — 8"i tergites emarginate, opening of scent-glands on 7**^ tergite,
supra-anal lamina transverse, slightly produced — Cerci fuscous, 7 jointed. Abdomen
beneath piceous, laterally margined with testaceous; sub-genital lamina irregulär,
elongate.
Femora castaneous, sparsely armed beneath, no genicular spines on the middle
pair; tibiae and basal joints of tarsi flavo-testaceous, apical joints of tarsi fuscous.
?. Larger; variable in colour, pronotum with brown points or heavily blotched
with castaneous. Tegmina extending to 1^* or 2"'^ abdominal tergite. Wings rudimentary.
Abdomen piceous above, with the tergites margined with flavo-testaceous, or with
flavo-testaceous spots only on their lateral margins; supra-anal lamina short, transverse;
abdomen beneath piceous, laterally margined with testaceous, sub-genital lamina ample.
Cerci piceous. Legs as in J".
Larvae have all the thoracic tergites testaceous variegated with castaneous, the
abdomen piceous; the legs are entirely castaneous.
J". Total length 6 mm, length of tegmina 5,'-i mm ; pronotum 2 mm x 3 mm.
2. » » 7,1 ^) » » » 3 » » 2,2 » X3,2 »
Kilimandjaro: Rain forest, Kiboscho, 3,000 m (February), 2 J'J', 6 ??, 5 larvae.
Hololampra sjöstedti n. sp.
2. Testaceous. Head rufo-testaceous, vertex covered. Pronotum trapezoidal,
sides deflexed, lateral margins broadly hyaline, posterior border truncate, exposing the
scutellum. Tegmina lanceolate, attaining the sixth abdominal segment, overlapping
slightly, 8 costal veins, one ulnar vein with 5 branches, anal vein impressed, reaching
the sutural margin at one half of its length; a few brown points occur on the veins.
Wings rudimentary. Abdomen above variegated with fuscous, supra-anal lamina short
transverse; abdomen beneath variegated with fuscous, disc fuscous, sub-genital lamina
ample, its centre rufo-testaceous or castaneous; cerci six-jointed, rufo-testaceous. All
the femora with two spines only on the anterior margin beneath, none on the posterior
margin, with genicular spines and two apical spines.
Total length 6,5 mm; length of tegmina 4 mm; pronotum 2 mm X 3 mm.
Kilimandjaro: Kibonoto, zone of culture 1,000—1,900 m (August to December).
Lower Meru: Ngare na nyuki (January); Masai steppes (October). 22 ??,
2 larvae. One example has the ootheca projecting from the end of the abdomen;
it is chitinous and carried with the suture uppermost, it is not carinate.
The species appears to be nearest to H. minuta Shelf. from IVIadagasoar.
SHELFORO, RLATTODEA. 17
Farn. Phyllodroiiiiidae.
Gen. Isrhiioptcra Bubm.
The East African species can readily be distinguished from species of Phyllo-
dromia, not only by the wing venation but also by the longitudinal, instead of oblique,
discoidal sectors of the tegniina and b}' the asymmetry of the sub-genital lamina and
styles in the male sex. The foUowing table will assist in the determination of the
known species:—
1. Testaceous or rufo-testaceoiis species.
2. Scent-glands of c^ openingat base of s'upra-anal lamina, which
is not much produced bimaculafa Gerst.
2'. Scent-glands of J", not as above, supra-anal lamina produced strigosa Sckavm,
r. Rufo-castaneous or rufo-fulvous species.
2. Small neutra Sauss.
2'. Larger incuriosa Sauss.
/. strigosa Schaum, is recorded from Mosambique, it cannot be recognized with
certainty. /. neutra Sauss. from »Africa meridionalis » is described from a feniale
only and appears to differ in size only from /. incuriosa Sauss.
Ischiioptera biinaenlata Gerst.
(PI. 3, figs. 10 cC- 15.)
Phyllodromia himaculata Gerstaecker, Arch. Naturg. XXXV, p. 206 (1869);
Von der Decken, Reisen in Ost-Afrika III (2) p. 4 (1873).
Gerstaecker's description does not include an account of the wing structure
in this species ; the venation is somewhat variable but at least two branches of the
ulnar vein fall to reach the outer margin of the wing and are directed towards the
dividing vein. On account of this character the species must be placed in the genus
Ischnopiera. The 8^1^ abdominal tergite in the male is completely hidden beneath
the 7*'' tergite, the 9*'^ tergite is also invisible and the base of the supra-anal lamina
is depressed forming a cavity fringed with hairs, the scent glands open on the sides
of two chitinous tubercles in this cavity. The sub-genital lamina is very irregulär
and notched on the left side, a style being situated in the notch, the right style is
stouter and spinöse, the apex of the lamina forms a hirsute lobe. Ootheca as in
Phiillodromia germanica L.
Kilimandjaro: Kibonoto, lower slopes and 1,300 — 1,900 metres, under dead
leaves in banana plantations. 21 ^^, 25 ??. The species was originally recorded
from Lake Jipe at Kilimandjaro (von der Decken).
Var. sobriua nov.
c? and ?. Castaneous, margins of pronotum hyaline its disc castaneous. Wings
witli vcins fuscous.
Sjöetedts KiliiiKimljaro-Meiu Expeditirm. IT. 3
18 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 2.
1 cJ', 21 ?? and numerous larvae. From the same localities as the typical
form and also from Usambara. Striicturally these two forms are identical and of similar
size.
Isehiioi»tcra iiicurlosa Sauss.
(PL 3, tigs. 6 & 7.)
Ischnoptera incuriosa de Saussure, Abh. Senckenb. Ges. XXI. p. 571 (1899).
KiUinandjaro: Kibonoto 1,000 — 1,300 metres (November and December), 2 cTcT.
Originally described from East-Africa e coli. Voeltzkow.
Gen. Pli j lloilroinia Serv.
Key to the East-African species.
1. ulnar vein of wings simple or bifurcate germanica L.
r. ulnar vein of wings multiramose.
2. pronotum with two longitudinal fuscous vittae . . . bivittata Serv.
2'. pronotum not as above.
3. tegmina with numerous castaneous points .... zehntneri nom. n.
3'. tegmina not as above.
4. Opening of <^ scent-glands situated on 7*'^ abdominal
tergite.
5. Sub-genital lamina in J' with margins inflected,
styles flattened stq^elledilium Serv.
5'. Sub-genital lamina in J" not as above, styles
not flattened.
6. Frons flattened nigromarginata sp. n.
6'. Frons rounded sjöstecUi n. sp.
4'. Opening of c? scent-glands not situated on 7*'^
abdominal tergite.
5. Opening of ^ scent-glands not visible . . . insignis sp. n.
5'. Opening of <^ scent-glands situated on supra-
anal lamina teslacea sp. n.
P. trigonalis Saussure from »Africa meridionalis» (Voeltzkow) was described
from a female ; the rufous colour, trigonal supra-anal lamina, and front femora
with completely armed anterior margin beneath, appear to be the distinctive features
of the species.
Plijilodromia arermaiiicii L.
Blatta germanica, Linnjeus Syst. Nat. (ed. 12) I (2) p. 668 n. 7 (1767).
Kilimandjaro: Kibonoto, 1,000 — 1,300 metres; Meru rain-forest; Massai steppes
(January & May). 1 cT, 7 ??, 2 larvae. A cosmopolitan species.
Phyllodromia biviltaia Serv. is not represented in Dr Sjöstedt's collection but
has been recorded from Wanga (von der Decken) ; it is a cosmopolitan species and
SHELFORD, BLATTODEA. 19
can be distinguished from P. germanica L., by the castaneous stripe on the tegmina.
the ramose lünar vein of the wings, the notched supra-anal lamina of the male and
transverse supra-anal lamina of the female and by tlie produced, and laterally com-
pressed sub-genital lamina of the male, with finely cleft apex.
Pli,vH«»(lronii.i supellectiliuin Serv.
(l'l. ?,, fig. 11.)
Blaüa supellectilium Serville, Hist. Ins. Orth. p. 114 (1S39).
Blatla extenmta Walker, Cat. Blatt. Brit. Mus. p. 221 (1868).
BMta figurata Walker, Cat. Denn. Salt. Brit. Mus. V. Suppl. Blatt, p. 24 (1871).
Blatta transversalis Walker, Cat. Derm. Salt. Brit. Mus. V. Suppl. Blatt, p. 25 (1871).
PhyUodromia ddta Kirby, Ann. Mag. Nat. Hist. (7) V. p. 280 (1900).
KiUmandjaro: Kibonoto 1,000 — 1,300 metres; Massai steppes. Lower Meru.
Usambara: Mombo. 5 c^c?. A cosmopolitan species, which is very variable in size;
it can however ahvays be recognized by the from of the sub-genital plate of the male.
The lateral margins of this are inflected and the two styles are flattened. The supra-
anal lamina is almost hidden by the ninth tergite ; in the centre of the seventh
tergite is a circular depression from which rises a bifurcate chitinous structure covei-ed
with a fine pubescence and the scent-glands open on either side of this.
Dr. Sjöstedt's specimens have been compared with three examples in the Oxford
]\luseum determined by Serville himself and though the Kilimandjaro specimens are
larger and darker than Serville's specimens {= P. delfa Kirby), I have no hesitation
in referring them to supellectilium on account of the identity of structure. The female
of P. supellectilium is very different from the male and this sexual dimorphism is a
character tliat perhaps entitles this species to generic rank separate from PhyUodromia.
Plijilodroniia zelintiieri nom. nov.
Theganopteryx (Psevdectobia) puncttdata de Saussure & Zehntner, Grandidier. Hist. Madagasc.
Orth. I p. 15 (1895).
Usambara: Tanga (June). 1 ?.
I now think that I was wrong in referring this species to the genus Thegano-
pteryx, sens. strict. (cf. Ann. Mag. Nat. Hist. (7) XIX. p. 36. 1907); the ulnar vein
of the wing is described as »bi-ramose» not as »bifurcate» and its branches vary in
number from three to four. The species also can not be referred to the genus
Pseudectobia as defined by me (1. c.) but appears to fall quite naturally into the
genus PhyUodromia. Unfortunately it is necessary to find a new specific name for
it, since punctulata has already been applied to two species of PhyUodromia, viz. P.
punctulaia Beatjvois (1805) and P. punctulata Brunner (1893), for the latter species
the name brunneri is suggested. P. zehntneri was previously recorded from Madagascar.
PhyUodromia nigromargiiiata sp. n.
(PI. 3, fig. 12.)
c?. Testaceous. Head castaneous, Vertex not covered by pronotum flattened,
antennae testaceous. Pronotum transversely elliptical, variegated with castaneous,
20 SJÖSTEDTS KILIMAND.TARO-MERU EXPEDITION. 17: 2.
with two oblique sulci on disc, lateral margins hyaline. Tegmina testaceous, .10 to
11 costals, tlie last 3 ramose, anterior ulnar sending 5 oblique branches to the sutural
niargin and 2 ramose branches to the apical margin, posterior ulnar simple. Wings
hyaline, mediastinal vein unbranched, 10 costals. their apices incrassated, ulnar vein
with 5 branches. Abdomen above with the disc testaceous with a central piceous
blotch, margins castaneous, the last 4 tergites piceous ; the scent glands open on the
7*"'' tergite by two orifices, a papilla covered with fine setae placed between the
openings; 9*'^ tergite concealed; supra-anal lamina trigonal. Abdomen beneath rufo-
testaceous broadly margined with dark castaneous; sub-genital lamina produced,
no styles; cerci fuscous. Legs testaceous, front femora ar med on the anterior mai'gin
beneath with a complete row of spines, the proximal spines being the longer ; each
femur with 1 genicular and 2 apical spines.
Total length 16 mm.; length of body 11,2 mm.; length of tegmina 14 mm.;
pronotum 2,^ mm. X 4,2 mm.
Lower Meru: Ngare na nyuki. KiUmandjaro : Kibonoto 1,000 — 1,900 metres,
6 cfc?.
rhyllodroniia sjöstedti sp. n.
J'. Closely allied to the preceding species but smaller. Rufo-testaceous. Head
castaneous, Vertex rounded, not covered by pronotum ; antennae infuscated, testaceous
at base. Pronotum transversely elliptical, disc castaneous with a rufo-testaceous, macula
on the posterior part, lateral margins broadly hyaline. Tegmina rufo-castaneous 11 costals,
the last two ramose, anterior ulnar sending ramose branches to sutural and apical
margins. Wings hyaline, suffused with rufo-testaceous on anterior margin, mediastinal
vein simple, 9 costals the first 6 incrassated, ulnar vein with 5 branches. Abdomen
above castaneous, scent-glands as in preceding species, supra-anal lamina shortly
trigonal ; abdomen beneath castaneous with tlie disc rufo-testaceous, sub-genital lamina
ample, produced, slightly pubescent, with two styles; cerci elongate, fuscous. I^egs
testaceous, front femora armed beneath on anterior margin with a complete row of
spines, of which the more distal are the Jonger; formula of apical spines \, f, f.
Total length 14 mm.; length of body 10, 0 mm.; length of tegmina 11,8 mm.;
pronotum 3 mm. x 4,2 mm.
Lower Meru (November), 1 <$.
Plijilodromia iiDsigiiis sp. n.
(PI. 3, fig. 8.)
(T. Castaneous. Antennae fuscous. Vertex of head not covered by pronotum.
Pronotum transversely eUiptical, lateral margins broadly hyaline, disc with some ob-
scure impressions. Tegmina with costal margin to near apex hyaline, remainder of
tegmina not uniformly castaneous but internervular spaces crossed by numerous
minute hyaline streaks arranged more or less regularly ; 9 costal veins, radial bif urcate
and sending branches both to costal margin and to apex, anterior ulnar with 6 oblique
branches, posterior ulnar simple. Wings infuscated, mediastinal vein with 2 branches,
8 costals, their apices incrassated, ulnar vein tri-ramose, the branches bifurcate.
SHELFORD, lU,ATT(inKA. 21
Abdomen with the disc above testaceous; supra-anal lamina transverse; svib-genital
laniina ciicuUate, deeply notchcd, the flattened styles springing from the borders of
the notch; cerci elongate, fuscous. Legs testaceous, front femora armed with pili-
forin setae only on the anterior niargin beneath.
Total length 12 mm.; length of tegmina 9,6 mm.; pronotum 3 mm. x 3,'» mm.
Küimandjaru: Kibonoto 1,000 — 1,300 metres (Sept.), 1 cT.
riiyllodromia testacea sp. n.
(l'l. 2, fig. li.)
cT. Pale testaceous. Head rufo-testaceous, vertex not covered by pronotum.
Pronotum transversely elliptical, lateral margins broadly hyaline. Tegmina with
marginal area very broad, 9 costal veins, the last ramose, anterior ulnar sending 5
branches to sutural and apical margins, the latter ramose; numerous transverse
venulae between the veins. Wings hyaline, mediastinal vein bifurcate, the loAver branch
bi-ramose, 6 costal veins their apices not incrassated, end of radial vein ramose, ulnar
vein with 4 branches. Abdomen rufo-testaceous towards apex, supra-anal lamina
transverse, posteriorly incrassated, a depression occurs in the posterior edge on either
side of the middle line and at the base of these the scent glands open. Sub-genital
lamina produced considerably beyond tlie supra-anal lamina, cucuUate at apex which
is deeply and narrowly cleft, the flattened styles spring from the posterior niargin;
cerci long, testaceous. Front femora with piliform setae only on the anterior margin
beneath; all the femora witli genicular spines; formula of apical spines -f, i, i-
Total length 14 mm.; length of body 11 mm.; length of tegmina 12 mm.;
pronotum 3,0 mm. x 5 mm.
Usamhara: Tanga (June), I cT.
The nearest allies of this species appear to be P. laterifera Wlk., P. projnnqua
Wlk, P. majuscula Wlk. from the Indo-Malayan and Indo-Australian regions of the
World. The remarkable form of the supra-anal lamina of P, testacea is however a
sufficient)}^ distinctive character and should render it easier of Identification than is
the case with so many of the obscure species of this large genus.
Gen. Ceratiiioptera Brunner.
This genus sliould be reserved for those species of Phyllodromiinae characterized
by short or reduced tegmina and short or rudimentary wings, the tegmina when
reduced are lanceolate, not truncate nor lobiforra, and the wings when present have
the ulnar vein bifurcate or simple. In the genus Allacta the wings are well-developed
but the ulnar vein is ramose, the median is sometimes absent. The genus Temno-
pteryx is characterized — as its name signifies — b}^ the truncate tegmina and rudi-
mentary wings.
The African species of Ceratinoptera may be distinguished as foUows;
22 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 2.
1. Castaneous species.
2. Tegmina not banded nor variegated with
paler colour.
3. Pronotum not pale-bordered anteriorly.
4. Tegmina much shorter than the
body.
5. Sub-genital lamina of J poste-
riorly truncate, angles acute . abbreviata Sauss. (Reunion).
5'. iSub-genital lamina of cT poste-
riorly roiinded castanea sp. n. (E. Africa).
4'. Tegmina not or searcely shorter
than the body.
5. Larger, legs testaceons . . . madecassa »Sauss. (Madagascar).
5'. Smaller, legs castaneous . . . ovata sp. n. (E. Africa).
3'. Pronotum pale-bordered anteriorly . abyssinica Sauss. (Abyssinia).
2'. Tegmina banded or variegated with paler
colour. _
3. Pronotum with diso rufous.
4. Minute species perpulchra sp. n. (E. Africa).
4'. Larger dimidiata Gerst. (E. Africa).
3'. Pronotum with disc not rufous.
4. Disc of pronotum with testaceous
maculae variegata Schulth (E. Africa)
= hoUentoia Sauss. (Delagoa Bay)
= transvaaliensis Kirby (Transvaal).
4'. Disc of pronotum concolorous . . bolivari Adel. (Gallaland).
r. Testaceous or ferruginous species.
2. Pronotum with fuscous markings on disc.
3. Markings on disc of pronotum
numerous inscripta Wlk. (Natal).
3'. Markings on disc reduced to two ob-
solescent vittae bimaculata sp. n. (E. Africa).
2'. Pronotum without markings on disc.
3. Supra-anal lamina of c? transverse . /errMgrmea Schulth (S.,W. & E. Africa).
3'. Supra-anal lamina of J* produced.
4. Opening of scent-glands at base of
supra-anal lamina variabilis sp. n. (E. Africa).
4'. Opening of scent-glands on 1^^ ab-
dominal tergite sjösiedti sp. n. (E. Africa).
Blatta misella Stäl. from Natal is a species of Hololampra.
SHEI.FORD, BLATJODEA. 23
Cpratiiioptora hiniaculiita sp. n.
$. Testaceoiis, broad, short. Frons with a castaneous band; apical Joint of
niaxillary palpi and antennae except at base, fuscous. Vertex of head almost covered
bv the pronotuni. Pronotiuu large, trajiezoida], lateral margins broadly, posterior
niargin narrowly hyaline, posterior border slightly obtusely angled, scutellum not ex-
posed ; two obsolescent castaneous vittae on the diso. Teginina longer than the body,
testaceo-h^'aline, menibranous, 10 costal veins, ulnar, anal and axillary veins obsoles-
cent. Wings abbreviated, extending to the 2n<^ abdominal tergite. Abdomen above
castaneous, laterally margined with testaceous; supra-anal lamina testaceous, small,
triangulär. Abdomen beneath testaceous, with lateral fuscous maculae obsolescent
posteriorly; sub-genital lamina very large, semiorbicular. Legs testaceous, front
femora with a complete row of long spines on the anterior margin beneath.
Total length 9,i mm.; length of body 8 mm.; length of tegmina 6,1 mm.; pro-
notuni 3 mm. X 4 mm.
Usamhara: Mombo'(June), 2 ??.
The broad abdomen and the obsolescent venation of the menibranous tegmina
are the charaeteristic features of this species. Obsolescent venation is usually asso-
ciated with a corneous and more or less opaque texture of the tegmina, its dis-
appearance from delicate menibranous tegmina is niost unusual.
Ceratiiioptera castaiiea sp. n.
c^. Allied to C. ahbreviafa Sauss. and C. madecassa Saüss. but differing from
the former by its larger size and by the different shape of the sub-genital lamina and
from the latter by the shorter tegmina.
Dark castaneous. Antennae fuscous, month parts testaceous. Pronotuni trape-
zoidal, nearly covering Vertex of head lateral margins rufo-castaneous, its posterior
margin slightly obtusely angled. Tegmina lanceolate, corneous, extending to the 4*'»
abdominal tergite, 10 costals, anal vein impressed, remainder of venation obscured.
Wings much reduced, extending to middle of 2"'i abdominal tergite. Supra-anal
lamina transverse, slightly produced. Sub-genital lamina broad, transverse, slightly
produced, its posterior angles rounded, with two short styles. Legs rufo-testaceous.
Length of body 12 mm.; length of tegmina 7 mm.; pronotum 4 mm. x 5 mm.
Usamhara: IMombo (June), 1 cT.
Ceratiiioptera sjöstedti sp. n.
(PI. 3, tigs. 16—17.)
c?. Allied to C. ferruginea Schulth but with longer tegmina. Rufo-testaceous.
Head castaneous, antennae testaceous at base, remainder infuscated; vertex of head
not nearly covered by pronotum. Pronotuni transversely elliptical with lateral margins
lu'aline, posterior border truncate, exposing the scutellum. Tegmina extending to
penultimate segnient, menibranous; marginal field very broad, 12 costal veins, anterior
24 SJOSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 2.
ulnar with 6 branches, posterior ulnar simple, 5 axillary veins. Wings redueed,
attaining 2"^ abdominal tergite. Opening of scent-glands a circular orifice on the
7*'' abdominal tergite. Supra-anal lamina trigonal, posterior border slightly emarginate:
sub-genital lamina broad, produced, apex slightly cleft, with two styles asymmetrically
placed. Titillator spinous.
Length of body 8,-2 mm.; length of tegmina 7,5 mm.; pronotum 3 mm. x4 mm.
Lower Merti: at the river Ngare na nyuki (January), 2 cfc?.
Oratinoptera variabilis sp. n.
cT. Rufo-testaceoiis. Head with a castaneous band between the eyes and two
spots between the antennal sockets ; antennae testaceous at base ; vertex of head not
covered by pronotum. Pronotum trapezoidal, sides deflexed, posterior margin obtusely
angled, margins hyaline, disc rufo-testaceous or castaneous variegated with rufo-
testaceous. Tegmina lanceolate, reaching the 7*'^ segment, mediastinal area hyaüne,
mediastinal vein bi-ramose, 6 costals the last ramose, discoidal field with 5 longi-
tudinal sectors. Wings minute, extending to 1^' abdominal tergite. Abdomen rufo-
testaceous variegated with castaneoixs, 7**^ tergite cucullate & concealiiig the 8*'^ & 9*''
tergites; the scent-glands open at the base of the supra-anal lamina which is coneave
at its base with a median carina, the opening of the glands is fringed with hairs;
supra-anal lamina produced, sub-quadrate, not exceeding the sub-genital lamina which
is asymmetrical, terminating at apex in a rounded hirsute lobe and with two unequal
styles. Front femora on anterior margin beneath armed with a complete row of
spines, the more proximal the longer.
?. Castaneous. Lateral margins of pronotum hyaline, disc somctimes with
two or more testaceous maculae, scutellum exposed. Tegmina abbreviated. obovate,
not extending beyond the 4*^'' abdominal tergite, 9 costals, anterior ulnar with 4
oblique branches, posterior ulnar simple, anal vein impressed reaching sutural margin
at a point one-third from the apex. Wings extending to third abdominal tergite,
apex infuscated, costal veins obsolete, median vein straight prominent, ulnar vein
stout, bifurcated at apex, 1^*^ axillary vein 3-ramose, stout, the first brauch with 3
short branches at apex. Abdomen piceous above and below; supra-anal lamina
triangulär: apex emarginate, sub-genital plate ample, semi-orbicular.
c?. Length of body 9,2 mm.; length of tegmina 5,2 mm.; pronotum 3, i mm. x 4 mm.
?. » !> »11 mm.; » » » 5,5 mm.; >' 3 mm. X 4,2 mm.
KiUmandjaro: Kibonoto 1,000—3,500 metres (Sept.— Nov.), 4 d"^', 3 ??, 8
larvae.
The apex of the abdomen is very similar in construction to that of Ischnopiera
bimaculata Gerst.
J*. var. trniicata nov.
Simular to above but tegmina and wings shorter, the former transversely
truncate. 1 ?. Lower Meru.
SlIELFORD, HLATTOni-lA. 25
This low country speciinen may, possibly be a distinct species, but in colour
and general appearance it ' reseinbles so closely tlie mountain forms that I hesitate
to separate it, at any rate iintil a male froni tlre same habitat is found.
Ceratiiiopterca perimlclira sp. n.
(PI. 2, Hg. 2; l'l. 3, lig. l;i.)
o". Minute, rufo-testaceous, nitid. Head castaneous, rufoiis on Vertex, basal
joints of antennae testaceous, reniaiuder fuscous; Vertex covered by pronotiim. Pro-
notuni trapezoidal with two longitudinal vittae castaneous. Tegmina coriaceous, just
failing to reach end of abdomen, a broad humeral stripe which extends as two narrow
lines along the radial and ulnar veins, castaneous; 12 costal veins, anterior ulnar bi-
ramose, the reniaining veins not visible. Wings rudimentary. Abdomen above rufo-
testaceous with lateral margins and a central patch castaneous; scent-glands oi^ening
on 7'^ tergite, at base of two deep depressions ; supra-anal lamina produced, rounded;
cerci short, rufo-testaceous; abdomen beneath castaneous, sub-genital lamina rufo-
testaceous, rounded, produced, styles asymmetrically placed. Legs testaceous, front
femora as in preceding species.
?. Somewhat larger, dark castaneous, the diso of the pronotum and field of
tegmina rufous, lateral margins of pronotum and mediastinal field of tegmina pale
testaceous; abdomen entirely castaneous, cerci fuscous. Tegmina shorter, wings rudi-
mentary, supra-anal lamina triangulär, sub-genital lamina ample, semi-orbicular.
Legs testaceous, except the bases of the coxae which are castaneous.
c?. Length of body 5,6 mm.; length of tegmina 4 mm.
?. » » !) 7 mm.; » » » 3,8 mm.
Kilimandjaro: Kibonoto 1,000 — 1,900 metres (March to May, Sept., Oct.),
5 c?c?, 5 ¥?, 1 larva.
This is quite the smallest species of the genus; in colouration it approaches
C. ilimidiata Gerst. but it lacks the transverse band on the tegmina.
Ceratiuoptera ovata sp. n.
2. Convex, castaneous, nitid. Vertex of head not covered by pronotum,
antennae piceous. Pronotum trapezoidal, sides deflexed, posterior margin obtusely
angled, lateral margins paler than the disc. Tegmina reaching base of supra-anal
lamina, mediastinal area testaceous, 14 costals, anal vein impressed, remaining veins
obscure, the part of the right tegmen overlapped by the left reticulated. Wings
shorter than tegmina, 8 costals, their apices slightly incrassated, the last and apex
of radial vein tri-ramose, ulnar vein bifurcated. Abdomen and cerci piceous, supra-
anal lamina triangulär, sub-genital lamina ample, semi-orbicular. Legs riifous.
Length of body 9 mm.; length of tegmina 6,4 mm.; pronotum 3 mm. x 3,o mm.
Usambara, I ?.
C. dimidiata Gerst. is probablj' the nearest ally of the species but it was des-
cribed from au imperfect specimen so that certainty on this point is impossible.
iSjöstedU Kiliinamljuio-Mcru Expcdilinn. 17. i
26 SJÖSTEDTS KII,lMANDJARO-MERU EXPEniTION. 17: 2.
Ceratinoptera dimidiata Gerst. has been recorded from Endara, E. Africa (von
DER Decken).
Gen. Teiniiopteryx Brunnbr.
Key to tlie East African species.
1. Fuscous, pronotum margined with testaceoiis abyssinica Savss.
& Zehnt.
r. Rufous or testaceous.
2. Testaceoiis.
3. Larger, 9 mm. long ectobioides sp. n.
3'. Smaller, 7 mm. long affinis sp. n.
2'. Rufo-testaceous or rufous.
3. Pronotum with central testaceous vitta caffra Sauss.
3'. Pronotum unicolorous rufa sp. n.
Teniuopterj'x abyssinica Sauss. & Zehnt.
Temno'pteryx abyssinica Saussuee & Zehntner, Grandidiers Hist. Madagascar Orth. I p. 51 (1896) ^
Temnopieyyx saussurei Bolivar, Ann. Soc. Ent. France, vol. LXVI p. 292 (1897).
Kilimandjaro: Kibonoto 1,000—3,500 metres; Masai steppes.
Lower Mern (Sept. to Oct.); 10 ??, 5 larvae.
These specimens differ very shghtly in colour from the type, which occurs at
Massowa; the posterior border of the pronotum is narrowly testaceous. and not prov-
ided with a testaceous macula as in the Abyssinian examples, the cerci are testaceous
instead of fuscous, and the supra-anal lamina is fuscous instead of testaceous; with these
slight differences excepted, the Kilimandjaro examples appear to be identical with the
typical specimens. In one example the egg-mass is protruding from the cloaca, the
eggs are enclosed in a tliin transparent membrane through which the eyes of the
developing embryoes can be distinctly seen ; it is probably the case that this species
carries the eggs until they are almost ready to hatch out. Another example is stated
to have been found with termites, but the association was probably accidental.
Temuopteryx ectobioides sp. n.
(PI. 2, fig. 12.)
c^. Pale testaceous. Head with a fuscous mark between the eyes and another
between the antennal sockets, the area between these two marks, pale pinkish-white
and nitid ; antennae testaceous at base, remainder fusco-testaceous. Pronotum very
broad, transversely truncate behind, just failing to cover Vertex of head in front;
lateral margins broadly hyaline, disc slightly rugulose with a few brown points and
with a short fuscous vitta at each posterior angle. Tegmina quadrate just covering
the first abdominal segment, with a few brown points between the veins, anal vein
' Temnopteryx abyssinica Sauss. (ileiii. Soc. üeiieve. XXIII p. OM. 187.4) liaviiig ln'on i-oiii()\t(1 to
tlip gcnus CcrafiiKipfera (vidc atiteal. tliis >iiecics iiiay be alKiweii tu rctaiii its (iriffiiial iiaiiic.
SUKLFOUD, BLATTODEA. 27
not markt'd. \\'iu_u!S iniuute. Abcloinen variegated vvitli rufous and t'uscous, inoie
licavily marked below; cerci testaceous spotted with fuscous; supra-anal lamiua tri-
angulär, apex notclied ; sub-genital lamiua large, trigonal. a median cariua, apex deeply
cleft, two symmetrically disposed styles, which are beut dowuwards at right angles
to tbe plane of the lamiua. I^egs testaceous ; front femora armed on the anterior
niargin beneath with minute piliform spines; formula of apical spines, f, 1, ■}.
?. Darker than male. Head similar but with a triangulär castaneous spot at
base of clypeus. Prouotum with an iucomplete fuscous vitta on eaeh side of the disc
and continued on the meso- and metanotum ; metanotum with a central fuscous vitta.
Tegmina as in the male. Abdomen almost entirely dark castaneous variegated with
testaceous; cerci fuscous, tipped with testaceous; supra-anal lamina triangulär, apex
emarginate : sub-genital lamina ample, semi-orbicular, posterior margin triangularly
notched.
cf. Length of body 9 mm.; length of tegmina 2,i mm:; pronotum 2,'.i mm. x 4,i< mm.
?. » »9 mm.; » 3 mm. x 4,6 mm.
3 dV, 2 ?. Lower 3Iem (December).
The nearest allies of the species are T. nana Sauss. from Senegal and T.
brachyptera BoL. from North Africa, from both it may be distinguished by the form
of the supra-anal and sub-genital plates.
Teinuopteryx afttiiis sp. n.
?. AUied to the preceding species, but smaller and entirely pale testaceous
with only a few brown points on prothorax and tegmina. Tegmina quadrate, not
extending beyond metanotum, mediastinal vein nearly reaching outer posterior angle,
4 costals, anal vein not marked. Abdomen above with four obscure longitudinal
fuscous vittae. supra-anal lamina slightly produced, rounded, sub-genital lamina semi-
orbicular, ample.
Length of body 1,2 mm.; length of tegmina 2 mm.: pronotum 2 mm. ■: 3,"' nnu.
Meru rain-forest, 3,000—3,500 metres; 1 ?.
Teiniiopterj'x ruta sp. n.
$. Rufous, nitid. Vertex of head not covered by pronotum ; antennae fuscous,
except basal joints which are rufous. Pronotum with sides deflexed, posterior margin
very slightly angulated. Tegmina truncate, reaching 2'^^ abdominal segment, medi-
astinal vein sending two branches to outer margin, 10 costals, marginal field very
broad, discoidal field narro^^•, anal vein nearl}^ reaching apex of tegmina. Wings a
little shorter than tegmina. Abdomen rufo-castaneous, supra-anal lamina trigonal
produced, cerci castaneous, sub-genital lamina ample. Legs rufo-testaceous, front
femora with anterior margin beneath armed throughout with spines, the distal shorter
than the proximal; aU the femora with genicular spines, formula of apical spines |, 1, i.
Total length 13 mm.; length of tegmina 5 mm.; pronotum 4 mm. x 5,2 mm.
Kilhiiftndjnro: Kibonoto 1,300 — 1,900 metres (November); 1 ?.
28 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 2.
T. phalerata Sss. from S. Africa is perhaps the nearest ally of this species,
which however caii be distinguished by its smaller size and different colour.
Gen. Loboptera Br.
Loboptera nitida sp. n.
?. Rufo-castaneous. Antennae with basal half testaceous, apical half fuscous.
Vertex of head just covered by the pronotum. Pronotum transversely elüptical,
posteriorly truncate, lateral niargins broadly hyaline; tegmina hyaline, lobiforin ; lateral
margins of nietanotnm hyaline. Abdomen broad, above castaneous, variegated with
testaceous, beneath rufo-testaceous, darker on the sides; penultimate tergite with
posterior margin prodnced in the middle, supra-anal lamina triangulär, apex slightly
carinate, emarginate, sub-genital lamina ample; cerci rufo-testaceous. Legs testaceous;
front femora armed on the anterior margin beneath with piliform spines, formula of
apical spines y, \, i, no genicular spine on front femora.
Length of body 8 mm.; lengtli of tegmina 1,b mm.; pronotum 3,8 mm. x 4 mm.
Usamhara: Mombo (Jan. and June), 2 ??.
One of the two specimens is very much darker than the other, being entirely
castaneous both above and beneath.
The species recorded by Adelung from Abyssinia, L. ras has no arolia between
the tarsal claAvs and therefore falls into the genus Paralohoptera Sauss.
Gen. Apteroblatta nov.
AUied to Loboptera Br. but tegmina entirely absent in both sexes. Eyes rather
small, Vertex very broad. Supra-anal lamina in both sexes triangulär, produced, sub-
genital lamina of male shghtly produced with two symmetrical styles. Ootheca chit-
inous, carried with the suture uppermost. Front femora with anterior margin beneath
with piliform setae, bind femora heavily armed with spines. Arolia present between
tarsal claws.
Apteroblatta perplexa sp. n.
(PI. 2, fig. 3 and 13.)
cf. Rufo-testaceous. Vertex of head not covered by pronotum. Thoracic
tergites variegated with rufo-castaneous. Abdomen above with disc dark castaneous,
marginal castaneous spots on tergites 2 — 6. Cerci castaneous. Abdomen beneath
rufo-testaceous; sub-genital lamina with apex cleft. Legs testaceous; all the femora
with genicular spines; formula of apical spines i, i, i.
?. Simular to cT but larger. Castaneous markings on thoracic tergites forming
a definite pattern. Abdomen above castaneous with a submarginal rufo-testaceous
vitta on either side, not extending beyond 6*^'^ tergite, terminal tergites castaneous;
supra-anal lamina with apex slightly notched. Cerci testaceous. Abdomen beneath
rufo-castaneous, sub-genital lamina ample, semi-orbicular. Ootheca as in Loboptera.
SHELFOBD, BLATTODKA. 29
<^. Length 6 nun.; pronotum 2 nun. x 2,5 mm.
$. » 7 — 8 mm.: » 2,2 mm. x 3,i mm.
Küimandjaro: Kiboscho, » Bergwiesen s 3,000 metres. ilfer« rain-forest, 3,500 ni.
5 </cf and a large nnmber of ??.
Were it not for the presence ii\ the series, of female specimens with the oothooa
protriiding from the cloaca, tliese minute cockroaches might readily be overlooked as
larval forms of an unknown species of Phyllodromia or Ischnojjtera. The species fi'om
Abyssinia described but not named by Aelung (Ann. ÄIus. Zool. Acad. Imjx St.
Petersbourg vol. IX p. 48, fig. 9 (1904)) may be referred to the genus Apterohhüta
and named after the distingnished Russian entomologist Adelungi.
Farn. Epilaiiipri(la3.
Gen. Cjilolaniprta .Sauss.
Ciiloliinipra aptera Schulth.
Calolamiwa aptera de Schulthkss Schindlee, Ann. Mus. Civ. Gen. (2) Vol. XIX p. 16i),
PI. II. fig. 2 (1898).
Küimandjaro: Kibonoto. Lovver Meru: Ngare na nyuki (November— January).
Usambara: Tanga. 2 cTcT, 5 larvae. Previously recorded from Ogaden and Küi-
mandjaro.
Gen. Eustegasta Gerstaeokee.
A careful examination of several species of this genus has convinced me that
tlie genus is more naturally placed in the family Epilampridce than in the Perisphcc-
riidce. The femora are armed, though sparsely, beneath, the front feniora with three
to four spines on the anterior margin, tlie hind femora with two to three on the
anterior margin and one to two on the posterior margin, the mid femora are unarmed
or eise bear one spine on tlie anterior margin. The supra-anal lamina of the female
is produced and generally the apex is eleft, so that it appears sub-bilobate. The
facts that the sexes are alike and that the species are viviparous add a little more
Support to the view, based on structural features, that Eustegasta is out of place in
the Perisphseriidae.
Pronotum and tegmina marked with rufous .... pcecila Schaum.
Pronotum and tegmina unicolorous obsoleta Kirby.
Eustegasta obsoleta Kirby.
. Eustegasta obsoleta Kirby, Ann. Mag. Nat. Hist. (7) vol. V. p. 287, 1900.
Usambara: Tanga (June). One female. The species has also been recorded irom
Nyassaland.
Kustegasta {»(jecila Schaitm.
Panchlora pcecila Schaum., Ber. Akad. Berlin p. 777 (1853); Peter's Reise Mossamb., Zool.
vol. V. p. 109, pl. 7. f. 2 (1862).
;!0 SJÖSTKUT.S KILIMANDJAKO-MEKU EXPEDITION. 17: 2.
Usambara: Mombo (June). One female. Previously recorded froni Mozanibiciue
and Nyassaland,
Farn. Blattidfe.
The old-world genera of Blattidse with the posterior metatarsus longer than
the remaining joints and the tibial spines in three rows may provisionally be distin-
guished as foUows :
1. Tegmina of J reduced, sonietiines very short, wings präsent or absent; of
$ reduced, sometimes quadrate, never squamiform.
Blatta L.
Type Orientalis L.
2. Tegmina and wings of J longer than body, no scent-glands opening on P'
abdominal tergite, mesonotum and metanotum with short backwardly directed pro-
cesses. Tegmina of ? quadrate, wings absent, penultimate tergite not concealed by
antepenultimate tergite.
Cartoblatta gen. n.
Type pidchra sp. n.
3. Tegmina and wings of c? longer tlian body, scent-gland opening on 1^* ab-
dominal tergite, mesonotum and metanotum with long backwardly-directed processes.
Tegmina of ? squamiform, wings absent, penultimate tergite almost concealed by
antepenultimate tergite which is depressed and declivous.
Pseiulotleropcltis Krauss.
Type antennata Sauss.
4. Tegmina squamiform in both sexes, in $ penultimate tergite not concealed
by antepenultimate tergite, which is not declivous.
Stylopyga Fisch.
Type rhombijolia Stoll.
5. Tegmina and wings longer than the body in both sexes; pronotnm trape-
zoidal, anterior bordei' arcuate, sides deflexed.
Periplaiieta Burm.
Type americana L.
6. Closely allied to Periplaneta but the pronotum elliptical, the anterior border
truncate, sides not deflexed.
Hoinalosilplia Stäl.
Type Hstulata Burm.
It is not easy to separate females of Sfylopyga from females of PseudoderopeUi.s,
the declivous 6*i> abdominal tergite almost entirely hiding the 7*'' tergite is perhaps
the most distinctive feature of the latter genus, giving the insects a peculiar truncate
SllELFORD. Rr,ATTOnEA. 31
appearance when viewed froni the side. It is probable that the genus Blatia will
have to be further subdivided, Orientalin L., conciHua Haan, and assiniensis Boi,. to
take three exainples, do not a]ipear to be congeneric.
Gen. Faraiiietliaiia nov.
Differs from Darylaca ' Stäl in the size of the second pulvilhis of the posterior
tarsi which covers the whole second Joint, and differs froni Methana Stal in the
reduction of the tegmina and wings which do not extend beyond the fifth abdominal
tergito. 'I'hird antennal Joint nearly three tinies as long as the second.
Faranu'thaiiii robiistii sp. n.
(PI. i. fis. 7.)
?. Dark castaneous, nitid, broadly elliiitical. Head castaneous, clypeus and
niouth-parts rufo-testaceous, eyes less remote than antennal sockets, antennae fuscous,
except the two basal joints which are rnfo-testaceous ; Vertex of head not covered
by pronotuni. Pronotum broad, trapezoidal, sides deflexed, posterior niargin siniiate,
castaneous with a central rufo-castaneous mark, or rufo-castaneous with darker
castaneous marks. Tegmina short and broad, overlapping considerably, semi-corneous,
veins well-marked, mediastinal vein bifurcate, 9 costals, the last three ramose, anal
vein deeply impressed, reaching sutural margin at a point one-third from apex.
Wings a little shorter than tegmina. flavo-hyaline, apex slightly infuscated. Abdomen
piceous above, castaneous below, posterior angles of penultimate tergite strongly pro-
duced, its posterior margin slightly produced, sinuate ; supra-anal lamina produced, tri-
angulär, apex emarginate and deeply cleft. Cerci long, subacuminate, of thirteen joints.
Legs rufo-castaneous, front femora with a complete row of spines on anterior margin
beneath; tibial spines in three rows; posterior metatarsus exceeding remaining joints
in length, bi-spinulose beneath, pulvilli of remaining joints large occupying the whole
extent of the under surface of the joints. Total length 23 mm.; length of tegmina
13 mm.; pronotum 7 mm. x 10,i mm.
Lower Meru (November); 4 ??.
Gen. Blatta L.
Blatta propiiiqua sp. n.
AUied to B. flavilatera Sauss. but tegmina in both sexes sub-lobiform.
o'. Dark castaneous. Head with clypeus flavid, ocelli not visible, antennae
rufo-castaneous. Pronotum with a broad semicircular band of rufous on each lateral
' The type of tlic genus J)oiijlafii is hriniiteri Stäl. a specics closely allied to /laricincfa Haan; botli
species arc rharacterizod by peculini- iiiaxillary paljii auil liy the small size of the seeoiul pulvillus of the posterior
tarsi; tliese are gooil geiierif characters. In liiol. t'entr. Amer. Ortli. I. p. 69. 1S93, ile Saussure and Zeiintxek
re-detiue the genus JJori/laen and transfer to it tlie apterous species rhomhifoUa Stoll. which is certaiuly not
congeneric witli flaiirincfu Haan and hnniiicri StAi.. This procedure is quite unneccssary. rhomhifoUa is a
characteristic species of the genus Stiilopyyit. no useful purpose is served liy fon-ini;- it intn a genns that already
inchides two species niarkod by dittVrcnt generic cliaracters.
S2 SJÖSTEDTS KTLIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: '2.
margin. Tegmina nearly as broad as long, extending to middle of metanotum, their
sutura] margins failing to meet by half the breadth of tlie tegnien. Wings absent.
Abdomen piceous above, 7*'^ tergite slightly prodnced, its posterior margin simiate.
supra-anal lamina subquadrate, its posterior margin notched; abdomen beneath castan-
eous at base, piceous at apex, sub-genital lamina broad, extending a little beyond
the supra-anal lamina, with two symmetrically disposed styles. Cerci piceous, acu-
minate. Legs rufous; j^i^lvilli minute, apical.
$. Resembles cT but piceous instead of castaneous. Tegmina relatively shorter
and narrower, sub-triaiigular in shape. Seventh abdominal tergite, more produced ;
supra-anal lamina produced, cucullate, apex broadly emarginate. Legs darker.
c^. Total length 15 mm,; tegmina 3 mm. x 2,9 mm.; pronotum 5 mm. x 6,i mm.
2. » » 18,4 mm.; » 3 mm. x 3 mm.; » 5,i mm. x 7 »
Kilimandjaro : Kibonoto 1,000 — 1,300 metres. Lower Meru: Masai steppes;
1 cT, 1 ?, 4 larvae.
The species closejy resembles BlaUa flavilatera Sauss. but can at onee be
distinguished by the very reduced tegmina. The variety castanea Adel, is probably
a distinct species, the male has a prominent scent-gland opening on the \^^ abdominal
tergite as in the genus Pseudodero peius Krauss. B. propinqua affords a passage from
the genus Blatta to the genus Stylopyya Fiscii. Bhitta at present may be reserved
for those species in which the tegmina are not squamiform in both sexes and Slylo-
pyga for those species with the tegmina squamiform or absent in both sexes but the
discovery of a few more species like propinqua would cause this generic distinction
to break down.
Gen. Stylopyga Fisch.
Stjiopyffa liotteiitota Sauss.
Dorylaea hottentota de Saussure, Abhandi. Senckenb. Ges. XXL p. 578 (1899).
Lower Meru (November); 1 $.
The species was previously recorded from East Africa e coli. Voeltzkow. The
specimen before me differs slightly from de Saussure's description but I believe tliat
it must be referred to that species. There are eight species of Stylopyga occurring
in Africa which can only be distinguished from one another with great difficulty and
I believe that some of the species can be sunk as synonymous with others. The
species are :
1. S. aethiopica Sauss. Gaboon.
2. *S'. manca Gerst. Cameroons.
3. *S'. anthracina Gerst. Cameroons.
4. S. spinulijera Krauss. San Thome, W. Africa.
5. S. hoUentota Sauss. E. Africa.
6. S. brancsiki n. n. (= S. anthracina Brancs.) Zambesi.
7. S. senecta Rehn. Zululand.
8. .V. tetra Wlk. Natal.
SHELKOKD, BLATTODKA. 33
Slylopijga spinulifem Kr. and senecta Rehn can be distinguished by the form
of the supra-anal lamina from all the other species; it is probable however that senecla
Rehn is synonymous \vith letra Wlk.; anthmcina Cerst. is possibly the male of
manca C4erst. In aethiopica Sauss. the posterior angles of the last four segments are
produced to form backvvardly projecting teeth and the two last of these are reflected
upwards; in manca Gerst. the posterior margins of the abdominal tergites are furnished
with a row of fine tiibereles or plications, bot both these characters may be present
in both species. Adelung has recorded manca Gerst. from Abyssinia with some doiibt,
the occurrence of West African species of insects in East Africa is not unknown and
I shoiild not be surprised to learn that the number of African species of StyJopyga
could be reduced to two or three widely distributed forms. 8. rhomhijolia Stoll.
has been recorded from Wanga, East Africa (von der Decken).
Gen. Cai'toblatta nov.
J allied to Periplaneta Burm. but the pronotum transversely elliptical, anterior
border truncate, posterior border slightly produced.
Tegmina and wings considerabh' longer than the bod3^ Mesonotum and meta-
notiim without long backwardly-directed processes. No scent-gland opening on first
abdominal tergite.
2 with the tegmina short, quadrate, not covering the first abdominal tergite.
Sixth and seventh abdominal tergites slightl,y declivous, seventh tergite not covered
by the sixth.
Cartoblatta pulclira sp. n.
(ri. 2. tig. 4.1
J". Head pale testaceous, the Vertex, a curved band between the eyes, a band
at base of clypeus castaneous, antennae fuscous. Pronotum joale testaceous, a complex
lyrate mark on the diso and a few points on the lateral margins piceous; disc with an
anterior and two lateral impressions. Tegmina, anterior part of the wings and the
veins castaneous. Abdomen above flavo-testaceous with fusco-castaneous markings
laterally, beneath testaceous heavily marbled with fusco-castaneous; supra-anal lamina
quadrate, posterior angles rounded; sub-genital plate produced beyond the supra-anal
lamina, posterior angles rounded, styles long, curved, arising from notches in the sides
of the sub-genital plate. Cerci moderate. Legs testaceous, blotched Avith fusco-
castaneous; posterior metatarsus equal in length to the remaining joints. o^"^ Joint not
spined, pulvilli apical but rather large.
?. Similar to <S but head less pale testaceous, the Vertex not entirely casta-
neous, the curved band between the eyes narrower. Pronotum trapezoidal, posteri-
orly obtusely angled, anteriorly truncate, laterally deflexed, flavo-testaceous with more
numerous castaneous points. Scutellum exposed. Tegmina castaneous, quadrate,
posterior margin slightly concave. Abdomen flavo-testaceous heavily marbled with
fusco-castaneous, posterior margin of 7"^ tergite sinuate, supra-anal lamina narrow,
SjösletJls Kilimuniljnro-Mfrn E.rpidilinyx. /;. 5
S4 SjÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERIT EXPEDITION. 17: 2.
produced, its apex cleft, genital valves castaneous. Cerci rufous, directed upwards.
Posterior iiietatarsus rather shorter than remaining joints, pulvilli large.
o'. Total length 29 mm.; length of body 20 mm.: length of tegmina 25 mm.;
pronotum 4,ii mm. x 7 mm.
?. Total length 21 mm.; length of tegmina 5,4 mm.; pronotum 5 mm. x 8,-' mm.
Kilimandjaro: Kibonoto 1,300—1.900 metres (March to May; 2 J"J, 1 2, 8 $
larvae.
It is probable that Stylopyga hova Sauss. from Madagascar also belongs to
this genus.
Gen. Pseiidoderopeltis Krauss.
Pseiuloderopeltis fulvorii.ita sp. n.
(PI. 2, tig. !l.)
J'. Head fuseo-castaneous, ocelli, genae and mouth-parts testaceous, apical
Joint of maxillary palpi infuscated, basal two joints of antennae testaceous, remainder
fiiscous. Pronotum with two oblique impressions, castaneous, lateral margins testaceo-
hyaline, disc with an irregulär flavo-testaceous mark on either side of the middle line.
Meso- and metanotum with backwardly directed processes, the latter long and slender.
Tegmina rufo-castaneous, extending considerably beyond the end of the abdomen.
Abdomen above testaceous at base, castaneous at apex, supra-anal lamina quadrate,
its posterior margin slightly concave, testaceous with a central castaneous macula.
Abdomen beneath castaneous, the disc rufo-castaneous. Cerci moderate. Legs casta-
neous, posterior metatarsus very long, pulvilli minute, second Joint spined beneath.
Total length 23,5 mm.; length of body 16,;i mm.; length of tegmina 20 mm.;
pronotum 4 mm. x 5,9 mm.
Kilimandjaro: Lower Kibonoto (February), 2 cTcT.
Apparently allied to Periplaneta hrunneriana Schulth.' from Somaliland, a true
Pseudoderopeltis, and to P. gildessa'- Adel, from Gallaland, but much smaller than either.
Pseiuloderopeltis i>etropliila sp. n.
(PI. 2, tig. n— 6.)
Allied to P. saussurei Adel. cT. Differs from P. saussurei Adel." in the fol-
lowing points: Head entirely black, nitid, except for the testaceous ocelli and rufous
clypeus. Pronotum with the lateral yellow fasciae rather broader and extending to
the posterior margin. Tegmina and anterior part of the wings dark castaneous.
Abdomen above piceous, castaneous at base, beneath, entirely piceous, nitid.
?. Nitid, piceous ornamented with yellow; allied to P. spectabilis Adel.'' ( =
P. saussurei ?) but head entirely black, except for ocelli and clypeus, which are as
' Ann. Mus. Civ. Ca'W. XXXIX p. lliT pl. 2, f. 1 (1898).
- Ann. Mus. Zool. St. Peter.sbourg VIII, p. yi4 (1003).
= Ann. Mus. Zool. de VA("\(\. hn]>. Sei. S:t Petci-^lKiuri; VIII. ]i. :U6 (1903).
' 1. c. IX, p. Ki? (190.')|.
SHELFOKI). BLATTODEA. .'$5
in the male; vertex ratlier flattened, rugose, face with two depressions between tlie
antennal sockets, lower face transversely wrinkled. Pronotum with lateral vittae and
two niarks on the posterior fifth of the diso yellow, these niarks are in some speci-
mens joined to the lateral vittae. Tegmina piceous, lobifonn, only just extending
beyond the niesonotuni, their apicos rounded. Mesonotuni with two irregulär yellow
marks on the diso. Metanotum with an irregulär transverse yellow band. The five
basal abdominal tergites each with a broad yellow band occupying the greater part
of their surfaces ; 6^^^ tergite enlarged, concavely depressed yellow ; 7"' tergite short, tri-
angularly produced. yellow; supra-anal lamina tectiform, carinate, apex emarginate,
\ellow with a black line on the margin. Cerci and abdomen beneath piceous.
Measurements of types :
'-f. Total length 31 mm.; length of body 2.3 mm.; length of tegmina 26 mm.;
pronotum 5,|^^ mm. x 7 mm.
?. Length of body 22 mm.; length of tegmina 3,5 nun.; pronotum 7 mm.
X 10 mm.
A very long series (115 specimens) of both sexes in all stages of growth from
Kibonoto 1,300 — 2,000 metres, Masai steppes and Lower Meru in the acacia forest;
the youngest larvae were taken in August and September, older larvae in September
and October, the adults in November and December. The females and larvae were
found in great quantities under stones bestrewing the steppe-country. Two males
from Lower Meru exhibit slight variations, in one the yellow fasciae of the pronotum
are reduced to short and narrow stripes, in another they are absent altogether; the
size of the latter specimen is considerably less than that of the type, but I can find
no other characters entitling it to separate specific rank and it may safely be regarded
as an extreme Variation. With this valuable and important series of specimens be-
fore me it is now possible for the first time to distinguish the females of the genus
Pseudoderopelfis from the females of allied genera with certainty; as already stated
their characteristic feature is the enlarged sixth abdominal tei'gite, which is concavely
depressed and declivous so that the posterior part of the body in profile view appears
as if it was obliquely truncated.
The species described by me fi'om British E. Africa as Blafta rothscJiiJdi'^ must
be referred to PseudoderopelHs, the female exhibits all the characters of the genus and
the male is possibly an abnormal specimen, for the tegmina are reduced but the
right tegmen is shorter than the left; the other male characters such as the form
of the meso- and metanotum and the opening of the scent-gland on the 1®* abdominal
Segment conform to the Pseudoderopeltis type. Shjlopycja guttata Sauss.'^ from Galla-
land is possibly also a ? Pseudoderopeltis.
' Ami. Maf,'. Xat. llist. (7i XIX. \k .i'.i (llKiT).
- Ann. .AFus. Civ. (ipii. XXXV. p. T'i (ISO.-i).
36 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 2.
Gen. Pei'iplaiieta Burm.
No examples of this cosmopolitan genus occur in Dr. Sjöstedt's collection bat
two species have been previoiislj'' recorded from Eastern Africa, viz: P. americana L.
(von der Decken) and P. atricoUis Sauss. (Voeltzkow).
Gen. Dcropeltis Burm.
DeiHtpeltis iiielaiiophila Wlk.
Ischnoplem inelanophüa Walker, Cat. Blatt. Brit. Mus. Suppl., p. 146. 18H9.
Dewpeltis madecassa de Saussure, Soc. Ent. VI, p. 17 (1891); de Saüssure and Zehntner
Grandidier's Hist. de Madagascar, Orth. I, p. 77, pl. 3, ff. 28, 29 (1895).
Lower Meru: Meru rain-forest 3,000 m. (Oct.— Dec). Usambara: Tanga; 4
,^c^, 2 ?? larvae.
Also recorded froin Madagascar, Zanzibar and East Africa.
Deropeltis iiitegerriina Br. ~
DeropeHis integerrima Brunner, Nouv. Syst. des Blatt, p. 245 (1865).
Lower Meru: Ngare na nyuki (November — January); 2 J'J', 6 ??.
Previously recorded from Zanzibar ; there is a specimen in the Paris IMuseum
from Mombasa.
üeropeltis autriiniaiia Sauss.
Deropeltis aulraniana Saussure, Ann. Mus. Civ. Gen. XXXV, p. 78 (1895).
A long series (96 specimens) from Lower Meru, the steppe country and acacia
forest (Sept. to Dec.) and Kilimandjaro : Kibonoto LOÜO — 1,300 metres. Abundant
under stones.
The species is very variable in size in both sexes and the smaller species are
less nitid than the larger. There are specimens in the Hope Museum, Oxford from
Nairobi, British East Africa and the species was recorded by de Saussure from
Gallaland and West Africa; it is very close to D. icahlbergi Stal from S. Africa
and may eventually prove to be identical witli it. The determination of the species of
the genus Deropeltis is attended with considerable difficult}^ as the number of forms
is considerable and a good proportion have been described from one sex alone. The
foUowing tables will perhaps render more easy the tedioiis task of hunting through
literature, whenever one of the more obscure species of the genus has to be identified.
Males.
(32) 1. Fuscous or piceous species.
(13) 2. Head and legs or legs alone different in coloiir
to rest of body.
(8) 3. Head and legs rufous or castaneous.
SHELFORD. B7.ATTÜDEA. 37
(5) 4. Outer margin of tegmina sinuate erythrocephnla Fab. (S. Africa).
(4) ."). Outer margin of tegmina not sinuate.
(7) (5. Large species dniitriewl Adel. (Abyssinia).
(6) 7. Small species gmciiis Burm. (S. Africa).
(3) 8. Legs only different in coloin- to rest of body.
(10) 9. Large species erythro-peza Adel. (Abyssinia).
(9) 10. Small species.
(12) 11. Legs red intermedia Br. (Natal).
(11) 12. Legs testaceous scidpturata Krauss. (Guinea).
(2) 13. Head and legs concolorous with rest of body.
(15) 14. Densely pubescent iniegerrima Br. (Zanzibar, E.
Africa).
(14) 15. Not densely pubescent.
(21) 16. Small species, body-length not exceeding 20
— 22 mm.
(20) 17. Tegmina considerably exceeding the body.
(19) 18. Pronotum opaque, finely punctate .... wahlbergi 8tal,.[=^ atra BR.\(ii.
Africa).
(18) 19. Pronotum nitid autraniana Sauss. (Gallaland,
E. and W. Africa).
(17) 20. Tegmina scarcely exceeding the body . . . kachovskii Adel. (Abyssinia).
(16) 21. Larger species.
(29) 22. Tegmina considerably exceeding the body.
(24) 23. Pronotum relatively very small adelungi noni. n. [= gracilis,
Adel.] (Abyssinia).
(23) 24. Pronotum relatively larger.
(26) 25. Posterior margin of mesonotum with long tri-
angulär processes palUdipennis ÄDEL-iAbyssiniei).
(25) 26. Posterior margin of mesonotum without these
processes.
(28) 27. Body-length 22 mm nigrita Sauss. (Somaliland).
(27) 28. Body-length 29 mm we7a«.opÄ?'fe Wlk. (Madagascar.
E. Africa).
(22) 29. Tegmina not exceeding body by much.
(31) 30. Body-length 23 mm barbeyana Savss. (Somaliland).
(30) 31. Body-length 36, .5 mm fullbergi Borg (Cameroons).
(1) 32. Ferruginous or testaceous species.
(34) 33. Pronotum piceous bueana Karsch. (Cameroons).
(33) 34. Pronotum not piceous.
(36) 35. Pronotum with three impressions on disc . . Uiimpressa Krauss. (Guinea).
(35) 36. Pronotum not as above negus Adel. (Abyssinia).
38 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17:2.
Females.
(24) 1. Fuscous or piceous species.
(23) 2. Without rufous fasciae on the pronotum.
(8) 3. Head and legs castaneous or rufous.
(5) 4. Castaneous erythropeza Adel.
(4) 5. Rufous.
(7) 0. 6*^'^ and 7*'' abdominal tergites with a fulvous
macula on either side dicliroa Gerst. (Gold Coast).
(6) 7. Abdominal tergites uniformly coloured . . . erythrocephala Fab.
(3) 8. Head and legs concolorous with rest of body.
(10) 9. Densely pubescent integerrima Br.
(9) 10. Not densely pubescent.
(20) 11. Angles of thoracic tergites strongly produced
backwards.
(19) 12. Species exceeding 24 mm. in length. _
(18) 13. Posterior margin of pronotum straight.
(17) 14. Posterior angles of abdominal tergites spini-
form.
(16) 15. 38 mm. in length robusta Gerst. (Cameroons).
(15) 16. 25 mm. in length gaboonica Rehn (Gaboon).
(14) 17. Posterior angles of abdominal tergites not
spiniform melanophila Wlk. [== speisen
Brancs.]
(13) 18. Posterior margin of pronotum sinuate. . . . schweinfurthi Sauss. (SomaH-
land).
(12) 19. Smaller species nigrifa Sauss.
(11) 20. Angles of thoracic Segments not strongl}^ pro-
duced backwards kachovskii Adel.
(22) 21. Posterior margin of pronotum sinuate . . . harheyana Sauss.
(21) 22. Posterior margin of pronotum straight . . . carhonaria Gerst. (W. Africa).
autraniana Sauss.
(2) 23. With rufous fasciae on the margins of tlie
pronotum paulinoi Bol. (Angola).
(1) 24. Ferruginous species triimpressa Krauss.
As our knowledge of the genus extends, it will probably be found that some
of these names are synonjnnous, e. g. D. robusta Gerst. may prove to be the female
of D. tullbergi Borg. De Saussure gives the ränge of D. autraniana as West Africa
(Abetifi), Somaliland and Gallaland; from the descriptions alone I find it impossible
to distinguish de Saussure's species from D. carbonaria Gerst. The following species
which have been recorded by various authors as of the genus DeropeUis, either belong
to other genera or eise are of uncertain position :
SHELFORD. BLATTonHA.
39
Blafta capensts Thunb.
Euryzosteria dehtlondii Sauss.
Perisphaeria rerticdJi.'i Burm.
Periplaneta orha Stäl.
Periplaneta albilatera Stäl.
Periplaneta caffra Stäl.
Kakerlac hrevicolUs Serv.
Isclinoptera longipennis Wlk.
Ischnoptera juncea Sauss.
Ischnoptera similis Sauss.
Deropehis longipennis Sauss.
DeropeUis antennata Sauss.
Pohjzoäeria capeyisis Sauss. (
[=Deropeltis flavomarginaia Br.]J
Polyzosteria meridionalis Sauss. i
r== DeropeUis bivittata Br. "I ,
L= DeropeUis dislanti KirbyJ I
Ischnoptera macra Stäl.
DeropeUis burmeisteri Sauss. \
DeropeUis peringueyi Sauss. " )
DeropeUis erythrocephala Fab.
DeropeUis erythrocephala Fab.
? DeropeUis.
Pse udoderopeUis.
Psendoderopeltis.
■ Periplaneta caffra.
■■ ? Pseudoderopeltis.
Pseudoderopeltis
Pseudoderopeltis.
= Blatta.
= Perisphaeriince.
? nomina nuda, only mentioned in a synoptical key
(Ann. Mus. Civ. Gen. vol. XXXV, p. 77 (1895).
Farn. Panchloridae.
Gen. Leucoph.aea Br.
Leucophaea sp.
Kilimandjaro : Kibonoto 1,300—1,900 (November). 9 larvae (J and ?).
These are not the larvae of L. surinamensis L. being considerably larger; it is
in the highest degree probable that they belong to an undescribed speoies. Surina-
mensis has been recorded from Wanga (von der Decken).
Gen. Panclilora Burm.
Paiiclilora caineruneiisis Borg.
Panchlora camerunensis Borg. Bih. K. Svenska Vet. Akad. Afd. IV, No. 10, p. 24, 1902.
Kilimandjaro: Kibonoto 1,000—1,900 metres (November, March), 8 J^cT, 8 ??,
l larva.
This appears to be the same species as that described by Borg from the
Cameroons, also collected by Dr. Sjöstedt; the East African specimens are a trifle
larger bnt otherwise appear to be identical.
40 S.IÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: '1.
Gen. Naiiphoeta Burm.
Naiiphoeta cinerea Oliv.
Blatta cinerea Olivier, Enc. Meth. Ins. IV. p. 314. n. 3, 1789.
Küimandjaro (Sept.); Kibonoto 1.000 — 1,900 metres (May): Vsamhnra : ^foinbo
(.June): 2 c/cf, 4 ??, 3 larvae.
A A\idely distributed species.
Gen. Gyiia Br.
Gyna retula Br.
Gyna vetula Brunner v. Wattenwyl, Nouv. Syst. des Blatt, p. 267 (1865).
In the MkiJumusi-caves at Tanga (July), 1 cT, 1 ?, 17 larvae.
Previously recorded from Mombasa (von der Decken) and the East coast of
Africa.
It seenis quite certain that the genera Trichomera Kirby^ and Apotrogia Kirby^
are founded on immature specimens of species of Gyna. Tlie larvae collected by Dr.
Sjöstedt are certainly most closely alhed to Trichomera insignata Kirby; they are
preserved in alcohol together with one adult male in bad condition and were probably
taken altogether from under one shelter. The backwardly produced angles of the
meso- and metanotum proclaim the immature condition of these specimens as well as
of T. insignata Kirby and Apotrogia angolensis Kirby. I find moreover that the
structiire of the maxillarv and labial palpi, the form of the coxae and the arrange-
ment of speines on the tibiae is identical in the larvae and adults. The palpi in tlie
genus Gyna are highly cliaracteristic, being very slender and ratlier long, and the
coxae are provided with a peculiar ciirved f lange, situated on the outer posterior
angle ; the front tibiae in the larvae are shorter than they are in the adults, but this
feature is probably associated with fossorial habits, abandoned when the insects become
Avinged adults. The arolium between the tarsal claws does not develop until the
larvae are nearly full-grown and it is then smaller than in the adult. The pronotum
is far less backwardly produced in the larvae than in the adults, as is also the case with
larval Epilamprides, larvae of Panchlora and of Rhyparobia. Finally the larvae are
much more heavily marked with castaneous than are the adults and there are rows
of minute tubercles on the dorsal tergites.
Gen. Pheiitacisina Karsch.
The type of the genus, P. peltaia Karsch has been recorded from Mombasa.
Ann. :Mag. Xat. Hist. (tj) XVIII. |j. -l'ü (\^W<).
iliidcm (7) V. \\. 2ftl (1000).
SHKLKORl), HLATTODKA. 4l
Fain. Corydiida^.
Gen. AiUKOiupsa nov.
Finely pubescent. Eyes approximate. Antennae filiform, shorter than body.
Pronotum cucullate, covering vertex of head, small, sides deflexed, posterior border
areuate. Tegmina and wings elongate, extending considerably beyond tlie apex of
the abdomen ; costal veins few and irregulär, discoidal area of tegmina reticulated,
axillary veins obsolescent ; posterior part of wing ample, median vein simple, ulnar
vein ramose at extremity. Supra-anal lamina of J" transverse. Cerci moderate. Tibiae
weakly armed, spines on posterior pair triseriate with 4 apical calcaria, 4 apioal
calcaria on front pair. Tarsal claws with arolia.
In general appearance the genus resembles Latindia Stal but is distinguished
from that and its allies, Hemilatindia Sauss. and Paralatindia Sauss. by the triseriate
arrangement of the tibial spines. From Holocompsa BuRM. and Hypercompsa Sauss.
it is distinguished by the long tegmina of uniform texture; Ipisoma BoL. is charac-
terised inter ah'a by the reduced tegmina. It is probable that a considerable nnmber
of species of these fragile little cockroaches are still unknown to science, they are
rare in coUections but probably because they have been neglected by most coUectors
in favour of larger and more conspicuous forms.
Aiiaconipsa cuoullata sp. n.
(PL 12. fig. 10 and 11. PI. 3. fig. 9.)
J". Head dark castaneous, mouth parts testaceous; frons not swollen, ocelli
large. Antennae fuscous, filiform, of 30 joints, joints longer than broad and increasing
in length distally. Pronotum rufo-testaceous, disc with two oblique impressions.
Tegmina long, overlapping strongly, finely pubescent, membranous, rufo-testaceous
with a broad humeral vitta extending to half the total length, fuscous; mediastinal
vein with a few incomplete branches, 6 costal veins, their ends not reaching the
anterior margin of the teguien, anterior ulnar ramose at its a^^ex, posterior ulnar
ramose, transverse anastomoses uniting the branches, anal vein curved reaching the
sutural margin at a point one-fifth of the total length, axillary veins obsolescent.
Wings hyaline, fla^ o-testaceous on the sutural margin, mediastinal vein simple, 6
irregulär costals, ulnar vein ramose at its extremity, posterior field ample larger than
the anterior field. Abdomen castaneous, flavo-testaceous at base, supra-anal lamina
transverse, sub-genital small, right style absent, left style represented by a flattened
lobe, the origin of which is hidden by the penultimate sternite. Cerci moderate, testa-
ceous, segmentation obscure. Legs testaceous ; front tibiae with only 4 spines on
the anterior border, 2 being apical, 3 on the posterior border, 2 being apical; spines
on mid- and hind-tibiae triseriate; front femora with no genicular spine, formula of
apical spines i, ^, ■}.
Sjöstcdls Kilimnndjaro-Meru Expedition. 17. 0
42 SJÖSTEDTS KILIMANDJAßO-MERU EXPEDITION. 17: 2.
Total length 10,5 mm.; length of body 7,ö mm.: lerigth of tegmina 9 mm.;
pronotum 2 mm. x 2,9 mm.
Lower Meru: Ngare na nyuki (January); 2 J'J'.
Gen. Spliecopliila Shelf.
Sphpcopliila termitium sp. n.
(PI. 8, figs. 1—2.)
t^. Fulvous, rufo-fimbriate. Head with vertex not covered by pronotum, an-
tennae consisting of 30 joints, similar in structure to those of S. polyhiarum mihi,'
frons swollen, ocelli minute, eyes much leduced. Body above with a minute recum-
bent pubescence, margins rufo-fimbriate. Posterior margins of pronotum and of
mesonotum slightly obtusely angled, postero-lateral angles of meso- and meta-notum
backwardly produced. Ten abdominal tergites visible, S^'^ and 9*'' very narrow almost
concealed beneath the 1*'^, supra-anal lamina quadrangularly produced, angles rounded,
posterior margin slightly excised; cerci short, one-jointed, acuminate; seven abdominal
sternites visible, subgenital lamina sub-triangularly produced, rounded, with a pair
of slender styles, podical plates prominent, tumid. Legs as in (S*. polyhiarum, except
that there is an anterior apical spine on the front femora, genicular spines of first
and second femora very stout and long.
Total length 7,i mm.; pronotum 2,i mm. x 4,i mm.
Kilimandjaro: Kibonoto, March 1906. 2 J'J" from nest of Termes beUicosus.
It is certainly surprising to find a species of cockroach symbiotic with termites
in E. Africa, congeneric with a South American species living in a wasp's nest; I have
utterly failed to find, however, any characters entitling the former species to separate
generic rank from the latter. The large size and the brilliant fulvous colour of the
African species readily serve to distinguish it from S. polyhiarum, but in botli species
the structure of the head, eyes, mouth-parts, form of the body, armature of the legs,
shape of the terminal abdominal scutes is closely similar. Dr. Sjöstedt's specimens
have been preserved in alcohol and the abdominal Segments have become somewhat
distended, so that the podical plates appear very prominently, but they are also
clearly visible in dried specimens of polyhiarum and their protninence may possibly
be regarded as a character of the genus. Further collections of cockroaches symbiotic
with other insects will reveal perhaps some day the wide distribution of this genus.
At present the species described here is the only cockroach living in Company with
social insects that has yet been recorded from the Old World.
Gen. Euthyri'haplia Burm.
The cosmopolitan species E. pacifica CoQ. has been recorded from Wanga (von
DEE Decken).
'■ Trans. Kiit. Sot-. l.dinloii HioO. |i. .')18.
SHELFORD, BLATTODEA. 43
Farn. Oxylialoidii^.
Gen. Oxylinloa Br.
Key to E. African species.
1. Tegmina smooth O. ferreti Reiche and Fairm.
V. Tegmina with minute reciunbent pubescence.
2. Tegmina attaining end of abdomen .... 0. deusla Thunb.
2' Tegmina not attaining end of abdomen. . . 0. variabilis Shelf.
Oxyhaloa variabilis Shelf.
Oxyhaloa variabilis Shelford, Ann. Mag. Nat. Hist. (7) vo]. 19, p. 41, 1907.
KiUmandiaro: Kibonoto 1,000—1,300 metres (Feb., Apr., Nov.); 3 ?. Previ-
ously recorded fiom the interior of Djibouti. The species is very close to O. deusla
Thunb. {= fulviceps Burm.), which together with 0. ferreti Reiche and Fairm. has
been recorded from Lake Jipe at KiHmandjaro (von der Decken).
Farn. Perispliaeriidae.
Gen. Gyiiopeltis Gerst.
Oyiiopeltis cryptospila Wlk.
Polijphaga cryptospila Walker, Cat. Blatt. Brit. Mus., p. 15 (1868).
Gynopeltis picta Gerst.\ecker, Arcli. Naturg. XXXV, p. 208 (1869); Von der Decken 's Reisen
in Ost- Afrika, III (2), p. 9, pl. 1, ff. 1, 2 (1873).
KiHmandjaro »Mischwald»; Kibonoto 1,000 — 1,900 metres; Steppe country.
ikferit 3,000 metres. 4 J'c?, 10??. Previously recorded from Endara and Mosambique.
Gen. Derocalyiiima Burm.
The two East African species can be distinguished as foUows:
Males.
1. Body-length 19 nnn., antennae entirely fuscous porcellio Gerst.
r. Body length 15 mm., antennae with broad pale annulus . . lampyriria Gerst.
Females.
1. Length of pronotum : breadth of pronotum : : 550 :935; antennae
enterely fuscous porcellio Gerst.
r. Length of pronotum : breadth of pronotum : : 550 : 1050; anten-
nae with broad pale annulus at base and at apex . , , . . lanipyrina Gerst,
44 SJÖSTEDTS KJLIMANDJABO-MERU EXPEDITION. 17: 2.
Uerocalymnia porcellio Gerst.
Derocalymwa forcellio Gerstaecker Arch. Natuig. XXXV, p. 207 (1869); Von der Decken'«
Reisen in Ost-Afrikn, ITI (2), p. 7. pl. 1, f. 3 (1873).
Lower Meru: Ngare na nyuki. Kilimandjaro: Kibouoto 1,000 — 1,300 metres
(Sept. to Jan.); 19 ?? adult and larval. Previously recorded from Lake Jipe at Kili-
raandjare and Urn, East Africa.
Derocalj'iniHii lampyriiia Gerst.
DerocalytiDna lanipyrina Ger.staecker, 11. ec. p. 207 (1869); p. 8 (1873).
Usambara: Mombo (Jnne); 3 ??. Previously recorded from between Lake
Jipe and the Bura Mts.
Gen. Cyrtotria Stäl [= Stciiopileina Sauss.]
Dr. Sjöstrdt has kindly sent to me for examination a number of Stäl's types
of Blattid». Amongst these are the male and female types of Gyrloiria yihhicollis
Stäl and tliey prove to be congeneric with the species included by de Saussure and
Zehntner (Rev. Suisse Zool. III, p. 25 (1895) in the genus Stenopilema. In the
genus Cyrtotria the distinguished Swiss orthopterists place Derocalymma dis-par Burm.
Cyrtotria macra Stäl and with some doubt Pensphaeria affinis Burm. ; the first of
these is certainly not congeneric with C. gibbicoUis Stäl and a new genus must be
created for its reception; the type is in Brltnner's collection and has been well
described so that it is easily recognisable, the other two sjiecies are of uneertain
systematic position. Stenopilema Sauss. of course sinks as a synonjan of Cyrtutn'a
Stäl. It may be noted here that Perisphaeria linearis Walk, is synonymous with
Cyrtotria gibbicoUis Stäl.
Cyrtotria capiicina Geest.
Derocalymma capucina Gerstaecker, Arcli. Natuig. XXXV, p. 207 (1869); Von der Decken"«
Reisen in Ost-Afrika, III (2), p. 8, pl. 1, f. 4 (1873).
c?. Piceous. Eyes contiguous; antennae fuscous, basal joints paler; ocelli and
mouth parts testaceous. Pronotum with margins castaneous, disc strongly punctate
with a few smooth interspaces, anteriorly carinate. Tegmina dark castaneous in basal
fourth, remainder testaceous, marginal area at base testaceous, eight longitiidinal
discoidal sectors. Wings hyaline, veins testaceous, ulnar vein sending one brauch to
apex of wing, six incomplete branches to dividing vein. Supra-anal lamina quadrate,
its posterior margin slightly concave; sub-genital lamina irregulär, laterally margined
with testaceous; cerci and styles testaceous. Coxae castaneous, outwardly margined
with testaceous; legs testaceous.
Total length 18,7 mm.; length of body 14 mm.; length of tegmina I5,^j mm.;
pronotum 4 mm. x 4 mm.
SHELFORD, BLATTODKA. 45
CijrUiliiit (/ibbicoUia Stäl is very near this species.
Kilimandjavo: Kibonoto 1,000 — 1,900 metres, Masai steppes (Aug. to Nov.).
Lower Mein. 2 cTo", 33 ?? adult and larval. Previously recorded froni Aruscha,
E. Africa.
('jrtotria tiilKMCulatii sp. n.
9. AUied to C. capiicina Uerst. but the pronotum anteriorly with small scat-
tored tubercles, posteriorly rugose with a few fine punctiires. Head more rufous.
Total length 15 mm.; pronotum 5 mm. X 5 mm.
KiUmandjaro : Lower Kibonoto (Feb.), 1 ?.
Gen. Parasplmeiin Br.
Parasidiiiei'iii ^ luarinorata «p. n.
(PI. 2, %. 8.)
?. Testaceous, marbled with fuscous. Head only half covered by pronotum;
ej'es rather small and wide apart, ocelli absent, antennae fu.scous, equal to half the
body-length; frons rufo-castaneous, face with dark markings. Pronotum trapezoidal,
anterior and posterior margins truncate, lateral margins hyaline, diso with a few
shallo\\' punctures and with a dark lyrate marking. Tegmina lobifoim, testaceo-
hyaline; mesonotum and metanotum with scattered punctures and dark markings
synunetrically arranged, lateral margins hyaline. Abdominal tergites with scattered
shallow punctures laterally bordered with testaceous, their posterior margins broadly
olive brown, a central row of fuscous spots and a sub-marginal row on each side of
similar markings, in addition some irregulär fuscous markings between the central
and submarginal rows; l^t to 7*'' tergite divided by a transverse suture into a narrow
anterior half and a broader posterior half. Supra-anal lamina slightly produced,
trigonal; cerci very short, of four joints. Abdominal sternites with submarginal row
of castaneous spots, an irregulär transverse row of markings on each sternite, except
the last which is castaneous on the disc ; each sternite exeept the last is divided like
the tergites ; sub-genital lamina ample, semiorbicular, extending beyond the supra-anal
lamina. Legs short, testaceous, a fuscous line on the outer side of thefemora; tibial
spines in three rows: posterior metatarsus not equal to the remaining joints; arolia
large.
Length L5 mm.; pronotum 3 mm. x 4,5 mm.
Lower Meru. (Nov.); 1 ?.
I have been unwilling to place this species in the Neotropical genus Famsphaeria,
but the unique female specimen certainly presents no features whereby it can be
separated therefrom; the exposed head, lobiform tegmina, tibial spines and short tarsi
are the distinctive characters of Parasphaeria and until the male sex is discovered
this species must be allowed a place in that genus.
SJOSTEDTS KILIMANDJABO-MERU EXPEDITION.
Table showing the distribution in other parts of Africa of the species of the Kilimandjaro-
Meru district.
KilimaiKljaro-Meni district
Cosmo-
politnn
Ah\'SsiniH
Africa
S. of
Zambezi
\V. Africa
llada-
gascar
1. Theganopteryx a/ricana . .
2. Theganopicryx naussurei . .
3. MallotohhiUa krausxi ....
4 Hololampra aetliiopica . . .
5. Hololampra sjüatcdti ....
6 Ischnoptera himaculata . ■ .
7. Ischnoptera incuriosa . . .
8. Ischnoptera neutra
9. I'hyUodromia germanica . .
Ul. Phyllodromia biviltata . . .
11. I'hyUodromia supellectilium .
\i. fhyllodromia zehntneri . . .
13. Phi/Uodroinia nigrotnarginata
14. Phyllodromia sjöstedti . . .
\Tt. Phyllodromia insignis . . .
10. Phyllodromia festacea . ■ .
17. PJiyllodro}uia frignnali-s . . .
18. Ceratinoptera bimaculata . .
lit. Ceratinoptera castanea . . .
ÜO. Ceratinoptera sjöstedti . . .
21. Ceratinoptera variabilis . .
22. Ceratinoptera perpulchra . .
23. Ceratinoptera ferruginea . .
24 Ceratinoptera ovata ....
25. Ceratinoptera variegata . ■ ■
20. Ceratinoptera dimidiata . .
27. Tcmnopteryx abyssinica . .
28. Temnopteryx ectobioides . .
29. Temnopteryx caffra ....
30. Temnopteryx ajiinis ....
3 1 . Temnopteryx rufa
32. Loboptera nitida
33. A pteroblatta perplcxa ....
34. Calolampra aptera
35. Eustegasta obsoleta
30. Eustegasta pcvcila
37. Paramcthana robusta ....
38. Blatta propinqua
39. iStylopyga hottentota ....
40. Slylopyga rhombifolia . . .
41. Cartoblatta pulchra
-5f
■X-
X
*
if
*
X'
^ An cross (Xj deuotes a closely allied species or topuiiiuiijlj
«HELFORD, lU.ATTODEA.
kiliiiitiitiljiii'd-Mmi l>is( riet
politan
Alivssinia
Soniali-
Innd
E. Al'ric»
flOlll
-,' S. to
7.nni\>vyA
42. l'aeiiilodiiojHlUs fuli-oniaUi
43- Pseudoderopeltis pctrophiln
44. PeriplaneUt aynniccinn *
45. PeriplaneUi attkollia
46. Deropcllis melanophila
I 47. Deropeltit in'cgerrimn
48. Deropcllis autraniana
49. Panchlora cinneruncnnU . • . • . -K-
50. Nauplweta cinerea -H-
öl. Gyna vehiln
52. Phenacisma pcllnla
53. Aiiacompsa cticvllata
54. Sphecophila termitium
55- Euthyrrhapha paci/ica ¥r
ß6. Oxyhaloa deitsta
57. OjTifhnlna ferreti
58. Oxyhaloa variabilis
5!). Uynopeltia cryptospila . . . -5f
60. Derocalymmii porcelUo
61. Derocalymmn lainpyroides
62 Cyrtolria capucina
(>S. Cyrtolria tuberculala
64. Paraxphafrifi (.') manvnrata ....
The above table includes 64 species^ and a glance at their distribution shows
as might have been safely predicted that the closest affinity of this Blattid fauna is
found in East Africa between the 5^'^ degree of latitude and the Zambezi River; 20
of the species are common to these two areas and I have little doubt that the
number would be increased if our knowledge of the cockroaches of the latter area
was greater than it is. 7 of the species are cosmopolitan or nearly so and consequently
afford no evidence worth taking into consideration. The relationship with the Abys-
sinian fauna is rather surprisingly remote, bnt can perhaps be accounted for by the
Intervention of the xerothermic area of Somaliland and Gallaland between the damp
moist regions of Abyssinia and Kilimandjaro ; it is significant that there is a muoh
closer relationship between the faunas of these two regions in the case of insects
capable of sustained flight such as the Lepidoptera Rhopalocera. Only 4 of the
species occur also in Africa south of the Zambesi and the entire absence from the
Kilimandjaro region of certain liighly characteristic South African genera is in sharp
contrast to the fact that all the Abyssinian genera save two° are represented in the
Kilimandjaro region. The connectioii with the West African and jNfascarene faunas
' All iiumature and undetenaiiR'd species of L(^/icopliarii is oiiiitted.
- One <if tiiese two is ParaldlKifih'ra. ii genns liaroly sepai'able iVoiii J.ohd/i/i'rd wliicli is ii'pivsrnti'd hy
one .si)Ccies in tlic Kilinuindjarn rejfi(in<.
48 SJÖSTBDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 2.
is of the reniotest, but that there should be any species common to regions so widely
separated is of much interest. The absence from a given fauna of certain genera
and species offen affords as mvich food for speculation and as many points of interest
as the presence of others, and this fauna offers no exception to such a statement.
The genus Anaplecta is moderately represented in West Africa but except for one
species from the Soudan is absent in the East. Epilampra is well represented in
West Africa but is entirely absent from the Eastern and Southern regions, its place
being filled to a certain extent by the genus Gyna, though this too is poorly repre-
sented both in numbers of species and individuals in the Kilimandjaro and Abyssinian
regions. Polyphaga is a characteristically dry-country genus, its absence from Dr.
SjöSTEDt's collection is therefore not surprising; in Abyssinia, Somaliland and South
Africa it is well represented. South Africa may be regarded as the head-quarters
of the family Perisphaenidae and such genera as Aptera, Pronaonota, Pilema, Melano-
hJatta, Hostilia, Pcvciloblatta and others are peculiar to this region and include some
of the most abundant species; in the Kilimandjaro region this sub-family is repres-
ented by four genera and six species only, two of the sjjecies being represented in
Dr. Sjöstedt's collection by a good number of individuals, nearly all of the female
sex, still it cannot be said that this sub-family is dominant in this region. The most
dominant species of the Kilimandjaro fauna, as evidenced by the number of indi-
viduals captured, are the species of the genera PseiidoderopeUis and Deropeltis, and
notably P. petrophila and D. autraniana ; these were taken in great abundance at
all seasons of the year and at varying altitudes and in a lettei' Dr. Sjöstedt informs
me that many were found under the boulders bestrewing the Masai steppe-country.
The discovery of a cockroach symbiotic with termites is of much interest and
that this species should be strictly congeneric with a species found in the nest of a
social wasp in S. America is a fact that can scarcely be explained on any other
supposition than that further collecting will reveal the wide spread distribution of
the genus thoughout the tropics.
17. OßTHOPTERA.
3. Mantodea
von
YNGVE SJOSTEDT.
.Mit 1 Tafel.
Die Mantodeen gehören der Gras-, Busch- und Obstgartensteppe, den Akazien-
wäldern und der unteren Kulturzone der Berge an, gehen sparsam an die oberen Teile
der letzteren Zone hinauf und werden nur zufällig so hoch wie im Regenwald beobachtet,
wo PoUjspilota variegdta am Meru in einer Höhe von 3,000 m. angetroffen wurde.
Von dieser Gruppe waren bisher vom Kilimandjaro-Meru-Gebiet nur neun Arten bekannt;
zwei derselben [Parasphendale agrionina und Hoplovoryplia goleata) werden von Ger-
ST^CKER in V. d. Deckens Reise in Ostafrika (1873) vom Djipesee beschrieben, sechs
[Enfi'Uü minima (Kahe), Entella Widenmanni (Moschi), Ciltna femoralis (Moschi), Teuo-
(hra supcrsfiiiosa (Moschi), Polgspilofa pusfidafa var. shiata {= variegata) und Manfis
nahdensis (Kilimandjarosteppe)] werden (Jahresb. Ver. vaterl. Natur. Württemberg, Jahrg.
62, 1906, p. 364, 367, 368, 877) von Dr. Werner von diesen Gegenden erwähnt, wozu
noch eine von demselben Verf. (S.-B. Akad. Wiss. Wien, mat. nat. KL, Jahrg. 1907,
p. 220) beschriebene Galepsus-Yaxielät [G. meridionalis var. montana) kommt.
Das von der Reise mitgebrachte, hingehörige Material umfasst 249 Exemplare, welche
32, darunter 14 neue Arten, repräsentieren.
Von den l)ereits bekannten, im GeJ^iete gefundenen Mantodeen gehören die meisten
solchen Arten an, die in Afrika sowohl nördlich als südlich von diesen Bergen ange-
troffen worden, und die man also hier .zu finden behaupten konnte, oder die schon von dort
bekannt waren. Andere wie Junodia amopna, Miomantis quadrimacidafa, Plujllocrania
parudoxa und Hemiempusa fronficorm's waren zwar von Ostafrika bekannt, scheinen aber
bisher nicht so nördlich angetroffen zu sein. Die verhältnismässig grosse Anzahl neuer
Arten scheint anzugeben, dass die betreffende Fauna dieses Gebiets ein sehr charakterisü-
sches Gepräge besitzt.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expediiimi. IT. 7
60 SJÖSTEDTS KII,IMANDJARO-MERU KXPEDITION. 17: 3.
Übersicht der Ai'ten.
A^. Vorderschenkel unfen am Innenrand mit gleich grossen oder mit alternierend kleineren und grösseren
Dornen; Fühler des cf fadenförmig.
Ji. Körper oder Beine nicht lobiert. {Eremiaphilid(e & Mantidce).
a. Pronotum sehr kurz, wenig länger als breit, rhomljisch, nach hinten verengt, abgerundet, am
breitesten etwas hinter dem Vorderrand.
Flügel des cf gut ausgebildet, hyalin, schwach dunkel punktiert (20 — 27 mm.), Entella-
ähnlich, die des $ kurz (8 — 9 mm.), oval, Hinterflügel vorn mit grossem, .stahlblauem Fleck, hinten
braun, weiss, z. T. netzförmig, quergebändert. Hüften innen hell, dicht und fein dunkel punktiert.
Körperlänge 20 — 26 mm. El(ea Marcliali.
aa. Pronotum ziemlich kurz, nicht doppelt so lang wie breit, ziemlich an der Mitte deutlich erweitert.
Entella.
Kleine Arten mit hyalinen, mehr oder weniger grau oder bräunlich (bei E. usambarka kräftig dunkel-
braun) schattierten Flügeln; Deckflügel oft längs den Adern fein dunkel punktiert (Übersicht der
Arten S. 59).
aaa. Pronotum doppelt so lang wie breit oder länger.
Q. Scheitel lang, zugespitzt ausgezogen, so dass er die Länge des Pronotum noch etwas übertrifft. —
Beine kurz, das ganze Insekt lang und schmal. Länge etwa 50 mm. Pijryomantis singidark.
□ □• Scheitel nach vorn nicht ausgezogen; Kopf normal, kurz, dreieckig.
A- Scheitel zwischen den Augen mit zwei deutlichen, hornähnlichen Höckern.
O. Die Höcker aussen je mit einem kleineren Tuberkel versehen. — cf mit ausgebildeten, hyalinen,
etwas graulich schattierten, 20 — 21 mm. langen Flügeln; Hinterflügel z. T. bräunlich schattiert mit
weissen, feinen Querstriemen; Flügel des $ sehr klein, 5 mm. AcldcBna Kuhlgaüi.
00. Nur ein dreieckiger Höcker jederseits am Scheitelrand, und zwar an der Seite der Augen, vorhanden.
cf niit hyalinen, grau schattierten Flügeln, Deckflügel innen am Vorderrand schmal dunkelbraun,
vorn schmal weiss, gesäumt. Flügel des 9 rudimentär.
§. Grösser, Körper mit dem Kopf 34—36 (cf^), 35—43 (?), Deckflügel des cf 18—19 mm.
HoplocorypJia galeata.
§§. Kleiner, Körper mit dem Kopf 26, Deckflügel des cf 12 mm. Hoplocorypha nana.
AA- Seheitelrand zwischen den Augen gerade oder mehr-minder gewölbt, ohne Höcker.
f. Pronotum ziemlich gleichbreit, an den Vorderhüften kaum oder nicht erweitert. — cf mit gut aus-
gebildeten, $ mit kurzen Flügeln.
A- 9 Kopfbreite 7, Körperlänge 33 mm. Scheitelrand schwach gebogen, Pronotum an der Mitte mit
zwei grossen Höckern (Taf. 4, Fig. 5). Tarachodes usamharica.
AA- ? Kopfbreite 3 — 3,7, Körperlänge 22 — 30 mm., Scheitelrand gerade, Pronotum ohne Höcker. —
cf niit fast hyalinen, dunkeladrigen Flügeln, Deckflügel 18 — 22 mm.
Galepsus capitatus.
tt- Pronotum an den Vorderhüften mehr oder weniger, jedoch immer deutlich, erweitert.
□. Pronotum mehr als doppelt so lang wie die Vorderhüften (30 — 38 mm.), schmal, ziemlich gleich-
breit, an den Vorderhüflen nur schwach erweitert. — Gross, mit hyalinen Hinterflügeln, Deckflügel
am Vorderrand grün, Hinterflügel dort gefleckt; Vorderhüften am Unterrand ohne Dornen; Länge
mit den Flügeln ziemlich 90 — 110 mm. Tenodera supersüüosa.
□ □. Pronotum kürzer als die doppelte Länge der Vorderhüften.
O. Pronotum lang und schmal, mehr als dreimal so lang wie die Breite des Kopfes.
Ischnomantis usamharica.
Taf. 4, Fig. 1.
00. Pronf)tuiri kürzer, ni(-lil dreimal so lang wie die Breite des Kopfes.
SJÖSTEDT, MANTODEA. Öl
A. (li)st;ill'»'lil ilfi- DccklliiiAi'l sclirrlicnyi'lli ; cf und ? sehr vcrscliit'dcti, das erster«' schlanker, iiiil \ icl
schmälerem l^ronotum und rel. längeren, ziemlich hyalinen, schwach berauchten Flügeln; die Flü-
gel des 9 undurch.sichtij,'
■\\ 9 Deckflügel dunkel, nur mit .scherbengelbem Costalfekl; Querband nur schwach angedeutet.
Parasphendale costalis.
Taf. 4. Fig. 2 (9), 3 (cf). .
ff. $ Deckllügel dunkel, Spitze, ein breites Querband und Costalfeld scherbengelb.
Parasphendale agrionina.
AA. Costalfeld nicht scherbengelb, sich scharf von der dunklen Farbe den Deckflügel abhebend.
O. -Mittel- und Hinterschenkel an der Spitze ohne Dornen. — Vorderhttften innen mit vier weissgelben
Flecken, Vorderschenkel innen gelblich mit einem schwarzem Fleck. Länge mit Flügeln etwa 50 —
ßQ iiini. Mantis nataloisis.
OO. Mittel- und Hinterschenkel an der Spitze mit einem feinen Dorn versehen.
□. Grössere Arten, Länge mit Flügeln über 50 mm.
A. Hinterflügel am Vorderrand mit dunklen Flecken. Polyspilota variegata.
AA. Hinterflügel hvalin, ohne Flecke. Grün oder bräunlich; Schwielen der Deckflügel glänzend gelbweiss,
Pronotum des 9 an den Hüften stark erweitert. Sphodromanüs lineola.
DD- Kleinere Arten, Länge mit Flügeln unter 50 mm. — (f mit ausgebildeten, hyalinen, oft mit grünen
oder braunen Hauptadern versehenen Flügeln; Flügel des 9 klein oder verkümmert, die vorderen
grün oder rotbraun, die hinteren oft gelb oder rostgelb. (Miomanfis.)
f. Vorderschenkel innen mit vier schwarzen Punkten, der innere auf Troclianter gelegen.
§. Grösser; Pronotum 10—10,5, Deckflügel 28—30, Vorderschenkel ohne Trochanter 8 mm.
Miomantis affinis.
§§. Kleiner; Pronotum 9, Deckflügel 26, Vorderschenkel ohne Trochanter 7,2 mm.
Miomantis quadripundata.
f-'f. Vorderschenkel innen ohne schwarze Punkte.
§. Oberer Seheitelrand schwach gebogen, Kopf schmäler, Pronotum 9 — 10 mm.
Miomantis kilimandjarica.
§§. Oberer Scheitelrand gerade, Kopf etwas breiter, 4,3 mm., Pronotum 6,7 — 8 mm. (die braune Form bis-
weilen mit -i dunklen Flecken an der Innenseite der Vorderschenkel.) Miomantis planivertex.
Uli. Körper oder Beine mehr oder weniger lobiert. (Der kleine Oxypilus meruensis (Creobotridce) entbehrt
Loben an den Beinen; auch die nahestehende Junodia amcena hat nur Andeutung von Loben an
den Mittelschenkeln).
.1. Vorderschenkel an der Spitze oben nicht lamellenartig erweitert. (Creobofrifhe)-
a. Augen nicht ausgezogen, Scheitel kegelförmig oder blattförmig ausgezogen, wenn kegelförmig an den
Seiten und oben mit kurzen Protuberanzen versehen, sonst mit ebenen Seiten.
X. Flügeln wohl ausgebildet, länger als der Körper; Pronotum mit breit blattförmigen Seitenteilen,
Beine breit lobiert. Dunkelbraun, llinterflügel hell gebändert. Länge etwa 50 mm.
Phgllocraiüa paradoxa.
XX. Flügel viel kürzer als der Körper. Kleinere Arten, etwa 20 mm. lang.
f. Vorderschenkel -i- inni. breit; der nach vorn kegelförmig ausgezogene Scheitel unten gewölbt, nur vor
der Spitze etwas konkav. Vorderhüften einfarben gelblich. Junodia ameena.
TT. V^orderschenkel 2,5 mm. breit; der nach vorn kegelförmig ausgezogene Scheitel unten längs der Mitte
rinnenförmig; Vorderhüften innen schwarz mit hellen Längskielen. Oxypilus meruensis.
Taf. i, Fig. 9.
aa. Augen nach vorn stark konisch ausgezogen, Kopf von oben halbmondförmig; Scheitel nicht konisch
au.sgezogen, dagegen ist die Stirn an den Ocellen mehr oder weniger verlängert, in der Spitze ab-
gerun<let, oder mit zwei feinen Spilzi-n versehen, oder kurz, oben ausgehöhlt.
52 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEBU EXl'EDITION. J 7: 3,
j. Pronottini kurz, etwa so lang wie breit, mit breiten Seiteiilobeii. — Stirniiorn zieniliili lang,- an der
Spitze abgerundet. Pseudocreohotra (sp.).
ff. Pronotum schmal, viel länger als breit, ohne breite Seitenloben, nach vorn löffelartig erweitert.
□. Hinterllügel rosafarben mit einem grossen, schwarzbraunen, an den Hinterrand reichenden Fleck.
Galinfhias usambarica.
Taf. 4, Fig. 6.
□ □. llinterflügel hyalin; Pronotum längs der Mitte mit breitem, schwarzem Band.
Galinthias mertiensis.
Taf. 4, Fig. 7.
AÄ. Mittelkiel an der Oberseite der Vorderschenkel an der Spitze lamellenartig erweitert.
(Vatidce).
a. Sclieitel zwischen den Augen mit zwei Paar gleich grossen Tuberkeln; braunrötlicli, c/ mit längeren,
9 mit kürzeren und breiteren Flügeln, Hinterllügel mit zahlreichen hellen Querlinien.
Popa spurca.
an. Über den Augen ein grösseres, kegelförmiges Hörn, der Scheitel zwischen diesen Hörnern mit .\n-
deutung zu vier Tuberkeln; lang und schmal, Phasma-ähnlich. Uannria kilmandjayica.
Taf. 4, Fig. 4.
jLA. Vorderschenkel unten am Innenrand mit typisch je 3 kleineren Dornen zwischen den grösseren; Fühler
des ö^ kamnd'örniig. (Empusidw).
Scheitel konisch ausgezogen; Flügel an der Spitze weinrot; Pronotum schmal, vorn erweitert, etwa
30 mm. Hemienipusa fronticoriiis.
Ereiueapliilidae.
EliPii Marcliali (Coq., Reich, et Fairm.).
Werner, Sitz. B. Akad. Wiss. Wien, mat. & nat. Kl. CXVI, Jahrg. 1907, Abt. I,
p. 230, Taf. II, Fig. 4. — Ein altes 5 und vier $ jiui. von den Akazienwäldern am
Flusse Ngare na nyuki, J/c/v/Niederung, Nov., Jan.
Die Vorderhüften sind innen dicht und fein dunkel punktiert, die Vorderschenkel
grösstenteils schwarzbraun geflammt und gefleckt. Das ganze Tier auf ockerbräunlichem
Grund dicht, staubfein ])unktiert, z. T. gefleckt oder an den Beinen gebändert, Bauch
mehr einfarben, bisweilen fast schwarz.
Wie Werner bereits erwähnt, sitzen sie gern auf Akazienstämmen, denen sie so
ähneln, dass sie, solange sie sich unbeweglich halten, dort sehr schwer zu entdecken sind.
Tarachodes usambarica n. sp.
Taf. 4, Fig. 5 u. 5 a. — $: Mit in flachem Bogen gerundetem Scheitel, ohne ab-
stehende Höcker, und mit glänzend schwarzer Innenseite der Hüften und z. T. Schenkel
der Vorderbeine; Pronotum an der Älitte mit zwei grossen, abstehenden, an der Basis ver-
einigten, konischen Höckern; die Aussenseite der Schenkel und Schienen der Vorderbeine,
mit Ausnahme am Rande, glatt, ohne Warzen; Flügel V-s kürzer als Pronotum; die sechs
ersten Segmente des Hinterleibs an der Älitte mit einer abstehenden Lobe — am 3.-4. grös-
ser — und an jeder Seite mit zwei Reihen welliger, abgebrochener, längsgehender Leisten.
Beschreibung: Lederbräunlich; Kopf linzenförmig komprimiert, Scheitel am Rande
in einem flachen, nur gleich an den Augen durch die Scheitelfurche schwach abge-
brochenen Bogen, ohne Höcker; Stirnplatte rötlich lederfarl^en, quer über die Mitte mit
einem schwarzen Band, auch der Oberrand der Platte, mit Ausnahme an den Seiten,
SJÖSTEDT, MANTODEA. 53
dunkel; die Stirnplatte ist ziemlich doppelt so breit wie liocli, mit gebogenem Ober- und
Unterrand und geraden Seiten; zwischen Stirnplatte und Epistom ein gebogenes, dunkles
Band; Epistom in der Mitte dunkel; auch die Partie zwischen den Fühlern, wie diese,
rötlich lederfarben, Scheitel und Hinterscheitel dunkel, rotgelblich geflammt; Ocellen klein,
weit getrennt. Pronotum glatt, nicht warzig, gerade doppelt so lang wie breit, hinten
nur wenig verengt, mit gebogenem, glattem, aufgeworfenem Vorder- und Hinterrand, die
Seiten vor der JMitte etw^as erweitert, am Rande fein gedornt, ein Dorn vorn an der
Ecke etwas grösser; an der Mitte zwei unten vereinigte, glatte, konische, grosse Höcker;
die Querfurche deutlich, die Partie vorn in der Mitte flach Ijeulig; hinter den Höckern
näher am Rande eine kleine, aber deutliche Erhöhung, und am Hinterrand eine flachere
Beule. Prosternum schwarz, Seiten fein hell gesäumt; Meso- und JMetasternum rötlich
lederfarl)en, das erstere vorn etwas schwarz, üeckflügel dunkel rotbräunlich mit stark
abstehender Aderung, Y'' kürzer als Pronotum, mit ziemlich stark, gleichmässig geboge-
nem Vorderrand, breitem, an der Mitte eingebuchtetem Aussenrand und geradem Hinter-
rand; etwa am letzten Drittel eine schwarzglänzende Narbe. Hüften und z. T. Schenkel
der Vorderlieine an der Innenseite glänzend schwarz, Trochanter (mit Ausnahme eines
schwarzen Flecks), die Spitze, untere Basis und der obere Teil der Schenkel gelblich
wie die Schienen; Aussenseite der Schenkel und Schienen dunkel gefleckt und geflammt,
die der Schenkel, mit Ausnahme am aufgebogenen Rande, fast völlig glatt, nur mit ein-
zelnen kleinen Warzen, Oberfläche der Schienen ganz glatt; Unterrand der Hüften ziem-
lich eben; Unterrand der Schenkel innen mit 12 schwarzen, aussen mit 5 grossen,
schwarzspitzigen Dornen, zwischen den letzteren mehrere helle Dörnchen; Innenrand der
Schienen mit 14 schwarzen, Aussenrand mit eben so vielen dimkelspitzigen Dornen;
Tarsenglieder gelbUch mit schwarzer Spitze. Die zwei hinteren Beinpaare, der hintere
Teil des Hinterleibes mit Cerci, sowie (obgleich weniger) auch der Oberrand der Vorder-
schienen und die Seiten des Pronotum hell behaart; Schenkel ziemlich einfarbig, Schienen
und Tarsen mit dunklen Ringen. Hinterleib unten mehr gelblich, die Ringe gegen die
Mitte an jeder Seite mit einem schwarzen Fleck.
Länge mit dem Kopf 33 mm.
Länge des Pronotum 9 »
Breite » * -4,5»
Deckflügel (i.ö »
ninfcrsflieiilvcl t>,6 »
Usambdra: Älombo, Jimi 1906.
Diese neue Art untersrliciilet sirli von der nahesteiiendeu T. media ScHULTH. vom Somalilande
dun-ii kürzere Flügel, dur<-li die schwarze l'arlje an fast der ganzen Innenseite der Vorderliüften und
-Schenkel und dureh die Farbe des Prosternum, das liinter den Hüften ganz seinvarz ist, nur mit hellen
Seitenteilen und breitem, hellerem Hinterrand; hinter den Hüftgelenken geht die schwarze Farbe bis an den
Aussenrand hinaus. T. media hat Prosternum nut drei schwarzen Querbändern.
T. SmitJd P.EHN vom nördlichen Somali hat den Scheitel gerade abgeschnitten, Pronotum mit einem
breiten, schwarzen Querband und nur die vier ersten Hinterleibsegmente oben in der Mitte mit abstehenden
51- SJÖSTEDTS KIIjIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 3.
I.obt'ii. — \'im T. mnda Sauss. uiilersflu'icU't sie sich ilurcli die innen liellen Voi'derliüften, die bei imamharica,
mit Ausnahme nac/h oben an der Spitze und am Troehanter, ganz und gar glänzend schwarz sind.
T. a'siuans Sauös. hat bedeutend längere Hinterflügel, welche völlig die zwei ersten Segmente decken
(bei usamharira reichen sie nur etwas hinter der Mitte des 1. und die Vorderbeine sind innen rotgelb, ungefleekt.
T. ohtnsiceps StÄL hat wie sancia helle Innenseite der Vorderhilften, und Prosternum nur mit einer
dunklen Querbinde.
T. KarscM Wern. hat Prosternum nur mit einem grossen, schwarzen Fleck.
In seiner trefflichen Übersicht der Taracliodes-kviexi (o. c. 1907, p. 192) unterscheidet Dr. Werner
die Arten perloides BuRM. und T. maura StÄl folgendermassen :
1. Femora antica vitta nigra apicem haud attingente, bicuspidata, ornata (abdomen subtus immaeu-
latuni) T. perloides.
2. Femora antica vitta nigra usque ad apicem prolongata (abdomen subtus in omnibus segmentis
maculis duabus nigris marginem lateralem segmenti attingentibus ornalum). T. maura.
Die drei im hiesigen Reichsmuseum stehenden, von StÄl bestimmten 9 der maura haben aber alle
die Innenseite der Vorderschenkel unterhalb des Längskieles, bez. dessen Oberseite, ganz schwarz bis etwas
vor der Spitze, wo das Schwarze tief eingebuchtet ist, sodass zwei schmale, die Spitze nicht völlig errei-
chende, schwarze Processe entstehen. Bei dem einem, das Dr. Werner (vergl. o. c. p. 210) zur Ansicht
gehabt (ex. Gaffraria), ist der Endteil der Vorderschenhel dunkler, aber auch hier kann man bei näherer
Untersuchung leicht die tiefe, helle Einbuchtung sehen. Wenigstens an vier Bauchsegmente haben alle Exem-
plare einen grossen, schwarzen, den Seitenrand erreichenden Fleck. Die einfarbige Unterseite des Abdomens
und die geringere Grösse unterscheidet perloides von maura, nicht aber die schwarze Zeichnung an der Innen-
seite der Vorderschenkel.
AcliliBua Kuhlgatzi Ween.
Werner, S. B. Akad. Wiss. Wien, mat. nat. Kl., CXVI, Jahrg. 1907, p. 223,
Taf. 2, Fig 8, 8 a. Durch die Entdeckung des $ dieser in ihrem allgemeinen Aussehen
einem Galepsus sehr ähnlichen Art, das am Pronotum mit zwei grösseren Höckern
und am Scheitelrand, wie das cf , innerhalb der Augen mit zwei deutlichen Processen ver-
sehen ist, hat sich dieselbe als eine echte Acldwna erwiesen, welche Gattung, oder jeden-
falls Untergattung, mir sehr gut charakterisiert erscheint. Da Dr. Werner's Beschreibung
ziemlich kurz ist, will ich die vom Äleru mitgebrachten Exemplare etwas näher be-
schreiben.
(f: Scheitelrand mit zwei Paar durch eine tiefe Furche getrennten Höckern, lieide
höher als das Niveau der Augen, die inneren viel grösser, höher und mehr abgerundet;
der Scheitelrand zwischen den inneren ist ziemlich gerade und liegt deutlich höher als die
Spitzen der äusseren Höcker; Ocellen sehr gross, viel näher als um die Länge ihres
Durchmessers aneinander gestellt; Stirnplatte ohne schwarze Querbänder, fast quadra-
tisch mit gebogenem Oberrand, abgerundeten oberen Ecken und schwach eingebogenem
Unterrand; Kopf und Pronotum auf ockerbräunlichem Grund oft fein dunkel punktiert und
gefleckt, bisweilen oben ziemlich einfarben. Pronotum etwa 27: Mal so lang wie breit,
glatt, ohne Höcker oder Warzen, nach hinten etwas schmäler, über der Einlenkung der
Hüften kaum breiter als nach vorn; die Ränder aufgebogen, glatt, die Querfurche tief,
an der iMitte durch eine seichte Längsrinne abgebrochen; hinter der Querfurche an bei-
den Seiten zwei Vertiefungen, die eine gleich hinter der Furche, die andere etwas weiter
8JÖSTEDT, MANTODKA. 55
nach liinten; gleich vor dein Hinterrand zwei flache Beulen. Proslernum etwas hinter
der Mitte mit einem grossen, tiefschwarzen, seitlich bis an den hellen Rand sich strecken-
den Fleck, der längs des Mittelkiels sich etwas nach vorn verlängert; die ganze Innen-
seite der Vorderbeine horngeli), schwach bräunlich schattiert, ohne schwarze Flecke;
Unterrand der Hüften ziemlich gerade, scharf, ohne Dornen; Innenrand der Vorderschenkel
mit 12 kleinen, ziemlich gleichgrossen Dornen, die unteren mehr getrennt, der Zwischenkiel
mit 4, die mittleren grösser, der Aussenrand mit 5; Aussenseite der Schenkel glatt, ohne
Warzen und wie die Schienen etwas dunkel geflammt; Schienen an beiden Seiten mit
12 Sägezähnchen, am Aussenrand ziemlich gleich gross, am Tnnenrand nach unten all-
mählich etwas grösser; Enddorn nach aussen schwarz, Tarsalglieder mit schwarzer Spitze;
Mittel- und Hinterbeine sehr fein dunkel gefleckt und punktiert, die Tarsalgheder derselben
mit dunkler Spitze. Deckflügel graulich hyalin mit dunkler Aderung, Hinterflügel mit einem
grossen, rauchbraunen, mit weissen, feinen Quer- und Längsadern zwischen den dunklen,
eigentlichen Längsadern versehenen Fleck. Cerci flach, bandförmig, das Endglied etwas
kürzer als die zwei vorhergehenden zusammen. Fühler gelblich, nach aussen etwas dunkler.
Das bisher unl)ekannte $: Kopf wie beim c/' gebaut, Stirnschild dunkel punktiert,
Augen braungelblich und schwarz gestreift; Pronotum etwas gröber, an der Mitte mit
zwei zugespitzten, an der Basis getrennten Höckern; die Oberfläche nicht glatt sondern
mit zerstreuten kleinen Warzen versehen, die fast zusammengeschmolzenen Beulen vor
dem Hinterrand etwas grösser als beim (f, nur die Seitenränder dicht mit kleinen War-
zen besetzt. Innenseite der Vorderhüften und -schenket schwarzbraun, der untere Teil
der Hüften, Trochanten und die Spitze der Schenkel hell; Prosternum wie beim cf; Aus-
senseite der Vorderschenkel glatt, nur längs dem abgerundeten, etwas oberhalb der Mitte
laufenden Kiel mit zerstreuten Warzen, der aufgebogene Rand granuliert; Deckflügel ein
wenig abgerundet zugespitzt, hinter der Spitze schwach eingebuchtet, kurz, erreichen nur den
ersten Hinterleibring, die helle Narbe etwas hinter der Mitte gelegen; Hinterflügel dunkelblau,
am Aussenrand gelbl^räunlich; vom 2. Segment an die Hinterleibringe oben in der Mitte mit
einer Lobe versehen, die mittleren viel höher, mit gerade abgeschnittenem Hinterrand; Cerci
breit, bandförmig, Endglied oval, nach aussen abgerundet verschmälert, etwas länger und
schmäler als das vorletzte.
& ?
Küipt'i- mit Kopf 27 — 30 25 — 27 mm.
Spannweite 40 — 44 11 — 12 »
Länge und Breite der Dec-kfliigel 20 — 21 X 5 5x2,5 »
Länge und Breite der Hinterflügel 18 — 19x10 3,5X "? »
Länge und Breite des Pronotum ü — 6,4X2,2 — 2,4 6,5X2,8 »
Länge der V^orderschenkel 5 5 »
if(?n(-Niederung, Ngare na nyuki, Nov., Dez., Jan. ; 10 cT, 3 $. — Leben von Fliegen etc.
Galepsus capitatus Sauss.
Werner o.e. 1907, p. 221, (222, 225, mit Übersicht der Arten!). — KiUmandjaro:
Kibonoto, Steppe, untere Kulturzone, März, Sept., Nov. — J/e;'«-Niederung, Flusspferd-
56 SJÖSTEDTS KILIMANDJAKO-MEEU EXPEDITION. 17: 3.
Seen und Ngare na nyuki, Dez., Jan.; 5 cf, 5 $. Eine im Gebiete häufige Art. Lebt
im Grase.
Pyrgomantis singularis Gehst.
V. d. Decken's Reise in 0. Afr. p. 18.; Kirb. Cat. Mant. p. 217. — Ein $ von
der Kulturzone bei Kibonoto, KilimaiKljaro, Nov., L. 45, Kopf ll,r., Pronolum 9 mm.
Innenseile der Vorderhüften und Vorderschenkel rosarötlich.
Mantidae.
Entella lueriiensis n. sp.
Steht E. aliena Werner (Jahresb. Ver. Vat. Nat. Württemberg, Jahrg. 62 (1906),
p. 363 — 364) aus Tanga und Bagamoyo am nächsten, ist aber etwas grösser; die grösste
Breite des Pronotum liegt nicht an, sondern etwas vor der Mitte, und die Schienen sind
am Aussenrand mit 7 (nicht 10) Dornen bewaffnet. Die Vorderschienen sind verhält-
nismässig lang und schmal, wie bei aliena und nelndosa. Pronotum ist einfarben horn-
braun mit zwei ziemlich schwach und undeutlich markierten dunklen Längsbinden, am
Rande glatt, an der Erweiterung breit abgerundet, nicht winkehg. Die Farbe ist hell
hornbraun, die Flügel sind hyalin, schwach graubräunlich angehaucht, Deckflügel am
Vorderrand bis etwa an die Mitte schmal weiss gesäumt, dahinter nur schwach, schmal
dunkel schattiert. Länge mit dem Kopf 26, Länge u. Breite des Pronotum 6x2,7, Länge
u. Breite der Deckflügel 23,5x5, Länge der Vorderschienen ohne Trochanter 7 mm.
il/(Pr«-Niederung, Ngare na nyuki, Dez.; 1 rf.
E. nebulosa Serv., die, von Stäl bestimmt, aus der Kapkolonie vorliegt, hat kür-
zere und viel schmälere Deckflügel (resp. 20x3,7 mm.), Pronotum ist fein dunkel punktiert
und marmoriert, ohne deutliche Längsbinden, und die Erweiterung des Pronotum ist an
der Mitte gelegen. Vordertibien am Aussenrande mit 7 Dornen, Vorderrand der Deck-
flügel bis etwa an die Mitte fein weiss gesäumt.
Entella vitticeps n. .sp. Von Kigonsera im .südl. D. 0. -Afrika liegt eine neue, der meruensis .sehr
nahestehende Art vor. Zwischen den Augen geht hier am Seheitelrand ein deutliches, gelbweisses Band, und
auch im (iesicht gehen zwei solche, .sowohl ülier als unter den Ocelien, die jedoch etwas schwächer
sind; das mittlere reicht nur an die herablaufende Scheitelfurche; Oberrand der Vorderschenkel ist nicht
fast gerade wie bei meruensis, sondern etwas mehr gebogen, wie die Unterseite; Pronotum ist etwas breiter
und der breiteste Teil liegt ziemlich ganz an der Mitte ; Pronotum horngelblich mit zerstreuten, dunklen, wie
in zwei Doppelreihen geordneten Pünktchen, Beine und Körper von derselben bräunlichgelben Farbe, fast
ungefleckt, nur die hinteren vier Tarsen nach aussen etwas dunkler; Flügel hvalin, Deckflügel und die Spitze
der Hinterflügel schwach gelbbräunlich angehaucht; Clostalfeld der Deckflügel bis etwa an die Mitte schwarz-
braun mit deutlichem, gelbweissem Band vor der dunklen Farbe. L, 26, Pronotum 6x3, Deckfliigel 22x5,5,
Vordersehenkel 7 mm.
Entella kilimandjarica n. sp.
c/: Vorderschenkel kurz, Pronotum mit ebenem Rande, ganz wenig vor der Mitte
mit grosser, herabhängender, breit abgerundeter Lobe, derer Rand hinten an der Einschnü-
SJÖSTEDT, Mz\NTODEA. 57
rung einen geraden, oder kaum l)einerkbar stumpfen aber scharfen Winkel liildel; Vorder-
scliienen am Aussenrand mit 7 Dornen. Olierlippe, Epistom und Stirnplatte einfarbig
ledergelb, Kieferbasis mit einem deutlichen, glänzend schwarzen Fleck; Stirnplatte mit
gebogenem Oberrand, eingebuchtetem Unlerrand und schwach gebogenen Seiten; Scheitel
mit drei breiten, etwas abgebrochenen, schwarzen Bändern, sein Oberrand vor den Spitzen
der Augen in einem gleichmässigen, ziemlich schwachen Bogen; Fühler schwarz, die ba-
sale Hälfte des 3. Glieds gelb; Pronotum ledergelb, etwa Va länger als breit (11 : 16),
die grossen, abgerundeten Seitenloben dunkel schattiert, Vorderrand breit abgerundet;
Hinterteil des Pronotum etwas schmäler und länger als der Vorderteil, hinten mit einer
durch eine flache Piinne geteilten, flachen Beule, unten am Winkel eingedrückt; die Ränder
des Pronotum glatt, längs der Ähtte eine bisweilen undeutliche, schwarze Linie; Vorder-
hüften scharf dreieckig, die Ränder äusserst fein gesägt, ohne Dornen, die Innenseite
mehr oder weniger schwarz ; Vorderschenkel, wie Hüften, an der Aussenseite mehr oder
weniger dunkel punktiert, an der Innenseite gelbbräunlich, oft etwas dunkel schattiert,
besonders nach ol)en beim schwarzen Trochanter; der Dorn unten am Innenrand am
Vorderrand der l)ehaarten Partie gross, viel grösser als die anliegenden Dornen, auch
grösser als der oberste Dorn am Rande der Dornenfurche; Innenrand der Vorderschienen
mit 8, Aussenrand mit 7 Dornen; das 2. und 3. Beinpaar braungelb, die letzten Tarsal-
glieder dunkel; Deckflügel hyalin, schwach aber deutlich bräunlich angehaucht, die Haupt-
nerven dunkel gefleckt; Hinterflügel hyalin, nur am Vorderrand und an der Spitze dunkel
schattiert; Hinterleib braunschwarz, die ventrale Endplatte etwa so breit wie lang, breit
abgerundet; Styli schwarz, Cerci etwas heller, das Endglied viel schmäler als die anderen.
Körpw' mit dem Kopf r-:a 20 mm.
Länge des Pronotum ■. 2,7 >
Breite » > 1,9 »
Länge der Deckflflgel 19 — 20 »
(irösste Breite der Deekflügel 5 — 6 »
Länge der Vordersciienkel olme Trochanter... i »
Küinwndjdro: Leitokitok, nördlich vom Berge, Steppe, Mai, Juni; 5 (f.
Enteila flavicoruis u. sp.
cj" : Ähnelt sehr der vorgehenden Art, ist aber etwas kleiner und dunkler, die Füh-
ler vom 3. Glied an hellgelb, nach aussen dunkler, der Dorn unten am Innenrand der
Vorderschenkel, am Vorderrand der behaarten Scheibe, ziemhch klein, grösser als die
anliegenden, aber nicht grösser als der oberste Dorn am selben Rand; Oberlippe, Epistom
und Stirnplatte dicht dunkel gefleckt und marmoriert wie der Scheitel; oberer Scheitel-
rand an den Querfurchen etwas abgesetzt; das ganze Pronotum dunkel gefleckt und ge-
flammt wie der Kopf, oft stärker längs der Mitte; Deckflügel hyalin, dunkel schattiert;
ein wenig mehr als bei der vorigen Art, die schwarzen, schmalen Flecke längs den
Hauptnerven oft etwas kräftiger.
Sjöstedts KilimandjaroMeru Expedition. 17. 8
58 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERÜ EXPEDITION. 17: 3.
KTirpcr mit dem Kopf c:a l(i mm.
Länge des Pronotum 2,6 »
Breite > » 1,6 »
Länge der Deckflügel 1(5,5 — 17 »
Grös.ste Breite der Deckflügel 5 »
Länge der Vordersclienkel oline Troehanter 3,5 »
Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Mai, Aug.; 4 (f.
Entella fiiscipes ii. sp.
ö^: Diese Art bildet eine Zwischenform zwischen hüimandjaricd und ßavicornis.
Der ersteren ähnelt sie in der Farbe der Fühler, welche ganz schwarz, nur mit gelbem
unterem Teil des 3. Glieds, sind; der Dorn unten am Innenrand der Vorderwinkel ist
etwas grösser als der oberste am selben Rand. Auch sind Oberlippe, Epistom und Stirn-
platte wie bei Tiilimandjarica einfarben gelblich und die Kieferbasis schwarz. E. fus-
cipes ist aber kleiner, und die Innenseite der Vorderschenkel ist grösstenteils schwarz.
In der Grösse ähnelt diese neue Art dagegen ßavicornis; letztere hat aber gelb-
liche, nach aussen dunklere Fühler, Epistom, Oberlippe und Stirnplatte sind nicht leder-
gelb sondern auf ledergelbhchem Grunde dicht dunkel punktiert und gefleckt; der unterste
Dorn am Innenrand der Vorderschenhel, der bei ßavicornis etwas kleiner als der oberste
an demselben Rand ist, ist hier grösser oder wenigstens gröber als der oberste Dorn,
und die Innenseite der Vorderschenkel ist bei fuscipes fast ganz schwarz. Farbe der
Flügel wie bei flavicornis; Aussenrand der Vorderschenkel mit 7 Dornen; Länge der
Deckflügel 17 mm.
Meru-l^iederung, Ngare na nyuki, Jan.; 1 (f.
Die kleine E. Widenmanni Werner, die neulieh vom Küimandjaro (Moselii) bescln-ieben worden,
(Werner, o. c. 1906, p. 364), liegt mir aus Natal (colleg. TrägÄrdh) vor. Pronotum ist hier einfarbig
braunrötlich, und auch die Vorderbeine, wie die Mittel- und tiinterbeine, ungebändert. Deckflügel li mm.
Entella iisaiubarica u. sp.
Taf. i, Fig. 8. — Sehr dunkel; Seitenlappen des Pronotum in einen kurzen Zahn
winkelig ausgezogen. Oberrand des Scheitels von den Augenspitzen in einem gleichmäs-
sigen, schwachen Rogen ; Oberlippe, Epistom und Stirnplatte schwarzbraun, ein Band zwi-
schen den hellgelben, oben mit einem dunklen Fleck versehenen, grossen Rasalgliedern der
Fühler gelblich, der übrige Teil der Fühler dunkel, nach unten etwas heller; Ocellen
klein; Scheitel vorn und hinten stark dunkel marmoriert, längs dem Oberrand mit einer
scharf markierten, gelben Linie ; die Erweiterung des Pronotum liegt etwas vor der Mitte ;
der Zahn an der Spitze der Seitenloben ziemlich klein aber sehr deutlich winkelig; Pro-
notum vor der Querrinne höher als der hintere Teil, die Form wie bei Tiilimandja-
rica u. a. ; Vorderhüften stark dunkel gefleckt, an der Oberseite mehr zusammenflies-
send, unten schwarz; Innenseite der Vorderschenkel pechschwarz, am Oberrand gelblich,
an der Aussenseite dicht dunkel punktiert und gefleckt; Vorderschienen an beiden Seiten
S.TÖRTKPT, BtANTODEA. 59
mit drei grossen, dunklen Flecken; Tarsen dunkel; die zwei untersten Dornen am Innen-
rand der Vorderschenkel gleich gross, grösser als die folgenden, etwa so gross wie der vor-
letzte am selben Rand; Hiilten und Schenkel des 2. und 8. Beinpaares dicht und oft
scharf dunkel punktiert und gefleckt, Schienen mehr geflammt, die Tarsen mit dunklen
Spitzen oder (am 3. Paar) von der Spitze des 1. Glied dunkel; Bauch braunschwarz,
Endplatte und die hinteren Seitenteile ledergelb, dunkel punktiert; Deckflügel fast un-
durchsichtig, graubraun mit feinen, abgebrochenen schwarzen Linien längs den Haupt-
adern; Hinterllügel stark rauchbraun angeflogen.
Körper mit dem Kopf f:a 20 mm.
Länge des Proiioliim 4,5 »
Breite » » 2,3 »
Länge der Deckflügel 19 — 20 »
Breite > » 5 »
Länge der Vordersolienkel ohne Troelianter ... 4,5 »
Usamlxira: Mombo, Juni; 2 (f. — Scheint E. Lamprrti Werner ($) 1. c. am
nilchsten zu stehen.
Übersicht der d" der bisher bekaiiuteii Enteila- Arten. ^
/. Seitenloben de.s Pronolum abgerundet.
a. Grö.sser, Deckflügel 27 mm. E. Delalandn Sauss.
aa. Kleiner, » unter 27 mm.
*. Vorderschenkel ziemlich lang und sehmal, 5 — 7 mm.
Vorderrand der Deckflügel z. T. fein, weisslich gesäumt.
a. Vorderschienen am Aussenrand mit 9 — 10 Dornen.
1. Deckflügel 21,5 mm. E. aliena VVern.
2. » 16 » E. marginella" Thunb.
fl«. V^orderrand am Aussenrand mit 7 Dornen.
1. Länge u. Breite der Deckflügel 22x5,5 mm; zwischen den Augen ein gelbweisses Scheitelband.
E. vitticeps Sjöst.
' Neulich ist eine neue Entella- Ari (rhomhocMr) , »ausgezeichnet durch die sehr blattförmig erweiterten,
im Umriss etwas rhombischen Vorderfeniora» von Werner (Ber. Senck. nat. Ges. Krankt, a. M. 1908,
p. 48) beschrieben worden. Fundort? Grösse?
^ Entella marginella, die von Thunberg ziemlich kurz beschrieben worden, und deren Typus vor-
liegt, ist eine kleine und schmächtige Art; der Oberrand des Scheitel ist fast gerade, nur sehr schwach
gebogen, oben fast ohne den geringsten Einschnitt an den Scheitelfurchen; Pronotum ist völlig glatt mit ebenen
Rändern, die Erweiterung fast ganz an der Mitte gelegen, die Erweiterung nicht lappig herabhängend sondern
gerade ausstehend; Beine ledergelb, ungefleckt; Vorderhüften ohne Dornen; Vorderschenkel an der Innen-
seite zwischen dem Trochanter und der Dornengrube etwas dunkel, am Innenrand mit 12, alternierend etwas
grösseren und kleineren, Dornen, und länger heraus am Gelenk noch einem ; Schienen am Aussen- und Innen-
rand mit 9 Dornen. Hinterleil) schmal; Deckflügel hyalin mit etwas dunkleren Nerven, schwach graulich
angehaucht, sehr schmal, nach aussen allmählich etwas breiter, an der Spitze breit abgerundet; Vorderrand
etwa an der Mitte schmal, weiss gesäumt; Länge und Breite des Pronotum 4,8, u. 2, Breite des Kopfes 3,
Vordersehenkel 5, Hinterschenkel lang, 8,8, Länge und Breite der Deckflügel 16 und 3 mm.
(iO SjÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEtT EXPEDITION. 17: 'i.
2. Liinge und Breite! iler Dcrkfliigul 23x5; koin helles ScIieilclhiiiKl V(irliancl(>n.
E. merneiwis SjösT.
3. Länge und Breite der Dec-kflügel 20x3,7 mm. E. tiebulosa Serv.
.].. > ,. » » » 19x4,5 mm. E. (?) gracilipes Sauss.
**. Vorderschenkel klein, uielit über -i mm.
a. Länge der Deekfliigel 19 — 20 mm. Fühler schwarz mit gelbem nnleren Teil des 3. Fühlerglieds.
E. kilimandjarka SjöST.
aa. Länge der Deckflügel 12,5 — 17 mm.
1. Fülller gelblieh, nach aussen dunkler, (iesiehl dichl diiidiel punktiert und gefleckt.
E. flavicornis Sjöst.
2. Fühler pechschwarz mit gelbem unterem Teil des 3. Fühlerglieds; Gesicht einfarbig ledergelb mit
schwarzer Kieferbasis. E. fusciceps SjÖST.
3. Deckflügel 14 mm., Vordertibien am Aussenrande mit 10 — 11 Dornen. E. Wtde7iniamii Werk.
4. Deckflügel 12,5 nun., Vordertibien am Aussenrand mit 6 Dornen. E. minima Wern.
11. Seitenloben des Pronotum in einen Zahn ausgezogen. Deckflügel fast umlurchsichtig, schwarzbraun,
llinlerflügel stark rauchl.iraun angeflogen. E. usambarica Sjöst.
Taf. i, Fig. 8.
Tenodera superstitiosa Fabr.
Westwood, Rev. Mant. 1889, p. 13. — Diese in Afrika, Asien und Australien weit
verbreitete Mantide scheint im GeLiiete nicht häufig zu sein und wurde nur einmal, und
zwar in der Kulturzone des Küimandjaro, bei Kibonoto, am -i. Nov. dort beobachtet.
Polj.spilota variegata (Iliv.
Mantis variegata Olivier, Enc. Meth. VII, p. 638, No. 68 (1792). — M. striata
Stoll, Spectres et Mant. 1813, Taf. XI, Fig. 41, p. 78 ($). — M. pustulata Stoll,
0. c. Taf. XX, Fig. 73, p. 78 ((/). — Etwa 50 Exemplare nebst zahlreichen Larven. Von
diesen, die gemischt unter einander besonders in den Bananen farmen der Wadschaggas
in der Kulturzone, und zwar am häufigsten im April, angetroffen wurden, sind 16 $
bräunlich, mit gelbbraunem, braungeflammtem Vorderrandfeld der Deckflügel (striata);
10 $ haben grösstenteils grüne Grundfarbe der Deckflügel. Von den ^^ haben 20 das
Vorderrand feld der Deckflügel grün (pustulata), bei einem ist die grüne Farbe hier be-
deutend blasser und z. T. mit Braunem gemischt, um wieder bei einem anderen gelb-
braun, braungeflammt wie bei striata zu werden. Die (/ haben also fast immer das
Vorderfeld der Deckflügel grün, nur selten bräunlich, die $ die Deckflügel sowolfl am
Vorderfeld w'ie übrigens grösstenteils entweder grün oder bräunlich.
Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Älärz — Mai, im April sehr häufig, Nov.; Larven
zahlreich (30 Ex.) im Jan. — Meru: Regenwald, 3,000 m., Jan. — Usamhara:
Mombo, Juni.
In der Übersicht meiner aus Kamerun mitgebrachten Mantodeen (Bih. Svenska Vet. Akad. Handl.
Bd. 25, Afd. IV, N:o 6, 1900, p. 13) habe ich das bisher unbekannte 9 fl<?s Polijspilota pida (Ierst. be-
sehrieben, das ein von dem des cf ziemlich abweichendes Aussehen hat: die Flügel sind, wie a. a. 0. an-
gegeben worden, hier kürzer, Pronotum länger und breiter, am P>ande deutlich gezähnt, oben mit deutlich
hervortretendem Kiel, der Kopf ist grösser, der Hinterleib kürzer, mehr eiförmig und das Costalfeld der
Deckfh'igel breiter, wodurch diese Art mit Hierodula sehr übereinstimmt. Herr Dr. Werner hat aber später
S.TÖSTKIVl', MANTODIOA. 61
(Jaliresb. Vor. vat. Natnrk. W'iiillciiihcrü-, C>2. Jalirj,'., I !)()(), p. 3()ö) "nielit den Icisosten Griiml gpfundcn, die
Art zu Hierodula zu stellen", obgleich er jedoch weiter luUen diese Meinung etwas modifiziert, indem er
zngieht, dass die Breite des Closlalfeides der Vord(n'lliigei "ininierhin noeh branehbar" sei, um die Art zu
Hierodula zu t'iiliren. l']iu näheres Veri;h'iclien zwischen (h'n von StÄL (lüh. Svensiia Vet. Akad. Ilandl.
Bd. 4, N:o 10, p. 38, 1877) gegel)enen aiisfülirlicben Diagnosen der beiden (iattungen Poli/spilota und
Hierodula sclieint je(U)cii, wii- t'ulg(>nde Fuidvte ih'r wicliligslen Charaktere näiier zeigen, (hnitlicii dafür zu
sprechen, dass die iieli-elTende Art, die eine /wisclienforni der ltei(h'n (Iattungen liildel, insofei'n man
näiiilicli plastischen ( 'liarakleren eiiwn liTilieren Werl als l''arbencharakleren giebt, eher zu Hierodula zu
riiliri'n isl.
1) Polijspilofa : "elvlra ahecpu' sexuum subcunforniia, apud feminas quauj apud mares noniiihil
lati(ii-a".
1) Hierodula: "elytra et ahv sexuum dislinclius difformia, apud feminas latiora, canipo eostali elyt-
raruni feminarum longe ultra nu'diuin lato", wie b(>reils angegeben Charaktere, die bei j>(V'/« vorhanden sind.
2) Polyspiloia : "clypeus frontalis fere duplo latior quam longior".
2) Hierodula: "clypeus frontalis vix vel leviter transversus".
Am vorliegenden Typus des 9 ^'on picta isl der elypeus 2,3x2,9 mm., oder nur wenig breiter als
hoch, wogegen wir für Pohjspilota juit derselben Höhe des clypeus zu einer Breite von fast 4,6 (statt 2,9)
konnncn würden. Auch wenn dieser (Iharakter etwas sclnvankt, deutet di(> Form d(\s elypeus, wie es scheint,
jedoch eher auf Hierodula als Pohjspnlola hin.
B'» Hierodula: "sinus temporalis oculorum nullus vel obtusissimus". Dieses stimmt auch mit picta
im (iegensalz zu z. I!. vorliegenden Exemplaren von Poli/spilota variegata überein, w'o dieser sinus deutlich
hervortritt, und ist sogar schwächer als bei z. B. Hierodula lineola. In der Farbe ähnelt ^"fto dagegen
mehr einer Polyspiloia, und kommt in dieser Hinsicht P. calabarira ziemlich nahe.
Wenn man also plastische Charaktere luiher als Farbencharaktere stellt, wie ich a. a. 0. getan,
konunt di(>se Zwischenform, wie aus dem Angeführten hervorgeht, viel näher der Hierodula als der Pohjspilota;
in der Farbe ähnelt sie dagegen typisch gewissen Polijspilofa-Ayh'n.
Spliodromantis lineola Burm.
iS'. gastrica Stäl.
Werner, Ber. Senck. nalurf. Ges. Frankf. a. M. 1908, p. 33—36. — Drei $, alle
vom KiJ'nuandjdro, Kibonoto, KuUurzone, April, Aug.; Pronotum 18 mm.
Mantis natalensis Stäl.
KiRB., Cat. Mant., p. 251. — Ein schönes Paar (cf^) von der i/f/-((-Niederung,
Ngare iia nyuki, Jan. Die Art ist auch von der Kihmandjaro-Steppe (Werner, Jahresb.
Ver. vaterl. Naturk. Württemh., Jahrg. 62 (1906), p. 367) verzeichnet.
Hoplocorypha galeata Geest.
Taf. 4-, Fig. 10, 10 a, 10 b. — Arch. f. Nat. XXXV, p. 210 (1870); v. d. Deckens
Reisen in 0. Afr., p. 16 (1873), $. — Diese Art, die fast immer mit ))i,icm Stäl (Öfv.
Sv. Vet. Akad. Förh. 1856, p. 169 und 1871, p. 388) vermischt worden, ist 1. c. von
Gerst.I'C.ker nach zwei vom See Jipe (Djipersee) am Kilimandjaro stammenden $ be-
schrieben worden. "Neben denselben'" hatte Gerst^ecker "zum Vergleich" auch ein $
aus dem Kaffernlande und ein Pärchen vom Kap gehal:)t, die Typen der Art sind jedoch
die genannten Weibchen vom Djipersee.
62 SJÖSTEDTS KILIMAKDJABO-MERU EXPEDITION. 17: 3.
Die Vermischung beginnt damit, dass Saussure, dem wahrscheinlich der Fundort
"Jipe" unbel^annt war, nach der Beschreibung der galeata (Mem. Soc. Geneve XXI,
p. 135, 1871) nach dem $ vom Kaffernlande, das Gerst.^iCKER zum Vergleich gehabt,
"la Caffrerie" als Vaterland für galeata angab, und ferner hinzusetzt: 'Teut-etre la meme
que de la suivante?" (= macra).
Später (o. c. XXIII, 1873, p. 63) wird von Saussure "TAfrique meridionale et
occidentale" für galeata angegeben, wobei nochmals die Vermutung ausgesprochen wird,
dass macra und galeata identisch seien.
KiRHY hat auch (Cat. Mant., p. 257) macra mit galeata vereinigt und dabei die
erstere, obgleich ältere, Art (1856) als Synonym unter galeata (1870) gestellt.
Auch Werner hält die Arten für identisch ("Ich kann zwischen dieser Art und
macra Stäl keinen Unterschied finden"; S.-B. Akad. Wiss. Wien, Jahrg. 1907, p. 239),
behält aber den jüngeren Namen galeata.
Mir liegen sowohl die Typen der macra Stäl aus dem Kaffernland als mehrere
cf der echten galeata vom Kilimandjaro, wie angeführt, dem Fundort der galeata Gerst.,
wo die Art gemein war, vor. Die $ stimmen völlig mit Gerst.eckers Beschreibung der galeata
überein, die cT sind der macra freilich im ganzen sehr ähnlich, aber etwas dunkler, und
unterscheiden sich ferner deutlich durch folgende Charaktere:
1) macra Stäl (Taf. 4, Fig. 11, IIa, Hb), (f: Supraanalplatte langgestreckt, deut-
lich länger als breit, nach aussen allmählig verengt, zungenförmig, von hinten gesehen
an der Mitte etwas geliogen; Subgenitalplalte an der Basis so breit wie die vorhergehen-
den Segmente, dann triangulär verengt, Styli an der Spitze der Seitenränder; längs den
Rändern die Platte deutlich breit ausgehöhlt.
2) galeata Gerst. (Taf. 4, Fig. 10, 10 a, 10 b), cf: Supraanalplatte ziemhch so lang
wie breit, nach aussen nur wenig verengt, am Ende von oben gesehen breit, ziemlich
gerade, kaum abgerundet, mit breit abgerundeten Ecken, von hinten gesehen an der
Mitte etwas winkelig gebogen; Subgenitalplalte bis an die Seitenränder gleichmässig ge-
wölbt, ohne konkave Seitenteile, zungenförmig, niclit deutlich triangulär verengt.
Pronotum der beiden Arten gleich, der Vorderteil desselben mit 6 (resp. 7), der Hinler-
teil mit 3 Längskielen. Die Supraanalplatte des $ von galeata ähnelt der des (f, ist aber
viel mehr dachförmig zusammengedrückt, und dadurch von oben gesehen nach aussen
mehr verengt, am Ende etwas eingebuchtet, von hinten gesehen die Seiten gerade und
winkelig gegen einander gestellt, nicht wie beim cf nur in der Mitte etwas winkelig gebogen.
— Körper mit dem Kopf 34—36 (cf), 35—43 (?), Pronotum 11—11,5 {(f), 12—15 ($),
Deckflügel 18—19 (3^), Vorderschenkel ohne Trochanter 7—8 (cf), 9—11,5 ($) mm.
Kilimandjaro: Kibonoto, Steppe-Kulturzone, Sept. — Nov., gemein; lebt besonders
unter trockenem Gras im Mischwald und in der Buschsteppe. 6 c/', 6 §.
Hoplocoryplia nana n. sp.
Von der Meru-Niederung habe ich eine Hoplocoryplta (cf) mitgebrachl, die mit
galeata innig verwandt, aber von derselben doch ohne Zweifel verschieden ist. Sie ist
S.lilSPKDI', MANTODKA. 63
viel kleiner, dio OcclltMi sind S(>lir niedrig, und gerade von der Seife des Kopfes gesehen
kaum bemerkbar, wogegen bei galeatd von dieser Riclitung ihre Spitzen deuUich zu sehen
sind; alle Adern der Deckflügel sind einfacb, nie gegabell, die Supraanalplatte ist kurz
zungenförmig, fast rund, nach hinten ein wenig verengt, Subgenitalplatte gewölbt, länger
als breit, nach hinten verengt; Fronotum vorn mit 6 (resp. 7), hinten mit 3 Längskielen,
der mittlere am grösslen. L. 26, Pronotum 9x1,5, Deckfliigel 12x2, Vorderschenkel
ohne Tr. (),ö mm.
il/e /-«-Niederung, Ngare na nyuki, Nov.; 1 cf.
Miomantis qiiadriininctata Sauss.
Rev. Suisse Zool. V, p. 188 (1898). — cf- Die vier schwarzen Punkte an der
Innenseite der Vorderschenkel, von denen der eine auf Trochanter liegt, sind klein aber
deutlich. Sowohl grünliche als bräunliche Exemplare liegen vor.
Das $ hat grüne Grundfarbe, Schienen und Tarsen der Vorderbeine, wie bei den
grünen (f, braungelblich, Pronotum dicht und fein gekörnelt, am Rande, mit Ausnahme
vorn und hinten, dicht und fein gezähnt. Hinterflügel hellgelb mit grüner Spitze, die
vordere Partie ziemlich hyalin.
a" ?
Körper mit dem Kopf 34 32 mm.
Länge des Pronotum 9 10 »
Breite » » 2 3 »
Länge der Deckflügel 26 8 »
» der V^orderschenkel ohne Troeh. ... 7,2 8,8 »
Jfern-Niederung, Ngare na nyuki, Okt., Nov., Jan. — Küimandjaro: Kibonoto, Obst-
gartensteppe, Dez.; 5 o^, 1 $.
Miomantis affiuis n. sp.
Mehrere der vorliegenden Miomanfis-ExempldLi'e ähneln im allgemeinen Aussehen
fast völlig der vorigen Art, sind aber durchgehend bemerkbar grösser und bilden ohne
Zweifel eine selbständige Art. Die JMännchen, von denen sowohl die grünliche als die
bräunliche Form vorliegt, haben alle an der Innenseite der Vorderschenkel, wie quadri-
puncidta, vier deutliche, schwarze Punkte, und die Augen sind abgerundet, nicht konisch
ausgezogen. Das 5 hat grösseres Pronotum als quadripundata, das wie dort an der
Oberfläche dicht, fein gekörnelt, am Rande gezähnt, erscheint, die Hüften sind wie beim
(f ohne Flecke, am Rande dicht mit Dörnchen versehen. Deckflügel grün oder hell
bräunlich mit hellen Streifen längs den Nerven, die besonders an den bräunlichen Exem-
plaren sehr deutlich hervortreten. Hinterflügel rotgelb, die Spitzen wie an den Deckflügeln
gefärbt.
d" ?
Körper mit dem Kopf ea. 37 35 mm.
Länge des Pronotum lU — 10,5 11 — 12 »
Breite » » 2,2 3,3 »
Länge der Deekflügel 28—30 l-i,5— 17 »
Breite » » 6 — 6,5 4,5 — 5 »
Länge der Vordersehenkel ohne Trooli. ... 8 9,6 — 10 »
fj-i SJÖSTEUTS KILIMANDJABOMEKU EXrEDITION. J7: 3.
Küimünäjuro: Kibonoto, Kulturzone-Niederung, Sept., Nov., Dez.; 4 cf, 5 ?•
Miomantis kilimandjarica n. sp.
(f: Ähnelt sehr der 31. quadripiinctata, unterscheidet sich aber durch die vollständige
Abwesenheit der 4 schwarzen Flecke an der Innenseite der Vorderschenkel. Die lu'äun-
liche Form hat Pronolum, Hüften, Schenkel und Körper mit staubfeinen, dunklen Pünkt-
chen dicht bestreut; quer über das Gesicht zwei helle Bänder, das untere über die Fühler-
basis, das zwischenliegende, bräunliche Band über die oberen Ocellen.
Augen von der Seite gesehen oval, nach oben etwas verengt, Oberrand des Scheitels
schwach gebogen; Stirnplatte niedrig, dessen Oberrand an der Mitte aufgebogen; Pronotum
glatt mit ebenen Rändern, schmal, an den Hüften nur wenig erweitert, nach hinten etwas
verengt und dann wieder etwas breiter, hinten ziemlich so breit wie an den Hüften;
Beine hell, einfarben, wie erwähnt ohne schwarze Flecke an der Innenseite der Vorder-
schenkel; Flügel hyalin mit weissgrünlicher Aderung und grünlichem Längsband längs
den Hauptadern.
Das $ steht durch seine kleinen, fast rudimenteren Flügel der M. hrevipennis Sauss. am
nächsten, unterscheidet sich aber durch etwas bedeutendere Grösse und längeres Pronotum
(resp. 7 u. 9 — 10 mm.). Der Scheitelrand ist wie dort etwas gebogen, der Stirnschild nie-
drig, mit an der Mitte gebogenem Oberrand, die Augen abgerundet, von der Seite oval, nach
oben etwas verengt, aber nicht konisch ausgezogen; Vorderschenkel wie am cf ohne
schwarze Flecke; Pronotum wie beim cT aber oben dicht, fein gekörnelt, am Rande dicht
und fein gezähnt; Vorderhüften am Vorderrand mit feinen Dörnchen. Deckflügel sehr
kurz und klein, halb durchsichtig, liräunlich oder grünlich angeflogen, oval, Vorderrand
ziemlich gerade, Ilinterrand stärker gebogen, am Ende rund zugespitzt.
Steht auch der M. Mtnelihn Borm. (Sauss. o. c, p. 194) nahe, dieselbe soll aber
einen oben glatten ("prothorace levi") und etwas kürzeren (resp. 7,5 u. 9 — 10 mm.) Pro-
thorax haben.
cf ?
Körper mit dum Kopf ca. 32 3U mm.
Länge des Pronotum 9 — 10 9 »
Breite » » 2 2 »
Länge der Deckflügel 21—22 ö— 8 »
Breite » » 4 — 4,5 3 »
Länge der Vordersclieiikel olme Troch 6,5 — 7 (^ »
Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, 9 9) Sept.; Kulturzone-Niederung, 50 cf, von
denen 33 der bräunlichen, die übrigen der grünen Form angehören, die meisten vom Sept.,
ferner vom Jan., März, April, Älai, Okt.
Miomantis plauivcrtex n. sp.
Von der J/er^-Niederung liegen o^ und $ einer der M. kilüuaiuljariea äusserst
nahestehenden, aber getrennten Art vor.
RJÖSTEDT, MANTODEA. 65
Der obere Sclieitelrand ist liier iiiclit gebogen sondern gerade. Pronotum des cf
ist etwas kürzer (6,7 — 8 rnrn.) Innenseile der Vorderschenkel ohne oder, an der braunen
Form, mit vier schwarzen Meckchen. Der Kopf ist etwas breiler als an der hüimandja-
n'ai, i,.3 mm. Die HiiilerlUigel der $ $ sind orangegelb.
J/i!V«-Niederung, Ngure na nyuki, Jan., 0kl., Nov., Dez.; 3 ^, 2 $.
Isclmoinaiitis usaiubarica n. sp.
Taf. 4, Fig. 1. — (f: Der ganze Körper mit Fühlern und Beinen rotbraun, Pro-
nolum hinler der Erweiterung am Rande mit schwarzen Wärzchen; Oberrand des Scheitels
in derselben Hohe wie die Augen, ziemlich gerade, nur schwach gewölbt; Ocellen gross,
von der Seite fast kreisrund; Fühler fadenförmig, hell rotbraun, an der Spitze etwas
dunkler, die Glieder nach den zwei grossen Basalgliedern zuerst kurz, ringförmig, dann
allmählich länger und schmäler; Vorderhüften scharf dreieckig. Aussen- und Hinterrand
fein gesägt, Vorderrand mit etwa 9 geraden, kurzen Dornen und zwischen diesen An-
deutung zu noch einigen anderen; Vorderschenkel lang, am Aussenrand, wie für die
Gattung kennzeichnend ist, mit 5 Dornen, am Innenrand mit 14; hinler der Dornenfurche
3 schwarze, vor der Spitze rote Dornen, der vorderste viel grösser und länger als die
anderen, von denen der hintere kleiner erscheint; hinter diesen ist der Innenrand mit
höckerartigen Dörnchen besetzt; Innenrand der Schienen mit 15, Aussenrand mit 7 — 8
Dornen; Hinterbeine lang und schmal, Schenkel ziemlich glatt. Schienen mehr behaart,
unten an beiden Rändern fein und dicht sägezähnig; Pronotum lang und schmal, an
den Hüften etwas erweitert, hinter der folgenden Einschnürung nach hinten allmählich
etwas breiter und am Rande dicht mit schwarzen, warzenartigen, niedrigen, abgerundeten
Dörnchen versehen; der Vorderteil ohne solche dunkle Fleckchen, die Wärzchen hier hell
und mehr zugespitzt; vorn und hinten ist der Pronotumrand eben; Dorsalkiel sehr deut-
lich, vor der Querfurche sehr fein, in einer zuerst ziemlich breiten, nach vorn allmählich
schmäleren und seichteren, dann verschwindenden Rinne eingesenkt; an der Querfurche
unten am Rande, wie bei /. fatiloqua, ein kleiner Dorn. Deckflügel hyalin, deutlich
bräunlich und z. T. ziegelrot angehaucht, ohne Flecke; Vorderrand weiss, rötlich ange-
haucht, Analfeld ohne dunkle Flecke; Hinterflügel rauchbraun mit feinen, weissen Quer-
adern, vorn mit zerstreuten, hellen Fleckchen, auch die Spitze hyalin, etwas vor der Spitze
ein grosser, heller, etwas rötlicher Fleck. Hinterleib am Ende abgebrochen.
Länge des Pronotum 2-i mm.
Breite » » an den Hüften -4 »
» » » nach hinten 3 »
Länge der Vorderhüften 13 »
» » Vordersehenkel init Trochanter 17 »
» " Deckflügel 47 »
Breite » » 8,5 »
Länge » ilinterschienen '28 »
Usamhara, Juni 1906.
Sji)sti-dts KiUinniiitjdro-Mi'ra E.TpfiJilinn. 17. 9
Ö6
SJÖSTEDTS KILIMANDJaRO-MESTT EXPEDITION. 17: 3.
Diese schöne Mantide ähnelt am meisten der Mantis perfida Guer. (Lefebvre, Voy.
Abyss. VI, p. 334, pl. 6, iig. 1, 1848), die als cf des Eremoplana Guerini Reiche &
Fairm. $ angesehen wird, hat aber kürzere Flügel, längeres Pronoturn und nicht so viele
helle Flecke an den Hinterflügeln.
Parasplieiulale agrionina Gekst.
Mantis (Plwt'nui) agrionina Gerst., Arch. Nat., XXXV, p. 209, d" (1869). —
V. DER Deckens Reisen in Ost-Afr., Ins. p. 13, cf (1873). — Solijgia agrionina Kirb.,
Cat. Mant., p. 263, cf (1904). — Mantis vincta Gerst., v. d. Decken 1. c, p. 14, Taf. 1,
Fig. 6, $. — Carvilia vincta Kirb., Cat. Mant., p. 266, $. — Paraspltendale vincta,
ScHULTH., Ann. Mus. Genova, XXXIX, p. 177, $ (1898); Werner, Jahresb. Ver. vat. Nat.
Württemberg, Jahrg. 62, p. 368, (/"$ (1906). — Ein typisches, mit der in v. D. Deckens
Reisen angegebenen Abbildung übereinstimmendes $ liegt aus Usamhara, Mombo, Juni,
vor. Die Art ist 1. c. 1873 auch vom Djipesee am Kilimandjaro angegeben.
Parasphentlale costalis Kirb.
Taf. 4, Fig. 2 u. 3. — Mantis vincta var. a, Gerst. o. c. 1873, p. 15, $. —
Carvilia costalis Kirb., Ann. Mag. Nat. Hist. (7) XIII, p. 85, $ (1904). — Fünf vom
Kilimandjaro mitgebrachte $ stimmen miteinander völlig überein und gehören alle dieser
dunkleren Art an. Die Deckflügel sind, mit Ausnahme des scherbengelben Randfeldes,
ganz schwarzbraun, vielleicht kaum bemerkbar violett angehaucht, nur an der Mitte
mit einem kleinen, quer über die Flügel gehenden hellen Fleck, die Hinterflügel sind ganz
einfarben, nicht an der Spitze hefler, und die Deine, besonders das 1. Paar, viel kräf-
tiger und schärfer quergebändert als bei voriger Art. Zusammen mit diesen 5 5 sind
auch 3 o^ mitgebracht, welches Geschlecht bisher unbekannt war, und von denen
2 am selben Tag (23. April resp. 3. Mai) mit 2 der 5, '-^nd zwar wahrscheinlich in
copula, gefangen worden. Sie sind u. a. etwas kleiner als das (f der agrionina (Pro-
notum resp. 12—12,5 und 10,5 — 10,8 mm.), und die Deckflügel sind ohne dunkle Flecke.
cf: Kopf mit nach Art der Agrionen stark hervortretenden Augen; Scheitelrand in
derselben Linie wie die Augen, ziemlich gerade, nur schwach gewölbt, zwischen den
Augen und den Scheitelfurchen ein grosser, gelber Fleck; oben ist der Scheitel ziemlich
schmal, abgerundet; Gesicht oberhalb des wulstig hervortretenden Ocellenhöckers zwischen
den Scheitelfurchen flach; Oceflen sehr gross, fast kreisrund, etwa um die halbe Länge
— die oberen um die Länge — ihres Durchmessers voneinander getrennt; Fühler
braungelb, nach aussen allmählich pechbraun; Stirnplatte schmal, oben und an den
Seiten mit abstehenden Rändern, Oberrand gebogen, unter demselben eine dunkle, flache
Rinne; Epistom breiter als hoch, nach unten verschmälert, mit geraden Seiten, Unterrand
gerade abgeschnitten, in der Mitte mit einer feinen Rinne, Ecken abgerundet; Pronoturn
schmal, an den Hüften erweitert, hinten etwas eingeschnürt und nach hinten allmählich
wieder so breit wie nach vorn; Querfurche tief, der nach vorn gehende Zweig in einen
geraden, abgerundeten Winkel gestellt; der vor der Querrinne liegende Teil des Pronoturn
S.IÖSTEDT, MANTODEA. 67
gewölbt, warzig, miL zicmlicli brcilen Rändern, von der Miüo nach hinten eine seichte
Rinne, die sich etwas länger jenseits der Querrinne fortsetzt; Vorder- und nochmehr der
Hinterrand des Pronotuni breit aligerundet, die Ränder, besonders am breitesten Teil,
zerstreut, kurz gezähnt, nach hinten allmählich glatt; kurz vor dem Ilinterrand jederseits
eine schräg gestellte, ziemlich tiefe, schmale Vertiefung; Oberrand, und bisweilen auch die
Oberseite der Vorderhüften fein gesägt, Aussenrand glatt, Unterrand deutlich gedornt;
vier der Dornen grösser und an der Innenseite schwarz; Innenseite hellgelb mit zwei
breiten, schwarzen Bändern, das hintere breiter; an einem Stück sind diese, wie auch oft die
übrigen Zeichnungen, undeutlich, das Tier mehr einförmig gefärbt; Aussen- und Oberseite der
Vorderhüften, sowie die der Schenkel und Schienen, braungelblich, dunkel geflammt; Innen-
seite der Schenkel gelb, nach oben mit drei grossen, dunklen Flecken, Innenrand mit 6 grösse-
ren, schwarzen, mit etwas kleineren, hellen, alternierenden Dornen; zwischen den zwei
untersten sind zwei kleinere vorhanden; hinter der Klauenfurche drei schwarze Dornen, der
unterste zwei — drei mal so lang wie die anderen; Aussenrand der Schenkel mit 4 Dornen,
Aussenrand der Schienen mit 7, Innenrand derselben mit 11 Dornen; das erste Tarsal-
glied etwas länger als die übrigen Glieder zusammen, schwarz, nach oben hell, die übrigen
schwarz, an den Gelenken schmal gelb; das 2. und 3. Beinpaar bräunlich, mit hellen,
bisweilen undeutlichen Ringen; das erste Tarsalglied des 2. Beinpaares ziemlich so lang
wie die drei folgenden zusammen, das des 3. wie die übrigen Glieder mit Klauen; Deck-
flügel hyalin mit weissem Vorderrand und rauchbraun schattiertem, hellgeflecktem Disk-
feld, das nach hinten allmählich heller wird; Hinterflügel hyalin mit dunklem Vorderrand
und dunkler Spitze ; die ventrale Endplatte länger als lireit, nach aussen allmählich ver-
schmälert, an der Spitze abgeschnitten; Cerci rund, nach aussen verschmälert, reichen
etwas hinter die Endplatte.
Körper mit dem Kopf 38 ■ — 40 mm.
Länge des Pronotum 10,5 — 10,8 »
Grö.sste Breite des Pronotum 2,5 — 2,8 »
Länge der Deckflügel 29 — 31 »
Breite » » 6,5 — 7 »
Länge » Hinterfiügel 26 — 28 »
Länge » Vorderschonkel mit Trochanter ... 9 — 9,5 »
Länge » Hinterschienen 7,4 »
Küimamljaro: Kibonoto, Obstgartensteppe-Kulturzone; April, Mai, Sept.; 5 cT, 3 $,
2 Larven.
Creobotridae.
Oxjpiliis mcrueusis n. sp.
Taf. 4, Fig. 9. — ?: Steht O. capensis $ (Subimago?) [Soc. Phys. Geneve XXI
(1871), p. 169] sehr nahe, die Vorderhüflen sind aber an der Innenseite ganz schwarz
mit einigen feinen, längsgehenden, z. T. abgebrochenen, hellen Leisten und auch die
Aussenseite grösstenteils schw^arz; Vorderschenkel an der Innenseite gelblich mit zwei
68 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEÜ EXPEDITION. 17: 3.
srharf markierten, schwarzen Flecken am Oberrand; Stirnfortsatz unten flach ausgehöhlt,
nicht tief gefurcht. Die Ocellen, die für capensis $ nicht angegeben werden, sind bei
meruensis äusserst fein, punktförmig.
Stirn triangulär ausgezogen, vom Nacken her Vs kürzer als die Breite des Kopfes
zwischen den Augenspitzen (2 resp. 3 mm.), an der Spitze ziemlich seicht, aber sehr
deutlich gespalten, mit abgerundeten Processen, an beiden Seiten mit zwei Paar Tuberkeln,
das hintere Paar grösser und etwas höher hinauf gestellt, in Linie mit dem 3. Paar
oberhalb der Augen; unten ist der Stirnfortsatz abgeplattet, etwas vor den zwei schräg
nach vorn gerichteten Ocellenhöckern bis an die Spitze der zwei Stirnprocesse seicht
rinnenförmig vertieft; Ocellen sehr klein, punktförmig, hinten und an den Seiten der
Ocellenhöcker gelegen ; Epistom mit Mittelkiel, Stirnplatte mit oben in einen kleinen Zahn aus-
gezogenen Mittelkiel und Seitenkielen; das dicke Basalglied der Fühler, sowie die Ocellen-
höcker, hinten schwarz; Fühler fadenförmig, hell, nach aussen schwärzlich; Thorax durch
zwei Querrinnen in drei Partien geteilt, die vordere mit zwei Paar dicht zusammen
gestellten Beulen und einem Paar getrennter, konischer Tuberkel ; Mittelpartie in der Mitte
mit einem Paar grosser, weit getrennter Tuberkel, an jeder Seite mit noch einem ähn-
lichen, hinter dem grossen Mittelpaar ein viel kleineres Paar; die schmale Ilinterpartie
am Hinterrand mit einem Paar niedriger, durch eine seichte Rinne getrennter Tuberkel;
Seitenränder vorn gelblich, hinten fein dunkel gefleckt, mit 8—9 Dornen versehen; die
Älittelpartie an den Seiten hinter den grösseren Tuberkeln gelblich, ungefleckt; Meso-
notum fast kreisrund, hinten etwas winkelig ausgeschnitten, mit niedrigem Längskiel.
Flügel nur als kleine Seitenloben angedeutet; Vorderhüften dreieckig, Innenseite ganz
schwarz mit einigen hellen, z.T. abgebrochenen Längslinien; Aussenseite schwarz, hinten
fein schwarz gefleckt, oben gelblich; Hinterseite gelblich, unten gefleckt; Aussenrand fein
gesägt, Vorderrand mit 6 — 7 weissen, geraden Dornen und zwischen diesen feine Säge-
zähne; Trochanter an der Innenseite mit einem grossen, schwarzen Fleck; Vorder-
schenkel an der Innenseite gelblich, nur mit zwei grossen schwarzen Flecken am Ober-
rand, an der Aussenseite dunkel geflammt und mit einem scharf markierten, kleinen, mond-
förmigen, schwarzen Fleck etwas ausserhalb der Mitte; äusserer Unterrand mit 4 (resp. 5),
innerer mit 9 Dornen; hinter dem letzten der vier Mitteldornen, hinten am Vorder-
schenkel, ein schwarzer Fleck; Tarsalglieder an der Spitze scharf schwarz, das 1. Glied
auch mit einem schwarzen Halbring höher hinauf; Schenkel der Mittel- und Hinter-
beine ohne Loben und Dornen, mit drei scharf markierten, schwarzen Ringen; Schienen
mit zwei schwarzen Flecken an der Innenseite; Tarsen gelblich; Hinterleib kurz, dick,
oben gelbhch, nur mit feinen, abgebrochenen, dunklen Querhnien; am Hinterrand
der Segmente wie kleine, harte, in der Mitte viel grössere Processe; unten dicht
glänzend schwarz gefleckt und punktiert; Genitalsegment gelblich, nur mit einem grossen,
glänzend schwarzen Fleck jederseits an der Basis. L. etwa 18, Länge und Breite des
Thorax 4,5X3, Länge und Breite der Vorderschenkel 5,6 X 2, i mm.
Jlferw-Niederung, Ngare na nyuki, Dez.; 1 $.
SJÖSTKl)'!', MANTdDEA. 69
Junodia amooiia Schulth.
Bull. Soc. Vaud. XXXV (1899), p. 199. — Ein mit dieser von Delagoa beschrie-
benen, eigentümlichen Art im ganzen gut übereinstimmendes Exemplar liegt aus Usambara,
Mombo, Juni, vor. Es ist nur ein wenig grösser (Länge 19, Pronotum 4,.^, Elytra 7 mm.),
und die Dornen der Hinterschenkel kleiner, der hintere kaum bemerkbar, der mittlere am
grössten.
riijilocrania paradoxa Burm.
DiSTANT, Ins. Transv. Pt. II, p. 4.^0, flg. 3. — Kirby, Cat. Mant., p. 290.
Eine ausgebildete Imago von der il/er^-Niederung, am Flusse Ngare na nyuki, Dez.,
und eine grössere Larve vom Kilhnandjaro.
Pseiidocreol)otra sp.
Eine am 23. April gefangene, kleinere Larve dieser Gattung liegt aus dem Misch-
walde bei Kibonoto, KiJimandjaro, vor. Sie ähnelt im ganzen P. Waldbergi Stäl und
(imanc Rehn, das Stirnhorn ist aber nicht in der Spitze gespalten. Die Unterränder der
Vorderhüften, die bei Waldbergi, besonders am Innenrand, stark bedornt sind, sind hier,
mit Ausnahme eines einzigen kleineren Dorns nach oben am Innenrand, glatt; auch bei
P. (Duarce sind solche Dornen vorhanden: "the lower margin (of the anterior coxae) with
both large and small spines to the number of 6 or 7" (Rehn, Proc. Akad. Philad. 1901,
p. 286). Die Ocellen nicht ausgebildet, nur durch kaum bemerkbare Erhabenheiten an-
gegeben. Farbe blass strohgelb mit grünen und rosafarbigen Zeichnungen, die letzteren
am Pronotum, Gesicht, an der Spitze der Schenkel, der Vorderschienen und, obgleich
schwächer, am Trochanter. Kopf und Augen oben, sowie auch der Vorderrand des Pro-
notum, grösstenteils schwarz. Hinterleib oben mit drei schwarzen Querbändern, welche
die Seiten nicht erreichen. Länge 14, Pronotum 3, Vorderschenkel 5,2 mm.
Da kein ausgewachsenes Stück vorliegt, habe ich das Exemplar nicht mit einem
speziellen Namen belegt. Dasselbe zeigt jedoch, dass die Gattung, was ja auch zu er-
warten war, am Kilimandjaro vertreten ist.
Oaliiithias merneusis u. sp.
Taf. 4, Fig. 7. — cf: Grün mit breitem, schwarzem Band längs der Mitte des
schmalen, vorn löffelartig erweiterten Pronotum und hyalinen Flügeln, die Deckflügel sind
leicht grünlich angehaucht, mit grüner Aderung, die hinteren vorn mit leicht grünen, sonst
mit rötlichen Adern; an der Innenseite der Vorderschenkel ein schwarzer Fleck.
Augen kurz al)gerundet zugespitzt; Stirnschild glatt, pentagonal mit — besonders
an den Seiten — abstehenden, grünen Rändern, die zwei oberen miteinander einen ab-
gerundeten Winkel bildend; unten der Stirnschild offen, vom Epistom begrenzt; Epistom
breiter als hoch mit längsgehendem Mittelkiel, Oberrand in der Mitte rinnenförmig, die
Seitenpartien konkav, Unlerrand etwas eingebuchtet; Ocellen sehr gross, der Ocellen-
höcker oben rotbraun, nach vorn in eine kurze, breit abgerundete, oben konkave Spitze
70 SJÖSTEDTS KILIMANDJABO-MEEU EXPEDITION. 17: 3.
ausgezogen; nach innen ist der Höcker etwas verengt; er ist ziemlich kurz und ereicht
nur etwa bis zur halben Länge der Augenspitzen; die Augen bilden, von oben gesehen, mit
der Scheitelpartie einen hinten eingebuchteten Halbmond; die zwei — drei Basalglieder' der
Fühler grün, die folgenden schwarzbraun; Pronotum grün mit breitem, schwarzem Band
längs der Mitte, langgestreckt, am ersten Drittel löffeiförmig erweitert mit breiten Rändern,
nach vorn etwas schmäler und in der Spitze breit abgerundet, nach hinten zuerst ziem-
lich gleichbreit, schmal, gegen die Spitze wieder etwas breiter, am Ende breit abgerundet
mit aufgeworfenen Rändern, schräg nach oben gerichtet; die Ränder des Pronotum fast
glatt, nur spärlich mit winzig kleinen Dornen versehen; Hüften der Vorderbeine glatt,
ohne Dornen, die Schenkel an der Innenseite mit einem schwarzen Fleck, am Aussen-
rand mit 4 (5 mit dem an der Spitze), am Innenrand mit 12 und hinter der Furche mit
nocli 3 Dornen; Vorderschienen am Innenrand mit 12 nach aussen allmählich grösseren
Dornen; am Aussenrand liegen die Dornen nach unten gedrückt; Schenkel des 2. und 3.
Beinpaares unten am Aussenrand mit einer abgerundeten, ziemlich niedrigen Lobe; auch
die Schienen unten etwas lobenartig erweitert; das 1. Tarsalglied des 2. Beinpaares etwa
so lang, das des 3. etwas länger als die folgenden Glieder zusammen. Deckflügel
hyalin, kaum bemerkbar grünlich angehaucht, mit grüner oder am Analfeld rosafarbener
Aderung; Hinterflügel hyalin, vorn mit einigen grünlichen Adern, die Aderung sonst rosa-
farben.
Länge des Körpers mit dem Kopfe 19,5 mm.
Länge » Pronotum 6,2 »
Breite » » 2,2 »
Länge der Deckflügel 1-i »
Breite » » 3 »
Länge » Hinterflügel 7,5 »
Meru-Mederung, Ngare na nyuki, Jan. 1 Expl.
Diese Art ist kleiner als G. hijalina Sauss. (Abb. Senckenb. Ges. XXI, p. 598, (f)
aus Delagoa-Bay und G. amcena Sauss. (vergl. Westw., Rev. Mant., pl. 3, (f) aus Cap-
Zanzibar.
Ich halte es für sehr möglich, dass diese Art das cf der unten beschriebenen
G. usambarica $ ist.
Galiiitliias usainl)arica u. sp.
Taf. 4, Fig. 6. — $: Augen kurz und abgerundet zugespitzt; Stirnschild pentagonal,
glatt, mit grünen, abstehenden Rändern, die zwei oberen in einen abgerundeten Winkel
gestellt, fast bogenförmig, in der Älitte mit einem kaum bemerkbaren, aligerundeten Höcker,
der Schild unten offen, vom Epistom begrenzt; Epistom in der Mitte mit einem erhabenen
Längskiel, an jeder Seite desselben zwei Gruben, die obere schmäler, quergestellt, an der
Seite offen, die untere ziemlich quadratisch; Spitze der Oberlippe und Mundteile grünlich ;
Ocellenhöcker etwa bis an die Mitte gespalten, kurz, reichen nur etwa bis zum ersten Drittel
der Höhe der Augenspitzen; Basalglieder der Fühler grün, die Fühler dann grün und
schwarz geringelt, nach aussen die Glieder länger und schmäler, ganz schwarz. Pro-
SJÖSTEDT, MANl'ODEA. 71
notum lang und schmal, etwa am ersten ünllel löffelartig enveilert, nach vorn abgerundet
verengt, der Hinterteil etwa gleichbreit, gegen die Spitze wieder etwas breiter, am Ende
breit bogenförmig mit Ilachen Rändern; der Hinterteil des Pronotum schräg nach oben
gerichtet, höher als der übrige Teil; gleich vor dem Hinterrand oben eine in der Mitte ge-
stielte Beule; die Farbe des Pronotum ziemlich fleischrot, vor der tiefen Querfurche dunkler;
die flachen Ränder des Vorderteils grihilich, die Ränder, mit Ausnahme vorn und hinten,
dicht mit feinen Dornen besetzt; Beine grünlich; Vorderrand der Vorderhüften mit zer-
streuten, sehr kleinen Dornen ; an der Innenseite der Vorderschenkel ein schwarzer Fleck,
Innenrand mit 12 und hinter der Dornenfurche mit noch 3 Dornen, Aussenrand mit 4
und an der Spitze mit noch einem kleineren Dorn; Innenrand der Vorderschienen mit 12,
nach aussen allmählich grösseren Dornen; am Aussenrand liegen die Dornen niedergedrückt,
nur der letzte frei; die Schenkel des 2. und. 3. Beinpaares unten am Aussenrand mit
einer ziemlich grossen, abgerundeten Lobe, auch die Schienen unten etwas erweitert;
erstes Tarsalglied viel länger als die folgenden zusammen; Deckflügel hellgrün, halb
durchsichtig, nur um Vorderrand, aber nicht in den Spitzen, hyalin, Analfeld schwach
rosafarben; Hinterflügel wie bei G. amcena (vergl. Brunner, Betracht, über die Farben-
pracht der Ins. 1897, PI. 6, Fig. 68) rot mit breitem, schwarzem Band oder Fleck, der
bis an den Flügelrand geht, ohne von diesem durch einen breiten, hellen Saum getrennt
zu sein; nur die Flügelspitzen oberhalb des schwarzbraunen Fleckes hyalin; Ränder des
Hinterleibes eben.
Körper mit dem Kopf 25 mm.
Länge des Pronotum 9,5 »
Grüsste Breite des Pronotum 3 »
Länge der Deckflügel 16,3 »
Breite >> » 5 »
Usamhani: Mombo, Juni. 1 Expl.
Ähnelt sehr G. amcena Sauss., ist aber etwas kleiner, die Deckflügel sind ganz
grün, ohne hyaline Spitzen, unten, mit Ausnahme des Analfeldes, ohne Rosafarbe und
ohne Weiss am Vorderrand; der schwarzbraune Fleck reicht bis an den Hinterrand der
Hinterflügel.
Vatidaß.
Popa spurca Stal.
Öfv. Sv. Vet. Akad. Förh. XIII, p. 169, 1856. — o. c, p. 387, 1871. — Sauss.
& Zehnt., Grand. Orth. Mad., p. 235. — Ein cP von der Kulturzone des Kilimandjaro,
wo es am 18. April in einer Farm bei Kibonolo angetroffen wurde. Es ist bemerkbar
kleiner als ein vorliegendes (/ (typus) dieser Art von Natal, und die hellen Bänder der
Hinterflügel sind deutlicher ; auch ist der kleine Höcker oben am äusseren Teil der Vorder-
schenkel hier durch einen scharfen, deutlichen, vorn abgestutzten Zahn ersetzt. Sonst
scheinen sie in Farbe und Struktur keine eigentlichen Verschiedenheiten zu zeigen.
Körper mit dern Kopf 49, Deckflügel 34, Pronotum 11, Vorderschenkel 9 mm.
72 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 17: 3.
In seiner Diskussion über die Gaüung Dantiria (o. c. 1900, p. 374) nennt Dr. Werner als Grunil-
charakter zwischen Danuria StÄl und Popa StAl, dass die Vorderhüften der letzteren Gattung an der
Spitze nicht erweitert seien: "coxa anlicte apice haud dilatatae". In der Diagnose der Gattung Popa (typus
spurca) sagt indessen StAl ausdrücklieh "coxis anticis . . . supra apice . . . dilatatis", gerade der Gharakfer, den
Ür. Werner dieser Gattung abspricht. Der Hauptcharakter zwischen den genannten Gattungen liegt in der
verschiedenen Form des Kopfes und in der Form und Länge der Beine.
Damiria kilimaiidjarica u. sp.
Taf. 4, Fig. 4, -ia, 4b. — §: Kleine Pliasma-ähnliche, gelbbräunliche Art; Kopf
ziemlich wie bei D. Thtnhergi gebildet, mit vier abgerundeten Wülsten am Scheitelrand,
zwischen den beiden hohen, kegelförmigen, über den Augen stehenden Höckern, die äusseren
breiter und flacher, die mittleren schmäler und deutlicher abgesetzt; Ocellen sehr klein;
Fühler fein, fadenförmig, reichen nach hinten gebogen wenigstens an die Mitte des Pro-
notum; Pronolum oben dicht mit hohen, an der vorderen Hälfte oft etwas grösseren,
Warzen bestreut; Pronotum an der Älitte etwas verengt, der vordere Teil deutlich breiter
als der hintere; längs der Mitte ein deutlicher, schmaler Kiel, der sich, obgleich feiner,
nach vorn etwas über die Querfurche verlängert, ohne den Vorderrand des Pronotum
zu erreichen, hinten endet derselbe etwas vor dem Hinterrand; die Ränder des Pronotum
fast ringsum fein, deutlich bedornt, vorn glatt; Vorderhüften mit vier scharfen abstehen-
den Kanten, Oberseite breiter, granuliert, mit fein gesägten Rändern; Unterseite glatt,
schmäler, und mit einer Reihe dunkler, grosser Flecke, Aussenrand derselben an der
Spitze lappenartig erweitert, am Rande mit mehreren Zähnchen; Trochanter gross, glatt,
unten gebogen; Schenkel ziemlich schmal, Aussenseite granuliert, flach mit ziemlich glatten
Rändern und längsgehenden, seichten Rinnen; Innenseite konvex mit einer längsgehenden,
flachen Rinne unter dem Oberrand, vereinzelt granuliert, besonders an den Rändern;
Aussenrand mit 4 grösseren Dornen nebst einem fünflen kleineren am Gelenke, Innenrand
unterhalb der Einbuchtung mit 14 grösseren und kleineren Dornen, hinter derselben mit
3, der vorderste am grössten; Schenkel am Ende in drei Spitzen ausgezogen, die obere
am längsten; Metatarsus reicht nach hinten gebogen fast an die Spitze der Schienen; an
den Seiten des Meso- und Metathorax sind die Flügel unter der Hautdecke deutlich mar-
kiert; Schenkel und Schienen der Mittelbeine mit einer Lobe, die der ersteren grösser,
zwei — drei-zähnig, die letztere kleinei', niedriger, abgerundet; Hinterbeine ohne Loben, das
erste Tarsalglied der Hinterbeine etwas länger als die folgenden zusammen; Hinterleib
wie Thorax zerstreut granuliert; am Ende der Hinterleibringe oben ein abstehender, etwas
nach hinten gerichteter Dorn, an den vier letzten viel kleiner und zusammen gleichsam einen
Kiel bildend; Supraanalplatte quer rektangulär mit abgerundeten Ecken; Subgenitalplatte
abgerundet, am Vorderrand tief gespalten; Cerci kurz, breit, am Ende zugespitzt.
Körper mit dem Kopf 36 — -46 mm.
Länge des Pronotum 10 — 13 »
Breite » » an den Hüften 2,3 — 3 »
Länge der Vordersehenkel (ohne Trochanter)... 8 — 10 »
Länge » Hintersehienen 9,6 — 11,5 »
S.JÖSTKm-, M.VNTODEA. 73
Küimaiidjuro: Kiboiioto, Kullurzone — Sleppe, Sept., Okt.; 7$.
Diese Art ist mit D. superciUnris Gerst. (v. d. Deckens Reise in O.-Afr. p. 15,
Tal'. 1, Fig. 7, 7 a, b), das als $ von D. Z*o/cnfr/»r/ Sauss.' c/^ angegeben wird, sebr nahe
verwandt, ist aber kleiner mit verscbieden geformtem Kopf, vier abgerundeten Höckern
am Scheitelrand zwischen den beiden hohen, kegelförmigen Höckern an den Augen, die
äusseren breiter und flacher, die mittleren schmäler und deutlicher abgesetzt. Loben sind
am 2. Beinpaar nicht nur an den Schenkeln, sondern auch an den Schienen vorhanden.
Ferner ist nicht nur der vordere Teil des Pronotum, oberhalb und an den Seitenrändern,
sondern das ganze Pronotum dicht mit schwarzen Warzen besetzt.
Einpusidae.
HemiciiipHsa fronticornis Stoll.
Spectr. iMant. p. 63, pl. 21, fig. 79, 1813. — Kirby, Cat. Mant., p. 313. — Zwei
Exemplare vom KUimandjaro, Kibonoto, Obstgartensteppe, und von der i/f;-«-Niederung,
beide im Dezember erbeutet.
^ Diese Art gehört nicht, wie KiRBY in seinem Kataloge (p. 309) angiebt, der Macrodanuria an, die
u. a. den hohen, kegelförmigen Höcker nhcx den Augen entbehrt.
September 1908.
Sjöstedts EüimandjaroMcru Expedition. 17. )0
Übersicht der aus dem Kilimandjaro-Meru-Oebiet bisher
bekannten Mantodeen.
EreiuLapliilidae.
1. Elma Marchali (CoQ., Reich. & Fairm.).
2. Achlcena Kuhlgatzi Wern.
3. Galepstis meridionalis var. monfaiia Wern.
4.
5.
6. Enteila meruensis SjÖst. n. sp.
7. » Jcüimandjarica SjÖst. n. sp.
8. » flavicornis Sjöst. n. sp.
9. » fiiscipes Sjöst. n. sp.
10. » Widenmanni Wern.
11. > minima Wern.
12. Tenodera superstitiosa Fabr.
13. Polijspilota variegata Oliv.
1-4. Cilnia femoralis Wern.
15. Sphodromantis lineola Burm.
25. Oxypilus meruensis Sjöst. n. sp.
26. Phyllocrania paradoxa Burm.
29. Popa sjmrca Stäl.
Maiitidae.
16.
17.
18.
19.
20.
21.
22.
23.
24.
Galepsus capHafits Sauss.
Pyrgomantis singidaris Gerst.
Mantis natalensis Stäl.
Hoplocorypha galeaia Gerst.
» nana SjÖST. n. sp
Miomantis quadripunctata Sauss.
» affinis Sjöst. n. sp.
» kilimandjarica Sjöst.
» planivertex Sjöst. n.
Parasphendale agrionina Gerst.
» costalis Kirb.
n. sp.
sp.
Creobotridae.
I 27. Pseudocreobotra sp.
[ 28. Galintliias meruensis Sjöst. n. sp.
Vatidae.
I 30. Danuria kilimandjarica Sjöst. n. sp.
Empnsidae.
31. Hemiempusa frontieornis Stoll.
17. ORTHOPTERA.
4. Phasiuodea
von
YNGVE SJOSTEDT.
Mit 9 Textfimiren.
In dem grossen, neulich erschienenen Werk "Die Insektenfamilie der Phasmiden",
Leipzig, 1907, von Hofrat K. Brunner v. Wattenwyl und Prof. Jos. Redtenbacher wer-
den neun Phasmodeenarten aus dem Kilimandjaro angeführt, wogegen der IMeru in dieser
Hinsicht bisher unerforscht geblieben. Wie die Mantodeen, gehören auch die Phasmodcen
der Kulturzone, dem Mischwald, der Gras- und Obstgartensteppe und den Akazienwäldern
an und gehen nicht gern höher auf die Berge hinauf. Jedoch findet man sie sparsam
bis an die oberste Grenze des Regenwaldes bei 3,000 m., wo Xylica Mlmandjarica und
Gratidia montivaga entdeckt wurden, und von wo sie sich ohne Zweifel auch auf die
freien Bergwiesen verbreiten. Auch die charakteristische Gratidia silvo'phiviah's bewohnt
den Regenwald, sonst sind schon die oberen Teile der Kulturzone, wo Xißica cedemafosa
bei 1,900 m. beobachtet wurde, an diesen Insekten arm, und erst in den unteren Teilen
derselben und ferner herunter bis an die Steppe befindet sich ihr eigentliches Verbreitungs-
gebiet. Das mitgebrachte Material umfasst 270 Exemplare, die 20, darunter 16 neue,
Arten repräsentieren. Äusserst charakteristisch für diese Gegenden ist die Gattung Gra-
tidia, die in nicht weniger als 17 Arten vorliegt, wozu noch i von dort bekannte Species
kommen.
Da die hier beschriebenen neuen Arten leicht in die trefflichen Examinationstabellen
des angeführten Werks, wo ihr Platz immer angegeben ist, eingeordnet werden können,
habe ich für diese Gruppe keine Tabelle aufgestellt.
Wie bekannt, zeichnen sich diese Insekten mehr als andere durch ihre schützende
Ähnlichkeit, ihre auffaflende Übereinstimmung mit umgebenden Zweigen, Blättern oder
Gräsern aus, und besonders unter vergillitem Gras hatte ich Gelegenheit, frappante Bei-
spiele hiervon zu sehen. Aus meinem Tagebuch will ich einige Aufzeichnungen hierüber
76 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERr EXPEDITION. 17: 4.
von einem Ausflug in die nächste Umgebung des Kilimandjaro, anfangs Oldober, anführen,
wobei ich mich beim Suchen nach Phasmiden und anderen Insekten eines für solche
Untersuchungen seltenen Mittels, nämlich des Feuers, bediente, das hier auch ein ganz
ausgezeichnetes Resultat ergab.
Die Sonne strahlte von einem klaren Himmel nieder, als ich mich mit den Schwarzen
nach der Obstgartensteppe, dem Ziele unserer heutigen Untersuchungen, begab. Die
Fauna erwies sich jedoch hier als arm; längs den Seiten des Pfades, auf dem wir mar-
schierten, zeigten sich nur Heuschrecken einiger gewöhnlichen Arten, hier und da ein
Schmetterling, ein gelber Terias Desjardinsi, weiss- und schwarzgeflügelte Pieriden, die
gelbliche, für Pfade charakteristische Freds oenone v. cehrene mit ihren grossen, blauen
Flügelflecken u. a. ; viele Arten waren aber nicht da. Von dem Pfade bahne ich mir einen
Weg durch den spärlichen Busch und das gelbe Gras, das bald bis zu den Knien reicht,
bald, mannshoch, über die Büsche hervorragt, forschend streift der Blick über Gräser und
Blätter, um dort befindliche hisekten zu entdecken; aber trotz der tropischen Sonne, die
auf unsere Häupter niederbrennt, scheint die Insektenwelt arm zu sein. Da kommt mir
ein Gedanke, zu dem ich die Anregung von einem früheren Vorfall erhalten habe. Einige
Wochen vorher hatten die Massais auf einem Älarsche durch die Busch- und Baum-
steppe gerade da, wo der Pfad entlang ging, lange Strecken angezündet, um für ihre
Herden frisch aufspriessendes Gras zu bekommen, und schon aus weiter Ferne sehen
wir Rauchwirbel emporsteigen. Bald sind wir mitten im Flammenmeer, von allen Seiten
steigen zwischen Gras und Gebüsch rote Flammen auf, verkohltes Gras tanzt mit dem
Rauch hoch über den wenigen Baumwipfeln, wirbelt infolge des Luftdruckes im Kreise
umher, verbreitet sich weiter und fällt schliesshch, wie ein Regen, auf den Boden nieder.
Es knistert und knastert, die Flammen strecken begierig ihre Zungen nach allem aus, was
sie verzehren können, hüpfen längs der trocknen Zweige auf andere Büsche und Bäume
hinüber, um, wenn ein Windstoss hier und da die schwüle Luft durchzieht, zischend in
die Luft zu steigen, Russ und glühende Kohlen mit sich führend, die sich, gleich ver-
heerenden Brandfackeln, nach allen Seiten verbreiten. Endlich haben wir uns, wenn
auch nicht olme Schwierigkeit, durch den Feuerherd hindurchgebrochen, dessen hervor-
quellende Rauchmassen uns zuweilen zu ersticken drohten, und können nun in Ruhe
das Feuer betrachten, das schon lange Strecken als schwarze Felder hinterlassen hat,
tausende und abertausende Leben vernichtend. An der einen Seite des Pfades hüpfen
noch die Flammen entlang, und hier fesseln einige dahineilende Insekten meine Aufmerk-
samkeit, als sie eiligst das auf der anderen Seite des Pfades befindliche Gras zu erreichen
suchen. Dies ist das Signal zu einer näheren Untersuchung aller der zahlreichen Insek-
ten, die, vor der verheerenden Feuerlinie einherlaufend, Rettung aus ihrem feurigen Busen
suchen, und bald sind afle Fangbüchsen bis an den Rand gefüllt. Phasmiden, diese
sonst so unbeweglichen Geschöpfe, kommen mit aufgehobenem schmalem Abdomen aus
dem trocknen Grase über den Pfad gekrabbelt, Heuschrecken kriechen und hüpfen hier
und dort, und auch Manüden mit ihrem dreieckigen, charakteristischen Kopf und ihrem
wachen Bück zeigen sich. Die besten Fundorte waren jedoch nicht auf dem Pfade, son-
SJÖSTKIIT, PIIASMODTOA. 77
dem auf dem schwarzen Boden, wo das Feuer gewLUel halte, und auf den hier und da
stehen gebliebenen Bäumen. Am gemeinsten waren Hoplocorypha galcata, Miomantis
afjhüs II. Ja'/inniii(Ij(inra, von denen die erstere eine grosse ÄhnHfhl<eit mit dem um-
gebenden, vergilbten Grase hat. Dort, wo das Feuer um die Bäume einen kleinen Gras-
platz zurückgelassen halte, hatten die erschreckten hisekten einen Zufluchtsort gesucht, und
dort Sassen sie um den unteren Teil des Stammes, oft vor dem Feuer geschützt. Löcher
und Gänge, abgefallene Rindenstücke und dergl. waren Zufluchtsorte, die sie ebenfalls
aufgesucht hatten, und auch die Stellen, die bei der Untersuchung das beste Resultat
ergaben, hi Vertiefungen in der Erde, wohin weder Feuer noch Rauch dringen, konnten
die Phasmiden und auch Mantiden in hellen Haufen sitzen, obschon das Ganze nur aus
wenig Arten bestand. Um den Stamm herum in der Erde verbargen sich eine Staphy-
linide (Pcederus pedestris), eine kleine hellbraune Schabe (Isclmoptera himaculata), einige
helle Spindeln und dunkle Curculioniden in grossen Mengen. Ich dringe in das einen
Baum dicht umgebende Gras ein, dem das Feuer sich nähert, um die anrücken-
den hisekten zu studieren. In der beinahe windstillen Luft naht das Feuer nur langsam,
noch ist es einige Meter von mir, noch haben die sich um mich verbergenden Insekten-
keine Ahnung von der langsam, aber sicher nahenden Gefahr, und alles ist wie leblos
um mich. Ein Windstoss, der den Rauch plötzlich in das trockene Gras meines Verstecks
treibt, verwandelt mit einem Schlage die Szenerie, und wo eben alles wie ausgestorben
war, beginnt nun die eine Phasmide nach der anderen Leben zu bekommen. Nun kom-
men sie wie mit einem Zauberschlage zum Vorschein, und erstaunenswert war ihre An-
passung an die Umgebung, ihre Ähnlichkeit mit dem vergilbten Grase, an welchem sie
Sassen. Sie repräsentierten mehrere Arten, von denen die gemeinsten Gratidia sicca,
graminis und kibonotensis waren, alle bisher unbekannt. Ich hatte vorher das Gras ge-
nau untersucht, ohne das Geringste entdeckten zu können ; alles war nur ein dichtes Durch-
einander von gelben, ineinander geflochtenen Fäden. Als nun auf einmal der Rauch durch
die Halme drang, erhielt das Gras plötzlich gleichsam Leben; bald hier, bald da beginnt
es sich zu bewegen, denn so täuschend ähnlich sind diese Insekten dem trocknen Grase,
dass es eher so aussieht, als hätte dieses plötzlich Leben bekommen. Aber das Feuer
nähert sich immer mehr und mehr, die Hitze wird fühlbar und die Insekten werden im-
mer unruhiger. Die langen Beine der Phasmiden kommen in Bewegung, und mit einer
Geschwindigkeit, die man ihnen kaum zugetraut hätte, begeben sie sich von den Halmen
zur Erde, wo alle mit recht grosser Lebhaftigkeit dahinkriechen, um einen Zufluchtsort
vor dem nahenden Feuer zu suchen. Heute sind die Feuer der Massais erloschen,
weshalb wir selbst das vergübte Gras anzünden. Bald klettern die Flammen knisternd
an Gruppen von trocknen Büschen hinauf, zu grossen Flammenmeeren emporlodernd,
ein unheimliches aber grossarliges Schauspiel. Stundenlang untersuchen wir geeignete
Plätze, über die das Feuer gegangen ist, stundenlang wandern wir an den Seiten der
Feuerlinic und auf den verkohlten Plätzen umher, durchsuchen das um die Bäume
stehengebliebene Gras und komiiletlieren die Sammlungen mit vielen wertvollen
Funden. — — — —
78 S.TÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 17: 4.
Die folgenden Seiten bringen einen näheren Bericht über die verschiedenen, im
Gebiete angetroffenen Arten.
Bacillini.
Xylica oedeniatosa Karsch.
Redtenb. 1. c. p. 30. — 7 cf und 8 5 vom KiUmaniljaro, wo die meisten in der
Kulturzone bis an die Grenze des Regenwaldes bei 1,900 m., einige auch in der Kibo-
noto-Niederung, angetroffen wurden. — Paar in copula im April und November; sonst
im Januar, Febr., März und September beobachtet. Ein (f liegt auch von der Mcru-
Niederung, Ngare na nyuki, Jan., vor.
Xylica kilimandjarica n. sp.
Steht X. ceäematosa und X. abbreviata 1. c. am nächsten und hat wie diese zwei spit-
zige Dornen auf dem Scheitel, ist aber viel kleiner, mit kürzeren, gelben und schwarzen
Fühlern, die am (f nicht an die Spitze der Vorderschenkel, am $ nur bis an die halbe
Länge derselben, reichen; die Dornen auf dem Scheitel und der untere Teil der Vorder-
schenkel an der Basis nicht rosarot, sondern gelblich wie die anliegenden Teile, Beine
bis an die dunklen Tarsen dunkel gebändert und gefleckt, schärfer und deutlicher
beim c/'.
(f: Fühler 17— 18-gliedrig, bunt mit hellgelben und tiefschwarzen Gliedern (bei
wäematosa und abbreviata die Fühler einfarben grün oder, mit Ausnahme der Basal-
glieder, etwas dunkel), erreichen nicht die Spitze der Vorderschenkel; die zwei Scheitel-
dornen sowie die Innenseite der Vorderschenkel unten nicht rötlich, sondern ledergelb
wie die anliegenden Teile; Kopf glatt, nicht granuliert, hinten mit i durch Rinnen ge-
trennte Höcker, die zwei mittleren grösser; auch der übrige Körper fast ganz ohne
Granulierung; vom hinteren Teil des Prothorax ein bis an die Spitze des Hinterleibs
gehender Mittelkiel; Melathorax mit zwei scharf hervortretenden, nach hinten konver-
gierenden Kielen, die sich weiter, obgleich undeutlicher und abgebrochen, bis an die
Spitze des Hinterleibes fortsetzen; bei anlematosa und wohl auch bei abbreviata, die jedoch
nicht vorliegt, ist Metathorax oben cylindrisch gewölbt, nur mit Andeutung eines Mittel-
kiels; das dorsale Endsegment nur etwas gewölbt, nicht wie bei o'dematosa von den
Seiten stark zusammengedrückt, hinten abgestutzt und ein wenig winkelig ausgeschnitten;
Metathorax und die 6 ersten Hinterleibsegmente etwas vor dem Hinterrand mit zwei
schwarzen Warzen; Lamina subgenitalis ohne zwei grosse Höcker am Hinterrand wie
bei ceäematosa, flach sattelförmig. Vorder- und Hinterlappen etwa gleich gross, ersterer
an der Mitte mit einer sehr kleinen, abgerundeten Spitze, letzterer etwas eingebuchtet, an
den Seiten abgerundet; Beine glatt, ohne Dornen; der ganze Körper mit Beinen bis an
die dunklen Tarsen gelblich, dunkel marmoriert und gebändert, Sternum, Meso- und
Metathorax ziemhch einfarben, besonders das erstere; durch die Augen, unten, ein breites
dunkles Band.
S.TÖSTEDT, PHASBIODEA. 79
5: Fühler sehr kurz, reichen elwa bis an die halbe Länge der Vorderschenkel,
18-gliedrig; das ganze Insekt hell ockerbräunlich, Beine und Fühler dunkel geflammt und
schwarz punktiert; Kopf fein gekörnelt und schwarz punktiert, durch die Augen ein feines
dunkles Band, am Ilinterrand, wie beim (f, vier durch Rinnen getrennte Höcker; Hörner
hell gelblich; Prolhorax vorn an den Ecken und hinten näher der Mitte mit zwei dunklen
Flecken; JMittelkiel vom hinteren Teil des Prothorax bis an die Spitze des Hinterleibes,
am 4. — 8. Ring (besonders am 6. — 8.) hinten zahnartig abstehend; jederseits des Mittel-
kiels ein anderer Längskiel und unten an den Stigmen noch einer; der 6. Ring oben
mit zwei Höckern; letzter dorsaler Hinterleibring am Ende breit abgeschnitten, mit etwas
ausschiessendem Mitlelkiel, an den Seiten etwas eingebuchtet, letzter Bauchschild in der
Spitze schmal und tief eingeschnitten.
Körper mit dem Kopf 29 35 mm.
Länge des Prothorax 2 2,5 »
» » Mesothorax 5,5 6,5 »
» » Metathorax 3,8 i »
» der Vorderschenkel 11 10 »
» » Hinterschenkel 8 6 »
KilimaiuJjdro: Kiboscho, 3,000 m. Am obersten Rand des Regenwaldes an der
Grenze nach den Bergwiesen wurde diese charakteristische kleine Art im Februar 1906
entdeckt. Dass die wärmeliebenden Phasmiden so hoch auf die Berge hinaufsteigen, ist
sehr auffällig; in dieser Höhe, am Rande der Bergwiesen, wurde von dieser Gruppe sonst
nur die ebenfalls hier entdeckte Gratidui montivaga angetroffen. Die vorliegenden 5
Larven sind fast ganz blass und waren wohl im Leben grün. Ausserdem 3 cf und
1 % ad.
Clitumiiiiii.
Pacliymorpha nierueusis n. sp.
$: Steht P. Sansibar ica (Redt. o. c, p. 216) am nächsten, ist aber kleiner; Thorax
oben nur mit einem, und zwar bisweilen ziemlich undeutlichen, Längskiel, Brust glatt,
nicht mit vielen, scharfen Kielen, Analsegment mit nur einem Kiel, an der Spitze schmal
aber sehr deutlich eingeschnitten, Operculum an der Spitze abgerundet oder etwas zuge-
spitzt, nicht ausgerandet, reicht nur etwa an das erste Drittel des Analsegments.
Ockerbräunlich oder etwas dunkler, bisweilen grünhch, z. T. oder fast völlig fein und
dicht weisslich marmoriert; Meso- und Metathorax an den Seiten am Rande mit zwei Reihen
grober Körner, oben, resp. unten, von einem abgerundeten Kiel begrenzt, Sternum z\vischen
den Randleisten glatt; Fühler 16-gliedrig, das Endglied etwa so lang wie die drei vorher-
gehenden; Spitze des Hinterleibes weisslich.
L. 50—56, Mesoth. 9—10, Vorderschk. 12—15, Hinterschk. 12—13 mm.
(f: Wie das 5 ziemlich robust und gleichbreit; das ganze Insekt, mit Ausnahme
der Brust, dicht grauweiss marmoriert, oben und unten dicht mit längsgehenden, abge-
ö
ö
80 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEKU EXPEDITION. 17: i.
rundeten Kielen versehen (oft 7 — 9), Brust glatt, mit Ausnahme an den Seilen ohne
Längskiele. Schenkel der Älittelbeine nur wenig länger als das Metanotum und das Median-
segment; Kopf oben ohne Dornen oder Tuberkeln, aber mit Längskielen wie der Körper,
jedoch flacher und undeutlicher; am Stirnprocess eine durch Rinnen hinten begrenzte ovale
Parhe; die Seiten des Tliorax nur mit einzelnen, undeutlichen Warzen; Analsegment zu-
sammengedrückt, schräg abgeschnitten, mit breit abgerundeten Ecken und mit 5 deut-
lichen Längskielen.
L. 55, Mesoth. 11, Rletath. c. s. m. 9,4, Vorderschk. 15, Hinterschk. 14 mm.
JI/er^-Niederung, Ngare na nyuki, Jan., Dez.; 7 $, 1 (/.
Gratidia massaica u. sp.
Fig. 1. — (f: Steht Gr. sansibara (Redt. o. c. p. 218, 221) am nächsten, ist
aber viel kleiner, mit hinten abgeschnittenem, nicht abgerundetem, Analsegment. — Oben
heller oder dunkler braun, über den Augen und weiter längs dem ganzen Körper, mit
Ausnahme des Analsegments, ein hellgelbes Band; unten gelblich; Fühler 17-gliedrig,
reichen etwas über die Hälfte der Vorderschenkel; Endglied kürzer als die zwei folgenden
Glieder zusammen, das 2. Glied länger als breit; Thorax
mit feinem Dorsalkiel; Hinterleib mit 5, Analsegment
mit 3 Längskielen, die auch am Aletathorax unterscheid-
Fig. 1. bar sind; Analsegment kürzer als das 9. Segment, hinten
Spitze des Hinterleibs der GmfeÄ »mssaica. ggj.^^^ abgeschnitten, Unterrand ziemlich gerade, nur
sehr schwach gebogen; Cerci gerade, lang, schmal, abgeplattet, nach aussen allmählich
verjüngt, etwas länger als das Analsegment, längs der Aussenseite mit einem schmalen
Kiel; Subgenitalplatte oval, nach vorn etwas verengt, etwas aufgeblasen, vorn abge-
schnitten und abgerundet, reicht kaum an den Hinterrand des 9. Segments. — L. 40 — 42,
Mesoth. 8,3—8,5, Metath. c. s. m. 7—7,2, Vorderschk. 17, Mittelschk. 12, Hinter-
schk. 15,5 mm.
$: Wie das 5 des Gr. hihonotensis sehr dem $ der Gr. sicca ähnelt, sich aber
durch viel geringere Grösse und kurzes Operculum unterscheidet, ist das $ dieser Art
eine Parallelform zu Gr. gramims, mit ziemlich langen, schmalen Cerci wie diese, aber
durch geringere Grösse und kurzes Operculum unterschieden, wodurch auch diese Art
einen Übergang zu Leptinia bildet. Das 7. Ventralsegment mit zwei deutlichen Kielen,
die hinten in eine kurze, etwas abgerundete Spitze auslaufen; Mittelschenke] kaum
um die Hälfte länger als Metathorax mit dem JMediansegment; Cerci hinter der Spitze des
Hinterleibes so lang wie das Analsegment, schmal, nach aussen allmählich verjüngt, etwas
nach unten gebogen; Analsegment etwas länger als das 9. Segment, hinten breit abge-
rundet mit Dorsalkiel und Andeutung zu zwei Seitenkielen; Operculum kurz abgerundet
zugespitzt, ohne Kiele, reicht an das Analsegment; Thorax schwach dreigekielt, Hinter-
leib mit 5 deutlichen Kielen. — L. 40, Mesoth. 8, Metath. 7, Vorderschk. 13, Mittelschk. 9,
Hinterschk. 11 mm.
RJÖSTKPT, l'HASMOnEA. 81
Kilimamljaro: Kibonolo, untere Kulturzone, Ohstgartensleppo, Sept. — Meru-
Niederung, Flusspferdseen, Dez. ; 8 cf, 1 $.
Gratidiii graiiiiiii.s n. sp.
$: Von derselljen P'arbe und allgemeinem Aussehen \vie,6V. sicca, aber mit länge-
ren Fühlern, viel längeren Cerci und anders gebildetem Analsegment. — Hell braungelb
oder etwas dunkler, Kopf zienilith cylindrisch ohne Hörner oder Tuberkeln, über den
Augen nach hinten eine feine lliune; Fühler 18-ghedrig, doppelt so lang wie der Kopf,
reichen etwas über die Älitte der Vordcrschenkel ; Sternum mit Ausnahme an den Seiten
ohne Kiele, glatt, der Korper vom Prolhorax an mit 5( — 7) oft ziemlich schwach hervor-
tretenden Längskielcn, die nach hinten deutlicher sichtbar werden; das 7. ventrale Hinter-
leibsegment mit zwei sehr deutlichen Kielen, die nach hinten in eine schmale, zugespitzte,
trianguläre Lobe oder Dorn fortsetzen; Cerci schmal, lang, gerade, ziemlich gleich breit,
nach aussen allmählich etwas verjüngt, zugespitzt, längs der Mitte der Aussenseite mit
einem Längskiel versehen, reichen so weit wie das Analsegment ausserhalb der Spitze
desselben; Operculum lancettförmig, breit zugespitzt, ohne Kiele, reicht etwa an oder bis-
weilen etwas über die Mitte des Analsegments; letzteres mit deutlichem Dorsalkiel, an der
Spitze abgerundet mit ein wenig hervortretender Supraanalplatte, Unterrand gegen die
Spitze gebogen. — L. 50— 54(— 57), Mesoth. 10(~12), Metath. 8,3— 8,5(— 9), Vorderschk.
15—15,5, Hinterschk. 13,5— U(— 15).
Küinutndjaro: Kibonoto, Kulturzone — Grassteppe, Obstgartensteppe, besonders im
Sept.; zahlreiche $.
Steht Gr. leprosa Gerst. (Redt. o. c. p. 221) am nächsten, der Process am Hinter-
rand des 7. Bauchsegments ist aber ziemlich kurz und reicht bei weitem nicht an die
Mitte des 8. Segments.
Gratitlia sicca n. sp.
$: Blass bräunlich gelb, wie trockenes Glas, das 7. Bauchsegment mit 5 Kielen, die
bisweilen alle deutlich sind; bisweilen der äussere jederseits, und auch der mittlere, un-
deutlich, wodurch das Segment drei — zweikielig erscheint; hinten das 7. Segment in eine
abgerundete, trianguläre Lobe ausgezogen; Schenkel der Mittelbeine etwa 7^ länger als
Metathorax mit Mediansegment; Fühler 18-gliedrig, sehr kurz, etwa so lang wie der Kopf;
Cerci kurz, gleichbreit, Unterrand gerade, Oberrand etwas gebogen, die Spitze abgerundet,
die Aussenseite konkav, reichen nur wenig ausserhalb der Spitze des Analsegments;
Thorax ziemlich schwach (3-)gereifelt, die Kiele nach hinten, am Hinterleibe, viel deut-
licher wie auch grösser an Zahl, 6, an den zwei letzten 5, indem die zwei dorsalen
Kiele hier zu einem verschmolzen sind; Analsegment von den Seiten zusammengedrückt,
schräg abgeschnitten, oben am Kiel ganz wenig ausgeschnitten, mit etwas hervortretender
Supraanalplatte; Operculum lancettförmig, zugespitzt, reicht etwa an die Mitte des Anal-
segments, oft etwas länger, bisweilen kaum an die Mitte, ohne Kiele, an den Seiten mit
einer längsgehenden Rinne. — L. 49 — 58, Mesoth. 9 — 10,5, Metath. 8 — 9,5, Vorderschk.
14— IG, Mittelschk. 10—11, Hinterschk. 13—15 mm.
Sjöstedts KilimandjarnMeru Expedition. 17. 11
82 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 17: 4.
Steht Gr. reducta Redt. o. c. p. 221 am nächsten, die Fühler sind aber kürzer,
nur etwa so lang wie der Kopf, Operculum reicht etwa an die Mitte des Analsegments,
nicht bloss an den Hinterrand desselben, Cerci kurz, jedoch von aussen deutlich sichtbar
und das 7. ventrale Hinterleibsegment mit 2 — 5 Kielen. Gr. sansihara 1. c. hat rel.
längere Beine und viel längere Fühler.
Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Obstgartensleppe, Grassteppe, besonders in
Sept., Okt., Dez.; 39 $.
Gratidia cyliudrica n. sp.
c/': Hell braungelblich; zum Teil, besonders an den Seiten des Thorax, am hinleren
Teil des Hinterleibs — mit Ausnahme des Analsegmenls — und an den Beinen weisslich
angehaucht; Hinterleib bis an die Spitze gleichbreit, cylindrisch, hinten gerade abge-
schnitten, die Ecken des Analsegments etwas ausgezogen, abgerundet; Cerci, die von
der Mitte der hinenseite des Analsegmenls ausgehen, sind kurz, dünn, gleichbreit, an der
Spitze abgeschnitten, etwas abgerundet, nach aussen konvergierend, Aussenseite etwas
ausgehöhlt, reichen nur wenig hinter dem Analsegment; Fühler reichen etwas über die
Hälfte der Vorderschenkel, Basalglied nach aussen verengt, oben flach, unten breit aus-
gehöhlt; Thorax mit 5, ziemlich schwachen Kielen, die (6) Kiele des Hinterleibs viel
deutlicher; Analsegment mit nur 3 Kielen, unten so lang wie das vorletzte Segment;
Operculum glatt, ohne Kiele, an der Spitze angeschnitten, reicht an das Analsegment.
— L. 39, Mesoth. 7,5, Metath. 7, Vorderschk. 10,5, Miltelschk. 8, Hinterschk. 10 mm.
— Koramt in der Übersiclit (o. c. p. 218) Gr. madagasm Redt, am nächsten.
Küimandjaro: Kibonoto, untere Kulturzone, Sept.
Gratidia albida n. sp.
Fig. 2. — (/: Hellbräunlich, über die Augen und weiter längs dem Thorax und Hinter-
leib ein grauweisses Band; Kopf, Prothorax und Hinterleib etwas weisslich schattiert,
marmoriert oder gestreift; die Fühler reichen etwas über die
Mitte der Vorderschenkel, Basalglied nicht besonders gross,
oben ausgehöhlt, mit Mittelkiel, das 2. Glied ziemlich kurz,
etwas breiter als lang; Äleso- und RIetathorax glatt, ohne,
oder mit feinem, Längskiel; Hinterleib kaum oder schwach
Fig. 2. Spitze des Hinterleibs der in i i • i i i t-v i i rj. i i i
Gratidia aihida;nnienhns.\segment gekielt, an den drei letzten Dorsalsegmenten oft etwas deut-
und cerei von oben. lieber, 5-gekielt; Analsegment etwas kürzer und niedriger als
das vorletzte Segment, mit deutlichem Dorsalkiel, hinten in der Älitte deutlich, rund oder
etwas eckig ausgeschnitten, Seiten breit abgerundet, gegen die Basis einwärts gebogen,
sodass die Ränder der beiden Seiten einander fast berühren; Subgenitalplatte in der
Spitze abgerundet, nicht eingeschnitten, in der Mitte kurz zugespitzt, reicht an das Anal-
segraent; Cerci ausserhalb des Analsegments ziemlich so lang wie dieses, (an der unteren
Fig. ist das Analsegment zu lang gezeichnet), gerade, breit und dünn, nach aussen ein
wenig verbreitert, an der Spitze abgeschnitten, spatellörraig, am Aussenrand unterhalb
8JÖSTEDT, PHARMODEA. 83
der INIiUe mil einem etwas nach unten gerichteten Längskiel, wodurch die Unterseite
breit ausgehöhlt erscheint; Hinterleib am Ende von den Seiten etwas zusammengedrückt.
— L. 32—38, Mesoth. (J.s— 8, Metath. 6-7, Vorderschk. 10,3 — 13, Miltelschk. 8—9,
Hintorschk. 9 — U mm.
J/cr« Niederung, Ngare na nyuki, Jan., Nov.; 3 (f.
Steht Gr. cylindrica am nächsten.
Gratidia kibonotensis n. sp.
Fig. 3. — cf: Steht Gr. insulsa Redt. (o. c. p. 218 u. 223) am nächsten, ist aber
sichtlich kleiner mit kiirzeren Beinen, besonders Hinterbeinen. Die ebenfalls nahe-
stehende Gr. simple.r Redt. (o. c. p. 218 u. 221) hat die Schenkel der Mittelbeine kaum
länger als Metathorax mit dem Mediansegment (11 : 11,5, hier 7 : 10) und ist überhaupt
etwas grösser. — Analsegment hinten gerade abgeschnitten, r^ VII~~IT~^^~~~\ —
in der Mitte schmal aber deutlich eingeschnitten; Schenkel ___^_^ — ■
der Rhttelbeine ""Iiq länger als Äletathorax mit dem Median- ^^ (£2^^^"^ ^--—h k
Segment; Analsegment etwas kürzer oder ziemlich so lang wie ^-^-^^ ILä
das vorletzte, dachförmig zusammengedrückt, unten abgeplattet, ^''°- ^- ^''"*''^''' '"f"»'"''-"''^ ?•
Rechts unten Operoulum, und das
Unterrand nach aussen schwach eingebuchtet, mit eingebo- Anaisegment im Durchschnitt,
genen, oben mit schwarzen Dörnchen dicht besetzten Ecken; Cerci kurz, reichen kaum
über das Analsegment, ziemlich gleichbreit, einwärts gebogen mit konkaver Aussenseite;
Operculum 'am Hinterrand deutlich rund ausgeschnitten, reicht an das Analsegment.
Farbe blass braungelb, Thorax ohne Längskiele, Hinterleib mit 5 — 6 nach hinten all-
mählich deutlicheren Längskielen, Analsegment nur mit Dorsalkiel; Fühler 17-giiedrig,
Endglied so lang wie die zwei vorhergehenden zusammen. — L. 39 — 43, Mesoth.
8—9, Metath. c. s. m. 7—8, Vorderschk. 14—15,5, Mittelschk. 8,5—10, Hinterschk.
13 — 14,5 mm.
5: Ahnelt sehr Gr. sirra, ist aber viel kleiner, Operculum ist etwas kürzer, reicht
nur an das Analsegment, nicht etwa an die Mitte desselben, und bildet dadurch einen
Übergang zu Lepfinia; Cerci bilden kurze, nach aussen schräg abgeschnittene, zugespitzte
Lamellen, die hinter der Spitze des Analsegments etwa halb so lang wie die Länge des
letzteren reichen. Das 7. ventrale Abdominalsegment mit zwei deutlichen Längskielen,
hinten in einen kurzen Zahn oder eine abgerundete, dreieckige kleine Lobe ausge-
zogen; Schenkel der Mittelbeine etwa Y^ länger als Äletathorax mit Mediansegment;
Fühler sehr kurz, etwa so lang wie der Kopf; Analsegment etwas schräg abgeschnitten,
mit breit abgerundeten Seitenecken, oben ganz wenig ausgeschnitten, mit etwas hervor-
tretender Supraanalplatte ; Thorax und Hinterleib deutlich gereifelt (3 — 6 Kiele); Anal-
segment mit 3 Kielen. — L. 42 — 46, Mesoth. 8 — 9, Metath. c. s. m. 7 — 8, Vorderschk.
12,5—13, Mittelschk. 8,5—9, Hinterschk. 11 mm.
Kilimandjaro: Kibonoto, untere Kulturzone, Mischwald, Obstgartensteppe, Sept.;
9 c/, 16 ?.
fe
ö
81- SJÖSTEDTS KILIMANDJAKO-MEKU EXPEDITION. j 7: i.
Gratidia nioutana Redt.
Redtenb. o. c. p. 223. — Kümandjaro, Kibonolo, untere Kulturzoiie, Sept., Nov.;
5 cf. L. 65—71, Mesolh. 14—15, Metath. c. s. m. 12— 1-i, Vorderschk. 25—27,5,
Mittelschk. 17—18, Hinterschk. 21—23 mm.
Als mit diesen cf zusammengehörig rechne ich 4; vorliegende, aus demselben Ort
stammende $. Das Analsegment ist aber bei diesen hinten kurz, fein, aber deutlich, aus-
geschnitten, mit hervortretender Supraanalplatte, wogegen R. dasselbe als "breve, acumi-
natum'' bezeichnet. Dieselbe Form des Analsegments hat auch ein vorliegendes 5 des
Bacillus graciUs Burm. aus Nubien, welche Art von R. 1. c. p. 22-4 mit Reservation als
mit montana identisch angegeben wird. Die Unsicherheit Redtenbachers bei der Vereini-
gung der Arten ist wohl eigentlich durch die Verschiedenheiten der Grösse bedingt; auch
dieses Ex. von gracüis ist bedeutend grösser als die Kilimandjaro-Exple (resp. vergl.
oben: 85 — 18,5 — ? — 15—22 — 27 mm.). Ich vermute also, dass es nur ein Übersehen
in der Beschreibung ist, und dass auch die aus dem Kilimandjaro stammenden Typen
des montana 5 ähnheh gebildetes Analsegment besitzen.
Das $ ist grün und bräunlich, das 7. ventrale Abdominalsegment ohne Längskiele,
in der Spitze breit abgerundet; Operculum in der basalen Hälfte mit hellen, aufgeworfenen
Rändern, nach aussen allmählich verjüngt, reicht an die Mitte (bei gracüis über die Mitte)
des Analsegments; Thorax und Hinterleib cylindrisch, mit feinem Dorsalkiel, 8. und 9.
Segment oben gewölbt, ohne Längskiel, aber mit deutlichem Seitenkiel; Thorax und Ster-
num mit bisweilen undeutlichen, weissen, runden, warzenälmlichen Fleckchen; Seiten des
Thorax mit zwei Reihen feiner Warzen; Cerci gerade, gleichbreit, stumpf, reichen am
Unterrand so weit ausserhalb des Analsegments wie die Länge des Unterrands des Anal-
segraents vom selben Punkt her. L. 60 — 68, Mesoth. 11,3 — 13, Metath. c. s. m. 10,s —
12,5, Vorderschk. 20—25, Mittelschk. 13—17, Hinterschk. 18,2—21 mm.
Von der i)/('r«-Niederung, Ngare na nyuki, liegen 8 5 vor, die unter einander über-
einstimmen, und den oben genannten $ äusserst ähnlich, jedoch etwas verschieden, sind,
und ohne Zweifel eine besondere Art repräsentieren. Das Analsegment ist mit zwei
Seitenkielen versehen, und die Seitenränder des Analsegments bilden etwas innerhalb der
Spitze einen stumpfen Winkel, gehen aber hier nicht in einem breiten Bogen.
L. 65—68, Mesoth. 11—13,5, Metath. 10,5 — 11,5, Vorderschk. 19—21,5, Mittelschk.
14—16, Hinterschk. 17—19 mm.
Gratidia postspiuosa n. sj^.
Fig. 4. — t^: Das ganze Insekt grauweiss angeflogen, Sternum, Geisel der Fühler
und auch oft Beine und Oberseite des Thorax braungelb ; Fühler 16-gliedrig, reichen etwa
an das letzte Viertel der Vorderschenkel; Thorax und Hinterleib glatt, ohne Kiele, nach
hinten mehr weissgrau angeflogen, wie marmoriert, die drei letzten Segmente mit m. o. w.
deutlichen, weissen Seitenkielen und einem feinen Mediankiel, besonders am 8. und 9. Ring;
die zwei letzten Segmente stark aufgeblasen, Analsegment ziemlich halbkugelförmig, nach
SJOSTEÜT, l'llASMODEA.
85
innen etwas verengt, liinten mit zwei breit getrennten, kurzen Processen, auch am Seiten-
rand ein deutlicher, scharfer Dorn; Cerci kräftig, der linke kürzer, der rechte ausserhalb
des Analsegmeiits etwa so lang wie dieses; sie sind _
etwas einwärts gebogen, innen etwas abgeplattet,
aussen breit abgerundet, gewölbt, etwas zusammen-
gedrückt ; am Ende fussähnlich verbreitert, am Aus-
senrand breit ausgerandet, die obere I^obe breit ab-
gerundet, die untere, die eigentliche Spitze der Cerci,
Fig. 4. I^pitze des Hinterleibs der Gratidia
j'osfspinosa , rechts Analsegment von oben,
Clinks crcus.
ohne
Längskiele,
am Ende ab-
etwas schmäler. L. iO— 4-8, Mesoth. 8,5—10, Vor-
derschk. 16,5 — 18,5, Hinterschk. 15 — 16 mm. Gehört
der Gruppe 2. 2: 3, oben S. 219, Redtenb. o. c.
$: Das 7. Ventralsegment des Hinterleibes
geschnitten, Operculum ohne Kiele, an der Spitze breit abgerundet, reicht kaum oder
ziemlich an den Basalrand des Abdominalsegments; Schenkel der Mittelbeine etwas länger
als Äletathorax mit Mediansegment; Cerci klein, reichen nicht an die Spitze des Hinter-
leibs, Analsegmenl gewölbt, so lang als das vorletzte Segment, Oberrand gerade, Unter-
rand ein wenig gebogen, schräg von der Basis an die Spitze gehend, hinten das Seg-
ment abgerundet, schwach gespitzt; Thorax längs den Seiten mit zwei Reihen Warzen,
jede Reihe oben und unten von Längskielen begrenzt; Thorax oben glatt, ohne Kiele
oder Warzen; Hinterleib etwas gereifelt, besonders nach hinten; von den Augen längs
Kopf und Thorax ein weisses Band; Fühler sehr kurz, etwa so lang wie der Kopf, Basal-
glicd sehr gross, flach und dünn, oben breit ausgehöhlt mit einem erhabenen Längskiel,
bildet fast ^/s der ganzen Fühlerlänge, Geisel ziemlich undeutlich gegliedert; Farbe wie
die des (f, das Weissgrau am Hinterleib, besonders nach hinten, bildet mehr Längsstrie-
men. L. iS, Mesoth. 8, Vorderschk. (abgebr.), Hinterschk 10 mm.
Scheint moiifditd Redtb. o. c. p. 223, plastisch am nächsten zu stehen, ist aber
viel kleiner mit kürzerem Operculum und kürzeren Cerci.
J/rr^-Niederung, in den lichten Akazienwäldern am Flusse Ngare na nyuki, Jan.,
Dez.; 8 c/", 1 ?.
Gratidia tciiiiis d. sp.
Fig. 5. — (f: Oben dunkelbraun, über die Augen und weiter längs dem ganzen
Körper ein weisses, schmales Band, die Endsegmente oft weisslich, besonders am Unter-
rand des 8. und 9. Segments und am lateralen Basalteil
des Analsegments; unten hell; Thorax und Hinterleib glatt,
ohne Kiele, die drei letzten Hinterleibsegmente mit Dorsal-
kiel; die drei letzten Segmente grösser, das 8. u. 9.
ziemlich gleich lang; Analsegment gewölbt, etwas hin-
ten der Basis am breitesten, nach aussen verengt, an der
Spitze abgeschnitten und an jeder Seite derselben breit Kg. 5. si^tze des Hinterleibs der Oraf/rf/«
ausgerandet; durch die dachförmig zusammengedrückte '""*'«-' ""t*^" Anaisegment mit cerei,
'^ von oben.
Form des hinteren Teils des Analsegments scheint die
86 SJÖ8TEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 1.
Spitze von hinten ausgeschnitten zu sein; Cerci reichen deuthch über die Spitze des Hinter-
leibs, sind von der Seite gesehen etw^a am ersten Viertel abgerundet gebogen, dann fast ge-
rade, am Basalteil an der Aussenseite abgerundet, an der Innenseite abgeplattet; nach
aussen die Cerci konvergierend, vor der Spitze etwas breiter, ziemlich flach, längs der
Unterseite mit einem abgerundeten Kiel; ausserhalb dieses sind sie breit, kahnförmig
ausgehöhlt; die Spitzen von oben gesehen mit geradem, fein behaartem Innenrand und
gebogenem Aussenrand, konkav, stumpf gespitzt. ■ Fühler 17-gliedrig, reichen etwas über
das dritte Viertel der Vorderschenkel. L. 53—68, Mesoth. 11 — U, Metath. 10—13,
Vorderschk. 23—28, Mittelschk. 17—19,5, Hinterschk. 21—24,5 mm.
Kühnandjaro: Kibonoto, Obstgartensteppe, Dez.; J/f /-«-Niederung, Ngare na nyuki,
Jan.; Usamhara: Tanga, Juni; 4 cf.
Steht Gr. evanescens Karsch (vergl. Redtb. o. c. p. 219 u. 224) am nächsten.
Gratidia polita n. sp.
5: Gross, das 7. ventrale Abdominalsegment mit aufgeworfenen Rändern, ohne
Längskiele, fein rauh, hinten in eine ziemlich schmale, zugespitzte, trianguläre Lobe
etwa von einem Viertel oder Fünftel der Länge des Operculum ausgezogen; Mittelschenkel
so lang wie Metanotum mit Mediansegment oder ganz wenig länger; Cerci etwas kürzer
als das Analsegment, zugeplattet, nach aussen, etwas ausserhalb der Mitte, etwas verbrei-
tert, mit geradem Unterrand und gebogenem Oberrand, längs der Mitte der Aussenseite
mit einem mehr oder weniger deuthchen Kiel; Analsegment etwas länger als das 9., von
der Seite zusammengedrückt mit deutlichem Dorsalkiel, hinten abgeschnitten mit gebogenen
Rändern, in der Älitte fein ausgeschnitten mit hervortretender Supraanalplatte; das 8. u.
9. Hinterleibsegment mit sehr deutlichem Seitenkiel; Operculum mit aufgeworfenen Rän-
dern, ohne Kiele, an der Spitze abgerundet und etwas zugespitzt, nach hinten längs
der Mitte schwarz, reicht etwa an das erste Drittel des Analsegments oder etwas mehr;
Körper einfarben gelbbraun mit schwarzen Fleckchen unten längs der Vorderschenkel
und zerstreuten, hellen, runden kleinen Warzen unten und oben am Äleso- und Meta-
thorax; an dem einen Exemplar sind die Schenkel der Mittel- und Hinterbeine, besonders
am unteren Teil, mit etwas abstehenden, w^elligen, schwarz gefleckten Leisten versehen;
die letzten sonst glatt ohne andere Längskiele als längs den Seiten; hinter den Augen
ein breites, schw-ach dunkles Band. L. 93—100, Mesoth. 19,5—20, Metath. 17—18,
Vorderschk. 29—31, Mittelschk. 18—19, Hinterschk. 24—26 mm.
Kühnandjaro: Kibonoto, untere Kulturzone-ÄIischwald-Steppe, Sept., 0kl. Nov.; 3$.
Steht G. gracüipes Westw. (Redtb. o. c. p. 220, 225) am nächsten, die Fühler reichen
aber etwas über das erste Drittel der Vorderschenkel, die Vorderschenkel sind längs
der Unterseite fein schwarz gefleckt, nur das Analsegment hat deutlichen Dorsalkiel und
der Älittelschenkel ist ebenso lang wie, nicht viel länger als Metathorax mit dem Median-
segment. Die ebenfalls nahestehende arida 1. c. vom Kilimandjaro ist einfarben und hat
das 7. Abdominalsegment in einen stumpfen Zahn, nicht wie hier in eine spitzige trian-
guläre Lobe, ausgezogen, und die Cerci sehr kurz.
8JOSTEDT, PITASMODEA.
87
Gratidia flavesceus u. sp.
5: Ähnelt sehr der vorigen Art, ist aber kleiner, Operculum ist viel kürzer und
reicht nur etwas über die Älitte des 9. Segments. Fast strohgelb — ein Expl. viel dunk-
ler, bräunlich — glatt, poliert, mit schwarzen Fleckchen längs der Unterseite der Vorder-
schenkel und zerslreuten, hellen, runden Fleckchen oder Warzen am Kopf, Thorax und
Sternum; das 7. Ventralsegment hinten in eine spitz trianguläre Lobe ausgezogen; Cerci
flach, kürzer als das Analsegment, lancettförmig, zugespitzt, Analsegment hinten fein ein-
geschnitten mit hervortretender Supraanalplatte, Seitenränder breit gebogen; Operculum
ohne Längskiele, in der Spitze abgerundet, längs der Mitte, mit Ausnahme an der Spitze,
schwarz; das 7. u. 8. Ilinterleibsegment mit einem Seitenkiel. L. 73 — 84, Mesoth. 15 —
18, Metath. c. s. m. U— 17, Vorderschk. 23—27, Mittelschk. li— 17, Hinterschk. 16
— 19 mm.
KUimandjaro: Kibonolo, untere Kullurzone-Steppe, Sept., Okt.; 5 $.
Gratidia .sccnrisrera Redtb.
Fig. 6. — Redtenb. 0. c. p. 219 u. 226. — KUimandjaro:
Kibonolo, Kulturzone, Sept., Nov., Dez.; 6 c/^. Die Art ist
vom KUimandjaro lieschrieben.
Gratidia furcifer u. sp.
Fig. 6. Spitze des Hinterleibs der
Gratidia securigera; unten Analseg-
ment und Cerci Ton oben.
Fig. 7. — (Z': Braun, über den Augen und weiter nach hinten längs Thorax und
Hinterteil) ein weisses, oder etwas gelbliches Seitenband, die drei letzten Segmente weiss-
lich, besonders an den Seiten; Thorax und Hinterleib völlig glatt, ohne Längskiele, Anal-
segment mit Dorsalkiel; Fühler 17-gliedrig, reichen etwas über die Mitte der Vorderschenkel;
Analsegment stark gewölbt, von oben gesehen ziemlich kreis-
rund, am Gelenke abgeschnitten, hinten in eine ziemlich
breite, abgeplattete, fast winkelrecht nach unten gerichtete,
bis an die Mitte breit gespaltene Lobe ausgezogen, etwas kürzer
als der übrige Teil des Segments; die zwei Processe parallel,
gerade, rund, unten mit einer Reihe Dörnchen bewaffnet,
von der Seite kaum bemerkbar nach oben gerichtet; oben
in der Vertiefung zwischen den Processen ist der Dorsalkiel
jrjg Y Spitze des Hinterleibs der
sehr deutlich; das 9. Segment fast doppelt so lang wie das 8.; Gratidia fm-df er; unten Anaisegment
Operculum aufgeblasen, von der Seite zusammengedrückt, "" ^'"' ^"^ '•'''°-
hinten gerade abgeschnitten, und leicht winkelig ausgerandet; Cerci rund, etwas einwärts
gebogen, von der Seite gesehen gerade, schräg nach unten oder fast senkrecht gerichtet, am
Ende verdickt mit gerader, dicht und fein bedornter Innenseite. L. 49 — 51, Mesoth. 10
88
SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MKRU EXPEDITION. 17: 4.
— 11, Melatli. c. s. m. 10—11, Vorderschk. 21—25, Miüelschk. 15—16, Hiuterschk.
17—20 mm.
Meru-'Niedenmg, Ngare na nyuki, Nov., Jan.; 5 cP.
Ähnelt sehr Gr. securhjera Redtb. (vergl. Fig. 6), der Process des Analsegments
ist aber bis an die Mitte gespalten, Cerci nicht so stark einwärts gebogen und \on der
Seite gesehen gerade, bei sevurigera fast halbmondförmig nach vorn gebogen.
Gratirtia postrostrata Karsch.
Redtenb. 0. c. p. 219 u. 226. — Kühnancljaro: Kibonoto, Kulturzone, Mai, Sept.;
2 cf. Etwas kleiner als die 1. c. angegebenen 'Masse. Länge 5i — 56, Mesothor. 11 — 12,
Metalhor. 9—10, Vorderschk. 23—25, Mittelschk. 15—17, Hinlerschk. 19—23 mm. War
vorher von Mombasa und dem Kilimandjaro bekannt.
Gratidia montivaga n. sp.
Fig. 8. — Steht G. postroi<trata Karsch (Redtb. 1. c. p. 226, Taf. IX, Fig. 5)
am nächsten, ist al)er bedeutend kleiner, Analsegment schnabelförmig ausgezogen, in der
Spitze abgerundet, Cerci reichen mit mehr als einem Drittel ausserhalb der Spitze des
Analsegments.
cf: Analsegment ziemlich stark gewölbt, hinten
schnabelförmig in einen Process ausgezogen, der etwas
länger als der übrige Teil des Segments erscheint, in
der Spitze abgerundet; längs der Mitte des Segments
ein deutlicher Kiel. Cerci sehr lang, reichen mit
mehr als einem Drittel hinter der Spitze des Anal-
segments, an der unteren Hälfte etwas gebogen, dann
löffelartig erw'eitert, konkav, und lang zugespitzt;
zusammengelegt divergieren die Spitzen etwas; Fühler 16-gliedrig, reichen fast an das
letzte Viertel der Vorderschenkel; Thorax und Hinterleib gereifelt, der erstere oft undeut-
lich; längs dem ganzen Insekt vom Kopf über die Augen ein weissgraues Rand, Hinterleib
besonders nach hinten mit noch anderen, weissgrauen, längsgehenden Linien.
L. 34—36, Mesoth. 5,5—6, Metath. c. s. m. 4,5—5, Vorderschk. 11, Hinlerschk.
11 mm. — Zusammen mit Xi/lica hilimandjarica am obersten Teil des Regenwaldes
3,000 m. bei Kiboscho am Küimaniljaro im Febr. 1906 angetroffen.
Fig. 8. Spitze des Hinterleibs der Gratidia
montivaga; unten Aualsegment und Cerci
von oben.
Gratidia silvaepluAialis n. sp.
Fig. 9. — (/: Grün, mit einem grossen, dunkelbraunen Fleck über die Angen,
einem breiten, solchen Rand von den Augen nach hinten und dunklen Fleckchen an den
Gelenken des 1.-8. Abdominalsegments. Glatt, Längskiel des Thorax fein, kaum be-
merkbar, am Hinterleib nur an den drei letzten Segmenten, besonders am Endsegment,
vorhanden; das 8. und 9. Segment ziemlich gleich lang; Analsegment charakteristisch.
t!.K)STKI)T, l'HASMODKA.
89
ziemlich kreisförmig, nach
breit abgerundeten Process
des Mittelkiels versehen ist;
die basal(> Hiilfte ziemlich stark gewölbt, von oben gesehen
hinten in einen gleichbreiten, an der Spitze abgeschnittenen,
ausgezogen, der oben mit einem hohen Kamm als Fortsetzung
von der Seite gesehen bildet das Analsegment mit dem Pro-
cess oben einen gleichmässigen, schwachen Bogen; Cerci in-
nen von der Mitte des aufgeblasenen Teils des Analsegments
ausgehend, gleichmässig einwärts gebogen, an der Basis breiter,
nach aussen ziemlich gleichbreit, oben schwach gebogen, an der
Innenseite etwas abgeplattet, dicht, sehr kurz, behaart, an der
Spitze ein wenig breiter, abgerundet, kaum etwas zugespitzt, die
Spitze des Analsegments nur wenig überragend; Operculum
etwas aufgeblasen, hinten deutlich ausgerandet. Fühler 17-
gliedrig, erreichen etwa "-jz der Vorderschenkel, L. 46, Mesoth.
9, Metath. c. s. m. 7,5 Vorderschk. 20, Hinterschk. 15,5 mm.
Küimandjaro : Kibonoto, Regenwald, 2,000 m., Okt.; 1 (f. Gehört der Gruppe 1
1.; 2. 2.; p. 219, Redtenb. o. c. an.
Fig. 9. Spitze des Hinterleibs der
Gratiilia sih'rvpluvialis; nach oben
rechts Analsegment von oben,
links Cercus von innen.
Gratidia excisa n. sp.
Steht Gr. j^rolata Karsch. (Redtb. o. c. 221 u. 228) am nächsten und hat wie diese
das 7. ventrale Abdominalsegment stark, obgleich weniger, verlängert, so dass die lange
Lobe bis nicht weit vom neunten Segment reicht; dieselbe ist aber hier nicht abgeschnitten,
an jeder Seite mit einem Zahn versehen, sondern tief triangulär ausgeschnitten ; defekt,
Kopf und Thorax fein grauweiss und braun marmoriert, punktiert und gefleckt, Thorax
nur mit Mittelkiel, die Seiten gelblich mit zwei Reihen Warzen, die, obgleich kleiner, auch
über die Oberseite vereinzelt zerstreut sind; Hinterleib, besonders nach hinten, mit 5
Kielen; Sternum ohne Kiele, das 7. Ventralsegment mit zwei hohen Kielen; Operculum
an der Mitte mit zwei Kielen, am Ende zugespitzt; Miltelschenkel unten ohne Loben.
L. 70, Mesoth. M-, Metath. c. s. m. 12, Mittelschk. 13,5 mm.
Küimandjaro: Kibonoto-Niederung an den Natronseen, Steppe, 3 Okt.; 1 5-
Oktober 1908.
Sjöstedts KilimandjaroMcru Expedition. 17.
12
Übersicht der ans dem Kiliiuandjaro-Meru-Grebiet bisher
bekannten Phasmodeen.
1. Oenobius lobulatits Redt.
2. Xylica oedomatosa Karsch.
Bacillliii.
I 3. Xylica kilimandjaripa SjÖst. n. sp.
Graiida arida Karsch.
temiis Sjöst. n. sp.
poUta Sjöst. n. sp.
flavescens SjöST. n. sp.
cecurigera Redt.
furcifer Sjöst. n. sp.
posfrostrata Karsch.
montivaga Sjöst. n. sp.
silvceplwvialis Sjöst. n. sp.
prolata Karsch.
excisa Sjöst. n. sp.
17. ORTHOPTERA.
5. Gryllodea
von
YNGVE SJOSTEDT.
Mit 1 Tafel.
Die Gryllodeen- oder Achetodeen-Fauna des Kilimandjaro-Meru Gebiets war bisher
wenig bekannt. In v. der Deckens Reise in Ostafril^a beschreibt GersTjECKer (1873)
drei hingehörige Arten (Gryllodfs phijsomerus, scenkus und Scapsipedus diadcmatus),
und diese sind, soweit ich habe finden Ivönnen, die einzigen bisher vom Kilimandjaro
bekannten hingehörigen Arten, während der Meru in dieser Hinsicht bisher ganz un-
erforscht geblieben. Die Grillen gehören den unteren Teilen der Berge und nochmehr den
umgebenden Busch- und Baumsteppen an, und nur wenige Arten wurden so hoch wie im
Regenwald angetroffen, wo Callogrißlus küimundjaricHS, Ectatoderus Mlimandjaricns
und Montigrijllm süvaplmialis am Kilimandjaro bei einer Höhe von 2,000 — 2,500 m.,
oder am Meru bei 3,000 — 3,500 m. entdeckt wurden. Die mitgebrachte Gryllodeensamm-
lung umfasst ziemlich 783 Exemplare, welche 40, darunter 24 neuen Arten angehören. Diese
sind auf 8 Familien mit 23, darunter 6 neue Gattungen verteilt. Zwei der letzteren sind
nach Arten von den höheren Teilen der Berge, dem Regenwald, aufgestellt worden.
Werfen wir einen Blick auf die bereits bekannten, im Gebiete wiedergefundenen Arten,
so finden wir, dass mehrere derselben eine sehr weite Verbreitung haben, die man also
hier wiederzufinden erwarten konnte. Hierhin gehört der kosmopolitische Gryllus domes-
ticiis, der aber nicht in Häusern, sondern in der Wildniss weit von Menschenwohnungen
angetroffen wurde und ohne Zweifel hier im Freien lebt, ferner die in ganz Afrika, in
Asien und Australien vorkommende GnjUotalpa africana, die vom südl. Europa bis nach
dem Cap und weiter nach Indien verbreitete Achefa hhnacxdata, die vom Sudan bis nach
Zanzibar und Guinea bekannte Acheta morio, der auch nach Indien und Australien hin-
übergehende üryllus Bninneri, das von Südeuropa nach Indien und Ceylon, in Afrika
92 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 17: 5.
sowohl über die Ost- wie die Westküste verbreitete Trigonidium cicmdeloiäes, der vom Sudan
bis nach Mauritius und Fernando Po bekannte Euscyrtus bivütatus und der von Europa
bis nach Togo in Ober Guinea verbreitete Oecantlms ijellucens. Von den letzteren Ge-
genden (Acera) ist der am Kihmandjaro zahlreich vorkommende Acantlwplistus acutus
beschrieben worden. Andere waren nur von Ostafrika bekannt, wie Gnjllus xanthoneurus,
Gryllus conspersus, Plucophüacris specfrum und Nemohius maeulosus, der letztere von
Madagaskar.
Von besonderem Interesse war das Antreffen von Repräsentanten der amerika-
nischen Gattung Anaxiplia im Gebiete, wie schon vorher die nahestehende Gattung Cyr-
ioxipha in beiden diesen Weltteilen Arten besitzt und zwar auch eine n. sp. vom Kihma-
ndjaro. Wenig beobachtet scheinen die kleinen Myrmecophiliden gewesen zu sein, indem
alle sechs im Gebiete gefundene Arten neu zu sein scheinen. Auch unter diesen be-
findet sich eine Art, die einer amerikanischen Gattung fCydoptüusJ äusserst nahe steht,
die aber besser eine neue Gattung (CyclopUloides) bildet. Die oft in Höhlen, in alten
Termitenhügeln etc. lebenden Phalangopsiden gaben Anlass zum Aufstellen von vier neuen
Gattungen, von deren Repräsentanten zwei in den berühmten Mkulumusi-Höhlen bei
Tanga entdeckt wurden, wo sie wie Weberknechte im tiefen Dunkel an den Felsenwän-
dern sassen, während andere im freien lebenden Formen {Moni igryllus- Arten) bis an die
höheren Teilen der Berge hinaufgedrungen waren. Die über die halbe Anzahl umfassenden
neuen Arten scheinen für eine grosse Originalität der Gryllodeenfauna dieser Berge zu
sprechen.
Übersicht der Arten.
A-. Mittelglied der Tarsen cylindrisch, klein, compress.
a. Vorderbeine zum Graben eingerichtet, mit abgeplatteten, an der Spitze mit 4 Grabkrallen versehenen
Schienen. Deckflügel häutig, beim (f ohne Spiegel ; $ ohne Legescheide. GrjilotalpidiP.
□• Grösser, etwa .30 mm., einfarben gelbbraun, ähnlich unserer Maulwurfsgrille; Hinterbeine mit groben,
abgeplatteten, am Ende mit 7 Sporen versehenen Schienen ; Oeellen 2, gross.
Gryllotalpa africana.
□ □• Kleiner, nur 7 mm., .schwarz und gelb; Hinterbeine ausgeprägte Hüpfbeine mit schmalen Schienen
und 4 Sporen am Ende derselben, die mittleren viel länger als die anderen; Oeellen 3, klein.
Tridactj/his usamharicus.
ClCl. Vorderbeine zum Gehen eingerichtet (Schreitbeine), mit cylindrisehen, nicht abgeplatteten oder mit
Grabkrallen versehenen Schienen; Legescheide des 9 ausgebildet.
X. Hinterschienen oben an beiden Seiten nur mit starken Dornen besetzt, zwischen und oben diesen nicht
sägezähnig.
0. Pronotum seitlich nicht gekielt. Grjilidae.
f. Basalglied der Hintertarsen (Metatarsus) oben ungefurcht und ungesagt; Hinterschienen oben mit
langen beweglichen Dornen. Nemobius.
O- Palpen dunkel.
O. o^, Chorda 1. und 2. frei oder nur tief an der Basis vereinigt. K. maeulosus.
OO. cf, » 1. » 2. nach unten lang verschmolzen (gestielt). K. massaicus.
GQ. Die zwei letzten Glieder der Palpen schneeweiss. N. niveipalpus.
tt- Basalglied der Hintertarsen oben gefurclit, an beiden Rändern sägezähnig; Hinterschienen oben mit
unbeweglichen oder wenig beweglichen Dornen.
SJÖSTEPT, fiTlTLI.ODKA. 93
a. Spiegel der neekdi'igel des cf deutlicli ausgehildcl.
X. Untergesifht perpendikulär; Stirn zwischen den Fühlern nieiit auffallend stark gewölbt.
.;/. Körper und licine fast völlig glatt, glänzend schwarz. ACHETA.
f. Grösser, Deckfliigel 20 mm., mit gelbem Fleik an der Basis; ven» obliquae 4 — 5; oberer und
mittlerer Dorn der llinterschienen innen gleich lang. A. hmaridata.
ff. Kleiner, Deckfliigel 12 nnn., glänzend schwarz ohne gelben Fleck an der Basis; vena' obliquse
3; der obere Dorn der Hinterschienen innen länger als der mittlere. A. morio.
yi/. Körper und Beine dicht und kurz behaart.
A- V'orderschienen an beiden Seiten mit deutlichem Foramen. Gryllus.
V . Keine gelbe Querbinde in der Stirn zwischen den oberen Ocellen.
*. Schwarz mit rötlicher Basis der Hintersehenkel; Kopf 5,5 mm. breit; Deckflügel des $ sehr
kurz, Legescheide deutlich länger als Hinterschenkel; Pronotum gleichbreit; Hinterschenkel 12
— li mm.; Larven ockergelb braun striirt, schattiert und gefleckt, Scheitel mit 6 gelben Strie-
men; Fühler schwarzbraun, Mundteile und Gesieht grös.stenteils schwarzbraun. G. meruensis.
* * . Rotbräunlich; Kopf 4,5 — 5 mm. breit; Augen längs der Innenseite gelb; Fühler hellbraun oder
rotgelb; Pronotum nach vorn etwas verengt; Legescheide viel länger als Hinterschenkel; letztere
14 — 15 mm. G. xanthoneurus.
* * *. Kleiner als vorige Art, braungelb mit dunklerem Kopf, Pronotum und Flügeln; Augen längs der
Innenseite nicht gelb; Fühler dunkel, Pronotum vorn und hinten gleich breit, depress; Legescheide
des 9 wenig länger, oder kürzer, als Hintersehenkel, diese 10 — 11,5 mm. G. Bnmneri.
V V ■ Deutliche gelbe Querbinde in der Stirn zwischen den oberen Ocellen.
O. Grösser, Deckflügel 11 — 13, Hinterschenkel 11,5 — 12 mm.; Scheitel über den Augen mit breiter,
ockergelblicher Querbinde. G. domesticus.
0 0. Kleiner, Deckllügel 6 — 7, Hinterschenkel 7 — 9 mm. Scheitel ohne Querbinde, aber mit kurzen
gelben Längslinien versehen. G. conspersus.
A A- Vorderschienen nur aussen mit deutlichem Foramen. Gryllodes.
Q. Zwischen den oberen Ocellen eine gelbe Strieme; über dem Scheitel eine breite gelbliche Quer-
binde; Hinterschenkel dicht striirt, vor der dunklen Spitze mit einem hellen Ring.
G. physomerus.
□ □. Keine gelbe Strieme zwischen den oberen Ocellen; Scheitel mit gelblichen Längslinien.
O. Vom Scheitel nach vorn über den Augen jederseits eine scharf markierte, gelbliche Strieme; diese
beiden nach vorn konvergierenden Supraciliarslriemen an der vorderen Ocelle vereinigt.
Cr. superciliosus.
O O. Kopf ohne hellen Supraciliarstriemen, schwarz mit gelben Ocellen und 6 kurzen, gelblichen Linien
am Scheitel. G. massaiami.
XX. Untergesicht stark zurückweichend, Stirn zwischen den Fühlergruben, besonders beim o^, auffällig
stark gewölbt; Vorderschienen an beiden Seiten mit Foranien, aussen gross, oval, innen klein,
rund. ScAPSiPEDUs.
Oberhalb der Fülilergruben eine breite, gelbe Querbinde. Länge 20 — 24, Deckflügel 13 — l-i-,5 mm.
S. diaäematus.
aa. Deckllügel dos o^ kurz, ohne Spiegel, indem die Diagonalader nicht schräg über den Flügel, son-
dern zuerst fast gerade gegen die Spitze desselben ziemlich parallel mit den Chorden geht, um
dann in einem breiten, nicht weil vom Hinterrand des Flügels gehenden Bogen wieder nach vorn
zu gehen. Callogryllus.
Dunkelbraun mit gelbroten Beinen, Kopf glänzend braunschwarz mit gelben Ocellen; Flügel des
cf kurz, etwa an die Mitte des Hinlerleibs reicl d, die des 9 ruilinjeiitär.
( '. kilimandjarknf!.
Taf. 5, Fiff. 9.
94 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 17: 5.
0 0. Pronotum seitlich stark gekielt; oben fein und dicht eingedrückt punktiert, glänzend schwarz.
Acantlioplistidae.
Länge 8 — 11, Deckflügel des c^ 6 — 7, die des $ 4,5 — 6,5 mm. Acanfhoplistus acutus.
XX. Hinterschienen oben an beiden Seiten mit zahlreichen feinen Dörnchen, ohne zwischensitzende
grössere Dornen (serruliert), nur an der Spitze mit 3 + 3 Dornen (Sporen) versehen.
Myrmecoi)hilida\
a. Metatarsus der Hinterbeine viel kürzer als die halbe Länge der Hinterschienen, oben rinnentörmig
mit serrrulierten Rändern (cf. Taf. 5, Fig. 5 a).
f. cf: Pronotum nach hinten mehr oder weniger schildförmig verlängert, mit etwas abgerundetem Hin-
terrand; Interantennalwulst ungeteilt. Ectatoderus.
□• Pronotum über mehr als die Hälfte des Hinterleibes verlängert.
O. Grösser, Länge mit dem Kopf 8 — 9 mm, Pronotum einfarben gelbrot, 6,5 — 7 mm. Foramen an
der Innenseite der Vorderschienen vorhanden. E. Jcilimandjaricus.
Taf. 5, Fig. 3, (c^), 4, (9).
O O. Kleiner, Länge mit dem Kopf 5 mm., Pronotum gelbbraun, vorn mit zwei schmalen, quer gestellten
schwarzen Flecken, 4 mm. E. limaculatus.
Taf. 6, Fig. 7.
nn. Pronotum nur über ein paar Segmente des Hinterleibes verlängert, 4 mm. Länge mit dem Kopf
etwa 8 mm. Vorderschienen an beiden Seiten ohne Foramen. E. ochraceiis.
Taf. 5, Fig. 5.
ff. Pronotum nach hinten nicht verlängert, mit geradem Hinterrand. Interantennalwulst durch eine ver-
tikale, eingedrückte Linie geteilt. — Länge 6, Pronotum 1,7 mm. Ararknoceplialns meruensis.
aa. Metatarsus der Hinterbeine länger als die halbe Hinterschiene, oben nicht rinnenförmig ausgehöhlt,
nicht serruliert, nur mit äusserst feinen haarähnlichen Dörnchen versehen; Foramen an der Innen-
seite der Vorderschienen vorhanden, (cf. Taf. 5, Fig. 15 a, b). Cycloptiloides meruensis.
Taf. 5, Fig. 15.
XXX. Hinterschienen oben an beiden Rändern sowohl sägezähnig als gedornt.
O. Kopf vertikal gestellt, mit nach unten gerichtetem Mund (hypognathi), Hinterschenkel an der Basis
dick; Pronotum breiter als lang. Vorderschienen der hier angeführten Arten ohne oder mit einem
kleineren Foramen. Phalaugopsida^.
a. Vorderschienen an alten Exemplaren innen mit Foramen; Deckflügel des o^ kurz, dick, fast kreis-
rund, die des $ fast rudimentär. Montigryllus.
□. Scheitel braunschwarz mit mehreren gelben Längsstriemen; Pronotum hinten mit zwei w'cit getrennten,
schwarzbraunen Flecken; Ocellen klein, weit getrennt. M. silvcvpluvialis.
Taf. f>, Fig. 10, (o^), 11, (?).
n D- Scheitel gelblich mit dunklem Querband ; Pronotum hinten mit einem schwarzbraunen, an der Mitte
etwas schmäleren Band ; Ocellen gross, etwa durch die doppelte Länge ihres Durchmessers von
einander getrennt. M. affinis.
Taf. 5, Fig. 12, (?).
aa. Vordersehienen ohne Foramen ; Beine sehr lang, was den Tieren ein etwas spindelähnliehes Aus-
sehen verleiht,
f. Vorderschenkel unten an den beiden Rändern deutlich sägezähnig; Deckflügel des cf flach, ziemlich
oval, ohne Tympanum. Beine der vorliegenden Arten gelb und dunkelbraun gebändert und gefleckt.
Ph^ophyllacris.
O. Pronotum oben mit einer sattelförmigen, winkelig gebogenen Querleiste; Flügel kaum doppelt so lang
wie breit. Pli. spednmi.
0 0. Pronotum oben abgerundet, ohne Querleiste; Flügel etwas mehr als doppelt so lang wie breit.
Fh. usamharka.
SJÖSTKDT, (iRYLT,ODEA. 95
tf. \'()r(|('rsi-lii'iik('l iiiilcn niil clii'ncn, nur holiiiiirlcn lüindcrn.
A- Motatarsns der Hintor))fino längs ilcr Oberseite, besonders nufli iinlen, mit vielen, feinen Dornen
besetzt; ^ mit wohl ausgebildeten, etwa an die Mitte des Hinterleibes reichenden, flachen Flügeln,
ohne Tympanum, $ flügellos. Speluncacris lucifuga.
Taf. 5, Fig. 13.
AA- Mefalarsus der Hinterlieine oben ohne Dornen (nur vor der Spitze 2 — .3 St.); o^ ? flügellos.
n. Augen gross, länger als das Basalglied der Fühler; Stirngipfel weit über den Oberrand def Fühler-
gruben aufsteigend; Hinterleib hart; Beine stark dunkelgefleckt. Opilionacris küimandjarica.
□ □. Augen klein, kürzer als das Basalglied der Fühler; Stirngipfel kaum über den Oberrand der Fühler-
gruben aufsteigend; Hinterleib weich. Beine fast einfarbig, gelbrötlich.
Cavernacris microps.
Taf. 5, Fig. 14.
OO. Kopf langgestreckt, Mund nach vorn gerichtet (prognathi). Strohgelb mit sehr schlankem Hinter-
schenkel und auffällig grossem Foramen an beiden Seiten der Vorderschienen; Deck- und Hinter-
flügel wohl ausgebildet, hyalin; Pronotum länger als breit. OecailtMdae.
O. Legescheide länger als die Plälfte der Deckflügel, aber kürzer als die Hinterschenkel.
O. Hinterflügel des cf' kurz, die Deekflügel kaum oder wenig überragend.
Oecanthus pellucens. - - '
G D- Hinterflügel die Deckflügel bis 5 mm. überragend. 0. pellucens forma aqiUiis.
O O. Legescheide kürzer als die Hälfte der Deekflügel. 0. brevicauda.
AA. .Miltelglied der Tarsen depress, mehr oder minder ausgeprägt herzförmig.
a. Hinterschienen oben nicht sägezähnig, nur mit 3 : 3 grossen, bewegliehen, eingelenkten Dornen; End-
sporen innen 2, aussen 3. Kleine Arten. Trigonidiidse.
□• Vorderschienen ohne Foramen; Deckflügel des cf und $ gleichförmig, striiert, am cj^ ohne Tympanum.
Trigonidium.
O. Dorsnlfeld der Deekflügel mit zahlreichen erhabenen Längsadern; Vorder- und Mittelbeine schwarz.
T. cicindeloides.
O O. Dorsalfeld der Deckflügel mit wenigen [5( — 6)] erhabenen Längsadern; Vorder- und Mittelbeine rötlich.
T. massaicum.
n d- Vorderschienen mit Foramen; Deekflügel des cf und 9 verschieden, am ^ mit Tympanum, am $
striiert, ohne Tympanum, wie bei den vorigen Arten.
O. Vorderschienen nur aussen mit Foramen. Anaxipha.
A. Dunkel, Basalglieder der Fühler, die 3 äusseren Palpenglieder, die vorderen Schenkel und Schienen
schwarz. A. küimandjarica.
Taf. 5, Fig. 1, 2.
AA- Ganz strohgelb mit schwarzen Augen. A. straminea.
Taf. 5, Fig. 16.
O O. Vorderschienen an beiden Seiten mit deutlichem, weissem Foramen; Fühler ganz rostrot.
Cyrtoxipha vadschaggce.
aa. Hinferschicnen oben sowohl mit feineren als mit grösseren Dornen besetzt; Endsporen 3 : 3.
Eneopteridae.
□• o", Tiit Tympanum; grösser und gröber, Länge 16, Hinterschenkel 11 mm.; fast einfarben, ockergelb.
Kilimagri/llus ochraceus.
Taf. 6, Fig. 8.
DD- cf^ ohne Tympanum; klein und schmal; Länge 9 — 11, Hintersehenkel 7,5 — 8,5; von den Augen
nach hinten über Pronotum ein hellgelbes Band. Euscyrtus bivittatus.
96 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 5.
Gryllotalpid».
Grjilotalpa africana Beauv.
IviRB. Cat. Achetidee, p. 6. — Zwei Exemplare dieser in ganz Afrika und Südasien
sowie auch in Australien verbreiteten Art von der unteren Kulturzone und dem Misch-
walde bei Kibonoto, Küimandjaro, März, Sept. cf $.
Tridactjius usambariciis n. sp.
Kopf schwarz mit einer feinen, gelben, gebogenen Linie zwischen den oberen
Ocellen und von dort drei nach hinten gehende gelbe Linien, welche nicht den Nacken
erreichen, die äusseren längs der Innenseite der Augen; Fühler dunkel, 10-gliedrig, das
2. Glied sehr kurz, das 3. länger und schmäler als das Basalglied ; Pronotum ohne Quer-
furche, eingedrückt punktiert, etwa so dicht wie bei variegatus, schwarz mit gelber
Hinterecke und einem schmalen Saum am Hinterrand; Vorderbeine: Hüften gelb, tief an
der Basis schwarz; Schenkel gelb, hinten ausgehöhlt, die nach hinten konvergierenden
Seitenränder und ein Strich längs der Oberseite braun; Schienen dunkel schattiert, längs
der Mitte der Innenseite mit einer deutlichen Binne, am Aussenrand mit ^ Dörnchen;
Mittelbeine schwarz, gelb gefleckt, Hüften und Trochanter gelb. Schienen zuerst ziemlich
gleichbreit, nach aussen allmählich etwas verjüngt; Hüften der Hinterbeine gelb, Schenkel
aussen braunschwarz mit gelber Basis, gelbem Unterrand und zwei gelben Querrändern,
an der Innenseite die dunkle Farbe heller, braun; Hinterschienen dunkel schattiert, ein
Ring oben, Lamellen und Sporen blassgelb, an der Spitze aussen mit 4, innen mit
3 Lamellen, oben fast völlig glatt, nur mit 1 — 2 winzig kleinen, kaum sichtbaren Zähn-
chen; Metatarsus etwas länger als die anliegenden Sporen, die Hinterseite etwas lamellen-
artig erweitert, hyalin, mit gebogenem Rand; Hinterleib schmal, gleichbreit, nach hinten
etwas verengt, oben dunkel, gelblich angehaucht, unten gelblich, nach hinten etwas dunkel
schattiert, dicht eingedrückt punktiert; Deckflügel dunkelbraun an den Seiten, besonders
unten-hinten heller, halb durchleuchtend, mit 3 Adern, die mittlere gerade, die untere
zuerst nach unten, dann in einem langen Bogen nach oben geschwungen, die innere
zuerst ziemlich lang gebogen, dann fast gerade; Flügel lang, blass, nach aussen dunkel,
reichen ein Paar mm. hinter den Hinterleib; Subgenitalplatte cylindrisch, hinten abge-
rundet, etwas zusammengedrückt, unten schwach gekielt, die Seitenfeile etwas länger als
breit; Endsegment des Hinterleibs gewölbt, ohne Rinne, in nat. Lage ziemlich ebenso lang
wie breit, hinten abgerundet, die Seiten an der Basis gerade; das vorletzte Segment vorn,
hinten und an den Seiten gerade, breiter als lang; Appendices anales bis etwa an die
Mitte verschmolzen, gelb, hinten in zwei cylindrische, dunkle, nach aussen verjüngte
Spitzen auslaufend; Mittelglied der Cerci schwarz, cylindrisch, ziemlich so lang wie die
Analanhänge, das kurze Basalglied und Stylus gelb. — Länge 7, mit Flügeln 9, Deck-
flügel 3, Hinterflügel 7, Hinterschenkel 4,5 mm. — üsamhara: iMombo, Juni; 1 (f.
SJÖSTKDT, (JHlhl.UllEA. 97
Steht T. diijitatus Coqueb. (Sauss. Mem. Soc. Geneve, I.S77, p. 52; Rev. Suisse
Zool. 1\', 1897, p. •ili) am nächsten, h;it aber andere Farbe; die I.amellen der Ilinter-
schenkel sind 4 : 3 statt 4 : 4.
Gryllid».
Neniobius iiiaculosiis Sauss.
Ahh. Senckenb. Ges. XXI, 1899, p. 600. — Die 1. r. aus Madagaskar beschrie-
benen cf sind jüngere Exemplare und stimmen gut mit solchen vom Kilimandjaro überein.
Die alten sind viel dunkler. Der Kopf ist schwarz mit 6 gelben Striemen, die zwei
äusseren jederseits kurz, hinten vereinigt; die zwei mittleren strecken sich bis an die
oberen Ocellen; unter diesen Ocellen in der Mitte noch zwei gelbe Striemen, die oft
oben und unten vereinigt sind; Pronotum tief schwarz, oben mit einzelnen Flecken und
oft einer gelben Strieme längs den Rändern, die Seitenlappen ganz schwarz. Reine
dunkel bis schwarz, Hinterschenkel am Oberrand oft mit 2 — 3 gelben Punkten. Dornen
oben an den Hinterschienen 3 : 4, dunkel, oben und unten gelb. Deckflügel dunkel, oben
gelblich umsäumt und bisweilen gelblich schattiert.
5 von derselben Farbe wie das c/'; die Deckflügel sind kurz, reichen jedoch deut-
lich über die Mitte des Hinterleibes, braun und gelbhch oder schwarz mit gelblichem
Schulterstrich; Legescheide fast gerade, gegen die Spitze ein wenig breiter, lang zuge-
spitzt, mit gerader Oberseite und gebogener Unterseite, so lang wie die Deckfliigel;
Hinterflügel fehlen; Hinterleib bisweilen oben mit zwei gelben in Punkte aufgeteilten
Längsbändern. Länge 5 — 5,.'?, Pronotum 1,5, Deckflügel 2,^, Hinterschenkel 4, Lege-
scheide 2,5 mm.
Die gemeinste Nemohius-kvi des Gebiets. Lebt gern unter abgefallenen, vermoderten
Blättern, sitzt mit schräg nach oben-hinten gerichteten Hinterbeinen und hüpft recht gut.
Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone-Steppe, Sept. —Nov. ; 16 (f, 27 $•
NemoMus massaicus n. pp.
Mehrere vom Kilimandjaro-Meru-Gebiet mitgebrachte Nemobius-cf ähneln so voll-
ständig einem vorhegenden Exemplar von N. Heyäenii Fisch (Sauss. Mem. Soc. Geneve, 1877,
p. 90) aus Ungarn, dass ich sie, da ja auch der europäische Oecanthus pclluccns in diesen
Gegenden wiedergefunden worden, zuerst für identisch hielt. Auch darin stimmen sie
überein, dass Chorda 1 und 2 nach unten lang verschmolzen ("gestielt") sind,
während sie bei der anderen Art fmaculosnsj ganz frei, oder nur tief an der Basis ver-
einigt, sind. Zwei der Meru-Exemplare haben lange, ausgebildete Hinterflügel, die so weit
hinter den Deckflügeln wie von diesem Punkt bis an den Scheitel reichen; die übrigen
entbehren Hinterflügel. Nur betreffend den Spiegel ist eine gewisse kleine Verschieden-
heit von Heijdenii vorhanden. Der Spiegel ist bei massaicus fünfseitig, hinten oft etwas
abgerundet, und durch 2 — 3 Zweige, die in einem Winkel oder als ein Y von der hinteren
inneren Seite ausgehen, geteilt, und deren innerer Zweig an die Innenseite des
Sjöstedts Kilimandjaro-Meni Expedition. IT. 13
98 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 17: 5.
Spiegels geht, wodurch die vordere-innere Seile ungeteilt erscheint (Typus I, nach de
Saussure), wogegen bei Heyäcnii die Querader an die vordere-innere Seite geht, die
dadurch geteilt wird (Typus 2). Ferner streckt sich (wenigstens beim vorliegenden- Ex.)
der Spiegel mit dem inneren-oberen Winkel fast bis an die 1. Chorda, wogegen bei
massaicus diese durch eine ziemlich lange Ader verbunden sind. In der Regel sind die
7)iassiiiriis-Ex. etwas kleiner als Hcjjdenii, eines ist dagegen sogar etwas grösser. Länge
5 — 6 (mit Hinlerflügeln 11 — 12), Deckfliigel 3,.3 — 3,6 (bei einem grösseren mit langen
Hinterflügeln 4), Hinterschenkel 4 — 4,5 (bei dem grösseren 5,5) mm. — Küimandjaro:
Kibonoto, Mischwald-Steppe. — J/fnt-Niederung, Flusspferdseen; Sept., Nov., Dez.; 9 (f.
NemoMus iiiveipalpiis u. sp.
Kopf, Thorax, Schenkel der Vorder- und Älittelbeine nebst Körper tief schwarz,
Fühler, Schienen und Tarsen der Vorder- und Mittelbeine bräunlich; die zwei letzten
Glieder der Palpen vorn schneeweiss, hinten nebst den übrigen Gliedern schwarz;
Hinterbeine ledergelb, Schenkel aussen an der Mitte dunkel, etwas gestreift, Schienen
oben mit 3:3 Dornen; die Deckflügel reichen etwas über die Mitte des Hinterleibs;
Legescheide fast gerade, lang zugespitzt, etwas kürzer als die Deckflügel. Länge 6,
Pronotum 6, Deckflügel 3, Hinterschenkel 4,s, Legescheide 2,5 mm. — Küimandjaro:
Kibonoto, Kulturzone, Nov.; 2 $.
Aclieta morio Fabr.
KiRB. Cat. Achet. p. 24; Sauss. Mem. Soc. Geneve XXV, 1877, p. 136, pl. 12,
IX, flg. 9 bis; Karny o. c. 1907, p. 290. — Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone-
Niederung, besonders im Mischwald, Gangasumpf; April, Mai, Nov., Dez.; 8 c/', 20 $
und Larven.
Acheta biniaculata De Geek.
Kirb. Cat. Achet. p. 26. — Besonders auf der Steppe und im Mischwalde wurde
diese über ganz Afrika bis nach Südeuropa verbreitete Art, oft unter zerstreut liegenden
Steinen, häufig angetroffen. Sie ist eine ausgeprägte Bewohnerin der Niederung und war
schon in der mittleren Kulturzone sparsam. So nahe auch die beiden Berge einander
liegen, wurde sie nur einmal in der Äleru-Niederung angetroffen, wo sie durch Gnjllns
meruensis ersetzt wurde. — Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone — Mischwald — Obst-
gartensteppe— Grassteppe; Natronseen zwischen dem Kihmandjaro und Aleru; 29 cf, 28 $
nebst Larven; Jan., Febr., Sept., Nov., Dez., besonders häufig im Nov. — Dez. Meru,
Ngare na nyuki, okt. ; 1 §.
Grijllm luguhris Stäl, dessen Typus vorliegt, ist, wie schon de Saussure (Mem.
Soc. Geneve 1877, p. 159) vermutet, nur eine Variation von himaculatus, mit gelblichen
Deckflügeln und rostbräunlichen Beinen; solche Ex. liegen auch vom Kilimandjaro vor.
Gr.vlliis luenicusi.s u. sp.
cf: Einfarben, matt schwarz, mit glänzendem, glattem Gesicht; Hinterschenkcl an der
Basis rötlich; Mandibeln mehr oder weniger gelbrot, Ocellen gelb, in Dreieck gestellt;
SJÖSTEDT, CiRYLI.ODEA. 99
Ccrci oft heller als der Körper, gelbbriiunlicli; Hinterschenkel oben gegen die Spitze mit
einem gelltlichen, bisweilen undeutlich begrenzten B'leck, auch die Unlerränder gelblich;
Hinterkopf und Fronolum fein und kurz, ziemlich schwach, Beine dichter und länger be-
haart; Aussenseite der Ilinterschenkel sehr fein und dicht, seidenartig behaart ; Pronotum
längs dem Vorder- und Hinterrand mit t^twas längeren schwarzen Haaren gesäumt; Kopf
vorn gewölbt, stärker an alten, grossen Exemplaren, und erinnert dann ;ui Scapsipedus,
am höchsten zwischen den Fühlern etwas unterhalb der unteren Ocelle; (iesicht unterhalb
der Fülller von der Seite gesehen gerade, oberhalb dersellien etwas gewölbt; Stirn
zwischen den Fühlern kaum doppelt so breit wie das abgeplattete, etwas rötlich ange-
hauchte Basalglied der braunschwarzen Fühler; Palpen dunkelbraun, z. T. liell ange-
haucht, Endglied deutlich länger als das vorletzte; Pronotum gleichmässig breit mit etwas
eingebuchtetem Vorderrand und ganz gerade abgeschnittenem Hinterrand; Unterrand der
Seilenlappen gerade, etwas schräg nach hinten-oben gerichtet, Vorderwinkel etwas stumpf
abgerundet, mit etwas gebogener Vorderseite; Vorderrand des Pronotum, besonders an
den Seiten, oft schmal hell gesäumt; Deckflügel grauschwarz, z. T. etwas durchsichtig,
grau, reichen ziemlich an die Basis der Subgenitalplatte, die von oben sichtbar ist; Venas
obliquce in der Hegel 3, die zwei hinteren oft kräftiger, oben winkelig gebogen; bisweilen
sind die drei hinleren kräftig, und manchmal isl vor denselben noch eine 4., oft gefurchte, Ader
vorhanden ; an einem Exemplar sind nur die 2 hinteren deutlich zu unterscheiden ; Spiegel
ziemlich rhombisch, durch eine bogenförmige Linie geteilt, bisweilen ungeteilt; Apicalfeld
mit 4—5 deutlichen Zellenreihen, kürzer als die Breite des Spiegels, ziemhch so lang wie
der hintere Spiegel; zwischen Chorda prima und der Diagonalader 0 — 3, zwischen derselben
und dem Spiegel 1 — 2 Queradern; Laleralfeld vorn mit weissem Rand und 4- unge-
zweigten Adern, Mediastinalader mit 3—4 Zweigen, die Adern des Lateralfeldes mit ab-
stehenden Queradern verbunden ; Hinterflügel fehlen ; Foramen der Vorderschienen weiss,
an der Aussenseite gi'oss, langgestreckt oval, an der Innenseite sehr klein aber deutlich,
rund; Vorder- und Ähttelschienen mit resp. 3 u. 4 Enddornen; Hinterschienen oben mit
5 : 6 Dornen, der mittlere Enddorn (innen) deutlich länger als der obere; Enddornen
heller als die übrigen, mehr rötlich; Metatarsus oben rinnenförmig, an den Rändern mit
ziemlich kräftigen Zähnclien besetzt; Cerci nach hinten verjüngt, behaart, kürzer als die
Hinterschenkel; Subgenitalplatte abgerundet, von den Seiten zusammengedrückt, para-
bolisch. Länge lü— 21, Pronotum 4—4,6, Breite desselben 5—6, Deckflügel 8,5 — 11,5,
Hinterschenkel 12 — 15, Hinterschienen 9—11 mm.
$: Malt schwarz, wie das cf, mit gelben Ocellen und an der Basis rötlichen Hinter-
schenkeln, der gelbliche Fleck oben an den Hinterschenkeln nach hinten oft verschwun-
den; das ganze Insekt dichter filzig, silberweiss, bisweilen z. T. goldgelblich behaart;
Gesicht glatt und glänzend; Deckflügel sehr kurz, schwarz, glänzend, reichen nicht an
die Älitte des Hinterleibs; Dorsalfeld mit etwa 7 hohen, hier und da, besonders an der
Mitte und nach innen, durch schräg gestellte Nebenzweige verbundenen Adern; Mediastinal-
adern mit ü— 2 Zweigen, das übrige Lateralfeld mit 3—4 einfachen Adern; Hinterfiügel
100 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 17: 5.
rudimentär; Legescheide gerade, so lang wie Körper mit Pronotum, vor der Spitze etwas
erweitert, gelbrot, fein zugespitzt. Länge 18 — 20, Pronotum 4 — 4,5, Breite desselben
5 — 6, Deckflügel 4—6, Hinterschenkel 12 — 14, Hinterschienen 9 — 10, Legescheide
14 — 17 mm.
An demselben Ort wie diese schwarzen, ausgebildeten Exemplare wurden mehrere Nym-
phen gefangen, die, obgleich in Farbe von den anderen ganz verschieden, doch ohne Zweifel
derselben Art angehören. Sie sind ockergelb, dunkel gefleckt oder gestreift. Kopf braun-
schwarz mit gelben Ocellen; Scheitel mit 6 gelben Striemen, die zwei seitlichen, schräg
oberhalb der Augen, vorn und hinten vereinigt, einen dunklen Fleck umfassend, zwischen
den zwei mittleren ist der Scheitel bisweilen etwas gelblich; ein gelblicher Fleck unten
hinter den Augen; in der Stirn eine feine ^-förmige gelbe Zeichnung, die jederseits an
der Ocelle endet; auch unter der unteren Ocelle ein gelber Strich; Pronotum ocker-
gelblich, dunkel punktiert und gefleckt, mit zwei von glatten Linien begrenzten pulverhorn-
förmigen Flecken, die Seitenlappen grösstenteils dunkel; vier lappenförmige Flügel sind
vorhanden; Hinterleib oben ockergelblich mehr oder weniger dunkel gefleckt; Hinter-*
schenket aussen deutlich schräg, dunkel gebändert, oben-innen hell, an der Mitte braun,
gelblich gefleckt; Legescheide des $ kurz, gerade, etwa 7 mm. Von diesen helleren
Formen bilden andere viel dunklere einen Übergang zu den schwarzen, alten.
31 Exemplare, alle von der Jffr^-Niederung, Ngare na nyuki, darunter 15 alte cf
und 4 alte $, die alten im Okt. — Nov., alle Nymphen im Jan. angetroffen
Diese Art steht in vielen Hinsichten Gryllua afer sehr nahe, die Flügel des c/' und
nochmehr des $ sind aber bedeutend kürzer und Pronotum ist hinten gerade abge-
schnitten, nicht wie bei afer und himacidatus gebogen, und bisinuiert. Die hier beschrie-
benen Nymphen stimmen in der Zeichnung gut mit der unter var. c des afer von
DE Saussure (Mem. Soc. Geneve, 1877, p. 160j beschriebenen Form.
Grjllus (lomesticns L.
Sauss. Mem. Soc. Geneve, XXV, 1877, p. 173. — Diese kosmopolitische Art ist
im Gebiete wirklich verljreitet, nicht zufällig eingeschleppt, und wurde in öden, menschen-
leeren Gegenden, z. B. in den Akazienwäldern am Flusse Ngare na nyuki, angetroffen.
— KilinnDuljarn: Kittonoto. — Jl/e>'»-Niederung, Dez. $$.
In seiner Arbeit über die Orthopterenfauna Ägyptens (S. B. K. Akad. Wiss. Wien, mat.-nat. Kl. 114-, 1905,
p. 4-32) sagt Dr. Werner betreffend die Verbreitung dieser Art . . . "Sonst noch in ganz Europa mit Aus-
nahme Skandinaviens". Hier in Schweden kommt aber die Hausgrille in den Wohnhäusern vom Süden bis
nach Stockholm vor, und kann bisweilen recht lästig sein. Im allgemeinen jedoch sparsam.
Gryllus xanthoneurus Gerst.
v. D. Deckens Reisen Ost-Afr. Ins. p. 22, Taf. 1, Fig. 10, 10 a. — War besonders
in der Kullurzone sehr gemein, wo er in den Farmen unter abgefallenen, getrockneten
Bananenblätlern und anderen Blättern lebte.
SJÖSTEDT, ORYLLODEA. 101
Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone-Mischwald, Febr., April, Sept. — Nov.; am häu-
figsten im Nov.; 18 o^, 25 $, zahlreiche Larven, die meisten im Sept. erbeutet.
Grjilus Bnmiieri Selys.
KiRB. Cat. Achet. p. 32. — Gr. contaminatus Gehst., v. d. Deck. Reise p. 26. —
Ein altes § und acht Larven liegen von der if(?r?<-Niederung, Ngare na nyuki, Nov. — Dez.,
vor. Die Larven ähneln sehr denen des Gr. xantlioneurus, das Gesicht ist aber, be-
sonders unten an den Mundteilen, viel schwärzer, und die Fühler sind pechschwarz, nicht
wie bei xanthoneurus hell, rotgelb. Eine der Larven ist am selben Tag wie das $ ge-
fangen, ein paar andere den folgenden Tag am selben Ort und gehören sicher zusammen.
Gryllus coiispersus Schaum.
KiRB. Cat. Achet. p. 32. — Vielleicht noch allgemeiner als xanthoneurus gehört
dieser mehr der Steppe und dem Mischwald an, von wo er, allmählich an Anzahl abneh-
mend, durch die Kulturzone geht; höher habe ich sie nicht gefunden. War besonders im
Aug. — Nov. häufig. Während von Kibonoto am Küimandjaro über 90 Exemplare
mitgebracht worden, habe ich am Meru, Ngare na nyuki, nur 7 Stück, die meisten Larven,
antreffen können, ein analoges Verhältnis wie bei Acheta bimaenlata, das auch, wie zahl-
reiche ähnliche Beispiele, zeigt, wie streng die verschiedenen Arten oft auf die verschie-
denen Orte dieser Berge begrenzt sind.
Gryllodes massaicus n. sp.
cf- Braunschwarz mit hellgelben, dunkel gefleckten und gestreiften Beinen; Ivopf
gewölbt mit etwas schräg abgeschnittenem Gesicht, abgerundet, nach unten verengt, deut-
lich länger als breit, glänzend braunschwarz mit einzelnen Haaren und einem kleinen
fein behaarten Fleck hinter den Augen ; die triangulär gestellten Ocellen, ein kleiner
Fleck an der Basis der Mandibeln und das Epistom, mit Ausnahme von zwei birnenförmigen,
braunen Flecken, hellgelb ; Mandibeln und Oberlippe gelblich, die letzteren an der Mitte
und jederseits braun; Scheitel mit G kurzen gelblichen Linien, die zwei äussersten jeder-
seits oft an der Basis vereinigt; Palpen hellgelb, z. T. bräunlich schattiert, das Endglied
am längsten, dunkel mit heller Vorderseite; Pronotum cylindrisch, abgerundet, nach
hinten etwas verjüngt, schwarzbraun, oben mit kleinen, wenig stark hervortretenden
gelben Zeichnungen, an den Seitenloben mit einem gelben Fleck; Vorderrand gelblich,
etwas eingebuchtet, Hinterrand gerade abgeschnitten; Unterrand der Seitenlappen gerade,
etwas schräg nach hinten-oben gerichtet; Deckflügel kurz, reichen etwa an die Mitte des
Hinterleibs, dunkelbraun, vense obliquae 2, ziemlich gerade, die vordere gegen die Basis
etwas gebogen; Spiegel fünfeckig-oval, ungeteilt, empfängt von der chorda prima zwei
Zweige, der eine von der Mitte, der andere vom unteren Ende; Lateralfeld der Deck-
flügel schwarz mit hellem Saum an der Basis des Aussenrands, Mediastinalader ungeteilt,
nach hinten mit der Humeralader verbunden, Lateralader 4, einfach; Vorderschienen
aussen mit einem deutlichen, schmal ovalen Foramen; Beine hell gelblich, dunkel gefleckt,
102 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEBU EXPEDITION. 17: 5.
Hinterschenkel oben an der Mitte deutlich dunl^el gestreift, gegen die Spitze dunkel ge-
fleckt, ol)en dunkel mit einem grösseren und mehreren kleineren gelben Flecken; Hinter-
schienen und Tarsen dunkel mit gelben Dornen, die an der Oberseite der Schienen, mit
dunkler Basis; Hinterschienen oben mit 5 — 7 : 6 — 7 Dornen; Hinlerleib oben braun-
schwarz, unten wie Slernum gelblich; Cerci dunkel. — Länge 11, Pronotum 2,7, Breite
desselben 3,5, Deckflügel 4,.';, Hinterschenkel 8, Hinterschienen 6 mm.
Eine vorUegende Larve derselben Art ist etwas heller, die zwei äusseren Striemen
des Scheitels gehen auch nach vorn zusammen, die Wangen hinter und unter den
Augen und unteres Gesicht gelb, Epistom an der Mitte braun, der untere Ocellenfleck
setzt sich nach unten in eine gelbe Strieme fort, der untere Teil der Seitenlappen des
Pronotum breit weissgelb, oben von einem schwarzen Band begrenzt, das etwas dunkler
als die etwas gelb verwachsene Oberseite des Pronotum erscheint; fast die ganze
Aussenseite der Hinterschenkel braun und gelb gestreift. Hinterschienen und Tarsen heller
als bei dem alten.
Scheint dem neuhoWändischen Gr. ßa vi sj) via Sauss. am nächsten zu stehen; diese
hat aber längere Deckflügel, entbehrt gelbe Striemen am Scheitel und besitzt dreieckigen,
spitzwinkeligen Spiegel.
Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Okt., Nov.; 1 c/', 1 $ jun.
Grjllodes physomerus Geest.
Grißlus ph/ftomerits Gehst., v. d. Deckens Reise, Ins. p. 21; CoplwgrjßHS i^hyao-
merm Sauss., Mem. Soc. Geneve, XXV, 1877, p. 233. — Bisher war nur das junge,
fast flügellose, vom Djipesee am Kihraandjaro beschriebene cf dieser Art bekannt.
Ausser 5 solchen liegen ein altes c/' und zwei $ vor. Das alte cf besitzt nicht nur
normal entwickelte Flügel sondern auch ein deutliches, grosses Foramen an der Aussen-
seite der Vorderbeine und Andeutung eines solchen an der Innenseite derselben und ist
ein typischer Gryllodes.
Das alte cf ähnelt in der Farbe dem von Gerst^cker und Saussure 1. c. beschrie-
benen jüngeren cf, der Hinterkopf, hinter dem breiten, gelblichen Scheitelband, dunkel-
braun, hat aber nicht vier blasse Linien wie Saussure angiebt ("occipite brunneo, lineolis
4 pallidis"), von denen Gerst.'ECKER in seiner Originalbeschreibung auch nicht spricht.
Sehr charakteristisch für diese Art ist der schwarze oder braune, nach innen von einem
weissgelben Ring begrenzte Fleck oben an der Spitze der Hinterschenkel, der bei so-
wohl alten als Larven vorhanden ist. Die Deckhügel des alten cf reichen etwas über
den Hinterleib, sie sind licht und durchscheinend braun, gegen die Basis hin etwas
dunkler, mit hornbraunen oder horngelben Adern; Arcus geht nahe dem Hinterrand des
Pronotum quer über den Flügel bogenförmig hin, vena? obliquse 3, die basale an der
Spitze gegabelt, einfach, nicht S-förmig, gel)0gen, Diagonalader an der Mitte scharf stumpf-
winkelig gebogen; der Spiegel wie das Älittelfeld stark erhaben gestreift, ziemlich oval mit
einer geraden, von der Diagonalader gebildeten rechten, und abgekürzten linken, Innenseite,
die Aussenseiten bilden zusammen einen fast gleichmässigen Bogen; die Querader zuerst
SJÖSTEDT, GRYLLODEA. 103
ziemlich gerade, vor der Spilzc fasl w inkelreclil abgerundet gebogen, Hinterflügel kürzer
als Deckdügel. Die vorliegenden $ scheinen, obgleich etwas grösser als die (/, nicht
ausgebildet zu sein; sie entbehren vollständig Flügel und die Vordertibien Foramen.
In der Farbe ähneln sie den Alännchen und haben wie diese 6 Paar Dornen oben an
den Hinterschienen. ^ Länge 13 — 14, zur Spitze der Hinterschenkel 17 — 18, Pro-
notum 3,3 — 3,-.i, Deckflügel 8, Vorderschenkel 3,2 — 3,5, Hinterschenkel 10 — 10,5; 5 Länge
15, zur Spilze der Hinterschenkel 19 — 20, Pronotum -l-, Vorderschenkel 4, Hinter-
schenkel 12, Legescheide kurz, gerade zugespitzt, 6 — 7 mm. — J/er»-Niederung, Ngare
na nyuki, Jan., Okt.; 6 (f, 2 5- Vom Djipesee am Kilimandjaro beschrieben.
Gryllodes superciliosus n. sp.
(f: Kopf braunschwarz mit zwei breiten, etwas unregelmässigen, nach vorn kon-
vergierenden, gelbweissen, über die Augen, durch die oberen Ocellen gehenden, vorn mit
einem ovalen, gelbweissen Stirnfleck zusammenfliessenden Bändern; eigentlich gehen sie
nach vorn nicht direkt zusammen, sondern biegen sich hier winkelig zurück und ver-
einigen sich an der vorderen Ocelle, wo sie mit dem Oberrand des hellen Stirnflecks
zusammenschmelzen oder sie sind durch einen oft unvollständigen, dunklen Strich von
ihm getrennt; hinten am Scheitel erweitern sie sich und umschliessen einen kleinen
dunklen Fleck; am Scheitel zwischen diesen breiten Bändern zwei feine, oft kurze, durch
eine Querlinie H-förmig vereinigte Linien; Wangen, Oberhppe, Epistom und Kieferbasis
weisslich, ein grösserer Fleck vor und hinter den Augen, ein kleiner Fleck an der Kiefer-
basis, ein Querstrich jederseits oben am Epistom und ein Längsstrich an der Mitte der
Oberlippe schwarz ; der grosse, schwarze, dreieckige Fleck vor den Augen vereinigt sich
mit den der anderen Seite an der Mitte über dem Epistom; Palpen hell, Endglied dunkel;
Pronotum gewöll)t, oben etwas abgeplattet, vorn und hinten gleich breit, die Seiten etwas
gewölbt, so dass Pronotum an der Mitte etw-as breiter erscheint; Vorderrand deutlich einge-
buchtet, Hinterrand gerade abgeschnitten , Unterrand der Seitenlappen gerade, Vorderwinkel
schwach stumpf, abgerundet. Hinterecke ziemlich breit gleichmässig gebogen; Pronotum
oben dunkel, etwas hell marmoriert oder gefleckt, längs den Seiten ein breites, oben und
unten von einem hell sandgelben Band begrenztes schwarzes Band, das obere zerstreut dunkel
punktiert, das untere ungefleckt; die Bänder der Seitenlappen schmal schwarz gesäumt;
Vorder- und Miltelbeine stark behaart, gelblich zerstreut, schwarz gefleckt, die Schienen
längs der Unterseite schwarz; Foramen nur an der Aussenseite der Vorderschienen,
weiss, langgestreckt oval; Endsporen und Krallen rotgelb, auch Tarsen rotgelb angehaucht,
Endglied dunkel; Hinterschenkel fein dunkel gebändert, oben dunkel schattiert, vor der
Spitze innen mit einem schwarzen, abgerundeten Fleck; Hinterschienen längs der Unter-
seite schwarz; Dornen der Hinterschienen 5:6, hornröthch, bisweilen etw^as dunkel an-
gehaucht, an der Basis und in der äussersten Spitze dunkel; Mittelsporn der Innenseite
ein wenif; länger als der obere; Metatarsus oben breit rinnenförmig, an den Rändern
mit 6 — 8 Dornen; Deckflügel etwas kürzer als der Hinterleib, horntärben graubraun,
längs dem Aussenrande des Rückenfeldes etwas heUer; Mediastinalader an der Spitze
lOi SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 5.
gegabelt; Randfeld mit 4 bis an den Vorderrand freien, durch viele Queradern verbun-
dene Längsadern; venfe obliquee 4 — 5; Spiegel ziemlich oval mit fast gerader Vorderseite,
hinten durch eine gebogene Linie abgeteilt; Apikaifeld ziemlich oder kaum so breit wie
der kleinere Spiegel; Bauch von den Seiten zu einem unten flachen, schmalen Kiel, mit
winkelrecht abgesetzten Seiten, stark zusammengedrückt; auch die Subgenitalplalte von
den Seiten zusammengedrückt, viel höher als breit, gelblich, hinten mit einem schwarzen
Längsband, jederseits nach oben mit einem dunklen Fleck. Länge 11 — 13, Pronotum
2,fi — 2,8, Breite desselben 4, Deckflügel 6 — 7, Breite des Dorsalfelds 3,9, Hinterschenkel
9,8 — 10 mm.
5: Alle vorliegenden 5 scheinen Nymphen zu sein, entbehren entweder ganz und gar
der Flügel oder die Deckflügel sind als kleine Rudimente vorhanden. Sie ähnelt den cf in der
Zeichnung, die zwei feinen hellen Mittellinien des Scheitels sind aber hier oft kräftiger und
verbinden sich vorn oft mit den Supraokularbändern, der Hinterleib ist oben sandgelblich,
dunkel punktiert und gefleckt. Legescheide kurz, gerade, nur bei einem, wie es scheint,
ausgebildet, 8 mm. lang; hier sind die Deckflügel länger und viefleicht ausgebildet, 3 mm.;
Dorsalfeld dreieckig, Randfeld breit abgerundet, kaum länger als hoch, mit 5 Längsadern,
die vier obersten mit mehreren Queradern verbunden. Länge 11 — 14, Pronotum 2,7 — 3,
Breite desselben 3,8 — 4, Hinterschenkel 9 — 10, Legescheide 3 — 8 mm. — Mern-'Niedenmg,
Ngare na nyuki, Nov., Jan.; nördlich vom Meru Dez.; 7 cP, 16 ?•
Diese Art steht GrijUodes episcopns Sauss. aus Westafrika am nächsten, Pronotum
ist aber schmäler, nach vorn verengt, und mit etwas gebogener Seite, oben nicht dunkel
punktiert sondern dunkel, hefl marmoriert und gefleckt, die Subgenitalplatte des cf von
den Seiten zusammengedrückt, viel höher als breit, gelblich mit schwarzem Längsband
und schwarzen Flecken ; ein vorliegendes cT des episcopus aus Guinea hat schalenförmige
Subgenitalplatte, etwa doppelt so breit als hoch. Gryllodes aprieus Sauss., dem er auch
nahe kommt (vergl. Karny, S. B. Akad. Wien, m. nat. Kl., Jahrg. 1907, Taf. 1, Fig. 6),
ist kleiner, der Unterrand der Seitenlappen des Pronotum ist viel schräger, wodurch der
Vorderwinkel spitzig, statt hier etwas stumpf, erscheint.
Callogryllus n. g.
Subgracilis; caput glabrum, globosum, antrorsum angustatum, pronoto paulo latius,
infra apicem frontis rotundato-impressum ; frons inter antennas lata, articulo basali an-
tennarum circiter duplo latior; ocelli in trigonum dispositi; pronotum prsesertim lateribus
pilosum, rotundatum, cylindricum, canthis nullis, retrorsum vix angustatum, antice paulo
incurvatum, postice truncatum, lobi laterales truncati, paulo obhqui; tibiae anticee in
latere externo foramine instructae, apice calcaribus tribus, intermediae quatuor; tibiarum
posticarum calcar superius (intus) intermedio fere eequale vel paulo brevius; femora
postica tibise, metatarso addito, aequalia; tibiae postice spinis 6 — 7 : 5 — 9 instructae, meta-
tarsus supra sulcatus lateribus serratis; elytra (/ abbreviata, dimidium circiter abdominis
attingentia, speculo nullo; vena diagonalis valde late curvata, campus apicalis brevissi-
SJÖSTEDT, GRYLLODEA. 105
mns, ven:P obliqua? 2 — 3, paulo curvata^ vena niediastina indivisa, venpe campi lateralis
(i) simplices; aus aborlivis; elytra $ stiuamiformia, in dorso distanlia, venie indivisa^,
venulis conjungenübus nullis; oviposilor ivctus, longiludine corporis pronoto addilo, ante
apiceiii supra valde excisus, acuminalus; alis nullis; femina mare major.
Diese Gattung steht Grijllodcs am nächsten, unterscheidet sich aber durch das voll-
ständige Fehlen des Spiegels des c^. Die Diagonalader geht nämlich nicht schräg über
den kurzen Flügel, sondern zuerst fast gerade gegen die Spitze desselben, ziemlich parallel
mit den Chorden, biegt sich dann in einem breiten Bogen, der nicht weit vom Hinter-
rand des Flügels geht, und wendet dann nach vorn; das grosse, erhaben striierte, ovale,
nach der Basis hin verengte Mittelfeld ist infolgedessen von der ersten vena obliqua und der
Diagonalader gebildet. Die Deckflügel des $ schuppenförmig mit einfachen Adern.
Callogrjilus kllimaiKljaricus u. sp.
Taf. 5, Fig. 9. — o^$: Kopf schwarzbraun mit gelben Ocellen; Oberlippe, Kiefer
— mit Ausnahme der schwarzen Spitzen — Wangen unter und z. T. hinter den Augen
sowie Palpen gelblich, Epistom oft etwas kastanienbraun; Fühler dunkel mit gelblicher
Basis; Pronotum schwarzbraun mit gelbem, breitem, von einem schmalen, schwarzen
Saum begrenzten Unterrand der Seitenlappen, oben mit zwei gelbroten oder bisweilen
dunkleren birnförmigen Flecken; Beine rotgelb, fein behaart; Deckflügel schwarzbraun, das
Dorsalfeld des c/' etwas schmäler als Pronotum, Seitenfeld breit gelblich gesäumt oder oft
grösstenteils gelblich, mit 3 — 4 einfachen Adern, Queradern sparsam, wenig deutlich; Deck-
flügel des $ schwarzbraun mit gelblich angeflogenem Lateralfeld, kurz, lappenförmig, mit
etwa 9 ungezweigten Adern; Hinterleib schwarzbraun, unten gelblich; Subgenitalplatte
des (f schalenförmig, etwas zusammengedrückt, an der Spitze stark zusammengepresst. Das
$ ist bedeutend grösser als das </•
Die Larven (aus dem Piegenwalde) haben ganz schwarzbraunes Pronotum und etwas
dunkle Beine, die Aussenseite der Hinterschenkel braun und gelblich gestreift, Spitze der
Ilinterschenkel z. T. dunkel; der ganze Kopf schwarzbraun, nur mit gelben Ocellen; die
Dornen oben auf den Hinterschienen sind weniger, 4 — 5 — 6, gelblich.
cf: Länge 12 — l^, Pronotum 2 — 2,4, Breite desselben 3 — 3,i, Deckflügel 4 — 4,5,
Vorderschenkel 2,9 — 3,i, Hinterschenkel 8 — 8,8, Hinterschienen 6,2 — 6,3 mm.
$: Länge 14—18, Pronotum 3 — 3,:i, Breite desselben 3,5 — 4, Deckflügel 2, Vorder-
schenkel 3,8, Hinterschenkel 10 — 10,3, Hinterschienen 7 — 8, Legescheide 12 — 14 mm.
Kilimandjaro: Kibonoto; Mischwald, Kulturzone, Begenwald, 2,000 m.; Jan., März,
Sept.— Nov.; 38 cf ?, Larven.
Scapsipedus diadematiis GERi5T.
V. D. Decken's Reise O.-Afr. Ins., 1873, p. 25. — Von dieser von Moschi am Kili-
mandjaro nach einer Nymphe beschriebenen Art liegen 1 (f und 5 $, alle ausgewachsen
und geflügelt, vor. Dass sie mit jener Nymphe zusammengehören, geht sowohl aus der
Beschreibung wie aus dem Fundort, indem sie alle von demselben Berg stammen, zweifellos
Sjöstedts KilimandjaroMeru Expedition. 17. 14
106 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 17: 5.
hervor. Die genannte Nymphe wird von Saussure (Mem. Soc. Geneve XXV", 1877,
p. 243) unter den westafrikanischen Sc. marginatus Afz. et Bren. gestellt, was nicht richtig
ist. Wie hier angegebene Masse der ausgewachsenen (f und $ näher zeigen, ist die
Kilimandjaro-Art bedeutend grösser als »uirginafus und scheint mit der 1. c. lieschrie-
benen Sc. Felden Sauss. aus Sennaar und Aladagaskar identisch zu sein, vor welcher
Art der diadematus jedenfalls Priorität hat. Sc. Felden ist (Z. B. Akad. Wiss. Wien, mat
nat. Kl., Jahrg. 1907, p. 286) von Karny auch vom Sudan, Zanzibar u. s. w. erwähnt
worden.
Sc. limhedus Sauss. 1. c. p. 24'1 von Madagaskar ist grösser, mit längerem und
breiterem Pronotum (5X7 mm.), das (f hat oft 5 — 7 (hier 4) vente obliqufe, und das
Gesicht ist im Profil schräg, eingebuchtet, bei Sc. diadematus gerade, schräg abgeschnitten.
Die Deckflügel des cf sind an der am Kilimandjaro vorkommenden Art dunkel-
braun mit etwas hellerer Spitze, fast hyalinem Mittelfeld und etwas mehr schattiertem
Spiegel, Innenrand, Innenecke und ein feiner, die Spitze derselben nicht erreichender
Saum am Vorderrand der Deckfltigel weiss; vense obliquae sind 4, die Diagonalader
ziemlich gerade, am Innenrand des Spiegels schwach winkelig gebogen; Spiegel ziemlich
oval mit gerader Innen- und ziemlich gerader Vorderseite, die äussere, abgerundete Ecke
breit abgerundet, etwas ausgezogen; die Querader bogenförmig, etwas stumpfwinkelig, mit
der Spitze fast an die Mitte des Spiegels; Apikaifeld so lang wie der Spiegel, mit 5(7)
etwas gebogenen, schräg nach aussen gehenden Hauptadern; Innenrand der Hinterschienen
mit 8 Dornen, die zwei letzten am grössten, unter einander gleichgross; Kopf, wie auch beim
5, glänzend schwarz, der obere Augenrand (weniger deutlich beim (/ ad.) und die Bac-
ken gelblich, das Hinterhaupt bisweilen der Länge nach etwas rostgelb gebändert, eine
scharf begrenzte Querbinde oberhalb der Fühler, ein Stirnfleck und bei den $ die Mund-
teile gelblich; Fühler pechbraun, Basalglied bei den $ gelb mit braunen Flecken.
(f: Länge 20, Deckfl. 14,5, Hinterschenkel 13, Pronotum 4,5x6, Scheitel bis zur
Spitze der Hinterschenkel 23 mm.
$: Länge 20—24, Deckfl. 13—14,5, Hinterschenliel 12—14, Pronotum 4,5x6,
Scheitel bis zur Spitze der Hinter.schenkel 23 — 25, Legescheide 23 — 24,5 (bei einem nur
17) mm.
Kilimandjaro: Kibonoto, Mischwald, 1 (/", 5 $, alle am 15. November erbeutet.
Acantlioplistidte.
Acaiithoplistus acutii.s Sauss.
Mem. Soc. Geneve, 1877, p. 321. — Das cP ist glänzend schwarz, glatt, die Spitze
der Hinterschenkel, die Enddornen der Schienen und Metatarsen der Hinterbeine, sowie
eine leichte Schattierung am Ende der zwei vorderen Beinpaare rötlich; Schenkel und
Schienen der Vorder- und Mittelbeine comprimiert; Schienen und Tarsen der zwei vor-
deren Beinpaare und Tarsen der Hinterbeine unten ciliiert; Schienen an der Spitze mit
zwei Dornen; Hinterschenkel glatt, stark comprimiert, Hinterschienen comprimiert; etwa die
R.TOSTEDT, GRYliLOnKA. 107
obere Hälfle glatt, abgerundet, im i'ihrigen abgeplattet, etwas ausgehöhlt und mit 3 + 3 Dornen
])e\vaffnet; der obere Sporn an der Innenseite der Hinterschienen wenig länger oder so
lang wie der mittlere; Äletatarsus oben ausgehöhlt, an beiden Seiten serruliert, unten ab-
abgerundet, ein wenig abgeplattet, an der Spitze mit zwei langen Dornen, der innere länger;
Scheitel und Stirn äusserst fein eingedrückt punktiert, hier und da mit glatten Fleckchen;
(Reellen klein, punktförmig, hell, in eine nur wenig gebogene Linie gestellt; Pronotum
olien etwas gewölbt, dicht eingedriickt punktiert, gröber als am Kopf, mit Beulen und
glatten Fleckchen, in der JMitlc mit einer Rinne, nach vorn verengt, vorn etwas ein-
gebogen, hinten abgeschnitten, an beiden Seiten mit schwacher Andeutung einer Ein-
buchtung; Seitenloben glatt aber etwas matter, die Seiten eingedriickt, mit scharfem oberem
Rand; Unterrand ziemlich gerade mit gleichförmig abgerundeten Ecken; die Deckfliigel
reichen fast an die Spitze des Hinterleibes, dunkel hornbraun, etwas durchsichtig; vena
mediastina einfach, von vena humeralis divergierend ; Lateralfeld, zusammen mit v. media-
stina, mit 4- einfachen Adern; venre obliquae zwei; Spiegel subrhomboidal, hinten abge-
rundet, durch eine in geradem, abgerundetem Winkel gebogene Ader in zwei ziemlich
gleich grossen Teilen geteilt, empfängt eine Ader von chorda prima. Endfeld klein, etwas
schmäler als der hintere Spiegel; Hinterflügel fehlen. Länge 8 — 11, Pronotum 1,8 — 2,
Breite derselben nach oben 2,2 — 2,5, Deckflügel 6 — 7, Vorderschenkel 2, Vorderschienen
1,8, Hinterschenkel 4, Hinterschienen 3,2, Legescheide des $ 3,i mm.
Die meisten Weibchen sind ohne Hinterflügel, nur an einem Exemplar sind solche
entwickelt, etwas mehr als doppelt so lang wie die Deckflügel. An den vorhegenden
Nymphen sind beide Flügelpaare unter Entwicklung, das hintere viel länger. Foramen
an der Aussenseite der Vorderschienen grösser, weiss oval, mit etwas mehr gebogenem
Hinterrand, an der Innenseite auch sehr deutlich, weiss, oval, etwas kleiner.
Küimandjaro: Kibonoto, untere Kulturzone, Mischwald, Obstgartensteppe, Ganga-
sumpf, Nov., Dez.; 10 (f, 24 $. Larven unter Rinde in Farmen im November.
Myrmecopliilidae.
Ectatoderus liilimaudjaricus n. sp.
Taf. 5, Fig. 3, 3 a {(f), 4 ($). — Steht E. Voeltskoivi Sauss. von Madagaskar (Abh.
Senckenb. Nat. Ges. XXI, 1899, p. 605, Taf. XXXVII, Fig. 8) sehr nahe, ist aber grös-
ser mit längerem Pronotum und längeren Hinterschenkeln, die Fühler sind einfarben gelblich,
oft mit dunklem Basalglied, bisweilen mit zerstreuten, kaum bemerkbaren, bräunlichen Ringen,
nicht dunkel geringelt. Vorderschienen am Innenrand mit deutlichem, kurz ovalem, weissem
Foramen, Vorder- und Mittelschienen einfarben, ohne dunklen Ring an der Spitze oder
oben an der Basis. Gesicht gelbrot wie der Oberkopf, bisweilen der Stirnwulst, die
Wangen und auch das Gesicht etwas dunkel schattiert bis schwarz, Wangen am Unterrand
und Palpen weiss behaart; Stirnwulst fein, von oben gesehen ungeteilt, unten am Vorder-
rand winkelig eingedrückt ; Pronotum des cP gelbrot, breiter oder schmäler (vergl. die Abbil-
dungen), nach hinten allmählich breiler, am Ende breit abgerundet, vorn an den eingebuch-
108 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEKU EXPEDITION. 17: 5.
teten Seiten oft etwas dunkel; Deckflügel ganz vom Pronotum bedeckt oder am Hinter-
rand etwas sichtbar; Hinterleib schwarz, Hinterrand der Segmente oft schmal, hell, oben
oft gelbrot schattiert; Cerci gelb; Subgenitalplatte am Hinterrand ziemlich stark gebögen;
Styli deutlich, nadeiförmig, ziemlich lang. Schenkel der Hinterbeine gelbhch oder gelbrötlich.
Länge 8 — 12, Pronotum 6,5 — 7, Breite derselben (3,6 — )4, Hinterschenkel (5,8 — ) 6 — 6,5 mm.
$: Flügellos, Kopf, Pro-, Meso- und Metanotum sowie die 1. — 2. ersten Hinter-
leibsegmente gelbrot, Hinterleib im übrigen schwarz, die Segmente oben mit schmalem,
hinten nach etwas breiterem, hellem Hinterrand; Fühler gelblich; Beine blassgelb; Vorder-
schienen ohne Foramen; Cerci sehr lang, reichen über die Spitze der Legescheide,
cylindrisch, nach aussen verjüngt, stark behaart; Legescheide so lang wie die Hinter-
schienen, ziemlich gerade oder etwas nach oben gebogen, von den Seiten stark zusam-
mengedrückt, gelblich, glatt, glänzend, am Ende etwas breiter, zugespitzt; Pronotum schmä-
ler als der Hinterleib, von oben gesehen etwas länger als breit, nach vorn kaum bemerk-
bar verengt; Vorder- und Hinterrand gerade, Seiten herabgebogen mit ziemlich geradem
Unterrand; Subgenitalplatte schräg nach unten gerichtet mit gebogenem Hinterrand, von
den Seiten etwas zusammengedrückt. Länge 8 — 11, Pronotum 3, Breite desselben 2,6,
Hinterschenkel 6 — 6,5, Legescheide 4,5 — 5,4 mm.
Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone — Obstgartensteppe; wurde auch im Regenwald
bei etwa 2,000 m. (Okt.) angetroffen. Lebt unter abgefallenen Blättern. Jan., Febr.,
Sept.— Dez.; 16 cf, 12 ?.
Ectatoderus rufoniger n sp.
Taf. 5, Fig. 6. — $: Ähnelt im Ganzen sehr der vorigen Art (5) ist aber kleiner,
die Legescheide ist viel länger, bedeutend bis fast doppelt so lang wie die Hinterschenkel
und an der Spitze unten fein serriert, die ziemlich stark triangulär zusammengedrückte
Subgenitalplatte gelb, Pronotum ein wenig breiter als lang, bei der vorigen Art umgekehrt.
Beschuppt; Kopf, Notum und bisweilen der vorderste Teil des Hinterleibes gelbrot, Beine
und Fühler ziemlich von derselben Farbe oder etwas blasser; bei einem Exemplar vom
Meru sind die Vorder- und Mittelschenkel dunkel, und die Hinterschenkel mit feinen kur-
zen Längsstriemen versehen, auch der Stirnwulst und das Basalglied der Fühler bisweilen
dunkel; Hinterleib schwarz, die Segmente oben mit äusserst feinem, bisweilen undeut-
lichem, unten etwas breiterem, hellem Hinterrand ; Subgenitalplatte von den Seiten drei-
eckig zusammengedrückt, in der Mitte rinnenförmig, gelb, nicht schwarz; Cerci sehr lang,
cylindrisch, nach aussen verjüngt, erreichen nicht die Spitze der Legescheide. Pronotum
gleichbreit mit geradem Vorder- und Hinterrand, ein wenig breiter als lang, die herab-
gebogenen Seiten am Unterrand ziemlich gerade. Länge 8, Pronotum 2, Hinterschenkel
5, Legescheide dunkel, bräunlich, gerade, 6,5 — 8 mm.
Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone-Steppe. — ■ Jferu-Niederung, Ngare na nyuki,
Flusspferdseen; Sept. — Dez.; 9 $.
Ectatoderus ochraceus n. sp.
Taf. 5, Fig. 5, 5 a. — 0^: Das ganze Insekt ockergelblich oder -bräunlich,
Kopf und Pronotum etwas rötlicher, Beine — bisweilen etwas dunkel gefleckt — etwas
SJÖSTEDT, GRYLLODEA. 109
blasser gelb, Hinterleibsegmonle oben mit hellem Hinterrand, unten ganz blassgelblich,
Hinterrand der Subgenilalplatte bisweilen dunkler; Fiihler gelb mit zerstreuten braun-
schwarzen Ringen; Vorderschienen ohne Foramen; Schienen und Metatarsen der
Hinterbeine an der Spitze dunkel; Stirnwulst ziemlich gross, gelblich; unter den Augen
zwei kleine schwarze Punkte; Fronolum nur so breit wie der Hinterleib, vorn abge-
schnitten und bisweilen schwach eingebuchtet, nach hinten allmählich etwas breiter, hin-
ten breit abgerundet; Decktliigel kurz mit dunklem Hinterrand, ganz vom Pronotum be-
deckt, das sich weiter über die zwei ersten Hinterleibsegmente streckt; Cerci (abgebrochen)
gelblich, cylindrisch, nach aussen verjüngt, behaart; Suljgenitalplatte flach schalenförmig,
mit gebogenem Hinterrand; Schuppen leicht abfallend. Länge 8, Pronotum 4x2,5, Hin-
terschenkel ö mm.
Scheint raricolor Sauss. und coUafatus Karsch. am nächsten zu stehen. Von
varicolor unterscheidet er sich durch kürzeres, hinten breit abgerundetes Pronotum ; auch
collatatus hat viel kürzeres Pronotum (2,5 mm.) und kiirzere Hinterschenkel (3,5 mm).
5 : Farbe und Grösse wie bei dem cf . Pronotum kragenförmig, vorn und hin-
ten ziemlich gerade, nach vorn schwach verengt, hinten ziemlich so breit wie lang.
Legescheide sehr kurz, kürzer als die hallie Länge der Hinterschenkel, gerade, nach aussen
etwas breiter, in eine feine kurze Spitze endend, vor der Spitze am Unterrand mit win-
zig kleinen Zähnchen, ganz schwarz oder nach innen gelblich. Länge 8, Pronotum 2,4,
Hinterschenkel 5, Legescheide 2 mm.
Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone-JSiederung. — Jf(?r((-Niederung, Ngare na nyuki.
Jan., Okt., Dez.; 5 o^, 4 $.
Ectatodenis biiiiaciilatiis n. sp.
Taf. 5, Fig. 7, 7a. — cf: Kopf und Pronotum gelbbraun, letzteres vorn mit zwei
schmalen, quer gestellten, schwarzen Flecken; Hinterbeine (die übrigen Beine fehlen)
blassgelb; Stirnwulst breit, bildet mit der breiten Stirn einen sehr flachen, nur durch
die trennende, schmale, glänzende Rinne unterbrochenen Bogen; Pronotum sehr gross,
reicht hinten fast über den ganzen Hinterleib, nur 1 — 2 Segmente frei lassend, nach
vorn verengt mit geradem Vorderrand, hinten breit abgerundet; Hinterleib unten gelb-
lich, an der JNIitte dunkel, oben die hintersten Segmente dunkel, das letzte etwas heller;
Fühler gelb mit Andeutung zu dunklen, gestreuten Ringen. Länge 5, Pronotum 4, Breite
desselben 2,2, Hinterschenkel 4 mm. — J/(';'M-Niederung, Ngare na nyuki, Okt.; 1 cf.
Ausgezeichnet durch das lange, über den grössten Teil des Hinterleibes sich strec-
kende, vorn mit zwei schwarzen Flecken versehene Pronotum.
Cycloptiloides n. g.
Caput late ovale; frons planiuscula, inter foveolas antennales lata; faciei tumor paulo
prominens, indivisus, fere rotundato-quadratus, retrorsum paulo angustatus, antice fere
truncatus anguUs rotundatis, postice sulco inter antennas terminatus; oculi ovales, deor-
110 BJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 5.
sum paulo angustali; cf 2 aptera; pronolum glabrum, porlice magis {(f) minusve (5)
productum, antice truncatum, lateribus deflexis, lobi laterales margine vix curvati ($) vel
antice vix" curvati retrorsum evanescentes; tarsi cömpressi, articulo secundo minuto, com-
presso; tibii^e anliefe intus foramine instructte; tibia^ postice compressa?, vix curvat??, supra
paulo sulcatce, margine exteriore serrulata?, non spinosas, apice calcaribus 3 : 3 elongaüs,
calcaria intus longiora, intermedium semper longissimum (Taf. 5, Fig. 15 a, 15 b); metatarsus
posticus dimidio tibiarum longior, cylindricus, paulo compressus, supra nee sulcatus nee
serratus, spinulis modo parvulis piliformibus instructus; corpus squamosum (?); lamina
supraanalis cf perpendicularis, deorsum angustatum, apice processibus duobus digitifor-
mibus perpendiculariter ascendentes instructus (Taf. 5, Fig. 15); lamina subgenitalis in
paterte modum cavata, altior quam longior, margine paulo recurvato, medio paulo exciso.
Diese Gattung steht den amerikanischen Cycloiitilnm und Mogoplistes am näch-
sten (cf. Saussure, Miss, scient. Mexique et Amerique Ctr. 7 parte, p. 423 — 5, ISV^)
und nähert sich durch die langen, oben weder serrulierten noch ausgehöhlten Hinter-
tarsen sehr der ersten Gattung, von der sie sich durch das Foramen an der Innenseite
der Vorderschienen, durch Abwesenheit von FKigeln und durch die nur am Aussenrand
serrulierten Hinterschienen unterscheidet.
Von Mogoplistes unterscheidet sie sich durch das hinten mehr oder weniger ver-
längerte Pronotum, das Foramen innen an den Vorderschienen, die langen, oben weder
rinnenförmigen noch serrulierten Äletatarsen der Hinterbeine und durch verschiedene
Sporen am Ende der Hinterschienen.
Cycloptiloides meruensis □. sp.
Taf. 5, Fig. 15, 15 a, 15 b. — Kopf und Pronotum glatt, glänzend kastanienbraun,
der erstere oft nach unten gerichtet; Fühler von derselben Farbe, fein hell geringelt;
Pronotum längs der Mitte mit einer hellen Linie und vor der Mitte jederseits mit drei,
bisweilen undeutlichen, hellen Punktflecken; Beine blasser, einfarbig gelbUch; Pronolum
des 5 nach hinten wenig ausgebogen, so dass nur der Vorderteil des JMesonotum von
ihm bedeckt wird, beim cf wird auch Metanotum grösstenteils bedeckt. Länge 6,5 — 7,
Pronotum 3,5 (cf), 2,8 (5), Hinterschenkel 4,8 — 5,4, Hinterschienen 3,9 — 4, Legescheide
3,3 mm.
J!f(?rM-Niederung, westlich vom Berge, 26. — 27. Dez. 1905; 2 cf, 2 $.
In ihrem ganzen Habitus ähnelt diese Art sehr EctatoderHS ochracetts, mit der
zusammen sie auch erbeutet wurde. Bei näherer Untersuchung unterscheidet sie sich in-
dessen zuerst durch die langen liinteren Metatarsen, die oben weder serruliert noch rin-
nenförmig sind, ferner durch das Foramen an der Innenseite der Vorderschienen, durch
den glänzend kastanienbraunen (nicht matt ockergelblichen) Kopf und Pronotum, durch die
kastanienbraunen, fein hell geringelten Fühler und durch die Subgenitalplatte des cf , die,
von der Seite gesehen, höher als lang, tief schalenförmig, mit hinten in der Mitte
etwas ausgeschnittenem Hinterrand ist, bei ochracens flächer, länger als hoch, mit ge-
bogenem Hinterrand ohne Einschnitt erscheint.
SJÖSTEDT, «RYI.LODEA. Itl
Arachiioceplialus merueiisis u. sp.
(f: Kopf und Notum gelbrot, Ifinteiieib und Heine etwas bräunlicher, Hinterleib
hinten und unten dunkel; Vorder- und Mittelschenkel etwas zugeplattet, schwarzbraun,
lang behaart; Stirnwulst gross, wie die zwei Basalglieder der Fi'ihler schwarz, längs
der Mitte mit einer feinen, eingedrückten Linie; Pronotum kragenförmig, ein wenig breiter
als lang, Vorder- und Hinterrand gerade, auch der Unterrand der herabgebogenen Seiten
ziemlich gerade; Clerci gelb (ein w^enig abgebrochen, scheinen halb so lang wie die Hin-
terschienen zu sein); letztes Tarsalglied dunkel; dicht weisslich beschuppt. Länge 6,
Pronotum 1,7, Hinterschenkel 3,7, Hinterschienen 3 mm.
9: Ockergelblich, weisslich beschuppt; Kopf dunkelbraun, Stirn längs der Mitte mit
Andeutung eines hellen Bands; Pronotum etwas breiter als lang, hellgelb mit zwei gros-
sen, rechtangulären, in der Mitte durch eine gelbe, vorn breitere, Linie getrennten dunkel-
braunen Flecken, die fast die ganze Oberseite einnehmen; Vorder- und Miltelschenkel
gelblich, unten, etwa die Hälfte, schwarzbraun; Hinterschenkel mit längsgehenden, kurzen,
dunklen Linien, etwas vor der Spitze an beiden Seiten mit einem dunklen Fleck; das
letzte Tarsalglied dunkel; Legescheide schw'arz, gerade, viel kürzer als die Hinterschenkel,
zugespitzt, mit ejjenen Rändern; Fühler gelblich mit Andeutung von zerstreuten, hellen
Bändern, die Basalglieder etwas dunkler. Länge 6, Pronotum l,r,, Hinterschenkel 3,fi,
Hinterschienen 2,7, Legescheide 2 mm. — JJ/(»r?<-Niederung, Ngare na nyuki, 2. Dez.;
1 o^, 1 ?■
Steht A. (liihiKtfituifi Sauss. am nächsten, von dem ein Paar aus Dalmalien zur
Vergleichung vorliegt. Das cP cles meruensis hat aber tief schwarzen Stirnwulst und
schwarze Basalglieder der Fühler und das § viel grössere dunkle Flecke am Pronotum
und kürzere Legescheide.
Plialaiigopsidae.
Moiitigryllus n. g.
Caput verticale, antrorsum Iriangulariter angustatum, ore infero; frons inter antennas
valde compressa, rostrata, supra concava, ocello antico in apice summo posito,
basin utrinque ocello instructa; Vertex altior, supra paulo convexus; oculi pyriformes;
antenme longissimae; palpi maxillares modice longi, articulo tertio et uUimo longitudine
eadem, ultimo antrorsum ampliato, apice truncato et excavato; pronotum supra planius-
culum, lobis lateralibus deflexis, margine inferiore obliquo, retrorsum ascendente; femora
antica infra inermia, nee serrata, postica modica, apice angustato; tibife anticre in latere
interno foramine instructcc (juniorum utrinque foramine nullo); qP $ elytris parvis
instructa, elytra cf fere circularia, segmenta 2 — 3 prima abdominis tegentia, speculo ob-
scuro, campo dorsali venis venulisque numerosis elevatis reticulatim conjunctis, campo
apicali nullo, campo laterali brevi, retrorsum triangulariter angustato, venis paucis (3 — 4)
simplicibus instructo; elytra '^:^ lobiformia, circiter unum segmentum abdominis tegentia, campo
112 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEÜ EXPEDITION. 17: 5.
dorsali venis paucis (4 — 5), altis, nonnumquam furcatis et reticulatim conjunctis, campo laterali
venis 3 simplicibus instructo; tibiae postica? in utroque margine serrat;e, dimidio exleriore
spinis 4 : 4 armatce, apice 3 : 3 calcaribus instructse, extus: calcar intermedium ceteris valde
longius, superius et inferiiis fere fequalia, superius paulo longius; intus: superiora 2
longissima, summum paulo longius; cerci longissimi, cylindrici, retrorsum attenuati, hirsuti
et pilosi, crinibus basin intus apice ampliatis.
Steht Ectecoiis Sauss. (Mem. Soc. Geneve, XXV, 1878, p. 397) am nächsten, hat
aber u. a. ganz verschiedene Flügel.
Montigrjilus silvtepliivialis n. sp.
Taf. 5, Fig. 10 {(f), 11 ($). — Braungelb, dunkel gefleckt, Hinterleib dunkler;
Gesicht glänzend schwarz, gelb gefleckt mit gelbem Miltelstrich; Scheitel von vorn nach hinten
mindestens so lang wie die Länge des Rostrums, dunkelbraun mit mehreren, oft 7, gelben
Längsstriemen, die zwei äusseren jederseits, hinter den Augen, nach hinten konvergierend;
Ocellen sehr klein, weit getrennt; Fühler lang, braun, mit weit getrennten, hellen Ringen;
Pronotum oben gelblich, vorn, an den Seiten und hinten mit zwei schwarzen Beulen,
die hinteren weit getrennt, vor den letzteren je zwei deutliche, grubenförmige Verliefungen;
an der Mitte zwei glatte, gelbbraune, von eingedrückten Linien begrenzte, längs der Mitte
des Pronotum durch eine flache, hinten in eine flache Grube übergehende, bisweilen
schwache Rinne getrennte, dreieckige Partien; Vorderrand oft etwas eingebogen, Hinterrand
gerade abgeschnitten, die abgerundet aber ziemlich rechtwinkelig abgesetzten Seitenloben
schwarz; Deckflügel des cf (Taf. 5, Fig. 10) quadratisch-kreisrund, hinten etwas schräg
abgeschnitten, ohne deutlichen Spiegel, das ganze Dorsalfeld, mit Ausnahme an den Seilen,
dicht mit erhabenen, oft netzartig verbundenen Adern durchsetzt, etwa fünf ven?e plicatae
können unterschieden werden; vorn an der Mitte zwischen vena analis und v. axiflaris ein
eingedrücktes, gleichbreites, etwas gebogenes, am Ende schräg nach oben gerichtetes
Feld; die Deckflügel sind hart, dick, undurchsichtig; Beine gelbbraun, bräunlich gebän-
dert, Schenkel der Vorder- und Mittelbeine mit zwei — drei, Schienen mit vier Bändern;
Hinlerschenkel weniger dunkelgefleckt, nach aussen mit zwei — vier, bisweilen ziemhch
undeutlichen, Bändern, das äusserste am dunkelsten; die Schenkel aussen, besonders am
verdickten Teil, schwach, dicht quergestreift; Metatarsus aller Beine dunkel, am Grunde
gelb; Hinterleib schwarzbraun, bisweilen gelblich gefleckt; Subgenilalplatte des cf taschen-
ähnlich, parabolisch zusammengedrückt; Legescheide des $ von der Länge der Hinter-
schienen, gerade oder schwach gebogen, an der Spitze etwas verdickt, zugespitzt, Sub-
genilalplatte dreieckig, mit ziemlich geraden Seiten, vorn abgeschnitten mit abgerundeten
Ecken, rinnenförmig. Deckflügel des $ klein, lappenförmig, reichen kaum über das erste
Hinterleibsegment, die Aderung stark erhaben, die 5 Adern oft ungeleüt, hier und da
durch Zwischenadern verbunden, die Seitenfelder klein, nach hinten verengt, mit 3 un-
geteilten Adern. Länge 13 — 14, Pronotum 2,3X3,3, Deckflügel 2 ($) — 4,3 (cT), Vorder-
schenkel 4,6, Vorderschienen 4,3 — 4,«, Hinlerschenkel 11, Hinterschienen 9, Legescheide 9,
Cerci 13 mm.
SJÖSTEDT, GEYLLODEA. 113
1 (/ ad., 2 $ ad. und 3 Larven, alle vom Regenwald der Berge, die mei.sten am
Kilimandjaro: Kibonoto, 2,000 m., Nov., das eine ^^ ad. am Mith, 3,000 — 3,500 m.,
Jan., angetroffen.
Montii?rjiIii.s afüui.s n. sp.
Taf. 5, Fig. 12. — Ähnelt sehr der vorigen Art, der Scheitel ist aber gelblich mit
einem dunklen Querband, nicht dunkel mit mehreren gelben Längsstriemen; Pronotum ist
statt mit zwei weit getrennten Flecken hinten mit einem schwarzbraunen, an der Mitte
verengten Band versehen, und die zwei schwarzen Flecke vorn an der Mitte der
vorigen Art sind nur schwach, rotbräunlich angedeutet; der Vorderrand des Pronotum
schmal schwarz gesäumt; die hinteren Ocellen sind bedeutend grösser, etwa durch die
doppelte Länge ihres Durchmessers von einander getrennt, während die Ocellen der
vorigen Art sehr klein, punktförmig und viel weiter getrennt sind. Meso- und Metathorax
schwarz gefleckt. Hinterleib braungell), die mittleren Segmente vorn mit zwei schwarzen,
eingedriickten Punkten. — Länge 14, Pronotum 2,8x3,8, Vorderschenkel 5,3, Vorderschienen
5, Hinterschenkel 12, Hinterschienen 11 mm.
Ein jüngeres Exemplar mit sehr kurzen, läppen förmigen Deckflügeln ; Vorderschienen
noch ohne Foramen. — Kilimamljaro: Kibonoto, Kulturzone, Aug.
Phivopliilacris spectrum Sauss.
Mem. Soc. Geneve, XXV, 1878, p. 446. — V^on zwei vom Kilimandjaro mitgebrachten
cf stimmt das eine in Farbe und plastischen Charakteren völlig mit der Beschreibung von
DE Saussure 1. c. der Pli. spcdrum überein. Das andere, bemerkbar grössere Exemplar,
das dagegen fast dieselben Dimensionen wie der Typus hat, unterscheidet sich nur da-
durch, dass die Vorderschienen unten nicht nur mit einzelnen, kurzen, feinen, etwa in zwei
Reihen geordneten haarähnlichen Dornen versehen sind, sondern dass hier auch die ganze
Unterseite ziemlich dicht mit sehr kurzen, braunen Dörnchen besetzt erscheint. Da in-
dessen hier und da auch bei dem anderen Exemplar solche vorhanden sind, und beide
fast am selben Ort l)ei Kibonoto, das eine in der unteren Kulturzone, das andere etwas
weiter herunter, in der Obstgartensteppe, angetroffen worden, gehören sie ohne Zweifel
derselben Art an. Länge 13 — 20, mit den Deckflügeln 16 — 22, Länge der Deckflügel
12 — 15, Breite der Decklli'igel 7 — 9, Länge des Pronotum 3,5 — 4, Breite des Pronotum
5 — 7, Vorderschenkel 10 — 14, Vorderschienen 9 — 13, Hinterschenkel 16, s — 21,5, Hinter-
schienen 17 — ^-22,3 mm.
Verstecken sich gern in den Gängen der Termitenbauten f Ter nies bcllicosus); leben
sonst auch am Boden zwischen abgefallenen, trockenen Blättern. Die Art ist vorher
von Zanzibar und Brit. Ostafrika bekannt.
Pliaeophilaci'is usambarica n. sp.
Steht der vorigen Art sehr nahe, hat aber verschieden gebildetes Pronotum und
schmälere, etwas dunklere Decktlügel. Das Pronotum entbehrt der ziemlich tiefen, sattel-
förmigen Querrinnen der PJi. speetruni, indem es hier gleichmässig gewölbt oder nur
Sjöstedts Küimandjaro-Meru Expedition. 17. 15
114 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 17: 5.
mit schwacher Andeutung von solchen Rinnen erscheint. Auch ist Pronotum dunkler, dunkel-
braun, oben nur hinten etwas gelblich, und mit drei gelblichen Flecken an den Seitenteilen,
der oberste halbmondförmig. Vorderrand des Pronotum gerade. Beine wie bei spectrum
gelblich mit braunen Flecken und Ringen. Gesicht mit drei dunklen Längsstriemen, die
mittlere am breitesten, die unter den Augen schmäler. Die Form des Kopfes wie bei
»pectrum, auch die Bedornung wie bei dieser Art. Decktlügel deutlich länger als der
Hinterleib, dunkel kastanienbraun. Subgenitalplatte wie bei spectrum. Länge 14, mit den
Deckflügeln 16, Deckflügel 11,4, Breite derselben 5,2, Vorderschenkel 11, Vorderschienen
10, Hinterschenkel 16,r., Hinterschienen 18 mm.
üsamhara: Mombo, Juni; 1 (f.
Spelimcacris n. gen.
Caput verticale, ore inferiore; frons inter antennas angusta, supra infundibulum
antennarum ascendens; oculi pyriformes, antice applanati, postice rotundati, articulo ])a-
saU antennarum longiores, ad verticem vix ascendentes; ocelli nulli; pronotum latius quam
longius, supra postice truncatum, antice vix incurvatum, medio impressione transversa paulo
profunda instructum, lobi laterales obliqui, margine infero retrorsum valde ascendente, angulo
anteriore angustius, posteriore valde laüus rotundatis; pedes longissimi, araneiformes ; tibia^
anticae foramine nullo; femora antica subtus non serrulata; femora postica basi tumida,
apice anguste cylindrica; tibi?e postica? apice calcaribus 3:3, calcaria inferiora 2 minuta,
exterius circiter tertia parte brevius; superiora 2 interna longa, intermedio paulo breviore;
superius duorum externorum intermedio circiter duplo longius; metatarsus posticus supra
spinuhs armatus; tibipe antica? et inlermediffi subtus spinuli.s parvis gracilibus instructae,
metatarsus supra sine spinulis; elytra cf majora, dimidium corporis tegentia, plana, longe-
ovalia, apice late rotundata, elevato-venosa; alae nuUae; $ perfecte aptera; antenna^ longis-
simee; cerci longiusculi antrorsum attenuati; lamina supraanalis linquiformis, antrorsum
angustata, apice lata rotundata, basi utrinque foveola instructa; ovipositor rectus, ante
apicem paulo ampliatus, longe acuminatus; lamina subgenitahs (f rotundata, concava,
supra plana, $ minor, apice truncata et paulo incurvata.
Ähnelt sehr PJueopMlacris, unterscheidet sich aber leicht durch die unten ebenen,
nicht serrierten Vorderschenkel ; auch ist der Scheitel nicht so stark gewölbt, wodurch die
Augenspitzen fast an den Niveau derselben emporschiessen. Von Phalangopsis unterscheidet
sie sich durch die wohl ausgebildeten, nicht mit Tympanum versehenen Flügel des cf;
von der flügellosen asiatischen Araclmopsis ausser betreffend die Flügel dadurch, dass
der obere Sporn an der Innenseite der Hinterschienen länger, nicht kürzer, als der mitt-
lere ist; von OpiUonacris durch die Flügel des (f und die oben mit Dörnchen besetzten
Metatarsen der Hinterbeine; von Voeltskowia durch die Flügel des (f und die Dornen
an der Spitze der Hinterschienen, von denen der mittlere an der Innenseite hier viel
kürzer, bei VoelfsJiOwia etwas länger als der obere ist; ferner hat diese letztere Gattung
die Hinterschienen an der Oberseite nur serruliert, ohne einzelne grössere bewegliche
Dornen.
SJÖBTEDT, GRYLLODEA. 115
Speluucacris lucifiiga n. sp.
Taf. 5, Fig. 13, 13 a. — Hell ledergelblich mit sehr langen, einfarbig bräun-
lichen und in ilirer ganzen Länge stark dunkel gebänderten Beinen; Gesicht gelblich mit
einem breiten, dunklen, oben in der Älitte weissen. Band von dem Gipfel unten bis fast an
die Oberlippe; auch unter den Augen ein brauner Strich; Maxillarpalpen sehr lang, hell, das
Endglied an der Spitze verdickt, etwas länger als das 3.; Pronotum braun mit gelblichen
Zeichnungen; Schenkel der Vorder- und Mittelbeine mit drei dunklen Ringen, der unterste
undeutlicher, Schienen mit vier und Mctatarsus mit einem solchen Ring, der sich über
die apikale Hälfte streckt; Hinterschenkel am verdickten Teil oben mit zwei unregel-
mässigen dunklen Flecken, länger heraus mit zwei breiten Ringen; Hinterschienen mit
drei breiten, aber bisweilen ziemlich schwach hervortretenden, dunklen Ringen und bräun-
licher Spitze; Hinterleib oben gelblich, mehr oder weniger dunkel gefleckt, unten hell,
einfarbig; Deckflügel des cf dunkelbraun mit stark ' erhabenen Adern, dünn mit feinen
Haaren besetzt, besonders längs den Rändern; sie sind langgestreckt oval, nach der
Basis hin verengt, an der Spitze breit abgerundet oben mit zusammen 8 — 9 Adern;
Lateralfeld winkelrecht abgesetzt, langgestreckt triangulär mit einer Ader; reicht nicht an
die Spitze des Fliigels; Meso- und Metasternum hinten ausgeschnitten. — Länge 12 — 16,
Deckflügel des c/' 6—7x3 — 4, Pronotum 2,6 — 3, Vorderschenkel 8 — 10, Hinterschenkel
15 — 16, Hinterschienen 15 — 18,5, Legescheide (ausgewachsen ?) 8, Fühler etwa 85 mm.
Wie Cavernacris microps in den Mkulumusi-Höhlen bei Tanga (Usamhara) entdeckt,
wo 4 cP und 1 $ im Juli 1906 angetroffen wurden. Sie sassen im Dunkel an den
Wänden wie Phalangiden.
Opilionacris n. g.
Corpus apterum, ellipticum, tomentosum; caput parvum, breve, perpendiculare, su-
perne paulo convexum, inter antennas valde compressum, teres, hirsutum; Vertex an-
tice applanatus, cum facie tota glabris; antenna? longissimte; ocelli nufli; oculi oblongi,
pyriformes, antice applanati; palpi maxillares longi, graciles, articulo tertio ultimo sub-
secj[uale, hie apicem versus latior, oblique truncatus; pronotum transversum, medio trans-
versaliter late Impressum, lobis lateralibus appressis, angulo antico rotundato, margine infe-
riore obiquo; pedes longissimi, femoribus anticis et intermediis compressis, postice inermibus,
tibiis anticis foramine nuflo instructis, femoribus posticis incrassatis apicem versus attenuatis,
gracilibus; tibiis posticis gracüibus, supra margine utroque minutissime spinuloso-serratis,
dimidio exteriore spinis validis 4 : i armatis, uUima latere inferiore minor; calcaria inferiora
2 minuta, exterius paulo brevius; superiora 2 : 2, interna longa, inferius eorum brevius;
superius externorum longum, inferius dimidio modo longitudine ejus; metatarsus longus, teres,
praesertim subtus valde hirsutus, supra apice spinulis duabus fulvis (nee biseriatim multi-
spinulosus), calcaribus duobus, inferius fere longitudine mesotarsi, exterius valde longius;
cerci longissimi, longitudine tibiarum anticarum, longe hirsuti, cylindrici, antrorsum
attenuati.
116 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 17: 5.
Steht der asiatischen Gattung Äraehwpsis Sauss. (Mem. Soc. Geneve, XXV, 1878,
p. 397 u. 442) nahe, der obere Sporn innen an den Hinterschienen ist aber länger als
der mittlere.
Von der ebenfalls sehr nahestehenden, von Madagaskar beschriebenen Gattung
VoeUskowia Sauss. (Abh. Senckenb. Naturf. Ges. Frankf. a. M., Bd 21, p. 611, Taf.
XXXVII, Fig. 12 [1897—99]), mit der sie im Fehlen von Flügeln und Ocellen überein-
stimmt, unterscheidet sie sich dadurch, dass der Melatarsus aller Beine oben ohne Dornen
(nicht "supra biseriatim multispinulosi") ist, und durch die 4 : 4 grossen, beweglichen
Dornen an der Oberseite der Hinterschienen, die bei V., wo die Schienen nur serruliert
sind, fehlen. Der mittlere Dorn an der Innenseite der Hinterschenkel ist kürzer (bei
Voeltzhoivia länger) als der obere, die zwei oberen, äusseren, sind bei Voeltzhoivia
ziemlich gleich lang, hier der obere viel grösser.
In Farbe und plastischen Charakteren ähnelt der Typus dieser Gattung ausser-
ordentlich Phccopliüacris spectrum, von dem zwei Exemplare fast am selben Ort ange-
troffen wurden, und ich glaubte darum zuerst eine flügellose Larve dieser Art vor mir
zu haben. Von dieser Gattung unterscheidet sie sich aber nicht nur durch das Fehlen
von Flügeln, sondern auch durch das Fehlen von Dörnchen an beiden Bändern der
Hinterseite der Vorderschenkel.
Opilionacris kilimandjarica n. sp.
Gesicht gelb mit drei (resp. 5) dunklen Längslinien, die mittlere vom Stirngipfel
bis an die Oberlippe breiter, die unter den Augen schmäler; auch unter den Fühlergruben
ein kurzer, brauner Strich; Pronotum gelbhch mit schwarzbraunen Zeichnungen: vorn
jederseits ein abgerundeter Fleck, hinten zwei nach vorn konvergierende Striche, und
an den Seitenlappen ein grosser, fast ankerförmiger Fleck, dessen äusserer Arm jedoch
mit dem oberen Teil des Ankers zusammenhängt; quer über der Mitte ein eingedrücktes,
glattes Band, das sich nicht bis an die Mitte der Seitenlappen streckt; Vorderrand etwas
eingebuchtet, Hinterrand kaum eingebuchtet, Unterrand der Seitenlappen schräg; Meso-
thorax oben mit zwei grossen, runden Flecken, an den Seiten mit einer schmalen Grube,
Hinterleib gelblich, braun gefleckt und gezeichnet; Beine gelblich mit breiten, braunen
Ringen und Flecken: Vorder- und Mittelschenkel unten mit drei, oben mit vier grossen
Flecken, die Schienen mit vier breiten oft ringsherum gehenden Ringen, Metatarsus grössten-
teils braun, an der Basis gelb; Hinterschenkel mit zwei grossen Flecken und nach aussen
zwei breiten Ringen, Hinterschienen mit 4 — 5 bisweilen etwas zusammenfliessenden
Ringen; Vorderschienen hinten nur mit einzelnen, hellen, haarähnlichen Dornen, ohne
zerstreute Dörnchen. — Länge 10, Pronotum 2,5, Vorderschenkel 6, Vorderschienen 5,6,
Hinterschenkel 10,5, Hinterschienen 11,5 mm. — Küimandjaro : Kibonoto, untere Kultur-
zone, Nov.; 1 cf.
Cayernacris n. g.
cf $ Aptera; abdomen molle, ovale, paulo compressum, supra convexum; caput
verticale, vertice brevi, paulo couvexo, ore infero; oculi parvi, articulo basali antennarum
e
BJÖSTEDT, GRTLLODEA. 117
breviores. pyriformes, antice applanati, postice curvali; ocelli nulli; rostrum frontis breve,
vix supra infundibulum antennarum ascendens; Vertex rostro paulo allior; antennae lon-
gissimae; pronotum lalius quam longius, anlice medio vix incurvatum, postice truncatum,
supra ante medium leviter duplo-triangulariter impressum, lobi laterales antice late rotun-
dalo-angustati, postice oblique ascendentes angulo obtuso-rotundato ; pedes longissimi,
araneiformes; tibia^ anticre foramine nullo; femora antica subtus nee serrulata nee spinu-
losa, tibite subtus spinulis brevibus gracilibusque ; femora postica basi tumida, apice
gracilia, cylindrica; tibire posticse supra utrinque minute spinuloso-serratae, spinilisque
•i : 4 validis armata^, apice calcaribus 3 : 3; 2 inferiora parva sequalia vel subaequalia;
superiora 2 interna suba^qualia ($) vel superius longius {(f), externorum superius valde
longius; metatarsus posticus supra non serrulatus, apice spinulis paucis; cerci longi,
antrorsura angustati; metasternum postice trianguläre, apice late truncatum et paulo incur-
vatum; lamina subgenitalis (f brevis, postice curvata, semicircularis.
Die Gattung, die durch das Fehlen der Ocelli, die ungewöhnlich kleinen Augen
und den weichen Körper an in Höhlen lebende Formen, wo die hingehörige Art auch
angetroffen wurde, erinnert, steht Voeltzl-oma, der sie durch das Fehlen der Flügel beim
cf und 5 und auch übrigens sehr ähnelt, nahe, unterscheidet sich aber durch die gros-
sen, beweglichen Dornen an der Oberseite der Hinterschienen, die bei Voeltzkowia, wo
die Oberseite dieser Schienen nur serruliert ist, fehlen. Auch ist die Hinterecke der
Seitenloben des Pronotum hier viel stumpfer als bei Voeltzkoiina. Von den zwei oberen
Sporen an der Aussenseite der Hinterschienen, die bei Voeltshowm ziemlich gleich lang
sind, ist der obere hier fast doppelt so lang. Endlich ist Metatarsus der Hinterbeine bei
VoelfzJxOwia an beiden Seiten serruliert (auf der Zeichnung unrichtig, glatt, gezeichnet),
hier eben, fein behaart. Vielleicht sind auch die Augen bei Cavernacris kleiner, was
aber aus der Beschreibung und Abbildung der Voeltzkowia nicht deutlich hervorgeht.
Von der Gattung Opüionacr-is, die auch flügelloses (f und wohl auch 5 hat, und
deren Vorderschenkel unten und Metatarsen der Hinterbeine oben, wie auch hier der
Fall ist, nicht serruliert sind, unterscheidet sie sich durch die viel kleineren Augen, die
kürzer als das Basalglied der Fühler sind, und durch den Stirngipfel, der kaum über
den Oberrand der Fiihlergruben aufsteigt und in ziemhch demselben Niveau wie der
Scheitel liegt, während bei Opüionacris der Scheitel viel höher ist. Der Hinterleib der
Cavernacris ist auch viel weicher.
Cavernacris microps n. sp.
Taf. 5, Fig. 14, 14 a. — Körper mit Beinen ledergelb, die letzteren, besonders die
Hinterschenkel, mehr rötlich; Beine einfarben, bisweilen mit schwacher Andeutungen von
einigen dunklen Bändern; die bei den verwandten Arten oft vorkommenden drei Bänder
im Gesicht schwach, rötlich, angedeutet; Pronotum vorn und hinten bräunlich gesäumt;
der weiche Hinterleib durch die durchleuchtenden Eingeweide bleigrau.
(f Länge 12 — 13, Pronotum 2 — 2,4, Vorderschenkel 9,5 — 10, Hinterschienen 14 — 14,5.
Hinterschenkel 11—13 mm.
118 SJÖSTEDTS KILIMANDJAKO-MEEU EXPEDITION. 17: 5.
^: Ein viel grösseres, leider defektes Weibchen liegt auch vor: Pronotum 3,2, Fühler
100, Vorderschenkel 16, Hinterschenkel 20, Hinterschienen 24 mm.
Usamharci: Tanga, Juli 1906, 2 cT, 1 ?, in den berühmten Mkulumusi-Höhlen,
wo sie wie Phalangiden an den Wänden im Dunkel sassen.
Oecaiitliidae.
Oecanthus pellucens Scop.
Sauss. Mem. Soc. Geneve XXV, 1878, p. 455. — Drei cf mit kurzen, die Deck-
flügel kaum überragenden Hinterflügeln vom Küimandjaro, Kibonoto, KuUurzone-Niederung ;
Jan., Sept., Nov. Sie stimmen völhg mit vorliegenden Exemplaren aus Südeuropa über-
ein. Die Art ist auch von Togo (B. E. Z. 1893, p. 160) von Karsch angegeben. Länge
mit Flügeln 15 — 17, Deckflügel 11,5 — 12, Breite derselben ohne Mediastinalfeld 4,
Hinterschenkel 9 mm.
Oecanthus pellucens Scop.
forma aqueus Fabr.
Die meisten vom Kilimandjaro-Meru-Gebiet mitgebrachten (9fm»^/?!<s-Exemplare
haben lange Hinterflügel, die bis 5 mm. die Deckflügel überragen, und gehören Oe. aqueus
Fabr. an, der von Saussure unter pellucens gestellt wird. Mit diesem fällt vermutlich
auch der 1. c. kurz beschriebene ostafrikanische Oe. Burmeisteri zusammen.
Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Mischwald, Obstgartensteppe, Grassteppe.
J[/(?rt<-Niederung. — Die Legescheide dieser Art ist länger als die Hälfte der Deck-
flügel.
cf Länge mit Flügeln 16 — 21, Pronotum 2,4 — 2,8, Breite desselben 2, Deckflügel
12 — 15, Breite derselben ohne Mediastinalfeld 4 — 5, Deckfl. — Hinterflügel 3 — 5, Hinter-
schenkel 8 — 9 mm.
5 Länge mit Flügeln 19 — 22, Pronotum 2,4 — 2,6, Breite desselben 1,8 — 2, Deck-
flügel 11 — 13, Deckfl. — Hinterflügel 3—5, Hinterschenkel 8 — 9, Legescheide 7,5 — 9 mm.
Oecanthus brevicauda Sauss.
Saussure o. c. p. 454. — Die meisten vorliegenden § haben kurze Legescheiden
(kürzer als die Hälfte der Deckflügel) und gehören Oecanthus brevicauda an. Da sie
aber fast überall zusammen mit der oben erwähnten Form angetroffen worden, und
alle vorliegenden 12 cf, die mit den 5 zusammen gefangen sind, unter einander überein-
stimmen, so ist nicht ausgeschlossen, dass wie die Länge der Hinterflügel auch die der
Legescheide bei derselben Art variiert. Grösse wie die vorige Form, Legescheide
5 — 5,5 mm.
Kilimandjaro: Kulturzone-Steppe. J/(?r?(-Niederung, Ngare na nyuki, Flusspferd-
seen; zusammen mit aqueus 15 o^, 37 $.
SJÖSTKDT, «RYI.LODEA. 119
Tri^oiiidiidae.
Trigonidiuin cicindeloides Ramb.
Sauss. Mem. Geneve 1878, p. 463; T. coleojitratum Stäl, Freg. Eugen. Resa Ins.
p. 316, 45. — Drei Tn'(joiii(h'H>n-Exemp\a.re von der unteren Kulturzone und der Nie-
derung bei Kibonoto, Kilimandjaro, stimmen gut mit der Beschreibung 1. c. dieser weit
verbreiteten Art; nur sind die Coxen der Vorder- und Mittelbeine gelblich, dunkel schat-
tiert, nicht ganz "ferrugineis". Ein defectes Exemplar im hiesigen Museum aus Zanzibar
scheint auch dieser Art anzugehören. Mit dieser Art fällt auch T. coleoptratum Stäl aus Java
zusammen. Das vorliegende Typus-Exemplar desselben (Hinterbeine fehlen) ist nur etwas
kleiner, wie das von Saussure 1. c. p. 464 angegebene Stück des cicindeloides aus Cey-
lon. Auch dieses Exemplar hat dunkle Coxen der Vorder- und Mittelbeine.
Trigouidium massaicuin n. sp.
Kopf mit Palpen, Thorax und Hinterleib tief schwarz; rings um die Augen ein
schmaler, ockergelber Ring, der sich oft an die Seiten des Stirngipfels fortsetzt; Fühler
gelblich, nach aussen dunkel, an der Basis schwarz; Scheitel wie die Ränder des Pro-
notuni mit einzelnen, langen Haaren; Dorsalfeld der Deckflügel horngelblich, halb durch-
sichtig, Laleralfeld schwarz, das erstere, inklusive Humeralader, mit 5( — 6) einfachen, gelb-
lichen Adern, die 3. und 4. an der Basis oft vereinigt, und mit 1—5 wenig stark her-
vortretenden Queradern; Lateralfeld mit 4 schwarzen, einfachen Längsadern, die äusserste
klein; Beine gelbrot mitt schwarzen mittleren Tarsalgliedern, Hinterschienen oben mit
3:3 ziemlich langen, dunkel schattierten Dornen; Legescheide und Cerci gelbrötlich, die
erstere nach oben gebogen, an der Spitze verjüngt, zugespitzt. Länge 5 — 6, Pronotum
1,5, Deckflügel 3,4 — 4, Hinterschenkel 4,: — 5, Legescheide 2 mm.
Kilimandjaro: Kibonoto, von der oberen Grenze der Kulturzone, etwa 1,800 m.,
bis an die Steppe herunter. — Meru: Niederung, Flusspferdseen; Jan., April, Okt., Dez.;
2 0^, 5 ?.
Steht T. flavipes Brun. und Haanii Sauss. am nächsten.
Sowohl in Mem. Sog. Geneve XXV p. 467 (1877/8) als in den Abh. der Senckenb. Nat. Ges. XXI,
p. 606 (1899) charakterisiert de Saussure seine Gattung Piestoxiphiis, die er o. c. 1899 ganz richtig als mit
Metioche StÄl identisch vermutet, dadurch, dass die Vorderschienen an beiden Seiten mit Foramen versehen sind
(tibise anticse utrinque foramine instructre). Unter diese Gattung stellt aber später Kirby in seinem Kata-
loge der Achetidse mehrere von den Arten StÄls, die nicht dahin gehören.
Vor mir stehen die Typen von:
Trigonidium fusciconie Stal,
» pallidicorne Stäl,
» tibiale Stäl,
» pallipes Stäl,
» coleoptratum Stäl (= cicindeloides Ramb.),
welche alle an den Vorderschienen an beiden Seiten ganz ohne Foramen sind und in der Gattung
Trigonidium bleiben müssen.
120 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEtJ EXPEDITION. 17: 5.
Dagegen sind:
Trigonidium bicolor Stal ?,
» vittaticolle Stal 9.
» palleus Stal 9 (^'on de Saussure und Kirby unter Anaj-ipha gestellt)
an beiden Seiten mit einem grossen, deutliehen Foramen versehen und gehören wie Metioche lepidula SrÄL o^
(Typus der Gattung = vitfaticollis StÄl 9) wohl alle zu Äletioche.
Sie sind indessen nach 9 beschrieben; nur von vittaiicoUis ist, wie angegeben worden, auch das (f
bekannt. Ob auch die übrigen cf, denen der 9 ähnliche Deekflügel besitzen, wie bei Metioche, ist wahr-
scheinlich aber nicht sicher bekannt.
Aiiaxiplia Sauss.
Saussure, Miss, scient. au Mexique etc. p. 370 (1874), PI. 7, Fig. 1. — Mem. Geneve,
XXV, p. 475 (1877/8). — Das Antreffen einer Art dieser ameril^anischen Galtung in
Afrika, und zwar in den östlichen Teilen desselben, ist von besonderem Interesse. Das
Foramen an der Aussenseite der Vorderscliienen ist gross und deutlich, an der Innenseite
nicht vorhanden. Die Ocellen sind rudimentär, die vordere durch eine punktförmige
Grube angedeutet. Die Deckflügel des (f mit Tympanum versehen, die des $ striiert,
ohne Tympanum.
Anaxiplia kiliinandjarica u. sp.
Taf. 5, Fig. 1 {(f), 2 (9). — Kopf rostrot, oft dunkel schattiert oder ganz schwarz;
Fühler gelb mit schwarzen Basalgliedern; Palpen schwarz, die zwei basalen Glieder rost-
rot; Pronotum rostrot, oft schwarz gefleckt oder fast schwarz, nach vorn verengt, cylindrisch,
gerundet, Vorderrand etwas gebogen, Hinterrand gerade abgeschnitten, Vorderwinkel der
Seitenloben breit abgerundet; Pronotum, besonders am Rande, wie Scheitel mit zerstreuten,
hellen Haaren; längs der Mitte des Pronotum eine feine Rinne, welche nicht die Ränder
erreicht; Augen gross, abgerundet; Vorder- und Mittelbeine schwarz, fein und dicht weiss
behaart; Coxen und Trochanter gelbrot mit scharf markierter Grenze der Farben, Meta-
tarsus gelblich; Vorderschienen aussen mit deutlichem, ovalem, weissem Foramen, das
an der Innenseite nur durch eine kleine Verliefung angedeutet ist; Hinterschenkel gelbrot,
aussen mit einem dunkelbraunen Strich längs der Mitte, auch die äussere Hälfte des
Unterrands dunkel gesäumt, oben an der Spitze zwei schwarze, gebogene Flecke ; Hinter-
schienen, besonders gegen die Spitze, etwas dunkel schattiert, oben mit 3 : 3 ziemlich
langen etwas dunkel schattierten Dornen; Cerci gelb. — cf, Deekflügel liyalin, das Dor-
salfeld des oberen Flügels mit fünf braunen Flecken, der vorderste kleiner, schmal schräg
gestellt, nach hinten verengt, der hinterste am Spiegel, einer im Vorderfeld und einer
am Seitenfeld; Seitenfelder mit einem braunen, grossen Fleck an der Mitte und vorn;
der untere Deckflügel, ausser an den Seitenfeldern, hyalin, wie der obere mit bräunlicher
Spitze; Spiegel oval mit etwas stärker gebogener Innenseite, an den Spitzen etwas verengt;
Lateralfeld unter der Humeralader mit zwei einfachen Adern, von denen die Mediastinal-
ader sich zuerst mit der unteren am Rande vereinigt, um sich dann längs dem Rand
laufend in einem spitzigen Winkel mit der Humeralader vereinigen; Hinterleib schwarz;
Subgenilalplatte hinten in der Mitte mit einem kleinen, roten Process. — '9, Deekflügel
SJÖSTEDT, GKYLl.ODEA. 121
SO lang wie der Körper, halb durchsichlig horngelb bis glänzend schwarz, einfarben, am
Hinterrand ausgeschnitten; Dorsalfeld dicht striiert, mit 5 oder 6 grösseren Adern, die
4^5 Felder begrenzen, von denen die zwei äusseren vorn offen sind; diese Felder darch
1 — 3 feinere, erhabene Längsadern striiert; vorn an beiden Flügeln ein glattes Feld,
Lateralfeld wie beim cf unter der Humeralader mit zwei einfachen Adern; Legescheide
gelbrot, gebogen, glatt, dünn, an der Spitze verjüngt, zugespitzt.
cf: Länge 6 — 7, Pronotum 1,7, Deckflügel 5 — 5,s, Hinterschenkel 5 — 5,6. — §• Länge
5,5 — 6, Pronotum 1,5, Deckflügel 3,3 — 3,8, Hinterschenkel 4,8 — 5,4, Legescheide 2 — 2,3 mm.
KiJimdHiljitro: Kibonoto-Niederung, Kullurzone, Jan., Aug; 10 (f, 6 $.
Anaxiplia stramiiiea n. sp.
Taf. 5, Fig. 16. — 5- Einfarbig strohgelb mit schwarzen, grossen Augen und et-
was bräunlicher Legescheide; Stirngipfel zwischen den Fühlergruben ziemlich lang, gleich-
breit, vorn abgerundet, etwas über die Mitte des Basalglieds der Fühler reichend; Kopf
oben ziemlich flach; Augen gross, abstehend, etwas dreieckig oval, nach hinten etwas
verengt, unten ziemlich gerade; Ocellen kaum zu unterscheiden; Pronotum vorn und hinten
gleich breit, gerade abgeschnitten, abgerundet in die Seitenlappen übergehend; Seitenlappen
unten gerade mit gleichmässig abgerundeter Vorder- und Hinterecke; Vorderschienen aus-
sen mit deutlichem, länglich ovalem Foramen ; Hinterschienen mit drei Paar grossen, be-
weglichen Dornen an der unteren Hälfte; das vorletzte Ventralsegment gross, so lang wie
die drei früheren zusammen; Deckflügel halb durchsichtig, einfarben strohgelb, etwa 74 des
Hinterleibs deckend; das Lateralfeld mit drei einfachen, geraden Adern, die mittlere vorn
etwas gebogen; das Dorsalfeld mit 5 — 6 geraden, erhabenen Adern und einigen ziem-
lich schwach hervortretenden Queradern; die zwei äussersten parallel, vorn frei, hinten
vereinigt; das 3. u. 4. sowohl vorn als hinten vereinigt, das 5. vorn gefurcht, der rechte
Flügel am Innenrand mit einer 6. Ader; das Lateralfeld nach aussen allmählich verengt,
abgerundet, Dorsalfeld hinten etwas schräg abgeschnitten; Hinterflügel fehlen; Legescheide
säbelförmig gebogen, zugespitzt. Länge mit dem Kopf etwa 5,5, Deckflügel -i, Hinter-
schenkel 4,8, Hinterschienen 4, Legescheide 1,8.
Zwei $ wurden am 7. Sept. 1905 zwischen Blattscheiden von Papyrus in der
Kulturzone des Kilimaniljuro bei Kibonoto am Ufer des Fugga-Flusses erbeutet.
Cyrtoxipha yadscliaggi» n. sp.
Kopf mit Fühlern rostrot, die drei äusseren Glieder der Palpen dunkel; Ränder
der Fühlergruben gross, Oberrand gebogen, etwas zusammengedrückt, fein dunkel ge-
säumt; Basalglied der Fühler sehr gross, etwas abgeplattet, nach innen etwas verengt
mit ziemlich geradem Aussenrand und gebogenem Innenrand, quer über die Mitte eine
eingedrückte Linie; Stirngipfel ziemlich gross, abgerundet, Stirn zwischen den Augen ein-
gedrückt; Augen gross, abstehend, abgerundet oval, mit stärker gebogener Innenseite;
Pronotum rostrot mit breiter, dunkler Rlittelpartie, cylindrisch, gerundet, nach vorn et-
was verengt, mit schwach gebogenem Vorderrand und gerade abgeschnittenem Hinter-
Sjöstedts KiUmandjaro-Meru Expedition. IT. 16
122 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 17: 5.
rand; Vorderwinkel der Seitenloben breit abgerundet, Hinterecke rechtwinkelig, etwas
abgerundet; an der Mitte des Pronotum eine scharf begrenzte, langgestreckt-ovale Höhle
und jederseits derselben ein kurzes, bandförmiges, glattes Feld; Pronotum wie der Kopf
fein und ziemlich dicht weiss behaart, mit einzelnen, grösseren Haaren; Vorderbeine
schwarz, dicht und fein weiss behaart mit rostgelben Hüften und Trochanter und gelblichen
Metatarsen und gelbhcher äussersler Spitze der Schienen; Vorderschienen an beiden Seiten
mit grossem, weissem, ovalem Foramen; Hinterbeine roströtlich, die Spitzen der Schienen
und die zwei Endglieder der Tarsen dunkel; Metalarsus gelb, Sporn desselben länger
als Mesotarsus, dunkel; Schienen oben mit 3:3 gelblichen, etwas dunkel schattierten
Dornen; Hinterleib unten tief schwarz; Subgenilalplatte cylindrisch, nach aussen etwas
verengt, mit gelber, bogenförmig begrenzter Spitze, hinten abgeschnitten, in der Mitte
mit einem kleinen Process; Cerci gelb; Deckflügel deutlich länger als der Hinterleib, hya-
lin, etwas horngelblich angehaucht; Spiegel gross, oval, nach unten breiter mit gleich-
massig gebogener Innenseite; die Aussenseite am zweiten äusseren Drittel abgerundet
stumpfwinkelig gebogen, mit geradem äusserem und ziemlich geradem innerem Teil; die
basale Ecke des Spiegels abgerundet spitzwinkelig, die apicale deutlich rechtwinkelig; Sei-
tenfeld unter der Humeralader mit drei einfachen Adern. Länge 7, mit den Flügeln 8,5,
Pronotum 1,6, Deckflügel 7, Hinterschenkel 6 mm. — Küima)i<]jaro: Kibonoto, Aug.; 1 cf.
Eneopteridae.
Kilimagryllus n. g.
Caput, pronotum, elytra latitudine fere eadem; caput verticale, cranio brevi, ore
infero; frons paulo convexo, inter antennas rostrata, rostrum antice ab ocello infero sulca-
tum, arliculo basali antennarum multo angustius; fossas antennarum magnpe, supra ar-
quataj; anlennse ab articulo secundo sensim angustatas; articulus basalis magnus, longitudine
circiter oculorum; ocelli parvi, in trigonum crubribus fere requis dispositi; oculi ovales,
poslice applanati deorsum paulo angustati; articulus ultimus palporum apicem versus
ampliatus obhque truncatus, apice valde excavatus; pronotum parallelum, cylindricum,
antice paulo emarginatum, postice truncatum, lateribus compressis, supra planiusculum
paulo convexum canthis rotundatis, margine inferiore recto, antice et postice pequaliter
rotundato; elytra tympano instructa, brevia, dimidium abdominis vix atüngentia; speculum
magnnm, vena diagonalis paulo post medium furcata divisum; venre obliqure plures, ante-
riores minus distinctae ; campus apicalis brevissimus; vena mediastina ramis duobus; campus
lateralis sub mediastinam 3 — 4 venis simplicibus; alte postiere non explicata^; tarsorum secun-
dus articulus depressus, cordiformis; tibife anticre in latere externo modo foramine instructa^,
ut intermedise supra plane canaliculatse, apice spinis duabus, metatarsus brevis, subtus
valde excavatus; femora postica apice breviter atternuata; üh'ue postice utrinque spinis
4 — 6 et spinulis multis (stepe 2 minores inter majores) armata>; calcaribus apicalibus
utrinque 3, externis minutis, subiequilongis, internis longiusculis, supero maximo, infero
SJÖSTEDT, GRTLLODEA. 123
minimo; melatarsus breviusculus superne rotundatus, spinis paucis, inferne rotundatus
nee excavalus; lamina subgenitalis magna, parabolica, apicc angustala, longitudine vix
cercorum.
Kilimagryllus ocliraeeus d. sp.
Taf. 5, Fig. 8. — cf : Ockergelb; Scheitel und Pronotum oben etwas dunkel schat-
tiert oder gefleckt; Fühler mit einzelnen, dunklen Ringen; Vorder- und Älittelbeine sowie
die Seiten des Pronotum fein dunkel punktiert oder gefleckt, die Hüften fast einfarben
hellgelbhch, nur mit einzelnen, dunklen Punkten; Hinterschenkel schwach aber dicht
dunkel striiert, am Unterrand mit einigen schwarzen Fleckchen; Hinterleib unten glatt,
glänzend, SubgenitalplaUe dunkler, fast schwarz, mehr behaart; oben matt, fein behaart,
gelblich fein dunkel gefleckt; Cerci gelblich. — Länge 16, Pronotum 3,25, Breite dessel-
ben 3,4, Deckflügel 6, Hinterschenkel 11 mm. — Küimandjaro: Kibonoto, Mischwald,
1 Nov. 1 c/.
Diese neue Gattung steht der Gruppe Cahjpfotnjpus, Scepastus, Pararanthus und
Ämhh/opus Sauss. (Saussure, Mem. Soc. Geneve, 1878, p. 507) am nächsten. Von Ca-
lyptoinjpus unterscheidet sie sich durch die viel kürzeren Flügel, das parallele, nach vorn
nicht verengte Pronotum, durch die wenigen Zweige der vena mediastina und durch das
vollständige Fehlen von Foramen oder Rinne an der Innenseite der Vorderschienen. Sce-
pastus hat metallglänzende Farbe; Panvcantlms ist cylindrisch, nach vorn verengt, wäh-
rend diese Gattung fast viereckiges, gleichbreites Pronotum und gleichbreiten Körper be-
sitzt, das Rostrum des ersteren ist gerade, lang, nach vorn verengt mit schmaler Spitze,
nicht rinnenförmig, und das letzte Glied der Palpen abgerundet. AmUyopus Sauss. hat
lange Flügel, welche die Spitze des Hinterleibes erreichen, Rostrum ist sehr breit, 1 — 2
Mal breiter als das Basalglied der Fühler, zugeplattet, nicht rinnenförmig.
Euscyrtus biTittatus Guee.
Sauss. Mem. Soc. Geneve, XXV, 1878, p. 624. — War besonders in der Grassteppe,
im Mischwald und in den Akazienwäldern am Ngare na nyuki, JI/f;v<-Niederung, gemein,
wurde aber auch in der Kulturzone des KiUmaniljaro, Kibonoto, angetroffen. Sept. —
Jan., 38 Expl. Auch von Tanga mitgebracht.
Übersicht der aus dem Kilimaiidjaro-Meru-Gebiet bisher
bekannten Oryllodeen,
1. Gryllotalpa africana Beauv.
2. NemoMus maadosus Sauss.
3. » massaicus Sjöst. n. sp.
4. » niveipalpus Sjöst. n. sp.
5. Achefa morio Fab.
6. » bimaculata de Geer.
7. Grylliis meruensis Sjöst. n. .sp.
8. » äomestirus L.
9. » xanthoneurus Gerst.
18. Acanthoplistiis acutus Sauss.
Oryllotalpidae.
Gryllidae.
1 0. Gryllus Brunncri Selys.
11. » consjjersus Schaum.
12. Gryllodes massaicus Sjöst. n. sp,
13. » physomerus Gerst.
14. » scenkus Gerst.
15. » superciliosus Sjöst. n. sp.
Iß. CnUoyryUns Mlimandjaricus Sjöst. n. sp.
17. Scupsipedus diadematus Gerst.
Acaiitlioplistidae.
Myriuecopliilidae.
19. Ectatoderus kilimaiidjaricus Sjöst. n. sp.
20. » nfnniyer Sjöst. n. sp.
21. » ochraceus Sjöst. n. sp.
22. Ectatoderus himaculatus Sjöst. n. sp.
23. Cychptiloidcs meruensis Sjöst. n. sp.
24. Arachnocephalus meruensis Sjöst. n. sp.
Plialangopsidae.
25. Montigryllus silvcepluvialis Sjöst. n. sp.
26. » affinis Sjöst. n. sp.
29 a. Oecanthus pellucens Sgop.
29 b. » » forma aqueus Fab
I 27. Opilionacris kilimandjarica SjÖST. n. sp.
I 28. Pluvoplülacris sjtectrum Sauss.
Oecaiitliidac.
30. Oecanthus brevicauda Sauss.
Triaoiiidiidae.
31. Trigonidium cicindeloides Ramb.
32. » massaicum Sjöst. n. sp.
33. Anaxipha kilimandjarica Sjöst. n. sp.
34. Anaxip)h.a straminea Sjöst. n. sp.
35. Cyrtoxipka vadschaggce Sjöst. n. sp.
Eiieopteridae.
36. Kilimagryllus ochraceus Sjöst. n. sp. | 37. Euscyrtus bivittatus Guer.
17. ORTHOPTERA.
6. Locustodea
von
YNGVE SJOSTEDT.
Mit 1 Tafel.
Auch von der Locustodeen- oder Phasgonurodeenfauna des Kilimandjaro und Meru
waren bisher nur wenige Arten bekannt. Im Archiv f. Naturgeschichte (1869) und in
V. D. Deckens Reise in Ostafrika (1873) beschreibt Gerstaecker drei vom Djipesee, von
Moschi und Aruscha stammende Hetrodiden [Eugaster lorivatus, E. [Enyaliopsis] ephip-
piafns und E. [Spalacominnis] faJpa), zu welchen Brunner v. Wattenwyl in seinen
Addimenla zur Monographie der Plianeropteriden (1891) zwei Phaneropteriden (Plegma-
toptera Hochieli und Eurycorjjpha variaj fügt. Dieses ist, soweit ich in der zerstreuten
Literatur habe finden können, alles, was bisher betreffs der Locustodeenfauna dieser
Gegenden bekannt war.
Das von mir heimgebrachte hingehörige Material umfasst 365 Exemplare in 31,
darunter 20 neuen Arten, wozu noch zwei auf dem Wege durch Usambara angetroffene,
sonst nicht beobachtete Arten kommen.
Wenn wir die Locustodeenfauna des Kilimandjaro-Meru-Gebiets, wie sie nach diesem
Material hervorgeht, überblicken, so finden wir, dass sie ein sehr selbständiges Gepräge
aufweist, indem mehr als die Hälfte der angetroffenen Arten bisher unbekannte und nach
dem gegenwärtigen Standpunkt unseres Wissens für diese Gegenden charakteristische
Formen sind. Auch die von dort beschriebene, jetzt wiedergefundene Plegmaioptera
Hoehneli ist bisher nur für den Kilimandjaro nachgewiesen, wogegen Eurgcoryplia varia
nach Werner auch im Sudan vorkommt. Einige Arten des Gebiets: Phaneropttera nana,
Conocephaliis nitidulus, Xipliidion macidatum und X. conoeephalus (cethiopicum) haben
eine sehr weite Verbreitung, vom Cap durch Afrika nach Südeuropa (Ph. nana, C. niti-
duliisj, Arabien fX. conoeephalus), W. Asien (C. nifidulusj oder bis nach Ostindien mit
Inseln, den Philippinen u. s. w. fX. macidatumj. Zwei der Arten (Anoedipoda lamellata
12G SJÖSTEDTS KILIMÄNDJARO-MERÜ EXPEDITION. 17: 6.
und Xiphidion iris) sind sowohl von der Ost- als der Westküste Afrikas, obgleich etwas
südlicher, bekannt, die von Usambara und Ussagara beschriebenen und bisher nur von
dort bekannten GijmnoscirtHS iinguiculatus und Dioncomena superha sind in Usam-bara
wiedergefunden und scheinen, wie Madiga verrucifera und Phaneroptera pimctulata, die
erstere von Mombasa, die letztere von Somali beschrieben und jetzt im Kilimandjaro-
Meru-Gebiet angetroffen, ein ziemlich begrenztes Verbreitungsgebiet zu haben. Fernere
Forschungen können aber diese augenblicklich geltende Ansicht leicht verändern, da oft
Arten plötzlich an weit entfernten Orten auftauchen, wie es hier der Fall mit Xiphidion
brevicercus ist, das, bisher nur vom Togolande in Westafrika bekannt, jetzt am Kilima-
ndjaro wiedergefunden worden ist.
Die Locustodeen sind nicht so ausgeprägt sonnen- und wärmeliebend wie es die Acri-
diodeen gewöhnlich sind, und einige, z. B. die dunklen Mecopodiden, halten sich am
liebsten im schattigen Unterholz der Urwälder oder am Boden in solchem Terrain
zwischen vormoderten Blättern auf, wo auch die hingehörigen Gymnoscirtus tmguiculatiis
und Anoedipoda lamellata lebten. Die meisten auf diesen Bergen lebenden Arten ziehen
die Kulturzone mit ihrem frischen Blattwerk und grünen Gras vor, gehen von hier in
den Mischwald und die Baumsteppe herunter und können sogar, wie Xiphidion macula-
tum, conocephalus und Conocephdus nitidulus, als mehr ausgeprägte Bewohner der
Grassteppe auftreten. Viele von den Niederungen (Ngare na nyuki) angegebene Arten
leben hier freilich im Niveau mit der Steppe, ziehen aber oft die lichten Akazienwälder
mit ihren Gebüschen und solch nicht ganz offenes Terrain vor.
Von der Kulturzone, auf deren höheren Teilen bei 1,800 — 1,900 m. Monticolaria
Mlimandjarka n. und Fantokpia hilimandjorka n. angetroffen wurden, steigen andere
Formen noch höher, in den Regenwald, hinauf, wo Monticolaria meruensis, Peronura
niontivaga, Anthracites montium und Xiphidion merumontammi am Meru bei 3,000 m.
und höher, Xiphidion libonotense am unteren Rand des Regenwaldes des Kilimandjaro
bei 2,000 m. entdeckt wurden.
In den nachfolgenden Übersichten von Gattungen und Arten sind alle während
der Reise angetroffenen oder sonst im Gebiete nachgewiesenen Formen berücksichtigt
worden. Für kritische Bestimmung sind die Arten immer nach den hier oder in anderer
Litteratur gelieferten ausführlicheren Beschreibungen näher zu prüfen.
Übersicht der hier Tertretenen Familien.
A. Vorderschienen mit Foramen versehen.
a. Das 1. und 2. Tarsalglied mit abgerundeten Seitenteilen. Phaueropteridae.
aa. Das 1. und 2. Tarsalglied an den Seiten scheibenförmig erweitert, die Seitenteile
innen von einer längsgehenden Rinne begrenzt.
*. Foramen der Vorderschienen offen. — Prosternum mit zwei langen Dornen ver- .
sehen.
Dunkle Arten. Mecopodidae.
SJÖSTEDT, LOCUSTODEA. 127
**. Foramon der Vorderschienen riemenförmig.^
§. Hinterschienen oben an der Spitze jederseits mit einem, unten jedersoits mit zwei
Dornen. Scheitel nacli vorn spitzig ausgezogen, Pronolum ohne Dornen.
Conocephalidae.
§§. Ilinterschiencn oben an der Spitze ohne Dornen, unten jederseits mit einem
Dorn bewaffnet. Scheitel vorn breit, nicht lang ausgezogen. Pronolum gross,
mit starken Dornen. Hctrodidae.
AA. Vorderschienen an beiden Seiten ohne Foramen. Gryllacridae.
Phaiieroptcridae.
Übersicht der Arten.
A. Vordfrliülti'n oluu' Dorn.
a. Di'c'kfliigi'l kürzer als der Hinterleib. — Kleinere Arten, Körper mit Kopf 8 — 19, Vordersclienkel
0 — G/>, Hintersehenkel 14 — 16 mm.
*. cf: Deekflügel 4 — 4,7 mm., reielien kaum an die Mitte de.s Hinterleib.s.
Monticolaria meruensis.
Taf. G, Fig. 1.
* *. cf: Deektlügel 6 — 7 mm., reichen fa.st an die Spitze de.s Hinterleibs. Movfirolaria kilimandjarka.
Taf. 6, Fig. 2.
Ort. Deckfliigel wohl ausgebildet, länger als der Hinterleib.
*. Nur Deekflügel ausgebildet, Hinterflügel rudimentär.
§. Deekflügel breit, kürzer als die Hintersehenkel, grün mit schwarzer Punktierung; Deckflügel 18 — 25,
Hinterschenkel 25 — 30 mm. Peronura montivaga.
Taf. 6, Fig. 3.
§§. Deckflügel schmal, länger als die Hinterschenkel, ohne schwarze Punktierung,
(j. Grösser, Deckflügel 28 — 33, Hinterschenkel 24 — 27 mm. Schenkel aller Beine unten an beiden
Rändern mit mehreren Dornen. Flegmafopfera Hoehneli.
oo- Kleiner, Deckflügel 20 — 21,5, Hinterschenkel 19 — 20 mm. Schenkel aller Beine unten an beiden
Rändern ohne Dornen. Flegmatoptera meruensis.
Taf. 6, Fig. 4.
**. Sowohl Hinter- als Deekflügel wohl ausgebildet. — Deekflügel 20—32, Hinterflügel 28—34, Hinter-
schenkel 23 — 28 mm. Pmitolepta kilimmuljarica.
AA. Vorderhüften mit einem deutlichen Dorn bewaffnet.
a. Deekflügel schmal, schwarzbraun, helladrig, mit hellem Vorderrand. — Gesicht wie der Körper und
alle Schenkel, mit Ausnahme an der Spitze, ledergelb, Kopf, Pronotum und Hinterleib in der Mitte
schwarzbraun. Hinterschienen dunkel mit breitem, weissem Ring vor der Spitze. Deekflügel 20 — 23,
Hinterschenkel 17 — 21 mm. Dioncomena superha.
aa. Deckflügel gri'in oder gelblieh.
*. Scheitelgipfel (fastigium verticis) viel schmäler als das Basalglied der Fühler, triangulär, zugespitzt.
Deekflügel lang und schmal, nach aussen allmählich verengt, schmäler bis ziemlich so breit wie die
Länge des Pronotum.
§. Vorderschienen vorn an beiden Seiten ohne Dornen.
A- Körper und Beine dicht und fein rot punktiert. Phaneroptera pundulata.
^ Enyaliopsis ephippiatus (Hetrodidce) hat offenes, elliptisches Foramen.
128 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 17: 6.
AA- Körper und Beine ohne role Punktierung. Phaneroplera nana.
§§. Vorderschienen vorn am Aussenrand mit mehreren schwarzen Dornen.
A- Pronotum oben mit breitem, rotbraunem, an den Seiten von einer gelbweissen Strieme begrenztem
Band. Deckllügel 29 — 30, Hintersehenkel 26 mm. Tylopsis meniensis.
AA- Pronotum einiarben grünlich oder braungelblii-h. Deckflügel 23,5 — 26, Hinterschenkel 20 — 23,r) mm.
Tylopsis dispar.
**. Scheitelgipfel breiter al.s das Basalglied der F'ühler, gerade abgeschnitten. Deckflügel 1,5 — 2,5 Mal
so breit wie die Länge des Pronotum. — Deekflügel 24,5 — 27, Hinterschenkel 13 mm.
§. ö^: Analsegment nach hinten in einen oben gewölbten, unten geraden, mit zwei nadeiförmigen
Spitzen versehenen Process ausgezogen. Eitrycorypha meruevsis.
Taf. 6, Fig. 6.
§ij. d^: Analsegment hinten ziemlich gerade abgeschnitten, nicht in einen solchen Process ausgezogen.
— Deckflügel des 9 oval, nach aussen breiter, 24,5 — 26 mm. lang und 11 mm. breit.
Eurycorypha varia.
Moiiticolai'ia n. g.
Coxae anliefe inermes; fastigium verlicis breve, acuminatum, sulcatum, cum fastigio
frontis vix contiguum, articulo primo antennarum inulto anguslius; pronotum supra planius-
culum lateribus paulo compressis, sinu humerali vix conspicuo; elytra lobiformia; lamina
subgenilalis cf stylis arliculo insertis nullis, a^que longa ac lata, apice rotundato-emargi-
nata, lateribus posticis reclis, retrorsum convergentibus; libi.ie utrinque foramine aperto
instructee, supra sulcatpe, marginibus supra spinis paucis vel nullis ; femora inermia, antica
pronoto fere duplo longiora; cerci cylindrici, paulo curvati, apice incurvi; oviposilor
valde compre.ssus, brevis, marginibus minutissime crenulatis, terliam partem longitndine
femorum posticorum attingens; lamina subgenilalis $ triangularis; femora poslica lobis geni-
cularibus acuminatis instrucla\
Steht der europäisch-asiatischen Gattung Lepfopluies Fieb. der Odonturen (vergl.
Brunner, Addim. Monogr. Phaneropt., p. 4) am nächsten, hat aber viel kürzere und
anders geformte Subgenitalplatle des cf; die Legescheide des § ist kurz, von der Basis
unten gerade an die Spitze nur '/= von der Länge der Hinterschenkel.
Monticolarla meniensis n. .sp.
Taf. 6, Fig. 1 — 1 d. — (f: Grün oder grüngelblich mit einem kleinen, schwarzen,
scharf markierten Fleck an der basalen Ecke des Badialfelds der Deckflügel; Pronotum
oben ziemlich flach mit Gruben und Querfallen, die querüber gehende Mittelfurche an
der Mitte stark nach hinten gebogen, der hintere Teil des Pronotum durch eine etwas gebogene
Querfurche deutlich abgesetzt und höher als der übrige Teil, Vorderrand gerade abge-
schnitten, Seitenlappen abgerundet, winkelrechl in den Pronotumrücken übergehend, etwa ein
halbmal länger als hoch; Vorder- und Unlerrand der Seitenlappen bilden gegeneinander
einen geraden, abgerundeten Winkel, Unterrand der Seilenlappen gerade, bedeutend länger
als der Hinlerrand, mit breit gebogenem Hinterwinkel; Schulterbucht seicht, kaum be-
merkbar; Hinterrand des Pronotum von vorn gesehen schwach gebogen; Deekflügel kurz,
wenig länger als Pronotum, mit erhabener Aderung, reichen kaum an die Mille des
SJÖSTEDT, LOCUSTODEA. 129
Hinterleibs; Radialadern dick, schwach gebogen, jiarallel, vereinen sich miteinander etwas
ausserhalb der Mille des Flügels; Ulnaradern nach unten verschmolzen oder zuerst frei,
parallel, dann verschmolzen, nach aussen weit divergierend, die untere unten breit nach
vorn gebogen; vena plicata deutlich, quer über den Flügel gehend; Modiastinalfeld nach
aussen viel breiter, Yordorecke ziemlich rechtwinkelig, breit abgerundet. Hinterecke breit
bogenförmig; Fühler gelblich, lang, fadenförmig, nach aussen dunkler. Länge mit dem
Kopf 8 — 16, Länge des Pronotum 3 — 4, Breite desselben 2,r, — 3, Länge der Deckflügel
4 — 'i,7, Vorderschenkel 6 — 6,:., Mittelschenkel 6,5 — 7,2, Hinterschenkel 1-4—16, Subgenilal-
platle 2 mm.
Taf. 6, Fig. 1 c. Id. — $: Grösser, der hintere Teil des Pronotum, hinter der etwas
gebogenen Querfurche, etwas niejjlriger als beim c/"; Deckflügel kürzer als Pronotum,
Radialadern mehr getrennt, durch mehrere Queradern verbunden, nach aussen diver-
gierend und dort nicht wie beim cf vereinigt; Ulnaradern bis an die Basis frei, ziemlich
weit getrennt, nach aussen etwas divergierend, wie die Radialadern nicht besonders stark
hervortretend; Aussenseite der Hinterschenkel mit einem dunklen Längsstreif; Legescheide
von der Basis unten gerade bis an die Spitze so lang wie Pronotum, 7^ von der Länge der
Hinlerschenkel, Oberrand ziemlich gerade, fast von der Basis fein krenuliert, nach unten
immer feiner, Aussenrand ziemlich gleichmässig gebogen, nur gegen die Spitze krenuliert.
Länge ohne Legescheide 15 — 19, Länge des Pronotum 3,5 — 4, Breite desselben 3 — 3,5,
Deckflügel 3—3,5, Vorderschenkel 6,8—7, Mittelschenkel 7,r,— 8, Hinterschenkel 15 — 16,
Legescheide von der Basis unten gerade bis an die Spitze 5 mm.
3Ieni: Regenwald, etwa 3,000 m. und höher, Jan.; 10 (f, 3 $.
Monticolaria kilimandjarica n. sp.
Taf. 6, Fig. 2, 2 a. — Wie es so oft der Fall ist, haben auch hier die beiden Berge
zwei äusserst nahestehende aber etwas verschiedene, einander vertretende Formen auf-
zuweisen. Die Kilimandjaro-Form mit im grossen und ganzen demselben charakteristischen
Aussehen hat bemerkbar längere Deckflügel, die fast die Spitze des Hinterleibes er-
reichen, die Fühler, mit Ausnahme der zwei grünen oder gelben Basalglieder, sind glän-
zend schwarz, bisweilen mit weitgetrennten hellen Ringen und die Schulterbuchten sind etwas
deutlicher. Die Subgenilalplatte des (f ist bei mcruensis hinten winkelig, bei kilima-
näjaricHS breit abgerundet, ausgeschnitten. Auch diese Art lebt auf bedeutender Hohe
und wurde am Kilimandjaro (Schira) am 1. Mai am obersten Rand der Kulturzone bei
etwa 1,900 m. angetroffen. — Länge ca. 12, Pronotum 3,8, Deckflügel 6—7, Vorder-
schenkel 6,j— 6,5, Mittelschenkel 6,5 — 7, Hinterschenkel 14—15 mm.; 2 (f.
Peromira moutivaga n. sp.
Taf. 6, Fig. 3, 3 a, 3 b. — Grün, getrocknet oft gelbbräunlich,' Deckflügel mit zer-
streuten, scharf hervortretenden, schwarzen Punkten; Pronotum des cf vom Vorder- bis
zum Hinterrand mit einem an der Mille verengten, nach hinten am breitesten Fleck; Fühler
Sjustedts KiUmandjaro-Meru Expedition. 17. ]7
130 8.TÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 17: 6.
gelb oder rötlich mit einzelnen schwarzen Ringen, dünn, lang, spröde; Augen fast kreis-
rund, klein, abstehend; Scheitel flach gewölbt, Scheitelgipfel lang dreieckig zugespitzt, in
der Mitte rinnenförmig, erreicht nicht den etwas höheren, abgerundet zugespitzten Stirn-
gipfel; Pronotum ziemlich kurz und breit, dicht grob granuliert, vorn gerade abgeschnitten,
hinten schwach gebogen, oben flach gewölbt, ohne Seitenkiele; Seitenlappen mit geboge-
nem, aufgeworfenem Unterrand, hinten breit abgerundet mit seichter Schulterbucht, vorn
stumpfwinkelig; quer über Pronotum, etwa an der Mitte, eine oben einen stumpfen Winkel
bildende Furche, die nicht die Seitenränder erreicht; Schenkel oben abgerundet, an der Spitze
etwas kielartig zusammengedrückt und in eine kurze Spitze ausgezogen, unten tief ge-
furcht, an beiden Rändern mit zahlreichen kurzen hellen Dornen; Schienen viereckig,
an allen Seiten tief gefurcht, unten etwas weniger, die Ränder mit mehreren bis zahlreichen
Dornen; Foramen der Vorderschienen von den Seiten zusammengedrückt, mit schmaler,
spaltförmiger Öffnung.
cf: Die Deckflügel reichen etwas über -ß der Länge der Hinterschenkel, sind oval
mit etwas mehr gebogenem Vorderrand; Mediastinalfeld mehr als halb so breit wie der
übrige Flügel, Radialzweig weit hinter der Mitte des Flügels ausgehend; Subulnarader
stark gebogen, das Feld hier wie das innere Ulnarfeld quergestreift; äusserer Zweig der
Vena plicata gerade, sehr dick, der innere fein, S-förmig gebogen; Cerci cylindrisch, an
der Rasis ziemlich dick, nach aussen verengt, vor der Spitze etwas gekrümmt, einwärts
gebogen; Subgenitalplatte etwas kürzer, mit geradem Oberrand, ziemlich flach, an der
Spitze bogenförmig ausgerandet. Körper mit dem Kopf 21 — 22, Pronotum 6—6,5,
hinten 4 mm. breit, Deckflügel 18 — 21x7 — 8, Hinterflügel rudimentär 3, Vorderschenkel
13—14, Mittelschenkel 14—15, Hinterschenkel 25—30 mm.-
$: Deckflügel oval, reichen bis zu Vs der Länge der Hinterschenkel; Legescheide
nicht stark gebogen, von der Rasis unten gerade bis an die Spitze so lang wie die Älittel-
schenkel mit Trochanter, nach aussen allmählich verengt, das letzte Drittel an beiden
Seiten deuüich gezähnt. Pronotum einfarben grün.
Länge bis zur Spitze der Legescheide etwa 35, Pronotum 6 — 7, Rreite oben nach
hinten 4,5 — 5, Länge der Deckflügel 23 — 25, Rreite der Deckflügel 9 — 10, Hiiiterflügel
rudimentär 3, Vorderschenkel 13 — 14, Mittelschenkel 14 — 15, Hinterschenkel 25 — 27,
Legescheide 13 — 14 mm.
Küimandjaro: Kibonolo, Kulturzone, Jan., März, April. Merti: Kulturzone, Regen-
vvald bis über 3,000 m., Jan., Dez.; 5 cf, 3 ?.
Die zerstreute schwarze Punktierung der Deckflügel und die Länge der letzteren,
welche bis zwischen der Mitte und der Spitze der Hinterflügel reichen, sind die bezeich-
nendsten Charaktere dieser Art.
Plegmatoptera meruen.sis n. sp.
Taf. 6, Fig. 4 — 4 c. — Augen klein, fast kreisrund, abstehend, Kopf langge-
streckt, Scheitel ziemlich schwach gewölbt, Scheitelgipfel vorn lang dreieckig zugespitzt,
SJÖSTEDT, LOCDSTODEA. 131
in der Älitle konkav, jederseits an der Basis mit einer ovalen Ocelle, Sürngipfel
etwas höher, abgerundet zugespitzt, den Scheitelgipfel berührend; die zwei Basal-
glieder der Fiiiiler glänzend wie der Kopf, die übrigen matter; Pronotum oben flach,
etwas hinter der Mitte mit einer winkeligen Querrinne, etwa ein halbmal länger als breit,
nach hinten etwas breiter, die Seiten abgerundet, vorn und hinten etwas schärfer abge-
setzt; Seitenlappen unten gerade, hinten viel höher und breit abgerundet, Schulterbucht
schwach, indem der Hinterrand in einem abgerundeten, etwas stumpfen Winkel in den
freien Hinterteil des Pronotum übergeht; Vorderrand des Pronotum gerade, Hinterrand
bogenförmig; alle Schenkel sowohl oben als unten ohne Dornen, oben abgerundet, unten
gefurcht; Vorder- und Mittclschienen oben und unten gefurcht, oben mit wenigen, unten
mit mehreren Dornen; Hinterschienen sowohl oben als unten mit zahlreichen Dornen;
grün oder bräunlich, am Pronotum oben bisweilen Andeutung zu roten Seitenlinien.
o^: Deckflügel mit ziemlich geradem Hinterrand und stark gebogenem Vorderrand,
Mediastinalfeld etwas hinter dem ersten Drittel am breitesten, nach aussen die Flügel
sehr verengt; ramus venre rad. postcrioris einfach, geht am ersten Drittel des Flügels aus
und endet gleich vor der Spitze; Ulnarfeld mehrmals so breit wie das Radialfeld und
nicht quergestreift; äusserer Zweig der vena plicata sehr dick und ganz gerade, der innere
fein, schwach S-förmig, vena ulnaris posterior etwa am ersten Viertel ziemlich stark ge-
bogen, Tympanalfeld hier breiter als das Ulnarfeld, nach aussen viel schmäler, queradrig;
die Queradern treten im Älediastinal- und Ulnarfeld am deutlichsten hervor; Supraanal-
platte zungenförmig abgerundet; Cerci cylindrisch, nach aussen allmählich verjüngt mit
feiner Spitze, gleichmässig einwärts gebogen; Subgenitalplatte in der Spitze winkehg aus-
geschnitten mit gerundeten Ecken, Oberrand bis an die Basis gerade. Hinterleib oben
sowie der Vorderrand des Mediastinalfelds an der Basis (Costalfeld) und Fühler anilin-
rot. Pronotum 5x2,s, Deckflügel 18 mm. lang, 4, gegen der Spitze 1 mm. breit, Vor-
derschenkel 8, Rlittelschenkel 11, Hinterschenkel 21 mm.
$: Deckflügel mehr gleichbreit und mehr allmählich nach aussen verengt als beim </,
ramus venre rad. posterior ungezweigt, geht ausserhalb der Mitte des Flügels aus, Radial-
und Ulnarfeld ziemlich gleich breit; Legescheide ziemlich leicht und gleichmässig gebogen,
reicht ziemlich bis an die Spitze der Hinterschenkel, doppelt so lang wie Pronotum. Vom
Scheitel bis zur Spitze der Legescheide 26 — 29, Pronotum i',s — 5x2,5, Deckflügel 20 — 21,5,
Hinterflügel 2, Vorderschenkel 7,5—8, Mittelschenkel 10—10,5, Hinterschenkel 19—20,
Legescheide von der Basis unten gerade bis an die Spitze 9^10 mm.
J/pn<-Niederung, Ngare na nyuki, Jan.; 1 (f, 4 $.
Das 5 ähnelt sehr dem von P. Hochneli, ist aber bedeutend kleiner, Schenkel aller
Beine unten an beiden Rändern ohne Dornen, die Legescheide ist länger, weniger gebogen
und reicht ziemlich bis an die Spitze der Hinlerschenkel, die Deckflügel sind nach aussen
mehr verengt und der Hinterleib oben einfarben.
132 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 17: 6.
Pleginatoptera Hoelineli Bbun.
Verh. zool.-bot. Ges. Wien XII 1897, p. 44, Fig. 4-. — Küimandjaro : Kibonoto,
Kulturzone — Obstgartensteppe; iferw-Niederung, Ngare na nyuki, Flusspferdseen, Jan. —
April, Nov., Dez.; 26 ?.
Die Masse dieser Exemplare sind oft etwas kleiner als diejenigen, welche in der
Originalbeschreibung nach einem vom Küimandjaro stammenden 5 angegeben sind, bis-
weilen auch beträchlich grösser (Hinterschenkel), welches letztere besser mit der Zeichnung
0. c. übereinstimmt. Pronotum 5, Deckflügel 28 — 33X4,5 — 5, Vorderschenkel 10,8—11,
Mittelschenkel 12,5 — 13, Hinterschenkel 24 — 27, Legescheide von der Basis unten gerade
bis an die Spitze 8 mm.
Pantolepta kilimandjarica n. sp.
Taf. 6, Fig. 5. — c/": Hell gelblich oder bräunlich grün, Oberlippe heller als Ge-
sicht, Pronotum oben mit zwei mehr oder minder deutlichen, oft, besonders nach innen,
undeutlich begrenzten, nach hinten deutlich divergierenden Bändern; Fühler gelblich oder
etwas rötlich; Deckflügel ziemlich gleichbreit, nach aussen nur schwach verengt mit ab-
gerundeter Spitze, Costalrand zuerst etwas gebogen, dann, etwa vom ersten Drittel, fast bis an
die Spitze ziemlich gerade; Hinterrand etwa bis an die Mitte schmal rötlich gesäumt; durch die
scharf hervortretenden parallelen Queradern, besonders im Mediaslinal- und Ulnarfeld, und
die schwachen zwischenliegenden Queradern und verbindenden Längsadern erhalten die
Deckflügel hier ein quergestreiftes Aussehen; nach aussen und zwischen den Radialästen
sind sie mehr netzadrig, wenn auch hier gewisse Queradern kräftiger als die übrigen
sind; Mediastinalraum mit schräg gestellten Queradern; eine vena mediastina ist nicht
vorhanden; Vorder- und Mittelschienen vorn tief gefurcht i. e. mit hoch abstehenden Sei-
ten, oft mit zerstreuten Dornen an den Rändern, auch hinten tief gefurcht mit etwa 13
— 17 Dornen an den Rändern; Vorder- und Mittelschenkel unten mit abstehenden Rän-
dern und zerstreuten, schwarzen, sehr kurzen Dornen, oft an beiden Rändern, oben mit
längsgehendem, gerundetem Kiel, ohne Dornen; Hinterschenkel an der Basis nur wenig
verdickt, oben gewölbt, unten gefurcht mit zerstreuten, schwarzen, sehr kurzen Dornen
an den Rändern; Cerci cylindrisch, nach aussen allmählich sehr verjüngt, schwach ge-
bogen mit einwärts gebogener Spitze; Subgenitalplatte etwas länger, von der Seite gese-
hen etwas vor der Mitte deutlich herabgebuchtet, unten gekielt, an der Spitze dreieckig
ausgeschnitten; Augen sehr abstehend, kreisrund.
Pronotum 4,3—4,5, (Br. 3), Deckflügel 26—32, Hinterflügel 28— 34, Hinterschenkel
24—28; $: Pronotum 5 (Br. 3), Deckflügel 29—33, Hinterflügel 3, Hinterschenkel 23—
24, Legescheide von der Basis unten gerade bis an die Spitze 8 mm.
Küimandjaro: Kibonoto, obere Kulturzone, 1,800 m., Obsigartensteppe, Jan., April,
Nov. — Jfent-Niederung, Ngare na nyuki, Jan., Nov., Dez.; 28 cf.
Diese c/" wurden immer zusammen mit Ple(jmaioptera Hochneli $ angetroffen.
Unterscheidet sich von der einzigen bisher beschriebenen Art dieser Gattung P.
heteromorplia Karsch. (vergl. Brunner, Addim. Monogr. Phaneropt. 1891, p. 50 — 51)
durch geringere Grösse und andere Färbung des Pronotum.
SJÖSTEDT, LOCUSTODEA, 133
Dioucoinciia superba Karsch.
Berl. Ent. Zeit. XXXll, 1888, p. 44-9. — 2 c/ und 6 $ dieser schönen, zierlichen
Art aus Usamhara, Mombo, wo sie auf dem Blattwerk von Unterholz und Gebüsch in
einer hochstämmigen Urwaldpartie lebte.
Phaiieroptcra nana Fieb.
Kirb. Cat. Phasgonurid;e, p. 435. — KiUmandjaro : Kibonoto, Kulturzone, wo sie
besonders bei etwa 1,300 m. sehr häufig war. Wurde auch bisweilen in der Obstgarten-
steppe, seltener auf der Grassteppe angetroffen; 17 (f, 31 $; Jan., März, Sept., Okt.
— Usambara: Mombo.
Phaneroptcra punctulata Burr.
Proc. Zool. Soc. Lond., 1900, p. 41. — Zu dieser aus dem Somaliland beschrie-
benen Art führe ich 10 vorliegende Exemplare vom Kilimandjaro und Meru. Die äusserst
feine Punktierung des Körpers und der Beine ist hier dunkelrot, nicht schwarz, und die
schwarzen Pünktchen am Analrand der Deckflügel oft verschwunden.
Diese Art ähnelt besonders im charakteristischen Aussehen der Deckflügel mit deren
besonders am Costalfeld hyalinen Farbe und erhabenen, grünen, nach dem Innenrand
zu allmählich dichteren Aderung, ohne erhabene Queradern, auffallend Dannfcltia nana
Sjüst. 1 (Bih. Svenska Vet. Akad. Handl. Bd 27, IV: 3. p. 19, 1901) unterscheidet sich
aber durch die längs der Vorderseite deutlich gefurchten Vorder- und Mittelschienen, welche
bei Dannfeltia nana hier rund sind. Cerci der letzteren Art sind auch viel länger und
reichen mit etwa ihrer hallten Länge ausserhalb der Subgenitallamelle; Cerci und Sub-
genitallaraelle bei puncfulafa ziemlich gleich lang; Subgenitallamelle der punctulata von
der Seite stark zusammengedrückt, ziemlich tief ausgeschnitten, bei Dannfeltia nana unten
ziemlich flach mit gerade abstehenden, an der Basis hohen, nach vorn niedrigen Seiten,
vorn nur schwach ausgeschnitten, cf : Pronotum 4, Deckflügel 16 — 17, Hinterflügel 20
—21, Hinlerschenkel 13 — 14 mm. $: Pronotum 4, Deckflügel 18—19, Hinterflügel 21
— 21,5, Hinterschenkel 14 mm.
KiUmandjaro: Kibonoto, Kulturzone — Obstgartensteppe; i/fnt-Niederung, Ngare na
nyuki; Sept.— Jan.; 3 cf, 7 $.
Eurycoryplia varia Brunn.
Verh. zool. -bot. Ges. Wien XLI, p. 136 (1901). — Durch freundliches Entgegen-
kommen des Herrn Dr. K. Holdhaus bin ich in der Lage gewesen, ein vom Kilimandjaro
mitgebrachtes Eurijrori/pha-^ mit dem Typ dieser Art (cofl. Brunner v. Wattenwyl), die
vom Verf. a. a. 0. sehr kurz beschrieben worden, zu vergleichen; es stimmt mit ihm
völlig überein, nur die Deckflügel sind etwas länger, 26 (statt 24,5) mm. Die Art ist vom
Kilimandjaro beschrieben und nach Werner im Sudan später wiedergefunden worden.
Kilimandjaro: Kibonoto-Niederung; Jan.
' Diese Art ist von Kirby in seinem Kataloge der Phasgonuridee vergessen worden.
13 i SJÖSTEDTS KILIMANDJABO-MERÜ EXPEDITION. 17: 6.
Eurj-coryplia meruensis n. sp.
Taf. 6, Fig. 6. — (f: Steht dem (f der E. raria nahe, hat aber ganz ver-
schieden gebildetes Analsegment. Dieses ist an der Mitte in einen oben gewölbten,
unten geraden, mit zwei nadelförnilgen Spitzen versehen Process ausgezogen, der nach
hinten über die Cerci reicht. In dieser Hinsicht steht diese Art E. sfjßafa Stäl am
nächsten, das ausgezogene Analsegment ist aber bei sfijlufa oben rinnenförmig, nach
oben gebogen, nicht gewölbt, nach unten gebogen; Cerci cylindrisch, ziemlich gerade mit
scharf einwärts gebogener, feiner, schwarzer Spitze, bei sft/lata gröber und mit einem
inneren groben Zweig versehen; Subgenitalplatte in der Spitze gegabelt; mehr als die
äussere Hälfte der Schienen vorn deuthch konkav, oben die Schienen abgerundet, vorn
nur aussen an der Spitze mit einem Dorn, sonst ohne Dornen; Vorderschenkel unten
am Innenrand mit 2 — 3, am Aussenrand ohne Dornen, Vorderschienen innen und aussen
mit 5 — 6 Dornen. Länge mit Flügeln 33, Deckflügel 27x8,5, Pronotum 4,5x3,4, Hinter-
schenkel 13, Analsegment 2,b mm.
Jfer» Niederung, Ngare na nyuki; Nov.
Tylopsis merueusis n. sp.
Oberlippe wie das Gesicht gelbweiss, Scheitel dunkel, fein und dicht schwarz punk-
tiert; Pronotum oben flach, chokoladenbraun, dicht und fein schwarz punktiert, jederseits
schmal gelbweiss begrenzt, die braune Partie gleichbreit; Seitenlappen winkelrecht, ziem-
lich scharf abgesetzt, gelbhch mit geradem, hinten breit gebogenem Unterrand; Vorder-
coxen mit Dorn versehen; Schenkel nur an der Spitze jederseits mit einem ziemlich lan-
gen Dorn, Vorderschenkel bisweilen unten am Innenrand mit 1 — 3 Dörnchen; Schienen
oben deutlich gefurcht; Vorderschienen oben am Innenrand ohne, am Aussenrand mit
•i — 5, unten an beiden Seiten mit 7 — 10 Dornen; Mittelschienen unten an beiden Seiten
mit 9 — 10, Hinterschenkel unten am Innenrand mit etwa 35, am Aussenrand mit etwa
45 Dornen, Enddorn jederseits am grössten; Hinterschenkel rötlich, unten weiss, die
äussere Hälfte grün; Hinterleib oben violettrötlich, an den Seiten fein rötlich punktiert,
unten einfarben; Deckflügel blassgrün, Costalfeld und Analfeld fast bis an die Flügelspitze
bräunlich schattiert; hinter der Hauptader fast bis an die Flügelspitze ein schmales, gelb-
weisses Band; Cerci des cf cylindrisch, nach aussen verjüngt, breit einwärts gebogen,
vor der Spitze deutlich nach oben gebogen, fast S-förmig, mit kurzer, schwarzer Spitze;
Subgenitalplatte von der Seite gesehen etwas vor der Mitte schräg nach oben gebogen,
an der Basis breiter, nach aussen verengt, ziemlich gerade, unten ziemlich gleichbreit,
nach aussen schwach verengt, unten mit deutlichem Älittelkiel, vorn tief triangulär aus-
geschnitten, mit spitzigen, etwas herausgebogenen Spitzen; die Legescheide des $ über
der Einbuchtung mit ziemlich gerader Oberseite und flach gebogener Unterseite, fein und
dicht stachelig, nach unten spärlicher und fast glatt; fast der ganze Oberrand von der
Biegung und etwa das äussere Viertel des Unterrands fein sägezähnig; von der unteren
Basis gerade bis an die Spitze ist die Legescheide halb so lang wie die Mittelschenkel; Sub-
genitalplatte dreieckig, mit geraden oberen Seiten. Pronotum 4x3, Deckflügel 29 — 30
SJ(")STF.nT, I,OClTSTOT)EA. 135
Hinterflügel 35 — 36, Vorderschenkel 7, MiUelschenkel 10, Hinterschenkel 2G, Legescheide
5, Subgenilalplalie von der Basis unten gerade bis an die Spitze 4 mm.
JI/er»-Niederung, Ngare na nyuki; Jan.; c/' $.
Diese schöne Art steht T. coiifinua Walk {lovgipcnnis Stäl) am nächsten, Cerci
sind aber etwas vor der Spitze stark nach oben gebogen, fast S-förmig, mit sehr kurzer
Spitze, die braune Partie des Pronotum und Scheitels ist breiter, 2 mm., und niclit ein-
farbig sondern dicht und fein schwarz punktiert, der Unterrand der Seitenteile des Pro-
notum gerade, nach hinten breit gebogen, Costalfeld der Deckflügel ist bräunlich ange-
hauchl, und hinter der Haupladcr läuft fast bis an die Spitze ein gelbweisses Band.
Tylopsis dispar n. sp.
Decknügel einfarben blassgriin, oder hell braungelblich, dicht, leicht, wolkenartig,
dunkel gefleckt mit nur l)ei Vergrösserung sichtbaren schwarzen Punkten längs den Adern,
schmal, etwas gebogen, Badialadern und Hinterrand der Flügel parallel, Subcostalfeld nach
aussen verjüngt und sehr schmal; Hinterflügel nach aussen von der Farbe der Deckflügel,
zugespitzt; Augen oval, vorn etwas abgeplattet; Pronotum oben flach, längs der Mitte
mit einem feinen Kiel oder einer hellen Linie, nach hinten allmählich ein wenig verengt,
Rücken winkelrecht, abgerundet in die Seitenlap|)en übergehend, Vorderrand gerade, an der
Mitte kaum bemerkbar winkelig eingebuchtet, Unterrand der Seitenlappen gerade, Ilinter-
lappen derselben oben und unten gleichmässig gebogen, Schulterbucht tief, abgerundet,
Hinterrand der Rückenseite gebogen; Cerci des cP behaart, cylindrisch, ziemlich schmal,
nach aussen verengt, kräftig gleichmässig einwärts gebogen mit feiner, schwarzer, aus-
gebogener Spitze; Subgenitalplatte ziemlich schmal, von den Seiten zusammengedrückt,
unten mit deutlichem, gegen die Basis etwas breiterem Mittelkiel, nach aussen schwach
verengt, in der Spitze tief winkelig ausgeschnitten.
5 : Legescheide von der Basis unten gerade bis an die Spitze so lang wie die Vor-
derschenkel ohne Trochanter; Subgenitalplatte triangulär, an beiden Seiten ausgerandet,
dreilobig. Körper mit dem Kopf 18 — 22, Pronotum 3,3 — 3,g (Breite 2,2 — 2,.-!), Deckflügel
23,5—26, Ilinterflügel 32—34, Schenkel der Vorderbeine 5—5,5, der Miltelbeine 8 — 9,5,
der Hinterbeine 20 — 23,5, Legescheide 5 — 5,5 mm.
if(?/'»-Niederung, Ngare na nyuki, Flusspferdseen; Okt., Nov., Jan.; Sc/', 6 9- —
KiUmandjaro: Kibonoto, untere Kulturzone; Dez.; 1 (/".
Steht T. hüineohttd Serv. am nächsten, deren $ jedoch in der Spitze abgeschnittene,
nicht dreiloliige Subgenitalplatte hat. Das (f von hilineolata hat den Unlerrand des
Pronotum "pone medium oblique truncatum", hier ist er gerade, an der Hinterlobe abgerun-
det; weder der dunkle Rand am Vorder- und Hinlerrand der Deckflügel der grünen
Farbenvarietät noch der feine, weisse Vorderrand der bräunlichen Form sind bei vorlie-
gender Art vorhanden.
T. liliifolia Fab. (vergl. Brunn. Monogr. Phaner. p. 227), der auch dreilappige
Subgenitalplatte des $ besitzt, hat an der Mitte deutlich eingeschnürtes Pronotum und
längere Vorder- und Mittelbeine.
136 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEETT EXPEDITION. 17: 6.
T. irregnlaris Karsch, aus Togo, mit dreilappiger Subgenitalplatte des $, ist grösser,
die Mittellobe derselben kürzer als die Seitenloben.
Mecopodidae.
Übersicht der Arten.
A. Flügel wohl ausgebildet; Deckflügel 56 mm. Anoedipoda lamelhüa.
AA. Flügel rudimentär, Deckflügel nur bis einige mm. lang. Gymnoscirim wiquiculafus.
Gymnoscirtus unquiculatus Kaesch.
Eni. Nachr. XIV, 1888, p. U7. — Kirb., Cat. Phasgon., p. 366. — cf und $
von Morabo in üsambara, wo sie im Juni 1906 am Boden zwischen abgefallenen
Blättern in einer Hochwaldparlie am Ufer des Momboflusses angetroffen wurden.
Anoedipoda laniellata Lin.
Kirb., Cat. Phasgonurida?, p. 362. — Zwei schöne $ von der unteren Kulturzone
bei Kibonoto, Küimamljaro, Aug., Nov.; sie leben in dichtem, schattigem Walde am
Boden unter abgefallenen, vermoderten Blättern, und wurden in solchem Terrain, wo in
der Kulturzone hier und da noch Partien des alten Urwalds geblieben, angetroffen.
Beide entbehren dunkle Flecke längs der Mitte der Deckflügel.
Conoceplialidae.
rber.siclit der Arten.
A. Hintersehenkel unten mit Dornen bewaffnet.
a. Deckflügel wohl ausgewickelt, 20 — 48 mm. Cmoceplialus nitidulus.
aa. Deekflügel sehr kurz resp. rudimentär, fast oder völlig vom Pronotum gedeckt.
*. Grösser, Gesicht einfarben gelblich oder grünlich ohne schwarze l^ängsbänder; Cerei, vergl. Taf. 6,
Fig. 11 b; Hintersehenkel 11 — 12,5 mm. Anihracifes montium.
**. Ivleiner, Gesicht mit zwei deutlichen schwarzen nach unten breiteren Längsbändern; Cerci, vergl.
Taf. 6, Fig. 13 a; Hinter.schenkel 9 — 10 mm. Avthracites hUuiiaiuljaru-us.
AA. Hinterschenkel unten ohne Dornen. — Kopf, Pronotum oben oft rotbraun.
a. Flügel wohl ausgebildet, viel länger als der Hinterleib.
§. Der an der Innenseite der Cerci sitzende Dorn innerhalb der Mitte befestigt, so dass der ausserhalb
befindliche Teil der Cerci viel länger als der Dorn erscheint.
*. Prosternum mit zwei langen Dornen versehen. Xiphidion macidaium
**. Prosternum ohne Dornen. Xiphidion coiwcephalus.
§§. Der an der Innenseite der Cerci sitzende Dorn weit ausserhalb der Mitte befestigt, so dass der Dorn
und die Spitze der Cerci ziemlich gleich lang sind.
*. Der Dorn und die Spitze der Cerci gleich gross und ähnlich geformt, beide zugespitzt.
Xiphidion brevicercus.
SJÖSTEDT, LOCtrSTODEA. 137
* *. Der IVirn viel IViiicr als der äiiss(M\' Teil der (Ntii und liickwärts gerichtet; iniierlialli desselben
ein zweiler Dorn. Xipkidion iris.
aa. Flügel rudimentär, unler Pronotum versteekt.
*. Die beiden Zweige der Cerei gleich lang.
§. Cerei schwach einwärts gebogen, na(di aussen verengt, der Innenzweig bildel mit der Hauptachsel
einen spitzigen Winkel; Subgenitalplatto tief abgerundet ausgeschnitten.
Xipkidion merueyise.
Taf. 6, Fiff. 7.
§§. (lerci gerade, ziemlich gleiclibreit, etwas bandfiirmig abgeplattet, an der Spitze schräg abgerundet
und oval ausg(diühlt; der Innenzweig bildet mil der Hauptachsel einen geraden Winkel; Subgenital-
platle breit winkelig ausgerundet. Xipkidion Idlimandjaricum.
Taf. 6, Fig. 8.
**. Der äussere Zweig viel kürzer als der innere.
§. Cerci gerade, äusserer Zweig kurz, konisch, eben so breit wie lang; Innenzweig zuerst gerade, gleich-
breit, cylindrisch, gleich ausserhalb der Mitte fast in einen geraden Winkel abgerundet gebogen, mit
langer, feiner Spitze; Subgenitalplatte etwas bogenförmig eingebuchtet. Xipkidion merumontamon.
Taf. 6, Fig. 9.
§§. Cerci etwas einwärts gebogen, der äussere Zweig fein, länger als breit; Innenzweig an der Basis
viel breiter als der äussere, aussen nur ziemlich schwach gebogen, verengt; Subgenitalplatte hinten
fast gerade, an der Mitte etwas konvex. Xipkidion kibonotense.
Taf. 6, Fig. 10.
Conoceplialus iiitidulus Scop.
KiRB., Cat. Phasgon., p. 252. — C. mcmäihnlaris Charp., Redt. o. c. 1891,
p. 427. — Eine im Gebiete sehr gemeine Art. Die zahlreichen mitgebrachten Exemplare
variieren ätisserst in der Grösse: Deckflügel 20 — 4-8, Hinterschenkel 13 — 24 mm. Auch
die Dornen hinten an den Hinterschenkeln wechseln sehr in Anzahl, bisweilen fehlen sie
sogar sowohl am Aussen- wie am Innenrand, oder es sind nur wenige vorhanden, bisweilen
sind es 5 — 6. Auffällig ist, dass man unter denselben eine grosse, eine mittelgrosse und
eine kleine Form, ohne eigentliche Zwischenformen unterscheiden kann. Kilimanäjaro :
Kibonoto, von der oberen Kulturzone bei etwa 1,800 m. bis an die Grassteppe. Meru-
Niederung, Ngare na nyuki; Flusspferdseen; Jan., April, Mai, Aug., Sept., Oct., Nov. 58 Expl.
Von den beiden Bergen liegen vier kleine einander sehr ähnliche Xiphid'ion-ATien
mit sehr kurzen Flügeln vor, welche letztere bei den (f nur mit den Spitzen den Hinter-
rand des Pronotum überragen, bei den $ rudimentär und von aussen nicht sichtbar sind.
Diese vier Arten haben aber deutlich verschiedene Cerci des cT; auch die Form der
Subgenitalplatte und der hinteren dorsalen Abdominalsegmente, weniger, wenn auch etwas,
die Farbe, liefern gute Charaktere um sie zu trennen. Sie scheinen mit X. natalense
am nächsten verwandt zu sein, haben 5 — 7 Dornen am Hinterrand der Vorderschienen,
entbehren aber alle den basalen Zweig der Cerci dieser Art (vergl. Redtenbacher, Monogr.
d. Conoceph., p. 498, Fig. 90), indem die Cerci hier einfach gegabelt sind. Wie es so oft der
Fall ist, ist jede der Kilimandjaro-Arten durch eine mit ihr typisch übereinstimmende
Meru-Art repräsentiert, die eine Gruppe mit gleich langen Zweigen der Cerci, die andere
Sjöstedts Kilimanäjaro Meru Expedition. 17. 18
138 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEÖ-MERÜ EXPEDITION. 17: 6.
mit viel längeren Innenzweigen derselben. Die vier Arten werden fojgendermassen näher
charakterisiert:
Xiphidlon nieruense n. sp.
Taf. 6, Fig. 7. — Kopf gelblich, zwischen den Augen mit zwei breiten, oft von
Braun begrenzten, nach vorn konvergierenden gelbweissen Bändern, auch längs der Mitte
eine feine, helle Linie; Stirngipfel von vorn ziemlich breit triangulär, kaum höher als
breit, unten durch eine Querrinne vom Stirngipfel getrennt; Pronotum gewölbt, glatt,
cylindrisch, vorn gerade, hinten gebogen, Unterrand der Seitenlappen kurz, mit dem Vorder-
rand einen abgerundet stumpfen, mit dem geraden Hinterrand einen fast rechten, etwas
stumpfen, abgerundeten Winkel bildend; am Hinterrand unterhalb der Mitte eine deut-
liche Beule; Pronotum oben mit zwei hier ziemlich schwachen, bei den anderen Arten oft
schärferen, weissgelben, etwas über die Hälfte des Pronotum reichenden Bändern; Pro-
notum, Hinterleib und Beine (weniger die Mittel- und Hinterschenkel, oben) staubfein rot
punktiert; Hinterleib gelblich mit breitem, dunklem Mittelband und noch dunklerem,
schwärzlichem Seitenband.
cf: Die beiden Zweige der Cerci gleich lang, der äussere, der die Spitze des eigent-
lichen Cercus bildet, etwas gröber, gerade, der innere feiner, etwas S-förmig gebogen; die
Cerci sind von oben gesehen gleichbreit, schwach einwärts gebogen, mit verengter cylin-
drischer Spitze, oben etwas gewölbt, unten am Seitenzweig deutlich ausgehöhlt, Innen-
zweig S-förmig mit fast winkelrechter, abgerundet gebogener Spitze, schräg nach oben-
hinten gerichtet, bildet mit der Hauptachsel einen spitzigen Winkel; das 8. dorsale
Hinterleibsegment mit einer grossen, oben scharf halbkreisförmig begrenzten Grube, das
9. hinten etwas winkelig eingebuchtet, die Seiten jederseits schwach gebogen ; Subgenital-
platte tief abgerundet ausgeschnitten. Länge 10 — 13, Pronotum 4 — 5, Deckflügel ca. 3,
Vorderschenkel 2,s — 3, Hinterschenkel 10 — 11 mm.
$: Von ziemlich derselben Farbe, etwas grösser mit bis an den Hinterrand gehenden,
nach hinten allmählich breiteren hellen Bändern des Pronotum; Legescheide so lang wie
die Hinterschenkel, schmal, gleichbreit, am Ende spitz ausgezogen, schwach aufwärts ge-
bogen, mit glatten Rändern. Länge ohne Legescheide 12 — 13, Pronotum 4,5, Vorder-
schenkel 3 — 3,4, Hinterschenkel 10 — 12, Legescheide 10 — 12 mm.
J/tTM-Niederung, Ngare na nyuki, Jan.; 3 cf, 2 $.
Xipliidiou kiliiuaudjaricum n. sp.
Taf. 6, Fig. 8. — Von ziemlich derselben Farbe, Kopf oben mehr kastanienbraun,
die gelbweissen Seitenbänder innen deutlicher dunkelbraun begrenzt, die helle Mittellinie
fein, bisweilen ziemlich undeutlich, die hellen Bänder des Pronotum schwach, unten
deutlich aber ziemlich schwach dunkelbraun begrenzt; die rote Punktierung am Pronotum
verschwunden und auch sonst oft schwächer; das dorsale, breite Band des Hinterleibs
viel heller als die lateralen; das 8. dorsale Hinterleibsegment oben ohne Grube, das 9.
am Hinterrand breit eingebuchtet mit abgerundeten Ecken; die beiden Zweige der Cerci
SJOSTEDT, l.OCUSTODKA. 139
gleich lang, Cerci gerade, ziemlich gleichbreil, clwas bandröniiig abgeplallel, unten flach
gewölbt, oben etwas konkav, glatt, glänzend, an der Spitze schräg abgeschnitten und hier
oval ausgehöhlt, Innenzweig viel schmäler, leicht S-förmig gebogen, zugespitzt, bildet mit
der Ilauplachsel aussen einen geraden Winkel; Subgenitalplatfe etwas winkelig ausge-
randot, deutlich kürzer als Cerci, die von unten her deutlich sichtbar sind; Hinterrand
des Pronotum an der Beule schwach eingebuchtet. Länge 10 — 12, Pronotum 4,5 — 5,
Deckflügel ca. 3, Hinterschenkel 9,5 — 10 mm.
$: Ähnelt dem der vorigen Art, die Legescheide etwas gerader und länger,
12,5 — 14^ mm., Hinterschenkel 12 — 12,5 mm.; die hellen Bänder am Pronotum und oben
längs dem Hinterleib viel schärfer, sehr deutlich.
Kilimamljaro: Kibonoto, untere Kulturzone-Niederung, Jan., Febr., April, Sept.,
Nov.; 6 cT, 2 $.
Xipliidlou meriimontamim n. sp.
Taf. 6, Fig. 9, 9 a, 9 b. — Der vorigen Art in der Farbe sehr ähnlich; Kopf zwischen
den gelben Linien braun, die weissliche Mittellinie immer deutlich; die zwei hellen Bänder
des Pronotum oben und unten nur schwach dunkelbraun begrenzt ; Pronotum ohne feine
rote Punktierung; Seitenband des Hinterleibs breit, schwarzbraun, JMittelband viel undeut-
licher, kaum dunkler als die hellen Bänder jederseits; Hinterrand des Pronotum an der
Beule schwach eingebogen; Innenzweig der Cerci viel länger als der äussere; Cerci ge-
rade, Aussenzweig nach aussen verengt, so lang wie breit, Innenzweig etwas länger als
der ganze Basalteil der Cerci innerhalb desselben, zuerst gerade, gleichbreit, cylindrisch,
gleich ausserhalb der Mitte ziemlich scharf abgerundet gebogen mit langer, feiner Spitze,
die beiden Zweige an der Basis ziemlich gleich dick; Subgenitalplatfe gross, die Cerci
von unten deckend, am Ende etwas bogenförmig eingebuchtet. Länge 10 — 11, Pronotum
5 — 5,3, Deckflügel 4,5 — 5,5, Vorderschenkel 2,5 — 2,s, Hinterschenkel 9,5 — 10 mm.
$: Die Ränder des Pronotum und des Hinterleibs ziemlich schwach; Legescheide fast
gerade, nur sehr schwach aufwärts gebogen, 9,5 — 10 mm.
Meru: Regenwald zwischen 3,000 — 3,500 m., ein Ex. auch von der Meru-Niederung,
Ngare na nyuki, Jan.; 6 cT, 4 $. Zwei Larven ($) vom Meru-Regenwald haben sehr
scharfe, weisse Bänder längs des Pronotum und Hinterleibs.
Xipliidiou kibouotense n. sp.
Taf. 6, Fig. 10. — Diese Art ist mit derselben typischen Zeichnung viel dunkler
als die anderen, der Hinterleib ist ganz braunschwarz, oben mit zwei wenig hervor-
tretenden hellen Längslinien, das weissgelbe Band über den Kopf und die vordere Hälfte des
Pronotum sehr scharf und deutlich. Pronotum unterhalb desselben mit einem grossen,
braunschwarzen Fleck; Pronotum ohne, Beine mit sehr deutlicher dunkler oder röthcher
Punktierung; Pronotum zwischen den hellen Bändern kastanienbraun, hinten heller, mehr
rotgelb; Hinterrand des Pronotum an der Beule deutlich eingebuchtet; der äussere Zweig
der Cerci viel kürzer als der innere; Cerci etwas einwärts gebogen, äusserer Teil fein,
140 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 17: 6.
länger als breit, Innenzweig so lang wie der Basalteil der Cerci, an der Basis dicker als
der äussere Zweig, hinter der Mitte nur schwach gebogen, allmählich verjüngt; Sub-
genitalplalte glänzend schwarz, am Hinterrand ziemlich gerade abgeschnitten, das 9.
Dorsalsegraent hinten breit eingebuchtet. Länge 10, Pronotum 4,s, Deckflügel ca. 3,
Vorderschenkel 3,5, Hinterschenkel 10,5 — 11 mm.
Das 5 hat dieselbe dunkle Farbe wie die <^, die hellen Linien des Pronotum reichen,
wie bei den übrigen $, fast an den Hinterrand, und die Legescheide ist bemerkbar kürzer,
fast gerade, nur schwach nach oben gebogen. Länge ohne Legescheide 12, Pronotum 5,
Hinterschenkel 13, Legescheide 8,5 mm.
Kilimandjaro : Kibonoto, unter abgefallenen vermoderten Blättern im Begenwald,
2,000 m., und auf ähnlichem, schattigem und waldigem Terrain in der Kulturzone; Jan.;
3 (/, 1 ?.
Xiphidion maciilatiim Le Guill.
Asinoptera m., Kirb., Cat. Phasgon. p. 278; Xipliidinm inacHlatwn Le Guill.,
Redtenb., Verb, zool.-bot. Ges. Wien, XLI, p. 515, 1891. — Kü'nnundjdro: Kibonoto,
Kulturzone-Obstgartensteppe-Grassteppe. — JffrH-Niederung, Ngare na nyuki, Flusspferd-
seen; Jan., März, Sept. — Dez.; 7 (/, 11 5, mehrere Larven im Sept. — Okt. Gemein.
Xiphidion l>revicercus Karsch.
Asinoptera h., Kirb., Cat. Phasgon. p. 279 (Druckfehler, "brevicorne"). Xiphidium
hrevicercHS Karsch, Berl. Ent. Zeit., XXXVIII, 1893, p. 142. — Diese der vorigen sehr
nahestehende, aber durch die Form der Cerci sowie durch den breiten Scheitelgipfel
leicht unterschiedene, von Togo an der Westküste Afrikas beschriebene Art wurde in
zwei 5 in der Kulturzone bei Kibonoto am Küimandjaro im Nov. 1905 wiedergefunden.
Xiphidion iris Serv.
Asinoptera i., Kirb., Cat. Phasgon. p. 279; Xiphidium iris Serv., Redtenb. o. c.
p. 515. — Jl/a*((-Niederung, Ngare na nyuki, Jan., Okt. — Usambara: Tanga, Mombo,
Juni; 4 cf , 7 ?.
Xipliidion conocephalns Lin.
Asinoptera c, Kirb., Cat. Phasgon. p. 279; Xiplddium atliiopicum Thunb., Redtenb.
o. c. p. 517. — Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone-Mischwald-Obstgartensteppe-
Grassteppe. — ilfer(<-Niederung, Ngare na nyuki, März, April, Aug. — Dez.; 17 cT, 18 $,
Larven, gemein. — Usambara: Mombo, Juni.
Antlvracites montium n. sp.
Taf. 6, Fig. 11, 12. — Mundteile mit Oberlippe und Epistom rötlich, Gesicht ein-
farben grün oder gelblich, ohne schwarze Zeichnungen; Stirngipfel vom Unterrand der
Augen, Basis der Fühler und Scheitelgipfel glänzend tief schwarz oder bei jüngeren
Exemplaren wenigstens dunkelbraun angehaucht; Pronotum längs der Mitte fast immer
SJÖSTEDT, LOCIISTODEA. 141
($ jun. bisweilen!) ohne feine, gelbliche Linie wie bei folgender Art, hinten mit einem
grossen, scharf markierten, schwarzen, von gelb umgebenen Fleck, der bei den ^ viel
kleiner und oft schwächer ist und hinten bis an den Rand reicht; vorn an der Mitte
und an beiden Seiten ein schwarzer oder bräunlicher Fleck; zwei solche auch hinten
jederseits des grossen Mittelflecks, der obere grösser, bisweilen zusammenfliessend ;
Hinterschienen oben jederseits mit 9 — 13, unten mit 5 — 8 Dornen; die hellen Flecke an
den Schenkeln oft deutlicher als bei folgender Art, die der Hinterschenkel oft in drei deut-
liche Reihen geordnet, was eigentlich auch bei jener Art der Fall ist, obgleich undeut-
licher, indem die Flecke mehr zusammenfliessen; Analsegment des cf wie bei Mlima-
ndjaricHS, an der Basis schwarz, der äussere, verengte Teil gelb oder grün, der ab-
stehende untere Rand etwas breiter; Cerci sehr eigentümlich gebildet, aussen an der
Basis mit einem grossen, abstehenden Höcker, dann zuerst gerade, dick, dann plötzlich
in einem geraden Winkel einwärts gebogen, etwas schmäler und abgeplattet, am Ende
an den Ecken in zwei Spitzen auslaufend, die innere mehr abgerundet, die äussere fein,
gerade, etwas kürzer.
$: Legescheide wie bei folgender Art, nicht liesonders stark gebogen, nach aussen
ziemlich scharf, glatt, glänzend, mit ebenen Rändern.
cf: Länge 18 — 24, Pronotum 8,5 — 9,5, Breite 6, Schenkel resp. 6 — 7; 6 — 8; 11 — 12,5,
Analsegment 4 — 4,5 mm.
$: Länge ohne Legescheide 22, Pronotum 7X5, Schenkel resp. 6 — 6 — 12, Lege-
scheide von der Basis unten gerade bis an die Spitze 11 mm., also ein wenig kürzer als
die Hinterschenkel.
iVf;v(-Niederung, Ngare na nyuki, und oben im Regenwald bei 3,000 — 3,500 m.,
Jan. — Küimandjaro : Kibonoto, untere Kulturzone, Sept., Nov.; 4 cf , 2 <^.
Durch die Form der Cerci, die Farbe der Stirn, die einfarben, ohne schwarze
Längsbänder ist, und bedeutendere Grösse leicht von folgender Art unterschieden.
Antliracites kiliiuaudjariciis n. sp.
Taf. (5, Fig. 13 — 15. — Rotbräunlich mit hellgefleckten Schenkeln; Gesicht glän-
zend, gelblich oder grünlich, mit zwei nach unten allmählich breiteren, schwarzen Längs-
bändern, die unten das Epistom erreichen; Kieferbasis rot oder gelbröthch, auch Epistom
und Oberlippe oft rötlich ; Stirngipfel oben im Niveau mit dem Scheitel, gerade,
von den Seiten etwas zusammengedrückt und durch eine eingedrückte Linie von dem
Scheitel abgesetzt, glänzend, viel schmäler als das Basalghed der Fühler; Pronotum netz-
förmig eingedrückt, gelblich punktiert, oder im ganzen mehr ledergelblich, hinten mit
einer halbkreisförmigen, dunklen Zeichnung, am Hinterrand mit weissgelben Flecken oder
einer gelblichen äusseren Begrenzung der dunklen Zeichnung hinten oder fast ringsum, längs
der Mitte des Pronotum eine feine, gelbliche Linie; Vorderrand des Pronotum in einem
breiten Bogen in den ziemlich geraden Unterrand übergehend, Seitenlappen am tiefsten
an der etwas stumpfwinkelig al)gerundeten Hinterecke; Hinterrand unten, oberhalb der
Beule, etwas eingebuchtet, breit abgerundet; Coxaldorn der Vorderhüften ziemlich lang;
142 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERÜ EXPEDITION. 17: 6.
Schenkel unten ausgehöhlt, Innenrand — oder, an den nach vorn gerichteten Vorder-
beinen, Aussenrand — ohne Dornen; Aussenrand des 1. Beinpaars mit 3, des 2. mit
2 und des 3. mit 4- kurzen, scharfen, hellen Dornen; Schienen der Vorder- und
Mittelbeiae hinten jederseits mit 5 — 6 Dornen, vorn ohne Dornen; Hinterschienen oben
jederseits mit 9 — 11, der unterste jederseits am grössten, unten mit 6 — 8 Dornen, die
zwei letzten dicht aneinander gestellt; Vorder- und Mittelschienen mit zwei ziemlich
schwachen, dunklen Bändern, das obere der Vorderschienen fast schwarz, deutlich,
dasjenige der Mittelschienen oft kaum unterscheidbar; Hinterschienen mit kleinen, dunklen
Flecken an der Basis der Dornen; Fühler gelblich mit zerstreuten, schwärzlichen Ringen
und feiner, dunkler Gliederung; Deckflügel lobenförmig mit breit abgerundetem, ziemlich
geradem Aussenrand, nur mit den Spitzen ausserhalb des Pronotum sichtbar; Loben der
Schenkelspitzen abgerundet; Prosternum mit zwei geraden Dornen; Mesosternum hinten
jederseits kurz dreieckig, Metasternum mit breit abgerundeten Hinterecken; Analsegment
gross, von oben gesehen nach aussen verengt und wieder etwas verdickt, unten mit etwas
auslaufendem Rand, an der Spitze gespalten, mit abgerundeten, kurzen, unten lappig ver-
tieften Loben, wodurch das Segment von der Seite gesehen nach hinten bedeutend höher,
am Ende abgestumpft, erscheint; Cerci ziemlich so lang wie das Analsegment, cylindrisch,
nach aussen etwas abgeplattet, schwach einwärts gebogen, etwas vor der Spitze innen
mit einem kleinen Zahn versehen, von der Seite gesehen gerade; Subgenitalsegment nach
aussen fast rechtwinkelig, abgerundet aufgebogen, in der Mitte tief ausgeschnitten, mit
ziemlich schmalen, nach aussen verengten, in der Spitze je mit einem beweglichen
Stylus versehenen Endteilen. Länge 17, Pronotum 6,.3, Deckflügel etwa 3, Vorder-
schenkel 4,5, Hinterschenkel 9 mm.
$: Die Legescheide des $ nicht besonders stark gebogen, zuerst gleichbreit, nach
aussen ziemlich schnell verengt, mit scharfer Spitze, glatt, glänzend mit ebenen Rändern,
von der Basis unten gerade bis an die Spitze so lang wie die Hinterschenkel, 10 mm.; der
dunkle halbkreisförmige Fleck des cf hinten am Pronotum fast ganz verschwunden.
Länge ohne Legescheide 15, Vorderschenkel 4,8, Mittelschenkel 5, Hinterschenkel 10 mm.
Küimandjaro : Kibonoto, untere Kulturzone, Sept.; 4 (/, 1 $.
Scheint durch die Form des Analsegments und der Cerci dem A. femoralis Dohrn
am nächsten zu stehen.
Hetrodidae.
Übersicht der Arten.
A. Foramen der Vorderschienen offen, elliptisch. Enyaliopsis ephippiatus.
AA. Foramen der Vorderschienen riemenförmig.
a. Vorderhüften mit grossem Dorn.
§. Seitenloben des Pronotum am Rande selbst gegenüber den Vorderhüften ohne Dorn. Hinterrand des
Pronotum mit li Dornen. Eugaster loricatus.
§§. Seitenloben des Pronotum am Rande gegenüber den Vorderhüften mit grossem Dorn ; Hinterrand des
Pronotum mit 11 Dornen. Macliga verrucifera.
aa. Vorderhüften ohne Dorn. Spalacomimus talpa.
SJOSTEDT, LOCUSTODEA.
143
Madii^a verrucifera Karsch.
Berl. Eni. Zeil. XXXI, 1887, p. 68, Taf. II, Fig. 3; Kirb., Cat. Phasgon., p. 160.
— Ein cT von Leitol^itok an der Nordseite des Küimandjaro und vier von Usamhara,
Mombo, Juni 1906. Die Art ist von Mombasa beschrieben. Gerst^cker erwähnt in
V. D. Deckens Heise p. 26 — 28 drei andere Hetrodiden von der Ostseite des Küimandjaro
am Djipesee und von Moschi und Aruscha, nämhch Eugaster loncatus Gerst. (Djipe),
KiKjusier (Emjaliopsis) ephipinatus Gerst. (Moschi) und Eugaster (Spalacominus) talpa
Gerst. (Djipe und Aruscha), welche in die Übersicht auf der vorigen Seite eingeführt worden.
In seinem Cat. Phasgonuridic, p. 305, giebt Kirby Acauloplax exigua Karsch
vom Küimandjaro an; der Fundort ist aber nach der Originalbeschreibung von Karsch
"Kitui", welclies in Bril. O.-Afr. zwischen dem ober. Adi- und dem Tanaflusse liegt.
(ji-yllacridae.
Übersicht der Arten.
-.4. Flügel wohl ausgebildet.
a. Vordersehienen hinten mit 5 Paar Dornen.
aa. Vorderschienen hinton mit 3 i^aar Dornen.
AA. Flügel fehlen.
Gryllacris mertiensis.
Grijllacris kilimandjarica .
Eremus.
Übersiclit der afrikanischen Eremus- Arten.
(f A. Hinterschenkel unten mit Dornen besetzt.
1. Gesieht schwarz, auf der Stirnmitte mit breitem, schalengelbem Längsfleck.
E. nitidus Karsch.
2. Gesicht schwarz mit drei deutlichen, weissen Ucellenflecken.
3. Gesieht einfarbig ledergelb.
a. Vorderschienen hinten jederseits mit 5 langen Dornen.
aa. Vorderschienen hinten jederseits mit 3 kleineren Dornen.
^..4. Hinterschenkel unten ohne Dornen.
9 A. Legescheide zugespitzt.
a. Legescheide viel länger als Hintersehenkel.
aa. Legescheide kürzer als Hintersehenkel.
1. Grösser, Hinterschenkel 12,5 mm.
Togo.
E. nigrifacies Sjöst.
Meru.
E. kilimandjaricus Sjöst.
Kilimandjaro.
E. kihonotensis Sjöst.
Kilimandjaro.
E. exigicus Brunn.
Madagaskar.
E. S2)hinx Gerst.
Kap.
E. hrevifalcatun Brunn.
Kamerun, Goldküste.
2. Kleiner, Hinterschenkel 6 — 7 mm.
t- Legescheide sichelförmig, schräg nach hinten gerichtet, von den Seiten stark zusammengedrückt,
blattdünn; an der Basis jederseits aufgeblasen. E. falcifer Sjöst.
Kilimandjaro.
144 SJÖSTEDTS KiLlMANßJAROMERU EXPEDITION. 17: 6.
ff. Legescheide über den Rücken zurückgeschlagen, etwa cylindrisch, nach aussen verengt, Lamellen
hinten getrennt; an der Basis nicht aufgeblasen. E. kilimandjaricus Sjöst.
Kilimandjaro.
AA. Legeseheide an der Spitze abgerundet.
a. Gesicht glänzend schwarz mit drei weissen Ocellarflecken; Hinterschenkel unten mit 3 — 6 Dornen.
E. nigrifaries SjÖST.
Meru.
aa. Gesicht gelblich mit einem V-förniigen schwarzen Fleck, Hinterschenkel unten mit 9 — 12 Dornen.
E. glomerinus Gerst.
Kap.
aaa. Gesicht gelblich, wie der übrige Teil des Kopfes,
f. Legescheide lang, 18 mm. E. manjinafus Brunn.
Zambesi.
tt- Legescheide kurz, 4 — 6 mm.
o. Legeseheide 6 mm., Hinterschenkel unten mit 5 — 7 Dornen. E. zanzibarkus SjöST.'
Zanzibar.
00. Legescheide 4 — 4,8 mm., Hinterschenkel unten mit 2 — 4 Dornen. E. kihonoiensis SjösT.
Kilimandjaro.
Grynacri.s meruensis n. sp.
Steht Grijllacris indecisa Griff. (Spec. Afr. Gen. Gryllacris Serv., Stud. Monogr.,
Siena, 1908, p. 37) aus Tanga in Usambara äusserst nahe, und ich war zuerst geneigt,
die zwei vorliegenden (f mit jener Art, die nach einem $ aufgestellt worden, identisch
anzusehen. Sie stimmen im ganzen gut mit obiger Beschreibung überein, sind aber un-
bedeutend kleiner; Kopf und Pronotum ganz ohne dunkle Zeichnungen, einfarbig, leder-
gelb. Vorderschienen hinten jederseits mit fünf langen, geraden Dornen, der unterste
am kleinsten. Hinterschienen oben mit 6 — 7 kurzen, dunkelspitzigen Dornen; Anal-
segment gewölbt, oben innerhalb des Hinterrands mit einer breiten Grube. Pronotum
3,8 — 4f, Deckflügel 19 — 19,5, Vorderschenkel 5, Hinterschenkel 10, Fühler sehr lang und
fein, etwa 75 mm.
Jf(?nt-Niederung, Ngare na nyuki, Jan.; 2 cf.
Herr Dr. A. Griffini, dem ich zugleich mit für nähere Beschreibungen von ihm gewünschten, im
hiesigen Museum aufbewahrten STAL'chen Gryllacristypen ein o^ zur Vergleiehung mit seinem Typus der
indecisa übersandt, schreibt mir über dasselbe: "Je ne pourrais nier completement que le cT que vous sup-
posez etre le 0^ de Gr. indecisa, seit reellement le cf de cette espeee; mais bien que le type soit au musee
de Berlin je le crois different. Votre exemplaire me parait representer une e.speee plus petite, plus grele,
plus pale, plus luisante, avec des elytres de forme plus allongee (ca pourrait etre un caractere du cf), les
femurs posterieurs plus courts, plus tapus, moins attenues ä l'extremite, les tibias posterieurs mieux de-
primes superieurement pres de l'extremite." Ich habe die o" darum als n. .sp. beschrieben, obgleich
nicht ganz ausgeschlossen ist, dass sie das bisher unbekannte cf der indecisa repräsentieren.
^ n. sp. Ähnelt sonst fast völlig E. kihonotensis ; etwas grösser, Pronotum 4, Vorderschenkel 4,3,
Hintersehenkel 8 mm., Legescheide etwas gebogen. — Zanzibar, Mus. Holm.
SJÖSTEDT, I.OCUSTODEA. 14-5
Grjilacris kiliiiuiiuljarica n. sp.
Sieht G. Fülk'horm Griff, (o. c. 1908, p. 52) aus dem Nyassalande am nächsten,
ist wie diese einfarben ledergelb, mit langer, gerader, gleichbreiter, schmaler, an der
Spitze abgerundeter Legescheide, wenig stark markierten Ocellarflecken und 3 Dornen
am Hinterrand der Älittelbeine, ist aber bedeutend kleiner. — Kopf oval, nach unten
verengt, ziemlich von der Breite des Pronotum; Scheitel etwas blasig gewölbt, an den
Seiten durch eine am Oberrand der Augen gehende, seichte Rinne begrenzt; Gesicht mit
zerstreuten, eingedrückten Punkten; Epistom nach vorn verengt, mit geraden Seiten;
Oberlippe breit zungenförmig, oval; Mandibeln nach aussen bräunlich; Fühler wie der
Kopf einfarben ledergelb; Pronotum vorn schwach gleichmässig gebogen, hinten ziemlich
gerade, an der Mitte schwach eingebuchtet, Unterrand gerade, hinten abgerundet stumpf-
winkelig aufsteigend; Schulterbucht ziemlich breit und tief; Deckflügel hyalin, kaum
gelblich angehaucht, mit gelblicher Aderung; Beine fein und dicht behaart, Vorder- und
Mittelschenkel ohne Dornen, Hinterschenkel unten am Innenrand mit zwei, am Aussen-
rand mit 5 — 6 kurzen, an der Spitze braunen Dornen; Vorder- und Mittelschienen
schmal, cylindrisch, hinten nach unten mit 3 Paar Dornen; Hinterschienen oben mit
3 — 6 Dornen, oben, mit Ausnahme an der Spitze, ohne solche; Legescheide etwa ein
halb mal länger als die Hinferschenkel, schmal, bandförmig, gerade oder nach aussen
leicht gebogen, an der Spitze abgerundet, etwa längs der Mitte mit einem feinen, abge-
rundeten, erhabenen Kiel. Länge 17, Pronotum 3,3, Deckflügel 18, Vorderschenkel 5,3,
Hinterschenkel 9, Legescheide 14 mm.
Küimandjaro: Kibonoto — Steppe, Okt.; 1 $.
Eremus nigrifacies n. sp.
Hell bräunlich gelb, Kopf oval, nach vorn verengt, Gesicht tief glänzend schwarz
mit drei scharf hervortretenden weissen Ocellarflecken, der untere etwas grösser; bis-
weilen setzt sich die schwarze Zeichnung des Gesichts in zwei divergierenden Striemen
fort ($); Fühler gelb, Basalglied ziemlich so lang wie die Breite des Stirngipfels; Prono-
tum mit zwei K- oder X-förraigen dunklen Zeichnungen, welche den Vorder- und Hinter-
rand nicht erreichen; bei einem jüngeren cT ist diese dunkle Zeichnung verschwunden;
Unterrand des Pronotum gerade, Hinterrand unten mit einer kleinen Einbuchtung und
oberhalb derselben am Rande mit einem deutlichen, geraden, höckerartigen Dorn;Vorder-
und Mittelschenkel ohne Dornen, Hinterschenkel an der äusseren Hälfte am Aussenrand
mit 5 — 6, am Innenrand mit 3 kurzen, dunkelspitzigen Dornen; Vorder- und Mitlel-
schienen an der apikalen Hälfte mit drei Paar hellen, beweglichen Dornen, das letzte
an der Spitze; Unterrand der Hinterschienen, mit Ausnahme an der Spitze, wo jederseits
zwei Dornen sitzen, ohne Dornen, Oberrand an beiden Seiten mit 1 — 3 winzig kleinen,
dunklen Dornen und an der Spitze jederseits mit einem langen Dorn; Hinterleib des cf
oben braungelb, die letzten Segmente dunkel, auch die übrigen bisweilen z. T. etwas
dunkel schattiert, derjenige des $ oben dunkel, Meso-, Metanotum und die zwei ersten
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition. 17. 19
146 SJÖSTEDTS EILIMANDJARO-MERD EXPEDITION. 17: 6.
Segmente längs der Mitte heller; Legescheide schwach gebogen, an der Basis etwas
höher, dann gleichbreit mit abgerundeter Spitze, lang und dimn hell behaart, etwas
kürzer als die Hinterschenkel. Länge 9—12, Pronotum 3—3,3, Vorderschenkel 3,3— 4,
Hinterschenkel 5—7, Legescheide 5,5 mm. — Jlffn^-Niederung, Ngare na nyuki, Jan.;
2 cf , 1 $. Ausgezeichnet durch das schwarze Gesicht mit den drei scharf markierten,
weissen Ocellarflecken.
Eremus kibonotensis n. sp.
Einfarbig heller oder dunkler braungelb; Stirn ohne helle Ocellarflecke ; Stirngipfel
vorn so breit wie die Länge des Basalglieds der Fühler; Pronotum vorn gerade, hinten
kaum bemerkbar eingebuchtet; Hinterschenkel unten heller, an beiden Bändern mit 2—4
Dornen; Vorderschienen hinten nach unten jederseits mit drei ziemlich kleinen, bisweilen
an den Schienen anliegenden und dadurch nicht leicht zu unterscheidenden Dornen;
Hinterschienen oben mit 2—4 winzig kleinen Dornen; an der Spitze unten mit jederseits
zwei, oben mit einem Dorn.
cf: Analsegment gewölbt, von den Seiten etwas zusammengedrückt; Subgenitalplatte
in der Mitte etwas ausgerandet.
$: Legescheide gleichbreit, bandförmig, nur sehr schwach gebogen, an der Spitze
abgerundet, kaum so lang wie die Hinterschienen, ziemlich lang zerstreut behaart.
Länge 11—16, Pronotum 3—3,2, Vorderschenkel 3—3,3, Hinterschenkel 5,3 — 6,
Legescheide 4 — 4,8 mm. — KiUmanäjaro: Kibonoto, Kulturzone- Steppe, Sept.-Nov. ;
2 cf, 2 $, 3 Larv. $.
Eremus kilimaiuljaricus n. sp.
Botbraun bis hell rotgelb, einfarben, Ocellarflecke nicht vorhanden; Scheitel etwas
blasig gewölbt, jederseits von einer Binne begrenzt; Stirngipfel vorn ziemlich so breit
wie die Länge des Basalglieds der Fühler; Pronotum vorn gerade, hinten ziemlich gerade
oder ($) abgeplattet, ein wenig eingebuchtet; Hinterschenkel gegen die Spitze unten an
beiden Seiten mit 2—4 Dornen; Vorder- und Mittelschienen hinten jederseits mit 5 be-
weglichen, ziemlich langen, hellen Dornen, das unterste Paar am kleinsten; Hinter.schienen
oben an der Mitte jederseits mit 5 Dornen, an der Spitze oben mit einem Paar, unten
mit 2 Paar längeren Dornen.
cf: Analsegment etwas halbkugelförmig gewölbt, unten gerade mit aufgeworfenen
Bändern; Subgenitalplatte klein mit gebogenem Hinterrand.
$; Legescheide über den Bücken zurückgeschlagen, ziemlich cylindrisch, nach aussen
allmählich verengt, zugespitzt, die Lamellen hinten getrennt, an der Basis nicht aufge-
blasen, von der Basis unten gerade bis an die Spitze so lang wie die Vorderschienen, 4 mm.
Länge 12—15, Pronotum 3— 3,g, Vorderschenkel 4— 5,s, Hinterschenkel 6—7 mm.
— Kilimandjaro: Kibonoto, untere Kulturzone, April, Sept.; cf ?•
Eremu.s falcifer n. sp.
Einfarben braungelb, hier und da mit helleren oder dunkleren Schattierungen etwa
derselben Grundfarbe gefleckt oder geflammt ; Scheitelgipfel vorn so breit wie die
SJÖSTEDT, LOCUSTODEA. 147
Länge des basalen Fiihlerglleds, fein eingedrückt punktiert; Ocellarflecke nicht markiert,
Scheitel etwas blasenartig gewölbt, etwas dunkler als der übrige Kopf, jederseits von
einer eingedrückten Rinne begrenzt; Pronotum vorn schwach gebogen, hinten abge-
schnitten und schwach, breit eingebuchtet; Hinterschenkel nach aussen am Innenrand
mit -i, am Aussenrand mit 3 Dornen; Vorder- und Mittelschienen hinten an beiden Seiten
mit 5 ziemlich langen, beweglichen Dornen, die an der Spitze am kleinsten sind; Hinter-
schienen unten, mit Ausnahme an der Spitze, dornenlos, oben jederseits mit 7 kurzen
Dornen; Legescheide sichelförmig, nach aussen allmählich verengt, zugespitzt, glatt, mit
ebenen Rändern, an der Basis jederseits aufgeblasen ; Subgenilalplatte niedrig, Hinterrand
ziemlich gerade, etwas abgerundet. Länge ohne Legescheide 15, Vorderschenkel 4,5,
Hinterschenkel 7, Legescheide von der Basis unten gerade bis an die Spitze 5,6 mm. —
Kilimandjaro: Kibonoto, obere Kulturzone, Nov.; 1 $.
November 1908.
Übersicht der aus dem Kilimaiidjaro-Meru-Gebiet bisher
bekannten Locustodeen.
Plianeropteridaß.
1. Monticoliiria mentensis SJÖST. n. sp.
2. » kilimandjarica Sjöst. n. sp.
3. Pcronura montivaga Sjöst. n. sp.
4. Plegmatoptera meruensis Sjöst. n. sp.
5. » Hoehneli Brunn.
6. Fantolepta kilimandjarica Sjöst. n. sp.
13. ÄHoedipoda lamellata Lin.
Coiioceplialidae.
ll'. Conocephalus niiidulus Scop.
15. Xiphidion meruense Sjöst. n. sp.
16. » kilimanäjaricum Sjöst. n. sp.
17. » merumontanum Sjöst. n. sp.
18. » kibonotense Sjöst. n. sp.
19. » maculatum Le Guill.
20. Xiphidion brevicercus Karsch.
21. » iris Serv.
22. » conoceplialus LiN.
23. Anthracites montium Sjöst. n. sp.
24. » kilimandjaricus Sjöst. n. sp.
25. Enyaliopsis ephippiatus Gerst.
26. Eugasier loricatus Gerst.
29. ^ Gryllacris meruensis SjÖST. n. sp.
30. » kilimandjarica Sjöst. n. sp.
31. Eremus nigrifacies SjÖst. n. sp.
HetrodidsB.
I 27.
1 28.
Gryllacridaö.
Madiga verrucifera Karsch.
Spalacomimiis talpa Gerst.
32. Eremus kihonotensis Sjöst. n. sp.
33. » kilimandjaricus Sjöst. n.
34. » falcifer Sjöst. n. sp.
17. ORTHOPTERA.
'7. Acridiodea
von
YNGVE SJOSTEDT.
Mit 1 Tafel und 2 Textfi"iirt'n.
Über die Acridiodeenfauna dieser Berge lag bisher keine spezielle Arbeit vor.
Unsere Kenntnis der betreffenden Fauna dieser Gegend war auf einige hier und da in der
Literatur angeführte Arten vom Kilimandjaro ^ beschränkt, während der Meru in dieser
Hinsicht bisher ganz unerforscht geblieben ist. Das hier behandelte, von der Reise mit-
gebrachte Älaterial umfasst über 3,600 Exemplare, welche 74, darunter 16 neue Arten
repräsentieren. Von diesen wurden 6 nur auf dem Wege durch Usambara angetroffen.
Mehrere dieser Arten treten in grosser Menge auf und bilden das Hauptkontingent
der reichen Heuschreckenfauna, die man hier findet. Solche Arten sind Paracomacris
deceptor, PJikcoha tricolor, Chortoicetes femporaUs und fallax, Raphotittha meruensis,
Paracinema fricolor, Euprepocnemis plorans, Cosniorhi/ssa fasciata, Paratettix scaber,
Acrida nasuta und sidphureu, ferner Gastr'nnargus rerficalis, Heteropternis coidoniana,
Acrotylus longipes, Spathosternum nigrofa>uiatnm u. a. Ausgeprägt sonnen- und wärme-
liebend, sind diese Scharen hauptsächlich über die Steppe, den Mischwald, die Obstgarten-
* Gerstäcker, Archiv f. Natiug. XXXV, 1869, und v. d. Deckens Heise in O-stafrika 1873:
Parasphena (Sphenarium) pulchripes, Phymateus Hildebrandü (Jipe). — Bolivar, Monogr. Pirgomoph. 1884,
p. 310: Tapesia producta. — Kaesch, Stett. Ent. Zeit. 1896 (57): Chortoicetes levipes ji. 255; Phymateus
Xmrpm-ascens p. 272; Lentula modicicrus p. 279; Parepistaurus deses p. 305. — KiRBY, Trans. Ent. Soc. 1902:
Cosmorhyssa fasciata p. 70; Zonocerus elegans p. 83; Phymateus myrotus p. 84. — BOLIVAR, Bol. Soc. Esp.
Nat. Hist. vol. 4, 1904: Maura venusta p. 320. — Karny, Sitz. Der. Akad. Wiss. Wien, mat.-nat. Cl.,
CXVI Bd., Jahrg. 1907: Catantops pallens p. 328; C. decnratus p. 329; C. hmneraHs p. 333; Valliptamus
italicns p. 352 (wohl = (7. me)~ue>isis). Von diesen sind Tapesia 2}rodtwta, Phymateus ptirparascens, Ph. ipyrotus,
Maura venusta und Catantops pallens nicht wiedergefunden worden.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition. 17. 19 *
150 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 17: 7.
steppe und die unteren Teile der Kulturzone verbreitet, während sie höher hinauf,
wo in der Kulturzone Ixalidimn ImmotosceUs, Cacantops decoratus, sowie auch Pare-
pistaurus deses in den weitgestreckten Plantanenformen am Boden unter abgefallenen
Blättern zahlreich leben, sowohl in Älenge wie in Arten abnehmen.
Schon im Regenwald sind diese Orthopteren sparsam und wurden hier durch Para-
tettix scuher, Thericles Mgga, Chortoicetes levipcs, die in den höchsten Teilen des
Regenwaldes des Meru entdeckte und dort gemeine Parasphena meruensis, Ixalidium
Jmmatosceh's und Cantantops decoratus repräsentiert.
Auf den Bergwiesen, oberhalb der Waldgrenze, kommen Heteropiernis cotdoninna,
Parasphena pnleliripes und der dort entdeckte, mit unseren nordischen Formen nahe
verwandte, kurzflügelige Chrysochraon MUmandjaricus vor, welch letzterer die chai-ak-
teristische Heuschrecke dieser alpinen Gegend zu sein scheint. Durch ihre ausgezeich-
nete Flugfähigkeit erhob sich auch die bisweilen massenhaft auftretende Wanderheu-
schrecke fScJiistocerca peregrina) bis zu den höchsten Regionen der Berge und schwärmte
dort auf den Bergwiesen umher.
'&'
Übersicht der hier repräsentierten Familien.
A. Mitti'llappen (arolium) zwischen den Krallen der Beine nicht vorhanden; Pronotum lang ausgezogen,
den Hinterrand des Hinterleibs überragend ; Deekflügel klein, schuppent'örmig. Kleinere Arten.
Tettigidae.
AA. Mittellappen zwischen den Krallen aller Beinpaare vorhanden; Pronotum nicht die halbe Länge des
Hinterleibs erreichend.
a. Fühler sehr kurz, oft den Vorderrand des Pronotum nicht erreichend; obere Ocellen dicht anein-
ander gestellt, näher als der Zwischenraum der Fühlerwurzel; Kopf ziemlich vertikal gestellt, Scheitel
mit den grossen Augen (der hier angegebenen Arten) das Pronotum deutlich bis weit überragend.
Kleinere Arten. Mastacidae.
Taf. 7, Fig. 1-3.
aa. Fühler länger, wenigstens bis zur Mitte des Pronotum reichend ; obere Ocellen weiter getrennt als
die Breite zwischen den Fühlerwurzeln.
o. Vorderbrust (Prosternum) flach oder etwas gewölbt, ohne herabschiebenden Zapfen*.
§. Stirn stark zurückweichend, Scheitelgipfel mit dem Stirngipfel einen Winkel bildend; Deekflügel im
Mediastinal- und Scapularfelde mit parallelen Queräderchen. Tryxalidae.
§§. Stirn vertikal, Scheitelgipfel im Stirngipfel gerundet übergehend ; Deekflügel im Mediastinal- und
Scapularfelde unregelmässig geädert. Oedipodidse.
OO. Vorderbrust mit einem deutlichen Zapfen oder Höcker (cvlindrisch, gegabelt, abgeplattet, sägezähnig
etc.) versehen.
A- Gipfelgrübehen des Kopfes auf der Oberseite des Scheitelgipfels gelegen und hier auf der Mitte zu-
sammenstossend. PyrgomorphidfP.
AA- Ciipfelgrübchen des Kopfes seitlich oder unterhalb des Scheitelgipfels gelegen oder fehlen.
t- Lappen der Mittelbrust in einer langen Naht verbunden oder nur sehr sehmal getrennt.
Opomalidae.
tt- Lappen der Mittelbrust deutlich bi.s breit von einander getrennt.
' Der zwischen den Opomaliden und Tryxaliden (Mesopsis) stehende Calamus linearis ist/ mit einem
kleineren, kropfartigen Fortsatz der Vorderbrust versehen.
SJOSTEDT, ACEIDIODEA. 151
0. Fiililer fadcnfiirmig odiT gegen die Spitze knnimfünnig. AcridiidaR.
00. Fülllei- di'i- hier repriisentierten Art flach, breit, an der Spitze schmal; Zapfen der Vorderbrust an
beiden Seiten laniellenartig erweitert, am Rande grob sägezähnig.
(Pampliagidae) Xiphicera atrox.
Tettigidae.
Paratettix scaber Thunb.
BoLivAR, Ann. Soc. Ent. Belg. 31, p. 272 u. 279, 1887 (Monogr.). — Eine im
Gebiete äusserst häutige Art, die in über 70 Ex., etwa eben so viele ^ und 5, vorliegt,
die meisten völlig mit Exemplaren des hiesigen Museums vom Kaffernlande und dem
Damaralande übereinstimmend. Die Art kommt hauptsächlich in der Steppe, im Misch-
walde und der unteren Kulturzone vor, steigt aber auch höher auf die Berge hinauf
und wurde am Meru im Regenwald bei einer Höhe von 3,000 m. erbeutet. — Kilima-
ndjaro: Kibonoto, Steppe-Kulturzone, Aug. — Nov. — Jl/^T^rNiederung, Ngare na nyuki,
Flusspferdseen, Dez., März, Regenw^ald, 3,000 m., Jan., 7-4 Expl.
Mir liegen zur Vergleichung die Typen von Stal's hisfrkus aus Java vor, der mit dieser Art
ohne Zweifel identisch ist. In der Grösse steht letztere Art zwischen den vorliegenden Exemplaren des sca-
ber: [Kopf — Flügelspitze 9,5 — 16 (histricns 12 — 15), Kopf — Hinterleibspitze 6 — 10 {histricus 7 — 8), l^rono-
tum 7,2 — 13 {hisfrims 9 — 11), Hinterschenkel i,7 — 6,5 {histricus 5)], weshalb die Grösse keinen Charakter
zwischen den beiden Formen bildet, obgleich scaber vielleicht im Durchschnitt etwas grösser ist. Auch ist
der äussere Zahn unten am Metatarsus kein stichhaltiges Merkmal, da er bei zusammen angetroffenen und
sicher zusammengehörigen Exemplaren bisweilen etwas länger, bisweilen etwas kürzer ist. Die Fühler des
scaber schienen zuerst etwas kürzer zu sein, aber auch hier liegen Übergangsformen vor. Dass das Pronotum
des scaber, wie Bolivar angiebt, mehr zusammengedrückt sein sollte, ist an den Typen nicht zu sehen.
Es liegen auch einige cf c/', <lie alle ziemlich klein sind, vom Kilimandjaro vor, die sich von der weit grös-
seren Anzahl der übrigen dadurch unterscheiden, dass der Kiel des Pronotum sieh bis an den Vorderrand
erstreckt, so dass von der Seite gesehen hier eine distinkte Einbuchtung gegen den etwas aufgeworfenen
Vorderrand entsteht. Bei den zwei Java-Typen geht der Kiel deutlich, oben fast gerade, bis an den Vorderrand,
bei dem andern dagegen endet er etwas vor demselben, wodurch auch dieser Charakter ohne Bedeutung wird.
Bei dem Java-Ex., wo der Kiel nicht völlig den Vorderrand erreicht, ist die Einbuchtung hier schwächer
als bei den typischen scaber-E\., aber auch solche Ex. liegen vom Kilimandjaro vor. Indische Ex. mit für
den afrikanischen scaber angegebenen Merkmalen sind vorher angegeben worden (Bolivar 1. c); jetzt liegen
vom selben Platz am Kilimandjaro, wo typische scaber-Kx. in Menge eingesammelt worden sind, Ex., die mit
den javanischen Typen völlig übereinstimmen, vor. Die beiden Arten scaber (Thünb. 1815) und histricus
Stal 1860) scheinen darum ohne Zweifel identisch zu sein.
' Mastacidae.
Tliericles' kongoui n. sp.
Taf. 7, Fig. 1^2. — cf- Kopf dunkelbraun, ein kleiner Fleck unter den Fühler-
gruben glänzend schwarz, ein grosser Fleck unter-hinter den Augen, Palpen und Frontal-
^ Tkericles dbtusifrons StÄl ?; rompressifrons Stäl ?; puherulus Stal 9; Bihang K. Sv. Vet. Akad.
Handl. III, x\:o 14, 1875, p. ;-36; Ofv. K. Vet. Akad. Förhandl. 1876, N:o 3, p. 54; von Damara.
Tkericles zebra Gerst. o^$; Mitth. Nalurw. Ver. f. Neuvorpommern und Rügen, XX Jahrg., Greifs-
wald 1889, p. 47, N:o 42; von Kamerun.
152 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-BIERU EXPEDITION. 17: 7.
Costa weissgelb; auch das Gesicht im übrigen bisweilen etwas gelbhch marmoriert; Costa
frontahs schmal mit längsgehender tiefer Rinne, von der Seite gesehen gerade, schräg
abfallend, oben am Gipfel winkelrecht, breit abgerundet; Scheitel ziemlich flach, schräg
nach vorn-oben gerichtet, von oben gesehen dreieckig, mit etwas aufgeworfenen Rändern
und erhabenem Längskiel ; der über das Pronotum sich erstreckende Teil des Kopfes viel
kürzer als der übrige Teil des Kopfes; Fühler 10-gliedrig, das 3. Glied nach unten stark
verengt, gelblich, nach aussen oft dunkler; Seitenkiele des Gesichts von gleich unterhalb
der Augen her bis zum Epistom gerade, parallel, nach oben, zwischen den Augen, konver-
gierend; Pronotum etwas dachförmig zusammengedrückt mit deutlichem Längskiel, vorn
gerade, hinten winkelig ausgeschnitten; Unterrand der Seitenlappen gerade, etwas schräg
nach unten-hinten gerichtet, mit rechtwinkeliger, abgerundeter Hinterecke und stumpfwink-
liger Vorderecke mit gebogenem Vorderrand; Pronotum oben dunkelbraun, an den Seiten
gelb, oben mit einem grossen, oft mit der Farbe der Oberseite zusammenfliessenden, brau-
nen Fleck; Vorder- und Mittelbeine gelblich, Schenkel und Schienen oben rinnenförmig ;
Hinterschenkel gelb, an der Spitze dunkel, Mittelkiel der Oberseite mit 6 — 7 Sägezähnen,
Aussen- und Lmenkiel der Oberseite glatt, ohne Zähne; Ende der Hinterschenkel in
drei gerade Spitzen auslaufend, die mittlere am längsten; Hinterschienen braungeli)lich
mit etwa 14:14 Dornen; Hinterleib braun, gelb gezeichnet, unten oft mit 2, nach aus-
sen 3 Reihen schwarzer Punktflecke, die der mittleren Reihe grösser; die letzten Seg-
mente gross, fast nach vorn gerichtet, an der nach oben gerichteten Seite abgeplattet,
ausgehöhlt, maü, längs der Mitte erhaben, etwas quer runzelig, nach aussen verengt,
abgerundet, jederseits mit einem etwas abgeplatteten, einwärts gebogenen, nach aussen
an der Aussenseite konkaven, an der Spitze fingerähnlich verengten Process, welche
Processe kaum bis an die Spitze der Subgenitalplatte reichen; der ganze Körper ziemhch
glatt. Vorder- und Mittelbeine fein, Hinterschienen und Tarsen lang und dicht behaart;
Länge 8,5 — 11, Pronotum 1,9 — 2, Hinterschenkel 7 — 7,3 mm.
Das $ steht dem T. ipni Karsch aus Ctr. Ost-Afrika am nächsten und hat, wie dieser,
einen grossen, gelblichen Fleck an den Wangen, ist aber kleiner; der äussere und innere
Kiel oben an den Hintersckenkeln glatt. Das Gesicht ist auch nicht grünschwarz, son-
dern grasgrün oder bei bräunlichen Exemplaren braungelb. Der Körper ist grün oder
bräunlich, Fühler hell Ijräunlich, Pronotum vorn gerade, hinten breit etwas winkelig.
Thericles carinifrons Karsch (f\ Eni. Nachr. XV, 1889, p. 33; von Kitui, Brit. Ost-Afr.
Thericles quagga Karsch q^?; Berl. Ent. Zeit. 38, 1893, ,p. 116; von Togo.
Tlierides gnu Karsch ?; Stett. Ent. Zeit. 57, 1896, p. 248; von Ctr. 0.st-Afr.
Thericles vacra Karsch ?; St.ett. Ent. Zeit. 57, 1896, p. 248; von W. Afr. (Mossamede.?).
Thericles jallm Griffini ?; Boll. Mus. Zool. Anat. Univ. Torino, .\:o 290, vol. XII, 1897, p. 7,
Fig.; von ober Zambe.si.
Thericles alticeps BOL. 9; Mem. Soc. Ent. Belg. XVI, 1908, p. 83; von Banana an der Mündung
des Kongo- Flusses.
Thericles depressifrons BoL. 9; o. c. p. 83; von Popoeabacca.
Thericles kongoni SjösT. n. sp. cf'?; vom Kiliniandj aro.
Thericles tvigga SjösT. n. sp. o^; vom Meru.
S.TÖSTKDT, ACRIDIODEA. 153
ausgeschnitten, von den Seiten wie der ganze Körper dachförmig zusammengedrückt, mit
scharfem Mittelkiel; Seitenkiele des Gesichts unten parallel, nach oben konvergierend;
Länge 13 — 15, Pronotum 2,4 — 2,7, Hinterschenkel 9 — 9,5 mm. — Kilimandjaro: Kibo-
noto, Kulturzone-Steppe, Sept. — Nov. 6 cf, 6 $ ad. 12, Larven.
Thericles tvigga n sp.
Taf. 7, Fig. 3. — cf; Scheitel olivengelb, Gesicht und Mundteile bläulich ; ein gros-
ser Fleck unter den Augen und der untere Teil der Costa frontalis glänzend eigelb; die
zwei basalen Glieder der Fühler gelb, der übrige Teil derselben schwarz; Costa frontaUs
schmal mit tiefer Rinne, unten an der gelben Partie die Rinne etwas breiter und mit mehr
angeschwollenen, abgerundeten Rändern; die Seitenkiele des Gesichts von etwas unter den
grossen, ovalen nussbraunen Augen an gerade, oben, zwischen den Augen, etwas konver-
gierend; Costa frontahs von der Seite gesellen gerade, schräg abfallend, oben in einem
gleichmässigen Bogen in den Scheitel übergehend; Scheitel breit triangulär mit aufgewor-
fenen Rändern, vorn zwischen den Augen laug ausgezogen mit parallelen Seiten, welche
schmale Partie fast eben so lang wie der übrige Teil des Scheitels erscheint; längs der
Mitte ein schwach angegebener Kiel; der obere Teil des Kopfes, oberhalb des Pronotum,
viel kürzer als sein übriger Teil; Pronotum ohvengrün oder olivengelblich, Seiten-
lappen am Unterrand breit eigelb, am Oberrand der gelben Farbe mit einem lackroten
Fleck, gewölbt, mit kaum angedeutetem Mittelkiel, nicht dachförmig zusammengedrückt, vorn
und hinten ziemlich gerade abgeschnitten, Unterrand der Seitenlappen gerade, schräg nach
hinten-unten gerichtet, Minterecke rechtwinkelig, etwas abgerundet, Vorderecke stumpf
mit etwas gebogenem Vorderrand; Sternum blassgelb mit lackroten Seitenteilen, hinten
breit abgeschnitten mit ausgerandeten Ecken, vorn bogenförmig mit aufgeworfenem Rand;
Hinterleib oben gelb, nach hinten bläulich angehaucht, Segmente am Unterrand mit einem
eigelben Fleck, unter blasser, nach hinten deutlicher blau; Schenkel gelb. Schienen,
sowie die Spitze und Unterseite der Hinterschenkel, bläulich ; Mittelkiel an der Oberseite
der Hinterschenkel mit 4 — 7 schwarzen Sägezähnen, der anliegende Aussen- und Innen-
kiel glatt; Körper und Hinterschenkel fast völlig glatt, stark glänzend, die zwei ersten
Beinpaare fein, Hinterschienen und -tarsen länger und dichter weiss behaart; Hinter-
schienen jederseits mit 14 — 15 schwarzen Dornen, die mittleren an der Innenseite län-
ger; Oberseite der Schenkel und Schienen der zwei vorderen Beinpaare flach rinnen-
förmig; Cerci schwarz, in einer abgerundeten, offenen, grossen Grube gelegen. Länge
10, Pronotum 2, Hinterschenkel 8 mm. — Meru, Regenwald, 3,000 m., Jan. 1906; 1 (f.
Übersicht der o^ der bisher bekannten Thericles-Arten.
A. Nur der Mittelkiel der Hintersehenkeloberseite sägezälinig.
§. Pronotum hinten breitwinkelig ausgeschnitten.
A- Kopf oberhalb des Pronotum sehr lioeh, oben so lioch wie der übrige Teil des Kopfes; Wangen
schwarz; Hintersehenkel aussen mit einem kräftig markierten schwarzen Fleck.
Th. puherulus StÄl.
Damara.
Sjösteclts Kiliiiiaiuljai-ii-Meni Expedition. 17. 20
154
SJÖSTEDTS KITilMANDJAEO-MEKTJ EXPEDITION. 17: 7.
AA- Kopf oberhalb des Pronotum viel kürzer als der übrige Teil des Kopfes; Wangen mit grossem
gelbweissem Fleck; Hinterschenkel aussen ohne schwarzen Fleck. Th. kongoni SjösT.
Kilimandjaro.
§§. Pronotum hinten gerade.
A. Pronotum dachförmig zusammengedrückt mit deutlichem Mittelkiel; die Seitenkiele des Gesichts
unterhalb der Augen stark divergierend. Th. carhiifrons Karsch.
Brit. Üst Afr.
AA- Pronotum gewölbt mit kaum bemerkbarem Mittelkiel; die Seitenkiele des Gesichts unterhalb der
Augen nach unten parallel. — Pronotum grüngelb, Seitenlappen unten goldgelb mit lackrotem Fleck.
Th. tvigga Sjöst.
Meru.
AA. Nicht nur der Mittelkiel sondern auch der äussere Kiel der Hinterschenkeloberseite mit (und zwar
5 — 7) deutlichen, an ihrer Spitze schwarzen Zähnen bewehrt.
§. Hinterschenkel einfarbig gelb, mit glänzend tiefschwarzer Spitze. Th. zehra Gerst.
Kamerun.
§§. Hinterschenkel auf der ganzen Aussenfläche schwarz. Th. quagga Karsch.
Togo.
Tryxalidae.
Übersicht der Arten.
A. Kopf sehr lang ausgezogen, oben etwa dreimal so lang wie Pronotum ; Hinterschenkel an der
Spitze aussen in einen langen, spitzen Lappen ausgezogen. — Hinterschenkel die Hinterleibspitze
nicht erreichend; sehr schmal, grasgelb, mit schmalen, spitzigen Deckflügeln; Länge: c^ 30 — 32,
9 40 — 45 mm. Calamus linearis.
AA. Kopf weniger ausgezogen, oben nicht doppelt so lang wie Pronotum; Hinterschenkel in der Spitze
jederseits abgerundet oder kurz ausgezogen.
a. Hinterschenkeloberseite am Ende jederseits kurz, spitz ausgezogen. — Kopf lang ausgezogen,
oben länger als Pronotum; Deckflügel: c/' 29 — 34, $ 44 — 55 mm.
cf. Subgenitalplatte von der Seite spitz dreieckig, von unten gesehen so
lang wie die letzte Ventralplatte, Ober- und Unterrand gerade, oben an der
Basis mit einem Höcker versehen, der viel kürzer als der äussere Teil er-
scheint (Fig. 1). 9. Hinterflügel bis an die Basis glänzend, hyalin, kaum
gelblich angehaucht. Acrida nasuta.
cf. Subgenitalplatte von unten gesehen bedeutend kürzer als die letzte Ven-
tralplatte, oben breit, gleichmässig konkav, die Spitze nicht viel länger als
der Basalhöcker (Fig. 2). 9- t)ie ganze Basalpartie der Hinterflügel matt,
gelblichweiss schattiert. Acrida sulphuripenttis.
Fig. 2. Hinterleibspitze der ««. Hinterschenkeloberseite am Ende jederseits abgerundet.
Acrida sulphuripennis o".
Fig. 2. Hinterleibspitze der
Acrida nasuta, cf
A- Unterrand der Pronotumlappen gerade oder sehwach wellig, Vorder- und Hinterecke im selben
Niveau.
SJÖ8TEDT, ACRIDIODEA. 1Ö5
O. Hintersehenkel sehr lanj;, weit über den Hinterleib reichend; Hinterschenkel und Hinterschienen
ziemlich gleich lang, o^: Länge 19 — 22, Deckfliigel 14 — 18,3, Hinterschienen rötlich, 12,3 — 15;
?: Länge 31 — 35, Deckfliigel 21 — 23, Hinlerschienen rötlich, 18,5 — 19 mm.
Orthochtha dasymemis.
OO. Hinterschenkel bedeutend kürzer, nicht an die Spitze des Hinterleibs reichend; Hinterschienen be-
deutend kürzer als Hinterschenkel.
f. Spitze des Kopfes, vor den Augen, ziemlich so lang wie die Länge der Augen; Deckflügel des c/'
mit sehr breitem, gebogenem, von parallelen Queradern durchzogenem Costalfeld; $ kleiner als
bei folgender Art. cf Deckflügel 17,5 — 18,8; $ 20 — 21 mm. Brachycrotaphus truxalkera.
tf. Spitze des Kopfes vor den Augen deutlich kürzer als die Länge der Augen; Costalfeld des cf nicht
stark erweitert; 9 grösser als bei voriger Art. Deckflügel: cf^ 19, S; ? 27 — 3ü mm.
Platypterna ni/uki.
AA. Linterrand der Soitenlappen des Pronotum etwa an der Glitte deutlich gebogen, die vordere Hälfte
schräg zum Vorderrand der Lappen aufsteigend,
o. Deckflügel sehr kurz, lappenförmig.
Hinterschienen rot; Länge: d" 11—13, $ 19—24; Hinterschenkel: cf 8,3—8,5, ? 11—12 mm.
Chiysochraon kilimandjaricus.
OO. Deckflügel normal entwickelt.
§. Stirngrübchen (tempora) fehlen oder sind nur schwach und undeutlich (Pnorisa) vorhanden.
A- Costa frontalis der Länge nach tief gefurcht mit abstehenden Seiten,
f. Grösser, Deckflügel o^ 18—22, ? 28—35 mm.
O. Seitenleisten des Pronotum gerade, hoch und deutlich bis an den Hinterrand, nach hinten allmäh-
lich divergierend; Stirngipfel abgerundet mit hufeisenförmigem Kindruck; Pronotum oben nur mit
einer, und zwar deutlichen, tiefen Querrinne; Hinterschienen braungelb.
Phlwoba tricolor.
OO. Seitenleisten des Pronotum nur vorn deutlich; Stirngipfel pentagonal, konkav, vorn mit geraden,
schräg nach vorn gerichteten Seiten und abgerundeter Spitze; Pronotum oben mit drei Querrinnen,
die zwei vorderen viel schwächer; Hinterschienen rot. Paramnema trkolor.
tf. Kleiner, Deckflügel: c^ 11 — 15, ? 14,5 — 16,5 mm. — Seitenleisten des Pronotum gerade, nur an
der vorderen Hälfte desselben deutlich; braungelblich. Paracomarris decepfor.
AA. Costa frontalis flach abgerundet, ohne deutliche Längsrinne; kleiner, Deckflügel 14 — 15 mm.
Pnorisa monüum.
§§. Stirngrübehen deutlich, seitlich gestellt.
O. Stirngrübchen schmäler, oben gewölbt, unten ziemlich gerade, eingedrückt punktiert, unterhalb des
Seitenrands des Scheitelgipfels gelegen. — Seitenleisten des Pronotum stundenglasähnlich einwärts
gebogen.
'^. Flügel normal entwickelt.
0. Grösser, Hinterschenkel unten rot; Deckflügel: c/' lÖ — 19, 9 19 — 24 mm.
Chortoicetes temporalis.
00. Kleiner, Hinlerschenkel unten braungelb; Deckflügel: cf 10 — 11,2, $ 12 — 15 mm.
Chortoicetes fallax.
**. Flügel sehr kurz, lappenförmig. — Mittelkiel des Pronotum längs der Mitte fein gefurcht; Länge:
9 16—19, Hinterschienen 9 — 10 mm. Chortoicetes levipes.
OO. Stirngrübehen sehr deutlich, oft tief, kurz rhomboidal mit abgerundeten Ecken, seitlich gestellt,
t- Vena intercalata stark entwickelt, eben so kräftig wie die anliegenden Adern, nach aussen schräg
nach vorn laufend, so dass hier der Raum zwischen ihr und der hinterliegenden v. ulnaris viel
breiter als zwischen v. intercalata und der vorliegenden v. media erscheint. Marginalfeld des c/' nicht
erweitert. — Etwas grössere und dunklere Arten.
156 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 7.
o. Deekflügel des 9 ziemlich 24 — 27 mm. Gesicht einfarben ledergelb oder blassgelb.
*. Wangen unten glatt oder mit wenigen, seicht eingedrückten Punkten; Fühler kürzer.
Äiolopus thalassiniis.
**. Wangen unten dicht eingedrückt punktiert; Fühler länger; — Deckflügel: (^ 22, $ 26 mm.
Äiolopus longicornis.
OO. Deckflügel des 9 19 mm. Gesicht weisslich, dicht dunkel punktiert und gefleckt; Hinterschienen
blass, unterhalb der Mitte mit schwarzem Ring, an der Spitze rot ; Hinterschenkel innen und imten
z. T. rot. Äiolopus meruensis.
tt- Vena intercalata schwächer entwickelt, bisweilen ziemlich undeutlich, in der Mitte zwischen v.
media und v. ulnaris anterior lautend; Marginalfeld des cT ziemlich an der Mitte bogenförmig er-
weitert mit zerstreuten, geraden Adern. — Kleinere Arten mit hell braungelber Grundfarbe. Deck-
flügel: d" 10,5—11, 9 13—18 mm.
A- Seitenkiele des Pronotum ziemlich gerade; hinter den Augen über Pronotum ein breites, scharf
begrenztes, dunkles Band. RhapJwtittha nyuki.
AA- Seitenkiele des Pronotum stundenglasähnlich einwärts gebogen; Seiten des Pronotum und Kopfes
hell oder etwas dunkel schattiert, aber nicht mit schart markiertem, breitem, dunklem Band.
Ehaphotittha meruensis.
Acrida iiasiita Lin.
BuRR Monogr. Gen. Acrida in: Trans. Ent. Soc. Lond. 1902, p. 164. — Sehr ge-
mein am Küimandjaro, Kibonoto, Kulturzone-Obstgartensteppe-Massaisteppe (Grassteppe)
aber besonders in der Kulturzone. Von den mitgebrachten 48 Exemplaren (22 cf, 17 $,
9 Larven) wurden alle mit Ausnahme von 3 am Kilimandjaro eingesammelt und zwar
im Okt., Nov. und Dez. (Larven im Okt., Nov.), während am Aleru — Ngare na nyuki
— wo folgende Art zahlreich vorkam, nur 2 5 und 1 cf angetroffen wurden. Dass die
Fauna dieser Berge oft sehr nahestehende, aber getrennte, für dieselben charakteristische
Arten aufzuweisen hat, habe ich oft nachzuweisen Gelegenheit gehabt. Die Art ist nach
GERSTiECKER von v. D. DECKEN zwischcn dem See Djipe und den Bura-Bergen angetroffen
worden. Diese weit verbreitete Art kommt vom südl. Europa, durch ganz Afrika, östlich
durch Asien bis nach Japan, auf den Philippinen elc. sowie in Austrahen vor.
Da ein reichlicheres Material dieser Art vorliegt, will ich die verschiedenen hier
vorkommenden Farbenvariationen näher angeben.
$ A. Grundfarbe grün.
1. Kopf, Pronotum und Deckflügel einfarbig grün, nur mit einer helleren, bisweilen
schwach rosafarbigen Strieme hinter den Augen.
2. Kopf, Pronotum und Deckflügel grün, die lateralen oberen Kiele des Pronotum
gelb, innen oft fein dunkel begrenzt; die Strieme hinter den Augen oft gelblich;
längs der Mitte der Deckflügel von der Basis bis etwa an die Mitte oft eine dunkle
Strieme.
3. Bunter; die Strieme hinter den Augen, an den Wangen und jederseits am Gesicht,
die Kiele des Pronotum, ein breites Band zwischen dem äusseren oberen Kiele
und ersten Seitenkiel des Pronotum sowie zwei längsgehende Bänder an den
Deckflügeln, der untere am längsten, gelblich oder rötlich; ein Band längs der
SJÖSTEDT, ACRIDIODEA. 157
Mitte der Deckflügel dunkel, oben mit kurzen, weissgelben, ein abgebrochenes fei-
nes Band bildenden Striemen.
B. Gruntllarbe brauiigolblicli, bisweilen schwach rötlich angeflogen. Die drei vorlie-
genden Exemplare dieses luirbentones sind alle in der Zeichnung vom letzteren Typus
(N:o 3). Die oberen, äusseren Kiele des Pronotum sind oft innen mehr schwarz
begrenzt. Zufolge ihrer mit dem Grunde mehr übereinstimmenden Farbe treten die
Striemen des Kopfes hier weniger deutlich hervor.
(f. Die vorliegenden 22 (f haben alle grüne Grundfarbe; die Spitze der Deckflügel
bisweilen mehr hyalin, dunkel schattiert oder gesäumt, bisweilen mit einzelnen,
dunklen Punkten.
1. Kopf, Pronotum und Deckflügel einfarbig grün.
.i». Kopf, Pronotum und Deckflügel grün; hinten den Augen ein gelbliches oder röt-
liches über Pronotum, zwischen den beiden oberen Kielen desselben, sich fort-
setzendes Band. Bei einem Exemplare sind auch zwei Längsbänder im Gesicht,
der Kiel an den Wangen, der Unterrand des Pronotum und die hintere (innere)
Hälfte der Deckflügel rötlich.
Acrida snlpliuripennis Gehst.
V. D. Deckens Reise O.-Afr., p. 33, Taf. 3, Fig. 1, ^ (1873). — Burr Monogr.
o. c, p. 168. — Allgemein in der J/(?n<-Niederung am Flusse Ngare na nyuki und am
Flusspferdsee, Oct.— Jan. Wurde auch bei Mombo in üsamhara angetroffen; 14 cf,
10 5, Larven im Dez. Steht der vorigen Art sehr nahe. Das cf unterscheidet sich von
derselben deutlich durch die Form der Subgenitalplatte und die weissgelben bis safran-
gelben Hinterflügel. Die 5 haben bei sulphuripennis den basalen Teil der Hinterflügel
matt, weissgelblich angehaucht, während liei nastita die ganzen Hinterflügel stark glän-
zend, ohne mattere Basalpartie sind.
$. Von dieser, der vorigen sehr nahestehenden Art liegen zwei Farbenvarietäten vor,
beide mit grüner Grundfarbe.
1. Kopf, Pronotum und Deckflügel einfarbig grün.
3. Zwei Bänder im Gesicht, ein kräftiges, von der Hinterseite der Augen längs den
Seiten des Kopfes gehendes, über Pronotum zwischen den zwei oberen Seiten-
kielen und weiter längs den Deckflügeln bis an die Spitze sich fortsetzendes Band
gelblich; vor demselben an den Deckflügeln ein ähnliches aber kürzeres, die Basis
der Flügel nicht erreichendes Band. Auch an der Seite des Metanotum ein breites,
schräg gestelltes, gelbliches Band. Der schmale Kiel an den Wangen, an den
Seiten und am Unterrand des Pronotum weissgelb.
(f Ä. Grundfarbe grün.
1. Hinterflügel grösstenteils matt hochgelb, an der Spitze oft mit dunklen Striemen,
Deckflügel an der Spitze und bisweilen längs dem Innenrand hyalin mit einzelnen
dunklen Flecken.
a. Kopf und Pronotum einfarbig grün.
158 SJÖSTEDTS KILIMANDJABO-MEEU EXPEDITION. 17: 7.
b. Kopf und Pronotum grün mit einem gelblichen Band hinten den Augen und weiter
i'iber Pronotum; ein solches schräg gestelltes Band auch an der Seite des Meta-
notum.
2. Hinterflügel an der Basalpartie viel blasser, weissgelblich, matt.
a. Kopf und Pronotum einfarbig grün.
b. Kopf und Pronotum grün mit breitem gelblichem Band vom Hinterrand der Augen
über Pronotum, sich weiter auch über den Deckflügel verlängernd; die Seiten des
Metanotum mit ähnlichem Band.
B. Grundfarbe gelbbräunlich.
a. Hinterflügel grösstenteils matt hochgelb. Deckflügel braungelbUch und dunkel ge-
fleckt und geflammt.
b. Hinterflügel viel blasser, weisslich, kaum gelblich angehaucht, matt. Deckflügel,
sowie Kopf und Pronotum ziemUch einfarbig hell gelbbräunlich.
Calamus linearis Sauss.
BuRR Monogr, Gen. Acrida o. c, p. 184. — Küimandjaro: Kibonoto Niederung,
besonders auf der Grassteppe, im Mischwald und in der Obstgartensteppe, wo er durch
seine in Form und Farbe täuschende Ähnlichkeit mit dem umgebenden dürren Grase sich
unter diesem leicht verbarg. Die cT haben von fast hyahnen bis stark braunschwarz
schattierten Hinterflügeln. Häufig. 7 (/, 11 $, März, Sept.— Dez. Ein 5 mit ungewöhn-
lich langen Hinterflügeln (29 mm.) liegt von der Jl!/e;v<-Niederung, Ngare na nyuki, vor;
sie sind so lang wie der Hinterleib vom Vorderrand des Mesosternum gemessen.
Orthochtha dasycnemis Geest.
Chrysochraon dasycnemis Gerst., Deckens Reise O.-Afr., p. 38, Taf. 3, Fig. 2,
2 a; Orthochtha d., Karsch, B. E. Z. 1891, p. 177, Fussnot, und 1893, p. 62; v. Brunn,
Mitth. Hamburg 1901, p. 238. — Wurde am Küimandjaro (Kibonoto, Kahe) und Mern
im Okt., Nov. und Januar in der Kulfurzone im Mischwalde am Flusse Sanya und in
der Obstgartensteppe allgemein angetroffen. Auch bei Mombo in üsambara; 19 0^, 16$;
Larven im Oct. und Januar. Die Grundfarbe der (f bald gelblich, bald grasgrün.
Das langgeflügelte $ ist viel grösser als das cf und stimmt mit ihm in der Farbe
überein, die Fühler sind jedoch braungelblich (beim alten (f schwarz mit bräunhcher
Basis), das deutliche schwarze Band von den Augen nach hinten über Pronotum ist ver-
schwunden oder durch eine feine schwarze Linie ersetzt und Kopf und Pronotum schei-
nen oben immer hell gelbbraun, beim cf bisweilen wie die Seiten des Pronotum grün
zu sein. Das schwarze Band von den Augen nach hinten über Pronotum kann auch
bei jüngeren Männchen (wie immer bei Larven) fast verschwunden sein, und es wäre ja
denkbar, dass alle vorliegenden $ ziemlich jung sind, und dass auch das $ später ein
breites schwarzes Band von den Augen über Pronotum erhalten kann. Kopf und Pro-
notum des 5 sind grün, oben hell bräunlich, von der grünen Farbe der Seitenteile scharf
begrenzt, ein Mittelband und ein Lateralband jederseits des Kopfes oben etwas hefler;
RJÖSTEDT, ACEIDIODEA. 159
Fühler wie Beine braungelblicli, Hinterschienen etwas mehr rötUch oder fleischfarben
Costalfeld der Deckflügel grün, hinten besonders gegen die Basis schmal dunkel begrenzt
Aderung der Flügel bräunlich, am Analfeld der Hinterflügel hell; Hinterleib grün oder
gelblich oben längs der Mitte, besonders nach der Basis hin, mehr oder weniger dunkel
auch der Bauch bisweilen etwas gelbbräunlich angehaucht.
cf. Länge 19 — -22, Pronotum 3,5 — 4, Deckflügel 1-i — 18,3, Hinterschenkel 13,5 — 16,
Hinterschienen 12,3 — 15 mm.
$. Länge 31—35, Pronotum 6, Deckflügel 21-~23, Hinterschenkel 20—21, Hin-
terschienen 18,5 — 19 mm.
Die Art ist von Momliasa beschrieben und dann in Usambara und Sansibar
wiedergefunden worden.
BracLycrotaphus truxalicera Fisch.
Opomala tntxaliceru Fischer, Ürth. Europ. 1853, p. 305. — Brachycrotaphus
Steimlarhnen Krauss, S. B. Akad. Wiss. Wien, 76, p. -48, Taf. 2, Fig. 15 (1877). —
Brachycrotaphus Stuhlmanni Karsch, Stett. Ent. Zeit. 57, p. 262, Fig. 9 a (1896). —
Im Dezember war diese Art in der Obslgartensteppe bei Kibonoto, Küimandjaro, wo
sie im Grase lebte, allgemein und wurde dort in 18 Exemplaren, darunter 12 (f, ein-
gesammelt. Ein Exemplar wurde auch in der Kulturzone angetroffen. Die gelbliche
Binde oben am Kopf und Pronotum ist in der Regel an den $ sehr deutlich, an den (f
aber oft undeutlich oder sogar verschwunden. Die Deckflügel überragen beim (/ den
Hinterleib mit 1 — 3 mm., sind an den ^ i'eh etwas kürzer, sogar fast 1 mm. kürzer als
der Hinterleib.
(f. Länge 23( — 21), Deckflügel 17,5—18,8, Hinterschenkel 9,8 — 10, Hinterschienen
8,2 — 9 mm.
$. Länge 28—31, Deckflügel 20—21, Hinterschenkel 12,5—13, Hinterschienen
10—11 mm.
Die Seitenkiele des Pronotum sind zwar viel schwächer als der Mittelkiel, aber
doch deutlich; am $ sind eigentlich zwei Seitenkiele vorhanden, der innere die gelbliche
Binde begienzend.
Als Repräsentanten der Gattung OchriUdia Stal 1876 {= Platypferna Fieb. 1853) stehen im hie-
sigen Museum die zwei Arten tibialis Fieb. und hrevvpes Stäl, beide mit Ivurzem Fastigium, und sowohl
am 0^ wie am $ mit wenig erweiterter area scapularis. In seiner Besehreibung der Gattung OchriUdia sagt
auch Stal: "eapite pronoto longitudine subsequali", was für diese Arten stimmt, nicht aber für truxalicera
Fisch, mit ihrem "caput valde elongatum Vertex oeulo longior". Da auch die Gattung Flabjptertia Fieb.
auf tibialis Fieb. gegründet ist, wird Plafypterna Fieb. (1858) = OchriUdia Stal (1873). Für truxalicera
Fisch, ist dann Brachycrotaphus Krauss (1877), wie Karsch (Stett. Ent. Zeit. 57, 1896, p. 264) richtig
angiebt und näher definiert, zu acceptieren. Die niedrigen, langgestreckten Dornen am Innenrand der Hin-
terschienen mit ihrer dunkel striierten Aussenseite und schwarzer Spitze sind für die c^ des Brachycrotaphus
sehr bezeichnend. Was Karny (S. B. Akad. Wiss. Wien, Jahrg. 1907, p. 366) damit meint, wenn er unter
OchriUdia StÄl, die er von Platypterna Fieb. verschieden hält, sagt, dass sie "von Platijpterna leicht zu
unterscheiden (ef. Karsch 1. c.)" ist und dabei auf die angegebene Stelle hinweist, wo Karsch sie als iden-
tisch angibt ist mir unverständlich.
160 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 17: 7.
Platypteriia Fieb.
Typ. P. tihialis Fieb. 1853; OchrilicUa Stäl, Typ. O. hrevipes Stäl 1876.
Wie Karsch (Stett. Ent. Zeit. 1896, p. 264) richtig angiebt, und voriiegende Typen von Stal's hre-
vipes, die ich mit tihialis verglichen habe, zeigen, sind diese Gattungen identisch. Die Angabe von StÄl [Rec.
Orth. 1873, p. 91, 19 (20)], dass der Unterrand der Seitenloben ganz gerade ist (margine exteriore loborum
lateralium toto reto, cum margine mandibulari lineam rectam formante) stimmt nicht immer und ist besonders
bei hrevipes 9 nicht der Fall, wo der vordere Teil deutlich eingebogen erscheint; auch die letztere, ange-
führte Angabe von StAl ist nicht immer zutreffend. Die Angabe von Karsch betreffend Ochrilidia (B. E.
Z. 1893, p. 53, 14 (15) "Pronotumrücken ohne Seitenkiele", ist dagegen unrichtig, indem solche im Gegen-
teil sehr deutlieh vorhanden sind. Dasselbe sagt Karsch (Stett. Ent. Zeit. 1896, p. 264) irrtümlich auch
für Bracliycrotaphiis ("carinis lateralibus dorsi pronoti totis obliteratis"), wo es dagegen für Platypterna Fieb.
(Ochrilidia) Stal richtig heisst "carinis lateralibus plus minus bene expressis". Von Phlceoba unterscheidet
sich die Gattung sofort durch die kurzen Hinterschenkel (reichen nicht an die Spitze des Hinterleibs), die an
der Spitze ganz abgerundet sind und bei PhJceoha dort in der Mitte einen kleinen Process haben.
Platypterna (Ochrilidia) nyiiki n. sp.
Braungelb mit ziemlich horngelben Hinterschenkeln; längs der Aussenseite der Sei-
tenkiele des Pronotum ein dunkles, bisweilen schwaches, nach vorn nicht liis an das Auge
fortsetzendes Band ; am cf Kopf und Thorax etwas dunkler ; Deckflügel hyalin, schwach
braungelblich angehaucht, mit braungelben oder bisweilen etwas dunkleren Adern, die Haupt-
ader etwa am basalen Drittel dunkel; bisweilen die Deckfli-igel etwas fein und schwach dunkel
gefleckt; Gesicht braungelb, am (f dunkler, fein und dicht dunkelbraun punktiert, mit 4
hohen, deutlichen Kielen, die mittleren unten divergierend; Unterrand der Wangen gerade,
im Niveau mit dem Unterrand des Pronotum liegend, letzterer last gerade, am 1. und
2. Drittel schwach eingebogen; Fühler so lang wie Kopf und Thorax zusammen, braun-
gelb, etwas dunkel schattiert und schwarz punktförmig gefleckt, schwertförmig, an der
Basis vom 3. Glied an breit, nach aussen verengt, bis zum 10. — 12. Glied glatt, flach,
dann schmäler, etwas mehr cylindrisch und dicht, fein eingedrückt punktiert; am (f die
Fühler unten relativ schmäler, schon ziemlich vom 9. — 10. Glied an eingedrückt punk-
tiert; Kiele des Pronotum fein, hoch und deutlich, die äusseren zuerst parallel, hinter
der letzten Querrinne nach hinten etwas divergierend, mit netzförmiger, eingedrückt punk-
tierter zwischenliegender Partie; die hufeisenförmige Rinne oben am Scheitelgipfel ziem-
lich tief, der Mittelkiel des Kopfes sehr deutlich, aber schon etwas vor der Mitte fast
verschwindend; Vorder- und Hinterschenkel kurz; Hinterschenkel ziemlich schmal, die Spitze
des Hinterleibes nicht erreichend, am Ende oben bogenförmig eingebuchtet, an der Mitte
ohne Zahn oder Process; Hinterschienen deutlich kürzer, oft fein bräunhch punktiert,
am Ende dunkel schattiert, an den Rändern mit 12 — 13 Dornen; Deckflügel lang und
schmal, an der Spitze abgerundet, reichen weit über die Spitze des Hinterleibes; Sub-
genitalplatte des (f oben gerade, unten schwach gebogen, viel länger als hoch, unten
ein wenig länger als das vorhergehende Segment; Cerci gerade, cylindrisch.
cf. Länge 23, Pronotum 4, Deckflügel 19,5x3, Hinterschenkel 10,5, Hinterschienen
9 mm.
SJÖSTEDT, ACRIDIODEA. • 161
$. Länge 32— 35, Pronot. 5,9—6,.-., Deckflügel 27—30x3,5—4, Hinterschk. 15—15,5,
Hinlei'schn. 12,5 — 13,5 nun. — iJ/er«-Niederung, Ngare na nyuki, Okt. — Jan.; 2 cf, 2 $.
Scheint Ockrilidia costulata Cazurro 9 (Ann. Soc. Esp. 1886, XV, p. lli) ans Angola am nächsten
zu stehen und liaf wie diese sehr wohl ausgebildete Kiele am Pronotum; die Deckflügel sind aber bei nyuki
viel länger (resp, 22 und 28 — 30 mm.) und die Dornen der Hinterschienen sind mehrere (resp. lU — 11
und 12 — 13 iniu.).
Die vorliegenden Typen der Ockrilidia brevipes Stäl $ haben viel kürzere Deckflügel, welche die
Spitze des Hinterleibes nicht erreichen, bei nyuki dagegen weit über die Hinterleibspitze gehen; auch ist
brevipes viel lu'ller gefärbt, blass strohgelb, die Kiele oben am Pronotum dicker, weniger erhöht und fast
ganz parallel, bei ni/uki feiner, höher und die äusseren hinter der letzten Querrinne nach hinten deutlich
divergierend; die Mesosternalloben sind bei brevipes breiter getrennt, am Innenrand ziemlich gerade, nach
hinten divergierend, bei mjuki am Innenrand gebogen, wodurch die zwischenliegende Partie stundenglasähnlich
erscheint. — Das <^ der brevipes ist kleiner mit kürzeren Deckflügeln und Hintersehenkeln, die Hinterschienen
haben nur 10 — 11 Dornen, die Mesosternalloben sind viel breiter gertrennt, mit ganz geraden, nach hinten
divergierenden Innenseiten; auch ist die Subgenitalplatte der brevipes kürzer, unten deutlich kürzer als die
vorgehende Bauchplatte, bei nyuki eher länger als diese, und nach aussen viel schmäler. Auch am <^ sind
(li(! Kiele des Pronotum bei brevipes etwas dicker und divergieren nur wenig nach hinten.
Der Tvpus der brevipes cf ähnelt sehr einem vorliegenden cf der fibialis aus Ober Nubien, die Dornen
der Hinterschienen der brevipes sind aber nicht so zahlreich (am Aussenrand resp. 10 und 14) und die Sub-
genitalplatte ist kürzer, etwa eben so lang wie hoch, und mit einem deutlichen Höcker ziemlieh an der Mitte
der Oberseite.
Gen. Chrysocliraon Fisch.
Clirysocliraon kilimaudjaiicus n. sp.
Taf. 7, Fig. 4 — 5. — Costa frontalis nach unten allmählich verbreitert, oben zwi-
schen den Fühlern verengt, abgerundet, dann längs der Mitte deutlich rinnenförmig mit
abgerundeten Leisten, wie das ganze Gesicht fast völlig glatt, glänzend, nur mit einzelnen
seicht eingedrückten Punkten besonders zwischen den Fühlern; Stirngrübchen fehlen voll-
ständig; Scheitelgipfel oben ziemlich tief abgerundet dreieckig ausgehöhlt, beim cf schmä-
ler, mit ziemlich geraden, vorn in einem spitzen, abgerundeten Winkel vereinigten Seiten ;
Scheitel schwach gewölbt, glatt, ohne Kiel; Pronotum oben vorn gerade, hinten kurz,
breit, stumpf ausgezogen; Hinterrand der Seitenlappen seicht und breit eingebuchtet.
Hinterecke mit etwas stumpfen aber ziemlich scharfen Winkel, Vorderwinkel mehr abge-
rundet, Unterrand an der Mitte leicht winkelig gebogen mit angeschwollenem Rand; Mit-
telkiel deutlich, gerade, an der Mitte durch die hintere Querrinne geteilt; Seitenleisten
gelb, stundenglasähnlich gebogen, niedriger als der Mittelkiel, hinter der hinteren Querrinne
undeutlicher und allmählich verschwindend; Deckflügel kurz, lappenförmig, mit schwach
gebogenem Hinlerrand, stärker gebogenem Vorderrand und erhabenen, durch zahlreiche
Queradern verbundenen Längsadern, nach aussen abgerundet zugespitzt; Vorder- und
Mittelschenkel glatt. Schienen jederseits unten mit 5 — 7 Dornen; Hinterschenkel glatt,
die roten Hinterschienen aussen mit 9, innen mit 10 weissen, schwarzspitzigen Dornen;
Spitzendorn oben an der Aussenseite fehlt; Fühler 20 — 22-gliedrig.
Die Grundfarbe des lebenden Tiers ist oft hell grasgrün, sonst etwas mehr bräun-
Sjöstedta KilimandjaroMeru Expedition. 17. 21
162 BJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEIT EXPEDITION. 17: 7.
lieh. Die Oberseite des Pronotum (und Kopfes) zwischen den gebogenen gelben Seiten-
leisten ist oft rotbräunlich und die gelben, feinen Seitenleisten vorn (aussen) und hinten
(innen) schmal dunkel begrenzt. Die Hauptader der kurzen Deckflügel schwarz-dunkel.
Sowohl die Hinterschienen als die Unterseite der Hinterschenkel rot.
cf. Länge 11 — 13, Pronotum 2,7—3, Deckflügel 3 — i, Hinterschenkel 8,3 — 8,8 mm.
$. » 19—24, » 4—4,5, » 5—6, » 11—12 »
Kilmiandjaro: Kiboscho, Regenwald-Bergwiesen, 3,000 — 3,500 m. und höher, Febr.;
127 Ex., darunter 43 in Spiritus. Die Entdeckung einer echten Chrysochraon-kxi auf
den alpinen Gegenden des Berges ist von besonderem Interesse. Die Art steht dem euro-
päischen Chrysochraon dispar Heyer sehr nahe.
Phlieoba tricolor Kaeny.
S. Ber. Akad. Wiss. Wien mat. nat. Cl. CXVI, Jahrg. 1907, p. 368. — Diese vom Sudan
beschriebene, im Gebiete zu gewissen Zeiten äusserst gemeine Art ist eigentlich nur als
eine kleinere Form der Phkeohu (Duromu) cUoronotu Stäl, deren Typen aus dem Da-
maralande vorliegen, anzusehen. Ob letztere aber, wie Kirby angiebt, mit Pkvoba basa-
Ms Walk, identisch ist, ist der Beschreibung nach zu urteilen fraglich, da Walker vom
Prothorax der hasalis sagt, dass dieser mit drei undeutlichen, transversalen, eingedrückten
Linien versehen ist ("Prothorax with three indistinct transverse impressed lines — — "),
während bei chloronota, wie bei tricolor, nur eine und zwar sehr deutliche, tiefe, einge-
drückte Querlinie oder Querrinne vorhanden ist. Sowohl in der Farbe wie in plastischen
Charakteren stimmen sie gut ül)erein, (bei chloronota scheint die grüne, bei tricolor die
gelbbraune Farbe oben am Kopf und Pronotum am gewöhnlichsten zu sein), dagegen ist
clüoroywta, wie folgende Masse zeigen, bemerkbar grösser.
Phkcoba tricolor Karny, L. 19,5—22 ("21"), Pronot. 3,8—4,5 ("4"), Deckfl. 20
-23 ("23,5"), Hinterschk. 12—14,8 ("14") mm.
PMceoba chloronota Stäl, L. 26—32, Pronot. 5—5,3, Deckfl. 24,5—25,5, Hinterschk.
16—17,5 mm.
Phkcoba tricolor Karny, L. 28—32 ("31—36"), Pronot. 5,5-6,8 ("6—6,5"),
Decktl. 27—31 ("30—33"), Hinterschk. 17—20 ("18,5—21") mm.
Phlceoba chloronota Stäl, L. 35—42, Pronot. 6,8—7,7, Deckfl. 33—35, Hinterschk.
21,3 — 25 mm.
Nach Karny wird das $ bis 36 mm. lang. Unter den zahlreichen vorliegenden
Exemplaren giebt es kein so grosses 5; ^s würde dann noch grösser als die kleineren chlo-
ronota-Ex. sein und dadurch die beiden Formen auch in der Grösse verbinden.
Die meisten Exemplare haben bald heller, bald etwas dunkler gelbbräunliche Farbe,
variieren aber sonst folgendermassen:
1) Kopf und Pronotum oben grasgrün, welche Farbe sich längs dem Innenrand
der Deckflügel verlängert.
2) Mittelkiel des Pronotum bisweilen schmal dunkel umgeben.
3) Die Seitenkiele des Pronotum längs der Unterseite bisweilen fein dunkel gesäumt.
cT-l
?•
SJÖSTEDT, ACRIDIODEA. 163
Die Deckflügel sind entweder ziemlich einfarben gelbbräunlich, nach aussen mehr
durchsichtig oder schwach zerstreut fein dunkel gefleckt, bisweilen mit einer feinen dunk-
len Strieme längs der Hauptader von der Basis etwa bis zur Mitte; vor dieser dunklen
Linie bisweilen noch eine feine helle. — Von dieser Art habe ich 33 5 und über 100 cf
mitgebracht, die alle im Nov. (nur 1 im Dez.), und zwar am Kilimandjaro, Kibonoto,
Kulturzone-Mischwald-Obstgartensteppe, die meisten in der Kulturzone, erbeutet wurden.
Larven (7 Ex.) im Okt., Nov.
Aiu-h die Typen dieser Art habe ich später durch das Entgegenkommen des Herrn Dr. Holdhaus
näher prüfen können.
Paraciueiua tricolor Thünb.
Brunn. I'roc. Europ. Orlh., p. 97, PL IV, Fig. 26 (1882). — Diese weit verbrei-
tete, im südl. Europa, im Kaffernlande (Wahlberg), auf Zanzibar, Madagascar, im Damara-
lande (De Wylder) u. s. w, sowie auch in Asien vorkommende Art war im Gebiete sehr
allgemein und wurde von der Kulturzone bis zur Steppe angetroffen. Sie hält sich mit
Vorliebe in der Nähe von Flüssen, Sümpfen und in anderen ziemlich feuchten Lokali-
täten, besonders in grünem, frischem Grase auf, und war an solchen Orten z. B. im
JMischwald an den Flüs.?en Nassai und Sanya, am Ganga-Sumpfe u. s. w. gewisse Zeiten,
besonders anfangs November, äusserst allgemein. - i?^«7/w(f/«r7/'rtro.- Kibonoto, Kulturzone-
Mischwald-Steppe. — Jt/e;v<-Niederung, Ngare na nyuki, wo sie im frischen Grase längs
dem Flusse sehr gemein war, Flusspferdseen etc.; Sept. — März.; 72 cf, 28 $, Larven.
Paracomacris deceptor Kaesch.
Ent. Nachr. XVI, p. 276, 1900. — Durch freundliches Entgegenkommen des Herrn
Direktor Brauer bin ich in der Lage gewesen, die mitgebrachte Paracomacris-Form
mit zwei Typen des deceptor aus Togo (cf?) zu vergleichen, da es aus der kurzen Be-
schreibung von Karsch nicht zu unterscheiden möglich war, ob die west- und ostafrika-
nische Form artlich identisch sind.
Im allgemeinen ist die vorliegende ostafrikanische Form, die im Gebiete überaus
allgemein war, etwas kleiner, was oft der Fall ist, wenn eine Art sowohl im west-
afrikanischen Waldgebiete als im ostafrikanischen Steppengebiete vorkommt, und was ohne
Zweifel dadurch bedingt ist, dass die Larven während ihrer ganzen Entwicklung in der
reichen, frischen Vegetation der Urwälder Zugang zu reichlicher Nahrung haben und sich da-
durch kräftiger entwickeln, wogegen sie in den zu gewissen Zeiten verbrannten oder dürren
Steppen durch mangelhafte oder schlechte Nahrung eine weniger kräftige Entwicklung
erreichen.
Hier sind es besonders die cf, die kleiner sind. In der Farbe variiert die Kilima-
ndjaroform etwas. Bisweilen sind die Deckflügel einfarbig, ungefleckt, wie bei der Togo-
form; aber gewöhnlich geht längs der Unterseite der Hauptader eine dunkle Strieme, die
sehr oft in eine Reihe dunkler Fleckchen aufgeteilt ist.
Die Grundfarbe ist in der Regel dunkler oder heller scherbengelb, nur selten die
Oberseite des Kopfes und des Pronotum sowie der Innenrand der Deckflügel grün. Kopf
Ifi-i SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERÜ EXPEDITION. 17: 7.
und Pronotum bald einfarbig, bald längs der Mitte mit einem schwarzen Strich ; der Mit-
telkiel des Pronotum kann im letzteren Fall bisweilen gelblich sein.
Die Subgenitalplatte des o^ ist bei der Togoform, und vielleicht nochmehr bei einem
vorliegenden Exemplar von der Sierra Leone, vorn etwas höher, einen kleinen abstehenden
Zapf bildend, der bei der Kilimandjaroform kleiner ist, aber auch hier etwas in der
Grösse variiert und nicht das Aufstellen einer besonderen Subspecies berechtigt.
Eine Parallelform, wo die westafrikanische Form (es liegen mir Ex. von Kamerun
vor) fast oder völlig ungefleckte, die ostafrikanische deutlich gefleckte Deckflügel besitzt,
haben wir in Euprepocnemis plorans.
Kilimandjaro cf- Länge 13 — 16, Deckflügel 11 — 15, Hinterschenkel 9 — 10,5 mm.
Togo (f. » 15,8 » 14,5 » 10,5 »
Kilimandjaro $. » 18 — 20, » 14,5 — 16,5, » 11,8 — 12»
Togo 5- * 19 * 16'^ ^ 11)5 *
Diese im Gebiete äusserst allgemeine Art, die in nicht weniger als 1,325 Ex. vor-
liegt, wurde hauptsächlich im October und November angetroffen, und zwar am Kilima-
ndjaro, besonders in der Kulturzone, aber auch im Mischwald und in der Steppe. Von
Meru, Ngare na nyuki, liegen dagegen nur wenige Stücke vor. Larven im .September
und Januar.
Gen. Piiorisa Stäl.
Pnorisa iiioutium n. sp.
Steht P. tricannafa Stäl (Öfvers. K. Vet. Akad. Förhandl. 1876, N:o 3, p. 48)
am nächsten, ist aber viel kleiner und dunkler gefärbt, Kopf und Thorax sind dichter
und tiefer punktiert, der Gesichtkiel ist höher und länger herunter, fast bis an das Epi-
stom, seitlich deuthch begrenzt, fast gleichbreit, an der Mitte etwas konkav.
cf : Gesicht, Kopfseiten und der untere Teil der Seitenlappen des Pronotum gelb-
lich, Pronotum übrigens mehr rotbräunlich; von den Augen nach hinten über Kopf und
Pronotum ein bisweilen breites, bisweilen schmäleres und nur schwach angedeutetes
dunkles Band; bisweilen ist das Gesicht etwas dunkler mit braungelbem Gesichtkiel,
welche Farbe sich nach hinten in ein allmählich etwas breiteres Band bis an den
Hinterrand des Pronotum fortsetzt; hinter den Augen eine schmale, etwas schräg nach
unten gerichtete, gelbe, oben und unten dunkel begrenzte Strieme; Fühler gelblich,
nach aussen oft dunkler, ziemlich so lang wie Kopf und Pronotum zusammen, also rel.
länger als bei tricannafa (Kopf + Y2 Pronot.); die unteren, lateralen Stirngruben kaum
oder ziemlich schwach durch eingedrückte Punkte markiert, die oberen durch eine kleine
Erweiterung der Zwischenräume vorn zwischen den niedrigen aber doch deutlich er-
kennbaren Kielen des Scheitels gebildet; die drei Kiele des Pronotum deutlich, die äus-
seren nach hinten divergierend; die Seiten des Metathorax mit einem schräg gestellten,
glänzenden, gelben, abgerundeten Kiel; Brust und Hinterleib hellgelb; Metasternalloben
hinter foveolfe gerade, parallel, sich fast berührend; Hinterschenkel aussen blass gelblich,
längs der Mitte dunkel, innen rötlich, am Oberrand der hinteren Hälfte mit zwei bisweilen
S.IÖSTEnT, ACRIDIODEA. 165
schwach markierten dunklen Flecken; auch am Gelenke etwas schwarz gefleckt; auch
vorn oben am Ilinterschenkel bisweilen ein schwarzer Fleck, viel kleiner als bei
tricariiHita und sich nicht wie liei dieser längs dem Oberrande des Centralfeides,
sondern nur am oberen Innenfelde erstreckend; Hinterschienen rötlich mit 11 : 9 — 10
schwarzen Dornen, die grösseren an der Basis hell; Deckflügel wie bei tricarinafa (deren
Typen vorliegen) gebildet, hyalin, bräunlich schattiert, unten längs den Hauptnerven mit
einigen dunklen Fleckchen; Hinterflügel hyalin mit dunkel angehauchter Spitze. Länge
16,5—17, Pronotum 4-, Deckflügel 14 — 15, Hinterschenkel 11 mm. — Küimatuljaro :
Kibonoto, Kulturzone, Sept., Okt. — J/ertt-Niederung, Ngare na nyuki, Jan.; 3 cf.
Gen. Cliortoicetes Brunn.
Chortoicetes Brunner de Wattenwyl, Revision du Systeme des Orthopteres, Wien
1892/3, p. 123. — Chirista Karsch, Berl. Ent. Zeit. 1893, p. 75. — Diese Gattungen
wurden fast gleichzeitig (1893) publiziert; die erstere ist jedoch "Mai 1892" signiert und
hat somit Priorität. Der Basalteil des Pronotum etwas länger, ebensolang oder etwas kürzer
als der Apikalteil. AUe Arten, die ich gesehen, haben sowohl beim o^ als $ das Costal-
feld am 1. Drittel oder Viertel etwas erweitert.
Chortoicetes temporalis Stäl.
Epacromia femporaUs Stäl, Bih. Sv. Vet. Akad. Förh. 1876, N:o 3, p. 49. —
CJiirisfa iiiferrKpfa Karsch, Stett. Ent. Zeit. 1896, p. 264. — Gewisse der mitgebrachten
Exemplare stimmen völlig mit dem vorliegenden Typus der E. temporalis Stäl aus
Ovambo überein, mit welcher, wie einer der ebenfalls vorliegenden Typen der Ch.
interriqyta Karsch zeigt, auch die letztere Art identisch ist. Unter dem reichen Material
der im Gebiete sehr allgemeinen Art liegen folgende Farbenvariationen vor:
Die Grundfarbe des Insekts variiert von gelbbraun bis tief schwarz. An allen
sind die Hinterschenkel unten, mit Ausnahme nach aussen, schärfer oder schwächer rot,
an der Oberseite derselben, etwas ausserhalb der Basis, ist immer ein heller Fleck vor-
handen, sowie auch ein weisslicher Ring an den Schienen etwas ausserhalb des Gelenkes.
a. Kopf und Pronotum einfarbig gelbbraun.
h. Kopf und Pronotum in der Mitte von der Spitze bis zum Hinterrande mit einem
fast gleichbreiten, kräftig markierten, gelblichen Band (diese Farbenvarietät = interrupta
Karsch).
c. Die ganze Oberseite des Kopfes und des Pronotum mehr oder weniger rotbräun-
lich, welche Farbe an den Seiten von dunklerer Farbe begrenzt ist.
d. Die vor der Mitte eingebogenen Kiele des Pronotum gelb und dadurch eine
hervortretende, hinten breitere, stundenglasähnliche Figur bildend; jederseits hinten in
dieser Figur ein samtschwarzer Fleck; auch der Mittelkiel oft gelb.
e. Kopf und Thorax, sowie auch die Hinterschenkel, oben weinrot.
Die Deckflügel in der Regel ohne, bisweilen mit einer gelben, die Basis nicht er-
reichenden Längsstrieme vor der inneren Hälfte der Hauptader.
166 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERü EXPEDITION. 17: 7.
cf. Länge 17—18, Deckflügel 18—19, Hinterschenkel 11 — 12 mm.
$. » 17—23, » 19—24, » 12—14 »
Von der Steppe durch den Älischwald his zur Kullurzone war diese Art am Kili-
mandjaro bei Kibonoto zu gewissen Zeiten, besonders im September bis November, äusserst
häufig. In der Kulturzone hielt sie sich gern unter vermoderten Bananenblättern auf
und hatte hier eine mit der Umgebung übereinstimmende gelbbräunliche Farbe. In An-
siedelungen in der unteren Kulturzone, sowie in der Steppe, hielten sich diese Heu-
schrecken gern an vom Feuer schwarzgebrannten Plätzen auf und hatten hier eine sehr
dunkle bis fast schwarze Farbe. Sie fliegen gut, sind verhältnissmässig recht scheu und
nicht immer leicht zu fangen. Die mitgebrachte Sammlung dieser Art umfasst ziemlich
370 Exemplare.
Chortoicetes fallax Kakny.
Karny, S. B. Akad. Wiss. Wien, mat. nat. Gl. 1907, p. 361. — Durch freundliches
Entgegenkommen des Herrn Dr. Holdhaus bin ich in der Lage gewesen, meine Exem-
plare mit einem $ der Typen zu vergleichen.
(f. L. 12,5, Pronot. 2,5 — 3,3, Deckfl. 10—11,2, Hinterschk. 9—10, Hinterschienen
7,8 — 9 mm.
?. L. 18—20, Pronot. 3—4-, Deckfl. 12—16, Hinterschk. 11—12, Hinterschienen
9 — 10 mm.
ifer«- Niederung, Ngare na nyuki, Jan., Okt., 72 (/, 108 5- — Obgleich eine solche
Menge Exemplare bei verschiedenen Gelegenheiten am Meru, wo die Art äusserst gemein
war, eingesammelt wurden, habe ich nur zwei Exemplare dieser Art am Kilima-
ncljaro angetroffen ; hier war dagegen Chortoicetes tempomlis die charakteristische, eben
so häufige Art.
Wie die vorige Art, variiert auch diese recht sehr in der Farbe; bisweilen ist das Ge-
sicht fast einfarben hell ledergelb, gewöhnlich dagegen stark dunkel gefleckt und punk-
tiert. Pronotum zwischen den stundenglasähnlich gebogenen Seitenleisten, wie Scheitel,
oft gelblich, bisweilen dunkler; bisweilen geht vom Stirngipfel über Scheitel und Pro-
notum ein gut begrenztes, gleichbreites, gelbes Band. Die Seitenleisten des Pronotum sind
oft viel heller als die umgebenden Teile und treten dadurch scharf hervor, bisweilen sind
sie von derselben Farbe wie die anhegenden Teile. Deckflügel hyalin mit dunkler Ade-
rung, fein dunkel gefleckt und schattiert, nach aussen heller, bisweilen mit einem feinen,
gelben Strich vor der Hauptader; bisweilen die Deckflügel längs der Mitte gefleckt. Hin-
terflügel hyalin, an der Spitze etwas dunkel; das Randfeld nach aussen schmal dunkel-
braun. Die Deckflügel reichen beim $ an die Spitze der Hinterschenkel, sind beim cT
dagegen kürzer. Die (f sind oft etwas dunkler mit schärfer markiertem Lateralband hinter
den Augen und längs den Seiten des Pronotum, der untere Teil der Pronotumlappen
ist oft fast weiss und die Hinterschenkel an der Spitze dunkel. Bisweilen können die
Hinterschenkel unten sehr leicht rötUch angehaucht sein.
SJÖSTEDT, ACRIUIODEA. 167
Chortoicetes levipes Karsch.
Chri/sochraon levipes Karsch, Stett. Ent. Zeit. 189G, i). 255. — Diese vom Kili-
inandjaro beschriebene Art ist wie vorliegende Typen, die ich vom Berhnermuseum zur
Ansicht bekommen, zeigen, eine Chortoicetes- (Chiriaia-) Art, mit kleinen aber deutlichen
Stirngriibchen. Die Art variiert recht sehr in der Farbe; einige gleichen, ausgenommen
was die Flügel betrifft, so ausserordentlich Chortoicetes fallax, dass man sie leicht für eine
kurztlügelige Form dieser Art ansehen könnte. Sie unterscheiden sich aber plastisch
dadurch, dass der Mittelkiel des Pronotum bei levipes vor der Querfurche fein gefurcht,
bei fallax eben ist; nur bei einem der vorliegenden Exemplare der levipes ist der Mittel-
kiel ohne deutliche solche Rinne. Die stundenglasähnlich gebogenen Seitenkiele des Pro-
notum sind bisweilen schwächer markiert und von derselben Farbe wie Pronotum (wie
beim Typus), bisweilen höher, deutlicher, gelb. Die ersteren Exemplare sind mehr ein-
farben gelbbräunlich, dunkel geileckt und punktiert, die anderen an beiden Seiten der
gebogenen Seitenleisten schwarz, die Mittelpartie wie die Oberseite des Kopfes heller oder
dunkler gelbbraun oder sogar, sowie der hinenrand der Deckflügel, grün. Diese ver-
schiedenen Formen sind am selben Ort, bisweilen am selben Tag erbeutet worden und
gehören ohne Zweifel zusammen ; ähnliche Verschiedenheiten sowohl in Farbe wie in der
Entwicklung der Seitenkiele kommen auch bei Rhaphotittha meruensis vor. Pronotum ist
bisweilen (wie beim Typus $) fast einfarbig, bisw^eilen die Seitenlappen unten hell. Das oben
längs der Mitte breit grüne, längs dem Hinterleib gelbliche § hat den übrigen Teil des Kopfes,
wie die Seiten des Thorax und Hinterleibes, schwarz ; Sternum und Bauchseite des Hinterleibs
hellgelb. Hinterschienen, die von Karsch als "rubris" angegeben sind, sind heller oder
dunkler braungelb, vor der Basis mit einem bisweilen etwas undeutlichen, hellen Ring.
— L. $ 16 — 19, Deckfl. 3 — 3,5, Hinterschienen 9 — 10 mm. — Kilimandjaro : Kibonoto,
von der Niederung bis zum Regenwald, Jan., März, Okt., Nov.; 8 §.
Gen. Rhapliotittlia Karsch.
Stett. Ent. Zeit. 1896, p. 256. — Wie vorliegender Typus der R. levis Karsch (1. c,
p. 257) zeigt, ist die Gattung Rhaphotittha mit Chorthippus (Stetwbothrus) innig verwandt.
Wie bei letzterer Gattung sind die Stirngrübchen kurz rhomboidal, ^ deutlich, zwar beim
Typus seicht, aber deutlich begrenzt, bei den vorliegenden zwei anderen Arten tiefer und
eben so deuthch wie z. B. bei unserem Chortliippus petra'iis. Bei Rhaphotittha ist aber
eine mehr oder minder kräftig entwickelte vena intercalata vorhanden \ indem area
media mit zwei Zellenreihen versehen ist, deren Innenränder, oft etwas verdickt, längs
der Mitte dieser area eine Art Ader bilden. Diese Ader ist oft eben so deutlich wie bei
den vorliegenden, mit dem Typus verglichenen Exemplaren der Chortoicetes fallax Karny.
Ferner sind die Lobi metasternales bei Rhaphotittha dicht aneinander gestellt, bei Chor-
thippus cP deutlich, beim $ weit getrennt.
' In der soeben von BOLIVAR publizierten Übersicht der Tryxaliden (Boll. Soc. Esp. Hist. Nat. Junio
1909, p. 285 — 296) soll diese Gattung unter "58", p. 296, gestellt werden.
168 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 17: 7.
Rliaphotittlia nyuki u. sp.
Strohgelb bis hell braungelb, Gesicht oft etwas dunkler, dicht und fein rötlich punk-
tiert; Costa frontalis dicht eingedrückt punktiert, schmal, mit abstehenden Rändern, fast
gleichbreit; beim (f sind die abstehenden Costalbänder höher und erstrecken sich bis
an die Fühler hinauf, beim $ sind sie niedriger und die Mittelrinne endet ziemlich an
der Ocelle; Stirngrübchen sehr deutlich und tief, seitlich gestellt, kurz rhomboidal mit
abgerundeten Ecken; Stirngipfel oben konkav, von den abstehenden Seiten bogenförmig,
an den Seiten etwas winkelig begrenzt; vom Hinlerrand der Augen nach oben über Pro-
notum und weiter längs Thorax ein scharf markiertes, oben und unten schmal hell be-
grenztes, dunkelbraunes Band; die Seitenlappen unter dem Band breit gelbweiss; Seiten-
kiele des Pronotum fast gerade, nach hinten schwach divergierend, die zwischenliegende
Partie und die Oberseite des Kopfes gelbweiss oder etwas dunkler bräunlich; Mittelkiel
des Kopfes oben schwach aber deutlich; Mittelkiel des Pronotum hoch, sehr deutlich,
nur durch die hintere Querfurche, und zwar an der Mitte, abgebrochen; die vorderen
zwei Querrinnen erreichen nicht den Mittelkiel; Deckflügel hyalin mit dunklen Adern,
besonders gegen die Basis etwas gelblich oder bräunlich angehaucht; campus marginalis
des cs^ ziemlich an der Mitte bogenförmig erweitert mit wenigen, geraden, etwas schräg
gestellten Queradern ; beim $ ist dasselbe Feld nicht erweitert und mit schräger gestellten
z. T. S-förmig gebogenen Queradern; das Ulnarfeld des ^ nach aussen verbreitert mit
einzelnen, geraden Queradern, beim $ mit zwei Zellenreihen ; sowohl beim (Z' wie beim
5 der Costalrand etwa am basalen Viertel etwas bogenförmig erweitert; Hinterflügel hyalin,
oft in der Spitze mit dunklen Adern oder etwas dunkel angehaucht; die Flügel reichen
ein wenig über die Hinterschenkel; area supero-interna der Hinterschenkel mit 2( — 3)
schwarzen Fleckchen, das basale am deutlichsten; Hinterschienen oben mit 10 — 11 schwarzen
Dornen; von den zwei inneren, grossen Sporen der obere viel kürzer.
cf. L. 13—15, Pronot. 3—3,5, Deckfl. 10,5—13, Hinterschenkel 7,8—8,4, Hinter-
schienen 6,4 — 7,4 mm.
$. L. 18—20, Pronot. 3,9—4,2, Deckfl. 13—16, Hinterschenkel 10,2—12, Hinter-
schienen 8,5 — 9 mm.
Jifer»-Niederung, am Flusse Ngare na nyuki, Okt. — Jan.; 11 </, 16 $; von der
Kulturzone des KiUmandjaro, Kibonoto, ein einziges (f.
Diese Art ähnelt .sehr B. levis Karsch 1. c. (a^), ist alser etwas kleiner, die Stirngrübchen sind
tiefer, kurz rhomboidal mit abgerundeten Ecken, das vom Auge nach iiinten gehende dunkle Band ist nicht
völlig so breit, oben und unten scharf abgesetzt und fein gelbweiss begrenzt; die helle untere Partie der
Seitenlappen breiter, bei levis viel schmäler, als das dunkle Seitenband; die Spitzen der Hinterschenkel und
der oberste Teil der Hinterschienen bei levis schwarz, bei nyuki gelblich wie anliegende Teile, costa fron-
talis wie bei levis gleichbreit, nach dem Mund zu kaum breiter; (der Ausdruck in der Originalbeschreibung
der levis "costa frontalis basi angustissima" ist wenig zutreffend). Endlich sind die Seitenkiele des Pronotum
bei 7iyuki fast gerade (bei levis etwas mehr gebogen) und deutlicher als bei levis. Dornen oben an den
Hinterschienen 10 — 11.
8JÖ8TEDT, ACRIDIODEA. 169
Kaphotittha merueiisis n. sp.
Steht der vorigen Art nahe, unterscheidet sich aber durcli die vor der Mitte
deuthch, und ziemlicli tief, einwärts gebogenen Seitenltiele des Pronotum, durch die Ab-
wesenheit des breiten, schwarzbraunen, scharf marlvierten, oben und unten scharf begrenz-
ten, vom Hinterrand der Augen ausgehenden Seitenbandes des Pronotum, welches Band liier
entweder ganz verschwunden ist, in welchem Falle die Seiten des Pronotum weissgelb oder
gelbl)räunlicli erscheinen, oder bisweilen etwas dunkel gefleckt oder striiert sind; ein schmaler
Saum am Unterrand der Seitenlappen oft heller, gelbweiss ; Kopf und Pronotum oben entweder
einfarbig hell braungelb oder sogar etwas rötlich, oder die Seitenkiele vorn aussen, hinten
innen schmal schwarz gesäumt; bisweilen ist die ganze Partie zwischen den Seitenkielen
des Pronotum sowie der Kopf oben schwarz, oder es geht längs der Mitte ein scharf be-
grenztes, nach vorn verengtes, Aveissgelbes Band; costa frontalis, Gesicht, Stirngrübchen
und Flügel wie bei voriger Art; die drei dunklen Flecke an der Oberseite der Hinter-
schenkel sind matter, oft undeutlich, strecken sich aber, wenn sie ausgebildet sind, nicht
nur über area supero-interna, sondern als ein kurzes Querband ülier die ganze Oberseite der
Schenkel; Spitze der Hinlerschenkel und der oberste Teil der Hinterschienen nicht wie
bei 7?. levis schwarz sondern hell; auch durch die Abwesenheit des breiten schwarzen Seiten-
bandes des Pronotum leicht von levis unterschieden.
cf L. 12—17, Pronot. 2,s— 3,8, Deckll. 11—15, Hinterschk. 7,5-10, Hintersch. 6—8 mm.
? » 18—20, » 4-, » 14—18, » 10,5 — 12, » 8—10 »
Diese Art war am Merii, in den Akazienwäldern am Flusse Ngare na nyuki, sehr
gemein und wurde von dort in 7-i (f und über 100 $ mitgebracht. Dagegen wurden
am Kilimandjaro nur 7 (f und 3 $ angetroffen, und zwar in der Kulturzone bei Kibonoto;
Okt.— Jan.
Gen. Aiolopus Fieb. (Epacromia Fisch.).
A.iolopiis longicoriiis n. sp.
Costa frontalis oben zwischen den Fühlern dicht, nach unten zerstreut einge-
drückt punktiert, verschwindet beim 5 allmählich etwas unter der Ocelle, beim cf etwas
weiter herunter; unter der Ocelle ist die costa eingedrückt (5), oder {(f) etwas tiefer und
länger ausgehöhlt; Scheitel sehr gewölbt, deutlich über Pronotum aufsteigend; Scheitel-
gipfel oben ausgehöhlt, nach vorn verengt mit geraden Seiten, spitzwinkelig, in der Spitze
etwas abgerundet oder schwach abgeschnitten; Stirngrübchen tief und wohl ausgebildet,
rhomboidal, nach vorn etwas verengt; Wangen nach unten deutlich eingedrückt punktiert;
die nach hinten gebogenen Fühler weit den Hinterrand des Pronotum überragend ; Pro-
notum vor der Mitte deutlich eingeschnürt, Mittelkiel niedrig, durch die Querrinne geteilt,
metazona viel länger als die prozona, hinten breit abgerundet stumpfwinkelig ; Deckflügel
hyalin, besonders die basale Hälfte stark dunkel gefleckt und schattiert, an der Mitte mit
zwei grösseren hellen Flecken, nach aussen spärlicher dunkel punktiert oder fein gefleckt;
Vena intercalata zuerst ziemlich in der Mitte der area media, nach aussen sich allmählich
Sjöstedfs Kilimandjaro-Meru Expedition. IT. 22
170 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 17: 7.
der Vena media nähernd; Hinterschenkel oben-innen mit vier grossen, dunklen Flecken; area
externo-media mehr oder weniger dunkel gefleckt; Hinterschienen blassgelli, am Knie und
etwas innerhalb der Mitte mit einem schwarzen Ring, der apicale Teil rötlich; Hinter-
flügel hyalin, an der Spitze etwas dunkel ($), oder hyalin bräunlich angehaucht (cf).
cf L. 22—23, Pronot. 4—4,3, Deckfl. 21,5—22, Hinterschk. 13,5 — 14, Fühler 10 mm.
$ » 28, » 5, » 26, ). 16, » 9,8 »
Usambara: Mombo, Juni, 1 $. — Zanzibar 2 5, 2 (/.
Diese Art ist mit A. tltalassimis innig verwandt, scheint aber von ihm gut ver-
schieden zu sein. Die Fühler sind viel länger und reichen nach hinten gebogen weit
über Pronotum, der Scheitel ist höher und stärker gewölbt, die Wangen sind unten stark
eingedrückt punktiert und die Augen sind grösser. Am $ ist am Gesichtkiel nur eine
kleine Vertiefung unter der Ocelle vorhanden, beim (/ ist die Vertiefung dort mehr lang-
gestreckt und die Seitenkiele der costa strecken sich länger herunter.
Die Grundfarbe der Zanzibar-Exemplare ist bedeutend dunkler als beim Usambara-
Ex., das mehr ledergelb erscheint.
Gesicht ohne Flecke, dunkler oder heller ledergelblich.
Aiolopus tlialassiuiis F.
Epacromia thalassina F.; Brunner, Prodr. Europ. Orth. 1882, p. 146; Äiolojms tli.,
S. B. Akad. Wiss. Wien, 1907, p. 359. — Scheint im Gebiete spärlich zu sein, wo nur
zwei mit Exemplaren aus Madeira gut übereinstimmende cf angetroffen wurden. Nur
die costa frontalis an der Ocelle vielleicht ein wenig mehr konkav und die Fühler etwas
länger als bei diesen. — Küimandjaro: Kibonoto, Obstgartensteppe, Grassteppe, März,
September.
Aiolopus meruensis n. sp.
Gesicht dicht dunkel gefleckt und punktiert; Wangen und Scheitel dunkel geflammt,
wie die Kopfseiten etwas graublau angehaucht, mit zwei gemischt dunkel und gelb
nach hinten divergierenden Striemen; Gesichtkiel unten allmählich breiter, am Epistom
verschwindend, oben zwischen den Fühlern dicht, nach unten spärlich punktiert, an
der Mitte sowohl oberhalb als unterhalb der Ocelle flach ausgehöhlt ; Stirngrübchen
(tempora) gross, rhomboidal, nach vorn etwas verengt; Stirngipfel oben ausgehöhlt, nach
vorn verengt mit geraden Seiten, in der Spitze etwas abgerundet; Fühler mittelmässig
lang, reichen etwa an den Hinterrand des Pronotum; Pronotum gelblich, stark dunkel
gefleckt, Mittelkiel niedrig, weit vor der Mitte durch die Querrinne geteilt, oben das Pro-
notum mit zwei stundenglasähnlich gebogenen, gelblichen Streifen; Brust und Unterseite
des Hinterleibs hellgelb, Hinterleib oben z. T. rotbraun; area interno-media der Hinter-
schenkel gelb, hellrot angehaucht und mit zwei schwarzen Flecken; area infra externa
und interna gelb, ungefleckt, an der Spitze mit einem schwarzen Ring, Unterrand der
area interno-media von der Basis bis zum dritten dunklen Fleck der Schenkel hellrot;
Oberseite der Hinterschenkel mit drei grösseren dunklen Flecken, der vierte wird durch das
Knie gebildet; Unterrand der area externo-media mit einer Reihe scharf markierter kleiner
SJÖSTEDT, ACEIDIODEA. 171
schwarzer Flecke; Hinlerschienen blassgell), etwas innerhalb der MiUe und etwas unter
dem Knie mit einem schwarzen Ring, an der Spitze rot; Deckflügel hyalin, unregelmässig
dunkel gefleckt oder schattiert, nach aussen die Flecke kleiner und spärlicher, vor der
Mitte ein grösserer, heller, das Axillarfeld nicht erreichender Fleck; Hinterfliigel hyalin,
an der Basis kaum bemerkbar gelb angehaucht, mit etwas dunkler Spitze.
L. 22, Pronot. 4, Deckfl. 19, Hinterschk. 11,6 mm. — J/eri(-Niederung, Fluss-
pferdseen, 4; Dez.; 1 $.
Oedipodidae.
Übersicht der Arteu.
Hinterflügel mit einem oft ü))er den ganzen Flügel gehenden schwarzen oder hraunsehwarzen, bis-
weilen zu einem Flei'k reduzierten Band.
Die Partie zwischen diesem dunklen Baml und der Basis der Hinterflügel gelb bi.s liyalin.
Pronotumrüeken zu einem ziemlich iiohen, im Profil raehr-minder gebogenen Kamm zusammen-
gedrückt; Pronotum hinten recht- oder spitzwinkelig, nicht breit abgerundet.
Pronotumrüeken durch eine Querfurche deutlich geteilt. — Das dunkle Band der Hinterflügel der
KiUniandjaroform breit und scharf markiert (4 — 7 mm.), die Basalpartie schön gelb; Deckflügel etwa
am ersten Drittel mit einem hellen, kielförmigen (Juerfleck, der oft an das Axillarfeld reicht. Deck-
flügel : ö^ 28 — 30, $ 38 — 44 mm. Gastrimargus marmoratus.
Pronotumrüeken nicht von einer Querrinne geteilt.
Costa frontalis nicht rinnenförmig, nur mit einer kleinen Grube an der Oeelle.
Grösser, mit längerem Pronotum; Hinterflügel an der Basis blassgelb. Deckflügel: cf 22 — 26,
? 36 — 40; Pronotum: c3^ 7 — 7,5, $ 11 — 13 nmi. Gastrimargus determinatus.
Etwas kleiner, mit kürzerem Pronotum; Hinterflügel an der Basis schön eigelb. Deckflügel: cf 21—23,
$ 30 — 32; Pronotum: (f 5,5 — 6,;3, 9 8,5 mm. Humbe tenuicornis.
Gosta frontalis rinnenförmig vertieft. — Basalpartie der Hinterflügel hyalin, nur schwach gelb ange-
haucht; Deckflügel: cf 19 — 20, $ 24 — 28 mm. Oedalius nigrofasciatus.
Längskiel des Pronotum niedrig, oben gerade; Pronotum hinten breit abgerundet. Deckflügel: o"
etwa 20, 9 28 mm. Oedalius senegalensis.
Basalpartie der Hinterflügel rot.
Pronotum oben deutlich von vielen längsgehenden Kielen striiert. — Gesicht mit schwarzem Längs-
band. Deckflügel 17 — 27 mm. Cosmorhyssa fasciata.
Pronotum ohne längsgeliende, erhabene Kiele.
Grösser, dick und plump mit grossem Kopf und breitem, hinten winkelig verengtem Pronotum; das
braunschwarze Band der Hinterflügel scharf markiert, sich bis zum Vorderrand streckend; die
rote Basalpartie streckt sich über den halben Flügel; Deckflügel: cf 25 — 26, ? 30,5 — 33 mm.
Pycnodictya Galinieri.
A A- Kleiner, viel schmächtiger; Pronotum hinten breit abgerundet; das braunschwarze, fleckenähnliche Band
erreicht nicht den Vorderrand der Hinterflügel, die rote Basalpartie streckt sich nicht bis zur halben
Länge der Hinterflügel. Deckflügel 18 — 21 mm. Äcrotylus patruelis.
ÄA. Hinterflügel ohne dunkles Band.
a. Gross; Deckflügel 48 — 50 mm. Gastrimargus Volkensi.
Taf. 7, Fig. 6.
aa. Kleiner; Deckflügel unter 30 mm.
yy
A
§
§§
AA
A
172 SJÖSTBDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 17: 7.
*. Prozoiia de.s Pronotum mil 3 zusammengedrückten deutlichen Höckern, Mesozona mit 1. —
Hinterflügel hyalin, bräunlich, an der Basis gelblieh, angeflogen; Deckflügel braungelblich, fein dunkel
gefleckt, an der Basis ein etwa an der Mitte gelegenes Querband dunkler; Deckflügel 19 mm.
Trilopliiäia annulata.
* *. Pronotum ohne Höcker.
§. Die zwei Sporen innen an der Spitze der Hinterschienen gleichförmig, krallenähnlich gebogen und
ziemlich gleich lang; Hinterschienen blassgelblich. — Pronotum vor der Mitte stark eingeschnürt,
zwischen dem aufsteigenden Hinterlappen und dem hohen Scheitel einen Sattel bildend ; Hinterflügel
hyalin, an der Basis gelb oder rot angeflogen; Deckflügel 16 — 20 mm. Acrotylus longipes.
§§. Der untere Sporn innen an der Spitze der Hinterschienen bedeutend bis doppelt so lang wie der
obere, mehr gerade; Hinterschienen korallenrot. — Pronotum vor der Mitte nur wenig eingeschnürt,
oben ziemlich gerade und ziemlich im Niveau mit dem Scheitel; Hinterflügel an der Basis ocker-
gelb oder rot.
0. Grösser; Hinterflügel hyalin, an der Basis rot angeflogen; Deckflügel 24 mm.
Heteroptenüs kilimandjarica.
00. Kleiner; Hinterflügel rauehbraun, an der Basis breit ockergelb oder anilinrot. Deckflügel 14 — 21 mm.
Heteropternis coidoniana.
Huinl)e tenuicornis Schaum.
Saussure, Prodrom. Oedip. p. 106 (1888). — 3Ieru-N\edenmg, Ngare na nyuki,
Nov. — Jan.; 5 cT, 2 $, 2 Larven. Die cf stimmen mit vorliegendem Typus des Oedalius
punctifrons Stäl cf, ai-is dem Damaralande, der, wie Saussure 1. c. schon angiebt, mit
obiger Art Synonym ist, überein. Die $ haben erdbraune, ungefleckte, nach aussen
hyaline Deckflügel, die (f zwei grosse helle Flecke — der äussere undeutlicher — und
innen etwas marmorierte Zeichnungen an denselben. Eines der (f bildet eine Zwischen-
forni, indem die Deckflügel von derselben erdbraunen Farbe wie an den ^ sind, aber
mit Andeutung von zwei helleren Flecken.
Oastrimargu.s Volkensi u. sp.
Taf. 7, Fig. 6. — Scheitel und Gesichtkiel in einen gleichmässigen Bogen in ein-
ander übergehend; Gesichtkiel oben breit, an den Seiten mit feinem Randkiel, längs der
Mitte mit einem niedrigen, über dem Scheitel sich fortsetzenden Kiel; oben fein und
dicht, nach unten undeutlicher und spärlicher eingedrückt punktiert; Stirngrübchen lang-
gestreckt, nach vorn verengt, seicht und wenig deutlich, etwas rauh; Pronotum nach
hinten sehr verlängert, hinten spitzwinkelig, mit hohem, von der Seite gesehen oben
ziemlich schwach gebogenem Mittelkiel; betreffend Form und Zeichnung vergl. näher die Ab-
bildungen; Seiten des Meso- und Metathorax grösstenteils schwarz; Hinterschienen blass
horngelb; Form und Farbe der Deckflügel wie auf der Abbildung; Hinterflügel hyalin,
ungefleckt, mit dunklen Adern, an der Basis gelb angehaucht mit gelblichen Adern.
L. 46—50, Pronot. 14— 14-,5, Deckfl. 48—50, Hinterschk. 31,5—33 mm.
Küimandjaro: Kibonoto, untere Kulturzone, Aug. — JlferM-Niederung, Ngare na
nyuki, Jan. ; 2 5-
Diese prächtige Art, die ich meinem Freunde Herrn Prof. Dr. Georg Volkens,
dem Erforscher der Pllanzenwelt des Kilimandjaro, widme, steht dem G. determinatus
8JÖ8TEDT, ACBIDIODEA. 173
am nächsten, ist aber bedeutend grösser, Pronotuni ist länger, sein Kiel höher und
stärker gebogen; die Deckflügel sind anders gezeichnet und die Hinterflügel entbehren
vollständig das dunkle Band.
Gastrimargus determinatus Walk.
G. vcrticulis Saussure, Prodrom. Oedip. p. 109 u. 111 (1884); Addim., Prodr.
Oedip. p. 38 (1888). — Küimandjaro: Kibonoto, gemein in der unteren Kulturzone —
Mischwald — Obsfgartensteppe, Nov., Dez., Jan., Febr., besonders im November, wo auch
Larven angetroffen wurden. — Jfen(-Niederung, Ngare na nyuki, Dec; 25 rj", 22 $.
Von der folgenden Art durch das nach hinten viel länger ausgezogene Pronotum,
dessen viel niedrigere, ziemlich gerade Crista am Oberrand durch die Querfurche nicht
geteilt ist, durch die viel schwächere gelbe Farbe der Hinterflügel und das schwächer
markierte dunkle Band derselben, das beim 5 den Vorderrand der Flügel nicht erreicht,
sowie durch die Form der Stirngipfel leicht unterschieden. Das dunkle Band der Hinter-
flügel ist bisweilen nur schwach angedeutet.
cf Länge 24—25, Pronot. 7—7,5, Deckfl. 22—26, Hinterschienen 14—16 mm.
$ » 42—48, » 11-13, » 36—40, » 23—24 >-
Eines der $ ad. ist viel kleiner als die übrigen und misst nur : L. 34, P. 10, D. 28,
H. 17 mm. Nach Kirby (Trans. Ent. Soc. Lond. 1902, p. 71) ist G. vertimlis Saüss.
mit Paclnjtylus determinatus Walker identisch.
Gastrimargus raarmoratus Thunb.
Sauss., Prodrom. Oedip. p. 112 (1884). — Küimandjaro : Kibonoto, untere Kultur-
zone— Mischwald — Obstgartensteppe — Grassteppe, Febr., März, April, Aug., Nov.; 3 cf, 7 $.
Diese weit verbreitete, in grossen Teilen von Afrika, Indien und Australien vorkommende
schöne Art wurde im Gebiete dann und wann in einzelnen Exemplaren beobachtet und
zwar fast immer in der Niederung, selten in der unteren Kulturzone. Am 14. April fand
ich auf der Grassteppe in Leitokitok Exemplare dieser Art von Würgern (wahrscheinlich
Lanius collaris uropygiidis Rchw., die hier gemein war) auf Dornen einer Flötenakazie
aufgestochen. Im August wurde ein Exemplar auf der von den Massaien schwarz-
gebrannten baumlosen Grassteppe zwischen dem Kilimandjaro und Meru erbeutet. An
dem Gangasumpfe hielt sie sich dagegen im frischen grünen Grase nicht so weit vom
Wasser auf. Wenn sie fliegt, leuchtet die kräftige, gelbe, von dem braunschwarzen breiten
Band aussen begrenzte Farbe der Hinterflügel in langer Entfernung.
Oedaleus nigrofasciatus De Geek.
Saussure, Prodrom. Oedip. p. 116 (1888). — J/eru-Niederung, Ngare na nyuki,
Okt. — Jan., al:)er besonders im November; 4 c/', 15 $. Diese weit verbreitete, in Europa,
Asien und Afrika vorkommende Art war am Ngare na nyuki gemein, wurde aber am Kili-
mandjaro nicht beobachtet.
17-i SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERIT EXPEDITIOK. 17: 7.
Ocdaleiis senegalensis Kkauss.
Sauss., Prodr. Oedip. p. 117 (1884). — Nur ein 5 dieser im tropischen Afrika
und Australien verbreiteten Art liegt, und zwar von der i/i?r((-Niederung, Ngare na nyuki,
vor, wo es am 24. Nov. erbeutet wurde. Durch den niedrigen, oben geraden Mittel-
kiel des Pronotum und den breit abgerundeten Hinterrand des letzteren von nigro-
fasciatus leicht unterschieden.
Cosmorhyssa fassciata Thunb.
Sauss., Prodr. Oedip. p. 124 (1884). — Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone —
Mischwald — Obstgartensteppe. — J/ent-Niederung, Ngare na nyuki. — Usamhara: Mombo;
Jan., März, Juni, Sept. — Nov., besonders gemein im Oktober und November. Die Art
war im Gebiete, besonders in der unteren Kulturzone und im Mischwald, sehr häufig.
In unter Ansiedelung betindlichen Urwaldpartien der unleren Kulturzone hielten sie
sich gern an offenen abgebrannten Plätzen und an den Fusspfaden auf, und zwar am
liebsten im glühenden Sonnenschein. Alle haben schön, intensiv oder etwas schwächer,
rote Färbung am basalen Discus der Hinterflügel, Exemplare mit gelber Farbe an dieser
Parüe habe ich im Gebiete nicht gesehen; 22 cf, 40 $, 6 Larven liegen vor. Larven
im September.
Heteroptcrnis conloniana Sauss.
BiUopterms c. Sauss., Prodrom. Oedip. p. 125 (1884); HeteropUrnis c. Sauss.,
Addim. Prod. Oed. p. 46, 48 (1888). — Diese durch die dunkelbraunen, am basalen
Discus ockergelben (oder anilinroten) Hinterflügel und roten Hinterschienen von übrigen
im Gebiete vorkommenden Acridiodeen leicht erkenntliche Art war am Kihmandjaro
sehr gemein und wurde dort von der Steppe bis an die Bergwiesen oberhalb der Baum-
grenze angetroffen. Am zahlreichsten war sie in der unteren Kulturzone, im Mischwald
und in der Obstgartensteppe; in den Ansiedelungen der unteren Kulturzone beim
Flusse Fugga war sie im Sept. sehr gemein und sass dort gern im Sonnenschein auf dem
nackten, heissen Boden. Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone — Mischwald — Obstgarten-
steppe, Aug. — Dez. — Kiboscho auf den Bergwiesen, 3,000 m., im Febr.; 22 cT, 38 5-
Obgleich die meisten Exemplare heller oder tiefer ockergelbe Hinterflügel haben, giebt es
auch 3 5, die dort anilinrot sind. Ein cf bildet einen Übergang der beiden Formen,
indem die röthche Farbe an der Peripherie gelblich ist.
Wie DE Saussure (Addim. Prodr. Oedip. p. 47) richtig vermutet, ist das von StÄL unter dem Namen
H. pyrrhoscelis von der Sierra Leone erwähnte Exemplar mit H. hyalina Sauss. identisch.
Heteropternis kiliinandjarica n. sp.
Gesichtkiel etwas konvex, glatt, nach oben verengt, nach unten verschwindend,
gestreut eingedrückt punktiert, an der Ocelle eiförmig vertieft, das Grübchen oben ziemlich
breit, oval, nicht schmal und riemenförmig; dunkel; Kopf auf braungelblichem Grunde dicht
dunkelbraun punktiert und gesprenkelt; Fühler dunkelbraun mit hellen Ringen; Palpen
SJÖSTEDT, ACBIDIODEA. 176
gelb; Pronotum nach hinten verlängert, spitzwinkelig mit abgerundeter Spitze; Seitenloben
hinten fast gerade, kaum eingebuchtet; Hinterecke etwas stumpf abgerundet, Pronotum
diuikelbraun, spärlich und schwach gelblich geheckt und geflammt, Älittelkiel am ersten
üritlel durch die letzte Furche deutlich geteilt; Vorder- und Mittelbeine bis an die Krallen
dunkel gefleckt; Hinterschenkel aussen mit weissem Mittelfeld, mit durchleuchtenden
dunklen Flecken und dunkler Begrenzung der Platten; äusseres und inneres Feld der
Oberseite ziemlich einfarben dunkelbraun, äusseres Feld der Unterseite gelbhch, an den
Rändern mit einigen dunklen Punkten; Innenseite und das innere Feld der Unterseile so-
wie die Hinterschienen rot, am Gelenk sowohl Schenkel als Schienen z. T. schwarz;
Aussenseite der Hinterschienen oben blasser mit dunklen Punkten; der untere Sporn der
Innenseite sehr lang, ziemhch doppelt so lang wie der anliegende; der vordere Teil der
area media an der Mitte etwas breiter als der hintere Teil und mit parallelen Quer-
adern, welche hinter der Mitte mehr getrennt und schräg gestellt sind; Deckflügel hyalin,
besonders gegen die Basis stark dunkelbraun gefleckt und schatüert; am ersten und
zweiten Drittel ein grösserer heller Fleck, die Spitze weniger gefleckt; im Marginalfeld
die Flecke abgerundet, gross punktförmig, Discoidalfeld in der basalen Hälfte mit zwei
grösseren, glänzenden schwarzen Flecken, nach aussen einzelne kleinere Flecke in sowohl
dem vorderen als dem hinteren Teil der area media; Hinterflügel hyalin, an der Basis
rosafarben angehaucht, aussen mit dunkler Aderung. — Länge 25, Pronotum 5,5, Deck-
flügel 24, Hinterschenkel 15 mm. — Küimundjaro: Kibonoto, Obstgartensteppe, Dez.; 1 $.
Diese Art stellt der H. pyrrhoscelis StÄl aus Java und H. junodia Schult, aus Delagoa sehr nahe,
unterscheidet sieh aber von beiden durch das länger ausgezogene, hinten spitzwinkelige Pronotum. Von
junodia unterscheidet sie sich ferner durch die breitere, ziemlich ovale, nicht schmale Grube am Gipfel der
Costa frontalis und durch die Form des Scheitelgipfels, der hier konkav, nach vorn verengt mit geraden Seiten,
vorn ziemlicli breit, gerade abgeschnitten, mit abgerundeten Ecken, bei junodia nach vorn verengt mit ab-
gerundeter Spitze erscheint. Die Hinterflügel sind bei junodia hyalin, hier an der Basis rosa angehaucht.
Pycnodictya Galiaieri Reich. & Fairm.
Saussure, Prodrom. Oedipod. p. liß (1884). — Zwei (f und zwei 9 dieser schön
rotflügeligen aus Abyssinien beschriebenen Art liegen von der J/ct» -Niederung, Ngare na
nyuki, vor, wo eines im Nov., die übrigen im Jan. erbeutet wurden.
cf Länge 20 — 21, Pronotum oben 5,3 — 5,6 mm. breit und 6 — 6,5 mm. lang, Deck-
flügel 25 — 26, Hinterschienen 11 — 12 mm.
5 Länge 28 — 34, Pronotum oben 7 — 8 mm. breit und 8,3 — 9 mm. lang, Deck-
flügel 30,5 — 33, Hinterschienen 15 — 16 mm.
Hinferschienen oft bläulich, bei dem einen ^ mehr rötlich angehaucht. Zwei Larven
von demselben Ort, Jan., scheinen auch hinzu gehören.
Trilophidia aiiiiulata Thitnb.
Sauss., Prodrom. Oedip. p. 157 (1884). — Kilimandjaro: Kibonoto, unlere Kultur-
zone— Mischwald, Okt., Nov., Jan.; 3 $. Hinterflügel an der Basis etwas cilronengelb an-
gehaucht.
176 BJÖSTEDTS KILIMANDJAKO-MEEU EXPEDITION. 17: 7.
Acrotyliis patruelis Stuem.
Saussure, Prodrom. Oedip. p. 187, 190 (1888); Addim. o. c. p. 68 (1888). —
Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone — Steppe, Okt.; 2 (f, 1 $• Diese ähneln in Zeich-
nung und Grösse überaus mehreren vorliegenden, von Stäl zu A. insnhricvs Sc. ge-
führten Exemplaren aus dem Damaralande; nur die Fühler sind bei den Kilimandjaro-
Exemplaren länger (bei den cf resp. 8,3 und 6,8 mm). Pronotum ist ein wenig mehr
eingeschnürt und die Hinterlobe desselben bildet an den Seiten eine Art von abgerun-
detem Kiel, während bei der Damaraform die Seiten der Hinterlobe etwas mehr abge-
rundet erscheinen. Die Verschiedenheilen sind jedenfalls nicht gross, und Saussure sagt
auch 0. c. p. 189 von insnhricus: "ad A. patruelem transit". Die Kilimandjaro-Form
ist dunkel und scheint mit var. inßcita Walk. (Sauss. o. c. 1888, p. 68) zusammen-
zufallen.
Acrotylus longipes Chaep.
Oedipoäa l. Charp., Orth. descr. et depict. tab. 54. — Acrotylus l. Sauss., Prodr. Oedip.
p. 191 (1884). — Die meisten mitgebrachten Exemplare haben die Hinterflügel an der Basis
leicht gelblich, einige rötlich fingiert. Die gelbe Farbe kann bisweilen sehr schwach sein
und auch ganz verschwinden. Deckflügel: (f 16 — 18, § 19 — 21 mm. Die Zeichnung
stimmt gut mit der von Charpentier 1. c. gegebenen Abbildung überein, jedoch streckt
sich der basale dunkle Coslalfleck der Deckflügel hier bis an die Wurzel, wo er fein hell
geflammt ist. Die Art war an der ilfent-Niederung, Ngare na nyuki und an den Fluss-
pferdseen, im Okt.— Jan., besonders im letzteren Monat, häufig; 17 cf^, 16 $, 7 Larven.
Pj rgoinorpliidae.
Übersicht der Arten.
A. Grösser; Deekflügcl wohl ausgebildet oder nur zufällig kurz {Zonocerus elegnns forma hrai-lujptera),
in diesem Fall ist das Insekt grösser (L. zieml. 3ü mm.) mil gelbroten und schwarzen Fühlern.
a. Pronotum mit zahlreichen grösseren Höckern.
*. Hinterflügel rot mit breitem, braunschwarzem Band längs dem Hinterrand und an der Spitze.
9 L. 44, Deckfl. 37, Hinterschenkel 19 mm. Tapesia Anchieke.
**. Hinterflügel ohne solches breites, schwarzes Band.
§. Deckflügel einfarben, grün oder rötlich.
O. Hinterflügel hyalin. — Gross, fast einfarbig olivengrfln; Deckfl. zieml. 50, Hinterschenkel 28 mm.
Phytemnas oUvacea.
OO. Hinterflügel rot; die Spitze der Fühler gelb. Deckfl. 27 — 41, Hinterschenkel 15 — 21,5 mm.
Taplironota calliparea.
§§. Deckflügel blau, dicht gelb gefleckt, indem die Queradern breit gelb umsäumt .sind; Hinterflügel gelb-
rot, zieml. die vordere Hälfte dunkel gefleckt; Pronotum gelbweiss mit roten Höckern. Deckfl. 39 — 52,
Hinterschenkel 20 — 28 mm. Plnjmateus Hildehrandti.
aa. Pronotum eben, dicht eingedrückt netzförmig punktiert oder fein gekörnelt, ohne Höcker.
§. Fühler mit schwarzen und gelbroten Ringen; Körper und Beine gelb, gelbrot und schwarz, sehr bunt;
Deckfl. zieml. 30 (oder form, bmrhypfcra 10 — 14), Hinterschenkel 18 mm. Zonocerus elegcms.
SJÖSTEDT, ACRIDIODEA. 177
§§. Fiilili'i- ziiMiilich ciiifarbon grün oliiic scliwarzc odor gelbrotx; Hinge», Köi'ixt und (lii> sclniKilnn Deck-
flügel grün, rronntuni und Kopf naoli vorn allnüililich sehr verengt, llinterflügel liyalin, an der Basis
rot. Oockn. 28 — 30, Hinterscldi. 15 mm. Atractomorpha Aurivillii.
AA. Kleiner, nicht über iiO mm. Dcekdügel rudimentär oder fehlen ganz.
a. (!anz flügellos.
§. (Irnndfarbe dnnkelbrann. Knie unri Tarsen .^ehwarz ; Analanhängc schwarzblau.
Parasphena pulchripes.
§§. (Irnndfarlie heller, grün bis gelbgrün. Knie und Tarsen hell; Analanhänge gelblich.
Parasphena meruensis.
Taf. 7, Fig. 7—8.
aa. 3,5 — 5,5 mm. lange Deckflügel vorhanden.
*. Deekflügel 5, -5 mm., mit dem Innenrand einander berührend; Pronotum breiter als lang, dicht grob
höckerig; llinlersehenkel 8 mm. Chrotoqomis Varelai.
**. Deckflügel 3,5 — 4 mm., am Hüeken weit gelrennt; Pronotum länger als breit, dicht und fein ge-
körnelt; Hintersehenkel ca. 11 — 12 mm. Parasphena dubia.
Chrotogomis Varelai Bol.
Bolet. Soc. Esp. Hist. Nat. Vol. 4, lOO^, p. 94, 107. — Ein mit angeführter
Beschreibung im ganzen gut übereinstimmendes $ aus üsambara, Mombo, Juni; die
Spitze der Fühler ganz schwarz. L. 19, Pronot. 4, Deckfl. 5,5, Hinterschenkel 8 mm.
Die Art ist von Dar-es-Salaam beschrieben.
Tapesia Anchieta; Bol.
Monogr. Pirgom. p. 137. — Bolet. Soc. Espan. IV, p. 310 (1904-). — Ein ausge-
zeichnet schönes cf ^d. nebst zwei Larven, die letzteren von der Kibonoto-Steppe, Kili-
mandjaro, im Sept. erbeutet. Sie stimmt gut mit vorliegenden Exemplaren aus Kongo
überein. Bolivar beschreibt o. c. p. 310 eine nahestehende Art T. producta vom
Kilimandjaro.
Taphronota calliparea Schaum.
Peters Beise n. Mossamb. p. 130, Taf. VII, Fig. 2. — Boliv., Monogr. Pirgom. p. 129.
— T. porosa Stäl, Rec. I p. 19. — Es liegen zwei verschiedene Farbenformen, die
eine mit grünen, die andere mit weinroten Deckflügeln, vor. Von beiden habe ich
sowohl (f als 5 mitgebracht, die am selben Ort, oft sogar am selben Tag, untereinander
angetroffen wurden und ganz sicher derselben Art angehören. Das 5 ist beträglich grösser
als das cT- Bei der roten Form ist auch der ganze Körper rötlich angeflogen. Pronotum
ist in der Regel- einfarben, entweder grün oder bei den roten Formen dunkel rötlich, bei
einem cf und einem § der roten Forin an den Seiten stärker oder schwächer weisslich;
nur bei einem o^ der grünen Form ist Pronotum an den Seiten bläulich. Die rote
F'arlie der Hinterflügel ist bei den grünflügeligen Männchen etwas gelblich (wie bei T.
tha'/ephnra), bei den Weibchen mehr weinrot. Ein (f l^at jedoch noch stärker rote
Hinterllügel als die 5- Die Hinterschienen sind in der Regel grünlich, bei zwei c5^ hell-
gelb; die Tarsen sind rötlich, violett bis schwarz, die Wangen hinter den Augen mit einem
Sjösfedts KilimandjaroMerii Expedition. 17. 23
178 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 17: 7.
schwarzen Band. Ausgewachsene Exemplare haben bisweilen, wie oft die Larven, zwei
gelbe, breite Bänder längs den Seiten des Hinterleibs, sowie ein solches längs den Seiten
des Bauchs.
Mir liegt zur Vergleichung der Typus der T. porosa Stäl (5) aus dem Kaffernlande
vor, mit dem die meisten Kilimandjaro-Exemplare fast völlig übereinstimmen; die rote
Farbe der Hinterflügel ist bei ihm jedoch, wie an den vorliegenden cf, etwas gelblich, und
die gelbe Unterseite der Hinlerschenkel entbehrt fast immer die schwarzen Flecke, die
bei calliparea vorhanden sind, und welche Bolivar für so wichtig hält, dass er sie in der
kurzen Übersicht der Taphronoto- hvi^n (Monogr. p. 127) anführt. Bei der Kilimandjaro-
form sind solche schwarze Flecke bei 12 cf 2 ad. und 1 Larve nicht zu sehen, bei
zwei cf und 2 Larven sind sie dagegen unten, innen am Aussenrand, deutlich. Obgleich
sie also arthch ohne Bedeutung sind, scheinen sie bei dieser Form in der Begel nicht
vorzukommen.
5 ad., mit grünen Deckflügeln; Länge i? — 54, Körper mit Kopf il — 47, Deck-
flügel 36 — 41, Hinterschenkel 18 — 21,.5 mm.
5 ad., mit roten Deckflügeln; Länge 45 — 53, Körper mit Kopf 38— iO, Deckflügel
34—40, Hinterschenkel 18—20 mm.
(Z' ad., mit grünen Deckflügeln; Länge 40—41, Körper mit Kopf 32 — 33, Deck-
flügel 29 — 30, Hinterschenkel 16 mm.
(f ad., mit roten Deckflügeln; Länge 36 — 38, Körper mit Kopf 29 — 30, Deck-
flügel 27, Hinterschenkel 15 mm.
Kilimandjaro: Ivibonoto, Kulturzone, Febr. — April. — J!/i?r»-Niederung, Flusspferd-
seen, März; 14 Ex.: von der grünen Form 6 5, 3 (/; von der roten 2 $, 3 cf. Larven
(7 Ex.) im Jan. und Febr. — Sie fliegen ziemlich langsam und gern gerade aus.
Phyteuraas olivacea Kaesch.
BoL., Botet. Soc. Espan. IV, p. 402 (1904). — Zwei schöne $ dieser einfarben
olivengrünen Art von Mombo in üsanibara. fiänge 63 — 66, Körper mit dem Kopf 52 — 55,
Deckflügel 50—51, Hinterschenkel 27—29 mm.
Phymateus Hildebrandti Beunn.
Poecüocera morhillosa var. Gerst., v. d. Deckens Heise p. 35. — Phymateus Hikle-
hrandti Brunn., Bolivar Monogr. Pirgom. p. 120; Bolet. Soc. Espan. VI, p. 405 (1904). —
3 (/ und 3 $ dieser ausgezeichnet schönen Art vom Küimandjaro, Kibonoto, untere
Kulturzone (1 5) und von der J!fen«-Niederung, am Flusse Ngare na nyuki, Okt. — Nov.
Diese Art war schon von Gerst.^cker 1. c. vom Djipesee am Kilimandjaro angegeben.
Die 5 ähneln den o^, sind aber viel grösser.
$ Länge 63—75, Deckflügel 48—52, Hinterschenkel 26—28 mm.
(f > 50—54, » 39—42, > 20—22
Schwarz-gelbrot-bunte etwa 50 — 55 mm. lange Larven mit roten Knien und 13 mm.
langen Flügeln wurden im März und April sowohl in der Massaisteppe als in der Kultur-
zone bei Kibonoto angetroffen; 5 Ex.
SJÖSTKDT, ACRIDIODEA. 179
Zonoperus elegaiis Thunb.
BoLiv., Monogr. Pirgom. p. 113. -- v. Brunn, Mit. NoI. Mus. Ilamh. (18)
1901, ]). 251. Während gewisser Zeilen, im Jan. und Febr., trat diese Art in grossen
Mengen besonders in der Buschsteppe, im Mischwalde und, obgleich weniger, in der
unteren Kulturzone des Küinuindjdro auf und zwar fast immer die kurzflügelige Form
(forma hrarhi/ptera SxÄr,); nur zufällig gelang es mir, einzelne langtlijgelige Exemplare,
mit schön karmesinroten Hinterilijgeln, zu erblicken. Sie sitzen im Grase und auf nie-
drigen Gebi.ischen und sind sehr träge. Nimmt man sie in die Hand, sondert sie, wie
Coccinelleu, eine ziemlich iibelriechende F'liissigkeil ah.
Kilimandjaro: Kibonoto, Buschsleppe-Mischwald-untere Kulturzone, Jan., Fei)r. ; 13 Ex.
Die Art ist vorher von Küiby (Trans. Ent. Soc. 1902, p. 83) und Bolivar (Botet.
Soc. Espan. 1901, j). 418) vom Kilimandjaro angegeben.
P.arasi)lieiia pulchripes Geest.
SiAtenofinni pulchripes Gerst., v. d. Deckens Reise III, 2, p. 38, Taf. II, Fig. 7
(1873). ~ Parasphena p. Bol., Botet. Soc. Espan. IV, p. 440 (1904). — Am Kili-
mandjaro bei einer Höhe von 8,000 Fuss entdeckt, wurde diese flügellose Art von mir auf
den Bergwiesen angetroffen, wo sie bis an die äusserste Grenze der Vegetation bei etwa
4,000 m. vorkam. Am allgemeinsten war sie in der Ericinella-Region bei 3,000 — 3,500 m.
Die Grundfarbe der vorliegenden Exemplare ist dunkelbraun oder etwas olivengrün-
lich angehaucht, Kopf oben oft etwas ockergelblich, Stirngipfel bisweilen zinnoberrot, sonst,
ebenso wie die Oljerseite des Kopfes, Mundteile mit l'alpen und der unlere Teil des Epistoms
schwarzblau, seilen etwas heller, gelblich-grün angehaucht; Fühler schwarz oder mit grün-
lichem Schimmer, das 3. und 4. Glied bisweilen mehr oder weniger rot; Schenkel und
Schienen der zwei vorderen Beinpaare und die Schienen der Hinterbeine schön rot oder gelb
bis gri'mgelblich, die ersteren unten sowie alle Kniee und Tarsen schwarz; Hinterrand des
Pronotum mit oder ohne roten Saum; Hinterschenkel aussen heller oder dunkler grünlich ;
Hinterleib dreieckig zusammengedrückt, längs der Mille oben mit einer Reihe gelblicher,
triangulärer Flecke, auch der Hinlerrand der Segmente hinten gelblich gesäumt, entweder
vollständig, wobei der Hinterleib oben quer gebändert erscheint, oder abgebrochen, wobei gleich-
sam zwei Längsbänder entstehen; unten ist Brust und Hinlerleib gelblich, bisweilen etwas
rötlich, zwischen den Ringen dunkel, Spitze des Hinterleibs schwarzblau, bisweilen etwas
heller. Länge 20 — 27, Pronotum 3 — 4,s, Hinterschenkel 9,.'5 — 10 mm. — Küiniandjaro:
Kiboscho, auf den Bergwiesen, 3 — 4,000 m.; 6 $. — Ist auch vom Somalilande ange-
geben.
Parasphena iiicruensis n. sp.
Taf. 7, Fig. 7 — 8. — Wie es oft der Fall ist, so ist auch die oben erwähnte Kili-
mandjaro-Art am Meru durch eine sehr verwandte aber verschiedene Art vertreten, welche
dort sowohl in der Niederung als auf dem Berge, in der Kullurzone und im Regenwald in
Menge erbeutet wurde, während ich sie am Kilimandjaro nur in einzelnen Exemplaren ange-
troffen habe. Wie pulchripes ist diese neue Art flügellos, [rf $), die Farbe ist hellgrün.
180 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEETJ EXPEDITION. 17: 7.
bisweilen etwas gelblich oder olivengrün, jedoch immer viel heller als pulcJiripes, die
Kniee und Tarsen aller Beine sind rot oder grünlich, selten etwas dunkel schattiert, aber
nie schwarz; der Stirngipfel ist länger, obgleich nicht völlig so lang, wie bei dubia, von
der Seite gesehen etwas kürzer als die Länge der Augen, die Mundteile sind gelblich,
nicht schwarzblau, die zwei basalen Fühlerglieder gelblich, nicht schwarz, und die Dornen
oben an den Hinterschienen an der Basis hell, bei pukhripes (ad.) dunkel.
Das c/ ist kleiner und schmächtiger als das §•
cf^: Hellgrün, gelblich- oder ohvengrün, mit roten Hinterschienen und Hintertarsen,
gelbgrünen Vorder- und Hinterbeinen und einer grell roten Linie längs der Mitte des Hinter-
leibs; oft ist auch der Hinterrand des Pronotum sowie ein breites, etwas vor der Mitle
verengtes, hinten breiteres Band an der Oberseite des Pronotum, oder die äussere Be-
grenzung desselben rot; die ganze Unterseite des Kopfes, der Brust und des Hinterleibs
gelblich, bisweilen rötlich angehaucht, ohne dunkle Zeichnungen; ein schmales Band
hinter den Augen und seine Verlängerung längs dem Unterrand des Pronotum gelb mit
grossen runden Warzen ; die Oberseite des Kopfes wie das ganze Pronotum dicht mit nach
oben etwas kleineren, hellen Warzen bedeckt; Mittelkiel des Pronotum nur schwach
angedeutet, die beiden Querrinnen, an der Mitte und zwischen dem 3. und 4. Viertel, fein
aber deutlich bis an den gelben Endsaum, Hinterrand an der Mitte etwas winkelig, an
den Seiten seicht breit eingebuchtet, wie bei pidchripes ; Hinterleib oben mit Ausnahme
des roten Dorsalbandes entweder einfarbig grün, an den Seiten unten etwas heller, oder
unregelmässig etwas violett oder rötlich gefleckt; Fühler schwarz, die zwei Basalglieder
gelblich, die zwei folgenden oft rot, auch das Endglied etwas heller, bisweilen rötlich;
Vorder- und Mittelbeine sowie die Hinterschenkel einfarbig grün oder etwas gelblich oder
rötlich, die letzteren aussen mit heller grünen oder gelben, in Winkel gestellten erhabe-
nen Leisten; Analanhänge hell, beim § rn't braunen Spitzen.
cf Länge 13 — 19, Pronotum 3 — 4, Fühler 5 — 7, Hinterschenkel 9 — 11,2 mm.
$ » 20—25, » 4—5, » 5,5—6,2, » 11 — 12
Die Larven sind hell braungelb, fein dunkel punktiert und gefleckt, das gelbliche
Band hinter den Augen über dem Unterrand des Pronotum bisweilen sichtbar, Fühler
gelblich, nach aussen etwas dunkler ; Hinterschienen an der Spitze ein wenig dunkel
schattiert.
Jlfent-Niederung, Kulturzone, Regenwald 3,000 — 4,000 m. und mehr, 12 cs^, 25 $,
Dez., Jan. — KiUmandjaro, Kibonoto, Niederung — Kulturzone, 2 cf, 3 $, Jan., Sept.
Parasphena dubia I3ol.
Botet. Soc. Espan. IV, p. 440 (1904). — Zwei $ dieser kurzflügeligen Art liegen
von der Meru-K\edeTnng vor, wo das eine nördlich vom Berge, das andere am Flusse
Ngare na nyuki Ende Dez. und anfangs Jan. erbeutet wurden. Sie sind etwas verschie-
den, das eine grünlich, breiter (7 mm.), das andere bräunlich, schmäler (5 mm.). Der
Hinlerrand des Pronotum ist an beiden ziemlich gerade oder sehr schwach gebogen
(nicht »sinuatus») und die Hinterschienen nicht rot, sondern grünlich oder bräunlich.
8JÖSTEDT, ACKIDIODEA. 181
Analanhang, sowie auch ein Band liings dem Unterrand des Hinterleibs gelblich. Länge
27, Pronotum 5 — 5,«, Hinterschenkel 11,5^12 mm. ,
Atnictoiuorpha Aurivillii Bol.
Monogr. Pirgom. p. 64-. — Ein 5 vom Wombo in Usamhara, Juni. Stimmt mit
vorliegendem Typus aus dem KalTernlande fast völlig überein; nur die rote Farbe der
Hinlerllügel hat keine ganz so grosse Verbreitung, und die Flügel sind unbedeutend kleiner.
Körper mit dem Kopf 30, üeckilügel 28, J Unterschenkel 15,5 mm.
Opoiiialidae.
Übersicht der Arten.
A. Flügel kurz, reichen nielit bi.s zur Mitte des Hinterleibs. — Unterrand der Seifenlappen des Pro-
notum gerade, breit hellgesiiumt; lang und schmal, strohgelb, Ilinterschcnkd innen rot mit einzelnen
weissen Punkten; Zapfen der Vorderbrust schmal, konisch, gerade, etwas nach hinten gerichtet.
Meruana mjiiki.
Taf. 7, Fig. ö— 10.
AA. l''lügel normal entwickelt, reichen über den Hinterleib.
a. Fühler nach unten sehr verbreitert, flach, schwertförmig; Tryxalisähnlich, lang und sehmal; Kopf
lang ausgezogen, vor den Augen ziemlich so lang wie Pronotum. — Hintersehenkel innen rötlich,
am Oberrand mit einer Reihe schwarzer Winkelflecke ; $ Deckflügel ca. 37 mm.
Mesopsis laticornis.
aa. Fühler fadenförmig; Kopf normal, vor den Augen viel kürzer als Pronotum.
§. Zapfen der Vorderbrust oberhalb der Mitte stark, fast rechtwinkelig, abgerundet gebogen; Deckflügel
hyalin mit dunklen Adern aber ohne dunkle Flecke; Pronotum oben etwas gewölbt mit deutlichem
Mittelkiel und schwachen Seitenkielen, o^ L. 43, Deckflügel 33 mm. Oxyrrhepes procerus.
§§. Zapfen der Vorderbrust gleichmässig nach hinten gebogen; Deckflügel mit vereinzelten dunklen
Flecken; Dorsalpartie des Pronotum flach mit winkelrecht abgesetzten Seitenlappen, wodurch die
Seitenkiele deutlicher erscheinen; Mittelkiel nur durch eine feine, erhabene Linie angedeutet. L. 36 — 42,
Deckflügel 30 — 37 mm. Oralstes luridus.
Von diesen vier Arten bilden die zwei ersteren habituell einen Übergang zu Tryxa-
lida?, die zwei letzteren zu Acridiida\
Meruana n. g.
FasUgium verlicis oculis paulo brevius, supra excavatum, glabrum, carina mediana
distituta; tempora ultra medium fastigii extensa distincte punctata; facies cum cosla fron-
lali valde elevato-reticulata et grosse impresso-punctata; costa frontalis triangularis, plani-
uscula, marginibus paulo elevatis, retrorsum sensim sat ampliata; labrum sparsius im-
presso-punctatum ; Vertex ipsus fastigio verücis altior, convexus, ut gense levior, carinis
tribus indistinctis instructus; antennse sat graciles, ante medium paulo laliores et com-
pressa% longitudine capitis de fastigio ad mentum; pronotum valde elevato-reliculatum et
grosse impresso-punctatum, lateribus paulo-compressis, margine inferiore recto, margine
182 8JÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEU EXPEDITION. 17: 7.
antico et postico arcuaüs, poslico magis producto; pedes anteriores breves; femora postica
abdomine valde breviora; elytra dimidium abdominis vix (cf) vel non (5) attingenüa;
tuberculum prosternale rectum, declivum, paulo compressum, retrorsum altenuatum, apice
rotundatum; tibia? postica? extus spinis duodecim armata?.
(/■ Cerci recti, sensim acuminati, apicem lamina; supraanalis haud attingentes; la-
mina supraanalis ovaiis, concava, retrorsum paulo angustata, acuminata, medio sulco
longitudinali proi'undo marginis valde elevatis retrorsum convergenlibus instructa; lamina
subgenitalis valde compressa, retrorsum angustata, lamina supraanali haud duplo longior.
$ Lamina supraanalis compressa, dorso applanato, prsesertim parte superiore con-
cava, retrorsum angustata; valvuke genitales margine inermes; lamina subgenitalis triloba,
lobo intermedio longiore, lateribus oblique truncatis; cerci recti, brevissimi, sensim acu-
minati.
Inter Meta-pa Stäl et Tropidopoln Stäl locanda. ^ Gen. Metapcv maxime affinis
sed fastigio verticis (longitudine ut in Tropidopolo) breviore, elytris brevioribus, tibiis
posticis spinis duodecim armatis, fronte magis elevato-reticulata et grossius impresso-
punctato prfesertim differt. Gen. Tropidopolm quoque affinis elytris valde brevioribus,
facie valde elevato-reticulata et impresso-punctata, costa frontali triangulari, retrorsum
magis ampliata, marginibus minus elevatis, fastigii verticis carina destituta, forma tuber-
culi prosternalis, forma cercorum maris, valvulis genitalibus femina^ margine inermibus nee
denticulatis distinguenda.
Meruaiia nyuki n. sp.
Taf. 7, Fig. 9 — 10. — rf Kleiner und dunkler als das '^, bräunlich mit einem
weissen, ziemlich breiten Band von der Mitte der Unterseite des Auges nach hinten über
den Kopf und längs dem Unterrand des Pronotum bis zum Mesothorax, auch hinter den
Augen einige feine, helle Linien, Hinterschenkel aussen hell gelblich, innen rosarot mit
zerstreuten weissen Punkten; Hinterschienen längs der Unterseite schwarz, welche Farbe
etwas unter dem Gelenk abgebrochen ist. Das 5 ist heller, strohgelb, das weisse Band
längs dem Unterrand des Pronotum etc. nicht so scharf und die Flügel verhältnismässig
etwas kürzer; Fühler des 2 24-gliedrig.
cf Länge 31, Pronotum 5, Deckflügel 10, Hinterschenkel 13 mm.
$ » 42—43, > 6, ■■ 11— ll,r,, >> 16,5 — 17 »
3/er»-Niederung, Ngare na nyuki, Okt., Dez.; 1 (/, 2 $.
Mesopsis laticornis Krauss.
Mcsops laticornis Krauss, S. Ber. Akad. Wiss. Wien, mat. nat. Gl. I, 76, p. 49,
Taf. II, Fig. 13, 13 A.-H. — Mesopsis n. nom. Bol., Botet. Soc. Esp. Hist. Nat. VI,
p. 392 (1906). — Kilimandjaro, Kibonoto, Massaisleppe, März. — Jfer^-Niederung,
Ngare na nyuki, Dez., Jan.; 3 § ^d, 1 Larv. $• üie Larve ist einfarbig blass strohgelb
mit nur schwach angedeuteter roter Färbung unten an der Innenseite der Hinterschenkel,
1 Rec. Orth. I, 1873, p. 43; Bih. K. Vet. Akad. Handl. Bd b, N:o 4 p. 51, 97, 187t
SJÖSTEDT, ACEIDIODKA. 18;}
WO auch die schwai/en, winkeligen, kurzen Querstriemen schwach hervortreten. Die allen
sind bräunlich angehaucht, eine derselben noch dunkler, längs der Seite des Kopfes und
des Thorax braunschwarz, wodurch das unten begrenzende blassgelbe Band noch schär-
Icr hervortritt; die Fühler dieses Exemplars haben mehr als die obere längsgehende
Hälfte braunschwarz und die Deckflügel dunkler scliatliert, besonders an der Basis. Die
Art liegt auch von Owambo, Damara, N'gami und Caffraria vor.
Oxyrrhepes procerns Burm.
Berl. Ent. Zeit. 1891, p. 195 ^ o. c. 1893, ]). 113. — Die Dornen der Hinter-
schienen 12:12, Cerci an der Spitze kurz gegabelt. — Usanibara: Mombo, Juni; 1 cf.
Diese in Ost- und Weslafrika vorkommende Art ist u. a. auch von Korogwe nicht so
v/eit von Mombo bekannt (v. Brunn). Länge 43, Pronotum 8, Deckflügel 33, Hinter-
schenkel 23. r, mm.
Ora'istes liiridiis Kaksch.
Stett. Ent. Zeit. 57, p. 289, 1896. — Die letzte Querrinne des Pronotums ist beim
c/" und $ hier gleich, und zwar wie Karsch für das cf angiebt.
cf Länge 36—36,5, Pronotum 6,s- 7, Deckflügel 30 — 31x5, Hinterschenkel 21^^22 mm.
? 12, > 8, . 37x6, » 26
üsambara: Mombo, Juni; 3 cf , 1 $.
Pamphagidae.
Xiphicera atrox Geest.
PanipJiagus atrox Gerst., v. d. Deckens Reise O.-Afr. Ins. p. 42, Taf. II, Fig. 9
(1873). — Ein mit angeführter Beschreibung und Abbildung gut übereinstimmendes $
wurde am 28. März in der Massaisteppe, Kibonoto-Niederung, Kilimaiidjaro, erbeulet.
Die abgeplatteten, breiten Fühlerglieder sind z. T. — die unteren — zusammengeschmolzen
und ihre Begrenzung dadurch bisweilen schwer zu unterscheiden.
Acridiidae.
ilbersicht der Arteu.
A. Flügel normal entwickelt, reichen an oder hinter die Spitze des Hinterleibs.
a. Zapfen der Vorderbrust spitz kegelförmig, nie gerade, sondern mehr oder minder knieförmig gebogen,
stark nach hinten gerichtet, lang, mit der Spitze den Vorderrand der Mittelbrust berührend oder
diesem aufliegend ; grosse bis sehr grosse Arten.
A- Das ganze Basalfeld der Hinterflügel rot; die grösste und stattlichste Art des Gebiets. L. 56 — 75,
Deckflügel 53 — 74 mm. Acridium magnificum
var. Orientalis.
AA- Hinterflügel hyalin.
O. Mittelkiel des Pronotum gelbweiss, scharf gegen die anliegende dunkle Partie abstechend.
184 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEBU EXPEDITION. 17: 7.
f. Randfeld der Deckflügel mit einer Reifie scharf hervortretender, schwarzbrauner, runder Flecke ;
auch die dunklen Flecke des Discoidalfelds sehr deutlich, die inneren gross, abgerundet; Seiten-
lappen des Pronotum unter dem viereckigen, nach hinten erweiterten weissen Fleck, mit einem
grossen, unten hell begrenzten schwarzen Fleck; Mittelkiel des Pronotum nur eine feine, längs der
Mitte eines gelblichen Bands laufende, erhabene Linie bildend; grosse und schöne Art. Deckflügel
45 — 68 mm. Arridium tafaricum.
ff. Randfeld der Deckflügel ohne, oder mit nur schwach angedeuteten, dunklen Flecken; auch die
dunklen Bänder und Flecke des Discoidalfelds schwächer; die ganzen Seitenlappen des Pronotum
hell, unten ohne schwarzen Fleck. Mittelkiel des Pronotum breiter, vom ganzen oberen Teil der
etwas dachförmig zusammengedrückten Dorsalpartic gebildet; im allgemeinen Aussehen der vorderen
Art sehr nahestehend. Acridiiim citrinum.
OO. Pronotum einfarbig braungelb, oben etwas ro.strot, ohne hellen Mittelkiel. Äcridimn fulvum.
Taf. 7, Fig. 11.
aa. Zapfen der Vorderbrust von verschiedener Form, aber nie spitz kegelförmig mehr oder minder knie-
förmig gebogen und mit der langen Spitze den Vorderrand der Mittelbrust berührend oder diesem
aufliegend.
§. Lappen der Miltelbrust länger als breit, mit geradem Hinter- und Innenrand, die mit einander einen
spitzen Winkel bilden, nach hinten verbreitert; Pronotum vor der Mitte stark eingeschnürt. — Gelb
oder fleischrot mit stark dunkel gefleckten Deckflügeln, gross, Deckflügel 50 — ß5 mm. Wander-
heuschrecke. Schistocerca peregrina.
§§. Lappen der Mittelbrust quer, höchstens so lang wie breit, ihr Inncnraiid gebogen, mit dem Hinter-
rand einen stumpfen oder gerundeten Winkel bildend.
A- Hinterschienen am oberen Anssenrand ohne Enddorn, nur mit zwei Sporen, die dadurch vom unter-
sten Dorn des Aussenrands breit getrennt sind.
O. Mittelkiel des Pronotum sehr hoch, komprimiert, kammförmig, mit stark gebogenem Oberrand;
Hinterflügel innen azurblau. — Deckflügel cT 26 — 30, 9 41 — 45 mm. Abisares viridipennis
var. nzuren.
OO. Mittelkiel des Pronotum niedrig mit geradem Oberrand, oder nur als eine, zum Teil oft verschwun-
dene, erhabene Linie angedeutet.
f. Pronotumrücken unter Bildung deutlicher Seitenkiele oder wenigstens deutlich winkelig in die Seiten-
lappen übergehend; Deckflügel mit grösseren dunklen Flecken.
[J. Hinterflügel hyalin, oder schwach blau oder gelb angehaucht, nicht rot.
*. Die inneren Sporen an der Spitze der Hinterschienen normal gebildet, krallenähnlich gebogen.
J?. Seitenleisten des Pronotum nur bis an oder etwas hinter der letzten Querfurche deutlich ; Hinterteil
des Pronotum oben nur an den Seiten dicht eingedrückt punktiert, in der Mitte, in der braunen
Partie, matt, eben.
_o.. Grösser; Hinterflügol hyalin, schwach blau angehaucht. Deckflügel o^ 22, 9 ■iO mm.
Euprepocnemis coerulescens.
,0.21. HinterOügel hyalin oder schwach gelb angehaucht; Deckflügel c/' 16 — 19, 9 23 — 30 mm.
Hinterschienen dreifarben, gelb, blau, rot. Eiqireponwmis plorans.
^ji- Seitenleisten des Pronotum bis an den Hinterrand deutlich, nach vorn etwas konvergierend; etwa
die halbe hintere Partie des Pronotum zwischen den Seitenleisten, hinter der letzten Querfurche,
dicht eingedrückt punktiert und retikuliert, der übrige Teil samtbraun, matt, eben; Hinterbeine sehr
lang. Hinterschenkel d" 20,5, 9 27 — 30; Hinterschienen cf 19, 9 22—26 mm.
Tyloiropidhis Gaugeri.
**. Der untere innere Sporn der Hinterschienen sehr lang und ziemlich gerade, mit einem braunen
konischen Höcker oben etwas vor der stark behaarten Spitze des Sporns; kräftig gebaute, plumpe
Arten.
R.TÖSTEnT, AfRIDIODKA. 185
O. llint(M-srlu'tiki'i iiuii'ii nc'llilich ; 1 linlci'si-liii'iu'ii i'(illicli mlrr clwrts vicilcll. I)('rklhit,'i'l cf 17 — li),ö,
^ 22 — 2G iiirii. CnlopfeiiopsiN latlros/d.
OO. lliiiliM-scIii'iiki'l iinii'ii i-dl; lliiilcrscliii'iii'H wiK/lisLicIl). I)i'<-klliigel (f 2'i, $ Sä mm.
Calopteiiopsis sperioaa.
Taf. 7, Fis. 17.
QQ. Iliiilcrlliii;!'! s,'iiiiz (idcr /.. T. rol.
§. llintcrlliiiicl iimcii iinilin- oder nisarnl ; lliiilci-sclicnkcl aiin'allcnil dick nimc yclbe liiiiidcr; llinlcr-
.^rlncncii wacdisijclli. Dcckllü^cl $ 27,5 — 30 mm. Call ipfimms memensis.
Taf. 7, Fig. 16.
§§. I liidcrlliii;!'] mrmiiLjriil ; 1 liiil('rs(dicid<('l zirndiidi si'limal, niil drei g(dl>('ii lÜindern ; Hinlcr.^rdiicncM
lilaii, an diT Basis iiul einem iielbeii, an beiden Seiten von sidiwarz umgebenen Hing. I)e(d\fliigel
(f 21 mm. Eujjrejjociiemin coenilipe.i.
TT. Prnnotiim nben llacb gewiilbl, ohne Seilenkiele in die Seib'iila|)]ien liix'rgehend ; Dpekfliigel ganz
lle(d<enlos o(b'r mit äusserst feinen ibiid;leii Zei(dinungen, nie mit grösseren, dunklen Fleeken;
Oberseite des l'ronotum überall glei(dimässig dicht eingedrückt punktiert, ohne holle Seitenbänder.
O. liiiiterfliigel mennigrot; Hinterseliienen blau. Deckllügel o" 2-i— 25, 9 32 mm.
Cafaidnpf: viriditlntt.
OO. llinlerMügel und Hintersr-hienen von anderen Farljen.
,A. llinterschenk(d mit einer gn'isseren oder geringeren Anzahl scliwarzer Flecke.
f. Ilinlerllügel diMitliidi gelb angehaucht; llinters(dnenen gellilich, mehr oder weniger diud<el angehaucht,
ausserhalb der Hasis nut einem tleutliidien, gelblichen Hing. Deckllügel cf' li — 17, 9 19 — 20,6 mm.
Catmifopn ileroratus.
TT. liinlei-lliigei h\alin niil dunklen Adern.
O. Aussenseite der Hinterselieiik(d mit zwei schräg gestellten schwarzen Bändern, die (|uei- über die
Oberseite der Schenkel fortsetzen. Deckflügei a^ 17,5—10, $ 21 — 24 nmi.
( 'atantops melaiwstUiitf;.
OO. Aussenseite der 1 Unterschenkel nut einem längsgehenden schwarzen liand, das bisweilen durcdi eine
helle Linie geteilt sein kann; area superoextei-na der llinterschenke! (ihne dunkle liänder. Deck-
flügel (^ 15 — 16, 9 17 — 21 mm. ('atantops humeralis.
AA- Hinterschenkel ohne schwarze Flecdie, nur area inferoexterna dunkel; Hinlerschienen rol, llinter-
Hügel bernsteingelb angehaucht; Aussenseile der llinlerschenkel in der Hegel ungefleckt. Deckllügel
cT 10,5 — 11, 9 12,5 — 12,8 mm. f'optacra succiiiea.
lili. Hinterschienen am oberen Aussenrand nnl Enddurn, dicht an der Seite des oberen Sporns; kleinere
Arten. Deckflügei etwa 13 — 19 mm.
O. Zapfen der VorderbrusI cvlindrisch, zugespitzt. Oxya serntJafa.
var. minor.
OO. Zapfen der Vordei'brust abgeplattet, nach aussen verbreilert, auj Unterrand ansgerandet (spatelfürmig).
Spathost ern ii ni ri igrotivn iatinii .
AÄ. Hügel kürzer als die halb(^ Länge <_lcs Hinlerleibs (Jtler fehlen vollständig.
*. Deckflügel kurz, lappenförmig, aber deutliidi.
O. (iesi(dit glatt, nur spärlich eingedrücki puid<liert; cosla frontalis abgernnilel, nur an der Ocelle etwas
eingedrückt; Fronotum oben flach gewölbt mit deutlichem .Mittelkiel, dunkelbraun mit hellen Rändern;
Zapfen der Vorderbrust abgeplattet, am Ende breit abgerundet; Fühler des o" an der Spitze kanim-
förmig. L. 11 — 27 mm. Pareiiprepocnemis cundator.
Taf. 7, Fig. 12—13.
OO. Gesicht dicht eingeilrü(d\l pnnklierl und relikuliert; cosla frontalis der Länge na<di deutlich gefurcht
mit scharfen Händern; Pronotum oben etwas ihuddörnug zusanunengedrü(dit ; Zapfen der Vorder-
brust kurz, konisch zugespitzt; Fühler di's (y fadenförmig wie beim 9' L- 12 — 20 mm.
Parepistaunis deses.
Sjöstedti KilimandjaroMeru Expedition. ]7. 24
186 SJÖSTBDTS KILIMAND.TAROMERU EXPEDITION. 17: 7.
* *. Flügellos.
§. Zapfen der Vorderbrust blattdünn, kurz quer rektangulär mit geraden Seiten und breit abgeschnit-
tenem, geradem Unterrand. — Sr-lipitelgipfcl horizontel, mit gebogenem Vorderrand. L. 15 — 20 mm.
Lralidium hwmatoscelis .
§§. Zapfen der Vovderlirnst lieini 9 blasenartig gewölbt, niedrig und dadurch kaum als Höcker zu er-
kennen, beim c/' etwas hoher, von den Seiten viereckig zusammengedrückt, mehr höckerähnlich.
*. Area interoexterna der Hinterschenkel glatt. L. 9 — 18 mm. Lentida modicicnis.
Taf. 7, Fig. 14—16.
**. Area inferoexterna der Hinterschenkel erhaben netzadrig. L. 17 mm. rsanihiUa oUracea.
Acridinin (Cyrtacautharis) magiiificnm Bol.
var. Orientalis ii.
Von der Hauplform Aeridium magnificnm Bolivar (Jörn. Scienc. Mat. Ph. Nat. etc.
1881, p. 113; 0. c. 1889, p. 157 und Fingt, Ann. Soc. Ent. Franc. 1907, p. 303 u. 346)
liegen drei westafrikanische Exemplare, von denen zwei von den scliwedischen Missionaren
Laman und Sjöholm in Congo eingesammelt worden, vor, die sich alle von den 15 mit-
gebrachten Kilimandjaro-Exemplaren durch die cinnoberroten Hinterflügel unterscheiden,
während die entsprechende Farbe bei der ostafrikanischen Form viel violetter, wein- oder
anilinrot, erscheint. Da dies konstant zu sein scheint, habe ich die ostafrikanische
Form als var. orientalis bezeichnet. Auch ist die dunkelbraune Farbe am Kopf, Thorax und
an den Deckflügeln bei der Hauptform mehr rostrot angehaucht. Die Hinterschienen der
Kilimandjaroform sind oft etwas stärker violett. Die Zeichnung der Deckflügel ist dieselbe
und variiert etwas an beiden Formen, indem oft nur die zwei mittleren weissen, schräg
gestellten Bänder deuthch als solche hervortreten; das innere bildet oft nur einen Fleck
und das äussere, vierte, gleicht oft den übrigen hellen Bändern oder Flecken an der Spitze
der Deckflügel. An beiden Formen sind, ausser den zwei Bändern jederseits am Gesicht,
auch die Mittelpartie desselben dunkel, bläulich, entweder ziemlich einfarben oder vier
feine von hell begrenzte Striemen bildend.
Von A. rubdlum Serv. unterscheiden sich beide Formen durch die Farbe der
Seitenlappen des Pronotums, welche einfarbig dunkel sind, luir mit braungelbem schmalem
Saum, besonders hinten, und einigen kleinen etwas helleren gelbliclien Flecken an den
Seiten, während bei rubellum die ganze untere Vorderecke des Pronotums, der Saum
hinten und ein nach hinten breiteres obereres Seitenband weisslich erscheinen.
cf Länge 56—62, Pronotum 13—14, Decküügel 53—58, Hinterschenkel 29- 32 mm.
$ » 69—75, 16,5 — 19, > 70—74, » 40—44 »
Die Subgenitalplatte des cP ist zugespitzt, 5 mm. lang.
Hierher gehört wahrscheinlich die von v. Brunn (Mit. Nat. Mus. Hamb. 1901, p. 256)
unter dem Namen Aeridium äff. maynifieum Bol. von Ostafrika erwähnte Form.
Diese stattliche, die grösste im Gebiete vorkommende Heuschrecke gehört besonders
dem Mischwalde und der Obstgartensteppe an, wo ich sie dann und wann in einzelnen
Exemplaren antraf. Sie fliegen gut und ziemlich lang, sind bisweilen recht scheu und
nicht immer leicht zu fangen. Sie sind auch sehr kräftig und zerstören oft die Flügel-
SJÖ8TEDT, ACBiniODEA. 187
spitzen, falls man sie nicht sofort groift, wenn sie ins Fangnetz gekommen sind. Durch
ihre Grösse und grell leuchtenden Ilinterflügel, sowie durch das ziemlich starke Geräusch,
das sie beim Auffliegen verursachen, lenken sie leicht die Aufmerksamkeit des Reisenden
auf sich. — KüinuoiiJjitro: Kibonolo, untere Kulturzone — Niederung, Febr., Aug., Sept.,
Okt.; 4- c/, 11 ?.
Acridiiim (Cyrtacaiitliacris) tatiiriciiiu h.
Fingt, Sur le genre Acridiuni. in Ann. Soc. Eni. France LXXVl, p. 813, 328, 345
(1907). — KilinKiiKlJaro: Kibonoto, untere Kuiturzone— Mischwald — Steppe, Sept. —
J/^r«-Niederung, Ngare na nyuki, Nov., Dez.; 7$. Diese grosse, schöne, weil verbreitete
Art war im Gebiete ziemlich gemein.
Acridiuni (Gyrtacaiitliacris) citrinuin Skkv.
FlNOT, Sur le genre Äcr/<//inii, in Ann. Soc. Eni. France LXXVl p. 275 u. 344
(1907). — Kilimandjaro: Kibonoto, Kullurzone — Niederung, Febr., April, Aug., Sept.,
Okt., Nov.; 4 c/', 9 $. Gehört typisch der Kullurzone des Berges an, wo die meisten
Exemplare erbeutet wurden, wenn man auch einzelne dann und wann im Mischwald
oder in der Obstgartensleppe antreffen konnte. Diese Art ist bisher oft von Ostafrika
unter dem Namen ruficornis Fabr. erwähn! worden. Wie aber Kirby und nachher 1. c.
Fingt nachgewiesen haben, ist nfrinus durch die graublauen, bei ruficornis rötlichen
Hintertibien von der westafrikanischen ruficornis Fab. verschieden. Bei allen vorliegenden
Exemplaren sind die Hinterschienen graublau, unten etwas gelblich.
Acrldium (C.yrtacanthacris) fulTum n. sp.
Taf. 7, Fig. 11. — cf Braungelb mit bläulichen Hinterschienen, einfarbigem Kopf
und Thorax, dunkel gefleckten Deckflügeln, hyalinen, etwas gelbbräunlich angehauchten
Hinterflügeln und aussen etwas dunkelgefleckten Hinterschenkeln. — Gesicht matt, ein-
farbig braungelb mit vier deutlichen Kielen, die äusseren nach oben etwas konvergierend,
die mittleren parallel, nach oben kaum bemerkbar konvergierend mit zwischenliegender
Partie, besonders nach oben, eingedrückt punktiert; Fühler gelbbräunlich, 28-gliedrig;
Pronotum einfarbig braungelb, ohne Flecke oder Ränder, oben besonders nach hinten
etwas rostfarbig, dachförmig zusammengedrückt mit ziemlich hohem und schmalem,
dunklem Mittelkiel; die drei Querrinnen sehr deutlich, die hintere etwas hinter der Mitte
des Pronotum, das Band zwischen den zwei ersteren Querrinnen schmäler als das
zwischen dem 2. und 3. ; oben ist Pronotum fein gekörnelt, seitlich an der Metazona
dicht netzförmig eingedrückt, vor dieser Partie ebener und etwas gekörnelt; Vorderrand
des Pronotum etwas ausgezogen, abgerundet, breit stumpfwinkelig mit aufgeworfenen
Rändern; von oben gesehen ist Pronotum leicht bogenförmig verengt mit der mittleren
Querlinie als Centralpartie, Metazona deutlich aber nicht viel breiter; Deckflügel braungelb,
nach aussen mehr hyalin, Älarginalfeld vor der vorderen Radialader mit etwa acht
kleinen dunklen Flecken, Mediastinalfeld fast ohne Flecke; Diskfeld mit folgenden dunklen
Zeichnungen: ein ziemlich 3 mm. grosser abgerundeter Fleck 12 mm. vor der Flügel-
188 SJÖSTEDTS KILIMANDJAKO-MERtr EXPEDITION. 17: 7.
basis, zwei schräg quer über dem Feld gestellte dunkle Bänder 20 resp. 30 mm.
von der Basis; die Spitzpartie mit einzelnen dunklen Flecken, von denen zwei etwas
grösser; Hinterflügel hyalin, bis zur Spitze schwach aber deutlich gelbbräunlich ange-
haucht; Vorderbeine braungelb, mit aussen etwas bräunlich oder bläulich schattierten
Schienen, auch die Tarsen dunkler; Älittellieine einfarbig braungelb mit bräunlichen Tar-
sen; Hinterschenkel braungelb, die schräg gestellten Platten des äusseren Mittelfeldes längs
Ober- und Unterrand mit schwarzbraunen kleinen Blecken, zwei abgebrochene Bänder
bildend; oben die Hinterschenkel etwas heller braungelb, an der Basis mit einem schwarz-
braunen Fleck; auch vor der Mitte ein schwach angedeuteter dunkler Fleck, wie
auch die Spitzen etwas dunkel angehaucht erscheinen; Hinterschienen bläulich, unten
gelblich; Dornen 6:9 gelbweiss mit dunklen, rötlichen Spitzen; Prosternaldorn und Sub-
genitalplatte wie bei dtnnns, der erstere gelblich, gross, gebogen, über den vorderen
Mesosternalrand reichend; Cerci von aussen gesehen schmal, dreieckig, mit feiner einge-
bogener Spitze; Subgenitalplatte zuerst gerade, dann in stumpfem Winkel schräg nach
oben gerichtet, nach aussen etwas breiler, in der Spitze dreilobig. Länge 45, Pronolum
IJ, Deckflügel 50, Hinterschenkel 27, Hinterschienen 24, Subgenitalplatte hinten 4 mm.
— KUiinan<lj(iro: Kibonoto, KuUurzone, April; 1 (f.
Scliistocerca peregriua Ol.
L. Sander, Die Wanderheuschrecken und ihre Bekämpfung in unseren afrikanischen
Kolonieen, Berlin, S. 137, 1902. — Die im Gebiete stationären Exemplare, welche sich im
Nov. und Dez. zeigten, waren citronengelb, und wurden meistens nur in einzelnen Exem-
plaren angetroffen, und zwar besonders in den Umgebungen der Berge, im Mischwald
und in der Busch- und Grassteppe. Höher auf den Bergen hinauf habe ich sie nicht
beobachtet. Im Febr. aber traten grosse, zerstreute, von anderen Gegenden kommende
Schwärme von Wanderheuschrecken auf, die hoch in der Luft fliegend sich oft sogar auf
den Bergwiesen, zwischen 3 — 4,000 m., niederhessen. Diese gehörten der roten, wohl
jüngeren Form an. Als ich Mitte Febr. durch den Begenwald hervordrang, um die
Bergwiesen zu erreichen, flogen solche zerstreut überall in den Erosionstalen hin und
her, fast wie Aeschniden, oder Hessen sich auf Bäumen und Gebüschen nieder. Auch
im Regenwald des Meru habe ich sie bei etwa 3,000 m. oder höher beobachtet. —
Küimandjaro: Kibonoto, Kiboscho, Steppe — Bergwiesen, Nov., Dez., Febr. — Meru,
Niederung— Regen wald; 16 Exemplare.
In Dr. Sanders oijen citierlem ausgezeichnetem Werk ist diese Wanderheuschrecke
(p. 14) auch vom Kilimandjaro-Merugel^iete angeflUirt worden.
Abisai'es viridipenuis Bukm.
var. aziirea n.
Handb. Eni. II, 2, 1838, p. 626. — Bol. Jörn. Mat. Phys. Nat. Lisboa, 1890,
p. 165. — Karsch, B. E. Z. 1893, p. 93. — v. Brunn, Mitth. Nat. Mus. Hamb. 18,
1901, p. 257. — Alle im Gebiete beobachteten Exemplare dieser Art haben zart azur-
SJÖSTEDT, ACKinionEA. 189
blaue, iiiclil itiUnliche, FarbuiiiK dw llintcrflügel, welche Form hier konstant zu sein
scheint. Es scheint mir darum hcieclitigt, diese Form als eine besondere Varietät auf-
zustellen.
(f Länge 25-28, Pronolnm 5,5 — (5, Deckfli'igel 26, r, — 30, Hinlerschenkel 13,5 — 15 mm.
$ » il - 55, - 9-9,5, » 4-1—45, » 21 — 22
KilimaiKljdfo: Kibonoto, Kulturzone, Febr. — April; 5 'cT, 5 $ ad, i-S Larven vom
Dez. — März, eine solciie auch von der iVe/V(-Niederung. Sie sind blassgrün oder dicht,
fein braun punktiert oder marmoriert.
Eiii>rei»ociieiuis ploraus Chakp.
Orlh. descr. el dt'pici. lab. 47. — Im Okiober und November war diese vom südl.
Furopa bis nach Zaiizibar, Madagaskar, Gabun u. s. w. verbreitete Art am Kiliiiunuljaro,
von der Steppe bis zur Kullurzone äusserst allgemein. Am häufigsten war sie in der
Niederung, Mischwald Steppe im Aug. und Oktober; einzelne Exemplare wurden auch
im März und August, sowie auch einige in der Steppe nördl. vom 3Ieru im Dezember,
gesehen. 42 (f, 37 5, ^0 Larven mit einfarbig gelblichen Hinterschienen. Alle ausge-
wachsenen Exemplare haben rot-blau-gelbe Uinlerschienen.
Euprcpocneinis cocrulesceus Stäl.
Ausser der grossen Anzahl Exemplare der vorigen Art liegt aus dem Gebiete ein Eu-
prepoeneutis-'^ vor, das mit den von Dr. M. v. Brunn (Millheil. Nat. Mus. Hamb. 1901,
p. 264) unter dieser Art angeführten $ gut übereinstimmt. Es ist elwas kleiner und
steht dadurch dem cf noch näher. Auch hier sind die Hinterschienen einfarbig, bräun-
lich fleischfarben, schwach lila angehaucht, die Deckflügel stark gefleckt, die Hinterflügel
hyalin, leicht bläulich angehaucht. Einen fast gleichen Unterschied in der Grösse zwischen
cf und 5, wie Dr. v. Brunn zwischen den von ihm als wahrscheinlich zusammengehörigen
angesehenen (f und 5 des E. coerulescens anführt, haben wir z. B. auch bei Abisares
vimlipcHnis. Von Eiiprepocnemi.s sonuiUeas Rehn (Proc. Acad. Philad. LIII, 1901, p. 377),
dem es in der Grösse gleicht, unterscheidet es sich u. a. durch die drei, nicht zwei,
deuthchen, über den Kiel gehenden Querrinnen des Pronolum. L. 47, Pronotum 9,
Deckflügel 40, Hinterschk. 29, Hintersch. 26, Fühler gelb, ziemlich 17 mm. — Merii-
Niederung, Flusspferdseen, Dez.; 1 $.
Euprepocuemis coerulipes n. sp.
Steht Eaprepociiemis fCaloptennsJ pulchripes Schaum [Pelers Reise Mossamb. V,
p. 138, Taf. VII yl, Fig. 7 (5)] nahe. Die Hinterschienen ausserhalb des gelben Rings
sind hier jedoch hellblau, nicht rot etwas ins Violette fallend, am gelben Ring schwarz, die
Grundfarbe der Hinterschenkel zwischen den drei gelben Rändern dunkelbraun, schwach
grünlich angeflogen; auch die übrige Grundfarbe, am Kopf und Körper, dunkelbraun;
Gesicht jederseits mit einem breiten gelben Band von der Ocelle bis an die Spitze der
Oberlippe, auch hinter den Augen ein gelber Fleck; Fühler unten dunkelbraun, oben hell,
190 SJÖSTEDTS KIIilMANDJAEO-MERTJ EXPEDITION. 17: 7.
gegen die Basis etwas dunkler, bräunlich; Hinterfliigel mennigrot, vorn und an der Spitze
etwas bräunlich angehaucht. Die Dornen der Hinterschienen 10 — 11 innen blau, aussen
hellgelb, an der Spitze schwarz. Cerci gleichbreit, etwas einwärts gebogen, die äussere
Hälfte stark abgeplattet, schräg nach unten gerichtet, aussen etwas konkav. — Länge 38,
Decktlügel 21, Hinterschenke] 18, Hinterschienen lö mm. — Usdnibara: Mombo, June
1906, 1 cP-
Tylotropidius Gaugeri Schult.
Bull. Soc. Vaudoise XXXV, 1899, p. 209, 210, Fig. 3. — luUmandjaro: Kibo-
noto, Kulturzone, Sept.; 1 5- Etwas grösser als die 1. c. von Accra und Delagoa be-
schriebenen $. L. 38, Pronotum 7, Deckflügel 30, Hinterschenkel 30, Hinterschienen
26 mm. Die Deckflügel enden 5 mm. vor der Spitze der Hinterschenkel. Habituell an
Euprepocnemis plorans erinnernd, aber mit verschiedenem I/'ronotum, viel längeren Hinter-
beinen, mehr abfallendem Gesicht und einfarbigen Hinterschienen.
Pareui»repociieiuis cunctator Karsch.
Taf. 7, Fig. 12—13. — Ent. Nachr. 1900, p. 283. — Küimandjaro: Kibonoto,
Kulturzone— Steppe. — ifi?r?<-Niederung, Ngare na nyuki. — Usambam; 9 (/, 11 5;
Jan., März, April, Aug. — Nov.; Larven im Sept. — Oktober.
c/' Länge 14 — 20, Pronotum 3,8 — 5, Deckflügel 3,5 — 5, Hinterschenkel 9 — 11 mm.
5 23,5 — 27, » 5,3 — 5,9, » 5,5 — 6, » 14 — 15 »
Ausgezeichnet durch die an der Spitze wie kammförmigen Fühler des cf; Hinter-
schienen blutrot.
Parepistaurus deses Kaesch.
Stett. Ent. Zeit. 1896 (57), p. 305. — v. Brunn, Mitth. Naturh. Mus. Hamburg
1901, p. 259. — Küimandjaro : Kibonoto, Kulturzone — Niederung, hauptsächlich in den
Bananenfarmen der Kulturzone. — if<?>-n-Regenwald, etwa 3,000 m.; Jan. — April, Aug.,
Okt., Dez.; 9 a^, 13 ?.
cf Länge 12 — 13, Pronotum 3,3—4, Deckflügel 2,3, Hinterschenkel 8,5—9,5, Hinter-
schienen 8 — 8,5 mm.
5 Länge (mit Anhängen) 18 — 20, Pronotum 4,5 — 5, Deckflügel 3,2 — 3,6, Hinler-
schenkel 10,5 — 12,5, Hinterschienen 10 — 11,5 mm.
Diese Art ist vom Kilimandjaro beschrieben worden. Sie variiert etwas in der
Farbe; die Grundfarbe ist bisweilen sehr hell braungelb, ockergelblich, sonst etwas
dunkler; die Hinterschienen sind fast immer hell korallenrot, an der Basis oft mehr gelb,
selten fast ganz gelblich; Thorax und Hinterleib unten, sowie area inferio-interna der
Hinterschenkel stärker und schwächer rot; der schwarze Saum am Aussenrand der Deck-
flügel bisweilen sehr deutlich, schwarz, glänzend, bisweilen fast verschwunden.
Ixalidinm hiPinatoscelis Geest.
Deckens Reise O.-Afr., p. 47, Taf. III, Fig. 6 u. 6 o. — Kilimandjaro: Kibonoto,
Kulturzone — Mischwald — Steppe; Meru-l^iedernng, Ngare na nyuki, Kulturzone und Regen
SJÖSTEDT, ACEIDIODEA. 191
wald, 3,000 m., Jan., Aug., Sept., Dez. Eine im Gebiete äusserst häutige Art. Obwohl
sie, wie olx'n angeführt worden, an weit verschiedenen Orten angetroffen wurde, war
die Kulturzone doch ihr eigentlicher Aufenthaltsort, wo sie besonders unter abgefallenen
vermoderten Blättern, mit denen sie in der Farbe sehr übereinstimmt, lebte. Über 140
Exemplare liegen vor, (c/$), die meisten im Sept. und im August erbeutet, in welchem
letzteren Monat Larven zahlreich waren.
cf Länge 15 — 19, Pronotum 3,: --4, Hinterschenkel 8 — 10, Hinterschienen 7 — 9,5 mm.
$ » 21—28, » 5,-5,6, » 10,5—13, » 9,5—12 »
Die Art ist von Endara und von den Bura-Bergen, Taita, unweit des Kilimandjaro
beschrieben worden.
Leutuhi luodicicnis Karsch.
Taf. 7, Fig. 14—15. — Stett. Ent. Zeit. 1896, p. 279. — Kilimandjaro: Kibonoto,
von der Niederung an die oberste Grenze der Kulturzone, 1,900 m. — Meru-^iedevnng,
Ngare na nyuki, Regenwald 3 — 3,500 m., Jan., Aug., Sept., Okt. ; 9 c/', 18$. Diese Art
{(f) ist vom Kilimandjaro beschrieben worden.
(f: Kopf dunkler oder etwas heller braun, oft etwas olivengrün angehaucht; vom
Hinterrand der Augen längs dem Pronotum, den Seiten des Thorax und weiter nach
hinten bis etwa an die Mitte des Hinterleibs ein oft kräftig markiertes, schwarzes, bis-
weilen etwas schwächer hervortretendes breites oben und unten von Gelb begrenztes Band ;
wenn die Farbe des Kopfes heller ist, sind die zwei gelben I^inien hinter den Augen
meistens oben, und fast immer unten, von schwarz begrenzt; Kopf, Pronotum und Hinler-
leib oben dunkler oder heller roströtlich oder rostgelblich angehaucht, die Begrenzung
zum schwarzen Lateralband, wo oft eine feine gelbe Längslinie läuft, scharf; der äussere
Teil des Hinterleibs an den Seiten und unten grün; Brust und Mitte des Hinterleibs unten,
mit Ausnahme an der Spitze, oft schw'arz, bisweilen z. T. grün oder gelbhch ; Pronotum-
läppen unter dem schwarzen Seitenband breit gelb, bisw^eilen unten schwarz gesäumt;
Beine grün, Spitze der Hinterschenkel und bisweilen auch Spitze und Basis der Hinter-
schienen dunkler. Länge 9 — 11, Pronotum 2,3 — 2,5, Hinterschenkel 6 — 7, Hinter-
schienen 5,5 — 6 mm.
9: Karsch beschreibt nur das (f; das grössere und plumper gebaute $ unter-
scheidet sich vom (/ durch die eigentümliche Form des Pronotum, das oben nach hinten
erhöht und von dem Hinterrand zusammengedrückt erscheint. Die Farbe ist mehr oliven-
grün oder -bräunlich als die des cf, das breite dunkle Lateralband vom Hinterrand der
Augen nach hinten bisweilen kräftig, bisweilen nur z. T. angedeutet oder fast verschwunden;
die gelbe Farbe der Seitenlappen schwächer oder olivengrün oder -bräunlich. Brust und
Unterseite des Hinterleibs grünlich oder gelbhch, nicht schwarz. L. 13 — 18, Pronot.
3 — 3,5, Hinterschenkel 8 — 8,5, Hinterschienen 7,5 — 8 mm.
Usambilla n. g.
(5). Statura crassa; aptera ; caput antice planiusculum, valde impresso-punctatum ;
Costa frontalis latiuscula lateribus elevatis parallelis, supra inter antennas dilatata ; Vertex con-
192 SJÖSTEDTS KILIMANDJAROMERU EXPEDITION. 17: 7.
vexus, minus punctatus, inter oculos latus marginibus paulo elevatis, fastigium concavum,
antrorsum valde dilatatum, antice horisontaliter cuneato-productum, margine anteriore
angulato-emarginato ; pronotum densissime impresso-punctatum, paulo compressum, carina
media perspicua, a latere visa paulo arcuata et leviter undulata, postice non elevata,
supra antice et postice truncatum, margine inferiore loborum paulo arcuato, antice as-
cendente et leviter emarginato, angulo postico late rotundato, sulcis transversis fere oblite-
ratis; abdomen supra grosse impresso-punctatum, infra fere glabrum ; pedes brevi; femora
postica extus convexa, intus plana; area externomedia sulcis rotundate, retrorsum angula-
riter flexis, marginibus impresso-punctatis; area inferointerna concava, glabra, infero-
externa valde reticulata et impresso-punctata, nitens; area superoexterna impresso-punc-
tata, opaca, superointerna glabra, retrorsum ampliata, postice impresso-punctata; carina
superomedia paulo denticulata; tibite posticse femoribus breviores, superne extus spinis 7,
intus 9 armatae, in margine inferiore spina apicali distinctissima, in margine exteriore
spina apicali nulla; calcaria interiora exterioribus majora, inter se subsequalia, exteriora
inter se eequalia.
Steht der Gattung Lentula Stäl (Bih. Vet. Akad. Handl. V (4) 1878, ii. 4-5, 90)
am nächsten, unterscheidet sich aber sofort durch die breite, erhaben netzförmige und
eingedrückt punktierte area inferoexterna der Hinterschenkel.
Vorliegende Art ($) ähnelt im allgemeinen Aussehen und Farbe sehr der oben
erwähnten Lentula modicicrns Karsch, ist aber viel plumper und gröber mit bedeutend
grösserem Kopf, der dorsale Längskiel des Pronotum entbehrt hinten den abstehenden
Zapf und der Stirngipfel ist breiter, horizontal hervortretend. Von dem ziemlich nahe-
stehenden Eremidiu}ii Karsch (Stett. Ent. Zeit. 1896, p. 280) unterscheidet sie sich u. a.
durch die Abwesenheit des Enddorns an der Aussenseite der Hinterschienen, neben den
Sporen.
Usanibilla olivacea n. sp.
$. Gelbbraun etwas olivengrün angeflogen, Gesicht und Vorderbeine dunkler. Hinter-
schienen hellgelb, grün angeflogen mit dunkler Spitze; hinter den Augen ein schwarzes,
oben, und am Kopf und Pronotum auch unten, gelb begrenztes Band, das allmählich
breiter sich über die Seiten des Pronotum und Thorax fortsetzt, es streckt sich auch,
unten undeutlich, oben gelblich begrenzt, längs den Seiten des Hinterleibs fast bis zur
Spitze. — Länge 17, Pronotum 4, Kopf zwischen den Augen 4,», Hinterschenkel 10,
Hinterschienen 8 mm. - UsamlKiru: Mombo, Juni 1906.
Calliptamus Serv.
Calliptamus ineruensis u. sp.
Taf. 7, Fig. 16. — Diese Art steht C. üalicns L. sehr nahe, unterscheidet sich
aber durch einen kleinen, oben an den Seitenlappen des Pronotum zwischen den Quer-
rinnen schräg gestellten, gelblich glänzenden, angeschwollenen Kiel, die geraden Seiten-
kiele des Pronotum sind bis an den Hinterrand ausgezogen, der Gesichtkiel ist bei der
SJÖSTKDT, ACRiniODFIA. 193
Ocelle iiLii- wt'iiiL! vcrlit'lt, iibcr den Fiihlcni elwas verengt; der Scheitelgipfel ist länger
und lieler ausgehöhll, die llinterschenkel sind sehr dick, innen an der area inlerno-niedia
und inlcro-intcrna dunkel purpurrot und die llinterschienen sind wachsgell).
V L. 8U-32, Pronot. (J,5 — 7, Deckll. 27,5—30, Hinlerschk. 18, Hinterschn. 13,
Calcar 2 mm. — i/cr^-Niederung, am Flusse Ngare na nyuki, Jan., Dez.; 2 $.
Wahrscheinlich gehört das von Karny (S. B. Akad. Wiss. Wien, 1907, p. 352)
unter dem Namen CalUptamus italicus L. vom Kilimandjaro erwähnte Exemplar auch zu
dieser Arl.
Calopteiiopsis Bol.
BouvAR, Jörn. Sei. Lisb. (2) 1889, p. 173; Kirry, Proc. Zool. Soc. Lond. 1902,
(4) 1, p. 100.
Calopteuopsis speciosa n. sp.
Taf. 7, Fig. 17. — Costa frontalis convexa, sparse, inter antennas densius, im-
presso-punctata, ad ocellum haud impressa, inter antennas paulo angustata, infra nigra,
utrinque linea flavida, Ulis parallelis, ornata; Vertex inter oculos breviter fossulatus; inter-
vallum oculorum basi coslae frontalis angustius; latera capitis, prsesertim ad genas, tota
alba vel albido-flavescentia, infra oculos vilta nigra; pronotum postice rotundato-rectangu-
latuiu, antice truncatum, utrinque leviter sinuatum; lobi laterales postice fere recti, angulo
postico obtuso, late rotundato; carina mediana explicata, sulcis tribus transversis divisa,
postica multo ante medium (-/s) posita; carinas laterales pronoti parum explicata^,
paulo arcuat;e, antrorsum convergentes; dorsum pronoti supra utrinque vilta pallida lata,
interdum ad oculos producta; lobi laterales infra medium macula albida subrectangulari
inter sulcum primum et terüum posita, supra et infra macula nigra nitida, superiore
majore, determinata, ornati; elytra apicem femorum paulo superantia, praesertim basin
versus valde brunneo-maculata et variegata; alre hyalina? apice venis fuscis, basi vix
conspicue coeruleo-adumbratas femora postica area externomedia et inferoexterna ebur-
nea, margine superiore nee non vitta mediana angusta fuscis; area superiore maculis tri-
bus, plus minusve distinctis, fuscis; area internomedia rubra; geniculee utrinque,
ut macula parva infra, nigrae; tibiae postica? cereo-flava?, spinis 6 — 7:8 apice nigris; cal-
car secundum internum longum, compressum, paulo curvalum, apice hirsuto producto
longitudine mucronis; tuberculum prosternale rectum, crassum, subquadralum, jiaulo
longius quam latius, apice obtuso angulis rotundatis; intervallum loborum mesoslernalium
subquadralum, prtesertim in ^ retrorsum ampliatum; lobi metasterni postice late separati
(5) vel apice contigui {(f); cerci (f- applanati, incurvati, apice molle, late rotundato, infra
mucrone nigro.
c/" Long. 26, pronot. 6, elytr. 2i, fem. post. 19, tib. post. 13,5, calcar 3,5 mm.
$ » 41, » 8,2, - 35, » » 25, » » 18, » 5 »
Eine stattliche, kräftig gebaute Art mit roten Innenseiten der Hinterschenkel und
wachsgelben Hinterschienen und -tarsen. Kilii)iaii(Jjaro: Kibonoto, Steppe, Sept. — Meru-
Niederung, Ngare na nyuki, Jan. ; 1 cf, 1 $.
Sjöstedts KilimandjaroMeru Expedition. 17. 25
194 SJÖ8TEDTS KILIMANDJABO-MERU EXPEDITION. 17: 7.
Caloptenopsis laticosta Kaesch.
Stett. Ent. Zeit. 189Ü, p. 322. — Die Kilimandjaroform stimmt gut mit der angefülirten
Beschreibung überein, nur die Hinterschienen sind nicht blassrot, sondern grauviolett bis
violett angehaucht. Eine Larve derselben hat indessen deutlich rötliche Hinterschienen
und eines der § die eine Hinterschiene rötUch, die andere grauviolett. Einige haben
hellere, blass gelbliche, andere mehr roströtliche Grundfarbe. Die Hinterflügel sind hyahn,
äusserst leicht, bisweilen kaum bemerkbar, gelblich angehaucht. Die Larve hat das helle
Band jederseits des Pronotumrückens sehr scharf und deutlich und bis an die Augen
ausgezogen.
cf Länge 21,5 — 24, Pronotum 4,« — 5, Deckflügel 17 — 19,5, Hinterschenkel 14 — 16,
Hinterschienen 11 — 11,5 mm.
$ Länge 28—33, Pronotum 6—7, Deckflügel 22—26, Hinterschenkel 18,5—21,
Hinterschienen 13 — 15,5 mm.
Küimandjüro: Kibonoto, Leitokitok; von der Steppe bis zur oberen Kulturzone,
etwa 1,800 ra.; April, Juni, Aug. — Okt.; Larve im März; 5 cf, 11 $.
Diese Kilimandjaro-Art scheint auch C. calnirafits Bol. (Jörn. Sc. Lisboa 1889, p. 172)
sehr nahe zu stehen; die Deckflügel sind aber kürzer, reichen nur an die Spitze der
Hinterschenkel, und die Äletazona des Pronotum ist deutlich länger, nicht eben so lang
wie die Prozona.
Catautops viridiihis Karny.
S. Ber. Akad. Wiss. Wien, Jahrg. 1907, p. 329. — Fünf vom Kilimandjaro mit-
gebrachte Catanfops-Exemplave stimmen im allgemeinen gut mit Karnys Beschreibung 1. c.
der angegebenen Art. Der Nacken ist hier jedoch einfarbig grün, nicht triangulär dunkel
angehaucht und die Hinterschenkel einfarbig grünlich gelb, nicht breit dunkel gefärbt
(area internomedia late fusca). Da aber auch viridulus von Deutsch-Ostafrika stammt und
der Unterschied unbedeutend zu sein scheint, halte ich sie für identisch. Karny hat
die Farbe der Hinterflügel nicht angegeben. Dieselben sind einfarbig hell mennigrot,
mit dunkel schattierter Spitze und dunklen Queradern mit Ausnahme an der Basalpartie,
wo dieselben gelbhch sind.
(f L. 25 — 27, Pronotum 6, Deckflügel 24 — 25, Hinterschenkel 14 mm.
5 „ 37—38, » 8, » 32, > 19 »
Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Febr., März, April; 3 cf, 2 $; 3 Larven im
Jan., März.
Durch freuiKlliclies Entgegenkommen des Herrn Dr. K. Holdhau.s liabe ich später Gelegenheit geliubt,
die dem Hofmuseum zu Wien zugehörigen Typen des C. viridulus zu untersuclieii und die Übereinstimmung,
derselben mit den Kilimandjaro-Exemplaren zu bestätigen.
Catantops decoratus Gerst.
Arch. f. Naturg. XXV, p. 219. — Van der Deckens Reise Ost-Afr., p. 44, Taf. III,
Fig. 4. — Karny, S. B. Akad. Wien, 1907, p. 328. — In den Bananenfarmen und anderen
SJÖSTEDT, ACRIDIODEA. 19B
schattigen und leuchten Orten der Kulturzone, besonders zwischen abgefallenen vermoder-
ten Blättern war diese Art äusserst gewöhnlicli uiid wurde dort fast das ganze Jahr hindurch
gesehen. Von der Kullurzone geht sie weiter in den Regenwald hinauf und wurde dort
am Meru bei einer Höhe von 8,0()() ni. erbeutet. In der Steppe habe ich sie nie ge-
sehen. — KiUmdndjaro: Kibonoto, Kulturzone- Regenwald. ~ Meru, Regenwald, 3,000 m.;
20 (f, 34 5, Larven im Jan., Febr. und März. Wurde auch bei Mombo in Ihamhara,
am Hoden in einer schattigen Trwaldpartie zwischen vermoderten Blättern angetroffen.
Die Art war schon von Karny in seiner trefflichen Übersicht der Ca fanfops- Arten vom
Kilimandjaro angegeben.
Cataiitops luelanostictiis Schaum.
Peters Reise Mossainb. p. 134, Taf. 7 A, Fig. 5. — Kilimandjaro : Kibonoto, Kultur-
zone. — JI/r';v<-Niederung, Ngare na nyuki; Sept., Nov., Dez.; 2 (f, 4 $. Nur ein Exemplar
vom Kilimandjaro, die übrigen vom Meru.
Cataiitops hunieralis Schaum.
Stal, Rec. Orlb. p. 69 (1873). — Karny, S. B. Akad. Wiss. Wien 1907, p. 314 u.
333. — Mehrere der vorliegenden, zusammen mit der vorigen Art {melanostictus) erbeuteten
Exemplare haben statt zwei schräg gestellter schwarzer Bänder an der Aussenseite der
Hinterschenkel ein längs der Mitte derselben gehendes einfaches schwarzes Band und
stimmen mit einem nach dem Type Thunbergs von Stal kritisch bestimmten Exemplar
des humeralis im hiesigen Museum vom Cap gut überein. Die anderen stimmen ihrerseits
mit vorliegenden Exemplaren des melanostictus aus der Sierra Leone. Bei einigen der Kili-
mandjaro-Exemplare ist aber das schwarze Längsband der Hinterschenkel an der Mitte
von einem schrägen schmalen hellen Band geteilt, das an anderen Exemplaren etwas breiter ist,
wodurch humeralis in dieser Hinsicht in melanostictus überzugehen scheint. Die schwarzen
Bänder strecken sich bei melanostictus an der Oberseite quer über den Schenkel, bei hume-
ralis sind sie oben abgebrochen. Die Hinterschienen sind bei der Kilimandjaroform gelb,
bei der Sierra Leone-Form rötlich. — Kilimandjaro: Kibonoto, von den oberen Teilen
der Kulturzone (1,800 m.) ~ Obstgartensteppe ; Jf(?r«-Niederung, Flusspferdseen; März,
April, Sept. — üsamhara: Mombo, Juni; 4 (/, 7 $.
Coptacra succiuea Krauss.
S. Ber. K. Akad. Wiss. Wien LXXXVI, 1, 1877, p. 34. — Krauss beschreibt nur
das 5. fnil^ welcher Beschreibung die vorliegenden ^-Exemplare völlig übereinstimmen.
Zapfen der Vorderbrust konisch, abgerundet zugespitzt, Hinterecken der Seitenlappen
immer breit gelbweiss. Das $ ist kleiner, Cerci Ijandförmig, gleichbreit, etwas einwärts
des Pronotum fast gebogen, von der Spitze plötzlich am Oberrand stark verengt, mit
stärker gebogener feiner Spitze.
(f L. 13—14, Pronot. 3, Deckfl. 10,e — 11, Hinterschk. 9-9,.";, Hinterschn. 7,8—8 mm.
$ » 17—18, . 3,8—3,9, » 12,5 — 12,8, » 11—11,2, >' 9
196 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEU EXPEDITION. 17: 7.
KühiKindjaro : Kibonoto, Niederung — ober. Kulturzone, 1,800 m.; Jan., März, April,
Mai, Okt.; 2 cf, 7 $.
Wie oben angegeben wurde, beschreibt Krauss 1. c. nur das 9 die.ser Art. Unter ilem Namen suc-
cbiea Kr. führt Karsch später [ß. E. Z. 1893, p. 92) einige CojjtecraExemplare aus Togo an und be-
schreibt dabei ein unter denselben befmdiiclies cf als das bisher unbekannte a^ der C. siiccinea. Karsch
erwähnt auch seine C. succiiiea von Kamerun (B. E. Z. 1891, p. 181). Es liegen mir 5 rf und 9 9, die
ich von Kamerun mitgebracht, zur Vergleichung vor, welche ohne Zweifel mit den IvARSCu'schen Exemplaren
von demselben Land identisch sind, und deren cf betreffend die eigentümliche F'orm der Cerci mit dem von
Karsch beschriebenen Stück übereinstimmen. Dass aber die vorliegende Kilimandjaroart und nii-lit die
Karsch'scIic Art von Kamerun und Togo mit siiccinea Krauss identisch ist, geht bei Vergleichung der beiden
Formen mit der Originalbeschreibung deutlich hervor.
1) Die Kamerunart ist grösser als die für siiccinea angegebenen Maasse ("17 — 19"), welche dagegen
für die Kilimandjaroart passen.
2) Die Fühler der Kamerunart sind fadenförmig, die der Kilimandjaroart gegen die Basis deutlich
verengt ("antennis basi graciliores").
3) Innenseite der Hinterschenkel sowie die llinferscluenen der Kamerunarl hell branngellt, bei der
Kilimandjaroart rot ("femoribus intus sanguineis" — — — "tibiis posticis sanguineis").
4) Area infero-externa der Kamerunart hell braungelb oder etwas dunkel, dicht eingedrückt punktiert
und dadurch weniger poliert und glänzend; bei der Kiliniandjaro-Art schwarz, glatt, glänzend ("area infero-
externa nigra, nitidissima").
Die Kamerun-Art werde ich in einer soeben fertigen Ültersicht der von Westafrika mitgebrachten
Acridiodeen näher beschreiben.
Oxja sernilata Krauss.
var. minor n.
0.rija serrulata Krauss, Zool. Jahrb. V, 1890/91, Abth. Syst. p. 662, Taf. 1-5,
Fig. 8. — Diese über Ost- und Westafrika nebst Madagaskar verbreitete Art wurde im
Gebiete nur liei einigen Gelegenheiten beobachtet, und zwar in der unteren Kulturzone
und iiu Mischwald bei Kibonoto, Kilimandjaro, im Sept. und Nov. ; 3 cf, 1 $■ Dieselben
stimmen in Farbe und plastischen Charakteren mit vorliegenden Exemplaren der sernilata
aus Kamerun, sind aber kleiner, ganz besonders das $. Dieser Unterschied ist so be-
bedeutend, dass die Form als eine besondere Subspecies oder Var. aufzustellen ist.
Kamerun: Länge 22, Pronotum 4,5, Deckflügel 17,5 — 18, Hinterschk. 12,5 — 13,5,
Hinterschienen 10 — II mm.
Kilimandjaro: Länge 16,5 — 18, Pronot. 3,5 — 4, Deckflügel 13 — 15, Hinterschk. 10, r, — 11,
Hinterschienen 8,5 — 9,8 mm.
Kamerun: Länge 28 — 29, Pronot. 5,5 — 6,5, Deckflügel 22 — 25, Hinterschk. 16 — 18,
^ Hinterschienen 14 — 15 mm.
y {
Kilimandjaro: Länge 23, Pronotum 5, Deckflügel 18, Hinterschenkel 13,5, Hinter-
schienen 11 mm.
Spathosternum iiig:rotaeniatnm Stäl.
Tristria nigrota'tiiata StÄl, Öfvers. K. Vet. Akad. Förh. 1876, p. 45. — Spatho-
sternum n. Krauss, S. Ber. Vet. Akad. Wien mat. nat. Gl. 1, 76, p. 44 (1877). —
cf
SJÖSTEDT, AORIUIODEÄ. 197
Die mitgobrachlen /ahlroiclien Kxenipliin« dieser am Kiliinandjaro sehr gemeinen Art stim-
iiii'u in Färhunij; und plastischen Charakteren völlig mit vorliegenden Typen des iiij/ra-
fa'niatHtn Stai, aus dem üamara-l.andc üherein, die ^ sind indessen etwas kleiner und
die Dcckfliigel vorn bisweilen etwas dunkler. Auch ist das Gesicht und der Stirnrand
ol't rötlich angehaucht, bei den Typen mehr lein griin. Die grüne Farbe ist schön gras-
grlin, bei anderen — vielleiclit durcli die Präparierung — mehr braungelb. Da die
plastischen Charaktere und die l'^arbencharaktere der beiden Formen, sowie bei den cT
fast auch die Grösse, ganz ahnlich sind und man in Aen weitgestreckten Gebieten
zwischen den resp. Fundorten auch betreffend die übrigens nicht besonders bedeutende
Grösse der 5 ohne Zweifel Zwischenformon finden kann, lialte ich die Kilimandjarofnrm
für mit der Damara-Art identisch. Die cf und $ der beiden Formen messen:
(f Länge 15-19, Deckfliigel 13 — 15,5, Hinterschk. S,2 — 10, Hinterschn. 7 — 8 mm.
cf Typus » 19,0, » 15,8 10, » 8
? » 20,5—25, » 16—19, » 10,5 — 12 » 9— 10,ö »
$ Typus » 26—28, » 19,5—21,5 » 13 — 14-, 10 11,.? ^
Mit so kurzen Deckflügeln (9,f,— 9,s mm.), wie Karsch (B. E. Z. 38, p. 110, 1893)
für seinen S. pygmanim (cf) angiebt, sind keine Exemplare unter dem mitgebrachten
Material vorhanden. Auch haben keine Exem]ilare, wie die letztere Art, die Basis der Hinter-
schienen bis über die Einschnürung hinaus glänzend schwarz, sondern braungelblich, wie
die Hinterschienen übrigens grösstenteils, bisweilen mit einigen dunklen Punkten oder
Fleckchen.
Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone — Mischwald — Niederung, Okt., Nov. (1 Ex.
Sept.); 56 cf, 66 $.
Durch Zusatz einer neuen Art während des Druckes der Arbeit und Beschreibung
einer zuerst zweifelhaften Form als neue Art, umfasst dieselbe 75 Arten, mit 18 n. sp.;
2 neue Gattungen und 3 n. Var. sind aufgestellt worden.
Juli 1909.
Übersicht der aus dem Kilimaiidjaro-Meni-Gebiet bisher
bekannten Acridiodeen.
1. Paratettix araber Thunb.
2. Therkles koHfjoni SJÖST. n. sp.
-jt.
5.
6.
7.
8.
9.
10.
11.
12.
22.
23.
24.
25.
26.
27.
28.
35.
36.
37.
38.
3!».
40.
Tettigidae.
Mastacidje.
1 3. Theiides tv'ujga SjöST. n. sp.
Tryxalidte.
Ärrida iinsuta LlN.
» siilphiirijyennis Gerst.
CnlamuK linearis Sauss.
Orthochtha dasyaiemis Gerst.
Brachycrota2)hus iruxalicera Fisch.
Plafijpterna nyiiki SdösT. n. sp.
Chrnsochraon kilimandjaficus SjÖst. n.
Phkeoha fricolor Karny.
Paradnema fricolor Thunb.
Ritmbc feiaiuvniifi Schaum.
Gastrimargus Volkensi Sjöst. n. sp.
» determinatus Walk.
i' marmoratus Thunb.
Oedaleas nigrofasciatus De Geer.
» senegalensis Krauss.
Cosmorhi/ssa fasciata Thunb.
13.
14.
15.
16.
17.
18.
19.
20.
21.
Paracomacris deceptor Karsch
Pnorisa nwntium Sjöst. n. sp
Chortoicetes tempomlin Stal.
» fallax Karny.
» levipes Karsch.
Rhaphotittlia nyuki Sjöst. n. :
>^ meruensis SjösT.
Ailopm thalassinus F.
» meruensis Sjöst. n.
.sp.
sp.
Oedipodidae.
29. Heteropternis couloniana Sauss.
30. » kilimandjarica Sjöst. n. sp.
31. Pgaiodicti/a Galinieri Reich. & Fairm.
32. Trilopliidia annulata Thunb.
33. Acrofylus patruelis Sturm.
34. » longipes Charp.
Pyrgoiiiorphidap.
Tapesia Anchietce BoL.
» producta BOL.
Maura venitsta BoL.
Taplironota calliparea Schaum.
Phymateus Hildebrandti Brunn.
» purpurascens Karsch
41. Phymateus m/rotus Gehst.
42. Zonocenis elegans Thunb.
et forma brachyptera Stal.
43. Parasphena pulchripes Gerst.
44. » meruensis Sjöst. n.
45. » dubia BOL.
SJOSTEDT, ACRIDIODEA.
199
Opoinalidi«.
40. Meruana iii/iiki Sjost. ii. sp.
48. Xipllict'ld (tiro.r (iERST.
47. Mesopsis luliconiin Rkauss.
Painpliag'ida'
Acridiidc«.
i^lt. Acridinm (Ci/ytarmifhacns) mafinificum Hol.
var. orieutalis SJÖST. ii.
50. Äcrifliitm (CyrUwanihacris) tatarinim L.
51. » » citrinutn Serv.
52. » » fiilvum SjöST. n. sp.
53. Schistoceira peregrina Ol.
54. Abisares viridipemüs liuRM.
var. azurea SjöST. ii.
55. Eupreiiocnemis ploraus Charp.
5(i. » coeridesceiis StÄl.
57. Tylotropidius Gaugeri Schult.
58. Paieiiprepociiemis ciiiictator Karsch.
59. Parepistattnis deses Karsch.
(iO.
ül.
62.
(i8.
04.
(J5.
()().
67.
(i8.
C9.
TU.
T.raUdiinii luvmatosrelis Gehst.
Lentula modicicrus Karsch.
Calliptamus meruensis Sjost. n. .sp.
Caloptenopsis speciosa SjösT. n. sp.
» laticosta Karsch.
Catantops viridulus Karny.
» decoratus Gehst.
. » melanosttctMs ScHAUM.
» humeralis Schaum.
Copfacra succinea Krauss.
Oxya serrulata Kr.
var. minor Sjost. n.
Spathosternum nigrotmnatum Stäl.
PLATE 1.
SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 1.
Plate 1.
1. Pygidicraiia bcttoiü Kikb. J* 5. Chietospania rodens IJurr. n. sp. ,^
2. Ecliinosoina wahlbergi Dohrn. J^ 6. Spougipliora quadriiiiaculata Stäl. J*
3. Anisolabis keta Gerst. J' 7. Forficula rodziankoi Sem. ,^
4. » felix BuRR. n. sp. J* 8. -> sjöstedti Burr. n. sp. J"; marolaltia form.
4 a.» » alidomen a latere visum. 8 a. » » » » » forceps.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
17. Orllioptera.
Taf. 1.
H Knight delin.
Ljustr. Justus Cederquist, Sthlm.
Barr: Dermatoptera.
PLATE 2.
SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 17: 2.
Plate 2.
1. Hololampra tsthioplca Shelf. n. sp. ^.
2. Ccratinoptcra perpulrhra Shelf. n. sp. ^.
o. AptcrohJatta perplcra Shelf. n. sp. 5.
4. Cartohlatta puJchra Shelf. 11. sp. ^.
5. Psei(doderopcU'tH petrophila Shelf. n. sp. $.
(). » 5 fi'om tlie side.
7. Paramdhami roliusta Shelf. n. sp. 5.
8. Purasphcria maniiorata Shelf. u. sp. ^.
'.). Pscruloderopcltis fulvornata Shelf. u. sp. J*.
10. Anacompsa cucullata Shelf. n. sp., wing.
11. » ' , tegmen.
12. Temnopteryx edobioides Shelf. ii. sp. J; apex of abdoiiien, veiitial view.
13. Aptcrohlatta perplexa Shelf. ii. sp. J'; ■> » > , » »
14. Phi/Uodronüa tcstacea Shelf. 11. sp. d"; » » » , dorsal »
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
17. Orthoptera.
Taf. 2.
v-jir--/
i. «1
\
1
H. Knight et auctor deUn.
Ljustr. Justus Cederquist, Sthlm.
Shelford: Blatt odea.
PLATE 3.
SJOSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION.
17:2.
Plate 3.
Fig. 1. Sphecophila termitmm Shelf n. sp. ^\ Lg 7,i iiiiii.
» 2. » ■> > J"; side view of liead.
» 3. Mallotohlatta kraussi Adel. J"; apcx of abdomen, dorsal view.
» 4. Hololampra cethiopica Shelf. n. sp. </; apex of abdomen, dorsal view.
» 5. » » > c^; titillatoi- of penis.
» 6. Ischnoptera incuriosa Sauss. J'; apex of alKlomen. dorsal view.
» 7. » » » cf; » » , ventral view.
» 8. Phyllodromia insignis Shelf. u. sp. J"; apex of abdomen, ventral view.
» 9. Anacompsa cucidlata Shelf. n. sp. J"; apex of abdomen, ventral view.
>■ 10. Ischnoptera bimacidafa Geest. J'; apex of abdomen; dorsal view.
» 11. Phyllodromia supelledilium Serv. J"; apex of abdomen, dorsal view.
» 12. » nigromarginafa Shelf. n. sp. J"; apex of abdomen, dorsal view.
» 13. Ceratinoptera perpuJclira Shelf. n. sp. J'; apex of abdomen, dorsal view.
» 14. Hololampra athiopica. J'; wing.
» 15. Ischnoptera bimaculata Gerst. J"; apex of abdomen, ventral view.
> 16. Ceratinoptera sjöstedti Shelf. n. sp. J"; apex of abdomen. ventral view.
» 17. » » » J"; titillator of jienis.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
17. Orthoptera.
Taf. 3.
Aoctor del.
Ljustr. Justus Cederquist, Sthim,
Shelford: Blattodea.
TAFEL 4.
SJÖSTEDT8 KILIMANDJARO-MERtr EXPEDITION. 17: 3.
Tafel 4.
Fig. 1. Ischnomantis usamharka SJÖST. n. sp. \.
» 2. Parasphendale costalis Kirb. $ [.
»3. » » » d^ ]•
» -i. Danuria kilimnwljarica SjÖST. n. sp. $ |; 4a Kopf v. vorn; 4b Subgenitalplatte ; vergr.
» 5. Tarachodes usamharka Sjöst. n. sp. }; 5a Sternum und Vorderbeine v. u.
» 6. Galinthias usamharka Sjöst. n. sp. \.
» 7. » meruensis Sjö.st. n. sp. ^.
» 8. Enteila usamharka Sjöst. n. sp. }.
» 9. Oxijpilus meruensis Sjöst. n. sp. Vorderbein v. u.; vergr.
» 10. Hoplocorypha galeata Gerst., Subgenitalplatte v. u.; 10a Subgenitalplatte v. d. Seite; 10b Supra
analplatte; vergr.
» 11. Hoplocorypha macra Stal, Subgenitalplatte v. u.; IIa Subgenitalplatte v. d. Seite; IIb Supra-
analplatte; vergr.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition. 17. Orthopiera.
Taf. 4.
^..1 /'•
l?
10b
lOa
IIa
IIb
n
Axel Ekblom delin.
SjöstedU Mantodea.
Cederquisls Graf. A-B., Sthlm.
TAFEL 5.
SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 17: 5.
Tafel 5.
Fig. 1. Anaxipha kUimandjarica Sjöst. n. .sp. o^, veigr.
»2. » » » >^ Q, »
» 3. Edafoderus kilimandjaricus SjösT. n. sp. c/', vergr. ; 3 a Contur eines breiteren Pronolum der-
selben Art.
» 4'. » » » » Qj »
» 5. » oclirareus » » o^, » 5 a Hintersehiene und -tars.
»6. » rufoniger » » 9. *
» 7. » liimnculafus » » o^, » 7 a Conlurzeich. nat. Gr.
» 8. KiUmnyryUnH orhraceus Sjöst. n. sp. cf, vergr. |.
» 9. Callognjlliis kilimandjaricus Sjüst. n. sp. c/', vergr. f.
» 10. Moiitigryllus silvKpluvialis Sjöst. n. sp. cf, vergr. »
»11. » » » » 9) * "
»12. » affinis » » 9i " *
» 13. Spelmicacris lucifuga Sjöst. n. sp. cf; |; 13 a Kopf von vorn, vergr.
» 14. Cavernacris microps Sjöst. n. sp., Kopf von vorn, vergr.; 14 a Conturzeichnung des Kopfes von
der Seite.
» 15. Cyclopliloides meruensis SjÖST. n. sp., Hinterleib von liinlen mit Subgenitalplatte; 15 a Hinterbein
(Aussenseite); 15 b Hinterbein (Innenseite); vergr.
» 16. Aiiajriplm straminea SjÖst. n. sp., Kopf von vorn, vergr.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
//. Orltiouteia
Taf. 5.
Axel Ekblom delin.
Sjöstedt: Gryllodea.
Cederquists Graf. A.-B , Stlilm.
TAFEL 6.
SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 17: 6.
Tafel 6.
t'ig. 1. Monticolaria meruensis SjÖst. n. sp. cf, vergr.
» 1 a. » » » » » » Spitze des Hinterleibs mit Cerci u. Subgenitalplatte, vergr.
»Ib. » » » » » » Subgenitalplatte von unten, vergr.
» 1 c. » » » » » ^, vergr.
»Id. » » » » » » Legeseheide, vergr.
» 2. » kilimandjarica » » » a^, vergr.
»2 a. » » » » » » Subgenitalplatte von unten, vergr.
» 3. Peronura monüvaga Sjöst. n. .sp. cf, in nat. Gr.
»3 a. » » » » » » Spitze des Hinterleibs mit Cerci und Subgenitalplatte, vergr.
»3 b. » » » » » 9, Legescheide, in nat. Gr.
» 4. Plegmatoptera meruensis Sjöst. n. sp. c/', in nat. Gr.
* 4 a. » » » » » » Spitze des Hinterleibs mit Cerci und Subgenitalplatte, vergr.
»4 b. » » » » » 9j Deckflügel, in nat. Gr.
»4 c. » » » » » » Legeseheide, in nat. Gr.
» 5. Pantolepta kilimandjarica Sjöst. o". Deckflügel, |.
» 6. Eurycoryplia meruensis Sjöst. c^, Analsegment und Cerci von oben, vergr.
» 7. Xipliiiion meruense Sjöst. n. sp. a^, Spitze des Hinterleibs mit Cerci und Subgenitalplatte, vergr.
» kilimandjaricum » » » » » » » » » » » »
» mernmonkinum » » » » » » » » » » » »
» » » » » » Spitze des Hinterleibs mit Cerci und Subgenitalplatte, vergr.
» » » » » » Ein isolierter Cercus; vergr.
» kibonotense Sjöst. n. sp. cT, Spitze des Hinterleibs mit Cerci und Subgenitalplatte, vergr.
(nur der linke Cercus gezeichnet).
Antliracites montium Sjöst. n. sp. o^, in nat. Gr.
» » » » » » Analsegment und Subgenitalplatte von der Seite, vergr.
» » » » » » Cercus von oben.
9, in nat. Gr.
Legescheide, in nat. Gr.
kilimandjaricus Sjöst. cf, in nat. Gr.
» » » Cercus von oben, vergr.
» » 9> ''^ 'i^t- *-•'■•
» » » Kopf von vorn, vergr.
» »
» » »
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
17. ürtlioptera.
Taf. 6.
IIa
Axel Ekblom delin
SjOstedt: Locustodea.
Cederquists Graf. A.-B., Sthlm.
TAFEL 7.
SJÖSTEDTS KILIMANDJAROMKRU EXPEDITION. 17: 7.
Tafel 7.
Fig. 1. Thericles kongoni SjÖst. n. sp. o^, vergr.
»2. » » » * ?, *
»3. > tvigga » » o^, »
» 4. Chrysochraon kilimanäjarkus Sjöst. n. sp. cf, |.
. 5. . ' >' - ?■ {■
» 6. Gastrimargus Volkensi Sjöst. n. sp. ?, }.
» 7. Parasphena meruensis Sjöst. n. sp. cf, |.
»8. » » » 5 ?, J.
» 9. Meruana nyiiki Sjöst. n. .sp. (f, }.
>. 10. » » » » ?, i-
» 10a. » » 8 » » », Kopf von vorn, vergr.
» 11. Acridium (Cyrtacanthacris) fulvum Sjöst. n. sp. c/, }.
» 12. Pareuprepocnemis cimdator Karsch o^, ).
» 13. » » » 9, ;.
» li. Leninla niodicicrns Karsch a^, \.
» 15. » » » ?, 1 (adhuc ignola).
» 16. Calliptamus meruensis Sjöst. n. sp. 9. 1-
»17. Caloptenopsis speciosa Sjöst. n. sp. 9. }•
j, j[7(j » , » » » ». Spitze eines Hinterbeines mit Sporen.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
17. Ortlioptera.
Taf. 7.
Axel Ekblom delin
Sjöstedt: Acriäiodea.
Ljustr. Cederqiiists Graf A.-B., Sthlm.
18. APTERYUOOENEA.
1 . Collembola
von
EINAR WAHLGREN.
Mit 1 Tafel.
Die CoUembolenfauna des Kilimandjaro-Meru-Gebietes war bisher ganz unbekannt.
Aus dem südlichen Teil von Deutsch Ostafrika, dem Nyassa-Gebiet, sind durch
BöRNER (Neue altweltliche Collembolen etc.: Sitz.-Ber. Ges. naturf. Freunde. Berlin 1903)
4 Arten bekannt, welche zusammen mit den 10 Arten, die ich (Apter3^goten aus
Äg3'pten und dem Sudan etc.: Results Swed. Zool. Exp. to Egypt and the white Nile
1901. Uppsala 1906) aus dem Sudan verzeichnet habe, unsre ganze Kenntnis der
CoUembolenfauna der ostafrikanischen Subregion ausmachen.
Die von Prof. Dr. Yngve Sjöstedt heimgebrachte, sehr individuenreiche Samm-
lung (c. 1,,500 Ex.) enthält 12 Arten, von den 6 für die Wissenschaft neu sind.
Übersicht der aus dem Kiliinandjaro-Meru-Gebiete bisher bekannten
Collembolen.
Farn. Eiitomobryid*.
I. Postantennalorgan vorhanden. Körper imbeschuppt.
Abd. IV nicht doppelt länger als Abd. III .... Gen. Proisotoma Born.
Einzige Art P. Sjöstedti n. sp.
IT. Postantennalorgan fehlend. Körper beschuppt.
A. Abd. IV nicht 2 mal länger als Abd. III. An-
tennen (sekundär) 6-gliederig Gen. Dicranocentrus Schott.
Einzige Art D. meruensis n. sp.
Sjöatedtv Kilimandjaro-Meru Expedition- 18. 1
2 SJÖSTEDTS KILIMANDJAnO-MERU EXPEDITION. 18: 1.
B. Abd. IV mehr als 2 mal länger als Abd. III. An-
tennen 4-gliederig (Ant. III und IV bisweilen se-
kundär geringelt).
1. Mucro mit schlankem Apicalzahn.
a. Ant. III und IV ungeringelt Oen. Lepidocyrius Bourl.
•j-. Mucro mit Anteapicalzahn und Basal-
dorn.
*. Empodialanhang allmählich ver-
schmälert.
§. Körperfarbe überwiegend violett L. cyaneus Tullb.
§§. Körperfarbe gelblich.
cT. Abd. IV c. 3 mal länger als
Abd. III L. fuscatus n. sp.
^^. Abd. IV 5—7 mal länger
als Abd. III L. extensus n. sp.
**. Empodialanhang schräg abgestutzt L. obtusus Wahlgr.
ff. Mucro falciform L. flavovirens Börn.
b. Ant. III und IV geringelt Gen. Mesira Schere.
f. Antennen erheblich kürzer als der Körper M. annulicornis Börn.
ff. Antennen länger als der Körper . . . M. armillata n. sp.
2. Mucro plump Gen. Paronella Schott.
a. Klaue mit proximalem Doppelzahn und 1
Distalzahn. Körperfarbe gelblich . . . . P. nigroviaculata Schott.
b. Klaue mit proximalem Doppelzahn und 2
Distalzähnen. Körperfarbe überwiegend
violett P. Fuelleborni Börn.
Farn. Smiutliuridaß.
Einzige Gattung und Art Arrhopalites kilimandjaricus
n. sp.
Proisotoma Sjöstedti n. sp.
(Taf. 1, Fig. 1-4.)
Grundfarbe bläulichweiss. Pigmentierung dunkelblau. Th. I, die Vorderkante
der Segmente und mehrere zerstreute Rückenflecke wie auch der Bauch pigmentlos
oder wenigstens pigmentarm.
Behaarung sehr kurz.
Antennen wenig länger als die Kopfdiagonale. Ant. II und III ungefähr gleich
lang, Ant. IV 2 7» mal so lang als Ant. I, etwa gleich Ant. II + III.
WAHLGREN, COLLEMBOLA. 3
Allgen jederseits 8. Postantennalorgan oval, viel kleiner als der Diameter eines
der vorderen Augen.
Th. II und III etwa gleich lang. Abd. IV 1 ^U mal so lang als Abd. III. Abd.
V und VI von einander wie auch von Abd. IV deutlich getrennt.
Tibia mit zwei bogenförmigen, keulenförmig angeschwollenen Spürhaaren. Klaue
mit deutlichem Innenzahn etwas distalwärts von der Mitte der Innenkante. Einpodial-
anhang ungefähr den Zahn der Klaue erreichend, mit gerundeter Innenlamelle.
Springgabel im Hinterrande von Abd. IV. Manubrium etwa gleich lang wie
Dens (ohne Mucro) oder etwas länger, ventral unbehaart. Dens 3 V2 mal so lang als
der langgestreckte Mucro, dorsal mit halbkugeUgen Beulen. Mucro zweigezähnt, mit
deutlichen Dorsalrändern, von welchen der äussere eine lange, gleichbreite, unmittelbar
vor dem Anteapicalzahn plötzlich abgebrochene Lamelle trägt.
Körperlänge bis 1,8 mm.
Durch den eigentümlichen, sicherlich sehr ursprünglichen Bau der Mucrones
erinnert diese Art an Proisotoma Schaf feri Krause. Die Innenlamelle ist aber länger
und stärker entwickelt und zahnlos.
Biologie. Die Art kam massenhaft unter modernden Blättern zusammen mit
Lepidocyrtus jlavovirens und fiiscatus, Mesira armillata und Paronelki Fuelleborni vor.
Fundort. — Kilimandjaro : Kibonoto 2. Nov. 1905 (440 Ex.).
Dicrauoceutrus merueiisis n. sp.
(Taf. 1, Fig. 5.)
Farbe gelblich; die 4 — 5 äusseren Antennenglieder und die Tibien violett,
Schuppen bräunlich.
Körpergestalt wie bei übrigen Dicranocentrus- Arten.
Antennen wie bei übrigen Arten sekundär 6-gegliedert. Ant. I + II : III + IV : V
= 1 : IVs : 1 Vs. Ant. VI wechselt beträchtlich an Länge und kann kürzer oder länger
als Ant. V sein. Die ganze Antenne ist ungefähr ^/i von der Körperlänge, etwa 3 mal
länger als der Kopf. Ant. I ist von Ant. II deutlich abgesetzt. Die Zweigliederung
von Ant. III + IV (urspr. Ant. II) ist sehr undeutlich, gar nicht so hervortretend wie
bei Orchesella oder, nach der Zeichnung Absolons zu schliessen, wie bei Dicranocentrus
Silvestrii Abs., überhaupt nur durch Behandlung mit Kaliumhydroxid o. ä. zu sehen.
Die beiden äussersten Antennenglieder sind deutlich geringelt, mehrmals zusammenge-
wachsen oder durch ein einziges Ghed ersetzt.
Augen jederseits 8.
Th. II 1 ^' ., mal so lang als Th. III. Abd. IV 1 "/s so lang als Abd. III.
Tibiale Spürborste äusserst fein, distal, nicht erweitert. Klaue mit proximalem
Doppelzahn und einem distalen Innenzahn. Empodialanhang an sämmtlichen Bein-
paaren gleichförmig, lanzettlich, ohne Innenzahn.
Älanubrium etwa ^'3 von Dens + Mucro. Dentes gut gegHedert, mit drei inneren
Dornenreihen; äussere Dornenreihe fehlt. Mucro mit Apical- und Anteapicalzahn und
Basaldorn.
Länge bis 3,ö mm.
4 SJÖSTEDTS KIUMANDJARO-MERU EXPEDITION. 18: 1.
Durch das undeutlich zweigegliederte (urspr.) Ant. II und besonders durch die
dreireihig geordneten Dentaldornen steht diese Art dem anderen afrikanischen Ver-
treter der Gattung, D. gracilis Schott, näher als dem südamerikanischen D. Silveslrii
Abs. Von D. gracilis unterscheidet sich aber D. meruensis durch das Fehlen der
äusseren Dentaldornenreihe, die bei jener Art nach Schott und Absolotst stark ent-
Avickelt ist. Auch sind die Klauen anders gebaut, wovon ich mich durch Vergleich mit
zwei im Reichsmuseum aufbewahrten kamerunischen Individuen von D. gracilis über-
zeugen konnte. Die eigentliche Klaue der letzterwähnten Art hat, ausser dem nahe
an der Basis befindlichen Proximalzahnpaar, ein wenig nach der Mitte einen deutlichen
distalen Innenzahn und inmitten zwischen diesem und der Klauenspitze noch einen
besonders am vorderen Beinpaar deutlichen obgleich winzigen Distalzahn. Bei D.
meruensis steht das proximale Innenzahnpaar näher an der Mitte und einen zweiten
Distalzahn habe ich nicht gefunden. Der Empodialanhang von D. gracilis ist am
ersten und dritten Beinpaare verschieden gestaltet, am ersteren breiter als am letzteren,
an beiden aber mit deutlichen Lamellen und mit sowohl Innen- als Aussenzahn ver-
sehen. Da dies nicht aus den Figuren oder der Beschreibung Schött's hervorgeht,
habe ich zum Vergleich zwei neue Figuren (Fig. 6, 7) gezeichnet. Bei D. meruensis
fehlen dem Empodialanhang gänzlich Zähne.
Biologie. Die Art lebt, wie es scheint, ziemlich zahlreich unter abgefallenen
Blättern zusammen mit Lepidocyrtus extensus, Mesira armillata und Paronella nigro-
maculata.
Fundort. Meru: in den obersten Teilen des Regenwaldes c. 3,500 m. ü. d. M.,
Febr. 1906 (167 Ex.).
Jjepidocyrtus cyaiievis Tüllb. var. assiiuilis Reut.
0. M. Reuter. Meddel. Soc. Fauna et Flora Fenn. 1890.
Biologie. Lebt unter modernden Blättern.
Fundort. Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, 25. Sept. 1905 (3 Ex.).
Lepidocyrtus fuscatus n. sp.
(Taf. 1, Fig. 8.)
Farbe gelblichweiss; die drei äussersten Glieder der Antennen, bisweilen auch
die Schienen, blauviolett. Die helle Grundfarbe des Tieres ist immer mehr oder
weniger durch das ausserordentlich dichte, schwarzbraune Schuppenkleid verhüllt.
Die Schuppen sind Rundschuppen von wechselnder Gestalt, an der Basis zugespitzt,
quer oder ausgeschnitten. Auch die Behaarung ist stark, von typischem Aussehen.
Die Antennen sind 1 V2 bis 2 mal so lang als die Kopf diagonale. Ant. I : II :
III : IV = 1 : 2 - 2 Vs : 2 V2 - 2 Vb : 2 Vb - 2 Vb.
Augen jederseits 8; Proximalaugen nicht besonders kleiner als die übrigen.
Mesonotum etwas vorragend, etwa 2 mal so lang als Metanotum, breit und von
den Seiten nicht zusammengedrückt. Abd. IV c. 3 mal .so lang als Abd. III.
Klaue mit einem proximalen Zahnpaar in der Mitte der Innenkante und zwei
distalen Innenzähnen, von denen der äusserste schwer sichtbar ist. Die Klaue des
WAHLGREN, COLLEMBOLA. Ö
dritten Beinpaares 1 '/« mal länger als das tibiale Spürhaar. Empodialanhang lanzett-
förmig, "':i von der Länge der Klaue (aussen gemessen).
Manubrium etwa gleich lang wie Dens. Dentes gut geringelt, der ungeringelte
Teil deutlich aber doch nicht so plötzlich wie bei den meisten falciformen Lepidocyrtus-
Arten von dem geringelten abgesetzt. Mucro mit starkem Apical- und Prseapicalzahn
und mit Basaldorn.
Länge (vom Vorderrande von Th. II) 2,6 mm.
Biologie. Lebt in ziemlich grosser Inviduenzahl unter modernden Platanen-
bJättern zusammen mit Lejndocyrtus flavovirens, Mesira armillata und Paronella
Fuellehorni bisweilen auch Proisotoma Sjöstedti.
Fundorf. Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, 22. Aug. 1905 (225 Ex.).
Lepidocyrtus exteiisiis n. s[).
(Taf. 1, Fig. 9, 10.)
Farbe gelblicliweiss, nur die äusserste Spitze von Ant. III, bisweilen auch von
Ant. IV violett. Das Schuppenkleid dicht, (in Spiritus) schwarzbraun, auch bei sonst
abgeschuppten Individuen am Hinterende von Abd. IV einen braunschwarzen vielleicht
auch etwas pigmentierten Fleck bildend. Die Schuppen sind Rundschuppen mit herz-
förmiger Basis.
Antennen ^/s — 73 von der Körperlänge, 2 Vz — 3 mal so lang als die Kopfdiagonale.
Ant. I : II : III : IV = 1 : 1 Vs— 1 Va : 1 Va - 2 : 1 Vs - 274. Die letzten Antennenglieder
ungeringelt.
Augen jederseits 8; Proximalaugen nicht kleiner als die übrigen.
Mesonotum über den Hinterrand des Kopfes vorragend, 273 — 2''/ 4 mal so lang
als Metanotum, am Vorderende von den Seiten schwach zusammengedrückt. Abd.
IV 5— 7 mal so lang als Abd. III.
Klaue mit einem Proximalzahnpaar und einem Distalzahn, am dritten Beinpaar
1 ' .-, mal so lang als das tibiale Spürhaar, das an der Spitze wenig verbreitet ist.
Pseudonychien gross. Empodialanhang lanzettlich, unbewaffnet, am dritten Beinpaare
verhältnissmässig länger als am ersten, wo er den distalen Zahn ungefähr erreicht.
Manubrium = Dens + Mucro. Mucro wie bei voriger Art, zweigezähnt mit Ba-
saldorn.
Länge bis 3,6 mm. (vom Vorderrande des Th. II gemessen).
Diese Art steht dem westafrikanischen Lepidocyrlus maximus Schott sehr nahe,
noch näher als aus einem Vergleich der Beschreibungen hervorgeht, so dass ich un-
schlüssig gewesen bin, ob ich sie als eigene Art oder nur als eine Varietät von L. maximus"
betrachten sollte. Die Grösse, die Gliederung der Antennen, die starke Entwicklung
des Mesonotum, der Bau der Klauen und Mucrones sind bei beiden Arten ähnlich.
Und beim Vergleich mit den Typenexemplaren von L. maximus, die im Reichsmuseum
aufbewahrt sind, finde ich, dass auch die relative Länge von Abd. III und IV die-
selbe ist.
Von L. maximus unterscheidet sich aber diese Art zunächst durch die Farbe.
6 SJÖSTEDTS KILIMANDJABO-MEBU EXPEDITION. 18: 1.
Die erstere Art scheint zwar an Farbe variabel zu sein, hat aber meistens blaue
Seitenmakel, während alle die zahlreichen gut konservierten Exemplare von L. ex-
tensus ganz ohne blaues Körperpigment sind. Endlich ist auch das Mesonotum der
beiden Arten verschieden, indem es bei L. maximus viel weiter über den Kopfhinter-
rand vorragt und damit auch von den Seiten mehr keilförmig zusammengepresst ist.
Biologie. Lebt unter modernden Blättern zusammen mit Dicranocentrus yneru-
ensis, Mesira armillata und Pawnella nigromacnlafa.
Fundort. Meru: in den obersten Teilen des Regen waldes, c. 3,500 m. ü. d. M.,
Jan. 1906 (133 Ex.).
Lepiilocyrtus obtusus Wahlgb.
E. Wahlgren, Apteryg. aus Ägypten u. d. Sudan 1906, in: Results Swed. Zool.
Exp. Egypt. 1901.
Durch die Form des Empodialanhanges und der (zum Unterschied von L. meclius
Schaff.) basal zugespitzten Schuppen ist diese Art gut gekennzeichnet. Im Übrigen
scheint sie aber etwas variabel zu sein. Den Kilimandjaro-Individuen fehlt jede
Färbung des Meso- und Metanotum, die Beine sind nicht violett und der äusserste
Distalzahn der Klaue scheint zu fehlen; der letztere Avar aber auch bei den Typen-
exemplaren sehr undeutlich.
Biologie. Kommt unter modernden Pflanzen vor.
Fundort. Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, 25. Juli 1905 (17 Ex.).
Lepldocyrtus flavoTirens Böbn. var. auuulosa Wahlgb.
E. Wahlgeen, 1. c.
Wenn diese Form wirklich nur eine Varietät von L. flavovirens ist, so ist sie we-
nigstens eine sehr ausgeprägte. Die Grundfarbe wechselt zwar von gelblichweiss bis
grünlichgelb, die Ringelung der Beine ist aber sehr konstant, und zwar ist immer
der Ring des distalen Schenkelendes der dunkelste und deutlichste, auch bei jüngeren
Individuen, wo überhaupt eine Ringelung noch bemerkbar ist, denn bei den aller-
jüngsten Individuen sind die Beine ganz hell.
Die Antennen dieser Art wechseln beträchtlich an Länge. Zusammen mit In-
dividuen, die kürzere Antennen haben, kommen solche vor, deren Antennen von der
Länge des ganzen Körpers sind. Ant. IV ist 1V2 — 1"/3 mal so lang als Ant. III.
Biologie. Kommt unter modernden Blättern zusammen mit Lepldocyrtus
fuscatus, Mesira armillata, Paronella Fuellehorni, bisweilen auch Proisotoma Sjöstedti,
die Jungen auch unter Blumen vor.
Fundort. Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Juli, Aug., Nov. 1905 (137
Ex.); Kirarägua, Steppe, auf Akazien; Kiboscho, Bergwiesen, 3000 m.
Mesira armillata n. sp.
(Tai. 1, Fig. 11, 12.)
Grundfarbe weisslichgelb bis gelbbraun. Die Seiten des Kopfes und der Pro-
thorax, die Vorderkante von Th. II und die Seitenränder von Th. III und, schwächer,
die Seiten von Abd. II — IV mit unregelmässigen schAvarzvioletten Flecken gezeichnet.
WAHLGREN, COLLEMBOLA. 7
Bei ausserordentlich stark gefärbten Exemplaren sind die Seitenkanten von Abd. IV
stark pigmentiert. Die Hüftpartieen sind schwarzviolett gefleckt; die Schenkel sind
braungclb, nahe am distalen Ende mit einem breiten schwarzvioletten Ringe, von
dem eine dunkle Strieme an der Aussenseite basalwärts geht; die Spitze des Schenkels
ist weiss. Die Schienen an der Basis bräunlichgelb mit schwarzviolettem Fleck, übrigens
weiss; nur bei besonders stark gefärbten Individuen ist auch das distale Drittel der Schiene
violett. Ant. I an den Spitzen bräunlichgelb mit je einem schwarzvioletten Ring,
sonst weiss, Ant. II schwach bräunlichgelb mit weissen Enden, Ant. III und IV
bräunlichgelb bis weiss, am proximalen Ende mit einem schwarzen Flecke; bisweilen
hat Ant. I und II innen eine Längsstrieme oder ist auch die Spitze des letzteren
Gliedes violett. Furcula weiss. Schuppen braun.
Bei jimgen Individuen ist wie gewöhnlich die Zeichnung gar nicht so ausgeprägt.
Antennen 1 Vr. mal so lang als der Körper (Kopf unberechnet). An zwei auf Akazien-
gallen gefundenen Exemplaren sind die Beine wie auch die ersten Antennenglieder mit
Ausnahme einer dunklen Längsstrieme farbenlos, obgleich das eine von diesen Indivi-
duen übrigens so stark pigmentiert ist, dass Kopf und Abd. V beinahe schwarz sind.
Ant. I:II:III:IV= 1 :l"4:2V7:2*/7. Die zwei äusseren geringelten Glieder
wechseln aber sehr an Länge.
Augen jederseits 8; Proximalaugen nicht deutlich kleiner als die übrigen.
Mesonotum etwas, aber recht wenig vorragend, von den Seiten wenig zusammenge-
drückt, etwa IVa (selten 2) mal so lang als Metanotum. Abd. IV 4— 5 mal länger als Abd. III.
Klaue ziemlich schlank mit grossen Pseudonychien und am Innenrand einem
Paar Proximalzähne und zwei distalen Zähnen, von welchen der oberste inmitten
zwischen dem Proximalzahnpaar und der Klauenspitze steht. Die Klaue ist 1 Ve mal
so lang als das tibiale Spürhaar. Empodialanhang stark, lanzettlich, ungezähnt, etwa
den oberen Distalzahn der Klaue erreichend.
Dens + Älucro 1 Vs mal so lang als Manubrium. Mucro siclielf örmig ; der distale
Dentalteil, der von dem geringelten Teil scharf abgesetzt ist, ist etwa doppelt so lang
als Mucro. Länge bis 4 mm.
Diese Art, die sicherlich Mesira (Lejndocyrtimis) annulicornis Born, nahe steht,
unterscheidet sich von dieser u. a. durch die längeren Antennen und besonders durch
ihre sehr charakteristische Zeichnung.
Biologie. Die Art scheint ziemlich allgemein unter modernden Blättern bald
zusammen mit Lepidocyriics fuscatus und flavovirens, Paronella Fuelleborni und Proi-
sotoma Sjöstedli, bald mit Dicranocentrus meruensis, Lepidocyrtus extensus und Paro-
nella nigromaculata vorzukommen.
Fundorte. Kilimandjaro: Kibonoto Aug., Nov. 1905; Kirarägua, Steppe, auf
Akazien. Meru: in den obersten Teilen des Regenwaldes, c. 3,500 m. Jan. 1906 (88 Ex.).
Mesira »nuulicornis Böen.
C. BÖRNER, Sitz.-Ber. Ges. naturf. Freunde, Berlin 1903.
Zu dieser Art gehört wahrscheinlich eine Mesira mit kürzeren Antennen als
vorige Art und mit bläulichem zerstreutem Pigment, was zusammen mit der gelben
8 SJÖSTEDTS KILTMANDJARO-MERU EXPEDITION. 18: 1.
Grundfarbe dem Tier einen grünlichen Farbenton giebt. Ein anderes Individuum
mit gestriemten Antennengliedern bestimme ich als var. striata Böener.
Fundorte. Kilimandjaro: Kiboscho, an den Bergwiesen, 3,800 m. (18 Ex.),
17. Febr. 1906. Ein Individuum ist im höchsten Teil der Flechtenregion, am Rande
des ewigen Schnees, etwa 5,500 m. ü. d. M. gefunden; sicherlich der höchste Punkt
in Afrika, wo Tierleben — mit Ausnahme zufällig hoch aufsteigender Vögel —
wahrgenommen ist!
Paroiiella nigromaculata Schott.
Da die Beschreibung dieser Art sich in einer schwer zu erhaltenden Publikation
(Redogörelse för AUm. lärov. i Linköping, Eksjö och Vadstena läsäret 1902 — ^1903.
Linköping 1903) befindet, erlaube ich mir hier die Diagnose Schött's abzudrucken:
»Weisslich mit blauschwarzen Flecken an den Coxalgliedern. Antennen bläulich.
Antennen ein wenig länger als der halbe Körper. Ant. I = Vs der Kopfdiagonale.
Ant. I : II : III : IV = 1: r/2 : 1 V/2 : 3. Abd. III : IV = 1 : 4. Ommatidien jederseits 8, von
denen die proximalen kleiner als die übrigen. Tarsales Spürhaar dünn, die Mitte der
Klaue erreichend, am distalen Ende erweitert. Klaue mit gut entwickelten Pseudo-
nychien, proximalem Doppelzahn und 1 Distalzahn. Empodium unbewaffnet, an den
Extr.-paaren 1 und 2 quer herabgestutzt, am 3. allmählich verschmälert. Manvibrium
und Dentes gleichlang. Dentes mit einer Dornenreihe. Schuppenartiger Anhang fehlt.
Mucrones klein, von der Seite 3-lappig. Schuppen von wechselnder Form. Länge:
1,5 mm.»
Wie man aus dieser Diagnose und den von Schott beigegebenen Figuren sieht,
ist diese westafrikanische Art sehr nahe mit der gleichzeitig von Born er beschriebenen
ostafrikanischen P. Fuelleborni verwandt. Der einzige morphologische Unterschied
scheint in dem Bau der Klauen zu liegen, welche bei P. nigromaculata mit 3, bei P.
Fuelleborni mit 4 Innenzähnen besetzt sind. Zwar ist der äusserste distale Innenzahn
im allgemeinen schwer zu sehen, und zwar waren die von Schott untersuchten Exem-
plare jugendliche Individuen, aber dieser Unterschied im Bau der Klauen scheint
doch konstant zu sein. Noch eine Verschiedenheit liegt in der relativ^en Grösse des
Empodialanhanges, was schon aus den Figuren Schotts und Börners hervorgeht
und sich bei Untersuchung eines grösseren Materials als konstant erwiesen hat. Bei
P. nigromaculata reicht der Empodialanhang bis über den Distalzahn, während er bei
P. Fuelleborni nur wenig die Proximalzähne überragt.
Die Färbung von P. nigromaculata scheint nicht beträchtlich zu variieren. Bei
allen von mir untersuchten Individuen ist die Farbe gelbUchweiss mit Ausnahme der
Hüften, die mehr oder minder schwarzgefleckt, und der zwei äussersten Antennenglieder,
die violett sind. Die Länge der grössten Individuen beträgt 2,6 mm.
Biologie. Lebt unter modernden Blättern zusammen mit Dicranocentrus me-
ruensis, Lepidocyrtus extensus und Mesira armillata.
Fundort. Meru: in den obersten Teilen des Regenwaldes, c. 3,500 m., Jan.
1906 (259 Ex.).
WAHLOREN, COLLEMBOLA.
Paroiiella Fuellcbonii Born.
C. BÖRNER 1. C.
Zu dieser Art gehört wegen der morphologischen Ubereinstimmiuigen eine Form,
die aber stets — mit Ausnahme von den gewöhnlichen hellen Flecken und Strichen
— ganz violett gefärbt ist. Börner sagt aber auch, dass das grösste von ihm unter-
suchte Exemplar eine solche Färbung zeigte. Aber auch Individuen von 1,5 mm.
Grösse sind deutüch violettpigmentiert.
Biologie. Lebt unter modernden Blättern zusammen mit Lepic?oc?/?7t<.s /wsca<?/s
und jlavovirens, Mesira armiUata und (bisweilen) Proisofoma Sjöstedti.
Fundort. Kilimmidjaro: Kibonoto, Juli, Aug., Nov. 1905 (54 Ex.).
Arrliopalites kilimandjaricus n. wp.
(Taf. 1. Fig. 13—15.)
Grundfarbe rosa, Antennen und distale Teile der Beine und der Furca durch-
sichtig weiss; Rücken und Seiten des Furcalsegments mit punktförmig verteiltem,
dunkelrotem Pigment, welches an Kopf, Bauch, Schenkeln und Manubrium dünner
ist : Ant. IV an der Basis mit einem dunklen Fleck.
Behaarung spärlich, wahrscheinlich schlecht beibehalten : nur an dem Anogenital-
segment einige längere, bogenförmige Borsten, am Furcalsegment einzelne kurze,
gerade, einfache, stachelähnliche Borsten.
Antennen etwa 2V2 mal länger als die Kopfdiagonale. Ant. I:II:III:IV =
1 : 2 : 3 : 14. Ant. IV deutüch sekundär gegliedert. Die Behaarung der Antennen ist
an der Figur genau wiedergegeben.
Tibien ohne Keulenhaare. Klaue des 1. Beinpaares etwas, wenn auch unbe-
deutend, länger und schlanker als diejenige des 3. Beinpaares, an allen Beinpaaren
mit 2 Innenzähnen. Empodialanhang des 1. und 2. Beinpaares von demjenigen des
3. Paares verschieden; an den ersten Beinpaaren verhältnissmässig kürzer mit längerer
Apicalborste, welche die Spitze der Klaue überragt, am 3. Beinpaar relativ länger mit
sehr kurzer Apicalborste; an allen Beinpaaren mit einem Innenzahn.
Ventraltubustaschen mit glatten Aussenwänden, wenig länger als das Basalstück.
Dentes dorsal mit drei längeren, abstehenden Borsten ; zwischen der proximalen
und der mittleren von diesen steht noch eine abstehende aber kürzere Borste, und
zwischen der mittleren und der distalen sitzen zwei kürzere, anliegende Borsten.
Dentes etwa 3V3 mal so lang als die Mucrones; diese rinnenförmig mit äusserst
schmalen, anscheinend glatten Rändern.
Länge 0,66 mm.
Nach der tabellarischen Übersicht der Sminthuriden, die Börner in seiner
letzten Arbeit (Das System der Collembolen etc. — Mittel. Naturhist. Mus. Hamburg
1906) aufgestellt hat, muss diese Art, wie aus obiger Beschreibung hervorgeht, zur
Gattung Arrhopalites Born, gerechnet werden, obgleich sie mit ihren langen, gut
geringelten Antennen kaum mit A. ccecus Tülle, näher verwandt zu sein scheint.
Sjöstedts Kilhnandjifio Mfiit Expedition IS. "
10 SJÖSTEDTS KII-IMANDJARO-MEßU EXPEDITION. 18: 1.
Vielleicht könnte sie als Typus einer neuen Gattung aufgestellt werden, da aber das
Material zu spärlich ist, um eine eingehendere Untersuchung zu gestatten, muss ich
darauf verzichten.
Biologie. Die Art kam unter modernden Blättern zusammen mit Proisotoma
Sjöstedti und anderen vor.
Fundort. Kilimandjaro : Kibonoto, Kulturzone, 2 Nov. 1905 (1 Ex.).
Abgesehen von den neuen Arten sind die im Kilimandjaro-Meru-Gebiet ge-
fundenen Collembolen auch früher in Afrika angetroffen.
Eine von ihnen, Lepidocyrtus cyanens, scheint eine kosmopolitische Verbreitung
zu haben und ist früher u. a. aus Kamerun (Schott) und Ägypten (Wahlgren)
bekannt.
Drei Arten, Lepidocyrtus flavovirens, Mesira annulicornis und Paronella Fuelle-
borni, sind früher aus dem Nyassagebiet (Börner), die erstere Art auch aus dem
Sudan (Wahlgren) beschrieben.
Aus dem Sudan ist auch Lepidocyrtus obtusus (Wahlgren) bekannt.
Schiesslich ist eine Art, Paronella nigromaculata, früher aus Kamerun (Schott)
bekannt. Aber die Übereinstimmung der Collembolenfauna von Kilimandjaro-Meru
mit derjenigen von Kamerun beschränkt sich nicht darauf, denn zwei von den im
ersteren Gebiet gefundenen neuen Arten, Dicranocentrus meruensis und Lepidocyrtus
extensus haben in Kamerun ihre nahen Vervandten, Dicranocentrus gracilis und Le-
pidocyrtus maximus.
Liste der aus dem Kilimandjaro und dem Meru bisher bekannten
Collembolen.
1. Proisotoma Sjöstedti Wahlgr. n. sp.
2. Dicranocentrus meruensis Wahlgr. n. sp.
3. Lepidocyrtus cyaneus Tullb,
4. » fuscatus Wahlgr. n. sp.
5. » extensus Wahlgr. n. sp.
6. » obtusus Wahlgr.
7. » flavovirens Born.
8. Mesira armillata Wahlgr. n. sp.
9. » annulicornis Born.
10. Paronella nigromaculata Schott.
11. » Fuelleborni Born.
12. Arrhopalites kilimandjaricus Wahlgr. n. sp.
18. APTERYGOGENEA.
2. Thysaiiura
auctore
FILIPPO SILVESTRI.
Cum tabulis duabus.
Thysanura, a Gl. Dr. Sjöstedt in Germanorum Africa Orientali collecta, species
tres continent, quarum duae scientiae novae mihi videntur, tertia ad speciem, quam
ego siib nomine Machiloides malagassus^ descripsi, referenda est.
Species duae novae sunt: Ctenohpisma targioniana, quae ad Ctenolepismae sec-
tionem, ad hunc diem speciem unam faunae mediterraneae continentem, pertinet et
Lepidospora afra. Lepidosporae generis species duae notae sunt: altera {L. braueri
Escher.) ex Seychellarum insulis, altera (L. gracilis Escher.) ex Sumatra.
Machiloides inolagassvs a nie secundum exempla antennis et cercis mutilata et
in Madagascar lecta descriptus fuit. Exempla ex Africa Orientali characteribus in
exemplis ex Madagascar notatis haud distincta mihi videntur, comparatione autem
exemplarum integrorum ex Madagascar et ex Africa forsan in antennarum et cerco-
rum forma differentiae existere possunt.
Farn. Lepismidae.
Ctenolepisma targioniana sp. n.
J Golor (exemplum in spiritu vini asservatum) terreus.
Caput antice setis pluribus consuete acervatis instructum. Antennae (in exemplo
observato certe haud integrae) corporis longitudinem aequantes, gradatim magis
attenuatae. Palpi maxillares (Fig. 1) 5-articulati, tenues, sat longi, articulo tertio
ceteris longiore, articulo quarto quintum longitudine aequante.
Palpi labiales (Fig. 2) articulo ultimo introrsum dilatato Vs in apice latiore
quam longiore. Thorax quam abdomen ^/a brevior et paullulum latior.
Pedes breves, robusti, coxarum margine externo setis brevibus 2 — 3 irregulariter
seriatis, articulis ceteris setis et spinis ut figura 3 demonstrat, tarsi articulo primo et
secundo ad apicem interne setis 2—3 quam ceterae robustioribus, integris.
Sterna parte mediana coxarum apicem spatio sat magno haud superante, in
metathorace (Fig. 4) fere Vs ad basim latiore quam longiore, angulis posticis rotundatis,
' Redia, III. p. 332 (1906).
12 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 18: 2.
margine postico paullulum sinuato, utrinque setis nonniiUis marginalibus et pone has
pectine parvo setarum 3 — 5 instructo.
Abdomen tergitis 2—5 tantum paribus duobns dorsalibus setarum pectinum in-
structis, tergitis 6—8 pare dorsali pectinum, praeter pectina lateralia etiam in tergitis
praecedentibus sistentia, tergito 9° pectinibus nullis.
Tergitum decimum (Fig. 5) breve, minus quam duplo latius quam longius,
gradatim rotundato, margine postico toto rotundato, haud sinuato, in parte supera
laterali subpostica utrinque setarum pectine auctum.
Urosternita setarum pectine laterali instructa, subcoxis segmenti 9' (Fig. IX)
apice triangulari elongato, angustato, acuto, penem spatio sat magno superante, setis
pluribus instructis. Styli (Fig. 6 s) in urosternis VII— IX sistentes, in apice serie
setarum robustarum aucti, cetero setis subtilibus; styli paris ultimi quam subcoxarum
apieem fere dimidia parte longitndinis totius superantes. Cerci ? (abrupti).
Long. corp. mm. 11, lat. thoracismm. 2,9; long, antennarum (partim fractae) mm. 11.
Habitat. Exemplum descriptum ad Mombo Usambara Dr. Sjöstedt legit.
Observatio. Species haec setarum pectinum numero in abdominis dorso Gtenol.
Targionii proxima est, sed magnitudine, colore, tergiti decimi abdominalis forma, nee
non subcoxarum IX longitudine et characteribus aliis distinctissima.
Lepidospora afra sp. n.
? Juvenis. Alba.
Caput epicranio antice infra antennarum radices setis sat numerosis et sat longis,
robustis instructo, in margine antico laterali et in angulo laterali postico setis non-
nullis etiam longis et sat longis, robustis aucto.
Antennae? (Fig. 7 — 8) (fractae), articulo primo fere Vs longiore quam latiore
setis nonnuUis sat longis, robustis in apice plerumque brevissime bifurcatis instructo,
articulo secundo parum longiore quam latiore, ad apieem setis nonnullis longis et aliis
brevibus aucto, articulo tertio in parte supera externa sensillis tribus, in parte laterali
externa sensillis tribus nee non setis nonnullis brevibus et sat longis, articulis ceteris
sensillis duobus quorum alter superus externus, alter infer externus est, et setis non-
nullis sat brevibus instructis, articulis a septimo gradatim magis distincte in articulis
secundariis vel articulinis divisis, sensillis tantum ad apieem articulini ultimi articuli
singuli sistentibus.
Mandibulae corporis parte supera externa setis sat numerosis et sat longis in-
structae. Palpi maxillares (Fig. 9) sat longi et sat tenues, articulo ultimo quam
penultimus ^/s longiore, setis brevibus et in apice sensillis crassiusculis, subcylindricis
brevibus setosis 5 — 6 instructo.
Palpi labiales (Fig. 10) breves, articulo ultimo quam penultimus parum minus
quam duplo longiore, valde latiore subgloboso setis brevibus aliis brevissimis et sen-
sillis superis 6 instructo.
Thorax (Fig. 11) quam abdomen parum magis quam duplo breviore: tergita
praeter squamas setis sat brevibus et sat longis praesertim ad margines aucta. Ster-
nita setis submedianis brevibus 2,2 + 2,2 setis nonnullis brevioribus.
SIIiVESTRI, THYSANURA. 13
Pedes (Fig. 12) coxis sat latis et in facie externa setis brevibus, sat robustis
et aliquantuiu ante apicem seta longa, robusta, instructa, articulis ceteris setis ut
figura denionstrat instructis, unguibus terminalibus tribus, quarum mediana lateralibus
breviore et subrecta, laterales parum arcuatae acutae sunt.
Abdomen (Fig. 11): tergite 1 — 9 setis nonnullis marginalibus posticis, in angulo
laterali sat longis, instructa. Tergitum decimum (Fig. 13) subtrapezoideum, margine
postico sat profunde sinuato et ad angulos ipsos supra seta longa, robusta, truncata
et parum longe a seta dicta interne seta brevissima aucto.
Urosterna (Fig. 14) setis duabus brevibus submedianis aliquantum pone medium
instructa et setis nonnullis posticis marginalibus. Styli (s) sat breves, setis paucis
brevibus instructi et seta apicali robusta brevi. Sternum segmenti octavi breve semi-
circulare. Ovopositores nondum bene evoluti apicem subcoxarum IX haud superantes.
Cerci longitudine? (fracti) setis brevibus et setis nonnullis longis robustis in
apice brevissime incisis et sensillis cheticis subtilioribus numerosis instructi.
Long. corp. mm. 4, lat. thoracis 0,8.
c? Antennarum articulus secundus (Fig. 7) parte apicali interna antrorsum tri-
angulariter parum producta.
Paramera (Fig. 15) crassiuscula subcylindrica quam styli subcoxarum IX, spina
apicali excepta, vix breviora et externe setis brevioribus nonnullis instructa.
Tergitum decimum (Fig. 16) parum magis elongatum et angustatum quam in
foemina, margine postico profunde sinuato, supra ad basim angulo laterali setis duabus
brevibus, robustis et parum postice ad marginem internum seta breviore robusta in-
structo, margine laterali externo setis tribus aucto, superficie infra ad apicem anguli
postici seta breviore, robustiore apicem anguli spatio sat magno superante et seta
brevissima, robustiore parum ab eadem remota, nee non seta huic simili ad basim
armato. Cerci magna parte fracti sunt. Long. corp. mm. 3,8.
Habitat. Exempla duo descripta ad Kibonoto {Kilimandjaro) Dr. Sjöstedt legit.
Observatio. Species haec a Lepidospora brauei'i Escherich (Seychellen) magni-
tudine et praesertim tergiti decimi maris armatura distinctissima.
Fam. Machilidae.
Macliiloides inalagassus Silv.
? Color? (exemplis omnibus squamarum maxima parte denudatis).
Oculi (Fig. 17— 18a) magni inter sese spatio magno tangentes; oculus singulus
fere ' ^ latior quam longior. Ocelli (Fig. 17—18 b) lati, transversales, pistilliformes,
parte latiore interna, inter sese antice parum remoti.
Antennae (Fig. 19) longitudine corporis longitudinem superantes, articulo primo
fere duplo longiore quam latiore, articulo secundo aliquantum latiore quam longiore,
cetero flagello gradatim valde attenuato.
Palpi maxillares (Fig. 20) articulo primo ad basim processu longo (s) conico
basim processi superi attingente aucto et ad apicem processu (a) supero externo longo
14 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 18: 2.
subtriangulari, articulo secundo quam tertius magis quam Vu longiore, articulo tertio
quam quartus fere '/s breviore, articulo quarto quam quintus c. Ve breviore, articulo
quinto quam sextus parum longiore et articulo sexto quam septimus vix longiore,
articulis 2—4 infra sat setosis, articulus 5 — 7 setis pluribus brevibus sat robustis et
spinis nonnuUis superis brevibus in parte apicali articuli quinti et in tota parte dor-
sali articulorum 6 — 7 instructis.
Palpi labiales (Fig. 21) articulis 2 — 3 longitudine subaequalibus et setis brevio-
ribus pluribus instructis, articulo tertio parte apicali gradatim parum latiore et in
apice ipso sensillis conicis aucto. Arcus thoraicus sat magnus.
Pedes sat longi et sat attenuati setis pluribus brevibus, tenuibus, praesertim
infra dispositis instructis; pedes secundi paris (Fig. 22) coxa quam processus coxalis
•' 7 longiore, tarso quam tibia fere ^U longiore, apicem versi^s gradatim parum atte-
nuato, unguibus parum longis et parum arcuatis, acutis.
Abdomen: urosterna superficie tota squamis vestita, 1 — 7 (Fig. 23) parte ster-
nali (a) media vix producta, subcoxis (b) magnis vesicula (v) singula instructis. Styli
(Fig. 7 s) sat longi, setis pluribus brevibus tenuibus et seta apicali quam Stylus minus
quam duplo breviore instructi squamis destituti; styli subcoxarum segmenti IX (Fig. 24 s^),
seta apicali liaud sumpta, quam subcoxa IX parum breviores, interne setis 4—5 sat
longis introrsum directis, superficie cetera setis pluribus brevibus, apice seta quam
Stylus duplo breviore aucta.
Ovopositores (Fig. 8 0) longi, tenues, setam apicalem stylorum paris IX parum
superantes, setis brevissimis et tenuibus instructi.
Cercus medianus quam corporis longitudo longior ; cerci laterales quam medianus
magis quam triplo breviores, parte basali interna spinis nonnullis brevibus armato.
Long. corp. mm. 11, lat. 2,5; long, antennarum (certe haud integrarum) mm.
13; long, cerci mediani (certe etiam haud integri) mm. 13; long, cercorum lateralium
mm. 4.
c? Pedes primi paris eisdem foeminae similes.
Palpi maxillares (Fig. 25) articulo primo praeter processu basali (s) conico et
processu supero externo (a), etiam ad apicem processu (b) brevi, uncinato supero
interno aucto, articulo secundo etiam in anguli supero apicali interno (c), spiniformi
armato.
Penis (Fig. 26 p et 27) brevissimus, parameris nullis. Magnitudo eandem
foeminae subaequans.
Habitat. Kilimandjaro: Kibonoto (sub foliis emortuis in zona culta) ; Kiboscho
3,000 m. in silvis pluviis ad nemorum margines). Meru: 3,000—3,500 m. (in silvis
pluviis) 21—24 XII 1905; 17 ex.
TAFEL 1.
SJÖSTEDTS KILIMANDJAKO-MERU EXPEDITION. 18: 1.
Tafel 1.
1. Proisotoma Sjöstedti Wahlgr. n. sp.
2. » » Postantennalorgan und vordere Augen.
3. » » Fuss (3. Beinp.).
4. » » Mucro.
5. Dicranocentrus meruensis Wahlge. n. sp. Fuss (3. Beinp.).
6. Dicranocentrus gracilis. Fuss (3. Beinp.).
7. » » Empodialanhang des ersten Beinpaare,s.
8. Lepidocyrtus fuscatus Wahlgr. n. sp. Mucro.
9. Lepidocyrtus extensus Wahlgk. n. sp.
10. » » Fuss (3. Beinp.).
11. Mesira armillata Wahlge. n. sp.
12. » » Fuss (3. Beinp.).
13. Arrhopalites kilimandjaricus Wahlge. n. si».
14. » » Vorderfuss.
15. » » HinterfusR.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
18. Apterygogenea.
Taf. 1.
A. Ekblom et auct. delin.
Ljustr. Justus Cederquist, Sthlm.
Wahlgren: Collembola.
TABULA 2
SJÖSTBDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 18: 2.
Tabula 2.
Fig. 1. Ctenolepisma targiomana: palpus maxillaris.
»2. » » palpus labialis.
» 3. » » pes paris tertii.
» 4. » » metasteiTii pars mediana.
» 5. » » tei'gitum decimum.
» 6. » » corporis pars ventralis a segmeuto VII — IX: B angulus externus subcoxa-
rum IX, P i>enis, S stili.
» 7. Lepidospora nfrn: J' antenuae pars proximalis supra inspecta.
» 8. » ' 5 antennae pars proximalis supra inspecta.
» 9. » » » palpus maxillaris.
»10. » » » » labialis.
- 11. • » » corpus totum praeter appendicium raaximam partem.
»12. » » » pes paris tertii.
»13. » » » tergitum decimum cum cercorum lateralium basi.
» 14. » » » urosteruitum quintura: A pars Sternalis, B pars subcoxalis, S stilus, V vesicula.
»15. » » c? corporis pars postrema ventralis a segmento VII: C cerci, P paramera, S stili,
T tergitum decimum, V vesicula.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
18. Apterygogenea.
Taf. 2.
Auetor delin.
Justus Cederquist, Sthlm.
Silvestri: Thysamira.
TABULA 3
SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 18: 2.
Tabula 3.
Fig. 16. Lepidospora afra: J^ corporis pars extrema a dorso inspecta.
» 17. Machiloides malagassus: $ caput supra inspectum: A oculi, B ocelli.
<> 18. » » » oculus (A) et ocellus (B) lateraliter inspecti.
» 19. » » » antennae pars proximalis (setis fere totis abruptis).
» 20. » » » maxilla: A Processus superus externus subapicalis articuli primi palpi,
S Processus superus basalis ejusdem.
»21. » » » labium.
» 22. » » » pes paris secundi.
» 23. » » » urosternum quintum; A pars Sternalis, B pars subcoxalis, S stilus, V vesicula.
» 24. » » » urosterna VIII — IX: 0 ovopositores, S^ — S° stili.
» 25. » » J* palpus maxillaris: A processus superus subapicalis externus, B internus,
S Processus superus basalis, C Processus apicalis articuli secundi.
» 26. » » » urosternum nonum IX et penis P.
» 27. » » » penis.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
18. Apterygogenea.
Tat. 3.
Aucior delin.
Silvestri: Thvsaniira.
Justus Cederquist, Sthlm.
11). MYRIOPODA.
von
CARL GF. ATTEMS.
Mit 6 Tafeln.
Das Kilimandjarogebiet war bisher in Bezug auf seine Myriopodenfauna so gut wie
terra incognita und es ist daher freudigst zu begrüssen, dass die Expedition Professor
Sjöstedts in diese Gegenden die Lücke wenigstens zum Teil ausgefüllt hat. Die weitaus
überwiegende Zahl der Arten in der mir zur Bearbeitung übergebenen Sammlung Prof.
Sjöstedts stammt vom Kilimandjaro und seiner nächsten Umgebung, so den Grundstock
zur ersten etwas vollständigeren Localfauna innerhalb des grossen ostafrikanischen Gebietes
bildend. Wir kennen zwar schon eine ziemlich grosse Anzahl von Arten aus Deutsch-
und Britisch-Ost-Afrika, doch sind sie jedenfalls nur ein kleiner Bruchteil der dort wirklich
vorkommenden Fauna; diese Annahme ist wohl gerechtfertigt, da noch kein enger begrenztes
Territorium in Ost-Afrika gründlich durchforscht wurde und wir sehen, dass relativ nahe
gelegene Punkte ganz verschiedene Faunen besitzen.
Ich erinnere nur an die Liste der Myriopoden, die PococK^ vom Mount Kenia ge-
geben hat, die ausser einigen weitest verbreiteten Scolopendriden keine Art mit unserer
Liste vom Klimandjaro gemeinsam hat. Wir müssen daher annehmen, dass die Zahl
der ostafrikanischen Myriopoden sich noch so vermehren wird, dass eine jede faunistische
Betrachtung an der Hand des jetzt vorliegenden Materials sehr verfrüht wäre. Als wei-
tere Schwierigkeit bei der Anwendung der bisherigen Literaturangaben kommt noch dazu,
dass viele der von einzelnen Autoren namhaft gemachten Arten recht mangelhaft be-
schrieben sind, so dass man mit diesen zweifelhaften Arten kaum operiren kann. Von
einer Aufzählung aller ostafrikanischen Arten sehe ich daher ab.
Nach dem soeben Gesagten, wird es nicht Wunder nehmen, dass in der Ausbeule
Professor Sjöstedts (etwa 700 ex.) ein grosser Procentsatz neu ist, nähmlich 20 Formen
von 33, und zwar 4 unter den 11 Chilopoden und 16 unter den 22 Diplopoden. Auch
* PococK. On the Scorpions, Centipedes and Millipedes obtained by Prof. Gregory on his Expe-
tion to .Mount Kenia, East Afrifa. Ann. Mag. Nat. Hi.st. (6) XVII, p. 4-25. 189(i.
Sjöstedti Kilimandjaro- Meru Expedition. 19. 1
SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 19.
letzteres Verhältnis war vorauszusehen, da ja die Chilopoden viel weiter verbreitet und
meist auch besser belcannt sind als die Diplopoden. In den letzteren musste ich 10
neue Gattungen aufstellen, von denen 6 auf die Odontopygidae kommen, die überhaupt
einen sehr erheblichen Teil der ganzen Sammlung ausmachen. Sie sind bekanntlich eine
ausschliesslich afrikanische Gruppe und waren zum grössten Teil in einer ganz unnatür-
lichen, zahlreiche, nach den Beschreibungen absolut nicht zu unterscheidende Arten ent-
haltenden Gattung Odontopyge vereinigt. Ich hoffe durch deren Aullösung künftige Autoren
zu veranlassen, etwas genauer zu beschreiben.
Wie schon gesagt, stammen die meisten Arten vom Kilimandjaro, nur folgende 6
Arten wurden in Tanga und Mombo gesammelt: Scolopendra morsitans L., Orodesmiis
crisUdus K., Orodesnms masfophorns (Gerst.), Meticlie hravensis (SiLV.).
In der nachfolgende Liste aller von Sjöstedt gesammelten Arten, habe ich die
Namen der neuen Gattungen und Arten durch kursiven Druck gekennzeichnet.
1. Lainyctes fulvicornis (Mein.)
2. Cryptops numidieus tropkus nov. subsp.
3. Trigonocryptops Bottegii (SiLV.)
4. Otostigmus euneiventris Porat.
5. Ethmostigmus trigonopodus (Leach.)
6. Scolopendra morsitans L.
7. Trachyeormocephalus afer (Mein.)
8. Orphnaeus meruimis n. sp.
9. Ctenorya Sjöstedti n. sp.
10. Lamnonyx punctifrons (Newp.)
11. Seliizotaenia xiluina n. sp.
12. Strongylosoma jidinum n. sp.
13. Sphaeroparia miniita n. gen. n. sp.
14. Elaphogonns carneus n. gen. n. sp.
15. Sphenodesmus rugulosus Ck.
16. Harniodesmus nitens Ck.
17. Metaphorieus Kräpelini Att.
18. Orodesmus mastophorus (Gerst.)
19. » cristatus (loOK.
20. Nodorodesmus kibonotanus n. g. n. sp.
21. Diopsiiilus Sjöstedfi n. sp.
22. Metiche n. gen. bravensis (SiLV.)
23. Spirostreptus montaniis n. sp.
24. Lophostreptus regularis n. sp.
25. Odontopyge kilmandjarona n. sp.
26. Pletücrossus odofoceatiis n. gen. n. sp.
27. » fardiis n. sp.
28. Hajiloihysanus ijolyhothnis n. gn. n. sp.
29. » leviceps n. sp.
30. Prionopetalum serratum n. gen. n. sp.
31. Harmomasfix tetracantlms n. gen. n. sp.
32. Xyskipyge lineaia n. gen. n. sp.
33. SymlesDwgeiius gradlis n. gen. n. sp.
Lamyctes fulvicornis (Mein.)
Fundorte: Meru, Regenwald 3,000 — 3,500 m.; Kilimandjaro: Kiboscho, aus dem
oberen Teile der Bergwiesen, oberhalb der Waldgrenze.
Cryptops uumidicus tropicus nov. subsp.
Farbe gelb. Länge 18 mm. — Kopfschild sehr schwach punktiert, aber reichlich
beborstet. 2 feine Längsfurchen beginnen am Hinterrande, reichen bis etwas über die
Mitte, zuletzt divergierend, sind dann unterbrochen und finden sich erst in der Nähe
des Vorderrandes lateral von den Antennen wieder, als kurze Striche. Der Kopschild
überlagert ein wenig den Vorderrand des 1. Rückenschildes.
ATTEMS, MYEIOPODA. 3
Die quere Furche des 1. Rückenschildes bildet einen ziemlich flachen Bogen. Son-
stige Furchen hat der 1. Rückenschild nicht.
2. und 3. Rückenschild mit 2 kurzen geraden Furchen, die vom Hinterrand bis
etwa '/s der L.änge reichen. Vom 4. Segment an hat jeder Rückenschild die 2 geraden
Medianfurchen und 2 lateralen Bogenfurchen; letztere reichen vom Vorderrand bis etwas
über die Älitte und fmden sich zuletzt auf dem 19. Segment. Die Medianfurchen sind
auch noch auf dem 20. Segment sichtbar. Der Rücken ist massig dicht behaart. Der
2. Rückenschild ist merklich kürzer als der 1. Ein Mediankiel ist nirgends sichtbar.
Ventralplatte des 2. Segments mit einer Querfurche, die Platte des 3. — 8. Segments
mit einem Furchenkreuz. Ventralplatten ziemlich reichlich behaart. Die Punktierung
ist ganz unerheblich. Stigmen kurz oval, fast rundlich.
Jede Hälfte des Kieferfuss-Hüftrandes sehr flachbogig, und 5 — 6 kräftigen Borsten.
Die Älittelkerbe sehr seicht. Im Übrigen sind die Kieferfüsse ziemlich reichlich behaart.
Die Poren der Pseudopleuren sind sehr wenig zahlreich; sie reichen nach hinten
kaum etwas über die Hälfte hinaus und lassen innen einen breiten Streifen frei. Hin-
terrand der Pseudopleuren mit einer Reihe kräftiger Borsten besetzt, aber ohne Dornen.
Femur der Endbeine am Ende innen oben mit einem sehr kleinen Dorn. Die Unterseite
nur massig dicht beborstet, die Borsten alle von einer Qualität, kräftig und ziemlich lang,
keine kahle Area.
Patella am Ende aussen mit einem winzigen Dörnchen. Die Unterseite so bebor-
stet wie der Femur.
Tibia am Ende sowohl innen als aussen mit einem kräftigen geraden oder schwach
nach unten gekrümmten Dorn. Unterseite mit einer Reihe von 7 Sägezähnen. 1. Tarsus
mit 3 Sägezähnen. Tibia und Tarsus nur massig reichlich mit dünnen, langen Haaren
besetzt, dazwischen einzelne kräftigere Borsten auf der Unterseite der Tibia.
Fundorte: Meru, Regenwald 3,000 — 3,500 m. ; Kühnandjaro: Kibonoto, Regen-
wald 2,000—3,000 m., Kiboscho, Bergwiesen 3,000 m.
Die Unterschiede zwischen dieser Subspecies und dem typischen Cr. numidicus sind, nach der Be-
schreibung die Kräpelin von letzterem gibt, zu urteilen, ziemlich gering.
Bei numidicus hat die Säge auf der Unterseite der Tibia 13 Zähne, bei tropicus nur 7; die Säge des
1. Tarsus bei numidicus 6 — 7 Zähne, hier nur 3. Die seitlichen Bogenfurchen der Rückenplatten beginnen
bei numidicus auf dem 3. Segment, hier auf dem -4. Segment. Die Stigmen sind bei numidicus "schlitzför-
mig", hier fast rund.
Übereinstimmend bei beiden sind die Dornen am Ende von Femur, Patella und Tibia der Endbeine,
Bildungen, die bei Crypfops ja ziemlich selten sind.
Trigonocryptops Bottegii Silv.
1897. Cnjptops Bottegii Silvestri, Ann. Mus. Genova (2) XVII, p. 302. — 1903.
Cri/ptops Bottegii Kräpelin, Revis. d. Scolopendra, p. 41. — 1908. Trigonocryptops
Bottegii Attems.
Die Kräpelinische Beschreibung passt vollkommen auf die mir vorliegenden Exempl.
i SJÖSTEDTS KILIMANDJAEOMEEU EXPEDITION. 19.
Die Endbeine gleichen selir denen von Cr. numidicus Luc. Unterseite des Schen-
kels mit zahlreichen, kurzen, kegeligen Dornspitzen und dazwischen sehr feinen,
kleinen Härchen. Die Mitte bleibt frei von den Dörnchen. Am Ende innen der bekannte
kräftige Dornfortsatz.
Patella am Ende aussen, Tibia innen und aussen mit je einem Dorn. Auf der
Patella sind die Dornspitzen der Unterseite etwas weniger zahlreich als auf dem Femur.
Tibia und Tarsus haben nur feine Härchen. Tibia mit 16, erster Tarsus mit 6 Säge-
zähnchen.
Das zweite Tarsalglied der vordersten Beinpaare ist in allerdings etwas undeutlicher
Weise in 2 Glieder geteilt. Diese Unterteilung verschwindet bald ganz. Unterseite aller
Glieder des 1.— 20. Beinpaares mit kurzen Dornspitzen und feinen Haaren.
Länge bis 60 mm.
Fundort: Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, und in einem Termitenhügel. Bis-
her bekannt vom Somaliland (zwischen Matagoi und Lugh), Südaethiopien (Dalota und
Adda Galla), Deutsch-Ost-Afrika (Lindi).
Otostigmiis cuueiTentris Po«.
1893. PoRAT. Bihang Svenska Akad. Handl. XVIIL 4. 7., p. 110. — 1903.
Kräpelin. Revis. d. Scolopendriden, p. 110.
Farbe olivenbräunlich bis olivengrünlich, Kopf und erstes Segment dunkelbraun. —
Länge bis 56 mm.
Kopfschild sehr seicht und fein punktiert, ohne Furchen. Antennen 17-gliedrig;
die 3 GrundgUeder sind dorsal völlig kahl, das dritte Glied auf der Unterseite zum Teil
behaart.
4+4 Kieferfuss-hüftzähne ; der Zahnplattenrand aussen niedriger als innen, flach-
bogig, am Grunde nicht durch eine Furche abgesetzt.
1. — 4. Rückenplatte ohne Furchen; die 5. mit 2 in der Mitte unterbrochenen Fur-
chen, 6. — 20. mit 2 durchlaufenden Furchen. Die Seitenrandung beginnt im 8. Seg-
ment. Die Rückenplatten sind im Übrigen glatt. Letzte Rückenplatte ohne Medianfurche.
Am Vorderrande der Ventralplatten sieht man die normalen Längsfurchen als ganz
kurze Striche, dann kommt eine Unterbrechung und in der Mitte der Platte eine breite,
tiefe, am Grunde mit einer scharfen Furche versehene Längsgrube. In der Medianlinie
zwei hinter einander gelegene ebensolche Längsgrübchen mit scharfer Furche. Einige
weitere Grübchen seitlich und am Hinterrande sind viel seichter und unregelmässiger.
Letzte Ventralplatte nach hinten deutlich verjüngt, ohne deutliche Medianfurche. Alle
Beine ohne Tarsalsporne. Nur ein Exemplar hat auf der Vorderseite des 1. Beinpaares
einen Sporn.
Pseudopleuren mit 1 — 2 winzigen Dornen ganz am Ende, oben und seithch keine
Dornen. Das Porenfeld reicht fast ganz bis zur Spitze. Endbeine sehr lang und dünn.
Femur dorsal mit 1 Dorn und dem Eckdorn, ventral innen mit 2 — 3, aussen 3 — 4 Dor-
nen (bei einem Exemplar z. B. links innen 3, aussen 4, rechts 2, 3.
ATTEMS, MYEIOPODA. 6
Fundort: KUimandjaro: Kibonoto, Kulturzone 1,000 — 1,900 m. War bisher nur
aus Kamerun bekannt.
JJtlimostismus trigonopodns (Lkach.)
Fundort: KUhnamljaro: Kibonoto, 1,300 — 1,900 m.
Scolopcudra morsitans L.
Fundort: Usambara: Tanga.
Trachycormocephalns afer (Mein.)
Fundort: KUimandjaro: Kibonoto, Steppe bis Kulturzone; Meru Niederung, Aka-
zienwälder und umgebende Steppe am Flusse Ngare na nyuki.
Orphnaeus meruinus n. sp.
Taf. 1, Fig. 12, 13.
Farbe schmutzig braungelb. — Länge cT 50 mm., $ 65 mm. cf mit 67, $ mit
73 Beinpaaren.
Kopfschild glatt, unbehaart, vorn keilförmig mit abgestumpfter Spitze. Die Stirne
nicht durch eine Furche abgesetzt. Clypeus (Fig. 12) in seiner oberen, gegen die An-
tennenbasis zu gelegenen, Hälfte reichlich beborstet. Antennen kurz, endwärts ver-
dünnt, vom ersten Glied an ziemlich gleichmässig beborstet; die Borsten stehen auf den
Basalgüedern zwar weniger dicht als in der Endhälfte, sind aber nicht in Quirlen ange-
ordnet und auf allen Gliedern gleich kurz und dünn. Endglied löffeiförmig ausgehöhlt.
Oberlippe sehr flachbogig, der ganzen Breite nach mit längeren, stumpfen Kamm-
zähnen besetzt. Mandibel mit 5 Kammblältern. 1. Maxille mit 2 Paar langer, ziemlich
dicker Tasterlappen, deren Oberfläche tannenzapfenartig fein beschuppt ist. 2. und 3. Glied
nicht getrennt (Fig. 13). Innenlade deutlich abgesetzt. Hüften der 2. Maxille vollkommen
verwachsen, ihr gemeinsamer Vorderrand bildet einen ziemlich flachen Bogen. Endkralle
der 2. Maxille mit einigen Borsten am Grunde, ihre Endhälfte jedoch nicht gekämmt.
Kieferfüsse wie bei den verwandten Arten.
Basalschild von der Breite und Gestalt des 2. Rückenschildes. Praebasalschild nicht
sichtbar.
Der erste Rückenschild (des ersten Laufbeinpaarsegments) ist bedeutend breiter als
die folgenden, so dass er tief ventral hinabreicht, wie ich das übrigens schon bei 0. hra-
süianus beschrieben habe, nur hat sich dort ein Druckfehler eingeschlichen indem es
heisst "2. Rückenschild breiter" etc. Die vordersten Rückenschilde sind glatt, ganz all-
mählich beginnen die 2 Längsfurchen aufzutreten, die Rückenschilde der hinteren Kör-
perhälfte sind ausserdem flach höckerig uneben.
Die Ventralporen stehen auf der 1. Ventralplatte in 2 kleinen Häufchen neben
einander. Vom 2. Segment an stehen sie in 2 Querbändern, das vordere dieser Quer-
bänder hat vom ca. 7. das hintere vom 4. Segment an eine kleine Unterbrechung in
der Mitte, so dass die Poren dann in 4 Haufen verteilt sind. SeiÜich sind die hinter
ß SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEU EXPEDITION. 19.
einander gelegenen Abteilungen nicht verbunden. Die mediane Lücke in den Querbän
dern ist bis zum 1-i. Segment recht klein und etwas undeutlich. Ungefähr in der Gegend
des 25. Segments werden die beiden Querhaufen des vorderen Bandes sehr porenarm
und bestehen bald nur aus ganz vereinzelten Poren. Auch die 2 Haufen des hinteren
Bandes werden caudalwärts porenärmer, bleiben aber bis zum vorletzten beintragenden
Segment deutlich.
Vom ca. 10. — 20. Segment hat ein Streif am Hinterrande der Ventralplatten eine
grossmaschige oder polygonale dunkelbraune Zeichnung.
Die gleichen Poren wie auf den Ventralplatten finden sich auch auf den ventralen
Pleuren.
Die Zwischenpleuren treten auch hier allmählich auf; beim cf haben die ersten 21,
beim $ die ersten etwa 27 Segmente gar keine Zwischenpleuren, dann folgen einige
Übergangssegmente bis sie vollständig ausgebildet sind. Es ist nur 1 Reihe vorhanden.
Athemschild wie bei den verwandten Arten kleiner als das Praescutellum.
Endbeinsegment: Ventralplatte kurz und breit, mit ganz geradem Hinterrande, nach
hinten verschmälert, zerstreut behaart. Endbeine des (f stark verdickt und (bei den mir
vorliegenden) im Tode ganz dorsalwärts eingekri'unmt, massig dicht und sehr fein und
kurz behaart, ohne Endkralle. Die des $ nicht verdickt und sehr spärlich behaart.
Praegenital- und Genitalsegment in beiden Geschlechtern typisch ausgebildet, beim
(f merklich stärker beborstet. Die Genitalanhänge sind in beiden Geschlechtern zwei-
gliedrig, beim (f etwas länger, schlank, und ziemlich weit von einander abstehend, beim
5 sind die Grundglieder so breit, dass sie sich berühren, das Endglied beim $ sehr klein
rundlich. Analporen fehlen.
Fundort: Meru, am Flusse Ngare na nyuki. — Vom Küimandjaro, (Kibonoto, Kul-
turzone 1,300 — 1,900 m.) liegt ein $ vor, das nur 63 Beinpaare besitzt und dorsal und
in den Seiten einiges- grünschwarzes Pigment zeigt. Bis dass nicht reichlicheres Material
eine grössere Sicherheit gibt, stelle ich dieses Individuum mit einigem Zweifel hierher.
Übersicht der Orphnaeus-Arten :
1. a. Ventralplatte des Endbeinsegments schmal und lang; 127 Beinpaare. mexicanus HuMB. & Sauss.
b. Ventralplatte des Endbeinsegments kurz und breit; 67 — 113 Beinpaare.
2. a. Ventralplatte des Endbeinsegments hinten eingebuchtet, 113 ßeinpaare. Bohlsi Att.
b. Ventralplatte des Endbeinsegments hinten gerade, 67 — 89 Beinpaare.
3. a. Ventralporen in einem geschlossenen Viereck; die Zwischenpleuren heginnen auf dem 10. Segment.
brasüianiis H. & S.
a. einfarbig gelb, 81^85 Beinpaare. /. gen.
ß. mit schwarzer Fleckung, 73 — 75 Beinpaare. var. nigropkta Att.
b. Ventralporen mehr oder weniger deutlich in 4 Haufen angeordnet (mit Ausnahme der vordersten
Segmente); die Zwischenpleuren beginnen nach dem 20. Segment.
4. a. Die Ventralporen sind bis zum vorletzten beintragenden Segment in reichlicher Anzahl und in 4 Hau-
fen geordnet vorhanden; 81 Beinpaare. brevüabiatns Newp.
b. Die 2 vorderen Haufen der Ventralporen sind in der hinteren Körperhälfte auf einzelne Poren redu-
ziert; 67 — 73 Beinpaare. vieniinus n. sp.
ATTEMS, MYRlöPÖDA.
Ctenorya Sjöstedti n. sp.
Farbe schmutzig braungelb. — Länge 95 mm., Breite 25 mm., 115 Beinpaare ($).
Kopfschild breiter als lang, vorn flachbogig, die Stirnfurche zwar sehr fein, aber
doch deutlich sichtbar. Antennen kurz, plattgedrückt, endwärts verdünnt; die Anfangs-
glieder spärlich, die Endglieder reichlich, alle kurz und fein behaart; Basalglieder ohne
grüs.sere, in Quirlen gestellte Borsten. Endglied ausgehöhlt. Clypeus massig beborstet.
Hüften der 2. Maxille ganz verwachsen, ihr Vorderrand einen tiefen Bogen bildend; die
Endkralle kräftig, gekämmt. Kieferfüsse typisch für eine Oryide.
Basalschild breit, etwa breiter als der 2. Bückenschild. Der Praebasalschild
nicht sichtbar. Erster Bückenschild, wie bei OrpJmaeus, sehr breit, so dass er tief in
den Seiten herabreicht. Die vorderen Bückenschilde haben eine seichte breite Mittelgrube,
aus der nach und nach 2 Längsfurchen mit noch einer dritten, aber viel seichteren me-
dianen Furche, werden. Die vorderen Rückenschilde sind ganz glatt, die hinteren leder-
artig gerunzelt, der ganze Rücken ist unbehaart, ebenso die Ventralseite.
Die Ventralporen sind auf den vorderen Segmenten in einem geschlossenen Viereck
angeordnet. In der Gegend des -40. Segments tritt ein kleines Mittelgrübchen auf, das
nach und nach zu einer vom Vorder- bis zum Hinterrand reichenden Längsfurche wird.
Gleichzeitig werden die Poren mit Ausnahme des hinteren Streifens immer spärlicher,
bis dass nur mehr letzterer resp. 2 durch die erwähnte Furche getrennte Haufen üb-
rig bleiben.
Auf den vorderen Segmenten findet sich eine Reihe von Zwischenpleuren ; nach
und nach Scheiben sich eine zweite und dritte Reihe dazwischen, die ungefähr im 45.
Segment vollständig sind; jede Reihe besteht aus 2 Platten, einem kleinen vorderen Prae-
scutellum und einem bedeutend längeren Scutellum.
Praescutellum und Athemschild deutlich getrennt, ersteres etwa IV2 — 2 mal so gross
wie letzteres.
Endbeinsegment: Ventralplatte kurz aber sehr breit, unregelmässig sechsseitig, ihr
Hinterrand ganz gerade. Endbeine siebengliedrig, dünn, massig behaart; Hüfte klein,
porenlos, Endglied lang, \valzig, ein wenig länger als das vorangehende Glied, krallenlos.
Analporen fehlen.
Genitalanhänge des $ eingliedrig, dreieckig, an der Basis so breit, dass beide die
ganze Breite des Hinterrandes des Genitalsegments einnehmen.
Meru, am Flusse Ngare na nyuki.
Laiunonyx puiictifrons (Newp.)
Fundort: KiUmandjaro, Kibonoto, Steppe bis Kulturzone 1,000 — 1,800 m. und
Regenwald 2,000 — 3,000 m.; i/<?/v<-Niederung, Akazienwald am Flusse Ngare na nyuki,
Meru Regenwald 3,000—3,500 m.
SJÖSTEDTS KlLlMANDJAKO-MERtJ EXPEDITION. 19.
Genus Scilizotaeilia Cook.
Antennen fadenförmig, die basalen (5—6) Glieder mit Quirlen längerer Borsten.
Oberlippe dreieckig; der Mittelteil klein, aber für einen Geophiliden gut entwickelt,
mit einigen kräftigen Zähnchen, die Seitenteile langgefranzt.
Mandibel mit einem Kammblatt.
Hüften der 1. Maxille ohne Tasterlappen, zweites Glied mit einem kleinen Taster-
lappen; 2. und 3. Glied nicht deutlich getrennt.
Basen der 2. Maxille nur durch eine schmale Brücke mit einander verbunden;
Kralle einfach. Grenze zwischen ersten und 2. Glied median etwas undeutlich. 1. Glied
mit langer Chilinverstärkung im Innern.
Kieferfüsse sehr lang; ihre Hüften ohne Chilinlinien; ihr Vorderrand und die Innen-
seite des Schenkels mit Zahnvorsprüngen; Kralle mit grossem Basalzahn. Grenze zwi-
schen Kieferfusshüfte und Pleuren auf der Ventralseite parallel zum Seitenrand.
Basalschild trapezförmig, von mittlerer Breite; Praebasalschild nicht sichtbar.
Ventralporen und Analporen fehlen.
Endbeinsegment: Ventralplatte vorn breit, hinten verschmälert; Hüfte mit 2 grossen
frei liegenden Poren; am Ende innen hügelartig vortretend.
Endbeine des q^ nur massig verdickt; in beiden Geschlechtern deutlich 8-gliedrig,
indem das 8. Glied, das sonst krallenförmig ist und daher nicht als eigenes Ghed, son-
dern nur als Anhängsel des 7. Gliedes gerechnet wird, hier noch die Gestalt eines klei-
nen mit Borsten besetzten Stummels hat.
Genitalanhänge in beiden Geschlechtern einghedrig, beim cf schlank, conisch, beim
$ breit dreieckig.
Schizotaeuia pliivia n. sp.
Taf. 3, Fig. 55; Taf. 4, Fig. 81— 8-i.
Gelb, Kopf leicht kastanienbraun. — Länge 15 mm., ziemlich schlank. 39 Bein-
paare {cf und 5).
Kopfschild viel länger als breit (15 : 1) der Vorderrand zwischen den Antennen
nicht eingebuchtet; die Stirne nicht durch eine Furche abgesetzt; die Fläche sehr spär-
lich beborstet. Antennen von mittlerer Länge, fadenförmig; die basalen Glieder mit 2
Quirlen längerer Borsten, denen sich nach und nach kürzere Borsten beigesellen, der
Übergang ist ein allmählicher; der basale Quirl ist auf dem 6. Glied noch deuthch; die-
ses hat aber schon ziemlich viel kleinere Borsten ; das Endglied ist nicht löffeiförmig
ausgehöhlt und die bekannten Sinneszäpfchen stehen daher an der Oberfläche. Clypeus
in der Mediane nahe dem Vorderrand mit 4 Borsten in einem runden Fleck, dessen
Chitinpflaster heller und kleinmaschiger ist. Darunter eine Querreihe von 4 Borsten.
Oberlippe (Fig. 81) dreieckig; Mittelteil ungefähr Vs so breit wie ein Seitenteil mit
4 kräftigen Zähnchen; die Seitenteile lang gefranzt. Fulcren gross.
Hüften der 1. Maxille ohne Tasterlappen; zweites und drittes Glied nicht deuthch
ATTEMS, MYRIOPODA. 9
getrennt, beide zusammen und der Innenladen ziemlich schlank; 2. Glied mit einem win-
zigen, an seiner Aussenseite gelappten oder gefranzten Tasterlappen.
Die Basen der 2. Maxille (Fig. 55) sind nur durch eine schmale, (im Gegensatz
zum iibriijen gelben Chitin der Hüften) weisse Brücke mit einander verbunden; vor die-
ser Brücke entsteht eine tiefe Bucht. Die Grenze zwischen 1. und 2. Ghed verwischt
sich median, so dass die Verbindungsbrücke aus den medialen Teilen des ersten und
zweiten Gliedes entstanden zu sein scheint. Im Innern des 1. Gliedes sieht man die
lange stabartige Chitinverstärkung. Der Endrand des 2. Gliedes tritt innen breitzackig
vor. Endkralle lang, spitz, einfach.
Die Kieferfüsse sind sehr lang und überragen den Sürnrand um die ganze Länge
des Krallengliedes. Die Grenze zwischen Hüfte und Pleuren verläuft auf der Ventral-
seite in einiger Entfernung und parallel zum Seitenrand. Vorderrand mit 2 spitzen, aber
nicht dunkel gefärbten Zähnen; Chitinlinien fehlen. Innenrand des Schenkels am Ende
mit grossem, massig spitzem und ebenfalls nicht dunkel gefärbtem Zahn. Innenseite des
3. und i. Gliedes nur flachhöckerig vortretend. Endglied mit sehr grossem, spitzem
Basalzahn. Klaue lang, schlank, gebogen, innen glatt. Alle Glieder zerstreut beborstet,
die Borsten dünn und ziemlich lang (Fig. II).
Basalschild massig breit, vorn verschmälert, hinten nicht bis an die Körperseite
reichend, so dass die Pleuren an der Vorderrand des 1. Rückenschildes anstossen. Prä-
basalschild niclit sichtbar.
Rückenschilde mit 2, die dorsalen Zwischenschilde mit 1 Querreihe von je 4
Borsten.
Ventralplatten ohne Porenfeld; mit mehreren, zumeist 4;, Querreihen von Borsten,
von denen die äussersten der 2. und 3. Reihe stets gross sind, während die übrigen
klein bleiben und manchmal sogar ganz fehlen.
Die ventralen Zwischenschilde trennen die Hauptschilde vom 9. oder 10. Segment
an und haben eine Querreihe von ca. 11 Borsten.
Endbeinsegment (Fig. 83): Ventralplatte (v) vorn breit, nach hinten stark verschmä-
lert mit ganz abgerundeten Hinterecken. Der hinterste Abschnitt reichlich beborstet.
Hüfte mit 2 grossen, frei liegenden Poren; das Ende innen hügelartig vortretend und
kurz behaart (beim (f und $).
Die Endbeine des cf sind nur massig verdickt; das 2. und 3 Glied sind fast mit
einander verschmolzen, jedoch bleibt die Grenze noch deuthch erkennbar; beim 5 sind
beide Glieder, wie sonst immer, getrennt. Die Unterseite des 2. — 4. Gliedes des cf dicht
und kurz behaart, alle Glieder ausserdem mit wenigen langen Borsten. Endbeine des
$ nur spärlich beborstet. In beiden Geschlechtern sind die Endbeine noch deutlich 8-
gliedrig; bei den übrigen Geophiliden ist das 8. Ghed, wenn überhaupt vorhanden, nur
krallenförmig und wird bei den systematischen Beschreibungen daher nicht eigens gezählt
sondern nur als Anhängsel des vorhergehenden 7. Gliedes gerechnet; hier aber hat das
8. Glied (VIII) die Gestalt eines kleinen, stummeiförmigen Beingliedes, mit mehreren, ca.
10 Borsten besetzt (Fig. 84).
Sjöstedts KilimandjaroMcrv, Expedition. 10. 2
10 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 19.
Die Verhältnisse des Prägenital- und Genilalsegments sind in l»eiden Geschlechtern
die gewöhnlichen. Das Prägenitalsegment (Fig. 83, Pg) hat eine, das Genitalsegment {Gs)
des cT 3 Querreihen stärkerer Borsten. Die männlichen Genitalanhänge {g) sind schlank
conisch, an der Basis ein wenig eingeschnürt, eingliedrig, mit einigen Borsten besetzt;
die des $ sind sehr kurz und breit, so dass sie die ganze Breite des Hinterrandes des
Genitalsegments einnehmen, eingliedrig. Analporen fehlen.
Fundort: Meru, Regenwald.
Strongylosoiua juliuuiu u. sp.
Taf. 1, Fig. 7; Taf. 4, Fig. 85, 86.
Farbe schmutzig gelb. — Länge (f 15, $ 17 mm.
Der Körper ist julidenarUg cylindrisch, da Kiele, selbst die so häufig vorkommen-
den Längsfurchen oder -kanten völlig fehlen.
Metazoniten ohne dorsale Querfurche. Die Quernaht ist fein geperlt, beim cf etwas
stärker als beim 5- Die Segmente sind in der Quernaht nur sehr wenig eingeschnürt.
Prozoniten ganz glatt; Metazoniten ebenso mit Ausnahme der Ventralseite, die einige sehr
seichte Längsfurchen oder vielmehr Längsgruben hat. Die Poren sind sehr klein; ihre
Verteilung die normale. Keine Pleuralkiele, Rumpf unbehaart.
Das Schwänzchen ist ein rasch sich zuspitzender Kegel, mit mehreren der be-
kannten Borstenwarzen am Ende. Schuppe spitzbogig, die Spitze nicht frei vorragend.
Die Ventralplatten sind quer eingedrückt und behaart; sie haben beim $ vom 5.,
beim (/ vom 8. Segment an 4 kurze, schräg nach hinten gerichtete Kegel, einen neben
jedem Bein. Beim cf sind sie relativ länger als beim §. Die vorderen Ventralplatten
des cf, des 5. und 6. Segments, haben keinerlei Fortsätze.
Die Beine sind kurz, beim (f merklich verdickt, reichlich beborstet, ohne Papillen
od. dgl. auf der Sohle der Endglieder.
Copulationsfüsse (Fig. 7 und 85, 86): Die Hüften sind endwärts stark verdickt, so
dass sie sich berühren, und sind durch einen Chitinbogen lose verbunden.
Der Schenkel (Fig. 85 F) ist gross, beborstet, mit dem Tibialteil fest verbunden
und reicht auf der aboralen Seite (die also wenn man die Copulationsfüsse des auf dem
Rücken liegenden Tieres in situ betrachtet nach oben sieht) viel weiter als auf der ora-
len, nähmlich bis zur Mitte des ganzen Telopodits. Der relativ kurze Tibialteil gabelt
sich in einen schlanken, spitz auslaufenden Samenrinnenast {Sr) und eine nach aussen
gerichtete breite Platte, deren Ränder so eingeschlagen sind, dass sie eine Schutzrinne
für den Samenrinnenast bilden (Fig. 86). Der Tarsalteil, der recht deutlich durch eine
Naht im Chitin abgesetzt ist, bildet einen kräftigen, stumpfen, einwärts gekrümmten Haken.
Fundort: Küimandjaro: Kibonoto, Regenwald 2,000 — 3,000 m.
Genus: Spliaeroparia nov. gen.
cf und $ mit 19 Rumpfsegmenten.
Backen des (f colossal entwickelt, als grosse Halbkugeln ; beim $ auch gross, aber
AtTEMS, MYRlÖI'önA. 11
relativ kleiner al^ beim (f. Aiilciiiicü ziemlich laug un keulig. llalsscliild ziemlich schmal,
querelliplisch.
Kiele hocli angesetzt, nicht hreil, rundlich, Seilenrand nicht wulstig verdickt. Die
Saftlöcher auf den Segmenten 5, 7, 9, 10, 12, 13, 15, 16, 17, 18. Halsschild und Meta-
zoniton sehr dicht und fein spitzgranuliert.
Schwänzchen conisch, Analschuppe ziemlicli lang mit etwas abstehendem Ende, vor
demselben 2 Borstenwarzen.
Ventralplatten quadratisch, ohne Besonderheiten.
Tarsen lang und schlank, ohne Papillen od dgl. auf der Sohle.
Copulalionsfüsse : Hüften kurz, sehr breit, innen lamellös an einander stossend,
aussen kugelig aufgetrieben. Ilüfthörnchen normal entwickelt. Telopodit an der Innen-
seite der Hüften inserirt, die Basis etwas zapfig ausgezogen und beborstet. Der ganze
Telopodit einheitlich ohne erkennbare Grenzen zwischen Schenkel-, Tibial- etc. Abschnitt;
mehrästig. Die Samenrinne endet an der Spitze eines ziemlich schlanken Astes.
Spliaeroparia iniuuta n. sp.
Taf. 1, Fig. -i— Ü; Taf. -i, Fig. 87—92.
Farbe schmutzig gelblich weiss. — Länge der $ 6,5 mm., die (f ein wenig kleiner.
Der Kopf ist gross und es fällt beim cf besonders die colossale Entwicklung der
Backen aus, die jederseits als grosse Halbkugeln vorstehen. Beim $ sind sie viel klei-
ner, was auf den Figuren und den oben mitgeteilten Maassen zur Genüge hervorgeht
Fig. 87 c/', 88 $). Der Scheitel ist gewölbt, der Clypeus seitlich lappig ausgezogen
(Fig. 89). Die Antennen sind ziemlich lang und keulig; das 6. Glied hat den grössten
Durchmesser; in der Länge sind die Glieder 2 — 6 nicht auffallend verschieden. Während
der Kopfschild glatt ist, sind der Halsschild und die Metazoniten, letztere sowohl oben
als in den Flanken, dicht mit kleinen spitzen Körnchen bedeckt. Die Seiten der Kiele
sehen in Folge dessen fein sägeaslig gezähnt aus. Die Prozoniten sind sehr regelmässig
polygonal gefeldert; der Unterschild zwischen dieser Felderung und der Körnelung der
JMetazoniten ist nicht allzugross; auf den Metazoniten erhebt sich jedes Feldchen zu einer
kleinen Spitze.
Der Halsschild ist schmal, etwas schmäler als das 2. Segment und bedeutend
schmäler als die Backen, querelliptisch, seitlich ganz abgerundet.
Der Rücken ist massig gewölbt. Die Kiele sind hoch angesetzt, ihre Oberseite nahezu
horizontal (Fig. 90); sie sind im allgemeinen sehr abgerundet und nicht breit, das Vor-
12 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEKU EXPEDITION. 19.
dereck ist überall abgerundet. Das Hintereck beginnt vom 14. oder 15. Segment an,
ganz allmählich, zackig zu werden, beim c/' schon etwas früher. Der Zacken des 16.
Segments ist ziemlich stumpf. Die Saftlöcher liegen im hinteren Drittel und vom Seiten-
rand etwas abgerückt; auf dem 17. Segment liegt es nahe dem Rande und medial von
ihm steht ein kleiner spitzer Zahn. Auf dem 18. Segment ist der ganze Kiel zu einem
kleinen in 3 Spitzchen geteilten Knöpfchen reduziert, zwischen denen das sehr kleine
Saftloch mündet (Fig. 6).
Das Analsegment (Fig. 91) bildet ein ziemhch kurzes, dickkegeliges etwas abge-
stumpftes Schwänzchen, mit den bekannten Querreihen von Borstenwarzen. Die Anal-
schuppe ist ziemlich lang und ihr Ende steht, im Profil gesehen, etwas vor; sie ist end-
wärts verschmälert und abgerundet und trägt 2 Borstenwarzen, deren Spitzen mit dem
Ende der Schuppe in einer Querlinie hegen. Analklappen glatt.
Ventralplatten ungefähr quadratisch, ohne Besonderheiten, spärlich behaart.
In den Seiten oberhalb der Beine keine Auftreibungen.
Beine ohne Besonderheiten, mit kurzer, massig dichter Behaarung. Endglied lang,
schlank, ohne Papillen auf der Sohle.
Copulationsfüsse (Fig. 4, 5, 92): Die Hüften (Fig. 92 c) sind kurz aber sehr in
die Breite entwickelt. Medial stossen sie mit lamellösen Fortsätzen an einander (Fig. 92
vi), daneben steht ein kräftiger kurzer Haken (Fig. 92 n). Lateral sind die Hüften stark
kugelig hervorgewölbt und auf dieser Wölbung spärlich beborslet. Der Telopodit ist in
Folge dieser Wölbung mehr an der Innenseite als am Ende der Hüfte inserirt und in
seinem Basalleil zum Teil sogar von der Hüfte überdeckt. Das Hüfthörnchen ist normal
entwickelt, liegt aber in Folge der seitlichen Insertion des Telopodits so versteckt, dass
man es am Copulationsfüsse in toto nicht sieht.
Am Telopodit kann man keine durch Grenzen im Chitin markierte Abschnitte mehr
unterscheiden: der Basalteil ist zapfenartig ausgezogen und mit relativ kurzen Stiften
beborstet. Am Ende können wir 3 Abschnitte (A) unterscheiden: von der Basis an ge-
zählt kommt erst eine Platte mit stielförmig verdünnter Basis. Vom Grunde der Platte
entspringt ein grosser, schlanker, in der Endhälfte fein bestachelter Haken (Taf. 5, Fig. 4).
Dann folgt ein schwach gebogener Ast, auf dem die Samenrinne endet (Fig. 4 S). Die
Verlängerung des Hauptstammes des Telopodits bildet den 3. Abschnitt (T). An seinem Ende
steht ein kräftiger, schwach gebogener Haken (Fig. 4 d) und darunter bemerkt man eine
muIdenarUge Vertiefung (Fig. 4 T^.
Fundort: 3Ieru, Regenwald 3,500 m.
Genus: ElapllOgOllUS nov. gen.
cf und $ mit 20 Rumpfsegmenten.
Antennen fadenförmig, mit 4; Sinneskegeln.
Rücken sehr gewölbt, sehr glatt und glänzend. Die Prozonilen sind kurz, die Kiele
schliessen daher eng an einander. Seitenrand der Kiele wulstig, in diesem Wulst liegen
ATTEMS, MYRIOPÖDA. 13
die Poren seillich niul etwas schräg nach oben gerichtet auf den Segmenten 5, 9, 10,
12, 13, 15, lü, 17, 18, 19. Diese Verteilung, dass bei Anwesenheit mehrerer Poren-
paare auf dem 7. Segmente keine vorhanden sind, ist bisher bei Polydesmiden nicht
beobaclitet worden. Ilalsscliild seitlich zugespitzt, merklich breiter als die Backen.
Ventralplatten sehr breit, die der hinleren Körperhälile beim cf und § mit je einem
kleinen Kegel nel)en jeder Hüfte. Das (f hat zwischen den hinteren Beinen des 5. und
den vorderen Beinen des 6. Segments je ein Paar kleiner Fortsätze. Querrippen fehlen
auf allen Ventralplatlen.
Analsegment mit rasch sich verschmälerndem Schwänzchen. Analschuppe mit 2
grossen Borstenwarzen.
Beinpaar 1. — 7. des (f mit den bekannten Polstern auf der Sohle des Endgliedes.
Alle Tarsen ohne Papillen. Die Endkralle hakig gekrümmt.
Copulationsfüsse : Die Hüften bleiben völlig von einander getrennt, zwischen ihnen
noch der Rest der Ventralplatte sichtbar.
Am Telopodit keine deutlichen Abschnitte mehr erkennbar; von der Mitte an in
mehrere Äste geweihartig geteilt.
Die bisher bekannten Gattungen der Marptodesminae lassen sich durch ihre Poren-
formeln leicht unterscheiden.
Die Poren finden sich auf folgenden Segmenten:
5, — , 9, 10, — , 12, 13, — , 15, 16, 17, 18, 19, ElapJwgonus Att.
5, 7, 9, 10, — , 12, 13, — , 15, 16, 17, 18, 19, Marpknh'.'^mus Ck.
5, 7, 9, 10, — , 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, Dodckaporus Att.
5, 7, 9, 10, 11, 12, 13, U, 15, 16, 17, 18, 19, Harmodesmus Ck.
Elapliogonus carneus n. sp.
Taf. 1, Fig. 9, 10; Taf. 4, Fig. 93.
Fleischrötlich, Clypeus, Antennen, Kielränder und Beine schmutzig gelb. — Länge
14 mm., Breite 3 mm.
Kopfschild sehr glatt und glänzend, Clypeus vorn zerstreut gelb behaart. Scheitelfurche
ziemlich seicht. Antennen von mittlerer Länge, fadenförmig, Endglied mit 4 Sinneskegeln.
Halsschild vorn bogig, Hinterrand mehr gerade, die Seiten symmetrisch verschmä-
lert und zugespitzt; merklich breiter als die Backen und etwas schmäler als der 2.
Rückenschild.
Rücken stark gewölbt, sehr glatt und glänzend; die Kiele folgen dieser Wölbung
und ihre Oberfläche ist ganz zerstreut und sehr schwach runzelig. Das Vordereck aller
Kiele ist abgerundet, das Hintereck auf den Segmenten 2 und 3 ebenfalls; dann bildet
es einen immer deutlicher werdenden Zacken, der aber überall kurz und relativ stumpf
bleibt. Der Seitenrand ist glatt wulstig ; im Wulst liegt das Saftloch seitlich und etw^as schräg
nach oben gerichtet. Die Verteilung der Safllöcher ist eine bei Polydesmiden ganz ungewöhn-
liche, sie finden sich nämlich auf den Segmenten 5, 9, 10, 12, 13, 15 — 19. Die Pro-
14 SJÖSTEDTS KIlIMANÖJAEÖ-MEEÜ ESi>EDlTlON. 19.
zoniten sind kurz, die Kiele schliessen daher nahe an einander. Die Seiten oberhalb
der Beine sind nur sehr flachbeulig aufgetrieben und diese Auftreibungen sind mit spitzen
Wärzchen bedeckt, die sich allmählich abnehmend auch noch dorsalwärts bis an den
Beginne der Kiele fortsetzen.
Schwänzchen von der gewöhnlichen Form in dieser Gruppe, nach hinten rasch
verschmälert und etwas abgestumpft, die Borstenwarzen sehr klein. Klappen mit den
gewöhnlichen 2 kleinen Borstenwarzen, von denen die dorsale auf dem Randwulst, die
ventrale nel)en ihm steht. Analschuppe breit spitzbogig, weit 2 grossen, die Spitze über-
ragenden Borstenwarzen.
Die Yentralplatten sind sehr breit, die Beine weit von einander inserirt. Auf den
Segmenten der hinteren Körperhälfte findet sich in beiden Geschlechtern neben jedem
Bein ein kleiner, spitzer, schräg nach hinten gerichteter Kegel; das hintere Paar jedes
Segments ist grösser als das vordere Paar. Sie hören nach vorn zu beiläufig in der
Körpermitte auf, doch ist es schwer ein bestimmtes Segment als Grenze anzugeben.
Ausserdem sind die Ventralplatten mit zerstreuten aber recht langen Borsten versehen.
Beim cf stehen 2 kleine Kegel zwischen den Beinen des hinteren Paares des 5.
Segments, und 2 kleine beborstete Zäpfchen zwischen den Beinen des vorderen Paares
des 6. Segments, eines knapp neben jeder Hüfte. Die bei verwandten Gattungen oft vor-
kommenden Querkiele auf den Ventralplatten fehlen hier.
Die Beinpaare 1 — 7 des ^ haben unter der Kralle das bekannte Polster. Papillen
fehlen sowohl auf diesen als auf den hinteren Beinpaaren völlig. Die Kralle ist am Ende
ziemlich plötzlich hakig gekrümmt. Die Endglieder, besonders das letzte, auf der Ober-
seite reichlich beborstet.
Copulationsfüsse (Fig. 9, 10, 93): Ebenso wie die Laufbeine sind auch die Hüften
{c) der Copulationsfüsse weit von einander inserirt und zwischen ihnen sieht man noch
deutlich, die sowohl mit den Hüften als mit den umgebenden Teilen des Copulations-
ringes nur häutig verbundene Ventralplatte (r). Die Hüften treten am Ende lateral nicht
weiter vor als medial und der Telopodit liegt daher mit Schenkel- und TÜMalteil in der-
selben Sagittalebene wie die Hüfte.
Am Telopodit (Fig. 9) sind die einzelnen Abschnitte nicht mehr durch Nähte ge-
trennt. An der Basis ist er am dicksten um sich von da bis zur Gabelungsstelle in die
Endäste allmählich zu verdünnen; dieser dem Schenkel [F] entsprechende Abschnitt ist
langl)orstig. Dann bildet er ein kleines nach aussen gerichtetes Knie und gabelt sich in
mehrere Aste, einigermassen einem Geweih ähnlich, daher der Genusname. Keiner dieser
Äste ist an seiner Basis deutlich durch eine Naht im Chiün abgesetzt, so dass man ihn
als Tarsus ansprechen könnte. Wir unterscheiden einen langen schlanken Ast mit der
Samenrinne {Sr), einen zweiten ähnlichen, noch dünneren (6) und einen dritten breiten
(r), der sich vor seinem Ende noch einmal in 2 Spitzen, eine gerade und eine hakige,
gabelt. Letzterer (c) dürfte dem Tarsus entsprechen. Auf der Aboralseite am Beginn des
3. Astes steht eine Gruppe langer Borsten (Fig. 10).
Fundort: J/f /-»-Niederung, an der we.-^tlichen Seite des Berges, Steppe.
ATTEMS, MYEIOPODA. 15
Siilicnodcsmus nigiilosus Cook.
Taf. I, Fig. 8.
1895. Proc. U. S. N. Mus. XVIII, p. 83. — 1899. Proc. U. S. N. Mus. XXI,
p. 720. Tuf. LIX, Fig. 1 a— c.
Die mir vorliegenden Tiere stimmen ganz mit der von Cook gegebenen Beschrei-
bung überein, der ich nichts hinzu zu fügen habe. Von den Copulalionsfüssen gibt
Cook nur Zeichiunigen aber keine Beschreibung.
Die Copulationstusse der Gomphodesminae sind sehr übereinstimmend gebaut. Wir
können am Telopodit 4 Abschnitte unterscheiden, die jedoch nicht durch Nähte im Chitin
von einander gelrennt sind und nicht etwa ebenso vielen ursprünglichen Beingliedern
entsprechen, sondern nur Regionen darstellen.
Der 1. Abschnitt (Fig. 8, I) reicht von der Basis bis zur ersten grossen Biegung
und entspricht wohl dem Femur. Er ist birnförmig, und zum grossen Teil stark beborstet.
Der 2. Abschnitt (Fig. 8, II) reicht von der ersten Biegung bis zum starken Zahn
(Z); dieser Abschnitt ist wieder etwas stärker als der Teil kurz vor der Biegung und
trägt ausser dem schon erwähnten, sein Ende markierenden Zahn (Z), an seinem Beginn
eine kräftige Seitenplatte (Fig. 8 p), deren Endrand am distalen Eck einen spitzen kege-
hgen Zahn bildet. Zwischen j) und z steht ein kürzerer Zahn (Fig. 8 m) und ein kleiner
abgerundeter Lappen auf der Innenseite (der auf der Figur, welche die Aussenseite dar-
stellt, nicht sichtbar ist).
Der 3. Abschnitt (Fig. 8, III) ist wieder schlanker als der zweite, einigemassen
gewunden und hat in der Mitte zwei kleine runde Seitenlappen und sein Ende wird von
einem kurzen abgerundeten Vorsprung {f) gebildet, vielleicht das Rudiment eines Tarsus.
Der 4. Abschnitt (Fig. 8, IV) endlich ist glatt, gebogen und dünn auslaufend.
Die Samenrinne verläuft bis an die Spitze des 4. Abschnittes und macht nur in
2. Abschnitt zwischen Zahn m und s eine starke Biegung.
Fundort: Kilimandjaro: Kibonoto, Steppe, Mischwald bis Kulturzone 1,000 — 1,900 m.
Harmodesinus iiitens Cook.
Fundort: Kilimandjaro: Kibonoto, Steppe bis Kulturzone, unter verfaulten Blättern.
Familie Oxydesiiiidae.
Ich habe diese Familie kürzlich in 2 Subfamilien geteilt:
1. Subfam. Oxydesminae Att.
Tibialfortsatz der Gonopoden eine einfache, zumeist schlanke Sichel, die nur selten
kürzer und gedrungener und mit 2 lappigen Verbreiterungen versehen ist. Auf keinem
der vorderen Segmente sind die mittleren Tuberkel auffällig vergrössert. Seitenrand der
Kiele zumeist glatt,
16 SJÖSTEDTS KILIMANDJÄRO-MEEÜ EXPEDITION. 19.
Gattungen: 1) OxydCSlllllS Humb. et Sauss.
Länge der Gonopoden-Tibia bis 'zum Ansatz des Tarsus relativ gering, Tibialfort-
satz lang und schlank, ganz ohne Seitenlappen oder Verbreiterung; Tarsus der Gonopo-
den gross, am Grunde mit 1 — 2 meist basalwärts gerichteten Lappen oder Zacken. 2.
Beinglied meist mit einem Dorn am Ende (fehlt nur bei Subgen. Anardis). Seitenrand
der Kiele glatt oder höchstens leicht gewellt, (nur bei Oi. levipes gezähnt). Metazoniten
meist mit 3 Querreihen kleiner Tuberkel, die manchmal ganz verschwinden.
Hierher 3 Subgenera: Eiioxydesmus Att., Anardis Att. und Playiodesmus Ck.
2) Amurus Att.
Gonopoden ohne Tarsus, der Telopodit bildet eine einfache Sichel. 2. Beinglied
mit einem Dorn. Seitenrand der Kiele glatt, parallel mit dem Seitenrand der bekannte
Wulst auf allen Segmenten. Metazoniten ohne Querreihen von Tuberkeln.
3) Metapliorikiis Att.
Tibia der Gonopoden bis zum Ansatz des Tarsus relativ lang; der Tibialfortsatz
kurz und breit, mit einer lappigen Verbreiterung oder einem Seitenzacken vor dem sichel-
förmigen Ende. Tarsus der CJonopoden aus einem einzigen, endwärts gerichteten, manch-
mal schwach entwickelten Blatte bestehend, ohne Lappen oder Zacken am Grunde. 2.
Beinglied mit einem Dorn. Seitenrand der Kiele glatt oder gezähnt, parallel mit ihm auf
allen Segmenten der bekannte Wulst. Metazoniten mit 3 Querreihen von Tuberkeln.
Mekvpliorikus bildet einen Übergang zwischen den beiden Subfamilien, indem der
Tibialfortsatz der Gonopoden ungefähr in der Mitte steht zwischen der langen, schlanken
Sichel von Oxydesmus und dem breiten dreispitzigen Fortsatz von Orodesmtis.
Die hierher gehörigen Arten unterscheiden sich folgendermassen :
1 a. Seitenrand der Kiele gezähnt. M. episemus Att.
b. Seitenrand der Kiele glatt. 2.
2 a. Die Kiele ziemlich eckig, indem die Seitenränder gerade und einander parallel sind; Tarsus der
Gonopoden schlank. effulgens Karsch.
h. Die Kiele sind abgerundeter, ihr Seitenrand etwas convex; Tarsus der Gonopoden eine viel breitere
Platte. Kräpel'ini Att.
2. Subfam. Orodesminae Att.
Tibialfortsatz der Gonopoden kurz und breit, dreispitzig; die mittlere Spitze führt
die Samenrinne. Auf einem oder mehreren der vorderen Segmente sind die mittleren
2 — 4 Tuberkel der letzten und mittleren Querreihe stark vergrössert. Seitenrand der
Kiele meist gezähnt.
Hierher gehören Orodesmtis Ck. die unten beschriebene neue Gattung Nodorodes-
miis und eine Anzahl von Cook ^ aufgestellter aber sehr kurz und mangelhaft beschriebener
Gallungen.
^ In den Brandtia Nr. III, p. 9. 1896.
ATTEMS, MYRIOPODA. 17
Cook unterscheidet die Galtungen fast ausschliesslich nach der Ausbildung der ver
grösserten Mediantuberkel der vorderen Segmente. Nur in einem Falle, bei der Unter-
scheidung von Phobodesmus und Orodesmus benutzt er auch die Gestalt der Gonopoden,
doch kann ich seine Angaben nicht bestätigen. Ich habe das von ihm beschriebene
Exemplar seines Phobodesmus crütatHS nach untersucht und die Gonopoden, deren Be-
schreibung und Abbildung ich unten gebe, ganz vom Typus der OrorfesmMS-Gonopoden
gefunden.
Der Typus der Gattung Ceratodesmus (C. ansafus Ck.) ist ein Weibchen. Die Ent-
scheidung, ob die Charakterisierung der Gattungen lediglich nach dem Ausbildungsgrad
der erwähnten Rückentuberkel durchführbar ist, wird erst möglich sein, wenn wenigstens
einige der von Cook namhaft gemachten Arten beschrieben sein werden, dann die bis-
herigen Angaben Cooks sind keine zureichenden.
Die weiter unten beschriebene neue Galtung Nodorodesmus unterscheidet sich fol-
gendermassen von den übrigen Gattungen;
Seilenrand der Kiele glatt; der Seitenrandwulst liegt nur auf den vordersten Seg-
menten in einiger Entfernung vom Seitenrande, auf den übrigen Segmenten verschmilzt er
mit dem Rande. 2. Beinglied mit winzigem Kegel am Ende: G. nodorodesmus nov. gen.
Seitenrand der Kiele gezähnt; der Seitenrandwulst auf allen Segmenten deutlich
und in einiger Entfernung vom Seitenrand gelegen. 2. Beinglied mit grossem, spitzem
Dorn: Orodesmus Ck. und die übrigen CoOK'schen Gattungen.
Metaphoricus Kräpelini Att.
Taf. ], Fig. 11; Taf. 4, Fig. 94, 95.
1899. Oxydesmus Krüpelini Attems, Syst. d. Polyd. — Denksch. Akad. Wiss. Wien
LXVIIl, p. 285. Taf. XIII, Fig. 307.
Die mittleren Tuberkel der dritten Reihe der Segmente 2-'k und auch des Hals-
schildes sind ein wenig vergrössert, was dadurch noch deutlicher wird, dass diese Tu-
berkel zugleich lebhaft gelb gefärbt sind.
Breite der Metazoniten 9 (cf) — 11 (5) mm. der Prozoniten 5 (cf) — 6,5 mm. (9).
Am Telopodit der Gonopoden (Fig. 11, 94, 95) ist der Tibialabschnitt relativ lang,
der Tibialfortsatz [Tf) ist eine kräftige spitze Sichel, die beiläufig in der Mitte einen
Nebenlappen [a] trägt. Der Tarsus [Ta) ist eine grosse Platte, deren Rand an einer Stelle
eingeschlagen und lappig ausgezogen ist.
Fundort: Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, in Farmen unter verfaulenden Pflan-
zenblättern. — War schon aus Ostafiika bekannt.
Orodesmus inastophorus (Geest.)
Taf. 4, Fig. 96.
1899. Orodesmus masfophorus Attems, Syst. d. Polyd. — Denksch. Akad. Wiss.
Wien, LXVIIl, p. 308, Taf. XUl. Fig. 303, 304..
Farbe: Rücken licht kastanienbraun, die Kielränder, die vergrösserlen Tuberkel
Sjösfcdts KUimandjaro-Meru Expedition. 19. 3
18 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEU EXPEDITION. 19.
des 1. — 4'. Segments, der Bauch und die zwei ersten Beinglieder schmutzig gelb. Die
übrigen Beinglieder und die Antennen bräunlich und wenig heller als der Rücken.
Länge -i^ — ¥1 mm., Breite 6,2 — 6,8 mm.
Clypeus zerstreut fein gelb behaart, jederseits ein seichter, querer, muldenartiger
Eindruck. Scheitelfurche tief, die hervorgewölbte Mitte jeder Scheitelhälfte spitzkörnig,
das übrige mehr feinrunzelig.
Halsschild fast so breit wie der 2. Rückenschild, die Hinterecken sehr spitz. Sei-
tenrand mit 3 Zähnchen, parallel zu ihm der bekannte Randwulst. Die Fläche mit 3
Querreihen von Tuberkeln. Die 2 mittleren der dritten Reihe sind etwas vergrössert.
Die Kiele der vorderen Segmente sind etwas aufgebogen, beim (f deutlicher als
beim 5. Sie sind länger als der Rückenteil der Metazoniten und daher entsteht eine
kleine Schulter beim Übergang ihres Vorder- und Hinterrandes in den Rückenteil. Der
Vorderrand ist überall glatt, fein gesäumt und Zielit etwas schräg nach hinten, so dass
die Kiele seitlich ein wenig schmäler werden. Der Seitenrand ist gezähnelt und zwar hat
er 6 — 8 Zähnchen, die Ecken mitgerechnet. Die Spitzen aller Zähnchen liegen in einer
geraden Linie. Der Hinterrand ist auf den vorderen Kielen glatt und etwa vom 8. Seg-
ment an unregelmässig schartig. Der Seitenrandwulst ist auf den vorderen Segmenten
deutlich, auf den weiteren Segmenten dagegen nur sehr undeutlich ausgebildet. Auf
den porentragenden Segmenten ist er in der Mitte eingebuchtet und in dieser Bucht liegt
das Saflloch. Das Hintereck ist erst vom 17. Segment an in einen breiten grossen Zahn
ausgezogen; auf dem 16. Segment überragt es den Hinterrand noch ganz wenig.
Metazoniten mit 3 Querreihen sehr flacher Buckel, die je ein spitzes Höckerchen
in der Mitte und einige kleine Körnchen tragen. Auf der körnig rauhen Kieloberiläche
verlieren sich die Tuberkelquerreihen.
Die 2 mittleren Tuberkel der letzten (3.) Reihe des 1. — 4. Segments sind vergrös-
sert, u. zw. auf dem Halsschild nur wenig, auf dem 3. Segment, wo sie am grössten sind,
zu langen Zitzen. Manchmal sind auch die 2 mittleren Tuberkel der 2. Reihe des 3. und
4. Segments und die an die mittlem angrenzenden Tuberkel der dritten Reihe ein wenig
vergrössert. Stets bleiben aber alle diese Tuberkel getrennt.
Unterseite der Kiele glatt, die Melazonitenseiten unterhalb der Kiele spitzkörnig.
Oberhalb der Beine sind die Seiten, beim (f stärker als beim §, aufgetrieben und diese
Erhebungen mit spitzen Wärzchen besetzt.
Schwänzchen bis ca. 7^ seiner Länge parallelrandig, dann abgerundet und mit
grossen Warzen. Die abgestumpfte Spitze der Analschuppe verschwindet ganz unter den
2 grossen, zitzenförmigen Borstenwarzen.
Die vorderen Ventralplatten des cf sind behaart. Die sechste ist in der Mitte von
hinten her bis etwa zur Hälfte tief eingedrückt zur Aufnahme der Gonopodenspitzen.
2. Glied der Beinpaare vom 3. an mit einem Dorn am Ende.
Gonopoden (vergl. Fig.) Hüften: kurze, breite Cylinder, die beide durch eine schmale
Spange verbunden sind, langborstig.
Femoralabschnitt des Telopodits kurz, beborstet, deutlich vom Tibialteil abgesetzt;
ATTEMS, MTEIOPODA. 19
letzterer lang und stlilank, mit den bekannten 3 Ästen endigend, von denen der mittlere
(Sr) die Samenrinne führt, die beiden anderen {m und 7) sind spitze Haken ; an der Basis
des lateralen (/) steht ein plattiger, abgerundeter Vorsprung.
Tarsus (Ta) ein nach aussen gekrümmter grosser Haken, dessen Ende stumpf zwei-
lappig und breit löffelförmig eingedrückt ist.
Fundort: Usomhara: Tanga, in den Mkulimusi-Höhlen, Mombo. — Bekannt von
Pangani und Mombas.
'e*^
Orodesmus cristatus (Cook).
Taf. I, Fig. 1—3.
1895 Phohodesmus cristatus Cook, Brandtia III, 13.
Farbe sehr dunkel kastanienbraun, der Seitenrand der Kiele bis etwas über den
Randwulst hinaus gelb.
Länge cf ? 4^6 mm.. Breite vorn 8 mm., in der Mitte 7-7 mm. Prozoniten 4 mm.
Clypeus ziemlich glatt; die Seitenteile nicht verbreitert sondern gleichmässig zuge-
rundet. Scheitel körnig rauh, mit massig tiefer Furche.
Der Rücken ist sehr flach und die Kiele sind eckig.
Die Kiele sind etwas länger als der Rückenteil der Metazoniten, so dass der Hinter-
rand der Kiele etwas weiter nach hinten liegt und beim Einbiegen in den Dorsalteil eine
kleine Schulter bildet. Vorder- und Hinterrand der Kiele sind einander parallel und
senkrecht zur Längsaxe des Körpers. Der Vorderrand ist glatt und sehr fein gesäumt.
Der Seitenrand ist gerade und unregelmässig und stumpfzähnig. Meist stehen 6 Zähnchen
zwischen Vorder- und Hintereck, die selbst etwas grössere Zacken bilden. Der Hinterrand
ist fein schartig. In einiger Entfernung vom Seitenrand und parallel mit ihm der bekannte,
schmale Randwulst, der auf den porentragenden Segmenten in der Mitte eingebuchtet ist,
in welcher Bucht dann das Saftloch liegt.
Oberfläche der Metazoniten und Kiele mit 3 Querreihen flacher Beulen, in der
Mitte einer jeden steht ein kleines Knöpfchen. In der ersten Reihe, die manchmal etwas
undeutlich ist, stehen die kleinsten Knöpfchen. Die 4 mittleren Tuberkeln der dritten, und
die 2 mittleren Tuberkeln der 2. Reihe des 2. und 3. Segments sind vergrössert. Sie
stehen zugleich auf einer Erhebung, so dass ein schräg nach hinten und oben gerichteter
Kamm entsteht. Manchmal sind nur die 2 mittleren Tuberkeln der dritten Reihe merk-
lich vergrössert. Die vergrösserten Tuberkeln fallen noch mehr auf, weil sie gelb, wie
der Kielrand, gefärbt sind. Die Tuberkeln des Halsschildes und 4. Segments sind alle
normal ; nur bei vereinzelten Individuen sind die 2 mittleren Tuberkeln der letzten Reihe
des Halsschildes ganz unmerklich vergrössert. Die Seiten unterhalb der Kiele (diese selbst
nicht) sind, besonders in ihrer hinteren Hälfte, mit spitzen Dörnchen besetzt. In den
Seiten oberhalb der Beine runde Auflreibungen mit ebensolchen spitzen Wärzchen.
Die Ventralplatlen sind ziemlich schütter mit feinen, massig langen gelben Haaren
versehen; die vorderen etwas reichlicher. Die Ventralplatte des 6. Segments des cf ist
in ihrer hinteren Hälfte median tief eingedrückt zur Aufnahme der Spitzen der Gonopoden.
20 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEKU EXPEDITION. 19.
Die Beine sind reichlich behaart; das 2. Ghed des 3. bis letzten Beinpaares am
Ende unten bedornt.
Die basalen 2 Drittel des Schwänzchens sind fast parallelrandig, der Rest abge-
rundet mit 10 — 12 grossen Warzen.
Analschuppe dreieckig mit deutlich ausgeprägter Spitze, die aber von den zwei
grossen Borstenwarzen überragt wird. Analklappen wie gewöhnlich mit einer dorsalen
Warze auf dem Randwulst und einer ventralen neben demselben.
Gonopoden (Fig. 1 — 3): Hüften kurz, breit, rundlich, reichlich behaart; sie berühren
sich ohne enger mit einander verbunden zu sein, die schmale Querspange ab-
gesehen.
Telopodit lang, schlank und ganz gerade. Femoralabschnitt kurz, deutlich gegen
den Tibialteil abgesetzt, beborstet. Tibialteil verhältnismässig lang und schlank, spiralig
eingedreht, das Ende in 3 Äste gespalten (Fig. 2), eine laterale breitere Platte (/) mit
teilweise eingeschlagenen und abgerundeten Rändern, einen mittleren zugespitzten Hacken
mit der Samenrinne [Sr) und einen medialen Ast, der auf einem cylindrischen Süel ein
mehrlappiges, mit feinen Kegelchen und Spitzen bedecktes Polster trägt (m. Fig. 3).
Der Tarsus («) ist fast in der Mitte der ganzen Tibia angesetzt. Er ist im ganzen
sehr schlank. Vor der Mitte hat er lateral einen kleinen Lappen mit gezacktem Rand.
Er endigt mit einer ovalen, ringsum spitz gezackten Platte.
Fundort: Usamhara, Tanga, in den bekannten Mkulumusi-Höhlen.
Genus: Nodorodesimis nov. gen.
20 Rumpfsegmente. — Antennen ziemlich lang, endwärts leicht keulig.
Halsschild so breit wie der folgende Rückenschild, von der bei Oxydesmiden ge-
wöhnlichen Form.
Metazoniten mit 3 Querreihen flacher Tuberkeln. Die 4 mittleren Tuberkeln der
3. Reihe des 3. Segments sind stark vergrössert und bilden einen Querkamm.
Kiele mit ungezähntem Seitenrand. Der Seitenrandwulst ist nur auf den ersten 2
Segmenten etwas vom Rande entfernt, auf den übrigen Segmenten liegt er ganz lateral.
Saftlöcher auf den Segmenten 5, 7, 9, 10, 12, 13, 15—17.
Schwänzchen wie bei Oxydesmiden gewöhnlich, breit abgerundet. Analschuppe spitz-
bogig, Borstenwarzen nur massig gross. 6. Ventralplatte des cf hinten in der Mitte ein-
gedrückt, die übrigen ohne Besonderheiten.
In den Seiten oberhalb der Beine warzige Auftreibungen.
2. Glied der Beine am Ende ohne Dorn (nur eine Andeutung davon vor-
handen).
Gonopoden: Hüften kurz und breit, langborstig. Telopodit ganz gerade. Femoral-
abschnitt kurz, beborstet, deutlich vom Tibialteil abgesetzt; dieser relativ schlank und lang,
am Ende dreispitzig, auf der mittleren Spitze die Samenrinne. Tarsus gross, schlank,
einfach.
ATTEMS, MYBIOPODA. 21
Nodorodesmus kibonotanus u. sji.
Taf. i, Fig. !»7.
Farbe sehr «Kinkel rotbraun, Antennen, Backen, Vorderteil des Clypeus, Seitenrand
der Kiele, die vergrösserten Tuberkeln des 3. Segments und die Beine hell röllichgelb.
Manchmal sind sie auch blasser, fleischfarben mit schmutziggelben Kielrcändern, ja
erwachsene ^ können sogar ganz gelblichweiss bleiben wie die Jugendstadien. Die
(xonopoden dieser weissen Exemplare stimmen völlig mit denen der dunklen überein, auch
die ganze Sculptur.
Breite ^ 3,5 mm. $ 4,5 mm.
Clypeus schütter und fein gelb behaart. Vorn jederseits die bekannten mulden-
förmigen Eindrücke. Scheitelfurche recht tief und scharf. Scheitel fein runzelig.
Hinterrand des Halsschildes fast gerade, Seiten- und Vorderrand einen Bogen bildend,
Hintereck spitz. Der Rand ist fast ganz ringsum feingesäumt, nur vorn in der Mitte ist
dieser Saum auf eine kleine Strecke unterbrochen. 3 Querreihen von Tuberkeln wie auf
den Metazoniten.
Riicken ganz vorn stark, weiterhin nur massig gewölbt, Kiele hoch angesetzt und
fast horizontal. Vorderrand der Kiele etwas gebogen; das Vordereck vorn nur wenig
abgerundet, ein winziges Zähnchen bildend, je weiter nach hinten umsomehr abgeschliffen.
Seitenrand glatt, ungezähnt. Hintereck vorn rechtwinklig, das Eck selbst etwas abge-
stumpft. Auf dem 16. Segment beginnt es einen Zacken zu bilden, der auf dem 17.
Segment schon gross und breit ist. Der für die Oxydesmiden so charakteristische Seiten-
randwulst ist nur auf dem Halsschilde und dem darauf folgenden Segmente deutlich vom
Seitenrand etwas abgerückt. Weiterhin liegt er so nahe dem Seitenrande, dass dieser
selbst wulstig verdickt erscheint; auf den porenlosen Kielen ist diese Verdickung nur
schwach, auf der porentragenden dagegen gut ausgeprägt und das Saftloch liegt fast ganz
nach der Seite gerichtet in dieser Beule. Vorder- und Hinterrand der Kiele sind eben-
falls, sowie der Seitenrand, glatt.
Prozoniten glatt ; Quernaht gut ausgeprägt, sehr fein und seicht geperlt. Metazoniten
mit 3 Querreihen von je 8 — 10 flachen Tuberkeln, deren Mitte sich in ein kleines Knopf-
chen erhebt. Dabei ist die Oberfläche sehr glänzend. Auf dem 3. Segment bilden die
4 mittleren Tuberkeln der 3. Reihe einen grossen, nach hinten gerichteten Kamm. Die
genannten Tuberkeln verschmelzen zwar miteinander aber die Verbindung zwischen den
Tuberkehi ist bedeutend dünner, so dass jeder Tuberkel einen Längswulst bildet. Die
mittleren i- Tuberkeln des 2. Segments und des Halsschildes sind nur ganz unmerklich
vergrössert und heller gefärbt.
In den Seiten oberhalb der Beine niedrige Auftreibungen, die mit grösseren, zitzen-
förmigen Warzen bedeckt sind. Der Rest der Metazonitenunterseite glatt.
Hinterrand der Metazoniten ventral mit feinen Linien.
Die sechste Ventralplatte des ^ ist in ihrer hinleren Hälfte in der Mitte eingedrückt,
ähnlich wie bei Orodesnius mastophorus Gerst. und cristatus Cook aber nicht so präg-
22 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 19.
nant wie dort. Die vorderen Ventralplatten des (/ sind spärlich und fein gelb behaart,
die übrigen sowie die des $ unbehaart und ohne besondere Merkmale.
Schwänzchen an der Basis rasch sich verschmälernd, dann fast parallelrandig bis
über die Mitte. Das Ende mit 2 Querreihen von je 6 Warzen und abgerundeten
Endlappen. Analschuppe spitzbogenförmig, die 2 Borstenwarzen massig gross.
2. Glied der Beine am Ende ohne deutlichen Dorn. Nur wenn man denselben von
anderen Arten her kennt, sieht man eine schwache Andeutung davon.
Gonopoden (Fig. 97): Hüften (c) kurz und breit, mit langen Borsten besetzt. Femoral-
abschnitt des Telopodits ebenfalls kurz und lang borstig, die Grenze gegen Tibialteil
deutlich. Letzterer gerade, ziemlich lang, am Ende dreispitzig, lateral eine runde Platte,
deren Rand zum Teil eingeschlagen ist, in der Mitte der spitze Haken mit der Samen-
rinne und medial ein schlanker, schwach gekrümmter Dorn. Der Tarsus {Ta) ist lang,
relativ schlank, fast S-förmig gebogen und endet mit einer schwach gelappten hohlen
Platte.
Fundort: Küimandjaro; Kibonoto, Urwald, unter verfaulten Blättern, Mischwald-
Kulturzone und Regenwald 2000—3000 m., Steppe bis Kulturzone 1300—1900 m.
Diopslulus Sjöstedti uov. sp.
Taf. 5, Fig. 14—19; Tat. 4, Fig. 98—106.
In der Farbe erinnert diese Art sehr an Heteroporntia bosniense Verh., indem die
Grundfarbe dunkel erdbraun ist und über die ganze Länge des Rückens vom 2. Segment
an eine hellgelbe scharfbegrenzte Längsbinde verläuft. Nur der Halsschild ist einfarbig
braun. In den Seiten jedes Segments ein kreisrunder hellgelber Fleck. Die braune Grund-
farbe ist mehr oder weniger hellgelb gefleckt oder marmorirt, besonders zwischen der
seitlichen Fleckenreihe und der Rückenbinde. Bauch und Reine gelb ebenso der grösste
Teil des Ringteiles des Analsegments, der nur wenig dunkelbraun gefleckt ist. Anal-
klappen dunkelbraun. Kopfschild und Antennen dunkelbraun, Racken gellilich.
5 Länge 12 mm.. Breite 1,2 mm. $ mit 39 — 42 Rumpfsegmenten.
Kopfschild (Fig. 98) glatt; Labralbucht seicht mit 3, beim cf stumpferen, beim 5
spitzeren Zähnchen, Oberlippenrand (Fig. 99) mit kräftigen, spitzen, ungefähr lancett-
förraigen Borsten, 7 jederseits, an die sich seitlich noch ein paar gewöhnliche längere
und schlankere Borsten anschliessen. Ausserdem hat der Kopfschild noch ca. 5 Quer-
reihen von je 4 — 8 langen Borsten; dazwischen auch noch vereinzelte und die Reihen
nicht ganz regelmässig. Die vorderen dieser Borsten entsprechen den Supralabralborsten
anderer Gruppen, doch ist in der Grösse hier kein Unterschied zwischen diesen und den
anderen Borsten des Kopfschildes.
Jederseits 2 Ocellen, von denen der obere, resp. hintere weitaus grösser ist. Sie
liegen weit nach der Seite gerückt, schräg hinten und lateral von der Antenne. Antennen
von mittlerer Länge, beim c/' 1,5 i^ni. lang, leicht keulig verdickt, Endglied mit 4 spitzen
Sinneskegeln.
Scheitelfurche tief; eine Interocularfurche fehlt.
ATTEMS, MYRIOPODA. 23
Mandibel mit 8 KammbUitlern. Zahnblatt mit 4 Zähnen, der letzte schon recht
klein und undeutlich. Der Einzelzalm lang und spitz.
Das Gnatho('hilarium ist in beiden Geschlechtern etwas verschieden. Beim cf
(Fig. lö) ist das Mentum (31) vorn in der Mitte nur ganz schwach und rundlappig vor-
gezogen, so dass es kaum zwischen die Zungenblätter eindringt, während es beim $
(Fig. 16) mehr dreieckig ist, so dass es stärker zwischen die Basen der lamellae hnguales
eindringt. Letztere sind beim (f fein quergestreift, beim $ dagegen ist keine Spur dieser
Streifung zu sehen. Das grosse Hypostoma und das darunter zum Teil verborgene kleine
Praebasilare (PB.) sind in beiden Geschechtern ziemlich gleich.
Halsschild seitlich verschmälert und abgestumpft, etwa wie bei Tnyonitdits.
Die Segmente zeigen keine Spur einer Quernaht. Sie sind etwas weitschichtig und
ungemein fein längsgefurcht. Die Furchen verlaufen ventral in der Längsrichtung, je
weiter nach oben, um so mehr schräg von hinten unten nach vorn oben, so dass die
obersten unter einem Winkel zusammenstossen. In der Rückenmitte sind die Segmente
durch eine Längsnaht {N) geteilt, die sich an der Oberfläche als feine Furche markirt.
Bei geringem Drucke lassen sich die Segmente in dieser Längsnaht teilen. Die Saftlöcher
beginnen auf dem 5. Segment, wo es nicht tiefer vertrat liegt als auf den folgenden Seg-
menten; sie liegen weit vorn, etwa im ersten Viertel. Die in der Nähe des Hinterrandes
in den Flanken stehenden Borsten sind ungemein klein und gebrechlich, so dass sie
sehr schwer überhaupt zu sehen sind. Der Hinterrand der Segmente ist auf der Ventral-
seite gezähnt, dadurch dass jede der erwähnten feinen Furchen in einer Einbuchtung
beginnt (Fig. 100). Bei den Stemmatoiulidae sind bekanntlich beide Ventralplatten so-
wohl von der Rückenspange als unter einander frei. An der Rückenspange ist jederseits
der ventrale Abschnitt durch eine Naht, die in einer tieferen Kerbe des Hinterrands be-
ginnt, abgegrenzt, und es wird angenommen, dass dieser Abschnitt den Pleurae entspricht.
Das Analsegment (Fig. 14) hat am Hinterrand in der Mitte sechs dicht neben ein-
anderstehende, je eine lange Borste tragende Zäpfchen. Cook gibt bei den von ihm be-
schriebenen Arten nur 4 solcher Zäpchen an, was es schon ermöglicht, unsere Art leicht
zu unterscheiden. Der Endrand des Rückenteiles ist ganz abgerundet, ohne jegliche
schwänzchenartige Verlängerung. Die Klappen sind gut gewölbt, ihr Rand nicht wulstig
verdickt, aber mit einer Anzahl langer starker Borsten. Die Analschuppe ist breit, hinten
geradhnig mit ganz abgerundeten Seitenecken. Sie trägt zwei Borsten.
Die Ventralplatten, die wie schon erwähnt alle frei sind, haben zweierlei Form,
indem die vordere jedes Segments (Fig. 101) am Vorderrande eng neben der Aussenseite
jedes Beines in einen kleinen dreieckigen Zipfel vorspringt, während der Vorderrand der
hinteren Ventralplatte in der Mitte tief rund eingebuchtet ist und die zwei seitlichen Zipfel
viel grösser und stärker divergierend sind. Die Stigmen sind gross und die Tracheen-
taschen haben eine sehr charakteristische bei Diplopoden sonst, meines Wissens, sich nicht
wiederfindende Gestalt (Fig. 102). Jede Tracheentasche gabelt sich nämlich gleich nach
ihrem Beginn in 2 Äste, einen stärkeren und mehr geraden lateralen Ast und einen
schwächeren, gebogenen medialen Ast. Beide tragen ein Büschel von Tracheen. Nur
24- SJÖSTEDTS KILIMANDJABOMERÜ EXPEDITION. 19.
am ersten und zweiten Beinpaare sind die Tracheentaschen einfache Stäbe und scheinen
keine Tracheen zu tragen.
Das erste Beinpaar (Fig. 103 cf, 104 $) ist in beiden Geschlechtern fast gleich
gestaltet. Eine deutliche, kräftige Ventralplatte ist nicht sichtbar. Das erste («) und
zweite Glied (b) verwachsen starr mit einander, doch bleibt die Naht deutlich erhallen.
Ausserdem, sind noch 4 Gheder vorhanden. Ganz ähnlich ist auch das 2. Beinpaar des
$ (Fig. 105). Beim cf ist das 2. Beinpaar (Fig. 18, 19) erheblich verändert. Die Ventral-
platte (r) ist nur membranös. Von den 4 Gliedern sind die 2 basalen [a, b) zu einem
■starren Cylinder verwachsen, die Grenze jedoch noch deutlich sichtbar. Der Endrand des
2. Gliedes trägt auf der Oralseite innen einen beborsteten stumpfen Vorsprung (7*/). Das
3. (c) und 4. {d) Glied artikulieren gelenkig und bilden zusammen einen Haken, der
wohl bei der copula zum festhalten dient. An der Basis des 3. Gliedes springt innen
ein beborstetes Läppchen vor.
Das 3. Beinpaar ist siebengliedrig. Die stärkeren Borsten auf der Unterseite des
1. — 3. Beinpaares des c/' sehen zum Teil wie doppelgliedrig aus.
Vom 4. Beinpaar an ist das Endglied noch einmal geteilt, so dass die Beine also
8-gliedrig sind.
Hinter dem 2. Beinpaare, diesem eng anliegend, gewahrt man den Penis: In einer
Röhre, die aus einer grösseren Platte sich erhebt, steckt der eigentliche einfache, zuge-
spitzte Penis.
Über die Gonopoden kann ich leider nichts genaueres sagen, was um so bedauer-
licher ist, als Cook, dem doch ein reichlicheres Material zu Gebote stand, sich bei Be-
schreibung der 3 Arten im Texte über die Gonopoden ganz ausschweigt. Er verweist
nur auf die Zeichnungen, welche aber nicht derartig sind, dass man sich über den mor-
phologischen Wert der einzelnen Teile klar wird. Ich hatte nur ein einziges Männchen
zur Verfügung und bin mir über die basalen Teile nicht klargeworden. Ohne Entfernung
der Muskelbündel durch Maceration in Kalilauge lassen sich die darin eingebetteten Chitin-
teile absolut nicht mit Sicherheit erkennen und die Maceration wieder des einzigen Ob-
jectes ist mit Rücksicht auf die zarten hyalinen Endteile, die dann völlig verändert
würden, nicht anwendbar. Man sieht eine grosse Ventralplatte (Fig. 106) und zwei Paar
von ungegliederten Anhängen.
Die beiden Hälften des eines Paares (Fig. 17, ^1) sind mehr lateral angeordnet.
Jede trägt ein spitzes, am Ende gebogenes sohdes Flagellum (Fl). Am Ende stehen zwei
Lappen, ein grösserer zugespitzter, glatter und ein kleinerer, mehr abgerundeter, der be-
borstet ist und einen gekrümmten Dorn trägt.
Die beiden Hälften des zweiten Paares (B) der Anhänge sind ungefähr lyraförmig
gebogen. Im Innern einer jeden erkennt man einen Canal, dessen Wände aus dunkelgelb
gefärbten Chitin (im Gegensatz zum hyalinen Cbitin des Übrigen) bestehen. Das rundlappige
Ende ist nach aussen geschlagen und an mehreren Stellen stehen Gruppen winziger Dörnchen.
Fundort: Jlfcr?(-Regenwald, 3,000 — 3,500 m.; Kilhuandidro: Kiboseho, 3,000 m. ;
Bergwiesen, Regenwald.
ATTEMS, MTEIOPODA. 25
Spiroboloidea.
Ich teile diese Ordnung in 2 Familien:
1. Familie Euspiroholidae nov. fam.
Die Basen der hinteren Gonopoden sind nicht mit einander verbunden und die
Basis jedes Gonopoden liegt mit dem distalen Teil ungefähr in einer geraden Linie.
Hierher: Spirobolus Brandt.
Rhinocricns Karsch.
Spiroholellus Pocock.
Spiromimus Sauss. u. Zehnt.
Pygoäon Sauss. u. Zehnt.
vielleicht auch SpirohoUnns SiLV., Para spirobolus Bröl. und Thyroproctus Poe.
2. Familie Trigoniulidae nov. fam.
Die Basen der hinteren Gonopoden sind miteinander und mit der Ventralplatte ver-
wachsen. Der basale und distale Abschnitt jedes Gonopoden sind in einen starken
Winkel gegen einander gestellt.
Hierher: Trigoniidus Poe.
Spiromanes Sauss. u. Zehnt.
Spirostroplms Sauss. u. Zehnt.
Metiche n. gen.
Epitrigonmlns Bröl.
Polybunolobus Poc.
vielleicht auch Trachelomegalus SiLV., Aulacobolus Poc. und Fucentrobolus Poe.
In keine der beiden Familien konnte ich nach den existirenden Beschreibungen
folgende Gattungen einreihen:
Acanthiulus Gerv., Thrinciidus Porat, Oxypyge Silv., Microspirobolus Silv.,
OnyclielHS Cook, Arctobolns Cook, Tylobolus Ck., Hadrobolus Ck., Pachjbolus Ck.
Vielleicht wird es nötig sein die Gattungen mit Kielen oder Dornen auf den Meta-
zoniten als dritte Familie abzutrennen, ähnlich wie es innerhalb der Spirostreptoidea mit
den Trachystreptidae geschehen ist. Doch kenne ich diese Gattungen selbst noch zu
wenig, um die Frage heute zu entscheiden.
Genus: Metiche^ nov. gen.
Segmente ohne Kiele oder Dornen.
Medianfurche des Kopfschildes in der Mitte, zwischen den Antennen verwischt.
2+2 Supralabralgrübchen.
* Nom. prop.
Sjöstedts KilimandjaroMeru Expedition. 19.
26 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEÜ EXPEDITION. 19.
Halsschild seitlich wie bei Trigoniidus, gleichmässig verschmälert.
Die Quernaht ist dorsal nicht sichtbar. Die Saftlöcher liegen auf den Prozoniten
knapp vor der Quernaht. Scobina sind keine vorhanden.
Analsegment ohne Schwänzchen; Schuppe normal, nicht mit dem Ringteil ver-
wachsen.
cf: Die Backen mit Fortsatz.
3. bis letztes Beinpaar mit Polster auf dem Endgliede.
Alle vorderen Beinpaare ohne Fortsätze an den Hüften.
Vordere Gonopoden ganz wie bei Trigoniulus.
Basen der hinteren Gonopoden mit einander verwachsen. Ausser der auch bei
Trigoniulus u. a. vorhandenen Verbindungsbrücke zwischen den beiden seitlichen Hälften
unterscheidet man in einer dünnen Membran eine ovale Platte (= ? Ventralplatte). Der
Prostatacanal beginnt im Gonopoden ohne Blase, sondern als einfacher Canal.
Es ist noch ein gelenkig verbundenes Tarsalglied vorhanden.
Diese Gattung ist am nächsten mit Trigoniulus verwandt, von der sie sich aber
durch die Gestalt der hinteren Gonopoden unterscheidet. Dort ist der Beginn des Prostata-
canals mit einer sehr charakteristischen Blaseneinrichtung versehen und es fehlt das
Tarsalglied.
Metiche bravensis (Silv.).
Taf. 1, Fig. 25; Taf. 5, Fig. 107; Taf. 6, Fig. 108.
1897. Trigoniulus hravensis Silvestri. Ann. mus. civ. stör. nat. Genova (2) XVII,
p. 307.
Schwarz, Kopfschild, Antennen und Beine sehr dunkel rotbraun.
Länge 100 mm.. Breite vorn 9,5 mm., in der Mitte 10 mm., 52 Rumpfsegmente
(alles für (f).
Kopfschild vorn mit ziemlich tiefer und scharfer Medianfurche, die sich zwischen
den Antennen verhert; Scheitelfurche ungemein seicht, kaum merklich. 2 + 2 Supra-
labralgrübchen, die untereinander alle ungefähr gleichen Abstand haben. Augen rundlich,
die Ocellen sehr flach, die Entfernung zwischen den Augen beträgt ungefähr Vji des
Durchmessers eines Auges. Die Antennen reichen zurückgelegt bis zum Hinterrand des
Halsschildes. Backen des cf vorn mit kurzem, rundem, wulstig gerandetem Vorsprung.
Halsschild seitlich gleichmässig verschmälert und etwas abgerundet. Längs des
Vorderrandes des Seitenlappens eine seichte Furche.
Die vorderen Segmente des Körpers sind ventral eingedrückt. Das 2. Segment
bildet seitlich einen tiefer als der Halsschild herabreichenden Lappen.
Der Rücken ist im Allgemeinen spiegelglatt; nur die hintere Hälfte jedes Prozoniten
ist sehr fein und seicht punktirt und fein und kurz querrissig, aber diese Sculptur ist
wenig auffaUend. Die Ventralseite ist sehr fein und eng gefurcht; die Furchen verlaufen
auf den Prozoniten ganz ventral in der Longitudinalrichtung, je weiter dorsal umso
ATTEMS, MTRIOPODA. 27
schräger. Auf den Metazoniten bleiben alle longilndinal. Die Quernaht reicht nur bis
etwas oberhalb das Saftloch hinauf; dorsal ist sie ganz erloschen. Die auf dem 6. Seg-
ment beginnenden Saftlöcher liegen knapp vor der Quernaht.
Ventralplatlen unregelmässig quergestrichelt.
Der Dorsalteil des Analsegments ist winkelig bis an den Beginn des Analklappen-
randes vorgezogen; dieser vorgezogene Teil ist aber dorsal nicht durch eine Furche oder
Falte abgesetzt. Klappen llach gewölbt, mit dickwulstigem Rand, der gegen die übrige
Fläche nicht scharf abgesetzt ist. Schuppe ziemlich kurz, stumpfwinklig, die hinteren
2 Seiten gerade.
Die Hüften aller vorderen Beinpaare, auch des 7., ohne Fortsätze. 3. bis letztes
Beinpaar mit grossem Polster auf der Sohle des Endgliedes, neben ihm einige Borsten.
Oberhalb der Endkralle ein starker Dorn. Die anderen Beinglieder haben je eine lange
Borste.
Gonopoden: Die Ventralplatte des vorderen Paares (Fig. 107, v) ist eine breite Quer-
spange, die einen dagegen nur kleinen, etwas abgestumpften mittleren Vorsprung hat. Das
Basalglied des Gonopoden {Li) ^ hat am Medialrand ein kleines, rundes Läppchen und ist
im Übrigen breit abgerundet. Auch das 2. Güed (= Le) ist sehr einfach gestaltet, ge-
rundet und nur am Ende innen in einen kurzen, abgerundeten Lappen vorgezogen.
Die Deutung der basalen Teile der hinteren Gonopoden ist keineswegs leicht und
vor einer gründlichen Revision der ganzen Familie wohl überhaupt nicht einwandfrei
möglich. Ich habe stark den Verdacht, dass die medianen, beide Gonopoden verbinden-
den Teile zum Teil wenigstens nicht die Ventralplatte sondern x^bschnitte der Gonopoden-
hüften vorstellen. Neben der bei Trigoniuliden stets vorkommenden ungefähr r-förmigen
Brücke sieht man hier ein unregelmässig ovales Plättchen (Fig. 108, v) von undurch-
sichtigerem dickerem Chitin in der ringsum zarthäutigen Membran, das wohl bestimmt
als Ventralplatte zu deuten ist, entweder allein oder in Verbindung mit den umgebenden
Teilen.
Der Prostatacanal beginnt neben einem dicken kurzen Zapfen als einfacher Canal,
ohne die von mir bei z. B. Trigoninlus Naresi Poe. beschriebene Blase etc. zu besitzen.
Auf der Medialseite des Gonopoden sehen wir bei * eine deutliche tiefe Einfaltung, den
Ausdruck einer Grenze zwischen 2 Gliedern. Der ganze basalwärts davon gelegene Ab-
schnitt scheint mir 2 Gliedern (also Coxa und Femur) zu entsprechen. Der grosse distale
Abschnitt entspräche dann der Tibia, der ungefähr in der Mitte der Aussenseite noch ein
4. GUed in Gestalt eines kleinen, am Ende leicht kolbig verdickten Cylinders [Ta] ansitzt.
Der Tibialteil ist eine breite Sichel, die auf der Hohlseite mehrere Lamellen und eine
grössere Anzahl langer Fransen trägt, zwischen denen der Prostatacanal endigt (Fig. 25).
An der Basis des Gonopoden articulirt eine schlanke, stabförmige Tracheentasche.
Fundorte; Tanga und Mombo, Usamhara. •
^ leh behalte die Bezeichnungen Li für das Basalglied und Le für das 2. Glied der vorderen Gono-
poden der Spirobolidae bei, weil ich sie in früheren Publieationen oft angewendet habe.
28 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEÜ EXPEDITION. 19.
Spirostreptus montanus n. sp.
Taf. 1, Fig. 20—24; Taf. 3, Fig. 61—63; Taf. 5, Fig. 109, llU.
Farbe: Kopf braun, zwischen den Augen schwarz, beide Farben allmählich in ein-
ander übergehend. Antennen dunkler, Beine heller braun. Rumpf schwarz.
^ mit 51 — 52 Rumpfsegmenten.
Breite 4. Segment c/" 6,7, $ 7,2 mm.; Mitte c/ 7,2, $ 9 mm.
Kopfschild sehr glatt, Labralbucht von mittlerer Tiefe und Breite. 4 Supralabral-
grübchen. Scheitelfurche scharf, Interocularfurche undeutlich. Zwischen den Antennen
keine Grübchen. Innerer Augenwinkel spitz, deutlich etwas weiter medial hereinreichend
als die Antennen. Antennen bis zum Hinterrand des 3. Segments reichend.
Halsschild beim cf seitlich breiter, mit geradem Seitenrand, beim $ mehr abgerundet,
indem der Vorderrand im breiten Bogen zum Hintereck zieht. 3 Bogenfalten, von denen
die erste ganz nahe dem Rande. Zwischen dem Ende der 2. und 3. noch eine ganz
kurze.
Prozoniten mit feinen, punktirten Querfurchen, deren Abstand nach hinten zu all-
mählich zunimmt; der Zwischenraum zwischen der letzten und der sehr seichten, undeut-
lichen Quernaht fast ein Drittel der Prozonitenlänge betragend. Ventral sind die Quer-
furchen wie gewöhnlich, bedeutend stärker.
Metazoniten dorsal und seitlich mit flachen breiten Längseindrücken, die ventral
allmählich in die bekannte lulus-artige Furchung übergehen. Abgesehen von dieser Sculptur
ist der Rumpf sehr glatt und glänzend.
Analsegment, dorsal stumpfwinklig vorgezogen, die Spitze abgerundet, der vorgezo-
gene Teil durch eine seichte Querfurche abgesetzt. Klappen massig gewölbt; der Rand
wulst ziemlich hoch und sehr dick, allmählich in die Klappenwölbung übergehend. Anal-
schuppe hinten stumpfwinklig mit abgerundeter Spitze.
Ventralplatten glatt, Stigmen kurz.
c/' mit 2 Tarsalpolstern bis zu den letzten Beinpaaren.
Das Gnathochilarium ist bei Jungen etwas anders als bei Erwachsenen. Bei ersteren
ist das Promentum genau so wie bei den Odontopygidae in seinem distalen Teile vertieft
und die Einsenkung basal durch eine scharfe Bogenlinie begrenzt. Beim Erwachsenen
ist diese Einsenkung und Bogenlinie fast gar nicht mehr sichtbar. Wir müssen also an-
nehmen, dass die gemeinsamen Vorfahren der Odontopygidae und Spirostreptidae diese
Einsenkung besassen und dass der jetzige Zustand der erwachsenen Spirostreptus das
Secundäre ist.
Am jugendlichen Guathochilarium sieht man auch ein in der Mediane geteiltes
schwach chitinisirtes Praebasilare (Fig. 63).
cf 1. Beinpaar (Fig. 20, 21): Ventralplatte und Hüften sind mit einander verwachsen,
doch sieht man die Grenzen noch teilweise. Lateral hat jede Hüfte eine Gruppe starker
Borsten. Von der Basis des aboralen Randes der Hüften sind die schmalen Intercalar-
platten abgetrennt. Die Tracheentaschen wie gewöhnlich, nur häutig mit den Hüften ver-
ATTEMS, MYRIOPODA. 29
blinden. Das 2. Glied hat einen kurzen, slumpfzackigen basal gerichteten Fortsatz auf
der Oralseite, der keine schuppige Structur zeigt, wie sie sich so oft bei den Odonto-
pygidae findet. Die übrigen 4 Glieder von normaler Gestalt, mit starken Borsten auf
der Sohle.
2. Beinpaar (Fig. 61, (52): Die Ventralplatte und die Tracheenlaschen verwachsen
völlig mit einander. Die Hütten sind basal lateral stark üügelförmig ausgezogen. Zwischen
ihnen und den ziemlich grossen Intercalarplatten sieht man den zweiteiligen Penis, deren
beide Hälften nicht, wie es bei Verwandten meist der Fall ist, mit einander an ihrer
Basis verbunden sind. Das 2. Glied ist kurz, scheibenförmig, die restlichen 4 Glieder
gleichen in Form und Beborstung denen des 1. Beinpaares.
Das 3. Beinpaar hat eine kräftige, querspangenförmige Ventralplatte (c), sehr breite
fast dreieckige Tracheentaschen [TrT), grössere, querovale Intercalarplatten [J).
Die Hüften sind an der Basis nicht verbreitert. Das 2. Glied klein, die restlichen
5 Glieder ohne Besonderheiten; die 2 Tarsalpolster beginnen bereits auf diesem Beinpaar.
Die Gonopoden der Spirostreptidae wurden schon von Brölemann ^ einer eingehen-
den Untersuchung unterzogen und ich kann seine Ausführungen zum grössten Teil nur
bestätigen. Er beschreibt sehr richtig die Verbindung zwischen dem lateralen Coxalfort-
satz des vorderen Gonopoden und dem Coxalfortsatz des hinteren Gonopoden; von letz-
terem sagt er allerdings, dass er ihm das Homologon der Hüfte zu sein scheint, doch
müsse die Sache noch näher verfolgt werden. Diesen Teil allein als Hüfte zu deuten
scheint mir nicht angel)racht, hauptsächlich wegen der Insertion der Tracheentasche, die
dann an der Verbindungsstelle zwischen Hüfte und Femur, also am distalen Ende der
Hüfte sitzen würde. Ich glaube, wie es bei den Odontopygidae ausgeführt ist, dass die
Hüfte bis zu der von Brölemann als "sinus de la rainure" bezeichneten Stelle nach dem
Austritt aus der vom vorderen Gonopoden gebildeten Scheide reicht.
Brölemann verteidigt auch die bisherige Auffassung der Frage, welches das vordere
und das hintere Paar der Gonopoden sei, die nur von Silvestri anders beantwortet wird.
Brölemann stützt sich dabei insbesonders auf das Vorhandensein eines Prostatacanals das
er bei einer Spirostreptus-Art constatirte. Natürlich pflichte ich ihm auch in diesem
Punkte vollkommen bei.
Um nun auf die specielle Gestalt der Gonopoden der uns hier beschäftigenden Art
zurückzukommen: die laterale Hälfte der vorderen Gonopoden endet mit einem schlanken,
nach aussen gebogenen Zipfel, der zum Teil beborstet ist. Das mediale Blatt ist in einem
grossen, erst lateral und dann mit seiner Spitze wieder medial gerichteten Haken ausge-
zogen. Weiter basal steht ein grösserer Lappen [T] ab.
Die Basalteile des hinteren Gonopoden (Fig. 23) wurden schon besprochen. Die
Coxa hat beim Austritte aus dem vorderen Gonopoden einen langen, gekrümmten Dorn
{Cd). Bald darauf folgt die, die Grenze zwischen Coxa und Femur bezeichnende Spiral-
drehung, le sinus de la rainure Brölemann's.
Brölemann, Mynapode.s du mu.see de äao Paulo. — llev. Mus. Paulista Vol. V, 1901, p. 137.
30 SJÖSTEDTS KILIMAND.IARO-MERTT EXPEDITION. 19.
Eine Grenze zwischen Femur und folgendem Abschnitt ist nicht sichtbar (Fig. 22).
Der sonst recht schlanke, cylindrische Stamm des Gonopoden trägt von dem Punkte an,
den wir beiläufig als den Beginn der Tibia ansehen werden, eine dünne Lamelle, die mit
einer kleinen abgerundeten Platte [p], vielleicht ein rudimentärer Tarsus, endigt. Von hier
ab setzt sich der Gonopode als diinner Cylinder fort, der den Prostatacanal führt und
den wir als Tibialfortsatz, homolog dem ebenso benannten Teile bei den Odontopygidae
deuten werden. Er endigt mit einem kleinen Knopf und 2 kleinen Läppchen (Fig. 24).
Fundort: Küimandjaro, Kibonoto, Kulturzone.
Genus: Lopliostreptus Cook and Collins.
1895. Cook and Collins, Craspedos. of N. Amerika. — Ann. N.-Y. Ac. Sei. —
1903. Brülemann, Myr. de l'Erythree. — Bull. soc. ent. Ital. XXXV, p. 145.
4 Supralabralgrübchen.
Augen weit von einander entfernt.
Antennen ziemlich kurz, etwas keulig.
Gnathochilarium (Taf. 5, Fig. 111): ein deutliches, zweiteiliges Praebasilare ist vor-
handen; das Mentum ist in beiden Geschlechtern gleich; Promentum im distalen Teil ver-
tieft und taschenartig eingesenkt mit scharfer basaler Grenze dieser Einsenkung.
Halsschild auf der ganzen Fläche oder nur einem Teile derselben mit Längskielen;
die Seitenlappen beim (/ ohne besondere Auszeichnung.
Vorderster Abschnitt der Prozoniten mit Ringfurchen. Metazoniten tief gefurcht,
wodurch zahlreiche Längskiele entstehen, eine Sculptur, die an Lysiopetaliden erinnert,
fn der hinteren Hälfte des Metazoniten eine Querreihe heller Punkte; jeder Punkt liegt in
einer Furche zwischen den Kielen.
Saftlöcher vom 6. Segment an.
Analsegment dorsal ohne Vorragung. Der Randwulst der Analklappen liegt vom
Rande durch eine Rille entfernt, so dass eine ähnliche Bildung wie bei Charaliopygits
entsteht.
Ventralplatten quergestreift.
Hüften und Ventralplatte des ersten Beinpaares verwachsen, beim cP ohne deutliche
Grenze, beim $ ist die Naht gut erhalten; Femur beim cT mit lappiger Vorragung vorn.
Die Intercalarplatten, wie gewöhnlich, in beiden Geschlechtern gesondert.
Ventralplatten des 2. Beinpaares mit den Tracheentaschen verwachsen; die Inter-
calarplatten nur beim cT abgetrennt; beim $ ist nur ein kleines unpaares medianes Blätt-
chen abgelöst.
Ventralplatte des 3. Beinpaares, das ursprünglich zum 4. Segment gehörte, in Ver-
bindung mit der Vorderseite des 3. Segments, Tracheentaschen sehr breit; beide Intercalar-
platten miteinander verwachsen.
Ventralplatte der vorderen Gonopoden klein, T''-förmig. An der Basis der vorderen
Gonopoden aussen kein gesonderter stabförmiger Fortsatz. Die hinteren Gonopoden haben
keine Ventralplatte; ihre Basis bildet ein Knie, dessen lateraler Schenkel sich mit dem
ATTEMS, MYRIOrODÄ. 31
Rande der Basis des vorderen Gonopoden verbindet. Tracheentaschen beweglich angesetzt.
Das Ende der hinteren Gonopodencoxa ragt nach aussen aus der von den vorderen ge-
bildeten Scheide hervor. Eine deutliche Grenze zwischen Coxa und folgendem, aber keine
weitere deutliche Gliederung. Eine Platte stellt einen Tarsalrest vor. Tibialfortsatz lang,
dünn, mit einigen winzigen Liippchen am Ende, hi die Basis des hinteren Gonopoden
mündet eine Drüse, deren Ausführungsgang bis an die Spitze des Tibialfortsatzes zieht.
Lophostreptiis regularis nov. sp.
Taf. 2, Fig. 43—49; Taf. 3, iMg. 5ß— 60; Taf. ö, Fig. 111—120.
Farbe: Kopf, samt Antennen, die ganzen ersten 5 — 8 Segmente und die Metazoniten
der übrigen Segmente schwarzbraun, die Prozonilen vom ca. 6. Segment an schmutzig
gelblich weiss bis rötlich gelb. Das ganze Analsegment entweder gelbüch mit schwärzhch
angelaufenen Rändern oder dunkel, wie die Metazoniten. Beine schwarzbraun oder heller,
röflichbraun.
c/' mit 47 — 50, grosse 5 mit 50 Segmenten. Breite </ 3 mm., $ 4- mm.
Kopfschild dicht eingestochen punktirt und fein runzelig, der vorderste Teil des
Clypeus gröber gerunzelt. Labralbucht seicht, nüt 3 kurzen, breiten, stumpfen Zähnen.
14 Labralborsten. 4 Supralabralborstengrübchen, die durch die Runzelung des Clypeus
recht undeutlich sind.
Augen weit von einander entfernt, nur gerade so weit medial hereinreichend wie
die Antennemvurzel, Innenwinkel spitz, die einzelnen Ocellen deutUch convex.
Antennen ziemlich kurz, endwärts deutlich keulig verdickt. Scheitelfurche unge-
mein seicht; keine Interocularfurche.
Halsschild in beiden Geschlechtern gleich, seitlich verschmälert und gerade abge-
stutzt. Die Fläche ist zum grössten Teil dicht eingestochen punktirt und dazwischen fein
gerunzelt. Nur die Seitenlappen haben ebensolche Kiele wie die Metazoniten. Einige
dieser Kiele laufen von der Augenhöhe bis zum Hinterrande (ca. 2 — 3). Dazwischen
kürzere, die Anordnung ist überhaupt keine ganz regelmässige. Gegen die Mitte zu
werden sie immer kürzer und verlieren sich schliesslich ganz.
Die vordere Hälfte der Prozoniten, die im vorangehenden Segment eingeschachtelt
ist, hat sehr feine, gleichmässig verteilte aber unregelmässige, fein punktirte Ringfurchen,
die nicht in gerader Richtung um das ganze Segment herumziehen, sondern bald kürzer
bald länger sind und in Winkeln an einander stossen. Vom freien Teil des Prozoniten
haben die vorderen 2 Drittel eine feine schuppige Struktur, sein hinteres Drittel feine
Längsfurchen, die nicht genau den Kielen der Äletazoniten entsprechen, sondern etwas
zahlreicher, feiner und unregelmässiger in ihrer Richtung sind.
Die Metazoniten erinnern durch ihre Sculptur an unsere Lepsiopetaliden. Enge tiefe
Furchen erzeugen regelmässige glatte Längskiele, ca. 80 auf jedem Segment. Der vor-
derste Streif jedes Metazoniten, nicht ganz Vs seiner Länge, hat denselben Durchmesser
wie der Prozonit, ja ist sogar ein wenig eingeschnürt, dann erweitert sich der Durch-
32 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 19.
messer plötzlich etwas, zur Aufnahme des Prozoniten des folgenden Segments. Auf dem
vorderen engeren Teil sind auch die Kiele flacher.
Die Quernaht ist fein aber durch die Strukturänderung ringsherum ganz deutlich.
Die kleinen Saftlöcher, auf dem 6. Segment beginnend, liegen fast in der Mitte zwischen
Quernaht und Hinterrand des Metazoniten, vorn etwas näher zur Quernaht. Sehr deut-
lich ist die von Brölemann beschriebene Querreihe von hellen Punkten zu sehen; die
Punkte liegen in den Furchen zwischen den Kielen, etwas hinter der Mitte der Länge
derselben; sie entsprechen einer dünneren, durchsichtigen Stelle im Chitin.
Ringteil des Analsegments, Klappen und Schuppe fein körnig. Der Dorsalteil breit
abgerundet, die Mitte nicht im Geringsten lappig oder eckig vortretend. Die Klappen
stark gewölbt, der Randwulst glatt, massig hoch, gegen die Fläche der Klappe gut, aber
nicht durch eine Furche abgesetzt; die beiden Randwülste bleiben weit von einander ent-
fernt, dadurch, dass auf ihrer Medialseite eine Rille einen feinen Saum abtrennt; es ist
ganz dieselbe Bildung wie bei Charaliopi/gus. Schuppe sehr flachbogig (Fig. 49).
Ventralplatten fein quergestreift. Stigmen sehr klein, rundlich.
Die vorderen Beine des cf (vor dem Copulationsring) haben auf dem vorletzten
und drittletzten Gliede grosse Tarsalpolster (Fig. 57).
Die Backen des (f sind unten flach bogig, ohne lappig ausgezogen zu sein und
bilden vorn nur einen ganz kleinen Zahn.
Das Gnathochilarium ist in beiden Geschlechtern gleich. Betrachtet man das Hypo-
stoma von der Innenseite, sieht man deutlich das zweiteilige Praebasilare. Das Pro-
mentum ist in seiner distalen Hälfte vertieft und taschenartig eingesenkt. Die Stipites
haben nur am Seitenrand gegen das Ende zu einige kräftige Borsten (Fig. 59).
1. Beinpaar: Beim (f (Fig. 45,112, 113) sind Ventralplatte und Hüften verwachsen
mit verwischten Grenzen. Als Reste der Ventralplatte ist nur eine Verdickung am unteren
Rande auf der Oralseite zu betrachten. Auf der Aboralseite verschmelzen die Hüften in
ihrer basalen Hälfte ganz miteinander. Auf der Oralseite hat jede Hüfte in der Mitte
ein grosses Borstenfeld. Der Femur trägt vorn einen breiten, basal gerichteten Lappen
mit schuppiger Struktur.
Beim 5 (Fig. 113 — 114) verwachsen zwar Ventralplatte und Hüften auch miteinander,
aber die Grenzen sind noch deutlich erhalten. Auf der Aboralseite verschmelzen auch
die Hüften in ihrer basalen Hälfte.
2. Beinpaar (Fig. 115, 116 (f, 117, 118 $): Die kleine Ventralplatte verwächst in
beiden Geschlechtern mit den schlanken Tracheentaschen. Die sonst schlanke Hüfte ist
wie gewöhnlich an der Basis aussen stark in die Quere gezogen. Von ihrem Endrand
löst sich auf der Aboralseite beim (f die querorale, ziemlich grosse Intercalarplatte ab.
Beim $ bleibt der korrespondierende Teil in Verbindung mit der Hüfte. In der an den
Rand der Hüften sich ansetzenden Verbindungshaut hat sich nur ein kleines unpaares
Plättchen in der Mitte selbständig gemacht (Fig. 118 m).
3. Beinpaar: Die grosse querspangenförmige Ventralplatte ist mit Ligamenten auf
der Vorderseite des 3. Segments befestigt (Fig. 119, 120); sie hat sich also vom 4. Seg-
ATTEMS, MYKIOPODA. 33
ment, zu dem sie ursprünglich gehörte, losgelöst und nach vorn geschoben. Die Tracheen-
taschen sind, wie gewöhnlich, sehr breit. Die beiden Intercalarplatten sind zu einer ein-
heitlichen grossen Platte verschmolzen. Das 3. Beinpaar ist in beiden Geschlechtern
gleich.
Gonopoden (Fig. i'd, 46): Die Ventralplalte des vorderen Paares hat die Form eines
stumpfen T', mit der Spitze nach aussen gerichtet (Fig. 46, 58). Der vordere Gonopode
bildet auch hier eine innen und vorn offene Rinne, in der die Coxa des hinteren Gono-
poden darin steckt; das mediale Blatt dieser Rinne schliesst aboral von der Ventralplatte
mit dem der anderen Seite zusammen. Sein Ende bildet medial ein kleines Läppchen
und lateral einen grossen konisch endigenden Querarm (Fig. 44). Das laterale Blatt bleibt
ein gutes Stück kürzer als das mediale, ist am Ende rundlappig ein wenig nach aussen
gebogen und bildet basal einen runden knolligen Vorsprung (Fig. 46, 58 p). Aussen setzt
sich an den Basalteil des vorderen Gonopoden kein dicker stabartiger distal gerichteter
Fortsatz an, wie bei den Odontopygidae, sondern die Basis ist nur im Ganzen seitUch
erweitert und an den Rand dieser Erweiterung sieht man auf der Aboralseite das Ende
des basalen Coxalfortsatzes des hinteren Gonopoden sich ansetzen (Fig. 43 Cfll).
Die hinteren Gonopoden (Fig. 47) besitzen keine Ventralplatte. Der basale Abschnitt
steckt zum grössten Teil in der vom vorderen Gonopoden gebildeten Scheide darin. Er
tritt sowohl basal als distal aus dieser Scheide hervor. Das basale Ende biegt beim
Hervortreten lateralwärts um und verbindet sich häutig mit dem Rande der basalen
Erweiterung des vorderen Gonopoden (Fig. 60). An dieses Knie setzt sich gelenkig die
Tracheentasche (TrT) an. Etwas distal von diesem Knie mündet von innen her der
Ausführungsgang einer Drüse (Fig. 47 Pr) in den hinteren Gonopoden. Es ist dieselbe
Drüse die ich seinerzeit bei den luliden aufgefunden und Prostata-Drüse genannt habe,
weil ich glaube, dass ihr Sekret, ähnlich wie das der Prostata, dazu dient, um die
Weiterbeförderung des Sperma zu erleichtern. Ihr Ausführungsgang setzt sich innerhalb
,des unteren Gonopoden als feiner Kanal bis an die Spitze des Tibialfortsatzes fort und
dieser Abschnitt des Kanals war schon lange als Samenrinne oder Spermakanal bekannt.
Nachdem ich aber nun nachweise, dass dieser Kanal nur der Ausführungsgang einer
Drüse ist, somit kein Sperma führt, muss der Name Samenrinne oder Spermakanal ge-
ändert werden, schon deswegen, weil er zur irrigen Annahme verleiten könnte, dass
dieser Kanal ein Homologon der Samenrinne bei den Polydesmiden ist. Bei den Poly-
desmiden habe ich diese Samenrinne seinerzeit genau beschrieben; dort leitet sie wirk-
lich das Sperma, das in eine grosse trichterartige Vertiefung im Femur des Gonopoden
aufgenommen wird, von dieser Vertiefung bis zur Spitze des Gonopoden, aus der es dann
in die Vulven des $ fliesst. Hier aber wird der Spermaballen von den Falten der Gono-
poden aufgenommen und das Sekret der Drüse befördert seine Weiterleitung in die weib-
lichen Vulven. So stelle ich es mir wenigstens vor, denn eine direkte Beobachtung über
diesen Punkt liegt nicht vor und dürfte auch nicht so leicht zu machen sein. Ich nenne
diesen Kanal auch hier bei den Spirostreptiden Prostatakanal und hoffe, dass mir niemand
diese aus der menschlichen Anatomie entliehene Bezeichnung verübelt. Gegen eine
Sjöstedts KilimandjaroMeru Expedition, lu, 6
34 S.TÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 19.
Homologisierung dieses Kanals mit der Samenrinne der Polydesmiden würde auch der
Umstand sprechen, dass beide Kanäle an verschiedenen Fusspaaren vorkommen; bei den
Polydesmiden entspricht das einzige Gonopodenpaar bekanntlich dem ersten, bei den
Spirostreptiden das hintere Gonopodenpaar dem 2. Beinpaar des 7. Ringes.
Distal tritt der hintere Gonopode nach aussen zu aus der Scheide des vorderen
aus und beschreibt gleich einen Bogen, so dass das folgende Stück wieder gegen die
Basis zu gerichtet ist. Bis zu Vollendung dieses Bogens zeigt sich im Innern der Coxa
absolut keine Grenze. Erst nach dem Bogen ist ein sehr deutlicher Absatz markiert, in-
dem an der Knickungsstelle das Ende des Oralabschnittes auf der Innenseite der Krüm-
mung ein wenig zackig vorragt und der Prostatakanal hier einen deutlichen Bogen macht.
Diese Stelle ist offenbar die Grenze zwischen Coxa und Femur, resp. zwischen Coxa und
Endstück, denn eine deutliche Gliederung ist von hier ab nicht mehr bemerkbar. Es
folgt ein gerades etwas sich verbreiterndes Stück bis zu einer Stelle, wo eine endwärts
verbreiterte abgerundete kräftige Platte sich ansetzt. Diese betrachte ich nach Analogie
mit den Odontopygidae, wo die Gliederung noch deutlicher ist, als Rest eines Tarsus.
Der Prostatakanal setzt sich weiterhin auf einen immer dünner werdenden gewundenen
Ast fort, den Tibialfortsatz, doch betone ich nochmals, dass eine Grenze zwischen Femur
und Tibia nicht mehr sichtbar ist. Ebenso wenig ist die Platte (= Tarsus) im Innern durch
eine Naht od. dgl. abgesetzt. Das Ende des Tibialfortsatzes hat mehrere Läppchen und
am Ende des längsten mündet der Prostatakanal (Fig. 48, 56).
Fundorte: Kilhnandjaro: Kibonoto, Steppe, Kulturzone, Mischwald, 1,000 — 1,900 m.;
unter verfaulten Blättern und Steinen in den Bananenpflanzungen; Massaisteppe; Ustim-
bara: Tanga.
^ts"-
Familie Odontopygidae mihi.
Ich teile die Spirostreptiden im weitesten Sinne in zwei grosse Gruppen, die ich
Fam. Odontopygidae und Fam. Spirostreptidae nenne, dabei die Frage, in wie weil die
zweitgenannte eine einheitliche Gruppe ist, noch offen lassend; die Arten mit Kielen auf
den Metazoniten wurden als Fam. Trachystreptidae von Cook abgetrennt.
Die Merkmale welche beide Familien unterscheiden sind folgende:
1. Familie Odontopygidae mihi.
Es sind an den Gonopoden 2 Ventralplatten vorhanden, von denen die zum hinteren
Paar gehörige sehr gross ist.
Die hinteren Gonopoden treten mit dem Ende der Hüfte medialwärts aus der von
den vorderen Gonopoden gebildeten Rinne heraus.
Der Hinterrand der Metazoniten hat einen eigentümlichen Saum von kleinen Spitz-
chen oder Fransen.
Das Älentum ist sexuell verschieden, beim (/ länger und vorn breiter als hinten,
beim $ kurz und gleichmässig breit (lang und breit natürlich im Sinne der Körperlängsaxe).
ATTEMS, MYRIOPODA. 35
Ein Praebasilare lehll immer.
Das Promentum ist im vorderen Teil vertieft und der basale Teil dieser taschen-
artigen Einsenkung scharf begrenzt.
2. Familie Spirostreptidae mihi.
An den Gouopoden ist nur eine Ventralplatte ausgebildet und zwar die zum vor-
deren Paar gehörige.
Die hinteren Gonopoden treten lateralwärts mit dem Ende ihrer Hüfte aus der Rinne
der vorderen Gonopoden aus (welche Rinne aber auch hier medialwärts offen ist).
Hinterrand der Metazoniten glatt, ohne Fransensaum.
Mentum in beiden Geschlechtern gleich.
Ein Praebasilare fehlt (Spirostreptinae) oder vorhanden (Trachystreptinae).
Promentum im vorderen Teil meist nicht vertieft.
Von Odontopygiden waren bisher die Gattungen Odontopyge Brdt., Ctenoinlus Ck.
a. CoLL. und Peridontopyge SiLV. bekannt. Ich muss hier die alte Gattung Odontopyge
in 6 Genera auflösen, die ich zur 1. Subfamilie Odontopyginae zusammenfasse. Vor
kurzem habe ich eine Gattung Lissopyge beschrieben, die ich zusammen mit den hier
beschriebenen Gattungen Xystopyge und Syndesmogenus zur 2. Subfamilie Lissopyginae
zusammenfasse. Die beiden Gattungen Ctenoinlus Ck. and Coll. und Peridontopyge
SiLV. kenne ich selbst nicht und kann ich daher in keine der Unterfamilien einreihen.
Ich gebe zunächst eine
o^
Übersicht über die Subfamilien und Gattungen der Odontopygidae.
a. Die Saftlöcher beginnen auf dem 5. Segment. Peridontopyge SiLV.
h. Die Saftlücher beginnen auf dem 6. Segment. 2.
a. Die Saftlöcher fehlen auf dem vorletzten, eventuell auch drittletzten Segment (das Analsegment als
letztes gerechnet). Ctenoinlus Ck. a. Coll.
b. Die Saftlöcher reichen bis inclusive zum Segment vor dem Analsegment. 6'.
a. Prozoniten im vorderen Teil immer mit deutlichen Ringturchen. 6 — 8 Supralabralgrübchen. Rand
der Analklappen am oberen Ende meist mit Dörnchen (dieses fehlt nur bei Odontopyge Sennae Bröl.
und Sjmwtarsua castaneiis Att. und Spinotarsus voiensis RiBAUT; an den hinteren Gonopoden ist
immer ein deutlicher Femoralabschiiitt unterseheidbar. 1. Subfam. Odontopyginae mihi. i.
a. Ende des Tibialfortsatzes der hinteren Gonopoden mitsamt dem l^rostatakanal spiralig eingedreht;
Tarsalpolster beim c^ schwach entwickelt (Tibialdorn der hinteren Gonopoden fehlen).
Helicochetus n. gen.
b. Tibialfortsatz der hinteren (ionopoden am Ende einfach spitz auslaufend, ohne spiralige Eindrehung;
die meisten Beinpaare des cf Tiit gut entwickelten Tarsalpölstern (nur bei der Gattung Spinotarsus
manchmal auf gewisse Körperregionen beschränkt). 5.
a. Tibialdorn der hinteren Gonopoden fehlend; Tarsus der hinteren Gonopoden mit einem langen
schlanken Ast, der eine Reihe kräftiger Hakendornen trägt. Prionopetahim n. gen.
b. Tibialdorn der hinteren Gonopoden vorhanden; Tarsus derselben ohne langen, dünnen, mit Haken
besetzten Ast, sondern in allen Teilen mehr breitblättrig. ö'.
36 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERÜ EXPEDITION. 19.
6. a. Femiir der hinteren Gonopoden mit langem Dorn. 7.
h. Femur der hinteren Gonopoden ohne Dorn, höchstens mit ganz kurzem, rundlichem Stummel. 8.
7. a. Tarsus der hinteren Gonopoden nahe seiner Basis mit einem grossen, schlanken, dem Tibialdorn
ähnlichen Dorn; Metazoniten dorsal und noch ein Stück unterhalb der Saftlöcher nii-t kurzen, an
der Quernaht beginnenden, kräftigen Längsfurchen. . Spitiotarms n. gen.
h. Tarsus der hinteren Gonopoden ohne Dorn, Metazoniten dorsal ohne Längsfurchen.
Haplothysanus n. gen.
8. a. Tibialfortsatz der hinteren Gonopoden beiläufig in der Milte mit gelenkigem Absatz. Tarsus der
hinteren Gonopoden mit Leisten, die kleine Querrippen tragen, so dass sie im Profil gesägt aus-
sehen. Fransen am Hinterrande der Metazoniten immer einfach. Harmomastix n. gen.
b. Tibialfortsatz der hinteren Gonopoden ohne gelenkigen Absatz; Tarsus derselben ohne Sägeleisten.
Fransen des Metazoniten-Hinterrandes meist in Spitzen geteilt. .9.
9. a. Tibialfortsatz ganz einfach, ohne Nebendornc. Oäoidopyge Brdt — Att.
b. Tibialfortsatz mit 1 — 2 Nebendornen. Plethokrossus n. gen.
3. b. Prozoniten ohne Ringfurchen, höchstens mit Spuren davon; 3 — 4 Supralabralborsten,
Analklappen oben immer unbedornt. An den hinteren Gonopoden ist bei Svndesmogenus ein
Femoralabschnitt zu unterscheiden, bei Lissopyge und Xystopyge sind Hüfte und Femur ganz ohne
Grenze verwachsen. 2. Subfani. Lissopijgittae mihi. 10.
10. a. Tibialfortsatz der hinteren Gonopoden mit einer mehrzackigen, breiten Platte endigend, Tar.sus da-
gegen bedeutend an Grösse nachstehend. [An den hinteren Gonopoden kein gesonderter Femoral-
abschnitt. Ventralplatte der vorderen Gonopoden von normaler Grösse, fast alle Beinpaare des c^
mit Tarsalpölstern. Lissopyge Att.
b. Tibialfortsatz mit dem Prostatakanal dünn und spitz auslaufend. 11.
11. rt. An den hinteren Gonopoden ist der einen langen Dorn tragende Femoralabschnitt deutlich unter-
scheidbar. Ventralplatte der vorderen Gonopoden von gewöhnlicher Grösse, ihre Spitze von den
Medianfortsätzen der vorderen Gonopoden umfasst. 3 Supralabralgrübchen. Antennen lang. Pro-
mentum und basaler Teil der Stipites Gnathochilarii beim o" ohne Borsten. Vordere Beinpaare des
cf mit 2 Tarsalpölstern. 7. Beinpaar in Tibia und Tarsus etwas verkümmert.
Syndesmogenus n. gen.
b. An den hinteren Gonopoden ist kein Femoralabschnitt zu unterscheiden. Ventralplatte der vorderen
Gonopoden lang, ihre Spitze nicht von den Medianfortsätzen der vorderen Gonopoden umfasst.
4 Supralabralgrübchen. Antennen kurz. Promentum und basaler Teil der Stipites beim (f be-
borstet. Vordere Beinpaare des (f ohne Tarsalpölster. 7. Beinpaar des (f normal.
Xystopyge n. gen.
Kopfschild: Labralbucht massig tief, mit 3 Zähnen, Clypeus manchmal vorn etwas
gerunzelt, meist aber glatt, Stirn und Scheitel immer ganz glatt. 3 — 8 Supralabral-
grübchen u. zw. bei den Lissopyginae 3 — 4, bei den Odontopyginae 6 — 8; bei letzteren
ist die weitaus häutigere Zahl 6. Es können einseitig 1 — 2 dieser Grübchen fehlen. In den
Fällen, in denen der Clypeus vorn gerunzelt ist, werden sie undeutlich. Interocularfurche
immer sehr fein. Ebenso die Scheitelfurche, die nur selten in ihrem vorderen Teil etwas
vertieft ist. Innerer Augenwinkel spitz und beiläufig so weit medial hereinreichend wie
die innere Begrenzung der Antennenbasis, selten etwas weiter nach der Mitte zu, sehr
selten weniger weit als die Antennenbasis. Die einzelnen Ocellen sind zumeist gut
gewölbt.
ATTEMS, NYRIOrOUA. 37
Die Zahl der Kainmbläller der Mandibeln scheint zwisclien 8 und 14 zu schwanken;
die häufigste Zahl ist 11, bei Plethokrossus fand ich li; bei Ctctioiidns sollen 9 vorkommen,
ich möelite auf diese Zahlen kein allzu grosses Gewicht legen, weil der Verlauf dieser
Kammblätter nicht immer ein ganz regelmässiger über die ganze Breite der Mandibel ist
und man leicht zu Divergenzen in der Zählung kommen kann.
Das Zahnblatt der Mandibel hat -i oder 5 Zähne; es kann nämlich das vom Einzel-
zahn am meisten entfernte Stück des Zahnblattes ungeteilt (4 Zähne) oder durch eine
Kerbe geteilt sein (ö Zähne), z. B. Fig. 121 Pletlwcrossus ocfofoveatus.
Gnathochilarium : Ein gesondertes Praebasilare ist nirgends vorhanden; der Vorder-
rand des Hypostoma bildet wohl eine entweder häutige oder stärker incrustierte Dupli-
catur, die sich jedoch nicht als selbständige Platte vom Hypostoma loslöst.
Das Mentum hat in beiden Geschlechtern eine etwas verschiedene Gestalt; beim cf
ist es länger und in der vorderen Hälfte viel breiter als in der hinteren, während es
beim $ eine kürzere und gleichmässig breite Querspange vorstellt. Bei Xystopyge ist
die weitere sexuelle Verschiedenheit zu konstatieren, dass beim (f jederseits eine Quer-
reihe von 4 — 5 starken Borsten steht, die beim $ fehlen.
Das Promentum ist in seinem vorderen Teil vertieft und der basale Teil dieser
Vertiefung sogar ein wenig taschenartig eingesenkt; die Entfernung des eine auffällige
Querlinie bildenden Randes dieser Einsenkung vom Basalrand des Promentum ist je nach
den Arten etwas verschieden.
Die basale Hälfte der Stipites trägt immer eine Anzahl kräftiger, kürzerer oder ^^
längerer Borsten, die sich manchmal an den Seitenrand fortsetzen.
Die Antennen sind von etwas wechselnder Länge, hei Xi/sfopi/ge kurz, nur bis zum
Hinterrand des 2. Segments reichend, bei Odontopyge, Prionopefdluni und PlefJiokrossus
lang, bis zum Hinterrand des 5. Segments reichend, bei den anderen in der Länge
zwischen diesen beiden Grenzen gelegen.
Der Halsschild ist in dieser Familie recht einförmig gestaltet im Gegensatz zu den Spiro-
streptidae; auch ist er in beiden Geschlechtern meist sehr ähnlich. Beim cf ist der Seiten-
lappen in der Regel etwas breiter mit ausgesprochenerem Vordereck, während dieses beim
$ stärker abgerundet ist. Von Furchen finden sich in der Regel 2, die von der Gegend
hinter den Augen im Bogen nach hinten ziehen. Bei Helikochetus sind 3 — 4 Furchen
vorhanden. Der Vorderrand ist seitlich, hinter den Augen entweder seicht eingebuchtet,
und dann erscheint das Vordereck schwach lappig nach vorn gezogen, oder er ist gerade.
Die Prozoniten liaben in ihrem vorderen Teil bei den Odontopyginae stets fein
punktierte Ringfurchen, die in den meisten Fällen bis zur Alitte oder etwas darüber hinaus-
reichen. Die Äletazoniten und der frei sichtbare Teil der Prozoniten haben dorsal nie
eine stärkere Skulptur, öfters jedoch eine sehr feine Punktierung und kurze Längsfurchung
resp. Runzelung. Seitlich und ventral sind die Metazoniten nach Art unserer luliden
längsgefurcht. Bei den Lissopyginae haben die Prozoniten keine Ringfurchen oder nur
schwache Spuren von solchen.
Die SafÜöcher liegen stets von der Quernaht beträchtlich entfernt, vor der Mitte
38 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEBU EXPEDITION. 19.
oder nahe derselben, in der JMilte der Seitenhöhe oder etwas unter derselben. Sie be-
ginnen bei Peridontopijye auf dem 5. Segment, bei allen übrigen Gattungen auf dem
6. Segment und reichen bis zum letzten Segment vor dem Analsegment; nur bei Cte-
noinlus fehlen sie auf den 2 Segmenten vor dem Analsegment, manchmal beim (f auch
auf den 3 Segmenten vor dem Analsegment (teste Cook).
Der Dorsalteil des Analsegments ist immer in eine dreieckige Spitze ausgezogen,
die bis zum Analklappenrand reicht, ohne frei vorzustehen. Sehr oft ist dieser vorge-
zogene Teil seitlich komprimiert. Die Analklappen sind schwach gewölbt, ihr Rand nur
wenig oder gar nicht gewulstet; nur bei Ctenoinlus wird von Cook eine ähnliche Bildung
wie bei Charaktopygus beschrieben. Am oberen Ende hat der Rand bei den aller-
meisten Odontopyginae ein spitzes aufwärts gerichtetes Dörnchen. Bisher kenne ich nur
2 Arten [Odonfopyge Sennae Bröl. und Haplothjjsamis voiensis (Ribaut)] bei denen er
fehlt. Bei den Lissopyginae fehlt er ebenfalls. Am unteren Ende des Randes ündet sich
manchmal ein etwas inkonstantes Knöpfchen und bei Harmomastix cf ein ähnliches
Dörnchen wie oben. Die Ventralplatten sind stets glatt, die Stigmen rundlich. Eine
eigentümliche Struktur hat der Hinterrand der Metazoniten. Durch eine immer deutlich
ausgeprägte Basallinie ist ein Saum von 0,o2 — 0,o7 mm. Höhe (je nach den Arten) ab-
gegrenzt, dessen Chitin hell durchsichtig und durch mehrere Querlinien noch in eine An-
zahl von, meist 3 — 7, Schichten abgegrenzt und dessen letzte Schicht in Fransen zerteilt
ist. Die zu den Schichten senkrechten Längslinien, die offenbar den Zellgrenzen ent-
sprechen, sind weniger deutlich, manchmal kaum zu sehen, besonders in den basalen
Schichten. Die Fransen sind entweder einfache Spitzen oder jede ist in eine Anzahl von
3 — 5 kleinen Spitzchen zerteilt. Die Zellgrenzen entsprechen zumeist nicht den Ein-
buchtungen zwischen zwei Fransen sondern der Mitte einer Franse, so dass dann der
Endrand jeder Zelle in der Mitte eine Einbuchtung und jederseits eine Vorragung hat,
welche Vorragung sich mit der der benachbarten Zelle zu einer der Fransen vereinigt.
Im Innern sieht man, abgesehen von den stärkeren, den Zellgrenzen entsprechenden
Linien, manchmal eine feine nach den Spitzen zu konvergierende Längsstreifung, so bei
Prionopetalmn, Hdplotlujsanus Harmomastiir. Die ganze Form dieser Fransen ist für
die Arten sehr charakteristisch und muss bei der Beschreibung künftighin mehr heran-
gezogen werden als bisher geschah. Abgebildet sind sie meines Wissens noch nirgends
worden. Der erste der sie erwähnt ist Porat,^ er nennt den Saum "limbus adjectitius".
Karsch^ leugnet dessen Existenz und sagt: "Einen derartigen Limbus des Hinterrandes
der Ringe vermag ich bei keinem der von mir geprüften, zum grössten Teile typischen,
Odontopygen aufzufinden". Er nennt als untersuchte Typen auch O. dimidiatus Peters,
den ich nun auch untersucht habe (dieselben Exemplare wie Karsch), wobei ich einen
ganz typischen Fransensaum fand. Karsch's weitere Folgerungen über die Nichtidentität
von Odonfopjjgc Brandt und Odonfopyge Porat fallen daher in sich zusammen. Karsch's
Arbeit über die luliden des Berliner Museums ist wegen der gänzlichen Ausserachtlassung
* Porat. Myr. Afrieae australis. — Öfvers. Kgl. Vet.Ak. Förhandl. 1872, n;o 5, p. 27.
- l-i^ARSCH. Neue luliden des Berliner Museums. — Zeitst-hr. ''es. Naturw. Bd. LIV, p. 7, 1881.
ATTEMR, MTBIOPODA. 39
der wichtigsten Merkmale ijberliaupt nicht brauchbar. Cook' erwähnt diese Fransen auch
bei Beschreibung der Gattung Cfenow/i(.s, und Porat- gedenkt ihrer ein zweites Mal bei
den Myriopoden Kameruns.
Das (f hat auf der Sohle des vorletzten und drittletzten Gliedes zumeist grosse
Polster. Bei HelicocJiefKs i/iniidiafus (Pts.) sind sie nur auf dem vorletzten Glied der
mittleren Beinpaare deutlich, bei Xijsfopi/ge liiieata auf dem vorletzten und drittletzten
Glied der mittleren Beinpaare gut entwickelt. Sonst linden sie sich bis gegen das Ende
des Körpers hin, auf den letzten Beinpaaren allerdings meist schwächer werdend und
schliesslich ganz verschwindend.
Die ersten 3 Beinpare sind auch hier frei, d. h. ihre Ventralplatten nicht mit den
Piiickenspangen verwachsen und zeigen einige Besonderheiten.
1. Beinpaar: Die Ventralplatte verschmilzt mit den Hüften zu einer Sternocoxal-
platte, in der nur selten mehr die Grenzen zwischen den Teilen deutlich sichtbar bleiben,
und zwar kann das bei derselben Art in beiden Geschlechtern verschieden sein. Bei
Xj/sfopyge Intcafti (Taf. 5, Fig. 122) z. B. ist beim 5 die Grenze zwischen Ventralplatte
und fiüften noch deutlich (Fig. 123, $), beim (f dagegen verschwunden. Bei Odontoiyyge
l-ilimandj(iron(t ist diese Grenze in beiden Geschlechtern erhalten. Bei dem an anderer
Stelle beschriebenen Spinotarsus .cantlionotus Att. ist die Ventralplatte in beiden Ge-
schlechtern als schmale Spange deutlich von den Hüften getrennt, bei allen übrigen dar-
aufhin untersuchten Arten in beiden Geschlechtern unsichtbar (z. B. Plefhocrossus fardus
Fig. 124). Immer bleibt der Anteil der Ventralplatte an der Bildung der Sternocoxal-
plalte ein sehr geringer im Verhältnis zu den mächtig entwickelten Hüften. Die Tra-
cheentaschen setzen sich frei beweglich an den unteren Rand der Sternocoxalplatte an.
Ihr distales Ende ist lateral zipfelig ausgezogen, im übrigen sind sie gerade, ohne stär-
keren Innenarm. Die Hüften verwachsen nicht nur mit der Ventralplatte sondern mehr
oder w^eniger auch unter einander. Auf der Aboralseite löst sich von dem basalen
Rande jeder Hüfte ein kleines, queres, innen spitzes, aussen gerundetes Plättchen los;
resp. es ist mit dem Rande der Hüfte nur durch eine dünne Membran verbunden. Ich
nannte diese bei luloiden im weitesten Sinne, sehr allgemein vorkommenden Platten,
Intercalarplatten (Fig. 125 /). Auf der Oralseite hat jede Hüfte seitlich eine Gruppe
kurzer Borsten. Das 2. Glied, Femur, hat beim cf ebenfalls vorn, einen breiten, abge-
rundeten, quer abstehenden oder etwas aufgekrempten oder mehr basal gerichteten Fort-
satz, dessen Oberfläche oft eine feine schuppige Struktur zeigt. Das erste Beinpaar ist,
ebenso wie das 2., sechsgliedrig.
Die Ansicht von Cook und Collins ^ dass das, was ich hier Hüfte nenne, die Ven-
tralplatte sei, ist unhaltbar, und ihre Unrichtigkeit ist jedem, der die vorderen Beinpaare
vergleichend betrachtet, sofort klar.
2. Beinpaar: Die kleine, dreieckige oder winkelige Ventralplatte geht mit ihren Sei-
> Cook. Mvr. frnm Africa. — Proc. U. St. Nat. Mus. XVI, p. 707. 1893.
^ Porat. Zur .Mvr. -Fauna Kamerun.^. — Bihang Sv. Ak. Hand. Bd. XX, p. 78. 1894.
"' C K)K and CoLi.ixs. .Mvr. of Wcsl Afrir-a. — Ann. \. V. Ar-. Sei. VIII, p. 37. 1893.
40 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEir EXPEDITION. 1(1.
tenarmen in die Köpfe der Tracheentaschen über, mit denen sie fest verwächst. Die
Tracheentaschen sind immer sehr schlank. Die Hüften haben basal aussen eine starke,
lappige Verbreiterung, im übrigen sind sie lang und schlank (Fig. 126). Beim (/ lösen
sich auf der Aboralseite wieder die 2 querovalen Intercalarplatten los, und zwischen ihnen
und dem unteren Rande der Hüften ragt der zweiteilige Penis (P) hervor, dessen beide
Hälften an ilirer Basis mit einander verwachsen sind und ausserdem durch eine dünne
Membran gemeinsam umfasst w^erden (Fig. 127). Beim 5 löst sich das den Intercalar-
platten beim cf entsprechende Stück nicht vom basalen Rande der Hüften ab. Dieser
Rand reicht hier ebenso tief herab, wie der untere Rand der Intercalarplatten des (/,
und ein Vergleich des 2. Beinpaares bei cf und $ zeigt am Besten die Provenienz der
Intercalarplatten (Fig. 128).
Die Vulven liegen weit von einander entfernt, aboral von den Hüften des 2. Bein-
paares. Eine derbe Haut (Fig. 129, 130 li) verbindet den Rand der Vulven und Hüften.
Jede Vulve besteht aus 2 chitinisirten Schalen, die auf der oralen Seite mittelst einer
tief in das Lumen eindringenden Duplicatur {d) in einander übergehen. Auf der aboralen
Seite legen sich die Ränder der Schale auch etwas über einander, ohne jedoch in das
Lumen abzubiegen. Man kann somit eine laterale und eine mediale Schale unterschei-
den. An jede Vulve schliesst sich ein grosser, häutiger Sack {S) an, in denen Innern
man die Reeeptacula seminis durchschimmern sieht.
3. Beinpaar: Die Ventralplatte ist eine ziemlich grosse Querspange. Die Tracheen-
taschen sind sehr kräftig, fast dreieckig, indem die Innenarme ausserordentlich verbrei-
tert sind, so dass von der Spitze des Innenarmes je eine gerade Linie zur Basis und
zum Ende der Tracheentasche zieht. Die Intercalarplatten sind in verschiedener Weise
ausgebildet. In beiden Geschlechtern sind sie stets von der Hüfte abgetrennt. Unter
einander durch einen schmalen Zwischenraum getrennt bleiben sie bei Harmomastix.
Bei Haplothysamis (Fig. 131) und Odontopyge verbinden sie sich eng, aber die Naht
ist noch deutlich kenntlich. Ganz verwachsen und ohne Rest einer Naht sind sie bei
PletJiokrossus und Prionopetalum (Fig. 132).
Gonopoden: Bezüglich dieser entsteht zunächst einmal die Frage, welches ist das
vordere und welches das hintere Paar? Bis vor kurzem waren alle Autoren darüber
einig, dass dasjenige Paar, das die rinnenartige Scheide für den Basalteil des anderen
Paares abgibt, als vorderes und das andere mit der "Samenrinne" (früher, jetzt = Prostata-
canal) als das hintere zu betrachten sei. Nur Silvestri spricht in seinen letzten Publi-
calionen im umgekehrten Sinne von den Gonopodenpaaren und nennt das Paar, das in der
Scheide darin steckt, das vordere. Aber weiter lässt er sich nirgends über diese Frage
aus und begründet seine Ansicht nirgends, die allerdings einiges Verlockende hat. Ich
werde aber auseinander setzen, warum ich doch bei der bisher geltenden Anschau-
ung bleibe.
Wenn wir uns einen Horizontalschnitt durch die Gonopodenbasis denken (Fig. 133),
erhalten wir folgendes schematische Bild, das so orientiert ist, dass der obere Bildrand
oral, der untere aboral gerichtet ist. Wir sehen, dass die kleine, vordere Ventralplatte
ÄTTIOBIS, MYEIOPOUA. 41
(r), sicli von vorn lier eng an die mit ihr fibrös verbundenen Medialblätter der Gonopoden
(^1) anlegt. Diese Gonopoden bilden dadurch, dass sich ihre Seiten nach vorn (orab
wärts) einkrümmen, eine Rinne, in der die langen Hüften des anderen Gonopoderipaares
P darin liegen. Nun sieht es allerdings so aus, wie wenn das Paar P das vordere und
das Paar A das hintere wäre, h-h glaube aber, das die Sache so zu erklären ist, dass die
hinteren Gonopoden sich aussen herum um die Basis der vorderen Gonopoden so ver-
schoben haben, dass sie jetzt mit dem grössten Teil ihrer Länge vor den vorderen lie-
gen. Für diese Ansicht spricht 1. dass die nach meiner Ansicht vorderen Gonopoden
(das Paar A) mit der Ventralplatte verbunden sind, die in ganz klarer Weise die vor-
dere ist; 2. dass sich in den hinteren Gonopoden (Paar P) der Ausführungsgang der von
mir "Prostata" genannten Drüse findet, genau wie bei dem lulidae, wo die Verhältnisse
klarer sind und wo das Paar mit der Prostatadrüse unzweifelhaft das hintere ist.
Zum vorderen Paar der Gonopoden ist noch folgendes zu bemerken: Die Ventral-
platte hat bei den meisten Gattungen dieselbe Gestalt, klein, dreieckig, und ist von den
sich an sie anlegenden Medialfortsätzen der vorderen Gonopoden eingeschlossen. Nur
bei Xjjstopyge ist sie stark in die Länge gezogen und ragt über die genannten Medial-
fortsätze frei hinaus. Die wohl als Coxen zu deutenden Basen der vorderen Gonopoden
haben ausser den schon genannten Äledialfortsätzen auch Lateralfortsätze, in Gestalt eines
kräftigen, schräg distal gerichteten Balkens jederseits, an dessen Ende sich das Ende des
Coxalfortsatzes des hinteren Gonopoden derselben Körperseile anlegt. Dieser laterale
Coxalfortsatz ist mehr oder weniger deutlich abgesetzt; deutlich z. B. bei Odontopyge
hilimandjarona (Fig. 134). Der Seitenrand des vorderen Gonopoden ist nach innen und
vorn eingeschlagen, so dass eine, medial offene Rinne oder Scheide für den hinteren
Gonopoden entsteht, dessen vordere Lamelle aus dem lateralen [AI] und denen hinteren
Lamelle aus den medialen Teile (^4«;) des Gonopoden gebildet wird. Das Inneneck der
vorderen oder lateralen Lamelle bildet meist einen kurzen, stumjjfen Zacken. Das Ende
der medialen oder hinteren Lamelle ist oft in einen langen, schlanken, basal gerichteten
Dorn ausgezogen [Apd). Ungefähr in der Mitte der Aussenseite steht öfters ein starker
Dorn [Ad], z. B. bei Odontopyge hilimandjarona Att., Hoplotlvjsanus leviceps Att.,
Plethoh'ossns semistriata (Poe). Ansätze dazu sind bei Plethokrossus Wilsoni (Poe.)
zu sehen (nach PococKS Zeichnungen). Tracheentaschen hat das vordere Paar nicht.
Hintere Gonopoden: Sie stehen, wie schon erwähnt, ausser jeder Verbindung mit
der zugehörigen Ventralplatte. Inseriert sind sie mit dem Ende ihres Coxalfortsatzes {Cfll)
am Ende des lateralen Coxalfortsatzes der vorderen Gonopoden. Dieser Coxalfortsatz
(Cfll) wurde bisher von allen Autoren, die sich mit den Gonopoden der Odontopygidae
beschäftigt haben, für die Tracheentasche gehalten, so auch von Verhoeff, der eine im
übrigen verdienstvolle Untersuchung über die Gonopoden von Odontopyge veröffentlicht
hat ^ Die Basis des hinteren Gonopoden, die Coxa, entsendet nämlich, bevor sie in die
vom vorderen Gonopoden gebildete Scheide eintritt, einen schräg nach aussen gerichteten
^ Verhoeff. Über die Gonopoden von Odontopyge und eine n. sp. d. G. — Zool. Anz. no. 656.
Bd. XXIV. 1901.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition. 19. 6
42 SJÖSTEDTS KII.IMAND.TARO-MERÜ EXPEDITION. 19.
Fortsatz, dessen Ende sich mit dem lateralen Coxalfortsatz des vorderen Genopoden mem-
branös verbindet. Zwischen dem Fortsatz des hinteren Gonopoden und seinem Haupt-
stamme ist keine gelenkige Absetzung od. dgl. sondern beide gehen direct in einander
iiber, ein rundliches Knie bildend, und an dieses Knie erst setzt sich, nur häutig ver-
bunden, nicht damit verwachsen, die eigentliche Tracheentasche an. Da alle Autoren
auch Verhoeff vom Verwachsen der Tracheentaschen mit den Gonopoden sprechen,
nichts dagegen davon, dass neben einander zwei ganz ähnliche Gebilde, der Coxalfort-
satz und die Tracheentasche liegen, nehme ich an, dass sie die wirkliche Tracheentasche
übersehen haben. Bei Verhoeff ist es übrigens nicht ganz klar, da er einmal sagt: "die
Verwachsung der hinteren Gonopoden mit den Tracheentaschen wies bereits Voges nach"
(p. 66G loc. cit.) und ein andres mal: "Ich muss hervorheben, dass bei Odontopyge der
hintere Gonopode deutlich gegen die Tracheentasche beweghch ist" (p. 668). Auf seiner
Fig. 1 (p. 667 loc. cit.) ist der als "Tracheentasche" bezeichnete Abschnitt der Coxalfortsatz.
Ein wenig distal von dem Knie und Ansatz der Trachentasche mündet der Aus-
führungsgang der Coxaldrüse in den Gonopoden. Es ist das dieselbe Drüse, die ich sei-
nerzeit bei den luliden als Prostatadrüse beschrieben habe und ich will sie auch weiter so
nennen. Diese Drüse ist bei Odontopygidae bisher ganz übersehen worden. Nur der
im Gonopoden verlaufende Endabschnitt ihres Ausführungsganges wurde immer als "Sa-
menrinne" beschrieben.
Diese Bezeichnung können wir jedoch hier aus 2 Gründen nicht anwenden. Ich
führte sie für eine ganz andere Bildung an den vorderen (resp. einzigen) Gonopoden der
Polydesmiden ein. Dort ist es eine Rinne, welche das .Sperma von einer Grube an der
Basis des Telopodits bis zur Spitze verbreitet, nicht dagegen eine Rinne, welche das
Secret einer Coxaldrüse befordert, weil sich eine solche Drüse bei den Polydesmiden
gar nicht findet. Der Name Samenrinne ist also für etwas ganz anderes schon ver-
geben und hätte, dies ist der zweite Grund, auch gar keinen Sinn, da die Rinne nicht
der Samen, sondern, das Drüsensecret leitet. Nebenbei bemerkt beginnt dieser Canal
bei den OdoJitojJi/ge in der Coxa des 2. und bei den Polydesmiden in dem Femur des
1. Extremilätenpaares des 7. Ringes. Ich nenne den Canal hier also Prostatacanal
{Pr C) Zehntner ^ hat eine Anzahl Durchschnitte durch einen Gonopoden von Spirostrep-
tus gegeben, welche zeigen, dass der Canal auch hier keine geschlossene Röhre ist, son-
dern nur eine Rinne, deren Ränder sich eng an und über einander legen. Die vielen
Unrichtigkeiten, die sich im übrigen in Zehntner's Arbeit finden, hat schon Verhoeff
berichtigt, weshalb ich nicht näher darauf eingehe.
Die Coxa steckt als im Ganzen cyUndrisches Gebilde zum grössten Teil in der Höh-
lung, die der vordere Gonopode bildet darin, und macht gleich nach dem Austritt aus
dieser Scheide eine starke, medial gerichtete Krümmung um bald darauf mittels einer
spiraligen Drehung in den kurzen Femur überzugehen. Bei den Gattungen Lissopyge
und Xystopijge der Subfamilie Lissopyginae ist jedoch ein Femur nicht zu unterscheiden,
' Zehntner. Zur Aiiatomic der Copulationstusse exoti-sehor luliden. — Zool. Anz. iio. ()-i6. Bd. XXIV.
1901.
ATTKMS, MYRIOPOI>A. 43
^^onde^n (ioxa und Femur sind ganz mit einander verschniol/eii. Bei Si/ndes mögen uh
derselben Unterfamilie ist der Femur dagegen deutlich abgegrenzt. Am Ende trägt der
Femur bei vielen Arten einen Dorn, den Femoraldorn, (Fd) der entweder seitlich absteht
oder spiralig eng um das Ende des Femur und den Beginn der Tibia geschlungen ist.
Manchmal ist er nur ein kleiner und kurzer Lappen.
Die Tibia beginnt stets mit einem kurzen, etwas verdünnten, gleichsam stielförmigen
Absclinitt, schwillt dann wieder zum Durchmesser des Femur an um sich dann bald
stark auszudehnen. Am Beginn dieses verbreiterten Abschnittes entspringt ein constant
vorkommender langer Fortsatz mit dem Prostatacanal (Tf). Dieser Tibialfortsatz hat
öfters in der Mitte einen langen, spitzen Nebendorn (Tfd) und manchmal vor der Spitze
nach einen zweiten, kleineren [Tfd^). Er endet fast immer fein zugespitzt, nur bei
Lissopyge mit einer mehrzackigen Platte. Bei Harmomastix hat er in der Mitte eine
gelenkige Absetzung. Der Prostatacanal verläuft in gerader Riclitung bis zur Spitze des
Tibialforlsatzes ; nur bei Helicochetus ist das Ende des Fortsatzes und mit ihm der Pro-
statacanal spiralig eingedreht.
Ausser diesem Tibialfortsatz trägt die Tibia in seiner Nähe öfter noch einen Dorn,
den Tibialdorn ( Td] der sich entweder mehr oder weniger dem Tibialfortsatz anlegt oder
mehr basalwärts absteht; er kann ganz klein und dornförmig oder länger und mehr hakig
sein. Er findet sich nicht bei allen Arten.
Der Endrand der Tibia ist kelchartig erweitert und aus diesem Kelche entspringt
der Tarsus.
Die Gestalt des Tarsus ist eine sehr mannigfaltige. Er besteht meist aus 2 Ästen,
tue beide mehr oder weniger breite Blätter mit rund gelappten oder gezähnten Rändern
sind, oder einer der Äste ist länger und schlank, und trägt dann manchmal eine Reihe
starker Zähne (Prionopet(d\nn).
1. Subfam. Odontopyginae mihi.
Genus: Odontopyg'e sens. strict. mihi.
Femur der hinteren Gonopoden ohne Dorn, nur mit ganz kurzem dicken Stummel.
Tibialdorn vorhanden. Tibialfortsatz einfach, spitz, ohne Gelenk und Nebendorne, das
Ende gerade. Tarsus breitblältrig, ohne Sägekanten.
Antennen lang, bis zum Hinterrand des 5. Segments reichend.
6 Supralabralgrübchen.
Saftlöcher vom 6. bis vorletzten Segment.
Fransen am Hinterrand der Metazoniten einfach oder in Spitzchen zerteilt.
Die beiden Intercalarplatten des 3. Beinpaares bleiben ganz getrennt.
Mandibel mit 11 Kammblättern.
2 Tarsalpölster auf den meisten Beinpaaren des c/' sehr deutlich.
Die Grenze zwischen Ventralplatte und Hüften des 1. Beinpaares noch deutlich
sichtbar.
44 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEOMEEU EXPEDITION. 1!).
Typus: O. Mimandjarona n. sp.
Hierher ferner: 0. terehrum Ribaut.
O. Scverini Silv.
O. Citernii Silv.
O. tumidens Karsch.
O. Sennae Brühm.
Odontopj-ge kilimaiuljarona u. sp.
Taf. 2, Fig. 50—54; Taf. 5, Fig. 12:3, 125—127, 134—135.
Prozoniten schmutzig ockergelb, Metazoniten zum grössten Teil schwarzbraun bis
schwarz, ihr Hintersaum rotbraun, die Rückenmitte ist gar nicht aufgehellt. Beine hell
bräunlichgelb.
Breite (f 8 mm., $ 8,5 mm. cP ™it 54 — 57 Rumpfsegmenten.
Vorderer Teil des Clypeus leicht runzelig, der Rest des Kopfschildes glatt. 6 Supra-
labralgrübchen, von denen die lateralen von. dem nächstgelegenen doppelt so weit ent-
fernt sind als die 4 mittleren unter einander. Interocularfurche und Scheitelfurche sehr
seicht. Innerer Augenwinkel spitz, etwas weiter medial herein reichend wie die Antennen-
wurzel, die einzelnen Ocellen deutlich convex. Antennen bis zum Hinterrand des 5.
Segments reichend.
Halsschild: Yorderrand gerade, d. h. im Bereiche des Seitenlappen auch beim (f
nicht nach vorn gezogen; beim $ ist das Vordereck ein wenig stärker abgerundet als
beim (f. Die gewöhnlichen 2 Bogenfurchen vorhanden.
Prozoniten mit feinen, dichtgedrängten, punktierten Ringfurchen, welche die vordere
Hälfte oder etwas darüber einnehmen. Der Teil der Prozoniten hinter der letzten Furche
und die ganzen Metazoniten mit feinen, kurzen, seichten Längsgrübchen. Die Längs-
streifung der Metazoniten reicht auch auf den vorderen Segmenten nicht ganz bis zum
Saftloch hinauf; sie wird wie gewöhnlich caudalwärts immer feiner. Saftlöcher etwa in
halber Seitenhöhe und vorn etwa im ersten Drittel, hinten etwas vor der Mitte gelegen.
Analsegment etwas gröber gerunzelt als die Metazoniten. Schwänzchen seitlich
zusammengedrückt, oben rundlich. Die Dörnchen am oberen Ende der Klappen sehr
klein, am unteren Ende kein Knöpfchen. Schuppe dreieckig, von mittlerer Länge.
Die Fransen am Hinterrande der RIetazoniten sind endwärts nicht zugespitzt son-
dern eher etwas verbreitert und ihr Endrand ist in 3 — 5 Spitzen geteilt. Eine feine
Längsstreifung im Innern ist nicht sichtbar, recht deutlich dagegen sind die Zellgrenzen.
Im durchscheinenden Rande sind 3 Schichtenlinien. Breite des ganzen Saumes O.02 mm.
(Fig. 54).
Die 2 Tarsalpolster des (f reichen bis nahe zum Hinterende.
Erstes Beinpaar: die Grenze zwischen Ventralplatte und Hüften ist hier noch deut-
lich sichtbar, wenn auch das Ganze ein fest verbundenes Stück bildet. Der basale Rand
der Ventralplatte bildet mit seinem Seitenende medial vom Kopfe der Tracheentasche
ATTEMS, MYBIOPODA. 45
beim (f kein vorspringendes Eckchen, beim § dagegen ja. Der Femoralfortsatz ist leicht
aufgebogen (Fig. 51).
Die beiden Intercalarplalten des 3. Beinpaares bleiben ganz getrennt (Fig. 135).
An den vorderen Gonopoden (Fig. 52) fällt ein starker Dorn auf, der beiläufig in
der Mitte des Seitenrandes steht, er ist spitz, distal gerichtet und leicht gekrümmt. Die
Innenkante des lateralen Blattes bildet am Ende ein kleines stumpfes Läppchen. Das
Ende trägt einen langen schlanken auf der Oralseite basal herabgebogenen Dorn.
Femur der hinteren Gonopoden (Fig. 50, 53) mit ganz kurzem, dickem Stummel
((/). Der Tibialteil beginnt mit einem kurzen cylindrischen Stiel; vor der Erweiterung
findet sich eine deutliche Einschnürung. Am Beginn des erweiterten Teiles steht der
grosse Tibialdorn [Td) quer ab; etwas weiter löst sich der lange, einfache, keine Schlinge
beschreibende und keinen Nebendorn tragende Tibialfortsatz ab. Der lamellöse, kelch-
artige Teil der Tibia ist hier gross. Der Tarsus ist gross und breit und in 2 Blätter
geteilt, das grössere hat einen vielfach gekräuselten und gefalteten Endrand. Die Ven-
tralplatte des hinteren Paares ist gross, fast quadratisch mit abgerundeten Ecken und
eingebuchtetem Vorderrand.
Fundorte: Küimamljaro: Kibonoto, . Steppe-Kulturzone 1,30U — 1,900 m., Regen-
wald 2,000 — 3,000 m., Miscliwald-Kulturzone, RIassaisteppe, in Farmen unter verfaulten
Blättern und Holz.
Genus: PletllOkrosSUS nov. gen.
Femur der hinteren Gonopoden ohne Dorn, Tibialdorn vorhanden. Tibialfortsatz
mit 1 — 2 Seitendornen, das Ende nicht eingedreht und spitz. Tarsus breitblättrig, ohne
Sägekanten.
Antennen lang, bis zum Hinterrand des 5. Segments reichend.
6 — 8 Supralabralgrübchen.
Saftlöcher vom 6. bis vorletzten Segment.
Die Fransen am Hinterrand der Metazoniten sind in mehrere Spitzen zerfasert.
Die beiden Intercalarplatten des 3. Beinpaares bleiben getrennt.
2 Tarsalpölster auf den meisten Beinpaaren des cf sehr deutlich.
Mandibel mit 14 Kammblättern. Zahnblatt mit 5 Zähnen.
Typus: PI. ocfofoveatus n. sp.
Hierher ferner: PL tardiis n. sp.
PL longispinus SiLV.
PL longispinus erraticola Silv.
PL lonyispinm (jananicola Silv.
PL longispinus uebicola Silv.
PI. WilsoHi Poe.
PL semistriatus Poe.
PL Gregorii Poe. (nach der Zeichnung scheint der Tibialdorn zu
fehlen).
46 SJÖSTEDTS KILIMAND.IARO MERXJ EXPEDITION. 19.
Plethokrossus octofoveatus n. sp.
Taf. 2, Fi£!. 37, 38; Taf. 5, Fig. 121, 129—130, 13()--137.
Farbe: Prozoniten gelbbraun, Metazoniten rotbraun, gegen den Hinterrand dunkler
werdend. Antennen und Beine gelbbraun.
Breite bis 9,."; mm. (/ mit 64 — 69 Segmenten.
Labralbucht schmal und ziemlich tief. Clypeus nur im vordersten Teil ein wenig
gerunzelt, die 8 Supralabralgrübchen gross und deutlich. Stirn und Scheitel glatt, Inter-
ocularfurche sehr schwach, Scheitelfurche im vordersten Teil etwas vertieft. Innerer
Augenwinkel spitz, ein wenig weiter liereinreichend als die Antennenbasis. Antennen
lang, schlank, bis zum Hinterrand des 5. Segments reichend.
Halsschild bei cf und 5 gleich; der Vorderrand ist hinter den Augen ein wenig
eingebuchtet, wodurch das breit abgerundete Vordereck sanft lappig nach vorn gezogen
erscheint. 2 Bogenfalten, von denen die laterale nahe dem Seitenrande verläuft, einen
dicken Randwulst begrenzend.
Prozoniten mit zahlreichen, sehr deutlich punktierten Ringfurchen, deren Abstand
von einander nach hinten allmählich zunimmt; der Streif zwischen der letzten dieser
Furchen und der Quernaht ist ungefähr gleich dem Abstand zwischen der letzten und
drittletzten. Dieser Streif und die Metazoniten sind dicht, fein und seicht punktiert, da-
bei glänzend.
Die vorn ziemlich kräftige Längsfurchung der Metazoniten reicht hier bis nahe zum
Saftloch hinauf; nach hinten wird sie immer seichter und l)leibt weiter vom Saftloch
entfernt; überall ist sie recht weitschichtig.
Die kleinen Saftlöcher liegen unter der Mitte, etwas näher zur Quernaht als zum
Hinterrand.
Am durchscheinenden Hinterrand der Metazoniten unterscheidet man sieben Schichten;
durch alle laufen die Grenzlinien der Fransen durch, die somit sehr lang und schmal
sind. Sie sind bis zum Ende gleich breit und mit einander verwachsen; nur der End-
rand ist in eine Anzahl von 3 — 5 Zacken aufgelöst. Eine feine Streifung im Innern ist
nicht sichtbar (Fig. 136).
Analsegment: der Vorsprung des Dorsalteiles ist ziemlich kurz und schmal, drei-
eckig mit etwas abgestumpfter Spitze. Dorn am oberen Ende der Analklappen schwach
nach oben und vorn gekilimmt, massig lang. Schuppe ziemhch lang, spitzbogenförmig.
Die Klappen wie gewöhnlich etwas zusammengedrückt, mit ganz schmalem Randwulst.
Ventralplatten glatt.
Die 2 Tarsalpolster des (/ reichen bis zum vorletzten Beinpaar.
Das erste Beinpaar des $ ist typisch, ohne Abgrenzung zwischen Ventralplatte und
Hüften.
Auch an dem 2. Beinpaar des 5 treffen wir die normalen Verhältnisse, die Ventral-
platte verwächst mit den Tracheentaschen, die Hüften sind auf der Aboralseite ziemlich
weit basal herab verlängert, ohne dass sich dieser Teil abtrennen würde. Hinter den
Hüften liegen die grossen Vulven.
ATTIOMS, MYRIOPODA. 47
Gonopoden: das mediale Blatt des vorderen Paares springt am Ende der Innenseile
in eine breite Platte mit gezacktem Rande vor; der Rand des lateralen Blattes ist fast
gerade, das Inneneck breit abgerundet. Am Ende steht ein langer, schlanker, etwas
gewundener spitzer Dorn, der basal herabgebogen ist (Fig. 137).
Femur des hinteren Paares (Fig. 37, 38) ohne Dorn. Tibialdorn [Tel) kurz, ge-
bogen, mit einer lappigen Verbreiterung seiner Basis. Der lange Tibialfortsatz trägt bei-
läufig im ersten Drittel seiner Länge einen geraden, langen Nebendorn (T/>(), macht dann
eine Schleife und hat nach derselben noch einen zweiten kleinen Nebendorn [Tfs). Am
Endrande des Tibialteiles steht ein kleiner spitzer Dorn [a). Ein zweiter ähnlicher Dorn
[b] steht auf dem Tarsus. Dieser besteht aus mehreren krausen, gefalteten Blättern mit
zum Teil gezähnten Rändern; seitlich ragt ein starker gekrümmter Dorn (r) auf.
Fundorte: Küimandjaro, Kibonoto, unter verfaulten Blättern und Steinen; Meru-
Niederung, Fluss Ngare na nyuki, von den Akazienwäldern und der umgebenden Steppe.
Plethokrossus tardiis n. sp.
Taf. 2, Fig. :-51— 33; Taf. 5, Fig. ii't, 138— l-i-2.
Schwarzbraun bis schwarz, der eingeschachtelte Teil der Prozoniten, die Antennen
und Beine braungelb.
Breite: cT 4. Segment 5 mm, Mitte 5,6 mm. $ 5,5 und 6,3 mm. cf mit 61 — 63
Rumpfsegmenten.
Der ganze Kopfschild spiegelglatt, auch der vordere Teil des Clypeus ohne Runze-
lung. 6 Supralabralgriibchen. Interocularfurche und Scheitelfurche sehr fein, letztere in
ihrem vorderen Teile nicht vertieft. Labralbucbt von mittlerer Tiefe und Breite. Innerer
Augenwinkel spitz, gerade so weit medial hereinreichend wie die Antennenwurzel. An-
tennen lang und schlank, bis zum Hinterrand des 5. Segments reichend.
Halsschild in beiden Geschlechtern fast gleich, beim (f ist das Vordereck jedoch
ein w^enig eckiger, während es beim $ mehr abgerundet ist. Seitlich die gewöhnlichen
2 Bogenfurchen. Zwischen diesen am Hinterrande zuweilen noch eine kurze Furche.
Prozoniten mit zahlreichen engen, fein punktierten Ringfurchen, deren Abstand von
einander nach hinten allmählig zunimmt. Der Zwischenraum zwischen der letzten Furche
und der Quernaht ungefähr so gross wie die zwei vorangehenden Zwischenräume zu-
sammen und sehr seicht und fein punktiert. Ebenso sind die Metazoniten punktiert,
dabei glänzend. Die Längsfurchung der Metazoniten reicht vorn bis in die Nähe des
Saftloches und ist ziemlich kräftig. Hinten wird sie schwächer und bleibt weiter vom
Saftloch entfernt.
Ventralplatten glatt.
Analsegment: Schwänzchen ziemlich breit, bis an den Beginn des Analklappen-
randes reichend, etwas abgestumpft, seitlich nur schwach zusammengedrückt, oben rund.
Klappen wie gewöhnlich. Schuppe massig lang, eher kurz, etwas abgestumpft.
Die 2 Tarsalpolster des cf reichen bis fast zum Hinterende, nur einigen der letzten
Beinpaare fehlen sie.
48 SJÖSTEDTS KILIMANDJÄEO-MERtr EXPEDITION. 19.
Die Fransen am Hinterrande der Metazoniten erinnern wohl an die von PI. octo
foveatus, doch sind die Zellen hier kürzer und breiter und die Zacken, in die der End-
rand sich auflöst, länger und stärker. Breite des Saumes 0,0? mm (Fig. 138).
Am ersten Beinpaare des cf ist keine Grenze zwischen Ventralplatte und Hüften
sichtbar. Der Femoralfortsatz ist breit abgerundet und gerade basalwärts gerichtet, nicht
aufgekrämpelt.
Die Intercalarplatten des dritten Beinpaares verschmelzen zu einer Platte, in deren
Mediane nur mehr die Andeutung der stattgefundenen Verwachsung sichtbar bleibt
(Fig. 139).
Die stipites Gnathochilarii haben an ihrer Basis eine Gruppe kleiner Dörnchen,
die Zungenblätfer sind basal dicht beborstet (Fig. 140).
Gonopoden: die vorderen gleichen ungemein denen von Plethokrossns ocfofovfatus
mihi, wesentliche Unterschiede sind keine vorhanden. Das Inneneck des lateralen Blattes
bildet einen schmäleren vortretenden Lappen. Das ist aber auch so ziemlich die ganze
Differenz (Fig. 141).
Die hinteren Gonopoden (Fig. 31 — 33) im Typus zwar gleich gebaut wie die von
PI. ocfofoveatus, sind doch in der Gestalt der einzelnen Teile merklich verschieden.
Feraur ohne Dorn. Der hakige Tibialdorn ist auch hier an seiner Basis lappig erweitert.
Der lange Tibialfortsatz hat in seiner ersten Hälfte einen grossen kräftigen Nebendorn
(Tfn), beschreibt dann eine Schleife und trägt distal von dieser einen zweiten viel kleine-
ren Nebendorn {Tfs). Ein Dorn am Endrande der Tibia fehlt hier. Der Tarsus besteht
auch hier aus in der mannigfaltigsten Weise in einander gefalteten Lamellen. Ein solcher
schlanker gekrümmter Doin an der Seite des Tarsus wie bei PI. ortoforeafns findet sich
hier nicht.
Die hintere Ventralplalte ist relativ schmal, fast herzförmig (in der Zeichnung ist
diese Gestalt nicht so ersichtlich, weil der Druck des Deckglases die Ventralplatte in eine
etwas andere Lage gebracht hat) mit der Spitze distalwärts gerichtet (Fig. 142).
Fundorte: Küimandjaro, Kibonoto, Steppe bis Kulturzone 1,300 — 1,900 m.;
Mischwald bis Kulturzone; in Bananenschamben, unter verfaulten Bananenblättern; in
Pflanzenfarmen, unter Blättern, Holz und Steinen.
Genus: Haplotliysanus nov. gen.
Femur der hinteren Gonopoden mit langem Dorn. Tibialdorn vorhanden. Tibial-
fortsatz einfach, spitz, olme Seitendorn und Gelenk. Tarsus breitblättrig, ohne Säge-
kanten und ohne mit Widerhaken besetzten schlanken Ast.
Antennen kurz, bis zum Hinterrand des 3. Segments reichend.
6 — 8 Supralabralgrübchen.
Saftlöcher vom 6. bis vorletzten Segment.
Fransen am Hinterrand der Metazoniten einfach, spitz, innen mehr oder weniger
fein gestreift.
ATTEMS, MYnT(1VOr)A. 49
Intercalarplatten des 3. Beinpaares mit einander verwachsen mit noch deuthch
sichtbarer Naht.
Mandibel mit 8 — 11 Kammblättern. Zahnblatt mit 4 Zähnen (der 4-. Zahn nähmlich
nicht durch eine Kerbe geteilt).
2 Tarsalpölster auf den meisten Beinpaaren des cf sehr deutlich.
Typus; Hupl. polijbotJirKS n. sp.
Hierher ferner: H. leviceps n. sp.
Haplotliysanus polybothrus u. sp.
Taf. 2, Fig. 39 — i2; Taf. 6, Fig. 143, 144.
Schwarz, Clypeus und Antennen etwas heller, dunkelbraun, Beine gelbbraun.
Breite 3,2 mm. 58 Rumpfsegmente.
Der ganze Kopfschild glatt, auch der vorderste Teil des Clypeus. 8 kleine Supra
labralgrübchen. Scheitelfurche sehr seicht und fein. Interocularfurche noch feiner.
Innerer Augenwinkel gerade so weit hereinreichend wie die Antennenwurzel; die Ocellen
ziemlich flach. Antennen relativ kurz, das 3. Segment kaum überragend, etwas keulig.
Halsschild von der gewöhnlichen Form, mit den 2 Bogenfalten. Vordereck etwas
abgerundet.
Prozoniten mit sehr feinen Ringfurchen; der Raum zwischen der letzten und der
Quernaht ungefähr so breit wie die 3 vorangehenden Zwischenräume und ebenso wie
die Metazoniten mit dichtgedrängten, kurzen und seichten Längsgrübchen versehen; der
Rumpf ist dabei sehr glänzend. Saftlöcher ungefähr in der Mitte zwischen Quernaht und
Hinter rand. Die feine Längszeichnung der Metazoniten ist nur auf den Segmenten vor
dem Kopulationsring deutlich, liinten dagegen verwischt.
Analsegment: Schwänzchen von mittlerer Länge und Breite etwas abgestumpft, seit-
lich nur wenig zusammengedrückt, oben rund. Dörnchen am oberen Rande der Klappen
klein, gerade aufwärts gerichtet; am unteren Ende des Analklappemandes ein winziges
Knöpfchen. Schuppe von gewöhnlicher Form, 3-eckig.
Die 2 Tarsalpölster des cf reichen bis zum Hinterende.
Die Fransen am Hinterrande der Metazoniten sind etwas abgestumpft und zeigen
im Innern eine feine Längsstreifung, eine Abgrenzung zwischen den Fransen lässt sich
dagegen nicht unterscheiden. Der durchsichtige Rand, dem die Fransen aufsitzen, zeigt
5 Schichtenlinien und hat eine Höhe von 0,o5 mm. (Fig. 4-2).
Gonopoden (Fig. 39, 40): Das mediale Blatt [Ajn) des vorderen Gonopoden (Fig. 40)
ist am Ende etwas verbreitert und nach innen in einen kleinen Lappen ausgezogen. Vom
Ende zieht ein langer, dünn auslaufender spitzer Dorn basalwärts herab. Femur des
hinteren Paares mit einem langen, gekrümmten, aber nicht enganhegenden Dorn (Fig. 143,
Fd). Die Tibia ist gegen den Femur durch eine deutliche Einschnürung abgesetzt.
Nach kurzer leichter Anschwellung ist sie nochmals leicht verengt, um sich dann wieder
zu verbreitern. Der Tibialdorn ist kurz, spitz und gerade endwärts gerichtet. Der lange
dünne Tibialfortsatz macht vor dem Ende eine Schhnge; er endet immer dünner werdend,
Sjöstedts Kilimandjaro-Mern Expedition. 19. 7
50 SJÖf5TEDTS EILIMANDJÄEO-MERU EXPEDITION. 19.
mit einem Dorn und kleinem Läppchen (Fig. 41). Der Tarsus besteht aus grossen, hoh-
len, kahnförmig eingebogenen Lamellen mit gezackten Rändern (Fig. 144).
Fundort: Küimandjaro, Kibonoto, Regenwald, 2,000 — 3,000 m.
Haplothysauus leviceps u. sp.
Taf. 2, Fig. 34—36; Taf. 5, Fit;. 131; Taf. 6, Fig. 145—146.
Dunkel schiefer färben oder dunkelbraun, die hintere Hälfte jedes Metazoniten dunkel
rotbraun, wodurch eine Querringelung entsteht.
Antennen dunkel, vorderer Teil des Clypeus und die Reine gelbbraun.
Rreite 3,5 mm. (f mit 63 — 66 Rumpfsegmenten.
Kopfschild spiegelglatt. 6 Supralabralgrübchen. Interocularfurche und Scheitel-
furche sehr fein, letztere in ihrem vorderen Teile nicht vertieft. Antennen bis zum Hinter-
rand des 3. Segments reichend. Innerer Augenwinkel spitz, etwas weiter medial herein-
reichend wie die Antennenwurzel; die einzelnen Ocellen deutlich convex. Mandibel mit
11 Kammblättern.
Halsschild in beiden Geschlechtern nicht merklich verschieden; seitlich breit, der
Vorderrand gerade, ohne Einbuchtung hinter den Augen. Das Vordereck abgerundet.
Seitlich die~gewöhnlichen 2 Bogenfurchen.
Prozoniten mit einigen fein punktierten Ringfurchen, die die vordere Hälfte oder
etwas weniger als diese einnehmen. Der Rest der Prozoniten glatt, gegen die Quernaht
zu mit mikroskopisch feiner und sehr seichter Runzelung; ebenso sind die Metazoniten,
doch macht der Rumpf bei schwächerer Vergrösserung einen glatten, glänzenden Eindruck.
Längsfurchung der Metazoniten auf den vorderen Segmenten recht derb und bis
zum Saftloch reichend, caudalwärts wie gewöhnlich feiner werdend und weiter vom Saft-
loch entfernt bleibend.
Saftlöcher klein, ungefähr in der Mitte der Seitenhöhe und auf den vorderen Seg-
menten merklich auf den hinteren nur wenig näher zur Quernaht als zum Hinterrand
gelegen.
Analsegment: Schwänzchen ziemlich breit, eher etwas kurz, seitlich nur ganz wenig
zusammengedrückt. Die Dörnchen der Analklappen schlank und spitz, aufwärts gerichtet.
Am unteren Ende des Analklappenrandes beim cf ein kleines Knöpfchen. Schuppe relativ
kurz und breit, bogig abgerundet.
Die 2 Tarsalpölster des (f reichen bis nahe zum Hinterende.
Die Fransen am Hinterrande der Metazoniten gleichen denen von Haplothyscmus
polyhothrus (Fig. 34).
Erstes Beinpaar des cf typisch, die Grenze zwischen Ventralplatte und Hüften nicht
mehr sichtbar; der Femoralfortsatz ist leicht aufgebogen.
Die zwei Intercalarplatten des 3. Reinpaares sind zwar miteinander verwachsen,
aber die Naht ist noch deutlich erhalten.
Gonopoden: das vordere Paar hat eine recht charakteristische Gestalt; die von den
beiden Rlättern gebildete Rinne setzt sich bis zur Spitze fort; der mediale Rand schlägt
ATTEMS, MYRIOI'ODA. 51
sich am Ende flachbogig nach aussen um (bei Fig. 145, Am), der laterale bildet erst das
Inneneck {E) und zieht dann im Bogen bis zur Spitze. Auf der Aboralseite des Endes
steht ein basalwärts gerichteter Zacken. Lateral, ungefähr in der Mitte ragt ein distal
gerichteter kräftiger Dorn {A<J) auf (Fig. 146).
Hintere Gonopoden (Fig. 35, 36): Femur mit einem langen, eng anliegenden spiralig
herumgesclilungenen Dorn. Der dünne, stielartige Anfangsteil der Tibia ist kurz, der
kelchartig erweiterte Teil gross. Der Tibialdorn ist sehr lang und legt sich dem Tibial-
fortsatz an; dieser ist relativ kurz, ohne Nebendorne und macht auch keine Schlinge.
Der Tarsus besteht aus grossen, hohlen, mannigfach gebogenen Lamellen mit
glatten oder welligen Rändern.
Fundorte: Küimandjaro, Kibonoto, Steppe bis Kulturzone, 1,300 — 1,900 m.,
Mischwald bis Kulturzone, Regenwald 2,000 — 3,000 m. Pflanzenfarmen.
Spiiiotarsus nov. gen.
Femur der hinteren Gonopoden mit grossem, spiralig herumgewundenem Dorn;
Tibialdorn gross. Tibialfortsatz lang, in mehrere Windungen aufgerollt, ohne Nebendorn
und Gelenk; der Tarsus ist ein grosses hohles Blatt, mit einem langen Dorn nahe
seiner Basis.
Die Metazoniten haben auf dem Rücken und noch etwas unterhalb der Saftlöcher
kurze an der Quernaht beginnende Längsfurchen.
Körper sehr klein und schlank.
Antennen kurz und ziemlich dick. 6 Supralabralborsten; innerer Augenwinkel
ziemlich stumpf, medial nicht so weit hereinreichend wie die Antennenbasis.
Saftlöcher vom 6. bis vorletzten Segment.
Die Fransen am Hinterrand der Metazoniten sind einfache Spitzen, ohne oder mit
nur sehr undeutlicher Längsstreifung.
Beide Intercalarplatten des 3. Beinpaares eng aneinander stossend, aber die Naht
bleibt erhalten.
Das ganze Analsegment ist dicht grubig punktiert; oberes Ende der Klappen mit
oder ohne Dörnchen.
Typus: Sp. xanthonofiis Att.
Hierher ferner: *S)). castaneus Att. (Die Beschreibung dieser beiden Arten aus S.-
W. -Afrika wird im Reisewerke des Herrn Pr. Leonh. Schultze gegeben.) Sp. voiensis RiB.
Genus: Prioiiopetaluni nov. gen.
Hintere Gonopoden ohne Tibialdorn, Tarsus mit einem langen dünnen Ast, der eine
Reihe kräftiger Widerhaken trägt.
Femoraldorn lang; Tibialfortsatz einfach, ohne Seitendorn, das Ende gerade und spitz.
Antennen lang, bis zum Hinterrand des 5. Segments reichend.
6 Supralabralgrü beben.
Saftlöcher vom 6. bis vorletzten Segment.
52 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEU EXPEDITION. J i).
Fransen am Hinterrand der Metazoniten einfach, spitz.
Beide Intercalarplatten des 3. Beinpaares zu einer querovalen Platte verwachsen.
2 Tarsalpölster auf den meisten Beinpaaren des cf sefir deuthch.
Typus: P. serratnm n. sp.
Hierher gehören: P. suavis Gerstäcker.
P. jMrdalis Gehst.
P. korallmum Att. (Beschreibung im Drucke.)
Prionopetalum serratum n. sp.
Taf. 3, Fig. 6i— 71; Taf. 5, Fig. 132; Taf. 6, Fig. 147—151.
Quergeringelt, indem die Prozoniten hellgelbbraun, die Metazoniten zum grössten
Teil oder nur in ihrer hinteren Hälfte dunkelbraun bis schwarzbraun sind. Hintersaum
der Metazoniten rötlich durchscheinend. Rückenmitte ganz schwach aufgehellt, aber
ohne ausgesprochene helle Längsbinde. Clypeus, Antennen, Analsegment und Beine
braungelb.
cf mit 62 — 66 Rumpfsegmenten. Breite cf 0,6 mm., $ 6,4 mm. Länge eines
$ 75 mm.
Labralbucht tief. Mitte des Clypeus bis zwischen die Antennenwurzeln grob ge-
runzelt, die Supralabralgrübchen daher undeutlich. 4 grosse mittlere in gleicher Entfernung
von einander und jederseits noch 1 kleines. Stirn und Scheitel spiegelglatt. Scheitel-
furche und Interocularfurche ungemein seicht. Innerer Augenwinkel so weit hereinreichend
wie die Antennenwurzel. Antennen zurückgelegt bis zum Hinterrand des 5. Segments
reichend. Basen der Stipites Gnathochilarii seitlich beborstet Fig. 14;7, Hypostoma
vgl. Fig. 148.
Halsschild beim (f seitlich etwas breiter wie beim $, indem der Vorderrand des
Seitenlappen etwas nach vorn biegt, während er beim $ schräg nach hinten zieht und
im breiten Bogen in die Seiten übergeht. Eine kräftige Falte begrenzt der Randsaum,
in einiger Entfernung von ihr eine zweite Bogenfalte.
Die regelmässigen, fein punktierten Ringlürchen nehmen nicht ganz die vordere
Hälfte der Prozoniten ein. Der Abstand der Furchen von einander ist nicht sehr ver-
schieden. Der Rest der Prozoniten ist, einen schwachen glatten Mittelstreif ausgenommen,
dicht längsrissig; dieselben seichten und feinen Furchen finden sich auf der vorderen Hälfte
der Metazoniten, in der hinteren Hälfte derselben mehr in eine Punktierung übergehend.
Die Längsfurchung der Metazoniten ist sehr fein und reicht auch auf den vorderen Seg-
menten nicht bis zur Saftlochhöhe hinauf. Quernaht scharf, gerade. Saftlöcher etwas
vor der Mitte gelegen.
Analsegment: Ringteil durch eine feine Runzelung körnigrauh, das Schwänzchen
ziemlich spitz, seitich kräftig zusammengedrückt, oben jedoch abgerundet, nicht kielartig
zugeschärft. Klappen etwas zusammengedrückt, mit ganz schmalem Randwulst, die
Dörnchen am oberen Ende desselben kurz, spitz, gerade aufwärts gerichtet. Am unteren
Ende des Analklappenrandes findet sich bei einigen Individuen ein winziges Höckerchen;
ATTEMS, MYKIOl'ODA. 53
meistens fehlt es aber. Ich habe die Copulationsfüsse vom cf mit und ohne diese Höcker-
chen übereinstimmend gefunden. Schuppe dreieckig, recht lang und spitz.
Fransen am Hinterrand der Metazoniten spitz, innen dicht und fein längsgestreift.
Breite des Saumes 0,o7 mm. (Fig. 149).
C). Segment des cT etwas vergrössert, sein Hinterrand etwas lappig vortretend. Die
2 Tarsalpölster finden sich auch noch auf den letzten Segmenten.
c/: 1. Beinpaar (Fig. 66), die Grenze zwischen Ventralplatte und Hüften ist nicht
erkennbar; Femoralfortsatz stark aufgebogen; die Borsten der Hüften relativ lang.
2. Beinpaar (Fig. 64, 65): die Ventralplatte ist eine schmale Querspange, in der
Mitte winkelig vortretend, seitlich mit den Tracheentaschen verwachsen.
Intercalarplatten queroval.
3. Beinpaar: beide Intercalarplatten verwachsen zu einer querovalen Platte, in deren
Mitte nur mehr eine schwache Spur der Naht sichtbar ist.
Gonopoden, vorderes Paar (Fig. 67, 69): die Ventralplatte ist klein und halbrund,
die medialen Fortsätze der vorderen Gonopoden vereinigen sich aboral von ihr. Die
Öffnung der vom vorderen Gonopoden gebildeten Rinne liegt ganz auf der Innenseite.
Das mediale oder aborale Blatt ist comphcierter gestaltet als gewöhnlich; der Innenrand
springt in der Mitte breit rundlappig vor; vor dem Inneneck steht noch eine grosse
Platte. Das laterale oder vordere Blatt ist länger als das mediale; sein Ende ist breit
stumpfhakig nach aussen gebogen; aussen steht ein spitzer, basal gerichteter Dorn.
Hinteres Paar: die ausser jeder Verbindung mit den hinteren Gonopoden stehende
Ventralplatte, die mit den Basen der vorderen Gonopoden häutig verbunden ist, hat die
Gestalt eines weit offenen V, dessen Spitz distal gerichtet ist und dessen Seiten durch
eine Kerbe rund zweilappig sind (Fig. 68). Der basale Coxalfortsatz ist, wie immer, mit
dem Fortsatz des vorderen Gonopoden verbunden. Die Tracheentaschen sind endwärts
löffeiförmig verbreitert. Der Femur hat einen langen, krummen Dorn, der sich aber
nicht eng um den Femur herumschlingt. Die mit dünner, stielförmiger Basis beginnende
Tibia erweitert sich rasch kelchförmig; der lange dünne Tibialfortsatz mit dem Canal hat
keine Nebenlappen oder Dornen.
Der Tarsus bildet basalwärts einen sich eng dem Kelche der Tibia anlegenden
Lappen mit fein gezackten Rändern (Fig. 150). Distal gabelt er sich in zwei Äste, einen
langen, dünnen spitz endigenden mit Widerhaken versehenen [Fig. 70, 71 [Ta S)] und
eine auf einem dünnen Stiel sitzende längliche Platte [Fig. 70, 71 (Ta p% deren Rand
je nach den Individuen flach gewellt oder stärker gezackt ist (Fig. 151 und Fig. 70).
Fundorte: Kühnandjaro, Kibonoto, Steppe bis Kulturzone 1,300 — 1,900 m. in
Bananenschamben, Pllanzenfarmen, unter verfaulten Blättern und unter Steinen; unter
Steinen in der Massaisteppe ; Meru Niederung; üsamhara, Mombo.
Genus Harilioniastix nov. gen.
Femur der hinteren Gonopoden mit kurzem, stummeiförmigem Lappen am Ende.
Tibialdorn vorhanden. Tibialfortsatz beiläufig in der Mitte gelenkig abgesetzt, das Ende
54 SJÖSTEDTS KIIjIMANDJAEO-MEEÜ EXPEDITION. 19.
spitz, gerade, kein Seitendorn. Tarsus breitblättrig, mit 2 mit Zähnchen i^esetzten
Leisten.
Antennen bis zur Mitte des 4. Segments reichend.
6 Supralabralgri'ibchen.
Saftlöcher vom 6. bis vorletzten Segment.
Fransen am Hinterrand der Metazoniten einfach, spitz, die Zwischengrenzen sehr
deutlich, die Längsstreifung im Innern sehr schwach.
Die beiden Intercalarplatten des 3. Beinpaares bleiben getrennt.
Mandibel mit 11 Karamblättern. Zahnblatt mit 5 Zähnen.
2 Tarsalpölster auf den meisten Beinpaaren des (f sehr deutlich.
Beim cT hat das untere Ende des Analklappenrandes auch ein Dörnchen.
Typus H. tetracanthus nov. sp.
Harmomastix tetracanthus u. sp.
Taf. 2, Fig. 26—30; Taf. 6, Fig. 152—155.
Farbe: schwarzbraun bis schwarz, die hintere Hälfte jedes Metazoniten rotbraun,
wodurch eine Querringelung entsteht, die besonders deutlich wird, wenn die Tiere im
Alkohol liegen. Rückenmitte ein wenig aufgehellt, aber ohne ausgesprochene Längsbinde.
Beine, Kopf bis zwischen die Antennen hinauf und die ersten 4 Antennenglieder
braungelb. Seiten des Halsschildes blassgelb. Antennen am Ende schwärzlich. Bauch
schmutzig gelb.
Breite 4 mm. cf ™it 59 — 63 Rumpfsegmenten.
Kopfschild spiegelglatt mit Ausnahme des vordersten Teiles des Clypeus in der Um-
gebung der 6 Supralabralgrübchen, der leicht uneben ist. Interocular- und Scheitelfurche
sehr fein. Innerer Augenwinkel spitz, etwas weiter medial hereinreichend wie die An-
tennenwurzel, die einzelnen Ocellen deutlich convex. Antennen bis zur Mitte des 4.
Segments reichend.
Halsschild von der bekannten Form, der Vorderrand des Seitenlappen leicht nach
vorn gezogen, das Vordereck beim (f weniger als beim $ abgerundet; 2 Bogenfalten.
Vordere Hälfte des Prozoniten mit punktierten Ringfurchen, hintere Hälfte und die
ganzen Metazoniten ungemein fein und seicht runzelig. Die Längsfurchung der Metazoniten
reicht vorn bis zum Saftloch, hinten bleibt sie immer weiter davon entfernt. Die kleinen
Saftlöcher liegen vor der Mitte zwischen Quernaht und Hinterrand, in der Mitte der Sei-
tenhöhe.
Analsegment: Schwänzchen seitlich ein wenig zusammengedrückt, oben aber ganz
rund. Die Dörnchen am oberen Ende der Klappen spitz. Am unteren Ende des Klappen-
randes steht beim (f auch je ein Dörnchen, das merklich kleiner ist als das obere, spitz
und nach abwärts gerichtet; beim $ fehlt es. Schuppe etwas abgestumpft.
Die Fransen am Hinterrande der Metazoniten sind sehr spitz; ihre Grenzen durch
den ganzen durchscheinenden Rand hindurch deutlich, die feine Längsstreifung dagegen
sehr schwach (Fig. 152).
ATTEMS, BITEJOPODA. 55
Die 2 Tarsalpölster des c/" bis zum Hinterende voriianden.
Backen des cf mit abgerundetem Vorsprung.
Erstes Beinpaar des (f: Grenze zwischen Ventralplatte und Hüften nicht sichtbar,
Femoralfortsatz stark aufgebogen, relativ schmal (Fig. 28).
2. Beinpaar: Die Verwachsung der Ventralplatte mit den Tracheentaschen ist hier
besonders deutlich zu sehen.
Die 2 Intercalarplatten des 3. Beinpaares bleiben getrennt (Fig. 29).
Die basale Hälfte der SUpites GnathocJiüarn hat ein Feld grosser Poren mit je
einem kräftigen kurzen Börstchen; dieses Feld setzt sich in eine Reihe fort, die schräg
nach aussen an die Seitenkante zieht und diese entlang bis zum äusseren Laden (Fig. 30).
Die vorderen Gonopoden sind bis über die Mitte ziemlich schlank, das mediale
Blatt springt am Ende innen in eine Lamelle mit welligem Rand vor, das Ende ist oval
in einen grossen abgerundeten Lappen basalwärts herabgeschlagen. Aussen steht nahe
dem Ende ein grosser, schlanker, spitzer, gebogener Dorn (Fig 153).
Hintere Gonopoden (Fig. 26, 27): Femur mit kurzem stummelformigem Läppchen
am Ende. Der dünne stielförmige Abschnitt der Tibia ist sehr kurz, der kelchartige Teil
gross und deutlich gegen den Tarsus abgegrenzt. Der Tibialdorn {Td} ist sehr lang, distal
gerichtet. Der lange Tibialfortsatz hat beiläufig in der Mitte bei * (Fig. 26) eine leichte
Einschnürung und eine Art von gelenkiger Absetzung, eine Bildung die ich bei keiner
anderen Art der Odontopygidae beobachtet habe (Fig. 154). Er hat keine Nebendorne.
Der Tarsus ist gross und teilt sich in 2 breite Lamellen; die eine derselben hat zwei
stärkere Leisten auf ihrer Hohlseite, die mit queren Rippchen versehen sind, die im
Profil eine Zähnelung hervorbringen. Die eine Seitenkante dieser Lamelle ist ausserdem
sägezähnig (Fig. 155).
Fundorte: Küimandjaro, Kibonoto, unter verfaulten Blättern und unter Steinen,
Steppe bis Kulturzone 1,300 — 1,900 m. ; Merii Niederung am Flusse Ngare na nyuki,
von den Akazienwäldern und der umgebenden Steppe.
Genus Helikoclietus nov. gen.^
Femur der hinteren Gonopoden ohne Dorn. Tibialdorn fehlt. Ende des Tibial-
fortsatzes spiralig eingedreht, in der Basalhälfte hat der Tibialfortsatz einen starken Sei-
tendorn. Tarsus mehrlappig, die Kante eines Astes mit Zähnchen und langen Fransen
besetzt.
Fransen am Hinterrand der Metazoniten in mehrere Spitzen geteilt.
Saftlöcher vom 6. bis vorletzten Segment.
Tarsalpölster nur auf dem drittletzten Glied deutlich, sonst nicht oder ganz undeut-
lich ausgebildet.
Typus: H. dimidiatus Peters.
Syn. Odontopyge Attemsii Verhoeff.
' Von i'Xt^ Spirale und öy^erog (^anal.
5(5 SJÖSTEDTS KILlMANDJARO-MERtr EXPEDITION. 19.
II. Subfam. Lissopyginae mihi.
Genus Lissopyge Attems.
Typus Lissopijge Nexmianni Attems.
Die Beschreibung erscheint in den Zool. Jahrbiichern, in der Bearbeitung der
Reise-Ausbeute 0. Neumann's.
Genus Xystopyge nov. gen.
4 Supralabralgrübchen. Antennen kurz. Keine Interocularfurche. Augen weit von
einander entfernt.
Halsschildseiten breit, in beiden Geschlechtern fast gleich.
Prozoniten ohne Ringfurchen.
Metazoniten dorsal glatt, ventral mit den gewöhnlichen Längsfurchen.
Saftlöcher vom 6. bis inclus. vorletzten Segment, fast in der Mitte der Metazoniten.
Fransen am Hinterrande der ]\Ietazoniten stumpf, abgerundet, ohne feine Längs-
streifung.
Analsegment dorsal stumpfwinklig, die Klappen ohne Dorn. Schuppe stumpfwinklig.
Ventralplatten glatt.
2 Tarsalpölster finden sich beim (/ nur auf den mittleren Segmenten; sowohl den
Segmenten vor dem Copulationsring, wie den hinteren Segmenten fehlen sie.
Gnathochilarium ohne Praebasilare, vorderer Teil des Promentum in der bekannten
Weise vertieft. Mentum beim cT etwas anders gestaltet als beim $; Promentum und
Stipites beim cf mit Borstengruppen, die beim ^ fehlen.
1. Beinpaar: beim cf sind die Ventralplatte und die Hüften ohne erkennbare Grenze
verschmolzen, beim 5 ist die Naht noch sichtbar. Fernur des (/ auf der Vorderseite
mit breitem, querabstehendem Lappen. Intercalarplatten ziemlich klein.
2. Beinpaar: Beim cf sind von den Hüften die 2 Intercalarplatten abgetrennt, beim
$ nicht. Ventralplatten und Tracheentaschen verwachsen in beiden Geschlechtern.
3. Beinpaar: Beide Intercalarplatten verwachsen zu einer querovalen Platte, in der
keine Trennungslinie mehr sichtbar ist. Tracheentaschen sehr breit. Ventralplatte quer-
spangenförmig. Penis zweiteilig, beide Hälften innen an der Basis verwachsen.
Gonopoden: Die Ventralplatte des vorderen Paares ist sehr lang, ihre Spitze wird
nicht von den medialen Fortsätzen der vorderen Gonopoden umschlossen, sondern diese
legen sich nur an ihre Seiten an. Im übrigen sind die vorderen Gonopoden in den
Hauptzügen denen von Odontopyge gleich.
Die grosse Ventralplatte der hinteren Gonopoden steht wieder in keiner Verbindung
mit denselben. Die Hüfte entsendet von der Stelle wo die Tracheentaschen gelenkig an-
geheftet sind einen distal gerichteten Fortsatz, der sich mit dem basalen Lateralfortsatz
des vorderen Gonopoden verbindet (dieselbe Einrichtung wie bei Odontopyginae). Eine Grenze
zwischen Coxa und Femur ist nicht sichtbar, beide sind völlig mit einander verwachsen.
ATTEMR. MTRIOPODA. 57
Der kurze knotige Tibialabschnilt entsendet einen langen, dünnen, spitz endigenden Tiliial-
fortsalz mit dem Canal. Der Tarsus ist gross, breitblätlrig.
Xystopyge lineata n. sp.
Taf. 3, Fig. 72—76; Taf. 5, Fig. 122, 128; Taf. G, Fig. 156—160.
Farbe schwarz; über die Rückenmitte läuft ein orangerotes Band, das im 4. oder
5. Segment beginnt und bis zum Hinterrande des Analsegments reicht; es ist nicht über-
all gleichbreit, sondern in der Quernaht eingeschnürt. Antennen schwarz. Beine dunkel
rotbraun.
Breite o^ 1,8 — 2 mm., $ 2,2 mm. (f mit 58 oder 59 Segmenten.
Kopfschild spiegelglatt; die -i Supralabralgrübchen deutlich sichtbar. Die Augen
weit von einander entfernt, der Innenwinkel stumpf und etwas weniger weit medial her-
einreichend als die Antennenbasis. Keine Interocularfurche. Scheitelfurche sehr fein.
Antennen sehr kurz, kaum den Hinterrand des 2. Segments erreichend, das Ende
leicht keulig.
Halsschild in beiden Geschlechtern fast gleich, beim (f seitlich nur ein wenig brei-
ter. Vorderrand gerade, hinter den Augen nicht merklich eingebuchtet, resp. das Yor-
dereck nicht lappig ausgezogen, abgerundet (beim $ stärker abgerundet als beim (f),
der Seitenrand gerade. Seitlich 2 — 3 kräftige Bogenfalten, die drille, wenn vorhanden,
abgekürzt.
Rumpf gleichmässig cylindrisch, ohne Einschnürungen zwischen Pro- und Metazoniten.
Die Prozoniten erscheinen bei Lupen vergrösserung spiegelglatt und sehr glänzend. Unter
dem Mikroskope sieht man eine feine schuppige Felderung besonders ganz vorn ; die bekann-
ten Ringfurchen fehlen völlig.
Metazoniten äusserst fein mattiert, ventral mit der bekannten Längsfurchung, die
auch auf den vorderen Segmenten nicht bis zur Porenhöhe hinaufreicht, sondern schon
früher in eine Punktreihe übergeht, die sich ober den Poren bald verliert. Quernaht
scharf. Saftlöcher klein, wenig vor der JMitte des Metazoniten vom 6. bis vorletzten
Segment. Fransen am Hinterrande der Metazoniten einfach, stumpf, abgerundet, ohne
feine Längsstreifung, 5 Schichtenlinien (Fig. 156).
Ventralplatten glatt, Stigmen klein, rund.
Analsegment dorsal stumpf winklig ausgezogen, aber nicht frei vortretend, der aus-
gezogene Teil durch einen sehr seichten Quereindruck begrenzt. Klappen fiachgewölbt,
glatt an einander schiiessend, ohne wulstigen Innenrand; dorsal ohne Dorn; ebenso ven-
tral ohne Auszeichnung, Schuppe stumpfwinklig. Der Ringteil des Analsegments dicht
und fein eingestochen punktiert.
Das erste Beinpaar ist beim cT und § insofern etwas verschieden, als man beim
$ noch die Grenze zwischen Ventralplatte und Hüften deutlich sieht, die beim cf ganz
verschwunden ist. Lateral hat jede Hüfte eine Gruppe stärkerer Borsten. Beim (f ist der
Femur auf der Oralseite an seiner Basis in einen abgerundeten, plattigen, wagrecht ab-
stehende Fortsatz ausgezogen (Fig. 73).
Sjöstedts KilimandjaroMeru Expedition. 19. 8
58 8JÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEU EXPEDITION. 19.
Auch das 2. Beinpaar ist in beiden Geschlechtern etwas verschieden, indem beim
cT auf der Aboralseite von den Hüften die relativ kleinen, innen spitzen, aussen abge-
rundeten Intercalarplatten abgetrennt sind, während dies beim 9 nicht eintritt; die Hüften
reichen beim $ wohl basal weit herab, aber dieser den Intercalarplatten entsprechende
Teil ist noch gar nicht gegen den übrigen Teil der Hüfte abgegrenzt. Die Ventralplatte
ist querspangenförmig und verwächst wie bei den Odontopyginae mit den Tracheentaschen.
Der von einer queren Membran umspannte zweiteilige Penis, dessen beide Hälften an der
Basis verwachsen sind, senkt sich zwischen Intercalarplatten und Hüften hinein.
Die Tracheentaschen des dritten Beinpaares sind ausserordentlich breit. Die Ven-
tralplatle ist gross und querspangenförmig. Die Hüften sind basal gar nicht erweitert.
Beide Intercalarplatten sind zu einer einzigen querovalen Platte vorschrnolzen, an der
man keine Mediannaht mehr erkennt (Fig. 74).
Das Gnathochilarium ist ein typisches Odontopygidae-Gnathochilarium, ohne geson-
dertes Praebasilare mit der bekannten Quereinsenkung des Promentum. Es sind sexu-
elle Verschiedenheiten vorhanden: das Mentum ist beim ^ (Fig. 157) länger in antero-
posteriorer Richtung und in seiner distalen Hälfte viel breiter als in der basalen, während
es beim $ (Fig. 158) eine gleichmässige Querspange vorstellt. Das Promentum und die
basale Hälfte der Stipites haben beim cf eine Anzahl grosser Poren, aus denen je eine
kleine Borste entspringt. Auf dem Promentum stehen diese Börstchen in 2 Gruppen,
jederseits eine Querreihe von 4 — 5.
Gonopoden: die Ventralplatte des vorderen Paares hat hier eine bei Odontopygidae
ganz ungewöhnliche Form, indem sie lang, schmal zungenförmig bis zur Höhe, wo die
hinteren Gonopoden aus der Rinne der vorderen austreten, ausfragt; ihre Spitze wird nicht
von den basalen Medianfortsätzen der vorderen Gonopoden umschlossen, sondern diese
legen sich nur an ihre Seiten an. Die Verbindung des lateralen Basalfortsatzes des vor-
deren Gonopoden mit dem Coxalfortsatz des hinteren Gonopoden ist die typische. Das
mediale oder hintere Blatt des vorderen Gonopoden bildet neben dem Teile der sich an
die Ventralplatle anlegt, einen rundlichen Zapfen und geht dann in eine zweilappige La-
melle über. Das Ende ist einwärts gebogen und trägt einen stumpfen dicken Zacken,
dem das ähnlich geformte Ende des medialen Randes des vorderen oder lateralen Blattes
gegenüber steht (Fig. 72, 75).
Die grosse Ventralplatte der hinteren Gonopoden steht auch hier ausser jeder Ver-
bindung mit diesen ; die vorderen Ecken sind in lange, abgerundete Lappen ausgezogen
(Fig. 159), der Hauptteil ist fast quadratisch. Die Tracheentaschen sind gelenkig am
basalen Knie der hinteren Gonopoden angesetzt. Über die Verbindung des basalen Coxal-
fortsatzes mit dem Fortsatz der vorderen Gonopoden habe ich schon oben gesprochen.
Ein Femoralabschnitt ist nicht zu unterscheiden. Nachdem der Coxalteil die Rinne
des vorderen Gonopoden verlassen hat, macht er erst eine Biegung nach innen, dann
eine distalwärts und geht sodann in den kurzen knolligen Tibialteil über. Wir müssen
annehmen, dass der Femur völlig mit der Hüfte verwachsen ist, sowie bei Lissopyge.
Vom Tibialteil entspringt der lange im Kreis gebogene Tibialfortsatz (ly'Fig. 160) mit dem
ATTEMS, MTRIOPODA. 59
Canal; er legt sich eng dem Tarsus an und endet ohne Nebenäste od. dgl. ganz spitz.
Der Tarsus ist deutlich gegen die Tibia abgesetzt, gross und breit und hat hier bedeu-
tend das Übergewicht gegenüber dem Tibialfortsatz. Er ist ebenfalls kreisförmig ein-
gebogen, trägt beiläufig in der Mitte innen einen starken, krummen Zacken [Z Fig. 72),
weiterhin ebenfalls auf der Hohlseite zwei schlanke Dornen neben einander. Sein Ende
ist in mehrere Lappen zerteilt, von denen eines fein gezähnelte Ränder hat (Fig. 72).
Fundort: Mcru Niederung, Fluss Ngare na nyuki, unter Steinen in der Steppe an
den Akazienwäldern.
Genus Syiidesmogenus nov. gen.
3 Supralabralborsten, Antennen relativ lang, Inlerocularfurche gut ausgebildet. Augen
weit von einander entfernt.
Halsschildseiten beim </ stärker ventral vortretend als beim $.
Prozoniten ohne Ringfurchen.
Metazoniten dorsal glatt, ventral mit den gewöhnlichen Längsfurchen.
Saftlöcher vom Ü. bis inclus. vorletzten Segment.
Der Fransenbesatz am Hinlerrande der Metazoniten zweischichtig, mit sehr deut-
lichen Zellgrenzen, die Spitzen des Endrandes kurz und breit.
Analsegment ganz ohne SchW'änzchen, die Klappen ohne Dorn, Schuppe stumpf-
winklig.
Ventralplatten glatt.
Das cs^ hat vom 4. Beinpaar an 2 Tarsalpölster, von denen das des drittletzten
Gliedes auf den mittleren Segmenten, das des vorletzten Gliedes auf den hinteren Seg-
menten allmählich verschwindet.
Gnathochilarium ganz ohne Praebasilare; Mentum beim cf durch Einbuchtungen des
Basalrandes seitlich stumpfhakig. Promentum in der bekannten Weise vorn eingesenkt,
ganz ohne Borsten beim <;/• Ebenso fehlen Borsten an der Basis der Stipites.
(/•; 1. Beinpaar: Grenze zwischen Ventralplatte und Hüften nicht erkennbar, Femur
mit schuppigem, basalgerichtetem Fortsatz.
3. Beinpaar: Die mediane Naht in der von beiden Intercalarplatten gebildeten quer-
ovalen Platte bleibt sichtbar.
Tibia und 3-güedriger Tarsus des 7. Beinpaares viel kleiner als auf den anderen
Beinen.
Gonopoden: Ventralplatte des vorderen Paares von normaler Grösse. Die Verbin-
dung des Coxalfortsatzes mit dem hinteren Gonopoden und die Gestalt des vorderen
Gonopoden im Princip wie bei den nächst verwandten Gattungen.
Die hinteren Gonopoden gleichen eher denen der Odontopjjrjiiiae als denen von
Lissopygp und Xystopyge, darin dass hier ein Femoralabschnilt zu unterscheiden ist,
der am Ende einen gekrümmten langen Dorn trägt. Der Tibialabschnitt entsendet den
langen, spiralig gewundenen und spitz endigenden Tibialfortsatz mit dem Prostatacanal
und trägt ausser dem langen gebogenen Tibialdorn noch einen 2. Dorn. Tarsus breilblättrig.
60 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEF EXPEDITION. 19.
Syudesmogenus gracilis n. sp.
Taf. 3—4, Fig. 76—80; Taf. 6, Fig. 161—163.
Kopf, Antennen, Halsschild und der grösste Teil des Rumpfes dunkelbraun. Ein
breites, durch eine sehr feine dunkle Linie geteiltes hellgelbes Längsband beginnt auf dem
2. Segment und reicht bis zur Mitte des Analsegments. Beine gelb.
Körper ungemein schlank. ^ Breite 1 mm., Länge ca. 35 mm. 72 Rumpfsegmente.
Kopfschild glatt, Labralbucht seicht, so dass die Enden der 3 dicken und stumpfen
Zähne fast in einer Linie mit den Seitenteilen der Oberlippe liegen. 3 Supralabralborsten
u. zw. steht die mittlere genau hinter dem mittleren Labralzahn. Hinter der Reihe der
Labralborsten, von denen 6 jederseits vorhanden sind, steht auf jeder Seite noch eine
Borste, also zwischen den Labral- und Supralabralborsten und ein gutes Stück lateral
von der äusseren der letzteren. Der Rest des Kopfschildes unbeborstet. Der innere
Augenwinkel reicht nicht ganz so weit herein, wie der Innenrand der Antennenwurzel.
Interocularfurche und Scheitelfurche gut ausgebildet.
Gnathochilarium: Am Mentum entsteht jederseits durch eine tiefe runde Einbuch-
tung des Basalrandes ein dicker runder Haken. Das Promentum hat die gewöhnliche
Form; es hat beim ^ keine Borsten. Auch den Stipites fehlen die an ihrer Basis meist
vorkommenden Borsten. Sie haben nur gegen das Ende zu lateral 4 Borsten (Fig. 161).
Die Backen des cf haben unten einen stumpfzackigen Vorsprung.
Die Antennen sind ziemlich lang, sie reichen bis über das 5. Segment; ihr Ende
ist keulig.
Der Halsschild ist in beiden Geschlechtern etwas verschieden : beim cf ist er breiter,
besonders in seiner vorderen Hälfte, so dass das Vordereck tiefer ventral herabreicht als
sonst; doch bleibt der Vorderrand gerade und das Vordereck ist nicht lappig nach vorn
gezogen. Bei c/" und $ finden sich die gewöhnlichen 2 Furchen.
Prozoniten ohne Ringfurchen im vorderen Teil; der Rücken ist glatt; die Seiten
der Metazoniten unterhalb der Saftlöcher regelmässig und weitschichtig längsgefurcht.
Quernaht gut ausgebildet.
Analsegment: Dorsalteil in der Mitte nur ganz wenig und rundlappig nach hinten
gezogen, (also ganz ohne Schwänzchen). Die Klappen gut gewölbt mit wulstig erhobenen
Rändern, ohne Spur von Zähnen am oberen Ende. Schuppe flach und stumpf dreieckig.
Auf den vorderen Beinen des cf hat das vorletzte und drittletzte Glied grosse weisse
Tarsalpölster; auf den mittleren Beinen wird das Polster des drittletzten Gliedes schon
sehr klein und auf den hinteren Beinen verschwinden beide.
Der Fransensaum am Hinterrande der Metazoniten besteht aus 2 Zellagen. Der
Endrand jeder Zelle der oberen, distalen Lage ist in der Mitte eingebuchtet. Dadurch
entstehen kurze, bald spitzere, bald stumpfe Zacken, in deren Mitte die folgende sehr
deutlich ist (Fig. 162).
cf : 1. Beinpaar: Eine deutliche Grenze gegen die Ventralplatte ist nicht sichtbar.
Auf den Hüften seitlich einige Borsten. 2. Glied mit am Ende schuppigem, basalgerich-
tetem Fortsalz (Fig. 77).
ATTEMB, MYRIOPODA. 61
Die Intercalarpliitten des 3. Segments bilden zusammen eine querovale Platte, in
der die mediane Naht noch deutlich erkennbar ist. Dieses Beinpaar hat noch keine
Tarsalpolster, die erst auf dem i. Beinpaar beginnen.
Das 7. Beinpaar ist etwas verkümmert; Coxa und Femur sind normal; der Tro-
chanter nur aussen deutlich, Tibia und dreigliedriger Tarsus stark verkleinert, die zwei
ersten Tarsalglieder tragen die Sohlenpolster und das Endglied eine gewöhnliche Kralle
(Fig. 76).
Gonopoden: Das vordere oder laterale Blatt bildet am Ende einen kleinen, stump-
fen Zacken; das hintere (mediale) Blatt hat in der Mitte des Innenrandes einen kleinen
Zahn. Das Ende ist in einen grossen, basal herabgeschlagenen Lappen ausgezogen
(Fig. 78).
Die Ventralplatte des hinteren Paares ist vierarmig [cf Fig. 163).
Die hinteren Gonopoden (Fig. 79, 80) sind im Typus denen der Odontopyginae
gleich. Wir können hier, im Gegensatz zu Lissopyge und Xijstoptjye, einen Femoral-
abschnitt unterscheiden, der gegen die Coxa wie bei den Odontopyginae durch eine spi-
ralige Eindrehung begrenzt ist. Am Ende trägt der Femur einen krummen Dorn, der
sich eng um ihn herumschlingt. Das Ende dieses Dornes hat winzige Härchen ringsum
in mehreren Kreisen. Die Tibia beginnt mit einer stielförmigen Einschnürung; am Be-
ginne des wieder verbreiterten Teiles entspringt der lange, spiralig eingedrehte und spitz
auslaufende Tibialfortsatz mit dem Prostatacanal. Dicht daneben entspringt der in ähn-
licher Weise wie der Femoraldorn um die Tibia herumgeschlungene lange Tibialdorn
(Tr/' Fig. 79, 80) und ein zweiter, kürzerer und gerader Dorn {Td- Fig. 79). Der Tar-
sus hat die Form breiter, so mannigfach gebogener Lamellen, das sich ihre Gestalt besser
aus den Zeichnungen wie aus einer Beschreibung entnehmen lässt.
Fundorte: Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, 1,000 — 1,900 m.; in den erdigen
Wänden des Baues von Termcs heUkosus, Obstgartensteppe.
Folgende 2 Gattungen kenne ich selbst nicht:
Genus Cienoiulus Cook.
1893. Cook. Myriopoda from Loanda. — Proc. U. St. Nat. Mus. XVI, p. 704.
Genus Peridontopyge Silv.
1907. SiLVESTRi. Jahrb. Hamburg. Wiss. Anst. XXIV, p. 235.
Ausser den oben in die einzelnen Galtungen eingereihten Arten gibt es noch etwa
50 Beschreibungen von "Odontopyge", mit denen vor einer Revision der Originalexem-
plare nichts anzufangen ist; diejenigen Arten, von denen dem Autor nur Weibchen vor-
lagen, werden auch trotz Revision zum grossen Teil unerkennbar bleiben.
Speciell vom Kilimandjaro sind mir aus der Literatur nur bekannt: Oxydesmus
xunthotnelas Cook, Brandtia III, p. 12, und Orodesmiis elUptticus Cook, Brandtia III, p. 14.
Januar 1909.
Übersicht der aus dem Kilimandjaro-Meru-Gebiet bisher
bekannten Myriopoden.
1. Lamyctes fulvkornis (Mein.).
2.
3.
4.
12.
13.
14.
15.
16.
17.
A. Chilopoda.
LithobiidaB.
Scolopendridge.
Crypfops numidicus tropicus n. subsp.
Trigonocryptops Bottegii SiLV.
ütostigmus aineivenfris PoR.
Orphrueus menimus n. sp.
Ctenorya Sjösfedü n. sp.
Strongylosoma julinnm n. sp.
Splmroparia miniita n. sp.
EJaphogonus rarneiis n. sp.
Splienoäesmns rngidosns Cook.
Hannodesmus niteris COOK.
Mefaphoricus Kräpelini Att.
23. Diopsiidus SJöstedti n. sp.
24. Metiche hravensis (SiLV.).
25. Spirostrepius montanus n. sp.
5. Ethmostigmus trigonopodus (Leach).
6. Scolopendra morsitans L. (Usambara).
7. Trachycormocephalus a/er (Mein.).
GeophilidaB.
10. Lamnonyx j^'fi'-difrons (Newp.).
11. Sdiizotcenia phivia n. sp.
B. Diplopoda.
Polydesinoidea.
18. Orodesmus mastopliorus (Gerst.).
10. » cristatus (Cook).
20. » elliptk'us COOK.
21. Nodorodesmus kihonoianus n. sp.
22. Oxydesmus xanthomelas Cook.
Stein matoiuloidea.
Spiroboloide.a.
Spirostreptoidea.
I 26. Lophostreplitti regularis n. sp.
Odoiitopygidae.
32. Vrionopelahim scrrulnw n. sp.
33. llaiDioinaslix tdracanthus n. sp.
1 31. Xydopijijc Uneata ii. sp.
35. Syndesmogenus gradlis n. sp.
Erklärung der Tafeln.
Auf allen Figuren bedeutet: C. Hüfte. — F.
Femur. — G. Genitalanhänge der Chilopoden. — Gp.
Gonopoden. — Hy. llypüstüina. — I. Inlercalarplatten.
— M. Mentum. — Md. Mandibel. — F. l'cMiis. —
Speciel! für die (imiopoden der Spiro^trejiloidea:
Am. Mediales Blatt des vorderen Gonopoden.
— AI. Laterales Dlatt des vorderen Gonopoden. —
PB. Praebasilare. — PrM. Promentum. — Sr.
Samenrinnenast der Polydesmiden. — St. Stignna. —
— T. Tibia. — Ta. Tarsus. -~ Tel. Telopodit. —
TrT. Tracbeentasche. — V. Wntralplatte.
Cd. Coxaldorn. — Fd. Femoraldorn. — Td. Tibial-
dorn. — Tf. Tibialfortsatz. — Tfd. Dorn des Tibial
fortsatzes. — Prc. Prostataeanal.
Tafel 1.
Fig. 1 — 3. Orodesmus cristafiis Cook. — 1.
Linker Gonopode (vorgr. 12). — 2. Ende des vorigen
(vergr. 42). m, Sr und l die 3 Aste der Tibia. —
3. Teil des Tibialendes (vergr. 175). — Fig. -i — 6.
S])ha'roparia miintta n. sp. — 4. Telopodit des Go-
nopoden im Profil (vergr. 175). — 5. IJeide Gono-
poden von der Ventralseite (vergr. 74). — 6. Linke
Wehrdrüse des 18. Segments, (f. — Fig. 7. Strongy-
losoma julhium n. sp. Gonopode. — Fig. 8. Sjihenodes-
7nus nigiilosiis Cook. Gonopode, Lateralseite. — Fig. 9,
10. Elaphogoims carneus n. sp. — 9. Gonopo(h?n-
telopodit, Oralseite (vergr. 42). — 10. Ende des
vorigen. Aboralseite (vergr. i-2). — Fig. 11. Meta-
phorihis Kräpelini Att. Gonopode, Lateralseite
(vergr. 12). — Fig. 12, 13. Orphnceus iiieruiims
n. sp. — 12. Clypeus und Oberlippe, cf. — 13.
1. Maxille (vergr. 320). — Fig. 14—19. Diop
siidus Sjöstedti n. sp. — 14. Hinterende des $
(vergr. 42). — 15. Gnathoeiiilarium des o^ (vergr.
42). — 16. Gnathochilarium des 9, ohne kappen-
förmigen Aufsatz (vergr. 42). — 17. Erstes Paar
der Gonopoden (vergr. 54). — 18. 2. Beinpaar
des o^, Aboralseite. — 19. Dasselbe im Prolil.
a. b. c. d. die vier Beinglieder. Cf. Vorsprung des
2. Gliedes, v. Ventralplatte. P. Penis. — Fig. 20—24.
Spirostreptus montanus n. .sp. — 20. Hüften des 1.
Beinpaares des c^, Aboralseite (vergr. 3). — 21.
1. Beinpaar des o^, Oralseite (vergr. 3). — 22. End-
teile des vorderen und liinteren Gonopoden, Oral-
seite (vergr. 8). — 23. Vorderer und Basalteil des
hinteren Gonopoden nach Maceration in Kalilauge,
Oralseite (vergr. 5). — 24. Ende des Tibialfort-
satzes des hinteren Gonopoden (vergr. 91). — Fig.
25. Metiche bravensis (Silv.). Ende des hinteren
Gonopoden.
Tafel 2.
Fig. 26 — 30. HarmomasILr ietracanthus n. sp.
— 26. Hinterer Gonopode, Aboralseite (vergr. 12).
— 27. Hinterer Gonopode, Oralseite (vergr. 12). —
28. 1. Beinpaar des cf, Oralseite (vergr. 12). —
29. 3. Beinpaar des cf, Aboralseite (vergr. 12). —
30. Gnathochilarium und Jlandibel, cf (vergr. 12).
— Fig. 31 — 33. Plefhokrossus tardus n. sp. — 31.
Rechter hinterer Gonopode, Aboralseite (vergr. 12).
— 32. Derselbe, Oralseite (vergr. 8). — 33. Tarsus
des linken hinteren Gonopoden (vergr. 12). —
Fig. 34 — 36. Haplothysanus leviceps n. sp. — 34.
Fransensaum des Metazoniten (vergr. 390). — 35.
Hinterer Gonopode, Aboralseite (vergr. 18). — 36.
Derselbe, Oralseite (vergr. 18). — Fig. 37, 38.
Plethokrossus odo/oveatus n. sp. Hintere Gonopoden
(vergr. 5). — Fig. 39 — 42. Hajylothysanns poly-
bothrus n. sp. — 39. Gonopoden, Aboralseite
(vergr. 8). — 40. Vorderer Gonopode, von vorn
(vergr. 12). — 41. Ende des Tibialfortsatzes des
hinteren Gonopoden. — 42. Fransensaum des
Metazoniten (vergr. 390). — Fig. 43 — 49. Lopho-
streptus regularis n. sp. — 43. Linke Gonopoden-
hälfte von hinten (vergr. 12). — 44. Spitze des
vorderen Gonopoden, von vorn. — 45. 1. Bein-
paar des cf, von vorn (vergr. 12). — 46. Beide
Gonopodenpaare, von vorn (vergr. 12). — 47. Hinterer
Gonopode (vergr. 22). — 48. Ende des Tibialfort-
satzes des liint. Gonopoden (vergr. 175). — 49.
Analsegment, Ventralseite, cf (vergr. 8). — Fig.
50 — 54. Odontopyge kilimandjarona n. sp. — 50.
Hinterer Gonopode, Aboralseite (vergr. 18). — 51.
1. Beinpaar des cf von vorn (vergr. 12). — 52.
Vorderer Gonopode. — 53. Hinterer Gonopode von
vorn (vergr. 18). — Fransensaum des Metazoniten
(vergr. 320).
Tafel 3.
Fig. 55. Schizohenia pjluvia n. sp., cf> 2.
Maxille (vergr. 74). — Fig. 56 — 60. Lojjhostreptus
regularis n. sp. — 56. Ende des Tibialfortsatzes
der hinteren Gonopoden (vergr. 320). — 57. Ein
Bein des cf vor dem Copulationssegment (vergr. 22).
— 58. Basalteil des vorderen Gonopoden, Oralseite
(vergr. 12). — 59. Gnathochilarium des cf (vergr.
1 2). — 60. Basalteil der Gonopoden^ Aboralseite (vergr.
12). — Fig. 61 — 63. Spjirostreplua montanus n. sp.
61. 2. Beinpaar des cf, von vorn (vergr. 6). —
62. 2. Beinpaar des cf , von hinten (vergr. 6). —
63. Gnathochilarium eines juv. (vergr. 8). — Fig
64 — 71. PrioHopetalmn serratum n. sp. — 64. 2
Beinpaar des cf von vorn (vergr. 8). — 65. 2
Beinpaar des cf von hinten (vergr. 6). — 66. 1
Beinpaar des cf von vorn (vergr. 6). — 67. Vor
dere Gonopoden, von vorn (vergr. 6). — 68. Basal
teil der Gonopoden, von hinten (vergr. 6). — 69
64
SJÖSTEDT8 KILIMANDJAROMERU EXPEDITION. 19.
Vorderer Gonopode, von hinten. — 70 u. 71. Hin-
terer Gonopode (vergr. 8). — Fig. 72 — 75. Xysfo-
pyge lineata n. sp. — 72. Ende de.s vorderen und
hinteren Gonopoden (vergr. 42). — 73. 1. Bein-
paar des o^ (vergr. 18). — 74. 3. Beinpaar des ö^
von hinten (vergr. 42). — 75. Vorderer Gonopode,
Fig. 80. Sj/ndesmogenus gracilis n. .sp. Hinterer
Gonopode. — Fig. 81 — 84. Schizotmnia pluvia n. sp.
— 81. Oberlippe de.s o^ (vergr. 42). — 82. Kiefer-
fu.ss de.s o^ (vergr. 42). — 83. Hinterende des cf,
Ventralseite (vergr. 42). — 84. Spitze eines End-
beines (vergr. 220). — Fig. 85, 86. Strongylosoma
jnUnam n. sp. — 85. Gonopode, Medial- (vergr. 74).
— 86. Ende des 2. Tibialastes der Gonopoden. —
Fig. 87—92. Splwroparia minuta n. sp. — 87.
Vorderende des cf (vergr. 8). — 88. Vorderend(>
des ? (vergr. 8). — 89. Kopfsehild, a^ (vergr. 42).
— 90. Segment aus der Mitte, o^ (vergr. 18). —
91. Hinterende, ? (vergr. 42). — 92. Hüften der
Gonopoden (vergr. 42). — Fig. 93. Elaphogonns
carneufi n. sp., Gonopodenbasis (vergr. 42). — Fig.
Fig. 107, 108. Metiche hraveims (SiLV.). —
107. Hinterer Gonopode (vergr. 8). — 108. Vor-
dere Gonopoden (siehe Taf. 6). — Fig. 109—110.
Spirostreptus montanus. — 109. 3. Beinpaar des o^,
Oralseite (vergr. 5). — 110. Dasselbe, Aboralseite
(vergr. 5). — Fig. 111 — 120. Lopliodreptus regii-
laris n. sp. — 111. Gnathochilarium des o^ (vergr.
18). — 112. Basen des 1. Beinpaares des o^, Ab-
oralseite (vergr. 18). — 113. 1. Beinpaar des 9,
Oralseite (vergr. 12). — 114. 1. Beinpaar des 9.
Aboralseite (vergr. 12). — 115. 2. Beinpaar des o^,
Oralseite (vergr. 12). — 116. 2. Beinpaar des a^,
Aboral (vergr. 12). — 117. 2. Beinpaar des?. Oral
Seite (vergr. 12). — 118. 2. Beinpaar des 9, Aboral-
seite (vergr. 12). — 119. 3. Beinpaar des o^. Aboral
(vergr. 18). — 120. 3. Segment und 3. Beinpaar,
cf (vergr. 8). — Fig. 121. Plethokrossiis octofoveafus
n. sp. Zahnblatt der reehfen Mandibel, 9- — Pitt-
122. Xysfopyge Hneata n. sp. 1. ßeinpaar, 9, Orai-
seite. — Fig. 123. Odontopyge küwiandjarona n. ^^.
1. Beinpaar, 9. Oralseite. — Fig. 124. Plethn-
IcrossHS tardns n. sp, 1. Beinpaar, cf, Oralseile. —
Fig. 143, 144. Haplothymnns polyhothruf: w.
sp. — 143. Teil des hinteren Gonopoden. — 144.
Tibialfortsatz des hinteren Gonopoden. — Fig. 145,
146. Haplothysaviis l€vicep)s n. .sp. — 145. Vor-
derer Gonopode, Oralseite. — 146. Spitze des vor-
deren Gonopoden, Aboralseite. — Fig. 147 — 151.
PrioTtopetalum serrattim n. sp. — 147. Gnathochi-
larium des cf. — 148. Hypostoma des c/'. — 149.
Fransensaum des Metazoniten. — 150. Teil des
hinteren Gonopoden. — 151. Ein Ast des Tar.sus
des hinteren Gonopoden. ■ — Fig. 152 — 155. Har-
momasHx tefrarmifhim n. sp. — 152. Fransensaum
von vorn (vergr. 18). — Fig. 76 — 79. Syndes-
mogenus gracilis n. sp. — 76. 6. und 7, Beinpaar
des cf (vergr. 42). — 77. 1. Beinpaar des cf
(vergr. 42). — 78. Vorderer Gonopode -(vergr. 8).
— 79. Hinterer Gonopode (vergr. 42).
Tafel 4.
94, 95. Metaphorikus Kräpelini n. sp. — 94. Tibial-
fortsatz des Gonopoden (vergr. 42). — 95. Ende
des Gonopoden, Medial (vergr. 18). — Fig. 96.
Orodesmua mastophorus (Gerst.). 96. Ende des
Gonopoden (vergr. 175). — ■ Fig. 97. Nodorodesmiis
kihonotanus n. sp., Gonopode. — Fig. 98 — 106.
Diopsiulus Sjöstedfi n. sp. — 98. Kopfsehild des 9
(vergr. 22). — 99. Oberlippe des 9 (vergr. 91). —
100. Ein vorderes Segment des 9 (vergr. 42). —
101. 5. Beinpaar des 9 (vergr. 42). — 102. Ventral-
platte des 6. Beinpaares des c/' mit den Tracheen-
taschen (vergr. 74). — 103. 1. Beinpaar des cf
(vergr. 42). — 104. 1. Beinpaar des 9 (vergr. 42).
— 105. 2. Beinpaar des 9 (vergr. 42). — 106.
Gonopoden (vergr. 42).
Tafel 5.
Fig. 125 — 127. Odontop)yge kilimandjarona n. sp.
— 125. 1. Beinpaar, cf, Oralseite. — 126. 2. Bein-
paar, o", Oralseite. — 127. 2. Beinpaar, o^, Ab-
oralseite. — Fig. 128. Xysfopyge liiieata n. sp.
2. Beinpaar, 9, Aboralseite. — Fig. 129, 130.
Plethokrossus octofoveatus n. sp. — 129. 2. Bein-
paar und Vulve, 9' — 130- Dasselbe, die Vulve
nach hinten geklappt. — Fig. 131. Haplothysanus
lexnceps n. sp. o^, 3. Beinpaar. — Fig. 132. Priono-
petalum serrahim n. sp. o^, 3. Beinpaar, Aboral-
seite. — 133. Schematischer Horizontalschnitt
durch die Gonopodenbasis bei Odontopygidae. —
Fig. 134, 135. Odontopyge kiUmaiidjaroiM n. sp.
— 134. Basalteil des Gonopoden, Aboralseite. —
135. 3. Beinpaar, 9. — Fig. 136, 137. Pletho-
krossus octofoveatus n. sp. — 136. Fransensaum
der Metazoniten. — 137. Vorderer Gonopode. —
Fig. 138—142. Plethokrossus tardtis n. sp. — 138.
Fransensaum des Metazoniten. — 139. o", 3. Bein-
paar, Aboralseite. — 140. Gnathochilarium des (f-
— 141. Linker vorderer Gonopode. — 142. Basal-
teil der Gonopoden.
Tafel 6.
des Metazoniten. — 153. Vorderer Gonopode. —
154. (ielenk im Tibialfortsatz. — 155. Eine La-
melle des Tarsus des hinteren Gonopoden. — Fig.
156—160. Xystopyge lineata n. sp. — 156. Fransen-
saum des Metazoniten. — 157. Gnathochilarium, cf.
— 158. Gnathochilarium, 9- — 159- Basalteil der
Gonopoden. — 160. Hinterer Gonopode. — Fig.
161 — 163. Syndesmogenus gracilis n. sp. — 161.
Gnathochilarium, a^. — 162. Fransensaum des
Metazoniten. — 163. Ventralplatte des hinteren
Gonopoden.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
19. Myriopoda.
Taf. 1.
Auetor delin.
Alterns: Myriopoda.
Cederquists Graf. A.-B.. Sthim
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
19. Myriopoda
Taf. 2.
Auetor delin.
Attems: Myriopoda.
Cederquists üraf. A.B.. Stlilni.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
19 Myiiopoda.
Taf. 3.
; -VI
Auetor delin.
Alterns: Myriopoda.
Cederquists Graf. A.B., Sthlm.
Sjöstedts Kiliinandjaro-Meru Expedition.
19. Myiiopoda.
Taf. 4.
Auclor deün.
Attems: Myriopoda.
Cederquists Graf A.-B.. Slhlm.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
19. Myriopoda.
Taf. 5.
Auetor lielin
Attems: Myriopoda.
Cederquists üraf. A.-B , Sthlm.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
19. Myrioporia
Tat. 6.
Auetor delin.
Attems: Myriopoda.
Cederquistä Graf. A.-B., Sthlm.
20. ARACHNOIDEA.
1. Podipalpi, Scorpiones, Solifugj«, Clieloiietlii
von
ALB. TÜLLGREN.
Mit 1 Tafel.
Während die echten Spinnen in den Sammlungen, die von Herrn Professor
Yngve Sjöstedt aus der Kiliniandjaro- und Meru-Gegend heimgebracht worden sind,
überaus reichUch in Arten vind Exemplaren vertreten siiad, sind die Repräsentanten
der Pedipalpen, Skorpionen, Solifiigen und Chelonethiden verhältnismässig wenige.
Doch bietet diese kleine Kollektion, die nur 13 Arten (142 Ex.) umfasst, sehr viel von
Interesse. Besonders will ich hervorheben, dass unter den Chelonethiden nur eine einzige
Art von ganz tropischem Ost- Afrika und zwar aus der Kilimandjaro-Gegend bisher be-
kannt war. Diese Art — Chelifer equester With. — scheint jetzt auch bei Mombo in Usam-
bara mit einer anderen Art — Chelifer indivisus n. sp. — zusammen gefunden worden sein.
Unter den drei anderen gefundenen Arten ist Chelifer Palmquisti n. sp. bis zu den
höchsten Teilen des Meru (3500 — 4400 m.) und des Kiliniandjaro (zu den Bergwiesen,
3500 m.) verbreitet.
Unter den echten Skorpionen waren bisher aus der Kilimandjaro-Gegend nur
drei Arten bekannt: Archisometrus Bnrdoi (SiM.), Babycurus Jacksoni (Poe.) und Pan-
dinus cavimanus (Poe.) Von diesen Arten sind jetzt nur Rahycnnis Jacksoni wieder-
gefunden, aber nicht auf dem Kilimandjaro sondern in Usambara. Die drei übrigen
von Sjöstedt heimgebrachten Skorpionen-Arten sind alle bei oder auf dem Meru
gesammelt. Dieser Fundort war für die früher bekannten Arten — Buthus trili-
neatus (Ptrs.) und Parabuthus liosoma (H. und E.) — neu. Die dritte Art habe ich
als für die Wissenschaft neu beschrieben. Sie ist auf dem Meru bis zum oberen
Regenwalde (3500 m.) verbreitet, was vielleicht von Interesse ist, da die Skorpionen
ja im allgemeinen regenarmen Steppen- oder Wüstengegenden vorziehen.
Von Solifugen kannte man nur Rhagodes terines IvARSen aus dem Gebiete des
Kilimandjaro und des Mern, jetzt dagegen noch drei Arten, von welchen eine Solpuga-
Art gewiss für die Wissenschaft neu zu betrachten ist. Die oben genannte Bhagodes-
Art ist aber von Sjöstedt nicht wiedergefunden worden.
Sjöstedln Kilininiifljaro-Merii Exprililion. 20. l
2 SJÖSTEDTS KILTMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 1.
Pedipalpi.
Gen. Pliryiiicluis Karsch.
Phryiiit'lius bacillifer Gerst.
Kr^pelin, K. Scorpiones und Pedipalpi. Das Tierreich, L. 8, 1899, p. 237.
Von dieser Art sind zwei erwachsene Weibchen in den Mkuhimusihöhlen bei
Tanga gefunden worden. Sie lebten abseits in den dunkelsten Höhlen und wurden
auf den Wänden stillsitzend gefangen.
Diese Art ist an der Küste nördlich von Zanzibar, westlich aber bis zum
Tanganyika und Rudolph-See verbreitet.
Scorpiones.
Gen. BlltllllS Leaoh.
liutlius triliiieatus (Ptrs.)
Kr^pelin, K. Scorpiones und Pedipalpi. Das Tierreich, L. 8, 1899, p. 21.
Von dieser sehr variablen Art sind zahlreiche Exemplare (70 J" J', $$) unter
Steinen auf der Steppe am Flusse Ngare na nyuki, ilfera-Niederung, gefunden worden,
ausserdem ein Individuum bei Kimela, Usambara.
Butlius triUncaius (Ptr.s.), der früher von Krjepelin mit B. hottentoUa (F.) ver-
einigt wurde, scheint in Deutsch-Ost-Afrika sehr allgemein zu sein. Die heimgebrachten
Exemplare stimmen mit der Beschreibung, 1. c. p. 21, sehr gut überein. Die Färbung
ist aber verschieden. Nur an gefeuchteten Individuen kann man nämlich die »fünf
schwarzen Fleckenreihen auf dem Truncus» wahrnehmen. Im allgemeinen sind letztere
sehr wenig ausgeprägt, da die schwarzen Farbenzeichnungen zusammehfliessen. Ge-
trocknet ist der Tnuicus an der Rückenseite fast einfarbig schwarz.
Gen. Parabiitliiis Poe.
Panihiithus lio.sonia (H. und E.).
Kr.^pemn, K., 1. c. pag. 29.
if er?/ -Niederung: Fünf Exemplare unter Steinen am Flusse Ngare na nyuki.
Die Exemplare stimmen mit der Beschreibung, 1. c. p. 29, sehr genau überein.
Der Fundort scheint aber der südlichste, der bisher bekannt geworden ist, zu sein.
Nach Kr^pelin umfasst die geographische Verbreitung Nord-Afrika und Arabien.
Gen. üroplectcs Ptrs.
TIroplectes hitenuedius n. sp.
(Taf. I, Fig. la— b.)
Weibchen. Die Grundfarbe ist gelb bis gelbbraun. Der Cephalothorax ist
ringsherum schwarz gesäumt und hat in der Mitte ein breites, schwarzes Band, das
rückwärts mehr oder Aveniger deutlich longitudinal durchbrochen ist. An den Hinter-
Tl'IJXJREN, ['KnirALri, SCOKl'lONKS, SOLIFUG^I-:, CHELONETHI. 3
ecken ist der Randsaum breit und unischliesst einen kleinen gelben Flecken. Das
Mittelband ist in der Mitte deutlich zusammengezogen. Die Dorsalseite des Abdomens
(die Cauda ausgenommen) ist sehr dunkel gefärbt. Ausser dem schwarzen Randsaum
finden sich in der Mitte jederseits vom Mittelkiel zwei breite schwarze Bänder, welche
ohne Unterbrechung alle Segmente durchziehen, in jedem Segmente aber einen gelben
mit der (Hfnung nach den Seiten gerichteten Winkelfleck (><) erkennen lassen. Die
Färbung ähnelt folglich z. B. der des U. Imeaius C. und K. Der Bauch des Truncus
ist gräulich gelb. An der Cauda sind das 5. Segment und die Blase schwarzbraun.
Die Segmente 1 — 4 sind unten mit schmalen schwarzen Strichen, die die nur gering
entwickelten Ventralkielen markieren, versehen. Die Finger der Pedipalpen sind an
der Basis dunkelbraun. Die Hand der Cheliceren ist auf der Rückseite fein netz-
förmig sch.warz gezeichnet. Die Tarsenglieder (besonders das zweite Glied) schwach
dunkel gefleckt.
Morphologische Merkmale. Cauda unterseits ohne alle Kiele, wirkliche
Dorsalkiele fehlen ebenfalls, nur im Segmente I angedeutet und sehr fein gekörnt, im
Segmente II — IV mit Endzahn, im Segmente V mit Basal- und Endzahn. Caudal-
flächen unterseits ziemlich dicht grossgrubig, nadelstichig pimktiert. Der Dorn der
Blase kurz, kegelförmig. Caudalflächen oberseits in der Mittelfurche der Glieder sehr
fein und deutlich gekörnt. Fünftes Caudalsegment in seiner distalen Hälfte mit einer
napfförmigen Vertiefung versehen.
Tibia und Hand der Pedipalpen gerundet und ungefähr gleich breit. Die
Hand vollständig glatt, einhalb so lang wie die Finger. Die Pedipalpenfingerschneide
von dem Typus des U. occidentalis SiM. Schrägi'eihen der beweglichen Finger 12. End-
körnchen der Schrägreihen nicht vergrössert, von den übrigen nicht entfernt, die
inneren Seitenkörnchen bis zur Spitze des Finges isoliert.
Die Zahl der Kammzähne variiert bei den untersuchten Exemplaren von
16 bis 18, ist aber gewöhnlich 17. Der basale Zahn ist ein wenig kürzer und deut-
lich erweitert.
Länge des Truncus: 15 — 18 mm., die der Cauda: 20 — 22 mm.
Männchen. Unterscheidet sich vom Weibchen besonders durch die bedeutend
längeren Caudalslieder. Die Hand der Pedipalpen hat am Grunde des unbeweglichen
Fingers bisweilen bis zu 5, sehr kleine Höcker. Die Kammzähne sind 17, alle gleich-
förmig gebaut.
Länge des Truncus: 13 — 17 mm., die der Cauda: 26 — 30 mm.
Verwandtschaftsverhältnisse. Obwohl ich die nächsten Verwandten
dieser Art nicht gesehen habe, scheint es mir doch deutlich zu sein, dass diese Art
eine intermediäre Form zwischen U. Fisheri Karsch und xanthocjramimis Poe. bildet.
Bezüglich der Anordnung der Körnchen an der Pedipalpenfingerschneide stimmt sie
völlig mit der letztgenannten Art überein. Ebenso hat das Männchen an der Hand
der Pedipalpen am Grunde des unbeweglichen Fingers einige Höcker (bis zu 5) Avie
bei U. xanthogrammus Poe. Bezüglich der Zahl der Kammzähne haben diese beiden
Arten 18 — 19, meine Art aber normal 17 und beim Weibchen ist der basale Zahn
4 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 1.
deutlich erweitert wie bei U. Fischeri Karsch. Punktierung der C'auda ist sehr grob,
bei U. xanthogrammus Poe. »etwas feiner».
Am nächsten ist die oben beschriebene Art mit U. xanlhognimmus Poe. ver-
wandt, unterscheidet sich aber deutlich durch die Farbe (besonders der Cauda) und
durch den erweiterten Basalzahn des Kammes beim Weibchen.
Sehr nahe verwandt scheint auch U. Jutrzenkai Penth. zu sein, unterscheidet
sich jedoch in mehreren wichtigen Punkten.
ilferw-Niederung, in den Akazienwäldern am Flusse Ngare na nyuki, 26. X. 1905.
5 c^J', 6 $$, 10 pulh; Regenwald, 3500 m., 1 J".
Gen Bal)yeill'US Karsch.
Bahycurus Jacksoiii (Poe).
Kr.epelin, K., 1. c. pag. 62.
Usamhara: Mombo (VI, 1906).
Von dieser Art enthält die Sammlung zwei Weibchen und ein Männchen. Das
Männchen, das bisher unbekannt war, unterscheidet sich vom Weibchen durch die
dickere Hand und durch die kürzeren Pedipalpenfinger. Der bewegliche Finger ist
wie bei B. gigas Krlpn. mit einem kleinen Lobus versehen.
Von B. Jacksoni PoR. war bisher nur ein Weibchen aus Taveita, Kilimandjaro,
bekannt.
Solifugge.
Gen. SollHi2;jl A. Loht.
Solpuitfil zebriiia Poe.
(Taf. 1, Fig. 2.)
■ PococK, R. J. Proc. zool. Soc. London, 1898, p. 520.
Weibchen. Die ganze Oberseite des Tieres dunkel, schwarzbraun gefärbt.
Die Cheliceren haben am Rücken eine dunkle Längsbinde, die scharf gegen die gelben
Seitenflächen abgegrenzt ist. Der Cephalothorax hat in der Mitte einen fast vier-
eckigen braunen Fleck, jederseits von dem schwarzen Augenhügel einen kleinen, trans-
versalen, weissen Fleck und eine sehr feine, longitudinale, weisse Linie. An der
schwarzen Rückenseite des Abdomens befinden sich zwei feine, gut getrennte, weisse
Längslinien. Ventralseite des Truncus blassgelb mit zahlreichen, sehr kleinen, dunkel-
braunen Flecken an den Ventral platten des Abdomens. Die Oberseite der Pedipalpen
und der Beine fast einfarbig schwarz. Unterseits sind die Beine blassgelb, nur die
distalen Glieder der Pedipalpen und des vierten Beinpaars sind schwärzlich verdunkelt.
Die Malleoli sind schmal, aber scharf dunkel gerandet.
Dorsaler Chelicerenfinger mit zwei Zwischenzähnen; ventraler Finger mit einem
Zwischenzahn. Tibia imd Metatarsus der Pedipalpen ziemlich dicht mit Gabelborsten
bekleidet, Zylinderborsten kommen nur am Metatarsus spärlich vor. Die Genitalplatten
sind nach hinten zugerundet. Cephalothoraxbreite ein wenig kürzer als die Tibia
der Pedipalpen. Länge des Truncus 16 mm.
TÜLLGREN, PEDIPAUn, SCOKl'IOiNES, HOUFUG.'E, CHKLONKTHI. 5
Jkferw-Niederung, Ngare na nyuki (I, 1906). 1 $.
Obwohl ifh kein sicheres Vergleichungsmaterial besitze — nur ein Männclien,
wahrsc'lieinliuh von dieser Art, aus dem Ovambo-Land — , scheint es mir ziemlich
glaublich zu sein, dass jetzt das Weibchen dieser Art gefunden ist. Bisher waren
nur zwei ^Männchen aus British Ost-Africa, Taru-Wüste, bekaruit.
Solpugii inerueiisis n. ,sp.
(Taf. 1, Fig. 3a -c.)
Männchen. Cephalothorax, Cheliceren, Pedipalpen und Beine mehr oder
weniger hell gelbbraun. Augenhügel schwarz mit gelbem Mittelstriche. Abdomen am
Rücken mit einem breiten, schwarz-braunen Bande. Die Behaarung gelb. Maleloli
einfarbig weissgelb.
Dorsaler Chelicerenfinger vorn ziemlich spitz, medial vor der Flagellumspitze
mit einem kleinen, spitzen Zahnhöcker versehen. Bezahnung normal, Zahnlücke fehlt,
Vorderzähne und die zwei Zwischenzähne ziemlich klein.
Ventraler Chelicerenfinger mit einem Zwischenzahn.
Flagellum vom Grunde an stark rückwärts gebogen, fadenförmig, in der
proximalen Hälfte auffallend dicker, walzenförmig, gleich dick, dann verjüngt gegen
die Spitze, die ein wenig vor der Mitte der Cheliceren endigt. Die Spitze ist
stumpf, drehriuid, ventral mit einem senkrechtem, halbmondförmigen, fast durch-
sichtigen Blättchen. Die distale Hälfte des Flagellums zeichnet sich dorsalwärts
durch zwei gezähnte Kanten aus, von welchen die innere ein wenig vor der Spitze
am Innenrande in einen ausspringenden, gezähnten Höcker endigt. Grundschwiele
halbkreisförmig, massig hoch, dem Ansatz des Flagellums dicht anliegend.
Tibia und Metatarsus der Pedipalpen ventral ziemlich dicht mit gelben, langen
und kurzen Zylinderborsten besetzt. Breite des Cephalothorax etwa zwei drittel so
gross wie die Länge der Tibia oder des Metatarsus und Tarsus der Pedipalpen
(8:12,8:12 mm.).
Länge des Truncus 28 mm.
Weibchen. In Farbe ähnlich dem Männchen, der ganze Abdomanialrücken
beim erwachsenen Weibchen schwarz, bei jüngeren Individuen scheint das Rücken-
band in transversale Bänder aufgelöst zu sein, d. h. nur die Rückenplatten sind
schwarz gefärbt. Dorsaler Chelicerenfinger normal, mit zwei dem Hauptzahn ansitzenden
Zwischenzähnen, deren erster äusserst winzig ist.
Tibia und Metatarsus der Pedipalpen ventral ohne Zylinderborsten, nur mit
langen, braunen Gabelborsten und kurzen, braunen Borstenhaaren besetzt.
Genitalplatten zugerundet.
Breite des Cephalothorax etwa so gross wie die Länge der Tibia oder etwas
kleiner als die des Metatarsus + Tarsus der Pedipalpen (10: 10,5:11 mm.).
Länge des Truncus bis 42 mm.
ilfertt-Niederung. In den Akazienwäldern und an der Steppe am Flusse Ngare
na nyuki (XI, 1905; I, 1906). — 3 ^, 16 $.
Diese Art ist ohne Zweifel mit S. capitulaki Karsch, die auch auf der Massai-
Steppe gefunden worden ist, sehr nahe verwandt. Sie unterscheidet sich jedoch von
6 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 1.
dieser Art sehr genau durch den Bau des FlageUum, das bei S. capitulata eine stumpf
abgerundete, hahnenkammartig gezähnte Spitze hat. An der Spitze fehlt das senk-
recht gerichtete Läppchen, das für S. meruensis 7)iihi und >S'. nasula Karsch
charakteristisch ist.
Gen. Ceroina Karsch.
Ceronita oniatiini Karsch.
(Taf. I, Fig. 4a— b.)
Karsch, F., Jahrb. Hamb. Anst. II, 1885, p. 137, Fig. 8, 9 (J").
PococK, R. J., Proc. zool. Soc. Lond. 1898, p. 52.3, Taf. 42, Fig. 16 (C. variatum J").
Kr.epelin, K., Das Tierreich, 12. Lief., Palpigradi und Solifugae, 1901, p. 192.
Ein Weibchen war in einem Termitenhügel vom Termes golialh Sjöstedt ge-
fiuiden worden. Es war in eine kleine Höhle in der Hügelwand sichtbar ohne Ver-
bindung mit dem Aussenwelte eingeschlossen.
Von den früheren Beschreibungen über diese Art weichen die vorliegenden
Exemplare sehr wenig ab. Kr^pelin gibt an, dass das Abdomen durch drei breite
schwarze Längsstreifen ausgezeichnet ist. Sowohl die von Karsch und Pocock be-
schriebenen wie auch die von Sjöstedt heimgebrachten Exemplare haben die »Längs-
streifen» in Fleckenreihen wie bei C. sdateri PuRC. aufgelöst.
Die Cheliceren der vorliegenden, männlichen Exemplare stimmen ziemlich gut
mit der Abbildung, die Pocock publiziert hat, überein. Die beiden ersten Zähne
des beweglichen Fingers sind ziemlich gut getrennt (Taf. 1, Fig. 4a). Der PullvüJus
ist nicht so lang imd tiefer geteilt als es Kr^pelin angibt (siehe 1. c. fig. 97 und
meine Fig. 4b).
Der Truncus des erwachsenen Weibchens bis 18 mm.
Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone (VIT, 1905; IV, 1906). — 9 J^, 6 $.
Mer« -Niederung, westlich vom Berge (27, XII, 1905). — \ ^.
CJieloiietlii.
Gen. Clielifer Geoffr.
Übersicht der Arten.
j Der Ccplialntlidi'ax oliiie '^•lU'rf^l^cllell 2
' » mit 4
I Der Tnicliaiiter der l'eili)ialiien am Aussciilaiide fast lialbkreisfiu-iiiiy konvex; die (iUeder deiitiieli
2 ■, f^i'aimliert Clictifcr Pahnqnititt ii. sp.
I Der Troeliaiiter der l'edii)ali)eii am Ausseurande konisch erweitert 3
r Die blasenföriuige Erweiterung am Rücken des Troclianters endet mit einem kleinen Tuberkel;
I die Glieder sind lieinahe glatt, aber deutlich cliagriniert . . . Chclifcr vqaedcr With
Die Erweiterung am Rücken eben , ohne Tuberkel. Diu Glieder der Tedipal])«! granuliert.
Chclifcr liidicisus n. sp.
Die Hand oval, 1,4 so breit wie die Tibia Clielifer c.riffiiiis n. sp.
4 J Die Iland langgestreckt, 2,r, so lang wie breit, nur ein wenig breiter als die Tibia
Chelifcr aiKjustatus n. sp.
TTTIXORKN, PEDIPALin, SCORPIONES, S0LIFUG.T5, CHELONETHI. 7
Cliclifcr iiidivisHS n. sj).
(Taf. 1, Fig. 5a— c.)
Männchen. Farbe.' Der Cephalothorax ist schwarzbraun, hinten heller,
fast schwarzorün. Die Rückenplatten des Abdomens mehr oder weniger dunkel oliven-
braun. Die Pedipalpen dunkelrot; Beine blass hellbraun.
Morf ologische Merkmale. Der Cephalothorax ist ungefähr 1,3 so lang
wie am Hinterrande breit. Der Cucullus l^anm halb so breit wie der Hinterrand des
Cephalothorax. Querfurchen fehlen vollständig, nur am Platze der zweiten Furche
sieht man einen transversalen Eindruck. Das Integument ist stark glänzend und
glatt, aber mit zahlreichen, sehr feinen, unregelmässig geordneten Ritzen oder Runzeln
versehen. Die Behaarung besteht aus ziemlich langen, einfachen Haaren, die am
Hinterrande in einer transversalen Reihe geordnet sind. — Zwei deutliche Augenflecken,
die vom Vorderrande des Cucullus luigefähr um die Grösse ihres Durchmessers ent-
fernt sind.
Das Abdomen ist ungefähr 2^3 so lang wie der Cephalothorax, hinten nur
ein wenig breiter. Die Rückenplatten haben alle die gewöhnliche weisse Linie fast
ungeteilt, nur an den Platten V-X ist vorn und hinten in der Mitte ein kleiner Ein-
schnitt zu sehen, die Platten sind jedenfalls nicht vollständig geteilt. Das Integument
ist stark glänzend, mit netz- oder chagrinähnlicher Struktur. Jede Platte trägt am
Hinterrande eine Reihe sehr langer Haare (10 — 12 an jedem Segmente). An den
Platten III-X findet sich noch ein sehr langes, laterales Haar. Die Haare werden
hinten länger, keine besonders langen, taktilen Haare am Hinterende des Abdomens
des Abdomens. Die Ventralplatten IV-X deiitlich longitudinal geteilt. Bauch wie
Rücken behaart.
Die Genitalarea wie bei Chel. birmmiicns Thor, gebaut.
Die C h e 1 i c e r e n. Der unbewegliche Finger am Innenrande mit 9 Zähnen,
von welchen die drei ersten sehr winzig sind. Lamina interior mit drei gezähnten
Loben. Der bewegliche Finger hat zwei Subapikalzähne. Die Terminalborste reicht
bis zur Spitze der Galea. Diese ist ziemlich kurz, an der oberen Hälfte mit 6 langen
Zähnen versehen (siehe PI. I, Fig. 5 a.).
Die Serrula hat 2.5 Zähne, von welchen der letzte bedeutend länger und zuge-
spitzt ist. Das Flagellum besteht aus vier Borsten, von welchen die erste am Vorder-
rande ziemlich stark erweitert und mit langen Zähnen versehen ist.
Die Pedipalpen sind ein wenig länger als der Körper. Das Integument ist
sehr stark glänzend, überall ziemlich grob granuliert, nur an der Oberseite der Hand
fast glatt, aber mit deutlicher chagrinähnlicher Struktur.
Die Behaarung besteht aus einfachen ziemlich langen Haaren, die im allgemeinen
nicht länger als das Stielchen der Tibia sind. Am Aussenrande der Hand an der
Basis eine sehr lange Borste. Die Finger sind wie gewöhnlich mit sehr langen, taktilen
Haaren versehen.
' Das Tior ist in Allvulinl uiitcrsiu-Iit worden.
8 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 20: 1
Der Trochanter ist lang gestielt, ca. 1,4 so lang wie breit. Am Innenrande
ziemlieh stark, regelmässig konvex, am Aussenrande mit einer grossen, konischen
Erhöhung versehen. Oben ist das Glied stark knollig aufgebläht. Diese Erweiterung
ist breit konisch und endet mit einer langen Borste. — Das Femur ist ungefähr 2,4
so lang wie breit, deuthch aber kurz gestielt, am Innenrande fast gerade oder schwach
konA^ex, im oberen Drittel sehr schwach konkav, am Aussenrande massig konvex.
Von der Seite gesehen, ist das Femur nicht besonders stark nach oben erweitert wie
z. B. bei Ch. equester With. — Die Tibia ist kaum oder nicht doppelt so lang wie
breit, deutlich kürzer als das Femur oder die Hand, innen und aussen fast gleich-
massig gewölbt, deutlich breiter als das Femur und ungefähr '/o schmäler als die
Hand. Diese ist unfähr l,ri so lang wie die Finger, an der Basis schwach abgerundet,
am Aussenrande etwas konvexer als am Innenrande, der fast gerade ist. Die ge-
schlossenen Finger klaffen nicht und scheinen akzessorische Zähne zu entbehren. —
Die Hüftenglieder der Pedipalpen sind glatt und glänzend.
Die Beine sind glatt und glänzend mit einfachen Haaren besetzt. Der Tarsus IV
mit einem basalen, »taktilen» Haare. Die Krallen sind einfach.
Länge des Cephalothorax: 1,2; die des Abdomens: 2,75 mm.
Länge der Pedipalpenglieder: IL : 0,r.8; III. : 1,06; IV. : 0,94; Va. : l,o;;; Vb. : 0,(i8mm.
Weibchen. Das Weibchen unterscheidet sich besonders durch seine Grösse
und die weniger »gepitzten» Knollen an den Trochanteren. Die Terminalborste des
beweglichen Chelicerenfingers ist kürzer als die Galea, die durch etwas längere Zähne
ausgezeichnet ist. Die Serrula hat 27 Zähne. Der basale Zahn ist nicht so lang und
spitz wie beim Männchen. Die erste Flagellumborste (wie beim cT^ an der Zahl) nicht
so breit und mit kürzeren Randzähnen als beim Männchen.
Länge des Cephalothorax: 1,2; die des Abdomens: 4,4 mm.
Länge der Pedipalpenglieder: IL : 0,r»".; 111:0, w; IV:0,!'8; Va.:l,i; Va. : 0,i.8 mm.
Usambara: 3 ? und 1 cT aus INIombo (Juni, 1906).
Clielifer equester With.
(Taf. 1, Fig. 6.)
With, C. On Clielonethi, chicfly from the Australian region etc. Ann. Nat. Hist. (7) XV, 1905,
pag. 123, PI. Vlir, Fig. 3a— d, PI. IX, Fig. la— f.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax und Rückenplatten des Abdomens fast
chokoladenbraun, Pedipalpen dunkelrot, Beine hellbraun, Ventralplatten des Abdomens
dunkler hellbraun.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist ungefähr so lang
wie breit. Der Cucullus nicht halb so breit wie der Hinterrand des Cephalothorax.
Querfurchen fehlen vollständig. Das Integument ist stark glänzend und glatt, aber
mit zahlreichen, feinen, unregelmässig geordneten Ritzen oder Runzeln versehen. Die
Behaarung besteht aus sehr feinen einfachen oder ziemlich grob gespitzten oder fein
gezähnten Haaren. Am Hinterrande sind die Haare transversal geordnet. — Zwei
»
TULLOREN, PEDIPALPI, SCORPIONES, SOLIFUG^E, CHELONETHI. 9
deutliehe Augenflecken, die vom Vorderrande des CucuUus weniger als die Grösse
ihres Durchmessers entfernt sind.
Das Abdomen ist ungefähr 2,8 so lang wie der Cephalothorax und ca. zwei-
mal so lang wie breit. Nur die Dorsalplatten VI-X sind vollständig von der longi-
tudinalen, weissen Linie geteilt; die Platten I-IIT und XI sind vollständig ungeteilt,
IV-V haben schwache Einschnitte am Vorder- und Hinterrande. Die Platten sind
fein chagriniert, haben eine feine netzförmige Struktur und sind stark glänzend. Die
Behaarung besteht aus langen, einfachen Haaren, die in einer Reihe am Hinterrande
geordnet sind. In jeder Reihe ca. 12 — 14 Haare, die an runden, weissen Flecken
inseriert sind. Die Platten III-X zeichnen sich je durch noch ein vorderes laterales
Haar aus. Die letzte Platte ist mit einem Paare sehr langer taktiler Haare versehen.
Die Ventralplatten sind die Behaarung betreffend der Dorsalplatten ähnlich. Die
Haare jeder Querreihe sind aber zahlreicher und kürzer.
Die Cheliceren sind verhältnismässig gross. Der unbewegliche Finger am
Tnnenrande mit 8 Zähnen, von welchen die drei ersten sehr winzig sind. Die Lamina
inferior mit vier gezähnten Loben. Der bewegliche Finger mit Subapikalzähnen.
Die Terminalborste reicht ungefähr bis zur Mitte der Galea. Diese ist lang und
schlank, an der Spitze mit 5 kurzen Zähnen versehen. Die Serrula von 35 Zähnen
gebaut. Der basale Zahn ist länger und zugespitzt. Das Flagellum besteht aus vier
schmalen Borsten, von welchen die erste am Vorderrande mit sehr langen und feinen
Zähnen versehen ist.
Die Pedipalpen sind etwas länger als der Körper. Das Integument ist überall
fast glatt, aber mit deutlicher chagrinartiger Struktur. Nur die Innenseite des Femurs
und die Hand an der Grenze der Finger ist deutlich aber sehr fein granuliert. Die
Behaarung besteht aus einfachen oder fein gezähnten Haaren, die im allgemeinen
kürzer als die Stiel chen der Glieder sind. An der Basis der Hand am Aussenrande
ein besonders langes Haar. Die Finger mit langen taktilen Haaren.
Der Trochanter ist ungefähr 1 ^/s so lang wie breit, am Innenrande massig stark
konvex, am Aussenrande ziemlich stark knollig konvex, oben stark aufgebläht, die
Erweiterung endigt mit einer kleinen »spitzen» Tuberkel.
Das Femur ist ungefähr 2,5 so lang wie breit, gleich lang wie die Hand, ein
wenig kürzer als die Tibia. Am Innenrande unten schwach konvex, oben schwach
konkav; am Aussenrande schwach konvex. Die Tibia ist ungefähr doppelt so lang wie
breit, nur wenig breiter als das Femur und viel schmäler als die Hand, ziemlich lang
gestielt, am Innenrande etwas konvexer als am Aussenrande. Die Hand ist ca. 1,5
so lang wie breit und 1,5 so lang wie die Finger. Diese sind sehr grob, klaffen
garnicht und entbehren akzessorische Zähne.
Die Hüftenglieder der Pedipalpen sind glatt und glänzend.
Die Beine sind ebenso glatt und glänzend mit einfachen Haaren besetzt. Der
Tarsus IV mit einem basalen, taktilen Haare. Die Krallen sind einfach.
Länge des Cephalothorax: 1,6; die des Abdomens 3,7 mm.
Länge der Pedipalpenglieder: II. : 0,8t;; III. : 1,55; IV. : l,5i; Va. : 1,55; Vb. : 1,03 mm.
Usambara: 2 ? aus Mombo (Juni, 1906).
SJöstedts Kilimandjai-u-Ment Expeilitioii. 20. 2
10 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEU EXPEDITION. 20: 1.
Bemerkungen. Ich habe den Typus des Chelifer equester With nicht ge-
sehen und besitze nur zwei adulte Weibchen, von denen ich annehme, dass sie dieser
Art angehören. Die von With veröffentHchte Beschreibung weicht in einigen Hin-
sichten von der obigen ab. Doch sind die Verschiedenheiten — wie ich glaube —
von keiner reellen Bedeutung. So z. B. beschreibt With die Galea wie folgt: »the
moderately long galea (Fig. 3c ?) possesses about three rather long terminal branches,
as well as some few distal, short, blunt teeth». Betrachtet man die Figur, stimmt
sie aber nicht mit der Beschreibung überein. Wahrscheinlich hat der Verfasser eine
zerbrochene Galea abgezeichnet und wenn man die Figur rekonstruiert, bekommt man
ein Bild, das mit dem meinigen vollkommen übereinstimmt.
Das Integiiment betreffend sagt With unter c?, dass »the palps are every-
where, with the exception of the stalks and partly of the figurs, provided with low
granules». Die chagrinähnliche Struktur des Integumentes der Pedipalpen widerspricht
doch kaum diesen Worten.
Chel. equester With ist vorher von Jackson bei Taweta, der englischen Militär-
station, am Kilimandjaro gefunden worden.
Diese Art ist mit dem westafrikanischen Chel. Sjöstedti Tullgr. (Entomol.
Tidskrift 1900, pag. 97) sehr nahe verwandt. Sie unterscheidet sich aber deutlich
z. B. durch eine dickere oder robustere Hand bei dem Weibchen. (Chel. equester ^,
1,55 lang, 0,96 mm. breit; Chel. Sjöstedti 5, 1,63 lang, 0,87 mm. breit.) Das Männchen
von Chel. Sjöstedti unterscheidet sich betreffs der Pedipalpen nur wenig vom Weibchen.
Chelifer Palraqiiisti n. sp.
(Taf. 1, Fig. 7a— c.)
Männchen. Farbe. Der Cephalothorax und die Rückenplatten des Ab-
domens schwärzlich olivenbraun. Die Pedipalpen sind dunkel rotbraun, die Beine
hell olivenbraun.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist imgefähr V/i so
lang wie am Hinterrande breit. Der Hinterrand ist doppelt so lang wie der Vorder-
rand des CucuUus. Querfurchen fehlen vollständig. Das Integument ist stark glänzend
und glatt, aber mit unregelmässigen, feinen Ritzen und Runzeln. Die Behaarung
besteht aus einfachen, ziemlich langen Haaren. — Zwei deutliche Augenflecken, die
vom Vorderrande des CucuUus kaum mn ihren Durchmesser entfernt sind.
Das Abdomen ist ca. 2,3 so lang wie der Cephalothorax und reichlich doppelt
so lang wie breit. Nur die Dorsalplatten IV-VII zeigen Andeutung zur Längsteilung
an der gewöhnlichen, longitudinalen, weissen Linie. Das Integument ist glatt und
glänzend, mit feiner, netzförmiger Struktur. Alle Haare sind einfach und lang. Sie
sind an jeder Platte am Hinterrande in einer Reihe von je 10 Haaren geordnet. Die
Haare sind in runden, weissen Flecken inseriert. Die Platten III-X zeichnen sich je
durch noch ein vorderes laterales Haar aus. Die letzte Platte trägt ein Paar »taktiler»
Haare. Die Ventralplatten sind deutlich longitudinal geteilt und mit zahlreicheren
und kürzeren Haaren bekleidet.
TULLGREN, PEDIPALPI, SCORPIONES, SOLIFUG^, CHELONETHI. 11
Die Genitalarea von dem Typus des Cliel. hirmanicus Thor.
Die Cliel leeren. Der unbeweglige Finger am Innenrande mit drei winzigen
und vier grösseren Zähnen versehen. Die Lamina interior hat vier gezähnte Loben.
Der bewegliche Finger durcli zwei Subapikalzähne ausgezeichnet. Die Terminalborste
reicht fast bis zur Spitze der kurzen und robusten Galea, die mit einigen sehr kurzen
Zähnen in der oberen Hälfte versehen ist. Die Serrula hat 26 Zähne, von welchen
der basalle Zahn bedeutend länger als die anderen inid scharf gespitzt ist. Das
Flagellum besteht aus 5 (normal 4?) Borsten, von welchen die erste oben erweitert
und grob gezähnt ist. Die übrigen Borsten sind ebenso gezähnt, aber sehr spärlich
und äusserst kurz.
Die Pedipalpen sind ein wenig länger als der Körper. Das Integument ist
überall stark glänzend und grob granuliert. Die Beldeidung besteht aus einfachen,
feinen Haaren, deren Länge im allgemeinen nicht grösser als die Breite der Stielchen
ist. Die Finger mit »taktilen» Haaren.
Der Trochanter ist ca. l,s so lang wie breit, am Innenrande massig konvex,
am Aussenrande stark, fast halbkreisförmig konvex, oben blasenförmig erweitert.
Das Femvir ist fast dreimal so lang wie breit, am Innenrande unten schwach konvex,
oben schwach konkav, am Aussenrande schwach konvex. Die Tibia ist kürzer und
ein wenig breiter als das Femur, am Innenrande massig konvex, am Aussenrande
fast gerade, nur im oberen Drittel massig konvex. Die Hand ist etwas mehr als iVs
so breit wie die Tibia, 1' u so lang wie die Finger und 173 so lang wie breit. Innen
etwas stärker konvex als am Aussenrande. Die geschlossenen Finger klaffen sehr
wenig. Akzessorische Zähne fehlen.
Die Hüftenglieder der Pedipalpen glatt und glänzend.
Die Beine glatt und glänzend, mit einfachen Haaren besetzt.
Der Tarsus IV mit einem basalen, »taktüen» Haare. Die Krallen sind einfach.
Länge des Cephalothorax: 1; des Abdomens: 2,4 mm.
Länge der Padipalpen: IL : 0,56; III. : 0,ii4; IV. : 0,87; Va. :0,8ii; Vb.:0,68 nun.
Weibchen. Weicht betreffs der Farbe, der Struktur des Integumentes und
der Behaarung gar nicht ab. Das Abdomen ist wenigstens viermal so lang wie der
Chephalothorax und die Dorsaplatten VII-X sind fast vollständig von der longitudi-
nalen, weissen Linie geteilt.
Die Form der Pedipalpenglieder scheint keineswegs verschieden zu sein. Nur
die Masse der Hand und der Finger sind nicht dieselben wie beim Männchen.
Bezüglich der (Jheliceren sind die Verschiedenheiten mehr auffallend. So z. B.
hat die Galea an der oberen Hälfte sechs verhältnismässig lange Zähne. Die Terminal-
borste reicht über die Mitte der Galea weit hinaus. Das Flagellum besteht aus vier
Borsten, die alle mehr oder weniger gezähnt sind.
Länge des Cephalothorax: 0,96 ; die des Abdomens: 3,9 mm.
Länge der Pedipalpenglieder: IL : 0,55; III. : 0,94; IV. : 0,86; Va. : 0,98; Vb. : 0,72 mm.
Diese Art, die sich durch die ziemlich grob granulierten Pedipalpenglieder und
die abgerundeten Erhöhungen der Trochanteren besonders kennzeichnet, ist teils auf
Meru in den höchsten Waldregionen, bei 3500 — 4000 m. (1 J", 2 5), teils im Regen-
12 SJÖSTEDTS KILIMANDJABO-MERTJ EXPEDITION. 20: 1.
walde (ca. 3000 m.) unter Moos und Rinde oder unter Stein auf den Berg-
wiesen (3500 m.) bei Kiboscho, Kilimandjaro (1 $, 2 pulli) , gefunden worden. Das
Weibchen verfertigt während der Brutzeit ein ovales Nest (ca. 8 mm. lang) von feinen
Spinnfäden und Erdpartikeln. Eine Eikokone misst im Durchmesser 1,5 mm.
Chelifer exiguiis n. sp.
(Taf. I, Fig. 8 a— b.)
Weibchen. Farbe. Cephalothorax hell olivenbraun, Dorsalplatten des Ab-
domens dunkler, Pedipalpen rötlich gelbbraun, Beine blassgelb.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ein wenig länger als
am Hinterrande breit. Das Integument matt, grob und gleichförmig granuliert, mit
sehr kurzen Kolbenhaaren spärlich besetzt. Am Vorderrande sind die Haare fast
eirrfach und deutlich länger. Die erste Querfurche sehr breit und deutlich, liegt gleich
hinter der Mitte des Cephalothorax und ist vollkommen gerade. Die zweite Quer-
furche ebenso deutlich, aber schmäler, ist in der Mitte schwach nach hinten gebogen
(procurva). — Zwei deutliche Augen, die vom Vorderrande des Cucullus reichlich um
die Grösse ihres Durchmessers entfernt sind.
Das Abdomen ist fast dreimal so lang wie der Cephalothorax und ungefähr
doppelt so lang wie breit. Die Dorsalplatten sind alle durch eine feine, weisse,
longitudinale Linie geteilt. Das Integument ist matt, grob imd deutlich chagriniert,
mit sehr kurzen Kolbenhaaren besetzt. Die Haare sind am Hinterrande jeder Platte
in eine Reihe von ca. 10 Stück geordnet. Die Platten IV-X sind mit noch einer
Querreihe um 6—8 Haaren versehen, die vor der erstgenannten Reihe sitzt. Am
Hinterrande des Abdomens sind die Haare einfach oder fein gezähnt. Ausserdem
finden sich da einige sehr lange, »taktile» Haare. Am Bauche sind die Haare sehr
kiirz, vollkommen einfach und zahlreicher.
Die Cheliceren. Der unbewegliche Finger hat am Innenrande drei winzige
und unter diesen noch drei erheblich grössere Zähne. Der bewegliche Finger mit
zwei Subapikalzähnen und einer Terminalborste, die ein wenig über die Mitte der
Galea hinausreicht. Die Galea ist ziemlich lang und an der Spitze derselben befinden
sich sechs ziemlich kurze Zähne. Die Serrula hat 16 Zähne, von welchen der basale
Zahn länger als die anderen und spitz ist. Das Flagellum aus vier Borsten zusammen-
gesetzt. Die erste Borste am Vorderrande wie gewöhnlich gezähnt.
Die Pedipalpen sind kaum so lang wie der Körper. Das Integument ist
deutlich und ziemlich grob granuliert, an der Hand schwächer. Die Behaarung be-
steht am Innenrande der Glieder II-III aus Kolbenhaaren, am Aussenrande aber
grösstenteils aus einfachen oder gezähnten Haaren. Die Glieder IV-Va sind mit
einfachen oder gezähnten Haaren bekleidet, die am Innenrande der Glieder viel-
leicht etwas gröber sind. Die Finger tragen nur einfache, kurze und sehr lange,
»taktile» Haare.
Der Trochanter ist fast doppelt so lang wie breit, lang gestielt, am Innenrande
schwach, am Aussenrande ebenso schwach aber ein wenig knollig konvex; dorsal-
TULLGREN, PEDIPALPI, SCORPIONES, SOLIFUG^, CHELONETHI. 13
wärts ist das Glied blasenförmig erweitert. Das Femur ist ungefähr dreimal so lang
wie breit, am Innenrande fast gerade, am Aiissenrande sehwach konvex. Die Tibia
ist ein wenig kürzer und breiter als das Femur, ungefähr so lang wie die Hand.
Am Innenrande ist die Tibia massig gewölbt, oben äussserst schwach konkav, am
Aussenrande in der oberen Hälfte ziemlich stark konvex. Die Hand ist ungefähr 1,4
so breit wie die Tibia und deutlich länger als die Finger, aussen und innen ziemlicli
gleichförmig konvex.
Die Beine. Das Trochantin des ersten Beinpaars ist ungewöhnlich quer
artikuliert, fast halb so lang wie das Femur. Der Tarsus I ist ca. dreimal so lang
wie breit, der Tarsus IV viermal so lang wie breit. Das Integument ist glatt mit
schuppenartiger Strukter versehen. Die Haare sind unten einfach, oben gezähnt.
Das staktile» Haar am vierten Tarsus vor der Mitte inseriert. Die termino-lateralen
Haare stark gekrümmt und wie die Krallen einfach.
Länge des Cephalothorax: 0,ö5; des Abdomens: 1,82 mm.
Länge der Pedipalpenglieder: IL : 0,3i; III. : 0,66; IV. : 0,49; Ua. : 0,5i; Vb. : 04i mm.
KiUmandjaro: Kibonoto (1300—1900 m.). 1 $.
thelifer angustatus n. sp.
iTaf. I, Fig. 9.)
Männchen. Farbe. Cephalothorax graubraun. Rückenplatten des Abdomens
olivenbraun, Pedipalpen rein hellbraun, Beine blassbraun.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist migefälir V/a so
lang wie am Hinterrande breit, Seitenränder fast gerade, vorn halbkreisförmig abge-
rundet. Das Integument matt, fein und regelmässig granuliert, spärlich mit sehr
kurzen Kolbenhaaren oder vorn mit fast einfachen oder gezähnten Haaren. Beide
Querfurchen breit und deutlich. Die erste derselben liegt in der Mitte und ist gerade,
die zweite Furche ist in der Mitte winkelig nach hinten gebogen. Zwei deutliche
Augen, die vom Vorderrande des CucuUus kaum um die Länge ihres Durchmessers
entfernt sind.
Das Abdomen ist ungefähr l'/a so lang wie breit. Die Rückenplatten II-X
sind deutlich von einer longitudinalen, weissen Linie geteilt. Das Integument ist
grob chagriniert. Die Behaarung besteht aus kurzen Kolbenhaaren, nur am letzten
Segmente aus gezähnten, fast einfachen oder sehr langen, »taktilen» Haaren. Die
Kolbenhaare sind in deutliche Querreihen am Hinterrande jedes Segments geordnet.
Die Rückenplatten IV-X baben noch eine Querreihe, die nur aus drei Haaren an
jeder Halbplatte besteht imd ungefähr in der Mitte jeder Platte liegt. Die Haare
sind auf weissen Flechen inseriert. — Die Ventral platten nur mit einfachen, kurzen
Haaren besetzt.
Die Cheliceren. Der imbewegliche Finger am Innenrande mit sechs Zähnen,
von welchen die drei ersten äusserst klein sind. Die Lamina interior mit drei ge-
zähnten Loben. Der bewegliche Finger mit zwei Subapikalzähnen. Die Terminal-
borste reicht über die Galea hinweg. Letztere ist kurz und gespitzt an der Spitze
14 SJÖSTEDTS KILIMAND.TARO-MERU EXPEDITION. 20: 1.
gezähnt (?). Die Serrula besteht aus 17 Zähnen, von welchen der basale länger als
die anderen und an der Spitze erweitert ist. Das Flagelluni besteht aas vier Borsten.
Die erste derselben ist am Vorderrande gezähnt.
Die Pedipalpen sind deutlich länger als der Körper. Das Integument ist
an den Gliedern II-IV überall deutlich granuliert. Die Hand scheint nur in der
prozimalen Hälfte deutlich granuliert zu sein. Die Behaarung besteht am Trochanter
und Femur aus deutlichen Kolbenhaaren, die kürzer als das Stielchen des Femurs
sind. Die Tibia hat am Innenrande Kolbenhaare, am Aussenrande gezähnte, ziemlich
grobe Haare. Die Hand zeichnet sich durch einfache oder schwach gezähnte Haare
aus. Die Finger sind ausschliesslich mit einfachen, kurzen und einigen sehr langen,
»taktilen» Haaren versehen.
Der Trochanter ist 1,5 so lang wie breit, sehr lang gestielt, am Innenrande
schwach konvex, am Aussenrande schwach knollig erweitert, dorsalwärts in der
distalen Hälfte stark aufgebläht. Das Femur ist 3,4 so lang wie breit, kurz gestielt,
am Innenrande fast gerade bis zum distalen Ende, wo eine schwache Einbuchtung
zu bemerken ist. Am Aussenrande ist das Femur schwach konvex, an dem Stielchen
ist es plötzlich erweitert. Die Tibia ist so lang wie das Femur oder die Hand, so
breit wie das Femur, ziemlich lang gestielt, am Innenrande ziemlich schnell erweitert,
konvex, am distalen Ende fast gerade; am Aussenrande im distalen Drittel konvex.
Die Hand ist ein wenig breiter als die Tibia, 2,6 so lang wie breit, am Innen-
rande fast gerade, am Aussenrande äusserst schwach gebogen, 1,6 so lang wie
die Finger.
Die Hüftenglieder der Pedipalpen glatt und glänzend.
Die Beine. Erstes Beinpaar: das Trochantin ist nicht breiter als das Femur,
ziemlich quer artikuliert, das Femur reichlich doppelt so lang; der Tarsus ist viermal
so lang wie breit. Viertes Beinpaar: das Trochantin ist sehr undeutlich artikuliert,
der Tarsus ist viermal so lang wie breit. Das Integument hat schuppenförmige
Struktur und ist an der Dorsalseite der Glieder mit groben, gezähnten oder fast
kolbenförmigen Haaren bekleidet. Unten sind die Haare immer einfach, lang und
spitz. Das »taktile» Haar des vierten Tarsus ist vor der Mitte inseriert. Die Krallen
sind einfach.
Die Hüftenglieder des vierten ßeinpaares sind proximalwärts ziemlich stark
verjüngt.
Länge des Cephalothorax: 0,65; die des Abdomens: l,io mm.
Länge der Pedipalpenglieder: IL : O.-iv; III. : 0,i>i; IV. : 0,6h; Va. : 0,6i; Vb. : 0,32 mm.
Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, September — 1 Exemplar.
Diese Art ist mit dem westafrikanischen Chelifer Sinioni Balz, sehr nahe ver-
wandt, unterscheidet sich aber deutlich durch ihre Grösse und die Form der Pedipalpen-
glieder III-IV, welche bei Chel. Simoni an der Basis langsam erweitert sind. Die
Hand der oben beschriebenen Art ist auch ungewöhnlich lang und schmal.
TULLGREN, PEDIPALPI, Sf'ORPTONRS, SOLIFTTO^, CHELONETHI.
15
Ucbersiclit der ans dem Kilimaiuljjiro, dem Moni und den nni;2;p1i)enden
3Inssjn-Stei)i)en bisher bekannten Pedipalpen. Seoipionen, Solifn2;en
nnd Clielonetliiden.
1. Flirynichus bacillifer Geest.
1. Bulbus trilineatus (Ptrs).
2. Parabuthus liosoma (H & Li.
1. Solpuga zebrina Poe.
2. Solpuga meruensis Tullur. n. sp.
1. Cbelifer indivisus Tüllge. n. sp.
2. C'helifer equester With.
3. Cbelifer Palmquisti Tullge. n. sp.
Pedipalpi.
Scorpiones.
3. Uroplectes iiitermedius Tullge. n. sp.
4. Rabvr-urus .Taeksoni (Pnc.)
Solifuga?.
3. Ceroma ornatum Kaesch.
Cheloiiethi.
4. Cbelifer exiguus Txjllge. n. sp.
5. Cbelifer augustatus Tullge. u. sp.
20. ARACHNOIBEA
2. Ixodidae
pal'
L. G. NEUMANN.
La collection d'Ixodides des monts Kilimandjaro et Meru comprend 39 exem-
plaires conserves secs et 237 conserves (= 276 ex.) dans 20 flacons remplis d'alcool.
Sur les 20 flacons, 12 ne contenaient que des representants d'une espece; dans les 8
autres, se trouvaient nielanges des exemplaires de 2 ä 6 especes differentes. Cela
sera indique dans les details donnes plus loin.
A la suite de ses belies chasses dans l'Afrique Orientale allemande, M. C. G.
Schillings a rapporte une collection considerable de Tiques, provenant de la region
du Kilimandjaro et du Meru. J'ai donne les principaux resultats de la determina-
tion de cette collection dans mes publications et surtout dans une Notice speciale '
oü se trouve la liste de toutes les especes, avec le nombre des specimens, l'hote, la
localite, etc.
La Collection recueillie par TExpedition zoologique de M. Sjöstedt, quoique
moins importante par le nombre, presente un grand interet et contribuera ä preciser
la repartition des especes d'Ixodides dans la region du Kilimandjaro.
Dans mes memoires sur la «Revision de la famille des Ixodides», j'ai eu ä
mentionner la presence de quelques especes de cette region. De plus, diverses autres
collections, qui m'ont ete confiees en vue de leur etude et de leur determination,
m'ont montre maintes fois des formes du Kilimandjaro. Je n'avais pas eu, jusqu'ä
present, l'occasion de faire connaitre ces resultats. Je les introduis ici; ils s'ajouteront
ä ceux de l'Expedition zoologique et en etendront la signification. II y aura lieu
de remarquer que l'abondante recolte de l'Expedition n'a guere porte que sur des
especes dejä connues. Deux sous-especes nouvelles seulement [Ixodes ugandanus
djaronensis et Rhipicephalus simus planus) s'ajoutent a la liste des types dejä decrits.
Je donne ici les noms des especes d'Ixodides du Kilimandjaro et du Meru,
avec tous les renseignements necessaires, en reunissant, pour cliaque espece, les ap-
ports des diverses collections.
* L. G. Neumann, Notice sur la cüUectiou d'Ixodidae de M. C. G. Schillings (Weiherhof, Gürzenich bei
Düren). — Toulouse, 1900, 4 pages in — 8°.
Sjöstedta Kilimandjaro- Meru Expedition. 20 3
18 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 2.
Ixodes rasus Neum.
1899. Ixodes rasus, L. G. Neumann, Memoires de la Societe Zoologique de
France, vol. XII, p. 137, fig. 12, 13 et 14.
1 exemplaire ($). Kilimandjaro, Kibonoto, 1300—1900 m., 7 octobre 1905.
1 exemplaire ($). Kilimandjaro, 8 octobre 1905.
1 exemplaire ($). Meru, 3000 — 3500 metres, Regenwald.
Ixodes .Sclilllingsi Neum.
1901. Ixodes Schillingsi, L. G. Neumann, Memoires de la Soc. Zoologique de
France, vol. XIV, p. 288.
3 exemplaires (2 $ et 1 nymphe). Sur Colobus caudatus, Kilimandjaro, Kibo-
noto, 3 juillet 1905.
1 exemplaire ($). Kilimandjaro, Kibonoto, sur l'herbe, 12 juillet 1905.
Observation. — Cette espece, dont on iie connait pas encore le male, a etö etablic d'apres 38 exemplai-
res pris sur un Singe (Colobus caiidahts Thomas), dan.s l'Afi'ique Orientale allcmande, par Sihilling.s. D'apre.s
cet explorateur, Ixodes l^cJiillkiffsi se tixe exelusivement aux yeux et souveiit uii oeil est completemeiit perdu;
c'est presque toujours le cas ]iour les jeunes sujets.
Ixodes sp.
1 exemplaire (nymphe), indeterminable specifiquement, pris sur une Chauve-
Souris, Nycteris thebaica Geoffr.; Kilimandjaro, Kibonoto, 5 octobre 1905.
Ixodes ugaudaiius Neum.
1906. Ixodes ugandanus, L. G. Neumann, Archives de parasitologie, vol. X,
p. 198, fig. 2 et 3.
2 exemplaires (cT & ?). Kilimandjaro, Kibonoto, Regenwald, 2000 — 3000 m.
Ixodes ugandanus djaronensis nov. subsp.
Male. — Corps long de 1™"7. Rostre long de 0"'"'3; en arriere de l'insertion
de cliaque palpe, une trace de saillie ventrale sur la base. Cheliceres ä doigt long
de 90 [j., ä apophyse externe decoupee en deux dents fortes, tres aigues, surtout la
basale, et terminee en avant par deux tres petites dents successives.
Femelle. — Corps atteignant 4""' 6 de longueur (rostre compris), sur 3""" 3 de
largeur. Couleur variant du blanc jaunätre au brun marron. Ecusson long de 0"'" 95,
large de 0'""' 68. Rostre long de O"" 6 ; une petite saillie ventrale en arriere de clia-
que palpe.
NEUMANN, IXODID^. 19
Cette forme differe du type par ses dimensions plus faibles et les petites sail-
lies de la base du rostre.
11 exemplaires (1 cf et 10 $), pris sur Genetla suahelica Mtsch. Kilimand-
jaro, Kibonoto; 23 juillet 1905.
1 exemplaire ($). Meru, Regenwald, 3500 metres.
Rhipieephialus saiiguineus (Latr.)
1806. Ixodes sanguineus, Latreille, Genera Crustaceorum et Insectorum, vol.
I, p. 457, n" 2.
1844. Khipicephalns sanguineus + B. rutilus + R. limhahis + R. siculus, C. L.
Koch, Archiv f. Naturg., Jahrg. X (1), p. 238.
1 exemplaire (cf), ä Tanga (Ost-Afrika) sur Ibis [Theristicus leucocephalus (Gm.)],
10 juin 1905.
Observation. — E. sanguineus est represente, dans la collectiou du Bureau of aiiimal Industry de
Washington, par 1 $ recueillie en 1888 sur une Gazelle, par W. L. Abbott (L. G. Xeumaxn, Mem. de la Soc.
zoologique de Franee, vol. X, 1897, p. 389).
ScHiLLiX(iS en a rccueilli, pres de la riviere Pangani, 1 J' et 3 nyniplies sur Cobits cJlijisiprifmHus Ogilb.
et H. Sm. ; et ii Massaisteppe 7 c? et 7 $ sur Glraffu SchiUingsi Mtsch. (Xeumann det.).
1901. Rhipicephalus appendiculatus, L. G. Neumann, Mem. de la> Soc. Zoologique de France, vol.
XIV, p. 270.
Observation. — Cette espece a ete recueillie en abondance par Schillings (environ 200 J^ it 5) sur
B)ihalit:< raffvr Sparrm., en Jlassai, et (40 <^ et 30 5) sui- un liote non indique k Massimani (Xeumann det.).
1877 — 1878. lihipiceplialus hiirsa, G. Canestkini & F. Fanzago, Atti del R. Istituto veneto, (5), vol.
IV, p. 190.
Observation. — J'ai indique cette espece comme representee dans la collection E. Simon-X'eumann, par
une 5 repue, rapportee du Kiliniandjaro. L'exemplairc etaiit en mauvais etat, la determination u'est pas cer-
taiue; il s'agit pout-etrc de IL capcnsis Koch (Mein. Soc. Zool. de France, vol. X. p. 293).
Rliipiceplialus capeiisis coinpositus Neum.
1844. Rhipicephalus capensis, C. L. Koch, Archiv f. Naturg., Jahrg. X (1), p. 238.
1897. Rhipicephalus compositus, L. G. Neumann, Mem. de la Soc. Zoolog, de
France, vol. X, p. 393.
1904. Rhipicephalus capensis compositus, L. G. Neumann, Archives de parasi-
tologie, vol. VIII, p. 449.
4 exemplaires (3 '(^, 1 ?). Kilimandjaro, Kibonoto, 1300 — 1900 m. 3 mars—
4 mai — 4 decembre 1905.
7 exemplaires (2 ^, 5 $). Kilimandjaro, Steppe, 29 septembre 1905.
Observation. — B. capensis est represente dans la collection Schillings (Museum de Berlin) jiar 13
exemplaires (12 J' et 1 $) pris sur Ä)itilope oreas Pall., au Kilimandjaro Ouest, et i)ar 1 J*, pris ä Meru-
berg (^Xeumann det.).
Rhipicephalus simus Koch.
1844. Rhipicephalus simus + R. senegalensis, C. L. Koch, Archiv f. Naturg,,
Jahrg. X (1), p. 238.
20 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 2.
1873. Bhipicephalus praetextatus + R. perpulcher, A. Gebstäcker, Gliederthiere
gesamm. auf C. v. d. Denken's Reise in Ost-Africa, p. 468.
7 exemplaires (5 c^ et 2 $). Sur Phacochoerus africamis (Gm.). Kilimandjaro,
Niederung, 4 aoüt — 9 octobre 1905.
2 exemplaires (J"). Sur Equus Böhmi Mtsch. Kilimandjaro, Ngare nairobi,
12 aoüt 1905.
12 exemplaires (6 ^, 6 $). Sur Hystrix africae-australis Ptrs. Kilimandjaro,
Kibonoto, 21 aoüt 1905.
1 exemplaire (^). Sur l'herbe. Kilimandjaro, Kibonoto, 19 juiUet 1905.
5 exemplaires (1 ^, 4 '^). Kilimandjaro, Kibonoto, 1300 — 1900 m., 7 octobre
— 29 novembre — 4 decembre 1905.
2 exemplaires ($). Kilimandjaro, Steppe, 3 octobre 1905.
10 exemplaires (6 ^, 4 ?). Meru (Niederung), 24—26—29 novembre— 1 de-
cembre 1905.
1 exemplaire ($). Meru, Regenwald, 3500 metres.
1 exemplaire (J"). Tanga, 4 juin 1905.
Ohsenation. — I{. s'imns est represente dans les follections Schillings par 7 <^ et 2 $, pris sur un
PhacorJioci-KS au Kilimamljaro ouest; 2 J' sur Buhalus cciff'er Spaerm., pics de la riviere Pangani au Massailand;
4 J' sur Felis leo L. au Massailand et 13 J' sur Felis Ico L. ä Massimaiii (Njiri).
Rhipicephalus simus planus nov. subsp.
Male. — Corps trapu, long de 3""" 3 (rostre compris), large de 2""" 7 vers le
tiers posterieur. Ecusson dorsal plan entre les sillons marginaux; ceux-ci larges &
profonds, s'arretant ä la limite posterieure du penultieme feston: ponctuations rares,
formant de chaque cote une file qui prolonge en avant le sillon marginal; quelques-
unes limitent vaguement un ecusson de femelle. Yeux jaunätres.
Femelle. — Ecusson dorsal presque circulaire, ä sillons lateraux peu profonds;
ponctuations rares. Yeux jaunätres.
4 exemplaires (3 J"» 1 ^),siiv Hystrix africae-australis Ptrs. Kilimandjaro, Kibo-
noto; 21 aoüt 1905.
2 exemplaires (?). Kilimandjaro, Kibonoto; 1300—1900 m., et 2000— 2500 m.,
6 octobre 1905.
3 exemplaires (J"). Kilimandjaro, 10 octobre — 18 novembre 1905.
1 exemplaire (J'). Kilimandjaro, Steppe. Septembre 1905.
1900. Bhipicephalus armafus, R. J. Pocook, Proreedings of tlie Zoological Society of London, p. 50,
pl. III, fig. 2.
Observation. — La eollcction Schillings comiu'cnd 13 exemplaires (10 J", 3 ^) pris sur Felis leo L. au
Massailand.
Kliipicephalus pulchellns (Gerst.)
1873. Dermacentor pulchellus, A. Gerstäcker, Gliederthiere gesamm. auf C.
V. D. Denken's Reise in Ost-Africa, vol. III (2), page 167, pl. XVIII, fig. 2.
NEUMANN, IXODID^. 21
1897. Rhipicephalus pukheUu^, L. G. Neumann, Memoires de la Soc. Zoolo-
gique de France, vol. X, p. 399.
1900. Bliipicephnlu.'i marmoreus, R. J. PococK, Proceedings of the Zoological
Society of London, p. 50, pl. III, fig. 1.
3 exemplaires (J"), Kilimandjaro, Ngare nairobi, sur Zebra, 12 aoüt 1905.
53 exemplaires (40 c?. 13 ?), Usambara, Same, sur Zebra (parties moUes), 23
jiiillet 1905.
Ohscrriifion. — 7?. pnh-hdlu& est represciite dans les collectious Schillings par 13 exemplaires (9 J*,
4 5) l""is sur Eqitus Böhmi Mtsch., et par 18 (15 J*, 3 $) sur Antilope oreas Pall., au Kilimandjaro ouest;
par 15 (14 <^ et 1 $) sur I'hacorhom-us sp. a Massaisteppe: 1 J* sur Cohus dUpslpriimuus Ogilb. it II. Sm.
pres de la rivierc rangani: 1 J" sur uii hüte non iiidiquc ä Merubcrg; 11 exemplaires (8 (^,3 9) sui" Bidm-
his ca/f'cr Spaükm.. pres de la rivierc Pangani; — dans les collectious du Museum de Paris par 1 cT, rapporte
du Kilimandjaro en 1890 par P. Leroy.
lOOl. RhipiccpJiahis onihtfiis, L. (i. Neumann, Mem. de la Soc. Zoolog, de P'rancc, vol. XIV, j). 1274.
Oliscrrafloii. — Cettc espece tigure dans les colleetions Scmi.LiNci.s par 17 exemplaires pris, au voisinage
de la rivierc Pangani, sur (Tiraffa Schill ii/(jsi Mtsch. (2 J", 5 $) et sur Gazella Granu Brooke (2 J, 8 $)•
Rhipiceplialus Evertsi Neum.
1897. Bhipicephalus Evertsi, L. G. Neumann, Mem. de la Soc. Zool. de France,
vol. X, p. 405.
26 exemplaires (20 J', 6 ?), Kilimandjaro, Ngare nairobi, sur Zebra, 12
aoüt 1905.
1 exemplaire ($), Kilimandjaro, 5 octobre 1905.
Oliücrrafiou. — Les rollertions Schillings renfermeut 7 exemplaires (4 cTi 3 $), \ii\a am: Eqiius Böhmi
Mtsch. au Kilimandjaro Ouest et I $ de Massaisteppe sur Giruffa sp.
Hyalomina aegyptium (L.)
1758. Acarus aegyptius, Linne, Systema naturae, edit. decima, I, p. 615.
1804. Cynorhaestes aegyptius, J. F. Hermann, Memoire apterologique, p. 66,
pl. IV, fig. 9 et 11; pl. VI, fig. 13 (c^).
1844. Hyalomma aegyptium + H. droynedarü + H. grossum, etc., C. L. Kocii,
Archiv f. Naturg., Jahrg. X (1), p. 220—222.
11 exemplaires (8 cT, 3 $), Meru (Niederung), sur Giraffa sp. (sous la base de
la queue), 19 octobre 1905.
1 exemplaire (?), Meru (Niederung), sur Rhinoceros bicornis L.
Observation. — //. aegyptium figure dans les collectious Schillings comnie recueilli sur Giraffa Srhil-
Jingsi Mtsch.: ä Massai, 3 J', 1 $; ä Massimani (Njiri), 2 J"; ä Massaisteppe, 2 J"; — sur Biihaius caffcr
Spahkm., pres des rives du Pangani, 1 ^.
1899. Amhlyomma sparsam, L. G. Neumann, Mem. de la Soc. Zoolog, de France, vol. XII, p. 247.
Observation. — Lo Museum de P>erlin i)ossede 1 J* rapporte du Kilimandjaro par Kretschmeb.
22 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 2.
AiiiMyomnia marmoiTuiii Koch.
1844. Amhlyomma rnarmoreum, C. L. Koch, Archiv f. Naturg,, X. Jahrg.
(1) p. 224.
5 exemplaires (3 (^, 2 $), Meru (Niederung), snr Rhinoceros hicornis L., 26 no-
vembre 1905.
2 exemplaires (J"), Meru (Niederung), 24 novembre — 1" decembre 1905.
Observation. — 1 ^ figurc dans la collection du British Jluseuiii commc originairc du Kilimandjaro.
Aiiiblyonima hebraeiuii Koch.
1844. Amblyomma hebraeum, C. L. Koch, Archiv f. Naturg., X. Jahrg. (1), p. 225.
2 exemplaires ( J"), Meru (Niederung), sur Oiraffa sp. (sous la base de la queue),
19 octobre 1905.
8 exemplaires (1 cT, 7 ?), Meru (Niederung), sur Rhinoceros hicornis L. (aux
parties molles, sous la queue et autour des oreilles), 24—26 novembre 1905.
Observation. — La collectiou Schilling.s comprcnd: 1 J' sur lihinoceros hicornis L. ä Massai; 1 J^ sur
Girajf'a sp. ä Massai; 1 J* et 5 5 sur uu liöte iudetermine ä Mcrubcrg; 150 J* et 13 $ sur Giraffa sp. ä
Massiraani (Ndjiri); envirou 200 exemplaires (J* & $) sui" Giraffa sp. ä Massaisteppe.
1873. Ambli/omma cburnmm, A. Gerstäcker, Gliedcrthiere gesamm. auf C. d. v. Denken'» Reise in
Ost-Africa, vol. III (2), p. 465, pl. XVIII, fig. 1.
1904. Ambli/omma hchraeiim eburneum, L. G. Neumann, Archives de parasitologie, vol. IX, p. 234.
Observation. — La collection Schillings comprend: 19 J", 6 5, recueillis en 1903 pres du cours moyen
du Pangaiii; 23 ^T, 4 5 sur Biibahis caff'er Sparrm. daus la meine region; 33 J', 4 ^ sur Giraffa Schillingsi
Mtsch,; 12 J', 1 5 sur Antilope oreas Pallas, a l'ouest du Kilimandjaro.
1899. Amhlyomma Tholloni, L. G. Neumann, Memoires de la Soc. Zoologique de France, vol. XII, p. 242.
Observation. — 3 J*, 2 ^ Pi'is sur la Gazelle, par Schilling.s au Kilimandjaro.
Aniblyomina personatiim Neum.
1901. Amhlyomma personatum, L. G. Neumann, Memoires de la Soc. Zoolo-
gique de France, vol. XIV, p. 306, fig. 12.
5 exemplaires (1 J", 4 $), Meru (Niederung), sur Rhinoceros hicornis L. (princi-
palement aux parties molles, sous la queue & autour des oreilles), 24—26 novembre 1905.
Amblyoiiima Petersi Karsch.
1878. Amhlyomma Petersii, F. Karsch, Monatsber. der K. Akademie der Wis-
sensch. zu Berlin, p. 336, pl. I, fig. 4.
1899. Amblyomma aureum + A. Foäi, L. G. Neumann, Mem. de la Soc. Zoolo-
gique de France, vol. XII, p. 254 et 262, fig. 56.
1 exemplaire ($), Meru (Niederung), 24 novembre 1905.
2 exemplaires ($), Usambara, Mombo, juin 1906.
NEUMANN, IXODID.E. 23
Obsentttio)!. — Dans les collections Sciuixinos se trouvciit: Vu J* it 21 § pris sur Wiinoceros bicornis
L. au Massailaiid; 2 J' ot 1 ^ '^'"" Antilope oreus Pallas au Kiliinaiuljaro.
1778. Acaruf: si/lffiticiis, t'ii. pe Geek, Menioircs iKiur servir a riiistoirc dos Insectes, vol. YU, p. 102;
1.1. XXXVIII, tig. 7.
lt<44. Ambl 110)11 Hin si/lro/icKm 1- Jli/olouniiii (Irriinii, (.'. I.. Kucii, Ai'fliiv f. Natui'g., X. Jahrg. (Ij,
p. 231 ot 222.
Obscn'dtloii. — ScHiLLiN(i.s a reouoilli 1 (/ sur L'liinoreros bicornis L. ii Massai.
Apoiioinma laeve Neum.
1899. Apono7mna laeve, L. G. Neumann, Mem. de la Soc. Zoologique de France,
vol. XII, p. 190.
4 exemplaircs (2 J", 2 nyniphes), entre les ecailles d'un Serpent [Leptodira lio-
tamhoeia (Laur.)] au Kilimandjaro, Kibonoto.
Derniaceiitor rlnnocerotis (Geer).
1778. Acams rhinocerotis, Ch. de Geer, Memoires pour servir a l'histoire des
Insectes, vol. VII, p. 160; pl. XXXVIII, fig. 5 et 6.
1844. Amblyomma rhinocerotis, C. L. Koch, Archiv f. Naturg., X. Jahrg.
(1), p. 231.
1873. Dermacentor rhinocerotis, A. Gerstäcker, Gliederthiere gesamm. auf
C. v. D. Decken's Reise in Ost-Africa, vol. III (2), p. 466.
39 exemplaires (31 cT- 8 $), Meru (Niederung), sur Rhinoceros bicornis L. (prin-
cipalement aux parties molles, sous la queue & autour des oreilles), 26 novembre 1905.
Obscrrafion. — Dans la collection du Musouni de Berlin se trouvent, oonime rccuoillis dans la region
du Kilimandjaro: 1 J' et 2 $, a 13UÜ — 1700 m., par Volkens; 1 $ iiar Kret.schmer; 1 J* et 1 $ par
WiEDEMANN, sur uu lUuHoccros, ä Moschisteiipe. — Le Museum de Paris possede aussi 1 J^, rapporto du Kili-
mandjaro par P. Lekoy en 1890.
La collection Schillings coniprend 9 J' et 2 ^ provenant de Meruborg; 2 J* et 1 ?^ d'un Rhinoceros
bicornis L., tue ä Massai; 1 J* du Kilimandjaro ouest, provenant tV Antilope oreas Pallas.
Dermacentor rliiiiocerotis permaeuhitus nov. subsp.
2 cT, Kilimandjaro, Kibonoto, sur l'herbe, 12 juillet 1905.
Observation. — Je donne ici un nom ä une sous-espece que j'ai dejä sigualee': «Chez le male, les
taches de l'ecusson sont plus nombrouses, parce (jue la grande tache mediane anterieure est divisee, par le fond
sombre, en cinq taches dont une, impaire, eu represente l'aiigle posteriour, deux autres les angles scapulaires et
deux autres les bords; celles-ci sont ölargies trausversalomont; de plus, tous ou presque tous los festons sont
inarques de jaune ou de rouge. Chez la foraelle, la tadie qui ontoure l'unl se prolongo en arriere sur la moitie
du bord lateral.» La couleur des taches claires est d'ordinairo plus rouge (pic dans le type.
Cette sous-espece a ete fondee sur des specimens de TAfrique Orientale allemande recueillis par 0. Neu-
MAXN & par P. Eek'haedt (Museum de Berlin), une $ du Zambeze rapportee par Durand (Museum de Paris),
d'autres du Meruberg, recueillir par Schillings sur Rhinoceros bicornis L., sauf 1 J* pris sur Antilope oreas Pallas.
' L. G. Xeimann. Kovisiuii de la famille des Ixodides, 4'' memoire. Mem. de la Soc. Zoolog, de France,
vol. XIV, p. 2Ü6; lyui.
24 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 2.
Haemaphysalis Leachi (Attd.)
1827. Ixodes Leachii, Audouin, Description de FEgypte, 2" edit., vol. XXII.
Zoologie. Explication des planches, p. 428.
1844. Rhipisioma Leachi, C. L. Koch, Archiv f. Naturg., X. Jahrg. (1), p. 239.
1897. Haemaphysalis Leachi, L. G. Neumann, Mein, de la Soc. Zoologique de
France, vol. X, p. 347.
8 exemplaires (3 ^, 5 ?), Kilimandjaro, Kibonoto, sur Oenetta suahelica Mtsch.,
5 octobre 1905.
18 exemplaires ( J"), Kilimandjaro, Kibonoto, sur Herpestes caffer Gm., 4 juillet 1905.
Observation. — La collection Schillings comprend 6 $ prises sur Felis leo L. ä Massimani, et 1 ^
sur Uli Leopard ä Donje-Erok.
1827. Argas Savigni/i, Audouin, Description de l'Egypte, 2" edit., vol. XXIL Zoologie. Explication
des planches, p. 426.
1844. Ornifhodorus Savignyi, V. L. Koch, Archiv f. Naturg., X. Jahrg. (1), p. 219.
Observation. — 1 $ adulte, de 12 mm. de long .sur 8""" 5 de large, du Kilimandjaro dans la collection
Simon-Neumann (Neumann, Eevision de la fam. des L\odides, l"^ mem., p. 29).
6 ci", 6 9, 1 nymplie, pris au Kilimandjaro, par F. J. Jacksux, dans la collection du British Museum
(Neumann det.j.
ConclusioiKs.
Si l'on compare la faune ixodidienne de la region du Kilimandjaro et du Meru
avec Celle que j"ai donnee (en y comprenant cette region) pour l'Afrique Orientale
Allemande\ on voit que toutes les formes indiquees dans le present travail, sauf trois
{Ixodes ugandanus djaronensis, Rhipicephalus simus planus et Amhlyomma sylvaticum)
figuraient dejä dans ce que l'on savait sur l'Afrique Orientale allemande. D'autre
part, Uli petit nombre des formes de cette derniere region ne sont pas indiquees pour
le Kilimandjaro; ce sont: Rhipicephalus sanguineus punctatissinms (Gerst.), Am-
hlyomma hebraeum splendidum (Gieb.), Amb. variegatum (Fab.), Aponomma exornatum
(Koch) et Ap. ochraceum Neum. II est probable que des explorations nouvelles
feront entrer ces especes dans la faune du Kilimandjaro.
A un autre point de vue, on constate la concordance de la collection Sjöstedt
et de la collection Schillings, qui lui est seule comparable.
Des donnees precedentes, on peut tirer aussi des notions approximatives sur la
frequence relative des especes. Le nombre des individus et celui des lots sont les
elements d'appreciation dont on dispose. Le second a, sans doute, plus de significa-
tion que le premier. Quand une espece figure dans les coUections par des lots nom-
breux, cela indique qu'elle a ete rencontree souvent; toutefois il a pu arriver que le
* L. G. Neumann, Revision de la fanülle des Ixodides, 4*^ memoire. Memoires de la Societe Zoologique
de France, vol. XIY, p. 355; 1901.
NEUMANN. TXODID^.
25
meme explorateur se soit contente de ne former qu'un lot d'une espece et ait neglige
ensiiite les aiitres rencontres qu'il aura pu en faire. De meme, tandis que certains
voyageurs ne repiignent pas aiix lots tres abondants lorsque l'occasion s'en presente,
d'autres se bornent ä un petit nombre d'exemplaires pour chaque occurrence.
Ces restrictions indiquent la signification relative et provisoire qiril faut accor-
der aux conclusions tirees ici des donnees numeriqiies en presence desquelles on
se trouve.
Le tableau suivant expose, pour chaque espece de Tique, le nombre des indi-
vidus compris: 1° dans la coUection Sjöstedt, 2° dans les collections Schillings,
3° dans diverses autres collections, ainsi que le nombre des lots correspondants. Une
derniere colonne donne pour chaque espece le nombre des hötes differents releves
dans Fensemble de ces collections.
Nombre des exemplaires
Nonis des especes oonnues ii present
ihi KiliuiiUidjaro vi du Moni.
o x
Nombre des lots
o ^
Nombre
des
hötes
Ixodes rasus
f Scbilliugsi
» ugandanus
• ugandanus djaronensis
Rhipicephahis sanguineus
» appendicu latus
» bursa?
» capensis compositiis . . .
» siinus
» simus planus
» armatus
» pulchellus
» oculatus
' Evertsi
Hyalomma aegjptium
Amblyomma sparsum
marraoreum
hebraeum
» hebraeum ebunieum . .
» Tholloni
» personatum
» Petersi
sylvatieum
Aponomma laeve
Dermacentor rhinocerotia
» rhinocerotis permaculatus
Haemapbj'salis Leachi
Omitbodorus Savignyi
Sjösledts Kilimandjaro-Meru Expedition
3
4
2
12
10
41
10
»
56
27
12
7
10
5
3
1)
4
39
2
27
38
19
370
»
14
28
»
13
48
17
8
9
371
102
3
»
61
14
7
14
3
42
2
12
20
370
1
24
69
10
13
105
17
35
21
1
8
381
102
3
5
64
1
4
60
2+ ?
34
14
5
15
5
3
4
1
2
3
2
1
7
19
5
1
8
2
3
6
1
4
8
4
1
2
5
1
1
13
1 +5
5
2
1
1
1
2
2
1
1
2
6
1
1
5
2
2
3
1
1
2
3
1
1
2
I
1
2
1
2
20.
26 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERTT EXPEDITION. 20: 2.
Ce tableau fournit divers renseignements.
On y voit que les Ixodes sont isi, comme a peu pres partout ailleurs, peu im-
portants dans la faune ixodidienne. Si /. Sehillingsi figure pour un nombre assez
eleve d'exemplaires (42), en realite il parait localise sur un seul hote, un singe (Co-
Idbus caudatus).
Les Aponomma, parasites des Reptiles, sont ici representes par une seule espece,
peu importante.
Hyalomma aegyptiimi, si commun dans l'Afrique du Nord, s'est propage dans
l'Afrique Orientale, niais il y parait peu repandu.
Ornithodorus Savignyi, toujours peu nombreux dans les lots, est peut-etre aussi
facile a rencontrer au Kilimandjaro qu'en Egypte.
Amblyomma sylvaticum est tout a fait exceptionnel.
Haeirmphysalis Leachi, qu'on trouve dans des points tres eloignes de l'Afrique,
n'est pas plus commun ici que dans tant d'autres parties du continent noir.
Dermacentor rhinocerotis a son vehicule et son hote presque necessaire dans le
Rhinoceros.
Les deux genres vraiment predominants ici, comme dans toute l'Afrique, sont
Rhipicephahis et Amblyomma.
Rhipicephalus simtis est l'espece la plus repandue. II infeste des hötes divers
et R. pulchellus ne lui cede guere. Ces deux especes s'accommodent sans deute d'un
mammifere quelconque. — R. a^ypendiculatus n'a pas une importance correspondante
au grand nombre (370) d'individus par lesquels il est represente, puisqu'un Büffle
a fourni 200 exemplaires et que les 170 autres proviennent d'un autre hote.
Amblyomma hebraeum est, sans doute, la forme la plus commune. C'est ce qui
ressort du nombre des exemplaires et de celui des lots; les hötes sont probablement
tres divers, bien que les renseignements recueillis n'en indiquent que deux. Cette
espece est la plus commune dans toute l'Afrique, de 1' Egypte au Cap, du Senegal
en Mozambique. La forme d'^. h. eburneum est tres repandue aussi en Kilimandjaro.
Amblyomma Petersi, qui correspond surtout ä l'Afrique equatoriale, se trouve
plus souvent au Kilimandjaro qu' ailleurs.
Les autres especes ne comportent pas de considerations particulieres.
Caracteres distinctifs des especes.
Avant de donner les tableaux dichotomiques qui permettent de determiner les
especes mentionnees ici, je reproduis la division de la famille des Ixodidae en deux
sous-familles (Ixodinae et Argasinae) puis celle des Ixodinae en Sectio ns.
Un ecusson dorsal. Rostre toujours terminal. Palpes con-
caves ä leur face interne, au moins chez la femelle. Tarses pour-
vus d'ambulacres ä ventouses Ixodinae.
NEUMANN, IXODID^. 27
Pas d'ecusson dorsal. Rostre infere, au inoins a Tage adulte.
Palpes convexes a leur face interne dans les deux sexes. Tarses
dppourvus d'anibulacres a ventouses, au moins ä Tage adulte . . Argasinae.
Les Argasiiiae sont representes au Kilimandjaro uniquement par OrnithodoriLv
Savignyi.
Les Ixodiiiae se divisent en trois scctions:
Sillon anal contournant l'anus en avant. Males avec ecussons
sur tonte la face ventrale . Ixodeae {Ixodes).
Sillon anal contournant l'anus en arriere ou nul. Males avec
deux ecussons adanaux Rhipicephaleae.
Sillon anal contournant l'anus en arriere. IMäles sans ecus-
sons ventraux Amhhjommeae.
Les Rhipicephaleae comprennent trois genres :
Rostre court; sa base ä bords lateraux saillants, anguleux.
Stigmates subtriangulaires. Un sillon anal Rhipicephalus.
Rostre court; sa base ä bords lateraux saillants, anguleux.
Stigmates circulaires ou ovales. Pas de sillon anal Margaropus.
Rostre long; sa base ä bords lateraux non saillants, droits,
paralleles. Stigmates subtriangulaires. Un sillon anal Hyalomma.
Margaropus n'a pas jusqu'a present de representant au Kilimandjaro. Hya-
lomma y figure par H. aegyptium. Les especes de Rhipicephalus sont differenciees
dans un des tableaux suivants.
Les Amhlyommeae comprennent quatre genres:
, ( Des yeux — 2.
I Pas d'yeux — 3.
t)( Rostre long. Hauches IV du ^ ä peine plus grandes que les autres Amhlyom.ma.
1 Rostre court. Hauches IV du c^ bien plus grandes que les autres Dermacentor.
o ( Rostre long. 2° article des palpes non saillant en dehors . . . Aponomma.
I Rostre court. 2° article des palpes saillant en dehors .... Haemaphysalis.
Les trois derniers genres ne sont representes chacun au Kilimandjaro que par
une espece. Les formes dC Amhlyomma sont differenciees dans un des tableaux suivants.
G. Ixodes.
Male.
, j Ecusson anal ä cötes divergents ou paralleles.
I Ecusson anal a cötes convergents. — 2.
^j Ecusson anal circulaire /. vasus.
\ Ecusson anal termine en pointe en arriere /. ugandanus.
3<
28 SJÖSTBDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 2.
Femelle.
,ISillon anal formant un cercle autour de l'anus /. rasus.
I Sillen anal prolonge en arriere de l'anus. ä branches rapprochees. 2
£^| Peritremes plus pres de l'anus qiie du pore genital I. SchillingsL
"1 Peritremes plus pres du pore genital que du l'anus /. ugandanus.
G. Rhipicephalus.
Male.
, ( yeux plats. — 2.
I Yeux hemispheriques, orbites. — 8.
,-,( Ecusson dorsal concolore, brun. — 3.
"'I Ecusson dorsal blanc et noir R. fidchdlas.
Ecussons adanaux non prolonges en pointe (leur bord posterieur
droit ou convexe). — 4.
Ecussons adanaux prolonges en deux pointes (leur bord posterieur
concave) li. arinalus.
Ecussons dorsal ä ponctuations distantes, peu nombreuses ou nian-
4:\ quant par places. — 5.
Ecusson dorsal ä ponctuations rajjprochees, abondantes. — 7.
Ecusson dorsal ä ponctuations inegales, bien visibles, reparties
irregulierement. — 6.
Ecusson dorsal ä ponctuations grandes, egales, ordinairement en
lignes longitudinales, melangees ou non de ponctuations
tres fines, ä peine visibles ü. simus.
Handies I ä prolongement anterieur nul ou court, non visible
6<( par la face dorsale R. sanguineus.
Hauches I ä prolongement anterieur long, visible par la face dorsale. R.appendiculatus.
Ecusson dorsal ä ponctuations tres inegales, la plupart fines, non
contigues R. bursa.
Ecusson dorsal a ponctuations subegales, grandes, profondes, con-
tigues, en lignes separees souvent par des cretes . . . . R. capensis.
Ecusson dorsal brun rouge, ä ponctuations ecartees. Pattes brun
rougeätre R. ocidatus.
Ecusson dorsal brun force, chagrine (ä ponctuations rapprochees).
Pattes rouge safran R. Evertsi.
Femelle.
A Yeux plats. — 2.
I Yeux hemispheriques, orbites. — 8.
n\ Ecusson dorsal brun ou brunätre. — 3.
I Ecusson dorsal blanc R. pulchellus.
7<
4<
NEUMANN, IXODID^E. 29
.,, Ecusson dorsal en ovale allonge, plus long quc large. — 4.
Ecusson dorsal en ovale court ou aussi large que long. — 5.
Base du rostre sans crete longitudinale en dehors des aires po-
reuses /»'. ■•omgtdneus.
i-?ase du rostre avec une crete longitudinale, tangente en dehors
aux aires poreuses R.appendiculatus.
Ecusson dorsal ä ponctuations subegales. Articles des pattes
marqiies de ponctuations fines. — 6.
Ecusson dorsal ä ponctuations tres inegales (de tres grandes et
de tres fines). distantes. — 7.
„1 tlostre (base et palpes) aussi large que long A'. barm.
Rostre (base et palpes) plus long que large R. capensis.
Articles des pattes marques de ponctuations fines R. sinms.
!{ Articles des pattes creuses de ponctuations aussi grandes que
Celles de Tecusson dorsal R. armalus.
Ecusson dorsal plus long que large, ä ponctuations distantes.
Pattes brun rougeätre R. oculatus.
Ecusson dorsal aussi long ou ä peine plus long que large, ä ponc-
tuations rapprochees. Pattes rouge safran R. FJvcrtsi.
M
S<
G. Amblyomma.
Male.
,(Yeux plats, non saillants. 2.
I Yeux hemispheriques, orbites A. sylvaticmn .
,-,( Ecusson dorsal pourvu d'un sillon lateral. — 3.
I Ecusson dorsal depourvu de sillon lateral. — 5.
Ecusson dorsal sans bände foncee, mediane, longitudinale, poste-
rieure A. sparsuni.
Ecusson dorsal avec une bände foncee, mediane, longitudinale.
posterieure. — 4.
Ecusson dorsal clair sur les cotes; ponctuations toutes tres grandes A. inarmoreum.
Ecusson dorsal fonce sur les cotes; ponctuations inegales . . . A. hebraeum.
Ecusson dorsal brun, concolore ou avec deux taclies claires en
arriere A. Tholloni.
Ecusson dorsal jaune, avec des taches brunes. — 6.
Ecusson dorsal ä taches surtout transversales A. personatum.
Ecusson dorsal ä taches surtout longitudinales A. Petersi.
Femelle.
, j Yeux plats, non saillants. — 2.
1 Yeux hemispheriques, orbites A. sylvaticmn.
30
SJÖSTEDTS KTLIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 2.
fjjHypostome a six files de dents. — 3.
"iHypostome ä liuit files de dents. — 4.
„(Handies I a deux epines egales, courtes, aussi larges que longues.
1 Handies I ä deux epines inegales, l'externe plus longue que large.
[Ecnsson dorsal triangulaire
4.Ecusson dorsal cordiforme ou subcordiforme, jaune, ä taclies
( brunes, petites. — 5,
p. f Ecusson dorsal ä taches marginales et medianes
A.
A.
A.
tnarnioreum.
hebraeum.
Tholloni.
A. personat'iim.
I Ecusson dorsal ä taches peu nombreuses, marginales A. Petersi
20. ARACHNOIDEA.
3. Acari
by
IVAR TRÄGÄRDH.
With 2 plates.
Amongst the coUections brought home by Prof. Sjöstedt from the German
East-Africa there are some acari which he has kindly handed over to me to work out.
It is scarcely necessary to point out that the collection, allthough it contains
18 species, 12 of which are new to science, is in no way exhaustive and only repre-
sents a small part of the acari which occur in that country.
Only two subfamilies of the Trombidiidce, the more conspicuous, scarlet-coloured
Trombidnnce and Erythrceince seem to be well representated, numbering not less than
12 i. e. ^/s of the whole collection.
Besides these there are a few stray specimens of Lcelaptmce and nymphse mi-
gratorise of TJropodince, found on rats and beetles.
Fani TroinbidiidjB.
Siibfam. Erythrceince.
Rliyncliolophiis Duo.
Hliyiicholophns siciilifonnis Tgdh.'
Meru-mountsiin, one specinien ; Kilimandjaro, one specimen: Kiboscho 19.
II. 1006.
The species was described by the author in 1904 from the desert at Heluän, Cairo.
^ Results of tlie Swedisli Zoological Exp to Egyjjt and the white Nile 1901. No. 20. Part I. p. 64 — 65.
32 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 3.
Khyiicholophus iiieniensis n. sp.
(PI. 2, figs. 3, 21 & 28.)
Length 2,ifi mm., Breadth 1,26 mm.
The shape is the same as that of R. siculus Can.
The dorsal side is thickly clothed with sharp bristles (PI. 2, fig. 28.), which
are provided with or rather divided in smaller, pointed bristles in the proximal half ;
these are arranged in five rows of 3 — 4 each and increase in length towards the top.
One pair of sessil, rather large eyes. The crista metopica (PI. 2, fig. 21.)
is long and straight and measures 0,45 mm. in length; it widens anteriorly to a
spoon-shaped, finely punctured pseudostigmatic area, the distal ^'s of which pro-
ject as a free blade, which Covers the base of the rostrum. The area is provided
with numerous, long hairs, similar to, but much more slender than those of the
dorsal side. The setiform pseudostigmatic organs are inserted far backwards.
Posteriorly the crista widens to the smaller, triangulär and roimded posterior
pseudostigmatic area; the posterior pseudostigmatic organs of the same shape as
the anterior ones but a little longer.
The rostrum is long, provided with numerous long hairs, and widens at the
top to a ventral, semicircular, fringed blade. The palps (PL 2, fig. 4). The coxse
are large, fused in the middle and contignous to the coxse of the first pair of legs.
The first free Joint is very small and triangulär; the second Joint is twice as long
as it is broad and longer than the 3'"<^+4t^'; the 3"'^ Joint is narrow; the 4*>i Joint is
very short, with a very short and curved terminal claw, the ventral edge of which
is provided with 2 small teeth at the base. The 5*^^ Joint nearly cylindrical, with
obliquely squared top, longer than the 4*^ Joint incl. of the claw. The palps are pro-
vided with numerous feathered hairs; the 2"^' Joint has ventrally behind the middle
one long, bare hair and dorsally in the middle one long, feathered hair. The 3'''^
Joint has one longer hair dorsally in the middle. The 5^^ Joint is provided with
numerous small hairs and a ventral ring of 8 longer radiating hairs, of which 4 point
inwards, 1 backwards and 3 outward s.
Ventral side. Coxse I & II, III & IV fused together; coxse I and III of the
same length, shorter than coxae [I and IV; coxse IV are the longest. All tarsi are
thick ; tarsi I twice as long as the others. All legs provided with two kind of hairs ;
the usual ones which are very closely set, and on the dorsal side others, which are
longer and more or less perpendicular. The genital aperture very long, more than
three times as long as the anal aperture.
ilfer-M-mountain, 3000 — 3500 M., 10 specimens.
Erytlii'Ji^ns Latr.
Erythrapus mucroiiatns n. sp.
(PI. 2, figs. 5 & 12.)
Size and shape Hke that of E. regalis C. L. Koch. Texture. The cuticle
of rostrum and the legs finely punctured. The dorsal side provided with fine
TRACARDII, ACARI.
33
slender liairs, wliieh are so very finely hairy that great magnification is necessary
to notice the hairs; aniongst tlie hairs there are interspersed .stouter and biunter,
brown-coloured bristles. Two pairs of sessil eyes of eqnal size, and enclosed within
the sanie chitinous ring. The crista metopica is long and straight (PI. 2, fig. 12.)
and projects in a narrow bar behind the posterior pseudostigmatic area. The an-
terior pseudostigmatic area is large, oval and highly raised; it continnes lorwai'd
in a narrow, thinwalled, fingershaped projection which bears one terminal and one
median bristle. The area itself is provided with 10 long bristles and a pair of long,
setiform pseudostigmatic organs. On the crista, at equal intervals between the areas,
two pairs of large bristles are inserted. The posterior area is nearly triangulär,
with rounded corners and highly raised surface; the pseudostigmatic organs are long,
setiform and bare and attain the length of the distance between the areas. The
rostrum is short, conical and pointed; the ventral side provided with nearly bare
bristles ; at the top there is a semicircular, dense row of hyalin, lanceolate, flat and
curved bristles, the edges of which are sawshaped. The palps are long and slender
(PI. 2, fig. 5); the ratio length of the 2"^', 3''l and 5*'^ joints is 15 : 8 : 5 and the
height of the 2"«^ and S'''* is 7:4. The 5*'' Joint is oval and rounded, with narrow
base. The claw is shorter than the 5*^ Joint and provided with a basal tooth. The 2""^
Joint is richly provided with long, perpendicular hairs on the external side ventrallj^ ;
its dorsal side with large bristles anteriorly. The 3"' Joint has 7 long, curved bristles
on the dorsal side.
The legs. The length of their joints will be seen from the foUowing tabelle.
Legs I are thicker than the others.
Mem, 2 specimens. Küimnndjaro: Kibonoto 1300 — 1600 M., 1 specimen.
Erytliripus Dugesi Nie.
Kilimandjaro: Kiboscho, on the mountain-lawns near the upj)er limit of the
Vegetation, 3400—4000 M. ö specimens.
The species is recorded from Alger and Eg3'pt.
Erythrspus aroolatiis n. sp.
(PL 2, fiic. 2(1.)
Larva.
Length varjäng from 1 to 1,4 mm.; width from 0,n to 0,76 mm.
Shape long oval, anteriorly a little broader in the younger specimens; in the
Sjöetedl Kilimandjaro!- Meru Expcditimi. 20. 5
34 SJÖSTETDS KILIMANDJARO-MERTT EXPEDTTTON. 20:3.
older ones the posterior and anterior margin of the same shape, the greatest width
being in the middle. Textnre finely transversally wrinkled; the shield, the rostrum
and the coxae finely punctured.
The dorsal side bears small, blunt, hairy and shghtly curved hairs. The shield
(PI. 2, fig. 20) is almost pentagonal; the anterior side slightly concave, the antero-
lateral corners obliquely truncated, the lateral angles broadly rounded, the posterior
sides convex, forming together a nearly semicircular line, with an incision at the poste-
rior end, on each side of the pseudostigmatic organs ; the posterior angle broad and
rounded, with a median incision. The shield is, as above mentioned, finely punc-
tured, and exhibits furthermore two median longitudinal rows of rounded, depressed
areas, 7 — 8 in each row.
Pseudostigmatic organs. Two pairs of them ; one pair, situated close
together in deep pores far forward, half as far away from the anterior as from the
posterior side, is setiform and of even lenght throughout; the other pair is placed in the
posterior corner, in the two round lobes formed by the three incisions; they are twice as
long as the anterior pair and gradually tapering in the distal half. The shield is pro-
vided with the usual 3 pairs of hairy, blunt bristles, placed in the anterior half at
the margin and increasing slightly in length forwards.
Eyes. One pair of submarginal eyes, on a level with coxae II. Pseudocapi-
tulum of the usual shape. The claw of the 4**^ Joint of the palps is stout and
deeply bifurcate ; the 2 dorsal hairs of the maxilho situated far forward ; 5^^'' Joint
low, but anteriorly projecting in a small conical appendage. Sense organ as in
Erythrceus kibonotensis Tgdh.
Ventral side. The coxal shields finely punctured; coxa I with one long hair;
coxa II with two, one anteriorly and distally, directed outwards, the other in the
middle and directed backwards; coxa III with two hairs, one as the first hair of
coxa II, the other near the anteiior side, proximaUy.
The legs do not exhibit anything peculiar.
Küimandjaro: Kibonoto. 13 — 1600 M. 14 Nov. 1905. On a grasshopper, 10
specimens,
Erythni^ns kibonotensis n. sp.
(PI. 2, fig. 19.)
Larva.
Length from 1 mm. excl. rostrum. Greatest width from O,« mm.
Shape oval in the younger specimens, more ovoid in the older ones.
Textur e. The shield, the rostrum with the palps and the coxae finely poratc.
The rest of the body is finely transversally striated or wrinkled.
Dorsal side.
The shield (PI. 2, fig. 19) is nearly pentagonal, with the top backwards. The
anterior side slightly concave, the other sides convex; all angles rounded; the
posterior one with a small median incision. The two pairs of pseudostigmatic
organs are situated, one a little in front of the centre, the other close to the poste-
rior corner.
TRÄgArDH, ACARl. 35
'l'lie pseudostigmatic organs are long and setifonn, tlie posterior ones a little
longer than the others, incasuring 0,ii!i mm.
Eyes. One pair of single, rather largo eyes close to the sides of the body, on
a level with the anterior margin of cox£e II.
Hairs. Three pairs of thick, blunt, hairy hairs, tapering gradually from a
broad basis towards the top. They are placed as foUows: one pair near the antero-
lateral corners, one pair in the lateral eorners and the third pair half way between
the others, but a little more inwards.
The dorsal side of the body is provided with about 35 pairs of similar, all-
though somewhat more slender and curved hairs.
The pseudocapitnlum (PI. 2, fig. 19) is strongly chitinized and of a brownish
yellow colour.
The maxillary palps 5-jointed, inserted ventrally. First Joint very small,
flat; the second large, and broad, curved forward at a nearly right angle and at the
same time bent upwards, so that its distal half becomes nearly vertical and the exte-
rior (dorsal) side raised to the level of tlie iipper side of the mandibles ; S'^'^ and 4*''
joints narroAV and straight, only half as broad as and both together as long as the
second Joint. The 4*^ joint slightly longer than the S^'^; it terminates in a double claw
nearly as long as the joint and curved slightly only at the top.
The ö^'i Joint is discernible only as a low päd on the ventral and inner side of
the 4*'» Joint.
Hairs. One blunt, stout and hairy bristle, curved slightly forwards at the basis,
is inserted on the external, upper edge of the second Joint, in the middle; it extends
forwards as far as to the anterior margin of the S^'^ joint. On the 3'''^ joint there is,
on the inner side far backward, a fine, curved pectinate hair. On the 4*'' joint there
are two similar hairs, one on the outer side, the other on the ventral side in the
middle and directed backwards. The 5"^ joint bears 7 fine, bare hairs, one of which
is directed straight inwards and downwards, two outwards and forwards, and 4 in-
wards and forwards.
Sense organ. Close to the posterior margin of the 5*'i joint there is a small
cylindrical, thin-walled appendage, striated transversally.
The hypostome. The two proximal thirds of the coxse fused together to a
flat shield, with a longitudinal shallow groove in the middle. The posterior margin
is slightly concave, the anterior one nearly semicircular and distinctly set off from
the rest of the maxillse. A little in front of the middle and submarginally the palpi
are inserted in deep foveolfe. Half-way between the palpi and the front margin
there is a pair of fine, pectinate hairs. The distal thirds are of the typical shape,
surrounding the claws of the mandibles with a large, extremely thin, hyalin plate,
open at the front. On the ventral side of this sucker-plate there is a dense ring
of fine, radiating and rod-like appendages.
Mandibles of the typical shape, broad, flattened dorsoventrally, the dorsal
side sloping down towards the median, parallel sides, which are pressed closely together.
36 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 3.
In front of the inandibles and surrounding their tips the upwardly curved tips of the
maxiJlfe form a broad, horseshoe- shaped ridge, provided with a pair of straight
feathered hairs.
Ventral side.
The coxal shields more or less triangulär, with rounded median margin. Coxse
I shorter and broader than the others, with one hair of the same shape as the
dorsal ones, curved outwards and backwards and inserted near the anterior margin.
Coxse II with 2 similar hairs, one of which is placed at the anterior margin, distally,
while the other is inserted ventrally, a little outside and behind the middle. Coxee
III witli two hairs, one at the antero-lateral angle, the other near the anterior margin,
proximally. Between coxae I, on a level with their posterior margin, there is one pair,
between coxse II one pair, on a transverse line in front of coxaj III two pairs of
hairs and between coxa3 III 3 hairs ; further back on the belly about 20 pairs of
hairs. Anus small, oval, in the centre of the belly. The legs. All the legs are
slender, with finely porate cuticle. Trochanter small; femur divided into basifemur
and telofemur, which are of subequal length in the resp. legs. The genu is slightly
shorter than the basi- and telofemur together. Genu and tibia I of equal length,
genua II and III slightly shorter than the resp. tibia. The tarsi from broad base
narrowing towards the top and curved slightly downwards. The claws of the usual
shape.
KiUmandjaro: Kibonoto. 6. XI. 1905. Numerous specimens on the dorsum of
an Acridiid.
Subfam. Trombidiince.
AUotlii'oinbiiiin Berl.
Allotliroinl»iuiii periiraiide Beri,.
Usambora: Mombo, VI, 6 specimens.
KiUmandjaro: Kiboscho 3400—4000 M. 19. II. 1906 2 specimens. The species
ie recorded from Italy, Egypt and Sudan.
Ti'oiiibidium Fabr.
Trombidiuiii bipectinatuin Tgdh.
il/erM-monntain. 3800 M., one specimen.
The species is up to the present time only recorded from Cameroon.
Troinbidium liolost^riceuin (L) Fabr.
Kilimandjaro: Kiboscho. 19. II. 1906, 12 specimens.
Trombidiiim tinetorinm (L.)
(PI. 2, figs. 3, 23 and 25.)
Kilimandjaro: Kibonoto, 1300—1600 M., 3 specimens; Kiboscho, in the upper
part of the rain-forest, 2950 M., 8 specimens; Kilimandjaro, III 1906, 4 specimens.
TRÄOÄRDH. ACARI. 37
— ilferM-moimt., in the rain-forest, 3000—3500 M., 21. XII. 05, 42 specimens; Meru-
lowlanHs, in the acacia forests al the river Ngare na nyviki, XI, 1905 14 specimens.
— Umnibuni : Älonibo, VI 1906, 2 specimens.
Troml)i(liuni siinilc n. sp.
(PI. 2, figs. 2, 8—11 aiul 14—16.)
Length 2,n7 mm. Width 1,46 mm.
The shape is the same as that of T. sanguineum, with liigh bioad Shoulders.
Tlie colour is a most beautiful orange-red.
The dorsal side is densely clothed by hairs of a most peculiar shape, inserted
in very large cup-shaped pores. As a matter of fact the pores occupy a mach
greater space of the surface than what the interspaces do. The hairs are chiefly
of two kind, but there are numerous forms intermediate between the two. The
larger hairs (PI. 2, fig. 15) are two-jointed; the basal Joint is large and broad, thin-
walled and excavated at the top ; the distal edge is often provided with small teeth.
At the top of the basal Joint, but more or less to one side of it, the terminal Joint
is articulated. It bears on a slender, bare and curved peduncle a nearly globular
head clothed with fine hairs, arranged in about 20 longitudinal rows, the whole
structure resembling very much a shaving-brush. The shorter hairs (PI. 2, figs. 14 &
16) have a very short and wide basis and globular, pear-or cucumber-shaped heads
which bear very fine and short hairs, arranged in longitudinal rows. Two pairs of sessil
eyes (PI. 2, fig. 9) enclosed within the same, chitinous and finely punctui'ed ring;
the anterior pair is not half as large as the posterior one. The crista metopica
(PI. 2, fig. 10) has a very simple structure. It is straight and narrow and widens only
at the hind end to a subtriangular pseudostigmatic area, which has a pair of
short, setiform pseudostigmatic organs.
The palps (PI. 2, fig. 2) are rather short and of the same general shape as
those of T. hipectinatum Tgdh. The 4*'^ Joint has a dense interior (median), row or
comb of strong, shghtly curved and pointed bristles and is provided exteriorly, near
the base, with a long straight, pin-shaped bristle, which projects forwards to a level
with the base of the terminal claw. The terminal claw of the 4*'' Joint is short,
rather narrow and blunt; at its base there is a smaller d:o of similar shape. The
5*i» Joint is narrow, widens slightly towards the distal third; it exceeds the 4"' Joint
by '/6 of its own legth.
The mandibles (PL 2, fig. 8); the lower jaw with very broad base and
strongly curved; the upper jaw is a thin, vertical, triangulär blade, with straight dorsal
and rounded ventral edge. The legs (PI. 2, fig. 11). The tarsus of the first pair
of legs is long and thickened.
ilferu-mountain, in the rain-forest, 3,000 — 3,500 M., 8 specimens.
TroiuJ)i(lium merueiise n. 8p.
(PI, 2, fig. 18.)
Larva. Length 0,9 mm. Breadth 0,72 mm.
38 SJÖSTEDTS KILIMAND.IARO-MERU EXPEDITION. 20: 3.
Shape, broad oval. Texture finely wrinkled; both the dorsal shields, the
maxillse, the maxillary palps and the legs iiiore or less densely piinctured.
The dorsal side has two shields anteriorly and bears 10 pairs of rather large hairs,
arranged symmetrically. The posterior shield is semicircular, with straight anterior
and rounded posterior side; it is provided with one pair of hairs behind the middle.
The anterior shield (PI. 2, fig. 18) is large and square; the posterior margin is slightly
convex, with a shallow excavation near the postero-lateral corners; the sides are con-
cave in the proximal half of the shield, which widens anteriorly and ends with broad,
nearly semicircular and slightly wavy anterior edge. The distal third projects as a free,
thin blade, separated from the rest of the shield by irregulär, anteriorly convex
lines, and is not punctured. The shield curves forwards and downwards and covers
nearly entirely the mouthparts ; it exhibits a pair of subcuticular nearly transversal
ridges a little behind the level of the anterior margin of the body. There are 3
pairs of bristles; one median, anterior pair of bare, pointed bristles, directed straight
forward and situated immediately in front of the punctured portion : the other two
pairs, of which the posterior one is the longest, are lateral, more blunt and feathcrd
and inserted, one at the postero-lateral angles, the other submarginally and halfway
between the posterior margin of the shield and the anterior margin of the body.
Between the lateral bristles, but a little more inwards, the long, setiform pseu-
dostigmatic organs are situated. Two pairs of eyes, situated dose together on
a level with the middle of the concave portion of the lateral edge of the anterior
shield. The pseudocapitulum is, as above stated, nearly hidden beneath the anterior
shield. The maxillary palps are short, 5-jointed. The first Joint very short; the
2nd, 3rd and 4*'' joints gradually decreasing in length and width ; the 2"<^ Joint with a short
pectinate hair dorsally and exteriorly ; the S'''^ Joint with one similar more interiorly ;
the 4th Joint externally with a transverse row of 3 bare bristles. The 5*^ joint very
small, with 4 — 5 fine, radiating hairs. The claws of the 5*'' Joint are curved strongly
inwards and downwards. The hypostome. The coxge are fused to form a ventrally
finely punctured plate; the distal Vs does not widen at the tip like a sucker-plate,
but forms a thin semitube, open at the upper side and with hyalin edges, which
Surround the mandibles. The anterior edge of the tube is divided into one narrow,
median, ventral slip and two pairs of nearly vertical, rounded lobes, the A'entral one
of which is twice as broad as the dorsal one. The mandibles of the usual shape,
not punctured, with strong, pointed claws of equal size.
Ventral side.
Coxee I and II are fused together; cox£e I anteriorly and distally with one
long feathered bristle, directed backwards; coxa II with one similar.
The legs are short and finely punctured, femur I indistinctly divided into
basi- and telofemur ; 3 claws, of which the median one is long and slender.
Jlfem-mountain, in the rain-forest, 3,000^3,500 M., 8. X., 1 specimen.
TRÄGÄROH, ARACHNOIDiE. 39
Farn, rarasitidao.
Subfain. Uropodince.
Uropoila Latr.
Urdltodii plana n. sp.
(PI. 2, fig. 6. PI. 3, figs. 8, 11, 14—10, 21, 22 & 28.)
Deiitonymjiha.
Average length 0,i)2 mm. Greatest width 0,7o mm. Colour straw-yellow. Tex-
tur e finoly punctured. The shape of tlie body is broad oval, anteriorly falling off
a little more than posteriorly, wliere it is nearly semicircular.
The dorsal side is protected by a single shield, which Covers the whole siir-
face. The dorsal shield bears at the front margin the socalled vertex, which is very
narrow and shaped like that of U. 'paiavina Can. The vertex (PI. 3, fig. 16) is
completely fused with the dorsal shield on the dorsal side. Its anterior edge has
a median, rounded, rather deep incision and is slightly excavated on each side of the
incision: outside the excavations the edge thiokens gradually to a ridge, Avith rough,
granulated surface. The dorsal surface of the vertex exhibits laterally 5 — 8 pairs of
narrow, rachating ridges and is very finely punctured. There is only one pair of hairs;
they are large, but weak, inserted in deep pores on both sides ot the median incision,
and curved outwards and obliquely backwards. On the ventral side the posterior
limit of the vertex is discernible as a transverse line.
The dorsal shield (PL 3, fig. 21) bears hairs of two different kinds. Round
the margin, but inserted on the ventral side of it, is a closely set row of Aveak,
pointed and flat hairs, which curve upwards round the margin and afterwards cen-
tripetally as nearly to rest on the dorsal shield (PI. 3, fig. 28). There are 56 — 58
pairs of them. The other hairs are arranged chiefly in three nearly concent-
rical rings.
In the outer ring there are 15 pairs of hairs; the hairs which lay close to the
surface are directed outwards and exactly of the length to reach the margin. At
the anterior side of each hair, except of the anterior one, there is a pore, which
communicates through a narrow tube with a sphserical gland measuring 0,09 mm. in
diameter. The median ring consist of 12 pairs of hairs, somewhat smaller than those
of the outer ring and directed centripetally upwards. The pores in which they are
inserted are connected, one with another by irregulär depressed areas of the cuticle,
which thus form on irregulär oval and wavy ring, a little nearer to the margin than
to the centre of the shield. The ring is open at the back and in the front, where
there are three pairs of hairs in the space between the outer and the median row.
The inner ring consists of 7 pairs of hairs, the pores of which are flanked by markings
of the cuticle, similar to those of the median ring, and besides exhibit a pore each,
40 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU BXPEDTTION. 20: 3.
like those of the outer ring; the pores are however situated behind the hairs in the
anterior half and in front of them in the posterior half.
Finally there are in the centre of the shield 6 pairs of smajl hairs arranged
in two longitudinal rows of two and tvvo together.
Ventral side (PL 3, fig. 11.)
Tritosternum (PI. 3, fig. 8) of a peculiar shape. The basal part of the triink
is three times as broad as the rest and projects in two short, lateral teeth. The
trank, which ia two-jointed, the terminal Joint being only '/b of the basal one, nar-
rows slightly in the midde and widens again in the distal third. There is only one
median flattened slip, inserted in a deep, cup-shaped pore at the top of the trunk.
The slip, the proximal half of which is twice as broad as the distal one, branches
off into two minute lateral slips in the niiddle.
Jngular shields (PI. 3, fig. 15).
As far as I am aware of, no jugnlar shields have been found hitherto in the
Uro}Mdince. This depends on the fact that they, being entirely concealed beneath
the highly developed coxse of the first pair of legs, have been overlooked by the
aiithors.
If we dissect carefullj' the rostrum and the first pair of legs, we find, on each
side of the tritosternum and covered completely, as well as the tritosternum, by the
coxse I, a hyalin, chitinous plate, which is attached only with its hind edge to the
soft portion of the cuticle between the coxse and the rostrum. The plates resemble
indeed in shape very much the mandibles of an insect, for instance those of a ter-
mite worker. They are flat and nearly triangulär in outline, with broad basis, and
get gradually thinner towards the median edge. The basal and lateral portion of
the plate is softer and thicker. The lateral edge is rounded; the median edge is
very thin and sharp and bears on the ventral side 4 — 5 small, perpendicular tubercles.
The edge itself has two largo teeth ; the anterior one has 2 — 3 very small teeth at the
tip: the anterior edge of the posterior one is straight, with small teeth placed at regulär
intcrvals ; behind this there is a rounded lobe, behind which the edge is slightlj'
concave. To judge from the position of these plates, there cannot, in spite of their
peculiar shape, be any doubt about their identity with the jugular shields of other.
Parasitidee. '. Otherwise they are structnres not met with, except in the Uropodince.
Their shape suggests that they serve the purpose of effecting, together with
the coxae and the trochanter of the first pair of legs, a thorough closing as to
Protect the rostrum.
The sternal shield (PI. 3, fig. 11) covers the whole space between the coxse
II, III and IV and the anterior half of the belly, and is finely punctured.
The anterior edge is slightly concave, with a blunt median projection; the
antero-lateral corners project as far as to the middle of the anterior margin of coxa^
' This question I intend to iiivestigate furtlier, wlieii doscribing tlie collection of Uro^jodlnce wliirh
1 have brought home from Natal aud Zululaiid.
'I'RAOARDH. ACAKl. 41
IL The shield narrows between coxsp II and attains its greatest width between coxse
II and III and at the postero-lateral angles. The posterior margin is straight. It
is provided witli (i pairs of weaU. slender hairs, of wliicli one pair is situated on
a level with the niiddle of coxa IJ, two pairs, one closely behind the other, be-
tween coxae II and 111, one pair on a level Math the bind margin of coxa III, one
on a level with the front margin of coxae IV and the last pair half way between
coxa IV and the posterior margin. The ventral shield is large, triangulär; the broad,
Square anterior margin is contiguous to the posterior margin of the sterniti- ventral shield.
The antero-lateral angles and the sides are rounded. The bind margin is deeply ex-
cavated and surrounds the anterior half of the basis of the great peduncle, which
attains the length of half the body and offen is seen to brauch off into two. The
anal shield bears 6 pairs of slender liairs, two of which are inserted close to the front
margin. one near the antero-lateral angle, and two pairs, which are smaller and stouter,
on both sides of and in front of the peduncle.
When the peduncle is cut off, the anal shield becomes visible. It is broad,
oval, twice as broad as it is long, and flanked by two pairs of short, pointed hairs.
The endopodal shields (scuti endopodici Berlese) are distinctly separated
from the sternal shield and project half- way between the coxae with square
tips, which meet the pleural ridges of the parapodal shields. They coalesce behind
coxse IV with the large metapodal shields, the median edge of which is conti-
guous to the lateral edge of the sternal shield, and the posterior edge with the
anterior one of the ventral shield.
The metapodal shields are distinctly separated from the parapodal shields by
a line, running obliquely backwards from the middle of coxa IV, thus parallel with
the lateral edges of the sternal shield. The shields do not reach quite as far as
to the ventral shield, the antero-lateral angles of which thus are contiguous with
the hind angles of the parapodal shields. The metapodal shields have a deep foveola
to receive the tips of tarsi IV. The parapodal shields are of the typical shape
and do not exhibit anything peculiar. The Stigmata are situated in the bottom of
the foveolse pedales III. The peritremata run obliquely forwards and outwards,
ascending the hind slope of the processi metapleuri (Berlese), run along the exterior
margin of foveola pedalis II and continue straight forwards to the niargin of the
body, exactl}' to where the limit is between the vertex and the dorsal shield.
The rostrum is protected in front by a narrow. halfmoon-shaped plate, the
tectum, (PI. 3, fig. 14) the front edge of which is provided with nunierous teeth
and has a median, broad and triangulär projection.
The epistoma is of the usual, long lancet shape; the edges of the distal half
are fringed: the tip ends to all appearance in a bündle of vcry minute flips. The
styli are long, blunt, more than half as long as the epistoma.
The mandibles. The chela is small and narrow and resembles very much
that of Uropoda obovata C. & B. [Acari italiani Tav. 155]. The upper jaw ist longer
and stouter than the lower one and projects in a thin, vertical and rounded blade
in front of the blunt terminal tooth, and separated from it by a small incision. The
ajöatedtti Kiliyyifirvijtiro-Meru Expedition. 20. 6
42 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION, 20: 3.
lower jaw has a straight ventral edge, curved upwards at a riglit angel at the top.
The maxillse. The coxse, which are fiised together to eonstitute the ventral side of
the rostrum, are long and narrow and the part of them in front of the articulation of
the palps is more than half as long as the rest. They bear the usual 4 pairs of hairs,
placed in two rows, converging slightly forwards and with the intervals slightly de-
creasing forwards. They are of different shape, the two posterior pairs being stouter,
hairy and alniost perpendicular. The third pair (counted froni the posterior one) is
longer and more pointed than the other two and not hairy. The terminal hair, which
is inserted close to the inner side of the maxillary lobes, is three times as long as the
third pair, fine, slender and slightly curved. The maxillary lobes are strongly chi-
tinized and of the nsual shape. The maxillary pjates are narrow, lanceolate, thin,
hyalin slips, without fringes, and project only a little in front of the maxillary lobes.
The lingua or hypopharynx is long, with fringes in its distal third.
The maxillary palps (PI. 3, fig. 22) are short and curved downwards, with 5 free
joints. The first Joint has, on the ventral side near the anterior angle, a cylindrical, narrow
projection^, which ends in a sharp point and has near the tip a straight, sharply pointed
bristle, which pointsobliquely downwards, thus giving to it the appearanceof being bifur-
cate; on the outer side, ventrally, there is one stout, perpendicular, hairy bristle. The se-
cond Joint has 4 pairs of hairs, 2 of which are placed externally, one dorsally and one
internally. The third Joint has two hairs on the dorsal and one on the inner side.
The 4*^ and 5*^ joints form together a short, conical structure; the demarcation
line between them is distinctly discernible only at the inner side, where tlie 5*^ Joint
is longer than it is on the outer side. The joints are provided with numerous long,
pointed, bare hairs of which 3 dorsal ones, inserted on the 4*^ Joint, and 2 ventral
ones, inserted on the 5*'^ Joint, are 3—4 times as long as the others. The 3 dorsal
hairs are beut like a knee as to become parallel or slightly converging. The top
of the 5'^ Joint bears a dense bündle of fine, pointed hairs, curved slightly down-
wards. The comparatively very great increasing in length of these sense hairs is doubtless
a compensation to the palps being concealed underneath the coxa and trochanter I,
in Order to enable the creatures to make use of the palps even when cowered up.
The legs. Legs I (PI. 2, fig. 6) without ambulacres, of the typical pecu-
liar shape. Coxa and trochanter broad and flat, forming together a broad, finely
punctured shield; coxa with sharp, even, knife-shaped inner (median) edge; the outer
edge also flat, but divided into two rounded lobes, of which the anterior one is
only half as long as the posterior one. The anterior edge projects as to cover the
basis of the trochanter; the exterior half of the edge with fine teeth. The coxa
bears two short, stout, feather-shaped bristles near the median edge. Trochanter
on ventral view nearly quadrangular, with rounded anterior angles. The median
edge with two strong, flat tubercles with a sharply pointed hair between them, on
the ventral side. The anterior edge projects as a sharp. horizontal blade, as does
^ I liave not been able to aseertaiii, wliether tliis projection lU'ticulates -with tlie Joint or not, l)ut I believe
tlie former to be the case.
TRÄGÄRDH, ACARI. 43
also, and to a still greater extent, the antero-lateral angle, the free blade of which
is kidnex-shaped in outline and oovers as well a pari of the anterior blade as the
whole basifeaiur. On tlie ventral median side, on a level with the hair, there ia
a Short, low tubercle. There are, beside the one mentioned above, two hairs, one
perpendicular, in the niiddle and one near the front niargin.
Feniur clavated, with distinctly deniarcated, short basifemur. The anterior edge
projects into a sliarp blade which is divided into three lobes by two sharp incisions,
in the bottoni of which two hairs are inserted. The posterior lobe is twice as high
as the others and exhibits a narrow ridge which runs across the basis of the femur.
Near the basis, opposite to and nearly touching the antero-lateral blade of the troch-
anter, there is a sniall flat tubercle. The exterior edge of the femur is strongly curved
and provided with 4 short, feather-sbaped and curved bristles; on the dorsal side
there are two stout, pointed and perpendicular bristles, and on the ventral side there
is one sniall, inconspicuous hair in the centre.
Genu and tibia very short, of equal size and shape, with one hair each in the
middle. ventrally, and two on the outer side.
Tarsus very long, cylindrical, with the exterior side sligthly excavated, provided
with small scattered hairs, except on the exterior side, at the top, where there is a
dense bündle of about 15 long hairs, pointing obliquely outwards. The top has a
low, cylindrical projection, where a very long straight hair is inserted.
Legs II — IV do not exhibit anything peculiar, the femora being provided
u'ith the usual blade-shaped edges, which are low and triangulär with rounded
margin.
Kilimandjaro. Numerous specimens.
Urocliiiyclius Berl.
rrcHliiiychus testiulo n. sp.
(PI. 3. figs. 5, 10, 17—19, 23, 29 & 30.)
Deutonym-pha.
Average length 0,33 mm., greatest width 0,24.
Colour yellowish-brown. Shape like that of Uropoda tecta Kr.
The dorsal side (PI. 3, fig. 19) is covered by a large central shield and a
narrow marginal shield, which are fused together at the anterior end. The dorsal
shield is poHshed and bears numerous small hairs arranged in rows, niore or less parallel
with the margin. The marginal shield bears on the dorsal side a row of about 34
pairs of hairs with interstices equal to their own length. The ventral side of the
marginal shield is of the shape typical for the genus, i. e. divided into small square
plates by transverse light-coloured lines; each plate with a hair in the centre, di-
rected straight outwards and scarcely extending beyond the margin ; there are about
25 plates.
44 SJÖSTEDTS KILIMANUJARO-MERÜ EXPEDITION. 20: 3.
Ventral side (PI. 3, fig. 23.)
Tvitosternum (PI. 3, fig. 15). The trunk short and stout, somewhat con-
stricted near the base ; ventral side f inely punctured ; at the anterior end two short
appendages; two very narrow pectinate slips, vvhich are however not lateral, but one is
ventral, the other dorsal : thus they are congruent and appear to be only a single slip.
The jugular shields (PI. 3, fig. 18) are thin and hyalin, well chitin-
ized only at the base, internally; the inner (median) edge is divided into 5 slender
teeth, 3 of which are three times as long as the others and placed close together in
the distal half; of the other two one is placed at the proximal corner, the other
half way between the latter and the other teeth.
Sternal sliield long, narrow. The anterior side slightly concave, with a small,
Sharp, median projection. The lateral edges are thin blades, covering the proximal
part of the endopodal shields and slightly concave on a level with coxse II and TV ; the
greatest width is on a level with coxse III and at the acute posterior corners. The
posterior margin is concave and contiguous to the anterior margin of the ventri-anal
shield. The shield bears 6 pairs of small, submarginal hairs; one on a line with the
anterior margin of coxse II, one on a line with tlieir posterior margin ; 2 between
coxse III, one on a line between coxse III and IV and one on a line with the hind
margin of coxa IV. The shield is sculptured by small, circular, shallow, depressed
spots.
The endopodal shields of the usual shape, fused with the metapodal shields.
The ventri-anal shield broad, semilunar, with convex anterior margin; 6 pairs of small
hairs. Anal aperture rather large, square-oval, pointed posteriorly, with two pairs of
hairs. The Stigmata are situated in the bottom of foveolse pedales III, a little out-
side and in front of the centre. The peritrema ascends the anterior slope of the
foveola in a curve outwards, winds twice inwards, once outwards, runs outwards along
the anterior edge of the mesopleural ridge and doubles its top, bends inwards in a long
even curve along the bottom of the foveola pedalis and beneath the free tip of the prop-
leural ridge, and continues forward to a level with the anterior sideof coxa I.
Epistoma (PI. 3, fig. 10.) of the usual shape; the proximal half base narrows
abruptly at the top to anarrow, finely fringed slip. The mandibles (PI. 3, fig. 30). The
chela slender, constricted atthe base, narrowing anteriorly. Even the upper jaw seems to
be movable by means of an interior, long, narrow and chitinous projection, to which
a tendon is attached. Upper jaw broad, narrowing towards the tip, with broad inner
edge, provided with 5 blunt teeth, alternating with the 4 teeth of the lower jaw.
The hypostoma (PL 3, fig. 29). Only 3 pairs of rather stout, feathered hairs, placed
in two longitudinal, parallel rows. The posterior pair is stouter and shorter and cur-
ved towards the middle ; the median pair is twice as long as the others and finely
pointed. The maxillary lobes are placed laterally, and are nearly vertical ; they
are weak, with narrow base, and allmost parallel, only very slightly converging
sides; the anterior side is deeply excavated in the middle, thus forming two horns of
which the lateral one is laigest. The maxillary plates narrow, lanceolate, without
fringes; near the tip on the external side with a short sUp. The maxillary palps
TRAGARDH, ACAKl. 45
(PI. 3, fig, 29) ; tlie ventral edge of the first Joint is high and provided with two bristles of
a peculiar shape: one is straight and tripartite at the top; the other is longer, curved down-
wards and in\\ards and raniose on the convex side. The 3^'^ Joint has a small bristle inter-
nally, in the niiddle.
The legs. Coxa and trochanter I with scaly textiire, of the usual shape, flat
and broad. Tlie inner (median) anterior angle of the ti-ochanter projects as a thin.
nearjy triangulär blade. The inner edge of femnr 1 with a fine, pointed hair, inserted
on a low tubercle, outside the tubercle a very thin, high and mnltidentate blade.
Feniora II— TV with the usual blades. Tarsus II externally in the niiddle with
one stout, short thorn; basi- and telotarsi III and IV with one similar each.
Kilimandjaro: Kibonoto, II. II. 1906. On a beetle, numerous specimens ; Ki-
bonoto 7. VIII. 1905. On a staphylinid (?), numerous specimens.
Subfam. Parasitince.
Holostaspis Klti.
Holostaspis (HolostaN])is) iiiar^iiiedeiitatus n. sp.
(PL 2, figs. 13 & 24. PL 3. figs. 2 & 6.)
Female. Length 1,ü mm. Breadth 0,8 mm.
Colour deep chestnut-brown. Texture, most beautifuUy marked with fine,
corrugated, raised lines, forming polygonal areas, thus producing a net-like pattern.
The cuticle in the areas is granulated. This texture is to be found botli on the dor-
sal and the ventral shields and on the legs. Only the dorsal side of the rostrum is
sniooth; the proximal ventral part is finely punctured.
The dorsal shield covers nearly the whole dorsal side; only a very narrow
strip of weak skin round the margin. The margin of the shield is not sniooth, but
granulated and provided with small blunt teetli at regulär intervals, from the level of
coxse II backwards, and slightly increasing in size backwards ; there are 14 pairs of
tliem. The shield bears rather scarce hairs, tliose at the Shoulders larger than the
others. The hairs are rather long, stout, very slightly curved and of even width
tliroughout, abruptly narrowing at the top; their proximal third is bare, the rest is
closely clotlied mtli fine hairs. The marginal strip bears cS pairs of smaller, submar-
ginal hairs at the sides and 4 marginal pairs in the posterior part.
Ventral side (PI. 3. fig. 2.)
Tritosternum. The trunk from a broad base gradually narrowing towards
the top, very weak and transparent. The slips not fused, with large fringes. Sternal
shield broad, extends backwards to the posterior side of coxa III; its greatest width
is between coxse II and III. The anterior margin concave, the antero-lateral angles
broad, projecting outAvards beyond coxae II and forwards outside along the foveolae
pedales I to their front margin. Tlie posterior edge is semicircularly excavated to
make room for the genital shield ; the posterior angles narrow, truncated at the top.
46 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MBRU EXPEDITION. 20: 3.
The sternal shield is fused with the endopodal shields to the middle of coxa III;
but further backward it is distinctly demarcated from the endopodal shield III by a
straight line which runs from the middle of coxa III to the posterior side of coxa
IV, exactly on a level with the posterior margin of the genital shield, and where
consequently the genital, metapodal and 3"^ endopodal shields meet. The shield bears
the usual 3 pairs of hairs at the iisual places, but rather far from the margin. Contigiious
to the Square end of the postero-lateral angle of the sternal shield and bordering, inwards
on the genital shield, outwards on the endopodal shield, is a small, triangulär plate, the
metasternal shield, provided with a large bristle. The genital shield large, semicir-
cular, with straight posterior margin and slightly rounded lateral corners ; one pair
of hairs in the posterior corners. The ventri-anal shield is large and covers the
whole belly, except for a very narrow marginal streak. It is broader than it is long,
the length to the width being as 9 to 13. The anterior margin is contiguous to the
posterior margin of the genital shield ; the posterior half semicircular ; lateral corners
broad, rounded. The shield bears 8 pairs of hairs, of which 7 are similar to the
dorsal ones; on pair is placed at the anterior margin, 2 are lateral, 4 are placed at
the margin in the posterior half, one pair in the middle, one pair, short and bare,
on a level with the anterior margin of the anal aperture, and one terminal hair behind
the anus.
The anal aperture is twice as far away from the anterior as it is from the
posterior margin, with raised, long and oval cribrum.
The metapodial shields are distinctly demarcated from the posterior endo-
podal shields, narrow and ring-shaped.
The Stigmata on a line between cox;e III and IV; the peritrema curves
first backwards and outwards in a loop which rises above the level, turns then in-
wards and runs close outside and along the foveola pedalis II and extends forward
along the foveola pedalis I and becomes dorsal in front of it. In the portion of soft
skin between the metapodal and ventri-anal shield there is a pair of small, rounded
and finely punctured plates, the inguinal shields (?); they are the orifices of a
large tubulär gland, which is resistent even to hot caustic potash.
The epistoma (PL 2, fig. 13); the proximal third is broad, with concave edges,
provided with fine scarce teeth ; the lateral lobes long, directed straight forward and of
even width in their proximal half; from thence they widen gradually to the top, which is
very broad, Square and with only slightly concave anterior margin; the exterior angles are
broader than the inferior (median) ones and divided into 2 — 3 fine slips (3 on the leftlobe, 2
on the right one in the specimen which I have examined); the median lobe is fine
and slender and branches off into two, on a level with the anterior margin of the
lateral lobes; it is ciliated (in the specimen I have examined the cilise were not spead
and thus scarcely visible).
The mandibles (PI. 3, fig. ö). Chela short and stout, the jaws of equal width;
the upper one slightly longer and provided with 5 teeth at regulär intervals; the ter-
minal one is placed a little more inwards than the next one and both thus form
a groove to receive the terminal tooth of the lower jaw; the 3^^ and 5'^ teeth are
TUÄGÄRDH, ACARI. 47
small ; behiiid the 5**» one a low, rounded tiibercle ; the sense hair on a level with
the S""'! teeth. The lower jaw Avith 4 teeth, the 2"'^ and 4*^» of whieli are very sniall;
tlie 3'''^ is stroug. situated in the niiddle and directed backwards; elose behind the
S^fi is the 4*'\ the f lageil um is long and provided with numeious hairs. The maxil-
lary palps are very long and slender; the first Joint with a low, rounded tubercle,
on the internal side, near the base and provided with long hairs very close together,
ventrally in the middle; the second Joint with one straight bristle, subventrally and
distally on the inner side ; the S""'' Joint with two short bristles in a transverse row
interiorly and distally; one (the upper one) is shorter and chisel-shaped, the other
widens distally to an oblipue knife-shaped edge; 5*'^ Joint provided at the top, beside
the iisual bündle, with a hair of remarkable length. The maxillse. (PI. 2, fig. 24.)
The maxillary lobes situated close together near the niiddle ; they are pei'fectly straight
and attached with an oblique, very broad base, as broad as or even broader than
their own median edge ; the lateral, thickened edge is turned sharply upward in the
median half, so that it appears be a separate narrow plate attached to it. The
maxillary plates are narrow, lanceolate and hyalin slips, with smooth median and
finely fringed lateral edges.
The styli are of a peculiar shape; they are pin-shaped, straight and exactly
as long as the maxillary lobes. but on their dorsal side near the base they have a
fine hyalin, slightly S-curved appendage. Tliere are 5 pairs of hypostomatic hairs
instead of the usual 4 ; one is placed far backward, two in a transverse row not far
behind the articulation of the palps ; of these the median pair is 3 times as long as
the other ; one very small, hyalin hair is inserted behind the articulation of the palps,
externalty.i The terminal pair is long and pointed and placed on a line with the
middle of the base of the maxillary lobes.
The legs. Legs I of the typical shape, tarsi II provided with 8 large stout
thorns at the top, tarsi III with 3—4; tarsi IV with 2 siniilar thorns; basifemur IV
ventrally with a short tubercle.
Kilimandjaro : I female.
Pachyla^laps Berl.
Pii('lijia»lai)s (Paclij'la'laijs) castaiieus n. sp.
(PL 2, figs. 29 * 32. PI. 3, figs. 3, 20, 26 * 27.)
Male. Length 1,2« mm. Width l,uii mm.
Colour deep chestnut-brown.
Texture. Sternal and ventri-anal shields scaly.
The dorsal side is covered by a single shield, which leaves unprotected a
narrow, marginal strip of soft, white skin in the posterior half. The dorsal shield;
the lateral edges of the anterior half and the front end strongly chitinous and curved
downwards so as to become visible even on ventral view. The Shoulders very broad,
the sides falling off abruptly towards the front end, whicli is provided with a pair
of short, stoiit bristles; the hairs small, scattered.
48 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERTT EXPEDITION. 20: 3.
Ventral side (PI. 3, fig. 3).
The tritosternum; the trank not quite three times as long as it is broad;
tlie proximal half Avith parallel sides, sligthly narrowing distally ; the feathered slips
fused with their proximal ' c, attaining three times the length of the trunk. All the
shields are fused together to one shield, anteriorly fused with the dorsal shield ; the
ventral shield long and triangulär, with the top backward; the lateral edges slightly
wavy. The sternal portion narrows gradually backwards and is very narrow
between coxae IV \ owing to the great width of the foveolae pedales IV. The usual
four pairs of hairs present, in their usual places.
Ventri-anal portion with 4 pairs of hairs, placed in two rows, converging
backwards: one pair behind coxse IV, two in the middle of the shield, and one pair at
the side of the oval apertvxre. Anal aperture oval, close to the posterior end.
Stigmata in the iisual places, rather large; the peritremata run forward to the
anterior margin of foveolae pedales I, nearly becoming dorsal.
Epistoma rather broad, triangulär, with slightly convexe edges, divided into
fine, slender teeth arranged in two groups of 6 — 7 each with a smooth interval
between them ; as a part of the left side of the top is broken off in the Single spe-
cimen I have examined I am not certain of its structure ; on the right side however
one notices a lateral, pointed lobe, the extei'nal edge of which is divided into 6 teeth,
and which is divided in 3 teeth at the top ; on the left (median) side there is an
excavation. The mandibles (PI. 3, fig. 27): the lower jaw is broader than the
Upper one and of equal width throughout to the articulation of the calcar. Ter-
minal tooth not strongly curved, slender; one strong, backwardly directed tooth in
front of the middle; calcar mandibuli slightly S-curved, tapering gradually towards
the top, with a small ventral tubercle near the top; exactly as long as the distanee
from its base to the base of the Joint. Upper Jaw with two teeth opposite to those
of the lower jaAv.
The maxillae. (PI. 2, fig. 29.) The maxillary lobes long, slender, with
narrow base and long straight, slender horns, curved inwards only at the base. There
is a pair of long, narrow hyalin membranes, to all appearance attached to the inner
(median) side of the demarcation line of the lobes ; the membranes are curved slightly
inwards at the top. These membranes resemble very much those which Oudemans
has described in Pachylcelaps ensifer Oudms^ The maxillary plates are very thin,
lanceolate, finely fringed, fused with their proximal Vs. Lingula very long, twice as
long as the maxillary lobes and hairy.
The palps are long and slender, the joints decreasing in length towards the
top; without any appendages; first Joint dorsally bare and as usual, ventrally with
two long hairs; second Joint on the inner side, proximally, provided with one poniard-
shaped bristle; S'«^ Joint with 2 bristles in a transverse row on the inner side in the
' In this respect the present species resembles Plaßiiilalaps (Paehylcelaps) latus Beel. froni Ja\a, of
which however only the female is known.
* A. C. ÜUDEMANs. Notes on Acari. Serie XI. Tijdsehr. v. Entomologie. Br. XLVI. 1904. p. 110.
PI. 11, fig. 14.
TRAG A RPH, ACARI. 49
midcUe; 4**> Joint ventrally and distally with one long hair ; 5*'^ joint of tlie usual shape.
Legs. All thc legs richely provided with bristles. Legs I more slender
tlian the others ; coxa and. trochantcr of equal length ; the anterior edge of the coxa
externally with two sliort, hyalin thorns; femur interiorly with a row of 4 bristles, 3
of which are directed forward, while the posterior one points straight inward; exte-
i'iorly with 6 bristles two of which, one placed in the middle, the other distally, are
much stronger; feniur rather short, of equal length with the tibia; genu slightly
shorter. The whole distal half of the tarsus exteriorly with short, pointed, hyalin
hairs, arranged in 5 groups, the anterior one of which is the largest.
Legs II (PI. 2, fig. 32) of the usual shape; coxa on the inner side, distally,
with an extraordinary stout thorn; calcar femoralis very large and strongly chiti-
nous, the posterior (ventral) side with a low, truncated tuberele near the base; the
anterior edge sharp, with a longitiidinal groove at the top and two low teeth; no
Processus axillaris, only a stoi;t bristle on a low tuberele; processus genualis
in the middle of the ventral edge of the genu, saddle-shaped ; processus tibialis is
a very large, thumb-shaped (on lateral view) projection at the inner side of the an-
terior edge of the tibia.
Legs III. Coxa on the dorsal side of the anterior edge with a conical, hyalin
thorn; genu short, curved, with two dorsal tubercles, provided with two bristles each.
Legs IV (PI. 3, fig. 20). Coxa long, ventrally, behind the middle, with one
very short tuberele, its distal dorsal edge with a stout, pointed tuberele ; femur with
one Sharp tuberele on the ventral side proximaUy.
Ambulacres. Owing to the caruncles not being spread out I am unable to
describe their shape as well as that of the claws. The paratarsi I are comparatively
longer than in Pachylcelaps kibonotensis Tgdh, and present a very striking feature,
being provided on the dorsal side in the middle with an oval, flat and button-
shaped structure, excavated in the middle. (PI. 3, fig. 26.)
Kilimandjaro, one male.
Paralirlaps nov. subgen.
The present species differs from. the other speciea of the genus Pachykdaps in
some essen tial respects, as the shape of the ventral shield of the femalc, which is
small, nearly circular and not contiguous to the anal shield, the small metapodial
shields, and the absence of appendages on the 4*^ joint of the palps. But on the other
band the confirmity with regards to other characters is so apparent, that the diffe-
rences in my opinion are only of subgeneric value.
ParaliPlaps nov. subgen.
? Ventral shield small, rounded, widely separated from the anal shield.
Ventri-anal portion of the <S sterniti-ventri-anal ' shield Covers only the
middle of the belly; 4**» joint of palps without any appendages.
Sjöftedtx Kilimandjaro-Meru Expedition. 20. '
50 SJÖSTEDTS KILTMANDJARO-MEBÜ EXPEDITION. 20: 3.
Paralaplaps kibouoteiisis n. sp.
(PI. 2, figs. 26, 27, 30 & 31. PI. 3. figs. 7, 9. 24 & 25.)
Male. Average length l,i7 mm. Greatest widtli 0,72.
Female. 1,08 mm. » » » 0,6.
The male.
Colour light brown. Texture smootli, tlie strips of weak skin snrrounding
the dorsal shield finely wrinliled. The shape is the for the genus typical oiie,
with broad Shoulders distinctly set off and from thence narrowing, with convex sides,
towards the round posterior end.
The dorsal side is covered by one shield, which bears long, straight and pointed
hairs, which are scarcely clothed with exceedingly minute hairs, and increase in length
towards the Shoulders and the front end, where there are resp. 4 and 3 pairs of long
hairs; of the latter one pair, situated in the middle, is directed straight forward.
The strips of weak skin surrounding the dorsal shield bear numerous hairs,
uniform with those of the shield.
Ventral side. (PL 2, fig. 30.)
Tritosternum. The trunk is not quite three times as long as it is broad
and tapers slightly towards the anterior end. The slips coalesee with their basis and
are SVs time as long as the trunk and very narrow, with thin fringes.
The sternal, metasternal, ventral, anal, endopal, metapodal, parapodal
and peritrematic shields are fused together to a singie shield, which covers the whole
belly except for a strip of soft skin round along the margin, which widens consi-
derably at the back of legs IV, so that the ventri-anal portion of the shield covers
only a little more than the median half of the space behind legs IV. The sternal
portion has numerous, transverse and backwardly curved lines, which give to it the
appearance of being scaly. The anterior margin of it is thickened, ridge-like, con-
cave and excavated in the middle, where the slightly projecting genital aperture
is situated. There are 5 pairs of straight, pointed hairs on the sternal portion : one
pair on both sides of and close to the genital-aperture; the other four are inserted
on the very lateral thickened edges of the shield, one pair behind the middle of
coxa II, one in front of the middle of coxa III, one in the angle between coxa III
and IV and one near the hind margin of coxa IV. The ventri-anal portion of the
shield is triangulär, with wavy, anteriorly concave sides and a median posterior
projection. It bears about 15 pairs of hairs, chiefly inserted in the lateral and
posterior parts of it; one smaller hair on each side of and one behind the anus. The
anus is small, situated close to the posterior margin. The stigma is situated on
a level with a line drawn between coxa III and IV and its diameter is only a little
longer than the broad peritrema, which winds along close to the outer side of the
foveolse pedales as far forwards as a little beyond the Shoulders. The peritrematic
shields are very narrow, only half as broad as the peritremata, and only discernible
on the exterior side of the peritremata and at the back of the stigma.
Theepistoma (PL 3, fig. 25 a.) is comparatively shorter and broader than in
TRÄGÄRDH, ACARI. 51
the othcr species of tlie gemis. It is triangiilar, with sliglitly concave edges and
Square, truncated toi). '^^'^ edges are provided with fiue sliarp teeth, arranged in
groups of two and thi'ce. The top is divided into 4—5 irregulär lobes, each of which
is divided again into 3—4 long narrow teeth.
The mandibles are stout (PI. 3, fig. 24).
The chela is short and high, only a Jittle longer than it is high at the basis,
and with very broad condylus. The jaws are of nearly equal width.
The Upper jaw is a little longer than the lower one, with slightly concave
Upper edge, curved strongly at the tip, and beside the terminal tooth provided with
one Sharp, backwardly directed tooth closely in front of the niiddle of the jaw; be-
tween the two teeth there is a low, blunt tubercle at the back of which the sense
hair is inserted. The lower jaw with two sharp, backwardly directed teeth opposite
to those of the upper jaw; the anterior edge of the posterior one is raised as to act
against the tubercle of the upper jaw. Calcar mandibuli very long, attaining more
than the double length of the chela, slightly S-curved and perpendicular. It tapers
toAvards the tip and seenis to be excavated on the inner side ; the groove continues
along the inner side of the jaw close to its dorsal margin as far as to the condylus
and seems here to indicate, where the calcar is fused with the jaw. The calcar is
supported at its basis by the ventral edge of the jaw projecting as a high ridge with
rounded front end. It has on the outer side, close to the margin of the ridge, a small
tubercle.
The hypostoma (PL 2, fig. 31).
Between the coxse of the maxillary palps there is a longitudinal groove. In
tliis we observe 7 transverse, forwardly curved rows of very minute, tooth-shaped
appendages. In front of the first row the inner (median) edges of the coxse are free,
slightly convex and with the anterior angles projecting. Of the four usual pairs of
hypostomatic hairs, three, which are long and pointcd, are inserted close together far
forward, two in a transverse row on a level with the base of the palps and one near
the median margin of the base of the maxillary lobes. The posterior pair is inserted
nearly in the centre. The maxillary lobes (PL 2, fig. 31) are of a peculiar shape
in so far as that they are provided with a thin appendage at the median side of the
basis. The lobes themselves are of the typical, well-known horn-shape and strongly
chitinous; they are long, narrow and curved and project beyond the first free Joint
of the palps with \a of their length. The appendages arrise from the basal part of
the median edge of the lobes and from along the ventral side of their basis, exactly
where the articulation is. They attain exactly the length of the lobes; the proxi-
mal half is of even width throughout and its median edge is thickened, curved down-
wards as to become nearly vertical, and set off from the rest by a small incision.
In front of this the appendage narrows like a neck and widens again to a thin,
hyalin and fin-shaped blade. This very remarkable structure resembles to a certain ex-
tent the structure which I have rescently described in twogeneraof myriopodophilousAn-
52 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MKRU EXPEDITION. 20: 3.
tennophorinee*, but cannot answer to tlie same purpose as in those forms i. e. »to act,
togetiier witli the thin plates along the edges of the maxillary plates, as a sheet to
the mandibles with their fringes and collect as in a pipe the liquid wliich the man-
dibles have absorbed with their brushes» (1. c. p. 25). Because in the present species
it is a secondary sexual char acter which occurs only in the male. The maxillary
plates are narrow, lanceolate and finely fringed slips, fused with 'their proximal half.
The legs are long and well depeloved, with distinctly demarcated basifemora
and basitarsi. Legs I more slender tlian the others, with smaller claws and caruncles.
Coxa and trochanter of the same length; the former flat and curved, with two hairs
ventrally and one very short, stout thorn on the dorsal side, at the interior anterior
margin. The trochanter ventrally with two hairs, one of which is perpendicular while the
other is directed forward ; dorsally with one, interiorly one, and externally one hair. Basi-
femur short, neckshaped. Femur (without basifemur), genu and tibia of nearly equal
length, provided with numerous, long, straight and pointed hairs. Tarsus provided
with a dense bündle of hairs at the top on the dorsal side.
Legs II (PI. 2, fig. 27.) very large and powerful; femur with long, stout calcar
femoralis, the posterior edge of which is even while the anterior edge is provided
with three short teeth, increasing in size backwards. No processus axillaris, only
a Sharp bristle inserted on a small tubercle; processus genualis and tibialis low
and thick, of the same liatchet-shape and with the margin excavated in the middle,
but the Processus genualis is a little larger; both are half as long as the ventral
edge of the resp. joints. One perpendicular hair is situated near the bind margin
at the exterior side of processus genualis, another immediately at the back of pro-
cessus tibialis. Legs III and IV. All the joints of legs IV are more elongate than
in legs III, especially the trochanter and the tarsus.
The ambulacres with comparatively small claws and large empodium.
The feniale.
The shape is the for the genus typical one. Colour, texture and dorsal
shield like that of the male.
Ventral side (PL 3, fig. 9).
Tritosternum shaped like that of the male. Sternal, endopodal and meta-
podal shields fused together. Sternal shield with concave anterior margin, extends back-
wards as f ar as to the anterior margin of coxfe IV, with deeply excavated posterior margin.
The usual 4 pairs of hairs present, long straight and pointed. They are placed
as follows: one on the anterior edge, as far from the antero-lateral angles as from
the middle, one near the posterior side of coxa II, one near the anterior side of
coxa III and the 4^^ in the corner between coxa III and IV.
Genital shield fused with the ventral shield, small, rounded; the portion
at the back of coxa IV nearly circular and its diameter only slightly longer than the
distance to the anal shield. No hairs in the middle, only two pairs of long, lateral
' I. TräoIedh. Dcscription of two iiiyriopoilopliilous geiiera of Anteimophorinse. Arkiv f. Zoologi. Bd.
3. No. 28 1907.
TRÄOÄHDII, ACARI. 53
hairs, sliaped as those of tlie sternal shiekl, one situated at a level with tlie liiud
iiiai'giii of coxa IV, the other half way between tlie first and tlie liiad inargin of
tlic sliield. The large i^ortion of soft cuticle surrounding tlie geniti-ventral and anal
shields is densely clotlied with long, straight polnted hairs. The anal shield rather
large, anteriorly broad and rounded, posteriorly narrowing and situated as far from the
hind niargin of the body as its ovvn length. It is provided with the usual 3 sniall hairs.
Metapodial shields small, ring-shaped, projecting only slightly backwards and fased
with the peritrematic shields which extend forwards as far aa to the front margin of
the foveola pedalis I. Stigmata as in the male.
Epistoma (PI. 3, fig. 25, b); the sides are a little more concave than in the
male. The tip is divided in 5 lobes of which the median one is simple and only
bifurcate at the very top; the other two pairs are each divided into two, of the size
of the median lobe; those of the exterior pair are simple, those of the interior pair are
bifurcate at the top like the median lobe. The mandibles (PI. 3, fig. 7). The
chela more slender than in the male. The lower jaw slightly shorter than the upper
one, with sharp terminal tooth and in the distal third two sharp teeth of which the
posterior one is the larger. The upper jaw with one subterminal tooth close behind
and a little on the outer side of the terminal one so as to form a deep groove into
which the terminal tooth of the lower jaw fits. Behind the subterminal tooth a low
tubercle, then the sense hair, tlien a large, backwardly directed tooth, then an exca-
vation and an high blade rounded anteriorly.
Hypostoma (PI. 2, fig. 26). Closely in front of the anterior, transverse row,
described above in the male, one notices a fine, straight and transverse line, in front of
which are two small, narrow, anteriorly rounded plates along the median margin of
the coxa. The maxillary lobes are shorter and stouter than in the male, with
broader basis and shorter liorns. The appendages are much shorter than in the male
and of entirely different shape, being lanceolate and attached on both sides of the
articulation of the lobes, their median edges being to all appearance continuous with
the median edges of the coxa. The maxillary plates are very thin and narrow
slips, with fine fringes, and fused together with V* of their length; they extend for-
wards to the anterior margin of the third Joint of the maxillary palps.
The liypostomatic hairs are placed nearly as in the male, only the anterior
pair being inserted a little more backwards.
The legs. Legs I, III and IV like those of the male. Legs II larger than
the others but without any tubercles.
Kilimandjaro : Kibonoto, 6. XL 1905. On a great Scarabceus, 5 J'cT, 8 ??, one
nynipha.
54 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 3.
Subfam. Lcelaptince.
Lii'laps C. L. Koch.
Lii'laps (La^Iaps) muricola n. sp.
(PL 2. figs. 17 A 22. n. 3, tigs. 1, 4, 12, 13 & 31.)
Male. Average lengtli l,oi mm. Greatest Avidth 0,69.
Female. (witli 1 large egg). Average length 1,4 mm, Greatest width 0,98 mm.
The male.
The colour is pale yellow. The general shape and the dorsal shield like
that of Lmlaps agilis C. L. Koch [compare Berlese, Mesostigmata, tab. 50].
Texture scaly; the weak parts of the cviticle finely wrinkled.
Ventral side. (PL 3, fig. 4.)
Tritosterniim of the usual shape. Sternal, metasternal, endopodal, ventral
and anal shields fused to one shield which exhibits a scal}^ texture. Genital aper-
ture broad oval, projecting slightly beyond the anterior edge of the sternal shield.
No demarcation visible between the sternal and the endopodal shields.
There are 5 pairs of long, sharply pointed bristles on the sterno-metasternal
portion, placed as foUows: one joalr at the front edge half way between the genital
aperture and the antero-lateral corners; one marginal pair on a line with the middle
of coxse II ; one pair in the corner between coxse II and III, one pair in the corner
between coxse III and IV and one pair on a line with the posterior margin of
coxse IV.
Ventri-anal portion large and triangulär; the antero-lateral corners are rounded
and extend beyond coxa? IV; the lateral sides are wavy and slightly excavated on a
level with the anal aperture.
On the ventral portion there are no small hairs, only 5 pairs of bristles arranged
as fig. 4. shows; round the anal aperture the usual 3 hairs, of which the terminal
one is long and straight.
No inguinal shields.
On the soft portion between the ventri-anal shield and the margin of the body
there are about 25 pairs of somewhat smaller bristles.
Stigmata on a line between coxse III and IV, the peritremata extend for-
ward only to the middle of coxpe II but they are continued by chitinous ridges which
rnn beyond the coxse I and coalesce with the anterior margin of the dorsal shield
above the rostrum. The peritrematic shields are, allthough weak and narrow,
distinctly discernible on the external side of the peritremata.
The epistoma is broad and rather short, nearly semicircular, with the edge
divided into fine lobes or fringes, which increase in length towards the top. The
mandibles (PI. 3, fig. 13.). Near the base of the chela, on the dorsal side, there
TRÄGÄRDH, ACARI. 65
is a Short finger-shaped appendage ; on the ventral side in front of the pulvillnm we
notice a transparent, rounded blade.
The chela. The upper jaw is short, stylet-shaped and attains only Va of the
length of the lower one. It bears on the inner edge, near the base, a small, trans-
parent pin (this is not delineated in the figm-e).
The lower jaw is also stylet-shaped, but comparatively narrower than the Up-
per one. The calcar mandibuli is very long, with flat ventral rounded dorsal side
and blunt edges; its distal third is bent downward and backward in an even curve,
widens slightly at the tip, becomes laterally flat and terminates with a sharp edge,
provided with a pair of exceedingly niinute hairs.
The hypostoma (PI. 2, fig. 17) is shaped very mnch like thsbt oi Lcelaps {Lce-
laps) Versteegii Oudms'.
The maxillary lobes are rather large, triangulär, soft and transparent, M'ith
broad base and placed almost perpendiculary ; thus surrounding both the lateral and
the ventral side of the inner mouthparts.
The maxillary plates are transparent, finely fringed slips, and are very
difficult to disoern owing to their laying flat on the ventral side of the stout, rather
blunt and tongue-shaped lingua, which extends forward beyond the anterior margin of
the second Joint of the palps. The ventral side of the lingua is densly clothed with
minute, perpendicular or backwardly directed hairs.
The maxillary palps are 5-jointed, slender; 1^' and 4*^^ Joint of equal length,
slightly longer than the 2"«^ and 3'"'^ which are also of equal length. First Joint flat,
with high ventral edge, provided with 2 hairs, dorsally bare; 2"'' Joint dorsally with
3, ventrally one external and one internal hair; 3'''^ Joint dorsally with 2, externally
with 1, internally with two hairs of which the anterior one is flat and club-shaped.
The 4*'^ Joint with about 10 hairs. The terminal Joint short, cylindrical, on the inner
side, proximally, provided with the usual, fork-shaped bristle, at the top with a dense
J)undle of 6 — 8 sharply pointed hairs.
The legs short, the 1"^ and 2«'' pair thick, the bind legs slender.
Coxa I ventrally with two long, stout and pointed bristles, one of which is
placed near the posterior margin on a transversal chitinous ridge, the other more
outAvard. Coxa II with two similar bristles at the distal end, one anteriorly, the
other posteriorly. Coxa III also with two bristles placed as is coxa II, but the pos-
terior one of which is much shorter and stouter. Coxa IV with one fine hair in the
middle near the distal margin. The other joints are richely provided with bristles placed
chiefly in two dorsal, one external, one internal and two subventral rows. The fol-
lowing are noteworthy: on the back of femur I and situated near the anterior mar-
gin, on a low tubercle, there is a long bristle directed obliquely backward; genu I with a
similar one dose to the posterior margin. The bristles of the exterior dorsal row of
' A. C. OuDEMANs. I.(claps Versteegii, a new speries of parasitic mites, in Notes fron the l.eyden
Mus. vol. XXIV, p. 223—231.
56 SJÖSTEDTS KILIMANDJAKO-MERU EXPEDITION. 20: 3.
tibia I are short, perpendicular or even directed backward. Tarsus I dorsally, behind
the middle, with one fine, long and perpendicular hair.
The other hairs of tarsus I also fine and slender. At the top, dorsally, there
is a dense bündle of fine, more or less adpressed hairs, two pairs of which are longer
and inserted on low tubercles; surrounded and protected by the hairs there is a
small area provided with short, conical and apparently very thin-walled pins. Femur
II provided dorsally and distally with a bristle similar to that of feniur I but shorter,
ventrally and proximally with another, directed backward. Tarsus II provided with
nunierous, very stout bristles.
Claws strong, those of the p' pair of legs shorter than the others. As the
ambulacres of the specimens I have examined are not spread out, I am unable to
describe the shape of the caruncles.
Female.
Colour much more dark brown than in the male. Texture of the dorsal
shield scaly.
Dorsal shield (PI. 3, fig. 12). The curved lines flanking the pores of the
hairs are more distinctly discernible than the others. The cuticle of the anterior
part of the shield is extremely finely punctured by pin-prick like markings. There
are several thin, oval or rounded areas penetrated by hiunerous pores. Two pairs
are placed near the posterior margin in the middle. Four pairs, two and two more
close together, are to be found near the sides, somewhat behind the middle, and
several small and less distinct ones further forward.
The dorsal shield itself exhibits in the anterior half several symmetrically ar-
ranged dark-coloured thickenings of the inner surface of the cuticle, which produce
a very characteristic pattern. From the anterior, thickened edge, half-way between
the top and the Shoulders above the first pair of legs two broad ridges run back-
ward converging until they coalesce by a broad and short transverse ridge, thus sur-
rounding an median oval, thin and light-coloured area; from the junction they run
straight backwards until they coalesce again for a considerable distance, thus forming
an second median, narrow oval, light-coloured area, behind which they unite and pro-
ject into a median point which vanishes backwards. Behind the first junction and
on a level with the second one they brauche off into two lateral transversal ridges
which widen and vanish distally.
The ventral side (PL 3, fig. 1).
Tritosternum. The trunk short, the lateral edges strongly chitinous and
thickened on the dorsal side; the slips coalesce with their proximal V4, which are nearly
twice as long as the trunk.
The sternal shield very thick, dark-brown. The anterior edge square, with
a narroAV, soft and finely wrinkled portion in front of the first pairs of sternal
bristles (jugular shield?); the antero-lateral angies are very long and strongly chiti-
nous, the lateral edges are very thin blades; the shield extends backward to the
middle of coxse III; the posterior margin is nearly straight in the middle, with a
TRÄGÄRDH, ACARI. 57
pair of excavations ncar thc postero-lateral angles. M e t a s t e r n a 1 s li i e 1 d s sniall,
triangulär, situated in tlie coraors between coxse III and IV and provided witli one
pair of long bristles. Genital and ventral shields fused together to one shield,
wliich extends backward beyond the middle of tlie belly and widens considerably,
behind coxa> IV, towards the posterior V4 of its length; from thence it falls off
towards the posterior niargin which is deeply concave in the middle; 4 pairs of mar-
ginal bristles. Anal shield large, triangulär, with rounded angles and sides, separated
from the geniti-vcntral shield by a streak of soft skin, as broad as the length of the
anal aperture; with the usual three hairs, two of which are placed just behind the anal
aperture while the third, terminal one is a straight bristle. Anal aperture oval, in the
centre of the shield. Inguinal shields small, rounded and finely punctured, placed
outside and behind cox» IV. Stigmata in the usual place. Peritrematic shields
present, allthough very narrow; they form a small plate behind the Stigmata, and
are at first very narrow, but widen on the external side of coxse II, and extend
forward as far as to the anterior Shoulders, above legs I.
The epistoma is shaped like that of the male, but a little longer.
The mandibles (PI. 2, fig. 31); the chela rather narrow and slender; the lower
jaw nearly twice as broad as the upper one and slightly longer, with long, strongly
curved terminal tooth, the inner (posterior) side of which is excavated ; besides there
are two small, sharp and somewhat backwardly directed teeth in the distal third, one
close behind the other; the upper jaw with short terminal tooth, the posterior edge
of which is provided with a small tooth; the sense hair is comparatively large and
placed on a level whit the third small tooth ; f urther backward, behind the middle,
there is a blunt tooth, at the back of which the edge is raised.
The hypostoma (PI. 2, fig. 22) resembles mucli that of the male, but the
maxillary plates are divided into 2 pairs of transparent slips, the external ones of
which are rounded, with no fringes; the median ones shorter, pointed and finely
fringed. The maxillary palps shaped like those of the male.
Legs shaped like those of the male, but larger in proportion, with stouter
bristles. Coxa I, anterior bristle short, very stout, the posterior one twice as long,
directed backward ; femur I like that of the male ; genu the samc, but with one
longer, poniard-shaped bristle on the dorsal side, proximally; all the bristles on the
dorsal side of genu and tibia perpendicnlar,
On Mm Hildebrandli Peters.
Kilimayidjaro, Kibonoto 3. VII. 1905, 4 females; 4. VII. 5 males, 10 females.
Sjüstedts KUimiiiidjaro-Mtru Expedition. 20,
20. ARACHNOIDEA.
4. Opiliones
by
WILLIAM SÖRENSEN.
With one plate.
Allowance made to the fact that unlil now but 65 species^ of Opiliones are known
from Africa (apart irom the Mediterranean countries) it must be granted that the 23 spe-
cies described below, make a rather considerable addition to what was formerly known.
As Dr. Yngve Sjostedt on his zoological exploration of Kamerun has gathered 12 species,
more than the half part of the species known from the Ethiopean part of Africa are due
to Swedish investigations.
All the 23 species (about 660 ex.) which Dr. Sjostedt has gathered at Kilima-
ndjaro and Meru are new.
With one exception, they belong to families, already known from the Ethiopean
part of Africa. This exception is made by the genus Palpipes which does not only
form a new family but even a highly remarkable family, the tarsi of the first and second
pair of legs being bijointed, as is generally the case with young animals, on the first and
second stage, of the remaining Opiliones Laniatores. For only in the highly remark-
able family of the Oncopodoidm Thor, this stränge feature is found. It therefore ought
' LOMAN, J. G. C. : Beiträge der Kenntni.s der Fauna von Süd-Afrika (Zoo1. Jahrb. XI, 1898, p. 515)
has given a list of the a6 species of Opiliones formerly known from the Ethiopean part of Africa and he
has described 9 new ones. From the earlier 26 species must, however, be deducted Stygnopsis {'' Stygniis")
valida W. S. which is not native in Africa but in America. And after the publication of his paper are
described: Guruia frigescens LoM.; G. levis LoM.; Cristma crassipes Lom.; Mitraceras crassipalpum LoM.
(Seychelles); Conomma fortis Lom.; Monorhahdium singulare LOM.; Hypoxesfus levis Lou.; Dicoryplms furviis
LoM.; AcantJiophorrys pedinatus LoM.; Polycoryphvs asper LoM.; Cwlobtinus melanacanthiis LOM.; Ihalonius
Insrriptus LOM. (Seychelles); I. himaciilatus LoM. (ibid.); I. Karsclii LoM. (ibid.); Holozosier ovalis LoM.
(ibid.); Centrohunus Braueri LoM. (ibid.); Pyramidops pygnuva Lo^\.\ Aaidorsum alhimanum IjO'M.. (^f^chnWes);
described in: Zool. Jahrb., Syst. Abt., XVI, 1902, p. 103 — 216. — Item: Phalangium leppanm PoC; Ph.
(Rhampsinitus) Spenreri Poe. ; Ph. (Rh.) felifrons Poc; Ph. (Rh.) Leighi Poc; Ph. (Gtiruia) pialmafimanus
Poe. ; Adwiun areolatmn Poe.; Acumontia rostrata Poc. (.Madagascar); A. Majori Poe. (ibid.); Hinzuanius
Leighi Poe.; described in: Proc. zool. soc. London 1902, II, p. 392 — 413. — Item: Phalangium Boltoni
Poe.; Acumontia echinata Poc. (.Madagascar); Ac. Robertii Poc. (ibid.); described by PoeoCK in: Ann. a. Mag.
nat. bist., V. ser., II, London 1903, p. 433—450. — Finally PinreUin illnstrnns H. J. H. & VV. S. (Two
Orders of Arachnida, 1904).
Sjöstedts Kiliitiandjaro Meru Expedition. 30. 8 *
60 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEÜ EXPEDITION. 20: 4.
to be emphasized that these two families are not intimately related. The remarkable
genus Palpipes also throws a light on another genus, which I have formerly formed, viz:
the genus Mesoceras. When 23 years ago I described this genus \ I was especially
induced to do so by the fact that the femur of the first pair of legs is provided with spines.
According to my knowledge of the Opiliones Laniatores, I could not doubt but
that this feature made suppose that in Mesoceras not only the palpi but also the first
pair of legs play an essential part for the animal in catching and keeping the prey. That
I was right in this conclusion — so that, in Opposition to my learned friend Dr. Loman,
I must mainlain that Mesoceras is a good genus ■ — is now beyound doubt after I have
got acquainted with the new genus Palpipes. For as to this genus, a single look at
the Fig. 3 b will certainly suffice to see that the first pair of legs of this animal is so
strongly developed for catching and seizing the prey, that it hardly serves for moving.
Palpipes thus is a form deviating from the general relations in the Arachnida: this class
having 4 pair of members developed, more or less exclusively, for the Service of moving. ^
My not having mentioned this peculiar development of the first pair of legs in my
diagnosis of the family Palpipedoidcc but only in that of the genus Palpipes, is due
to the genus Mesoceras. For partly the family Biantoidae Thor., to which Mesoceras
belongs, is by no means related to the Palpipedoidae, and partly Mesoceras is the only genus
of the Biantoidse which shows this feature. In connection to this phenomenon I may be allowed
to remind of the fact that birds provided with spurs on their wings are not mutually related.
The localities where Dr. Sjöstedt has coUected Opiliones at Kilimandjaro and Meru
belong to four groups, determined by the height.
The first group counts localities in the lowlands: Meru lowlands, on the west side
of the mountain; here was only taken: Amasis quadricornis. Kilimandjaro: Rhampsinifus
niger and Phalanginm pictum.
The second group counts localities in the cultivated zone, at a height of
1,300 — 1,900 m. Here are found: Bhampsinitus m'ger; Phalangium coxale; Ph. ptero-
nium; Ph. pictum (only one specimen); Amasis quadricornis: Sesosfris gracilis.
The third group counts localities, the rainforests, at a height of 2,000 — 3,500 m.
Here are found: Phalangium pictum; Cheops armatus; Palpipes tgpus; Ereca rnfa;
Amasis quadricornis.
The fourth group of localities, the mountain meadows, Kilimandjaro, lie between
3,000 and 4,000 m. Here are taken: Phalangium montanuni; Ph. 2nctum; Ph. tneso-
melas; Cheops armatus; Biantes punctatus: Ereca undulatus: E. affinis: E. lata; E.
modesta; E. Simulator; E. rufa; Amasis mesoleucus; A. accentuatus; A. patellaris.
\In: Opiliones Australa.sije, in Koch, L. : Die Araehniden Australien.s, II, Noiinbergiae 1886, p. 67.
' I take the liberty to remind tlie reader of the fact that the niandibulse (the "inaxiliic" autoruni) in the
Palpigradi {Koenenia Grassi) do not play any part whatever as to the handling of the nourislmient, but is
exclusively fit for moving; that the first pair of legs of the Pedipalpi hardly plays any part as to moving,
but I dare say only as an Instrument for touch; and that in the Solifugte only the three hindmost pair of
members are developed for moving.
SÖRKNSEN, OriLIONES. 61
As Dr. SjöSTEnr lias, as a common ruie, coUecled a considerable number of spe-
cimens of the different species, \ve have good reason lo suppose that Ihe material which
he has gatliered, does in a reliable way demonstrate tlial the fauna of the Opiliones
differs on the different heights of these gigantic mountains.
Wliat in the description of the species I have called the "Ist" ventral segment,
is in reaHly a fusion of the 2iid and 8rd sternites. Look Hansen, H. J. and Sürensen,
William: On two Orders of Arachnida, Cambridge 1904, 4to, p. 9 — 24.
De genere Rliampsiniti E. Simon.
in. E. Simon speciem typicam sui generis Rhampsiniti (Rh. LalandciJ describens\
specimen unicum possedit, mascuhim. Et mas specierum hnjus et comphirium afiininm,
ab ill. Dr. Loman descriptarum, antennas tam vahdas et palpos tam longos habet, ut
aspectum ab eo specierum plurimarum generis Phalangii ahenum pra^beat. Qua de
causa verosimiliter ill. E. Simon genus Rhampsiniti creavit. Non dubito autem, quin hie
auctor intelligens, si etiam feminam cognosset, intellexisset, Rhanipsinitmn Lalandei bis in
rebus a Phdiaugio opilione L. (= Plt. cornuto L.) non discrepare. 111. Simon quidem^
dicit, Rhainpsinitum generi Acanfliolophl C. L. Koch affinem esse, quod autem nullo
modo affirmare potui. Articulus primus antennarum Rhampsinifi infra muticus est, et
Omnibus rebus generi Phalangii tam affine est hoc genus, ut non sciam, qua re ab
illo distinguendum sit'^ Eo minus, quod Phalangium montanum n. sp. RhampsinUo nigro
n. sp. tam affine est, ut diu deliberarem, si h?ec species Rhampsinitus m. aut Phalangium m.
appellanda sit.
Quoad judioare possum, genus Rhampsiniti olim delenduin est, quum numerus
specierum afiininm major cognitus fuerit. Idem jam ill. Pocock sestimavit. Id nunc facere
hsesito, quod species tam affines tantum duas cognovi. Alteram speciem Phalangium
montanum appellavi, quod palpi non longiores in mare quam in femina sunt. Quod
autem character minimi — si ullius — ponderis est.
Rhampsinitus niger n. sp.
Niger, c. 6 mm. longus, pedibus II c. undecies longioribus quam corpore; tuber
oculorum convexum processiculis utrinque ternis munitum ; segmenta thoracica ambo et ab-
dominalia priora quattuor tuberculis ordinatim dispositis pr<edita; femora teretia Uiberculis
longis gracilibus haud densis ornata. (Antennte et palpi multo longiora in mare quam in femina.)
Tu her oculorum duplo latius quam altius, panllo longiu.s quam altius, vix proclive. Oculi procul
a ba.si tuberis positi, magni (diametro triplo breviore quam longitudine tuberis). Processiculi utrinque terni
acuti, vi.x longiores quam diametrus oculi; medius sub(>rec(us, reliqui Ipviter pro- et reclives. Scutum.sub-
^ Compt. r. d. 1. Soc. Ent. d. I. Belgique, 2. Ser., 1879.
' Etiam in opere suo Les Arachnides de France, T. VII, 1879, p. 265.
' Excavatio, in qua orificium glandulae foetidoe situm est, subcordiformis obliqua est, ab ipso mar-
gine cephalothoracis spatio separata, quod diamefrum transversam excavationis fere sequale est. Huic rei
pondus vix grave attribuendum est. (Orificium dictum operculo clausum est, leviter forniicato, cujus margo
inferior convexus est.)
62 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: i.
tiliter granulatum. Cephaiothoraeis area prima (eaput) tuberc-ulis paucis dispersis ornata; segmenta thoracica
(ambo) et abdominalia priora quattuor ordinibus singulis tuberculorum acutorum, eirciter quaternorum de-
norum. Puncta inipressa (museularia) dorsi magis conspicua solito. Antennarum dens magnus digiti immo-
bilis leviter serratus. Palpi simplices, graciles. Partes leviter clavatae; femoralis granulis parce praedita ;
ceteree leeves. Pars tarsalis ad apieem ineurva. Pedes graciles. Coxae granis rotundis sat densis. Femora
terctia, tubereulis longis, gracilibus, acutis praedita, inter se spatio separatis, quod saltem diiplo niajus quam
longitudo tuberculorum est. Articuli ceteri laves.
Differentia sexualis: Antennarum articulus prinius in mare proourvus (non S-curvatus) tubereulis
robustis leviter curvatis, praesertim dorsualibus et inferioribus, asper. Articulus secundus in mare in basi
geniculatus; tubereulis similibus dorsualibus et exterioribus asper. In femina eminentise eodem modo positae,
tanto minores, ut in articulo primo grana, in articulo secundo granula appellandse sint. Palpi multo Ion-
giores in mare quam in femina. Eminentiae seuti paullo longiores in femina quam in mare.
Niger; etiam tarsi. Digiti forcipis antennarum testacei. Femina minus saturatim colorata.
Long. corp. 6,5 (? 5,5); lat. corp. 4 ($ 3,5); antennae 8,5 (? vix 6); palpi 22 (? 12); pedes I 42
(? 39); II 72 (? 66); III 40 (? 38); IV Ö2 (? 51).
Variatio: Uno in exemplo eminentia parva inter proeessiculos secundum et tertium in latere altere
tuberis oculorum adest. Articulus secundus antennarum in teminis quattuor leevis; antennae in duabus fe-
minis minoribus tot» keves.
Mares octo et feminas unam et viginti perlustravi, ad Kibonoto (Kilimandjaro) ad altitudinem
1000 — 1900 ni. in mensibus Augusti, Septembris, Octobris et Decembris coUeeta.
Phalangium montanum n. sp.
Sordide fulviim, sella dorsuali plerumque conspicua, ante luteo-albido marginata
ornatum; c. 5 mm. longum, pedibus 11 quinquies aut ($) quater longioribus quam corpore;
tuber oculorum convexum, tubereulis utrinque quinis aut senis; segmenta tboracica et
quinque abdominalia priora tubereulis ordinatim dispositis; femora prismatica tubereulis
ornata.
Tuber oculorum paullo longius quam latius, manifesto longius quam altius, non excavatum. Tuber-
cula utrinque (4 — )5 — 6( — 7) robusta, humilia, coniea, subacuta, minora quam tubercula dorsi. Dorsum
subtilissime granulatum. Cephaiothoraeis area prima tubereulis haud paucis dispersis. Segmenta thoracica
et abdominalia quinque priora ordinibus singulis tuberculorum robustorum subaeutorum, eirciter quaternorum
denorum ornata, quorum tantum ea ordinum posteriorum duorum minora ijuam tubercula tuberis oculorum.
Puncta inipressa (museularia) dorsi magis conspicua solito. Segmenta libera (postrema quattuor) dorsi
et venfer laevia. Palporum sat robustorum pars femoralis granis setiferis munita. Apieem versus partes
pateliaris manifesto et tibialis vix latiores et crassiores. Pars tarsalis subreeta. Pedes haud longi, Grana
coxarum posteriora versus minora. Femora et tibiae compressae prismatiea. Femora tubereulis robustis,
brevioribus, paululum curvatis, subaeutis, spatio separatis, quod longitudini tuberculorum subaequale est. F'e-
mora in apice submutiea. Patellae parce granulatse, granis conicis dorsualibus apiealibus subporreetis prae-
ditae, quorum medium lateralibus majus. Tibiae laeves. Femur I manifesto crassius quam cetera.
Differentia sexualis: Antennarum articulus primus in mare leviter procurvus, tubereulis robustis
acutis densis supra infra et extra preeditus, quae paullo longiora et multo crassiora sunt quam tubercula
maxima dorsi; latus interius et pars apicalis laevia. Articulus secundus maris in parte tertia basali dorsi
tubereulis minoribus ornatus, ceterum Iwvis. In femina articulus primus granis magnis ornatus, quae emi-
nentiis dorsi minora sunt; articulus secundus laevis. Pars anterior cephaiothoraeis et tuber oculorum sor-
dide fulva. Sella dorsualis plerumque conspicua, lata, lateribus subparallelis, in tliorace et segmentis ab-
dominalibus prioribus plerumque luteo-albido marginata. Venter sordide discolor. Coxae ad apieem fuscae,
ad basin dilutiores, fusco punetatae. Pedes obseure brunnei, larsis infuscatis. Antennarum articulus primus
SOKENSKN, oriLIONES. 63
supra subfiilvns, niiiciila l(iiii;;i fiisea apicpin propc oriiatus, iiifra v\ in hilcrilms fiiscns; arliculns spcundus
nitido brunneo fulvus; iligili piiulld dilatiürrs. Palpi sordidc fulvi aul teslacei fiisco varicgad; pars tarsalis
dilutior, ad apieem infusi'ata.
Mas: l.oiiij. corp. 1,75 (9 i.Ta); lal. 3,ö; antonua' 7 (9 i,"'j); ]<n\\i\ ullra 5 (9 ila); pedes I 15,5;
II 24,5 (9 LH)); III 15; IV 2l'.
Kxt'iiipla octodociiii, iiiarrs trcdfi-iiii cl fciuinas quiiique purhistravi, ad Kibosclio [Küimandjuro) in
pralis inontis ad altitudinem 3000 — 1000 ni., in inense Februarii capla.
Varialio: Uno in excniplo eniinenlite oi'diiium pnsleridruni Irinni niinuta;.
Phalangiiim pietiim u. sp.
Cinereum, maciilis Ifete brunneis ornalum, pedibus luteo-eburneis, brunneo irregu-
laritor pictis; c. 6 mm. longum, pedibus c. duodecies aut (^) c. decies longioribus quam
corpore; tuber oculorum convexum, tuberculis utrinque quinis; segmenta thoracica et
quattuor priora abdominalia tuberculis ordinalim dispositis instructa; femora teretia, in
mare tuberculis minoribus prsedita.
Tuber ofuloruni longius quam latius, paulio latius quam altius, convexum, tuberculis brevibus
conieis utrinque (ipiaternis — ) i(uinis, triplo brevioribus quam diametro oculi, munitum. Dorsum dense
granulatuni. Pars f-eplialica tuberculis eonicis dispersis; segmenta thoraciea ambo et abdominalia priora quattuor
ordinibus singulis tubereulorum ornata, quse iis tuberis oculorum similia et paulio tantum minora sunt. Venter
liievis. Palporum pars patellaris ad apieem in femina vix, in mare non dilatata. Pars tarsalis subrecta.
Pedes longi graciles. Coxpe II, III, IV Iseves. Femora teretia. Patelise, apice omisso, lapves.
Differentia sexualis: Antennarum artieulus primus in mare longior quam in femina, tuberculis
superioribus minoribus dispersis et inferioribus majoribus procurvis, ([uorum plurima in ordinem exterioreni
disposita sunt, ornatus. Artieulus secundus in mare granis anterioribus (vel superioribus) basin prope parce
ornatus. Antennre feminae Iseves. Coxa 1 feminee sublsevis, maris ante dense granulata. Femora maris tuberculis
minoribus eonicis acutis, infra etiani minoribus preedita; tubereula superiora spatio separata, quod longitudine
tubereulorum circiter quadruplo longius est; feminse infra laevia, tuberculis superioribus duplo minoribus
quam in mare. Tibi» femin« Iteves, I maris ordinibus inferioribus duobus dentium ornatae. Dorsum
cinereum, maculis (et punctis) laste brunneis ornatum, ([uarum bina' in segmentis thoracicis et duobus ab:
dominalibus prioribus adsunt, sellam obscuram formant, linea lutea utrinque marginalam; segmenta ab-
dominalia tertium, quartum, quintnm nun-ulis quaternis; pars media posteriorum quattuor manifeste dilutior
quam latera. Venter liiteo eliurneus, fusco vix regulariter tinctus. Coxse ad apieem brunnescentes, in parte
basilari eburneee, dilute brunneo punctatse. Eminentise dorsi et tuberis oculorum Isete eburneae, ipso apice
brevi nigro. Pedes luteo-eburnei, Icete brunneo irregulariter picti; femora tamen in medio et ad apieem
brunnea. Antennse in latere exteriore articuli primi fusco-brunneae.
Long. corp. 5 (9 6,5); lat. corp. 2,5 (9 3,5); antennae 4,25 (9 3,5J; palpi 6 (9 7); pedes I 29,5
(9 22,5); II 57 (9 55); III 30,5 (9 29,6); IV 44 (9 41,5).
Animalia imniatura ordines quinque tubereulorum in dorso abdominis preebent.
Exempla decem vidi, quorum duo mares et du£e femina adulta, ad Meru in "silva pluviosa", in
altitudine 3000 — 3500 m., et ad Kibonoto [Kilimandjaro] in "silva pluviosa", in altitudine 2000 m., et ad
Kibonoto in altitudine 1000—1900 m. coUecta.
Plialangium coxale n. sp.
Nigrum, ventre albo vittis fuscescentibus ornato; c. 7 mm. longum, pedibus II c.
novies longioribus quam corpore ; tuber oculorum canaliculatum processiculis utrinque ternis,
segmenta thoracica et quattuor priora abdominis tuberculis ordinatim dispositis instructa;
femora teretia tuberculis gracilibus prsdita.
64 SJÖBTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 20; 4'.
Tuber ocnlorum dimidio latius quam altius, vix longius quam altius, manifeste canaliculatum,
processiculis utrinque ternis praeditum, acutis, paullo majoribus quam diametro oculi, quorum medius levissime
reelivis. Dorsi subtiliter granulati pars cephalica tuberculis acutis parce dispersis preedita, quorum duo
supra basin antennarum posita ceteris (saepissime) paullo majora. Segmenta thoracica et quattuor abdomi-
nalia priora ordinibus singulis tubereulorum similium, posteriora versum minorum; puncta impressa (muscularia)
haud conspicua. Venter Isevis. Antennarum articulus primus granis (aut granulis) superioribus paucis
ornatus; articulus secundus laevis. Dentes digitorum parvi; citimus digiti mobilis vix adest. Palpi inermes.
Pars patellaris in apice interiore leviter dilatata. Pars tarsalis ad apicem leviter curvata. Coxse granis ro-
tundis haud densis ornatee, quse in coxa I plura et majora, in coxa IV pauciora et minora sunt quam in
coxis ceteris. Femora teretia, tuberculis longis, gracilibus, acutis, infra multo minoribus prsedita, setam
lateralem gerentibus, spatio separatis, quod longitudine tubereulorum saltem triplo majus est. Patellee
tuberculis similibus multo minoribus ornatce. Articuli ceteri Iseves. Dorsuni nigrum. Venter albus, seg-
menta vittis binis fuscioribus (cinereis) mediis et angustioribus marginalibus, in lateribus confluentibus. Coxze
maculis singulis Y-formibus, per longitudinem coxarum ductis, luteo-albidis; IV carina apicali anteriore trans-
versa luteo-albida. Pedes nigro-fusci aut interdum brunnei, apicem versus dilutiores. Digiti antennarum (et
aliquantum citra) testacei. Palporum partis tarsalis pars media plus quam tertia testacea.
Long. corp. T'/j; lat. corp. 4-72; antennae S'A; palpi 9; pedes I 4-3; II 64; III 38; IV 54.
Variatio: In exemplis duobus articulus primus antennarum supra sublaevis.
Animalia juniora: Palporum pars patellaris in apice interiore-superiore obtuse producta.
Exempla matura octo et quadraginta et juniora unum et triginia vidi, ad Kibonoto {Kilimandjaro) ad
altitudinem 1000— 19U0 m. coUecta.
Phalaugium pteronium n. sp.
Rufescente canum, sella, parlem terliam latitudinis dorsi occupante, fusciore or-
nalum; c. 6 mm. longum, pedibus II c. novies aut (5) c. sexies longioribus quam corpore;
tuber oculorum convexum, processiculis utrinque ternis et segmenta thoracica et quattuor
priora abdominalia tuberculis ordinatim dispositis prsedita ; femora teretia tuberculis graci-
libus instructa.
Tuber oculorum paululo altius quam latius, paullo longius quam altius, convexum. Processiculi
utrinque terni eeque longi atque diametros oculi; primus suberectus. Dorsi subtiliter granulati pars cepha-
lica tuberculis conicis acutis parce dispersis prsedita. Segmenta thoracica anibo et abdominalia quattuor
priora ordinibus singulis tubereulorum similium ornata. Antennarum articulus secundus laevis. Palpi
mutici. Par.s patellaris in conum apiealem, interiorem, latum, brevem leviter producta. Pars tarsalis ad apicem
leviter curvata. Coxae I granis vix prEedita, ceterae laeves. Femora teretia, ad apicem versus tamen leviter
angulata; ordinibus tubereulorum gracilium ornata, spatio separatorum, quod longitudine tubereulorum saltem
duplo majus est. Articuli ceteri inermes. Tibiae angulatae.
Differentia sexualis: Eminentiae dorsi duplo majores in mare quam in femina. Articulus primus
antennarum maris longior, tuberculis superioribus paucis dispersis, et inferioribus ad basis densis, ceterum
in ordinem exteriorem positis; in femina granis superioribus dispersis, quorum vestigia tantum inferiorum ad-
sunt. Dorsum rufescente canum; pars media fere tertia fuscior, interdum fusea, undique subaeque lata, in
segmento antepaenultimo desinens. Venter cinereus; segmenta striis albidis singulis submediis transversis;
sulci segmenta limitantes linea interrupta albida. Coxae brunnese in basi dilutiores. Pedes testacei; femora,
patellae, tibiae apicem prope infuscata; tarsi apicem versus fusciores. Eminentiae tuberis oculorum et dorsi
testaceas, in apice nigrae.
Mas parvus long. corp. 4 (? 6,5); lat. corp. 2 (? 4); palpi 5,25 (? 5); pedes I 21 (? 18); II 35
(? 34); III 22 (? 20); IV cf" ? 30.
Variatio: Duobus in exemplis tuber oculorum praeter processulos dictos posteriore duplo minore instructum.
SOEENSKN, OPILIONES. 65
Expmpla viiiinti vidi, (|iiormn duo iiiures et tre<leriin femina; adulta, ad Kibonoto (Kiliinafidjaro), in
altitudine 1300 — 1900 in. in iiiunsibus Julii, Scptoinbris, Oclobris et Deeeinbris colleetä.
PhalaugiuiH luesomelas u. sp.
Pallons, küeribuö iiiluscatis, sella parteni teiliam latitudinis clorsi occupante nigra
ornaluni; c. 5 mm. longum, pedibus II c. quinquies longioribus quam corpore; tuber
oculorum coiivexiim tubcrcnlis utrinque quaternis aut quinis et segmenta thoracicum
secundum et tria priora abdominalia tuberculis parvis ordinatim dispositis prsedita; femora
subteretia, tuberculis dorsualibus inslructa.
Tuber oculorum subseque altuni atque latum, paululo longius quam altius, oonvexum. Utrinque
tuberrula conica acuta quaterna aut quina adsunt, fere triplo breviora quam diametrus oouli. Dorsum
subtilissime granulatum. Pars ceplialica tuberculis parvis eonicis arutis parce ornata. Segmenta thoracicum
secundum et abdominalia priora tria ordinibus singulis tuberculorum similium remotorum prcxdita. Venter
laevis. Antenns la?ves. Palpi lieves. Pars patellaris in apice interiore obtuse producta. Pars tarsalis
subrecta. Coxie granis vix ornatte. Feinora subteretia, tuberculis dorsualibus brevibus robustis munita
(infra granis aut sublsevia). Articuli ceteri heves. Tibife compresse angulatte. Dorsum pallens, lateribus
infuscatis ; pars media fere tertia subnigra, post tuber oculorum oriens, segmenta postrema quattuor non
occupans, lateribus subparallelis. Venter cinereo testaceus, striis transversis sordide fuscis ornatus. Coxae
brunneee; bases pallidre, brunneo punctatse. Pedes rufescentes; apices femorum breves et patellarum et
tibiarum longi fusci. Tarsi apicem versus infuscati (altero in exemplo nigri). Eminentiffi tuberis et dorsi
pallid», in apice brevi nigrae.
Long. corp. 4,5; lat. 2,5; palpi 5; pedes I 12; II 24; III 14; IV 19,5.
Femina.? adultas duas vidi, ad Kiboscho [Kilimandjaro) in silva pluviosa summa, prope angustias, in
altitudine 3000 et in pratis monti.s, 3000 — iOOO m., captas.
De genere Egfeili C. L. Koch.
Praeter Egamum femoralem n. sp. dua? tantum species hujus generis mihi cognitse
sunt, altera ex Hungaria [Ecj. tibialis ? C. L. Koch) et altera indescripta e California.
Quamobrem hoc genus circumscribere non audeo. Nihilo minus annotationes quasdam
facere potui.
111. E. Simon genera Ega>ni et Zachei jam dudum conjunxit^ Quod ill. Karsch
oppugnavit, putans, conditionem metatarsorum characterem tarn essentialem preebere, ita
ut Egecnus metatarsis indivisis et Zacheus metatarsis articulatis sufficienter probati sint.
Hac in re ill. Karsch C. L. Koch secutus est. Quod autem ponderis niinimi vel nullius
quidem est, quoad Opiliones cognovi. In ZacJteo mordace melatarsi in articulos secundum
C. L. Koch divisi sunt: I et II in 3, III in 4, IV in 6 divisi sunt. In uno exemplo Eg.
femorah's articulos numeravi: metatarsi I et III bipartiti, II quadripartitus, IV tripartitus.
Hi "articuli" autem omnes spurii sunt, i. e vera articulatione non conjuncti. Num meta-
tarsi hujus speciei in arliculos divisi sunt aut non? Si cogar, dicere velim, in articulos
non divisos esse. Huc accedit: Eg. femoralis Eg. 'paehylomero E. SiM. peraffinis sine
uUo dubio est. Hie autor illustris dicit, articulos priores duos tarsi veri I in mare Eg.
pacliijlomeri processiculis instructos esse. In Eg. femorali autem processus tales in arti-
culis duobus spuriis metatarsi adsunt.
' E. gr. in Les Arachnides de France, T. VII, 1879, p. 233.
66 SJÖSTEDTS KILIMANDJAROMERU EXPEDITION. 20: 4.
Dum pes II in Palpatoribus generaliter longior est quam IV, ill. T. Thorell
demonstravit, pedem IV in genere Egmii longiorem esse quam II. Quod aliis verbis
dicendum est. in genere Eymii pedes II et IV longitudine discrepant. In Eg. femorali
autem pes II paululo longior est quam IV.
Saltem in speciebus mihi cognitis apices femoruin, patellarum, tibiarum ordine
dentium marginati sunt.
Marcs hujus generis femur et tibiam I incrassata praebent. Insuper (saltem mares
Eg. femoralis et tihialis?) dentes inferiores densos in metatarso I habent. (Prseterea
tibia I in Eg. Uhialis? dentibus similibus instructa est.) Quibus dentibus mas feminam
melius retinere potest.
Egaenus femoralis n. sp.
Tb. 4-, Figg. 1, a — <■.
Sordide cinerascens, punctis nigris ornatus, carinula coxoe IV pallida, trochanteribus
pallidis, macula anteriore fusca ornatis; 6 — 7 mm. longus, pedibus II paululo longioribus
quam IV et c. ter longioribus quam corpore; tuber oculorum processiculis utrinque qua-
ternis munitum; segmenta cephalothoracica ambo et tria priora abdominalia ordinibus
singulis eminentiarum ineequalium ; femora leviter prismatica tuberculis instructa. Mas, si
validus, paribus duobus processiculorum, prope apicem metatarsi I positis.
Tuber oculorum leviter recline, oonvexum, latiu.^ quam Jongius, lonsjius quam altiu.s, processiculis
robustis conicis utrinque quaternis pr?eflitum, posteria versus sensim longioribus; quoruni primiis erectus et
postremus reclinis. Dorsum subtilissime granulatum. Sulci segmenta limitanfes obsoleti. Pars cephaliea
processiculis minoribus, robustis acutis sat densis praedita ; ad marginem frontalem adsunt processiculi duo, iis
tuberis oculorum majores, fere duplo altiores quam distantia interbasalis, quos paria duo processiculorum
similium minorum insequuntur. Segmenta thoracica ambo et tria priora abdominalia ordinibus singulis
irregularibus eminentiarum robustarum conicarum, inoequalium, latera versus minorum prsedita, quaruni ma-
ximae tubercula sunt; in segmenfis sequentibus eminentiae rarse apparent. Segmenta dorsualia postrema
quattuor et venter Iwvia. Antennarum articulus primus granis superioribus parce ornatus, infra Isevis.
Articulus secundus laevis. Dens digiti mobilis citra medium positus. Palpi robusti. F. femoralis leviter
compressa, introrsum curvata, ordinibus superioribus tuberculorum leviter curvatorum et inferioribus duobus
tuberculorum perpendicularium munita, in apice leviter dilatata. Pars patellaris granis conicis paucis supe-
rioribu.s basin prope praedita, in apice superiore et interiore rotunde producta. Pars tibialis parte patellari
vix longior, in apice non dilatata. Pars tarsalis subrecta. Pedes brevps. Coxae I granis, II granulis
manifesto, 111 parce ornatas, I\^ sublsevis. Femora leviter prismatica apicem versus incrassata, ordinibus
tuberculorum robustorum conicorum acutorum, apicem femoris versus majorum et infra majorum. Patellae
praeter coronam apicalem dentium parvorum eminentiis parvis parce ornatEe. Tibife prismaticae praeter coro-
nam apicalem eminentiis vix munitae.
Differentia sexualis: Antcnnae majores in mare quam in femina; grana dorsualia articuli primi
in mare acuta, in femina rotunda; articulus secundus in mare robusto ad basin leviter elevatus. Eminentiae
majores partis femoralis palporum insigniter majores in mare quam in femina. Femur I maris robusti
(Fig. la) incrassatum, infra rectum, supra alte eonvexum, ad basin prone petiolatum. Tibia I maris incras-
sata, supra subrecta, infra convexa, ordinibus inferioribus duobus tuberculorum robustorum densorum pro-
clivium, apicem tibise versus sensim majorum pectinata. Metatarsus I maris robusti dentibus exterioribus
et inferioribus densissimis nigris itaque conspicuis munitus. Metatarsus spurie Ijipartitus; articuli processibus
binis apiealibus in mare robusto armati, qui calcaria articularia inter se habent; exteriores citerior sub-
SÖRENSEN, OriMONES. 67
perpendiculai'is iillorior prdclivis; inlcridrcs aiulio proclivos; interiores citerior manifesto, ulterior paullo
minor quam exioriores. Dorsiim ot ventcr sordidc cinprasci'iitia ; dorsum punntis impressis (quibusdem
imprpssionihus miiscularihus) fiiscis, in ccplialotlinraee crcbris, in abdomine pauciorihus; ante luber oculorum
adt'st linoa inodia pallida, lincnhun fiiscam aiiU'rim'cni (lincis solitis diial)us fonfluentibus formatam) incdu-
dtMis. Antcnnie fulvo te.stafpiP, articiilo sepundo basin prope plus minusve infusoato. Palporum pars
tarsalis tcstat'ea, ad basin et apicem infuscescens ; partes ceterae fuseae, apice brevi decolore. Coxae ad
apieem et latera infuscatpe; oarinula t-oxie IV pallida. Trochanteres pallidi macula anteriore fusca insigni
ornati. Femora, patellae, tibite in lateribus fusoa, supra et imprimis infra pallida, saltem dilutiora.
Long. corp. 7,5 (? 6,25); lat. 4,75 (? 4); antenns 5 (? vix 3); palpi 7 ($6); pedes I 19 (? 12,5);
II 23 (? 19,5); III 16,5 (9 ultra 12); IV 22 (? 18,5).
Variatio: Mares duo, minus robiisti (5,75 mm. longi) charaeteres masoulos minus insignes prjebent :
Femur et tibia I minus inr-rassata, quare femur altere in specimine (Fig. Ic) leviter tantum, in altero non
petiolatum apparet. Item metatarsus I dentes pauciores praebet, et in illo specimine processiculum unieum,
propiorem exteriorem habet, in hoe autem processiculis plane destitutus est.
Exempla novem vidi, quorum tres mares et duae feminae adulta, ad Kibonoto (KUimandjaro), in alti-
tndine 1300 — 1900 m. in raensibus Maji et Oftobris r-olleeta.
Clieops n. g.
Antennee parvae; arüculus primus tubere inferiore destitutus. Digitus mobilis magno
dente unico, submedio armatus. Palpi breves. Pars patellaris parte tibiali vix brevior,
in apice interiore in gibbum dorsualem, pilis densis vestitum, producta. Unguis integer
(non pectinatus). Corpus alte fornicatum. Sulcus, thoracem ab abdomine separans,
manifestus, haud aulem profundus. Sulci ceteri obsoleti. Margo anterior dorsi muticus.
Orificia glandularum foetidarum sat parva, in ipso margine cephalothoracis posita.
Tuber oculorum a latere inspectum ad basin leviter constrictum.
Cheops armatus u. sp.
Tb. 4, Fig. 2.
Fusco et testaceo variegatus, femoribus et partim tibiis infuscatis ad basin et apicem
testaceis; 5 mm. longus, pedibus II c. quater longioribus quam corpore; tuber oculorum
convexum processiculis utrinque quaternis prseditum ; abdomen ante gibbosum, processiculis
magnis duodecim, in ordines quattuor disposilis; femora teretia tuberculis parvis preedita.
Tuber oculorum altius quam longius et quidem quam latius, ita ut tuber summum aeque altum sit
atque summum abdomen. Tuber convexum, processiculis utrinque quaternis oblique acutis munitum, qui
eeque longi sunt atque diametrus oculi. Dorsum manifesto granulatum. Pars eephalica processiculis minori-
bus utrinque quaternis praedita, marginalibus, ante et post orificium glandulae foetidae positis; inter orificium
dictum et tuber processiculus plerumque adest; qui plerumque parvus, sed interdum fere aeque longus est
atque processieuli tuberis. Segmenta abdominalia quattuor priora ordinibus singulis processiculorum ternorum
praedita, qui iis tuberis similes et majores sunt; pars media processiculos gerens, leviter gibbosa, gibbis
posteriora versus sensini majoribus. Antennae Iseves. Palporum pars femoralis granis piliferis inferiori-
bus dispersis praedita. (loxae 1 granulata, ceterae sublaeves. Femora teretia, tuberculis parvis acutis, spatio
separatis, quod saltem duplo brevius est quam longitudo tuberculorutn. Patellae et tibite tuberculis similibus
minoribus praeditte. Femora processiculis dorsualibus apicalibus porrectis binis, patellae similibus majoribus trinis.
Differentia sexualis: Femina mare aitior et crassior; et pedes longiores quam in mare. Pro-
cessieuli magni dorsi longiores in mare quam in femina; gibbte eo.sdem gerentes autem altiores in femina.
Sjösfedts Kilimaniljdro-Mern K.rpeditinii. 20. 9
68 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEU EXPEDITION. 20: 4-.
Dorsum fuseo et testaceo variegatum ; eniinentiae magnae tuberis et dorsi testaceae, ipso apice brevissimo
fusco. V'enter sordide testaceus; segmenta ventralia striis transversis griseis singulis anterioribus. Palporum
pars trochanterica teslaeea, vix alieubi infuscata; partes fenioralis, patellaris, tibialis fuscse, apice breviore
testaceo, tarsalis sordide testaoea ad basin et apicein infiiscata. Coxanim pars tertia apiealis fusea; carinula
coxse IV et trociianteres testaoea; artieuli ceteri infuscati; fomora et I, III, l\' tii)iie annulis testaceis, basali
sat angusto et submedio lato ornata.
Long. corp. 5; lat. ultra 3; antennee ultra 2; pedes I 9; II 18,6; III 10; IV 14,5.
Exempla tria et triginta perlustravi, ad Kibonoto (KiUmandjaro) in silva pluviosa in altitudine 2000
m., (plurima) ad Kiboscho in silva pluviosa, prope angustias, in altitudine 3000 m. et in pratis ninntis
3000 — 4000 ni., partim in mense Februari rapta.
Farn, nov.: Palpipedoiflae.
Lobus maxillaris coxa? 11 manifeste discretus, subpronus, basi labii sternalis et an-
guli interioris lobi maxillaris coxie I oppressus. Mandibularum ' pars palpigera a parte
manducatoria non restricta. Palporum partes tibialis et tarsalis paullum oblique posila?,
ita ut adducta^ i^artem femoralem utroque margine attingant. Oculi tuberi communi im-
positi. Emissaria liquoris foetidi secundum margines laterales scuti dorsualis ducta.
Orificia glandularum foetidarum detecta. Spiracula cancellata esse videntur. Scuti
dorsualis sulci priores duo non conjuncti. Pedes I et IT unguiculis singulis, III et IV
binis instructi. Pars ulterior tarsorum I et II — ut in animalibus junioribus (i. e. ante
ultimam mutationem cutis) Laniatorum generaliter — impartita. Melatarsi in astragalum
et calcaneum non divisi. Tarsi III et IV scopula destituti. Processus terminalis tar.sis 111
et IV deest.
Coxpe I multo rnobiliores sunt quam in Laniatoribus ceteris.
Palpipes n. g.
Palporum gracilium nmnes partes spinis- armata".
Pedes I breves, modo palporum inclinati, vix gressorii; arma valida sunt, quod
artieuli omnes — omisso tarso pusillo — spinis plerumque magnis densissimis armati
sunt; palpos obtegunt. Quura inclinati sunt hi pedes, spinae exteriores patella^ et tibi»
contra .spinas inferiores femoris agunt; spina? superiores (et simul inferiores) femoris,
patellse, tibite sinistrorum contra easdem spinas pedis dextri agunt. Unguis perpusillus.
Antennarum longarum articulus primus apicem versus sensim paululo crassior (neque
clavatus), longus, alte surgens, margine anteriore scuti et tubere oculifero fere obtectus.
Tuber oculiferum ex ipso margine anteriore scuti surgens, subconicum, ante leviter ex-
cavatum ; ordine transverso (e margine anteriore scuti continuato) eminentiarum praeditum,
quorum apicalis ceteris longior. Scutum dorsuale posteriora versus sensim paullo latius,
sulcis transversis in areas sex" divisum. Arere saltem paribus singulis eminentiarum
' "Mandibulas" appello niembra, quse autores inaxillas noniinant.
" "Spinas" tales eminentias appello, quee e proeessu (majore aut minore) et aeuleo apicali constant.
'Processus" (aut "processiculi", aut "tubercula") setam non pungentem lateralem gerunt.
' Aream sextam olim "iimbum posteriorem" appellavi. Area prima est cephalothorax.
SURENSKN, t)I'II,I()NKS. 69
majomni ornala?. Margo anterior processu subprono prseditus, (jui inter bases antennarum
emergit. Orificia glandularum foetidarum obliqua, marginibus tumidis cincta, pone
aperta. Spiracula eminentiis vicinis obtecta. Pedes breves; IV breviores quam II.
Coxa IV fere dimidio latior quam III. Unguiculi III et IV integri (non pectinali).
Differentia sexualis exigua.
Unguis palporum (ut in animalibus familiie Tria^nonychoidarumj subporrectus (parti
tarsali non adductus).
Palpipes typus n. sp.
Tb. -i, Figg. 3, a — e.
i mm. longus, fulvus, nigro variegatus, pedibus fusco annulatis; tuber oculorum or-
dine transverso processiculorum utrinque c. duodenorum munilum; oculi diametro processi-
culorum tuberis a^quales; articulus primus antennarum ordine inferiore exteriore tubercu-
lorum c. octo; patella I spinis interioribus Septem armata; articuli tarsales 2, 2, 4, 4;
articulus ulterior tarsi I crassitudine patella^ I vix longior.
Tiiber oculorum proclive, altius ((uaiu longiu.s, paullo lougius quam lalius, subeoiiir-uni ; ante in parte
media leviter c-onvexum in iateribus ieviter eoncavum. Facies anterior laevis, altero in specimine superiora
versu.s granulata, ordine marginali (ordinem marginalem scuti continuante) processiculorum densorum utrinque
11 — 1-, sublibratorum, porrectoruni, cylindricorum, acutorum ornata, qui suain setam oliliquam superiorem
subapicalem gerunt. Superficies cetera granis, aut supra processiculis, densis, setam procurvam apicalem
gerentibus, praädita. Oculi prope basin positi, parvi, diametro processiculorum lateralium eequales. Scutum
convexum, post tuber sensim humilius. Processiculi marginis anterioris utrinque noni eylindrici sublibrati,
setam suam subapicalem obliquam gerentes. Margo lateralis turba anteriore processiculorum similiuni, utrinque
trinorum, extrorsum directorum et ordine granorum densorum ornatus. Are» scuti eminentiis sat densis ornatae,
magnitudine variabilibus, (|uaruni nuijores in ordines singulos dispositte. I^rocessiculi arearum quinque priorum
minus magni. Segmenta dorsualia libera priora tria ordinibus biuis, anteriore granorum minorum, poste-
riore granorum et tuberculorum quidem. In ordinibus arese sextse scuti et segnientorum liberorum duorum
priorum eminentiae mediae trinee (aut quaternae) sunt processiculi eylindrici obtusi. Quse eminentiae omnes
setigerae sunt. Analia dorsuale et ventrale granis subdispersis. Segmentum ventrale primum et operculum
genitale et coxa posteriores granis setigeris sat densis; coxse I et II tuberculis eylindricis densis. Segmenta
ventralia cetera onlinibus singulis granorum minorum. Antennarum articulus primus ordinibus inferioribus
interiore tuberculorum conicuruni acutorum (juattuor et exteriore tuberculorum majorum deorsum leviter
curvatorum densorum c. 8, et superiore interiore tuberculorum quattnor. (^Quse tubercula seta destituta
esse facile videntur.) Articulus secundus tuberculis similibus luinoribus superioribus c. ocio dispersis
et inferioribus etiam minoribus tribus, in ordinem interiorem positis. Palporum pars femoralis sub-
aeque crassa atque femur II, leviter compressa, spinis liaud robustis armata, inferioribus sex, quarum prima
pusilla, secunda, tertia, sexta longa?, et interiore subapicali. Pars patellaris spinis similibus exteriore uniea
et interioribus duabus longis. Pars tibialis spinis utrinque trinis longis armata. Pars tarsalis spinis utrinque
trinis armata, quarum tertise minores. Unguis haud robuslus, parte sua vix tertia brevior quam pars tarsalis.
Pedes. Femur 1 liicurvatum, compressum, intra fere plamun ; spinis robustis longis densis armatum,
inferioribus tredecim aut quatuordecim, quarum ultimse duae parvae, et dorsualibus septendecim; item ordine
interrupto exteriore processieidorum setigerorum uudecim, qui diametro articuli paullo breviores sunt. Patella I
spinis inferioribus quattuor densis brevioribus, et interioribus superioribus Septem longis armata. Tibia I
spinis inferioribus decem, fere vicissim longioribus et brevioribus, et interioribus superioribus decem sat
longis armata. Metatarsus I infra vix planus; spinis longioribus et brevioribus, sed insigniter brevioribus
quam iis tibia>, utrinque septendecim armatus ; interioribus longioribus quam exterioribu-s. Praeter spinas
70 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 4.
dictas artieuli eminentiis partim ordinatim dispositis praediti, femur exterioribus, patella, tibia, metatarsus
superioribus. Tarsus I vix longior quam crassitudo femoris. Pedum ceterorum femora, patellae, tibise ordi-
nibus granorum ornata, quse suam setam subapiealem sursum curvatam gerunt; ordines inferiores femorum
tubereulis cylindricis formati sunt. Articuli tarsales: 2; 2; 4; 4. Artioulus ulterior tarsi I crassitudine
patellae I vix longior. Fulvus nigro variegatus. Palpi et pedes testaeei; femora et tibife annulis binis
fuscis notata; metatarsus I infuscatu.s.
Differentia sexual is exigua: antenn» haud niulto longiores in mare quam in feniina, eminentiis
autem majoribus instructae. (Ipsum apicem penis alterius speeiminis dispicere potui.)
Long. corp. 4,25; long, senti 3,75; lat. seuti 2,75; antennfe 3,5; palpi 4,5; pedes I 6,5; II 0,75;
III 7; IV 9,5.
Duo specimina, marem et feminam, vidi, ad Kibonoto (Kilimandjaro) in silva pluviosa in altitudine
2000 m. capta.
Palpipes horridus n. sp.
Tb. 4, Figg. 4, a— c.
Femina vix 4 mm. longa, flavo-testacea, hie et illic leviter infuscata, femoribus leviter
biannulatis; tuber oculorum ordine transverso processiculorum utrinque quaternorum aut
quinorum, intervallis separatorum, quse diaraetro processiculorum minora sunt; oculi dia-
metro processiculorum tuberis majores; articulis primus antennarum tubereulis inferioribus
exterioribus tribus; patella I spinis interioribus duabus armata; articuli tarsales 2, 2, 4,
■4; artieulus ulterior tarsi I crassitudine patelte I fere duplo longior.
Tuber oculorum proelive, manifesto altius quam latius, latius quam longius. Facies anterior Isevis.
Proeessiculi laterales utrinque quaterni aut quini et apiealis nudto longior; .spatia processiculos separantia dia-
metro processiculorum minora. Superficies convexa eminentiis minus densis ornata. Proeessiculi adsunt: post
apicalem unus paullo minor, deinde par manifesto minorum. Oculi subbasales majores quam diametrus
processiculorum lateralium. Sc u tum sat alte convexum, a tubere oculorum usque ad aream tertiam vix
humilius. Sulci areas separantes saltem minus conspieui. Proeessiculi marginis anterioris utrinque sex (ad
oeto) subrecti, prseterea similes atque proeessiculi P. typi. Margo lateralis turba anteriore processicu-
lorum similium extrorsum et sursum directorum et ordine gi'anorum densorum ornatus. Area prima granis
dispersis et paribus duobus' processiculorum cylindricorum obtusorum setigerorum. Areee ceterae ordinibus
binis minus manifestis granorum; in ordinibus posterioribus adsunt proeessiculi bini cylindrici obtusi setigeri.
Setee in area prima porrectse, in areis ceteris retroversse ^. Segmenta dorsualia libera tria priora ordinibus
binis granorum. Area sexta et segmenta libera prinnini et secundum processiculi.s ternis. Anale dorsuale
granis dispersis; anale ventrale ordinibus duobus granorum. Ventralia cetera ordinibus singulis granorum,
posteriora versus sensim minorum. (loxa' granis dispersis densis. Operculum genitale levissime excavatum.
Antennarum artieulus primus tubereulis eonicis acutis inferioribus, inferiore uno et exterioribus tribus, et
superiore uno inferiore submedio. Artieulus secundus superioribus tubereulis duobus et granis c. octo eo-
nicis et inferioribus granis conieis paucis. Palporum pars femoralis paullo crassior quam femur II, com-
pressa, spinis sat robustis inferioribus sex aut septem, quarum prima pusilla et secunda et tertia longfe, et
inferiore subapicali armata. Partes ceterte ut in P. typo Pedes. Femur I compressum leviter arcuatum,
spinis inferioribus decem, quarum oetava et decima breves, et dorsualibus quatuordecim aut quindecim.
Patella I spinis inferioribus quinque sensim longioribus et interioribus duabus. Tibia I spinis inferioribus
octo aut decem et hoc in casu fere vicissim majoribus et minoribus, et interioribus octo — decem armata. Meta-
tarsus vix depressus spinis parvis inferioribus duabus vel tribus prope basin positis et interioribus septem ad
novem. Tarsus I fere duplo longior quam crassitudo femoris. Ordines processiculorum, setam apicalem sursum
^ Par anterius tuberi fere oppressum itaque minus faciie visu.
* Etiam in P. hjpo et mordace, ubi autem setac minores sunt.
SÖUKNSKN, OriLIONKS. 71
(lirectam iji'rrnliuiii, exlcridr in fcinorc iiituger e. 15, spatio separaturiitn, (|iiod riiaiiifcslo iiiiiins t'sl (|uam
Jianu'trus proccssiculi, supcrior in i)atelhi cl tibia adsunt. l^tHluin cctcroniin femora rrcta ot patella- et libiaj
prwtor «jrana onliiie antiTioro jiroccssiculoruni, sctani apicaloni obliquani gerontiuni, femora ordine inferiore
processicuhiruni similimn minoruni. Arliculi tarsales: 2; 2; i; 4. Articuhis uiterior tarsi 1 erassitudiiie pa-
tella; I fcre dii|(lo longiur. Fiavo-testaeeus, hie et iliic leviter iiifuscatus. Femora fusee leviter biannulata.
Long. eorp. vix -i; long, .seuti 2,75; iat. sciiti 2,25; palpi 3,5; pedes I 5,75; II 13; III 9; IV 11.
Duas teminas (ovipositore alterius protruso) vidi, ad Tanga (Usamhara) prope ora üceani in cavernis
iiotis "Mknlunmsi" noniiMa(i:s caiila.-s.
Palpipes mordax n. sp.
Mas 1-5 tnm. longus, pallide testaceus; tuber oculorum ordine transverso processicu-
lorum utrinque quatertiorum, intervallis separatorum, qucC diametro processiculorum majora
sunt; oculi diametro processiculorum luberis majores; articulus primus antennarum tuber-
culis inferioribus exterioribus octo ; patella I spinis interioribus quinque arraata ; articuli
tarsales 2, 2, i, 4; articulus uiterior tarsi 1 crassitudine patellfe I fere duplo longior.
Hisce in rebus a P. horrido, specie peraffini, discrepat.
Tuber oeuloiiun niaiiifesto majus. Spatia processiculos laterales (utrinque quaternos) separantia dia-
metro proeessieuloruni majora. Antennarum articidus primu.s prooessieulis inferioribus interioribus magnis
tribus et exterioribus magnis 8, apicem arliculi versus majoribus, ultimo tamen parvo et basali minore, et
superioribus interioribus sat magnis sex, quorum nltimus spatio majore separatus. Articulus secundus ante-
rioribus interioribus processiculis duobus et tuberculis septem, et ordine posteriore (vel inferiore) inferiore
processiculorum trium sensim minorum. Palporum pars femoralis spinis inferioribus octo, quarum prima
pusilla, secunda et tertia longa' sunt, et interiore apieali armata Partes eeterae ut in P. horrido. Pedes.
Femur I bicurvatum, spinis inferioribus undecim armatum, quarum septima, nona et decima minores et
ultima pusilla, et dorsualibus quindecim, fere vicissim niinoribus et majoribus, et ordine interrupto processicu-
lorum setigeroruni undecim, setas sursum directas gerentibus. Patella I spinis inferioribus tribus brevioribus
et interioribus superioribus quinque longis. Tibia I spinis inferioribus Septem fere vicissim longioribus et
brevioribus, et interioribus sex sat longis. Metatarsus I infra vix planus, spinis interioribus sedeeim, vicis-
sim longioribus et brevioribus, et exterioribus iis brevioribus, quarum tantum tres insignes. Pedum cetero-
rum femora ordinibus binis processiculorum, dorsuali et inferiore (vel anteriore), quorum dorsualis in patellas
et tibias continuatur. Articuli tarsales: 2; 2; 4; 4. Operculum genitale vix excavatum, setis anterioribus
paucis (tribus) ornatum. Pallide testaceus. Long. corp. 3; long, scuti 2,75; !at. scuti vix 2,5; palpi 4,5;
pedes I ultra 6; II 14,5; III ultra 10; IV 11,5.
Marem unicum (apicem penis dispicere potui) liabui, ad Tanga (Usamhara) prope ora Oeeani in ca-
vernis "Mkulumusi" noniinatis captum.
Biantes punctatus n. sp.
2,25 mm. longus, fulvo-vitellinus, maculis et punctis fuscis vel nigris quidern nota-
lus; antenna? Iseves; scutum granis densissimis pra'ditum; articuli tarsales: 3, 5, 5, 5.
Seutum et segmenta dorsualia libera granis densissimis ornata; grana minora in area prima quam
in areis ceteris. Area prima ante non elevata. Limbus anterior non discretus; linibus lateralis manifesto
diseretus, ad posteriora versus vix latior, ordine granorum subcontiguorum. Segmenta ventralia ordinibus
binis granorum densissimorum. Antennee laeves. Palpi haud robusti. Pars femoralis basin prope infra
excavata, spina inferiore, aeque longa atque diametro articuli, ultra excavationem posita; intra inermis. Pars
patellaris spina parva interiore armata. Partes tibialis et tarsalis spinis utrinque binis armata, quae in parte
tibiali suba'que longte sunt, c. triplo longiores quam diametrus articuli ; in parte tarsali autem citeriores, in-
terdum duplo, longiores quam ulteriores. Unguis parte tarsali manifesto brevior. Pedes leviter granulali.
72 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEBU EXPEDITION. 20: 4.
Calcanei 1 fere duplo, IJ paullo iongiores quam crassiores; 111 et IV subeeque longi atque crassi. Artir-uli
tarsales: 3; 5; 5; 5. Fulvo vitellinus, maculis et punctis fuscis vel nigris quidem notatus: areaB seuti
(prima omissa) et segmenta dorsualia libera maeulis haud bene circumsoriptis binis ; prope lineam mediam
arepe quarta et quinta punctis binis partim eonfluentibus ; area sexta et segmenta dorsualia libera punctis
singulis. Segmenta ventralia striis haud bene circumscriptis lateralibus et mediis. Trophi nigri. (AntennfE
auteni vitellinae.) Ad basin et prope apicem femora leviter, tibiae et metatarsi manifestius infuscata.
Long. corp. 2,25; long, scuti 1,75; lat. scuti 1,5; palpi 2,50; pedes I 3,5; II 4,25; III 3,5; IV 4,5.
Exempla oeto vidi, septeni ad Kiboscho (Kilimandjaro) in pratis montis, 3000 — 4000 m., unum ad
Kibonoto, in altitudine 1300 — 1900 m., et in silva pluviosa ad Meru, in allitudine 3500 m., capta.
Ereca n. g.
Mandibularum pars manducatoria tiiberculo superiore parvo instructa aut destitula.
Labii sternalis pars raollis magna, dilatata. Palporum pars trochanterica cylin-
drica, parte patellari manifeste brevior. Pars femoralis leviter compressa, leviter ar-
cuata, ordine inferiore processiculorum magnorum, setulam ab apice procul gerentium,
armata. Pars patellaris apicem versus sensim crassior, infra leviter angulata, parte tibiali
paullo longior, tuberculis acutis armata. Pars tibialis non depressa, supra convexa, mar-
ginibus non extenuatis, praeter tubercula spinis exteriore una et interioribus duabus aut
una armata. Pars tarsalis potius compressa quam depressa, praeter tubercula spinis
utrinque binis armata. Tuber oculorum limbo anteriori scuti subcontiguum, eminentiis
majoribus destitutum. Orificia glandularum foetidarum loco leviter tumido imposita,
angustissima, valde proclivia. Spiracula coxis IV productis obtecta. Scutum dorsuale
in area prima (parte cephalothoracica) posteriora versus sensim paullo latius, deinde ad
apices coxarum IV latius, marginibus convexis, post coxas IV levissime angustius, mar-
ginibus subrectis. Eminentiic majores scuto desunt. Pars ulterior tarsi II bipartita. Un-
guiculi pedum III et IV integri (non pectinati).
Differentia sexualis exigua: tibia IV maris (saepe paullum) incrassata; coxse IV
feminffi cum abdomine processibus fulcientibus singulis latis conjunctee, qui mari desunt.
— Glans penis discoiformis, sulco medio inferiore pra^dita, setis deflexis utrinque qui-
nis munita.
Species parv;e hujus generis tam affines sunt, ut speciem tanlum unam ample
describere necesse sit.
Ereca xindulata n. sp.
C. 3 mm. longa, testacea aut fulvo-testacea, vittis angustis duabus undulatis fuscis
per longitudinem scuti ductis notata; segmenta ventralia punctis singulis; tuber oculorum
convexum, longius quam altius; Processus supra palpos positi inferiores exterioribus
paullo Iongiores; pars tibialis palporum spina inferiore una armata; articuli tarsales 4,
6(-7), 5, 6.
Tuber oculorum plus declive pone quam ante, duplo latius (|uam longius, longius quam altius, granis
parvis utrinque quaterliis rotundis ornatum. Scutum dorsuale post sulcuni Iransver.sum priinum sat alte
convexum. Limbus anterior sat discretus, ordinibus irregularibus duobus granorum preeditus. Proces.sus
HOIiKNSEN, OPII,IONKS. 73
supra palpos positi parallcli, t-onipi, ohfiisi; inicrioros panllo (inlcrdnin manifesto) longiores quam exteriores.
Liinbus lat(>ralis inanift'sto discTütus, graiiis dcnsis ornatus, ordinatim non dispositis. Areae I impressione
levi post luhei' üculonuu posita et granis pauoiorilms dis]iersis, cctcrii' granis magnis sat densis, dispersis
ornaliP, t]ii;i' postcriora vorsus iiiajora siiiil. Ai'ca sexta et segmenta dorsualia libera duo prinra ordiiiibus
singulis, tortiuin onlinibus duol)iis granoniiu, tpur granis scuti majora sunt. Venter et coxae granis parvis
prnedita, quoruni segnicnlnm anale vittas duas et cetera ordines singidos habent. A n ten n ee la>ves. .Pal p i sat
robusti: pars fenioralis longiludine processiculi intcrioris non dnplo latioi'. Pars femoralis pi'ocessicidis inferioribus,
a basi ultra nicdiuni positis, quattuor, quinque aut sex, et lioe in casu posteriore seeunda et quarta minoribus, et
interiore apicali uno, robiislis coniois amitis, non duplo brevioribus quam diametro artieuli. Pars patellaris tuber-
r-ulis interioribus tribus (rarius quattuor) robustis, et exterioribus duobus (raro uno aut tribus) parvis. Pars tibialis
spinis utrinque singulis submediis, quarum exterior major, diametro arli(.uli non duplo brevior, et tul)ereulis
exterioribus citeriore uno (rarius duobus) et nlterioribus uno aut duobus, et interioribus citeriore uno (raro
duobus) et ultcriore uno (rarius duobus) armata. Pars tarsalis spinis utrin([ue l)inis armata, submedia et
suba))icali, interioribus pauUo minoribus, inli-a quas tubercula singula et fitra quas tubercula sineula aut
bina adsunt. Unguis parte tarsali non duplo brevior. Pedes sat robusti. Femora leviter areuata et patelise
et tibiie leviter granulata. Caleanei 1 et II paullo longiores quam orassiores; III et IV vix crassiores quam
longiores. Artieuli tar.sales: 4; (rarissime 5 — ) 6 — 7 ( — raro 8); 5; 6. Tarsus II maris in articulos Sep-
tem seepius quam in sex, feminpe spppius in sex quam in Septem divisus.
Differentia sexual is: Femur IV femin<e in apiee vix, maris manifesto incrassatum. Patella IV
femina> paullo, maris fere duplo erassior quam patella HI. Tibia IV femina» eylindriea, maris longe ovata.
Granula pcdis IV maris sat multo majora (pium granula pedum eeterorum. — Glans penis elliptica, manifeste
longior quam latior. Testaeea aut fulvo-testaeea ; margines angusti seuti infuseati ; vittee duffi subseque longe
a linea media corporis atque a margine scuti positte, fuscse, undulalee, in area quinta stria transversa ple-
rumque conjunctse; inter quas in areis seeunda, tertia, quarta adsunt lineee fuseae, quse in areis tertia et
quarta annulos formant. Segmenta dorsualia libera tria priora fusca, in medio autem fulvo-testacea. Seg-
menta ventralia sordida et — primo omisso — punctis singulis mediis fuscis notata. Pedes, prfesertim IV,
plus minusve infuscati.
Long. corp. 3,25; long, seuti 2,5; lal. scuti 1,75; palpi 2,75; pedes I 5,5; II vix 8; 111 ultra 6;
IV 8,5.
An i mal junius, quod luijus speciei esse judieo, 2,25 longuiu, seuto 2: Coloratio vix expressa.
Tuber oeulorum magis conieum quam in adultis, lasve. Scutum parce granulatum; limbo laterali laevi.
Palpi (parte troehanterica omissa) spinis tantum armati: pars tibialis utrinque singulis, pars tarsalis utrinque
binis ; pars femoralis vix compressa. Artieuli tarsales; 2; 2; 3; 3.
Exempla Septem et oetaginta, tres et triginta mares, duo et quiuquaginta feminas, perlustravi, in Meru
in Silva pluviosa, ad altitudinem 300(.> — 3500 m. capta.
Ereca affinis n. sp.
3,5 mm. longa, fulvo-testacea, vittis latis vix undulatis fuscis duabus per longitudi-
nem scuti ductis notata (crebre autem infuscata, sicut partes dilutae scuti difficiles visu
sint); tuber oeulorum eeque altum atque longum, parte summa conica; processus supra
palpos positi exteriores interioribus paullo longiores; pars tibialis palporum spina interiore
unica armata; artieuli tarsales 4, 6 — 7, 5, 6.
Tuber oeulorum ante non tam declive quam pone, duplo latius ((uam longius et quam altius, gra-
nulis utrinque quaternis prjeditum. Pars sununa leviter conica (in E. iindulata tantum convexa). Scutum
ut in E. undidata; tamen processus supra palpos positi exteriores interioribus robustioribus paullo longiores.
Limbus lateralis granis minoribus dispersis densis. Palpi robustiores quam in E. umlulafa; pars femoralis
74 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEU EXPEDITION. 20: 4.
tarnen non dnplo latior quam longitudo processieuli interioris apiealis. Pedum calcanei I et I[ manifesto
longiores quam pras.siores ; III et IV subseque crassi atque longi. Articuli tarsales: 4; 6 — 7 ( — 8 raris-
sime); 5; 6.
Diff ereutia sexual is: pes IV maris minus inr-rassatus quam in E. undulaia. Glans penis sub-
rhomboiformis (angulis rotundatis) eeque lata atque longa. Eodem modo eolorata quo E. undulata, plus
autem infuseata, e. gr. vittfe arearum .sfuti latiore.s, itaque vix undulatse. Ssepe tarn infuscata, ut parte.s
dilutae arearum parvpe et minu.s eonspieuae .sint. Parte.? mediee segmentorum dorsualium liberorum dilutiores
vi.x videntur aut non sunt. Segmenta ventralia punctis fuscis destituta. Antennse et palpi autem testaeea.
Long. oorp. 3,5; long, souti vi.x 3; lat. sputi 2,5; palpi 3,5; pedes I ultra 5,5; II vi.x 8 ; III ultra 6;
IV ultra 8.
Animal junius 2,75 mm., sputo autem tantum 1,75 mm. longo, mox ante mutationem putis (nam arti-
culi tarsales animalis adulti jam fonnati sunt) vidi: Tuber opulorum Iseve; arete sputi granis paupioribus
ornattC. Palpi prster partem trophanterieam propessipulis destituti sed spinis armati : partes tibialis utrinque
singulis et tarsalis binis.
Exempla tria et triginta, mares ' optodepim, feminas tredeeim, animalia juniora dno, perlustravi, ad
Meru in silva pluviosa, ad altitudinem 3000 — 3500 m. papta.
Ereca lata u. sp.
Femina ultra 2,5 mm. longa, castanea, unicolor; tuber oculorum convexum, aeque
altum atque longum; processus supra palpos positi exteriores interioribus manifesto lon-
giores; pars tibialis palporum spina interiore unica armata; artiouli tarsales 4, 6, 5, 6.
Tuber opulorum ante non tam deplive quam pone, dnplo latius quam longius et quam altius,
granis parvis utrinque quaternis prseditum. Sputum dorsuale leviter tantum convexum, pone latius quam
in feminis specierum peterarum. Processus marginis anterioris supra palpos positi, exteriores manifesto lon-
giores quam interiores robustiores. Limbus lateralis granis minoribus dispersis densis praeditus. Area prima
laevis, ceterae granis sat magnis, densis dispersis. Grana maxima segmentorum dorsualium liberorum triam
priorum subeylindrica multo majora quam grana sputi. Grana segmentorum ventralium ad anteriora versus
sensim minora. Palpi robusti : pars femoralis longitudine propessiculi interioris apiealis plus quam duplo
latior; processiculis inferioribus sex armata. Pars patellaris processiculis utrinque trinis armata; exterior ulti-
mus, quamquam eiterioribus multo major, tamen parvus. Pars tibialis spinis ulrinque singulis, fere duplo
longius a basi quam ab apice positis, et processiculis eiterioribus binis et ulterioribus singulis armata. Pedum
femora, patellse, tibiee granis parvis ornata. Calcanei I, II, III paullo longiores quam erassiores; I\' prassior
quam longior. Artipuli tarsales: 4; 6; 5; 6. Gastanea unipolor. Membra dilutiora.
Long. porp. ultra 2,5; long, sputi vix 2; lat. sputi 2; palpi 2,25; pedes I 5 ; II vix Ö ; III 5; IV vix 7.
Speeimen unicum, feminam, vidi, ad Meru in silva pluviosa, ad altitudinem 3500 m. captam.
Ereca modesta n. sp.
8,5 mm. longa, testacea, quibusdam in locis fusco notata; tuber oculorum con-
vexum, manifesto longius quam altius; processus supra palpos positi exteriores interioribus
breviores; pars tibialis palporum spinis interioribus duabus armata; articuli tarsales 4,
6—7, 5, 5.
Tuber oeulorum sulkTque deplive ante et pone, vix duplo latius quam longius, manifesto longius
quam altius, granis parvis rotundatis utrinque trinis ornatum. Sputi dorsualis limbus anterior granis ornatus,
quae in ordinem fere disposita sunt. Proeessus supra palpos positi exteriores interioribus robustioribus ma-
nifesto breviores. Limbus lateralis granis dispersis densis. Area prima aut Isevis aut granis posterioribus
perpaucis ornata. Grana dorsi ad posteriora versus sensim haud multo majora. Palpi robusti: pars femoralis
duplo latior quam longitudo processus interioris apiealis. Pars tibialis spinis exteriore una et interioribus duabus
8ÖRENSEN, OrILlONES. 75
aniiairt. C.itra spinas parlis tarsalis InbiM-ciila iili'iii(|ne liiiia ailsmil. Pcduiii arliculi tarsales : 4; 6 — 7;
5; 5. Sordido jjIiis mimisvc iiifiiscala. Tcstacea sunt: strite media per tuber oculorum ducta, et laterales
(non marginales) are» prima- ; maculiE transversse duae areae seoundie, fum sulfo transverso secundo ple-
rumque oonfluontes; pnnota duo arepe rpiintap, eum suico quarto ponfluentia; suloi transversi omnes; stria
inferior iiiiihi lateralis; i-oxa 1\' parliin; aiileniiu' v\ palpi, fnsce rclicnlati. — In exemplis minus infuscatis
venter subtestaeeus, ordine medio punctorum fuscornni, soepe tamen minus conspieuorum.
Differentia sexualis: libia IV h'viter ituTassata; artifuli tarsi II feminEe sex, maris plerumque Septem.
Long. oorp. 3,5; long, scuti 2,75; lat. sculi vix 2; paljii 3,75; podes I 5; II 7; III ultra 5; IV 7,5.
Hxempla quindeeim, mares sex et feminas octo et animal junius, in Ment in silva pluviosa ad alti-
tudinem 3000 — 3500 m. eapta.
Ereca Simulator n. ,sp.
4 mm. longa, fusco-briinnea, luteo-testaceo nolata; luber oculorum vix altius quam
loiigius; Processus supra palpos posili exteriore.s interioribus pauUo breviores; pars tibialis
palporum spinis interioribus duabus armata; articuli tarsales 4, 6 — 8, 5, 6.
Tuber oculorum plus deelive pone quam ante, dimidio latius quam longius, vix altius quam lon-
gius, granis utrinque (quaternis rarissime) quinis (aut senis) preeditum. Scuti limbus anterior granis, in or-
dinem fere dispositis, ornatus. Processu.s supra palpos positi exteriores interioribus paullo breviore.s. Areae
prima leevis aut granis parce, ceteree et segmenta dorsualia libera granis densis ornata; grana scuti ad posteriora
versus vix majora, sed grana segmentorum liberorum iis majora. Palporum pars femoralis processiculis
inferioribus quattuor — sex et interiore apieali armata, qui latitudine articuli non duplo brevior est. Pars
patellaris tubereulis exterioribus parvis (uno, duobus vel) tribus, apicem articuli versus majoribus, et inte-
rioribus robustis (duobus vel) tribus armata. Pars tibialis spinis exteriore una et interioribus duabus et
tubereulis parvis exterioribus citerioribus et ulterioribus binis, et interioribus citeriore uno et interspinali
uno. Articuli tarsales: 4; 6 — 8; 5; 6. Articuli tarsi 11 maris 7 — 8, feminse 6 — 7 ( — 8 rarissime).
Differentia sexualis: tibia IV maris vix incrassata; grana pedis IV autem majora quam in femina.
Fusco-brunnea. Luteo-testacea sunt: pars media tuberis oculorum, in striam posteriorem arese primse conti-
nuata; area prima hie et illic ; sulcus limbum lateralem limitans; maculse haud bene cireumscriptae binse
arearum secundse, tertia?, quartae. Fulva antennae et palpi fusce retieulati.
Long. corp. 4; long, scuti 3; lat. scuti vix 2,5; palpi vix 4; pedes 1 6; II 7,5; III vix 7; IV 9.
Exempla quindecim, mares quattuor et feminas undecim vidi, ad Kiboscho in silva pluviosa, 3000 m.,
et in pratis montis in altitudine 3000 — 4000 m. eapta.
Ereca riifa n. sp.
C. 4 mm. longa, rufa unicolor; tuber oculorum paullo longius quam altius, con-
vexum; processus supra palpos positi longitudine vix differentes; pars tibialis palporum
spinis interioribus duabus armata; articuli tarsales 4, 7 (o^), 5, 6.
Tuber oculorum dimidio latius quam longius, paullo longius quam altius, granis utrinque quinis
aut senis praeditum. Scuti limbus anterior granis, in ordines duos dispositis. Processus supra palpos po-
siti inter se vix differentes, acuti. Limbus lateralis granis densissimis dispersis. Are» prima granis haud
paucis, eeterae granis densissimis, ad posteriora versus majoribus. Grana maxima segmentorum dorsualium
liberorum cylindriea. Venter granis parvis densi.s.simis. Palpi robusti: pars femoralis longitudine processiculi
interioris apicalis non duplo latior. Processiculi inferiores partis femoralis quinque, sex aut septem armati ;
si Septem, vicissim majores et minores. Pars patellaris tubereulis exterioribus duobus et interioribus tribus
munita. Pars tibialis spinis exteriore una et interioribus duabus et tubereulis robustis duobus citeriore et
ulteriore armata. Tubercula partis tarsalis robusta. Articuli tarsales: 4; 7; 5; 6. [Specimini alteri tarsus II
alter, alteri (feminae) uterque defuit.]
Sjöstedts Kilimandjaro-Ment ETpedHion. 'JO. 10
7fi ■ SJÖSTEDTS KILIMANDJAEOMERU EXPEDITION. 20: 4.
Differentia sexualis. Tibia I\' maris loviter iiK-rassata; grana pedis IV in mai'o majora quam
in femina. Rufa, unicolor.
Long. corp. ultra ;i,5; long, souti 3; lat. scuti 2,75; palpi 3,5; pedes I ultra 6,5; II 8,5; III vix
7,5; IV 9,5.
Variatio: Tul)ercuia exteriora fiteriora partis tarsali.s speciminis alterius (maris) tres, alteriu.s
(feminae) duo.
Specimina duo, niarcui et feminam vidi, in silva pluviosa Kibonoto {Kilimmiäjaro), in altiludine
2000 m. papta.
Amasis n. g.
Mandibularura pars manducatoria eminentia superiore pusilla aut aulla instructa.
Labii stemalis pars moUis magna, lata. Coxa I ordine inferiore anteriore, labum non
attingente, tuberculorum prfedita. Palporum pars trorhanterira apicem versus sensim
leviter incrassata. Pars femoralis leviter compressa, vix arcuata, ordine inferiore, apicem
arliculi non attingente, processiculorum armata. Pars patellaris teres siibpyriformis, parte
trochanterica vix dimidio longior; tuberculis vix armata. Partes tibialis parte patellari
vix brevior, vix depressa, et tarsalis, leviter depressa, parte tibiali pauUo longior, spinis
armataj. Tuber oculorum plus quam duplo longius a sulco transverso primo quam a
margine anteriore scuti separatum, eminentiis majoribus destitutum. Orificia glandu-
larum foetidarum anguslissima, leviter procurva. Spiracula plane detecta. Scutum dor-
suale longe trapezoidale, adversus coxas III paullo angustius, processibus, supra palpos
positis, singulis aut binis, porrectis. Arese eminentiis majoribus destitutse. Coxa IV duplo
latior quam coxa III. Pedes II et IV longitudine vix differentes. Pars ulterior tarsi II
tripartita. Unguiculi pedum III et IV integri (non pectinati).
Differentia sexualis exigua, structura antennarum et sfepe numero articulorum
tarsi I demonstratur. — Glans penis depressa, haud autem lata, infra ad apicem anguste
excavala (s. late sulcata), in apice late emarginata, praeter setas paucas aculeis robustis
lateralibus utrinque trinis et setis apicalibus duabus porrectis raunita; glans processu dor-
suali brevi, cylindro-conico obtuso instructa, (sub angulo vario) retroflexo.
In speciebus infra descriptis pars trochanterica palporum processiculo robusto infe-
riore armata, in ipso apice attenuato. Pars femoralis sulco lineari, suturaj .simili, basin
prope instructa. Partes tibialis spinis exteriore una et interioribus binis et tarsalis ut-
rinque binis armata^.
In animalibus junioribus et pullis pars trochanterica palporum teretium processulo
inferiore armata; ceteris in partibus tantum spinne multo longiores adsunt, proces-siculi et
aculei autem desunt.
Amasis mesolencus n. sp.
Vix 5 mm. longus, luteo-testaceus, in latcribus fuscus, pedibus annulatis; tuber
oculorum duplo latius quam longius, fere duplo longius quam altius; supra palpos positi
Processus singuli (interiores) ; articuli tarsales: 5 ($) — 6 (cf), 10 — 11, 7, 8.
Tuber oculorum fere duplo latiu.s quam longius, fere duplo longius quam altius, ante et pone
sequaliter oonvexum, a fronte inspeetum leviter rotundalum, granis parvis partim subacutis, densis dispersis
SÖKENSEN, OPILIONES. 77
ornalmii. Sculuti] Icvissiiiic comvcxuiii, a suli-o transvcrso [)i-inio aiilrorsurn cl rclroi'suin sensini panlulo
altins. Jjimbus anterior ad latcra discrcliis, graiiis "parvis dispersis prwditus. Processus supra ])alpos |)Ositi
(iiitcriores) c duplo lonsjioi'ps quam crassiorcs, subaeuli; extra p( supra eos tuberonla [larva conica Irina
posita sunt. Mmhus lateralis leviler discrelus, ordiue sulmiedio graiioruni, grauis arearuni niajoruni, prae-
ditus, intra <jua' grana niinora interduiu adsuut. Areic et segrnenta dorsualia libera granis parvis dispersis
densis; grana are;e priniie et segiiieiili aiialis minus densa; grana arete sextae et segmentorum liberorum
majora ipuim grana celerarum arearum. Segmenta veiilralia (primo exeepto) ordinibus plerumquo binis gra-
norum parvdi-um. Coxie granis parvis minus densis ornalae. Antennarum pars globosa arliculi primi
grano praniila posteriore exleriore. Faiporum pars femoralis online inferiore proeessieulorum plerumqne
parvulorum (rarissime (jnatluor, quinque) sex ad novem (deeem, raro uiidecim) armala; intra inermis; granis
dnrsualilius et exleriorilius ornala. Pars pnlellaris extra htvis, granis eonicis inlerioribus plerumque uno,
raro duobus munila. Pars tibialis spinis robustis, longioribus quam diametro artieuli, exleriore una, ultra
medium posita, et inlerioribus duabus, submedia et subapieali, armata, prseter quas tubercula eonica
parva exteriora eiterius et ulterius, eiteriore raro majus, et aculei graciles interiores duo, interspinalis et
ulterior, adsunt. Spina^ partis tarsalis ))reviores quam spina? partis tibialis, setse robustse ninnero variabiles
adsunt. Unguis parte tarsali paullo brevior. Pedes sat graeiles. Femora leviter areuata et patella? et
tibise granis parvis densis prpedita Metatarsi granulati. tialeanei I fere triplo, II plus duplo, III et IV fere
dimidio longiores quam erassiores. Artic'uli tarsales: ö — 6; (9 rarissime — ) 10 — 11 ( — 12 — raro 13); 7;
(,7 — ) 8 ( — 9). — Tarsus IV unius maris alter oeto-, alter novem-artirulatus; duarum feminaruni alter Sep-
tem-, alter oeto-artieulatus.
Differentia sexual is: Articulus secundus .-mtennariun ad liasin leviter sed manifesto geniculatus
in mare nee aulem in femina, in mare subeeque erassus atque latitudine eoxee IV, in femina manifesto
tenuior. Tarsus I omnium feminaruni (piinque-partitus; plurimorum marum sexpartitus; trium marum alter
quinque-, alter sexpartitus; unius maris uterque tarsus quinque-partitus. Luteo-testaeeus. Latera tuberis, in
aream primam pone eontinuata, leviter infuscata. Fusea sunt: basis spinaruru palporum ; linea retrorsum
sensim latior limbi lateralis scuti; strite laterales seuti, in area prima angustee, ex area secunda sensim la-
tiores, in area quinta sese fere attingentes; segmenta dorsualia libera tria priora in medio plerumque in-
terrupta; puneta media segmentorum ventralium, interdum autem minus eonspicua. Pedes fuscescentes;
troehanteres testaeei ; femora, tibise, metatarsi annulis singulis mediis latis testaeeis notata.
Long. eorp. 4,5; long, seuti 3; lat. scuti vix 3; palpi 5; pedes I 8,5; II 13; HI ultra 10; IV 13.
Animal junius (seeundi stadii): Tuber oculorum granis acutis parcius ornatum. Limbus lateralis
scuti Isevis. Area> (prima excepta subljevi) et segmenta dorsualia libera et ventralia ordinibus singulis gra-
norum haud parvorum ornata.
Pullus (,primi stadii): Tuber oculorum ordinibus duobus granorum supra oculos positis. Processus
marginis anterioris scuti desunt.
Exempla septuaginta octo, mares duodeviginti, feminas quadraginta unam, animalia juniora octo,
pullos undecim, perlustravi, in Meru in silva pluviosa ad altitudinem 3000 — 3500 m. capta.
Amasis acceiituatus n. sp.
5 mm. longusi, fuscus, areae .■^cuti prima striis duabus pone angustioribus, secunda,
tertia, quarta accentibus (A) singulis dilutis plerumque notatte, pedibus annulatis; luber ocu-
lorum dimidio latius quam longius, fere duplo longius quam altius; supra palpos positi
Processus singuli (interiores); intra et post orificia glandularum foetidarum impressiones
binee conspicuee; artieuli tarsales: 5 ($) — 6 (cf), 10 — 11, 7, 8.
Tuber oculorum dimidio latius quam longius, fere duplo longius quam altius, granis densis prse-
ditum, quorum maxima prope oculos posita, granis arese primte majora sunt, subacuta. Scutum leviter
78 S.IÖSTEDTS KILIMANDJARO-MPJKU EXPEDITION. 20: i.
convexuiii. Extra cl m]iva processus, supra palpos po.sitos, iubercnla parva eonica singula aut bina aut
(rarius) Irina adsuiit. Supra (s. intra) et pone orificia glandularum foetidarnm adsunt impressiones (vero-
simiter museulares) bina" coiispiciup '. Segmenta ventralia ordinibus singnlis granorum parvorum. Palporum
pars fenioralis processicnli.s parvis infcrioribus c. deoem arniata. Pars patellaris granis interioribiis uno aut
duobus munita. Pars tibialis jjraeter spinas tubereulis exterioribus citeriorilius duobus et ulteriore armata.
Articuli tarsales: 5—6; (9— )10— 11(12); 7; 8.
Differentia sexualis eadem quse in Am. mesoleuco. Omnibus in maribus tarsus I sex-partitus;
una in feniina alter quinque-, alter sex-partitus; in ceteris quinquepartitus uterque. Fuscus. Luteo-testacea
sunt: stri« dute area; prima' pone sensim angustiores, post limbum anteriorem Orientes et basin tuberis ocu-
lorum tangentes; suleus limbum lateralem limitans; striae binse breves oblique transverste, aecentuni (a)
formantes, areis secundse terti» quartiE inipositje^; segmenta ventralia, in lateribus et medio infuseata; tro-
chanteres. — Corpus haud raro tam fuseum, ut coloratio dift'erens vix videatur.
Long. corp. 5; long, scuti 3,5; lat. seuti 3;.palpi 4,6; pedes I 8,5; II 14; HI 10,5; IV 13,5.
Observetur: Hsec speeies Am. mesoleuco peraffinis est, quare tales res conimemoravi, qualibus ab
illa specie differt.
Variatio anomala: Tarsus I alter unius exempli triarticulatus, parte ulteriore indivisa.
Exempla sedecim vidi, mares quattuor, feminas noveni, animalia juniora duo et puUum, in Mera in
Silva pluviosa ad altitudinem 3UU0 — 35UO m. capta.
Amasis patellaris n. sp.
Vix 6 mm. longus, sordide luteo-testaceus, secundum sulcum lateralem infuscatus,
pedibus leviter annulatis; tuber oculorum non duplo latius quam longius, non dimidio
longius quam altius; supra palpos positi processus singuli (interiores); tuberculum exterius
ulterius partis tibialis palporum citeriore manifeste majus; articuli tarsales: 5 ($)— 6 (cf),
10, 7, 8.
Tuber oculorum non ilu]ilo latius quam longius, non dimidio longius quam altius, granis parvis
dispersis ornatum. Seuti limbus anterior non discretus, in medio leviter tumidus, granis parvis praditus.
Extra et supra processus supra palpos positos adsunt tubercula singula (raro bina) aut interdum desunt. Limbus
lateralis ordine medio granulorum, intra quae similia dispersa. Area; prima Ifevis, impressionibus supra
(s. intra) et ante orificia glandularum foetidarum positis; secunda in medio laevis; ceterae et segmenta dor-
sualia libera granis dispersis, in segmentis densis, prsedita, ad posteriora versus sensim majoribus. Venter
granis minoribus dispersis. Antennaruni pars globosa articuli prinii praeter granula dispersa grano posteriore
exteriore prtedita. Palporum pars femoralis ordine inferiore processiculoruni f)arvorum, magnitudine autem varia-
bili, c. decem (et ultra) armata, intra inermis. Pars patellaris granis conicis interioribus (uno) duobus
(tribus) munita. Pars tibialis tubereulis exteriore citeriore minore et ulteriore manifesto majore et aeuleis
gracilibus interioribus citeriore, interspinali, ulteriore armata. Partes femoralis et patellaris (et tibialis) granis
dorsualibus ornatae. Pedum femora, patellae, tibiae dense granulata. Calcanei I et II triplo, III non duplo
IV dimidio longiores quam crassioros. Articuli tarsales: 5—6; (9—) lü (—11); 7; 8 ( — 9, rarissime :
tarsus alter unius exempli).
Differentia sexualis: Articulus secundus antennaruni utriusque sexus ad basin geniculatus, altius
autem maris quam feminfe ; maris vix, feminae evidenter tenuior quam latitudo coxae IV. Tarsus I maris
sex-, feminae qumque-partitus. Sordide luteo testaceus. Arese secundum sulcum lateralem infuscala^. Seg-
menta dorsualia libera infuseata. Segmenta ventralia lateraliter et in medio infuseata. Palpi et pedes leviter
fusco annulati.
' Eaedem impressiones in Amasi mesoleuco, leves autem itaque minus conspicuae.
^ Partes diluta; arearum secundae tertia; quartae accentibus similibus formantur, majoribus autem
confluentibus.
SÖKENSEN, OPILIONKS. 79
Long, c-orp. 5,75; loni,'. sciiti i; hil. si-uli ullia 3; palpi (i; iicdes I vix 10,5; U 13; III 10,5;
IV ultra 13.
Variatio anoinala: tar.sus II aller uiiiu.s feniiiue in articulu.s soptcin ilivisu.s; parte ulteriore
iiidivusa.
Exernpla sedecim vidi, marcs dnos et feminas quattuordecim, ad Kibosc-ho {Kilimandjaro) in silva
pluviosa in altitudine 300U in. et in pratis montis, 3000—4000 ni., capta.
Amasis qiiadricornis n. sp.
6 nun. longus, fuscuy, sulci scuti, area prima partim, strife obliquae binse arearum
secundffi et tertiae et quartse plerumque testacea, pedibus manifesto annulatis; tuber ocu-
lonim duplo latius quam longius, fere duplo longius quam altius; yupra palpos positi
processur^ biiii, quorum exterior duplo brevior; tuberculum exterius ulterius partis tibialis
citeriore manifeste longius;; articuli tar.sales: 5 (cf?), 10 — 11, 7, 8.
Tuber oculorum duplo latius quam longiu.s, fere duplo longius quam allius, granis dispersis or-
natum. Scuti dorsualis leviler fonve.xi limbus anterior lateraliter di.scretus, grani.s parvis dispersis praeditus.
Processus supra palpos positi bini, obtusi ; interiores exterioribus fere duplo longiores. Limbus lateralis
di.scretus, granis parvis dispersis. Arese granis parvis, prima paucis, eeterse dispersis haud densis; sexta
tarnen et segmenta dorsualia libera densis. Venter et coxse granulata. Antennarum pars globosa articuli
primi granis .superioribus pauiis ornata, quorum uiuini posterius exterius magnum eonicum. Palporum
pars femoralis processieulis parvis inferioribns (oeto ad) decem (ad duodecini) armata, intra inermis. Pars
patellaris loco edito setigero pra-dita, qui superficiei vix eminet. Pars tibialis praeter spinas tuberculis ex-
terioribus citeriore et manifesto majore ulteriore et aculeis interioribus duobus armata. Pedum femora gra-
nulis ornata, quae tantum in pede IV conspieua sunt. Caleanei I fere quadruplo, II fere triplo, III et IV
vix duplo longiores quam crassiores. Articuli tarsales : 5 ( — 6); (8 rarissinie — 9 — ) 10 — 11 ( — 12);
(6_) 7 (-8);>-) 8 (-9).
Differentia sexualis: Articulus secundus antennarum ad basin eonvexus in femina, in mare leviter
geniculatus. In oeto maribus et una femina tarsus I uterque sexartieulatus, in quattuor maribus alter
quinque-, alter sexpartitus. Fuscus. Testacea sunt: sulci scuti plerumque; area prima scuti partim; Striae
obliquse binae haud bene cireumscriptEe areis secundee, tertise, quartae impositse. Segmenta ventralia dilutiora,
lateraliter infuscata, maculas singulas medias fuscas prsebent. Antennee et palpi testacea, sordide reticulata;
bases spinarum brunnese. Pedum femora et metatarsi annulis binis, tibi« singulis testaeeis notata. —
Interdum dorsum partes dilutiores non prsebet.
Long. corp. 6; long, scuti 4,5; lat. scuti 3; palpi 5; pedes I 8; II 14; III 10,5; IV 13,5.
Variatio: Processus exterior supra palpum alterum positus in exemplis tribus defuit.
Variatio anomala: Tarsus II alter unius exempli septem-articulatus, parte ulteriore indivisa.
Tarsus IV alter unius exempli tripartitus.
Animal junius 3,5 mm. longum, eodem modo eoloratum quo adulte. Lindd anterior et lateraluni
scuti laeves. Processus supra palpos positi exteriores minuti : tuberculum humile.
Exernpla centum et tredecim vidi, quadraginta Septem mares, sexaginta duas feminas, animalia juniora
quattuor, ad Meru, in regione inferiore; Kilimandjaro: ad Kibonoto in altitudine 1300 — 1900 m., in silva
pluviosa ad Kibonoto in altitudine 2000 m. capta.
Sesostris n. g.
Mandibularum pars manducatoria tuberculo superiore munita. Labii sternalis pars
moliiö magna lata. Coxa I ordine inferiore anteriore, lobum maxillarem non attingente,
80 SJÖSTEDTS KILIMANUJAKO-MERU EXPEIJITION. 20: 4.
tuberculorum cylindricorum prasdita. Palporum pars trochanterica ad basin constricta.
Pars femoralis compressa ordine inferiore processiculorum, setulam procul ab apice geren-
tium, armata. Pars patellaris pyriformis, teres, parte trochanterica dimidio longior, a?que
longa atque pars tibiaiis, processiculis armata. Pars tibialis leviter depressa, marginibus
non extenuatis, processiculis et spinis armata. Pars tarsalis parte tibiali manifesto longior,
leviter depressa, praeter processiculos spinis utrinque armata, quorum ulteriores parvse sunt.
Tuber oculorum a sulco transverso primo duplo longius quam a margine anteriore scuti
separatum, eminentiis majoribus duabus pra^ditum. Orificia glandularum foetidarum
haud multuni proclivia. Spiracula plane detecta. Scutum longe trapezoidale, eminentiis
magnis porrectis supra palpos positis binis; areae secunda, tertia, quarta, quinta eminentiis
majoribus binis instructae. Coxae IV coxis III dimidio latiores. Pes II longior quam pes
IV. Pars ulterior tarsi II Iripartita. Unguiculi pedum III et IV integri (non pectinati).
Differentia sexualis incognita (structura antennarum verisimiliter demon.stratur).
Glans penis corpore paullo latior, in apice truncata (nee emarginata), sulco lato inferiore
prtedita, aculeis deflexis lateralibus utrinque trinis munita.
Sesostris gracilis n. sp.
4,5 longus, ferrugineus; tuber oculorum processiculis duobus et granis in ordines duos
dispositis praeditum; processiculi arearum secundce, tertiae quartae, quintae inaequales ; pars
tibialis spinis exteriore una et interioribus duabus armata; spina interior citerior partis
tarsalis spinis partis tibialis major; articuli tarsales: 6, 11, 6, 7.
Tnber oculorum duplo lalius quam longius, paullo longius quam altiu.s, processiculis erectis obtusis
praeditum, ante quos grana bina et pust quos grana singula adsunt. Scuti leviter eonvexi limbus anterior
ad latera leviter discretus; leevis. Processus supra palpos positi exteriores interiorilins vix longiores et mani-
festo crassiores. Limbus lateralis leviter discretus ordine irregulari granorum ornafus, quse granis arearum
minora sunt. Areee prima granis paueis, supra orificia glandularum foetidarum positis, ceterum laevis ;
ceterae granis magnis irregularibus densis dispersis ornatae ; in parte posteriore scuti grana nonnulla leviter
conica sunt. Processiculi arese secundae minores quam iis tuberis; processiculi arese quartse majores quam
processiculi areae tertiae; processiculi areae quintae iis areae secundae paullo majores. Qui processiculi omnes pro-
cere conici sunt, obtusi, leviter reclines, ordines duos parallelos formantes. Area sexta et segmenta dor-
sualia libera tria priora ordinibus singulis eminentiarum, ad lineam mediam corporis majorum praedita,
quarum maxima sunt tubercula conica reelinia. Segmentum liberum tertium praeterea granis anterioribus
paueis ornatum. Anale dorsuale granis magnis rotundatis. Segmenta ventralia anale ordinibus duobus,
cetera singulis granulorum, ad latera versus majorum. Coxae granulis dispersis, anterioribus majoribus. Coxa
IV turba laterali superiore granorum magnorum (trium aut quattuor) et minorum ornata. Antennarum
pars incrassata articuli primi longior quam latior, granis breviter conicis supra aspera et ordinibus inferio-
ribus lateralibus exteriore processiculorum, majorum, acutorum trium et inferiore trium aut quattuor, quorum
unus major. Articulus secundus granis breviter conicis piligeris supra asper, infra laevis. Palpi granis
huniilibus dorsualibus ornati. Pars femoralis ordine inferiore, apicem articuli non altingente, processiculorum
acutissimorum (subulatorum) (septem aut) octo (aut novem) armata, quorum ultimus aut ultimi duo minores
et ceteri diametro articuli vix breviores ; processiculus interior subapicalis aeque longus atque latitudo articuli.
Pars patellaris tuberculo exteriore uno et processiculis sat magnis acutis interioribus duobus armata. Pars
tibialis spinis exteriore una et interioribus- duabus, aeque longis ac diametro articuli, et processiculis sat
magnis acutis exterioribus citerioribus duobus et ulteriore uno, et interioribus interspinali et ulteriore. Spina
SOEENSEN, OPILIONES.
81
inti'rior citcriiir paIii^s tarsiilis spiiiis partis lihialis major. Unguis [laiic diniidia sua hri'vior quam pars tar-
salis. I'cdes longi graciles; II foiispicuc gracilior quam I, IV quain lll. Femora reeta et patell« et tibiae
gianulata. Calcanei I et II vix dimidio, III et IV^ vix longiores quam crassiores. Artieuli tarsales : 6( — 7);
11; 0; 7. Ferrugineus. Leviter infusoala sunt: arete, medio excepto; margo (inlerruptus) limbi lateralis
seuti, atlversus coxas III et IV; segmenta dorsualia libera.
Long. porp. i,R; long, scuti 3; lat. seuti ultra 2; palpi 5; pedes I 13; II 23; III 14,5; IV 18.
Specimina duo vidi, quorum alterum nias est et alterum, minus, verisimiliter etiam mas, ad Kibonoto
(Kilimandjaro) in altiludine 1300 — 1900 ni. capta.
December 1909.
Opilioiies ex iiioiitibus Kiliinandjaro et Meru liuc iisque
cogniti.
1.
2.
3.
4.
RhampsinitHS niger n. sp.
Phalangium moiitanum n. sp.
» pictiim n. sp.
» coxale n. sp.
9. Palpipes mordax n. sp.
10. Biatifes inindatus n. sp.
Opilioiies Palpatores Thor.
Eupnoi H. J. H. & W. S.
Phalangrioidse (Sund.) Thoe.
5. Phalangium pieronium n. sp.
I 6. ' mesomelas n. sp.
7. Egaenus feiiwralis n. sp.
I 8. Cheops (n. g.) armatm n. sp.
Opilioiies Laniatores Thor.
Palpipedoidae f. n.
Biantoida^ Thoe.
82 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEÜ EXPEDITION. 20: 4.
Explicatio figurarum
Tab. 4-
quas cl. Dr. H. J. Hansen benevolentissime delineavit.
E(/cemis femoralis n. sp. Pes primus sinister maris typici a latere exteriore exhibitus. vix f.
» » Pedis ejusdem apex metatar.si et basis tar.si. Y'-
» Femur primum .sinistrum maris minus robusti. vix f.
Cheojis armahis n. sp. Corpus a latere sinistro exhibitum ^^ .
Palpipes typus n. sp. Mas. Pars anterior corporis cum antenna, a latere sinistro exhibita. \^ .
» » Mas. Palpus et pes primus sinistri a latere exteriore inspecti. \* .
» » Mas. Pes primus sinister, a tibia, desuper inspectus. ^^. (Tubercula dor-
sualia omissa).
4a. Palpipes Iwrriäus n. sp. Femina. Pars anterior corporis cum antenna, palpo, pede I, basi pedis 11
a latere sinistro inspecta. Y'.
4b. > > Palpus sinister oblique desuper et a latere sinistro inspectus.
4c. V Pes primus sinister, a tibia, oblique a latere sinistro exhibitus.
20. ARACHNOIDEA.
5. Tartarides
by
H. J. HANSEN.
Plate 4.
•^
Of this tribe of Ihe order Pedipal|)i six immature specimens are to band ; they
were taken togetber and belong to tbe same species. Of tbe Tartarides only one species,
Trithyreus africanus H. J. H., is known from Africa — it was taken at Freetown in
tropical West Africa; 0. F. Cook, bowever, mentioned Artacarus lihenensis from Liberia,
but in 1905 I proved tbat this genus must he cancelled and the species considered as
a nomen nuduni. The species brought home by Professor Y. Sjöstedt from tbe Kili-
mandjaro belongs to tbe genus ScMzornus Cook as defined in the monograph written by
H. J. Hansen & W. Sörensen^; it is new to science, but immature specimens of tbe pre-
sent tribe bave tbe specific cbaracters much less developed tban the adults, and especi-
ally the shape of the flagelkim in immature males is nearly wortbless, while in tbe
adult males tiie flagellum shows the best cbaracters. \^
In spite of such difficulties I establisb a new species on the specimens to band,
tbinking tbat especially by aid of the iigures it may be possible to recognize tbe adults,
wben tliey liave been captured hy a future investigator.
Scliizonius moutauus n. sp.
Immature Specimens of both Sex es.
PI. 4, figs. 5a — 5li.
(lephalothorax. — On the sides of the head no whitish eye-spots ean be perceived. Cephalic
sternum somewhat longer than broad. Seeond thoracic segment with a pale stripe beneath its median line.
Palps. — -Male (figs. 5a — ob): .Aloderately slender, .scarcely half as long as the body. Lower anterior part
of the troehanter not produced; its angle about 130°, not roundcd. Lower margin of femur very feebly
eonvex, with a single seta which is about equallv distant from the basal and from the distal end of the
Upper margin of the Joint. Patella somewhat less than fhree times as long as deep. ('.law moderately long,
slightly more than half as long as the upper margin of tiie tarsus (fig. 5b). — Female (fig. 5c): Xearly
as in the male, but a little shnrter with the patella two and a half times as long as deep.
The Tartarides, a Tribe of the Order Pedipalpi; in: Arkiv für Zoologi, ut.gifv. af K. Sv. Veten-
skapsakad. i Stockholm, R. 2, n:o 8, lilOö.
Sjöstedfs I\'ilii)if(iifljm-o ^fet^H K.rpedifion. 30. 11
84 SJÖSTEDT8 KILIMANDJAEOMERU EXPEDITION. 20: ö.
First Legs. — Male (fig. 5a): Moderately robu.st and proportionatcly short, slightlv sliort(M' than
the bodv. Coxa terminales a little behind the outer angle of the mandible. Femur as long as tibia. Foot
sliglitly shorter than tibia, somewhat less than nine times as deep as long, deepest near the end of meta-
tarsus (flg. 5d); seeond metatarsal Joint somewhat shorter than the siim of the five proximal tarsal joints;
terminal Joint a little longer than the sum of the three proximal tarsal joints and mach more than half as
long as the whole nietatarsiis. — Female: As to most points nearly as in the male, but the legs as long
as Ihe bodv, the foot as long as the tibia, seeond metatarsal Joint a little longer than the sum of the four
proximal larsal joints (lig. 5e).
Fourth l-egs. — Male (fig. 5f): Much shorter than the body; femur a little more than twiee as
long as deep. — Female: somewhat shorter than the body; femur twiee as long as deep.
Flagellum. — Male (fig. 5g): Sliglitly more than two and a half times as long as deep, withoiil
artieulations. — Female (fig. öli): Between four times and four and a half times as long as deep, four-
jointed; seeond Joint about as long as third; terminal Joint mueh longer than the sum of the three olhers;
the longest seta a little more than ^i as long as flagellum.
Measurements. — Body cf 3.5, 9 2.0 mm.; palps (f 1.7, 9 1-3 mm.; first legs cf 3.3, $ 2.9
mm.; fourth legs cf 2.7, $ 2.5 mm.
Colour. — Very pale yellowish grey with a feeble greenish tone; the distal angles of fourth femora
red, last Joint of the palps reddish-yellow.
Locality. — Kilimandjaro, Kibonoto, 1,350 ni. above the level of the sea. Among moulding leaves
in n farm with bananas. Six immature specimens.
Remarks. — Among the eharaeters pointed out the shape of the femur of the palps, the relative
lengtli of llie c-law of the palps and the relative length of the joints in the female flagellum are certainly
to be found unaltercd in tlie adults.
December 1909.
Exi)lanation of the Figures.
Plate i.
Fig. 5. Schizomus montanus n. sp.
Fig. 5a. Left pajp and first leg of an immature male, from the outer side; x 25.
» 5b. Distal part of the palp shown in fig. 5a; x 90.
5c. Left palp of an immature female, from the outer side; x 4.5.
5d. Left fourth leg of an immature male, from the outer side; x 25.
» 5e. Foot of first left leg of an immature male, from the outer side; x 77.
;: 5f. Foot of first left leg of an immature female, from the outer side; x 77.
» 5g. Posterior abdominal segments with flagellum of an immature male, from the
left side; x 80.
» 5h. Posterior abdominal segments with flagellum of an immature female, from the
left side ; x 80.
20. ARACHNOIDEA.
6. Araneae
von
ALB. TULLGREN.
Mit 4 Tafeln.
Aus mehreren Gründen war es mir ein grosses Vergnügen, die Bearbeitung des
von Prof. Dr. Yngve Sjöstedt aus Deutsch Ost-Afrika, dem Kilimandjaro und Äleru,
heimgebrachten Arachnidenmaterials zu übernehmen. Vor allem war ja zu erwarten,
dass die durchforschten Gegenden vom faunistisch-geograplüschen Gesichtspunkte viel
neues von grossem Interesse darbieten würden. Vor Sjöstedt hatten nur wenige zool. interes-
sierte diese Berge besucht, und deswegen findet man in der Litteratur nur selten Notizen
über ihre Spinnenfauna. Mitte des 19. Jahrhunderts tangierte van der Decken auf einer
ostafrikanischen Reise den Kilimandjaro, sammelte aber nur wenige grössere Arten ein.
Später, 1887 — 88, wurde das Kilimandjaro-Meru-Gebiet von der TiiLEKi'schen Expedition
besucht und der oesterreichische Offizier von Höhnel sammelte da etwas mehr, 15 Spinnen-
arten. Ausser diesem "grösseren" Funde sind nur wenige Funde einzelner Arten pu-
bliziert.
In Bezug auf die umliegenden Gegenden des deutschen und englischen Ostafrika
ist ja besonders über die Fauna der Kiistenstrecke, ziemlich viel, veröffentlicht. Da aber
keiner der vielen Forschungsreisenden in diesen Teilen von Äquatorialafrika grössere
Sammlungen von Spinnentieren gemacht hat, war natürlich die Spinnenfauna nur ganz
oberflächlich bekannt. Von Anfang war es also klar, dass die SjöSTEDT'schen gross-
artigen Sammlungen zahlreiche Neuigkeiten enthalten würden. Die jetzt unternommene
Bearbeitung hat auch gezeigt, dass ungefähr 7^ der gefundenen Arten neu waren.
Indessen ist es doch möglich, dass künftige Untersuchungen diese Ziffer beträchtlich
reduzieren werden. Wer sich mit der Determinierung exotischer Spinnen beschäftigt
hat, der kennt ja ganz gut die Schwierigkeiten. Die Araneidenlitteratur ist ja von mit
kurzgefassten, bisweilen auch von weitläufigen, aber dunklen Diagnosen ohne verdeut-
lichte, korrekte Zeichnungen überschwemmt. Deswegen bin ich konsequent dem Prinzip
folgt, lieber eine Art als neu zu beschreiben und abzubilden, als dieselbe auf mehr oder
weniger schwache Gründe mit einer früher bekannten zu identifizieren.
Eine Bearbeitung eines so grossen Materials wie das fragliche schien mir auch in
anderen Hinsichten als der rein faunistischen viel Interessantes bieten zu können. Da
Sjöstedts Kilimandjaro- Meru Expedition. 20. 11 *
8ß SJÖSTEDTS KILIMANDJAIiOMEKU EXPEDITION. 20: 6.
die Reichhaltigkeit des Materials es zuliess, hatte ich beabsichtigt, wenn möglich jede Art
eine genaue äussere morphologische Untersuchung untergehen lassen, in der Hoffnung, dass
dabei Tatsachen von höherem systematischem Wert zum Vorschein kommen werden. Dieser
Idee habe ich aber leider nicht verfolgen können. Die Hei'stellung der Präparate, die Unter-
suchung und Beschreibung der Objekte hat sich als zu zeitraubend gezeigt, da nämlich das
Veröffentlichung der Resultate der Expedition binnen einer nicht allzulangen Zeit abge-
schlossen werden sollte und die Umfassung des mehr und mehr ausschwellenden Werkes
begrenzt werden musste. Meine vorliegende Bearbeitung ist deswegen sehr ungleich-
massig, indem die Beschreibungen der Arten mehrerer Familien stark verkürzt sind. Die
Älängel der Diagnosen werden aber einigermassen dadurch verdeckt, dass ich für fast
jede neu beschriebene Art Abbildungen der Kopulationsorgane beifüge.
Äleine Arbeit unterscheidet sich folglicli nur wenig oder gar nicht von der Reihe art-
beschreibender Schriften auf diesem Gebiete. Den Gedanken, Tatsachen von höherem Interesse
aus der Bearbeitung zu gewinnen, muss ich bis auf weiteres aufgeben, und deswegen habe
ich Fragen betreffs des Systems ganz beiseile gesetzt. Aus praktischen Gründen folge
ich dem SiMON'schen System in Hist. nat. d. Araignees, ed. 2.
Das ganze Älaterial umfasst etwas über 8,000 Exemplare. Im vorliegenden Abschnitt
sind die folgenden Familien bearbeitet: Avicularndac, Ulohoridae, Dictijnidae, Eresidae,
Sicariidae, Dysderidae, Cciponiidae, Drassidae, Palprmanidae, Zodariidae, Pholcidae,
Theridiidae und Argiopidae.
Diese Familien umfassen 148 Arten, von denen sich 103 als neu erwiesen haben.
Ich hoffe später Gelegenheit zu haben auch die übrigen Familien zu bearbeiten.
Zuletzt ist es mir eine angenehme Pflicht, dem Herrn Prof. Sjöstedt, der mir das
Vertrauen geschenkt hat, das Material zu bearbeiten, und der Königl. Akademie der Wissen-
schaften zu Stockholm, die mir während mehrerer Jahre ökonomische Unterstützung zu
dieser und anderen arachnologischen Arbeiten gewährt hat, meinen aufrichtigen Dank
darzubringen.
Aviciilariidae.
Urotliele n. g.
Diese neue Gattung unter Diploilielece Sim. ist am nächsten mit den Gattungen
ÄcrophoUus Sim. und Forsytlnda Poe. verwandt und ist von besonderem, geographischem
Interesse, da die bisher bekannten Arten dieser Gruppe nur in Indien und auf ^Madagaskar
vertreten sind.
Der Cephalothorax schwach gewölbt, fast oval. Zentral für che gerade. Die Area
der Vorderaugen breiter als lang, vorn breiter als hinten. Die Area der Seitenaugen
bildet ein Viereck, das hinten nur wenig breiter als vorn ist. Die vorderen Seiten-
augen sitzen dicht am Vorderrande des Clypeus. Die hintere Augenreihe ist schwach
procurva. Das Rastellura aus Stacheln und Stachelborsten gebildet. Das Labrum mit
wenigen Spinulen bewehrt, ebenso die Hüflenglieder der Pedipalpen. Das Slernum so
lang wie breit, mit kleinen, marginalen Sigillen versehen. Alle Beine mehr oder weniger
TULLGKEN, AEANEiE. 87
l)eslachelt. Die hinleren Metatarscn mit zahlreichen Stachehi. Tarsen vollständig und
Metatarsen teilweise scopulierl. Unguicularfascikeln von der Länge der Krallen. Die
Tihia I des Männchens mit einem kleinen Apikalliaken.
Von AcropholiHS Sim. unterscheidet sich diese neue Gattung hesonders durch die
gerade Zentrallarche, die hiiiicre Augenreihe, die procurva ist, die stark hewehrten, hinteren
Metatarsen und das bewehrte Lahrum. Forsytlnda Poe. unterscheidet sich besonders
dadurch, dass sie das Viereck der vorderen und hinteren Seitenaugen hinten beinahe oder
ganz doppelt so breit als vorn hat. Weiter sind das Labrum und die Vorderbeine bei
ForsytJi 1(1(1 unbewehrt.
Urothele lepida Geest.
Taf. I, Fig. la— c.
Gerstäcker, van der Deeken's Reisen in Ost-Afrika. Bd. III, 1873, p. 485 (sul) Idiommata).
Männchen. Farbe. Der Cephalotliorax ist fast graubraun, am Rande des Pars tlioracica scliwarz,
am Rande des Clypeus etwas lieller. Er ist mit liberwiegend gelbliclien Haaren bekleidet. Seliwarze Haare
kommen vorzugsweise nach vorn oder hinten vor. Das Abdomen ist am Rücken entweder hellgrau mit
schwarzen winzigen Flecken, die ohne Ordnung über die ganze Riickenfläche zerstreut sind, oder schwarz
mit winzigen, unregelmässig geordneten grauen Flecken. Folglich ist die schwarze Farbe mehr oder weniger
stark verbreitet. Unten ist das Abdomen einfarbig grau. Die Behaarung des Abdomens besteht aus grau-
gelbweissen Haaren, die am Rücken mit schwarzen Haaren vermischt sind; am Vorderrande ist die Be-
haarung besonders dicht und besteht aus schwarzen Haaren. Das Sternum ist hell braungelb, wie die Hütten-
glieder und das Labrum. Die Beine sind braungelbgrau, heller als Cephalothorax aber dunkler als Sternum.
Ventralwärts sind die ßeinglieder blasser. Die dichte Behaarung der Beine besteht aus feinen, nieder-
gedrückten, gelbweissen und mehr aufwärts gerichteten, borstenähnlichen, schwarzen Haaren.
Morplwlogische Merkmale. Der Cephalothorax ist nur schwach gewölbt und von ziemlich breit
ovaler Form. Pars eephalica und thoracica durch distincte Furchen (Radialfurche I) getrennt. Die Zentral-
furche gerade, ritzenförmig, ca. 0,35 mm. lang, vom Hinterrande 1,6 mm. und vom Vorderrande 3,2 mm.
entfernt. Radialfurchen H — IV fast verwischt. Die Seitenränder des Cephalothorax sind mit langen, borsten-
fürmigen Haaren befranst. — Der Augenhügel 0,80 mm. lang und 0,98 mm. breit, dicht am Rande des
Clypeus gelegen. Vorn in der Mitte befindet sich ein Bündel aufgerichteter, langer, fast stachelförmiger Borsten.
Die Area der Vorderaugen bildet ein Viereck, das ein klein wenig breiter als lang, und am Vorderrande
etwas breiter als am Hinterrande ist. Die vorderen Seitenaugen sind ein wenig grösser als die mittleren
und sitzen dicht am Vorderrande des Clypeus. Die mittleren Vorderaugen sind unter sich fast in ihrem
Durchmesser, von den Seitenaugen nur etwas weniger entfernt. Die hintere Augenreihe ist schwach pro-
curva. Die hinteren Seitenaugen und die vorderen Seitenaugen bilden ein hinten etwas breiteres Viereck
und die erstgenannten Augen mit ihrem grössten Durchmesser kaum kürzer als derjenige der vorderen Mittel-
augcn. Die hinteren Mittelaugen sind sehr klein, um ihren Durchmesser von den vorderen Mittelaugen entfernt
und fast unmittelbar bis an den hinteren Seitenaugen gelegen. — Die Cheliceren sind ungefähr 2,6 mm. lang,
1,5 mm. hoch und 0,9 mm. breit. Am inneren Falzrande tragen sie 8 Zähne, von denen der erste
sehr winzig ist. Hinten in der Falzrinne finden sich fast ein Dutzend sehr winziger Zähne. Das Rastellum
aus kurzen, kräftigen Stacheln gebildet, die nach und nach in Stachelborsten übergehen. — Die Pedipalpen.
Das Femoralglied dorsal mit 5 langen Stacheln; Tibialglied an der Innenseite mit 1.2.2 Stacheln, an der
Aussenseite mit 1 basalen Stachel nahe am Unterrande, an der Unterseite einem apikalen Stachel, der nach
hinten von einer Reihe langer Stachelborsten begleitet ist. Das Tarsalglied ist sehr kurz, vor der Innenseite
nur wenig länger als an der Basis breit. Das Glied ist in der proximalen Hälfte nach unten durch einen
blattförmigen Zipfel erweitert. Dieser Zipfel ist ungefähr halb so lang wie das ganze Glied. Das Tarsalglied
88 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEETJ EXPEDITION. 20: 6.
ist an der Spitze dicht scopuliert. Der Bulbus ist zwiebeiförmig, ca. 0,5 mm. breit, an einer ziemlich
langen Haematodocha inseriert. Der Embolus ist sehr lang und fein, am Ende gebogen, ca. 0,7 mm. lang;
die ganze Stemma ist nach hinten gerichtet und ragt ca. ^jb über das Tibialglied hinaus. Das Hüftenglied der
Pedipalpen an der hinteren Basalecke mit 8 — 12, etwas unregelmässig geordneten Spinulen. — Das Labrum
mehr als doppelt so breit als lang, an dem Oberrande schwach ausgerandet mit abgerundeten Ecken und
mit 2 — -i median gelegenen Spinulen. — Das Sternum ist so breit als lang (2,2 mm.). Alle Sigillenpaare
marginal, schwach angedeutet. Die Behaarung besteht am Rande aus Stachelborsten, die am Hinterende des
Sternums länger und kräftiger sind. — Die Beine. Die ßestachelung': Femoren I — H oben mitten 1.1.1.1.1.3,
unten und an den Seiten 0, Femoren III — IV oben mit ca. 10 — 12 unregelmässig geordneten Stacheln; Patella I
vorn 1, II 1.1 Stacheln; Tibia I — II unten mitten 2.2.2 Stacheln; Metatarsus I an der Basis unten und hinten
1, Metatarsus II unten nahe an der Basis 2.1; Patellen, Tibien und Metatarsen III — IV mit zahlreichen
Stacheln. Die Metatarsen I — II sind an der Basis deutlich verjüngt. Die Tibia I mit einem gut entwickelten,
aber kleinen Haken, an dessen Basis vorn eine kleine gekrümmte Stachel gelegen ist. Die Tarsen sind alle
mit einer dichten Scopula versehen, an den Metatarsen I — II reicht sie fast bis zur Basis, an III — IV ist
nur an der Spitze Andeutung einer Scopula. Dieselbe ist an Vordertarsen kaum oder schwach, an Hinter-
tarsen sehr breit von Stachelborsten geteilt. Die Unguicularfascikeln von der Länge der Krallen, die von
oben in ihrer ganzen Länge sichtbar sind. — Das Abdomen i.st lang oval, kaum doppelt so lang wie breit,
vorn an der Rückenseite mit einer besonders dichten Behaarung, die au.s langen, gebogenen, schwarzen
Stachelborsten besteht.- — Die beiden Spinnwarzen sind ziemlich lang, ca. 1,4 mm., das Grundglied etwa
doppelt so lang als das zweite, das doppelt so lang als das dritte ist. Untere Spinnwarzen fehlen vollständig.
Weibchen. Sehr ähnlich dem Männchen, aber grösser. Der Cephalothorax ist mit einer fast gold-
gelben Pubescenz bekleidet. An den schwarz- und weissgelb behaarten Beinen finden sich, besonders an den
Seiten der Femoren und an der Rückenseite der Patellen und Tibien (vorzugsweise der hinteren Tibien),
vollkommen nackten Striemen. Die Rückenseite des Abdomens ist dicht gelbbraun behaart und schwarz
marmoriert.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist ein wenig stärker konvex. Die Radialfurchen
II — III etwas mehr angedeutet. Die Zentralfurche gerade, länger, fast 1 mm. lang, vom Vorderrande 5 mm.,
vom Hinterrande 2,2 mm. entfernt. Die Seitenränder des Cephalothorax von gewöhnlichen Haaren befranzt.
— • Der Augenhügel ist ca. 1,1 mm. lang und 1,25 mm. breit, vorn in der Mitte ein wenig knollenförmig auf-
gebläht. — Die vorderen Seitenaugen sind kaum oder nicht grösser als die mittleren und sind unter sich
fast in iVs ihres Durchmessers entfernt. Die mittleren V^orderaugen sind unter sich etwas mehr als um
ihren Durchmesser und von den Seitenaugen beträchtlich weniger entfernt. Die hinlere Augenreihe ist fast
gerade, die Mittelaugen von vorderen Mittelaugen um ihren Durchmesser entfernt. — Die Cheliceren sind ca. 4
mm. lang und 3 mm. hoch. Am inneren Falzrande tragen sie 9 Zähne, von welchen der erste sehr
winzig ist. Hinten in der Falzrinne finden sich ca. 23 kleine fast regelmässig in vier Schrägreihen geordnete
Zähne. Das Rastellum scheint fast ausschliesslich aus groben Stachelborsten zu bestehen. — Die Pedi-
palpen haben das Tarsalglied unten dicht scopuliert. Die Apikalkralle ist deutlich sichtbar. Die Hüften-
glieder wie beim Männchen. — Labrum und Sternum wie beim Männchen. — Die Beine. Femoren I — II
oben mit einer Reihe Stacheln und Stachelborsten, vorn und apikal mit 1 Stachel. Tibia I — II unten mit
typisch (?) 1.2.2 Stacheln, welche jedoch in Borsten verwandelt werden können. Im übrigen fast wie beim
Männchen. Masse, (f. Cephalothorax 5,2 lang, 4,8 breit. — Abdomen 5,5 lang, 3,5 breit. — Sternum
2,2 lang, 2,2 breit. — Beine: I 4,2—2,8—3,5—2,8—2-15,3, H 4—2,8—2,8—2,8—2 = 14,4, III 3,8 — 2
— 2,1—3,2—2=13,1, IV 5— 2,2— 3, .5— 5,3— 2,2 = 18,2 mm. ?. Cephalothorax 7,3 lang, 6,2 breit. —
Abdomen 9 lang, 5,8 breit. — Sternum 3,1 lang, 3 breit. — Beine: I 5,1—3—3,4—2,7—2 = 16,2, II 4,7—
3—3—3—2,2=15,9, III 4,2—2,8—2,8—3,7—2,2 = 15,7, IV 5,7—3—3,8—6—2,5 = 21 mm. — KiUma-
ndjaro: Kibonoto, Kulturzone (Nov. 1905), 2 o^. — Meru: Ngare na nyuki (Jan. 1906), 3 9-
"■ Leider scheinen viele Stacheln weggefallen zu sein.
Tiii,i,<iK.i;N, aranea;. 89
Bemerk II mtiii. Unter dem Namen Idiommata lepida beschreibt ÜERSTÄCKER, I. c. p. 48ö, eine Avi-
cniariid aus Moschi, Kilimandjaro. Die von dem Verfasser veröffentlichte Beschreibung ist natürlich sehr
oberflächlich und gewiss mnss man sich bedenken, bevor man eine Spinne mit der Art Gerstäcker's iden-
tifiziert. Ich glaube jedoch, dass die vorliegenden Exemplare dieser Art angehören. Wenigstens scheint nichts
von Bedeutung dagegen zu sprechen. Betreffs der Spinnwarzen erwähnt Gerstäcker nichts und leider ist das
Abdomen des Typus — wie mich Prof. Fr. Dahl giitigst benachrichtigt — so schlecht beibehalten, dass
man trotz Erweichung nicht mehr die Zahl der Spinnwarzen ergründen kann.
Piseuor Hölmeli Sim.
Simon, Ann. Soc. Ent. de France (6), IX, 1890, p. 125. — Pisenorodes Höhneli, PococK, Proc.
Zool. Soc. London, 1898, p. 505, PI. XLI, figs 2— 2b.
Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Mischwald, Nov. 4 cf. Diese Art, die früher aus Kilimandjaro
bekannt war, ist bi.shcr nur in Deutsch- und Britisch-Ostafrika gefunden.
Pteriiiocliilus Poe.
Pteriuochilus affiuis n. sp.
Weibchen. Farbe. Der Cephalothorax ist dunkel schwarzbraun mit einer kurzen und feinen grau-
gelben Pubescenz bekleidet. Das Abdomen dunkelbraun, am Rücken schwarz marmoriert (die Färbung
etwas undeutlich, da das Abdomen etwas beschädigt ist). Die Behaarung des Abdomens gelbbraun. Das
Sternum und die Goxen fast schwarzbraun, wenigstens nach vorn dicht schwarz bekleidet. Mundteile mit
rotgelben Haarfransen. Die Beine sind schwarzbraun, die Behaarung derselben besteht aus schwarzen,
braunen und grauweissen Haaren. Die Tarsen sind sehr charakteristisch gefärbt. Oben in der Mitte haben
sie einen dunkelbraunen, von einem sehr schmalen, schwarzen Saum umrandeten Längsfleck. Übrigens
ist die Rüekenseite silbergrau. An der Grenze der Scopula läuft eine Franse rostgelber Haare. Die Scopula
ist graubraun, im Spiritus aber glänzend smaragdgrün. An der Rückenseite der Beine sind die Gliedgrenzen
scharf weissgclb.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax lang oval mit nur sehwach gebogenen, fast paralellen
Seitenrändern, ungefähr l'/s so lang wie breit, vorn (hinter den Augen) plötzlich verjüngt, massig gewölbt,
die vorderen Radialfurchen nur schwach angedeutet. Die Zentralfurehe tief und lang (ca. 3,5 mm.), gerade
oder ausserordentlich schwach procurva, vom Hinterrande 5,8 und vom Vorderrande 13,4 mm. entfernt.
Das Integument nur mit einer sehr feinen, angedrückten Pubescenz bekleidet. — Der Augenhügel 2,05 lang
und 2,25 mm. breit, vom Vorderrande des Clypeus ca. 1 mm. entfernt. Die vordere Augenreihe so stark
procurva, dass eine die Mittelaugen vorn tangierende Gerade die Seitenaugen weit hinter dem Zentrum
schneiden würde; die Mittelaugen kaum kleiner als die ovalen Seitenaugen, unter sich um reichlich ihren
Durchmesser, von den Seitenaugen ungefähr halb so weit entfernt. Die hintere Augenreihe vorn gerade
oder schwach, hinten etwas stärker recurva ; die Mittelaugen oval wie die Seitenaugen, aber etwas kleiner
und am Aussenrande fast gerade abgeschnitten, die Seitenaugen fast berührend, von den vorderen iMittel-
augen in ihrem kürzesten Durchmesser entfernt. Die vorderen Seitenaugen vom Rande des Clypeus um
wenigstens 2-maI ihres Durchmessers entfernt. — Die Cheliceren sind fast 11 lang, 8 hoch und 4,5 mm.
breit. Die Klaue ist pechschwarz. Am inneren Falzrande tragen sie 11 Zähne, von welchen der erste
Zahn sehr winzig ist. Hinten in der Falzrinne findet sich eine Gruppe winziger Zähne. An der Aussen-
seite der Cheliceren eine dichte Scopula von steifen Haaren, gegen welche einige steife Borsten an den
Trochanteren hörbar reiben können. (Vielleicht ein Stridulationsorgan?). — Die Pedipalpen. Tarsus unten
dicht scopuliert. Das Hüftenglied an der vorderen Basalecke mit einer Menge kleiner, schwarzer Spinulen. —
Das Labrum ungefähr iVs so breit wie lang, nach vorn mit zahlreichen Spinulen. — Das Sternum ist
etwas länger als breit. Zwei Paar Sigillen deutlich. Das hintere Paar unter sieh um 5, vom Seitenrande
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition. 30. 12
90 SJÖSTEDTS KIMMANDJAEO-MKRU EXPEDITION. 20: 6.
kaum 1 mm. entfernt. Das vordere, kleinere Paar fast marginal, ziemlich schwer zu entdecken. — Die
Beine 1.4.2.3. Tarsus I — IV und Metatarsus I — II dicht scopuliert und mit ungeteilter Scopula. Am
Beinpaare III — IV streckt sich die Scopula nicht über den ganzen Metatarsus und ist deutlich an dem Meta-
tarsus IV geteilt. Tibien I, II, IV an der Spitze unten mit 2 Stacheln, Tibia 111 mit 3. Oben und an den
Seiten sind die Tibien unbewehrt. Metatarsen II — IV an der Spitze mit kleinen Stacheln, daneben unten
noch einige an den Metatarsen III — IV. — Das Abdomen ca. IV^ so lang wie breit. Der Epigaster hat ein
Paar nach vorn konvergierender, nackter Linien oder Furchen. Lungendeckel 6,6 breit, 4 mm. hoch. Die
oberen Spinnwarzen sind sehr lang, 8,5 mm. (Glied I 4,2, II 2, III 2,3 mm.). Die unteren Warzen ca.
2 mm. lang. Blasse. ?. Cephalo thorax 19,5 lang, 15 mm. breit. — Abdomen 26 lang, 19 mm. breit.
— Sternum 9 lang, 8 mm. breit. — Beine: I 14,5—9—9,5—8,5—6,5; II 12,.5— 7,5— 7,2— 7,2— 6;
III 11 — 6,2—6,2 — 8 — 6; IV 13,5—7,2-9,2—11,5 — 7 mm. — Totallänge 55 mm. — Eilimandjaro :
Kibonoto, ca. 1,300 m., März. 1 ad. ?.
Anmerkung. Unter den bisher beschriebenen Arten kommt diese durch ihre Grösse dem Pterino-
chilus Widetimanni Strand wahrscheinlich am nächsten '. Von dieser Art kennt man jedoch bisher nur das
Männchen und hätte nicht das vorliegende Exemplar meiner Art von der von Strand veröffentlichten Be-
schreibung u. A. bezügl. der Augenstellung sich so weit getrennt, hätte ich das Exemplar als das Weibchen
der STRAND'schen Art betrachten müssen. Betreffs der Augenstellung des Pf. Widenmanni Str. cf schreibt
Strand: "Die vordere Augenreihe so stark proeurva, dass eine die M.A. vorn tangierende Gerade die S.A.
weit hinter dem Centrum schneiden würde; die M.A. wenig grösser, unter sich um reichlich ihren Radius,
von den S.A. kaum so weit entfernt (trocken gesehen, in Spiritus etwas weiter!). Die hintere Reihe vorn
schwach proeurva, hinten gerade; die M.A. erheblich kleiner, die S.A. berührend, von den vorderen M.A.
in ihrem kürzesten Durchmesser entfernt. — — — Die vorderen S.A. vom Rande des Clypeus etwa in
ihrem IV'.; Durchmesser entfernt." — Ohnedies hat Strand nur 1 Sigillenpaar gesehen. Die oberen Spinn-
warzen seiner Art sind verschieden gebaut; sie messen I 2, II 1,8 und III 2,1 mm. Hier ist folglich das erste
Glied ebenso lang wie das dritte, während bei der vorliegenden Art das erste Glied fast doppelt so lang wie
das dritte ist.
Pterinochilus Widei/manid Str. ist bei Moschi, Kilimandjaro, gefunden.
Pterinodiiliis Sjöstedti u. sp.
Weibchen. Farbe. In Färbung stimmt diese Art sehr stark mit der vorigen flberein. Der Cephalo-
thorax ist dunkelbraun, mit einer gelblichen Pubesoenz bekleidet. Getrocknet ist der Cephalothorax fast
olivenbraun. Das Abdomen ist ebenso dunkel gefärbt, mit gelblichbraunen und schwarzen Haaren bekleidet.
Keine distinkten Zeichnungen am Rücken, der fast scheckig ist. Die Beine sind braun mit schwarzen, auf-
stehenden Haaren und einer niedergedruckten, mausgrauen Pubescenz bekleidet. An den Gliedgrenzen weisse
Flecke. Die Tarsen zeichnen sich durch dieselbe Zeichnung wie beim Pt. affinis aus. Die Gren/>franse an
der Scopula ist aber weissgrau und die Scopula graublau, gefeuchtet intensiv grünglänzend. Das Sternum und
die Goxen sind sehr dunkel braun, jedoch nicht wie bei Pt. affinis schwarz. Am Munde rostgelbe Haarfransen.
Morjjhologische Merkmale. Der Cephalothorax ist ziemlich breit oval, mit mehr gerundeten Seiten-
rändern als beim Pt. affinis. Die vorderen drei Radialfurchen deutlich, aber schwach. Die Zentralturche
tief, gerade oder schwach proeurva, vom Vorderrande 16,5, vom Hinterrande 7 mm. entfernt. Das Integu-
ment nur mit angedruckter Pubescenz bekleidet. — Der Augenhügel 2,:3 lang, 3 breit, vom Vorderrande des
Clypeus ca. 1 mm. entfernt. Die Mittelpartie ziemlich stark erhoben und durch zwei Längsfurchen begrenzt.
(Um diese "Furchen" zu sehen, muss man den Augenhügel entweder von oben oder gerade von hinten
sehen.) Die vordere Augenreihe so stark proeurva, dass eine die Mittelaugen vorn tangierende Gerade weit
hinter dem Zentrum schneiden würde; die Mittelaugen sind ungefähr dreimal so klein als die ovalen
' Strand, Embr. Tropisch-afrikanische Spinnen etc. Mitteil. Kgl. Nat. -Kabinett zu Stuttgart, Nr. 31,
in Jahresb. Ver. f. Vaterl. Naturk. in Württemberg, 1906, p. 17.
TTJLLGREN, ARANE«. 91
Seitenaugen, unter sich um reiclilicli z\veim;il (2'/s mal) ilires Durchmessers, von den Seitenaugen ungefärh
l'/ä ihres Durchmessers entfernt. Die liintere Augenreihe vorn gerade, hinten sciiwach reeurva ; die Mittel-
augen fast doppelt so gross wie die vorderen Mitlelaugen, aber kleiner als die hinteren Seitenaugen, von den
vorderen Mittelaugen fast um ihren längsten Durchmesser, von den hinteren Seitenaugen kaum in ihrem kür-
zesten Durchmesser entfernt. Die vorderen Seitenaugen am Rande des Olypeus ungefähr 2'/2 ihres Durch-
messers entfernt. — Die Cheliceren sind 12,8 lang, 9 hoch und 5 mm. breit. Die Klaue ist intensiv rot.
Am inneren Falzrande tragen sie 11 ziemlich kleine und gleichgrosse Zähne. Hinten in der Falzrinne findet
sich eine grosse Gruppe winziger Zähne. Die Aussenseite der Cheliceren ist mit einer dichten Scopula be-
kleidet (ähnlich wie beim PI. afjinis). — Die Fedipalpen. Tarsen mit dichter Scopula. Das Hüftenglied an
der vorderen Basalecke mit einer Menge kleiner, schwarzer Spinulen. — Das Labrum ungefähr doppelt so breit
wie lang, nach vorn mit zahlreichen Spinulen. — Das Stern um (stark beschädigt!) etwas länger als breit.
— Die Beine 1 . 4 . 2 . 3. Tarsus 1 — IV und Metatarsus I — II dicht scopuliert, mit ungeteilter Scopula. Meta-
tarsus III — IV mit Scopula nur an der distalen Hälfte, am vierten Heinpaar ist die Scopula geteilt. Tibien
I — IV an der Spitze unten mit zwei Stacheln. Metatarsen IV unten mit 2 . 3, oben mit 1 . 1, an den Vorder-
seiten in der Mitte 1 Stachel. — Das Abdomen ca. l'/s so lang als breit. Die konvergierenden, nackten
Linien unter sich sehr weit entfernt. Lungendeckel 6 breit, 4 mm. hoch. Die oberen Spinn warzen sehr
lang, 9,5 mm. (Glied I 4,5, II 2, III 3 mm.). Masse. Gephalothorax 23,3 lang, 18,6 mm. breit. — Ab-
domen 21,5 lang, 15,5 mm. breit. — Sternum 9 lang, 7,8 mm. breit. — Beine: I 17,6 — 10,5 — 12 — 10,5 — 7;
II 15 — 9—10-8,5—6,8; III 13—8.-3-7—9,5 — 6,8; IV 16—9—11 — 13,8—7 mm. — Kilimandjaro: Kiho-
noto, Kulturzone, März. 1 ?.
Pterinochilus sp. juv.
In der Sammlung liegen noch vier Exemplare dieser Gattung vor. Alle sind jedoch mehr oder weniger
junge Weibchen, welche unmöglich sicher zu bestimmen sind. Ein Exemplar aus Kibonoto, Kilimandjaro,
erinnert gewissermassen an Pt. affinis mihi oder Pt. vorax Poc.^. Totallänge ist 40 mm. Die vorderen
Mittelaugen unter sich kaum um ihren Durchmesser entfernt. Die hinteren Mittelaugen vom vorderen kürzer
als um ihren kürzesten Durchmesser entfernt. Vom Vorderrande des Clypeus ist der Augenhügel kaum Vs
seiner Länge entfernt. Gephalothorax ist 14,5 lang, länger als Tibia -j- Patella IV oder I, 12 mm. breit.
Die Zentralfurche ist gerade oder schwach procurva, vom Vorderrande ca. 10 mm. entfernt. Masse der
Beine: I 11—6,5—7—6,2—5; H 9,2—6—6—5,5—4,2; HI 7,8—5—4,5—6—4,2; IV 10,5—6—7,5—9—5
mm. — Das Abdomen ist dunkelbraun mit von gelbbraunem Haare gebildeten, zahlreichen und kleinen
Flecken. Nach hinten am Rücken einige deutliche dunkelbraune Querbänder, die etwas reeurva sind.
Dieses Exemplar ähnelt sehr dem Pt. affinis, ist aber durch die andere Form des Gephalothorax und
die Augenstellung leicht zu unterscheiden. Wie man eigentlich Pt. vorax $ auffassen soll, ist nicht
leicht zu sagen. POCOCK schreibt über Pt. vorax: "carapace just about equal to patella and tibia of 4th
leg, shorter than those of the Ist", — — ■ — "length of clypeus aliout half that of the ocular tubercle".
Strand (1. c. pag. 119) hat eine Menge Exemplare aus Deutsch-Ostafrika, auch aus Moschi auf dem Kiliman-
djaro, gesehen. Er publiziert auch einige kurze Diagnosen von drei Weibchen, die alle ziemlich verschieden
zu sein scheinen. Wie er diese Art begrenzt, habe ich nicht ergründen können.
rioboridae.
Menneus Sim.
MeniiPus affinis u. sp.
Taf. I, Fig. 2.
Männchen. Farbe. Der Gephalothorax ist schwärzlich grünbraun, vorn an den Seiten schwärzlich
gesäumt und an jeder Seite der vorderen Mittelaugen ein kurzes, longitudinales und breites, schwarzes Band.
' PococK, R. I. On the spiders of the Suborder Mygalomorphce from the Ethiopian reg. etc. Proc.
zool. Soc. London, 1897, p. 752.
92 SJÖSTEDTS KIMMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 6.
Die Augenhügel sind mehr oder weniger schwarz. Die hell graubraunen Cheliceren haben aussen und innen
ein schwarzes Band. Die Maxillen sind hell lehmfarbig, am Innenrande unter der Mitte einen dunkelbraunen
Fleck. Die schwarzbraune Lippe ist an der Spitze lehmgelb. Das helle Sternum ist ringsum schwärzlich
gesäumt. Die Beine sind lehmfarbig, aber an den V'orderbeinen sind die Metatarsen und Tarsen braun und
an den Hinterbeinen sind das distale Ende der Tibien, die beiden Enden der Metatarsen und die ganzen
Tarsen mehr weniger braun. Das Abdomen ist leider etwas beseliädigt. Der Rücken scheint aber schwarz
gesprenkelt und mit einem schmalen, dunkleren Längsband versehen zu sein. Am Bauehe findet sich auch
eine dunkle, longitudinale Zeichnung.
Morplwloqisclie Merlanale. Der Cephalothorax ist ca. 1,5 mal so lang wie breit, vorn verschmälert
mit einem breiten, queren und fast gerade abgestutzten Clypeus, der stark vorstehend (fast horisontal) ist.
Der sehr flache Cephalothorax hat etwas hinter der Mitte eine deutliche, langgestreckte Mittelgrube. Das
Integument ist dicht und kurz behaart. — Die Augen. Die Vorderreihe ist von olien gesehen fast gerade
und ihre resp. Augen sind fast gleich gross. Die beiden Mittelaugen, die schräg nach aussen gerichtet sind,
sind unter sich 2,5 mal ihres Durchmessers entfernt. Der Absland bis zu den vorderen Seitenaugen ist un-
gefähr gleich lang. Die Area der Mittelaugen ist reichlich 1,5 mal so breit wie lang. Die Hinteraugen der
Area sind im Querdurchmesser ca. 1,4 mal so gross wie die Vorderangen und sind unter sieh ca. 2,5 mal ihres
Querdurchmessers entfernt. Die Hinterreihe der Augen ist sehr stark recurva; die resp. Augen sind fast gleich
gross und nach aussen gerichtet. Die hinteren Seiten- und Mitlelaugen sind unter sich ungefähr um ihren doppel-
ten Querdurchmesser entfernt. Der Abstand zwischen den vorderen und hinteren Seitenaugen ist ungefähr
so weit wie zwischen den hinteren Mittelaugen. — Die Cheliceren. Am äusseren Falzrand sind vier kleine,
spitze Zähne, von welchen der vorletzte der grösste ist. Am inneren Falzrand kommen 7 Zähne vor, von
denen die fünf mittleren Zähne sehr winzig sind. — Das Labrum ist fast doppelt so lang wie breit mit
paralellen Seiten und breit abgerundeter Spitze. Ein wenig über der Mitte findet sich eine feine, einge-
drückte Querlinie. — Das Sternum ist fast doppelt so lang wie breit, nach hinten stark zugespitzt. Vorn
etwas verschmälert und am Labrum quer abgestutzt. — Die Beine 1 . 2 . 4- . 3. Die Vorderbeine sind ausser-
ordentlich lang und schmal. Alle Beine sind lang bestachelt. Der Tarsus 1 ist besonders eigentümlich da-
durch, dass er durch ein falsches Gelenk fast zweigliedrig ist. Der basale Teil ist distalwärts auffallend
angeschwollen und ca. 1,5 mal so lang wie der terminale, etwas gebogene Teil. Der Tarsus II auch
besonders zeichnet sich durch eine ganze Reihe sehr kurzer Stacheln, die seinen Rücken bekleiden, aus. Am
Rücken der basalen Hälfte des etwas gebogenen vierten Tarsus kommt nach aussen ein Calamistrum vor,
das aus einer einfachen Reihe ziemlieh langer Borsten gebaut ist. Die Hintertarsen entbehren ein stachel-
besetztes Band unten, was nach Simon die Gruppe der Dinopinen charakterisiert. — Die Krallen sind drei.
Die Afterkralle des Tarsus I hat an der Basis einen sehr kleinen Zahn, die oberen Krallen je zwei lange
Zähne. Einige "Hülfskrallen" ("griffes auxiliaires") sind vorhanden. — Ein Trichobothrinni habe ich an den
Metatarsen nicht entdecken können, wenigstens unterscheidet es sich nur wenig von den anderen, feinsten
Haaren. — Das Abdomen ist langgestreckt, fast doppelt so lang wie iireit. Es war leider etwas beschädigt
und folglich missgeformt. — Das Kopulationsorgan. Das Femoralglied ist sehr lang, fast so lang wie die
folgenden Glieder zusammen. Am distalen Ende ist ein ziemlich langer Stachel. Das Tibialglied ist fast
so lang wie das Cymbium, das vom Rücken gesehen ca. 1,25 mal so lang wie breit ist. Der Bulbus
zeichnet sich durch einen ungewöhnlich langen, in Spiralen gedrehten, schwarzen Embolus aus, der um einen
weissen, eigentümlichen Körper aufgewunden ist. Der Embolus bedeckt in Ruhe vollständig den braunen
Bulbus. Masse. Länge des Cephalothorax: 3,25, die des Abdomen ca. 4,2 mm. — Länge der Beine:
I 10,7—1,2—10,5 — 14—3,7; II 8—1,4—7,3—8,5—2,6; III 4,8— 0,95— 3,!— 3,8 — 1,14 ; IV 5,3—0,98—3,9
— 4,2 — 0,98 mm, — Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Dec., 1 q^.
TULLGFEN, ABANE^. tt.H
Dictyiüdae.
Auiphigyrum n. gen.
Diese neue Gattung steht vielleicht der Gattung Auj-hmis Sim. am nächsten. Sie
unterscheidet sich durch folgende Merkmale. Beide Augenreihen sind sehr schwach ge-
bogen, procurva. Die Augen der Vorderreihe sind fast gleich gross und unter sich be-
deutend weiter getrennt, als bei Auximus. Der Clypeus ist deutlich höher als der längste
Diameter der vorderen Seitenaugen. Das Cribellum hat nur am Hinterrande eine An-
deutung zur Zweiteilung. Die IJppe ist bedeutend breiter als lang. Übrige Hauptmerk-
male sind auch für Auximus charakteristisch. So z. B. ist das Sternum hinten kurz
gespitzt, die Spitze aber ist nicht zwischen den dichtgestellten vierten Hüften vorspringend.
Die Cheliceren sind am distalen F^nde massig schräg abgeschnitten und zeichnen sich
am inneren Falzrande durch eine Reihe von ca. 5 äusserst kleinen, gleichgrossen Zähnen
aus. Das Calamistrum ist einreihig. Die Beine sind massig lang und spärlich bestachelt.
Amphigyniin nebulosum u. sp.
Taf. I, Fig. 3 a— b.
Weibchen. Farbe. Der Cephalothorax ist licllbraun ; die Cheliceren dunkelrot; die Maxillen, die
I.ippe und das Sternum mehr weniger schwärzlich angelauten; die hellbraunen Beine besonders unten mit
undeutlichen schwärzlichen Flecken; das Abdomen schwarzgrau, unten fast schwarz.
MorpJwIoyisrhe Merkmale. Der Cephalothorax ist massig gewölbt, ca. 1,3 mal so lang wie breit.
Der Koptteil ist ziemlich stark vorspringend, vorn mit fast parallelen Seiten. Der Clypus ist fast quer, in
der Mitte ca. doppelt so hoch wie der Querdurchmesser der vorderen Älitli'laugen, an den Seiten nur ein
wenig höher als der grösste Querdurchmesser der vorderen Seitenaugen. Die Zentralfurehe ist deutlieh, Vs
der Cephalothoracallänge vom Hinlerrande des Cephalothorax entfernt. Das Integument ist reichlich und
fein behaart. — Die Augen. Die Vorderreihe ist gerade, die Mittelaugen ein wenig kleiner als die ovalen
Seitenaugen. Das mittlere Intervall reichlich ^jb des Querdurchmessers der vorderen Mittelaugen, die Seiten-
intervallen kaum so breit. Die beiden Seitenaugen sind unter sieh kaum um den Radius der kleineren,
hinteren Seitenaugen entfernt. Die Area der Jlittelaugen ist vorn schmaler als hinten, fast so breit wie
lang. Die Hinterreihe ist fast gerade, mit den Augen unter sich fast gleich entfernt. Die Intervalle ca. 1,5
mal so lang wie der Diameter der hinteren Mittelaugen, die ungefähr so gross wie die vorderen sind. — Die
Cheliceren sind ungefähr doppelt so lang wie breit. Am äusseren Falzranil findet sich eine Reihe von
sechs Zähnen, von welchen die zwei distalen winzig sind; die vier proximalen sind dagegen gross; der zweite
Zahn ist der grösste. Der innere Falzrand zeichnet sich durch eine Reihe von fünf winzigen Zähnen aus. —
Die Maxillen haben fast parallele Seiten und eine ziemlieh lange, scharf gezähnte Serrula. — Das Labrum
ist deutlich breiter als lang, an der Spitze quer abgestutzt oder äusserst schwach ausgerandet. — Das Sternum
i.st ungefähr so lang wie breit, gerundet, aber vorn zwischen den weitgetrennten ersten Hüften quer abge-
schnitten. — Die Beine, 1 . 4 . 2 . 3, sind nur spärlich bestachelt. Das Calamistrum ist einreihig und
besetzt den mittleren Teil der schwach gebogenen vierten Tibia. Die Krallen sind drei, die Afterkralle
immer mit einem langen Zahn. Die oberen Krallen des ersten Fusses haben 5 — 6 Zähne, die des vierten
Fusses ca. 8. Tarsen ohne Trichobothrien, Metatarsen mit einem einzigen, terminalen Trichobothrium. —
Das Abdomen ist bei beiden ^'efinidenen Exemplaren beschädigt. Scheint oval und ziemlich hoch zu sein.
— Die Epigyne ist ziemlich klein, breiter als lang, Ihr hervorragendster Teil besteht aus einer glänzend
braunen, fast ankerförmigen Lamina, deren Schenkel kurz, breit, gerundet und dicht gegen den nach vorn
stark erweiterten Stamm gedrückt sind. Die Lamina zeichnet sieh weiter durch eine seichte, longitudinale
94 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 6.
Vertiefung aus. — Die Receptacnla seminis sind klein, ähneln zwei querliegenden, schwach gebogenen
Säcken mit mehreren unregelmässigen, blasenförmigen Ausstülpungen. — Das Cribelluni hat am Hinterrande
eine feine, gerade ehitinöse Leiste, die an d(M- Mitte ein dunkles, kurzes, longitudinales Zeichen hat. Das
fragliche Organ ist breit zweigespalten.
Die unteren Spinnwarzen sind konisch, sehr gross und dick, 2-gliederig. Das terminale, kalotten-
förmige Glied trägt innerhalb eines Kranzes von kurzen Borsten eine Anzahl kurzer konischer oder cylindri-
scher Spulen mit kurzen Endgliedern. Ausserdem am Innenrande eine (?) grössere Spinnspule von demselben
Typus, aber bedeutend dicker. Das terminale Glied der Spulen ist ca. doppelt so lang wie das basale, das
fast breiter als lang ist. Die oberen Spinnwarzen sind ungefähr so lang wie die unteren, aber schmäler und
enden mit einem konischen Glied. Dies ist mit Spinnspulen besetzt, die an Zahl geringer und an
Form etwas mehr gestreckt als bei den unteren Warzen sind. Ausserdem findet sich an diesem Gliede ein
Haar, das stark erweitert, stachelförmig und mehr weniger gekrümmt ist. Die mittleren Spinnwarzen sind
eingliedrig und tragen eine verhältnismässig grosse Zahl Spinnspulen, von denen die eine, am Innenrande
der Gliederspitze, kurz und dick, konisch ist, die übrigen ziemlich lang cylindrisch sind. Der Basalteil der
letztgenannten Spulen ist ca. 4- mal so lang wie breit, der feijie Terminalteil kaum halb so lang. Masse.
Länge des Gephalothorax ca. 2,5; die des Abdomens ca. 3 mm. — Länge der Beine: I 3,00 — 1,02 — 2,85 —
2,75—1,14; II 2,:^7— 0,86— 1,99 — 1,99— 0,98; III 2,09—0,81 — 1,61—1,76—0,95; IV 2,85—0,95—2,37—2,28
— 0,98 mm. — Men^-Niederung, westlich vom Berge, Dec, 2 9- — Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone,
Sept., 2 $.
Bemerkung. Aus Kibonoto auf dem Kilimandjaro sind in der Kulturzone im Oktober vier Individuen
gesammelt, die wahrscheinlich dieser Art angehören. Zwei Weibchen hatten die äusseren Geschlechtsteile
bereits entwickelt, aber als von der Zeichnung der Epigyne (Taf. I, Fig. 3 b) leicht zu ersehen ist, unter-
scheiden sie sich von den reifen Weibchen sehr stark. Ich vermute jedoch, dass die verschiedene Form der
Epigyne davon abhängt, dass die letztgenannten Weibchen soeben gehäutet haben. — Die jüngsten Exemplare
zeichnen sich durch die dorsale Zeichnung des Abdomens aus. Sie seheinen nämlich eine longitudinale
Reihe paarweise geordneter schwarzer Flecke zu haben. Wahrscheinlich muss man jedoch die schwarze
Farbe als die Grundfarbe betrachten. — Das Labrum zeigte sich bei diesen Exemplaren so lang wie breit
und am Ende gerundet.
Dictyna Sund.
Dictyna montana n. sp.
Taf. I, Fig. 4 a— 4 c.
Weibchen. Farbe. Der rotbraune (Jephalothorax hat jederseits des Kopfteils einen grossen schwarzen
Fleck. Die (Iheliceren und übrigen Mundteile sind dunkelbraun, das Sternum ebenfalls dunkelbraun, aber
schwach schwärzlich gesäumt. Die Beine sind gelbbraun mit schwärzlichen Ringen. Der Hinterleibsrücken
ist bräunlichgrau mit einer schwarzen Längszeichnung : vorn ein fast dreieckiges, ziemlieh langes Band,
hinten mehr weniger deutliche, paarweise geordnete Flecke oder schräge Streifen. Diese Zeichnung ähnelt
sehr derjenigen der D. arundinacea L. oder uncinata ThOR. Der Bauch ist bräunlichgrau, hinten schwach
geschwärzt.
MorpJwlof/iscJie Merkmale. Der Gephalothorax ist ca. 1,3 mal so lang wie breit, hinten breit quer,
schwach ausgerandet. Der Kopfteil ist ziemlicii stark konvex, mit parallelen Seitenrändern, vorn schwach
konvex. Der Clypeus ist unbedeutend breiter als der Diameter der Vorderaugen. — Die Augen. Die vor-
dere Augenreihe ist fast gerade und hat die Augen fast gleich gross. Die mittleren Vorderaugen sind unter
sich um ihren Querdurchmesser entfernt; ihr Abstand von den Seitenaugen ein wenig kürzer. Die vorderen
und hinteren Seitenaugen sind fast zusammenstossend; die hinteren sind vielleicht ein wenig kleiner. Die
Area der Mittelaugen ist breiter als lang, vorn etwas schmäler. Die Hinteraugenreihe ist äusserst schwäch
recurva, fast gerade. Ihre Augen sind gleich gross und unter sich um ihren Durchmesser entfernt. — Die
Gheliceren scheinen am inneren Falzrande zwei winziwe Zähne zu haben. — Das Labrum ist ca. 13 mal
TI'l,l,(iKKN, AKANE^R. 96
SO breit wie lanj;, fast halbkrei stürriiig. — ■ Das Sternum ist so lang wie breit, am Hinterrande ge-
rundet, aber zwischen den breit i^ctrennten Hüften IV etwas vorspringend. — Die Beine sind unbestachelt,
stark langhaarig. Der vierte Metatarsus ist mit einem einreihigen Calamistrum von stark gekrümmten Haaren
versehen. Trichobothrien scheinen zu fehlen, wenigstens am Tarsus; am Metatarsus sind zwei Haare, die
vielleicht als Trichobothrien zu deuten sind. Die Krallen sind drei. Die Afterkralle hat drei ziemlich lange
Zähne; die oberen Krallen des ersten Fusspaars haben ca. 12, die des vierten Paars ca. 8 lange Zähne.
Die Krallen sind auf einem deutlichen konischen Onychium inseriert. Das Onychium ist mit zahl-
reichen Haaren besetzt. An der Grenze zwischen Tarsus und Onychium findet sich unten ein charakte-
ristisches Organ, das quer-oval und mit einem stark chitinösen Ring umgeben ist. — Die Epigyne zeichnet
sich durch zwei ^--förmige, ziemlich lange Leisten, die die Vaginalöffnungen decken, aus. Zwischen und vor
diesen Leisten sitzen dicht zusammen zwei kleine, ^-förmige Leisten (vergl. Taf. l. Fig. 4 a). — Die Spinn-
warzen sind sechs. Die unteren haben ein kalottenförmiges Endglied, das mit 5 (?) kleinen und am Innen-
rande mit noch einer grösseren Spinnspulc versehen ist. Die Spulen sind zylindrisch ; die kleineren Spulen
haben den Terminalteil ca. doppelt so lang wie den Basalteil. Die oberen Spinnwarzen mit grossem ko-
nischem Endglied; die Spinnspulen sind zahlreicher und sitzen nicht so terminal gesammelt wie bei den
unteren Warzen; an der Innenseite sind wenigstens zwei Spulen, deren Terminalteil auffallend dicker ist;
die Spulen sind von derselben Form wie bei den unteren Warzen. Die mittleren, kleinsten, eingliedrigen
Warzen tragen noch zahlreichere Spulen von cylindrischem oder fast konischem Bau; die äusseren Spulen
sind bedeutend länger und schmäler als die inneren. — Das Cribellum ist ungeteilt, ca. 6 — 8 mal so lang
wie breit. Masse. Länge des Gephalothorax ca. 0,75, die des Abdomens ca. 2,25 mm. Länge der Beine:
I 0,76—0,32—0,55—0,51 — 0,39; II O.Cfi— 0,3— 0,45— 0,47— 0,32 ; HI 0,57— 0,26— 0,38— 0,38— 0,32 ; IV 0,66
— 0,28 — 0,47 — 0,51 — 0,3 mm.
Männchen ^ Farbe fast wie beim Weibchen, vielleicht etwas dunkler.
Morphologische Merkmale. Der Clypeus ist hier doppelt so hoch wie der Diameter der vorderen
Mittelaugen. Die Chelieeren sind fast 3mal so lang wie an der Basis breit. Am Aussenrande einen ba-
salen, ziemlich grossen Knollen. Die (Iheliceren sind gebogen, aussen ziemlich stark konvex unmittelbar
vor der Witte, innen konkav, folglich klaffen sie ziemlich weit. An der inneren distalen Ecke sind sie fast
winkelig ausgeschnitten. Am inneren Falzrand s<'heinen zwei winzige Zähne vorhanden zu sein. Das
Labrum und Sternum scheinen ein wenig länger als breit zu sein. Das männliche Kopu latio n sorgan
ist fast wie bei D. arundinaeea gebaut. Das Tibialglied trägt einen kleinen, dorsalen, zweigezähnten Höcker
an der Basis. Der Bulbus ist gross und fast flach mit einem langen, kreisförmig gebogenen, äusserst fein-
gespitzten Embolus, dessen Spitze dicht an einem Organ liegt, das mit einem schraubenförmig gedrehten
Processus endet. Dies (jrgan ist vielleicht als Conductor emboli zu betrachten. Der Processus ist kurz,
nur eine Spiralschlinge bildend. Die Spitze ist fast nach innen gerichtet. Von der Aussenseite (der Pedi-
palp in natürlicher Lage) sieht man kaum oder nicht die Spitze des Processus. Das Cymbium deckt den
Bulbus nicht vollständig und mangelt alle stachelförmigen Haarbildungen. Masse. Totallänge ca. 2 mm.
Länge der Beine: I 0,95—0,28—0,79—0,66 — 0,47; IV 0,76 — 0,26—0,53—0,57—0,34. — Küimandjaro :
Kiboscho, auf den Bergwiesen, 3,000 m., Febr. (4 ?); Kibonoto, Kulturzone — Steppe, Sept. (1 9), Juli (1 cf).
— Meru: Ngare na nyuki, Nov. (1 9)-
Eresidae.
Stegodyplius Sim.
Stegodyphus Hildebraudti (Kaesch).
Taf I, Fig. 5 a— f.
1878. Ere.iHs Hildebrandfi Karsch, Zeitschr. f. d. ges. Naturwiss., Bd LI, p. 319. — 1883.
Stegodyphus mimosarum Pavesi, Ann. Mus. Civ. di Genova, Vol. XX, p. 81. — 1889. Stegodyphus gregarius
Cambridge, 0. P., Proc. zool. Soc. London, p. 42, PI. II, figs. 4, 5.
' Da die Sammlung nur ein Männchen enthält, kann ich nur eine unvollständige Beschreibung geben.
96 SJÖSTKDTK KILISIAND.TAKO MEBIJ EXPEDITION. 20: ß.
Die gefundenen Exemplare, die ohne Zweifel mit St. greyarim Cbr. identisch sind, habe ich hier
unter St. Hildebrandti Karsch angeführt. Die von Karsch veröffenthchte Beschreibung enthält nämlich
gar nichts, was einer solchen Vereinigung widerspricht. Auch die Art Pavesi's — Stegoih/plws mimosaram —
muss als mit St. Hildehrandti Karsch synonym betrachtet werden. Betreffs der Morphologie dieser Art
ist verschiedenes hinzuzufügen.
Geschlechtsorgane. $. Die Epigyne ist ein wenig breiter als lang. Sie ist vorn von einer tief aus-
gerandeten Platte begrenzt, die am Rande dunkelbraun gefärbt ist. Diese Platte scheint an undurchsichtigen
Präparaten bei Oberbeleuchtung in der Mitte der Ausrandung fast in den Boden der grossen epigynealen
Vertiefung überzugehen. Dies ist auf durchsichtigen Präparaten nicht der Fall. Auf solchen ist die Platte hinten
in der Mitte scharf markiert. Die epigyneale Vertiefung ist fast triangulär. An jeder Seile der Basis findet
sich eine sehr kleine, schwarze, wulstförmige Partie, die von der obengenannten Platte nicht bedeckt ist.
Das ist der basale Teil des dunkelgefärbten Receptaculum seminis. Zwischen den beiden Receptacula ist
die Vertiefung von einem weissen Wulste erfüllt, der in der Mitte longitudinal vertieft ist. Die beiden
Receptacula sind nicht länger als die epigyneale Vertiefung, sind fast parallel oder nach vorn schwach kon-
vergierend und zeichnen sich durch drei fast gleichgrosse Windungen aus.
o^. Das Kopulationsorgan dieser Art ist ziemlich kurz. Der Bulbus ist verhältnismässig klein, drei-
mal spiralförmig gedreht, die zweite Windung ist die dickste. Die ein wenig gedrehte Hicmatodocha ist an
der Basis des grossen, kahntörmigen Alveolus inseriert. Der Embolus ist in einem blattförmigen (vielleicht
becherförmigen), durchsichtigen Conduetor emboli eingeschlossen, der fast bis zur Spitze des Cymbiums ragt.
An der Spitze ist der Conduetor schuppenförmig skulptiert. Die proximale Hälfte ist durch eine dünne
Chitinlamelle erweitert, die fast eine Nebenapophyse bildet. Das Cymbium trägt am Innenrande über der
Mitte zwei Stacheln. Der Alveolus nimmt etwas mehr als die basale Hälfte des Cymbiums ein. Die Tibial-
imd Patellarglieder der Palpen sind fast gleich lang. Die Tibia ist aussen am Oberrande sehr kurz und
breit lamollenförmig verlängert. Stacheln fehlen vollständig.
Die Cheliceren sind konisch, kurz und dick, mit einer Klaue, die zusammengelegt kaum
bis zum ersten Drittel des Innenrandes ragt. Am Ende sind die Cheliceren fast quer abgestutzt. Am
äusseren Falzrande findet sich ein grosser Zahn, der mit zwei winzigen Nebenzähnen versehen ist. An der
Vorderseite sind die Cheliceren dicht behaart. An der Hinterseite, nahe am Vereinigungspunkte der Cheli-
ceren, ist eine kleine, isolierte Gruppe von kurzen, dichtgestellten Haaren. — Das Labrum ragt
ein wenig über die Mitte der Lamina maxillaris, hat in der unteren Hälfte fast parallele Scitenränder, die in
der oberen Hälfte gegen die abgerundete Spitze konvergieren. Die Laminsc maxillares sind am Ende nicht
verjüngt, sondern der Oberrand ist schwach schräg abgestutzt. Die Serrula ist marginal und ungefähr so
lang wie der Abstand zwischen ihr und dem Insertionspunkte des Trochanters. — Pedipalpen. 9- Die
Tarsen sind besonders oben und innen mit zahlreichen groben Stacheln versehen. Die Kralle ist mit 7
längeren Zähnen versehen. Bestachelung der Beine. 9- Tibia I unten am Ende 0, II ibid. 2, III und IV
je 1. Metatarsus I unten am Ende 1 ; II in der Mitte 1, am Ende 1 (2); III in der distalen Hälfte unten
2, 1, 3; IV in der Mitte 1, am Ende 2. Tarsus III — IV unten gegen die Spitze mit sehr kräftigen, kurzen
Stacheln. — Beim o^ ist die Bestachelung fast ähnlich. Calamistrum besteht beim 9 aus einer distinkten
Reihe von Borsten, die distalwärts fast unmerklich in Haare übergehen. Über dieser Reihe findet sich ein
ziemlich distinktes Feld, das mit calamistrumähnlichen Haaren dicht besetzt und ungefähr so lang wie die
genannte Reihe ist. Beim Männchen fehlt die "Reihe", das "Feld" bleibt da aber dünner behaart. Gri-
bellum. Beim Weibchen ist das Cribellum gross, 3,37 so lang wie breit, von einer starken Chitinkante
umgeben, die hinten dicker oder breiter als vorn ist. Das Mittelseptum ist auch ziemlich breit. Beim
adulten Männchen ist das Cribellum reduziert, die beiden Arese glaudularum cribellum sind viel kleiner und
breit getrennt.
Spinn Warzen. Die unteren derselben sind lieim 9 an der Innenseite des Basalgliedes dicht
scopuliert. Die Haare stumpf am Ende behaart.
Diese Art ist wahrscheinlich an der Küste von ganz Ost-Afrika verbreitet. Kommt auch in Indien vor.
TÜLI.OREN, ABANE^. 97
Kilimandjaro : Kibonoto, Kulturzono, Sept. — Nov. (19 9). Ausserdom 13 junge Weibehen, die in
einem Neste von Eiifermes parvvs IIav. wolinten. — Meru: Ngare na nyuiti, Nov. — Jan. (156 $, 24 cf).
Stegodjphus sabulosns n. sp.
Taf. I, Fig. 6 a — c.
Weibchen. Farbe. Der Cophalothorax ist schwarzbraun im Grunde. Jederseifs an der Pars
thoracica ein schmales, schneeweisses, marginales Band, das sicli fast bis zum vorderen Lateralauge streckt.
Die Pars ccphalica ist mit einer dichten Haarbokleidung versehen, die hinten fast weiss ist, aber nach vorn
dunkler olivenbraun bis schwarz wird. Die Cheliceren sind von ausschliesslich schwarzen Haaren bekleidet.
Stcrnum ' und Mundteile hellbraun mit grauweisser Pubescenz. Das Abdomen zeichnet sich durch eine
kurze ockergelbe Behaarung, die alle Zeichnungen mangelt, aus. Der Epigaster und die Spinnwarzen sind
fast schwarz. Die Beine sind mit graugelber bis olivenbrauner Behaarung versehen. Folgende Teile sind
schwarz: Tibien I — II innen und unten, Femoren I — II innen, Metalarsus IV innen.
Morphologische Merkmale. Der Cophalothorax ist massig gewölbt, ungefähr so lang wie die Tibia,
der Metalarsus und Tarsus IV zusammengerechnet. Vorn ist er so breit, wie Metatarsus + Tarsus IV lang
sind. — Die Augen. Die Area der Seitenaugen vorn viel breiter als hinten. Die hinteren Seitenaugen
unter sich ungefähr 1 '/;> so weit entfernt wie der Abstand zwischen den hinteren Seiten- und Mittelaugen.
Die Area der Miltelaugon breiter als lang. Die hinteren Augen unter sich um reichlich ihren Durchmesser
entfernt. Sie sind fast 3-mal so gross wie die vorderen Mittelaugen. — Die Cheliceren wie beim iS7. i/^/Me-
braiidti (Karsch) gebaut. Der grosse Zahn am vorderen Falzrande hat nur äusserst schwach angedeutete
Nebonzähne. Bestaehelung der Beine: Metatarsus I unten am Ende 2; Tibia II und III unten am Ende
2, Metatarsus II in der distalen Hälfte unten 1 .2.2; Metatarsus IV unten mit 8 — 9 unregelmässig oder
paarig geordneten Stacheln. — Calamistrum wie beim St. Hildehrandii: ein dicht behaartes Feld, das
nach unten von der Reihe der eigentlichen Calamistrumhaare begrenzt ist. Dieses Feld ist ungefähr Va
kürzer und so breit wie der Metatarsus. — Die Vaginalorgane. Die Epigynealöffnung ist viel breiter als
lang, vorn in der Mitte tief ausgerandet. Diese Ausrandung ist von einer breiten, etwas tiefer gelegenen
"Lamina" erfflllt. Nach vorn seheint diese Lamina unmerklich in die die Epigynealöffnung umgebende Fläche
zu übergehen. Übrigens stimmt der äussere Bau in ihrem Hauptzuge mit dem des St. Hildebrandti. Auf
durchsichtigem Präparate sieht man, dass die obengenannten Lamina von zwei longitudinalen, stark chitinösen
Wülsten gestützt ist. Die Receptaeula sind lang und bilden vorn eine nach innen fast quere, lange
Schlinge. Masse. Cephalothorax 8 mm. lang, 5 mm. breit am Clypeus. Abdomen 12 — 13 mm. lang, ca.
9 mm. breit. Beine: I 6^3,2— 3,ü — 4,2— 2,.5 ; II 4,9—2,7—2,7—3—2; HI 3,8—2,2—2,3—2—1,2; IV
5—3—3,3 — 3 — 1,8 mm.
l'sambara: Mombo, Juni (2 9)- — Meru: Ngare na nyuki (1 $).
Stegodyplius affiuis n. sp.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax dunkelbraun, vollständig mit weissen Haaren bekleidet. Basal-
hälfte der Chelieeren mit weissen, Apicalhälfle mit schwarzen Haaren bedeckt. Die Behaarung der Beine
weiss bis schwach gelblich. Innenseite der Tibia und des Femurs I — II schwarz. Metatarsus IV innen und
oben dunkelbraun. Gefeuchtet scheinen die Hintertibien geringelt zu sein. Das Sternum dunkelbraun, ohne
Längsbinde. Das Abdomen ist einfarbig graugelb.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax wie bei St. salmlosus mihi. — Die Augen. Die
Area der Seitenaugen vorn viel breiter als hinten. Die hinteren Seitenaugen unter sich ungefähr 1,6 so weit
wie der Abstand zwischen den hinteren Seiten- und Mittelaugen. Die Stellung und Grösse der Mittelaugen
wie bei letztgenannter Art. — Die Cheliceren wie bei St. sahtdosus, die Lamin;c maxillares scheinen aber
^ Das Sternum hat ein dunkelbraunes, longitudinales Mittelband, das an gefeuchteten Exemplaren
sichtbar ist.
Sjöstedtg Kilimandjaro-Meru Expetidion. 20. 13
98 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEKU EXPEDITION. 20: 6.
am Ende querer als bei dieser Art zu sein. — ■ Die Bestachelung der Beine variiert bei demselben Exemplare
sehr. Metatarsus I hat unten am Ende 2 oder eine Gruppe von bis 7 unregclmässig gestellten Stacheln.
Metatarsus II hat unten in der distalen Hälfte 2 . 2 oder 2.2.2 Stacheln, IV unten 5 — 8 unregelmässig
geordnete Stacheln. Tibien II — IV unten am Ende mit 2 Stacheln. — Calamistrum wie bei den vorigen
Arten. — Die Vaginalorgane sind nach demselben Typus wie die des St. sabulosus gebaut. Einen wesent-
lichen Unterschied zeigen aber die Receptacula, die nach vorn stark schnabelförmig verschmälert und kon-
vergierend sind. Die vordere Schlinge ist sehr klein. Die Ausrandung der epigynealen Decke ist von einer
dünnen "Lamina" erfüllt. Masse. Cephalothorax 5,8 mm. lang, 3,8 mm. breit am Clypeus. Abdomen 11 mm.
lang und 7 mm. breit. Beine: 14,5—2,1—2.5—3,2—2; 113,5—2 — 2—2,5 — l;i; 1113—1,3—1,3—1,6—1;
IV 3,7—2,2—2,2—2,2—1,1 mm. — Meru, Ngare na nyuki, Nov. (1 ?).
• Diese Art ist, ebenso die vorige, mit St. lineifrons Cbr. 1898 sehr nahe verwandt, unterscheidet sieh aber
durch die Farbe und Zeichnung des Cephafothorax. Übrigens stimmt sie mit der veröffentlichten, sehr
unvollständigen Beschreibung gut überein. Die von Cambridge gemachte Zeichnung der Epigyne passt auf
fast alle mir bekannten Arten.
Dresserus Sim.
Dresserus subarinatns n. sp.
Taf. I, Fig. 7 a— c.
Männchen. Farbe. Der Cephalothora.x ist dunkel rotbraun mit aufgerichteten schwarzen und
niedergedrückten grauweissen Haaren bekleidet. Die Cheliceren sind ebenso rotbraun aber dunkler, am Ende
der Vorderseite fast schwarz. Übrige Mundteile sind heller, braun mit blassen Spitzen. Die Beine sind
olivenbraun, distalwärts hellbraun mit weisser Haarbekleiiiung. Sternum braun. Das Abdomen ist hell
mausegrau mit weissen, grauen und einzelnen schwarzen Haaren dicht bekleidet. Gefeuchtet zeigt das Ab-
domen am Rücken 3 Paar braune eingedrückte Punkte und hinten einige sehr feine transversale und helle
Linien.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist 1 7* so lang wie breit. Vorn finden sich, wie
beim D. armatus Cbe., drei konische Höcker, an den vorderen Seitenaugen je einer, der dritte zwischen
den Mittelaugen. Zwischen den vorderen und hinteren Seitenaugen ist der Cephalothorax schwach gekielt.
— Augen. Die vorderen Seitenaugen sind auf den Lateralhöckern gelegen. Die Area der Seitenaugen ist
hinten ein klein wenig breiter als vorn, 2 Vi so breit wie lang. Die Entfernung der hinteren Seitenaugen
von der Mittelgrube ist 1,5 so lang als die Entfernung derselben von den hinteren Mittelaugen. Der Abstand
zwischen den vorderen und hinteren Seitenaugen ist ein klein wenig länger als zwischen den vorderen Seiten-
augen und hinleren Mittelaugen. Die Area der Mittelaugen ist doppelt so breit wie lang; die hinteren
Mittelaugen sind ungefähr doppelt so gross wie die vorderen und unter sich um ihren doppelten
Durehmesser entfernt. — Cheliceren sind kurz und dick, am äusseren Falzrand mit sehr groben
Borsten besetzt und mit einem grossen Zahn, der mit zwei winzigen Nebenzähnen versehen ist. —
Maxillen mit fast parallelen, geraden Seitenrändern, am Ende schräg abgerundet. Die marginale Serrula
so lang wie der Abstand von derselben bis zum Insertionspunkte des Trochanters. — Labrum ragt deutlieh
über die Mitte der Maxillen herüber. — Das Sternum ca. 1,5 so lang wie breit, am breitesten zwischen den
Coxen II — III. — ■ Das Abdomen breit oval, flach gewölbt, ungefähr so lang wie der Cephalothorax und
kaum breiter. — Die Beine. Stacheln sind nur am Ende der Metatarsen und hinteren Tarsen vorhanden.
Sie seheinen zu variieren, sind aber an den vorderen Metatarsen 0 — 2. — Das Kopula ti o n s o rgan. Der
Bulbus ist spiralförmig, vielleicht 3-mal gedreht und die Hasmatodocha ist in der proximalen Hälfte des
Alveolus inseriert. Der Alveolus ist besonders gross, nimmt fast die ganze Unterseite des Cymbiums auf.
Der Bulbus endet mit einem grossen, klauenförmigen Conduetor emboli, der unten (fast rinnenförmig) aus-
gehöhlt ist und den Embolus dorsalwärts umsehliesst. Der Conduetor ist am Ende schwarz und stark chi-
tinisiert, an der Basis mit einem grossen weissen Flecke versehen. Ausserdem ist er fast halb so lang wie
das Cymbium. — Die Tibial- und Patellarglieder der Palpen sind fast gleich lang, Stacheln fehlen. — Das
TULLGBEN, AEANE^. 99
tiribcUum ist deutlich und ziemlich gross, ca. 5-mal so lang wie breit. Die Areffi glandularum cribelü
sind i, oval und ziemlicli klein. — Das Calamislrum ist ziemlich undeutlich, da die Borsten nur wenig
verdickt sind. Die Calaniisirumborsten gehen distalwärts unmerklich in Haare über. Masse. Cephalo-
thorax: 4 mm. lang; am Clypeus 2,5 mm. breit. Abdomen: 4 — 4,6 mm. lang; ca. 2,5 mm. breit. Beine:
I 2,6 — 1,3—1,62—1,8—1; II 2,4 — 1,3—1,3—1,48—0,86; III 1,8—1,3—1,3—1—0,5; IV 2,6—1,5—1,8 —
1,55 — 0,77 mm.
Weibchen. Der Cephalothorax ist heller rotbraun. Das Abdomen ist einfarbig mausebraun.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax mangelt die drei für das Männchen charakteristischen
Höcker am Vorderrande, nur zwischen den Miltelaugen findet sich ein kleiner Höcker. Zwischen den
Seitenaugen ist er gewölbt. — Augen. Die Area der Seitenaugen ist 2,5 — 2,8 so breit wie lang. Die Ent-
fernung der hinteren Seitenaugen von der Wittelgrube ist ca. 1,5—1,8 so lang wie von den hinteren Mittel-
augen. Die hinteren Mittelaugen sind wenigstens 4-mal so gross wie die vorderen. — Das Vaginalorgan.
Die Epigynealöffnung ist von einem Seplum oder einer Lamina erfüllt, die wenigstens doppelt so breit wie
lang ist. Die Lamina ist hinten quer und an den Seiten fast parallel. An jeder Seite findet sich eine
rundliche Öffnung. Die Receplacula seminis sind stark gewunden, nach vorn konvergierend. Die Windungen
seheinen 4 zu sein, gleichgross. — Die Bestachelung der Beine wie beim Männehen. • — • Das Cala-
mistrum besteht aus einer deutlichen Reihe Borslen. Masse. Cephalothorax 4,8 mm. lang; am Clypeus
3.4 mm. breit. Abdomen: 6,5 mm. lang, 5 mm. breit. Beme : I 2,8 — 1,3 — 1,6 — 1,6 — 1,1; II 2,5 — 1,5 —
1.5 — 1,3 — 1,2; III 2,2—1,1 — 1,1—1—0,75; IV 3 — 1,7—2 — 1,4 — 1 mm. — Kilimandjaro: Kibonoto, Kultur-
zone, März (4 cf, 1 9), Okt. (5 ?), Nov. (1 $). — Meru, Ngare na nyuki, Nov. (3 $).
Dresserus fuscus Sim.
Taf. I, Flg. 8.
Simon, Eug. Bull. Soc. Ent. Fr. 1876, pag. LXXXVII.
Von wahrscheinlich dieser Art enthält die Sammlung ein einziges, adultes Weibchen. Dresserus fuscus
Sim. ähnelt sehr D. suharmatus, ist aber bedeutend grösser und dunkler gefärbt. Die Vorderbeine, die
Cbeliceren, der Clypealrand und die Seitenränder des Cephalothorax sind nämlich schwarzrot, schwarz behaart.
— Die Augen. Die Area der Seitenaugen ist fast dreimal so breit wie lang, ein wenig breiter hinten als
vorn. Die Entfernung der hinleren Seitenaugen von der Mittelgrube fast 1,G so lang als von den hinteren
Mittelaugen. Die letztgenannten Augen sind unter sich um das Doppelte ihres Durchmessers entfernt, und
vielleicht dreimal so gross wie die vorderen Mittelaugen. — Die Beine sind nur unten am Ende der Meta-
tarsen bestachelt. — Das Vaginalorgan. Die Decklamina ist ungefähr 2,5 so breit wie lang, am Hinter-
rande gerade, die Seitenränder fast parallel oder schwach nach hinten konvergierend, die Hinterecken sehwach
ausgerandet. Übrigens fast wie beim D. suharmatus m. — Das Calamistrum besteht aus einer markierten
Reihe Borsten. Masse. Cephalothorax 5,6 mm. lang, am Clypeus 4,6 mm. breit. Abdomen 8 mm. lang
und 6 mm. breit. Totallänge ca. 13 mm. Beine: I 3,7—1,6—1,7—1,8—1,1; II 3—1,6—1,5—1,6—1,1;
III 2,0—1,5 — 1,2—1—0,8; IV 3—2—2,2—1,7—0,9 mm. — Meru, Ngare na nyuki, Nov. (1 ?").
Dresserus bilineatus n. sp.
Taf. I, Fig. 9.
Weibchen. Farbe. Das einzige ausgewachsene Exemplar hat sich soeben gehäutet, weshalb die
Farbe sehr blass ist. Das Abdomen ist dunkel olivenfarbig, ohne wirkliche Zeichnungen, aber mit zwei
scharf markierten, parallelen, haarlosen, kurzen Strichen in der Mitte am Rücken. Die Behaarung der
Beine, der Cbeliceren und des Cephalothorax ist überwiegend (?) schwarz.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist ca. IV5 so lang wie breit. Vorn zwischen den
Mittelaugen findet sich ein ziemlich grosser, konischer Höcker. Augen. Die Area der Seitenaugen ist hinten
etwas breiter als vorn, reichlich dreimal so breit wie lang. Die Entfernung der hinteren Seitenaugen von
der Mittelgrube ist ca. 1,7 so lang wie von den hinteren Mittelaugen. Die Area der Mittelaugen fast drei-
100 SJÖ8TEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 20: 6.
mal so breit wie lang. Die hinteren Mittelaugen unter sich reichlich um das Doppelte ihres Durchmessers
entfernt und wenigstens dreimal so gross wie die vorderen Mittelaugen. — • Beine sind wie bei den vorigen
Arten bestachelt. — Das Vaginalorgan. Die Decklamina ist reichlich 2,5 so breit wie lang, am Hinter-
rande fast gerade, die Seitenränder ziemlich stark nach hinten konvergierend. Die Reeeptacula seminis nach
vorn konvergierend, an der Basis ziemlich stark getrennt. — Calamistrum wie beim D. fuscus. Masse.
Cephalothorax 5,8 mm. lang, am Clypeus 4,8 mm. breit. Abdomen 8 mm. lang, 6, .5 mm. breit. Total-
länge ca. 14,5 mm. Beine: I 3—1,7—1,8 — 2—1,5; 113—1,7—1,6—1,7—1,2; 1112,8 — 1,7—1,3—1,2—0,8;
IV 3,5 — 1,9 — 2,2 — 1,7 — 1 mm. — Kilimandjaro, Kibonoto, Kulturzone, Sept. (1 ad. 9).
Dresserus elougatu.s n. sp.
Tat. I, Fig. 10 a— b.
Weibchen. Farbe. Der Cephalothorax ist mehr oder weniger rötlich braun, vorn dunkler, überall
mit schwarzen und weisslichen Haaren bekleidet. Die Beine sind hellbraun, Vorderbeine distalwärts dunkler.
Das Abdomen hell mausegrau mit drei Paar brauner Punkte.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist auffallend flach, ca. 1,5 so lang wie breit.
Zwischen den Mittelaugen findet sich ein konischer Höcker. — Augen. Die Area der Seitenaugen ist hinten
so breit wie vorn, dreimal so breit wie lang. Die Entfernung der hinteren Seitenaugen von der Mittelgrube
ist reichlich 2-mal so gross wie von den hinteren Mittelaugcn. Die Area der Mittelaugen ist fast dreimal so
breit wie lang. Die hinteren Mittelaugen sind unter sich um das Doppelte ihres Durchmessers entfernt und
etwa dreimal so gross als die vorderen Mittelaugen. — Beine wie bei den vorigen Arten bestachelt. —
Das Vaginalorgan. Die Decklamina ist ca. 1,5 so breit wie lang, am Hinterrande fast gerade, in der
Mitte schwach gebogen. Hinterecken an Präparaten schwach verlängert, die Seitenränder schwach gebogen.
Die Reeeptacula seminis sind sehr charakteristisch, lang und .schmal, 5-mal gewunden, nach vorn konver-
gierend. Die Reeeptacula sind an der glänzenden hellbraunen Fläche der Epigyne als kurze, dunkle, nach
hinten konvergierende, striehförmige Fleekenpaare sichtbar. — Das Cr i bell um ist ca. 3,6 so lang wie breit,
undeutlich viergeteilt. Masse. Cephalothorax 6 mm. lang, 3,8 mm. breit am Clypeus. Abdomen ca. 8 mm.
lang, 5 mm. breit. Totallänge ca. 13— 15 mm. Beine: 13,1—1,9—2 — 2,3—1,5; 113—1,9—1,8—2—1,35;
III 2,6—1,5 — 1,5 — 1,3—1; IV 3,6—2,4—2,3 — 2 — 1 mm. — Kilimandjaro: Kibonoto, März. — Meru,
Ngare na nyuki, Jan. (8 ?).
Sicariidae.
Loxosceles Lowe.
Loxoscele.s meruensis u. sp.
Taf. I, Fig. IIa— b.
Weibchen. Farbe. Der Cephalothorax mit Anhängen hell rötlich braun, nur die Patellen der Pedi-
palpen und die Spitze der Maxillen weiss. Das Abdomen (in Alkohol) ist grau mit undeutlichen, kleineren
schwarzen Zeichnungen am Rücken.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist fast herzförmig, ziemlieh schwach gewölbt, mit
stark verschmälertem und gut markiertem, gewölbtem Kopfteil. Der Clypeus ist etwas vorspringend und
schwach gewölbt. Die Zentralfurche ist sehr lang und tief. Das Integument ist spärlich mit langen, auf-
stehenden und dicht mit niedergedrückten, ziemlich dicken Haaren bedeckt, die schwarz oder weiss sind.
— Die Augen sind 6. Von vorn gesehen ist die Vorderreihe schwach recurva, der Abstand vom
Clypealrande fast 4-mal so lang wie der längste Diameter der Mittelaugen. Diese sind oval und
unter sich ungefähr um ihren halben Radius entfernt. Die vorderen Seitenaugen sind bedeutend grösser als
die Mitlelaugen und von den letztgenannten kaum um den längsten Durchmesser der Mittelaugen entfernt.
Die hinteren Seitenaugen sind oval, kleiner als die vorderen und nur ein wenig grösser als die Mittelaugen.
Die Seitenaugen sind unter sich kaum um ihren längsten Radius entfernt. — Die Cheliceren sind wie bei
TULLGREN, ARANE^. 101
den SicariusArten gebaut. Der innere Falzrand ist mit einer dünnen weissen Lamina versehen, die an der
Spitze der Klaue mit einem langen Zalm endet. Dieser gespitzte Zaiin ragt jedoch nicht über die Lamina
hinaus. — Die Maxillen sind am Knde sctliräg und gerade abgeselmitten, über die Lippe zusammenstossend.
Sie sind mit einer kleinen, chitinösen Leiste versehen, welche äusserst fein gezähnt oder gekörnelt ist:
die Serrula (vergi. Si.mon, Hist. d. Araign., T. L P- 262, 269 und 271). — Das Labrum ist unge-
fähr so lang wie breit, fast halbkreisförmig, mit dem Sternum fest verwaclisen. — Das Sternum ist so lang
wie breit, liinten zwischen den breit getrennten Hüften kaum vorspringend, gerundet. — Die Beine sind
fast gleich lang, 4.1.2.3. Stacheln fehlen. Die Haare sind einfach, fein gezähnt oder an den Füssen
feinbärtig. Die zwei Krallen auf einem gut entwickelten Onychium inseriert. Die Krallen des ersten Fuss-
paars sind mit neun langen Zähnen versehen, die des vierten Fusspaars mit nur 7, die nur die proximale
Hälfte der Kralle einnehmen. Die Metatarsen mit nur einem terminalen Triehobothrium. — Das Abdomen
ist länglich oval, nach hinten etwas gespitzt. Die Spinnwarzen sind 6. Die mittleren und oberen sitzen
fast in einer geraden Linie. Zwischen den zwei unteren findet sich ein ziemlich grosser, konisch-gespilzter
Colulus. Die unteren Sjiinnwarzen sind die grössten und 2-gliedrig. Das terminale Glied äusserst kurz, mit
einigen zylindrischen Spinnspulen, deren terminales Glied sehr lang ist. Die oberen Warzen sind nur wenig
kürzer als die unteren, sie tragen am distalen Glied einige grobe, stachelförmige Borsten. Die kleinen mitt-
leren Spinnwarzen sind mit langen, dichten Haarbüscheln versehen. Dass diese Warzen auf einem gemein-
samen Hügel sitzen — wie Simon behauptet — kann ich nicht finden. Masse. Länge des Cephalothorax
3 mm.. Breite 2,8 mm. Länge des Abdomens f) mm. Länge der Beine: I 5,6 — 1 — 5,7 — 5,0 — 1,2.3; II
5,6— 0,95— i,4('.— 5,7 — 1,3; HI 4,7 — 0,95 — 4,46—5,4-1,2.'?; IV 5,6—0,98—5,28 — 6,6—1,4 mm. — Meru,
westlich vom Berge {l $).
Bemerkung. Aus Kilimandjaro, Kibonoto (22, III, 1906) kommt ein unreifes Loxoscelos-Männchen
vor, das in einem Nest von Termes bellieosus gefunden worden war. Vielleicht gehört dieses Männchen der
oben beschriebenen Art an. Anderenfalls möchte es den Namen Loxosceles termitarum n. sp. erhalten.
Das Tier unterscheidet sich von der vorigen Art durch folgende Merkmale.
Die vordere Augenreihe ist etwas stärker gebogen, der Abstand vom Clypealrande ungefähr 3-mal
des längsten Querdurchmessers der Mittelaugen. Diese sind fast zusammenstossend. Die vorderen Seiten-
augen sind nur ein wenig grösser als die Mittelaugen und von diesen kaum um den kürzesten Diameter der
letztgenannten Augen entfernt. Die hinteren Seitenaugen sind ungefähr so gross wie die Mittelaugen und
von den vorderen um ihren Radius entfernt. — Das Abdomen ist stärker weissgefleckt. — Am Ende der
hinteren Metatarsen sitzen einige kurze Stacheln. — Grösse fast wie L. meruensis mihi.
Scytodes sp.
Aus Ngare na nyuki bei Meni liegt ein junges Weibchen vor, das etwas an Sc.
cameruensis Strand erinnert.
Scytodes sp.
Einige junge Exemplare einer wahrscheinlich anderen Scytodes-kvi waren bei Kibo-
noto am Kilimandjaro gesammelt.
Dysderidae.
Ariadiia Aud.
Ariadna meruensis n. sp.
Weibchen. Farbe. Der Cephalothorax mit Anhängen hellbraun, Mundteile, Vorderkopf, Vorderbeine
(besonders die distalen Glieder) mehr weniger schwärzlich braun. Das Abdomen ist dunkel bläulich grau
(in Alkohol) ohne Zeichnungen oder vielleicht mit einer feinen, hellen Längsstrieme an jeder Seite.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist reichlich 1,5 mal so lang wie breit und ca. 1,6 mal
so breit wie der Clypeus, der nur ein wenig höher als der Diameter der grössten Augen ist. Eine Zentral-
102 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 20: 6.
furche fehlt, sie ist aber durch eine Vertiefung des Integumentes angedeutet. Das Integument ist mit langen
schwarzen Haaren bekleidet. — Die Augen sind 6. Die lateralen Augen sitzen auf einer ziemlich hohen
wulstförmigen Erhöhung. Die vorderen, ziemlich schmal ovalen Seitenaugen sind unter sich reichlich 2-mal
um ihren längsten Querdurchmesser entfernt, sie stossen mit den hinteren, auch ovalen Seitenaugen fast zu-
sammen. Die Mittelaugen, die von vorn gesehen mit den hinteren Seitenaugen eine Gerade bilden, sind ge-
rundet und nur durch eine sehr schmale Chitinleiste von einander entfernt. Von den hinteren Seitenaugen
sind sie um ihren Diameter entfernt. Von oben gesehen bilden die Mittelaugen und die hinteren
Seitenaugen eine fast gerade Linie. — Die Cheliceren sind lang und distalwärts stark verschmälert. An
der Basis der Aussenseite haben sie einen ziemlich scharfen, transversalen Wulst. Die Klaue ist sehr kurz
und schwach gebogen. Die beiden Falzränder sind lang aber sehr schwach angedeutet. Der innere Falz-
rand ist unbewaffnet; am äusseren Falzrand sitzt eine Reihe langer Borsten und 1—3 äusserst kleine Zähne.
— Die Maxillen sind fast doppelt so lang wie die Lippe. Die deutliehe Serrula ist äusserst fein gezähnt.
— Das Labrum ist ca. 1,5 mal so lang wie breit, hinter der Mitte schwach verschmälert, an der Spitze
sehwach ausgerandet. — Das Stern um ist ca. 1,6 mal so lang wie breit, vor der zweiten Hiifte gegen die
Lippe verschmälert, nach hinten breit abgerundet, nicht zwischen den Hintorhiiften vorspringend. Glänzend
und lang behaart. — Die Beine, 1.2.4.3. Die Vorderbeine fast gleich lang. Bestachelung': Tibia I:
vorn (1) 1.1.1, hinten 1.1.1, unten 1.2.2.2; Tibia II: vorn 1.1.1, hinten 0, unten 1.1.2;
Metatarsus I: vorn 1, hinten 0, unten 2.2.2.2; Metatarsus II: vorn 1.1, hinten 0, unten 2 Hl, 2.2;
Femur I vorn 3, oben 1 (alle apikale) und Femur II vorn 1 (apikal), oben 1 (basal). Das dritte Beinpaar
ist sehr reich bestachelt, das vierte weniger als alle anderen Beine. — Die drei Krallen sind kurz. Die
Afterkralle sehr kurz, unbewaffnet und fast gerade. Die oberen Krallen sind mit zahlreichen kurzen Zähnen
versehen; die des ersten Beinpaars haben 11, die des vierten 8 Zähne. — Metatarsus I mit zwei apikalen
Trichobothrien, Metatarsus IV mit nur 1. — Das Abdomen ist länglich oval, ca. doppelt so lang wie breit.
— Die unteren Spinnwarzen enden mit einem sehr kleinen, halbspherischen Glied, das mit einer kleinen
Gruppe langer Spinnspulen (mit sehr kurzem Basalglied) besetzt ist. Die oberen Spinnwarzen enden auch
mit einem halbspherischen Glied und sind mit vier Spinnspulen versehen. Diese Spulen haben ein äusserst
kurzes konisches Basalglied und ein sehr langes nach der Spitze etwas verdünntes Terminalglied. Die
mittleren Spinnwarzen, die fast zwischen den oberen sitzen, sind eingliedrig, etwas gespitzt und enden mit
einer Spinnspuie von demselben Typus wie an den oberen Spinnwarzen (vergl. den Bau der Spinnwarzen
bei Segestria. — Apstein nach Simon, Ilist. d. Araign. T. I, p. 320). Masse. Länge des C.cphaiothorax
ca. 4,25 mm.; die des Abdomens ca. 7 mm. Länge der Beine: I 2,8 — 1,2 — 2,5 — 1,99 — 0,8; II 2,5 — 1,2 —
1,99—1,99—0,8; III 1,9—0,95—1,14—1,4—0,6; IV 2,66— 1,2— 1,9— 1 ,8— 0,7 mm. — Mer«, Ngare na nyuki,
Nov. (8 9).
Ariadua kiboiioteusis u. sp.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax mit Anhängen, oben und unten dunkel rotbraun, Vorderkopf
und Vorderbeine fast schwarz, distale Glieder der Hinterbeine hell n'itlich Inaun. Abdomen wie bei voriger
Art aber dunkler (?) und mit hellen unbestimmten Flecken.
Morphologische Merkmale. Morphologisch unterscheidet sich diese Art von der vorigen hauptsächlich
durch die Bestachelung der Beine und durch die auffallend dickeren Vordertibien. Die Stacheln sind sehr
lang, grob und zahlreich. Tibia I: vorn 1.1.1.1, hinten 0, imten zwei Reihen von je 5 — G Stacheln
(die vordere Reihe ist hellbraun, die hintere schwarz). Tibia II: vorn 1.1.1.1; hinten 0; unten: vordere
Reihe mit drei gelbbraunen, hintere mit 8 — 9 schwarzen Stacheln, die abwechselnd kurz und lang sind.
Metatarsus I : unten an jeder Seite eine Reihe von 7 — 8 langen hellbraunen Stacheln. Metatarsus II ähnlich
bestachelt. An den vierten Tibien sind keine Stacheln vorhanden.
' Die Bestachelung der Beine variiert sehr stark. Es kommen neben den normalen Stacheln oft
sekundäre Stacheln vor. Diese sind oft bedeutend kleiner. Bei einem grossen Individuum waren die
Stacheln sehr zahlreich. Es hatte z. B. vorn an der Tibia I statt 3 — 4 Stacheln nicht weniger als 7.
TULLGREN, ARANE«. 103
Im übrigen unterscheidet sicli dieso Art — soweit ieii gesehen liabc — durch keine wesentlichen
Merkmale von der vorigen Art. — Länge des C'.ephalothorax 3,8 mm., die des Abdomens ca. 6 mm. —
Kilimandjaro : Kibonoto, Kulturzone, März (1 $).
Capoiiiidae.
Cjipoiiia SiM.
Caponia iiatalensis (Cbr.).
Taf. I, Fig. 12.
1874. Colophon natalensis Cambridge, 0. P. On some new genera and species of Araneidea.
Ann. Mag. Nat. Hist. Ser. 4, Vol. XIV, PI. XVII, fig. 1 a— n. — 1893. Caponia natalensis Simon. Hist.
nat. d. Araignees, T. I, pag. 329, fig. 286, 292, 293, 29-4. — 1900. Caponia seciinda Pocock. On some
new Arachnida from Cape Colony, Ann. Mag. N. Hist. Ser. 7, Vol. VI, p. 32J.
Pocock gründete 1900 eine neue Art C. secumla Poe, die sich — wie er meint — von C. nata-
leiisis durch die Augenarea und besonders durch die Grössenverliältnisse der Augen gut unterscheiden würde.
Ob wirklieh die erwähnten Verschiedenheiten existieren, weiss ich natürlich nicht, da ich das Typ-exemplar
nicht gesehen habe, aber ich bezweifle doch, dass Cambridge eine andere Art gehabt hat als die Pücuck'-
sche. Die vorliegenden drei Weibchen aus Ost-Afrika stimmen hinsichtlich der Augenarea mit der von
Pocock veröffentlichten Beschreibung vollkommen überein. Die CAMBRiDGE'sche Beschreibung dieser Area
ist wahrscheinlich fehlerhaft und hängt vielleicht von Augentäuschung durch das Mikroskop ab. Die von
ihm publizierte Figur 1 c ist gewiss inkorrekt. Simon's Figur 286 und seine Worte: "oculi laterales tres
asqui" in der Gattungsdiagnose sind ebenso offenbar anrichtig. Ausserdem findet sich im Reichsmuseum in
Stockholm ein Exemplar von der Gattung Caponia aus "Caffraria' (Wahlberg), das mit den Exemplaren
aus Meru vollkommen übereinstimmt.
Betreffs der Chelieeren der Familie Caponiida; schreibt Simon in Hist. nat. des Araignees, T. I,
pag. 323: "les bords de la rainure sont indistincts et mutiques, mais le superieur est accompagne dune
dilatation membraneuse d'aspect vesiculeux — — — ; le crochet est tres long, tres grele et tres courbe."
Bei Caponia natalensis (Cbr.) ist die membranöse Erweiterung am unteren Falzrande lokalisiert und die
Klaue ist kurz und grob.
Nicht nur durch die Stellung sind die Spinnwarzen dieser Art charakteristisch, sondern auch durch
ungewöhnlich geformte Spinnspulen. Diese bestehen aus einem äusserst kurzen warzenförmigen Basalteil
und einem sehr langen, ca. 10-mal so langen, feinen Terminaltubus. Die mittleren Spinnwarzen tragen
ausserdem je eine grosse konische Spinnspule.
Meru, Ngare na nyuki, Nov. (3 $).
Drassidae.
Drassotles Westr.
Drassodes kibouotensis n. sp.
Taf. I, Fig. 13.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax hinten hellbraun, vorn dunkelbraun. Chelieeren und Lippe
dunkel rotbraun; Maxillen etwas heller, schwarzgerandet; Sternum hell rotbraun mit dunklem Rande. Beine
hellbraun, nur die Vorderbeine distalwärts verdunkelt. Abdomen hellgrau, hinten am Rücken mit undeutlichen,
blassen, A-förmigen Flecken.
Morphologische Merkmale. Clypeus kaum so hoch wie die Breite der Vorderaugen. — Augen. Vorder-
reihe äusserst schwach procurva, mit den Mittclaugen ein wenig grösser als die Seitenaugen und unter sii-h
reichlich um ihren Radius entfernt, ihr Abstand von den Seitenaugen kürzer. Die Area der Mittelaugen
bedeutend länger als breit, vielleicht schmäler vorn als hinten. Die gleichgrossen Seitenaugen sind unter
sich um ihren Diameter entfernt. Die hintere Augenreihe ist schwach procurva, ihre Mittelaugen sind sehr
104 SJÖSTEDTS KILIMANDJABO-MEEU EXPEDITION. 20: 6.
gross, oval, nach vorn divergierend, seiir wenig voneinander entfernt. Der Abstand zwischen den hinteren
Mittel- und Seilenaugen ist deutlieh kürzer als der grösste Diameter der erstgenannten. — Cheliceren am
äusseren Falzrand mit zwei Zähnen, von welchen der proximale der kleinere ist. Am inneren Falzrand
kommen zwei fast gleichgrosse vor. — Sternum ist ca. 1,3 mal so lang wie breit, in der Mitte 1,4 mal
so breit wie vorn. — Beine. Bestachelung der Vorderbeine: Femur I und II oben in der basalen Hälfte
1 + 1; vorn am Ende 1-fl; Metatarsus II unten an der Basis 2 kräftige Stacheln. Hinterbeine mit zahl-
reichen Stacheln, Tibia IV oben ohne Stacheln. Scopula nur an den Tarsen und Metatarsen. — Epigyne
umgegeben von einer lamellenartigen Leiste von hufeisenähnlicher Form. Ihre Sehenkel vorn sehr stark
gegeneinander gebogen. Übrigens siehe Taf. I Fig. 13. Masse. Länge des Cephalothorax 3 mm., die des
Abdomens ca. 5,5 mm. — KilimancJjaro : Kibonoto, Sept. (1 ?).
Bemerkung. Diese Art ist mit zwei anderen — T>. omissus Cbr. und D. solitarius PüRC. — sehr nahe
verwandt. Beide Arten sind leider sehr oberflächlich beschrieben, ich glaube aber dass sie beide verschiedene
und gute Arten sind.
Drassodes omissus (Cambridge, 0. P. Spiders of Palestine and Syria, Proe. Zool. Soc. 1872, p. 239,
PI. XV, flg. 17) unterscheidet sich dadurch, dass die Schenkel der hufeisenförmigen Epigynealleiste nicht so
stark konvergieren wie bei meiner Art. Weiter hat das Abdomen am Rücken eine bedeutend deutlichere
und charakteristische Zeichnung.
Drassodes solitarius (Purcell, New South-African Spiders, Ann. Mag. Nat. Hist. Ser. 7, Vol. XX,
1907, p. 308, PI. XIII, flg. 9) ist bedeutend grösser; Abdoniinalrücken: "the anterior half with a median
pale dorsal stripe bordered on each side by a darker stripe"; die hinteren Mittelaugen sind von den Seiten-
augen weiter als die Länge ihres längsten Diameters entfernt. Die Form der Epigyne ist auch etwas anders.
Drassodes gilvus u. sp.
Taf. I, Fig. 14.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax grösstenteils hellgelli, vorn in der Augenregion bräunlieh. Cheli-
ceren und Lippe dunkelbraun, Maxillen etwas heller. Sternum hellgelb mit braunem Piande. Beine grau-
gelb, distalwärts mehr weniger stark bräunlich angelaufen. Abdomen hellgrau; am Piücken dunkler, aber
hinten mit undeutlichen, blassen A-förmigen Flecken.
Morphologische Merkmale. Clypeus in der Mitte so hoch wie der Diameter der Mittelaugen, unter
den Seitenaugen ungefähr so hoch wie der Radius. — Augen. Vorderreihe deutlich procurva, mit den
Mittelaugen wenigstens nicht grösser als die Seitenaugen, vielmehr kleiner, unter sich gut um ihren Radius,
von den Seitenaugen aber bedeutend kürzer entfernt. Die fast gleichgrossen Seitenaugen sind unter sieh um
ihren Radius entfernt. Die Area der Mittelaugen ist deutlich länger als breit, hinten ein klein wenig breiter
als vorn. Die deutlich nach vorn gebogene Hinterreihe ist durch sehr grosse, schräg gestellte, nach vorn
divergierende Mittelaugen ausgezeichnet, die fast miteinander zusammenstossen. Die Seitenaugen sind von
den Mittelaugen ungefähr um ihren Radius entfernt. — Cheliceren, Lippe und Maxillen wie bei D. kiho-
notensis. — Sternum ca. 1,3 so lang wie breit, in der Mitte 1,5 mal so breit wie vorn. — Beine. Be-
stachelung: Metatarsus I vorn am Ende mit 1, II ganz ohne Stachel. Übrigens wie bei voriger Art. —
Epigyne vergl. Taf. I, Fig. 14. Masse. Länge der Cephalothorax ca. 2,3 mm., die des Abdomen ca. 4 mm.
— Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone — Steppe, Sept. (1 $).
Drassodes lutorius n. sp.
Taf. I, Fig. 15 a— b.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax braun mit schwarzem Rande; in der Augenregion dunkler ge-
färbt. Cheliceren dunkelbraun. Übrige Mundteile, Sternum und Beine gelbbraun, die Vorderbeine distalwärts
dunkler rotbraun. Abdomen lehmfarbig, braungrau.
Morphologische Merkmale. Clypeus in der Mitte so hoch wie der Diameter (l(^r Mitlelaugen. —
Augen. Die Vorderreihe deutlich procurva mit fast gleichgrossen Augen, von welchen die mittleren unter
'ITM.CKKN, AKANKJi. 10")
sich ungofälu' um ilirrn IJailiiis cnlfcnit siiiil. Ucr Alislanil zwisclicn vordcrrn Miflpl- iiinl Sciti'uangi'n ist
bedeutend kiiiv.er. Die fast itlcii-ligrossen Seil('iu\n_i;('n sinil unlei- sicli gut um ilii-eii Hadiiis enll'ernl. Area
der Mittelaiigen länger als breit. Die llinterreiiie ileiitlieli procurv;i mit selir grossen Mittelaiigen, die fast
zusammenstoss(Mid sind. Der Abstand zwi.sihen hinteren Mittel- und Seitenaiigen kürzer als der Radius der
Seitenaugen. — (Iheliceren mit sehr eharakteristiseher Dewaffnung. Am äusseren Falzrand merkt man
drei grössere Zähne und zwisehen diesen und der Rasis der Klaue noch einige s(>hr winzige. Am inneren
Falzrand sind drei kleine Zähne, von welchen der apikale äusserst winzig ist. — ),ippe wenigstens '/s
länger als breit. — Sternum fast 1,:! mal länger als breit, in der Mitte fast I ,ö mal lireiter als vorn. —
Reine. Restachelung: Tibia I ohne Stacheln, II mit einem einzigen unten in der Mitte; Metatarsus I und 11
unten mit zwei Paaren oder mit ! ; J, von welchen die basalen die grfissten sind. Fenioren I und II oben
am Rucken mit 1 i 1 in der Modianpartie. IIint(>rbeine mit zahlreichen Stacheln, aber keine am Rücken
der Tibia I\'. — Epigyne vergl. Taf. I, P'ig. Iha. Fig. 1.51) zeigt die Fpigyne im jiingeren Stadium.
Masse. Länge dos Cephnlothorax ca. 2 nun., die des ,\bdomen ca. 3 mm. — J■fe)v^Niederung, westlich vom
Berge, Dez. (2 ?\
Bcmerhing. Es scheint mir sehr zweifelhaft, ob diese Art zur (lattung Drassndes zu rechnen ist.
Unter anderem zeigt sich ja ein grosser Unterschied in Bezug auf die Bewaffnung der Cheliceren, was jedoch
vielleicht eine Anomalie sein kann. Die Epigyne erinnert an rrothcsimit Idiii/i/ies Koch.
Camill.a n. gen.
Diese Gattung gehört ohne Zweifel zur Gruppe Drassodecn Sim. und .slelit vielleiclil
den Lq}fo(lrassi(s-Avlen am nächsten. Von allen Ürassodeen-Gattungen unterscheidet sie
sich gut dadurch, dass alle Augen sehr zusammengedrängt sind. Die Zwisclienräume
sind alle kürzer als ein Augenradius. Der Ahstand zwischen den vorderen und hinteren
Mittelaugen ist jedoch etwas länger, gut so lang M'ie der Radius der vorderen Mittelaugen.
Bei beiden Geschlechterti der unten beschriebenen Art kommt unten am distalen
Ende der hinteren Metatarsen ein eigentümliches Organ von transversal und dicht ge-
stellten, gleichlangen Borsten vor. Ein älmliches Organ ist mir bei keiner anderen
Drasside bekannt, und ich weiss deshalb nicht, ob es vielleicht von generischer Bedeutung
sein kann. (Vergl. Taf. I, Fig. 16 b.).
rainilla covdifera d. g.
Taf. I, Fig. IGa— d.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax mit Anhängen hell gelbbraun. Abdomen dunkelgrau mit gelb-
lichen Spinnwarzen.
Morpliohgische Merkmale. Clypeus in der Mitte kaum so hoch wie der Diameter der vorderen Mittel-
augen, unter den Seitenaugen kaum halb so hoch. — Augen. Vorderreihe stark procurva mit fast gleich-
grossen Augen, von welchen die mittleren unter sieh fast um ihren Radius entfernt sind. Hinterreihe
schwach procurva mit den Seitenaugen so gross wie die vorderen und den ovalen Mittelaugen etwas grösser.
Area der Älittelaugen etwas länger als breit und hinten breiter als vorn. — Cheliceren. Am äusseren
Falzrand wenigstens drei Zähne, von welchen der mittlere Zahn der grösste ist; am inneren Falzrand vier
äusserst winzige Zähne. — Maxillen schwach eingedrückt, Lippe auffallend länger als breit. — Sternum
ea. 1.1 mal so lang wie breit, an der Mitte ca. l.r, mal so breit wie vorn. — Beine. Vordertibien ganz
ohne, vordere Metatarsen mit zwei apikalen, borstenähnlichen Stacheln unten. Hinterbeine reicher bestachelt,
Tibien ohne dorsale Stacheln. — Scopula an den vorderen Tarsen und Metatarsen sehr dünn. Keine
"Faseiculi unguiculares" vorhanden. — Vorderkrallen sehr kurz mit einigen sehr kurzen Zähnen, Hinter-
krallen bedeutend länger mit 1 — 5, weit gestellten /filinen. - - Abdomen lang oval. — Epigvne länger
Sjügffilts KiJhiianäjard Mi-nt K.riieiU/i-nii. :i<>. l-l
lOP) SJÖSTEDTS KIMMAND.TARO-MERÜ EXPEDITION. 20: fi.
als breit, in der Vorderhälfte mit einer grossen, braunen, herzförmigen Platte, (ibrigens siehe Taf. I, Fig. IGa.
Masse. Länge des Cephalothorax ca. 1,5, die des Abdomens ca. 3,5 mm.
Männchen. Die.ses unterscheidet sich vom Weibchen hauptsächlich durch .seine Grösse. Die Länge
des Cephalothorax ist nämlich ca. 2 mm., die des Abdomens des vorliegenden Exemplars jedoch nur 2,5 mm.
Die Cheliceren sind bedeutend kräftiger gebaut als beim Weibchen und haben eine ziemlich lange und
schmale Klaue. Die Zahnbewaffnung ganz wie beim Weibchen. Der Bau des männlichen Kopulationsorgans
wird durch die Zeichnung, Taf. I, Fig. 16 c — d, ziemlich gut JK'leuclitet. — KUimandjnro, Kibonolo, Knllur-
zone, Okt. (1 ?, 1 d")-
Scotoplijpus SiM.
Scotoplispus merueiisi.s n. sp.
Taf. I, Fig. 17.
Es scheint mir zweifelhaft, ob die.s(> Art zur Gattung Srofoplupus zu rechnen ist. So z. B. sind die
mittleren Hinteraugen rund und unter sich so weit entfernt wie von den Seilenaugen. Es scheint mir aber
nicht möglich, alif Grund dieser Abweiclnmg eine neue Gattung zu gründen, um so mehr als Simon in Bist,
nat. d. araignees hervorhebt, dass ähnliche Ausnahmen liei einigen Scniopha'ns-kr\pn vorkommen.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax rotbraun, vorn an den Seiten und in der Augenregion liedeu-
lend dunkler. Miuidteile dunkel rotbraun. Sternum etwas heller, Vorderbeine fast ähnlich gefärbt, Hinter-
beine aber liell gelbbraun. Die Metatarsen und Tarsen immer dunkler gefärbt als andere Teile der Beine.
Abdomen dunkelgrau, vorn am Bücken hellgrau mit einer schwach angedeuteten, dunklen Längsbindc.
Morpholor/isrhe Merhnale. Cle]ilial(ilhnrax fast 1,4 mal so lang wie breit. Clypeus kaum so hoch
wie der Diameter der Vorderaugen. — Augen. Die Vorderreihe fast gerade mit den Mittelaugen, etwas
grösser als die Seitenaugen und unter sich wenigstens um ihren Radius entfernt; der Abstand von den
Seitenaugen nicht halli so weit. Die Hinterreihe ist gerade, mit gleichgrossen und voneinander gleichweit
entfernten Augen. Die Zwischenräume der Hinterreihe ca. 1,5 mal so weit wie der Augendiameter. Area
der Mittelaugen etwas länger als lireit und vorn ein klein wenig breiter als hinten. Die Seitenaugen unter
sich kaum um ifiren Diameter entfernt. Der Abstand zwischen den vorderen und hinteren Mittelaugen fast
zweimal so lang wie der Diameter der hinteren Mittelangen. — r:heliccreii verhältnismässig schmal, an
der Basis vorn bauchig erweitert. Am äusseren Falzrand sind zwei sehr kleine Zähne, von welchen
der eine grösser und stumpfer ist. Am inneren Falzrand kommt ein winziger Zahn vor, der nur bei höherer
Vergrösserung sichtbar ist. — Sternum elliptisch, vorn stark verschmälert. — Beine. Tibia I und H nur
mit einem Stachel unten und innen am apikalen Ende. .Melalarsus I mit einem und Metatarsus 11 mit zwei
basalen Stacheln unten. Hinterbeine reich bestachelt. Tibia I innen und aussen am distalen Ende mit
einer schw'achen Scopula. — Epigyne (Taf. I, Fig. 17) etwas länger als breit. Die grosse Epigynealgrube,
die hinten von zwei breiten, in der Mittellinie fast zusammenstossenden Laminee begrenzt ist, ist zum grössten
Teil von einem grossen Iransversal ovalen, wulstähnlichen Körper erfüllt. Masse. Länge des Cephalothorax
ca. -i, die des Abdonjens ca. 5,5 mm. — Merii, Ngare na nynki, Jan. (2 9)-
Scotoplupu.s i'Pgularis n. sp.
Taf. I, Flg. 18.
Männchen. Farbe. Cephalothorax njit Anhängen hell gelliliraun. Abdomen weisslich grau mit
Ausnahme der Spinnwarzen und des dorsalen Schildes, die hell gelbbraun sind.
Morphologische Merlnnale. Der Cephalothorax ist fast 1,5 mal so lang wie breit. Clypeus ungefähr
so hoch wie der Radius der vorderen Mittelaugen. — Augen. Vorderreihe fast gerade mit den Mitlel-
augen, bedeutend grösser als die Seitenaugen, unter sich uiu ihren Radius und von den Seitenaugen kaum
um ihren halben Radius entfernt. Die Area der Mittelaugen ist ein klein wenig länger als breit und
hinten wenigstens so breit wie vorn. Die gleichgrossen Seitenaugen sind unter sich kaum weiter entfernt
als die vorderen Seilenaugen von den vorderen Mitlelangen. Die gerade llinlcncilic hat runde .Mitlelaugen,
TUIiLOBKN, AKANE-K. 107
ilir im.urfälir so i,'ross wie die S('ili'ii;iui;c'ii sind. Die li. Millrliiiiym sind iinicr sirli iiiini'fiihi' um iliffii
Radius entfernt, der Abstand von den Scil('nauy;cn ein klein wenig grösser. — Clieliceren liaben am
äusseren Falzrand zwei grössere und einiMi winzigen Zahn. Am inneren Falzrand findet sieh ebenfalls ein
Zahn, der aber wegen seiner Kleinheil kaum siehtbar ist. Maxillen am inneren Itande in der basalen
lläirie eine s(di\va(di angedeult^le, kielf(irmige Leiste. — Stern um ist elli[ilis(di, voi-ii massig stark verschmälert
in der Mitte nngefiilir doppell so breil wie vorn. — Beine. Tibia I luid II unb.'n mit 2 -2 ; 2 oder 1- 2; 2
Staeheln. Tibia II vorn mit 1 1 und Metatarsus I — II unten an d<'r Basis mit einem I'aar langer Stacheln. Hinter-
beine reich bestaelielt. — Abdomen fast doppelt so lang wie bi'eil, voi-ii am lliicken mit einem längliehen,
hell gelbbraunen Schilde, der Vü der 1-änge des Rückens occupiert. — Das Kopulationsorgan ist durch
einen sehr langen und geraden, staclielfiirmigen Tibialfortsatz ausgezeichnet, der über die Mitte des Cymbi-
ums hinausragt. Die Stenuna am apikalen Ende mit einem kurzen, haarfeinen Embolus an der inneren
Seile und nelxMi demselben einem sehr kurzen braunen, hakenförmig gekrümmleM, lamellenartigen Fortsalz.
Masse. Länge des Ophalolhorax c^a 2,1, die des Alidomens c:a ;j,5 nun. — Kilimandjaro: Kibonolo
Kullurzone, Okt. (1 cf).
Xeroplijpus Purc.
PURCELL, Ann. and Älag. Nat. Hist. Ser. VII, Vol. XX, 1907, p. 3U.
Xeroplii«us coruscus L. Koch.
Taf. I, Fig. 19 a— b.
Koch, L. Aegvpl. und Abyssin. Araehniden. Nürnb. 1875, p. 50. Taf. V, Fig. 5 — 5 a. {sub
DrassHs). — Kulczynski. Vl., Arachnoidea in eolonia Erythrsea. l'JOl, p. 2. Taf. 1, Fig. 5. (sub Sco-
tophmts). — Strand. Jahresh. Ver. f. vaterl. Naturk. in Würtemberg 1908, p. 59 (sub Scotoplueus) . —
Strand, Areh. f. Naturgesch. 7i Jahrg., 1 Bd, J908, p. 20 (snh Scotoplueus). — Simon, Eug., Ann. See.
Ent. Belg. Tome LIII. 1909, p. 35 (8).
Mit der von Koch veröffentlichten Beschreibung dieser Art scheinen die vorliegenden, zahlreichen
Weibchen sehr gut übereinzustimmen. Auch die KoCH'sche Figur der Epigyne gibt ein Bild, das mit der
Epigvne der vorliegenden E.xemplare ganz gut übereinstimmt. (Vergl. Taf. I, Fig. 19 a). Ob KüLCZYNSKi
wirklich diese Art vor sich gehabt hat, scheint mir, wenn man die von ihm veröffentlichte Abbildung der
Epigyne näher betrachtet, etwas zweifelhaft (vergl. I. c. Taf. I, Fig. 5). Das hintere Teil der grossen Epi-
gynealvertiefung ist nämlich deutlich länger als breil, während dagegen an allen von mir untersuchten Exem-
plaren dieser Teil deutlich breiler als lang ist, folglich ganz wie an der KoCH'schen Figur. Die von KoCH
erwähnte longitudinale Leiste im Vorderteil der Epigynealvertiefung habe ich niclil gesehen.
Zur äusseren Morphologie dieser Art fügt SiMON (1. c. p. 35) einige Notizen hinzu. Er gibt an,
dass "les tibias des deux premieres paires du X. coruscus offrent en dessous une petite epine submediane
et deux apicales semblables et les metatarses deux epines basales plus fortes." Mir scheint es, als ob luu'
die Metatarsalstacheln konstant sind, was auch aus den Untersuchungen Strand's hervorgeht. Die mitt-
lem Tibialstacheln fehlen oder sind 1 oder 2, die apikalen scheinen nur selten zwei zu sein. Auch kommt
oft, wenigstens an der Tibia I, ein basaler Stachel vor.
Zusammen mit ilen Weibchen kommen an derselben Lokalität einige .Männchen vor, von denen ich
vermute, da.ss sie die.ser Art angehören. Da das .Männchen des X. coiuscas bisher unbekannt gewesen sein
scheint, gebe ich hier eine kurzgefasste Besehreibung.
Das Männchen ist auffallend kleiner, langbeiniger luid heller gefärbt als das Weibchen. Das Abdo-
men ist vorn am Rücken nnl einem kleinen, roibraunen Schilde bedeckt. Augenslellung, Mundteile und
Sternum wie beim Weibchen. Die Beine sind aber reicher bestacheil. l'nten an den Tibien I und U sind
die Stacheln 2+2+2 (selten 1+2+2). An den Metatarsen I und 11 finden sich unten immer zwei grosse,
basale Staeheln. — Das Kopulal ionsorgan habe ich Taf. I, Fig. 19 b. abgebildet. Das Tibialglied
zeichnet sich durch einen grossen, geraden, nach vorn gerichteten, groben Forlsalz ans, der deutlich länger
als das Basalstück des Gliedes ist.
108 SJÖSTEflTS KII.ISIANDJABO-MEKU EXPEDITION. '20: (i.
[h-v l-'orlsafz ist am Ende äussi-rst fein iiezäliiil. An <]vi- SIcninia nicild nnni längs <k'r inneren
Seile eine liini»e Spina (den Embolus), die am Ende von der Seite gesehen niei.sselfOrmii; ist. Über der
Mitte tler Stenima findet sich noch ein kurzer, staehelfürmiger Fortsatz. — Mause. Länge des Cephalo-
tliorax e:a 4 mm.; die des Abdomens c-:a 4,5 — 5 mm. — Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Nov. (18
c/ ?). — Meru, Ngare na Nyuki, Nov., Jan. (25 cf ?^-
Diese Art war bisher nicht südlich von Abessinien gefunden.
XerophiPus coruscus kiboiiotensis u. sultsp.
Taf. 1, Fig. 20.
Aus Kibonoto, Kulturzone, Aug. — Dez., liegen sielien Weibchen vor, welche von tier Hauptart
nur durch die Epigvne abzuweichen scheinen. Die Vorderhälfte der grossen Epigynealvertiefung ist nämlich
breiter als lang und nicht oder wenig länger als die kleinere Hinterhälfte. Siehe übrigens Taf. I, Fig. 20.
XerophiTBUS biplaglatus n. sp.
Taf. I, Fig. 21.
Diese Art ist vielleicht mit A'. communis PuRC. (Ann. Mag. Nat. Hist. Ser. 7, Vol. XX, 1907, p.
322. PI. XIV, Fig. 34) identisch. Infolge kleinerer Differenzen im Bau der Epigvne, ihrer grösseren Kör-
perlänge und des höheren Clypeus beschreibe ich das einzig vorliegoule Exemplar als eine neue Art.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax rotbraun, vorn dunkler; Cheliceren dunkel rotbraun; Sternuni
hell rotbraun mit dunklem P.ande; Beine hellbraun und Abdomen hell graulich.
Morphologische Merkmale. Cephalothorax c:a 1,.5 mal so lang wie breit. Clypeus doppelt so hoch
wie der Dianieter der vorderen Seitenaugen. — Augen. Vorderreihe deutlich procurva mit den Mittelaugen
bedeutend grösser als die Seitenaugen (Diameter 1,5:1). Die vorderen Mittelaugen unter sich kaum um ihren
Ouerdurchmesser ^tfernt; der Abstand von den Seitenaugen ungefähr so weit wie der Radius der vorderen
Seitenaugen. Die Seitenaugen gleichgross, um ihren Diameter von einander entfernt. Die Area der Mittelaugen
ist 1,25 mal so lang wie Ijreit, vorn am breitesten, Vorderaugen grösser als die ovalen, schräg gestellten
llinteraugen, die unter sich kaum um ihren längsten Ouerdurchmesser entfernt sind. Die Seitenaugen der
deutlieh nach vorn gebogenen Hinterreihe sind von den Mittelaugen um das Doppelte iiires Diameters entfernt.
— Cheliceren am vorderen Falzrand mit drei Zähnen, von welchen der mittlere Zahn bedeutend grösser
als die anderen ist. Am inneren Falzrand kommt nur ein winziger Zahn vor. — Sternum am Vorder-
rand sehr breit abgestutzt, auffallend länger als breit. — Beine. Hinterbeine reichlich bestachelt. Vor-
derbeine hauptsächlich mit Stacheln oben und vorn an den Schenkeln. Tibia I und II unten mit einer
inneren Reihe von zwei Stacheln; Metatarsus mit zwei basalen Stacheln unten. Sowohl die tibialen wie
die metatarsalen Stacheln können fehlen. Tibia I an der inneren Seite mit einer dünnen Scopula in distaler
Hälfte. — Epigyne fast wie beim X. communis gebaut. Sie ist etwas länger als breit. Längs der Mitüinie
findet sich eine rinnenförmige Vertiefung, die in der Vorderhälfte von einer zungenähnlichen Wulst erfüllt ist.
Unter dem sciiwarzen, hinteren und breitesten Ende dieser Wulst merkt man eine Öffnung, die unter der
W'ulst nach vorn führt. Längs jeder Seite dieser Mittpartie findet sich eine gewölbte, mehr weniger schwarz-
gefärbte Platte. Die schwarze Zeichnung ist fast kommaähnlich. Am Vorderende dieser Platte merkt
man eine Öffnung, die nach hinten unter der Platte führt. Siehe übrigens Taf. I, F'ig. 21. — Masse.
Länge des Cephalothorax 5,5 mm., die des Abdomens c:a 7,5 mm. — Totallänge i':a 13 mm. — Kilimandjaro:
Kibonoto, Kulturzone, Nov. (1 9)-
Difiphractus Purc.
PuRCELL, Ann. Mag. NaL Hist. Ser. 7, Vol. XX, 1907, p. 313. — Zu dieser von
PuRCELL aus dem Kaplande beschriebenen Gattung führe ich ein einziges Weibchen, das
übrigens viel Ähnlichkeit mit der von Purcell angeführten Art — D. Leipokltn — auf-
Tl'l.l.iiKKN, AKANK^;. 1 0".l
wri^l. Iii ciiiijicii l'iitiklcn divcij^idi iiiciiic Arl von (Irr 1*uucell'öc1u'Ii Gallungsdiagnose.
iJie Lippe ist nämlich etwas distalvvärts verschmälert und am Ende fast gerade ab-
gestutzt.
Diapliractus assiinilis n. sp.
Tat. I, Viii. -22.
Weibchen. Farbe. (le|ilialiilliorax hell rotnell), vorn in der Aiif;eni'i'i,non slark verdunkcll. (Iheli-
ceroii, Lippe und .Maxillen dunkel rotbraun; Sternurn hell gelbbraini niil dunklerem Rande. Beine liell gell)-
liraun mit Tibien und Tarsen der \'orderbeine mehr weniger slark dunkel rdibraun gefärbt. Abdomen
weissiieh grau.
Morphologische Merkmale. ( iephalothora.x cia 1,4 mal so lang wie breil, zienjlicli slark uac-h vorn ver-
scdimäiert. Mittelfurche vorhanden. Clypeus kaum so horh wie der Diameter der vorderen Seitenaugen. —
Augen. Vorderreihe fast gerade mit den Mittelaugen, ein klein wenig grösser als die Seitenaugen und un-
ter sieh gut um ihren Radius entfernt; der Abstand von den Seitenaugen deutlich kürzer. Die Area der
Mittelaugen deutlich hinger als breit, fast ]iarallelseitig. Die llinlerreihe ist sehr schwach procurva mit fast
gleichgrossen und runden .\iigen, die kleiner als die vorderen JMittelaugen sind. Die Zwischenräume der
Hinterreihe fast gleieligross, kaum doppelt so weit wie der Diameter der hinteren Mittelaugen. Die Seiten-
augen sind unter sich um ihren Diameter entfernt ; der Abstand zwischen vorderen und hinteren Mittelaugen
bedeutend grösser. — Cheliceren am äusseren Falzrand mit drei kleinen Zähnen, die unter sich ziemlich
weit entfernt sind und von welchen der innere Zahn äusserst klein ist. Innerer F'alzrand ganz ohne Zahn. —
Beine. Sehenkel I und II am Rücken mit 1 + 1 Stacheln, vorn am Ende mit 1. Tibia I und II ganz
ohne Stacheln; Metatarsus I ohne und Metatarsus II mit 1 Stachel unten an der Basis. Hinterbeine mit
zahlreichen Stacheln. Tibia I nur vorn am Ende mit einer sehr dünnen Scopula. — Abdomen länglich,
fast zylindrisch, Clubiona-ähnlich. — Epigyne mit einer medianen, longitudinalen Rinne, jederseits von einer
schmalen, leistenförmigen, dunkelbraunen Platte begrenzt. Vergl. übrigens Taf. 1, Fig. 22. -- Ubwohl die
von PuRCELL gelieferte Beschreibung ganz anders ist, scheint seine Zeichnung viel Ähnlichkeit mit der
meinigen zu haben. — Masse. Länge des Ceplialothorax ca. 2,6, die des Abdomens ca. 6 mm. — Merv,
Ngare na Nyuki, Nov. i,l 9).
Prothesiina L. Koch.
Protliesima arida Pukc.
Taf. I, Fig. 23.
PüRCELL, Ann. Mag. Nat. Hist. Ser. 7, Vol. XX, 1907, p. 333. Tl. XV, Fig. 65 (suh Melano-
phora). — Zu dieser Art, ursprünglich im Kaplande gefunden, führe ich ein Weibchen, das jedoch in einigen
Punkten verschieden ist. So z. B. ist das Abdomen oben einfarbig schwarzgrau, nicht wie Purcell angibt
"pallid above". Die Cheliceren haben am äusseren Falzrand vier Zähne, von welchen der terminale
äusserst winzig ist. Bezüglich der Bestachelung der Beine sehreibt Purcell nur "Tiliia II with or without
an inferior spine" und übrigens nach der nahe verwandten Art corrugata PuRC, bei welcher das Weibchen
folgenderweise bestachelt ist: "Tibia 1 and II unspined below ; metatarsus 1 un.spined, II wilh 1 (rarely 0)
outer and 2 inner, stout, short spines". Das vorliegende Exemplar hat die vorderen Tibien ganz unbc-
w^affnet und nur an Metatarsus II finden sich zwei grosse, basale Stacheln.
Die Epigyne erinnert stark an die von PuRCELL gemachte, scheniatischc Zeichnung der Vulva. —
Mcrii, Ngare na nvuki, Jan. (1 9).
Bemerkung. Es scheint mir wahrscheinlich, dass diese Art und ihre nächsten Verwandten nicht zur
Gattung Prothesima angehören, sondern vielleicht eine besondere, neue Gattung repräsentieren. Die Art hat
nämlich ein Sternum, das von demjenigen der echten Protliesima-Arten ganz verschieden ist. Es ist be-
deutend schmäler, elliptisch, 1,5 mal so lang wie breit und ist vorn stark verjüngt; in der Mitte c:a l,ö
mal so breit wie vorn.
110 SJÖSTEDTS KILIMANUJARO-MERU KXPEDITION. H): (i.
I, eiller liesit/ie i<-li gegenwürUi,' kein Vergleii-lmM_i,'snialeri;il, um die generisflie Stelliint; dieser Art
üanz klarzulegen.
Prothesima montana Purc.
Taf. I, Fig. 2-i.
PURCELL, Ann. Mag. Xaf. Mist. Ser. 7. Vol. XX, p. 320, PI. XV, flg. 51. (Suh Melanophora) . —
Die von PüRCELL veröffentlichle Beschreibung dieser Art ist ausserordentlich summarisch. Deswegen iden-
tifiziere ich nur mit grossem Zögern ein Weibehen der SjÖSTEDT'schen Sammlung mit derselben.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax mit Anhängen schwarzbraun; Abdomen mit Ausnahme von der
Epigastralpartie ganz schwarz.
Morphologische Merkmale. CÜypeus so hocii wie der Diameter der vorderen Seitenaugen.
Augen. Vorderreihe procurva, doch mit dem oberen Rande der Mittelaugen nicht so hoch wie der
der Seitenaugen gelegen. Die vorderen Mittelaugen sind kaum lialb so gross wie die Seitenaugen, mit
welchen sie fast zusammenstossen, unter sich um ihren doppelten Querdurchmesser entfernt. Die hinteren
Seitenaugen ein wenig kleiner als die vorderen, von denen sie kürzer als ihr längster Diameter entfernt
sind. Die Area der Mittelaugen ist ein klein wenig länger als breit, fast parallelseitig. Die Hinterreihe der
Augen ist gerade mit ovalen Mittelaugen, die kaum so gross wie die lateralen sind. Die Mittelaugen sind
unter sich fast um ihren grössten Radius entfernt, der Abstand von den Seitenaugen etwas grösser. —
Cheliceren am inneren Falzrand mit 2 (?) sehr kleinen Zähnen. — Sternum c:a 1,2 mal so lang wie
breit, in der Mitte c:a 1,05 mal so breit wie vorn. — Beine. Tibien 1 und II unbewaffnet, Metatarsen I
und II unten an der Basis mit zwei Stacheln. Tibia + Patella IV kurzer als Cephalothorax. — Epigyne
vergl. Taf. I, Fig. 24. — Masse. Länge des Cephalothorax c:a 2,1 mm., die des Abdomens c:a 3,5 mm. —
Kilimanäjaro: Kiboseho, 3 — 4,000 m., Bergwiesen, (1 9)-
Prothesima tristella u. sp.
Taf. I, Fig. 25 a — c.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax und Abdomen oben fast ganz schwarz, üj^rige Teile mehr we-
niger schwarzbraun.
Morphologische Merkmale. Clypeus kaum so hoch wie der Diameter der vorderen Seitenaugen. —
Augen. Der Unterrand der Vorderaugen bildet eine fast gerade Linie. Die kleinen vorderen Mittelaugen
stossen mit den doppelt grösseren Seitenaugen fast zusammen und sind unter sich gut um ihren Quer-
durchmesser entfernt. Die hinteren Seitenaugen sind ein wenig kleiner als die vorderen, von denen sie
kürzer als ihren längsten Diameter entfernt sind. Area der Mittelaugen fast parallelseitig, etwas länger als
breit. Die Hinterreihe der Augen ist gerade mit ovalen, fast dreieckigen Mittelaugen, die fast so gross wie
die lateralen sind. Unter sich sind die Mittelaugen fast um ihren Querdurehmesser entfernt; der Abstand
von den Seitenaugen ein klein wenig kürzer. — Cheliceren am äusseren Falzrand mit vier ziemlich gros-
sen Zähnen und am inneren Falzrand mit drei Zähnen, von welchen der terminale äusserst klein ist. —
Sternum ist c:a 1,15 mal so lang wie breit, in der Mitte c:a 1,7 mal so breit wie vorn. — Beine. Vor-
derbeine nur mit einem Paar wirklicher Stacheln unten an der Basis der Metatarsen. Am Rücken der
Schenkel sind zwei stachelförmige, lange Borsten. Tibia + Patella IV gut so lang wie der Cephalothora.x. —
Epigyne vergl. Taf. I, Fig. 25 a. — Masse. Länge des Cephalothorax c:a 3,5 mm., die des Abdo-
mens c:a 5 mm.
Männchen stimmt in allen wichtigeren Teilen mit dem Weibchen gut überein. Das Kopulationsorgan
ist in Taf. I, Fig. 25 b — c. abgebildet. — Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Aug. (12 9, 1 ^.).
Pythonissa 1. Koch.
P.vthonissa plumalis (C'br.) Kulcz.
TaL I, Fig. 26 a-b.
KULCZYNSKI, Arachnoidea in colonia Erythrsea, Cracovite, 1901, p. 8, Tab. I, Fig. 8, 9 imd 11. —
Mit dieser Art scheint ein Weibchen aus Meru, Ngare na nyuki (Jan.) vollständig übereinzustimmen. Die
TüT.LdREN. ARANEiE. 1]|
von inii' i^c'/ficlinclc Mpiiiviic Tiif. I, l'"ii,'. 2C> \i. nach ilciii jicfcnclilcli'n l\\ciii|il;u- sti?niiil auch sehr siiil
niil Kuh'ZVMski's Fi,i;. 1). Die vonh'rcii ho^jcnfiirinirjcn Fh'ckc sind ahci- kh^iin-r und weniger ^ckriiinnil als
an tleni Exemphiro aus Erythnca.
Ans (Icrsclhcn l,okalitat hi'i;t mich ein Wcihchcn chior l'vthnnissa-Arl vor. F.ino gonaiiu Vergleiclmni;
liat mich üborzüiiot, dass dies Exemplar auch dioscr Art angehört, obwohl die Epigynp ein sehr verschiede-
nes Aussehen aufweist. O'ergl. Taf. I, Fig. 26 a.). Das erstgenannte E.xemplar ist jedoch sehr weiehhäutig
und hat deutlich soelien gehäutet. Das andere Exemplar ist aber viel älter, die Haarbekleidung stark abge-
nnlzl niiil das Abdomen etwas geschrumpft, was darauf deutet, dass die Eier schon abgelegt sind.
In ilezug auf diese Art ist zu bemerken, dass die Lippe viel breiler als lang ist. Die Maxillen
sind nach vorn stark konvergierend, am Ende fast zusammenstossend. Die .Mundteile haben folglich eine
(iestaltung, die gar nicht an diejenigen der l'rothesinia-.Xrlen erimicrl. In llisl, nai, d. araignees T. I, p.
379 schreibt Simon in Bezug auf <]ie Mundleile der (Inaphosccn : "Lenrs pieces huccales sonl presque sem-
blables ä celles des .Melanophora."
Ainiisia n. gen.
Diese neue Gattung ist auf drei kleine Drassiden-AVeibchen aus Kihonoto gegriindet.
Die Tiere gehören ohne Zweifel der Si.MON'schen Gruppe "Gnaphosea^" an und kommen
vielleicht der Gatt. Pi/thoi>/ssa (G. L. Koch) Kulcz. am näclisten. Durch die eigentüm-
liche Gestaltung der Vorderheine weichen die E.xemplare von den mir bekannten Pi/fJto-
Hissa-Arien bedeutend ab. Die vorderen Äletatarsen sind nämlich bedeutend kürzer
als die Tarsen, die in der Basalhälfte ventralwärts bauchig angeschwollen, gegen die
Spitze ziemlich stark verjüngt sind. Die anderen Glieder der Vorderbeine sind auch
verhältnismässig kräftiger gebaut als an den Hinterbeinen. Übrige Merkmale, die zur
Auffassung der generischen Stellung dieser Tiere beilragen können, gehen aus der Art-
beschreibung hervor.
Amusia niuriiia u. sp.
Taf. T. Fig. 27.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax braun, schwarz marmorierl, mit einem schwarzen. V-förmigen
zentralen Fleck und mit schwarzem Hand in lier Thoracalhälfte. Cheliceren und \'orderbeine (wenigstens
die distalen Glieder! dunkel rotbraun. I bi'ige .Mnndteile, Sternum und fbiften hell graubraun. Abdomen
dunkel mäusegrau.
Morphologische Merhnale. Die liehaarung ist überall reich und lang; Abdomen besonders dichthaa-
rig. Cephalothorax flach gewölbt mit sehr kurzer Zentralfurcho. Clypeus kaum so hoch wie der Diameter
der vorderen Seitenaugen. • — Augen. Vorderreihe sehr stark procurva mit den Seitenaugen bedeu-
tend grösser als die .Mittelaugen, die unter sich höchstens um ihren Querdurchmesser entfernt sind, der
.'\bsland von den Seitenaugen viel kürzer. Area der Mittelaugen länger als lu-eit, vorn schmäler als hinten.
Seitenaugen unter sich um den Querdurchmesser der etwas grösseren Vord(>raugen entfernt. Die Hinterreihe
ist fast gerade oder sehr schwach recurva, ein klein wenig breiter als die Vorderreihe und mit fast gleicli-
grossen Augen (die mittleren etwas kleiner), die unter sich höchstens um den Querdurchmesser der Mittel-
augen entfernt sind. — Cheliceren am inneren Falzrand mit einer ausgebuchteton, am Rande feingezähn-
ten Lamelle. — Maxillen äusserst schwach eingedrückt, über die lange Lippe gebogen. ■ — Sternum
fast 1,3 mal so lang wie breit, in der .Mitte c:a 1,9 mal so breit wie vorn. — Beine. Tarsus I und II
fast doppelt so lang wie die Metatarsen. Tarsus und Metatarsus III ungefähr gleichlang, Metatarsus IV
etwas länger als Tarsus IV. Bestachelung: Tibia I und 11 luiten am Ende mit 2 Stacheln, .Metatarsus 1
unter mit 2 -f 2, II mit 2 •!• (oder ;-5\ lliiiterbeine reichlicher beslachelt. Scopula an den Tarsen I und
112 SJÖSTEDTS KIMMäNDJARO-MEBU EXPEDITION. 20: ().
11^ an III luiil l\' nur am l'Jiilo und sehr iliinn. Alle Metatarsen scheinen scn|iiila;ihiiliflie Haare zu ent-
behren. — Die Krallen der \'orderbeine haben ziemlich viele (f:a 10), lange, kaniniähnlicli geordnete Zähne,
die der Hinterbeine sind lang, schwach l)ogenfürmig gekrümmt und haben nur an der Mitte einige äusserst
kleine Zähne. — "Faseicnli unguiculares" lang und gut entwickelt. — Epigyne dach, etwas länger als
breit. Vergl. Tat. I, Fig. 27. — Untere Spinnwarzen nut nur 2 (?) Spinnspulen. — Mause. Länge des
Cephahithora.x e:a 2,5 nun., die iles .'\bdomens e:a A- mm. — KUiinnnäjarn: Küxinnlii, Kidturznne, Sept. —
Okt., (3 91
Piilpiinaiiidae.
Bei der Untersuchung der vier vorliegenden Arten dieser Gattung sind einige mor-
phologische Tatsachen beol)achtet worden, auf welche ich hier hinweisen will. Die Clie-
liceren sind bei diesen Arten am inneren Falzrand mit 1 — i sehr winzigen, fast körnchen-
ähnlichen Zähnen versehen. Simon (Hist. nat. d. Araign. ed. 2, I, p. 391) gibt an, dass
der innere Falzrand bei den Palpimaniden ganz unbewaffnet ist. Die Lippe ist sehr
eigentümlich dadurch, dass sie am Ende mehr weniger tief eingeschnitten ist. Bei Boagrhis
ragt z. B. der Einschnitt fast bis zur Mitte der Lippe. Simon (1. c. p. 399) schreibt:
"La piece labiale est — — — marquee, dans la seconde moitie, d'une carene mousse
plus ou moins nette".
In Bezug auf die Spinnwarzen ist hervorzuheben, dass ihre Zahl vier ist. Die zwei
oberen Warzen sind aber stark reduziert und heben sich kaum oder nicht über die
Körperfläche. — Fasciculi unguiculares sind vorhanden oder nichl. Bei Tioagriiis und
Aniaa'dns sind die Hintertarsen am Ende onychiumähnlich abgeschnürt.
Boagrius Sim.
Simon, Eug. Hist. nat. d. Araignees, T. t, p. 405, 1893. — Die unten beschrie-
bene Art habe ich nur provisorisch zu dieser Gattung gerechnet, da die SiMON'schen
Beschreibungen dieser und angrenzender Gattungen wahrscheinlich nicht völlig korrekt
und jedenfalls nicht genügend vollständig sind. So z. B. bin ich nicht sicher, ob die
bekannte Boar/rius-Ari 2 oder 3 Krallen hat. Von der von Simon veröffentlichten Be-
schreibung unterscheidet sich vorliegende Art fast nur durch kleinere vordere lAlittelaugen.
Nach Simon sollten nämlich diese Augen "reliquis plus quintuplo majoribus" sein. Von
Sarascelis unterscheidet sich die Art deutlich durch die Augenstellung, die mit der Fig. 368
von Boagrins (Simon 1. c. p. 403) völlig übereinstimmt. Übrigens weise ich auf die Be-
schreibung hin, die in einigen Hinsichten unsere Kenntnis der äusseren Morpliologie dieser
Spinnenfamilie korrigiert.
Boagrius incisiis n. sp.
Taf. [, Fig. 28 a— g.
Weibchen. Farbe. Der Ge])halothora.x ist ziemlich hell rotl)raun, lateralwärts dunkler. Die Che-
liceren und das Sternum ähnlieh gefärbt. Das Abdomen scheint fast lilarot zu sein und die Beine sind
gelblich, mit Ausnahme des ersten Beinpaars, das dunkler und schwach rötlich ist.
Morpholof/ische Merkmale. Der r;ephalothorax ist c:a 1,-5 so lang wie breit. Der Abstand vom
Clypeusrande bis zur Mittelfnndie ist c:a 3,4 mal so lang wie von dieser bis ziuu Hinterrande desCephalo-
TULLGBEN, ARANEiE. 113
tlidrax. Die .Mitifurchi' ist kurz iinil lies,'! I'ast uniuittellmr hinter dem liöi-hsten Tunkte des stark ttewölbten
Cephalollioriix. Der Clypeiis ist ein wenig hervorragend und cia 1,3 mal .so hoch wie die Länge der Mittel-
aiigenarea. Das Integiinient ist sehr fein körnig und mit kurzen Haaren bekleidet. — Die Augen.
Die Vorderreilie ist äusserst schwach procurva und der Abstand zwischen den Augen fast gleich lang. Die
mittleren V^orderaugen sind die grössten aller Augen und v.a 3 mal so gross wie die Seitenaugen, deren Dia-
inolor migefähr so laug wie die Zwischetu'äume der Vorderaugen ist. Die beiden Seitenaugen sind zusam-
monslossend. Die hintere Augenreihe ist stark procurva, sowohl die Zwischenräume als die respektiven
\ugen Sinti gleichgross. Die Area der .Mittelaugen bildet ein regelmässiges Viereck, das c:a l'/i mal so
breit wie lang ist. — Die Clicliceren sind aussen schwach gekielt, besonders proximalwärts, und haben ein
glänzendes Integument, das fein querstreifig ist. Am inneren Falzrand kommen einige (2 — 4 ?) winzige
Zähne vor, am äusseren Falzraiid linden sich keine Zähne, aber lange Borsten, die an der Spitze der zusam-
mengeklappten Klaue in wirklic'hc, dii-ke Stacheln übergehen. Die Stacheln sind 2- oder 3-reihig geordnet.
Die Klaue ist kurz und dick. — Die Pedipalpen. Die "Maxillen" sind nur schwach distalwärts ver-
schmälert, ca. 1,5 mal so lang wie breit, an der Spitze abgerundet. Die marginale Serrula ist lang. Die
beiden distalen Glieder sind verdickt und an der Innenseite dii'lit mit stachelförmigen Borsten bekleidet.
Diese Borsten gehen an der Tibia proximalwärts in gewöhnliche Haare über. Eine Kralle fehlt vollständig.
— Das Labrum ist mit dem Sternum zusammengewachsen, nur ein wenig länger als an der Basis breit,
stark gegen die Spitze verschmälert. Die Spitze i.st tief und schmal eingeschnitten! — Das Sternum ist
ca. 1,5 mal so lang als breit, zwischen den Hinlerhüften breit eingepresst. Das Integument ist stark gra-
nuliert und mit kurzen Haaren bekleidet. Die Sternalplatte ist mit den die Acetabula umfassenden Chitin-
teilen fast vereinigt. Die Plagida mit dem Sternum nicht fest zusammengewachsen. — Die Beine,
-i . 1 . 2 . 3. Das erste Paar ist wie gewöhnlirh auffällig dicker gebaut. Stacheln fehlen vollständig. Das
llüftglied I ist das längste, doppelt so lang wie breit. Der Metatarsus I unten am Ende mit 3 Zähnen. Mela-
tarsus II — IV mit je einem apikalen Trichobothrium, Tibia I — IV mit einer unregelmässigen Reihe ^ von 3 — 5 (?)
Trichobothrien, die proximalwärts abgekürzt sind. Die Krallen sind zwei, die des Fusspaars II^IV mit je zwei
kurzen, quer abgestutzten Zähnen. Die Kralle des ersten Fus.spaars, die bedeutend kleiner und schwächer gekrümmt
ist, hat nur einen Zahn. Die Krallen der Beine II — IV sind auf einem kleinen, aber deutlichen Onychium inseriert.
Betreffs der Behaarung der Beine weicht diese Art wahrscheinlich nicht von anderen verwandten Arten ab.
Das Onychium trägt an jeder Seite eine Reihe regelmässiger, scopulaähnlieher Haare, die deutliche "fasci-
culi unguiculares" bilden. — Das Abdomen. Das Scutum epigasteris ist glänzend rotbraun, hinten
dunkelbraun gesäumt. Der Hinterrand ist an der Mitte schwach ausgerandet. Die Form oder der Umkreis
wird durch Fig. 28 a, Taf. I genügend erklärt. — Die Spinnwarzen sind zwei untere, gut ausgebildet und
zwei obere, die stark reduziert sind. Die unteren Warzen tragen sehr kleine, zylindrische Spinnspulen, die
oberen sind kaum über die Abdominalfläche erhöht und sind mit einer Menge grosser, konischer Spulen
besetzt. Masse. Länge des Ceplialothorax 3,1 mm.; die des Abdomens ca. 4,5 mm. Länge der Beine:
I 2,0'J— 1,0— 1,42— 0,85— 0,89; II 1,71 — 1,1 — 1,23—1,04—0,66; Hl 1,52—0,85—1,14 — 1,08—0,66; IV 2,3—
1,27 — 1,86 — 1,76 — 0,72 mm.
Das .Männchen ist überhaupt dunkler gefärbt. Der Cephalotliorax hat ein ziemlich stark granuliertes
Integument. Die Augenstellung scheint dieselbe wie beim Weibchen zu sein. Ebenso weichen das Sternum
und die .Mimdteile nicht wesentlich ab. Das erste Beinpaar zeichnet sich durch kleine Granulationen aus.
Diese Körnchen sind an der Unterseite der Glieder III — V lokalisiert. — Die Pedipalpen. (Taf. I, Fig.
28 f — g.) Das Femur ist an der Mitte verdickt. Die Tibia ist ca. 3 mal so lang wie die Patella und sehr
stark erweitert, besonders nach unten, lateralwärts ein wenig zusammengedrückt. Das Cymbium ist sehr
lang und schmal, fast stachelförmig und bildet nur an der Basis einen schwach erweiterten Alveolus. Die
Ihematodocha basal inseriert und der Bulbus dem Cymbium anliegend. Der Bulbus ist gross, bildet einen
cylindrisch-ovalen Körper, welcher mit zwei grossen Fortsätzen endet. Ein Fortsatz ist dünn und fast
* Fast zwei Reihen.
Sjöatedis KüimandjaroMeru Expedition. M. 15
114 SJÖSTEDTS KILIMANDJAROMERU EXPEDITION. 20: 6.
schraubenförmig gedreht, der andere ist stark gebaut, klauenförmig gekrümmt, voji unten gesehen blattförmig.
Masse. Länge der Cephalothorax 3 mm., die des Abdomens 3,9 mm, — Länge der Beine: I 1,95 — 1,74 —
1,29—0,62—0,81; II 1,55—1—1,27—0,95-0,0; III 1,5—0,87 — 1,14—1,06—0,57; IV 2,18—1,17 — 1,74 — 1,6
■ — 0,68 mm. — KiUmandjaro : Kibonoto, Kullurzone — Steppe, Aug. — Sept. 7 9 (ad. et jiiv.), 1 c/' (ad.).
Anisaßdus Sim.
Aiii,si«dus a^thiopiciis n. sp.
Weibchen. Farbe. Der Cepiialothorax i.^t dunkel rotbrann, Mundteile fast älmlicli gefärbt. Erstes
Beinpaar und Sternum etwas heller. Übrige Beine hell gelbbraun. Abdomen hellgrau.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist ca. 1,3 mal so lang wie breit. Der Abstand
vom Clypeusrande bis zur Mittfurche ist ca. 4 mal so lang wie von dieser bis zum Ilinterrande. Der
Clypeus ist nicht so stark hervorragend wie bei Boagrius incisus und ist fast ^/-i kürzer als die Area der
Mittelaugen. Das Integument ist fein chagriniert und mit kurzen Haaren bekleidet. — Die Augen. Die
Vorderreihe ist gerade. Die Mittelaugen sind unter sich ein klein wenig kürzer entfernt als von den Seiten-
augen, die kaum halb so gross sind. Der längste Diametcr der ovalen Seitenaugen ist nur wenig (ca. '/&)
kürzer als der Diameter der Mittelaugen. Die Area der Mittelaugen bildet ein regelmässiges Viereck. Die
Seitenaugen sind zusammenstossend. Die Hinterreihe iler Augen ist stark procurva und besteht aus fast
gleichgrossen Augen, von welchen die Mittelaugen einander ein wenig näher stehen. — Die Clieliceren
sind fast wie beim Boagrius incisus gebaut, nur die Partie am äusseren Falzrande, auf welcher Stacheln
inseriert sind, ist ein wenig angeschwollen. Am inneren Falzrande finden sieh zwei kleine Körnchen. —
Die Pedipalpen. Die Maxillen sind etwas stärker gespitzt als bei B. ine. Im übrigen fast wie bei dieser
Art. — Das Labrum ist nur schwach eingeschnitten. Der Einschnitt nimmt nur ca. '/s von der Länge des
Labrum auf. — Das Sternum ist ca. 1,25 so lang wie breit, nicht granuliert, sondern vielmehr punktiert.
— Die Beine. i- . 1 .2.3. Stacheln fehlen. Das Hüftglied I IV* mal so laug wie lireit. Metatarsus I
unten mit 3 grossen Zähnen. Anordnung der Trichobothrien auf Metatarsen und Tibien wie beim B. incisus.
Die Krallen sind zwei, nur am vierten Beinpaar findet sieh ein krallenformiger, äusserst kleiner Höcker —
die reduzierte dritte Kralle. Die kurzen Krallen des ersten Beinpaars mit zwei kleinen Zähnen, die der
übrigen Beinpaare haben lange Krallen, die mit mehreren Zähnen versehen sind. Der erste Zahn ist ziemlich
lang, die folgenden Zähne sind successiv abgekürzt und klein, an den Krallen des zweiten Beinpaars sind
diese Zähne nur wie äusserst feine Sägezähne bemerkbar. Onychium ist deutlich aber kurz. Fascieuli
unguieulares vorhanden. — Das Abdomen. Das Scutum epigasteris bildet am Vorderrande eine kurze,
gerundete Erweiterung, ist glänzend rotbraun, am Hinterrande ist es ziemlich stark ausgerandet. — Spinn-
warzen zwei (wahrscheinlich noch zwei stark reduciert). Masse. Länge des Cephalothorax 2,3; die des Ab-
domens ca. 4 mm. Länge der Beine: 1 1,67 — 0,95 — 1 — 0,39 — 0,36; II 1,23 — 0,83—0,93—0,7 — 0,39; III 1,12
— 0,68 — 0,81 — 0,7 — 0,41; IV l,ö5 — 0,98 — 1,21 — 1,14 — 0,47 mm. — KiUmandjaro: Kibonoto, Kulturzone,
Juli (1 ?).
Ilieriugia Keys, et Marx.
Iheringia rufa.
Taf. I, Fig. 29.
Weibchen. Farbe. Der Cephalothorax, die Mundteile, das Sternum und das erste Beinpaar inlen-
siv rotbraun. Die übrigen Beine sind hell rotbraun — gelblich. Das Scutum epigasteris ähnlich wie z. B.
das Sternum gefärbt. Das Abdomen unten hell graulich braun, oben dunkel lilarot mit hellen, kleinen und
runden Flecken dicht bestreut.
Morpholocjische Merkmale. Der Cephalothorax ist ca. 1,5 mal so lang wie breit. Vorn etwas
verschmälert und mit schwach hervorragendem Clypeus. Der höchste Punkt liegt ein wenig hinter der
Mitte, dann fällt die Kückenlinie plötzlich ab und bildet eine deutliehe quere Senkung, wo die Mitt-
titi,i,(;kkn, aranE/«. 115
riiiclic liri;l. J_)ipso isl niclil, wir l)ci den vori2;en Arien, ritzenförmitf, sondern zionilich lireil hufei.senf(irniig.
Das lnlPi,'ninent ist überall «liinzend, slnrk i,'ranuliert und mit kurzen Ilaaren bekleidet. — Die Augen.
Die Vorderreihe ist gerade oder äus.serst schwach recurva. Die Mitlelaugcu sind wenigstens um da.s Dop-
pelte so gross wie die ovalen Seitenaugen und ihr Durchmesser ist ein klein wenig kürzer als der längste
Dianieter der ovalen, schief gestellten, hintercui Millelaugen. Die Vorderaugen sind unter sich ungefähr
gleicli weit entfernl. Die Area der Millclaugen ist deutlich länger als Itreit und hinten schmäler. Der
C.lypeus ist auffallend länger als die Area der Mittelaugen. Die vorderen und hinteren Seitenaugen sind
einander fast lierührend. Die llinterreihe ist stark procurva, mit grossen Mittelaugen, die fast zusammen-
stossend sind. Der Abstand zwischen Seiten- und Mittelaugen ca. 1,5 mal so lang wie der längste Diameter
der Mitlelaugen. — Die (iheliceren tragen am inneren Falzrand wenigstens einen äusserst kleinen
schwarzen Zahn, am äusseren Falzrand aber Borsten, die in kurze Stacheln übergehen. — Die Pedi-
palpen sind fast vollständig wie beiden vorigen Arten gebaut, die Maxillen sind aber distalwärts breiter, so
dass die Serruhe fast eine gerade Tanie bilden. — Das Labrum ist am Ende tief eingeschnitten, fast wie
bei Boagrius incisus. — Das Sternuni isl stark granuliert, ca. 1,5 mal so lang wie breit, hinten zwischen
den Hüften fast (|uer aligestutzt. — Die Beine, -i . 1 . 2 . 3. Stacheln fehlen. Das Inlegumenl ist an der
Fnterseite der Tibia 1 granuliert. Die drei distalen Glieder des ersten lieinpaars sind an der Iimenseite
dicht scopuliert. Die Krallen sind zw-ei, nur am Tarsus II findet sieh eine deutliche, aber sehr stark re-
duzierte, dritte Kralle. Die Krallen II — IV sind mit vier gleichgrossen, ziemlich grossen, konischen Zähnen
versehen. Fascieuli unguiculares fehlen. Die Apikaihaare des Tarsus II — IV gespitzt und fein behaart.
Tarsus I wie gewöhnlich mit Apikalscopula. — Metatarsus II- — IV mit je einem apikalen Triehobothrium.
Tibien I — IV mit zwei (wenigstens an den Hinterbeinen) Reihen Trichobothrien, die proximalwärts in Grösse
abnehmen. — Das Abdomen. Das Sculuni epigasteris am Vorderrande gerundet. Übrigens siehe Fig. 29,
Taf. I. — Spinnwarzen wahrscheinlich wie beim Boagrius incisus. Masse. Länge des Cephalothorax 3,3;
die des Abdomens ca. l- mm. Länge der Beine: I 2,28 — 1,8 — 1,42— 0,(i— 0,5; II 1,7—1,14 — 1,33—0,85—
0,57; III l,ß — 0,05 — 1,14 — 0,95 — 0,5; IV 2,18 — 1,29 — 1,9 — 1,46-0,06 mm. — Meru : Ngare na nyuki,
Nov. (1 ?).
Palpiinanus L. Duf.
Palpiiuauus meruensis u. sp.
Taf. I, Fig. 30.
Weibchen. Farbe. Der Gephalothorax ist dunkel rotbraun, das erste Beinpaar und die Mundteile
heller. Das Sternum klar dunkelrot. Übrige Beine hellbraun. Das Abdomen hellbraun.
Morpliolofjische Merkmale. Der Cephalothorax ist ca. 1,5 mal so lang wie breit. Form fast wie
bei Ilicriiuiia r/(fa. Die quere Einsenkung, in welcher die Fovea media liegt, jedoch nicht so tief. Fovea
media tief, ritzenförmig. Der Clypeus ist nicht hervorragend. Das Integnment ist überall fein und regel-
mässig granuliert und mit kurzen Haaren besetzt. — Die Augen. Die Vorderreihe ist stark procurva; die
Mittelaugen grosser (ca. 2-mal) als die ovalen Seitenaugen; die Zwischenräume gleichlang, ungefähr so lang
wie der grösste Diameter der Seitenaugen. Die Area der Mittelaugen ist ca. 1,8 mal so lang wie breit, mit
fast parallelen Seitenlinien. Die vorderen M. A. fast doppelt so gross wie die hinteren. Der Abstand
zwischen den hinteren M. A. reichlich so lang wie der Diameler der Augen. Der Abstand zwischen den
vorderen und hinteren S. A. ca. 1,53 mal so gross wie zwischen den hinteren S. A. und M. A. Die Seiten-
augen sind fast gleich gross. Der Glypeus ist kaum halb so lang wie die Area der Mittelaugen. — Die
Gheliceren sind am Aussenrande scharf gekielt. Am inneren Falzrand findet sich ein sehr kleines,
zahnförmiges Körnehen. Am äusseren Falzrand sind zahlreiche Borsten, die in Stacheln übergehen. —
Die Pedipalpen. Der Tarsus ist an der Aussenseite mit zahlreichen stachelförmigen Borsten dicht be-
kleidet. Die Maxillen fast wie bei Iheringia geformt. — Das Labrum ist am Ende sehr schwach ausge-
schnitten. Der Einschnitt ca. 7^ von der Länge der Lippe. — Das Sternum, das ca. 1,3 mal so lang
wie breit ist, hat zwischen den beiden Hinterhüften zwei ziemlieh grosse Zähne oder Höcker. Das Integu-
116 SJÖSTEDTS KIl.IMANDJAEOHIERU EXPEDITION. 20: 6.
niont ist stark granuliert. Die Plagula ist am Hinterrande nii-ht so tief eingesclinilteii, wie Ijci den oben
beschriebenen Arten dieser Familie. — Die Beine. 4.1.2.3. Stacheln fehlen. Das Integument nicht
granuliert, aber mit zahntürmigem Höcker an der Unterseite der Patella, Ti))ia und Metatarsus I. Fasciculi un-
guieulares vorhanden. Die Krallen sind zwei, je mit zwei ziemlich langen, konischen Zähnen versehen.
Die drei distalen Glieder des ersten Beinpaars dicht scopulierl. Anordnung der Trichobothrien wie bei den
vorigen Arten. — Das Abdomen. Das Scutum epigasteris bildet oberhalb des Petiulus einen fast triangulären,
fast freien Lappen. Übrigens siehe Taf. I, Fig. 30. Spinnwarzen wahrscheinlich wie bei den vorigen Arten.
Masse. Länge des Cephalothorax 3 mm.; die des Abdomens ca. i mm. — Länge der Beinglieder: I 2,18
—1,52—1,33—0,62 — 0,57; II 1,52—0,06—1,23—0,76—0,57; III 1,33—0,83—0,95—0,81-0,47; IV 1,0—1,14
^1,61 — 1,36 — 0,62 mm. — Meru: Ngare na nyuki, Jan. (3 ?).
Zodariidae.
Cydrela Thor.
Cydrela tripiinctata n. sp.
Taf. II, Fig. 31 a— c.
Weibchen. Farbe. Der Cephalothorax ist glänzend schwarzbraun. Die ähnlich gefärbten Cheli-
ceren sind am Ende heller, rötlieh. Ijbrige Mundteile und das Sternum sind hellbraun gefärbt wie alle
Huftglieder. Die Beine sind ebenso hellbraun aber proximalwärts, besonders an den Femoren, schwärzlich
angelaufen. Die Pedipalpen sind dunkelbraun. Das Abdomen ist oben schwarzviolett und mit drei weissen
Flecken gezeichnet. Zwei derselben sitzen am Vorderrande dicht nebeneinander und sind fast dreieckig,
der dritte ist /\-förmig und sitzt nahe dem Hinterende. Unten ist das Abdomen hell bräunlich mit zwei
rückwärts konvergierenden, schwärzlichen Streifen.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist fast 1,7 mal so lang so breit, ziemlich flach ge-
wölbt, nach hinten langsam abfallend. Der Clypeus ist schwach gewölbt und reichlich 1,6 mal so hoch wie
die Area der Mittelaugen. Der Abstand von dem Clypeus oder dem Vorderrand bis zu der langen und feinen
Mittfurche fast 2,5 mal so lang als von dieser Furche bis zum Hinterrand. Das Integument ist glänzend,
chagrinartig und ziemlich dünn mit kurzen Haaren besetzt. — Augen. Die Vorderreihe ist sehr stark pro-
curva und bildet ein Trapezium, das vorn fast f,5 mal so breit wie lang ist. Die Vorderaugen sind fast
gleich gross. Die Hinterreihe ist von oben gesehen massig stark recurva, die Seitenaugen ein klein wenig
grösser als die Mittelaugen, die unter sich um »ihren Querdurchmesser entfernt sind. Der Abstand zwischen
den Seitenaugen und den Mittelaugen der Hinterreihe ist nicht völlig viermal so gross wie zwischen den
Mittelaugen. Die Area der Mittelaugen ist hinten breiter als vorn und ca. 1,2 mal so lang wie breit. —
Die Cheliceren sind ohne Zahnbewaffnung, aber mit langen Borsten an der Vorderseite und besonders
apikalwärts besetzt. — Die Pedipalpen. Die zwei distalen Glieder sind etwas abgeplattet, kurz und dick.
Das Tarsalglied ist am Aussenrande mit vier, am Ende mit drei liesonders starken und an der Innenseite
mit zahlreichen, zieml. kurzen Stacheln versehen. Solche Stacheln kommen auch an der Innenseite des
Tibialgliedes zahlreich vor. An der Mitte der Tibia findet sieh unten eine stachelförmige Borste. Die
Maxillen sind ziemlieh lang und schmal, ohne Serrula und am Ende mit groben Borsten versehen. — Das
Labrum ist langgestreckt oval, am Ende gerundet und nur wenig kürzer als die Maxillen, fast doppelt so
lang wie an der Mitte breit (Taf. II, Fig. Sic). — Das Sternum ist ca. 1,15 mal so lang wie breit, fast
triangulär schildchenförmig, vorn in der Mitte ziemlich stark ausgebuchtel. Das Sternum ist ringsum von
den intercoxalen Teilen getrennt. — Die Beine. 4.1.2.3. Erstes Beinpaar ohne Stacheln, Tibia II hat
unten am Ende 1, Metatarsus II einen basalen und zwei apikale Stacheln; Tarsus II mit 2.2.2 Stacheln.
Die vier distalen Glieder des dritten und vierten Beinpaars sind mit zahlreichen Stacheln versehen. Die
Tarsen sind mit vier Trichobothrien, die basalwärts an Grösse abnehmen, selten kommt dazu ein sehr langes,
basales Trichobothrium vor. An dem Metatarsus und der Tibia finden sich gewöhnlich zwei lange Tricho-
bothrien. Eine dritte Kralle (Afterkralle) fehlt vollständig. Die Haare der Unterseite der Tarsen
Tlt|,l,(JKHN, ABANK.?;. 117
.sind rin.scilig gi'fiedert. — Diis Abdomen. Die Spiimwar/.cn sind s('clis, von wdi-lien das mittlere Paar sehr
klein und fa.st zwischen den kleinen nnteren Wai/.en eingeklemmt ist. Die oberen Spinnwarzen sind zylin-
drisch, nur wenig getrennt. — Das Abdomen ist hinter der Mitle am breitesten. — Die beiden Epigynealöffnnngen
liegen je unter einem kommatörmigen Wulst, welche eine ^ ^-förmige Figur bilden. Betreffs der Form
der Kpigyne siehe übrigens Taf. II, Fig. :-{l a. Masse. Länge des Cephalothorax 3,7; die des Abdomens ca.
4,5 mm. Länge der Beine: I 2—0,05—1,8—1,5—1,17; II ] ,8— 0,95-1,17— 1,23— 0,'.I8; III 1,7— 0,0— l.U
— 1,2:!— 0,98; IV 2,18— 1 — 1,52 — 1,9—1 mm.
MÄNNCHEN. Sehr ähnlich dem Weibchen gefärbt. — Das Integument des Cephalothorax ist gröber
chagriniert, fast granuliert. — Das Kopulationsorgan. Die Tibia ist aussen und oben mit einem sehr
langen Fortsatz versehen, der fast über die Mitte des Tarsus hinüberrcieht. Das Cymbium ist flach gewölbt
und an der Dorsalseite mit zahlreichen kurzen Stacheln besetzt. Der Bulbus hat einen langen und spitzen
Kmbolus und dicht bei diesem einen anderen, uiiregelmässigen und plump gebauten Fortsatz (Taf. II, Fig. 31b).
Masse. Länge des Cephalothorax 3,2; die dos Abdomens ca. 3,6 mm. — Länge der Beine: I 1,9—0,76 —
1,0-1,42—1,1; II 1,6—0,70 — 1,14—1,1.5—0,0; III 1,6:3— 0,79— 0,01 — 1,23— 0,76; IV 1,9 — 0,01—1,38—
1,76 — 0,01-, mm. — KiUmandjaro: Kibonoto, Kulturzone — Steppe, März — Nov. ('.)8 cf^ 9).
Storeiia Walck.
Slorena njikse Pock.
Taf. II, Fig. 32 a— d.
POCOCK, R. J. The araehnida fr(im tlie Regions of Lake Nyas.sa and Tanganyika. Ann. Älag. Nat.
llist. Ser. 7, Vol. II, 1898, pag. 440, l'l. Xlll, flg. 4.
Weibchen. Farbe. Der tlcphalothorax ist dunkelbraun bis schwarzbraun. Die Cheliceren ähnlich
gefärbt, aber distalwärts heller, rötlich. Die gelbbraunen Maxillen und die hellbraune Lippe am Ende fast
weiss. Das Sternum hellbraun. Die hellbraunen Beine haben mehr oder wenig schwärzlich gefärbte Femoren
und das Abdomen ist oben fast schwarz mit schwach violettem Anstrich. Am Rücken findet sich hinten
eine kurze Reihe weisslicher Flecke, die A -förmig bis fast rhombisch sind. Der Bauch ist hellbraun mit
zwei mehr oder weniger markierten dunkelvioletten Längsstreifen.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist ca. 1,5 mal so lang wie breit, massig hoch und
ziemlich regelmässig gewölbt, mit schwach konvexem Clypeus. Der Abstand vom Vorderrand des tlephalo-
thorax bis zu der kleinen und feinen Mittfurche ist ca. 2,6 mal so lang wie von dieser bis zum Hinter-
rand. Das Integument ist glatt und glänzend. — Die Augen. Die Vorderreihe ist schwach procurva mit
ein klein wenig grösseren Mittelaugen, welche unter sich um ihren Radius entfernt sind. Der Abstand von
den Seitenaugen ist ungefähr 1,5 mal so gross. Die Area der Mittelaugeu ist ca. 1,3 mal so lang wie vorn
breit, vordere Mittelaugen grösser. Die gleiehgrossen Seitenaugen sind unter sich um ihren Radius entfernt
und die hinteren Seitenaugen von den mittleren Hinteraugen reichlich um ihren doppelten Querdurchmesser
getrennt. Der Clypeus ist wenigstens 1,5 mal so hoch wie die Länge der Area der Mittelaugen. — Die
Cheliceren ohne Zahnbewaffnung, aber mit zahlreichen groben Borsten besonders an der Klaue. — Die
P('dipalpen enden mit einer gezähnten Kralle. Die zwei distalen Glieder zeichnen sich durch zahlreiche
Stacheln aus. Die Maxillen entbehren eine Serrula und sind am Ende dicht scopuliert. Dazu findj-t sich
unten und innen am Rande eine Reihe fast stachelförmiger Borsten. — Das Labrum ist am Ende stumpf
abgerundet und an der Basis deutlich breiter als lang. — Das Sternum ist ungefähr so lang wie breit,
vorn gerade und hinten kurz zugespitzt. Das Hinterende ist nicht zwischen den Hinterhnften eingepresst. —
Die Beine. 4.1.2.3. Sämtliche Glieder II — VI, mit Ausnahme von Tarsus I, sind bestachelt. Die Haare
sind, besonders unten an den distalen Gliedern, breit und doppelseitig gezähnt. Am Ende der Tarsen kommt
ein sehr charakteristisches, stark gebogenes Haar vor. Die Krallen sind drei. Die Afterkralle ist unge-
zähnt, die zwei oberen mit zahlreichen Zähnen versehen (Taf. II, Fig. 32 b). Die Anordnung der Tricho-
bothrien an den Tarsen wie bei Cydrela. — Das Abdomen ist hinter der Mitte am breitesten. Die Spinn-
^18 S.IÖSTKDTS KlI^IMANDJAKO-MERU EXPEDITION. 20; 6.
Warzen sind unten durdi eine Reihe sehr kurzer, stäbchenförmiger Stachehi begrenzt. — Die Epigyne ist
hinten durch einen leistenförmigen Rand begrenzt, der an der Mitte nach hinten Hppenförmig erweitert
ist. An den Seiten ist der Rand nach vorn gebogen und umschhesst die beiden Epigynealöffnungen. Die
Epigyne bildet eine Figur, die ca. 5-mal so breit wie lang ist (Taf. II, Fig. 32a). Die unteren Spinnwarzen
sind kaum doppelt so lang wie breit. Die vier übrigen Warzen sind bedeutend kürzer und in einer
fast geraden Linie geordnet. Die mittleren, kleinsten Warzen sind mit charakteristischen, am Ende erweiter-
ten, folglich fa.st kolbenförmigen Spinnspulen versehen. Die anderen Warzen zeichnen sich — so weit ich
sehe — nur durch gewöhnliehe, zylindrische Spinnspulen aus. Masse. Länge des Cephalothorax 2,5; die
des Abdomens ca. 3,5 mm. — Länge der Beine: I 1,7—0,7—1,34—1,25—1,08; II 1,59 — 0,7-1,14-1,23
—0,98; III 1,05—0,74—1,14—1,4—0,74; IV 1,93—0,76—1,61 — 2,05—1,19 mm.
MÄNNCHEN unterscheidet sich, mit Ausnahme des Kopulationsorgans, nicht wesentlich vom
Weibchen. Von der von Pocock veröffentlichten Beschreibung weicht es nur wenig ab. Die vorliegenden
Exemplare sind aber nicht auf der Vorderhälfte des Abdominalrückens mit weissen Flecken geziert. Das
Kopulationsorgan, das von PocoCK mit einer ziemlich schlechten Figur illustriert ist, habe ich auf Taf. II,
Fig. 32 c — d, abgebildet. Die Tibia zeichnet sich durch einen kurzen, schwach gebogenen und spitzen
Fortsatz aus. Der Embolus ist ziemlieh lang, nadeltörmig und ragt bis zum distalen Rand des Alveolus.
Conductor emboli gross und weiss. — Eümanäjaro : Kibonoto, Kulturzone, Okt. (7 9. 2 o^).
Diores Sim.
Diores kibonotensis n. sp.
Taf. II, Fig. 32 a— b.
Weibchen. Farbe. Der (Jephalotiiorax ist hellgelb, nur im Augenfelde dunkler, ein wenig schwärz-
lich. Die Cheliceren und die Beine fast ähnlich gefärbt. Die ganze Unterseite des Körpers weisslich; das
Abdomen oben dunkelviolett mit einer Längsreihe von ca. 7 kleinen, transversalen, weisslichen Flecken, die
am Hinterende vereinigt sind.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist ca. 1,36 mal so lang wie breit. Vorn am
Augenfelde plötzlich verengt, einen parallelseitigen Kopf bildend. Der Abstand von der Mittfurehe zum
Vorderrand des Clypeus fast doppelt so gross wie der Abstand zum Hinterrand des Cephalothorax. —
— Die Augen. Die Vorderaugen tangieren vorn eine Gerade. Die Mittelaugen, die grössten aller Augen,
sind wenigstens doppelt so gross wie die Seitenaugen und sind unter sich nicht völlig um ihren Radius ent-
fernt. Der Abstand von den Seitenaugen etwas kleiner. Die Hinteraugenreihe ist stark procurva. Die
resp. Augen sind fast gleich gross. Die hinteren Mittelaugen sind unter sich doppelt so weit entfernt wie
der Abstand zu den Seitenaugen. Die Mittelaugenarea ist ein klein wenig breiter als lang. Der Clypeus ist
ca. 1,5 mal so lang wie der Diameter der vorderen Mittelaugen. — Die Cheliceren. Der äussere Falz-
rand ist kielförmig erhöht und an der inneren Ecke mit einem kleinen, scharfen Zahn versehen. — Die
Pedipalpen. Die Tarsalkralle zeichnet sich durch ca. 12 kurze, dichtgestellte Zähne aus. Die distalen
Glieder, besonders der Tarsus, sind mit stachelförmigen, gefiederten Borsten versehen. Die zahlreichen distalen
Bor-sten des Tarsus sind ziemlich kurz mit zahlreichen, langen "Zähnen". Die Maxillen entbehren eine
Serrula, sind aber am Ende dicht scopuliert. — Das Labrum ist kürzer als die Maxillen und am Ende
fast quer abgestutzt. — Das Sternum ist nicht völlig 1,5 mal so lang wie breit, schildchenförmig mit fast
querem Vorderrand und nicht zwischen den Hinterhüften verlängert. — Die Beine, 4.1.3.2, sehr lang
und fein. Erstes Beinpaar sehr spärlich bestachelt: Femur oben mit 1.1. Die Hinterbeine mit zahlreichen
Stacheln unten. An der Dorsalseite der Patella und Tibia II — IV kommen zahlreiche sehr kurze, zahn-
förmige Stacheln vor. Die Krallen sind drei, die Afterkralle sehr kurz und ungezähnt. Ein Onychium habe
ich nicht entdecken können. Die Haare sind von gewöhnlichem Typus. Am Ende des Tarsus findet sich
ein stark gebogenes Haar. Die Anordnung und Zahl der Trichobothrien wahrscheinlich dieselbe wie bei
Cydrela. — Das Abdomen. Die Epigyne ist sehr klein und zeichnet sich durch ein kleines, helles Mittel-
TULLOREN, ABANE^. 119
feld jediTseits von einem dunklen Punkte begrenzt aus. Die stark nach vorn divergierenden Receptacula
scminis sind durch die dünne Haut sichtbar. Vergl. Taf. II, Fig. 33 a — b. Masse. Länge des Cephalo-
thorax 2,4.'>; die des .\i)dümcns ca. i-.ö mm. — Länge der Beine: I 2,28 — 0,76 — 1,8 — 2,37 — 1,42; 11 !,■) —
0,85— 1,44 — 1, im— 0,.s5; IJI 1 ,'.i'."— 0,85— 1,62 — 2,28 — 0,85 ; IV 2,'.a—0,'.i5 — 2, ;!7— 3,23— 0,118 mm. —
Kilimandjaro : Kibonoto, Kulturzone, Okt. (1 $).
Bemerkung. Aus derselben Lokalität kommt noch ein Exemplar, ein adultes Weibchen, vor, das vielleicht
dieser Art angehört. Es unterscheidet sich teils durch die Färbung des Abdominalrückens, der fast ein-
farbig dunkelviolett ist, teils dadurch, dass es in allen Teilen kleiner ist. — Der Unterrand der Vorderaugen
l)ilden eine schwach nach hint(>n gebogene Linie. Die mittleren Hinteraugen sind reichlich doppelt so
weit entfernt wie die Mittelaugen von den Seitenaugen. ( brigens fast wie bei D. kibonotensis. — Länge
des Cephalothorax ca. 1,'J; die des Abdomens 3,5 mm. — Wenn diese Art nicht D. kibonotensis ist, njüchte
ich tien Namen immadtlatus in Vorschlag bringen.
Diores univittatus u. sp.
Weibchen. Unterscheidet sich in Farbe von D. kibonotensis nur durch die Färbung des Abdominal-
rüekens. Dieser ist nämlich mit einer Längsbinde von zusammenhängenden rhombischen, weisslichen Flecken
geziert.
Morphologische Merkmale. Die Augen. Die Vorderaugen sind schwach procurva. Die vorderen
Mittelaugen verhältnismässig kleiner als beim D. kibonotensis. Die hinteren Mittelaugen sind unter sieh nur
1,5-mal so weit entfernt wie diese Augen von den Seitenaugen. — Der Clypeus ist reichlich doppelt so lang
wie der Diameter der mittleren Vorderaugen. — Die Epigyne fast wie bei Diores kibonotensis gebaut. —
übrigens scheint sich die Art nicht wesentlich von D. kibonotensis zu unterscheiden. — Länge des Cephalo-
thorax ca. 2,5; die des Abdomens ca. 3 mm. — Meru: Ngare na nynki, .lan., Nov. (2 $).
Pliolcidae.
Artema Walck.
Artema luauriciaua Walck.
Taf. II, Fig. 35.
Diese grosse Pholeidc ist von Prof. Sjöstedt in den Mkulumusi-Höhlen bei Tanga gefunden (1 $)•
Die Epigyne, die von Simon in Hist. Nat. d. Araignees T. I, p. -464, ziemlich gut besehrieben ist,
habe ich auf Taf. II, Fig. 35, abgebildet. Bei dem vorliegenden Exemplar ist der Hinterrand der grossen
braunen Platte, die die Vaginalöffnung deckt, nicht so stark ansgerandet, wie Simon sie in Fig. -454 gezeichnet
hat. Der Rand ist auch etwas wellenförmig gebogen. Nach Simon findet sich vor dieser grossen Deck-
platte "deux plagues ovales geminees et divergeant en arriere". Diese Platten sind nichts anders, als zwei
ziemlich niedrige, knollenförmige Anschwellungen, die nach hinten stärker entwickelt und niedergedrückt sind,
so dass hinten zwei ziemlich tiefe, taschenförmige Falten gebildet werden. Diese Erhöhungen sind reichlieh
mit groben Haaren besetzt.
Das Trichobothrium der Metatarsen ist ungefähr an der Grenze zum proximalen Drittel des Gliedes inseriert.
Die Spinnwarzen sind fast wie bei den Pholcus-.\rten gebaut. Die mittleren Warzen haben aber je
zwei kurze und zylindrische Spulen, an welchen man ein kurzes und sehr breites Basalstück erkennen kann.
Cambridge betrachtet diese Art mit aialanta Walck. und sisyplwides Dolesch. synonym. Wenn
dies richtig ist, hat der Name atalanta Walck. Priorität. Diese Annahme verdient aber eine nähere Unter-
suchung.
KuLCZYNSKi hat in Arachn. in colonia Erythraea 1901, p. 20, Taf. I, Fig. 15 die Epigyne dieser
Art beschrieben und abgebildet. Seine Zeichnung weicht von der meinigen etwas ab, aber die Unterschiede
scheinen mir nicht von grösserer Bedeutung zu sein.
120 SJÖSTEDTS KILIMANDJAKO-MEEU EXPEDITION. 20: 6.
Spermopliora Heutz.
Spermophora eiisifera n. sp.
Taf. II, Fig. 36 a— c.
Männchen. Farbe. Der lehmgelbfarbige Cephalothorax hat am Brustteil jederseits eine schwarz-
braune, ziemlich breite Randbinde. Längs der Mitte findet sich ein dunkelbraunes Band, das gegen die
Grenze zum Kopfteil verjüngt wird. Dieses Band erweitert sieh stark über dem Kopfteil und geht am
Clypeus durch zwei schmälere Streifen weiter, die von den vorderen Seitenaugen zur Mitte des ( llypealrandes
stark konvergieren. Die Lippe, die Maxillen und das Sternum sind tief braunschwarz, am Sternum merkt
man hinten eine hellere Längsbinde. Das Abdomen ist grauweiss. Am Rücken findet sieh eine Längsbinde,
die in der Vorderhälfte laneettförmig, hell (bräunlieh), und längs der Mitte blass, in der Hinterhälfte schwarz
und dreimal zackig erweitert ist. Zwei dreieckige, schwarze, schräg nach vorn gerichtete Flecke berühren
die Längsbinde vor der Mitte. Die Seiten des Abdomens sind mit 1 — 2 grossen, länglichen, schwarzen
Flecken gezeichnet und am Bauche findet sich ein breites, schwarzes Band, das mehr oder weniger deutlich
durch eine hellgraue Strieme longitudinal geteilt ist. An der Mitte zwischen der Rima epigasteris und den
Spinnwarzen ist das Band durch einen schmalen, hakenförmigen Seitenfortsatz erweitert, dann plötzlich und
sehr stark zusammengezogen. Die unteren Spinnwarzen schwarz. Die Beine sind hellbraun ; die Femoren
und Tibien distalwärts mehr weniger verdunkelt.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist ein wenig breiter als lang, ziemlich flach, mit
tiefer Längsfurehe. An der Mittlinie ist der Brustteil fast 1 V2 mal so lang wie der Kopfteil. Der Clypeus
ist IV3 so hoch wie der Abstand zwischen den vorderen Seitenaugen. — Die Augen sind 6, fast gleichgross,
die hinteren Mittelaugen etwas kleiner, in zwei Gruppen gestellt. Der Abstand zwischen den vorderen
Seitenaugen fast doppelt so gross wie zwischen den hinteren Mittelaugen. — Die Cheliceren sind an der
Basis stark knollenförmig nach vorn erweitert. Diese Erhöhung ist mit zahlreichen kurzen und kräftigen
Stacheln besetzt. Etwas mehr nach innen findet sich an der Basis ein sehr grosser Zahn. Ungefähr Vs
von der Spitze der Vorderseite merkt man einen kleinen, kurzen und sehräggeschnittenen, lappenförmigen
Vorsprung, der mit vier winzigen Zähnen gekrönt ist. Da die Cheliceren parallel gehalten sind, berühren
diese Greiforgane (?) fast einander. Am inneren Falzrand findet sich eine hyaline, lamellenartige Leiste, die
mit einem grossen Zahn verwachsen ist. Diese Leiste geht von dem Zahn fast bis zum Berührungs-
punkte der beiden Cheliceren weiter (siehe Taf. II, Fig. 36 b). — Die Lippe ist ca. dreimal so breit
wie lang, an der Mitte des Vorderrandes schwach erweitert. — Das Sternum ist etwas länger als breit,
zwischen den weit getrennten Hinterhüften quer abgestutzt. — Die Beine. Die Femoren I und II sind
unten durch eine Reihe kurzer Stacheln ausgezeichnet. Das Trichobothrium der Metatarsen fast basal. —
Das Abdomen ist ziemlich hoch, ca. 1 V2 mal so lang wie hoch oder breit. — Das Kopulations-
organ (Taf. II, Fig. 36 a). Der Troehanter hat unten einen lappenförmigen, schräg abgestutzten Fort-
satz. Das Femur schwach distalwärts erweitert, reichlich doppelt so lang wie breit, an der Basis
unten mit zwei langen Haaren versehen. Die Patella nur V:; so lang wie das Femur. Die Tibia ca. dop-
pelt so lang wie breit, am Rücken und innen am Distalrande mit einem Sinnhaar. Das Cymbium ist
zu einem stäbchenförmigen, sehmalen Organ verlängert; an dem relativ breiten Basalteil reichlich behaart,
gleich oben mit einem lappenförmigen, sehr kleinen, ovalen Anhang, an der Spitze mit drei hyalinen, mehr
weniger feingezähnten Lappen und einem schmalen, hornfürmigen Lateralanhang. Der Bulbus ist weiss, fast
zylindrisch, fast 2 V-' mal so lang wie breit. An der Basis findet sich ein stäbchenförmiger, etwas ge-
krümmten Anhang und an der Spitze findet man einen Fortsatz, der zweigespalten ist. Der Hauptast ist
gerade und fein gespitzt, der Seitenast schwächer, hornförmig gekrümmt und stumpfer. Beide mit zahii-
förmigen Körnchen besetzt. Masse. Länge des Cephalothorax ca. 1; die des Abdomen ca. 1,95 mm.
Weibchen. Farbe. Die beiden Marginalbinden am Cephalothorax sind vom Rande etwas verrückt.
Das Rückenband des Abdomens ist in drei Paar dreieckiger Flecke aufgelöst. Das Bauchband ist durch eine
breitere Mittelstrieme geteilt. Wahrscheinlich ist die Farbenzeichnung individuellen Schwankungen unterworfen.
TlIT,I,(iKEN, ARANE^. 121
Morphologische Merkmale. Dei- Clypeiis ist ein wenig iiiirzcr als Ikmiii Männchen, dio Cliolioeren moliv
zylindrisch und nur mit dem Falzraiui/.ahn bewalTnut, der am inneren Kalzrand zu sitzen scheint, wenigstens
ist er hinler der Khius])itze gerichtet. Die lieine sind liberall mit feinen Haaren besetzt.
Die Epigyne wird am besten durch die Zeichnungen demonstriert (siehe Taf. II, Fig. 3G c). Sie ist
über die Fläche des Bauches stark erhöht. Vorn findet sich ein schmaler, vertikal gerichteter Fortsatz,
hinten ein breiterer und stumpfer, der nach vorn gebogen ist. Beide Fortsätze sind weiss gefärbt und
zwischen denselben findet man ein gelbes, von unten fast dreieckiges Stück. Länge des Cephalothorax
0,95; die des Abdomens 2,25 mm. — Kilimandjaro : Kibonoto, Kulturzone, Juli (1 cf, 1 9).
Spermopliora globosa n. sp.
Taf. II, Fig. 37 a— k.
Männchen. Farbe. Der Cephalothorax ist hell gelbbraun, am Rücken mit einem grossen, runden,
schwarzbraunen Flecke, der längs der Mitte durch ein hellgelbbraunes, gleiehbreites Band geteilt ist. Die
schwarzbraune Farbe umfasst die Augenhügelchen. Der Clypeus hat unter den Augen zwei grosse, fast zu-
sammenstossende dunkelbraune Flecke, die sich durch zwei schmale, weit getrennte, braime Striemen zum
Clypealrande strecken. Die Unterseite des Cephalothorax ist schwarz, nur das Sternum ist durch einen
kleinen, dreieckigen, mehr weniger nach hinten verlängerten, gelblichen Fleck vor der Mitte ausgezeichnet.
Die gelbbraunen Beine sind an der Mitte der Tibien (und Femoren), am distalen Ende der Femoren und
an beiden Enden der Tiliien mit schmalen, schwärzlichen Ringen versehen. — Das weissgraue Abdomen ist
mit dunkelbraunen Zeichnungen reich geziert. Vorn am Rücken findet sich ein dreieckiger, etwas lang-
gestreckter Fleck und hinter diesem fünf Paar schräger Flecke, die hinten zu A förmigen Zeichen ver-
einigt sind. An den Seiten des Abdomens merkt man 4 — 5 schräge, strichförmige Flecke und am Bauche
ein longitudinales Band, das vor der Rima epigasteris doppelt so breit wie iiinter derselben ist. Dies Band
hat zwei Paar schmale, hornförmige Seitenfortsätze.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist ungefähr so breit wie lang, stärker gewölbt als bei
Sp. eiisifer, mit tiefer Mittelfurche. An der Mittellinie ist der Brustteil ca. 1,8 mal so lang wie der Kopfteil.
Der Clypeus ist ca. 1,6 mal so hoch wie der Abstand zwischen den vorderen Seitenaugen. — Die Augen
sind stark zusammengedrängt, die hinteren Mittelaugen etwas kleiner. Der Abstand zwischen den Vorder-
augen 1 Vs so gross wie zwischen den hinteren Mittelaugen. — Die Cheliceren fast wie bei Sp. ensifer
gebaut. Der Basalzahn ist aber kleiner und die basale, knollenförmige Erweiterung entbehrt Stacheln (vergl.
Taf. II, Fig. 37 e — f). Übrige Mundteile und Sternum wie bei Sp. ensifer. — Die Beine. Keine
Stachelreihen an den Vorderschenkeln vorhanden. Trichobothrium der Metatarsen fast basal. — Bei dieser
Art habe ich die Tarsen etwas näher untersucht. Es zeigt sich, dass am Rücken des zweiten "falschen"
Tarsalgliedes, dicht am Vorderrande, ein ovales Sinnorgan vorhanden ist. Die Krallen des ersten
Fusspaars (Taf. II, Fig. 37 g) haben 7 resp. 9, die des vierten 8 resp. 10 Zähne, welche sehr
stark gegen die Basis der Kralle sich vermindern. Die Afterkralle hat eine sehr lange, schmale
und herabgekrümmte Spitze und einen langen und schmalen Zahn. — Das Abdomen ist nicht so
lang oder breit wie hoch, hinten zugespitzt. — Das Kopulationsorgan (Taf. II, Fig. 37 a — d). Der
Trochanter unten mit einem spitzen F'ortsatz. Die drei folgenden Glieder fast wie bei Sp. ensifer. Der
Cymbialfortsatz kürzer, am Ende mit mehreren Anhängen, von welclien man einen langgespitzten, hyalinen
Lappen und zwei kurze Zähne merkt. Der Bulbus ist fast keulenförmig, durch eine schwache Einschnürung
in zwei Hälften geteilt, von welchen die untere einen geradeaus gerichteten, hakenförmigen, stark chilini-
sierten Fortsatz (Embolus?) und an der Basis einen hyalinen, schmalen Anhang hat. Masse. Länge des
Cephalothorax ca. 0,7.5; die des Abdomens ca. 1,15 mm.
Weibchen. In Bezug auf die Farbe unterscheidet es sich kaum vom Männchen. Morphologisch ist
es auch sehr übereinstimmend. Die Cheliceren besitzen nur Falzrandzahn.
Die Epigyne (Taf. II, Fig. 37 i — k), ist sehr verschieden gebaut. Vielleicht sind jedoch die Weibchen
nicht völlig geschlechtsreif. Von der Seite gesehen ist die Epigyne etwas knollenförmig erhöht und erkennt
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition. 30. 16
122 SJÖSTEDTS KILIBrANDJARO-BrKKU EXPEDITION. 20: G.
man einen schmalen, fast hyalinen Clavus, der auf durphsichtigem Präparate gedreht zu sein seheint. An
jeder Seite dieses Clavus findet sicli eine feine Ritze, die zu den stark chitinisierten, kurzen und nach vorn
gebogenen I^eceptacula (?) führt.
Die Spinnwarzen dieser Art sind etwas anders gebaut, als bei z. B. Smerinfjopus und verdienen eine
nähere Untersuchung. Die oberen Warzen haben ein kleines, gut artikuliertes, kalottenfürmiges Apikalglied.
Die Spinnspulen habe ich nicht identifizieren können. Die unleren Warzen wie bei Pholcus. Die mittleren
Warzen sind stark ausgezogen und enden mit einer kurzen Spule. Die für diese Warze charakteristische
Borste ist hier kurz, einfach (nicht federartig) und gerade. Masse. Länge des Cephalothorax ca. 1,15; die
des Abdomens ca. 2,2.5 mm. Die Exemplare variieren ziemlich viel in Grösse, besonders in Bezug auf die
Länge der Beine. — Kilimandjaro : Kibonoto, Kulturzone, Aug. — Okt., Regenwald (1 c/'); Kiboscho, 3000
Mtr., Regenwald. — Meru, Regenwald, Jan.
Smei'iiigopus Sim.
Smeriugopus peregriuus Strand.
TaL II, Fig. 34 a— d.
1906. Strand, E. Tropisch-afrikanische Spinnen etc. Jabresh. d. Ver. f. vaterl. Naturk. in Württem-
berg, p. 47. — 1907. id. Afrikanische Spinnen etc. Zool. Jahrb. Abt. f. Syst. Bd. 25, h. 5/6, p. 569.
Die vorliegenden männlichen Exemplare stimmen mit den von Strand veröffentlichten Beschreibungen,
besonders hinsichtlich der Farbenmerkmale, ziemlich gut überein.
Bezüglich des männlichen Kopulationsorgans, das ich auf Taf. II, Fig. a — c abgebildet habe, muss
ich aber einige Verschiedenheiten hervorheben. Den Fortsatz des Bulbus beschreibt Strand folgenderweise :
"vorn in einen kurzen, leisten- oder plattenförmigen Fortsatz ausgezogen, der sich am Ende zu einer fast
senkrecht und quer gestellten, viel höher als breiten, am oberen Ende breit abgerundeten, am unteren zuge-
spitzten Platte erweitert". Der Fortsatz hat nach meiner Untersuchung nach aussen im unteren Teil eine
scheibenförmige Erweiterung, die fast wie der Schraubengang eines Pfropfenziehers gedreht ist. Das helle, ge-
plattete Ende des Fortsatzes biegt sich stark gegen den (lymbialfortsatz hin und hat vor der Spitze noch
eine, aber sehr kleine lappenförmige Erweiterung.
Die Cheliceren sind auch nicht so gebaut, wie Strand angibt. Der Zahn an der Vorderseite dicht
über die Einlenkung der Klaue ist fast rechtwinkelig abstehend, kaum gebogen und etwas zusammengedrückt.
Am äusseren Falzrand ist ein langer Zahn und fast an der Basis der inneren Clhelicerenseite findet sich
eine kleine, zahnförmige Chitinbildung.
Betreffs der Augen findet sich ein sehr wichtiger Unterschied. Die Area der Mittelaugen ist nämlich
hinten breiter als ihre Länge (0,4x0,34 mm.)! Strand schreibt: "kaum länger als hinten breit" und
Simon in Hist. nat. d. Araign. I, p. 476: "Area mediorum, superne visa, longior quam latior".
Bezüglich der übrigen Merkmale ist hervorzuheben, dass die Maxillen an der Insertion des Trochan-
terengliedes einen kleinen konischen Zahn haben, der beim Weibchen fehlt.
Das Weibchen unterscheidet sich mit Hinsicht auf die Farbe nicht wesentlich vom Männchen. Durch
Untersuchung mehrerer Exem|)lare geht hervor, dass die jungen Weibchen dieselbe Farbenzeichnung haben wie
der von Strand beschriebene Sm. peregrinns. Weibchen aber, die ihre Eier schon abgelegt haben, zeigen
Zeichnungen, die stark an Sm. elongatus Vins. erinnern. Während der Reifezeit wird das Abdomen stark
ausgespannt, wodurch die Grundfarbe stärker hervortritt. Die charakteristische Zeichnung des Rückens wird
dadurch deutlicher. Bei verschiedenen Exemplaren variiert besonders die dunkle Zeichnung der Seiten und
des Bauches.
Von dem weiblichen Geschlechtsorgan eines Smeringopus weiss man sehr wenig. Es wird als
eine ovale oder eckige chitinöse Platte, die durch eine Querfurche in zwei Hälften geteilt ist, beschrieben.
Die Beschreibungen dieses Organs von z. B. Strand und Simon beziehen sich ganz gewiss auf unreife
Weibchen und haben keinen systematischen Wert. Bei dem reifen Weibehen dieser Art besteht die Epigyne
TULLCHEN, AKANEÄ. 123
aus einem ovalen, lipllbraunen Felde (Taf. II, Fig. 3i d), das durr-h eine Furche (rima epigasteris) in zwei
Hälften geteilt ist. Die vordere Hälfte ist vorn von einem bogenförmigen, gleiciibreiten, fast weisslichen
und schwarzgerandeten Feld umgeben, das an der Mitte gerade nach vorn verlängert ist. Nahe an der
Querfurelie merkt man zwei flache Gruben, die Vaginalöffnungen. Auf durchsichtigen Präparaten sieht man,
dass diese zu zwei stark chitinisierten, bogenförmig gegeneinander gebogenen schmalen Receptacula leiten.
Diese Receptacula liegen unter dem wi'issen Felde und werden am Derührungspunkte an der Mitte zu kleinen
Blasen erweitert. Die Epigynealfläche ist mit mehr weniger langen Haaren besetzt.
Die Spinnwarzeil stimmen gut mit denjenigen eines Pliolcus nach der Beschreibung Apstein's
überein.
Die vier Wetatarsen haben je ein basales Trichobotbrium. Länge des Cephalothorax 1,0 mm.; die
des Abdomens ca. 4 mm.
Es ist nicht leicht, die Verwandtschaftsverhältnisse dieser Art zu beurteilen, da sowohl die bisher
veröffentlichten Besehreibungen, wie die Abbildungen der Gcschlechlsorgane viel zu wünschen übrig lassen.
J\lit .S'»(. elongatus ViNS. ist sie sehr nahe verwandt. Simon meint, dass Sm. tijmloides R. KoCH. synonym ist.
Er weist in Hist. nat. d. Araignees T. I, p. i75, auf die "beste" Abbildung von dieser Art hin. Sie ist
von Marx nach einem Exemplar aus Bermudas (siehe Proc. Acad. Sei. Philadelphia, 1889, PI. IV, fig. 5)
gezeichnet. Diese Abbildung ist aber von geringem Wert. Die Zeichnung von Epigyne muss ganz gewiss
unrichtig sein. Ich habe mehrere Exemplare aus Asien und von Thorell determiniert untersucht, aber nur
ein Exemplar zeigte eine Farbenzeiehnung, die an die von Marx gezeichnete Figur erinnerte. Kein
Exemplar in der THORELL'schen Sammlung seheint mir völlig geschlechtsreit zu sein. Wenn man aber die
Zeichnung von der Augenstellung prüft, findet man, dass die Area der Mittelaugen bedeutend breiter als lang
ist. Nach diesen Figuren Marx's ist es ganz unmöglich, mit Sicherheit zu schliessen, ob die fragliche Art
mit Sm. elongatus Vins. identisch ist.
Strand hat in "Nordafrikanische Spinnen" etc. im Archiv f. Naturgesch. 74. Jahrg., I. Bd., 1908,
p. 93 — 95 zwei Arten Sm. affinitatus und zonatus beschrieben. Er beschreibt auch die Epigyne und bildet
die des zonatus in Fig. 3 a ab. Es ist klar, dass Strand nur unreife Weibchen gesehen hat. Die Affinität
mit anderen Formen dieser Gattung kann man nur nach der Farbenzeichnung beurteilen, was natürlich nur
sehr schwache Anknüpfungspunkte gewährt. — Küimandjaror Kibonoto, Kulturzone, Aug. — Okt. — Meru:
Ngare na nyuki, Nov. — .Jan. (Im Januar sind reife Weibchen angetroffen, reife Männchen schon früher.)
Theridiidae.
Rhoiiipli^a L. Koch.
Rhomphiea Sjöstedti n. sp.
Taf. II, Fig. 38.
Weibchen. Farbe. Die Grundfarbe des Cephalothorax ist hell gelliliraun; an den Seiten ist der
Cephalothorax dunkelbraun gerandet und am Kopfteil laufen zwei braune Bänder, welche an den Cheliceren
fortsetzen und hinter der Augenarea an der Ouerfurche in einer Spitze zusammenlaufen. Die Pedipalpen
sind oben braun — rosafarbig. Die gelben Beine haben schwach angedeutete gelbe Streifen (und Ringe). Das
Abdomen ist dicht mit silberfarbigen Flecken bestreut; vorn an den Seiten finden sich ein ziemlich sehwach
angedeutetes braunes Band.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist sehr niedrig, am breitesten zwischen den Hüften
III und IV. Der Clypeus ist so lang wie die Breite der Augenarea. Der Cephalothorax ist an den Seiten mit
einem kielförmigen Rand versehen, der an den Seiten des Clypeus nur schwach angedeutet ist. Die Seiten-
ränder der Cephalothorax sind hinten fast parallel, an den Hüften II schwach ausgerandet und vor densel-
ben gegen den Clypeus scliwach konvergierend. Die Grenze zwischen Brust- und Kopfteil ist durch eine
ziemlich tiefe Querfurelie markiert. Der Abstand von derselben bis zum (Jlypealrande ist fast 1,4 mal so
124 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 20: 6.
gross wie der Abstand bis zum hinteren Rande des Cephalothorax. Hinten an den Seiten ist diese Art
nicht wie Rh. longa Kulzc. quer gestreift. — Die Augen. Die Area der Mittelaugen ist deutlich breiter
als lang; die vorderen Mittelaugen sind ein klein wenig grösser als die hinteren und unter sich wenigstens
um ihren Querdurchmesser entfernt; die hinteren Mittelaugen sind unter sieh fast um ihren doppelten Quer-
durehmesser entfernt. Die zusammenstcssenden Seitenaugen sind gleichgross und ein wenig kleiner al.s die
hinteren iMittelaugen. Der Ab.sfand zwischen den Seiten- und Mittelaugen bedeutend kürzer als der kürzeste
Augenradius. Die vorderen Mittelaugen sind .schwarz. — Die C hei leeren haben am äusseren Falzrand
einen ziemlieh langen, spitzen Zahn. Sie sind ca. 0,47 mm. lang. — Die Lippe ist halbmondförmig, an
der Basis reichlich doppelt so lang wie an der Mitte breit. Vom Sternum ist die Lippe gut getrennt. —
Das Sternum ist oval, nach hinten breit gespitzt und zwischen den Hinterhüften ausspringend. Es ist
wenigstens doppelt so lang wie breit. — Die Pedipalpen zeichnen sich durch distalwärts keulenförmig an-
gesehwollene Femoren aus. — Die Beine 1.4.2.3 sind äusserst fein und lang, besonders die Beine I
und IV. Stacheln fehlen; die Haare äusserst fein. Die für die Theridiiden charakteristische Haarreihe am
vierten Tarsus fehlt! Betreffs der Trichobothrien ist es mir gelungen zu konstatieren, dass diese Art an den
Metatarsen I — III je ein kurzes basales Trichobothrium hat. Die Krallen sind drei, sehr lang und äusserst
stark gebogen, an der Basis mit einigen kurzen Zähnen versehen. Am Ende der Tarsen finden sich einige
dicke, einseitig gefiederte Haare und kurz vor dem Ende sitzt unten ein kleines Sinnorgan. — Das Ab-
domen ist wurmförmig, nach hinten stark gespitzt, ca. 8 mal so lang wie dick. Die Spinnwarzen sind
vom Hinterrande ca. 7 mal so weit entfernt wie vom Pediculus und auf eine ziemlich starke Erhöhung
inseriert. — Die Spinnwarzen sind sechs, die unteren sind die grössten und haben ein äusserst kleines End-
glied, das mit einem Kranz von Haaren umgeben ist. Am Ende sitzen eine ziemlieh grosse Anzahl Spulen
der Glandulae pyriformes und am Innenrande eine grosse Spule einer Glandula ampullacea. Die oberen
Warzen sind kürzer, auch zweigegliedert. Sie zeichnen sich durch eine sehr grosse Spule ohne Ansatz-
stück ans und sind vom Ende gesehen etwas von den Seiten zusammengedrückt. Diese Spule sitzt am Aussen-
rand. Am Innenrand findet sich vorn eine massig grosse Spule mit kurzem Basalstück und langem, dickem
Ansatzstück und mehr nach hinten zwei grosse Spulen für (ilandulae ampullacese. Die mittleren, äusserst
kleinen Warzen sind eingliedrig, von den Seiten zusammengedrückt. Sie tragen folgende Spulen: vorn eine
sehr grosse Spule einer Glandula ampullacea, dann drei kleine Spulen für Glandula; pyriformes und hinten
eine Spule für wahrscheinlich eine Glandula tultuliformis. — Ein Colulus habe ich nicht gesehen. — Das
Vorderende des Abdomens ist wie bei Eh. longa KuLCZ. gebaut, aber die beiden Zähne, die Kulczynski
als Stridulationsorgane deuten will, sind hier äusserst klein. — Die Epigyne ist nur wenig erhöht. Die
Genitalöffnung ist quer oval und von der Fama epigasteris weit entfernt. Die Receptacula sind durch das
Integument deutlich sichtbar (vergl. Taf. 11, Fig. 38). Masse. Länge des Cephalothorax (excl. die Gheliceren)
ca. 1,7; die des Abdomens ca. 12 mm. — Länge der Beine: 18,87—0,40 — 6,87 — 3,61 — 1,82; 114,75—0,57
— 3,8—2,41 — 1,06; ni 2,18 — 0,45 — 1,46 — 1,08— 0,5:i; IV 0,70 — 0,51—4,37—2,48—0,85 mm. — Kilimandjaro :
Kibonoto, Kulturzone (1 9)-
Episiiius Latr.
Episiuus meruensis n. sp.
Taf. II, Fig. 39.
Weibchen. Farbe. Der (Cephalothorax ist dunkelbraun, längs der Mitte und der Seiten schwärz-
lich angelaufen. Die Gheliceren sind etwas heller braun und das Sternum ist schwärzlich mit Andeutung
zu einer hellen Längsbinde. Die hellbraunen Beine zeichnen sich durch mehrere breite, schwarze Ring-
flecke aus. Das schwarzgraue Abdomen ist am Rücken mit undeutlichen schwarzen, blutroten und weissen
Zeichnungen marmoriert.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist etwas länger als breit, vorn ziemlich stark ver-
jüngt und vorstehend, wodurch der Clypeus unter den vorderen Mittelaugen stark eingedrückt wird. Der
Clypeus ist fast 2Vi' mal so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen und am Vorderrande an der
TULLGBEN, ARANEiE. 126
Mitte etwas winkelig ausgezogen. — Die Augen. Die Vorderreilie von vorn gespjipn fast gerade mit den
Mittelaugen, bedeutend l<leiner als die Seitenaugeii. Die Mittelaugen sind unter sich um ihren Ouerdurch-
niesser entfernt. Der Abstand von den Seileiuiugen kaum Va so weit. Die vorderen und hinteren Seiten-
augeii berühren fast einander, die vorileren vielleiclil eine Kleinigkeit grösser. Die hintere Aiigenreihe ist
stark rceurva, mit den Rlillelangen ein wenig grösser. Die Augeninlervalle sind fast gleich gross, kaum
mehr als halb so breit wie die Mittelaugen. Die Area der Mittelaugen bildet ein fast regelmässiges Viereck,
das vielleicht etwas länger als breit ist. — Die ('. heliceren. Am äus.seren (?) Falzrand finden sich zwei
kleine, spitze und gleichgrosse Zähne, die dicht beisammen sitzen. An der Unterseite findet sich eine
schräge Reihe langer Federhaare, an der Überseite am distalen Ende sind einfache Haare und ein einziges
Federhaar nahe an der Einlenkung. Dies Haar biegt sieh stark über die Basis der Klaue. — Die Lippe
ist ca. 17» so breit wie lang, am Ende breit gerundet. — Das Sternum ein wenig länger als vorn breit,
hinten verschmälert und gerundet, zwischen die breit getrennten llinterhüften eingeschoben. — Die Beine.
1 . 4 . 2 . 3. Die Behaarung sehr fein und ziemlich kurz. Das Tricliobothrium der Metatarsen etwas von
der Mitte inseriert. Fehlt am vierten Mefatarsus. Das ovale Sinnorgan der Tarsen fast basal. — Das
Abdomen ist ca. l'/ä mal so lang wie hoch, nach hinten ziemlich lang zugespitzt. Von oben gesehen
zeigt sich das Abdomen vorn an der Mitte etwas ausgerandet und ungefähr an der Mitte des Rückens finden
sieh zwei grosse, divergierende Höcker. Die Epigyne besteht aus einer gelbbraunen, sehr flachen und fast
sechsseitigen Grube, die hinten von einer schmalen, scharf markierten, schwarzen Leiste begrenzt ist. Masse.
Länge des Cephalothorax 1,6; die des Abdomens ca. 3,5 mm. Länge der Beine: I 2,58 — 0,76 — 2,09 — 2,73
—0,95; II 1,7—0,57—1,17 — 1,55—0,7; III 1,27—0,49 — 0,7-1-1,08-0,6; IV 2,56—0,79 — 1,71—2,47—0,93
mm. — Merii, Regenwald, Jan. (2 9).
Bemerkung. Zu dieser Art gehört wahrscheinlich ein junges Männchen aus demselben Fundorte.
An diesem Exemplare fehlen aber die roten Zeichnungen des Abdominalrückens ganz. Der Cephalothorax
hat 3 deutliche schwarze Längsbinden und am Rücken findet sich eine doppelte Reihe kleiner, schnee-
weisser Flecke.
Loxonycliia n. g.
Es scheint mir fast unmöglich, die vorhegende Art einer bisher bel^annten Gattung
hinzuzurechnen, und ich muss gestehen, dass ich nicht weiss, ob ich dieselbe zu den
Theridieen oder zu den Euryopeen rechnen soh. Wahrscheinlich ist sie jedoch mit der
letzteren Gruppe etwas näher verwandt, denn die Hinterbeine sind die längsten.
Der Cephalothorax ist kurz und breit, mit schmalem und massig hohem Kopfteil.
Der Clypeus ist ungefähr so hoch wie die Area der Augen. Die vordere Augenreihe ist
schwach procurva, mit bedeutend kleineren Mittelaugen. Die Area der Ähttelaugen ist
vorn bedeutend schmäler als hinten. Die Hinteraugen sind ungefähr gleichgross und
in eine ,nach vorn gebogene (recurva) Reihe gestellt. Die hinteren Mittelaugen sind
unter sich stärker entfernt als von den hinteren Seitenaugen. Das Sternum ist kurz
und breit, zwischen den ziemlich weit getrennten Hinterhüften kurz und stumpf aus-
springend. Das Abdomen ist Erigone-ähnUch, nach hinten schwach gespitzt. Die Spinn-
warzen von oben sichtbar.
LoxoHycliia higiibris u. sp.
TaL II, Fig. -iO a— c.
Weibchen. Farbe. Der Cephalothorax ist hellbraun, mit schwachem, schwärzlichem Anstriche an
den Seitenrändern und am Kopfteil. Die Augenarea ist wenigstens vorn schwarz. Die Cheliceren sind hell
gelbbraun wie die Beine, die jedoch distalwärts etwas dunkler sind. Die Maxillen, die Lippe und das Sternum
126 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 20: 6.
sind stark schwärzlich angelaufen. Das Abdomen ist schwarzgrau; nur hinten am Rücken findet sich eine
Andeutung zu einem hellen Längsband.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist massig gewölbt, ungefähr so lang wie breit, mit
einem kleinen, wenig erhöhten und ziemlich schmalen Kopfteil. Eine Zentralgrube ist kaum angedeutet.
Der Clypeus ist wenigstens so hoch wie die Augenarea, etwas nach hinten geneigt, der Vorderrand gerade
von oben sichtbar. Das Integument kurz behaart. — Die Augen. Die Vorderreihe schwach procurva. Die
vorderen Mittelaugen sind bedeutend kleiner als die vord. Seitenaugen, ihr Diameter kaum halb so gross
wie der der letztgenannten; unter sich sind sie ungefähr 1,5 mal ihren Querdurchmesser entfernt. Der
Abstand zwischen den vorderen Mittel- und Seitenaugen kaum so gross. Die vorderen und hinteren Seiten-
augen sind fast gleichgross und zusammenstossend. Die Area der Mittelaugen ist hinten fast doppelt so breit
wie vorn und etwas (ea. Vi) breiter als lang. Die Hinterreihe der Augen ist schwach recurva, mit den
ovalen Mittelaugen ein klein wenig grösser als den Seitenaugen. Unter sich sind die Mittelaugen kaum um
ihren längsten Radius entfernt, der Abstand von den Seitenaugen ist viel kürzer. — Die Cheliceren sind
am Ende fast quer abgestutzt, mit der inneren Ecke etwas zahnartig vorspringend. Wahrscheinlich findet
sich vor dieser Ecke am inneren Falzrand ein körnchenähnlicher Zahn. — Die Maxillon haben einen deut-
lichen, schrägen Längseindruck. — Die Lippe ist bedeutend breiter als lang und ragt nicht über die Mitte
der Maxillen hinaus. Am Ende ist sie etwas wulstförmig verdickt. — Das Sternum ist nur wenig länger
als breit und ragt hinten etwas zwischen den weit getrennten Hinterhüften hinaus. Das Hinterende ist
schwach verschmälert und stumpf abgerundet. — Die Reine. 4.1.2.3. Die Hinterhüften sind die längsten.
Das Integument ist mit langen feinen Haaren bekleidet. Der Tarsus IV ist mit der für die Theridieen
charakteristischen Haarreihe versehen. Triehobothrien an den Metatarsen habe ich nicht sehen können. An
den Tarsen ist an der Dorsalseite ein ovales Organ, das am ersten Tarsus fast an der Mitte, an den fol-
genden Tarsen mehr proximalwärts gerückt liegt. Die oberen Krallen sind schwach gekrümmt, hinter der
Mitte mit einigen (3 — 5) sehr kurzen Zähnen versehen. Die Afterkralle ist stärker gekrümmt, auch mit
einigen basalen, winzigen Zähnen. Nahe den Krallen sind unten einige dicke, einseitig gefiederte oder ge-
zähnte Haare. — Dicht vor der Spitze der Tarsen findet sich unten ein leierfürmiges Organ in einer feinen
mehr weniger markierten Hautfalte. Die Tarsen haben ein nicht vollständig abgeschnürtes Onychium. —
Das Abdomen ist stark gewölbt, hinter der Mitte am breitesten und mit einem etwas gespitzten, von oben sicht-
baren Hinterende. — Die Epigyne besteht aus einer rotbraunen, glänzenden Platte, die an der Mitte zwei
schmale, dichtgestellte, longitudinale Offnungen hat (vergl. Taf. II, Fig. 40 a). Masse. Länge des Cephalo-
thorax ca. 1,1; die des Abdomens ca. 2,5 mm. — Länge der Reine: I 1,33 — 0,57 — 1,14 — 1,02 — 0,89; II
1,04 — 0,40 — 0,74—0,76—0,72; IH 0,90— 0,45— 0,66— 0,6(5-0,7 ; IV 1,5 — 0,6 — 1,14—0,96 — 0,91 mm.
MÄNNCHEN. Farbe wie beim Weibchen. Der Kopfteil des Cephalothorax ist aber mehr geschwärzt
und das helle Band am Abdominalrücken streckt sich weiter nach vorn, über die Mitte.
Morphologische Merkmale. Das Männchen ist kleiner, scheint aber morphologisch nur wenig ver-
schieden zu sein. Der Clypeus ist ein wenig höher, fast 1,5 mal so hoch wie die Area der Augen. Die
letztgenannten haben dieselbe Stellung und fast dieselbe Grösse wie beim Weibchen, sclicinen aber mehr
zusammengedrängt zu sein. Die vier Vorderbeine sind zerbrochen, aber die vier Hinterbeine sind wie beim
Weibehen gebaut. Triehobothrien habe ich nicht sehen können. — Das Kopulationsorgan zeichnet sich
durch einen langen und feinen, fast rings um den Rulbus gebogenen Embolus aus, der sich an einen grossen
Clonductor emboli schliesst. Das letztgenannte Organ endet mit einem kleinen, klauenförmig gebogenen,
schrägen Fortsatz. (Im übrigen vergl. Taf. 11, Fig. 10 b — c). J/«.sse. 'Länge des Cephalothorax ca. 1,17 mm.;
die des Abdomens ca. 1,8 mm. — Kilimciniljaro: Kiboscho, Regenwald, 3,000 m. ü. M. (1 ^, 1 9)-
Tlieridium Walck.
Zu dieser Gattung führe ich ein Dutzend Arten, von welchen jedoch einige zukünftig
ausgebrochen werden müssen. Tlieridium s. Sim. ist eine KoUelttivgattung mehrerer ganz
TULLGEEN, AllANE/E. 127
gewiss genei'isch gul gcliciinlcr Gruppen. Um Ordnung in die Verwirrung bringen zu
Ivönnen, muss man mehr als bislier auf den feineren Bau der Arten achtgeben, und vom
grosser Bedeutung ist olme Zweifel die Stellung der metatarsalcn Trichobothrien.
So z. B. wurden die Arten Tli. argenteo-gnUdfiuii n. sp. und merucnse n. sp. von
allen anderen Arten dadurch unterschieden, dass das metatarsale Trichobothrium an das
distale Ende des Gliedes gestellt ist, während das genannte Sinnhaar bei anderen Arten
vor oder an der Mitte des Gliedes gelegen ist. — Von anderen generisch wichtigen
Merkmalen, die bisher zu wenig beobachtet worden sind, will ich nur die relative Länge
der Tarsen und Metatarsen erwähnen. Weder hier noch anderswo in diesem Werk habe
ich Gelegenheit gehabt, vergleichende morphologische Studien über die deskriptive Arbeit
hinaus anzustellen.
Theridiuni kibonotense u. sp.
Taf. II, Fig. 41 a— b.
Weibchen. Farbe. Der tlcphalotborax mit Anhängen ist sehr hol! röliieh braun, nur an den
Beinen finden .sich scinvaehe Andeutungen zu dunkleren, ringförmigen Zeichnungen, die besonders an der
Mitte und dem di.stalen Ende der Tibien am deutliciiJiten sind. Die Grundfarbe des Abdomens ist hell gelb-
bräunlich. Den Rücken entlang ist eine wei.sse Mittelbinde, die an den Seiten zackig erweitert ist. Diese
Binde ist laterahvärts von einer schwarzen Strieme begrenzt, die in Flecke fast aufgelöst ist. An den
Seiten des Abdomens finden sich drei oder vielleicht vier kurze, weisse und schräge in schwarz einge-
rahmte Striche oder Flecke. Der Bauch ist zwischen den Spinnwarzen und dem Epigaster schwarz, vorn
aber mit einem kleinen weissen Fleck.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist nur 1,1 mal so lang wie breit, wenig hoch und
mit schwach markierter Zentralgrube. Der Clypeus ist ungefähr 1,1 mal so hoch wie die Area der Mittel-
augen. — Die Augen. Die Vorderreihe ist gerade mit fast gleichgrossen Augen (die v. Seitenaugen sind
aber nicht regelmässig rund nn<l darum etwas kleiner zu ihrer Fläche). Der Abstand zwischen den vor-
deren Mittelaugen ist fast doppelt so gross als der der v. Mittelaugen von den v. Seilenaugen. Die beiden
fast gleichgrossen Seitenaugen stossen zusammen. Die vier Mittelaugen bilden ein fast reguläres Viereck,
das jedoch vorn eine Kleinigkeit breiter als hinten ist. Die Hihterreihe bildet eine äusserst schwach procurva
gebogene Linie. Ihre Augen sind gleichgross, sehr wenig kleiner als die vorderen Mittelaugen und unter
sich fast gleich entfernt. Jeder Zwischenraum ungefähr so breit wie der Diameter der h. Mittelaugen. —
Die C hei leeren haben am äusseren Falzrand drei Zähne, von welchen der innere (proximale) Zahn der
grösste und der mittlere der kleinste ist. Diese beiden Zähne sind auf einer auffallenden Erweiterung oder
einem Fortsatz gelegen und sind an der Basis zusammengewachsen. — Die Lippe ist am Ende breit bogen-
förmig gerundet, Va so lang als die am Ende gerundeten MaxiUen. — Das Sternum ist ein klein wenig
länger als breit, fast dreieckig, hinten ziemlich schmal ge.spitzt und zwischen die llinferhüften eingedrungen.
— Die Beine 1.4.2.3, sind fein und ziemlich lang behaart. Die Trichobothrien der Metatarsen habe
ich leider niidit .sehen können. — Die Krallen sind drei, gezähnt. Die Zähne nehmen schnell gegen die
Basis der Kralle in Grösse ab. — Das Abdomen stark regelmässig kugelig gewölbt, gegen die Spinnwarzen
etwas konisch gespitzt. — Die hellhraiuie Epigyne ist gross, ziemlich stark erliiihl, ca. 1,0 so breit als lang.
Sie hat eine querovale Öffnung, die von einem bleichen, nach hinten stark erweiterten Septum longitudinale
geleilt ist. An jeder Seite dieses Septum sieht man vorn in der Tiefe der Öffnung einen dunkelbraunen
Fleck, der vielleicht ein Receptaculum seminis markiert. Masse. Länge des Cephalothorax ca. 1,7; die
des Abdomens ca. 2,5 mm. — Länge der Beine: I 2,85—0,85—2,28—2,55—1; II 2 22-0,76-1,59—1,9—
0,85; III 1,7—0,62—0,98—1,42—0,76; IV 2,5—0,85 — 1,59—1,8-4 — 0,85 mm. — Kilimandjaro, Kibonoto,
Kulturzone — Steppe, Okt. (1 ?).
128 SJÖBTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 20: 6.
Theridiuiii postinargiiiatiim n. sp.
Taf. II, Fig. 42.
Weibchen. Farbe. Der Cephalothorax ist hell gelbbraun. Über den Kopfteil läuft ein schwarzes
Band, das vorn so breit wie die Augenarea ist und sich nach hinten gegen die Mittelgrube allmählich ver-
jüngt. Die Seitenränder des Brustteils sind mit schwarz sciimal gesäumt. Die Beine und Cheliceren
scheinen einfarbig blassgelb zu sein. Die Maxillen sind in der distalen Hälfte scinvacli Iträunlich und das
Sternum ist mit schwarz mehr weniger stark umrandet. Das Abdomen selieint schmutzig iiellbraun zu
sein. Am Rücken findet sich ein mehr weniger scharf markiertes, breites Mittelband (vielieiclit war der
Rücken im Leben ganz weiss) und zahlreiche kleine schwarze Punkte, die wahrscheinlich keine regelmässige
Anordnung haben. Die Seiten und der Bauch des Abdomens sind weisslich. Rings um die Spinnwarzen
kommen jedoch schwärzliche Flecke vor.
Morphologische Merkmale. Der Cephalot iiorax ist schwach gewölbt, ein klein wenig länger als
breit. Der Clypeus ist ca. 2,3 so hoch wie der Dianieter der vorderen Mittelaugen. Die Zentralgrube deut-
lich. — Die Augen. Die Vorderreihe ist gerade, mit fast gleichgrossen Augen. Der Absland zwischen
den vorderen Mittelaugen ist l,ö mal so gross wie der Diameter der Augen und fast 3 mal so gross wie
der Abstand der vorderen Mittelaugen von den v. Seitenaugen. Die beiden gleichgrossen Seitenaugen stos-
sen miteinander zusammen. Die Area der Mittelaugen bildet ein fast reguläres Viereck. Der Abstand
zwischen den h. Mittelaugen der schwach procurva gebogenen Augen ist ca. iV* mal so gross wie der
Diameter der Augen und nur eine Kleinigkeit grösser als der Abstand der Mittelaugen von den h. Seiten-
augen. Die Augen der Hinterreihe scheint gleichgross und nur ein wenig kleiner als die Vorderaugen zu
sein. — Die Cheliceren sind fast wie bei Theridium kihonotense gebaut. Die Zähne des äusseren Falz-
randes sind aber nur zwei, von welchen jedoch der innere (proximale) Zahn am Ende zweigespalten ist. —
Die Lippe ist ca. doppelt so breit wie lang, nur Vs so lang wie die Maxillen, am Ende breit gerundet. —
Das Sternum wie bei der vorigen Art. — Die Beine, 1.4.2.3, sind fein und lang behaart. — Ein
Trichobothriuni kommt bei den Metatarsen I — III vor. Es ist dicht vor der Mitte des Gliedes inseriert. —
Alle Tarsen mit einem querovalen Sinnorgan am Rücken. — Die Krallen sind drei, gezähnt. — Das Ab-
domen stark regelmässig, kugelig gewölbt, gegen die Spinnwarzen etwas konisch gespitzt. — Die hellgrau-
braune Epigyne ist queroval, nicht doppelt so breit wie lang, am Hinlerrand ein wenig erhöht. Die quer-
ovale Epigynealüffnung ist liinlen von einem scharf markierten, glänzenden Rande begrenzt. In der Tiefe
der Öffnung sieht man einen halbkreisförmigen, dunkelbraunen Fleck, der nicht den Vorderrand der Epi-
gynealüffnung erreicht. — Masse. Länge des Ceplialolhorax 1,25, die des Abdomens ca. 2,8 mm. Länge
Beine: I 2,24 — 0,65—1,7—1,0—0,75; II 1,42—0,47 — 0.87—1,14—0,57; IH 0,08— 0,:J0— 0,57— 0,79— 0,47;
IV 1,74 — 0,6 — 1 — 1,29 — 0,65 mm. — Kilimandjaro: Kiboscho, 3,000 m. ü. M. (1 ?).
Bemerkung. Diese Art zeigt eine gewisse Ähnlichkeit mit Theridium hradyanum Strand (Afrikanische
Spinnen, Zool. Jahrb. Abt. f. Syst. Bd. 25, 1907, p. 580).
Tlieridiiim praeclusum n. sp.
Taf. II, Fig. 43.
Weibchen. Farbe. Der Cephalothorax mit Anhängen ist einfarbig hell rosagelb. Das Abdomen
sch(!int (in Spiritus) schwärzlich zu sein und hat am Rücken ein weisses, longiludinales Band, das lateral-
wärts zackig und an der Mille am breitesten ist. Am Rücken kommen einige sehr kleine schwarze Punkte
vor, von welchen vier an der Mitte am deutlichsten und in ein vorn schmäleres Viereck gestellt sind.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist ein klein wenig länger als breit. Der Clypeus
ist unter den Augen etwas eingedrückt, reichlich 3 mal so hoch wie der Dianieter der minieren Vorder-
augen und ca. \;i mal so hoch wie die Area der Mittelaugen. — Die Augen. Die Vorderreihe ist
deutlich aber schwach gebogen und besteht aus fast gleichgrossen Augen. Der Diameter der Mittel-
augen ist 1 V4 so gross wie der Abstand zwischen den Mittelaugen und 1 Vs so gross wie der von
TULLGREN, AEANE^. 129
den Seitenaugen. Hie Area der Millchiiii,'en bililet ein fast reguläres Viereck, das vorn eine Kleinigkeit
sehmäler ist. Die Seitenaugen stosseii miteinander zusammen, das vordere Auge ist ein klein wenig grösser
als das llinterauge. Die liintere Augenreilie ist gerade nut ihren Augen fast gleichgross. Die Zwischen-
räume sind auch gleichgro.ss, ungefähr so gross wie der Diametcr der Mittelaugen. — Die Cheliceren
haben am äusseren Falzrand 3 gleiehgrosse Zähne. — Die Li|i|i<! ist fast 3 mal so breit wie lang und
kaum mehr als V-i so lang wie die Maxillen. — Das Sternum ist ungefähr so lang wie breit, hinten breit
gespitzt und etwas zwischen die l)reit getrennten Hinterhüften eingedrungen. — Die Beine, 1 . 2 . 4 . 3,
sind lang und fein heliaarl. Ein Trirliobotlirium an der Basalhälfte der Metatarsen vorhanden. Die Krallen
sind drei, gezähnt, aber die Zähne sind wenige, ca. 5, von welchen jedoch der erste der Oberkrallen sehr
gross, fast breiter als die Spitze der Krallen und am Ende fast (pier abgeschnitten ist. — Das Abdomen
ist länglich oval, schwach gewölbt. — Die Epigyne ist breiler als lang mit einer transversalen Öffnung, die
hinten von einer nach vorn gel)ogenen, am Ende etwas ausgerandeten La^nina zum Teil bedeckt ist. —
Masse. Länge des Cephalothorax 1,2, die des Abdomens ca. 2,4 mm. Länge der Beine: I 3 — 0,66 — 2,5 —
2,9—1; 11 2,4—0,6—1,8—2—0,6; III l.TS— 0,45— 1—1,38- 0,6; IV 2,47—0,6—1,7—1,0—0,72 mm. —
Kilimandjaro : Kibonoto, Kulfurzone, Aug. — Sept. (3 $).
Thcridiiim clypeatelliiui n. sp.
Taf. II, Fig. 44 a— b.
Weibchen. Farbe Der (.k'plialotliürax mit CUieliceren hell gelbbraun. Die übrigen Mundteile, das
Sternum und die Beine blass lehmgelb. Die Grundfarbe des Abdomens ist sehr hell graubraun mit schwar-
zen Punkten und weisser Zeichnung. Diese bildet eine nach hinten stark verschmälerte Längsbinde, von
welcher nach jeder Seite schmale weisse, lateralwärts stark erweiterte und fast zusammenfliessende Streifen
ausstrahlen. Diese transversalen Streifen sind jederseits 3 — 4. Die schwarzen Punkte bilden zwei longitn-
dinale Seitenreihen von je fünf Punkten. Die beiden analen Punkte sind ziemlich gross, sitzen einander
sehr nahe und unmittelbar über den Spinnwarzen.
Morj^hologische Merkmale. Der Cephalothorax ist ein wenig länger als breit. Der Clypens ist
etwas eingedrückt, nur so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelangen, höchstens so hoch wie
Vs der Länge der Cheliceren. — Die Augen. Die Vorderreihe ist gerade oder schwach procurva mit fast
gleiehgrossen Augen, von welchen die mittleren unter sich um 1,25 ihres Querdurchmessers entfernt sind.
Der Abstand zwischen den vorderen Mittel- und Seitenaugen misst nur ca. Vs dieser Länge. Die Area der
Mittelaugen liildet ein fast regelmässiges Viereck, das vorn fast unmerklich erweitert ist. Die beiden Seiten-
augen berühren einander. Die Hinterreihe ist gerade und besteht aus fast gleiehgrossen Augen, die in Grösse
vielleicht ein wenig kleiner als die V'orderaugen sind. Die hinteren Älittelaugen sind unter sich um 1,25
ihres Durchmessers entfernt und der Abstand von den Seitenaugen ist ungefähr so lang wie der Diameter
der hinteren Mittelaugen. — Die Cheliceren haben am äusseren Falzrand nur einen winzigen Zahn. —
Die Lippe ist fast 2,5 so breit wie lang. — Das Sternum ist so lang wie breit, hinten breit gerundet und
etwas zwischen die weit getrennten Hinterhüften gedrungen. — Die Beine, 1.4.2.3, sind lang und fein
behaart. Das Vorhandensein eines Triclmliotliriunis habe ich leider nur am Metatarsus III konstatieren
können. Wahrscheinlich haben wenigslens die Metatarsen II und IV auch Trichobothrien an der Basalhälfte
des Gliedes. Die drei Krallen sind gezähnt; die Zähne der oberen Krallen ca. 5, welche gegen die Basis
der Kralle stark in Grösse abnehmen. Der distale Zahn fast so gross und groli wie die Krallenspitze. Die
Afterkralle hat nur zwei winzige Zähne. — Das Abdomen ist hoch gewölbt, von oben fast eiförmig und
gegen die Spinnwarzen stark gespitzt. Die Epigyne hat eine kleine, fast ovale Öffnung, die nur schwach
erhüllt ist. Die kleinen, kreisrunden, dunkelbraunen Receptacula seminis sind durch das Integument gut
sichtbar. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 1,15, die des Abdomens ea. 1,8 mm. — Länge der Beine:
I 1,95—0,57—1,46—1,91—0,64; II 1,36—0,43—0,85 — 1,21—0,51; III 1—0,41—0,53—0,83—0,41; IV 1,67
— 0,55 — 1,04 — 1,38 — 0,53 mm.
Sjöstedts Küimandjaro-Meru Expedition. 20. 17
130 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEBU EXPEDITION. 20: 6.
MÄNNCHEN. Die Sammlung enthält ein junges Männehen, da.s durr-h Farbe und Zeiehnung dem
Weibehen stark ähnelt. — Kilimandjaro : Kibonoto, Kulturzone, Aug. (1 juv. c^, 1 $).
Theridiiim liniatuni n. sp.
Taf. II, Fig. Vo a— b.
Weibchen. Farbe. Der Cephalothorax i.st hell gelbbraun mit einem sehr schwachen, schwärzlichen
Anstriche. Die Mundteile sind reiner liellbraun und das Sternum heller gelbbraun. Die Beine sind hell-
braun, werden aber gegen die Spitze der Tibien und an den Tarsen dunkler gefärbt. Das Abdomen scheint
weisse Zeichnungen auf dunkel graubraunem Grunde gehabt zu halien. An einem Exemplar merkt man
über den Spinnwarzen einen kurzen weiss(>n Längs.streifen. Unten an den Spinnwarzen findet sich ein fast
schwarzer Flecken.
Morphologische Merkmate. Der Cephalnthorax ist nur ein wenig länger als breit mit massig hoch-
gewölbter Pars cephalica. Der Clypeus ist unter den Augen stark eingedrückt und ungefähr 2 mal so hoch
wie der Diameter der vorderen Miftelaugen oder etwas niedriger als die Länge der Area der Mittelaugen. —
Die Augen. Die Vorderreihe ist gerade mit den Seitenaugen, ein wenig grösser als die Mittelaugen. Die
Mittelaugen sind unter sich um 1,4 und vor den Seitenaugen nur um "/0 ihres Querdurchniessers entfernt.
Die gleichgrossen Seitenaugen berühren einander. Die Area der Mittelaugen bildet ein fast regelmässiges
Viereck, das jedoch vorn ein wenig breiter ist. Die Hinterreihe der Augen ist gerade mit ein wenig kleineren
Mittelaugen, die unter sieh kaum um ihren Querdurchmesser entfernt sind. Der Abstand von den Seiten-
augen scheint ein klein wenig kürzer zu sein. — Die Clheliceren sind am äusseren Falzrand mit einem
Zahn bewaffnet. — Die Lippe ist ungefähr doppelt so breit wie lang und am Ende quer oder sehr schwach
ausgeranflet. — Das Sternum ist etwas länger als breit, ziemlich regelmässig dreieckig und hinten zwischen
den Hinterhüften ziendich tief eingedrungen. — Die Deine, 1.4.2.3, sind lang und fein behaart. Ein
Trichobothrium findet sich ungefähr an der Mitte der Basalhälfte der Metatarsen 1 — IV. Die drei Klauen
sind wie bei der vorigen Art bewaffnet. — Das Abdomen ist hoch gewölbt und gegen die Spinnwarzen
ziemlich stark gespitzt. Die Epigyne zeichnet sieh durch eine dunkelbraune, glänzende, schwach rückwärts
vorspringende Lamina aus (siehe Taf. II, Fig. 4.5 a — b). — Masse. Länge des Cephalothorax 1,3, die des
Abdomens ca. 3 mm. Länge der Beine: I 2,41 — 0,74 — 1,8 — 2,24—0,79; II 1,6 — 0,64 — 1,04 — 1,36—0,62; III
1,17-0,51 — 0,66 — 0,77 — 0,49; IV 2 — 0,74 — 1,33 — 1,67 — 0,66 mm. — Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone,
1 ad. 9 Aug., 1 ad. ? Okt.
Theridiiim uigro.sacculatniu n. sp.
Taf. II, Flg. 46 a — c.
Weibchen. Farbe. Der Cephalothorax ist hellbraun mit schwärzlicher Pigmentierung, die gegen
die Seiten am stärksten ist. Die Cheliceren sind dunkel gelbbraun, übrige Mundteile und Sternum dunkel-
braun. Die Beine und Pedipalpen blassgelb, die erstgenannten oft etwas bräunlich und immer an der Spitze
der Glieder, besonders am distalen Ende der Tibien mehr weniger dunkel (rotbraun — schwärzlich) geringelt.
Das Abdomen ist gerade von oben gesehen weiss mit einem ziemlich breiten samtschwarzen Längsband ',
das wenigstens zweimal durch weisse Flecke unterbrochen ist. Von dem wellenförmig konturierten Bande
gehen zwei schmale, mehr weniger dunkle Streifen nach jeder Seite aus. Gerade von hinten ist das Ab-
domen schwarz oder grau mit einem schmalen weissen Längsstreifen. Die Seiten des Abdomens sind oben
weiss, unten mehr weniger schwärzlich gefärbt. Der Bauch ist mehr weniger schwärzlich oder dunkelbraun.
Die Spinnwarzen sind basalwärts rotbraun.
Morpholoi/i.sche Merkmale. Der Cephalothorax ist ungefähr l'/a so lang wie breit, am breitesten an
der Mitte, nacli dem ijueren llinterrand ziemlich stark verengt und mit nur schwach gebogenen Seitenkonturen.
Der unter den Augen eingednickte (Jlvpeus ist ungefähr 2Vä nial so hoch wie der Diameter der vorderen
* Bei einem jungen Weibi-hcii hat diu- weisse Riirki'U nur vorn einen kurzen, bandförmigen Fleck.
TÜTjLflREN, ARANEÄ. 131
MiUelangcMi, kiiuiii so liucli wie die Arrii licr Mittolangon. — Die Aiii;i'ii. Die Voi-ilorreiho ist gerade mit
ili'ii Stnleiiaiigt'ii ein tilciii wenig grösser. Die Millelaiigen sind iinlcr sich nur 1 '/ä ihres Querdarchiiiessers
entfernt. Der Ah.stanil von den Seiteiiangen kaum hall) so weit. Die Seitenaugen berühren einander. Die
Area der Mittelaugen ist so huig wie vom hreil, nach hinlen tasl ninnerklich verschmälert. Die liiiileren,
fast gh^iehgrossen Augen l)ilden eine gera(h' Reihe. Die Mittelaugen sind unter sieii kaum um iiiren (^uer-
durehmesser entfernt, der Abstand von den Seitenaugen ca. "/s grösser. — Die Ciieliceren haben am
äusseren Falzrand zwei verhältnismässig grosse Zähne. — Die Lippe ist dop|)(>n so breit wie lang, am
Ende quergestutzt. — Das Sternum ist ungefäiu' 1 Vs .so lang wie lircil, fast dreieckig und hinlen kaum
zwischen die nicht auffallend weit getrennten llinterhüften gedrungen. — Die Heine, 1 . 4- . 2 . ;5, sind auf
fallend lang und schmal, mit sehr langen und feinen Ilaaren bekleidet. An den Fatellen und Tibien kern
inen einige wirkliehe Borslen vor. Imu Trichobnthrium ist an der liasalhältle dei- .Mc^lalai-sen vorhanden.
Es ist aber ziemlich schwer von den feini'ren Ilaaren zu unterscheiden. Die Krallen sind drei, alh^ lang
mit langer Spitze. Die oberen Krallen haben am Tarsus 1 6 Zähne, am 'l'arsus IV 3 — 5 Zähne. Die
Afterkralle ist am Tarsus IV ungezähnt, hat alier an den übrigen Tarsen 2 äusserst kurze Zähne. — Das
Abdomen ist ziemlich hoch, hinten konisch gespitzt, dann steil herabrallend. Die Rückenkonlur ist
folglich (das Abdomen von der Seile gesehen) beim ausgewachsenen Weibchen hinter der Mitte fast recht
winkelig gebrochen. Der Abstand von den Spinnwarzen zum Peliolus fast so gross wie zum Rückenhücker.
Die Epigyne besteht aus einer querovalen, glänzenden, hell — duid;elbraunen Platte, die vorn vor der Mitte
eine kleine taschenförmige Öffnung hat. Die "Tasche" wird bei völlig reifen Weibchen durch ein schwarzes,
rückwärtsläufendes Band markiert. Von der Seite gesehen erhebt sich die Epigyne ziemlich stark über
die Bauchkontur. — Masse. Länge des Cephalothorax 1,95, die des Abdomens ca. 2,8 mm. — Länge der
Beine: 15,32—0,96 — 4,18—5,3 — 1,46; 113 — 0,79—2,18 — 2,75—0,01; 111 1,8—0,7-1,04 — 1,46—0,06; IV
3,7—0,85—2,18—2,96—0,98 mm.
Männchen. Die Farbe und Zeichnung des einzig vorliegenden Individuums ist fast dieselbe wie beim
Weibehen. Der Cephalothorax ist aber heller braun.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist verhältnismässig breiter, ca. 1,2 mal so lang wie
breit. Der Clypeus ist nur 3 mal so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen. Die Augen der
Vorderreihe ziemlieh stark vorstehend. — Die Augen. Die Vorderreihe ist gerade mit ein klein wenig
grösseren Seitenaugen. Die Mittelaugen sind unter sich kaum um ihren Querdurchmesser entfernt und der
Abstand von den Seitenaugen ungefähr Vs so weit. Die Seitenaugen berühren einander. Die Area der
Mittelaugen ist so lang wie breit; vorn etwas breiter als hinten. Die Hinterreihe ist gerade. Die Mittel-
augen sind von den Seitenaugen um ihren Querdurehmesser, unter sich um 'Vs ihres Querdurchmessers
entfernt. — Die Beine, 1 . 2 . 4 . o, haben ausser der langen und feinen Haarbekleidung eine sehr kurze
und dichte, äusserst feine Pubescenz, die beim Weibchen fast völlig fehlt. — Das Abdomen ist kleiner
imd niedriger als beim Weibchen. — Das Kopnlationsorgan. Das Tibialglied ist kaum grösser als das
Patellarglied, an der äusseren Seite etwas seheibenartig erweitert. Der Embolus besteht aus einer charak-
teristisch knieförmig gebogenen Spina an der Mitte des Bulbus (vergl. übrigens Taf. II, Fig. 46 e). — Masse.
Länge des Cephalothorax 1,6, die des Alidomens ca. 2 mm. Länge der Beine: I 4,88 — 0,85 — 4,46 — 4,97
— 1,4; II 2,80—0,7—2,09 — 2,56—0,95; 111 1 ,71 — 0,57— 1 ,04— 1,;38— 0,64 ; IV 2,80 — 0,66 — 1,93 — 2,47—0,95
mm. — Kilimandjaro : Kibonoto, Kulturzone, Okt. 1 ad. c/', 12 ad. el jnv. ?. — Meru: Ngare na nyuki,
Nov. 1 9 juv. Regenwald, Jan. 3 o^, 3 9-
Thoi'idium triflle Sim.
Taf. II, Fig. 47 a — b.
Simon, Eug. Araclmides rec. ]iar L. Fea snr la cöte occidentalc d'Afrique I. in Ann. d. Mus. Civ.
Genova, Ser. 3 a. Vol. III (XLIII) 1907, pag. 41 (258).
Weibchen. Farbe. Der Cephalothorax mit Anhängen ist weis.s- oder knochengelb. Oben tindet
sich eine bandförmige, schwarze Zeichnung, die aus drei schmalen, parallelen Streifen besteht. Die beiden
132 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 6.
äusseren Streifen gehen von den Seitenaugen fast bis zum Hinterrande des Ceplialotliorax, wo sie zusammen-
fliessen. Am Clypeus findet sich auch ein schmales, schwarzes, vertikales Zentralband. Die Pars thoracica
ist äusserst fein schwarz gesäumt. Die Beine I und IV sind am Ende der Tibia mehr weniger deutlich
schwarz und schmal geringelt. Das grauliche Abdomen ist stark weissgefleckt, hat aber am Piiicken ein
markiertes weisses Band, das zackig, (Uirch feine Linien unterbrochen und nach iiinten erweitert ist. Das
letzte Drittel ist in kleinere, unregelmässige Flecke aufgelöst. Unmiltelliar über die Spinnwarzen sind
zwei winzige, schwarze Flecke. Der Bauch ist fast einfarbig hellgrau.
Morphologische Merkmale. Der Clephal othorax ist breit gerundet, nur unbedeutend länger als breit.
Der unter den Augen nur wenig eingedrückte Clypeus ist 3 mal so hoch wie der Diameter der vorderen
Mittelaugen. — Die Augen. Die Vorderreihe ist gerade mit fast gleiehgrossen Augen. Die Mittelaugen sind
unter sich um 1 Va ihres Querdurchmessers und von den Seitenaugen kaum um ihren Radius entfernt. Die
Seilenaugen berühren einander. Die Area der Mittelaugen ein klein wenig länger als vorn breit; hinten
unbedeutend schmäler. Die Hinterreilie äusserst schwach recurva mit etwas grösseren Mittelaugen,
die unter sich reichliili um ihren Hadius und von den Seitenaugen ungefähr um ihren Qnerdurcli-
messer entfernt .sind. — Die Chelieeren haben am äusseren Falzrand zwei Zähne, von welchen der innere
Zahn mit einem kleineren Nebenzahn versehf^n ist. — Die Lippe ist fast doppelt so breit wie lang, am
Ende gerundet. — Das Sternum ist ein wenig länger als breit mit schwach gebogenen Seitenkonturen,
zwischen den Hinterhüften ein wenig eingedrungen. — Die Beine, 1.4.2.3, sind mit langen und feinen
Haaren bekleidet. Ausserdem merkt man an den Patellen und Tibien einige autrechte Borsten. An oder
gleich hinter der Mitte der Melatarsen findet sich ein kurzes Trichobofhrium. Die Krallen sind drei. Die
oberen Krallen des ersten F'usspaars haben je acht lange Zähne, von welchen die 4 oder 5 ersten fast von
der Länge der Krallenspitze sind. Die oberen Krallen des vierten Fusspaars sind sehr klein mit langer
Spitze und weniger (3 — 5) und bedeutend kleineren Zähnen, die proxiirialwärts stark verkleinert sind. —
Das Abdomen ist von der Seite gesehen sehr hoch, höher als lang und ist an dem höchsten Punkte mit
einem kleinen mamillenförmigen Zapfen versehen. Die Epigyne über dem Bauche etwas erhoben, zeichnet
sich durch eine transversal-ovale Öffnung aus, die am Hinterrande mit einem dunkelbraunen Saum versehen
ist. Die Receptaeula seminis sind nicht sichtbar. ^ Masse. Länge des Cephalothorax ca. 1,2-5, die des
Abilomens ca. 2,25 mm. Höhe des Abdomens ca. 3 inm. Länge der Beine: I 3,1 — 0,G — 2,75 — 3,1 — 0,85;
II 1,99— 0,51— 1,27— 1,05— 0, (>(■,; III 1,:3— 0,45— 0,72 — 1,02 — 0,45; IV 2,5-0,58 — 1,52—1,93-0,02 mm. —
Kilimandjaro : Kibonoto, Kulturzone, Dez. 6 9i 2 juv. o^.
Bemerkung. Unter den vorliegenden Exemplaren sind auch zwei ganz junge Männchen, deren Zeich-
nung principiell dieselbe wie beim Weibchen ist. Das weisse Rückenband des Abdomens ist mehr markiert.
Unter den Weibchen findet sieh ein junges Individuum mit fast ganz weissem Rücken. Der Rückenzapfen
ist rot, ebenso befinden sich auf dem Rücken einige Paare sehr kleiner roter Flecke oder fast meiu' Striche.
— Diese Art scheint mir mit dem aus Sierra Leone beschriebenen Ther. trifile SiM. identisch zu sein. Da
aber Simon fast nur Farbenmerkmale erwähnt, ist meine Bestimmung vielleicht fehlerhaft.
Theridiiim cuneolatum n. sp.
Taf. II, Flg. 48 a— c.
Weibchen. Farbe. Der (lephalothorax ist dunkelbraun, mehr weniger schwärzlich angelaufen.
Die Palpen und Beine sind hell gelblichbraun, mit schwarzen Ringen geziert. Das schwarzbraune Steriuim
hat in der Mitlc hellbraune Flecke. Das Abdomen ist fast chokoladenbraun mit äusserst kleinen, mehr
weniger deutlichen, weissen Punkten dicht bestreut. Oben am Rücken ziehen zwei weisse, schmale und
zackige Bänder, die nach hinten divergieren und hinter der Mitte des Rückens verwischt werden. Sie um-
schliessen ein helleres Feld.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist ca. l*/c so lang wie breit. Der Clypeus ist
unter den Augen ziemlich stark eingedrückt, unten stark vorstellend. Er ist ungefähr 3 mal so hoch wie
der Diameter der vorderen Mittelaugen. — Die Augen. Die Vorderreihe ist gerade mit fast gleicligrossen
TULLGBEN, AEANE^. 133
Allgen. Die Mittelaugen siiiil iiiili'i- sich rcirlilich um ihren Querdurehmesser, von den Seitenaugen reichlieh
um ihren Radius ontternl. Die Seitenaugen henihren einander. Die Area der Mittelaugen ist vorn ein
wenig breiter al.s hinten, kuuin langer al.s breit. Die llinterreihe ist gerade, mit ungefähr gleichgrossen
Augen. Die Mittelaugen sind unler sicli reichlich um ihren Ouerdiirchmesser, von den Seitenaugen reichlich
um ihren Radius pntl'ernt. — Die (Ihelioeren. Der äussere Falzrand ist kurz und fast lamellenartig ver-
längert, mit zwei äusserst kurzen Zähnen versehen. — Die Lippe ist höchstens doppelt so lang wie breit.
— Das Stcrnuui ist ca. 1,2 so lang wie l)reil, dreieckig, hinlen shunpf gespitzt und zwischen den ge-
trennten liinterhüflen etwas eingedrungen. — Die Beine, 1 . -i- . 2 . 3, sind lang und fein behaart. Ein
Trichobothrium kommt an der Mitte der Basalhälfte der Mefatarsen I — IIl vor. Die oberen Krallen sind
ziendich kurz, nul nur .5 — 4 Zähnen. Die Afterkralle mil nur einem winzigen Zahn. — Das Abdomen
ist ungewöhnlich hoch, am Rücken stumpf gespitzt ausgezogen. Der Ahsland zwischen der Rüekentuberkel
und den Spinnwarzen ist ungefähr doppelt so gross wie von den lelzteren bis zum Pedieulus. Die
Epigyne ist verhällnismässig klein, queroval, braun gefärbt. Sie ist mit einem spitzen, kielförmigen, geraden
und schräg nach hinten gciMclih'h'n Korlsalz versehen (hinter oder unter welchem die Epigynealöffnung ge-
legen istV). Die Reeeplacula seniinis sind nicht sichtbar. — Mause. Länge des Cephalothorax 1,25, die
des Abdomens ea. 2,8, Höhe ca. 3,5 mm. — Länge der Beine: I 2,37—0,58 — 1,52 — 2,09—0,76; II 1,57 —
0,63 — 0,83 — 1,29—0,02; III I , t4—0,45— 0,58— 0,95 — 0,51; IV 1,93 — 0,79 — 1 — 1,52—0,66 mm. — Kilima-
ndjaio: Kibonoto, Kultiu'zone, Aug. (1 9)-
Theridium pluviale n. sp.
Taf. II, Fig. 49.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax dunkel granlich braun, undeutlich sehwarzadrig, mehr weniger
schwärzlich an der Augenarea und am Thorakalrande. Mundteile und Sternum schwärzlich grau. Beine
weissgelb mit schwärzlichen Flecken und Ringen, die letztgenannten am breitesten am Ende der Tibien. Ab-
domen grau, unregelmässig schwärzlich marmoriert, besonders an den Seiten, am llinterrücken zwischen
dem Dorsalknolli'n und den Spimiwarzen ein grosser weisser Fleck, der nach hinten verschmälert und an
den Seifen zackig gebuchtet ist. Der Bauch hat einen ziemlich grossen, weissen Medianfleck.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax nur wenig länger als breit. Der unter den Augen
eingedrückte Clypeus ist ca. 2,5 mal so hoch wie ifer Diameter der vorderen Mittelaugen, und kaum halb
so hoch wie die Länge der Cheliceren. — Die Augen sind fast gleichgross. Die gerade Vorderreihe hat
die Mittelaugen unter sich gut um ihren Querdurchmesser entfernt; der Abstand von den Seitenaugen kaum so
lang wie der Radius. Seitenaugen zusammenslossend; Area der Mittelaugen fast quadratisch, hinten ein klein
wenig schmäler. Die Hinterreihe gerade; die Mittelaugen unter sich um ihren Querdurchmesser entfernt, der
Abstand von den Seitenaugen nur V-'' kürzer. — Die Cheliceren haben am äusseren Falzrand einen kleinen
Zahn; die Lippe fast 2 mal so breit wie lang; das Sternum ist fast dreieckig, etwas länger als breit,
zwischen die weit getrennten Hinlerhüften geschoben. — Die Beine, 1.4.2.3, sind ziemlich kurz, fein
behaart. Die Trichobothrien sind leider weggefallen. An den ersten Metatarsen merkt man die Insertions-
grube vor der Mitte. — Das hochgewölbte Abdomen zeichnet sich durch einen stumpfen Dorsalknollen aus,
der vor der Mitte der Rückenlinie gelegen ist. — Die Epigyne besteht aus einer sehr kleinen, gerundeten
(ii-uhc, hinter welcher die Recepiacnla'sichtbar sind. — Masse. Länge des Cephalothorax 1,2, die des Ab-
dcjinens ca. 2 mm. — Merii, Regenwald, Jan. (1 $).
Theridiuin bullatuiu n. sp.
TaL II, Fig. 50.
Männchen. Farbe. Cephalothorax einfarbig braun, das Sternum etwas dunkler mit schwarzem
Rande. Beine hell gelbbraun, die Vurderschenkel am distalen Ende mit einem breiten, dunkelbraunen Ring.
Abdomen oben braungrau, marmoriert, mit einem longitudinalen, weissen Band, das hinten mehr weniger
134 SJÖSTEDTS KII.IMANDJAKO-MERU EXPEDITION. 20: 6.
stark erweitert ist. Die Seiten und der Baneh des Aijdomens sind weiss. Spinnwarzen mit Umgebung und
die grosse Epigastralplattü scinvarzbraun.
Morphologische Merkmale. Ceplialothorax länger als breit. Clypeus ungewölinlich hoch, ea. 3,5
mal so hoc-h wie der Diameter der vorderen Mittelaugen, sehwach unter den Augen eingedrückt. — Augen.
Die Vorderreihe ist gerade, mit bedeutend grösseren Mittelaugen, die unter sich ungefähr um ihren Quer-
durehmesser entfernt sind. Der Abstand von den Seitenaugen kaum so lang wie der Radius der Mittel-
augen. Seitenaugen berühren einander. Die Hinterreihe gerade oder schwach procurva mit Augen, die un-
gefähr so gross wie die vorderen Seitenaugen sind. Die hinteren Mittelaugen unter sich kaum um ihren
Querdurchmesser entfernt, der Abstand von den Seitenaugen etwas grösser als der Augendiameter. Die
Seitenaugen berühren einander; die Area der Mittelaugen vorn breiter als hinten, ungefähr so lang wie breit.
Chelieeren mit einem kleinen, spitzen Zahn am vorderen Falzrand. — Lippe doppelt so breit wie lang
und Sternum so lang wie breit und zwischen den Hinterhüften schwach vordringend. — Beine, 1.2.4.3,
massig lang, fein behaart. Das Trichobothrium der Metatarsen ungefähr an der Mitte. — Abdomen läng-
lich eiförmig, massig gewölbt, mit einer sehr grossen gewölbten Epigastralplatte. — Das Kopulationsorgan
zeichnet sich durch seine Grösse aus. Das Tibialglied sehr kurz, schalenförmig. Der Embolus ist ausser-
ordentlich kräftig entwickelt (vergl. Taf. II, Fig. 50). — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 1, die des
Abdomens ca. 1,5 mm. — Kilimandjaro : Kibonoto, Kulturzone — Steppe (1 cf).
Tlieridinni argeiiteo-giittatum n. sp.
Taf. II, Fig. 51 a— d.
Weibchkn. Farbe. Der Cephalothorax mit Anhängen ist weissgelb, nur die Spitze der Tibien und
Metatarsen 1 und IV ist rötlich geringelt. Das Abdomen ist ähnlich gefärbt, ist aber mit Silberflecken
dicht bestreut.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist breit gerundet, unbedeutend länger als breit.
Der Clypeus ist unter den Augen deutlich eingedrückt, ungefähr doppelt so hoch wie der Diameter der vor-
deren Mittelaugen. — Die Augen sind ziemlich gross. Die Vorderreihe ist nnbedeutend procurva mit gleich-
grossen Augen. Die mittleren sind unter sich ungefähr um ihren Querdurchmesser und von den Seiten-
augen äusserst wenig entfernt. Die Seitenaugen berühren einander. Die Area der Mittelaugen bildet ein
Viereck, das so lang wie hinten breit und vorn nur Vio breiter ist. Die Ilinterreihe ist gerade, mit gleich-
grossen Augen. Die Mittelaugen sind unter sich kaum um ihren Querdurchmesser und von den Seiten-
augen ungefähr um ihren Radius entfernt. — Die Chelieeren haben am äusseren Falzrand drei winzige,
nadelspifzförmige Zähne. — Die Lippe ist wenigstens 2,5 mal so breit wie lang, am Ende halbkreisförmig
gerundet. — Das Sternum ist ein wenig länger als breit, fast dreieckig, zwischen die llinlerhüften ziem-
lich stark eingedrungen. — Die Beine, 1.4.2.3, sind lang und fein behaart, an den Patellen, wenig-
stens II — IV, kommt ein langes Börstchen vor. Ein Trichobothrium kommt nur an den Tarsen II — III vor.
Es sitzt an der distalen Spitze des Gliedes. Die Krallen sind drei. Die oberen Krallen I haben
4 — 5, IV nur 3? Zähne, welche sich immer proximalwärts verkleinern. Die Spitze der Kralle ist sehr
lang, wenig gebogen. Die Afferkralle hat höchstens 1 — 2 äusserst kurze Zähne. — Das Abdomen ist von
oben gesehen ungefähr doppelt so lang wie breit, am breitesten in der vorderen Hälfte. Von der Seite gesehen
scheint das Abdomen etwas höher als lang zu sein. Es ist nämlich am Rücken mit einer grossen, spitzen
Erhöhung versehen. Die sehr kleine Epigyne ist nur schwach erhöht. Die Epigynealöffnung ist von einer
hufeisenförmigen, rotbraunen Leiste umgeben. Die eiförmigen, diclit aneinander lokalisierten Receplacula
seminis sind durch die dünne Haut leicht sichtbar. — Masse. Länge des Cephalothorax 1,6, die des Ab-
domens ca. 2,6 mm. Länge der Beine: I 3,6 — 0,77 — 3,1—4,5—0,6; II 2,18—0,64 — 1,46—2,18—0,47; lil
1,42—0,53 — 0,85—1,36—0,47; IV 3,4 — 0,85—2,24 — 3,83 — 0,81 mm.
MÄNNCHEN. Farbe. Cephalothorax und Beine weissgelb, schwach bräunlich am Kopfteil und am
Ende der Vordertibien. Abdomen weissgrau, reich mit Silberflecken geziert, oben am Rücken mit einem
grossen, ovalen, schwarzbraunen Flecke.
TÜLLGBEN, AKANEÄ, 135
Morphologische Merkmale. (', cplinlnl Imriw läntjor als breit. Dor Clypens ist vintpr den Autjen ein-
gedrückt, gnt doppelt so hoeh wie der Diiuueler der vorderen Mittelaiigen. — Augen. Die Vorderreilip ist
gerade, mit glciehgrosscn Augen. Die mittleren sind unter sieh um 1,5 mal ihren Querdurchmesser entfernt;
der Abstand von den Seitenaugen kürzer als der i^ailius. Seitenaugen zusanimenslossend. Die llinterreilie
ist sehr schwach recurva mit gleieligrossen Augen. Die Mittelaugen sind unter sich kaum um ihren Quer-
durchmesser und von den Seitenaugen etwas weniger entfernt. Die Area der Mittelaugen bildet ein Viereck,
das vorn etwas breiter als hinteti und fast so lang wie breit ist. — Cheliceren. Die Zähne des äusseren
Falzrandes sehr klein, schwer zu sehen. — Lippe wenigstens doppelt so breit wie lang. — Steriiuni auf-
fallend länger als breit, zwischen die weit getrennten Hinterhüflen eingeschoben. — Beine, 1 . 4 . 2 . 3, sehr
lang und fein behaart. Kin fast terminales Trichobothrium an den Metatarsen I — III. — Das Abdomen
ist ungefähr tlo|ipelt so lang wie breit. Von iler Seite gesehen fast trapezoidal, liückcn und üauch fast
parallel, hinten schräg abfallend. — Das Kopulationsorgan vergl. Taf. 11, Fig. 51 d. — Masse. Länge
des Cephalothorax ca. 1,2, die des Abdomens ca. 1,7 mm. — Küimandjaro : Kibonoto, Kulturzone — Steppe,
Sept.— Okt. (1 c/', 2 $).
Theridiiiin merueuse n. sp.
Tat. II, Fig. 52 a— c.
Weibchen. Farbe. Der Cephalothorax mit Anhängen weissgelb, nur an der Spitze der Tibien I
und IV schwarzbraun geringelt. Das Abdomen ist sehr hell lehmgrau gefärbt und mit Silberflecken spärlich
bestreut.
Morphologische Merkmale. Der (lephalothorax ist breit gerundet, ca. 1 V.'^ so lang wie breit. Der
Clypeus ist fast 3 mal so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen, unter den Augen eingedrückt.
Die Augen. Die Vorderreihe ist gerade, mit fast gleiehgrossen Augen. Die Mittelaugen sind unter sich
reichlich um ihren Querdurchmesser und von den Seitenaugen ungefähr um ihren halben Radius entfernt.
Die Seitenaugen berühren einander. Die Area der Miftelaugen ist ungefähr so lang wie vorn breit, hinten
fast unmerklich schmäler. Die Augen der schwach nach vorn (recurva) gebogenen Hinterreihe sind ein
wenig grösser als die der Vorderreilie. Die Mittelaugen sind unter sich kaum um ihren Querdurchmesser,
von den Seitenaugen etwas kürzer entfernt. — Die Cheliceren haben am äusseren Falzrand drei sehr
kleine nadelspitzförmige Zähne, von welchen der innere Zahn der grösste ist. — Die Lippe ist reichlich
doppelt so lang wie breit. — Das Stern um ist ein wenig länger als breit, fast dreieckig, zwischen die
Hinterhüften ziemlich stark eingedrungen. — Die Beine, 1 . -i- . 2 . 3, sind lang und fein behaart. Ein
Trichobothrium am distalen Ende der Metatarsen I — III, ebenso die Krallen wie bei der vorigen Art.
— Das Abdomen ist birnförmig, langgespitzt, reichlich 2, -5 mal so lang wie breit, vorn ziemlich hoch ge-
wölbt. Ganz ohne Dorsaltuberkel. Die Epigyne ist sehr klein, nur wenig über den Bauch erhoben. Die
Epigynealöffnung ist transversal oval, fast doppelt so breit wie lang, vorn von einer dunkelbraun gefärliten,
erhobenen Leiste umgeben. Die Receptacula seminis, die ziemlich weit getrennt sind, sind durch die dünne
Haut leicht .sichtbar. — Masse. Länge des Cephalothorax 1,7, die des Abdomens ca. 3,5 mm. Länge der
Beine: I 3,8 — 0,83—3,23—4,4—0,85; II 2,41—0,76—1,69—2,56—0,40; III 1,8—0,68—1,12—1,78—0,51;
IV 3,6—0,05—2,62—4,1—1 mm.
Männchen. Farbe wie beim Weibchen.
Morphologische Merkmale. Der Clypeus ist reichlich 3 mal, fast -i^ mal so hoch wie der Diametor
der vorderen Mittelaugen. — Die Augen. Die Vorderreihe ist procurva, mit gleiehgrossen Augen, die kleiner
als die Hinteraugen sind. Die Mittelaugen sind unter sich um ihren doppelten Querdurchmesser, von den
Seitenaugen aber kaum um ihren Radius entfernt. Die Area iler Mittelaugen ist so lang wie vorn breit,
hinten ein wenig schmäler. Die Seitenaugen berühren einander. Die Hinterreihe ist schwach recurva. Die
Mittelaugen sind unter sich um iVs ihres Querdurchmessers, von den Seitenaugen reichlich um ihren Radius
entfernt. Ein apikales Trichobothrium ist wenigstens am Melatarsus II und III vorhanden. — Das Abdomen
ist verhältnismässig kleiner und niedriger, aber ähnlich geformt wie beim Weibchen. — Das Kopulations-
136 , SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERTJ EXPEDITION. 20: 6.
Organ. Das Tibialglied ist 2,8 so lang wie am Ende lireit und ca. iVs so lang wie das Cymbium. Der
Bulbus ist klein und zeichnet sich durch einen langen, fast haarfeinen Embolus aus, der fast vom Unter-
rande des Bulbus längs der äusseren Seite emporsteigt (siehe übrigens Taf. II, Fig. 52 c). — Masse. Länge
des Cephalothorax 1,4, die des Abdomens ca. 2,2 mm. Länge der Beine: I 4,61 — 0,76 — 4 — 5,08 — 0,96;
II 2,66—0,64—1,99—2,85—0,7; III 1,9—0,53—1,17—1,8—0,53; IV 3,93—0,76 — 2,75—4,4—1,02 mm. —
Meru, Regenwald, Jan. (1 cf, 1 $). — Kilimandjaro, Kibonoto, Kulturzone, Okt. (1 9)-
TheridielLa n. gen.
Diese Gattung unterscheidet sicli von Theridium durch den Clypeus, der fast so
hoch wie die Cheliceren ist. Weiter ist die vordere Augenreilie procurva, mit den Mittel-
augen bedeutend kleiner als die Seitenaugen, welche von den ziemlich weit getrennten
Mittelaugen nur wenig entfernt sind. Area der Mittelaugen ist vorn bedeutend schmäler
als hinten. Hinterreihe gerade. Lippe fast doppelt so breit wie lang.
Theridiella moiiticola n. sp.
Taf. II, Fig. 53 a— b.
Männchen. Farbe. Cephalothorax hellbraun, mit schwach schwärzlichem Rand und Clypeus, oben
hinter den Augen drei feine, schwarze Linien, die gegen die Zentralfurche konvergieren. Sternum ziemlich
stark schwärzlich angelaufen. Abdomen fast schwarz, vorn am Rücken etwas graulich aufgehellt.
Morphologische Merkmale. Cephalothorax fast kreisrund, aber mit dem Clypealrande etwas
winkelig vorspringend. Clypeus fast so hoch wie die Cheliceren und ca. 4 mal so hoch wie der längste
Diameter der vorderen Seitenaugen. — Augen. Die Vorderreihe ziemlich stark procurva^ mit den Seiten-
augen 3 oder 4 mal so gross wie die sehr kleinen Mittelaugen, welche unter sich um ihren doppelten Quer-
durchmesser entfernt sind. Der Abstand von den vorderen Scitenaugen ist etwas kleiner. Die Seitenaugen
sind um ihren Radius unter sich entfernt. Die Area der Mittelaugen ist vorn bedeutend schmäler als hinten,
vielleicht etwas breiter als lang. Die Hinterreihe ist gerade. Die Mittelaugen seheinen etwas grösser als die
vorderen Seitenaugen, die vielleicht etwas grösser als die hinteren sind. Die Zwischenräume der Hinteraugen
sind fast gleichgross und kaum so weit wie der Querdurchmesser der hinteren Seitenaugen. — Cheliceren
am äusseren Falzrand mit einem langen, spitzen Zahn. — Lippe ca. 2 mal so breit wie lang und Maxillen
am Aussenrande schwach eingebuchtet. — Sternum herzförmig, fast so breit wie lang, zwischen den weit
getrennten Hinterhütten breit vorspringend. — Beine, 1.4.2.3, ziemlich dicht und fein behaart. Die
Stellung der metatarsalen Trichobothrien habe ich nicht konstatieren können. Die sehr langen Krallen
sind an der Basalhälfte mit einigen äusserst kurzen Zähnen versehen. — Abdomen oval, hinten gespitzt,
dünnhäutig, spärlich behaart, massig gewölbt. — Das Kopulationsorgan ist gross. Das Tibialglied ist
äusserst kurz, an der Oberseite lamellenartig erweitert. Zwei Fortsätze, von welchen der untere mit einer
hakenförmigen Klaue endet. Vergl. Taf. II, Fig. 53. — Masse. Länge des Cephalothorax 1,2; die des Ab-
domens ca. 1,8 mm. — Küimandjaro : Kiboscho, Regenwald, 3,000 Mtr. (1 (f).
Ulesaiiis L. Koch.
Ulesauis kibonotensis n. sp.
Taf. II, Fig. 54.
Männchen. Farbe. Cephalothorax einfarbig rotl)raun, Unterseite etwas dunkler gefärbt und Beine
etwas heller und reiner braun. Abdomen ist dicht mit schwärzlichen Punktozellen bestreut; die Farbe ist
grösstenteils rotbraun — schwarzbraun; am Rücken leuchtet die weissliche Grundfarbe durch und bildet eine
unregelmässige, strahlenförmige Figur. Vom Medianhöcker bis zum Vorderrande des Abdominalrückens bildet
TÜI.LOREN, ARANE^. 137
die lii'aiine Farbe ein ilciitliclies liand unil an jeder Seite desselben findet sieh vorn ein fast ovaler brauner
Fleck. Die Unterseite des Abdomens ist fast einfarbig rotbraun — seliwarzbraun.
Morpholofiische Merkmale. Das Integnment des tlephalotborax ist fein granuliert, unten am Euch; des
vorspringenden Augenhiigels mit grösseren Körnchen besetzt. Der (llypeus ist bedeutend höher als die Area
der Augen und die übrigens sehr kurzen (Ihelieeren. — Augen. Die vorderen Mittelaugen sind auffallend
grösser als alle anderen Augen und bilden mit den hinteren Mittelaugen ein Viereck, das kürzer als breit
und vorn bedeutend breiter als hinten ist. Die vorderen Mittelaugen sind unter sieh um ihren Querdurch-
messer entfernt, die übrigen Augenintervallen des Vierecks ungefähr von der ISreite der hinteren Mittelaugen.
Die beiden kleinen Seitenaugen berühren einander, die hinteren sind von den hinteren Mittelaugen reichlieh
um das Doppelte des Diameters der letztgenannten entfernt. — Sternum ist grob granuliert, schwach konve.x,
zwischen die sehr weit getrennten Hinterhüften gedrängt und hat hinten eine kurze, longitudinale und
schwache Vertiefung. — Beine sind kurz, fein behaart. Das Triehobothrium der Metatarsen I — III sitzt in
der ISasalhälfte. Die Oberkrallen sind lang, schmal gespitzt und tragen an der Mitte einige (2 ?) haarfeine
Zähne. — Abdomen ist hochgewülbt, von oben gesehen oval, aber vorn breit abgestutzt. Die Spinnwarzen
stark tubulat. Längs der Seiten finden sich zwei tiefe Falten. Oben am Kücken findet sich an der Mitte
eine niedrige, mediane Erhöhung und hinter derselben zwei mamillenühnliehe, kurze und stumpfe Höcker,
Diese drei Erhöhungen bilden ein fast gleichseitiges Dreieck. Am Rücken des Abdomens vorn, und von den
hinteren Höckern gerechnet, finden sich drei Reihen von je vier runden s. g. Sigillen. Am hinteren Teil des
Rückens sind zwei Reihen von resp. 3 und 5 transversalen Sigillen und hinter diesen noch zwei Reihen,
welche in den Lateralfalten des Abdomens fortsetzen. Die Sigillen des Bauches gehen unmerklich in die
"Punktozellen", welche dicht über den ganzen Hinterieib gestreut sind, über. — Das Kopulationsorgan hat
ein schalenförmiges, nach der Aussenseite stark erweitertes Tibialglied. Das Cymbium ist aussen an der
Spitze hakenförmig ausgeschnitten. Aussen am oberen Teil der Stemma merkt man eine lamellenartige Platte,
die mit einem kurzen, hakenförmigen Forlsatz versehen ist. Von dieser Platte entspringt der Embolus, der
sich rings um die ganze Stemma schlängelt und an der inneren und oberen Ecke der Stemma endet. Hier
hat die Stemma einen schmalen, apikalwärts gerichteten Fortsatz, der am Ende zu einer kurzen Klaue ge-
krümmt ist. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 0,85; die des Abdomens ca. 1,3 mm. — Kilimandjaro :
Kibonoto, 2,000—2,500 Mir., Okt. (1 cf]-
Plioroiieidi.a Westw.
Phoi'oueitlia Sjöstedti u. sp.
Weibchen. Farbe. Cephalothora.\ mit Anhängen dunkel rotbraun; nur die Hüften sind hellgelb-
braun. Das Abdomen scheint mir oben silber- oder schwach goldfarbig gewesen zu sein. Oben und an den
Seiten finden sich zahlreiche Flecke (s. g. Sigillen), die von verschiedener Grösse und mehr weniger dunkel-
braun gefärbt sind. Die grössten und am stärksten gefärbten Flecke sind an der V'orderhälfte des Ab-
dominalrückens gelegen. Der Bauch ist durch einen grossen dunkelbraunen Fleck ausgezeichnet, der die
Spinnwarzen fast vollständig umscliliesst.
Morphologische Merkmale. Kopfteil bildet einen geraden Höcker, der gerade nach vorn gerichtet ist.
Die Länge dieses Höckers ist ungefähr so gross wie die Länge der Area der Mittelaugen oder die Höhe des
nach vorn abgedachten Clypeus. — Augen. Die Vorderreihe ist gerade mit den Mittelaugen fast doppelt
so gross wie die Seitenaugen und unter sich gut um ihren Querdurchmesser entfernt. Der Abstand von
den Seitenaugen fast so gross wie der Radius der Seitenaugen. Die Hinteraugen sind alle kleiner als die
vorderen Mittelaugen. Die hinleren Mittelaugen etwas grösser als die h. Seitenaugen. Die Hinterreihe ist
stark recurva mit den Mittelaugen, unter sich um ihren Querdurchmesser entfernt. Abstand von den Seiten-
augen ungefähr gleich gross. Area der Mittelaugen vorn breiter als hinten, ein klein wenig länger als breit.
— Chelieeren am äusseren Falzrand mit zwei langen und spitzen Zähnen. — Lippe bedeutend breiler
als lang, Maxillen kurz und schwach konvergierend. — Sternum etwas länger als breit, zwischen den
Sjöstedts KilimandjaroMeru Ex2mdition. :20. 1^
138 SJÖSTEDTS KILIMANDJAKOMEEU EXPEDITION. 20: 6.
weit getrennten Hinterhüften kurz eingeschoben. — Beine 1.4.2.3, liurz und massig stark behaart.
Metatarsen I — III mit einem kurzen Triehobothrium in der proximalen Hälfte des Gliedes. — Abdomen
gross, fast tetraederförmig. Von oben gesehen ist das Abdomen folglich ungefähr an der Mitte am breitesten
und höchsten. Es erhält also einen quergestellten Wulst, der mit zwei Paaren lateralwärts gerichteten
Stacheln Ijewaffnet ist. Noch zwei kürzere Stacheln sind am Vorderrande des vorn abgestutzten Abdominal-
rückens vorhanden. — Die Epigyne ist etwas wulstartig erhöht. Man merkt zwei keilähnliche, furchenartige
drüben, die etwas schräg transversal gestellt und unter sich fast um ihre Länge entfernt sind. — Masse.
Länge des Cephalothorax ca. 1,7, die des Abdomens ca. 3,5 mm. Breite des Abdomens ca. 4,5 mm. —
Kilimandjaro : Kibonoto, Kulturzone, März und Mai (2 9)-
Latrodectiis Walck.
Latrodectns sp.
Taf. H, Fig. 55 a— b.
In der Sammlung Prof. Sjöstedt's liegen mehrere Repräsentanten dieser Gattung vor. Zum grössten
Teil sind es geschlechtsreife Weibchen; ein Männchen ist vorhanden. Bekanntermassen herrscht innerhalb
dieser Gattung die grösste Verwirrung und demzufolge getraue ich mich nicht die Arten zu bestimmen, um-
somelir als ich ein genügendes Vergleichungsmaterial entbehre.
Wenn man die Exemplare nach der Bestimniungstabelle Dahl's ' zu determinieren versucht, kommt
man zu der Gruppe, die durch z. B. cinctus Bl. und tredecimgiiüafus Ro.ssi repräsentiert ist. Mehrere sind
wahrscheinlich zu der letztgenannten Art zu rechnen. Ein Exemplar scheint am nächsten mit menavoäi ViNS.
verwandt zu sein, weicht aber durch die verschiedene Farbe und die Stellung der Augen davon ab. Das
einzige helle Zeichen befindet sich zwischen der Epigyne und den Spinnwarzen, und der Abstand der vor-
deren Mittelaugen von den vorderen Seitenaugen ist kleiner als der der hinteren Mittelaugcn von einander.
Zu welchem Weibchen das einzige Männchen gehört, ist unmöglich zu sagen. Und da mir genügende
Kenntnis der bislier beschriebenen Männchen fehlt, unterlasse ich, dasselbe zu bestimmen. Ich hatte ein
ziemlich gutes Bild des männlichen Kopulationsorgans gezeichiiel, und publiziere dasselbe auf Taf. II, Fig.
55 a — b, da es vielleicht ein wenig von Interesse erbieten kann.
Die Exemplare waren bei Kibonoto, Kilimandjaro und am Ngare na nyuki, Meru, gesammelt. Aus
der erstgenannten Lokalität stammt das Männchen.
Crustulina Menge.
Crustiilina incerta ii. sp.
Taf. III, Fig 56 a— b.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax braun, mit dunklerem Kopfteil. Sternum lielh'r braun mit fast
schwarzen Seitenrändern. Beine hellbraun, mit den folgenden Teilen dunkelbraun: Distalhälfte der Vorder-
schenkel, Tibien I und II, Spitze der Tibien III und IV. Abdomen mit einem hellen, ovalen Feld, das von
zwei weissen, breiten, mehr weniger deutlich abgebrochenen Bändern umgeben ist. Das Feld ist durch
einen schmalen longitudinalen und drei transversale dunkelbraune Linien geteilt. Längs der Mittlinie finden
.sich weisse Flecke paarweise geordnet. Seiten des Abdomens sind schwarzbraun. Der Bauch ist hellbraun
mit einem dunklen Längsband, das die Spinnwarzen umschliesst. Bei nicht völlig reifen Exemplaren stiessen
die dunklen Farben in violett und sind die Rückenzeichnungen mehr w-eniger verwisciit.
Morphologische Merkmale. Cephalothorax ist länger als breit, mit ziemlich hohem Kopfteil. Das
Integument ist fein granuliert. Clypeus ist gut doppelt so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen,
unter den Augen transversal und an der Mitte longitudinal schwach eingedrückt, — Augen. Die Vorder-
' Dahl, Fr. Über abgebrochene Copulationsorgane männlicher Spinnen etc. in Sitz. Ber. Ges. Naturf.
Freunde in Berlin, 1902, No. 2, pag. 40 etc.
TÜLLGREN, ABANE^, 139
i'fiilie ist ypraile od(<r äusserst scliwiidi |ii'(icurv;i mil gleichgrossen Anycn, ille iinlcr sich fast um ihren Quer-
ihu'fhTut'sser luitfernt sinii. Seit(-iiaui,'cu berühren einander. Die llinfcrreihe auch fast gerade mit den Augen
fast gleichgross und fast so gross wie die Vorderaugen. Die Mittehiugen unter sich um ihren Querdurch-
messer entfernt, der Abstand von den Seitenaugen 1,5 mal so gross. Area der Mittelaugen ungefähr so lang
wie hri'it, vorn breiter als Junten. — Cheliceren an der Vorderseite reich behaart und körnig. Am inneren
Faizraiid sind zwei Zähne, von denen der äussere bedeutend grösser und am Ende mit einem kleinen
Xebenzahii versehen ist. Am äusseren Falzrand ist nur ein Zalm, der auch an der Spitze oft zweispilzig
ist. — Die Lippe ragl fast über die .Mitte der gegeneinander gebogenen Maxilhn hin und ist fast 1,5 mal
so breit wie lang. — Sternum fast dreieckig, auffallend länger als breit und dringt zwischen den getrennten
llinlerhüften breit hervor. — Beine 1 . 2 . -i . 3. Behaarung ist sehr reich, kurz und fein. Die Metatarsen
I — 111 mit einem Trieiiobotiirium an dem distalen Teil der Basalhälfte. Krallen mit zahlreichen Zähnen, von
denen der erste Zahn ungefähr so lang wie die Krallenspitze ist. — Abdomen breit oval, massig stark
gewölbt. — Die Kpigyne ist sehr klein und ähnelt bei auffallendem Licht zwei kleinen, hellen, von einem
dunkleren Saum umgebenen Blatten, die nnteinander zusammcnstossen. Auf Kalilaugepräparaten zeigt es
sich, dass unter die "helle Blatte" eine lilasenförmige Receptacula seminis liegt, die mit einem schmalen,
vielfach aufgewundenen, spiralförmigen Ausführungsgang versehen ist. — Masse. Länge des Cephalothorax 1,2,
die des Abdomens ca. 1,7 mm.
Männchen. Farbe wie lieim Weibchen.
Morphologische Merkmale. Clypeus fast dreimal so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen.
• — Augen. Die Vorderreihe deutlich, aber schwach procurva mit gleichgrossen Augen. Die Rlittelaugen
ungefähr um ihren Querdurchmesser voneinander entfernt; der Abstand von den Seitenaugen ein klein
wenig grösser. Die Hinterreihe fast gerade; die Mittelaugen unter sich gut um ihren Querdurchmesser ent-
fernt, der Abstand von den Seitenaugen etwas grösser. Area der Mittelaugen etwas länger als breit, vorn
breiter als hinten. — Cheliceren mit dem Zahn des äusseren Falzrandes kleiner als beim Weibchen und
näher der Basis der Klaue gelegen. — Beine. Die Tibien und Metatarsen des ersten Beinpaares haben
unten eine Reihe von grösseren Haaren, die an der Basis stachelähnlich verdickt sind. — Auch beim
Männchen mangelt das Trichobothrium des Metatarsus IV. — Das Stridulationsorgan besteht aus einer
Reihe von ca. 8 Haaren, vertikal jederseits des Pedieulus gestellt. — Das Kopulationsorgan ist durch
einen sehr langen, vielfach spiralförmig gewundenen Embolus ausgezeichnet. Ausserdem sind zwei lange,
durchsichtige und schmale Fortsätze vorhanden (vergl. Taf. III, Fig. 56b). — Masse. Länge des Cephalo-
thora.x ca. 1,1, die des Abdomens ca. 1,3 mm.
Küimandjaro : Kiboscho, 3,000 Mtr., Febr. (42 d'^).
Teutaiia Sim.
Toutaua tigriua n. sp.
Taf. III, Fig. bl a— b.
Wkibchen. Farbe. Der Cephalothorax ist braun, vorn dunkler. Die Älundteile smd mehr weniger
rntbrauii. Das Sternum und die Beine sind gelbbraun mit dunkleren Tarsen. Das Abdomen hat eine grau-
liche Grundfarbe mit weissen und schwarzvioletten Zeichnungen: vorn am Bücken sind drei kurze, weisse
Bänder, zwischen denen zwei grosse, fast dreieckige Flecke von dunkler Farbe sind; an der Hinter-
hälfte des Rückens sind zahlreiche kleine dunkle Flecken, die mehr weniger paarig oder in transversalen
Reihen geordnet sind; an jeder Seite des Abdomens befindet sich ein ziemlich breites, longitudinales, dunkles
Band und am Bauche an der Mitte ein fast quadratischer Fleck.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist ca. 1 Va mal so lang wie breit. Der Clypeus
ungefähr 1,5 mal so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen. Die Zentralfurche ist sehr deutlich,
vom Vorderrande des Cephalothorax ca. 2,7 mal so weit wie vom Hinterrande entfernt. Am Hinterrande ist
das Integument fein querrunzelig. — Die Augen sind fast gleichgross, die hinteren ein klein wenig grösser.
140 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 20: 6.
Die Mittelaugen der fast geraden Vorderreihe sind unter sich um 1 '/••! ni;d iiiren Radius, die mittleren und
lateralen Vorderaugen reic'hlicdi um ihren Querdurehmesser entfernt. Die Area der Mittelaugen ist hinten
etwas breiter als vorn, eine Kleinigkeit länger als breit. Die Hinterreihe ist von oben gesehen gerade ; ihre
Mittelaugen sind unter sieh um 1 Vü mal ihren Radius entfernt. Der Abstand zwischen den hinteren Miltel-
und Seitenaugen ist ca. 1,S mal so gross wie der Diameter der Mittelaugen. Die vorderen und hinteren
Seitenaugen sind unter sich nur durch eine sehr schmale Chitinleiste getrennt. — Die Cheliceren sind
aussen und innen stark beborstet, distalwärts nur wenig verschmälert, am distalen Ende fast quer mit zwei
grossen Zähnen. — Die Lippe ist gut 1,6 mal so breit wie lang, am Ende gerundet und ragt fast bis zur
Mitte der Maxillen hinaus. — Die grossen Maxillen sind breit, fast rektangulär und mit einer langen Ser-
rula versehen. — Das Sternum ist vorn quer abgestutzt, am breitesten zwischen den Vorderhüften, nach hinten
schwach gespitzt, aber zwischen den Hinterhüften nicht gedrungen. — Die Beine 1.4.2.3, fein und
dicht behaart. In der distalen Hälfte des Metatarsus I — IV findet sich ein ziemlich kurzes Trichobothrium.
Jeder Tarsus hat an der Dorsalseite ein querovales, ziemlich grosses Sinnorgan. — Die Krallen sind drei.
Die Afterkralle ist klein mit 1 — 2 kleinen Zähnen. Die oberen Krallen des ersten Fusspaars haben je 11
lange Zähne, die des vierten Fusspaars nur 8, die proximalwärts in Grösse stark abnehmen. Unten
an den Tarsen befinden sich einige dicke, gezähnte Borsten. — Das Abdomen ist regelmässig oval,
stark aber kurz behaart. Am V^orderrande über dem Pediculus sind die Haare bedeutend länger. —
Die Epigyne ist stark glänzend braun, fast rund. Vorn liegt die grosse qucrovale Vaginalöffnung, die nach
hinten von einer grossen, fast halbzirkelförmigen Platte bedeckt ist. Diese Platte hat einen ziemlich stark
verdickten Vorderrand. Die kugelförmigen kleinen Receptacula sind mit einem gemeinsamen (?), breiten,
medianen Ausftthrungsgang vereinigt. — Die unteren Spinnwarzen sind die grössten. Sie sind konisch, ca. 1,5
mal so lang wie breit und enden mit einem sehr kleinen, flachen Glied, das innen eine grosse Spule einer
Glandula ampullacea und an der terminalen F'läche eine grosse Menge feiner Spulen hat, die mit einem sehr
langen und feinen Ansatzstück versehen sind und wahrscheinlich den Glandula pyriformcs angehören. Die
sehr kleinen mittleren Spulen sind stark gespitzt. Sie sind mit zwei grossen Spulen der Gl. amp. und zwischen
ihnen zwei feinen Spulen der Gl. pyr. versehen, alle in einer schräg herabsteigenden Reihe geordnet. Die
oberen, ziemlich grossen Spinnwarzen tragen an ihrem Endglied zwei Spulen der Gl. amp., zwei der Gl. pyr.
und am Ende eine sehr grosse, etwas zusammengedrückte Spule für die lappenförmige Drüse. — Masse.
Länge des Gephalothorax ca. 5 mm., die des Abdomens ca. 6 nun. Länge der Beine: I 4,3 — 1,7—3,7 —
3,69—1,9; 11 3,69—1,55—2,85—3,11—1,71; HI 3,26—1,40—2,09 — 2,22—1,71; IV 4,44— 1,82— 3,17— 2,26—
1,74 mm.
MÄNNCHEN. Farbe wie l)cim Weibchen. Verhältnismässig kleiner und schlanker gebaut als das Weib-
chen. Der Gephalothorax ist hinten vor dem Pediculus stärker transversal striiert als beim Weibchen und
das Abdomen hat über dem Pediculus eine feine, scharfe, in der Mitte abgebrochene, halbkreisförmige Leiste,
die zusammen mit den feinen Ritzen am Gephalothorax das Stridulationsorgan bildet. — Das grosse
Kopulationsorgan zeichnet sich durch einen langen und feinen, etwas gedrehten Embolus aus, der an
der Basis der oberen Seite entspringt. An der unteren Seite in der distalen Hälfte hat der Bulbus ein
grosses, stark ehitinöses Greiforgan, das mit einem dicken, gespitzten Fortsatz versehen ist. Vor der Spitze
dieses Fortsatzes findet sieh ein nach vorn gerichteter kleiner Zahn. Die Tibia ist schief becher- oder
trompetenförmig, ungefähr so lang wie am distalen Ende breit. An der Aussenseite hat die Tibia wenigstens
zwei Trichobothrien. — Masse. Länge des Clephalothorax ca. 3,5, die des Abdomens ca. 4 mm.
Kilimandjaro: Kiboscho, 3,000 Mtr., Regenwald (9 9, 2 cf).
Teutana singoides n. sp.
Taf. Hl, Fig. 58 a— b.
Weibchen. F'arbe. Der Gephalothorax mit Anhängen ist gelbbraun, nur die Tarsen imd die Seiten
des Kopfteils sind dunkler. Das Abdomen ist oben dunkel violett mit drei weissen Fleckenreihen. Die
TULLGREN, ABANEÄI. 141
.Milli'Ircilii' beslrht aus kliiiicn, \':\s\ rlidniliisclirii Mcckcii in ilcr Voriicrhälfte. Ilinlcn woi'dt'ii diu Flecke
in tiinc Iransver.salc Liiiiun verwandelt. Die Flecke der iSeilenreihen sind nach innen etwas ausgezogen.
Alle Flecke hängen miteinander mehr weniger deutlich zusammen. Unten ist das Abdomen graulich hell-
braun, in der Mitte zwischen Rima epigasteris und den Spinnwarzen dunkelviolett.
Morpholoijisclic Merkmale. Der Ce()iiai()l liora.v ist ca. 1,1 mal so lang wie breit. Der Clypeus ist
ca. -i mal so lioch wie der Diameter der vorderen JMittelaugen. Die Zentralfurche ist durch eine flache
Grube markiert, die vom Vorderrande des Cephalothorax ca. 3,2 mal so weit wie vom Hinterrande entfernt
ist. Hinten ist das Inleijnment des Cephalothorax fein querninzelig. — Die Augen. Die Vorderreihe ist
äusserst schwach recurva mit den Mittclaugcn bedeutend kleiner. Der Diameler der Seitenaugen wenigstens
1,5 mal so gross wie der der Mittelaugen. Die Seitenintervalle nur '/t so gross wie das Mittelintervall und
so gross wie der Diameter der Seitenaugen. Die Area der Mittclaugen ist hinten etwas breiter als vorn, ein
klein wenig breiter als lang. Die gleiehgrossen Seitenaugen berühren fast einander. Die Hinterreihe ist fast
gerade und zeichnet sich durch gleichgrosse Augen aus. Die hinteren Seitenintervalle sind doppelt so gross
wie das Mitlelintervall, das so gross wie der kürzeste Diameter der Mittelaugen ist. — Cheliceren wie bei
T. fliiriiia mihi. — Die Lippe ist ca. 1,4 mal so lang wie an der Basis breit. — Die Maxillen und das
Sternum wie bei der vorigen Art. — Die Beine i . 1 . 2 . 3. Die oberen Krallen des Fusspaars I — IV mit
ca. 9 Zähnen; die Afterkralle mit 2 Zähnen. Übrigens wie bei der vorigen Art. — Das Abdomen. Die
Epigyne ist nach demselben Plan wie bei der vorigen Art gebaut. Vorn eine quere Öffnung, die nach hinten
von einer am Vorderrande verdickten und etwas ausgerandetcn Platte bedeckt ist. Vergl. Taf. IH, Fig. ."18 a.
— Die Spinnwarzen vollkommen wie bei T. tigvtna gebaut. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 3,3, die
des Abdomens ca. 3,6 mm. Länge der Beine: I 2,37 — 1,06 — 1,8—1,76 — 1,17; II 2,05 — 0,08 — 1,48 — 1,42 —
1,02; 111 1,84—1,02 — 1,25 — 1,25—1; IV 2,37 — 1,21—1,0 — 1,72 — 1,33 mm.
M.\NNCHEN. Die Augen sind stärker zusammengedrängt als beim Weibchen. Die Intervalle folglich
verhältnismässig kürzer. — Die Zentralfurche ist deutlich. — Das Stridulationsorgan wie bei T. iigrina gebaut.
— • Das Kopulationsorgan ähnelt sehr stark dem der vorigen Art. Der Fortsatz des Greiforganes ist aber
kürzer und breiter. Sein Subapikalzahn ist von der Spitze stärker entfernt und mehr nach aussen gericlilet.
— Masse. Länge des Cephalothorax ca. 2,2, die des Abdomens ca. 2,6 mm.
KiUmandjaro : Kiboscho, ca. 3,000 Mtr. ü. M., Febr. (zahlreiche, vorzugsweise junge 9); Kibonoto,
2—3,000 Mir. ü. M., Okt. (2 ?). — Meru: Regenwald, Jan. (zahlreiche ? und o")-
Bemerkuutj. Aus Kibonoto sind zwei Weibchen, die sehr dunkel gefärbt sind. Die dunkelviolette
Farbe ist nämlich fast schwarz.
Asageii«a Sundev.
Asagena tristis n. sp.
Taf. III, Fig. 59a— b.
Weibchen. Farbe. Der Cephalothorax ist sehr dunkel braun, an den Rändern mehr weniger ge-
schwärzt. Die Mundteile und das Sternum sind ebenso dunkelbraun. Die Beine zeichnen sieh durch fast
schwarze Femoren aus; die Tibien (besonders I und IV) haben einen mehr weniger breiten rötlichen Ring und
die Tarsen sind grösstenteils rotbraun. Das Abdomen ist fast rein schwarz, oben mit oder ganz ohne weisse
Zeichen: vorn ein gebogenes, schmales Querband und hinter demselben bisweilen noch ein ähnliches Band,
das in Flecke aufgelöst ist.
Morpholo(jisclie Merkmale. Der Cephalothorax ist ca. 1,4 mal so lang wie breit; mit einem tiefen
und grossen Zentraleindruck; an den Seiten schwach gebogen und hinten fast quer abgeschnitten. Der Clypeus
ist hinreichend doppelt so hoch wie der Diameter der vorderen Älittelaugen. — Die Augen. Die Vorderreihe
ist fast gerade mit fast gleiehgrossen Augen (die lateralen schräg oval). Der mittlere Zwischenraum ist ca.
1,25 mal so breit wie der laterale und ungefähr so breit wie der Radius der vorderen Mittelaugen. Die
Area der Mittelaugen ist hinten ein klein wenig schmäler als vorn und äusserst wenig länger als breit. Die
142 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEETT EXPEDITION. 20: 6.
Hinterreihe ist von oben gesellen gerade mit fast gleichgrossen Augen, die durchschnittlich unbedeutend
kleiner als die vorderen sind. Der mittlere Zwischenraum ist ca. 1,5 mal so breit wie der Radius der mitt-
leren Hinteraugen; die lateralen Zwischenräume sind fast so breit wie der Diameter derselben. Die Seilen-
augen sind fast zusammenstossend. — Die Cheliceren sind mit zwei kurzen Zähnen versehen, die wahr-
scheinlich am äusseren Falzrand sitzen. — Die Lippe ist fast doppelt so breit wie lang, am Ende schwach
ausgerandet. — Die Maxi 11 en sind reichlich doppelt so lang wie die Lippe und zeichnen sieh durch eine
lange, stark markierte und fast gerade Serrula aus. — Das Sternum ist nur ein wenig länger als breit. —
Die Beine 1.4.2.3. In der distalen Hälfte der Metatarscn I — IV je ein Trichobothrium. Die Tarsen an
der Dorsalseite mit einem i|uerovalen Sinnorgan. — Die oberen Krallen des ersten Fusspaars mit je 7 Zähnen,
die des vierten Fusspaars mit 6. Die Afterkralle des ersten Fusspaars mit vier, die des vierten mit nur
zwei Zähnen. — Unten finden sieh einige dicke, gezähnte Terminalborsten. — Das Abdomen ist ziemlich
hoch gewölbt, ca. 1,3 mal so lang wie breit, dicht und kurz feinhaarig. — Die Epigyne ist breiter als lang,
aus einer schwach gewölbten Platte bestehend, die vorn von einer schwach gebogenen Linie begrenzt und
nach hinten schwach stumpfwinkelig ausgezogen ist. Die Hinterspitze ist — wie es scheint — durch eine
schwache longitudinale, dunkle Furche markiert. Die Receptacula sind erbsenrund und stehen durch zwei
kurze, transversale Gänge mit einem doppelt so langen, longitudinalen Ductus in Verbindung. — Die Spinn-
warzen fast wie bei Teutaiia tigrina gebaut. Die oberen Warzen haben aber zwei flache Spulen für lappen-
förmige Drüsen und zeichnen sich durch eine äussere, herabsteigende Reihe langer, gezähnter Borsten am
Basalgliede aus. — Masse. Länge des Cephalothorax 2,65, die des Abdomens ca. 4 mm. Länge der Beine:
I 2,66—1,06—1,95 — 2,26—1; U 2,28—0,95 — 1,4 — 1,71—0,83; III 1,76—0,91—1,06—1,33 — 0,68; IV 2,56 —
1,23 — 1,8 — 1,95—0,85 mm.
MÄNNCHEN ist kleiner, mit verhältnismässig längeren Beinen. — Farbe. Gephalothorax und die An-
hänge sind fast schwarz, nur die Füsse der Beine etwas heller braun. Das Abdomen hat (immer ?) zwei
weisse, transversale Bänder.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax hat stärker gerundete Seiten, ist hinten schmäler
und flacher als beim Weibchen. Das Integumcnt ist glänzend dicht und grob gekörnelt. Am Rande scheint
also der Cephalothorax fein gezähnt zu sein. Die Zcntralgrube ist deutlich, aber schwach markiert. Der
Clypeus ist fast dreimal so hoch wie der Diameter der Vorderaugen. — Die Augen sitzen auf kleinen Er-
höhungen und sind verhältnismässig kleiner als beim Weibchen. Sie sind alle fast gleichgross. Die lateralen
Zwischenräume der Hinterreihe sind ungefähr doppelt so breit wie der mittlere. — Das Sternum ist auch
grob granuliert. — Das Abdomen ist verhältnismässig schmäler und länger als beim Weibchen. Über dem
Pediculus sitzen zwei Reihen niedriger, haarbesetzter Lamellen, die eine fast zusammenhängende, bogen-
förmige Leiste bilden. Diese Lamellen reiben gegen den äusserst fein, transversal striiertcn Hinterteil des
Cephalothorax. Dies Stridulationsorgan ist beim Weibchen nur durch zwei Reihen feiner Haare repräsentiert.
— Betreffs der Spinnwarzen ist hervorzuheben, dass die oberen Warzen der Spinnspulen der lappenförmigen
Drüsen entbehren. — Die Beine. Die Trichobothrien (und die oben erwähnten Sinnorgane der Tarsen) habe ich
nicht sehen können. Die vorderen Femoren sind unten gekörnelt. — Das Kopulationsorgan ist schmal,
langgestreckt. Das Tibialglied ist becherförmig, fast so lang wie der Alveolus und ca. Vs von der Länge
des Cymbiums. Der Embolus seheint kurz und fein zu sein. Entspringt an der Mitte der Aussenseite des
Bulbus. Im übrigen siehe Taf. III, Fig. 59 a — b. — Masse. Länge des Cephalothorax 2,5, die des Abdomens
ca. 2 mm. — Länge der Beine: I 2,7—0,83—1,93 — 2,1—0,95; II 2,1 — 0,76 — 1,42 — 1,64 — 0,76; III 1,67 —
0,66 — 1,04—1,27—0,64; IV 2,5—0,85—1,86—1,9—0,85 mm.
Kilimandjaro : Kibonoto, Kulturzone — Steppe, Aug. — Sept. (13 9, 3 cf).
TULI.GBEN, ARANKA). li.S
Argiopi(l{i>.
Walkeiiacra (Bi.) Kuu/.
Wah'konai'ra morueusis n. sp.
Tal'. 111, Fi.!,'. fiO.
Weibchen. Farbe. CcplialnllKU-ax hdliiraun, in der Aiitjcnri'gion sfiiwarz. Mnndtnilc uml SIcrmini
t'bcnfall.s hellbraun, das Sternuni aber niil liiinklerem Itaml. Heine yeliibrann niil dunkleren Schenkeln. Ab
diinien hell nmusegrau.
Morphologische Merkmale. Cephalolliurax ea. l'/s .so lang wie breil, vorn ziemlich .stark ver.srhniälerl.
(llvpeus tuigefähr doppelt so hoch wie die vorderen Mittelaugen. — Augen. Vorderreilie fast gerade, mit
zusannnengedrängten Augen, von denen die lateralen ungefähr \fi so gros.s wie die mittleren .sind. Die
Zwischenräume gleiehgro.ss, nicht weiter als der Radius der Miltelaugen. Die Hinterreihe ist schwacli recurva
und bestellt aus gleichgrossen Augen, die unter sich nur ca. 1,5 ihres l>adius entfernt sind. Die Augen
dieser Reihe sind ungefähr von der Grösse der lateralen Vorderaugen. Area der Mittelaugen vorn schmäler
als hinten, beträchtlich länger als breit. — Chelieeren am äusseren Falzrand mit vier, ziemlich grossen
Zäiinen, am inneren aber mit einer kurzen Reihe äusserst kleiner, stiftähnlicher Zähne nahe an der Ein-
lenkung der Klaue. — Sternum fast so breit wie lang. — Beine. Hintertibien mit Trichobolhrium, das
gleich hinler der .Mitte inseriert ist. — Abdomen umgekehrt eiförmig. Epigyne besteht aus einer rot-
braunen, glänzenden Platte, die hinten quer abgestutzt, vorn an der Mitte schwach eckig ist. In der Mitte
scheint diese Platte eine ovale Vertiefung zu haben und jederseits ist sie von einem dunkelbraunen Mcckc
begrenzt (vergl. Taf. III, Fig. 60). — Masse. Länge des Ceplialoliiorax 1,05, die des Abdomens 1,8 nun.
— Meru: Regenwald, Jan. (1 9)-
Notioscopus SiM.
Notioscopus moiiticola n. sp.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax hell dunkelbraun, Mundteile und Sternum ähnlich gefärbt, Beine
heller. Abdomen hell mausegrau.
Morphologische Merkmale. Clypeus fast 2,5 mal so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen.
Augen. Vorderreihe stark recurva, mit den Mittelaugen fast zusammenstossend und von den Seitenaugen
fast um ihren doppelten Querdurchmesser entfernt. Die kleineren hinteren Seitenaugen von den vorderen
nur wenig getrennt. Area der Mittelaugen fast doppelt so lang wie hinten breit; hinten breiter als vorn.
Ilinterreihe massig stark procurva, ihre .\ugen fast gleichgross und mit ungefähr gleichgrossen Zwischen-
räumen, die lateralen gleichwohl ein wenig grösser und etwas breiter als der Augendiameter. — Chelieeren
am vorderen Falzrand mit fünf ziemlieh grossen Zähnen, von denen der apikale Zahn kleiner ist. Vier
äusserst winzige, dicht zusammenstehende Zähne sind am inneren Falzrand vorhanden. — Sternum fast
so breit wie lang, zwischen den Hinterhüften ziemlich breit eingeschoben. — Abdomen länglieh oval.
Epigyne breiter als lang, braun mit zwei dunkleren Flecken. Im übrigen erinnert sie stark an einen Oedothorax
(Neriene) refusiis (VVestr.). — Beine. Metatarsus IV mit einem langen Tricliobothrium gleich hinter der
Mitte. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 1,2, die des Abdomens ca. 2,25 mm. — Kilimamljaro :
Kiboscho, 4,()Ü() Mtr., Febr. (5 $).
Erigoiie Aud.
Erigone ictliiopica ii. sp.
Taf. HI, Fig. 61.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax oben und unten schwarzbraun, Beine gelblich, Abdomen
schwarzgrau.
Morphologische Merkmale. Clypeus ea. 4 mal so hoch wie der Dianieter der vorderen Mittelaugen.
144 S.TÖSTEDTS KIMMANDJAE0-MERT7 EXPEDITION. 20: ß.
— Augen. Vorclerreihe gerade, mit den Seitenaugen doppelt so gro.ss wie die mutieren, die unter sich um
ihren Querdurchmesser entfernt sind; der Abstand von den Seitenaugen etwas grösser. Hinterreihe äusserst
schwach procurva mit gleiehgrossen Augen, die etwas grösser als die vorderen Mittelaugen sind. Die fast
gleichgrossen Zwischenräume ungefähr so gross wie der Diameter der Augen. Area der Mittelaugen so lang
wie breit, vorn schmäler als hinten. — Cheliceren am äusseren Falzrand mit drei, am inneren mit vier
gleichgrossen Zähnen. An der Vorderseite nach aussen haben die Cheliceren eine Reihe von fünf kleinen
Zähnen. — Sternum so breit wie lang. — Die Epigyne wird durch einen nach hinten gerichteten, zungen-
förmigen Fortsatz charakterisiert (vergl. Taf. III, Fig. (31). — Masse. Länge der Cephalothorax ca. 1,2, die
des Abdomens ca. 2,1 mm. — Kilimmnljaro: Kiboscho, 3,000 Mtr., Febr. (1 9).
Brattia Sim.
Zu dieser Gattung führe ich die folgende Art nur mit grossem Zögern. Wie aus
der Beschreibung unten leicht zu ersehen ist, unterscheidet sie sich beträchtlich, z. B. durch
die Augenstellung. Vielleicht repräsentiert die Art eine ganz andere Gattung. Ja, es ist
nicht unmöglich, dass die Art der Familie Thcrnh'f'da' angeliört. Es scheint mir aber
sicher, dass die für diese Arten charakteristische Haarreihe am vierlen Tarsus hier fehlt.
IJrattia (^) dnbia n. sp.
Taf. III, Fig. «2.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax glänzend braun, Sternuiri matt graubraun. Beine gelblich mit
dunkleren, braunen Schenkeln. Abdomen weisslich am Rücken mit einer mehr weniger deutlichen Reihe
von braunen transversalen oder A-fimiigen Flecken. Die Zeichnung des Abdomens erinnert an diejenige
eines Theridiums.
Moiyholof/isrhe Merkmale. Clypeus ungefähr doppelt so hoch wie der Diameter der vorderen Mittel-
augen. — Augen. Vorderreihe äusserst schwach procurva mit den Mittelaugen etwas kleiner als den Seiten-
iuigen. Unter sich sind die Mittelaugen gut um ihren Querdurchmesser entfernt, von den Seitenaugen aber
bedeutend kürzer. Seitenaugen gleichgross, berühren einander. Area der Mittelaugen ungefähr so lang wie
breit. Hintere Augenreihe gerade mit den mittleren und kleineren, ovalen Augen unter sieh gut um ihren
Querdurchmesser entfernt. Abstand von den Seitenaugen kürzer. — Cheliceren sind am Ende quer abge-
stutzt. Am äusseren Falzrand finden sich drei grössere, am inneren einige äusserst winzige Zähne. —
Lippe breiter als lang; am Ende gerundet, ohne verdickten Ivand. — Sternum matt, stark gewölbt, etwas
länger als breit, hinten zwischen die breit getrennten llinterliüften geschoben. — Beine 1 . 2 . 4 . 3, ziemlich
langhaarig, Metatarsus IV ohne Tricliobothrium. — Abdomen kurz und ziemlich hoch. Epigyne charakteri-
siert durch eine schmale, bogenförmige {)ffnung (?) hinten. Vergl. Taf. III, Fig. 62. — Masse. Länge des
Cephalothorax 0,9, die des Abdomens 1,9 mm. — Küimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Aug. (2 $).
Lephthypliaiites Menge.
Lpplitli.vpliautes tropicalis n. sp.
Taf. III, Fig. 63.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax gelbbraun mit einem mehr weniger deutlichen Längsstreifen.
Der Brustteil schwärzlich umsäumt. tMieliceren gelbbraun, Sternum schwärzlich, Beine gelblicli mit Schen-
keln und Tibien zweimal dunkelbraun geringelt; Ende der Glieder schwarz gesäumt. Abdomen dunkelbraun,
am Rücken weisse Zeichnungen, fast wie bei L. leprosns Ohl., an den Seiten einige schräge, weisse Flecke,
der Bauch einfarbig dunkelbraun.
Morphologische Merkmale, tlivpeus fast 4-mal so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen.
— Augen. Vorderreihe gerade mit den Mittelaugen kaum halb so gross wie die Seitenaugen, unter sich
TULLGREN, AEANE^.
145
ungefähr um ilircii lladiiis oiilfornt, dor Al)s(;uul von di'ii Soitenaugen wenigstens doppelt so gross. Die
gleicligrossen llintnaiiiicn, die; vielleicht etwas grösser als die vorderen Seitenaugen sind, sind in einer ge-
raden Linie geonhiet. Die Zwisfhenräume fast gleichgross, nicht so weit wie der Diameter der Augen.
Area der J\liltelan_i,'en Ijcdeiüend länger als breit. — Cheliceren am äusseren Falzrand mit 6, am inneren
mit 5 Zähnen. — ücine. .Melatarson mit 2 Stacheln. — Epigyne vergl. Taf. III, Fig. 63 a — b. — Masse.
Länge iles ('.eplKduUiui-ax 2,5, die des Abdomens ca. 2,7 mm.
Männchen. Farbe fast wie beim \Veib(-hen, C.ephalothorax und Beine jedoch blasser gefärbt. —
Übrigen.s dem 9 «t'hr älmlicli. Das Kopulationsorgan vergl. Taf. III, Fig. 03c. — Masse. Länge des
C.ephalothorax 1,2, die des Abdomens 1,5 mm.
KUimandjaro: Kiboscho, 3,000 Mtr., Kegenwahl (12 ^cf); Kibonoto, Kulturzone, Okt. (1 o^). —
Merii: Kegenwald, Jan. (47 9. 5 cf)-
Lcplithyphautes kiliiuaudjaricus n. sp.
Taf. III, Fig. 64 a— b.
Vom KiliiitaiiiJjfiro, Kiboscho, 3 — 4,000 Mtr., Regenwald, liegt ein etwas beschädigtes Weibchen einer
Art dieser Gattung vor, das vielleicht eine neue Art repräsentiert.
Weibchen. Cephalothorax einfarbig braun, Kopfteil heller. Cheliceren ähnlich gefärbt, übrige
Mundteile und Sternum schwärzlich. Beine einfarbig gelbbraun. Das dunkelbraune Abdomen hat jederseits
ein weisses Band und längs der Mitte am Rücken eine Reihe A-förmiger weisser Flecke. — Clypeus
3-mal so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen. — Augenstellung fast vollkommen wie bei der
vorigen Art. — Epigyne vergl. Taf. III, Fig. 64a — b. — Masse. Länge des Cephalothorax 1,2, die des Ab-
domens ca. 2,2 mm.
Liiiypliia Ltr.
Liiiypliia aethiopica u. sp.
Taf. III, Fig. 65 a— e.
Diese Art ist mit L. pusilla Sund, sehr nahe verwandt.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax mehr weniger dunkel braun, Mundteile und Sternum oft etwas
dunkler, schwärzlich braun. Beine gelb, ohne schwarze Flecke oder Ringe. Abdomen braun am Rücken
und an den Seiten, mit longitudinal geordneten weissen Flecken, die oft zu drei Längsbinden zusammen-
fliessen. Die Zeichnungen fast wie bei L. pusilla Sund.
Morpliolofiische Merkmale. Clypeus dreimal so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen. —
Augen. Vorderreihe äusserst schwach reeurva mit fast gleichgrossen Augen, von welchen die mittleren
unter sich gut um ihren Radius entfernt sind; der Absland von den lateralen ungefähr dreimal so gross.
Seitenaugen berühren einander, das hintere grösser als das vordere. Die hintere Augenreihe fast gerade mit
den mittleren Augen, auf starken Erhöhungen gelegen. Die etwas grösseren Mittelaugen sind unter sich um
ihren doppelten Diameter entfernt, der Abstand von den Seitenaugen kürzer. Area der Mittelaugen breiter
als lang, vorn bedeutend schmäler als hinten. — Cheliceren. Am äusseren Falzrand sind 4 Zähne, am
inneren 5, die jedoch bedeutend kleiner sind. — Beine. Nur die vorderen Sehenkel mit einigen dorsalen
Stacheln. — Abdomen langgestreckt, vorn und hinten mehr weniger deutlich höckerig. Epigyne fast ganz
wie bei L. pusilla gebaut (Taf. III, Fig. (i5a). — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 1,7, die des Ab-
domens ca. 3 mm.
Männchen unterscheidet sich in der Farbe vom Weibehen durch den helleren Cephalothorax. Ab-
domen hat an den Seiten ein weisses Längsband, am Rücken ist es nur etwas heller als die dunkelbraune
Grundfarbe.
Morpholofjische Merkmale. Die Augenstellung fast vollkommen wie beim Weibchen. Cheliceren an
der Vorderseite nach aussen deutlich granuliert. Abdomen langgestreckt, ca. 3-mal so lang wie breit. Das
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition. 30. 19
146 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 20: 6.
männliche Kopulationsorgan zeigt grosse Ähnlichkeit mit demjenigen der Lmyphia pusüla SuND. Unterscheidet
sich aber unter anderem durch den grössten Fortsatz, welcher hier gespitzt, bei L. pusilla aber quer abge-
stutzt ist (vergl. Taf. HI, Fig. 65 b — c). — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 1,3, die des Abdomens
ca. 1,7 mm.
Küimandjaro : Kiboscho, Regenwald, 3,000 Mtr. (1 $); Meru: Ngare na nyuki, Nov. (2 9); Meru-
Niederung, westlich vom Berge, Dez. (1 9) 1 Regenwald, Jan. (4 9. c^)-
Liiiyphia kibonotensis n. sp.
Taf. III, Fig. 66 a— b.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax schwärzlich braun, in der Mitte heller, Mundteile und Sternum
fast ähnlich gefärbt; Beine gelblieh; Abdomen braun, am Rücken eine Reihe A-ähnlicher weisser Flecke;
an jeder Seite auch eine Reihe von weissen, ovalen Flecken.
Morphologische Merkmale. Clypeus gut dreimal so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen.
— Augen. Vorderreihe fast gerade; die kleineren Mittelaugen unter sich kaum um ihren Diameter ent-
fernt, der Abstand von den Seitenaugen 1,5 mal so weit. Die gleichgrossen Seitenaugen berühren einander.
Area der Mittelaugen bedeutend breiter als lang. Die Hinterreihe fast gerade mit den Mittelaugen etwas
erhöht und grösser, unter sich um 1,5 mal ihres Querdurchmessers entfernt, Abstand von den Seitenaugen
ungefähr halb so weit. — Cheliceren. An jedem Falzrand sind 5 Zähne, die des äusseren bedeutend
grösser. — Beine. Schenkel IV nur mit einem dorsalen Stachel. Vorderer Schenkel mit noch einigen
Stacheln. — Abdomen nach hinten höckerig gespitzt. Epigyne fast wie bei L. pusilla Sund, aber mit
zwei grossen, rotbraunen Flecken. Vergl. Taf. III, Fig. 66 a. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 1,7,
die des Abdomens ca. 2,8 mm.
Männchen. Farbe wie beim Weibchen. Die Flecke des Abdomens nicht aber so deutlich. —
Clypeus fast 5 mal so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugeii. — Augen. Vorderreihe fast ge-
rade. Abstand zwischen den mittleren und lateralen Augen zweimal so gross wie der Diameter der erst-
genannten. — Abdomen ungefähr doppelt so lang wie breit. — Männliches Kopulationsorgan
vergl. Taf. III, Fig. 66 b. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 2, die des Abdomens ca. 2,5 mm.
Küimandjaro: Kibonolo, Kulturzone, Aug. (2 9. 3 o^), Okt. (4 9)-
Pacliygnatha Sund.
Pacliyguatha Palmqvisti u. sp.
Taf. HI, Fig. 67 a— f.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax hell gelbbraun mit schwarzen Augenringen, Sternum fast ähn-
lich gefärbt, Beine etwas heller und Mundteile etwas dunkler gefärbt. Abdomen ist graulich mit zerstreuten,
kleinen, weissen Flecken an den Seiten, nur vorn und hinter der Epigyne braun. Bei einigen Exemplaren
merkt man eine Andeutung einer schwärzlichen Rückenzeichnung, ähnlich der des Männchens (siehe unten).
Morphologische Merkmale. Cephalothorax ca. 1,4-mal so lang wie breit, mit hoehgewölbtem Kopfteil.
Clypeus nicht völlig so hoch wie die Area der Mittelaugen. — Augen. Die Vorderreihe ist fast gerade
mit ungefähr gleichgrossen Augen, von welchen die mittleren unter sich um ihren Querdurclimesser entfernt
sind. Der Abstand zwischen den mittleren und den lateralen Augen doppelt so gross. Die Area der Mitlel-
augen ungefähr so lang wie breit, vorn bedeutend schmäler als hinten. Die hintere Augenreihe äusserst
schwach recurva; die lateralen Augen ungefähr so gross wie die Vorderaugen, die mittleren fast doppelt so
gross wie der Diameter der Mittelaugen, die unter sich etwas kürzer entfernt sind. Die beiden Seitenaugen
fast gleiehgross, zusammenstossend. — Cheliceren (Taf. IH, Fig. 67 b) vorn bauchig angesehwollen. Am
äusseren Falzrand finden sieh drei grosse Zähne, die unter sich fast gleicli weit entfernt sind. Am inneren
Falzrand sind 5 — 6 kleine Zähne, die gegen die Einlenkung der Klaue an Grösse zunehmen. Die an der
Basis transversal eingedrückte Lippe ist am Ende schwach ausgerandet, deutlich breiter als lang und ragt
TÜLLGREN, ABANKÄ. 14-7
kaum bi.s zur Miltc der .Maxillcn hin. — Stornuni ist dreieckig, so lang wie breit. — Beine ziemlich
lang, unbewaffnet, kurz fein beliaarl. — Abdomen ist ungefähr J 'A so lang wie breit. Rima epigasteris
nndeutlieh. F.pigyne besteht aus einer transversalen Öffnung, die nur wenig breiter als die Lungenstigmata
ist. — Masse. Länge des Ceplialothorax ca. 1,75, die des Abdomens fast 3 mm.
Männchen. Farbe wie beim Weibchen. Am Rücken des Abdomens findet sich aber eine deut-
liche, blattähnliche Zeichnung — wie bei den europäischen Arten, die von zwei bogenförmigen Lateralreihen
und von einer JMittreihe meiu' weniger zusanimeniliessender schwärzlicher Hecken gebildet ist. — ■ Augen-
stellung wie beim Weibchen. — Chcliceren ca. 3-mal so lang wie breit, mit einer langen, gleich vor
der Mitte knieförmig gebogenen Klaue. An jedem Falzrande sind drei Zähne, von welchen die beiden ter-
minalen äusserst winzig sind. Die Stellung der Zähne wird durch Taf. III, Fig. 67c beleuchtet. Kopula-
tionsorgan siehe Taf. III, Fig. 67 d — f. Der Embolus hat vor der Spitze einen scharfen, lateral gerichteten
Zahn (F"ig. c). — Masse. Länge des Cephalothorax und des Abdomens je ca. 1,6 mm.
Kilimandjaro: Kibonoto, 2—3,500 Mtr., Okt. (1 ?) ; Kiboscho, 3— 4,000 Mtr. (2 $). — Meru:
Regenwald (37 cf^ und 9).
Paeli.v2:natlia nuicronata u. sp.
Taf. III, Fig. 68.
Weibchen. Farbe, (iephalotlmrax mit Mundteilen uufj Stcrnum dunkel kastanienbraun. Beine hell
gelbbraun. Abdomen fast wie bei der vorigen Art gefärbt.
Morphologische Merkmale, t'.eplialothorax ca. 1,7 mal so lang wie breit mit hochgewölbtem Kopfteil,
(^lypeus nicht völlig so hoch wie die Area der Mittelaugen. — Augen. Vorderreihe schwach procurva mit
fast gleichgrossen Augen; Mittelaugen unter sich gut um ihren Querdurchmesser entfernt, von den Seiten-
augen etwas w^eiter. Area der Mittelaugen ein klein wenig länger als breit, vorn etwas schmäler als hinten.
Hinterreihe fast gerade mit den Mittelaugen, ein wenig grösser als alle anderen Augen. Die Entfernung der
Hinteraugen unter sich und von den Seitenaugen entspricht derjenigen der Vorderaugen. — Gheliceren
(Taf. III, Fig. 68) vorn massig gewölbt. Am äusseren Falzrand sind drei und am inneren vier Zähne, von
welchen die terminalen von den übrigen etwas weiter entfernt sind. An der Vorderseite der Gheliceren
merkt man nahe der Einlenkung der Klaue einen kurzen, stumpfen, zahnförmigen Fortsatz. — Maxillen,
Lippe, Beine und Sternum fast wie bei der vorigen Art. — Epigyne auch wie bei der vorigen Art,
aber etwas breiter. — Masse. Länge der Cephalothorax ca. 1,7, die des Abdomens ca. 2 mm.
Küiynandjaro : Kibonoto, Regenwald, 2 — 2,500 Mtr., Okt. (2 9).
Tetragnatlia Latr.
Tetragiiatha prsedator n. sp.
Taf. III, Fig. 69 a— d.
Diese Art gehört wahrscheinlich der Sekt. A Simon's an, obwohl die vordere Augenreihe ein klein
wenig länger als die hintere ist.
MÄNNCHEN. Farbe. Cephalothorax gelbbraun, bisweilen mit einer schwach angedeuteten dunkleren
Färbung längs der Mitte. Die Anhänge des Cephalothorax hell gelbbraun. Das Abdomen ist grau, dicht
mit kleinen Silberflecken bestreut.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax ist gut 1,7 mal so lang wie breit. Die grosse, ovale
Zentralgrube ist vom Vorderrand ungefähr doppelt so weif entfernt als vom Hinterrand des Cephalothorax.
Der Clypeus ist fast doppelt so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen. — Die Augen. Die
Vorderreihe ist deutlich recurva und ein klein wenig länger (breiter) als die Hinterreihe. Die vorderen
Mittelaugen sind etwas grösser als die Seitenaugen und sind unter sich kaum um ihren Diameter entfernt,
der Abstand von den Seitenaugen ca. 1,5 mal so weit. Die Area der Mittelaugen ist ungefähr so lang wie
breit, vorn schmäler als hinten. Die Seitenaugen sind unter sich um den Diameter der etwas kleineren,
148 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 6.
vorderen entfernt und viel näher zusammenstehend als die vorderen und hinteren Mittelaugen. Die
Hinterreihe ist schwach reeurva mit gleichgrossen imd unter sich fast gleicliweit entfernten Augen. —
Cheliceren wenigstens so lang wie der Gephalothorax, ca. 5 mal so lang wie breit, schwach distalwärts
verdickt. Am distalen Ende findet sich aussen ein schwach nach oben gerichteter Fortsatz, der am Ende
gespitzt und schwach gekrümmt ist und ungefähr an der Mitte einen kleinen Zahn trägt (siehe Taf. III,
Fig. 69 a — b). Dicht bei der Einlenkung der Klaue sitzen zwei grosse Zähne, von welchen der erste gerade
nach vorn gerichtet und der zweite nach oben gekrümmt ist. Danach folgen am äusseren Falzrand
8 — 10 Zähne, welche pro.ximalwärts kleiner und dichter gestreut stehen. Am inneren Falzrand merkt man
ca. 10 Zähne. Der erste sitzt dicht bei der Einlenkung, der zweite und dritte dicht daneben. Darauf folgen
mit grösseren Zwischenräumen drei Zähne, wonach die übrigen näher zusammen folgen. Die Grösse der
Zähne nimmt proximalwärts beträchtlich ab. Die ziemlich roinist gebaute Klaue hat unten vor der Mitte
eine knollenförmige Erhöhung. — Maxillen gerade von unten gesehen fast parallelseitig, am Ende etwas
schräg abgestutzt. — Beine mit feinen Stacheln spärlich bewehrt. — Abdomen fast zylindrisch, nach
hinten schwach verschmälert, am Hinterende stumpf, nicht über die Spinnwarzen vorspringend. — Kopu-
lationsorgan (Taf. III, Fig. 69 c — d). Tibia ungefähr so lang wie das Cymbium. Patella etwas kürzer.
Femur so lang wie Tibia + Tarsus. — Masse. Länge des Gephalothorax 3, die des Abdomens ca. 7 mm.
Küimandjaro : Kibonoto, Kulturzone, Sept., Sc/'. — Meru: Ngare na nyuki, Nov., 1 cf-
Tetraguatha latro n. sp.
Taf. ni, Fig. 7(»a— e.
Gehört zur Sekt. A. nach Simon.
Männchen. Farbe wie bei voriger Art, die weissen F'lecke des Abdomens sind aber durchschnitt-
lich grösser.
Morphologische Merkmale. Der Gephalothorax ist fast 1,7 mal so lang wie breit. Glypeus ungefähr
so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen. — Augen. Vorderreihe stark reeurva und deutlich
kürzer als die Hinterreihe. Die vorderen Miltelaugen auffallend grösser als die Seitenaugen, unter sich reich-
lich um ihren halben, von den Seitenaugen um ihren doppelten Diameter entfernt. Die Area der Miltelaugen
ist ein klein wenig breiter als lang, vorn bedeutend schmäler als hinten. Die beiden Seitenaugen unter
sich um den Diameter der etwas kleineren vorderen entfernt und viel näher zusammenstehend als die
vorderen und hinteren Mittelaugen. Die Hinterreihe ist schwach reeurva mit gleichgrossen und unter sich
fast gleich entfernten Augen. — Cheliceren (Taf. III, Fig. 70c) deutlich kürzer als der Gephalothorax, ca.
i mal so lang wie breit, distalwärts sehwach verdickt und rückwärts schwach gebogen. Vorn am distalen
Ende, von der Einlenkung der Klaue seiner Länge nach entfernt, findet sich ein gebogener Fortsatz, der
am Ende äusserst schwach ausgeschnitten ist. Zwischen diesem Fortsatz und dem apikalen Zahn des äus-
seren Falzrandes findet sich ein ziemlich kleiner Zahn. Von der Einlenkung eine Chelicerenbreite entfernt
sitzt der nächste Zahn, der etwas vom Falzrande abgerückt ist. Der äussere Falzrand ist mit noch vier
Zähnen bewaffnet, die proximalwärts an Grösse abnehmen und deren Intervalle ebenso proximalwärts kürzer
werden. Der erste dieser letztgenannten Zähne befindet sich dicht hinter der Ghelicerenmitte. Am inneren
Falzrand sind sechs Zähne, die fast gleichgross sind und deren Intervalle proximalwärts langsam an Grösse
abnehmen. Klaue ohne alle Unebenheiten. — Maxillen am Ende schräg abgerundet, am Aussenrande
schwach eingebuchtet. — Beine mit feinen Stacheln spärlich besetzt. — Abdomen fast wie bei voriger
Art. — Kopulationsorgan (Taf. III, Fig. 70d— e). Tibia ca. iVi so lang wie Patella. Gymbium so lang
wie Tibia + Patella. — Masse. Länge des Gephalothorax ca. 2,5, die des Abdomens ca. 4,5 mm.
Weibchen unterscheidet sich durch folgende Merkmale vom Männchen. Vordere Mittelaugen unter
sich reichlich um ihren Querdurchmesser entfernt. — Clheliceren ungefähr halb so lang wie der Gephalo-
thorax, ca. 2,15 mal so lang wie dick, vorn schwach bauchig aufgebläht. An jedem Falzrand sechs Zähne,
die in einer regelmässigen Reihe geordnet sind und die proximalwärts stark an Grösse abnehmen. — Epi-
gyne breiter als lang, am Hinterrand ausgerandet (Taf. III, Fig. 70a). — Masse. Länge des Gephalothorax
TULl.OREN, AEANE^. 149
ca. 2,5, die des AI)donu'ii.s ca. (i mm. — KUhnandjavo : KibimoUi, KiüUir/.one — Steppe, Sept. (3 o^, 6 9).
Okt. (5 o", i ?);
Tciruifiiiitlia iiiiicoriiis n. sp.
TaL III, Fig. 71.
(ieluiit zur Sekt. D. nach Simon.
■Männchen. Farl)c. Ccplialotlinrax mit Anhän.m-n hell !,'cll)braun, aber mit dem Rande und den
Kadiaifurchen I dunkelbraun. Abdomen grau mit den stärker chitinisierten Teilen oben und mitten in der
Vorderhälfte gelbbraun.
Morphologische Merkmale, (leplialothora.x ea. doppelt so lans; wie breit. Kopfleil etwas erhöht und
vom Urustteil durch tiefe Radialfurchen deutlich abgesetzt, /entralgruhe fast rund, vom Unterrand ca. 1,47
mal so weit wie vom Hinterrand des C.cphalothorax entfernl. Clypens gut so hoch wie der Diametor der
vorderen .Mitlelaugen. — Augen. Vorderreihe deutlich recurva, mit den .Mittelaiigen bedeutend grösser als
den Seifenaugen, unter sich kaum um ihren Ouerdurchmesser entfernt, der Abstand von den Seitenaugen
wenigstens doppelt so weit. Die Area der Mittelaugen ein klein wenig länger als breit, vorn deutlich breiter
als hinten. (Bei älteren Exemplaren ist die Area der Mittelaugen vorn äusserst wenig breiter als hinten.)
Die Hinterreihe der Augen ist deutlich kürzer als die Vorderreihe, wie diese deutlich recurva und mit fast
gleichgrossen Augen. Die Intervalle der Hinterreihe entsprechen denen der Vorderreihe. Seitenaugen nur
wenig getrennt und bedeutend näher zusammen als die vorderen und hinteren Mittelaugen. — (Iheliceren
(Taf. HI, Fig. 71b) bedeutend länger als der Cephalothorax, ca. 7 mal so lang wie breit, äusserst stark divergierend
und in der Basalhälfte stark rückwärts gebogen. Gegen das distale Knde werden sie schwach kolbenförmig
erweitert. Am äusseren Falzrand haben sie ea. 12 Zähne. Der erste ist nahe an der Einlenkung der
Klaue gelegen; der zweite und dritte unter sich doppelt so weit wie der erste vom zweiten. Die folgenden
Intervalle sind regelmässiger, werden aber proximalwärts gleich wie die Grösse der Zähne stark vermindert.
Am inneren Falzrand kommen nur 8 Zähne vor. Die Klaue ist sehr lang und schmal, zeichnet sich durch
einen spitzen Zahn an der Dorsalseite ein wenig von der Basis aus. — Die Maxillen zeichnen sich da-
durch aus, dass sie am Ende stark und winkelig erweitert sind. — Beine sehr lang und spärlich bewehrt.
Abdomen zylindrisch, am Hinterende sehr schwach über die Spinnwarzen vorspringend. Bei alten Männ-
chen ist das Integument längs Rücken und Bauch stark cbitinisiert, besonders in der Basalhälfte des Ab-
domens. — Kopulationsorgan (Taf. III, Fig. 71 c — d). Tibia (ohne Fortsatz) reichlich um das Doppelte
so lang wie Patella. Femur bedeutend länger als Tibia -j- Patella. — Mas.se. Länge des Cephalothorax 3,2,
die des Abdomens ca. 8,5 mm.
Weibchen unterscheidet sicli durch folgende Merkmale vom Männchen. Cheliceren (Taf. III, Fig. 71a)
haben am äusseren Falzrand 12 — 13 Zähne, von welchen die sieben distalen ungefähr gleiehlang sind. Die
folgenden Zähne nehmen proximalwärts schnell an (jrösse ab. Der terminale Zahn ist nahe an der Einlenkung
gelegen und ist etwas gekrümmt. Der Abstand zwischen dem zweiten und dritten Zahn ist fast dreimal so gross
wie zwischen dem ersten und zweiten. Das dritte Intervall ist ungefähr doppelt, das 4. und 5. ungefähr
1,5 mal so gross wie das erste. Am inneren Falzrand sind 14 Zähne, von welchen die sechs basalen
winzig und einander sehr nahestehend sind. Der terminale Zahn ist kurz und breit, nahe an der Ein-
lenkung der Klaue gelegen und etwas vorwärts gerichtet. Die Klaue ist etwas dicker als beim Männchen
und entbehrt den Rückenzahn. Das Abdomen ist überall weiehhäutig und ist oben und an den Seiten mit
weissen F"lecken dicht bestreut. • — Ma.^sc. Länge des Cephalothorax 2,6, die des Abdomens ca. 8 mm. —
Usambara: Mombo, Juni, 4 cf, 3 ?.
Totragnatlia uecatoria n. sp.
Taf. III, Fig. 72.
Gehört zur Sekt. D. nach Simon, aber ist ganz gewiss mit T. pra^clalor sehr nahe verwandt.
Männchen. Cephalothorax gelbbraun, Beine und Cheliceren heller gelb. Abdomen grau, am Rücken
mit silberweissen Flecken dicht bestreut.
150 S.IÖ8TEDTS KILIMANDJAEOMERU EXPEDITION. 20: 6.
Morphologische Merkmale. Cephalothorax reichlich 1,7 mal so lang wie breit, Kopfteil sehr schwach
erhöht. Zentralgrube halbkreisförmig, vom Vorderrand ca. 1,8 mal so weit entfernt als vom Hinterrand des
Cephalothorax. Clypeus gut so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen. — Augen. Vorderreihe
deutlich recurva, mit den Mittelaugen ungefähr doppelt so gross wie die Seitenaugen, unter sich um ihren
Diameter und von den Seitenaugen etwas weiter entfernt. Die Area der Mittelaugen fast quadratisch. Die
Hinterreihe ist etwas kürzer und schwächer recurva als die Vorderreihe, Augen fast gleichgross (die mitt-
leren vielleicht ein wenig grösser) und unter sich ungefähr gleichmässig entfernt. Vordere und hintere
Seiten- und Mittelaugen fast gleichweit entfernt. — Cheliceren (Taf. HI, Fig. 72) ein klein wenig länger
als der Cephalothorax, ca. 4,-5 mal so lang wie breit, distalwärts keulenförmig erweitert, rückwärts sehr schwach
gebogen. Oben nahe am distalen Ende findet sieh ein spitzer, schmaler, gebogener Fortsatz. Am äusseren Falz-
rand sind 10 Zähne: der erste ist sehr gross und breit, an der Einlenkung gelegen, die folgenden 5 oder 6 sind
kleiner und ungefähr gleichgross, die übrigen sind noch kleiner und näher zusammenstehend. Am inneren
Falzrand sind an der Einlenkung iiwei einander sehr nahestehende Zähne, dann folgen 11 Zähne, die suc-
cessiv kleiner werden, die proximalsten sind äusserst winzig. Anch die Intervalle werden proximalwärts
successiv vermindert. Die Klaue ist ziemlich grob und regelmässig gebaut. — Maxillen nach aussen
winkelig erweitert. — Beine mit kurzen Stacheln spärlich besetzt. — Abdomen zylindrisch, nicht über
die Spinnwarzen vorspringend. — Kopulationsorgan ähnelt sehr dem der T. prsedator, die Spitze des
conductor emboli ist aber von der Seite gesehen stark erweitert und abgeflacht. Bei jener Art endet dieses
Organ mit einer kleinen hakenförmigen Spitze. Tibia bedeutend kürzer als das Cymliium, ungefähr so lang
wie Patella. Femur etwas länger als Tibia + Patella. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 3, die des
Abdomens ca. 7 mm. — Pare: Kimela, Juni, 1 c^.
Tetragnatha jaciilator u. sp.
Taf. m, Fig. 73 a— c.
Gehört zur Sekt. E. nach Simon.
M.\NNCHEN. Cephalothorax mit Anhängen hell gelhbraun. Abdomen grau, dicht mit Silberfiecken
bestreut.
Morphologische Merkmale. Cephalothorax ungefähr 1 ^/s so lang wie breit, Kopfteil schwach erhöht,
aber durch die Badialfurche I deutlii-h markiert. Zentralfurche breit oval, doppelt so weit vom Vorderrande
wie vom Hinterrande des Cephalothorax entfernt. Clypeus ungefähr so hoch wie der Diameter der vorderen
Mittelaugen. — Augen. Vorderreihe gerade oder schwach recurva, mit den Mittelaugen grösser als den
Seitenaugen und unter sich gut um ihren Radius entfernt, der Abstand von den Seitenaugen gut so gross
wie der Diameter der Mittelaugen. Die Area der Miltelaugen etwas breiter als lang, vorn schmäler als
hinten. Der Abstand zwischen den vorderen und hinteren Seitenaugen viel grösser als zwischen den v. und
h. Mittelaugen. Die Hinterreihe ist deutlich recurva mit fast gleichgrossen Augen. Der Absland zwischen
den Mittelaugen gut 1,5 mal so gross wie ihr Diameter, zwischen den hinteren Mittel- und Seitenaugen
etwas kürzer. — Cheliceren viel kürzer als der Cephalothorax, gut 3-mal so lang wie breit. Oben am
Ende, etwas von der Einlenkung entfernt, findet sich ein grosser, gebogener, am Ende abgestutzter oder
sehwach eingeschnittener Forlsatz. Am äusseren Falzrande sind 4 — 5 Zähne, von welchen der zweite sehr
gross und lang ist. Der erste Zahn ist kleiner als der dritte, 4 und 5 sind sehr klein. Am inneren Falz-
rande findet sich nahe an der Einlenkung ein grosser, oft gekrümmter Zahn, dann folgen 5 — 6 sehr kleine
Zähne. Die Klaue ist grob, aber regelmässig gebaut. — Maxillen am Ende quer abgestutzt, am Aussen-
rande eingebuchtet. — Beine spärlich mit kurzen Stacheln besetzt. — Abdomen zylindrisch, kaum über
die Spinnwarzen hervorragend. — Kopulationsorgan (Taf. IH, F"ig. 73 b — c) zeichnet sich durch einen
ungewöhnlich stark entwickelten Bulbus aus. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 2, .5, die des Ab-
domens ca. 5 mm.
Weibchen unterscheidet sich hauptsächlich durch die kurzen und dicken Cheliceren, die nur l^/s
so lang wie dick sind. Am äusseren Falzrand sind 4 — 5 ziemlich grosse Zähne, am inneren 6 — 7, die
TUIiT,(}REN, ARANEÄ. 151
:il)cr kU'ini'r sind miil proxiiiialwiii-ls stark an (Irrissc ahiii'hmon. - Slcrninn ist schwärzlich angelaufen,
Abilonien i'twas breiter und «ewölbler als lii'ini Männchen. Die K|)i5,'yneali)latte ist kurz, viermal breiter
als lang, hinten fast gerade. — Masse. Länge des Cephalolhorax ca. 2, die des Abdomens ca. 6,5 mm.
KUimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Aug. — Okt. (38 c/?). — Pare: Kimela, Juni (1 cf).
Meta C. Koch.
Meta meruensis n. sp.
Taf. III, Fig. 7i.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax gell>braun jederseits mit einem schwarzen Marginalband. Kopf-
ti'il oben von der Area der Augen zur Zentralgrube dunkel braun. Glypeus an der Mitte ähnlieh gefärbt.
Cheliceren gelbbraun, übrige Mundteile und Sternum schwarzbraun. Beine gelbbraun mit .schwärzlichen,
breiten Ringen an den Ferneren und Tibien. Abdomen oben grau mit einer longitudinalen hellen, vorn
silberfarbigen, lateralwärts zackigen Zeichnung, an den Seiten mit dunkleren schrägen Streifen und Flecken,
unten grauschwarz mit zwei sehmalen weissen Streifen zwischen Rima epigasteris und Spiimwarzen.
Morphologische Merkmale. (Hypeus ungefähr so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen. - —
Augen. Vorderreihe schwach recurva mit fast gleichgrossen Augen, die mittleren unter sich um ihren Quer-
durchmesser entfernt, der Abstand von den Seitenaugen ein klein wenig grösser. Vordere Seitenaugen etwas
grösser, beide zusammenstossend. Area der Mittelaugen ungefähr so lang wie breit, hinten ein klein wenig
breiter als vorn. Hinterreihe schwach recurva, Mittelaugen ein klein wenig grösser als Seitenaugen, unter
sich kaum, von den Seitenaugen gut um ihren Querdurchmesser entfernt. — Cheliceren am äusseren
Falzrand mit 3, am inneren mit 4 Zähnen. — Lippe etwas breiter als lang. — Sternum ungefähr so
lang wie breit. — Beine spärlich bestachelt, Metatarsus I an der Basis mit 3 Stacheln. — Epigyne
(Taf. III, Fig. 7-i") hell gelbbraun. — Masse. Länge des Cephalothorax 3, die des Abdomens ca. 5,5 mm.
— Meru: Regenwald, Jan., 1 ?.
Meta iiierianopsis u. sp.
Taf. III, Fig. 75 a— d.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax ist blassgelb, lateralwärts schmal schwarzbraun gei-andet. Längs
der Mittellinie läuft ein schwarzbraunes Band, das sich vom Hinterrand des Cephalothorax zur Augenarea
allmählich erweitert. Dies Band ist an den Seiten etwas zackig und ist am Kopfteil durch zwei rundliehe,
blassgelbe Flecke ausgezeichnet. Jederseits an dem Brustteil sind drei schmale, kurze, schwärzliehe
Striche. Die blassgelben Cheliceren sind vorn an der Basis bräunlich gefleckt. MaxiUen und Lippe an der
Basis schwärzlich, an der Spitze blassgelb. Sternum fast schwarz mit hellem Mitteldeck. Beine blassgelb
mit schwarzen Flecken und Hingen, die letztgenannten besonders am Ende der Tibien scharf und breit
markiert. Abdomen ist grauweiss, am Rücken mit einem grossen schwärzlichen Feld, das vorn eine weisse
Zeichnung umschliesst. Die Seiten des Abdomens sind mit schrägen schwärzlichen Zeichnungen geziert und
der schwarze Bauch ist jederseits von einem schmalen weissen Streifen begrenzt.
Morphologische Merkmale. — Clypous ungefähr so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen.
— Augen. Vorderreihe schwach recurva, mit den Mittelaugen etwas kleiner als den Seitenaugen, unter
sich ein wenig weiter als ihren Diameter entfernt; der Abstand von den Seitenaugen noch länger. Die Area
der Mittelaugen so lang wie breit, vorn schmäler als hinten. Die Seitenaugen fast zusammenstossend. Hinter-
reihe sehr schwach recurva, mit fast gleichgrossen Augen, die ungefähr so gross wie die vorderen Seiten-
augen sind. Die hinteren Mittelaugen unter sich um ihren Querdurchmesser entfernt, der Abstand von den
Seitenaugen etwas grösser. — Cheliceren am inneren Falzrand mit drei Zähnen, von denen der mittlere
sein- klein ist. Am äusseren Falzrand sind 3 Zähne, von welchen die beiden terminalen dicht zusammen-
sitzen und bedeutend breiter als der dritte fein gespitzte Zahn sind. — Beine. Metatarsus I an der Basis
mit drei borstenähnlichen Zähnen. — Abdomen mit zwei niedrigen Schulterhöekerchen. Epigyne (Taf. 111,
152 8JÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 20: 6.
Fig. 75 a — b) hellbraun, nagelähnlich, ungefähr doppelt so breit wie lang und mit einer schwachen trans-
versalen Vertiefung. — Masse. Länge des Gephalothorax 2,5, die des Abdomens 3,5 mm.
Männchen. In der Farbe und Zeichnung dem Weibehen sehr ähnlich. — Unterscheidet sich durch
längere, feiner gebaute und stärker bewaffnete Beine. — Kopulationsorgan (Taf. 111, Fig. 75c — d). — Masse.
Länge des Cephalothora.x ca. 2, .3, die des Abdomens ca. 3 mm. — Meiu: Kegcnwald, Jan. (7 c/' ?). —
Eilimandjaro: Kiboscho, 3,000 Mtr., Regenwald (61 cf ?)•
Sanciis n. g.
Diese neue Gattung gehört, so weit ich es verstehe, der Gruppe Meiere an und steht
den Gattungen Clinjsometa und Meta am nächsten. Sie unterscheidet sich von den
anderen Galtungen dieser Gruppe durch die ganz gerade, hintere Augenreihe. Die Hinter-
schenkel entbehren die für z. B. Leucauge charakteristischen Haarreihen. Die Maxillen
sind ungefähr Vji mal so lang wie breit, nach aussen kaum oder nicht ausgerandet und
am Ende gerade und quer abgestutzt. Area der Mittelaugen fast so lang wie breit. Ab-
domen langgestreckt oval. Das ganze Tier ziemlich dicht und lang behaart.
Nanciis bilineatus u. sp.
Taf. III, Fig. 87—88.
Weibchen. Farbe. Gephalothorax braungelb, längs der Mitte zwei nach vorn etwas divergierende,
schwach angedeutete, schwarze Striemen und an jeder Seite des Brustteils ein breiteres, weisses Band.
Beine einfarbig gelbbraun, Cheliceren ähnlich gefärbt, aber distalwärts verdunkelt. Übrige Mundteile und
Sternum schwarzbraun. Abdomen hat oben ein breites, longiludinales Feld, das an jeder Seite von einem
schmalen, braunen Rand begrenzt ist. Dieses Band ist nur hinten stärker markiert, fast schwarzbraun. Das
Rückenfeld ist weis-slich und wird durch einen feinen, dreimal verästelten "Herzstreif" ausgezeichnet. Von der
Seite gesehen hat das Abdomen zwei longitudinale, weisse Bänder, von welchen das oberste breiter und
länger ist. Der Bauch hat ein breites, schwarzbraunes Band, das jederseits von schmalen, weissen Striemen
begrenzt ist. Hinten hat der Bauch einen schwarzbraunen, sternförmigen Fleck, der die Spinnwarzen umschliesst.
Morpholoyisclie Merkmale. Clypeus etwas höher als der Diameter der vorderen Mittelaugen. — Augen.
Vorderreihe sehwach recurva, mit gleichgrossen Augen. Mittelaugen unter sich um reichlich ihren Quer-
durchmesser, von den Seitenaugen doppelt so weit entfernt. Hinterreihe gerade, Augen imter sich fast gleich-
weit entfernt. Area der Mittelaugen fast viereckig, vorn schmäler als hinten. — (ihelieeren am äusseren
Falzrand ntit drei gleichgrossen Zähnen, am inneren aber mit vier, von welchen die zwei apikalen bedeutend
grösser sind. Ausserdem merkt man am inneren Falzrand vor den kleinsten Zähnen einen winzigen, zahn-
artigen Knollen. — Sternum breit herzförmig, zwischen den Hinterhüften etwas vorspringend. — Beine
dicht und ziemlieh lang behaart. Femur I mit nur zwei feinen Stacheln an der Vorderseite. Alle Stacheln
sehr fein, fast borstenähnlich. — Abdomen langgestreckt oval, oben etwas abgeplattet, hinten etwas über-
hängend. Epigyne besteht aus einer gerundeten, schwärzlichen Grube, die hinten von einer quergestellten,
helleren Leiste begrenzt ist. Vergl. Taf. III, Fig. 87. — Masse. Länge des Gephalothorax 2, die des Ab-
domens 4,5 mm.
Männchen. Färbung wie beim 9. aber alle Zeichnungen sind kräftiger markiert. Ausserdem ist der
Brustteil des Gephalothorax schmal schwarz umsäumt und die Beine vorn und hinten schwärzlich ange-
laufen. Die Augenstellung ist ebenfalls dieselbe, die Augen sind aber etwas stärker zusammengedrängt.
Bewaffnung der Gheliceren und Beine wie beim $. — Das Kopulationsorgan ist Taf. III, Fig. 88 abgebildet.
Das Cymbium hat einen basalen und dorsalen, kurzen, stark gekrümmten Fortsatz, der am Ende mit einigen
kleinen, zuhnähnlichen Körnchen besetzt ist. — Masse. Länge des Gephalothorax ca. 1,4, die des Abdomens
ca. 1,75 mm. — Kilmandjaro : Kiboscho, 3,000 Mtr., Febr. (18 o^, $).
TULLOREN, ABANE^. 153
Leucaugc White.
Leuca«g:e festiva Bl.
Taf. III, Fig. 7(i a— d.
KuLCZYNSKf, ArachiKiidca in Colonia Kryllinea, p, 20, Tat. I, Fig. 19, 20; Taf. II, Fig. 28 (sub
Argyroepeira). — Von dieser Art enthält die Sainiidung Sjöstedt's zahlreiche Exemplare. — Küimmdjaro:
Kibonoto, Kullurzone, März, Juli — Sept. (31- o^ ?). — Man: llegenwald, Jan. (1 9), Meru-Niederung, westlich
vom Berge, Dez. (8 cJ^ 9)-
Leiicange Levanderii Kulcz.
Taf. III, Fig. 77 a— b, 79.
KuLCZYNSKi, 1. 0. p. 22, Taf. I, Fig. 18, 21, 22; Taf. II, Fig. 29. — Vsamhara: Mombo, Juni
(I 9)- — Kilimandjnio : Kibonoto, Kiilturzone, Jan., Juli, Dez. (3 9- 2 o^).
Leiicauge aniaiiica Strand.
Taf. III, Fig. 78, 8üa— b, 82.
Von wahrscheinlich dieser Art liegen nicht weniger als 65 9 und Iß o^ vor. Sie sind alle auf dem
KUimaiidjaro bei Kibonoto gefangen. Ganz geschlechtsreife Weibchen, deren Epigyne ich auf Taf. III, Fig. 78
abgebildet habe, sind vorzugsweise im Juli (8 Ex.) gefunden. Im Dez. waren 28 9 gesammelt, aber nur 2
völlig entwickelt. Die Epigyne der übrigen bilde ich auf Taf. III, Fig. 82 ab. Geschlechtsreife iMännclien
kommen von Mai bis Dez. vor.
Das Männchen war bisher unbeschrieben. In Bezug auf die Farbe stimmen sie mit den 9 ziemlich
gut überein. Die Zeichnung des Abdominalrückens ist aber einfacher. Die silberfarbigen Flecke bilden
nämlich zwei Längsstreifen. — Die Seitenaugen sind von den Mittelaugen nicht so weit entfernt wie beim
Weibchen. Die Cheliceren sind beim Weibchen stark geschwollen und haben am äusseren Falzrand 3, am
inneren -i von einander gleich entfernte Zähne. Beim Männchen findet sich zwischen dem zweiten und
dritten Zahn am inneren Falzrand ein grosser Zwischenraum. An der Vorderseite haben die Cheliceren
einen groben Zahn an der Einlenkung der Klaue. (Vergl. Taf. III, Fig. 80 a).
Das männliche Kopulationsorgan (Taf. III, Fig. 80 b) ähnelt sehr dem der L. Levanderii KuLCZ. Die
Unterschiede gehen aus den verüffentlichten Figuren hervor.
Leucauge kibonotensis n. sp.
Taf. III, Fig. 81 u. 83.
Weibchen. Farbe fast wie bei L. amanica Str. Der Herzstreif des Abdominalrückens ist 3 mal
verästelt. Keine isolierten Silberflecke jederseits von diesem Herzstreif.
Morphologische Merkmale. Clypeus etwas höher als der Diameter der vorderen Mittelaugen. — Augen.
Vorderreihe etwas stärker recurva gebogen als bei obengenannter Art. Mittelaugen unter sich um ihren
Diameter, von den Seitenaugen um reichlich den doppelten Durchmesser entfernt. Übrigens wie bei L. amo-
nica. — Cheliceren am äusseren Falzrand mit drei gleichentfernten Zähnen, von welchen der apikale
gross und breit, fast dreieckig ist. — Beine. Femur I vorn mit 4, hinten mit 2 Stacheln. — Abdomen
ist hinten verjüngt und überhängend, wodurch die Spinnwarzen von oben nicht sichtbar sind. Epigyne
(Taf. HI, Fig. 83) ähnelt gewissermassen der des unreifen amonica- Weibchens, ist aber stärker ehitinisiert
und wird nach vorn von einer queren, braunen Leiste begrenzt. — Masse. Länge des Cephalothorax 2 nun.,
die des .\bdomens i,.5 mm.
Männchen. Zusammen mit den oben beschriebenen Weibchen sind einige Männchen gefunden, die
wahrscheinlich mit dieser Art zu vereinigen sind. Morphologisch stimmen sie in wichtigeren Teilen gut mit
den W'eibchen überein. Cheliceren haben am äusseren Falzrand drei Zähne, von welchen der erste weiter
entfernt von dem zweiten als dieser von dem dritten ist. Am inneren Falzrand sind i unter sich gleich
Sjösfedts KiUmandjaro-Meru Expedition. 20. 20
154 SJÖ8TEDTS KILIMANDJARO MEEU EXPEDITION. 20: 6.
entfernte Zähne. Der für das amanica-Männchcn charakteristische Zahn an der Einlenkung der Klaue fehlt
vollständig. Das Kopulationsorgan habe ich auf der Taf. III, Fig. 81 abgebildet. Das Cymbium hat an der
Basis einen dorsalen, langen, fast geraden, spitzen und geradeaus gerichteten Fortsatz. Das Tibialglied ist
fast so lang wie das Tarsalglied. Vergl. übrigens Fig. 81. — Masse. Länge des Cephalothorax 1,8 — 2,
die des Abdomens 2 — 2,6 mm. — Kilimandjaro : Kibonoto, Kulturzone, Juli — Okt. (27 $ o^)-
Leucaiige merueusis n. sp.
Taf. IV, Fig. 89 a— b.
Diese Art ist mit der vorigen sehr nahe verwandt und täuschend ähnlich.
Weibchen. Der Herzstreif des Abdominalrückens nach hinten zu einem gleichbreiten Band erweitert.
Zwischen den Seitenästen isolierte Silberflecke. Sternum scheint im allgemeinen dunkler gefärbt als bei
L. Jcibonotensis zu sein.
MorplwJogische Merkmale. Clypeus fast doppelt so hoch wie der Diaraetor der vorderen Mittelaugen.
— Augen. Vorderreihe schwächer recurva als bei L. kibonotensis. Hinterreihe gerade, mit den Mittel-
augen unter sich gut um ihren Diameter entfernt; Mittelaugen von den Seitenaugen um IV2 des Durch-
messers entfernt. Übrigens wie bei L. amanica. — Cheliceren mit drei gleichentfernten, gleichgrossen
Zähnen am äusseren und vier dicht zusammenstehenden, kleineren Zähnen am inneren Falzrand. —
Beine. Femoren I vorn mit drei Stacheln, hinten mit zwei. — Abdomen ist oval, hinten gerundet, nicht
überhängend, so dass die Spinnwarzen von oben fast sichtbar sind. Epigyne sehr ähnlich der der vorigen
Art, aber ohne die schmale Querleiste. Vergl. Taf. IV, Fig. 89 a. — Masse. Länge des Cephalothorax 2 mm.,
die des Abdomens 4 mm.
Männchen. In Bezug auf die Farbe ähnelt es dem Weibehen. Hinten am Rücken merkt man
aber mehr weniger deutliche, paarweise geordnete, schwärzliche Flecke und der Cephalothorax ist am Kopf-
teil schwach schwärzlich angelaufen; Augen etwas stärker zusammengedrängt als beim Weibchen. C!helieeren
etwas kürzer und kräftiger gebaut als bei L. kibonotensis, am äusseren Falzrand mit drei fast gleich ent-
fernten, am inneren mit zusammengedrängten Zähnen. Kein apikaler Zahn an der Vorderseite. Das Kopu-
lationsorgan fast wie bei L. kibonotensis gebaut, aber das Tibialglied ist nur Va so lang wie das Tarsalglied.
Der basale Fortsatz am Rücken des Cymbiums scheint stumpfer und stärker gekrümmt als bei L. kibono-
tensis zu sein. Vergl. übrigens Taf. IV, Fig. 89 b. — Masse. Länge des Cephalothorax 1,5, die des Ab-
domens ca. 2,1 mm. — Meru: Regenwald, Jan. (325 $, 24- cf').
Leucauge frequens d. ep.
Taf. III, Fig. 8-i— 85.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax gelbbraun, mit einem schwärzlichen Mittelband, Cheliceren
dunkler gelbbraun, Mundteile und Sternum schwarzbraun. Beine gelbbraun, an den Gliedgrenzen mit
schwarzen, schmalen Ringen. Abdomen am Rücken mit einem breiten, hellbraunen Band, das in der
Vorderhälfte drei Paar langgestreckter Silberflecke hat. Die zwei ersten Paare hängen oft mehr weniger zu-
sammen und sind immer grösser als die hintersten Flecke. Die ventrale Seite des Abdomens ist hellbraun
und hat zwei schmale, longitudinale Silberstreifen.
Morpliologische Merkmale. Clypeus fast doppelt so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen.
— Augen. Vorderroihe äusserst schwach recurva, die Mittelaugen unter sich um reichlich ihren Quer-
durchmesser, von den Seitenaugen zweimal so weit entfernt. Hinterreihe ebenfalls schwach recurva, Mittel-
augen unter sieh um IV2 ihres Diameters, von den Seitenaugen um ihren doppelten Diameter entfernt.
Area der Mittelaugen ungefähr so lang wie breit, vorn schmäler als hinten. — Cheliceren am äusseren
Falzrand mit drei, am inneren mit vier Zähnen. — Beine. Femoren I vorn mit drei (selten 4), hinten mit
zwei Stacheln. — Abdomen oval, hinten nicht verjüngt, kaum überhängend. Epigyne dunkelbraun, fast
wie bei L. meruensis gebaut. Vergl. Taf. III, Fig. 84. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 2, die des
Abdomens ca. i mm.
TtTLLOREN, ARANEiE. 155
MÄNNCHEN. Fiii-hc. O|ilial(itliorax (huiklcr hivuiii als heim 9, mit schwach angedeutetem, schwarzem
Miüelband und der Hrustteil schwarz schmal umsäumt. lieine und Cheliceren dunkelbraun, Sternum fast
schwarz. Al)ih)men mit dunklerer Grundfarbe, die Silberflecke des dorsalen Mittelband.s fast verwischt.
Mü)-p}iolo(jisrhe Merkmale. Augen etwas mehr zusammengedrängt als beim 9- — Cheliceren distal-
wärts stärker verjüngt als liciiii 9- '^■Ah\ der Zähne wie beim 9- — Das Kopulationsorgan fast wie bei
L. merueusis gel)aut, aber das Tibialglicd verhältnismässig kürzer. Vergl. Taf. III, Fig. 85. — Masse. Länge
des Cephalothorax ca. 1,5, die des Abdomens ca. 1,9 mm. — Kilimandjaro : Kiboscho 3 — 4-, 000 Mtr., Febr.
(363 9, 1 o^).
Leucaiige brevitibiali.s n. sp.
Taf. III, Fig. m.
Männchen. Farbe, tiephalolhorax und Deine gelbbraun, Sternum schwärzlich. Abdomen weiss-
grau, am Riicken mit zwei runden, schwarzen Schulterflecken, hinten ebenfalls mit schwarzen, langgestreck-
ten Flecken, die sich über die Spinnwarzen mit der schwarzen Endpartie vereinigen. Jederseits am Rücken
eine Reihe sehr kleiner Silberllecke und längs der Mitte eine schwach angedeutete Mittelstrieme. An den
Seiten und unten ist das Abdomen grösstenteils schwarz.
Morphologische Merkmale. Cllypeus reichlich so hoch wie der Radius der vorderen Mittelaugen. —
Augen. V^orderreihe sehr schwach recurva, mit den grösseren Mittelaugen unter sich und von den Seiten-
augen ungefähr um ihren Radius entfernt. Hinterreihe fast gerade, Mittelaugen etwas grösser, unter sich
kaum um ihren Diameter, von den Seitenaugen gut um ihren Diameter entfernt. Area der Mittelaugen fast
so lireit wie lang, vorn kaum schmäler als hinten. — Cheliceren wie bei vorigen Arien bewaffnet. —
Beine. Femoren Ivorn mit 4, hinten mit 2 Stacheln. — Abdomen langgestreckt, hinten nicht über-
hängend. — Das Kopulationsorgan zeichnet sich durch das kurze Tibialglied ans. Cymbium ohne dor-
salen und basalen Fortsatz. Vergl. Taf. III, Fig. 86. — Masse. Länge des Cephalothorax 1,2, die des
Abdomens 1,4 mm. — Kilimandjaro: Kibonoto, 2 — 2,500 Mtr., Okt. (5 o^).
Dolicliognatlia Cbr.
Dolichoguatha aethiopica u. sp.
Taf. IV, Fig. 90.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax gelbbraun, an dem Kopfteil hinten dunkler mit einem weissen
Fleck, Brustteil am Rande schwarz. Cheliceren blassgelb, Sternum gelbbraun mit schwarzem Rande. Beine
einfarbig gelbbraun. Abdomen oben weissgelb mit einem longitudinalen, lateralwärts ausgezackten, schwärz-
lichen Feld, das nach hinten verjüngt wird und an den beiden schwarzen Hinterknollen endet. An den
Seiten und unten ist das Abdomen bräunlich gesprenkelt.
Morphologische Merkmale. Der Cephalothorax zeichnet sich durch den nach hinten allmählich und
stark erhöhten Kopf teil aus, der dann plötzlich abfällt; folglich scheint der Cephalothorax von der Seite
gesehen an der Mitte stark knollig erhöht zu sein. Clypeus ist nicht völlig so hoch wie der Diameter der
vorderen Mittelaugen. — Augen. Vorderreihe äusserst schwach recurva, mit den Mittelaugen beträchtlich
grösser als den Seitenaugen. Augenintervalle fast gleichgross, ungefähr doppelt so gross wie der Diameter
der vorderen Mittelaugen. Area der Mittelaugen vorn IV2 so breit wie hinten, etwas breiter als lang. Die
beiden Seitenaugen berühren einander. Hinterreihe fast gerade mit den Mittelaugen, beträchtlich kleiner als
die vorderen und unter sich ungefähr um ihren Querdurchmesser entfernt; der Abstand von den ungefähr
gleichgrossen Seitenaugen dreimal so gross. — Cheliceren kurz und dick, am äusseren Falzrand drei, am
inneren zwei kleine Zähne. — Sternum etwas länger als breit, vorn quer abgestutzt, hinten zwischen den
Hüften kurz, zapfenförmig verlängert. — Beine fast ohne wirkliche Stacheln, die vorderen Metatarsen und
Tibien (an der distalen Hälfte) tragen aber an der inneren Seite eine Reihe borstenähnlicher Stacheln. Alle
Metatarsen hinter der Älitte mit einem Trichohothrium. — Abdomen entbehrt die für diese Gattung cha-
rakteristischen lateralen Dorsalknollen, ist aber vorn etwas verjüngt, an der Mitte fast knollenähnlich ver-
156 SJÖSTEDTS KILIMANDJAROMERU EXPEDITION. 20: 6.
längert und endet mit zwei dicht nebeneinander sitzenden kleinen Knollen. — Epigyne (Taf. IV, Fig. 90)
breiter als lang, braun. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 1,5, die des Abdomens ca. 2,5 mm. —
Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Nov. (1 ?).
Nephila snmptuosa Gehst.
Ein Weibchen aus Usambara, Juni 1905.
Nephila femoralis Luc.
Zu dieser Art rechne ich alle Weibchen aus Kilimandjaro, Kibonoto, Kulturzone, März — Mai.
Die Exemplare nähern sich durch ihre ganz schwarzen Beine der Subspecies carbonaria SiM.. Die
Zeichnung des Abdomens stimmt aber ganz mit der der Forma principalis überein.
Nephila pilipe.s Luc.
Von dieser weit verbreiteten Art enthält die Samlung 10 Weibchen. Zwei sind auf dem Kiliinaudjaro,
Kulturzone, bei Kibonoto, Mai und Sept., gefunden. Die übrigen sind bei Mombo in Usambara, Juni,
gefangen.
Argiope Ald
Argiope lobata Fall.
Zwei junge Weibchen aus dem Kilimandjaro, Kibonoto, Kulturzone, Januar, gehören wahrsclieinlich
dieser Art an.
Argiope flaTipalpi.s Luc.
Aus Mombo in Usambara im Juni gesammelt, liegen 10 ? vor, von welchen fast alle reif waren.
Die Art ist auch auf dem Kilimandjaro, Kibonoto, Kulturzone, gefunden. 1 ad. 9 Jan.; 2 ad. und 2 juv. ? Mai.
Die von Thorell in Öfvers. af Kgl. Vet. Akad. Förhandl. XV, 1859, p. 300 beschriebene Ar(jiope
cuspidata Thor, aus dem Kafferlande ist ganz gewiss mit dieser Art identisch. Ich habe nämlich das Typ-
Exemplar in "Collectio Thorell" gesehen.
Argiope snavissima Gehst.
Taf. IV, Fig. 91.
Ein Weibchen aus dem Kilimandjaro, Kibonoto, Kulturzone, Nov., und eines aus der Meru-Niederung,
Ngare na nyuki (26. Okt. 1905) im Akazienwald beim Fluss.
Die von Gerstäcker in "von der Decken's Reisen" 1873, p. 495, Taf. XVIII, Fig. 10, beschriebene
Art Arcjiope snavissima wird von mehreren Arachnologen als mit Ary. nif/rovittata Thor. 1859 synonym be-
traciitet. Da die von Sjöstedt heimgebrachten Exemplare ohne Zweifel der von Gerstäcker aus Ost-
Afrika, .Alombo in Usambara, beschriebenen Art angehören, war es natürlich von Interesse, dieselben mit dem
Typus der TnORELL'schen Art zu vergleichen. Es ergab sich dabei, dass die letztgenannte Art eine ganz
verschiedene ist. Der wichtigste Unterschied liegt im Baue der Epigyne, von welcher ich in Taf. IV,
Fig. 91—92 einige schematische Zeichnungen beigefügt habe. Die Mittlamelle ist bei A. nigrovittata kurz und
breit, dann plötzlich und stark kontrahiert, wonach sie sich bald wieder erweitert. Bei A. suavissima Gerst.
ist dasselbe Organ bedeutend schmäler und länger.
Die Verwandschaftsverhältnisse der A. suavissima Gerst. darf ich hier nicht weiter diskutieren, da
ich die anderen ostafrikanischen Arten nur aus den sehr mangelhaften Diagnosen kenne.
Metargiope F. 0. Pick-Cambr.
Metargiope trifasciata Foksk.
Taf. IV, Fig. 93.
Von dieser weit verbreiteten Art ist ein ? bei Mombo in Usambara gesammelt. 3 ad. o^ sind vom
Kilimandjaro, Kibonoto, Kulturzone, in Jan., Mai und Dez. gesammelt, und von derselben Lokalität finden
TULI,«REN, ARANEjä!:. 157
sieh ,j 9. von welcljon 2 ail. $ im Ojil. iintl :! jiiv. 9 ini J^m- gefangt'ii sind. Kin junges Weibclmn von
wahrscheinlich dieser Art ist im Nov. bei Ngaro na nynki in cler Meru-Nioderung gefunden.
Obwolil das niännliclie Kopulationsorgan von z. B. McilOOK und F. 0. Pick. -Cambridge gut abge-
bildet ist, füge ich meine Zeichnung dieses Organs auf der Taf. IV, Fig. 93 bei.
Gea C. Koch.
Goa trausverso-vittata n. sp.
Taf. IV, Fig. 91.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax weisslicli mit schwacliem bräunlichem Anstriche. Zwischen
den Beinen des ersten Paars läuft ein transversales, braunes Band und über den Beinen des zweiten merkt
man an jeder Seite einen kleinen ähnlichen Fleck. Die Mundteile sind grösstenteils weissliehbraun und das
schwarzbraune Sternum hat in der Mitte einen grossen, weisslichen, hinten dreilobierfen Fleck. Die hell-
braunen Beine sind mehr weniger dunkel gefleckt, was besonders in der Distalhälfte der Glieder am deut-
lichsten ist. Das Abdomen ist grauweiss, am Rücken in der Vorderhälfte mit einem schwach angedeuteten
bräunlichen Querband und in der Hinterhälfte mit einem grossen dreieckigen, braunen Fleck. Die Selten
des Alidoniens sind mit schwarzbraun gesprenkelt und der Bauch zeichnet sich durch ein in der Mitte win-
kelig erweitertes braunes Band aus.
2Iorpholot/ische Merkiiiale. Der Cephalothorax ist ca. 1,23 mal so lang wie breit, der Brustteil fast
1,9 mal so breit wie der Kopfteil am Vorderand. Clypeus kaum so hoch wie der Diameter der vorderen
Jlittelaugen. — Augen. Vorderreihe sehwach procurva, mit den Mittelaugen doppelt so gross wie die Seiten-
augen. Die vorderen Mittelaugen unter sich gut um ihren doppelten Ouerdurchmesser entfernt, der Abstand
von den Seltenaugen etwas kürzer. Die Area der Mittelaugen, von welchen die hinteren etwas grösser sind,
ist ungefähr so lang wie breit, vorn ein klein wenig schmäler als hinten. Die Hinterreihe ist fast gerade
mit den Mittelaugen, unter sich um 2,5 mal ihres Querdundimessers entfernt, der Abstand von den Seiten-
augen etwas grösser. Von den beiden fast zusammenstossenden Seitenaugen ist das hintere ca. doppelt so
gross wie das vordere. — Cheliceren an jedem Falzrand mit drei Zähnen, die des inneren aber sehr
winzig. — Sternum herzförmig, fast so breit wie lang. — Abdomen fast 1,3 mal so lang wie breit, vorn
(von oben gesehen) breit abgerundet mit schwach angedeuteten Schulterhöekerchen. — Epigyne vergl. Taf.
IV, Fig. 94. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 3 mm., die des Abdomens ca. 5 mm. — Kilimandjato :
Kibonoto, Kulturzone, Sept. (2 9)-
Gea infuscata n. sp.
Taf. IV, Fig. 95.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax hell graulich braun mit dunkelhiraunen PunktOecken l)estreul;
Cheliceren älmlicli gefärbt. Maxillen und Lippe grösstenteils weiss, an der Basis schwarzbraun. Sternum
schwärzlich mit einem 7-lobierten grossen Mittelfleek. Beine braun mit dunkleren Schenkeln. Abdomen
fast wie bei voriger Art gefärbt aber dunkler.
Morpholo(ßsclie Merkmale. Cephalothorax ca. 1,2 mal so lang wie breit, in der Mitte fast doppelt so
breit wie vorn. Clypeus ungefähr so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen. — Augen. Vorder-
reihe gerade, mit den Augen unter sich gleichmässig entfernt, Seitenaugen viel kürzer als Mittelaugen. Die
Area der Mittelaugen, von welchen die hinteren etwas grösser sind,. ist vorn schmäler als hinten und deut-
lich länger als breit. Hinterreihe schwach procurva; Mittelaugen unter sich um ihren doppelten (^)uerdurcli-
messer entfernt, der Abstand von den Seitenaugen etwas grösser. Seltenaugen zusammenstossend, das hintere
doppelt so gross wie das vordere. — Cheliceren, Sternum und Abdomen fast wie bei G. transverso-
vlttata. — Epigyne ähnelt sehr der vorigen Art, aber das Mittelseptum bedeutend schmäler. Vergl. Taf. IV,
Fig. 95. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 2,<; nmi., die des Abdomens ca. 3,5 mm. — Küimandjaro:
Kibonoto, Kulturzone, Jan. (1 9)-
158 SJÖSTEDTS KILIMANDJÄRO-MEBÜ EXPEDITION. 20: 6.
Cyrtopliora Sim.
Cyrtopliora citricola Foksk.
Taf. IV, Fig. 96.
In der Sammlung Sjöstedt's liegen zwei Cyrtophora-Weibchen vor, die icli zu dieser Art rechne,
obwohl sie durch ihre Grösse und Farbe von der gewöhnliehen C. citricola-Form ganz beträchtlich abweichen.
Sie repräsentieren vielleicht eine besondere Unterart, die ich subsp. ohscnra nennen will.
Das eine Weibchen ist in der Kulturzone bei Kibonoto auf dem Kühnandjaro im Mai gefangen.
Totallänge 15 mm. Länge des Cephalothorax A:fi, die des Abdomens 11.5 mm. Cephalothorax und Beine
sind einfarbig schwarzbraun, nur das Sternum ist mit einem gelbbraunen, undeutlichen Mittelband geziert.
Das Abdomen ist oben grösstenteils schwarz. Die dorsalen, weissen, gezackten Lateralstreifen sind abge-
brochen; an jedem Lateralhöcker bleibt nur ein kommaähnlicher, schräg nach hinten gerichteter Fleck übrig.
Vorn an der Mitte merkt man ein weisses A-förmiges Zeichen. Die Zeichnung des Bauches stimmt mit der
der gewöhnlichen citricola-Form überein, ist aber viel dunkler.
Das andere Weibehen ist aus Usambara. Es ist etwas kleiner, ca. 13,5 mm. lang, und betreffs der
Farbe heller. Ciephalothorax, Beine und Abdominalrüeken sind dunkelbraun. Die weissen Zeichnungen des
Abdominalrückens fast wie beim vorigen Exemplar.
Die Epigyne beider Exemplare stimmt im Baue fast vollständig mit der der Hauptart. Vergl.
Taf. IV, Flg. 96.
Cyclosca äIenge.
Cyclosa meriiensis u. sp.
Taf. IV, Fig. 97.
Männchen. Farbe. Cephalothorax schwarzbraun, unten etwas heller gefärbt. Beine gelblich mit
braunen Ringen am Ende der Schenkel I, II und IV, am Ende und an der Mitte der Tibien und Metatarsen
I, II und IV. Abdomen oben silberfarbig, vorn an den Schultern schwarz, an der Mitte mit zwei schwarzen
transversalen Flecken, hinten an den lateralen Knollen schwarz gefleckt. Unten ist das Abdomen grössten-
teils schwarz oder schwarzbraun.
Morphologische Merkmale. Clypeus gut l'/a mal so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen.
— Augen. V^orderreihe recurva, mit den Mittelaugen fast doppelt grösser als die Seitenaugen, unter sich
um ihren Querdurehmesser, von den letztgenannten kaum halb so weit entfernt. Area der Mittelaugen etwas
breiter als lang, vorn fast doppelt so breit wie hinten. Seitenaugen fast gleiehgross, zusammenstossend und
ebenso gross wie die hinteren Mittelaugen, die fast zusammenstossend sind. Der Abstand zwischen den
hinteren Mittel- und Seitenaugen fast doppelt so gross wie iiir Diameter. — Cheliceren lang und sehmal,
am äusseren Falzrand mit drei, am inneren mit zwei winzigen Zähnen. — Beine spärlich bewaffnet, Tibien II
aber mit zahlreichen Stacheln. — Abdomen länglich, hinten mit drei knollenförmigen Fortsätzen, von
welchen der mittlere der grösste ist. — Kopulationsorgan vergl. Taf. IV, Fig. 97. — Masse. Länge des
Cephalothorax ca. 1,5, die des Abdomens ca. 2 mm. — Meru: Regenwald, Jan. (1 c^).
Cyclosa kibonotensis n. sp.
Tat. IV, Fig. 98 a— d.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax schwärzlich graubraun, Sternum schwarzbraun mit 7 marginalen,
weissen Flecken. Beine wie bei voriger Art gefärbt. Abdomen oben, an den Seiten und unten hinter den
Spinnwarzen weiss und braunschwarz gesprenkelt. Bauch schwarz mit vier transversal gestellten weissen
Flecken.
Morphologische Merkmale. Clypeus kaum so hoch wie der halbe Radius der vorderen Mittelaugen.
— Augen. Vorderreihe recurva, mit den Mittelaugen fast doppelt so gross wie die Seitenaugen, unter sich
um 'ihren Radius, von den Seitenaugen doppelt so weit entfernt. Seitenaugen fast gleiehgross, zusammen-
sto,ssend. Area der fast gleichgrossen Mittelaugen deutlich länger als breit, vorn etwas breiter als hinten.
TÜLLGREN, ARANEAI. 159
llinlciTi'ilie rccurva, .Mi(U'laiii,'eii zusaiiiiiuMislossoiiil, ihr Ahslaiid von ik'ii liinlcrcii Si'itoiiiiiigtMi iiin ilircn
doppelten Querclurelinie.sser. — Chelicer(Mi kurz und dick, lun üusseren Falzrand niil drei, am inneren
mit zwei winzigen Zähnen. — Deine äusserst spihiicli hewalTnc4. — Abdomen oI)en nngelahr an der
Mitte der Wirderhälfle niil zwei niedrigen LateralknoHen, dann .sattelförmig niedergedrückt mit fast parallelen
Seiten und wird darauf plölzlich zu einer konischen Spitze verjüngt. Der Abstand von den Spimiwarzen
zum llinlerrande des Abdomens Ijcträehtlicli grosser als zum Pediculus. — Epigyne vergl. Taf. IV, Fig. 98a.
— Masse. Länge des (lephalothorax 1,6, die des Abdomens ca. 2,8 mm.
MÄNNCHEN. Farbe fast ganz wie beim Weibclien aber Cephalothorax dunkler, braun. — Augen.
Vordere Mitteiaugen unter sich fast um iliren Querdurchmesser, von den Seitenaugen kaum so weit entfernt.
— Abdomen fast wie beim Weibehen gebaut, aber kürzer und spitzer, hinter den Spinnwarzen nicht so
stark verlängert. — Kopulationsorgan vergl. Taf. IV, Fig. 98 e — d. — Masse. Länge des Cephalothorax
ca. 1,5, die des Abdomens ca. 1,5 mm. — Kilimandjaro : Kibonolo, Kulturzone, Sept. (2 o^, 1 $).
Cyclosa tripartita u. sp.
Taf. IV, Fig. 99.
Weibchen. Farlie. Cephalothorax braun, schwärzlich angelaufen, aber ohne deutliche Zeichnungen.
Sternum schwärzlich mit weissem Fleck (die Zeichnung des Sternums sehr undeutlich). Beine weissgelb,
am Ende der vorderen Schenkel ein schwarzbrauner, breiter Ring, am Ende und an der Mitte der Tibien
und Metatarsen I, II und IV schwach angedeutete braune Ringe. Abdomen oben silberfarbig, unten schwarz
mit zwei weissen Flecken zwischen der Epigyne und den Spinnwarzen.
Morphologische Merkmale. Clypeus ungefähr so hoch wie der Diamefer der vorderen Mittelaugen. —
Augen. Vorderreihe schwach recurva, mit den Mittelaugen etwas grösser als den Seitenaugen, unter sich
iVs mal ihres Querdurchmessers, von den Seitenaugen ebenso weit entfernt. Area der Mittelaugen vorn be-
deutend breiter als hinten, fast so lang wie breit. Seitenaugen gleicligross zusammenstossend. Hinterreihe
schwach recurva, Augen gleichgross, die mittleren unter sich kaum um ihren Radius, von den Seitenaugen
um ihren doppelten Querdurchmesser entfernt. — Cheliceren am äusseren Falzrand mit vier kleinen
Zähnen, von welchen der zweite äusserst winzig ist, am inneren mit drei gleichgrossen Zähnen. — Beine
fast ohne alle wirkliche Stacheln. Vielleicht tragen die Tibien je einen Stachel, die am vorliegenden Exemplar
weggefallen sind. Alle Metatarsen mit Triehobothrien. — Abdomen entbehrt Schulterknollen, ist am Hinler-
ende konisch ausgezogen. — Epigyne vergl. Taf. IV, Fig. 99, gross, braun gefärbt. — Masse. Länge des
Cephalothorax ca. 2, die des Abdomens ca. 3 mm. — Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, August (1 $).
Mangora Cbr.
Nach 0. P.-Cambridge, der 1889 (Biol.-Centr.-Americana) diese Gattung aufgestellt
hat, zeichnen sich die hierhergehörigen Arten dadurch aus, dass die Tibia III an der
basalen Hälfte der Vorderseite ein Bündel von 8 — 10 langen, feinen und gekrümmten
Haaren oder zwei Reihen von je 7 — 8 Haaren besitzt. Die unten beschriebene Art ent-
behrt vollständig ein solches Kennzeichen und stimmt übrigens nicht gut mit der Cam-
BRiDGE'schen Beschreibung dieser Gattung überein. Nichtsdestoweniger habe ich sie vor-
läufig zur Mangora gerechnet, da die SiMON'sche Gattungsdiagnose ganz gut auf diese Art
passt. Ganz gewiss wird es sich zeigen, dass Mangora Simon in mehrere Gattungen zu
zerlegen ist.
Maugora(?) spinosissima n. sp.
Taf. IV, Fig. 100.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax hellgelb, in der Augenregion mehr weniger schwärzlich; Sternum
schwärzlich, an der Mitte mehr weniger gelblich. Beine wie Cephalothorax gefärbt, aber oft gegen das Ende
160 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 20: 6.
der Glieder schwärzlich angelaufen. Abdomen ist oben weiss mit schwarzen Zeichnungen an der Ilinterhitlfte :
ein schmaler Streifen längs der Mitte, vier transversale Streifen, die mit zwei grösseren lateralen Flecken
zusammenhängen. Die weissen Seiten sind vorn und hinten schwarz gefleckt, der Bauch ist schwarz mit
zwei lateralen weissen Bändern, die vor den Spinnwarzen zusammenlaufen.
Morphologische Merkmale. Cephalothorax mit dem Brustteil hoch konvex und mit einer langen Zentral-
furche. Clypeus ungefähr so hoch wie der Radius der vorderen Mittelaugen. Oben an jeder Seite des
Kopfteils findet sich bei drei Exemplaren eine lange, stachelähnliche Borste. — - Augen. Vorderreihe schwach
recurva, mit den Mittelaugen etwas grösser als den Seitenaugen. Die Vorderaugen unter sich nm den Dia-
meter der mittleren entfernt. Area der Älittelaugen ein klein wenig länger als breit, vorn vielleicht etwas
breiter als hinten; Seitenaugen gleichgross, zusammenstossend, ebenso gross wie die hinteren_ Mittelaugen,
die unter sich gut um ihren Radius, von den hinteren Seitenaugen ca. 3 mal so weit entfernt sind. Hinter-
reihe sehr schwach recurva. — Gheliceren am äusseren Falzrand mit vier, am inneren mit drei Zähnen.
— Beine reichlich mit langen Stacheln bewaffnet, die l)isweilen 3 — 4 mal so lang wie die Breite der
respektiven Glieder sind. — Abdomen umgekehrt eiförmig, oben etwas abgeflacht. — Epigyne vergl.
Taf. IV, Fig. 100. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 1,8 nun., die des Abdomens ca. 2,5 mm. —
Kilimandjaro: Kihonofo, 2,000—2,500 Mfr,, Okt. (4 $).
Lariiiia Sim.
Larinia deceus Bl.
Taf. IV, Fig. 102 a— e.
Die bisher bekannten Arten dieser Gattung sind alle sehr ungenügend beschrieben. Wenigstens ist es
mir unmöglich gewesen mehrere Arten nach den Diagnosen sicher zu unterscheiden. Die vorliegenden
Exemplare aus dem Kilimandjaro habe ich deswegen nur mit Zögern zu dieser Art gerechnet. In Bezug
auf die Farbe stimmen sie sehr gut mit den von Blackwall (1866) und Pavesi (1883) veröffentlichten
Besehreibungen. Die Beschreibung Pavesi's der Kopulationsorgane des $ und (f' giebt auch keine Anleitung,
die Exemplare einer anderen, event. neuen Art zu rechnen. Leider giebt es — glaube ich — bisher keine
Bilder dieser Organe um mit den meinigen zu vergleichen.
Ich muss hier die grosse Ähnlichkeit der vorliegenden Exemplare mit der von Vinson publizierten
Abbildung der "Epeira Morelii Vins." hervorheben. Die Ähnlichkeit ist so sprechend, dass ich bezweifle,
dass diese Art mit Ar. Theisi Walck., was z. B. Simon behauptet, synonym ist. Ich habe von Thorell
bestimmte Exemplare der letztgenannten Art gesehen und sie stimmen gut mit der von SiMOK 1885 aus
Senegal beschriebenen Ar. Morelii überein. Wahrscheinlich gehören die Senegal 'sehen Exemplare nicht der
Art Vinson's an. Und diese scheint mir eine Larinia, vielleicht L. decens Bl., zu sein. — Kilimancljaro :
Kibonoto, Kulturzone — Steppe, März — Nov. (56 9 c/).
Larinia bifida n. sp.
Taf. IV, Fig. 103 a— b.
Diese Art, vielleicht eine schon beschriebene, ist mit L. decens Bl. sehr nahe verwandt. Besonders
ist die Farbenzeichnung täuschend ähnlich. Die das weissliche Längsband des Rückens lateralwärts be-
grenzende, dunklere Längsbinde ist jedoch undeutlicher. Am leichtesten wird die Art von der vorigen durch
den Bau der äusseren Kopulationsorgane unterscheidet. Vergl. Taf. IV, Fig. 103 a — b. An der Unterseite
des Bulbus kommt ein gelbes, gekrümmtes Stück vor, das mit zwei fast gleiehgrossen Zähnen endet. Bei
L. decens endet dasselbe Stück mit einem langen, hakenförmigen, und einem kürzeren, geraden Fortsatz
(vergl. Fig. 102 e). Die Epigyne zeigt auch einen charakteristischen Bau. — Totallänge des 9 ffi- 7,5,
die des cf 6 mm. — Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone (1 o^, 2 $).
Anmerk. Aus der Meru-Niederung, westlich vorn Berge, kommt ein Lariwia-Weibchen vor, das in Bezug
auf die Epigyne sehr dieser Art ähnelt. In der Farbe stimmt es besser mit L. yriseo-rarier/ata überein, der
TULLGREN, ARANEiE. 161
Abdoniinalrückt'ii ist aber fast cinfarl)!,!,' dniikclttrau. Ivs inuss heincrkt sein, dass diu Weibchen der oben
beschriebenen Art sehr bell genirl)t sind uml wahrsidieiniiidi soeben gehäutet haben.
Larinia triflda n. sp.?
Taf. IV, Fig. lOia— c.
Von dieser Art liegt nur ein Mäniudien vor. Das Tier ahnelL in der Farbe elienfaHs den beiden
vorigen Arten, besonders L. decens. Es ist aber bedeutend kleiner, nur -i- mm. lang. Das oben erwälmte
Stü(d< unten am Bulbus ist am Ende ganz anders gestaltet. Es finden sieh ein längerer, am Ende knopf-
äbrdieher Fortsatz, ein hakenförmiger, kurzer Zahn in der Mitte und an der äusseren, zahnähnliehen Ecke
einige winzigen Zälme.
Leider habe ich keine Gelegenheit gehabt, eine nähere Vergleichung der äusseren Morphologie dieser
drei Larinia-F ovmen vorzunehmen. — Kilimandjaro : Kibonoto, Kulturzone, Mischwald, Okt. (1 cf).
Lariuia griseovariegata u. sp.
Taf. IV, Fig. 105 a— f.
Weibchen. Farlje. Cephalothorax gelbbraun, vorn am Kopfteil tmd an den Seiten des Bruslteils
dunkler bis schwärzlich angelaufen. Cheliceren ebenfalls gelbbraun, aber übrige Älundteile und Sternum fast
schwarzbraun. Sternum hat einen helleren Mittelstreifen. Die gelbbraunen Beine sind stark schwarz punk-
tiert oder gefleckt. Alidomen graulich, bei jüngeren Individuen mit einem deutlichen, sehmalen, weissliehen
Mittelband. Der Bauch hat ein breites, schwarzes Mittelband, jederseits von schmalen, weissliehen Streifen
begrenzt.
Morphologische Merkmale. Clypeus IV2 nial so hocli wie der Diameter der vorderen Mittelaugen. —
Augen. Vorderreihe fast gerade, mit fast gleichgrossen Augen. Die Mittelaugen unter sich fast um ihren
doppelten Diameter, von den Seitenaugen ein wenig weiter entfernt. Area der Mittelaugen ungefähr so lang
wie breit, vorn bedeutend breiter als hinten. Hinterreihe schwach recurva, mit den Mittelaugen unter sich um
ihren Radius, von den Seitenaugen um 3 mal ihres Diameters entfernt. — Cheliceren. Am äusseren Falzrand
sind 4 Zähne, von welchen der erste und dritte bedeutend grösser als die übrigen sind. Am inneren Falz-
rand sind 3 Zähne, die apikalwärts vermindert werden. — Beine sind reich und lang behaart. Die grössten-
teils weissliehen Stacheln sind fast borstenähnlich. — Abdomen ist lang eiförmig, vorn ein wenig höckerig
über den Cephalothorax verlängert. Epigyne breiter als lang. Ihr Bau wird durch Fig. 105 a — c, Taf. IV
am besten erklärt. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 3, die des Abdomens ca 5,5 mm.
Das MÄNNCHEN ähnelt in Bezug auf die Farbe sehr dem Weibchen. — Die Augenstellung ist auch
fast dieselbe wie beim 9. die Augen sind aber etwas mehr zusammengedrängt und die Vorderaugen etwas
grösser als die Hinteraugen. Die Cheliceren sind schmäler und länger als beim 9, aber die Zahnbewaffnung
ist dieselbe. Die Femoren IV haben hinten an der Basis einen grossen Knollen, der mit einem starken,
spitzen und dunkelbraunen Stachel bewaffnet ist. Dieses Merkmal findet man bei L. decens Bl., aber
nicht bei L. bifida und trifida wieder. Nach Simon (Hist. nat. d. Araignees I, p. 789) ist dieses sekundäre
Geschlechtsmerkmal für die amerikanische Gattung Acacesia charakteristisch. Es kommt nach Cambridge
auch bei der Gatt. JlaiKjora vor. — Das männliche Kopulationsorgan ähnelt sehr dem der L. decens (vergl.
Taf. IV, Fig. 105 d — f). Das gelbe Mittelstück an der Unterseite des Bulbus ist aber bei dieser Art mit
zwei fast gleichgrossen, hakenförmigen Fortsätzen versehen. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 2,5,
die des Abdomens ca. 3,5 mm. — Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone — Steppe, März — Okt. (24 $0^).
Larinia (?) assimilis n. sp.
Taf. IV, Fig. 10«.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax mit Anhängen hellbraun, nur am Kopfteil mit einem schmalen,
braunen Mittelstreif. Abdomen fast einfarbig, gelblich weiss.
Sjöstedts KilimandjaroMeru Ex])edition. 20. 21
162 SJÖSTEDTS KILIMAND.TARO-MERU EXPEDITION. 20; 6.
Morphologische Merkmale. Clypeus kaum so hoch wie der Diameter der vorderen Wittclaugen. —
Augen. Vorderreihe fast gerade, mit den Mittelaugen etwas grösser und unter sich ungefähr um ihren
Querdurchmesser, von den Seitenaugen reichlich so weit entfernt. Hinterreihe fast gerade, mit den Mittel-
augen fast zusammenstossend und von den Seitenaugen gut um ihren doppelten Diameter entfernt. Die
Area der Mittelaugen ungefähr so breit wie lang, vorn bedeutend breiter als hinten. — Cheliceren. Am
äusseren Falzrand mit vier, jeder zweite kleiner, am inneren Falzrand mit drei gleichgrossen Zähnen. — Beine
mit weissliehen, borstenähnlichen Stacheln, lang beliaart. — Abdomen rel. kurz eiförmig, vorn schwach
höckerig verlängert. Epigyne sehr älinlich der der L. bifida. Vergl. Taf. IV, Fig. 106. — Masse. Länge
des Cephalothorax ca. 2 mm., die des Abdomens ca. 4,5 nmi. — Meru: Flusspferdseen, Dez. (1 $).
Larinia incerta n. Bp.
Taf. IV, Fig. 101.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax blass gelb, mit einem schmalen, schwärzlichen, longitudinalcn
Mittelband, Clhelieeren vorn schwärzlich angelaufen, übrige Mundteile im basalen Teil schwarz, Sfernuni un-
regelmässig schwärzlich gedeckt. An den Vorderbeinen merkt man schwache Andeutungen zu schwärzliehen
Ringen, besonders an den Patellen und Tibien. Ende aller Metalarsen schwarz. Abdomen oben unregel-
mässig grauweiss marmoriert. Seilen mehr weiss und Bauch mit zwei schwarzen Längsbändern, die hinten
zusammensclimelzen und die Spinnwarzen wenigstens teilweise umgeben.
Morphohfiische Merkmale. Cephalothorax vorn stark verjüngt, mit stark niedergepresster Zentralfurche,
gut 1,5 mal so lang wie breit. Clypeus kaum so hoch wie der Radius der Vorderaugen. • — Augen.
Vorderreihe schwach recurva, mit den Mittelaugen ein klein wenig grösser als den Seitenaugen, unter sich
gut um 1,5 mal ihres Querdurchmessers, von den Seitenaugen um ihren Querdurchmesser entfernt. Die
Area der Mittelaugen breiter als lang, vorn bedeutend breiter als hinten. Die beiden fast gleichgrossen
Seitenaugen zusammenstossend. Die Hinterreihe fast gerade, mit gleichgrossen Augen. Die hinteren Mittel-
augen fast zusammenstossend, ihr Abstand von den Seitenaugen ungefähr dreimal ihren Diameter. —
Cheliceren am äusseren Falzrand mit vier Zähnen, der erste und zweite doppelt so gross als die übrigen.
Am inneren Falzrand sind drei Zähne, von welchen der mittlere etwas kleiner ist. — Sternum schild-
förmig, fast l'/a mal so lang wie breit. — Beine mit zahlreichen langen und feinen Stacheln besetzt,
deren Insertionsgruben schwarz sind. Ihre Länge an den distalen Gliedern beträchtlich länger als die Breite
der Glieder. — Abdomen länglich oval, vorn mit einer konischen Verlängerung, die sich etwas über den
Cephalothorax streckt. — Epigyne vergl. Taf. IV, Fig. 101. — • Masse. Länge des Cephalothorax 3 nmi.,
die des A))domens 5 mm. — Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Sept. (1 9)-
Larinia (?) quiiKiuepiinctata u. sp.
Das unten beschriebene junge Weibchen gehört vielleicht der Gattung Larinia an. Obwohl ich nur
ein einziges und junges Exemplar gesehen habe, kann ich wegen seiner charakteristischen Zeichnung nicht
umhin, dasselbe in Kürze zu beschreiben.
Farbe. Cephalothorax mit Anhängen blassgelb, nur am Hinterende des Kopfteils ein kleiner,
schwarzer, dreieckiger Fleck. Abdomen weisslich, am Rücken mit schwach angedeuteten schwefelgelben
Längsstriemen und zwei Paar kleiner schwarzer Flecke.
Morphologische Merkmale. Clypeus kaum so hoch wie der Radius der vordfren Mittelaugen. —
Augen. Vorderreihe schwach recurva, mit den Mittelaugen etwas grösser als den Seitenaugen und unter
sich etwas länger (um IV2 ihres Diameter.s) als von den letztgenannten Augen entfernt. Area der Mittel-
augen ungefähr so lang wie breit, vorn ungefähr IV2 mal so breit als hinten. Vordere Mittelaugen ein klein
wenig grösser als die hinteren. Die beiden fast gleichgrossen Seifenaugen l)erühren einander. Hinterreihe
fast gerade (oder äusserst schwach recurva), mit den Mittelaugen fast zusammenstossend, der Al)stand von
denselben zu den etwas kleineren Seitenaugen fast 2V2 nial so gross wie der Diameter der .Mittelaugen. —
Cheliceren am äusseren Falzrand mit vier Zähnen, von welchen der erste und dritte Zahn bedeutend
grösser als die übrigen sind. Am inneren Falzrand kommen drei gleichgrosse Zähne vor. — Beine mit
TULLÜKEN, AKANK.«. 1Ü3
zalili-i'iclicn langen und feinen Slueliein lieset/.l. — Alidonion langgeslreekl, fast 3 mal so lang wie breit,
vorn und hinten mit einer konischen Verlängerung. — Masse. l>iinge des Cephalothorax ca. 1,8, die des
Aliilüniens ca. 4, -5 nini. — Kiluuandjaro: Kibonolo, Knltnrzone, Okt. (1 juv. $).
Araiiea L.
Aranea rutipalpis Luc.
Taf. IV, Fig. 107 a— b.
Kin Weibchen aus Vsamhara, Monibo, Juni, und drei aus dem Kilimaiidjaro, Kibonoto, Kullurzone,
IMai und Okt., stimmen sehr gut mit der von Simon 1884 veröffentlichten Besehreibung der Ar. semiannu-
lata Karsch liberein, welche Art nach PocoCK mit nifipalpis Luc. synonym ist. Die Gesamtlänge der
Exemplare variiert zwischen 10 und 15 mm. Alle haben die Epigyne gut entwickelt. Da ein Bild dieses
Organs bisher nicht publiziert ist, füge ich auf Taf. IV zwei Zeichnungen (Fig. 107 a — b) hinzu.
Aranea strupifer Sim.
Taf. IV, Fig. 108.
In der Sanmdung finden sich zwei Weibchen aus dem Kilimandjaro , Kibonoto, Kulturzone, Mai — Okt.,
welche ich zu dieser Art rechne. Ausserdem kommt aus derselben Lokalität ein Weibchen, im März ge-
sammelt, vor, das ich nur mit Zögern zu dieser Art führe. Es is nämlich in allen Teilen sehr blass gefärbt
und entbehrt die schwarze Querbinde vorn am Abdomen. Weiter ist der Bauch einfarbig weisslich. Die
Epigyne hat einen schmäleren Scapus und die Epigynealgrube ist grösser und hinten breiter als bei den
beiden anderen Weibchen, deren Epigyne sehr gut mit der von PoCOCK veröffentlichten Abbildung {Ar. eresi-
frons Poe, Proc. Zool. Soc. 1898, PI. XLI, fig. 3 b) übereinstimmt. Ich habe auf Taf. IV, Fig. 108, die
Epigyne dieses Weibchens abgebildet.
Aranea striata Bös.-Lenz.
Taf. IV, Fig. 109 a— d.
Von dieser Art hat Strand (Zool. Jahrb. 1907) einige Cotypen (?) untersucht, und stimmt die von
ihm veröffentlichte Beschreibung der Epigyne gut mit der der vorliegenden Exemplare (vergl. Taf. IV, Fig.
109 a) überein. Von dem männlichen Kopulationsorgan liegt kein gutes Bild vor und die Beschreibungen
sind auch sehr mangelhaft. Eine Vergleichung zwischen meiner Figur und der von PocoCK 1898 gegebenen
Zeichnung des Kopulationsorgans der A. streptoceros Poe. zeigt gewisse Verschiedenheiten, die leiciiter zu
sehen als zu beschreiben sind. Der grosse Fortsatz hat bei streptoceros an dem geraden Ende drei gleich-
grosse Zähne, bei striata finden sich nur zwei Zähne oder ist der dritte äusserst winzig.
Die meisten Exemplare sind bell bräunlich gefärbt. Ein Weibchen ist dunkelbraun. Abdomen ist
bei allen Weibehen fast einfarbig. Die grössten Weibchen sind nur 13,5 mm. lang.
Kilimaiidjaro: Kibonoto, Kulturzone, Mai — Okt. (6 9, 2 cf).
Aranea cereolella Strand.
Taf. IV, Fig. 110 a— b.
Mit dieser von Strand 1908 aus Madagascar beschriebenen Art identifiziere ich 9 ? und 2 (f aus
dem Kilimandjaro, Kibonoto. So weit man aus einer Beschreibung ohne Figuren beurteilen kann, muss dies
riclitig sein. Um eine Vergleichung zu erleichtern, liabe ich die äusseren Kopulationsorgane beider Ge-
schlechter abgebildet.
Mit cereola Sim. ist diese Art gewiss sehr nahe verwandt, aber kleiner. In "Collectio Thorell" im
Reiehsmuseum zu Stockholm finden sich einige von Thorell bestimmten Exemplare dieser Art. Das kleinste
derselben nähert sich in Grösse den Exemplaren aus dem Kilimandjaro. Es scheint mir nötig, dass die
V^erwandtschaftsverhältnisse der Arten cereola, cereolella, strupifer, eresifrons etc. einer eingehenden Revision
unterworfcüi werden.
164 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEETJ EXPEDITION. 20: 6.
Arauea klbonotensis n. sp.
Taf. IV, Fig. 111 a— b.
Weibchen. Cephalothorax rotbraun, vorn und an den Seiten dunkler. Mundteile dunkelbraun,
Sternum hellbraun. Beine rotljraun, mit schwach angedeuteten, dunklen Ringen. Abdomen oben dunkel
graulieh braun, unten in der Mitte heller braun. Keine charakteristischen Zeichnungen am Abdomen. Haar-
bekleidung grösstenteils weiss.
MorplwJogische Merkmale. Clypeus fast doppelt so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen.
— Augen. Vorderreihe schwach procurva, mit den grösseren Mittelaugen unter sich um ihren Diameter,
von den Seitenaugen dreimal so weit entfernt. Area der Mittelaugen fast etwas länger als breit, vorn be-
deutend breiter als hinten, mit den vorderen Augen bedeutend grösser als den hinteren. Hinterreihe etwas
recurva, mit den etwas grösseren Mittelaugen unter sich gut um ihren Radius, von den Seitenaugen vielmal
weiter entfernt. — Cheliceren am äusseren Falzrand mit -4, am inneren mit 3 Zähnen versehen. —
Beine mit weisslichen Stacheln bewaffnet. — Abdomen breit oval, etwas flach, ganz ohne Schulterhöcker.
— Epigyne ähnelt der der Ar. haploscajjus Poe. Vergl. Taf. IV, Fig. 111 a — b. — Masse. Länge des
Cephalothorax 4,5, die des Abdomens 8 mm. — Eilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, März (1 $).
Aranea Theisii Walck.
Taf. IV, Fig. 112 a— f.
Von dieser Art liegen zahlreiche Exemplare vor, die mit von Thorell bestimmten westafrikanisehen
Exemplaren vollständig übereinstimmen. — Kilimandjaro : Kibonoto, Kulturzone — Steppe, März — Okt. (21 c/', 9)-
Aranea Theisiella n. sp.
Taf. IV, Fig. 113 a— c.
Mit der vorigen Art sehr nahe verwandt sind elf Exemplare (cf ?) einer Aranea, die im Jan. wahr-
scheinlich ebenfalls bei Kibonoto gefangen sind. In Bezug auf die Farbe stimmen die beiden Arten sehr
gut iiberein. Es scheint mir aber, als ob die für Ar. Theisii charakteristischen dunklen Schulterflecke bei
dieser Art nicht so ausgeprägt sind. Weiter ist die weisse Zeichnung vorn am Rücken bei dieser Art nicht
so stark zugespitzt und folglich breiter, als bei Ar. Theisii. Unten linden sich bei dieser Art zwei gegen-
einander gebogene, weisse, bandähnliche Flecke, während Ar. Theisii nur zwei ovale Flecke unmittelbar vor
den Spinnwarzen hat. Die dunklen Zeichnungen an den Beinen sind hier schwärzlich, bei Ar. Theisii
bräunlich, u. s. w.
Am besten unterscheidet man die Arten durch den Bau der Kopulationsorgane, was aus der Fig.
113 a — c auf Taf. IV hervorgeht. Die Epigyne hat einen bedeutend längeren Apikaiteil als bei Ar. Theisii.
Der Bulbus der Ar. Theisiella ist fast doppelt so gross wie bei Ar. Theisii und hat einen Fortsatz (siehe *
an der Fig. 113 e), der am Ende vogelkopf ähnlich gekrümmt ist. Derselbe Fortsatz ist bei Ar. Theisii nicht
so stark einseitig erweitert.
In Grösse sind die beiden Arten sehr übereinstimmend.
Aranea formicfe n. sp.
Taf. IV, Fig. 114 a— b.
Männchen. Cephalothorax braunrot, in der Mitte heller. Mundteile dunkel braun, Sternum hell
gelblich. Beine dunkel rotbraun, an den helleren Hinterbeinen mit deutlichen braunen Ringen. Abdomen
oben fast einfarbig graulich braun, nur hinten mit zwei undeutlichen, hellen, nach hinten konvergierenden
Punktlinien. Unten ist das Abdomen in der Mitte schwarz. Das schwarze Feld jederseits von einem weissen,
(-ähnlichen Flecke begrenzt. Die dunkelbraunen Spinnwarzen sind von kleinen, weissen Flecken umgeben.
Morphologische Merkmale. Clypeus kaum so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen. —
Augen. Vorderreihe gerade, mit den bedeutend grösseren .Mittelaugen unter sich um ihren Diameter, von
den Seitenaugen ungefähr doppelt so weit entfernt. Hinterreihe recurva, mit den Augen kleiner als die der
TULLGEEN, ARANE^. 165
Vorderreihe. Die Mittelaiificn untci- sicii <nü iini ilirou Dianiptor, von den etwas kleineren Seitenaugen viel-
nial weiter entfernt. Area der .Mitteiaiigen ungetälir so lang wie breit, vorn bedeutend breiler, mit Vorder-
augen wenigstens doppelt so gross wie llinteraugen. — (Mieliceren am äusseren Kaizrand mit 4 Zähnen,
von weleiien der dritte bedeutend grösser als die übrigen ist. Am inneren Falzrand sind 3 /ahne. — Beine
sehr reich mit grösstenteils braunen Stacheln bewehrt. Besonders an der Unterseite der vorderen Tibien
und Metafarsen sind die Stacheln zahlreich. Nach vorn an der Unterseite der Tibia II findet sich eine
grosse Menge (ca. 80) sehr kurzer, distalwärts gerichteter Zähne. — Abdomen breit oval, gewölbt, ohne
Schulterhöeker. — Das männliche Kopulationsorgan siehe Taf. IV, Fig. 114 a — b. — Masse. Länge des
(".ephalothorax G, die des Abdomens 8 mm.
Die Sammlung enthält auch ein junges 9. das in Bezug auE die Farbe dem cf sehr ähnelt.
In einem Nest des Cremastogaster tricolor gefunden. Die Ameisen wohnten in den Gallen einer
Akazie. 7. IV, 1906 (2 cT, 1 ?)•
Arauea temeraria n. sp.
Taf. IV, Fig. 115 a— b.
Männchen. Farbe. Ceplialothorax hell gelbbraun, an den Seiten breit dunkelbraun. Sternum gelb-
braun, in der Mitte gelbweiss. Beine hell g(>lbbraun, mit dunkelbraunen Ringen. Abdomen graubraun, am
Rücken in der Mitte heller als an den Seiten, vorn in der Mittellinie ein dunkelbrauner, breit lanzettförmiger
Fleck. Hinter demselben zwei Paar grosser, dunkelbrauner Muskclpunkte, dann 4 Paar transversaler, dunkel-
brauner, lateralwärts spitziger Flecke, die gegen das Hinterende des Abdomens vermindert werden. Der Bauch
in der Mitte schwärzlich, jederseits mit zwei (?) Paar weisser Flecke.
Morphologische Merkmale. Clypeus ungefähr wenigstens so hoch wie der Diameter der vorderen
Mittelaugen, unten stark zurückstehend. — Augen. Vorderreihe gerade, mit den Mittelaugen doppelt grösser
als den Seitenaugen, unter sich gut um ihren Diameter, von den Seitenaugen doppelt so weit entfernt.
Hinterreihe schwacli recurva, mit gleiehgrossen Augen, die etwas kleiner als die vorderen Seitenaugen sind.
Die hinteren Mittelaugen unter sich kaum um ihren Diameter, von den Seitenaugen wenigsten viermal so
weit entfernt. Area der Mittelaugen scheint etwas länger als breit zu sein, vorn bedeutend breiter als hinten.
Die Seitenaugen sind auf ziemlich grossen Höckern gelegen. — • Cheliceren sind klein, vorn stark konkav,
am äusseren Falzrand mit vier, am inneren mit drei Zähnen. — Beine. Coxa I unten und hinten mit einem
nach vorn gerichteten, hakenförmigen Zahn. Stacheln hell dunkelbraun, sehr zahlreich. An der Tibia II
findet sich eine grosse Menge kurzer, dunkelbrauner Stacheln, die die Vorderseite längs des ganzen Gliedes
bekleiden. — Abdomen kurz, breit eiförmig, ohne Schulterhöcker. — Das männliche Kopulationsorgan
siehe Taf. IV, Fig. 115 a — b. • — Masse. Länge des Ceplialothorax 4,5, die des Abdomens 5 mm. —
Kllimandjaro: Kibonoto, Kulturzone — Mischwald, Nov. (1 o^).
Anmerk. Aus Kibonoto, Kulturzone — Steppe, Okt., liegt noch ein Männchen von wahrscheinlich der-
selben Art vor. In Bezug auf den Bau des Kopulationsorgans stimmt es fast vollkommen mit dem oben
beschriebenen Exemplar. Das Abdomen ist aber oben fast einfarbig weissgrau, also ohne charakteristische
Zeichnung.
Aranea cniciferoides d. sp.
Taf. IV, Fig. 116.
Männchen. Farbe. Cephalothorax hellbraun, an den Seiten dunkler. Cheliceren hellbraun, Maxillen
und Lippe dunkelbraun mit blassen Spitzen. Sternum hellbraun, mit weissen Mittelstreifen. Beine hellbraun,
mit dunkleren Ringen. Abdomen oben graulich, mit einem hinten gespitzten Mittelband, das etwas hinter
die Mitte reicht. Jederseits dieses Bands ist der Rücken mehr weniger schwärzlich, und merkt man zwei
schwarze, zackige Linien, die gegen das Hinterende des Abdomens konvergieren. Der Bauch ist in der Mitte
schwärzlich, mit weissem Flecke, von welchem zwei vor den Spinnwarzen grösser und scharf markiert sind.
Morphologische Merkmale. Clvpeus unten stark zurückstehend, fast IV2 mal so hoch wie der Dia-
meter der vorderen Mittelaugen. — Augen. Vorderreihe fast gerade, mit den Mittelaugen bedeutend grösser
166 SJÖSTEDTS KILUrANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 6.
als den Seitenaugen, unter sich reichlicli um ihren Diameter, von den Seitenaugen wenigstens l'/ü mal so
weit entfernt. Area der Mittelaugeti fast so breit wie lang, vorn bedeutend breiter als hinten. Ilinlerreihe
stark recurva, mit den ]\Iittelaugen ein wenig grosser als den Seitenaugen, unter sich kaum um ihren Dia-
meter, von den Seitenaugon viel weiter entfernt. Die beiden fast gleichgvossen Seitenaugen auf einem ziem-
lich grossen Höcker gelegen. — Cheliceren wie bei Ar. temeraria. — Beine mit grösstenteils weisslichen
Stacheln. Vorn an der Tibia II zahlreiche kurze, braune Stacheln. • — Abdomen kurz und breit eiförmig,
ohne Schulterhöcker. — Das männliche Kopulationsorgan siehe Taf. IV, Fig. 116 a — b. — Masse. Länge
des Cephalothorax ca. i, die des Abdomens 3,5 mm. — Kilhnanäjaro : Kibonoto, Kulturzone, Okt. (1 cf).
Arauea restiaria n. sp.
Taf. IV, Fig. 117 a— b.
Weibchen. Farbe. Cephalolhorax hellbraun, vorn am Clypeus und an den Seiten des Kopf- und
Brustteils dunkelbraun. Mundteile dunkelbraun. Sternum ebenfalls dunkelbraun, aber mit einem nach hinten
verjüngten, gelben Mittelband. Die hellbraunen Beine mit dunkelbraunen Ringen. Abdomen hell bräunlich
grau, am Rücken nur hinten mit Andeutung zur dunkleren Zeichnung, an der Basis aber jeder der weissen,
aufrechtstehenden Borsten mit einem kanimähnlichen, dunkelbraunen Flecke, was dem Tier ein charakte-
ristisches Aussehen verleiht. Der Bauch ist in der Mitte schwärzlich und hat vor den Spinnwarzen zwei
weisse Flecke.
Morphologische Merkmale. Clypeus ungefähr so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen. —
Augen. Vorderreihe gerade mit fast gleichgrossen Augen. Die mittleren unter sieh reichlich um ihren
Diameter, von den Seitenaugen ca. 2V2 mal so weit entfernt. Area der Mittelaugen fast quadratisch, vorn
jedoch ein wenig breiter. Hinterreihe schwach recurva, mit fast gleichgrossen Augen, die ein wenig kleiner
als die Vorderaugen sind. Die mittleren unter sich um ihren Diameter, von den Seitenaugen ungefähr 5 mal
so weit entfernt. — Cheliceren an jedem Falzrand mit drei Zähnen. — Beine mit kurzen, braunen
Stacheln. — Abdomen ungefähr so breit wie lang, ohne Schulterhücker. — Epigyne siehe Taf. IV, Fig.
117 a — b. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 4, die des Abdomens ca. 6 mm. — Küimandjaro:
Kibonoto, Kulturzone, März, Okt. (9 9. 1 o^)-
Diese Art ist gewiss mit Ar. nantka Koch sehr nahe verwandt. Von letztgenannter Art habe ich
nur indische, von Thorell bestimmte Exemplare gesehen. Diese weichen von Ar. restiaria hauptsächlich
durch ihre Farbe ab. Die Epigyne unterscheidet sich nur durch den kürzeren und breiteren Apikaiteil.
Aranea restiaria obscura n. subsp.
In der Sammlung liegen noch einige Weibchen von Ar. restiaria vor, die aber durch ihre dunkle
Farl)e den Namen obscura verdienen. Die Grundfarbe des Cephalothorax mit Anhängen ist gelbbraun, alle
für die Hauptform charakteristischen Zeichnungen gehen aber ins schwärzliche über. Das Abdomen ist oben
dunkelgrau-blauschwarz (in Spiritus). — Kilmandjaro: Kibonoto, Kulturzone, März, Juli (4 $).
Aranea artifex 11. sp.
Taf. IV, Fig. 118 a—e.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax hell graugelb, an den Seiten dunkelbraun, dicht mit grauweissen,
anliegenden Ilaaren bekleidet. Cheliceren teilweise dunkelbraun. Sternum schwarzbraun, mit einem grossen,
longitudinalen, oft sternähnlichen Mittelfleck. Beine mit mehr weniger deutlichen Ringen, die an den vor-
deren Femoren breit und oft zusammenfliessend sind. Abdomen weissgrau, heller oder dunkler, oft mit
bräunlichem Anstriche. Am Rücken merkt man ein deutliches Folium, das von zwei nach hinten konver-
gierenden, schwarzen Zickzacklinien begrenzt ist. Oft sind diese Linien in kommaähnliche Flecke aufgelöst.
Vorn in der Mitte merkt man eine A-förmige, weisse Zeichnung, die entweder ein schwarzes Feld oder
zwei Paar kommaähnliche, schwarze Flecke umschliesst. Nicht selten wird die A -förmige Zeichnung
zwischen den Schultern zu einem transversalen, weissen Flecke erweitert und wird nach hinten durch ein
weisses Mittelband fortgesetzt. Bisweilen ist der Vorderrücken einfarbig weissgelb, ganz ohne dunkle Zeich-
TULLC.REN. ARANE;35. 167
iiim.m'ii 1111(1 erst ;ini llinlorn'ickcii wiril (his Fdliuiu siclill);\r. An den Seiten ist «las Abdomen mehr weniger
(Icutlieli fein .schwarz gestreitl, am Hamlic sehwarz, mil zwei Reihen weisser Flecke.
Mnyplwlodischc ^[crhmale. Clypeus; ungefähr so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelungen. —
Allgen. Vorderreihe gerade, mil etwas gnisseren Mittelaugen, welche unter sich um IV2 mal ihres Diameters,
von den Seilenaiigeii fast iloppell so weit enifernt. i\rea der Mittelaugen fast quadratisch, vorn unbedeutend
lireiter. Wenn man die Augen gerade von vorn sieht, sdieinen die llinteraugen ein wenig grösser als die
Vorderaugen zu sein, llinteraugen massig reeurva, mit den Mittelaugen etwas grösser, unter sich reichlich
um ihren Diameter, von den Seitenaugen fast 4 mal so weit entfernt. — Cheliceren mit 4 äusseren und
3 inneren Falzrandzähnen. — Beine mit ziemlich langen, hellbraunen Stacheln bewaffnet. — Abdomen
breit eiförmig, ohne Schulterhöeker. — Epigyne siehe Taf. IV, Fig. 118 a — c. Sie ähnelt sehr der der
Ar. restiaria, hat aber einen schmäleren, fast parallelseitigen Apikalteil. — Masse. Länge des Cephalothorax
ca. 2, die des Abdomens 4 — i,ö mm.
Männchen. Farbe wie beim ?. Der Älittellleck des Sternums ist jedoch bei den untersuchten Exem-
plaren liellgelbbrauu, die dunklen Ringe der Beine undeutlicher und die weissen Bauchflecke fast verwischt.
Die Zwischenräume der Mitlelaugen, von welchen die vorderen grösser sind, scheinen etwas grosser als beim
$ zu sein. Die Stacheln der Beine sind bedeutend länger als beim 9, und an der Vorderseite der Tibia II
kommen zahlreiche, kurze Stacheln vor. Der Bau des männlichen Kopulationsorgans wird durch die Fig.
118 d — e an der Taf. IV beleuchtet. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 2, die des Abdomens ca.
2,3 mm. — KiUmamljaro: Kibonoto, Kulturzone — Steppe, März — Dez. (76 ? o^). — Meni: Flusspferdseen,
Dez. (6 ?a").
Araiiea napiformis Thor.
Taf. IV, Fig. 119 a— d.
Von dieser in Kamerun entdeckten Art enthält die Sammlung 8 $ un<l 1 d^ aus dem KiUmamljaro,
Kibonoto, Kulturzone — Steppe, Mai — Okt.
Die Epigyne des Weibchens habe ich auf der Taf. IV, Fig. llita — 1), abgebildet. Der terminale Teil ist bei
dieser Art auffallend kürzer und stärker gekrümmt als bei der naheverwandten Art Ar. tiirhhiafa Thor. Das
JMännchen war bisher unbekannt. Es ähnelt dem Weibchen sehr stark. Der Cephalothorax ist hellbraun, mit zwei
Paar dunkelbrauner, lateraler Bänder, die gegen die Zentralfurche konvergieren. Das vordere Paar fliesst hier mit
einem longitudinalen Band zusammen, das von der Zentralfurche bis zum Hinierrand des Cephalothorax
hinausragt. Die Beine sind wie beim $ gefärbt, die ersten Femoren haben jedoch zwei deutliche dunkel-
braune Ringe. Das Abdomen ist etwas länger als breit, in Bezug auf die Farbe mit dem ? übereinstimmend,
die Rückenzeichnung jedoch undeutlicher. — Augen. Die vorderen Mittelaugen bedeutend grösser als die
hinteren, unter sich um ihren Diameter, von den Seitenaugen ungefähr IV2 mal so weit entfernt. Die
hinteren Rlittelaugen unter sich um IV2 mal ihren Diameter, von den Seitenaugen wenigstens doppelt so weit
entfernt. Area der Mittelaugen vorn breiter als hinten. — Die breiten Stacheln der Beine sehr lang, zahl-
reich an der Oberseite der vorderen Tibien. — Das männliche Kopulationsorgan siehe Taf. IV, Fig.
119 c — d. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 1,8, die des Abdomens 2 mm.
Araiiea sulphuriua Pav.
Taf. IV, Fig. 120 a— b.
Zu dieser Art gehören unzweifelhaft vier Weibchen aus dem Kilimandjaro, Kibonoto, Kulturzone —
Steppe, Okt., und dem Meru, Regenwald, Jan.
Caerostris Thor.
Caerostiüs sexcuspidata Fabr.
Taf. IV, Fig. 121 a— b.
POCOCK, Ann. .Alag. Nat. Hisl. (7) Vol. 10 (1902), p. 328. — Von dieser Art enthält die Samndung
ein adultes Weibchen aus Kibonoto, Kulturzone, März. — Da ich keine gute Abbildung der Epigyne in der
Literatur gefunden habe, bilde irh dieselbe auf Taf. IV, Fig. 121 a ab.
168 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 20: 6.
Es liegt auch ein adultes Männehen, im Jan. gesammelt, vor, das ganz gewiss dieser Art angehört.
Das männliche Kopulationsorgan habe ich auf Taf. IV, Fig. 121 b, abgeliildet. Das Abdomen trägt vorn am
Rücken eine gebogene Reihe von acht niedrigen Höckern und hinter derselben noch eine Reihe von drei
Höckern, von welchen der laterale ungefähr doppelt so gross wie der mittlere ist. — Totallänge ca. 3,5 mm.
Caerostris kibouotensis n. sp.
Taf. IV, Fig. 122 a— b.
Vorliegende Art scheint auf Grund der Behaarung der hintersten Schenkeln mit C. colmnnifer Poe.
(= turriger Poe. — P. Z. S. 1899, p. 857, PI. LVII, Fig. 15) nahe verwandt zu sein. Sie weicht von
genannter Art aber in vielen Hinsichten ab. So z. B. ist das Abdomen nicht wie bei C. columniter vorn
turmähnlich verlängert, und die Epigyne ganz verschieden gestachelt, obwohl man annehmen darf, dass die
PocoCK'sche Abbildung dieses Organs nicht ganz zuverlässig ist.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax dunkelrot, Cheliceren noch dunkler, Sternum heller, Beine ähn-
lich gefärbt, aber mit Tibien und Tarsen an der Basis und fast den ganzen Metatarsen gelblich. Genannte
Körperteile überwiegend graulich behaart. Abdomen oben gelblich grau, mit brauner Behaarung, unten dunkel
graulich braun, mit vier weissen Flecken.
Morphologische Merkmale. Kopfteil des Cephalothorax ungefähr 1,5 mal so breit wie lang; lateraler
Augenhügel stark vorspringend ; am Hinterrande mit einer nach vorn gebogenen (procurva) Reihe fast gleich-
grosser und unter sich fast gleich entfernter Knollen. Glypeus ungefähr so hoch wie die Area der Mittel-
augen. — Augen. Mittelaugen fast gleichgross, eine Area bildend, die viel breiter als lang ist. Vordere
Mittelaugen unter sieh um 1,5 mal, hintere um fast 4- mal ihres Durchmessers entfernt. Seitenaugen etwas'
kleiner als Mittelaugen, zusammenstossend. (Bei G. sexcuspidata Fabr. sind die Seitenaugen unter sich un-
gefähr um ihren Querdurchmesser entfernt.) Cheliceren am äusseren Falzrand mit vier, am inneren mit
drei Zähnen. — Abdomen breit eiförmig, oben ziemlich flach, mit sehr niedrigen Dorsalknollen. Bei einem
Exemplar sind die Schulterknollen hornartig verlängert. Anordnung der Dorsalknollen fast wie bei C. sex-
cuspidata Fabr. — Beine. Femoren IV an der Hinterseite mit einem Bande gleiehlanger, scopulähnlicher
Haare, die in der basalen Hälfte des Gliedes auffallend breiter und abgeflachter sind. Das Band streckt
sich fast der ganzen Länge des Gliedes nach. ■ — Die Epigyne fast wie bei C. sexcuspidata gebaut. Die
Verschiedenheit, die hauptsächlichst durch ein bedeutend schmäleres Mittelseptum markiert ist, wird durch
Fig. IV, Fig. 122 a, am besten demonstriert. — Masse. Länge des Cephalothorax 4 mm., Länge des Ab-
domens 9 mm.. Breite 9,5 mm. — Kilimandjaro: Kibonoto, Kulturzone, Mai und Dez. (4 $).
In der Sammlung kommen zwei Cserostris-Männchen vor, die beide auf derselben Lokalität wie die
oben beschriebenen Weibchen gefunden sind. Obgleich einander sehr ähnlich, repräsentieren sie vielleicht
zwei Arten und möglicherweise gehört das eine Männchen zu C. kibonotensis.
Männchen I: Taf. IV, Fig. 122 a. Morphologisch mit dem Männchen der ('.. sexcuspidata stark
übereinstimmend, das Abdomen oben ganz ohne Dorsaltuberkeln. Die Farbe des Abdomens ist schwarzgrau,
längs der Mitte weisslich und mit einem schmalen, schwarzen, medianen Längsstriche geziert. Beine braun-
gelb mit Patellen, Spitze der Hinterschenkel und aller Tibien dunkel rotbraun. Tarsen und apikaler Teil
der -Metatarsen schwarz. Sternum schwach schwärzlich braun (C. kibonotensis o"?)-
Männchen II: Taf. IV, Fig. 123. Abdomen ohne schwarzen Längsstrich am Rücken. Hintertibien
ganz gelbbraun. Hinterschenkel grösstenteils schwarz. Patellen schwarz gefleckt und Sternum stärker
schwärzlich gefärbt (sp. ?).
Die Verschiedenheiten der Kopulationsorgane der in dieser Abhandlung beschriebenen drei Ca?rostris-
Männchen ergeben sich durch die Abbildungen, die alle bei derselben Vergrösserung und mit Abbes Zeich-
nungsapparat gezeichnet sind.
Oasteracantlia Sund.
Gasteracantha resupinata Geest.
Usamhara, Mombo, Juni (3 9)-
TUI.I.OBEN, ARANE^). < lf,9
Aiimeik. Simon (Arachnidps de rAfni|iio orionlalo ('■iniatoriak'. — Ann. Soc. Ent. Fr. 1890, p. 127)
l)etrac-litet diese Art al.s mit G. fakiconiis üutler (Trans. Ent. Soc. 1873, p. 158) synonym. Er gibt aber
keine Gründe für diese Annahme an. In der Tat bin ich gar nicht überzeugt, dass die Art Gerst^cker's
dieselbe wie die BuTLER'sehe ist. G. faieiformis, die in Süd-Afrika gefunden ist, unterscheidet sich in
melireren Hinsichten: der vordere Seitendorn ist etwas rückwärts gebogen, Abdomen oben mit Ausnahme
von den roten Sigillen einfarbig "tcstaceous" und die Ventralknolle "blaok". Falls die beiilen Arten iden-
tisch sein sollten, seheint es mir merkwürdig, dass Butler die charakteristische Rückenzeichnung des Ab-
domens nicht stärker hervorgehojjcn hat.
Gastoracantlia testudinaria Sim.
Simon, Eug. Etüde sur les Arachnides reeueillis au cours de la mission de Oonehamps u Iravers
rEthiopie, de Djibouti au Xil Diane. — Ann. Soc. Ent. Fr. 1901, p. 20.
Von wahrscheinlich dieser Art liegen nicht weniger als 20 ? aus Kibonoto in der Kulturzone des
KiUmandjaro, Jan. — Mai, gesammelt, vor.
In Bezug auf die Farbe des Scutums variieren die Exemplare zwischen ganz schwarz bis fast ein-
farbig gelblieh. Die meisten Exemplare haben das Scutum gelb, mit zwei breiten, longitudinalen Mittelbinden,
die zwischen sich nur einen schmalen gelben Strich lassen. Alle Exemplare haben das Sfernum ganz
schwarz oder dunkel gelbbraun, im letzteren Falle immer dunkelbraun gerandet.
Strand hat (in Revue Suisse de Zool. Geneve 1908, p. 435) zwei Exemplare aus Äthiopien be-
schrieben, die wahrscheinlich junge Individuen sind. Diese haben aber ein hellgelbes Sternum.
Gasteracautlia kibouoteusis n. sp.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax dunkel rotbraun bis fast schwarz. Cheliceren ähnlieh gefärbt,
übrige Mundteilo aber am Ende blass. Beine dunkelbraun, mit den Hüften unten gelblich und mit den drei
distalen Gliedern an der Basis gelb geringelt. Patellen mit einem apikalen gelben Fleck. Sternum gelb-
weiss mit dunkelbraunem Rand. Abdomen unten mehr weniger schwärzlich braun, mit weissen und gelben
kleineren Flecken. Die Partie hinter den Spinnwarzen gelblich. Scutum gelblich, mehr weniger schwarz
gefärbt. Bisweilen ist das Scutum, mit Ausnahme einer schmalen, weisslichen Fleckenlinie längs der Mitte,
fast ganz schwarz. Die Sigillen dunkelbraun.
Bei soeben gehäuteten Tieren ist die Farbe bedeutend heller: Cephalothorax hell gelbrot; Beine mit
ähnlichen Sehenkeln, nur die hinteren in der Mitte dunkelbraun; Scutum fast einfarbig gelblich u. s. w.
Morphologische Merkmale. Cephalothorax am Kopfteil mit einer schwachen longitudinalen Vertiefung.
Clypeus fast doppelt so hoch wie der Diameter der Vorderaugen. — Augen. Mittelaugen fast gleichgross,
eine Area bildend, die bedeutend breiter als lang und vorn schmäler als hinten ist. Die hinteren Mittel-
augen unter sieh gut um ihren doppelten Querdurehmesser entfernt, übrige Zwischenräume ungefähr so gross
wie der Diameter der Augen. Die Seitenaugen sind gleichgross, auffallend kleiner als die Mittelaugen und
unter sich um ihren Querdurchmesser entfernt. — Scutum des Abdomens überall grob granuliert, sehwach
gewölbt, ca. 1,3 mal so breit wie lang (Stacheln ungerechnet), vorn und an den Seiten fast gerade, mit ab-
gerundeten Vorderecken. Hinten ist das Scutum schwach ausgebuchtet, zwischen den Stacheln aber schwach
ausgerandet. Die Stacheln sind sechs, schmal, grob granuliert. Die Vorderstacheln sind ungefähr so lang
wie der grösste Diameter der grössten Sigillen, die vier gleiehgrossen Hinterstaeheln ca. 1,5 mal so lang.
Der Abstand zwischen den beiden mittleren Hinterstacheln ungefähr 1,7 mal so gross wie der Abstand der-
selben von den hinteren Seitenstacheln oder der Abstand zwischen den Spitzen der vier Hinterstacheln fast
gleichgross oder der Abstand zwischen den Spitzen der beiden mittleren etwas grösser. Die peripheren
Sigillen des Scutums 19, gross, mehr weniger regelmässig oval, die zentralen 4. — Ventralknollen nicht
vorhanden. — Masse. Länge des Cephalothorax 3,3 mm., Länge des Abdomens ca. 6,8, Breite ca. 9,5 mm.
— KiUmandjaro: Kibonoto, Kulturzone, März (8 9)i ^I^-i (2 ?)•
Sjöstedts KilimändjaroMcru Expedition. 30. 22
170 ■ SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEtJ EXPEDITION. 20: 6.
Gasteracantlia momboensis n. sp.
Weibchen. Farbe. Cephalothorax oben hell gelbrot, an den Seiten des Kopfteiles und am Clypeus
etwas dunkler. Chelieeren vorn distahvärts dunkel rotbraun. Sternum gelb, mit braunem Rand. Beine
schwarzbraun, mit folgenden Teilen hellgefärbt: Vorderschenkel hell blutrot, gelblichen Basalflecken oder
Ringen an Schenkeln III und IV^ und an allen Tibien, Metatarsen und Tarsen. Abdomen unten mehr
weniger braun, oben am Scutum gelblich, mit etwas dunkleren Sigillen und mit braunem Rand und Stacheln.
Moiyhologisehe Merkmale. Diese Art ist mit der vorigen äusserst nahe verwandt, vielleicht nur eine
Subspeeies. Morphologisch unterscheidet sie sich hauptsächlichst durch die Bewaffnung des Scutums. Die
Stacheln sind nämlich bedeutend kürzer als der grösste Diameter eines grossen Sigillums, die Hinterstacheln
etwas länger. Der Abstand zwischen den mittleren Hinterstacheln ungefähr doppelt so gross wie der Ab-
stand von den lateralen Hinterstacheln. Der Abstand zwischen den Spitzen der mittleren Hinterstacheln
ca. 1,5 mal so gross wie der Abstand derselben von denen der lateralen. — Masse. Länge des Cephalothorax
ca. 3,2 mm., Länge des Abdomens ca. 6,2, Breite ca. 8,5 mm. — Usamhara, Mombo, Juni (13 $).
Gasteracantlia formosa Vins.
Von dieser sehr veränderliehen Form liegt eine grosse Anzahl adulter und junger Weibchen vor.
Eilimandjaro : Kibonoto, Kulturzone, März— Dez. (98 9)- — Meru: Jan. (2 9)-
Gasteracantlia abyssinica Strand.
Vier Weibchen vom Eilimandjaro, Kibonoto, Jan., gehören wahrscheinlich dieser Art an.
Paraplectaiia Br. Cap.
Paraplectana Thorntoni Bl.
Ein ad. Weibchen im Mai und ein junges im Sept. am Eilimandjaro bei Kibonoto, Kulturzone,
gefunden.
Paraplectana Walleri Bl.
Ein junges Weibchen vom Eilimandjaro, Kibonoto, Kulturzone, März.
Acantharachiie n. g.
Diese neue Gattung scheint mir am besten mit der Gruppe Ghjptocraniece SiM.
vereinigt zu werden. Am nächsten verwandt sind wahrscheinlich die amerikanischen
Gattungen Glyptocranimn und Agatostichus.
Der Cephalothorax, der fast so lang wie breit ist, zeichnet sich durch die starke
Behornung des hohen Kopfteils aus. An dem höchsten Punkte entspringt ein grosses
und dickes, aufrechtes Hörn, und am Hinterende des Kopfteils merkt man zwei Knollen
mit je zwei kleineren und schmäleren Hörnern. Ausserdem finden sich auf dem Cephalo-
thorax andere, aber niedrige Höcker von fast konischer Form. Die Mittelaugen sind auf
einem ziemlich niedrigen Knollen gelegen und bilden eine Area, die vorn breiter als hinten
und ein klein wenig breiter als lang ist. Die Seitenaugen sind von den Mittelaugen weit
getrennt und sind ebenso an niedrigen Knollen lokalisiert. Der Clypeus ist höher als die
Augenarea und in dem Basalteil ziemhch stark nach vorn gewölbt. Die Chelieeren sind
am äusseren Falzrand mit drei, und am inneren mit zwei kleinen Zähnen versehen.
Sternum herzförmig, zwischen die Hinterhüften eingeschoben. Beine unbewaffnet, .massig
lang, die vorderen nur wenig länger als die Hinterbeine. Abdomen breiter als lang, mit
zwei grossen, hornähnlichen Auswüchsen.
TULLGUKN, ABANEiE.
171
Acantharacliue cornuta n. sp.
Taf. IV, Fig. 124.
Weibchen. Farbe. Cephalotliorax hell gelbbraun, mit unregelmä.ssigen dunkelbraunen Zeichnungen
vorn und an den Seiten. Mundteile dunkelbraun und Sternum fast schwarzbraun gefärbt. Die gelblichen
Beine sind mit braunen Ringen geziert. Das graubraune Abdomen ist oben, besonders vorn unregelmässig
schwarz gefleckt. Der Bauch in der Mitte schwärzlich braun.
Acantharachne cornuta n. sp.
Fig. 1. CephalothOi-ax von der Seite, 2. von oben, 3. Abdomen von oben.
Die Bewaffnung des Cephalothorax geht aus den Textfiguren hervor. Behaarung kurz, dicht anliegend.
Clypeus ca. 1,5 mal so hoch wie die Area der Mittelaugen. — Augen. Mittelaugen fast gleichgross, die
vorderen unter sich um 1,5 mal ihres Querdurchmessers entfernt. Der Abstand zwischen den vorderen
und hinleren Mittelaugen so gross wie der Augendiameter. Von den zusammenstossenden Seitenaugen ist
das vordere etwas grösser. — Das Sternum, das herzförmig, fast dreieckig ist, ist ein klein wenig länger
als breit. — Beine. In Bezug auf die Trichobothrien habe ich nur ein einziges und zwar medianes am
Metatarsus III entdecken können. — Das Abdomen ist am Rücken mit zwei grossen und langen Hörnern
versehen, die nur wenig distalwärts verschmälert und mit unregelmässig geordneten, kleinen Höckern
versehen sind. — Die Epigyne ist sehr klein, rotbraun, breiter als lang, hinten mit einer dunkelbraunen
Leiste. Vergl. Taf. IV, Fig. 124. — Masse. Länge des Cephalothorax ca. 2,5, die des Abdomens (ohne
Hörner) 3,6, Breite des Abdomens 5 mm. — Eilimandjaro : Kibonoto, Kulturzone, Mai (3 9).
Paurotylus n. g.
Die vorliegende Art, die wahrscheinlich eine neue Gattung repräsentiert, erinnert
stark an eine Yibrada Keys., wird aber vielleicht besser zu den Exechocentreen gerechnet.
Von der Gattung Vibrada w^eicht die neue Gattung nur wenig ab. Das wichtigste Merk-
mal ist, dass die Seitenaugen nicht auf grossen Lateralhöckern des Kopfes gelegen sind,
sondern sich nur schwach über die abgerundeten Kopfseiten erheben. Der Clypeus ist
nicht so hoch wie die Area der Mittelaugen. Das Abdomen (siehe unten) ist nicht, wie
bei der einzigen, bekannten Vibrada-Arl, Y. longiceps Keys., aus Brasilien, von einem
ovalen, "flach gewölbten Schilde bedeckt, das durch feine Furchen in viele polygonale
Felder geteilt ist".
Paurotylus depressus n. sp.
Taf. IV, Fig. 125 a— c.
Männchen. Farbe. Cephalothorax kaffeebraun, gegen die Seiten schwärzlich braun. Mundteile
schwarzbraun und Sternum fast schwarz. Beine hell gelbbraun, mit folgenden Teilen mehr weniger dunkel-
braun: erstes Hiiftenpaar, grösserer Teil der Vorderschenkel und Tibien, grösserer Teil der Schenkel und
Spitze der Tibien IV. Das Rückensehild ist fast weiss, mit braunen Sigillen und mit einem schwärzlichen,
schräg nach vorn gerichteten Band von jeder Ecke des Schildes. Die Ventralseite des Abdomens ist zum
grüssten Teil dunkelbraun. Zwischen den schwarzbraunen Spinnwarzen und der Rima epigasteris zwei nach
hinten konvergierende weisse Bandflecke.
172 SJÖSTEDTS KILIMANDJAROMERU EXPEDITION. 20: 6.
Morphologische Merkmale. Der Clephalothorax ist sehr hoch; der Kopfteil grösser als der Brustteil,
oben breit abgeflacht und an den Seiten ziemlieh steil abfallend. Vorn ist der Kopfteil stark rüsselähnlich
verlängert. Der Clypeus ist höchstens dreimal so hoch wie der Diameter der vorderen Mittelaugen. Das
Integument stark granuliert, besonders an dem Brustteil, kurz graulich behaart. • — Augen. Die Vorderreihe
ist fast gerade oder schwach procurva. Die vorderen Mittelaugen sind etwas grösser als alle anderen Augen,
die fast gleichgross sind. Unter sich sind die v. Mittelaugen kaum um ihren Querdurchmesser entfernt.
Die h. Mittelaugen sind unter sich um 1,5 mal ihres Querdurchmessers entfernt. Die Area der Mittelaugen
ist vorn breiter als hinten, kaum länger als breit. Die Hinterreihe ist sehr stark reeurva. Die beiden zu-
sammenstossenden Seitenaugen sind auf einer gemeinsamen niedrigen Erhöhung gelegen. Der Abstand von
den vorderen Seitenaugen bis zu den hinteren Mittelaugen fast so gross wie die Länge der Area der Mittel-
augen. — Cheliceren robust, vorn an der Basis stark granuliert. Am inneren Falzrand sind zwei (?)
ziemlich grosse Zähne und am äusseren ein sehr winziger. Die Klaue ist zusammengelegt schräg nach
innen gerichtet. — Die Lippe ist fast doppelt so breit wie lang; Jlaxillen breit, fast viereckig. — Sternum
stark granuliert, herzförmig, hinten nicht verlängert (Hinterhüften fast zusammenstossend). — Beine 1. 2.4.3,
kurz behaart und sehr spärlich mit kurzen Stacheln bewaffnet: Femur I am distalen Ende mit einem Kranz
von wenigstens 5 Stacheln; Femur IV unten mit einer kurzen Reihe von 4 — 6 Stacheln. Tibien immer mit
zwei Apikaistacheln, ausserdem mit 1 — 2 Dorsalstacheln an Tibien I, H und IV. — Metatarsen mit einem
Triehobothrium in der proximalen Hälfte. • — Die Krallen sind stark gekrümmt. Zähne ca. 5, ziemlich gross.
— Abdomen ist ziemlich flachgedrückt, am Rücken mit einem grossen, hal])mondförmigen Schilde, das
hinten gerade abgestutzt mit stumpfen Ecken ist. Hinter diesem Schilde merkt man noch ein sehr schmales
mit ausgerandetem Hinterrand. Das erstgenannte Schild hat längs des Vorderrandes jederseits 5 Sigillen,
längs des Hinterrandes 7 und in dem Mittelfeld 4 Sigillen. — Zwischen der Rima epigasteris und den
schwach tubulaten Spinnwarzen ist das Abdomen wulstartig angeschwollen. — Das Kopulationsorgan hat
ein sehr charakteristisches Tibialglied, das innen einen schmalen, nach vorn gerichteten, stachelförmigen und
aussen an der Mitte einen lamellenförmigen, nach der Seite geriehteteten Fortsatz hat. Vergl. Taf. IV,
P'ig. 125 b — c. — Masse. Länge des Cephalothorax 1,4; Länge des Abdomens ca. 1,7, Breite 2,15 mm. —
Kilirnanäjaro: Kibonoto, Kulturzone, Juli (1 cf').
Cyphalonotus Sim.
Cyphalonotus larvatus Sim.
Tat. IV, Fig. 126 a— c.
Simon, Bull. Soc. Zool. Fr. 1881, p. 5 (sub Poltys). — ?. — Pavesi, Ann. del Mus. Civ. di St.
Nat. Genova, 1897, p. 166. — cf-
Von dieser interessanten Art liegen zwei Exemplare vom Kilimandjaro, Kibonoto, Kulturzone, vor.
Ein noch nicht reifes Weibchen ist im August gefangen, ein reifes Männchen im Oktober.
Das Männchen, das von Pavesi ziemlich kurzgefasst besehrieben ist, bietet durch seine stark aus-
geprägten, sekundären Geschlechtscharaktere vieles von Interesse dar. An den beiden ersten Extremitäten
(Coxa I und Femur II) findet man das von F. Pickard-Cambridge (Ann. Mag. Nat. Hist. (7) Vol. 11, 1903)
bei den Aranea-Arten beschriebene Organ sehr schön entwickelt. Ausserdem merkt man unten und in der
Mitte an den Hüften IV einen kleinen, hakenförmigen Fortsatz. Die Tibien III sind im letzten Drittel deutlich
eingeschnürt, und vor dieser Einschnürung sitzen an der Vorderseite des Gliedes 4 grosse, vorwärts gerichtete
Stacheln. Auffallend sind weiter die schwach gebauten (Iheliceren und die stärker als beim Weibchen ent-
wickelten Schulterhöeker.
Das männliche Kopulationsorgan ist von Pavesi sehr oberflächlich und kaum verständlicli beschrie-
ben. Deswegen habe ich dasselbe auf Taf. IV, Fig. 126 a — c abgebildet, was vielleicht eine bessere Vor-
stellung vom Bau dieses Organs liefert.
November 1910.
TAFEL 1.
SJÖSTEDTS KILIMANDJÄRO-MERU EXPEDITION. 20: 1.
Tafel 1.
Fig. 1. Uropledes intenncd'uts n. sp. a) J" (Vergr. f), b) Cauda ^ (f).
» 2. Solpuga gebrj,na Poe. $, Clielicer.
» 3. » meruensis n. sp. a) ^ ({), b) J" Chelicer, c) distales Ende des Flagelluiii.
» 4. Ceroma ornatum Karsch. J', a) t'helicer, b) Pulvillus.
» 5. Chelifer mdk'isiis ii. sp. Galea von J" — a) C^f"), von $ — b) (-f), !■) Trocbanter und Fenuir
des Pedipalpus (^-f).
» (3. Chelifer equester With. Galea ^ (-f ).
» 7. » Palmquisti n. sp. Galea von cT — a) (^t"X von $ — b) l^^"), c) Pedipalpus J" (--f).
» 8. » exiguus n. sp. a) Galea 5 ^'°^:'^)^ b) Pedipalpus i^ (^).
» 9. » angustatus n. sp. Pedipalpus J* (^).
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition,
20. Araclmoidea.
Taf. 1.
Axel Ekblom et auct. del.
Ljustr. Justus Cederquist, Sthlm.
Tullgren: Pedipalpi, Scorpiones, Solifuga, Oidonctlii.
TAFEL 2.
SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION 20: 3.
Tafel 2.
Fig. 1. Ttltijncholophus sictdiformis Tgdh. Palp. X 75.
» 2. Tromhiditim simile n. sp. Palp *150.
» 3. » tinctorium (L.) » *75.
» 4. Blii/)icJioIophusmernensisn.SY>. » *75.
» 5. Erythrcens mvcrotiatns n. sp. » *75.
» 6. Uropoda plana n. sp. Deutonymplia P' leg. *150.
» 7. Erythrceus Bugesi Nie. Crista metopica. *75.
» 8. Trowhiilinm simile n. sp. Top of iiiandilile *150.
9. » Eyes *150.
» 10. » » Crista metopica *75.
»11. » » Tibia and tarsus I. *30.
» 12. Erythrceus mucronutus n. sp. Crista metopica *30.
» 13. Holostaspis marginedenfatus n. sp. Epistoma *310.
» 14. Tromhidium simile n. sp. Hair *812.
» 15. - > » *620.
» 16. » » » *620.
» 17. Lwlaps (Lcelnps) nnirkola n. sp. J' llypostoma *150.
» 18. Trondjidhmi meruense n. sp. lavva Anterior dorsal sliield *15ü.
» 19. Erythru'us kibonotentis n. sp. Rostruni and .sliield *l.'i(».
» 20 » ureolatus n. sp. Dorsal sliield *i5(>.
» 21. lihyncholoplius mcniensis n. sp. Crista metopica. *75.
» 22. Lu'Iaps (Ladaps) muricuht n. sji. ^ Hyposfonia. *150.
» 23. Troiiihidii<m fiiicforinm {h.) Top of inandible. *150.
» 24. Ilulostiispis (Ilulosfaspis) marginedciduttis n. sp. Hypostoma. *150.
» 25. Tromhidium tinctorium (L.) Eyes *150.
» 26. ParJiyJa'hips (Parahelaps) kibonotensis n. sp. ^ Hypostoma *150.
» 27. ■• » » J" Leg II *75.
» 28. lihy II rltol opinis meruensis n. sp. Hair fi-om dorsal side. *620.
y> 29. PacliyJadiips (Pachyhrlaps) castaneus u. sp. J" Hypostoma *15().
» 30. Pachyhflaps { Parahelaps) kibonotensis n. sji. J* Ventral sliield *43.
» 31. » » » J' Hypostonux *150.
» 32. » (Pachylcelaps) castaneus n. sp. J* Leg II *75.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
20. Arachnoidea.
Taf. 2.
M. Erlandsson delin.
Lith. O. Tholanrter, Stockholm.
Trägdrdh: Acari.
TAFEL 3.
SJÖSTEDTS KILTMANDJARO-MERÜ EXPEDITION. 20: 3.
Tafel 3.
Fig. 1. Lcelaps (Lcelaps) muricohi n. sji. $ Ventral view X 30.
» 2. Ilolostaspis (HoJostaspis) mdrginedentaius ii. sji. ^ Ventral view *30.
>' 3. Pachi/helaps (PacJnjhi'laps) castaneus n. sp. J" Ventral view *30.
» 4. Laüaps (L(e'laps) murkola n. sjj. J* Ventral view *43.
» 5. UroäinycJms testudo n. sp. Tritosternum *812.
» (i. Jfolostaspis (Holostaspjis) marginedentafan n. sp. ^ Mandible *150.
» 7. Paclijjlcelaps (Parahelaps) Mbonofcnsis n. sp. 5 * *150.
» 8. Uropoda plana n. sp. Tritosternum. *31().
» 9. Pachylcelaps (Paralcelaps) kihonotensis n. sp. J* A'eiitral \iew *43.
» 10. Urodinyclms feshido n. sp. Epistonia. *4(I7.
» 11. Uropoda plana n. sp. Ventral view. *()0.
» 12. Lcelaps (L(elaps) murkola n. sp. $ Dorsal sliielfl. *30.
» 13. » » » » cT Mandible. *150.
» 14. Uropoda plana n. sp. Teclum *]50.
» 15. » » .Tugular sliield *310.
» l(i. » » Vertex and anteiior part of dorsal shield *106.
» 17. Urodini/cJnift fcstudo n. sp. Troclianter I. *40ß.
» 18. >^ » JuRural sliield. *811.
» 19. » » Dorsal view. *107.
» 20. Piichiila'laps castaneus n. .sp. J* C'axa aml 'l'rorliaiiter IV. *(i0.
» 21. I'ropnda plana n. sp. Dorsal view. *30.
» 22. » » Maxillary palp. *ir,0.
» 23. Urodini/cJiHS testudo n. sp. Ventral view. *107.
» 24. Paclu/Ia'laps (Paralcelaps) kihonotensis n. sj). (^ Mandible. *150.
» 25a. » » » ^ p]pistoina. *310.
» 25b. » » » ^ y *31U.
» 26. » castaneus n. sp. ^ Paratarsus I. *310.
» 27. » » » Mandible *150.
» 28. Uropoda plana n. sp. The edge of tlic dorsal sliield. *310.
» 29. Uropodiiijiclms testudo n. sp. Hypostonia and maxillary inilp., side view *406.
» 30. » » Mandible. *812.
» 31. Lcelaps (Lcelaps) murkola n. sp. 9 Mandible *150.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
20. Arachnoidea.
Taf. 3.
■ U
M. Erlandsson delin.
Lith. O. Tholandfr, Stockholm.
Trägärdh- Acori.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
20 Arachnoidea.
PI. 4.
H. J. Hansen del.
Ljustr. Cederquists Graf. A.-K,, Sililm.
Sörensen: Opiliories — Hansen: Tartarides.
TAFEL I.
SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: 6.
Tafel I.
Fig. 1. Vrothele lepida Gerst. a Pedipalp des c/', t> Cymbium des männlichen Kopulationsorgans vom
Rücken, e Apikalendc der Tibia I des a^.
» 2. Menneus affinis n. sp. Pedipalp des cf.
» 3. Amphigyrum 7iebulosiim n. sp. a und b verschiedene Entwicklungsstadien der Epigyne.
» 4. Didyna montana n. sp. a Epigyne, b — c Pedipalp des cf.
» 5. Stegoäyplius HiUlebrandti Karsch. a Pedipalp des o^, b Bewaffnung des Chelicers beim cf , c Haar-
gruppe an der Basis der Cheliceren, d Cribellum des cf, e Epigyne, f vom durchsichtigen Präparat:
r Receptaculum seminis, x Mündung desselben.
» 6. Stegodyphus sabiilosus n. sp. Epigyne und Cribellum des $ (drei Figuren).
» 7. Dresservs subarmatus n. sp. Pedipalp, Epigyne und Cephalothorax des 0^ (drei Figuren).
» 8. Dresserus fuscus SiM. Epigyne.
» 9. Dresserus bilineatus n. sp. Epigyne.
» 10. Dresserus elongatus n. sp. Epigyne (zwei Figuren).
» 11. Loxosceles meniensis n. sp. Tarsalklauen und Onychium des vierten Fusspaars (zwei Figuren).
» 12. Caponia natalensis Gbr. Chelicer des 9> x membranöse Erweiterung des inneren Falzrandes.
» 13. Drassodes Jcibonotensis n. sp. Epigyne.
» 14. Drassodes gilvus n. sp. Epigyne.
» 15. Drassodes bdorius n. sp. a — b Epigyne.
» 16. Camüla cordifera n. sp. a Epigyne, b Apikaiende des Metatarsus IV, c — d männliches Kopulationsorgan.
» 17. Scotophaeus meniensis n. sp. Epigyne.
» 18. Scotophaeus regularis n. sp. Männliches Kopulationsorgan von der Seite gesehen.
» 19. Xerophaeus coruscus L. Koch. Egigyne und männliches Kopulationsorgan (drei Figuren).
» 20. Xerophaeus coruscus kibonotensis n. subsp. Epigyne.
» 21. Xerophaeus biplagiatus n. sp. Epigyne.
» 22. Dia2)hracfus assimilis n. sp. Epigyne.
» 23. Prothesima arida PuRC. Epigyne.
» 24-. Prothesima montana PüRC. Epigyne.
» 25. Prothesima tristella n. sp. a Epigyne, b— c männliches Kopulationsorgan.
» 26. Pythonissa plumalis (Gbr.) Kulcz. a — b verschiedene Entwickiungsstadien der Epigyne.
» 27. Amusia murina n. sp. Epigyne.
» 28. Boagrius incisus n. sp. a Scutum epigasteris, b Sternum und Labium des 9> c Pedipalp des 9,
d Fassende des ersten Beinpaars, e das des vierten Fusspaars, f — g männliches Kopulationsorgan.
» 29. Iheringia rufa n. sp. Scutum epigasteris.
» 30. Palpimanus meniensis n. sp. Scutum epigasteris.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
20 Arachnoidea.
Araneae Taf. 1.
0. 10
Auetor delin.
Cederquists Graf. A.-B , Sthlm.
TuUgren: Aranece.
TAFEL II.
SJÖSTKDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 20: G.
Tafel II.
Fig. 31. Cydrela iripundiiia n. sp. a Epigyne, b männliches Kopulationsorgan, c Sternum und l^abiiim des ?.
» 32. Storeiia Mjihre Poe. a Epigyne, b Fassende des vierten Beinpaars, c— d miinnliehes Kopulationsorgan.
» 33. IJiores Idhmiotensis n. sp. a — b Epigyne.
» 34. Smeringopus peregrinus Strand, a — b männliches Kopulationsorgan, o Fortsatz des Bulbus, d Epigyne.
» 35. Arfema mauriciana Walck. Epigyne.
» 36. Spermoplwra eiisifera n. sp. a männliches Kopulationsorgan, b Chelicer des o^, e Epigyne gerade
von unten und von der Seite gesehen.
» 37. Spermoplwra glohosa n. sp. a — c männliches Kopulationsorgan, d Ende des Cymbialfortsalzes, e — f
(Ihelicer des o^, g Endo des ersten Fusspaars, h Abdomen des $ von der Seite gesehen, i — k Epigyne.
» 38. Ehompluea Sjöstedü n. sp. Epigyne.
» 39. Episinus meruensis n. sp. Epigyne.
» 4-0. Lo'XomjcMa lugubris n. sp. a Epigyne, b — c männliches Kopulationsorgan.
» 41. Theridium kihonotense n. sp. a — b Epigyne.
» 42. » postmarginatum n. sp. a — b Epigyne. '
» 43. » jjrrtecZHSMW n. sp. Epigyne.
» 44. » dypeatellum n. sp. a — b Epigyne.
» 45. » limaium n. sp. a — b Epigyne.
» 46. » nigrosacculaium n. sp. a — b Epigyne, c männliches Knpulationsorgan.
» 47. » trißle n. sp. a — b Epigyne.
» 48. » cuneolatum n. sp. a — b Epigyne, c Abdomen des 9 ^on der Seite.
» 49. » ^;ZMi'i"«7e n. sp. Epigyne.
» 50. » Imlkitum n. sp. Männliches Kopulationsorgan.
» 51. » argenfeo-guttafum n. sp. a — b Epigyne, c Abdomen des 9 von der Seite, d männliches
Kopulationsorgan.
» 52. » merueiise n. sp. a — b Epigyne, c männliches Kopulationsorgan.
» 53. Theridiella montkola n. sp. a — b männliches Kopulationsorgan.
» 54. Vlesanis moniicola n. sp. Männliches Kopulationsorgan.
» 55. Latrodectiis sp. Männliches Kopulationsorgan.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
20 Arachnoidea.
Araneae Taf. 2.
Auctor delin.
TuUgren: Aranece.
Cedcrqulsts Graf. A.-B.. Sthlm.
TAFEL III.
SJÖSTEDTS KILIMANDJABOBIERU EXPEDITION. 20: 6.
Tafel III.
Fig. 56. Crusiulina incerta n. sp. a Epigyne, b männliches Kopulationsorgan.
» 57. Teutana tigrina n. sp. a Epigyne, b — c männliches Kopulationsorgan.
» 58. » si7igoides n. sp. a Epigyne, b männliches Kopulationsorgan.
» 59. Äsagena trisfis n. sp. a — b männliches Kopulationsorgan.
» 60. Walckenaera meruensis n. sp. Epigyne.
» 61. Erigone aefkiopica n. sp. Epigyne.
» 62. Brattia dubia n. sp. Epigyne.
» 63. Lephthyphantes tropicalis n. sp. a — b Epigyne, c männliches Kopulationsorgan.
» 6i. Lephthyphantes Mlimandjaricus n. sp. a — b Epigyne.
» 65. Linyphia aethiopica n. sp. a Epigyne, b — c männliches Kopulationsorgan.
» 66. » Mbonotensis n. sp. a Epigyne, b männliches Kopulationsorgan.
» 67. Pachygnatha Palmquisti n. sp. a Abdomen des $ von unten, b Chelicer des ?, c des cf, d — e
männliches Kopulationsorgan, f Spitze des Embolus.
» 68. Pachygnatha mucronata n. sp. Chelicer des $.
» 69. Tetragnatha prcedator n. sp. a — b Chelicer des o^, c — d männliches Kopulationsorgan.
» 70. » latro n. sp. a Epigyne, b Chelicer des 9> c des o", d — e männliches Kopulationsorgan.
» 71. » unicornis n. sp. a Chelicer des 9> '^ des cf, c — d männliches Kopulationsorgan.
» 72. » necatotia n. sp. Spitze des männliclien Chelicers.
» 73. » jaculator n. sp. a Chelicer des 9, b — c männliches Kopulationsorgan.
» 74. Meta meruensis n. sp. Epigyne.
» 75. » merianopsis n. sp. a — b Epigyne, c — d männliches Kopulationsorgan.
» 76. Leucaiige festiva Bl. a Epigyne, b Chelicer des c/, c — d männliches Kopulationsorgan.
» 77. >' Levanderü KuLCZ. a Chelicer des cf, b Epigyne.
» 78. » amanica Strand. Epigyne.
» 79. » Levanderü KuLCZ. Männliches Kopulationsorgan.
» 80. » amanica Strand, a Chelicer des cf, b männliches Kopulationsorgan.
»81. » Mbonotensis n. sp. Jlännliches Kopulationsorgan.
» 82. » * amanica Strand. Epigyne (jüngeres Stadium).
» 83. » kibonotensis n. sp. Epigyne.
» 84. » frequens n. sp. Epigyne.
> 85. » » » » Männliches Kopulationsorgan.
■n 86. » brevitibialis n. sp. Männliches Kopulationsorgan.
» 87. Sancus bilineains n. sp. Epigyne.
» 88. » » » » Männliches Kopulationsorgan.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
20 Aracknoiäea.
Araneas Taf. 3.
^ I
'80a
77a
80b
Auetor delin.
Tullgren: Araneee.
Cederquists Graf. A.-B., Sthlm.
TAFEL IV.
SJÖSTEDTS KIlilMANDJAEOMERU EXPEDITION. 20: 6.
Tafel IV.
Fig. 89. Leucauge meruensis n. sp. a Epigyne, b männlifhe.s Kopnlation.sorgan.
» 90. Dolichognatha aethiojnca ii. sp. Epigyne.
» 91. Argiope suavissima Gerst. Epigyne.
» 92. » nigrovittata Thor, a — b Epigyne.
» 93. Metargiope trifasciata Forsk. a — b männliches Kopulationsorgan.
» 9-i. Gea transverso-vittata n. sp. Epigyne.
» 95. » mfuscata n. sp. Epigyne.
» 96. Cyrtoplwra citricola Forsk. Epigyne.
» 97. Cyclosa meruensis n. sp. Männliches Kopulationsorgan.
» 98. » kihomtensis n. sp. a Epigyne, b — c männliches Kopulationsorgan.
» 99. » tripartita n. sp. a — b Epigyne.
» 100. Mangora spinosissima n. sp. Epigyne.
» 101. Larinia incerta n. sp. Epigyne.
» 102. » decens Bl. a — b Epigyne, c — d männliches Kopulationsorgan, e Mittclfortsatz des Bulbus.
»103. » bifida n. sp. a Epigyne, b männliches Kopulationsorgan, c Mitteltortsatz des Bulbus.
» lO-i. » irifida n. sp. a— b männliches Kopulationsorgan, c Mittelfortsatz des Bulbus.
» 105. » griseovariegata n. sp. a — c Epigyne, d— e männliches Kopulationsorgan, f Mittelfortsatz
des Bulbus.
» 106. » assimilis n. sp. Epigyne.
» 107. Aranea rufipalpls Luc. a — b Epigyne.
» 108. » strupifer SiM. Epigyne.
» 109. » striata BöS.-Lenz. a Epigyne, b — d männliches Kopulationsorgan.
» 110. » cereolella Strand, a — b Epigyne.
»111. » kihonotensis n. sp. a — b Epigyne.
» 112. » Theisii Walck. a — d Epigyne, e — f männliches Kopulationsorgan.
» 113. » Theisiella n. sp. a — b Epigyne, c männliches Kopulationsorgan.
»114. » formicae n. sp. a — b männliches Kopulationsorgan.
»115. » temeraria n. sp. a — b männliches Kopulationsorgan.
»116. » criiciferoides n. sp. a — b männliches Kopulationsorgan.
» 117. » restiaria n. sp. a — b Epigyne.
» 118. » artifex n. sp. a — c Epigyne, d — e männliches Kopulationsorgan.
» 119. » napi/ormis Thor, a— b Epigyne, c und e (in dem Texte d) männliches Kopulationsorgan.
» 120. » sulphurina Pav. a — b Epigyne.
» 121. Caerostris sexcuspidata Fabr. a Epigyne, b männliches Kopulationsorgan.
» 122. » kihonotensis n. sp. a Epigyne, b männliches Kopulationsorgan.
» 123. » sp. Männliches Kopulationsorgan.
» 124. Acantharachne conmta n. sp. Epigyne.
» 125. Pauroiylus depressus n. sp. a — b männliches Kopulationsorgan, c Cephalothorax und Abdomen des c/'.
» 120. Cyplialonotlms larvatus Sim. a — c männliches Kopulationsorgan.
Sjöstedts Kllimandjaro-Meru Expedition.
20 Arachnoidea.
Araneae Taf. 4.
'^^7 jjrsj^ \n/
'J7
Auetor delin.
Tullgren: Aranece.
Cederquists Graf. A.-B., Sthlm.
21. CRUSTACEA,
1. Decapoda
von
YNGVE SJOSTEDT.
Potamon (Potamoiiautes) Johnstoni (Miers).
TrJpJiusa depressa Krauss var. Jolinstoni Miers, Proc. Zool. Soc. 1885, p. 237.
— Telphusa IIihfe>i(hrß Pfeffer: Deutsch-Ost-Afrika, Bd. IV,IX; F. Hilgendorf: Die Land-
und Süsswasser-Decapoden, pag. 9. — Potamon (Potamonmdes) JoJmstoni (Miers);
Calman, Ruwenzori Exped., Trans. Zool. Soc. Lond. XIX, Pt. 1, 1909, p. 51—56, Fig. 9—12.
In den nordwestlichen Teilen des Küimandjaro habe ich nur diese Süsswasser-
Decapode angetroffen, wo sie ziemlich häuhg war. Sie ist vom Küimandjaro beschrieben
worden, und Volkens bemerkt, nach Hilgendorf, auf einer Etiquetle über dieselbe fol-
gendes: "In allen Bächen und Wasserleitungen des Kulturlandes verbreitet. Gehen auch
gern über Land. Noch bei 2,600 m. beobachtet. Farbe gewöhnlich die unseres Schleies,
seltener sind braunrote Exemplare." Nicht selten wurden solche Krabben, mit Bastfaden
an einem Stock gefesselt, von den Eingeborenen ans Lager gebracht. Die Schwarzen
fürchten sehr ihre überaus beweglichen und kräftigen Scheren, und es ist in der Tat
kaum möglich, ein solches Tier mit der Hand über den Rücken zu greifen, ohne dass es
dieselbe erreicht, wobei es mit einem kräftigen Kneipen sich gut zu verteidigen weiss
An den Pfaden in der Nähe des Fugga-Flusses in der Kulturzone bei etwa 1,300 m bin
ich nicht selten solchen Krabben begegnet, welche sich augenblicklich in Verteidigungs-
position, mit in die Höhe gerichteten, weit aufgesperrten Scheren, stellten.
Auch andere Krabben [Telphusa platycenfron Hilg. und Telphusa pilosa Hilg.)
sind vom Küimandjaro bekannt, die erstere vom Dschalla-See in der Niederung am süd-
östlichen Abhang des Berges, die andere von Marangu, beschrieben. Von macruren
Decapoden ist Carnh'na kilima Hilg. bei Marangu von Kretzschmer angetroffen worden.
Sjöstedts Küimandjaro-Meru Expedition, äl.
21. CRUSTACEA.
2. Isopoda
by
G. BUDDE-LUND.
With 2 plates.
The collections brought back by the expedition of Professor Yngve Sjöstedt from
East-Africa contained eighten species (621 ex.) of terrestrial Isopods. Sixteen of these
species were collected at the mountain of KiUmandjaro and at its environs, one species
was taken at Mombo and one at Tanga. Thirteen species were new, four hitherto only
known from East-Africa, one species is cosmopolite.
Besides these thirteen new species, I know a large number of undescribed species
of terrestrial Isopods from East-Africa; it will, however, be away from the purpose for
this paper to describe all these species here, but it is always necessary when describing
the new forras to take into consideration the whole fauna of terrestrial Isopods known
from East-Africa; I have only taken up for description here a few species from other
collections known from the tract of Kilimandjaro.
The greatest part of the terrestrial Isopods collected in Central-Africa belong to
types of genera, which are peculiar to this continent.
Oniscidae.
Subfamilia: Euhelinae.
In 1899 I have published a paper ^ containing descriptions of 22 species belonging
to this subfamily, more recently I have added one species^, and in 1907 H. Richardson
described 12 new species l Of these 35 species only four were known out of Africa,
^ G. BüDDeLund: A llevision of Clrustacea Isopoda Terreslria. 1. Euhelum. Kjobenhavn 1899.
^ G. Büdde-Lund: Lsopnda v. Madagasear u. Ostafrika in Voeltzkow, Reise in Ostafrika. Bd. II, p. 271.
Stuttgart 1908.
' H. RrcHARDSON: Terrestrial Isopods of the family Eubelidse, coli, in Liberia (Smithson-Misfeli.
Coli. vol. 50, p. 219.\
•4 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEU EXPEDITION. 21: 2.
three species were found in the little Island St. Vincent, and one in Madagascar; but
during the expeditions made in the last decennium to Aby.ssinia, British- and Geman-East-
Africa the European Museums, particularly at Berlin and Paris were augmented with many
new forms, which I have had occasion to see and examine.
I have made descriptions and drawings of more than forty new species of this
subfamily, and these, which I hope to get occasion to publish afterwards, are yet, as I have
written in the year 1899 "certainly but forerunners for a swarm of forms, which the
inner Africa shall bring to light".
The Eubelinae present habitually very different types, from the Armadillo-like forms,
which have a strong ability to conglobation, to the Percellio-like flattened forms, that the
Eubelinae seem to repeat the genuine Oniscinae building a parallel series of forms.
Only carefull studies, principally with the mouth-parts, can give the decisive criterion
for the Separation from the other subfamilies. The deep furrow in the first truncal
Segment, separating the epimera from the middle-part of the segment, is present in the
greater part of the species, however, not in all the species of Eubelinae, has given
a superficial likeness with several other forms of the family, as species of Synarmadillo,
PeriscypJds and Microcercus.
I describe below the four new species collected by the expedition, three of them
are representatives for new genera.
Benecliinus nov. gen.
Antennpe flagello biarticulato. MandibulcC penicillo unico libero munitre; seta infe-
rior e radice brevi ramis paucioribus ciliatis instructa. Maxiila? prioris paris lacinia ex-
terior dentibus novem, 4+5 (dens 1. et 4. apice flssus, 2. 3. 5. acutus); lacinia inferior
apice penicillis numero c. sex, post nulla spina. Omnia segmenta trunci post in lami-
nam validam transversam declivam producta. Segmentum 1. sulco epimeri intramarginali
solito nuUo, margine laterali post fisso. Caud?e pleopodes omnium parium tracheis parvis
instructi. Telsum medio tetragono producto. Uropodes telso breviores; exopoditum
parvum, apicale.
Benecliinus armatn.s n. sp.
Tab. I, Fig. 1—14.
Tota superficies minuüssime squamata. Oculi parvi, globosi, in angulo anteriore
capitis utrinque positi; ocelli numero c. 10. Antenuce breviores, tertiam corporis partem
longitudine suba;quantes; fiagefium scapi articulo 5. longitudine abquäle, articulo priore
altero triplo breviore. Epistoma convexiusculum, supra maxime in mediam frontem re-
flexum, margine superiore in medio deleto, ad latera manifesto et utrinque in lobos late-
rales ante oculos erectos producto. Clypeus brevis, leviter fornicatus, lobis lateralibus
minutis transverse rotundaüs. Linea marginalis verticalis utrinque ante oculos producta,
epistoma tamen non attingens. Trunci segmentum 1. magnum; epimera magna nullo sulco
a parte media segmenti discreta, margine laterali tenui, altecincto, angulis anticis et posti-
cis late rotundatis, post supra leviter fisso: lacinia superior magna, rotunda, retroducta.
Margo posterior omnium segmentorum in laminam transversam, validam, reclivam, in
HUDDKLUND, 180PODA. 5
niediü leviter incurvam, pioductus; epimera omniuni segmentorum in laminam magnam,
ovalem retrodiicla. Fronotum segmenti 2. breviu?. Caiulic epimera segmenli 8. k 5.
longa, angustiora; epimera segmenti 5. apicibus convergenlibus. Telsum duplo fere
longins ([uam lalius, epimera segmenli 5. vix superans, in medio leviler coarclalum;
pars basalis parte apicali subtetragona multo brevior. Uropodes breves, mullo breviores
(|uam telsum; scapus oblique tetragonus; exopoditum minutum; endopodilum longum,
tenue. Subunicolor, brunneus. — Long. 7 — 8 mm. Lat. 4 mm.
Patria: Meru, in the superior part of the rainforest, c. 3500 — 4600 m. about 10
specimens were taken in Ihe montb of January 1900.
Igiiamba nov. gen.
Antenna^ llagello biarliculato. Mandibula penicillo unico libero munita; seta infe-
rior e radice brevi ramis pluribus ciliatis instructa. Maxilhe prioris paris lacinia exlerior
dentibus novem, 4 + 5 (dentes omnes subintegri, acutiores); lacinia interior apice peni-
cillis numero 4 — 5, posl spina. Trunci segmentum 1. epimero crasso, supra sulco lon-
gitudinali a parte media segmenti discreto, margine lateral! ad longitudinem minus manifesto
sulcato, post fisso. Caudre pleopodes omnium parium tracheis instructi. Telsum tetra-
gonum, lateribus leviter incurvis. Uropodes telsum non superantes; exopoditum minu-
tum, apicale.
Isrnamba brevis n. sp.
Tab. I, Fig. 15—23.
Ovalis, convexa, subltevis, subopaca, minutis simereticulate punctata. Oculi magni;
ocelli numerosi, numero c. 20 vel plure.s. Antennee tertiam corporis partem paulum
superantes; flagellum scapi articulo 5. paulo brevius, articulo priore altero plus triplo
breviore. Epistoma supra reclivum, margine superiore in medio deleto in lateribus
frontem paululum superante. Clypeus brevis, lobis lateralibus parvis, semicirculis. Linea
verticalis marginalis utrinque epistoma non attigens. Trunci segmentum 1. margine late-
rali crassiore, sulco deletiore instructo, post leviter et suba>qualiter fisso: lacinia interior
subovalis, paulo brevior quam exterior; sulcus supramarginalis profundus, nonnihil ante
angulum posticum rotundatum desinens; margo posterior utrinque fortius incurvus. Seg-
mentum 2. pronoto mediocri, epimeris ante leviter fissis; segmentum 3. epimeris ante
crassioribus. Caudfe epimera segmenti 3. 4. 5. subrectangula, angulis anticis late rotun-
datis, angulis posticis acutioribus; epimera segmenti 5. paulum divergentia. Telsum paulo
latius quam longius, trapezoidale, lateribus leviter incurvis, epimera segmenti prccanalis
superans. Uropodes breviores, telsum non superantes; scapus oblongus, oblique rec-
tangulus; exopoditum minutissimum, punctiforme, vix longius quam latius, incisurse pro-
fundre apicis scapi insertum; endopoditum longum, gracile, telso paulo brevius. Color
brunneus, crebro flavomaculatus. — Long. 7 — 8 mm. Lat. 4 — 4,2 mm.
Patria: This species seems not to be rare in the tract of Kilimandjaro. During
tlie expedition of Prof. Sjöstedt one specimen, 17 May 1905, and two specimens, 5
January 1906, were taken in the rainforest at Kibonoto. I have also seen a specimen
preserved in the Museum at Paris, it was taken in .March 1904 at Kiboscho, alt.
6 8JÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEBU EXPEDITION. 21: 2.
1700 — 2000 m., and presented by Mr. Ch. Alluaud; in the Museum at Berlin I have
Seen two specimens, one from Kaliayu (Mr. I. Thomas) in the vicinity of Kilimandjaro,
and one from Madschame (Mr. Paesler) on the same mountain.
Ignamba microps n. sp.
Tab. I, Fig. 2i.
Ovalis, convexa, subnitida, minutissime setigero punctata. Oculi parvi, prominentes;
ocelli numero c. 9, »gre pigmentati. Antennae tertiam corporis partem paulo longiores;
flagellum scapi articulo 5. paulo brevius, articulo priore altero plus triplo breviore.
Epistoma supra elevatius cum fronte concretum, margine discernente subdeleto, infra,
supra clypeum, tuberculo minuto instructum. Clypeus porrectus, lobis lateralibus parvis,
latioribus. Trunci segmentum 1. margine laterali crasso, sulco marginal! subdeleto,
post leviter et suba?qualiter fisso: lacinia inferior ovalis, quam exterior late rotundatus
vix brevior sed angustior; sulcus supramarginalis satis profundus; margo posterior sub-
transversus, vix levissime utrinque incurvus. Segmentum 2. pronoto majore, epimeris
subtus ante crassioribus, vix fissis. Fori dorsales omnium segmentorum manifesti, in
tuberculo procul a margine laterali prope marginem posteriorem segmenti positi. Cauda^
epimera segmenti 3. 4. 5. subrectangula; epimera segmenti 5. paulum convergentia,
telso paulo breviora. Telsum latius quam longius; basis et apex subreque longi, apex
subquadratus, margine postico leviter curvato. Uropodes breves, telsum non superantes;
scapus oblongus, oblique rectangulus; exopoditum minutissimum, vix longius quam latius,
fossae superiori lateris posterioris scapi insertum; endopoditum longum, crassius, telso
vix brevius. Color plumbeus vel lividus, insertationibus muscularibus dorsi perlucentibus
albidis. — Long. 5,5 mm. Lat. 2,7 mm.
Paria: Kilimandjaro, at Kiboscho, 3000 m.; half a score of specimens were taken
in the narrow clefts of the mountain in the month of February 1906.
Gelsana nov. gen.
Antenne flagelio biarticulato. Mandibula penicillo unico libero munita; seta infe-
rior e radice brevi ramis pluribus ciliatis instructa. Maxillae prioris paris lacinia exterior
dentibus novem, 4 (forsitan etiam denticulo accessorio ante dentem secundum) + 5 (omnes
dentes integri, acutiores); lacinia inferior apice penicillis 3, tertio postico parvo, post spina
parva. Trunci segmentum epimero tenuiore, nullo sulco superiore munito, margine late-
rali non sulcato, post integro. Cauda? pleopodes omnium parium tracheis parvis instructi.
Telsum medio lato, tetragono producto. Uropodes telsum paulum superantes; exo-
poditum parvum, apicale.
Gelsana abnormis n. sp.
Tab. I, Fig. 25—33.
Superficies sublaevis, squamis minutissimis sparse obtecta. Oculi magni, paulum
prominentes, marginem lateralem capitis utrinque occupantes; ocelU numero c. 20 — 22.
Antennse breviores, tertiam corporis partem longitudine non superantes; scapi articulus
2. brevis, articulus 3. non longior quam articulus 2.; flagellum scapi articulo 5. paulo
BUDDE-LUND, I80P0DA. 7
brevius, articulo priore brevissimo, altero quadruple breviore quam articulo. Epistoma
supra (umide productum, f'ronti media^ adcrelum, in lateribus lobos parvos formans. Cly-
peus supra utrinque ad lobos laterales parvos leviter tumosus. Linea marginalis verti-
calis utrinque fere ad epistoma producta. Trunci segmenlum 1. margine laterali tenuiore,
angulis poslicis integris, obUisis; margo posterior utrinque ad angulos exteriores leviter in-
curvus. Segmentum 2. pronoto majore, epimeris integris, margine posteriore utrinque incurvo,
angulis exterioribus rotundatis. Segmentum 3. margine posteriore eliara utrinque incurvo,
angulis exterioribus rotundatis. Caudse epimera segmenli 3. 4. 5. late triangula, seg-
menti 3. imprimis lata, breviora; epimera segmenti 5 lelso breviora, paulum diver-
genlia, subparallela. Pleopodum exopodita parium 1. 2. tracheis majoribus, posteriorum
Iriuni i)arium tracheis minimis. Uro p od um scapus oblique telragonus, post paulum
angustatus; exopoditum parvum, elongatum, multo longius quam lalius apici scapi inser-
tnm; endopoditum longum, longius quam scapus. Color tlavus, crebro e griseo vel e
fusco maculatus, maculis irregulariter maxime in medio dorso dispersis. — Long. 5 mm.
Lat. 2,:i mm.
Patria: Küimandjaro, Kiboscho. A few specimens were taken in February 19()ü.
Subfamilia: Onisdnae.
In "A Revision of Crust. Isop. Terr." p. 36 I have attempted to set up in a nat-
ural arrangement all the genera belonging to the family of Oniscidae, and I have there
divided the family in eight subfamilies: 1. Euhelinac, 2. Spherilloninae, 3. Rhyscotinae,
4-. Armadilloniscinae, 5. Scfpliaeinae, 6. Detotiime, 7. Omscinae, 8. Stenomscinac .
Each of these subfamilies has exclusive characters taken from the mouth-parts,
and owing to them, it had been possible everywhere, so far as my studies have gone,
to refer every genus to its natural place.
Among the above nominated subfamilies I have treated in the main points the
characters of five:
1. EuheJinae B.-L. Rev. Crust. Isop. p. 1;
2. Spherilloninae B.-L. ibid. p. 41;
3. Rhyscotinae B.-L. Isopoden in Voeltzkows Reise Ost-Afrika, II, p. 298.
-i. Armadilloniscinae B.-L. ibid. p. 302.
6. Detoninae B.-L. Landisop. in Deutsch Südp.-Exp. IX., Zool. I, p. 84.
Two of the three of the remaining subfamilies, 5. Scyphacinae and 8. Steno-
niscinac, each containing but a few known forms, I have not had occasion to make as
object for a deeper examination particularly because I have not had sufticient material.
The seventh subfamily, Oniscinae, contains many more known forms than all the
other subfamilies together; I have 2 p. 37 divided the Oniscime in three groups: 1.
Armadilloidea, 2. Oniscoidea, 3. Alloniscoidea.
The genera placed in these three groups here must be subjected to further alterations
as my later inquiries have shown.
In a later paper I have a character pointed out from the mandibuke from which
the large genus ArmadUlo seems to retain types for different groups of genera. Further
8 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEU EXPEDITION. 21: 2.
researchs about the stabilily of this characler will probably give reason for a more nat-
ural combination between the genera. I have made numerous examinations in this
matter but the time and the space do not permit of my giving in this paper the results
I have reached.
I shall here only give a survey over the essential morphological characters of the
numerous genera belonging to the subfamily: Oniscinae.
The numbers below refer to the following papers, which contain contributions to
the systematic of the Oniscinae.
1. BüddeLund: Crustacea Isopoda Terrestria. Hauni» 1885.
2. » A Revision of Crustacea Isopoda Terrestria. I. Eubelum. Kjöbenhavn 1899. II.
Spherilloninae. III. Arraadillo. Kjöbenh. 1904.
3. » Die Landisopoden der Deutsehen SiidpolarExpedition 1901— 1903. IX. Zoologie I.
Berlin 1906.
4. » Terrestrial Isopoda from Egypt, in Results of the Swedish Zoological Expedition
to Egvpt and the White Nile 1901 under the Direction of L. A. JÄGERSKIÖLD.
Nr. 26. A. Uppsala 1908.
5. » Isopoda von Madagascar und Ostafrika in Voeltzkow, Reise in Ostafrika in den
Jahren 1903—1905. II. Stuttgart 1908.
6. » Land-Isopoden in L. Schultze, Forschungsreise im westlichen und zentralen Süd-
afrika, ausgeführt in den Jahren 1903 — 1905 (Denkschriften der mediziniscii-
naturwissenschaftlichen Gesellschaft. Bd. XIV. Jena 1909.).
Conspectus morpliologicus generimi Oniscinartim.
1. Mandibula penicillo unico libero (Conf. B.-L. 6 p. 54-).
1. Diploexochus Br. — B.-L. ü p. 54; 2 p. 100.
2. Glomerulus B.-L. 6 p, 54; 2 p. 115.
3. Polyacanthus B.-L. 6 p. 54; 2 p. 116.
4. Bethalus B.-L. G p. 54; 2 p. 127.
5. Mierocercus n. g. vide infra.
6. Periscyphis Gerst. — B.-L. 4 p. 10; 1 p. 42 & 293.
7. Synarmadillo Dollf. vide infra
8. Niambia B.-L. 6 p. 59.
9. Gerufa B.-L. 6 p. 58.
10. Nagara B.-L. 5 p. 284.
11. Bathytropa B.-L. 1 p. 196.
12. Plathyarthrus Br. — B.-L. 1 p. 198.
13. Trichorhina B.-L. 5 p. 293.
14. Spelaeoniscus Racov., Arch. zool. exp. & gen. s. 4. IX. p. 398.
15. Toradjia Dollf., Zool. Erg. Niedl-Ostind. IV. p. 365.
16. Adinda B.-L. 2 p. 37.
17. Diaeara B.-L. 5 p. 294.
18. Benthana B.-L. 5 p. 289.
19. Balloniscus B.-L. 5 p. 289.
20. Philoscia Latr. — B.-L. 1 p. 207; 5 p. 289.
21. Naliota B.-L. 5 p. 290.
22. Nahia B.-L. 5 p. 290; 3 p. 89.
BUDDE-LUND, ISOPODÄ. 9
2a. Iii<liiii:i II. L. 5 p. 292.
24. PliiillDiiisfus H.-L. 5 p. 296.
25. Aplülo.'^cia H.-Ii. 5 p. 291.
26. Plialal);i n. •;. vido infra.
27. .Mloniscii,^ Dana. — li.-L. 5 p. 295, 1 p. 224.
28. Spha-ronispus Gerst. Kntnniol. Zcilsch. 1854, p. 314, Tab. 2. — B.L. 1 p. 44.
29. Manmsa n. !>. = Pliiloseia longioornis B.-L. 1 p. 221, 4 p. 9.
:!0. llcsca l!.-l!. 5 p. 289.
31. Slciuipliilo.^cia Verhopff, Aroli. f. Biontologie II, 1908, p. 340.
32. Halopliiio.'^cia Voriioeff, ibid.
33. Si'taphora B.-L. 5 [>. 290.
1 a. Mandibula peiücillis pliuibus liberis.
34. Arinadillo Dum. — B.-L. 1 p. 16, 2 p. 97, 6 i». 54.
35. Cubaris jir. — B.-L. 2 p. 118, 6 p. 54.
36. rt'ncepiialu.s B.-L. 2 p. 117, 6 p. 54.
37. Annadiliidiuiii Br. — B.-L. 1 p. 49.
38. Eitima B.-L. 1 p. 47.
39. Rogopns B.-L. 5 p. 281.
40. Gymnodernia B.-L. 5 p. 281.
41. Mica B.-L. 5 p. 281.
42. Leptoli-irhus B.-L. 5 p. 281, 1 p. 193.
43. Tiira B.-L. 5 p. 282.
44. Angara B.-L. 4 p. 5, 5 p. 281.
45. Uramba B.-L. 5 p. 283.
46. Hemilepistus B.-L. 1 p. 152, 5 p. 281.
47. CylistieiLS Sehn. — B.-L. 1 p. 77, 5 p. 281.
48. Porcellio Latr. — B.-L. 1 p. 129, 5 p. 281.
49. Polyplatus B.-B. 1 p. 95, 5 p. 281.
50. Pachydere.s B.-L. 1 p. 116, 5 p. 281.
51. Trachelipu.s B.-L. 1 p. 85, 5 p. 281.
52. Burrana B.-L. 1 p. 127, 5 p. 281.
53. Lucasius Kinah. — B.-L. 1 p. 135, 5 p. 281.
54. Metoponorthu.s B.-L. 1 p. 169, 5 p. 281.
55. Talifa B.-L. 1 p. 190, 5 p. 281.
56. Pagana B.-L. 5 p. 287.
57. Agnara B.-L. 5 p. 286.
58. Eleoni.sc-u.s Rapov. Arc-h. zooj. exper. & gen. .s. 4, Vll, p. 203.
59. Oni-sfus Lin. — B.-L. 1 p. 201.
2. Flagellum antennarum 2-articulatum.
1. Diploexocluis. 2. Glonieruliis. 3. Polyaeanthus. 4. Bethalus. 5. Microcereus. 6. Peri.'ipyphis.
7. Synarmadillo. 8. Niambia. 9. Geruta. 10. Nagara. 11. Bathytropa. 12. Platyarthrus. 13. Tricho-
rhina. 14. Spelaeoni.seu.s. 15. Toradjia. 16. Adinda. 34. Armadillo. 35. Cubaris. 36. Periccphalns.
37. Arniadillidium. 38. EJuma. 39. Rogopus. 40. Gymnoderma. 41. Mica. 42. Leptotrichus. 43 Tura.
44. Angara. 45. Uramha. 46. Hemislepistus. 47. Cylisticus. 48. Porcellio. 49. Polyplatus. 50. Pachy-
deres. 51. Trar-helipus. 52. Burrana. 53. Lucasius. 54. Metoponorthus. 55. Talifa. 56. Pagana.
57. Agnara. 58. Eleoniscus.
Sjösfedts Küimandjaro-Merw Expedition. 31. 2
10 SJÖSTEDTS KILIMANDJABO-MEEU EXPEDITION. 21: 2.
2 a. Flagellum antennarum 3-articulatum.
17. Diacara. 18. Benüiana. 19. Balloniscus. 20. Philoscia. 21. Naliota. 22. Nahia. 23. Didima.
24. Phalloniscus. 25. Aphiloscia. 26. Phalaba. 27. Alloniscus. 28. Sphseroniseu.s. 20. Mamusa. 30.
Hesca. 31. Stenophiloscia. 32. Halophilo.scia. 33. Setaphora. 59. Oni.seus.
3. Maxillipedis mala apice aculeis (plerumque 2—3) et spina longiore munita.
1. Diploexoehu.s. 2. Glomerulus. 3. Polyaeanthus. 4. Bethalus. 5. Microeeieus. 6. Peri.scyphis.
7. Synarmadillo. 8. Niambia. 9. Gerufa. 10. Nagara. 11. Bathytropa. 12. Platyarthius. 13. Trieho-
rhina. 14. Spelaeoniseus. 17. Diacara. 18. Benthana. 19. Balloni.scus. 20. Philoscia. 21. Naliota.
22. Nahia. 23. Didima. 24. Phalloniscus. 25. Aphiloscia. 26. Phalaba. Omnia genera sectionis 1 a.
N:o 34—59.
3 a. Maxillipedis mala apice hirsuta, raro etiam spina munita.
15. Toradjia. 16. Adinda. 27. Alloniscus. 28. Sphaeroniscus. 29. Mamusa. 30. He.sea. 31.
Stenophiloscia. 32. Halophiloseia. 33. Setaphora.
4:. Uropodum scapus magnus; exopoditum parvum vel minutum, plerumque scapi lateri
interiori insertum.
1. Diploexochus. 2. Glomerulus. 3. Polyaeanthus. 4. Bethalus. 5. Microcereus. 6. Periscyphis.
7. Synarmadillo. 14. Spelaeoniseus. 15. Toradjia. 16. Adinda. 28. Sphaeroniscus. 34. Armadillo. 35.
Cubaris. 36. Perieephalus.
4 a. Uropodum scapus mediocris, vix major quam exopoditum; exopoditum tetragonum
vel ovale, deplanatum.
37. Armadillidium. 38. Eluma.
4 b. Uropodum scapus mediocris, plerumque multo brevior quam exopoditum; exopodi-
tum elongatum, apici scapi insertum.
Genera N:o 8—13, 17—27, 29—33, 39—59.
5. Partes pleurales capitis concretse (Conf. 1 p. 15 & p. 75 & 5 p. 296).
I. Diploexochus. 2. Glomerulus. 3. Polyaeanthus. 4. Bethalus. 5. Microcereus. 6. Periscyphis.
7. Synarmadillo. 14. Spelaeoniseus. 15. Toradjia. 16. Adinda. 25. Aphiloscia. 26. Phalaba. 28.
Sphaeroniscus. 30. Hesca. 34. Armadillo. 35. Cubaris. 36. Perieephalus. 37. Armadillidium. 38. Eluma.
58. Eleoniscus.
5 a. Partes pleurales capitis linea marginal! verticali decurrente manifesto discretae.
8. Niambia. 9. Gerufa. 10. Nagara. 11. Bathytropa. 12. Platyarthrus. 13. Triehorhina. 17.
Diacara. 18. Benthana. 19. Balloniscus. 20. Philoscia. 21. Naliota. 22. Nahia. 23. Didima. 24.
Phalloniscus. 27. Alloniscus. 29. Mamusa. 31. Stenophiloscia. 32. Halophiloseia. 33. Setaphora. —
Genera 39 — 57. 59. Oniscus.
I will at the same time call the attention of future inquirers lo a further import-
ant character. In my Classification of the family Oniscidae in 1885 I used the following
characters for the two sections:
I. Armadüloidea: Trunci annuli in pullo neonate Septem ut in adulto; foliiculus
abdominalis nullus.
II. Oniscoidea: Trunci annuli in pullo neonato sex, annulo septimo non evoluto;
foliiculus abdominalis adest.
liUDDE-LUND, ISOPODÄ. H
I liad iiol ;il lluil lime seen any Armadülidimn wilh the laminate appendages
lo llic anlerior truncal-legs, wliicli lorin a niarsupium, iioither Iiad I met any young wilh
only six truncal segments, and Ihis was one of the reasons why I placed Ihis large
genus, oertainly wilh some douhl, ncarest lo Armadülo. Since I have found Ihis
niarsupium on several species of ArmadilUdium, and have i'or Ihis reason and also on
account of the formation of the mouth-parts laier, 2 p. 37, referred Ihis genus to the
Oniscoidea.
Willi the exception of the species of the genus ArmadilUdium, I have not, how-
ever, found Ihis niarsupium on any of the species of the genera referred by me to the
Armadilloidea. It may he added, however, that a negative proof is no definite proof,
and as I have not had lülly developed feraale specimens of several species of othcr
genera for examination, neither I am able to prove that a marsupium is found there.
As this character is found on Ihe majority of the Marine-Isopods that have been
examined, and which appears lo be of very great importance, it will be of importance
to have delinilivily shown, whelher the biological conditions, that have apparenlly shown
themselves with the well develoi)ed abilily of conglobalion, has acted as a hinderance in
the develojiment of the marsupium.
Two genera which I have previously referred with some doubl to the subfamily
Oniscinae, Pseudarmodülo Saussure ^ and AcantJwniscus KinahaN", I now refer to the
subfamily Spherülomnae. Of the Pseudarmadülo I have had opportunity of examining
specimens in the Berlin Museum; Aeantlionisms I only know froni description and
figures of H. Richardson, bul certain poinls here give me the Impression, that it would
be correct to place it among the Spherüloninae. It is also certain that Anaphüoscia^
found by Racovitza in a cave on the Island Malorca should be placed in the same sub-
family.
Diploexochus.
Diploexochus bituberciilatus n. sp.
Tab. 11, Fig. 1—8.
Ovalis, tuberculatus; trunci segmentum 1. tuberculis duobus majoribus rolundis in
medio dorsi positis, cetera segmenta trunci tuberculis oblongis in dimidia posteriore
excelsiore parte segmentorum transversim positis ornata; cetera superficies dense et
minute squamata. Oculi majores; ocelli magni, numero c. 12. Anten nee breves, ler-
tiam corporis partem longitudine subfequantes; flagellum scapi articulo 5. nonnihil bre-
vius, articulo priore altero multis parlibus breviore. Episloma convexiusculum, dimidia
superiore parte reflexum, margine superiore frontem vix superante. Linea marginalis
verticalis port rrassa, utrinque ante oculos incurva marginem superiorem epistomatis
allingens. Trunci segmentum 1. margine laterali crasso, per totam longitudinem sulcalo,
^ H. DE Saussure: M(5moire.s p. sei-v. a l'hist. nat. du Mexique, de.s AntiUes et des Etats-Unis. I.
I.ivr. Crustaces. Paris 1858, p. 67. — B.-L. 1 p. 41.
* KiNAHAN in Proc. Diibl. Univ. I. p. 197. — H. Richardson: Proc. Unitcd-St. Nat. Mus. XXXVI p. -131.
^ Hacovitza in Aix-li. Zool. exper. gener. -4 S. VII p. 182.
12 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MERU EXPEDITION. 21: 2.
post subeequaliter fisso: lacinia interior rotundata paululo longior quam exterior; margo
posterior subtransversus, angülis externis late rotundatis. Segmentum 2. pronoto brevi,
lineari; epimera profunde fissa: lacinia interior longa, angusta, apice obtuso. Segmento-
rum 5. 6. 7. epimera infra duplicatura anteriore magna. Cauda? segmentum 5. epime-
ris fortius convergentibus. Telsum medio coarctato, latius quam longius. Uropodum
scapus ejusdem fere longitudinis atque latitudinis, post paulum angustatus; exopoditum
minutum, lateri superiori scapi, prope latus interius insertum; endopoditum breve, vix
duplo longius quam latius, ovatum. Subunicolor, flavus. Long. 4,5 mm. Lat. 2,3 mm.
Patria: I have only seen one specimen taken at Kibonoto, Küimandjaro, in leaf-
mould togelher with specimens of Synarmadülo marmorafus, at an altilude of 13 — 1800
m., Nov. 1905.
Diploexoclms naiius n. sp.
Tab. II, Flg. 9—15.
Superficies minutissime sed minus dense squamata; trunci segmenta ad latera ob-
tuse tuberculata. Oculi mediocres, oblongi; ocelli magni, numero 13. Antennte breves,
tertia corporis parte breviores; scapi articulus 2. longior quam articulus 4, articulo 5.
fere subsequalis; flagellum breve, scapi articulo 5. paululo brevius, articulo priore altero
triplo breviore. Epistoma supra reflexum, infra transverse excavatum, margine supe-
riore frontem in medio paulum, in lateribus nonnihil superante. Clypeus lobis lateralibus
parvis, late rotundatis. Linea marginalis verlicalis utrinque ante oculos valde incurva,
marginem superiorem epistomatis utrinque attingens. Vertex crassus. Trunci segmen-
tum 1. ante in medio bulbosum, ad margines laterales leviter excavatum; margo lateralis
crassior, altecinctus, per duas partes longitudinis sulcatus; sulcus post latior et profunde
paulum oblique divisus: laciniae longitudine subeequales, lacinia interior angustior; margo
posterior subrectus, utrinque ad angulos laterales levissime incurvus. Segmentum 2. pro-
noto perbrevi, lineari, epimeris profunde et oblique fissis. Segmenta 5. 6. 7. epimeris
duplicatura inferiore brevi crassioribus. Segmenta 2. — 7. dimidia posteriore parte seg-
menti priore parte excelsiore. Cauda? segmenta 3. 4. 5. epimeris oblique rectangulis;
epimera segmenti 5. convergentia. Telsum multo latius quam longius, medio paulum
coarctato basi supra valde tumido. Subunicolor, griseus. Long. 5 mm. Lat. 2,5 mm.
Patria: The collection of the expedition contains one specimen taken in the Acacia-
forest at Ngare na nyuki, Meru, in January 190G.
Bethaliis.
Bethains emarginatus u. sp.
Tab. II, Fig. 16—20.
Breviter ovalis, ob epimera valida dilatatus, medio corpore fortiter echinalus : caput
echinis c. 9 in transversum subseriatim positis; trunci segmentum 1. echinis c. 18, sub-
seriatim positis, eodem modo segmentum 2. echinis c. 12, segmenta 3. — 6. echinis denis,
segmentum 7. echinis octo ; omnes echini in posteriore excelsiore parte segmenti positi;
plerique majores, compressi, acuti; nonnuUi minores, conoidales; cauda' segmenta 3. 4.
echinis ternis, segmentum 5. echino unico, telsum duobus basalibus ornata. Cetera super-
BÜDDE-LUND, ISOPODA. 13
licies iiüimtc s(|ii;imata. Oculi majores, scmiglobosi ; ocelli viginli vel pliires, inajorcs.
Anlcmia> graciles, dimicliuin corpus longiludine sujierantes; scapi arüculus 2. loiigus,
gracilis, quam articulus ■[■. vi\ hrovior, quam arüculus 3. longior, articulus 5. arliculis
3. et 4: uiiilis longiludine ;v(|ualis. Flagellum gracilliiuum, quam hrcvior 1. triplo vel
plus articulus articulus 2. Kpistoma ante subplanum, vcrticale, marginem frontis lamina
transversa supra valde superans. Clypeus utrinque in lobos triangulos, acutos productus.
Linea verticalis, marginalis capitis utrinque ante oculos producta, cum lamina einstomatis
conjuncta. Trunci segmentum 1. epimeris validis, revoluüs, post subtruncatis, angulo
exteriore paulum extroverso; epimera segmentorum 2. — 7. magna, oblique tetragona,
post sensim obliquiora; segmenta 1. 2. 3. subtus ad basin epimeri dente minuto, articulalionis
causa inslructa. C,auda> segmenta 3. 4. 5. epimeris longis, triangulis, apicibus acutio-
ribus, segmenti 5. valde divergentibus. T eis um nonnihil longius quam latius; basis l)revis,
medium contractum, apex tetragonus, longus, post profunde ernarginatus. Uropodum
scapus plus du|)lo longior quam latior, ad apicem angustatus, triangulus, apice acuto;
exopoditum lateri interiori scapi procul ab apice insertum, elongatum, gracile, apicem
scapi non attingens; endopoditum breve, telso multo brevius. Unicolor, albide-flavus.
Long. 8 — 9 mm. Lat. 4,5 — 5 mm.
Patria: Several specimens of this species were foune in Ihe caves at Mkulumusi
pr. Tanga, in the montli of June 1906. Also the expedition of Mr. Alluaud found
specimens of this species in the same locality, Nov. 1903.
A series of Terrestrial Isopods has in the course of time been collected from
Central-Africa, that in consequence of their exterior habitus, especially on account of
their ability of conglobalion, have a great similarity to the species of the genus Arma-
(Ullo. They are easely separated, however, by the form of the telsum which varies to
a great extent from the straight sided triangulär form to an elongate acuminate triang-
ulate or rightangular Prolongation, but are never constricted in the middle in the form
of an hour-glass as in the case with Armadülo.
Gerst.bcker founded the genus PeriscijpMs upon one of these central african species,
and a second species was taken by Dollfus as type for the genus Synarmadülo. In
the course of time when I received new species I referred them either to one or the
other of these genera, and to which I have added below a third genus Microcereus.
It has offen been very diflicult for me to find the correct position for new species,
but have upon my more recent researches been able to make more ditmite divisions,
and similarly as in the genus Periscyphis I give below a complete description to the
two other genera.
Periscyphis.
B.-L. 4 p. 10.
I know altogether 14- species which I refer to this genus, which are found dislrib-
uted over the hole N. E. Africa, from Egypt to Abessinia, Djibouti, Somali, British- and
Gcrman-East-Afrika. Eight species are described: P. trivialis Gerst., P. convexusB.-h.,
14 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEBU EXPEDITION. 21: 2.
P. albescens B.-L., P. nigromaculatus Wedenissow, P. quadrimaculatiis B.-L., P. rufi-
cauda B.-L., P. civilis B.-L. — Six species are at present in my unpublished manuscript.
Only two of the species named below occur in the District here treated.
Periscyp Ms tri via lis .
PerisqipMs trivialis Getst. Gliederth. Fauna Sansibar, p. 526. — B.-L. 1 p. 293. — Patria: In
the Museum at Berlin are specimens of this species preserved found during the expedition of v. D. Decken
at the lake Jipe and also from M\. Karamo at the river Pangani.
Perisci/pJiis pulcJier.
Perisajphis piUcher B.-L. Landisop. in Deutseh Ost-Afrika. IV. p. 7 Tab. f. 12. — l\atria: I only know
one specimen of this species, whieh was taken at Tanga and is in the posession of the Museum at Hamburg.
Microcercus nov. gen.
Antennarum flagellum arUculo priore altero breviore. Oculi majores; ocelli nume-
rosi, viginti vel plures. Mandibnlarum lamina interior penicillis duobus in mandibula
dextra, penicillis tribus in mandibula sinistra. Seta inferior radice longo, solido, supra
ramis crinitis numerosis instructo. Maxillse prioris paris lamina exterior denlibus 10
(4 + 6: subintegris, nonnullis sfepe in apice leviter lissis); lamina interior post spina apicali
nulla, penicillis ambobus longis, superiore paulo breviore. Maxillipedum articulus
labialis latior, mala brevior, spina mediocri et aculeis 2 posterioribus manifestis; palpus
latior, articLilo tertio vix duplo breviore quam latiore, apice crinitus. Epistoma linea
superiore saepe integra seepe deleta. Foramina antennarum minora, tubcrcula antennaria
deleta. Clypeus in lateribus lobalus; lobi plerumque ad medium producti, ut crista in
medio abbreviata tingatur. Pleurte capitis concretse; linea marginalis verticalis utrinque
ad fronlis marginem producta. Trunci segmentum 1. epimero crasso, altecincto, supra
sulco profundo suturali a medio segmenli discreto, post fisso, rarissime integro. Seg-
mentum 2. epimero plerumque flsso, pronoto magno. Margo posterior segmentorum
priorum subrectus, angulis posticis rotundatis. Marsupium nulluni? Caudee segmenta
3. 4f. 5. epimeris tetragonis; epimera segmenti 5. valde convergentia. Pleopodes omnium
parium tracheis muniti. Telsum medio latiore, subtetragono producto, apice rotundato.
Uropodum scapus oblonge subrectangulus. Exopoditum parvum vel minimum, apicale
vel superius. Endopoditum mediocre telso vix brevius.
Of the species belonging to this genus I know thirteen, of which six are unde-
scribed. Of the seven described species I have previously referred six of them to the
genus PeriscypMs: P. anomcdus Gerst., P. leucocephalus B.-L., P. otiosus B.-L., P.
obtusicauda B.-L., P. armadilloides B.-L., P. nanus B.-L. — The seventh species belong-
ing to the genus is Mesarmadillo senegalensis Dollf.
From the district of Kilimandjaro the two species mentioned below are known.
Microcercus anoinalus.
Tab. I, Fig. 34—39.
Cnbaris anomala Gehst. Gliederth. Fauna d. Sansibar, p. 526. — PeriscypMs
anomalus B.-L., Landisp. Deutsch Ost-Afrika, IV, p. 5 Tb. f. 3 — 4. — Patria: This species
BUDDE-LUND, I80P0DA. 15
seems to be common ;ind widely distributed over the greater porüon of East-Africa; Ihe
expedilion of Prof. S.iüsrEDT has collectod it in very large numlxM's from several localiües,
foi- exam|)le "the Acaciaforests at the river Ngare na nyuki, Mcni lowland in November
li)Uö and January 190(5, similarly at Mombo in üsambara in numbers in June 1906".
Microcercus armadüloides.
Periscyphis armadüloides B.-L., Landisp. Deutsch Ost-Afrika, IV, p. 5 Tb. f. 5. — Palria: 1 havt- oiiiy
Seen one specimcn of this species taken by Mr. Kretschmer at Kilimandjaro. The speeimen markod
"Dsehala-See, Steppe, e. 800 ni., 4 Sept. 1894" is in the possession of tiie Museum at Berlin and i>; firied
and fi.xed on a pin.
Syiiarinaclillo.
Antennarum flagelhim articulo priore altero multo breviore. Oculi minores vel parvi;
ocelli numero minore. Mandibularum lamina interior peniciliis duobus in mandibula dexlra,
penicillis tribus m mandibula sinislra. Seta inferior radice longo, solido, supra densius crinito.
Maxillse prioris paris lamina exterior dentibus 9 (4+5: dens 1. 2. 3. 5. in apice levissime
fissus); lamina interior post spina mediocri vel majore, penicillis ambobus longis, gracilibus,
subfequalibus vel superiore paulo breviore. Maxillipedum articulus labialis latior; mala bre-
vior, spina mediocri et aculeis 2 aut 3 posterioribus manifeslis; palpus minus angustus, arti-
culus 3. nonnihil longior quam latior, apice crinibus et setis pluribus inslructo. Epistoma
linea superiore integra a fronte discrelum. Foramina antennaria minora aut mediocria; tuber-
cula antennaria subdeleta. Clypeus fornicatus, in lateribus lobatus; lobi oblique ad me-
dium in cristam, in medio abbreviatam, transversam ssepe elongati. Pleura^ capitis con-
cretse, linea marginalis verticalis utrinque marginem superiorem epistomatis attingens.
Trunci segmenlum 1. epimero crasso, altecincto, reflexo, a medio segmento suico raro
discreto; margo lateralis per longiludinem sulcatus, post fissus. Segmenlum 2. epimeris
fissis, pronoto maximo. Margo posterior segmentorum priorum subtransversus. Marsu-
pium nuUum? Caudee segmenta 3. 4. 5. epimeris magnis, rectangulis; epimera seg-
menti 5. valde convergentia, telsum ssepe superantia. Pleopodes omnium parium tracheis
muniti. Telsum plerumque late triangulum. Uropodum scapus magnus, oblique
tetragonus. Exopoditum minutum vel minutissimum, punctiforme, aut supra in scapo
procul a margine postico aut in latere posteriore vel in medio vel in angulo interne
positum. Endopoditum mediocre, telsum plerumque nonnihil superans.
I have referred eight species lo the genus Synarmaäülo, a table for their deter-
mination is found in B.-L. 5 p. 276. — Two new species have been collected by the
expedition of Prof. Sjöstedt, which I describe below.
Synarmadillo iiiarmoratus u. sp.
Tab. II, Fig. 21—31.
Oblonge ovalis, sublaevis, minutissime punctatus. Oculi magni, marginem latera-
lem capitis utrinque occupantes; ocelli numero c. 23. Anten nie dimidio corpore nonni-
hil breviores, hirsutae; flagellum paululo brevius quam articulus 5. scapi, articulo priore
fere triplo breviore quam articulo altero. Caput breve, lalum; epistoma margine supe-
riore in medio subdeleto, utrinque ante oculos manifestiore. Clypeus fornicatus, lobis
lateralibus parvis, rotundalis. Linea marginalis verticalis utrinque ad oculos producta.
10 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 21: 2.
Trunci segmentum 1. epimero sulco profundiore a medio segmento discrelo; ipse margo
crassus, maxime ante, per longitudinem leviler sulcalus, sulco ante laüore post angusliore,
et post leviter tissus: lacinia exterior multo longior quam interior. Margo posterior utrin-
que leviter incurvus, angulis externis late rotundatis. Segmentum 2. pronoto magno,
fere tertiam partem dorsi occupante, bene discreto nisi in lateribus, epimero ante paululo
crassiore, non fisso. Caudce epimera segmenli 3. magna, oblique rectangula; epimera
segmenti 5. paulum convergentia, pauio breviora quam telsum. Telsum lateribus in-
curvis, medio latiore subtriangulo producto, apice rotundate obtuso. Uropodes oblonge
rectanguli, superantes telsum vix, post extus rotundati, intus in dentem producti; exopo-
ditum parvum, duplo fere longius quam latius, fossse lateris postici scapi inserlum; endo-
poditum longius angustum, telso non brevius. Color e griseo plumbeus maculis crebris
albidis, interdum pulchre rufescentibus, conspersis. Long. 9 — 12 mm. Lat. 4 — 5 mm.
Patria: The expedition has coliected many specimens both in the rain- forest at
Kibonoto, Kilimandjuro, 11. Decembre 1905 & 5. January 1906, and at Mern in the
highest parts of the rain-forest, c. 3500 m., 21 — 24 December 1905 & January 1906.
Syiiariiiadillo simplex n. sp.
Tab. II, Fig. 32—33.
Oblonge ovalis, sublaevis, opacus, minutissime squamate punctatus. Oculi magni,
marginem lateralem capitis utrinque occupantes; ocelli numerosi, c. 25. Antennte di-
midio corpore nonnihil breviores; scapi articulus 2. multo longior quam articulus 4.,
articulus 4. nonnihil brevior quam articulus 5; flagellum paulo brevius quam articulus 5.
scapi, articulo priore triplo vel quadruplo quidem breviore quam altero articulo. Epistoma
convexum maxime supra in medio productum, media frons cum epistomate concreta, in
lateribus prominentiis discreta. Clypeus fornicatus, lobis lateraUbus parvis, porrectis,
rotundatis. Trunci segmentum 1. epimero sulco minus profundo a medio segmento dis-
screto; ipse margo crassus, maxime ante, per longitudinem vix sulcalus, post integer;
epimerum subtus dente vel plica posteriore minutissima. Margo posterior segmentorum 1.
2. 3. utrinque fortiter, praesertim segmenti 1. profunde incurvus. Segmentum 2. pronoto
mediocri, vix quarta parte dorsi longiore; epimeris integris. Caudee segmenta epimeris
subtriangulis, acutis; epimera segmenti 5. valde convergentia, telso paulo breviora. Telsum
lateribus fortiter incurvis, medio anguste triangule producto, apice subacuto. Color gri-
seus maculis fuscis conspersis, aut fuscus maculis griseo-albidis conspersis ; caput cauda-
que obscuriora. Long. 5 mm. Lat. 2 mm.
Patria: Fevi^ specimens, 5 — 6, were taken in leaf-mould in the month of November
1905, at Kibonoto, KiUmandjaro, 1300 — 1800 m.
Apliiloscia.
B.-L. 5 p. 291.
Apliiloscia maciilicoruis.
Phüoseia macidicornis B.-L., Deutsch Ost-Afrika, IV, p. 9. — Apliiloscia maculi-
cornis B.-L. 5 p. 292. Tb. 16, Fig. 32—34. — ? AncliipMloscia Cunnwgtoni Stebb.
BUDDELUND, ISOl'ODA. 17
Proc. Zool. Soc. Lond. 1908, p. 557. — Patria: Several spocimens were taken during
the expediüou at Mombo in üstimhara, June 1906, and hvo specimens were taken at
Kilimandjaro the 28 Aug. 1905 in the nest of a Termite, which Prof. Sjüstedt has
detormined as Entermes seijelli Sjöst. — I think, however, that their being found with
Termiles is only accidenfal. This species were known before from East-Africa.
Setapliora.
n. L. 5 p. 290.
Setaphora Suarezi.
Phüoscia Suarezi Dollf., Mem. soc. zool. Fr. VIII, p. 185. — Setaphora Suarezi
B.-L. 5 p. 291. Tb. 16, Fig. 6 — 14. — ? AnchipJiilosda Karongm Stebb. Proc. zool.
Soc. Lond. 1908, p. 556. — Patria: This species known from several localities in Nord-
Madagascar, from the island Reunion, the Connoren Islands and the island Fundu near
Pemba in British-East-Africa were collected during the expedition of Prof. Sjöstedt in great
abundance in the district of Kilimandjaro; thus at Kibonoto, 1300—1800 m., ander
ieaf-mould in the cultivate zone, July — December 1905; in the rain-forest at Meru,
8000— 4000 m., 21—24 December 1905; at Kiboscho, from. the highest border of the
rainforest, 2950 m., in February 1906.
The two species of Philoscia Mr. Stebbing has described, both taken during the
expedition to Tanganyika by Dr. Cunnington, seem to me to be very different, and I have
referred each to two different genera, which they seem to me to suit, but I am not sure
of the determination.
Metoponortlius.
MetoponortliHS pruinosus.
Porcellio pruinosus Brandt, Consp. p. 19. — MetoponortJms pruinosus B.-L. 1
p. 169. — Patria: Kilimandjaro, at Kibonoto, Nov. 1905, one specimen. This species
is cosmopohte, it is following man in all the countries of the world-wide.
Urainba.
B.-L. 5 p. 183.
From the district around Kilimandjaro Prof. Sjöstedt has brought home three
species of this genus, which I have separated from the genuine Porcelliones. Of these
three species I know two of them before, the third species is new. I give below the
description of all three species.
Uramba inns.
Lyprobius mus B.-L., Deutsch-Ost-Afrika IV, p. 8. — Uramba mus B.-L. 5 p. 283.
Tb. 14, Fig. 15—26.
Caput et trunci segmenta 4 priora in transversum minute, in medio segmentorum
fortius, granulata; cetera superficies minutissime squamata. — Oculi majores, semiglobosi ;
ocelli numero c. 20. Antennarum flagellum arUculo priore paulo breviore quam arti-
culo altero. Frons ante crista marginal! triangula, in medio abrupta, in epistoma paulum
Sjösfedts Kilimandjaro-Meru Expedition. 21. 3
18 SJÖSTEDTS KILIMANDJAKO MEEÜ EXPEDITION. 21: 2.
producta; lobi frontales laterales mediocres, oblique rotundati; epistoma convexum, supe-
riore parte leviter carinala. Trunci segmenla tria priora margine posteriore utrinque
incurvo, angulis posticis rotundatis, non retroductis. Cauda? segmenta 3. 4. 5. epimeris
mediocribus, triangulis, acutis. Telsum late triangulum, lateribus leviter incurvis, epi-
mera segmenti pra?analis paululum superans, supra leviter excavatum, apice acuto. Uni-
color, grisea. Long. 6 mm. Lat. 2,5 mm.
Patria: Kühnandjaro, at Kibonoto one specimen together with the following two
species. Kibonoto, 22 March 1906, in the runs of Termes hellicosus, one specimen.
It is with some doubt I refer the two specimens to this species ; I think the occur-
ance with the Termes being accidental. Few specimens of this species were before taken
on the Island Sansibar by Prof. Voeltzkow.
üramba triangiilifera u. sp.
Tab. I, Fig. 40— i-3.
Lyprobius cristatus B.-L. Deutsch Ost-Afrika, IV, p. 8.
Caput et medium corpus, maxime ante, dense et scabre granulata, cetera super-
ficies squamis niinutissimis albidis obtecta. Oculi magni, subglobosi, ocelli majores,
numero c. 20. Antennarum flagellum articulis subasque longis, articulo priore sa^pe
nonnihil longiore quam articulo altero. Frons ante marginata; margo in medio in lobum
triangulum, productus; lobi frontales laterales magni, rotundate telragoni. Trunci seg-
menta 1. 2. margine postico valde curvato; segmenta 3. 4. margine postico subrecto,
interdum utrinque levissime incurvo, segmenta 5. 6. 7. margine postico in medio leviter
incurvo. Anguli postici segmentorum 4 priorum late rotundati, anguli postici segmento-
rum 3 posteriorum subrecti. Caudffi segmenta 3. 4. 5. epimeris majoribus, triangulis,
acutis. Telsum triangulum, lateribus profunde incurvis, apice acuto, supra leviter ex-
cavatum. Unicolor, griseus, in segmentis 2.-7. saepe macula perlucente flavida post
in epimeris ornatus. Long. 10 — 11 mm. Lat. 4,5 mm.
Patria; Kilimandjaro at Kibonoto, 17 July 1905, in rotten wood ("murken slarn")
half a score specimens; under leaf-mould in the culture zone, 1300—1800 m., Nov. J905,
also half a score specimens.
This species is found in many localities in East-Africa. The specimen I have
Seen in the Museum at Berlin, taken Ijy Mr. Stuhlmann on the Island Korne at
the Southend of the lake Victoria Nyanza, and which I have determined as Lyprobius
cristatus is belonging to this species. I have also seen one specimen from Udjigi by
lake Tanganyika (16 Decbr. 1896, Mr. Hösemann in Museum Berlin), and several speci-
mens from different localities in British East-Africa (Nairobi, two specimens, Aug. 1903;
Kijabe, one specimen, 28 Aug. 1903; Pori, two specimens, March 1904; Samburou, one
specimen, March 1904; Landiani, 2500 m., two specimens; Nairobi, one specimen, Nov.
1904; Voi, one specimen, Sept. 1908, all collected by Mr. Alluaud and preserved in Ihe
Museum at Paris).
BUDDELUND, ISOPODA. 19
Uraiiiba mar^iiialis n. sp.
Till). I, Fig. 4-i.
Caput et medium corpus leviter grariulatum, cetera superficies minute et dense
squamata. Oculi magni, subglolDOsi, ocelli majores, numcro c. 20. Antenufc dimidium
corpus longitudine vix superanles; flagellum arliculo priore muito, fere duplo, breviore
quam articulo altero. Frons ante leviter marginata, linea marginalis in medio leviter
angulate producta; lobi frontales laterales mediocres vel minores, oblique rotundali.
Trunci segmenta 1. 2. margine postico valde curvato; segmentum 3. margine postico recto
vel leviter curvato; margo posticus segmenli 4. 5. 6. leviter, segmenti 7. fortiter in medio
incurvus. Anguli poslici segmenti 1. 2. 3. late rotundati, segmenti i. 5. 6. 7. rotundati
subrecti. Caud;e segmenta 3. 4. 5. epimeris mediocribus, triangulis, acutis. Telsum
latum, brevius, lateribus leviter incurvis, apice minus acuto, supra levissime excavatum.
Color obscure griseus; omnes margines segmentorum srepe anguste perlucente albidi.
Antennae grisese, scapi articulus 6 apice albido. Long. () mm. Lat. 2,7 mm.
Patria: Küimandjaro at Kibonoto, a few specimens together with the proceeding
species. In Acaciaforest, Ngare na nyuki, Meru, Jan. 1906, one specimen. I have
also Seen specimens of this species taken in different localities in East-Africa; Madschame
at Kilimandjaro (Mr. Paesler in Mus. Berlin), Naivasha in British East-Africa, Dec. 1904
(Mr. Ch. Alluaud in Mus. Paris), Kibwesi at lake Tanganyika, 28 Dec. 1905 (Mr. G.
ScHEFFLER in Mus. Berlin).
Ph.alaba nov. gen.
Antennarum flagellum 3-articulatum. Mandibularum lamina inferior penicillis
duobus in mandibula dextra, penicillis tribus in mandibula sinistra. Seta inferior radice
longiore, graciliore, ramis paucis superioribus instructa. AI axillar prioris paris lamina
exterior dentibus 10 (4 + 6; dens 1. et 4. in apice fissus, dens 5. minimus); lamina
inferior post spina breviore sed crassiore, penicillis ambobus longioribus, crassioribus,
subtequalibus. Maxillipedum mala longior et angustior, spina mediocri et aculeis
tribus, duobus posterioribus minoribus, anteriore majore et latiore; palpi articulus tertius
duplo longior quam latior, apice crinito et spina longiore instructo. Frons in lateribus
lobata; linea marginalis verticalis utrinque ad lobos laterales producta et cum bis con-
juncta; itaque pleuras capitis concretse. Trunci segmentum 1. epimero tenui post integro;
segmentum 2. epimero integro, pronoto mediocri. Caud» segmenta epimeris distantibus.
Pleopodes omnium parium tracheis muniti. Telsum triangulum. Uropodum scapus
tetragonus latere exteriore integro, carinato; exopoditum mediocre, elongatum, apicale;
endopoditum longum, gracile.
Plialaba brevis u. sp.
Tab. II, Fig. 34—45.
Breviter ovalis, subdeplanata ; superficies capite et medio trunco granulis et tuber-
culis deletioribus aspera; epimera granulis minutis obtecta. Oculi majores; ocelli magni,
pauci, numero c. 12, inter se distantes. AntenucC longiores; scapi articulus 5. multo,
20
SJÖSTEDTS KILISIANDJARO-MEEU EXPEDITION. 21: 2.
fere duplo, longior quam flagellum; flagelli articulus 1. paulo brevior quam articulus 2.,
articulus 2. inulto brevior quam articulus 3., articulus 3. apice seta longiore. Frons
lobis lateralibus mediocribus, extroversis, oblique rotundalis. Linea frontalis marginalis
in medio leviter procurva et stepissime iissa. Epistoma fere planum. Trunci segmenlum
1. magnum, angulis anticis rotundatis, margine posteriore utrinque levissime incurvo;
segmenta 2. et 3. margine posteriore utrinque leviter incurvo; segmenta -i. et 5. et 6.
et 7. margine posteriore in medio post sensim magis incurvo ; anguli postici segmentorum
1. et 2. rotundate subrecti, segmentorum 3. — 7. post sensim acutiores. Caudae segmenta
3. et 4. et 5. epimeris majoribus, distantibus; epimera segmenti 5. subparallela, telsum
longitudine sequantia. Telsum triangulum, lateribus leviter incurvis, apice obtusiore.
Uropodum scapus brevior quam telsum. Exopoditum? Endopoditum longum, gracile,
setis duabus apicalibus telsum superans. Subunicolor, grisea, raacula oblonga albida,
saepe obsoletiore, utrinque ad latera segmentorum trunci. Long. 5,5 — 7 mm. Lat.
3,5 — 4,5 mm.
Patria: Several specimens were taken at Kibonoto, Kilimandjaro, at an altitude
of 2000—3000 m., 11 Dec. 1905, and later, 5 Jan. 1906, at an altitude of 2000— 2500
ra. in the rainforest.
Besides the species here described I also know two other new species from East-
Africa. Of one these, Ph. fusca, which is very closely related to PJi. hrevis I have
only Seen one specimen which was collected at Gadat in South Abessinia in February
1901 by Mr. Neumann and is preserved in the Museum at Berlin. I have figured a uropod
of this species in Tab. II Fig. 46 as unfortunalely the exopodit was wanting on all
the specimens of Ph. hrevis that were brought back. It appears on the whole that the
antennse and uropods are very fragile and fall off easily with the species of this genus.
Febr. 1910.
Corrigeuda.
Page 4, liiie 2 for ' Geman" read Uerman"
5, » 20 for ■ minutis simereticulate' read ' niinn-
tissime reticulate
6, » 31 for "segmentam" read "segmentum 1."
7, » 1 for "altero quadruplo lireviore quam arti-
culo ' read "quam articulo altero qua-
druplo breviore'
9, - S for "B.B." read "B.L.'
», » 8 for "B.B." read "B.L."
», . 28 for "B.B."- read "B.L."
10, • 25 for "ö read "5"
Page 13, liue 4 for Hagellum gracillimum, quam lire
vior 1. triplo vel plus articulus arti
culus 2." read "F'lagellum graoilli
mum articulus 1. triplo vel plus lire
vior quam articulus 2."
» », » 18 for "foune" read "fouud"
» 16, > 9 for "superantes telsum vix ' read "telsum
vix superantes"
» 19, » 14 for "articulus 6" read "articulus 5
» 20, » 19 for "Of one these" read "Of one of
these"
PLATE 1
SJÖSTEDTS KILIMANDJAKO-MERU EXPEDITION. 21: 2.
Tabula 1.
Fig. 1. Beriechinus armatus B.L. Caput, pars anterior. ^Vi-
» 2. ' » » , e vertice supino visum. "Vi-
3. » » Antenna dextra. ^Vi-
4. » » Antennula dextra. ^'Vi.
1) 5. » » Mandibula sinistra, supina. ^^^ji.
6. » » Lacinia exterior maxillse prioris paris, supina. ^*"'/i-
7. » » Lacinia interior » » » '' 'i-
»8. » » Trunci segmentum primum, latus dextrum, pronum. ^Vi.
»9. » » V •> » ■> » supinum. ^^ji.
i> 10. » » » » secunduni, » » pronum. ^•'/i-
> 11. » » » » » » » supinum. /i.
» 12. » » » segmenta sextum et septinum cum eauda, prona. ^ /i.
> 13. » » Pleopodes lateris dextri, supini, cf. ^Vi-
» 14. » » Uropus sinister, pronus. '"/i.
> 15. Ignamha hrevis B.-L. Antenna; dextra; flagellum. '"/i-
» 16. ;> > Lacinia interior maxillse prioris paris, supina. ^^'Vi-
»17. » Maxillipedis sinistri apex, supinus. ""*/i.
» 18. » » Trunci segmentum primum, latus dextrum, pronum. ^"/i.
20 /
» 19. ,> » » » » » » supmum. /i.
20. » » » » secunduni, » » pronum. ^7i-
»21. » » Caudae segmentum quintum cum telso et uropodibus. ^71.
:■> 22. » » Pleopodes lateris dextri, supini, $. '^°li.
» 23. » » Uropus dexter, pronus. '"'/i.
» 24. » microps B.-L. » » » *°/i.
» 25. Gelsana ahnormis B.-L. Antenna dextra. 'Vi.
» 26. » » Antennula dextra. ^^Vi-
» 27. » » Mandibula sinistra, supina. '^Vi-
» 28. » » Lacinia exterior maxillee prioris paris, supina. ^""Vi-
9 29. » » Lacinia interior » » » ''' /i-
» 30. » ' Maxillipedis dextri apex, supinus. ^^^/i.
»31. i » Caudae segmentum quintum cum telso et uropodibus. ^^/i.
» 32. » » Uropus dexter, pronus. ^"/i.
» 33. » , » » » supinus. ^V.
» 34. Microcerctis anomalus (Gerst.). Antenna dextra. ^Vi.
» 35. » » Mandibula sinistra, prona. 'Vi-
>> 36. » » Lacinia exterior maxillse prioris paris, supina. 'Vi-
»37. » » Lacinia interior » » » » /i-
» 38. » » Trunci segmenta primum et secundum, latus sinistrum, pronum. Vi-
» 39. » » Uropus sinister, pronus. 'Vi.
» 40. üramba trianguUfera B.-L. Antenna dextra. ^^/i.
» 41. » » Pleopus dexter primi paris, supinus, c/'. 'Vi-
» 42. » :> - > » » pronus, 9- ^Vi.
■> 43. » » Uropodis sinistri scapus a latere exteriore exhibito. ^"/i.
» 44. » margmalis B.-L. Pleopus dexter primi paris, supinus, c/. 'Vi-
Sjöstedts Kilimandjaro-Meiu Expedition.
2! Cnistacea.
Tat. 1.
Auetor delin.
Cederquisls Graf. A.-B.. Sthlm.
Budde-Lund: Isopoda.
PLATE 2.
SJÖSTEDTS KILIMANDJABO-MEEU EXPEDITION. 21: 2.
Tabula II.
Fig. 1.
» 2.
» 3.
» 4.
» 5.
» 6.
» 7.
» 8.
» 9.
» 10.
» 11.
» 12.
» 13.
» 14.
» 15.
» 16.
» 17.
» 18.
» 19.
» 20.
» 21.
» 22.
» 23.
» 24.
» 25.
» 26.
» 27.
» 28.
» 29.
» 30.
» 31.
» 32.
» 33.
» 34.
» 35.
» 36.
» 37.
» 38.
» 39.
» 40.
» 41.
» 42.
» 43.
» 44.
» 45.
» 46.
Diploexochus bitubercidatus B.-L. Ladnia exterior maxilllffi prioris paris, supina. ^^^/i.
» » Maxillipedis dextri apex, supinus. ^^Vi.
» » Trunci segmentum primum, latus dextrum, promim.
» » » » secundum, » » »
» » » » » » » supinum.
» » Pleopodes lateris sinistri, supini.
'Vu
7..
"A.
wawMS B.-L.
»
»
Uropus dexter, pronus. ^"/i.
» » supinus. ^"f^.
Lacinia interior maxillee prioris paris. ^^"/i.
Maxillipedis dextri apex, supinus. *^^/i.
Trunci segmentum secundum, latus dextrum, pronum. **/i.
» » » » » supinum. ^'/i.
Pleopodes lateris sinistri, supini, $. ^"/i.
Uropus dexter, pronus. ^"/i.
»7i.
supmus.
Bethalus emarginatus B.L. Mandibula sinistra, prona. ^''Vi-
» » Lacinia exterior maxillae prioris paris, supina.
» » Maxillipedis sinistri apex, supinus. ^""/i.
^«7i.
Cauda; segmenta quartum et quintum cum telso et uropodibus. ^^7' ■
» » Uropus dexter, pronus. ^7i.
Synarmadillo marmoratus B.-B. Antennula dextra. "/i-
Lacinia interior mandibulee dextree, supina. '"71 •
Lacinia exterior maxillee prioris paris, supina.
Lacinia interior » » » »
Maxillipedis dextri apex, supinus. *''7i.
Pleopodes lateris sinistri, supini, cf. 'Vi-
'»71.
"7i.
?•
'Vi.
» Simplex B.-L
» »
Phalaba hrevis B.-L
Pleopus sinister primi paris, pronus, $. *7i-
Caudae segmentum quintum cum telso et uropodibus. '7i-
Uropus sinister, pronus. ^7i.
» » supinus. ^7i-
Lacinia interior maxillte prioris paris. ^^^/i.
'■^Vi.
235/, _
fusca B.-L.
Maxillipedis dextri apex, supinus. "'7i'
Flagellum antennarum. 'Vi.
Antennula sinistra. '^7i-
Mandibula dextra, prona. '^7i-
Lacinia interior mandibulae sinistree, prona.
Lacinia exterior maxillae prioris paris, supina.
Lacinia interior » » » »
Maxillipedis sinistri apex, supinus. "Vi-
Trunci segmentum secundum, latus dextrum, pronum. 'Vi-
Articulus tarsalis pedis septimi paris. ^"Vi
Pleopodes lateris sinistri, supini, c^. ^Vi.
Caudse segmenta 3. 4. 5. cum telso et uropodibus (defectis), prona. 'Vi-
Uropus sinister, pronus.
Uropus dexter, pronus.
^Vi.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
21 Crustacea.
Tat. 2.
%r-¥f
Auetor delin.
Budde-Lund : Isopoda.
Cederquisis Oraf, A.-B.. Slhlm.
22. YERMES.
1. Oligocliaota
von
W. MICHAELSEN.
Mit 1 Tafel.
In geographischer Hinsicht bietet dieses von dem Kilimandjaro und dem Meru
stammende Material, das das erste Bild der Oligochaeten-Fauna dieser Berge liefert,
keine Überraschungen. Die sämtlichen Arten, soweit sie bestimmt werden konnten,
gehören Gattungen an, die für Zentral-Afrika charakteristisch sind. Die Gattung
Dichogaster ist durch eine peregrine Art, D. grncilis Michlsn, vertreten, die schon
ihrer peregrinen Natur wegen bei der Feststellung der Verbreitungsgebiete unberück-
sichtigt bleiben muss. Eine neue Pygmaeodrilus- Art bildet durch ihr Vorkommen am
Kilimandjaro und Meru eine Zwischenstation zwischen den Vorkommnissen in Schoa
und den Galla-Ländern einerseits und im Gebiet des Victoria Nyansa andererseits.
Die übrigen Arten gehören zu der ebenfalls rein tropisch-afrikanischeii Unter-
familie Eudrilinae, und zwar zu den in Deutsch-Ostafrika durch viele Arten vertretenen
Gattungen Plafydrilus und Polytoreutus. Das 60 Exemplare umfassende Material ent-
hält 7 Arten, darunter 4 neue.
-Die Regenwürmer sind im Gebiete nicht gemein. In dem aus vulkanischen Aschen,
beziehungsweise aus den herabgeschwemmten Zersetzungsprodukten von Laven, Basalten
und Tuffen bestehenden Latent der Steppe, des Mischwaldes und der Kulturzone
trifft man sie selten oder nie. Dagegen findet man sie unter feuchten, vermoderten
Blättern und in anderem Humus besonders im Regenwald und auf den Bergwiesen
bis an die äusserste Grenze der Vegetation, bei etwa 4000 m. Im Regenwald leben
sie auch unter Moos auf alten Baumstämmen u. dergl., auf den Bergwiesen in der
kalten, feuchten Erde unter Steinen und Moos» (Sjöstedt).
Dicliogaster gracilis (Michlsn).
1892. Benhamia gracilis [? + B. 'pallida], Michaelsen, Terricolen der Berliner Zool.
Sammlung II; in: Arch. Naturg. Jg. 58, Bd. I, p. 258, Textf. C. 1, 2 [u. p.
258, Textf. B 1, 2].
1907. Dichogaster gracilis, Michaelsen, Regenwürmer von Erythraea etc.; in: Verh.
Ver. naturw. Unterh. Hamburg. Bd. XIII, p. 13.
SJüsteiits Kilhiiati(ljuru-Mern I'lrjjeilititJii. 22. 1
2 S.TÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 22-. 1.
Vorliegend mehrere stark erweichte Exemplare.
F undnotiz: Meru-Berg, Süd- Abhang, in der Zone des Regenwaldes,
3000 m hoch; Y. Sjöstedt leg. 21./24. XII. 05.
Pygmaeodrilus iiioiitaiuis n. sp.
Vorliegend mehrere im Innern stark erweichte und zum Teil zerbröckelte
Exemplare.
Äusseres: Dimensionen der geschlechtreifen Stücke: Länge 30 — 40 mm,
maximale Dicke: 2'U mm, Segmentzahl: 90—105.
Färbung bleich gelb bis gelbgrau; pigmentlos. Körperwand durchscheinend.
Kopf pro-epi]obisch?
Borsten massig eng gepaart (o6 =ccZ = ca. V4 6c). Ventralmediane Borsten-
distanz ein sehr geringes kleiner als die mittleren lateralen {aa = ca. Vs hc). Dorsal-
mediane Borstendistanz etwas kleiner als der halbe Körperumfang (rfc? = ca. ' 7 «).
Gürtel sattelförmig, am 14. — 18. Segment (=6).
Männliche Poren am 17. Segment in den Borstenlinien ab, auf ziemlich
stark erhabenen drüsigen Papillen, die nach vorn in einen etwas auf das 16. Segment
hinauf reichenden Drüsenwall übergehen. Auf der Kuppe dieses Drüsenwalles
zieht sich eine nach vorn kommaförmig verbreitete Längsfurche hin.
Samentaschen-Poren auf Intersegmentalfurche 8/9 in den Borstenlinien h.
Die ganze Ventralseite der Segmente 8 und 9 ist drüsig verdickt, am stärksten im
Umkreis der Samentaschen-Poren.
Innere Organisation. Dissepimente sämtlich zart.
Darm: Oesophagus ohne Muskelmagen, im 9. Segment mit einem
Paar vollständig von einander gesonderten Chylustaschen.
Vordere männliche Geschlechtsorgane: Ein Paar Hoden und Samen-
trichter im 11. Segment (frei oder in Testikelblasen eingeschlossen?) Ein
Paar grossbeerig - gedrängt - tranbige Samensäcke von Dissepiment 11/12 in das
12. Segment hineinragend.
Prostaten mit ungemein langem, massig dickem, schlauchförmigem bezw.
zylindrischem Drüsenteil, der sich in unregelmässigen engen Windungen durch einige
Segmente nach vorn hin und dann, umbiegend, durch viele Segmente nach hinten hin
erstreckt, bei einem Tier z. B. bis in das 43. Segment. Ausführgang nicht scharf ab-
gesetzt, dünner und viel kürzer, aber doch noch ziemlich lang, etwas gebogen, muskulös.
Distale Samenleiter- Enden nicht beträchtlich verdickt, nur etwa um die Hälfte
dicker als die mittleren Partien der Samenleiter. Die Samenleiter münden dicht neben
den Prostaten durch die gemeinsamen männlichen Poren aus.
S am entaschen: Haupttasche mit dick birnförmiger Ampulle, die distal
ohne scharfen Absatz in einen kurzen, dünnen muskulösen Ausführgang übergeht.
Im Umkreise dieser Haupttasche, »in situ» verborgen unter derselben, sitzen in regel-
mässigen Abständen 5, 6 oder 7 dick-birnförmige Divertikel, prall gefüllt mit Sperma-
MICHAELSEN, OLIGOCHAETA. 3
Massen. Die engen Stiele der Divertikel münden innerhalb der Leibeswand, dicht
oberhalb der Mündung des Ausführganges der Haupttasche in diesen letzteren ein.
F undnotiz: K i 1 i m a n d j a r o , K i b o s c h o , Bergwiesen oberhalb des Regen-
waldes, 3000—3800 m hoch; Y. Sjöstedt leg. Febr. 1906.
Bemerkungen: PygmneodriJus montanus unterscheidet sich von allen andern
bekannten Pygniaeodrilen, wahrscheinlich mit einer Ausnahme, durch seine Metandrie.
Eine Verschiedenheit in der Zahl der vorderen männlichen Geschlechtsorgane findet sich
auch innerhalb anderer Ocnerodrilinen-Gattungen. So ist z. B. Oordiodrilus tenuis Bedd.
metandrisch, während die übrigen Gordiodrilus- Arten holoandrisch sind. Andere Gattungen
oder Untergattungen .scheinen in dieser Hinsicht einheitlich gestaltet zu sein, so sind z. B.
alle iTerna- Arten, so weit bekannt, pro-andrisch, alle Nannodrilus- Arten holoandrisch.
Eine Bedeutung für das System glaube ich diesen Verhältnissen nur dann beimessen
zu sollen, wenn andere bedeutsame Charaktere konstant mit einer besonderen Aus-
bildung des männlichen Geschlechtsapparates kombiniert erscheinen, oder wenn die in
Frage kommende Artgruppe durch ihre geographische Verbreitung gesondert ist. Das
trifft hier nicht zu. Der Fundort des Pygmaeodrilus montanus schliesst sich eng an
das Gebiet der übrigen Pygmaeodrilen an (Von Abessinien über das Gebiet des Victoria
Nyansa bis Mosambique).
P. montanus steht zweifellos dem P. Cavallü Cognetti * sehr nahe. Der einzige
wesentlichere Unterschied, der aus dem Vergleich meiner Objekte mit der kurzen
vorläufigen Mitteilung Cognetti's zu entnehmen ist, beruht auf der Grösse der
Samentaschen -Divertikel, von denen einige bei P. Cavallü so lang wie die
Ampulle sein sollen; während sie bei P. montanus sehr klein sind und ganz unter
der xA.mpulle verborgen liegen. Ein verschiedener Reifezustand kann nicht die Ursache
dieser Verschiedenheit sein; denn diese kleinen Divertikel von P. montanus sind prall
mit Sperma-Massen gefüllt, also zweifellos ausgewachsen und reif. Weitere Unter-
schiede bestehen in der Anordnung der Borsten. Auch scheint P. montanus eine viel
robustere Form zu sein.
Pygmaeodrilus inontanus Michlsn var?
Vorliegend mehrere sehr stark erweichte Exemplare eines Pygmaeodrilus, der
mit dem P. montanus artlich identisch zu sein scheint. Diese Tiere unterscheiden
sich durch die geringere Grösse mid grössere Zahl der Samentaschen-Divertikel
— ich zählte deren 9 — von der typischen Form des Kilimandjaro. Ob noch weitere
Unterschiede zwischen beiden Formen bestehen, Hess sich bei dem schlechten Erhaltungs-
zustand der Meru-Würmer nicht feststellen.
F imdnotiz: M e r u - B e r g , S ü d - A b h a n g . in der Zone des Regenwaldes,
3000 m hoch; Y. Sjöstedt leg. 21. /24. XII. 05.
' L. Cognetti, Nuovi Megascolecidi alVitani; in Boll. Mus. Toiiiiu, Vol. XXI, litOU, Nr. 539, p. 3.
4 SJÖSTEDTS KILTMANDJARO-MERU EXPEDITION. 22: 1.
Pl.atydrihis sp. (nowaönsis Michlsn).
1891. Platydrilus lewaensis, Miohaelsen, Beschreibung d. v. Herrn Dr. Fr. Stuhl-
mann auf Sansibar u. d. gegenüberlieg. Festlande ges. Terricolen ; in : Mt.
Mus. Hamburg, Bd. IX, p. 11, Taf. II, Fig. 10.
Vorliegend 3 stark erweichte Exemplare.
Fundnotiz: Meru-Berg, Süd- Ab hang, in der Zone des Regenwaldes,
3000 m hoch; Y. Sjöstedt leg. 21. /24. XII. 05.
Bemerkungen. Die vorliegenden Tiere stimmen in der Gestalt der Penial-
borsten und der Samentasche mit P. lawaensis Michlsn überein.
Ob in anderen Organsystemen Abweichungen dieser Art vorkommen, Hess sich
nicht erkennen.
Polytoreutiis Sjöstedti n. sp.
(Fig. 1-3.)
Äusseres. Dimensionen der vollkommen geschlechtsreifen Exemplare:
Länge 90 — 120 mm, Dicke: 3V2— 5 mm, Segmentzahl: ca. 275.
Färbung schmutzig-grau bis grau-braun.
Kopf epilobisch ("3). Dorsaler Kopflappen ziemlich schmal, mit nach hinten
konvergierenden Seitenrändern, durch eine mehr oder weniger scharfe Querfurche vom
Kopflappen abgesetzt.
Borsten zart, lateral ziemlich eng, ventral sehr weit gepaart. Ventral mediane
Borstendistanz um die Hälfte grösser als die Weite der ventralen Paare, ungefähr
gleich den mittleren lateralen Borstendistanzen. Dorsalmediane Borstendistanz unge-
fähr gleich dem halben Körperumfang {aa = ^l3ah = hc, dd=^Uu).
Nephridialporen zwischen den Borstenlinien c und d.
Gürtel (Fig. 2) ringförmig, am 13. — 18. Segment (=6).
Männlicher Porus ventralmedian auf Intersegmentalfurche 17/18, bei Erek-
tion auf einer kreisrunden oder quer-ovalen Erhabenheit, deren Basis fast die ganze
Länge des 17. Segments und den grösseren Teil des 18. einnimmt.
Samentaschen-Porus ein ventralmedianer Querschlitz auf Intersegmental-
furche 13/14.
Pubertätsfeld (Fig. 2): Der Samentaschen-Porus ist seithch von bogen-
förmigen, lateral konvexen Wällen umfasst, die sich vorn am 18. Segment median
vereinen oder in die Erhabenheit des männlichen Porus übergeben, während sie sich
nach hinten in zwei Längswälle fortsetzen. Diese Längswälle ziehen sich, nach hinten
sehr schwach konvergierend, gesondert von einander über die Segmente 19—24 hin.
Auf das 25. Segment übertretend, vereinen sie sich durch ein bogenförmiges, hinten
konvexes Verbindungsstück. Diese Wälle umschUessen eine vorn breitere, hinten etwas
verschmälerte mediane Längsrinne. Auf Intersegmentalfurche 19/20 erkennt man mehr
MICHAKLSEN, OI.IGOCH AKTA.
oder weniger deutlich einen medianen Querschlitz auf dieser Rinne, die Öffnung einer
gesonderten Kopulationstasche. Manchmal sind die Ränder dieser Öffnung wulstig er-
haben und verschmelzen mit den Seiteuwällen der Längsrinne, so dass diese letztere
hier ausgefüllt erscheint.
Weibliche Poren nicht erkannt, nach Massgabe des Eileiter- Verlauf es lateral
am 14. Segment oder auf Intersegmentalfurche 14/15?.
Innere Org a n i salion. D i s s e p i m e n t 5 / 6 zart, 6/7 m ässig stark,7/8 — 11/12
ziemlich stark verdickt, 12/13 kauin merklich verdickt, noch als zart zu bezeichnen.
Darm: Ein wohl ausgebildeter, aber nicht besonders grosser Muskel magen
im 5. Segment. Oesophagus mit drei dicken, unpaarigen ventralen Chylus-
taschen im 9., 10. und 11. Segment. Ein Paar dicke, nierenförmige, äusserlich
glatte, sitzende Kalkdrüsen im 13. Segment. Mittcldarm im 14. Segment be-
ginnend, im 15. Segment bereits sehr umfangreich.
Blutgefäftsy stein: Rückengefäss einfach. Letzte Herzen im 11. Segment.
Nephridialsystem meganephridisch.
Vordere männliche Geschlechtsorgane: Im 11. Segment ein Paar
dicke, hell glänzende Samen-Magazine (Erweiterungen der Samenleiter), von der
Gestalt eines menschlichen Magens, anscheinend ganz und ziemlich eng umschlossen
von je einer Testikelblase. Von Dissepiment 11/12 erstrecken sich ein Paar anfangs
eng-schlauchförmige Samensäcke, dorsal an den Mitteldarm angelegt, durch viele
Segmente weit nach hinten. Etwa im 26. Segment erweitern sich diese Schläuche zu
dicken, äusserlich glatten Säcken, die eng gewunden und verschlungen dem Mittel-
darm etwa in Segment 22 — 36 fest angelegt sind.
Die Prostaten (Fig. 1 pr) sind dick, wurstförmig, äusserlich glatt, unregel-
mässig gebogen, etwa im 16. — 25. Segment, vor der Region der erweiterten Samen-
säcke, dem Mitteldarm fest angeschmiegt. Distal verengen sich die Prostaten etwas
und vereinen sich median zu einem gemeinsamen engen, sehr kurzen Ausführgang,
der hinten oben in eine massig grosse, annähernd kugelige Bursa propulsoria (Fig.
1 bp) eintritt.
Weibliche Geschlechtsorgane (Fig. 1): Die Ovarien {ov) (ziemlich
hoch an der Hinterseite des Dissepiments 12/13?) sind nicht deuthch erkannt worden.
Durch die weiblichen Poren, seitlich in der vorderen Partie des Gürtels, gelangt man
in je einen langen, anfangs gerade gestreckten Eileiter {d), der proximal in einen
unregelmässig birnförmigen, etwas abgeplatteten, geschlossenen Eitrichter (et)
übergeht. Der Eileiter-Kanal verläuft, ohne sich zu erweitern, nahe der vorderen
Kante des Eitrichters, aber nicht genau in einer Ebene. In der dicken Wandung des
Eitrichters, und zwar in der distalen Partie desselben, liegen mehrere (ungefähr 8?)
schlank-birnförmige Samenkämmerchen [sk), meist in der hinteren, zum Teil
(bei dem näher untersuchten Stück eines) in der vorderen Wand. Der Eileiter-Kanal
biegt sich, in der vordersten Partie des Eitrichters angelangt, in spitzem Winkel zu-
rück und durchsetzt die ganze Breite des geschlossenen Eitrichters, um hinten in das
Lumen eines grossen Eiersackes überzugehen. Der hinter Dissepiment 13/14 liegende
Eier sack {es) ist äusserlich infolge des Vortretens der ziemlich grossen Eier-
6 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 22: 1.
kämmerclien uneben, fast traubig. Aus der vorderen Umbiegungsstelle des Eileiter-
Kanals entspringt dann noch ein Kanal, der zunächst innerhalb des geschlossenen
Eileiters nahe dessen medialer Kante nach hinten geht und hier, nahe der Basis des
Eiersackes, in einen Verbindungsschlauch übertritt. Der Verbindungsschlauch
(vs) ist gleichmässig dick, verhältnismässig lang und beschreibt zahlreiche, unregel-
mässige, enge und kurze Schlängelungen und Windungen, um schiesslich dicht neben
der Mediane in das vordere Ende der Samentasche einzutreten. Die Samentasche
(st) ist ganz unpaarig, ein abgeplatteter, vorn massig breiter, hinten etwas verbreiteter
einfacher ventralmedianer Schlauch ohne jegliches Divertikel. Das hintere Ende dieses
Samentaschen-Schlauches überdeckt die Bursa propulsoria des männlichen Geschlechts-
apparates, samt den distalen Enden der Prostaten, und mündet direkt, ohne Ver-
mittlung etwaiger muskulöser atrialer Räume, durch den oben geschilderten Quer-
schlitz {stj)) auf Intersegmentalfurche 18/19 aus. Hinter dem hinteren Ende der Samen-
tasche, vollständig gesondert von derselben, liegt eine breite, ziemlich niedrige
Kopulationstasche (kt), die durch einen schmalen Querschlitz {ktp) ventralmedian auf
Intersegmentalfurche 19/20 ausmündet.
F undnotiz: Kilimandj aro, Kiboscho, 3000—3800 m hoch, Bergwiesen,
oberhalb der Waldgrenze; Y. Sjöstedt leg. Febr. 1906.
Bemerkungen: P. Sjöstedti steht dem unten beschriebenen P. gracilis und
den BEDDARD'schen Arten P. kenyaensis und P. montis-kenyae nahe. Von P. gracilis
und P. kenyaensis unterscheidet er sich dadurch, dass die Seitenwälle der hinteren
Partie des Geschlechtsfeldes ein deutliches, längliches Feld zwischen sich fassen,
während sie bei jenen Arten dicht nebeneinander verlaufen. Auch von P. montis-kenyae
unterscheidet sich P. Sjöstedti durch den Verlauf jener Pubertätswälle. Während sie
bei P. Sjöstedti in ganzer Länge durch ein schmales, vertieftes Feld getrennt sind,
bis zu ihrer bogenförmigen Verbindung am hinteren Ende, verhalten sie sich bei
P. montis-kenyae vorn und hinten verschieden: Vorn lassen sie ein deutliches Feld
zwischen sich, während sie in der hinteren Partie dicht neben einander verlaufen.
Die Samentasche ist bei P. Sjöstedti vorn gerundet, während sie bei P. montis-kenyae
wie bei P. gracilis vorn abgestutzt ist.
Polytoreiitus gracilis n. sp.
(Fig. 4, 5.)
Vorliegend ein vollkommen geschlechtsreifes und ein halbreifes Stück. Der
Erhaltungszustand dieser Objekte war leider nicht gut. Die inneren Organe waren
so brüchig, dass sie meist schon beim Auseinanderspannen der Leibeswand zerrissen.
Bei der augenscheinlichen nahen Verwandtschaft dieser Form mit P. Sjöstedti darf
aber wohl angenommen werden, dass sie in allen wesentlichen Verhältnissen mit diesem
letzteren übereinstimmt.
Äusseres. Dimensionen des geschlechtsreifen Stückes: Länge 75 mm,
Dicke IV2 — 3 mm, Segmentzahl ca. 135.
MICHAELSEN, OLIGOCHAETA. 7
Färbung grau bis gelblich.
Borsten lateral massig weit, ventral sehr weit gepaart.
Gürtel am V2I3.— 18. Segment ( = 5'/2), ringförmig, aber vorn ventral schwächer
ausgeprägt.
Männlicher Porus ein ventral medianer Querschlitz auf Intersegmental-
furche 17/18.
S amentaschen-Porus ein ventralmedianer Querschlitz auf Intersegmental-
furche 18/19, eingefasst von einem stark erhabenen Wulst.
Pubertätsorgane (Fig. 5): Ein ventralmedianes, vorn hinter dem zweiten
Drittel des 16. Segments gerundet-spitzwinklig endendes Polster trägt den männlichen
Porus. Der männliche Porus ist, wenigstens bei dem vorliegenden Stück, nicht
deutlich von besonderen Wülsten oder Lippen umgeben. (Nach Ausstülpung der
Bursa propulsoria oder des distalen Teiles derselben mag sich das Aussehen des
männlichen Porus und seiner nächsten Umgebung ändern und mehr dem von P. Sjöstedti
ähnlich werden.) Das Polster zieht sich nach hinten in zwei ziemlich breite Längs-
wülste aus, die zunächst den Wulst des Samentaschen-Porus eng zwischen sich fassen,
sich dann im spitzen Winkel einander nähern, um vom 21. Segment an dicht neben-
einander, ohne einen merklichen Zwischenraum zwischen sich zu lassen, gerade nach
hinten hinzuziehen. Im 28. Segment gehen diese beiden Wülste schliesslich durch ein
bogenförmiges, vorn konvexes Zwischenstück in einander über. Zwischen den beiden
Längswülsten liegt eine vorn von dem Wulst des vSamentaschen-Porus begrenzte
gleichschenklig -dreiseitige, hinten auf Intersegmentalfurche 20/21 spitzwinklig endende
Einsenkung, die ventralmedian auf Intersegmentalfurche 19/20 einen Kopulationsta-
schen-Porus trägt.
Innere Organisation nur zum kleinen Teil festgestellt, in allen wesentlichen
Punkten zweiffellos mit der von P. Sjöstedti übereinstimmend.
Männliche Geschlechtsorgane: Die Samen sack -Schläuche sind schon
in der vorderen Partie ziemlich dick, erweitern sich aber doch erst hinter der
Prostaten-Region zu eigentlichen Säcken, die, durch die Dissepimente unregelmässig
eingeschnürt, im übrigen glatt, sich an den Mitteldarm anschmiegen. Prostaten
dick wurstförmig, unregelmässig gebogen, äusserlich glatt, distal nur wenig verengt,
ohne deutlichen Ausführgang gesondert in die seitlich-hintere Partie einer annähernd
kreisrund-polsterf örmigen Bursa propulsoria einmündend.
Weibliche Geschlechtsorgane (Fig. 4): Die Samentasche {st) ist
ein ventralmedianer, einfacher, divertikelloser Schlauch, der hinten direkt, ohne Ver-
mittlung eines muskulösen, atrialen Raumes, ausmündet. Sie ist nach vorn nicht
merklich verschmälert, sondern eher noch etwas verbreitert. Ihr vorderes Ende ist
quer abgestutzt. Aus den etwas zur Seite gezogenen Ecken entspringt je ein ziemlich
langer, in der Mitte fast gerade gestreckter, in den Endpartien jedoch kurz und eng
geschlän gelter und gewundener Verbindungsschlauch (vs), der anderseits in die
mediale Seite eines geschlossenen Eitrichters einmündet. Der geschlossene Ei-
t rieht er {et) ist eng umhüllt von einem weiten, fein-häutigen Schlauch (Ovarial-
Ei t rieh ter-S ack) {oes), der sich nach vorn zum Dissepiment 12/13 hinzieht und
8 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 22: 1.
hier ein kompaktes Körperchen, zweifellos ein Ovarium (ov), einschliesst. An
der Hinterseite trägt der geschlossene Eitrichter einen dicken, äusserlich viele Hervor-
ragungen aufweisenden Eier sack (e,s), in der Abbildung zum grössten Teil abge-
gerissen dargestellt. Die Hervorragungen desselben entsprechen den Eikämmerchen
in seinem Innern. Lateral verengt sich der geschlossene Eitrichter und geht dann
in einen ziemlich langen, gerade gestreckten E i 1 e i t e r (e/) über. Samenkämmerchen
konnten nicht deutlich erkannt werden. Vielleicht finden sich einige in der Über-
gangspartie zwischen Eileiter und Eitrichter innerhalb der hier proximalwärts stark
an Dicke zunehmenden Wandimg. Hier glaubte ich einige gedrängt stehende birn-
förmige Hohh'äume (ungefüllte Samenkämmerchen?) zu erkennen.
Pubertätsorgane: Hinter dem Ausmündungsende der Samentasche liegt
eine ventralmediane längliche, vorn gerundete, hinten spitz auslaufende selbständige
K o p u 1 a t i o n s t a s c h e.
F undnotiz: Kilimand j aro, am West-Abhang oberhalb derStation
Kibonoto, 2000 m hoch, im Regenwald unter vermodernden Blättern; Y. Sjöstedt
leg. 5. Xr. 05.
Bemerkungen: Polyforeutus gracilis steht dem oben beschriebenen P. Sjöstedt i
sowie den BEDOARD'schen Arten P. henyaenis und P. inontis-kenyae sehr nahe. Er
unterscheidet sich von denselben, abgesehen von geringfügigen Abweichungen in der
inneren Organisation, häuptsächlich in der Gestaltung des Geschlechtsfeldes.
Die Längswülste, die die Kopulationsrinne zwischen sich fassen, sind bei P. gracilis
wie bei P. kenyensis vom 2L Segment an dicht aneinander gerückt. Bei P. Sjöstedti
und P. montis-kenyae lassen sie eine breite Rinne zwischen sich. Dementsprechend
ist auch die Kopulationsrinne bei P. gracilis und P. kenyaensis anders gestaltet als
bei P. Sjöstedti. Andere Unterschiede des äusseren Geschlechtsapparates, so in dem
Aussehen des männlichen Porus, mögen auf verschiedener Erektion beruhen. Von
P. kenyae7isis unterscheidet sich P. gracilis hauptsächlich dadurch, dass das Geschlechts-
feld zwischen dem männlichen Porus und dem Samentaschen-Porus keine Verengung
aufweist, und dass es viel weiter nach hinten reicht, nämlich bis über das 28. Segment.
Bei P. kenyaensis ist die Länge des Geschlechtsfeldes allerdings bis zu einem gewissen
Grade variabel; doch fand Beddard unter 75 geschlechtsreifen Stücken nur eines, bei
dem es bis über das 26. Segment reichte; bei den meisten nur bis über das 24. oder
23., bei wenigen über das 25. Segment. Die Samentasche scheint bei P. gracilis
etwas anders gestaltet zu sein als bei P. kenyaensis. Während sie bei diesem letzteren
vorn in einer Rundung endet, ist sie bei P. gracilis vorn abgestutzt, in Folge des
Vorspringens der Ecken, aus denen die Verbindungsschläuche entspringen, sogar
etwas konkav.
Polytoreutus lueniauus n. sp.
(Fig. G, 7.)
Vorliegend zwei sehr stark erweichte, im Innern zum Teil zerfallene Exemplare.
Äusseres. Dimensionen: Länge 60 und 100 mm, maximale Dicke 2V2 mm,
Segmentzahl ca. 144 und 180.
MICHAELSEN, OLIGOCHAETA. 9
Borsten lateral massig eng, ventral weit gepaart.
Gürtel ringförmig, am 13. — 18. Segment (=6).
Männlicher Porus ventralinedian auf Intersegmentalfurclie 17/18, von einem
kreisrunden Hof umgeben.
Samentaschen-Porus ventralmedian auf Intersegmentalfurclie 18/19, von
einem undeutlichen quer-ovalen Hof umgeben.
Pubertäts Organe scheinen zu fehlen.
Innere Organisation. Darm: Unpaarige ventrale Chy lustaschen im
9., 10. und 11. Segment, breit und kurz, fast kugelig. Ein Paar breite, nierenförmige,
sitzende Kalkdrüsen im 13. Segment.
Männliche Geschlechtsorgane (Fig. 7): Ein paar Samensäcke von
Dissepiment 11/12 durch viele Segmente nach hinten ragend, fest and den Darm ange-
legt, anfangs dünn schlauchförmig, weiter hinten erweitert, unregelmässig wurstförmig.
Samenmagazine im 11. Segment dick spindelförmig, etwas gebogen. Prostaten
(pr) mit wurstförmigem, unregelmässig gebogenem, äusserlich glattem, nicht glänzendem
Drüsenteil und ziemlich scharf abgesetztem, kurzem, sehr engem Ausführgang. Die
Ausführgänge der beiden Prostaten münden dicht neben einander, aber vollkommen
gesondert, hinten-oben in eine kugelige Bursa propulsoria (bp) ein. Aus dem
distalen Ende des Drüsenteils der Prostaten entspringt je ein ziemlich dicker, durch
einige Segmente nach vorn hin ragender Blindsack (pd), in den zweifellos der
Samenleiter {.sl) der betreffenden Seite einmündet (nicht beobachtet, nach Analogie
von P. usambariensis Michlsn u. a.).
Weibliche Geschlechtsorgane (Fig. 6): Ovarien nicht erkannt. Die
Samentasche (st) ist ein ziemlich breiter, im allgemeinen unpaariger, divertikel-
loser Schlauch, der hinten direkt, ohne Vermittlung eines muskulösen Atrialraumes,
ausmündet und sich vorn in zwei kurze, dicke Blindäste gabelt. Diese Blindäste
sind meiner Ansicht nach nicht als Divertikel, sondern als Teile der Samentasche
selbst anzusehen, die einzigen Überreste einer ursprünglichen Paarigkeit der Samen-
tasche (vergl. die Verhältnisse bei P. Ehlersi Michlsn). Aus den vorderen Gabel-
ästen der Samentasche entspringt lateral ziemlich weit hinter dem vorderen blinden
Ende je ein dünner, eine oder einige enge Schleifen bildender Verbindungs-
schlauch {vs), der andererseits in die mediale Kante eines geschlossenen Ei-
trichters {et) einmündet, und zwar ziemlich weit hinten, dicht vor dem Ansatz des Eier-
sackes. Das Lumen des geschlossenen Eitrichters ist verhältnismässig einfach, ein
bogenförmig parallel dem vorderen und medialen Rande verlaufender Kanal, der
sich proximal mit dem Lumen des Verbindungsschlauches vereint, um dann
sofort in den Eiersack einzutreten. Der Eiersack {es) ist dick nierenförmig,
äusserlich uneben, warzig, in Folge des Vortretens der Eier kämmerchen. Distal
bezw. lateral geht der geschlossene Eitrichter, sich schnell verengend, in einen langen,
gerade gestreckten Eileiter {el) über. An diesem Übergang finden sich innerhalb der
Wandung des Eileiters bezw. des geschlossenen Eitrichters eine Anzahl (etwa 7)
schlank birnförmige Samenkämmerchen {sk).
Sjostedis KiUniundJaro'Meni K-rpedition. 22. 2
10
SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MBRU EXPEDITION. 22: 1.
F undnotiz : Meru-Berg, am Süd -Abhang, in der Zone des Regen-
waldes, 3000 m hoch: Y. Sjöstedt leg. 21. /24. XII. 05.
Bemerkungen: Polyloreulus meritanus schliesst sich an die Gruppe der
Polytoreutus mit unpaariger, divertikelloser S am entasche an, und zwar scheint er
dem P. hilindinensis Bedd. nahe zu stehen. Bei diesem sind jedoch die vorderen
Gabeläste der Samentasche lang und dick-birnförmig angeschwollen, während sie bei
P. meruanus kurz stummeiförmig sind.
Liste der ans (lern Kiliiiiaiuljaro und dem Meru bisher
beliainiteii Olinoclnvleii.
1. Dicliogaster gracilis (Michlsn)
2. rygiiiseodrilus muntanus Mr'HLSN ii. sp,
3. » » » 11. vary
4. Platydrilus sp. (? lewaensis Michl-sn)
5. Polytoreutus Sjöstcdti Michlsn ii. sp.
(3. » gracilis Michlsn n. sp.
7. » meruauus Michlsn n. sp.
22. YERMES.
2. Cestodes
von
OTTO FUHRMANN.
Mit 1 Tafel.
Auf der Expedition nach dem Kilimandjaro und Meru, ausgeführt unter der Leitung
von Prof. Dr. Yngve Sjostedt sind leider nur drei Cestodenarten ^ gesammelt worden,
welche aber äusserst intressante Formen sind.
Anoplocephala zebrae Rud.
Fig. 1 — 7.
Wie mir Dr. A. Colijn (Museum Berlin) gütigst mitteilt gehört der von Prof. Sjo-
stedt im Darme des Zebrae gefundene Cestode zweifellos Taenia zehrae Rud. an. Die
Typen welche sich im Pariser Museum befinden sollten, sind leider nach Rhtteilung
von Prof. R. Blanchard an Dr. A. Collin nicht mehr vorhanden. In einer Arbeit
"Parasiten aus dem Darm des Zebra" hat Dr. A. Collin" die äussere Morphologie und
die Maasse des obigen Cestoden angegeben. Ich will dieselben hier widergeben damit
man sie mit den von mir beobachteten vergleichen kann ; Kopf 3 mm. breit, 2,^ mm.
dick; Länge der Strobila 70 mm.; grösste Breite 26 mm.; Dicke 5( — 6) mm'. (Diese
letztere Angabe scheint mir fraglich.) Auch Linstow'' erwähnt kurz diesen Cestoden in
einer Arbeit.
Die Frage ob A. perfoliaia (Goeze) des Pferdes und A. zehrae (Run.) identisch, ob
letztere eine Varietät ersterer oder eine besondere Art ist, soll am Schlüsse entschieden
werden.
' Die Cestoden seheinen in diesen Gegenden nielit häufig zu sein. Otigleich ich 417 Säugetiere (dar-
unter 77 Antilopen) untl 1,540 Vögel, von denen die meisten Säugetiere und die grösseren Vögel naoh Inte-
stinalwürmern untersuehl wurden, mitgebracht, habe ich nur die genannten drei Cestodenarten antreffen kön-
nen. Y. S.
* A. COLLiiv. Parasiten aus dem Darm des Zebra. Sitzung.sberichte der Ges. Naturf. Freunde (Berlin) 1891.
^ 0. V. LiNsTOW. Helminthen von den Ufern des Nyassasees. Jenaische Zeitschr. Bd. 35. 19Ü0.
Sjöstedts KilimandjaroMeru Expedition. 22. 3
12
SJÖSTEBTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 22: 2.
Wir kennen von den beiden Arten zunächst die Maasse, welche ich hier einander
gegenüberstellen will. Bei A. i^erfolmta ist der Skolex 0,g— 1 mm. (nach Stiles 2—3
mm.) breit; die Strobila zeigt eine Länge von 8—25 mm. (nach Stiles 15 mm.); die
Breite beträgt 3—9 mm. Die Zahl der Glieder ist bei reifen Individuen ca. 100.
Dagegen finden wir bei A. zehrae einen Skolex denen Breite 3 mm. beträgt; die
Strobila ist 33—50 mm. (nach Collin 70 mm.) lang und 10—18 (nach Collin 26 mm.
breit). Die Dicke beträgt 2 mm. Die Zahl der Glieder ist ca. 200. Aus diesen Daten
scheint mir, wie auch schon Collin annimmt, hervorzugehen dass 2 Arten vorliegen da
bereits in den Maassen ziemlich bedeutende Unterschiede bestehen, Unterschiede welche
noch deutlicher zu Tage treten wenn wir die Anatomie der beiden Arten vergleichen.
Der Skolex von A. zehrae (Textfig. 4) ist von bedeutender Grösse indem er wie
schon oben angegeben einen breiten Durchmesser von 3 ja 3,2 mm. erreicht. Vom
Scheitel gesehen ist der Kopf viereckig und bewaffnet mit
vier mächtigen 1,3 mm. im Durchmesser messenden Saug-
näpfen. Oberflächlich erscheint der Kopf, wie die Figur 3 am
besten zeigt, segmentiert und trägt er an seinem dorsalen und
ventralen Hinterrande je zwei Lappen die bis 1,5 mm. lang
und in gestrecktem Zustande wohl noch viel länger sein kön-
nen. An Sagitalschnitten fällt die bedeutende Grösse der an
der Öffnung der Saugnäpfe gelegenen Sphinkter auf. Die Wan-
dung dieser Haftorgane hat eine Dicke von 0,i8 mm. und fin-
den wir zwischen den dichtgedrängten Radiärmuskeln zahlreiche
grosse sternförmige Zellen, welche wohl Ganglienzellen sind.
Zwischen den vier Saugnäpfen liegt central stark entwickelt
und scharf begrenzt ein centraler Muskelzapfen.
Die Muskulatur des Skolex ist überaus stark differen-
ziert aber in der Strobila gruppiert sie sich in die drei bekannten Muskelsysteme. Die
äussere Längsrauskelzone ist etwa 0,ir. mm. breit und besteht aus einer grossen Zahl von
dicht gedrängten kleinen Bündeln, welche nach aussen rasch kleiner werden. Die inner-
sten, grössten Bündel bestehen aus 12—18 Fasern während die peripheren Muskelbündel
nur 2 — 3 Fasern haben. Die Transversalmuskulatur ist ebenfalls bedeutend entwickelt
indem sie eine 0,oi mm. mächtige Muskelmasse bildet. Sehr zahlreich namentlich an
den Enden der Proglotliden sind die Dorsoventralfasern, welche grosse Myoblasten
zeigen.
Das Excretionssystem zeigt hier ganz besondere für Anoplocejyhala charakterisüsche
Verhältnisse indem die beiden Längsgefässe nach innen, weniger nach der Peripherie,
ein reiches Netz von Gefässen ausstrahlen lassen, so dass namentlich im Vorderteil der
Strobila die Hauptlängsgefässe auf Flächenschnitten, besonders aber auf Querschnitten
schwer zu erkennen sind indem das Markparenchym vom einem engen Netz von Gefäs-
sen durchflochten ist, die alle noch von gleicher Weite sind. Auf Flächenschnitten
scheint es mir sogar als ob ein inneres weites ventrales Gefäss und nach aussen, zu
FUHKMANN, CESTODKS. 13
beiden Seiten des mächtigen Längsnerven, zwei stark gewellte, durch Anastomosen ver-
bundene, enge dorsale Längsgefässe bestünden.
Vom Nervensystem habe ich nur die drei seitlichen Längsnerven beobachtet, von
welchen der Hauplncrf einen Durchmesser von 0,or, — 0,i mm. hat. Aufgefallen ist mir
dass der dorsale und ventrale Begleilnerf ausserhalb des Älarkparenchyms zwischen Trans-
versalmuskulatur und der inneren Längbündelzone liegt.
Direkt hinter dem Skolex findet sich eine 0,u mm. breite Bildungszone welche
mit Mämalaun gefärbt durch ihre dunkle Farbe sich sehr scharf vom davor gelegenen
Skolex absetzt, sie besteht aus dicht gedrängten Zellkernen. Diese dichte Masse junger
embryonaler Zellen ist ganz durchwoben von einem feinen Netz vom Exkreüonsgefässen.
Das Erste was man hinter dem Skolex als dichtere Zellmasse sich differenzieren sieht ist
der Cirrusbeutel und die Vagina namentlich deren Bccepiaeulum sciiiinis, aber auch schon
der Uterus zeigt sich als Zellstrang die jungen Proglottiden cjuer durchlaufend und dies
bevor noch die Anlage des Geschlechtsdrüsen sichtbar ist.
Bereits 0,62 mm. hinter dem Skolex sieht man die Plodenanlagen in der 9. Pro-
glottis, 10 Proglottiden weiter hinten sind sie bereits fast verschw^unden und nur in 4 —
5 Gliedern zeigen sich reife Spermatozoen. Aber auffallend ist, dass schon da wo die
Hoden in ihrer ersten Anlage (9. Proglottis) erscheinen das Ileceptaculum seminis sich
mit Spermatozoen gefüllt hat. Die Befruchtung der Eier kann hier nicht durch Selbst-
befruchtung geschehen und ist also wenigstens ein Teil des weiblichen Genitalappa-
rales früher funktionsfähig als der Männliche. Es ist dies ein Verhalten das bei Cesto-
den selten ist. Viel langsamer als die bis jetzt genannten Organe entwickeln sich das
Ovarium und der Dotterstock denn erst 4 — 5 mm. hinter dem Skolex in etwa der 40.
Proglottis sind sie ganz entwickelt und beginnt der Uterus sich mit befruchteten Eiern
zu füllen.
Die Geschlechtsorgane von A. zehra (RuD.) münden einseitig aus.
Die männlichen Geschlechtsorgane sind wäe schon oben bemerkt sehr früh und
nur in wenigen Gliedern funktionsfähig. Sie verhalten sich in ihrer Entwicklung wie dies
schon Zscholxl-e für ^1. mamülana beschreibt.
Der Cirrusbeutel zeigt eine schlauchförmige Gestalt und hat eine Länge von 0,9 —
1,1 mm. und einen Durchmesser von 0,i2 mm. wobei die Muskelwandung 0,o3 mm. misst.
Am Hinterende des Cirrusbeutels finden wir einen mächtigen Refraktor der ventralwärts
in die Transversalmuskulatur des Gliedes übergeht. Im Cirrusbeutel selbst findet sich
ein langer bedornter Cirrus und eine langgestreckte Vcsicula somnalis interna, ausserhalb
ventral oder dorsal vom Cirrusbeutel liegt eine grosse Vcsicula externa. Der Cirrus-
beutel geht über den Hauptlängsnerven und über das grosse ventrale Gefäss hinaus zum
Rande. Der Längsnerf liegt 0,28 mm. vom Rande entfernt, das ventrale Exkretionsgefäss
0,t mm., so dass also der Cirrusbeutel weit über diese beiden Organe hinein ins Mark-
parenchym dringt. Wie bei ^1. mamülana so verschwinden auch hier nicht nur die
* F. ZsCHOKKE. Reclierchcs sur la structure anatomique et histologique des Gastodes 1888.
14 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 22: 2.
Hoden sondern was bei Cestoden sehr selten vorkommt aucli der Cirrusbeutel in den
reiferen Gliedern. Die Hoden, sehr zahlreich, finden sich zwischen den beidseitigen
äusseren Längsgefässen des Exkretionssystems im ganzen Markparenchym. Ihr Durch-
messer ist 0,033 — 0,048 mm.
Die weiblichen Geschlechtsorgane zeigen eine Vagina welche schon im Bereiche
des Cirrusbeutels zu einem immer weiter werdenden Receptacnlntn seminis anchwellt
das bis zum Dotterstock reicht und daselbst keulenförmig erweitert ist. Die weib-
lichen Geschlechtdrüsen sind asymetrisch was namentlich am Keimstock deutlich liervor-
tritt. Keimstock und Dotterstock sind den einseitig ausmündenden Genitalpori genähert.
Es zeigt das Ovarium z\vei Flügel, von welchen der porale 0,47 mm., der antiporale 1,2 — -
1,4 mm. misst. Der Keimstock zeigt eine ganz ventrale Lage und Ijesteht aus einer hori-
zontal verlaufenden Zellmasse von welcher aus dorsal aufsteigende Zellschläuche sich
erheben. Diese Keimstocklappen zeigen eine bei Cestoden seltene Struktur, wie solche
schon bei Tetrahothrins torulosus^ von mir beobachtet wurde. Die Eier welche das
Ovarium enthält sind nicht wie das sonst bei allen Cestoden der Fall ist, alle von der-
selben Grösse und demselben Stadium der Entwicklung, sondern wir finden wie bei
Tuibellarien am blinden, dorsalen Ende der verUkal aufsteigenden Eischläuche ein Bil-
dungsgewebe zur Hervorbringung neuer Eier. In der Tat haben die jungen Eizellen da-
selbst nur Kerne von 0,oo36 mm., während die Eikerne des reifen Keimstockes 0,oo9 mm.
im Durchmesser messen. Zwischen den beiden Keimstockflügeln liegt der 0,3 mm. breite
starkgelappte Dotterstock dessen Mitte 1,7 mm. von porsalen Rande entfernt liegt. Die
grosse Schalendrüse liegt dorsal vom Dotterstock.
Bevor noch die weiblichen Geschlechtsdrüsen nur angelegt sind sehen wir bereits
den Uterus als quer verlaufenden Zellstrang in den ersten Proglottiden erschienen. Später
sehen wir ihn als cylindrisches Rohr, das sich rasch mit Eiern füllt, wobei zuerst die
lateralen Teile sich füllen und sackartig ausweiten. Schliesslich finden wir in ganz reifen
Gliedern das ganze Markparenchym erfüllt von dem sackförmigen Uterus. Die Eier sind
von 3 Hüllen umgeben; die äusserste hat einen Durchmesser von 0,i — 0,i2 mm., die
mittlere einen solchen von ca. 0,o6 mm. und es ist der nur 0,oi6 mm. im Durchmesser
messende Embryo von einem "birnförmigen Apparat" umgeben der aus der sphaerischen
Hülle und zwei 0,o2 mm. langen ihr aufsitzenden Hörnern besteht, (s. Fig. 7.)
Vergleichen wir nun die oben geschilderte Anatomie von A. sebrae mit der von
Kahane^ genauer beschriebenen Ä. perfoliata mit welcher nach einigen Autoren obige
Art vielleicht identisch ist. Leider ist die weitläufige Beschreibung Kahanes nicht immer
sehr präzis und entbehrt vollständig der Grössenangaben, so dass ich mich bei dem Ver-
gleiche hauptsächlich an die Figuren des Autoren halte. Im männlichen Genitalapparat
fällt uns namentlich der bedeutende Unterschied in der Länge und Form des Cirrusbeu-
tels auf. Während bei A. zehrae der Cirrusbeutel über den Längsnerf und das ventrale
^ Führmann, 0. On the Anal.omy of Prosthococotylc torulosa (Linstow) and Prosthecocotyle heteroclita
(Dies.). — Proe. of Royal Soc. of Edinburgh vol. XXII, 1899.
* Kahane. Anatomie von Taenia perfoliata, Zeitschr. f. Wiss. Zool. Bd.. 34.
FÜHIIMANN, CESTODES. 15
Wassergefäss hinausgehl, sclieiiil er hei A. pcrfoliatn kaum das ventrale Wassergefäss
zu erreichen. Die Vcsicidii sciii/iKt/is isl hei Ä. zcbfdc nicIiL wie hei ^1. perfoliata
hinter sondern dorsal oder veniral vom Cirrusbeulel gelegen. In den weiblichen Genital-
organen fällt namenilich die viel l)edeulendere Asymetrie des Keimstockes hei der von uns
heschriehenen Art auf. Die reifen Üncosphären hat Kaiiane leider nur ganz ungenügend
untersucht.
Nach ohen gesagtem, sowie nach dem Eingangs aufgestellten Vergleich der äusseren
Morphologie der heiden Formen ist zu schliessen dass wir zwei gute Arten vor uns haben.
Stilesia Sjöstcdti uov. spec.
Fig. 8—16,
Die Vertreter des Crenus Stilesia zeigen in der Anordrumg sowie in der Zusammen-
setzung der Geschlechtsorgane Verhältnisse welche ihnen eine besondere Stellung anweisen.
Die Anatomie dieser Formen wurde von Stiles^ und Wolffhügel" untersucht doch
sind deren Beschreibungen noch ziemlich unvollständig und z. T. auch fehlerhaft. Na-
mentlich ist die von Stiles gegebene Diagnose des Genus sehr unvollständig und enthält
nicht das typische dieser Cestodengruppe.
Unsere neue Art welche aus Tragelaphus sijlraticus meruensis Lönnb. stammt
die in den Niederungen des Kilimandjaros erlegt wurde, zeigt eine Reihe von Besonder-
heiten in der Disposition der Organe welche uns berechtigen eine neue Art aufzustellen.
Anderseits hat das gut erhaltene Material uns erlaubt eine Reihe zweifelhafter und frag-
licher Punkte festzustellen. Von Stilesia Sjöstedti lagen mir keine vollständigen Exem-
plare vor, sondern nur skolexlose Fragmente von 6 — 10 cm. Länge welche eine grösste
Breite von 2 mm. zeigten. Der ganze Wurm wird wohl eine Länge von 12 — 15 cm.
haben. Wie bei St. Iwpatica Wolffhugel finden wir die Glieder sehr kurz, so dass der
Wurm von blossen Auge gesehen unsegmentierl erscheint. In der Tat beträgt die Länge
der Glieder nur 0,o7 mm. und nur die letzten reifen Glieder sind länger (ca. 0,4 — 0,8
mm.) zugleich aber auch schmäler (1,3 — 0,s mm.) als die übrige Strobila. Die letzten
Proglottiden können wie obige Zahlen zeigen quadratisch oder sogar etwas länger als
breit werden.
Die Muskulatur der Strobila ist etwas anders gestaltet als Wolfflügel für St. hepa-
tica angiebt indem wenn auch nicht immer sehr deutlich die Längsmuskulatur aus zwei
Lagen besteht einer inneren, gebildet von Muskelhündeln welche bis 12 Fasern umfassen
und einer äusseren aus zahlreichen kleineren Bündeln bestehenden Lage welche aus 2 — 4
Fasern zusammengesetzt und zwischen welchen noch viele Einzelfasern zerstreut liegen.
Die Transversalmuskelschicht liegt in einer 0,-2s mm. dicken Proglottis 0,o8 mm. von der
^ Stiles, C. W. and Hassall, A. A rcvision of the adult Costodes of catllc, sheep and allied ani-
mals. riureau af Animal Indiistry Iliill. i-, I.S03.
- Wolffhugel, K. Stilesia hepatica nov. spec. ein Bandwurm aus den Gallengängen von Schafen
und Zielen Osfafrikas. Berliner Tierärztliche Wochenschrift No. iS. 1903.
16 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MERU EXPEDITION. 22: 2.
Cuticula entfernt, so dass das Markparenchym eine Höhe von nur 0,i2 mm. hat. Die
Dorsoventralmuskeln sind fein und ziemlich zahlreich.
Das Wassergefässystem zeigt wie bei St. hepatica zwei Längsgefässe welche in
Schlangenlinien die Strobila durchziehen. Beim dorsalen, inneren Gefäss ist der Verlauf
der Schlangenlinie nicht nur ein horizontaler sondern auch ein dorsoventraler so dass
man in dicken Querschnitten das Gefäss oft vertikal von der Dorsalseite zur Ventralseite
verlaufen sieht. Das ventrale Gefäss liegt in einem l,i4 mm. breiten jungen Gliede ca.
0,11 mm. vom Rande entfernt, während das Dorsale 0,::4 mm. vom Rande entfernt liegt.
Zwischen diesen beiden Gefässen liegt der ganze Komplex der weiblichen und männlichen
Geschlechtsdrüsen. Das ventrale Gefäss zeigt wie uns nach der Beschreibung von Wolff-
HÜGEL scheint noch in viel höheren Masse wie bei St. hepatica Verzweigungen zu bilden
welche ausser dem bei Cestoden fast immer vorhandenen Verbindungsgefäss auch nach
oben und aussen in grosser Zahl ausstrahlen und sich mit einander anastomosieren. Es
zeigt sich besonders neben dem ventral verlaufenden auch ein ja sogar oft zwei dorsal
verlaufende Quergefässe (siehe die Figuren).
Die Geschlechtsorgane sind doppelt und münden in jeder Proglottis beidseitig in eine
ziemlich tiefe Genitalkloake aus.
Der männliche Geschlechtsapparat besteht jederseits aus mindestens 10 Hoden welche
auf Querschnitten oval, einen Höhendurchmesser von 0,o5 mm. mid einen Querdurch-
messer von 0,033 mm. haben. Diese Hoden liegen dorsal zwischen dem dorsalen und
ventralen Exkretionsgefäss und nicht wie bei den beiden anderen aus diesem Genus be-
kannten Arten ausserhall) der ventralen Wassergefässe. Die Längsachse der Hoden ist
nicht immer vertikal sondern häufig schief und zwar so dass der dorsale Teil des Hodens
nach innen geneigt ist und auch nach dieser Seite das Austreten der Vasa efferentia
statt hat, so dass es ganz den Anschein hat als ob die Unken Hoden ihr Sperma in den
rechten Copulationsapparat führen und umgekehrt.
In der Tat sehen wir was Stiles, nicht aber Wolffhügel beobachtet dass das Vas de-
ferens quer die Proglotlis durchzieht und zwar so dass dasselbe von den Hoden aus über
dem dorsalen Wassergefäss durch das centrale Älarkparenchym schief durchquert, um auf
der entgegengesetzten Seite unter dem dorsalen Gefäss durchgehend nach dem Cirrus-
beutel zu verlaufen. Bevor das Vas deferens in denselben eintritt bildet es über dem
ventralen Wassergefäss zahlreiche Schlingen welche von vereinzelten Zellen, wohl Drüsen-
zellen, umgeben sind. Eine Verbindung des Vas deferens mit den Hoden derselben Seite
der Proglottis habe ich leider nicht mit Sicherheit feststellen können. Wolffhügel aber
sagt dass nach seinen Beobachtungen die Mehrzahl der Hoden, nach dem Verlauf der
Vasa efferentia zu schliessen das Sperma in den Cirrusbeutel derselben Seite führen.
Auch bei unserer Art wird vielleicht ein Teil der Hoden ihr Sperma durch den Penis der
selben Seite ausleiten. Der Cirrusbeutel ist kurz, birnförmig und 0,o8 mm. lang, dünn-
wandig und nur an der dem Genitalporus zugewendeten Seite ist die Muskulatur desselben
verstärckt. Im von Zellkernen erfüllten Cirrusbeutel ist das Vas deferens leicht gewun-
den und zeigt einen verhältnismässig dicken sich dunkelblau färbenden Cirrus der von
'o"-
FinTRMANN, CESTODES. 17
feinen Borsten hekleidcl isl. Die Genitalkloake ist so Lief ((),iir, mm.), tlass der Cirrus-
beulel niclil im Rindenparenchym, sondern zum grösslen Teil oder ganz im Markparen-
eliym liegt.
Die weiblichen Geschlechtsorgane sind es besonders, welche einen ganz eigenli'im-
lichen Ran aufweisen. Die Vagina liegt, hinler oder ül)er dem Cirrusbeulel; sie isl in
ihrem Anfangsleil starkwandig, muskulös und von feinen Borsten ausgekleidet. Auf der
Höhe des ventralen Exkrelionsgefässes, über welches sie hinwegläufl, bildet sich meist
ein wenig auffallendes Receplaculum seminis. Sobald sie aber dieses Gefäss über-
schritten, teilt sie sich in zwei Gänge, den ventralen, den Ovidukt und den dorsaleren
Uteringang. Von diesen beiden Gängen sieht man auf Querschnitten den einen in das
Ovarium münden, von dem anderen Gang dagegen, welclier indirekt in den näher dem
Rande gelegenen Uterus mündet, sieht man das Einmünden nicht deutlich und geht der
Gang auf jeden Fall hinter dem Uterus durch. Würde er direkt einmünden so lägen die
Verhältnisse sehr einfach, ähnlich wie sie bereits Wolffhügel für Sf. hepatica be-
schriel)en und schematisch gezeichnet hat. Bei genauerem Durchsehen findet man
aber das centrale Markparenchym durchquert von einem Kanal, in welchem man häufig
Eizellen bemerkt. Dieser Kanal ist nach unserer Ansicht nichts anderes als ein Uterus-
gang, welcher die beiden Uteri mit einander verbindet. In ihn mündet auch nahe und
medianwärts vom Uterus der von der Vagina sich abzweigende kurze Uteringang, welchen
ich, wie schon oben bemerkt, nie direkt in den Uterus einmünden sah. Dieser Umstand
wirft ein besonderes Licht auf den vergleichend anatomischen Wert des die beiden kleinen
seitlichen Uteri verbindenden Kanal (s. weiter unten).
Die Beobachtung des Verlaufes der weiblichen Geschlechtsgänge ist dadurch er-
schwert, dass das Markparenchym durchquert ist von zahlreichen engen Exkretions-
stämmen und den Vasa deferentia, dass ausserdem die Gänge oft sehr zart gebaut oder
ohne Lumen sind und ein solches nur da zu Tage tritt, wo eben Eier passieren.
Das Ovarium ist von eiförmiger Gestalt, mit einem Durchmesser von nur 0,o68 mm. ;
die wenig zahlreichen Eier messen 0,oo9 mm. Der Dotterstock und die Schalendrüse
fehlen, so dass also der Geschlechtsapparat ein sehr einfach gebauter ist.
Einer ganz besonderen Besprechung bedarf der Uterus, der, wie schon bemerkt,
auf der poralen Seite des Keimstockes und dorsaler als der ventral gelegene Keimstock
liegt. Was uns zunächst auffällt ist die Tatsache dass er, wenn die Eier in ihn einzu-
dringen beginnen, ein kompaktes Organ ist, gebildet aus sehr kleinen sich dunkel-
färbenden Zellen, welche in ihrer Gesamtheit ganz das Aussehen eines Dotterstockes
haben. In dieses kompakte, anfangs nur 0,o4 — 0,o5 mm. im Durchmesser messende
Gebilde, treten die Eier ein und umgeben sich jedes mit einer kleinen Höhle (anfangs
0,ui mm. weit), in welcher sich dann die 0,oo9 mm. grosse Eizelle zu teilen beginnt.
Später, wenn der Uterus mit Eiern gefüllt (wobei das Füllgewebe noch lange bestehen
bleibt), legt sich auf der Innenseite des Uterus stempelartig ein Parenchymzapfen an. In
diesem Stadium zeigt er auf dem Querschnitt eine kreisrunde Form mit einem Durch-
messer von 0,1 mm., während er auf Fläclienschnitten längsoval mit einem kleinen Durch-
18 SJÖSTEDTS KILIMANDJÄEO-MEEÜ EXPEDITION. 22: 2.
messer (der in der Längsrichtung der Proglottis liegt) von Ü,ü4 mm. und einem grössten Quer-
durchmesser von 0,1 mm. Das noch zellige Paruterinorgan hat eine Länge von 0,0« mm. und ist
etwas schmäler als der Uterus (Fig. 12). Urspri.inglich besteht das Paruterinorgan aus sehr dün-
nen auf einander geschichteten Zellplatten, während später das Ganze eine fibrilläre Struktur
annimmt, in welcher nur im Innern noch Kerne bemerkbar sind (s. Fig.). Dieser ventralwärts
geneigte Parenchymzapfen kann sich ungefähr in der Mitte einschnüren, was aber nicht
immer der Fall. In ganz reifen Gliedern, welche, wie eingangs bemerkt, sich bedeutend
in die Länge strecken, liegt dann das Paruterinorgan vor dem Uterus (s. Fig. 15); in
dasselbe treten dann die Eier aus dem Uterus ein und bildet das fibrilläre Gewebe des
Ersteren eine 0,u mm. im Durchmesser messende Kapsel um dieselben, während der
Uterus verschwindet. Die Oncosphären haben einen Durchmesser von 0,oi6 mm. und
zeigen zwei enge Hüllen, von welchen die Innere, wie bei Stüesia globijyunctata, zwei
kurze polare Verlängerungen zu haben scheint, was aber nicht mit genügender Sicherheit
beobachtet werden konnte.
Wie Stiles und Wolffhügel konnte auch ich namentlich in reiferen Gliedern im
Markparenchym eine kernreiche, sicli dunkler als das umgebende Parenchym färjjende
Plasmamasse sehen, welche aber nicht die beschränkte Ausdehnung hat wie sie Wolff-
hügel schildert, noch die regelmässige Form zeigt wie sie Stiles abbildet.
Diese die ganze Breite des Markparenchyms einnehmende fein granulöse Plasma-
masse zeigt auf ihrem Verlauf quer durch die Proglottis eine sehr ungleichmässige Ge-
staltung. Sie nimmt auf Querschnitten bald fast die ganze Höhe des Markparenchyms
ein, bald ist sie sehr schmal und zeigt dann Ausbuchtungen. Sie erstreckt sich bis über
das ventrale Wassergefäss randwärts und tritt nicht, wie Wolffhügel glaubt, mit dem
Paruterinorgan in Verbindung, von welchem es deutlich durch die Struktur verschieden.
Auf Flächenschnitten sieht man diese Plasmamasse vor dem Utrus durchgehend, sich
dem Gliedrande nähern. In ganz reifen Gliedern mit Parenchymkapseln sieht man die-
selbe noch deutlich. Ich glaube nicht, dass dieses Gebilde direkte Beziehungen zum
Geschlechtsapparat besitzt.
Noch einige Worte über die bis jetzt bekannten Slilesiaarten und die Interpretation
der weiblichen Geschlechtsorgane derselben. Ausser der oben beschriebenen Form kennen
wir noch zwei weitere Arten, Sf. glohipunctakt (Bivolta) und St. hepatiea Wolffhügel.
Dass Taenia centripunctata Bivolta, wie Stiles glaubt, ebenfalls in dieses Genus gehört,
scheint mir nach dem über diesen Cestoden mitgeteilten sehr unwahrscheinhch zu sein.
St. glohipunctata zeigt einfache unregelmässig alternierende Genitalporen. Nach
Stiles, der allein diese Art genauer untersucht, sind die lateralen, beiderseits zwischen
dem ventralen Exkretionsgefäss und dem Längsnerven liegenden 4 — 7 Hoden unter ein-
ander durch ein transversales, die Proglottis durchquerendes Vas defrens verbunden,
welches über dem Nerven und ventralen Exkretionsgefäss und unter dem dorsalen
Wassergefäss durch verläuft. Die weiblichen Genitalorgane scheinen auf der poralen Seite
gelegen dieselbe Disposition zu haben wie bei unserer Form. Da nun aber auf der dem
Genitalporus entgegengesetzten Seite ein Uterus mit Paruterinorgan aber kein Ovariuin
FUHRMANN, CESTODES. 19
besteht, Stiles aber keinen Kanal fand, welcher diesen mit den weiblichen Geschlechts-
organen verbindet, nimmt er an, dass die Eier amöl)enarlig das Parenchym durchqueren
und so in den zweiten antiporalen Uterus gelangen.
Auf seiner Zeichnung Fig. 6, Taf. 14, loc. cit. sieht man in der Tat in einer Reihe
liegende Eier im centralen JMarkparenchym. Ihre Disposition zeigt, dass es sich nicht
um willkürlich das Parenchym durchwandernde Eier handelt, sondern dass wie bei un-
serer Art ein Kanal bestehen muss, den Stiles übersehen hat. Stiles hat das Eindringen
■der Eier in das Paruterinorgan nicht verfolgen können.
In seiner Besprechung obiger Taem'e giebt Wolffhügel der Meinung Ausdruck, dass
■die von Stiles beschriebene Art wie seine St. hepatica mit doppelten Geschlechtsorganen
versehen ist und dass Stiles einfach wegen schlechten Materiales diese Tatsache über-
sehen hat.
Ich kann mich dieser Ansicht nicht anschliessen, denn es scheint mir sonderbar,
dass Stiles gerade die Teile des Geschlechtsapparates, welche sich wie Cirrus und Vagina
sehr stark färben, übersehen, während er beiderseits die schwer sichtbaren, sehr zarten
Hoden beobachtet hat. Es ist auch nicht wohl denkbar, dass die fehlenden Organe un-
■regelmässig abwechselnd durch Maceration unsichtbar geworden seien.
Die von Wolffhügel beschriebene Art St. hepatica ist, namentlich w^as die Musku-
latur und das Wassergefässystem anbetrifft, genauer untersucht; dort hat auch W. die
Organisation nicht richtig erkannt. Die Hoden sind 9 — 11 an der Zahl und wie bei
St. glohipunctata disponiert. Das Vas deferens hat Wolffhügel nur bis zum dorsalen
Wassergefäss verfolgen können und hat er also die schon von Stiles beobachtete Kom-
munikation zwischen den beiden lateralen Hodengruppen nicht gesehen, nimmt aber eine
solche an. Die weibhchen Geschlechtsorgane, welche Wolffhügel in Fig. 3 pag. 5 loc. cit.
dargestellt (wobei die Figur mit der Hinterseite nach oben und dem Vorderrand nach
hinten gerichtet ist), zeigen ähnliche Disposition wie bei den obigen Arten, wenn wir anneh-
men, dass W. in der sehr scheraatischen Fig. 3 Ovarium und Uterus miteinander ver-
wechselt hat.
In der Tat zeichnet der Verfasser den Uterus innerhalb des Ovariums gelegen.
Bei der grossen Übereinstimmung im inneren Bau der Stilesiaarten ist es nicht sehr
wahrscheinlich, dass bei der einen Art der Keimstock ausserhalb, bei den anderen Arten
aber nach innen von Uterus liegt. Übrigens spricht auch Fig. 4 von Wolffhügel gegen
seine angegebene Disposition, indem wir daselbst den jungen Uterus ganz seitlich dem
ventralen Exkretionsgefäss stark genähert disponiert sehen.
Auffallend ist mir, dass Wolffhügel ebensowenig wie Stiles die Kompaktheit des
Uterus erwähnt; offenbar war das Material der betreffenden Autoren nicht sehr gut kon-
serviert. Was die Bemerkungen zu Fig. 5 u. 6 der Arbeit Wolffhügels anbetrifft, so
sind dieselben nicht zutreffend, indem das Paruterinorgan sich nicht in den Uterus "hinein
zwängt". Es handelt sich hier um anormale und unrichtig interpretierte Dispositionen,
welche sich in sterilen oder fast sterilen Proglottiden zeigen. Ebenso hat W. nichts von
einem Wandern der Eizellen durch die Proglottis und auch keinen querverlaufenden Kanal
Sjöstedts KilimandjaroMeru Expedition. 22. 4
20 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION 22: 2.
gesehen, der aber hier wohl sicher, wie auch bei den obigen Arten, existiert. Seine dies^
bezüglichen kritischen Bemerkungen, die Beobachtungen Stiles betreffend, sind deshalb
nicht zutreffend. Hier sei noch nebenbei bemerkt, dass Wolffhügel auf p. 9, 10 und 11
mehrfach Ovarium statt Uterus schreibt und auch in Fig. 4, 5 und 6 den Uterus mit 0
statt mit U bezeichnet.
Unsere Art unterscheidet sich namentlich leicht von der ebenfalls doppelporigen Art
St. hepatica Wolffhügel durch die Lage der Hoden, welche bei St. Sjöstedti zwischen
den beiden Längsgefässen und nicht wie bei ersterer Art zwischen dem ventralen Längs-
gefäss und dem Längsnerv liegen.
Mit Tlujsanosoma gehört Stüesia in die von mir begründete Unterfamilie der
Thysasonomine der Anoplocephaliden. Es ist dies eine Parallelgruppe zu den zahlreichen
Genera der Subfamilie der Miogeninae und der Paruterinae, welche mit einander die
Existenz eines dem Uterus anliegenden parenchymatösen Paruterinorganes gemeinsam
haben, in welches die Eier aus dem Uterus eintreten.
Nun noch einige Bemerkungen, die Interpretation der weiblichen Geschlechtsorgane
von Stüesia betreffend, wobei ich mich namentlich auf die von mir untersuchte Art
stütze. Stüesia fehlt vollkommen die Schalendrüse und der Dotterstock. Die sog. Schalen-
drüse ist ein wohl entbehrliches Organ, da die Hüllen des Embryo von Embryonalzellen
desselben gebildet werden.
Der Dotterstock scheint uns bei Stüesia ersetzt durch den kompakten von kleinen,
wie Dotterzellen sich dunkelfärbenden Zehen erfüllten Uterus. Dieselben göben wohl ge-
wisse Nährsubstanzen ab, welche sonst von den Dotterzellen dem Ei gehefert werden.
Bei St. Sjöstedti sind die weiblichen Geschlechtsorgane Vagina, Ovarium und Uterus
doppelt, doch sind die beiden kleinen Uteri durch einen engen Kanal miteinander ver-
bunden, was der ohnehin schon sonderbaren Anatomie dieses Cestoden (es gilt dies wohl
auch für die beiden anderen, nicht genügend bekannten Arten des Genus) eine weitere
Eigentümlichkeit beifügt. Da nach unserer Untersuchung der Verbindungskanal aber direkt
von einem Uterus zum anderen geht, so ergiebt sich eine Interpretation, welche für den
sonderbaren Bau in Zusammenhang der Uteri eine einfache Erklärung liefert.
Wir haben bei Anoplocephala zehrae erwähnt und auch bei anderen Cestoden mit
schlauchförmigem querverlaufendem Uterus konstatiert, dass zuerst die seitlichen Teile des
jungen Uterus sich mit Eiern füllen, der mittlere Teil des Uterus aber anfangs ganz leer
bleibt. Übertragen wir diese Beobachtung auf Stüesia.
Wir haben es bei den doppelporigen Stilesiaarten mit Cestoden zu tun, welche wie
die Vertreter des Genus Cittotaenia einen einfachen, querverlaufenden, anfangs schlauch-
förmigen Uterus besessen. Die wegen der Reduktion des Keimstockes wenig zahlreichen
Eier häuften sich in den seitlichen Teilen dieses Uterus an, während der mediane Teil,
da er keine weitere Rolle spielt und anfangs nur die Eier nach rechts oder nach links
leitet, immer weniger sich entwickelt hat und schliesslich nur noch als ein enger, die
beiden seitlichen sphärischen Uteri miteinander vereinigender zartwandiger Kanal ent-
wickelt ist.
FUHRMANN, CESTODES. 21
Dieser Verbindungskanal ist als medianer verengter Teil eines früher einfachen
Uterus aufzufassen.
Die Stüesiaarlen zeigen mit Thysanosoma gewisse gemeinsame Charaktere, und dies
namentlich durch die Art Sf. (jlobipunctata, welche wie Tliijsasonoma einfache Geschlechts-
organe zeigt. In der Tat finden wir bei beiden Gruppen zunächst beiderseitig randständig
die Hoden disponiert beide haben die Uteri mit Paruterinorganen versehen. Bei TJnjsa-
nosoma durchquert der Uterus die ganze Proglottis, während er bei Stüesia nur lateral
entwickelt ist. Bei den doppelporigen Stilesiaarten sind die Verhältnisse ganz ähnliche,
nur dass der Cirrusbeutel, Vas deferens, Vagina, Ovidukt, Keimstock und der kurze Uterin-
gang sich verdoppelt haben.
Hynienolppis biacnleata n. spec.
Fig. 17—21.
Diese interessante Hymenolepisart stammt aus der Nilgans {Chenalopex aegyptiacus),
erlegt im Kilimandjarogebiet ("/t 1905). Äusserlich scheint es als ob stark contrahierte
Exemplare der bei Anseriformes weit verbreiteten Hymenolepis megalops vorliegen, und
dies besonders wegen der bedeutenden Grösse des Skolex. Die stark contrahierte Strobila
misst 12 mm. bei einer Breite von 1,8 — 2 mm., welche übrigens mit Ausnahme der
letzten schmäleren Proglottiden auf der ganzen Länge der Strobila ungefähr dieselbe ist,
indem auch der Skolex 1,6 — 2 mm. im Durchmesser misst. Der Skolex ist also noch gros
ser als bei H. megalops. Die Saugnäpfe messen 0,5 — 0,57 mm. im Durchmesser und am
Scheitel finden wir keine Spur eines Rostellums, auch nicht die bei H. megalops konsta-
tierte Einsenkung mit rudimentärem Rostellum. An den vier Ecken des Skolex zeigt sich
in der Ansicht vom Scheitel eine lappenartige Verlängerung derselben, wie solche in bedeu-
tend stärkerem Maasse bei gewissen Anoplocephaliden sich zeigt, und speciell bei der oben
beschriebenen A. sehrae stark entwickelt sind. Das ganze Parenchymgewebe des Kopfes
ist von kleinen Kalkkörperchen erfüllt. Sofort hinter dem Skolex beginnt die Strobilation
und sind die Glieder tief eingeschnitten und sehr kurz. Da wo die Geschlechtsorgane
bereits gut entsvickelt zeigen die Glieder eine Länge von nur 0,o8 mm., während die Tiefe
des Einschnittes, welcher die einzelnen Glieder oberfiächlich trennt, 0,28 mm. beträgt. Die
Dicke der Glieder ist dagegen eine bedeutende, sie beträgt 1 mm.
Die Äluskulatur der Strobila zeigt die für die Hymenolepisarten typische Dispo-
sition, indem zwei Zonen von Längsbündeln bestehen, von welchen die Inneren einen
dorsoventralen Durchmesser von ca. 0,o4 mm. haben, während die äusseren etwas zahl-
reicheren Bündel nur einen Durchmesser von 0,oo4 — 0,oo8 mm. zeigen und nur aus we-
nigen Fasern bestehen. Die Transversalmuskulatur ist sehr schwach entwickelt, dagegen
finden sich zahlreiche Dorsoventralfasern mit deutlichen Älyoblasten.
In den sehr kurzen und dicken Gliedern liegen natürlich alle Geschlechtsorgane
neben und über einander, nicht aber hinter einander.
Der weibliche Geschlechtsapparat besteht aus einem poral verschobenen kleinen
Keim- und Dotterstock. Der Keimstock ist grob gelappt und in einer Proglottis von
•22 8JÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEETJ EXPEDITION. 22: 2.
1,2 mm. Breite etwa 0,i8 mm. breit. Der weniger tief gelappte Dotterstock befindet sich
dorsal vom Keimstock. Die neben dem Dotterstock gelegene Schalendrüse zeigt einen
Durchmesser von 0,o8 mm., ist also von bedeutender Grösse.
Das Receptaculum seminis ist kurz und weit, verengert sich auf der poralen
Seite plötzüch und zeigt daselbst einen mächtigen Sphincter von 0,o48 mm. Durchmesser.
Es folgt auf ihn eine weite aber muskulöse Vagina, an welcher namentlich die Ring-
muskeln deutlich entwickelt sind. Vor ihrer Einmündung in die Genitalkloake zeigt sie
eine Erweiterung, welcher ventral namentlich eine mächtige Muskelmasse anliegt. In
dieser Erweiterung liegt ein aus zwei soliden (chitinösen?) schnabelförmigen Stücken be-
stehender Apparat, über dessen Rolle ich mir nicht im Klaren bin, indem bei keiner an-
deren Cestodenform ähnliche Gebilde beobachtet wurden. Dass es ein funktionierender
Apparat, beweist die mächtige Muskulatur, welche ihn umschliesst. Über die Form der
beiden Gebilde geben die Figuren am besten Aufschluss.
Der Uterus ist sackförmig; die Oncosphären waren noch nicht ganz reif.
Der männliche Geschlechtsapparat zeigt zunächst eine für Hymendlepisarten neue
Disposition der Hoden, indem dieselben gegenüber den weiblichen Genitalien gerade die
entgegengesetzte Stellung einnehmen als bei Hymenolepis lanceolafa. Sie liegen alle drei
in einer Reihe auf der antiporalen Seite der weiblichen Genitaldrüsen, während bei H.
lanceolafa alle drei Hoden auf der poralen Seite des Ovariums liegen. So stellt also
diese neue Form einen besonderen Typus in der grossen Gruppe der Hymenolepidae dar.
Die Hoden haben einen Höhendurchmesser von 0,i6, eine Breite von 0,i9, während sie
in der Längsrichtung des Gliedes nur 0,o6 mm. messen, da die Länge der Proglottis nur
0,08 mm. beträgt. Der Cirrusbeutel liegt ganz dorsal, über den Hoden durchgehend durch-
quert er die ganze Breite der Proglottis als starkmuskulöser enger Schlauch. Er hat
eine Länge von 0,9? mm. und einen Durchmesser von 0,i mm. Die Muskelwandung des
Cirrusbeutels hat eine Dicke von 0,025 — 0,o3 mm.; sie wird aber in der Nähe der Genital-
kloake plötzlich sehr dünn. Der lange bedornte Cirrus sowie der Cirrusbeutel haben
beide ihren starken Refraktor. Es besteht, wie es für Hymendlepisarten typisch, eine
innere und äussere Vesicula seminalis. Letztere hegt ventral unter dem Cirrusbeutel.
September 1908.
22. YERMES.
8. Nematodes
by
ROBERT T. LEIPER.
With 9 textfigures.
The Nematodes brouglit back from German East Africa by Professor Sjöstedt
form an interesting addition to the meagre records of the Helminth Fauna of Tropical
Africa. Small collections have been described from The Sudan by Shipley and by
myself; from British West Africa, German West Africa and the Nyassa Sea by v. Linstow;
and from Uganda by Parona, but the group has been much neglected by collectors.
The series of monographs on »Die Thierwelt Ost- Afrikas und der Nachbargebiete»
published by Mcebius in 1898 mentions a sohtary Nematode species. The important
collecting Expedition recenlly sent to the region of the Mountains of the Moon» by the
British Museum returned apparently without a Single specimen, although it collected no
less than 750 different kinds of Vertebrales!
Cjiiclinostoimim puguicaudatum n. sp.
Of Phacochoerus celiani massaicus Lönnb. — Kilimandjaro. Fairly stout and
rod-hke forms tapering in the female to a line acicular tail. In the male on the other
liand the body gradually lapers from the posterior portion forwards.
The average lengtli of the males is 15 mm. of the females 20 mm.
The head is siightly tliickened and the mouthcollar separated by a distinct con-
striction from the rest of the body. The oral aperture is ellipsoidal having its long axis
placed dorso-ventrally. It is difficult to enumerate the elements of the corona radiata
for in this species only some of the sharply tipped processes appear to reach and pro-
trude from the mouth. The internal crown of the corona radiata cannot be distinguished
as a series distinct from the external crown. The cuticular ridges that form the external
leaf crown radiate inwards over the vault of the mouth capsule and number no less
Sjöstedts KilimandjaroMeru Exjjedition. 22. ' 5
24
SJÖSTEDTS KILIMANDJAEOMEEU EXPEDITION. 22: 3.
than sixty. The submedian papillae are digitale and curve slightly inwards, they end
quite simply without knob terminaüons.
The wall of the mouth capsule is almost uniformly thickened, its cavity when seen
from the ventral surface is almost as deep as it is wide. There is no dorsal gutter.
The excretory pore is situated very far back as in C. auriculatum, just beyond (0,6 mm.)
the posterior limit of the Oesophagus. The Oesophagus is somewhat short (0,53 mm.) and
thick. The bursa in all the males is folded inwards ventrally and resembles a closed
fist with the three middle fingers semi-extended. The median, posterior, lobe is w^ell
developed and has a subsidiary lobe on either side supporled by the externo-dorsal ray.
The posterior rays number six in all, the two forming the internal pair are separated
Figs. 1—5. Cyliehnostomum pugnicaudatum n. sp.
Fig. 1. Anterior extremity showing general arrangement of mouth parts Oesophagus and excretory pore (eamera Ineida
diawing). — Fig. 2. Mouth eapsule under greater magnification. — Fig. 3. Posterior extremity of female showing
Position of Vulva and anus. — Fig. 4. Externa! lateral view of the bursa in the male. — Fig. 5. Bursa seen from
ventral aspect, one spicule shown with tvisted tip.
by a deep cleft. The two outer rays on either side of the internal pair are fused
together for practically half of their course to the border of the lobe. The three median
rays of the lateral lobes terminate at an almost equal distance from one another. The
two anterior rays remain in dose association to their Ups.
The two spicules are 1,55 mm. in length; have no hooks at their tips but exhibit
in all specimens a curious twist at about O.15 inm. from their free extremities.
The genital cones are practically undeveloped in this species.
The posterior extremity of the female is much drawn out and the anus (0,8 mm.)
and Vulva (1,45 mm.) are an unusually long way from the tip of the tail and also from
one another (0,65 mm.) The body changes markedly in diameter at the level of the vulva
and this region resembles a hand firmly closed upon the thumb with the forefinger fuUy
LKIPER, NEMATODES.
26
extended. The tlmmb represents the position of the vulvar aperture and the anus opens
about half way along the tail as represented by the forefinger. The diameter of the
body just anterior to the vulva is 0,f. mm. At the anus it is reduced to O.is mm.
Lagochila.scaris major n. sp.
Of Felis leo sabah'ensis Lönnb. — Kilimandjaro.
The genus Lagochüascaris (mihi) is characterised by the presence of a narrow
keel-like projecting ledge of cuticle in the region of the lateral bands along the whole
lenglh of the body: the Separation of the three lips surrounding the mouth from the
rest of the body by a distinct groove and from each other by cuticular intermediate
lips that have no. pulp' the bifurcation of the cutting edge of each lip: in the male,
Fifi
Ovum.
8 ' 9
Figs. 6 — 9. Lagochüascaris major n. sp.
Fig. 7. View of ventral surface of tail in male. — Fig. 8. Anterior extremity of L. major showing
lips from ventral a.spect. — Fig. 9. .\nterior extremity shoving dorsal lip.
the disposition of the post-anal papillae : in the female the cephalad course of the vagina
from the vulva and the mosaic markings of the spheroid ova.
L. major apart from the absence of the cephalic alae resembles Belascaris mystax
in general appearance. The male and female specimens that formed the basis of the
following description and measurements were 21,3 mm. and 22.7 mm. in length and
0,5 mm., 0,6 mm. in greatest breadth respectively.
The male is easily distinguished from the female by a slight ventral twist of the
posterior eiid of the body. Save for the terminal tapering of 1 mm. the posterior two
thirds are of almost uniform thickness (0,6 mm.) The anterior third genlly tapering to
0,2 mm. at the bases of the lips. The Oesophagus is a simple muscular bulb very
similar to that seen in Toxascan's marginafa. It measures 1.7 mm. in length 0,26 mm.
in greatest breadth. The cloaca opens 0,i5 mm. from the tip of the tail. The three
porlions of the testicular tube are strongly demarcated. The ejaculatory portion shows
a distinct bulb when passing into the coinmencement of the seminal vesicle at 1 mm.
26 SJÖSTEDTS KILIMANDJAEO-MEEU EXPEDITION. 22: 3.
from the tail. The seminal portion occupies half the diameter of the body and extends
forwards for a distance of 5,25 mm. The closely packed testicular coils occupy the
central portion of the body for a further distance of 10,5 mm. reaching to within 4,5
mm. of the anterior end. The two spicules are of almost equal shape and size, they
are of slender build, arcuate and solid measuring 95 mm. long. The preanal papillae
are in Single row on either side of the body. The exact number of pairs was indeter-
minable, but exceeds twenty-four. The post-anals comprise a single pair of double pa-
pillae immediately behind the anus: fom' Single papillae in almost transverse row (the
external pair slightly in advance of the internal) and lastly two single papillae upon each
lateral aspect of the conical portion of the lail lying behind the Iransverse series.
The females are slightly stouter than the males and show no terminal coiling.
The Oesophagus measures 1,» mm., the vulva 10 mm. from the anterior end. The ova
are spherical and measure 0,o6— 0,n7 mm. in diameter. The surface is marked with deep
pitting like the eggs of the genus Belascaris. The integument as in the male is finely
marked with transverse Striae 0,oo2 mm. apart. L. major is a much larger than L. minor
a form previously recorded by me from a native of Trinidad.
Filaria cervina Duj.
DuJARDiN: Hist. Nat. d. Helminthes, p. 4^9. — Of Trugelaplms sylvaticus meru-
ensis Lönnb. — 3Iert( lowland. Females only, but the armature of the mouth and the
cuticular spines at the tip of the tail permit the specific diagnosis.
Mermis sp. (larva) of Spider. — The specimen is a larval form and is coiled so
inextricably as to render detailed measurement and investigation impossible.
Ascaris nasiita Schneider.
Schneider: Monogr. d. Nematoden, p. 45. — Of PeUcanus roseiis Gm. — Kili-
mandjaro-Meru: Natron lakes; numerous specimens.
Ascaris luiiibricoides Linn.
M. Braun: Die Tierischen Parasiten d. Menschen, p. 299. — Of Homo: Wadschagga-
boy. — .Kibonoto, Kilimandjaro.
Strougylus equinus (0. F. Müller).
Looss: Egyptian Gov. School of Med. Records Vol. I, p. 76. — Of Zebra: Fq uns
Chapmam Böhmi (Matsch.). — Usamhara.
Strongylus vulgaris (Looss).
Looss: Egypt. Gov. School of Med. Records Vol. I, p. 76. — Of Zebra: Equus
Chapmani Böhmi (Matsch.). — Usamhara.
Oxyuris curvula Rud.
Neumann & Fleming: The Parasile and parasitic Diseases of Domesticated Animals
p. 400. — Of Zebra: Eqxuii Chapmani Böhmi (Matsch.). — Kilimandjaro, lowlands.
Deletroceplialus stjiosus v. Linstow.
v. Linstow : Berlin. Mitt. Zool. Mus. III, 1907, p. 254. — Of Bhinoceros bicornis L.
Kilimandjaro, lowlands.
Although tlie specimens undoubtedly belong to v. LiNSTOw's species the charaeters of the mouth
capsule depart very considerably from those deseribed for Deletrocephalns dimidiatus DiESiNG the type of the
genus. It appears highly probable that a detailed comparison of these two forms would result in the
transference of D. sfylosus to a new genus bearing a somewhat similar relationship to Deletrocephalns as that
exhibited by Cylichnosiomum to Triodontophorus.
September 1909.
22 VERMES.
4. Gordiidae
par
LORENZO CAMERANO.
Avef 4 figures dans le texte.
Monsieur le Prof. Yngve Sjüstedt dans son dernier voyage dans l'Afrique Orien-
tale Allemande a recueilli dans les montagnes de Meru, ä une hauteur de 3 ä 4,000
metres, quelques Gordiens. — Monsieur le Prof. Sjöstedt a eu l'obligeance de me sou-
niettre ces Gordiens (|ui soiit (res interessants et appartiennent ;"i deux especes nouvelles.
Parachordodes Sjöstedtl u. sp.
Plusieurs exemplaires mäles dont les longeurs varient entre m. 0,oot8 et m. 0,oo88
et dont la plus grande largeur est presque de m. 0,ooo4.
0
Fig. 1—3. Parachordodes Sjöstedfi C'amer.
J'ig- 1- 2 Pouche cuticulaire exterieure (oc. 2 ob. F.) (Zeiss). — Fig. 2. (f oonohe ouUculairc exterienic (oe. 2 oh. F.) (Zeiss)
vue tengentielle. — Fig. 3. cf couche cuticulaire exterieure (vue de face) (oe. 2 oh. F.) (Zkiss). — Fig. 4. Onrdiiis meru-
a7ius t'AMKR., o", extremiti- posterieure.
Un exemplaire femelle long. m. 0,oo89 et large presque ni. OjCuu.--,.
Le m;11e est brun clair, avec l'extremite anterieure du corps blanchrdre et avec
un Collier noir Ires visible, ainsi que les bandes longitudinales noirätres : les lobes poste-
rieurs sonl legt'remenl noirätres au sommet.
La femelle est biunclair avec un collier noir moins visible que dans le male et
Sans bandes longiludinales noiratres: L'extremite posterieure est un peu plus sombre que les
Sjöstedts KüimandjaroMeru Expedition. 2ä. U
28 SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEEU EXPEDITION. 22: i.
autres parties du corps. L'extremite anterieure est dans le male ainsi que dans la
femelle, tres peu effilee.
Les lobes de rextremile posterieure du male sont courts et assez gros: devant
l'orifice cloacal it y a deux series de poils convergentes au-devant de 1 orifice cloacal
en faisant un arc en ogive.
Dans la femelle l'extremite posterieure est plutöt grossie avec l'ouverture cloacale
terminale.
La couche cuticulaire exterieure est dans le male couverte d'areoles papillaires
qui sont tres pres les unes des autres et tres nombreuses et de couleur peu foncee : elles
sont peu proeminentes: elles paraissent, vues directement, comme divisees en plusieurs
morceaux. — Elles sont disposees en series longitudinales. — Par-ci par-lä on voit des
formations refringentes tr(^s petites.
La couche cuticulaire exterieure dans la femelle est tres fmement ridee, mais peu
visiblement divisee en areoles papillaires. Elle presente (ocul. 2. ob. F. (Zeiss) des
series de formations refringentes tres visibles disposees en bandes longitudinales plus ou
moins regulierement. — Ces formations refringentes sont des prolongements qui traver-
sent verticalement les couches fibrillaires de la cuticule et sont la cause des formations
k croix bien connues. — Trouvees dans les bassins au fond des ravins sur les regions
les plus hautes du mont Meni d'oü descendent les ruisseaux d'eau froide, 3 — 4,000 m.
Cette espece appartient h la section du genre Paraclwrdodes Camer. qui comprend:
P. Eaphaelis Camer. P. Alfredi Camer. — P. Latastei Camer. — P. abbreviafus
(ViLLOT.) ^ — Elle s'approche surtout du P. Baphaelis Camer. du Congo Frangais.
Oordius nieriiamis u. sp.
Un exemplaire male long. m. 0,46 et large presque 1 millimetre.
L'animal est brun clair, le sommet anterieur du corps est blanchätre: le colIier
est noir bien visible et large un millimetre presque: sans bandes longitudinales sombres:
les lobes posterieurs sont noiratres ä leurs extremitees: lalamepostcloacaleestbrunesombre.
L'extremite anterieure du corps est peu amincie et un peu plus etroite que le corps.
Les lobes de l'extremite posterieure du corps sont courts, ils mesurent presque un V2
millimetre: ils sont peu amincis: si on les regarde par le cöte ventral ils paraissent
visiblement recourbes vers la partie interne.
La lame postcloacale est en forme de demi-lune peu developpee et n'arrive pas sur
les lobes.
La couche cuticulaire exterieure est lisse avec des rares et tres petites formations
refringentes. ■ — Touve dans les memes bassins au fond des i-avins sur les regions les
plus hautes du mont 3Ien(, 3— 4-,000 m.
Juillet, 1909.
' Confr. L. Cameeano, Monografia dei Gordii, Mem. Acc. Scieiiz. Torino, ser. II, vol. XLVII, 1807.
■ L. Cameeano, Sur quelques Gordiens nouveaux ou peu connus. Bull. Soc. Zool. France vol. XV'Iil,
1893, pag. 213.
22. VERMES.
5. Hinidiiiea
von
LUDWIG JOHANSSON.
Mit 3 Textfiguien.
Unter den von Professor Sjöstedt in den Gewässern des Kilimandjaro-Gebiets ge-
sammelten Tieren fanden sicli auch zehn Exemplare einer ffirudo-Arl, die zwar mit der
von R. Blanchard in "Hirudineen Ost-Afrikas" beschriebenen H. HildehramlH in vielen
Hinsichten sehr nahe übereinstimmt, von dieser jedoch in anderen Hinsichten, vor allem
betreffs der Färbung des Körpers und der Bewaffnung der Kiefer, auch so verschieden
ist, dass ich kein Bedenken tragen kann, sie als eine eigene, neue Art zu betrachten,
üa ich beabsichtige, den Bau dieses Egels in einer künftigen Arbeit eingehender zu er-
örtern, will ich mich hier darauf beschränken, ihre äussere Organisation kurz zu be-
schreiben.
Hirudo SjÖstedti n. sp.
Körper an konservierten Zustande bis 38 mm. lang und 9 mm. breit, zwischen
dem Kopflappen und der hinteren Haftscheibe aus 102 Ringen bestehend. Der sehr kleine
102. Ring durch den After in zwei seitliche Teile geteilt. Die Mundscheibe unten durch
eine mediane Längsfurche geteilt. Kiefer klein, je eine Reihe von 70 Zähnen tragend.
Rücken sehr dunkel gefärlit mit einem ganz schwarzen, ziemlich breiten medianen Längs-
band und beiderseits von diesem je drei ockergelben, schmalen Streifen.
Professor Sjöstedt hat diese Art bei vier verschiedenen Gelegenheiten gesammelt,
unfl zwar:
1°. 3 Ex. in dem nur wenig salzhaltigen kleineren Natronsee in der Kibonoto-
Niederung, im Juli 1905;
2°. 1 Ex. in einem der Natronseen der Kibonoto-Niederung, in einer Höhe von
1,000 m. ü. d. M.;
3°. 2 Ex. in einem von der Steppe abfliessenden und in den Sanya-Fluss sich
ergiessenden Bach, am 1. März 1906;
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition. 22. ^
30
SJÖSTEDTS KILIMANDJARO-MEKU EXPEDITION. 22: 5.
am
Fi,
Sjöstedti, in dop
pelter Grösse
4°. 4 Ex. in einem der Flusspferdseen zwischen dem Kilimandjaro und Meru,
7. März 1906.
Der Körper ist bei den konservierten Tieren ziemlicli stark abgeplattet und hat
seine grösste Breite etwas hinter der Mitte.
Das abgebildete Exemplar (aus No. 1) hat eine Länge von 28 mm. und
eine grösste Breite von 7 mm., Wcährend die bei diesem Exemplar nur wenig
kontrahierte hinlere Haflscheibe 4 mm. im Durchmesser misst. Das grösste
der untersuchten Exemplare (aus No. 4) war 38 mm. lang und 9 mm. breit
mit einer stark kontrahierten, nur 3 mm. breiten Haftscheibe.
Alle die untersuchten Exemplare sind auf dem Rücken sehr dunkel
gefärlit, und die Augen können daher oft nur mit grosser Schwierigkeit wahr-
genommen werden. Nichtsdestoweniger tritt ein ganz schwarzes, ziemlich
breites medianes Längsband bei allen Exemplaren scharf hervor, dieser Art
ein sehr charakteristisches Aussehen verleihend. Beiderseits von diesem
Längsband liegt ein schmaler, heller Streifen und nach aussen von diesem
ein dunkles Feld, das beinahe doppelt so breit wie das mediane Band, aber
nicht so dunkel wie dieses ist. Dann folgen wieder zwei schmale helle
Streifen, durch ein nur wenig breiteres dunkles Längsband voneinander ge-
1. mnido trennt, und zuletzt noch ein Längsband, das ebenso breit oder breiter wie
das mediane Längsband und fast ebenso dunkel wie dieses ist. Auch die
Seitenlinien des Körpers sind hell gefärlit. Die Bauchfläche scheint
ganz gleichförmig gefärbt zu sein und erscheint bedeutend heller
als die Rückenfläche. Meist ist sie durch einen schmalen dunklen
Streifen beiderseits von den noch helleren Seitenhnien des Körpers
abgegrenzt.
Nach brieflicher Mitteilung von Herrn Professor Sjöstedt hatten
die Tiere im Leben, so weit er sich erinnern konnte, eine ebenso dunkle
Grundfarbe wie der gemeine "unechte" Pferdeegel (Haemopis san(jni-
siigaj oder waren vielleicht noch dunkler, während die hellen Streifen
des Rückens (wie vermutlich auch die Seitenlinien) ockergelb waren.
Bezüglich der Ringelung gleicht diese Art in allem Wesent-
lichen völlig den meisten übrigen Hinnlo- Arien. Die 2 ersten Somite
bestehen also aus nur je einem augentragenden Ring, während die
2 folgenden Somite je 2 Ringe besitzen, von welchen der erste mit
einem Paar Augen versehen ist. Das 5. Somit besteht aus 3 Ringen,
deren mittlerer das 5. Augenpaar trägt. Das 6. Somit ist ebenfalls
aus 3 Ringen, das 7. Somit dagegen aus 4 Ringen gebaut. Alle
die folgenden Somite bis zum 22. einschl. besitzen je 5 Ringe,
während das 23. wieder nur aus 4, das 24. aus 3, das 25. aus 2
und das 26. Somit gleichfalls aus 2 Ringen besteht. Im Ganzen besteht der Körper
also, der Kopflappen und die hintere Haftscheibe ausgenommen, aus auf dem Rücken
B"ig. 2.
Kiefer von Hirudo
Sjöstedti.
JOHANSSON. HIRUDINEA. 31
deutlich getrennten 102 Ringen. Der 2. Ring des 8. Somits ragt an seinen beiden
Enden deutlicli liervor, somit einen kleinen Lobus bildend, ganz so wie es bei H. Hilde-
brandti, nach der Beschreibung Blanchard's, der Fall ist. Die beiden Ringe des 4. So-
mits sind l)ei den meisten Exemplaren auf der Rauchseife zu einem Ring, dem ersten
der Bauchfläche, verschmolzen, und auf dieselbe Weise verhalfen sich die beiden ersten
Ringe des 5. Somits. Der 4. Ring des 23. Somits und der 1. Ring des 24-. Somits
sind erheblich breiter als die benachbarten Ringe, und letzterer ist auf der Bauchseite
verdoppelt. Der 1. Ring des 25. Somits ist auf dem Rücken meist durch eine seichte
Furche verdoppelt. Der 2. Ring des 26. Somits ist sehr klein und durch den Affer in
zwei seitliche Teile geteilt. Der 3. Ring des 24. Somits, also der 98. des Riickens, ibt
der letzte, auf der Bauchfläche deutlich hervortretende Ring, während die folgenden 4
Ringe des Rückens auf der Bauchfläche vollständig verschmolzen sind.
Die segmentalen Sinnespapillen sind fast immer deutlich wahrnehmbar.
In den Somiten 8 — 23 sind sie auf dem 3. Ring, im 7. und 24. Somit auf
dem 2. Ring des betreffenden Somits gelegen. Im 25. Somit werden sie vom
1. Ring getragen, und zwar haben sie hier ihre Lage in der hinteren Hälfte
des Rings. Auch im 26. Somit sind sie natürlich auf dem 1. Ring gelegen, pig. 3. vor<ier-
Die 1. Sinnespapille, von der Medianlinie aus gerechnet, liegt in dem das '""f^^It'eAU.'Zt''
mediane Längsband begrenzenden hellen Streifen, die 2. im inneren dunklen ^^^ Bauchfläche
° ^ ge.seheu, sehe-
Längsband, das von dem 2. und 3. hellen Streifen gesäumt ist, wiihrend die matisch.
beiden paramarginalen Papillen, einander mehr oder weniger genähert, in dem
äusseren, an die Seitenlinie grenzenden Längsband gelegen sind. Auch an der Haftscheibe
sind die segmentalen Sinnespapillen oft deutlich zu sehen.
Die Mundscheibe ist auf ihrer Unterseite mit einer vorn sehr engen und seichten,
hinten verbreiterten und vertieften Längsfurche (Fig. 3) versehen. Die Kiefer (Fig. 2) ent-
behren jeder Spur von Papillen. Der bezahnte Teil des freien Kieferrands ist nur wenig
konvex und trägt eine Reihe von 70 Zähnen, von denen die inneren grösser und spitzer
als die äusseren sind. Der After liegt unmittelbar hinter dem 101. Ring, im letzten,
sehr kleinen Ringe des Körpers.
Die Geschlechtsöffnungen finden sich wie gewöhnlich im 10. und 11. Somit,
zwischen dem 4. und 5. Ring des betreffenden Somits.
Dezember 1909.
TAFEL 1.
SJÖSTEDTS KILTMANDJARO-MERU EXrEDITION. 22: 1.
Tafel 1.
Buchstahen-Bezeiclinnng: &;; = Bursa propulsoria, fZ.s = Disscpiment, c? = Eileiter, es = Eiersack,
et = geschlossener Eitricher. kt = Kopulationstasche, Idp = Kopulatioustasclien-Porus, oes = Ovarial-Eitrichtersack,
ov = Ovarium, pd = Prostata-Divertikel, pr = Prostata, sk = Sanienkiunnierclien, s/ = Samenleiter, s/ = Sanien-
tasche, sfp = Samentasclien-Porus, vs = Verbindungssclilauch zwischen Sanientasche und geschlossenem Eitricliter,
(^ = männlicher Porus, Ziffern geben die Xummern der nebenstehenden Segmente an.
Fig. 1. Polyforeiitus Sjöstedti n. sp. Weiblicher Geschlochtsapparat und hinterer Teil des männlichen
^eine der beiden Prostaten ist oberhalb des Ausfülirganges abge-
schnitten); '"/i.
»2. » » Mittelkörper mit den Gcschlcchtsiwren und den Pubertätsorganen,
Bauchseite; ^/i.
» 3. » » Vorderer Teil des weiblichen Geschlechtsapparates (der linksseitige
Teil ist zum grössten Teil abgeschnitten, ebenso der mittlere und
hintere Teil der Sanientasche); ^"/i.
» 4. Polytnreutus gmcilis n. sp. Vorderer Teil des weiblichen Geschlechtsapparates (z. T. wegge-
schnitten wie bei Fig. 4); ''"/i.
»5. » » MittelkOrper mit Geschlechtsporcn und Pubertätsorganen, Bauch-
seite; V"-
» 6. Polt/toirufiis mcruiinns n. sp. Vorderer Teil des weiblichen Geschlechtsapparatcs (z. T. wcgge-
gesclinitten wie bei Fig. 4); ''Vi.
»7. » » Hintere männliche Geschlechtsorgane und hinteres Ende der Samen-
tasche (die Samentasche ist grösstenteils abgeschnitten); '-Vi-
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru Expedition.
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W. Michaelsen delin.
Ljustr. Justus Cederquist, Stockholm.
Michaelsen : Oligochipta.
TAFEL 2.
8JÖSTEDTS KILIMANDJABO-MERU EXPEDITION. 22: 2.
Tafel 2.
Änoplocephala zebrae (RuD.). Fig. 1 — 7.
Fig. 1 u. 2. Habitubbild.
» 3. Skolex.
/> 4. Teil eines Sagittalschnittes durch den Skolex. Sph Sphincter der Saugnäpfe (als Textfig.).
L lappenartige Anhänge des Skolex.
» 5. Teil eine.s Fläehenschnittes das Wassergefässystem zeigend. N Längsnerv, Dvm Dorsoventralfasern.
» 6. Sagittalschnitt durch den vorderen Teil der Strobila.
Lm Längsmuskulatur, Tm Transversalmuskulatur, üvni Dorsoventralmuskulatur, Rs Receptacu-
lum seminis, Ov Ovarium, Do Dotterstock, Ut Uterus.
» 7. Reife Oncosphäre mit birnförmigem Apparat.
Stilesia Sjöstedti nov. spec. Fig. 8 — 16.
» 8. Seitlicher Teil eines Querschnittes einer jungen Proglottis.
N. Läng.snerv, vZ ventrales Exkretion.sgefäss, dZ dorsales Exkretionsgefäss, Gl (lenitalkloake,
Cb Cirrusbeutel, Vd Vas defreus, H Hoden, Vg Vagina, Rs Receptaeulum seminis, Od Ovidukt,
Usg Uteringang, Ov Ovarium, Ut Uterus, Ug die beiden seitlichen Uteri verbindender Kanal.
» 9. Teil eines Flächensehnitts durch ein junges Glied.
Figurenbezeichnung wie Fig. 8. Utg Uteringang.
» 10. Teil eines Querschnittes durch eine Proglottis, die beiden Vasa deferentia und den Uterusgang mit
Eiern (Ei), sowie die Verzweigungen des Exkretionssystems zeigend.
Figurenbezeichnungen wie in Fig. 8. ("dN" = dZ.)
»11 u. 12. Junge Uteri (Ut) mit Paruterinorgan (P). ^
I» 13. Querschnitt durch ein ziemlich reifes Glied.
Tm Transversalmuskulatur, vZ ventrales Wassergefäss, dZ dorsales Wassergefäss, M Längs-
nerv, Ut Uterus, P Paruterinorgan, PI parenchymatöse Plasmamasse.
»1-4. Horizontalschnitt durch eine ziemlich reife Proglottis.
Figurenbezeichnungen wie in Fig. 13.
» 15. Totalpräparat ganz reifer Glieder.
Pk Paruterinkapsel, Ut Uterus, welcher zum Teil alle Eier in das Paruterinorgan entleert hat.
» 16. Schema der Disposition der Geschlechtsorgane von Stilesia Sjöstedti n. sp.
Figurenbezeichnnngen wie in Fig. 8 und 13.
Hymenolejns hiaculeata n. sp. Fig. 17 — 21.
»17. Querschnitt durch den Skolex.
» 18. Flächenschnitt durch zwei Proglottiden.
vZ ventrales Exkretionsgefäss, Wg Verbindungsgefäss, Cl Genitalkloake, H Hoden, Ov Keimstock.
» 19. Seitlicher Teil eines Fläehenschnittes durch 3 Glieder.
Cl Genitalkloake, Cb Cirrusbeutel, Ci Cirrus, Kz die beiden Vaginalhaken, M deren Muskulatur,
Vg Vagina, Sph Sphincter, Rs Receptaeulum seminis.
» 20. 3 Schnitte durch die beiden Vaginalhaken Kz, M deren Muskulatur.
» 21. Querschnitt durch ein Glied.
Bezeichnung der Figuren wie in Fig. 18 und 19.
Do Dotterstock, iVs innere Vesicula seminalis, aVs äussere Vericula seminalis, Rei Refraktor
des Cirrus, Rcb Refraktor des Cirrusbeutels, N Nerv, iLm innere Längsmuskulatur, aLm äussere
Längsmuskulatur.
Sjöstedts Kilimandjaro-Meru-Expedition.
22. Vermes.
Taf. 2.
ütg Vg vZ
Fuhrmann delin.
Fuhrmann: Cestodes.
Cederquists Graf. A.-B., Sthlm.
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