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LIBRARY OF MARINE BIOLOGICAL LABORATORY
E WOODS HOLE, MASS.
LOANED BY AMERICAN MUSEUM OF NATURAL HISTORY
BIHANG
TILL
KONGL. SVENSKA VETENSKAPS-AKADENIENS
HANDLINGAR.
TJUGUFJERDE BANDET.
AFDELNING III.
BOTANIK, OMFATTANDE BÅDE LEFVANDE OCH FOSSILA FORMER.
STOCKHOLM 1899. P. A. NORSTEDT & SÖNER.
rr 4g
12.
13.
INNEHÅLL AF TJUGUFJERDE BANDET.
Afdelning III.
(Botanik, omfattande både lefvande och fossila former).
ROosENBERG, Ö. Studien uber die Membranschleime der Pflanzen.
II. Vergleichende Anatomie der Samenschale der Cistaceen. Mit
RIE EES [TR SSR EES KAR CET RASA TORNE AR AR nt Ae TS EI aa sen late
CrLeEvE, P. T. Diatoms from Franz Josef Land collected by the
MEn Sw OT D- Ja CKSONLOXP Se AULLIOM- Cr borctposoe sco sar set oss rernkser danser
MarmzE, G. 0. Xyridacee Brasilienses precipue Goyazenses a Gla-
Er. BONE (DNS IG EN 00 få a AR TEA TE
LAGERHEIM, G. Mykologische Studien. I. Beiträge zur Kennt-
niss der parasitischen Pilze, 1—3. Mit 3 Tafeln.......oooooo------- ;
FritscH, K. Ueber einige während der ersten Regnellschen Ex-
pedition gesammelte Gamopetalen. Mit einer Tafel.........o.....---
MarmeE, G. O. Ex herbario Regnelliano. Adjumenta ad foram
phanerogamicam Brasilige terrarumque adjacentium cognoscen-
FESTA I EE 50 SA Sr Tr OS TEN SN na Sa TRI ET a SO KON ER ya RA
LiSDMAN C. A. M. Leguminose austro-americane ex itinere Reg-
KENO O TATL Os Lee CA ease SA OR ID 0 TR EAA gg 7 St ST SERA KAS
SCHMIDLE, W. Ueber einige von Knut Bohlin in Pite Lappmark
und Vesterbotten gesammelte Sässwasseralgen. Mit 3 Tafeln....
JuEL, H. 0. Stilbum vulgare. Tode. Ein bisher yverkannter Ba-
STONE ovh h Re) ef kd hi RAR SE 0 SAN Sy Ba Los bar Ted
MarmzE, G. O. Ex herbario Regnelliano. Adjumenta ad floram
pPiauervsamicam Brasnie ee; — Iscocco.odcososssnesessolssrenesssssnosn
SERNANDER, R. Studier öfver vegetationen i mellersta Skandina-
viens fjelltrakter. 2. Fjellväxter i barrskogsregionen-.............-
BorGE, 0. Ueber tropische und suhtropische Sisswasserchloro-
phyceen. Mit 2 Tafeln
LuTHER, A. Ueber OChlorosaceus, eine neue Gattung der Siss-
wasseralgen. Nebst einigen Bemerkungen zur Systematik ver-
wandter Algen. Mit einer Tafel
Sid.
1—60.
1—26.
1—20.
1—21.
1—28.
1—30.
1—60.
1—71.
1—37.
1—37.
1—56.
1—33.
1—22.
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BIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 24. Afd IL. No 1.
Meddelanden från Stockholms högskola N:o 174.
STUDIEN
UBER DIE
MENBRANSCHLEIME DER PFLANZEN, IL
VERGLEICHENDE ANATOMIE DER SAMENSCHALE
DER CISTACEEN.
VON
O. ROSENBERG
MIT 2 TAFELN
MITGETEILT DEN 12 JANUAR 1898
GEPRUFT VON V. WITTROCK UND A. G. NATHORST
STOCKHOLM 1898
KUNGL. BOKTRYCKERIET. FP. A. NORSTEDT SÖNER
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” einem fröheren Aufsatz habe ich darauf aufmerksam ge-
macht, dass bei mehreren Pflanzen, deren Samenschalen mit
einer Quellschicht versehen sind, häufig auch zugleich eine mehr
oder weniger starke Verschleimung in der Epidermis der iäbrigen
Teile — z. B. des Blattes und des Stengels — stattfindet,
indem wie RADLKOFER (I) dies schon geschildert hat, bei Zu-
tritt von Wasser die Innenwand stark aufquillt und oft das
ganze Zelllumen erfällt. Die fortgesetzte Beobachtung dieser
Erscheinung, sowie das Studium der diesbezäglichen Littera-
tur lenkten meine Aufmerksamkeit auf zwei Abhandlungen,
die eime von NSCHENK (I), die andere von MARLOoTH (T), die beide
Angaben iber den Samenbau von Helianthemum und Cistus
bringen. So kurz diese Mitteilungen sind, geht aus den-
selben doch hervor, dass die Samen von Helianthemum eine
in mehr als einer Hinsicht, besonders auch was das Vor-
handensein von Nchleimschichten betrifft, interessante Schalen-
struktur zeigen. HFEin eingehendes Studium dieser Erschei-
nungen hat es mir indessen zur Gewissheit gemacht, dass
mehrere der von den genannten Verfassern mitgeteilten Beob-
achtungen nicht ganz richtig aufgefasst, andere interessante
Erscheinungen ihrer Aufmerksamkeit völlig entgangen sind.
Wenngleich nicht alle Arten der Gattung Helianthemum
eine Namenquellschicht besitzen, därfte dennoch eine zusam-
menhängende Ubersicht iiber den Samenbau einer grösseren
Amnzahl einander naheverwandter Arten auch noch in an-
derer Hinsicht von Interesse sein, umsomehr als, wie es sich
später zeigen wird, bei der Gattung Helianthemum eime be-
trächtlicehe und bemerkenswerte Mannigfaltigkeit in der Sa-
menstruktur herrscht.
Wie später hervorgehoben werden soll, därfte das Stu-
dium dieser Arten in gewissen Fällen einen Fingerzeig dafär
4 0. ROSENBERG, STUDIEN UÖBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
bieten, in welchem systematischen Verhältniss die Helianthe-
mum-Arten zu einander stehen.
Ausser mit der Gattung Helianthemum habe ich mich,
wenngleich in grösster Kärze, noch mit einigen Arten der
äbrigen zur Familie der Cistaceae gehörenden Gattungen
Cistus, Lechea und Hudsonia beschäftigt.
Mein Studienmaterial habe ich zum Teil in der Umge-
bung von Stockholm gesammelt; zum Teil wurde es dem
Bergianischen Garten bei Stockholm, dem Botanischen Garten
zu Kopenhagen und dem Herbarium des Reichsmuseums zu
Stockholm entnommen. Es ist mir eine angenehme Pflicht,
den Direktoren der genannten Gärten, den Herren Professoren
V. B. WirrrocK und E. WARMING för ibr Entgegenkommen
bestens zu danken.
Die Untersuchung ist im botanischen Institut der Uni-
versität zu Stockholm ausgefihrt worden. Herrn Professor G.
LAGERHBEIM spreche ich fär die bewährten Ratschläge und die
zuvorkommende Unterstätzung, die er mir bei der Ausfährung
meiner Untersuchungen in reichstem Masse zu Teil werden
liess, an dieser Stelle meinen innigsten Dank aus. ;
Der Samenbau der Gattung Helianthemum oder der Fa-
milie der Cistaceen äberhaupt ist bis jetzt nur wenig unter-
sucht worden. Die schon erwähnten kurzen Mitteilungen
SCHENK's und MARLOoTH's beziehen sich nur auf einige wenige
Arten, und haben, wie eine umfassendere Untersuchung zahl-
reicher Arten gelehrt hat, keineswegs Gäiltigkeit fär die
ganze Gattung oder die Familie. Ihre in manchen Bezie-
hungen von den von mir erzielten Resultaten abweichenden
Angaben seien ihrer Kärze wegen dem Wortlaut nach ange-
föhrt.
NSCHENK schreibt:! »Im Wasser quellende Verdickungs-
schichten kommen auch bei den Samen der Cistineen vor.
Sehr ausgeprägt ist dies Strukturverhältniss bei den Samen
von Fumana (laevipes). Die mit grubigen Vertiefungen ver-
sehenen, dreikantigen Samen dieser Art sind unter der Lupe
fein warzig, eine Folge der papillösen Erhebungen der Aussen-
wände der Epidermiszellen. Bei Wasserzutritt werden durch
die quellenden Verdickungsschichten die Epidermiszellen, de-
ren WSeitenwände von den Basalwänden losreissen, empor-
gehoben und endlich, nach längerer Einwirkung des Wassers
1 I p. 414.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:01. 5
die Epidermis gesprengt. Die Verdickungsschichten bestehen
aus einer äusseren, das Licht sehwach brechenden Schicht
mit sehr zarter Spiralstreifung; die innere ist stärker licht-
brechend, und rollt sich als spiraliges Band mit deutlichen
Spiralstreifen ab.»
»Die Samen von Helianthemum ledifolium, villosum, vulgare,
aegyptiacum, ferner von Tuberaria perennmis sind auf der
Aussenfläche mit, je nach den Arten, mehr oder weniger
dicht stehenden, silberweissen Wärzchen besetzt. Diese Wärz-
chen sind Papillen der Epidermiszellen, deren Grösse bei
den einzelnen Arten verschieden ist. Durchgängig enthalten
sie Stärke und im Wasser quellende Verdickungsschichten.
Sehr entwickelt sind die Papillen bei H. aegyptiacum, bei
welcher Art die Stärkekörner zudem grösser sind, als bei
den äbrigen genannten Arten.»
MaARLoTH schreibt:!
»Helianthemum. Die Epidermis ist eigentämlich gebaut.
Die Zellen quellen im Wasser zu eimer Gallertmasse auf. Sie
enhalten grosse Körner, welche aus teilweise veränderter
Stärke bestehen. Dieselben quellen nämdich schon mit Was-
ser etwas auf und färben sich mit Jod nur langsam schwach-
blau. Darunter liegt eime Reihe von Palissadenzellen, welche
unten etwas unregelmässig verbogen sind, nach oben aber in
mehrere Zacken auslaufen, welehe in einander greifen. Das
Lumen ist sehr eng. Unter der Palissadenschicht liegen noch
mehrere Reihen zartwandiger, meist zusammengedrickter
Zellen. Das HEiweiss besteht aus unregelmässigen, stark-
wandigen Zellen, welche grosskörnige Stärke enthalten. Mit
Kali quellen die Zellen der Epidermis, der Bastschicht und
des Eiweisses bedeutend auf. Cistus ist ähnlich gebaut.>
MaARLoTH hat nur zwei Arten der Familie untersucht:
Helianthemum Chamaecistus und Cistus salicifolius.
SPACH (IT), der sich in einer Abhandlung äber die Organo-
graphie der Cistaceen ebenfalls mit dem Samenbau beschäf-
tigt, äussert mit Ricksicht auf die uns hier zunächst in-
teressierenden Erscheinungen nur, dass »dans certaines especes
la macération dans de F'eau y développe une épaisse couche
de mucilage»>.
Schliesslich hat in einer längeren Abhandlung äber die
Entwicklung der Samenschale mehrerer Pflanzen BRANDZA (IT)
1 I pR5l
6 0. ROSENBERG, STUDIEN ÖBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
einige Worte der Familie der Cistaceen gewidmet. Der von
ihm fär die ganze Familie aufgestellte Charakter därfte in-
dessen, auf die Beobachtung von nur 3 Arten: Helianthemum
guttatum nebst 2 Cistus-Arten, gegrändet, nicht von ganz
allgemeiner Gältigkeit sein, was meine umfassendere Unter-
suchung auch erwiesen hat.
Mit Ricksicht auf die bemerkenswerte, schon friher in
der - Litteratur besprochene Erscheinung einer Quellschicht
in der Samenschale wird die folgende Untersuchung fest-
stellen, dass man den Ort der Verschleimung teilweise un-
richtig verlegt und dabei eine zweite Quellschicht von recht
eigentämlichem Bau ganz iäbersehen hat.
Ferner haben meine Untersuchungen ergeben, dass das
eigentämliche Vorkommen von Stärkekörnern in der Samen-
schale ein eingehenderes Studium verdient als die genann-
ten Verfasser demselben haben angedeihen lassen.
Ein fläöchtiger Uberblick iber den Samenbau dieser Pflan-
zen iberrascht durch die speciell innerhalb der Gattung
HeVianthemum herrschende Vielgestaltigkeit. Dabei lassen
sich mehrere, mehr oder weniger scharf begrenzte Haupt-
typen unterscheiden, und ist es interessant, zu bemerken,
dass die so gewonnenen Gruppen in den meisten Fällen der
auf Grund anderer Merkmale erfolgten Einteilung der Gat-
tung entsprechen. Aus dem Studium der Entwicklungs-
geschichte dieser Samen därfte daher ein Hinweis darauf
zu gewinnen sein, wie man sich die Verwandtschaft: der
Arten unter einander zu denken hat. Dies bezieht sich, wie
gesagt, nur auf die Gattung Helianthemum.
Unter den Arten der äbrigen Gattungen herrscht eine
grosse Ubereinstimmung, besonders bei Cistus, wo zahlreiche
von mir untersuchte Arten sich als demselben Typus ange-
hörend erwiesen.
Bei einer Beschreibung so vieler Arten därfte es sich
empfehlen, zunächst eine gruppenweise Schilderung mehrerer
verschiedenartiger Typen und sodann eine zusammenhängende
Darstellung der uns hier speciell interessierenden Erschei-
nungen der Quellschicht und der Stärke zu geben. Zum Schlusse
werde ich, auf das Resultat vorliegender Untersuchung ge-
stäzt, einen Versuch machen, gewisse die Systematik der
Gattung Helianthemum betreffende Punkte zu beleuchten.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:o 1. 7
Specieller Teil.
In der folgenden Untersuchung habe ich ReEicHE's (I)
Einteilung der Familie beröcksichtigt. Er unterscheidet vier
Gattungen: Cistus, Helianthemum, Lechea und Hudsonia. An-
dere Forscher haben die Gattung Helianthemum in mehrere
Gattungen gegliedert, worauf ich in der letzten Abteilung
näher eingehen werde. Da ich meine Aufmerksamkeit vor
allem der Gattung Helianthemum der hier herrschenden Varia-
tion im Samenbau wegen gewidmet habe, so beginne ich mit
dieser, um darnach in Kärze die anderen Gattungen zu be-
sprechen.
Helianthemum Tourn.
Wie oben schon hervorgehoben, kann man in dieser
Gattung auf Grund des anatomischen Baues der Samen-
schale mehrere Typen unterscheiden, welche zu mehr oder
weniger scharf abgegrenzten Gruppen zusammengestellt wer-
den können. Diese Gruppen charakterisieren sich folgender-
weise:
Gruppe I. Hiehergehörende Arten weichen von allen
folgenden durch das Vorkommen »inneren Schleimes» ab. In
der Beschreibung der Typen werde ich näher angeben, was
ich darunter verstehe. Bei dem reifen Samen sind in dem
äusseren Integument deutlich zwei Schichten zu unterschei-
den. Stärke in Form von Amylodextrin kommt in der Epi-
dermis vor. Die Epidermiszellen sind mehr oder weniger
papillenartig.
Untersuchte Arten: H. aegyptiacum Mirr., apenninum
PeErs., glaucum PERs., pilosum PERS., pulverulentum DC, vul-
gare GÄRT.
Bei allen ibrigen Arten fehlt der innere Schleim und
scheint das äussere Integument nur aus einer WNchicht zu
bestehen. Ich sage »scheint>, da dasselbe bei manchen, wenn
nicht bei allen Arten urspröänglich zweischichtig ist; beim
reifen Samen platten sich jedoch die Zellen der inneren Schicht
des äusseren Integumentes stark ab, so dass sie nicht mehr
zu unterscheiden sind.
8 0. ROSENBERG, STUDIEN UÖBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
Gruppe II. Die Epidermiszellen sind mehr oder weniger
papillenartig; die äussere Wand derselben ist bei einigen et-
was verschleimt. Die Epidermis enthält Amylodextrinkörner.
Eine Art dieser Gruppe (H. salicifolvum) sehliesst sich sehr nahe
an die vorige und unmittelbar an die folgende Gruppe an.
Es ist daher schwer, diese Gruppe scharf zu charakterisieren.
Die Arten, die ich zu dieser Gruppe zähle, stehen sich in
entwicklungsgeschichtlicher Beziehung zweifellos so nabhe,
dass sie unter diesem. Gesichtspunkt leicht zusammenzufassen
sind. Das charakteristisehe Merkmal der Gruppe wäre, dass
die Epidermiszellen mehr oder weniger isoliert erscheinen,
indem einzelne Zellen collabieren; dies geht bei einer Art bis
zur völligen Abplattung aller Epidermiszellen.
Untersuchte Arten: H. ledifolium WIiLLD., niloticum PERS.,
papillare Botiss., salicifolium PERS.
Gruppe III. Die Epidermiszellen sind papillenförmig,
die Aussenwand auch an der Spitze stark verschleimt. Bei
Wasserzusatz quellen die Epidermiszellen sehr stark auf, so
dass der Samen von einer mehr oder weniger grossen Schleim-
hälle umgeben wird. Im allgemeinen finden sich in der Epi-
dermis sich mit Jod braungelb bis rot färbende Stärkekörner.
Untersuchte Arten: H. lavandulaefolium DC, squamatum
PERs., ellipticum PERrRs., kalviricum DEL. und sessiliflorum PERS.
(H. Lippi SPAcCH).
Unter diesen weicht H. squamatum am meisten ab, indem
hier die Verschleimung nicht so weit gegangen ist. Der
Samenbau erinnert sehr an H. salicifolium, gewisse Merk-
male machen es aber wahrscheinlicher, dass H. squamatum
zu dieser Gruppe zu zählen ist.
Gruppe IV. Die Epidermiszellen sind mehr oder weniger
rektangulär, nicht papillenförmig. Die Innenseite der Ausser-
wand ist verschleimt; in den Zellen sich mit Jod blauviolett
färbende, winzige Stärkekörner.
Untersuchte Arten: H. Tuberaria MILL. und guttatum MILL.
Gruppe V. Die Epidermiszellen mehr oder weniger colla-
biert, die Mitte der Aussenwand auf der Innenseite verschleimt,
wodurch kleine, rundliche Ausbuchtungen auf der Samen-
schale auftreten. Stärke fehlt.
Untersuchte Arten: H. pomeridianum DuNn., marifolium
GREN. et GoDr. und oelandicum DC. (einschl. H. vineale PErs.
und italicum PERS.).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 1. 9
Gruppe VI. Epidermiszellen mehr oder weniger cylind-
risch, sowohl die Aussen- wie die Innen- und Radialwände
auf der Innenseite stark verschleimt. Stärke fehlt.
Untersuchte Arten: H. Fumana Miir. (H. procumbens
DuN.), laevipes SPAcCH, arabicum PERS. und glutinosum BENTH.
Nur bei einer Art (H. arabicum) kommen grosse, sich
mit Jod bläuende Stärkekörner vor.
Gruppe VII. Epidermiszellen papillenförmig, nicht ver-
schleimt. Sich mit Jod bläuende Stärke vorhanden.
Untersuchte Arten: H. umbellatum Miir., halimifolium
WiLLD., atriplicifolium Wiznzp. und canadense MCcHx.
Selbstverständlich sind diese Gruppen nicht scharf von
einander abgegrenzt; mehrere Arten einer Gruppe können in
fast allen Merkmalen der Gruppe abweichen; doch stellen sie
sich immer deutlich als Entwicklungsformen der typischen
Repräsentanten der Gruppe dar. Nachdem ich diese Gruppen
in obiger Weise charakterisiert habe, will ich im Folgenden
den Samenbau der von mir untersuchten Arten beschreiben.
Leider war ich nicht in der Lage, alle hier zu besprechenden
Arten entwicklungsgeschichtlich untersuchen zu können. Die
Samen folgender Arten war es mir möglich vom jängsten
bis zum: reifen Stadium zu verfolgen: H. vulgare GÄRt., glau-
cum PERS., apenninum PERS. und pomeridianum DUN.
Helianthemum vulgare GäÄrr.
Wenn man einen Samen dieser Pflanze in Wasser legt,
so quillt derselbe sehr schnell auf und erscheint von einer
silberweissen Hälle umgeben (Fig. 1, 9); zugleich bemerkt man,
dass der Same auch nach längerem Ver-
weilen im Wasser noch scharfe Umrisse
zeigt. Man hat also hier Grund zu vermu-
ten, einmal, dass eine Quellschicht im
Samen vorkommt, wie es NSCHENCK (I)
und MARLoTtTH (I) angegeben haben, dann
aber auch, dass diese Quellschicht nicht
oberflächlich ist, sondern mehr im In-
nern des Samens ihren BSitz hat. Die
mikroskopische Untersuchung bestätigt
auch diese Annahme.
10 0. ROSENBERG, STUDIEN UÖBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
Am besten ist es, einen Schnitt des Samens zunächst in
Alkohol zu untersuchen. Die äussere Schicht der Samen-
schale, oder wie sie gewöhnlich genannt wird die Epidermis
besteht aus mehr oder weniger papillförmigen, von grossen,
runden Stärkekörnern erfäöllten Zellen. Auf die Epidermis
folgt eine Schicht niedriger, öfters abgeplatteter Zellen. Diese
beiden NSchichten bilden die sogenannte äussere Samenschale
(le tégument externe); sie entstammen beide dem äusseren
Integument der NSamenknospe. Darunter folet die vielen
Samen charakteristische Palissadenschicht, die das mechani-
sche Gewebe der Samenschale ausmacht. Diese drei Schichten
werden den hauptsächlichen Gegenstand der folgenden Unter-
suchung bilden, da es sich gezeigt hat, dass die äbrigen Teile
der Samenschale bei allen untersuchten Arten ziemlich iber-
einstimmend gebaut sind. Zur Vereinfachung der Darstel-
lung wird es sich daher empfehlen, die genannten Schichten,
wie es bei solchen Untersuchungen zu geschehen pflegt, in
folgender Weise mit Zahlen zu bezeichnen:
Die Epidermis' des äusseren Integuments = 1.
Die innerste Zellschicht des äusseren Integuments = 2.
Die äussere (Palissaden) Schicht des inneren Integu-
ments.= 3:
Bezäglich der ibrigen Teile der Samenschale verweise
ich auf BRANDZA's (I) und MarrotH's (I) Untersuchungen.
Kehren wir nun zu dem in Alkohol liegenden Schnitte
zuröck. Zwischen den Zellschichten 2 und 3 beobachten wir
eine mehr oder weniger mächtige, schwach lichtbrechende
Substanz. Indessen ist im Alkohol alles nur undeutlich zu
unterscheiden.
Es empfiehlt sich daher Wasser zuzusetzen, wobei die
verschiedenen Teile der Samenschale deutlich hervortreten
und sich besser för die Untersuchung eignen. Beim Wasser-
zusatz wird die äussere Samenschale augenblicklich von der
Palissadenschicht gehoben, indem die obenerwähnte licht-
brechende Substanz zwischen den Zellschichten 2 und 3 zu
einem wasserhellen Schleim aufquillt und aufgelöst zu wer-
den scheint. Zugleich schwellen die Epidermispapillen an,
indem sie Wasser aufspeichern, in welchem Zustand sie sich
vorzäglich zu einer genaueren Untersuchung ihres Baues
eignen.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:01. 11
Demnach hat die Samenschale von H. vulgare folgenden
Bau. Die Zellschicht 1 besteht aus mehr oder weniger pa-
pillförmigen, ziemlich dinnwandigen Zellen (Taf. I, Fig. 3);
die Radialwände sind kurz, die die Papille bildende Aussen-
wand ist mehr oder weniger gewölbt. Die Zellen nahe der
Mikropyle sind weniger papillförmig, während diejenigen im
entgegengesetzten Teil des Samens hoch papillförmig sind. Die
Aussenwand der Epidermiszellen ist, wie gesagt, ziemlich
diänn. HFEine Verschleimung derselben zeigt sich nur in der
äusserst dinnen, kaum merklichen Aussenschicht der Zell-
wand; oft ist letztere ganz unverschleimt.
Nach MaArrotH's oben citierten Angaben »quellen die Epi-
dermiszellen im Wasser zu einer Gallertmasse auf». SCHENK
giebt bezäglich der Helianthemum-Samen an: »Durchgängig
enthalten sie (die Epidermiszellen)...... im Wasser quel-
lende Verdickungsschichten». MarrortH hat nur H. chamae-
cistus (vulgare) untersucht; ScHENK stätzt seine Angaben auf
die Untersuchung von vier Helianthemum-Arten, darunter
auch H. vulgare. Die Angaben dieser Forscher stimmen also
nicht mit den meinigen iberein. Die Epidermiszellen der
Samen von H. vulgare quellen nicht »zu einer Gallertmasse
auf» und enthalten keine »im Wasser quellende Verdickungs-
schichten>», ausgenommen die genannte äusserst dänne Aussen-
schicht, die jedoch kaum als Ursache der obenerwähnten,
mächtigen Quellung des Samens im Wasser betrachtet wer-
den kann. Diese Quellung, welche unzweideutig von der
»Gallertmasse» MARLoTH's oder von den »im Wasser quellen-
den Verdickungsschichten» ScHENE's herrährt, hat im Gegen-
teil ihren NSitz in eimer anderen Zellschicht. Indessen giebt
es bei anderen, auch von NCHENK untersuchten Arten »im
Wasser quellende Verdickungsschiechten», so dass die Angaben
SCHENK's nur insofern nicht zutreffend sind. als sie sich nicht
auf die Samen von H. vulgare beziehen können.
Die Flächenansicht der Epidermiszellen weist einen recht
eigentämlichen Bau auf. Um eine Flächenansicht der Zellen
zu gewinnen, empfiehlt es sich, einen Samen im Wasser auf-
quellen zu lassen und die silberweisse Hälle (die äussere
Samenschale) mit einer Nadel abzuziehen, was sich leicht
thun lässt. Die mehr oder weniger quadratischen oder rek-
tangulären Zellen mit ihren welligen oder scharf zickzack-
förmigen Radialwänden erinnern im Verein mit ihrer Pa-
12 0. ROSENBERG, STUDIEN UBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
pillenform stark an eine Kronenblatt-Epidermis. Die Zellen
stossen aber nicht liickenlos an einander, sondern bilden
zwischen sich hier und da grössere oder kleinere Interzellular-
läcken (Taf. I, Fig. 4 I). Das Vorkommen von Interzellu-
larlicken in der Samenepidermis ist fär eine grosse Zahl der
Cistaceen ceharakteristisch. BrRANDzaA (I, pag. 71) hat dies
schon bei H. guttatum und einigen Cistus-Arten bemerkt; er ,
sagt dariber: »De distance en distance, au point de réunion
de deux ou trois cellules épidermiques, on constate de grandes
ouvertures stomatiques»,. Bei H. vulgare hat die grosse Mehr-
zahl dieser Interzellularen die Form von »ouvertures stoma-
tiques», nahe der Chalaza des Samens jedoch werden sie un-
regelmässiger, und scheinen mehr durch ein Auseinander-
weichen der Epidermiszellen gebildet zu werden.
Was die chemische Beschaffenheit der Zellwand betrifft,
scheint sie aus Cellulose zu bestehen. Chlorzinkjod färbt
dieselbe bald blauviolett; ebenso nimmt sie mit Jod und
Schwefelsäure eine blaue Farbe an. Hämatoxylin wird vor-
zugsweise von der innersten Nchicht der Zellwand aufge-
speichert.
Eigentämlich ist diesen Zellen das schon von SCcHENK (T)
erwähnte Vorkommen von Stärke. Er sagt: »Durchgängig ent-
halten sie (die Epidermiszellen) Stärke». BRANDzZaA (I, pag. 71)
bemerkt iber das Vorhandensein von Stärke in der Epider-
mis von H. guttatum wie folgt: »L'épiderme .... forme...'.
des sortes de papilles, dont chacune contient å son sommet
quelques grains d'amidon». Nur MARrRLotH (I) bringt einige
nähere Angaben hieräöber; er sagt: »Die Körner bestehen aus
teilweise veränderter Stärke, sie quellen nämlich schon mit
Wasser auf und färben sich mit Jod nur langsam blauw. Auf
dieses immerhin bemerkenswerte Vorkommen von Stärke werde
ich weiter unten näher eingehen, Hier sei nur Folgendes ange-
föhbrt. Auf einem Querschnitt sieht man die Epidermiszellen
zum grössten Teil von Stärkekörnern erfäöllt; im nicht auf-
gequollenen Zustand schmiegt sich die Zellwand so dicht den
Stärkekörnern an, dass der Form derselben entsprechende Aus-
buchtungen an jener wahrzunehmen sind. Im gequollenen Zu-
stand bewirkt die Wasseraufspeicherung eine leichte Er-
hebung der Zellwand iber die Stärkemasse, wodurch diese
Ausbuchtungen an der innersten Schicht der Aussenwand deut-
licher hervortreten. Fin sehr eigentiämliches Bild giebt die
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:01. 13
Flächenansicht (hierbei ist es am besten die Hälle eines auf-
gequollenon Samens mit einer Nadel vom Samen abzustreifen):
alle Zellen sind mehr oder weniger von Stärkekörnern erfällt.
Am dichtesten finden sie sich in der Mitte der Zellen.
Die Stärkekörner sind rundlicher Form und ziemlich
gross, 6—7 wu; sie erinnern etwas an OÖeltropfen. Die Epi-
dermiszellen an der Chalaza des Samens sind von bedeutend
grösseren Körnern erfiöllt, die wie aufgequollen erscheinen
(Tab. I, Fig. 4 c); sie haben jedoch nahezu dieselbe Grösse
auch in Alkohol. MARrLotH giebt an, dass die Körner sich
mit Jod nur langsam blau färben. Das tatsächliche Ver-
halten ist jedoch folgendes. Beim Zusatz von Jod in Jod-
kalium gelöst färben sich die Körner augenblicklich deutlich
braungelb, welche Farbe bald in ein dunkles Rotbraun iber-
geht. In derselben Weise wirkt Chlorzinkjod; nach längerem
Verweilen in dieser Reagenz nehmen die Stärkekörner schliess-
lich eine dunkelviolette Farbe an. Chlorzink bewirkt eine
beträchtliche Quellung dieser Stärkekörner; besonders in den
Zellen um die Chalaza herum, wo also die Körner sehr gross
sind, quellen sie so stark, dass sie das ganze Lumen aus-
fällen, wobei dasselbe wie aufgeblasen erscheint.
Diese Reactionen geben an, dass wir hier nicht gewöhn-
liche, sondern wie MARLoTH sagt teilweise veränderte Stärke
vor uns haben. Von Jod rot oder braungefärbte Stärke ist
zuerst von NäÄGELI (I, pag. 192) erwähnt, der solche in dem
Samenmantel von Chelidonium majus fand. Nach ihm haben
andere Forscher bei einigen Pflanzen solehe Stärke gefunden.
Namentlich A. MEyErR hat dieser Form von Stärke eine ein-
gehende Untersuchung gewidmet. Ich werde weiter unten
hierauf eingehen.
Die Zellen der Zellschicht 2 sind bei H. vulgare nicht
so leicht zu unterscheiden, doch kann man deutlich wahr-
nehmen, dass unter der Epidermis eine Zellschicht liegt. Die
Zellen sind diännwandig, rektangulär, und hahen schwach
wellige Radialwände. Stärke oder andere sichtbare HFEin-
schlässe fehlen.
Zwischen dieser Zellschicht und der folgenden war in
Alkohol eine lichtbrechende Substanz zu sehen, die bei Was-
serzusatz mächtig aufquoll. Weder MARLOTH noch NCHENK
erwähnen dieses Schleims, den sie völlig äbersehen zu haben
scheinen. Da er sich fast augenblicklich zu einer wasser-
14 0. ROSENBERG, STUDIEN ÖBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
hellen Flässigkeit auflöst, entgeht er auch sehr leicht der
Beobachtung. Wenn man einem Schnitt statt Wasser Jod
in Jodkalium zusetzt, so tritt der Schleim deutlich hervor.
Derselbe wird von der Jodlösung intensiv rotbraun gefärbt;
ausserdem färbt er sich mit Hämatoxylin oder Naphtylen-
blau tief violett. Irgend eine Struktur ist in der Schleim-
masse nicht wahrzunehmen. Das Ganze scheint eine homo-
gene Masse zu bilden. Den Ort der Entstehung ist es an
reifen Samen schwer, fast unmöglich, zu bestimmen. In
einigen Fällen scheint er von der Schicht 2 auszugehen, in-
dem man auf Querschnitten, wo die äussere Samenschale sich
ein wenig aufgerollt hat, die Schleimmasse deutlich der In-
nenwand dieser Schicht aufliegen sieht. In anderen Fällen
liegt der Schleim auch nach Entfernung der äusseren Samen-
schale fest der mechanischen Palissadenschicht an. Es war
von vornherein anzunehmen, dass der Schleim von der Schicht
2 ausgehe, denn eine Verschleimung der Palissadenschicht
wäre ja weniger wahrscheinlich. Zu einem endgältigen Ur-
teil hieriber gelangt man jedoch nur mittels entwicklungs-
geschichtlicher Untersuchungen. Ich werde im Folgenden
hierauf zurickkommen; bemerken möchte ich hier schon, dass
aus einem Vergleich jängerer Stadien mit aller Sicherheit
hervorgeht, dass der innere Schleim durch einen Verschlei-
mungsprocess der Innenwand der Schicht 2 gebildet wird.
Die Palissadenschicht haben BRANDZA und MARLOTH ge-
schildert. BRANDZA sagt: »A Vl'extérieur est une rangée de
cellules prismatiques tres régulieres, qui prend un grand
développement; toutes ces cellules sont lignifiées dans leur
partie inferieure, de sorte que les cavités cellulaires se trou-
vent tres réduites,. Beim Zusatz von Chlorzinkjod wird der
äuvssere Teil der Zellen schmutzig blauviolett, von Jod und
Schwefelsäure hellblau gefärbt; demnach wiärde dieser Teil
der Zelle aus Cellulose bestehen. Die Zellen haben alle ver-
dickte Seitenwandungen; diese Verdickung ist an der Basis
grösser als an dem vorderen Ende der Zelle. Dadurch erhält
das Zelllumen eine konische Gestalt, wobei die Spitze der
Kone sich an der Basis der Zelle befindet; die Seitenwände
sind im oberen Teil der Zelle dicht gefaltet, so dass das Zell-
lumen von oben gesehen sehr eng und verzweigt erscheint.
An der Basis der Zelle hat das Lumen von unten gesehen
eine regelmässigere, rundliche Form. Die Aussenwand stellt
BIEANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0o1. 15
ein dinnes Häutchen dar. Durch Einlegen eines Schnittes
in Chromsäurelösung, werden die Zellen dieser Schicht sehr
aufgehellt, so dass man ihren feineren Bau deutlich wahr-
nehmen kann. Auf solchen Schnitten hat das Lumen von
der Seite betrachtet das Aussehen eines verästelten Baumes,
was von den Falten der Seitenwandungen herräöhrt. Da der
Bau dieses Gewebes bei allen von mir untersuchten Arten
nahezu ibereinstimmt, habe ich es nicht för nötig gehalten,
dasselbe bei allen folgenden Arten näher zu beschreiben.
Auf die Palissadenschicht folgen nach innen 3—4 Schichten
mehr oder weniger collabierter, bräunlicher Zellen, die die
sogenannte Nährschicht bilden. HoLrFErt (I, p. 279) lenkt
die Aufmerksamkeit auf dieses Gewebe und weist darauf hin,
dass es ein transitorisches Speichergewebe ist, dessen Inhalt
während des Reifungsprocesses zu secundären Membranver-
dickungen anderer Gewebepartien der Samenschale verbraucht
wird. Im reifen Stadium der Samen von H. vulgare ist
dieses Gewebe nahezu obliterirt, untersucht man aber jängere
Stadien, so zeigen sich die Zellen von typischen Stärkekör-
nern erfiällt. In dem Masse in dem die Zellen der Palissaden-
schicht sich verdicken entleeren sich die Zellen der Nähr-
schicht, bis die Stärke, wie gesagt, vollständig verschwindet
und die Zellen obliterirt sind.
Die Entwicklungsgeschichte der Samenschale betreffend
mag Folgendes angefuihrt werden. Die Samenknospe von H.
vulgare ist orthotrop, mit zwei Integumenten; das äussere
wird von zwei, das innere von drei Zellschichten gebildet.
Im jungen Stadium sind alle Zellen ziemlich äbereinstimmend
gebaut.
Kurz nach der Befruchtung, wenn der Samen eine Länge
von 1 mm. erreicht hat, hat er folgenden Bau (Textfigur 2). Die
16 0. ROSENBERG, STUDIEN UBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
Epidermiszellen sind rektangulär, tafelförmig, diännwandig,
ein wenig in der Längsrichtung des Samens gestreckt und
schliessen lickenlos an einander. Sie föähren einen Plasma-
schlauch mit deutlich hervortretendem Zellkern; Stärke fehlt.
Die Zellen der folgenden Schicht sind ebenfalls dännwandig
und liäckenlos vereint, im Querschnitt quadratisch; Plasma-
schlauch und Zellkern treten deutlich hervor, hier und da
finden sich einige Stärkekörner (St). Die folgende, die äussere
Schicht des inneren Integuments, besteht aus im Querschnitt
mehr oder weniger quadratischen Zellen mit reichlichem
Plasmainhalt und einem grossen Zellkern (N). Fine leichte
Verdickung der Zellwand findet nur in der Aussenwand statt.
In einem etwas älteren Stadium hat der Samen folgendes
Aussehen (Taf. I, Fig. 1). Die Epidermiszellen beginnen
schwach papillförmig zu werden, indem sich die Aussenwand
leicht vorwölbt. Zugleich entstehen Interzellularläcken zwi-
schen der Epidermis und der folgenden Zellschicht. Die
Zellen enthalten nur Plasma und Zellsaft; noch sind keine
Stärkekörner zu sehen. In der Zellschicht 2 hat die Stärke
an Masse bedeutend zugenommen. Beim Zusatz von Jod-
lösung färben sich die Stärkekörner sofort blau; hier ist also
gewöhnliche Stärke- vorhanden. Die Zellen dieser Schicht
scheinen in ihrem unteren Teil Interzellularläcken zwischen
sich zu lassen. Bei genauerer Beobachtung sieht man jedoch,
dass diese Liäcken Plasma enthalten. Ein Tangentialschnitt
lehrt, dass sie davon herriähren, dass die Seitenwandungen
der Zellen in ihrem unteren Teil scharf zickzackförmig ge-
krämmt sind.
Schon in diesem Stadium beginnt die Bildung des soge-
nannten inneren WNchleimes (Taf. I, Fig. 1). Derselbe tritt
auf einem in Alkohol liegenden Schnitt als ein äusserst
dänner, etwas körniger Beleg auf der Innenseite des äusseren
Integuments auf. Bei Wasserzusatz schwillt er sofort an und
scheint sich aufzulösen; bei Anwendung eines Tinctionsmittels
wie z. B. Naphtylenblau, das den Schleim schön blauviolett
färbt, wird er indessen sichtbar; Jodlösungen färben ihn in
diesem Stadium nicht. Die Zellen der Zellschicht 3 haben ihre
volle Grösse erreicht; die Wandungen verdicken sich; Stärke
ist nicht vorhanden.
Allmählich werden die Zellen der Epidermis deutlicher
papillförmig und treten in denselben Stärkekörner auf (Taf. I,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:01. 17
Fig. 2), die von Jod gelbbraun bis rot gefärbt werden und
sich somit als eine andere Form von Stärke als die der
nächstfolgenden Schicht erweisen. Der innere Schleim nimmt
mehr und mehr an Mächtigkeit zu und zugleich bemerkt
man, dass die Zellen der Schicht 2 ärmer an Stärke werden.
Zmuletzt, wenn der Same nahezu reif geworden ist (Tab. I,
Fig. 3), sind die Zellen der Epidermis mehr oder weniger
von Stärke erföllt, während eigentimlicher Weise die Stärke
in der Zellschicht 2 vollständig verschwunden ist. Wie dies
zu erklären ist werde ich später zu besprechen haben; hier
will ich nur bemerken, dass es scheint, als ob zur Schleim-
bildung die Stärke der Zellschicht 2, also typische Stärke,
verwendet werde, und dass ein dabei gebildetes Deformations-
produkt in den Epidermiszellen aufgespeichert wird, das sich
als eine von Jod rot gefärbte Stärke kundgiebt.
H. glaucum Pers.
Diese Art reiht sich beziäglich ibres Samenbaues der
vorigen sehr nahe an. Die Samen sind von derselben Grösse.
Wenn man sie in Wasser legt, so quellen sie wie bei H. vul-
gare schnell auf und umgeben sich mit einer mehr oder we-
niger schleimigen Hälle. Die Schlembildung ist insofern
hier weiter entwickelt, als auch in der Epidermis Quell-
schichten aufzutreten beginnen.
Die Epidermiszellen sind denen von H. vulgare ähnlich
gebaut, unterscheiden sich jedoch von diesen durch eine Ver-
schleimung der Aussenwand (Tab. I, Fig. 8). Diese ist im
allgemeinen etwas höher vorgewölbt und zeigt auf in Alkohol
liegenden Schnitten eine schwache Verdickung. Bei Wasser-
zusatz schwillt die Aussenwand sichtlich, wenn auch nur
schwach an. HEine nähere Untersuchung zeigt folgenden Bau
der Verdickungsschicht. Nach innen wird das Zelllumen
von einer festeren, aber dännen, nicht gquellenden Lamelle
abgegrenzt; der ibrige Teil der Aussenwand scheint aus
einer quellenden Substanz zu bestehen. Die Spitzesder Pa-
pille ist im allgemeinen nicht verschleimt, doch giebt es
Fälle, wo auch sie einer schwachen Verschleimung unterliegt.
Mehr gegen die Basis zu wird die Verschleimung allmählich
stärker; nach aussen wird der Schleim von einem schwachen
cuticulaähnlichen Beleg begrenzt. Mit Jodjodkalium färbt
a
18 0. ROSENBERG, STUDIEN UBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
4
er sich gelb. Tinktionsmittel wie Naphtylenblau, Ruthe-
niumrot, Fuchsin u. a. färben ihn nicht oder nur schwach.
Die innere, festere Lamelle färbt sich mit Chlorzinkjod blau-
violett, und scheint also aus Cellulose zu bestehen. Die
Zellen sind von sich mit Jod rot färbenden Stärkekörnern
erfällt, die dieselbe Form und Grösse wie bei H. vulgare
haben. In den Zellen an der Chalaza sind die Stärkekörner
ebenfalls grösser als sonst.
Die Zellen der nächstfolgenden Schicht sind etwas höher
als bei H. vulgare; die gegen die Pallisadenschicht grenzende
Wand ist ziemlich dick und zeigt sich bei Wasserzusatz sehr
verschleimt. WSehr schön und deutlich wird dieser Schleim in
Jodlösung, wo er sich intensiv rotbraun bis rotviolett färbt.
Bisweilen rollt sich beim Zutritt der Flässigkeit die quel-
lende äussere Samenschale von der Pallisadenschicht ab, wo-
bei in den weitaus meisten Fällen der innere Schleim an der
Aussenwand der NSchicht 2 hängen bleibt und im aufge-
quollenen Zustand von einem festeren Belege begrenzt scheint.
Dieser letztere ist in Wirklichkeit die losgerissene Aussen-
wand der Pallisadenzellen. Hier sei auch erwähnt, dass die
Innenwand der Schicht 2 hier und da tangential gespalten
ist, wodurch der Nchleim in einen lockeren Zusammenhang
mit der äusseren Namenschale tritt. Ich bemerke dies, da
bei Quellung der Schleim bisweilen auf der Pallisadenschicht
liegen bleibt, und es den Anschein hat, als ob er aus dieser
Schicht gebildet wäre.
Die iäbrigen Teile der Samenschale stimmen mit denen
von H. vulgare ziemlich iäberein.
Die Entwicklungsgeschichte dieses Samens habe ich nicht
vollständig verfolgen können. Es standen mir nur ungefähr
halbreife Samen zur Verfögung. Die Schleimbildung scheint
in dem Winkel zwischen den Papillen zu beginnen und sich
von hier in die Spitze zu ziehen. Die Epidermiszellen sind
im Anfang stärkeleer, während die nächst folgende Schicht
von ziemlich grossen, oft zusammengesetzten, sich in Jod
blänenden Stärkekörnern erfiöllt ist. Allmählich vermindert
sich der Stärkegehalt dieser Schicht, während gleichzeitig die
Epidermiszellen sich mit Stärke (rotfärbender) zu fillen be-
ginnen. Wir haben hier also wie es scheint dieselbe Schwan-
kung des Stärkegehalts in den einzelnen Schichten wie bei
H. vulgare.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0O1. 19
H. apenninum Pers.
Der Samenbau dieser Art kann als die nächste Entwick-
lungsstufe desjenigen von H. vulgare und HH. glaucum be-
trachtet werden. Auwuch hier sind die Epidermiszellen papill-
förmig, jedoch viel höher als bei den vorhergehenden Arten,
indem sich ihre Aussenwand noch stärker vorwölbt. Diese
letztere erscheint in Alkohol nur wenig verdickt, schwillt
jedoch bei Wasserzusatz an und lässt eine ziemlich mächtige
Quellschicht hervortreten, die besonders in dem Raum zwi-
sehen den Zellen sehr stark entwickelt ist, so dass sie in
Wasserpräparaten denselben ausfällt. Auch die Spitze der
Papille ist, obwohl in wviel geringerem Masse, verschleimt.
Der innerste, an das Zelllumen grenzende, Teil der Zellwand
ist ganz unverschleimt und tritt als eine doppelt kontourirte,
festere Lamelle hervor. Auwuch die darauf folgende Zellwand-
partie scheint aus etwas dichterer Quellsubstanz zu be-
stehen.
Die Epidermiszellen schliessen, wie bei den vorigen Ar-
ten, nicht läckenlos an die folgende Schicht an. Wie es
scheint, giebt es auch zwischen den Epidermiszellen Inter-
zellularläcken, indem die Zellen auf Flächenschnitt hier und
dort auseinander weichen. Da auch die Radialwände ver-
schleimt sind und bei Wasserzusatz die etwaigen Interzellular-
läicken ausfällen, ist es sehwer zu entscheiden, ob diese durch
Auseinanderweichen der Epidermiszellen oder durch Ver-
schleimung der Mittellamelle enstanden sind. Alle Epider-
miszellen fähren Stärkekörner, die sich mit Jod rotbraun
färben, aber etwas kleiner sind als bei H. vulgare.
Die Schicht 2 stimmt mit der entsprechenden bei H. vul-
gare ziemlich iberein; der innere Schleim ist sehr gut aus-
gebildet und gleicht in seinem Bau und Verhalten ganz dem
von H. glaucum. Auch hier ist eme deutliche Längsspaltung
der Innenwand zu konstatieren (Tab. I Fig. 21).
Da dieser Samen dem der folgenden Art sehr ähnlich
gebaut ist, letzterer aber als ein weiteres Entwicklungssta-
dium des ersteren aufgefasst werden kann, so gehe ich nicht
näher auf den Bau des Schleimes von H. apenninum ein,
sondern gebe in Bezug auf den Schleim eine eingehendere
Sechilderung der folgenden Art.
20 0. ROSENBERG, STUDIEN UÖBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
Hinsichtlich der Entwicklungsgeschichte des Samens von
H. apenninum mag Folgendes angeföhrt werden. Im jäng-
sten von mir beobachteten Stadium hatte die Samenschale
folgenden Bau (Tab. I Fig. 5). Die Epidermiszellen sind
mehr oder weniger rektangulär und zeigen deutlich Plasma
und Zellkern; Stärke fehlt. Die Zellen der folgenden Schicht
sind in Querschnitt quadratiseh und weisen, wie bei den fri-
heren Arten, die scheinbaren Interzellularen auf, die davon
herrähren, dass die Radialwände in ihrem unteren Teil wellig
gebogen sind. Die Innenwand ist bereits ein wenig ver-
schleimt. Stärkekörner (von Jod blaugefärbte) sind in ziem-
lich grosser Anzahl in den Zellen vorhanden. Die Pallisaden-
schicht zeigt den Bau des entsprechenden Stadiums der vor-
hergehenden Arten. Die sogenannte Nährschicht ist von
Stärke erfällt.
Im nächsten Stadium sind die Epidermiszellen papill-
förmig und die Schicht 2 stärkeerfällt; der innere Schleim
ist ziemlich ausgebildet (Tab. I Fig. 6).
Allmählich werden die Epidermispapillen höher, die Aus-
senwand beginnt an der Basis der Papillen Schleim zu bil-
den, so dass die Papillen in einem gewissen Stadium den-
jenigen von H. glaucum sehr nahe kommen. Die Zellen föllen
sich mit von Jod rotbraun gefärbten Stärkekörnern. Zugleich
werden in der Schlicht 2 die Stärkekörner spärlicher. Zwischen
den WNchichten 1 und 2 treten hie und da Interzellularen
sker (NEN LER
Zuletzt, beim nahezu reifen Samen, sind die Stärkekörner
aus der Schicht 2 verschwunden und die Epidermiszellen mehr
oder weniger von Stärke erfiällt.
H. aegyptiacum MILL.
Die Samen dieser Pflanze sind rundlich, etwa 2 Mm. im
Durchschnitt, schön dunkelrotbraun; unter der Lupe erscheint
die Samenoberfläche von silberweissen Papillen bedeckt. Wenn
man einen Samen in Wasser legt, so quillt er, wie bei H.
vulgare, obwohl.in etwas anderer Weise auf. Er umgiebt
sich mit einer aufgequollenen, nicht scharf abgegrenzten Hälle,
die mit dem Wasser zuzammenzufliessen scheint. Nebenste-
hende Figur 3 ist eine schwach vergrösserte photographische
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:o 1. 21
Aufnahme eines in dieser Weise aufgequollenen Samens. Man
sieht deutlich den inneren Teil des Samens, die aufgequollene,
mit Papillen besetzte Hille und zuäusserst eine verschleimte
scheinbar homogene Masse. Es scheinen also hier zwei Schleim-
schichten vorhanden zu sein, eine innere und eine ober-
fächliche. .
Wie schon oben erwähnt, ist der Samenbau dieser Art
als eine Weiterentwicklung desjenigen der vorigen Arten auf-
zufassen; ich bemerke noch, dass diese Art der Verschleimung
der Epidermis ihre höchste Entwicklung bei H. aegyptiacum
erreicht.
Bei Untersuchung eines Samens im Wasser zeigt diese
Art einen sehr schönen Bau. In Alkohol scheinen die Epi-
dermiszellen unregelmässig papillös. von einer lichtbrechenden
Masse umgeben. Bei Zusatz von Wasser
schwellen die Zellen der Epidermis sowie
die der ihr anliegenden Schicht mächtig
an und lassen einen schön ausgebildeten
Bau erkennen (Tab. I Fig. 11). Wie
bei den vorigen Arten lassen sich auch
hier eine äussere, aus zwei Zellschichten
bestehende und eine innere Samenschale,
sowie ein zwischen ihnen liegender »inne- sELS
rer Schleim» unterscheiden.
Die Epidermis ist zu einem sehr schönen Schleimgewebe
ausgebildet. Die Zellen besitzen kurze Radialwände und viel
höhere Papillen als die der vorigen Arten. Sowohl die Aus-
senwand wie die Radial- und Innenwände sind verschleimt,
obwohl verschieden nach Grad und Art. Wie aus der Figur
hervorgeht kann man' eine innere, in Gestalt einer doppelt-
kontourirten Lamelle hervortretende, festere Schicht um das
Lumen herum wahrnehmen. Um diese schliesst sich eine
gleichmässig dicke, mehr oder weniger mächtige Verdickungs-
schicht, die in Wasser nur langsam aufquillt und sich als
aus etwas dichterer Schleimsubstanz bestehend erweist. An
den Innen- und Seitenwänden sind diese Quellschichten nicht
so mächtig entwickelt, sondern ziemlich dinn; deutlich sind
jedoch, auch hier verschleimte Membranpartien zu unterschei-
den. Tangentialstreifungen treten in dieser Quellschicht deut-
lich hervor. Da wo die Zellen an einander stossen, ist der
Schleim sehr stark ausgebildet. Auf Querschnitt scheint es,
ELAN
Ne att.
Sr
22 0. ROSENBERG, STUDIEN UBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
als ob der Raum zwischen den Papillen von Schleim aus-
gefällt wäre. Beim längeren Verweilen im Wasser schwellen
alle Quellschichten mächtig an, so dass sie zuletzt eine homo-
gene Schleimmasse an der Epidermis darstellen.
Um den Bau dieses Schleimgewebes näher kennen zu
lernen, tut man gut, einem Nchnitt in Alkohol zunächst
Wasser und erst wenn der Schleim etwas aufgeauollen ist
Jodjodkalium hinzuzufigen. Die Vermengung des Alkohols
mit Wasser bewirkt eine gewisse Moderation der Quellung.
Die festere Innenlamelle tritt deutlich hervor, um diese herum
sieht man die obenerwähnte dichtere Schleimschicht sich scharf
von dem ibrigen Schleim abheben. Sie wird von Jod nur
schwach gelb gefärbt. Ausserhalb dieser Schicht liegt eine
von Jod grellgelb gefärbte Schleimmasse, die durch stärkere
Verschleimung der unteren Hälfte der Papille enstanden ist
und sich als eine keilförmige Masse zwischen den Papillen
ausbreitet. Uber die Spitze der Papille ist ein ziemlich deut-
lich hervortretender cuticulaähnlicher Beleg zu sehen, der in
Jodlösung ganz ungefärbt bleibt> Zur Vereinfachung der
Darstellung werde ich die innere festere Lamelle mit a, die
sich zunächst daran anschliessende Verdickungsschicht mit b
und die keilförmige Schleimmasse zwischen den Papillen mit
c bezeichnen.
In Chlorzinkjod verhält sich der Schleim etwas anders.
Er quillt in.dieser Fläössigkeit nur langsam auf; die Lamelle
a sowie die Schicht b werden bald violettblau, bestehen also
aus Cellulose; die Schicht c färbt sich nur sechwach gelb.
Zu Tinktionsmitteln verhalten sich die Quellschichten
folgendermassen.
Naphtylenblau färbt die Innenschicht a blau, eine täten-
förmige Partie der Schicht b intensiv violettblau; die Schicht
ec nicht oder nur äusserst schwach; die diänne Aussenschicht
an der Spitze der Papille bleibt ungefärbt.
Rutheniumrot färbt die Schicht b recht intensiv rot,
während die Schicht c sich schwach rot bis farblos zeigt;
ebenso bleibt der cuticulaähnliche Beleg ungefärbt.
Fuchsin, Metylviolett u. a. färben die entsprechenden
Partieen wie Naphtylenblau. Hierbei bemerkt man, dass in
der Schicht b die tangentiale Streifung deutlicher hervortritt
und zwar in Form von fingerlingförmig in einander ein-
geschachtelten Schichten.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0o1. 23
Bei Einwirkung von Salzsäure quellen die Verdickungs-
schichten stark auf; die keilförmigen Schleimpartieen scheinen
aufgelöst zu werden; die Schicht b quillt zu einer cylinder-
förmigen Masse auf mit einer festen fingerlingförmigen Partie
an der Spitze; zugleich treten die Tangentialstreifungen deut-
lich hervor. Nåch längerem Verweilen in Salzsäure scheint
aller Schleim aufgelöst zu sem, ausgenommen die Schicht b,
welche sich als eine sehr deutliche Tangentialschichtung äber
die Spitze der Papille ausbreitet (Tab. I Fig. 10). Die Pa-
pillen scheinen somit getrennt von einander und der nächst-
folgenden Zellschicht zu liegen.
Fassen wir diese Beobachtungen zusammen, so kommen
wir zu folgendem Resultat. Die unmittelbar sich um das
Zelllumen schliessende Schicht besteht aus ziemlich unver-
änderter Cellulose, was aus ihrer raschen Blaufärbung mit
Chlorzinkjod hervorgeht. Die Schicht b ist verschleimt und
zeigt deutliche, aus dichterer Substanz bestehende Tangential-
schichten; sie wird von basischen Tinktionsmitteln gut ge-
färbt, sehr intensiv von Naphtylenblau und Rutheniumrot;
daraus folgt dass sie aus Pectinsubstanzen besteht; die Blau-
färbung mit Chlorzinkjod zeigt jedoch, dass sich in diesem
Sechleim auch Cellulosesubstanz findet. Die keilförmigen
Schleimmassen zwischen den Papillen, welche dadurch ent-
standen sind, dass der untere Teil der papillförmigen Aussen-
wand sehr stark und scheimbar homogen verschleimt ist, werden
durch die genannten Tinktions- und Reaktionsmittel nur wenig
verändert; nur Jod und Schwefelsäure scheinen eine intensiv
rotbraune Färbung hervorzurufen.
Wie oben erwähnt stimmt H. apemmvinum hinsichtlich
seines Ncehleimbaues in wesentlichen Punkten mit H. acgyp-
tiacum iäberein.
Der Inhalt der Zellen zeigt wie bei den vorhergehenden
Arten mehr oder weniger zahlreiche Stärkekörner; sie sind
bei dieser Art ein wenig eckig und zudem etwas kleiner als
bei den äbrigen Arten. Die Angabe ScHENK's, dass diese Art
die grössten Stärkekörner besitze, kann ich nicht bestätigen.
Sie werden von Jod zunächst braungelb gefärbt, sind also
von derselben Art wie bei den vorhergehenden Species; ihre
Farbe geht jedoch bald in eine dunkel braunviolette äber.
Auch hier sind die Körner in den Zellen um die Chalaza
bedeutend grösser als in den anderen; zudem bemerkt
24 0. ROSENBERG, STUDIEN UÖBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
man, dass die Aussenwand solcher Zellen nur sechwach ver-
schleimt ist.
Auch die Schicht 2 hat bei dieser Art eine hohe Aus-
bildung erreicht. Die Zellen sind in Querschnitt quadratisch
bis rektangulär, in der Längsrichtuug des Samens gestreckt.
Auf Flächenschnitt zeigen sich die Radialwände schön wellig
gebogen. Die Zellen schliessen wie bei den vorhergehenden
Arten läckenlos an einander. Die Aussenwand, d. i. die der
Epidermis zunächst liegende, ist ziemlich dänn; die äbrigen
Wände dagegen stark verdickt. Die Zellen sind stärkeleer.
Beim Wasserzutritt wird infolge der Quellung eines
inneren Schleimes auch hier die äussere Samenschale beträcht-
lich gehoben. Dieser Schleim scheint in Form einer mehr
oder weniger zusammenhängenden Masse der Pallisadenschicht
zu entquellen; wenigstens befand sich in allen von mir be-
obachteten Fällen der Schleim nicht im Zusammenhang mit
der äusseren Samenschale, sondern lag dicht der Pallisaden-
schicht an. Nach vorsichtiger Entfernung der äusseren Sa-
menschale sieht man an in Alkohol liegenden Präparaten den
inneren Schleim in Form zahlreicher lichtbrechender Ausbuch-
tungen. die bei Wasserzutritt aufquellen, der Palissadenschicht
aufliegen.
Man könnte nun geneigt sein, diesen Schleim als durch
Verschleimung der Aussenwand der Palissadenschicht ent-
standen zu betrachten. Leider stand mir nicht geniögendes
Material zu Gebot, um dies vom entwicklungsgeschichtlichen
Gesichtspunkt aus zu untersuchen. Obige Annahme scheint
mir indessen unwahrscheinlich. Der Samenbau dieser Art
ist ebenso zweifellos in derselben Richtung entwickelt wie
bei den vorigen Arten, schliesst sich den letzteren so nahe
an, dass es umwahrscheinlich ist, dass H. aegyptiacum den
inneren Schleim auf andere Weise bilde als z. B. H. apenninum,
wo er durch Verschleimung der Aussenwand der Schicht 2
entsteht. Noch ein anderes Verhalten spricht för diese An-
nahme; bei Zusatz von Jod färbt sich nämlich der innere
Ychleim violettrot, wie bei H. apenninum u. a., aber auch
die Zellen der Schicht 2 werden intensiv violett- bis braunrot
gefärbt. Kann dies auch nicht als Beweis gelten, so spricht
es doch för die Emnstehung des inneren Nchleimes an der
Aussenwand der Schicht 2.
BIHANG TILL K. SV. VET-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:01. 25
Das Verhalten dieses NSchleimes zu Tinktions- und Re-
aktionsmitteln ist dasselbe wie bei den vorigen Arten.
Die Palissadenschicht stimmt wie die äbrigen Teile der
Samenschale mit den erwähnten Arten iberein.
Ich habe mit Obigem die Resultate der Untersuchung
einiger Arten meiner ersten Gruppe gegeben. Weniger ein-
gehend habe ich ferner meine Aufmerksamkeit zwei anderen,
zu dieser Gruppe gehörenden Arten, H. pilosum Pers. und
H. pulverulentum DC, gewidmet; sie haben sowohl äusseren
wie inneren Ychleim und schliessen sich an H. glaucum und
H. apenninum an (Tab. I Fig. 13).
Allen folgenden Arten fehlt der innere Schleim. HEbenso
scheint es, als ob die äussere Samenschale nur einschichtig
wäre, indem die Zellen der Schicht 2 im reifen Stadium
collabiert sind. Ich beröcksichtige daher bei der Beschreibung
dieser Arten ausschliesslich den Bau der Epidermis.
H. salicifolium Pers.
Die Epidermiszellen sind alle papillenförmig mit mehr
oder weniger verschleimter Aussenwand (Tab. I Fig. 14).
Auf Flächenschnitt erscheinen die Zellen rektangulär mit
zickzackförmig gekrämmten Radialwänden. Sie scheinen nicht
läckenlos an einander zu schliessen, was aus der Verschlei-
mung der Radialwände zu erklären ist. Die Verschleimung
der Epidermiszellen ist bei dieser Art nicht so weit gegangen
wie bei den unmittelbar vorhergehenden Arten. Die Spitze
der Papille ist im allgemeinen ganz unverschleimt. MSich mit
Jod rotfärbende Stärkekörner erfäöllen die Epidermiszellen.
Der Bau der Samenschale erinnert daher sehr an H. glaucum,
mit Ausnahme davon, dass die Schicht 2 hier nicht wahr-
nehmbar ist.
H. retrofractum Pers. steht bezäglich des Samenbaues
H. salicifolium sehr nahe.
H. niloticum Pers.
Die stark abgeplatteten Epidermiszellen erscheinen nur
als mehr oder weniger weit von einander entfernte kleinere
Ausbuchtungen der Samenschale (Tab. I Fig. 12). Da ich
26 0. ROSENBERG, STUDIEN UBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
die Entwicklung der Samenschale nicht weiter verfolgt habe,
kann ich nicht entscheiden, ob diese Entfernung der Epider-
miszellen von einander dadurch bedingt wird, dass zwischen-
liegende Zellen abgeplattet werden oder aber dadurch, dass
die Zellen sich in tangentialer Richtung gestreckt haben.
Allem Anschein nach ist doch wohl die erstere Annahme die
richtige, was der Bau der Epidermis von H. ledifolium be-
stätigt. Die Aussenwand ist ganz oder beinahe unverschleimt.
Die Zellen sind zum Teil von winzigen, sich mit Jod rot-
färbenden Stärkekörnern erfällt.
H. papillare Borss.
Auf Querschnitt erscheinen die Epidermiszellen sehr flach
und stehen noch weiter von einander entfernt. Sonst gleicht
der Samenbau dem der vorigen Art.
H. ledifoliaum WiLLnp.
Hier sind die Epidermiszellen ganz collabiert, so dass
nichts von ihnen zu sehen ist. Die äusserste Zellsehicht der
Samenschale wird somit durch die Palissadenschicht gebildet,
welche von einem dinnen Beleg, der äusseren Samenschale,
bedeckt wird. Dieses Verhalten ist interessant, insofern wir
hier mittels deutlicher Ubergangsformen (H. papillare, nilo-
ticum) die Entwicklung von einer ziemlich ausgebildeten
Schleimepidermis bis zu einer ganz deformierten verfolgen
können.
H. lavandulaefolium DC.
Die Epidermiszellen bestehen aus dicht an einander ge-
reihten Papillen, die häuvfig ziemlich flach, in manchen Fällen
indessen sehr hoch sind. Die Verschlei-
mung ist in ein und demselben Samen
oft sehr verschieden entwickelt. Im all-
gemeinen sind nur die Seiten der Pa-
Fig. 4. pillen, d. h: nur die unteren Teile der
Aussenwand verschleimt (Textfigur 4),
während deren Spitze ganz unverschleimt bleibt; der Samenbau
erinnert daher sehr an H. salicifolium. Da und dort indessen
BIHANG: TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0o1. 27
und dann in ziemlich höherem Masse verschleimt sich auch
die Spitze, so dass bei Wasserzutritt die Schleimschicht als
ein mehr oder weniger langer Fortsatz hervorqnuillt, dessen
Umriss ein ziemlich deutlicher, doppeltkontourirter, cuticula-
ähnlicher Beleg bildet (Tab. I Fig. 15). Der innerste Teil
der Zellwand ist ganz unverschleimt und umgiebt das Zell-
lumen in Gestalt einer festeren Lamelle. Der Schleim wird
von Chlorzinkjod dunkelgelb gefärbt; Naphtylenblau färbt
ibn nur schwach.
Die Zellen sind wie bei H. salicifolium von sich mit Jod
rotfärbenden, ziemlich grossen Stärkekörnern erfällt.
H. squamatum PERSs.
Der Samenbau ist eine weitere Entwicklung, des vorher-
gehenden Typus. Schon dort quollen infolge der Verschlei-
mung der Spitze bei Wasserzusatz gewisse Papillen zu kurzen
Schleimfäden aus. Diese Verschleimungsart ist noch höher
entwickelt bei H squamatum. Alle Zellen sind in der Weise
verschleimt, dass sie bei Wasserzusatz in Form langer Schleim-
fäden hervorquellen und den Samen mit einer dicken Gallert-
hälle umgeben (Tab. I Fig. 16, Tab. II Fig. 1).
Im ungequollenen Zustand hat die Epidermis folgenden
Bau. Die dicht neben einander stehenden Zellen sind hoch
papillenförmig. Der innerste Teil der Zellwand bildet eine
ziemlich dicke, ganz unverschleimte Schicht um das Zelllumen;
ebenso ist der äusserste Teil der Papille zu einem festen
cuticulaähnlichen Beleg um diese herum ausgebildet. Zwischen
diesen Teilen der Zellwand liegt eine ziemlich mächtige, licht-
brechende Substanz, die bei Wasserzutritt stark anschwillt.
Hierbei wird die äusserste Lamelle von dem darunter befind-
lichen Schleim losgerissen und gleich einer Täte auf die
Spitze des Schleimfadens gehoben. Im Schleimfaden ist eine
feinere Struktur wahrzunehmen, speciell wenn der Schleim
nicht zu stark gequollen ist.
H. ellipticum Pers.
Die Epidermis besteht aus dicht stehenden, cylinderför-
migen Papillen. Sowohl die Aussen- wie die Seitenwände
sind stark verschleimt, so dass sie bei Wasserzusatz zu langen
28 0. ROSENBERG, STUDIEN ÖBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
Schleimfäden anschwellen (Tab. II Fig. 2, 3); eine innere und
eine äussere Schicht sind ganz unverschleimt. Bei der Quel-
lung wird die äussere Lamelle mitgehoben und liegt an der
Peripherie der Schleimhälle. Aber auch der innere um das
Zelllumen schliessende Teil der Zellwand wird losgerissen
und oft mit dem Schleim leicht gehoben. Bei mässiger Quellung
lässt sich oft deutlich eine feinere Struktur des Schleim-
fadens unterscheiden. Der äussere Teil besteht aus homo-
genem Schleim, der innere dagegen zeigt eine Streifung, die
sich in Form mehrerer von einer dichteren Substanz gebil-
deten in einander eingeschachtelten Tiäten kundgiebt, deren
Ränder mit der homogenen Substanz zusammenfliessen.
In den Zellen kommen spärliche, kleimere, sich mit Jod
rotfärbende Stärkekörner vor.
Jodjodkalium färbt die Basalteile der Schleimfäden inten-
siv rotbraun, während der äbrige Schleim gelb gefärbt wird.
Dies ist insofern eigentämlich, als Jod also diesem Schleim
die gleiche Farbe mitteilt, die der innere Schleim den Arten
der ersten Gruppe annahm.
H. kahiricum DEL.
Diese Art steht bezäglich der Schleimbildung der vorigen
Art sehr nahe. Die Epidermiszellen haben die Form von
dicht bei einander stehenden, etwas birnförmigen Papillen
(Tab. II Fig. 4). Eine innere unverschleimte Partie ist hier
nicht deutlich zu sehen; ebenso giebt es keine oder doch nur
sehr spärliche Stärkekörner.
Bei Wasserzusatz quellen die Papillen nicht so rasch auf
wie bei H. ellipticum, sondern erst nach längerem Verweilen
im Wasser. Die gleiche Struktur wie dort tritt auch hier
und, dadurch dass die Verschleimung hier nicht so weit ge-
gangen ist, sogar noch deutlicher hervor. Die Streifung tritt
in Form etwas niedrigerer Tiäten auf (Tab. II Fig. 5).
Zu Jodjodkalium verhält sich dieser Schleim sehr eigen-
tämlich: er wird davon sofort violett gefärbt, welche Farbe
an der Spitze der Papille etwas in Rosa äubergeht.
H. Lippii SPAcH.
Diese Art steht der vorigen sehr nahe und verhält sich
zu Jod wie jene. Die Epidermiszellen sind gewöhnlich we-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:01. 29
niger an der Spitze als an den Seiten verschleimt. Oft ist
die Spitze ganz unverschleimt, wodurch der Samenbau sehr
an H. lavandulaefolium erinnert.
+
H. Tuberaria MinL. und guttatum Min.
Diese Arten sind sehr täbereinstimmend gebaut. Die Epi-
dermiszellen sind nicht papillenförmig, sondern in Querschnitt
mehr oder weniger rektangulär (Tab. II Fig. 12). Die Aus-
senwand ist nur äusserst schwach gewölbt. Auf der Innen-
seite sind die Aussenwand und wohl auch die Radialwände
verschleimt. Dieser Schleim ist im reiferen Stadium schwer
zu unterscheiden. Er wird von Naphtylenblau gefärbt. Bei
H. guttatum ist der Schleim etwas höher ausgebildet, indem
bei Wasserzutritt die Aussenwand wie die Radialwände durch
den Druck des Schleimes platzen und dieser ausfliesst. Durch
Färbung mit Naphtylenblau kann man dabei eine schwache
Querstreifung der Schleimmasse wahrnehmen (Tab. II Fig. 16).
In den Epidermiszellen sind winzige, sich mit Jod bläuende
Stärkekörner vorhanden.
Um den Bau der folgenden 3 Arten zu verstehen, ist es
notwendig, jängere Entwicklungsstadien zu beröcksichtigen.
Junge Samen standen mir nur von einer Art, die in dem
Bergianisehen Garten zu Stockholm unter dem Namen H.
polifolium cultiviert war, zu Gebot. Die Exemplare waren
nur mehr oder weniger unreife Frächte, so dass ich die Art
nicht mit Sicherheit bestimmen konnte. Doch steht sie wahr-
scheinlich H. pomeridianum sehr nahe.
H. polifolium Hort. BERG.
Die äussere Samenschale besteht aus zwei Schichten. Die
Zellen der Epidermis sind auf Querschnitt flach rektangulär,
dännwandig, mit Ausnahme der Mitte der Aussenwand. In
Alkohol sieht man eine halbkugelförmige Ausbuchtung auf
der Innenseite der Aussenwand (Tab. II Fig. 8), die bei
Wasserzutritt anschwillt, so dass sie an die Innenwand
stösst. Der Schleim scheint sehr fest zu sein, denn auch bei
längerem Verweilen im Wasser quillt er nicht weiter. Auf
Flächenschnitt sind die Zellen mehr oder weniger quadratisch
30 0. ROSENBERG, STUDIEN ÖBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
mit geraden Seitenwänden. In der Mitte tritt die verschleimte
Partie einem. stark lichtbrechenden Oeltropfen ähnlich auf.
Die Zellen schliessen liäickenlos an einander. MStärke ist nicht
vorhanden. /
Die Zellen der Schicht 2 sind bedeutend kleiner, däönn-
wandig und stärkeleer. Dieses Fehlen von Stärke' ist be-
merkenswert. Ich habe kein jängeres Stadium untersuchen
können, so dass ich nicht sagen kann, ob der äusseren Samen-
schale die Stärke immer fehlt. |
Die Palissadenschicht ist wie bei den vorigen Arten ge-
staltet, nur sind die Zellen etwas flacher, so dass sie dinner
wird.
Die Nährschicht besteht nur aus 2 Zellschichten. In dem
von mir untersuchten Stadium waren spärliche Stärkekörner
in, ihr zu sehen.
Beim Reifwerden des Samens trocknen alle Zellen der
ävusseren NSamenschale ein und werden mehr oder weniger
collabiert, so dass die verschleimte Partie der Aussenwand
der Epidermis nur in Form von mehr oder weniger kugel-
förmigen Ausbuchtungen auf der Palissadenschicht auftritt.
Von, Jodjodkalium wird dieser Nchleim nicht gefärbt,
von Chlorzinkjod nur äusserst schwach blauviolett. Jod und
Schwefelsäure dagegen bewirken eine intensive rotbraune
Farbe; zugleich treten deutliche concentriseche Schichtungen auf
(Tab. IT Fig. 9). Naphtylenblau, Hämatoxylin u. dgl. färben
den Schleim nur voriäbergehend, indem die Farbe sofort von
Wasser wieder ausgewaschen wird. Schwefelsäure bewirkt
nur eine schwache Quellung. Dagegen quillt der Schleim
ziemlich gut in kochender Salzsäure (nur schwach in kalter),
wobei er in Gestalt eigentimlicher Auswächse aus der Aus-
senseite hervortritt (Tab. II Fig. 6). Kalilauge bewirkt nur
eine mässige Quellung.
H. pomeridianum Dun.
Der Schleim ist der Hauptsache nach wie bei der vorigen
Art gebaut, doch ist er etwas höher entwickelt, indem auch
der äussere Teil der Aussenwand verschleimt. Bei Wasser-
zuotritt quillt nämlich der Schleim sowohl nach aussen wie
nach innen, so dass eine kugelförmige Ausbuchtung auf der
Aussenseite der Aussenwand zu sehen ist (Tab. II Fig. 11).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:01. 31
H. marifolium GREN. et Gopr. und oelandicum DC.
Der Schleim tritt in Form von kugeligen Ausbuchtungen
an der Palissadenschicht auf. Nur stehen sie nicht so dicht
wie bei den vorigen Arten, sondern oft recht weit von ein-
ander entfernt, wahrscheinlich aus derselben Ursache wie
bei H. niloticum. Zugleich sind bei H. oelandicum die Schleim-
kugeln kleiner als bei H. marifolium (Tab. II Fig. 10).
H. arabicum Pers, Fumana Mu., laevipes SpPacH, gluti-
norum BENTE.
In dem Samenbau dieser Arten herrscht grosse Uberein-
stimmung. ScHENK hat, wie oben erwähnt, schon die Quell-
schicht von Fumana (laevipes) (= H. laevipes) näher unter-
sucht. Die Resultate meiner Untersuchungen stimmen in
dieser Hinsicht mit seinen Angaben iberein. Alle Arten
haben mehr oder weniger cylindrische Epidermiszellen mit
verlängerten Radialwänden. Die Innenseite sowohl der Aussen-
wie der Innen- und Radialwände ist stark verschleimt (Tab.
II Fig. 13). Sehr deutlich ist dies wahrzunehmen, wenn
man eimen Nchnitt langsam in Chlorcalcium quellen lässt
(Tab. II Fig. 13). Bei Wasserzutritt quellen die Epidermis-
zellen heftig auf, die Radialwände reissen von den Innen-
wänden los, und eine mächtige Gallerte breitet sich iber die
Samenschale aus. Bei H. laevipes beobachtet man dabei einen
deutlichen Spiralfaden in der Schleimmasse jeder Zelle, wie
SCHENK es schon beschrieben hat. Dasselbe Verhalten gilt
för H. glutinosum. Die beiden äbrigen Arten haben einen
mehr homogenen Nchleim.
Der Schleim, besonders der Spiralfaden, wird von Chlor-
zinkjod ziemlich rasch blauviolett, von Jod und Schwefelsäure
schön blau gefärbt. Er sollte also aus Celluloseschleim be-
stehen; doch scheint auch Pectinschleim beigemengt zu sein.
Bei H. arabicum treten in den Epidermiszellen einzelne
ziemlich grosse und sich mit Jod blau färbende Stärkekörner
aut (Tab. IN Fig 14).
32 0. ROSENBERG, STUDIEN UÖBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
H. atriplicifolium Winznp. und halimifolium WIiLLD.
Die Epidermiszellen sind papillenförmig, wie bei H. salici-
folium und anderen, ganz unverschleimt. Bei H. atriplici-
folium sind sie mehr oder wcniger von Stärke erföllt (Tab.
II Fig. 15). Diese Stärke ist jedoch gewöhbnliche, mit Jod
sich bläuende. Die Körner sind ziemlich gross, haben einen
Riss in der Mitte, wie die Stärkekörner von Pisum. Bei H.
halimifolium fehlt "Stärke nahezu vollständig; nur äusserst
winzige, sich mit Jod bläuende Stärkekörner finden sich
spärlich in den Zellen. Zwischen den Epidermiszellen treten
hier und da Interzellularläicken auf.
H. umbellatum Mir. ist
ähnlich gebaut. WNich mit Jod
blävende Stärkekörner finden sich
in den Epidermiszellen, die etwas
verdickt sind. Ebenso verhält
sich H. canadense MELix.
Es eröbrigt noch, Cistus,
Lechea und Hudsonia kurz zu
besprechen. '
Ich habe Cistus albidus L,
creticus IL, Mirsutus LAM., poly-
morplhus WILLK., salviaefolius L
und vaginatus Art. untersucht.
Alle zeigten einen ziemlich äber-
einstimmenden Bau. Die Epidermiszellen sind mehr oder we-
niger rektangulär, vollständig unverschleimt. In den Zellen
von C. vaginatus finden sich spärliche, winzige, mit Jod sich
bläuende Stärkekörner. Wie BrRAnpza (I) schon bemerkt,
schliessen die Epidermiszellen nicht läckenlos an einander,
sondern bemerkt man hier und da kleine Interzellularläcken
(Textfigur 5). Die Zellen der Schicht 2 sind vollständig colla-
biert. Ubrigens ist der Samenbau den Arten der Gruppe Hali-
mium sehr lvolieke
Von den beiden iäbrigen Gattungen habe ich Lechea
minor PursH. und Hudsonia tomentosa Nurt. untersucht,
obwohl nur in aller Kärze. Bei der ersten Art sind die
Zellen der äusseren Samenschale vollständig collabiert; der
Samenbau der letzteren scheint Cistus sehr ähnlich zu sein.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. HI. N:01. 33
Allgemeiner Teil.
I. Zusammenfassende Ubersicht des Samenbaues.
Der Samen aller untersuchten Arten lässt eine äussere
und eine innere Samenschale unterscheiden. Die äussere Sa-
menschale scheint urspränglich bei allen Arten zweischichtig
zu sein; mit dem Reifwerden der Samen werden jedoch bei
den meisten Arten die Zellen der inneren NSchicht bis zum
Unsichtbarwerden platt gedriäckt, und lassen so die äussere
Samenschale einschichtig erscheinen.
Die Epidermiszellen der äusseren NSamenschale sind in
sehr verschiedene Weise ausgebildet. Die Epidermis der
Cistus-Arten ist deformirt, so dass die Zellen mehr undeut-
lich zu unterscheiden sind. Bei Lechea, Hudsonia und Heli-
anthenum ledifolium geht dieser Deformationsprocess so weit,
dass infolge der Collabierung der Zellen die äussere Samen-
schale zu fehlen scheint. Bei allen äbrigen Cistaceen sind
die Epidermiszellen deutlich sichtbar und treten in verschie-
denartigen Formen auf.
Bei H. Tuberaria und guttatum sind die Zellen auf Quer-
schnitt quadratisch oder rektangulär. Durch Verlängerung
der Radialwände werden die Zellen mehr oder weniger
prismatisch bei H. levipes, procumbens, arabicum. Im all-
gemeinen sind jedoch, dadurch dass die Aussenwand mehr
oder weniger stark vorgewölbt ist, die Zellen der Epidermis
papillenförmig, so z. B. H. atriplicifotum, salicifolium, vul-
gare, ellipticum, squamatum wu. a. Bei verschiedenen Arten
treten Interzellularläicken auf, sehr deutlich ausgebildet bei
Cistus-Arten, aber auch bei mehreren Helianthemum-Arten, wie
guttatum (nach BRANDZA), vulgare, halimifolium.
Die Radialwände sind gerade bei Arten der Gruppen
Fumana, Tuberaria und Pseudocistus, mehr oder weniger
wellig gebogen bei Halimium, Brachypetalum und Euhelian-
themum.
Eine mehr oder weniger hervortretende Eigentimlichkeit
der Cistaceen ist das Vorkommen von Stärkekörnern in den
-Epidermiszellen. Ich werde darauf weiter unten näher ein-
gehen, hier sei nur einiges iber die Art und Weise der
2
2
34 0. ROSENBERG, STUDIEN ÖBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
Verbreitung erwähnt. Stärkekörner kommen sowohl bei Cistus-
wie bei Helianthemum-Arten, obwohl nicht bei allen Species,
vor, allerdings nicht bei allen Arten der letzterer Gattung.
Folgenden Unterabteilungen RzicHES fehlt die Stärke der Epi-
dermis: Fumana (mit Ausnahme von H. arabicum), Pseudoci-
stus (mit Ausnahme von H. squamatum), Eriocarpum (mit
Ausnahme von H. ellipticum). Bei allen anderen Arten findet
sich entweder gewöhnliche, sich mit Jod bläuende oder aber
rotfärbende Stärke. Erstere Art kommt bei Cistus, Halimium,
Tuberaria, H. arabicum vor, letztere bei Euhelianthemum,
Brachypetalum, Polystachyum. Am ausgeprägtesten ist das
Vorhandensein von sich mit Jod rotfärbender Stärke bei
PEuhelianthemum, wo sie in Form von oft ziemlich grossen,
rundlichen Körnern die Epidermispapillen erfällt. Verschlei-
mungsschichten in der Samenschale kommen bei den Cistaceen
sehr .oft vor, was ich in einem besonderen Abschnitt näher
besprechen will.
Wie schon vorher erwähnt ist die äussere Samenschale
infolge der Collabierung einer wahrscheinlich urspränglich
bei allen Arten vorkommenden Schicht unter der Epidermis
im allgemeinen 1-schichtig. Diese Schicht wird nun bei den
Arten von Euhelianthemum und H. aegyptiacum erhalten. Bei
H. salicifolium ist sie nur sehr undeutlich zu unterscheiden.
Ihre höchste Ausbildung erreicht sie bei 4. aegyptiacum, wo
die Zellen sehr schön verdickt sind; die an die Epidermis
grenzende Teil bleibt dänn, die iäbrigen Wände verdicken
sich ziemlich stark. Die Zellen sind im reifen Stadium in-
haltsleer. Bei den ibrigen Arten, die diese Schicht aus-
gebildet haben, werden die Zellwände allmählich dänner, so
dass z. B. die Zellen bei H. vulgare sich mehr oder weniger
abplatten und nahezu ganz collabieren. Die Aussenwand
dieser Schicht. das ist, die an die Palissadenschicht grenzende
Wand, ist iberall, wo die Schicht ausgebildet ist, mehr oder
weniger verschleimt, d. h. bildet den sogenannte inneren
Schleim. Dies soll in einem folgenden Abschnitt näher erörtert
werden.
Es ist dies letztere Verhalten deshalb bemerkenswert,
weil daraus hervorgeht, dass zwischen der Ausbildung des
inneren Schleimes und der Schicht 2 eine gewisse Relation
besteht. Wie oben bemerkt wurde, scheint z. B. bei H. aegyp-
tiacum dieser Schleim der Palissadenschicht zu entstammen.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 1. 35
Besagte Relation zwischen dem Schleim und der Schicht 2 (vergl.
p- 10) spricht indessen mehr fär die Annahme, dass der Schleim
durch Verschleimung der Schicht 2 entstanden sei, welche
letztere Annahbme auch durch die Entwicklungsgeschichte des
Samens bestätigt wird.
Die Zellwände bestehen aus Cellulose. Bei Helianthemum
egyptiacum werden sie mit Jod zuerst braunviolett, und gehen
allmählich ins Blauviolette iäber. Der Umstand, dass auch
der innere Schleim sich braunviolett färbt, spricht ebenfalls
dafär, dass dieser Schleim der Schicht 2 entstammt.
Auf die äussere Samenschale folgt die aus dem inneren
Integument der Samenknospe hervorgegangene innere Samen-
schale, deren Aussenschicht zu einem mechanischen Gewebe,
der sog. Palissadenschicht, ausgebildet ist. Diese ist von
BRANDZA (I) und MarrortH (1) beschrieben worden und hat der
Hauptsache nach ähnlichen Bau wie derartige Schichten an-
derer Samen. Der äussere, obere Teil der Zellen ist stark licht-
brechend und quillt, nach MARLoTH, in Kalilauge, färbt sich
mit Chlorzinkjod sehr bald schmutzig blauviolett und bestebt
also aus Cellulose. Der untere Teil der Zellen ist, wie ge-
wöhnlich bei ähnlichen Geweben, mehr oder weniger braun-
gefärbt. Das Zelllumen ist infolge der unregelmässigen Ver-
dickung der Radialwände ziemlich eng. Die Dicke der Pa-
lissadenschicht ist bei den verschiedenen Arten verschieden.
So haben z. B. die Arten von Fumana eine 'sehr dicke Palis-
sadenschicht, Pseudocistus, Eriocarpum dagegen eine bedeutend
dännere, was damit im Zusammenhang stehen därfte, dass
bei Fumana die Samen ziemlich gross, die von Pseudocistus
und Eriocarpum winzig klein sind. ;
Auf die Palissadenschicht folgt eine sogenannte Nähr-
schicht, die von einer grösseren oder kleineren Anzahl Zell-
schichten gebildet wird, im allgemeinen 3—4; bei Pseudocistus
und Eriocarpum indessen nur 1—2. Im reifen Stadium sind
ihre Zellen mehr oder weniger zerstört und collabiert, so
dass sie schwer erkenntlich sind, im jungen Stadium dagegen
sind sie von Stärkekörnern erfällt. Diese Stärkekörner sind
von gewöhnlicher Beschaffenheit, d. h. sie färben sich mit Jod
blau. Sie werden zur Ausbildung der Palissadenschicht ver-
wendet, indem die Nährschicht mehr und mehr ibren Inhalt
abgiebt (vergl. HoLrFErt I). Interessant ist die Beziehung,
die zwischen der Ausbildung der Palissadenschicht und der
36 0. ROSENBERG, STUDIEN UÖBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
Anzahl der Zellschichten des Nährgewebes stattfindet. Bei
Pseudocistus und Eriocarpum, wo die Palissadenschicht dänn
ist, besteht demnach die Nährschicht aus nur 1—2 Zell-
schichten:
Im iöbrigen herrscht bei den verschiedenen Arten eine
grosse Ubereinstimmung im Bau der inneren Samenschale.
Die för Helianthemum so charakteristische grosse Variation
bezieht sich nur auf die äussere Samenschale.
II. Das Schleimgewebe.
Verschleimte Zellschichten kommen nur bei der Gattung
Helianthemum vor, aber hier jedoch in erstaunlicher Mannig-
faltigkeit; diese äussert sich nicht nur in der Verschiedenheit
des Grads und der Art und Weise der Entwicklung des
Schleimgewebes; sondern auch in dem Auftreten des Verschlei-
mungsprocesses in den verschiedenen Zellschichten.
Doch findet sich verschleimte Zellpartien der Samenschale
nicht bei allen Arten der Gattung Helianthemum. Arten mit
auf die eine oder andere Weise verschleimten Zellpartien ge-
hören zu folgenden Unterabtheilungen REicHEs von Helian-
themum: Brachypetalum, Euhelianthemum, Eriocarpum, Tu-
beraria, Pseudocistus und Fumana. Quellschichten fehlen also
nur bei: Halimium und Lecheoides. i '
Die Verschleimung kann in zwei verschiedenen Zell-
schichten auftreten, entweder und gewöhnlich in die Epider-
mis (der äussere Samenschale), oder in seltenen Fällen in der
inneren Schicht der äusseren Samenschale. Letzteres ist nur
bei Euhelianthemum und dann im allgemeinen in Verbindung
mit einer Verschleimung der Aussenwand der Epidermis.
Zmnächst sei des verschiedenartigen Schleimes in der
Epidermis erwähnt.
Die Quellschicht tritt bei zahlreichen Arten als ein Ver-
schleimung der Aussenseite der Aussenwand auf, so bei Arten
von Euhelianthemum und Brachypetalum, wobei die Epider-
miszelle auch bei Quellung ihre Form behält. Am einfachsten
ist der Vorgang bei H. glaucum, wo der Schleim nur als
eine dänne Schicht in den Winkeln zwischen den Papillen
auftritt. Allmählich wird bei H. salicifolium und apenninum
die Verschleimung stärker und erreicht ihr Maximum bei H.
aegyptiacum, womit zugleich diese Form der Verschleimung
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:01. 37
ihre höchste Entwicklung findet. MHier bleibt eine innere,
an das Zelllumen grenzende Lamelle ganz wunverschleimt,
während eine sich ihr nach aussen anschliessende, mehr oder
weniger dicke Schicht zu einer Quellschicht umgebildet wird,
die in ibrem unteren Teile noch stärker verschleimt und keil-
förmige Schleimmassen in den Winkeln zwischen der Papillen
bildet. Diese hole Entwicklung wird auch dadurch beför-
dert, dass die Zellen sehr hoch papillenförmig sind, und also
eine grössere Verschleimungsfläche darbieten. Die an die
festere Innenlamelle grenzende Quellschicht zeigt eine feinere
Struktur in Form einer Tangentialstreifung, die durch Salz-
säure ziemlich scharf wird. In chemischer Hinsicht scheint
eine sehr verschiedenartige Beschaffenheit vorhanden zu sein,
indem Chlorzinkjod die innere Quellschicht bald schmutzig
blau färbt, während die äussere keilförmige Schleimmasse nur
schwach gelb gefärbt wird. Dieselbe Verschiedenheit giebt
sich auch bei Anwendung von 'Tinktionsmitteln zu erkennen.
Ruteniumrot färbt die innere Quellschicht der Aussenwand
intensiv rot, die äussere nur schwach. Ähnliche Art der
Farbenspeicherung findet sich auch bei Verwendung von Naph-
tylenblau. Rosazurin (MANGIN I) dagegen färbt die keilför-
migen Nchleimpartien stark rot, die innere Quellschicht nur
schwach. Hieraus geht hervor, dass die innere Schicht aus
einer Mischung von Cellulose- und Pektinschleim besteht, wäh-
rend der äussere Schleim anderer Natur zu sein scheint. Man
könnte Calloseschleim annehmen; der wärde sich jedoch schnell
wenn nicht sofort in Wasser auflösen und von Jod braunrot
gefärbt werden. Bemerkungswert ist die fortlaufende Stei-
gerung bezw. Riäckbildung dieses Schleimes bei den Arten
von Euhelianthemum. Dies soll in einem späteren Abschnitt
näher besprochen werden. Bei den Arten von Brachypetalum
findet eine deutliche Räckbildung des Schleimes statt.
Eine ähnliche Entstehungsform des Schleimes findet sich
bei H. lavandulaefolium. Diese Art giebt ein treffendes Bei-
spiel von der Art und Weise, in der der Ubergang zu einer
anderen Form von Quellschicht stattfindet. In ein und der-
selben Samenschale findet man bei dieser Art sowohl Zellen
mit der z. B. för H. glaucum charakteristisehen Form von
Quellschicht, als auch Zellen die sich speciell in der Spitze
stark in ihrem oberen Teil verschleimen und bei Wasser-
zutritt einen mehr oder weniger deutlichen fadenförmigen
38 0. ROSENBERG, STUDIEN UBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
Fortsatz hervorquellen lassen. Bei H. squamatum ist die
Quellschicht in dieser Richtung noch weiter ausgebildet, indem
die Aussenwand der Epidermiszellen bei Wasserzutritt zu
einem langen fadenförmigen, an die Schleimfäden von Salvia
erinnernden Fortsatz ausquillt. Zugleich äussert sich diese
weitere Ausbildung in dem Auftreten einer deutlichen spiral-
oder ringförmigen Struktur in den inneren Teilen des Schlei-
mes. Ähnlich ist das Verhalten bei H. ellipticum (Taf. Fig. 3)
und kahiricum, wo die Struktur des Schleimes sich indessen
mehr in Gestalt als in einander eingeschachtelter Titen
kundgiebt.
Bei H. kahiricum scheint der Schleim von eigentämlicher
chemischer Beschaffenheit zu sein; er färbt sich nämlich schon
mit Jodjodkalium schön violettrot. Bei H. ellipticum besteht
es z. Teil aus Cellulose.
Bei allen eben erwähnten Arten war der Schleim durch
Verschleimung der Aussenseite einer mehr oder weniger pa-
pillenförmigen Aussenwand der Epidermis entstanden. Die
Quellschicht war hier mehr peripherisch ausgebildet. Bei
den folgenden Formen von Quellschichten entsteht der Schleim
durch Umbildung der Innenseite der Wände mehr oder we-
niger rektangulärer Epidermiszellen. Mann kann die Schleim-
bildung also als mehr oder weniger centripetal betrachten.
Einen Ubergang bildet H. kahiricum und Lippti, wo die Quell-
schicht nicht durch eine festere Lamelle gegen das Zelllumen
abgegrenzt wird.
Am einfachsten ist diese Ausbildung bei den Arten von
Pseudocistus, so z. B. bei H. pomeridianum wu. a., wo der Ver-
schleimungsprocess nur die Mitte der Aussenwand trifft und
der Schleim als eine mehr oder weniger kugelförmige Aus-
buchtung auftritt. Dieser Schleim quillt nur wenig und wird
von Chlorzinkjod nur sehr undeutlich schwach blauviolett
gefärbt. Dagegen nimmt er bei Einwirkung von Jod und
Schwefelsäure eine intensiv braune Farbe an, wobei auch
eine Tangentialstreifung wahrzunehmen ist (Taf. II Fig. 9).
Bei H. Tuberaria und guttatum ist der Verschleimungs-
process etwas weiter gegangen, indem die ganze Aussenwand
und vielleicht auch ein Teil der Radialwände verschleimen.
Bei H. guttatum quillt der Schleim bei Wasserzutritt, durch
Sprengung der Aussenwand, zu einer kurzen, undeutlich tan-
gentialgestreiften Schleimmasse auf.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:01. 39
Bei den Arten der Abteilung Fumana hat indessen diese
Verschleimungsart ihre höchste Ausbildung erreicht. Hier
findet eine sehr starke Verschleimung sowohl der Innenseite
der Aussen- wie der Innen- und Radialwände statt. Bei
Wasserzutritt quillt die Epidermis heftig auf, die Radial-
wände zerreissen, und lange Schleimfäden quellen hervor. Bei
einigen ist eine deutliche Spiralstruktur wabrzunehmen, indem
im Inneren der Schleimmasse der einzelnen Zellen ein bei
der Quellung sich aufrollende Faden zu erkennen ist (ScHENK I).
Der Schleim wird von Chlorzinkjod blauviolett, von Jod und
Schwefelsäure schön blau gefärbt.
Die bis jetzt erwähnten Verschleimungsarten haben alle
ihren Sitz in der Epidermis. Indessen giebt es, wie gesagt,
in anderen Teilen der Samenschale Verdickungsschichten.
SCcHENK und MARLOTH erwähnen davon nichts, und es scheint
ihnen dieser Schleim völlig entgangen zu sein.
Durch Verschleimung der Zellinnenwände in der Schicht
2 wird bei den Arten von FEuhelianthemum eine sehr eigen-
tämliche Quellschicht gebildet. Sie quillt sehr schnell im
Wasser und löst sich bald auf; irgend welche Struktur ist im
Schleim nicht wahrzunehmen; höchstens eine äusserst schwache
Tangentialstreifung bei H. egyptiacum. Im iäbrigen scheint
der Schleim homogen zu sein. Uber seine chemische Beschaf-
fenheit ist nicht leicht Klarheit zu gewinnen. In mehreren
Reaktionen stimmt es mit dem sogenannten Calloseschleim
uäberein:
Ammoniak und Sodalösung lösen den Schleim nicht, ebenso
Kalilauge. Durch Jodjodkalium wird er schön braunviolett
gefärbt, von Jod und Schwefelsäure ziegelrot. Fuchsin, Naph-
tylenblau und Metylviolett werden gut aufgespeichert.
Es wird nun die Frage, woraus dieser epidermale Schleim
entsteht, und es scheint sehr wahrscheinlich, dass die in den
Papillen aufgespeicherte Stärke dazu verwendet wird, wenig-
stens zum Teil Ein Verhältniss, das diese sehr schön be-
leuchtet, finde ich in Folgenden. Z. B. bei H. aegyptiacum
wurde schon vorher bemerkt, dass die Zellen an Chalaza von
den iäbrigen Epidermiszellen sich dadurch unterscheiden, dass
sie viel grössere Stärkekörner hatten; aber zugleich dass die
Aussenwand sehr dänn ist. Von den grössten Körnern zu
den kleinsten sind alle Ubergangsformen zu sehen! Je mehr
aber die Stärkekörner kleiner werden, desto mehr wird auch
40 0. ROSENBERG, STUDIEN UÖBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
die Aussenwand verschleimt. Allerdings wird bei dieser Art
nicht alle Stärke zur Schleimbildung verwendet, sondern
wahrscheinlich jals ein Exkret in den Zellen aufgespeichert.
III. Das Vorkommen von Stärke in der Samenschale.
Eine sehr eigentämliche und fär die Mehrzahl der Cistaceen
charakteristische Tatsache ist das Vorkommen von Stärke in
den Epidermiszellen des Samens.
Wie schon erwähnt hat man zwei Arten von Stärke zu
unterscheiden, welche zur Charakterisierung mehrerer Unter-
abteilungen der Gattung Helianthemum verwendet werden
können. Bei Cistus, Halinium, Tuberaria und Fumana findet
sich gewöhnliche Stärke, bei Brachypetalum, Polystachyum,
Eriocarpum und Euhelianthemum ist die Stärke der Epidermis-
zellen, wie MARLoTH das schon bei H. vulgare bemerkt hat,
teilweise verändert, indem sie von Chlorzinkjod nur langsam
blau gefärbt wird. Wie schon öfters erwähnt, handelt es
sich hier um eine sich mit Jod mehr oder weniger braunrot
färbende Stärke. Ich werde mich im Folgenden hauptsächlich
mit dieser letzteren Art von Stärke beschäftigen.
Am höchsten scheinen diese Stärkekörner bei den Arten
von FEuhelianthemum ausgebildet zu sein und speciell bei H.
vulgare. Ich werde im Folgenden die sich mit Jod mehr
oder weniger braunrot färbende Stärke kurz als rote Stärke
bezeichnen im Gegensatz zu der gewöhnlichen, die ich blaue
Stärke nenne. Bei H. vulgare tritt die rote Stärke in Form
von ziemlich grossen (6—7 p in Durchschnitt) rundlichen
Körnern auf. Diese Körner erinnern sehr an Oeltropfen, bei
Wasserzusatz quellen sie nur wenig auf. Ich habe Messungen
von Stärkekörnern von H. aegyptiacum (die grossen Körner
an der Chalaza) vorgenommen. Im Alkohol belief sich die
Grösse der Körner zu 15—1i7 u, im Wassér 16-—19 p., also
giebt es eine Quellung obgleich scehwach. Gewöhnliche rote
Stärkekörner in der Epidermiszellen von H. vulgare hatten
die folgende Grösse: im Alkohol 6—5 p., im Wasser 7 py. Im
kochenden Wasser quellen die roten Stärkekörner sehr be-
trächtlich, wobei ihre Form sehr verändert wird, indem sie
als Blasen mit stark collabierten Wänden erscheinen. Auch
die gewöhnlichen blauen Stärkekörner des Endosperms quellen
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 24. AFD. III. N:o 1. 41
stark im kochenden Wasser, aber dabei erscheinen sie in
Form von einer mehr oder weniger runden Blase, deren Wände
nicht zusammenfallen. Ich will zugleich erwähnen, dass die
blauen Stärkekörner der Schicht 2 rundlich sind, während
sie in Endosperm mehr oder weniger ellipsoidisch sind, und
im kochenden Wasser sich ebenso wie die roten Stärkekörner
verhalten. Diese Verschiedenheit der Stärke in der Samen-
schale und im Endosperm hat seinen Grund in der verschie-
denen Mächtigkeit einen in Wasser weniger löslichen Stärke-
substanz; die roten Körner scheinen sehr substanz-arnr zu
sein, während die blauen dicke »Wände» und also sehr sub-
stanz-reich sind.
Sich mit Jod rot färbende Stärke hat NäGzrLri (1) zuerst
gefunden. A. Meyer (I, II) hat dies sehr eingehend unter-
sucht und eine Teorie zur Erklärung des Vorkommens dieser
Stärke aufgestellt.
Die Resultate meiner Versuche iber der roten Stärke
der Helianthemum-Arten stimmen sehr gut mit denen von
MEYER iberein. MEYER giebt an, dass, wenn man Speichel bei
40” auf die roten Körner einwirken lässt, man deren Auflösung
unter dem Mikroskope Schritt för Schritt beobachten kann.
Ich habe diesen Versuch mit der roten Stärke von H. vulgare
angestellt. Dabei benutzte ich einen heizbaren Objekttisch;
die Samenschale wurde in Speichel auf dem Objektträger
untersucht und dabei das Verhalten der Stärkekörner bei
40-45” beobachtet. Schon nach 45 Min. zeigte sich eine
sehr energische Wirkung des Speichelferments, so dass die
Körner eine feinwarzige Oberfläche erboten und bald mehr
oder weniger aufgelöst wurden. Dies gilt nur fär solchen
Körner, die frei in Speichel liegen, während die in den
Epidermiszellen eingeschlossene längerer Zeit intact bleiben.
Infolge der Kleinheit der Körner ist es doch schwer eine
genaue Vorstellung von der Einwirkung zu bekommen. Ich
hoffe später eine nähere Untersuchung dieser Verhältnisse
vornehmen zu können und begnige mich deshalb jetzt mit
den obigen Angaben.
Man fragt sich nun, wozu diese in gewissen Fällen er-
hebliche Menge von Stärke in den Epidermiszellen verwendet
wird. Es ist von vornherein unwahrscheinlich, dass die Stärke
dem Embryo direkt zu gute komme, da sie ja ausserhalb der
Palissadenschicht aufgespeichert wird, und eine Wanderung
42 0. ROSENBERG, STUDIEN UBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
in der äusseren Samenschale zu der Basis des Samens nur
durch diese gehen kann, was jedoch dadurch unmöglich wird,
dass die Epidermiszellen an die Chalaza im allgemeinen völlig
verstört sind.
Ehe wir uns zu der Entwicklungsgeschichte wenden, die
Aufschluss hieräber geben därfte, empfiehlt es sich das Ver-
halten dieser Stärke während der Keimung zu beobachten. Die
Samen von H. vulgare, mit welechen ich experimentirt habe,
keimen sehr rasch. Nach einigen Tagen tritt die Wurzel
und bald darnach die ganze Keimpflanze aus dem Samen
hervor. In manchen Fällen bleibt die Samenschale einer Zeit
lang iber den Cotyledonen sitzen, wird aber bald abgeworfen.
Während der Keimung war die silberweisse Schleimhälle stets
aufgequollen. Ich habe nun das Verhalten der Stärke sowohl
während der Keimung als nach derselben, wo also die Pflanze
den Samen verlassen, dieser also seine Function erfällt hatte,
untersucht. In allen Fällen habe ich keine Veränderung des
Stärkegehalts entdecken können, und ebenso waren die Stärke-
körner ganz intact geblieben; keine Corrosion oder Auflösung
derselben war zu sehen. Dies ist bemerkenswert, da es zeigt,
dass die Stärke in der Samenschale von H. vulgare keime
weitere Function in nährungsphysiologischer Hinsicht haben
kann. Die Annahme scheint mir nahe zu liegen, sie als ein
Exkret zu betrachten.
Leider habe ich nicht mehrere Arten in dieser Hinsicht
untersuchen können. Jetzt wollen wir zu der Entwicklungs-
geschichte der Samenschale bei FEuhelianthemum ibergehen,
um dabei das Verhalten der Stärke zu verfolgen. Wie in
dem speciellen Teil näher beschrieben worden ist, fand die
Stärkeaufspeicherung kärzlich wie folgt, statt.
In sehr jungen Stadium fand sich mit Jod bläuende,
spärliche Stärke nur in dem Zellen der Schicht 2, aber nicht
in den Epidermiszellen vor. Die Stärke wurde mehr und
mehr aufgespeichert in der Schicht 2, und zugleich beginnt
der innere Schleim sich zu bilden. Die Stärkeaufspeicherung
erreicht ein Maximum, und nun erst treten spärliche Stärke-
körner in die Epidermiszellen auf, die sich mit Jod braunrot
färben.
Die Stärke in der Schicht 2 wird spärlicher, der innere
Schleim mehr und mehr ausgebildet, und zahlreiche rote Stärke-
körner treten in die Epidermiszellen auf. Bei Samen, die
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 24. AFD. III. N:01. 43
beinahe reif geworden sind, fehlt Stärke schliesslich voll-
ständig in den Zellen der Schicht 2, während die Epidermis-
zellen davon mehr oder weniger gefiällt sind.
Es wäre intressant Samen wie H. miloticum, salicifolium,
Tuberaria etc. entwicklungsgeschichtlich zu untersuchen, bei
welchen nicht innerer Schleim gebildet wird und die Stärke
der Epidermis riäckgebildet zu sein scheint, was ich nur
jedoch wegen Mangels an Material auf später vorbehalten
muss.
Fassen wir diese Ergebnisse zusammen und vergleichen
sie mit den Resultaten von MEyrER's Untersuchungen, so därfte
folgende Erklärung dieser eigentäimlichen Art der Stärkeer-
scheinung aufzustellen sein.
Durch Einwirkung von Diastase auf Amylose zerfällt
letztere [nach MEYER (II pag. 75)] zuerst in zwei oder meh-
rere Molekäle Amylodextrin. Dieses wird in Dextrin und
Isomaltose gespalten; Dextrin liefert durch weitere Spaltung
Maltose, in welche Substanz Isomaltose durch Umlagerung
ibergeht. Amylodextrin färbt sich in reine Zustand rot. Die
hier erwähnte Stärke nimmt bei Zusatz von Jod eine mehr
rotbraune bis gelbbraune Farbe an. (Vergl. auch: PFEFFER,
Pflanzenphysiologie, Leipzig 1897, pag. 472).
Es scheint mir nun die Stärkeaufspeicherung folgender-
massen vor sich zu gehen. Diein der Schicht 2 aufgespeicherte,
mit Jod sich bläuende Stärke wird von einem diastatischen
Ferment gespalten, wobei Amylodextrin, daneben aber auch
oder vielleicht aus dem letzteren ein anderer Körper, entsteht,
der zur Schleimbildung sowohl an der Innenwand der Schicht
2. (Euhelianthemum) als an der Aussenwand der Epidermis-
zellen verwendet wird. Ein Nebenprodukt oder auch ein
zuriäckbleibender Teil der Stärke wird in Form von sich mit
Jod braunrot färbenden Stärkekörnern in den Epidermiszellen
aufgespeichert. Mit dieser Auffassung lässt sich auch die
Beziehung zwischen dieser Stärkeerscheinung und der Wand-
verschleimung wohl in Ubereinstimmung vereinen. Bei H.
vulgare, wo der äussere, epidermale Schleim fehlt und nur
ein innerer NSchleim zur Ausbildung kommt, sind die Stärke-
körner am grössten und vollkommensten entwickelt. In dem
Masse, in dem die Aussenwand der Epidermiszellen verschleimt,
werden die in denselben vorkommenden Stärkekörner kleiner.
So z. B. bei H. glaucum und aegyptiacum. Hiermit steht
44 0. ROSENBERG, STUDIEN UBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
auch diejenige Erscheinung in Beziehung, dass die Stärke-
körner dieser letzteren Art in den Epidermiszellen an der
Chalaza grösser und runder sind, während die Wand dieser
Zellen nahezu unverschleimt bleibt.
Bei Arten wie H. mniloticum oder H. papillare, wo die
Verschleimung sehr schwach ausgebildet ist, sind jedoch die
Stärkekörner winzig klein. Hier aber geht die Verschleimung
zuröck, wie eine Vergleichung mit nahestehenden Arten lehrt,
und Hand in Hand damit geht die rudimentäre Ausbildung
der Stärke. Dies war schon in dem speciellen Teil Gegen-
stand der Erörterung und wird weiter unten noch einmal
erwähnt werden.
Bei H. lavandulaefolium, wo die Stärkekörner ziemlich
gross sind, ist die Verschleimung schwach; bei einer naheste-
henden Art, H. squamatum, die durch eine hohe Ausbildung
der Schleimschichten ausgezeichnet ist, sind die Stärkekörner
winzig klein.
Zuletzt ist zu bemerken, dass die roten Stärkekörner
wahrscheinlich ihre Entstehung einem ganz speciellen Ver-
schleimungsprocess verdanken. Bei allen Helianthemum-Arten
mit roten Stärkekörnern in den Epidermiszellen kommt die
Verschleimung durch Umbildung einer urspränglichen Cellu-
losewand zu stande. Bei den Arten von Tuberaria, Fumana,
wo nur blaue Stärkekörner in den Epidermiszellen vorkom-
men, werden die Quellschichten wahrscheinlich durch Auf-
lagerung auf der Innenseite der Zellwand gebildet. Auch
sind die Reaktionen der vevrschiedenen Arten von Schleim
ziemlich verschieden (siehe oben).
Systematische Bemerkungen.
In diesem Abschnitt beabsichtige ich auf die sich in
ihrem anatomischen Samenbau bemerkbar-machende Verwand-
schaft der hiehergehörenden, speciell der Helianthemum-Arten
näher einzugehen.
Die Familie der Cistaceen hat von den Systematikern
eine sehr verschiedenartige FEinteilung erfahren. Es wird
daher gut sein die verschiedenen Classificierungsversuche zu
erwähnen, um sodann eine Einteilung auf Grund der anato-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:o1. 45
mischen Merkmale der Samenschale zu geben und diese mit
den ibrigen Systemen zu vergleichen.
Eine ibersichtliche Darstellung der verschiedenen Sy-
steme findet sich in DAvzEav's Monographie der portugiesischen
Cistaceen (1). Hier seien nur die wichtigsten Bearbeitungen
der Familie angefihrt.
DunaL, der die Cistaccen in DE CANDOLLE's Prodromus (TI)
bearbeitet, teilt die Familie in 4 Gattungen: Cistus, Helian-
themum, Lechea und Hudsonia. Helianthemum teilt er in 3
Serien und 9 Sectionen mit unten folgender Artenverteilung.
Ich werde hier und in den folgenden Systemen nur die von
mir nach ihrem Samenbau untersuchten Arten anfähren:
Serie I.
Sect. 1. Halimium: atriplicifolium, halimifolium, um-
bellatum.
Sect. 2. Lecheoides: canadense.
Sect. 3. Tuberaria: Tuberaria, guttatum.
Serie II.
Sect. 4.
Sect. 5. Brachypetalum: aegyptiacum, ledifolium, niloti-
cum, salicifolwum, sanguineum (= retrofractum).
Serie ITI.
Sect. 6. Eriocarpum: ellipticum, kaliricum, Lippii (= ses-
siliflorum).
Sect. 7. Fumana: arabicum, laevipes, procumbens (= Fu-
mana).
Sect. 8. Pseudocistus: marifolium, oelandicum, pomeri-
dianum, squamatum.
Sect. 9. Euhelianthemum: apenninum, glaucum, lavan-
dulaefolium, pulverulentum, vulgare.
NYMAN (I) scheint in seimem Conspectus Florae Europ.
derselben " Aufstellung der Helianthemum-Arten gefolgt zu
haben. Ebenso RrrcHE (I) in seiner Bearbeitung der Cistaceen
in ENGLER und PrRANTL: Die natäörlichen Pflanzenfamilien.
Die verschiedenen Untergattungen RercHEs (= die Sectionen
DunaLs) reihen sich in etwas anderer Weise an einander als
bei Dunaz. Die Arten verteilen sich in den Untergattungen
wie bei DUNAL.
46 0. ROSENBERG, STUDIEN UBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
Indess hat Dunarn den Bau des Stempels, der Frucht-
knoten und Samen sehr wenig beröcksichtigt. DaAvrau (I) be-
merkt: »Jusque lå, comme le fait remarquer M. WILLKOMM
on avait å peu prås négligé, pour la classification de cette
famille, la structure, cependant trés variée, du pistil, de la
capsule et des graines. C'est alors (1836) que SPAcH, s'appuy-
ant sur ces organes publia son »Organographie des Cistinées>
et deux ans aprés une monographie de cette famille.>
SpaAcH (IT) beröcksichtigt den Samenbau, allerdings nicht
hinsichtlich des anaätomischen Baues der Samenschale, son-
dern hauptsächlich der verschiedenen Formen des Verhal-
tens des Embryo. Ausserdem revidiert er griändlich die
Helianthemum-Arten, indem er nur etwa 30 Arten unter-
scheidet, alle iäbrigen aber einzieht oder als Varietäten be-
trachtet. Er gliedert Dunar's Gattung Helianthemum in
mehrere Gattungen, welche zum Teil Dunar's Sectionen ent-
sprechen. Bein Classificierungssystem ist folgendes; nur Gatt-
ungen mit von mir untersuchten Arten sind hier mitgenommen:
(Sect. I. Fumanineae . . Fumana.
Helianthemum.
TAN NRUNÖRtba SET
) Tuberaria.
Rn TT FiGistineder s.k | Halmia
|
Cistus.
| Heteromeris.
iTrib. TT TeChIA CAC oda sohect udd arters EGR
Genus anomalium . . . .. . . Hudsonia.
Die Arten verteilen sich in SpPAcH's Gattungen folgender-
massen:
Gattung Fumana: H. arabicum, laevipes, procumbens.
Gattung Helianthemum.
Sect. 1. Aphananthemum: H. aegyptiacum, ledifolwum,
papillare, retrofractum, salicifolium.
Sect. 2. Eriocarpum (= DUNAL's).
Sect. 3. PFuhelianthemum: H. lavandulaefolium, apenni-
num, glaucum, pulverulentum, vulgare (alle,
ausgenommen H. lavandulaefolium von SPACH
als eime Art H. variabile betrachtet).
Sect. 4. Argyrolepis: H. squamatum.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 24. AFD. III. N:01. 47
Gattung Rhodax (entspricht Dunar's Sect. Pseudocistus mit
Ausnahme von H. squamatum).
Gattung Tuberaria (= Dunar's Sect. Tuberaria).
Gattung Halimium (= Dunar's Sect. Halumium).
Gattung Cistus.
Gattung Heteromeris: H. canadense.
WILLKOMM (I) teilt die Familie folgendermassen ein:
(Cistus.
Halimium.
Sub. trib. IN Tuberaria.
Helianthemum.
Pribagl Hudsonia
IEEE ER Anna Sub. trib. II Fumana.
Tri: ID06 > abiolerEHeteromeris:
Unterfam. II. Lechidioideae. . . . . . . . . Lechea.
I
Die Arten verteilen sich in den Gattungen folgender-
massen:
Gattung Halimium (= SPAcH).
Gattung Tuberaria (= SPAcH).
Gattung Helianthemum.
Untergatt. I. Ortholobum.
Sect. I. Brachypetalum (== DUNAL).
Sect. II. FEuhelianthemum: H. glaucum, pulverulentum,
vulgare.
Sect. III. Polystachyum: H.lavandulaefolium, squamatum.
Untergatt. II. Plectolobum.
Sect. IV. Chamaecistus (= Rhodax SPAcH).
Gattung Fumana (= SPAcH).
Gattung Heteromeris (= SPAcH).
Aus dem Obenerwähnten geht hervor, dass in einzelnen
Teilen der verschiedenen Systemen eine gewisse Ubereinstim-
mung herrscht. Die Abgrenzung der Unterabteilungen (Unter-
gattungen REIcHE's, Gattungen NSPAcH's) ist ungefähr die
gleiche, d. h. die Arten gruppieren sich in den verschiedenen
Systemen in dergleichen Weise, wenn sich auch bei einzelnen
Arten gewisse Unterschiede geltend machen. Dariiber wie
diese Abteilungen aufzufassen sind und wie sie sich an ein-
ander reihen, sind die Ansichten sehr geteilt.
48 0. ROSENBERG, STUDIEN UÖBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
Durch SpPaAcH's (I) Untersuchungen äber die Organographie
der Cistaceen hat es sich gezeigt, dass im Samenbau dieser
Familie, speciell im Verhalten des Embryo, eine grosse Ver-
schiedenheit herrscht, welche einer systematischen Einteilung
zu Grund gelegt werden kann. MSpacH hat den Bau der Sa-
menschale nur fäöchtig untersucht und erwähnt nichts dar-
iäber in seiner monographischen Bearbeitung der Arten.
Aus meinen oben mitgeteilten Beobachtungen geht zur
Geniäge hervor, dass eine ganz bedeutende Verschiedenheit
im Bau der Samenschale der Cistaceen stattfindet. Es wäre
daher interessant zu wuntersuchen, wie sich die betreffende
Familie, speciell die Gattung Helianthemum zu einem solchen
Einteilungsprincip verhält. Natärlich erreicht man sehr un-
sichere Resultate, so weit man nur das vollreife Stadium des
Samens bericksichtigt. Man erreicht dabei höchstens eine
Gruppierung der Abteilungen, während es schwer ist dadurch
Klarheit iäber die Verwandschaft der Arten und Abteilungen
unter einander zu &ewinnen. Es ist deshalb auch die Ent-
wicklungsgeschichte des Samens zu beräöcksichtigen. Leider
war ich nicht in der Lage, alle hier erwähnten Arten Ent-
wicklungsgeschichtlich zu untersuchen, nicht einmal einen
Repräsentanten fär jede Gruppe. Die folgenden Auseinander-
setzungen bilden daher nur ein Versuch, die Phylogenie der
Familie der Cistaceen zu beleuchten.
Zuwnächst möchte ich an den schon in der Einleitung er-
wähnten Umstand erinnern, dass nämlich die mit Räöcksicht
auf den anatomischen Bau der Samenschale aufgestellten Grup-
pen der Gattung Helianthemum in so äberraschender Weise
mit den auf Grund anderer systematischer Merkmale auf-
gestellten Unterabteilungen ibereinstimmen. So entspricht:
Gruppe 1 (mit Ausnahme von H. aegyptiacum) Euhelian-
themum.
Gruppe 2 Brachypetalum (Aphanistrum SPACH).
Gruppe 3 Argyrolepis (SpacH) und Eriocarpum.
Gruppe 4 Tuberaria.
Gruppe 5 Pseudocistus (Fhodaäx SPAcH).
Gruppe 6 Fumana.
Gruppe 7 Halimium und Lecheoides.
Zum Ausgangspunkt der Betrachtungen mache ich auch
jetzt H. vulgare. Diese Art wurde dadurch gekennzeichnet,
dass die Epidermiswände ganz unverschleimt waren, während
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:01. 49
zwischen der äusseren und inneren Samenschale ein eigen-
tämlicher, aus einer calloseähnlichen Substanz bestehender
Schleim vorhbanden war. Die Epidermiszellen waren mehr
oder weniger papillös und im Zellinhalt fand sich »rote
Stärke». Denken wir uns nun die Epidermisaussenwände ein
wenig nach aussen verschleimt so haben wir das Bild der
Samenschale von H. glaucum vor uns. Die Tendenz, den
Schleim mehr peripherisch auszubilden, steigert sich noch
durch ein Grösserwerden der verschleimten Aussenwand, was
dadureh erreicht wird, dass die Papillen höher werden, womit
wir das Bild von H. apennimuwm haben. Eine weitere Ent-
wicklung dieses Typus ist H. aegyptiacum. Alle diese Arten
werden mit Ausnahme von H. aegyptiacum von allen For-
schern zu einer Untergattung Fuhelianthemum gezogen. Diese
Einteilung erscheint sehr natirlich, da eine Ubereinstimmung
im Samenbau der genannten Arten unverkennbar ist. H.
aegyptiacum scheint, um es gleich zu bemerken, den iäbrigen
wenigstens sehr nahe zu stehen; die Ubereinstimmung mit
H. apenminum ist auffallend. Ich will hier sofort bemerken,
dass SpacH's Bearbeitung der Abteilung FEuhelianthemum mir
nicht ganz zutreffend erscheint. Er fasst H. vulgare, glau-
cum, apenninum und pulverulentum zu emer Art, H. variabile
SPACH zusammen. Dagegen, glaube ich indessen, spricht die
grosse Verschiedenheit im HNamenbau dieser Arten. Im all-
gemeinen sind Exemplare von verschiedenen Standorten un-
tersucht worden, so dass die obigen Merkmale als fär die Art
ziemlich konstant angesehen werden können.
Wir wollen nun einige andere Arten betrachten, nämlich
H. salicifolium, retrofractum, papillare, niloticum und ledifolium.
Dieselben bilden mit H. aegyptiacum in allen aufgestellten
Systemen eine Unterabteilung Brachypetalum (Aphanistrum
bei SpAcH), die allgemein Euhelianthemwm nahe gestellt wird.
Alle Arten entbehren der inneren Schleimschicht. Am höch-
sten, wenn auch nur schwach, ist die äussere Schleimschicht
bei H. salicifolium entwickelt. Die Zellen sind papillös. Bei
den folgenden Arten ist die Verschleimung weniger ausge-
prägt bis zum völligen Verschwinden, und die papillförmigen
Epidermiszellen sind weniger zahlreich, indem einzelne, bei
einer Art alle Epidermiszellen collabieren. MHier kann man
also eine ununterbrochen fortlaufende Reihe von Entwick-
lungsstufen erkennen, von der höchst entwickelten Art, H.
4
50 O. ROSENBERG, STUDIEN UÖBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
salicifolium bis zu H. ledifolium. Die genannten Arten bil-
den, wie gesagt, mit H. aegyptiacum eine Unterabteilung
Brachypetalum. Alle ausser H. aegyptiacum bilden ja von
salicifolium bis zu ledifolium hinab auch in der hier in Rede
stehenden Beziehung eine natärliche Gruppe. Auch tritt
eine gewisse Ubereinstimmung zwischen dieser Gruppe und
Euhelianthemum deutlich hervor, indem z. B. H. glaucum in
der Ausbildung der Epidermis eine unverkennbare Ähnlich-
keit zeigt. Indessen unterscheiden sich diese beiden Gruppen
deutlich dadurch, dass Fuhelianthemum eine innere Schleim-
schicht ausbildet, während Brachypetalum einer solchen durch-
aus entbehrt.
Es fragt sich nun, wie man die Stellung dieser Arten zu
einander anzusehen hat. Ich denke mir diese Affinität in
folgender Weise. Ohne Zweifel schliesst sich H. aegyptiacum
bezäglich des Samenbaues nahe an Huhelianthemum an. Es ist
ja diese Art als eine direkte Entwicklungsform von H. apen-
ninum aufzufassen. Fine weitere Stäötze för diese Annahme
finde ich darin, dass die Fruchtknoten von H. aegyptiacum
etwas behaart sind, was unter anderen gerade Fuhelianthe-
mum von Brachypetalum unterscheidet, indem die Fruchtkno-
ten letzterer Gruppe glatt sind. Anderseits ist die Uberein-
stimmung von H. aegyptiacum mit den anderen untersuchten
Arten von Brachypetalum nicht so ausgeprägt. H. salicifoliuwm
und aegyptiacum stimmen allerdings in gewissen Punkten
äberein, scheinen sich aber sonst fern zu stehen.
Gehen wir nun zu den beiden Arten H. lavandulaefolium
und squamatum iäber. WILLKOMM stellt beide zu seimer Fu-
helianthemum und Brachypetalum nahbestehenden Gruppe Poly-
stachyum zusammen. REICHE dagegen fäöhrt H. lavandulae-
folium zu FEuhelianthemum, während er squamatum in die
Untergattung Pseudocistus stellt. Zu dieser Gattung zieht
er aber auch H. oelandicum. SPAcH betrachtet H. squamatum
als besondere Section von Helianthemum, Argyrolepis, die sich
nahe an Euhelianthemum anschliesst; H. lavandulaefolium
föhrt er zu dieser letzteren Abteilung.
Von den in Rede stehenden Arten ist H. lavandulaefolium
den oben genannten Arten am ähnlichsten gebaut, während
H. squamatum sich weiter von ihnen entfernt. H. lavandulac-
folium gleicht besonders salicifolium; wie dort findet sich
auch hier eine papillöse Epidermis mit etwas verschleimten
[1
BIHANG TILL K. SV. VET:-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:01. 51
Aussenwänden. Das Zelllumen ist von Stärkekörnern erfällt.
H. squamatum schliesst sich offenbar wenn auch nicht un-
mittelbar an diese Art an. MNogar finden sich bei H. lavan-
dulaefolium in der Spitze verschleimte Epidermispapillen, wo-
durch ein Ubergang zu squamatwm gebildet wird. Ich fasse
darum, wie WILLKOMM, diese beiden Arten zu einer besonderen
sich den beiden vorgenannten nahe anschliessenden Gruppe
zusammen. Ich glaube also nicht, wie ReicHE, dass H. lavan-
dulaefoliwum zu FEuhelianthemum zu rechnen ist, ebensowenig
wie squamatum zu Pseudocistus gehören kann, da oelandicum
und alle ibrigen Arten dieser Gruppe zusammen eine von
squamatum scharf abgegrenzte Abteilung bilden.
Auch H. ellipticum, kahiricum und Lippir bilden auf Grund
ihres Namenbaues zusammen eine Gruppe, Eriocarpwm. Da
H. squamatum H. ellipticum sehr nahe steht, bin ich geneigt,
diese Abteilung als Polystachyum sehr nahe verwandt aufzu-
fassen. Dafiär spricht auch der Samenbau von H. Lippi.
Im allgemeinen sind die Epidermiszellen ähnlich wie H. ka-
luiricum gebaut. Gewisse Zellen erinnern jedoch sehr an die
Epidermiszellen von H. landulaefolium, indem die Papille nur
an den BSeiten verschleimt, an der Spitze nahezu unver-
schleimt ist.
Die genannten Arten unterscheiden sich gegeniber den
folgenden als besondere Gruppe nicht nur bezäglich des Baues
des Schleimgewebes, sondern auch noch in einem anderen
Punkte. Sie sind alle dadurch gekennzeichnet, dass die Epi-
dermiszellen mehr oder weniger von »roten Stärkekörnern> er-
fällt sind. Bei den öbrigen Arten fehlen solche vollständig,
kommt aber Stärke vor, so handelt es sich immer um ge-
wöhnliche, sich mit Jod bläuende.
Die Arten der Gruppe V scheinen sich alle sehr nahe
zu stehen. Bei allen tritt die Verschleimung als eine ku-
gelförmige Verdickung auf der Innenseite der Aussenwand
auf. Stärke fehlt. Diese Art der Verschleimung ist eine
sehr eigentiämliche und berechtigt, ihr eine grosse systema-
tisehe Bedeutung zuzuschreiben. DUNAL und REICHE stellen
H. squamatum den hierher gehörenden Arten nahe und ver-
einigen sie zu einer Unterabteilung Pscudocistus. Der Samen-
bau dieser Art weicht jedoch so wesentlich von dem der äbri-
gen dieser Abteilung ab, dass diese Zusammenstellung nicht
ganz gerechtfertigt scheint. Ich bin daher geneigt, auch hier
32 0. ROSENBERG, STUDIEN UÖBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
der FEinteilung von WILLKOMM und SPAcCH beizustimmen,
also H. squamatum aus der Abteilung Pseudocistus (resp.
Rhodax) auszuscheiden und die öäbrigen zu einer natärlichen
Gruppe zusammenzufassen. Innerhalb dieser Gruppe zeigt
sich eine Steigerung, bezw. Abnahme, der Verschleimung, die
bei H. pomeridianum ihre höchste Entwicklung erreicht und
bei H. marifolium und oelandicum allmählich sinkt.
Um eine richtige Auffassung der Verwandschaft dieser
Gruppe mit den öbrigen zu bekommen, ist es notwendig, die
Gruppe IV, mit den Arten Tuberaria und guttatuvm zu
beräcksichtigen. Diese beiden Arten stehen sich bezäglich
ihres Samenbaues sehr nahe. Ebenso ist auch eine nähere
oder fernere Verwandschaft mit der vorigen Gruppe unver-
kennbar. Da ich die Entwicklung dieser beiden Arten nicht
verfolgt habe, kann ich hieräber nur eine Vermutung aus-
sprechen. Danach betrachte ich die beiden Abteilungen Tube-
raria und Pseudocistus als einander nahe verwandt. Man
könnte annehmen, dass die beiden Gruppen einer gemeinsamen
Form entstammen.
Innerhalb der folgenden, Fumana entsprechenden, Gruppe
herrscht grosse Ubereinstimmung. Die nahe Zusammenge-
hörigkeit der Arten ist sowohl auf Grund des Samenbaues,
wie anderer systematischer Merkmale unverkennbar. Die
Abteilung Fumana schliesst sich indessen, wenn auch nicht
allzu nahe, mit Räcksicht auf den Samenbau an Tuberaria an.
Schliesslich bilden die Arten der Gruppe VII eine beson-
dere Abteilung untereinander naheverwandter Arten. H. atri-
plicifolium, halimifolium und umbellatum werden von den
Systematikern zu Halimium gefiöhrt, wäbrend H. canadense
bei ihnen eine eigene Abteilung Lecheoides bildet. Auch den
Samenbau dieser Arten möchte ich als mit den äbrigen He-
lianthemum-Arten verwandt ansehen. Die Papillenform und
der Stärkegehalt der Epidermiszellen scheinen mir dafär zu
sprechen, dass sie z. B. H. salicifolium und squamatum nahe
zu stellen sind.
Auch der Verwandschaft der iäbrigen Gattungen Cistus,
Lechea und Hudsonia, wie sie mit Räcksicht auf den Samen-
bau sich erkennen lässt, seien einige Worten gewidmet.
Zunächst schliessen sich die Cistus-Arten in ihrem Sar
menbau wunmittelbar der Abteilung Halimium der Gattung
Helianthemum an. Die Arten dieser Abteilungen sind auch
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:01. 93
auf Grund anderer Merkmale einander nahe gestellt wor-
den. Ich habe den Samenbau von Lechea und Hudsonia nur
oberflächlich untersucht, so dass es schwer ist, eine richtige
Auffassung ihrer Verwandschaft zu bekommen; doch scheimen
sie mit Räcksicht auf ihren Samenbau mehr zu Cistus als
zu Helianthemum zu gehören.
Auf Grund dieser systematischen Bemerkungen stelle ich
folgendes Abstammungsschema auf, das freilich nur als ein
Versuch zur Erklärung dieser Verhältnisse aufzufassen ist.
Es ist zunächst notwendig, zu bestimmen, welche For-
mengruppe als die urspränglichste anzusehen ist. Schon die-
ser Punkt ist schwer zu entscheiden. Jedoch glaube ich, dass
Cistus als die ältere Gattung anzusehen ist und zwar aus
folgendem Grund. Die Cistaceen haben ihre Heimat haupt-
sächlich und wie es scheint urspränglich in der alten Welt.
Nur wenige Arten sind in Amerika gefunden worden. Auf
Amerika beschränkt sind nur die Gattungen Hudsomia mit 3
und Lechea mit 4 Arten, sowie die Untergattung von Helian-
themum Lecheoides mit etwa 7 Arten. Die Angaben der Ar-
tenanzahl sind ReEIcHE's Bearbeitung der Cistaceen (IT) entnom-
men. Er unterscheidet in der Gattung Helianthemum etwa
120 Arten.
Wie es scheint schliessen sich die amerikanischen Arten
in ihbrem Samenbau der Gattung Cistus an. Dies gilt auch
von den amerikanisehen Helianthemum-Arten, die den Arten
der Abteilung Halimium sehr nahe stehen.
Dies Verhalten spricht för die Annahme, dass die jetzt
lebenden Cistus-, Lechea- und Hudsonia-Arten einem gemein-
samen Stamme entsprossen sind, ehe noch die Gattung Heli-
anthemum sich differenziert hatte. Ebenso erscheinen die Un-
terabteilungen Halimium und Lecheoides älter als die äbrigen
Helianthemum-Gruppen. Auf diese sehr wahrscheinliche An-
nahme gestiätzt, denke ich mir die Phylogenie der Familie
der Cistaceen folgendermassen.
Der Gattung Cistus entstammen mehr oder weniger di-
rekt die Gattungen Lechea und Hudsonia, welche ihre geo-
graphische Verbreitung ausschliesslich in Amerika gefunden
haben. Ebenso haben sich aus Cistus oder aus einer gemein-
samen Stammform Halimium und Lecheoides herausgebildet.
Der Ubergang geschieht durch die den Cistus-Arten nahe ver-
wandte Art H. atriplicifolium, wie auch H. canadense z. B.
34 0. ROSENBERG, STUDIEN UÖBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
H. umbellatum sehr nahe steht. In diesem Entwicklungssta-
dium waren die Helianthemum-Arten durch folgende Merk-
male ausgezeichnet: die Epidermiszellen waren mehr oder
weniger papillenförmig, vollständig unverschleimt; typische
Stärke war vorhanden. Sehr unsicher scheint mir die Stellung
von Tuberaria. Sie därfte mehr oder weniger nahe Verwand-
schaft mit Halimium besitzen oder gar von Cistus direkt
abstammen, eine Ansicht, die ich allerdings nur mit aller Re-
servation ausspreche. Aus diesen beiden Stämmen denke ich
mir die äbrigen Helianthemum-Arten folgendermassen hervor-
gegangen. Aus Tuberaria, die gewöhnliche Stärke in der
Epidermis fährt und deren Aussenwand auf der Innenseite
verschleimt ist, entwickelt sich Fumana, wo die Verschleimung
einen noch höheren Grad erreicht, und Pseudocistus, wo die
Verschleimung zuräck geht. Der Entwicklungsgang dieser
3, Gruppen scheint mir indessen unsicher und schwierig fest-
zustellen; während die Entwicklung der äbrigen Helian-
themum-Arten aus Halimium mir weniger schwer zu verfol-
gen scheint. Mit den Halinium entstammenden Formen
beginnt die Aussenwand der Epidermiszellen zu verschleimen,
wozu teilweise die vorher schon in diesen vorhandene Stärke
verwendet wird. Die Stärke erfährt dabei eine Veränderung,
indem sie sich mit Jod rot färbt, was also eine direkte Folge
der Schleimbildung zu sein scheint. So ist das Verhalten
bei H. salicifolium und lavandulaefolium, womit sich diese
Unterabteilungen an Halimium anschliessen. Von diesen bei-
den Arten aus hat die Entwicklung ihren Weg nach zwei
verschiedenen Richtungen genommen. Die Verschleimung
steigert sich noch bei der Abteilung Polystachium. Hieran
scheinen sich die Arten von Eriocarpum anzuschliessen. In-
nerhalb der Gruppe Brachypetalum geht der Verschleimungs-
process zurick, bis endlich die Zellen vollständig unverschleimt
sind und die äussere Samenschale unsichtbar wird. Noch er-
ibrigt es, die Stellung von Euhelianthemum näher zu bestimmen.
Dabei ist es schwierig zu entscheiden, ob als höchst entwickelte
Art H. vulgare oder H. apenninum zu betrachten ist. Im ersteren
Falle wäre anzunehmen, dass zunächst einige Halimium nahe
verwandte Arten Quellschichten in der Epidermis ausgebildet
haben und in dieser Richtung weiter gegangen sind wie die
Aphanistrum- und Brachypetalum-Arten, ebenso dass die Ent-
wicklung von Halimium in der Richtung geht, dass daneben
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0o1. 55
auch innerer Schleim ausgebildet wird, wobei H. aegypti-
acum den Ubergang zu FEuhelianthemum bildet. In dieser
Abteilung geht die Verschleimung der Epidermis allmählich
zuriäck, bis sie bei H. vulgare vollständig ausbleibt. Hierdurch
wird es natärlich, die Verwandschaft mit Brachypetalum
mit Einschluss von H. aegyptiacum mehr oder weniger direkt
von Halimiwmn abzuleiten; dagegen scheint aber die hohe Ausbil-
dung der Schicht 2 und der Bau der Epidermis zu sprechen.
Man könnte noch einen anderen Entwicklungsgang annehmen,
nämlich dass von Halimium an die Stärke der äusseren Sa-
menschale zur Bildung inneren Schleimes verwendet werde,
woraus auf die Abstammung von H. vulgare aus Halimiwm
zu schliessen ist. In der weiteren Entwicklung verschleimt
auch die Epidermis, bis die Verschleimung bei H. aegyptiacum
ihre höchste Ausbildung erreicht. Danach darf H. aegyptiacwm
nicht zu Brachypetalum gezählt werden, sondern scheint als
die höchste Entwicklungsstufe innerhalb der Gruppe FEuhe-
lianthemum angesehen werden zu mössen. Fär diese Annahme
sprechen mehrere Tatsachen. Erstens die geringe Ausbildung
der WSchicht 2 bei Helianthemum vulgare, die dagegen bei H.
aegyptiacum sehr hoch ist. Nimmt man an, dass H. vulgare
einer Form mit stark verschleimter Aussenwand entstammt,
wo die Stärke der Papillen zum Teil zum Verschleimungspro-
cess verwendet wird, so sollte die Stärke in der Epidermis
von H. vulgare eine mehr oder weniger ausgeprägte Rick-
bildung zeigen. Hier ist indessen im Gegenteil die Stärke
sehr gut ausgebildet und tritt zudem in Form von grossen
Körnern auf. Doch kann ich mich hieräber nicht bestimmt
eussprechen. WNicheren Aufschluss hieröäber därfte durch-Be-
räcksichtigung der Entwicklungsgeschichte aller hierher ge-
hörenden Samen zu gewinnen sein; speciell wenn das Verhal-
ten der Stärke in der äusseren Samenschale während der
Entwicklung des Samens festgestellt wärde. Dies habe ich
nur bei wenigen derselben Abteilung angehörenden Arten
verfolgen können.
Diese Erklärung der Verwandschaft wird speciell auch
durch die Art der Stärkeerscheinung in der Epidermis bestä-
tigt. Wie schon erwähnt, kommen bei einzelnen Cistus-Arten
spärliche, winzige, mit Jod sich bläuende Stärkekörner vor.
Bei Halinium dagegen sind die Stärkekörner grösser und
fällen die Zellen nahezu aus. VWVerschleimung ist nicht vor-
56 0. ROSENBERG, STUDIEN UBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
handen. Ich glaube nun, dass bei den Cistus-Arten zunächst
zwar eine Aufspeicherung von Stärke beginnt, diese aber
nicht zur Schleimbildung verbraucht wird. Bei Halimium
wird die Stärkespeicherung reichlicher, findet aber noch keine
Schleimbildung statt. Bei Tuberaria indessen geht die Stärke
teilweise in Schleim iber, während der öäbrige Teil in Form
winziger, sich mit Jod bläuender Stärkekörner in den Epider-
miszellen zurickbleibt. Die Schleimbildung steigert sich noch
bei Fumana, wo alle Stärke dazu verwendet wird. Zu be-
merken ist, dass die Schleimbildung in centripetaler Richtung
geht. Ein anderer Zweig von Halimium geht in anderer
Richtung. Auch hier wird die Stärke, obwohl indirekt, zur
Schleimbildung verwendet; so ist das Verhalten bei Bracly-
petalum, Polystachyum, Eriocarpum und Euhelianthemum. Hier
ist der nach der Schleimbildung zuriäckbleibende Teil der
Stärke sogenannte Amylodextrinstärke. Die Schleimbildung
geht jedoch auf andere Weise von statten, indem der Schleim
durch Umbildung äusserer Wandschichten der Epidermis,
also in peripherischer Richtung, gebildet wird.
Zum Schluss gebe ich eine öibersichtliche Darstellung davon,
wie ich mir die Verwandschaft der Arten untereinander denke.
Eriocar-
pum
Euhelian-
themum
Polysta-
chyum
Fumana
Halimium
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:01. 57
Litteratur-Verzeichniss.
BRANDZA = M. BRANDZA, Développement des téguments de la graine (Revue
générale de Botanique, t. 3, Paris 1891).
DavrEauv = J. DavEav, Cistinées du Portugal (Boletim da Sociedade Broteriana.
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DUNAL = DUNAL, Cistinee (De Candolle, Prodromus system. nat. regn. veget.,
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HOoLFERT = J. HOLFERT, Die Nährschicht der Samenschalen (Flora, Neue Reihe,
Jahrg. 48, Marburg 1890).
MANGIN = L. MANGIN, Recherches anatomiques sur les Péronosporées (Bulletin
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MARLOTH = R. MARLOTH, Ueber mechanische Schutzmittel der Samen gegen
schädliche Einflässe von aussen (Engler's Botanische Jahrbächer, Bd. IV.
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NYMAN = 0. F. NYMAN, Conspectus Flore Europer, I, Oerebroe 1878.
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REICHE = K. REicHE, Cistacerx (A. Engler u. K. Prantl, Die natärlichen Pflan-
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ROSENBERG = O. ROSENBERG, Studien iäber die Membranschleime der Pflanzen,
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turelles, sér. II, t. 6, Bot., Paris 18536).
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Sciences naturelles, sér. II, t. 6, Bot., Paris 1836).
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Stuttgartie 1880.
58 0. ROSENBERG, STUDIEN UBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
Erläuterungen der Abbildungen.
Tap. I
Fig. 11, 15—20 pen die äbrigen 2620 vergrössert.
Ao Helianthemum vulgare.
1, Äussere Samenschale, junges Stadium.
2, > > , etwas älteres Stadium.
d, > > , nahezu vollreifes Stadium.
4 a, Flächenschnitt von der Epidermis der äusseren Samenschale bei J In-
terzellularlicken.
4b, c, Epidermiszellen an der Chalaza, Flächenansicht.
D—7, H. apenninum.
5, Aussere Samenschale, junges Stadium.
6, > > , etwas älteres Stadium.
då » > , halbreifes Stadium.
8, H. glaucum, Äussere Schale eines halbreifen Samens.
9. H. apenninum, Epidermiszellen der äusseren Samenschale in Salz-
säure.
10, 11, H. aegyptiacum.
10, Epidermiszelle der äusseren Samenschale in Salzsäure.
11, Äussere Schale eines reifen Samens, die Stärke in den Epidermis-
zellen weggelassen.
12, H. niloticum, Teil der Samenschale.
13, H. pilosum, Äussere Schale eines reifen Samens.
14, H. salicifolium, Äussere Schale eines reifen Samens.
15, H. lavandulaefolium, Äussere Schale eines reifen Samens.
16, H: squamatum, Äussere Schale eines reifen Samens, im Wasser
mässig aufgequollen.
17, H. glaucum, Epidermis der äusseren Samenschale, Flächenansicht,
zwischen den Zellen sind von Schleim erfillte Interzellularläcken.
18—20, H. vulgare.
18, Rote Stärkekörner, bei a in kaltem, bei b in kochendem Wasser.
19, Blaues Stärkekorn in kochendem Wasser.
20, > > > Caleciumnitrat.
21, H. apenninum, Teil der Schicht 2, mit dem inneren Schleim an der
Innenwand, die bei a sich tangential gespalten hat.
BIHANG TILL K. SV. VET-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:01. 59
'Tab. IT
Fig. 1—15 360 vergrössert.
1
1, Helianthemum squamatum, stark gequollener Schleimfaden.
2, 3, H. ellipticum.
2, Äussere Samenschale, in Alkohol.
3, > > , > Wasser.
4, 5, H. kaliricum.
4. Äussere Samenschale, schwach gequollene Epidermiszellen.
5, Äussere Samenschale, stark aufgequollene Epidermiszelle.
6—9, H. polifolium Hort. BERG., halbreife Samen.
6, Äussere Samenschale, in kochender Salzsäure.
7T, > > , > Wassger.
5, » » lr. Alkohol.
SÅ > > , > Schwefelsäure.
10, H. marifolium, Teil der Samenschale.
11, H. pomeridianum, Teil der äusseren Schale eines reifen Samens.
12, H. Tuberaria, Äussere Samenschale.
13, H. Fumana, halbvreifer Samen in Chlorcalcium, a,'b, c auf einander
folgende Stadien.
14, H. arabicum, in Wasser, schwach aufgequollen.
15, H. atriplicifolium, Äussere Samenschale.
16, H. guttatum. Epidermis der äusseren Samenschale im Wasser ge-
wquollen.
60 0. ROSENBEEG, STUDIEN UBER DIE MEMBRANSCHLEIME.
Inhaltsibersicht.
FIN lertang. As ros ans ed erna RR NI
Specieller Teil. . 3, 16
IHelionthemumslovrNnd. sasdleomnar fock dtas AleltusrG
Fl. vulgare GÄR: Assar. : de lerna STA
. glaucum PERS. . . .
: apenninum PERS. ckexlat.: vehevtved. ni Aled renat SR
- aegyptiacum MILL. .
pilosum PERS. . .
pulverwlentum DO. väder 0 ER KAR |
salicifolium PERrRs. . .
retrofiractum PBRSA MM mmm: sa Kky8 NA NYPNE
nilotieum PERS: = svd. dfleilote faan ER NEUE
papillare: BoIss: :I vel t
ledifolium WILD: :2 sve et be be ör der As i ås ER
lavändulaefolkuwm. DOM ta divs 1 BE RENEE
squamatlum PERS. slalfasnsg steka vet eder ett
HV PHiCYUMARBRAAEM bars sammat cr abrslnery ha RR
. kaltricum DEL. .
. Lippii SPACH . d
Tuberarla MEL 2 SJ 6 Ae BI säljare Sr EOS
- guttatum MILL. :
polifolium HorrT. Bie RÅM a fer ry AME RA EE
pomeridianwm DUN. . . . . San ae FR a Mere SAN
marifolium GREN. et GOoDF.. . . .
OelandicuMsDO ITE AA oh äs Lr sa fe se BE EEE
ardbiewmiPReRs le dä. Pr seed Ag He 4 SKER
Famana MIB FARA: EMV BR 2 de Ne a Nr SD
[aG0TPesISPAGHE sov she fe BlElde fe a a aa EAS RR
glutvnosum BENTER: (4 God RER Re orda SR
alriplicifolum. WID. kom stark mins kiysds. SR
haälimifoliwm WiunDa.s4 + Fagen Ne ler RER
umbellatum Mirr. .
caänadense McHzx: oJäeea Amd få vå: GE RENEE
Bistus, Iiechea. HudsomMaä = vw + al sr Rö a EEE
Allgemkiner Teil.
I. Zusammenfassende Ubersicht des Samenbaues. . . . . .. .
II. Das Schleimgewebe . : de TTR a
III. Das Vorkommen von Stärke in dB Som öadeda AE, as
Systematisebhe. Bemerkuansen » > Avid. JAN ec a. f SG
SE a SA a a
JÄÄNAGAN MUSEN
NN "SSE
CENTRAL PARK,
> NEW YORK,
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0. Rosenberg del.
14,18. 20. Helianthemum vulgare Gärt., 5—7,9,21 H. apenninum Pers,
14. H. salicifolium Pers., 15 H.18ä
1- H. glaucum Före
freefolium DC. 16.H.
squarnatum Pers.
W. Schlachter, Stockholm .
10,11. H. aegyptiacum Mill., 12.H niloticum Pers., 13.H. pilosum Pers.,
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15.H. atriplieifo
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1. Helianthemum squamatum Pers., 2,3.H. ellipticum Pers .,
12. HTuberaria
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BIHANG TILL K. SVENSKA VET-ARAD. HANDLINGAR. Band 24. Afdl TEL. N:o 2.
DIA TOMS
FROM
FER A NZ JOSEF LAND
COLLECTED BY
THE HARMSWORTH-JACKSON EXPEDITION
AND EXAMINED
BY
BI CLEVE
COMMUNICATED 1898 MARCH 9YTE
Se
STOCKHOLM 1898
KUNGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER
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j is already in existence a monograph of the diatoms
from Franz Josef Land by A. Grusow (Denkschr. d. K. K.
Akad. d. W. zw' Wien mat. natw. Cl. XLVIII, 2, 1884). "This
eminent diatomist had for examination some samples, dredged
from the bottom of the sea by the Tegethoff expedition.
This bottom-mud was found to contain, besides well-known
arctic marine species, a remarkable number of forms, belonging
to types known from the Tertiary deposits of Archangelsk,
Mors etc., and doubtless derived from rocks of that age.
A number of freshwater species were found also, but on
examining the list published in GRUNOW's work, one is puzz-
led by the presence of forms which certainly do not live on
Franz Josef Land. There can be only one explanation of
this, namely that they have been transported by currents or,
more likely, by drifting ice from the European or Asiatic
continents. As such foreign forms I consider the following
species:
Cocceoneis lineata var.,
Cymbella gastroides,
Gomphonema geminatum var. hybrida,
Epithemia turgida,
Synedra ulna,
Stephanodiscus Niagaree,
S. astrea var. spinulosa,
Melosira gramulata,
M. lyrata.
Of these forms Gomphonema geminutum var. hybrida is
known from Jenissey and Ochotch, which points to the Siberian
origin of these forms.
Mr H. FIsHER, member of the Harmsworth-Jackson ex-
pedition to Franz Josef Archipelago, 1896, brought thence a
collection of samples containing freshwater diatoms. He also
4 P. T. CLEVE, DIATOMS FROM FRANZ JOSEF LAND.
collected on an ice-floe, drifting 48 miles south of Bell Isle,
a small quantity of mud, which contained diatoms sparingly.
All these samples, amounting to about 20 and collected
chiefly at Cape Flora, but with a few from Cape Neale and
Bell Isle, were delivered to me for examination with the
following results.
Caloneis fasciata (Lpt). — Cape Neale, on roots of Luzula,
very rare. — L. 0,027; B. 0,006 mm. — Str. 20 in 0,01 mm.
C. Clevei (Lbt). — Cape Flora, eastern glacier, very rare.
C. silicula (EHB.) v. alpina CL. — Very rare, eastern glacier,
Cape Flora. &L. 0,028; B. 0,006 mm. Strize 19 in 0,01 mm.
v. minuta GRUN: — L:-0,02; Ba 07005) mm. FStrir2000
0,01 mm. —-- Sparingly in almost all samples.
v. ventricosa DoNK. — L. 0,05; B. 0,007 mm. Str. 20 in
0,01 mm. — Very rare, Cape Flora.
Neidium bisulcatum Lpt. — Common in all samples.
N. iridis EHB. — Sparingly in most samples. L. 0,056;
B. 0,017 mm. Strig 17 in 0,01 mm.
v. ampliata. — Nomewhat. rare dy ':050350B 000 mm
Str. 19 in 0,01 mm. — WSecarcely distinct from N. affine.
Diploneis elliptica Körz. — Cape Flora, rare.
D. arctica CL. N. sp. — Valve elongated, with
broad, rounded ends. L. 0,03; B. 0.007 nm. Central
nodule small. Furrows narrow. Striz 231n 0,01 mm.,
more distant in the middle, indistinetly puncetate.
This form comes nearest to D. oculata BRÉB.,
from which it differs by larger size, more elongated
Å form and by the strige, more distant in the middle.
Fig. 1. It occurs in most samples, but never in any abund-
1000 t. m. ance.
Navicula minima v. atomoides Grus. — Cape Flora, very
rare. L. 0,01; B. 0,005 mm. Strie in the middle about 18.
N. seminulum GRUN. — Not rare in several samples.
N. Rotaeana RABH. — Sparingly in some samples.
v. oblongella GRUS. — Cape Flora, rare.
N. mutica Körtz. — Common and very variable. The most
frequent forms are v. Cohnii and v. ventricosa.
The variety undulata HinsE is very rare. 1
N. Heufleriana GRUS. — Occurs in many samples, but
never abundantly.
N. nivalis EHB. — Cape Flora, West Point, very rare.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:O 2. D
N. contenta var. biceps ARN. — Not rare in several
samples.
N. semen EHB. — Cape Flora, very rare.
N. gibbula CL. — Not rare in several samples.
Stauroneis anceps EHB. — Common in most samples. The
most frequent form is var. amplucephala Körz. (L. 0,045;
BART mm Str f0000m mi) — VANSO vi linedris. 18
not rare.
S. phoenicenteron v. amplilepta EHB. — Cape Flora, rather
RSA (105 050175; 1BIC0,014 mm. (Str 21 nn 0joT mm).
S. obtusa LaGst. — Rare at Cap Neale on roots of Luzula
hyperborea.
S. javanica GRUS. — Very rare, Cape Flora.
Navicula capitata C1. N. sp. — Valve elongated,
linear, with capitate ends. &L. 0,035; B. 0,008 mm.
Axial area very narrow. Central area small. Strice
17, not more crowded at the ends, slightly radiate
throughout, not distinetly punctate.
Occurs sparingly in some samples from Cape Flora.
This form is a true Navicula, having no loculi-
ferous ring as Mastogloia, to which it bears some re-
semblance. It has the outline of N. subtilissima CL.,
but the strie are very distinct. It might perhaps be
the form figured by LAGERSTEDT as Stauroneis linearis.
Cymbella amphicephala NaGru. — Not rare, but never
amTdant uu 0,0254 53 010075 mm. Striulkkan 00 mm.
GRlGleRGRON: — 1000455--B: 01075 mmJu Str. 23 In
0,01 mm. — Cape Flora, sparingly in some samples. — Scarcely
distinguishable from C. Ehrenbergii v. delecta.
OC. stauroneiformis Lpt. — Occurs in many samples.
C. naviculiformis AVERSW. — Not rare in many samples.
C. heteropleura v. minor CL. — Found sparingly in some
samples.
C. ventricosa Körtz. — Cape Flora, rare. :
C. cistula HemPr. — Rare at the eastern glacier, Cape
Flora.
v. arctica LptT. — Not rare in several samples. — Cape
Flora, Bell Isle.
Gomphonema angustatum Körtz. — A variety with slightly
TOStrave ends. — Ju. 0:03; B.05007 mm. Ste. WöWin:0,0r mm.
— Not rare in most samples.
6 P. T. CLEVE, DIATOMS FROM FRANZ JOSEF LAND.
G. parvulum Körz. — Some few specimens from Cape
Flora, resembling G. Lagenula V.H. Syn. XXV, 8. — LD. 0;032;
BB: 0:01 mm. Sörackt an v0;00 mm.
Navicula minuscula GRUS. — Sparingly in some specimens
from Cape Flora, West Point. — L. 0,016; B. 0;006 mm.
Strie very fine.
N. cocconeiformis GREG. — Rare in some sample.
N. cryptocephala var. veneta Körtz. — L. 0,03; B. 0,007 mm.
Strie 15 in 0,01 mm.
N. lumngarica v. capitata EHB. — Sparingly in several
samples.
N. cinceta EHB. — Rather common. -— L. 0,022; B. 0,005 mm.
Strie 14 in 0,01 mm. — Some specimens bear a close re-
semblance to N. costulata and it seems questionable whether
these two forms really are distinct species.
N. gracilis EHB. — Not rare in one sample from Bell Isle.
N. anglica RALES v. minuta CL. — L. 0,018; B. 0,008 mm.
Str. 18 in 0,01 mm. — Sparingly in some samples.
N. amplubola CL. — Sparingly in some specimens.
Pinnularia gracillima GREG. -— Cape Flora, rare. — L. 0,03;
iB:05004-mmycv Str) s204n/05014 mm.
P. leptosoma GRUN. — L. 0,032; B. 0,006 mm. Str. 18 in
0,01 mm. — NSparingly in several samples.
PP. subeapitata GREG: — 11:0;0327 Br0,0:05 NM. NS
in 0,01 mm., reaching to the median line (= N. Hilseana). —
Rare in some samples.
P. interrupta W. SM. var. biceps. — Not rare in most
samples. — -L.-0,05; B:r050 114 mm. Str. 12 in 0:02 mm
P. mesolepta EHB. — Rare.
P. microstauron EBHB. — Not common.
P. divergentissima GRUS. — Rather common.
P. Brébissomii Kötz. — Common. — L. 0,0365B. 0,01 mm.
Sjuies LIL mna) (OO inn
P. divergens W. Sm. — Rather common. — The most
frequent form belongs to var. elliptica GRUN.
P.intermedia Let. — Very common. — L. 0,04; B. 0,007 mm.
Dvr-+ 8100 (0 ma.
P. Balfoureana Grus. — Bell Isle, sparingly. — L. 0,016;
B. 0,0055 mm. Str. 11 in 0,01 mm., very short.
P. borealis EHB. — Common.
P. lata BréB. — Not common and very variable.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD, III. N:0 2. 7
v. curta GRUS. — L. 0,06; B. 0,022 mm. Str. 6 in 0,01 mm.
Axial area narrow. -— Rare.
P. spitsbergensis C1. — Cape Flora. Common in some
samples.
P. stauroptera GrRuN. — Rare, Cape Flora, Eastern Glacier.
00657 HD: 0,04 ma. Str. (2 an 0,01 mmysintertupted
by a broad fascia.
P. mesogongyla var. interrupta CL. — Common in some
samples.
P. hyperborea On. N. sp. — Narrow, gradually
tapering towards the obtuse ends. L. 0,03; B. 0,005 mm.
Str. 15 in 0,01 mm., radiate in the middle, convergent
at the ends. Axial area lanceolate, reaching in the
middle to the margin of the valve. — Rare, Cape
Flora.
IR niridäs) bor. fallax OL. — 1L:0;055; BB: 0jor mm.
GR Ör 0 mm, AS Atbl CISV TOA dd
Common.
This form might be united to P. isostauron, which differs
only by the transverse fascia, and considered as a separate
species, characterized by its parallel strize and narrow axial area.
P. viridis var. rupestris HANTzZscH. — In a sample from
Cape Flora was met with some few specimens of a very small
variety. 5. 0,02; B. 0,013 mm. and 17 strize in 0,01 mm.
P. streptoraphe v. styliformis GRUN. — Rare, Cape Flora.
P. isostauron Grus. — Common. — See P. viridis var.
fallax.
P. arctica CL. N. sp. — Narrow elliptical, with
obtuse” ends. L. 0,023; B. 0,006 mm. Strie 13 in
0,01 mm., parallel. Axial area narrow, becoming wider
towards the middle of the valve, where it expands
1000 t. m.
into a transverse fascia. — Cape Flora, rare. :
Amphora Normani RABH. — Rare, Cape Flora.
A. ovalis v. pediculus Körz. — Rare in some Fig 4
samples. 1000 t. m.
Rhoicosphenia curvata Körtz. — Some few specimens were
found in a sample from Bell Isle, probably derived from the sea.
Achnanthes marginulata Grus. — Rare at Cape Flora.
Å. minutissima Kötz. — Not rare.
ÅA. linearis var. pusilla GRUS. — L. 0,015; B. 0,003 mm.
Str. 24 in 0,01 mm. — Not rare in many samples.
8 P. T. CLEVE, DIATOMS FROM FRANZ JOSEF LAND.
Eunotia gracilis (EHB.) RABH. — Sparingly at Cape Flora.
— L. 0,04—0,07; B. 0,00385 mm. Str. 12—-14 in 0,01 mm.
E. lunaris (EHB.) GRUN. -— LL. 0,04—0,06; B. 0,004 mm.
Str. 13—17 in 0,01 mm. — Sparingly in several samples.
There is scarcely any specific distinction between E. lunaris
and E. gracilis.
E. (tmpressa v.) minor RABE. — To this form I refer a
valve fe. IL) 050385 /B: 0004 mm Str T2R0 OT NN
Cape Flora, rare.
E. papilio EHB. — L. 0,02; B. 0,01 mm. Ends broadly
truncate. V. H. Syn. XXXTIII, 8. — Sparingly in some samples
from Cape Flora.
E. monodon v. alpina Körtz. — As such I consider a small
form of E. monodon (L. 0,025; B. 0,005. Str. 14 in 0,01 mm.
fig. 6) sparingly found in a sample from Cape Flora.
Fig:u
All 1000 t. m.
E. septentrionalis OEstrR. — Meddelelser om Grönland XV,
274, P1. 1, f. 10. — Some few specimens (L. 0,02; B. 0,004 mm.
Str. 15 in 0,02 mm.) were found at Cape Flora. As to the
striation this form agrees with E. fallax A. C., but the out-
line is different. (Fig. 7.)
E. prerupta v. curta GRUS. — Rare at Bell Isle. — (L. 0,02;
B-:0,01 man! Str in 0,01 mn.)
v. laticeps Grus. (V. H. Syn. XXXKXIV, 25). — Cape Flora,
rare. — w(U0,025; BI0007 mA Ste
v. bigibba Körz. (V.: H. Syn. XXXIV, 26). — Cape Flora,
rare (11.00;025B.40,0.07 sm. Str NORRA, OT
Diatoma tenue AG. — Diatoma vulgaris v. linearis and
D. tenue in V. H. Syn. L. 7, 14. — L. 0,015—0,026; B. 0,003 mm.
Coste 7—10 in 0,01 mm. — Very common in several samples.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 24. AFD. III. N:0 2. 3
Hanmtzeschia amphiozys (EHB.). — Common. — L. 0,06; B. 0,01
mm. Puneta 6: Str. 2210 0jorsmm.
v. hyperborea GRUS. (Fr. Jos. Land. Diat. I, 59). — L. 0,15;
B. 0,015 mm. Puncta 6. Str. 14 in 0,01 mm. — Cape Flora,
in some samples.
Meridion circulare AG. — Very common.
Fragilaria lapponica GRUS. v. minuta A. C. — L. 0,01;
B. 0,003 mm. Str. 10 in 0,01 mm. — Very rare, Cape Flora.
F. nodosa CL. N. sp. — Valve gibbous in the middle,
with broad, rounded ends. &L. 0,014—0,017; B. 0,0035 mm.
Axial area narrow linear, or slightly dilated in the middle.
Strie strong, 12—13 in 0,01 mm. — Sparimgly in several
samples. — Fig. 8.
Mätt
—
AN | |
| (RE
I I |
Fig. 8 | VAR (EN
&
1000 t. m
Hi.
1000 t. m.
F. levissima C1. N. sp. — Valve more or less rhomboid,
with broad rounded ends. IL: 0,011—0,016; B. 0,004 mm. —
No striation seen. — Abundant in one sample from Cape
Flora. — Fig. 9.
Synedra Vaucherie Körz. (Fragilaria intermedia GRUN.). —
Not rare in several samples. — (L. 0,03—0,035; B. 0,003—0,0035
mem. Str: 14 inv0jor mm).
Fragilaria capucma Desm. — Valve linear, with cuneate
ends. L. 0,025; B. 0,003 mm. Axial area narrow lanceolate.
Str. 20 in 0,01 mm. — Common in some samples from Cape
Flora.
F. arcus Körtz. (Ceratoneis arcus Avct.).— Very common.
var. recta OL. (Fragilaria capucina v. inequidentata LAGsT.
Spitsbaebt 16,1) 1: 10;0677 Bi 0j004 mn. (Strö 17 in
0,01 mm. — Common, frequently together with F. arcus.
The only difference between Ceratoneis arcus and the
v. recta is the arcuate flexure of the frustule of the former,
as already Dr LAGERSTEDT has remarked.
10 P. T. CLEVE, DIATOMS FROM FRANZ JOSEF LAND.
Diatomella Balfoureana Grev. — W. Sm. Syn. IT, EXT,
385. — Not rare in some samples.
Niteschia (Tryblionella) debilis (ARNOTT). — Öccurs in
several samples, but nowhere in any abundance.
N. hungarica GRUS. — L. 0,04; B. 0,009 mm. Puncta 8.
Str. 20 in 0,01 mm. — This species was found abundantly
in one sample.
N. thermalis v. minor HinsE. — V. H. Syn. LIX, 22. —
Common. I—' L:. 0082; B: 01004 mm. Puncta 11 mn OT mm:
No striation seen.
N. hybrida GRUN. var. — L. 0,06 mm. . Puncta 10, Str. 25
NOA MM. NATe.
N. Clausiv HaANnmsocH. — IL. 0,038 mm. Punetawmomn
0,01 mm. — Common.
N. frustulum Körg. — LD. 0,04; B. 0003 mm. Punctarco
and str. 22 in 0,01 mm. — Not rare in many samples. —
Some specimens (with 8 puncta and 21 str.) agree with
N. Hanteschiana RABH., which scarcely can be distinguished
from N. frustulwum.
N. Heufleriana GRUN. — L. 0,035—0,055; B. 0,03— 0,06 mm.,
with capitate ends. Puneta 9—10. Str. 22 in 0,01 mm. —
Sparingly, Cape Flora.
N. palea W. Sm. — Common in several samples. —
L. 0,02—0,04; B. 0,025—0,05 mm. Puncta 11—13 in 0,01 mm.
Striation not seen. — Common.
Denticula tenuwis Körz. — Some few specimens only were
observed in a sample from Bell Isle.
Surirella angusta Körz. — More or less common in several
samples.
S. ovalis BrÉéB. — Bell Isle, one specimen only.
Melosira Roeseana RaABH. — Rare, Cape Flora.
The diatomaceous flora of the polar regions is now, with
this addition, comparatively well known, I dare say better
known than any other region of the world. The diatoms of
Spitzbergen and Beeren Island were in 1873 carefully worked
out by Dr. N. G. W. LaGErstEDtT.! The diatoms of Jan Mayen?
and of East Greenland? by HE. Ozrstrur. The diatoms of
1 Bih, t. K. Sv. Vet.-Akad. Handl. 1, N:o 14.
2? Botanisk tidskrift XXI: 1 Heft. Copenh. 1897.
3 Meddelelser om Grönland B. XV. GCopenh. 1897.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:0 2. ll
West Greenland! and from Russian Lappland? have been
catalogued by myself. Lastly the diatoms of Luleå Lappmark
have been described by Miss AsTRID CLEVE.”
In order to get a general view of the diatomaceous flora
of the polar regions I have compiled from the above works
the following list, which may give as good an idea of the
distribution of the arctic diatoms as can be formed at
present.
HEI RAERER
I TEE SR a LO är
Caloneis fasciata LDT . + | Y
GO. Clevei: Lpr. ”. 3 RT = SR ES RE SN LE
frästkioalar HEB. v. alpina CH ss sc8cc | | Fp FÖ + | 1
Te. TEGS ÖR EG KONER SES REN BEI TEE 3 a Ilos ji ONA
VORE AtA GIRIN. «ov de Ve f Mala sh ; s ; 3 | 4 Tr
WEKCSPITA LAR DE 3 fe fc No os ÅR : är
MASTER RR OÖLBUN SN: fer SÅ dos sa ar IS
NONE UTEICORS. ONE: 0: i 0 dc do 3 6 os & CR å 4 : S å r
VERJOHISSeNensSIsS ÖRUNA. 4 oc sov & ora . l | LS M
OMKAPILIRESAÖREG: 10 do vc MM SR AKA i j : 3 ER r
NAMERGRm als AGRUN., so co I dd a dig & : 5 : s E j r
GINFGPONRSAUVWA OM ee dest - ds I Rs ; : : HARE IE SEG
IKCSEolstil.Cn. +
Nerdiam bisuleatam, LD « s dos s a) € [6 2 Ipren ee
N. affine EnB. v. longiceps GREG. NES +
v. amphirynchus f. minor . =E SN a
FRTLAJOR EF
v. genuina CL. f. minor . + a 1
f. media . PEN -— > é
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NOR aa tLN HEB. se 8 gen ov 6 | R (
N. amphigomphum IEIBS Sf Sd od vag si SA De : =F v Ne äran
N. Hitcheockii EHEB.. | r
1 Öfvers. af K. Sv. Vet.-Akad. Förh. 1881 N:o 10.
? Acta societatis pro fauna et flora fennica VIII, 2, 1891.
SuBih. ot. Ko Sv. Vet-Akad. Handl. XXI 3, N:o 2, 1895:
12 P. T. CLEVE, DIATOMS FROM FRANZ JOSEF LAND.
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Diploneis domblittensis v. subconstricta
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D. Boldtiana CL.
D. finnica (ERxB.) .
ID310y alis GElILSB So il. St A eu sjiRLAR. flertal nee é : SE
Navicula cuspidata v. ambigua EHxHB. . . : : k id
Gyrosigma scalproides RABH. ..... É : : r
iErastulia. yulSAriS EW doch disleieie ; S z r
HSNrROmDordes ANEHBE Ib. oh stöekeg oc or 5: : : C
VE CLASSINETVIA BHREB. « ve se för se. öd : —- a + +
v. amphipleuroides GRUN.
Navicula minima v. atomoides GRUN.. . | r
N. seminulum GRUN. + | +
INESNR ÖGA AO JEVANB Else ton Aer Kod MEL bak el SV ru el a 2 2 EE ie
VakODIDDSCNaTERUN: Esk si cdge feror skred
N. depressa CL. .
N. mutica Körz. v. Cohnii HisE . . . | el. | + |+
VS GOPppertiana BRLEISCH 4. fer ered er | AC
VI VERIDO OSSTJCUTA:. 6 os ch oe oker sger ST : + | +
VTT (Ul a Ca KELINSH NIE a fee SL ae TAS ie 3 r
INT IROtSC IAI PORUNS Sh fl of reFa Per or vie : ; : r
NYlEHeutertana GRUN börtskety det. er su sl |
NG DV ALS VIUEBie fe ELR stöt Sker Ra ONE
ING IP UDPILA SITA org BEAN LIN DE ar a +
v. bacillarioides GRUN.
ING (ORten ta UOTRIUNE pc brad oelek or sket : 5 ö =
Va DECEPSACRN: fe ger rit KENT R sold Sif : a +
N. perpusilla GRUN. .
N. bacillum EHxB. .
IN: ISemen HmB t.f. möt SNR NV
Be [RR (at 0 00 Er a ÖV EA Fe rs AN SR SSE a SA SS
v. oblonga LpDr . +
v. capitata Lpr. 3
IN: vEiagerstedtirsCniov bv IRA A ADR É r 5 Yr
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 2.
13
N. subtilissima CL.
Stauroneis anceps EHB.
v. hyalina Br. & PER.
. linearis EHB..
. elongata CL. .
. amphicephala Körz.
RR
. leiostauron A. C..
S. phoenicenteron v. amphilepta EHB..
S. parvula v. prominula GRUN..
v. producta GRUN..
S. obtusa LAGST.
| S. legumen EHB.
S. lapponica A. C.
S. exigua ÖESTR.
S
. javanica GRUN..
v. oblonga ÖESTR..
v. truncata ÖESTR.
Navicula capitata CL. .
Cymbella microcephala GRUN.
. Cesatii RABH.
. angustata W. SM.
. borealis CL.
. delicatula Körz. .
. levis NAEGL.
. leptoceros GRUN. .
. amphicephala NEGEL.
. lata GRUN..
. Ehrenbergii Körz.
. lapponica GRUN.
. Stauroneiformis LAGST. .
. naviculiformis ÅUVERSW..
. cuspidata Körz.
GALERIE på GU Ea ES FER: RN IG VER (ELER ICA
. heteropleura EHB.
v. minor Ci. .
v. lanceolata A. C.
C. turgida GREG.
"pueT
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14 P. T. CLEVE, DIATOMS FROM FRANZ JOSEF LAND.
255 glob
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v. cespitosa Körz. +
C. hebridica GRUN. +
(MN ETACNES BABEL Sr ofog dr fr fon SNS NG j d : FÖ SPORER
v. lunata W. SM. . + | ce
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CE NOTVEFICA VGRUN: v sd selöre vie ee å 5 : ; HONA
C. incerta v. naviculacea GRUN. . . . . : i ; 7 ol NESS
ON TMISKWIKSNET Hö be feed felet fe : ; ; RE EE LER
C. perpusilla A. C. r
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CRINOtellas DNS Star OLE le te So As å + s +
C. cymbiformis Körz. . +
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vems tal INU: a ok MN a St fe SE UES Å å + r
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C. lanceolata EHB. Yr
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Gomphonema parvulum Körz. c
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v. exilissima GRUN. . f
v. micropus GN.
v. undata A. C.. ”
G. angustatum Körz. +
Va NpPTO CUOLAN GUNS) ere, bort futsal AG NEN INTE C (0
VIBArCOPBASUSÖREG: ov >. fe bok : , a. r +
G. intricatam Körz. TAN AE
G. subtile EHB. . r
v. sagitta SCHUM. . r
Vv. rotundata Ar. C. Krk r
G. gracile EHB. v. dichotomum W. SM. . FENVER
v. naviculacea W. SM. . r
v. cymbelloides GRUN. . r
G. subelavatum GRUN.. är
v.; mustela BEB.I a chle kk fo 6 ff : + +
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 24. AED. III. N:0 2.
153
G. subel. v. montana SCHUM..
G. Lagerheimii A. CO.
G. acuminatum EHB.
f. Brebissonii Körz..
f. coronata .
Trhastata. Ar Oc:
f. pusilla GRUN.
v. elongata W. Sm.
G. constrictum EHB.
f. elongata A. C.
v. capitata EHB.
G. geminatum (LYNGB.)
G. ventricosum GREG. .
G. olivaceum LYNGB.
v. pusilla
Navicula minuscula GRUN. .
N. placenta EHB.
Anomoeoneis serians BRÉB.
ÅA. brachysira BRÉB..
A. zellensis GRUN.
Å. follis EHB.
A. exilis GRUN. .
Navicula cocconeiformis GREG. .
N. scutiformis GRUN.
N. cryptocephala Körz.
v. veneta Körz.
Vv. exilis Körz. .
N. rhynchocephala v. amphiceros Körz..
N. viridula v. sleswicensis GRUN.
v. rostellata Körz.
N. vulpina Körz. .
N. hungarica GRUN. v. capitata EH.
N. cincta EHB.
v. cari EHB.
N. radiosa Körz.
v. tenella BRÉB.
ERNST SNES
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16
P. T. CLEVE, DIATOMS FROM FRANZ JOSEF LAND.
. gracilis EHB.
. dicephala W. SM.
. anglica RALFS .
Za] a
v. minuta CL.
N. placentula EHB.
N. tuscula EHB.
N. scutelloides W. SM.
v. minutissima CL.
N. lacustris GREG.
N. amphibola CL. .
| N. pusilla W. Sm.
| Pinnularia gracillima GREG. .
P. undulata GREG.
la)
. perlucens ÖESTR. .
. sublinearis GRUN.
. leptosoma GRUN. .
molaris GRUN. .
. appendiculata AG.
. Braunii GRUN. .
Fd kg Hd Hd td mg
. subeapitata GREG.
v. Hilseana JANISCH.
| P. interrupta f. biceps GREG.
v. stauroneiformis.
P. mesolepta EHB..
v. stauroneiformis GRUN.
v. tenuis ÅA. C.
. microstauron EHB. .
. pulehra ÖESTR..
Inol ölnoltetnojfölnol
. divergentissima GRUN.
v. subrostrata A. C..
P. Brebissonii Körz.
Vv. diminuta: V. H.
Pi karelica Cr: .«
P. legumen EHB.
. Reinhardtii v. gracilior GRUN.
: globiceps v. Krookii GRUN. .
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18 P. T. CLEVE, DIATOMS FROM FRANZ JOSEF LAND.
v. commutata GRUN..
v. rupestris.
v. fallax .
P. nobilis Eur. .
P. streptoraphe Ci. .
v. styliformis GRUN.
v. minor .
v. gibbosa A. C.
Amphora ovalis v. libyca EHB.
v. pediculus Körz.
A. Normani RABH.
| Mastogloia Smithii v. lacustris GRUN.
Rhoicosphenia curvata Körz.
Cocceoneis flexella Körz. .
v. minuta Å. C..
v. maxima A. C.
C. minuta CL.
v. alpestris BR..
C. placentula EHB.
Achnanthes Holstii CL.
ÅA. marginulata GRUN. .
A. minutissima Körz. .
v. cryptocephala GRUN.
A. microcephala Körz.
A. linearis W. SM.
v. pusilla GRUN.
A. borealis A. C.
ÅA. coarctata BrRÉB.
A. lanceolata BRÉB. .
Eunotia gracilis EHB. .
E. lunaris (EHB.) .
v. bilunaris GRUN.
v. subarcuata GRUN.
v. excisa GRUN..
E. major W. SM.
v. ventricosa ÅA. C.
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Na biconstrieta, GRUN: - I «sd & «ia S É É ; 3 [ Y
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E. impressa v. angustata GRUN. . . . . å 5 ; ; ib j C
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N: obtusingeulaiGRUN:s I oo. dl se «os 3 : : : 4 j r
NISODGISARGIRUNE «Ve pod obe a oe oj oy JA La ; : j | 5 c
ENNpOLySlypIsAGRUN: « 9 da ds a se + , ; Å : : + | Cc
E. crista galli CL. | | aL å
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Notpenminuta, GRUN. Ja sd 4 ds vc : - : i / 4 r
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NO dOnE EB sfsd b dår er ds vo a ola E + ; Föjbekblla E
v. minor GRUN. . é
v. diminuta GRUN. c
E. formica EHB. r
E. media A. C. . f
PRAPERTUPIAS HEB. Coll blo Mo. lg a a ra E j c c
20 P. T. CLEVE, DIATOMS FROM FRANZ JOSEF LAND.
| E. prerupta v. curta GRUN.
v. elongata A. C.
v. monodon ÖESTR.
v. bidens GRUN.
v. bigibba Körz.
v. pumila V. H. Syn. .
v. laticeps GRUN. .
suecica A. CO.
S-
. triodon EHB..
NA
IS2)
. papilio EHB..
=
robusta EHB.
v. tetraodon
v. diadema .
v. hendecaodon .
Synedra ulna EHB.
v. amphirhynchus EHB.
v. danica Körz.
v. vitrea Körz. .
S. minuscula GRUN. .
5. amphicephala Körz.
v. pusilla A. C..
S. Vaucherig Körz. .
Fragilaria arcus (EHB.)
v. recta CL.
F. capucina DEsSM.
F. virescens RALFS
v. producta GRUN.
F. undata W. SM. .
f. stricta .
f. tetranodis
F. mutabilis GRUN.
F. lapponica GRUN. .
Vv. minuta ÅA. C..
F. lancettula SCHUM.
F. minutissima GRUN. .
Pseudoeunotia hemicyclus EHB.
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BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 2. 21
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Hantzschia amphioxys EHB. . . . . .. | C EE RE ES Ven ee ES
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v. leptocephala ÖESTR. | r
Nitzsehia depilis ARN. - : = dos os a «Ro ; r
N. Tryblionella v. levidensis W. SM. . . STAN per 5 r
P. T. CLEVE, DIATOMS FROM FRANZ JOSEF LAND.
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angustata W. SM.
v. acuta GRUN. .
. hungarica GR. .
. denticula GRUN. .
. sinuata W. SM.
thermalis Körz. .
v. minor HILSE .
. bilobata v. minor
dubia W. SM.
. vermicularis Körz..
. dissipata Körz.
Sigma v. diminuta GRUN..
. Clausii HANTZSCH
. linearis AG. .
. subtilis v. paleacea GRUN.
amphibia v. fossilis GRUN.
. frustulum Körz. .
v. perminuta GRUN. .
. Heufleriana GRUN.
. Hantzschiana RABH.
communis RABH. .
. palea Körz. .
v. tenuirostris GRUN.
. fonticola GRUN.
. minuta BLEISCH .
. intermedia HANTZSCH.
N.
Stenopterobia anceps BRÉB.
perpusilla RABH. .
Surirella robusta E..
S.
=.
splendida E. .
linearis W. SM.
lapponica A. O.
Lagerheimii A. C.
ovalis BRÉB..
v. minuta BRÉB.
angusta Körz. .
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Stephanodiscus -astrea v. minutula GRUN. | - | «| o- E KÖR
Cyelotella Kätzingiana v. SchumanniGRUN. | | | | r
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M. crenulata v. ambigua.
It will be seen from this list that a great many forms
of frequent occurrence on the continent of Europe are want-
ing or occur sparingly only. The genera, of which few or
no species are found, are!
Gyrosigma,
Pleurosigma,
Cocconeis,
Epithemia,
Cymatopleura,
Surirella,
Campylodiscus.
But on the other hand there is a considerable difference
between the diatomaceous flora of Lappland and of Spitz-
bergen—Franz Josef Land. In the former region the number
of forms amount to about 300 and in the latter to about
150. Common to both are 78 forms or 55 percent of the
diatoms from Spitzbergen and Franz Josef Land, but 26 per-
cent only of the diatoms of Lappland. In the last named
region the genera Funotia, Cymbella, Frustulia, Tabellaria,
Pinnularia and Gomphonema occur in a great number of
individuals and in a very great profusion of forms, but in
Spitzbergen and Franz Josef Land they are of far less im-
portance.
EISee!A. CLEVE 1. Ci p..35t
24 P. T. CLEVE, DIATOMS FROM FRANZ JOSEF LAND.
II. Diatoms in mud, gathered on a floe of drifting ice
48 miles South of Bell Isle.
This very small sample was subjected to a careful clean-
ing and yielded an unexpected number of species, both marine,
freshwater and brackish forms, viz.
A. Freshwater-forms.
Amphora ovalis var. pediculus Körz. + |
Caloneis silicula var. ventricosa DonKE. »r
Jocconeis placentula var. euglypta EHB. r
Cyclotella comta var. radiosa Körz. +»
Cyelotella Meneghiniana Körz. +
Eunotia incisa GREG. Yr
E. prerupta var. curta GRUN. i
Fragilaria construens EHB. rr
EN mutabilis, GRUNA ++.
F. virescens RALFsS.
Gomphonema acuminatum EuB. Yr
G. subelavatum GRUN. >
Hantzschia amphioxys var. xerophila GRUN. »
Melosira crenulata var. lineolata GRUN. C€
var. tenuis Körtz.
M. granulata var. jonesiana (FRUN. —
Navicula dicephala EB. >
N. pseudo-bacillum GRUN. +
. pupula v. bacillaroides GRUN.
. radiosa Körz.
eidium bisulcatum Lprt. +
itzschia amphibia GRUN., typical. »
. (Tryblionella) Victorie GRUN.
Pinnularia acrosphieria BrRÉB. f. minor. r
P. viridis var. commutata GRUN. +”
Stephanodiscus minutulus GRUN. +
Synedra ulna EuHB., a fragment.
FIRAR AA
B. Brackish-water-forms.
Diploneis Smithii BrRÉB. rr
Navicula anglica var. subsalina GRUN. Y
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 24. AFD. III. N:0 2. 25
N. costulata GRUN. +
N. salinarum GRUN.
var. intermedia GRUN. Yr
Pinnularia globiceps var. Krookii GRUN. Ir
Stauroneis sagitta CL. r
Stephanodiscus Hantzschii GRUN. >»
C. Marine forms.
Amphora proteus GREG., a fragment.
Ampbhiprora Kjellmanii CL., a fragment.
Caloneis emula A. S. >»
Coscinodiscus bathyomphalus CL. +
C. curvatulus var. inermis GRUN. Yr
C. oculus iridis EHP., a fragment.
Diploneis litoralis var. arctica CL. c
Navicula algida GRUN. +
N. digito-radiata GREG. rr
N. kryophila Cz. +”
N. subinflata GRUN. >
N. transitans CL. c
N. valida CL. & GRUN. +
Paralia sulcata var. radiata GRUN., a fragment.
Pinnularia Stuxbergi var. leptostauron GRUN. »
Thalassiosira gravida (spores) CL. Yr
T. Nordenskiöldii CL. r
Hreshwatertorms. «<d 9.
Brackishtormst < . Ko... 08.
INfarImne sköRMIskan og od oc oo oÉ
These figures prove that the ice-floe derives from the
mouth of some river, but the freshwater-species do not in-
dicate the precise spot. Some of the marine species are identical
with those found on the drifting ice at Cape Wankarema and
along the east-coast of Greenland, but on the whole there is
a considerable difference, as many of the most characteristic
of the latter were not found. On the other hand there
is nothing against the supposition that the mud was de-
rived from the shore of the Kara Sea, which seems most
probable.
26 P. T. CLEVE, DIATOMS FROM FRANZ JOSEF LAND.
TITT. Plankton of Barents Sea.
A small sample of pelagic diatoms was collected on the
surface of Barents Sea and consisted almost entirely of Melo-
sira nummuloides var. arctica. Besides, the sample contained:
Navicula gelida GRUS. Niteschha acicularis Körz., N. levis-
sima GRUN. and N. frigida GRUN.
BIHANG TILL K. SVENSKA VET.-AKAD. HANDLINGAR. Band 24. Afd III. N:o 3.
XYRIDACEAE BRASILTENSES,
PRAECIPUE GOYAZENSES A GLAZIOU LECTAE,
AUCTORE
GUST. O. A:N MALME.
CUM UNA TABULA.
COMMUNICATUM DIE 9 MARTII 1898
PROBATUM A V. WITTROCK ET A. G. NATHORST. |
STOCKHOLM 1898
OKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNE
STR NN MR rd Ske I än ÄN NEAR
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BY Å Ä | SE BR VG 1-4 JA
- Jahre 1894 sandte die brasilianische Regierung eine Ex-
pedition — Commissäo exploradora do Planalto central do
Brazil — aus, um einige Teile des Staates Goyaz zu erfor-
schen. HEiner der Teilnehmer war der berähmte Kenner der
brasilianischen Flora, Dr. A. GLraAziIou in Rio de Janeiro.
Unter den zahlreichen in dem genannten Staate gesammelten
Pflanzen, die er dem Königl. botanischen Museum ! in Berlin
geschenkt hat, findet sich auch eine Anzahl von Xyridaceen,
die mir im vorigen Jahre zur Bearbeitung gesandt wurden.
Da diese Sammlung eine unerwartet grosse Menge neuer,
sehr interessanter Species enthält, halte ich es fär das ge-
ratenste, dieselben in einem besonderen, mit Abbildungen ver-
sehenen Aufsatze zu behandeln. MHierbei benutze ich die
Gelegenheit, auch einige andere Beiträge zur Kenntnis der
brasilianiscehen Xyridaceen zu veröffentlichen.
Die Bearbeitung hat teils im Königl. botanischen Mu-
seum zu Berlin, teils in der Botanischen Abteilung des Reichs-
museums zu Ntockholm stattgefunden. Den Herren Direk-
toren der genannten Museen, Geheimerat Prof. Dr. A. ENGLER,
Prof. Dr. I. URBAN und Prof. Dr. V. B. WITTR0CK spreche
ich hiermit meinen tiefgeföhlten Dank aus. Auch bin ich
den Herren Professoren Dr. G. BECK VON MANNAGETTA und
Dr. E. WARMING, die mir Vergleichsmaterial gätigst geliehen
haben, sehr verbunden.
Durch die Gäte der Herren Professoren URBAN und WAR-
MING hat das REGNELL'sche Herbar zu Stockholm mehrere der
neuen Species zum Geschenk bekommen, wodurch es mir
möglich wurde, dieselben auf Kosten der REGNELL'schen Stift-
ung abbilden zu lassen.
1 Eigentlich werden die Glaziouschen Pflanzen dem Redakteur der Flora
brasiliensis, Prof. Dr. I. URBAN, gegeben, er iberlässt sie aber sofort dem”
Museum.
4 G. 0. MALME, XYRIDACEAE BRASILIENSES.
Die Xyridaceen der westlichen 'Teile Brasiliens waren
bis in die jängste Zeit sehr wenig bekannt. Als Dr. ALB.
NILSSON das in den grössten brasilianische Pflanzen enthal-
tenden Museen Europas aufbewahrte Material der Familie.
Xyridace&e! kritisch durchmusterte, fand sich z. B. darin
kein einziger Repräsentant aus Matto Grosso. Ebensowenig
erwähnt Dr. SPENCER MoorE in seiner grossen Arbeit »The
phanerogamic botany of the Matto Grosso expedition, 1891—
1892»? irgend eine hierhergehörige Pflanze. Erst durch die
erste REGNELL'sche Expedition wurde die Xyridaceen-Flora
von Matto Grosso einigermassen bekannt. In meimem Auf-
satze »Die Xyridaceen der ersten REGNELr'schen Expedition»?
konnte ich vierzehn mattogrossiscehe Species aufzählen, und
ZzWar
Xyris macrocephala VAHL var. major (MART.) ALB. NILSS.,
X. fallax MALME,
X. rigideformis MALME,
X. tortula MARrT.,
X. lacerata Pour,
X. Nilssonii MALME,
. stmulans ALB. NILSS.,
. asperula MART.,
. savannensis Mio. (die Hauptform, forma procera MALME
und var. glabrata SEuUB.),
X. stenocephala MALME,
X. tenella KuNTH,
X. schigachne MART.,
X. lymenachne Mart. und
Abolboda longifolia MALME.
Eine abermalige Pröfung des Materiales hat gezeigt, dass
die als X. tenella KUNTH erwähnte Pflanze falsch bestimmt ist.
Sie ist eine neue Species und wird unten unter dem Namen
X. subtenella MALME ausfihrlich beschrieben werden. Ausser-
dem fäöge ich noch zwei Species hinzu und zwar X. radula
MarmzE, die ich wegen des unbedeutenden mir zur Verfägung
stehenden Materiales damals nicht beschreiben wollte, und
1 ALB. NILSSON, Studien iöber die Xyrideen. K. Sv. Vet.-Akad. Handl.
Band 24. N:o 14. Stockholm 1892.
2 In The Transactions of The Linnean Society of London. 2:nd Ser.
Vol ITV: Peart 3: London 895;
3 Bihang till K. Sv. Vet.-Akad. Handl. Band 22. Afd. III. N:o 2.
Stockholm 1896.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 3. 5
Abolboda vaginata (SPRENG.) ALB. Niss., die mir gar nicht
zugänglich war. Bedenkt man, dass die meisten jetzt er-
wähnten Arten aus einem sehr eng begrenzten Gebiete des
Staates stammen, därfte man berechtigt sein anzunehmen,
dass die Xyridaceen-Flora von Matto Grosso eine sehr reiche
ist und dass in diesem Gebiete, wo wenigstens drei verschie-
dene Floren zusammenstossen, noch recht viele interessante
Formen zu finden sind. !
Was den Staat Goyaz betrifft, verhält es sich etwas anders.
Schon SEUBERT? erwähnt acht daher stammende Xyridaceen:
Xyris lacerata Por,
X. graminosa Pour,
X. Martiana SevB. (= X. blepharophylla MART.),
X. lanuginosa SEuUB.,
X. savannensis Mz1iQ.,
X. rupicola KUNTH,
Abolboda brasiliensis KuNtTH (= ÅA. vaginata (SPRENG.)
ALB. NILSS.) und
ÅA. poarchon SEUB.,
eine verhältnismässig beträchtliche Anzahl, da er nur 31
brasilianische Repräsentanten der ganzen Familie kannte.
Später kam lange, so weit ich habe finden können, gar nichts
Neues hinzu. ALB. NILSSON konnte keine Beiträge zur bes-
seren Kenntnis der Xyridaceen-Flora von Goyaz liefern.
Weshalb er X. savannensis Mio. und X. rupicola KuUNTH nicht
als in Goyaz gesammelt auffährt, weiss ich nicht. Der deutsch-
brasilianische Botaniker E. ULE, der in den Jahren 1892—1893
eine Reise in Goyaz unternahm, scheint diesen Pflanzen keine
Aufmerksamkeit gewidmet zu haben. Wenigstens findet man
in den »Beiträgen zur Kenntnis der Flora des centralbrasilia-
nischen Staates Goyaz»? von P. TauBErRtT und E. ULE nur
eine einzige, und zwar Abolboda poarchon SEuB., erwähnt.
1! Nachdem das obige schon geschrieben war, bekam ich von Dr. ÅLB.
NILSSON einige von Dr. O. KUNTZE gesammelte Xyridaceen und Xyridaceen-
ähnliche Pflanzen. Unter denselben findet sich auch eine aus Matto Grosso.
Obgleich das Exemplar keineswegs gut ist (unvollständig und beim HEin-
sammeln längst verbläht), lässt es sich jedoch als Xyris lacerata Porr be-
stimmen. Nähere Angaben iber den Fundort fehlen, sofern der Sammler
mit »Matto Grosso» nicht gradezu die Stadt Matto Grosso bezeichnet.
Ausserdem liegt in der Sammlung Xyris savannensis MiQ. aus zwei
Fundorten (Rio Yapacani und Velaseo) in BOLIVIA vor.
> Flora brasiliensis. Fasc. XV. Lipsie 1855.
> ENGLER, Botanische Jahrbächer fär Systematik, Pflanzengeschichte
und Pflanzengeographie. Band 21. Heft. IV. Leipzig 1896.
6 G. 0. MALME, XYRIDACEAZE BRASILIENSES.
Die von GLazrov aus Goyaz mitgebrachte Sammlung
enthält zehn Xyridaceen:
macrocephala VAHL var. major (MART.) ALB. NILSS.,
X. goyazgensis MALME (n. sSp.),
X. verwina MALME (n. sp-),
X. vestita MALME (n. sp.),
X. extensula MALME (n. sp.).
X. gracilescens MALME (n. sp.),
X. hymenachne MART.,
Abolboda vaginata (Svånkod ALB. NILSS.,
ÅA. poarchon SEuUB. f. exaltata MALME und eine (weil ohne
Ähren) unbestimmbare Xyris.
Nur die beiden Abolbode waren schon fräher in Goyaz
gesammelt worden. Xyris macrocephala WVAHL ist bekannt-
lich weit verbreitet und mehrfach in Minas Geraes und Matto
Grosso angetroffen. X. extensula MALME steht der matto-
grossischen X. subtenella MaALME sehr nahe. X. vestita MALME
ist ohne Zweifel mit der ebenfalls in Goyaz einheimischen
X. lanuginosa SEuB., und X. gracilescens MALME mit der sowohl
in Minas Geraes als auch in Matto Grosso vorkommenden X.
schigzachne Mart. verwandt. X. goyagensis, MALME und X.
veruina MALME haben keine engeren verwandtschaftlichen
Beziehungen mit den iäbrigen bis jetzt bekannten west-(bezw.
central-)brasilianischen Xyris-Arten.
Eigentämlicherweise fehlen in der GLraAzrov'scehen Samm-
lung X. lacerata Porr und X. savannensis Mio., welche schon
in der Flora brasiliensis als in Goyaz gefunden aufgefihrt
werden und in der Umgegend von Cuyabå (in Matto Grosso)
sehr häufig vorkommen. Uberhaupt sind die beiden jetzt
vorliegenden Sammlungen aus Goyaz, die von Porr und die
von GLAzIov, so verschieden, dass sie wenigstens grösstenteils
kaum aus demselben Teile des Staates stammen können.
Leider ist bei den GLraAztov'scehen Pflanzen gewöhnlich
weder der Fundort noch die Beschaffenheit des Standortes
angegeben. Da dieser Botaniker durch seine grossen, jetzt
in mehreren europäischen Museen befindlichen Sammlungen,
wie besonders aus den in der juängsten Zeit erschienenen Teilen
der Flora brasiliensis zu ersehen ist, ganz hervorragende
Beiträge zur Kenntnis der Flora Brasiliens geliefert hat, ist
dies sehr zu bedauern. Viele GLraAzrov'sehen Pflanzen können
eben aus diesem Grunde bei pflanzengeographischen Studien
MM
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 3. ig
äber Brasilien gar nicht benutzt werden. In dem Privat-
herbar und den Tagebuchsnotizen und Aufzeichnungen GLA-
z1ov's finden sich aber dergleichen Angaben in grosser Fille.
Dass diese auf irgend eine Weise veröffentlicht und den
Forschern zugänglich gemacht wirden, wäre sehr zu wiän-
schen. Bei den hier behandelten Pflanzen macht sich nicht
nur der Mangel an Fundortsangaben sondern auch das Fehlen
von Angaben iäber die Beschaffenheit des Standortes sehr
empfindlich bemerkbar. Es wäre nämlich vom grössten In-
teresse zu wissen, wo mehrere der morphologisch und an a-
tomisch eigentämlichen Species, z. B. X. veruina MALME, X.
vestita MALME und X. extensula MALME wachsen (ob in Sämpfen
oder nicht).
Vielen dirfte vielleicht die verhältnismässig grosse An-
zahl der neuen Species, die ich sowohl hier wie in den Xyri-
daceen der ersten REGNELL'schen Expedition beschrieben habe,
auffallen und verdächtig erscheinen. Beim Durchblättern der
Flora brasiliensis wird man aber bald finden, dass verhältnis-
mässig recht wenige Phanerogamen sowohl in den westlichen -
als in den östlichen Teilen der Campos von Brasilien vor-
kommen. : Die Vegetation von Matto Grosso und von Goyaz
hat zwar oft eine grosse physiognomische Ubereinstimmung
mit derjenigen des Staates Minas Geraes; eine nähere Unter-
suchung zeigt aber, dass in Bezug auf die Species erhebliche
Verschiedenheiten vorhanden sind. Was die Xyridaceen be-
trifft, habe ich durch das Entgegenkommen der Herren Direk-
toren mehrerer grossen Museen die Originalexemplare fast
aller södamerikanischen Species zur Ansicht gehabt und mit
den meinigen vergleichen können. Untersuchungen an Ort
und Stelle oder Kulturversuche werden vielleicht darlegen,
dass einige durch Ubergänge mit anderen verbunden und
somit fir Varietäten zu halten (oder hybriden Ursprunges)
sind. Ehe aber dies geschieht, ist es gewiss am zweckmäs-
sigsten, sie auseinander zu halten. Ubrigens ist die Anzahl
der westbrasilianiscehen Species noch bei weitem nicht so
gross als diejenige der ostbrasilianischen, eine ganz natiär-
liche Folge davon, dass die westlichen Staaten des Reiches
viel weniger erforscht sind. Dass aber die westbrasilianischen
Xyridaceen in der That nicht weniger sind, ist ganz sicher
anzunehmen. Nach meiner eigenen Erfahrung spielen auch
in den letztgenannten, z. B. in Matto Grosso, die Xyridaceen
S G. 0. MALME, XYRIDACEAZE BRASILIENSES.
eine erhebliche Rolle in der Vegetation der mehr oder weniger
feuchten oder sumpfigen Standorte. Zuletzt will ich noch
bemerken, dass ich gleichzeitig Sammlungen aus Minas Geraes
und Såo Paulo zur Bestimmung gehabt habe, und dass sich
darunter nur eine einzige Species gefunden hat, die ich als
neu habe beschreiben missen.
Aus dem, was wir schon von der Xyridaceen-Flora der
westlichen Teile der brasilianischen Campos kennen, stellt
sich als ganz sicher heraus, dass einige in Minas Geraes ohne
Zweifel nicht seltene Typen, z. B. X. montivaga KUNTH und
X. trachyphylla Mart., daselbst nicht vorkommen noch auch
durch verwandte Species vertreten sind, während andrerseits
sehr auffällige westbrasilianische Species, z. B. X. lacerata
Pour, X. stenocephala MALME und X. vestita MALME in Minas
Geraes fehlen.
Xyris macrocephala VaHL a« major (MART.) ALB. NILSS.
NILSSON, Studien pag. 30.
Jam e fere omnibus Brasilie partibus cognita. EB civit.
Goyaz reportavit GLAziou (N:o 22242).
Xyris goyazensis MALME n. sp.
Ic. Tab. nostr. fig. 6.
Folia teretiuscula v. inferne paullulum canaliculata, seepe
spiraliter tortula, 45—60 cm. longa, 2—2,> mm. crassa, acuta,
glabra, lzevia, nervoso-striata, in vaginam longam, haud mul-
tum dilatatam, fulvoferrugineam, extus glabram levemque,
eciliatam, ima basi multo latiorem, spadiceam, nitidam sensim
ampliata. Inter folia adsunt vagina aphylle, usque ad 13
cm. longe, superne valde attenuate, dorso bicarinatee, carinis
pilis densissimis, fulvescentibus lanatis. Secapus 35—50 cm.
altus, foliis angustior (circa 1 mm. crassus), teres, ecostatus,
glaber, lzevis, nervoso-striatus, basi vagina angusta, mucrone
foliaceo 4—5 cm. longo terminata, extus glabra levique, eci-
liata instructus. Spiea sat anguste obovata, 6—8 mm. longa,
circiter 4 mm. crassa; bracteis inferioribus (fores haud sufful-
BIHANG TILL K. SV. VET:-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. 9
cientibus) late triangulari-ovatis, obtusiusculis; mediis (circ.
5 mm. longis, 3 mm. latis) ovalibus, obtusis, nitidis, dilute
fulvocastaneis, haud hyalino-marginatis, integerrimis, excepto
apice pilis ferrugineo-castaneis lacerato-fimbriato, dorso area
parva, obscure cinereo-viridi, lanceolata notatis, subecarinatis.
Sepala lateralia libera, bracteis paullulo breviora, sat inzequila-
tera, lanceolata, obtusa, apice fimbriata, subrecta, carinata,
carina presertim apicem versus anguste alata, pilis densis,
ferrugineo-castaneis fimbriato-tomentosa. Staminodia bibrachi-
ata, brachiis penicillatis. Stamina (in alabastro) staminodiis
longiora; anther&e sublineares, filamentis circiter ter longi-
ores. (Capsula immatura.)
Goyaz: GLAZzIoU N:o 22245.
Affinis est X. rigide KuNTH, abs qua foliis crassioribus,
spicis minoribus, vaginis aphyllis basin scapi cingentibus
multo minoribus etc. differt.
Die Blätter mit ungefähr vierzehn in einem etwas zusammengedräckten
Kreise angeordneten Nerven, von denen die meisten (etwa zehn) aus je einem
grossen und zwei kleinen Mestombändeln, die äbrigen aus nur je einem Me-
stombändel bestehen. Die Epidermiszellen mit sehr dicken äusseren Wänden.
Das Gefässbändel der Wurzeln diarch, Pericambium den Gefässen gegeni-
ber abgebrochen. Die Endodermis 3—4-schichtig.
Xyris veruina MALME n. sp.
Ic. Tab. nostr. fig. 4.
Folia teretia v. parte inferiore paullulum canaliculata,
(35—)40 — 50(—55) cm. longa, usque ad 3 mm. erassa, stricta,
glabra, laevia, nervoso-striata, intus stuppea, basi in vaginam
haud multum dilatatam, dilute fulvo-castaneam, ima basi
spadiceam, lzevem nitidamque, margine haud ciliatam sensim
ampliata. Secapus teres v. superne paullulum complanatus,
55—70 cm. longus, foliis angustior (usque ad 2 mm. crassus),
glaber, lzevis, inferne nervoso-striatus, basi vagina aphylla
10—15 cm. longa, acuta, glabra, extus levi instructus. Spica
multiflora, ovata, 10—15 mm. longa, 7—10 mm. crassa; brac-
teis inferiores late ovatis, obtusis; mediis obovatis, obtusis v.
subobtusis (circe. 5—7 mm. longis, cire. 4 mm. latis), nitidis,
spadiceis, margine subsuctineis, integerrimis, dorso area cine-
rea, sat parva, triangulari v. ovata notatis, apicem versus
sat indistincete carinatis. Sepala lateralia libera, bracteis subee-
10 G. 0. MALME, XYRIDACEAZ BRASILIENSES.
quilonga, sat inequilatera, lanceolata, obtusiuscula, curvula,
carinata, carina superne anguste alata pilisque densis, cris-
pulis tomentosa. Staminodia bibrachiata, brachiis longe peni-
cillatis. Stamina staminodiis equilonga; antheree lineares, ob-
tuse, filamentis multoties longiores. (Capsula ignota.)
Goyaz: GLAzIoU N:o 22244.
X. tereti ALB. Niss. sat affinis; recedit foliis crassiori-
bus, vaginis multo angustioribus, spicis longioribus, carina
sepalorum lateralium 'superne tomentosa etc.
Hinsichtlich der Anatomie der Blätter weicht X. veruina MALME Von
allen bis jetzt untersuchten Arten recht beträchtlich ab. Die zahlreichen
(20—30), in einem Kreise angeordneten Nerven bestehen entweder aus je ei-
nem grossen und zwei kleinen Mestombiindeln oder nur aus je einem Me-
stombändel und sind nur an der äusseren Seite mit specifiseh mechanischen
Zellen versehen. Die Epidermiszellen mit rotbraunem Inhalte und stark ver-
dickten äusseren Wänden.
(Wurzeln sind bei den mir zur Verfiäigung stehenden Exemplaren nicht
vorhanden.)
Xyris vacillans MaALmME n. sp.
TICK CTaD. nostr. Ned.
Folia sat rigida, plana, linearia, acuta, sat crassa, spe
spiraliter tortula, 25—40 cm. longa, circiter 1,5; mm. lata,
presertim basin versus subtiliter ruguloso-scabrida, glabra,
nervis marginalibus haud incrassatis, basi in vaginam ima
basi et marginibus eciliatis nitidam, ceterum opacam tuber-
culosamque, castaneam, circiter 5 cm. longam repente ampli-
ata. Secapus 30—40 em. altus, 1—1,5 mm. crassus, glaber,
levis, teretiusculus et costis duabus presertim inferne sca-
briusculis notatus, basi vagina ampla, 12—15 cm. longa, casta-
nea, extus subnitida vel leviter tuberculata subopacaque, in
cuspidem foliaceam circiter 2 cm. longam excurrente instruc-
tus. Spica obovoidea 10—12 mm. longa, circiter 5 mm. crassa,
bracteis ovatis, obtusis, 6—8 mm. longis, circiter 4 mm. latis
(infimis minoribus, pro rata latioribus), nitidis, dilute casta-
neis v. dilute ferrugineis (v. presertim apice purpureo-ferru-
gineis), integerrimis, margine pellucido, succineo v. subhy-
alino, ecarinatis, dorso area magna, cinereo-viridi, leevi, an-
guste ovata v. subtriangulari munitis. Sepala lateralia libera,
bracteis equilonga, subequilatera, anguste lanceolata, acuta,
apice sepe purpurascentia, carinata, carina late alata, apicem
PIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 3. 11
versus fimbriato-lacerata v. lacerato-denticulata, ipso apice to-
mentosa. Staminodia bibrachiata, brachiis longe penicillatis.
Stamina staminodiis equilonga; anthere lineares, obtuse, fila-
mentis duplo-—triplo longiores. (Capsula immatura.)
Säo Paulo: Campo grande (In palude. Commissäo geo-
graphica e geologica de S. Paulo N:o 1945.1 Leg. G. EDWALL
18!0/1192).
X. neglecte ALB. NiLSsS. simillima, at structura foliorum
plane diversa. Forsan hybrida sit proles (e X. consangunea
KuNntH? et X. neglecta ALB. Niunss. orta). — In Indice das
plantas do herbario da Commissäo geographica e geologica de
S. Paulo pag. 184 sub. hoc N:o indicatur X. tortula MART.;
que determinatio omnino est falsa, nisi sub eodem N:o plantee
diverse distribute sunt.
Der Hauptspross vegetativ-foral; die Seitensprosse vegetativ.
Die Epidermiszellen der Blätter mit rotbraunem Inhalte und ringsum
recht stark (am stärksten an der äusseren Seite) verdickten Wänden. Die
Nerven sind fänf an der Zahl und liegen in einer Ebene. Die Randnerven
bestehen aus je zwei grossen und einem oder zwei kleinen Mestombindeln,
die iäbrigen aus je einem grossen, das abwechselnd der einen oder der anderen
Seite des Blattes zugekehrt ist, und drei kleineren Mestombindeln, unter denen
eines grösser ist als die äbrigen.
Das Gefässbändel der Wurzeln ist tetrarch (ohne centrales Gefäss), Peri-
cambium den Gefässen gegeniäber abgebrochen. Die Endodermis ist drei —
vierschichtig.
Xyris radula MaALME n. sp.
Bulbosa, lete viridis. Folia plana, linearia, acuta, oblique
mucronata, (25—) 30 —45cm. longa, 2—3 (—38,5) mm. lata, basi +
complicata, levia, nervoso-striata, margine dense ciliato-sca-
brida (ipso apice solummodo una acie), nervis marginalibus
incrassatis, basi sensim in vaginam opacam, sordide diluteque
luteo-viridem ampliata. Scapus folia superans, 50—65 cm.
altus, 1,5—2 mm. crassus, subcompressus, costis 6—38 ciliato-
scabridis notatus, quarum dugg ceteris magis prominentes
magisque scabride, basi vagina aphylla 13—17 cm. longa,
levi, dilute viridi instructus. Spica anguste obovoidea v. ellip-
soidea, 9—11 mm. longa, 4—5 mm. crassa, bracteis inferiori-
1 Ut omnes hujus collectionis plante a nobis examinate in herb. Musei
botanici Hauniensis asservata.
2 G. 0. MALME, XYRIDACEAZ BRASILIENSES.
bus ovatis, mediis obovatis, obtusis, ecarinatis, subnitidis,
ferrugineo-fulvis v. fulvocastaneis, margine sat late albohy-
alinis laceratisque, dorso area lanceolata, levi, cinereo-viridi
notatis. Sepala lateralia libera, bracteis zequilonga, sat ine-
quilatera, anguste spathulata, obtusa, carinata, carina ipso
apice sepali exalata, ceterum sat late alata pilisque brevibus
ciliata. Staminodia bibrachiata, brachiis longe penicillatis.
Stamina staminodiis subequilonga; anthere lineares filamentis
paullulo longiores. Capsula medium sepalum laterale equans;
semina numerosa (immatura).
Matto Grosso: prope trajectum amnis Raisama (»In campis
paulo uliginosis.> Exp. I REGNELL. Phanerog. N:o 2801. Leg.
C. A. M. LINDMAN 18?1/294).
Xyridi Nilssonii MALME peraffinis, facile ejus varietas.
Differt statura altiore, foliis margine ciliato-scabridis, scapo
pluricostato costis scabris.
Der anatomische Bau stimmt im Wesentlichen mit demjenigen der X.
Nilssonii MALME iberein.
Xyris trachyphylla MaAzrr.
NILSSON, Studien pag. 49.
Minas Geraes: Alto da Serra do Ouro branco (18?/487. H.
SCHENCK N:o 3509). TItacolumi (In summo monte copiose.
181?2/487. H. ScHENncE N:o 3663).
Xyris pilosa KUNTE.
NILSSON, Studien pag. 53.
Syn.: Xyris trichocephala PourseEn (Vidensk. Meddel. fra
naturhist. Foren. Kjobenhavn. 1893. Pag. 119).
Minas Geraes: GLAzIoU N:o 19932.
A NILSSON jam a. 1893 recte, ut e speciminibus originalibus videre licet,
determinata.
Xyris vestita MALME, n. sp.
IC: Tab. nostr: fig
Bulbosa, albolanuginosa, basi vaginis foliorum emortu-
orum circumdata. Folia undique lanata (pilis simplicibus, uni-
cellularibus, pachydermaticis, complanatis, crispulis, in sulcis
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 3. 13
folii affixis, 1—1,25 mm. longis), teretiuscula v. + complanata,
leviter sulcata, 25—35 cm. longa, 1,;—2 mm. lata, acuta, basi
in vaginam haud multum UR margine subhyalinam,
subnitidam, ima basi latiorem, spadiceam, nitidam, extus gla-
bram levemque, haud ciliatam sensim ampliata. Scapus
dense lanatus, teres v. teretiusculus, leviter sulcatus, 45—60
cm. altus, 1,;—2 mm. crassus, basi vagina subaphylla, usque
ad 15 cm. longa, extus basin versus glabra, apicem versus
lanuginosa instructus. Spiea multiflora, ellipsoidea v. late
fusiformis, 10—15 mm. longa, (4—) 5—7 mm. crassa; bractea
infima lanceolata, distinctissime carinata, carina viridi vulgo
arachnoideo-lanuginosa et in cuspidem + longam excurrente;
bracteis inferioribus (flores haud suffulcientibus) minoribus,
subtriangularibus, acutis v. acutiusculis; mediis sat anguste
obovatis v. subspathulatis, obtusis (v. etiam paullulum emar-
ginatis), cochleatis, 6—8 mm. longis, 3,,—4 mm. latis, nitidis,
fulvocastaneis, margine subsuccineis, haud hyalino-marginatis,
subintegerrimis, dorso area parva, ovata v. obovata v. lan-
ceolata, rugosa notatis, apicem versus distincte carinatis.
Sepala lateralia libera, bracteis subequilonga v. paullulo bre-
viora, navicularia, subeequilatera, lanceolata, acutiuscula, sub-
recta, carinata, carima presertim apicem versus sat late
alata pilisque crispulis subtomentosa. Staminodia bibrachiata,
brachiis longe penicillatis. Stamina staminodia superantia;
anthere lineares filamentis subequilonge. (Capsula juvenilis,
immatura).
Goyaz: GLAzIoU N:o 22247.
Distinetissima species; habitu in memoriam revocat X.
lanuginosam NSEuvB. eique, ut videtur, sat affinis. Abs qua
differt foliis longioribus undique lanatis, spicis longioribus,
bracteis areola notatis, subintegerrimis, haud hyalino-mar-
ginatis etc.
GLaziou N:o 22246 recedit a forma supra descripta: foliis
scapoque minus dense lanuginosis, spicis minoribus, 3—12 mm.
longis, 4—5 mm. crassis; dicatur f. subcalvescens MALME.
Die Epidermiszellen der Blätter oft mit rotbraunem Inhalte und mit
stark verdickten äusseren Wänden. Die Spaltöffnungen liegen nicht in den
Furchen — was man vielleicht erwarten könnte — sondern an den erhabenen
Stellen (den Riäcken) des Blattes.
Die Nerven sind in einem etwas plattgedräckten Kreise angeordnet. Zwei
derselben (die Randnerven) sind grösser als die anderen und bestehen aus je
einem grossen und zwei kleineren Mestombindeln. Unter den äbrigen sind
14 G. 0. MALME, XYRIDACEZ BRASILIENSES.
gewöhnlich sechs gross und aus je einem grossen und zwei (selten einem) sehr
winzigen Mestombindeln gebildet. Zwischen den grossen liegen je einer oder
selten drei kleine aus je einem kleinen Gefässbändel bestehende Nerven.
Das Gefässbändel der Wurzeln ist diarch, Pericambium den Gefässen
gegeniäber abgebrochen. Die Endodermis ist vier — sechsschichtig.
Xyris savannensis Mio. £ gilabrata Szux.
NILSSON, Studien pag. 54.
Säo Paulo: varias formas legerunt LÖFGREN et EDWALL
(Commissäo geographica e geologica de Säo Paulo N:is 1985,
2097:22098):
Xyris subtenella MaALME n. sp.
Ic. Tab. nostr. fig. 3.
Folia disticha, rigida, plana, anguste ensiformia — line-
aria — subulata, 3—5 (—7) cm. longa, 1—1,; mm. lata, levi-
ter nervoso-striata, levia, glabra, margine subtiliter at sat
dense ciliata, !/s2—!/2 complicata, in vaginam angustam, sub-
nitidam, luteo-ferrugineam v. ferrugineo-castaneam, ima basi
longe arachnoideo-ciliatam sensim ampliata. Secapus gracil-
limus, sepe undulato-fexuosus, 20—35 (—40) cm. altus, 0,25—
0,4 (—0,6) mm. erassus, teretiusculus, sat indistinete bicosta-
tus, glaber, levis v. superne subtilissime transversim rugu-
losus, basi vagina aphylla sat ampla 3—5 cm. longa, dilute
viridi, basin versus luteo-ferruginea, glabra, levi, acuta, mu-
cronata instructus. Spica pauciflora, ellipsoidea, raro anguste
obovoidea, 5—7 mm. longa, 2—3 (—3,5) mm. crassa, bracteis
inferioribus (flores haud suffuleientibus) late ovatis, ceteris
obovatis, circiter 5 mm. longis, 2,,—3 mm. latis, subacutis,
subpellucidis, nitidiusculis, ferrugineo-stramineis, presertim
apicem versus purpureo-ferrugineo-marginatis laceratisque,
dorso area parva, anguste lanceolata, purpureo-ferruginea
notatis, presertim parte superiore distincte carinatis. Sepala
lateralia libera, bracteis equilonga, subequilatera, lanceolata,
acuta, apice sepe ferrugineo-purpurea, carinata, carina su-
perne fere exalata, ceterum distincte alata et presertim medio
ciliata. Staminodia bibrachiata, brachiis longe penicillatis.
Stamina staminodiis subrequilonga; anthere lineares filamentis
duplo longiores. Capsula dimidium sepali lateralis equans,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:o 3. 15
obovoidea, unilocularis, placenta basali-centrali. Semina nu-
merosa, funiculis longis affixa, obovoidea (cire. 0,14 mm longa,
circ. 0,25 mm. crassa), apiculata, castanea v. purpureo-castanea,
costulis numerosis longitudinalibus, levibus ornata.
Matto Grosso: Santa Anna da Chapada (Locis apertis sub-
humidis v. humidis, arenosis, terra + denudata; e centro sese
expandens circulos irregulares sepe format. Exp. I Regnell.
Phanerog. N:o 1430. Leg. G. MALME 18??/2—"7/394).
Arcte affinis X. tenelle KUNTH, quacum in »Die Xyrida-
ceen der ersten REGNELL'schen Expedition» conjunximus; abs
qua differt foliis margine ciliatis, bracteis omnibus carinatis,
inferioribus brevioribus, sepalis lateralibus apicem versus an-
gustioribus etc.
Die Epidersmiszellen des Blattes ohne farbigen Inhalt, mit nur wenig
verdickten äusseren Wänden. Die Randnerven bestehen aus ie einem recht
grossen Mestombiändel und sind erheblich grösser als die ibrigen. Diese
(etwa sechs) liegen abwechselnd' der einen oder der anderen Seite des Blattes
genähert und bestehen aus nur einem und zwar sehr kleinem Mestombäindel
(nebst mechanischen Zellen).
Das Gefässbändel der Wurzeln diarch, Pericambium den Gefässen gegen-
äber abgebrochen. Die Endodermis einschichtig.
Xyris extensula MaALmME n. sp.
IC” "Tab. nostr. fig. 2.
Rami vegetativi suberecti, internodiis elongatis, usque ad
1 cm. longis. Folia disticha, plana, linearia, acuta (— subu-
lata), 8—10 (—12) cm. longa, 1—1,5 (—2) mm. lata, leviter
nervoso-striata, levia, glabra, !/2—?/3 complicata, basi in va-
ginam angustam, glabram, subnitidam, dorso + purpurascen-
tem, margine eciliatam, luteo-ferrugineam v. fulvam sensim
ampliata. Seapus gracilis, erectus, 20—25 cm. altus, cire. 0,5
mm. crassus, teretiusculus, sat indistinete bicostatus, glaber,
lzevis v. superne subtilissime punctatus v. transversim rugu-
losus, basi vagina aphylla sat angusta, 6—8 cm. longa, su-
perne dilute viridi, basin versus fulvescente v. purpureo-ful-
vescente, mucronata instructus. Spica pauciflora, obovoidea v.
deflorata turbinata, 4—5 mm. longa, 2,,—3 mm. crassa, brac-
teis sat anguste ovatis, acutis, subnitidis, purpureo-ferrugi-
neis, anguste marginatis, laceratis, dorso area parva subli-
16 G. 0. MALME, XYRIDACEZ BRASILIENSES.
neari v. anguste lanceolata, punctata notatis, presertim api-
cem versus distincte carinatis. Sepala lateralia libera, bracteis
subequilonga, sat sequilatera, lanceolata, acutiuscula, cari-
nata, carina fere exalata eciliataque. Staminodia (in alaba-
stro) bibrachiata, brachiis longe penicillatis. Stamina (in ala-
bastro) staminodiis 2&equilonga; anthere lineares filamentis
multoties longiores. Capsula plus quam dimidiam partem
sepali lateralis 2equans, ellipsoidea, placenta basali-centrali.
Semina numerosa (immatura).
Goyaz: GLaAzIoU N:o 22240.
Pluribus notis cum X. tenella KuntH et. X. subtenella
MALME congruit, abs quibus, &eque ac ab omnibus Xyridis
speciebus in Brasilia occurrentibus adhuc descriptis, ramorum
vegetativorum internodiis bene evolutis differt.
Der anatomische Bau der Wurzeln und der Blätter stimmt im Wesent-
lichen mit demjeningen der X. subtenella MALME iberein, nur dass die zwi-
schen den Randnerven liegenden Nerven oft aus je zwei Mestombindeln, einem
grösseren und einem kleineren, bestehen. Die Internodien der vegetativen
Seitensprosse habe ich leider nicht anatomisch untersuchen können, da ich
keines der beiden mir zur Verfägung stehenden Exemplare zerschneiden durfte.
Xyris gracilescens MaALME n. sp.
Te Tapi ROStr I Here
Folia rigida, plana, linearia, acuta, seepe oblique mucronata,
20—30 (—35) cm. longa, 2,>—3,> mm. lata, dense transversim
rugulosa tuberculosaque, margine dense sed breviter ciliato-
scabrida, nervis marginalibus sat incrassatis, basi circiter !/3
complicata, in vaginam angustam extus opacam, tuberculoso-
rugulosam, margine parce ciliatam, cinereo-viridem v. purpura-
scenti-viridem,ima basiatropurpureo-castaneamsensim ampliata.
Scapus (35—) 45—065 cm altus, 1—1,5 mm. crassus, teretiusculus,
glaber, lzevis, costis duabus, altera sat indistincta, altera valde
prominente ciliato-scabrida notatus, basi vagina aphylla 14—
18 (—20) cm. longa, sat ampla, dimidia parte superiore cari-
nata, carina ciliato-scabrida, ceterum levi, superne dilute viridi,
dimidia parte inferiore nitida, atropurpureo-castanea instructus.
Spiea late obovoidea v. subglobosa, 8—10 »m. longa, (5—)
6—8 mm. crassa, bracteis infimis ovatis, acutis, carinatis, la-
ceratis, ceteris ovatis v. obovatis, obtusiusculis v. obtusis,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. 17
concoloribus, tabacino-castaneis, margine membranaceo sat
angusto, purpurascenti-ferrugineo, lacerato. Sepala lateralia
libera, bracteis sequilonga, subrequilatera, lanceolata, acuta,
carinata, carina apice sepali exalato excepto sat anguste alata,
preesertim medio pilis brevibus, densis ciliata. Staminodia bibra-
chiata, brachiis penicillatis. Stamina staminodia superamtia;
anthere lineares filamentis duplo longiores. Capsula dimidiam
partem sepali lateralis 2equans, placenta basali-centrali. NSe-
mina numerosa (immatura).
Goyaz: GLAzIou N:o 22243.
Differt a X. schizachne Mart., cui habitu sat similis est,
foliis angustioribus, transversim ruguloso-scabris, bracteis
multo angustius membranaceo-marginatis, sepalorum latera-
lium forma etc.
Die Epidermiszellen der Blätter oft mit rotbraunem Inhalte und mit rings-
um recht stark verdickten Wänden. Die Randnerven bestehen aus zwei
Mestombiändeln (ausser dem stark entwickelten mechanischen Gewebe), einem
grösseren und einem kleineren. Von den äbrigen Nerven sind in den von mir
untersuchten Blättern etwa sechs grösser, abwechselnd der einen oder der an-
deren Seite des Blattes genähert, und enthalten je ein grosses und ein, selten
zwei kleine Gefässbändel. Zwischen denselben liegen je ein oder zwei kleine
Nerven, die nur ein Gefässbändel enthalten.
Das Gefässbändel der Wurzeln ist triarch; die Endodermis ein—zwei-
schichtig.
Xyris schizachne Marr.
NILSSON, Studien pag. 56.
Säo Paulo:
(Commissäo geographica e geologiea de Säo Paulo N:o
1986, leg. G. EDWALL.)
Xyris hymenachne Marr.
NILSSON, Studien pag. 57.
Goyaz: GLAzIoU N:o 22238.
Xyris platystachya ArB. Nirnss. in sched,
FO rkabamostr. fig.10:
Folia disticha, lineari-ensiformia, subobtusa, sepe oblique
mucronata, (35—) 40—50 cm. longa, (7—) 9-—10 (—12) mm.
lata, nervoso-striata, levia, glabra, aciebus presertim apicem
D
18 G. 0. MALME, XYRIDACEZE BRASILIENSES.
versus dense et sat longe ciliata, usque ad ?/3 complicata
(margine complieationis glabro), basi in vaginam rufescenti-
spadiceam, extus scabridam, dorso carinatam, margine ecilia-
tam sensim ampliata. Secapus teretiusculus v. presertim su-
perne indistinete complanatus, ecostatus, glaber levisque, usque
ad 1 m. altus, basi vagina aphylla, 35—45 cm. longa, viridi,
dorso et marginibus fere usque ad basin ciliata instructus.
Spica subhemispheerica, 15—18 »mm. longa, 18—20 (—22) man.
crassa; bracteis inferioribus (flores haud suffuleientibus) mi-
noribus, + squarrosis, semiorbicularibus — late ovatis, obtu-
sissimis; mediis late obovatis, 3—9 mm. longis, 6—7 mm. latis,
sat planis, ferrugineo-fuligineis, marginibus succineis, apice
adustis, basin versus spadiceis, ima basi nitidis, ceterum
opacis, ecarinatis, subintegerrimis v. + laceratis; superioribus
"hyalino-marginatis, acutiusculis, breviter mucronatis. Sepala
lateralia libera, bracteis longiora, valde ineequilatera, spa-
thulato-lanceolata, curvata, carinata, carina preesertim superne
late alata, medio subtilissime ciliata, apicem versus dentata.
Staminodia bibrachiata, brachiis longe penicillatis. (Anthere
lineares, obtuse, filamentis breviores? Capsula”?)
Minas Geraes: Glaziou N:o 19948.
X. spectabili MART., quacum a celeberr. POULSEN commixta
est (Vidensk. Meddel. fra naturhist. Foren. Kjobenhavn. 1893.
Pag: 118), arcte affinis. Recedit spica multo crassiore, brac-
teis latioribus, sepalorum lateralium carina apicem versus
late alata dentataque etc.
Das Gefässbändel der Wurzeln pentarch ohne centrales Gefäss, Pericam-
bium den Gefässen gegeniber nicht abgebrochen. Die Endodermis (ein —)
zweischichtig.
Xyris Glaziowii ALB. NILSS. ,
NILSSON, Studien pag. 61.
Rio de Janeiro: Serra dos Orgåos (in uliginosis. 18?/357.
H. ScHEncK N:o 2979).
Abolboda vaginata (SPRENG.) ALB. NILSS.
NILSSON, Studien pag. 63.
Goyaz: GLAziIou N:o 22234.
Matto Grosso: LINDMAN (Exped. I Regnell. Phanerog. N:o
2421.).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 24. AFD. III. N:0 3. 19
Abolboda poarchon SEuB.
NILSSON, Studien pag. 63.
Goyaz: GLAzIoU N:o 22233.
Specimina Glazioviana a Gardnerianis ex eadem civitate
reportatis, a celeberr. SEUBERT commemoratis, recedunt statura
altiore (scapo 50—70 cm. alto), foliis longioribus (15—20 cm.
longis, 2—3 mm. latis), obtusis, haud mucronatis; at vix pro-
priam sistunt speciem. Dicatur f. exaltata MALME.
Index nominum.
Numeri ad descriptionem spectantes typis erassis indicati sunt.
PAG.
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X. stenocephala MALMEB FANSEN ae Re SER EA so EE ROSP EAT ERE pä a et 2 ol
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G. 0. MALME, XYRIDACEAZ BRASILIENSES.
. teres ÅLB. NILSS.
tortula MART.
. trachyphylla MART.
trichocephala PouLs. .
. vacillans MALME .
veruina MALME. .
Fig.
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. vestita MALME .
Explicatio tabul&e.
1. Xyris vestita MALME.
Planta tota. 2/1.
Bractea media a dorso visa. >/i.
Sepalum laterale ab antica parte visum. ”?/1.
2. Xyris extensula MALME.
Planta tota. 2/1.
SPICasrE/ae
Sepalum laterale ab antica parte visum. ?/1.
3. Xyris subtenella MALME.
SPICE -/d
Sepalum laterale ab antica parte visum. ?/1.
. Semen. ”?5/1.
4. Xyris veruina MALME.
Spica. 1/1.
Bractea media a dorso visa. >?/1.
Sepalum laterale ab antica parte visum. »/1.
5. Xyris platystachya ÅLB. NILSS.
Spica. 1/1.
Bractea media a dorso visa. 2/1.
Sepalum laterale ab antica parte visum. 2/
6. Xyris goyazensis MALME.
Spica. ?/1.
Sepalum laterale ab antica parte visum.
7. Xyris vacillans MALME.
Sepalum laterale ab antica parte visum. ?/1.
8. Xyris gracilescens MALME.
Sepalum laterale ab antica parte visum.
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BIHANG TILL K. SVENSKA VET.-AKAD. HANDLINGAR. Band 24. Afd. TIL. N:o 4.
MYKOLOGISCHE STUDIEN
G. LAGERHEIM.
I. BEITRÄGE ZUR KENNTNIS DER PARASITISCHEN
PILZE, 1—3.
MIT 3 TAFELN.
MITGETEILT DEN 13 APRIL 1898
GEPRUFT VON V. WITTROCK UND A. G. NATHORST.
STOCKHOLM 1898
KUNGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER
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1. Ueber eine neue Krankheit der Luzerne (Medicago
sativa Li).
(Hierzu Tafel I, II.)
Da Ecuador fast keine Eisenbahnen besitzt und nur ei-
nen Fluss von Bedeutung (Guayas), so muss der ganze Ver-
kehr zwischen der Kiste und dem Inneren (der »sierra») durch
Pferde, Maultiere und Esel geschehen. Auf der Strasse
zwischen Bodegas (am Rio Guayas) und Quito begegnet da-
her der Reisende jeden Augenblick ganzen Karawanen von
schwer beladenen Pferden und Eseln. In der Inca-Zeit wurde
der Verkehr bekanntlich durch Lamas aufrecht erhalten.
Heutzutage werden diese schwächlichen Tiere nur in einigen
Gegenden und nur von den Indianern benutzt.
Zur Fitterung der unzähligen Pferde etc. dienen ver-
schiedene Futterpflanzen, die in grossem Maasstabe gebaut
werden. Nach Guayaquil wird viel Luzerne aus Peru und
Chile eingefährt, ein Umstand, welcher die traurigen Ver-
kehrsmittel des Landes grell beleuchtet; in der sierra wird
nämlich iberall Luzerne gebaut, es ist aber fär die Guaya-
quilener bequemer und billiger, dieselbe aus Chile zu bezie-
hen. In den verschiedenen Provinzen des Landes werden je
nach deren Höhe ä. M. verschiedene Futterpflanzen gebaut.
An der Käste wird fast ausschliesslich ein, mir unbekanntes,
Gras gezogen, das urspränglich aus Säöd-Brasilien stammen
soll und deshalb »Janeiro> genannt wird. In dieser heissen
Region wird zum Fiättern der Pferde auch vielfach das
Zmuckerrohr geschnitten. In der tropischen Region am Ab-
hang der Cordillere wird ein anderes Gras (Paspalum Hacke-
lianum Sodiro ined.), »Gamalote> genannt, zu demselben Zweck
äberall kultivirt. Steigen wir noch höher, in die temperirte
Region, so begegnen uns iberall die europäischen Futter-
4 LAGERHEIM. MYKOLOGISCHE STUDIEN.
pflanzen. Den ersten Platz unter diesen nimmt die Luzerne
(Medicago sativa), »Alfalfa» oder einfach »yerba» (Gras), ein.
Um Quito herum wird auch viel Weissklee (Trifolium repens),
»trevol blanco» genannt, der ausserordentlich kräftig wächst,
auf Wiesen zusammen mit anderen, einheimischen Futter-
kräutern gebaut. Auf einigen Landgitern in der Umgebung
von Quito wird auch italienisches Raygras (Lolium multi-
florum) auf feucht gelegenen Wiesen mit sehr gutem Erfolg
kultivirt. Ob die Einföhrung des Hafers als Futterpfanze!
in Ecuador Fortschritte gemacht hat, kann ich nicht sagen.
Die Alfalfa leidet in Ecuador an drei Krankheiten: der
»lancha», dem Wurzeltöter, und derjenigen Krankheit, die
den Gegenstand vorliegender Mitteilung bildet. Von Rost
(Uromyces Medicaginis-falcatae (DC.) Wint.) befallene Lu-
zerne habe ich nirgends in Ecuador gesehen. HEbensowenig
wurde das zu diesem heteröcischen Uromyces gehörende Aeci-
dium Euphorbie beobachtet.
Die am meisten verbreitete der drei Krankheiten ist die
»lanchar. Ursache derselben ist Pseudopeziza Medicaginis
(Lib.) Sace.? Der Pilz ist auf jedem Luzernefeld zu finden
und tritt nicht selten ganz verheerend auf. Besonders ist
dies der Fall auf hoch d. h. nahe der oder in der andinen
Region (»påramo») gelegenen Feldern, wo eine nasskalte
Witterung vorherrschend ist. Die Leute meinen deshalb,
dass die Krankheit durch die Kälte verursacht werde, und
gewissermaassen ist dies auch wohl richtig. In dieser Re-
gion ist nämlich die Temperatur so niedrig und die Luft so
dänn, dass die Luzerne durch diese ungänstigen Lebens-
bedingungen geschwächt erscheint und den Angriffen des
Parasiten nicht gut zu wiederstehen vermag. Von der lancha
stark befallene Luzerne wird von den Pferden verschmäht
oder ungern gefressen und mundet nur den Eseln, die keine
Feinschmecker sind. Nach Aussage der »arrieros» (Eseltreiber)
hat diese kranke Luzerne bedeutend an Nährwerth verloren.
Auch der Wurzeltöter (Rhizoctomia) därfte im Inneren
von Ecuador an der Luzerne keine BSeltenheit sein. Auf
1 Vergl. G. LAGERHEIM, Om förekomsten af europeiska Uredineer på
Quito's högslätt (Botan. Notis. 1891, p. 63).
2 Vergl. F. CAvARA, Appunti di Patologia vegetale (Atti dell” Istituto
RH dh Universita di Pavia, Ser. II, vol. I, 1888, pag. 426, tab. VI,
fig. 7—10).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:0 4. d
einem Landgut bei Quito sah ich auf einem Luzernefeld
viele durch diesen Pilz getötete Stöcke.
Mehr Interesse beansprucht die dritte Krankheit, die
bisher nicht zur Beobachtung gelangt ist und an gewissen
Lokalitäten einen grossen Verlust an Luzernestöcken verur-
sachen kann. Die Krankheit ist an der Luzerne bisher nur
in der sierra von Ecuador beobachtet worden, därfte aber
auch in anderen Ländern von Siäd-Amerika mit ähnlichem
Klima auftreten. Die erste Mitteilung iber diese Krankheit
erhielt ich von Don RopoLFo RIoFrio in Quito, welcher mir
erkrankte Luzerne-Stöcke von Tigua, einem Landgut seines
Vaters, in der Nähe der Stadt Latacunga, brachte. Nach
seiner Aussage tritt die Krankheit nur an denjenigen Lu-
zerne-Stöcken auf, die auf feuchtem Boden wachsen, beson-
ders auf Feldern nahe der Påramo-Region. Das Landgut,
wo er die Krankheit entdeckte, liegt zum Teil in der andi-
nen Region. Die Krankheit hatte viele alte und kräftige
Luzerne-Stöcke getötet. FEinigen meiner Kollegen an der
Universität in Quito, die Gutsbesitzer waren, zeigte ich die
kranken Luzerne-Stöcke, und mehrere derselben hatten diese
sehr charakteristische Krankheitserscheinung ebenfalls beob-
achtet und bestätigten mir die Angaben des Herrn RIoFrRIo
äber deren tötlichen Verlauf. Leider habe ich nicht Gele-
genheit gehabt, die Krankheit an Ort und Stelle zu beobach-
ten. Untersuchungen, die ich auf den DLuzerne-Feldern in
der näheren Umgebung von Quito anstellte, blieben ohne
Erfolg. Zwar wurden öfters abgestorbene Stöcke beobachtet,
die Todesursache war aber stets die Bhizoctomia. Dass die
Krankheit nicht in der nächsten Umgebung von Quito auf-
tritt, ist insofern leicht erklärlich, als die dortigen Luzerne-
Felder ziemlich trockenen Boden haben, und das Klima von
Quito der Luzerne sehr zusagt.
Die kranken Pflanzen sind von den gesunden leicht zu
unterscheiden. HFEin grosser Teil der Zweige ist därr und
abgestorben. Die noch lebenden Zweige tragen oft wiele
vertrocknete oder gelbliche Blätter. Die Ursache der Krank-
heit erkennt man sofort, wenn man eine kranke Pflanze aus
dem Boden reisst. Man bemerkt dann am Grunde der Stengel,
am oberen Teil der Wurzel, mehr oder weniger zahlreiche,
je nach der Grösse der Pflanze mehr oder weniger grosse,
6 LAGERHEIM, MYKOLOGISCHE STUDIEN.
korallenartig! verzweigte, hellbraune Anschwellungen (Taf.
I, ID. An älteren Luzerne-Stöcken erlangen diese Knollen
die Grösse eines mittelgrossen Apfels. Diese Knollen be-
stehen aus dicken, kurzen, dicht stehenden Zweigen, die sich
dichotomisch oder mehr unregelmässig verzweigen und das
traubenförmige Aussehen der Knollen bedingen. Im Allge-
meinen ähneln die Luzerne-Knollen makroskopisch sehr den
Alnus-Knollen.? Von den kleinen Zweigen gehen mehr oder
weniger zahlreiche dinne Wurzelfäden aus, worin die Lu-
zerne-Knollen eine Aehnlichkeit mit den Myrica-Knollen?
aufweisen. Jedoch gehen diese Wurzelfäden nicht, wie bei
den Myrica-Knollen, vom NScheitel der Knollenzweige son-
dern von den Seiten der Knollenzweige aus.
Was nun die Ursache dieser eigentämlichen Wurzel-
anschwellungen anbelangt, so könnte man vermuten, dass
sie abnorm vergrösserte »normale» Wurzelknöllchen darstellen.
Dafär scheint der Umstand zu sprechen, dass ich an den Wur-
zeln der erkrankten Luzerne-Stöcke keine »normale» Knöllchen
vorfand. Dieselben sollen aber an Medicago sativa sehr spär-
lich auftreten und haben eine längliche, schmale Gestalt.+ Da-
gegen sind die Rhizobium-Knollen der Medicago terebellum den
kleineren Wurzelanschwellungen an der Luzerne aus Tigua
sehr ähnlich.? In der That sind letztere nicht abnorm ver-
grösserte »normale» Knöllehen; die Ursache derselben ist viel-
mehr eine Chytridiacee.
Die vorstehenden Zeilen wurden im Jahre 1892 in Quito
niedergeschrieben. Es folgte ihnen in meinem damaligen
Manuskript eine Beschreibung des die Krankheit verur-
1 Fast alle von Pilzen (und Algen?) verursachten Wurzelanschwellungen
höherer Pflanzen zeigen dieses Aussehen, z. B. die von den Rhizobien verur-
sachten Knollen an den Leguminosenwurzeln, die Wurzelknollen von Turri-
tis glabra und Matthiola sinuata (Urocystis coralloides RosTtR.), die Wurzel-
knollen von Juncus articulatus (Entorrhiza digitata LAGERH.), die Wurzel-
knollen von Alnus, Eleagnaceen und Myrica (Frankia-Arten), die Wurzel-
knollen der Cycadeen (Nostoc punctiforme (Körz.) Har.) Ein ähnliches
Aussehen zeigen die Mykorrhizen mehrerer Pflanzen, besonders typisch z. B.
bei Coralliorhiza. Å
2 Vergl. M. WOoRroniN, Uber die bei der Schwarzerle (Alnus glutinosa)
und der gewöhnlichen Garten-Lupine (Lupinus mutabilis) auftretenden Wur-
zelanschwellungen, Taf. I, Fig. 1 (Mém. d. VAcad. Imp. d. Sc. d. St. Péters-
bouxg, Sör. sVIILs Ta XM. 6):
3 Vergl. J. BruNcHorst, Die Structur der Inhaltskörper in den Zellen
einiger Wurzelanschwellungen, Taf. II, Fig. 2 (Bergens Mus. Aarsber. 1886).
4 Vergl. J. ERIKSSON, Studier öfver Leguminosernas rotknölar, p. 8 (Lunds
UNIV: ATSKTIGT. SOCLOKO):
5 ERIKSSON 1. c. p. 8, Tab. I, fig. 13.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 4. dj
sachenden Pilzes, den ich Cladochytrium Alfalfet benannte.
Der Aufsatz wurde nicht veröffentlicht, da ich die Absicht
hatte, denselben in Verbindung mit Beschreibungen ande-
rer von mir in Ecuador beobachteten Pflanzenkrankheiten
zu publicieren. Dazu bin ich nun nicht gekommen, und so
kam es, dass fast genau dieselbe Krankheit, allerdings an
einer anderen, der Luzerne gar nicht verwandten Wirts-
"pflanze, von anderer Seite entdeckt und beschrieben wurde.
Ich werde daher im Folgenden den Pilz nicht näher beschrei-
ben, da dies wie gesagt schon geschehen ist, sondern mich
mit einigen Bemerkungen zu der den Pilz behandelnden
Litteratur begnägen.
Die erste Nachricht von dieser bemerkenswerten Krank-
heit verdanken wir TraBut.? Er beobachtete eine Riiben-
krankheit bei Romba unweit Alger, welche darin besteht, dass
die Knospen am Wurzelhals zu mächtigen warzigen Knollen
anschwellen, die so gross werden, das ihr Gesammtgewicht
dem dritten Teil des Gewichts der Wurzel entspricht. Sie
bestehen aus einem wasserreichen Parenchym, das von Ge-
fässböndeln durchzogen ist und zahlreiche Sporenhaufen von
brauner Farbe enthält. Nach TzrRaBut ist der Pilz eine
Ustilaginee und bildet eine neue Gattung, die er und SACCARDO
Oedomyces benennen. Der Art giebt er den sehr bezeich-
nenden Namen leproides.
Ausfihrlichere Mitteilungen iiber denselben Gegenstand
bringen SACCARDO und MaATTtIRo0L0.? Auch sie halten den Pilz
för eine Ustilaginee und besehreiben eingehend die eigen-
täimlichen mit Sporen erfillten, dickwandigen Riesenzellen,
welche der Pilz verursacht.
Die wahre Natur des Parasiten wurde aber erst von
VVILLEMIN? erkannt, der den Nachweis liefert, dass es sich
um eine Chytridiacee handelt. Er identificiert den Pilz mit
der auf Chenopodium glaucum und seltener auf anderen
1! Unter diesem Namen ist der Pilz in N. PATOUILLARD und G. LAGER-
HEM, Champignons de FEquateur (Bull. d. VHerb. Boissier, vol. III, 1895,
pag. 62) ohne Beschreibung aufgefihrt.
? L. TrRABUT, Sur une Ustilaginée parasite de la betterave (Rev. génér.
d. botanique, t. 6, 1894).
SSA SACCARDO e O. MATTIROLO, Contribuzione allo studio dell” »Oedo-
myces leproides»> HSacc., nuovo parassita della Barbabietola (Malpighia, vol.
IX, 1895).
£ P. VUILLEMIN, Le Cladochytrium pulposum parasite des betteraves
(Bull. d. 1. Soc. botan. d. France, t. 43, 1896).
8 LAGERHEIM, MYKOLOGISCHE STUDIEN.
Chenopodiaceen vorkommenden Urophlyctis pulposa (WaALLR.)
ScHRörT. Er schildert ausföhrlich die Entstehung der Sporen
"und zeigt, dass sie in der von BöscEn! beschriebenen Weise
gebildet werden.
Schliesslich hat MaGnus? denselben Parasiten untersucht
und ist insofern zu demselben Resultat wie VUILLEMIN ge-
kommen, als er ihn zu den Chytridiaceen und nicht zu den
Ustilagineen zählt. Dagegen betrachtet er ihn als eine
selbständige Species, die er Urophlyctis leproides (TRAB.)
MaGnN. benennt. Er zeigt ferner, dass die Cysten oft durch
röhrenartige Verlängerungen mit einander in Verbindung
stehen. Die Membran der vom Pilz hypertrophierten Zelle
zeigt niemals siebähnliche Perforationen wie bei U. pulposa,
welche letztere demnach die Gewebe der Wirtspflanze auf
eine ganz andere Weise durchwächst als U. leproides. Da
ausserdem von keinem der Beobachter Zoosporangien bei dem
Beta-Pilz gefunden worden sind, so möchte ich mit MaAGnus
die beiden Chenopodiaceen-Pilze als verschiedene Arten an-
sehen, bis Infectionsversuche das Gegenteil beweisen. Es mag
hinzugefiägt werden, dass MATTIROLO, NACCARDO, VUILLEMIN
und MaGnus dasselbe, von TrRABUT gelieferte Material unter-
suchten.
Mit der Räben-Krankheit in Algerien weist nun die Lu-
zerne-Krankheit in Ecuador eine so weitgehende äusserliche
und innerliche Uebereinstimmung auf, dass ich glaube, dass
letztere von demselben Pilz verursacht wird und denselben
Ursprung hat. Wann die Luzerne in Säd-Amerika einge-
föhrt worden ist, kann ich nicht angeben, vermute aber,
dass dies schon frähzeitig durch die Spanier geschehen.
Zieht man den regen Verkehr zwischen Spaniern und Mauren?
in fröäheren Zeiten in Erwägung, so ist es leicht verständlich,
dass eine in Nord-Afrika einheimischet Krankheit an einer
von den Spaniern in Säd-Amerika introduzierten Kultur-
! M. BöscGEn, Beitrag zur Kenntniss der Cladochytrien (Cohn's Beitr. z.
Biologie d. Pflanzen, Band. IV, 1886).
? P. MAGNUS, On some Species of the Genus Urophlyctis (Annals of
Botany, Vol. XI, 1897, pag. 91, tab. VIII, fig. 17—31).
3 Dass die Mauren die Luzerne bauten, därfte daraus hervorgehen, dass
der in ganz Amerika fär die Luzerne gebräuchliche Name Alfalfa ein echt
arabisches Wort ist.
+ TRABUT (Sur une ustilaginée parasite dela Betterave (Entyloma leproi-
deum) in Compt. rend. d. VAcad. d. Sciences, t. CXVIII, vol. 2, p. 1289, Paris
1894) vermutet, dass sein Entyloma leproideum (Oedomyces leproides) an
der in Algerien sehr häufigen wilden Beta vulgaris vorkommt.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:04. 9
pflanze auftreten kann. An anderen Pflanzen habe ich die
Krankheit in Ecuador nicht beobachtet. Es wurde mir aber
in Quito erzählt, dass ganz ähnliche Anschwellungen an den
im Inneren von Ecuador kultivierten Reben vorkamen.
Leider hatte ich nicht Gelegenheit, diese Krankheitserschei-
nung zu untersuchen.
Wegen der grossen Uebereinstimmung mit dem Riben-
Pilz kann mich ich bei der Beschreibung des Luzerne-Pilzes
kurz fassen. Die Fläche einer durchschnittenen getrockneten
Knolle ist schön braun und gelblich marmoriert (Fig. 1).
Die braunen Partien entsprechen Ansammlungen von mit
reifen Dauersporangien gefällten Riesenzellen. HEtwas ver-
grössert erscheinen diese Sporenansammlungen als Inseln im
Parenchym der Wirtspflanze (Fig. 2). Das hypertrophierte
Gewebe der Cecidien besteht aus einem farblosen Parenchym,
das von unregelmässigen hin und her laufenden Gefässbändeln
durchzogen wird. Das Parenchym enthält keine Stärke.!
Ein Extrakt aus zerriebenen, getrockneten Cecidien gab mit
Eisenchlorid keine Gerbstoffreaction, mit FEHLING'scher Lösung
keine Zuckerreaction.
Im Parenchym liegen zahlreiche kleinere und grössere
Cysten von wechselnder Form, welche mit den Dauersporangien
1 Als ich im Spätsommer 1887 bei Varberg (Westkiste Schwedens) auf
Ruppia nach Tetramyzxa parasitica Göb. suchte, fand ich bis erbsengrosse
Anschwellungen von bräunlicher Farbe am Stamme einer Zamichellia. Diese
von einem neuen Physoderma verursachten Knollen waren reich an Stärke
und stellenweise von Schnecken benagt. Vermutlich trugen die Sehnecken
zur Verbreitung der Dauersporangien bei.
10 LAGERHEIM, MYKOLOGISCHE STUDIEN.
unseres Pilzes gefiällt sind. Diese Cysten stimmen vollständig
mit denen der Beta-Cecidien iberein, wie sie von MAGNuUs!
beschrieben werden. Die dicke Cystenwand fand auch ich niemals
siebartig durchlöchert. Sie ist farblos oder wie die Wände der
die Cyste unmittelbar umgebenden Zellen gelblich gefärbt.
Nach NAccARDo und MaATttiroLo? besteht die Cystenwand aus
»typiseher Cellulose». Dies ist bei den Luzerne-Cysten nicht
der Fall, denn hier sind sowohl die Cystenwand als die
Wände der die Cyste unmittelbar umgebenden Zellen ver-
holet. Durch Phloroglucin und MSalzsäure wird sie nämlich
rot, durch Ammoniak-Fuchsin blutrot, durch Cyanin und
Thionin blau, durch Chloranilin gelb. Vielleicht tritt die
Verholzung der Cystenwand erst mit dem Reifen der Dauer-
sporangien ein; in meinem Material waren nur Cysten mit
reifen Dauersporangien vorhanden.
Was die. Dauersporangien anbetrifft, so stimmen sie in
Form und Grösse vollständig mit jenen des Beta-Pilzes äber-
ein. Ihre glatte Membran ist braun. Sie enthalten zahlrei-
che farblose Oeltropfen. Nach SACCARDo und MATTIROL0O? ist
die Membran bezäglich ihrer chemischen Natur den cuticu-
larisirten Membranen zuzuzählen. Ich habe mehrere Reagen-
tien, welche Cuticularisirung angeben, auf dieselbe einwirken
lassen, z. B. Ammoniak-Fuchsin, Alkanna-Tinktur, Cyanin,
ohne jedoch eine Färbung zu erhalten. Durch die Alkanna-
Tinktur wurden die Oeltropfen innerhalb der Sporen rot,
die Membran aber änderte ihre Farbe nicht. Wenn ich
die Dauersporangien vorher in Ammoniak gekocht, erhielt
ich mit Chlorzinkjod eine zweifelhafte Cellulose-Reaction.
Von Zoosporangien habe ich ebensowenig wie diejenigen
Forscher, welche den Beta-Pilz untersuchten, eine Spur
angetroffen.
Es eribrigt noch, einige Worte äber den wissenschaft-
lichen Namen des Pilzes zu sagen. Dass er nicht mit
Urophlyctis pulposa (WALLR.) ScHrör. identificiert werden
darf, geht hoffentlich aus den MaAGnus'schen und meinen Unter-
suchungen hervor. Eine andere Frage ist die, ob er als Art
(leproides (TRAB.) MAGN.) in der Gattung Urophlyctis ScHRÖT.
verbleiben darf, oder ob er nicht eher als Physoderma leproides
c., pag. 93, tab. VIII, fig. 17—23.
I
2? L. c., pag. 3 d. Separatabz.
3. e€., pag. 7 d. Separatabz.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. 'AFD. IIL. N:o 4. 11
(TrRAB.) zu bezeichnen ist. Ich möchte mich fär die zweite
Alternative entscheiden und zwar aus folgendem Grund.
In seine Gattung Physoderma stellte WALLROTH! wie be-
kannt drei Arten: Ph. maculare aut Alisma, Ph. gibbosum
auf Aegopodium und Ph. pulposum auf Chenopodiaceen. Die
zweite Art gehört zur Gattung Protomyces UNG. Die erste
und dritte sind dagegen nahe mit einander verwandt. In
seiner Bearbeitung der schlesischen Pilze? behält SCHRÖTER
die WALLRoTH'sche Gattung Physoderma bei und stellt der-
selben Ph. maculare WaALLk. und eine Anzahl später ent-
deckter Arten zur Seite,? die mit ersterem durch das Fehlen
der Zoosporangien und die agamische Entstehung der Dauer-
sporangien ibereinstimmen. Fäir Ph. pulposum WaALLR. aber
stellt er eine neue Gattung, Urophlyctis, auf, welche durch
das Vorhandensein von Zoosporangien und auf geschlecht-
lichem Weg gebildeten Dauersporangien ausgezeichnet ist.
Dieselbe Einteilung behält er auch in seiner Bearbeitung der
Phycomyceten in ENGLER und PRANTL, Die natärlichen
Pflanzenfamilien bei. In seimer Bearbeitung der Phycomy-
ceten fär RABESHORST's Kryptogamen-Flora? föhrt A. FISCHER
die Gattung Cladochytrium NOwAK. im Sinne DE BARY'S
mit den Untergattungen Cladosporangium (= Cladochytrium
NowaE.), Urophlyctis und Physoderma auf. Das Subgenus
Urophlyctis unterscheidet sich von Prysoderma nur durch
das Vorhandensein von Zoosporangien, denn die Entstehung
1 Flora ecryptogamica Germanize, II, pag. 192, 1833.
? Kryptogamen-Flora von Schlesien, Bd. III, pag. 194, Breslau 1886.
3 Zur Gattung Plhysoderma gehört auch Protomyces Comari BERK. et
WHITE in BERKELEY et BRoomME, Notices of British Fungi, pag. 27 (Ann. a.
Mag. of Nat. Hist., V Ser., Vol. I, 1878). Ich habe diesen Pilz in Menge bei
Piteå im Juni 1883 und bei Tromsö 1894 an den Blättern von Comarum
palustre gefunden. Er bildet an beiden Blattseiten zahlreiche, bis I mm.
grosse, rundlich-eckige, dunkelviolette, wenig erhabene Flecken. Die Flecken
der Blattoberseite sind grösser und dunkler als die der Blattunterseite. Am
Blattstiel sind die Schwielen mehr in die Länge gezogen. Die Dauersporangien
lagern einzeln oder zu mehreren (2—4) in der vergrösserten Nährzelle. Sie
sind rundlich oder ellipsoidisch, 25—40 wu gross, mit glatter ziemlich dinner,
Membran und farblosem, ölhaltigem Inhalt. Der von PLowRIGHT (Brit. Ured.
a. Ustil., pag. 301) erwähnte Protomyces Menyantlhis aut Comarum palustre
gehört wohl hierher. Ausserdem scheint auf derselben Nährpflanze noch eine
Doassansia vorzukommen; vergl. J. B. DE Tonri, Revision of the genus
Doassansia, Cornu, pag. 18 (Journ. of Mycol., Vol. IV, 1888). Unter dem
unrichtigen Namen Doassansia Comari (BERK.) DE Toni ist Plysoderma
Comari (BERE. et WHitE) NoB. in ÅA. BLyrtt, Bidrag till kundskaben om Nor-
ges soparter, IV, pag. 34 (Christiania Vidensk. Selsk. Forh. 1896 N:o 6) auf-
gefährt worden.
4 Die Pilze Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, Abth. IV, p.
134, Leipzig 1892.
12 LAGERHEIM, MYKOLOGISCHE STUDIEN.
der Dauersporen ist wohl dieselbe. Die »kleinere Copu-
lationszelle> SCcHRÖTER's wirde dann der Sammelzellet der
Physoderma-Arten entsprechen. Es ist vielleicht ange-
messen, Urophlyctis und Physoderma als Subgenera einer
Gattung zu betrachten, den Subgeneribus Kusynchytrium und
Pycnochytrium von Synchytrium Barry et Wor. analog, diese
Gattung muss aber dann den ältesten Namen, Physoderma,
föähren. Sieht man Urophlyctis und Physoderma als eigene
Gattungen an, so muss Oedomyces leproides zu der letzteren
gehören, da ihm die Zoosporangien fehlen.
2. Empusa (Entomophthora) phalangicida nov. spec.
(Hierzu Tafel III, Fig. 1—7.)
Die Familie der Entomophthoraceen umfasst augen-
blicklich nur sechs Gattungen, von welchen drei, Empusa CoHnN
(incl. Lamia Nowar., Entomophthora EREs., Tarichium Con)
Massospora PEcK und Basidiobolus E1p.? inInsekten, und zwei,
1 BÖsSGEN, 1. c., pag. 6, 7 des Sep.
2 GtARD (Note sur deux types d'Entomophthorées, Empusa Fresenit
Now. et Basidiobolus ranarum EiD., suivie de la description de quelques
espéces nouvelles in Comptes rendus des séances de la Société de Biologie,
Paris 1888 und Sur quelques types remarquables de champignons entomophytes
in Bull. scientifique d. 1. France et d. 1. Belgique, Sér. III, Ann. 2, 1889,
pag. 207) hält es fast fär erwiesen, dass Basidiobolus ranarum Eip. ein
saprophytisch lebendes Stadium von Entomopthora Calliphore GIARD Vvor-
stellt. Er vermuthet, dass die Frösche von Entomophthora angegriffene
Calliphoren fressen, worauf die Pilzsporen unversehrt ihren Darm passiren,
um auf ihren Excrementen die Konidien, die auf dem Insekt nicht zur Aus-
bildung gelangen, und später die Dauersporen auszubilden. Die Calliphoren,
welche auf den Froschexecrementen nach Nahrung suchen, werden von den
abgeschleuderten Konidien infiziert.
Auch bei anderen Entomophthoreen gelangen im Insektenleib nur Dauer-
sporen zur Ausbildung (Tarichiuwm Conn): vielleicht verhalten sich diese der
E. Calliphore GrARD ähnlich. Wenn die Ansicht GiaArRpD's richtig ist, so
mässen wohl die im Insektenleib sich ausbildenden Dauersporen auf unge-
schlechtlichem Wege entstehen. Wenn GIARD sagt (Quelq. typ. rem. d. champ.
entom. p. 207), dass die Dauersporen von E. Calliphorce und B. ranarum
fast dasselbe Aussehen haben, so möchte ich im Gegenteil das verschiedene
Aussehen derselben hervorheben. Die Dauersporen jener sind nach der GIARD-
schen Abbildung (1. c. pl. IV, Fig. 2, 3) genau kugelig mit ziemlich dinner,
ebener Membran und ohne schnabelförmigen Anhang, während die Dauer-
sporen dieser nach ErpAmM (Basidiobolus, eine neue Gattung der Entomo-
phthoreen in ComHN's Beiträge z. Biologie d. Pflanzen, Bd. IV, Taf. XIT)
rundlich-eckig sind, mit sehr dicker, unebener Membran und einen charak-
teristischen schnabelähnlichen Fortsatz tragen. Trotzdem finde ich die An-
sicht GriArRD's nicht unwahrscheinlich. Uebrigens hat schon EiDAM (1. ec. Pp.
235) erwiesen, dass der Pilz kein ständiger Bewohner des Verdauungskanales
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:04. 13
Completoria LoHpE und Conidiobolus BREF. in Pflanzen leben;
das natärliche Substrat der sechsten Gattung Boudierella
Cost., ist nicht bekannt. Die Empusa-Arten leben auf zahl-
reichen Insekten verschiedener Ordnungen, und mehrere der-
selben sind durch ihr massenhaftes, epidemisches Auftreten
allgemein bekannt. Ausser auf Insekten sind sie, so viel ich
weiss, bis jetzt nicht gefunden worden. Es därfte deshalb von
einigem Interesse sein, von einer Empusa Kenntnis zu neh-
men, welche auf einer Spinne lebt. Als Parasiten auf Spin-
nen waren bisher nur Ascomyceten (Torrubiella aranieida
Boup.! und Isaria-Arten) bekannt.
Obgleich selten scheint Empusa phalangicida in Schweden
eine grosse Verbreitung zu haben, da ich dieselbe in je einem
Exemplar an zwei weit von einander gelegenen Orten ange-
troffen habe. Das erste Mal fand ich den Pilz an einer
Phalangide bei Borgholm (Öland) in Juli 1896 und das zweite
Mal ebenfalls auf einer Phalangide bei Fjällnäs (Herjedalen,
subalpine Region) im Juli 1897. An beiden Lokalitäten sass
die getötete Spinne an der Unterseite eines Blattes; beide
Lokalitäten waren feucht und schattig. Vermutlich wird
man den Pilz auch an anderen Orten finden, nachdem hier-
mit die Aufmerksamkeit auf ibn gerichtet worden ist.
Die vom Pilz getöteten Spinnen zeichnen sich durch
den etwas angeschwollenen, bräunlich gefärbten Leib aus, der
bei reichlicher Konridienbildung wie von einem feinen Reif
äberzogen ist. Die Spinne haftet nur mit den Fissen an der
Unterseite des Blattes, was durch die Anwesenheit spärlicher
aber kräftiger Hapteren? bewirkt wird. Die zu Hapteren
auswachsenden Hyphen sind bedeutend kräftiger als die
konidienbildenden Hyphen und die als Cystiden bezeichneten
des Frosches ist, sondern erst mit der Nahrung, die bekanntlich aus Insekten
besteht, in diesen gelangt.
1 Eine zweite schön karminrote Art dieser Gattung, T. rubra Par. et
LAGERH., entdeckte ich auf einer Coccide in Ecuador (vergl. N. PATOUILLARD
et G. LAGERHEIM, Champignons de VPEquateur in Bull. d. 1. Soc. mycol. d.
France, t. IX, 1893, pl. X. fig. 4).
” THAXTER (The Entomophthorer of the United States in Memoirs Boston
Soc. Nat. Hist. Vol. IV, p. 146) bezeichnet diese Hyphen als Rhizoiden. Da
es sich jedoch nicht um eine Nahrungsaufnahme sondern nur um die Befesti-
gung handelt, ist die von WARMING (Familien Podostemacere, I, pag. 10 in
Mém. d. PAcad. Roy. d. Copenhagne, sér. 6, classe d. sc., vol. IT, 1881) einge-
föhrte Bezeichnung Haptere fär diese Hyphen passender. Fir ähnliche Bildungen
bei Algen wurde von WitTROCK (On the development and systematic arranpge-
ment of the Pithophoracere, pag. 10 in Nova Acta Reg. Soc. Sc. Upsal. Ser.
IIT, 1877) die Bezeichnung Helicoide vorgeschlagen.
14 LAGERHEIM, MYKOLOGISCHE STUDIEN.
Hyphen, welche zwischen den Konidiophoren herausragen.
Die Spitze der Hapterhyphen erweitert sich bei Berährung
mit dem Substrat zu einer grossen Scheibe, die sich aus dicht
an einander liegenden, fingerähnlich verästelten Hyphen-
zweigen zusammensetzt (Taf. III, Fig. 1). Ausser durch die
Klebkraft dieser Scheibe, trägt die bedeutende Verdickung
der Membran des der Klebscheibe zunächst liegenden Teiles
der Hapterhyphe dazu bei, das Insekt an dem NSubstrat fest-
zuhalten. In Betreff der Form der Haptere stimmt unsere
Art gut mit E. dipterigena THAxt.! iberein, mit welcher
Species auch andere nahe Beziehungen sich vorfinden.
Die Konidiophoren-Schicht tritt an allen Körperteilen
mit Ausnahme der Fisse hervor. Sie ist von langen, cylindri-
schen, ungefähr 7 u dicken, dännwandigen, stumpfen Cysti-
den durchsetzt. Die fingerförmig verzweigten Konidiophoren,
die bis 10 u dick sind, sind ausserhalb des Wirtes zu einem
wachsartigen hellbraunen Hymenium verklebt. Die Konidien
(Taf. III, Fig. 7) sind symmetrisch, eiförmig, mit verjängter
Basis, 19—22 u lang und 10 u breit. Ihre Membran ist diänn
und farblos. In der Form der Konidien stimmt E. phalan-
gicida so ziemlich mit E. echinospora THAXT.? iäberein. Die
Konidien keimen entweder direkt mit einem Keimschlauch,
der an irgend einer Stelle der Spore hervorsprossen kann
(Taft. III, Fig. 2—4), oder durch die Bildung von Sekundär-
konidien. Im letzteren Fall (Taf. III, Fig. 5, 6) entsteht die
Sekundärkonidie nicht unmittelbar, wie es bei vielen Arten
der Fall ist,? sondern an der Spitze eines kurzen, dicken,
konischen Sterigma. Bei Arten, deren Sekundärkonidien an
der Spitze eines Sterigma entstehen, ist letzteres sonst ge-
wöhnlich sehr lang und diänn.t Die Sekundärkonidien haben
dieselbe Form wie die Primärkonidien. Dauersporen habe
ich bei E. phalangicida nicht gefunden.
E. phalangicida scheint mir der E. dipterigena THAXT.
am nächsten verwandt zu sein. Sie unterscheidet sich von ihr
durch die konstantere Form der Konidien, durch die Entsteh-
ungsweise der Sekundärkonidien, durch das Fehlen von Damwuer-
sporen (7?) und durch das ganz verschiedene Nährtier. Es ist
!: UPHAXTER, 1: Ci; Pag. 177, tab. CV II fg..249:
? THAXTER, 1; C., pag. 180, tab. XIX, fig: 286—289:
3 Vergl. THAXTER, 1. c., Taf. XV, Fig. 49, Taf. XVIII, Fig. 238, 248.
2 Vergl. THAXTER, 1. c., Taf. XVI, Fig. 117—119, 155—157, Taf. XVII,
Fig. 168—170, 210, 211.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:04. 15
ja nicht sehr wahrscheinlich, dass derselbe Parasit zwei so
verschiedene Tiere wie Fliegen und Spinnen angreift.
3. Jola (Cystobasidium) Lasioboli nov. spec.
(Hierzu Tafel III, Fig. 8—13.)
Die Becherpilze werden zuweilen von anderen, parasi-
tischen Pilzen angegriffen, welche ihre vollständige Entwick-
lung hemmen oder sie gar abtöten. Von Discomyceten-Para-
siten föährt ZoPF! neun Arten auf, welche zu den Pyreno-
myceten, den Hyphomyceten und den Chytridiaceen gehören.
Aus der grossen Reihe der Basidiomyceten ist wohl keine
Form bekannt, die auf Discomyceten parasitiert. Es dirfte
deshalb von einigem Interesse sein, eine auf Discomyceten
schmarotzende Auriculariacee kennen zu lernen. Da der Pilz
auch in anderer Hinsicht von Interesse ist, so gebe ich im
Folgenden eine kurze Beschreibung desselben, um dadurch
die Wiederauffindung des Pilzes zu erleichtern. Um Stock-
holm herum habe ich vergeblich nach ihm gesucht, was ich
bedaure, denn ich hätte gern meine in Tromsö gemachten
Untersuchungen komplettieren wollen, ehe ich sie publicierte:
Dieser Umstand mag daher entschuldigen, dass die folgende
Beschreibung in mehreren Punkten unvollständig ist.
Mit WSicherheit ist unser Pilz nur bei Tromsö im arkti-
schen Norwegen angetroffen worden, därfte aber bei näherem
Nachsuchen auch an anderen Lokalitäten zu finden sein, da
seine Nährpflanze, Lasiobolus eqwinus (MÖLL.) KARST., zu den
häufigsten koprophilen Discomyceten gehört.
Auf einer im Juni 1893 zur Zeit des Schneeschmelzens
auf dem »Prestvandsmyren» bei Tromsö unternommenen Excur-
sion wurden einige iberwinterte Stäöcke von Kuhmist, die
mit verschiedenen Discomyceten besetzt waren, angetroffen.
Da die koprophilen Pilze zum grossen Teil noch wenig ent-
wickelt waren, so wurde der Kuhmist mit nach Hause ge-
bracht und dort zwischen zwei Tellern einige Zeit feucht
gehalten. Es entwickelten sich auf demselben zahlreiche
feischrothe Becherchen von Lasiobolus eqwinus, von denen
mehrere mit einem sehr zarten, weissen Nchimmel be-
1 Die Pilze, pag. 273, Breslau 1890.
16 LAGERHEIM, MYKOLOGISCHE STUDIEN.
deckt waren. An den iäbrigen Discomyceten, die auf dem
Kuhmist sich entwickelten (Arten von Ascobolus und Rypa-
robius) war der Schimmel nicht vorhanden. Bei einer mikro-
skopischen Untersuchung desselben zeigte es sich, dass er aus
einem kleinen Protobasidiomyceten bestand. welcher auf dem
Lasiobolus scehmarotzte. Eine nähere Untersuchung des interes-
santen Pilzchens konnte damals nicht ausgeföhrt werden, da
mir die Einrichtung för Kulturen etc. fehlte. Im Frähjahr
des folgenden Jahres suchte ich an dem Originalstandort
vergeblich nach unsrem Pilz. Im Juni 1895, der sich in
Betreff des Wetters ähnlich demselben Monat des Jahres
1893 verhielt, gläckte es mir aber, den Pilz nicht nur an
mehreren Lokalitäten um Prestvandet herum sondern auch
auf einem Moor im siädlichen Teil der Insel aufzufinden.
Auch dieses Jahr kam der Pilz sehr spärlich vor und zwar
ausschliesslich auf Lasiobolus equinus auf feucht liegendem
uäuberwintertem Kuhmist.
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass unser Pilz auch auf
anderen, nahestehenden Discomyceten (Lasiobolus- und Asco-
phanus-Arten) vorkommt. In der Umgebung von Tromsö habe
ich von den beiden letztgenannten Gattungen bisher nur
L. equinus (Mörn.) Karst. beobachtet, sodass ich iber das
Auftreten des Pilzes auf anderen Lasiobolus- und Ascophanus-
Arten nur Vermutungen aussprechen kann. Vielleicht kom-
men weitere Arten der im Titel genannten Gattung an ande-
ren Orten auf verschiedenen koprophilen Discomyceten vor,
da in den Tropen mehrere Jola-Arten auf verschiedenen
Moosen wachsen.
Nach diesen einleitenden Worten gehe ich zur Schilder-
ung der Morphologie und Entwicklungsgeschichte des Pilzes
uäber. Der Pilz scheint am besten in die von A. MöLLEr!
aufgestellte Gattung Jola zu stellen zu sein. Wenn mehrere
Formen von diesem Typus bekannt werden, könnte man
vielleicht die Tromsöer Species und ähnliche als Repräsentan-
ten einer eigenen Gattung oder Untergattung betrachten.
Nach der Wirtspflanze benenne ich den Pilz Jola Lasioboli.
Jola Lasioboli nob. befällt sowohl junge, halbentwickelte
Fruchtkörper als auch solche mit zam Teil reifen Ascis des
Lasiobolus eqwinus. Durch den Parasiten wird die Ascus-
1 Protobasidiomyceten, pag. 24, 162 (SCHIMPER, Botanische Mittheilungen
aus den Tropen, Heft 8, Jena 1895).
I
BIHANG TILL K. SV.VET.-AKAD. HANDL: BAND 24. AFD. III. N:o 4. '17
bildung der Wirtspflanze sehr beeinträchtigt, besonders im
denjenigen Fruchtkörpern, die in noch wenig entwickeltem
Zustand befallen werden. Auf die Ausbildung der Haare
scheint der Parasit keinen Einfluss zu iäben. Da der Schma-
rotzer keine besondere Deformation oder Farbenänderung der
Wirtspflanze verursacht, so lange er sich im vegetativen Sta-
dium befindet, so lassen sich befallene und nicht befallene
Becherchen des Lasiobolus nicht ohne mikroskopische Unter-
suchung von einander unterscheiden, ehe die Basidienbildung
des Parasiten angefangen hat. NSobald aber die Basidien
hervorbrechen, erscheint, das Hymenium der Wirtspflanze
heller gefärbt und schliesslich von einem zarten, weissen
Schimmel iäberzogen. |
Zur 'guten Entwicklung der Jola ist ein recht feuchter
Zustand des Substrates der Wirtspflanze notwendig. Auf
einem von Wasser ganz durchtränkten Substrat und bei
gleichzeitiger grosser Luftfeuchtigkeit entwickelt sich der Pilz
sehr rasch. Unter sonst gleichen Verhältnissen wächst er ebenso
gut bei diffusem Licht als bei Lichtabschluss. Eine richtende
Einwirkung des Lichtes auf die Basidien des Pilzes konnte
nicht konstatirt werden. Ueber die Einwirkung der Tempera-
tur auf die Entwicklung der Jola kann ich leider keine
Angaben machen, da mir die dazu nötige Einrichtung fehlte.
Das vegetative Mycelium verbreitet sich im Hymenium
des Lasiobolus. Dasselbe besteht aus sehr feinen, ungefähr
2 u breiten, farblosen, septirten Hyphen, welche unregel-
mässig verzweigt und in vielfacher Weise gebogen ' sind.
Hie und da zeigen sich Schnallenverbindungen zwischen den
an einander grenzenden Hyphenzellen. Dagegen scheinen
Anastomosen zwischen den Hyphenzweigen nicht vorzu-
kommen. Die Hyphenmembran ist sehr dänn und ganz eben
und zeigt wie bei den anderen Jola-Arten keine Spur einer
gallertigen Beschaffenheit, was bemerkenswerth ist, da der
Pilz wegen seiner Fructification zu den Tremellineen (sens.
lat.) gehört, die bekanntlich durch die gallertige Konsistenz
der äusseren Schicht der Hyphenmembran charakterisirt sind.!
Die Hyphenzellen sind reich an Protoplasma, in welchem oft
1 Unter den Auriculariaceen fehlt die gallertige Beschaffenheit des My-
cels ausser den Jola-Arten auch den Arten der Gattungen Helicobasidium
Par. (Stypinella ScHrör.), Saccoblastia MörrL. und Podobasidium LAGERH.
Septobasidium Part. ex. p.).
2
2
18 LAGERHEIM, MYKOLOGISCHE STUDIEN.
einige winzige ziemlich stark lichtbrechende Körnchen liegen,
die wohl Reservenahrung darstellen.
An der Oberfläche des Hymeniums der Nährpflanze ver-
flechten sich die Hyphen zu einem dichten Gewirr, in wel-
chem die Fructificationsorgane, die Basidien, entstehen. Diese
werden jedoch nicht direkt von den Hyphen gebildet, sondern
entsteben durch Aussprossung von besonderen, »basidiogenen»,
Zellen. An den Hyphen entstehen, einzeln oder zu mehreren
Zweige, die nicht zu der Mutterhyphe ähnlichen Hyphen
auswachsen, sondern von Anfang an dicker und protoplasma-
reicher erscheinen. Sie bleiben einzellig und nehmen allmäh-
lich eine eiförmige Gestalt an. Ihre Dicke wechselt zwischen
5 und 6 u. Wenn sie eine gewisse Grösse erreicht haben,
stellen diese Zellen ihr Dickenwachstum ein und wachsen
jetzt nur an der Spitze weiter, sofern die äusseren Beding-
ungen fär die weitere Entwicklung gänstig sind. Diese
basidiogenen Zellen sind den ”Teleutosporen der Uredineen-
gattung Uromyces homolog. Wir werden diese Zellen mit
VAN TIEGHEM! als Probasidien bezeichnen, weil durch ihr
weiteres Wachstum die Basidien entstehen.
Am Seheitel der Probasidie entsteht durch einfaches
Weiterwachsen der Spitze eine gewöhnlich gerade, 4 u dicke
Hyphe. Das Protoplasma der Probasidie wandert dabei aus
dieser in die Hyphe und hält sich immer im oberen Teil der
letzteren, deren unterer Teil dadurch leer erscheint. Wenn
die Hyphe eine gewisse Länge erreicht hat, stellt sie ihr
Wachstum ein. Der protoplasmafiährende Teil derselben
grenzt sich jetzt dureh eine Querwand von dem unteren,
anscheinend leeren Teil ab (Taf. TII, Fig. 8). Die Länge des
unteren leeren 'Teiles scheint variierend zu seim und scheint
von dem Feuchtigkeitsgrad des Substrates und der Luft
abzuhängen. Die Membran desselben ist ein wenig dinner
als die der Probasidie. Die Länge des oberen protoplasmarei-
chen Teiles, der Basidie, wechselt dagegen kaum; ihre Breite
beträgt 4 u.
Die Basidie teilt sich jetzt durch eime Querwand in zwei
gleichgrosse Zellen, die bald darauf sich in je zwei Zellen
teilen, sodass die Basidie schliesslich aus vier gleich grossen
Zellen besteht (Taf. IIT, Fig. 8 a). Gleichzeitig mit diesem
ooo 1 Sur la classification des Basidiomycétes, pag. 80 (Journ. d. Botan.
1893, N:o 5).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 24. AFD. III. N:0 4. 19
Teilungsvorgang biegt sich die vorher gerade Basidie knie-
förmig am Grunde und gewöhnlich auch schwach zickzack-
förmig in ihrer ganzen Länge, sodass sie eine wellige Con-
tour bekommt. Die Biegungen sind nicht sehr regelmässig.
Man findet in einem Präparat alle möglichen Variationen;
die vom Substrat abgekehrte Seite der Basidie ist bald kon-
vex, bald konkav. HEine ähnliche Biegung der Basidien ist
bekanntlich typisch fär die Uredineen, kommt aber ausser-
dem noch bei den Auricularineen-Gattungen Helicobasidium
Part., Helicogloea Pat., Saccoblastia MöLrrL. und Podobasidium
LAGERH. vor.
Hat die Basidie dieses Stadium erreicht, so werden die
Sporen ausgebildet. Diese werden immer an der dem Sub-
strat abgewandten Seite der Basidie abgeschnärt, mag diese
Seite nun gerade, konkav oder konvex sein. Das Sterigma
entsteht bei den drei oberen Basidiezellen an der Mitte der
Zelle, bei der unteren Basidiezelle liegt es nahe der oberen
Querwand' (Taf. III, Fig. 8 b). Es bleibt unter allen Um-
ständen kurz und spitzt sich bald zu. An der Spitze des
Sterigma wird darauf die eiförmige Spore abgeschnärt (Taf.
III, Fig. 8 b). Die reife Spore (Taf. III, Fig. 9) ist mit einem
Spitzchen versehen und hat eine dinne, ebene und farblose
Membran. Die Sporen keimen leicht sowohl in Wasser wie
in Nährlösung (Rosinenextrakt). In beiden Medien zeigt
sich die Keimung als hefeartige Sprossung. Die figuren 11,
12, 13 auf der Tafel III stellen drei keimende Sporen dar,
welche am 9 Juni um 12 Uhr Mittags in Rosinenextrakt
ausgesät und nach 12 Stunden abgezeichnet wurden. Die
Bildung eines Keimschlauches wurde mniemals beobachtet,
ebenso wenig das Auftreten einer Scheidewand in der keimen-
den Spore.
Typische Basidiesporen bilden sich nur an frei in die
Luft herausragenden Basidien. An untergetauchten Basidien
werden direkt Hefekonidien gebildet. An der Stelle des
Sterigma entsteht eine kleine buckelartige Erhebung, an
welcher die Konidien abgeschnärt werden. Die in Fig. 10
auf Taf. III abgebildete Basidie wurde am 9 Juni um 10 Uhr
nachmittags in Brunnenwasser gesät und am 11 Juni um 1
Uhr vormittags abgezeichnet. Eine in einer späteren Mitteilung
zu beschreibende parasitische Saccoblastia verhält sich ganz
ähnlich. Hefekonidien scheinen sonst unter den Auricularia-
20 LAGERHEIM, MYKOLOGISCHE STUDIEN.
ceen sehr selten vorzukommen; sie sind bisher nur bei Platy
gloea blastomyces Mönr. beobachtet worden.! |
Von der Gattung Jola waren bisher nur sehr wenige
Arten bekannt. Die erste Art, J. Hookeriarum, wurde von
A. Mörner? an den Frächten von Hookeria-Arten in Bra-
silien entdeckt, eine zweite Art, J. Javensis, an den Friäch-
ten von Hypnaceen wachsend, beschrieb PATOUILLARD? aus
Java, und nach demselben Forscher? soll eine dritte, J. Mahensis
Pat., mit den beiden vorigen nahe verwandte Species an
Sematoplyllum Mahense BEscH. auf den Seychellen vorkommen.
Sehr auffallend ist deshalb das Vorkommen einer Art dieser
wie es scheint echt tropischen Gattung in der arktischen Re-
gion. Allerdings ist J. Lasioboli von den öbrigen einander sehr
äbnlichen Arten in mehreren Punkten so verschieden, dass
es vielleicht berechtigt wäre, sie als Repräsentant einer
eigenen Gattung zu betrachten. Die tropischen Jola-Arten
haben gerade oder nur schwach gebogene Basidien mit langen
fingerförmigen Sterigmen und sichelförmigen Sporen, die
mit einem Keimschlauch keimen und sich dabei septieren,
während die arktische Art stark gebogene Basidien mit
kurzen, spitzen Sterigmen und eiförmige Sporen hat,
welehe letztere mit Hefekonidien keimen und sich dabei
nicht septieren. WNchliesslich ist bei Jola Lasioboli, wie bei
den Podobasidium-Arten, die Homologie zwischen ihrer basidio-
genen Zelle und eimer Uredineen-Teleutospore deutlicher als
bei den iäbrigen Jola-Arten, weil die Membran der Probasidie
ersichtlich dicker ist als die der ihr entsprossenden Basidie:
Nach den Angaben von MöLrrErR und PATouvILLARD scheint bei
den von hn untersuchten Arten keine solche Differenz
vorzukommen.
Ich möchte jedoch den Lasiobolus-Pilz vorläufig in det
Gattung Jola belassen, bis er wiedergefunden und ausfäöhr-
licher untersucht worden ist. Um jedoch die Verschiedenheit der
Jola Lastoboli von den äbrigen Arten hervorzuheben, schlage
ich vor, för dieselbe ein Subgenus, Cystobasidium, zu bilden.
4 MörLER) 1. €:jupag. 30.
fr ag Ci DAG. SÅ
> Enumération des champignons récoltés å Java par M. J. MASSART, pag.
119, tab. XXV, fig: 7—15.
4 L. ce. und Note sur trois Hétérobasidiés muscicoles, p. 98 (Ball 8
Soc. Mycol: d- France, t. XIII, 1897).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 4. 21
Zum Schluss möchte ich auf die auffallende Aehnlichkeit
zwischen Jola Lasioboli und Helicobasidium fimetarium Boup.!
hinweisen. Jene unterscheidet sich von diesem fast nur
durch die Anwesenheit der Probasidie und durch die parasi-
tische Lebensweise.
1 E. Boupier, Note sur le Tremella fimetaria ScHum. (Journ. d.
Botan. 1887).
Erklärung der Abbildungen.
Tafel I, II.
Zwei von Physoderma leproides (TRAB. et SACCc.) LAGERH. befallene
Stöcke von Medicago sativa L. in der natärlichen Grösse photographirt.
Tafel III.
Fig. 1—7. Empusa (Entomophthora) phalangicida LAGERH.
Fig. 1. Die Hälfte einer Haptere.
> 2—4. Direkt keimende Konidien.
> 5,6. Entstehung der Sekundärkonidien.
> 7. Eine Konidie.
Fig. 8—13. Jola (Cystobasidium) Lasioboli LAGERH.
Fig. 8. Zwei normale Basidien; p Probasidien.
> 9. Eine reife, abgefallene Basidiespore.
> 10. Eine in Wasser hefeartig sprossende Basidie; p Probasidie.
> 11—13. Drei in Rosinenextrakt hefeartig sprossende Basidiesporen.
hang till K. Vet, Akad. Handl. Bd. 24, Afd. III, MM 4. Ta T.
Ljustryck af C. Westphal, Stockholm
Physoderma leproides (Trab. et Sacc.) Lagerh.
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Bihang till K. Vet. Akad. Handl. Bd. 24, Afd. 1LT, Ni 4. ANsker
Ljustryck al C. Westphal, Stockholm
Physoderma leproides ('Trab. et Sacc.) Lagerh.
Bihang till KVet. Akad. Handl. Bd.24 Afd II. No4.
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1-7 Empusa (Entomophthora) phalangicida Lagerh.;
Tasioboli Lagerh,
W. Schlachter, Stookholra.
8-13 Jola (Cystobasidium)
V CENTRAL PARK»
3 NEW YORK
Mtupa WES
BIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 24. Afd. TIL. N:o 9.
ÖBER EINIGE
WÄHREND
DER ERSTEN REGNELLE'SCHEN EXPEDITION
GESAMMELTE
FA MOPEHETALEN
VON
Dr. KARL FRITSCH
MIT 1 TAFEL
MITGETHEILT DEN 13. APRIL 1898
GEPRUFT VON V. B. WITTROCK UND A. G. NATHORST
STOCKHOLM 1898 Å
KUNGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER
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ie vorliegende Abhandlung enthält die Bearbeitung der
von Dr. C. A. M. LINDMAN während der ersten Regnell'schen
Expedition in den Jahren 1892—1894 in Brasilien und Para-
guay gesammelten Salpiglossideen, Scrophulariaceen und Ges-
neriaceen. Da sich unter den mir iäbersendeten Pflanzen auch
je ein Vertreter der Loganiaceen, Verbenaceen und Acantha-
ceen vorfand, so habe ich auch diese Pflanzen in der hier fol-
genden Aufzählung angeföhrt. In der Reihenfolge der Fa-
milien und Gattungen habe ich mich an »die natärlichen Pflan-
zenfamilien» von ENGLER und PRANTL gehalten: dagegen habe
ich mir in Bezug auf Nomenclatur der Gattungen und Arten
in jedem Falle durch Vergleichen der Originalquellen meine
eigene Ansicht gebildet.
Uber die Reise der ersten Regnell'schen Expedition hat
LINDMAN selbst bei einer fräheren Gelegenheit berichtet.!
Teh möchte hier nur kurz erwähnen, dass die Reise von Rio
de Janeiro ausgieng und die Staaten Minas Geraes, Rio Grande
do Sul und Matto Grosso, ferner Paraguay beräöhrte. Die
Pflanzen sind durchwegs vortreflich präparirt, so dass das
Bestimmen wenig Nchwierigkeiten machte. Besonderen Dank
schulde ich Herrn LINDMAN dafär, dass er mir die von ihm
nach den lebenden Pflanzen gleich nach dem Einsammeln ge-
machten Notizen und Zeichnungen fär diese Abhandlung in
liebenswärdigster Weise zur Verfägung gestellt hat. Ich
habe diese Notizen hier aufgenommen, weil sie vielfach ge-
eignet sind, unsere Kenntniss von den einzelnen Arten zu
erweitern, um so mehr, als die bisher vorhandenen Diagnosen
zumeist nach Herbarmaterial entworfen wurden. Die Zeich-
nungen LINDMAN'S, welche die zwei nach ihm benannten neuen
Arten, Drymonia Lindmaniana und Ruellia Lindmaniana, fer-
ner die bisher noch recht ungenau bekannte Angelonia mi-
1 Siehe STEPHANI, Die Lebermoose der ersten Regnell'schen Expedition
nach Sädamerika. Bihang till K. Svenska Vet.-Akad. Handlingar, Band 23,
Afd. III, N:o 2.
4 KARL FRITSCH, UBER EINIGE REGNELL SCHE GAMOPETALEN.
crantha BENTH. betreffen, findet man auf der dieser Abhand-
lung beigegebenen Tafel zusammengestellt.
Die in der vorliegenden Bearbeitung aufgestellten neuen
Arten veranlassen mich, emige Worte äber den Artbegriff bei
der Behandlung tropischer Pflanzen iberhaupt vorauszu-
schicken. In der europåäischen Flora ist Hand in Hand mit
der immer genaueren Durchforschung dieses Gebietes der
Artbegriff immer enger und enger geworden: man denke nur
an die neueren Bearbeitungen der Gattungen Hieracium, Rosa,
Rubus, Euphrasia etc. und vergleiche damit die vor einem
halben Jahrhundert, und endlich die seimerzeit von LINNÉ
unterschiedenen Arten dieser Gattungen. Dass diese Veren-
gerung des Artbegriffes im Allgemeinen — wo sie nicht zu
weit geht und mit Beräcksichtigung der geographischen Ver-
breitung und der Constanz der Unterschiede vorgenommen
wird — berechtigt ist, oder wenigstens, dass die Unterschei-
dung solcher Formen, welche getrennte Areale bewohnen und
innerhalb dieser Areale constant sind, för die Wissenschaft
nothwendig ist, wird niemand leugnen können.! Nur die
kritiklose Aufstellung und Beschreibung neuer »Arten» ohne
Räöcksichtnahme auf deren Verbreitung und auf individuelle
Variationen, wie sie namentlich von manchen dilettantischen
Autoren in formenreichen Gattungen vorgenommen wird, ist
wissenschaftlich werthlos.
Es ist nun von vorneherein klar, dass in den tropischen
Gebieten, von denen keines auch nur annähernd so genau
durchforscht ist, als die europäische Flora, auch andere Ge-
sichtspunkte fär die Unterscheidung der Arten massgebend
sein mässen. Wir kennen die Flora der besser durchforschten
Tropenländer heute kaum so gut, als man die europäische
Flora etwa vor hundert Jahren gekannt hat; dem entsprechend
ist auch der Artbegriff, der in Bearbeitungen der tropischen
Floren angewendet wird, jenem ähnlich, den man vor einem
Jahrhundert in Europa kannte. Es sei mir gestattet, hierfär
ein Beispiel, die »stengellosen» Viola-Arten aus der Gruppe
der Viola odorata L., anzufihren. Viola hirta L., collina BEss.,
ambigua W. K., odorata L. und alba Bess. werden doch heute
von jedem Systematiker als selbständige Arten anerkannt.
Und doch kann daräöber kaum ein Zweifel herrschen, dass
1 Vgl. hieräber die soeben erschienene Schrift WETTSTEIN'Ss: »Grundzäge
der geographisch-morphologischen Methode der Pflanzensystematik»>. Jena 1898.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 5. 5
alle diese Arten, wenn sie etwa in Ostindien heimisch wären,
zusammengezogen oder höchstens als schwer abzugrenzende
Varietäten einer Art aufgefasst wiärden. Denn man wirde
einerseits emen Theil der charakteristisehen Merkmale, z. B.
Farbe und Duft der Bliten, an den Herbarexemplaren nicht
erkennen können, andererseits die vielen Zwischenformen, die
ja in der That hybriden Ursprunges sind, nicht mit Sicher-
heit deuten können. Die »Viola serpens WALL.» in dem Um-
fange, wie sie HooKERrR und THOoMSon in der »Flora of British
India» (I. p. 184) auffassen, umfasst gewiss mehrere unter ein-
ander mindestens ebenso verschiedene Arten, als die oben an-
gefihrten europäischen, da sie sogar stengellose und stengel-
treibende Formen enthält.
Dieser unhaltbar weite — und sehr oft ganz willkärliche
— Artbegriff kann aber auf die Dauer wohl auch bei Be-
handlung tropischer Florengebiete nicht aufrechterhalten blei-
ben. Er ist eim Nothbehelf iberall: dort, wo unsere Kennt-
nisse noch sehr mangelhaft sind, oder wo es sich um die
rasche Bearbeitung emes umfangreichen Materiales aus wenig
oder gar nicht durchforschten Gebieten handelt. Dagegen
glaube ich, dass man bei Bearbeitung von Collectionen aus
besser durchforschten tropischen Gebieten, namentlich dort,
wo reichlicheres Material von einer Art oder Artengruppe vor-
liegt, heute schon anfangen sollte, etwas sorgfältiger zu un-
terscheiden. Finen solchen Versuch habe ich beispielsweise
in der vorliegenden Abhandlung mit den gelbblähenden Arten
der Gattung Scoparia gemacht. Ich hatte mehrere Dutzende
von Exemplaren der »Scoparia fava» (im weitesten Sinne)
vor mir und fand, dass sich dieselben in ähnlicher Weise
gruppiren liessen, wie etwa die Formen der alten »Euphrasia
officinalis». Driäsenhaarige und driäsenlose Formen, solche mit
ungetheilten und mit fiedertheiligen Blättern kommen vor
u. s. w.; alle diese als Scoparia flava CHAM. et ScHLDL. schlecht-
weg zu bezeichnen, geht nicht an. Ich habe daher zwei der
auttälligsten Formen hier neu beschrieben, ohne zu leugnen,
dass dieselben etwa auch als Unterarten der Scoparia flava
aufgefasst werden könnten. Darauf kommt es ja nicht an,
ob man eine Form Art, Unterart oder Rasse nennt, sondern
darauf, dass man Formen, die thatsächlich verschieden sind,
auch wirklich unterscheidet. :
6 KARL FRITSCH, UÖBER EINIGE REGNELL SCHE GAMOPETALEN.
Es folgt nun das Verzeichniss der mir vorgelegten Arten,
zu dem ich nur noch zu bemerken habe, dass die vor den Pflanzen-
namen stehenden Nummern sich auf Serie A der LINDMAN'schen
Sammlung beziehen. Die Sammlung selbst ist Eigenthum
des naturhistorischen Reichsmuseums in Stockholm. Das
Zeichen ” vor einem Pflanzennamen bedeutet, dass sich ein
Theil der Abbildungen auf die betreffende Art bezieht.
Loganiaceae.
1897. Buddleia oblonga BENntH. in DC. Prodr. X. p. 442
(1846).
Paraguay: El Chaco, in dumetis ripae amnis Rio Pil-
comayo. Sept.
Die etwas därftige Diagnose BENTHAM'S stimmt in den
wesentlichen Punkten. Vergleichsmaterial stand mir leider
nicht zur Verfägung.
Verbenaceae.
3109. Taligalea campestris AuvBLET, Hist. d. pl. d 1.
(Firane strantarse, Jin ps 020, LV tab: 252)
Syn. Amasonia erecta LINNÉ Fil., Suppl. p. 294 (1781).
var. punicea [VAHL, Eclogae Americanae IL, p. 51
(1798) pro specie Amasoniae] BrRiIQuEr in ENGL. et PRANTL,
Natärl. Pflanzenfam. IV. 3 a. p. 157 (1895).
Brasiliae civit. Matto Grosso: MNanta Cruz da Barra, in
silva primaeva, quam »Poaia» vocant. MART.
Mit Recht hat KuntzE! den AvBLET'schen Gattungsnamen
Taligalea vorangestellt, da derselbe 6 Jahre fräöher als jener
von LINNÉ Fil. publicirt und von ausföihrlicher Beschreibung
und brauchbarer Abbildung begleitet ist. BRrRIQuET hat sich
a. a. O. dem Vorgange KuNntzE's angeschlossen.
Dass Amasonia punicea VAHL nicht den Rang einer selb-
ständigen Art hat, ist kaum zweifelhaft. Sowohl die Behaa-
rung und Serratur der Blätter, als auch die Grösse und Ge-
stalt der Deckblätter variirt innerhalb gewisser Grenzen. Die
! KUNTZE, Revisio generum plantarum p. 502
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 3. 7
Angabe Vanr's, dass die Narbe ungetheilt sei, ist äberhaupt
unrichtig. Auch die geographische Verbreitung der var. pu-
nicea (VAHL) scheint mit der der typischen Art zusammenzu-
fallen. EcGcErRsS hat z. B. auf Trinidad beide Formen gemischt
gesammelt (Flora exsice. Ind. occid. N:r 1003).
LINDMAN bemerkt auf der Etiquette: »Rosula foliorum
0.3 m. supra terram nascens; racemus secundus, bracteis pur-
pureis, corollis sulphureis>.
Solanaceae (Trib. Solpiglossideae).
3069. Schwenkia angustifolia BENTH. in DC. Prodr. X
p- 195 (1846).
Brasiliae civit. Matto Grosso: Rio Jocuara, in palude.
Febr.
Die Pflanze stimmt mit den von BENTHAM selbst a. a. O.
citirten Exemplaren (GARDNER 3962) vollkommen iberein.
LINDMAN mnotirte iäber dieselbe Folgendes: »Herba palustris
gracilis 1-metr., stricte ramosa; corollae tubus angustus vio-
laceus, limbus parvus patens albidus»>.
597 a. Brunfelsia latifolia [PoHL, Plantarum Brasilige
icones et descriptiones I. p. 3, tab. 2 (1827) sub Franciscea]
Bryn a DC. Prodr. X. ps 199 (1846).
Brasiliae civit. Rio Grande do Sul: Porto Alegre, cult. Oct.
»Arbor gracilis 4-metralis; corolla versicolor, primo splen-
dide violacea, deinde in candidum decolorata».
Die vorliegende Pflanze stimmt vortrefflich mit der Ori-
ginalbeschreibung und Abbildung Potr's iberein, ebenso mit
der von BENTHAM a. a. O. citirten Tafel 3907 des »Botanical
Magazine». Im Wiener Hofmuseum liegt ein Original-Exem-
plar (ScHott 6161, aus Rio de Janeiro), welches zwar mangel-
haft ist, aber doch die Identität mit der mir vorliegenden
Pflanze mit Wahrscheinlichkeit erkennen lässt. Es scheint
mir aber, dass BENTHAM selbst, namentlich aber ScHMIDT, der
Bearbeiter der Scrophulariaceen in der »Flora Brasiliensis>,
eine andere Pflanze mit Brunfelsia latifolia confundirt hat.
Ich schliesse diess aus der Diagnose BENTHAM'S und NCHMIDT'S,!
ferner aus einem Herbarexemplar im Wiener Hofmuseum:
Spruce 3973 aus Tarapote in Peru, welches von BENTHAM
selbst als Brunfelsia latifolia bestimmt wurde. Diese Pflanze,
1 Flora Brasiliensis VIII, p. 257.
8 KARL FRITSCH, UBER EINIGE REGNELL SCHE GAMOPETALEN.
welche sich namentlich durch die auffallende geschweifte Zmu-
spitzung der Blätter unterscheidet, halte ich för Brunfelsia
grandiflora D. Don.t Mir liegt die Pflanze ausserdem vor
aus Brasilien: »Maynas, in silvis Yurinaguar, Jun. 1831,
PorEPrPiIG 2206» und aus Bolivia: »Guanai—Tipuani, Apr.—Jun.
1892, BaAnG, Plantae Bolivianae 1398».
BENTHAM citirt als Synonym zu Brunfelsia latifolia auch
Besleria bonodora VELLozo, Flora Fluminensis tab. 80. Hier-
nach mäiässte, da der Text zur »Flora Fluminensis» im Jahre
1325 gedruckt wurde? und daselbst sich eine Diagnose der
Besleria bonodora findet,? nach den Prioritätsregeln die Art
Brunfelsia bonodora genannt werden, da Potr's Franciscea
latifolia erst im Jahre 1827 veröffentlicht wurde. Die Abbil-
dung VELLozo's stellt aber eine Pflanze mit viel schmäleren,
lanzettlichen Blättern dar, und auch in der Diagnose heisst
es »folia lanceolata». VWVielleicht meint VELLozo die ähnliche
Brunfelsia acuminata (PoHzr) BENTH., welche nach ScHMIDT?
in den Formenkreis der polymorphen B. ramosissima (PoHr)
BeEntTH. gehört. Auf keinen Fall aber reicht die Diagnose
und Abbildung VELLozo's hin, um seine Art mit Sicherheit zu
deuten, und es ist daher jedenfalls der Name »bonodora» am
besten fir gar keine Brunfelsia anzuwenden.
Es wäre nur noch zu erwähnen, dass die Autoren Brun-
felsia latifolia als Strauch beschreiben, während LINDMAN die
vorliegenden Blätenzweige einem kleinen Baume entnahm.
Da es sich aber um cultivirte Exemplare handelt, ist wohl
auf diese Differenz kein Gewicht zu legen.
597 b, c. Brunfelsia uniflora [PoHr, Plantarum Brasilia
icones et descriptiones I. p. 2, tab. 1 (1827) sub Franciscea]
DD SNI din] N PRI Nourn sa LS2000SE
Syn. Franciscea Hopeana HooK. in CURTIS Bot. Mag. tab. 2829
(1828).
Brunfelsia Hopeana BENTH. in DC. Prodr. X. p. 200 (1846).
Brasiliae civit. Rio Grande do Sul: Excolonia Santo An-
gelo, in silva primaeva, Febr.; Silveira Martins, in silva,
MART.
1 D. Don in Edinb. N. Phil. Journal 1829, p. 85:
? Vgl. PriTzZEL, Thesaurus literature botanice p. 330.
3 Ich sah nur die neue Ausgabe in Archivos do Museu Nacional de Rio
de Janeiro V. (1881), wo sich die erwähnte Diagnose p. 246 findet.
+ Flora Brasiliensis VIII, p. 260.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 5. 9
»Flor de primavera» incolis. (LINDMAN).
Ganz unberechtigter Weise wurde von den meisten Autoren
der älteste, ganz zweifellose Name Potr's zu Gunsten des um
ein Jahr jängeren Namens von HooKERr fallen gelassen. Auch
wenn man, wie die englischen Botaniker, Artnamen aus an-
deren Gattungen nicht heräbernimmt, so bat Brunfelsia uni-
fora (D. Don 1829!) weitaus die Priorität vor Brunfelsia Ho-
peana (Benth. 1846!). D. Don stellte seine Brunfelsia uniflora
auf Grund der Potr'schen Franciscea uniflora auf und citirte
hiezu schon ganz richtig als Synonym Franciscea Hopeana
Hoor.! BENTHAM War somit zu der Neubenennung »Brun-
felsia Hopeana» unbedingt nicht berechtigt.
Scrophulariaceae.
3033. ”"Angelonia micrantha BENTH. in DC. Prodr. X.
prr252 (1540): (Fig: 1 2.
Brasiliae civit. Matto Grosso: Conceicao prope fluvium
Rio Cuyabå, in campo sabuloso. Febr.
»Corolla alba violaceo-striata». (LINDMAN).
Im Herbar des Wiener Hofmuseums liegen mehrere Ori-
ginal-Exemplare (GARDNER 2274), mit welchen die vorliegende
Pflanze in allen wesentlichen Punkten ibereinstimmt. Nur
sind die Bläten der LINDMAN'schen Exemplare grösser und
die ganze Pflanze scheint perennirend zu sein, da sie sehr
verzweigt und am Grunde verholzt ist, während die von
(FARDNER gesammelte Pflanze zarter und entschieden einjährig
ist. Gleichwohl halte ich beide fär Formen einer Art.
Der Bau der Blumenkrone war BENTHAM nicht genau be-
kannt; er ist sehr charakteristisceh und weicht von dem der
anderen mir bekannten Angelonia-Arten nicht unerheblich
ab. Der Schlund ist bei den meisten Arten der Gattung
weit offen, bei unserer Art aber ähnlich wie der von Linaria
geschlossen, bezw. maskirt. (Vgl. Fig. 1 und 2).
330. Linaria Canadensis [LINNÉ, Spec. plant. ed. 1, p. 618
(1753) sub Antirrhino] DUMOoNT DE CouRsSET, Le botaniste cul-
tvateur-ed. i. EE p. 96 (1802).
1 Herr Dr. StAPF in Kew war so liebenswärdig, mir eine Abschrift der
oben citirten Publication Don's zu verschaffen.
10 KARL FRITSCH, ÖBER EINIGE REGNELL SCHE GAMOPETALEN.
Brasiliae civit. Rio Grande do Sul: Porto Alegre, in arvis
et pascuis apricis, hine inde dumetosis. Sept.
»Corolla violaceo-coerulea, subtiliter violaceo-striata».
(LINDMAN).
18973. Stemodia lanceolata BENTH. in DC. Prodr. X.
Pp. 384 (1846).
Paraguay: El Chaco, Rio Pilcomayo, in nemore. Sept.
Von dieser Art steht mir leider kein Vergleichsmaterial
zu Gebote. Jedoch stimmt die Originaldiagnose im Allge-
meinen so gut, dass ich nicht zweifle, dass die Pflanze we-
nigstens in den Formenkreis der Stemodia lanceolata BENTH.
gehört. Nur sind die Stengelblätter viel grösser als von
BENTHAM angegeben wird: 7—10 cm. lang, 2—3 cm. breit.
Die Bracteen sind schmal lineal-lanzettlich, lang zugespitzt
und bedeutend länger als die Bläten. Der Schlund der Blu-
menkrone ist bebärtet. Die Blumenkrone ist gestreift wie
bei der verwandten S. durantifolia (L.) Sw.
3447. Monniera Ranaria [BENTH. in Hook. Companion to
the Botan. Mag. II. p. 57 (1836) sub Herpestide] FRITSCH.
Syn. Ranaria monnierioides CHAMISSO in Linnaea VIII. p. 31
(1833).
Monniera monnierodes KUNTZE, Revisio generum plant. p. 463
(1891).
Brasiliae civit. Matto Grosso: Santa Cruz da Barra, in
arenosis uliginosis etc. MART.
LINDMAN untersuchte die Pflanze genau; seine Notizen
seien, da sie die vorhandenen Beschreibungen der Art in eini-
gen Punkten ergänzen, hier wiedergegeben: »Herba parva
erecta, foliis oblongis oppositis, caule tereti; tota planta odo-
rem Patchouli exhalans. Prophylla 2 lateralia subhyalina basi
calycis appressa. Calyx 5-sepalus, sepalis 2 minimis subulatis.
Corolla gamopetala campanulata alba, limbi segmentis 4 re-
curvis subaeaualibus segmento postico emarginato (vel obso-
lete bifido). Stamina fauce inclusa 4 didynama, antheris vio-
lascentibus. Ovarium superum biloculare multiovulare, stylo
apicali breviter filiformi, stigmate capitato depresso. Fru-
ctus maturescens fuscus calyce inclusus, ovulis minutissime
striatis».
Mit Recht hat KuNntzE a. a. O. den im Jahre 1756 publi-
cirten Gattungsnamen Monniera wieder in Anwendung ge-
bracht; die amerikanischen Botaniker haben auch schon den-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:05. 1I
selben eingefihrt.' Der Umstand, das P. BRownE die binäre
Nomenclatur nicht angewendet hat, kann keim Grund sein,
die von ihm genau und ausfährlich charakterisirte Gattung
fallen zu lassen. Der Autor der Gattung ist äbrigens nicht
P. BRownE selbst, wie gewöhnlich citirt wird, sondern B.
Jussrev, da P. BRrRownE selbst sagt: »The name of Monniera
was given ' to this plant by Mons. BERNARD DE JUSSIEU, who
raised it in the garden of Paris»? Die Berliner 'Thesen vom
Jahre 1892? schliessen zwar P. BRownE's »History of Jamaica»
aus, weil dieses Werk im Allgemeinen nur Artdiagnosen, nicht
aber Gattungsdiagnosen enthält. Da aber nur eine Art von
Monniera beschrieben ist und die Diagnose derselben alle wesent-
lichen Gattungscharaktere enthält, so ist die Gattung durch
diese Artdiagnose vollkommen geniägend diagnosticirt. Hierzu
kommt noch der wichtige Umstand, dass GÄRTNER, der Autor
der Gattung Herpestes, Monniera P. BROWNE selbst anerkannt
hat, und nur »neben dieser eine neue Gattung Herpestis auf-
stellt,t welche aber ganz unhaltbar ist, da Monniera rotun-
difolia MicHx. und Monniera cuneifolia MicHx. (die beiden
Typen GÄRTNERS) unbedingt zu einer und derselben Gattung
gehören. Noch im Jahre 1807 hat PERrRsoon?) den Namen
Monniera gebraucht; später ist derselbe aber zu Gunsten des
Namens Herpestes GÄrtns. in der Literatur unterdräckt wor-
den. Nach den Berliner Regeln vom Jahre 1897 wäre aller-
dings der Name Monniera deshalb fallen zu lassen, weil es
lange Zeit »nicht im allgemeinen Gebrauch gewesen ist»;" aber
diese Bestimmung ist so willkärlich und in vielen Fällen so
schwer zu interpretiren, dass ich nicht glaube, dass dieselbe
allgemeine Annahme finden wird.
WETTSTEIN hat die Gattung Bacopa AuBL. mit Herpestes
GÄRTN. vereinigt, da der einzige Unterschied beider in der
Ausbildung des finften Staubblattes besteht.7 Es besteht
somit zwischen den beiden Gattungen dasselbe Verhältniss,
t Vegl. beispielsweise die Etiquetten der von NAsH gesammelten Pflanzen
aus Florida.
>” P. BROWNE, The civil and natural history of Jamaica p. 269 (1756).
3 Vel. Österr. botan. Zeitschrift 1892, 8. 301.
A 2 GÄRTNER, Supplementum Carpologige p. 186—188, tab. 214, fig. 6—7
(1805)
> PERSOON, Synopsis plantarum II, p. 166.
6 Notizblatt des kgl. botanischen Gartens und Museums zu Berlin 1897
5. 248.
7 Natärl. Pflanzenfam. IV. 3b, S. 76—77.
Lä
12 KARL FRITSCH, ÖBER EINIGE REGNELL SCHE GAMOPETALEN.
wie zwischen Verbascum L. und Celsia L., welche auch nur
könstlich durch dieses eine Merkmal geschieden werden. Man
mag äbrigens Bacopa und Herpestes vereinigen oder nicht,
jedenfalls bleibt Monniera P. BRownE der älteste Gattungs-
name, da Bacopa AuBL. erst 1775,1 Herpestes GÄRTN. gar erst
1805 publicirt wurde.
Die vorliegende Art wurde zuerst im Jahre 1833 von
CHAMISSO als Ranaria monnierioides besehrieben, dann (1836)
von BENTHAM Herpestes Ranaria genannt. KuntzE hat sie,
deshalb a. a. O. Monniera monnierodes genannt; ich habe
aber diesen Namen als widersinnig verworfen, ebenso wie ich
seinerzeit ILicania licaniaeflora nicht acceptiren konnte.?
807 et 2169. Monniera calycina [Forskål, Flora Aegyp-
tiaco-Arabica p. 112 (1775) sub Limosella] KuntzE, Revisio
gen. plant. p. 462 (1891).
Syn. Gratiola Monniera LINNÉ, Amoen. acad. IV. p. 306 (17359).
Herpestis Monnieria HUMBOLDT, BONPLAND, KUNTH, Nova genera et
spec. plant. II. p. 366 (1817).
Bacopa Monniera WETTSTEIN in ENGL. und PRANTL, Natärl.
Pffänzenfams bv ta DÅ per (tL392).
Monniera Monniera BRITTON in ' NASH, Plants of Florida N:r
2057.
Brasiliae civit. Rio Grande do Sul: Quinta prope oppidum
Rio Grande, in uliginosis graminosis. Dec. (807).
Paraguay: Asuncion, in uliginosis. Sept. (2169).
Alle vorliegenden Exemplare sind kleinblättrig und äber-
haupt in allen Theilen gedrungen. Da jedoch das Ansehen
der Pflanze jedenfalls sehr vom Standorte abhängig ist, so
erscheint eine Unterscheidung von Varietäten nicht geboten.
Was die Nomenclatur der Art anbelangt, so hat sie bei
Anwendung von tautologischen Namen Monniera Monniera (1L.)
BrRITTON zu heissen. In Ubereinstimmung mit den Berliner
Nomenclaturregeln? bin ich aber nicht fär die Anwendung
soleher Doppelnamen, obschon die Zcologen solche Namen
verwenden. Ich habe daher den KuNntzE'scehen Namen Mon-
niera calycina vorgezogen.
! AuBLET, Hist. d. pl. d. 1. Guiane francoise I. p. 128, III. tab. 49.
? FritscH, Beiträge zur Kenntniss der Chrysobalanaceen I. in Amnnal.
des k. k. naturhistor. Hofmuseums in Wien IV. p. 54 (1889).
3 Notizblatt des kgl. botan. Gartens und Museums zu Berlin 1897,
S. 230.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:05. 13
3409. Lindernia crustacea! [LINNÉ, Mantissa I. p. 87
(1767) sub Capraria] F. v. MurLuL., Systematic Census of Au-
stralian Plants p. 97 (1882).
Syn. Vandellia crustacea BENTHAM, Scrophularineae Indicae p. 35
(1835).
Brasiliae civit. Matto Grosso: Diamantino, ad vias et
rudera saxosa. Maj.
LINDMAN's Untersuchung der lebenden Pflanze ergab fol-
gendes Resultat: »Herba parva prostrata foliis oppositis,
foribus axillaribus. Calyx campanulatus, vix incurvus, seg-
mentis 5 lanceolatis aequalibus, paulo alato-carinatis. Corolla
parva, bilabiata, segmentis 5 paulo inaequalibus, aestivatione
segmentis 2 posticis exterioribus, antico interiore, tubo cam-
panulato extus violaceo, limbi segmentis albis violaceo-caeru-
leo-marginatis, segmento mediano labii inferioris linea trans-
versa violaceo-caerulea mnotato, fauce lutea. Stamina 4, an-
tica 2 subduplo longiora, antheris violaceis locellis divarica-
tis. Stamina 2 longiora insertione tubum corollae constrin-
gunt, ubi callos 2 parallelos in tubum demittunt; ibidem ex
insertione antice emittunt corpora 2, ad utrumque faucis
latus singula, quae corpora styliformia minute capitata sta-
minodia simulant. Capsula ovata polysperma, seminibus
breviter cylindricis ab utraque parte truncatis, punctato-
sigillatis».
3713. Scoparia dulceis LINNÉ Spec. plant. ed. 1 pag. 116
(1753).
Paraguay: Paraguari. Febr. (fruct.).
Scoparia grandiflora Nast (Plants of Florida Nr. 2417)
scheint von Scop. duleis L. nicht wesentlich verschieden
zu sein. é
871. Scoparia flava CHAM. et NScCHLpbpL. in Linnaea II.
p- 603 (1827).
Brasiliae civit. Rio Grande do Sul: Piratiny, in campis
glareosis apricis. Dec.
»Suffrutex humillimus corolla lutea». (LINDMAN).
Da CHAMISSO und SCHLECHTENDAL bei der Aufstellung ihrer
Scoparia fava selbst »Microcarpaea montevidensis SPRENG.
Syst. 1. p. 42! citiren, so könnte man versucht sein, die
1 Uber die Voranstellung des Gattungsnamens Lindernia ALL. vergleiche
URBAN in Ber. d. deutschen botan. Gesellsch. II. S. 439 (1884).
14 KARL FRITSCH, UBER EINIGE REGNELL SCHE GAMOPETALEN.
Pflanze NScoparia montevidensis zu nennen, da der Artname
SPRENGEL'S schon 1825 veröffentlicht wurde. Då aber SPRENGEL
die Pflanze nicht nur in eine falsche Gattung, sondern sogar
in eine falsche (LINNÉ'sche) Classe stellte, da somit eine Er-
kennung der Pflanze nach seiner Diagnose gänzlich ausge-
schlossen war, so halte ich die Wiederherstellung dieses Art-
namens fär unzulässig.
Die Stengel der vorliegenden Exemplare sind nur 4—6
(—10) cm. hoch, während die Pflanze sonst meist viel höher
wird. Die Blitenstiele sind kahl, wie in der Originaldiag-
nose angegeben ist. Jedoch findet man in Herbarien nicht
selten eine Form mit fein dräsig behaarten Blätenstielen, die
ich var. glandulifera nennen möchte; diese wurde beispiels-
weise von Lorentz bei Concepcion in Uruguay im Jahre 1877
gesammelt.
2589. Scoparia millefoliata sp. n.
Herba, ut videtur, perennans. Radix primaria elongata,
sublignosa, ramis paucis tenuibus sepe elongatis praedita.
Caules ex eadem radice plures, basi sublignosi, ramosi, ramis
iterum ramosis ascendentibus fasciculum densum forman-
tibus, angulato-striatis, subglabris. Folia internodiis bre-
viora vel paulo longiora, 3—5 verticillata, angustissime
linearia, pinnatisecta, laciniis 1—4 oppositis alternisve seta-
ceis, integerrimis, apice obtuse attenuatis, rarius summa in-
tegra, subglabra, minute punctata. Pedicelli ex axillis folio-
rum superiorum orti, filiformes, foliis longiores, patentes, ar-
cuato-ascendentes, minute glandulosi. Calyx profunde par-
titus, laciniis plerumque 5 elliptico-lanceolatis, breviter acu-
minatis, subglabris. Corolla lutea, fauce villoso-barbata, la-
ciniis late rotundatis. Stamina brevia. Stigma clavatum in
stylum filiformem attenuatum. Capsula ovata, calyce inclusa.
Caules 12—16 cm. alti. Internodia 4—7 mm. longa.
Folia ca. 5 mm. longa. Pedicelli demum ca. 10 mm. longi.
Calyx 2—3 mm. longus.
Paraguay: Paraguari, in pascuis apricis limoso-arenosis.
»Inambu-caå incolis (Guarani)» (LINDMAN).
Die Pflanze steht der S. pinnatifida CHAM.! am nächsten,
weicht aber in Habitus von dieser Art auffallend ab. Diese
habituelle Verschiedenheit wird durch die reichliche Verzwei-
1 Linnaea VIII. p. 22 (1883):
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 35. 15
gung, die kurzen Internodien und die borstlichen Blattab-
schnitte bedingt.
Beim Vergleiche des eimschlägigen Herbarmateriales fel
mir eine Pflanze auf, welche ich gleichfalls fär eine neue Art
halte und hier beschreiben will:
Scoparia Grisebachii sp. n.
Herba, ut videtur, perennans. Radix praecedentis, sed
minus elongata. Caules ex eadem radice pauci, basi tantum
ramosi, erecti vel ascendentes, angulato-striati, minute glan-
duloso-puberuli. Folia internodiis saepe multo breviora, oppo-
sita vel saepius 3—4 verticillata, pinnatisecta, laciniis 3—7
anguste linearibus inaequalibus, apice obtuse attenuatis, saepe
iterum sectis, minute glanduloso-puberula, punetata. Pedicelli
axillares filiformes, foliis longiores, patentes, arcuato-ascen-
dentes, minute glandulosi. Calyx profunde partitus, lacintis
(plerumque 535) late lanceolatis, brevissime acuminatis, dense
glanduloso-puberulis. Corolla lutea, fauce breviter barbata, laci-
nils latis, rotundatis. Stamina exserta barbam multo superantia.
Stylus exsertus, in stigma clavato-capitatum retusum dilata-
tus. Capsula oblongo-ellipsoidea, calyce inclusa.
Caules 7—8 cm. alti. Internodia media 10—12 mm. longa.
Folia ca. 7 mm. longa. Pedicelli 9 mm. usque longi. Calyx
ca. 2 mm. longus.
Argentina: FEstancia Germania pr. Cordoba (LORENTZ
1874, Nr. 1).
GRISEBACH bestimmte diese Pflanze als S. pinnatifida CHAM.,
mit der Bemerkung »forma puberula».+ Ich glaube aber, dass
die dräsig-flaumige Behaarung der ganzen Pflanze, vereint
mit ihrem niedrigen Wuchs und der feinen Theilung der
Blätter, zur Abtrennung einer Art berechtigt.
Scoparia flava CHAM. et ScHLDL., plebeja CHAM. et ScHLDL.,
pinnatifida CHAM., Grisebachii m. und millefoliata m. sind un-
ter einander nahe verwandt und könnten wohl auch als Un-
terarten einer Art (S. flava) angesehen werden. Zwischen
den drei ersten scheinen Zwischenformen nicht selten zu sein;
SCHMIDT? hat sie deshalb auch zu einer Art zusammengezo-
gen. Hingegen sind mir Formen, welche die beiden. hier neu
besehriebenen Arten mit den anderen verbinden wärden, nicht
bekannt.
1 GRISEBACH, Plantae Lorentzianae (Abhandlungen der kgl. Gesellsch. d.
Wiss. in Göttingen, XIX.) p. 165 des Sep.-Abdr. (1874).
? Flora Brasiliensis VIII. p. 266.
16 <KARL FRITSCH, ÖBER EINIGE REGNELL' SCHE GAMOPETALEN.
38871. Gerardia genistifolia CHAM. et SCHLDL. in Linnaea
TiS (0S25:
Paraguay: Paraguari, in pascuis apricis.
Die Original-Beschreibung stimmt in allen Punkten vor-
treMlich. Die SELLo'sehen Original-Exemplare sind leider
in Wien nicht vorhanden. Dagegen liegt im Wiener Uni-
versitätsherbar eine von PuHiuiPPei als Gerardia genistifolia
CHAM. et ScHLDL. gesendete Pflanze aus Coquimbo in Chile,
welche durch schmälere Blätter, tiefer getheilte Kelehe und
schwächer behaarte Blumenkronen abweicht und specifisch
verschieden sein därfte.
835 et 3887. Buchnera elongata Swartz, Flora Indiae
occidentalis IT. p. 1061 (1800).
Brasiliae civit. Rio Grande do Sul: Porto Alegre, in
campis solo duro arido glareoso. Nov. (835).
Paraguay: Paraguari. (3887).
Die Pflanze aus Paraguay hat schmälere Blätter als jene
aus Brasilien. Beide haben die Kelche dicht mit weisslichen
Strichelhaaren bekleidet, während an anderen mir vorliegenden
Exemplaren (aus Cuba, Florida etc.) die Behaarung viel spär-
licher ist.
Gesneriaceae.
2617. ”Drymonia ($ Conchocalyces HANST.) Lindmaniana
sp. n. (Fig. 3—538).
»Suffrutex alte subvolutans vel epiphyta pendens» (LIND-
MAN). Ramuli tomentelli, ad foliorum basin toris annularibus
glandulisque binis disciformibus praediti. Folia magna, ellip-
tica, in petiolum sensim attenuata, acuminata, basi excepta
repando-dentata, supra pilis brevibus appressis asperula, sub-
tus densius appresse puberula, pallidiora. Flores speciosi,
pedicellati, pedicellis tomentellis. Calyx amplus, appresse
puberulus, in lacinias 5 remote denticulatas inaequaliter fis-
sus, lacinia dorsali minima sublibera, ceteris majoribus al-
tius connatis. »Corolla pallide carneo-purpurascens, intus
carneo- vel purpureo-maculata punctataque» (LINDMAN), extus
hispidula, basi supra saccata, dein sursum gibbosa, fauce
ampla, laciniis brevibus rotundatis reticulato-nervosis denti-
culatis. Antherae inclusae, basi breviter sagittatae. Disci
glandula dorsalis bene evoluta, laterales nullae. Germen se-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:05. 17
riceo-tomentosum; stylus elongatus, subglaber; stigma bifidum.
»Fructus valvis 2 late hiascens, pericarpio intus coccineo»
(LINDMAN), calyce immutato vel ampliato cireumdatus. Semina
numerosa, atroviolacea, sericeo-micantia, cylindrico-fusiformia,
funiculis elongatis affixa.
Foliorum petioli 25—30 mm. longi, lamina 13—18 cm.
longa, 6—7 cm. lata. Calyx 25—30 mm. longus. Corolla ca.
40 mm. longa. MSemina vix 1 mm. longa.
Brasiliae civit. Matto Grosso: Palmeiras, in umbra silvae
primaevae subvolutans vel epiphyta pendens. Jan.
Eine ausgezeichnete neue Art, welche wegen der Verwach-
sung ihrer Kelchzipfel in die Gruppe Conchocalyces HANST. zu
stellen ist. Die einzige aus dieser Gruppe bisher bekannte
Art, D. conchocalyx Hanst.! aus Costa Rica, ist von der vor-
liegenden neuen Art durch ganzrandige, kahle Blätter, rothe,
kahle Kelche u. s. w. weit verschieden.
Eigenthämlich und näherer Untersuchung werth erscheint
der Bau der Stengelknoten. Jeder Blattstiel ist am Grunde
von einem ringförmigen Wulst umgeben, neben welchem bei-
derseits je ein rundliches Gebilde sitzt, welches wohl nur
als extraflorales Nectarium gedeutet werden kann. Dieses
Vorkommen ist aber aus zwei Griänden sehr interessant:
erstens, weil bei Gesneriaceen meines Wissens bisher keine
extrafloralen Nectarien bekannt sind;? zweitens, weil den
Gesneriaceen und allen mit ihnen verwandten Familien Sti-
pularbildungen vollständig fehlen, diese sitzenden Drisen
der Drymonia Lindmaniana aber gerade die Stelle von Ne-
benblättern einnehmen, wie etwa die Nectarien unserer Sam-
bucus-Arten.”
Nach den von LINDMAN an Ort und Stelle gemachten
Beobachtungen sind die Bläten von Drymonia Lindmaniana
proterandrisch. Zur Zeit der Pollenentleerung steht die Narbe
höher als die Antheren und ist noch geschlossen; später öffnet
sie sich und nimmt dann die Stelle der Antheren ein. (Vgl.
Fig. 3—5). Die Bestäubungseinrichtungen sind somit jenen
bei der Scrophulariaceen-Gattung Pentastemon ähnlich.?
1 HANSTEIN in Linnaea XXXIV. p. 360 (1865—566).
? Vgl. DELPINO, Funzione mirmecofila nel regno vegetale (Bologna 1886);
ScHIMPER, Die Wechselbeziehungen zwischen Pflanzen und Ameisen im tropi-
schen Amerika (Jena 1888).
3 Vel. hieröber FritscH in Öesterr. botan. Zeitschr. 1889 5. 215; DAMMER
ebendaselbst 1890 S. 261.
< Vgl. KERNER, Pflanzenleben 1. Auflage, II. p. 302.
LÖS
18 KARL FRITSCH, ÖBER EINIGE REGNELL SCHE GAMOPETALEN.
Die lebhaft rothe Farbe der Innenseite des Pericarps
lässt darauf schliessen, dass die Samen durch Thiere verbrei-
tet werden.1 Man kann auch an dem getrockneten Material
deutlich constatiren, dass die Samen nach Öffnung der Frucht
nicht herausfallen, sondern an verlängerten Nabelsträngen
befestigt bleiben. Wahrscheinlich sind die Placenten mehr
oder weniger feischig und dienen vielleicht Vögeln zur
Nahrung.
An einem anderen Standorte: Brasiliae civit. Matto
Grosso, Santa Cruz da Barra ad caudices palmae »Oacuri»
(Attaleae) epiphyta (2617 b), hat LINDMAN junge (sterile) Exem-
plare einer Gesneriacee gesammelt, welche höchst wahrschein-
lich mit Drymonia Lindmaniana identisch ist. Absolut sicher
ist das trotz vollkommener Ubereinstimmung der vegetativen
Organe nicht, da in den Bliten Verschiedenheiten existiren
können.
3001. Gloxinia Sarmentiana GARDN. in Hoor. Icon. plant.
IV tab. 378 (1841).
Brasiliae civit. Matto Grosso: Serra das Araras, ad saxa
umbrosa. Febr.
»Herba annua paulo succosa; corolla intense violascenti-
caerulea; antherae cremeae>». (LINDMAN).
Die Originalabbildung stimmt vortrefMich mit Ausnahme
der Gestalt der Blumenkrone, welche dort mit längerer und rela-
tiv schmälerer Röhre dargestellt ist. Ein Originalexemplar von
GARDNER findet sich in den Wiener Herbarien nicht. Dage-
gegen liegt im Herbarium des Wiener Hofmuseums ein Ori-
ginalexemplar der nahe verwandten Gloxinia attenuata HANST.
(GARDNER 33503). Diese Pflanze ist grösser, reichlicher be-
haart, hat breitere Blätter, breitere Kelchzipfel und doppelt
längere Blumenkronen. Ganz kabl ist äbrigens G. Sarmen-
tiana auch nicht, namentlich die Oberseite der Blätter ist
reichlich strichelhaarig. Ob die Pflanze einjährig ist, möchte
ich trotz der iäibereinstimmenden Angaben GARDNER'S und LIND-
MAN'S nicht als ganz sicher annehmen. Die beschuppten un-
terirdisehen Ausläufer der Gloxinien brechen so leicht ab,
dass sie beim Sammeln leicht iäbersehen werden können.?
1 Vgl. auch SCcHIMPER, Die epiphytische Vegetation Amerikas (Jena 1888)
21 i
2 Vgl. iber diese Art auch HANSTEIN in Flora Brasiliensis VIII p. 350.
RR
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:05. 19
3003 et 30031. XKoellikeria argyrostigma [HooK. Bot.
Mag. tab. 4175 (1845) sub Achimenide] Regel in Flora XXXI.
p- 250 (1848).
Brasiliae civit. Matto Grosso: Serra das Araras, Retiro,
ad limam rivuli sub dumetis, Febr. (3003); — Serra do Ita-
pirapuan, Cascata do Angelim, ad terram et rupes humidas
silvae primaevae. Apr. (30031).
Die Art fehlt in der »Flora Brasiliensiss. TAUBERT wies
sie im Staate Goyaz nach,! und nun liegt sie auch von 2
Standorten in Matto Grosso vor. Die Verbreitung dieser
monotypischen Gattung erstreckt sich also von Columbien und
Venezuela durch Central-Brasilien bis Bolivia, wo sie kärz-
lich von BanG (Coll. Nr. 1720!) gesammelt wurde.? Jeden-
falls spricht die weite Verbreitung und der gänzliche Mangel
einer Variabilität daför, dass Koellikeria ein sehr alter Typus
ist. Die nächst verwandte Gattung Smithiantha lebt in
Mexico.
1129. Corytholoma verticillatum [Vellozo, Florae Flu-
min. lib. prim. p. 255 (1825)? et Florae Flumin. icones VI.
tab. 64 (1827) sub Orobanche] FRITSCH.
Syn. Gesneria verticillata HooK. in CURTIS, Bot. Mag. tab. 2776
(1827), non CAVAN.
Gesnera Douglasii MART. Nov. gen. et spec. plant. III. p. 33
(1829), non LINDL.
Gesnera maculata MART. 1. c. tab. 215 (1829).
Corytholoma maculatum FRITSCH in ENGLER und PRANTL, Na-
tärl. Pflanzenfam. IV. 3 b. p. 181 (1893).
Brasiliae civit. Rio Grande do Sul: Excolonia Santo An-
gelo, ad rupes summi montis Cerro-Pellado. Febr. (fruct.).
»Planta petrophila tuberosa; an etiam epiphyta?» (LIND-
MAN).
Da nur ein Fruchtexemplar vorliegt, so kann ich nicht
mit Sicherheit sagen, ob die Pflanze nicht etwa zu dem nahe
verwandten Corytholoma confertifolium (HaANst.)t gehört; die
starke Behaarung und die Gestalt der Blätter wirde sogar
1 Botan. Jahrbächer von ÅA. ENnGLER XXI. p. 452 (1896).
> Vgl. RusBY in Memoirs of the Torrey Botanical Club IV. p. 237 (1895)
and VI. p. 96 (1896).
> Arch. d. Mus. Nacion. de Rio de Janeiro V. p. 241 (1881).
+ Gesnere confertifolia HaAnst. in Flora Brasil. VIII. p. 360 (1857).
20 KARL FRITSCH, ÖUBER EINIGE REGNELL'SCHE GAMOPETALEN.
auf letzteres hinweisen; da ich jedoch kein Vergleichsmaterial
von letzterer Art zur Verfigung habe, andererseits aber we-
sentliche Unterschiede gegenäber Gesnera maculata MaARrTt.!
nicht finde, so muss ich es dahingestellt sein lassen, ob Ges-
nera confertifolia HaAnsr. äberhaupt von jener Art specifisch
verschieden ist. Auf alle Fälle liegt ein etwas polymorpher
Formenkreis vor, den man am zweckmässigsten mit dem Na-
men Corytholoma verticillatum bezeichnet, weil die älteste
hierher gehörige Beschreibung jene von VELLozo's Orobanche
verticillata ist, deren Abbildung die vorliegende Pflanze ganz
gut darstellt (abgesehen von der etwas abweichenden Blatt-
form).
Die Arten dieser Gattung werden zumeist unter dem Gat-
tungsnamen Gesnera Mart. aufgefiährt; so in den Publicatio-
nen HANSTEIN'S,? bei BENTHAM und HooKER,? DURAND!? u. a.
Nun hat aber LINNÉ unter Gesneria etwas ganz anderes ver-
standen, wie auch von BaAILLoN? und von KUNtzE'S betont
wurde, nämliech die späteren Gattungen Pentaraphia LINDL.
= Conradia Mart.? und Rhytidophyllum Mart.? Die Gat-
tungsdiagnose LINNÉ's? wärde allerdings auf verschiedene Ges-
neriaceen-Gattungen passen, aber die von LINNÉ unterschie-
denen Arten!” gehören durchweg dorthin, keine zu jener
damals noch ganz unbekannten Gattung, welche später MARrR-
TIus als Gesnera bezeichnete. Fär diese letztere Gattung
haben sowohl BAILLoON als KuUNTzZE (an den oben citirten Stellen)
den Namen Rechsteinera REGEL in Anwendung gebracht,
während ich es för correcter halte, die Gattung Corytholoma
(BENTH.) zu nennen. Die folgende Darlegung soll diese meine
Ansicht begränden.
1 Ich verglich u. a. ein blähendes Exemplar, von WAWRA bei Teresopolis
gesammelt. (Vgl. WAWRaA, Itinera princ. S. Coburgi I. p. 79); dasselbe ist
schwächer behaart, sonst aber von der vorliegenden Pflanze nicht zu unter-
scheiden.
Flora Brasiliensis VIII. p. 349; Linnaea XXXIV. p. 236.
Genera plantarum II. p. 1003.
Index generum p. 302.
Bull. soc. Linn. Paris I. Nr. 90 p. 717 ff. (1888).
Revisio generum p. 473. |
Botanical Register XIII. sub tab. 1110 (1827).
MaARrtius, Nova genera et species plant. III. p. 38 (1829).
LINNÉ, Genera plantarum ed. IV. p. 222 (1752). (Auch schon 1737).
Gesneria humilis L. Sp. pl ed. 1 p. 612 (1753)=Conradia humilis
Marr. Nov. gen. III. 38 (1829); Gesneria tomentosa L. 1. c. = Rhytidophyllum
tomentosum Marr. 1. c.; Gesneria acaulis L. Syst. nat. ed. 10 p. 1110 (1759)
= Conradia Sloanei DC. Prodr. VII. p. 526 (1839).
ee wa RP NR PY NM
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:0 5. 21
Im Jahre 1846 unterschied BENTHAM! Zwei Sectionen der
bis dahin recht unklar begrenzten Gattung Gesnera MART.
(non Gesneria L.!), die er Isoloma und Corytholoma nannte.
Wie schon die Namen selbst sagen, wurde diese Unterscheidung
hauptsächlich nach der Gestalt der Blumenkrone vorgenom-
men: Isoloma mit 5 nahezu gleichen Zipfeln der Blumen-
krone, Corytholoma mit verlängerter, vorgestreckter Ober-
lippe. Ausserdem gibt BENTHAM noch einen Unterschied an,
der sich auf den Grad der FEinsenkung des Fruchtknotens
bezieht: »calycis tubo turbinato fere omnino adnato» bei Iso-
loma, »calyx....laxius basi brevius adnatus> bei Corytho-
loma. Die bei BENTHAM unter Isoloma stehenden Arten ge-
hören mit Ausnahme der Gesnera ulmifolia H. B. K., welche
zu Heppiella REGEL? gehört, alle in jene Gattung, welche ich
in meiner Bearbeitung der Gesneriaceen? Kohleria REGEL?
genannt habe.? Unter Corytholoma fäöhrt BENTHAM nur eine
Art auf, Gesneria stachydifolia BEntH., eine echte Gesnera
im Sinne HANSTEIN's. Der Sectionsname Corytholoma BENTH.
bezieht sich also ganz klar und unzweideutig auf jene Gat-
tung, welche HANSTEIN Gesnera nennt, während BAILLON und
KuUNTZE, wie. oben erwähnt, dieselbe Rechsteineria REGEL nen-
nen. Die letztere Gattung wurde aber von REGEL erst im
Jahre 1848 aufgestellt,5 und zwar neben Gesnera, wobei REGEL
unter Gesnera dasselbe versteht wie später HANSTEIN und nur
einige Arten mit auffallender kurzer Röhre der Blumenkrone
unter dem Namen Rechsteineria davon abtrennt. Die Diag-
nose der Section Corytholoma BENTE. bedarf zwar einer Mo-
dificirung, da auf die Gestalt der Corolle weniger Gewicht
zu legen ist, dagegen ein wichtiges Merkmal in den vegeta-
tiven Organen, die Knollenbildung, BENTHAM unbekannt war.
Dies ist aber kein Grund, den BENTHAM'schen Namen zu ver-
werfen, da die Abgrenzung der beiden Sectionen ganz mit
der Abgrenzung unserer heutigen Gattungen zusammenfällt.
Schon DECAISNE? hat den Namen Corytholoma als Gattungs-
! Plantae Hartwegianae p. 230 (April 1846).
” REGEL in Gartenflora II. p. 353 tab. LXX.
> ENGLER u. PRANTL, Natiärl. Pflanzenfamilien IV. 3b. p. 177.
+ REGEL in Ind. sem. hort. bot. Turic. 1847 et in Flora 1848 p. 250.
> Den Namen Isoloma habe ich deshalb vermieden, weil SMITH schon
mehrere Jahre fräher eine Farngattung dieses Namens aufgestellt hat. (HOooKER
et BAuUER, Genera filicum tab. CII).
$ Ind. sem. hort. botan. Turic. 1847 u. in Flora 1848 p. 247.
" Revue borticole, 3. série, II. p. 466 (1848).
22 KARL FRITSCH, ÖBER EINIFE REGNELL SCHE GAMOPETALEN.
name verwendet, aber in engerem Sinne; er verstand darun-
ter nur jene Section der Gattung, welcher BENTHAM's Gesneria
stachydifolia angehört; ich habe diese Section als Eucorytho-
loma bezeichnet.! Dagegen habe ich jene Section, zu welcher
die oben besprochene Art(Corytholoma verticillatum) gehört,
a. a. O. mit dem Namen Thamnocaula HaAnst.? (im erweiter-
ten Sinne) bezeichnet, da der von HANSTEIN später? gebrauchte
Name Eugesnera mit Räöcksicht auf die Verwerfung des Gat-
tungsnamens Gesnera widersinnig Wwäre.
937. Corytholoma latifolium [MaArrtius, in Verhandl. d.
Ver. zur Beförderung des Gartenbaues in den kgl. preussi-
schen Staaten V. (10. Liefg.) p. 219 (1828) sub Gesnera]
FRITSCH. i
Syn. Gesnera macrostachya LINDL. Bot. Reg. XIV. tab. 1202
(1828). :
Brasiliae civit. Rio Grande do Sul: Serra dos Tapes, Cas-
cata da Hermenegilda, inter saxa dumetosa. Dec.
Die Pflanze stimmt mit Exemplaren des Wiener Hof-
herbars, welche von HANSTEIN bestimmt wurden, genau iber-
ein. LINDMAN bringt auf der Etiquette folgende Notizen iber
dieselbe: »Caules e tubere globoso vel deformi, diametro 1—2
dm., evadentes, succosi, carnosi. Folia crassa, subearnosa.
valyx 5-fidus lobis late distantibus. Corolla scarlatine pur-
purea, lobis 5 brevibus, obtusis, subaequalibus, subpatentibus,
3 anticis interdum basi violaceo-atro-bipunctatis, aestivatione
2 lateralibus exterioribus, antico intimo. Stamina 4 didy-
nama, filamentis profunde affixis, antheris conglutinatis, bi-
locularibus, aequalibus, polline albo, connectivo minute bitu-
berculato. OÖvarium uniloculare multi-ovulare, placentis 2
parietalibus bilaminatis totis ovuliferis. Nectaria 2 postica.
Stigma sub-bilabiatum, lobo postico supra anticum incurvato.»
In Bezug auf den Artnamen dieser Pflanze möchte ich
noch erwähnen, dass ich mich dem Vorgange HANSTEIN's? an-
schliesse und somit von den beiden in demselben Jahre pu-
blicirten Artnamen den von MaARrrtIus jenem von LINDLEY Vor-
ziehe.
1 ENGLER u. PRANTL, Die natäörl. Pflanzenfam. IV. 3 b. p. 181.
? Linnaea XXVI. p. 203.
3 Flora Brasiliensis VIII. p. 358: Linnaea XXXIV. p. 258.
+ Flora Brasiliensis VIII. p. 366.
EN DEREN
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. Il. N:05. 23
1297 et 1931. Corytholoma Selloi [MaArtIus, Nova ge-
nere et spec. plant. III. p. 36 (1829) sub Gesnera] FRITSCH.
Brasiliae civit. Rio Grande do Sul: Silveira Martins,
Val Veneta, inter saxa umbrosa silvae primaevae. MART.
(290):
Paraguay: Paraguari, inter saxa aprica loci aperti silvae
montis Cerro-Pelado. Aug. (1931).
Das brasilianische Exemplar stimmt genau mit dem
SELLo'schen Original im Wiener Hofherbar, welches ja eben-
falls aus Rio Grande do Sul stammt. LINDMAN bemerkt dazu:
»Herba crassa, caule fAexuoso, foliis carnosulis; corolla sordide
vel lilacino-purpurea segmentis albidis,. — Das Exemplar
aus Paraguay ist etwas länger und dichter zottig behaart,
hat dichtere Blitenstände und etwas kärzere, mehr bauchige
Blumenkronen. Diese Unterschiede sind aber so unbedeu-
tend, dass ich nicht einmal eine Varietät desshalb abtrennen
möchte.
1107. Corytholoma igneum [Marrtivus, Nova genera et
spec. plant. III. p. 32 (1829) pro var. Gesnerae Sceptri]
FriItscH — non DECAISNE in Revue horticole, 3. série, II. p.
467 (1848).
Brasiliae civit. Rio Grande do Sul: Santo Angelo, in
campis alte graminosis, »campestre» dictis. Jan.
»Corolla basi postice valde gibba, limbo oblique truncato,
segmentis subaequalibus, posticis altius insertis; colore coc-
cineo. Stamina 4 (antica 2 longiora), filamentis plane liberis
corollae tubo profunde affixis, antheris apice connatis ovato-
cordatis, loculis 2 apicem versus paulo convergentibus; sub
anthesi loculi 8 stellatim conjuncti sub labio postico positi
pollen flavum, disci farinosi instar, praebent. Stigma capitato-
peltatum, medio paulo concavatum. Placenta parietalis valde
intrusa bialata. Disci glandula postica latissima emarginata
albida». (LINDMAN).
MarrtIivs unterschied a. a. O. 3 Varietäten seiner Gesnera
Sceptrum: 4) rubra, £) flavida und y) ignea. Die vorliegende
Pflanze entspricht ganz der Diagnose der var. y) ignea; nur
war die Bliätenfarbe nach LINDMAN scharlachroth. Fiär typi-
sches Corytholoma Sceptrum (2) rubrum) halte ich die von
GARDNER unter Nr. 468 gesammelte Pflanze, welche sich durch
spitze Blätter und lange, dinne Blätenstiele auszeichnet. Im
Botanical Magazine ist auf tab. 3576 eine »Gesneria Sceptrum
24 KARL FRITSCH, UBER EINIGE REGNELL SCHE GAMOPETALEN.
Y. ignea» abgebildet, von der schon HaANstEIN! bezweifelte,
dass sie richtig bezeichnet ist. Ich halte die dort abgebil-
dete Pflanze fär eine heller blihende Spielart des echten
Corytholoma Sceptrum (MaArrt.) DcN.,? da sie die spitzen Blät-
ter und die langen Blitenstiele derselben aufweist. Da nun
DECAISNE a. a. O. nur diese Abbildung, nicht aber die Varie-
tät ignea des Marrtivs citirt, so kann ich DECAISNE's Cory-
tholoma igneum nur als Synonym von Corytholoma Sceptrum
(Mart.) Des. betrachten.
Im Wiener Hofherbar liegen verschiedene von HANSTEIN
als Gesnera Sceptrum Mart. bezeichnete Pflanzen, welche
weder mit dieser, noch mit Corytholoma igneum (MART.) ge-
rau ibereinstimmen, aber doch beiden sehr nahe stehen: so
die Nummern 1015, 2464 und 6049 Pounr's aus Brasilien, dann
»Gesneria fragilis Poeppig» (Nr. 1771) aus Peru.?
2989 et 2989 b. Corytholoma igneum (MaART.) FRITSCH
var. villosum FRITSCH.
Caulis, inflorescentia, calyx, corolla subapresse albido-
villosa. Corollae labium superius elongatum, latitudine suå
paululum longius. |
Brasiliae civit. Matto Grosso: Rio Jocuara, in campo
dumetoso »cerradåäo» dicto. Febr. (2989). — Serra do Itapi-
rapuan. Apr. (2989 Db):
»Corolla rubra, pollen stramineum» (LINDMAN).
Am tvpischsten ist die starke, zottige Behaarung bei dem
Exemplar Nr. 2989b entwickelt. Das andere Exemplar ist
etwas weniger zottig, stimmt aber im Bau der Blumenkrone
mit dem ersten vollkommen iberein. Wegen der lang vor-
gezogenen Oberlippe könnte man geneigt sein, diese Form zu
Corytholoma strictum (Hook et ARN.) DECAISNE? zu stellen;
aber alle äbrigen Merkmale weisen entschieden auf Corytho-
loma igneum (Mart.) DECcAISNE hin. HEine ähnliche Pflanze
sammelte SrPrucE bei Tarapoto in Peru; dieselbe findet sich
im Wiener Hofherbar als Gesnera stachydifolia BENTH.
bezeichnet. Die echte columbische Gesnera stachydifolia
1 Flora Brasiliensis VIII. p. 370.
2 DECAISNE in Revue horticole, 3. série, II. p. 467 (1848).
3 Vegl. auch die Bemerkung HANnstEIN's in der Flora Brasiliensis VIII.
p. 3/1 oben.
4 HOooKER, Journal of botany I. p. 280 (1834). Exemplare habe ich nicht
gesehen.
> Revue horticole, 3. série, II. p. 466 (1848).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 5. 25
BENTH.! habe ich ebenso wenig gesehen wie die jedenfalls
auch sehr nahe verwandte (vielleicht sogar mit C. Sceptrum
identische) Gesnera elatior H. B. K.).?
Die ganze Artengruppe bedarf der monographischen Re-
vision; die seinerzeitige Bearbeitung von HANSTEIN? ist hier
entschieden unzureichend. Die Arten mit lang vorgezogener
Oberlippe bilden einen ganz allmähligen Ubergang zur Sec-
tion Dircaea,t welche daher keinesfalls als eigene Gattung
aufgefasst werden darf, wie dies DECAISNE gethan hat.
Acanthaceae.
123. ”Ruellia ($ Dipteracanthus) Lindmaniana sp. n. (Fig. 9, 10).
Syn. Dipteracanthus geminiflorus var. subacaulis NEES in Flora
Brasiliensis IX. p. 40 (1847), non Ruellia subacaulis C. KoCH et
BoucHÉE, Appendix gen. et spec. nov. 1854 p. 12.
Herba pusilla, sub acaulis, suffruticosa. Radices elongate
sublignosze collo subtuberoso. Caules pauci, brevissimi, foliis
4—10 approximatis praediti, pilis brevibus albidis retrorsum
hirti. Folia brevissime petiolata, obovata vel elliptica, in-
tegra, supra pilis brevibus dense hirta, subtus nervis exceptis
albide tomentella. Flores plerumque 2, axillares, brevissime
pedicellati. Bracteolae in statu florendi nullae. Calyx fere
ad basin 5-fidus, laciniis elongatis subulato-linearibus hirsutis.
Corolla magna, caule multo longior, pallide violacea, extus
puberula, tubo inferne angusto, sursum ampliato, laciniis ex-
pansis rotundatis. Stamina 4, inclusa, 2 inaequalia basi con-
tigua. Stylus filiformis, elongatus, sed inclusus. Stigma di-
latatum, basi dente minuto (rudimento lobi stigmatis alterius)
instructum. Ovula nonnulla (circa 10—16).
Caules (sine flore) 5—15 mm. longi. Folia 12--20 mm.
longa, 7—11 mm. lata. Calyx 9—12 mm. longus. Corolla
25—35 mm. longa.
! BENTHAM, Plantae Hartwegianae p. 230 (1846).
” HUMBOLDT, BONPLAND, KUNTH, Nova genera et spec. plant. II. p. 315
(1817). Wärde die Identität der Gesnera elatior H. B. K. mit Gesnera Scep-
trun MaARrRT. nachgewiesen, so miste die Art der Priorität halber Corytholoma
elatius (H. B. K.) heissen.
> Flora Brasiliensis VIII. p. 369—371; Linnaea XXXIV. p. 261—264.
+ DECAISNE in Revue horticole, 3. série, II. p. 466.
3
26 KARL FRITSCH, UBER EINIGE REGNELL'SCHE GAMOPETALEN.
Brasiliae civit. Minas Geraes: Såo Joåo d'El-Rei, in col-
libus apricis glareosis adustis, qui »campos» vocantur. Aug.
Ich zweifle nicht, dass die hier von mir beschriebene
Pflanze mit der var. subacaulis NEEs von Ruellia geminiflora
H. B. K.! identisch ist, obschon ich keine Belegeexemplare
hierfär gesehen habe. Der vorliegenden Pflanze sehr ähnlich,
aber durch mehr verlängerte Stengel und stärkere, mehr ab-
stehende Behaarung verschieden, ist ein von Pour (Nr. 6028)
gesammeltes Exemplar im Wiener Hofherbar, welches NEEsS
als »Dipteracanthus geminiflorus 2. procumbens, specimina parva»
bezeichnete. Diese var. «. procumbens ist die echte Ruellia gemini-
flora H. B. K., welche in ihrer typischen Gestalt durch verlän-
gerte, niederliegende oder bogig aufsteigende Stengel, bedeutend
grössere Blätter (>»folia 11—2” 1g., 3—9'" lata» nach der Original-
Diagnose) und andere Behaarung so sehr abweicht, dass ich
mich nicht entschliessen konnte, die vorliegende Pflanze als
Varietät dazuzustellen, wie dies NEEs gethan hat. Es ist
allerdings nicht ganz ausgeschlossen, dass eine durch den
Standort bedingte Wuchsform der Ruellia geminiflora H. B.
K. vorliegt; aber so lange dies nicht bewiesen ist, halte ich
die Abtrennung för zweckmässiger. Auf ein scheinbar we-
sentliches Merkmal möchte ich kein zu grosses Gewicht le-
gen: NEES sagt bei Dipteracanthus geminiflorus: »semina 4»,
während ich in dem Fruchtknoten der Ruellia Lindmaniana
mehr als 10 Samenknospen fand — aber abgesehen davon,
dass von diesen Samenknospen ein Theil abortiren kann, scheint
mir die Zahl der Samenknospen bei den Ruellia-Arten iber-
haupt nicht constant zu sein.
Obgleich der älteste Name fär die hier besprochene Art
der NEzEs'che Varietätsname »subacaulis»> ist, so konnte ich
doch mit Ricksicht auf die von CO. KocH und BouvcHÉ a. a. O.
beschriebene Ruellia subacaulis diesen Namen nicht verwenden.
Die äbrigen von LINDMAN gesammelten Acanthaceen hat
LiNDaAU in Bull. de I'herbier Boissier V. aufgezählt, beziehungs-
weise die neuen Arten beschrieben.
1! HUMBOLDT, BONPLAND, KUNTH, Nova gen. et spec. II. p. 315 (1817).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AED. III. N:0O 5.
Namenverzeichniss.
Angelonia micrantha BENTH.. .
Brunfelsia latifolia (PoHL) BENTH. .
» uniflora (PoHL) D. DON .
Buchnera elongata Sw.
Buddleia oblonga BENTH. ;
Corytholoma igneum (MART.) Nr sor
> » var. villosum FRITSCH Var. nov.
> latifolium (MART.) FRITSCH
> Selloi (MART.) FRITSCH
Drymonia Lindmaniana FRITSCH spec. nov. .
Gerardia genistifolia CHAM. et SCHLDL. .
Gloxinia Sarmentiana GARDN.
Koellikeria argyrostigma (HOookK.) Ru
Linaria Canadensis (L.) Dum. DE CouRSs..
Lindernia crustacea (L.) F. v. MuvELL.
Monniera calycina (FORSK.) KzZE .
> Ranaria (BENTH.) FRITSCH
Ruellia Lindmaniana FRITSCH Spec. nov.
Schwenkia angustifolia BENTH.
Scoparia dulcis L. a /
> flava CHAM. et Sör
> Grisebechii FRITSCH spec. nov.
> millefoliata FRITSCH spec. nov.
Stemodia lanceolata BENTH.
Taligalea campestris AUBL.
27
Seite
9
28 KARL FRITSCH, ÖUBER EINIGE REGNELL SCHE GAMOPETALEN.
Fig. 1—
Eip
> 2
Ar
Erklärung der Abbildungen.
Angelonia micrantha BENTE.
Stengelstäck mit einem Blattpaar nd einer Blite, 5 mal vergr.
Blite von vorne gesehen, 4 mal vergr.
Fig. 3—8. Drymonia Lindmaniana FRITSCH sp. n
Fig. 3.
3, 4
TED
2 40;
SR rd
$i
Fig. 9—10
Fig. 9
> 10.
Blite von vorne gesehen, in natärlicher Grösse.
Staubblätter und Griffel in jener Stellung, die sie im ersten
(männlichen) Stadium der Anthese einnehmen, von der Seite
gesehen, 21 mal vergr.
Narbe im zweiten (weiblichen) Stadium der Bläte, 21 mal vergr.
Blite, von der Seite gesehen, in nat. Gr.
Geöffnete Frucht (mit Kelch) nach Entfernung der Samen;
NAT GT.
Habitusbild in nat. Grösse. (Man beachte die Dräsen an den
Stengelknoten).
Ruellia Lindmaniana FRITSCH sp. Nn.
Das Innere einer jungen Bläite, durch Aufschlitzen der Blumen-
krone an der Vorderseite sichtbar gemacht, 3 mal vergr.
Habitusbild in natärlicher Grösse.
FRA SPA BEN VTA FE PS
sp.n
Mama Fritsch
& A Ekblom delin.
=
3
MÅ
5
i
El
5
:
[oN]
Sj
Fig.4-5 9,10, CAM Lindman adrét 6
BIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 24. Afd TIL. N:o 6.
EX
HERBARIO REGNELLIAN0O.
ADJUMENTA AD FLORAM PHANEROGAMICAM
BRASILLE TERRARUMQUE ADJACENTIUM
COGNOSCENDAM.
PARTICULA PRIMA.
AUCTORE
GUST. O. A:N MALME.
COMMUNICATUM DIE 13 APRILIS 1898.
PROBATUM A V. WITTROCK ET A. G. NATHORST.
Sker 1898.
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Vorwort.
Unter den brasilianischen Pflanzensammlungen in Europa
nimmt das in der Botanischen Abteilung des Reichsmuseums
zu Stockholm aufbewahrte REGNELL'sche Herbar, nicht nur
wegen der Anzahl der darin befindlichen Pflanzenspecies
sondern in noch höherem Grade wegen der Vollständigkeit
und der Schönheit der Exemplare, einen sehr hervorragenden
Platz ein. Es besteht zunächst aus den von dem schwedi-
schen, beinahe ein halbes Jahrhundert lang in Brasilien
wohnhaft gewesenen Arzte Dr. A. F. REGNELL und seinem Assi-
stenten, dem jetzigen Professor der Medizin zu Upsala Dr.
S. HENSCHEN in der nächsten Umgegend des Städtchens Caldas
und in den angrenzenden Teilen von Minas Geraes und Säo
Paulo gesammelten Pflanzen, die zu verschiedenen Zeiten von
REGNELL nach Stockholm gesandt worden sind. Ausserdem
enthält es die mehr als vier Tausend Nummern betragende
Phanerogamen-Sammlung, die Dr. HJ. Mostn, der sich auf
REGNELLS Kosten ungefähr zwei und ein halbes Jahr lang in Rio
de Janeiro, Säo Paulo und Minas Geraes aufhielt, nach Europa
mitgebracht hat. Mit denselben kamen auch einige Bigno-
niaceen von dem brasilianischen Botaniker J. C. DE MELLO
und verschiedene Phanerogamen von dem in Campinas woh-
nenden schwedischen Apotheker A. E. SEVERIN an.
Schon ehe die schwedische Regierung das von der Aka-
demie der Wissenschaften zu Stockholm gegriändete natur-
historische Museum ibernahm, hatte die Akademie einen
grossen Teil der von Dr. J. FR. WIDGREN hauptsächlich in
den Jahren 1844—1846 in Brasilien gesammelten Pflanzen
erworben. Dieselben sind jetzt dem REGNELL'schen Herbar
einverleibt. Dasselbe gilt auch von den vom jetzigen Käm-
4 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
merer G. A. LINDBERG zum grössten Teile in der Um-
gegend von Caldas, wo er sich als Gast im Hause REG6-
NELLS aufhielt, in den Jahren 1854 und 1855 gesammelten
und dem Reichsmuseum ibergebenen Phanerogamen. HLeider
enthält die letztgenannte Sammlung, nach den Angaben der
Flora brasiliensis zu urteilen, bei weitem nicht alle von
LINDBERG mitgebrachten Species (bezw. Nummern). Die Wip-
GREN'sche Kollektion — WIDGREN sammelte gewöhnlich von
jeder Species eine grosse Anzahl Herbarexemplare — ist
dagegen ziemlich vollständig; die Exemplare in Stockholm
sind jedoch in vielen Fällen nicht besonders gut, und oft
fehlen die Nummern sowie auch nähere Angaben äber die
Fundorte.
Da die REGNELL'schen und MosÉN'schen Sammlungen zahl-
reiche Duplikate enthielten, wurde es auch mögliech, das Her-
bar durch ”Tausch zu bereichern. Auf diese Weise sind
RiEDEL'sche Pflanzen aus dem Kaiserl. Botanischen Museum
zu S:t Petersburg, SELLoW'sche aus dem Königl. Botanischen
Museum zu Berlin, GLaAzrov'scehe von dem Sammler selbst,
WARMING sche ebenfalls von dem Sammler selbst oder aus dem
Botanischen Museum zu Kopenhagen, MaArtIvs'sche aus dem
Botanischen Museum zu Minchen und einige von verschiede-
nen Sammlern mitgebrachte aus den Museen in Kew, zu
Göttingen und in Rio de Janeiro erworben worden. Häufig
hat man jedoch die unangenehme Erfahrung gemacht, dass
die Museen die angebotenen Pflanzen gern annahmen, sobald
sie aber an die Schuldigkeit, etwas dagegen zu leisten, er-
innert wurden, sich auf blosse Versprechungen beschränkten.
Eine erhebliche Zunahme gewann in jängster Zeit das
Herbar durch die von der ersten REGNELr'schen Expedition
— dem Gymnasialoberlehrer Dr. C. A. M. LINDMAN und dem
Verfasser dieser Zeilen — mitgebrachten Sammlungen. Die
von mir gesammelten Phanerogamen und Farnkräuter sind
längst aufgeklebt, den Forschern zugänglich und zum grössten
Teile ins Herbar eingeordnet. Die LINDMAN'schen aber habe
ich bis jetzt nur teilweise benutzen können.
Bei einer Durchmusterung des Herbarium generale des
hiesigen Museums zeigte es sich, dass es recht viele von
N. J. ANDERSSON, BALANSA, BEYRICH, P.: CLAUSSEN, N. El. FORS-
SELL, FREYREISS, LUSCHNATH, RABEN, R. SPRUCE u. Å. gesam-
melte brasilianische und paraguayische Pflanzen enthält.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:06. DD
Dieselbe werden, da dies ohne Zweifel am zweckmässigsten
ist, allmählieh dem REGNELL'schen Herbar einverleibt. Mit
den paraguayischen Pflanzen von Dr. D. ANisiIts und den
argentinischen des Ingenieurs A. E. KULLBERG, die durch
meine Vermittelung dem Museum geschenkt wurden, ist dies
schon der Fall gewesen.
Selbstverständlich bilden die Phanerogamen und die
Farnkräuter die Hauptmasse des Herbars. REGNELL, WIDGREN,
LINDBERG und HENSCHEN vernachlässigten jedoch keineswegs
die äbrigen Kryptogamen gänzlich; und Mosén, der, sehon
ehe er nach Brasilien ging, sich als töchtiger bryologischer
Sammler bewährt hatte, widmete den Moosen eine ganz be-
sondere Aufmerksamkeit und brachte eine schöne Bryophyten-
Sammlung nach Schweden mit.
Die erste REGNELr'sche Expedition war besonders damit
beauftragt, die Kryptogamen zu untersuchen und zu sammeln.
Oberlehrer Dr. LINDMAN beschäftigte sich auf der Reise auch
sehr viel mit den Pteridophyten und den Bryophyten. Mir
wurden die Thallophyten zu teil. Die meiste Zeit widmete
ich den Flechten, und die von mir aus Brasilien mitgebrachte
Flechtensammlung dirfte die grösste der gegenwärtig aus
jenen Gegenden vorliegenden sein. Dabei wurden jedoch die
äbrigen Thallophyten nicht vernachlässigt. Besonders von
Ascomyceten und von trockenen Hymenomyceten machte ich
nicht geringe Sammlungen.
Ausser den trocknen Pflanzen (dem gewöhnlichen Herbar-
material) findet sich im REGNELL'schen Herbar eine beträcht-
liche Sammlung von Bliten, Frächten, Orchidaceen, Cacta-
ceen und anderen Succulenten in Spiritus, von trocknen Samen
und Friächten (besonders Bignoniaceen- und Leguminosen-
Friächten), von Holzproben und von anderen Museumgegen-
ständen mancherlei Art u. s. w.
Leider ist aber dieses grosse und schöne Herbar nur
teilweise bearbeitet. Von den in den letzen Jahren in der
Flora brasiliensis behandelten Familien ist das hiesige brasili-
anische Material den Mitarbeitern dieses Werkes gewöhnlich
zugesandt und von ihnen benutzt worden. Andere Familien
sind von in- oder ausländischen Monographen bestimmt worden.
Aber vieles ist noch zu untersuchen und zu bestimmen äbrig.
Als ich vor drei Jahren, nach meiner Heimkehr aus
Brasilien, als REGNELLY'scher Assistent (Assistent am REGNELL'-
6 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
schen Herbar) angestellt wurde, fing ich, sobald die dringend-
sten Arbeiten mit den von mir mitgebrachten Sammlungen be-
endigt waren, mit der Bearbeitung oder Bestimmung einiger
Familien des REGNELr'schen Herbars an. Da ich wegen des
Mangels an Vergleichsmaterial nicht selten äber die Richtig-
keit meiner Bestimmungen in Ungewissheit blieb, habe ich
oft den Beistand anderer Botaniker in Anspruch nehmen
missen. Ihnen, sowohl den unten erwähnten, die mir bei
den hier behandelten Familien behälflich gewesen sind, als
denjenigen, die mir bei den demnächst erscheinenden Beistand
geleistet haben oder noch leisten, sage ich hiermit meinen
besten Dank.
Anfänglich war es meine Absicht, die Bestimmungen nur
dann zu veröffentlichen, wenn neue Species oder Varietäten
vorlägen. Da ich aber bald fand, dass das Herbar oft nicht
nur wertvolle Beiträge zur Kenntnis der geographischen
Verbreitung der brasilianischen Phanerogamen liefert, son-
dern auch durch seime im Allgemeinen genauen Angaben
äber das Datum der Einsammlung, den Fundort und die Be-
schaffenheit des Standortes, iber mehrere biologische Ver-
hältnisse Aufschliässe giebt, die man sonst oft vermisst, habe
ich diesen Plan aufgegeben. In der vorliegenden »Particula»
gebe ich eine Aufzählung der im REGNELL'schen Herbar be-
findlichen Umbelliferen, Gentianaceen, Turneraceen, Cappa-
ridaceen und Myristicaceen, wenn zu dem in der Flora bra-
siliensis von ihnen gesagten etwas hinzufigen ist. In der
bald folgenden zweiten »Particula» werden die Apocynaceen,
Styracaceen, Primulaceen und einige andere Familien in der-
selben Weise erwähnt werden.
Ehe ich diese kurze HEinleitung abschliesse, därfte es
nicht unangemessen sein, einige biographische Notizer! iber
die sechwedischen Botaniker zu geben, die in Brasilien Samm-
lungen gemacht haben, besonders da ich gefunden habe, dass
sie im Auslande fast nur dem Namen nach bekannt sind.
Das Leben REGNELLS habe ich schon an anderer Stelle —
Die Flechten der ersten REGNELL'schen Expedition. I. Ein-
leitung. Die Gattung Pyzxine (FR.) Nyr. (Bihang till svenska
Vet.-akad. Handlingar. Band 23. Afd. III. N:o 13. Stock-
1 Viele dieser Notizen verdanke ich Hrn Oberlehrer Dr. T. O. B. N.
KRoK zu Stockholm. — An andrer Stelle werde ich hoffentlich das Leben
and Wirken der hier erwähnten Botaniker ausfihrlicher besprechen können.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 6. 7
holm 1897.) — in der Kärze erzählt. Daselbst ist auch ein
kurzer Bericht iäber die erste REGNELL'sche Expedition ge-
geben, auf welchen ich mir hinzuweisen erlaube.
J. FR. WIDGREN Wwurde am 10. Februar 1810 geboren.
Nachdem er seine Studien beendigt und (1839) als Doktor
der Philosophie promoviert hatte, ging er (1841) nach Bra-
silien, wo er, besonders in den Jahren 1844—1846 teils im
Staate Rio de Janeiro teils in der Umgegend von Caldas
in Minas Geraes grosse Phanerogamen-Sammlungen machte.
Im Jahre 1847 kehrte er nach Schweden zuriäck, wurde (1861)
Schuldirektor in Stockholm und später (1866) Pfarrer zu
Normlösa und Herrberga in Östergötland, wo er am 17.
Oktober 1883 starb. Uber seine Reise und iäber die Flora
Brasiliens hat er nichts veröffentlicht. Seine Sammlungen
finden sich jetzt grösstenteils in der Botanischen Abteilung
des Reichsmuseum zu Stockholm und in dem Botanischen
Museum in Upsala.
G. A. LINDBERG, am 14. August 1832 zu Stockholm ge-
boren, reiste im Jahre 1854 seiner schwächlichen Gesundheit
wegen nach Brasilien, wo er hauptsächlich in der Umgegend
von Caldas botanisehe Sammlungen machte; kehrte schon im
folgenden Jahre nach Schweden zuräck und lebt noch in
Stockholm als Regierungsrat (>Kämmerer» des Kommerz-
kollegiums). Uber seine brasilianische Reise hat er nichts
geschrieben; er hat sich aber später der Cacteenkunde ge-
widmet und ist als hervorragender Kenner der Gattung
Rlipsalis bekannt. Seine Phanerogamen-Sammlungen finden
sich zum grossen Teil in der Botanischen Abteilung des
Reichsmuseums zu Stockholm.
S. E. HENSCHEN, am 28. Februar 1847 zu Upsala geboren,
kam im Januar 1868 auf die Einladung REGNELLS hin nach
Caldas, um dessen Pflanzensammlungen zu ordnen und auf
dessen Kosten botanische Reisen zu unternehmen. Er hielt
sich anderthalb Jahre teils in Caldas teils in Campinas (im
Staate Säo Paulo) auf, widmete sich nach seiner Riäckkehr
nach Schweden der Heilkunde und wurde im Jahre 1882 Pro-
fessor der Medizin an der Universität Upsala, wo er noch
in dieser Stellung wirkt. Er untersuchte während seines
Aufenthaltes in Brasilien vorzugsweise einige succulente
Pflanzengattungen und veröffentlichte im Jahre 1873 eine
hervorragende Arbeit iber die Gattung Peperomia — Études
8 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
sur le genre Peperomia comprenant les espeéces de Caldas,
Brésil (Nova acta Reg. Soc. scient. Upsaliensis, Ser. III.
Vol. III. Upsala 1873). Seine Sammlungen wurden unmittel-
bar den REGNELL'schen einverleibt. Es lässt sich deshalb von
vielen aus den Jahren 1868 und 1869 stammenden Pflanzen
nicht sicher sagen, ob sie von HENSCHEN oder von REGNELL
gesammelt worden sind; die meisten därften jedoch dem
ersteren zuzuschreiben sein.
HJALMAR MOosÉn, am 14. Mai 1841 in St. Tuna in der
Provinz Dalarne (Dalekarlien) geboren, reiste, nachdem er
sein Staatsexamen gemacht und Doktor der Philosophie ge-
worden war, im Jahre -1873 auf die Einladung REGNELLS hin
nach Brasilien und kam im August in Caldas an. Nachdem
er zahlreiche Exkursionen, teils kärzere in die nächste Um-
gegend von Caldas, teils längere in die angrenzenden Teile
von Minas Geraes und Sao Paulo, unternommen hatte, ging
er im Juli des folgenden Jahres nach Santos, da er aber
wegen der Verheerungen der Blattern nicht länger dort bleiben
konnte, begab er sich nach Rio de Janeiro und kehrte erst
im Dezember wieder nach Santos zuröck. In der Nähe dieser
Stadt blieb er beinahe acht Monate lang und machte hier
grossartige Sammlungen. Npäter ging er wieder nach Caldas,
wo er sich noch einige Zeit lang aufhielt, und kehrte im
April des Jahres 1876 nach Schweden zuräck. Er starb in
Stockholm am 27. September 1887.
Dr. MosÉN bewährte sich als ein sehr tächtiger Sammler
und guter Beobachter; trotz reichlicher Unterstätzung von
Seiten REGNELLS wollte er aber keinen "Teil seiner Samm-
lungen bearbeiten noch irgend eine andere wissenschaftliche
Schrift iber seine Reise herausgeben. Die letzten Jahre
seimes Lebens war er iäbrigens wegen grosser Kränklichkeit
fast zu jeder Arbeit unfähig. Seine ausserordentlich schönen
Sammlungen liegen deshalb zum grossen Teile noch unbe-
stimmt in den botanischen Museen zu Stockholm und Upsala.
Ausser den jetzt erwähnten schwedischen botanischen
leisenden haben auch, wie oben gesagt wurde, dem REGNELL'-
schen Herbar brasilianische Pflanzen iäbergeben: Professor
Dr. N. J. ANDERSSON, der auf seiner Weltumseglung mit der
Fregatte Eugenie im Jahre 1851 Rio de Janeiro besuchte,
und Dr. N. E. ForsseLL, der im Jahre 1847 botanische Aus-
flöge in die Umgegend von Pernambuco machte. Der erstere,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:o 6. I
der Monograph der Gattung Salix, ist auch in ausländischen
botanischen Kreisen rähmlichst bekannt. Dr. FOoRrRssELL, äber
dessen Aufenthalt in Brasilien ich vorläufig nichts mitteilen
kann, wurde im Jahre 1821 geboren und starb am 5. Juni
1883 als Professor und Direktor des Kgl. Veterinärinstitutes
zu Skara in Vestergötland.
10 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
Umbellifer2X Juss.
Hydrocotyle L.
H. verticillata-THUNB. var. a.
URBAN, Flora brasiliensis, fasc. LXXXIII, p. 268.
Paraguay: Asuncion. (In uliginosis. ?9/9 1893. LINDMAN
21671), ad Riacho Negro territorii El Gran Chaco (Inter ce-
spites graminum, in campo humido. 715/91893. MALME 940).
Omnia specimina floribus fructibusque immaturis submaturisve ornata.
'H. umbellata L. var. bonariensis (LAM.) SPRENG.
URBAN, 1. ce. pag. 2609.
Säo Paulo: Santos (In litore arenoso aprico maris. 10/1 1875.
MosÉn 3176. — Floribus fructibusque immaturis ornata.); Rio Grande
do Sul: oppid. Rio Grande do Sul (Locis arenosis, parce gra-
minosis, in arena mobili. 19/11 1892. MALME 322. — In sabu-
losis siccis maritimis. 19/11 1892. LINDMAN 7211. — Floribus
fructibusque immaturis submaturisve ornata.).
H. pusilla RIicH.
URBAN, LUC page le.
Minas Geraes: Caldas (In palude. 15/10 1854. LINDBERG 249.
— Ad aqueductum. 2/12 1864. REGNELL III: 610. — In ripa
humida aqueeductus. 19/11 1873. MosÉnN 542. — In ripa amnis
Ribeirao dos bugres, ad saxa humida umbrosa. 1/5 1875. MoséÉn
1857.).
Specimina Moseniana N:o 1857 sterilia, Moseniana N:o 542 et
Lindbergiana fructibus immaturis floribusque, Regnelliana etiam fructibus
maturis ornata.
1! In hoc ordine naturali siglo ! notata sunt specimina a Prof. D:re
I. URBAN determinata; siglo ? significamus determinationem ab eodem ap-
probatam esse.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 6. 11
H. quinqueloba (RB. & P.) Ur»B. var. stella (PoHr) URB.
URBAN, 1. cc. pag. 2705:
Rio de Janeiro (WIDGREN. — REGNELL Rio 324, non om-
nino typica.).
H. quinqueloba (RB. & P.) UrB. var. quinqueradiata URB.
URBAN, 1. c. pag. 275.
Minas Geraes: Serra de Caracol (22/3 1855. REGNELL III:
GOES stlvask 3/49 lör I MosÉN. 1335.).
Specimina Moseniana floribus fructibusque immaturis, Regnelliana
fructibus submaturis ornata.
H. quinqueloba (R. & P.) Urs. var. macrophylla (PoHL) URB.
URBAN) 16; pages 2Lo.
Säo Paulo: Santos, Sororocaba (In ripa umbrosa rivuli, ad
saxa. 0/3 1875. Mosén 3634.).
Fructibus immaturis maturisque ornata.
H. barbarossa CHAM.
URBAN, 1 Ci pagar2t
Minas Geraes: Serra de Caldas (Ad rivulum. 9/6 1865.
REGNELL III: 6087), Caldas (19/6 1869. REGNELL IIT: 608". —
In campo umbroso. 39/10 1873. MOosÉnN 543.)
Specimina Moseniana solumnodo floribus florumque alabastris, Reg-
nelliana fructibus immaturis maturisque ornata.
H. leucocephala CHAM. var. truncatiloba URB.
URBAN! IjGc:, Pag. 279.
Rio de Janeiro (REGNELL Rio 46. — In herb. Regnell. alia
quogque specimina asservantur ex eodem loco a FREYREISS,
BrEYRICH et WIDGREN reportata); Rio Grande do Sul: Porto Ale-
gre (Ad terram repens, solo arenoso v. graminoso dumetorum.
22/9 1892. LINDMAN 3051 — In silvula subhumida umbrosa.
29/9 1892. MaArmE 110.), Rincao dos Vallos, Eugenho da S:a
Clara (In silva Araucarie. ?0/41893. LINDMAN 14751).
Specimina megapotamica e Porto Alegre reportata solummodo floribus,
e Rincåo dos Vallos etiam fructibus submaturis sunt ornata. Herba in
Rio Grande do Sul vulgatissima, loca umbrosa silvularum dumetorumque
incolens.
12 MALME EX HERBARIO REGNELLIANO. .
H. leucocephala CHAM. forma XI-nervis URB.
Rio de Janeiro (In muro aqueeductus, 19/7 1873. MosÉn 12?);
Säo Paulo: Santos (In amne Rio Branco submersa, 19/41875.
MOosÉN 3678.).
Specimina fluminentia fructibus immaturis ornata, cetera omnino
sterilia.
H. leucocephala CHAM. var. obtusiloba URB.
URBAN, 1. c. pag. 279.
Säo Paulo: Campinas (!$/9 1873. NEVERIN 84. Specimina
florigera.).
H. hirsuta Sw. var. exigua URB.
URBAN 15 C:Spadr 20
Rio Grande do Sul: Hamburgerberg (Loco aperto, arenoso,
subhumido, terra fera denudata. ?!/10 1892. MaALmME 214?)
Floribus fructibusque immaturis ornata.
H. ranunculoides L. FIL. var. brasiliensis URB.
URBAN, 1. c. pag. 284.
Minas Geraes: Caldas (Locis paludosis pluribi. WIDGREN
1242; LINDBERG 250 (13/21 1854), REGNELL III: 1771 (CP /I1865))E
Centella L. (EMEND.).
C. asiatica (L.) URrB.
URBAN, 1. epag 280.
Rio de Janeiro (WIDGREN, BEYRICH); Såo Paulo: Santos, So-
rorocaba (In silva. 30/41875. MosÉn 3633. — Forma umbrosa,
glabra; fructibus submaturis ornata.); Minas Geraes: Caldas, Jardim
(22/2 1846. WIDGREN 1239. — Forma villosa; fructibus submaturis
ornata), Caldas, Albertäo (!t/4 1868. ReEGNELL III: 1582". —
Forma subglabra; fructibus maturis ornata. — 19/10 18... REGNELL
TITT: 15827". — Eadem forma; solummodo cum floribus.); Rio Grande
do Sul: Hamburgerberg (In pascuis siecioribus. ?2/10 1892.
LINDMAN 5491 — Forma subglabra; florigera.), Quinta ÖR, oppid.
Rio Grande (In campo aperto, arenoso, parce graminoso, sat
sicco. 3/12 1892. ,MALME 408. — Forma villosa; floribus fructibusque
immaturis ornata. Petala purpurea. Fructus sepe subhypogei.).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD: HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 6. 13
Spananthe Jaco.
S. paniculata JAcQ.
WIRBAN, IC) påg: 289:
Minas Geraes: Caldas (Loco culto. !/6 1873. REGNELL III,
1583), Serra de Caldas (!/9? 1873. MosÉn 381.).
Specimina fructibus maturis immaturisve ornata.
Bowlesia BR. & P.
B. incana RB. & P. var. tenera (SPRENG.) URB.
URBAN, 1 CC: Pag. 202.
Rio Grande do Sul: Porto Alegre (In solo glareoso inter
dumeta. 22/6 1892. LINDMAN 3011. — Floribus fructibusque im-
maturis submaturisve ornata.); Argentine civit. Buenos Aires: Pa-
checo (Locis graminosis, subumbrosis. ?3/9 1894. MaALME 1784.
— Eodem tempore floribus fructibusque maturis immaturisque ornata.).
Eryngium L.
E. coronatum Hoor. & ARN.
URBAN Ia c., påag: 302.
Paraguay: Asuncion (29/9 1893. LINDMAN 21731).
Specimina floribus fructibusque valde immaturis ornata.
E. nudicaule LAM.
URBAN 117 c. ipag: 303:
Rio Grande do Sul: Sao José del Norte pr. oppidum Rio
Grande (In pascuis arenosis, sat siccis. ?2/111892. MALME
350 B, LINDMAN 7131).
Specimina floribus fructibusque valde immaturis ornata; Lindmaniana
Pp. p. ad var. pinnatifidum URB. pertinent.
E. ebracteatum LAM.
URBANJ Iiclihpag: 306:
Minas Geraes: Uberaba, Badajos (In uliginosis. ?9/11 1848.
REGNELL III: 607". — Solummodo florigerum.), Serra de Caldas
14 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
(?6/41873. REGNELL III: 607. — Specimen fructibus maturis orna-
tum. — /3 1875. REGNELL IIT: 607"". — Cum floribus fructibusque
maturis immaturisque. — In fissuris humidis rupium apricarum.
10/3 1876. MOosÉN 4555.), Capivary pr. Caldas (In uliginosis
apricis. 1/12 1873. MosÉN 889. — Specimina floribus fructibusque
immaturis munita.); Rio Grande do Sul: Cachoeira (In campis
pascuisque apricis. ”!/21893. LINDMAN 1283! — Cum floribus
fructibusque valde immaturis.); Matto Grosso: Santo Antonio pr.
Cuyabå (Loco aperto, arenoso, humido. ?!/12 1893. MALME Ss.n.
— Specimina forigera.), Guia pr. Cuyabå (Ejusmodi loco. 13/5
1894. MALME s8. n. — Specimina florigera fructibusque immaturis
ornata.); Paraguay: Puerto Casado (In campis. ?3/10 1893. LiIND-
MAN 2241! — Cum floribus fructibusque immaturis.), Colonia Risso
pr. Rio Apa (In campo subhumido, argillaceo-arenoso. ?9/10
1893. MaALME 1076 B. — Specimina floribus fructibusque immaturis
ornata.).
Specimina paraguayensia matto-grossensiaque capitulis brevioribus,
pro rata crassioribus (bene evolutis 7 —10 mm. longis, 3—4 mm. crassis)
a ceteris paullulum differunt at formis intermediis cum iis conjunceta.
E. elegans CHAM.
URBAN LE RG: paso
Paraguay: Colonia Risso pr. Rio Apa (In campo sub-
humido, argillaceo-arenoso. ?9/120 1893. MALME 1076. — Speci-
mina floribus fructibusque immaturis munita.).
Specimina e Rio Grande do Sul reportavit LINDMAN (1193!).
E. floribundum CHAM. var. angustifolium URB.
URBAN, dafespag. DLor
Minas Geraes: Caldas (In paludibus. /21854. LINDBERG 247.
— Cum floribus fructibusque maturis immaturisque. — 1861. REGNELL
IIT: 601.), loco haud accuratius indicato (WIDGREN 418); Para-
guay: Paraguari (/2 1894, cur. LINDMAN 3587! solummodo folia.).
E. Chamissonis URB. forma.
URBAN Cl Kes Pads lo:
Minas Geraes: Caldas (In uliginosis. 7/71870. REGNELL I:
166?). — Specimina fructibus maturis immaturisque ornata. — ?/5 1874.
REGNELL I: 166". — Cum floribus fructibusque immaturis.).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 6. 15
Huc forsan pertineat MoséÉn 1334! (Caldas, ad amnem
Ribeiräo dos Bugres. 20/4 1874. — Cum fructibus maturis imma-
turisque.).
E. pandanifolium CHAM.
lWRBAN) I. ec: pag. alt:
Minas Geraes: Uberaba (!5/11 1848. REGNELL III: 604"1 —
Capitula vermiculo monstrosa.), Caldas (23/11 1861. REGNELL III:
6041, — Cum fructibus maturis immaturisque. — In ripa inundata
rivuli. ?9/1 1876. MOosÉn 4162. — Cum floribus fructibusque im-
maturis. — Inter saxa rivuli Ribeirao dos Bugres. !/2 1876.
MosÉn 4163. — Cum floribus fructibusque immaturis.); Rio Grande
do Sul: Silveira Martins, Arroio Grande (Ad ripas torrentis.
2/3 1893. LINDMAN 1303! — Floribus fructibusque immaturis ornata.).
E, ciliatum CHAM.
URBAN, 1. ec. pag. 320.
Rio Grande do Sul: Porto Alegre (In campo arenoso, aprico,
parce graminoso. 29/5 1893. MALME 818 B. — Cum floribus fru-
ctibusque immaturis.). Alia specimina e Rio Grande do Sul
reportavit LINDMAN (119351).
E. hemisphaericum URB.
URBAN, 1. c. pag. 324.
Minas Geraes: Caldas (In campo sicco, aprico. 13/11 1864.
IREGNELL KI: 0032. — 25/11 1866. REGNELL IT: 60387: — Cum
floribus fructibusque immaturis. — 15/12 1873. MOosÉnN 1333. — Cum
fructibus maturis immaturisque.). Serra de Caracol (In campo alto
arido. ?09/12 1875. MosÉn 4164. — Cum floribus fructibusque im-
maturis.).
E. paniculatum Cav.
URBAN, 1. ce. pag. 327.
Minas Geraes: Caldas (In campo sicco, aprico. ?9/2 1862.
REGNELL III: 602. — Cum fructibus maturis immaturisque.), Serra.
de Caldas (Locis siccis, apricis. 19/41862. REGNELL III: 602".
— Specimina floribus fructibusque immaturis ornata. — 10/3 1876.
MOosÉN 4552. — Specimina fructibus maturis immaturisque ornata.),
loco haud accuratius indicato (1845. WIDGREN s.n.); Rio Grande:
16 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO?-
do Sul: Porto Alegre (Locis apricis, arenosis. 1/11 1892. LIND-
MAN 6591. — Cum floribus fructibusque immaturis.).
E. pristis CHAM.
URBAN) ICIpag. bol
Minas Geraes: Caldas (3/3 1845. REGNELL III: 605. —
11/2 1862. REGNELL IIT: 6055. — /1 1870. "REGNELL IIT: 605==
— Cum floribus fructibusque immaturis.), 10c0o haud accuratius ad-
dicto (1845. WIDGREN 419); Rio Grande do Sul: Cachoeira (In
campo aprico, graminoso, subhumido. ??/21893. MaLrmME 630.
— Specimina floribus fructibusque immaturis ornata.).
E. canaliculatum CHAM.
URBAN, 1. c. pag. 332.
Minas Geraes: Caldas (25/11 1866. REGNELL III: 6062). Spe-
cimina floribus, fructibusque immaturis ornata.
E. junceum CHAN. ” setigerum URB.
URBAN, J. c. pag. 335.
Minas Geraes: Capivary, Serra dos Cabritos (!7/2 1846.
WiIDGREN 421. — Fructibus immaturis.).
E. junceeum CHAwM. ”juncifolium (MaARrt.) URB.
URBAN, 1. ce. pag. 330.
Minas Geraes: Caldas (Inter Tamanduå et Ribeirao Fundo,
in monte. 30/5 1861. REGNELL I: 1651. — Fructibus maturis im-
maturisque. — Ad Capivary, in adscensu montis Serra dos Ca-
britos; loco sicco, aprico. 10/5 1874. MosÉn 1858. — Fructibus
maturis immaturisque.), loco haud accuratius indicato (1845.
WIDGREN, 420.).
E. eriphorum CHAM.
URBAN) I3e.fpag. Sod.
Rio Grande do Sul: Cachoeira (In campo aprico, graminoso.
21/2 1893. MALME 626. — Specimina floribus fructibusque immaturis
ornata. — ?t/2 1893. LINDMAN 12071. — Specimen forigerum. —
11/5 1893. LINDMAN 1505.).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0O 6. 17
Conium L.
C. maculatum L.
URBAN, 1. c. pag. 339.
Minas Geraes: Caldas (>Cicuta» brasiliensium. In viis pu-
blicis. !/10 1873. MosÉN 345.).
Apium L.
A. australe PET. THOoU.
URBAN, 1. c. pag. 340.
Sao Paulo: Santos (In litore humido sinus maris. ??/2 1875.
MosÉnN 3406. — Specimina floribus fructibusque maturis immaturisque
ornata.); Paraguay: Paraguari (cur. LINDMAN 38911).
A. ammi (JaAce.) URB.
URBAN, 1. c. pag. 341.
Rio de Janeiro (ANDERSSON S. n. — Åd murum aquceeductus.
10/7 1873. MosÉnN 13. — Cum floribus fructibusque maturis.); Säo
Paulo: Santos (/+ 1854... LINDBERG 680.); Minas Geraes: Caldas
(Locis cultis, in hortis, in viis publicis &c. 3/5 1867. REGNELL
IIT: 1584. — Fructibus maturis immaturisque. — 17/2 1874. REGNELL
IIT: 15847, — Floribus fructibusque immaturis ornata. — 1/11 1873.
MosÉN 344. — Fructibus immaturis.); Rio Grande do Sul: Porto
Alegre (Locis graminosis et silvaticis. ??/9 1892. LINDMAN
3091, — Specimina floribus fructibusque immaturis ornata.); Paraguay:
Prope Concepcion (Ad terram argillaceam, denudatam, siccam,
in »barranca» alta flum. Paraguay. 17/91893. MALME 950. —
Fructibus maturis immaturisque.).
Crantzia NUTT.
C. lineata NUTT.
Rio Grande do Sul: Porto Alegre, Pedras Brancas (In pa-
scuis palustribus et ad terram humidam. 3/10 1892. LINDMAN
4071, — Floribus fructibusque immaturis ornata.).
18 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
Daucus L.
D. pusillus MIcHx.
URBAN, 1. ce. pag. 348.
Rio Grande do Sul: Porto Alegre (Loco arenoso, inter fru-
tices. 3/11 1892. MALME 286. — Cum foribus.).
Gentianacer (Juss.) LInDL.
Curtia CHam. & SCHLECHT.
C. conferta (MaARrRT.) KNoBL.
KNOBLAUCH, in Botan. Centralblatt LX (1894), pag. 357; PROGEL,
Flora brasiliensis, fasc. XL, pag. 216 (sub Schäbleria).
Minas Geraes: Caldas (/3 1845. REGNELL III: 897. — Sub
eodem numero alia quoque adsunt specimina, !3/3 1847 et !?/2 1868 col-
leeta; omnia fructibus immaturis floribusque ornata. — In udis gra-
minosis, apricis. 1/2 1876. MosÉn 4255. — Solummodo forigera.).
C. Malmeana GiILG.
GILG, in ENGLERS bot. Jahrb. Band XXV (1898). Beibl. pag. 42.
Rio Grande do Sul: Quinta pr. oppidum Rio Grande (In
campo aperto, arenoso, subhumido, breviter parceque grami-
noso. 3/12 1892. MALME 424 Bl). Specimina solummodo forigera.
C. tenuifolia (AUBL.) KNOBL.
KNOBLAUCH, 1. c. pag. 357; PROGEL, 1. c. pag. 218 (sub Schi-
bleria).
Matto Grosso: inter Guia et Cuyabå (Loco aperto, uligi-
noso, in consortio Eriocaulacearum, Utriculariarum &ce. 1/5
1894. MALME 1624? — Specimina foribus fructibusque immaturis
ornata).
Obs. Flores? roseo-lilacini dimorphi: 1) brevistylt pistillo
omnino incluso, dimidiam fere partem tubi corolle longitu-
dine zequante, stigmate cylindraceo subsessili, staminibus in
1 Siglo I notata sunt specimina a D:re E. GiLG determinata; siglo ? signi-
ficamus determinationem ab eodem esse approbatam.
3 Vide Marme, Uber die dimorphen Bliten von Curtia tenwifolia (AUBL.)
KwoBsL. (Öfversigt af Kungl. Vetenskaps-Akademiens förhandlingar 1898,
pag. 301).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. IlI. N:0 6. 19
altitudine stigmatis tubo insertis basin loborum corolle at-
tingentibus, filamentis subulatis v. subfiliformibus antheris
subequilongis v. paullulo longioribus; 2) longistyli pistillo
subexserto (basin loborum corolle attingente v. paullulum
superante), stylo producto, staminibus medio tubo insertis,
autheris subsessilibus conglutinatis. (Cfr. KNOBLAUCH,l.c.nec
non Ber. Deutsch. Bot. Gesellsch. XIII (1895) pag. 297.).
Huc forsan pertineant specimina Regnelliana N:o III:
1789 (Minas Geraes: Caldas, Serra da Geneta. — Supra saxa
plana terra tenui tecta et pluviis hiemis irrigata. ?/5s 1870. —
Floribus fructibusque maturis immaturisve ornata.). Diffe-
runt caule humiliore (6—10 em. alto) paucifolio, internodiis
solummodo 3—5, pistillo staminibusque subequilongis tertiam
partem superiorem tubi corolle attingentibus, filamentis fili-
formibus gracillimis antheris subequilongis vel brevioribus
stigmate fusiformi v. cylindraceo fere sessili. — A cl. GILG ad
C. tenellam (Mart.) KNoBL. relata sunt, abs qua jam foliis
acutis stigmateque cylindraceo recedit. Loco natali ulterius
examinanda.
Magis a C. tenuwifolia (AuBL.) KNnoBL. discrepat planta e
Cuyabå civit. Matto Grosso reportata (Locis apertis, arenosis,
subhumidis. 3/5 1894. MaLrmE 1602. — Floribus fructibusque im-
maturis ornata.): Caulis gracillimus (vix 0.5 mm. crassus) usque
ad 25 cm. altus, simplex, internodiis, etiam infimis, sat longis
(infimis 5—10 mm. longis, ceteris usque ad 5 cm. longis).
Folia opposita, minima (vix 2 mm. longa), triangulari-subu-
lata, erecta. Inflorescentia quam in forma typica OC. tenui-
folic laxior. Calyx profunde 5-partitus, segmentis anguste
lance »lato-setaceis. Tubus corolle cylindraceus, segmentis
calyc.3 equilongus, faucem versus intus pilosus; lobi albi v.
dilute coeruleo-violacei, obovati (v. lingulati), obtusi, dimidia
parte tubi vulgo longiores. Pistillum dimidium tubum co-
roll:e 2Xequans, ovario conico (— fusiformi), stigmate anguste
conico stylo brevi subequilongo. Stamina stigma paullulum
superantia, filamentis filiformibus, antheris sublinearibus fila-
mentis paullulo longioribus, apice in penicilla duo brevia
excurrentibus. — Dicatur var. tenerrima MALME; forsan ut
propria species sit proponenda.
20 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
Zygostigma GRISEB.
Z. australe (CHAM. & NSCHLECHT.) GRISEB.
PROGEL) 21; fel pas: OR!
Minas Geraes: Caldas, Pedra Branca (Loco aprico. 12/11867.
REGNELL IIT: 895! — Florigera.).
Irlbachia Marr.
I. coerulescens (AUBL.) GRISEB.
GILG, in ENGLER und PRANTL, Die natäörlichen Pflanzenfamilien,
Teil TV) Abteil. 2, pag. 96; PROGEL, 1 c. (sub Ubistantho)s
Minas Geraes: Uberaba, Formigas (Loco uliginoso. 1/12
1848. REcNELL IIT: 900. — Floribus fructibusque immaturis ornata.),
Capivary pr. Caldas (In palude. REGNELL III: 9007).
Schultesia MaARrr.
S. Pohliana Proc.
PROGEL, 1: c pag. 205.
Matto Grosso: Morrinho de Santo Antonio (Loco humido,
in consortio FEriocaulacearum, Cyperacearum, Burmannig
flave &c. ?5/41894. MaimeE 15742), Cuyabå (3/5 1894. MALME
1574"). Floribus fructibusque immaturis ornata.
S. stenophylla MART.
PROGEL, 1. c. pag. 206.
Minas Geraes: Caldas (Locis subhumidis inter saxa. ?9/2
1868. REGNELL III: 16041 — Floribus fructibusque immaturis or-
nata.); Matto Grosso: Morrinho de Santo Antonio (In consortio
NS. Pohlianee. ?5/41894. MALME s. n.).
S. stenophylla var. latifolia MaART.
PROGEN LIC pas 20:
Minas Geraes: Caldas (Loco subhumido, aprico, graminoso.
5/2 1876. MosÉnN 42542. — Floribus fructibusque immaturis subma-
turisve ornata.); Rio Grande do Sul: Cachoeira (Loco aperto, hu-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:o 6. 21
mido-uliginoso, sat breviter graminoso. ?4/21893. MaLrmE 650?.
— Florigera. Lobi coroll&e sordide flavi, extus in violaceum vergentes.);
Matto Grosso: Cuyabå (6/41894. MALME s. n.! — Specimina fori-
gera, minus bona, haud certe determinanda.).
S. stenophylla var. pallens (BANB.) ProG.
RROGEL; 1. Ge pas: 200.
Minas Geraes: Caldas (Locis arenosis, + humidis. 4/3 1870.
IRON SLR bu: oLt88. — 23/3 1380. REGNELL III: 8961, — Sub:
N:o 896 multa alia adsunt specimina, variis annis collecta; floret No-
vembro— Martio.).
Obs. Varietates latifolia Mart. et pallens (BANB.) PRoG.
haud multum inter sese differunt; omnino conjungendee vi-
dentur. S. stenophylla MARrRT. genuina contra jam habitu ab
iis tam diversa est, ut vix et ne vix quidem ad eandem per-
tineant speciem.
S. heterophylla MraQ.
PROGEL, 1. c. pag. 208.
Matto Grosso: inter Guia et Cuyabå (Loco aperto, uligi-
noso, in consortio Cyperacearum, Eriocaulacearum, Utricula-
riarum &c. 14/5 1894. MALME 1628?. — Floribus, fructibus im-
maturis ornata.), Morrinho de Santo Antonio (2?/41894. MALME
SKEN):
S. aptera CHAM. & NCHLECHT.
EROGERL, ICY påg. 208:
Minas Geraes: Caldas, Jardim (2/3 1846. WiIDGREN. —
Florigera.).
Chelonanthus (GRrRISEB.) GILG.
C. viridiflorus (MARrTt.) GILG.
GILG. in ENGLER und PRANTL, Die natärlichen Pflanzenfamilien,
Tel IV; Abteil: 2, pag. 98; PROGEL,.1. c. pag. 2305 (sub Lisiantho).
Mina Geraes: Uberaba (/1 1849. REGNELL III: 898. — Cum
floribus.); Säo Paulo: Batataes (/2 1849. REcnErrL IIT: 898". —
Cum floribus fructibusque immaturis.), Cajuri (/3 1857. REGNELL
22 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
III: 898"), Mogy Mirim (Loco uliginoso aprico. 15/3 1874.
MosÉN 1479. — Cum foribus.), Campinas (19/7 1875. MoséÉn
1479". — Cum fructibus immaturis submaturisve.).
C. uliginosus (GRISEB.) GILG.
GILG, 1. c. pag. 985 PROGEL, 1: e. pag. 201 (sub Listartkoye
Pernambuco (1847. FORSSELL).
Calolisianthus (GRISEB.) GILG.
C. amplissimus (MaARrRTt.) GILG.
GILG, 1. c. pag. 101; PROGEL, 1. c. pag. 232 (sub Lisiantho).
Minas Geraes: Caldas (In campo sicco. 14/6 1854. LINDBERG
195. — 11/4 1870. REGNELL I[: 298. — Florigera. — Fer ön0:
MosÉN 4485. — Floribus fructibusque immaturis ornata.); Säo Paulo:
Mogy Mirim (In campo arido. 19/3 1874. MosÉn 1478. — Cum
floribus fructibusque immaturis.).
C. speciosus (CHAM. & NSCHLECHT.) GILG.
GILG, 1. c. pag. 101; PROGEL, 1. c. pag. 233 (sub Lisiantho).
Minas Geraes: Caldas (In campis. REGNELL I: 2982), loco
haud indicato (WIDGREN).
C. pedunculatus (CHAM. & NSCHLECHT.) GILG.
GILG, 1. c. pag. 101; PROGEL, 1. c. pag. 234 (sub Lisiantho).
Minas Geraes: Capivary prope Caldas (17/2 1846. WIDGREN
SBI föum, foribus.), WCaldas (In campis. 14/6 1865. REGNELL
I: 299. — Cum floribus fructibusque immaturis.), inter Caldas et
Serra de Caracol (In campis sparsa. 15/11876. MosÉn 4257.
— Cum foribus.).
C. pendulus (MART.) GILG.
GILG, 1. c. pag. 101; PROGEL, 1. c. pag. 233 sub Lisiantho).
Minas Geraes: Caldas (In campo. ?9/2 1865. REGNELL I:
300. — Cum floribus fructibusque immaturis.), Serra de Caldas
(Loco arido. 19/3 1876. MostÉn 4544 — Cum floribus.), loco haud
indicato (WIDGREN 373 a).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 6. 23
C. acutangulus (MART.) GILG.
GILG, 1. c. pag. 101; PROGEL. 1. c. pag. 234 (sub Lisiantho).
Matto Grosso: Coxipö Mirim prope Cuyabå (Loco aperto,
glareoso, sicco. ?2/1 1894. MALME 1378 B?. — Cum floribus.).
Deianira CHAM. ' & SCHLECHT.
D. erubescens CHAM & SCHLECHT.
BROGEL, 13 c. pag. 201.
Säo Paulo: Cajuru (/3 1857: REGNELL III; 894. — Florigera.),
Mogy Mirim (In campo arido. 15/3 1874. MosÉn 1476. —
Florigera.).
D. erubescens var. pallescens (ScHLECHT.) PROoG.
PROGEL, 1. e. pag. 201.
Matto Grosso: Serra da Chapada (In »campo limpo» elevato,
graminoso. ?/e 1894. MaALmME 1674 C. — Florum alabastris munita.
— 22/6 1894. MarimE 1674 C." — Florigera.).
D. nervosa CHAM. & SCHLECHT.
PROGEL, 1. c. 202.
Säo Paulo: inter Casa Branca et Uberaba (/7 1848. REcG-
NELL II: 190." — Florigera.); Minas Geraes: Caldas (27/11 1867.
REGNELL II: 190." — Florigera. Transitum prebet in var. latifoliam
MART.); Matto Grosso: Cuyabå (Loco aperto, arenoso, sicco.
3/5 1894. MALME s. n. -— Florigera.), Serra da Chapada, prope
Bocca da Serra (In »campo limpo» elevato. >/6 1894. MALME
sS. Nn. — Florigera.).
Specimina e Matto Grosso reportata transitum prebent in var.
foliosam GRISEB.
D. nervosa var. foliosa GRISEB.
PROGER) IN ek pag. 202:
Matto Grosso: Buriti paroecie.S:a Anna da Chapada (In
campo arenoso, graminoso, sepe nebulis humefacto. ?4/e 1894.
MaALME s. n. — Florigera.).
Specimina a cl. GILG ad D. erubescentem CHAM. & SCHLECHT.
relata at et foliis haud perfoliatis et inflorescentia cum D. nervosa
congruunt.
24 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
D. nervosa var. latifolia (MART.) PROoG.
PROGEL, 1. c. pag. 202.
Minas Geraes: Serra de Caracol (!!/3 1855. REGNELL II:
190. — Florigera.), Caldas (In campo arido. ?9/14 1874. Mosén
1477. — Florigera.).
Helia Marr.
H. oblongifolia MaART.
PROGEL, 1. c. pag. 240 (sub Lisiantho),
Minas Geraes: Uberaba (/1 1849. REGcneir III: 901.1 —
Floribus fructibusque immaturis submaturisque ornata.), inter Uberaba
et Villa Franca (/2 1849. RzEGnzEur III: 901". — Cum fructibus
maturis submaturisque.).
H. brevifolia CHAM.
PROGEL, 1. c. pag. 240 (sub. Lisiantho).
Minas Geraes: Caldas (In uliginosis apricis. ?/3 1867.
REGNELL I: 360. — Floribus fructibusque immaturis ornata. — ?0/1
1876. MosÉnN 4256. — Florigera.), loco haud indicato (WIDGREN).
Leiphaimos CHAM. & SCHLECHT.
L. aphylla (JAco.) GILG.
GILG, 1. c. pag. 104; PROGEL, 1. c. pag. 222 (Voyria uniflora
LAM.).
Säo Paulo: Santos (In arenosis umbrosis, inter muscos,
inter folia putrida, in truncis arborum annosarum etc. 1/2
1875. MosÉn 31911, — Floribus fructibusque immaturis ornata.).
Limnanthemum GMEL.
L. Humboldtianum (H. B. K.) GRISEB.
EROGEL 1: Ch Pag sr
Minas Geraes: Caldas (In paludibus, in aquis stagnanti-
bus etc. 19/11 1854. LINDBERG 196. — 18/3 1874. R EGNELL II:
260. — 0/11 1873. MosÉn 952.), Säo Paulo: Santos (1841.
REGNELL I: 23!/2.).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 6. 25
Capparidace2r (Juss.) LinpL.
Cleome L.
C. gigantea L.
EICHLER, Flora Brasiliensis, fasc. XXXIX, pag. 248.
Minas Geraes: Caldas (REGNELL I: 4.), loco haud indicato
(WIDGREN); Säo Paulo: Serra de Caracol (Locis ustis apricis.
20/42 1873. MOoOsÉn 1104. — Floribus fructibusque maturis imma-
turisque ornata.).
C. dendroides ScHUuLr.
EICHLER, 1. c. pag. 249.
E Rio de Janeiro reportarunt REGNELL (Rio 2) et N. J.
ANDERSSON.
C. spinosa L.
EICHLER, 1. c.
Minas Geraes: Caldas (1864. REGNELL I: 3. — Ad amnem
Ribeiråo dos Bugres. (/12 1854. LINDBERG 377. — Cum floribus
fructibusque immaturis. — In ripa amnis Rio Verde. 0/10 1873.
MosÉnN 397. — Cum floribus fructibusque valde immaturis. — In ripa
interdum inundata amnis Rio Capivary. 3/11 1873. MosÉn 805.
— Cum floribus fructibusque immaturis maturisque.), Baguary, in ripa
fluvil Sapucahy (leg. S. HENSCHEN),loco haud indicato (WIDGREN).
C. Regnellii E1ICHL.
EICHLER, Vidensk. Meddel. fra naturhist. Foren. Kjobenhavn. 1870.
Ras: TIO:
Minas Geraes: Caldas (Prope cacumen montis Pedra Branca.
22/2 1865. REGNELL III: 147. — Floribus fructibusque maturis
immaturisve ornata. — Supra saxa aprica humo tenui tecta.
10/3 1876. MosÉn 4345. — Floribus fructibusque ornata.).
C. rosea VAHL.
EICHLER, 1. c. pag. 254.
Rio de Janeiro: Corcovado, Paineiras (Ad rupes madidas.
15/9 1874. MosÉn 2400. — Floribus fructibusque immaturis ornata.).
C. psoralezeefolia DC.
EICHLER, 1. c. pag. 256.
Säo Paulo: (LINDBERG 377. ?5/3 1854. — Cum floribus fructi-
busque immaturis.).
26 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
C. diffusa DC.
ETIOHLER; 1) C:pagdi 208.
E Rio de Janeiro reportarunt FREYREISS, N. J. ANDERSSON,
WIDGREN.
C. affinis DC.
EICHLER, 1. c. pag. 258.
E Bio de Janeiro reportarunt BEYRICH, LUSCHNATH, WID-
GREN, LINDBERG, MOsÉN (Catumby. 2399. 1/10 1874. — Cum
fructibus.).
C. aculeata L.
EICHLER, 1. c. pag. 258.
Matto Grosso: Cuyabå (In viis publicis oppidi. 2/11 1893.
MALME 8. n. — Cum fructibus.).
C. aculeata L. var. malhadensis (Mart.) EIcHL.
EICHLER, 1. c. pag. 259.
Paraguay: Colonia Risso pr. Rio Apa (Ruderalis, locis
siccis. 13/10 1893. MALME 1060 B. — Floribus fructibusque ornata.).
Physostemon Marr. & Zucc.
Ph. guyanense (ÅA uBL.).
EICHLER, 1. c. pag. 244 (Ph. intermedium MORIGC.).
Minas Geraes: Uberaba (/12 1848. REGNELL IIT: 146. —
Cum fructibus maturis immaturisque.).
Capparis L.
C. Tweedieana FEIcHL.
EICHLER, 1. Ci pag. 2003.
Paraguay: ad ostium fluvii Rio La Paz (In silva minus
densa rupium calcarearum. ?9/9 1893. MALME 970. — Florigera.
Frutex ramosissimus, usque ad 3 m. altus, raro arbor humilis, cortice
levi, tenvi, viridi. Flores lutei, primuleodori a Trochilidis visitantur.),
Colonia Risso prope Rio Apa (In silva minus densa regionis
calcare&e. 5/10 1893. MALME 970". — Floribus fructibusque im-
maturis, dense isabellino-tomentosis ornata.).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 6. 27
C. lineata DomMB.
EICHLER, 1. c. pag. 277.
Rio de Janeiro: Corcovado (9/9 1874. MoséÉn 2398.
Florigera.).
C. brasiliana DC.
EICHLER, 1. c. pag. 279.
E Rio de Janeiro reportavit N. J. ANDERSSON.
C. flexuosa VELL.
EICHLER, 1. c. pag. 280.
E Rio de Janeiro reportavit WIDGREN.
C. Malmeana GiILG.
GILG, in ENGLERS bot. Jahrb. Band XXV (1898). Beibl. pag. 23.
Paraguay: Colonia Risso pr. Rio Apa (In silva minus
densa regionis calcare&e. ?5/9 1893. MaALrmE 1000; !/10 1893.
MaALME 10007. — Florigera. Arbor parva, gracilis, ramis paucis
erecto-patentibus, cortice levi, sat tenui, virescente. Folia perplurima
vel fere omnia tempore sicco decidunt; novella jam Septembr. evoluta,
primitus glaucescenti-pruinosa. Flores a Trochilidis visitantur.).
C. cynophallophora L.
BICHLER, 1 c pag. 282.
Rio de Janeiro: loco haud indicato (1841. REGNELL Rio 2.
— 1844. WIDGREN.), Nicterohy (29/7 1873. MosÉn 2. — Fruc-
tibus submaturis ornata.); Minas Geraes: loco haud indicato (WID-
GREN); Paraguay: Colonia Risso prope Rio Apa (In silva minus
densa regionis calcare&e. 14/10 1893. MaALME 1066. — Florigera.
Arbor parva, trunco + flexuoso, ramis sepe virgatis sarmentosisve, cortice
virescente, levi. Flores a Trochilidis visitantur.), Asuncion (79/1 1893.
D. Anisits 115. — Florigera.)
Protea species, late distributa, variis ludit formis. <Specimina
supra enumerata ad f. laetevirentem (MART.) REG. pertinent, exceptis
Mosenianis, qu&e formam normalem sistunt.
1 Specimen originale.
28 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
Crataeva L.
Ci tapia ib.
EICHLER, 1. c. pag. 264.
Paraguay: El Gran Chaco, in adspectu urbis Asuncion
(In ripa fluminis Paraguay. 7?9/8 1893. MALME 898. — Flori-
gera. Flores a Trochilidis visitantur.).
Passim occurrit in ripis fluminis Paraguay ab ostio flu-
minis Pilcomayo usque ad oppidum Corumbå; copiosa in Colonia
Risso prope Rio Apa.
Turnerace& (H. B. K.) AA. DC.?
Piriqueta AuUBL.
P. Selloi UrRB. var. taubatensis URB.
URBAN, Flora brasiliensis, fasc. XCI, pag. 94.
Rio Grande do Sul: Canöas prope Porto Alegre (Secus
viam ferream, loco sat sicco, aperto, terra fere denudata.
10/11 1892. MALME 300? — Floribus fructibusque immaturis ornata.).
P. Tamberlikii URB.
URBAN MFC pacn 196:
Matto Grosso: Cuyabå (In »cerrado» minus denso, glareoso.
>/12 1893. MALME s. n.? — Floribus fructibusoue immaturis subma-
turisve ornata.).
P, caroliniana (WaALz.) URrRB.
URBAN) ltfeöpag. T02:
Matto Grosso: Cuyabå (Loco aperto, arenoso, subhumido.
14/12 1893. MALME s. n.? — Floribus fructibusque immaturis ornata.).
P. caroliniana var. integrifolia (WiILLD.) URB.
URBAN mn IkG6,p22: 03,
Matto Grosso: Santo Antonio prope Cuyabå (Loco aperto,
arenoso-argillaceo, subhumido, parce graminoso. ?!/12 1893.
MALME 1250?. — Floribus fructibusque immaturis submaturisque ornata.).
3 Cetere Turneracex in Herb. Regnelliano asservate jam in Flora bra-
siliensi commemorantur.
> Siglo ? significamus determinationem a Prof. D:re I. URBAN approbatam
esse; siglo ! notata sunt specimina ab eodem determinata.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:O 6. 29
"Turnera L.
T. Weddelliana UrB. & RoLFE.
URBAN, 1-e: påc 115.
Paraguay: Colonia Risso prope Rio Apa (In margine silve,
loco sicco. ?!1/120 1893. MALME 1098? — Floribus fructibusque
valde immaturis ornata. Frutex 1—1,5 m. altus, parce ramosus, flori-
bus luteis.).
T. sidoides L. var. holosericea URB.
URBAN 1 cpag. 125.
Rio Grande do Sul: Pedras Brancas prope Porto Alegre
(Locis arenosis, siccis, apricis. 9/10 1892. MALME 150?. —
Floribus purpureo-salmonicoloribus ornata.).
T. Hilairiana UrB. var. minor URB.
RIRBANG a Cs Pag. Lol.
Minas Geraes: Sao Joao del Rey (In campo arenoso-glareoso,
aprico. 31/8 1892. MALME 22. — Florigera.).
T. odorata RIcH.
URBAN, 1. c. pag. 143.
Matto Grosso: Santa Cruz da Barra (In dumetis, »capoeira».
24/3 1894. LINDMAN 3217! — Floribus fructibusque maturis imma-
turisque ornata.).
T. ulmifolia L. var. grandiflora URB.
URBAN, I c. pag: 162;
Paraguay: Colonia Risso prope Rio Apa (In campo. ?9/10
1893. MarimeE 1088 C?. — Florigera.), Caballero (2!/1 1894.
D. Anisits 412.
atroviolaceis.).
Florigera, petalis dilute roseoviolaceis, basin versus
Myristicacer (Brown) HoraAnIiN.
Myristica L.
M. (Virola) sebifera Sw.
ALPH. DE CANDOLLE, Flora brasiliensis, fasce. XXV, pag. 109.
Matto Grosso: Santa Anna da Chapada (>In capoeira» nec
non in margine silve. 10/3 1894. MALME 1472. — Florigera.
30 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
Arbor mediocris, habitu fere Xylopie grandiflore S:T HIL., trunco recto,
ramis erecto-patentibus.), Buriti paroecie S:a Anna da Chapada
(E5/6 1894. MALME 1472". — Cum fructibus immaturis.).
M. (Virola) sebifera var. cordifolia A. DC.
ALPH. DE CANDOLLE, 1. c. pag. 109.
Minas Geraes: Passos (In campo. 29/8 1865. REGNELL III:
10307". — Cum fructibus immaturis.); Såo Paulo: inter Casa Branca
et Jaguary (In silvulis. 1855. REGNELL III: 10307), Batataes
(In silvula. /2 1849. BEcnEir III: 1030. — Cum floribus.), inter
Mogy Mirim et Mogy Guassu (Locis siceis umbrosis. ?9/3
1874. MosÉn 1581. — Florigera.).
M. (Virola) sessilis A. DC.
ALPH. DE CANDOLLE, 1. c. pag. 117.
Matto Grosso: Buriti paroecie Santa Anna da Chapada
(In »cerrado» arenoso minus denso. ?9/6 1894. MaLrmME 1752 B.
-- Specima fructibus immaturis ornata, haud omnino certe determinanda.
Frutex v. suffrutex trunco subterraneo crasso flexuosoque, ramis epigeis
rectis, subsimplicibus, usque ad 1 m. altis.).
BIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 24. Afd. TIL. N:o 7.
LEGUMINOSE AUSTRO-AMERICANA
EX ITINERE REGNELLIANO PRIMO
AUCTORE
C. A. M:!: LINDMAN.
COMMUNICATUM DIE 11 MAJI 1898.
PROBATUM A V. WITTROCK ET A. G.. NATHORST.
STOCKHOLM 1898.
KUNGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNI
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AR itinere, quod sumptibus Regnellianis, mandatu Regi
Academie Scientiarum NSuecice, anno 1892 in Americam
australem ingressus sum, collectiones per annos 2 feci plan-
tarum Brasilie centralis (civit. Matto Grosso) et australis
(civit. Rio Grande do Sul) nec non civitatis Paraguay. Inter
eas Leguminose sunt, que hic enumerantur. Numerus pro
maximo illo Leguminosarum ordine naturali exiguus; sed et
alia permulta in itinere mihi erant agenda, alil ordines
naturales mihi tractandi, ut in Leguminosis colligendis non
nisi subsicivis operis versarer; et mihi id mirum visum est,
Leguminosas, Mimoseis fortasse exceptis, haud "abundanter
forere. Arbores presertim, terrarum illarum decus, non nisi
rarius in anthesi vel fructifere occurrunt.
Hanc tamen enumerationem propter adnotationes vel
systematicas, vel biologicas, tam in itinere, quam postea
adjectas, edere non dubito. Quasdam enim species imperfecte
vel minus rite deseriptas inveni: specimina ex terris illis
vastissimis a viatoribus allata haud raro paucissima vel
manca, et quidem sepissime collecta sunt sine ulla adno-
tatiuncula, que relationes plante viva, colores, staturam,
locum et res alias explicaret. Alize sunt, quarum distributio
geographica in civitatibus a me pervagatis incerta vel adeo
ignota fuerit. Nam has terras multo minus quam alias
Brasilie civitates a botanicis celebratas esse constat.
Itaque schedule, que. sequuntur, nonnihil cognitionem
flore harum terrarum augere possint. Hec precipue dicam
de civitatibus Brasilie ab urbe Rio de Janeiro longissime
distantibus: Rio Grande do Sul et Matto Grosso, nam in
opere preclaro »Flora Brasiliensi> ex finibus illis rarius
aliquid certi de locis natalibus invenies.
Leguminosis hujus itineris adjecte sunt pauce, guas
mihi, quum annis 1893 et 1894 in Paraguay versarer, ex
4 LINDMAN, LEGUMINOSA AUSTRO-AMERICANZ.
herbario Danieli Anisits, viri rei herbarisze studiosissimi, deli-
gere licuit; quarum nonnulle hoc in libello tractabuntur.
Collectio mea primum cl. TAUBERTO missa est, qui eam
examinare in animo habebat; mox vero ille in Brasiliam
profectus plantas sine adnotationibus — paucis exceptis —
Museo Stockholmiensi remitti jussit. Quod deplorandum est;
in herbariis enim hujus urbis haud semper specimina in usum
comparativum exstant; quamobrem species nonnullas incerteae
sedis interim omittere debeo.
Hoc in libello species 130 enumerantur. HE Brasilia
australi (Rio Grande do Sul) adnotantur 41, e Brasilia
centrali (Matto Grosso) 40, e Paraguay 61 species.
Preeter paucas hic primum rite descriptas, species novas
7 et formas (seu varietates) novas 4 constituturus sum, numerum
in ordine tanto et tam late disperso haud stupendum.
Nova elementa hic primum eduntur flor2e mattogros-
sensis species 24;
flor&e riograndensis species 14;
flore paraguayensis species 12.
Gratias, quas habeo maximas pro venia data plantas
Regnellianas nunc in Museo botanico Stockholmiensi repositas
adeundi, Prefecto Musei, Prof. V. B. WITTRocK, hoc loco
agere meum est.
In dispositione generum et specierum ordinem illum se-
cuturus sum, quem auctor laudatissimus BENTHAM in »Flora
Brasiliensi» (fasc. 24, 29, 50, 70) statuit. Genera (et species)
eodem modo, quo ft in operibus illius auctoris eximiis, circum-
scribere fas esse mihi videtur; nomina tamen quzeedam gene-
rica vetustiora ex sententia doctissimi O. KuntzE (Revisio
generum plantarum, I, 1891) restituenda censui.
His deinde libris, Leguminosas austro-americanas tra-
ctantibus, in studio meo usus sum:
A. GRISEBACH, Plante Lorentziane (Abhandlungen der kön.
Gesellsch. der Wissensch. zu Göttingen, Bd. 9, 1874, p. 49).
G. BEntHAM, Revision of the suborder Mimosee (Trans.
Linn. Soc., XXX, 1875, pag. 339).
E. WaRrmMiInG, Symbole ad for. Brasil. cognosce., XX,
(Micheli et Bentham, Leguminose; Vidensk. Meddelelser,
1875, p. 529).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 7. 5
A. GRrRIsEBACH, Symbole ad Floram Argentinam (Abh.
der kön. Gesellsch. der Wissensch. zu Göttingen, Bd. 24,
1379).
M. MicHeiri, Contributions å la flore du Paraguay, Légu-
mineuses (Mém. de la Soc. de physique et d'hist. natur. de
Geneve, T. 28: 2, 1883—384).
P. TaAuBERT, Leguminose nov2e vel minus cognite austro-
americane (I, Flora, Neue Reihe, 1889, p. 421; II, ibidem
1892, p. 68).
G. NIEDERLEIN, Resultados botånicos de exploraciones
hechas en Misiones, Corrientes y paises limitrofes desde
1883 hasta 1888 (Boletin del Museo de Productos Argentinos,
1890).
H. VON IHERING, ÅS arvores do Rio Grande do Sul
(Annuario do Estado do Rio Grande do Sul para o anno de
1892; Porto Alegre 1891).
TH. Morone and N. L. BRITTON, Ån enumeration of the
plants collected by Dr. Th. Morong in Paraguay 1888—1890
(Annals of the New York Academy of Sciences, Vol. 7,
1893, p. 45).
SP. Moorr, The Phanerogamic Botany of the Matto
Grosso Expedition 1891—92 (Trans. Linn. Soc., 2:nd ser.
BotvVol LV Part. 3, 1895).
6 LINDMAN, LEGUMINOSAZE AUSTRO-AMERICANZA. y
1. Papilionacee.
Lupinus L.
L. lanatus BENTE.
Bras.: Rio Grande do Sul, in campis altis (>Cima da
Serra») apricis prope oppidum Cruz Alta, in fructu, mens.
Apr. (A. 803!/2).!
Crotalaria L.
C. pterocaula DESV.
Bras.: Matto Grosso, Espinheiros prope Rio Cuyabå, in
campis glareosis (A.3477!/2). — Flor&e mattogross. nova incola.
C. incana L.
Paraguay: Paraguarli, in pascuis siccis arenoso-limosis
(f. et fr., A. 3805).
Lotodes SIEGEsSB. (Psoralea &L.).
IL. pinnatum (L.) OK.
Bras.: Rio Grande do Sul, in litoralibus arena mobili
obtectis oppido Rio Grande vicinis, culta et fere sola planta
1bi ventorum et caloris vi resistens, mense Nov. et Dec. flor.
et fructif.; planta ex Capite Bone Spei oriunda.
Herba suffruticosa odora; glandule foliorum nigre, calycis
rubre; corolla intense violaceo-cerulea; legumina nigrescentia.
Medicago L.
M. sativa LD.
Paraguay: Puerto Casado in territorio El Chaco, culta,
sterilis mense Oct.; plante macre (A. 21972/2).
Trifolium L.
T. polymorphum Porr.
Bras.: Rio Grande do Sul, Porto Alegre, in collibus et
campis arenoso-glareosis, herba prostrata, mense Sept. florens,
amphicarpa (A. 299).
1 Numeri, quos speciebus adjectos inveneris, ad collectionem Phanero-
gamarum, Ser. A, Expeditionis I. Regnellian&e referuntur.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD III. N:0 7. 7
Anil Lupw. (Indigofera 1L.).
A. asperifolia (BoNG.) LINDM.
Bras.: Rio Grande do Sul, Quinta prope oppidum 8.
Pedro do Rio Grande, in campis maritimis arenosis, mense
Dec. florens (A. 803).
Herba incana adscendens; corolla late rosea, in speci-
minibus meis minore, 6—9 mm. longa.
A. tinctoria (L. em.) OK. var. vera OK. (I. Anil L.).
Paraguay: In ripa arenosa fluvii Rio Paraguay prope
oppidum Villa Concepcion (an olim culta?), mense Sept. florens
(A. 2063). — Nom. vernac. »Caå-hobi-mb, »A fil».
A descriptione, in Flor. Bras. a b. BENTHAM data, in eo
tantum abhorret, quod calyx minimus, vix 2 mm. longus est
(nec 2 lin. vel 6 mm.).
Emerus BurmM. (Sesbania AD., PERS.).
E. marginatus (BENTH.) LINDM.
Paraguay: Asuncion, in ruderalibus urbis et vicinitatis
frequens, for. et fructif. mense Julio (A. 1649).
Petala lutea.
[E. puniceus (Cav.) OK.
Bras.: Rio Grande do Sul, Porto Alegre, in pascuis
fecundioribus vel cultis, mense Oct. florens; S. Pedro do Rio
Grande, in fruticetis uliginosis, mense Nov.—Dec. florens.
| Arbuscula gracilis solitaria, corolla fuscescenti-aurantiaca].!
Cracca L. (Tephrosia PERS.).
C. adunea (BENTH.) OK.
Paraguay: Paraguari, in pascuis apricis (A. 3807).
Harpalyce Moc. ET SEsSsSÉ.
H. brasiliana BENTH.
Bras.: Matto Grosso, in campis obsitis (>»campo cerrado»)
ad trajectum torrentis Raisama, mense Febr. florens (A. 3059).
Frutex gracilis 1—2 meter., corolla splendide rubra. Foliola
forma sic describantur: basi obtuse rotundata, apice emarginata.
! Signum [ ] species indicat, quas in itinere observavi, quarum specimina
non collegi.
8 LINDMAN, LEGUMINOSAZ AUSTRO-AMERICANZ.
Aeschynomene L.
Ae. montevidensis VoG.
Paraguay: OCaballero, mense Febr. florens (Anisits 513).
Errore BENTHAM in F1. Brasil. huic generi »folia impari-
pinnata» adscripsit. Aeschyn. montevidensis et omnes generis
species, quas in Herb. Stockh. vidi, folia abrupte pinmata
habent.
Cheetocalyx DC.
C. brasiliensis (VoG.) BENTH.
Paraguay: El Chaco, in ripa silvatica amnis Rio Pilcomayo,
in fructu mense Sept. (A. 2013).
Quum flores mihi non suppetant, specimina ad interim
Chet. brasiliensi attribuo, speciei optime descripte et in Flor.
Bras., fasc. 24, tab. 18, delineatze. Non desunt tamen differentiee,
quarum afferam: pedunculi singuli sunt (nec gemini?), legumen
teres (nec compressum) vix constrictum, foliola omnia obeordato-
oblonga, apice scilicet emarginata, basi rotundata. — Minoris
momenti ea sunt que de indumento dicuntur; in specim. meis
calyx et legumen pariter setoso-muricatula sunt; in specimine
a FREYREIS lecto (Herb. Stockh.) legumen pubescens, calycem
setosum observavi; in specim. ex civitate Minas Geraes
(Herb. Stockh.) utrumque pubescens invenio (an species
distincta”?).
Poiretia VENT.
P, latifolia VoG.
Paraguay: Paraguari, in pascuis, et in hortis culta (ÅA.
3615).
Ad descriptiones vulgo datas heec sunt observanda:
foliola seepe basi ovata vel adeo cuneata; flores interdum
minores, staminibus 16 mm. (5 lin.) longis; legumen nunc inter
articulos distinete constrictum, articulis nune quadratis, nunce
oblongis.
Arachis L.
A. marginata GARDN.
Paraguay: Asuncion, Trinidad, in pascuis apricis, mens.
Aug. florens (ÅA. 1649!/2). — Florze paraguay. nova incola.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:0 7, 9
Specierum, quas exhibet »Flora Brasil.>, nulla melius cum
mea planta congruit, quam ÅA. marginata: humillima, foliolis
coriaceis fortiter venosis et marginatis circa 10 mm. longis.
Que tamen a quibusdam varietas Å. prostrate BENTH. habetur;
hanc Morone inter plantas paraguayenses enumeravit.
[4. hypogaea L.
Bras.: Rio Grande do Sul, frequenter culta, seminibus
ubique veneuntibus; mense Apr. in coloniis silvarum florentem
vidi. — Nom. vernac. >»Amendoim>.
Paraguay, frequenter culta. — Nom. vernac. »Mandovi>,
»Mani>»].
Stylosanthes Sw.
S. guyanensis Sw. var. gracilis VoG.
Bras.: Rio Grande do Sul, Cruz Alta, in pascuis (>campos>)
graminosis apricis, mense Apr. flor. et fructif. (A. 1315!/2).
Flor&e riogrand. nova incola.
Meibomia Mötr. (Desmodium DEsv.).
M. trifiora (L.) OK.
Bras.: Matto Grosso, Cuyabå, in pascuis arenosis et
sabulosis satis umbrosis, mense Jan. florens (ÅA. 3477). — Florze
mattogr. nova incola.
Forma prostrata parvifolia; petala violacea.
M. ineana (SW.) LINDM.
Bras.: Rio Grande do Sul, in regione silvarum seternarum,
locis cultis et ruderalibus, for. et fructif. mens. Jan.—Apr.
(A. 1017).
Paraguay: Paraguari (A. 3613).
Petala purpurea. — Nom. vernac. (cum sequentibus):
»Pega-pega».
M. uncinata (JAcQ.) OK.
Bras.: Rio Grande do Sul, Colonia ITjuhy, ad marginem
silve primeevae, mens. Mart. —Apr. fructiferum (A. 1017!/2).
M. albiflora (SALZM.) OK.
Bras.: Rio de Grande do Sul, Excolonia Santo Angelo,
in umbra nemoris, flor. et fructif. mense Jan. (A. 975).
Specimina mea suffruticosa, ad 1 m. alta, foliolis maximis
ad 8 cm. longis forma anguste rhombeo-ovatis. Vezxillum
roseum, indicio nectaris smaragdino.
10 LINDMAN, LEGUMINOSAZ AUSTRO-AMERICANA.
M. cuneata (HooK. ET ARN.) OK.
Paraguay: Paraguari, in pascuis apricis limoso-arenosis
(A. 3803).
Inflorescentia in speciminibus paraguayensibus vere thyr-
soidea, nec »subsimpliciter-racemosa». Legumina villositate
fulva densissima gaudent. Peduncult, qui in specim. brasilianis
gemini dicuntur, hic 3—4-ni nascuntur.
M. sclerophylla (BENTH.) OK.
Bras.: Matto Grosso, Espinheiros prope fuvium Rio
Cuyabå, in campis dumetosis glareosis, mense Febr. flor. et
fructif. (A. 3039).
Species, iam in »Flora Bras.> a BENTHAM civitatis Matto
Grosso incola nuncupata, ab illo auctore verbis paucioribus
desceribitur. Heec igitur addenda mihi videntur:
Foliolum (in specim. mattogross.) majusculum, 10—12 cm.
longum, 4—5 cm. latum, in petiolo medio stipellis 2 scariosis
longissime setosis instructum; pagina inferior canescens, nervis
reticulatis minute fulvo-hispidis, inter nervos arachnoideo-
hirtella; pagina superior minutissime glanduloso-punctata, quo
diu vel etiam post annum in sicco quasi viscida vel adheerens
permanet. Ramuli pedunculique denuse hamato-setosa. Petala
purpurea.
M. spiralis (Sw.) OK.
Bras.: Matto Grosso, Diamantino, in ruderalibus solo
glareoso, mense Majo for. et fructif. (A. 3407). — Florze
mattogr. civis nova.
Petala violacea.
Ternatea L. (Clitoria &L.).
T. simplicifolia (KTH.) OK.
Bras.: Matto Grosso, Buritizinho, in campo obsito (»campo
cerrado»), solo glareoso, mense Apr. florens (A. 3461). — Flora
mattogr. civis nova.
Corolla alba sulphurescens.
T. laurifolia (Porr.) OK. (Clitoria cajanifolia (PRL.) BENTH.).
Bras.: Matto Grosso, Santa Cruz da Barra do Rio dos
Bugres, in silvis primeevis »Poaia» dictis, florens mense Mart.
—Apr. (A. 3165). — Florze mattogr. civis nova.
Corolla sulphurescens.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:O0 7. 11
Bradburya Rar. (Centrosema DC.)
B. bifida (BENTH.) OK.
Bras.: Matto Grosso, Buritizinho sub montibus Serra do
Itapirapuan, in campis dense obsitis (»cerradöes»), mense Apr.
forens (ÅA. 3373). — Flore mattogr. civis nova.
Corolla maxima, vexillo 5 cm. longo, colore vel purpureo
vel lilacino.
Nota illa, que duce Flora Brasiliensi hanc speciem a
B. coriacea (BENTH.) sejungit, »bracteola altera bifida», sine
dubio fallax est. Nam bracteola quevis adeo rigide coriacea
est et insuper scapiformis vel cucullata, ut vi explanata facile
rumpatur et in sicco bifida videatur. Sed alia nota digna
est, que adhibeatur: forma calycis, cujus lobus anticus (qui
circumversione floris sub anthesi superiorem locum tenet) longe
productus, styliformis, tubum calycis superat.
B. angustifolia (BENTH.) OK.
Bras.: Matto Grosso, Cuyabå, in fruticetis, mense Junio
etiamnunce florens (A. 3537). — Flor&e mattogr. civis nova.
Vexillum purpureo-violaceum.
B. pubescens (BENTH.) OK.
Bras.: Matto Grosso, cum precedente volutans, mense
Apr. florens (A. 3297). — Flor&e mattogr. civis nova.
Forma foliolis ex p. rotundato-ovatis, 10 em. longis.
Vezxillum sesquipollicare.
B, virginiana (L.) OK.
Paraguay: Asuncion, Trinidad, mense Oct. (A. 2181).
B. virginiana (L.) OK. f. pascuorum (MART.).
Bras.: Rio Grande do Sul, in arena mobili litoralium
prope oppidum S. Pedro do Rio Grande, mens. Nov.—Dec.
florens (A. 747).
Vezxillhwm orbiculatum pallide violaceum, medio fascia pallide
flava notatum. Heec species me docuit, appendicem illam vexilli
dorsalem, notam generis characteristicam, gibbum vel tuber-
culum esse, nec vesicam tantum vel »calcar», quod auctores vocant.
Heec forma, species Centros. pascuorum Mart. in F1. Bras.,
et secundum descriptiones BENTHAMII et ex multis specimi-
nibus Herb. Stockh. cum B. virginiana (L.) quoad florem perfecte
congruit; nullo modo, nisi foliolis angustis (lineari-oblongis
vel linearibus), distingui potest; immo in ipsa B. virginiana
foliola dimorpha occurrunt, basalia ovata, superiora linearia!
2 LINDMAN, LEGUMINOSA AUSTRO-AMERICANA.
Periandra MaARrr.
PF. heterophylla BENTH.
Bras.: Matto Grosso, per saltus dense obsitos (>campos
cerrados»), solo glareoso, inter Cuyabå et Diamantino frequens,
scandens, mense Febr. florens (A. 3065).
Petala splendide rubra.
[P. acutifolia BENTE.
Bras.: Matto Grosso, in silvis et nemoribus, locis umbrosis,
inter Cuyabå et Diamantino frequens, mense Febr. florens.
Flore mattogr. civis nova. — Petala precedentis.]
Camptosema Hoor. et ARN.
C. nobile sp. nov. (Fig. 1).
Camptosema, sect. Bionia (C. coriaceo BENTH. proximum”?),
caule gracili lignoso arcuato-scandente, foliolis ternis majusculis
membranaceis ovatis emarginatis, supra strigoso- vel punctu-
lato-scabridis, inflorescentia racemosa longipedunculata, floribus
pollicaribus, calyce non colorato, in alabastro acuto, petalis
rubro-purpureis.
C. coriaceum (NEES et Mart.) BENTE. ab hoc differt foliolis
coriaceis glabris nitidulis, pedunculo multo .breviore »1—4-
pollicari>, calyce longiore? (sec. BENTHAM 6 lin. vel 18 mm.
longo).
C. tomentosum BENTH. differt foliolis acuminatis et »supra
tomento brevi molli subrufescentibus, subtus dense rufo-sericeis»,
floribus multo longioribus (ad 2-pollicar.).
C. acuminatum BENTE. differt floribus duplo majoribus
(720 lin. longis»).
Desecr.: Caulis circa 2 m. alte scandens; rami arcuati,
hince inde volutantes, teretes, crassitie penne anserinee, lignosi,
glabri, partibus tamen junioribus, pedunculis, alabastris densius
fulvo-sericeis. Folia inferiora petiolo 4—5 cm. longo, superiora
petiolo 1 em. longo fulta. Foliola 3, inter maxima, mem-
branacea, ovata, lateralia paullo obliqua, omnia basi late
rotundata vix cordata, apice emarginata vel retusa, supra
viridia, pilis brevissimis punctiformibus scabriuscula, subtus
glaucescentia, pilis minutis adpressis; 7—10 cm. longa, 5—6
cm. lata. JInfloresc. longe racemosa, pedunculo 3 dm. longo.
Flores breviter pedicellati, ad nodos bini vel pauci, in anthesi
vix 3 em. longi. Calyzx (fig. 1, c) tubulosus leviter curvatus,
ct RR SÅR
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 24. AFD. III. N:0 7. 13
herbaceus, virescens, 13 mm. longus, laciniis 5 mm. longis,
anticis 3 lanceolatis acutis, postica lacinia ceteris latiore,
margine membranacea, apice emarginata et ibi mucronulata;
calyx intus pallide sericeus, in alabastro acutus extus fulvo-
NIST
Camptosema nobile sp. nov. (A. 3557) — a inflorescentie pars superior
cum folio (magn. nat.), b flos desuperne visus (magn. nat.), c calyx, fissus et
explanatus (magn. nat.).
14, LINDMAN, LEGUMINOSA AUSTRO-AMERICANA.
sericeus. Petala inter se subequilonga; vexillum (fg. 1, a, b)
27 mm. longum, 13 mm. latum, planum, in anthesi reflexum,
intus rubro-purpureum vel splendide cerasinum, extus sul-
phureum paullo sericeum; ale et folia carinee libera subrecta.
rubro-purpurea. Stamen vexillare omnino liberum. Ovarium
albo-villosum, stipitatum. Legumen non suppetit.
Bras.: Matto Grosso, per saltus glareosos dense obsitos
(»campos cerrados») inter Cuyabå et Diamantino, raro florens,
mens. Apr. (A. 3557). q
Huc pertinent specimina REGNELLIIL, sub signo III. 447
missa, sed differunt: foliolis seepius minoribus, maximis TY,
ceteris 5 cm. longis et 2—3 cm. latis, basi sepius angustatis
obovatis, apice profundius emarginatis, subtus canescenti-
villosis; legumina adsunt, rectiuscula, plana, fulvo-tomentosa,
8 cm. longa, 1 em. lata.
Dioclea H. B. K.
D. bicolor BENTH.
Bras.: Matto Grosso, Santa Cruz da Barra do Rio dos
Bugres, in fruticetis dumetisque (>capoeira») copiose, altissime
scandens, mense Mart. florens (A. 3223). — Flor&e mattogr.
nova CIvis.
Petala intense ceruleo-violacea. — Folia in specim. meis
supra quoque sparse adpresso-pilosa.
Canavalia DC.
C. gladiata (L.) DC.
Bras.: Matto Grosso, Santa Cruz da Barra do Rio dos
Bugres, in dumetis (»capoeira») alte scandens frequens, mensibus
Mart.—A pr. florens (A. 2869). — Nom. vernac. »Batata brava».
Flore mattogr. nova civis.
Petala lilacina. MSpiea rigide deflexa terram spectante,
vexillum in anthesi semper locum inferiorem tenet. Flos
odore parum perspicuo Lathyrum odoratum revocat. — Errore
in »Flor. Brasil.» calyx minor, »4—5 lin. longus», dicitur,
namque labium majus 9 lin. (28 mm.) attingit.
C. bonariensis LINDL.
Bras.: Rio Grande do Sul, Quinta prope oppidum 9.
Pedro do Rio Grande, in silvula uliginosa inter arbores alte
volutans, mense Dec. florens. (ÅA. 767).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 7. 15
Vezxillum, in anthesi terram spectans, saturate purpureum,
macula flava notatum; als rosece.
Corallodendron L. (Erythrina L.).
[C. Crista galli (L.) OK.
Bras.: Rio Grande do Sul, Porto Alegre, in fruticetis
uliginosis frequens et in hortis culta; S. Pedro do Rio Grande,
in arenosis campis maritimis; in campis (pascuis) altis (Cima
da Serra) ad rivulos hinc inde. Flor. mens. Novy.—Dec. —
Nom. vernac.: »Corticeira» propter lignum mollissimum, fere
suberosum; in hortis rarius arbor pergrandis evadit.
Argentina: in silvis vastis udis ripe fluvii Paranå copiose;
etiam in vicinitate fluvii Uruguay, in uliginosis civitatum
Entre Rios et Corrientes. — Nom. vernac.: »Ceibo»].
Phaseolus L.
Ph. vulgaris L.
Forma vexillo roseo, violaceo-striato, inter alias in Brasil.,
Rio Rrande do Sul, in regione silvatica culta, e. gr. colonia
Tjuhy, mens. Apr. florens (A. 1385). — Nom. vernac. »Feijäo>.
Ph. Caracalla L.
Bras.: Rio Grande do Sul, ornamenti causa cultus, e. gr.
ad Piratiny regionis campestris, in Silveira Martins regionis
silvatice, mens. Dec.—Mart. florens (A. 1315).
Flos fortissime fragrans. Vexillum candidum hince inde
roseo suffusum, ale extus purpureo-atroviolace2e.
Ph. appendiculatus BENTH.
Bras.: Rio Grande do Sul, Silveira Martins colonia
regionis silvatice, in dumetis (»capoeira») alte volutans, mense
Mart. florens (A. 1327). — Flore riograndensis civis novus.
Flos suaviter odoratus. Vexillum latissimum irregula-
riter bullatum, candidum, basi maculis 2 sulphureis notatum;
ale pariter inzequaliter bullata, albre, violaceo pictee.
Ph. peduncularis H. B. K. ;
Bras.: Matto Grosso, Serra do Itapirapuan, in campis
obsitis (>»campos cerrados»), mens. Majo (A. 2953). — Flore
mattogr. civis novus.
Petala pallide violacea, vexillo macula sulphurea notato.
Ph. clitorioides MART.
Bras.: Rio Grande do Sul, Cachoeira, in pascuis herbidis
prostratus et subscandens, mens. Febr. florens (A. 1275).
16 LINDMAN, LEGUMINOSAZ AUSTRO-AMERICANZA.
Vezxilli violacei indicium nectaris saturate violaceum,
colore flavescente cinctum. |
Ambee species, peduncularis et clitorioides, ea nota communi
excellunt, quod carina minus spiraliter torta apice spiram unam
format (nec trispiralis vel ultra, ut in speciebus proximis).
Que res e dispositione specierum in »Flora Brasiliensi> non
patet. Que quum ita sint, non dubito, quin Phas. oblongifolius
MicHELI spec. nov. (»Contributions å la flore du Paraguay»>,
1883—84, pag. 27, 28, tab. 6) idem sit ac Phas. clitorioides
Marr.; flores quidem a cl. MICcHELI »lutei> dicuntur, sed opinor,
eam rem in specimine sicco non plane distinctam esse, nec
quidquam a collectore, BALANsSA, de colore adnotatum est.
Ph. truxillensis H. B. K.
Paraguay: El Chaco, Riacho Negro, in fruticetis um-
brosis, mens. Sept. forens (A. 2047); Asuncion, Recoleta,
in campis apricis (forma villosa, parvifolia), mense Oct. (A.
20471/2).
Flos inodorus; petala alba, vexillum dilute roseo-tinctum,
ale violaceo-lineatee.
Ph. monophyllus BENTH.
Bras.: Matto Grosso, Buritizinho sub montibus Serra do
Itapirapuan, in campis arbustis obsitis (»cerradöes»), mense
Apr. florens (A. 3301). — Flor&e mattogr. civis novus.
Forma foliolo latissimo, rotundato-cordato!
Corolla (ab auctore Leguminosarum Flor&e Brasil., b.
BENTHAM, in anthesi non visa) pro Phaseolo minima est,
torta et asymmetrica, alis rubrotestaceis.
Ph. semierectus Li.
Bras.: Matto Grosso, Cuyabå, in fruticetis ruderalibus,
mense Febr. florens (A. 2749).
Ale atropurpurexe.
P. longipedunculatus MART.
Paraguay: El Chaco, Puerto 14 de Majo, in virgultis
ripe fluvii Rio Paraguay, mense Nov. florens (A. 2339!/2);
Paraguari, in pascuis virgultosis (A. 3611).
Huc sine ulla dubitatione pertinent collectionis MORONGII
n:ri 198, 993, qui in opere »An Enumeration of the Plants
collected by Dr. THoMmas MoroncG in Paraguay, 1888—1890,
by TH. Morong and N. L. Britron», sub »Phaseolo erythro-
lomate Mart.» afferuntur; mihi non visi sunt, sed ex verbis
collectoris: »— lateral petals — very dark reddish-purple»,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:O 7. 17
et aliis rebus apparet, Ph. longipedunculatum (aut Ph. semie-
rectum) potius esse, quam Ph. erythroloma.
Si re vera quid inter Ph. semierectum et longipedunculatum
interest, he notae imprimis valere videntur (cfr. descriptionem
in »Flora Brasiliensi> datam):
Ph. longipedunculatus Mart.: Caules, rami, pedunculi
plus minus sericei vel pilis reversis vel adpressis induti;
pedicelli et foliola molliter villosa, pilis flexuosis plus minus
patentibus.
Ph. psammodes sp. nov. (Fig. 2).
Phaseolus, sect. Macroptilium, Phaseolo erythrolomati MART.
proximus, a quo differt: statura minore; foliolis parvis vix
pollicaribus; stipulis minoribus angustioribus lanceolatis; pedun-
culo basi non fasciculatim bracteoso; bractea floris calycem
subequunte; calycis laciniis omnibus subulato-productis, tubum
equantibus vel superantibus.
Etiam propinquus est Phaseoli vestiti HooK., plant:e peru-
viane et (ut ait GRISEBACH) speciel recognoscende. Phas.
vestitus ex descriptione (Hoor. Bot. Miscell., vol. II, 1831, p.
216) probabiliter et statura et foliis et legumine aliquanto
major est; caulis »volubilis»; foliola »rhomboidea, lateralia
sublobata»; calycis dentes »lato-subulati>; »fores ut videtur
atro-purpurei».
Descr.: Herba prostrata, arena mobili ex parte obruta,
caulibus submetralibus. Fami et pedunculi patenter fulvo-
villosi. Petioli 1—3 cm. longi, patenter villosi. Foliola approxi-
mata, late ovata, inferiora 1,5 cm. longa subrotundata, superiora
2—3 cm. longa, vix 2 cm. lata (in Ph. erythrolomate 2—3-
pollicaria), abrupte mucronulata, molliter canesc.- vel fulvesc.-
sericea. Stipule lanceolatse acuminate villosissime, sub foliis
maximis 5—7 mm. longe, superiores breviores ovatee, basi
paullulum cordate. Pedunculi vel terminales vel axillares,
in specimin. meis 5—15 cm. longi, graciles (in Ph. erythro-
lomate seepius robustissimi valde elongati), pilis pallide
fulvescentibus obtecti, in statu juniore densissimis retrorsis;
basi inter stipulas bractece nullx vel pauce minime adsunt.
Flores Ph. erythrolomatis, 15 mm. longi. Bracteole longe
subulatze, villosissime. Calyx 5—6 mm. longus; lacinie superi-
ores subulate ceteris subequilonge (in Ph. erythrol. superi-
ores breviores, ovato-triangulares); omnes longe pilose (fig. 2, b).
Vexillum virescens exiguum. Ale majores in vivo lateritice
2
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18 LINDMAN, LEGUMINOSA AUSTRO-AMERICANA.
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Phaseolus psammodes sp. nov. (A. 723). — a Caules, folia, inflorescentize
(magn. nat.); in superiore parte tabule b calyx auctus (?/1).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:O 7. 19
(in sicco violaceo-purpurece). Metridium reflexum rectum fulve-
scenti-villosum. Legumen non visum.
Bras.: Rio Grande do Sul, Vieira prope oppidum Rio
Grande, loco sicco aprico a mari proxime, in arena litorali
repens; mens. Nov. florens (A. 723).
Ph. prostratus BENTH.
Bras.: Rio Grande do Sul, Porto Alegre, in campis et
collibus incultis, solo aprico glareoso, mens. Oct. efforesc.
(A. 481).
Ale Noris colore ochracee, venis rubris pict:e.
Vigna NSAvI.
V. luteola (JACQ.) BENTE.
Bras.: Rio Grande do Sul, Såo José do Norte, in pascuis
litoralibus subuliginosis, inter fruticulos et gramina volutans,
mense Nov. florens (A. 717).
Petala ochraceo-flava extus sordida.
Rhynchosia Lour.
Rh. phaseoloides (Sw.) DC.
Paraguay: El Chaco, Riacho Negro, in fruticetis umbrosis
ripariis, mense Sept. for., legum. immatur. (A. 20471/2).
Eh. diversifolia MICHELI.
Paraguay: Paraguari, in pascuis siccioribus et in rude-
ralibus, mense Nov. florens et fructifieans (ÅA. 3609). — Nom.
vernaculum (guaranitice) cum aliis Leguminosis »Urusu-heé»>.
Flores paullo minores sunt, quam in descriptione MICHELII
dicuntur (>Contributions å la flore du Paraguay>, pag. 33);
cetera optime congruunt. Hanc speciem BENTHAM fortasse
pro se habuit, quum de Rhynchosia Senna GILL. in »Flora
Bras.» scripsit, in nonnullis speciminibus occurrere »foliola
maxima sesquipollicaria subcordato-ovata mucronulata utringue
viridia et insigniter reticulata»>.
Abrus L.
A. tenuiflorus SPRUCE.
Bras.: Matto Grosso, Santa Cruz da Barra do Rio dos
Bugres, in fruticetis alte scandens, mense Mart. florens (A.
3209). — Flore mattogross. novus civis.
20 LINDMAN, LEGUMINOSAE AUSTRO-AMERICANZA.
Mache&erium PERSs.
M. angustifolium VoG. |
Bras.: Matto Grosso, Cuyabå, verisimiliter cultum, mense
Febr. florens (A. 3489). — Flore mattogr. novus civis.
Petala lzete violacea.
Macherium stygium spec. nov.
Quum planta mea nec in descriptiones, nec in specimina
a me visa quadret, ut illam pro specie inedita habeam adducor.
Ut enim specimina manca sint et quidem sterilia, tamen
inter Macheeria speciem ratione foliolorum agnosci posse con-
stat. Planta mea igitur, secundum tabulam a BENTHAM in
»Flora Brasil.> dispositam, ad $ 5 Penninervia pertinet. Pro-
xima est Macherio floribundo BENTH., a quo sic distinguituwr:
foliola lanceolato-oblonga, utringue obtusissima, mucronulo
inconspicuo, numero circa — 13 —, subtus molliter pubescentia,
colore utrinque tristi, olivaceo- vel fuscescenti-viridi, subtus
pallidiore, margine incrassato nerviformi cum costa centrali
et venis lateralibus ferrugineo-tomentoso; stipule aculeatee,
recurvo-spinescentes, 6 mm. longee.
Frutex elatus arborescens ramis elongatis inter arbores
in cumbenti-scandens (>»Spreizklimmer»).
Bras.: Matto Grosso, Palmeiras, in silvula virgultosa
densa maxime umbrosa obscura, ster., mense Jan. 1894 (A. 2477).
Pterocarpus L.
P. Michelii BRITTON.
Paraguay: Colonia Elisa prope urbem Asuncion, in silvis
umbrosis ripe fluvil Paraguay, mense Julio fructifera (ÅA.
1679); in ripa silvatica amnis Riacho Barreiga prope Pena
Hermosa, florens mense Sept. (A. 2109). — Nom. vernaculum
»Payaguå-mandovi>.
Arbor excelsa, valde patula. Petala lutea. (Balansa
1497; Morong 379).
Bergeronia MICHEL.
B. sericea MICHELI.
Paraguay: El Chaco, in conspectu urbis Asuncion, in ripa
aprica amnis Rio Negro, mense Oct. florens (A. 2197).
Ån dn
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. .BAND 24. AFD. III. N:0O 7. 21
Heec species inter paucas est, quas cl. TAUBERT mihi
determinatas remisit.
Petala lete violacea, sicut Lonchocarporum mos est. Falsum
est quod cl. MricHErI (»Contributions å la flore du Paraguay>,
pag. 39), de hac specie ait: »fores lutei>, qui error sine dubio ex
perserutatione speciminum in sicco decoloratorum ortus est.
Ceterum specimina mea omnino cum icone nitida MICHELII
congruunt.
Coublandia AvuBL. (Mällera L. fil.)?
Lonchocarpus ?
Genera duo adeo affinia sunt, ut legumine absente distingui
non possint. Coublandia guidem unam speciem adhuc continet
C. frutescentem AveBr. (M. moniliformem L. fil.), quamobrem
incertum est, quee note ali essentiales hoc genus constituant.
Specimina mea cum nullo Lonchocarpo congruunt, nec
cum C. frutescenti. Sed habitus eorum Coublandie omnino
est, quoad ramulos, folia et flores! Preeterea ali quogque not:e
queerende sunt, ut has plantas in apto genere colloces; fortasse
he note (vide fig. 3, pag. 22) magis ad Coublandiam spectant:
calyx manifeste obliquus,
vexilli unguis longe exsertus;
cum Lonchocarpis vero he note melius congruunt:
vexillum orbiculatum (nec oblongum),
unguis vexilli sub lamina longitudinaliter bicallosus, vel
plicis 2 apice gibbis instructus.
Coublandia fortasse immerito ab altero genere separata est.
Sed Lonchocarporum turba haud scio an melius a perito ali-
quo botanico aliquando dividenda sit.
C. (Lonchocarpus?) fluvialis sp. nov. (Fig. 3).
Arbor foliis 5-foliolatis, foliolis obovatis subtus albo-
villosis, impuncetatis, racemis ovatis paniculatis, floribus sericeis,
vexilli lamina rotundata, ungue exserto, ovario pluriovulato.
A Coubl. frutescenti differt indumento, vexilli forma
et foliolis impunctatis (foliolis juvenalibus comparatis; nam
in Coublandia illa, specimin. ex Herb. Aubl. et Hostmann
758a et Kappler 163, puncte pellucide foliorum adultorum
evanescunt).
A Lonchocarpo wvirgilioide BENTE. (frutescenti?) differt
indumento et ungue exserto etc.
22 LINDMAN, LEGUMINOSZE AUSTRO-AMERICANZA.
A Lonchoc. Glazgiovii TavB. differt indumento, foliolis
impunctatis, vexilli ungue exserto et bicalloso etc.
Desecr.: Arbor circa 15-metralis, nunc in ripa dumetosa
frutescens; truncus erectus validus diam. 0,3 m., cortice l2evi
cano, ligno in ramulis fragrante et odorem fructuum Rubi idee
revocante, in trunco sulphurescente vel denique subaurantiaco.
Haforeebekd (jam frondescentia ineunte Aorens) racemis per-
multis composita, in ramulis anni precedentis defoliatis dispo-
sitis, vel ad basin ramulorum novellorum sub foliis nascentibus,
hinc inde binis vel paniculatis. Racemi, adjectis pedunculis,5—38
cm. longi, parte forifera densa sepissime ovata vel subglobosa,
rarius patilo elongata. Petiolus communis villosus, 5 cm. vel
paullo longior. Foliola 5, terminale maximum, lateralia minora et
basi magis rotundata, omnia anguste ovata, acuminata, maxima 8
(—10) cm. longa, 4 cm. lata,supra leete viridia glabra vix nitidula,
Coublandia (Lonchocarpus?) Jluvialis sp. nov. — a calyx a parte antica
visus (2/1), b calyx cum bracteola et vexillo, a latere visus (”/1), c vexillum
Ch), d fos longitudinaliter sectus (?/1); petalorum lamine resecte sunt:
ovarium quoque medio resectum.
subtus primo sericea, mox albo-villosa vel molliter tomentosa.
Stipule -minimee, latiusculze, adpresse, villose. Calyx cano-
sericeus, late campanulatus, oblique truncatus (fig. 3, b, d)
dentibus parum prominulis, summis 2 approximatis, postice
basi valde gibbus. Pedicellus nunce gracilis, nunce tomento
crassior, bracteolis 2 lanceolatis nunc planis, nunc setaceo-
complicatis in medio instructus. Vexillum (fig. 3, b, ec) liete
violaceum, indicio nectaris flavescente, lamina emarginata,
suborbiculari, extus plus minus sericea, 8 mm. longa, ungue
laminam :equante, longitudinaliter bicalloso, plicis sub lamina
gibbis. Carina obtusa, petalis ad vel supra medium liberis.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 7. 23
Stamina 9, (fig. 3, d) ut in Lonchocarpo monadelpha; posticum
a basi usque ad medium liberum. Anthere sequales, lutere.
Stylus subulatus, stigma minutum capitatum glabrum. Ovariwum
stipitatum villosum 8—10-ovulatum.
Paraguay: El Chaco, in pascuis longinquis subsilvaticis
ripe amnis Riacho Negro, in anthesi et frondescentia mens.
Sept. (A. 1973); Peöa Hermosa, in ripa silvatica fluvii Rio
Paraguay ad ostium amnis Riacho Barreiga, in anthesi,
foliis adultis, mens. Sept. (A. 1973!/2).
Vouacapoua AuvBL. (Andira LAM.)
V. cuyabensis (BENTH.) OK. (?)
Bras.: Matto Grosso, per saltus saxoso-glareosos arbustis
dense obsitos (>»campos cerrados») inter Cuyabå et Diamantino,
Serra das Araras, Serra do Itapirapuan etc., mens. Febr.—
Mart. florens (A. 2993).
Arbor humilis precox divaricata; petala albida vel lilacino
suffusa; calyx fuliginosus.
Planta mea cum descriptione BENTHAMII in »Flora Brasil.»
optime congruit, excepta nota illa, quam ille auctor tanti
existimat, ut ea ad genus Andire in sectiones dividendum
utatur: »ovario pubescenti»! Ovarium enim glabrum, vel pilis
perpaucis minimis instructum invenio; quamobrem V. (Andira)
cuyabensis potius V. americane AuvBL. (Andire inermi H. B. K.)
proxime collocanda est (vide »Flor. Bras.», fasc. 29, tab. 116).
Legumen mihi non visum est, quod nec BENTHAMIO suppetiit;
quare species facilius cam Macherio confunditur, imprimis cum
Macherio opaco Voc. (»Flora Brasil», fasc. 29, tab. 77), cui
habitu et omnibus partibus est simillima. Note tamen aliquot
mihi persuaserunt, hanc arborem Vouacapouam, non Macherium
esse: bracteole desunt; petioli glabri; ovarium longe stipitatum;
petala carinalia Jibera imbricata, etc.
Holocalyx MICHELLI.
H. Balansae MicHriu (Fig. 4, 5).
Bras.: Rio Grande do sul, Tjuhy (colonia regionis borealis
silvaticee), in silva primaeva umbrosa, ster., mens. Apr. (A. 1405).
[Paraguay: colonia Presidente Gonzalez, in silvis primevis,
ster., mens. Aug. — Nom. vernac. »Y virå-pepé>. |
24 ör LINDMAN, LEGUMINOSAZ AUSTRO-AMERICANZ.
Arbor mediocris divaricata, ramulis, petiolis, foliolis
omnibus horizontaliter dispositis; in silvis paraguayensibus
truncum validiorem vidi, quasi columnis compluribus fasci-
culatim compositus (fig. 5).
Quum hec planta mihi semper sterilis obviam daretur,
paullulum dubitare oportet, num re vera eadem sit, ac Holocalyzx,
qui adhuc non nisi in Paraguay inventus (BALANSA 1492,
1492 a) a MicHELIo 1883 novum genus et nova species editus
est. At specimina mea sterilia, habitu proprio (fig. 4 a, b)insignia,
cum icone nitida MicHrri (>»Contrib. å la flore du Paraguay>,
Fig. 4.
Holocalyx Balansce MicCHELI. — a pars ramuli cum partibus inferioribus
foliorum duorum (magn. nat.);: specimen austro-brasiliense (A. 1405), b petiolus
folii cum foliolis aculeisque ejusdem speciminis (?/1), c' pars folii speciminis
ex Minas Geraes Regnell III. 1795 (magn. nat.).
tab. 15), quoad ramulos, pedicellos, folia, foliola etc. omnino
congruunt! Regio silvatica civitatis Rio Grande do Sul finibus
paraguayensibus vicina est et multis rationibus, natura, facie,
speciebus, silve utriusque territoriil inter se congruunt; ideo
non mirandum est, quod planta BALANSAE in brasiliensibus
quoque silvis finitimis occurrat.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:O 7. 25
Ex Herbario Regnelliano huc pertinent: Regnell III.
1795 (Minas Geraes, Caldas) et Mosén 4393 (S. Paulo), utrumque
sterile; foliola latiora
et magis falcata (fig. 4 ec).
Hec planta igitur
vere brasiliensisneglecta
videtur et in Brasilia
ulterius inquirenda est.
Ipse in Paraguay non
collegi; sed arborem
illam, quam = <nomine
guaranitico »Yvird-pepé>
vocant, aliquoties in
margine silvarum mihi
obviam, delineavi; trun-
cum ejus, aspectu nota-
bilem, veluti columnis
angustis anastomosanti-
bus, ut supra dixi, com-
positum, hic ostendere
liceat (fig. 5), quo arbor
sepe sterilis facilius
agnoscatur.
Cebipira Juss.
(Bowdichia H. B. K.
C. virgilioides (H. B.
IKOROR.
Bras.: Matto Grosso,
Cuyabå, Diamantino,
Serra do Itapirapuan
etc., per saltus vastos
obsitos, qui »campos cer-
rados» vocantur, vulgata;
mens. Apr. florens. —
Nom. vernac. »Sucupira,
Sicupira» (ÅA. 3349).
Petala intense ceeru-
leo-violacea, indiciis nec-
taris purpureis; antlherce
aurantiace.
IFA
Id
4 - Ja
- 5 € Sä
Tea ; 2
a ip 3 EAS
Va
Eg TA PE
Holocalyx Balansce MIicHELI, truncus
arboris silvarum paraguayensium, >»Yvirå-
pepé» dicte (Paraguay, colonia Presidente
Gonzalez; mense Aug. 1893 delineavi).
26 LINDMAN, LEGUMINOSAE AUSTRO-AMERICANZA.
Myrocarpus ÅLLEM.
M. frondosus ÅLLEM.
Bras.: Rio Grande do Sul, in silvis primeevis civitatis
medie et borealis haud rara, e. gr. in coloniis Santo Angelo
et ITjuhy; in silvis umbrosis camporum, »capöes» dictis, e. gr.
prope Cruz Alta (April). Arbor excelsa, cortice lievi albido-
cano, ligno duro usitatissimo odoro, colore ochroleuco. —
Nom. vernac. »Cabriuva» (A. 1589).
Paraguay: Paraguari, in silva primeva montis Cerro-hu,
abundanter florens mense Augusto. Nom. vernace. »Trevol
(A. 2213!/2). — Flor&e parag. civis novus. ;
Ateleja Mog. et SEssÉ.
A. Glazioviana BAILL.
Bras.: Rio Grande do Sul, in campis altis (>Cima da
Serra») inter Cruz Alta et ITjuhy nemora parva efformans vel
solitaria. Arbor coma patula late viridi, ramulis laxis; in
fructu mense Martio. — Nom. vernac. »Timbeé» (A. 1385!/2;
det. cl. P. TauBERT). — Flore riograndens. nova civis.
2. Caesalpinie2.
Peltophorum VocG.
P. dubium (SPRENG.) TAuB. (P. Vogelianum BENTH.)
Paraguay: Arbor excelsa silve primeve vicinitatis
urbis Asuncion, mens. Nov. florens (A. 1723; Anisits 212).
— Nom. vernac. »Y birå-pytå» (guaranitice).
Ceesalpinia L.
C. melanocarpa GRISEB.
Paraguay: El Chaco, Puerto 14 de Mayo, mens. Nov.,
ster. (A. 2073!/2). — Nom. vernac. »G uaicån», arbor mediocris,
divaricata.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0O 7. 27
[C. puleherrima L.
Bras.: Matto Grosso, Cuyabå, frequenter culta et sepius
subspontanea, petalis nunc aureis nunc aurantiacis, for. mens.
Dec.--Febr. etc.]
Poinciana bL.
P. regia BoJ.
Bras.: Matto Grosso, copiose culta, ad vias publicas
oppidorum Corumbå, Cuyabå et al., in hortis quoque publicis
nec non ad habitationes rurales et villas mnobilium, e. gr.
Palmeiras. Flor. mens. Nov.—Dec. Arbor florescentize tempore
defoliata, coma tota foribus maximis ignea nulli splendore
secunda. — Nom. vernac. »Flamboayao», »Flamboyant>.
Paraguay: Asuncion, raro culta; mens. Oct. in fructu.
Parkinsonia L.
P. aculeata LL.
Bras.: Rio Grande do Sul, frequenter culta, flor. mens.
Dec., fructifera mens. Majo (A. 919).
Paraguay: Asuncion, frequenter culta.
Gleditschia L.
[6. amorphoides (GRISEB.) TAUB.
Paraguay: Asuncion, in silvis primeevis, e. gr. colonia
Elise haud raro; El Chaco, ad ripas amnium; ster., mens.
Jul.—Sept. — Nom. vernac. (hispanice) »Espina de corona».
In civitatibus quibusdam Argentinis etiam vocatur »Quillay>
et »Coronillo» — Flor&e paraguay. nova civis.]
Cassia L.
C. occidentalis L.
Bras.: Rio Grande do Sul, per maximam partem provincize
visa, in ruderalibus regionis quum campestris, tum silvaticee
frequens, mens. Nov.—Maj. florens. — Nom. vernac. »Fedegosa
para café.
Paraguay: Asuncion — Paraguari, in ruderal. haud rara
(A. 3621). — Nom. vernae. »Fedegozo», »Mangerö-ibå»,
»Taperiba>.
28 LINDMAN, LEGUMINOSAZ AUSTRO-AMERICANZA.
C. biecapsularis L.
Paraguay: Asuneion — Paraguari, hinc inde in rudera-
libus ete., florens mens. Nov. etc. (ÅA. 3623). In Brasilie
civitate Rio Grande sepius observata ruderalis.
C. macrocarpa MICHELI.
Paraguay: Asuncion ad vias, mense Julio fructifera.
Suffrutex metralis.
Descriptioni MIcCHELII heec addenda sunt: legumen longissi-
mum (— 25 cm.), angustissimum, subteres, a valvis vix com-
pressum, suturis parum elevatis, demum castaneum opacum;
semina pallide olivacea vel grisea, breviter cylindracea, utrin-
que truncata, 3—4 mm. longa, in legumine longitudinalia
(cfr. MiICHELI, «Contributions å la flore du Paraguay, pag. 43,
tab. 16).
C. Tora L.
Paraguay: Asuncion, Trinidad, circa culta et rudera,
mens. Febr. florens (Anisits 535).
C. pilifera VoG.
Paraguay: Peribebuy, mense Febr. florens (Anisits 503).
Petala ampla vitellina.
C. alata L.
Bras.: Matto Grosso, Cuyabå—Diamantino, per rudera,
imprimis in vils oppidorum copiose, mens. Jan.—Junio florens,
mense Majo fructifera.
C. aculeata PoHL.
Paraguay: El Chaco, a Puerto Casado usque ad Puerto
14 de Mayo, in campis ripe fluvii Paraguay aridis, pascuis,
ruderalibus; flor. et fructif. mens. Oct.-- Nov. (A. 2275, a, b).
— Flor&g&e paraguay. nova civis (»Oreas» false, Flora Brasil).
Pori apicales antherarum, quos Chameesennee vulgo pree-
bent, hac in specie potius rimee sunt laterales, ab apice plus
minus decurrentes. — Legumen nigrescit. Semina compressa,
oblonga, hinc obtuse crasseque acuminata, olivacea nitidissima.
C. latistipula BENTH.
Bras.: Matto Grosso, Säo José, in desertis glareosis nunce
graminosis (»echapadåo»), mens. Dec.—Jan. florens (A. 2673).
— Flor&e mattogr. nova civis.
C. rotundifolia PERS.
Paraguay: Paraguari, in pascuis apricis aridis, mens:
Aug. florens (A. 16472/2).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 7. 29
C. repens VoG.
Bras.: Rio Grande do Sul, in pascuis apricis »campos»
dietis, prope Villa Rica oppidulum (A.' 919!/2). — Flore
riograndensis nova civis.
Apuleja Marr.
A. precox MART.
Bras:: Rio Grande do Sul) in silvis primeevis, e: gr.
colonize Ijuhy (ÅA. 1423), nec non in nemoribus »capöes» regionis
campestris frequens. -— Nom. vernac. »Guarapiapunha,
Grapiapunha» — Flore riogrand. nova civis.
Arbor maxima, procera, ligno durissimo ochroleuco.
Bauhinia L.
B. cuyabensis (BoNG.) STEUD.
Paraguay: Valenzuela, niense Jan. florens (Anisits 434).
— Flore parag. nova civis.
B. obtusata VoG. (?)
Bras.: Matto Grosso, Buritizinho sub montibus Serra do
Itapirapuan, in campo dumetoso inter arbuscula (>cerradåo»),
mense Apr. florens (A. 3291). — Flore mattogr. nova civis.
Specimina authentica B. obtusate non vidi; sed e descrip-
tionibus apparet, duas tantum species cum illa confundi posse,
B. Bongardi Steuvp. et B. hirsuta VoG., quarum utraque hoc
loco excludenda. Si vero recte hec planta a me B. obtusate
attribuitur, notas nonnullas hic referam, quibus heec species
quantum intelligo ab illis differt:
Inflorescentia ferrugineo-tomentosa racemus est simplex
spiciformis, strictus, pedalis vel ultra (in B. Bongardi racemi
breviores, terminales, paniculatim approximati). Alabastra
anguste clavata vel in superiore parte turgida, deinde attenuata
et apice ipso å-cuspidata (in B. Bongardi alabastra subeylin-
dracea, apice rotundata integra). Flores breviter (5 mm.)
pedicellati, gemini (-terni), bracteis valde productis, ad 2 cm.
longis, lineari-lanceolatis cuspidatis fulti, additis bracteolis
minoribus sepius linearibus (in 5. Bongardi bracter brevis-
simee, lanceolato-ovate nec cuspidatae). Folia basi late cordata,
apice ad /3 biloba, sinu inter lobos acuto, lobis parallelis
obtusiusculis vix acuminatis (in B. hirsuta folia basi profundo
sinu cordata, apice sinu lato subtruncata biloba lobis paullo
30 LINDMAN, LEGUMINOSA AUSTRO-AMERICANA.
divergentibus); ceterum folia non minus coriacea quam in B.
Bongardi, subra glabra sed tactu mollia veluti pube minutis-
sima, subtus villosa, glandulis sparsis aureis vel igneis inter
nervos ferrugineo-villosos.
Flores valde foetidi. Petala 2 em. e calyce exserta, Vvix
3 mm. lata, acuta.
[B. pentandra WaALP.
Bras.: Matto Grosso, Cuyabå, in fruticetis et per saltus
obsitis (;ceampos cerrados») ripe fluvii Cuyabå.]
B. platypetala BURCH.
Bras.: Matto Grosso, S. Cruz da Barra do Rio dos Bugres,
in nemoribus dumetosis (>ecapoeira»), hinc inde udis, mens.
Mart. florens (A. 3097). — Flor&e mattogr. nova civis,
B. mollis (BoNnG.) WALP.
Bras.: Matto Grosso, per saltus obsitis glareosis (>»cerradåo»)
in trajectu torrentis Aricå, mense Dec. florens (A. 2493).
B. candicans BENTE.
Bras.: Rio Grande do Sul, Cachoeira, in nemoribus ripe
luvii Rio Jacuhy et in silvis primeevis septemtrionem versus,
mens. Febr. florens (A. 1177). — Flore riogrand. nova civis.
B. Langsdorffiana BONG.
Bras.: Rio Grande do Sul, colonia ITjuhy et alibi silvarum
primevarum, mense Apr. jam fructifera (A. 1417). — Florze
riogrand. nova civis.
Specimina mea quoad folia bene congruunt cum icone
prima hujus speciei (H. G. BonGaArpD, in Mém. Acad. Petrop.,
Ser. 6, T. 4: 2, tab. 1). Ieon Flore- Fluminensis, LV, tabrod
quam BENTHAM sub hac specie refert, diversissima est quoad
folia; quod idem de specim. a GLrazrouv collectis (10691), sub
nomine B. Langsdorffiana, dicendum est.
B. guaranitiea sp. nov. (Fig. 6).
Bauhinia (Sect. Pileostigma BENTH.?), B:e Glaziovii TAUB.
affinis, fruticosa ramulis rigidis, fortiter spinosis, glabris,
foliis glabris coriaceis reniformibus, sinu basali lato et pro-
fundo, fere usque ad basin bilobis, lobis ovatis apice rotundatis,
supra nitidis, subtus glaucescentibus, nervis vix prominentibus,
racemis rufo-sericeis, alabastris fusiformi-ovatis, calyce cam-
panulato 5-fido, petalis amplis late obovatis, staminibus 10,
ovario Vvilloso.
dn
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 7. ål
Descr.: Ramuli rigidi, divaricati, paullo flexuosi, glabri,
cortice rugoso. Stipule decidure non vise. Spine binge, ad
Bauhinia guaranitica sp. nov. (A. 3617). — Inflorescentia et ramulus
(magn. nat.). — a (in summa parte tabule) analysis floris: petalum vexillare,
stamina 10 et inter filamenta infima ovarium villosum (calyx remotus est et
petala 4 resecta).
»” 5
32 LINDMAN, LEGUMINOSAZ AUSTRO-AMERICANZ.
15 mm. longe, leviter arcuate, cum ramulis atro-brunnete.
Petioli gracillimi, glabri, supra canaliculati, seepius 12-15 mm.
longi. Folia tenuiter coriacea, firma, maxima 3,5 em. longa,
3 cm. lata, pleraque tamen minora, adulta perfecte glabra,
5—7-nervia; lobi crea 5 mm. alte connati, deinde liberi
paralleli parum obliqui, margine tenuiter nerviformi; nervi
pagine inferioris non nisi basi paullo elevati, glabri, fulvi.
Racemi primum pyramidales, demum ovati vel globosi, 7—20-
fori, ramulis et pedicellis et calycibus pilis brevissimis
ferrugineo-rufis sericeis. Pedicelli 10—15 mm. longi, apice
subdilatati, ad vel sepius infra medium prophyllis 2 minimis
instructi. Alabastra adulta 11 mm. longa, anguste ovata vel
crasse fusiformia, apice mucronulo crasso obliquo instructa.
Calyzx ecostatus in anthesi 12 mm. longus, lobis 5 brevibus
late triangularibus. Petala 3 cm. longa, 2—2,5 cm. lata,
unguibus calyce inclusis, albida (in sicco ochroleuca) venis
fuscis in vexillo distinctioribus picta, extus ad nervos sparse
pilosa. Stamina inequalia petalis breviora, maxima 3 em.
longa, filamentis incurvis. Anthere versatiles 3—4 mm. longee.
Ovarium in speciminibus (an floribus masculis?) villosum, stylo
brevissimo obliquo.
Paraguay: Paraguari, in fruticetis marginis silvarum
campis vicinis; florentem (mense Jan.? lectam) mihi tradidit
HERMANN GROsSSE (ÅA. 3617). — Nom. vernac. (guaranitice)
»Mboi-nai>.
Postquam hanc plantam cum nulla vel in »Flora Brasi-
liensi> vel alibi descripta specie congruere intellexi, specimen
cl. J. URBAN Berolinensi communicavi. Ab illo, et adnotatione
a cl. HARMS per litteras missa, certior factus sum, hanc speciem
novam esse et Bauluinie Glaziovii TauvB. (sec. spec. Herbarii
Mus. Berol.) proximam, quod officium benignum grato animo
mihi commemorandum est.
A Bauhinia Glaz2iovii TAuB. (sec. deseriptionem in »Flora»,
1892, I, 78) his rebus imprimis distinguitur:
foliis profunde vel fere usque ad basin bilobis, basi ipsa
profunde cordata;
foliis pagina inferiore glaberrimis, lsxevibus nec nervis
secundariis prominulis;
pedicellis duplo vel triplo longioribus (10—15 mm. longis)
atque infra medium bracteolatis;
alabastris ovato-fusiformibus (nec pyriformibus).
Få
FR
N Wir
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g.s SEE
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:07. 33
Tamarindus L.
T. indica L.
Bras.: Matto Grosso, frequenter culta, e. gr. Cuyabå,
Diamantino, Palmeiras, in anthesi mens. Dec.—Jan., fructifera
mens. Majo.
Paraguay: Asunceion, culta, mens. Dec. efflorescens (Anisits
280). S
Hymenea L.
H. Martiana HAYNE.
Bras.: Matto Grosso, in silvis primevis et in nemoribus
fceapöes,) riparliis, mens. Jan. florens, Majo fructifera (ÅA.
3413, det. P. TaAuvBErRTt). — Nom. vernac. »Jatobå>», arbor
excelsa usitatissima, ligno durissimo. — Flore mattogr.
NOVA CIViS. FS
H. stigonocarpa MART.
Bras.: Matto Grosso, in silvis et nemoribus cum precedente
(ÅA: 3413!/2, det. P. TAuvBErtT). — Nom. vernac. »Jatobå>.
— Flore mattogr. nova civis.
Paraguay: Asuncion, Trinidad, in silvula, mens. Oct.
steril. (A. 2111!/2); Paraguari, in silva, efflorescens mens. Jan.
(A. 3625). — Nom. vernac. (guaranitice) »Yatåibå», »A bati-
timbabrb.
Copaiba Mill. (Copaifera &L.).
C. Langsdorffii (DEsF.) OK.
Paraguay: Paraguari, in silvulis, mens. Jan. (?) florens
(A. 3619); Asuncion, in dumeta camporum, in collibus nemorosis,
in rupibus Itåpytå-punta etc., mens. Aug. fructifera (A. 1859,
det. P. TaAuBERT). — Nom. vernac. (guaranitice) »Cupai».
Pterogyne Tur.
P. nitens TuL.
Paraguay: Colonia Risso, in collibus aridis dumetosis
calcareis; El Chaco, Puerto Casado, in campo arido, silvulis
dumetisque hinc inde obsito (A. 2251; det. P. TAUBERT). —
Nom. vernac. »Yvirå-rö» (guaranitice); »Palo amargo,. —
Flore parag. nova civis. |
34 LINDMAN, LEGUMINOSAE AUSTRO-AMERICANA.
Cynometra L.
C. bauhiniefolia BENTE. (?) ;
Paraguay: El Chaco, in silvis ripariis fluvii Rio Para-
guay et amnium Rio Pilcomayo, Riacho Negro, Riacho Bar-
reiga etc. (mihi semper: sterilis obvia mens. Jul. —Oct., A.
2111). — Nom. vernac. »Ingå-py tå». — Florze parag. nova civis.
Arbor ramosissima, coma valde umbrosa; propter sterili-
tatem mihi adhuc incerte sedis.
3. Mimosez.
Piptadenia BENTH.
P. communis BENTH. (?)
Bras.: Rio Grande do Sul, in silvis primevis umbrosis
frequenter obvia, ramis longissimis subhorizontalibus incum-
benter scandens (>»Spreizklimmer»), e. gr. colonia HNilveira
Martins, Santo Angelo, Tjuhy (ÅA. 1407, a, b). Legumina
pauca mens. Apr. collecta. — Flor&e riogrand. nova civis.
Semper mihi, ut tot silve primeeve arbores et frutices,
sterilis obvia; floribus igitur non vwvisis, in dubio sum, an
alia species sit, ac P. communis. Planta mea enim a descrip-
tionibus BENTHAMII et ab icone »Florz&e Brasil.>, fasc. 70, tab.
74, paullulum diserepat: foliola paullo maiora sunt (ad 4 lin.
vel 12 mm. long.), acute mucronata, 20-juga (non 30—-50-juga);
legumen latiusculum, ad 3 cm. latum.
»Piptadenia communis BENTH.», quam MoRonG inter plantas
suas paraguayenses enumeravit (MORonG and BRITTON, >An
enumeration of the plants collected in Paraguay», pag. 94),
ex descriptione illius auctoris alia species est (et quidem
arbor grandis, nomine vernac. »Yvira-y>),
P. flava (DC.) BENTH.
Bras.: Matto Grosso, Santa Cruz da Barra do Rio dos
Bugres, in silvis primevis ripe Åuvii Paraguay, florens mense
Mart. (A. 3227). — Nom. vernac.» Angico jacaré». — Flore
mattogr. nova civis.
Plane congrnit cum speciminibus aliquot Herbarii Stock-
holm., que in Brasilia colligerunt FREYREIS, WIDGREN (484),
JEN
sm
( cd
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 7. 35
REGNELL (44), ÖLAUSSEN (835), et extrabrasiliensibus, e. gr.
ex Ecuador, SPRUCE (6314) et ÅNDERSSON (196), Columbia, MoRrITz
(1461).
Descriptionem BENTHAMII in »Trans. Linn. Soc.», XXX,
pag. 371, brevissimam nonnullis notis augere liceat:
Arbor inter maiores, trunco gracili, coma parum densa.
Ramuli minute aculeati (vel in specim. meis inermes). Foliola
30—60-juga, 6 mm. longa, 1 mm. lata, omnia basi pagine
inferioris inter marginem et costam marginalem domatio
minimo foveolato piloso instructa. Flores suavissime fra-
grantes (instar Linne borealis). Filamenta corolla triplo
longiora. Ovarium glabrum. Legumen (secundum specimen
Widgrenianum) rectum, planiusculum, satis tenue, utrinque
angustatum, margine haud repandum, long. 12 cm. lat. 2
cm., colore ochraceo-fusco.
Fiol.
Piptadenia rigida BEstH. — a typica nob. (A. 2285, 2285!1/2), flos (8/1)
et foliola diversa (/1). — b var. grandis nob. (A. 967), flos (£/1) et foliola
diversa (?/1).
P. rigida BeEntH. (Fig. 7, 8).
Hanc speciem (cujus patria jam ab auctore suo in »Flora
Bras.» hinc Rio Grande do Sul, illine Paraguay editur) sub
duas formas diversas collegi, quarum alteram paraguayensem
alteram brasiliensem. TIllam pro forma typica habeo, h. e. cum
descriptione originali maxime congruenti; hanc varietatem
grandem appellare liceat. Num promiscue occurrant, non satis
scio propter anthesin rariorem. Utrum distincte species sint,
necne, future investigationes discernant. Hee sunt formee:
a är i Sd -
” pg Ra hå
ä
36 LINDMAN, LEGUMINOSZE AUSTRO-AMERICANA.
1. typica nob. (Fig. 7, a).
Foliola insigniter falcata, basi valde obliqua costis pri-
mariis curvatis. Arbor inter minores, coma parum densa,
omnibus partibus sequenti minor.
Paraguay: Paraguari, ad marginem silvulee, campos pro-
xime, mens. Aug. Mäkifere foliolis deciduis (ÅA: 22851/2); .
Colonia Risso, in collibus calcareis aridis, silvulas claras
efformans, mens. Oct.—Nov. florens (A. 2267, A. 2285):
2. var. gramdis nob. (Fig. 7 jäb;nfig. hö) Tog
Foliola recta vel vix nde. basi parum oBligqua vel
subtruncata, costis 2 primariis subrectis. Arbor nunc exceelsa,
el ultra, coma patula umbrosa intense viridi,
et omnibus partibus, foliis, pinnis, foliolis, spicis, filamentis,
leguminibus, longioribus.
Bras.: Rio Grande do Sul, Excolonia Santo Angelo
regionis silvaticre, mens. Jan. florens, legumin. immaturis
(A. 967). — Nom. vernac. »Angico».
Auctor speciei P. rigide, beat. BENTHAM, in descriptione
concipienda :specimina paraguayensia imprimis considerasse
videtur. Differentize, que inter formas duas sunt, partim ex
eo fortasse pendent, quod alia specimina aprica sunt, alia
silvas umbrosas incolunt; sed accedit habitus diversus et
— nota in his plantis zegre distinctis haud contemnenda —
foliorum forma (fig. 7, a, b). Comparatio earum hune in
modum evadit:
typiea (fgri,a;
Petiolus communis 5—6 cm. longus.
Pinne 5 cm. longe, 3—4-juge.
Foliola ad 10 mm. longa, 2 mm.
lata, ad 25-juga falcata, basi valde
obliqua dimidiato cordata, costis 2
primariis curvatis.
Spice 4—5 cm. longe, 3 mm. late.
Filamenta corolla duplo longiora.
grandis (fig. 4, Db; AO)
Petiolus communis 3—15 cm. longus.
Pinne 5—9 em. longe, 3—7-juge.
Foliola 10—13 mm. longa, 1!/2—2
mm. lata, ad 30-juga, recta vel vix
falcata, basi parum obliqua vel sub-
truncata, costis 2 primariis sub-
rectis.
Spice 7—8 cm. longe, 10—12 mm.
late.
Filamenta corolla subtriplo longiora.
P. paraguayensis (BENTH.) nob. (Fig. 9, pag. 39).
Syn.:
Soc., XXN (1875), pag. 574.
Pithecolobium paraguayense BENTH., Trans. Linn.
Paraguay: Colonia Risso, in collibus aridis calcareis;
El Chaco, in nemoribus claris prope Obraje Gil circa amnem
"TAtduTPp GGST oftIr 'sudw 'SUTILIT VIIDATIS VIUOjOD
:mMUTBATIS SLIU9S IOQIV "WNISU9PUBIFOI « ONISUV< (296 'V) 'dou SYpuDAh "ICA "HINTT DPIbus PwuppidirT 3 BT
38 LINDMAN, LEGUMINOS.E AUSTRO-AMERICANZ.
Rio Pilcomayo; in anthesi atque leguminibus maturis deciduis
mens. Sept.-Oct. (A. 2213). — Nom. vernaculum (guaranitice)
»Y virå-né>. ;
Auctor primus hujus speciei, cui flos plante incognitus
erat, eam generi Pithecolobio attribuit et quidem in sectione
Unguis-cati ob habitum et formam foliorum collocavit. Nunc
vero ex fabrica floris perspicuum est, hanc speciem Piptadeniam
sectionis Pityrocarpe esse: stamina 10 sunt, apice glanduloso-
appendiculata; folia, legumen, semina etc. eodem spectant. De-
scriptione accuratiore plant: imperfecte cognitee opus est (fig.9):
Arbuscula humilis valde dilatata ramosissima vel frutex
arborescens, habitu ramulorum et foliolorum Pithecolobium
Unguem-cati (WILLD.) revocans, inermis, glaber. Folia bipin-
nata, et pinnis et foliolis 1-jugis. Foliola membranacea, glabra,
vix nitidula, subtus pallida subglauca, oblique obovata apice
late rotundata; glandula parva cupulata cum in apice petioli
communis, tum in apice utriusque pinne adest. Inflorescentia
(a) spicata in ramulis terminalis vel axillaris. Spica elongata
densiflora, bracteis minimis albo-sericeis, floribus sessilibus,
polygamis, andromonoicis. Calyx minutus cupulatus 5-dentatus,
dentibus distantibus, subsericeus. Corolla (b) Piptadenize, sub-
tubulosa, ad medium vel ultra 5-partita, lobis obtusiusculis,
vix 3 mm. longa, virescenti-flavida. Stamina 10 z2equalia,
corolla 2—3-plo longiora, antheris (c) late oblongis appendi-
culatis ritu Piptadenie. Ovarium stipitatum albo-villosum.
Metridium purpureo-tomentosum. Legumen (d) reetum vel
paullo curvatum, non marginatum, intus continuum, coriaceo-
lignosum, demum atrobadium, glabrum sed opacum subscrobi-
culatum, margine suturali dehiscens. Semina (e) exalbuminosa
compressa, crassiuscula, quadrato-orbicularia, testa ossea vel
cretacea, levi, durissima, funiculo filiformi, embryone recto,
cotyledonibus planis parum crassis (f).
P. macrocarpa BENTH.
Paraguay: Asuncion, in silvis apertis (legumina mense
Aug.); Rio Ypané-tuyå prope oppidum Villa Concepeion, in
silva riparia, in anthesi mens. Sept. (A. 2057) — Nom. verna-
culum (guaranitice) »Curupai,. — Flor. parag. nov. nom.
Eadem planta est Balansa 1419, secundum specimen
Herbarii Stockholmiensis, a MicHELIo (>»Contributions», pag. 49)
pro »Pipt. Cebil. GRISEB.> habita.
+ ct sf ön Y ) ä Ni
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"
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 7. 39
Fig. 9.
Piptadenia paraguayensis (BEstrH.) nob. — a ramulus cum foliis et
änflorescentiis, desuperne visus (magn. nat.). — b flos in anthesi (f/1). — ce
anthera (valde aucta). — d legumina matura (magn. nat.). — e semen cum
funiculo (3/1). — £ embryo (?/1).
LINDMAN, LEGUMINOSAZE 'AUSTRO-AMERICANZA. NS 2
Eadem insuper est ac Morong 371, 804, 829 a, quos nu-
meros omnes BRITTON (MOoRonNG and BRITTON, »An Enumera-
tion of the Plants collected in Paraguay», pag. 94) pro >Pipt.
colubrina BENTH.> habet; descriptio Moronan perfecte in
specimina mea quadrat. MA sx
Equidem hic neque Piptad. Cebil GRISEB., neque Piptad.
colubrinam (MaArt.) BENTH. admittere possum. Illa enim (inter
Plant. Lorentz. 1874 constituta, sub Acacia) ab auctore (Symb.
Flor. Arg., pag. 121) jam minus certa habetur et fortasse non
satis a Pipt. macrocarpa BENTH. distinguenda. Addo, quod ex
descriptione, quam infra tradam, fundamenta ultima speciei
»Piptadenize Cebil>(scil. glandulam petioli et formam leguminis)
remota fore patebit.
P. colubrina quidem, cujus multa specimina e Rio de
Janeiro vidi (collector. FREYREIS, WIDGREN, MostÉn, GLAZIOU),
certis notis, quas infra afferam, a speciminibus paraguayensibus-
BALANSAE, MORONGII et meis bene distincta est.
Piptadenie macrocarpe BENTH. specimen unicum in Herb.
Stockh. inveni (ex India occidentali allatum sine nomine, »e-
pl. West.» signatum), quod in specimina paraguayensia omnino-
quadrat. Legumine gravi, crasse coriaceo, pollicem fere lato,
vix vel irregulariter inter semina repando, atque inflore-
scentia (capitulis axillaribus 2—4:nis) species primo aspectu
dignoscitur. Legumina P. macrocarpe satis variant: alia
marginibus rectis, alia irregulariter repanda, alia satis regula-
riter inter semina constricta; alia 2 cm. lata, alia 3 cm.; alia.
15, alia 30 cm. longa; alia colore castanea, alia pallidius
argillacea. Sed omnia rigida, valde indurata, sublignosa,
margine lato inerassato circumvallata; semina atra, testa.
levissima nitidissima. In Pipt. colubrina contra (specim. ex
Rio de Janeiro) legumina longe alia sunt: multo tenuiora, rigide-
membranacea et in sicco quoque fexibilia, latitudine 1—1,2
linea angusta incrassata marginata, colore nigrescentia.
et, ut BENTHAM docet, »inter semina regulariter constricta».
BENTHAM de P. colubrina in »Flora Brasil.> hec addidit:
»in speciminibus bolivianis peruvianisque et in nonnullis
inter brasilienses legumen latius evadit et minus regulare».
Quum eam speciem ex territorio paraguayensi nondum viderim,
probabile videtur, sententiam illam egregii auctoris de speci-
minibus bolivianis (que in paraguayensibus quoque valere
possit) confusione quadam duarum specierum ortam esse.
vh
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0O 7. 41
rd . . . . +
Quamobrem novas differentias specificas desiderans, e foliis
duarum specierum has notas sumpsi:
P. colubrina (MART.) BENTH.
landula petioli communis nigre-
scens basi proxime collocata, forma
subglobosa, poro apicali instructa;
glandul&e minores ejusdem forme&e,
- globoso-bullate, singule ad singulas
insertiones pinnarum ” superiorum
2—4 adsunt.
P. macrocarpa BENTH.
Glandula petioli communis colore
hepatico vel rufo a basi petioli plus
minus remota, forma oblongo-ellip-
tica valde depressa disciformi, tenu-
iter , marginata; glandule ejusdem
form&e singule ad singulas inser-
tiones pinnarum superiorum 2 (—1)
adsunt.
Domatium minimum =<foveolatum, | Domatium foliolo omnino deest.
pilis nonnullis albidis obtectum, in
foliolo quolibet adest, basi pagin2e
inferioris inter costam et marginem
collocatum.
Piptadenia (sect. Niopa) sp.
Paraguay: colonia Elisa prope Asuncion, in silva primeeva,
in statu hibernante mens. Julio, foliolis ex parte cum legu-
minibus delapsis (A. 1667). — Nom. vernac. »Curupali>.
Species P. macrocarpe BtuH. persimilis. Forma foliolorum
me adduxit, ut speciem ab illa diversam suspicer. Foliola ut
in P. macrocarpa minuta, sed pro ratione latitudinis longiora
sunt et perfecte linearia, marginibus parallelis (in illa vero
foliolum in medio paullo dilatatum); basi foliola magis trun-
cata nec rotundata; pinnarum rhachis mirumquantum gracilis;
et pinne et foliola maxime numerosa, ille ad 23-juge, hec
ad. 65-juga. Arbor excelsa, cortice suberoso subseriatim
mammilloso tuberculato. Flores non suppetunt, quamobrem
adhuc species incerta.
Prosopis L.
P. Algarrobilla GRISEB.
Paraguay: Paraguari, in campis et pascuis aridis hinc
inde udis, mense Dec. (?) florens, m. Julio leguminibus jam
evanescentibus (A. 1833, A. 3607). — Nom. vernac. »Algarro-
billa», »Espinillo», »Nandubay>.
Ab Acaciis quibusdam (vide infra!), habitu similibus et
nomine eodem »Espinillo» dictis, jam sterilis sic distinguitur:
foliola margine nerviformi cincta!
42 LINDMAN, LEGUMINOSAE AUSTRO-AMERICANA. -
P. ruscifolia GRISEB. (Fig. 10).
Paraguay: El Chaco, Puerto Casado, in campis planis
sparse herbidis ripe fluvii Rio Paraguay, fructifera m. Oct
1
, >Algarrobo>, arbor 12—15 m. alta, in ripa fluv
do, mens. Oct. 1893 delineavi.
araguay solitaria: Puerto Casa
Bi
Prosopis rustifolia GRISEB. (ÅA. 2249)
Biel
AN
—Nov. (A. 2249). — Nom. vernac. »Vinalb, »Algarrobo»>,
»Ibo pe».
Folia dimorpha sunt. In ramulis novellis elongatis pen-
dulis, spinis 1 dm. longis armatis, foliola 2—4-juga sunt et
maxima: 5—8 cm. longa, 1,>—2 cm. lata, forma anguste lanceo-
ch JE
fn nn ERA An
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:0O 7. 43
lata, apicem versus producta, sepius acuta. In ramulis abbre-
viatis, nodiformibus, e quibus inflorescentie cum foliis fasci-
culatis gignuntur, foliola alia sunt: in pinnis singulis 4—6-
juga, minora, 3—4 cm. longa, 1—1,5 cm. lata, forma lan-
ceolata vel ovato-lanceolata, apice rotundato-obtusa. — Spinc,
quamvis maximee et valide, anno posteriore decidere videntur
Acuan MEp. (Desmanthus W-.)
A. depressa (H. et B.) OK.
Bras.: Rio Grande
do Sul, Porto Alegre,
Parthenon, in collibus
et campis apricis glare-
osis, mens. Nov. florens
(ÅA. 585).
Forma pusilla aprica.
Suffrutex minimus, 1—
2 dm. altus, radice lig-
nosa fusiformi, ramis
gracillimis «fHexuosis
paullo divaricatis, in-
ternodiis 2 cm. longis.
Folia 3—4-juga, petiolo
communi 1,5 cm. longo.
Foliola — 10—17-juga,
lineari-oblonga, parva,
3 mm. longa, 1 mm.
lata (cfr speciem inse- j
Acuan virgata Mep. f. paspalacea nov.
quentem!). Petala vi- f. (A. 1201). Pars caulis cum foliis duobus
ridi-albida. (magn. nat.) et foliolis diversis (4/1).
Fig. 11.
A. virgata Mep. (Fig. 11).
Incertus fui, num plante me& huc pertineant. Num
A. depressa? Sunt enim pro ÅA. virgata omnes partes satis
parve, et a BENTHAMIO ipso verum dietum est, sepe difficile
esse, has duas species distinguere.
Sed a speciminibus A. depresse (vide supra!), quibuscum
hanc speciem aliquando promiscuam collegi, certis notis dis-
juncta est; quamobrem vix dubitandum est, quin duas species
diversas collegerim. Sint valde affines, nam flores et legu-
44 LINDMAN, LEGUMINOSAE AUSTRO-AMERICANZA.
mina eadem sunt (ut in aliis hujus generis); tamen habitus
et folia, diversa in plantis ejusdem loci, sunt observanda.
Species generis Acuan nondum satis accurate definite mihi
videntur. Nic specimina mea ÅA. virgate cum nulla descriptione
bene congruunt. Ideo formam novam hujus speciei proponere
multo malo, quam differentiam omnino negligere. Heec forma,
sub ratione descriptionis speciei in »Flora Brasil.>, fasc. 70,
et ejus tab. 79, sic describenda est:
f. paspalacea nov. f. (fig. 11).
Forma minor foliis 1 (—2)-jugis, foliolis parvis 4—5 mm.
longis 20—-40-jugis.
Ab A. depressa nostra (vide supra!) ita differt: Suffrutex
erectus, gracilis, 0,5—0,6 m. altus subsimplex. Radix tuberosa,
rapeformis. Caulis rigidus, vix fexuosus, strictus, internodiis
53—8 cm. longis. Folia rara, 1- vel summa 2-juga, petiolo
communi brevissimo 3—38 mm. longo, pinnis ad 5 em. longis
(spicas Paspali geminas imitantibus, unde nomen!). Foliola
15—40-, vulgo 20—25-juga, parva, confertissima, latiuscule
oblonga, 4—5 mm. longa, 2 mm. lata, abrupte obtusata, mutica
vel minute acuminata.
Bras.: Rio Grande do Sul, Porto Alegre in collibus
et campis apricis glareosis, mens. Nov. florens (A. 585!/2);
Cachoeira, in campis et pascuis, mens. Febr. fructifer (A. 1201).
Mimosa L.
M. polycarpa KUNTH.
Paraguay: Paraguari, in campis fruticosis (A. 3603). —
Nom. vernac. guaraniticum (cum aliis Mimosis) »Y uquerpb.
[Bras.: Matto Grosso, per saltus et campos fluvio Alto
Paraguay vicinos vulgatissima, mens. Febr.—Majo florens]
M. dolens VELL. var. Anisitsii nov. var.
Forma eglandulosa, inermis. — Paraguay: Valenzuela,
mens. Jan. florens (Anisits 465).
Aliquamdiu in dubio eram, utrum Mimose dolenti VELL.,
an Mimose rigide BENTH. hanc plantam adscriberem. Per-
serutanti mihi enim has species; quarum utraque inter plantas
Regnellianas Musei Stockholmiensis est (M. dolens VELL.:
REGNELL I. 93; M. rigida BrH.: REGNELL I. 93!/2), mox occurrit,
illas non nisi arbitrio sejungi posse; quas BENTHAM insuper vel
in series diversas, illam inter Castas, hanc inter Meticulosas
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 7. 45
collocavit. Differentia vera heec sola est: M. dolens aculeata
et inter setas et villos plus minus glandulosa; M. rigida sub-
glabra vel rarius setifera, eglandulosa et inermis. -Utraque
a REGNELL ad Caldas in Minas Geraes collecta est.
Specimen paraguayense inter duas medium tenet: villosum
et setosissimum est quoad caulem, petiolos, pedunculos; sed
aculei et glandulae desunt.
Corollas diversas BENTHAM duabus speciebus adscribit: M.
dolenti corollam 1 lin. (3 mm.) longam, M. rigide corollam
fere 3 lin. longam. In speciminibus REGNELLII heec differentia
minor est: illam inveni 3 mm., hanc 6 mm. longam.
Etiam hac in ratione specimen paraguayense medium
tenet: corolla in anthesi 4 mm. longa est.
Hane formam intermediam probare censeo, Mimosas dolentem
et rigidam formas ejusdem speciei sine dubio esse. Habitus,
inflorescentia, legumen, omnia congruunt. FEtiamsi M. rigida
foliola majora habeat Gfere sesquipollicaria»), forma nostra
paraguayensis foliola ad 3 cm. longa (1!/4 pollicaria) priebet.
Si species duas retinere placet, var. Amisitsii satis di-
stincta vel adeo pro specie habenda est.
M. adpressa HooK. et ÅRN.
Argentina, Corrientes: in campis et collibus glareoso-
saxosis ripe fluvii Uruguay circa oppidum Monte Caseros,
mens. Junio Åorens (A. 1621).
Specimina mea, loci aprici, omnibus partibus dimidio
minora sunt, quam icon »Flore Brasiliensis», fasc. 70, tab.
86; re vera melius cum descriptione quam cum icone congruunt.
M. oligophylla MICHELI.
Paraguay: Paraguari, in pascuis (A. 3809).
A descriptione MicHEni (>»Contributions», pag. 56, cum
tabula ejusdem operis 21 comparanda) his rebus discrepat:
caulis non adpresse strigoso-pilosus est, sed sparse puberulus,
immixtis setulis raris, parvis, patulis, in superiore parte
crebrioribus; foliola 15—30-juga; capitula longius pedunculata,
pedunculo capitulum bis superante. Que note tamen in plantis
adhuc in paucis speciminibus collectis haud pluris estimandae
sunt. Preeterea quam habeat heec species MIcHELI cum Mi-
mosa papposa BENTH. relationem, accuratius est inquirendum.
M. involucrata BENTH.
Bras.: Rio Grande do Sul, Serra dos Tapes, inter saxa
torrentis »Cascata de Hermenegilda», fructifera mens. Dec.
46 LINDMAN, LEGUMINOSA AUSTRO-AMERICANA.
(A. 911); in campo irrigato regionis altioris »Cima da Serra»
prope Villa Rica oppidulum. — Frutex 1—2 m. altus. Florze
riogrand. nova civis. |
Descriptiones BENTHAMI in heec specimina optime con-
gruunt, excepto involucro, quod e bracteis multo minoribus
lineam vix excedentibus constat.
Legumen et semina, ab auctore speciei non visa, sie
desceribere liceat:
legumen subplanum, oblongum, paullo falcatum, basi apice-
que rotundatum, 10-—-15 mm. longum, 6—7 mm. latum, in
articulos 3—4 intra margines persistentes crasse nerviformes
secedens, extus argillaceo-ochroleucum, intus castaneo-rubrum,
margine articulisque dense hispidis, pilis fragilibus ochraceis,
e tuberculis ortis;
semina orbicularia vel ovata, utraque pagina tuberculato-
tumida, nigra vel nigrescentia, 3 mm. longa.
M. sepiaria BENTH.
Bras.: Rio Grande do Sul, frequenter ad sepes culta et
spont., e gr. Porto Alegre et Cruz Alta (ÅA. 1567), mens. Apr.
florens. — Nom. vernac. »Maricå», »Unha de gato». — Florze
riogrand. nova civis.
Segmenta corolle cum filamentis flavescenti-albida. Ova-
rium, quod in >Flora Brasil», fasc. 70, tab. 91, pilosum
delineatum est, in specim. meis glabrum, glandulis purpureis
punctatum!
M. Vepres sp. nov. (Fig. 12).
Habbasia, sect. Rubicaules, Mimose sepiarie BENTH. pro-
xima, a qua specie vulgatissima sic distinguitur:
M. sepiaria.
Stipule aculeate, incrassate, 3—4
mm. longe, plus minus patentes.
Stipellée pinnarum foliolis approxi-
mate.
Folii petiolus communis 4—7 cm.
longus.
Pinne 4—8-juge.
Foliola ad 30-juga vel ultra, 7—10
mm. longa, anguste linearia, falcata,
acuta, nitidula.
Calyx glaber subtruncatus.
"M. V epres (fig. 12).
Stipule aculeato-subulate, tenues
adpresse, 2—3 mm. longe.
Stipelle pinnarum a foliolis imis
remote.
Folii petiolus communis 2—3 cm.
longus.
Pinne 2—4-juge.
Foliola ad 15-juga, 5—7 mm. longa,
1—2 mm. lata, late linearia, obtu-
siuscula, opaca.
Calyx pubescens lobis paullo pro-
ductis.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 7. 47
Descr.: Frutex arborescens gracilis, 2 metr. altus vel
ultra, ramis erectis. Ramuli glabrescentes, juniores canescenti-
tomentelli, aculeis raris vel subnullis brevibus recurvis. Stipule
Wi | (MIA !
(1) V
Fig: 12.
Mimosa Vepres sp. nov. (A. 2263). — a ramulus cum foliis ex parte
adultis (magn. nat.), b pars panicule, capitulis efflorescentibus (magn. nat.),
c foliolum, visum a pagina inferiore (?/1), d calyx et corolla (2/1).
parv&e vix aculeate, ramulo adpresse, basi lanato-tomentosee.
Folia (a) iis Mimose sepiarie multo minora, colore minus
48 LINDMAN, LEGUMINOSAE AUSTRO-AMERICANA.
vivo, subcanescente. Petiolus breviter tomentosus, inter pinnas
cujusvis jugi aculeo parvo instructus. Pinne 1!/2—2!/2 em.
longe, rhachi basi aculeolato-bistipellata. Foliola (e) is
Mimose sepiarie minora, sed pro longitudine latiora, vix
falcata, in rhachi conferta, utrinque sordide viridia opaca,
hince inde pubescentia vel basi saltem ciliolata, preter costam
submarginalem circa 6-nervia, nervis pro folioli latitudine
latioribus vel crassiusculis. Capitula alba, 15 mm. diam.,
1—2:ni (rarius 3:n1) ad nodos ramulorum disposita paniculata,
pedicellis breviter canescenti-tomentosis ad 2 cm. longis.
Calyzx (d) minutus, sericeo-puberulus, denticulis conspicuis
paullo productis. Corolla Mimose seepiarie. Stamina (d) 8,
alba, 7—8 mm. longa. Legumen ignotum. |
Paraguay: Colonia Risso, in silvulis ripe aride fluvii
Rio Paraguay, dumeta densa efformans, mens. Oct.—Nov.
florens (A. 2263). — Nom. vernac. (cum Acacia farnesiana
(L.) W.) »Aromita».
M. invisa MART.
Paraguay: Paraguari, in pascuis (ÅA. 3811, specimen
mancum).
M. asperata L.
Paraguay: Asuncion, Paraguari etc., nec non in territorio
El Chaco, in campis udis copiose, dumeta pura 1—2 metr.
alta efformans, flor. et fructif. mens. Jul.—Oct. (A. 2073).
— Nom. vernac. guaraniticum (cum M. polycarpa Krtu et aliis)
»Y uqueri.
Planta mea, e ripa fluvii Paraguay, formam inermem
constituit, ramulis et petiolis non aculeatis!
Acacia MozEER.
A. farnesiana (L.) WILLD.
Paraguay: Asuncion, in dumetis apricis et in hortis
propter fores fragrantes culta, florens mens. Julio (A. 1647)
et fructifera. — Colonia Risso, in ripa arida calcarea fluvii
Paraguay, dumeta cum Mimosa Vepre nostra efformans, fru-
ctifera m. Oct. (ÅA. 2265). — Nom. vernac. »Aromita», Aroma»,
»Nandubay>.
Argentina, Corrientes: Monte Caseros, dumeta in ripa
arida fluvii Uruguay efformans, sterilis, mens. Junio (A. 1613);
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 24. AFD. III. N:0 7. 49
insuper in provincia Entre-Rios per pascua plana nunc arida
nunc inundata sub nom. vernac. »Espinillo» late dispersa.
Legumen in specim. paraguay. semper breviter crasseque
cylindraceum inveni, vix 3 cm. longum, rectum, teres, utrinque
abrupte angustatum (var. brachycarpa OK.); semina olivaceo-
virescentia, lenticularia vel applanato-ovata, ad 5 mm. longa.
In specimin. argentinis tantum spinas illas validas vidi,
colore albo vel cretaceo, ad 8 cm. longas. Heec specimina
sterilia speciebus generis Prosopis, quee idem nomen vernaculum
>Espinillo» habent, similia sunt, sed foliolis mihi distin-
guuntur, que in Acacia farnesiana (in statu sicciore) minute
rugoso-punctata sunt; Prosopis vero foliola habet leevia et
margine nerviformi cincta.
A. cavenia (MoL.) Hoor. et ARN. (?)
Bras.: Rio Grande do Sul, in pascuis altis (>Cima da
Serra») sparse, circa oppidula Villa Rica et Cruz Alta, fructi-
fera mens. Mart.—Apr. (A. 2265!/2). — Flor&e riogrand. nova
ci vis.
Leguminis fabrica inductus hanc arbusculam ab Acacia
farnesiana (vide supra!) sejunctam volui. BENTHAM quidem
de his duabus speciebus dixit (Trans. Linn. Soc., XXX, 1875,
pag. 503), eas vix distinguendas esse; de legumine nihil certi
adhibet. Quum autem legumen hujus speciel mihi satis dif-
ferre videatur ab specie precedenti, eo describendo ad cogni-
tionem utriusque speciei certe aliquid addere possim. Hoc eo
magis credo, quod specimina queedam Herbarii Stockholmiensis
»Acacie cavenixe» eandem leguminis formam et structuram
etsi minus manifestam habent:
legumen durissimum, fusiforme, sed (in specim. riogran-
dens.) perfecte tetragonum, subrectum; a legumine Acac. farne-
siane, quantum adhuc cognovi, hac fabrica interiore differt:
in lateribus 2 suturalibus pericarpium badium vel castaneum,
tenue vel minus incrassatum, suberoso-lignosum; in lateribus
dorsalibus, quee colore atro manifestantur, pericarpium magis :
incrassatum et durissimum, materia cornea vel prope vitrea
formatum, que sicca ferro fere resistit et a partibus suturalibus
spongiosis vel suberosis bene distincta est. Num heec pericarpii
differentia constans sit, investigandum est. Num legumen 4.
farnesiane quoque tetragonum aliquando occurrit? GRISEBACH
"de A. cavemia hec dixzxit (;Plante Lorentzian:e», pag. 137):
»legumen turgido-compressiusculum — — — 8—12 lin. latum>;
4
50 LINDMAN, LEGUMINOSAZE AUSTRO-AMERICANZA.
quo patet, sepissime multo crassius esse quam in Å. farnesiana !
In speciminibus meis legumen a latere suturali 10—12 mm.
latum est; in ÅA. farnesiana (e Paraguay) legumen perfecte
teres et angustius est.
A. bonariensis GILL.
Bras.: Rio Grande do Sul, Porto Alegre — S. Pedro do
Rio Grande — Cachoeira etc., in silvulis, in dumetis et fre-
quentissime culta; florens mense Jan.; in metanthesi vidi
mense Majo (A. 1513). — Nom. vernace. »Unha de gato>.
A. riparia H. B. K.
Paraguay: Paraguari, in dumetis, mense Dec. (?) florens
(A. 3813).
Forma quum foliolis, tum foribus minimis; illa 5—6
mm. longa, hi 3 mm. longi, calyce 1 mm. longo.
Mentione dignum est domatium perpusillum, quod in
quovis foliolo inest, foveolatum, pilis nonnullis obtectum, basi
paginee inferioris inter costam et marginem collocatum (cfr.
Piptadeniam flavam BENTH. pag. 35 et colubrinam BTH. pag. 41!).
Glandule foliorum ita se habent: in foliis inferioribus
glandula basalis petiolo deest, sed glandule parve elevato-
cupulat&e singula ad singulas insertiones jugorum 1—2 sum-
morum adsunt; in foliis superioribus, panicule approximatis,
petiolus communis infra juga glandulam majusculam, valde
elevatam, deformi-verrucosam preebet.
Annesleya SaLuisB. (Calliandra BENTH.)
A. brevipes (BENTH.) LINDM.
Bras.: Rio Grande do Sul, Serra dos Tapes, in dumetis
ripariis torrentis Cascata de Hermenegilda; frutex 1—5-me-
tralis, mens. Dec. fructifer (A. 903). — Flor&e riogrand.
nova cCivis.
A. turbinata (BENTH.) LINDM.
Bras.: Matto Grosso, Cuyabå, in fruticetis, loco sicco, solo
glareoso saxoso, mens. Dec. florens.
Specimen mancum, inflorescentia sola. Sed nota, que
maxime observanda, pedicellus floris proprius adest 3—5 mm.
longus, id quod in sectione »Nitide» rarum, sectioni »Pedi-
cellatze» autem mos est.
"SE
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:0 7. 51
-
Calyx 7 mm. longus, angustus, basi in pedicellum sensim
attenuatus, cum pedunculo et pedicellis breviter canescenti-
villosus. Corolla intus glabra, extus laxiuscule sericea.
A. Tweediei (BENTH.) LINDM.
Bras.: Rio Grande do Sul, Porto Alegre, in dumetis et
silvulis, frutex arborescens 2-metralis, florens Sept. (A. 261)
et Majo. — Nom. vernac. »Quebra fouce flor vermelha».
Corolla 7 mm. longa (2 lin.), cum specim. ex Horto Kew.
congruens (non igitur, ut BENTHAM docet, 4 lin. longa). Fila-
menta intense sanguineo-purpurea.
A. Chapadze (SPENCER MoorE) LINDM.
Bras.: Matto Grosso, Serra da Chapada, in fruticeto
(»cerradåäo») ripario torrentis Rio da Casca, mense Jan. florens.
Calyx 6—7 mm. longus; corolla 10 mm. Stamina longis-
sima, ad 7 cecm., alba.
A. myriophylla (BENTH.) LINDM.
Paraguay: Paraguari, in margine silvarum, mens. Aug.
foribunda (A. 3605).
Regnell III. 516, sub nomine Call. microphylla BENTE.
Balansa 1438, sub nomine Call. Tweediei BENTH.
Morong 412 (verisimillime), sub nom. Annesleya parvifolia
(H. et ÅA.) BrRITTON.
Stamina 4 cm. longa, basi alba, ad extremitates intense
rosea. Stylus 6 cm. longus.
BENTHAM jam dixit, specimina hujus speciei in herbariis
nonnullis cum »C. bicolore BENTH.> confusa esse. Ideo descrip-
tionem emendandi causa he note predicande sunt:
Calyx 4 mm. longus, campanulatus, lobis ovato-triangu-
laribus, minute puberulus pilis longioribus intermixtis; lacinice
pilis argenteis et fulvis immixtis laxe tomentos&e. Corolla
calyce duplo longior, tubo e calyce exserto; laciniee corollae
eodem modo quo calyx tomentose. Flores pedicellis propriis
2—3 mm. longis fulti. Pedunculi villosi (in specimin. bra-
siliensibus adeo glabrescentes). Folia mollia, albosericea,
rhachi pinnarum diu gracili flexuosa; folia a capitulis proxima
53—6-juga (alias 10—20-juga).
[A. parvifolia (HooK. et ARN.) Britt. (Calliandra bicolor BTH.)
Bras.: Rio Grande do Sul, in silvis primevis inter
Cachoeira oppidum et coloniam Santo Angelo, mense Jan. et
Maj. florens. — Nom. vernac. »Quebra fouce». Flores odori.|
JA LINDMAN, LEGUMINOSAZ AUSTRO-AMERICANZA.
Pithecolobium Marr.
P. scalare GRISEB. (Fig. 13).
Paraguay: in mnonnullis locis vidi, Asuncion—Paraguari
—Pirapé, precipue ad margines silvarum, rarius in campis
(ad habitationes cultum”?); florens mens. Sept.—Oct. (Balansa
1427 sub nom. »P. multiflorum vel Glaziovii>; Anisits 10);
fructiferum m. Julio (Exped. Regnell. A. 1791; Balansa 1428
sub nom. »P. floribundum BENTH.»). — Nom. vernac. para-
guayensibus (guaranitice) »Tatané» (h. e. »lignum foetidum>).
Auctor speciei (GRISEBACH, Symb. Flor. Arg., p. 123)
descriptionem parum sufficientem tradidit; flores non cogno-
visse videtur. Pithecolobia vero difficillimum est verbis bene
desceribere, quamobrem MIicHELIo, quod in plantis BALANSE 1427
et 1428, ut supra dixi, examinandis, erraverit, excusandum est.
Hoc loco, adjecta tabula (fig. 13), descriptionem accuratam
addere liceat: i
Arbor ad 7 m. alta, inermis, cortice crasse rugoso sube-
roso, mire candicante vel cretaceo, ramis divaricatis patulis,
ramulis glabris. Stipule mihi non vise. Folia bipinnata;
petiolus glaber vel hirtellus, 3—4 cm. longus; pinne 2-juge;
foliola 7—10-juga, lineari-oblonga, paullo falcata, obtusa vel
mucronulata, 15—18 (—20) mm. longa, 3—5 mm. lata, utrinque
viridia, glabra vel sparse ciliolata, subtus vix pallidiora,
costa submarginali, nervis lateralibus 3—4. Glandula petioli
parva virescens cupularis in media parte inter basin ac
jugum infimum collocata; alia ejusdem formee ad insertionem
summi jugi adest; parve denique oblonge in pinnis ad juga
ultima foliolorum. Capitula multiflora, pedunculis glabris 2
cm. longis, ex axillis ramulorum brevium bina vel terna.
Flores (b) in anthesi 13 mm. longi, subsessiles. Calyx 1,5
mm. longus, breviter 5-fidus. Corolla 5 mm. longa, virescens.
Filamenta flavescenti-albida, tubo 7 mm. longo, e corolla 2
mm. exserto. Legumen (c) circinaliter contortum, spiras 2
vel plures 3 cm. diam. faciens, valvis 12—15 mm. latis,
levibus subnitidis colore castaneis.
P. multiflorum (H. B. K.) BENTE.
Paraguay: Colonia Risso, in ripa fruticosa vel silvatica
fluvii Rio Paraguay, mens. Sept.—Oct. florens (A. 2005!/2).
— Nom. vernac. »Timbö-y>.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:O 7. 53
AO
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1 N /
Pithecolobium scalare GrisEB. (Anisits 10; A. 1791). — a ramulus
floribundus (magn. nat.), b flos totus (f/1), c legumen (magn. nat.).
34 LINDMAN, LEGUMINOSAZE AUSTRO-AMERICANZ.
Forma capitulis in anthesi breviter pedunculatis, glome-
ratis, pedunculo 2—5 mm. longo.
P. pendulum sp. nov. (Fig 14).
Pithecolobium (sect. Samanea”?), P. multifloro BENTH. Veri-
similiter maxime affine, a quo differt: folii petiolo communi
gracili sepissime pendulo, 10 cm. longo vel ultra (in P. multi-
floro multo brevior est et robustior); foliolis per paria distantibus
forma lineari-lanceolatis, inde a basi sensim angustatis, utringque
perfecte saturate viridibus, membranaceis.
Deser.: Arbor minor vel mediocris, coma effusa pendula.
Specimina manca, copiose ad ripas obvia, mihi semper (mens.
Julio—Oct.) sterilia; sed habitu et fabrica foliorum sine dubio
P. multifloro vieima species. Foliola insigniter falcata et
longius attenuata quam in speciebus vicinis, long. 15—20
mm., basi 3—5 mm. lata, medio 2—3 mm. lata (in P. multi-
foro parte media circa 5 mm. lata); in rhachi intervallis
suze ipsorum latitudinis vel ultra inter se distant. Glandula,
ut in P. multifloro, verrucosa major nigrescens in petiolo
prope basin adest; altera depresso-disciformis et pallida in
apice cujusvis pinne, inter foliola suprema. — Flores maxime
odori dicuntur.
Paraguay: El Chaco, in ripis amnium nunc silvaticis
(Rio Pilcomayo), nunc apertis (Rio Negro) copiose (A. 2005).
— Nom. vernac. (cum P. multifloro) »Timbö-yY>.
P. divarieatum (BonNG.) BENTE.
Paraguay: Asuncion, in ripa aprica saxosa fluvii Rio Para-
guay sub rupibus Itåpytå-punta, mens. Aug. florens (A. 1861).
Arbor preecox humilis valde divaricata. Stamina longa
alba antheris atroviolaceis.
Si BENTHAMIO credere liceat, hanc speciem sine dubio
recte cognovi, namque ille auctor sic docet: »a speciebus 4,
P. glomerato, latifolio, caulifloro, stipulari, imprimis calyce
distinguenda» et »calyx tubulosus fere 1 lin. longus». Calycis
forma, quamvis exiguus est, re vera notam manifestam pro-
curat (vide infra sub P. caulifloro (WIiLLD.) MART.!).
Flores 2,5 em. longi. Calyx 2 mm. longus, tubuloso-
campanulatus, apice nunce dentibus 5 latissimis brevissimis
regulariter fissus, nunc paullo irregulariter ruptus, glaber,
virescens, dentibus rufis. Corolla anguste infundibuliformis,
3 mm. longa, lacinige limbi campanulati late triangulares 1
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 7. 59
Fig. 14.
Pithecolobium penduluwm sp. nov. (A. 2005).
(magn. nat.).
Pars
ramuli cum folio
56 LINDMAN, LEGUMINOSAZE AUSTRO-AMERICANZA.
mm. longe. Stamina 15—20 mm. exserta, tubo corollam 5
mm. excedente.
Loco aprico foliola minora nascuntur, circa 5 cm. longa et
satis rigida, et capitula breviuscule pedunculata, pedunculis
vix 5 mm. excedentibus.
Huc vero sine dubio specimina pertinent e nemoribus
umbrosis ripe fluviil Paraguay, que in fructu collegi mense
Julio (A. 1687): foliola tenuia, saturate viridia et usque ad
1 dm. longa. — Species interdum nomine vernaculo >In gå»
vocatur.
P. cauliflorum (WILLD.) MART.
f. niveum n. f.: flores nivet (nec ut in »Flora Brasil.> de
hac specie docetur, »staminibus roseis vel rubris»).
Bras.: Matto Grosso, S. Cruz da Barra do Rio dos Bugres,
in ripa silvatica fluvii Alto-Paraguay, mens. Apr. florens (A.
3193). — Nomine vernaculo »In gå» interdum mibi traditum.
Flores 1,5 em. longi. Calyx hujus speciei minimus vix
!/2 mm. longus, cupulatus, limbo irregulariter lacerato. Corolla
angustius tubulosa, 7 mm. longa, 1 mm. diam.; limbi lacinie
erecte 1 mm. longe. Stam. filamentis albis 7 mm. exserta,
tubo corollam 2 mm. excedente. — Arbor precox diffusa trunco
valido. Foliola in specim. meis semper terna in singulis
pinnis, oblique lanceolata, infra medium latiora, altero margine
paullo dilatato, nec basi acuta. Flores suaveolentes.
Enterolobium Marr.
E. Timbouva MART.
Bras.: Rio Grande do Sul, in parte civitatis boreali, in
regione silvatica et e silvis egressum in campis apertis soli-
tarium (cult a?), quamvis arbor gigantea; in Porto Alegre
etc. cultum. — Matto Grosso, Cuyabå, rarius visum et fortasse
cultum, trunco sine dubio hujus civitatis crassissimo.
Paraguay: Asuncion, Trinidad, in silvulis claris, mens.
Julio defoliatum, ineunte frondescentia, mens. Oct. florens
(A. 2131).
Nom. vernac.: in Rio Grande do Sul »Timbauva»; in
Matto Grosso »Chimbouva», »Tamboril»; in Paraguay
»Timbö», »Cambå-nambir, »Oreja de negro».
Num semper eandem speciem observaverim, haud satis
scio. Descriptio enim >»Flor&e Brasiliensis», ad specimina
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 7. 57
evidenter fluminensia confecta, nec in plantam paraguayensem
nec in specimen riograndense plane congruit. Primum ob-
servandum est, legumina arboris quum brasil. tum paraguay.
nigra esse (nec glaucescentia, id quod BENTHAM in descriptione
posteriore pronuntiavit, Trans. Linn. Soc., 1875, quod idem in
speciminibus Regnellianis e Minas vidi). Deinde folia alia
ratione composita sunt in speciminibus meis e Rio Grande et
e Paraguay, utrisque diversis, neutris cum deseriptionibus
BENTHAMII congruentibus. Ita se habent folia:
specim. riograndense: folium pergrande; petiolus 20—30
cm. longus (8—12-pollicaris); pinne 10—15 cm. longee, 1—38-
jugee; foliola 18—20 mm. longa, 20 (—28)-juga (mens. Jan.—
Apr.). (Cfr. Enterol. cyclocarpum GRISEB.!)
specim. paraguayense: folium valde abbreviatum; petiolus
4—8 cm. longus (1!/2--3-pollicaris); pinne ad 7 cm. longee,
3—4-juge; foliola 12 mm. longa (vix 4 lin.), sepius multo
breviora, sed latiora, oblique subovata, (5—)10—15-juga (mens.
Oct. sub anthesi).
Quoad glandulas foliorum cum quibusdam Pithecolobiis
congruit. Primum glandula major disciformis in petiolo
communi sub jugo infimo pinnarum adest; deinde altera
2equalis ad insertionem summi jugi et interdum ad juga
nonnulla intermedia; denique glandule alixe multo minores,
oblonge&e vel lineares, irregulariter disciformes, in unaquaque
pinna adsunt et quidem ad insertiones foliolorum summorum
3—7.
itfS
Index alphabeticus.
Abrus tenuiflorus SPRUCE
Acacia bonariensis GILL.
> — cavenia (MoL.) HooK et RNE
>» — farnesiana (L.:) W.
» Tiparia EL BIUKA .
Acuan depressa (H. et B.) OK.
> — vVirgata MED. f. paspalacea LINDM.
Aeschynomene montevidensis VoG.
Andira LAM. ; :
Anil asperifolia (Bong.) LIND.
> tinctoria (L.) OK. v. vera HOK.
Annesleya brevipes (BENTH.) LINDM. .
> Chapad&e (SP. Moore) LINDM.
» myriophylla (BENTH.) LINDM.
> parvifolia (EH. et ARN.) BRITT. .
) turbinata (BENTH.) LINDM.
» Tweediei (BENTH.) LINDM.
Apuleja precox MART.
Arachis hypogea L.
» marginata GARDN. .
Ateleja Glazioviana BAILL. .
Bauhinia candicans BENTH.
» cuyabensis (BonNG.) StnUD:
> guaranitica LINDM. Sp. n.
> Langsdorffiana BONG.
mollis (BoNG.) WALP.
» obtusata VOoG. .
> pentandra WaALP..
> platypetala BURCH.
Bergeronia sericea MICHELI.
BowdiehiarEoB: ORSrIe
Bradburya angustifolia (BenrE.) ÖKS
> bifida (BENTH.) OK.
, pubescens (BENTH.) OK.
virginiana (L.) OK.
É:
> f. pascuorum (NDRR
Clesalpfuia melanocarpa GRISEB.
» pulcherrima L.
Calliandra bicolor BENTH.
Camptosema nobile LINDM. Sp. n..
Canavalia bonariensis LINDL.
> gladiata (L.) DC.
nov.
43,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL.
Cassia aculeata Pour. .
» alata L.
» — bicapsularis L.
>» — latistipula BENTE.
> macrocarpa MICHEL .
» — occidentalis L..
» — pilifera VoG.
» — repens VoG..
» — rotundifolia PERS.
» Tora, L. .
Cebipira virgilioides (H. Be K.) OK.
Centrosema DC. .
Chetocalyx beasiliensis (oc) BENTE.
Clitoria cajanifolia (PRESL) BENTE.
» simplicifolia (KTH) BENTH.
Copaiba Langsdorffii (DEsSF.) OK. .
Copaifera L. . .
Corallodendron Crista Säll RJ OK.
Coublandia fluvialis LINDM. Sp. D..
Cracca adunca (BENTH.) OK.
Crotalaria incana L.
» pterocaula DESsvV.
Cynometra bauhinizefolia BENTE.
Desmanthus W..
Desmodium DEsv.
Dioclea bicolor BENTH. ; :
Emerus marginatus (BENTH.) nor
> puniceus (Cav.) OK..
Enterolobium Timbouva MART. .
Erythrina L.
Gleditschia amorphoides (kann) "TAuB.
Harpalyce brasiliana BENTE.
Holocalyx Balans&e MICHELI
Hymen&ea Martiana HAYNE.
> stigonocarpa MART.
Indigofera L.
Lonchocarpus? ;
Lotodes pinnatum (E.) OK.
Lupinus lanatus BENTE. .
Macherium angustifolium SPruce ö
> stygium LINDM. Sp. Dn.
Medicago sativa L..
Meibomia albiflora (EL) OK.
> cuneata (HooK. et ARN.) OK.
» incana (Sw.) LINDM.
> sclerophylla (BENTH.) OK.
> spiralis (Sw.) OK. .
» triflora (L.) OK.
BAND 24. AFD. III. N:0 7.
59
Pag.
28.
28.
205
28.
28.
Zid
28.
29.
Ne Or
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WW N
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60 LINDMAN, LEGUMINOSAZE AUSTRO-AMERICANZ.
Meibomia uncinata (JACQ.) OK..
Mimosa adpressa HooK. et ARN.
» asperata L. eo by SAT SIREN ep GA SELASTES
dolens VELL. var. Anisktsi LINDM. var. D.
» invisa MART..
» involucrata BENTH.
> oligophylla MIiCHELI
» polycarpa KTE
» sepiaria BENTH.
» Vepres LINDM. Sp. Dn
Mällera L. fil. 3
Myrocarpus frondosus AETEN,
Parkinsonia aculeata L. . .
Peltophorum dubium (SPR.) TAUB.
Periandra acutifolia BENTH.
» heterophylla BENTE.
Phaseolus appendiculatus BENTH.
» Caracalla L.
» clitorioides MART.
» longipedunculatus MART.
» monophyllus BENTH.
» peduncularis H. B. K.
» prostratus BENTH.
» psammodes LINDM. Sp. D.
» semierectus L. i
» truxillensis EH. B.: K.
> vulgaris L. .
Piptadenia colubrina (MART.) Bana
» communis BENTE. .
» fava (DC.) BENTH.
> macrocarpa BENTH.
» paraguayensis (BENTH.) LINDM..
» rigida BTH. var. grandis LINDM.
> > » typica »
» sp- tb
Pithecolobium ösmlidöran (W.) Mana f. niveum ren forn:
» divaricatum (BOoNG.) BENTH.
» multiflorum (H. B. K.) BENTH.
> paraguayense BENTH.
> pendulum LINDM. Sp. D..
> scalare GRISEB.
Poinciana regia BoJ.
Poiretia latifolia VoG.
Prosopis Algarrobilla GRISEB. .
> ruscifolia GRISEB.
Psoralea L. k
Pterocarpus Mickolit BBITTON .
Pterogyne nitens TuL.
40,
35,
35,
48.
a La
26.
AR
38.
326.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:O 7. Gl
ERKIITe OST UL Verstlolla VOIG ERNER a sh 16 19 9 SN NR re Ne ae SKO
> phaseoloides PAGE. NERE der Arn ere SN rer a RSS KRIG
NERDanlTa, AD. sc jo « « EEE Ett LÄ BR OT AD
Stylosanthes guyanensis Sw. var. al Voc. RSS NER Or a dre
02 TEE HETS ANS UK KL a pig a en ae SNES SEA SFR R ORO
bephrosia, PERS: . « SEA REN AE IS ASKA KESO NER RR 2 Vid
Ternatea laurifolia (Pom) OK. «SNS SRS I ia al sie ve fa RESAN
> simplicifolia (KTH.) OK. SF SONET NEGRO fen IA REN SRS 1 (0)
Psrrö bom polymörpbun BOR: os s so 6 «4 6 do. oc Hr a « ÖR
Vigna luteola (JACQ.) BENTE. -.. Vr RR ANN FEN ers ARS OR
23
Vouacapoua cuyabensis (BENTH.) OK.
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BIHANG TILL K. SVENSKA VET.-ARAD. HANDLINGAR. Band 24; Afd III. N:o 8.
UBER EINIGE
VON KNUT BOHLIN IN PITE LAPPMARK UND VESTERBOTIEN
GESAMMELTE
SUSSWASSERALGEN
VON
PROF. W. SCHMIDLE.
MIT 3 TAFELN.
MITGETHEILT DEN 8. JUNI 1898.
GEPRUFT VON V. WITTROCK UND A. G. NATHORST.
STOCKHOLM 1898
KUNGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER
id
TOLITA
ES KarbAaav ova vada em Wine
FRE RN kr keso d q så
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| ARBE MIOHIIOTEE
SN Å RURTANGR 1. 6 FRIES, SORU:
| a | ; ' 1 |
. NN an jon KG JACK
10: im Folgenden verzeichneten Algen wurden von Herrn
Fil. Lic. KNUT BoHLIN im Sommer 1891 in Vesterbotten (Vb.)
und Pite Lappmark (Pit. Lpm.) im nördlichsten Schweden
gesammelt und mir durch Vermittelung von Herrn Professor
G. LAGERHEIM von der botanischen Abteilung des schwedi-
schen Reichsmuseums zur Bestimmung gätigst äbergeben.
Das Material war besonders reich an Desmidiaceen; in
einer einzigen Aufsammlung (N:o XXTIT) wurden z. B. 139
verschiedene Species gefunden. Obwohl ich deshalb dieser
Algenfamilie die grösste Aufmerksamkeit zuwendete, so glaube
ich deshalb doch nicht das Material völlig erschöpft zu haben.
Der Kiärze wegen citiere ich bei den Standortsangaben nur
die N:o der betreffenden Aufsammlung, und gebe im Folgen-
den die Standorte der einzelnen Aufsammlungen. Doch muss
ich bemerken, dass eine grosse Zahl der unten verzeichneten
Algen wohl auch in anderen Aufsammlungen als in den citierten
gefunden werden können, ich habe eben die Notierung einer
schon mehrmals gefundenen Species oft unterlassen.
A) Material in Kaliumacetat.
I. Pit. Lpm. in einer Quelle auf Päljekaise in
der Weidenregion; ?/s 91.
Thams » an Wasserpflanzen im See Horna-
van bei Arjeploug; !5/s 91.
HMI. > > in einem Bächlein auf Tjidtjack
oberhalb der Weidenregion; !!/8 91.
IVA a > in einem Hochmoor bei Jäckvik;
2071
Ny » > in einem Hochmoor in der Birken-
region bei Merkenis fjällstuga; '/s91.
4
SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SUÖSSWASSERALGEN.
NA
NE
NID
JEN
AMN
XXI
DO:
Vb. im Hochmoor Renmossmyren bei Åbyn;
Sed
Pit. Lpm. in einem Hochmoor auf Aona bei
Merkenis in der W eidenregion; '/s891.
Vb. in einem Hochmoor bei Åbyn; Uffes.
Pit. Lpm. an Equisetum im See Hornavan
bei Arjeploug; 6/8 91.
» » in einem Hochmoor zwischen Kläp-
pen und Avaviken im Nadelwald;
22RSO
in eimem Hochmoor auf Kidava-
ratsch bei Yäckvik in der Birken-
region; ?'/7 91.
in einem Hochmoor bei Arvidsjaurs
kyrkplats in der Nadelwaldregion;
19/7 91.
in einem Hochmoor bei Arjeplougs
kyrkplats in der Nadelwaldregion;
Se (mdr
; » in einem Hochmoor bei Yäckvik
in der Birkenwaldregion; ?3/1 91.
Vb. in einem Hochmoor bei Åbyn; "/191.
2 2 » 2» 2 2 » »
> » » » > » Fk.
Pit. Lpm. in einem Hochmoor bei Tjidtjack
in der Weidenregion; !1/g8 91.
in eimem Hochmoor bei Arvidsjaurs
kyrkby in der Nadelwaldregion;
If sila
Präparat in Glyc. Gelat. Pit. Lpm. in einem
Bache in der Nähe des Schnees auf Pälje-
kaise.
Präparat in Glyc. Gelat. Pit. Lpm. an feuch-
ten Felsen auf Aona oberhalb der Weiden-
region.
Pit. Lpm. Arjeploug; in einem Hochmoor;
ie 9
BIHANG TILL K. SV. VET. AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:0 8. T
B) Exsiccate.
1. Vb. im Bach Långselbäcken bei Åbyn; Oe OMR
2. Pit. Lpm. in einem Hochmoor zwischen Tjaktjaur
3 ?
5 å » 2
64 SV
und Merkenis in der Birkenwaldregion;
HE CL
Päljekaise in der Weidenregion; ?3/7 91.
» PANG » 28/q 91.
in einem Bach bei Åby fjärd (nahe dem
Meere); 2/7 91.
7. Pit. Lpm. bei Yäckvik in der Nadelwaldregion;
OS »
Je
KOR >
11 (NE
NE >
Post
14. >
ITE >
100 >
SöTOTA
in einem Hochmoor bei Yäckvik in der
Nadelwaldregion; ?5/7 91.
in einem Hochmoor bei Yäckvik in der
Nadelwaldregion; ?5/1 91.
im See Yäggijaur in der Nadelwald-
TESTO; S/T
in einem Hochmoor bei Yäckvik in
der Nadelwaldregion; ?3/7 91.
an einer feuchten Felswand bei Mer-
kenisvagge in der Birkenwaldregion;
je vi
in einem Bach auf Päljekaise oberhalb
der Weidenregion; ??/7 91.
in Aona 29/g 91.
im See Yäggijaur in der Nadelwald-
region; 29/7 91.
in einem Hochmoor zwischen Vuogat-
jälm und Merkenis in der Birken wald-
region; /9 91.
Uber Algen aus Pite Lappmark liegen in der Litteratur
nur sehr wenige Angaben vor. In seiner Flora lapponica
(Berolini 1812) fährt WAHLENBERG nur eine Art, nämlich
Ulva cylindrica WAHLENB. (= Tetraspora cylindrica CW AHLENB.)
AG.) als in Pite Lappmark (bei Arjeploug) vorkommend auf.
Auf seiner Reise in Pite Lappmark sammelte Herr BoHLuin
auf dem Grenzräcken zwischen Schweden und Norwegen,
ungefähr gerade vor dem See Quouelletesjaur, und auf Tjid-
tjack rothen Schnee, in welchem er 14 Algen fand, die er in
6 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SÖSSWASSERALGEN.
einem Aufsatz »Snöalger från Pite Lappmark» (Bot. Notis.
1893, S. 42, Botan. Centralbl. LXIV, 1895, S. 42) näher be-
schrieben hat. Uber die Siässwasseralgen Vesterbottens war
bisber nichts bekannt!.
Zum Schlusse ist es mir noch eine angenehme Pflicht,
Herrn Professor LAGERHEIM, welchem ich die soeben ange-
föhrten Litteraturangaben verdanke, und Herrn BoHruin fir
die Uberlassung des interessanten Materiales meinen verbind-
lichsten Dank abzustatten. Nicht geringeren Dank schulde
ich auch dem Altmeister der Desmidiaceenkunde, Herrn D:r
Ortto NORDSTEDT in Lund, weleher mich bei der Bestimmung
vieler kritischer Species durch seinen wertvollen Rat auf's
liebenswärdigste unterstätzte.
1 In der Ostsee kommen an der Käste von Vesterbotten einige Säss-
wasseralgen vor; vergl. TH. O. B. N. KroxK, Bidrag till kännedomen om Alg-
floran i inre Östersjön och Bottniska viken (Ofvers. af K. Vet.-Akad. Förh.
1869).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. T
F'loride&.
Batrachospermum RorTu.
1. [B.] moriliforme RorH.
N:o 6.
Chlorophyceg&e.
Coleochaete PrRInGsHEim 1860.
1. [C.] soluta PrinGsH. Jahrb. II, 1860.
N:o IX an Pflanzen.
Bulbocheaete AG. 1817.
1. [B.] pygmea (PRINGSH.) WirtR. Prodr. Monogr. Oedog.
pag. d2.,
INT
Oedogonium LInK 1820.
1. [Oe.] suecicum WiTTR. 1. c. pag. 30.
IN:orEET.
2. [Oe.] spec.; an. insigne HIRN, Verzeichn. Finl. Oedog. 1895,
pag. 14, forma?
Cellulze vegetative tantum 12 u late et 88 u longer; 0oogo-
nia 72—76 u longe, 32—26 u late; oospore ellipticaee 49-—54 u
longe, 32—36 u late, oogonia elliptica non complentes; mem-
brana longitudinaliter subtiliter striata.
Leider waren von dieser schönen Alge keine männlichen
Pflanzen aufzufinden, so dass eine sichere Bestimmung un-
8 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS.U. VESTERBOTTENS SÖUÖSSWASSERALGEN.
möglich war. Von Oed. insigne weicht sie ab 1) durch die
geringen Dimensionen der vegetativen Zellen und 2) dadurch,
dass die Oosporen die Oogonien nicht ausfällen.
INO
3. [Oe.] Boscii (LE CL.) BrREB. in Krtze. Spec. pag. 365.
N:o II.
Chaetophora ScHRANK. 1789.
1. [Ch.] elegans (RotH.) AG. System. pag. 27.
INEOL 5
Hormospora BrEB. 1840.
1. [H.] irregularis WiLLE: Bidrag till Kundsk. Norg. Fresk-
vandsalg. pag. 63, tab. IT, fig. 41—42.
Knut BoHtiin schreibt in seiner kärzlich erschienenen
Arbeit iäber: Die Algen der ersten Regnell'schen Expedition:
I. Protococcoideen, pag. 12, dass Radiofilum ScHMIDLE Hormo-
spora sehr nahe stehe. Es mag dieses för BRadiofilum apicu-
latum W. et G. West gelten, kaum aber von meiner Species
Radiofilum conjunctivum ScHMIDLE, Flora 1894, Heft 1.
Microspora THUR.
1. [M.] pachyderma (WILLE) LAGERH., Zur Entw. einiger Con-
fervaceen pag. 417.
INFORNE
2. [M.] abbreviata (RABH.) LAGEREH., 1. c. pag. 417.
NEOTITIVE |
3. [M.] stagnorum (KrTzZG.) LAGERH., 1. c. pag. 417.
INEOCIENE
Pediastrum MEYEN. 1829.
1. [P.] boryanum var. granulatum (Krtz6.) A. BRAUN, Alg.
Unicell. pag. 90—91.
Nord
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. 2
2. [P.] trieornutum BorGE: Norska Finmarken pag. 4, fig. 3.
N:o 15. å
Scenedesmus MEYEN.
1. [8e.] celastroides (K. BoHLIN) ScHMIDLE. Tab. nostr. I, fig. 1.
= Sc. costatus var. celastroides Bouin 1. c.
N:o II.
Die Stellung dieser Art ist nicht sicher; ich habe im
Materiale völlig ausgebildete hohle Celastrumkugeln bei die-
ser Alge gesehen; die Zellen waren dabei durch 5—6 kurze
Seitenarme wie bei C. pulchrum mit einander verbunden.
Daneben sah ich freilich auch solide Kugeln.
Mit dem von mir in den Hochalpen Tirols gefundenen
Sc. costatus hat unsere Art nur weniges gemeinsam.
Oocystis NG. 18355.
1. [O.] Negelii A. Br., Alg. Unicell. gen. pag. 94.
INFO, Vu. a.
280 soltaria, WIR. 10: WITIR» Ao Nord Alsflexsice
n. 244.
INFO X TE su. ds
3. [O.] Nove Semlie forma major Wiuz, Ferskv. Alg. fr.
Nov. Seml. pag. 26, tab. XII, fig. 3.
ENE OMX VIE KON TF SeXOETD,
Tetraspora Link 1809.
1. [T.] gelatinosa (VaAuvcH.), Desv. Flor. Anger. pag. 18.
N:o 12
Schizochlamys A. Br. 1849.
1. [Sch.] gelatinosa A. Br. in Krtze., Spec. pag. 891.
N:o V.
Botryococcus KrTzG. 1849.
1. [B.] Braunii KrtzG., Spec. Alg. pag. 892.
NEOLOGE
10 sSCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SUÖSSWASSERALGEN.
Ophiocytium NG. 1849.
1. [O.] cochleare (EICHW.) A. BRAUN, Alg. Unicell. pag. 54.
N:o II und anderwärts.
var. bicuspidatum Borer, Sässwasser Chloroph. Archangel
page. 10; tapir:
ND IOK Te (0
2. [O.] parvulum (PErRtY) A. Braun, Alg. Unicell. pag. 55.
N:o, DES REKIL Trash OO:
Protococcus AG. 1824.
1. [Pr.] infusionum (SCcHRANK) KIRCHNER, Alg. Schles. pag. 103.
N:o 12 (sehr häufig).
var. Remerianum (KTz6.) HAnsG., Prodr. pag. 143.
INFORLoRTSa NO
Trochiscia KrtzG. 1845.
Tr BASp Tap N nostre ns
Cellulze 20—22 u late, globose, in muco gelatinoso sin-
gulee nidulantes et contentu chlorophylloso implete; mem-
brana spinis subtilissimis ornata.
Nicht ohne Bedenken stelle ich dieser Organismus, von
welechem ich nur wenige Exemplare beobachten konnte, zu
Troclhiscia. Stets waren die Zellen einzeln und von einer
dicken Gallertschichte umhällt.
INFO SEE.
Conjugate.
Desmidium AG. 1824.
1. [D.] Swartzii AG., Syst. Alg. pag. 9.
NEO LSE VET eV RON El RER eNSE
2.. [D.] quadratum Norpsteprt, Bidrag till känned. Syndl. Norg.
Desm. pag. 49, fig. 24.
INST WIDE SOVIOR
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:08. 11
Hyalotheca EHRBERG. 1840.
1. [H-.] dissiliens (SMITH) BREB. in RaALFs Brit. Perm. pag. 51,
Ban. fo
Forma genuina NOoRpDstEptT, Norg. Desm. pag. 48.
N:o VILT: 10.
Form&e emucose ad varietatem tatricam RACIBORSKI,
De nonull. Desm. pag. 8 accedentes.
1. Cellule 16 u late, isodiametrice (e vertice?).
INEOR EKOT EXOVIEE TENN
2. Cellule 20 u late, isodiametrice (e vertice?).
INFO VALE
3. Cellule 12 u late, 12—16 u longe, e vertice
bidentule: Tab. nostr, IL. no: .d.
N:o VIII.
4." Cellul&e ut in N:o 1, e vertice bidentulee.
INO Nyten OVel
3. Cellule 17 u late, 10 u longae, brevissime (e
vertice?). Tab. nostr. I, fig. 3.
IN:OVIKSXOTIR
6. Cellul&e 16 u late, 14 u longe (e vertice?).
INFO ROGIT
var. minima NCHMIDLE, n. var. Tab. nostr. I, fig. 5.
Cellul&e mucose, leves, e vertice circulares,
8 u longe et late.
N:o VIII.
Von den Formen 1—6 stimmt keine genau mit der Va-
rietät tatrica iäberein, da sie durchschnittlich dännere Fäden
und kärzere Zellen haben. In Räcksicht auf die Zellänge
stimmt am besten N:o 6, welches aber schmälere Fäden hat.
Die ibrigen Formen, speciell N:o 5, können vielleicht als
formee brevicellulares dieser Varietät ausgezeichnet werden.
Mit ScHRÖDER (Algen des Riesengebirges) bin ich der Ansicht,
dass H. dubia var. undulata HANsG. mit H. dissilens var. ta-
trica RaAc. zu vereinigen ist.
Eine sehr ausgezeichnete Varietät ist meine var. minima.
12 sCHMIDLE, PITE LAPPMAREKES U. VESTERBOTTENS SÖSSWASSERALGEN.
2. f[H.] mucosa (MERT.) EHRENBERG, Monatsber. 1840 pag. 212
et Lv
INF0r VILDE EXOy ENS VanE
Sphaerozosma CorpaA 1835.
1. [Sph.] excecavatum RaLrrFs, Brit. Desm. pag. 67, tab. VI,
fig:,2.
Forma leve RaABH., Flora Europ. alg. 3, pag. 149.
N:o IT) KI IN:
Gymnozyga EHRENBERG 1840.
1. [G.] moniliformis EHRENBERG in Monatsber. Berl. Akad.
1840, pag. 212.
NEO SVAL VOTE ER SN ENSE PS VeTE ENT
Mesotanium Nac. 1849.
1. [M.] violascens DE Br., Conjug. pag. 74, tab. VII, B.
NEO” XAVIE
Cylindrocystis MeEnecuH. 1838.
1. [C.] Brebissonii MENEGH., Cenni sull'organogr. pag. » et 26.
INEOS SVE SVAR SVIN EXOVTR
2. [C.] diplospora LuNnD., Desm. Suec. pag. 83, tab. 5, IT
NEO AVEL SVA XVI
Closterium NitzscH 1817.
1. [CL] gracile BrEB. in Chev. Micr. pag. 27, 2.
NOM GENE SEROMVI a OVE
Membrana. interdum luteola (vergl. Borer, Norska Fin-
marken).
2. [C1.] juneidum RaALFs in Brit. Desm. pag. 172, tab. 29,
MER:
N:o, NILE:
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:08. 13
Formee ad var. brevior RABH. accedentes; cellulzee 8 u late,
144—198 u longe. Tab. nostr. I, fig. 6 u. 7.
INO ROK BV EXOVER, EXSVO fp:tra;
Die Exemplare dieser Standorte stimmen oft mit der
var. 6 bei Rarrs 1. c. sehr gut iberein. In Beziehung auf
die Zellhaut und Zellgestalt sind sie äusserst variabel. Die
Zellhaut ist stets stark gefärbt; oft ist eine Streifung deut-
lich wahrzunehmen, oft ist dieselbe in Reihen von Granula
aufgelöst, oft ist die Zellhaut unregelmässig granuliert, oft
scheinbar glatt. Schon BREBISSON in Liste Desm. pag. 153
macht auf die Variabilität in dieser Hinsicht aufmerksam.
Nicht minder veränderlich ist die Zellgestalt; neben typisch
gekrämmten Exemplaren trifft man fast gänzlich gerade.
Kämen die Exemplare nicht untereinander gemischt mit allen
Ubergängen vor, so wäre man geneigt, einige als neue ab-
zutrennen.
3. [CI] angustatum KTzZ6. var. speciosum (TURNER) nob. =
Cl. speciosum "TURNER in Leeds Nat. Club. transact. 1
pag. 10, tab. 1, fig. 17 = Cl. angustatum var. subrecta
SCHMIDLE, Alg. Schwarzw. pag. 89, tab. 3, fig. 12; Tab.
nosbr. I, fig. 10.
Forma ad apices plus minus clavata, vix angustata, costis
plerumque subcontortis, membrana colorata. Cellul&Xe 16 u
late, 200—300 u longee.
ING VIDdE
Diese Form nähert sich der angeschwollenen Enden hal-
ber, welche indessen nicht immer deutlich angeschwollen sind,
der var. clavatum HASTINGS in Ånn. monthl. micr. Journ. T. 13,
pag. 155, tab. I, fig. 7. Meine Benennung muss wohl der
Priorität halber der TuRNER'schen weichen; dass jedoch diese
geraden Formen nur als Varietät von Cl. angustatum ange-
sehen werden missen, ist mir nach meinen Wahrnehmungen
nicht zweifelhaft.
4. [C1] spee. Tab. nostr. I, fig. 9.
Cellul&e 20 u late, 298 u longe, aut 20 u late, 360 u
long, vix curvate, ad apices versus vix angustate, apicibus
late truncatis aut subtruncatis, membrana colorata aut punc-
tata aut laevis.
INO VIE SXOKEET:
14 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SUÖSSWASSERALGEN.
Die Stellung dieser Alge, die ich nur zweimal fand, ist
mir unsicher. Das eine (kleine) Exemplar kann wohl trotz
der punktirten Zellhaut vielleicht als abnorme Form von Cl.
angustatum, mit welchem es zusammen vorkam, betrachtet
werden. Vielleicht sind beide auch zu Cl. directum oder ab-
ruptum W. et G. West zu ziehen, oder speciell das grosse
Exemplar, fig. 9, zu Cl. didymotocum var. Baileyanum, von
welchem es sich vorzäglich durch die kleinere Breite unter-
scheidet.
5. [CL] intermedium RarFs, Brit. Desm. pag. 171, tab. 29,
EG
INFO, SKENET:
6. [C1.] lineatum EHRENBERG, Infus. pag. 96, tab. 6, fig. VIII.
ING OR VE eKeVE
7. [C1.] didymotocum Rarrs, Brit. Desm. pag. 168 a, tab. 28,
inled
INFO VÄLTE SVE NEVER
var. Baileyanum BREB. in RALFSs, 1. c.
INGO: XAVIE:
8. [C1.] acerosum (SCcHRANK) EHRENBERG, Inf. pag. 92, tab. VI,
Hon exp:
INFO XOVE
9. [C1.] striolatum EHRENBERG, Abh. 1833.
Ni6' CM REX OV IDE) DE DREV KOEPKE MEN a
10. [C1.] regulare BrREB., Liste pag. 147, fig. 39.
N:o XM.
var. dilatatum n. var. Tab. nostr. I, fig. 8.
Cellul&e 32 u late, 316 u longe apicibus paulum dilatatis:
membrana colorata striata.
INFO IING
Diese Form steht zwischen dem typischen Cl. regulare
bei BrEB. 1. ce. und Cl. subtruncatum W. et G. West 1897.
11. [C1.] costatum Corpa in Alm. Carlsbd. tab. V, fig. 61—063:
INFO SME INNE
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. 15
12.
13.
14.
15.
16.
id
18.
1158
20.
21.
22.
[C1.] decorum BrREB., Liste pag. 151, tab. II, fig. 39.
N:oovIEET DOVIL
[C1.] Iunula (MörL.) NitzscH. EHRENBERG, Infus. pag. 90,
lab to I
Specimina membrana striata et colorata.
NEGRO SXT:
var. biconvexum SCHMIDLE, Alp. Alg. pag. 309, tab. 14,
ie. 3
N:o CEN:
[C1.] acutum (LYNGB.) BrREB. in RaALFs, Brit. Desm. pag. 177,
[BNI ETOD, CaD AN NING HER 9.
INEOR EXEIETEX VET XV.
[C1.] Diane EHRENBERG, Infus. pag. 92, tab. V, fig. XVII.
INEORSVALE DR XEROE, XV FER oRV.
[C1.] Venus Krza., Phycol. germ. pag. 130.
NEO LV, XV.
[C1.] parvulum Nzc., Einzell. Alg. pag. 106, tab. VIC,
fig. 2.
N:o EX EX:
[C1.] Cynthia DE Nor., Elem. Desm. pag. 65, tab. 7, fig. 71.
N:o IV.
[C1.] Archerianum CLEVE in Lund. Desm. Suec. pag. 17,
bab, Hö. dö.
INGORVOET.
b. compressum KLEBS., Desm. Ostpr. pag. 13, tab. I,
Ho
N:o XV.
[C1.] Jenneri RaALFs, Brit. Desm. pag. 167, tab. XXVIII,
fog
INSORVLER CVT XEV) XVII, XV, IV, 14.
[C1.] setaceum EHRBG., Inf. pag. 97, tab. VI, fig. 9.
IN ORESSV EE
[C1.] rostratum EHRBG., Inf. pag. 97, tab, VI, fig. 10.
NEO VILI SV.
16 SCHMIDLE, PITE LAPPMARES U. VESTERBOTTENS SUÖSSWASSERALGEN.
23. [C1.] pronum.
INEOREKS VG
24. [C1.] spee. Tab. nostr. I, fig. 11.
Cellul&e ca. 16 u crasse, 208 u longe, vix curvate, apices
versus vix angustate, apicibus rotundato-truncatis; membrana
hyalina, crassissima, leevis.
Wenn ich nicht föärchten mässte, dass die dicke, hyaline
Zellhaut, welche ich. bei allen Exemplaren, die mir unter die
Augen kamen, wahrnahm, blos eine Folge der Conservierungs-
fössigkeit (Kalium aceticum) wäre, so wärde ich nicht an-
stehen, för diese Exemplare eine neue Species aufzustellen.
Eine solche Einwirkung des Conservationsmittels habe ich
freilich nirgends bis jetzt constatieren können. W. & G. WEST
haben in Alg. Madag. pag. 46, tab. IV, fig. 37 ein Closterium
pachydermum beschrieben, welches mit u. Å. die dicke Zell-
haut gemeinsam hat, sonst aber gänzlich verschieden ist.
N:o XI.
Penium BrEB. 1848.
1. [P.] margaritaceum (EHRBG.) BREB. in RALFS, Desm. pag.
ERS SOSOV ES Ike SOIL Ta
NEO REA ME SSIn VE
2. [P.] subtrunecatum NScHMIDLE = P. cylindrus var. subtrun-
catum SCHMIDLE 1895, Alp. Algfl. pag. 11, tab. XIV,
fig. 27. u. 28 = Pen. cuticulare W. & G. West, Royal
microscop. Soc. 1896, tab. IV, fig. 44.
INO VILDE, 05 Ssd ONVIE OsOMG JOY
3. [P.] Clevei LUND., Desm. Suec. pag. 86, tab. V, fig. 11.
NO CVIEL Vie
4. [P.] polymorphum Perry, Kl. Lebensf. pag. 207, var. Lun-
dellii SCHMIDLE in Hedwigia 1894, pag. 89.
INFO VO KORV SMILE ENG
53. [P.] digitus (EHRBG.) BrREB. in RaALFs, Brit. Desm. pag. 150,
tab. XXV, fig. dl.
UNT My Sh OUR
var. constrietum WEst, Fr. W. Alg. W. Irel. pag. 127.
INTDAN
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. 17
6.
|
10:
TE
13.
[P.] interruptum BREB. in RALFSs, 1. c. pag. 151, tab. XXV,
fig. 4.
NOVITELL MEL EV 19,11.
[P.] elosterioides RaALFs, 1. c. pag. 152, tab. XXXIV, fig. 4.
NEO) SCKTI, IV.
[P.] Heimerlianum SCcHMIDLE in Hedw. 1894, pag. 59 =
P. closteroides forma minor HEIMERL, Desm. alp. 1891,
fig. 3.
Dim::120 ww long.:, 20:u lat.
N:o EV:
[P.] Negelii BrREB. in PrRITCH., Inf. pag. 751; Nc., Einzel.
Alg. pag. 108, tab. VI D.
INSOCVE CV.
[P.] navicula BrREB., Liste pag. 146, tab. II, fig. 37.
IN:ONV 6 KM
Forma Willei nob.; WiLLE, Norg. Ferskv. Alg. I, pag. 49,
tab: 20 hö 52.
INFOr CX TT.
[P.] didymocarpum LUuNnD., Desm. Suec. pag. 85, tab. V,
inf GE
INFÖR SSV ET SCV IT
2. [P.] Mooreanum ARCHER; SCHMIDLE, Algenf. d. Schwarzw.
uu. Hhemeby tab. IN] fig.
Cellulze elliptice. non constricte, 28 u long, 10 u late.
INFO VITT.
[P.] eruciferum (DE By.) WIittR. in WITTR. et NORDST.,
Alg. exsicc. pag. 48.
1) Forma medio constricta, 24 u longa, 8 u lata. Tab. nostr. I,
Hel 2.
INEOLENS VE
2) Forma medio plerumque non constricta; cellulze 16 u long,
8 u late, lateribus subparallelis, apice vix angustato, late
rotundato; cellule singule in massa gelatinosa nidulantes.
Hlabnoste. I fg13:
[5]
”-
18 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SUÖSSWASSERALGEN.
Vielleicht sind die Exemplare der zweiten Form zu P.
minutissimum NORDsST. zu stellen, welches, wie unsere Exem-
plare, nicht eingeschnärt ist. Doch hat jenes eine gelbe Zell-
haut, unseres eine hyaline.
N:o V.
14. [P.] oblongum DE Br., Conjug. pag. 73, tab: VIL 9,
fig. 1-2.
NED SVA ERSVT VKSng
15. [P.] Ralfsii DE Br., Conjug. pag. 13, tab: VIfgne!
N:o VIS MITES OMG MT EX VAT NOVSnn KET
var. erassum W. West, West Ireland ,pag. 128, Tab. XX,
fig. 1.
Cellule apices versus vix attenuate; 15 u late et tantum
48 u longee.
N:o XM
var. gracile WILLE, Norg. Ferskv. Alg. I, pag. 51, tab. 2,
fig. 33.
NOVA
Tetmemorus RarFs 1845.
1. [T.] Brebissoni (MENEGH.) RaALFs, Brit. Desm. pag. 145,
Gab NIKI ie
N:o VIEN OMIT CX MIE XM ON
var. minor DE Byr., Conjug. tab. V, fig. 9.
INET SOMIÉ
2. [T.] granulatus (BrREB.) RALFS, Brit. Desm. pag. 147, tab.
AXIVraod 2,
N:o VXL NIX; VIL. IG VI) HIV CE NIE
ENSVE VIDEON d.
Persczepe observate sunt varietates attenuatus W. WEST,
Alg. W. Treland tab. 20, fig. 7 et forma basichondra SCHMIDLE,
Alp. Alg. pag. 346, tab. 14, fig. 23.
3. [T.] levis KtTz6.; RaALrs, Brit. Desm. pag. 146, tab. 24,
fig are.
NO CV Ia A.
BIHANG TILL KE. SV. YET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:o 8. 19
Forma sparse-punctata SCcHMIDLE n. f.
Cellulzxe 64 u longe, 18 u late.
N:o XT.
4, [T.] minutus DE Br., Conjug. pag: 74, tab. V, fig. 10.
INFO VIE CM.
Docidium BreEB. 1841, Lunp. 1871.
1. [D.] baculum BrEB. in RaALrFs, Brit. Desm. pag. 158, tab.
XXXTIII, fig. 5.
N:079.
2. [D.] dilatatum (CLEVE) Norpst. in RaABH., Alg. var. sub-
undulatum W. West, Alg. W. Ireland pag. 118.
Forma minor; cellul&e ad basim tantum 12 u late, 200 u
long:e; supra isthmum serie granulorum ornata. Tab. nostr. I,
fig. 30.
Annon forma monstrosa D. baculi?
INFO OCT:
Dysphinctium N.c. 1849.
1. [D.] palangula (BrREB.) HaAnsG., Prodr. I, pag. 184.
INFOTAV XE SV ER OC:
2. [D.] globosum (BuLNH.) HaNnsc., 1. c. pag. 243.
INFOCX VIL 8.
var. minus HANSG., 1. c. pag. 242.
N:o XXIII.
3. [D.] subglobosum Norpst., Alg. Sandv. pag. 14, tab. I,
fell.
var. granulatum NSCHMIDLE n. var. Tab. nostr. I, fig. 14.
Cellulze 28 u longe, 20 u late, late et vix constricte, e
vertice rotunde. Membrana granulis minutis aspera, zona
levi circa isthmum.
NEOVEXCX TT:
4. [D.] cucurbita (BrREB.) REINscH, Algenfl. pag. 178.
NEO(SVEEL SMI VX XII Ve SVE L a I Va 95
In N:o XXII Zygospore observate sunt. Zygospore glo-
bose, membrana crassa verrucis magnis rotundis obsessa.
20 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SÖSSWASSERALGEN.
Nach W. West, Add. to the Freshw. Alg. of W. York-
shire und ConNTtrR., Freshw. Alg. South Engl. 1897, sind die
Zygoten dieser Alge: globose, glabre. Darnach scheinen
die WEst'schen Exemplare und die meinen verschiedenen Arten
anzugehören. Wie ich fand jedoch auch ELFVING 1881 die
Sporen dieser Art »verrucosee». ;
5. [D.] quadratum HaANnscG., Prodr. I, pag. 244.
INFOL VOLT SENAT SV EI:
Forma majus apud Norpstept, N. Zeal. and Austr. pag. 55,
tab. 6, fig. 5 (LUND., Desm. Suec. pag. 47).
NEO KITE
var. Willei NScHMIDLE, Beitr. Alg. Schwarzw. pag. 91,
labs dm Re
N:o: V.
6. [D.] connatum (BrREB.) DE Br., Conjug. tab. VI, fig. 47.
INEO) CV OXIE
I
[D.] (Tetmemoridium) anceps (LUND.) HansG., Prodr. I,
pag. 287. var. pusillum HANsG., 1. c.
INFO SA Vale
8. [D.] speciosum (LuND.) HAnsG., Prodr. I, pag. 187; LuNnD.,
Desm. Suec. pag. 34, tab. III, fig. 5.
INFO VE 0S
Pleurotaenium NG. 1849.
1. [Pl.]| truncatum (BrREB.) NAac., Einz. Alg. var. constrieta
WiuizE, Bidrag till Norg. Ferskv. Alg. pag. 52, tab. II,
fe.
Forma 68 u lata, 408 u longa, membrana straminea grosse
punctata, apicibus dentibus vel granulis ornatis.
N:0oA Vi, MIL.
Forma curta EIcHLER, Flora Wadorostow pag. 129, tab. II,
fiolnlak
N:o V.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:0 8. 21
2. [PL] coronatum (BrEB.) RarcH., F1. Europ. Alg. III,
fig. 143.
Cellul&e tantum 26 u late, 416 u longe.
IN: SKOV SV) 0107715:
3. [P1.] reetum DELP., Specim. Desm. sulbalp. pag. 225.
Forma glabra RaAcIB., Desmid. nove pag. 107.
Cellul&e 16—20 u late, 262 u longe.
INFO CV XIV) CKIE, CVER
Xanthidium EHRENBERG 18339.
1. [X.] armatum BrEB. in RaALFs, Brit. Desm. pag. 112.
INFORXSVI VX MEL 9:
Forma 100 u longa et 65 u lata.
N:o XIV.
var. supernumerarium SCHMIDLE, Beitr. Alp. Alg. pag. 348,
TEN0S DET IVER (ol
N:o XVI.
var. fissum Norpst., Alg. Sandv. pag. 17, tab. 2, fig. 6.
N:o XXII.
2. [X.] fasciculatum EHRENB., Infus. pag. 146, tab. X, fig. 24.
var. ornatum NOoORrDsT., Desm. Grönl. pag. 17, tab. VIL,
17 foo LÖR
N:o XXL
Forma Lapponica.Tab. nostr. I, fig. 15.
Cellul&e 85 u longe, 70 u late profunde constrict&e con-
strictura recta, angusta aut subangusta, semicellulze octo-
gon:e, spinis apicalibus plerumque non geminatis; membrana
hyalina media in semicellula tumore singulo, vel binis vel
ternis stramineis et verrucis in orbiculum dispositis ornatis
predita, itemque verrucis pluribus seriatim dispositis in an-
gulis inferioribus.
Interessant ist die Variabilität dieser Alge in Beziehung
auf die Tumierung. Meist ist in der Mitte jeder Halbzelle
je ein Tumor mit gelber Membran, welcher mehrere im Kreise
gestellte Wärzchen trägt. Nicht selten war er jedoch in
zwei aufgelöst, welche horizontal nebeneinander standen, und
ebenso beschaffen waren; nur war die Anzahl der Wärzchen
meist geringer. HFEinmal fand ich eine Halbzelle mit 3 Tu-
22 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SÖUÖSSWASSERALGEN.
moren, der eine etwas unter der Zellmitte median gelegen,
die beiden andern iber derselben horizontal nebeneinander.
Bei einem Exemplar trug die eine Zellhälfte einen, die an-
dere zwei Tumoren. Die beiden obersten Stachelpaare waren
meist verkimmert, und bestanden nur aus je einem Stachel,
nicht selten war an Stelle des fehlenden eine rudimentäre
Warze bemerkbar. Ausgezeichnet ist unsere Alge durch die
3—4 Warzen an jeder unteren Halbzellecke, welche in ver-
tikaler Reihe angeordnet sind.
INEOrIO:
3. [X.] antilopeum (BrREB.) KTzZG., Species pag. 177.
NEO VIE EISSENVG PXEGE
var. dimazum NoRrpDstepT, Sydl. Norg. Desm. pag. 38,
forma apud BoreE, Sveriges Chlorophyceer II, pag. 15,
fig. 6.
NEO DETT.
var. ovale' n. var. Tap. nostr. LIT feg li.
Semicellule ovales, verruce median&e singulatim serie
granulorum parvorum circumdate.
NEO IKE
var. leve ScHMIDLE, Beitr. Alg. Schwarzw. pag. 94, tab. 4,
Iles
INFO, Mille
Cosmarium Corpa 1835 (incl. Pleuroteniopeis LuUND.,
excl. Dysphinetium NG).
1. [C.] De Baryi ARCHER in PrIitcH. Infus. 1861.
N:o VETE ELD:
Forma Borgei nob.: forma ut apud BorGezE, Sveriges Chlo-
rophyceer II. pag. 17, fig. 8.
N:ooN I OKT
2. [C.] eucumis Corpa, Alm. d. Carlsbd. 1835, pag. 121,
fig. 24.
IE ORASfN
An C. pseudocucumis SCHMIDLE? structura chlorophyllosa
non exacte observanda erat.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. 23
3. [C.] pregrande LUND., Desm. Suec. pag. 54, tab. 3, fig. 21.
Ncor LV jel5:
4. [C.] granatum BrREB., Liste pag. 126. forma.
NEO VV EXV, OXCM ETT, CV jo Mi, 10:
var. elongatum NORDST., Desm. Spetsb. pag. 29, tab. 6,
fort
N:o VII, XV:
var. Borgei LAGERHEIM in N. Notarisia II, pag. 25; BorGE,
Sibir. Chlorophyc. tab. 1, fig. 7.
INFO VET EV) 10.
5. [C.] moniliforme (TurRP.) RaALFs, Brit. Desm. pag. 107,
tab. XVII, fig. 6.
IN:0-9, 14:
6. [C.] Klebsii GUTW. var. subpuncetulatum NSCHMIDLE n. var.
Tab. nostr. I, fig. 17.
Cellule fere eadem forma ut Cos. punetulatum BREB.
membrana irregulariter punctulata; punctis valde dispersis,
ad apicem densioribus, media in semicellula subnullis, mem-
brana supra isthmum serie horizontali punctorum ornata.
Cell. 25 u longe, 22 u late e vertice elliptice.
GUTWINSKI schreibt in der Diagnose, in Nuova Notarisia
III, pag. 9: >»Membrana granulata.» Die Membran unserer
Art ist glatt und nur auf die beschriebene Weise punctiert.
Auch ist die Zellform hier eine andere. Vielleicht gehört un-
sere Form zur folgenden Art: Vergl. Norpst., Desm. Arct.
tab. 6, fig. Sa.
NIOETE
7. [C.] biocculatum BrEB. in RaLFs, Brit. Desm. pag. 95,
tab. XV, fig. 3a; Norpst., Desm. Bornholm tab. VI,
15 da Le
NEON SASVIEER PSA TO SON
var. depressum NCHAARSCHMIDT, Mag. Desm. pag. 270,
fig. 10.
NEO AVE
Förma: arDabismostriulk, fig. 16.
Semicellule subdilatate, 14 u longe et late.
N:o KOCK.
24 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SUÖSSWASSERALGEN
8. [C.] retusiforme Gutw., Wahrg. d. Priorität pag. 64.
Cellule plerumque 24—26 u longe et 20—24 u latre.
NEO OCT OSEVEE
Forma serobiculata ScHMIDLE, n. f.; Tab. nostr. I, fig. 18.
Cellulze membrana ad omnes angulos ut in var. alpinum
NSCHMIDLE incrassata et in angulis inferioribus scrobiculata.
Membrana media in semicellula plerumque incrassata, cellula
e latere apice late pyramidato e vertice medio utriusque tu-
more lato.
N:o XXKXII.
9. [C.] polygonum (N26.) ARCHER in PrRITCH., Infus. pag. 735
var. minus HIERONYMUS in Pflanzenwelt Ostafrikas
pag. 20.
N:o 10.
10. [C.] eduetum Rory et Biss. in NoRbstEDtT, Desm. fr. Born-
holm pag. 198, tab. VI, fig. 8.
Cellul&e 40 u longe, 28 u late; specimina nostra fere
eum Bornholmensibus a NOoRrpstEbT delineatis congruentia.
Tabunostr. duff:
N:o 10.
11. [C.] variolatum LUuND., Desm. Suec. pag. 41, tab. 2, fig. 19.
N:o 18.
12. [C.] tumidum LunND., 1. c. pag. 45.
Forma typica LUuND., 1. ce. Tab. nostr. I, fig. 20.
Forma inflata nob. Tab. nostr. I, fig. 21.
Celiule e vertice ventricosee.
C. tumidum zeigte sich variabel 1) in Bezug auf die Zell-
gestalt in Frontalansicht, 2) in Bezug auf die der Seiten-
und Scheitelansicht, indem der Scheitel der Seitenansicht ab-
geflacht und die Seiten der Scheitelansicht aufgeblasen waren,
3) in Bezug auf die Punctierung. Die Halbzellmitte ist im-
mer stärker punktiert und oft gelb gefärbt, die punctierte
Stelle jedoch verschieden gross. Die äbrige Zellhaut ist oft
nicht, oft sehr fein punctiert, oft sind auch, wie in Fig. 20,
die unteren Ecken der Halbzelle durch stärkere Puncte aus-
gezeichnet.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. 25
C. crassipelle Borpt und C. punctulatum var. perforatum
ErcHLER et Gurtw. stelle ich als Varietäten zu unserer Alge.
NEO Vili TE, FOCVE, XIV, XXI RVBITP IN IEA,
JL
2
13. [C.] tetrachondrum LUuND., Desm. Suec. pag. 38, tab. 3,
fig, 2:
Forma minor; cellule tantum 17 u longe, 20 u late.
NEO) 10:
14. [C.] senedesmus DeELPH., Spec. Desm. subalp. pag. 191,
tab. 7, fig. 28—34.
Dim. tantum 36 u longe et late.
N:o XVIII, XXIII.
15. [C.] difficile LEITKEMULLER, Desm. Attersee pag. 551,
tab. 5, fig. 3.
var. sinuatum SCHMIDLE. n. var. Tab. nostr. I, fig. 22.
Cellul&e majores 36—44 u long, 20—23 u late, lateribus
parallelis, bi- vel trisinuatis, apice rotundato et fovea apicali
instructo; semicellul&e tribus seriebus punctorum ornatce, binis
horizontalibus, singula apicali et parallela margini.
Diese Varietät steht dem Cosm. tetragonum NG. nahe,
so dass ich lange zweifelte, ob sie nicht besser zu letzterem
gestellt wirde; ich sah jedoch des hochgewölbten Scheitels
wegen, den unsere Alge besitzt, davon ab.
N:o VIE) CVC X VER.
var. sublgeve ÅDLEITKEMULLER, 1. c. forma. Tab. nostr. I,
Ho. 20.
N:o XIX.
16. [C.] zonatum LUND., Desm. Suec. tab. 3, fig. 18.
N:o XXI:
17. [C.] tetragonum (N6.) ARCH. in PritcH. Infus.; var. Lun-
dellii CooKE: LUND., Desm. Suec. tab. II, fig. 21.
NEO TVEKA VIL 10:
18. [C.] trilobulatum RENISCH, Algenfl. von Franken pag. 116;
f. minor WiLuLE, Bidrag Norg. Freskv. Alg.
Dim. 14 u longe, 9 u late.
N:o XVII:
26 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SUÖSSWASSERALGEN:
19. [C:] montanum NCHMIDLE = UC. regnesii var. montanum
SCcHMIDLE in Hedwig. 1895, pag. 75, tab. I, fig. 9.
N:o XML) SV IT
20. [C.] punetulatum BRrREB., Liste pag. 129, tab. I, fig. 16.
N:o XVIII.
var. subpunctulatum (NoRDst.) BörGeesen, Ferskv. Alg.
Ostgrönland pag. 11. |
INTD IG UN
var. subtilissimum NSCHMIDLE, n. var. Tab. nostr. I, fig. 24.
Cellul&e minores, 22 u longe, 18 u late, interdum sub-
quadrangulares, apice rotundato, lateribus subrectis, ad mar-
ginem subtilissime granulate, media in semicellula glabree.
Granula in series verticales ordinata videntur.
Unsere Alge steht dem C. quadrans TURNER, Alg. Ind.
Ort. pag. 52 nahe, ist aber schmäler und anders punctiert;
von CO. granulusculum Roy et Biss. unterscheidet es sich durch
die Zellform und Granulation, ebenso von C.pericosmum 'TUR-
NER, tenerum TURNER, concentricum TURNER und medioglabrum
TURNER.
N:o 10.
2lapk Cs SNR fr SCHMIDLE, n. sp. Tab. nostr. LI,
fig.
JRR parve, 18 u longe, 16 u late, profunde con-
stricte, constrictura extus ampliata. Semicellule e fronte
subquadrato-ellipticre, angulis omnibus rotundatis, lateribus
convexis, apice late rotundato. Membrana granulato-verru-
cosa, supra basim semicellule et sumo in apice levis. Gra-
nula in series rectas evidenter ordinata. Semicellulze e ver-
tice elliptice, e latere rotundee.
N:o XVI.
[C.] Bohlini ScHMIDLE, n. sp. Tab. nostr. I, fig. 29.
Cellulze 26 u longee, 24 u late, in massa gelatinosa nidu-
lantes, medio constrictz, constrictura angusta profunda; semi-
cellulz&e forma Cosm. pseudoprotuberantis KIRCHNER; membrana
ad marginem inferiorem serie granulorum et ad angulos supe-
riores 3—4 seriebus radiantibus paucorum granulorum ornata,
media in semicellula ocello predita, apice et media in semi-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24; AFD. III. N:0O 8. 2
cellula levis. Semicellul: e latere vix constricte, e vertice
subrhomboidete.
N:o V; perrarum.
23. [C.] leve RABH., FI. Europ. Alg. III, pag. 161.
N:o, Vi, XyyXNV I; XVIII, 10.
var. undulatum ScHMIDLE, Alg. Geb. Oberrheins pag. 548, .
tab. 28, fig. 5.
NEO VI VIL
24. [C.] nitidulum DE Nar., Elem. pag. 42, tab. III, fig. 26.
NEON.
25. [C.] bieuneatum (GAY) Norpst. in DE Tonr, Syll. Alg. I,
pag. 935. Tab. nostr. I, fig. 35.
NEGVEX ny HÖ:
Cellulze e latere ut apud Gar, Conjug. tab. I, fig. 13c.
Zu dieser Art gehört nach mener Ansicht Cosm. arc-
toum var. tatricum RaAciB., D. Non. Desm. tab. XI, fig. 6. Es
unterscheidet sich von der Form GaAY's blos durch eine etwas
schmälere Zellgestalt und die Seitenansicht, wesshalb es viel-
leicht als var. tatricum (RAc.) nob. auszuzeichnen ist.
26. [C.] Meneghinii BREB. in RaALFs, Brit. Desm. pag. 96, tab.
KONTO.
IN:DREXSVEIT SOV IT; VIE 8:
var. concinnum RaABH., FI. Europ. Alg. III, pag. 146.
INFON TSV!
Forma elongata nob. Cellule 35 u longe, 22 u late con-
strictura acuta ampliata.
N:o XVIII.
27. [C.] granatoides ScHMIDLE in Flora 78, pag. 52, tab. 7,
191
INFOREXSXOLE CV EL.
Forma apud BorcE, Chloroph. Archangel, tab. IT,fig. 25, 26.
N:o!
28. [C.] Pitense NScHMIDLE, n. sp. Tab. nostr. I, fig. 28.
Cellul&e parve, 14—15 u longe, 10—12 u late, medio
profunde constricte, constrictura angusta profunda, semicel-
28
SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SUÖSSWASSERALGEN.
lule rectiangulares, basi recta, lateribus rectis, medio levis-
sime sinuatis, parallelis aut plerumque divergentibus, apice
late rotundato-truncato; medio retuso, angulis omnibus non
acutis. Semicellule e vertice elliptice, late tumide, e latere
rotunde; pyrenoide ut videtur singulo.
Die Pflanze sieht dem C. coaractatum W. et G. WEsT
etwas ähnlich; der Einbuchtung am Scheitel halber könnte
sie vielleicht auch mit einigen Euastren verglichen werden.
205
30.
NEO SVIS EKENS SKV TEEN
[C.] erenulatum Neac., Einzell. Alg. pag. 120, tab. 7,
HOGG
N:o X.
[C.] tenue ARrcH. in Q. J. M. Sc. v. 8, pag. 293; West,
Fr. W. Alg. W: Irel. pag. 147, tab. 20,0g:020!
N:o VIII.
. [C.] insulare (WITTR.) SCHMIDLE in Flora 1894, pag. 59.
INBOLSV LT
2. [C.] impressulum ErFv., Finsk. Desm. var. alpicolum
NSCHMIDLE, Alp. Alg. pag. 388, tab. 15, fig. 14.
N:o MIL, 2CVe
Forma NScHMIDLE, 1. c. fig. 13.
INGO SOV EL
[C.] humile GAY, ScHMIDLE, Beitr. Alp. Algenf. pag. 389.
var. glabratum NCHMIDLE = UC.
RaciB. Forma.
Dim. cell.: 20 u longe, 17 u late; cellule fere eadem
striatum var. glabratum
forma ut apud GAY, Conjug. tab. I, fig. 17, sed multo majores.
N:o XVIII, XVII.
var. substriatum (NORDST.) SCHMIDLE, 1. c. forma minor
SCHMIDLE, l. c.
N:o XKXII, 9, 10.
var. striatum (BOoLDT) SCcHMIDLE, 1. c.
No AM, POVEL XT.
var. pseudodanicum NCHMIDLE, n. var. Tab. nostr. I,
fig. 36.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKED. HANDL. BAND 24, AFE. III. N:08. 29
Cellulze forma irregulari, apice interdum retuso, levi aut
subtilissime granulato, semicellulze supra isthmum serie gra-
nulorum ornate et media in semicellula binis granulis.
ND
34. [C.] erenatum RaLFs, Brit. Desm. pag. 90. var. psycho-
philum ScHMIDLE = OC. crenatum forma A1 et A2 in
NoORrDsTEDT, Desm. Spetsberg. pag. 29, tab. VI, fig. 7 u.
8 (nec. alior.). Tab. nostr. I, fig. 32.
Differt a forma typieca apud RaLrrFs, Brit. Desm. forma
latiore cellularum, crenis majoribus et paucioribus, media
semicellula granulata, granulis in series verticales ordinatis
interdum in costas plus minus visibiliter verticales diffusis.
Dim. speciminum nostrorum interdum minores: 24 u late,
18 u longe.
INFÖRS VAL DCWVITT EF) VIS) dyka
Forma sublevis; semicellulae binis striis medianis vix
visibilibus ornate; cellule 21 u longe, 19 u late. Tab.
HOStr. L, ÅS: J3.
N:o IV.
Forma cellulis apicem versus angustatis, granulis magnis.
Cellulze 28 u longe, 24 u late. Tab. nostr. I, fig. 34.
INFORCVEET:
Es ist mir sehr zweifelhaft, ob die letzte Form zu C.
crenatum zu ziehen ist; sie wurde sehr selten beobachtet.
Forma semicellulis apicem versus subangustatis medio
tristriatis; cellulze 28 u longe, 20 u late ad speciem
sequentem vergentes. Tab. nostr. I, fig. 37.
NEO OCK
39. [C.]sexnotatum GUTWINSKI in Nuov. Notar. 1892. var. tri-
stiatum (LÖTKEM.) ScHMIDLE, Alp. Alg. pag. 458.
NFORCE VIE 10:
Forme cellulis 16—20 u longis, 14—16 u latis. Tab.
nostr. I, fig. 52 et 54.
OC. sexnotatum var.triomphalum Gutw., Alg. Tarnop. pag.96,
tab. 3, fig. 29 und C. sexnotatum var. subtriomphalum SCcHMIDLE,
Alp. Alg. 1. c. pag. 458 scheinen mir mit C. sexnotatum nichts
zu thun zu haben; ich halte es fär besser, die erstgenannte
Varietät als C. triomphalum (GUTW.) nob. zu einer Art zu er-
30
SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SUÖSSWASSERALGEN.
heben, und die zweite als Varietät subtriomphalum nob. an-
zufägen. Von C. crenatum var. psychophilum unterscheidet
sich C. sexnotatum durch die geringere Grösse und feinere
Granulirung; vergl. Fig: 32, 33 u. 37 mit Fistb20mme»
Fig. 33 bildet einen Ubergang.
36.
d1,
DO
41.
[C.] tinetum RaArrFs, Brit. Desm. pag. 95, tab. XXXTII, fig. 7.
N:o. VELA VIE, IV; DOVER CVEBOGT Vs
[C.] aspherosporum NORDSTEDT in WITTR. et NORDST., Alg.
exsicce. N:o 269.
N:o VIII.
38. [C.] holmiense LuNnD., Desm. Suec. pag. 49, tab. II, fig. 20.
INFÖR SVEN ATS EN BEEN
var. minus HANsG., Prodromus I, pag. 197.
N:o XVIII.
var. integrum LUND., 1. c. pag. 49.
N:o XVIII.
Forma transiens ad var. nanum GUTWINSKI, Wahrung der
Priorität pag. 67. Cellul:e 48—52 u longe, 32 u late.
Tab nostre.
N:o V.
[C.] venustum (BREB.) ARCHER. PrRITCH., Inf. pag. 732.
NEO NIUE NIRO SVR DS ORHO:
. [C.] pseudopyramidatum LUND., Desm. Suec. pag. 41, tab.
II, fig. 18.
N:o XII, IT, XVI, XIV, XXI, XII, KVIRR SSVErS
Cellul&e membrana ad apicem non raro inerassata.
[C.] minutum DeELP. spec., Desm. subalp. pag. 105, tab. 7,
fig. 31—39.
INO: KRUPELDEVER 10:
. [C.] Jakobsenii Roy et Biss., Desm. Winderm. pag. 194.
Nod VILT EROVE,, MEDIS RY:
3. [OC.]ellipsoideum ELFV., Anteckn. om finska Desm. pag. 13.
var. Borgei ScHMIDLE, Desm. Afrik.
N:o 10.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AED. III. N:0O 8. ål
44. [C.] foveatum SCcHMIDLE, n. sp. Tab. nostr. I, fig. 38 u. 39.
Cellul&e 32 u longe, 22 u late, media in semicellula
fovea magna ornate, membrana fovee colorata; semicellulae
globose apice interdum subtruncato, basi subrecta, incisura
profunda, ampla, extus ampliata, e vertice ellipticee, e latere
globosee, pyrenoide singulo ut videtur.
Fig. 38, Tab. I stellt ein etwas deformiertes Exemplar
einer Halbzelle dieser merkwärdigen und sehr selten vorkom-
menden Art dar.
INBOREN Vi 9:
44." [C.] subdeplanatum NScHMIDLIE n. sp. = 20. contractum
TURNER, Alge, Ind. orient. pag. 48, tab. 7, fig. 33, 34, 38
(non alior.). Tab. nostr. I, fig. 26.
Cellule 32—36 u longe, 25—26 u late, medio profunde
constricte, constrictura angusta intus et extus ampliata, semi-
cellulze subrectangulares angulis omnibus late rotundatis, late-
ribus parallelis, subrectis, apice subtruncato subrecto; e ver-
tice rhomboidez, e latere circulares apice subrecto; membrana
subceolorata, levi, media in semicellula subincrassata.
N:o XXIII.
Die Alge stimmt in der Frontalansicht einigermassen mit
den citierten Abbildungen TuRNERS. Dieselben können nicht
zu OC. contractum KircH. gerechnet werden, welches eine ganz
andere Zellform hat, und gehören wohl zu unserer Art.
Näher stehen sie der Zellform e fronte nach dem C. rectan-
gulare GRUNOW var. minus (WILLE) BoLrbt in WILLE, Norg.
Ferskv. Alg. pag. 33, tab. I, fig. 19. Unsere Zellen unter-
scheiden sich von letzterer Alge durch die Seiten- und Scheitel-
ansicht; ausserdem scheint nur ein Pyrenoid in jeder Halb-
zelle zu sein, während C. rectangulare deren zwei hat. Copo-
pelta deplanata Corpva steht der Abbildung Corpa's nach zu
scehliessen näher dem C. contractum KIRCHNER als unserer Art.
45. [C.] pseudoprotuberans KIRCHNER, Alg. Schles. pag. 150.
N:OC XVI). VII) 10:
Forma BorcE, Chloroph. Norska Finm. tab. I, fig. 10.
N:o V.
46. [C.] isthmium Wkrsrt, Fr. W. Alg. W. Ireland. var. hori-
zontale ScHMIDLE, n. var. Tab. nostr. I, fig. 40.
Cellulz&e 40 u longe, 20 u late, e vertice perfecte orbi-
culares, medio vix 'constricte constrictione lata, rotundata;
32 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SÖSSWASSERALGEN.
membrana verrucis depressis in series horizontales positis
obsessa; isthmus lavis.
Nicht ohne Bedenken fiähre ich diese Alge zu C. isth-
miuwmn WEst, von welchem es sich durch die Form der Ein-
schnärung wnterscheidet. Der Zellform nach nähert sie sich
dem C. orbiculatum Rates und C. excavatum NORrpstEbDt, doch
ist es viel grösser. Am nächsten kommt wohl C. excavatum
var. elliptica WiuLE, Nov. Semlia pag. 47, doch ist dieses e
vertice elliptisch und in Längsreihen granuliert. Uber die
Stellung der Granula bei C. isthmium habe ich keine An-
gaben finden können. Die Forma hibernica W. West, LI. c.
pag. 159, welche eine ähnliche, wenn auch anders gestaltete
Finschnärung hat, ist relativ breiter und grösser; die Gra-
nula stehen, wie nach der Figur von W. West zu schliessen
ist, in koncentrischen Reihen.
INFOREK Ol VÄL lor
47. [C.] orbiculatum var. calvum ScHMIDLE = (osm. portia-
mum var. calvwm ScHMIDLE, Alp. Alg. pag. 390, tab. 15,
fo: LT
N:o XVII.
Steht dem Dysph. excavatum (Norpbst.) Toni nahe, ist
jedoch etwas tiefer eingeschnärt.
48. [OC.] portianum ARCHER, Descr. New. Spec. in Dubl. Nat.
Hist. Soc. 1860.
N:o VIII.
var. nephroideum WITTR., Gotl. och ÖL. sötv. alg. pag. 57.
INFO TEE VIE
var. orthostiehum ScCHMIDLE, Alg. Geb. Oberrh. pag. 59,
tab: 28; ASU
Neoq XX LD AVEL XV TIME
49. [C.] orthostiechum LuNnpD., Desm. Suec. pag. 24, tab. 2, fig. 9.
N:o VITT, SOV TTO KTL CV TE 9:
50. [C.] Nymannianum GRUNOW in RaABH., F1. Europ. Alg. ILL,
pag. 166.
N:o XXI, 9.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:08. 33
51. [C.] subeucumis ScHMIDLE, Beitr. Alg. Schwarzw. pag. 98,
tab. 4, fig. 20—22.
Da die Chlorophyllstruetur der beobachteten Exemplare
schlecht erhalten war, so ist die Zugehörigkeit zur genannten
Art unsicher; möglicherweise liegt auch &C. cucumis GAY,
Monogr. Conjug. pag. 170 vor.
N:o XVI, 10.
52. [C.] pyramidatum BrREB. in RaALFs, Brit. Desm. pag. 94,
tab. XV, fig. 4.
INEOASIEXESE KSV. (ca VV. EV.
Forma apice subretuso.
Dim. 72 u longa et 48 u lata. Tap. nostr. I, fig. 44.
INFÖR Sd br RY
53. [C.] pachydermum LUND, Desm. Suec. pag. 39, tab. 2, fig. 15.
NONE,
var. minus Norpbsteot, Bidrag till känned. Sydl. Norg.
Pesmi pas. lö, Hg. fc
NEORDGEX:. 2CV.
Schon in Alg. Sumatras pag. 306 habe ich darauf auf-
merksam gemacht, dass die Varietät minus besser von CO.
pachydermum getrennt wirde. Seitdem ich in N:o V Exem-
plare sah, welche völlig mit der von LUNDELL beschriebenen
Alge ibereinstimmen, bin ich in dieser Ansicht noch bestärkt
worden.
54. [C.] minus RAcIBORSKI, Desm. Ciast. pag. 374.
INGOREKEOVIE RENOVA RS ARNE
55. [C.] perforatum LUND, Desm. Suec. pag. 10. 8. porosum
GUTWINSKI, Wahrg. der Priorität pag. 68.
INFÖRA DU
56. [C.] margaritiferum (TurP.) MENEGH. Synops. in Linn.
1840.
N:05XT, XY:
var. incisum KIRCHNER, Algfl. Schles. pag. 15.
NONE CV SV ME
34 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SÖSSWASSERALGEN-.
var. incisum forma calva nob. Tab. nostr. I, fig. 42.
Cellul&e 44 u longe, 40 u late, membrana in series rectas
granulata, apice levi.
N:o XXIII.
57. [C.] botrytis (Borr) MENEGH.
Forma fere ut apud Borpt, Desm. Finnl. tab. II, fig. 31;
sed supra isthmum serie horizontali granulorum ornata; dim.
cellulze 40 u longe, 32 u late. Tab. nostr. II, fig. 12.
INR XOVET LO:
Diese Form, welche konstant wiederkehrte, scheint mir
kaum zu botrytis zu gehören.
Forma. "Tab. nostr. I, fig. 45.
Cellulze 64—68 u longe, 52—56 u late, semicellulze plus
minus semicirculares, apice truncato; membrana ad marginem
in series concentricas granulato-verrucosa, ad mediam versus
interdum sparse granulata, interdum levis, media in semi-
cellula plerumque granulata; apex levis. Cellule e vertice
non tumide, elliptice, aut rhomboidex membrana medio in
latere incrassata.
NEO
Gewisse weitere Formen, welche beobachtet wurden, kom-
men dem C. botrytis var. medioleve WEst nahe, gewisse dem
C. botrytis var. subtumidum WITTR.
58. [C.] tetraophthalmum (KTz6G.) BREB. var. Lundellii WITTR.,
Om Gotl. och ÖL Sötvattensalg. pag. 56.
INO OVIRIE 0
59. [C.] reniforme (RALFS) ARCHER in Journ. Bot. III, 1874,
pag. 93.
N:o XXIII, XVIII.
60. [C.] eyclicum LUNp, Desm. Suec. pag. 35; subsp. areticum
NorpsTt., Desm. Spetsb. pag. 31, tab. 6, fig. 13.
INFÖR VAT RS
61. [C.] auadrum LUuNp, Desm. Suec. pag. 25, tab. 2, fig. 11.
INFÖR EKOT TT elda
62. [C.] Raciborskii LAGERH., Krit. Bem. ib. Desm. pag. 537.
N:o VIE EEXOVT,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. 35
63. [C.] recetangulare GRUNOW in RaABH., F1. Europ. Alg. III,
pag. 166 (C. gotlandicum WIiTTR., Gotl. och ÖL Söt-
vattensalger tab. 4, fig. 14).
INFO RN Vi SILV:
64. [C.] subtholiforme RacIiB., Nonn. Desm. Polon. pag. 75,
tab. 11, fig. 8:
INITENEE
var. minor SCHMIDLE, Hedwigia 1895. pag. 717.
INEORIIOR VE SVIT SOV Tä.
Sehr nahe steht C. premorsum BREB.; vielleicht ist die
Varietät minor mit C. premorsum zu vereinigen.
65. [C.] premorsum BREB. f. ornata ScHMIDLE in Öestr. bot.
Zeitschr. 1895. Forma. "Tab. nostr. I, fig. 46.
Cellulze minores; tantum 46 u late, 56 u longee.
N:o VIII (rarissime).
66. [C.] ochthodes NoRrpbsT., Desm. Arcto&e pag. 17, tab. 6,
fig. 3.
var. amoebum West, Engl. Lake Distr. pag. 728, tab. 9,
fg:val.
INEOTOVA NG EV XGXODE, Irev TT, ÖV EL
67. [C.] binum Norpst. in Witrr. et Norpst., Alg. exsicc.
N:o 383.
INFO LE Vi
Specimina in V inventa ad varietatem apud RACIBORSKI,
Desm. nove tab. V, fig. 25 valde accedunt.
68. [C.] amoenum .BREB. in RALFS, Brit. Desm. pag. 102,
1205 IAN KD
INFOrXSE VORE? XXI
69. [C.:] conspersum RaLFs, Brit. Desm. pag. 101, tab. XVI,
fig. 4.
INFOT VIRXEXT 10:
70. [C.] margaritatum Roy et Biss., Jap. Desm.; Ror, Scot.
Desm. pag. 38, tab. 2, fig. 12.
Forma: cellulis 78 u longis, 56 u latis, verrucis cavis
magnis pene se attingentibus et punctis intermixtis
ornate. Tab. nostr. I, fig. 47.
306 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SUSSWASSERALGEN.
Diese Form steht dem C. margaritatum var. favum (W.
et G. WEst) nob., Am. Alg. 1896, pag. 205, tab. XV, fig. 5
et 6 sehr nahe, speciell in Hinsicht auf die eigentämliche
Granulation, welche wohl bei beiden dieselbe ist; der Zell-
form nach gleicht sie mehr der typischen Figur. Ahbgerun-
dete untere Ecken treffen wir neben der Figur von W. et G.
West auch bei derjenigen von JoHNson, Rare Desm. U. St. II,
tab. 240, fig. 32.
N:o XXITI.
71. [C.] subochthodes ScHMIDLE in Hedwigia 1895, pag. 75,
fig. 26 a et 6 (excl. fig. 26 c = C. cymatopleuwrum B ty-
rolicum NORDST.).
N:o V.
var. luteum NCHMIDLE, 1. c. pag. 75, fig. 27.
INO EXOVaE
var. majus SCcHMIDLE, n. var. Tab. nostr. I, fig. 51.
Cellul&e magna, 112 u longe, 80 u late, rotunde, apice
subtruncate, verrucis ad marginem non ita magnis obsesse,
ad mediam semicellulam et in apice leves, ubique valde
scrobiculate, e vertice elliptice, non tumidae, membrana co-
lorata.
Der warzenfreie Raum der Zellmitte ist auch hier sehr
variabel; oft waren nur einige Warzenreihen am Zellrande
da, oft war die Zelle fast völlig mit Warzen bedeckt. VWViel-
leicht liegt eine besondere Species vor, welche in die Nähe
von C. balteum West, C. scoticum West, C. Ciastonii RAcIB.
und C. subalteum ScHMIDLE zu stellen ist.
N:o IT und XIX; sehr selten.
Forma.
Cellulze tantum 88 u longe et 80 u late, semicellulae
late ovales ad mariginem verrucose.
INO NEG
72. [C.] suberenatum HaANnTtzscH in RABH., Alg. n. 1213, Norp-
STEDT, Desm. arcto&e tab. 6, fig. 10 et 11.
NSD DEVA IA TIO OVINE
var. subsolidum BoLnpr, Studier pag. 19, tab. I, fig. 20.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. 37
Forma 25—28 u longa, 20—24 u lata, e vertice vix tumida,
apice subtruncato. Tab. nostr. I, fig. 48.
N:o XVIII.
Forma 28 ulonga, 24 u lata, e vertice valde tumida, apice
truncato, in media semicellule striis majoribus sed
paucioribus ornata. Tab. nostr. I, fig. 49.
N:o LV:
Forma apice rotundo, paulo minor. Tab. nostr. I, fig. 50.
N:o 10.
73. [C.] caleareum WITTR., Om Gotl. och Öl. Sötv.alg. pag. 58.
var. subtilissimum NCHMIDLE, n. var. Tab. nostr. I, fig. 53.
Cellul&e tantum 16—18 u longe et late aut paulo lon-
glores apice truncato integro aut vix undulato, membrana ad
marginem una tantum serie granulorum parvorum ornata et
media in semicellula granulo parvo singulo circumdato gra-
nulis pluribus in orbiculum dispositis; cellulzee e vertice medio
tumidee.
No SUVI OXCEE,
Nicht ohne Bedenken stelle ich die beschriebene Form zu
C. caleareum WITTR., mit welcher sie in der Granulation der
Zellmitte noch am besten äbereinstimmt.
In den Alg. Oberrheins pag. 551, tab. V, fig. 8—9 habe
ich ein C. suberenatum var. Nordstedtu forma beschrieben,
welches wohl sicher als Varietät von C. calcareum WITTR. zu
betrachten ist. Auch C. suberenatum var. Nordstedtii SCHMIDLE,
in Algenf. des Schwarzw. und der Rheinebene pag. 35, tab.
TV, fig. 7, 8 und 9 wird als var. Nordstedtii nob. besser zu
C. calcareum gezogen. BorceE beschreibt in Sverig. Chloro-
phyceer II, pag. 16 ein C. crenatum forma fig. 7, welches wohl
ebenfalls zu C. calcareum gehört.
74. [C.] phaseolus BrREB. in MENEGH., Synops. in Linn. 1840.
N:oHLO" 14.
forma ad C. protuberans LUND valde accedens. Tab. nostr. I,
fig. 55.
Cellulze 18 u longe, 16 u late, grosse punctate.
INFO VIE
38
19.
76.
1
I
a |
Qo
US)
30.
16
81.
SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SÖSSWASSERALGEN.
[C.] subreinschii ScHMIDLE in Flora 1894, pag. 59, fig. 24.
INB IBN DAVIE
Forma Boldtii ScHMIDLE, Hedwigia 1895, pag. 78.
INFÖR WAT CI
[C.] incertum ScHMIDLE in Hedwigia 1895, pag. 78, tab. I,
Hed ör
NEO VIE EI0N OVIleR
. [C.] miedzyrcecense EICHLER et GuTW., Spec. alg. nov. pag.
TO5T tape
INSSD MA HO Ej OG IE DÖNVE
[C.] eelatum Rarrs, Brit. Desm. pag. 103, tab. XVII,
fo
NEO SV SXT VTT
[C.] polonicum RacIB. var. alpinum ScCHMIDLE, Beitr. alp.
Algenfl. pag. 457, tab. 15, fig. 21.
Cellul&e paulo minores 22 u longe et late.
INT) OGIR
[C.] Nove Semlie WiLLE, Ferskv. alg. Nov. Semlia pag. 46,
Tab. III, fig. 45; var. granulatum NScHMIDLE. Tab.
I OST LL NO NO
Apices cellularum granulis rotundis, non acutis ornat:e;
u longe, 12 u late.
N:o IV.
[C.] costatum NORrDsTtEDT, Desm. arcto& pag. 15, tab. 7,
fig. 17, et Desm. spetsberg. tab. 6, fig. 9.
Forma; cellule 25-—28 u late, 32—33 u longe. Tab.
NOSTr. dj; HET VRet 0.
NE OA TVENNE KO EVE
Forma major nob. Tab. nostr. I, fig. 58.
Cellulze 45—47 u long&e, 36—37 u late, medio non pro-
funde constrict&e, crenis lateralibus papilliformibus.
82.
NEO MIT:
[C.] nasutum NoRDsTEDT, Desm. spetsberg. pag. 33, tab. 7,
leg de
Cellulze 40 u longe et 28 u late.
INEO SOTO EOVEET RENING.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:08. 39
83. [C.] speciosissimum SCHMIDLE, Alp. Alg. pag. 458, tab. 45,
fig. 30 et 31.
Cellulze 46 u longe, 32 u late.
N:o XIX.
84. [C.] quinarium LUND, Desm. Suec. pag. 28.
Forma granulata ScHMIDLE, n. f. Tab. nostr. II, fig. 1.
Cellulze 40—38 u longe, 32—34 u late, ad marginem
granulis rotundis non acutis ornate, margine tantum sub-
undulato.
N:o XX EL
85. [C.] isthmochondrum NorpstFort, Bidrag till kännedomen
Sydl. Norg. Desm. pag. 12.
INFO
Forma integra NCHMIDLE, n. f. Tab. nostr. II, fig. 2.
Forma e latere apice subtruncato, margine e fronte in-
tegro, in media semicellula granulis sparsis ornata; cellulze
38 u longe, 26 late.
INFO ACKEETS
86. [C.] Turpinii BrEB., Liste, pag. 127, tab. I, fig. 11.
INEIOME
Var. duplo-minus ScHMIDLE, n. var. Tab. nostr. IT, fig. 4.
Cellul&e tantum 36 u longe, 28 u late, ad marginem gra-
nulatze, media in semicellula tumore granulato predite, late-
ribus primo convexis deinde concavis (in excavatione margine
interdum plus minus crenato), apicibus levibus, emarginatis,
e vertice et e latere tumidee.
N:o XVIII.
Die Varietät steht dem C. Turpinii var. polonicum (RAc.)
nob. = C. ornatum var. polonicam RACIBORSKI am nächsten.
87. [C.] quadrifarium LUND, Desm. Suec. pag. 32, tab. 3,
Hos 2:
NED TT ST EV:
Forma hexasticha NoRDstTEDT, New Zeal. and Austr. pag. 49
(C. hexatichum IuND).
N:o, VII, XVI, XXI, XVIERNIIN, SIM sw
40 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SÖSSWASSERALGEN.
88. [C.] Boeckii WiLLE, Norges Ferskv. alg. pag. 28.
INTO JUN
Forma?: Tab. nostr. II, fig. 5.
INFO NI
89. [C.] ornatum var. Lapponicum NCHMIDLE, n. var. Tab.
nostr.,hyhe6.
Cellulze 36 u longe, 34 u late, apice vix protracte, trun-
cate membrana ad marginem in series 4--5 verticales granu-
late et ad apicem in series 2 horizontales, ad mediam semi-
cellulam l&evis. Semicellule medio tumide et concentrice
granulate; apex levis.
N:o IT.
An Cosm. corbula BREB. var. Lapponicum?
Forma rotundata. Tab. nostr. II, fig. 7.
Forma varietatis Lapponice nob., cellul&e rotundate om-
nino non protract:e, 41 u longe, 37 u late, e vertice minus
tumide.
Die Zellen gleichen der Gestalt nach ausserordentlich dem
C. pseudoornatum EICHLER et GUTW., sind jedoch viel grösser
und anders granuliert; ich glaube sie schliessen sich besser
an die obige Varietät an, als an eine von C. ornatum ver-
schiedene Species.
NEO RIKSVAL
Forma ellipsifera n. f. Tab. nostr. II, fig. 8.
Cellulze minores, magis depresse, ad apices plus angustatee,
non protracte, truncate, tumor medianus ellipticus, fere to-
tam partem medianam semicellulze tegens, non ita tumidus,
concentrice granulatus, series granulorum horizontales ad api-
cem minus evolute.
N:o XXIII.
Die Alge nähert sich noch mehr als die vorhergehende
Form dem C. pseudoornatum, ist jedoch von diesem durch die
Zellform und Granulation verschieden.
90. [C.] homalodermum NoRDSTEDT, Desm. arctore pag. 18,
tab. 6, fig. 4.
N:oa Ma KID SOV THEN M:
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. 41
91. [C.] pusillum BRrREB., Liste pag. 125; var. retusum TURNER,
f. intermedia Gutw., F1. Alg. Tarnopol. pag. 100, tab.
TESS Forma: Lab: nostr. L, fig: 41.
An Euastrum binale, forma simplicissima?
INGOR CK.
92. [C.] subreniforme NORDSTEDT, Desm. arctore, forma (?)
ab snoste tas
An C. suberenatum forma?
INFO EXT.
93. [C.] subundulatum WiiiE, Bidrag til K. Norg. Ferskv.
Alps VINET
NE ORXGIENS SVETS MI IV: XLT CMT XVI
94: [C.] spec. Tab. nostr. II, fig. 10.
Cellul&e permagne, 83 u longe, 74 u late, profunde con-
stricte, constrictura angusta. Nemicellule subtrapezice, an-
gulis inferioribus rotundatis, lateribus subconvexis, apice trun-
cato. Membrana ad marginem preter apicem levem ver-
rueis conicis in series obliquas ordinatis ornata et inter ver-
rucas punctato-scrobiculata. Verruc&e ad mediam semicellulam
diminut&e et evanescentes, ibique membrana scrobiculata (scro-
biculis magnis in series obliquas et rectas ordinatis) et media
in semicellula verrucis e 3 majoribus ornata. Cellule e ver-
tice elliptice, utrimque late tumidee, ibique plerumque, et ad an-
gulos semper verrucose, medio in apice leves et media in
area levi punctate, e latere circulares.
INGO. LE.
95. [C.] alpinum Rac. var. Garrolense (Roy et BIss.) ScHMIDLE
in Nuova Notarisia 1897 = C. Garrolense Ror et Biss.,
Scot. Desm. pag. 34; forma: Tab. nostr. II, fig. 3.
Dim. cellul&e 31 u longe, 20 u late; cellule paulo
magis quadrangulares, e latere sursum dilatate, latera e
fronte subtiliter undulata.
N:o XX.
42
SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SÖSSWASSERALGEN.
Arthrodesmus EHRENBERG 1836.
[A.] incus (BrREB.) HAssaALL, Freshw. Alg. pag. 357.
INO VACNn I0 VAR OVIDTT oci Sm Er
Forma serobiculata ScHMIDLE, n. f. Tab. nostr. IT, fig. 12.
Magnus, spinis robustis, apice concavo, incisura ampliata,
media in semicellula scrobiculatus.
INO FEXSVAR TI IRENE
Forma perforata ScHMIDLE, n. f. Tab. nostr. II, fig. 11.
Incisura ampla, spinis mediocribus, membrana ad apicem
serobiculis irregulariter positis ornata.
INEORSVEEE
[A.] convergens EHRENB., Infus. pag. 152, tab. XX, fig. 3.
INFO SVARTE
[A.] Bulnheimii RaAcIB., Desm. Now. pag. 95.
N:o VIE XNVDSNVYIEte
Forma Eichleri ScHMIDLE = Å. Bulnheimii forma EICHLER:
Materyaly do flora Wodorostow pag. 129, tab. II, fig. 17.
NEO RASK TEVE REA SVE Tee:
Forma cornibus magnis crassis, obtusis ornata. Tab.
nostr. It, fig.al4.
INST SVING
[A.] hexagonus Bonpr, Sibir. Chloroph. pag. 109, tab. V,
102 ID
N:o XVII.
[A.] tenuissimus ARCHER in Micr. Journ. 1864, pag. 175,
tab. VI, fig. 50—55.
N:o HE
[A.] octocornis EHRENB., Infus. pag. 152; RaAnrs, Brit.
Desm. XX, fig. 2 a. G
IN80 OK IONIL OVILEE, 2
Var. giganteus ScHMIDLE, n. var. Tab. nostr. II, fig. 13.
Cellulze 32 u late, 36 u long, spinis exclusis, 65 u late
65 u longe cum spinis; spinis quaternis in semicellula,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. 43
binis inferioribus subhorizontalibus, binis superioribus sursum
directis. Apex concavus. Cellul&e e vertice utrinque fusi-
formes.
NGORDEXCLT 9:
Euastrum EHRENBERG 1831.
1. [E.] verrucosum EHRENB., Infus. pag. 162.
Forms non accuratius determinate.
NED SOVIET
Forma reductior ScHMIDLE, n. f. Tab. nostr. II, fig. 17.
Ad var. reductum Norpstept, De Alg. et Char. Mus. Lugd.
pag. 9, fig. 14 accedens, sed lobo apicali breviore, tumoribus
lateralibus nullis, tumore mediano non verrucis majoribus
ornato; cellul& e vertice tumore magno mediano pröeditee,
utrinque angustate, rhomboider, 88 u longe, 380 u late.
N:o; XXI.
Forma subquadrata: Tab. nostr. II, fig. 16.
Cellulze 84 u longe, 68 u late, pro longitudine angu-
state, Tumores laterales fere ad marginem lateralem.
INFO XV ILE:
2. [E.] peetinatum BrEB. in RaLFs, Brit. Desm. pag. 86,
tab. XIV, fig. 5.
Forma plerumque non ut in Rarrfs, 1 c., sed simplicior,
Tab. nostr. IT, fig. 19.
INEORRVE FAME TENS VE EKS ET XVI S 5 TA,
Forma ad formam typicam transiens. Tab. mnostr. II,
fig. 20.
INEORDCEV
3. [E.] gemmatum BrEB. in KrtzG., Spec. pag. 171.
NE ONDE ESV ENS VAT O RO!
Var. minus Bonpt, Studier pag. 4, tab. I, fig. 5.
N:o IT, XVI.
44 - SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SUÖSSWASSERALGEN.
4. [E.] binale (TurrP.) RaALFs, Brit. Desm. pag. 90, tab. XIV,
fig. 8.
INB URIN SORG 2 DSOWIDUE, ör SEND
Forma secta TURNER, Alg. Ind. Orient. pag. 81, tab. X,
1 DL
INST DVS
?Var. granulatum HaAnse., Prodr.; ScHMIDLE, Beitr. Alp.
AN leser De LD Leg
INEOT XSVi
Forma ad Eu. denticulatum GAY vergens. Tab. nostr. HH,
fig. 24 (untere Figur).
Cellule 14 u longe, 13 u late.
INS VIL
Forma Gutwinskii ScHMIDLE, Alg. Oberrh. pag. 552.
N:o XVII.
Var. subangolense ScHMIDLE, n. var. Tab. nostr. II, fig. 15.
Semicellulze trilobe, lobis lateralibus brevibus, utringque
rotundatis, lobo polari longo, apice late emarginato, bilobato,
lobis subtilissime granulatis; e vertice utrinque tumide.
In der Frontalansicht gleicht unsere Alge einigermassen
dem E. binale var. angolense W. et G. West, Welw. Afrik.
Alg. pag. 25, tab. 336, fig. 8.
INEOLSVÄL.
Permulta specimina quoad varietatem non accuratius scru-
tanda erant.
9.
6.
[E.] dissimile (NORDSTEDT) SCHMIDLE = JE. binale var. dis-
simile NORDSTEDT, Desm. arctor pag. 31, tab. 3, fig. 31.
N:o XVIII.
Forma media in semicellula scrobiculo ornata. Tab.
NOSbr LESS:
N:o XVIII.
[E.] oblongum (GREV.) RALFS, Brit. Desm. tab. XII.
INEOEKOXN SIR SNI RA
Var. oblongiforme RABH., forma scrobiculata NORDSTEDT,
Norg. Desm. pag. 7.
INEOLOVE
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. IIII. N:0 8. 45
Var. cephalophorum West, New Brit. Alg. pag. 4.
NFORCE:
Exemplaria in N:o XVII, XVIII, 8 et 14 quod varie-
tatem non accuratius perscrutanda erant; fieri potest, omnia
ad varietatem oblongiforme f. serobiculata numeranda esse.
7. [E.] erassum (BrREB.) Krtze., Phyc. germ. p. 135.
IN:OMV EEE) CMT) XXI,
Var. serobiculatum LUND, Desm. Suec. pag. 18, tab. 2,
JES
NS VIE) OC VIT
8. [E:] pinnatum Raärrs, Brit. Desm. pag. 81, tab. XIII,
fö KL
N:o XXI; XVII, LV:
Forma serobiculata NORDstEDT, Norg. Desm. pag. 8.
KRO NVELPP IDO:
Fieri potest omnia a me visa specimina E. crassi et pin-
nati ad varietates »serobiculata» numeranda esse. Cellularum
habitus examen accuratum non permisit.
9. [E-] affine RaALFs, Brit. Desm. pag. 82.
Forma 128 u longa, 62 u lata.
N:o VI.
10. [E.] ampullaceum RarLFs, Brit. Desm. pag. 83, tab. XIII,
fig. 4.
N:o VIII.
Forma serobiculata NorpstEpt, Norg. Desm. pag. 8. Tab.
HOSKE:S LL Ad LIn20-
INFORVITS XVI: SS oCVIE:
Verisimile est omnia a me visa exemplaria ad formam
scrobiculatam (ut jam supra commemoravi) pertinere.
Specimina in XVII inventa non plane cum eis a cl.
NoRrDsT. descriptis congruere viduntur.
11. [E.] insigne Hassaur, Brit. Freshw. Alg. II, pag. 21.
INEORXSVIE TEXT RV OVE 9:
46 SCHMIDLE, PITE LAPPMARES U. VESTERBOTTENS SÖSSWASSERALGEN.
12. [E.]intermedium CLEVE forma scrobiculata ScHMIDLE, n. f.
Tab. nostr. II, fig. 27.
Cellulz&e 96 u longe, 32 u late, tumores basales SPprör
pinquati, et scrobicula sejuncti.
N:o XVI.
13. [E.] didelta (TurrP.) in RaALrs, Brit. Desm. pag. 84, tab.
VS fo
NED KSK EVA XSVAn EAS SvT:
Forma serobiculata NORDSTEDT; SCHMIDLE, Alp. Alg. tab.
XVII, fig. 12—14.
INEO TRIES VEED
Fieri potest, omnia specimina observata ad formam scro-
biculatam pertinere.
Forma ansatiforme ScHMIDLE. Tab. nostr. II, fig. 28.
Cellulze 127 u longe, 57 u late lateribus vix sinuatis,
tribus tumoribus basalibus parvis et singulo mediano supra-
posito scrobiculato.
INFO ENE VA:
Erinnert auch an E. cuneatum, ist jedoch vor allem an-
ders tumiert.
14. [E.] ansatum RaLrFs, Brit. Desm. pag. 85, tab. XIV, fig. 2.
N:o WIIT, IT, XVI, XEVIOND SID VIDN TS
15. [E.] cuneatum JENN. in RaALFs, Brit. Desm. pag. 90, tab.
NATT Hg: a
INB OMIUE
Var. subansatum Bornpr, Studier pag. 5, tab. I, fig. 8.
INFO OXSET
16. [E.] sinuosum LENORMAD, forma serobiculata NORDSTEDT.
INFO VOER Va
Forma an ad formam scrobiculatam NOorpst. an ad var.
Jenneri forma polonica Rac. pertinens? Tab. nostr. II,
fig. 26.
Tumoribus quinis semicellule (ternis basalibus et binis
suprapositis) scrobiculatis, itemque angulis loborum basilium
et lateralium. Cellulze 56 u longe, 32 u late.
INFOL SEXET Ve
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. 47
17. [E.] rostratum RaLrFs, Brit. Desm. pag. 86, tab. XIV,
fig. 6.
N:o VII, 8.
18. [E.] Lapponicum NScHMIDLE, n. sp. Tab. nostr. II, fig. 29.
Cellulze -parv&e 36 u longe, 24 u late, subquadrate, infra
lobulum unumquemque verruca singula et in media semicel-
lula verrucis quatuor ornate. Semicellule lateribus rectis
bilobulatis apice truncato utrinque acuto et mediana incisura
angusta predito.
Vergl. auch RaALFs, Brit. Desm. Tab. XIV, fig. 8d.
N:o XXIII.
19. [E.] divaricatum LUND, Desm. Suec. pag. 21, tab. 2, fig. >.
N:o 10, IV.
20. [E.] elegans (BrREB.) KrzG., Phycol. germ. pag. 135.
Forme plerumque parve, 18—30 u longie, 15—19 u latze,
sepe rudimentares. Tab. nostr. II, fig. 21, 22, 24.
INEORKLRE TV SV, SVITE XIL, XV; XM XVI NIIT
ONS TON 14:
21. [E.] bidentatum N.EGELI var. speciosum (BoLDT) SCHMIDLE
= EK. elegans var. speciosum Borpt, Desm. Grönland
pag. 9, tab. I; Ifig,10.et,/ 11. »Forma:n Tabimostr. II,
fig. 29.
Dim. 60—62 u longe, 32—41 u late; tumor interdum
media in semicellula non verrucis in orbiculum sed aliter
dispositis ornatus.
Nach der Ansicht von BörGEsEeEnN in Alg. Ostgrönlands
und W. West in Irish Fr. W. Alg&e ist E. bidentatum mit
E. elegans var. speciosum Borpr, 1. ec. identisch. Mir erscheint
eine volle Identität der beiden Formen der verschieden ge-
stalteten Halbzellmitten ausgeschlossen zu sein, wie schon
Borpr, 1 ce. hervorhebt; doch glaube auch ich, dass diese
grossen Formen sehr nahe verwandt sind und von dem klei-
neren £. elegans getrennt werden missen. Man vergleiche
die von beiden Arten in gleicher Vergrösserung gegebenen
Figuren auf Tab. nostr. IT, fig. 24 (obere Figur), 25.
Nor VELL (PER, XX, OCVIIL AVG 8;
In N:o XVIII zygatas rotundas vidi spinis incurvis ob-
sessas, 53 u crassas (spinis exclusis), 82 u erassas (spinis in-
48 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SUÖSSWASSERALGEN.
clusis), eadem forma, qua zygote £. binalis formee in Hed-
wigia 1895 pag. 79, tab. I, fig. 13 sed multo majores.
22. [E.] inerme LUND, Desm. Suec. pag. 20, tab. 2, fig. 3.
NEO MI TiB SOX
Forma serobiculata. Tab. nostr. II, fig. 30.
Forma varietatis aboensis (ELF.) RaAc.; semicellule tribus
tumoribus (singulo basali, binis suprapositis) ornate, tumo-
ribus aut omnibus, aut tantum binis suprapositis scrobicu-
latis; membrana preterea scrobiculis pluribus (3—8), regula-
riter positis, ornata; anguli laterales, basales et medii item-
que serobiculati.
N:o XXI
23. [E.] denticulatum GaY.
N:o cV IE XVI XXI IVAN IG AXV ILS, VIRn 9
10, 14.
24. [E.] Boldtii ScHMIDLE, Alp. Alg. tab. 16, fig. 5.
NEO VIKT XM
Micrasterias AG. 1827, em. MENnEGH. 1840.
1. [M.] pinnatifida Krtze., Spec. pag. 171.
INFOREXONSET:
2. [M.] truncata (CorpDA) BrREB.: RaALFs, Brit. Desm. pag. 75,
tab. VIII, fig. 4.
NO KIL, VIE VT SN KID VIE
[M.] Jenneri RaALFs, Brit. Desm. pag. 76, tab. XI, fig. 1.
N:o NTE NIT
4. [M.] rotata (GREV.) RALFS in Ann. Nat. Hist. XIV, pag.
259, tab. 6, fig. 1.
IN:O780TXHITT Bov TVIeREX
Forma subgranulata SCcHMIDLE.
Oo
Cellul& inter cornus apicales lobi mediani granulate.
N:0or Va EX, |
5. [M.] denticulata BrEB. in RaALnrs, Brit. Desm. pag. 70,
Pag, sfir..
INHD:€ b:€0D:0:€ FEV
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. 49
6. [M.] papillifera BrEB. in Rarrs, Brit. Desm. pag. 72,
tabN) rg
N:o: VT OROV EET," 10, XCXITT:
7. [M.] Thomasiana ÅRCHER in Micr. Journ. 1862, pag. 239,
tab. XII, fig. 1—10.
N:o XXIII.
8. [M.] americana RALFS, Brit. Desm. pag. 74, tab. 10, fig. a—c.
INKÖP: OG
Staurastrum MEYEN 1829.
1. [St.] dejeetum BRrEB. in Linn. 1840.
INFORIVEEEE ET) CX
Forma NScHMIDLE, Alp. Alg. tab. XXI, fig. 31 a et b.
INFO CX EL.
Subsp. Tellamii W. et G. West, New Brit. Alg. pag. 10,
tapir för 450 Forma: Tabimostr. II, fig. 31.
Cellulze (sine acul.) 24 u longe et late; apice subconvexo,
aculeis brevioribus divergentibus.
N:o 10.
2. [St.] connatum (LUND.) Roy et Biss., Japan. Desm. pag. 237;
LUND, Desm. Suec. tab. III, fig. 28.
N:o 9:
&S
=S
3. [St.] Dieckiei RaALFs, Brit. Desm. pag. 123, tab. 21, flg. 3.
INFOREXEET 10;014.
Var. parallelum Norpst. Forma ut apud BorcE: Sverig.
ONloröphlyct tl pag. 23, Ug. 3.
INFO, CI) XVI-
4. [St.] cuspidatum BRrREB. in MENEGH., Syn. pag. 226.
INEOFSSSVIET RÖ VELLT, 10:
Forma minor. Cellule tantum, 22 u longe, 16 u late.
N:ooVveEEE
Var. maximum West, Add. Freshw. Alg. W. Yorksh.
1891.
4
530 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SÖSSWASSERALGEN.
Cellulze 26—30—388 u long&e, 23—41 u late, spinis longis
et firmis ornatze, tum parallelis, tum divergentibus, interdum
curvatis; semicellul&e e vertice lateribus subrectis vel con-
cavis.
Tap! nostr. INKfig. 33
NEO VTT FEKOKerE
Hierher gehören, wie es scheint, auch die von O. BorcE
in Algolog. Notiser N:o 4 pag. 213 beschriebenen Exemplare.
5. [St.] brevispina BrREB. Rarfs, Brit. Desm. pag. 124, tab. 34,
in do
N:o XNKXTI.
(
.;
[St.] megacanthum LuNp, Desm. Suec. pag. 61, tab. 4,
na Il
SEO NOUS EOVAR SO:
Forma e vertice lateribus valde concavis. Tab. nostr. IT,
fig. 34.
N:o, 10;
-—
[St.] pterosporum Lunp, Desm. Suec. pag. 60, tab. 3,
fig. 29.
INB NI IDR ROWVIE sova
38. [St.] Zachariasii SCHRÖDER, Alg. d. Riesengebirges pag. 40
Tan LEE od
Dim. cellularum nostr. majores: Long. 20 u, lat. 16 u.
INO SOVA
St. dejectum var. sudeticum KIRCHNER mihi vix a St. Za-
chariasii differe videtur.
9. [St.] lunatum RaALFs in Brit. Desm. pag. 124.
INO SGI
Forma apud BörGESEN, Ostgrönland pag. 29, tab. IT, fig. 27.
INFO ER Vä St
10. [St.] Tunguscanum var. Lapponicum NCHMIDLE, n. Var.
Tab mostri IHIiSTRO
Cellul& 20 u late, 16 u longe, apicibus rectis, ad an-
gulos in series rectas et horizontales acute granulate, in
LD
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. 51
parte mediana leves; e vertice triangulares, lateribus sub-
rectis vel subconvexis.
N:o VIII.
11. [St.] eristatum (Nz6.) ARCHER. Nac., Einz. Alg. pag. 127,
(ap: MEET TC5 Hon d
N:o 10.
12. [St.] avicula BrREB. in RaALFs, Brit. Desm. pag. 140, tab.
XXTIT, fig. 11. Forma: Tab. nostr. IT, fig. 38.
Cellulie 25 u longe, 46 u late (spinis inclusis); mem-
brana subtilissime granulata punctis intermixtis; cellule e
vertice interdum medio granulis parvis in orbiculum depo-
sitis ornatee.
NEO.
13. [St.] Heimerlianum LÖTKEM., Desm. Alters. pag. 568 =
Staur. cruciatum HEIMERL, tab. V, fig. 24.
INFÖRS OXCET.
14. [St.] Nigre Silve ScHMIDLE, var. obtusangulum SCHMIDLE,
HINNA re LaboSstr sl yfe na
Cellulze 24 u late, 22 u longe, lateribus e vertice leviter
convexis, angulis subprotractis, obtuse rotundatis et spinis
tribus obsessis; spinis 6 majoribus apicalibus et magis ad an-
gulos inter spinas binas et angulum singula tantum serie
granulorum acutorum.
NEGSVIPE
15. [St.] decipiens RaciB., Non. Desm. Polon. pag. 89, tab. 12,
fig. 5; var. orthobrachium NScHMIDLE, n. var. 'Tab.
Hastr: tba log an.
Cellule parve, subtiles, 19 u longe et 24 u late, e ver-
tice tri- vel quadriradiate; radiis e fronte non curvatis, ho-
rizontalibus aut divergentibus, et paucis et parvis granulis
acutis in series rectas positis ornatis. MNSemicellule a fronte
subsemilunares sed apice convexo leevi.
NOS VIEET XV.
16. [St.] senarium (EHRENBERG) RaALFS, Brit. Desm. pag. 216.
Forma: Tab. nostr. II, fig. 39.
Spin&e apicales et laterales interdum simplices, spine an-
gulose fere semper bifide. Cellule e vertice inter processus
52 sCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SÖSSWASSERALGEN.
binos laterales granulis binis magnis ornate; tri- vel quadri-
angulares.
N:o VILT SVE KO AM:
Unsere Exemplare scheinen mir bis auf einige geringe
Unterschiede der Granulation mit St. monticulosum B bifarium
NorpDsTEDT identisch zu sein. Zu St. monticulosum B bifarium
rechne ich auch St. senarium var. alpinum RACIBORSKI, Non.
Desm. Polon. pag. 88 (f. tatrica) und ebenso als etwas grös-
sere und stärker granulierte Form, mit stärker ausgebildeten
Eckstacheln: St. senarium var. Nigre silve SCHMIDLE. BörR-
GESEN zeichnet in Desm. Ostgrönlands pag. 29, fig. 25, tab. 2
eine stark granulierte Form mit etwas anderer Zellgestalt.
Nach meiner Ansicht stehen diese Formen dem St. senarium
(EHRENBERG) näher, als dem St. monticulosum RaALFs, ich
möchte sie deshalb als 8 bifarium zu ersterem ziehen.
17. [St.] Kitchellii WoLLE var. inflatum NScHMIDLE n. var.
"Tab. mostr. II, Hg 41.
Cellulze ca. 36 u late, 25 u longe, minores, semicellulze
apice minus, basi magis convexe, e vertice triangulares aut
quadriangulares, lateribus non concavis sed convexis.
N:02 XV
Diese Alge findet sich sehr selten in N:o XVII, doch
kam sie mehrere Male zur Ansicht und zwar stets in kon-
stanter Ausbildung. Man kann deshalb nicht annehmen,
dass es sich um die Verkäimmerung einer. bekannten Species
handelt, besonders da ich in der Aufsammlung kein Staura-
strum fand, von welchem sie eine verkimmerte Form hätte
sein können (z. B. St. furcatum, St. nonanum etc.). Ich glaube,
es handelt sich um eine gute, wenn auch seltene Species, die
vielleicht von der amerikanisechen Form zu trennen ist.
18. [St.] denticulatum Nzc., Einz. Alg. pag. 129, tab. VII, C,
fig. 3.
N:o 10.
19. [St.] arcuatum Norpst., Bidrag till kännedomen Sydl.
Norg. Desm. pag. 36, fig. 18.
Var. Lapponicum ScHMIDLE n. var. Tab. nostr. IT, fig. 40.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. 53
Cellul:e 24 u longe, 25 u late, minores, e vertice angulis
minus angustatis, lateribus vix convexis.
NN: Vs
20. [St.] teliferum RaALFs in Brit. Desm. pag. 128; var. ordi-
natum BÖRGESEN, Alg. Ostgrönl. pag. 27, tab. II, fig. 23.
INSE (AI XT Sv, XI, VII, XV, IV, 10.
21. [St.] Brebissonii var. ordinatum ScHMIDLE n. var. Tab.
DOStrA LK RS
St. 48 u longum, 54 u latum, profunde constrictum, con-
strictura profunda, acuta, valde ampliata, semicellulze cuneatze,
ad apicem valde dilatate, lateribus vix convexis, angulis su-
perioribus rotundatis, apice latissime truncato-rotundato, fere
truncato; membrana undique preter isthmum levem setosa,
spinis parvis, subtilibus, regulariter in series verticales et
horizontales ordinatis, ad angulos majoribus, ad medium semi-
cellulam diminutis. Semicellul&e e vertice triangulares, an-
gulis rotundatis, lateribus concavis, medio in apice glabree.
In der Zellform gleicht unsere Alge einigermassen der
Originalfigur in BrEB., Liste tab. II, fig. 49; die Bedornung
ist jedoch verschieden, selbst wenn man, was nicht wahr-
scheinlich ist, annimmt, dass auch bei den Exemplaren DE
BREBISSON'S die Stacheln die reguläre Stellung unserer Exem-
plare hatten.
INFO:
22. [St.] echinatum BrEB. in RarFs, Brit. Desm. pag. 225;
SCHMIDLE in ENGLER, Bot. Jahrbächer 1898, Bd. XXVI,
OAU anlag äl
Forma ovale n. f. Tab. nostr. III, fig. 2.
Cellulze latiores quam longe, 40—46 u late, 31--42 u
longe, incisura intus angusta, extus ampliata; semicellulze
late ovales apice paulo convexiore quam basi, membrana spi-
nis brevibus firmis in series horizontales et verticales ordi-
natis obtecta; lateribus e vertice leviter convexis, semicellulze
medio in apice glabree.
N:o. XIX.
23. [St.] Bohlinianum NScCHMIDLE n. sp. Tab. nostr. III, fig. 3.
Staurastrum parvum 20—24 u longum, 20-22 u latum,
profunde constrictum, incisura profunda intus acuta, extus am-
A
54 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SÖSSWASSERALGEN.
pliata. Semicellule elliptice, membrana granulis acutis in
series rectas positis ornate et in omni angulo spinis quatuor
majoribus. Semicellule e vertice triangulares angulis rotun-
datis, lateribus subceoncavis, membrana ad marginem tantum
granulato-setosa, ceterum glabra.
Ad Stawrastrum rugulosum BREB. accedit, sed minus,
aliterque granulatum, itemque St. denticulatum NG. et St.
claviferum W. et G. WEst in mentem revocat.
ISEN SOV
24. [St.] geminatum Norpsr., Bidrag till känned. Sydl. Norg.
Desm. pag. 30, fig. 13.
NESTES MIL:
25. [St.] polytriechum Perry, Kl. Lebensf. pag. 210, tab. XVI,
fig. 24.
INEORVEL LE
Forma tantum 42 u longa, 32 u lata, ut apud PERTY 1. c.
(apud LUNDELL 1. c. multo major); spinis firmis sed bre-
vissimis.
INFO NE
26. [St.] rugulosum BREB. in RaLFs, Brit. Desm. pag. 214,
GADD SEEKOROV Tr SL:
N:o VI.
Cellul:e interdum ad speciem sequentem transeuntes.
no
-—
. [St.] seabrum BEREB. in RaALFs, Brit. Desm. pag. 214, tab.
SKEN VY SEO:
Forma cum figura in RALFs, 1. c., que ex clarissimi BöRGE-
SENII opinione non est bona, plane congruens.
N:o, CV TI
Forma ad figuram BöRrRGESENN in Alge exsiccate n:o 1114
accedens.
NED SIREV ITE KNIT KSV RENOVA D EERog:
28. [St.] spongiosum BREB. in MENEGH., Syn. Desm. 1845.
NIO IV SNS rp VÄ ESV RES VO VAT:
Forma tantum 28 u' longa et lata.
N:oV EE
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 4. dö
20. [St.] forviculatum LUuNnD., Desm. Suec. pag. 66, tab. IV,
forn
NORS:
Var. longicornis ScHMIDLE, n. var. Tab. nostr. II, fig.
42, 43.
Cellulze spinis magnis apicalibus, plerumque bifurcatis pree-
dite; sinu mediano lineari, verruce ad angulos et ad basim
semicellulze et numero et magnitudine variabiles. Spine tum
laterales, tum apicales, tum ambo simplices (non bifurcate);
spine angulares plerumque valde bifide (forviculat:e), inter-
dum autem simplices et tum longissime (Fig. 43). Cellul:e
42 u longe et 40 ulate (sine spinis), 57 u late (cum spinis).
Die Stellung dieser interessanten Alge, deren Bestache-
lung, wie geschildert, äusserst variabel ist. scheint mir noch
unsicher. Der Grösse und engen Einschnärung nach neigt
sie zu St. forviculatum, mit welcher sie auch die scheeren-
förmigen FEckstacheln gemeinsam hat (diese können jedoch
auch einfach sein, Fig. 43), der Stellung und Grösse der Sta-
cheln nach aber wendet sie sich ebenso zu St. senarium.!
INFOTSSV I XE
30. [St.] aculeatum var. bifidum nob. Tab. nostr. II, fig. 44.
Cellulze eadem fere forma et eadem distributione spina-
rum, qua St. aculeatum var. comospinosum BörRGESEN, Born-
holms Desm. F1. pag. 147 et 151, tab. 6, fig. 8, spine autem
bifide, presertim spine angulares forviculate. Semicellulae
ad angulos non seriebus binis granulorum, sed seriebus binis
obliteratis verrucarum magnarum et paucarum ornate.
Nur die nahe Verwandtschaft unserer Alge mit St. acu-
leatum var. comospinosum hat mich bewogen, sie zu St. acu-
leatum zu stellen. Dem Aussehen nach gleicht sie mehr dem
St. spongiosum, speciell der Var. Grifithsianum (Nz6.) LAG.
Auch kann sie sehr wohl als ein St. forficulatum mit reich-
licher Bestachelung aufgefasst werden. Von St. Griffithsia-
num unterscheidet sie sich durch die anders gestellten Sta-
1 Eine nochmalige Uberlegung der geschilderten Verhältnisse beim Durch-
lesen der Correctur veranlasst mich fär die Alge eine besondere Speeies St.
longicorne nob. aufzustellen. St. longicorne steht zwischen St. senarium und
forviculatum, von dem ersteren unterscheidet es sich durch die Zellform und
Grösse der Dornen, von dem letzteren durch deren Stellung und Grösse.
36
SCHMIDLE, PITE LAPPMARES U. VESTERBOTTENS SÖSSWASSERALGEN.
cheln und durch die zweitheiligen Fortsätze an den Ecken der
Frontalansicht.
N:o IV.
31. [St.] muticum BRrREB. in MENEGH., Syn. Desm. 1840.
32.
30.
34.
N:o XVIII.
[St.] orbiculare (EHRENB.) RALFS, Brit. Desm. pag. 125,
tab. XXT, fig. V.
N:o XV.
Var. extensum Norpst., Norg. Desm. pag. 36, tab. 1, fig. 10.
N:o CV 123
Var. depressum RoYr et Biss., Jap. Desm. pag. 237.
N:o XI.
Forma punctata Gutw., Wahrg. der Priorität pag. 71.
INE ORSA GE
[St.] pygmeum BrREB. in RaALFs, Brit. Desm. pag. 213,
TADNEN EA HE 020:
N:o XVI.
Forma major WiunrE, Ferskv. alg. Nov. Semlj. pag. 51,
tab. XXTII, fig. 54—55.
N:o X, XVIII.
[St.] ineonspicuum Norpst., Bidr. till kännedomen Sydl.
Norg. Desm. pag. 26, fig. 11.
N:or2EDGET, fOCV TER VI:
Var. minor SCHMIDLE, n. var. Tab. nostr. II, fig. 35.
Cellul&e perparve, 16 u longe et late (spinis inclusis),
aut 12 u late (spinis exclusis), processuum apice subemargi-
nato, ibique membrana incrassulata; cellule e vertice trian-
gulares, lateribus subrectis, processibus interdum incurvis.
309.
INEOROV OT
[St.] pachyrhynehum NoRrpst., Desm. arctoe pag. 32, tab. 8,
fig. 34.
NE ORTEN ESA KAVAT TERS VeTE
36. [St.] insigne LUuND., Desm. Suec. pag. 58, tab. 3, fig. 20.
NOVI ON
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:0 8. 57
37. [St.] coaretatum BrREB., Liste pag. 144, tab. 1, fig. 29; var.
subeurtum Norpsrt., Freshw. Alg. N. bad. and Austr.
tape ue. 20:
NOV:
38. [St.] muricatum BRrREB. in MENEGH., Syn. Desm. 1840,
pag. 226.
INEOLSS VI VI
39. [St.] pyramidatum West, Freshw. Alg. W. Irland pag. 139;
var. bispinosum SCHMIDLE, Desm. Ostafrika tab. IV,
fig. 14. Forma.
Cellul&e 60 u late, 72 u longe apice glabre, e vertice
lateribus non convexis sed concavis.
INFOV LX.
40. [St.] punetulatum BrREB. in RaALFs, Brit. Desm. pag. 133.
Var. muricatiforme SBHMIDLE, Alp. Alg. pag. 162, tab. 16,
fig. 14. Forma Lapponica n. f. Tab. nostr. III, fig. 5.
Cellul&e cum speciminibus alpium non congruentes; semi-
cellule magis elliptice, pro longitudine latiores, ad St. punc-
tulatum var. ellipticum LEWIN transeuntes, sed majores et
tantum granulato-aspere; e vertice lateribus valde concavis
(plus quam in speciminibus alpium), non rectis, medio in apice
glabre. Cellule &eque longe ac late aut latiores, 32—34 u
longe, 32—36 u late, interdum contorte.
INFOCEESOCVS OCVI, 9, 10:
Forma incisura ampliata intus rotundata, ad var. Kjell-
manni transiens sed e vertice lateribus concavis.
N3Orik Vi.
var. Kjellmanni WILLE, Dijmphna Alg. pag. 86.
Cellul&e supra isthmum interdum serie granulorum ma-
jorum ornate, interdum nullze.
N:o X.
41. [St.] capitulum BrEB. in RaLrrs, Brit. Desm. pag. 214.
Forma quadrata ScHMIDLE, n. £. Tab. nostr. ITT, fig. 8
Cellulze 40 u longe, 34 u late, medio profunde incisee,
incisura angusta, semicellulis subquadratis, angulis subacutis
58 SCHMIDLE, PITE LAPPMARES U. VESTERBOTTENS SUÖSSWASSERALGEN.
lateribus concavis, apice rotundato-truncato, angulis in series
obliaquas granulatis, e vertice triangulares lateribus concavis,
angulis rotundis, medio leves.
N:o VIII (rarissime).
42. [St.] alternans BrREB. in RaLFs, Brit. Desm. pag. 132,
tab. 2 SNR
INFO DSG UC SEEN NVIET WEI EE DON UR
Var. basichondrum NCHMIDLE, n. var. Tab. nostr. III,
IE (0
Cellulze zeque longe ac late aut latiores, 22—24 u longee,
24—235 u late; semicellulze in series rectas granulate, isthmo
elongato l:evi et tantum serie horizontali granulorum ornato,
angulis lateralibus aut subacuto-rotundatis, aut subtruncatis,
interdum granulis majoribus obsessis; cellule e vertice late-
ribus concavis, angulis truncato-rotundis.
IN Gö RDR
43. [St.] dilatatum EHRENB., Infus. pag. 143, tab. X, fig. XIII.
INEORXSVARLT EXV NE
44. [St.] bienneanum var. ellipticum WILLE, Ferskv. alg. Nov.
Seml. pag. 50, tab. XIII, fig. 49.
NER EXOM OMID
45. St. bifidum (EHRENB.) BREB. in RALFS, Brit. Desm. pag. 215;
var. tortum TURNER, Alg. Ind. Orient. pag. 108, tab.
SOV ie 3 Tal NE
Forma ca. 36 u lata (s. spinis), 60 u (c. spinis), 32 u longa,
e vertice tri- vel quadriangularis, lateribus concavis.
IosHVvA in BurmM., Desm. tab. 24, fig. 8 zeichnet eine eben-
falls hierher gehörende Form.
N:o XXTI.
46. [St.] brasiliense Norpst. var. Lundellianum NCHMIDLE,
n. var. = S&S. brasiliense LUND., Desm. Suec. pag. 713,
No JAVA ine Sk
N:o XXTI (semel vidi).
47. [St.] tumidum BrEB. in RaLrrs, Brit. Desm. pag. 126,
tab. XE SO
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. 59
Cellul&e interdum processu brevi conico angulari ornatee,
interdum nullo.
INSOSIV OSX XXI, 10:
48. [St.] grande BuLNHEIM in Hedwigia 1861, pag. 51.
Forma intermedia nob. "Tab. nostr. III, fig. 14.
Forma 76 u longa et tantum 44 u lata, apice subtruncato,
e vertice triangularis, lateribus rectis, non vel vix concavis,
membrana punctata.
N:o XXIII.
Unsere Form steht zwischen St. grande und St. tumidum
nicht nur wegen der schmalen Frontalansicht, sondern auch
wegen der geraden oder kaum konkaven Seiten e vertice.
Var. parvum W. et G. West, New Brit. Freshw. Alg.
PasssnLLutabAlfh pigor.
Forma Lapponica est minor et angustior; cellul&e 52 u
longe, 45 u late, apicibus subtruncatis, membrana
grosse punctata et ad angulos incrassata. Tab. nostr. III,
OS
N:o IV.
49. [St.] hexacerum (EHRENB.) WITTR., Om Gotl. och Ölands
Nötye Alers pag. ol; RAL, Brit. Hesm. tab. XOCEL
fig. 11 (St. tricorne).
INFORSKE VIS VIE SEN ITE T0:
Var. subdilatatum ScHMIDLE, Alg. Oberrhein 1893, pag.
HZ tab. 28, Mg3 Lb.
Forma Lapponica spinis ternis in quoque angulo ornata,
membrana tantum ad angulos in series verticales gra-
nulata, in partibus medianis e fronte (preter series
1—2 ad apicem) et medio in apice glabra; cellulze
32 u longe et late, quadrangulares. Tab. nostr. II,
fig. 4.
N:o VI
Unsere Form bildet den Ubergang zu der Var. ornatum
Borer, Chloroph. Archangel. pag. 37, tab. III, fig. 43; sie
unterscheidet sich von ihr durch die kleineren Dimensionen,
durch die nicht gekrimmten Radien der Scheitelansicht, die
Granulation des Isthmus und die Bedornung der Ecken.
60 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SUÖSSWASSERALGEN.
50. [St.] Borgeanum NSCHMIDLE, n. Sp.
Forma typiea. Tab. nostr. III, fig. 7.
Cellulz&e submagne, 45 u longe, 53 u late profunde con-
strict, constrictura ampla, intus rotunda, extus ampliata;
semicellul&e e fronte subceuneate, lateribus valde divergen-
tibus, concavis et in processus 2 granulatos, apice truncatos
et granulato-dentatos exeuntibus, apice late rotundato. Mem-
brana apicis glabra, area glabra undigue serie processuum
bifurcatorum parvorum circumdata, latera et basis proces-
suum (e fronte) in series rectas verticales granulate (gra-
nula processus bifurcatos apicis non nisi ad extremos angulos
attingentia), supra isthmum series horizontalis granulorum.
Cellul&e e vertice quadrangulares, raro triangulares, lateribus
concavis, acute granulatis, medio in apice glabre, radiis sub-
contortis.
INSOroR SC.
Unsere Alge steht zwischen St. hexacerum und cyrtoce-
rum; zu ihr gehört wohl als einfachere Form St. hexacerum
var. ornatum BorGE, 1. ce. Sie steht ausserdem dem St. basi-
dentatum Borer nahe, unterscheidet sich aber durch die Gra-
nulation und Grösse. St. dubium WeEst und St. proboscideum
ARCHER sind ebenfalls nahe stehende Arten.
Forma minor ScHMIDLE. Tab. nostr. III, fig. 16.
Cellulze minores, 20 u longe et late, aut 37—32 u late,
32—29 u longe eadem granulatione (supra isthmum inter-
dum binis seriebus granulorum), e vertice plerumque vix
contorte.
NEO EXSVOE SV TTO
Die Exemplare der forma minor nähern sich dem St. po-
lymorphum.
51. [St.] basidentatum BorerE, Chloroph. Norska Finnmarken
[da oh AO IL ne 0
INFO. OS NGVE
52. [St.] polymorphum BREB. in RALFS, Brit. Desm, pag. 135.
INFO SIE
Var. munitum West, Engl. L. Distr. tab. IX, fig. 35,
pag. 13.2. Forma.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 8. 61
Cellule e vertice quadrangulares, lateribus e vertice con-
cavis, apice e fronte convexo, 32 u longee, 20 u late.
N:o XVI.
53. [St.] gracile RaALFs, Brit. Desm.
INO EL 10;
Var. nanum WiunE, Bidrag till Kundsk. N. Ferskv.alg.
pag. 46, tab. II, fig. 31.
NO OVELE:
In N:o XI forma major adest, cellule 24 u longe, 36 u
late.
Var. verrucosum W.etG. West, Alg. Madagascar pag. 17,
tab. "SAL
N:o TE
54. [St.] bieorne HAUPTFLEISCH, Var. boreale ScHMIDLE, n. var.
a btnoste, kk Mg. LE
Cellul&e 62 u late, 40 u longe, ad basim semicellulae
utrinque ternis granulis aut verrucis ornate et in angulo
concavo brachiorum verruca bifida, plerumque majore et ad
apicem serie processuum bifurcatorum horizontali; brachiis
horizontalibus. Cellul&e e vertice medio valde tumide mem-
brana tumoris rotundi incrassata.
INFO RV LILI.
Hierher gehört auch St. bicorne? forma BorGE, Sveriges
Chloroph. II, pag. 14, fig. 15. Als unterscheidbare forma sibi-
rica nob. muss auch St. pseudosebaldi B bicorne BoLpt, Sibir.
Chloroph. pag. 117, tab. 6, fig. 36 hierher gezogen werden.
Auch St. paradoxum B fusiforme Borpt, 1. ec. tab. 6, fig. 73
stelle ich als var. fusiforme (BoLrpt) hierher.
55. [St.] natator W. et G. West, Alg. TIrel. pag. 183, var.
aretoum NSCcHMIDLE n. var. Tab. nostr. III, fig. 12.
Cellulze fusoideze, tumor centralis truncatus, non granu-
latus; cellul&e e vertice medio rotundatze, vel rotundato-ellip-
tice; 32 u longe, 60 u late.
N:o DCI.
56. [St.] paradoxum MEYEN in Nov. act. Nat. Cur. XIV,
1528—29.
N:o-2XE
62 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKES U. VESTERBOTTENS SUÖSSWASSERALGEN.
Var. longipes Norpst., Sydl. Norg. Desm. pag. 35, fig. 17.
N:o 9.
57. [St.] pseudotetracerum W. et G. West, Alg. Madagascar.
pag. 79, tab. 3, fig. 39 = St. contortum var. pseudotetra-
cerum NormpDsT., N. Zeal. and Austr.
Var. adscendens NSCHMIDLE, n. var. Tab. mnostr. II,
He.
Cellulze nostre brachiis magis sursum directis, cellulae
16 u longe sine proc., 24 u longe c. proc., 24 u late c. proc.,
12 u sine proc.
NEOPEXOVALT
Sehr nahe steht St. paradoxum var. parvum W. WEST,
Alg. W. Ireland pag. 182, mit schlankeren und längeren Fort-
sätzen; da ich jedoch nicht denken kann, dass unsere Alge
zu St. paradoxum zu stellen ist, so wird sie wohl besser hier-
her gezogen.
58. [St.] mieron W. et G. West, New Brit. Alg. 1896, pag. 159,
tab AEVI SOL
Var. granulatum NSCHMIDLE, n. var. Tab. nostr. IT, fig. 45.
Processus et fere tota semicellula (parte mediana parva
excepta) granulis acutis in series verticales positis ornati,
apex e fronte rectus aut concavus. Cellule 8 u longe et
8—12 u late, incisura intus rotunda.
Sehr nahe stehen die kleineren Formen von St. parado-
zum, besonders die Forma minutissima HEIMERL.
N:o XXEIL.
Ån
OO
[St.] Ophiura var. cambricum WrFsrt, N. Brit. Alg. pag. 12.
N:o XXIII.
60. [St.] cerastes LuNp., Desm. Suec. pag. 69, tab. 4, fig. 6.
N:o XXII (rarissime).
61. [St.] altum (BoLpt) ScHMIDLE = St. proboscideum var.
altum Borprt, Sibir. Chloroph. pag. 117, tab. 6, fig. 34.
N:o EL
Diese Alge hat mit dem viel kleineren und ganz anders
gestalteten und granulierten St. proboscideum gewiss nichts
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:08. 63
zu thun, und ist eine wohl ausgezeichnete Art. Dieses be-
weist auch ihr ziemlich constant bleibendes Aussehen an den
verschiedenen Fundstellen, die iber die ganze alte Welt und
Australien hin zerstreut sind.
62. [St.] Lagerheimii ScHMIDLE, n. sp. Tab. nostr. III, fig. 10.
St. magnum, latius quam longum 53—56 u longum, 72—
78 u latum (incl. processus), profunde constrictum, constric-
tura valde ampliata. Semicellule e fronte cuneate lateribus
divergentibus, subrectis aut subeconvexis, verrucis 2—3 ornatis,
utrinque in processum bicuspidatum, verrucis paucis ornatum
exeuntibus, apice rotundato et verrucis 9 magnis, binis ex-
tremis (utrinque) bicuspidatis, 5 medianis late rotundatis or-
nato; membrana preterea e fronte inter processus laterales
serie horizontali verrucarum (medianis permagnis, lateralibus
diminutis) predita. Cellulie e vertice triangulares, lateribus
subrectis aut subconcavis, verrucis 4 medianis in unoquoque
latere magnis, truncatis, aut non exacte e vertice visis emar-
ginatis preditis, processibus angularibus apice trifurcatis
(spina media majore). Membrana tribus seriebus concavis
verrucarum magnarum ad angulos diminutarum ornata.
N:o XXIII (raro).
63. [St.] Sebaldi REInscE, Algenf. von Franken.
INEOR TE
Forma ad var. depauperatum BoLrpt, Desm. Grönl. acce-
dens, 80 u lata.
N:o IT.
64. [St.] aculeatum (EHRENB.) MENEGH. in Linn. 1840 pag. 236;
RATES, Brit. Desm. tab. XXIII, fig: 26
N:o VITT:
Var. ornatum Norpst., Desm. Spetsberg. pag. 40, tab. 7,
fon 2.
IN:GE EXV.
65. [St.] vestitum RaArrFs, Brit. Desm. pag. 143, tab. XXIII,
fig. 1. Forma minor SCHMIDLE.
Cellule tantum 32 u longe, 40 u late, raro ad 46 u
longe, spine bine characteristice laterales (e vertice) inter-
dum mulle.
N:o MER, XXI 9.
64
66.
67.
68.
SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SÖSSWASSERALGEN.
[St.] oxycanthum ARCHER in Micr. Journ. 1860; var. sibi-
riecum BoLrprt, Sibir. Chloroph. pag. 119, tab. 6, fig. 40.
N:o XVII.
[St.] megalonotum NoRrpbsTt., Desm. Arctoa pag. 55, tab. 8,
fENDO.
Neo sv 83 196
Forma apud West, W. Ireland pag. 173, tab. 22, fig. 1.
Nong:
[St.] furcigerum BREB. in MENEGH., Syn. Desm. 10.
Forma longicornis nob. semper brachiis perlongis ornata
est; cellule 72 u longe, 64 u late (cum proc.) processus gra-
nulati, basis processuum seriebus binis granulorum majorum
ornata, cellul& medio e vertice punctate, ceterum lxeves;
bab a noste. LU en 3:
69.
70.
(fd
173.
INFON XLS 0:
[St.] sexangulare (BuULNH.) LUND., Desm. Suec. pag. 71,
tap:UEV Läs. 29:
Neo xx TI
[St.] aretiscon (EHRENB.) LUND., Desm. Suec. pag. 80, tab.
IDG error
NEDRE
[St.] leve RaALFs, Brit. Desm. pag. 131, tab. XXIII, fig. 10.
INFOCEKOVE
Var. Clevei WiTTR., Anteckn. Skand. Desm. pag. 18,
fig. 9 (= St. Clevei Rory, Scott. Desm. pag. 179):
NEO MIIO EXET
[St.] margaritaceum EHRENB.; MENEGH. in Linn. 1840,
pag. 227.
ING DIE NTE IE SOVIR ROIO Re VI WIDE
Var. coronulatum West, Fr.w. Alg. North Wales pag. 296,
Tab: r6, MSD
INO NIE
[St.] sexeostatum BrREB. in MENEGH., Syn. Desm. 1840,
pag. 228, RALFS, Brit. Desm. pag. 129, tab. XXIII SNSj
NEOCICVERERV Bot
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0OS. 65
74. [St.] irregulare West, N. Brit. Alg. pag. 12, tab. 2, fig.
49—350.
IN:O ONOLE:
Schizophycee.
Hapalosiphon NEG.
1. [H.] pumilus KIRCHNER, Kryptogamenflora von Schlesien:
Algen pag. 231.
Cellulze interdum non nisi 8 u late, plerumque 21—24 u,
et intermedize.
INFON Vi: CL, 55 9 Cete.
Stigonema AGARDH.
1. [St.] hormoides BornETt et FLAHAULT, Révision etc. pag. 68.
INEOL I, De
2. [St.] ocellatum THurETt, Essai de classificat. de Nostoch.
pag. 380.
N:o 3, V u: anderwärts.
3. [St.] informe Krz6., Spec. alg. pag. 319.
N:o V, 15 etc.
Tolypothrix KTzZG.
1. [T.] tenuis KrzG., Phycol. generalis pag. 228.
INFO, ICE
Nostoc VAUCHER.
jan
[N.] mieroscopicum CARMICHAEL-HARWAY in HooKERS Brit.
Flora V, pag. 349.
NIO VCIO,T
2. [N.] Linkia BorRnNEt in Bornet et TuHuret, Notes algolo-
giques pag. 86, tab. XVII, fig. 1—12.
N:o 16.
3. [N.] spee. an N. commune VAUCHER?
INDI
5)
SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SUÖSSWASSERALGEN.
Anabaena Borr.
[A.] Thwaitesii CooKxE, Brit. Freshw. Alg. pag. 238, tab. 93,
18 a
NRO IR
Lyngbya OC. AG.
[L.] subtilis W. West, Alg. Engl. Lake District pag. 29,
fig. 38.
N:o XII.
Gloeothece NEG.
[G.] spec.
INGO OVE
Gloeocapsa NEG.
[G.] sanguinea (A6G.) KrtzG., Tab. phyc. I, tab. 22:
INEBOT XOXOJE
Aphanothece N;c.
[A.] mieroscopica NcG., Einz. Alg. tab. 1.
INEOR I r
Synechococcus Nzc.
[S.] major ScHrRöterR. HanscG., Prodr. II, pag. 138.
N:o 14.
Dactylococcopsis HANscG.
[D.] rhaphidioides HAnsG., Prodr. II, pag. 139, fig. 49a.
N:o 12.
Coelosphaerium NG.
[C.] Kätzingianum Nzc., Einzell. Algen tab. I.
N:o 14.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:0 8. 67
Chroococcus NEG.
1. [Ch.] turgidus (KTZG.) NG.
INFOVVA 0, &.
Microcystis KTzG.
1. [M.] marginata KTzc.
N:o 10:
Chrysomonadine&.
Synura EHRENB.
1. [S.] uvella EHRENB. Tab. nvostr. I, fig. 2.
Von dieser Flagellate kamen nur Ruhezustände zur Be-
obachtung. Da dieselben bis jetzt selten beobachtet wurden
und nicht abgebildet sind, so gebe ich eine Abbildung. Die
Zellen sind oval, ca. 20—18 u lang und 16—14 u breit. Sie
sitzen einzeln auf Gallertstielen, welche von eimem Centrum
aus oft in grosser Menge, oft in geringer Zahl ausstrahlen.
Die Gallertstiele sind vornen verbreitet und nehmen, wie
man an Stielen mit abgefallenen Zellen deutlich sieht, in
einer becherförmigen, seichten Vertiefung die Zelle auf. Die
letzteren sind mit einer Kieselmembran umgeben; nicht selten
kann man bei leeren Zellen eine sehr feine Öffnung in der-
selben bemerken.
INO TTT.
68 SCHMIDLE, PITE LAPPMARKS U. VESTERBOTTENS SUSSWASSERALGEN.
Figurenerklärung.
Tab. I.
Scenedesmus celastroides (BOHLIN) SCHMIDLE; ein hohles
Ceenobium.
Synura uvella EHRENB.; Cysten ciner individuenarmen Colonie.
Hyalotheca dissiliens BREB. forma.
» » var. minima SCHMIDLE, n. var.
Closterium juncidum RALFS forme.
» reqgulare var. dilatatum SCHMIDLE n. var.
» spec.
> angustatum KTZG. var. speciosum (TURNER) forma,
> spec.
Penium Cruciferum (DE RY.) forma.
» > forma.
Dysphinetium globosum var. subgranulatum SCHMIDLE, n. var.
NXanthidium fasciculatum var. ornatum NORDST. f. Lapponica.
Cosmarium bioculatum var. depressum £f. minor.
» Klebsii GUTW. var. subpunctulatum SCHMIDLE,
fälg NER
» retusiforme GUTW. forma scrobiculata.
> eductum ROY et BISS. forma.
» tumidum LUND
» » » forma inflata.
> difficile LÖTKEM. var. sinuatum SCHMIDLE, n. var.
> > » var. subleve LÖTKEM. fore -
> punctulatum var. subtilissimum SCHMIDLE, n. var.
> striatigranulatum SCHMIDLE, n. sp.
> subdeplanatum (CORDA).
> holmiense LUND. forma.
» Pitense SCHMIDLE, n. sp.
» Bohlini SCHMIDLE, n. sp.
Docidium dilatatum var. subundulatum W.etG. WEST, forma...
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0O 8. 69
BIS SL
32.
47
Trochiscia sp.
Cosmarium crenatum RALEFS, var. psychophilum SCHMIDLE,
48, 49, 50.
51.
52.
53.
54.
559.
56.
d7.
58.
59.
ORON IBORWON KH
»
n. var. forma.
crenatum var. psyckophilum forma sublevis.
» » forma.
bicuneatum GAY.
humile var. subdanicum SCHMIDLE, n. var.
crenatum RALFS, forma.
foveatum SCHMIDLE, n. sp.
isthmium var. horizontale SCHMIDLE, n. var.
pusillum var. retusum TURNER, forma.
margaritiferum var. incisum forma calva.
botrytis forma.
pyramidatum forma.
botrytis forma.
premorsum forma.
margaritatum ROY et BISS.
suberenatum HANTSCH. var. subsolidum forme.
subochthodes var. majus SCHMIDLE, n. var.
sexnotatum var. tristriatum forma.
calcareum var. subtilissimum SCHMIDLE, mn. var.
sexnotatum var. tristiatum forma.
phaseolus forma.
Nove Semlim var. granulatum SCHMIDLE, forma.
costatum forma.
> » major.
» forma.
Tab. II.
Cosmarium quinarium f. granulata.
2
»
isthmochondrum f. integra.
alpinum var. Garrolense (ROY et BISS.) forma.
Turpinii var. duplo minor SCHMIDLE, n. var.
Böckii WILLE, forma.
ornatum var. Lapponicum SCHMIDLE, n. var.
> forma rotunda.
» > — ellipsifera.
subreniforme NORDST.?
spec.
Arthrodesmus incus, forma perforata.
2
2
»
» > — scrobiculata.
octocornis var. giganteus SCHMIDLE, n. var.
Bulnheimii RACIB., forma.
SCHMIDLE, PITE LAPPMABKS U. VESTERBOTTENS SUSSWASSERALGEN.
15.
Lör
LR
18:
FEuastrum binale var. subangolense SCHMIDLE, n. var.
OKT
21,
23.
24.
94.
25.
26.
27.
28.
29.
30.
il
32.
33.
34.
35.
36.
37.
38.
39.
40.
41.
42,
AA
49.
2
Huastrum
verrucosum, forma subquadrata.
> > reductior.
dissimile (NORDST.), forma scrobiculata.
pectinatum BREB., forme.
elegans (BREB.) forma.
ampullaceum £. serobiculata NORDST.
elegans (BREB.) forma (obere Figur).
binale RALFS, forma (untere Figur).
bidentatum NAEG., var. speciosum (BOLDT), forma.
sinuosum TLENORM., forma.
intermedium forma scrobiculata.
didelta, forma ansatiformis.
Lapponicum SCHMIDLE, n. sp.
inerme LUND., forma scrobiculata.
IStaurastrum dejectum, subsp. Tellamii WEST, forma.
43.
»
2»
Nigre Silve, var. obtusangulum SCHMIDLE, n. var.
cuspidatum BREB., var. maximum WEST.
megacanthum LUND., forma.
inconspicuwum, var. minor SCHMIDLE, n. var.
Tunguscanum, var. Lapponicum SCHMIDLE,
Dn. var.
decipiens RAC., var. orthobrachium SCHMIDLE,
Dn. var.
avicula BREB., forma.
senarium (BHRENB.), forma.
arcuatum NORDST., var. Lapponicum SCHMIDLE,
DIVA
WKitchellii WILLE, var. inflatum SLHMIDLE, n. var.
longicorne SCHMIDLE, n. sp.
aculeatum, var. bifidum SCHMIDLE, n. var.
micron WEST, var. granulatum SCHMIDLE, n. var.
Tab. IIL
Prormasmne Brebissonii var. ordinatum SCHMIDLE, n. var.
echinatum BREB., forma owvalis.
Bohlinianum SCHMIDLE, Dev SP-
hexacerum var. subdilatatum SCHMIDLE, forma.
punctulatum var. muricatiforme SCHMIDLE, forma
Lapponica.
alternans var. basichondrum SCHMIDLE, n. var.
Borgeanum SCHMIDLE. n. sp.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:o 8. 71
Fig.
»
2
8
J:
10:
Jeg
12:
13:
14.
15
16.
a
Staurastrum capitulum BREB., forma quadrata.
»
grande BULNH. var. parvum W. et G. WEST,
forma Lapponica.
Lagerheimii SCHMIDLE, n. sp.
bicorne HAUPTFL., var. boreale SCHMIDLE, n. var.
natator W. et G. WEST, var. arctoum SCHMIDLE,
Dn. var.
furcigerum forma longicornis.
grande BULNH. forma intermedia.
pseudotetracerum (NORDST.), var. adscendens
SCHMIDLE, n. var.
Borgeanum forma minor.
antudkgn antilopeum var. ovale SCHMIDLE, n. var.
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1. Scenedesmus coelastroides. 2. Synura uvella. 3, 4. Hyalotheca dissiliens f. 5. H-liss, v. 6, 7. Closterium juncidum, f. 8. CI. regulare v. 9, 11. CI. sp. 10. CI. angustatum v.
12, 13. Penivm cruciferum f. 14. Dysphinctium subglobosam v 15. Xanthidiom fascienlatumd f. 16. C. bioculatum f. 17. C. Klebsii v. 18. cC. retusiforme Le RR 5 odackant FER
CO. tumidum f. 22, 28, C. difficile var. 24, C. punctulatum v. 25. OC. stristigranulatum. 26- 'Subdeplanatum. 27. C. holmiense f. 28. C.Pitense. 29. OC. Bohlini. illun ARG art
31. Trochiscia spec. 32—34. Cosm. crenatum f. 35. C. bicuneatum. 36. C. humile v. 31: C Crenatum f. 38,39. C. foveatum f. 40. C. isthmium v. 41. C. vagil FR Vs SE ÄRR Gc ;
ferum v. 43, 45. C. Botrytis f. 44, C. pyramidatum f. 46. C. premorsum f. 47. C. marg&itanm, 48—50. C. suberenatum v. 51. C. subochthodes v. 52, 54. C. sexnotatum v. :
caleareum v. 55. C. phaseolus f.? 56. C. Novse Semlix v. 57—59. C. costatum f.
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4, CO. Turpilii vy, 5. C. Böckii f. 6—8. C. ornatum v. 9. C. subreniforme. 10. C. spec. 11, 12. Ar-
ll RS 4 BV. A. Br 15. Euastrum binale v. 16, 1. E. verrucosum f. 18. E. dissimile f. 19,20. E. pectinatum. 21,22,24. E. elegans £. 28. E.
ampullaceum f. 24 (untere Figur). E. binale f. 25. E. bidentatum v. 26. E. sinnosom f. 21. E. intermedium f. 28. E. didelta f. 29. E. lapponicum. 30. E. inerme f. 31. Staurastrum
dejectum v. 32. S. Nigre Silve v. 33. S. cuspidatum v. 34. S. megacanthum f. 35. 5, incoDspicuum v. 36. S. Tunguscanum v. 37. S. decipiens v. 38. S. avicula f. 39. S. senarium f.?
40, S. arcuatum v. 41. 8. Kitchelli v. 42,48. S. longicorne f. 44, 8. aculeatum V. 45. S. Mieron y.
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ocerum v. 5. S. punctulatum v. 6. S. alternans v. 7, 16. S. Borgeanum. 8. S.
tulum f. 9. S. grande f. 10. S. Lagerheimii. 11. S. bicorne v. 12. S. natator v. 18. S.
furcigerum f. 14. S. grande f. 195. S. pseudotetracerum v. 17. Xanthidium antilopaeum v.
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BINANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 24. Afd HL. N:o 9.
STILBUM VULGARE Top
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H. O. JUEL
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rö. LONVENNOE SA acts;
Å ' nå
Tläjer dem Gattungsnamen Stilbum TopE wird eine Anzahl
kleiner conidienbildender Pilzformen zusammengestellt, deren
Fruchtkörper aus einem cylindrischen Stiele mit einem ter-
minalen Köpfchen bestehen. Der Stiel ist aus parallel
laufenden Hyphen gebildet, welche im Köpfchen sich ver-
» zweigen und divergiren, an ihren Enden einzellige, farblose
Conidien abschnärend. In SaccaArpo's Pilzsystem gehört die
Gattung zu den Hyphomycetes und stellt den Typus der Ab-
theilung Stilbee dar.
Bei der Untersuchung eines kleinen Pilzes, den ich mit
Stilbum vulgare 'TopE identifiziren muss, ist es mir indessen
aufgefallen, dass die fertilen Hyphen nicht durch einfache
terminale Abschnärung die Sporen erzeugen, sondern dass
diese Hyphen mit basidienähnlichen Organen endigen, welche
die Sporen seitlich tragen. Eine genaue Präfung dieser Or-
gane hat dargelegt, dass dieselben in der That wirkliche
Protobasidien sind. Der Pilz darf also seinen bisherigen
Platz unter den Fungi imperfecti verlassen, um sich zu den
Basidiomyceten zu gesellen.
Ehe ich diese Basidien näher beschreibe, will ich dieje-
nigen Beschreibungen der Art citiren, auf die meine Bestim-
mung des Pilzes gegrändet ist.
TopE? beschreibt Stilbum vulgare folgendermassen (1790):
35. capitulo spherico, stipite cylindrico, crassiusculo.
Adeo parvum, ut nudo oculo vix dignoscatur. Album colorem mox in
ochraceum mutat, in capitulo saturatiorem. Seminibus hoc albis conspergitur,
minimis rotundis. Stipes eque nitidus ac capitulum. Fungus denique de-
cumbit. In caudicibus variarum arborum semiputridis, autumno frequen-
tissimus.>
Die beigefägten Abbildungen sind ziemlich schlecht.
Fries Beschreibung in Systema mycologicum (1832) ist
der ToprE'schen ziemlich ähnlich:
1 Die Literaturcitate sind S. 13 zu finden.
4 H. 0. JUEL, STILBUM VULGARE.
>S. vulgare, gregarium, capitulo globoso, stipite subequali.
Color albus per &tatem in sordide lutescentem abit. Statura minuta
semper, sed varia, lineam haud excedens. MStipes basi obsolete incrassatus.
Capitulum e sporidiis globosis albis demum farinosum. Ad ligna putrida
Fagi, Abietis, Betule commune jove mitiori pluvio.»
CorpaA beschreibt die Art mit folgenden Worten (1837):
»gregarium, albidum, stipite fibroso supra dilatato, impellucido; capitulo
globoso-depresso rotundato albo: sporis ovatis albidis diaphanis, guttulis mu-
cosis repletis. Hab. ad ligna fagi, betul&e, quercus et ad glandem quercinam
semel lect. prope Pragam.»>
Stilbum vulgare ToDE.
Reproduction nach CorpaA, Icon. fung. I, Tab. V, Fig. 272 B.
»T Magnit. nat. Tr fungilli auct. > capitulum dissect. auct. + spor:
max. auct.»
Dazu figt Corpa eine gute Abbildung, weleche hieroben
reproducirt ist.
Nur in ihren Angaben äber die Form der Sporen wei-
chen diese Auctoren von einander ab. Hieriäöber schreibt
FucKEL (1871):
»Sporidiis perfecte ovatis, continuis, hyalinis, 5 Mik. long., D—6 Mik.
CTaSsS.
Nach Fries sollen die Sporen kugelig sein, bei meinen Exemplaren ist
dieses nicht der Fall, sondern es sind dieselben genau 80, wie CORDA 1. c.
abgebildet.>
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:09. 5
Ich glaube nicht, dass man wegen dieser verschiedenen
Angaben iber die Sporenform berechtigt ist anzunehmen,
dass TopE und FRIES eine andere Art als CorpaA und FUCKEL
gemeint haben. Vielleicht waren die optischen Hilfsmittel
jener älteren Verfasser nicht ausreichend um die Form der
Sporen feststellen zu können.
Die jetzt citirten Beschreibungen von Stilbum vulgare
und auch diejenige in SACCARDO's Sylloge, welche keine neue
Merkmale hinzufigt, stimmen sonst gut mit einander äberein,
und sie passen auch auf den von mir untersuchten Pilz sehr
gut. Indessen wird die Sporenbildung von diesen Verfassern
nicht berährt, und von Basidien ähnlichen Organen wird
von ihnen keine Erwähnung gethan. Dies erklärt sich aber
dadurch, dass eine besondere Präparation erforderlich ist,
um die Basidien sichtbar zu machen, wie unten gezeigt wer-
den soll. Ich bin daher iberzeugt, dass der Pilz, dessen
Bau ich jetzt näher beschreiben werde, wirklich Stilbum vul-
gare ”TopE ist.
Wenn man ein Köpfchen von Stilbum vulgare in Wasser
unter dem Deckglase zerdräckt, so sieht man im Mikroskope
nur eine fast homogene Masse, denn die Hyphen des Köpf-
chens sind durch eine zähe Zwischensubstanz fest verklebt.
Auch will es nicht gelingen das Köpfchen mit Nadelspitzen
zu zerlegen, man bekommt dann nur formlose Bröckehen.
Behandelt man aber das Köpfchen mit verdännter Kalilauge,
so löst sich jene Zwischensubstanz sogleich, und jetzt geniägt
schon ein Druck auf dem Deckglase um die Hyphen von
einander zu trennen und die Basidien sichtbar zu machen.
Man kann jetzt die Kalilauge wieder auswaschen, das Köpf-
chen mit einer Hämatoxylinlösung färben, mit Nadeln unter
einem starken Präparirsysteme zerzupfen und endlich in
Glycerin einschliessen.
Durch diese einfache Untersuchungsmethode kann man
sich leicht iberzeugen, dass die Hyphen des Köpfchens an
ihren Spitzen aufgetrieben sind. Diese terminalen Gebilde
sind ungefähr birnförmig und gewöhnlich ein bisschen schief,
in dem das Hyphenende sich gerade da, wo die Anschwellung
beginnt, nach der einen Neite krämmt. Die birnförmige
6 H. 0. JUEL, STILBUM VULGARE.
Partie ist durch eine Querwand in zwei Zellen getheilt, und
von der tragenden Hyphe ist die untere Zelle durch eine
etwas tiefer liegende Querwand abgegrenzt. Jede Zelle trägt
an der convexen Seite eine Spore oder, falls die Sporen ab-
gefallen sind, ein Spitzchen, welches das Sterigma einer
Spore darstellt. Das obere Sterigma liegt nahe am Scheitel
des Organes, das untere öfters dicht unter der die beiden
Zellen trennenden Querwand (Fig. 4, 6, 9). Diese birnför-
migen Gebilde sind es, die ich als Basidien auffasse:
Auch andere Beobachtungen können an solechen Präpa-
raten gemacht werden. In Fig. 4 ist eine Partie eines mit
Nadeln zerzupften Köpfchens mikrophotographisch abgebildet.
Man sieht hier mehrere Basidien mit abgefallenen Sporen,
aber zwischen ihnen auch andere, cylindrische oder kolben-
förmige Hyphenenden. Diese sind durch eine dunkle Farbe
ausgezeichnet, während die Basidien hell und durchsichtig
sind. Offenbar haben die dunklen Hyphen einen dichten
Zellinhalt, die Basidien sind dagegen leer. HEinen Uebergang
zwischen den beiden Gebilden bildet indessen eine rechts im
Bilde liegende Hyphe, welche einen dichten Zellinhalt hat,
aber auch am Ende eine Anschwellung bildet, welche zwar
keine Sterigmen trägt, aber doch schon die Form einer Basidie
zeigt. Es wird dadurch klar, dass die dunklen Hyphen
verschiedene jängere Stadien von Basidien sind, an welchen
die Sporen noch nicht hervorzusprossen angefangen haben.
Die Basidien, welche in der Jugend einen dichten Zellinhalt
fihren, werden also später durch die Sporenbildung entleert.
Daraus kann geschlossen werden, dass diese Organe nur ein-
mal Sporen erzeugen können.
Aus einem sehr jungen Fruchtkörper stammt der in Fig.
5 abgebildete Hyphenbäschel. Die Hyphen des Köpfchens
verzweigen sich sehr reich, und die letzten Verzweigungen
enden alle mit jungen, noch cylindrischen oder kolbenförmi-
gen Basidienanlagen mit dichtem Zellinhalte. Diese stehen
alle ungefähr in derselben Höhe und bilden dadurch ein dichtes
Hymenium, in welchem keine sterilen Fäden vorhanden sind.
Es gilt jetzt die Beweise zu liefern, dass die beschriebe-
nen sporenbildenden Organe Basidien sind, und nicht etwa
eine eigenthämliche Art von Conidienträgern.!
1 Fär die letztere Deutung scheint vielleicht der Umstand zu sprechen, dass
es unter den von SACCARDO angefiihrten Stilbeen auch eine Gattung Atractiella
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:0 9. 7
Nach BRrREFELD sind die Basidien von Conidienträgern
dadurch zu unterscheiden, dass sie eine fär jede Art be-
stimmte Gestalt und bestimmte Sporenzahl besitzen.! Dass
nach dieser Definition die sporenbildenden Hyphenenden von
Stilbum vulgare als Basidien gelten missen, ist offenbar,
die Gestalt dieser Organe ist sehr ausgeprägt, und ihre Sporen-
zahl ist vollkommen konstant.
Ein weiteres Merkmal, welches allen Basidien zukommt,
wenn es auch bei gewissen Arten von Conidienträgern zu-
trifft, liegt in der simultanen Sporenbildung, indem bei den
Basidien eine wiederholte Sporenbildung nie stattfindet. Wie
oben gezeigt wurde, werden die Sporen auch bei Stilbum
vulgare simultan gebildet.
Ohne die Basidiendefinition BREFELD's zu verwerfen oder
zu unterschätzen, möchte ich jedoch die Basidie im Allge-
meinen auch durch cytologische Merkmale gekennzeichnet
wissen.? In der jungen Basidie findet ein Verschmelzen
zweier Kerne statt, der dadurch enstandene sekundäre Kern
vergrössert sich und theilt sich dann durch successive Thei-
lungen in eine bestimmte Anzahl von Kernen (in den bisher
untersuchten Fällen immer vier), welche die Kerne der Ba-
sidiosporen darstellen.
Ich hielt es daher fir nothwendig eine Untersuchung
der Kerne in den fraglichen Organen von Stilbum vulgare
vorzunehmen, um dadurch einen entscheidenden Beweis uber
giebt, welche recht eigenthumliche Conidienträger haben dirfte. Aus SAc-
-CARDO's Beschreibung citire ich das Folgende (Syll. Fung. IV, p. 578):
»basidia(?) sporomorpha fusoidea, recta vel inequilateralia, apice obtu-
siuscula triseptata, hyalina; conidiis in basidiorum apice nascentibus ovato-
oblongis, hyalinis, granulosis, hyphis stromatis, subinde guttulatis eminentibus
.obvallatis.>
Durch die Beschreibung jener »sporenähnlichen> vierzelligen Organe
wird man unwillkärlich an Protobasidien vom Auricularineen-Typus erinnert.
SACCARDO scheint iäbrigens durch das Wort »basidia(?)» auch selbst dieses
andeuten zu wollen. Nur spricht dagegen die terminale Stellung ihrer
Sporen. Vielleicht wiärde aber eine wiederholte Untersuchung des Pilzes
zeigen, dass auch die unteren Zellen des vierzelligen Complexes Sporen tra-
gen, was die Basidien-Natur dieser Organe sehr wahrscheinlich machen wirde.
In diesem Falle wärde Atractiella Sacc. vielleicht mit Pilacrella SCHROET.
zusammenfallen, da sie mit dieser Gattung die vorragenden Paraphysen ge-
meinsam zu haben scheint. Fir die Beurtheilung der sporenbildenden Organe
von Stilbum vulgare kann der Vergleich mit Atractiella zur Zeit keinen
Ausschlag geben.
1 BREFELD, Unters. aus dem Gesammtgeb. der Mykol. Hft. 5, p. 193.
? Vergl. meinen Aufsatz »Die Kerntheilungen in den Basidien und die
ONE der Basidiomyceten» in Pringsh. Jahrb. fir wiss. Bot., Bd 32, p.
361 u. f.
å
S H. 0. JUEL, STILBUM -:VULGARE.
ihre Natur zu gewinnen, und machte daher verschiedene
Versuche den Pilz zu fixiren, zu färben und zu schneiden.
Eine Fixirung mit Chromosmiumessigsäure gab kein Re-
sultat, weil die darauf folgende Färbung mit Safranin und
Gentiana nicht gelingen wollte. Ein weit besseres Resultat
erzielte ich mit Pikrinessigsäure (ungef. 0,3 4 Pikrinsäure
und 1 4 Essigsäure in Wasser) und Eisen-Hämatoxylin. Ich
versuchte sowohl Stäckfärbung als Schnittfärbung.
Fixirte junge Fruchtkörper wurden nach Auswaschen
des Fixirmittels mit Wasser (was auf die Fixirung nach-
theilig einwirkte) nach der HEIDENHAIN'schen Eisenhämatoxy-
lin-Methode gefärbt und nachher in 10 4-ige Glycerinlösung
eingelegt. Dann wurde die Lösung im Exsiccator eingedickt,
die Fruchtkörper wurden unter dem Präparirmikroskope in
Glycerin zerzupft und mit Deckglas bedeckt. Fär die Unter-
suchung wurde ein SEIBERT'sches System !/12 för homog. Imm.
mit Oc. III angewendet. Die Vergrösserung der mit der Camera
gezeichneten Bilder war ungef. 1300-fach. Weil aber diese
Bilder mir zu klein schienen, habe ich sie photographisch1!/2-mal
vergrössert und nach diesen Photogrammen unter genauer Beob-
achtung der Originalzeiehnungen neue Bilder gezeichnet. Die
Vergrösserung dieser Figuren ist daher eine ungef. 2000-fache.
Die Zellen der Hyphen enthalten, wie bei den meisten
Protobasidiomyceten, je zwei kleine Kerne (Fig. 6). An
reifen Basidien (Fig 9) zeigen die Sporen einen dichten Zell-
inhalt und je einen Kern, während die beiden Zellen der Ba-
sidie bis auf einen dinnen Wandbeleg von Plasma entleert
sind. In diesem Plasmareste ist indessen oft ein kleines
dunkler gefärbtes, aber undeutlich begrenztes Körperchen zu
sehen, welches ein in der Basidienzelle zuräckgebliebener und
jetzt in Auflösung begriffener Kern sein däörfte (Fig. 9). Die
untere Querwand, welche die Basidie von der sie tragenden
Hyphe abgrenzt, ist in ihrer Lage ein wenig schwankend
(verolins grund 9)
Ich fand in diesen Präparaten auch jängere Basidien.
Ich konnte in denselben oft einen einzigen grossen Kern
wahrnehmen, dessen Kernkörperchen deutlich war. dessen
Chromatinfaden aber weniger distinkt hervortrat (Fig. 8).
Einmal beobachtete ich ein offenbar noch jängeres Entwick-
lungsstadium (Fig. 7). Hier enthält das Hyphenende zwei
kleinere Kerne. Ich deute diese als die beiden primären
(|
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 9. 9
Kerne einer Basidie, welche zum Verschmelzen mit einander
bestimmt sind, und der grössere Kern in Fig. 8 ist, wie ich
annehme, durch die Verschmelzung von zwei solchen kleinen
Kernen entstanden.
Die Fixirung dieser Kerne war indess nicht gut gelun-
gen, und die der Sporenbildung vorhergehenden Kernthei-
lungen, die ich vor Allem zu sehen wimnschte, konnte ich in
diesen Präparaten nicht finden. Ich bettete daher einige in
Pikrinessig fixirte und in steigendem Alkohol ausgewaschene
Fruchtkörper in Paraffin ein, zerlegte sie in 2 bis 3 u dicke
Längsschnitte, färbte mit FEisenhämatoxylin und schloss in
Balsam ein. HEin solcher Schnitt ist in Fig. 3 mit Anwen-
dung eines apochromatischen Immersionsystem 2 mm. und
Projektions-Ocular 2 von Zzr1ss mikrophotographisch abge-
bildet. Man sieht hier die aus dem Stiele ausstrahlenden
Hyphen mit ihren als kleine sehwarze Punkte erscheinenden
Kernen und die terminalen, an der Peripherie liegenden Ba-
sidien, sowie eine Anzahl abgefallener Sporen. Die Figuren
10—23 sind nach solchen Präparaten und nach der oben
angegebenen Methode gezeichnet worden.!
Ich konnte in diesen Präparaten zahlreiche junge Basi-
dien in verschiedenen Entwicklungsstadien finden. Die jäng-
sten beobachteten Stadien hatten indessen schon einen ein-
zigen grossen Kern, der gewiss durch eine Kernverschmel-
zung entstanden war. Diese jängsten Basidien (Fig. 10, 11)
waren schon am Ende keulenförmig und ein wenig gekräimmt.
Der Kern, welcher einen deutlichen Nukleolus und einen
distinkten Kernfaden besitzt, liegt noch im cylindrischen
Theil der Basidie und hat daher eine längliche Form. Spä-
ter wird die terminale Anschwellung stärker, und der Kern
wandert in dieselbe hinein, wobei er sich abrundet (Fig. 12,
13). Während des jetzt allmählich erfolgenden Zuwachses
der Basidie treten die Kerntheilungen in derselben ein.
Die Kerntheilungsbilder von Stilbum vulgare, die ich be-
kommen habe, sind nicht so gelungen, dass man daran die
Einzelkeiten im Baue der Kernspindeln studiren könnte. Das
war ibrigens bei einem so kleinen Objekte kaum zu erwar-
ten. Fär meinen jetzigen Zweck sind die Bilder deutlich
! Die Fig. 10—23 zeigen bei derselben Vergrösserung doch geringere
Dimensionen als Fig. 6—9, weil die ersteren nach mit Alkohol entwässerten
Präparaten gezeichnet sind.
10 H. 0. JUEL, STILBUM VULGARE. ”
genug, denn es gilt hier eigentlich nur die Anzahl und die
Richtungen der Kerntheilungen festzustellen.
Von der ersten Kerntheilung sah ich nur die späteren
Phasen. Die Kernspindel war immer longitudinal gerichtet
(Fig. 14, 15). Die die Basidie nach unten zu begrenzende
Querwand dirfte jetzt schon fertig gebildet sein, wie sie in
Fig. 15 gezeichnet ist, aber nur in wenigen Fällen konnte
ich diese Wand deutlich sehen. Nach der ersten Theilung
wird zwischen den beiden Tochterkernen die transversale
Scheidewand angelegt, und die Kerne treten dann unmittel-
bar in die zweite Theilung ein (Fig. 16, 17, 18). Nur bei der
in Fig. 19 abgebildeten Basidie schien die Querwand ausnahms-
weise noch zu fehlen. Fig. 18 stellt eine fräöähere Phase,
etwa diejenige der Aequatorialplatte, dar, die äbrigen Bilder
zeigen spätere Phasen. Ich fand die Kernspindel in der oberen
Zelle transversal, in der unteren meist etwas schief, nur in
einem Falle beinahe longitudinal gerichtet. Die beiden durch
diese "Theilung entstandenen Kerne liegen demnach entweder
in beiden Zellen neben einander (Fig. 20), oder in der oberen
neben, in der unteren iäber einander (Fig. 21), aber natir-
lich därfte die Lage der fertigen Kerne sich zuweilen nach-
träglich verändern können. Nachdem die 'Theilungen voll-
zogen sind, beginnen die beiden Sterigmen hervorzuwachsen
(Fig. 21). Die Sporen enthalten immer nur einen Kern (Fig.
22, 23), und in jeder Basidienzelle muss also, wie schon die
friheren Beobachtungen mich vermuthen liessen, ein Kern
zuräckbleiben.
Von den eben beschriebenen Vorgängen in den sporen-
bildenden Organen von Stilbum vulgare will ieh besonders
hervorheben:
das zweikernige Stadium (Fig. 7), welehes auf das Statt-
finden einer Kernverschmelzung hindeutet;
das Heranwachsen des sekundären Kernes zu einer be-
deutenden Grösse und die Ausbildung eines sehr distinkten
Chromatinfadens in demselben;
die rasch auf einander folgenden zwei Kernthei-
lungen;
die Ausbildung von vier Kernen (obgleich eigentlich zwei
ausreichen wiärden);
das Absterben des Organes nach einmal stattgefundener
Sporenbildung.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD.: HANDL. BAND 24. 'AFD. III. N:0 9. 11
Das sind gerade solche Vorgänge, welche typi-
schen Basidien eigen sind, und hierdurch wird end-
gältig bewiesen, dass das sporenbildende Organ bei
Stilbum vulgare eine Basidie und diese Pilzart ein Ba-
sidiomycet ist.
Die Basidie von Stilbum ist eine zweizellige Proto-
basidie, und weil die Scheidewand zwischen ihren beiden
Zellen transversal ist, gehört sie dem Auricularineen-Typus an.
In meinem oben citirten Aufsatze iäber Kerntheilungen
in Basidien habe ich den Versuch gemacht, die Basidien-
typen nach den in ihnen stattfindenden Kerntheilungen auf
zwei phylogenetische Reihen zu vertheilen, die Stichobasi-
dien mit longitudinal gerichteten und die Chiastobasidien
mit transversal und in sich kreuzenden Richtungen liegenden
Kernspindeln. Zu den ersteren gehören die Uredineen, Au-
ricularineen und Dacryomycetineen. In diese Reihe gehört
also der Basidientypus von Stilbum vulgare, aber er zeigt
in einigen Punkten Abweichungen von den fräher bekannten
Typen.
Die bisher gekannten Protobasidien in der Stichobasidien-
reihe (Uredineen und Auricularineen) sind alle vierzellig und
viersporig. Unter den Protobasidien von der Chiastobasi-
dienreihe (Tremellineen) finden wir dagegen Beispiele von
zweizelligen Basidien, wie z. B. bei Sirobasidium Brefeldia-
num Möll., und zu diesen bildet also Stilbum vulgare einen
Fall von Analogie. Zweisporige Autobasidien sind indessen
in beiden Reihen zu finden, in der Stichobasidienreihe bei
allen Dacryomycetineen, in der Chiastobasidienreihe bei ein-
zelnen Arten aus verschiedenen Familien.
Dass einer solchen Reduction der Zellen- und Sporenzahl
der Basidie keine grössere systematische Bedeutung beigelegt
werden kann, geht daraus hervor, dass in der Gattung Siro-
basidium die erwähnte Art zweizellige, die äbrigen Arten
vierzellige Basidien haben.
Bei Stilbum vulgare nehmen die erste Kernspindel und
die nach der ersten Theilung gebildete Scheidewand dieje-
nigen Stellungen ein, welche den Stichobasidien eigen sind.
Dagegen liegt in der etwas veränderlichen, schiefen oder
transversalen Lage der sekundären Kernspindeln eine Ab-
weichung vom Typus. Dasselbe kommt indessen zuweilen
nach in den Basidien von Coleosporium vor (vergl. meinen
12 H. :0. JUEL, STILBUM VULGARE.
oben ' citirten Aufsatz, p. 368). Es ist doch nicht nöthig
anzunehmen, dass die Basidie von Stilbum vulgare sich aus einer
Protobasidie mit einer transversalen und zwei longitudinalen
Wänden (wie sie bei jenen Coleosporien besteht) entwickelt
hat, sie kann auch aus einer typischen Auricularimeenbasidie
stammen, indem nach dem Wegfall der beiden sekundären
Scheidewände die Richtung der sekundären Kernfiguren sich
hat beliebig verändern können.
Die Protobasidie von Stilbum vulgare zeigt dadurch eine
Annäherung an die Autobasidien, dass nach der zweiten
Kerntheilung keine Scheidewände angelegt werden, sie stellt
sozusagen eine »Hemiautobasidie» dar. Es ist wohl mög-
lich, dass auch die zweizelligen Tremellineenbasidien solche
»Hemiautobasidien» sind.
Im Verhalten der vier definitiven Basidienkerne ist Stil-
bum vulgare den Dacryomyceten analog, denn auch bei ihnen
werden vier Basidienkerne erzevgt, von denen zwei in die
Nporen gelangen, und zwei in der Basidie zuräckbleiben.
Die Verwandten von Stilbum vulgare sind, wie schon
angedeutet wurde, unter den Auricularineen zu suchen.
Durch seine Basidienform scheint er sich den Gattungen Pi- '
lacre und Pilacrella zu nähern, welehe MöLLERr in der Familie
Pilacracee vereinigt.! Bei diesen sind nämlich auch die
Sterigmen der Sporen sehr reducirt. Auch der Bau des
Fruchtkörpers ist bei Stilbum vulgare der Hauptsache nach
derselbe wie bei jenen Gattungen. Der Fruchtkörper von
Pilacre ist indessen bei der Reife angiocarp, während Stil-
bum vulgare eine durchaus gymnocarpe Form ist. Pilacrella
nimmt in dieser Hinsicht eine vermittelnde Stellung ein,
angiocarp kan sie nicht genannt werden, aber es treten im
Köpfchen bei dieser Gattung sterile Fäden oder Paraphysen
auf, welche bei P. Solani CoHN & ScHRozrTr. die Basidien äber-
ragen,” bei P. delectans Mörr. die Basidienschicht kelchartig
umhillen.? Das Fehlen solcher Paraphysen scheint mir das
wichtigste Characteristicum zv sein, welches Stilbum vulgare
von Pilacrella unterscheidet. Dass die Basidien zweizellig
sind, därfte dagegen von untergeordneter Bedeutung sein.
! MÖLLER, Protobasidiomyceten. SCHIMPER'S Bot. Mitth. aus den Trop.
8, p. 48.
” SCHROETER, Die Pilze Schlesiens (ConmnN's Krypt.-F1. von Schles. III: 1)
Pp. 300.
3 MÖLEER, 1: e&, Pp. 164; Taf.. V,' Fig. 18,,33:
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 9. 13
Die schwache Krämmung der Basidie von Stilbum vulgare
ist ohne Zweifel eine Anpassung um die Sporen, die hier
nicht von Sterigmen emporgehoben werden, zu 'exponiren.
Eine Krimmung der Basidienspitze kommt auch bei anderen
Auriculariaceen mit frei vorragenden Basidienenden (2. B.
Stypinella purpurea) und ebenso bei vielen Uredineen vor.
Stilbum vulgare ist. die erste Art der Gattung, welche
beschrieben worden ist und muss demgemäss diesen Gattungs-
namen fihren. Dass nicht alle Arten, welche jetzt zu Stil-
bum gestellt werden, Basidien besitzen, konnte ich durch
Untersuchung einiger Exemplare in Exsiccaten und Herba-
rien konstatiren. Fär diese anderen Arten, welche also nur
Conidienformen sind, :muss unter den Synonymen von Stil-
bum ein anderer Gattungsname aufgesucht werden. Weil
ich selbst aber in der Literatur der Fungi imperfecti nicht
besonders bewandert bin, muss ich auf diese Namenverände-
rung verzichten.
Zum Schluss sei eme Diagnose der Gattung geliefert.
Stilbum Topz.
TopE, Fungi mecklenburgenses selecti I, Läneburg 1790, p. 10.
Fruchtkörper gymnocarp, sehr klein. Er besteht aus
einem cylindrischen Stiele, der in ein fast kugeliges Köpf-
chen ibergeht. Das Hymenium nimmt die obere Fläche des
Köpfchens ein und ist aus Hyphenzweigen, die mit je einer
Basidie enden, gebildet. Paraphysen fehlen. Basidien (bei der
bisher gekannten Art) kurz, birnförmig, durch eine Quer-
wand getheilt, jede Zelle mit einer von einem äusserst kurzen
Sterigma getragenen Spore Sporen einzellig.
St. vulgare Topzr.
RONDEN 1:C: Pp... 105; Tab. IL Fig. 16.
FRIES, Systema mycologicum, vol. III, Greifswald 1832, p. 305.
CoRDA, Icones fungorum hucusque cognitorum, tom. I, Prag 1837, p.
SO: Tab. Vag 212 D.
FUCKEL, Symbole mycologice. Nachtrag. Wiesbaden 1871 (Jahrb. des
Nass. Ver. fär Naturk., Jahrg. 25—26), p. 52 (340).
SACCARDO, Sylloge fungorum, vol. IV, p. 567.
Fruchtkörper 0,5—1 mm. hoch. Vegetative Hyphen c. 3 u
dick. Basidien ec. 5 u breit, der angeschwollene Theil der-
14 H. 0. JUEL, STILBUM VULGARE. .
selben c. 7 u lang. Sporen 5—6 u breit, 7—8 u lang, etwas
dickwandig, farblos.
Ich sammelte den Pilz auf alter Espenrinde bei Upsala.
Die in Wasser keimenden Sporen werden nicht gefächert
und +treiben einen Keimschlauch, der wenigstens nicht so-
gleich Conidien bildet. Die weitere Entwicklung habe ich
nicht verfolgt und weiss daher nicht, ob der Pilz Neben-
fruchtformen besitzt. Ich halte es aber för wahrscheinlich,
denn der Pilz war oft von einer kleinen stilbeenartigen Co-
nidienform begleitet.
Stilbum vulgare därfte wohl unter allen Basidiomyceten,
wenigstens unter den mit einem Fruchtkörper versehenen,
der: allerkleinste sein. Es ist sehr bemerkenswerth, dass auch
in den winzig kleinen Basidien dieses zwerghaften Pilzes die
Kerne sich in ganz derselben Weise verhalten, wie bei den
äbrigen Basidiomyceten.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 9. 15
Erklärung der Abbildungen.
Stilbum vulgare TODE.
1. und 2. Mikrophotographische Aufnahmen (bei durchfallendem Lichte)
von zwei reifen Fruchtkörpern. — 50 :1.
3. Medianer Mikrotomschnitt aus einem reifen Fruchtkörper. Fixi-
rung mit Pikrinessig, Färbung mit Eisenhämatoxylin. Mikro-
photographische Aufnahme: ZFEisS Apochr. 2 mm., Proj. Oc. 2.
— 425 :1.
4. Basidienbiäschel aus einem mit Kali behandelten Fruchtkörper, jän-
gere (dunkle) und ältere (durchsichtige) Basidien enthaltend. Mi-
krophotographische Aufnahme: LEriTz' Obj. 3, Oc. 4. — 400 :1.
3. Hyphenbischel aus dem Hymenium eines sehr jungen Fruchtkör-
pers. — 1300 :1.
6—9 = stellen einzelne Theile aus mit Pikrinessig fixirten und mit
Eisenhämatoxylin durchgefärbten Fruchtkörpern dar. <SEIBERT'S
homog. Imm. !/12, Oc. III. — 2000:1 (vergl. S. 8).
6. Entleerte Basidie mit abgefallenen Sporen.
7. Sehr junge Basidienanlage mit zwei kleinen (primären) Ker-
nen.
3. Junge Basidienanlage mit einem grösseren (sekundären) Kern.
9. Reife Basidie mit Sporen. Die entleerte Basidie zeigt in jeder
Zelle einen spärlichen Plasmarest mit einem in Auflösung begriffe-
nen Kern. :
10—20. Nach gefärbten Mikrotomschnitten. Fixirung und Färbung wie
Fig. 3. Vergrösserung wie Fig. 6—9.
10 und 11. Junge Basidien. Der sekundäre Basidienkern liegt noch im
cylindrischen Theil der Hyphe.
12 und 13. Etwas späteres Entwicklungsstadium von Basidien. Der
Kern ist jetzt in die aufgetriebene Partie gelangt.
14 und 15. Erster Theilungsschritt in der Basidie.
16 bis 19. Zweiter Theilungsschritt in der Basidie.
20 und 21. Basidien nach vollzogenen Kerntheilungen.
22 und 23. Basidiosporen.
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Bihang t. K. Sv. Vet. Akad. Handl. Bd. 24. Afd. III. MV 9.
O. Juel phot. et del. Ljustryck at C. Westphal Stockholm.
BIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 24. Af. IIL. N:o 10.
EX
HERBARIO REGNELLIANO.
ADJUMENTA AD FLORAM PHANEROGAMICAM
BRASILLE TERRARUMQUE ADJACENTIUM
COGNOSCENDAM.
PARTICULA SECUNDA
(APOCYNACEZ).
AUCTORE
GUST. O. A:N MALME.
CUM TRIBUS TABULIS.
COMMUNICATUM DIE 12 OCTOBR. 1898.
PROBATUM A V. WITTROCK ET A. G. NATHORST.
STOCKHOLM.
KUNGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NOKSTEDT & SÖNER.
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Apocynacer (Juss.) Linor.
Allamanda L.
A. cathartica L. — MÖLLER ARGOVIENSIS, in Flor&e brasiliensis Fasc.
XXVI (1860) pag. 10.
Såo Paulo: Santos (In ripa amnis Buturoca, ad Ytu. 7/1 1875.
MosÉN 3192. Florigera.).
Hancornia GoMEz.
H. speciosa GOMEZ. —- MÖULL. ARG., 1. c. pag. 24.
Såäo Paulo: inter Canna Verde et Franca (/4 1848. REGNELL
IIT: 865 -p. p. Florigera.), Cajuru (/3 1857. ReEGNneir III: 865
Pp: P- Florigera.); Matto Grosso: Cuyabå (In »>cerrado» minus
denso; locis arenosis sat rara. 7/12: 1893... MALME 1282 B.
Fructibus maturis ornata.).
Specimina e Såo Paulo reportata ramis glaberrimis, foliis
7—8 cm. longis, 2,,—3,> cm. latis, petiolis 5—6 mm. longis,
utrinque glabris gaudent; ad var. Lundii A. DC. referenda
videntur.
In speciminibus e Cuyabå reportatis folia sunt obovato-
oblonga v. fera cuneata, apice obtusa mucronataque, basi
acuta, utrinque (xeque ac ramuli) glaberrima, 6—7(—7,5) cm.
longa, 2—2,s(—3) cm. lata, brevissime petiolata, petiolis vix
3 mm. longis, glabris. Cum nulla varietatum a celeberr.
MöLLER receptarum tute conjungenda. Magnitudine foliorum
cum var. minore MöÖLL. ARG. sat congruit, at petiolo brevis-
simo valde recedit.
In viciniis oppidi Cuyabå, e diario nostro, arbor est inter
campestres mediocris, trunco sat recto, cortice sat crasso
dense at haud profunde rimoso, haud desquamescente, capite
denso + globoso, coma obscure viridi. Lactem abundantem ad
gummi elasticum v. »kautschuk> preparandum olim usitabant
incole (ut nunc Hevearum).
4 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
Plumiera L.
Pi rubra IL:
Matto Grosso: Cuyabå (Propter flores puleherrimos, coeruleo-
violaceos v. roseo-violaceos, culta in hortis. 12/2 1894. MALME
1398. Florigera.).
Tempore sicco, saltem in Corumbå, folia amittit.
P. lancifolia MöLL. ARG. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 41.
Rio de Janeiro (1844. WIDGREN.).
P. obovata MöLL. ARG. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 40.
Säo Paulo: inter Canna Verde et Säo Joäao de Jaguary
(P-8/5 1848. REGNELL III: 867 p. p. Fere deflorata.), inter Franca
et Uberaba (/7 1848. REGNELL III: 867 p. p. Fructibus submaturis
ornata.), Cajuru (/3 1857. REGNELL III: 867 p. p. Florigera.).
Minas Geraes: inter Uberaba et Melancias (27/11 1848. REGNELL
III: 867 p. p. Florigera.).
Arbuscula campestris 1!/2-orgyalis.
P. Hilariana MöLL. ARG. — MÖLL. ARG. 1. c. pag. 39.
Matto Grosso: Cuyabå (Pluribi in »cerrados»>, locis glareosis
siccis. 21/11 1893. MALME 1120. Floribus fructibusque permaturis
(seminibus delapsis) ornata. Folliculos immaturos ?3/5 1894 collegimus.).
Specimina authentica hujus speciei non vidimus, quare
determinatio non est omnino certa. j
Planta in viciniis oppidi Cuyabå pluribi occurrens est
arbor humilis, usque ad 4 m. alta, trunco sat crasso, + flexuoso,
ramis paucis, crassis, tortuosis v. flexuosis, + fastigiatis,
cortice crasso, suberoso, valde rimoso. Folia ad apices ra-
morum conferta, integerrima, sessilia, obovata, apice rotundata
v. retusa, basi rotundata, subtus dense pubescentia v. velu-
tino-tomentella, supra parce pubescentia, 17—20 cm. longa,
9—11 cm. lata, nervis secundariis utroque latere 15—16,
angulo 70”—75” insidentibus, marginem versus arcuatis junc-
tisque. Cyme foliis paullulo breviores, multiflore, ramis
glabris, sat dense articulatis, bracteis usque ad 2 cm. longis,
acuminatis, presertim apicem versus dorso puberulis. Lacinize
calycis valde ingquales et in diversis floribus diversce, vulgo
ovato-triangulares, acute, apicem versus ciliate. Corolla
tubus cylindraceus, 1,25—1,5 cm. longus, extus glaber, intus
infra stamina sat dense, fauce parce pubescens, ceterum glaber;
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 10. 5
lobi limbi albi, patentes, anguste obovati v. spathulati, circiter 3
em. longi, 1,25 em. lati. Stamina circiter 2 mm. supra basin
tubi corollx affixa, flamentis subnullis, antheris anguste cor-
dato-ovatis, acutis, circiter 1,75 mm. longis. Folliculi perma-
turi, 1/11 1893 collecti, reflexi, circiter 13 cm. longi, pericarpio
aperto, explanato circiter 6 cm. lato; immaturi, ?3/5 1894 col-
lecti, reflexi, circiter 14 cm. longi, 1,5 em. crassi, bicostati
(utroque latere costa singula), subeylindracei v. anguste fusi-
formes, apice acuti v. acuminati. WNemina late alata.
Condylocarpus DeEsrF.
C. Rauwolfize (A. DC.) MöLiL. ARG. — MÖLL. ARG. ll. c. pag. 64.
Säo Paulo: Mogy Guassä (Loco umbroso alte scandens.
5/3 1874. MosÉn 1458. Specimina fructibus submaturis ornata.),
Santos (In ripa amnis Buturoca. 10/4 1875. Mosén 3653.
Fructibus immaturis ornata. — MNororocaba, in silva primeeva
20/12 1874. MosÉn 2901. Florigera.); Minas Geraes: loco haud
indicato (1845. WiIDGREN 64, 192.), Caldas (REGNELL II: 136:
27/10 1845. Florigera. — 1/2 1846. Fructibus immaturis ornata. —
25/5 1861. Fructibus maturis ornata. — l1t/10 1864. Florigera. —
/A 1870. Fructibus immaturis ornata. — /8 1854. LINDBERG 192.
Florigera. — In campo sicco scandens. 10/10 1873. MOosÉn 621.
Florigera. — In fruticeto campi sicci. 39/4 1874. MosÉn 1903.
Fructibus maturis ornata. — In fruticetis. /7 1874. MosÉn 1989.
Fructibus maturis ornata.).
Species valde protea. Folia nunc circiter 2 cm. lata,
nunc usque ad 3,» cm. lata, nunc axilla nervorum secundario-
rum majorum valde pubescente, domatium, ut dicunt, for-
mante, excepta subtus glabra, nunc etiam adulta subtus pube-
scentia e. s. p. Omnia specimina e civitate Säo Paulo supra
commemorata nec non nonnulla e vicinitate oppidi Caldas
reportata quoad indumentum ad formam glabram pertinent.
Altera forma, in regione elevata Caldensi copiosa, magis cam-
pestris esse videtur. Forsan sint duze species distincte, quod
tamen in loco natali investigandum est.
Aspidosperma Mart. & Zucc.
A. Pohlianum MöLL. ARG. — MÖLL. ARG., 1. c. pag. 44.
Matto Grosso: Cuyabå (In »cerrado» minus denso, locis
glareosis. 13/4 1894. MALME s. n. Neque flores neque fructus reportati.).
6 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
Arbor usque ad 4 m. alta, trunco sat recto, ramis paucis
erecto-patentibus, cortice valde suberoso, profunde at sat parce
rimoso, succo luride lacteo.
A. platyphyllum MörrL. ARG. — MÖLL. ARG., 1. c. pag. 46.
Minas Geraes: Uberaba (/10 1848. REGNELL III: 872. I
eadem charta affixi sunt fructus valde immaturi, oblique obovoidei, cir-
citer 5 cm. longi, dense albido- v. fulvescenti-lanati.); Matto Grosso:
Cuyabå (Arbor solitaria in campo aprico. ?3/5 1894. MALME
1636 B. Specimina fructibus submaturis ornata.).
Specimina supra enumerata ad descriptionem 1. c. datam
quadrant, at celeberr. MÖLLER ovaria describit glabra.
Folliculi e Cuyabå reportati circiter 20 cm. longi, 11
cm. lati, oblique obovati v. ovales, breviter stipitati, dense
fulvescente pubescentes. Semina numerosa, orbicularia, late
alata, cireiter 10 cm. lata, embryone centrali, circiter 3,5
em. lato.
Folliculos similes, e schedula ad N:o IIT: 872 pertinentes,
ex Uberaba reportavit REGNELL.
A. tomentosum Mart. (MÖULL ARG., 1. c. pag. 45) Var.
Matto Grosso: Cuyabå (Arbor solitaria in campis apricis
v. in »cerrados». 3/5 1894. MALME 1592 B. Specimina fructibus
submaturis ornata.).
Arbor usque ad 4 m. alta, trunco fexuoso, ramis crassis,
flexuosis, cortice crasso, valde suberoso rimosoque. Folia in
apicibus ramorum densa, subsessilia, late obovato-lanceolata,
acuta v. obtusiuscula, 15—-20 cm. longa, 5—6 cm. lata, supra
glabra v. presertim ad nervos leviter pubescentia, subtus sat
dense pubescentia v. tomentosa, nervis secundariis utroque
latere circiter 20, subtus emersis. Folliculi oblique obovati,
oblique acuminati, parce pubescentes, 6—7 cm. longi, 3—3,5
cm. lati. Semina sat numerosa (circiter 9), ovalia, 3.5—4,5
cm. longa, 2,,—3 cm. lata, embryone magno, usque ad 1,15
cm. lato, centrali.
Folia tempore sicco, jam mense Majo, decidunt.
A. dasycarpon A. DC. — MÖLL. ARG., 1. c. pag. 45.
Minas Geraes: Uberaba (/11 48. REGNELL III: 871 p. p.
Specimina forigera. — /1 1849. REGNELL III: 871 p. p. Specimina
fructibus immaturis ornata.).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:0 10. 7
Heec species ab A. tomentoso MARrRtT. parum recedit; sic
ut perplures alige hujus generis, precipue cortice crasso,
suberoso ornate, locis natalibus et forigera et fructifera
accurate est examinanda.
Folliculi omnino eadem forma et magnitudine ac in Å.
tomentoso Mart. (Cfr. supra et WaArminG, Vidensk. Meddel.
fra naturhist. Foren. Kjöbenhavn, 1869, pag. 100.), primum
dense albo- v. fulvo-lanati, dein lana detersa sublataque, parce
pubescentes. Folia supra primum tomentosa, dein subglabra,
adulta usque ad 25 em. longa, 10 cm. lata. Lobi calycis an-
guste lanceolato-triangulares, acuti, tubo corolla 2equilongi,
usque ad 4 mm. longi, circiter 1 mm. lati, extus dense tomen-
tosi, intus glabri. 'Tubus corolle subeylindraceus, inferne
parce, superne (ad basin loborum) dense villosus, intus infra
stamina pubescens; lobi limbi tubo paullulunr longiores, + erecti,
anguste lineari-lanceolati, acutiusculi, extus parce villosi, intus
glabri. Ovaria glabra.
A. verbascifolium MöLL. ARG. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 46.
Minas Geraes: Uberaba (29/10 1848. REGNELL III: 871 p. p.
Specimina neque floribus bene evolutis neque fructibus ornata.).
Specimina, quoad folia, ad deseriptionem 1. c. datam bene
quadrant. Est species et foliorum forma indumentoque et
nervis secundariis paucis distinctissima at nondum perfecte
cognita.
A. (Macaglia) guaraniticum MALME n. sp.
KENTtaba nostra I. fist 1.
Arbor grandis, trunco alto + flexuoso, ramis paucis +
fexuosis, sat tenuibus, junioribus fuscocinereis v. cinereo-
viridibus, cortice sat tenui lzevigato v. rimoso. Ramuli novelli
sat dense albido-sericei. Folia longepetiolata, petiolo circiter
2 cm. longo, sericeo; novella ovata v. elliptica, 2,,—3,5 em.
longa, (1,15—)2—2,25 cm. lata, utrinque acuta v. basi obtusa,
basi sepe obliqua, supra et subtus dense albido-sericea; adulta
late ovata v. late elliptica, 6—7 cm. longa, 5—6 cm. lata,
apice acuta, basi obtusa v. acutiuscula, supra et subtus (2eque
ac petioli) sat inconspicue parcissimeque puberula, nervis
secundariis utroque latere circiter 8, angulo 60” insidentibus,
arcuatis et versus marginem spe ramosis, subtus sat mani-
feste emersis, venis creberrimis, tenuibus, reticulatis. Cymeae
8 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
multiflore, foliis multo breviores, pubescentes, bracteis mi-
nutissimis subulatis, fugacibus, pedicellis lobis calycis equi-
longis v. paullulo brevioribus. Calyx quinque-partitus, lobis
lanceolatis, acuminatis, circiter 3 mm. longis, extus pubescen-
tibus, intus glabris. Corolla alba v. postfloratione rubescens;
tubo 5—6 mm. longo, subeylindraceo, extus (basi glabra ex-
cepta) pubescente v. subsericeo, intus infra stamina pubescente,
ceterum glabro, fauce constricta intus tomentosa v. barbata; lobis'
limbi patentissimis, anguste lanceolato-triangularibus, circiter
11 mm. longis, 2,5 mm. latis, acutis, extus pubescentibus, intus
glabris. Stamina ad ?/3 altitudinis tubi inserta; filamentis
brevibus, glabris; antheris cordato-ovatis, acutis, glabris, basin
loborum limbi haud attingentibus. Pistillum circiter 4 mm.
longum; ovariis ovoideis, glabris, stylo glabro; stigmate
capitato, papilloso-barbato, ipso apice glabro, bifido. Folliculi
glabri, obscure cinereo-virides, late oblique obovati, longe
stipitati, non v. valde indistincte mucronati, 4—5 cm. longi,
2,5 em. lati. Semina sat numerosa (circiter 8), ovalia v. late
ovata, 3—3,5 cm. longa, circiter 2,5 em. lata, sat late alata,
embryone subcentrali, 1,5—1,75 cm. longo, 1,25-—1,5 cm. lato,
radicula cireiter 0,5 cm. longa, cotyledonibus cordatis, obtusis.
Paraguay: in »barranca» fluvii Ypané pr. Concepcion (!7/9
1893. MaALME 996 E. Specimen fructibus maturis ornatum), Colonia
Risso pr. Rio Apa (In silva minus densa regionis calcaree.
28/9 1893. MaALME 1006. Specimina florigera.)
Peraffine est A. pyrifolio MART. in provincia Hamadryadum seu
»Catingas» occurrenti; recedit foliis brevius petiolatis, pro rata latio-
ribus, foribus paullulo majoribus, lobis corolle latioribus, acutis etc.
Documentum prebet optimum vegetationis affinitatis, quam inter hanc
provinciam et regionem calcaream reipublice Paraguay adesse jam alibi
indicavimus.
Tempore sicco folia sensim decidunt ita, ut medio mense
Septembri coma omnino sit orbata arbor; dein, sepe antequam
incipiunt pluvige, celeritate in terris s. d. temperatis inaudita
folia novella floresque evolvuntur.
»Ivahay» ab incolis vocatur, ligno ad construetionem haud
spernendo.
A. subincanum Mart. — MÖLL. ARG., 1. c. pag. 50.
Minas Geraes: Uberaba (29/10 1848 REcGnerrL IIT: 868. —
12/2 1849. REGNELL III: 868. Florigera.); Matto Grosso: Cuyabå
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 10. 9
(In silvula minus densa. ?5/5 1894. MALME 1640. Specimina
fructibus submaturis ornata.).
Arbor mediocris, trunco recto, cortice levigato, capite + conico.
A. cylindrocarpon MöLL. ARG. — MÖLL. ARG., 1. c. pag. 54.
IC: tab. nostr: II fig, 4:
Säo Paulo: Serra de Caracol (Loco sicco. ?/12 1875. MOosÉn
4258. Specimina florigera), Campinas (3/10 1873. SEVERIN 137.
Specimina florigera), Mogy Mirim (In campo humidiusculo. 2?9/,
1874. MosÉn 1459. Specimina fructibus immaturis submaturisque
ornata.); Minas Geraes: Caldas (s. a. REGNELL III: 870 p. p.
Florigerum. — 19/10 1847. REGNELL III: 870 p. p. Specimen
fructibus maturis ornatum.).
>Perova» incolarum (REGNELL). Arbor excelsa (REGNELL)
v. arbor minor, gracilis (MosÉn 4258), foliis chartaceo-her-
baceis, lucidis, leevissimis, supra saturate, subtus dilute viri-
dibus, corolla favoviridi (MoséÉn 4258). Lignum constructionis
insigne; infusum ejus amarum ad digestionem fortif. (REGNELL).
Folliculi usque ad 7,» cm. longi, 2,5 em. lati. Semina
fulvostraminea, scabridula, (cum alis) 4—4,5 cm. longa, 1,25—1,5
cm. lata, alis glabris, samaroideo-productis (ut in ÅA. polyneuro
MöLL. ARG.).
Specimen Mosenianum 4258 (nec non Severinianum) cum
Sellowiano, a celeberr. MÖLLER descripto, omnino congruit;
specimen Mosenianum 1459 foliis magis coriaceis, majoribus,
cum petiolol 2,,—3 cm. longo usque ad 15 cm. longis, usque
ad 5 cm. latis recedit. In speciminibus Regnellianis folia
cum petiolo circiter 3 cm. longo usque ad 13 cm. longa, usque
ad 4,5 cm. lata sunt. Que differentie minus notabiles e
statione pendere videntur.
A. ramiflorum MöLrL. ARG. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 55.
IC. tab. nostr. II fig. 5.
Säo Paulo: Serra de Caracol (In silvis primevis et ceduis.
/a4 1874. MosÉn 1460. Cum fructibus maturis), prope oppidum
Säo Joäo de Boa Vista (In silva primeeva. 9/12 1875. MOosÉN
4259. Fructibus valde immaturis ornata.).
Arbor alta minorve, foliis chartaceo-herbaceis, lucidis,
supra obscure viridibus nervis haud multum emersis, subtus
vix pallidioribus nervis emersis (MosÉn), usque ad 15 cm.
longis, 6 cm. latis, petiolo 1—1,25 cm. longo.
10 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
Folliculi sessiles, oblique ovales v. late obovati, circiter
8 cm. longi, circiter 6,5 cm. lati, oblique mucronati. Semina
numerosa, orbicularia v. late ovalia, circiter 6 cm. lata, late
alata, embryone subeentrali, 2—2,5 em. lato.
'A. polyneuron MöLrL. ARG. — MÖLL. ARG., 1. c. pag. 57.
Minas Geraes: Caldas (?/9 1842. REGNELL III: 870". Speci-
mina fructibus submaturis ornata.).
Folliculi clavati v. oblongi, 4—5 cm. longi, 1,25—1,5 cm.
lati. Semina samaroidea, oblonga, circiter 3,» cm. longa, 1,25
cm. lata.
Quoad folliculos seminaque persimile ÅA. cylindrocarpo
MöLL. ARG., abs quo et forma nervaturaque foliorum et floribus
valde recedit. Specimina Regnelliana cum Riedelianis a
celeberr. MÖLLER commemoratis omnino congruunt.
A. olivaceum MULL. ARG. — MÖLL. ARG., 1. c. pag. 57.
Minas Geraes: Caldas (/10 1846. REGNELL IIT: 869 p. p. —
2/9 1864. REGNELL III: 869 p. p. — ?/10 1858. REGNELL III: 869
Pp. P- Omnia florigera.).
»Guatambuä» incolarum. Arbuscula v. frutex 2-orgyalis.
A. australe MöLL. ARG. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 58.
Säo Paulo: Campinas (In silva campi sicci. 1/8 1874.
MosÉN 2532. Specimina fructibus submaturis ornata.). :
Arbor minor.
A. Lhotzkyanum MöLrL. ARG. — MÖULL. ARG., 1. c. påg. 60.
HCtab. nostr. IL Hg 6.
Matto Grosso: Cuyabå (In margine silvulze, loco arenoso,
subhumido. ?5/4 1894. MALME 1580 B. Specimina fructibus sub-
maturis ornata.).
Arbor 4—5 m. alta, ramosissima, cortice sat tenui, leevi-
gato. Folliculi late oblongi, rarius obovati, breviter pedicel-
lati, circiter 2.5 cm. longi, 1,25 cm. lati, indistinete mucronati.
Semina 32 v. 4n2 late oblonga, sepe curvula, 2,25 cm. longa,
11 cm. lata, + calloso-marginata, ala samaroideo-producta,
embryone magno, circiter 1,2 cm. longo, peripheerico (ut in
A. polyneuro MÖLL. ARG.)
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 10. 11
A. quebracho blanco ScHLECHT. — SCHLECHT. in Bot. Zeit. XIX
(1861) pag. 137.
TO: stab nostre. IL fig. 7.
Paraguay: Colonia Risso pr. Rio Apa (In silva primeeva
regionis calcare&e. 3/10 1893. MALME s. n. Cum fructibus ma-
turis.).
Arbor excelsa. Folliculi saltem vulgo solitarii, glabri,
circiter 9 cm. longi, 5 cm. lati, ovales, basin versus paullulum
angustati, haud v. valde indistinete mucronati, minus obliqui
quam in ceteris hujus generis speciebus folliculis latis ornatis.
Semina numerosa (usque ad 30), usque ad 6 cm. longa, cir-
citer 4 cm. lata, late alata, embryone circiter 1,75 cm. lato,
centrali. |
Icon in Bot. Zeit. 1. c. data sine dubio ad folliculum
immaturum confecta est; icon in ENGL. & PRANTL, Natiärl.
Pflanzenfam. (IV. Teil, 2 Abteil. pag. 140, fig. C) data om-
nino est falsa.
Vinca L.
V. rosea L. — MULL. AÅRG., 1. c. pag. 69.
E Rio de Janeiro reportavit WIDGREN.
E diario nostro in oppido Cuyabå civit. Matto Grosso
haud rara.
Tabernaemontana LL.
T. laeta MaArRT. — MÖLL. ARG., l. c. pag. 79.
Rio de Janeiro: Corcovado, ad aquzeductum (!9/120 1874.
MosÉn 2539. Florigera.).
Arbor minor. Corolla alba.
T. fuchsieefolia A. DC. — MÖLL. ARG., l. c. pag. 82.
Rio de Janeiro: Catumby (Loco sicceo, aprico. !/10 1874.
MOosÉN 2534. Florigera.).
Frutex 1—2 m. altus. Corolla lutea.
T. affinis Mörr. Are. var. lanceolata MöLrL. ARG. — MÖULL.
ARG., 1. c. pag. 84.
E Såäo Paulo reportavit LINDBERG (N:o 646. /3 1855. Fruc-
tibus submaturis ornata.).
12 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
T. Hilariana MöLL. ARG. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 85.
Paraguay: Asuncion (In arbustis et fruticetis, solo arenoso.
2/7 1893. LINDMAN 1659. Fructibus maturis ornata.), Villa Morra
pr. Asuncion (29/10 1893. ANnisiIts 31. Florigera.), Paraguari
(1894. cur. LINDMAN 3883. Florigera.).
Huc pertinet etiam BALANSA 1358 (Arbrisseau de 2—3
métres de hauteur. Fleurs blanches.> Villa Rica. ?6/10 1874.).
Specimina e Paraguari reportata jam a Prof. D:re C.
SCHUMANN determinata sunt.
»Sapirangy» incol. (ANISITS).
T. australis MöLL. ARG. — MÖLL. ARG., 1. c. pag. 84.
Paraguay: Asuncion (In dumetis etc., locis siccis. ?/17 1893.
MALME s. n. Fructibus maturis ornata.), Paraguari (7/8 1893. MALME
S. n. Fructibus maturis (jam pro parte maxima delapsis) ornata.).
»Sapirangy» v. »Sapirany>» incol. Frutex arborescens usque
ad 3 m. altus, ramis patentibus, cortice levigato, fructibus
aurantiacis — miniatis, oblique ovoideis, 3 cm. longis, 1,,—2
em. crassis.
Specimina authentica hujus (precedentisque) speciei non
vidimus, quare determinatio haud omnino est certa. Taberne-
montana catharinensis A. DC. speciesque affines, ex. gr. TI.
australis MörrL. Are. et T. Hilariana MöLL. ARG., e deserip-
tione simillime sunt et forsan haud sint separande; ulterius
loco natali examinande. Npecimina supra enumerata, que
ad T. australem retulimus, presertim foliis subtus glaber-
rimis a T. Hilariana recedunt.
T. catharinensis A. DC. — MöÖLL. ARG., 1. c. pag. 85.
Säo Paulo: Santos, Säo Vincente (In promontorio dieto
Ponte de Taipu. ?9/4 1875. MOosÉNn 3436. Fructibus maturis ornata.).
Speciminibus authenticis non visis determinatio non certa est.
Rauwolfia L.
R. Sellowii MöLL. ARG. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 33.
Minas Geraes: Caldas (In Mato das Campinas. s. a. REG-
NELL III: 866 p. p. Florigera. — /2 1850. REGNELL III: 866
Pp. p- Fructibus immaturis ornata.); Såo Paulo: Serra de Caracol
(In silva. ?5/2 1873. MosÉn 1457. Fructibus immaturis ornata.), Cam-
pinas (In silva. 1873. J. C. DE MELLo. Fructibus immaturis ornata.).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 10. 13
Arbor mediocris v. arbuscula. Cortex valde amarus (>»Casca
d”Anta»> incol.) in medicina populari usitatus (MELLo).
R. elliptica MALME n. sp.
TöSCtabi nostr.. INST 9.
Frutex circiter 0,> m. altus, parce ramosus, ramis erectis,
levibus, glabris, internodiis 6—9 cm. longis. Folia ternata,
rarius quaternata, breviter petiolata, petiolo canaliculato
(3—)4—5 mm. longo, elliptica v. oblongo-elliptica, adulta
(7—)8--10(—11) cm. longa, (3,,—)4—4,5 cm. lata, basi acuta,
apice acuminata, supra et subtus glaberrima, viridia, supra
nitida, subtus opaca, nervis secundariis utroque latere 15—20,
subrectis, angulo 65 —70” insidentibus, marginem versus ra-
mosis, arcuatis, junctis, venis vix conspicuis. Cymee solitarige—
terne, foliis breviores, multiflore, dicho—pleiotomee, inflore-
scentiis partialibus sepe reflexis, pedunculo circiter 3 cm.
longo, pedicellis (&que ac pedunculo) glaberrimis, 5—8 mm.
longis, bracteis lanceolato- v. ovato-triangularibus, usque ad
1,5 mm. longis. Calyx carnosulus, laciniis ovato-triangu-
laribus, acutis v. subobtusis, paullulum inequalibus, usque
ad 2 mm. longis. Corolla rosea; tubo 7—8(—9) mm. longo,
2—2,> mm. crasso, basin versus paullulum inflato, ad stamina
paullulum: dilatato, fauce constricto, extus glaberrimo, intus
parte dimidia inferiore fauceque glabris, ceterum pubescenti-
barbato; lobis limbi patentibus, carnosulis, ovatis v. oblongo-
ovatis, 4—-5 mm. longis, 2—2,5 mm. latis, obtusis. Nectarium
annulare, leviter quinque-crenulatum. Stamina parte superiore
(/3 parte) tubi inserta; filamentis brevibus (quam antheris
duplo brevioribus), glabris; antheris manifeste dorsifixis, ovato-
oblongis, basi cordatis sino aperto, v. sagittato-cordatis,
apice obtusiusculis mucronatisque. Pistillum inclusum (basin
Ioborum corolle hand attingens); ovariis alte cohrerentibus
v. connatis, glabris, fere hemisphericis, apice emarginatis;
stylo bisulcato, glabro; stigmate turbinato, basi indusiato,
indusio medio profunde constricto, apice bilobo, lobis brevibus,
conicis, obtusis. Drupee glabree, lute:e, in fructum dipyrenum,
obreniformem, circiter 15 mm. altum, 20—25 mm. longum, cir-
citer 15 mm. latum connatee (srepe unica evoluta, late obovoidea,
usque ad 16 mm. longa, 13 mm. crassa), carne crassa, pyrenis
monospermis, obovoideis, compressiusculis, irregulariter reti-
14 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
culato-sulcatis. Semina obovata compressa, albumine sat
crasso, embryonis radicula supera, circiter 5 mm. longa, co-
tyledonibus late ovatis, circiter 4 mm. longis, 3,5 mm. latis.
Matto Grosso: Santa Anna da Chapada (Gregatim in »cer-
rado» minus denso, locis arenosis siccis. ?5/2 1894. MALME
1444 B. Floribus fructibusque immaturis ornata. Ineunte Martio fructus
maturos collegimus.).
Affinis BR. Weddelliane MÖULL. ARG., abs qua foliis ternatis, ma-
joribus, margine haud revolutis, inflorescentiis munltifloris, pedunculis
longioribus, floribus paullulo majoribus etc. recedit.
Thevetia L.
Th. neriifolia Juss. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 26.
Matto Grosso: Cuyabå (Culta in viis publicis oppidi. 1?/2
1894. MALME 1396. Floribus fructibusque immaturis ornata.). Paraguay:
Asuncion (Culta. ??/1 1893. ANIsITs 200. Florigera.).
Arbor parva v. mediocris (»4—5 m. alta» ANISITS), ra-
mulis sepe pendentibus, foribus citrinis v. flavis. Fructus
maturos submaturosque mense Majo collegimus.
Th. bicornuta MöLL. ARG. (Linnea XXX (1859 et 1860), pag. 392.)
Paraguay: Itapocumi pr. Concepeion (In ripa flum. Para-
guay; loco aperto, humido. 19/9 1893. MarmE 978 B. Floribus
nonnullis florumque alabastris ornata.), Colonia Risso pr: Rio Apa
(In ripa flum. Paraguay. ?9/9 1893. MALME 978 B”". Florigera.).
Frutex lactescens arborescens, 1—2 m. altus, ramis paucis,
erecto-patentibus, foribus Mavis. In republica Paraguay, im-
primis in ripis fluminis Paraguay, late distributa est species:
in territorio Gran Chaco, in adspectu urbis Asuncion legit
TH. MoronG (Th. paraguayensis BRITToN. Annals N. Y. Acad.
Sci. . VII. Dec. 1892. pag. 158); in vicinitåte oppiduli Villa
Hayes s. Villa occidental legit P. G. LorEnTZ (specimina in
Museo botanico Berolinensi asservata); preterea huc pertinet
BALANSA 1356, que specimina non vidimus. E civitate Bra-
silie Matto Grosso (Corumbå et Coimbra) reportavit SPENCER
Moore (speciminulum vidimus in Museo botanico Berolinensi).
Secondatia ÅA. DC.
S. densiflora A. DC. — MÖLL. ARG., 1. c. pag. 108.
Matto Grosso: Cuyabå (In »cerrado» denso pr. oppidum.
21/71 1893. MaALME 1118. : Florigera.).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 10. 15
Frutex volubilis lactescens, floribus albis. Folliculi sub-
maturi, ex eadem planta ?7/1 1894 sumpti, 12 cm. longi, 3,5
cm. crassi, ovoideo-fusiformes.
S. peruviana PorPr. & ENDL. peraffinis est et forsan haud
sit distincta species.
Echites L.
E: coalita VELL. — MULL. ARG., 1. e. pag. 155.
Minas Geraes: Caldas (5/1 1846. WIDGREN. Florigera. —
REGNELL I: 358: 7/5 1847. Cum fructibus maturis. — 1857. Cum
fructibus maturis. — 4/12 1862. Florigera. — /3 1865. Florigera. —
20/2 1866. Florigera. — /2 1876. Florigera. — ?/8 1878. Fructibug
maturis submaturisque ornata.); Såäo Paulo: Serra de Caracol (In
fruticetis silvisque. ?5/3 1873. MosÉn 1463. Floribus folliculisque
vetustis seminibus jam delapsis ornata. — ?5/12 1875. MoOsÉn 4269.
Florigera.); Rio Grande do Sul: Santo Angelo pr. Cachoeira (In
silva primeeva. 14/1 1893. LINDMAN 957. Florigera. — In fru-
ticeto, »capoeira», denso, sat humido. !6/1 et 7/2 1893. MALME
502.); Matto Grosso: Santa Anna da Chapada (In margine
silve. 12/3 1894. MarLmE 1472 B. Florigera.). Preterea in
Herb. Regnell. "adsunt specimina brasiliensia (loco non indi-
cato) a FREYREISS cellecta.
Coroll:e limbus flavus (e MosÉn) v. citrinus (in specimi-
nibus e Santo Angelo reportatis), tubus flavovirescens. In
omnibus speciminibus a nobis examinatis folia subtus pilis
brevibus, sat crassis, + adpressis, sat crebris puberula sunt.
Follieculi gemini, diu coheerentes, distincte torulosi, nodis
usque ad 15—20, obtusi, fulvocastanei, usque ad 35 cm. longi,
inter nodos 1—1,5 mm. crassi, nodis 2—2,» mm. crassis Se-
mina testacea, glabra, fusiformia, suberostria, esulcata, circiter
10 mm. longa, 1,5 mm. crassa, coma nitida, alba v. dilute
fulvescente, caduca, circiter 3 cm. longa.
E: varia STADELM. — MULL. ARG., 1. c. pag. 157.
Säo Paulo: Santos, in ripa amnis Buturoca (Cum fruct. 1/5
1875, cum. flor. 39/12 1874. MOosÉn 3020).
Folliculi gemini, diu cohierentes, cylindracei v. anguste
fusiformes (haud torulosi), circiter 16 cm. longi, 0,15 cm. crassi,
16 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
primum pilis brevibus minus conspicuis puberuli, dein sub-
glabri. Semina (immatura) circiter 8 mm. longa, longe ro-
strata, coma semen cum rostro fere bis superante.
E. violacea VELL. — MULL. ARG., I. ec, pag. i58,
Minas Geraes: Caldas (2/1 1868. REGNELL III: 2046. Florigera.).
In herb. Regnell. Stockholm. deest; specimina in herb. Musei bo-
tanici Upsal. asservantur.
E. peltata VELL. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 159.
Minas Geraes: Caldas (/11 1854. LINDBERG 191. — REGNELL
IIT: 883: ?4/2 1862. Fructibus submaturis ornata. — 20/11 1864.
Florigera. — ?!/12 1867. Florigera.), Serra de Caldas (23/10 1873.
MosÉNn 622. Florigera.); Rio Grande do Sul: Silveira Martins
pr. Santa Maria (In silva primeeva. $/3 1893. MarmeE 690.
Fructibus immaturis ornata.).
E. sulphurea VELL. — MULL. ARG. 1. c. pag. 151 (Mesechites).
Såäo Paulo: Cajuru (/3 1857. REGNELuL III: 881. Florigera.);
Matto Grosso: Cuyabå (In humido, inter Cyperaceas altas.
13/4 1894. MALME 1328 B. Florigera.).
Frutex volubilis. Tubus corolle albus, limbus dilute
flavoviridis.
In specimine Regnelliano, quod cum speciminibus Riede-
lianis Mansoanisque a celeberr. MÖLLER commemoratis om-
nino congruit, folia sunt usque ad 8 cm. longa, 3,» em. lata,
elliptica, basi acuta (haud rotundata), apice subacuta v.
subobtusa, acuminata, nervis secundariis (majoribus) utrogue
latere circiter 10. In speciminibus e Cuyabå reportatis folia
magis coriacea, minus distincte marginata, 3—10 cm. longa,
3 cm. (rarius usque ad 4 cm.) lata, oblonga v. ovato-oblonga,
basi rotundata, apice subobtusa mucronataque, nervis secun-
dariis (majoribus) utroque latere circiter 10. Quoad flores
vix discrepant.
E, trifida JAcCQ. -— MULL. ARG., 1. c. pag. 151 (Mesechites).
(= E. Sancte Crucis SPENC. MOORE, Trans. Linn. Soc. London. 2nd
Ser: "Viol, IVT Part fo CLS aARNN
Paraguay: Colonia Risso pr. Rio Apa (In margine silve,
locis humidis, nec non in fruticetis ripe fluminis Paraguay.
30/10 1893. MALME 1058. Florigera. — ?9/10 1893. MALME 1058 Pp);
Matto Grosso: Santa Cruz da Barra (In ripa silvatica inundata
XX ”
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 10. 17
fluminis Paraguay. 14/3 1894. LINDMAN 3181. Fructibus ma-
turis ornata.).
Frutex sinistrorsum volubilis. Corolle limbus albus —
cremeus, tubus dilute roseus. Folliculi mox separati, sub-
cylindracei, apice angustati, haud torulosi, glaberrimi, subni-
tidi, castanei, usque ad 22 cm. longi, circiter 3 mm. crassi.
Semina sublinearia, basi angustata acutaque, erostria, (praeter
sulcum ' ventralem) esulcata, sat indistinete sericea, 12—14
mm. longa, 1,5 mm. lata, coma fragili, fulva v. ferrugineo-
fulva semen aliquantulum superante.
Indumentum paullulum variat. In speciminibus nostris
N:o 1058, loco minus humido collectis, folia subtus pilis gra-
cillimis, brevibus, sparsis ornata, petioli, ramuli, pedunculi
pedicellique puberuli; in N:o 1058 8 folia utringque glaber-
rima, ramuli, nodis puberulis exceptis, petioli, pedunculi pe-
dicellique subglabri.
Floribus folliculisque paullulo minoribus a planta a cele-
berr. MöLLER descripta recedit, forsan pro varietate australi
speciei sit habenda nominandaque var. Sancte Örucis (SPENC.
MooRE).
Stipecoma MUöLL. ARG.
St. peltigera (STADELM.) MULL. ARG. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 176.
Matto Grosso: Serra da Chapada, prope Såäo Jeronymo (In
declivibus rupium; locis apricis, subhumidis. 15/6 1894. MALME
1689 B. Fructibus maturis submaturisve ornata. ).
Macrosiphonia MuLL. ARG.
M. velame (S:t HiL.) MörL. ARG. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 138.
Minas Geraes: Caldas (In campis. 1843. REGNELr III: 878.
Sa 1861. RAGNELnL II: 878. Florigera. — 19/1 1865. REG-
NELL ITIT: 878. Florigera. — 19/3 1865. REGNELL III: 878. Fruc-
tibus submaturis ornata.) Serra de Caracol (In campo sicco aprico.
1/12 1875. MosÉnN 4267. Florigera.).
»'Velame” incol. Calycis dentes rubescentes. Corolla alba,
tubo intus suborsum luteo, deorsum flavo-viridi. Alabastra
extus rubescentia.> (MOosEN.)
E diario nostro etiam in vicinitate oppidi Cuyabå (civit.
Matto Grosso) occurrit, at specimina non reportavimus.
18 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
M. virescens (S:t HiL.) MöLL. ARG. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 139.
Minas Geraes: Uberaba ("3/11 1848. REGNELL II: 184 p. p-
Fructibus submaturis ornata.).
I
M. longiflora (DEsF.) MöLL. ARG. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 140.
Minas Geraes: Caldas (In campo arido. ?9/10 1859. REGNELL
II: 184 p. p. — ?9/11x 1867. REGNELL IT: 184 p. p:' Florigera.);
Matto Grosso: Cuyabå (In campo glareoso aprico. ?t/11 1893.
MaALME 1158 B. Floribus fructibusque immaturis submaturisque ornata.).
M. longiflora (DEsF.) ” guaranitica (S:r HIL.). — MÖLL. ARG.,
I. e. pag. 139 (ut propria species).
Rio Grande do Sul: Cruz Alta (In campo arenoso, aprico,
parce gramiroso. ?7/3 1893. MALME 732 B. Florigera. — B/4
1893. MALME 732 B”". Fructibus maturis submaturisque ornata.);
Paraguay: Paraguari (Reportavit LINDMAN 3881!/2.).
In Rio Grande do Sul pluribi, ex. gr. ad Såäo Martinho
et in vicinitate oppidi Porto Alegre, observata.
M. longiflore (DEsF.) MörL. Are. peraffinis, quacum forsan
formis intermediis sit conjuneta. Optima nota nobis quee-
renda esse videtur in seminibus, quorum coma in M. " gua-
ramnitica (S:t Hin.) multo longior, ut jam indicat celeberr.
MÖLLER; quam notam tamen in uno solummodo specimine exa-
minare potuimus.
M. verticillata MöULL. ÅRG. — MÖULL ARG., 1. c. pag. 140.
var. petraea (S:t Hin.) MöLL. ARG.
Paraguay: Paraguari (Reportavit LINDMAN 3705).
var. intermedia MöLL. ARG.
Paraguay: Colonia Risso pr. Rio Apa (In campo aperto
argillaceo-arenoso. 19/10 1893. MaALmME 1074 B. Florigera.), Para-
guari (Reportavit LINDMAN 3703!/2.).
var. pinifolia (S:T Hin.) MöLL. ARG.
Minas Geraes: loco haud indicato (1845. WIDGREN.); Rio
Grande do Sul: pr. Cachoeira (In campo arenoso, graminoso.
aprico. 15/2 1893. MarmzE 600 B. Florigera.).
Varietates hic commemorate foliorum forma numeroque
nec non longitudine pedunculi adeo inter sese discrepant, ut
forsan melius ut proprige species sint proponende. Var. petrea
(S:r HIL.), que in Argentine civit. Entrerios haud rara esse
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 10. 19
videtur, foliis fere omnibus oppositis sepe gaudet; a M. longi-
flora (DESF.), quacum ab auctoribus, ex. gr. GRISEBACH, non-
numquam fuit commixta, jam indumento foliorum — supra
pilis sparsis crispulis (nec arachnoideis) munitorum — differt.
Dipladenia A. DC.
D.: tenuifolia (MIK.) C. ScHuM. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 121
(D. polymorpha MÖLL. ARG-.).
Minas Geraes: Capivary pr. Caldas (In arena humidiuscula.
SENOR SR HGNELG LIL Sto pP- Pp. Fructibus maturis floribusque
nonnullis ornata. — Supra rupes humo tectas. 1,12 1873. MosÉn
SENIFERNiNorigera. — a YS1 LOCK. NEGNELL LER 8Tå p- Pp. - Eloribus
fructibusque maturis ornata.), S. Thomé (52 1857. REGNELL IIT: 873
p- Pp. Florigera.); Såäo Paulo: Canna Verde (/10 1855. REGNELL
III: 873 p. p. Florigera); Matto Grosso: Santa Anna da Cha-
pada (In »cerrado» minus denso, arenosc, subhumido. ?7/2 1894.
MALME 1438 B. Floribus fructibusque immaturis ornata.).
Tubus corollze extus coccineus, intus vitellinus, lobi limbi
roseo-lilacini margine dextro (extrinsecus viso) coccineo (MosÉN).
Specimina e Matto Grosso reportata usque ad 40 cm.
alta, foliis usque ad 7 cm. longis, 2,» mm. latis, folliculis
glabris usque ad 10 cm. longis; ad var. intermediam MöLL.
Are. aliquantulum accedunt.
D: spigeligeflora (STADELM.) MöLL. ARG. — MÖLL. ARG., 1. c.
pag. 122.
Minas Geraes: Caldas (Locis humidis. REGNELL IIT: 874
Pp. p.: '/2 1854, 1/1 1861. Florigera.), Uberaba, Formigas (15/12
1848. REGNELL III: 874 p. p. Florigera.); Matto Grosso: Santo
Antonio pr. Cuyabå (Loco graminoso, uliginoso. ?1/12 1893.
MaALME 1256. Florigera.).
D. xanthostoma (STADELM.) MULL. ARG. — MÖULL. ARG., 1. ci
pag. 123.
Minas Geraes: Caldas, pluribi in campis aridis (REGNELL
ET: 875: ”/12 1862; 6/11 1875, ?/12 1876. — LINDBERG 193:5/5
1853. — WIDGREN 372. — MosÉnN 945: 15/11 1873. — MosÉn 4262:
20/11 1875. — MOoOsÉN 4264: ?/2 1876. Forma »in graminosis apertis
-
et depressis> crescens, foliis angustioribus, usque ad 7 cm. longis, cir-
citer 1,5 cm. latis, recedens. — Omnia florigera.); Såäo Paulo: Serra
» 20 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
de Caracol (Locis aridis. 1/12 1875. MosÉnN 4263. Florigera.);
Rio Grande do Sul: inter Cascata de Hermenegilda et Pelotas
(In 'campo sicco, aprico. 13/12 1892. MALME 458. FHFlorigera.),
Piratiny pr. Pelotas. 19/12 1892. MaALME 458 p. Florigera.).
D:; linearis. MULL. ARG. — MULL. ARG, 1. ec pag: 128.
Minas Geraes: loco haud indicato (WIDGREN 63).
D. gentianoides (A. DC.) MörL. ARG. — MÖLL. ARG., 1. ec.
pag. 124.
var. velutina (STADELM.) MÖULL. ÅRG.
Minas Geraes: loco haud indicato (WIDGREN 371), Caldas
(REGNELL I: 281: 15/1 1862, florigera; ?/5 1570, fructibus submaturis
ornata; 6/11 1874, florigera. -— Capivary, in campo sicco aprico.
1/32 1873. MosÉn 944. Florigera).
Forma lonyiloba MÖULL. ARG. cum genuina mixta occurrit.
Var. Pohliana (STADELM.) MALME. — MÖLL. ARG., 1. c. pag. 124.
(D. gentianoides var. glabra MÖLL. ARG.).
Minas Geraes: loco haud indicato (WIDGREN); Såäo Paulo:
Såo Joåo de Boa Vista (In campo sicco aprico, »Campo Triste»
dicto. 15/;2 1875. MOosÉn 4260. Florigera. — Forma longiloba
MULL. ARG.); Matto Grosso: pluribi in vicinitate oppidi Cuyabå
(In campis apertis glareosis v. arenosis. MALME 1190. ?/12
1893, 7/12 1893, 9/12 1893, florigera; ?/9 1894, floribus fructibusque
immaturis ornata.).
Corolla rosea, basi loborum et fauce lilacinis, fundo tubi
intus luteo (MosÉn). Corolla rosea, tubo basin versus luteo,
fauce intus purpurea (MALME).
D. illustris (VELL.) MöLL. ARG. — MÖLL. ARG., 1. c. pag. 125.
Minas Geraes: pluribi in vicinitate oppidi Caldas, in campis
siccis apricis (WIDGREN 370. — REGNELL I: 280: ?0/10 1861, ?/11
1861, 3/10 1868. Omnia florigera. — REGNELL I: 280 b, 18/12 1864.
Florigera. -— MOSÉN 942,1 ?9/11, 18738; 42610 19/11 18055 9430
1873. Omnia florigera.).
Specimina omnia supra citata ad 2 tomentosam a rotundi-
foliam 2 pubescentem Mörr. ARG. pertinent, exceptis REGNELL
I: 280 b, quod folia habet usque ad 11 cm. longa, circiter 7
cm. lata, acuta, et MosÉN 943, cujus folia sunt late obovata
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:0 10. 21
6—7 cm. Jlonga, circiter 4 cm. lata, obtusa, fores paullulo
minores. Quoad indumentum omnia bene congruunt.
»Corolla rosea, centro purpureo, tubo pallidiore et intus
luteo» (MosÉnN 4261); »pedunculi, calyx et tubus corollie extus
+ rubentes, tubus intus pallide flavovirens, fauces albido-
et puniceo-radiate, limbus saturate roseus, subtus pallidior»
(MosÉnN 942).
D. venulosa MöLL. ARG. — MULL. ARG., 1. c. pag. 126.
Minas Geraes: Serra de Caldas (REGNELL III: 876: /3 1847,
fructibus maturis submaturisve ornata; 6/11 1861, florigera; ??/10 1874,
florigera. — In fissuris rupium apricarum. MosÉn 947, 10/12 1873,
florigera; MOSÉN 4265, ?09/10 1875, fructibus immaturis submaturisque
ornata.).
Frutex usque ad 1 m. altus. Corolla alba, tubo intus
vitellino (MosÉn). Folliculi glabri, cylindracei, haud torulosi.
12—16 cm. longi, 3—4 mm. crassi.
Adsunt preterea specimina DPipladenie sp., fruticosee,
»scandentis — volubilis», e civit. Säo Paulo (Santos, in ripa
amnis Buturoca. >?/2 1875. MosÉn 3435.) reportata, D. fra-
granti A. DC. affinis: ramis sarmentosis, glaberrimis; foliis
oppositis, glaberrimis, ovatis, acuminatis, basi rotundatis, 8—9
cm. longis, 3,,—4,5 cm. latis, nervis secundariis utroque latere
circiter 7, petiolo 3—3,> em. longo, glabro; racemis axillari-
bus, pedunculo circiter 3 cm. longo, pedicellis glaberrimis;
lobis calycis triangulari-ovatis, acuminatis, vVix 3 mm. longis;
corolla infundibulari, 3,5 cm. longa, parte infima tubi cylin-
dracea lobos calycis fere ter suvperante; folliculis cylindraceis,
haud torulosis, glabris, circiter 18 cm. longis, 2 mm. crassis.
Forsan sit species nova; at, flore unico bene evoluto
suppeditante, ei novum nomen imponere nolumus.
Rhodocalyx MörrL. ARG.
Rh. rotundifolius MöLL. ARG. — MÖLL. ARG., 1. c. pag. 173.
Minas Geraes: Uberaba (7/12 1848. REGNELL III: 885 p. p.
Florigera.), Alfenes, Serra da Boa Esperanca (5/11 1865. REG-
NELL III: 885 p. p. Florigera.); Säo Paulo: Batataes (/4+ 1849.
REGNELL III: 885 Pp. Pp. Fructibus submaturis ornata.), Canna Verde
(/10 1855. REGNELL III: 885 p. p. Florigera), Säo Joåo de Boa
Vista (In campo arido, dicto Campo triste. 15/12 1875. MOosÉn
22 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
4270. Florigera.); Matto Grosso: Cuyabå (In campo; locis apertis,
arenosis v. in fruticetis. ?4/11 1893. MALME 1154. Florigera.).
Bractex calyxque roseo-violaceex, lobi corolle obscure purpurei,
annulus faucis cerinus.
Odontadenia BENTH.
O. hypoglauca (STADELM.) MöULL. ARG. — MULL. ARG. 1. fc.
pace.
Matto Grosso: Cuyabå (In »cerrado». ?5/5—5/6 1894. MALME
1642. Florigera.).
Specimina a nobis reportata cum tab. 35 A, fig. I (Flore
brasil. fasc. cit.) bene congruunt, at folia magis sunt obtusa
et limbus corollze multo latior (usque ad 5 cm. latus).
Folliculi, a nobis exeunte Junio 1894 collecti, 15—20 em.
longi, circiter 8 mm. crassi, apice haud coheerentes, leves,
glaberrimi, subeylindracei v. anguste fusiformes, haud torulosi,
apicem versus angustati, acuti. Nemina numerosissima, (im-
matura) fusiformia, esulcata, breviter rostrata, usque ad 10
mm. longa, 1,5 mm. crassa, coma usque ad 2,5 cm. longa.
Ab O. nitida (VAHL) MöLL. ARG., cui sine dubio peraffinis
est, et foliis majoribus crassioribusque, subtus multo distinc-
tius incano-tomentellis et corollze tubo, ut jam indicat celeberr.
MÖöÖLLER, »paullo infra medium staminigero, sub staminibus
contracto, ceterum fere tota longitudine cylindrico, apice cam-
panulato-dilatato» et limbo multo latiore differt. In O. nitida
stamina minus alte inserta sunt, corolle tubus gracilior, »infra
stamina constrictus, usque ad apicem antherarum v. paullo
altius subeylindricus, dein sensim et anguste tubuloso-campanu-
latus».
O. nitida (VAHL) MöULL. ARG. — MÖLL. ARG., 1. c. pag. 122.
Matto Grosso: Cuyabå (In dumetis ruderalibus, »charra-
vasco», alte volubilis. 13/6 1894. LINDMAN 3568. Floribus fruc-
tibusque valde immaturis ornata.).
Corolla pallide flava, fauce anguste campanulata, intus
testacea, 15-striata (LINDMAN).
Specimina a cl. LINDMAN reportata cum Kapplerianis (N:o
1449) a celeberr. MÖLLER commemoratis sat bene congruunt.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 10. 23
O. Zuccariniana (STADELM.) C. ScHUM. — MULL. ARG., 1. c. pag.
112 (Anisolobus hebecarpus var. tomentosus).
Säo Paulo: Batataes (/2 1849. REcGNELL III: 880 p. p.
Florigera.), inter Canna Verde et NSäo Joåo (s. a. REGNELL
IIT: 880 p. p. Florigera.), Cajuruä (/3 1857. REGNELL ITIT: 880
p. p- Florigera.); Matto Grosso: Cuyabå (In »cerrado». 19/4 1894.
MaALME 1536. Florigera.), Serra de TItapirapuan (In campo
dumetoso, »cerrado». ?9/4 1894. LINDMAN 3337. Florigera.).
Frutex alte volubilis. Flores fragrantes, corolla alba,
fauce flavoviridi.
Quoad folia valde protea species. Specimina Regnelliana
e Batataes et Canna Verde nec non Lindmaniana folia ha-
bent fere eadem forma ac specimen tab. 33 (Flora brasil.
fase. cit.) delineatum. In speciminibus a nobis collectis folia
sunt ovalia, obtusissima v. subemarginata mucronulataque,
7—11 cm. longa, 4,—7 cm. lata, nervis secundariis utroque
latere circiter 8. Dicatur f. ovalifolia MALME. Planta e
Cajuru reportata foliis recedit lanceolatis v. ovato-lanceolatis,
12—16 cm. longis, 3,,—5 cm. latis, acutis, nervis secundariis
utroque latere circiter 12, nec non laciniis calycis longioribus
(usque «ad 15 mm. longis, 5 mm. latis). Dicatur f. angusti-
folia MALME.
Rhabdadenia MöLrL. ARG.
Rh. Pohlii MöLL. ARG. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 174.
Minas Geraes: Uberava, ad Melancias (!7/10 1848. REGNELL
III: 886. Florigera. — Var. suberecta MÖLL. ARG.); Matto Grosso:
Santa Cruz da Barra (In campo inundato v. paludoso, locis
»bahias», »banhados» dictis. 11/3 1894. LINDMAN 3111. Florigera.
— Var. volubilis MULL. AÅRG.).
Corolla pulchre rosea (LINDMAN).
Mandevilla LiNnDL.
(= Amblyanthera MöLL. ARG.)
M. funiformis (VELL.) C. ScHUM. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 144
(sub Amblyanthera).
Säo Paulo: Santos (In margine silve litoralis. 09/2 1875.
MosÉN 3193. Florigera. — Alto da Serra; supra terram abrup-
tam, apricam repens. ?5/2 1875. MOosÉnN 3272. Florigera.).
Specimina reportata ad var. peduncularem MÖULL. ARG. pertinent.
24 MALME, EX-HERBARIO REGNELLIANO.
M. scabra (RoEM. & NSCHULT.) C. SCHUM. — MULL. ARG., 1. c.
pag. 146 (Amblyanthera versicolor [STADELM. |)
Såo Paulo: loco haud indicato (REGNELL IIT: 879. Fructibus
maturis immaturisque ornata.), Mogy Mirim (In fruticeto humido
scandens. 15/3 1874. MosÉn 1462. Florigera.).
Folia speciminum Mosenianorum 4,,—6 cm. longa, 2—3
cm. lata, petiolo brevi, circiter 3 mm. longo, acuminata, supra
glabra v. secus nervum primarium parce pilosa, subtus sat
dense cinereo- v. albido-velutina; rami novelli sat parce bre-
viterque pilosa; lobi corolle pilis longis, parcis — parcissimis
vestiti, tubo extus leviter puberulo.
Folliculi speciminum Regnellianorum subsimilium gemini,
apice diu coherentes, usque ad 12 cm. longi, circiter 2,5 mm.
crassi, leviter torulosi, pilis brevibus gracilibusque parce vestiti;
semina 3—9 mm. longa, circiter 1,> mm. lata, parce hispidula,
basi angustata, coma fulvo-ferruginea fere duplo longiore.
M. hispida (RorEM. & SCHULT.) MALME. — MÖULL. ARG., 1. c. pag.
147 (sub Amblyanthera).
IC. tab. nostr. II fig. 3.
.
Såäo Paulo: Santos (In ripa amnis Buturoca. ?9/1 1875.
MOsÉN 3432. Floribus fructibusque immaturis submaturisque ornata.).
Folia 8—13 cm. longa, 3—7 cm. lata, ovato-elliptica,
acuta, subeaudato-acuminata, et supra et subtus sat parce
hirsuta. Corolle tubus supra antheras campanulato-ampliatus
(fere ut in M. auriculata [STADELM.]), ad antheras extus pilis
albis, longis, crispulis, sat densis vestitus, ceterum subglaber.
Folliculi gemini apice diu coheerentes, arcuati, distincete toru-
losi, pilis albis, longis, cerispulis sat parce vestiti, circiter 10
cm. longi, 2—4 mm. crassil. Semina circiter 12 mm. longa,
3 mm. lata, subfusiformia, utrinque acuta, erostria, praeter
sulecum ventralem latum esulcata, levissime puberula, coma
nitida, albida v. fulvescente semen paullulum superante.
Arcte affinis M. hirsute (RICH.), que secundum specimina
a KAPPLER (N:o 1605) et SaGor (N:o 381) collecta foliis multo
minoribus, 6—8 cm. longis, 2—2,,(—3) cm. latis, et indumento
omnium partium densiore nec non lobis calycis longioribus
(10 mm. longis et ultra) recedit.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AED. III. N:0 10. 25
M. lasiocarpa (A. DC.) MALME. — DC. Prodr. VIII, pag. 463 (Echites);
MULL. ARG., Vidensk. Meddel. fra naturhist. Foren. Kjöbenhavn,
1869, pag. 113 (Amblyanthera); MÖLL. ARG., Flor&e brasil. fasc.
cit. pag. 148 (Amblyanthera hispida var. tomentosa.).
Toltab) Dostr. I fex2; II fig: 2.
Matto Grosso: Cuyabå (In silvula minus densa, loco sub-
humido. ?/12 1893. MALME 1196. Floribus fructibusque valde im-
maturis ornata. Ex iisdem individuis fructus maturos [perma-
turosque seminibus delapsis] 3/5 1894 collegimus.).
Frutex alte sinistrorsum volubilis. Rami pilis albis
mollibus pubescentes. Folia 83—13 cm. longa, 4—5(—5,5) em.
lata, obovata v. late oblonga, cuspidata, supra pilis brevibus
pubescentia v. hirtula, subtus pilis longioribus pubescentia.
Corolla flava, tubo intus et fauce purpureis, tubo subcylin-
draceo, medio (infra stamina) constricto, fauce repente am-
pliata, tubo tota longitudine et limbi partibus in alabastro
obtegentibus albido-pubescentibus. Folliculi gemini apice diu
coherentes, arcuati, sat distincete torulosi, albido- v. fulve-
scenti-tomentosi v. dense pubescentes, usque ad 15 cm. longi,
2—3(—4) mm. crassi. Nemina sat numerosa, subfusiformia,
sulco ventrali latissimo, ceterum esulcata, subrostrata, levis-
sime sericea, circiter 10 mm. longa, 2 mm. crassa, coma fer-
ruginea v. aureola, molli, circiter 1,5 cm. longa.
M. auriculata (STADELM.) C. ScHUM. — MÖLL. ARG., 1. c. pag.
148 (Amblyanthera fluminensis [A. DC.] forma genuina).
Minas Geraes: Uberaba (!/1 1849. REGNELL II: 183 p. p.
Fructibus submaturis ornata.), Serra de Caldas (REGnerr II: 183
Pp. Pp: 1847, fructibus maturis ornata; 1866, forigera; 30/12 1879,
florigera. — In silvis humilioribus. ?/12 1873. MosÉN 940. Flori-
gera), Serra de Caracol (In fruticeto. ?9/12 1875. MosÉn 4269.
Florigera.).
Frutex gracilis, volubilis; folia supra lucida, gramineo-
viridia, nervis immersis, subtus opaca, pallida, nervis emersis;
indumentum (plante viva) albidum; corolla intus limbo luteo,
tubo albido, fauce scarlatina, extus coloribus iisdem at sordi-
dioribus pieta (MosÉn). Folliculi gemini castaneo-nigricantes,
hirsuti, 10—12 cm. longi, usque ad 4 mm. crassi, manifeste
torulosi, arcuati, apice coherentes (fere ut in M. hispida var.
tomentosa MöLrrL. ARre.; Flor. brasil. fasc. XX VI, tab. 44, fig.
IIT). Semina ellipsoidea-—oblonga, subglabra, preter sulcum
26 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
ventralem latum fere esulcata, circiter 8 mm. longa, usque
ad 2,» mm. lata, coma molli, fulvo-ferruginea, circiter 2 em.
longa, caduca.
Laseguea A. DC.
L. erecta (VELL.) MULL. ARG. — MÖLL. ARG., l. c. pag. 135.
Minas Geraes: loco haud indicato (WIDGREN), Caldas (REG-
NELL I: 286: /2 1846. Florigera. — 12/5 1866. Fructibus maturis
ornata — 16/2 1874. Floribus fructibusque immaturis ornata. — /11
1854. LINDBERG 193 a. Florigera. — In campo sicco aprico.
20/11 1875. MOosÉnN 4266. Floribus fructibusque immaturis ornata.);
Såäo Paulo: Canna Verde (/a4 1848. REGNELL I: 286 p. p. Fruc-
tibus submaturis ornata.).
Omnia ad var. Guilleminianam (A. DC.) MÖULL. ARG. pertinent.
Nerium L.
N. oleander L.
Cultum in Rio de Janeiro; specimina reportavit WIDGREN.
Forsteronia G. F. W. MzEr.
F. refracta MULL. ÅRG. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 97.
Säo Paulo: Serra de Caracol (!9/2 1874. MosÉn 1464. Fruc-
tibus submaturis ornata.); Rio Grande do Sul: Silveira Martins PE:
Santa Maria (In silva minus densa. 15/3 1893. MALME s. n.
Sine floribus fructibusve.).
In speciminibus in Herb. Regnell. asservatis flores om-
nino desunt; nihilo minus determinatio mihi sat certa videtur.
In axillis nervorum foliorum adsunt domatia, que dicunt,
ore rotundo vel ovali pilis munito (qualia in F. brasiliensi
A. DC. quoque adsunt; vide LunNpstrRöm, Die Anpassungen
der Pflanzen an Thiere [Upsala 1887], pag. 38).
Folliculi glabri, castanei, torulosi, nodis 5—8 3—5 cm.
inter sese distantibus, usque ad 55 cm. longi, inter nodos 2
mm. crassi, nodis 7—8 mm. crassis (fere eadem forma ac in
Forsterowia rufa MARrt. at crassiores robustioresque). Semina
circiter 1,75 cm. longa, fusiformia, glabra, profunde longitudi-
naliter plurisulcata, coma nitida, basin versus rubella, apicem
versus aurea, 4—5 cm. longa.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:o 10. 27
F. rufa MARrRT. — MÖLL. ARG., 1. c. pag. 100.
Säo Paulo: Campinas (In margine silve. 20/7 1875. MOsÉnN
3957. Fructibus submaturis ornata.).
F. brasiliensis ÅA: DC. — MöLL. ARG., 1. c. pag. 102.
Rio de Janeiro: (1851. N. J. ANDERSSON); Sä0o Paulo: Santos,
in ripa amnis Buturoca (!?/1 1875. MosÉN 3434. Floribus non-
nullis fructibusque immaturis submaturisque ornata.).
Semina (immatura) angusta, sublinearia, basi paullulum
angustata, sulcis longitudinalibus paucis haud profundis or-
nata, presertim apicem versus puberula, coma molli, rubella
v. presertim apicem versus aurea, 3,—4 cm. longa.
F. glabrescens MöuöLL. ARG. — MÖLL. ARG., 1. c. pag. 102.
ON Tab. Dostr. II fig., 8.
Rio Grande do Sul: Porto Alegre (!?/o9 1892. MAaALmME s. n.
Fructibus maturis ornata. — In margine silvule, loco siceo. 3/11
1892. MALME 248. Specimina florum alabastris ornata, haud certe
determinanda.), Ilha dos Marinheiros pr. oppidum Rio Grande
(In arena mobili decumbens, loco aprico. ?4/11 1892. MALME
364. Florigera.), Cachoeira (In margine silvulre, loco sat sicco.
20/2 1893. MALME 602. Fructibus immaturis ornata.); Såo Paulo:
Batataes (/3 1849. REGNELL III: 882. Specimina fructibus sub-
maturis ornata, foliis ellipticis v. rarius anguste ovato-ellipticis 4—35
cm. longis, 1,25—2 cm. latis, tenuioribus recedentia; forsan ad propriam
pertineant speciem.).
Huc pertinet etiam BALANsaA 1369 (>Paraguari, dans les
forets; fruits juillet 1875.>).
Folliculi glabri, subnitidi, castanei, torulosi, nodis 7—10
(in speciminibus Regmnellianis 9—12) vulgo 1,5—2 cm. inter
sese distantibus, 20—25 cm. longi (in speciminibus Regnelli-
anis usque ad 30 cm. longi), inter nodos circiter 1,25 cm.
crassi, nodis cireciter 2 cm. crassis. Semina subfusiformia,
castanea v. fusca, opaca, glabra, distincte at haud profunde
longitudinaliter sulcata (sulcis vulgo 9), 6—7 mm. longa,
1—1,25 mm. crassa, coma molli, nitida, dilute aurea v. rubella,
2,5—3 cm. longa.
In axillis nervorum foliorum adsunt domatia ore con-
stricto, minimo, rotundo v. oblongo, pilis non munito (qualia
in speciminibus Regnellianis jam ab amico LUNDSTRÖM 1. c.
28 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
pag. 38 commemorantur: »Echites spec. Herb. Brasil. Regnell.
Ser. III. N:o 882; 35 äusserst kleine Griäbchen mit kaum
merkbaren Öffnungen; bewohnt>.).
F. pubescens ÅA. DC. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 104.
Paraguay: Colonia Risso pr. Rio Apa (Inter frutices silve
minus dense regionis calcareze. 2/10 1893. MALME 1038. Flori-
gera.), Asuncion (9/11 1893. ANrIsiIts 114. Florigera.).
Verisimiliter huc pertinet BALANSA 1371 a (1L'Assomp-
tion, dans les haies». /6 1874. Fructibus submaturis ornata. ).
Specimina Anisitsiana ad var. cordatam MöLL. ARG., notis
levibus distinctam, pertinent.
Folliculi (speciminis a BALANSA collecti) glabri, castanei,
13—-17 cm. longi, circiter 3 mm. crassi, subeylindracei, ob-
tusi, non v. valde indistinete torulosi. Semina (immatura)
9—10 mm. longa, 1,,—2 mm. lata, sublinearia v. basin versus
paullulum angustata, glabra, fere esulcata, coma nitida, ru-
bella, circiter 2,> cm. longa.
F. multinervia A. DC.
Säo Paulo: pr. Såäo Joåo de Boa Vista (In silva primeeva.
3/12 1875. MOsSÉN 4271. Floribus fructibusque novellis unoque per-
maturo, seminibus jam delapsis, ornata.).
Folliculi novelli dense ferrugineo-tomentosi; maturi glabri
suberoso-rugosi, castanei, subeylindracei v. anguste fusifor-
mes, haud torulosi, acuti, 18—20 cm. longi, 6—8 mm. crassi.
MÖULL. ARG., 1. c. pag. 104.
— var. microphylla MöULL. ARG. — MULL. ARG., 1. e. pag.: 105.
Minas Geraes: Caldas (In silva primeeva. REGNELL III: 877:
3/6 1854. Fructibus maturis ornata. — /10 1864. Florigera. — /10
1867. Florigera et fructibus permaturis seminibus delapsis ornata. —
/4 1868. Fructibus maturis ornata. — ??/10 1877. Florigera.).
Folliculi maturi glabri, castanei—fusci, subeylindracei v.
anguste fusiformes, acuti, haud torulosi, 7—8(—9) em. longi,
circiter 4 mm. crassi. Semina fusco-castanea, oblonga, esul-
cata, apicem versus parce brevissimeque pilosa, 6—7 mm.
longa, circiter 2 mm. lata, coma molli fulvo-ferruginea, cir-
citer 2,5 cm. longa.
Et habitu et notis perplurimis, ex. gr. foliis folliculisque
minoribus, indumento longiore, obscuriore, a F. multinervia
A. DC. valde recedit.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24: AFD. III. N:0 10. 29
Prestonia RB. Br.
P.: lanata MöLL. ARG. — MÖULL. ARG., 1. c. pag. 164.
Minas Geraes: inter ponte do Sapucahy et Retiro (2/1 1868.
REGNELL III: 1600. Florigera.); Såäo Paulo: Mogy Mirim (9/3
1374. MosÉn 1461. Florigera.).
Corolla lutea.
P. sericocalyx MALME n. sp.
Frutex alte volubilis. Rami pilis sat brevibus, mollibus,
plerumque reflexis sat dense fulvo-tomentosi. Folia inter-
nodiis vulgo breviora, (12—)14—18(—20) em. longa, (6—)8—10
(—11) cm. lata, breviter petiolata, petiolo dense et sat molliter
fulvo-piloso, circiter 5 mm. longo, obovata v. elliptica, basi
angusta obtusa v. subeordata, apice acuminata, supra sub-
viridia, sat parce pubescentia (junioria subsericea), subtus
dense albido- v. fulvescenti-tomentosa, indumento in nervis
paullulo obscuriore, nervis secundariis subtus emersis, utroque
latere circiter 7, angulo 45—55” insidentibus, marginem ver-
sus arcuatis, nervis tertiariis manifeste junctis. Cymee densee,
multiflore, umbelliformes, foliis multoties breviores; pedun-
culo 1—2 cm. longo, dense fulvo-tomentoso v. fulvo-villoso;
bracteis anguste lanceolatis, longe acuminatis, dense fulvo-
villosis, pedicellos superantibus, usque ad 17 mm. longis,
usque ad 3 mm. latis; pedicellis vulgo circiter 10 mm. longis,
dense fulvo-villosis v. sericeis. Calyx extus albido- v. fulve-
scenti-villosus v. sericeus, intus albidosericeus; laciniis oblongis
v. anguste ovatis v. ellipticis, breviter acuminatis, tubo co-
rolle equilongis v. paullulo brevioribus, circiter 16 mm.
longis, 7 mm. latis; squamis triangularibus, truncatis, apice
irregulariter dentatis, extus basin versus pilis longis, nitidis,
+ adpressis vestitis, ceterum glabris (inter squamas binee
adsunt squamule filiformes, squamis subequilongse). Corollae
lutee tubus 16—18 mm. longus, circiter 5 mm. crassus, cy-
lindraceus, extus albido-sericeus v. villosus, intus inter fila-
menta barbatus, ceterum glaber, fauce in plicam callosam
albam producta, circiter 2 mm. infra marginem calli appendi-
cibus 5 albis, linearibus v. apicem versus angustatis, circiter
2,» mm. longis, obtusis v. paullulum emarginatis, intus sulco
longitudinali munitis instructus; lobi patentissimi, 83—9 mm.
30 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
longi, 7—8 mm. lati, valde obliqui, intus (supra) glabri, extus
(subtus) parte in alabastro tegente albido-sericei, ceterum
glabri. Stamina 6—7 mm. infra faucem inserta, 7—8 mm.
longa (paullulum exserta); filamentis brevibus, basin versus
parce villosis; antheris 5—6 mm. longis, basi sagittatis, apice
acutis, glabris, cum stigmate et inter sese sat arcte coheeren-
tibus, solummodo parte dimidia superiore polliniferis. Nec-
tarium tubulosum, superne sensim constrictum, circiter 3
mm. longum, ovariis subduplo longius, apice quingque-lobatum,
lobis brevibus rotundatis, glabrum. Ovaria semiovoidea, glabra.
Stylus filiformis, cylindricus, esulcatus. Stigma anguste cla-
vatum, basi annulo quinquegono cirecumdatum, parte dimidia
superiore bifidum, lobis obtusis, coherentibus, apice barbatis.
(Folliculi ignoti.)
Matto Grosso: Coxipö (igreja) pr. Cuyabå (In margine sil-
vule nec non in »cerrado» sat denso. ?7/12 1893. MaALME 1276 B.
Florigera.), Cuyabå (?/1 1894. MarmE 1276 B”. Florigera.).
Antheris exsertis et indumento presertim calycis sericeo a speciebus
subsimilibus brasiliensibus facile dignota.
Haemadictyon LINDL.
H. acutifolium BENTH. var. latifolium MULL. ARG. — MöULL.
ARG UGL Pass LO
Matto Grosso: Cuyabå (In »cerrado» prope oppidum. ?2/3
1894. MAaALME 1475. Specimina floribus fructibusque immaturis sub-
maturisque ornata.).
Frutex alte volubilis, floribus luteis v. viridiluteis. Folli-
culi gemini diu tota longitudine coherentes, subeylindracei,
leviter torulosi, subglabri v. parce puberuli, apicem versus
angustati, ipso apice obtusi, usque ad 35 cm. longi, circiter
2 mm. crassi. MNemina (submatura) anguste fusiformia v.
sublinearia, utroque apice angustata, breviter rostrata, cir-
citer 10 mm. longa, 1 mm. lata, suleis longitudinalibus pau-
cis, sat indistinetis, coma nitida, alba, facile caduca, circiter
2 cm. longa.
Specimina a nobis reportata cum Mansoanis (sat incom-
pletis, in Mus. bot. Berolinensi asservatis), a celeberr. MÖLLER
commemoratis, sat bene congruunt.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL: BAND 24. AFD:. III. N:0 10. 31
få
H. Lindmanii MALME n. sp.
CERN. nostr. LI fet 10.
Frutex volubilis, ramis gracilibus, brunneis, parce verru-
culosis, ramulis gracillimis, circiter I mm. crassis, parce pube-
rulis v. subglabris, internodiis cireiter 10 cm. longis. Folia
sat longe petiolata, petiolo circiter 10 mm. longo indistincte
brevissimeque puberulo, elliptica (raro ovalia), 6—8(—10) cm.
longa, 3—4(—7) em. lata basi acuta et in petiolum paullulum
decurrentia (raro obtusata), apice acuminata, utrinque gla-
berrima, exceptis nervis majoribus supra parce puberulis,
supra obscure viridia, subnitida, subtus (sicca) cinereo- v.
luteolo-viridia; nervis secundariis utroque latere circiter 5,
subtus emersis, angulo semirecto v. minore insidentibus, mox
arcuatis, jam longe a margine folii remotis junctis, sub mar-
ginem ramos tenues emittentibus; nervis tertiariis conspicuis,
transversis. Cymee axillares, (forigere) foliis equilonge v.
longiores, usque ad 10(--12) cm. longee, racemiformes; pedi-
cellis vulgo geminis, circiter 10 mm. longis, vulgo + reflexis,
(2eque ac pedunculo) parce brevissimeque puberulis; bracteis
minutissimis, lanceolatis v. subulatis. Calyx quingquepartitus,
laceiniis lanceolato-triangularibus, acutis, circiter 4 mm. longis,
circiter 1,; mm. latis, + reflexis v. revolutis, extus (subtus)
parcissime brevissimeque puberulis v. glabris, intus (supra)
glabris, basi squamis late triangularibus, obtusis, apice in-
tegris v. bidentatis, glaberrimis munitis. Corollae luteze
v. citrine tubus 16—18(—20) mm. longus, circiter 4 mm.
crassus, subceylindraceus, basin versus paullulum inflatus,
supra stamina paullulum dilatatus, extus glaber, intus circa
stamina barbatus, ceterum glaber, fauce in plicam callosam
producta, circiter 3 mm. infra marginem plice appendicibus
5 subfiliformibus v. linearibus, intus suleco longitudinali mu-
nitis, apice haud emarginatis, 3,,—4 mm. longis instructus;
lobi patentissimi, valde obliqui, 8—10 mm. longi, circiter
6 mm. lati, extus (subtus) et intus (supra) glabri. Sta-
mina 4,—35 mm. infra marginem plice faucis inserta, 3—6
mm. longa (paullulum exserta); filamentis brevibus, gla-
bris; antheris circiter 5 mm. longis, basi sagittatis, apice
acutis, glabris, cum stigmate arcte coheerentibus, solummodo
parte dimidia superiore polliniferis. Nectarii glandule 5,
libere, crasse, oblonge v. ovato-oblongee, obtuse, circiter 1,5
d2 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
mm. longe (ovariis breviores). Ovaria subfusiformia, acuta,
glabra, circiter 2,; mm. longa, connata v. arcte cohzerentia.
Stylus filiformis, sulcis duabus longitudinalibus munitus, api-
cem versus clavato-incrassatus. Stigma sublineare v. leviter
clavatum, basi annulo indistinete quinguegono instructus,
parte tertia superiore bene circumscripta lutea, nitida, ovoidea,
neque bifida neque barbata. (Folliculi valde immaturi an-
gusti, subeylindracei, connati.)
Matto Grosso: Santa Cruz da Barra (In ripa silvatica inun-
data fuvii Paraguay. 72/3 1894. LINDMAN 3161. Specimina
florigera, unicum etiam folliculis valde immaturis ornatum.).
H. Gaudichaudii A. DC. affine; foliis latis, cymis longis racemi-
formibus, calycis laciniis parvis, ovariis ghkandulas nectarii superantibus
facillime dignotum.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:o 10.
Index nominum.
llamanda cathartiea. Ds sv « .. SÄVE
Amblyanthera fluminensis (A. DC.) MULL. ARG.
A. funiformis (VELL.) MULL. ARG. .
var. peduncularis MULL. ARG. . 5
A. hispida (ROEM. & SCHULT.) MULL. ARG. .
var. tomentosa MÖULL. ARG. .
A. lasiocarpa (A. DC.) MULL. ARG.
A. versicolor (STADELM.) MULL. ARG.
Anisolobus hebecarpus MULL. ARG. var. tomentosus MULL ARG. .
Aspidoperma australe MöLL. ARG.
A. cylindrocarpon MöLL. ARG.
A. dasycarpon A. DC.
A. guaraniticam MALME.
A. Ehotzkyanum MöLr. ARG.
A. olivaceum MöLL. ARG. .
A. platyphyllum Mörn. ARG.
A. Pohlianum MöLL. ARG. .
A. polyneuron MöLL. ARG.
A. pyrifoliaum Marr. |
A. quebracho blanco ScHLECHT.
A. ramiflorum MöLL. ARG.
A. subincanum MART..
A. tomentosum MART..
A: verbascifolium MöLL. ARG... . .
Condylocarpus Rauwolfie (A. DC.) Möt. Åren. |
Dipladenia fragrans A. DC. Lak TE) I
D. gentianoides (A. DC.) MöLL. ARG.
r. glabra MÖULL. ARG. s
var. Pohliana (STADELM.) MALME
var. velutina (STADELM.) MULL. ÅRG.
f. longiloba MöLrL. ARG. .
33
34 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
Jällustris (MEcL) Mönr ARG: Ser OPUS Era aeR
D
D. linearis MöULL. ARG.
D. polymorpha MULL. ARG. ks
D. spigelieflora (STADELM.) Möt. ÅRG.. kB
D. tenuifolia (MiK.) C. ScHUM. .
D. venulosa MöLL. ARG.. LR TS
D. xanthostoma (STADELM.) MöLL. ARG.
Echites coalita VELL. .
E. peltata VELL.
Sanct&e Crucis SPENC. MOORE.
. sulphurea VELL. .
Sätrinda, JACO=-
. vVarla STADELM.
. violacea VELL. . ;
Forsteronia brasiliensis ÅA. DC.
F. glabrescens MöLL ARG. .
F. multinervia A. DC. .
var. miecrophylla MöLL. ARG.
F. pubescens A. DC.
var. cordata MöLL. ARG.
HN refracta MULL. ARG.
F. rufa MART. 5
er speciosa GomMwz.
> undar Al DOT
var. minor MULL. ARG.
ERT
Heemadictyon acutifolium BENTH var. lattor Minut Ava
H. Gaudichaudii A. DC.
H. Lindmanii MALME ; |
Laseguea erecta (VELL.) MöLL. ARG. l al
var. Guilleminiana (A. DC.) MörL. ARG. .
Macrosiphonia guaranitica (S:r Hin.) Möir. ARG. .
M. longiflora (DeEsF.) MöLL. ARG.
M. velame (S:t HiL.) MöLL. ARG.
M. verticillata MöLL. ARG.
var. intermedia MöLL. ARG. . a
var. petrea (S:t HiL.) MöLL. ARG. .
var. pinifolia (S:t Hin.) MöLL. ARG. .
M. virescens (S:r HiL.) MöLL. ARG. ANS
Mandevilla auriculata (STADELM.) C. SCHUM.
M. funiformis (VELL.) C. ScHuM. .
M. hirsuta (RicH.) MALME .
15:
16.
16.
2.
21.
23.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AED. III. N:0O 10.
MESkispida (ROEM. & SCHULT.) MALME. . «oss « « Pag.
M. lasiocarpa (A. DC.) MALME.
M. scabra (Rorm. & ScHuLr.) C. SoHuM.
Nerium oleander L.. . . 2.
Odontadenia hypoglauca (STADELM.) nn. en
O. nitida (VAHL) MöLL. ARG. S
O. Zuccariniana (STADELM.) C. ScHUM.
f. angustifolia MALME .
f. ovalifolia MALME .
Plumiera Hilariana MöLL. ARG. .
P. lancifolia MöLL. ARG.
P. obovata MöLL. ARG.
Rarrubra, FORNA
Prestonia lanata MöLL. NE
P. sericocalyx MaALME .
Rauwolfia elliptica MALME
R. Sellowii MULL. ARG... . .
R. Weddelliana MöLrL. ARG. . .
Rhabdadenia Pohlii MöLL. ARG.
var. suberecta MöLL. ARG.
var. volubilis MöLrL. ARG. . :
Rhodocalyx rotundifolius MöLL. ARG.
Secondatia densiflora A. DC.
S. peruviana PorPr. & ENDL. |
Stipecoma peltigera (STADELM.) MöÖLL. ÅRert
Tabernzemontana affinis MöLL. ARG. var. lanceolata MöLL.
JAG NT /
. australis MöLL. ja s
: ceatharinensis A. DC. .
. fuchsiefolia A. DC. .
. Hilariana MöÖLL. ARG.
. leta MaARrr. .
Thevetia bicornuta MöLL. Ära
Th. neriifolia Juss. .
Vinca rosea L..
re neklselicel) >
N NN
2
FER IUNSAIRS MEs SNES Sj
NN No HH HH ON
Oo RS ON Oc
RR RR NN
= OT RR RR OM OM
36 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
Explicatio tabularum.
Tab. I.
Aspidosperma (Macaglia) guaramiticum MALME.
Käg Ramus floriger, foliis novellis. !/1.
> NE: Rölkum adultam. 31:
> Ta! BlosF S/i
> 1 fla. Pars corolle aperte explanate. 5.
> 1p. Pistillum, sepala. ”/1.
> Lf Folliculus. "4.
> Is KSemen. 2/41.
Mamdevilla lasiocarpa (A. DC.) MALME.
FDR US LOS EA
> 28 Semen a dorso visum: ?/1.
> 2 sd. Semen a dorso visum, coma detonsa. »?/1.
a I a a Vy a 1 vw 4 1 a 3 5/
2 sv. NSemen a ventre visum, coma detonsa. (a.
'Tab. II.
Mamndevilla lasiocarpa (A. DÖ.) MALME.
15 VG Folium. ?/s3.
M. lispida (RoEM. & SCcHULT.) MALME.
Fig forf.r BOLD 8:
Aspidosperma cylindrocarpon MULL. ARG.
Big tr döfrin HOllieui. FX
4,8-rySemen. a
A. ramiflorum MÖLL. ARG.
Hägar OKT ARONICUA FS
A. Ehotzkyanum MöLL. ARG.
isl I6rfra CRölliena Sa
/
>» 8 NSemen. 2/1.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 10. 37
A. quebracho blanco SCHLECHT.
Hig. tt fr. Fölliculus. ?/s.
> Ts. Semen. ?/s,
Forsteronia glabrescens MÖLL ÅRG.
Semen. !/4,
ua
NR8
> 8 sd. Semen a dorso visum, coma detonsa. >»?
3 sv. Semen a ventre visum, coma detonsa. >?/1.
Tab. III.
Rawwolfia elliptica MALME.
9. Ramus floriger. !/1.
san Oo Blos; 2/i
I a. Anthera ab intima parte visa. 5/1.
VISTE Stigma. 20/3,
>» 9 fr. Fructus, altero putamine denudato. !/1i.
>» Ip Putamen (semen unicum ineludens) apertum. 7/1.
dre. Rmbryo. 2
Hemadictyon Lindmanit MALME.
Hig: 10. Nodus, folia, inflorescentia. "i.
> 10 n. Calyx, nectarium, ovaria. ?/1.
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3. M-hispida (ROEM:& SCHULT) 4 ASpidc sperma cylindrocarpon MÖULL. ARG. 5. A. rarmäfloruma MULL. ARG.
Få
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2.Mandevilla lasiocarpa (A.DC),
(PCHLEGCHT, 8. Forsteronia glabrescens MÖLL. ARG.
6 A Lhotzkyanum MULL ARG, 7 A.quebracho blan:
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26. NEW YORK. &
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BIHANG TILL K. SVENSKA VET-ARAD. HANDLINGAR. Band 24. Afd HI. N:o IL
STUDIER ÖFVER VEGETATIONEN
I
MELLERSTA SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
I
FJÄLLVÄXTER I BARRSKOGSREGIONEN
AF
RUTGER SERNANDER.
STOCKHOLM
YCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER
1899
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Inledning.
Det är en såväl från Alperna som de skandinaviska
fjällen bland botanisterna väl känd erfarenhet, att under-
stundom de egentliga fjällväxterna uppträda på låga nivåer,
långt nedom de alpina och subalpina regionernas gräns-
märken. I litteraturen föreligga ända från LINNÉ intill våra
dagar sådana observationer, och olika teoretiska förklarings-
försök äro äfven framställda af olika forskare.
Problemet om orsaken till dessa förekomstsanomalier äger
onekligen sin stora betydelse för en rätt uppfattning af flere
biologiska och växtgeografiska frågor. Det har dock aldrig
varit föremål för någon mera omfattande behandling; hit-
hörande observationer äro i allmänhet för spridda och frag-
mentariska, tolkningarna ofta otillräckliga eller föga plausibla.
Under botaniska resor vid skilda tillfällen på 1890-talet
i Jämtland, västra Herjeådalen samt angränsande delar af
Trondhjems amt och Hedemarken har jag några gånger blif-
vit i tillfälle att göra anteckningar öfver hithörande feno-
men. Angående förekomsten af fjällväxter vid bäck- och
elfstränder har jag också, stödd på erfarenheter från som-
maren 1893, i en uppsats »Om s. k. glaciala relikter»! sökt
visa att de gjorda tolkningsförsöken ej kunna anses fullt
tillfredsställande. I de följande raderna ämnar jag taga
problemet mera generelt och framställa några ytterligare
observationer och däraf gjorda slutsatser, som möjligen kunna
bidraga att föra frågan vidare framåt.
Med »fjällväxter», »alpina och subalpina utposter» eller
helt kort »utposter» kommer i det följande att menas de af
den alpina och subalpina regionens former, som äro mer eller
mindre sällsynta i barrskogsregionen.
I afseende på nomenklatur följas i de fall, då auktors-
namn icke angifves, för kärlväxter HARTMANS Flora, 11:te upp-
1 Botaniska Notiser 1894.
4 oR. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
lagan, för mossor S. O. LINDBERG, Musci Scandinavieci och
för lafvar TH. M. Fries, Lichenographia scandinavica.
Vi öfvergå nu till en skildring af de yttre förhållanden,
under hvilka utposterna uppträda nedanför barrskogsgränsen.
Utposter i slutna växtsamhällen.
Björklundarne (Betuleta geraniosa HULT) i regio subalpina
äro en af fjällens mera artrika och intressanta växtsamhäl-
len. Samma formation uppträder äfven som bekant i barr-
skogsregionen, naturligtvis äfven 1 dess öfre delar. De yttre
förhållandena, kampen mot granen etc. tillåta emellertid
här sällan formationen att uppträda hvarken synnerligen
allmänt eller öfver stora vidder. Där de emellertid finnas,
innehålla de icke sällan fjällväxter, hvilka man annars ej
väntat på dessa nivåer.
Vackrast utprägladt blir detta, där barrskogsregionens
betuleta geraniosa sammanflyta med björkregionens.
I den botaniska litteraturen brukar talas om de vid-
sträckta härliga björklundar, som till omkring 200 m. i ver-
tikal riktning upptaga björkregionen på Hamrafjället i västra
Herjeådalen. Att hänföra hela detta björklundsområde till
björkregionen är emellertid oriktigt. Barrskogsgränsen skär
nämligen, som jag 1 en kommande uppsats om regionindel-
ningen skall visa, området i vertikal riktning 1 två etager,
af hvilka endast det öfre och till arealen minsta tillhör regio
subalpina, det nedre och större däremot barrskogsregionen.
Trots det att många tempererade arter, såsom Chrysan-
themum Leucanthemum, Cotoneaster, Daphne, Trifolium pratense,
efter hvad jag trott mig finna, successive uppåt försvinna,
är öfverensstämmelsen mellan undervegetationen vid omkring
900 meter uppe i regio subalpina och 700 m. ner i barrskogs-
regionen slående. Knappast någon af de arter, som finnas
uppe i den subalpina regionen, försvinner nämligen vid vandrin-
gen neråt. Ännu inemot denna låga nivå och några tiotal
meter neråt, där andra växtsamhällen uttränga björklundarne,
har jag exempelvis observerat Aconitum Lycoctonum, Aspidium
Lonchitis, Convallaria verticillata, Gnaphalium mnorvegicum,
Gymnadenia albida, Mulgedium alpinum, Phleum alpinum,
Ranunculus aconitifolius, Viola biflora ete., af hvilka Here,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. HI. N:01ll. >
då de anträffas så långt ner 1 barrskogsregionen, bruka an-
ses som subalpina främlingar (1895 och 1896).
Hedarne i de lägre regionerna äro dels utbildade på
gammal skogsmark, från hvilka träden försvunnit eller bort-
tagits, dels på marker, där en gång trädbestånd skulle in-
finna sig, såvida förhållandena fritt finge utveckla sig. Ehuru
de till sin uppkomst och fortvaro i mångt och mycket stå i
samband med diverse tillfälliga förhållanden, såsom excessiva
naturfenomen — t. ex. starka ihållande hafsvindar --- och
menniskans afsigtliga eller oafsigtliga ingripande, är deras
sammansättning föga växlande, och de formationer, hvaraf
de äro konstituerade, äga en öfverallt återkommande distinkt
fysiognomi.
I den alpina regionen, där heden blir en fullt naturlig
växtsamhälleskomplex, »fjällheden», som till på köpet kommer
att betäcka oöfverskådliga arealer, sönderfailer den 1 ett
större antal varianter, hvilka man, om man så vill, kan med
Hurt efter alternatbestånden gifva särskilda formations-
namn! Några af dessa varianter eller formationer äger den
alpina regionen gemensamma med lägre, andra och de festa
äro för densamma egendomliga. Karaktersväxter, normalt
ej förekommande under barrskogsgränsen, äro Alectoria
ochroleuca a rigida, Andromeda hypnoides, Arctostaphylos al-
pina, Azalea procumbens, Carex rigida, Juncus trifidus, Lyco-
podium alpinum, Pedicularis lapponica, Phyllodoce coerulea
och Salix herbacea.
Redan i den subalpina regionen är heden ej ett fullt
naturligt växtsamhälle, då den vanligen uppkommer genom
aflägsnandet af björkbestånd och hålles vid makt därigenom,
att detta på något sätt hindras att återinträda. Heden här-
städes uppträder under fjällhedens vanliga former.
I barrskogsregionen uppstår heden i de flesta fall genom
uthuggning af tall- eller björkskog. Då spridda träd få
kvarstå, uppstå tall- och björkhedar. Tallheden uppkommer
också därigenom, att i glesställda bestånd det ena trädet
efter det andra utdör, utan att ersättas genom föryngrande
uppväxt.
I alla dessa hedar lyser marken gråhvit af bottenskiktets
rikliga eller ymniga Cladiner. Mossorna äro af dem eller
' Jfr R. Hunt, Die alpinen Pflanzenformationen des nördlichsten Fin-
lands. . Medd. af Societas pro Fauna et Flora fennica. 14. 1887.
6 oR. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
andra lafvar starkt tillbakatryckta, fältskikten med Empetrum,
Calluna, Vaccinium äro glesa. I denna enformiga vegetation
förekommer äfven ibland en och annan af fjällhedens konsti-
tuenter som utposter, hvilka annars saknas i den omgifvande
vegetationen. Sådana utposter äro t.ex. Arctostaphylos alpina,
Azalea procumbens, "Juncus trifidus, Phyllodoce coerulea etc.
Ett par exempel skola tagas från barrskogsregionen i
Handölselfvens dalgång med Bunnerfjällens och Snasahögar-
nes sluttningar däremot.
Denna dalgång har fordom varit rik på tallskogar, af
hvilka nu endast isolerade fragment kvarstå, oftast i form
af tallhedar, där beståndet år efter år allt mer och mer gles-
nar och ersättes af björk.
På ostsidan, Bunnerfjällens sluttningar, är nu björken
vanligast på de torra markerna; tallen förekommer endast å
mindre hedar och på försumpningar. I dessa tallhedar äro
Cladinerna rikliga, och i fältskikten dominera Empetrum med
inblandningar af Betula nana, Calluna, Equisetum silvaticum,
Lycopodium Selago, Vaccinium Vitis idea samt följande ut-
poster: Arctostaphylos alpina, Azalea procumbens och Juncus
trifidus (182293).
Från västsidan kan meddelas följande anteckning (182498)
som exempel på en björkhed med utposter. På en grusplatå
c. 600 m. ö. h. är vegetationen denna. Nkogsbeståndet utgö-
res af strödda björkar med tunnsådd död tall, »torrakar»,
undervegetationen af rikliga ris, rikliga lafvar, tunnsådda
gräs, enstaka örter och enstaka mossar:
Arctostaphylos alpina.
Azalea procumbens.
Betula nana.
Blepharozia ciltaris.
Calluna vulgaris.
Carex rigida, tunnsådd.
Cetraria islandica.
» mvalis.
Cladonia coccifera.
p, gracilis d cornuta.
Cladina silvatica (1L.).
Dieranum scoparium.
Empetrum nigrum, riklig.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:o 11. 7
Myrtillus uliginosa.
Lecanora tartarea.
Nephroma arcticum (1).
Polytrichum piliferum
Stereocaulon paschale.
Thamnolia vermicularis Sw.
Trientalis europea.
Vaccinium Vitis idea.
Som en mera sällsynt utpost i hedar af detta slag kan
Alectoria ochroleuca a rigida framhållas. Den förmar som
sådan i barrskogsregionen uppträda rent af beständsbildande,
hvilket den i fjällregionen till och med vanligen gör först
ett stycke ofvan trädgränsen.
Så gjordes vid Vauldalen, S. Trondhjems amt, följande
anteckning (183195), 840 m. ö. h. i barrskogsregionens öfver-
sta del. På en lägre gruskulle omgifven af glesa betuleta
hylocomiosa upptogs toppen af en omkring 100 Cm. stor platå
med följande vegetation.
Risen, som bildade ett lågt täcke, hvars största höjd var
4 ecm., voro strödda:
Azalea procumbens, strödd.
Betula nana, tunnsådd.
Empetrum nmigrum, strödd.
Myrtillus uliginosa, enstaka.
Vaccinium Vitis idea, tunnsådd.
Lafvar ymniga:
Alectoria ochroleuca a rigida, riklig—ymnig.
Cetraria cucullata, enstaka.
i islandica, strödd.
» nivalis, riklig.
Cladina alpestris (L.), enstaka.
> rangiferina (1:.), tunnsådd.
» silvatica (1L.), tunnsådd.
Dessutom några tunnsådda mossor och enstaka Festuca
ovina.
På sluttningarne öfvergick formationen till ett nmuicro-
betuletum med 20 cm. hög riklig—ymnig Betula nana. Under-
vegetationen som på platån, men Alectoria saknades, och
S RB. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
Cladinerna, hufvudsakligen företrädda af Cl. alpestris (L.),
blefvo rikliga.
Då hedarne i barrskogsregionen komma 1 direkt kontakt
med fjällheden, antaga de dess allmänna skaplynne och upp-
taga de flesta af dess karaktersväxter. Ett otillräckligt
aktgifvande på detta sakförhållande har'ock framkallat
oriktiga uppgifter om regiongränsernas läge.
På ett lågt vidsträckt fjäll, Aursgbjerget SO. om Selen
i Hedemarken, äro såväl björkregionen som betydliga om-
råden af barrskogsregionen upptagna af hedformationer,
hvilka på ostsidan sammanflyta med den egentliga fjällheden
till stora ödsliga vidder. Skillnaden mellan formationerna
och deras sammansättning 1 de tre regionerna var obetydlig.
Den vanligaste typen såväl på de höga som de lägsta ni-
våerna utmärker sig för ymnig Cd d ink alpestris (L.) och
riklig—ymnig Calluna vulgaris. Ännu 50 meter ner i barr-
skogsregionen voro alpina former såsom Arctostaphylos alpina,
Azalea procumbens, Cetraria mivalis ete. lika vanliga som
längst upp (182496).
Men på få ställen i norden torde man i större skala
kunna iakttaga detta fenomen af fjällhedens nervandring än
i trakterna kring Röros i Norge. Sedan meéellet af 1600-
talet har härstädes för kopparverkets räkning en hänsynslös
skogsafverkning förnämligast af tall ägt rum. Resultatet
häraf har blifvit, att de gamla skogarne nu på en areal af
flere kvadratmil äro ersatta dels af glesa björkskogar, dels
af enformiga hedar, som upp på de angränsande fjällsidorna
utan vidare sammanflyta med fjällheden. Ända ner till 600
m. ö. h. och därunder anträffar man t. ex. Andromeda hypnot-
des, Arctostaphylos alpina, Azalea procumbens, Lycopodium
alpinwm, Phyllodoce coerulea, Salix herbacea o. s. v. 1 forma-
tioner med fullkomlig motsvarighet uppe i traktens alpina
region (1895 och 1896).
I barrskogsregionen kunna magra betesängar understun-
dom öfvergå till hedar, vanligen cladineta med inblandade
alternatbestånd af Stereocaulon paschale. I de festa fall
torde de ej vara mycket beständiga, utan, om naturen fritt
får sköta sig, snart öfvergå till björk- eller barrskog. Äfven
hit förskjutas egentliga fjällhedsväxter.
Nordväst om Snasahögarne ej långt från Enaälfven fin-
nas 560 m. ö. h. betesmarker, hvilka i kanterna utbildats
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:O 11. 9
till hedar. Vegetationen utgöres 1 dessa af bland annat
(182298):
Betula nana.
Calluna vulgaris.
Cladina silvatica (1L.).
Cladonia gracilis 8 cornuta.
Empetrum nigrum.
Festuca ovina.
Hylocomium parictinum.
Juniperus communis.
Nephroma arcticum (L.).
Polytrichum juniperinum.
Stereocaulon paschale.
Vaccinium Vitis idea.
Bland dessa funnos inblandade följande utposter:
Azalea procumbens.
Carex rigida.
Lycopodium alpinum.
Salix herbacea.
Lycopodi »n alpimun och Carex rigida förekommo, den
förra ens" en senare tunnsådd, i en verklig Stereocaulon-
format oakring 50 Om. med ymniga lafvar (Stereocau-
lon pascnale [ymnig], Cladina silvatica [L.]), strödda mossor
(såsom Polytrichum juniperinum), strödda ris (såsom strödd
Vaccinium Vitis idea), strödda björktelningar, tunnsådda en-
buskar, enstaka örter och strödda gräs (Festuca ovina [strödd]).
Kärr och mossar innehålla växtsamhällen, af hvilka de
allra festa äro gemensamma för och lika allmänna 1 våra
fjälltrakters såväl högre som lägre regioner. Arterna växla
ej heller i någon högre grad och ett stort antal äro gemen-
samma. Dock finnas äfven här en del utposter.
Kärrformationerna äro rikare än mossarne härpå. De
äro bäst utbildade i kalktrakter, där dessutom kalkvattnet
håller de annars starkt framträngande Sphagnaceerna i
schack. Särskildt bör i detta sammanhang påminnas om P.
J. ÖLSSONS! omfattande undersökningar öfver glacialväxters
utbredning i Östersundstrakten med dess ortocerkalkgrund.
! De jemtländska fjällväxternas utbredning inom Sverige. Redogörelse för
högre allmänna läroverket i Östersund läseåret 1889—1890. Ostersund 1890.
10 oB. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
På en höjd af 300—400 m. ö. h. har han i kärr och på myr-
jord därstädes funnit följande nordiska former (1. ce. p. 59):
Luzgula arcuata.
Salix reticulata.
Juncus castaneus.
Pedicularis lapponica.
Erigeron elongatus.
Salix myrsinites.
Primula stricta.
Juncus triglumis (kalk, källdrag).
> balticus.
Thalietrum alpinum.
Carex capitata.
Ranunculus hyperborcus.
Eriophorum Scheuchzeri.
Tofieldia borealis.
Bartsia alpina.
Betula namna.
Saussurea alpira, allmän.
Saxifraga Hirculus.
Eriophorum Callithrix.
Carex lazxa.
Orcehis cruenta, allmän.
Sceptrum Carolinum.
Equisetum”" scirpoides.
Några af dessa måste anses som synnerligen präktiga
utposter. .
På klippornas utsprång och hällar, 1 deras klyftor och
sprickor finnas en del xerofila, något koloniartade växtsam-
hällen, som fjällregionerna hafva gemensamma med låglandet.
I dessa finnas också utposter.. OÖLSssoN (1.:c.fp. (29)MHarnT
Östersundstrakten följande lista från torrare ställen på berg:
» Sibbaldia procumbens.
Phyllodoce coerulea.
Azalea procumbens.
Luzula Wahlenbergii.
Draba MlMrta.
Erigeron alpinus.
Cerastium alpinum.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III N:0 11. 11
i
Aspidium Lonchitis.
Alchemilla alpina.
Hieracium prenanthoides.
Sagina saxatilis.
Echinospernum deflexum.
Poa ccesia.
Aira flexuosa v. montana.
Aconitum Lycoctonum.
Viscaria alpina.
Vid Storlien gjordes (181798) en anteckning öfver vegeta-
tionen på sydvästra sluttningen af den 600 m. ö. h. belägna
ravin, som utmynnar strax ofvan stationen. Denna sluttning.
som består af glimmerskiffer. är mycket brant med sprickor
och afsatser samt jättegrytor och andra erosionsfenomen efter
här fordom framstörtande vattenmassor. Buskar och telnin-
gar från den omgifvande björkskogen — Betula odorata, Juni-
perus communis, Picea Abies (L.), Salix glauca, Sorbus Aucu-
paria — hade här och där fått fäste i springorna, men in-
verkade föga på undervegetationen. Denna bestod af:
Antennaria dioica.
Cerastium alpinum.
Cystopteris fragilis.
Empetrum nigrum.
Epilobium angustifolium.
Juncus trifidus.
Lecanora frustulosa.
Pinguwicula vulgaris.
Saxifraga Cotyledon.
» nivalis.
> Oppositifolia.
Solidago Virgaurea.
Viola biflora.
Några glaciala former gå inom området på detta slags
lokaler så ofta ner i barrskogsregionen, att de där äro nästan
vanligare än i fjällregionerna. Så är t. ex. förhållandet med
Saxifraga Cotyledon. Den har en mängd lokaler i låglandet.
Jag har t. ex. i Gulans dalgång söder om Storen på skiffer-
branter iakttagit den ända ner till ce. 70 m. ö. h. i Her
med sydlig vegetation, där utom alder, rönn och sälg funnos
Corylus Avellana, Tilia europea och Ulmus montana (18495).
12 RB. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
Däremot är den ej vanlig i regio alpina. O. ScHrorz har i
Merakerfjällen funnit den 3,600 fot ö. h.,! och jag själf har
sett den på toppen af Storlifjället 350 m. ö. h. i Dryas-for-
mation (18198).
Man kan tänka sig tvenne orsaker till att dessa forma-
tioner, som barrskogsregionen har gemensamma med fjäll-
regionerna, herbergerar glaciala och subglaciala utposter.
Antingen äro dessa gamla därstädes och då troligen rester
efter mera vidsträckta utbredningsförhållanden, eller ock
härstamma de från mera recenta och tillfälliga spridningar
från fjälltopparne.
Ju längre förekomsten ligger bortom fjällen, dess större
sannolikhet finnes för det första förklaringsförsöket. Och
helt säkert torde tillsvidare utposterna längt nere i Öster-
sundstrakterna böra betraktas som relikter.
Ju närmare de utpostförande växtsamhällena ligga fjäl-
len, dess mera har man anledning misstänka möjligheten af
recent nervandring. Då därjämte antalet utposter tilltager,
om de ifrågavarande formationerna stå 1 direkt samband
med sina alpina och subalpina slägtingar, har man all an-
ledning antaga att dylika nervandringar äro både rätt stora
och af en viss betydelse i vegetationens nutida utveckling.
Nästan odisputabla bli sådana nervandringar, då ut-
posterna förekomma spridda 1 växtsamhällen, hvilkas upp-
komst ur formationer, där de saknas, man är i tillfälle att
konstatera.
Så är bland annat tillfället med många at hedforma-
tionerna. De glaciala former, som utmärka de nyss skildrade
Cladina- och Stereocaulon-samhällena på betesmarkerna nedan-
för Snasahögarne, finnas t. ex. ej 1 de ängar, hvarur de fram-
gått och på hvilkas bekostnad de utbreda sig, ej heller i de
omgifvande skogarne.
Däremot ' blir förhållandet ett annat, om man har en
gammal, af andra växtsamhällen omsluten formation, och
utposterna där förekomma flere tillsammans. Så måste man
misstänka åtminstone en del af Storli-utposterna som relikter.
! BLyTttT, Norges Flora p. 90.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:O 11. 13
De växtsamhällen, hvilka 1 det föregående behandlats,
äro inga sällsyntheter i barrskogsregionens vegetation. Det
samhälle, hvarom nu skall talas, förekommer utom de alpina
och subalpina regionerna endast som den yttersta sällsynt-
het. Det är Dryas-formationen, denna våra fjälls största
prydnad och tillfyktsorten för ett stort antal af våra vack-
raste och sällsyntare fjällväxter. Från två lokaler ner i
barrskogsregionen känner jag förekomster af densamma.
Den ena finnes redan beskrifven i »Om s. k. glaciala re-
likter» pp. 199—200. Här omtalas från 'Tälgstensberget i
Jämtland c. 620 m. ö. h. en liten fläck i björkskogen, bevuxen
med (182293): Amblystegium aduncum, Arabis alpina, Astra-
galus alpinus, Bartsia alpina, Dryas octopetala, Peltidea
aphtosa (Ti.), Phyllodoce coerulea, Pinguicula vulgaris, Pylogonum
viviparum, Salix lanata, S. reticulata, Thwidium abietinum
och Vaccinium Vitis idea.
« Den andra förekomsten är från barrskogsregionen på
Grötmjölhögens västsida i Bunnerfjällen, och om den ha
dess upptäckare, mina vänner Doktorerna Z. BRUNDIN och
C. WIMAN, lemnat mig följande intressanta uppteckning af
den 22 juni 1897: På en låg upphöjning af vittrad olivin-
sten, omgifven af ett glest bestånd af björk och barrträd,
växte på en yta af ungefär 1 []meter:
Arctostaphylos alpina.
Azalea procumbens.
Betula nana.
Carex capillaris.
Dicranum sp.
Dryas octopetala, delvis täckande.
Empetrum nigrum.
Grimmia sp.
Hylocomium proliferum.
Juniperus communis.
Myrtillus nigra.
Pedicularis lapponica.
Pinguicula vulgaris.
Polygonum viviparum.
Salix reticulata.
Saxifraga oppositifolia.
Stilene acaulis.
14 BR. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
Thalictrum alpinum.
Tofieldia borealis.
Vaccinium Vitis idea.
Nästan alla de växtformer, som här ofvan uppräknats
för dessa två förekomster, ingå som karakteristiska element
i den alpina Dryas-formationen. Denna formation med sin
så talrika uppsättning af karakterskonstituenter kan knappast
tillfälligt ha nybildats endast på ett par inskränkta platser
ner 1 barrskogsregionen. Då skulle dessutom nära hälften
af de fanerogama konstituenterna nervandrat från de alpina
och subalpina regionerna och på dessa små fläckar träffat
hvarandra, ty i omgifningarne finnas de ej. Man måste
tänka sig att formationen en gång fordom varit vanligare,
men att den nu blifvit undanträngd till några enstaka stäl-
len. Utposterna — Avrabis alpina, Arctostaphylos alpina,
ÅAstragalus alpinus, Azalea procumbens, Dryas octopetala, Pedi-
cularis lapponica, Phylodoce coerulea, Salix reticulata, Silene
acarlis — skulle sålunda liksom hela formationen vara relikta.
Utposter i kolonier af konstant natur.
Det brukar ibland framhållas, att de fanerogama fjäll-
växterna för sin trefnad kräfva så fritt utrymme, att de utan
direkt trängsel med kommensaler skola kunna utbreda sina
rotsystem och skottkronor. Likaså anser man att det är ge-
nom sin öfverlägsenhet i den omedelbara kampen om utrym-
met, som skogsregionernas växtvärld kunnat undäntränga
den glaciala floran från låglandet.
I någon mån är detta åskådningssätt berättigadt. Det
gifves nämligen några glaciala fanerogamer, som endast
kunna finna trefnad i växtsamhällen, beslägtade med WaAR-
MINGS »fjeldmarker» med deras glesa koloniartade vegetation,
eller i visserligen slutna, men mycket lösa bestånd af lefver-
mossor. Sådana äro t. ex. Cardamine bellidifolia, Luzula ar-
cuata, Banuncuwlus glacialis, nmivalis och pygmeus, Saxifraga-
arter o. s. v. Men på det stora hela taget är det ett miss-
tag att tro fjällväxterna icke uppträda 1 formationer, där
individen starkt trängas med hvarandra. I regio alpina in-
ferior stå individen mycket tätt i alla de förhärskande växt-
samhällena: fjällhedarne, gråvidesnåren, kärren, mossarne och
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AED. III. N:O 11. 15
Dryas-formationen. I regio alpina superior uppträda alla de
nämda samhällena, som nå hit upp, på samma sätt, och den
areal, på hvilken de upplösa sig till »fjzeldmark>, är visser-
ligen mycket omfattande, men obetydlig mot hela den alpina
regionens. Ej heller finnas i denna fjzeldmark några arter,
som icke därjämte ingå i fullt slutna formationer. Påminna
vi sedan om Dicranum-tundran!, denna fenomenalt individrika
formation, som 1 kommensalernas hoppackning torde stå utan
motstycke i den skandinaviska vegetationen, och som går upp
ända till 1,350 m. ö. h., finna vi således att fjällväxterna ej
i allmänhet hemma hos sig äro vana vid friställning gent
emot sina kommensaler.
Emellertid visar det sig tydligt, här som i andra regio-
ner, att fjällväxterna liksom andra växter få en afgjordt
yppigare utbildning, då de af en eller annan anledning komma
1 åtnjutande af denna friställning.
Bäst blir man i tillfälle att iakttaga detta 1 de växt-
kolonier, som under vissa förhållanden uppstå längs fjäll-
bäckarne.
Ofta gå de formationer, gråvidesnår, fjällhedar, kärr,
mossar etc., hvilka fjällbäckarne genomskära, ända fram till
deras kant, utan att lemna någon mark öfrig för kolonibild-
ning, eller ock kunna vårfloderna, då marken består af lösare
grus eller sand, göra så regelbundna utskärningar att nästan
ingen vegetation hinner spira upp på de oupphörligen sig
förändrande strandbranterna. Men då strömmen är stark,
och .stränderna därjämte utgöras af klippor, blockmark eller
hårdare grus, kan en konstant växtkoloni med ett antal
ganska regelbundet återkommande arter 1 stora prydliga
exemplar uppstå, fredad från inkräktning af grannformatio-
nernas slutna växtmattor.
Några ståndortsanteckningar meddelas som exempel på
dessa fjällbäckarnes kolonivegetation.
På en af de fjällhöjder, som utgå från Sylarne i rikt-
ning mot Helagsfjället, rinner en rätt betydlig bäck ner till
Nea-älfven. I klyftor och på grusmark vid ett af bäckens
större fall i den centrala delen af regio alpina inferior växte
(d5R95):
! RUTGER SERNANDER, Studier öfver vegetationen i mellersta Skandina-
viens fjälltrakter. 1 Om tundraformationer i svenska fjälltrakter. Öfvers.
af K. V. A. Handl. 1898.
16 R. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
Andromeda hypnoides.
Antennaria dioica.
Juncus trifidus.
Luzula spicata.
Ozxyria digyna.
Pingwicula vulgaris.
Poa alpina.
Polygonum viviparuwm.
Potentilla verna.
Rhodiola rosea.
Salix herbacea.
> lanata.
reticulata.
Saxifraga aizoides.
> oppositifolia.
Silene acaulis.
Solorina erocea (1L.).
Taraxacum officinale.
Thalicetrum alpinum.
Tofieldia borealis.
Viola biflora.
Ett stycke längre uppför Nea-älfven inkommer vid He-
lagsfjällets fot Tvärån. Vid dess nedre lopp i nedersta de-
len af regio alpina inferior växte 1 strandöret (1895):
Aira alpina.
Antennaria dioica.
Arabis alpina.
Astragalus alpinus.
Cerastium lanatum.
> trigynum.
ILuzula campestris.
> spicata.
Oxyria digyna.
Phleum alpinum.
Pinguicula vulgaris.
Poa alpina v. vivipara.
Ranunculus repens.
Salix herbacea.
> — lanata.
> lapponum.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 11.
Salix phylicefolia.
reticulata.
Sazxifraga arzoides.
> oppostitifolia.
> stellaris.
Stilene acaulis.
Tofieldia borealis.
Viscaria alpina.
T7
På smala remsor af stränderna hade denna koloni >tutit
sig samman till en nästan sluten vegetationsmatta och här
tillkommo:
Aclullea Millefolium.
Anthoxanthum odoratum.
Bartsia alpina.
Campanula rotundifolia.
Empetrum nigrum.
Erigeron uniflorus.
Galium boreale.
Festuca ovina.
Juncus trifidus.
Nardus stricta.
Parnassia palustris.
Phyllodoce coerulea.
Potentilla verna.
Selaginella spinulosa.
Thalictrum alpinum.
De fuktigaste delarne af denna ängsvegetation syntes
småningom utveckla sig till videsnår.
I björkregionen ha bäckstrandskolonierna samma ut-
seende. Björkskogarne, de yppiga videsnåren, kärren, mos-
sarne etc. inkräkta dock mycket på de mindre vattendragens
koloni-flora. Som exempel kan tagas en anteckning (181595)
från ett parti af Glenån i nordvästra Härjeådalen, från re-
gionens allra öfversta del. Här växte:
Andromeda hypnoides.
Antennaria dioica.
Astragalus alpinus.
Bartsia alpina.
Cardamine pratensis.
18 BR. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER
Erigeron wniflorus.
Galium boreale.
Gentiana mnivalis.
Oxyria digyna.
Pingwicula vulgaris.
Polygonum viviparum.
Potentilla verna.
Salix herbacea.
> lapponum.
> phylicefolia.
> — reticulata.
Saussurea alpina.
Saxifraga atrzoides.
stellaris.
Selaginella spinulosa.
Solorina erocea (1L.).
Taraxacum officinale.
Thalietrum alpinum.
Tofieldia borealis.
Veronica alpina.
Viola biflora.
De förekommo dels i kolonier, dels 1 nästan slutna ängs-
formationer. Då dessa blifvit färdigbildade, försvunno en del
arter, men tillkommo bland annat: Alchemilla vulgaris, An-
dromeda polifolia, FEuphrasia-arter, Geranium silvaticum,
Juncus trifidus, Myrtillus nigra och uliginosa, Phyllodoce
coerulea, Solidago Virgaurea, Viola canina ete. Dessutom
hotades kolonien af invasioner från de närgränsande Salix-
snåren.
Dessa kolonier, som nu skildrats från de alpina och sub-
alpina regionerna, uppträda emellertid med föga förändring
i sin alpina sammansättning understundom långt ner i barr-
skogsregionen. Vi meddela i det följande en serie anteck-
ningar, som närmare illustrera de olika variationerna i deras
sammansättning och uppträdande.
1) Gröndalen, i hvars botten Ljusnebäcken, Ljusnans be-
gynnelse, går fram, är upptagen af yppiga björklundar af
samma typ som Hamrafjällets, och äfven här skär den klima-
tiska barrskogsgränsen dem i två etage, af hvilka det öfre
till regio subalpina hörande har minsta utsträckningen. På
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:o 11. 19
en punkt i barrskogsregionen, där Ljusnebäcken banat sig en
afsatsrik erosionsdal genom glimmerskiffer, växte dels på de
horizontela afsatser, som nåddes af vattenstänket och ej upp-
tagits af björkskogens sammanhängande vegetation, dels på
strandklappret nedanför (181595):
Afsatserna. Strandklappret.
BA KOSTISKCANINAE «a oc Rv os se —
KAR KARO ESPLLOSANSE fela oa de a 6 LAN -—
Alehemilla vulgaris. . ss -.. —
Alsine biflora . . . Br ES ÖRE SA =
Angelica kivalengelice ARTIIUA EG —
KATE NNATTA (ÄTOUCAR vo co ke sd —
Åstragalus alpinus . +
Carex capillaris NERE -
HEN GeKONs UNUflOFUS ms oss rr a oc +
Festuca ovina +
Galium boreale . 3 +
Gnaphalium supinum . . .. .. —
SUNCUS STUUÄUS = mo oc - rr & ra —
Leontodon autumnalis . . . . -. —
ägna SPpicala s «c cm ov os a —
ÖRYKEAEAIGYNRA FIL Ae sr Dos 8 —
Parnassia palustris . —
Pinguicula ör sö É +
Poa alpina —
Polygonum viviparum . +
Rhinantus minor . —
Salix herbacea . är
> lapponum. Sr DNE —
KN DhbyliGEf Ola a Ake FRAN +
> reticulata . +
Saxifraga aizoides +
> > B aurantia . +
Selaginella spinulosa . +
Spirea ulmaria —
Taraxacum officinale .
Thalictrum alpinum .
Tofieldia borealis .
Viola biflora .
Viscaria alpina
ERF RT | + RS OR fö + FE EE +
I + ++ |
++ | +++ |
20 =E. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
2) De vackra Andåfallen genomskära i klyftrika afsatser
den kvartsitiska glimmerskiffer, som bildar bärggrunden i
nordvästra delen af Hamrafjällets barrskogsregion. Fallen
äro några tiotal meter höga, och deras fot ligger 755 m. ö. h.
Stränderna äro upptagna af betuleta geraniosa. De ganska
täta kolonierna på utsprång och nischer i fallets själfva
brant och vid dess fot bestå af (juli och aug. 1895):
Achillea Millefolium.
Aitra cespitosa:
Alchemilla vulgaris.
Antennaria dioica.
Astragalus alpinus.
> orobordes.
Bartsia alpina.
Caloplaca elegans.
Campanula rotundifolia.
Carex atrata.
Cerastwum alpinum.
Cystopteris fragilis.
Epilobium angustifolium.
Erigeron alpinus.
Festuca ovina.
» > Vv: Vivipara.
> rubra.
Galium boreale.
Geranium silvaticum.
Gentiana nivalis.
Hieracium alpinum.
Juncus trifidus.
Leontodon autumnalis.
Milium effusum.
Ozxyria digyna.
Parnassia palustris.
Phyllodoce coerulea.
Pinguicula vulgaris.
Poa alpina.
Al CRSNA.
> nemoralis.
Polygonum viviparum.
Potentilla verna" gelida.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 11.
Rubus ideus.
> saxatilis.
Salix reticulata.
Saxifraga atizoides.
» » B aurantia.
> mvalis.
> oppositifolia.
Saussurea alpina.
Selaginella spinulosa.
Taraxacum officrnale.
Thalicetrum alpinum.
Trentepohlia aurea (1L.) MARTIUS.
Tussilago Farfara.
Valeriana officinalis.
Veronica saxatilis.
Viola biflora.
3) På Snasahögarnes nordvästra utsprång Blåhammaren
går en »Tvärå» ner till Enaälfven. Vid Enesvallen ce. 620
m. ö. h., där den forsande ån går genom björkskog med tall
och gran, antecknades följande koloniväxter på strandgruset
(182298):
Alchemilla alpina.
Antennaria alpina.
Campanula rotundifolia.
Festuca ovina f. vivipara.
Luzula spicata.
Ozxyria digyna.
Polygonum viviparum.
Potentilla verna.
Salix lanata.
> lapponum.
Saxifraga aigoides.
Silene acaulis.
Veronica alpina.
4) Nära Vaulans utflöde i Aursunden växer i strand-
klappret utmed den af björkskog med tallstubbar kransade
älfven och en i densamma utfallande bäck 697 m. ö. h. (18195):
Aclhillea Millefolium.
Åira cespitosa.
22 BR. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
Alchemilla vulgaris.
Bartsia alpina.
Campanula rotundifolia.
Carex alpina.
Cerastium alpinum.
Galium boreale.
Leontodon autummnalis.
Luzula spicata.
Oxyria digyna.
Parnassia palustris.
Phleum alpinum.
Pinguicula vulgaris.
Poa alpina.
Polygonum viviparum.
Salix herbacea.
Saxifraga argoides.
Selaginella spinulosa.
Thalictrum alpinum.
Viola biflora.
5) Vid Enaforsholm i västligaste Jämtland har Ena-
älfven genom ängar och björkskog med insprängda barrträd
banat sig en brant erosionsdal i hornblendeglimmerskiffer.
I springor och på utsprång, särskildt omkring de skummande
vattenfallen, växte på en höjd af omkring 530 m. ö. h. en
genom glaciala former karakteriserad koloni. Samma glaciala
karakter hade den Grimmia-formation, som under några små
björkar och granar utvecklat sig på en 1—2 meter öfver älfven
uppstickande liten häll. Mina anteckningar från den 28—29
juni 1893! och den 21—22 juni 1898 gifva följande artlista:!)
Grimmia-
Kolonien. formationen.
Achillea Millefolium . =.s sc. + är
Andromeda hypnoides . soc. + —
ANGETT KE ATOTG Ca RA SRS + ar
Astragalus alpinus . . . SÅ — +
Astrophyllum hymenophylloides Sr + =
Bärtsia alpine. . . c E B -—- +
! Jmfr Bot. Notiser p. 193.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 11. 23
Grimmia-
Kolonien. formationen.
Campanula rotundifolia. . . os oc ot —
(ERROR GG DOLLARS a pe ds ks SAYS A Ras sned
Cetraria islandiced . « ss ss ss. —
> MIRO GLES a tnitnen Aa NANNA ss bl JV
Chomiocarpon qvadratus: vr ss. oo
Cladmarrangierima (IL): bios dd HT
» Sälvatica (Li änn. ek sligt- TS
Cladonia coccifera —
Cystopteris fragilis . Fr
Diapensia lapponica +
Empetrum nigrum EST
RT g EKO UND LOFUS P4, SÅN, HUB
+
+
+
ao
rör
Festuca ovina kh
> > Vv. vwipara .
> rubra
Galium boreale 3
Grimmia ericoides v. canescens . .. . —
Miele Spica ä:. PDA ca VAN aa
ol a nagils Va. MS VErMER ARS ONS
UVlöjunellar julaeed”.. Mina RAR
Nardus stricta . PÅ
OTYrA VGYND 0 5 os os oc
Pinguicula vulgaris
Phyllodoce coerulea .
Poa alpina
cemisea . É
Polygonum viviparum.
Polytrichum urnigerum .
Potentilla verna
Primula stricta
Saxifraga arzgoides .
» Cotyledon
> oppositifolia .
Solorina erocea (L.) . .
» saccata (1L.) 8 SS NOuAidsa (öv. i;
Stereocaulon paschale .
Swartzia montana
Thalictrum alpinum |
Thamnolia vermicularis Sw..
| FFF J Ft to) + +
+ + | +
+ ++ | + | +++ tt ll! + + + + + + |
+ |
24 BR. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER-
Grimnmia-
Kolonien. formationen.
Vaccinium Vitis idea . so. oo eb Kd
KOLLA Ovf LONA snel Helan GENE ade LR NM + 2
6) Längs de väldiga Handölsforsarnes genom fjällskiffrar
nerskurna stränder finnas kolonier med utposter ner till åt-
minstone 540 m. ö. h. synnerligen väl utvecklade på de breda
partier, som den omgifvande granskogens kompakta under-
vegetation ej på grund af stänk och öfversvämningar kunnat
inkräkta. Här och där hade 1 gränszonen hedartade partier,
rika på glaciala former, utvecklat sig. Vegetationen bestod
i (le G)E
Kolonien. Heden.
Andromeda hypnoides —. sa + —
VÅRA DTS KAP UTAS ERE ve re Ei ROSES + —
Aretostaphylos alpina. . sl... - a +
ASTA galwskalpunmaska EA ar =
> ONOO OLM SEE ES FIRST SEE = +
Campanula rotundifolia . är I
Cerastwum alpinum . 3 ar
(CORRENS EE No NN — +
COladina rangijerina (ITE — är
> SUP ATG (MT EA == är
CYSCOPCEKISN OA G TS FRA ETS + ==
DNiapensia lappoRTed. — er — +
Empelrum mMÖruUM. . ms — +
HETT G ENON UTC) (ONS SEE + =
TESTING GRP UON GA ver dee neg LETAREN STA BANER -— +
EKONOV KOM DATE das KAN NS + =
Hylocomium proliferum . . se wo. — +
> KUDOS — EE
» [ARG [UK SKRIATDRS do Ng VA NGE — är
SUN GWS TGL VSI NE TSE NERE TRAIN + +
ÖLYREAN ATG 0 TU ESA FLSA ON Aa + +
Fe dtculanrsElapp Omie AEA -— +
PrryllodoCer COerWledase Rss AA Sa ap =
Polygonum viviparum. . . os... -— +
MAO TEN GGL GE NO ENGEL STR SES EAS är fr
! Jmfr Bot. Notiser 1894, p. 192.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0O 11. 25
Kolonien. Heden.
Iran Lan StrietarnR Te6A NOR Il elle — +
Ukouro lm OSeEd 5 IEJKSN MR mo I = —
SOCENRGrTCaNST ERIK KARNA — +
> reticulata >
2 BLA OA IS
IIEUsCO Ru g aRaNgO des CS KET IR or + —
> oppositifolia . +
Solorina saccata (1L.) « genuina 7 Könp: — CS
ISteneocdUulon Pasechaler I sk IKE SS +
alietrum alpinum . a. SR 2 -
Kö jueldigkDOorealis + EVR VI O8N + —
WERCCEN VU ER VÄN TSEA ACA sd, ER LPA — +
7) Längs Åreskutans södra sluttningar störta en mängd
bäckar ner i Åredalen. De medföra en och annan fjällväxt
till barrskogsregionen. Så t. ex. växa långt ner vid Mör-
viksåns stränder Ozxyria digyna, Festuca ovina v. vivipara,
Salix lanata och reticulata samt Saxifraga aizoides och
stellaris. Vackrast utprägladt blir dock fenomenet vid Ullån.
Här växa allmänt åtminstone ner till 440 m. ö. h. på de
smala, af skum ofta öfverstänkta remsor, som ligga mellan
själfva bäckfåran och granskogens sammanhängande Hyloco-
mium-matta, följande kolonister (182393, juni 1898):1)
Alchemilla alpina.
Andromeda hypnoides.
Bartsia alpina.
Cerastium alpinum.
Ozyria digyna.
Phyllodoce coerulea.
Pinguwicula vulgaris.
Rhodiola rosea.
Salix herbacea.
> reticulata.
Saxifraga azoides.
> oppositifolia.
Solidago Virgaurea. -
Solorina erocea (1L.).
Thalictrum alpinum.
Tofieldia borealis.
Viola biflora.
1 Jmfr Bot. Notiser 1894, p. 191.
206 R. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
8) Vid Ristafallet, 360 m. ö. h., växa flere utposter i
kolonierna på den mellan löf- och barrskogen belägna skum-
stänkta strandremsan, som här består af brachiopod-skiffer,
kvartsit och Pentamerus-kalk, hvilka fallen och älffåran
nedanför eroderat uti branta, klyftrika former. Kolonierna
bestå efter P. OLsson,! M. ELFSTRAND? och mina anteckningar
(MSE R REN te
Antennaria dioica.
Astragalus alpinus.
Azalea procumbens.
Barbula curvirostris.
Bartsia alpina.
Campanula rotundifolia.
Carex alpina.
> — ornithopoda.
Corallorhiza innata.
Epilobium davurium.
Eriophorum alpinum.
Galium boreale.
Gentiana Amarella P lingulata.
Lotus corniculatus.
Ozxyria digyna.
Parnassia palustris.
Pinguicula vulgaris.
Poa alpina.
Polygonum viviparum.
Primula stricta.
Salix reticulata.
Saxifraga aizorides.
» stellaris.
Selaginella spinulosa.
Stellaria borealis v. calycamtha.
Stereodon rufescens.
Solidago Virgaurea.
1 Förteckning öfver Jemtlands fanerogamer och ormbunkar. Ofversigt
af K. Sv. V. A. Förhandl. 1884.
Om de jemtländska fjällväxternas utbredning. 1890.
? Botaniska utflygter i sydvestra Jemtland och angränsande delar af
Södra Throndhjems amt sommaren 1889. Bihang till K. Sv. V. A. Handl.
Band 16. 1890.
3 Jmfr Bot. Notiser 1894, p. 194.
[CS
bn |
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AED. III. N:o 11.
Thalictrum alpinum.
Tofieldia borealis.
Viola biflora.
Som ofvan antydts, har jag redan vid ett föregående
tillfälle diskuterat frågan om orsaken till att alla dessa
glaciala former, som vi finna vara så vanliga i de ofvan be-
skrifna kolonierna, kunna finnas långt ner i barrskogs-
regionen. Jag kom då till det resultat, att vi här i allmän-
het hade att göra med relikter från en period med mera
insulärt klimat än i nutiden, under hvilken alpina former
allmänt utbredde sig längs älf- och bäckstränderna.
Att tillfälliga transporter af fjällväxter äger rum ut-
efter vattendragen torde få anses som höjdt öfver allt tvifvel,
liksom ock att dessa tillfälliga utposter kunna blifva utgångs-
punkter för nya spridningar. Så har jag (182298) vid Ena-
forsholm i Enaälfvens sommardrift funnit propagationsdugliga
skott af Saxifraga arwzoides, synbarligen härstammande från
de här i strandkolonierna synnerligen allmänna exemplaren
af denna växt. Erinras bör ock om fyndet i själfva Luleå
stad af en tufva Salix herbacea vid Luleälfvens strand, dit
den säkerligen förts som recent drift.!
Men innan man dock generaliserar sådana iakttagelser,
böra några andra fenomen observeras.
Ibland har visserligen det vattendrag, vid hvars stränder
de förekomma, liknande kolonier i de alpina och subalpina
regionerna, men lika ofta är bäcken eller älfven i fråga, om
den öfverhufvudtaget upprinner i dessa regioner, här på
grund af sin obetydlighet, terrängförhållandena o. s. v. utan
egentlig kolonivegetation. Ej häller äro alla de utposter,
som äro vanligast i kolonierna, vanliga i de alpina käll-
områdena; ja de kunna till och med där saknas. Finnas
nämligen utposterna uppe på fjällen ej i bäckkolonier, och
är det ej fråga om hydrofyter och fjällhedsväxter, hvilka
för öfrigt utgöra en ringa procent af utposterna, är här deras
hemortsrätt i Dryas-formationen och därmed beslägtade sam-
hällen såsom Alchemilleta, Sibbaldieta, Microsileneta o. s. v.;
och dessa formationer intaga områden, till arealen mindre
än man i allmänhet torde föreställa sig.
! TH. M. FrRIEs, Om växternas spridning. Sthlm 1881, p. 61 och väl-
villiga meddelanden af prof. A. N. LUNDSTRÖM.
28 RE. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAÄKTER.
Så bör det framhållas, att fastän rätt många exempel
på alpina strandkolonier i barrskogsregionen framtagits, de
ingalunda på det stora hela taget äro vanliga företeelser.
Jag har här medtagit hela det material, jag under mina
färder i området lyckats hopskaffa. Vid några af de vatten-
drag, där de blifvit observerade, har jag också varit i till-
fälle iakttaga att de stå isolerade på sträckor af tiotals
kilometer, trots att på dessa sträckor mark lämplig för dessa
glaciala strandkolonier ingalunda tyckes fattas. Här sakna
kolonierna alldeles utposter, om ock några af deras vanliga
ledsagare såsom Aclhillea, Antennaria dioica, Campanula ro-
tundifolia, Galium boreale, Polygonum viviparum, Tofieldia ete.
ofta återkomma.
I allmänhet tyckas de glaciala kolonierna vara bundna
vid vattenfall och forsar. Men äfven vid stora vattenfall
med som det synes utmärkta stränder för att herbergera gla-
ciala kolonister saknas sådana nästan alldeles. Så är t. ex.
händelsen med det nära Oviksfjällen belägna Storbofallet
(182393); och vid Tännforsen, ett af Jämtlands väldigasteé
vattenfall, med dess vidlyftiga bara klippstränder, anteck-
nades (182698) på nordsidans nedersta skumstänkta branter
c. 410 m. ö. h. blott följande kolonister:
Aconitum Lycoctonum.
Antennaria dioica.
Campanula rotundifolia.
Cystopteris fragilis.
Empetrum nigrum.
Galium boreale.
Ozxyria digyna.
Saxifraga aizgoides.
Saussurea alpina.
Viola biflora.
Vidare är deras sammansättning ganska konform, om ock
utposterna äro för många, att man skulle vänta någon större
procent af totalsumman vid hvarje fyndort. Dessa äro, om man
tar begreppet i sin vidsträcktaste omfattning, 55, nämligen:
Alchemilla alpina.
Alsine biflora.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 11. 29
Andromeda hypnoides.
Angelica ÅArchangelica.
Antennaria alpina.
Arabis alpina.
Arctostaphylos alpina.
Åstragalus alpinus.
orobotdes.
Azalea procumbens.
Bartsia alpina.
Caloplaca elegans.
Carex alpina.
» atrata.
Cerastium alpinum.
Diapensia lapponica.
Epilobium davurvum.
Erigeron alpinus.
> uniflorus.
Festuca ovina f. vwipara.
Gentiana mvalis.
Gnaphalium supinum.
Hieracvum alpinum.
Juncus trifidus.
Luzgula spicata.
Ozxyria digyna.
Pedicularis lapponica.
Phleum alpium.
Phyllodoce coerulea.
Poa alpina.
> CEsia.
> Cenisea.
Potentilla verna”" gelida.
- Primula stricta.
Rhodiola rosea.
Salix herbacea.
> — lanata.
>» — reticulata.
Saxifraga aigzoides.
» > v. aurantia.
| » Cotyledon.
i ÅS mvalis.
> oppositifolia.
JÖLCR. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
Saxifraga stellaris.
Siulene acawulis.
Solorina erocea (L.).
> saccata (L.) a genuina KöRrB.
> > B spongiosa (SW.).
Stellaria borealis v. calycantha.
Thalictrum alpinum.
Thamnolia vermicularis Sw.
Veronica alpina.
» saxatilis.
Viola biflora.
Viscaria alpina.
Men af dessa återkomma 12: Astragalus alpinus, Bartsia
alpina, Cerastium alpinum, Festuca ovina f. vwipara, Luzula
spicata, Oxyria digyna, Phyllodoce coerulea, Poa alpina, Salix
reticulata, Saxifraga aigoides, Thalictrum alpinum och Viola
biflora 4 till 8 gånger och 6: Andromeda hypnoides, Erigeron
uniflorus, Juncus trifidus, Primula stricta, Salix herbacea och
Saxifraga oppositifolia 3 gånger.
Om man frånräknar de tillfälliga främlingar, som de
omgifvande växtsamhällena inskicka, t. ex. björklundsväxterna
vid Andåforsarne, får man af de mera ubikvitära kärlväxterna
ett relativt stort antal, hvilka gång på gång återkomma. Sådana
äro: Achillea Millefolium, Aira cespitosa, Antennaria dioica,
Campanula Trotundifolia, Cystopteris fragilis, Festuca ovina
och rubra, Galium boreale, Leontodon autumnalis, Parnassia
palustris, Pinguwicula vulgaris, Polygonum viviparum, Potentilla
verna, Selaginella spinulosa och Tofieldia borealis.
Just dessa koloniernas oftast återkommande former är
det, som förut framhållits, man möter i samma slags kolonier
uppe i regio alpina. Man jämföre t. ex. kolonien på Sylfjällets
utsprång (pag. 16). Af de 21 här upptecknade formerna
finnas i de lägre regionernas kolonier 12 (Antennaria dioica,
Luzula spicata, Ozxyria digyna, Pinguicula vulgaris, Poa al-
pina, Polygonum viviparum, Salix reticulata, Saxifraga aizgoi-
des och oppositifolia, Thalictrum alpinum, Tofieldia borealis,
Viola biflora) 4 till 8 och 4 (Andromeda hypnoides, Juncus
trifidus, Potentilla verna, Salix herbacea) 3 gånger; 4 (Rho-
diola rosea, Salix lanata, Solorina crocea (L.), Tarazacum
offiecenale) 2 och 1 (Silene acaulis) 1 gånger.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:o 11. 31
Nedre gränserna för det område, dit de glaciala strand-
kolonierna sträcka sig, vore af stort intresse att få faststälda.
Vid Ristafallet möta de redan i den omgifvande vegetationen
utposter för Porsregionen +t. ex. Viola mirabilis.t Ner till
Ragunda gå t. ex. Primula stricta (Döviken)? och Saxifraga
aigoides (Hammarforsen)? på älfstränderna, men redan i denna
trakt och sedan fram till kusten är dessas kolonivegetation
af en helt annan prägel. Några exempel från stränder, där
den mer eller mindre starka strömmens öfversvämningsområde
hufvudsakligen består af groft klapper eller grus; således
förhållanden analoga med fere af de glaciala kolonierna,
skola framdragas.
Ehuru endast ett fåtal arter anträffas i kolonier af detta
slag, äro dessa af mycket växlande och obestämd natur.
Ej långt från Ljungans utlopp faller en å in i på södra
sidan af älfven. Vid utflödet ligger ett fält af fint grus
mellan grofva block, hvars högsta punkt vid tiden för min
uppteckning (181989) låg 1,1 m. öfver Ljungans yta. Fältet,
som under vår- och fjällfloden öfverspolades af de båda vatten-
dragen, bar en vegetation af enstaka örter och dito gräs
nämligen:
Agrostis alba.
Alisma Plantago.
Baldingera arundinacea.
Lythrum Salicaria.
Mentha arvensis.
Naumburgia thyrsiflora.
Sparganium ramosum.
samt groddplantor och unga individ af Carex, Rumezx och
Salix spp. :
Från Remsleskäret i Angermanälfven, ungefär 5 km.
ofvan WNollefteå, har A. Y. GREVILLIUSt antecknat följande
kolonister på de periferiska af rullsten och sand bestående
delarne af öfversvämningsområdet (181593):
! OLSSON, Jemtlands fanerogamer p. 90 och ELFSTRAND 1. c. p. 21.
” OLSSON, De jemtländska fjällväxterna p. 26.
> OLSSON, De jemtländska fjällväxterna p. 60.
+ Studier öfver växtsamhällenas utveckling med fäst hänsyn till deras
geologiska underlag på holmar i Indals- och Angermanelfven. Sveriges Geo-
logiska Undersökning. Ser. C. N:r 144. 1895.
d2 RB SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
Aira cespitosa.
Alnus mcana.
Calluna vulgaris.
Campanula rotundifolia.
Cardamine pratensis.
Draba verna.
Eqvisetum variegatum.
Festuca ovina.
Grimmia hypnoides.
Hieracwum umbellatum.
Juniperus communis.
Mentha arvensis.
Pinus silvestris.
Ranunculus Flammula.
Rumex Acetosella.
Sagwma nodosa.
Salix migricans.
> - triandra.
Solidago Virgaurea.
Båthusön i Indalsälfven, 50 km. ofvan utloppet, har un-
dersökts af GREVILLIUS, som (1. c. p. 10) meddelar följande
artlista på kolonister från öfversvämningsområdets rullstens-
mark i holmens sydöstra del (18893):
Eqvisetum palustre.
Festuca rubra.
Lotus corniculatus.
Parnassia palustris.
Ranunculus repens.
Den enda koloni med distinkta, återkommande karaktärer,
jag under färder sommaren 1889 iakttog i nedre delen af de
västernorrländska älfdalarne, var hvad jag skulle vilja kalla
Myricaria-Lotus-samhället. |
I Indalsälfven är på sträckan Ragunda—Indal Myricaria
germanica vanlig utmed älfloppet på holmar och strandbild-
ningar af grus och sand, till: hvilka vanligen en i dalgången
framstrykande rullstensås lemnat materialet. Stötsidan af
holmarna är låg och består af stridt groft grus, som blir
allt mer sandigt, efter som holmen sakta höjer sig bakåt,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AED. III. N:0 11. 33
Själfva gruset är vegetationslöst, men på den något
sandblandade grussträckning, som ligger mellan det högsta
partiet med alder och Salices, växer Myricaria. Mot stöt-
sidan står den låg och gles, men framemot trädbeståndet blir
den tätare och nästan manshög. Den koloni, med hvilken
den sällskapar, är mycket artfattig, men särskildt karak-
täriserad af Lotus cornicwlatus i en vacker glatt form med
något köttiga blad.
På Backörn i älfven utanför Indals-Liden är den ifråga-
varande zonen mellan stötsidans grofva grus och det bakre
sandpartiets trädvegetation bevuxen med (181789):
Åtra cespitosa enstaka.
Lotus corniculatus strödd.
Myricaria germanica strödd.
Tanacetum vulgare enstaka.
GREVILLIUS har öfver vegetationen på Båthusöns nord-
spets en uppteckning, som visar att den här växande kolo-
nien tillhör just detta Myricaria-Lotus-samhälle. Här växa:
Eqwisetum palustre.
Lotus cormiculatus.
Myricaria germanica.
Pinus silvestris.
Salix sp.
Solidago Virgaurea.
På sjöstränderna och deras tack vare vaågsvallets och
vattenståndets periodiska förändringar framkallade kolonimark
finner man i barrskogsregionen en del analogier till bäckarnes
och älfvarnes utpostsförekomster.
Uppe i fjällregionen äro dessa kolonier ofta ytterst art-
fattiga, och på långa sträckor kan strandisen utplåna all den
kärlväxt-vegetation, som från de angränsande fjällhedarne
och myrsträckningarne möjligen under sommaren flyktat ut
på den torrlagda stranden. Vegetationen blir mycket olik-
artad vid olika sjöar och i allmänhet af tillfällig natur.
Vid den i regio alpina inferior belägna sjön Bolagen
mellan Storvigeln och Rutfjällen i nordvästra Härjeådalen
nära riksgränsen växte 1 en blockanhopning utmed vatten-
2
[5]
34 RB. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER..
linien (efter anteckningar, gjorda gemensamt med RoB. ToLrF
181296):
Astrophyllum punctatum.
Cephalozia sp.
Jungermannia quinquedentata.
Marsilia Neesiana gI.
Martinellia irrigua.
Nephroma arcticum (1).
Peltidea aphtosa (1).
Pohlia sp.
Polypodium Phegopteris.
Salix herbacea.
lapponum.
Saussurea alpina.
Solidago Virgaurea.
Viola biflora.
Vid en sjö i björkregionen på det egentliga Rutfjällets
nordostsluttning funnos följande fanerogamer och ormbunkar
1 kolonierna på den grusiga stranden (18595):
Azalea procumbens.
Bartsia alpina.
Calluna vulgaris.
Carex ampullacea.
Buxbaumäit.
> panicea.
Empetrum nigrum.
Eriophorum angustifolium.
Lycopodium Selago.
Molimia coerulea.
Phyllodoce coerulea.
Potentilla Tormentilla.
» verna.
Selaginella spinulosa.
Viola palustris.
I barrskogsregionen kan man emellertid ibland vid sjö-
arne träffa på kolonier, sinsemellan ej så likartade som de
glaciala älfstrandskolonierna, men af en bestämd alpin prägel.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:O 11. 35
Vid den ganska betydliga sjön Aursunden (696 m. ö. h.),
belägen öster om Röros, upptecknades (18796) vid Botnen
på en punkt af öfversvämningsområdets sandiga grus:
Alchemilla alpina.
Astragalus alpinus.
Calluna vulgaris.
Campanula rotundifolia.
Comarum palustre.
Ozxyria digyna.
Polygonum viviparum.
Salix lapponum.
Saxifraga aizoides.
Thalicetrum alpinum.
Viola suecica.
Söder om Aursunden och strax öster om sjön Röragen
finnes på nordostsidan af Riskletten ett litet träsk (c. 725
m. ö. h.). Tilloppet är endast silvatten från sluttningarne.
På öfversvämningsområdet finnas bland annat följande strand-
växter (181395):
Antennaria dioica.
Campanula rotundifolia.
Carex atrata.
Cerastium alpinum.
Ozxyria digyna.
Parnassia palustris.
Salix arbuscula.
Selaginella spinulosa.
Silene acaulis.
Thalicetrum alpinum.
Huruvida de fästa af dessa alpina sjöstrandskolonier
äfven äro relikta, vill jag ej inlåta mig på. Men om också
recenta transporter ägt rum, blir det dock svårt att förklara
t. ex. hela den glaciala växtkomplexen på Riskletten. Den
ligger i vidsträckta betuleta hylocemiosa och äfven pineta
eladinosa med synnerligen enformig vegetation. Dess med
älfstrandskolonierna mycket öfverensstämmande samman-
sättning talar också för att äfven här acceptera reliktteorien.
»
36 RR. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
Utposter i kolonier med efemär natur.
Vi hafva nu diskuterat frågan om utposternas förekomst
på barlagd mark af konstant karaktär, där värkligen en ko-
loni har förutsättningar att genom tidrymder hålla sig oför-
ändrad, och därvid funnit att bland dem flere kunde miss-
tänkas som äkta relikter. Emellertid får vid alla dessa
resonnemang om utposternas relikta natur en omständighet
ej glömmas, på hvilken jag i det följande skall fästa upp-
märksamheten, nämligen den stora lätthet, med hvilken
fjällväxterna, efter hvad jag trott mig finna, kunna sprida
sig neråt och där faktiskt kolonisera barlagd mark, där
kolonierna på grund af de yttre omständigheterna bli af
efemär natur.
Det nämdes att i regio alpina superior några fanerogamer
egentligen trifdes på »fjeeldmark» med gles vegetation eller i
lösa lefvermossmattor. Uppstår barlagd mark i videregionen,
kunna emellertid arter, som annars vanligen icke gå så längt
ner, under vissa omständigheter spridas dit.
På de låga fjällvidder, som ligga mellan Sylarne och
Storulffjället, har fjällheden ofta rifvits upp på platåerna.
I de kolonier, som spirade i det nakna gruset, innan fjäll-
heden hunnit läkas ihop, hade från högfjällen Ranunculus
glacialis nervandrat åtminstone till 900 m. ö. h. (18498).
Då den har en god del af sin såväl vegetativa som repro-
duktiva värksamhet koncentrerad till första delen af vegeta-
tionsperioden, kan den draga nytta af vårens och försommarens
smältvatten på dessa annars under högsommaren ganska torra
lokaler.
Ljösnaaen, som banat sig en djup erosionsränna genom
de gruslager, som i videregionen upptaga Storvigelns syd-
västsluttning, har i kolonierna på sina föränderliga strand-
bräddar Luzula arcuata (181796), som annars saknas här nere,
men är karaktäristisk för lafregionen.
I nedre delen af regionen Nas på högslätterna riedanför
Helagsfjällets västsida mäktiga kögdlase genomskurna af
erosionsrännor. Utom relativt slutna samhällen som en Salix
herbacea-lefvermoss-formation finnas tämligen efemära kolo-
nier: med (18995):
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:o 11. 37
Gnaphalium supinuwm.
RBanuwnculus pygmeus.
Sibbaldia procumbens.
Ranunculus pygmeus förekommer annars på fjällen i
Härjeådalen och angränsande delar af Norge vanligen först
uppe i de högre regionerna i olikartade växtsamhällen,
som hafva det gemensamt att sidotrycket från kommensalerna
ej är starkt.
Vi skola nu taga i betraktande vegetationen på en del
barlagd jord och ruderatmark nere 1 barrskogsregionen och
se om tilläfventyrs äfven här den alpina och subalpina foran
förmår göra sig representerad.
Att man på torftak anmärkt fjällväxter förklaras någon
gång, genom att grästorfven hämtats från deras naturliga
växtplats, eller att en direkt inplantering ägt rum.
Det senare är förhållandet med Rhodiola, som 1 vissa
trakter af Norge tyckes spela samma rol som i södra Sverige
Sempervivum tectorum. I Sverige är den funnen på torftak
vid Björkvattnet i Frostviken,!' och i Norge synes detta före-
komstsätt ej vara sällsynt äfven på mycket låga nivåer i
Hedemarken och Tröndalagen. Så har jag sett den nära
hafsytan vid Ringelleret ofvan Levanger och omkring 70 m.
ö. h. i Gulans dalgång i trakten af Steren (juli 1895).
K. F. DusÉN? och STRÖMFELDT anmärkte Hieracium alpinum
på torftak vid Tvärbergsvallen 1 Herjeådalen tillsammans
med Ehinanthus minor, Stellaria media, Myrtillus uliginosa,
Empetrum mnigrum, Poa alpina, Agrostis vulgaris och canina.
Denna förekomst torde böra förklaras genom en tillfällig
frukttransport från de omgifvande fjällen.
Erysimum Ieraciifolium tyckes i de här behandlade trak-
terna äga sitt egentliga hem i björkregionen och barrskogs-
regionens öfre delar. Den kan äfven uppträda på ruderat-
mark. Så lågt som vid Undersåkers station, 376 m. ö. h. har
jag anmärkt den på banvallssluttningar med Eqvisetum
arvense, Rumex Acetosa och RB. Acetosella (182598). — Hiera-
cium crocatum, som brukar finnas på ängar och björklider i
! OLSSON, Jemtlands fanerogamer, p. 99. -
> Bidrag till Härjedalens och Helsinglands flora. Ofvers. K. Vet.-Akad.
Förhandl. 1880, p. 23.
38 RB. SERNANDEK, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
samma regioner, är funnen på järnvägen mellan Hjerpen och
Mörsil!
Den ogräsflora, som utmärker mellersta Skandinaviens
fjälltrakter, är egendomlig nog. Är bygden med sina åkrar
och trädgårdsanläggningar gammal, kan man träffa ganska
många af låglandets vanliga ogräs, men i unga bygder med
nyligen uppodlad jord består ogräsfloran utom af några kosmo-
politiska ruderatväxter mäst af den kringliggande florans
konstituenter, särskildt lund- och ängsväxter, hydrofyter
0. 8. v., af hvilka flera knappast skulle väntas uppträda på
detta sätt.
I gräsmattor spränges lätt det bestånd, som hopväxt ur
det insådda gräsfröet, af intränglingar från grannskapets
vegetation. En del af dessa förefaller den vid Sydskandina-
viens vegetation vane ganska främmande. Vid Storlien 600
m. ö. h. voro t. ex. Caltha palustris och FRubus Chamemorus
vanliga 1 gräsmattorna (18198).
Vid Dufed i Jämtland, 385 m. ö. h., antecknades i en
trädgård på köksväxtlanden följande ogräs (182798):
Aclillea Millefolium.
Cardamine amara.
pratensis.
Cerastium vulgatum.
Cerefolium siwilvestre.
Chenopodium album.
Chrysosplenium alternifolium.
Cirsium heterophyllum.
Galeopsis Tetralhäit.
Galium Mollugo.
Geranium silvaticum.
Geum rivale.
Myosotis silvatica.
Poa annua.
>» trivialis.
Prunella vulgaris.
Ranunculus acris.
auricomusS.
repens.
! OLSSON, De jämtländska fjällväxterna, p. 22.
BIHANG "TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:O 11. 39
Rumex Acetosa.
Sagina procumbens.
Spirea Ulmaria.
Stellaria media.
Thlaspi arvense.
Tussilago Farfara.
Veronica officinalis.
Viola biflora.
> tricolor.
Ett par af dessa arter — Myosotis silvatica och Viola
biflora — kunna, om man så vill, räknas till fjällväxterna.
Det visar sig också, att den alpina floran i de central-
skandinaviska fjälltrakternas barrskogsregion kan göra sig
representerad bland ogräsen, på samma sätt som man länge
vetat att den högnordiska floran äger förmåga att tränga
in som ogräs 1 de planteringar, man gjort på dess områden.
Vid gamla björkskogsomgifna lappkåtor i Handölsdalens
barrskogsregion har jag (18198) antecknat:
Cerastwum trigynum.
Gnaphalium norvegicum.
Stellaria borealis.
i sällskap med
Cerastwum vulgatum.
Poa annua.
Ranunculus acris.
RBumex Acetosa.
Vid Fjällnäs sanatorium i Herjeådalen är trädgård upp-
tagen 760 m. ö. h. i mark, som fordom varit beväxt at
betuleta geraniosa. Här antecknades (181596) som ogräs föl-
jande fjällväxter:
Cerastwum trigynum.
Epilobium origanifolium.
Gnaphalium norvegicum.
Phleum alpinum.
40 BR. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
Stellaria borealis.
Viola biflora.
i sällskap med följande mera kosmopolitiska ogräs, lundväxter
och hydrofyter:
Ågrostis vulgaris.
Aira cespitosa.
Alchemilla vulgaris.
Alopecurus geniculatus.
Callitriche vernalis.
Caltha palustris.
Capsella Bursa pastoris.
Cerastium vulgatum.
Chenopodium album.
Epilobium angustifolium.
Erodium cicutarium.
Equwisetum silvaticum.
Geramwium silvaticum.
Leontodon autumnalis.
Luzula campestris S sudetica.
Matricaria inodora.
Melandrium silvestre.
Poa annua.
trivialis.
Polygonum aviculare.
viviparum.
Potentilla Tormentilla.
RBanunculus acris.
repens.
Rumex Åcetosa.
Acetosella.
domesticus.
Sagina procumbens.
Swulene inflata.
Sinapis arvensis.
Solidago Virgaurea.
Stellaria graminea.
media.
Trifolium repens.
Veronica officinalis.
BIHANG TILL K. SV. VET.SAKAD: HANDL. BAND 24. AFD. III. N:o 11. 41
Viola palustis.
tricolor (L.)" genuina WITTR. f. typica WITTR.
På gångstigar och utmed vägar uppstår en ogräsvegeta-
tion, delvis öfverensstämmande med kulturjordens växtlighet,
delvis med ängsformationerna. Äfven här har den alpina
och subalpina floran förmåga — och i ganska betydlig om-
fattning — att sända ner utposter.
På en gångstig uppför Hamrafjället antecknades vid om-
kring 760 meters höjd öfver hafvet (182596):
Cerastwum trigynum.
Gnaphalium supinum.
Poa alpina.
i sällskap med:
Poa annua.
Plantago major.
Ranunculus acris.
repens.
RBumex Acetosella.
Sagina procumbens.
Stellaria media.
Taraxacum officinale.
Trifolium repens.
Veronica officinalis.
Viola tricolor.
En bland de märkvärdigaste förekomster af utposter
finnes utmed landsvägen, som från Herjeädalen går in i
Norge framemot Röros. Denna går hela tiden genom barr-
skogsregionen, ehuru man på långa sträckor skulle misstänka
sig vara i björkregionen på grund af de stora sammanhän-
gande björkskogar, som intaga den nerhuggna barrskogens
plats. Den ungefär 40 km. långa sträckan mellan Hamra-
fjället bortåt sjön Langen i Norge, som jag särskildt under-
sökt, ligger mellan 700—800 m. ö. h, endast på en kortare
del höjande sig till 840 m. På denna sträcka har jag fått
följande öfverraskande lista på fjällväxter, växande i den
glesa ängsartade vegetation, som spirat upp på och vid de
till gångstig upptagna delen af vägkanterna:
42 BR. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
Alchemilla alpina.
Antennaria alpina.
Bartsia alpina.
Cerastwum trigynum.
Cetraria nivalis.
Dryas octopetala.
Erigeron alpinus.
Gentiana nmivalis.
tenella.
Gnaphalium norvegicum.
supinum.
Hieracium alpinum.
Luzula spicata.
Poa alpina.
Primula scotica.
Salix herbacea.
Sibbaldia procumbens.
Silene acaulis.
Tofieldia borealis.
'
Och de förekomma ingalunda i några enstaka förkrympta
exemplar, utan en del rent af beståndsbildande. Några
exempel på förekomstsättet skola i det följande meddelas.
På den korta sträckan mellan västra Malmagen och riks-
gränsen förekommo på landsvägskanten af dessa växter,
hvilka man 1 allmänhet icke tänker sig som ruderatväxter,
ej mindre än 15, d. v. s. alla utom Dryas, Cerastium trigynum,
Primula scotica och Silene acaulis.
Deras vanligaste ledsagare bland fanerogamerna voro:
Agrostis vulgaris.
Ara cespitosa.
Alchemalla vulgaris.
Empetrum nigrum.
Festuca ovina.
> rubra.
Gentiana Amarella £ Ulingulata.
Leontodon autumnalis.
Luzgula campestris.
Parnassia palustris.
Phleum pratense.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:o 11. 43
Polygonum viviparum.
RBumex ÅAcetosa.
Sagina procumbens.
Saussurea alpina.
. De märkligaste af utposterna växa under följande för-
hållanden.
Sibbaldia anmärktes på två punkter. På ena stället c.
788 m. ö. h. förekom den i en enstaka liten tufva (181596).
+ Gamla exemplar.
+ Unga
< Groddplantor.
Sibbaldia-förekomsten på landsvägen vid Glenån.
På” det andra, strax NS. om Glenån, 777 'm. ö. ch. växte
den tillsammans med (18596):
ÅAgrostis vulgaris.
Empetrum nigrum.
Festuca vvina.
Leontodon autummnalis.
Peltigera camina (1L.).
Phleum pratense.
Polytrichum commune.
Trifolium repens.
44 OR. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
Den var ymnig på en rund fläck af omkring 80 kv.-dm.
De gamla exemplaren voro hopade mot centrum, hvaremot
de unga individen samt de tunnsådda groddplantorna voro
mera jämt fördelade ända framemot periferien (jmfr kart-
skissen sid. 43). De närmaste delarne af landsvägskanterna
liksom de omgifvande betuleta hylocomiosa med deras torf-
tiga vegetation saknade växten fullkomligt. Allt häntydde
på en sen invasion af en eller några fröplantor, som kon-
centriskt genom frösådd utbredt sig i landsvägskantens glesa
låga ängsmatta.
Nära Västra Malmagen växte Gentiana tenella på två
små områden 1 ej ringa mängd. På det ena, 766 m. ö. h.,
växte den med (181596):
Equisetum palustre.
Festuca rubra.
Gentiana mvalis.
Parnassia palustris.
Phleum alpinum.
Ingenstädes i grannskapet stod den för öfrigt att upp-
täcka.
Antennaria alpina förekom 688 m. ö. h. i en enda tufva
12 x 15 cm. i diameter med rikliga mossor, rikliga gräs
(Festuca ovina), tunnsådda örter (enstaka Gnaphalium nor-
vegicum och supinum, Leontodon autumnalis, Bumex Acetosa
och Sagina procumbens) och enstaka lafvar (Cladonia cocci-
fera och pyxidata samt Peltigera camina [L.]). Den omgif-
vande vegetationen var björkhed med Salix lapponum och
glauca, Juniperus etc. Hvarken här eller någonstädes i grann-
skapet kunde fere exemplar än detta uppletas (181596).
Mellan Brekken och Langen antecknades följande fjäll-
växter längs landsvägskanterna:»
Alchemilla alpina.
Cerastium trigynum.
Dryas octopetala.
Sibbaldia procumbens.
Silene acaulis.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. IUI. N:O 11. 45
1 sällskap med:
Antennaria dioica.
Cerastium vulgatum.
Festuca ovina.
Hieracium Auricula.
Plantago major.
media.
Polygonum viwiparum.
Potentilla verna.
Leontodon autumnalis.
Matricaria inodora.
Ranunculus repens.
Selaginella spinulosa.
Trifolium repens.
Veronica officinalis.
Alchemilla alpina och Sibbaldia växte 701 m. ö. h. på
ett mindre område nära Aursunden tillsammans med Anten-
nuria dioica, Festuca ovina, Leontodon autumnalis etc. På en
fläck intill sammanslöt sig Alchemilla alpina till ett alche-
milletum i miniatyr med sparsamma inblandningar. Omgif-
vande formationer: björkskog med sparsam tall, sphagneta
etc. saknade dessa båda (181596).
Cerastiuwm trigynuwm anträffades på landsvägen invid
Stensaasen c. 740 m. ö. h. tillsammans med (181596):
Cerastwum vulgatum.
Hieraciwum Auricula.
Plantago major.
Matricaria inodora-
Ranunculus repens.
Veronica officinalis.
Sågs ej i någon omgifvande formation.
Dryas och Silene acaulis funnos nära sjön Langen, i hvars
omgifningar de för öfrigt alldeles saknades, 760 m. ö. h.
under följande förhållanden (181896):
Dryas bildade en cirkelrund matta med 80 cm. diameter,
i hvilken voro inväfda: :
46 RB. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
Festuca ovina.
Polygonum viviparum.
Silene acaulis förekom inom ett mindre område på flere
fläckar; den största 80 cm. 1 diameter. Här växte den med:
Antennaria dioica.
Festuca ovina.
Polygonum viviparum.
Selaginella spinulosa.
Trifolium repens.
Primula scotica växer på landsvägskanten vid Fjällnäs-
myren 756 m. ö. h. tillsammans med bland andra (18296):
Lueula campestris.
Poa alpina.
Polygonum viviparum.
Salix lapponum.
Thalicetrum alpinum.
Några exemplar funnos alldeles i kanten af den till-
stötande nyligen utdikade myren jämte Andromeda, Sphagna
ete. Då Primula scotica för öfrigt alldeles saknades såväl i
myren som omgifningarne, har den säkerligen spridit sig hit
från landsvägskanten.
Primula scotica är redan förut funnen på en liknande
ståndort nämligen på gamla landsvägen vid Nyland i Un-
dersåker.!
Äfven Primula stricta finnes bland landsvägsutposterna.
På vägen mellan Tännsjön och trakten af Västra Sta i Dufed,
Jämtland, växte den på en höjd af 430—440 m. ö. h. i en
koloni, som liknade begynnelseformationerna till fuktiga
ängssamhällen och gråvidesnår. Karaktärsväxterna voro
(182598):
Åira cespitosa.
Carex Goodenoghu.
Eqvisetum palustre.
! OLSSON, Jemtlands fanerogamer, p. 74. ELFSTRAND 1. e. p. 21.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:O 11. 47
Gentiana Amarella 3 lingulata.
Phleum alpinuwm.
Pinguicula vulgaris.
Poa alpina.
Polygonum viviparum.
Ranunculus acris.
Salix glauca.
lanata.
lapponum.
Om vi taga en återblick på de utposter, som i det före-
gående skildrats, torde inga till sin natur vara af så tydligt
recent ursprung som dessa, hvilka ingå 1 den odlade jordens,
ruderatplatsernas och vägarnes växtlighet. För att bättre
förstå hela utpostflorans historia skola vi närmare granska,
under hvilka omständigheter dessa utposter kunnat komma
till sina märkvärdiga ståndorter.
Det är redan vid de speciela ståndsanteckningarne nämdt,
att många af ogräsutposterna alldeles saknas i den omgif-
vande vegetationen. Och det måste till på köpet vara från
mycket långa håll, som de första fröna blifvit transporterade.
Dryas octopetala. På gränsfjällen mellan Norge och
Sverige förekommer Dryas ej allmänt. Troligen finnes den
på Viglarne, ehuru jag ej vid en forcerad tur i dimma från
Bolagen tvärs öfver Storvigeln ner till Ljösnavolden an-
märkte densamma. Finnes den härstädes, skulle frukter
kunna härifrån transporterats 12 å 15 kilometer fogelvägen
ner till Langen-lokalen. Har så ej varit förhållandet, får man
närmast tänka på de 25—30 km. aflägsna Dryas-forma-
tionerna på Vettafjällets sluttning mot Svansjön, Hamra-
fjällets sydvästsida samt Skenörfjällets västra delar som
ursprungsportar.
> Silene acaulis. Vid den som relikt tolkade förekomsten
på Riskletten har Langen-lokalen en 3 km. aflägsen möjlig
ursprungsort. Då växten dock här är sparsam, torde denna
ort ligga bortåt 10 km. i något grannfjälls alpina eller sub-
alpina regioner.
Stbbaldia procumbens. Tandsvägslokalerna 1 trakten af
riksgränsen ha sina närmaste eventuela ursprungsorter i
Lillstötens, Glänsjövålens samt Skenörfjällets resp. c. 5, 6 och
7 km. aflägsna alpina regioner. Om närmare ursprungsorter
48 BR. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
finnas för de norska lokalerna känner jag ej, men håller det
icke för troligt. |
Hieracium alpinum torde ha ganska långt till sin ur-
sprungsort; jag har i denna trakt för öfrigt ej antecknat
den nedom skogsgränsen annat än vid Andåfallen, ej häller
på alla de af traktens fjäll jag besökt sett den i sitt egent-
liga hem, regio alpina inferior.!
Antennaria alpina, som förekom i en enstaka tufva mellan
Västra Malmagen och riksgränsen, torde härstamma från de
alpina regionerna på Hamrafjället (8 km.), Skarffjället (12
km.) eller Skarsfjället (18 km.), de enda lokaler jag har nig
bekanta. |
Primula stricta är i de ifrågavarande trakterna vanligare
under än öfver trädgränsen. Jag har dock antecknat den
för regio alpina inferior t. ex. på Helagsfjället (182995). När-
maste eventuela ursprungsorten för Dufed-lokalen torde vara
Åre på c. 18 km. afstånd.
Gentiana tenellas närmaste hittills kända fyndorter äro
Ljusnedal, Stora Midtåkläppen samt Röros på afstånd af
resp. 22, 28 och 36 km.
Primula scotica vid Fjällnäs förekommer 21 km. från
Stora Midtåkläppen och ungefär 38 km. från Röros, de två
närmaste växtställena och eventuela ursprungsorterna. Ny-
landslokalen ligger blott ett par km. från en utpost vid
Hålland, som åter ligger 17 km. från Primula scotica-före-
komsten på Mörsvikshummeln.
Äfven andra ogräs-utposter hafva långt till närmaste
gamla förekomstställen. Så är t. ex. förhållandet med Eri-
geron alpinus, Cerastium. trigynum, Lugula spicata, Salix her-
bacea etc., men de anförda exemplen äro de mäst pregnanta.
Att människan skulle — åtminstone i någon afsevärd
mån — frivilligt eller ofrivilligt hafva bidragit till att från
de enstaka afsides liggande ursprungsorterna nerföra frön af
de ifrågavarande formerna, förefaller mig ej troligt. Säter-
lifvet har i de här behandlade trakterna omkring riksgränsen
ingen betydelse och landsvägen trafikeras nog ytterst obetyd-
ligt af folk, som kommer direkt ner från fjällen. Aterstår
transporten med 'vind och djur. Fem af dem: Antennaria
alpina, Dryas, Erigeron alpinus, Hieracium alpinum och Salix
! Jemf. ELFSTRAND 1. c. p. 34.
1
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. ATD. III. N:0 11. 49
herbacea äga ju akenier och frön med mer eller mindre goda
flygapparater, men de öfrigas frön sakna egentliga sprid-
ningsanordningar, om ej arterna med små frön kunna anses
ha förutsättningar att följa med jord, som fastnat på och
mellan klöfvarne hos renar och boskapsdjur.
Utposterna och vegetationens allmänna utvecklingshistoria.
Då i uppåtgående horizontel eller vertikal riktning den
ena växten efter den andra försvinner ur ett områdes vege-
tation, måste man antaga att den viktigaste orsaken härtill
ligger i de sig samtidigt härmed förändrande klimatfaktorerna,
som ödesdigert inverka på vissa af de ifrågavarande väx-
ternas vitalitetsfenomen, och först i andra rummet antaga
att de växtsamhällen upphöra, i hvilka de egentligen trif-
vas, eller att de här komma i strid med dem öfverlägsna
former.
oFör de nedre gränslinierna torde klimatfaktorerna ej
hafva samma betydelse. Hvad fjällväxterna beträffar, skulle
jag sålunda under hänvisning till den föregående samman-
ställningen vilja fastslå, att i de medelskandinaviska fjäll-
trakterna endast sällan klimatiska förhållanden direkt ute-
sluta dem från de lägre regionerna. Erfarenheten från t. ex.
en mängd botaniska trädgårdar visar, att ett stort antal
fjällväxter mycket väl och fullt normalt såväl vegetativt
som reproduktivt kunna utveckla sig på låglandet, och i na-
turen vittna de faktiska förekomsterna nedom den egentliga
nedre gränslinien på alldeles samma sätt.
Orsaken till att en fjällväxt vid en viss lime upphör att
kunna sprida sig neråt är den, att här antingen de växtforma-
tioner sluta, där arten har sin normala förekomst, eller ock
att i dessa former börja uppträda, med hvilka den ej kan ut-
härda kampen för tillvaron.
De växtgeografiska regioner, i hvilka man indelat Skan-
dinavien, äro betingade, dels och förnämligast at att vid de
öfre gränserna dem emellan vissa växter upphöra, dels af att
nya tillkomma. Det antal växter, som blifva gemensamma
för olika regioner, kan som bekant vara stort nog. Så har
naturligtvis barrskogsregionen många arter gemensamma med
fjällregionen. Om man söker fördela de växtarter, hvilka i
4
30 CR SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
våra fjälltrakter finnas inom de alpina och subalpina regio-
nerna, efter deras förekomst under barrskogsgränsen, skulle
en sådan fördelning ställa sig ungefär sålunda:
a) Såsom bildande en första grupp kunna vi anse de
former, som endast sällsynt gå ner i barrskogsregionen.
b) En andra grupp skulle bildas af dem, hvilka allmänt
uppträda i barrskogsregionen, eventuelt äfven i andra re-
gioner.
c) I de alpina och subalpina regionerna sändas ibland
från barrskogsregionen såsom dess utposter in arter, hvilka, i
motsats till hvad förhållandet är med de båda andra grup-
perna, genom exemplarens nersatta vitalitet eller genom sitt
uppträdande på särskildt skyddade ståndorter visa sig vara
antingen tillfälliga främlingar eller kvarblifna räster efter
barrskogsregionens forna förskjutningar uppåt fjällsidorna.
Dessa sätta vi som den tredje och sista gruppen.
Utposterna komma sålunda att höra till gruppen a)
och att representera den del af fjällfloran, som är svagast
rustad att uthärda kampen mot de former, hvilka barrskogs-
regionens växtsamhällen ställa 1 vägen för dess utveckling
härnere.
Vi skola nu kasta en återblick på de förhållanden, under
hvilka emellertid gruppen kan inskicka representanter i denna
region. .
Till en början hafva vi en serie förekomster, hvilk
säkert måste härstamma från mer eller mindre recenta ner-
vandringar.
Hvad de slutna växtsamhällena angår, så funnos ut-
poster äfven i sådana, hvilka först i relativt sen tid konsti-
tuerats. Här blefvo utposterna intränglingar, och ju när-
mare formationen låg till sina slägtingar i fjällregionen, ju
ymnigare blefvo utposterna och tvärtom. MNärskildt erinra
vi om hedformationerna med deras tillskott från fjällheden:
Azalea, Andromeda hypnoides, Phyllodoce, Lycopodium alpinum
etc., hvilka accumulerades, där barrskogshedarne sammanflöto
med den egentliga fjällheden, men voro sparsamma eller sak-
nades, där de lågo långt från densamma.
På öppen jord och i dess kolonier kan, som nyss visats,
gruppen a) insätta utposter. Hela fjällfloran och ej minst
denna grupp hade här en märklig förmåga att sprida sig och
att finna sig i nya klimatiska förhållanden: T de slutna
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:o 11. 51
formationer, som skulle uppstå ur dessa kolonier, om naturen
fritt finge utveckla sig, försvunne nog det stora fertalet af
gruppen antingen på grund af öfverskuggning eller genom
direkt undanträngning.
Vi hafva sedan utposterna i växtsamhällen, som äro ge-
mensamma för vegetationen på ömse sidor om barrskogs-
gränsen, men hvilka bära kriterier på att mycket länge hafva
bibehållit sig oförändrade. Flere af de utpostförande för-
sumpningarne och formationerna i bärgsspringor äro att anse
som slutformationer, och kolonierna på älfstränderna behöfva
icke frukta för inkräktning af någon kompakt växtmatta. —
Dessa utposter har jag i allmänhet tolkat som mycket gamla
på platsen. De föregående undersökningarne med deras på-
visande af hvilken förmåga gruppen har att från långa håll
infinna sig på de lokaler, där förutsättningarne finnas för
deras trefnad, häntyda emellertid på att man har rätt att
äfven här misstänka recenta nervandringar.
Orsaken hvarför jag anser att härvidlag sådana ner-
vandringar spela en underordnad rol är dels den, att de
ifrågavarande utposterna ofta förekomma fere tillsammans 1
samma samhälle, dels den, att de ofta återkomma i samma
sällskap på de olika lokalerna, äfven om dessa ligga långt
från fjällen, allt omständigheter, som ej gerna sammanträffa
vid tillfälliga recenta spridningar.
Antager man sålunda att detta slags utposter äro gamla
på sina lokaler, måste de och de samhällen, i hvilka de upp-
träda, anses som räster af forntida mera sammanhängande
utbredningsområden, särskildt ifall dessa samhällen, som fallet
var med Dryas-formationen, endast som ytterligt sparsamma
inspränglingar finnas 1 barrskogsregionens växtlighet. Likaså
måste ock utposterna i de samhällen anses som relikter,
hvilka ofta återkomma, men hvilka trots att de yttre för-
hållandena på de olika lokalerna äro de samma, endast på
vissa långt aflägsna punkter äro utpostförande.
Vid hvilka tidpunkter spridde sig de växter ner i barr-
skogsregionen, som i det föregående tolkats som relikter?
Att en glacial flora äfven i dessa trakter följt den af-
smältande landisen i spåren, kan man taga för gifvet och
1
52 BR. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
bestyrkes i hög grad äfven genom R. Torres! fynd af Dryas,
Betula nana och Phyllodoce jämte Populus tremula 1i lera
från bottnen af en torfmosse vid Ede i Brunflo socken. Det
kanske skulle förefalla mången naturligast att utan vidare
räkna utposterna som relikter från denna aflägsna tid med
dess vidder af sammanhängande glacialflora.
Innan man emellertid antager en sådan tolkning, bör
man dock hafva klart för sig, att ej denna glacialflora sedan
tiden för inlandsisens försvinnande haft något framryckande,
från hvilket utposterna kunde härstamma. Ty har ett sådant
värkligen ägt rum, ha naturligtvis rästerna häraf mycket
större förutsättningar att bevaras än de, som skulle här-
stamma från de aflägsna tidrymderna före den postglaciala
epoken.
Förf. har sökt visa, att under vissa skeden af Litorina-
tiden vissa grupper af fjällväxter bort sprida sig ner i låg-
landet, och äfven tolkat en del förekomster som relikter från
dessa tider. Första delen af Litorina-tiden — den atlantiska
perioden — upptogs af en tid med mera fuktigt och varmt
klimat än det nutida; början af dess sista period, den sub-
atlantiska, utmärkte sig för en stark försämring af Llimatet.?
Den atlantiska periodens fuktiga klimat bör efter den
erfarenhet, man har från den norska Atlantens kuster, ha
framkallat flere fjällväxters nervandring till barrskogsregio-
nen, och jag har just till denna tid förlagt älfstrands-
relikternas mera sammanhängande utbredning. Den post-
glaciala klimatförsämringen skulle ha medfört en invasion
af norrländska växtformer öfver mellersta Sverige, där de
ännu finnas kvar som spridda relikter, NATHORSTS glaciala
pseudorelikter. |
Från båda dessa perioder, den atlantiska och den sub-
atlantiska skulle man kunna tänka sig Dryas-formationen
och strandkolonierna som relikter. Under båda perioderna
var klimatet jämförelsevis fuktigt och insulärt, just omstän-
digheter, som göra att karaktärsväxterna i dessa samhällen
vid Norges atlantiska kuster gå ner till mycket låga nivåer.
För 16 arter — Juncus trifidus, Salix herbacea och reticulata,
Oxyria digyna, Bartsia alpina, Primula stricta, Arctostaphylos
! Granlemningar i svenska torfmossar. Bihang till K. Sv. Vet.-Akad.
Handl, Bd 19::431893.7 , PI 26.
? Om s. k. glaciala relikter.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 24. AFD. III. N:o 11. 53
alpina, Azalea procumbens, Diapensia lappomica, Rhodiola
rosea, Saxifraga oppositifolia och atizgoides, Arabis alpina,
Viola biflora, Cerastium alpinum och Alchemilla alpina —
har jag i det citerade arbetet visat detta genom att efter
Briyrtt, Norges flora, anföra en del af deras utbredningsförhål-
landen. Ytterligare några tillägg meddelas här nedan efter
samma källa.
Astragalus alpinus. » 'Throndhjems Stift ved Elvene
stundom, og i Nordland og Finmarken ofte selv i de laveste
Egne.>
Dryas octopetala. »1 Nordland og Finmarken er den iser
i Kystegnene hyppig allerede i Havets Niveau saa langt
sydover som till Ranen — undtagelsevis i lavere Egne, saa-
som i Mengde paa Strandklippene i Frosten, ved Oierhavn
paa Varaldsgen i Hardanger, ja endog paa de siluriske Kalk-
klipper ved Langesund i Mzngde, 59”, udentvivl dens syd-
ligste Grendse i Norge.»
Carex alpina. »I Nordland og Finmarken almindelig lige
ned till Havkanterne.»
Erigeron alpinus. » Fjordegnene 1 Bergens Stift gaar
den under tiden lige ned i de laveste Egne.»
Festuca ovina f. vivipara. >»er i de vestlige Kystegne
langt hyppigere än a«, hvem den ofte ganske fortrenger.»
Luzgula spicata. »I ”Trondhjems Stift och nordefter lige
ned till Havkanten — ogsaa vestenfjelds af og til ned til
Havet.»
Poa alpina (i vidsträckt bemärkelse). »I Agershus, Ber-
gens og Throndhjems Stift fra de lavere Egne (selv i Havets
Niveau).>
Saxifraga Cotyledon. »iser hyppig i Bergens og Thrond-
hjems Stifter — ofte lige ud til Forbjergene og Serne ved
Havkanten (saasom paa GCerne, selv i den sydlige Del af
Bergens Stift, ved Bergen, Christianssund, Valdersund i Fosen
0: a. NU).
Sazxifraga nmivalis. »I Bergens Stift og Throndhjems Stift
under tiden, i Kystegnene i Nordland og Finmarken ofte ned
til Havet.»
Saxifraga stellaris. »I Bergens stift, selv ude ved Hav-
kanten, ofte i de laveste Egne, ligesaa nordenfjelds.»
Silene acaulis. >» Nordland og Finmarken hyppig lige
ned til Havet; i Throndhjems Stift og paa Vestkysten kun
Od RI! SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
untagelsevis (men selv ved sin Sydgrendse ved Lyse) ned
til Havet.>
Thalictrum alpinum. »Vestenfjelds — undertiden nzesten
lige ned til Havet, i Throndhjems Stift ligesaa, og i Nord-
land og Finmarken hyppig selv i de laveste Egne.>»
Tofieldia borealis. »I Throndhjems Stift og nordligere
overalt lige ned til Havkanten — vestenfjelds stundom neesten
lige ned til Havet, ogsaa ved Havkanten.»
Veronica saxatilis. »fra Alsteng og nordover lige ned til
Havet».
Det är under nuvarande förhållanden omöjligt att med
bestämdhet afgöra, under hvilken af dessa fuktiga perioder
relikterna hufvudsakligen hafva spridt sig neråt. En del
af försumpningarnes utposter skulle, i analogi med hvad man
känner från mellersta Sverige, kunna vara ditkomna under
klimatförsämringen 1 den subatlantiska periodens begynnelse,
men mina undersökningar öfver vegetationens utvecklings-
historia inom området gifva inga: hållpunkter för antagandet
att denna klimatförsämring varit så stark, att den alpina
regionen med sina Dryas-formationer sänkt sig ner till de
nutida relikterna på Bunnerfjällens sluttningar.
Däremot föreligga en del paleontologiska fakta, som synas
mig tala för att glacialfloran under den atlantiska perioden
var vanligare på låglandet än nu. I en uppsats >»Om floran
i några norrländska kalktuffer»! har jag framhållit, att intet
häntyder på att de jämtländska tufferna trots sitt innehåll
af Dryas, Salix reticulata skullé härstamma från en period
med kallare klimat än det nutida. Och jag tror mig kunna
utvidga detta därhän, att fere af dessa tuffer härstamma
från en tid med till och med mera varmt klimat än de nu-
tida, då de, som jag i en annan uppsats närmare skall ut-
reda, enligt min tanke äro af atlantisk ålder.
Vid Digernäs nära Storsjön ligga tuff och bleke med
tuff delvis under ett torflager, i hvars botten står ett tall-
stubblager (18393). Detta tallstubblager anser jag vara sub-
borealt och tuffen atlantisk. Den innehåller som glaciala
utposter Dryas och Salix reticulata, inblandade i en flora af
Pinus silvestris, Salix caprea, Betula alba, Hippophae rham-
notdes ete. Också strandtuffen vid Filsta, hvars flora jag i
! Botaniska Notiser 1890.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24./AFD. III. N:0 11. 55:
den citerade uppsatsen p. 137 beskrifvit och som jag vid ett
besök den 23 juni 1893 kunde rikta med bland annat blad
af Dryas, anser jag som atlantisk. WNärskildt häntyda de
ända till 50 mm. långa tallbarren på ett mildt klimat. Om
de öfriga af NATHORST och mig påvisade tufferna med Dryas
och Salix reticulata i tallflora vill jag ej nu med bestämdhet
yttra mig.
Det skall vid närmare undersökning kanske också visa
sig att den tallförande torf med Salix herbacea, som ToLrF
anträffat vid Österåsen 1 Häggenås,! och att den likaledes
tallförande grästorf med Dryas och Selaginella, som A. G.
KELLGREN? påvisat i Tänndalen, äro från atlantisk tid. Alla
dessa förekomster af glaciala former från postglacial tid
böra i hvarje fall uppmärksammas, särskildt då de som
KELLGRENS fynd ligga så nära tallens nuvarande gränslinie,
sålunda härstamma från tider med ganska tempererade kli-
matförhållanden, som ligga före den subatlantiska tiden med
sina af granräster uppfylda torflager. HAMBERGS och GUNNAR
ANDERSSONS fynd? af Dryas med Ulmus montana vid Veerdalen
i lager af obestämd ålder är också 1 detta samband af en
viss betydelse.
Den atlantiska perioden har äfven till södra Sverige
medfört glaciala former. Jag har i »Om s. k. glaciala relik-
ter» särskildt framhållit Alchemilla alpina och Rhodiola rosea
i Bohusläns vegetation som exempel härpå. Dessa skulle
liksom Sedum anglicum och Rosa pimpinellifolia, tydliga Ilex-
växter, hvilka t. ex. jämte Rhodiola växa på den lilla Koön,
hitvandrat under den atlantiska, eller möjligen subatlantiska
periodens fuktiga klimat. Aira flexuosa v. montana och Poa
alpina från Strömstadstrakten höra kanske också till denna
Stupp.
På Jylland växa Arctostaphylos alpina, Draba incana
och Selaginella sällsynt. De äro ej ovanliga i Norges Ilex-
region." Antingen äro de att anse som de naturliga gräns-
SELGRE 1; C3 Po 20.
- > Några observationer öfver trädgränserna i våra sydliga fjälltrakter.
Ofvers. af K. Sv. Vet.-Akad. Förhandl. 1893.
> AXEL HAMBERG, Om en profil från skredet i Verdalen. Geol. För.
Förhandl. Bd 15. 1893.
+ Arctostaphylos alpina. Se ofvan!
Draba incana. >»Vesten og nordenfjelds alm. fra Farsund, 38” 5', og
Jederens Sandsletter i lavere Egne lige til Magerg>, BLytt, Norges Flora p. 988.
Selaginella spinulosa. >»Paa fugtige Steder fra den sydlige Deel af
Christiansands Stift langs hele Kystenm>. L. c. p. 39.
56 RB. SERNANDER, VEGETATIONEN I SKANDINAVIENS FJÄLLTRAKTER.
posterna för de glaciala elementen i Ilex-regionens flora, ty
större delen af Jylland bör dock räknas till denna region,
och kunna i så fall äfven i sen tid inkommit,! eller ock,
hvilket härvidlag är antagligast, äfven de som de sista åter-
stoderna af en stor nervandring af glaciala former under den
atlantiska perioden med dess betydelsefulla omhvälfningar af
hela vår nordiska växtvärld.
1 Arctostaphylos alpina i så fall med bärätande fåglar. WARMING (Om
Grgnlands Vegetation. . Meddelelser om Gronland, 12, p. 204), som lutar åt en
dylik åsigt, framhåller en iakttagelse af STEENSTRUP, att Fringilla flavi-
rostris och Emberiza mnivalis i skaror bruka slå sig ner på de backar, där
Draba incana växer.
pA
Rättelser.
Sid. 28, rad. 3 nerifrån står 55 läs 53
> 30, raderna 4 och 5 uppifrån utgå.
BIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 24. Afd. IL. N:o [2
Meddelanden från Stockholms Högskola. N:o 188.
UEBER TROPISCHE UND SUBTROPISCHE
SUSSWASSER-CHLOROPHYCEEN
O. BORGE.
MIT 2 TAFELN.
MITGETHEILT DEN 14 DECEMBER 1898.
GEPRUFT VON V. WITTROCK UND A. G. NATHORST.
STOCKHOLM
KUNGL. BOKTRYCKHERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER
1899
Sok MB bes 3
syster g NN lär. RA ERORN nd os
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F iran of KalodR ör sn ste by
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a die Freundlickkeit des Herrn Prof. G. LAGERHEIM
habe ich einige Proben von Wasserpflanzen aus verschiedenen
Gegenden der Erde bekommen, um die auf denselben vor-
kommenden Chlorophyceen zu untersuchen. Die Proben
waren folgendermassen signiert.
Argentina, Cordoba.
> Bajo del Manzano. Leg. HIERONYMUS.
(Utricularia).
. Uruguay. Leg. LORENTZ.
Brasilien. SELLoWw. (U. ceratophylla).
Rio de Janeiro.
Brasilien, prov. S:a Catharina, in paludibus trans flumen
parvum juxta flumen Itajahy. Novbr 1885: E. Mörr. (Sphag-
näm pulchricoma, CO. MöLL.).
Rio de Janeiro et Minas Geraös. Leg. GLaAziou. (Auf N:r
16235. Utricularia).
Brasilia meridionalis. (Utricularia).
Brasilia. (Utricularia).
Bolivia. Leg. MANDON. (Batrachium).
Surinam.
Leg. HostMANN. (U. purpurea WeoaLTt.).
Guiana angl. Leg. ScHOMBURGK. (U. purpurea).
Mexico.
Cuba. Alge aque dulcis inter Utricularias in Cuba a
WRIGHT lectas.
Cuba (Cabomba) WRIGHT.
Insula Trinidad Antillarum: CröGERrR lg. Sptbri 1848. (Sphag-
num Trinitense C. MöLL.).
Florida. Leg. CaABANIsS. (Utricularia).
4 BORGE, UEBER SUSSWASSER-CHLOROPHYCEEN.
Westafrika: ELIVA SILE. (Utricularia).
Macassar. (Utricularia).
Säödliches Mandschurei. Leg. Maximovicz (Utricularia
vulgaris).
Singapore (Utricularia).
Bengalen. Leg. J. D. HooKeEr. (Myriophyllum indicum).
Ceylon. (Utricularia).
Java. (Utricwlaria).
Borneo. (Utricularia).
Oedogonium LINK.
0. Brasiliense n. sp. tab. 1, fig. 1.
O. dioicum, nannandrium, idioandrosporum; membrana
cellularum veget. punctata; oogoniis ternis subglobosis rima
mediana apertis; membrana oogonii punctata; oosporis globo-
sis, oogonia fere complentibus; nannandribus oboviformibus,
in oogoniis sedentibus.
Crassit. cell. veg. 17—20 tt, altit. 3—4-plo major;
» o0gon. Da—57 » oo» 2—59 u;
> o0spor. 49—50 » — »::49—50 >»
» cell. androsp. 15—16 » -» 12—13 »
> nannandr. 10—11 » >» 14 »
Rio de Janeiro (GLAziov, N:r 16235).
0. undulatum (BrRÉB.) A. Br.
Sterile.
Mandschurei; Bengalen.
— — Forma cellulis vegetativis typicis et cellulis vege-
tativis tumoribus 2 et 4 repandis (ut in N:r 903 in WITTR.
et NorpsT. Alg. exs. et var. interrupte-incisum NSCHRÖD.) in eodem
filamento.
Lat. celllsveon lönvwulhab: 1 fp
Obschon nur sterile Fäden angetroffen wurden, ist doch
die Bestimmung wohl als sicher anzusehen.
Die erste vollständige Diagnose dieser Art ist von
WITTROCK in Dispositio Oedogon. suec. (1870) pag. 130 gegeben.
Ob die Zwergmännchen ein- oder zweizellig waren, konnte
W. jedoch nicht entscheiden, hielt sie aber för einzellig. In
seinem Prodr. Algenfl. Böhm., Theil 1, pag. 43 (1886) be-
schreibt sie HanserirG als einzellig. In WoLiE Fr. w. alg.
BIHANG TILL K. SV: VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. HI. N:0 12. 25
U. St. 1887, p. 76 wird hieriäber in der Diagnose Nichts
gesagt; in fig. 8, tab. 77 aber wird das Zwergmännchen
als zweizellig gezeichnet, und 1894 wird von MöBrus in
Austral. Siässwasseralg. II, p. 317, tab. 1, fig. 17—18 aus-
dräcklich hervorgehoben, dass sie zweizellig sind. In Exemp-
laren von 8 incisum Forma aus WITTR. et NORpDstT. Alg. exs.
N:r 902, a, welche ich untersucht, sind auch die Zwergmänn-
chen zweizellig.
Folgende abweichende Formen dieser Att sind be-
schrieben:
NorpsteEpT. Bohusläns Oedogon. (1877) p. 27: »upphöj-
ningarna på cellerna i toppen breda och ofta något intryckta»
(die Wölbungen der Zellen am Scheitel breit und oft etwas
eingedriickt). Diese Form scheint von späteren Autoren
uäbersehen zu sein.
NorpstebT. De Alg. et Charac. 1. (1880), pag. 13. Var.
senegalense.
HanscIrRG. Prodr. Algenfl. Böhm. ”Theil 1. (1886), pag.
43. Var. incisum.
NORDSTEDT in WITTR. et Norpst. Alg. exs. N:r 902 (1889).
pg incisum forma oogonis sepe seriatis (3—5), ut in forma ty-
piea circumscissis; tumoribus cellularum vegetativarum 3
intermediis repandis, extremis integris.
WITTROCK in WITTR. et Norpsr. Alg. exs. N:r 903 (1889).
p inceisum forma tumoribus cellularum vegetativarum extremis
(ut tumor medianus) integris.
SCHMIDLE. WNisswasseralg. Austral. (1895) pag. 297, tab.
9, fig. 1. Var. Moebiusiz (Syn. Oedögonium sp. MöB. Austral.
Säösswasseralg. II, pag. 320, tab. 1., fig. 21).
SCHRÖDER. Alg. Versuchsteiche zu 'Trachenberg (1897),
pag. 10, tab. 2, fig. 1. Var. interrupte-incisum.
Meiner Ansicht nach ist var. MozrBIusti synonym mit
der in WITTR. et NorpsT. Alg. exs. N:r 902 und var. interrupte-
incisum mit der in 1. c. N:r 903 verteilten Form. Ich gebe
hier zwei Figuren nach Exemplaren in N:r 902 und N:r 903
in WITTR. et Norpst. Alg. exs.
Wie wir sehen, stimmt die Figur aus N:r 902 voll-
ständig mit Fig. 1, tab. 9 in ScHMIDLE 1. c. und die obere
Zelle aus N:r 903 mit Fig. 1, tab. 2 in ScHRöÖDER 1. ec. Die
Figur aus N:r 903 zeigt ausserdem, dass typische und variie-
rende Zellen auf demselben Faden vorkommen können.
BORGE, UEBER SUÖSSWASSER-CHLOROPHYCEEN.
Wie ich oben erwähnt, kamen in der
Kollektion aus der Mandschurei Indivi-
duen vor, welche sowohl typische Zellen
als auch Zellen mit der zweiten und
vierten Wölbung eingedriäckt hatten
Solche Fäden habe ich auch (obschon
spärlich) in N:r 903 von WITTR. et NORDST.
Alg.exs. gefunden (siehe oben). Das scheint
auch bei den von NoOrRpstEpt in Bohus-
läns Oedogon. pag. 27 erwähnten Exem-
plaren der Fall zu sein (»Die Wölbungen
SS a oft etwas einge-
driickt»). Ich betrachte deshalb die Varie-
täten incisum HANsSG., Möbiusii SCHMIDLE
II (Oedog. sp. MöB. Au-
bak
stral. Suässwasseralg.
II, pag. 320, tab.1, fig.
21; WITTR. et NORDST.
Alg. exs. N:r 902) und
interrupte-incisum
ScHRöD. (WiITTR. et
NorpsT. Alg. exs. N:r
903) nur als Formen
von O. undulatum.
Verbreitung: Eu-
ropa, Bengalen, Nord-
amerika, Uruguay, Au-
Z0 nå stralien.
W O. S eC; Tab.
M er t själ uttr: et Nordst. eXS. p 1,
a oogoniis obo-
viformibus; oosporis globosis, oogonia longe non complentibus;
cellulis vegetativis ad apices inferiores leviter attenuatis,
paullum sub medio et ad apicem superiorem inflatis.
Crassit. cell. veg. 20—27 u, altit. 2—5!/2-plo major;
» o0ogon. 58,5 » > 70 u;
Diam. oospor. 51
Mandschurei.
Die Form ist dem 0. nodulosum Witrr. sehr ähnlich, da
sie aber in gewissen Beziehungen abweicht und weil ich die
männlichen Geschlechtsorgane nicht gesehen habe, halte
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:012. 7
ich es fär das richtigste, sie hier ohne Namen aufzu-
fihren.
Chetospheridium KLEB.
C. Pringsheimii KLEB. f. conferta KrEB. Zur Kritik einig.
Algengatt. pag. 307 (Pringsh. Jahrb. f. wiss. Bot. Bd. 25,
.H. 2):
Bolivia auf Sirogonwum sticticum.
Die Art ist aus Europa und Australien bekannt.
Rhizoclonium Körz.
R. hieroglyphicum (KUTz.) STOCKM. « typicum (TONI) STOCKM.
f. sandvicensis SCHMIDLE in Allg. Bot. Zeitschr. 1897, pag. 4
(Syn. Conferva sandvicensis Ag. Syst. Alg. pag. 22 und
Norpst. Alg. Sandvic. pag. 18, tab. 1, fig. 25).
Crass. cell. 10—29 u, altit. 2!1/2—4-plo longior.
Argentina, Cordoba.
Die von mir untersuchten Individuen stimmten voll-
ständig mit der Diagnose und der Figur NORDstTEDT's 1. c.
äberein, nur konnte ich an den argentinischen Individuen
keine Rbhizoiden entdecken. Ich muss ScHMIDLE beipflichten,
der (1. ec. pag. 3—4) diese Form zu Rhigoclonium föhrt; die
Membran ist deutlich geschichtet und besitzt nicht die der
Conferva charakteristische H-förmige Struktur; auch scheinen
die Chromatophore dasselbe Aussehen wie in Rhizoclonium
zu haben. — Cfr. auch WirnzrE Hvileceller hos Conferva,
pag. 18!
Microthamnion N=zc.
M. Kiitzingianum NEG.
Mandschurei.
Die Art ist aus Europa, Nordamerika und Neu-Seeland bekannt.
Scenedesmus MeErYr.
S. bijugatus (TuRrP.) Körz.
Argentina, Cordoba (HIERONYMUS).
Die Art ist ein Ubiquist.
S. obliquus ('TurP.) Körz.
Argentina, Cordoba (in den beiden Proben).
Die Art ist ein Ubiquist.
8 BORGE, UEBER SUÖSSWASSER-CHLOROPHYCEEN.
8. quadrieauda (TurP.) BREB.
Mandschureli.
Die Art ist ein Ubiquist.
Sorastrum Körz.
S. spinulosum NEG.
Macassar.
Verbreitung: Europa, Ostindien, Afrika, Nordamerika, Portorico,
Brasilien, Neu-Seeland.
S. erassispinosum (HaANsSG.) BoHuin Alg. erst. REGNELL'-
schen Exp. pag. 39, tab. 2, fig. 34—37.
Argentina, Cordoba (HIERONYMUS).
Die Art ist aus Europa und Brasilien bekannt.
S. bidentatum REINSCH.
Rio de Janeiro (GLaAziov, N:r 16235).
Die Art ist aus Europa und Portorico bekannt.
Coelastrum Nzc.
C. sphericum NG.
Argentina, Cordoba (HIERONYMUS).
Die Art ist bekannt aus: Europa, Sibirien, Ostindien, Sumatra,
Central-Afrika, Madagaskar, Ecuador, Brasilien, Argentina, Australien,
Neu-Seeland und ist wohl ein Ubiquist.
Pediastrum Mey.
P. duplex MEY.
Java.
Die Exemplare stimmten vollständig mit der Figur in
KIRCHNERS Mikroskop. Pflanzenwelt d. Sässwass. äberein.
— — 68 mieroporum ÅA. BR.
Macassar.
— — 7 elathratum ÅA. Br.
Macassar.
Die Art mit ihren Varietäten ist bekannt aus: Europa, Kaukasus,
Ostindien, Madagaskar, Nordamerika, Brasilien, Australien.
P. Tetras (EHRENB.) RALFS.
Macassar.
— — 8 excisum RAB.
Argentina, Cordoba (HIERONYMUS).
BIHANG TILL K. SV: VET.-AKAD: HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 12. 9
Die Art ist bekannt aus: Europa, Sibirien, Ostindien, Afrika,
Madagaskar, Nordamerika, Portorico, Brasilien, Sandwichs-Inseln, Au-
stralien.
Ophiocytium Nzzc.
0. cochleare (EICHW.) A. Br.
Argentina, Cordoba (HIERONYMUS); Mandschurei.
Die Art ist wohl ein Ubiquist.
0. euspidatum (BAIL.) RAB.
Crass. cell. 46—47 u.
Guiana.
Die Art ist nur aus Nordamerika bekannt.
Tetraédron Körz.
T. tetragonum (N=zG.) HANSG.
Mucronulis binis in unoquoque angulo.
Cuba (Cabomba).
Die Art ist bekannt aus: Europa, Nordamerika, Neu-Seeland, Säd-
Georgien.
T. minimum (Å. Br.) HaAnscG. f. tetralobulatum REINSCH.
Argentina, Cordoba (HIERONYMUS).
Verbreitung der Art: Europa, Kaukasus, Afghanistan, Afrika, Ma-
dagaskar, Nord- und Sädamerika, Kerguelen.
Selenospherium Coun.
S. americanum BoHLuiIn Die Alg. erst. REGNELL'schen Exp.
pag. 40, tab. 2, fig. 38—41.
Uruguay.
Die Art ist nur aus Brasilien bekannt.
Oocystis N-Ec.
0. Negelii ÅA. Br. f. Nordstedtiana Toni.
Bengalen.
Verbreitung der Art: Europa, Island, Afghanistan, Jamaica, Ecuador,
Brasilien, Neu-Seeland.
0. solitaria WITTR.
Argentina, Cordoba (HIERONYMUS).
Die Art ist ein Ubiquist.
10 BORGE, UEBER SÖSSWASSER-CHLOROPHYCEEN.
Spirogyra LINK.
S. maxima WITTR.
Forma cellulis vegetativis 105—124 u latis, diametro
paullulo longioribus; chlorophoris 7; zygotis 85—91 u diam.,
69—72 u crass.
Argentina, Cordoba (HIERONYMUS).
Verbreitung: Europa, Nordamerika, Uruguay, Argentina.
Sirogonium Körz.
S. sticticum (Ener. Bort.) Körz.
Forma cell. veg. 39—45 u latis; cellulis fructiferis magis
inflatis.
Lat. cell. veg. 42—43—39 = u;
> » fructif. foemin. 68—68—71,5 »;
long. zygot. 77—91—101 u;
> > 52—65—59
Bolivia.
Die Art ist bekannt aus: Europa, Nordamerika, Uruguay, Australien.
Desmidium AG.
D. cylindricum GREV.
Surinam (in beiden Kollektionen).
— — var. tridentula RaAc.
Surinam (HosTMANN); spärlich zusammen mit der Haupt-
form.
Die Art ist bekannt aus: Europa, Ostindien, Birma, Nordamerika,
Australien.
D. quadratum NORDST.
Guiana.
Die Art ist bekannt aus: Europa, Sibirien, Birma, Nordamerika,
Cuba, Australien.
D. curvatum NORDST.
Cuba (inter Utricularias, WRIGHT).
Die Art ist nur aus Brasilien bekannt.
D. Swartzii Ag. var. quadrangulatum Roy.
Rio de Janeiro.
Verbreitung der Varietät: Europa, Birma, Afrika, Nordamerika,
Brasilien, Australien.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 12. 11
Hyalotheca FEHRENB.
H. dissiliens (SMITH) BrRÉB. « genuina NOoRpsrT.
Brasilien (SELLoW).
— — 68 bidentula NORDsT.
Brasilien (SELLoW).
— — 7 hians WOoLLE.
Forma cellulis paullo longioribus quam latioribus, fasciis
margine ad juncturas hiantibus. Long. cell. 33—34 u, lat.
S0-58 00 Tabol, figst.
Cuba (inter Utricularias, WRIGHT).
Vielleicht wäre es richtiger, diese Form zu H. Mans
NoRrpDsT. zu rechnen, mit welcher sie ebenso gut ibereinstimmt
wie mit der Varietät WoLLE's. Sie weicht von diesen beiden
Formen durch die beträchtliche Länge der Zellen ab.
Die Art ist sicherlich ein Ubiquist.
Spherozosma Corpa.
S. pulehrum BAIL.
Long. cell. 31—33 u, lat. 62—63 u; lat. isthm. 21 u.
Uruguay.
— — Forma semicellulis utroque latere oblique subtrun-
catis, apicibus fere rectis medio leviter porrectis; incisura
mediana angusta, extrorsum ampliata. Long. cell. 34—35 u,
lat. 55—57 u; lat. isthm. 19,5 u. Tab. 1, fig. 5.
Cuba (inter Utricularias, WRIGHT).
Die Art ist bekannt aus: Europa, Nordamerika, Brit. Guiana,
Brasilien.
S. granulatum Roy et Biss.
Mandschurei.
Verbreitung: Europa, Ostindien, Java, Japan, Australien, Neu-
Seeland.
Onychonema War.
0. leve NORDST. 8 minus TURN.
Lat. cell. sine acul. 17—18 u, cum acul. 26 u.
Cuba (Cabomba, WRIGHT).
— — 7y micracanthum NOoRDST.
Cuba (inter Utricularias, WRIGHT).
Die Hauptform ist bekannt aus den tropischen und gemässigten
Gegenden aller Weltteilen; die Form 8 nur aus Ostindien; die Form y
aus Java, Japan, Afrika, Nordamerika und Portorico.
12 BORGE, UEBER SUÖSSWASSER-CHLOROPHYCEEN.
0. filiforme (EHRENB.) Roy et Biss.
Macassar.
Verbreitung: Europa, Ostindien, Birma, Japan, Nordamerika, Austra-
lien, Neu-Seeland.
Gymnozyga HFEHRENB.
G. moniliformis EHRENB.
Brasilia (Utricularia); Cuba (inter Utricularias, WRIGHT);
Mandschurei; Singapore.
— — Var. gracileseens NORDST.
Long. cell. 30 u, lat. 17 u; lat. apic.: cell. 10 u.
Guiana.
Die Hauptform ist bekannt aus: Europa, Sibirien, Ostindien, Birma,
Java, Afrika, Nordamerika, Brasilien, Sandwichs-Inseln, Australien, Neu-
Seeland; die Varietät aus Nordamerika, Brit. Guiana, Brasilien, Austra-
lien und Deutschland.
6. armata NORDST.
Guiana.
Verbreitung: Brasilien.
Phymatodocis NoRDsT.
P. Nordstedtiana WoLLE.
Lat. cell. 36—37 u.
Cuba (inter Utricularias, WRIGHT).
— — Forma cellulis minoribus, tam longis quam latis.
Long. cell. 32—33 u, lat. 32—33 u.
Brasilien (SELLoW).
Verbreitung der Art: Nordamerika, Brasilien.
Closterium NITZzZscCH.
C. acerosum (SCHRANK) EHRENB.
Mandschurei.
Die Art ist ein Ubiquist.
C. turgidum EFEHRENB.
Forma apicibus ut in DeELP. Desmid. subalp. tab. 16, fig.
28; strius ecire. 8 in l10,u.
Rio de Janeiro (Graziov, N:r 16235).
Die Art ist mnotiert aus Europa, Sibirien, Nordamerika und Bra-
silien.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. HI: N:0 12. 13
C. tumidum JOENS.
Forma paullo magis curvata, apicibus rotundatis, mem-
brana striata. Long. cell. 115—116 wu, lat. 14—15 u; lat.
apie. 4. vTabl, fig. 6.
Macassar.
Die art ist notiert aus Europa, Novaja Semlja, Nordamerika und
Samoa.
C. parvulum NG.
Ceylon.
Die Art ist ein Ubiquist.
Penium BRÉB.
P. minutum CLEVE.
Brasilia (Utricularia).
— — Var. gracile "WILLE.
Long. semicell. 123,5—156 wu, lat. bas. semicell. 6,5—
10,5 u, lat. apic. 4,5—9 wu.
Cuba (inter Utricularias, WRIGHT).
Verbreitung der Hauptform: Europa, Birma, Afrika, Nordamerika,
Brit. Guiana; Verbreitung der Varietät: Europa, Afrika, Nordamerika.
? P. phymatosporum NORDST.
Forma membrana glabra; long. cell. 36—38 u, lat. 17 uu;
Tatisthm I5—16. oa sTabs il, fg..4.
Trinidad.
Da ich weder die Chromatophoren noch die Zygoten be-
obachtet, ist die Bestimmung sehr unsicher.
Die Art ist notiert aus Europa und Argentina.
Tetmemorus RALFs.
T. Brebissonii (MENEGH.) RALFS.
Guiana.
Verbreitung: Europa, Ostindien, Nord- und Sidamerika, Australien.
T. levis (Körtz.) RALFS.
Trinidad.
Pleurot&enium Nzc.
P. ovatum NORDST.
Forma apice latiore, isthmo angustiore.
14 BORGE, UEBER SUSSWASSER-CHLOROPHYCEEN.
Long. cell. 396,5 . . (semicell.) 179. u:
Lat. > OM inden. se tbuen. NOR
> 1&than.tfilad fo Mago sått 45.5 »
> APLE. D2BE ok sk ORRE
Macassar.
— — Forma semicellulis supra basin et sub apicem
leviter constrictis; a fronte in apice dentibus 4 (in forma
typ. 6) visis. Long. semicell. 182 u, lat. max. 80,5 u, lat.
apice. 30 u, lat. isthm. 41,5 u. Tab. 1, fig. 8.
— — Var. inerme Mö.
Forma major. Long. cell. 364—394 u, lat. 94—95 u;
lat. isthm. 56—065 u; lat. apic. 32—33 u.
Uruguay.
Verbreitung der Art: Java, Zansibar, Mosambique, Kap, Bongo,
Brasilien, Australien, Neu-Seeland.
P. maximum (REINSCH) LUND.
" Uruguay.
— — Forma membrana apicis semicellularum incrassata.
Long. cell. 687 (semicell.) 360—854—9864,5 nu.
Lat. > 620 ni 85 GANGHN vr PTANATANSRO
Uruguay.
— — Var. subelavatum NOoORDST.
Uruguay; Mexico.
In der Probe aus Uruguay wurden Zwischenformen zwi-
schen allen drei Formen gefunden.
Die Art ist aus Europa und Afrika bekannt; die Varietät aus
Schweden, Japan und Ecuador.
P. indicum (GRUN.) LUND. 8 erassius LAGEREH.
Macassar.
Die Hauptform ist bekannt aus: Schweden, Ostindien, Birma, Java,
Banka, Brasilien, Sandwichs-Inseln, Samoa; die Varietät aus Portorico.
P. Archerii DELP.
Long. semicell. 367 u, lat. 45,5 u.
Singapore.
Die Art ist notiert aus Europa, Nordamerika und Brasilien.
P. Ehrenbergii (RALFsS) DELP.
Rio de Janeiro (GLraziov, N:r 16235); Cuba (inter Utri-
cularias, WRIiIcHT); Westafrika; Java.
— — 8 crassum (WITTR.) NORDST.
Rio de Janeiro.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 12. 15
— — /y undulatum SCHAARSCHM.
Guiana.
Die Art ist wahrscheinlich ein Ubiquist.
P. tridentulum (WoLLE) WEsTt var. capitatum WEST.
Forma gracilior, semicellulis non attenuatis, membrana
dense granulata, ad basin et ad apicem semicellule glabra.
Long. cell. 344,5 (semicell.) 150 = u.
Jat... > 10,5 12,5 >
>» isthm. AL
>» bas. semicell. 12 14 u. "Tap. 1, foT3t0
Cuba (inter Utricularias, WRIGHT).
Die Hauptform ist bekannt aus Europa, Nordamerika und Ostindien;
die Varietät aus Europa und Nordamerika.
P. eristatum (TURN.) nob. (Docidium cristatum 'Turs. Alg.
Ind. Orient. pag. 32, tab. 4, fig. 7).
Forma margine semicellularum non undulata.
Long. semicell. 214,5 338 238 u.
Lat. » ad bas. = ad apic. 27 27 20,7220165
> > infra apic. 19:51 vAL9I5 mwmlglo 28.3
Tabu; fs.
Cuba (Cabomba, WRIGHT).
Verbreitung der Art: Ostindien.
P. subalternans n. spec. tab. 1, fig. 12.
Validum, diametro 11—16-plo longius, medio modice con-
strictum, strictura margine prosiliente; semicellulis in medio
latissimis ad apicem et ad basin dilatatam levissime atte-
nuatis, leviter 6—7 undulatis, apicibus truncatis, dentibus
truncatis circiter 6 (a fronte visis) ornatis.
Long. cells 975 962. 1014 1045 pu.
Lat. bas. semicell. 66 Gös5r 90
» max. > HILAE SG 67 (4
» apic. » Af, 158,50 100 AS: >
» isthm. > 51 69 33 34.5 >
Uruguay; Rio de Janeiro (GLAziov, N:r 16235).
Steht P. alternans NorpstT. am nächsten, unterscheidet
sich aber von diesem dadurceh, dass die Zellhälften in der
Mitte am breitesten sind und sich nach beiden Enden hin
etwas verschmälern; die Wölbungen sind nicht abwechselnd
klein und gross; die Zähnchen der Zellenden sind weniger
16 BORGE, UEBER SUSSWASSER-CHLOROPHYOCEEN.
zahlreich. — Cfr. P. EHRENBERGII var. undulatum SCHMIDLE
Alg. Sumatra, pag. 300!
P. constrietum BAIL. var. coroniferum LAGERH.
Long. cell. 590 u, lat. 62 u.
Bengalen.
Die Hauptform ist aus Nordamerika und die:'Varietät aus Bengalen
bekannt.
P. caldense NORDST.
Forma apice dentibus circ. 11 (a fronte visis) ornato.
Long. semicell. 240—241 u, lat. 26 u; lat. apic. 28—29 u;
lat. bas. 30 u.
Westafrika.
Die Art ist aus Brasilien und Cuba bekannt.
P. nodosum (BAIL.) LUND.
Forma BoreE Austral. Sässwasserchlorophyc. pag. 27,
tab. 4, fig. 49—51. Long. semmicell. 109 u, lat. 47 u.
Singapore.
Verbreitung: Europa, Ostindien, Birma, Nordamerika, Brasilien,
Australien, Neu-Seeland.
P. elatum (TURN.) NOB. (Docidium elatum Turns. Alg. Ind.
Orient: pag. 27, tab. 2, fig. 16).
Forma margine pluries undulata. Long. semicell. 273 u,
Jat max. JD un lapa Ho
Cuba (inter Utricularias, WRIGHT).
Verbreitung: Ostindien.
Docidium BrRrRÉB.
D. Baculum BRÉB.
Forma gracillima. Long. semicell. 134 u, lat. 9 u.
Cuba (inter Utricularias, Wright). — > k
— — 8 hexagonum BÖöRGES.
Long. semicell. 151 156
Lat. > äd bas. 195 JOH Ke
» » ad apic. 15 14 16 >»
Brasilia (Utricularia); Guiana.
Die Hauptform ist 'bekannt aus den tropischen und gemässigten
Gegenden aller Weltteile; die Varietät nur aus Brasilien.
D. dilatatum (CLEVE) LUND.
Guiana.
Verbreitung: Europa, Nordamerika, Cuba.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 12. 17
Xanthidium FHRENB.
Nu fragile n. spec. tab. Ii fo. 14:
X. magnum sinu extrorsum ampliato; semicellulis trilo-
bis; lobo polari curto, apice truncato, angulis porrectis acu-
leis validis binis instructis; infra marginem apicalem pro-
cessu biaculeato; lobis lateralibus aculeis validis binis et
intra eos processu triaculeato preditis; margine inferiori
loborum lateralium aculeo minori unico predita; aculeis ma-
joribus omnibus levissime curvatis, brunneis, fragilibus. Long.
cell. cum acul. 97—98 u, sine acul. 66 u; lat. cum acul. 81
u, sine acul. 52 mu; lat. isthm. 23,5 u.- Cellulam a vertice
non vidi.
Guiana.
X. forcipatum n. spec. tab. 1, fig. 15.
X. mediocre sinu extrorsum ampliato, semicellulis angu-
lis inferioribus rotundatis, lateribus rectis convergentibus,
apice truncato, angulis omnibus aculeo firmo bifido instruc-
tis; cellulis a latere visis medio modice constrictis, semi-
cellulis fere rotundatis apice truncatis; a vertice visis oblon-
gis lateribus rotundatis, apicibus truncatis vel leviter retu-
sis. Long. cell. sine acul. 69 u, cum acul. 97;5 u; lat. sine
aculd2 4, cum acul. 78 pv; lat. istkm. 21 pu.
Rio de Janeiro (GLAziou; N:r 16235).
X. trilobum NORDST.
Rio de Janeiro.
Verbreitung: Brasilien.
X. antilopgeum (BRÉB.) KöTz.
Forma aculeis longissimis, tuberculo centrali semicellulze
nullo sed membrana in medio incrassata et sepissime brun-
nea; semicellulis e vertice visis fere rhomboideis. Long.
semicell. sine acul. 22—25 u, cum acul. 43—49 wu; lat. sine
acul. 42 u, cum acul. 88—91 u; lat. isthm. 17—22 u. Tab:
i fan Tr (5
Cuba (in den beiden von WRIGHT gesammelten Kollek-
tionen).
— — $8 tropicum LaGERH. Tab. nostr. 1, fig. 17.
Long. semicell. sine acul. 24—26 u, lat. sine acul.: 39—40
u; lat. isthm. 16,5—17 u; long. acul. 26—31 u.
Cuba (Cabomba, WRIGHT).
do
18 BORGE, UEBER SÖSSWASSER-CHLOROPHYCEEN.
Der Isthmus scheint in unseren Individuen breiter zu
sein als in den von LAGERHEIM untersuchten.
— — y minneapoliense WoLLE.
Florida.
Die von mir gefundenen Individuen stimmten gut mit
tab. 52, fig. 16 in WoLLE Desm. Un. St. äberein, nur dass
der mediane subapicale Stachel immer unter der Warzenreihe
gelegen ist. Cfr. "Wrst North Amer. Desm. p. 252!
Die Hauptform ist bekannt aus: Europa, Sibirien, Japan, Birma,
Grönland, Nordamerika, Brasilien; die Var. pp aus Cuba; die Var. y aus
Nordamerika.
Cosmarium Corpa.
C. redimitum n. spec. tab. 1, fig. 18.
C. magnum medio profunde constrictum, semicellulis
orbicularibus apice leviter rotundato-truncatis, sub apice
serie horizontali tuberculorum circ. 7 (a fronte visis) ornatis;
semicellulis e vertice visis perfecte orbicularibus intra mar-
ginem annulo tuberculorum 13 ornatis, in medio scrobiculatis.
Membrana crassa, lutea, scrobiculata, serobiculis circulatim
ordinatis et in medio circuli uniuscujusque scerobicula ma-
jori. "Long. cell. 68—71,;5 wu, lat. 43—44 wu; lat. isthm. 16
—17 pu.
Guiana.
In allen von mir untersuchten Individuen hatten die
Halbzellen 13 Warzen. Wie die scrobicule& am Scheitel
der Halbzelle geordnet sind, konnte ich nicht entscheiden.
C. tesselatum (DELP.) NORDST.
Long. cell. 105 u, lat. 58—59 uu; lat. isthm. 44 u.
Mandschurei.
Diese Art und Calocylindrus Cohnmit KIRCHN. scheinen
mir nicht, wie Roy et BissEt in Japan Desm. pag. 5 anneh-
men, völlig identisch zu sein; nach der mir gätigst von
Herrn D:r O. Norpstept mitgeteilten und von KIRCHNER aus-
gefährten Zeichnung dieser letzteren Art zu urteilen, ist die
Zellhälfte derselben nach oben mehr verschmälert als bei C.
tesselatum. Dagegen scheint mir C. Cohnii Rac. Nonn. Desm.
Polon. pag. 69 (Sep. pag. 13), tab. 10, fig. 3 von C. tesselatum
kaum verschieden.
Verbreitung: Europa, Java, Nordamerika, Australien.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0O I2. 19
C. elegantissimum LUND.
Forma minor. Long. cell. 49
IRON
Uruguay.
Verbreitung: Europa, Nordamerika.
534 u, lat: 22 u; lat. isthm.
C. Botrytis (BorRY) MENEGH.
Forma verrucis minutis, apice nullis.
Brasilia, S:a Catharina; Ceylon.
Die Art mit ihren verschiedenen Formen ist ein Ubiquist.
C. denticulatum BoreE Austral. Sussw. chloroph. pag. 19,
tabra, fgs3l. j
Forma minor semicellulis a fronte visis membrana supra
isthmum pluribus seriebus dentium ornata, medio glabra (nec
punctata, nec serobiculata); e vertice visis medio glabra.
Long. cell. 140 —142 u.
Lat. > IU(VA=00-3
>» isthm. 36— 36 » Tab. 1, fig. 19.
Uruguay.
— — Forma anteriori similis sed cellulis a fronte visis
angustioribus, e vertice visis latioribus. Long. cell. 145
146 u, lat. 86 u; lat. isthm. 32—33 u. Tab. 1, fig. 20.
Rio de Janeiro (GLaAaziov, N:r 16235).
Die Art ist nur aus Australien bekannt.
C. Logiense Biss. Tab. nostr. 1, fig. 21.
C. cellulis medio profunde constrictis; semicellulis sub-
semiorbicularibus, membrana granulis in seriebus horizon-
talibus et verticalibus ordinatis instructa; e vertice visis late
ovalibus, a latere visis orbicularibus. Long. cell. 62—064 u,
lat. 47—48 u; lat. isthm. 18 u.
Cuba (inter Utricularias, WRIGHT).
Weil bisher keine vollständige Diagnose dieser Art
gegeben ist, gebe ich hier eine solche nach von mir
untersuchten Individuen. An den cubanischen Exemp-
laren war immer der Scheitel abgerundet und nicht, wie
an den von BissEt untersuchten, bisweilen ausgerandet. —
Nach der in den BSonderabdröcken beigefägten Bemerkung
ist die von BissEt in Desm. Windermere gegebene Figur
sehr inkorrekt.
Verbreitung: Europa.
20 BORGE, UEBER SÖSSWASSER-CHLOROPHYCEEN.
C. Quadrum LUND.
Forma paullo minor. Long. cell. 65 wu, lat. 57 u; lat.
isthm. 21 u.
Bengalen.
Verbreitung: Europa, Sibirien, Bengalen, Sumatra, Grönland,
Australien.
C. latum BRÉB.
Macassar.
Verbreitung: Europa, Nordamerika, Australien.
C. pseudobroomei WoLLE.
Forma granulis in seriebus verticalibus ordinatis. Long.
cell. 32—33 u, lat. 32,5--36 wu; lat. isthm. 10—12 u. Tab. 1,
fig. 22.
Java; Bengalen.
Verbreitung: Ostindien, Nordamerika, Australien.
C, punetulatum BRÉB.
Macassar; Ceylon.
Die Art ist ein Ubiquist.
C. trinodulum NORDST. 8 brasiliense n. var. tab. 1, fig. 23.
Membrana in medio semicellulze non incrassata, granulis
in series horizontales 3 (5 + 5 + 3) ordinatis predita. Long.
cell. f30ru, lab. SO FW Lat. ISjLUNI SKL
Rio de Janeiro (GLAziov, N:r 16235).
Unsere Form unterscheidet sich von der NoRrpstEpt'schen
Hhauptsächlich nur durch die Anordnung der Warzen, welche
hier nicht in vertikale Reihen, sondern in drei horizontale,
dem apikalen Rande der Halbzelle parallele Reihen geord-
net sind; die beiden oberen Reihen haben 5, die untere 3
Warzen.
Die Hauptform ist bekannt aus Venezuela.
C. suberenatum HANTZSCH.
Mandschurei.
Die Art ist ein Ubiquist.
C. holmiense LUND.
Forma f. typ. similis, sed dorso non undulato.
Ceylon.
Verbreitung: Europa, Spitzbergen, Novaja Semlja, Grönland, Nord-
amerika, Argentina, Sandwichs-Inseln.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 12. 21
C. Palangula BRÉB.
Brasilia (Utricularia).
Die Art ist notiert aus: Europa, Birma, Afrika, Sandwichs-
Inseln.
C. Cuecumis CORDA.
Brasilia (Utricularia).
Verbreitung: Europa, Spitzbergen, Island, Novaja Semlja, Grönland,
Nordamerika, Brasilien.
C. Schomburgkii n. spec. tab. 1, fig. 24.
C. magnum, fere duplo longius quam latius; incisura
subacuta; semicellulis orbicularibus; membrana irregulariter
punctata. Cellulis e vertice visis orbicularibus. Long. cell.
119—120 u, lat. 67—68 u; lat. isthm. 44 u.
Guiana.
Die vorliegende Art scheint mir mit Dysphinctium supra-
connatum "TURN. nahe verwandt; unterscheidet sich aber von
letzterem teils durch ihre Grösse, teils dadurch, dass sie von
oben gesehen völlig rund ist.
C. globosum BULNH.
Guiana.
Verbreitung: Europa, Spitzbergen, Novaja Semlja, Afrika, Grön-
land, Nordamerika, Brasilien.
C. connatum BRÉB.
Guiana.
— — Forma cum tab. 2, fig. 15 in BEnner Fr. Alg. S. W:
Surrey congruenti; semicellulis e vertice visis circularibus.
Long. cell. 49—50 u, lat. 40 u; lat. isthm. 35 u.
Guiana.
Verbreitung der Art: Europa, Ostindien, Singapore, Sumatra, Sene-
gal, Grönland, Nordamerika, Sandwichs-Inseln.
C. pseudoconnatum NORDST.
Forma minor, membrana punctata. Long. cell. 34—38 u,
lat. 26—28 wu; lat. isthm. 22—26 u.
Brasilia meridionalis.
Verbreitung: Europa, Ostindien, Nordamerika, Portorico, Brasilien.
C. pyramidatum BRÉB.
Uruguay.
Formu maxima, membrana subtilissime punctata. Long.
cell:11370, lat: 65 uw; lat. isthm. 26 u. Tab. 2,vfig.a49!
Guiana.
22 BÖRGE, UEBER SUSSWASSER-CHLOROPHYCEEN.
— — ”"capense NORDST.
Forma membrana punctata; semicellulis e vertice visis
lateribus magis rotundatis. Long. cell. 38—389 u, lat. 58—
99 us lat. isthm. 19—20 u. Tab. 2, fig. 50.
Guiana.
Verbreitung der Art: Europa, Ostindien, Birma, Afrika, Nordamerika,
Brasilien, Argentina; Verbreitung der Subspec.: Kap, Nordamerika.
C. pseudopyramidatum LUND.
Brasilia (Utricularia).
— — Forma multo minor sed ceterum cum fig. 18, tab. 2
in LUNDELL Desm. Suec. omnino congruens Long. cell. 27 u,
lat. 19,5 u; lat. isthm. 6,5 u.
Cuba (Cabomba, WRIGHT).
Die Art ist ein Ubiquist.
C. ligoniforme WEST, WELWITSCH's Afric. Fr. w. alg., pag.
115, va 30, NoVri2;
Forma semicellulis supra angulos inferiores levissime
retusis. Membrana subtiliter punctata, in angulis inferioribus
semicellularum incrassata. Cellulis e vertice visis late ellip-
ticis. Long. semicell. 30 u, lat. 35 u. Tab. 1, figr25:
Cuba (Cabomba, WRIGHT).
Verbreitung der Art: Afrika (Angola).
C. granatum RALFS.
Forma lateribus semicellularum magis retusis. Long.
cell. 37—938 mu, lat. 23—24 u; lat. isthm. 8,5 u.
Argentina, Cordoba (HIERONYMUS).
— — £ subgranatum NORDST.
Argentina, Cordoba (HIERONYMUS).
— — — Forma Norpst. Fr. wat. alg. N. Zeal., tab. 6,
fig. 8.
Argentina, Cordoba (HIERONYMUS).
Die Art mit ihren Varietäten ist ein Ubiquist.
C. Meneghinii BrRÉB. 8 concinnum RAB.
Argentina, Cordoba (HIERONYMUS).
— — »y Reinschii IstV.
Argentina, Cordoba (HIERONYMUS).
Die Art mit ihren Formen ist ein Ubiquist.
C. Regnellii WILLE.
Uruguay.
Die Art ist wohl ein Ubiquist.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 12. 23
C. ornatum RALFS.
Florida.
— -- Forma semicellulis basi reniformibus, dorso magis
productis, aculeis validis bipartitis instructis; e vertice visis
semicellulis forma ut in C. Lagoense Norpbst. Long. cell. 39
flat sdd pu; lat. isthm. 13 ov Tab. 1, fig:-260.
Guiana.
Cfr. OC. ornatum f. Börers. Desm. Brasil. pag. 944, tab.
4, fig. 29 und C. Lagoense B cornigerum NORDST.
Verbreitung der Art: Europa, Nordamerika, Brasilien.
C. horridum n. spec. tab. 1, fig. 27.
C. medio profunde constrictum ; semicellulis reniformibus
aculeis magnis levissime curvatis instructis: infra marginem
apicalem 2, in margine laterali I et intra huc 1, supra
isthmum 3; membrana cetera aculeis minoribus granulisque
magnis ornata. MSemicellulis e vertice visis late ellipticis
utrinque inflatis intra marginem apicalem utrinque 3, intra
marginem lateralem utrinque 2 aculeis magnis. Long. cell.
cum acul. 65 u, sine acul. 49—49,5 u; lat. cum acul. 56—59
u, sine acul. 43—47 u; lat. isthm. 14—16 uwu.
Guiana.
C. deforme n. spec. tab. 1, fig. 28.
C. latius quam longius incisura mediana introrsum amp-
liata instructum; semicellulis transverse oblongis basi reni-
formibus, angulis rotundatis aculeis 1—2 minimis ornatis,
dorso late rotundato leviter bi- vel 3-undulato; e vertice
visis anguste oblongis utrinque latere oblique inflatis, infla-
tione apicibusque granulatis; a latere visis oblique quadran-
gularibus utringque inflatis, apice levissime rotundato. Long.
cell. 22—26 u, lat. 32—36,5 u; lat. isthm. 5—6 u.
Cuba (inter Utricularias, WRIGHT).
C. subspeciosum NORDST.
Forma granulis centralibus in seriebus verticalibus 5
ordinatis. Long. cell. 41 u, lat. 30 u.
Ceylon.
— — 68 validius NORDST.
Hong: cell. 98 u, lat. 41—42 u; lat. isthm: 15—16 u; lat.
apice: 18 u:
Mandschurei.
24 BORGE, UEBER SUSSWASSER-CHLOROPHYCEEN.
Verbreitung der Art: Europa, Spitzbergen, Central-Afrika, Mada-
gaskar, Grönland, Nordamerika, Brasilien, Neu-Seeland, Säd-Georgien;
Verbreitung der Varietät: Europa, Neu-Seeland.
Arthrodesmus HFEHRENP.
A. subulatus Körz.
Rio de Janeiro.
Verbreitung: Europa, Ostindien, Madagaskar, Nordamerika, Bra-
silien.
Ichthyocercus WEsT.
I. angolensis WEst, WELWITscH's African Fr. w. alg.
pag. 21, tab. 368, fig. 26—31. 8 longispinus n. var. tab. 2,
fig. 51.
Var. diametro 6—8-plo longior (sine aculeis), aculeis
majoribus levissime introrsum curvatis. Membrana glabra.
Long. cell. cum acul. 84—95 u, sine acul. 70—74 u; lat.
cell. 10—11 wu; lat. isthm. 10—11 u; diam. zygosp. 28—31 u.
Guiana.
Es scheint mir, als'ob die Art ganz gut zu Arthrodesmus
gerechnet werden könnte. Nie unterscheidet sich von den
bisher bekannten Arten dieser Gattung nur durch ihre be-
trächtliche Länge und die sehr schwache Mitteleinschnärung.
Vergl. doch Arthrodesmus minutus BrÉB. und A. Pittacium
(BrRÉB.) Arch.!
Die Hauptform ist aus Afrika (Angola) bekannt.
Euastrum FEHRENB.
E. erassum (BrRÉB.) Körtz. 8 serobiculatum LUND.
Forma brevior lateribus semicellularum sinuatis (ut in
forma typ.) et preterea supra angulos inferiores sinu minori
instructis; scrobiculis magis ab isthmo remotis. Long. cell.
132—133 u, lat. 70 pu; lat ästkm. 211u. [Clabaib took
Cuba (inter Utricularias, WRIGHT)..
Die Art ist bekannt aus: Europa, Ostindien und Nordamerika; die
Varietät aus Europa und Nordamerika.
E. sinuosum LENORM.
Guiana; Singapore.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24, AFD. III. N:0 12. 25
Verbreitung: Europa, Sibirien, Ostindien, Birma, | Afrika, Nord-
amerika, Brasilien, Australien, Neu-Seeland, Sandwichs-Inseln.
E. ansatum RALFS var. submaximum n. var. tab. 2, fig, 53.
Var. lateribus semicellularum levissime bisinuatis; semi-
cellulis e vertice visis medio utrinque tumore leviter sinuato
imstructis. Long. semicell. 54— (cell.) 1i7 u, lat. 57—64 u;
lat. apie. 23,,—26 wu; lat. isthm. 13—16 u.
Cuba (inter Utricularias, WRIGHT).
Die Art ist ein Ubiquist. "
E. subglaziovii n. spec. tab. 1, fig. 29.
E. mediocre, fere duplo longius quam latius, medio
profunde constrictum, sinu lineari angusto; semicellulis
bilobis; lobo polari brevi, sinu rotundato a lobis latera-
libus discreto, apice leviter rotundato incisura brevi in-
structa, angulis exterioribus spinis acutis ornatis; angulis
superioribus loborum lateralium spinis 3 et angulis inferi-
oribus spinis 2 instructis. Membrana supra basin semicellu-
larum medio tumoribus reniformibus 3 et supra eos scrobi-
culis 2 ornata. MNemicellulis e vertice visis ellipticis in
utroque latere tumore prieditis; a latere visis ellipticis,
apice truncato, in utroque latere tumore preditis. Long.
cell. 52— (semicell.) 30 u, lat. 32,;—36 u; lat. isthm. 3—9 u:
Cuba (in den beiden von WRIGHT gesammelten Proben).
Steht E. Glazgiovit Börges. am nächsten.
E. incudiforme BÖöRGES.
Forma latitudine lobi polari majori quam in forma typ.
Tong: cell 56" u, lat. 39 vw; lat. isthm. 8,5 u; lat. lob. pol cum
spin. 35 u.
Brasilia meridionalis.
Verbreitung: Nordamerika, Brasilien.
E. elegans (BRÉB.) Körz.
Forma semicellulis in medio serobiculis 2 ornatis, intra
marginem lateralem granulis 2 et intra marginem lobulorum
apicalium granula 1 instructis. Long. cell. 39— (semicell.)
21 uu, lat. 26—27 4; lat. istbm. 5 u Tab. ll, fig. 30.
Argentina, Cordoba (HIERONYMUS).
— — 68 speciosum BoLpzr.
Florida.
Die Art mit ihren verschiedenen Formen ist ein Ubiquist; var.
sepeciosum ist notiert aus Europa, Sibirien und Grönland.
26 BORGE, URBER SÖSSWASSER-CHLOROPHYCEEN.
E. coralloides JosH. 8 trigibberum LAGERH.
Forma lobulis tumoribusque omnibus granulatis. Tab.
2,0
Singapore.
Die Hauptform ist bekannt aus Birma; die Var. 8 aus Bengalen.
E. bellum NORDST. var. italicum RAGC.
Forma minor. Long. cell. 47—48 u, lat. 42—44 u; lat.
isthm. 9 u.
Bengalen.
Die Hauptform ist bekannt aus Brasilien und die Varietät aus
Ttalien.
E. spinulosum DELP. ”africeanum NORDST.
Forma minor sinu inter lobulos laterales rotundato,
spinulis lobulorum paucioribus; membrana semicellulze in
isthmo processu ornato. Long. cell. 47—53 u, lat. 44—46
Köa GEIST ENLS 6. VN NA RDA
Uruguay.
Verbreitung der Art: Europa, Japan, Ostindien, Birma, Java, Su-
matra, Afehanistan, Afrika, Brasilien, Australien; Verbreit. der Subspec.:
Galizien, Japan, Centralafrika, Mozambique, Madagaskar, Kap.
E. suboculatum n. spec. tab. 2, fig. 33.
E. mediocre fere duplo longius quam latius, medio pro-
funde constrictum sinu lineari angusto; semicellulis trilobis;
lobo polari elongato, apice truncato, bilobulato incisura
aperta, angulis interioribus spinis, angulis exterioribus spinis
majoribus instructis; lobis lateralibus sinuatis angulis superi-
oribus inferioribusque spinis ornatis; membrana in medio
semicellulze serobicula instructa. Semicellulis a latere visis
oblonge ovatis apice acutis, utrinque latere biundulatis. Long.
cell. 52—55 wu, lat. 26 wu; lat. isthm. 7—8 wu; crass, cell. 14
—19d u.
Guiana.
Am nächsten mit I. oculatum BöraGrs. verwandt.
E. breviceps NORDST. var. celebense n. var. tab. 2, fig. 34.
Var. minor, semicellulis tumore centrali granulis in cir-
culis 2 ordinatis, tumoribus lateralibus mnullis; lobo polari
sursum paullulum angustato; lobulis superioribus loborum
lateralium non erectis, lobulis inferioribus minoribus fere
nullis; e vertice visis ellipsoideis tumoribus parvis nullis.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 12. 27
Long. cell. 51—52 u, lat. max. 49—52 u; lat. ad bas. semi-
cell. 39—42 u; lat. isthm. 10—11 wu.
Macassar.
Cfr. E. bellum var. italicum Rao. et E. platycerum
ScHMIDLE in Engl. Bot. Jahrbäöch. Bad. 26, H. 1, 1898, tab:
SENT (
Die Hauptforny ist aus Brasilien bekannt.
E. subintegrum NORDST.
Forma lobo polari semicellulie apice retuso, angulis sub-
acutis; lobulis inferioribus loborum lateralium angulis sub-
acutis. Long. cell. 71—72 u, lat. 53 u; lat. isthm. 11—212 u.
Tap: fig: 35.
Uruguay.
Die Hauptform ist bekannt aus Brasilien und eine Varietät aus
Ostindien.
Micrasterias AG.
M. arcuata BaAIL.
Long. semicell. 32—33 u, lat. 60 wu; lat. isthm. 12 u.
Guiana.
— — 8 expansa (BAIL.) NORDST.
Forma minor. Long. cell. 46—47 u, lat. 43 u; lat. isthm.
7—8 u. Tab. 2, fig. 36.
Cuba (inter Utricularias, WRIGHT).
— — y subpinnatifida WEst, WELwirtscH's African Fr. w.
älg. pag. 27, tab. 366, fig. 7.
Forma minor processubus loborum polarium leviter deor-
sum curvatis. Membrana subtiliter scrobiculata. Long. cell.
44—46 wu, lat. 47—48 wu; lat. isthm. 9—10,5 u. Tab. 2,
fig. 37.
Brasilia (Utricularia).
— — d robusta n. var. tab. 2, fig. 38—39.
Var. robustior quam cetere formie hujus speciei; lobis
lateralibus crassissimis margine superiori fere rectis; lobo polari
apice retuso processubus curtis crassisque. Membrana subti-
liter scerobiculata.
Long. semicell. 30—(cell.) 58,5 u.
Lat. » 42 JA ARS
» 1isthm. 16 We
Brasilia (zusammen mit der vorigen Varietät).
28 BORGE, UEBER SUÖSSWASSER-CHLOROPHYCEEN.
Allerdings weicht diese Form sehr von der typischen
Form ab. Sie scheint jedoch durch y subpinnatifida und g
expansa mit derselben verbunden zu sein.
Die Hauptform ist bekannt aus: Afrika, Nordamerika und Brasilien;
die Var. 8 aus Ostindien, Nordamerika, Brit. Guiana und Brasilien: die
Var. y aus Afrika.
M. decemdentata NG.
Long. cell. 40 u, lat. 40 u; lat. isthm. 8 u.
Uruguay.
Verbreitung: Europa, Japan, Nordamerika, Australien.
M. Crux-melitensis (EHRENB.) RALFS.
Macassar.
Verbreitung: Europa, WSibirien, Japan, Ostindien, Birma, Afrika,
Madagaskar, Nordamerika, Brasilien.
M. foliacea BaAIL.
Singapore; Borneo.
Verbreitung: Ostindien, Java, Nordamerika, Australien.
M. furcata ÅG.
Forma cum forma fig. 10 apud JoHNSoN in Bot. Gaz.
vol. 19, 1894, tab. 6 congruens.
Rio de Janeiro. (GraAziouv, N:r 16235).
Verbreitung: Europa, Ostindien, Nordamerika, Brasilien.
M. Mahabuleshwarensis HoBSON.
Uruguay.
Verbreitung: Schweden, Bengalen, Birma, Java, Nordamerika,
Guiana, Brasilien, Australien.
Staurastrum Mer.
S. trihedrale WOLLE var. erenulatum n. var. tab. 2, fig. 42.
Var. apice semicellule latiori; semicellulis e vertice
visis magis concavis; membrana dense subtiliter crenulata.
Löne cell 520 lat. ol. ws lav. stim. 2 pv.
Guiana.
Verbreitung der Art: Nordamerika.
S. cosmarioides NORDST. ff tropicum (LAGERH.)
Forma lateribus semicellularum parallelis, rectis vel le-
vissime concavis. Long. cell. 71—74 u, lat. 39 u; lat. isthm.
17—19,5 u. "Tab. 2, fig. 41.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD III. N:0 12. 29
Guiana.
S. tropicum LAGERH. unterscheidet sich von dem typi-
schen S. cosmarioides fast nur durch den Mangel der Mem-
branverdickung am Scheitel der Halbzelle, durch die gelb-
liche Membran und dadurch dass die Halbzellen e vertice
gesehen konvexe, e ventre gesehen konkave Seiten haben.
Verbreitung der Art: Schottland, Nordamerika, Brasilien.
S. pachyrhynehum NORDST.
Forma membrana in angulis semicellularum vix incras-
sata. Long. cell. £4 4, lat. 444; lat. isttm. 13 ju. Tap. 2,
fig. 42.
Uruguay.
Verbreitung der Art: Nördlichstes Europa, Novaja Semlja, Spitz-
bergen, Grönland, Nordamerika.
S. punetulatum BrRÉB.
Ceylon.
Die Art ist ein Ubiquist.
S. pileolatum BrRÉB. var. Brasiliense (BÖRGES.) LÖTKEM.
Forma minor, long. cell. 30 u; lat. apic. semicell. '19,5
ju lat bäst 15;5emw; lat. isthm 10,50w:
Brasilia (Utricularia).
Die Hauptform ist bekannt aus Europa und die Varietät aus Bra-
silien.
S. margaritaceum FHRENB.
Forma 6-radiata.
Macassar.
Die Art ist ein Ubiquist.
S. radians WEsTt On some Desm. U. St. pag. 318, tab.
18; fig. 18.
Forma 7-radiata; cellulis e vertice visis processubus
inter verruca emarginata et denticulis duobus verruca trun-
cata ornatis. Long. cell. 42—(semicell.) 22 u, lat. 65—73 u;
lat. isthm. 19,5 u.
Cuba (inter Utricularias, WRIGHT).
Verbreitung: Nordamerika.
S. saltans JosH.
Forma semicellulis lateribus levissime rotundatis, apice
truncato; granulis in isthmo nullis; sub margine apicali
granulis 5 ornatis. Semicellulis e vertice visis rotundatis
30 BORGE, UEBER SÖSSWASSER-CHLOROPHYCEEN.
biradiatis; a latere visis orbicularibus. Long. semicell. sine
acul. 23,5 u, cum acul. 32,5 uw; lat. sine acul. 69 u, cum acul.
82:ss Jat. isthml(9,wh Babil rös. 44;
Cuba (inter Utricularias, WRIGHT).
Verbreitung der Art: Ostindien, Birma.
S. lepidum n. spec. tab. 2, fig. 45.
S. minus, tam longum quam latum, medio profunde
constrictum. Semicellulis triangularibus, angulis inferioribus
rotundatis spina parva ornatis; angulis superioribus in cor-
nubus longis margine crenulato-denticulatis, apice 3-aculeatis
productis; dorso subproducto, truncato, levissime undulato,
utringue spina parva ornato; membrana intra angulos infe-
riores utrinque spina parva et in medio, intra marginem la-
teralem, utrinque granulis 3 ornata. MSemicellulis e vertice
visis late ellipticis, lateribus rectis utrinque aculeis binis
ornatis, apicibus in cornubus longis productis; membrana
intra marginem lateralem utringque serie aculeorum pre-
dita. Long. cell. cum corn. 26—28,;5 u, lat. 65—70 u; lat.
isthm. 9 u.
Guiana.
Cfr. S. quadridentatum WEst, WELWITSCH's Afric. Fr. w.
alg. påg. 52, tab. 369, figg. 15—16!
S. triundulatum n. spec. tab. 2, fig. 46.
S. minus, duplo longius quam latius, medio profunde con-
stricetum. Semicellulis fere quadrangularibus, lateribus ven-
triosis margine utrinque granulis parvis binis ornatis; an-
gulis superioribus in brachiis longissimis, leviter reflexis,
margine crenulato-dentatis, apice 3-aculeatis, productis; apice
truncato triundulato. HSemicellulis e vertice visis utringque
valde ventriosis, apicibus in brachiis longissimis productis.
Long. semicell. sine brach. 13—1(cell.) 27 u.
Lat. > cum > 34,5 37
» corp. semicell. 13 15,6 >
isthm. 5) 10,5 >
Cuba (inter Utricularias, WRIGHT).
S. pseudozonatum n. spec. tab. 2, fig. 47.
S. mediocre, duplo longius quam latius, medio leviter con-
stricetum. Semicellulis subquadrangularibus ad angulos infe-
riores ventriosis, ad apicem dilatatis, angulis superioribus in
brachiis erectis, margine crenulato-dentatis, apice triaculeatis
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 12. 31
productis; apice truncato vel leviter rotundato. Membrana
supra isthmum 12 seriebus verticalibus (a fronte 6 visis) gra-
nulorum ornata; in quaque serie granulis 4. Semicellulis e
ventre visis 12-undulatis, e vertice visis 5-radiatis. Long. cell.
cum. prach. 922 u, sine brach. 42 pj; lat. cum brach. 32,5 uu,
sine brach. 18 wu; lat.isthm. 12 u.
Guiana.
Steht S. zgonatum Börers. am nächsten. Cfr. auch S.
paradoxum MöB. in Hedwigia 1895, Bd. 34, pag. 178, tab. 2,
fig. 14! ,
S. subteliferum Roy et Biss. ;
West-A frika.
Verbreitung: Mittel-Europa, Japan.
S. teliferum RALFS.
Brasilia meridionalis.
Verbreitung: Europa, Island, Sibirien, Birma, Grönland, Nordamerika,
Brasilien.
S. Hystrix RALFS var. tessulare NORDST.
Long. cell. 25 u, lat. 21 u; lat. isthm. 10,5 u.
Brasilia (Utricularia).
Die Hauptform ist bekannt aus: Europa, Nordamerika; die Varietät
aus Brasilien.
S. tentaculiferum n. spec. tab. 2, fig. 48.
S. minus, fere duplo longius quam latius, medio profunde
constrictum. Semicellulis orbicularibus supra isthmum serie
spinarum deorsum directarum (a fronte 4 visarum) ornatis,
ad lateres spinis longissimis erectis levissime curvatis in-
structis. Semicellulis e vertice visis rotundato-triangulari-
bus. Long. cell. sine spin. 27—29 u, lat. 17—18 u; lat. isthm.
8 u; long. spin. longior. 19—20 u, spin. curt. 6—7 u.
Guiana.
Figurenerklärung.
Sämmtliche Figuren sind in 740-maliger Vergrösserung gezeichnet,
beim Lithographiren aber etwa bis zu einem Drittel verkleinert.
Oo FR NR WNH
Fab
Oedogonium Brasiliense n. spec.
> undulatum (BrRÉB.) A. BR. Forma.
» spec. aus Mandschurei.
Hyalotheca dissiliens y hians WOoLLrE. Forma.
Spherozosma pulchrum Bain. Forma.
Closterium tumidwn Jouns. Forma.
Penium phymatosporum Norpst. Forma?
Pleurotenium ovatum Norpbsr. Forma.
» maximum (REINSCH) LUND. Forma.
» tridentulum Vv. capitatum West. Forma.
» cristatum (TURN.) NOoB. Forma.
> subalternans 1. spec.
> elatwm (TURN:) NOB. Forma.
Xanthidium fragile n. spec.
» forcipatum nn. spec.
» antilopanum (BråB.) Körz. Forma.
> > Pp tropicum LAGERH.
Cosmarium redimitum un. spec.
» denticeulatum BorGaE. Forma ex Uruguay.
» > » » Brasilien.
> Logiense Biss.
» pseudobroomei WOLLE. Forma.
» trinodulum NORDsST. BB brasiliense n. var.
> Schomburghkii a. spec.
> ligoniforme West. Forma.
> ornatum RBALFS. Forma.
> horridum un. spec.
> deforme n. spec.
Euastrum subglaziovii n. spec.
» elegans (BriB.) Körz. Forma.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 12.
Fig. 31. Fuastrum
»
2
»
»
»
»
»
»
2
»
32.
33.
34.
35.
36.
oM-
38,
40.
41.
42.
43.
44.
45.
»
Micrasterias arcuata P expansa (BaL.) NORDST.
» y subpinnatifida West.
»
39. >
»
»
»
'Tab. 2.
suboculatum
n. spec.
coralloides B trigibberum LAGERH.
spinulosum ”"africanum NORDST.
Forma.
Forma.
breviceps NORDST. v. celebense n. var.
subintegrum
NORDST-.
Forma.
» Öd robusta n. var.
Stanrrastrum trihedrale WOoLLE v. cerenulatum n. var.
cosmarioides NORDST. PP tropicum (LAGERH.) NOB.
Forma.
pachyrhynechum NORDsT.
radians WEsT.
saltans JOsu.
lepiduwm n. spec.
triundulatum n. spec.
pseudozonatum n. spec.
tentaculiferum mn. spec.
Cosmarium pyramidatum BréÉs.
»
"capense NORrDsT.
Forma.
Forma.
Forma.
Forma.
Forma.
Forma.
Forma.
Ichthyocercus angolensis West v. longispinus n. var.
FEuastrum erassum P scrobiculatum LUND.
»
ad
Ö&
ONE
Forma.
ansatum RALFS Vv. submarxrimum mn. var.
cellula vel semicellula
» »
» »
» »
zygospora.
»
»
»
a
fronte visa.
latere
vertice
ventre
»
»
»
3
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BIHANG TILL K. SVENSKA VET.-AKAD. HANDLINGAR. Band 24. Afd. TIL. N:o 15.
Meddelanden från Stockholms Högskola N:o 187.
UEBER
CHLOROSACCUS
EINE NEUE GATTUNG DER SÖSSWASSERALGEN
NEBST
EINIGEN BEMERKUNGEN ZUR SYSTEMATIK
VERWANDTER ALGEN.
VON
A. LUTHER.
MIT 1 TAFEL.
MITGETEILT DEN 14. DECEMBER 1898.
GEPRUFT VON V. WITTROCK UND A. G. NATHORST.
STOCKHOLM
KUNGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER
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Ende Oktober 1898 unternahm Prof. G. LAGERHEIM, be-
gleitet von einigen seiner Schiöler, eine Excursion nach dem
kleinen See Kvarnsjön bei Nacka in der Umgebung von Stock-
holm. Bei der Durchsicht der heimgebrachten Ausbeute ent-
deckte er darunter eine Alge, die in Form von blassgränen,
gallertartigen Hohlkugeln den Blättern von Sium anhaftete,
und die er bei der mikroskopischen Untersuchung als Reprä-
sentanten einer neuen Gattung der Gruppe Confervales Borzi
erkannte. Er schlug för dieselbe den Namen Chlorosaccus vor.
Die nähere Untersuchung und die Beschreibung des
neuen Genus iäbergab Herr Prof. LAGERHEIM dem Verfasser
dieser Zeilen. Hierfir, sowie för den mir während der Unter-
suchung in reichstem Maasse zu Teil gewordenen Beistand
mit Rat und That, sage ich Herrn Prof. LAGERHEIM meinen
wärmsten Dank.
Den Fundort der in Rede stehenden Alge habe ich später
zu wiederholten Malen besucht, und von den Excursionen
ein reichliches Material heimgebracht. Der Kvarnsjön ist ein
kleiner Landsee, mit klarem, reimem Wasser. Die Fundstelle
der Alge befand sich in unmittelbarer Nähe des Abflusses
des Sees, welcher durch eine HFabriksrinne erfolgt. Eine
schwache Strömung herschte daher am Platze. Der Strand
war offen und unbeschattet. In der Vegetation des Platzes
bildeten Swm latifolwum, Utricularia vulgaris, Batrachium
und Hottonia die Hauptbestandteile. Der Boden war ausser-
dem mit eimer Hypnum-Art bedeckt.
Von allen anderen an demselben Standort vorkommenden
Algen unterschied sich Chlorosaccus durch seine sehr hell-
gröne Farbe, sowie durch seine lose Konsistenz. Beim Heraus-
4 A. LUTHER, CHLOROSACCUS..
ziehen der Blätter aus dem Wasser zerflossen grössere Kolo-
nien sehr leicht, weshalb sie am besten mit einem feinen
Handnetz herausgehoben wurden.
Kleine Gallerte hafteten stets an der äussersten Spitze
der feinverzweigten Siumblättchen, während grössere oft
von diesen durchbohrt waren oder ganz frei auf den Pflanzen
lagen. Die Form war bei jugendlichen Kolonieen kugelig
(Fig. 1—2), ältere bildeten in mannigfaltiger Weise gefaltete
und ausgebuchtete Polster (Fig. 3). Die Gallerte bildete nur
einen diännen Schlauch, dessen Inneres mit Wasser gefällt
war. Das grösste gemessene Exemplar mass 13 mm. im
Durchmesser, doch habe ich mehrere noch grössere gesehen.
Im botanischen Laboratorium der Universität Stockholm
wurde die Alge in grossen Glasschalen in einem ungeheizten
Raum gehalten. Hier erhielt sie sich wochenlang, während sie
im geheizten Zimmer sehr bald zu kränkeln anfing und zu
Grunde ging. — Kulturen, die ich auf Agar-agar anlegte,
misslangen vollständig; die Alge starb in kurzer Zeit.
Unter das Mikroskop gebracht zeigt sich Chlorosaccus als
aus einer Menge in die Gallerte eingebetteter, mehr oder
weniger eiförmigen Zellen bestehend, welche das schmälere
Ende der Peripherie der Kolonie zuwenden (Fig. 4). Da sich
bei den ”Teilungen in der Regel vier Tochterzellen bilden,
so stehen die Zellen, besonders wenn lebhafte Teilung statt-
gefunden hat, in Gruppen von je 4 Individuen, welche dem
Ganzen einen gewissen Tetrasporaähnlichen Habitus verleihen.
Die Form und Farbe der Chromatophoren jedoch, im Verein
mit der im Profil länglichen Form der Zelle, zeigen sofort
an, dass wir etwas ganz anderes vor uns haben.
Die Chromatophoren sind scheibenförmig und wandständig,
und zeigen die fär die Gruppe Confervales Borzi charakteris-'
tische gelbgräne Färbung. Ihr Plasma ist vollständig homogen
(Pyrenoide fehlen). Gleich nach der Teilung besitzt jede
Zelle in der Regel zwei Chromatophoren. Mit dem Wachstum
der Zelle nimmt auch die Anzahl der Chromatophoren all-
mählich zu.
Den Farbstoff habe ich nach der von BoHuin! angegebenen
Methode mit NSalzsäure gepräft, indem ich neben dem Chloro-
saccus eine Chlorophycee, wozu ich eine Tetraspora wählte,
SyTSpEgLN25.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 13. 5
der Wirkung der genannten Näure aussetzte. Der Unter-
schied trat sehr evident zu Tage, indem die erstere Alge
eine blaugrine Farbe annahm, während die letztere gränlich
gelb erschien.
Der Zellkern! ist central und ziemlich klein (Fig. 3).
Ausserdem enthält das Plasma kleine Granulationen von un-
bestimmter Natur.
Ein Stoffwechselprodukt habe ich bei den normalen vegeta-
tiven Zellen nicht entdecken können.
Die Gallerthiälle umschliesst die einzelnen Zellen voll-
kommen, sodass die äussere Kontur der Kolonie einen ziem-
lich gleichmässigen Bogen beschreibt (Fig. 4 u. 7). Infolge
der vollkommenen Farblogitikeit und Durchsichtigkeit den
Gallertsubstanz ist jedoch die Grenze gegen das Wasser an
ungefärbten Exemplaren sehr schwer zu unterscheiden.
Der unmittelbar an die Zelle grenzende Teil der Gallert-
hälle ist als Zellmembran differenziert. An lebenden Exem-
plaren ist es schwer dieselbe zu beobachten, dagegen tritt
sie an toten Individuen oft deutlich hervor. Im letzteren
Falle löst sie sich nicht selten in Form eines tätenförmigen
Stäckes ab (Fig. 14). Diese Loslösung findet wahrscheinlich
durch Verschleimung des hintersten Teiles der Membran statt.
Das Stäöck ist an der Spitze etwas verdickt, während der
hintere Teil gegen den Rand hin dinner und undeutlicher
wird. Diese verschiedene Ausbildung der Membran hat na-
tärlich ihren Grund darin, dass das der Peripherie der Kolonie
zugekehrte Ende der Zelle in weit höherem Grade äusseren
mechanischen HEinfläussen ausgesetzt ist, als die nach innen
gekehrte Zellbasis.
Rutheniumrot färbt die Membran rot. Besonders inten-
siv und deutlich erscheint diese Farbe an der verdickten
Membran der Ruhesporen. Ferner rufen Naphtylenblau, Me-
thylviolett und Fuchsin starke Färbungen hervor. Dagegen
konnte ich bei Anwendung von Öklordtnkjod keine Zellulose-
reaktion wahrnehmen. Die Membran besteht also, wie bei
Conferva und Ophiocytium (Bomtuin I p. 16) aus einer Pektin-
verbindung. Eine weitere Ubereinstimmung mit den genannten
Gattungen habe ich darin gefunden, dass die bei Kulturen in
! Die Zellen wurden mit Boveris Alkohol-Eisessig fizsiert und darauf
nach dem von RAcIBORSKI modificierten HEIDENHAIN'schen Verfahren mit
Hämatoxylin gefärbt.
6 A. LUTHER, CHLOROSACCUS.
schwacher Congorotlösung (BoHLuiN p. 9 u. 17) neugebildeten
Membranteile rot gefärbt wurden, während die sie umgebende
Membran der Mutterzelle, sowie die ganze iäbrige Alge voll-
kommen ungefärbt war. Es scheint also, als ob auch hier
die Membran bei ihrer ersten Anlage aus Zellulose bestehen
wiärde, und die Pektinstoffe erst später in iberwiegender
Menge eingelagert wärden. Dass ich mit Chlorzinkjod auch
an jungen Zellen keine Reaktion sah, spricht wobl kaum
gegen diese Annahme, da eimme schwache Violettfärbung bei
der Kleinheit des Objektes wohl iiberhaupt nicht wahrnehm-
bar ist.
Je nach ihrem Alter haben verschiedene Partieen der
Gallerthiille eine verschiedene Konsistenz. Der Unterschied
zwischen diesen verschiedenen WNchichten tritt bei der An-
wendung von gewissen Farbstoffen sehr deutlich zu Tage,
indem die loseren Teile sich viel stärker kontrahieren als die
festeren und indem die verschiedenen "Teile in ungleichem
Grade färbbar sind.
Die festeste Schicht umgiebt unmittelbar die Zellmembran.
Sie zeigt sich im optischen Durchschnitt als ein etwas stärker
lichtbrechender Ring, dessen Breite etwa halb so gross wie
die der Zelle ist. Wo die Gruppen von je vier Zellen noch
zu erkennen sind, sind diese letzteren mit der sie umgebenden
festesten Schicht in eine Gallertsubstanz von etwas geringerer
Festigkeit eingebettet. Diese Gruppen schliesslich liegen in
einer sehr losen Gallerte, welche in Form eines Netzwerkes
die Gruppen umschliesst. Es entsteht so eine Verteilung
der in verschiedenem Grade färbbaren Elemente, welche in
der Flächenansicht ein Gloeocapsa-ähnliches Bild hervorruft
(Fig. 13).
Eine Folge der festeren oder loseren' Konsistenz der
Schichten, d. h. ihres geringeren oder grösseren Gehaltes an
Wasser, ist auch ihre verschiedene Kontraktilität. Während
sich die ältesten Teile bei Anwendung der meisten Farb-
stoffe sehr stark zusammenziehen, ist dieses bei den jängsten
entweder gar nicht oder nur in sehr beschränktem Grade der
Fall. Durch die Kontraktion wird natärlich der Umriss der
Kolonie verändert, und die festesten ”Teile treten als oft sehr
lange Papillen hervor, die in ihrem Inneren je eine, bez. 4
Zellen enthalten (Fig. 11 u. 12). In dieser Beziehung ver-
hielten sich lebende und tote Kolonieen sehr ähnlich. Bei
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 13. T
den letzteren entstanden oft noch längere Papillen als bei
den ersteren.
Die Entwickelung der Gallerthällen ist schon im Obigen
angedeutet worden. Gleich nach der Teilung beginnen die
jungen Zellen Gallerte auszuscheiden, welche die einzelnen
Individuen immer mehr auseinander drängen und dabei na-
tärlich die Gallerte der Mutterzelle ausdehnen. Diese quillt
durch Aufnahme von Wasser und dehnt sich ihrerseits aus.
Wenn nun die in ihr eingeschlossenen Tochterzellen so weit
gekommen sind, dass auch sie sich teilen, so ist die Quellung
der zuerst ins Auge gefassten Gallerthälle so weit vor-
geschritten, dass sie sich nicht mehr von der sie umgebenden,
netzförmig verteilten Gallertsubstanz unterscheiden lässt. —
Die Rolle, welche die verschleimenden Membranen der Mutter-
zellen bei der Bildung der Gallerte spielen, scheint mir von
geringer Bedeutung zu sein.
Was nun die Färbbarkeit der Gallerte von ungleicher
Konsistenz betrifft, so verhalten sich verschiedene Farbstoffe
in verschiedener Weise: Naphtylenblau, Fuchsin, Methylen-
blau, besonders aber Methylviolett färben die festeste Schicht
am stärksten und die anderen stufenweise scehwächer (Fig. 13).
Sie kontrahieren die lose Gallertsubstanz sehr stark, so dass
die Papillen besonders deutlich hervortreten. Durch Alkohol
oder Glycerin liessen sich die so tingierten Kolonieen langsam
entfärben. Dasselbe bewirkte verdännte Salz- oder Schwe-
felsäure fast augenblicklich.
Rutheniumrot dagegen verhält sich umgekehrt, indem es
die loseste Substanz als ein zierliches, intensiv gefärbtes
Netzwerk hervortreten lässt (Fig. 9 u. 10), und die anderen
Gallertpartieen bedeutend schwächer tingiert. Auch die Kon-
traktion ist schwächer.
Chlorzinkjod färbt keinen Teil der Kolonie.
Aus obigen Farbenreaktionen därfte hervorgehen, dass
auch die Gallerte aus Pektinstoffen besteht.
Ich habe ferner die Einwirkung von Glycose-Pepton (nach
KLEBsS I p. 336) versucht, und zwar zeigte sich die Kolonie
nach Verlauf von 24 Stunden stark kontrahiert, die papillen-
förmigen Hervorragungen traten auf, die ganze Gallertsub-
stanz war gelblich gefärbt und nur an den Rändern etwas
durchscheinend. HFEine Einlagerung hatte also stattgefunden.
In Chlorzinkjod quoll die Kolonie darauf nur wenig.
[0 0)
A. LUTHER, CHLOROSACCUS.
Die Reaktionen der Gallerte erinnern somit vielfach an
diejenigen, welche KreBzs (I p. 408) bei Vacuolaria ÖIENKE.
konstatiert hat.
Die Teilung der Zellen ist sehr charakteristisch und findet
in folgender Weise statt. Nachdem sich der Kern in vier
Tochterkerne geteilt hat (Fig. 8 a), spaltet sich der Inhalt
der Zelle in vier gleiche 'Teile (Fig. 5 u. 6). Die beiden
Teilungsebenen bilden mit einander rechte Winkel und geben
dureh die Längenachse der Zelle. Man erhält also von oben
gesehen im”? optischen Querschnitt das Bild eines in seine
Quadranten geteilten Zirkels. Jede Zelle umgiebt sich mit
einer Membran und zugleich beginnt die Absonderung der
Gallerte, sodass die vier neugebildeten Tochterzellen all-
mählich auseinanderräcken.
Die Chromatophoren sind anfangs oft undeutlich. Erst
wenn die Entwickelung der jungen Zelle einen gewissen Punkt
erreicht hat, sieht man gewöhnlich ihrer zwei in jeder Zelle.
Sie stehen dann einander gegenäber und nehmen die be-
treffenden Zellwände von oben bis unten ein. Zwischen sich
lassen sie einen Streifen von farblosem Plasma frei, welcher
gegen das Centrum der aus vier Zellen gebildeten Gruppe
gerichtet ist (Fig. 7a). Durch Teilung der Chromatophoren
wird diese Anordnung jedoch bald verwischt.
Die Membran der Mutterzelle verschleimt und ist bald
nach geschehener Teilung nicht mehr zu erkennen.
Bei dem Auseinanderweichen der Tochterzellen entfernen
sich die Spitzen derselben rascher von einander als die Basal-
teile, sodass die Zellen etwas schräg zu elmander stehen
(Fig. 7). Allmählich aber gleicht sich dieses Verhältnis
aus, und später sind die Längenachsen der Zellen einander
fast parallel.
In Kolonieen, welche ich einige Zeit in Kultur gehabt
hatte, traten hier und da Teilungen auf, bei denen nur zwei
Tochterzellen entstanden (Fig. 15). Diese Teilungen machten
aber stets den Findruck eines kränklichen Prozesses. Die
Körnehen im Plasma bewegten sich sehr lebhaft, und die
Zellen starben bald. An frischen Exemplaren habe ich der-
artige Stadien nie gesehen.
Eigentämliche U-förmige Zellen (Fig. 16), deren Enden
verdickt waren, habe ich mehrmals beobachtet. Da sie selten
waren und nur ganz vereinzelt vorkamen, habe ich ihre
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL.. BAND 24, AFD. III. N:o 13. 9
Entwickelung nicht verfolgen können. Auch diese Zellen
habe ich nur an Exemplaren gesehen, die einige Zeit im Zimmer
gestanden hatten.
In einer Kolonie, welche eine Woche lang in einem ge-
heizten Raum in Wasser gestanden hatte, beobachtete ich
Anfang November die Bildung von Ruhesporen (Akineten)
(Fig. 17). Dabei nahmen die Zellen stark an Grösse zu und
zugleich vermehrten oder vergrösserten sich die Chroma-
tophoren, so dass sie fast die ganze innere Fläche der Zelle
bedeckten. Im Inneren traten glänzende Tropfen auf und
schliesslich nahm die Membran an Dicke zu.
Die Dauersporen fielen ziemlich leicht aus der Gallerte.
— Ihre Keinung habe ich nicht beobachtet.
Das in den Akineten in Form von glänzenden Tropfen
vorkommende Stoffwechselprodukt, ist ein fettes Öl. Davon
äberzeugte ich mich in folgender Weise. Nachdem die Sporen
durch Aufkochen in Wasser getötet waren, wurde das Chloro-
phyll mit Alkohol extrahiert. In Uberosmiumsäurelösung
erhitzt, färbten sich die Tropfen sofort sehr dunkel. Bei nach-
herigem Aufkochen in Alkohol lösten sie sich nicht.
Kolonieen, welche gleich nach dem Einsammeln am 6:ten
November in einer grossen Glasschale in einen ungeheizten
Raum gestellt wurden, begannen am 10. Nov. Zoosporen zu
bilden. In der Morgendämmerung, zwischen 6 und 8 Uhr,
schläpften die Zoosporen in der Regel aus. Sie sammelten
sieh an der 'Lichtseite des Gefässes in Form eines an der
Wasseroberfäche befindlichen, feinen, gröänen Streifens an.
Die Bildung der Zoosporen habe ich nicht genau ver-
folgen können. Es schien mir aber, als ob sie durch einen
der rein vegetativen Teilung sehr ähnlichen Prozess ent-
stehen wirden, wobei bald 4, bald 2 Tochterindividuen ent-
standen. Diese umgaben sich aber nicht mit einer Membran,
sondern entwickelten sich direkt zu Zoosporen. Ich sah oft
Gruppen von 2 oder 4 Zoosporen, die noch in der Gallerte
eingeschlossen waren (Fig. 18—20 u. 22). Sie lagen in einem
Schleim, der wahrscheinlich durch die Verschleimung der Mem-
bran der Mutterzelle sowie der umgebenden Gallerte entstanden
war. Dieser Schleim hatte eine sehr lose Konsistenz, denn
die Schwärmsporen bewegten sich lebhaft in demselben, und
bei Fixierung mit Osmiumsäure sah man die beiden Cilien
meist lang ausgestreckt.
10 A. LUTHER, CHLOROSACCUS.
Das Ausschläpfen der Zoosporen habe ich mehrmals beob-
achtet. Meist waren es nur einzelne Individuen, die sich
durch den sie umgebenden Schleim allmählich hinausdrängten.
Einige Male aber sah ich das Freiwerden zweier, in der-
selben Höhlung in der Gallerte befindlicher Individuen. Sie
drehten sich im NSchleime um einander, erst langsam, dann
immer rascher. Es folgten einige Rucke, und plötzlich schoss
die eine Schwärmspore heraus, bald gefolgt von der anderen.
Die ins Freie gelangten Zoosporen schwammen erst ein
kleines Stäck gerade aus. Dann begann ein lebhaftes Tum-
meln. Unter lebhaften Rotationen, bald nach rechts, bald
nach links, bewegten sie sich in gewellten Schlangenlinien
vorwärts. Manchmal, besonders wenn sie auf ein Hindernis
stiessen, machten sie Halt, — aber nur fär einen Augen-
blick um im nächsten wieder um so lebhafter vorwärts zu
streben.
Die Form der Zoosporen ist anfänglich, so lange sie
sich noch in der Geallerte betinden, sehr langgestreckt, oft
etwas gebogen. Nach dem Austritt runden sie sich ab, sodass
sie fast kreisrund erscheinen (Fig. 23). Sie sind dann seit-
lich etwas zusammengedräöckt. Sehr oft weisen sie am hin-
teren Ende einen Fortsatz von hyalinem Plasma auf (Fig. 24).
Im Inneren bemerkt man vor allem die grossen gelbgränen
Chromatophoren. Sie sind in der Regel zwei, in Ausnahme-
fällen sah ich drei (Fig. 19 a); einmal beobachtete ich sogar
eine ausschläpfende Zoospore mit vier Chromatophoren. Das
eine Chromatophor war in der Regel weiter nach vorne ver-
schoben als das andere. Diese Stellung wechselte aber an
demselben Individuum ein wenig, wie denn iberhaupt schwach
amöboide Bewegungen sich hier und da beobachten liessen.
In Fig. 18a habe ich eime junge Zoospore von der gewöhn-
lichen länglich runden Form abgebildet. Nach einigen Mi-
nuten zeigte sie die in Fig. 19 a wiedergegebene Gestalt, um
nach einiger Zeit wieder ihr fröäheres Aussehen anzunehmen.
Der Raum zwischen den Chromatophoren ist von hyalinem
Plasma eingenommen. In diesem bemerkt man, besonders
im hintersten Teil, zahlreiche grössere und kleinere Granula-
tionen von unbekannter Natur. Hier glaube ich auch manch-
mal, etwas hinter der Mitte, oder dem hinteren Ende
genähert, einen kleinen roten Angenpunkt beobachtet zu haben.
Er war stets undeutlich, und an vielen Exemplaren habe ich
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 13. 11
ihn äberhaupt nicht finden können, weshalb ein Irrthum nicht
ausgeschlossen ist. — Ob eine contractile Vacuole vorhanden
ist, konnte ich infolge der Kleinheit und der lebhaften Be-
wegungen der Schwärmsporen nicht feststellen.
Das vordere Ende trägt zwei Cilien. Die eine von diesen
erreicht etwa die dreifache Länge des Körpers und ist stets
nach vorne gericbtet. Sie ist es wohl, die die Vorwärtsbe-
wegung der Schwärmspore wenigstens zum grössten Teil
bewirkt. Die zweite Cilie ist viel kärzer und merklich dinner.
Ihre Länge ist gewöhnlich der halben Länge der Zoospore
annähernd gleich, doch variiert sie bei verschiedenen Indivi-
duen etwas. An Exemplaren, die mit Osmiumsäure fixiert
wurden, war sie stets dem Körper dicht angeschmiegt, sodass
sie nur zu sehen war, wenn die Zoospore die betreffende Seite
im Profil zeigte (Fig. 24). An Schwärmsporen dagegen, die
noch in der Gallerte eingeschlossen waren, war auch die kurze
Cilie nach vorne gerichtet (Fig. 18—20, 22). Dasselbe war
der Fall, wenn ich unter dem Deckglas eine scehwache Lösung
von Methylviolett hinzutreten liess. Die Zoosporen kontra-
hierten sich dann stark und streckten die Cilien starr nach
vorne (Fig. 25). An lebenden, ausgeschläpften Individuen
konnte ich die Richtung der kärzeren Cilie nicht feststellen,
kann daher auch nichts äber ihre Funktion sagen.
Gegen das Ende der Schwärmzeit wurden die Bewegungen
ruhiger und gleichmässiger. Die Zoosporen bewegten sich in
grossen, gewellten Bogenlinien, und die Rotation hörte ganz
auf, sodass lange Zeit dieselbe Seite nach oben gekehrt war.
Es gläöckte mir ein paarmal das Festsetzen zu beobachten.
Dasselbe geschah beide Male in der Weise, dass die Zoospore
sich einer Gruppe von in den unbeweglichen' Zustand iber-
gegangenen Schwärmsporen näherte, wobei die Cilie anschei-
nend in dem von den ersteren abgesonderten Schleim haften
blieb. Man bemerkte nun zerrende Bewegungen, wie wenn
sich die Zoospore losmachen wollte. Diese Bewegungen
wurden immer rascher und gingen in ein Zittern iber, das,
allmählich schwächer werdend, schliesslich völliger Ruhe
Platz machte. —- Ich muss jedoch bemerken, dass ich nicht
ganz sicher bin, ob dieser Vorgang der normale ist. Es war
mir nämlich nicht möglich die weitere Entwickelung dieser
beiden Zoosporen zu verfolgen.
15 A. LUTHER, CHLOROSACCUS.
Die Dauer des Schwärmens scheint von äusseren Um-
ständen abhängig zu sein. Bei träöbem Wetter konnten um
10 Uhr vormittags und noch später bewegliche Sporen in der
Glasschale gefunden werden, während ich an hellen Tagen
schon zwischen 8 und 9 Uhr keine mehr. finden konnte. Von
frisch ausgeschläpften Zoosporen, die um 2/2 8 Uhr in einem
hängenden 'Tropfen isoliert und dunkel gestellt wurden, be-
wegten sich mehrere noch um !/4 2 nachmittags. Diese Sporen
entwickelten sich jedoch nicht weiter, sondern starben bald.
Die zur Ruhe gekommenen Schwärmsporen verlieren ihre
Cilien. Sie umgeben sich mit einer diinnen Membran und
sondern eine reichliche Menge Gallerte ab, vermittelst deren
sie mit einandeér zu grösseren oder kleineren Häufchen ver-
kleben (Fig. 26). Die Zellen nehmen an Grösse zu, die Chro-
matophoren vermehren sich, und nach einiger Zeit teilt sich
die Zelle in gewöhnlicher Weise in vier 'Tochterzellen, wo-
durch eine neue Kolonie entsteht.
Im Zweiten Band seiner Studi algologiei (pag. 121) hat
BorzI einen Palmellazustand von Mischococcus N aG.beschrieben,
welcher mit der vorliegenden Alge grosse Ähnlichkeit zeigt.
Auch dort finden wir eine aus gallertartiger Substanz be-
stehende Hohlkugel auf welcher eiförmige Zellen sitzen. Letz-
tere haben Chromatophoren, die denjenigen von Chlorosaccus
ganz ähnlich sind, und auch die Zellteilung geschieht bei beiden
in ganz ähnlicher Weise. Es lag daher anfangs die Ver-
mutung nahe, dass die von BorzIi und die von mir untersuchten
Algen indentisch wären. Bei der näheren Untersuchung zeigte
es sich jedoch, dass von einer Vereinigung nicht die Rede
sein kann. Ich will hier einige der wichtigsten Unterschiede
erwähnen: Der von Borzi untersuchte Mischococcus zeigte
eine deutliche Zellulosereaktion, während die Reaktionen
meiner Art auf Pektinstoffe deuten. Bei der Mischocoecus-
kolonie standen die Zellen auf der äusseren Peripherie der
Gallerthälle; bei der Entleerung der Schwärmsporen blieb
die Membran der Mutterzelle als eine scharf konturierte Hille
zuräck; etc. Wie aus meiner obigen Darstellung hervorgeht,
verhält sich Chlorosaccus in den betreffenden Punkten we-
sentlich anders.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 13. 13
Da ich die oben beschriebene Gattung mit keiner bis
jetzt aufgestellten habe identifizieren können, gebe ich hier
eine lateinische Diagnose derselben. Als Gattungsnamen
behalte ich den von LDLAGERHEIM vorgeschlagenen, Chloro-
saccus,! bei.
Chlorosaccus n. gen.
Cellulze vegetativze in coloniis gelatinosis periferice di-
sposite, membrana tenui; chromatophori 2-plures parietales,
disciformes, luteo-virides, pyrenoidibus et amylo destituti;
nucleus centralis unicus. Divisione simultanea longitudinali
cellule filiales quaterne, decussatim disposite oriuntur.
Multiplicatio agamica zoosporis e cellulis vegetativis
immutatis ortis, monosymmetricis, ciliis binis, uno longiori
porrecto, altero breviori, plerumque averso, germinantibus
thallum thallo materno similem formantibus. — Cellulze per-
durantes akinete sunt.
Chl. fluidus n. sp.
Chl. coloniis saccatis, globosis vel subglobosis, fluidis,
pallide-viridibus, usque ad 15 mm. latis, affixis vel libere
natantibus; cellulis ovatis, 5—8 u latis, 10—11 wu longis.
Akinetis ovalibus, membrana crassiuscula, contentu oleoso,
7--10 u latis, 11—13 u longis.
Hab. in lacu Kvarnsjön ad Nacka prope Stockholmiam
foliis Si latifolii affixus (oct.—nov. 1898).
1 Etymologie: y4woos, gelbgrän; odzzos Sack, Schlauch.
y 2 XAmw0oos, Belpg
IL.
Betrachten wir die oben geschilderte Alge, so fällt sofort
die charakteristische, der Länge nach stattfindende Teilung
auf. Bekanntlich ist diese Teilungsart bei höheren Algen
verhältnismässig selten, während sie bei den Flagellaten im
Sinne KLeEBsS' Regel ist. In der That stimmt Chlorosaccus
mit der Flagellatengruppe Chloromonadina KLEBS in den
meisten Beziehungen gut iäberein. Die Diagnose der letzteren
Gruppe lautet (KLEBs II p. 391):
»Körper ohne deutliche Plasmamembran, meist etwas
amöboid, mit zahlreichen, scheibenförmigen Chlorophyllkörpern,
ohne Augenfleck; kontraktile Vacuole am Vorderende. Kern
central. Holophytisch sich ernährend; Teilung in Gallertum-
höllten Ruhezuständen.>
Zu dieser Gruppe zählt KLEBs die beiden Gattungen Va-
cuolaria CIENK.! und Raphidomonas STEIN, von denen er jedoch
nur die erstere selbst beobachtet hat. Vacuolaria besitzt
zwei Geisseln, von denen die eine, längere, nach vorne ge-
richtet, die andere, kiärzere, dem Körper dicht anliegend nach
hinten gerichtet ist. Die zahlreichen Chlorophyllkörper sind
vollkommen homogen. Weder Paramylon noch Stärke kommt
vor, dagegen tritt Fett als Stoffwechselprodukt auf.”
Ob die Gattung Raphidomonas STEIN (Taf. XIII, 6—12) (Go-
nyostomum DIESING p. 332; Merotricha MERESCHKOWSKY p. 186)
zu den Chloromonadinen gestellt werden kann, scheint mir
noch sehr fraglich zu sein. Das von MERESCHKOWSKY (1. ce.) und
LEVANDER (p. 31) erwähnte Vorkommen von Paramylon in den
1 CIENKOWSKY Pp. 426.
2 KLEBS' Ångabe, dass sich dieses Fett in Alkohol löste ist wahrschein-
lich auch hier, wie bei Conferva, ein Irrthum, der durch die Gränfärbung der
Fetttröpfehen durch das im Alkohol gelöste Chlorophyll seine Erklärung findet.
Vergl. BoBuinN I p. 21—23.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 13. 15
Schwärmsporen spricht dagegen. Auch die als Trichocysten
gedeuteten stäbchenförmigen Bildungen (Schleimfäden) erschei-
nen etwas befremdlich. Die Gattung ist jedoch noch so unvoll-
ständig bekannt, dass es sehr schwer ist, sich ein bestimmtes
Urteil iber ihre Verwandtschaftsbeziehungen zu bilden.
Kärzlich hat Bonn (II p. 514) unter dem Namen Chlora-
moeba eine neue, hochinteressante Flagellatengattung beschrie-
ben, welche er in die Gruppe Chloromonadina stellt. Auch
bei dieser Gattung finden wir amöboid bewegliche Schwärmer
mit zwei verschieden langen Geisseln, sowie Ruhesporen, die
ein fettes Öl enthalten. Die Farbe der scheibenförmigen
Chromatophoren ist dieselbe wie bei den Confervales Borzi.
In Bezug auf die Cilien (Geisseln), die Form und Farbe der
Chromatophoren und das Stoffwechselprodukt, finden wir also
hier so grosse Ubereinstimmungen mit Chlorosaccus, dass eine
nahe Verwandtschaft dieses letzteren mit den Chloromonadina
sicher angenommen werden kann.
Da bei Chlorosaccus aber der Zustand des freien Umbher-
schwärmens sehr verkärzt ist, während das palmellaförmige
Teilungsstadium Uberhand genommen hat, so macht die in
Rede stehende Alge sehr wenig den Eindruck einer Flagellate.
Auch das Auftreten eines als Zellmembran differenzierten
Teiles der Gallerthälle deutet an, dass wir es mit einer etwas
höher stehenden Form zu thun haben.
BouLuin (I p. 48) betrachtet Chloramoeba als Stammform
der von Borzi (p. 199) zur Gruppe Confervales vereimnigten
Algen. Der genannte Verfasser. der die Angaben Borzr's
vielfach komplettiert hat, charakterisiert die Gruppe in fol-
gender Weise (BoHLuiN I p. 48).
>»Alg&e mono- aut pluricellulares; cellulxe chromatophoros
distinctos (disciformes) 1-plures, amylo destitutos ineludentes.
Zoospore cilio unico predite.»
Ausserdem betont BoHLIn, dass das Assimilationsprodukt,
wenn eines vorhanden ist, stets ein fettes Öl ist, und ferner,
dass das Chromatophor ausser Chlorophyll regelmässig in
grösserer Menge einen gelben Farbstoff enthält.
Von allen diesen Merkmalen trifft nur das Vorhanden-
sein einer einzigen Cilie bei Chlorosaccus nicht zu. Aus der
grossen Ubereinstimmung im Ubrigen geht aber hervor, dass
die letztere Gattung auch zu den Övnfsnaes nahe Beziehungen
hat. Sie stellt also eine intermediäre Form zwischen den
16 A. LUTHER, CHLÖOROSACCUS.
Chloromonadina und den Confervales dar, und bildet eine sehöne
Bestätigung der DLAGERHEIM-BoHLIN'schen Theorie von der
Phylogenese der letzteren Gruppe (vergl. BoHtun I p. 48).
Das Vorhandensein einer zweiten Cilie bei einer den
Confervales Borzi so nahe stehenden Form, wie Chlorosaccus
es ist, veranlasste mich auch bei den ersteren nach einer
solchen zu suchen.
Als Untersuchungsobjekte standen mir Conferva bombycina
AG. und Botrydiopsis arliza Borzi zur Verfigung. Da die
Temperatur beim Einsammeln unter dem Gefrierpunkt stand,
waren die Algen ganz und gar in Eis eingefroren. Nachdem
die aufgetauten Alven 24 Stunden in einem geheizten Zimmer
im Dar kela gestanden hatten, entwickelten sie sehr reichlich
Zoosporen, so dass das Wasser durch und durch grän gefärbt
erschien. Die Bildung der Schwärmzellen dauerte mehrere
Tage lang fort. Ich hatte also gute Gelegenheit dem mich
interessierenden Organ nachzuspiären.
Es gläckte mir in der That bei beiden Arten das
Vorhandensein einer zweiten, kärzeren Cilie ganz
unzweifelhaft festzustellen.!
Wie KrEBs (III p. 349, II Fig. 7) es för Conferva minor
(WiLLE) KLEBS angiebt, so leg auch bei Conf. bombycina
AG. der Ausgangspunkt der grossen Cilie nicht ganz an der
Spitze der Zoosporen, sondern etwas unterhalb derselben, in
einer kleinen Ausbuchtung. An derselben Stelle inseriert
auch die zweite, kurze Cilie, die etwa die halbe Körperlänge
erreicht. Sie liegt an mit Osmiumsäure getöteten Exemplaren
dem Körper dicht an und ist stets nach hinten gerichtet
(Fig. 28). An Individuen, die mit Jod-Jodkalium getötet
wurden, stand sie jedoch oft etwas vom Körper ab (Fig. 29—31).
Eine natiärliche Folge ihrer Lage ist es, dass sie nicht immer
zu sehen ist (Fig. 27), sondern nur wenn die Schwärmspore
die betreffende Seite im Profil zeigt. Dieser Umstand erklärt
auch, weshalb sie allen friäheren Forschern entgangen ist.
Ganz ähnlich ist der Sachverhalt bei Botrydiopsis (Fig.
32). Der Insertionspunkt der Cilien liegt in einer Vertiefung
unterhalb der Spitze und die Stellung der Cilien ist dieselbe
wie bei Conferva.
' Bei der Untersuchung benutzte ich einen SEIBERT'schen Åpochromat
fär homog. Immers. Apert. 2 mm. und ZEiss Compensations-ocular N:o 4
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 13. 17
Die Existenz einer zweiten Cilie bei so verschieden
differenzierten Confervalen wie Botrydiopsis und Conferva
es sind, giebt der Annahme einen hohen Grad von Wahr-
scheinlichkeit, dass wir es hier mit einem fär die Gruppe
Confervales charakteristischen Organ zu thun haben,
welches sich in allen Gattungen dieser Gruppe wird
nachweisen lassen.
Hierdurch verschwindet aber eines der wesentlichsten
unterscheidenden Merkmale zwischen den Chloromonadina und
den Confervales.
Durch die scheibenförmigen Chromatophoren mit ihrer
charakteristischen gelbgriinen Färbung; durch das regelmässige
Vorkommen eines fetten Öles als Stoffwechselprodukt und das
Fehlen der Stärke, sowie durch die mit zwei verschieden
langen Cilien versehenen, mehr oder weniger amöboiden Zoo-
sporen, unterscheiden sich diese beiden Gruppen von allen
äbrigen Algen. Sie bilden eine scharf begrenzte Gruppe, die
man als Heterokonte! bezeichnen kann, und welcher wohl im
System mneben Chlorophyceen, Pheophyceen, Rhodophyceen,
ete. der Rang einer Klasse gebährt.
Durch die grine Farbe nähern sich die Heterokont:e
den Chlorophyceen, wälirend sie sich durch die monosymmetri-
schen Zoosporen mit ihren zwei Cilien an die Phreophyceen
anschliessen. Diese drei Klassen stellen wohl drei nach ver-
schiedenen Richtungen differenzierte Stämme dar, die alle in
der Gruppe der Flagellaten wurzeln.
Innerhalb der Klasse Heterokontre finden wir vielfache
Ubergänge von den am tiefsten stehenden Frattungen bis
zu den am höchsten entwickelten. Chloramoeba ist eine ty-
pische Flagellate, bei der die Vermehrung nicht in Gallert-
umhäillten Ruhezuständen stattfindet (Bomruin II p. 517). Bei
Vacuolaria tritt dagegen das Palmellastadium in den Vorder-
grund, indem die Teilungen in demselben stattfinden. Noch
einen NSchritt weiter in derselben Richtung ist Chlorosaccus
gegangen, wo die Zeit des freien Umherschwärmens auf we-
nige Stunden reduziert ist, und wo die palmellaförmige Kolonie
sich ganz wie ein Algenthallus verhält. Man kann daher
hier schon mit vollem Rechte von Zoosporen reden. Bei dieser
Gattung tritt ferner schon eine als Zellmembran differen-
" Etymologie: freoog, verschieden; Konros,, Ruder.
» 2
18 A. LUTHER, CHLOROSACCUS.
zierte Schicht der Hällgallerte auf. Eine ganz ähnliche Form
finden wir in dem Borzr'schen Palmellastadium von Mischo-
coccus (BorzI p. 121), bei dem jedoch die Membran an Festig-
keit zugenommen hat, und wo nur noch die Basis der Zellen
in der Gallerte steckt. Damit befinden wir uns Sher schon
auf dem Gebiet der Confervales.
Leider ist die Art der Teilung bei den typlad Chloro-
monadina nicht bekannt. Da jedoch eine Teilung in der
Längenrichtung bei den äbrigen Flagellaten Regel ist, und
dieser Teilungsmodus auch bei Chlorosaccus vorkommt, so ist
. die Vermutung begrindet, dass auch bei Chloramoeba und
Vacuolaria die Teilung in dieser Richtung stattfindet. —
Als Ubergangsform zur Teilung in einer zur Längenrichtung
perpendikulären Ebene ist vielleicht Botrydiopsis arga zu
betrachten, bei dessen meist kugelrunden Zellen eine Längs-
richtung sich schwer feststellen lässt.
Die relative Länge der kärzeren Cilie stellt wohl kein
Merkmal von grösserem systematischen Werte dar, da sie
ziemlich grossen individuellen Variationen unterworfen ist.
Durchschnittlich ist die kurze Cilie aber wohl bei den Chloro-
monadina etwas besser entwickelt als bei den Confervales.
Nach KLEBS ist sie nämlich bei Vacuolaria nur wenig kärzer
als die längere Wimper, und BouLnin hat mir persönlich mit-
geteilt, dass bei Chloramoeba in Ausnahmefällen beide Geis-
seln von annähernd gleicher Länge sein können. In der Regel
aber ist die kärzere Geissel bei der letzteren Art sehr kurz.
Trotzdem sich keine scharfe Grenze zwischen den Chloro-
monadales (= Öhloromonadina"!) und den Confervales ziehen
lässt, erscheint es doch vollkommen gerechtfertigt diese
Gruppen als Unterabteilungen der Klasse Heterokonte bei-
zubehalten.
Man könnte sogar als Zwischenglied eine Gruppe fär
den Typus des Chlorosaccus bilden, doch unterlasse ich dieses,
um nicht fär diese einzige, intermediäre, Art eine systema-
tische Einheit höheren Ranges aufzustellen, und stelle die in
Rede stehende Art vorläufig zu den Chloromonadales.
Die hier vorgeschlagene HEinteilung fasse ich in nach-
stehender Ubersicht zusammen.
1! Vergl. ENGLER p. 8.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. III. N:0 13. 19
Klasse Heterokonteze.
Ein- bis vielzellige Algen mit griänen, scheibenförmigen
Chromatophoren, welche ausser Chlorophyll noch einen gelben
Farbstoff in beträchtlicher Menge enthalten. Stoffwechsel-
produkt Glycose und ein fettes Öl; nie Stärke oder Para-
mylon. Mit verdickter Membran versehene Ruhesporen. Un-
geschlechtliche Schwärmzellen (Zoosporen) monosymmetrisch,
mehr oder weniger amöboid, mit zwei verschieden langen,
unterhalb der Spitze inserierenden Cilien von denen die län-
gere nach vorne, die kärzere in der Regel nach hinten ge-
richtet ist.
1. Reihe. Chloromonadales.
Zellen ohne eigentliche Membran. "Teilung in der Längs-
richtung der Zellen.
Fam. 1. Chloramoebacee.
Keine gallertumhiällten Ruhezustände. Der bewegliche
Zustand bildet die Hauptepoche im Leben des Organismus.
Uhloramoeba BoHLuInN.
Fam. 2. VWVacuolariaceze.
Teilung in gallertumhällten Ruhezuständen. Beweglicher
Zustand von kurzer Dauer.
Vacuolaria ÖIENKE.
Chlorosaccus nov. gen.
2. Reihe. Confervales.
Zellen mit deutlicher Membran. Teilungsebene gegen die
Längenachse der Zellen quer gestellt. Beweglicher (Zoosporen-)
Zmstand von kurzer Dauer.
Fam. 1. Confervacee.
Fam. 2. OChlorotheciaceze.
Fam. 3. Botrydiacee.
In Bezug auf die letzteren drei Familien verweise ich auf
BouLin (II p. 48).
20 A. LUTHER, CLOROSACCUS.
Dass die Gruppierung der Gattungen innerhalb der Klasse
in vielen Punkten unsicher ist, ist eine natärliche Folge von
unserer sehr unvollständigen Kenntnis der meisten hierher
gehörigen Formen. Die als Gruppencharaktere angefiöhrten
Merkmale sind keineswegs fär alle die betreffenden Gattungen
nachgewiesen, so dass viele komplettierende und berichtigende
Aenderungen zu erwarten sind, je nachdem sich unsere Kennt-
nis der behandelten Gattungen erweitert und neue Formen
hinzukommen. — Das aber scheint mir festzustehen, dass die
Heterokonte eine selbständige, gut begrenzte Entwickelungs-
reihe der Algen darstellen.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 24. AFD. IE. N:0 13. 21
Verzeichnis der citierten Litteratur.
Bonun I = Studier öfver några slägten af alggruppen Confervales (Bih. K.
Sv. Vet.-Akad. Handl. Bd. 23. III. N:o 3. 1897).
BoHLuiN II = Zur Morphologie und Biologie einzelliger Algen. (Öfvers. K. Sv.
Vet.-Akad. Förh. 1897. N:o 9).
Borzi = Studi algologici. Fasc. II. Palermo 1894.
BörscHLi = Mastigophora, in BRoNnNs Klassen und Ordnungen des Thierreichs.
Leipzig u. Heidelberg 1883—1887.
ÖIENKOWSKY = Uber Palmellaceen und einige Flagellaten (Arch. f. mikr. Anat.
Bd. 6. 1870, S. 421).
DiEsInG = Revision der Prothelminthen, Abth. Mastigophoren (Sitz.-ber. math.
Rat, KIA kad. Wien. 1865: Bd.52. I)
ENGLER — Syllabus der Pflanzenfamilien. Berlin 1895.
KLEBs I = Uber die Organisation der Gallerte bei einigen Algen und Flagel-
laten. (Tibinger Unters. Bd. II. 1886).
KrEBs II = Flagellatenstudien I—II (Zeitschr. f. wiss. Zool. Bd. LV. Heft
2 u. 3).
KreEBs III = Die Bedingungen der Fortpflanzung bei einig. Algen u. Pilzen.
Jena 1896. |
LAGERHEIM — Studien iiber die Gattungen Conferva u. Microspora (Flora 1889.
Heft 3).
LEVANDER. = Materialien z. Kenntn. d. Wasserfauna in d. Umg. v. Helsingfors.
I. Protozoa. (Acta Soc. pro Fauna et Flora Fennica XII. N:o 2. 1894).
MERESCHKOWSKY — Studien iber Protozoen des nördl. Russland (Arch. f. mikr.
Anat. Bd. 16. 1878/1879).
RACIBORSKI — Eine gute Hxmatoxylintinction. (Flora. Bd. 83. 1897, p. 75).
STEIN = Infusionsthiere. Abth. III. Flagellaten. Leipzig 1878.
ZIMMERMANN — Botanische Mikrotechnik. Tiibingen 1892.
Fig.
A. LUTHER, CHLOROSACCUS.
Erklärung der Abbildungen.
Sämtliche Figuren sind mit Hälfe der ABBÉschen Camera entworfen.
Chlorosaccus fluidus n. gen. n. sp.
1—3. Kolonieen in natärlicher Grösse.
4. Zellen vom Rande einer Kolonie. Leitz Pantachromat 2 mm:; Oc. 3.
(X 530).
3—6. In Teilung begriffene Zellen im Profil und in der Flächenansicht,
Vergr. wie oben.
7. Im Auseinanderräcken begriffene junge Zellen. Vergr. wie oben.
8. Kernfärbung mit Hämatoxylin. Seiberts Apochromat 2 mm.: Zeiss
Compens.-oc. 8. (X 1440).
9—10. Mit Rutheniumrot gefärbte Gallerthällen. 9. Vegetative Zellen
enthaltend; 10. Mit Akineten. Leitz Obj. 5: Oc. 3. (Xx 300).
11—12. Mit Methylviolett gefärbte Gallerthällen. Profilansicht. 11. Ältere
Zellen; 12. Junge Zellen. Leitz Obj. 3; Oc. 3. (> 700).
13. Färbung mit Methylviolett; Flächenansicht. Leitz Obj. 8; Oc. 2.
(xX 670).
14. Tote Zellen mit abgelöster Membran. Leitz Obj. 8; Oc. 3. (Xx 700).
15. Zweiteilung der Zellen. Leitz Pantachromat 2 mm.; Oc. 2. (X 720).
16. U-förmige Zellen. Leitz Obj. 8; Oc. 3. (XX 700).
17. Akineten. Leitz Pantachromat 2 mm.; Oc. 3. (Xx 830).
18. In der Gallerte eingeschlossene Gruppe von 4 Zoosporen. Veregr.
wie oben.
19. Dieselbe Gruppe nach einigen Minuten.
20 u. 22. In der Gallerthälle eingeschlossene Gruppen von 2 Zoosporen.
Vergr. wie oben.
21. Zoospore gleich nach dem Ausschläpfen. Vergr. wie oben.
23. Zoospore gleich nach dem Ausschlipfen a, und einige Minuten später b.
Vergr. wie oben. ö
24. 2 Zoosporen vom Rande der Glasschale. Leitz Pantachromat 2 mm.:
06. 2. (XX 20);
29. Mit Methylviolett getötete Zoospore. Vergr. wie oben.
26. Keimende Zoosporen, zur Demonstration der Gallerthällen in Tusch-
lösung gebracht. Leitz Obj. 8; Oc. 3. (X 700).
Conferva bombycina ÅG.
27—28. Mit Osmiumsäure fixierte Zoosporen. Leitz Pantachromat 2 mm.;
0873: (0830). i
29—531. Mit Jod-Jodkalium fixierte Zoosporen. Seibert Apochromat?2 mm.;
Compens.-oc. 4. (X 730).
Botrydiopsis arhiza BOoRZI.
32. Mit Jod-Jodkalium fixierte Zoosporen. Vergr. wie vorige.
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"Bihang till KVet. Akad Handl.Bd. 24 Af IL N918. 0 -
A.Inudher de. i W. Schlachter, Stockhobm-
RO 26. Chlorosacocus flidus n.gen.n sp. 27-31. Conferva bombyocina AG. 32. Botrydiopsis arhiza BORZI.
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