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LIBRARY OF MARINE BIOLOGICAL LABORATORY
WOODS HOLE, MASS.
Ian VALD AE TT
(GL. SVENSKA. VETENSKAPS-AKADENIENS
HANDLINGAR.
TJUGUSJUNDE BANDET.
AFDELNING III.
BOTANIK, OMFATTANDE BÅDE LEFVANDE OCH FOSSILA FORMER.
STOCKHOLM 1901—1902. P. A. NORSTEDT & SÖNER.
Ld "09: DL IHo. Ywu IS:
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co
10.
10
13.
14.
16.
INNEHÅLL AF TJUGUSJUNDE BANDET.
Afdelning III.
(Botanik, omfattande både lefvande och fossila former).
DustÉnN, P. Beiträge zur Laubmoosflora Ostgrönlands und der Insel
Jan Mayen. Mit 4 Tafeln .
SKOTTSBERG, CO. -Einige blitenbiologische Beobachtungen im ark-
tischen Teil von schwedisch Lappland 1900. Mit zwei Tafeln.
DusÉn, P. Zur Kenntniss der Gefässpfanzen Ostgrönlands. Mit
einer Karte und 5 Tafeln PRESS SS MRS LES
BoHLInN, Knut. Etude sur la fore algologique d'eau douce des
Acores. Avec 1 planche . kar :
MaALME, G. 0. Ex herbario Regnelliano. Adjumenta ad floram
phanerogamicam Brasilie terrarumque adjacentium cognoscen-
dam. Particula quarta. Passifloracee, Aristolochiacere etc. .
ROSENBERG, 0. Ueber die Embryologie von Zostera marina L.
Mit ? Tafeln PROD 5 SN SA SPANA VARAT BS a on je
Skottsberg, C., und VESTERGREN, T. Zur Kenntniss der Vegetation
der Insel Oesel. 1. Mit 1 Karte .
MALME, G. O. Asclepiadacee Paraguayenses a D:re E. Hassler
eolleete. Cum 1 Tabula .
STARBÄCK, K. Ascomyceten der ersten Regnellschen Expedition.
INS Mit 1 Tafel Sako
BorRGE, 0. Sisswasseralgen aus Suäudpatagonien. Mit 2 Tafeln
MALME, G. 0. Ex herbario Regnelliano. Adjumenta ad foram
phanerogamicam Brasilig terrarumque adjacentiam cognoscen-
dam. Particula quinta. Violacexe, Vitacex, Rhamnacere, Erio-
caulacexe. Cum 2 tabulis
— — <:EPPBeiträge zur Kenntniss der Sädamerikanischen Arten der
Gattung Pterocaulon ErL. Mit 4 Tafeln . :
DAHLSTEDT, H. Beiträge zur Kenntniss der Hieracium-Flora Oesels.
Mit 8 Tafeln . RO INR Er dee es
LINDMAN, CO. A. M. Die Bliteneinrichtungen einiger Sädamerika-
nischen Pflanzen. 1. Leguminose. Mit I Textfiguren . :
Marte, M. 0. Untersuchungen iber eigenartige Inhaltskörper bei
den Orchideen VE SSE
JuEL, H. 0. Taphridium LAGERH. & JUBEL, eine neue Gattung
der Protomycetacéen. Mit 7 Textfiguren und 1 Doppeltafel .
Sid.
1—71.
1—19.
1—64.
1—385.
1—25.
1—24.
. 1—97.
1—40.
. 1—26.
. 1—40.
1—38.
1—27.
1—45.
1—63.
1—40.
1—29.
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— BIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 27. /Afd. III. No 1.
BEITRÄGE
LAUBM0O0OSFLORA OSTGRÖNLANDS
DER INSEL JAN MAYEN
P. DUSÉN
MIT 4 TAFELN
MITGETEILT AM 9 JANUAR 1901
GEPRUFT VON V. WITTROCK UND A. G. NATHORST
STOCKHOLM
KUNGL. BOKTRYCKERIET. NORSTEDT & SÖNER
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Tr ersten Beitrag zur Laubmoosflora des fraglichen Ge-
bietes haben die Forschungen der zweiten deutschen Polar-
expedition von 1869—1870 geliefert. Damals wurden die
Schannon-Insel, die Klein Pendulum-Insel, Sabine-Insel und
die Clavering-Insel sowie die Nordkiäste des Kaiser-Franz-
Joseph-Fjords und einige andere Stellen dieses Fjords bota-
nisch untersucht. Die von der Expedition heimgebrachten
Moose sind von C. MörrEr Har. bearbeitet und veröffentlicht
worden. I
Hierdurch sind im ganzen 71 Arten aus Ostgrönland
bekannt geworden.
Darauf vergingen 21 Jahre, ehe die botanischen Unter-
suchungen dieses Gebietes wieder aufgenommen wurden.
Dies geschah im Jahre 1891 durch die dänische von C. RYDER
geleitete Expedition, die sich ein volles Jahr im Scoresby-
Sund anfhielt. Die damaligen botanischen Untersuchungen
von N. Hartz waren sehr wichtig und resultatreich. Seine
grossen, bryologischen, von Ö. JENSEN bearbeiteten Samm-
lungen ergaben nicht weniger als 194 Arten Laubmoose,”?
wodurch unsere Kenntnis der Moosflora jenes Gebietes be-
trächtlich erweitert worden ist.
Die von Herrn Professor Dr. A. G. NaAtHorsTt geleitete
schwedische Expedition des Jahres 1899 war die dritte, die
diesen Teil von Ostgrönland untersuchte. Die botanischen
Arbeiten dieser Reise waren mir anvertraut. Die Resultate
meiner Thätigkeit, so weit sie dem Gebiete der Bryologie
angehören, sollen hier unten mitgeteilt werden.
1 Die zweite deutsche Nordpolarfahrt in den Jahren 1869 und 1870.
Bd. 2. Wissenschaftliche Ergebnisse. Laubmoose. P. 62—74. Leipzig 1874.
? JENSEN, OC., Mosser fra Ost-Gronland. (Meddelelser om Grgnland. Heft.
15. VII. Kjgbenhavn 1898.) :
4 P. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Folgende Stellen sind botanisch mehr oder weniger gut
untersucht worden.!
1. Klein Pendulum-Insel am 6. und 7. Juli.
2. Sabine-Insel (die Umgegend des Germania-Hafens)
am 9. und 10. Juli.
3. Königin-Augusta-Thal am 12. Juli.
4. Kap Borlase Warren am 14. Juli.
5. Clavering-Insel (die Umgegend des Kap Mary)
gro 1UOS mono IlgG Tun
6. Hold with Hope (Ostspitze) am 18. Juli.
7. Hold with Hope (Sädseite) am 19. Juli.
8. Kap Bennet am 20. Juli.
9. Bontekoe-Insel (die Ostspitze) am 22. Juli.
10. Kap Parry am 24. Juli.
11. Murray-Insel am 28. Juli.
12. Kap Stewart am 29. und 30. Juli.
13. Hurry-Inlet (die Westseite etwa 20 Km. nördlich
vom Kap Stewart) am 30. Juli.
14. Hurry-Inlet (das Thal am Ende des Fjords) am
7. Aug.
15. Robertson-Insel (an der Mindung des Sophia-
Sunds) am 15. Aug.
16. Röhss-Fjord am 23. Aug.
17. Kap Franklin am 30. Aug.
Die meisten dieser Lokalitäten konnten nur sehr ober-
fächlich untersucht werden. Die fär die botanischen Arbeiten
zu Gebote stehende Zeit var meistens sehr kurz. WSehr zu
bedauern ist, dass ich am Ende des Hurry Inlet nur die kurze
Zeit von einem einzigen Tage auf die botanischen Unter-
suchungen verwenden konnte, und zwar um so mehr, da die
hiesige Vegetation eine verhältnismässig reiche ist. Ausserdem
wurde der fär bryologisehe Untersuchungen sehr wichtige
Monat August wegen der Aufgabe, die Umgegend des Hurry-
Inlet, den Kaiser-Franz-Joseph-Fjord und den König-Oskar-
Fjord zu vermessen, fast gar nicht fär botanische Unter-
suchungen benutzt.
Die bryologische Ausbeute ist daher ziemlich gering und
beträgt nur 130 Arten, von denen einige fär das Gebiet neu
- 1 Riäcksichtlich der Lage der erwähnten Orte verweise ich auf die
beigefägte Karte (Taf. I), in der die untersuchten Lokalitäten in derselben
Weise wie hier beziffert sind.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27, AFD. III. N:0 1. 5
sind, und zwar Sphagnum subsecundum NEES. var. inundatum
(Röss.), squarrosum CRoOME und acutifolium EHRH., Polytrichum
sexangulare FLOERK., Bryum elegans NEEs. var. carinthiacum
(BR. EUR.) BREIDL., intermedium BRID., acutum LiINDB., und
calophyllum BRown, Leersia alpina (NM.) LInpB. und laciniata
HeEbDw.,! Tortula subulata (L.) Hebdw. var. mucromifolia
(SCHWAEGR.) und bullata (Somm.) LINDE. var. mutica LINDB.,
Barbula rufa (LOR) JUR., Dorcadion arcticum (NSCHIMP.) LINDB.,
Grimmia gracilis ScHLEICH., Amblystegium scorpioides (L.)
LINDB., giganteum (SCcHIMP.) DE Nor. und Zembliae C. JENS.
Folgende sind ausserdem fär die Wissenschaft neu, nämlich
Bryum minus ARNELL, Dusemii ARNELL und groenlandicum
ARNELL. ÅAusserdem werden hier zwei neue Arten der Insel
Jan Mayen mitgeteilt: Bryum subnitidulum ARNELL und Jan
Mayense ARNELL. Die hier unten erwähnten Bryum nitidulum
LINDB. und teres LINDB., Ceratodon purpureus (T..) BRrRID., Dor-
cadion arcticum (SCHIMP.) LINDB., Amblystegium Kneiffii BR.
EUR. und serpens (L.) BR. EUR. und Plagiothecium silvaticum
(Hups.) Br. zur. sind fär die Insel neu.
Bei der Bestimmung des heimgebrachten Materials haben
mir Gymnasial-Oberlehrer Herr Dr. H. W. ARNELL und Herr
Apotheker C. JENSEN freundlichst Beistand geleistet. So hat
Dr. H. W. ARNELL die Bearbeitung der Arten der Gattungen
Bryum und Plagiobryum, sowie auch die för diesen Aufsatz
nötige Redigierung derselben bewerkstelligt und ausserdem
mehrere meine Bestimmungen kontrolliert. Herr C. JENSEN
hat einige Arten verschiedener Gattungen bestimmt, beson-
ders Arten der Gattungen Dicranum und Sphagmum. Fär
diese Unterstätzung, die mir die beiden genannten, tächtigen
Kenner der arktischen Moosflora geleistet haben, spreche ich
ihnen meinen herzlichen Dank aus.
Vier Laubmoosarten, die in den Laubmoossammlungen sich
nicht vorfanden, waren dagegen unter den Lebermoosen ver-
steckt, und wurden von C. JENSEN bei der Bearbeitung der heim-
gebrachten Hepaticae? entdeckt, nämlich Leersia alpina (SM.)
LINDB., Amblystegium Zembliae C. JENS., Hypnum strigosum
1! Die för das Scoresby-Sund-Gebiet angegebene Leersia laciniata HEDW.
var. groenlandica C. JENS. ist nämlich nach der Mitteilung des Herrn OC.
JENSEN in der That Leersia brevicollis (BRUCH.) LINDB. h
? C. JENSEN, Enumeratio Hepaticarum insulae Jan Mayen et Groen-
-landiae orientalis etc. (Ofversigt K. Sv. Vet. Akad. Förh. 1900. N:o 6.
Stockholm.)
6 P. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Horrm. und Isopterygium mnitidum (WAHLENB.) LINDB. Diese
vier werden selbstverständlich auch hier aufgenommen.
Daneben habe ich die Angaben JENSENS in dem angefihrten
Aufsatze, so weit sie die Laubmoose betreffen, för diese Dar-
stellung benutzt.
Ausserdem bemerke ich, dass die hier unten mitgeteilten
Angaben iber die Zusammensetzung der Mischrasen fast
ausschliesslich auf das Herbarienmaterial gegrändet ist. Ich
benutze die Nomenclatur in LINDBERG, Musci Scandinavici,
um dadurch Gleichförmigkeit mit den in den letzten Jahren
uber die arktische Moosflora erschienenen Arbeiten zu er-
reichen.
Die Laubmoossammlungen der schwedischen Expedition
von 1899 nach Östgrönland sind von Herrn Professor Dr.
A. G. NATHORST dem Reichsmuseum zu Stockholm iäbergegeben
worden.
Ehe ich zu der Aufzählung der Arten iäbergehe, will
ich einiges iäber die Lebensverhältnisse der Laubmoose in
unserem Gebiete mitteilen. Zwar hat N. Hartz diesem Ge-
genstande eime ausföhrliche Behandlung angedeihen lassen,!
und es könnte daher iberflässig erscheinen, die Lebensver-
hältnisse der Laubmoose dieses Gebietes hier noch einmal zu
besprechen. Dass ich jedoch diese Umstände mnicht ganz
beiseite lasse, hat seinen Grund darin, dass die von N. HARTZ
und mir gemachten Beobachtungen verschiedene Teile des
Gebietes beriöcksichtigen. Er machte seine Beobachtungen
am Ncoresby-Sund und hauptsächlich an den inneren Teilen
dieses Fjords, während ich meine Untersuchungen grösstenteils
im dem Kästengebiete ausfihrte.
Das Klima von Ostgrönland ist zweifelsohne, wenig-
steins das der Sommermonate und besonders im inneren
Teile der Fjorde, sehr trocken. Auf unserer fast einen
Monat dauernden Fahrt längs der Kiste war der Nieder-
schlag sehr gering. Es regnete nur zweimal und schneiete
ebenfalls nur zweimal. Dagegen war das Wetter mehrmals
nebelig. Auf unserem gleichfalls einen Monat dauernden
1! Harwz, N., Ostgrönlands Vegetationsforhold. (Meddelelser om Gren-
land. 18:de Hefte. IV. Kjebenhavn 1896.)
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. II. N:0 1. id
Aufenthalte an verschiedenen Stellen der Fjorde regnete
oder schneiete es nie. Das Wetter var fast ununterbrochen
sonnig. N. Harz erwähnt auch, dass der Niederschlag bei
seinem Aufenthalte in Ostgrönland in den Sommermonaten
sehr unbedeutend gewesen,! und hebt hervor, dass die
Wasserversorgung der Pflanzen hauptsächlich von dem
Schmelzwasser der perennierenden Schneefelder abhänge.
Es bedarf auch keiner näheren Orientierung, um einzusehen,
dass die im Winter fallenden Schneemassen nicht als gleich-
förmige Decke liegen bleiben, sondern friöher oder später
von den gewaltigen Winterstärmen weggefegt und an ge-
schätzten Stellen, in Schluchten und in Lee der vorherr-
schenden Winde angehäuft werden.
Es finden sich hier zwar einige Moose, wie Ditrichwm
flexicaule (SCHLEIcH.) HAMPE, Grimmia hypnoides (1L.) LINDB.,
ericoides (SCHRAD.) LINDB. var. canescens ("TIMM.) LINDB., Swartzia
montana (LAM.) LINDB. und Dicranum elongatum SCHLEICH.,
die zuweilen auf ziemlich trocknem Boden massenhaft auf-
treten. Im grossen und ganzen ist jedoch das NSchmelz-
wasser der perennierenden HNSchneefelder eine mnotwendige
Voraussetzung des Emntstehens einer äppigen Moosvegetation.
Die Abschässigkeit des Bodens und somit die Geschwindig-
keit des abfliessenden Schmelzwassers sowie auch die Drai-
nierungsverhältnisse des Bodens sind ebenfalls fär das Ent-
stehen einer kräftigen Moosvegetation sehr wichtig. Wo das
Schmelzwasser nicht zu knapp herabfliesst und sich iber
horizontalen oder nur wenig abschiässigen Boden ausbreitet
oder ansammelt, da entsteht in der Regel eine äppige Moos-
vegetation und nicht selten echte Moossämpfe. MNSolche kom-
men an den Kästen, die aus sich leicht zerspaltenden Erup-
tivgesteinen, hauptsächlich aus Basalt, aufgebaut sind, nicht
oft vor. Dagegen waren solche im Säden des Gebietes, am
Hurry-Inlet, häufig, wo Sedimentgesteine in horizontaler
oder fast horizontaler Lage vorherrschen und breite Thäler
vorkommen, wo also die Drainierungsverhältnisse der Moos-
vegetation gänstig sind.
— Röcksichtlieh der Moose sind die Moossämpfe die inte-
ressantesten Lokalitäten, und diese -geben gewöhnlich eine
reiche Ausbeute. Die fär die Säimpfen wichtigsten Arten
? Vergl. HaArRtZ, N., Ostgronlands Vegetationsforhold. (Meddelelser om
Grenland. 18:de Hefte. IV. P. 161. Kjebenhavn 1896.)
S P. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
finden sich gewöhnlich Massenhaft und, wenigstens zum
Teil, in reinen Rasen. Diese Arten, die als Sumpfmoose
bezeichnet werden können, sind in erster Linie: Amblyste-
gium turgescens (TH. JENS.) LINDB., sarmentosum ('WAHLENB.)
DE Nor., stramineum (DicEs.) DE Nor., stellatum (SCcHRAD.)
LINDB., ntermedium LINDB. und revolvens (Sw.) DE Nor.,
Hypnum plumosum Hups. var. arcticum (BERGGR.) und trichoi-
des NEcCK., Stereodon chryseus (SCHWAEGR.) Mirt., Bryum ob-
tusifoliwm TLiNDB., ventricosum DICKS., elegans NEES var. elon-
gatum ARNELL und cyclophyllum (SCHWAEGR.) BR. EUR., Dicra-
num Bergeri BLAND., Plhulonotis fontana (L.) Brio., Timmia
austriaca HEDW., Meesea triquetra (1L.) ÅNGSTR., Sphaeroce-
phalus palustris (1L.) LinDB. und turgidus (WAHLENB.) LINDB.,
Sphagnum subsecundum NEES var. inundatum (Röss.), fim-
briatum (Wi1Ls8.) und acutifolium EHrRH. Viele andere Arten
finden sich ebenfalls in den Moossimpfen, mit den oben
erwähnten untermischt oder zuweilen kleine, reine Rasen
bildend. Als Beispiel solcher Arten mögen folgende er-
wähnt werden: Oncophorus virens (Sw.) BRID., Ditrichum flexi-
caule (SCHLEICH.) HAMPE, Meesea trichoides (1.) SPRUcE, Am-
blystegium aduncum (1L.) LINDB., Stereodon Bambergeri (NCHIMP.)
LINDB., Amblystegium Kneiffu BR. EUR., Dicranum elongatum
SCHLEICH., brevifolium ILiNDB., Bonjeam DE Nor. und Sphagni
WAHLENB., Catoscopiwuwm mnigritum (HEDW.) BriD., Bryum neo-
damense TIrvz., pallens Sw., intermedium BRIiD., acutum BRrRID.
und pendulum (HORNSCH.) ScHIMP. und Pohlia eruda (L.)
LINDB.
Uber die Sphagnaceen sei bemerkt, dass sie sich fast
nur im Säden des Gebietes finden und in den Moossämpfen
keine grössere Rolle spielen. Die nördlichste Stelle, wo Sphag-
naceen angetroffen wurden, ist die Sädkäste des Hold with
Hope. Nördlich davon sind sie bisher nicht beobachtet. Die
zweite deutsche Nordpolar-Expedition brachte keine einzige
Art dieser Gattung mit. Im Norden unseres Gebietes sind
allerdings Sphagnaceen äusserst selten und haben möglicher-
weise hier ihre Nordgrenze.
In den inneren ”Teilen des Kaiser-Franz-Joseph-Fjords
und des König-Oskar-Fjords ist das Emntstehen von Moos-
sömpfen und äberhaupt einer äppigen Moosvegetation durch
die hier waltende Trockenheit verhindert. Der Boden ist
ausserdem fast iberall zu steil, um den Moosen gänstige
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 1. >
Lebensbedingungen gewähren zu können. Es sei jedoch er-
wähnt, dass sich in einer der innersten Verzweigungen des
Kaiser-Franz-Joseph-Fjords, am Ostabhang des Kjerulf-
Fjords, zahlreiche Sphagnumpolster fanden, die jedoch sämt-
lich abgestorben und halb verfault waren. Der Grund des
Absterbens dieser Sphagnumpolster konnte nicht ermittelt
werden.
Einige Gattungen weisen nur wenige und spärlich auf-
tretende Arten auf, was offenbar von dem trocknen Klima
abhängt. So z. B. ist die Gattung Andreaea nur durch zwei
Arten vertreten, A. papillosa LInNDB. und Å. petrophila
EuHRrRH., die sich äusserst selten und nur in geringer Menge
finden. Die Gattung ist bekanntlich sonst in alpinen und
anderen arktischen Gegenden durch mehrere Arten reprä-
sentiert, die teils reichlich vorkommen, teils Massenvegeta-
tion bilden.
Die Käiäste ist arm an Vogelbergen und deren sind nur
an der Liverpoolkäöste bekannt. HFEin einziger, nämlich auf
der Murray-Insel, wurde räöcksichtlich der Moosvegetation
untersucht. Die Moose wachsen hier auf einem sehr nah-
rungsreichen Boden und haben daher in gewissem Grade
ein abweichendes Aussehen. Hier vorkommende Arten sind
sämtlich sehr chlorophyllreiceh und besitzen dadurch eine
sattgräne Farbe. Mehrere dieser Arten sind sehr kräftig ent-
wickelt und wachsen dazu in reinen oder wenigstens in viel
reineren Rasen, als es sonst gewöhnlich der Fall ist. Cera-
todon purpureus, eine breit- und kurzblätterige Form, findet
sich hier in hohen, halbkugeligen Polstern. Auch Bryum
argenteum kommt in der selben Weise vor und zeigt einen
ungewöhnlich kräftigen Wuchs. MSämtliche Arten sind in-
zwischen hier ebenso wenig fruchtend wie sonst. HFigen-
thämlicherweise fand sich das sonst in den arktischen Ge-
genden besonders an den Vogelbergen häufige Amblystegium
aduncum (1L.) LiNDB. var. orthotheciwides LINDB. nicht hier
und wurde öäbrigens, wenigstens in typischer Entwickelung,
von mir in Ostgrönland nicht beobachtet.
Die an den verschiedenen Lokalitäten angetroffenen Arten
sollen hier schliesslich iäbersichtlich erwähnt werden. Die
Lokalitäten Sabine-Insel, Königin Augusta-Thal und Bon-
tekoe-Insel bleiben jedoch unberäcksichtigt, teils weil die
- Moosvegetation hier eine kämmerliche ist, teils weil ich
10 opP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
wegen geologischer Aufträge an den beiden letzgenannten
Lokalitäten der Vegetation keine besondere Aufmerksamkeit
widmen konnte. Im Königin-Augusta-Thal und in der Um-
gegend des Germania-Hafens auf der Nabine-Insel besteht
der Boden in grosser Ausdehnung aus sehr losen Ablager-
ungen. Wer äber solches Terrain wandert sinkt gewöhnlich
bis an die Fussknöckel ein. Wahrscheinlich macht sich das-
selbe Phänomen hier geltend, das J. G. ANDERSSON von der
Bären-Insel beschreibt und dem er den Namen »detritus-
flytning» giebt.! Das Phänomen ist offenbar nicht nur der
Phanerogamenvegetation, sondern äberhaupt aller Vegetation
feind. |
Klein Pendulum-Insel.
Die Insel besteht aus Basalt, das unweit des Ufers steile
Wände bildet, an deren Fuss sich mehr oder weniger er-
hebliche Talusbildungen finden. Erst tiefer hinab, in der
Nähe des Ufers, besteht der Boden aus feinerem Material,
und hier gedeihen, an den Wasserläufen und auf täberrie-
seltem Boden die meisten Arten. Nur die Säd- und West-
seite der Insel wurden untersucht.
An den Wasserläufen mit rasch herabfliessendem Wasser
findet sich fast ohne Ausnahme nur Amblystegium polare
(LINDB.) LINDB. Die zahlreichen kleinen Bächen an der West-
seite der Insel, die gewöhnlich eine geringe Strömung be-
sitzen, beherbergen dagegen Laubmoose in Hälle und Fille.
Die Anzahl der Arten ist gering, aber fast jede Art tritt
massenhaft auf, in erster Linie das schöne, hell weinrote
Bryum obtusifolium (LINDB.), das in kolossalen und durchaus
reinen Rasen vorkommt und sich schon von weitem durch
seine lebhafte Farbe bemerkbar macht. MHier finden sich
auch Hypnum plumosum Hups. var. arcticum (BERGGR.) und
var. turgidum (HARTM.) und Sphaerocephalus turgidus (WAH-
LENB.) LINDB. in reinen Rasen und, besonders die erstgenannte
Varietät, Massenvegetation bildend. Hierzu kommen noch
die hier wenig wichtigen Amblystegium sarmentosum (WAH-
LENB.) DE Nor., Bryum ventricoswm Dicks. und Stereodon
chryseus (SCHWAEGR.) LINDB.
! Vergl. ANDERSSON. J. G., Den svenska expeditionen till Beeren Eiland
sommaren 1899. (Ymer, Tidskrift, utgifven af Svenska Sällskapet för Antro-
pologi och Geografi. Arg. 20. Häft. 4. p. 442.)
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 1. 11
An der Sädostspitse der Insel, wo der steinige Boden
reichlich von Schmelzwasser iberrieselt ist, gedeihen Am-
blystegium sarmentosum (WAHLENB.) DE Not. massenhaft und
Sphaerocephalus turgidus (WAHLENB.) LINDB. Unweit davon
findet sich ein kleiner Moossumpf, in dem folgende Arten
reichlich und in reinen Rasen vorkommen: Timmia austriaca
HeEDW., Hypnum plumosum Hups. var. arcticum (BERGGR.) und
trichoides NEcK., Amblystegium sarmentosum (WAHLENB.) DE
Nor. und stellatum (SCcHREB.) LINDB., Stereodon chryseus
(SCcHWAEGR.) LINDB., Meesea triquetra (1L.) ÅNGsSTR., Philonotis
fontana (L.) Bripo., Sphaerocephalus turgidus (WAHLENB.) DE
Nor., und palustris (L.) LiNDB., Bryum obtusifolium TLiINDB.
und ventricosum DIicKsS. Stereodon Bambergeri (SCHIMP.) LINDB.
und Amblystegium intermedium LiSD. sind spärlich vorhanden,
und von Myurella tenerrima (BrRipD.) LInpB. wurden nur ver-
einzelte Stengel beobachtet.
Auf trocknem oder mässig trocknem Boden finden sich
folgende: Ditrichum flexicaule (ScHLEIcH.) HAMPE, Dicranum
congestum BRID., Bonjeami DE Not. und elongatum SCcHLEICH.,
Timmia austriaca HEDW., Leersia rhabdocarpa(SCHEWAEGR.)LINDB.,
Tortula subulata (L.) HEDW. var. mucronifolia (SCHWAEGR.),
Barbula rubella (HorrM.) Mitt., Bryum pendulum (HORNSCH.)
ScHIMP. und pallens Sw., Plagiobryum demissum (HOoRNSCH.)
LINDB., Polytrichum alpinum L., Hypnum strigosum HoFFM.,
Amblystegium aduncum (1T:.) LINDB., Stereodon revolutus MITT.
und Myurella julacea (ViLL.) Br. Eur. Keine dieser Arten
tritt in besonderer Menge auf.
Grimmia apocarpa (L.) HEDW. und Dorcadion speciosum
(NEEs) LINDB. finden sich auf Blöcken und Felsen, Oncophorus
Wahlenbergii Brio. auf Blöcken; sie sind nicht selten, die
letztgenannte Art zuweilen sogar häufig.
Kap Borlase Warren.
— Ziemlich weit vom Meeresufer erheben sich hier steile
Basaltberge. Von dem Fuss derselben bis an das Ufer be-
steht der Boden aus glacialen Ablagerungen marinen Ur-
sprungs, nämlich aus geschichtetem, sandigem Thon, welche
Ablagerungen von Geröll bedeckt sind. Die Geschwindigkeit
des von den Bergen herabfliessenden Wassers wird, sobald
» dässelbe diese Åblagerungen erreicht, bedeutend herabgesetzt,
12 oP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
so dass an den Rändern der Bäche kleine Moossämpfe haben
entstehen können. Diese weisen folgende Arten auf: Ambly-
stegium giganteum (ScHimP.) DE Nor., turgescens (TH. JENS.)
LINDB., sarmentosum (WAHLENB.) DE Nor. und aduncum (L.)
LINDB., Stereodon chryseus (SCEWAEGR.) Mitt., Philonotis alpi-
cola JUR. und fontana (L.) Briv., Meesea triquetra (1) ÅNGSTR.,
Timmia oustriaca HEDW., Hypnum plumosum Hups. var. arc-
ficum (BERGGR.) und trichoides NECK., Leptobryum pyriforme
(L.) Wins., Bryum ventricosum DIicEs., elegans NEEsS var.
elongatum ARNELL und obtusifolium LINDB.
Ausserdem wurden hier auf trocknem Boden folgende
gesammelt: Grimmia ericoides (SCHRAD.) LINDB. Var. canescens
(TiImM.) LINDB., Dicranella secunda (Sw.) LinpB., Ceratodon
purpureus (L.) Brio. und Amblystegium Zembliae C. JENS.
Tetraplodon Wormskjoldii (HOoRNEM.) LINDB. und Ceratodon
purpureus (L.) Brip. fanden sich, mit einander untermischt,
auf Renntiermist.
Kap Mary auf der Clavering-Insel.
Der Boden besteht aus Thonschiefer, der von Basalt
durchsetzt und iberlagert ist. Die steilen Uferfelsen beher-
bergen nur wenige und spärlich vorkommende Moose. Auch
landeinwärts ist die Moosvegetation im allgemeinen sehr arm.
Nur an vereinzelten Wasserläufen ist dieselbe einigermassen
gut entwickelt; Moossämpfe sah ich jedoch hier nicht. Auf
äberrieseltem Boden an einem Bache wurden folgende Arten
beobachtet: Amblystegium polygamum BR. EUR., revolvens (SW-.)
DE Notr., sarmentosum (WAHLENB.) DE Nor. und uncinatum
(L.) LIiNDB., Hypnum plumosum Hups. und trichoides NECE.,
Myurella julacea (VILL.), Br. EUrR., Barbula rubella (HoFEM.)
Mitt. und alpigena (VENT.), Philonotis fontana (L.) Brin.,
Sphaerocephalus palustris (WAHLENB.) LINDB., Pryum calo-
phyllum BRown, obtusifolium LISDB. und pendulum (HoRNSCH.)
ScHIMP., Stereodon chryseus (ScHWAEGR.) Mitt. und Polytrichum
pilosum NECK.
Auf ziemlich trocknem Boden fanden sich Polytrichum
pilosum NEcKE., Tortula systylia (BR. EUR.) LInDB., Ceratodon
purpureus (L.) Brin., Barbula rubella (Horrm.) Mitt. und
Grimmia apocarpa (L.) LINDE.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 1. 13
Hold with Hope. (ÖOstspitze.)
Die Stelle, wo wir landeten, war durch ihre Sterilität
bemerkenswert. Fast iäberall war der Boden voll von Basalt-
trämmern und sehr trocken. Die Moosvegetation war daher
schwach entwickelt, und nur wenige Arten fanden sich in
grösserer Menge. Hier wurden beobachtet: Dicranum con-
gestum BriD., Grimmia hypnoides (1L.) LINDB. und ericoides
(SCHRAD.) LINDB. Var. canescens (TIMM.) LINDB., Leersia rhabdo-
carpa (SCHWAEGR.) LINDB., Ditrichum flexicaule (SCcHLEICH.)
HaAMPE, Swartzia montana (LAM.) LINDB., Sphaerocephalus tur-
gidus (WAHLENB.) LINDB., Tortula ruralis (1L.) EHRE., latifolia
(HEDW.) LiINDB. und bullata (Somm.) LINDE. var. mutica LINDB., .
Polytrichum pilosum NEcK. und alpinum L., Ceratodon pur-
pureus (L.) BrioD., Bryum argenteum (1L.), sämtlich auf dem
Boden wachsend. Auf den Blöcken kamen folgende vor:
Andreaea papillosa LiINDB., Grimmia apocarpa (1L.) LINDB. und
Donniana SM. und Oncophorus Wahlenbergii BRID.
Hold with Hope. (Sädkäste.)
Das Terrain ist hier flach. HFEin breites, sich weit land-
einwärts erstreckendes Thal öffnet sich hier, in der Nähe
der Kiäste von niedrigen Basaltbergen umrahmt. Hier fanden
sich folgende, grösstenteils auf dem Boden wachsende Arten:
Stereodon revolutus MitTT., Amblystegium uncinatum (1L.) LINDB.,
Hylocomium proliferum (1L.) LINDB., Dicranum congestum BRID.,
Ditrichum flexicaule (SCHLEICH.) HAMPE, Swartzia montana (LAM.)
LINDB., Leersia lacimata HEDWw. und rhabdocarpa (SCHWAEGR.)
LINDB., Tortula ruralis (L.) EEREH. und latifolia (HEDW.) LINDB.,
Bryum argenteum L., pendulum (HOoRNSCH.) ScHIMP. und
pallescens ScHLEicH., Grimnmia ericoides (SCHRAD.) LINDB. var.
canescens (TIMM.) LINDB. und gracilis SCHLEICH., Oncophorus
virens (SWw.) Brio. und Sphagnum squarrosum CROME.
Kap Bennet.
Wegen des nebeligen Wetters und der ziemlich grossen
Entfernung des Nchiffes vom Ufer konnten die basaltischen
Uferfelsen und der Boden am Fuss derselben nur sehr ober-
14 oP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Aächlich untersucht werden. Hier fanden sich folgende Arten:
Thwidium abietinum (1), Br. eur., Amblystegium aduncum (1.)
LINDB., Stereodon chryseus (SCHWAEGR.) Mirrt. und revolutus
Mirtt., Hypnum trichoides NECcK., Bryum Dusenii ARNELL, Lepto-
bryum pyriforme (1.) Wins., Leersia rhabdocarpa (SCHWAEGR.)
LINDB. und affimis (HEDW. fil.) LiINDB., Tortula Heimit (HEDW.)
Mitt. var. arctica LiNDB. und latifolia (HEDW.) LINDB., Grim-
mia ericoides (SCHRAD.) LINDB. var. canescens (TIMM.) LINDB. und
gracilis SCHLEICH., Dorcadion specioswm (NEES) LINDB., Sphaero-
cephalus palustris (1L.) LiNDB. und turgidus (1L.) LINDB., Dicra-
num congestum BrRIiD., Ditrichum flexicaule (SCcHLEICH.) HAMPE,
Swartzia montana (LAM.) LINDB. und Pohlia cruda (1L.) LINDB.
Kap Parry.
Hier ist das Land sehr gebirgig, und nur an sehr we-
nigen Stellen ist es möglich dasselbe zu betreten. Die
Felsen bestehen aus Syenit und Gräönstein. För die Moose
geeignete Lokalitäten giebt es hier kaum. An einem Bache
wurden folgende Arten beobachtet: Dicranum majus SM.,
Oncophorus Wahlenbergii Brip., Polytrichum alpinum LD. und
strictum (BANKS.), Sphaerocephalus turgidus (W AHLENB.) LINDB.,
Amblystegium aduncum (L.) LINDB.: und Stereodon chryseus
(SCHWAEGR.) Mitt. Auf trocknem Boden fanden sich: Poly-
trichum pilosum NEcK., Pohlia nmutans (NCHREB.) LINDB., Di-
cranum elongatum SCHLEICH. und Bonjeani DE Nor.
Murray-Insel.
Die gebirgige und steile Insel ist von Gneis aufgebaut.
Moose wurden hier an der Nordseite eines Vogelberges, teils.
an den Felsenwänden, teils auf dem Boden am Fuss desselben
gesammelt. Auf den Felsen fanden sich: Tortula ruralis (L.)
EuHrH., Ceratodon purpureus (1L.) BrRiD., Brywm argenteum L.,
pallens Sw., arcticum (BRown.) Br. EUR. und elegans NEES
var. carintliacum (BR. EUR.) BREIDL., Pohlia cruda (1.) LINDE.,
Leersia rhabdocarpa (SCHWAEGR.) LINDB., Bartramvia ityphylla
BripD. und ityphylla Brio. var. strigosa W AHLENB., Anoectangium
lapponicum (HEDW.) HEDW., Oncophorus virens (Sw.) BRiD., Dor-
cadion arcticum (NCHIMP.) LINDB. und Åmblystegium uncinatum
(L.) LINDB. var. gracillimum BErRecR. Folgende wurden auf
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 1. 15
dem Boden angetroffen: Amblystegium stramineum (D1CKS.) DE
Not. und uncinatum (1) LIiNDB., Hypnum plumosum Hups.,
Bryum elegans NEES var. elongatum ARNELL, Pohlia commutata-
(ScHIMP.) LiINDB., Tetraplodon Wormskjoldii (HORNEM.) LINDB.,
Polytrichum alpinum L., Oligotrichum glabratum (WAHLENB.)
LINDB. und Sphaerocephalus turgidus (WAHLENB.) LINDB.
Kap Stewart.
An der Westseite des Hurry-Inlet erstreckt sich ein
Tafelland, das von jurassiscehen Sand- und Kalksteinen auf-
gebaut ist und steil gegen den Fjord abfällt. Die an der
Ostseite des Fjords sich erhebenden Berge bestehen dagegen
aus Gneis und Basalt. Das schmale Tiefland zu beiden Seiten
des Fjords besteht, wenigstens grösstenteils, aus glacialen,
marinen Ablagerungen. Am Kap Stewart wurde nur das Tief-
land untersucht. Hier fanden sich Polytrichum alpinum (L.),
pilosum NECK. und hyperboreum BRows, Conostomum tetrago-
num (VILL.) LINDB., Philonotis fontana (L.) Bripv., Sphaero-
cephalus turgidus (WAHLENB.) LINDB. und palustris (1.) LINDB.,
Grimmia ericoides (SCHRAD.) LINDB. var. canescens (TIMM.) LINDB.
und hypnoides (L.) LINDB., Leersia rhabdocarpa (SCHWAEGR.)
LINDB., Tetraplodon bryoides (ZofG.) LINDB. und Wormskjoldii
(HORNEM.) LINDB., Pohlia commutata (SCHIMP.) LINDB., Bryum
argenteum L., intermedium BRID., groenlandicam ARNELL, ele-
gans NEEsS var. elongatum ÅRNELL und pendulum (HORNSCH.)
SCHIMP., Amblystegium aduncum (1L.) LISDB. und sarmentosum
(WAHLENB.) DE Nor., Stereodon chryseus (SCHWAEGR.) Mitt. und
Hypnum plumosum Hups. var. turgidum (HARTM.).
Hurry-Inlet.
(Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom Kap Stewart.)
Die hier angetroffene Arten sind sämtlich aus einem
Moossämpfe; es waren: Hypnum plumosum Hups. var. arc-
ticum (BERGGR.) und trichoides NEcCK., Amblystegium turgescens
(TH. JENS.) LINDB., sarmentosum (WAHLENB.) DE Nor., inter-
medium ILINDB., stellatum (SCHREB.) LINDB. und Kneiffii, BR.
EUR., Stereodon chryseus (NCHWAEGR.) Mitt. und Bambergeri
(ScHimP.) LinDB., Meesea triquetra (L.) ÅNGSTR. und trichoi-
des (L.) SPrRucE, Catoscopium nigritum (HEDw.) Brip., Plilo-
16 PP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
notis fontana (L.) BrRiD., Bryum obtusifolium LINDB., ventri-
cosum DICES., cyclophyllum (SCcHWAEGR.) BR. EUR., pendulum
(HORNSCH.) NCHIMP., neodamense ITz. und calophyllum BRowN,
'etraplodon Wormskjoldii (HOorRNEM.) LINDB. und bryoides
(ZoiiG.) LINDB., Sphaerocephalus palustris (L.) LINDB. und tur-
gidus (WAHLENB.) LINDB., Cinclidiwum subrotundum ILiNDB.,
Oncophorus virens (Sw.) Brip., Ceratodon purpureus (1L.) BRID.
und Ditrichum flexicaule (SOoHLEICH.) HAMPE.
Hurry-Inlet. (Ende des Fjords.)
Untersucht wurden hier die Thalsohle, die zahlreichen
Moossämpfe und kleinen Seen, sowie auch eine Gletscher-
schlucht am Ostabhang des Thales. Auf trocknem oder ziem-
lich trocknem Boden wurden folgende Arten gefunden, näm-
lich: Dicranum congestum Brip., Ditrichum flexicaule(SCcHLEICH.)
HaAMPE, Trematodon brevicollis HornscH., Polytrichum pilosum
NECK. und alpinum L., Tetraplodon Wormskjoldii (HORNEM.)
LINDB., Pohlia nutans (SCHREB.) LINDB., Bryum minus ARNELL,
Leersia rhabdocarpa (SCHWAEGR.) LINDB., Tortula ruralis (1.)
EHRH., Grimmia ericoides (SCHRAD.) LINDB. Var. canescens
(TimM.) LINDB., hypnoides (1.) LINDB., Ämblystegium aduncum
(L.) LINDB. und Stereodon hamulosus (BR. EUR.) LINDB.
An den Ufern kleiner Seen fanden sich Splachnum
vasculosum L., Bryum acutum TLIiNDB. und cirratum (HORNSCH.)
und in den Seen Amblystegium scorpioides (1L.) LIiNDB., tri-
farium (W. et M.) DE Not. und sarmentosum (WAHLENB.)
DE Nor.
In den Moossäömpfen wurden gefunden Amblystegium
sarmentosunm (WAHLENB.) DE Not., stramineum (DICKS.) DE
Not., polygamum, BR. EUR., turgescens (TH. JENS.) LINDB., inter-
medium LiINDB., revolvens (Sw.) DE Nor., latifoltwm ARNELL,
polare (LINDB.) LINDB. und aduncum (L.) LINDB., Stereodon
chryseus (NSCHWAEGR.) Mitt., Hypnum plumosum HUuDs. var.
arcticum (BERGGR.) und trichoides NEcK., Dicranum elongatum
NCHLEICH., Sphagni W AHLENB., Bonjeani DE Not., Bergeri BLAND.
und brevifolium LiINDB., Ditrichum flexicaule (SCHLEICH.) HAMPE,
Sphaerocephalus tuwrgidus (WAHLENB.) LINDB. und palustris (L.),
Philonotis fontana (L.) Brip., Pohlia eruda (L.) LINDB., Bryum
ventricosum DIcKS., obtusifolium LINDB., arcticum (BROWN) BR.
EUR. und pendulum (HOoRNSCH.) SCHIMP., Meesea triquetra (1)
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o1. 17
ÅNGSTR. und trichoides (1L.) SPRucE, Timmia austriaca HEDw.,
Polytrichum alpinum L., Sphagnum subsecundum NEES var.
inundatum (Röss.), fimbriatum Wins. und acutifolium EHRE.
An einem Gletscherbach fanden sich Paludella squarrosa
(L.) Brin., Polytrichum pilosum NECE., Sphaerocephalus pa-
lustris (1L.) LIiNDB. und turgidus (WAHLENB.) LINDB., Meesea
trichoides (L.) SPRUcE, Pohlia commutata (NCHIMP.) LINDB.,
Dicranum congestum Brio... Oncophorus Wahlenbergii BRID.,
Amblystegium aduncum (L.) LINDB., Hypnum trichoides NECK.,
Stereodon chryseus (NSCHWAEGR.) Mitt., Isopterygium mitidum
(WAHLENB.) LINDE.
Auf Blöcken an demselben Bach und unweit davon
fanden sich Amblystegium badium (HARTM.) LINDB., polare
(LINDB.) LINDB. und Goulardi (SCHIMP.), Paludella squarrosa
(L.) Brip., Dicranoweissia crispula (HEDW.) LINDB., var. atrata
BERGGR., Oncophorus Wahllenbergit BrRiD., Grimmia apocarpa
(L.) HEDW., apocarpa (L.) HEDw. var. filiformis LINDB. und
alpicola Sw. und Adreaea petrophila EEHRE.
Kap Franklin.
Auf und an den niedrigen, aus Olivindiabas bestehenden
Uferfelsen wurden folgende Arten gesammelt: Polytrichum
pilosum NECK., sexangulare FLoERK. und alpinum L., Timmia
austriaca HEDW., Meesea trichoides (1L.) SPRUcE, Sphaerocephalus
palustris (1L.) LINDB. und turgidus (WAHLENB.) LINDB., Leersia
alpina (SM.) LINDB., Dicranum congestum Brio. und elongatum
SCHLEICH., Ditrichum flexicaule (SCHLEICH.) HAMPE, Oncophorus
Wahlenbergii Bripv., Pohlia commutata (NCHIMP.) LINDB., Cera-
todon purpureus (L.) Brip., Tortula ruralis (L.) EHruH., Grim-
mia hypnoides (L.) LiINDB. und ericoides (SCHRAD.) LINDB. var.
canescens (TImM.) LINDB. und var. epilosa H. MöLir., Dorcadion
speciosum (NEES.) LINDB., Amblystegium aduncum (IL.) LINDB.,
Hypnum plumosum Hups. und Stereodon chryseus (SCHWAEGR.)
MiTt.
Röhss-Fjord.
Moose wurden hier etwa an der Mitte des Fjords ge-
sammelt, die meisten am Fuss der Uferfelsen, einige auf den
aus Gneis bestehenden Felsen. Hier fanden sich folgende:
-Polytrichum pilosum NEcK., alpinum (L.) und strictum (BANKS),
2
5
18 PP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Sphaerocephalus turgidus (WAHLENB.) LINDB., Bartramia Oederi
(GUNN.) Sw. var. groenlandica C. JENsS., Leersia rhabdocarpa
(SCHWAEGR.) LINDB., Barbula rufa (ILoR.) JUR., Dicranum con-
gestum BrRID., scopariwm (1L.) HEDW. und elongatum SCcHLEICH.,
Oncophorus virens (Sw.) Brip. und Wahlenbergii BRiD., Swartzia
montana (LAM.) LINDB., Ceratodon purpureus (1) BRiID., Grim-
nia ericoides (NSCHRAD.) LINDB. var. canesceus (TIMM.) LINDB.,
hypnoides (L.) LINDB., Doniana SM., torquata FornNsck. und
apocarpa (1L.) HEDW., Amblystegium aduncum (1.) LINDB., Myu-
rella julacea (VILL.) BR. EUR. und Åndreaea papillosa LiNDB.
Robertson-Insel.
Die Insel ist grösstenteils sehr niedrig, und nur an ihrem
Nordende erhebt sich ein kleiner, aus Diabas bestehender
Berg. Auf den Felsen und am Fuss derselben fanden sich
Ditrichum flexicaule (SCHLEICH.) HAMPE, Swartzia montana
(LAM.) LINDB., Dicranum congestum Brio. und elongatum
SCHLEICH., Ceratodon purpureus (L.) BrioD., Bartramia ity-
phylla Brio. var. strigosa W AHLENB., Tortula ruwralis (L.) EERE.,
Bryum ventricosum DICKsS. und pallescens SCHLEICH., Grimmia
ericoides (SCHRAD.) LINDB. var. canescens (TImM.) LINDB. und
var. epilosa H. MötirL. und apocarpa (L.) HEDW., Hypnum plu-
mosum Hups. var. turgiduwm (HARTM.).
Verzeiehnis der Arten.
Sphagnales.
Sphagnum subsecundum NeEzrs. var. inundatum (Röss.)
f. ano-dasyclada.
Hurry-Inlet! in Moossimpfen, in reinen Rasen.
y Pp
1 Der Lokalitätsname MHurry-Inlet bezieht sich hier und im folgenden
Stets auf die inneren Teile des gleichbenannten Fjords, sofern anders nicht
hervorgehoben wird.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:01. 19
Sphagnum squarrosum CrRomME f. subimbricata, ano-dasyclada.
Hold with Hope an der WNSNiädkäöste auf iberrieseltem
Boden in grossen, ausgedehnten Rasen und sehr spärlich mit
Hylocomium proliferum (1L.) LiINDB. untermischt.
Sphagnum fimbriatum Wirs. f. anoclada.
Hurry-Inlet in Moossämpfen in reinen Rasen und an einem
Bache mit Paludella squarrosa (L.) BrRiID. und Amblystegium
stramineum (D1cKEs.) DE Nor. untermischt.
Sphagnum acutifolium EuHrH. f. gracilis, ortho-dasyclada,
pallescens, anoclada, orthoclada et ano-dasyclada.
Hurry-Inlet in Moossämpfen.
Andreaeales.
Andreaea papillosa LINDB.
Hold with Hope auf Blöcken.
Robertson-Insel auf Felsen und Steinen.
Röhss-Fjord auf Felsen. Uberall spärlich fruchtend.
Andreaea petrophila EHRH.
Hurry-Inlet auf Blöcken mit Dicranoweissia cerispula
(HEDW.) LINDB. var. atrata BERGGR. untermischt. NSpärlich
fruchtend.
Bryales.
Acrocarpineae.
Polytrichum strictum (BANKS).
Kap Parry an einem Bachufer mit Jungermanma minuta
CRANZ, Dicranum elongatum SCHLEICH. und Bonjeanmi DE Nor.
und Cesia revoluta NEES untermischt. Steril.
Röhss-Fjord am Fuss der Uferfelsen mit Dicranum elon-
gatum SCHLEICH. und congestum BRrRIiID., Sphaerocephalus tur-
gidus (WAHLENB.) LINDB.- und Philonotis fontana (L.) BrRID.
untermischt. Steril.
20 oP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Polytrichum pilosum NECK.
Kap Mary auf dem Boden, in reinen Rasen. Steril.
Kap Franklin auf dem Boden und auf den Uferfelsen in
reinen Rasen. Steril.
Bontekoe-Insel auf dem Boden.
Kap Parry auf dem Boden in reinen Rasen. Steril.
Röhss-Fjord auf den Uferfelsen in reinen Rasen. Steril.
Hurry-Inlet an einem Bachufer, teils in reinen Rasen,
teils mit Jungermanmnia quwinquedentata Hups. untermischt.
Uberall steril.
Polytrichum hyperboreum BRowNn.
Sabine-Insel, Umgegend des Germania-Hafens an stei-
nigen, trocknen Abhängen des Germania-Berges in reinen
Rasen, sowie auch mit Pohlia nutans (SCHREB.) LINDB. unter-
mischt. Steril.
Kap Stewart an der Strandböschung in grossen, reinen
Rasen und mit fast reifen Fräöchten.
Polytrichum sexangulare FLOERKE.
Kap Franklin auf erdbedeckten Felsen und in Felsenritzen
in kleinen, reinen Rasen. Steril.
Polytrichum alpinum L.
Klein Pendulum-Insel auf steinigem, trocknem Boden,
teils in reinen Rasen, teils mit ZTimmia austriaca HEDW.,
Stereodon revolutus Mitt., Dicranum congestum Brio. und
Hypnum strigosum Horrm. untermischt. Steril.
Murray-Insel am Fuss eines Vogelberges in grossen, leb-
haft gröänen Rasen und mit Amblystegium aduncum (1.) LINDB.
und stramineum (DicKs.) DE Nor. untermischt. Mit jungen
Fräöchten.
Hurry-Inlet an einem Bachufer mit Pohlia nutans (SCHREB.)
LInNDB. und Jungermannmia Floerker W. et M. untermischt.
Steril.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 1. 21
Oligotricechum (Psilopilum) glabratum (WaAHLENB.)
Sabine-Insel an trocknen Abhängen des Germania-Berges
in kleinen, reinen Rasen und spärlich. Steril.
Murray-Insel am Fuss eines Vogelberges in ziemlich
grossen Rasen und mit Pohlia commutata (SCHIMP.) LINDB.
untermischt. Mit jungen Friächten.
Cincelidium subrotundum LiIiNDE.
Hurry-Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom
Kap Stewart in Moossämpfen, äusserst spärlich in Rasen von
Philonotis fontana eingesprengt. Steril.
Timmia austriaca HEDw. f. arctica. Syn. Timmia arctica
KINDB.
Die an trocknen Plätzen gesammelten Exemplare nähern
sieh der typischen Pflanze, während die aus den Moossämpfen
stammenden mit der von N. C. KINDBERG beschriebenen Tim-
mia arctica KINDB. äbereinstimmen.!
Diese Pflanze ist in den Moossämpfen häufig und findet
sich hier teils in reinen Rasen, teils mit Sphaerocephalus
turgidus (WAHLENB.) LINDB. und palustris (L.) LIiNDB., Hyp-
num trichoides NECK., Hypnum plumosum Hups. var. arcticum
(BERGGR.), Stereodon chryseus (SCHWAEGR.) Mitt. u. a. unter-
mischt. Es liegen Exemplare aus folgenden Lokalitäten vor:
Klein Pendulum-Insel auf trocknem Boden mit Dicranum
congestum BRID., Polytrichum alpinum L., Stereodon revolutus
Mitt., Hypnum strigosum HoFrM. und Amblystegium aduncum
(L.) LINDB. untermischt; auch in den Moossämpfen. .
Kap Borlase Warren in Moossimpfen. Uberall steril.
Sphaerocephalus palustris (L.) LINDB.
Eine in den Moossämpfen ziemlich häufige Art, die teils
reine Rasen bildet, teils sich mit den gewöhnlichsten Sumpf-
moosen wie Sphaerocephalus turgidus (W AHLENB.) LINDB., Stere-
odon chryseus (SCHWAEGR.) MittT., Hypnum trichoides NECK. u. a.
!' Vergl. ARNELL, H. W., Beiträge zur Moosflora der Spitzbergischen
"Inselgruppe, p. 114. (Ofversikt K. Sv. Vet. Akad:s Förh. 1900. N:o 1.)
22 oP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
untermischt findet. NSonst ist die Art selten oder wenigstens
nur selten beobachtet.
Aus folgenden Plätzen sind Exemplare vorhanden:
Klein Pendulum-Insel in Moossämpfen. Steril.
Kap Bennet auf äberrieseltem Boden mit Hypnum trichoi-
des NEcE. und Amblystegium uncinatum (1) LINDB. unter-
mischt; &.
Kap Franklin mit Sphaerocephalus turgidus (WAHLENB.)
LINDB. und Hypnum trichoides NECK. untermischt:
Murray-Insel am Fuss eines Vogelberges mit Amblysté-
gium stramineum (DicKs.) DE Not. untermischt. WSteril.
Kap Stewart in Moossäimpfen. Steril.
Hurry-Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom
Kap Stewart in Moossämpfen (>).
Hurry-Inlet in Moossimpfen mit reifen Frächten.
Sphaerocephalus turgidus (WAHLENB.) LINDB.
Eine der häufigsten Arten des Gebietes, die sowohl in
Moossämpfen in reinen Rasen oder mit anderen Moosen un-
termischt als auch auf iberrieseltem Boden und an den
Wasserläufen vorkommt. Sie wächst auch auf wenigstens
zeitweise ganz trocknendem Boden.
Die Art wurde an folgenden Plätzen gesammelt:
Klein Pendulum-Insel in Moossöämpfen.
Sabine-Insel, in der Umgegend des Germania-Hafens
auf iäberrieseltem Boden, reichlich und in reinen Rasen.
Kap Franklin auf feuchtem Boden.
Röhss-Fjord am Fuss der Uferfelsen.
Kap Stewart in Moossämpfen. Uberall steril.
Paludella squarrosa (L.) Bri.
Hurry-Inlet, an einem Bachufer mit Amblystegium stra-
mineum (DicKs.) DE Nor. und Sphagnum fimbriatum WILS.
und auf Blöcken mit Amblystegium badium (HARTM.) LINDB.
untermischt. Steril.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 1. 23
Meesea triquetra (L.) ÅNGSTR.
In den Moossämpfen nicht selten und hier gewöhnlich
reinen Rasen bildend; nicht selten von einer Alge begleitet,
die noch nicht bestimmt worden ist.
Aus folgenden Plätzen liegen Exemplare vor:
Klein Pendulum-Insel, wo die Art, wie gesagt, in Moos-
sämpfen vorkommt und teils grosse, reine Rasen bildet, teils
spärlich mit den gewöhnlichen, oben erwähnten Sumpfmoosen
untermischt ist.
Kap Borlase Warren, in Moossäimpfen.
Hurry-Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom
Kap Stewart, hier ebenfalls in Moossämpfen.
Hurry-Inlet, in Moossämpfen in reinen Rasen sowie auch
mit Amblystegium sarmentosum (WAHLENB.) DE Nor. unter-
mischt. Uberall nur steril angetroffen.
Meesea trichoides (L.) SPRUCE.
Kap Franklin mit Stereodon chryseus (SCHWAEGR.) MITT.,
Ditrichum flexicauwle (ScHLEicH.) HAMPE, Leersia alpina (SM.)
LINDB., Anthelia nivalis (Sw.) LINDB., ÖOdontoschisma tesse-
latum (BErRGGR.) C. JENS. und Blepharostoma trichophyllum
(L.) Dum. untermischt. .Steril.
Hurry-Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom
Kap Stewart in Moossämpfen in fast reinen Rasen, nur mit
Ditrichum flexicaule (SCHLEICH.) HAMPE untermischt. Mit fast
reifen Frächten.
Hurry-Inlet am Ufer eines kleinen Sees mit fast reifen
Fröchten und an einem Bachufer mit Stereodon chryseus
(SCcHWAEGR.) Mirt., Hypnum trichoides NEcE., Blepharostoma
trichophyllum (L.) Dum, Jungermannia qvinquedentata Hus.
BP turgida LINDB., heterocolpa ”THED., quadriloba LINDB. und
Miilleri Pp bantryensis (HooK.) LINDB., untermischt und in emem
Moossämpfe mit Amblystegium intermedium LiINDB. und adun-
cum (1L.) LINDB., Ditrichum flexicaule (SCHLEICH.) HAMPE und
Stereodon chryseus (SCcHWAEGR.) Mitt. untermischt. Mit fast
reifen Frächten.
Die Art scheint in den sädlichen Teilen des Gebietes
häufiger zu sein, als in den nördlichen.
24 oP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Catoscopium nigritum (HEDW.) BriD.
Hurry-Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom
Kap Stewart in Moossämpfen in reinen Rasen. Steril.
Philonotis alpicola Jur. (Det. C. JENSEN.)
Kap Borlase Warren, in Moossämpfen in reinen Rasen.
Steril.
Philonotis fontana (L.) Brip.
Eine häufige Art, die sich oft in den Moossämpfen. zu-
Wweilen auch auf ziemlich trocknem Boden, aber selten in
reinen Rasen findet.
Exemplare liegen aus folgenden Plätzen vor:
Klein Pendulum-Insel in Moossämpfen.
Kap Mary an eimem Bachufer.
Kap Borlase Warren in Moossämpfen mit Amblystegiunm
turgescens (TH. JENS.) LINDB. und aduncum (1L.) LINDB., Ste-
reodon chryseus (SCcHWAEGR.) Mitt. und Hypnum plumosun
Hups. var. arcticum (BERGGR.) untermischt. Steril.
Hurry- Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom Kap
Stewart in Moossämpfen mit Bryum cyclophyllum (SCHWAEGR.),
BR. EUR., Stereodon chryseus (SCHWAEGR.) Mitt. und Hypnun
plumosum HupDs. var. arcticum (BERGGR.) untermischt. & und
junge Erickte.
Hurry-Inlet in Moossämpfen, teils in reinen Rasen, teils
mit den gewöhnlichen Sumpfmoosen untermischt.
Röhss-Fjord auf trocknem Boden.
Bartramia Oederi (GUNN.) Sw. var. groenlandica C. JENS.
(Det. C. JENSEN.)
Röhss-Fjord auf dem Boden in sehr kompakten, verfilzten,
reinen Rasen. SNteril.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AED. III. N:o 1. 25
Bartramia ityphylla Brip.
Murray-Insel auf Felsen teils in reinen Rasen, teils mit
Bryum arcticum (BRowN) Br. Eur. untermischt. Mit jungen
Frichten.
Bartramia ityphylla Brin. var. strigosa WAHLESB. (Det.
C. JENSEN.)
Murray-Insel auf Felsen in reinen Rasen. Mit alten
Friöchten.
Robertson-Insel auf Felsen.
Conostomum tetragonum (VILL.) LINDB.
Kap Stewart auf der Strandböschung teils mit Polytri-
chum alpinum L., Sphaerocephalus turgidus (W AHLENB.) LINDB.
und Philonotis fontana (L.) BrID. (&), teils mit Pohlia com-
mutata (SCHIMP.) LINDB., Jungermannia alpestris SCHLEICH. und
quwinguedentata Hups., Cephalogia bicuspidata (L.) Dum., Ble-
pharostoma trichophyllum (L.) Dum. und Anthelia nivalis (SW-)
LINDB. untermischt. Mit jungen Frichten.
Bryum ventricosum Dicrks.! — Bryum pseudotriquetrum
(HEDW.) SCHWAEGR.
Hurry-Inlet, in Sämpfen, mit & und & Bliten.
Hurry-Inlet, an der Westseite desselben Meerbusens etwa
20 Km. nördlich vom Kap Stewart, in Sämpfen, hier reichlich,
steril, und ausserdem am 30. Juli spärlich mit fast reifen,
bedeckelten Frächten gesammelt.
Robertson-Insel, steril.
Kap Borlase Warren, in Sämpfen, 29:
Klein Pendulum-Insel, an Bachufern und in Sämpfen,
AA und GL.
Reichlich in dichten, 3—8—(14) Cm. hohen Rasen heim-
gebracht; eine feine Form mit sehr kurzen und breiten, hohlen
t! Die Gattungen Bryum und Plagiobryum sind vom Herrn Doktor
H. W. ARNELL bearbeitet und redigiert worden; seine Bearbeitung enthält
"auch die Bryum-Formen, die ich auf Jan Mayen gesammelt habe.
26 P, DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Blättern, die sehr kurz zugespitzt oder zuweilen mit einer
kurzen, zuröckgebogenen Haarspitze versehen sind, und deren
Blattrand zuweilen im oberen Teile des Blattes flach, am
häufigsten breit und gelb gesäumt ist.
Bryum neodamense ITzIGs.
Hurry-Inlet, etwa 20 Km. nördlich vom Kap Stewart.
Ziemlich reichlich in zwei Formen eingesammelt; die
eime Form ist niedriger, etwa 3 Cm. hoch, dunkelgrän und
fein, mit krausen Blättern, deren Rand fach ist; die andere
Form ist 8 Cm. hoch, nach! unten schwärzlich und an den
Spitzen lebbaft grän. ;
Bryum argenteum L.
Jan Mayen, Mary Muss-Bucht.
Kap Stewart, an den Wohnplätzen der ehemaligen Eski-
mobevölkerung.
Murray-Insel, an den Felsen eines Vogelberges.
Hold with Hope, die Södkäöste, auf dem Boden.
Auf der Murray-Insel äppig, 1,5—3 Cm. hoch, mit
stumpfen, am Rande flachen und ungesäumten Blättern, deren
Rippe nur am Blattgrund schwach angedeutet ist. Am Kap
Bennet sehr niedrig, höchstens 0,5 Cm. hoch.
Bryum elegans NEEs var. carinthiacum (Br. Eur.) BREIDL.
Bryuwm Stirtoni ScHimMP. — Bryum barbatum WILs.
Murray-Insel, an den Felsen eines Vogelberges.
Eine kleine, sattgräne, nur 1 Cm. hohe Form mit den
Blättern am häufigsten abgerundet stumpf, nur zuweilen kurz
zugespitzt, und dem Blattrand fach und fast völlig unge-
säumt.
Anmerk. Bryum Stirtoni SCHIMP. ist nach der Beschreibung
der Art und, wie ich mich durch Vergleichung mit einem vom Herrn
Dr. BRAITHWAITE gätigst mitgeteilten Originalexemplar von Ben Ledi
in Pertshire iäberzeugt habe, nur eine Form der vielgestalteten Varietät
Br. elegans var. carinthiacum; ebenso ist Bryum Haistii SCHIMP.
(Syn. Musc., ed. II, p. 449, 1876), wie aus der Beschreibung her-
vorgeht, und nach einem am Originalfundorte Cressier in Neuchåtel
von CH. MEYLAN gesammelten Exemplar zu urteilen, nur eine mit
etwas kräftig gesäumten Blättern versehene Form von &r. elegans.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 1. 27
Bryum elegans NEEs var. elongatum ARNELL nov. var.
Forma paludosa, gracilis, 6—14 Cm. alta, inferne rubro-
fusca vel rubro-lutea, superne laete viridis, foliis haud car-
nosis, undulatis, parum tortis, concavis, late ovatis, magis
sensim acuminatis, omnibus vel supremis modo apiculo plus
minusve brevi et recurvo munitis, margine plerumque plano
vel in parte basali reflexo et elimbato vel limbo a sin-
gula serie cellularum longiorum formato, nervo infra apicem
evanido.
Kap Stewart, in einem Sumpfe, reichlich in dichten, zu-
weilen sogar 9 em. hohen Rasen.
Murray-Insel, am Boden.
Kap Borlase Warren, in einem Sumpfe, bis 14 Cm. hoch.
Diese Varietät nimmt eine Zwischenstellung zwischen
Br. capillare und Br. elegans ein, ich habe sie unter >. ele-
gans eingereiht, weil diese Art meiner Erfahrung nach weiter
nach Norden geht, weshalb es wahrscheinlicher ist, dass var.
elongatum zu ihrem Variationskreis hört.
Bryum cyclophyllum (ScHWAEGR.) BR. EUR.
Hurry-Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom
Kap Stewart, in einem Sumpfe, reichlich.
Eine ungewöhnlich dichte, sterile Form in bis 9 Cm.
hohen, schwärzlichen, an den Spitzen rein gränen Rasen.
Bryum obtusifolium LiINDB.
Hurry-Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom
Kap Stewart, in Sämpfen, in bis 10 Cm. hohen, schönen
Rasen und am 30. Juli mit zahlreichen, reifen, bedeckelten
Friächten im schönsten Zustande gesammelt.
Klein Pendulum-Insel, an Bachufern und in Sämpfen,
ebenfalls äppig, aber steril.
Die Fräöchte dieser Art waren noch im Jahre 1893 völlig
unbekannt, wie aus LIMPRICHT'S Laubmoosen in RABENHORST'S
Kryptogamenfora, p. 429, hervorgeht; nach KINDBERG (Europ.
and N. Amer. Bryineae, p. 351, 1897) sind die ersten Fräöchte
der Art von PALMER in Alaska gefunden. Da indessen die
28 P. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Fräöchte dieser Art noch nicht näher beschrieben sind, sei
hier eine Beschreibung derselben nach dem von P. Dusén
gesammelten Material gegeben:
Folia perichaetialia minora, angustiora, margine la-
tius reflexo. Seta circiter 2,5 Cm. longa, gracilis, flexuosa,
pulechre rubra, nitida. Theca nutans—pendula, sat parva,
2,2 Mm. longa, 1 Mm. crassa, regularis, obovata, serobiculata,
juvenilis viridi-lutea vel pallide rubro-lutea, tandem castanea;
collum sporogonio dimidium brevius, sat crassum et sensim
in sporogonium transiens; sporogonium ovatum, sub ore lato
non contractum; cellulae exothecii irregulariter rectangulares
0,04 — 0,01 Mm. longae, circiter 0,02 mm. latae, membranis
flexuosis parum incrassatis et luteolis, os versus in 6—7 se-
riebus subito immo minores, mox quadratae, tandem in duabus
seriebus marginalibus applanatae. Annulus operculo adhae-
rens, ab cellulis elongatis et clavatis consistens. Operculum
alte convexum, nitidum, rubro-luteum, apiculo brevi, rubro
coronatum. Peristomium ad os insertum, insertione per-
anguste lutea; dentes magni, 0,66 Mm. longi, e basi 0,1 Mm.
lati, sensim attenuati, hyaline luteoli, indistincte papillose
puncetati, vix limbati, dentati, apicibus hyalinis laevibus, la-
mellis ventralibus crebris (interdum usque ad 45), inferioribus
magis approximatis; membrana peristomii interni alta, dimi-
diam altitudinem dentium attingens, hyalina, laevis; pro-
cessus sat lati, fenestris latis, ovalibus — reetangularibus;
cilia bene evoluta, breviter appendiculata. Spori 0,017 —
0,02 Mm., pallide virides, granulosi, opaci, papillosi.
Wie aus dieser Beschreibung hervorgeht, ist Bryum
obtusifoliwm ein Eubryum, das dureh die Insertion des Peri-
stoms nahe an der Fruchtmindung, das Fehlen einer stärker
ausgeprägten Färbung der Insertion, die ungesäumten, mit
zahlreichen ventralen Lamellen versehenen Peristomzähne
und die gräönlichen, mittelgrossen Sporen sich entschieden
als mit Br. pallens verwandt zeigt, wie schon nach der
roten Farbe des Mooses und den weit herablaufenden Blättern
zu erwarten war. Von Br. pallens weicht jedoch Br. obtusi-
folium durch die regelmässigen und im Sommer reifenden
Fröchte nicht wenig ab. Bei den grönländischen Exemplaren
habe ich nur weibliche Bläten gefunden, diese waren am 30.
Juli reif, ihre Archegonien völlig ausgebildet und zum Teil
geöffnet; zuweilen habe ich sogar junge, befruchtete Arche-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 1. 29
gonien gesehen; die Anzahl der Archegonien einer Bläte ist
am häufigsten 16; in den Bliäten sind auch farblose, faden-
förmige, aus einer Reihe von sogar 8 Zellen bestehende Para-
fysen vorhanden. Nach den grönländischen Exemplaren zu
urteilen scheint die Art in Grönland dioecisch zu sein,
Ad
Bryum obtusifolium.
Fig. a folium, !2/1; fig. b sectio folii, 12/1; fig. e cellulae folii apicales,
37/;; fig. d cellulae folii basales, 9/1; fig. e capsula humiditate, !3/1.
P1. I, fig. 1 planta, ”/1; fig. 2 capsula deoperculata humidate, !9/1; fig. 3
dentes exostomii, !75/:; fig. 4 pars dentis exostomii, 26/1; fig. 5 pars endo-
stomii. !75/,,
da in den fruchtenden Rasen nur weibliche Bliten vor-
handen sind. Die Art kann aber anderwärts autoecisch vor-
kommen, wie Dr. E. JÄDERHOLM in auf Nowaja Semlja von
«O. EKSTAM gesammelten, ebenfalls fruchtenden Exemplaren
30 'pP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
gefunden hat, eine Beobachtung, von deren Richtigkeit ich
Gelegenheit gehabt habe, mich durch Untersuchung eines mir
freundlichst vom Herrn Dr. JÄDERHOLM öäberreichten Exem-
plares zu iberzeugen.
Bryum pallescens ScHLEICH.
Murray-Insel, an den Felsen eines Vogelberges und auf
dem Boden am Fuss desselben Berges, zum Teil reichlich
fruchtend und am 28. Juli mit eben reifen, bedeckelten
Fräöchten gesammelt.
Hold with Hope, die Sädkiste, auf dem Boden, eine
zweifelhafte Form mit am 19. Juli jungen, noch grinen
Fräöchten.
Robertson-Insel, eine 3 Cm. hohe zweifelhafte Form mit
alten Fruchtstielen.
Von der Murray-Insel in bis 6 Cm. hohen, mit rotbraunem
Wurzelfilz reichlich verwebten Rasen heimgebracht; die Form
ist fast ganz typisch, nur dass die Blattzellen dännwandiger
und die Bliten häufig zwitterig sind, weleche Variationen
auch an den an den beiden anderen Lokalitäten gesammelten
Exemplaren vorhanden sind. Dass der Blätenstand dieser in
der Regel autoecischen Art variabel sein kann, hat S. O. LIND-
BERG mehrmals hervorgehoben; so wird von ihm im Jahre
1862! Br. pallescens als ein Beispiel eines polyoecischen Mooses
mit »gamoecium heteroicum + dioicum> angefiöhrt, wozu die
Anmerkung geföägt wird: »Br. pallescens SCHLEIOCH., quae spe-
cies, saepissime quidem autoica, synoiea et dioica quogue
interdum tamen invenitur.> Im Jahre 1871? spricht er von
»Br. pallescens ScHLEIcH., forma typica, c. fr. — Planta ro-
busta, elata, heteroica (synoica + gg) in alpinis lecta»; und im
Jahre 1879? wird die Art als »autoica (raro heteroica, raris-
sime polyoica») angegeben. Auch G. LimPricHT? hat bei der
Art, wenn auch selten, Zwitterbläten gesehen. Es mag hier
betont werden, dass Br. pallescens meiner Erfahrung nach
1 LINDBERG, S. O., Om ett nytt släkte Epipterygium bland bladmossorna.
(Ofversigt af K. Vet. Akad. förhandl., 1862. p. 609.)
? LINDBERG, S. O., Revisio critica icon. in op. Flora Danica muscos
illustrantium. (Acta Soc. Scient. Fenn., X, 1871, p. 56.)
3 LINDBERG, S. O., Musci scandinavici. (Upsala, 1879, p. 16.)
. 4 LiIMmPRICHT, G., Die Laubmoose (Rabenborst's Kryptogamenfora, 19.
Lieferung, 1893, p. 370.)
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 1. ål
nur in den arktischen Gegenden synoecische Bliten ent-
wickelt; die schwedischen Exemplare der Art, die ich unter-
sucht habe, hatten nur eingeschlechtige Bliten.
Wegen dieser Variabilität des Blätenstandes fällt somit
bis zu einem gewissen Grade ein Merkmal weg, dass diese
Art von der synoecischen Br. intermedium unterscheiden
sollte, und dies ist um so mehr der Fall, da eingeschlechtige
Bläten auch bei Br. intermedium häufig sind, ja so häufig,
dass der tächtige Bryuwm-Kenner OC. KAURIN sogar, wie er
mir in einem Briefe geschrieben hat, das Vorkommen solcher
Bläten als ein gutes Merkmal der Art betrachtete. Dies
sei bemerkt, damit bei der Unterscheidung von Br. pallescens
und Br. intermedium nicht zuviel Gewicht auf den Bläten-
stand gelegt wird; die beiden Arten sind äbrigens in ihren
typischen Formen so verschieden, das eine Verwechselung
derselben kaum in Frage kommen därfte.
Bryum intermedium Bri.
Kap Stewart, auf dem Boden und in Sämpfen, am 29. Juli
mit jungen, gröänen Friächten des Jahres und alten Fröchten
des vorigen Jahres.
Fine typische Form, nur dass die Blattzellen viel dänn-
wandiger sind als gewöhnlich. Zahlreiche Fräöchte des vorigen
Jahres sind noch bedeckelt und zeigen so grosse Abänderungen,
dass die Art kaum zu erkennen wäre, wenn nicht einige
typische entdeckelte Friächte vorhanden wären. Bei diesen
bedeckelten Friächten ist die Insertion des Peristoms viel
blasser gefärbt und braungelb, die Peristomzähne ungesäumt,
die Membran des inneren Peristoms blasser und beinahe glatt
und die Sporen blasser und spärlich gekörnelt.
Bryum cirratum HornscH.
Hurry-Inlet, reichlieh fruchtend.
Eine typische Form mit den am 7. Aug. gesammelten
Frächten eben reif und bedeckelt. Neben zwitterigen Bliten
finden sich auch männliche Bliten. Die basale Platte des
Peristoms unter den Fruchtmändung ist etwas abweichend
gestaltet oder handförmig, mit 4 nach unten gerichteten
fingerähnlichen Lappen und an dem oberen, breiteren Teil
mit einer Perforation versehen.
32 ooP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSEFLORA OSTGRÖNLANDS.
Bryum teres LINDB.
Jan Mayen, Englische Bucht, auf Steimen und auf dem
Boden, reichlich fruchtend, mit Br. Jan Mayense untermischt.
Am 22. Juni gesammelt, mit reichlichen Fräöchten; die
Frächte des Jahres sind noch sehr jung und grän, die Frächte
des vorigen aber noch gut erhalten, jedoch nur selten be-
deckelt. Die auf Jan Mayen gesammelte Form ist etwa 1 cm.
b d
Bryum teres.
Fig. a folia, 2/1; fig. b sectiones folii, ”/1; fig. c cellulae folii apicales,
122/,; fig. d cellulae folii basales, 12/1.
Pl. IV, fig. 6 et 7 planta, ”/1; fig. 8 capsula siccitate, ”/1; fig. 9 dentes
exostomii, ?85/1.
hoch mit höchstens 1 Cm. hohen Fruchtstielen und stimmt
gut mit den Originalexemplaren der Art ans der Redbay in
Spitzbergen. Es sei bemerkt dass es mir nicht gelungen ist,
bei dieser Art Cilien zu finden. Da die Art nicht fräher
abgebildet worden ist, teile ich hier Abbildungen derselben
nach dem vorliegenden Material von Jan Mayen mit.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 1. 33
Bryum nitidulum LiNDB.
Jan Mayen, Mary Muss-Bucht, an iberrieselten Felsen,
mit wenigen alten Frichten.
In reichlicher Menge heimgebracht in 2—3,5 Cm. hohen,
dichten Rasen, die unten von reichlichem Weurzelfilz rot-
braun, an den Spitzen dunkelgrän—braungräön sind.
Bryum subnitidulum ARNELL nov. Sp.
Synoicum, dense caespitosum, 3—4 cm. altum, inferne
nigrescens et ubertim radiculosum, superne rufum, in summis
apicibus viride, nitidulum, strictum, caule rubro, valde ra-
Bryum subnitidulum.
Fig. a folia caulina inferiora, ”/1; fig. Db folia caulina superiora, 2/1;
fig. c cellulae folii apicales, !?/1; fig. d cellulae folii basales, 12/1,
Blume Srplanta, >/1.
34 opP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
moso, ramis brevibus et gemmiformibus, fagellis propiis
carens. Folia in apicibus ramorum gemmiformiter approxi-
mata, rigida, adpressa, parva, circiter 1,2 mm. longa, 0,6 mm.
lata, non decurrentia, haud torta, concava, late ovata, in apice
late rotundate obtusa, raro perbreviter acuminata; margo
planus vel interdum anguste reflexus, limbo carens, integer;
nervus inferne pulchre ruber, sat longe infra apicem evani-
dus; cellulae basales pulchre rubrae, rectangulares et fere
inanes, superliores fere rectangulariter rhomboidales vel in
dimidio superiore foliorum fere quadrate rhombeae, in medio
folio circiter 0,035 mm. longae, 0,013 mm. latae, in foliis
apicalibus granulis chlorophylliferis farctae et opacae, meni-
branis mediocriter incrassatis et hyalinis. Cetera desunt.
Hab. Insula Jan Mayen, ad sinum Mary Muss, in rupibus
irrigatis, ubi Junio 16 anno 1899 a P. DusÉN lectum.
Species incertae sedis, sed verosimiliter Br. mitidulo LiINDB.
vel Br. tereti LINDB. valde affinis; ab illa specie differt mag-
nitudine, foliis obtusis, perfecte elimbatis et raro in margine
reflexis; ab hac specie differt inflorescentia synoica, foliis
in ramis fHoriferis non apiculatis et absentia fagellarum.
Nonne forma juvenilis Bryi mitiduli?
Bryum acutum LINDE.
Hurry-Inlet, an den Ufern kleiner Seen, fruchtend.
Die typische Form, in ziemlich dichten, 1,5—2 Cm. röt-
lichen Rasen und mit etwa 1,5 Cm. langen Fruchtstielen.
Die am 4. August gesammelten Frächte sind zum Teil sehr
jung und grän, in den meisten Rasen aber soeben reif und
bedeckelt. Diese Art ist schon fräher in Grönland gefunden
und zwar im Jahre 1870 bei Sarpiursak von S. BERGGREN. !
Bryum purpurascens (Browns) BR. Eur.
Klein Pendulum-Insel, in Sämpfen reichlich.
Eine zarte, rote Form in dichten, 2—4 Cm. hohen, sterilen
Rasen mit weit heraublaufenden, eiförmigen, hohlen, allmäh-
1 Vergl.: LINDBERG und ÅRNELL, Musci Åsiae borealis, II. (K. Sv. Vet.
Akad. Handl., Bd 23, n:o 10, 1890, p. 47.)
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:01. 35
lich zugespitzten Blättern und am häufigsten fachem und
sehr eng gesäumtem Blattrand, da der Blattsaum von einer
einfachen Zellenreihe gebildet ist. Zuerst von mir zu Br.
pallens Sw. gebracht, aber, wie ich später bei Vergleichung
mit sterilen Sprossen von Br. purpurascens gefunden habe,
unzweifelhaft zu dieser Art gehörend.
Bryum (Eucladodium) Dusenii ARNELL nov. spec.
Synoicum, dense caespitosum, sterile 1—2 cm. altum,
inferne ubertim tomentosum et fusco-rubrum, in apicibus
viride, nitidulum, caule sat ramoso, Aagellis propriis carente.
Folia ad comam apicalem approximata, laxe imbricata, haud
torta, concava, late ovata, inferiora in apice fere rotundato
subito perbreviter cuspidata, superiora magis sensim ad
cuspidem brevem acuminata; margo integer, vulgo latere vo-
lutus, in foliis inferioribus angustius revolutus vel interdum
planus, limbo male definito, 4—53 cellulas lato, in foliis ve-
tustioribus luteo; nervus validus inferne demum ruber, infra
cuspidem evanidus; cellulae elongatae, basales rectangulares
et demum rubescentes, superiores rhomboidales, membranis
parum incrassatis et hyalinis, granulis chlorophylliferis sat
numerosis, vulgo biseriatis. Seta 1,5 cm. alta, gracilis,
fexuosa, nitida, inferne rubra, superne lutescens. Theca
pendula, circiter 2 mm. longa, 0,6 mm. crassa, opaca, scrobi-
culata, fulva, fere regularis, clavata; collo plus minusve
curvato, sporogonio aequilongo, rugoso, sensim incrassato;
sporogonio duplo crassiore, anguste ovato, sub ore contracto;
cellulae exothecii magnae, rotundate rectangulares—quadratae,
membranis parum incrassatis, luteis, ostium versus in 8 serie-
bus minores, quadratae, in duabus seriebus marginalibus appla-
natae. Annulus secedens, tres cellulas altus. Operculum in
theca madida alte convexum sine apiculo definito, in theca
sicca humile, margine convexo et nitidulo, in media parte
impressum, apiculo rubro, crasso, conico et obtusato coronatum.
Peristomium cireciter 0,04 mm. infra os insertum, basi in-
fraostiali semicirculari, saepe pertusa, rubro-lutea; dentes
0,4 mm. alti, sensim et anguste acuminati, lutei, opace pa-
pillosi, dentati, indistincete limbati, haud pertusi, apicibus
luteolis, dense papillosis, lamellis ventralibus circiter 20 haud
- emarginatis; membrana peristomii interni lutea, papillosa;
36 .P. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
processus angusti, lineares, fenestris quadratis — lanceolatis
pertusi, parce papillosi; cilia rudimentaria. Spori 0,015—
0,02 mm., granulosi, virides, laeves.
Hab. Groenlandia orientalis, ad terram in promontorio
Kap Bennet, ubi Julio 20 anno 1899 cum fructibus maturis
operculatis ab amico P. DusÉn lectum.
h
Bryum Duseni.
Fig. a folium comale, !3/1; fig. b folia caulina inferiora et mediana, !9/1;
fig. c sectiones folii, ?/1; fig. d cellulae folii apicales, 00/5; fig. e cellulae
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 1. 37
folii basales, 09/1; fig. f capsula operculata humiditate, !2/1; fig. g capsula
deoperculata humidate, !9/1; cellulae exothecii, 12/1.
P1. III, fig. 1 planta, ”/1; fig. 2 capsula siccitate, "2/1; fig. 3 dentes exo-
stomii, ?55/;; fig. 4 pars dentis exostomii 258/;; fig. 5 pars basalis dentium
exostomii, ?25/1; fig. 6 pars endostomii, ?2?/1.
Species polymorpho Br. inclinato affinis et probabiliter
melius ut subspecies hujus speciei consideranda; a Br. incli-
nato differt foliis multo brevius cuspidatis, margine vulgo
latius revoluto, nervo non excurrente, seta nitida et luteo-
rubra, theca pendula, scrobiculata et sub ore contracta,
peristomio longius infra os insertum, processibus multo an-
gustioribus et sporis minoribus. Seta nitida, luteo-rubra et
thecae scrobiculatae colore et forma Br. grandiflorum ARNELL
in memoriam refert.
Bryum minus ARNELL nov. Spec.
Synoicum, terrestre, dense caespitosum, sterile humile,
modo 0,3 mm. altum, inferne ubertim radiculosum et fusco-
rubrum, in summis apicibus luteo-viride, caule ramoso. Folia
siceea in comam apicalem conferta, imbricata, haud vel pa-
rum torta, late ovata, concava, plus minusve longe, interdum
sat longe cuspidata; margo integer vel in cuspide plus mi-
nusve distincte serratus, vulgo revolutus et bene definitus,
limbo 3—4 cellulas latus, in foliis junioribus haud revolutus
et limbo male definito; nervus vulgo in cuspide excurrens;
cellulae basales rectangulares, infimae saepe rubrae, supe-
riores rhombeae — hexagonales, membranis mediocriter in-
crassatis. Seta 1—1,5 cm. alta, nitida, inferne rubra, superne
lutea. Theca pendula — cernua, minuta, 1,5 mm. longa, 0,6
mm. crassa, regularis, crasse claviformis, opaca, luteo-fusca,
os versus pallidior et pallide lutea; collo sporogonio dimidium
breviore, sat subito incrassato et in sporogonium sensim
transiente; sporogonio crasse cylindrico ad os (haud infra os)
parum contracto; cellulae exothecii 0,04— 0,08 mm. longae,
0,02—0,027 mm. latae, rotundate rectangulares — quadratae,
membranis fexuosis sat incrassatis, luteolis, os versus in
6—7 seriebus immo minores, quadratae — applanatae. An-
mdus tres cellulas altus. Operculum humiliter convexum vel
» fere applanatum, nitidum, luteum, apiculo humili, rubro coro-
38 P. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
natum. Peristomium parum (0,02 —0,027 mm.) infra os in-
sertum, insertione pallide rubro-lutea; dentes 0,27 mm.
longi, e basi 0,05 mm. lata sensim attenuati, pallide lutei,
punctulate papillosi, linea longitudinali et lineis transver-
salibus grossius papillosis, haud perforati, indistincte limbati,
margine breviter dentato, apicibus luteolis, papillosis, lamellis
ventralibus HEucladodiorum circiter 14; membrana interna
luteola, parce papillosa, dimidiam altitudinem dentium fere
attingens; processus e basi sat angusta sensim attenuati,
papillosi, fenestris tribus inferioribus ovalibus — breviter
rectangularibus, superioribus rimosis; cecilia rudimentaria.
Spori 0,024—0,027 mm., luteo-virides, opaci, papillosi.
Hab. Groenlandia orientalis, Hurry-Inlet, ubi Augusto 7
anno 1899 ab amico P. DusÉn cum fructibus maturis, oper-
culatis detectum.
Bryum minus.
Fig. a folium, ??/1: fig. Db folium fagelli, ?”/a; fig. c cellulae folii api-
cales, 00/1; fig. d cellulae folii basales, ?09/1. 5
P1. II, fig, 6 planta, ?/1; fig. 7 capsula siccitate, 7/1.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 1. 39
Species Br. inclinato valde affinis et probabiliter melius
varietas hujus speciei consideranda; ab Br. inclinato differt
minutie omnium partium, theca magis pendula, perfecte re-
gularis, pallidius colorata, dentibus vix limbatis, brevioribus,
lamellis ventralibus paucioribus, processibus angustioribus etc.
Br. (Eucladodium) groenlandicum ÅRNELL n. Sp.
Synoicum, dense caespitosum, sterile 1—2 cm. altum, in-
ferne nigro-fusecum et ubertim radiculosum, superne viride et
opacum, caule ramoso et fagella gracilia emittente. Folia
sicca laxe adpressa, parum torta, in apice caulis magis con-
ferta, ovata, concava, inferiora breviter, superiora sat longe
cuspidata; margo plus minusve anguste reflexus, limbatus,
limbo 3—5 cellulas lato, in cuspide luteo vulgo serratus;
nervus inferne ruber, deinde luteus, in cuspide excurrens;
cellulae minutae, in medio folio 0,025—0,05 mm. longae, 0,01
mm. latae, inferiores rectangulares, superiores hexagonales —
rhomboideae, basales interdum rubescentes, membranis sat
tenuibus, luteis. Folia flagellaria decurrentia, margine ple-
rumque plano et haud limbato. Seta 1,5—2,5 cm. longa, gra-
cilis, flexuosa, rubra, nitida. Theca nutans — pendula, cur-
vata — fere regularis, anguste clavata, viridi-lutea — cinna-
momea, opaca; collo curvato, sporogonio aequilongo, sensim
incrassato et sporogonio parum angustiore; sporogonium fere
cylindricum sub ore contractum; cellulae exothecii 0,035—0,07
mm. longae, 0,013—0,03 mm. latae, irregulariter rotundate
rectangulares, membranis fexuosis, luteis et parum incrassatis,
08 versus in 4—5 seriebus minores et quadratae, in serie
marginali applanatae. Peristomium parum infra 08 inser-
tum, insertione anguste vel modo 0,03 mm. late pallide fusco-
lutee colorata; dentes lutei, punctulate papillosi, late lim-
bati, dentati, haud perforati, apicibus hyalinis parum pa-
pillosis, lamellis ventralibus circiter 27 haud emarginatis;
membrana peristomii interni dimidiam altitudinem dentium
attingens, luteola, parce papillosa; processus lati, ovati, sen-
sim attenuati, fenestris rectangularibus — ovalibus pertusi;
cilia rudimentaria. Spori 0,013—0,02 mm., luteo-virides, gra-
nulosi, opaci, laeves.
40 oP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Hab. Groenlandia orientalis, promontorium Kap Stewart,
ubi in terra cum fructibus maturis operculatis Julio 29 anno
1899 P. DusÉn detexit.
Bryum groenlandicum.
Fig. a folia, ??/1; fig. b folium fagelli, 3/1; fig. c cellulae folii api-
cales, 09/1; fig. d cellulae folii basales, 09/1.
PI. IV, fig. 1 planta, ?/1; fig. 2 capsula siccitate, ”/1.
Species Br. imnclinato affinis, sed fructibus plerumqgue pen-
dulis, operculo alte conico, peristomio minus papilloso, sporis
multo minoribus ete., ut videtur, facile distinguenda. Ab
Br. Dusemii differt foliis longius cuspidatis, theca non serobi-
culata, dentibus late limbatis, lamellis ventralibus pluribus,
processibus latioribus etc.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 1. 41
Br. Jan-Mayense ARNELL nov. spec.
Synoicum, dense caespitosum, inferne luteo-nigrum, uber-
tim radiculosum, in summis apicibus viride, caule sat ramoso.
Folia sicca adpressa, solida, in apicibus ramorum bulbifor-
miter approximata, haud torta, concava, late ovata, sensim
breviter cuspidata; margo late reflexus, limbatus, limbo luteo
3—4 cellulas lato, in cuspide serratus; nervus a basi rubra
Iuteo-viridis, in cuspide excurrens vel ibi se dissolvens; cellu-
lae minutae, in medio folio 0,02—0,035 mm. longae, circiter
0,013 mm. latae, basales rubrae, inferiores majores, rectangu-
lares, superiores hexagonales — rhomboideae, membranis sat
tenuibus, luteolis. Folia innovationum torta, inferiora valde
late, fere circulariter ovata, subito breviter cuspidata, su-
periora longiora et sensim sat longe cuspidata, margine plus
minusve late reflexo, interdum plano, minus distincte lim-
bato. Seta brevis, 0,5 cm. alta, crassa, rubra, nitida. Theca
cernua — pendula, vetusta fere horizontalis, regularis, crasse
pyriformis, fusco-rubra, nitida; collum sensim incrassatum,
sporogonio aequilongum at multoties angustius; sporogonium
crasse ovatum vel fere sphaericum, ad os latum non con-
tractum; cellulae exothecii magnae, 0,05—0,1 mm. longae,
0,035—0,045 mm. latae, rotundate rectangulares — fere qua-
dratae, membranis luteis parum incrassatis, os versus in 6—7
seriebus immo minores, marginales parum applanatae. An-
nulus tres cellulas altus. Operculum humilissime convexum
vel fere perfecte planum, castaneum, nitidulum, apiculo brevi
munitum. Peristomium 0,055—0,065 mm. infra os insertum,
insertione fusco-rubro colorata; dentes plus minusve obscure
lutei, papillose punctati, limbati, dentati, in dimidia parte
inferiore vulgo perforationibus multis at minutis ornati,
apicibus luteolis obtusatis parum papillosis vel fere glabris,
lamellis ventralibus circiter 17 Eucladodiorum; membrana
peristomii interni lutea, papillosa, fere dimidiam altitudinem
dentium attingens; processus papillosi, sat lati, fenestris
magnis, rotundate qguadratis et saepe confluentibus muniti;
cilia vulgo rudimentaria, rarius singula cilia bene evoluta et
quidem appendiculata. Spori 0,02—0,025 mm., virides, opaci,
papillosi.
Hab. Insula Jan Mayen, 71” n. lat., ad sinum Englische
Bucht, ubi in lapidibus et terra Junio 22 anno 1899 cum
42 oP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
fructibus anni viridibus et parum evolutis et fructibus anni
praecedentis interdum nondum deoperculatis ab P. DusÉn
lectum. In speciminibus sat numerosis Br. teres saepe inter-
mixtum adest.
Ad
b C
Bryum Jan Mayense.
Fig. a folia, 2/1; fig. b cellulae folii apicales ?00/1; fig. c cellulae folii
basales ?09/7.
Pl. IV, fig. 3 planta, ?/1; fig. 4 capsula siccitate, ”/1; fig. 5 dens exo-
stomii, 00/1.
Haec species nova etiam Br. inclinato et Br. lapponico
affinis est; Br. archangelicuam operculo applanato in memoriam
refert; ab hac specie autem magnitudine, foliis brevius cuspi-
datis, in margine latius reflexis limbo foliorum latiore, cellulis
foliaribus minoribus, dentibus semper perforatis, lamellis
ventralibus haud emarginatis, membrana peristomii interni
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 1. 43
altiore, processibus latioribus et multo latius fenestratis, sporis
minoribus, viridibus etc. diversa.
Br. Dusenii, Br. minus, Br. groenlandicum und Br. Jan-
Mayense sind sämtlich mit Br. inclinatum nahe verwandt
(am meisten entfernt ist Br. Jan-Mayense) und könnten auch
als Varietäten dieser Art betrachtet werden. Ich habe es
jedoch vorgezogen, sie als neue Arten zu beschreiben, weil
ich völlig iberzeugt bin, dass die kritische Art Br. incli-
natum sich bei näherer Untersuchung als eine aus zahl-
reichen, unterscheidbaren, guten Arten zusammengesetzt be-
währen wird, wie es in neuerer Zeit bei so vielen anderen
kritiscehen Arten erwiesenermassen der Fall gewesen ist. Un-
ter allen Umständen därfte eine scharfe Fixirung der Formen
dieser Art dazu beizutragen, die Grösse ihres Variations-
kreises aufzuklären.
Bryum calophyllum Brown.
Hurry-Inlet, an der Westseite etwa 20 Km. nördlich vom
Kap Stewart, in einem Sumpfe, fruchtend.
Clavering-Insel, Kap Mary, in einem Sumpfe fruchtend.
Am Hurry-Inlet in einer lockeren, bis 5 Cm. hohen, unten
bräunlichen, nach oben hin gränen Form; Fräöchte am 30.
Juli noch nicht ganz reif; am Kap Mary in einer roten, 1,5
Cm. hohen Form, deren Fräöchte am 16. Juli beinahe reif
waren.
Bryum arcticum (BRownN) Br. EUR.
Hurry-Inlet, in einem Sumpfe, fruchtend.
Murray-Insel, an den Felsen eines Vogelberges, fruchtend.
Kap Borlase Warren, fruchtend.
Am Hurry-Inlet spärlich in Br. pendulum eingesprengt
mit am 7. August eben reifen Fräöchten. - Auf der Murray-
Ingel reichlich in zwei Formen gesammelt; die eime Form
ist 3 Cm. hoch mit 2 Cm. langen Fruchtstielen und reichlichen
am 28. Juli zum Teil jungen und gränen, zum Teil alten
und verwelkten Friächten; die andere Form ist kleiner, nur
1—1,5 Cm. hoch und hat 1 Cm. lange Fruchtstiele, fast reife,
. gebogene, schmal keulenförmige, unter der Mändung schwach
44 oP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
eingeschnärte Frächte, rein gelbe Peristomzähne mit etwa
18 ventralen Lamellen und nur etwa 0,024 mm. grosse Sporen;
die unter der. Fruchtmiändung gelegenen Basalplatten der
Peristomzähne sind schmal rektangulär und nach unten bin
mit einem schmalen, 0,04 mm. langen Anhang versehen. Am
Kap Borlase Warren mit am 14. Juli eben reifen, zum Teil
bedeckelten Friächten.
Bryum pendulum (HornNscH.) SCHIMP.
Grönland: Hurry-Inlet auf dem Boden und in Sumpfen,
am 7. Aug. fruchtend; an der Westzeite desselben Meerbusens
20 Km. nördlich vom Kap Stewart, am 30. Juli, fruchtend;
Kaiser Franz-Joseph-Fjord, fruchtend; Hold with Hope, die
Säödkäste, auf dem Boden, fruchtend; Kap Borlase Warren,
fruchtend; OClavering-Insel, Kap Mary, in einem Sumpfe,
fruchtend; Klein Pendulum-Insel, auf dem Boden fruchtend.
Diese Art scheint in Ostgrönland wider Erwarten weit
verbreitet zu sein und entwickelt dort reichliche Frichte,
die an fast allen heimgebrachten, zwischen dem 7. Juli—
7. August gesammelten Frächten eben reif und bedeckelt
waren. Die Grösse der Art schwankt; am Kap Mary war
sie bis 5 Cm. hoch, auf der Klein Pendulum-Insel fruchtend
und höchstens 2 Cm. Die Fräöchte der meisten Exemplaren
sind schmal und fast cylindrisch, zuweilen aber ziemlich
dick und oval. Am Hurry-Inlet war die Art autoecisch,
da, soweit ich finden konnte, an den Exemplaren nur ein-
geschlechtige Bliäten vorhanden waren. Dass Br. pendulum
zuweilen autoecisch sein kann, ist schon fröäher beobachtet
worden. WSomit enthält Husnor's Exsiccatenwerk Musci Gal-
liae sub Nummer 666 Br. pendulum forma monoica, eine von
RENAULD bei Tarbes in Frankreich eingesammelte Form, und
Nummer 667 Br. pendulum var. angustatum RENAULD, eine an
derselben Stelle gefundene, ebenfalls autoecische Form. Fine
Mitteilung ber diese beiden Formen hat RENAuULD in Rev.
bryol., 1882, p. 20—21, gegeben, und bemerkt dabei, dass
PHILIBERT autoecische Formen der Art auch in der Provence
gefunden hat. Die Behauptung PHILIBERT'S in dem genannten
Aufsatz, dass das Geschlecht der Bläten des 57. pendulum nach
den Jahreszeiten wechseln sollten, und dass bei dieser Art in
einer Jahreszeit nur autoecische Bliten und in einer anderen
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 1. 45
nur synoecische Bliten sich entwickeln, scheint mir aber
sehr unwahrscheinlich schon aus dem Grunde, dass jede
Taubmoosart, wie bereits bekannt ist und schon aus der eng
begrentzen Zeit der Fruchtreife gefolgert werden kann,
eine bestimmte und gewöhnlich eng begrenzte Blätezeit hat.
Plagiobryum demissum (HornscH.) LINDB.
Klein Pendulum-Insel, auf dem Boden, fruchtend. Am
7. Juli mit jungen, noch gränen Frächten, spärlich.
Pohlia nutans (ScHREB.) LINDB.
Kap Parry, an einem Bachufer, teils in kleinen, reinen
Rasen, teils mit Polytrichum strictum (BANES), Jungermannia
qvinquedentata Hups., Cephalozia media LINDB. u. a. unter-
mischt.
Sabine-Insel, in der Umgegend des Germania-Hafens
Zz. B. an trocknen Abhängen des Germaniaberges, hier teils
in reinen Rasen, teils mit Polytrichum hyperboreum BROWN
untermischt.
Hurry-Inlet, an einem Bachufer in reinen Rasen sowie
auch mit Polytrichum alpinum L. und Jungermannia Floerkei
W. et M. untermischt.
Pohlia cruda (L.) LINDB.
Murray-Insel, an den Felsen eines Vogelberges in grossen,
reinen Rasen; zuweilen auch mit Bryum arcticum (BROWN-.)
und pallescens SCHLEICH. untermischt.
Hurry-Inlet, in einem Sumpfe. (Det. C. JENSEN.)
Pohlia commutata (ScHIMP.) LINDE.
Kap Franklin, auf dem Boden in kleinen Rasen und mit
Amblystegium aduncum (1L.) LiINDB. untermischt. Steril.
Murray-Insel, auf dem Bodem, am Fusse eines Vogel-
berges, in grossen, reinen Rasen. Steril.
Kap Stewart auf der Strandböschung mit Conostomum
tetragonum (VILL.) LINDB., Anthelia mivalis (SWw.) LINDB. u. a.
untermischt.
46 :ÄpP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Hurry-Inlet, an einem Bachufer mit Amblystegium adun-
cum (L.) LINDB., Sphaerocephalus palustris (1L.) LiNDB., Hyp-
num trichoides NEcKk. und Isopterygium nitidum (WAHLENB.)
LINDB. untermischt.
Pohlia commutata (ScHiImP.) LINDB. var. fila (ScHImMP.).
Hurry-Inlet, in Moossämpfen in reinen Rasen. (Det. C.
JENSEN.)
Leptobryum pyriforme (L.) WiIiLs.
Kap Borlase Warren, auf dem Boden, in reinen Rasen mit
jungen Fräöchten und Fräöchten des vorigen Jahres. i
Kap Bennet, auf dem Boden teils in kleinen, reinen Rasen,
teils mit Pohlia cruda (L.) LiNDB., Tortula Heimu (HEDW.)
MiTt7. var. arctica LINDB. und Plagiobryum demissum (HorRNSCH.)
LINDB. untermischt. Mit jungen Frächten und Frichten des
vorigen Jahres, von denen die meisten entdeckelt waren.
Splachnum vasculosum L.
Hurry-Inlet, an mehreren Stellen, an kleinen Seen und
immer auf Moschusochsenmist. Mit reifen Friächten.
Splachnum pedunculatum (Hvups.) ”sphaericum (Sw-).
Bontekoe-Insel, auf gedängtem Boden; mit reifen Frächten.
För Grönland neu.
Tetraplodon Wormskjoldii (HornN.) LinDB.
Kap Borlase Warren, auf Renntiermist mit Ceratodon
purpureus (L.) Brio. untermischt. Steril.
Murray-Insel, am Fuss des Vogelberges. Steril.
Kap Stewart und Hurry-Inlet, auf dem Mist grasfressender
Tiere. Mit reifen und fast reifen Frächten.
Tetraplodon bryoides (ZoiG.) LINDB.
Bontekoe-Insel, auf gediängtem Boden.
Kap Stewart und Hurry-Inlet, auf dem Mist von Fichsen
und grasfressenden Tieren.
Die Art ist wenigstens im BSäden des Gebietes nicht
gelten. Sie wurde hier an fast allen untersuchten Plätzen
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 1. 47
beobachtet und trug fast iberall reichlich junge Fräöchte
und Fräöchte des vorigen Jahres.
Leersia rhabdocarpa (ScHWAEGR.) LINDB.
Hold with Hope, auf trocknem Boden.
Bontekoe-Insel, auf dem Boden.
Murray-Insel, auf den Felsen eines Vogelberges.
Kap Bennet, auf dem Boden mit Plagiobryum demissum
(HOorRNsSCH.) LINDB. spärlich untermischt.
Röhss-Fjord, auf dem Boden.
Kap Stewart, auf der Strandböschung. Fruchtend.
Hurry-Inlet, auf trocknem Boden, fruchtend.
Die Art findet sich, besonders im Säden des Gebietes,
nicht selten, tritt aber gewöhnlich nur in sehr kleinen, aber
reinen und meist fruchtenden Rasen auf.
Leersia alpina (SM.) LINDB.
Kap Franklin, mit Meesea trichoides (L.) SPRucE, Stereo-
don chryseus (SCHWAEGR.) MIiTtT., Ditrichum flexicaule (SCHLEICH.)
HaAMPE, Odontochisma tessellatum (BErRGGR.) C. JENS., Blepha-
rostoma trichophyllum (L.) Dum. und Anthelia mvalis (Sw-)
LINDB. untermischt.
Leersia laciniata HEpw.
Hold with Hope, an der Säöädkäste auf trocknem Boden.
Fruchtend.
Leersia affinis (HEpDw. f.) LINDB.
Kap Bennet, auf dem Boden mit Tortula latifolia (HEDW.)
LiNDB. und Leersia rhabdocarpa (SCEWAEGR.) LINDB. unter-
mischt. Mit reifen und fast reifen Fräöchten.
Tortula ruralis (L.) EHRE.
Sabine-Insel, in der Umgegend des Germania-Hafens auf
dem Boden, in reinen Rasen.
Kap Franklin, auf den Uferfelsen, spärlich mit Amblyste-
gium aduncum (1L.) LINDB. untermischt.
48 oP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Hold with Hope, an der Säöädkäöste auf dem Boden mit
Stereodon revolutus Mitt. untermischt.
Robertson-Insel, auf dem Boden. Uberall nur steril an-
getroffen.
Murray-Insel, an den Felsen des Vogelberges in reinen
Rasen.
Hurry-Inlet, auf dem Boden in reinen Rasen. Uberall
nur steril angetroffen.
'Tortula systylia (BR. EUR.) LINDB.
Kap Mary, auf dem Boden in reinen, dichten Rasen und
reichlich fruchtend. Die Frächten waren am 16. Juli fast reif.
Tortula latifolia (HEDW.) LINDB.
Hold with Hope, auf trocknem Boden; spärlich und mit
der folgenden Art untermischt. Fruchtend.
Kap Bennet mit Leersia rhabdocarpa (SCHWAEGR.) Lindb.
und affinis (HEDW. f.) LINDB. untermischt.
'Tortula bullata (Somm.) LInDB. var. mutica LINDB.
Hold with Hope, auf trocknem Boden; spärlich und mit
der vorigen Art untermischt. Fruchtend.
Tortula Heimii (HEbDw.) Mitt. var. arctica LINDE.
Kap Bennet, auf dem Boden, reichlich, in ausgedehnten,
reinen Rasen. Reichlich mit fast reifen Frächten.
Tortula mucronifolia ScHWAEGR.
Klein Pendulum-Insel, auf dem Boden.
Barbula rubella (Horrm.) MITT.
Klein Pendulum-Insel, mit Ditrichum flexicaule (SCHLEICH.)
HawPE, Myurella julacea (ViLL.) BR. Eur. und Amblystegium
aduncum (L.) LINDB. spärlich untermischt, mit zahlreichen,
alten Fräöchten.
Kap Mary, auf iberrieseltem Boden in kleinen, dichten
und reinen Rasen.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27, AFD. III. N:0 1. 49
Barbula rubella (HorrM.) Mitt. var. brevifolia ARNELL.
Kap Mary, auf dem Boden mit Myurella julacea (VILL:)
Br. EUR, Barbula alpigena (VENT.), Däitrichum flexicaule
(SCcHLEICH.) HAMPE und ÅAmblystegium aduncum (1L.) LINDB.
untermischt. Steril.
Dusén-Fjord, auf dem Boden mit Myurella julacea (VILL.)
BR. EUR. untermischt. Steril.
Barbula alpigena (VENT.).
Kap Mary, auf dem Boden. WSteril.
Dicranum brevifolium LINDB. f. brévifolia.
Hurry-Inlet, in Moossämpfen mit Sphaerocephalus turgidus
(WAHLENB.) LINDB., Ditrichum flexicaule (SCcHLEICH.) HAMPE und
Hypnum trichoides NEcK. untermischt. Steril.
Dicranum elongatum ScHLEICH.
Klein Pendulum-Insel, auf dem Boden mit Timmia austri-
aca HEDw., Sphaerocephalus turgidus (WAHLENB.) LINDB. und
palustris (1L.) LinDB. und Hypnum trichoides NECcE. unter-
mischt.
Kap Franklin, auf den Uferfelsen mit Ditrichum flexicaule
(ScHLEICH.) HAMPE und Polytrichum alpimwn L. untermischt.
Röhss-Fjord, auf trocknem Boden in reinen Rasen sowie
auch mit Blepharostoma trichophyllum (1L.) DuM., Jungermanniu
ventricosa DicKsS. B porphyroleuca (NEES), Dicranum congestum
BripD., Sphaerocephalus turgidus (WAHLENB.) LINDB. und Önco-
phorus virens (Sw.) Brio. untermischt.
Kap Parry, an einem Bachufer teils in reinen Rasen, teils
mit Dicranum Bonjeani DE Not., Polytrichum strictum (BANKS),
Blepharostoma trichophyllum (1.) Dum., Cesia revoluta (NEES),
Jungermannia quinquedentata Hups. und minuta CÖRANZ. un-
termischt.
Hurry-Inlet, in Moossämpfen mit Dicranum Sphagni
WAHLENB., Ditrichum flexicaule (SCHLEICH.) HAMPE und Sphae-
rocephalus turgidus (WAHLENB.) LINDB. untermischt.
30 oP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Die Art ist die weitaus häufigste der Gattung und
kommt, wie aus dem oben Gesagten hervorgeht, sowohl auf
trocknem Boden als auch in Moossämpfen vor. Auf trock-
nen Plätzen bildet gie reine Rasen oder, und sogar öfter,
Mischrasen, besonders mit Däitrichum flexicauwle (ScHLEICH.)
HamMPE. An mässig feuchten Localitäten, an Bachufern und
auf äberrieseltem Boden ist sie oft mit Lebermoosen verwebt.
In den Sämpfen ist die Art ziemlich selten und ausschliess-
lich oder fast nur mit den dichter wachsenden Sumpfmoosen
untermischt. Sie ist nur steril angetroffen.
Dicranum Sphagni WAHLENB. (Det. CO. JENSEN.)
Hurry-Inlet, in Moossämpfen mit Dicranum elongatum
SCHLEICH. untermischt.
Dicranum congestum BRID.
Klein Pendulum-Insel, auf dem Boden zwischen Steinen,
teils in kleinen, reinen Rasen, teils mit Timmia austriaca
HeEDW., Polytrichum alpinum L., Stereodon revolutus MITtr.,
Hypnum strigosum HoFrm. und Jungermannia Eloerker W. et
M. untermischt.
Hold with Hope, die Sudkiäste, auf dem Boden, in kleinen,
reinen Rasen.
Robertson-Insel, auf dem Boden in reinen Rasen.
Kap Franklin, auf dem Boden zwischen Steinen und auch
in Felsspalten, teils in ziemlich grossen und reinen Rasen
und nur hier fruchtend, teils in Mischrasen.
Röhss-Fjord, am Fusse der Uferfelsen mit Dicranum elon-
gatum NSCHLEICH., Sphaerocephalus turgidus (WAHLENB.) LINDB.,
Polytrichum strictum (BANKS.), Jungermannia qwinguedentata
Hups. und Floerkei W. et M. untermischt.
Hurry-Inlet, an einem Bachufer mit Blepharostoma tricho-
phyllum (L.) Dum., Jungermannia qwinquedentata Hups. und
Polytrichum pilosum NECK. untermischt.
Die Art scheint nicht selten zu sein, findet sich aber
gewöhnlich nur in kleinen Rasen und meistens mit anderen
Moosen untermischt. Fruchtend ist sie äusserst selten.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 1. 51
Dicranum Bergeri BLAND. var. acutifolium LINDB. et ÅRN.
(Det. C. JENSEN.)
Hurry-Inlet, in Moossämpfen mit Sphaerocephalus turgidus
(WAHLENB.) LINDB. und Amblystegium aduncum (L.) LINDB.
spärlich untermischt.
Dicranum Bonjeani DE Nor. (Det. C. JENSEN.)
Klein Pendulum-Insel, als f. ortophylla, brevi- et integri-
folia, mit Polytrichum alpinum (L.) und Amblystegium adun-
cum (1L.) LINDB. spärlich untermischt.
Kap Parry, an einem Bachufer mit Dicranum elongatum
SCHLEICH., Jungermanmia quiquedentata Hups. und minuta
CrRANz. und Blepharostoma trichophyllum (L.) Dum. unter-
mischt.
Hurry-Inlet, als f. orthophylla, brevi- et integrifolia, in
Moossämpfen mit Dicranum elongatum SCcHLEICH., Polytrichum
alpinum &L., Sphaerocephalus turgidus (WAHLB.) LINDB. und
Cephalozia divaricata (FRANC.) DUM. untermischt.
Uberall nur steril angetroffen.
Dicranum scoparium (L.) HEbow. (Det. C. JENSEN.)
Röhss-Fjord, auf dem Boden am Fusse der Uferfelsen mit
Oncophorus Wahlenbergii Brio. und Ptilidium ciliare (L.) &
ericetorum NEES untermischt.
Hurry-Inlet, auf trocknem Boden mit Polytrichum alpinum
L., Stereodon hamulosus (BR. EUR.) LINDB. und Amblystegium
aduncum (1L.) LINDB. spärlich untermischt.
Dicranum majus Sm. (Det. C. JENSEN.)
Kap Parry, an einem Bachufer in fast reinen Rasen, mit
Polytrichum alpinum L., Sphaerocephalus turgidus (W AHLENB.)
LiNDB. und Amblystegium aduncum (L.) LinpB. spärlich un-
termischt.
Dicranoweissia crispula (HEDWw.) LInDB. var. atrata BERGGR.
Hurry-Inlet, an der Ostseite des Fjords auf Steinen, hier
und da reichlich, teils in reinen Rasen, teils mit Andreaea
petrophila EHRH. untermischt. Steril.
532 oP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Dicranella secunda (SW.) LINDB.
Kap Borlase Warren, auf trocknem Boden sehr spärlich.
Mit jungen Fröchten.
Trematodon brevicollis HoRrnscE.
Hurry-Inlet, auf trocknem Boden, spärlich. Mit fast reifen
Fräöchten.
Swartzia montana (LAM.) LINDB.
Robertson-Insel, auf dem Boden in reinen Rasen. Steril.
Röhss-Fjord, auf trocknem Boden. Steril.
Dusén-Fjord, auf dem Boden mit reifen Friächten.
Hold with Hope, die Sädkäste, auf dem Boden im reinen
Rasen. Mit alten Frächten.
Kap Bennet, auf dem Boden. Steril.
Ditrichum flexicaule (ScHLEICH:) HAMPE.
Klein Pendulum-Insel, auf trocknem Boden.
Kap Bennet, auf dem Boden.
Kap Franklin, auf dem Boden und in Felsspalten, teils mit
Dicranum elongatum ScHreroH. und Polytrichum alpinum IL.
teils mit Meesea trichoides (L.) SPRUCE, Stereodon chryseus
(SCHWAEGR.) Mitt., Leersia - alpina (SM.) LINDB., Anthelia
mivalis (Sw.) LINDB., Blepharostoma trichophyllum (1:.) DUM.
und Odontoschisma tesselatum (BERGGR.) C. JENS. untermischt.
Hurry-Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom Kap
Stewart auf dem Boden reichlich; auch in den Moossämpfen.
Hurry-Inlet, auf dem Boden nicht selten; in den Moos-
sämpfen findet sie sich ebenfalls, aber spärliceh und mit den
gewöhnlichen Sumpfmoosen untermischt.
Robertson-Insel, auf dem Boden mit Stereodon revolutus
Mirt7. spärlich untermischt.
Die Art gehört zu den häufigsten des Gebietes und
findet sich nicht selten in reinen oder fast reinen Rasen;
2 HMHéHJJ TRAPANI nn
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 1. 53
sie ist oft mit anderen Moosen z. B. Dicranum elongatum
SCHLEICH. und congestum BRID., Amblystegium aduncum (1)
LINDB., Polytrichaceen u. a., dagegen selten mit Lebermoosen
untermischt. In den Moossämpfen fehlt sie nicht, ist hier
aber verhältnismässig selten. Nur steril angetroffen.
Oncophorus Wahlenbergii BRriD.
Klein Pendulum-Insel, auf Felsen und Steinen.
Hold with Hope, auf Blöcken, reichlich, sogar massenhaft
und in grossen reinen Polstern.
Röhss-Fjord, auf Felsen sowie auch auf dem Boden und
hier mit Sphaerocephalus turgidus (WAHLENB.) LINDB., Dicra-
num scoparwm (1L.) HEDW., Polytrichum alpinum (L.), Ambly-
stegium aduncum (1L.) LINDB. und Piilidium ciliare (L.) a eri-
cetorum NEES untermischt.
Kap Franklin, auf Felsen, reichlich, teils in grossen, reinen
Rasen, teils mit Amblystegium aduncum (1L.) LINDB., Dicranum
congestum BRrRID., Polyirichum alpinum (L.) und Timmia austri-
aca HEDW. untermischt.
Kap Bennet, auf Blöcken mit Dicranum congestum BrRID.
und Amblystegvwum aduncum (1L.) untermischt.
Hurry-Inlet, auf Blöcken an einem Gletscherbach.
Die Art ist auf blockigem Boden nicht selten urd findet
sich zuweilen reichlich. Sie bildet gewöhnlich reine Polster,
ist selten und nur sehr spärlich mit anderen Moosen ver-
webt. Sie fruchtet, obschon spärlich, fast äberall.
Oncophorus Wahlenbergii Brin. var gracilis (BrotH.) (Det.
C. JENSEN.)
Kap Bennet, auf dem Boden zwischen Steinen. Steril.
-»
Oncophorus virens (Sw.) Brip.
Hurry-Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom Kap
Stewart in Moossämpfen mit Stereodon chryseus (SCHWAEGR.)
Mitt., Ditrichum flexicaule ScHreicH., Bryum cyclophyllum
Svsnaen und Amblystegium stellanim (NCHREB.) LINDB. und
sarmentosum (WAHLENB.) DE Not. untermischt. Steril.
34 oP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Ceratodon purpureus (L.) Brin.
Kap Mary, an den alten Wohnplätzen der ehemaligen
Eskimobevölkerung. Steril.
Kap Borlase Warren, auf dem Boden.
Robertson-Insel, auf Felsen. Steril.
Kjerulf-Fjord, auf dem Boden. Mit reifen Friächten.
Röhss-Fjord, an Uferfelsen in kleinen, dichten Rasen.
Steril.
Murray-Insel, an den Felsen eines Vogelberges, in satt-
gränen, grossen Rasen und mit sehr kurzen Blättern — f.
brevifolia. Steril.
Kap Franklin, auf dem Boden in kleinen, reinen Rasen
mit zahlreichen reifen Frächten.
Hurry-Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom Kap
Stewart in Sämpfen, hier als f. brevifolia. (Det. C. JENSEN.)
Jan Mayen, an der Mary Muss-Bucht.!
Dorcadium arctiecum (SCcHIMP.) LINDB.
Jan Mayen, Englische Bucht, auf Blöcken, reichlich und
mit jungen Friöchten.
Murray-Insel, auf Felsen mit jungen Fräöchten.
Dorcadium speciosum (ScHimP.) LiInDB. (Det. J. HAGEN.)
Klein Pendulum-Insel, auf Felsen mit jungen Frichten;
auf dem Boden mit reifen und jungen Frächten.
Kap Bennet, auf Felsen. Steril.
Kap Franklin, auf dem Boden mit jungen Frichten.
1 In meiner Schrift »Beiträge zur Flora der Insel Jan Mayen> S. 8
(Bihang till Kgl. Sv. Vet. Akad. Handl. Bd 26. Afd. III. N:o 13.) wurden
einige Arten erwähnt, die auf der Insel nicht gefunden wurden und hier
wahrscheinlich fehlen, unter anderen das Ceratodon purpureus. Diese Art
findet sich doch auf der Insel. Sie war unter den eingesammelten Bryaceen
versteckt und wurde, erst nachdem mein oben erwähnte Aufsats gedruckt
war, entdeckt.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 1. 55
Anoectangium lapponicum (HEDW.) HEDW.
Klein Pendulum-Insel, auf dem Boden. Steril.
Grimmia ericoides (ScHRrAD.) LInDB. var. canescens (TIM)
LINDB. |
Kap Borlase Warren, auf dem Boden.
Hold with Hope, die Sädkiste, auf dem Boden mit Tortula
ruralis (L.) EHRH. untermischt.
Kap Franklin, auf den Uferfelsen.
Robertson-Insel, auf Felsen und auf dem Boden.
Röhss-Fjord, auf dem Boden.
Hurry-Inlet, auf dem Boden in grossen, reinen Rasen.
Die Art ist auf trocknerem Boden und in reinen Rasen
nicht selten, dagegen auf Felsen selten. Sie scheint sich
verhältnismässig selten mit anderen Moosen zu mischen,
fand sich jedoch am Kap Bennet mit Dicranum congestum
BriD., Ditrichum flexicauwle ScHLEicH. und Stereodon revolutus
Mitt. untermischt. Uberall nur steril angetroffen.
Grimmia ericoides (ScHrap.) LINDB. var. epilosa H. Mö.
Robertson-Insel, auf dem Boden in reinen Rasen. Steril.
Kap Franklin, auf dem Boden in grossen, reinen Rasen.
Steril.
Grimmia hypnoides (L.) LINDB.
Kap Franklin, auf den Uferfelsen in reinen Rasen.
Hold with Hope, auf dem Boden in reinen Rasen.
Röhss-Fjord, auf dem Boden und auf den Felsen in reinen
Rasen.
Hurry-Inlet, auf dem Boden in reinen Rasen.
Die Art findet sich nicht selten in reinen, zuweilen
weiten Rasen. Uberall nur steril angetroffen.
56 P. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Grimmia anodon Br. EUR. var. brevipila C. JENS.
Hurry-Inlet, auf Blöcken mit Andreaea petrophila EHRH. und
Dicranoweissia crispula (HEDW.) LINDB. Var. atrata BERGGR. unter-
mischt. Steril.
C. JENSEN, der das Moos untersuchte, teilt mit, dass dasselbe
der Grimmia anodon am nächsten stehe und, wenn wirklich diese Art
vorliegt, als eine var. brevipila zu bezeichnen sei. Des geringen,
sterilen Materials wegen ist eine sichere Bestimmung nicht möglich.
Grimmia Donii SM.
Königin Augusta-Thal, auf Blöcken, spärlich. Mit jungen
Fräöächten und Frächten des vorigen Jahres.
Hold with Hope, spärlich auf Blöcken, mit reifen und
fast reifen Frichten.
Röhss-Fjord, auf Felsen, spärlich. Mit jungen Fräöchten
und Fräöchten des vorigen Jahres.
Grimmia torquata HorRNscH.
Röhss-Fjord, auf Felsen. Steril.
Grimmia apocarpa (L.) HEDw.
Klein Pendulum-Insel, auf Felsen und Blöcken. Mit
fast reifen Frächten.
Hold with Hope, auf Blöcken und auf dem Boden.
Kap Mary, auf dem Boden in grossen, reinen Rasen.
Kap Bennet, auf dem Boden mit Tortula ruralis (11.) EHRE.
untermischt.
Robertson-Insel, auf Felsen, reichlich.
Röhss-Fjord, auf Felsen.
Kap Parry, auf Felsen.
Hurry-Inlet, auf Felsen und auf dem Boden.
Die Art ist häufig, findet sich verhältnismässig selten
in grösserer Menge. Fast iberall fruchtend.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 1. 57
Grimmia apocarpa (L.) HEbow. var. filiformis LINDB.
Klein Pendulum-Insel, auf Felsen. (Det. C. JENSEN.)
Hurry-Inlet, auf Blöcken an einem Gletscherbach. Mit
fast reifen Friächten.
Grimmia alpicola Sw.
Hurry-Inlet, auf Blöcken an einem Gletscherbach, mit
fast reifen Frächten.
Grimmia gracilis ScHLEICH.
Sabine-Insel, Umgegend des Germanihafens auf dem
Boden.
Hold with Hope, die Säudkiste, auf dem Boden.
Kap Bennet, auf Felsen, in reinen Rasen.
Hurry-Inlet, auf feuchtem Boden in reinen Rasen.
Pine spärlich auftretende Art, die nur in sterilem Zu-
stande angetroffen wurde.
Anmerk. Dr. J. HAGEN hat mir mitgeteilt, dass das in meiner
Schrift »Beiträge zur Flora der Insel Jan Mayen» (Bihang K. Sv.
Vet. Akad. Handl. Bd. 26. Afd. III. N:o 13.) aufgefährte Grim-
mia Jan Mayensis n. sp. in der That mit dem Dicranum Anderssonii
(WICH.) SCHIMPR. zusammenfällt. Nachdem die Abhandlung C. JEN-
SEN'S »Bryophyta of the Faeröes»> in meine Hände gelangt ist, scheint
es mir kein Zweifel unterliegen, dass die Auffassung HAGEN'S richtig
ist. Die von C. JENSEN mitgeteilte Beschreibung nebst Abbildungen
des Dicranum Anderssonii bestätigen, dass Grimnmia Jan Mayensis
mit Dicranum Anderssonii identisch ist
Dicranum Anderssonii ist eine sehr seltene Art. Sie wurde im
Jahre 1856 von WICHURA in Lappland entdeckt, ist aber meines
wissens hier nie wiedergefunden. Im Jahre 1896 wurde sie von C.
JENSEN auf dem Färöer gesammelt, sie findet sich hier spärlich und
selten. Auf der Insel Jan Mayen ist sie ebenfalls sehr selten.
Pleurocarpineae.
Thuidium abietinum (L.) Br. EUR.
Kap Bennet, auf dem Boden mit spärlich eingesprengtem
. Amblystegium aduncum (L.) LINDB. untermischt. Steril.
58 opP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Amblystegium serpens (Det. C. JENSEN.)
Jan Mayen, Mary Muss-Bucht auf iiberrieselten Felsen.
Steril. Fär die Insel neu.
Amblystegium stellatum (ScHREB.) LINDB.
Klein Pendulum-Insel, in Moossämpfen.
Hurry-Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom Kap
Stewart in Moossämpfen.
Eine besonders die Moossämpfe bewohnende Art, die hier
teils in reinen oder fast reinen Rasen vorkommt, teils mit den
gewöhnlichen Sumpfmoosen, wie Stereodon chryseus (ScHWAEGR.)
Mitt... Hypnum plumosum Hups. var. arcticum (BERGGER.)
Bryuwm obtusifolium LIiNDB., cyclophyllum (SCHWAEGR.) und
ventricosum DIicKS., Oncophorus virens (SWw.) BrRiD., Ditricehum
flexicaule (SCHLEICH.) HAMPE, Hypnum trichoides NEcK., Am-
blystegium turgescens (TH. JENS.) LINDB., sarmentosum (WaAH-
LENB.) DE Nor. und stramineum (DicKs.) DE Nor. u. a. unter-
mischt ist.
Nur steril angetroffen.
Amblystegium polygamum BR. EUR.
Kap Mary, an einem Bachufer. Mit jungen Frichten
und zahlreichen alten Fruchtstielen.
Hurry-Inlet, am Rande eines Moossumpfes. Mit beinahe
reifen Fräöchten.
Jan Mayen, an der Treibholzbucht und an der Mary
Muss-Bucht. !
Amblystegium revolvens (Sw.) DE Nor.
Klein Pendulum-Insel, in Mossämpfen. BSteril. (Det.
C. JENSEN.)
Sabine-Insel, in der Umgegend des Germania-Hafens auf
iäberrieseltem Boden, spärlich. Steril.
1 Dr. I. HAGEN hat meine Aufmerksamkeit derauf gelenkt, dass das in
meiner Schrift »Beiträge zur Flora der Insel Jan Mayen» S. 15 (Bihang till
K. Sv. Vet.-Akad. Handl. Bd. 26. Afd. III. N:o 13) erwähnte Amblystegium
stellatum (SCHREB.) LINDB. thatsächlich dem Amblystegium polygamum
BR. EUR. angehört.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AED. III. N:0o 1. 39
Kap Mary, auf iäberrieseltem Boden.
Hurry-Inlet, an den Ufern der Seen und in den Moos-
sämpfen, kaum reichlich, teils in reinen Rasen, teils mit den
gewöhnlichen Sumpfmoosen untermischt. Steril.
Amblystegium intermedium LinDs.
Klein Pendulum-Insel, in Moossämpfen, in reinen Rasen
sowie auch mit den gewöhnlichen Sumpfmoosen untermischt.
Steril.
Kap Mary, auf äberrieseltem Boden an einem Bach. Steril.
Hurry-Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom Kap
Stewart in Moossämpfen, reichlich in reinen Rasen. Bteril.
Amblystegium latifolium ARNELL. (Det. C. JENSEN.)
Hurry-Inlet, in Moossämpfen, teils mit Amblystegium re-
volvens (Sw.) DE Not. und sarmentosum (WAHLENB.) DE Nor.,
teils mit Amblystegium polygamum BR. EUR. und revolvens
(Sw.) DE Nor. untermischt. Steril.
Amblystegium aduncum (L.) LINDB.
Die Art gehört den allgemein verbreiteten Arten des Ge-
bietes an. Sie bildet reine Rasen, kommt aber sehr oft mit
anderen Moosen, die Lebermoose nicht ausgenommen, unter-
mischt vor. In den Moossuämpfen fehlt sie auch nicht, tritt
aber hier nur sehr spärlich mit vereinzelten Stengeln auf.
Sie wurde nur steril angetroffen.
Exemplare liegen aus folgenden Lokalitäten vor:
Klein Pendulum-Insel, in Sämpfen mit Polytrichum al-
pinum L. untermischt.
Kap Franklin, auf dem Boden in reinen Rasen.
Röhss-Fjord, mit Polytrichum alpinum IL. und Timmia
austriaca HEDW. untermischt.
Murray-Insel, auf dem Boden in reinen Rasen.
Hurry-Inlet, auf dem Boden in reinen Rasen.
Amblystegium aduncum (L.) LINDB. var. gracillimum
BERGGR.
Murray-Insel, auf Felsen. WSteril.
60 P. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Amblystegium Kneifii Br. EUR.
Jan Mayen, Mary Muss-Bucht auf iberrieselten Felsen.
Steril. Fär die Insel neu. (Det. C. JENSEN.)
Hurry-Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom Kap
Stewart in Moossämpfen in grossen, reinen Rasen. Steril.
Amblystegium badium (HARTM.) LINDB.
Hurry-Inlet, auf Blöcken in einem Gletscherbach, spärlich
mit Paludella squarrosa (L.) Brio. untermischt. Steril.
Amblystegium scorpioides (L.) LINDB.
Hurry-Inlet, am Ufer eines kleines Sees. WSteril.
Amblystegium turgescens (TH. JENS.) LINDE.
Kap Borlase Warren, in Moossämpfen, reichlich und in
reinen Rasen.
Hurry-Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom Kap
Stewart in Moossämpfen, reichlich, in reinen Rasen sowie
auch mit den gewöhnlichen Sumpfmoosen untermischt.
Hurry-Inlet, ebenfalls in Moossömpfen, reichlich, in reinen
Rasen und in Mischrasen. Uberall nur steril angetroffen.
Amblystegium polare (LINDB.) LINDB.
Klein Pendulum-Insel, auf Blöcken in einem Bach, in
reinen Rasen. BSteril.
Hurry-Inlet, am Rande eines Moossumpfes; auf Blöcken
in einem Gletscherbach, hier als f. secunda (det. H. W. ARx-
NELL); an beiden Lokalitäten in reinen Rasen und steril.
Amblystegium Goulardi (SCHIMP.).
Hurry-Inlet, auf Blöcken in einem Gletscherbach. Steril.
Amblystegium giganteum (ScHimP.) DE Nor.
Kap Borlase Warren, in moosreichen Bächen, reichlich
und in remmen Rasen. Bteril. ;
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0.1. Gl
Amblystegium sarmentosum (WAHLENB.) DE Nor.
Eine der häuvfigsten Arten des Gebietes und unter den
Hypnaceen die allgemeinste. Sie ist fast immer auf iberrie-
seltem Boden, in Bächen und in Moossämpfen zu finden und
kommt besonders da reichlich oder massenhaft vor, wo die
Wasserläufe sich iber steinigen Boden ausbreiten. Nie ist
in den langsam strömenden Gewässern gewöhnlich in reinen
Rasen vorhanden, in den Moossäimpfen meistens mit anderen
Arten untermischt. Sie wurde nur steril angetroffen.
Ezxemplare liegen aus folgenden Lokalitäten vor:
Klein Pendulum-Insel, auf iberrieseltem, steinigem
Boden.
Kap Borlase Warren, in moosreichen Bächen.
Hurry-Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom Kap
Stewart in Moossämpten, mit Amblystegium stellatum (SCHREB.)
LINDB. untermischt.
Hurry-Inlet, in Moossämpfen, in reinen Rasen oder mit
den gewöhnlichen Sumpfmoosen untermischt.
Die Art tritt in mehreren Formen auf. In den steinigen,
langsam strömenden Gewässern herrscht eine kräftige, dunkel
purpurbraun gefärbte Form vor, die die typische Art dar-
stellt. In den Moossämpfen findet sie sich gewöhnlich als
eine dänner beblätterte und dänner verzweigte und gränlich
oder gränlich — bräunlich gefärbte Form, die var. fuscescens
J. VAHL; zuweilen tritt in den Moossämpfen (am Hurry-
Inlet) eine sehr schmale, kleinblätterige, sehr dänn be-
blätterte und fast unverzweigte Form vor, die der var. arc-
ticum C. JENS. entspricht. In den Seen findet sich endlich
eine mehrere Dm lange, dunkelbraune, ziemlich däinn ver-
zweigte und schwimmende Form, die als £. fluitans bezeichnet
werden kann.
Amblystegium stramineum (DicKs.) DE Nor.
Murray-Insel, auf dem Boden am Fusse eines Vogelberges;
kommt hier als eine sattgräne, sehr steife Form vor.
Hurry-Inlet, in Moossimpfen; am Rande eines Gletscher-
baches mit Paludella squarrosa (L.) Brin. und Sphagnum
fimbriatum Wins. untermischt.
Uberall nur steril angetroffen.
62 oopP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Amblystegium trifarium (W. et M.) DE Nor.
Hurry-Inlet, am Ufer eines kleines Sees. BSteril.
Amblystegium Zembliae C. JENs.
Kap Borlase Warren, mit Avrnellia fenmica (GOTTSCHE)
LINDB. untermischt. Steril.
Hypnum strigosum HoFFmM.
Klein Pendulum-Insel auf steinigem, ziemlich trocknem
Boden mit Timmia austriaca HEDW., Dicranum congestum
Brip., Polytrichum alpinum IL. und Stereodon revolutus MITT.
untermischt.
Hypnum (Brachythecium) collinum ScHLEICH.
Dusén-Fjord, auf dem Boden, mit Myurella julacea (VILL.)
Br. EUR. und Ceratodon purpurens (L.) Brip. f. brevifolia un-
termischt.
C. JENSEN, der das Exemplar ebenfalls untersucht hat,
erklärt, dass vielleicht das H. collinum vorliege, was aber
wegen der schwachen Emntwickelung der Pflanze nicht sicher
festzustellen sei.
Hypnum Mildeanum.
Hurry-Inlet, in Moossömpfen. Steril.
Hypnum plumosum Hups.
Clavering-Insel, auf Steinen in Bächen, in reinen Rasen.
Steril.
Murray-Insel, auf dem Boden am Fusse eines Vogelberges,
in reimnen Rasen. BSteril.
Kap Franklin, auf dem Boden mit Timnuia austriaca HEDW.
untermischt. Steril:
Hypnum plumosum Houps. var. turgidum (HARTM.).
Klein Pendulum-Insel, in Moossämpfen. Steril.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 1. 63
Hypnum plumosum Hovups. var. arctiecum (BERGGR.).
Klein, Pendulum-Insel in Bächen, in reinen Rasen und
reichlich; in den Moossämpfen reichlich, in fast reinen Rasen,
spärlich mit Philonotis fontana (L.) Brio. und Amblystegium
aduncum (L.) LINDB. untermischt.
Kap Borlase Warren, auf Steinen in Bächen, in reinen
Rasen.
Kap Mary, in Bächen, in reinen Rasen.
Robertson-Insel, auf äberrieseltem Boden.
Hurry-Inlet, in Moossämpfen, reichlich.
Gehört zu den allgemeineren Bach- und Sumpfmoosen
und bildet zuweilen, besonders an den Bächen, sogar Massen-
vegetation. In der Klein Pendulum-Insel ist diese Varietät
sehr häufig und kommt hier mit dem auch reichlich oder
Massenhaft auftretenden Bryum obtusifolium LINDB. zusammen
vor; Mischrasen, von beiden Arten gebildet, wurden kaum
beobachtet.
In den Moossämpfen findet sie sich teils als reine oder
fast reine Rasen, teils mit den gewöhnlichen Sumpfmoosen
untermischt.
Uberall nur steril angetroffen.
Hypnum trichoides NECcE.
Klein Pendulum-Insel, in Moossäimpfen, reichlich, in
reinen Rasen sowie auch mit Stereodon chryseus (SCHWAEGR.)
Mirtt., Sphaerocephalus palustris (T.) LINDB., Plulonotis fontana
(L.) Brio., Amblystegium stellatum (ScHREB.) LiNDB., Hypnum
plumosum Hups., var. arcticum (BERGGR.) u. a. untermischt.
Kap Borlase Warren, in Moossäömpfen, reichlich und in
reinen Rasen.
Hurry-Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom Kap
Stewart, in Moossämpfen, reichlich.
- Hurry-Inlet, in Moossämpfen, reichlich.
Uberall nur steril angetroffen.
64 oP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Myurella julacea (VILL.) BR. EUR.
Kap Mary, am Rande eines Sumpfes mit Barbula rubella
(HorFmM.) Mitt. untermischt. Steril.
Dusén-Fjord, auf dem, Boden, spärlich und mit Ceratodon
purpureus (L.) Brio. und Hypnum collinum(?) SCHLEICH. un-
termischt. Steril.
Myurella tenerrima (BRrRID.) LINDB.
Klein Pendulum-Insel mit Sphaerocephalus turgidus un-
termischt. Steril.
Hylocomium proliferum (L.) LINDB.
Hold with Hope, die Suäudkäste, spärlich in den Polstern
des Sphagnum squarrosum CRoOME eingesprengt. Steril.
Es liegt hier dieselbe schmale, mit kurzen, gewöhnlich
stumpfen Stengel- und Artblättern versehene Form vor, die
von C. JENSEN! und H. W. ARNELL? erwähnt und von ihnen
als eine arktische Form des Hypnum proliferum betrachtet
wird, mit dem das Hypnum alaskanum LEsS0. et JAMES zusam-
menfällt.
Stereodon revolutus MITT.
Klein Pendulum-Insel, auf ziemlich trocknem Boden zwi-
schen Steinen, in reinen Rasen.
Hold with Hope, die Sädkäste, auf Stenen mit Dicranum
congestum BRrRID. und Ditrichum flexicaule (SCHLEICH.) HAMPE
untermischt.
Kaiser Franz-Joseph-Fjord, auf dem Boden in reinen Rasen.
Steril.
Die Art wurde selten in reinen Rasen beobachtet, da-
gegen viel öfter mit anderen Moosen untermischt, wie z. B.
mit Ditrichum flexicaule (ScHLEIcCH.) HAMPE, Timmia austriaca
HeEbDwW., Polytrichaceen, Dicranum elongatum NCHLEICH. u. a.
Nur steril angetroffen.
1 JENSEN, C., Mosser fra Ost-Gronland. P. 439. (Meddelelser om Grgn-
land. Heft. 15. VII. Kjgbenhavn 1898.)
? ARNELL, H. W.. Beiträge zur Moosflora der Spitzbergischen Inselgruppe.
8. 128. (Öfversigt af K. Sv. Vet. Akad. Förh. 1900. N:o 1.)
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 1. 65
Stereodon Bambergeri (ScHIMP.) LINDB.
Klein Pendulum-Insel, in Sämpfen mit Philonotis fontana
(L.) Brio. untermischt.
Hurry-Inlet, die Westseite, etwa 20 Km nördlich vom Kap
Stewart in Moossämpfen, reichlich.
Nur steril angetroffen.
Stereodon hamulosus (Br. EUR.) LINDB.
Hurry-Inlet, auf trocknem Boden in Mischrasen von Di-
cranum scoparium (L.) HEDWw., Polytrichum alpinum L. und
Amblystegium aduncum (1L.) LINDB. spärlich eingesprengt.
Stereodon chryseus (ScHWAEGR.) MITT.
Klein Pendulum-Insel, auf iberrieseltem Boden und in
Moossämpfen.
Sabine-Insel, Umgegend des Germania-Hafens, an Bächen,
reichlich, in reinen Rasen.
Kap Borlase Warren, in Moossämpfen, reichlich und in
reinen Rasen.
Kap Bennet, auf iberrieseltem Boden mit Hypnum tri-
choides Neck. und Philonotis fontana (L.) Brio. untermischt.
Kap Franklin, mit Ditrichum flexicaule (SCHLEICH.) HAMPE,
Leersia alpina (SM.) LIinDB., Meesea trichoides (L.) SPRUCE,
Amnthelia nmivalis (Sw.) LIinDB., Blepharostoma trichophyllum
(L.) Dum. und ÖOdontoschisma tessellatum (BERGGR.) C. JENS.
untermischt.
Kap Stewart, an Bächen.
Hurry Inlet, die Westseite, etwa 20 Km. nördlich vom
Kap Stewart, ins Moossämpfen, reichlich und teils in reinen
Rasen, teils mit Hypnum plumosum Hups. var. arcticum
(BERGGR.), Philonotis fontana (1L.) Bripv., Ditrichum flexicawle
(SCHLEICH.) HAMPE und Amblystegium sarmentosum (W AHLENB.)
DE Nor. untermischt.
66 P. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Hurry-Inlet, in Moossäimpfen und an Bächen reichlich.
Die Ärt ist eine der häufigsten und an allen besuchten
Lokalitäten, die Murray-Insel jedoch ausgenommen, mehr oder
weniger reichlich angetroffen. In den Moossömpfen findet
sie sich reichlich, zuweilen sogar massenhaft und in reinen
Rasen, tritt aber auch mit den gewöhnlichen Sumpfmoosen
in Mischrasen auf. An Bächen findet sie sich auch in reinen
Rasen, bildet dagegen auf iberrieseltem Boden oft Misch-
rasen. Auf trocknem Boden ist sie verhältnismässig selten
immer spärlich und nur in Mischrasen zu finden. Sie wurde
nirgends fruchtend angetroffen.
Isopterygium nitidum (WAHLENB.) LINDB.
Hurry-Inlet, an einem Bachufer mit Hupnum trichoides
NEcK., Amblystegium aduncum (L.) LINDB., Sphaerocephalus
turgidus (WAHLENB.) LINDB., Pohlia commutata (NCHIMP.) LINDB.
und Jungermannia alpestris SCHLEICH. untermischt.
Plagiothecium silvaticum (Hups.) Br. Eur. (Det. C. JENSEN.)
Jan Mayen, Mary Muss-Bucht in einer Schlucht, sehr
spärlich und steril. Fär die Insel neu.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 1. 67
Register der Arten.
Seite
Manblystesnum aduncum. (L.): LINDB. « > so «+ steel ock 2 200
? > var. gracillimum BERGGR. . . 59.
> Dada <CERARTEM:) «ENDE yg frid ES oder HA OO
» SiSAntemuma (LINDB.), bINDEST ET Sckta fet REG
» Godlard) (SCHIMP-) LINDBA I fe dc data RRO0
> initeRnmeduma, LINDE: I oc qcrtså ste iekd RE CRD
» lattolum: ARNELL ; I feravtd & ör obisasr als
» In STD RIGEURe sd statt din agan AKNE ROS
» DOlaner (LINDB.); LINDB: avs rev ect eylsdgrstt sus RDS
» polygsamum BR. EUR: - fusk: Sad -denN di RDS
> TFevolvens (Sw-) DE NOT: fav: ie STAN EE föSd er en Do
» sarmentosum (WAHLENB.) DE NOT. FERREIRA (Ode
» sconplordes. (1C:) LINDE: jryrkakoas. lekis ROME
> SERp ONS: (ly)y BRes BURE a 16 ac SED ket isen dr DOE
> stiellatwma(KSCHREB.). LINDBA soda ctrl SR ADS
> stramimnevun (DICKS-) DE NOTYHS Ro fat «Ör
» baltanrtunn s(W-aet, M3) DE NOT a ofteprisukedt ot NGA
» fumgsescens. (CH... JENS) LINDBIE: sunt ddttso0
» Mempiaes UN JENSH fr: i IWEN = usen sån er oda res ÖVA
Kördinsseanpapulosa. ENDB:se = oc fe sm os 6 i VA genial eat
> petrophila BHRH; sa-gs PETS) BRT EN ON Fö sot Se SLUG
Anoectangium lapponicum (HEDW-) HEDW. Br CSN ON ot rv 0
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68 pP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSELORA OSTGRÖNLANDS.
Seite.
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Cinelidium subrotundum LINDB. . . . REN SAN ALT a a 0 Al
Conostomum tetragonum (VILL.) LINDB. IT NR rei 6 RS be AES EE MN
Dicranella secunda (SW.) LINDB. . .. ALBA
Dicranoweissia crispula (HEDW.) LINDB. var. atrata BERGGR. . SUV
Diecranum Bergeri BLAND. var. acutifolium LINDB. et ARNELL . 51.
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Isopterygium nitidum (WAHLENB.) LINDB. ön MESIORMERAHSSSSAS NOR: are
Leersia atanis (HEDW. £)) LINDB. stör os C:09850 re Sr
> alpina (SM.) LINDB. | srt fa tv MNESR eo vare es re
> laciniata (HEDW.) LINDB. . . . BR aa abe
rhabdocarpa AN LINDE. . ESSER AG SKETUG SS EPRRANIGERSN tee Sg 0
THeptobryum pyriforme (13) WILHS:: "a fr SUSAEET HAS AE Sat
Meesea trichoides. (L.) SPRUCE . . 0. 0. SNS SMR rear aNreE
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 1. 69
Meesea triquetra (L.) ÅNGSTR.
Myurella julacea (VILL.) BR. EUR.
> tenerrima (BRID.) LINDB.
Oligotrichum glabratum (WAHLENB.).
Oncophorus Wahlenbergii BRID. . FEN Re. vc
> > var. gracilis (BROTH.) .
> virens (SWw.) BRID. avant
Paludella squarrosa (L.) N.
Philonotis alpicola JUR.
> fontana (L.) BRID.
Plagiobryum demissum (HORNSCH.) LINDB.
Plagiothecium silvaticum (HUDS.) BR. EUR.
Pohlia commutata (SCHIMP.) LINDB.
» > var. fila (SCHIMP.) LINDB. .
» ceruda (L.) LINDB.
>» nutans LINDB.
Polytrichum alpinum L.
> hyperboreum BROWN.
> > pilosum NECKE..
» sexangulare FLOERK.
» strietum (BANKS-.)
Sphaerocephalus palustris (1L.) LINDB.
> turgidus ESSENS. LINDB.
Sphagnum acutifolium EHRH. 2
» fimbriatum WILS.
» squarrosum ÖROME
> subsecundum NEES var. der (Russ.)
Splachnum pedunculatum (HUDS.) ' Sarri (Sw.)
» vasculosum L. FaR RENA
Stereodon Bambergeri (SCHIMP.) LINDE.
> chryseus (SCHWAEGR,) MITT. .
» hamulosus (BR. EUR.) LINDB.
> revolutus MITT.
Swartzia montana (LAM.) LINDB.
Tetraplodon bryoides (ZOÉG.) LINDB.
» Wormskjoldii (HORN.) LINDB.
Thuidium abietinum (L.) BR. EUR. .
Timmia austriaca HEDW..
Tortula bullata (SOMMERF-) LINDB. var. mutica LINDB. .
» Heimii (HEDW.) MITT. var. arctica LINDB..
» latifolia (HEDW.) LINDB.
» mucronifolia SCHWAEGR.
» ruralis (L.) EHRH. 5
> systylia (BR. EUR.) LINDE.
renatodon brevicollis HORNSCH.
Seite.
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64.
64.
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24.
70 oP. DUSÉN, BEITRÄGE ZUR LAUBMOOSFLORA OSTGRÖNLANDS.
Erklärung der Tafel I.
Karte des Untersuchten Gebietes.
Die bryologisch untersuchten Lokalitäten sind mit rotem Druck
angegeben und in derselben Weise wie auf der Seite 4 beziffert.
Erklärung der Tafel II.
Fig. 1. Bryum obtusifolitum LINDB. Planta. ?/1.
SOS > > Capsula deoperculata humiditate. 19/1.
FD S > Dentes exostomii. 77/1.
SARA » » Pars dentis exostomii. 666/4,
SRB. > > Pars endostomii. 73/1.
> 6. minus ARNELL. Planta. ?/1.
SE > Capsula siccitate. 3/1.
> 8. subnitidulum ARNELL. Planta. ?/1.
Erklärung der Tafel III.
Bryum Dusenii ARNELL.
Hugo. 1. Plantasr.e fi
> 2. OCapsula siccitate. 10/1.
> 3. Dentes exostomii. ?95/1,
> 4. Pars dentis exostomii. 66/1,
> 5. Pars basalis dentium exostomii. ?85/1.
> 6. Pars endostomii. ?99/1.
" BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 1. (äl
Erklärung der Tafel IV.
Bryum groenlandicum ARNELL. Planta. ?/1.
»
pv)
> Capsula siccitate. 19/1.
Jan Mayense ARNELL. Planta. ?/1.
» Capsula siccitate. 19/1.
? Dens exostomii. 00/1.
teres LINDB. Planta. ?/1.
> Capsula siccitate. "7/1.
> Dentes exostomii. ?85/4.
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BIHANG TILL K. SVENSKA VET.-AKAD. HANDLINGAR. Band 27. Afd. IL. N:o 2.
Meddelanden från Stockholms Högskola. N:o 210.
EINIGE
BLUTENBIOLOGISCHE BEOBACHTUNGEN
IM ARKTISCHEN TEIL VON
SCHWEDISCH LAPPLAND 1900
VON
CARL SKOTTSBERG
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GEPRUFT VON VITTROCK UND G. NATHORST
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STOCKHOLM
RYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER
1901
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origen Sommer nahm der Verfasser an den von Privatdoc.
A. HAMBERG an der Hochschule zu Stockholm veranstalteten
und von ihm seit mehreren Jahren betriebenen Untersuchungen
iäber die Naturverhältnisse der Sarjekgegend in Lule Lapp-
mark teil. Meine eigentliche Aufgabe war, entomologische
Studien und Sammilungen zu machen, aber in Zusammenhang
damit gedachte ich auch blätenbiologische Untersuchungen zu
unternehmen, die man in einer Hochgebirgsgegend wie diese
fär sehr lohnend halten könnte. Dass die Resultate verhält-
rismässig unbedeutend geworden sind, hängt von vielen Um-
ständen ab, nicht am wenigsten von ausserordentlich ungän-
stigen Witterungsverhältnissen.
Da ich vielleicht nicht Gelegenheit bekomme, Lappland
wieder zu besuchen, wenigstens nicht binnen der näheren Zu-
kunft, habe ich schon jetzt meine Aufzeichnungen veröffent-
lichen wollen. Herr Professor Dr. G. LAGERHEIM ist mir mit
Titteraturangaben behäölflich gewesen. Herr 'T. VESTERGREN
hat die Göte gehabt, mir etwas von dem von ihm eingesammel-
ten Material zu geben, wie auch verschiedene Notizen. Diesen
Herren spreche ich meinen besten Dank aus.
Die Gegend, innerhalb deren ich meine Untersuchungen
ausgefihrt habe, ist nordwestlich von Kvikkjokk zwischen 67”
und 67” 30' N. Br. gelegen; sie liegt also nördlich vom Polar-
kreise und gehört zu dem arktischen Gebiete; westlich und
östlich wird sie von Hochebenen begrenzt; nördlich und säd-
lich geht sie in niedrigere Gebirgsgegenden iber. Sie gehört
zu der ausgedehntesten Hochgebirgsgegend von Schweden.
Die Gebirge da sind ja keine eigentliche Hochgebirge; der
höchste Gipfel, Sarjektjåkko ist 2091 M., etwa 20 Gipfel sind
cirka 2000 M. hoch. Wenigstens die Hälfte des Gebietes liegt
- mehr als 1200 M. iber dem Meeresspiegel; ein ziemlich gros-
4 SKOTTSBERG, EINIGE BLUTENBIOLOGISCHE BEOBACHTUNGEN.
ses Areal fällt oberhalb 1500 Meter, und nur ein sehr geringer
Teil liegt unterhalb der Baumgrenze. Meine Beobachtungen
rähren grösstenteils vom oberen Teil der »Weidenregion»
(alpine Region) her. -— Durch ihre nördliche Lage hat indessen
die Gegend vollständig den Charakter einer Hochgebirgsge-
gend; grosse Schneemassen bleiben den ganzen Sommer auf
den Gipfeln liegen. Das Vorhandensein von cirka 100 Glet-
schern dräckt der Natur des Gebietes seim Gepräge auf; sie
sind freilich im allgemeinen nicht gross, doch giebt es solche
die 5 Km. lang sind. Sie äben unzweifelhaft grossen FEin-
fluss auf das Klima aus.
Die Insektenwelt des Gebietes und ihr Verhältnis zur
Pfianzenwelt.
Man möchte denken, dass die kämmerliche Insektenwelt
der Sarjekgegend, sowohl an Arten als an Individuen arm,
nicht fär die grosse Anzahl von Alpenpflanzen geniägen sollte,
die durch Farbe, Exposition, Honigabsonderung u. s. w. fär
Bestäubung durch Insekten deutlich eingerichtet sind. NSicher-
lich wärde eine ganze Menge Alpenpflanzen des nördlichen
Europas oder wenigstens innerhalb von mir berährten Gegen-
den, steril bleiben oder nur spärlich fruktificieren, wenn nicht,
wie von mehr als einem Forscher hervorgehoben ist, Autoga-
mie in grossem Massstabe vorkäme.!
För eine richtige Auffassung von der Bedeutung der en
sekten fär die Teraser der Alpenflora sind Beobachtungen
iber Insektenbesuche natärliceh von Wert. Mir war deshalb
daran gelegen, die Insektenbesuche genau zu notieren, welche
zu beobachten ich selbst Gelegenheit gehabt.
Schmetterlinge, Hautfliigler und Fliegen ? können innerhalb
des fraglichen Gebietes einige Rolle bei der Bestäubung der
Alpenblumen spielen. Von den erstgenannten darf man nicht
viel erwarten; ich habe nur 3 Arten — Argynnis Pales Schift.,
Erebia Lappona Esp. und Colias Hecla Lef. — Blumen be-
suchen sehen.
Die Fliegen besuchen oft Blumen, insbesondere Salices.
1! Vgl. WARMING, Gronl. Blomst., Ark. Vext. Biol.. LINDMAN, etc.
>? Die Käfer, welche auf den Weiden allgemein vorkommen, können
vielleicht fär diese Pflanzen eine Bedeutung als Uberbringer des Pollens haben.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 2. 5
Unter allen Insekten spielen die Hummeln! fär die Be-
stäubungsarbeit die vielleicht grösste Rolle, aber auch sie
kommen nur spärlich vor; die gemeinste Art ist Bombus lap-
ponicus Fabr. Auch diese habe ich nicht so oft gesehen;
wenn das Wetter erlaubt, erscheinen die Hummeln, aber
immer einzeln.
Von B. lapponicus sind vielleicht in allem 100 Besuche
von mir wahrgenommen, die meisten auf Diapensia und auf
den Myrtillusarten. PB. consobrimus Dbm. und scrumshiranus
Dbm. sind weit seltener; von diesen habe ich viel weniger
Besuche gesehen, insbesondere vom letzteren (vielleicht kaum
zehn). Der Sommer 1900 war dem Leben der Insektenwelt
mehr als gewöhnlich unginstig. Die Sonne zeigte sich selten;
dagegen kamen heftige Ungewitter sehr oft vor, und es reg-
nete fast jeden Tag. Dazu kam auch, dass die Temperatur
sehr niedrig war, öfters nur wenige Grad Celsius iäber dem
Frierpunkt, zuweile unter demselben. Im allgemeinen sind
die Insekten gezwungen, sich in den geschätzten Thälern auf-
zuhalten; dort ist auch die Vegetation am reichsten; höher
auf den Gipfeln kommen die Insekten immer spärlicher vor;
die Vegetation ist da recht käimmerlich, d. h. von wenigen
Arten zusammengesetzt.
Das Aussehen der Bliten bei einigen alpinen Pflanzen,
nebst einem Verzeiehnis der von mir beobachteten
TInsektenbesuche.
Antennaria carpatica (Wg.) R. Br. — Taf. I.
Diöcisch?; in von mir besuchten Gegenden därften männ-
liche und weibliche Individuen ungefähr ebenso gemein sein;
wenigstens kann man mit Sicherheit nichts anders behaupten.
Die weiblichen Bliiten > (Tafel I, Fig. 1, 5, 7, 8, 10.) sind,
die Pappushaare einberechnet, 6 bis 6,5 Mm. lang. Die Krone
ist sehmal rohrförmig, etwa 3,5 bis 4 Mm. lang; der Frucht-
knoten etwa 1 Mm. Die Bräme ist 5-gelappt; die Lappen
sind 0,5 Mm. lang, lancettenförmig, im Rande mit einigen
1 Von Herrn Cand. P. A. ROMAN gitigst bestimmt.
2 >LastADIUVS in K. V. A. Handl. 1822. Pag. 336»: WAHLENBERG, Flora
Suecica, P. I. Pag. 535.
3 Herr T. VESTERGREN hat die Gitte gehabt, mir sein in Formalin auf-
bewahrtes Material zu geben.
6 SKOTTSBERG, EINIGE BLUTENBIOLOGISCHE BEOBACHTUNGEN.
mehrzelligen Haaren versehen; eimzelne solehe Haare können
auch an der Aussenseite des Kronenrohres vorkommen (Taf.
I, Fig. 1, 8). Die Lappen der Bräme sind rötlich gefärbt;
iäbrigens ist die Krone weiss.
Der Griffel ist am Grunde etwas angeschwollen, von weis-
ser Farbe. (Taf. I, Fig. 1). Die etwa 0,5 Mm. lange Narbe
eingerechnet, ragt er während der Anthese 1,5 Mm. ausser-
halb der Möändung der Röhre hervor. Die Lappen der Narbe
sind rot, in der Blätezeit von einander getrennt; sie sind
ringsum mit zahlreichen Papillen versehen. (Tafel I, Fig. 7).
Staubblätterrudimente fehlen ganz.
Die Pappushaare iberragen die Narben um ein paar Mm.;
sie sind vielzellige Gebilde, haarfein mit ausgezogener Spitze.
Die Zellen der äussersten Schicht springen als kleine Höcker
hervor, wodurch das Haar ein stacheliges Aussehen bekommt.
(NER I ED NASA
Die männliche Bulite (Taft. I, Fig. 2, 3, 4, 6, 9, 11) ist
5—6 Mm. lang. Das Kronenrohr ist viel weiter als das der
weiblichen Bläte, etwas glockenförmig; die Farbe ist gelb-
braun und, besonders bei den Kronlappen, etwas rötlich 1. Die
Lappen der Bräme sind kaum 1 Mm. lang, breiter und mehr
abgerundet als bei der weiblichen Bläte; auch stehen sie im-
mer mehr zusammen. (Vegl. Taf. I, Fig. 3).
Die oben erwähnten, in Fig. 8 dargestellten Haare fehlen
gänzlich; dagegen sind zahlreiche kleine Papillen vorhanden.
Die Staubblätter (Taf. I, Fig. 2, 9) besitzen lange Fila-
mente und Antheren; die Pollenkörner sind stachelig.
Der Stempel hat ganz und gar seine ursprängliche Funk-
tion verloren und thut nur als Ausfeger des Pollens Dienst.
Er ist hierzu besonders gut eingerichtet. Die gleich dicken
Narben kleben stets zusammen (Taf. I, Fig. 6); ihre Papillen
sind noch zahlreicher als die in der weiblichen Bläte und be-
deutend grösser, d. h. als sogen. Fegehaare vorhanden. Die
Pappushaare iberragen die Kronen ein wenig, sind aber etwas
kärzer als die Staubfäden. Nie sind wie im vorigen Falle
gebaut, aber an der Spitze stark erweitert und reicher ver-
Ziwierstea (Rat RS
In der Knospe ist der Stempel oft etwas länger als die
Kronröhre (Taf. I, Fig. 2); die Staubgefässe ragen noch kaum
! Die Blumen von ÅA. carpatica werden in Backm. F1. als graugrin be-
zeichnet.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:02. 7
heraus; dann wachsen diese bedeutend, die Krone wird mehr
geöffnet und auch der Pistill wird etwas länger (Taf. I, Fig. 3);
ist doch etwas kärzer als die Staubfäden.
Das Pollen wird wahrscheinlich wie bei A. dioica aus-
gepumpt, d. i. durch Krämmung der Staubfäden bei Beriäh-
rung.! Ich kann nicht denken, dass es auf eine andere
Weise vorgeht. Das Pollen wird dadurch auf den Kronlappen
und auch auf den verdickten Enden der Pappushaare ausge-
breitet und somit exponiert.
Wie diese Beschreibung zeigt, stimmt der Blitenbau von
ÅA. carpatica gut mit den von JuEL? neuerdings ausfärlich
beschriebenen und abgebildeten ÅA. dioica und ÅA. alpina.
A. dioica wird besonders von Schmetterlingen besucht;”
ihre rosa und weiss gefärbte Blitenköpfehen sind in ziem-
lich hohem Grade anlockend; Honig giebt es auch. ? A. dioica
geht nicht besonders hoch auf die Berge hinauf. — Männliche
Bläten sind bei A. alpina eine grosse Seltenheit; durch JuEL's
Untersuchungen wissen wir, dass A. alpina parthenogenetisch
ist. — Aber wie verhält es sich mit A. carpatica? Die bräuvn-
lich scehwarzen Köpfchen rufen gar keine Aufmerksamkeit her-
vor; Honig habe ich in den Bliten nicht gesehen. Und in
Lule Lappmark wenigstens wächst A. carpatica im oberen
Teil der Weidenregion, oft viel höher, wo das Vorkommen
von Insekten beinahe die reine Zufälligkeit ist. Wäre die
Fortpflanzung bei A. carpatica von Insekten abhängig, wärde
die Art nicht lange bestehen können. Von Autogamie kann
man natärlich hier nicht sprechen. Es ist ja nicht unmög-
lich, dass Anemopbilie in diesem Falle vorkommen kann.
Das auf den &-Köpfcehen ausgebreitete Pollen kann, vom
Winde gefiöhrt, in den Pappus der 9-Köpfcehen anhaften und
so allmählich auf die Narben gelangen.
Teider habe ich nicht Gelegenheit gehabt, die Fruchtbar-
keit bei dieser Pflanze zu beobachten.
Taraxacum officinale (Web.) Wigg.”
Wurde ?3/8 in Reg. alp. inferior von Argynnis Pales Schiff.
besucht.
! HILDEBRAND, Pag. 40 —42.
? Pag. 6—14.
3 LINDMAN, Pag. 91.
2 KnutH, Nordfr. Ins. Pag. 89.
> Unsre Exemplare sind noch nicht näher untersucht, weshalb ich die
Art unter diesem Namen aufnehme.
8 SKOTTSBERG, EINIGE BLUTENBIOLOGISCHE BEOBACHTUNGEN.
Myosotis silvatica Hoffm.
Gehört den äppigeren Weidengebäschen amn.
Besuch von emem Bombus lapponicus Fbr. wahrgenommen.
LINDMAN bemerkt, dass er mnie einige Besucher auf dieser
Pflanze gesehen hatte.!
Diapensia lapponica L.
Geht hoch im Regio alpina superior hinauf, reichlich bliä-
hend und fruktificierend.
WARMINGS ? Annahme, dass diese Pflanze eine entomophile
ist und sehr schlecht för Autogamie geignet, stimmt gerade
mit meinen Beobachtungen. Bis jetzt findet man in der Litte-
ratur nur eine Angabe töber Besucher, nämlich von EKSTAM ?
und zwar gilt die einige Fliegen. WSelbst habe ich mehrmals
Bombus consobrinus Dbm., B. lappomicus EFbr. und einige
grössere Fliegen Diapensia besuchen sehen.
Pedicularis lapponica L.
Gehört der Weidenregion hauptsächliceh zu und kommt
in grosser Menge in der Empetrum-Heide vor.
Besuche !3/7 von Bombus lapponmicus Fbr. beobachtet.
Angelica Archangelica L.
Wurde ?7/s in Reg. alp. inferior von einem Bombus lap-
ponicus besucht.
Ranunculus acris L.
Ein Besuch von Colias Hecla Lef. (??/s Reg. alp. inf.) wahr-
genommen.
Trollius europaus L.
Kommt wie Myosotis silvatica vor.
KnurE t zählt unter den Besuchern keine Hummeln auf.
Selbst habe ich Bombus lapponicus Fbr., B. consobrinus Dbm.
und B. scrimslhiranus Dbm. als Besucher bemerkt. Die klei-
nen Arbeiter kriechen in die Bläte gänzlich hinein, bleiben
darin eine Weile und kommen aus, mit Pollen vollständig
eingepudert.
Silene acaulis L. — Taf. II. Fig. 1—5; 11.
Ueber das Vorkommen dieser Pflanze vgl. Diapensia.
VP ol0
? Gronl. Blomst. Pag. 134—1335.
3 Schwed. Hochgeb. Pag. 430.
4 Blitenb. II B. 1 Th., Pag. 36.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 2. 9
Nach MÖLLER! und AxELn? triöciseh; nach LINDMAN ?
polygam; nach EKsSTAM ? auf Spitebergen diöciseh (> und 8);
G. ANDERSSON und HESSELMAN ? fanden im Sommer 1898 auch
weibliche Individuen dort. Auf Grönland triöciseh nach WAR-
MING.” In Lule Lappmark habe ich selbst sowohl &, 2 als 8
gefunden, aber nicht polygame Individuen. Die zwitterigen
Pflanzen sind hier selten.
Folgende Darstellung, vollständig auf meine eigenen Beob-
achtungen gegrändet, wird grösstenteils hie und da bei ver-
scehiedenen Verfassern wiedergefunden. Da aber die Angaben
sehr verbreitet sind, könnte diese kurze Ubersicht als Zusam-
menstellung vielleicht ihbren Wert haben.
Die männlichen Buliten (Taf. II, Fig. 1) sind zuweilen
grösser als die weiblichen, was iäbrigens mit den Angaben
von ÅXELL"' und WARMING”? stimmt.
Der äussere Staubblattkreis wird zuerst entwickelt; Wenn
dieser verwelkt, tritt der andere in Funktion. Während der
erste seine volle Länge von ca 10 Mm. hat, ist der andere
nur 5 bis 6 Mm. lang.
Der Pistill ist rudimentär; die Griffelzweige sind stets
gränlich weiss, zusammenstehend; die Narbenflächen besitzen
nur sehr kleine Papillen. Das ganze Gynaeceum ist ca 3
Mm. lang.
Die weiblichen BUiten (Taf. IT, Fig. 3) kommen nach
LINDMAN ? auf Dowre in zweierlei Formen auf verschiedenen
Individuen, kleiner und grösser, vor; er giebt an, dass die
Farbe der letzteren dunkler ist. Ich habe auch, aber selten,
Individuen mit kleineren Bliten angetroffen; sie sind oft, doch
nicht immer, heller als die grösseren; kleine Bläten, die ebenso
stark gefärbt sind wie die anderen, habe ich auch gesehen.
Der Fruchtknoten ist viel grösser als der in der männlichen
Bläte; die Griffel sind lang, ragen ziemlich weit aus der Blite
hervor und sind auseinandergebogen. Sie sind weiss mit violet-
1! Alpenbl. Pag. 194—97.
Frbag. 107.
3 Pag. 52. Vergl. auch WARMING, Caryoph. Blomst. Pag. 263.
t Spitzb. Pag. 24. Vergl. auch WARMING, Caryoph. Blomst. Pag. 265.
Auf Novaja Semlja 9 u. 3: EKSTAM, Nov. Semlj.
> Spetsb. Kärlv. £. Pag. 55.
$ Caryoph. Blomst. Pag. 262.
7 Pag. 107.
3 Caryoph. Blomst. Pag. 262.
IP aSA DS Appid., Taf I, Fig 18 Aum. Bi
10 -SKOTTSBERG, EINIGE BLUTENBIOLOGISCHE BEOBACHTUNGEN.
ten Narben. Die Papillen sind viel grösser als die der männ-
lichen Bliäte.! Bliten mit vier Griffeln habe ich auch ge-
sehen.
Die Staubgefässe (Taf. II, Fig. 11 A u. B) sind rudi-
mentär; manchmal kann man zwei Kreise von ungleicher
Länge unterscheiden (vgl. Fig. 11 u. d. Figurenerklärung);
alle zehn können auch gleich lang sein, etwa 2—3 Mm., sel-
ten mehr.
Die 2witterigen Bliten (Taf. II, Fig. 2) habe ich nur sel-
ten gesehen. Sie sind stark proterandrisch;? das Gynaeceum
wächst erst hervor, wenn die Staubblätter beinahe verwelkt
sind. Der Pistill ist von derselben Beschaffenheit als der in
der weiblichen Blite und scheint vollkommen normal ent-
wickelt. In einigen untersuchten Fruchtknoten waren Samen
im Begriffe sich zu entwickeln.
Melandrium silvestre (Schkuhr) Roebl.
Kommt wie 'Trollius und Myosotis vor.
Besuche von Bombus lapponicus Fr. (in Reg. alp. inf.)
sind wahrgenommen.
Viscaria alpina (L.) G. Don.
Nach den Anzeichnungen von T. VESTERGREN, der sie mir
gätigst mitgeteilt hat, giebt es auch in Lule Lappmark so-
wohl zwitterige als rein weibliche Bläten, öfters auf ver-
sehiedenen Individuen; zuweilen finden sie sich auf dem-
selben Individuum, aber gehören da stets zu verschiede-
nen ÅAchseln. Die weiblichen Bläiten sind kleimer als die
zwitterigen.? WARMING giebt fär Grönland auch männ-
liche Bläten an,? bezweifelt aber später selbst die Richtig-
keit dieser Beobachtung.?. Wir sahen diesen Sommer keine
derartige Bläten. JWiscaria alpina wächst auf sonnigen, offe-
nen Wiesen in Regio alpina inferior und ist als eine Schmet-
terlingsblume zu bezeichnen; ich habe Argynnis Pales; Colias
Heela und Erebia Lappona mehrmals die Blumen besuchen
sehen (Aug.—Reg. alp. inf.). Was E. Lappona betrifft, sagt
LINDMAN (Pag. 9), dass er ein Grasschmetterling ist, der keine
Blumen besucht. Vielleicht verhält es sich meistens so.
1! Siehe WARMING, Caryoph. Blomst. Pag. 262, mit Abbild.
? Vel. hieriiber LINDMAN, KNUTH, MÖLLER, u. a. m.
3 LINDMAN, Pag. 59.
+ Gronl. Blomst. Pag. 129.
> Caryoph. Blomst. Pag. 248.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND: 27. AFD. III. N:0 2. 11
Rhodiola rosea L., & und <.
Wird von Fliegen fleissig besucht. Auch habe ich eine
grosse Tipulide mehrmals de Blumen besuchen sehen. Die
Vorderbeine der Tiere ”waren mit Pollen ganz bedeckt.
Myrtillus uliginosa (L.) Drej.
Gehört mit M. nigra eigentlich der Heide in der Weiden-
region zu; geht doch auf die Gipfel hinauf.
Wird FÖrbAltnismåseig hävfig von Huwmmeln (B. consobri-
nus, lapponicus und SUS) besucht.
Myrtillus nigra Gilib.
Besuche von den soeben erwähnten Bombusarten sind
mehrmals beobachtet.
Arctostaphylos alpina (L.) Spreng. — Taf. II, Fig. 4—6.
Sowobhl in Reg. alp. inf. als superior vorkommend. Weil
diese Pflanze sehr fröh bläht, sind die Angaben iäber die Blu-
men sehr spärlich. FEigentlich bespricht sie nur WARMING!
ausfährlich. Nach seinen Angaben, welche in diesem Falle
mit meinen ibereinstimmen, sind die Blumen schwach prote-
rogyn. Er hält vor, dass Autogamie anschemend vorhanden
ist. So macht er z. B. darauf aufmerksam, dass die Anthe-
renanhänge reduciert sind, und dass die Blumen fast versteckt
sitzen. Die Anhänge (Fig. 6) sind ja auch sehr unbedeutend
und können wohl kaum funktionieren. Die Antheren liegen
dicht am Griffel; ein Insekt kann also den Honig erreichen
ohne sie zu berähren (vgl. Fig. 4). Eigentämlich kommt es vor,
dass WARMING nichts von den Nectarien erwähnt; auch kann
man nichts davon auf seiner Figur sehen. Nach meinen Be-
obachtungen hat Arctostaphylos alpina sehr schön und deutlich
hervortretende Nectarienbildungen, aus 10 Gruben im Grunde
der Krone bestehend. Die Gruben sind halb durchsichtig
sie sind von schmalen, undurchsichtigen Balken getrennt und
treten daher oft sehr deutlich hervor, wie es die Figur 5 A,
Tafel IT, zeigt. Es fehlt vielleicht der grönländischen ÅA.
alpina an diesen Bildungen. Der Honig sondert sich vermut-
lich in den Gruben ab; einige Nectarien wie bei Å. Uva Urs
innerhalb der Staubgefässkreise kommen nicht hier vor. Die
Staubblätter (Fig. 6) sind an der Basis seitwärts ausgebreitet
und bilden somit den Honiggruben eine Begrenzung nach innen.
Keine Besucher sind von mir wahrgenommen; ich halte es
1 Arkt. Vaext. Biol. Pag. 13—21S5.
12 SKOTTSBERG, EINIGE BLUÖTENBIOLOGISCHE BEOBACHTUNGEN.
doch fär sehr wahrscheinlich, dass Insekten die Blumen be-
suchen; der Honig wird durch die Stellung der Bläiten von
aussen deutlich siechtbar (Fig. 5 A). Fliegen kriechen oft
im därren Laubwerke umher. (Bekanhtlich sitzen die vorjäh-
rigen Blätter zu der Blätezeit noch da).
Andromeda hypnoides L.
Wächst. mit Diapensia und Silene acaulis.
LINDMAN (Pag. 71) nimmt spontane Autogami an. Ist
sehwach wohlriechend und mit 10 undeutlichen Honiggruben
versehen. Die Antherenanhänge sind lang, gerade ausstehend.
Besucher: Bombus lapponicus Fbr., 2 und 3.
Phyllodoce ceerulea (L.) Bab.
Als Besucher ist Bombus serimshiranus Dbm. 8 beobachtet.
Empetrum nigrum L. — Taf. II, Fig. 7—10, 12.
Die meisten Angaben äber die Geschlechtsverteilung bei
Empetrum rähren von Grönland her. WARMING ! sah dort keine
hermafroditische Bläten, erzält aber, dass VAHL solche als
die häufigsten betrachtete. KOoLDERUP-ROSENVINGE? sagt: »Flores
hermaphroditi haud raro occurrere videntur. Ad Godthaab
flores 3 et &A in una planta inveni.> Harrtz erzält von Nord-
ost-Grönland:? »Alltid 8, hvilket ogsaa er det almindeligste
overallt i GreÅnland,» und von West-Grönland:? >»overallt,
hvor jeg undersggte den, vare dens Blomster tvekjonnede; det
var meget sjeldent at finde Hanblomster (alltid med Rudi-
ment at Frugtknude), Hunblomster saa jeg aldrig.» Im nörd-
lichen Norwegen meistens 3 nach LAGERHEIM. In Dänemark
suchte WARMING vergebens nach zwitterigen Bliten.? Nach
LINDMAN auf Dovre" sowohl monöcisch, diöcisceh als polygam.
Von dem schwedischen Empetrum sagt THEDENIUS: ” »Blommor
enkönade (i norra Sverige vanligen tvåkönade).» Wird in
ENGLER und PRANTL, Nat. Pflanzenfamilien, von PAx>? als diö-
cisch, selten monöciseh oder polygam bezeichnet.
ilGTonl 25 Paso.
>” Gronl. Faner. And. Tillaeg.
> Nordgst-Gronl. Fan. Karkrypt.
+ Bot. Rejseb. fra Vest-Grgnland.
Föroni, Pr Pas Dö
7 Sv. Skolb. COXIX.
Ia Re IRA
täten då Mirai ann
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD: HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 2. 13
Diesen Angaben nach därften zweigeschlechtliche Bliäten
viel häufiger in nördlichen als in sädlichen Ländern auf-
treten.
Selbst habe ich die Gelegenheit gehabt, eine grosse An-
zahl von Individuen zu untersuchen. Es hat sich dabei ge-
zeigt, dass Empetrum in Lule Lappmark als monöciseh, diöciseh
und polygam auftritt. Von einer Anzahl Individuen nahm
ich, um die Geschlechtsverteilung auszumachen, einige Zweige;
die Zeit erlaubte es nicht, ganze Individuen zu untersuchen.
Hier unten folgt eine Ubersicht iäber das Verhältnis bei zehn
Individuen. Natärlich können die Zahlen kein exaktes Bild,
aber doch eine Vorstellung von dem ungefährlichen Vorkom-
men der verschiedenen Bliten geben.
Anzahl |
döunters.| — GO Q [nns
Blumen. | | |
1 36 — 30 1
2 30 — | 30 SET
3 Ör nu RLSN obs h i 4 | >= Alte Frächte, mit zuräckge-
4 17 + 15 | SALE bliebenen Staubfäden, gab
20 | ? | FN es auch: sind nicht mit- |
5 Ol aha ) | gerechnet. |
6 SÖKT IN 110 av —
7 Nille | lens ST. f" Anzahl unbekannt, alle 3, |
= | | und &.!
S 30 SR Inte Ne 281
9 Dä IS EE ST | T Anzahl unbekannt.
| : Tap Mö ” Tr Anzahl unbekannt, sehr ge-
BTI0 26 BT kl 6 oo arme srällesd ins
Nur in einem von diesen zehn Fällen gab es also sowohl
S, 9 als 3 auf demselben Individuum; Nr. 1, 3, 4, 6, 7, 5, 9
zeigten zweierlei Bläten; dagegen hatten 2 und 5 nur Bli-
ten einer Art. 3 kommt oft vor.
Die männlichen Bliiten (Taf. IT, Fig. 8).> Die Staubblät-
ter sind bis 9 Mm. lang mit grossen Antheren und fadendin-
nen Filamenten. Der Pistill ist rudimentär, von einem sehr
unbedeutenden Fruchtknoten mit oder ohne Narbe bestehend.
Die weiblichen BuUiten (Taf. II, Fig. 9). Der Pistill ist
4 Mm. lang. Der Fruchtknoten ist grän, kugelrund; der
Griffel ist sehr kurz und von einer grossen, sechwarz-violetten,
2
2
1 Auf frihen Stadien nicht immer leicht von einander zu unterscheiden.
2? Die Abbildungen der Bliten, Fig. a, b, c auf Taf. COXIX in Sv. Skolb.
sind reine Phantasien.
14 -SKOTTSBERG, EINIGE BLUÖTENBIOLOGISCHE BEOBACHTUNGEN.
reich gelappten Narbe gekrönt. Nach LINDMAN! sondert diese
eime zuckerhaltige Flässigkeit ab. Die Staminodien sind mei-
stens sehr klein, ca 1 Mm. lang oder kärzer.
Dice 2witterigen Bliten (Paf. II, Fig. 4) sind stark proter-
andrisch (vergl. auch LINDMAN, Pag. 35—36). Staubblätter
und Stempel sind von derselben Beschaffenheit wie die in den
eingeschlechtlichen Bläten.
Die Frage, ob Empetrum eine anemophile oder eine ento-
mophile Pflanze ist, ist von mehreren Verfassern behandelt.
WARMING ? glaubt, dass der Wind die Bestäubung vermittelt;
als Beweis hebt er die grosse Länge der Staubfäden, die Be-
schaffenheit der Narbe etc. hervor. LINDMAN dagegen glaubt
annehmen zu können, dass vielleicht anemophile Bestäubung
die gewöhnliche ist, dass aber auch Insektenbestäubung vor-
kommen kann; er nennt Empetrum eine Fliegenblume.? Be-
sucher sind wirklich wahrgenommen,? obwohl nicht von ihm.
Ich selbst nehme an, dass Empetrum ausgeprägt anemophil
ist und dass Insektenbesuche reine Zufälligkeiten sind.
Im Sarjekgebiete ist Empetrum sehr häufig und nimmt
eine hervorragende Stellung in der Vegetation der alpinen
Heide ein. Obgleich ich während der Blitezeit täglich grosse
Mengen von Empetrum sah, gelang es mir nie, einige Besu-
cher zu erblicken. Gegen Insektenbestäubung sprechen
öbrigens die Kleinheit der Blumen und ihr versteckter Platz;
sie sitzen unter den Blättern verborgen, so dass nur die An-
theren exponiert werden (Taf. II, Fig. 12). Viele Umstände
sprechen fär Windbestäubung. Die Bläten sind an den
Zweigenden gesammelt; die langen Filamente heben die An-
theren oberhalb der Blätter auf; das Pollen wird dadurch dem
Winde ausgesetzt. Die Antheren springen mit breiten, seit-
liehen Längsspalten åuf, was vielleicht auch dazu beitragen
kann, dass das Pollen sehr leicht ausgeschittet wird. Die
1 Pag. 35. Prof. Dr. G. LAGERHEIM bat mir gäötigst folgende Aufzeich-
nung gegeben: »>Eine Abscheidung eines zuckerhaltigen Saftes von Seiten der
Narbe konnte ich nicht konstatieren; die rotgelbe Färbung, die LINDMAN er-
hielt, wenn er Schnitte der Narbe mit FEHLING's Lösung behandelte, rährte
vermutlich entweder von in den Zellen vorhandenem Zucker, der fast immer
zusammen mit Antokyan vorkommt oder von Gerbstoff, der ebenfalls sehr häu-
fig in antokyanhaltigen Zellen zu finden ist und ebenfalls die FEHLING'sche
Lösung reduciert (vergl. B. LipForss, Ueber die Wirkungssphäre der Glyecose-
und Gerbstoffreaktionen in Acta Univ. Lund, t. XX VIII 1891—92).>
2 Greonl. 2. Pag. 38.
3 Pag. 35—536.
2 KnutH, II B., 2 Th. Pag. 344.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:02. 15
Pollenkörner bleiben zu Tetraden vereinigt; die ganze Tetrade
ist etwa 36 u in Diam.; die Wände sind dänn und völlig
glatt (Taf. II, Fig. 10). Die Pollenkörner scheinen somit
einer anemophilen Pflanze gehören.
Dass Aussehen der Narbe! spricht auch för Windbestäu-
bung; die grosse Empfangsfläche und das Vorhandensein einer
Flissigkeit machen es, dass die Pollentetraden sehr leicht
anhaften. Empetrum trug diesen Herbst ausserordentlich reich-
lich reife Frichte.
Salix glauca L., Lapponum L., lanata L.
Werden sehr oft sowohl von Hummeln als von Fliegen
besucht. Was die Käfer betrifft, siehe oben.
Bemerkungen iber die Farben einiger alpinen Pflanzen.
Silene acaulis L.
Die Krone ist meistens lilagefärbt; die Farbe wechselt
von beinahe weiss bis ziemlich dunkel rotviolett. In Ueber-
einstimmung damit variiert der Kelch zwischen hell braun-
grän und dunkel braunviolett.”
Myrtillus nigra Gilib.
Die Blumen sind dunkelrot, viel dunkler als im Tieflande.
Nach LINDMAN ? ist dies Verhältnis auch auf Dovre vorherr-
schend.
Myrtillus uliginosa (L.) Drej.
Der nach aussen gewandte Teil der Krone ist purpurrot;
die verborgene Seite weiss. Im Tieflande mit schwach röt-
lichen Blumen.
Rhododendron lapponicum L.
Die gut exponierten Bliten sind durch sehr bunte Farbe
ausgezeichnet. Der Kelch ist rotbraun oder braunviolett. Die
Krone ist anilinrot; innen am Grunde etwas dunkler. Die
1 Die rote Farbe der Bläten braucht ja gar nicht zum Anlocken der In-
sekten zu dienen. LAGERHEIM, (sS. oben) schreibt: »Eine rote Farbe ist auch
den Narben der wie Empetrum frih blähenden, sicher entomophilen Betula,
Corylus ete. eigen und iberhaupt bei zeitig im Friähjahr entwickelten Pflan-
zenorganen sehr häufig vorkommend.>
2 Die wahre Albinos-form habe ich nicht gesehen.
SrPag. 8:
16 SKOTTSBERG, EINIGE BLÖTENBIOLOGISCHE BEOBACHTUNGEN.
Staubgefässe haben violette Stränge und orangegelbe Anthe-
ren. Der Fruchtknoten ist grän, der Griffel dunkelrot mit
braunvyioletter Narbe. Stark wohlriechend, dem Rosendufte
ähnlich.
Phyllodoce ceerulea L.
In schöner Albinosform gesehen mit hellgränem Kelch
und weisser Corolle; die ganze Pflanze lichter grän. Sehr selten.
Azalea procumbens L.
Einmal mit hellgränem Kelch und sechneeweisser Corolle
gesehen. Auch die äbrigen Teile der Pflanze lichter gefärbt.
Andromeda hypnoides L.
In Albinosform wie die vorigen gesehen.
Thalictrum alpinum L.
Gewöhnlich mit rotbraunem oder graubraunem Perigon
und violetten Antheren; einmal traf ich eine Menge Exem-
plare mit gelbgränen Perigonblättern und schwefelgelben An-
theren an (= var. flavescens Norm.).
I
Saxifraga stellaris L.
Die Hauptform hat die Blumenblätter mit zwei griänen
Flecken am Grunde, die Antheren carminrot, der Fruchtkno-
ten gränlich weiss, die Frucht rotbraun. HEine lichtere, oft
vorkommende Varietät hat hell gelbgräne Flecke an den
Blumenblättern, mennigrote Antheren; weissen Fruchtknoten
und weisse Frucht; Kelch, Stengel und Blätter sind auch
heller gefärbt.
RENSAS ESPESOSAT D AAA
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 2. 17
10.
18
Litteraturverzeichnis.
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Erandlv Bo 27 II N:o 6: Stockholm T8ST.
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Handlööb: fe. II. N:o 2. Sthimies6. (Arké Vezt: Biolb):
2
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(Gromnl. 2).
21: =,
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Festskrift; udg. af
den Bot. Foren. i Kjobenhavn etc. Kjeobenh. 1890. (Caryoph.
Blomst.).
Nachtrag.'
22. JUEL, H. O.: Vergl. Untersuchungen äber typische und partheno-
genetische Fortpflanzung bei der Gattung Artennaria.
Vet.-Ak. Handl.
BYS NOD.
1900.
K. Sv.
23. HILDEBRAND, F.: Uber die Geschlechtsverhältnisse bei den Com-
positen.
Verh. d. Leop. Carol. Acad. B. XXXV.
Verzeichnis der besprochenen Pfilanzen.
Andromeda hypnoides
Angelica Archangelica .
Antennaria carpatica .
Arcetostaphylos alpina.
Azalea procumbens .
Diapensia lapponica
Empetrum nigrum .
Melandrium silvestre .
Myosotis silvatica
Myrtillus nigra .
— uliginosa
Pedicularis lapponica .
Phyllodoce czerulea
Seite.
5 123 0
Ranunculus acris. .
Rhodiola rocea
Rhododendron lapponicum .
Salix glauca
— lanata.
— Lapponum .
Saxifraga stellaris
Silene acaulis .
Taraxacum officinale .
Thalictrum alpinum
Trollius europeus .
Viscaria alpina
1869.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 2. 19
HF UD No
-— på
- DO BD 0 AA PB MM
Figurenerklärung.
Tafel I. Antennaria carpatica.
Weibl. Blite, vergrössert.
Männl. Bläte in der Knospe, halbiert. Vergrössert.
D:o ausgeschlagen, vergr.
Pappushaar einer gÖ&-Blume, vergrössert. Nur Basis und
Spitze dargestellt.
D:o einer 9-Blume.
Narbe einer &7-Blume; Vergr. ca 75.
Narbe einer 9-Blume; Vergr. ca 50.
Kronlappen der YP-Blume; Vergr. ca 75.
Staubfaden; Vergr. ca 50.
Drei weibl. Bläiten, dreimal vergr.
Drei männl. Bläten, dreimal vergr.
Tafel II.
Silene acaulis, 7-Blume, vergr.
> > 3-Blume, vergr.
» » Q-Blume, vergr.
Arctostaphylos alpina; eine Blume, halbiert, vergr.
> > A, Blume von oben gesehen, um die
Honiggruben zu zeigen, B, Honiggruben von innen. Vergr.
A u. B. Arctostaphylos alpina; Staubgefässe, vergr. =
Empetrum nigrum: $-Blume, vergr.
> > JS”-Blume, vergr.
> > Q9-Blume, vergr.
> » Pollentetrade, stark vergrössert.
Silene acaulis, Staminodien: A des inneren, B des äusseren
Kreises. Vergr. He
Ende eines blihenden Zweiges von Empetrum, etwa Fe
É H | 3 É
a . ont ng EAA SR Oo
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EN 7-10,12 Empetrum nigrum.
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- BIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 27. Afd IL N:o d.
ZUR KENNTNIS
GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS
MIT EINER KARTE UND 5 TAFELN.
MITGETEILT AM 13. FEBRUAR 1901.
GEPRUFT VON V. WITTROCK UND A. G. NATHORST.
STOCKHOLM
KUNGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER
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FA FU at SR SEE ÄR: ra Sr a. RS Ne rr len YT AE ESS NER te 1
Ds. Gebiet, dessen Gefässpflanzen hier behandelt werden
sollen, umfasst die Käste von Ostgrönland zwischen 70? und
75 n. Br. Die ersten botanischen Untersuchungen in diesem
Gebiete wurden im Jahre 1822 von W. ScorResBY Jun. aus-
gefuhrt.! Schon im folgenden Jahr wurden weitere Beiträge
zur Flora dieses Gebietes gewonnen, indem botanische Samm-
lungen damals von SABINE gemacht wurden.?
Danach dauerte es fast 50 Jahre, bis diese Untersuchungen
fortgesetzt wurden. CoPELAND und PaANscH, beide Teilnehmer
an der zweiten, deutschen Nordpolar-Expedition, widmeten
ihre Untersuchungen der Vegetation des Gebietes, und der
letztere hat wertvolle biologisehe Beobachtungen iäber die
fragliche Flora mitgeteilt.? Die von ihnen gemachten Samm-
lungen wurden systematisch von BucHENAU und FocKE bear-
beitet.? Die wichtigsten botanischen Untersuchungen wurden
jedoch von N. HaArtz ausgeföhrt?, der als Mitglied der unter
Leitung von C. RYDER stehenden, dänischen Expedition
(1891—1892) ein volles Jahr im Scoresby-Sund verweilte. Seine
Untersuchungen beschränkten sich fast ausschliesslich auf die
mittleren und inneren Teile des genannten Fjordsystems.
Ausserdem hat er auch eine Sammlung an der Nordseite der
Halbinsel Hold with Hope (73” 30' n. Br.) bei seinem kurzen
Aufenthalte däselbst am 20. Juli 1891 zusammengebracht und
1! HOooKER, List of Plants from the East Coast of Greenland. (SCORESBY,
W. Jun., Journal of a voyage to the Northern Whale-Fishery. p. 410. Edin-
burgh. 1823.)
? HOooKER, W. J., Some account of a collection of Arctic plants formed
by EDWARD SABINE, during a voyage in the arctic Seas. (Trans. Linn. Soc.
1825. XIV. p. 360.)
> PaAnscH, A., Klima und Pflanzenleben auf Ostgrönland. (Die zweite
deutsche Nordpolarfahrt. Bd. 2. Wissenschaftliche Ergebnisse. S. 5.)
"ot BUCHENAU, FR. und FocKE, W. O., Gefässpflanzen.
3 fe zweite deutsche Nordpolarfahrt. 'Bd. 2. Wissenschaftliche Ergebnisse.
2.)
> HArtz, N., Ostgronlands Vegetationsforhold. (Meddelelser om Grenland.
Hett. 18: IV. Kjsbenhavn. 1896.)
4 P. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
interessante Beobachtungen äber die dortigen Vegetationsver-
hältnisse mitgeteilt.
Die von Herrn Professor Dr. A. G. NATHorsTt geleitete
schwedische Expedition nach Ostgrönland im Jahre 1869, um -
etwaige Spuren von ANDRÉE zu finden, hatte selbverständlich
botanische Untersuchungen in ihr Programm aufgenommen.
Diese waren mir anvertraut geworden. Durch die zeitrau-
bende Vermessung der Fjorde, die ich ausfährte, wurden je-
doch die botanischen Arbeiten in erheblichem Grade beschränkt
und waren im August meinerseits fast vollständig unter-
dröckt. Nur sehr selten war es mir während der Vermes-
sung der Fjorde vergönnt, hier und da etwas äber das Vor-
kommen der Arten zu notieren. Unter solcehen Umständen
konnten keine nennenswerten biologischen Beobachtungen
gemacht werden. Was in dieser Hinsicht hier unten mitge-
teilt wird grändet sich daher grösstenteils auf die Unter-
suchung des mitgebrachten Herbarienmaterials. Die Beob-
achtungen iäber die Reifezeit der Samen der eimzelnen Arten
sind selbstverständlich ebenfalls sehr läckenhaft.
Herr Prof. Dr. A. G. NAtHorsTt hat die botanischen Re-
sultate der Expedition durch viele wichtige Funde vermehrt.
Er hat an mehreren Plätzen die da wachsenden Pflanzen
notiert und die Freundlichkeit gehabt, die Artenlisten zu
mener Verfögung zu stellen. Diese habe ich insofern be-
nutzt, als ich die von ihm beobachteten Pflanzen hier unten
auffähre, soweit sie sich nicht in meinen eigenen Listen fin-
den. För die freie Disposition iäber die von Prof. Dr. A. G.
NATHORST gemachten Beobachtungen bin ich ihm zum grössten
Dank verpflichtet.
Die vorliegende Darstellung der ostgrönländischen Vege-
tation ist im ganzen auf die von der schwedischen Expedi-
tion 1899 ausgefihrten Beobachtungen und Sammlungen ge-
grändet. Ausserdem habe ich hier eine Pflanzensammlung
beräcksichtigt, die auf der vom Herrn Konservator G. KoLrt-
HOFF nach demselben Gebiete geleiteten zoologischen Expedi-
tion im Jahre 1900 vom Herrn Präparator K. A. G. GREDIN
zusammengebracht wurde. Sämtliche von der schwedischen
Expedition im Jahre 1899 gemachten botanischen Sammlungen
sowie auch eine Kollektion der von der schwedischen Expe-
dition im Jahre 1900 gesammelten Gefässpflanzen sind dem
Reichsmuseum in Stockholm iäbergeben worden.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 3. >)
Ein Verzeichnis der näher untersuchten Lokalitäten
folgt hier:
Klein Pendulum-Insel (Säd- und Ostseite).
Wallross-Insel.
Sabine-Insel (die Umgegend des Germania-Hafens).
Königin Augusta-Thal an der Flacken Bucht.
Kap Borlase-Warren.
Kap Mary auf der Clavering-Insel.
Hold with Hope (die Ostspitze, Kap Broer Ruys).
Hold with Hope (die Säödkäste).
Kap Bennet.
10. Bontekoe-Insel.
11. Sophia-Strasse (unweit der westlichen Mändung).
12. Ruth-Insel.
13. Kjerulf-Fjord.
14. Kaiser Franz-Joseph-Fjord (unweit des Nordenskiöld-
Gletschers).
15. Röhss-Fjord.
16. Forsblad-Fjord.
17. Scott Keltie-Inseln.
18: Kap Parry.
19. Antarctic-Hafen am Davy-Sound.
20. Murray-Insel.
21. Kap Stewart.
22. Hurry-Inlet (die Westseite etwa 20 km. nördlich von
dem Kap Stewart).
23. Hurry-Inlet (die innersten Teile des Fjords).
Diese Lokalitäten sind in der beifolgenden Karte (Taf. 1)
mit rotem Druck bezeichnet und in derselben Weise wie hier
oben beziffert. Obschon ich hier unten die Verbreitung von
mehreren Arten am Scoresby-Sund erwähne, kommt doch die
Flora dieses Fjords im grossen und ganzen hier nicht in
Betracht.
TT SE läm äl
x x
Da N. Hartz in der schon citierten Arbeit eine ausföhr-
liche Behandlung der Pflanzenformationen am Scoresby-Sund
gegeben hat, so kann ich mich hieröber auf wenige Wörte
beschränken. Die wichtigsten Formationen unsres Gebietes
sind die Felsenflur (dänisch: Fjeldmarken), die Zwergstrauch-
6 P. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
heide (dänisch: Lyngheden), das Gebiisch (däniseh: Kratt»)
und die Krautflur oder die Krauthalde (däniseh: Urteli.)t
Die Felsenflur hat die bei weitem grösste Ausdehnung.
Charakterpflansen dieser Formation sind: Salix arctica, Sazi-
fraga oppositifolia und caespitosa, Papaver radicatum, Silene
acaulis, Dryas actopetala var. minor und var. argentea, Luzula
confusa, Carex mnardina, Cerastium alpinum und dessen var.
lanatum.
Die Zwergstrauchheide besitzt keine grosse Ausdehnung
und findet sich hauptsächlich an den inneren Teilen der
Fjorde. In der Kiästenregion ist sie sehwach entwickelt. Im
Inneren des Hurry-Inlet, wo sie ihre grösste Ausdehnung
hat, und am Kjerulf-Fjord war sie fast ausschliesslich von
Cassiope tetragona gebildet. Vaccinium uliginosum" micro-
phyllum ist von untergeordneter Bedeutung. Empetrum mgrum
spielt in der Heidevegetation keine nennenswerte Rolle, und
Cassiope hypnoides findet sich hier nur als eime NSeltenheit.
In dem Käöästengebiete ist, wie gesagt, die Heidevegetation
schwach entwickelt und findet sich verhältnismässig selten.
Cassiwope tetragona ist die massgebende Art; Vaccinium ist als
Element dieser Formation hier von grösserer Bedeutung als
im Inneren der Fjorde. Die Formation wurde ausschliesslich
am Fusse der Sädabhänge beobachtet und ausserdem noch nicht
selten in den Vertiefungen des Bodens, was wohl andeutet,
dass sie besonders in der Kästenregion eine Nchneedecke
und Schutz gegen die vorherrschenden nördliehen Winde
bedarf.
Das Gebiäsch (Gesträpp) wurde nur im inneren der Fjorde
beobachtet; am besten entwickelt war diese Formation am
Kjerulf-Fjord. Dieselbe setzt sich aus Betula nana und Salix
arctica zusammen, welche sich jedoch nur wenig äber den Boden
erheben und gewöhnlich ganz verflacht sind?. Es handelt sich
daher nicht um echte Dickichte, aber diese Vegetation kann
schwerlich zu irgend einer anderen Formation gebracht wer-
1 Uber der Beschaffenheit dieser Formationen vergl:
Harrz, N., Ostgrenlands Vegetationsforhold. (Meddelelser om Greenland.
Heft. 18. IV. 8. 301 u. f. Kjobenhavn. 1895.)
WARMING, E., Plantesamfund. Grundtrek af den Okologiske Plantegeo-
graf. S. 193— 195, 5 200—201, 5. 231 und S. 269.
? PANSCH giebt an, dass er im Kaiser Franz- -Joseph-Fjord mehr als 3
Dm. hohe Sträveher von Salix arctica und 6—9 Dm. hohe Sträucher von
Betula nana gefunden hat. MSolche Riesensträucher sind von uns nie beob-
achtet worden.
RR ärter tea Sena ee rr RN NORR RAN ANGE RS DARE VS DI
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 3. Y
den. Die genannten Sträucher erreichen eine ziemlich bedeu-
tende Grösse. Betula nana hat nicht selten Stämme von etwa
2 em Dicke und 1 meter lange Zweige. Von den Pflanzen
dieser Formation erwähmne ich folgende: Calamagrostis pur-
purascens, Rumex Acetosella, Alsine rubella, Festuca rubra var.
arenaria, Poa glauca und flexuosa, Campanula rotundifolia
var. arctica, Cerastium alpinum var. lanatum, Pedicularis lap-
pomica, Lesquerella arctica, Arnica alpina, Polygonum vivipa-
rum, Euphrasia latifolia, Papaver radicatum, Arctostaphylos
alpina, Draba hirta, Potentilla nivea, Saxifraga caespitosa und
Pyrola grandiflora.
Die Krautflur oder die Krauthalde fand sich nur im Inne-
ren des Hurry-Inlet, teils in der Thalsohle, teils in einer
Schlucht am OÖOstabhang des Fjords. Die in der Thalsohle
gefundenen Pflanzen dieser Formation wurden in Vertiefun-
gen des Bodens oder am sonst geschöätzten Stellen beobach-
tet. Hierher gehören Potentilla maculata, Euphrasia latifolia,
Thalictrum alpinum, Pyrola grandiflora, Draba hirta, Luzula
campestris " frigida, Sibbaldia procumbens, Erigeron uniflorus
var. pulchellus u. a. Wahrscheinlich sind Gentiana tenella und
Draba repens hierher zu rechnen.
In pflanzengeographischer Hinsicht verweise ich auf die
von N. HaArtz gegebene Darstellung.! Ich will nur bemerken,
dass die Verbreitung der Arten in unsrem Gebiete eine der-
artige ist, dass die Einwanderung gewisser Arter schwerlich
unter solehen Naturverhältnissen hat stattfinden können, wie
sie in der Gegenwart in Ostgrönland obwalten. TIch denke
hierbei an diejenigen Arten, die sich nur an den inneren,
gönstigen Stellen der Fjorde finden und das rauhe Klima der
Kästenregion nicht ertragen. Es scheint mir sehr wahrschein-
lich, dass diese Arten in einer Epoche mit gönstigerem Klima
eingewandert sind. HFEine solche Epoche hat ja auch bekannt-
lich existiert.
An mehreren Stellen unsres Gebietes sind Strandterassen
bekannt, in denen unter anderen Resten von Meerestieren
auch NSchalen von Mytilus edulis eimngebettet liegen. Diese
Art ist jetzt an den Kiästen unsres Gebietes ausgestorben und
die nördlichste Stelle, wo sie noch lebend gefunden worden ist,
liegt etwa 7 Breitengrade sädlich vom Kaiser Franz-Joseph-
1 HaArrTzZ, N., Fanerogamer og Karkryptogamer fra Nordgst-Gronland c.
15—70 N. Br. (Meddelelser om Grgnland. Heft. 18. V. Kjobenhavn. 1896.)
8 P. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFELANZEN OSTGRÖNLANDS.
Fjord. Als der Mytilus in den Fjorden unsres Gebietes lebte,
war das Klima desselben milder als heute. Ähnliche und
auch andere Beweise fär die Existenz einer gönstigeren Epoche
in postglacialer Zeit sind auch aus anderen, benachbarten
arktischen Gegenden bekannt. Am natärlichsten scheint es
mir, die Einwanderung der empfindlicheren Arten mit dieser
|
|
t
3
gönstigeren Periode zu verbinden. Ohne eine solehe Verbin-
dung wird das Vorkommen mehrerer Arten nur im Inneren
der Fjorde schwerlich zu erklären sein.
Xx x
+x
Um die Darstellung der Vegetation einigermassen zu er-
gänzen, werden die an einigen Lokalitäten notierten Arten
hier mitgeteilt.
Klein Pendulum-Insel.
Dryas octopetala var. minor, Potentilla mvea (A. G. N.!)
emarginata und pulchella, Silene acaulis, Melandrium apetalum,
Alsine biflora und rubella, Halianthus peploides, Stellaria
longipes, Cerastium alpinum und Edmonstoni var. caespitosum,
Cochlearia officinalis var. oblongifolia, Draba alpina, Wahlen-
bergii, arctica (A. G. N.) und Martinsiana, Cardamine bellidi-
folia (A. G. N.), Papaver radicatum, Ranunculus areticus (A-.
G. N.), mivalis (A. G. N.), altaicus, glacialis und hyperboreus,
Saxifraga mivalis, stellaris var. comosa, cernua, caespitosa,
Hirculus var. alpina, flagellaris var. setigera und oppositifolia,
Pedicularis Mirsuwta, Polemonium humäile, Cassiope tetragona
(A. G. N.), Vaccinium uliginosum ” microphyllum, Campanula
uniflora (A. G. ND), Taraxacum phymatocarpum (A. G. N.),
Erigeron compositus (A. G. N.), Polygonum viviparum, Oxyria
digyna, Salix arctica, Luzgula arctica (A. G. N.) und confusa,
Eriophorum Scheuchzgeri und angustifolium (A. G. N.), Carex
nardina, lagopina und misandra, Alopecurus alpinus, Trisetum
subspicatum, Poa abbreviata, glauca, alpina und flexuosa (A.
G. N.), Festuca ovina” brevifolia, Eqwisetum variegatum und
arvense var. alpestre.
1 ÅA. G. N. wird hier und im folgenden als Verkärzung von A. G.
NATHORST benutzt.
by SA
" BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 3. 9
Kap Mary auf der Clavering-Insel.
Dryas octopelata var. minor, Potentilla nivea, maculata (A.
G. N.:) und pulchella, Chamaenerium latifolium, Empetrum nig-
rum, (A. G. N.), Silene acaulis, Melandrium triflorum, Alsine bi-
flora, Halianthus peploides (F. ÅKERBLOM), Stellaria longipes, Ce-
rastium alpinum und Edmonstonii var. caespitosum, Draba alpina,
hirta und Wahlenbergii, Cardamine bellidifolia, Braya glabella,
Papaver radicatum, Ranunculus arcticus, glacialis, hyperboreus
(A. G. N.), pygmaeus und altaicus, Saxifraga cernua, mvalis,
Hirculus var. alpina, flayellaris var. setigera und oppositifolia,
Sedum Bhodiola, Pedicularis Mrsuta, Polemonium humile,
Casswope tetragona, Rhododendron lapponicum (A. G. N.),
Vaccinium uliginosum ” microphyllum, Campanula uniflora und
rotundifolia var. arctica, Taraxacum phymatocarpum und dessen
var. albiflorum, Arnmica alpina, Erigeron compositus (A. G. N.).
Polygonum viviparum, Ozxyria digyna, Salix arctica, Juncus
castaneus (A. G. N.), Luzgula confusa, Eriophorum Scheucheerti,
Carex nardina, rupestris (A. G. N-), incurva und misandra,
Alopecurus alpinus, Hierochloa alpina, Calamagrostis hyperborea,
Cystopteris fragilis, Eqwisetum wvariegatum und arvense var.
alpestre.
Kaiser Franz-Joseph-Fjord und Kjerulf-Fjord.
Es sind dies die Lokalitäten n:o 13 und n:o 14. Da
diese nahe bei einander liegen, werden die hier beobachteten
Pflanzen zusammen angefährt.
Dryas octopetala var. minor und” integrifolia, Potentilla
mvea. OChamaenerium latifolium, Empetrum nigrum, Silene
acaulis, Melandrium triflorum, Alsine rubella, Halianthus pe-
ploides, Cerastium alpinum und dessen var. lanatum, Lesque-
rella arctica, Draba hirta, Braya glabella und alpina, Papaver
radicatum, Saxifraga mivalis, cernua, caespitosa und aigoides,
Pedicularis lapponica und MhMrsuta, Euphrasia latifolia, Pyrola
grandiflora, Arctostaphylos alpina, Cassiope tetragona, Vaccinium
uliginosum " microphyllum, Campanula rotundifolia var. arctica,
Matricaria inodora var. phaeocephala, Arnica alpina, Polygonum
viviparum, Rumex Acetosella, Salix arctica, Betula nana, Luzula
confusa, Carex parallela, nardina, capillaris und supina, Hie-
10 -P. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
rochloa alpina, Calamagrostis purpurascens Trisetum subspicatum,
Glyceria angustata, Poa alpina und flexuosa, Festuca ovina
var. alpina und rubra Var. arenaria, Cystopteris fragilis, Equwi-
setum variegatum und arvense var. alpestre.
TR
Forsblad-Fjord.
Dryas octopetala var. minor Potentilla nivea, Chamaenerium
latifolium, Empetrum nigrum, Silene acaulis, Melandrium involu-
cratum var. affine (A. G. N.) und triflorum (A. G. N.), Alsine
rubella (A. G. N.), Halianthus peploides, Stellaria humifusa,
Cerastwum alpinum, Draba arctica, Lesquerella arctica, Papaver
radicatum, Saxifraga oppositifolia, hieracifolia, cernua (A.G.N.)
und nivalis (A. G. N), Sedum Rhodiola, Armeria vulgaris
= sobirica, Pedicularis lapponica, hirsuta (A. G. N-), und flammea
(A. G. ND), Euphrasia latifolia (A. G. N.), Cassiope tetragona,
Rhododendron lapponicum (A. G. N.), Vaccinium uliginosum ”
microphyllum, Campanula rotundifolia var. arctica, Arnmica
alpina, Polygonum viviparum, Rumex Acetosella, Oxyria digyna,
Salix aretica und herbacea, Betula nana, Tofieldia coccinea
(A. G. N'), Juncus arcticus, castaneus, triglumis und biglumis
(A. G. N.), Luzula confusa, Eriophorum Scheuchgeri und an-
gustifolium (A. G. N.), Carex nardina, misandra, pulla, parallela
und rupestris (AA. G. N.), Hierochloa alpina, Calamagrostis
purpuwrascens, Glyceria vilfoidea, Poa flexuosa, Festuca rubra
var. arenaria, Cystopteris fragilis, Eqwisetum variegatum und
arvense var. alpestre (A. G. N.)
Ausserdem sei noch bemerkt, dass an dem wenig ent-
fernten Röhss-Fjord (Lokalität n:o 15) auch noch folgende
Arten beobachtet wurden: Dryas”" wntegrifolia, Sazxifraga
aizoides und caespitosa, Pyrola grandiflora, Campanula uniflora,
Tofieldia palustris, Carex ursina und Festuca ovina var. alpina.
Antarctic-Hafen.
Sämmtliche för diese Lokalität angegebene Arten sind
der Liste des Herrn Prof. D:r A. G. NATHORST entnommen.
Dryas octopetala, Potentilla emarginata, Empetrum nigrum,
Silene acaulis, Melandrium apetalum und involucratum var.
affine, Stellaria longipes, Cerastium alpinum, Draba alpina,
Rd
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0o 3. 11
Papaver radicatum, Ranunculus hyperboreus und altaicus,
Savwifraga cernua, caespitosa und nivalis, Armeria vulgaris var.
sibirica, Pedicularis hirsuta, Pyrola grandiflora, Arctostaphylos
alpina, Cassiope tetragona, Rhododendron lapponicum, Vaccinium
uliginosum”" microphyllum, Polygonum viviparum, Oxyria digyna,
Koenigia islandica, Salix arectia und herbacea, Betula nana,
Tofieldia palustris, Juncus biglumis, Lugula confusa, Eriophorum
Scheuwchgeri und angustifolium, Carex glareosa und misandra,
Hierochloa alpina, Calamagrostis stricta var. borealis, Trisetum
subspicatum, Poa alpina, Poa flexuosa, Lycopodium Selago und
Eqwisetum arvense var. alpestre.
Kap Stewart.
Dryas octopetala var. minor, Potentilla emarginata und
Nivea, Sibbaldia procumbens, Chamaenerium latifolum, Silene
acauwlis, Melandrium triflorum, Alsine biflora und rubella,
Arenaria ciliata, Stellaria longipes, Cerastium alpinum, Draba
alpina, aretica und crassifola, Arabis alpina, Papaver radicatum,
Ranunculus pygmaeus und altaicus, Saxifraga cernua, nivalis,
oppositifolia, rivularis und caespitosa, Pedicularis flammea und
lirsuta, Pyrola grandiflora, Cassiope tetragona, Vaccimum
uliginosum " microphyllum, Taraxacum eroceum, phymatocarpum
und dessen var. albiflorum, Erigeron uniflorus var. pulchellus,
Arnica alpina, Polygonum viviparum, Koenigia islandica, Salix
areticea und herbacea, Luzgula confusa, Eriophorum angusti-
folium, Carex misandra, nardina, lagopina und subspathacea
var. curvata, Alopecurus alpinus, Trisetum subspicatum, Col-
podium latifolium, Poa alpina, Festuca ovina ” brevifolia, Eqwi-
setum arvense var. alpestre.
Hurry-lInlet.
(Die innersten Teile des Fjords und die Fame-Inseln.)
Dryas octopetala var. genuina und var. minor, Potentilla
pulchella, nivea, emarginata und maculata, Sibbaldia procumbens,
Hippuwris vulgaris var. maritima, Chamaenerium tatifolium,
Empetrum mnigrum, Silene acawlis, Melandrium triflorum (A.
G. N.), Alsine rubella, Halianthus peploides, Arenaria ciliata,
Stellaria longipes und humifusa, Cerastium alpinum und Ed-
Monstonii var. caespitosum, Lesquerella arctica, Cochlearia
12 P. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
officinalis (AA. G. N>), Draba repens (A. G. N-), aretica und
nivalis, Braya glabella, Papaver radicatum, Thalicetrum alpinum,
Batrachium paucistamineum var. eradicatum, Banunculus hy-
perboreus, Saxifraga mwvalis, cernua, caespitosa, oppositifolia
und ategoides, Sedwm Rhodiola (A. G. N.:), Armeria vulgaris
var. sibirica, Pedicularis lapponica, flammea und Mrsuta, Eu-
phrasia latifolia, Gentiana tenella (A. G. N.). Pyrola grandi-
flora, Arctostaphylos alpina, Cassiope tetragona und hypnoides,
Rhododendron lapponicum, Vaccinium uligimosum " micro-
phyllum, Campanula rotundifolia var. arctica, Taraxacum phy-
matocarpum und dessen var. albiflorum, Antennaria alpina,
Erigeron compositus, umiflorus var. pulchellus und eriocephalus,
Arnica alpina, Polygonum viviparum, ÖOzxyria digyna, Salix
arctica und glauca, Betula nana, Tofieldia palustris, Juncus
biglumis, triglumis, castaneus und arcticus, Luzgula confusa,
spicata und campestris " frigida, Eriophorum Scheucheerv und
angustifolium, Carex parallela, nardina, ursima (A. G. ND
seripoidea (A. G. N-), rupestris (A. G. N.), lagopina, ustulata,
misandra, subspathacea var. curvata, capillaris, rariflora
(A. G. N.) und pulla, Calamagrostis purpuwrascens und stricta
var. borealis, Trisetum subspicatum, Plewropogon Sabinei (LI.
ARWIDSSON), Colpodium latifolium, Glyceria vilfoidea (A. G. N.),
Poa alpina, flexuosa, abbreviata (A. G. N.:) und glauca und
Festuca ovina var. alpina.
Xx Xx
Systematisch schliesst sich das folgende Artenverzeichnis
der von N. Hartz gegebenen Darstellung der ostgrönlän-
dischen Flora ant.
Verzeichnis der Arten.
Rosaceae.
Dryas octopetala L. var. genuina REGEL.
Hurry-Inlet, im ”Thal vördlich von dem Fjord, aber
selten; am 1. Aug. bläöhend. Die Bliten waren homogam.
1 HaARrRTzZ, N., Fanerogamer og Karkryptogamer fra Nordost-Gregnland, c.
75—70" N. Br., og Angmagsalik, c. 65 40" N. Br. (Meddelelser om Grenland.
Heft. 18. V. Kjebenhavn. 1895.)
"BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 26. AFD. III. N:03. 13
Dryas octopetala L. var. minor HooKr.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blähend.
Sabine-Insel, am 9. Juli bläöhend.
Könmigin Augusta-Thal am 12. Juli blähend (A. G. N.)
Kap Borlase Warren, am. 14. Juli blihend.
Clavering-Insel, am 16. Juli bläihend.
Hold with Hope (Sädkäste) am 19. Juli blihend.
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. fast verbliht.
Sofia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A. G.N.)
Scott Keltie-Inseln, am 17. Aug. noch blähend.
Forsblad-Fjord, am 21. Aug. noch blähend.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Kap Parry, am 23. Juli bläöhend.
Kap Stewart, am 30. Juli reichlich blihend. Die Bläten
sind homogam.
Hurry-Inlett, am 1. Aug. reichlich bliähend.
In dem ganzen Gebiete, besonders im Inneren der Fjorde,
sehr häufig. Die Bliten sind, wenigstens in der Regel, ho-
mogam. Friächte wurden selten beobachtet.
Dryas octopetala L. var. argentea BLYTT.
Sabine-Insel, am 6. Juli blihend; Bliten homogam.
Hold with Hope am 18. Juli blähend.
Bontekoe-Insel, am 22. Juli blähend.
Kap Parry, am 23. Juli blihend.
In der Kästenregion nicht selten, hier und da reichlich;
im Inneren der Fjorde nicht beobachtet. Bliten homogam.
Dryas octopetala L. ” integrifolia (M. VAHL.)
Kaiser Franeg-Joseph-Fjord, tief im Inneren derselben im
der Nähe des Nordenskiöld-Gletschers auf Strandterrassen,
hier reichlich und sehr kräftig entwickelt und reichlich frich-
tragend. Die Frächte waren am 12. Aug. fast reif. Bliten
homogam.
Röhss-Fjord, am 23. Aug. verbläht. Bliten diöcisch (2).
Die Art fand sich nur im Inneren der Fjorde.
" Taf. 5. Habitusbild.
! Unter »>Hurry Inlet» verstehe ich hier stets nur die inneren Gebiete
des gleichnahmigen Fjords.
14 P. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Potentilla pulchella R. BR.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli bläöhend; (f. humilis.)
Sabine-Insetl, am 9. Juli blähend; (f. humilis.)
Könmgin Augusta-Thal, am 12. Juli bluhend; (£. humilis.)
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blähend; (f. humilis.)
Clavering-Insel, am 16. Juli blähend; (ff. humilis
und f. elatior.)
Hurry-Inlet.
In der Kästenregion nicht selten. An den von uns be-
suchten inneren ”Teilen der Fjorde nicht beobachtet und im
Inneren des Scoresby-Sunds auch von N. HaARrTtz nicht gefunden.
Potentilla maculata PouRrR.
Clavering-Insel, am 16. Juli blähend. (ÅA. G. N.)
Hurry-Inlet, am 7. Aug. bliöhend.
Aus der Kästenregion des Gebietes vorher nicht bekannt.
Hier sehr selten. An den von uns untersuchten inneren
Teilen der Fjorde, Hurry-Inlet jedoch ausgenommen, nicht
gefunden!; am Scoresby-Sund nach N. Hartz häuvfig.
Potentilla emarginata PuUrRsH.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli bläöhend.
Wallross-Insel, am 8. Juli blähend.
Sabine-Insel, am 9. Juli blihend.
Scott Keltie-Inseln. (A. G. N')
Antarctic-Hafen. (ÅA. G. N.)
Kap Stewart.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. blähend.
An den Kästen häufig; aus den inneren Teilen der Fjorde
dagegen mir nicht bekannt, wahrscheinlich weil die Unter-
suchungen auf das Tiefland beschränkt waren. Denn nach
N. Harrz findet sich die Pflanze im Inneren der Fjorde nur
im grösserer Höhe (3000 bis 4000 Fuss) äber dem Meeresspiegel.
1 Unter den von N. HaArRtTzZ am Scoresby-Sund, sowohl an der Mändung
als im Inneren, angetroffenen Pflanzen giebt es nicht wenige, die von uns nur
an der Kästen und an den äusseren Teilen der Fjorde gefunden wurden, z. B.
Potentilla maculata und emarginata, Melandrium apetalum, Cardamine
bellidifolia, Ranunculus pygmaeus, Saxifraga stellaris var. comosa u. a.
Ob diese Arten im Inneren der von uns untersuchten Fjorde wirklich fehlen
oder hier vielleicht erst in grösserer Höhe äber dem Meeresspiegel vorkommen,
konnte nicht untersucht werden.
Oe
&
a RR
Nirmos ctr Igen
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:0 3. 15
Potentilla nivea L.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blähend (A. G. N-)
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blihend.
Clavering-Insel, am 16. Juli blähend.
Hold with Hope, am 18. Juli blihend.
Makenzie-Bucht, am 25. Aug. 1900 blähend. (K. A. G. GR.!)
Moschusochsen-Fjord, am 15. und 20. Aug. 1900 blihend.
PET ANGr GR.)
« Kjerwlf-Fjord, am 10. Aug. noch blihend.
Scott Keltie-Inseln, am 17. Aug. blähend.
Soplua-Strasse, unweit der westlichen Mändung (A. G. N.)
Ruth-Insel. (A. G. N.)
Röhss-Fjord, am 23. Aug. noch blihend.
Forsblad-Fjord.
Kap Stewart, am 29. Juli bläihend.
Hurry-Inlet, tief im Inneren dieses Fjords, am 7. Aug.
blähend.
Sowohl in der Kästenregion als im Inneren der Fjorde
hävfig und verbreitet.
Sibbaldia procumbens L.
Kap Stewart, am 29. Juli nur steril angetroffen.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. mit Bläten und reifen Frächten.
Die Art fehlt in der Kästenregion und ist sonst nur im
Söden des Gebietes gefunden. Am Scoresby-Sund nach N.
Hartz ziemlich häufig.
Halorrhagidaceae.
Hippuris vulgaris L. var. maritima HARTM.
Hurry-Inlet, im Inneren dieses Fjords, in kleinen Seen,
am 4. Aug. blähend.
Die Art ist bisjetzt niemals nördlich von dem Scoresby-
Sund gefunden.
IK A. GG. GR. = K. A. G. GREDIN.
16 P. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
-Onagraceae.
Epilobium anagallidifolium LAM.
Hurry-Inlet, im Inneren des Fjords, am 30. Juli blöhend.
Die Art war an der Ostkäste nördlich von 61” 9 n. BR.
bisjetzt noch nicht gefunden.
Chamaenerium latifolium (L.) SPAcH.
Kömigin Augusta-Thal, am 12. Juli; die Knospen waren
noch nicht zum Vorschein gekommen.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli mit Knospen.
Clavering-Insel, am 16. Juli blihend.
Hold with Hope, am 18. Juli noch nicht blähend.
Mackenzgie-Bucht, am 9. Aug. 1900 blähend. (K. A. G. GR.)
Moschusochsen-Fjord, am 17. Aug. 1900 blähend und mit
jungen Friächten. (K. A. G. GR.)
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. bläihend und mit jungen
Frächten.
Ruth-Insel, am 16. Aug. blöihend. (A. G. N.)
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung, am 16.
Aug. mit Bliten.
Scott Keltie-Inseln, am 17. Aug. blöihend.
Röhss-Fjord, am 23. Aug; mit jungen Frichten.
Forsblad-Fjord, am 21. Aug. mit Bläiten und jungen
Frächten. ;
Kap Stewart, am 29. Juli blähend.
Hurry-Inlet, am 1. Aug. blöihend.
In dem Käistengebiete nicht selten; im Inneren der Fjorde
jedoch häuvfiger und hier kräftiger entwickelt als an der
Käste. Am reichlichsten fand sich die Art auf den 'Treib-
sandfelder der 'Thalsohle nördlich vom Hurry-Inlet.
Empetraceae.
Empetrum nigrum L.
Clavering-Insel, am 16. Juli blähend. Bliten hermaphro-
ditisch. |
Kjerulf-Fjord.
RAMARNA ng AN
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AED. III. N:O 3. 17
Scott Keltie-Inseln. (A. G. N.)
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Röhss-Fjord, am 23. Aug. mit reifen Friächten.
Forsblad-Fjord.
Kap Parry, am 23. Juli blihend; mit noch festsitzenden,
gut entwickelten Frächten des vorigen Jahres; mit teils herma-
-phroditischen, teils diöcischen (9) Bliten.
Hurry-Inlet.
In dem Kistengebiete verhältnismässig spärlich; im Inne-
ren der Fjorde nicht selten; am Hurry-Inlet zuweilen reichlich.
Silenaceae.
Silene acaulis L.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli bläihend. Die Bliten
waren teils hermaphrodit., teils diöcisch, 29.
Walross-Insel, am 8. Juli blihend.
Sabine-Insel, am 9. Juli blähend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blähend.
Clavering-Insel, am 16. Juli blähend.
Hold with Hope, am 18. Juli blihend.
. Bontekoe-Insel, am 22. Juli blihend.
Geologen-F'jord, am 26. Aug. mit reifen Frichten.
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. mit beinahe reifen Frächten.
Sopha-Strasse, unweit der westlichen Mändung.
Scott Keltie-Inseln, am 18. Aug. mit Bläten und fast
reifen Fräöchten.
Kap Parry, am 23. Juli blöihend.
Röhss-Fjord, am 23. Aug. mit fast reifen und wahrsche-
inlich auch mit reifen Frächten.
Forsblad-Fjord, am 21. Aug. mit fast reifen Frichten.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Kap Stewart, am 29. Juli noch spärlich blähend.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. mit vereinzelten Bliten und
halbreifen Frächten.
Die Art ist eine der häufigsten des ganzen Gebietes.
In der Farbe der Blumenkrone variiert die Art. Die gewöhn-
liche Farbe der Krone ist ungefähr die des Dianthus deltoides;
selten sind blass rötlich gefärbte Bläten beobachtet. Die
weissblätige Form ist nicht angetroffen worden.
18 pP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Melandrium apetalum (L.) FENzL.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blähend.
Sabine-Insel, am 9. Juli bläöhend; am 9. Aug. 1900 mit
reifen Fräöchten. (K. A. G. GR.)
Kap Borlase Warren, am 14. Juli bläöhend.
Mackenzie-Bucht, am 2. Aug. 1900 mit reifen Frächten.
(RAG: GR)
Kap Franklin, am 24. Aug. 1900 mit reifen Frichten.
(K. A. G. GR.)
Bontekoe-Insel, am 22. Juli blähend.
Scott Keltie-Inseln.
Antarctic-Hafen. (A. G. N-)
In dem Kästengebiete nicht selten. An den von uns
besuchten inneren Teilen der Fjorde nicht beobachtet. Findet
sich nach N. HaArtz im Inneren des Scoresby-Sund, ist aber
hier nicht allgemein.
Melandrium involucratum (CHAM. et SCHLECHT.) var. affine
(J. VAHL) RoHRB.
Sabine-Insel, am 6. Juli bläöhend. ;
Walross-Insel, am 4. Aug. 1900 bläöhend. (K. A. G. GR.)
Mackenzie-Bucht, am 31. Juli 1900 blähend. (K. A. G. GR.)
Moschusochsen-Fjord, am 19. Aug. 1900 mit fast reifen
Frächten und mit Bläöten. (K. A. G. GR.)
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G. N.) i
Forsblad-Fjord, am 21. Aug. noch blihend. [
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
In dem Kistengebiete allgemein sowie auch, nach N. HArRTz,
am Scoresby-Sund. HSonst ist die Art im Inneren der Fjorde
nur selten beobachtet.
Melandrium triflorum (RB. Br.) J. VAHL.
|
)
Sabine-Insel, am 10. Juli blähend. H
Clavering-Insel, am 17. Juli blähend. i
Hold asithelopej annes ns l
Kjerulf-Fjord. j
Bontekoe-Insel, am 22. Juli blähend.
Scott Keltie-Inseln. I
Röhss-F'jord. 1
MAT rn
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:0O 3. 19
Forsblad-Fjord. (A. G. N.)
Kap Stewart, am 29. Juli noch blähend.
Hurry-Inlet. (A. G. N.)
Sowohl in der Kästenregion als im Inneren der Fjorde
nicht selten; allgemeiner als die vorige Art. Am Soresby-
Sund ist nach N. Hariz M. triflorum seltener als M. involuc-
ratum var. affine.
Alsinaceae.
Alsine triflora (L.) WAHLENB.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blöhend. (ÅA. G. N.)
Sabine Insel, am 9. Juli blihend.
Clavering-Insel, am 16. Juli blihend.
Bontekoe-Insel, am 22. Juli blihend.
Scott Keltie-Inseln. (A. G. N.)
Forsblad-Fjord. (A. G. N.)
Kap Parry, am 23. Juli blihend.
Kap Stewart, am 29. Juli blähend.
In dem Kistengebiete kommt die Art auf äberrieseltem
oder durchnässtem Boden kaum selten, aber fast nie in grös-
serer Menge vor. Im Inneren der Fjorde sehr selten beobach-
tet. Am Scoresby-Sund ist die Art nach N. HArTtz allgemein.
Alsine rubella WAHLENB.
Klein Pendulum-Insel, am 7. Juli blähend.
Sabine-Insel. am 9. bläihend und mit fast reifen Frichten.
Walross-Insel.
Hold with Hope, am 18. Juli bliöhend.
Mackenzie-Bucht, am 25. Aug. 1900 mit reifen Fräöchten.
(RETA. GG. GR.)
Moschusochsen-F'jord, am 22. Aug. 1900 mit reifen Frächten.
(KIA G:"GR.)
Geologen-Fjord, am 26. Aug. mit reifen Fräöchten.
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. vollkommen verblöäht und
reichlich mit reifen Friächten.
FPForsblad-Fjord. (A. G. N.)
Kap Stewart, am 29. Juli; noch blähend.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. verbläht; mit fast reifen Frächten.
20 oP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Die Art ist iber das ganze Gebiet verbreitet und kommt, >
besonders im Inneren der Fjorde, häufig vor. Sie fröächtet
reichlich, und die Samen reifen, wenigstens im Inneren der
Fjorde, Anfang August.
Halianthus peploides (L.) FR.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blähend.
Clavering-Insel, am 17. Juli blihend. (F. ÅKERBLOM.)
Kaiser Frang-Joseph-Fjord, an der Nordseite der Ymer-
Insel. (ÅA. G. N.)
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. mit fast reifen Friächten. .
Forsblad-Fjord.
Hurry-Inlet, am 31. Juli mit Bläten und mehr als halb-
reifen Frächten.
Eine echte Strandpfanze, uber das ganze Gebiet verbreitet.
Sie setzt reichlich Fräöchte. Die Samen werden im Inneren
der Fjorde etwa Mitte und Ende August reif.
Arenaria ciliata L. var. humifusa (WAHLENB.)
Sabine-Insel, am 9. Juli bläihend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blähend.
Hold with Hope.
Kap Stewart.
Hurry-Inlet. ;
Mackenzie-Bucht, am 9. Aug. 1900 mit reifen Frächten.
(K. A. G. GR.) i
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G. NI ;
An der Käste hier und da, aber nie häufig. Im Se ;
der Fjorde nicht beobachtet. Am BScoresby-Sund nach N.
Hazrrtz nicht allgemein. |
Stellaria humifusa RoTTB.
Sabine-Insel, am 6. Juli blihend. ;
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blihend; mit zahl-
reichen entleerten Kapseln des vorigen Jahres. ;
Bontekoe-Insel, am 22. Juli blähend.
Scott Keltie-Inseln. (A. G. N-.).
Forsblad-Fjord, am 21. Aug. noch blihend.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. blähend.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 3. 21
An der Kiäste nicht selten, aber fast immer spärlich vor-
handen; im Inneren der Fjorde sehr selten. Im Scoresby-
Sund, nach N. Hartz, nur an den äusseren und mittleren
Ufern des Fjords gefunden.
Stellaria longipes GoOoLDIE.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli mit Knospen.
Walross-Insel.
Sabine-Insel, am 9. Juli blähend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blihend.
Clavering-Insel, am 16. Juli mit Knospen.
Hold with Hope, am 18. Juli blähend.
Mackengie-Bucht, am 10. Aug. (K. A. G. GR.)
Scott. Keltie-Inseln. (A. G. N.)
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Kap Stewart, am 29. Juli blihend.
Hurry-Inlet.
In dem ganzen Gebiete und nicht selten.
Cerastium alpinum L.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli bläöhend.
Walross-Insel.
Sabine-Insel, am 9. Juli blähend.
Jlavering-Insel am 16. Juli blähend.
Geologen-Fjord, am 26. Aug. mit Bläöten und reifen
Frichten.
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. mit Bläten und reifen Frächten.
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G.N.)
Röhss-Fjord, am 23. Aug. bläöhend und mit fast reifen
Frächten. :
Forsblad-Fjord, am 21. Aug. blöhend.
Scott Keltie-Inseln, am 17. Aug. blihend.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.) |
Bontekoe-Insel, am 22. Juli blähend.
Kap Parry, am 23. Juli blihend.
Kap Stewart, am 29. Juli blihend.
- Hurry-Inlet, am 7. Aug. blihend und mit etwa halb-
reifen Frichten.
Im ganzen Gebiete und nicht selten. Am Scoresby-Sund,
nach N. Hazrrz, nicht allgemein.
22 oP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Cerastium alpinum L. var. lanatum LINDBL.
Sabine-Insel, am 9. Juli blähend.
Murray-Insel, am 28. Juli blähend.
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. blihend.
Im ganzen Gebiete häufig und allgemeiner als die Art
selbst. Dass so wenige Lokalitäten angefihrt werden, findet
darin seine Erklärung, dass die Art und ihre Varietät beim
Notiren nicht von einander getrennt wurden.
Die Behaarung variiert sehr, und eine scharfe Grenze
zwischen der Art und der varietät lässt sich daher nicht
feststellen. Kahle Formen der Art wurden nie beobachtet.
Cerastium alpinum L. var. procerum LG6E.
Moschusochsen-Fjord, am 19. Aug. 1900 bläihend. (K. A.
G. GR.) i
Cerastium Edmonstonii (WaATts.) MUuRB. et ÖESTENF. var.
caespitosum (MALMGR.)
Klein Pendulum-Insel, in einem Moossumpfe.
Sabine-Insel, zwischen Moosen auf iberrieseltem Boden.
Clavering-Insel, zwischen Moosen auf äberrieseltem Boden.
Hurry-Inlet, im Inneren des Fjords in Moossämpfen. i
Die Blätter sind dicht zusammengedränkt breit oval und -
vollkommen glatt. Nur steril beobachtet. Selten und meistens
in Moossömpfen gefunden, wo sie kleine dichte Polster bildet.
Cruciferzee.
Lesquerella arctica (RICHARDS.) WATS.
Königin Augusta-Thal, am 12. Juli blähend. (A. G. N-)
Mackenzie-Bucht, am 12. Aug. 1900 mit fast reifen
Fräöchten. (K. A. G. Gr.)
Mackenzie-Bucht, am 20. Aug. mit fast reifen Frichten.
Kaiser Franzg-Joseph-Fjord, an den innersten Verzweigun-
gen, am 12. Aug. reichlich mit reifen Frächten.
Ruth-Insel. (A. G. N.)
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G. N.)
Röhss-Fjord, am 23. Aug. mit reifen Frächten.
Forsblad-Fjord, am 21. Aug. mit reifen Frichten.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 3. 23
Hurry-Inlet, im Inneren des Fjords, am 1. Aug. mit halb-
reifen Frächten.
Die Art war aus dem Kistengebiete bisjetzt noch nicht
bekannt; sie ist hier selten. Im Inneren der Fjorde findet
sie sich hier und da, zuweilen reichlich. Die Samen reifen,
wenigstens im Inneren der Fjorde, Anfang August.
Cochlearia officinalis L. var. oblongifolia (DC.) GEL.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juni blähend und mit jungen
Friöchten.
— Walross-Insel, am 4. Aug. bläöhend und mit jungen Frich-
en. (KK. Al G. GR.)
Murray-Insel, am 28. Juli blöhend und mit jungen Friächten.
Hurry-Inlet, im Inneren des Fjords. (A. G. N.) Hier sind
keine Exemplare gesammelt worden, und es ist daher unsicher,
ob die hier beobachtete Pflanze thatsächlich dieser Varietät ist.
Die auf der Murray-Insel gefundenen Exemplare waren
sehr kräftig entwickelt; sie hatten zahlreiche, fast 2 dm.
lange und bis 4 mm. dicke Stengel. Die langgestielten Wur-
zelblätter waren halbkreisförmig, bis 25 mm. breit und mit
herzförmigen Basis. Die oberen Stängelblätter bis 25 mm.
lang, oval—länglich oval und sehr grob gesägt.
In dem Käistengebiete ziemlich selte$ und fast immer
spärlich. Im Inneren der Fjorde, Hurry-Inlet jedoch ausge-
nommen, nicht gefunden, und von N. Harrz för das Innere
des Scoresby-Sund nicht angegeben. HFine Kiästenpflanze die
sich nur ausnahmsweise landeinwärts findet.!
Cochlearia officinalis L. var. groenlandica GEL.
Kap Bennet, am 30. Juli blähend und mit jungen Frichten.
Draba repens BIEB.?
Hurry-ITnlet, im Inneren des Fjords, am 7. Aug. blihend
und mit fast halbreifen Fräöchten. Von Prof. Dr. A. G. NAT-
HORST entdeckt:
1 Vergl. Hartz, N., Ostgrgnlands Vegetationsforhold. (Meddelelser om
Greenland. Heft. 18. IV. p. 129. Kjgbenhavn 1895.)
2 Eine eingehende Bearbeitung der Arten dieser Gattung ist eine zeitrau-
bende und ein grosses Vergleichsmaterial verlangende Arbeit, auf die ich ver-
zichten musste. Die hier mitgeteilten Arten wurden grösstenteils durch Ver-
gleichung des mitgebrachten Materials mit den im Reichsmuseum zu Stockholm
aufbewahrten, aus den arktischen Gegenden stammenden Draben bestimmt.
24 oP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS:
Die Art war bisjetzt aus Grönland nicht bekannt.
Die Verbreitung der Art ist sehr auffällig, da sie nur
aus dem Kaukasus und dem Altai, aus Nordrussland und
Novaja Semlja bekannt ist. Wir haben es also hier mit einem
rein östlichen Typus zu thun.
Das die Art nach Ostgrönland eingewandert ist, lässt
sich nicht bezweifeln, aber wie ist sie denn hierher gelangt?
Wenn wir aus der gegenwärtig bekannten Verbreitung dieser
Art sichere WNchlussfolgerungen ziehen diärfen, so bleibt uns
kaum etwas anders iäbrig, als uns der Hypothese anzuschlies-
sen, dass die Samen mit dem Treibeis des Polarströmes aus
Nordasien nach Ostgrönland transportiert worden sind. Wenn
die Pflanze wirklich auf diesem Wege nach Grönland gelangt
sein sollte, so ist es auffallend, dass sie noch nicht auf der
gut untersuchten spitzbergischen Inselgruppe gefunden wor-
den ist. Andererseits muss bezweifelt werden, ob wir wirklich
die Einzelheiten der Verbreitung aller in den arktischen Ge-
genden vorkommenden Pflanzen so genau kennen, dass wir
sichere Nchlässe iber die Verbreitungsmittel und die Wan-
derstrassen derselben ziehen können.
Draba alpina L.
ö
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli teils blähend, teils mit
grossen Schoten.
Walross-Insel, am 8. Juli blöäöhend.
Sabine-Insel, am 9. Juli, teils bläöhend, teils mit fast halb-
reifen Frächten.
Clavering-Insel, am 16. Juli blähend und mit fast halb-
reifen Frächten.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli mit fast halbreifen
Frächten. ;
Hold with Hope, am 18. Juli mit fast halbreifen Frächten.
Mackenzie-Bucht, am 31. Juli und 2. Aug. 1900 mit halb-
reifen Frächten. (K. A. G.: GR.)
Bontekoe-Insel, am 22. Juli, teils blähend, teils mit halb- -
reifen Frichten.
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Möndtak, am 16.
Aug. mit jungen Frächten. (A. G. N.) i
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Kap Parry, am 23. Juli mit fast halbreifen Schoten.
Bifrost
" BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0. 3. 25
Kap Stewart, am 29. Juli mit fast reifen Frächten.
Zwei Former wurden gefunden, nähmlich die f. genwina
LiNDBL. und f. hebecarpa LIiINDBL. Diese scheint nur in der
Käste zu Hause zu sein, während jene sich in dem ganzen
Gebiete findet. Die f. hebecarpa tritt in zwei Subformen auf,
die, soweit sich aus den blihenden Stauden beurteilen lässt,
nur durch die verschiedene Farbe der Kronenblätter von ein-
ander abweichen. Die eine Subform hat schneeweisse Bliten,
die andere gelbe. Die letztere ist die häuvfigste.
Draba leptopetala TH. FR.
Hold with Hope (die Sädseite), am 19. Juli blöhend; ein
einziges Exemplar. (A. G. N.)
Draba crassifolia GRAH.
Kap Stewart, am 29. Juli bläöhend und mit fast halbrei-
fen Friöchten.
Obschon die Art am Hold with Hope von N. HaARrtz ge-
funden ist, hat sie doch ihre eigentliche Verbreitung im Säden
des Gebietes. Sie ist nicht allgemein, findet sich aber zu-
weilen, z. B. am Kap Stewart, reichlich oder sogar mas-
senhaft.
Draba Wahlenbergii HARTM.
Klein Pendulum-Insel, am 7. Aug. mit jungen Frächten.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli mit jungen Friächten.
Clavering-Insel, am 16. Juli mit jungen Frächten.
Mackenzgie-Bucht, am 31. Juli 1900 blähend und mit jun-
gen Frichten. (K. A. G. Gr.)
Draba hirta L.
Königin Augusta-Thal, am 12. Juli mit fast halbreifen
Friächten.
Clavering-Insel, am 16. Juli blähend und mit halbreifen
Friöchten.
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. mit reifen Friächten.
Moschusochsen-Fjord, am 22. Aug. 1900 mit reifen Fräch-
ten. (K.: A. G. GR.)
26 oP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Draba arctica J. VAHL.
Klein Pendulum-Insel. (A. G. N.)
Sabine-Insel, am 9. Juli blähend und mit jungen Friächten.
Forsblad-Fjord.
Murray-Insel, am 28. Juli mit Bläten und jungen Fräöchten.
Kap Stewart, am 29. Juli mit Bliten und jungen Fräöchten.
Hurry-Inlet.
Mackenzie-Bucht, am 2. Aug. 1900 mit halbreifen Frich-
ten. (K. A. G. GR.)
Mochusochsen-Fjord, am 15. Aug. 1900 mit fast reifen Fräch-
ten. (K. A. G. GR.) 5
In dem ganzen Gebiete verbreitet, doch allgemeiner in
der Kistenregion als im Inneren der Fjorde. Am Scoresby-
Sund, nach N. Harz, sehr allgemein.
Draba nivalis LILJEBL.
Hurry-Inlet, im Inneren des Fjords, am 7. Aug. blihend
und mit jungen Friächten.
Draba Martinsiana J. GAY.
Klein Pendulum-Insel, am 7. Juli blihend und mit jungen
Friächten.
Sabine-Insel, am 9. Juli blähend und mit jungen Friächten.
Die Art fand sich nur in dem Kistengebiete.
Braya glabella RICHARDS.
Es liegt hier dieselbe Form mit kahlen Schoten vor, die
N. HaArTtz aus dem Scoresby-Sund erwähnt.
Königin Augusta-Thal, am 12. Juli blähend. (A. G. N')
Clavering-Insel, am 17. Juli bliäihend.
Kaiser Franzg-Joseph-Fjord, im Inneren des Fjords, am
10. Aug. mit reifen Frichten.
Moschusochsen-Fjord, am 17. Aug. 1900 mit reifen Frich-
ten KEN ANGER.)
Buth-Insel, am 16. Aug. mit fast halbreifen Fräöchten.
Hurry-Inlet, im Inneren des Fjords, am 7. Aug. mit etwa
halbreifen Frächten.
Die Art war bisjetzt aus den Kästengegenden nicht be- -
kannt. Sie ist hier selten, sonst äber das ganze Gebiet ver-
breitet und findet sich zuweilen reichlich im Inneren der
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 3. 27
Fjorde. Am Scoresby-Sund ist die Art sehr selten und, nach
N. Hartz, nur in Jameson-Land gefunden.
Braya alpina (STERNB. ET HOoPPE).
Kaiser Franzg-Joseph-F'jord, im Inneren desselben, am 12.
Aug. mit reifen Frichten.
Ruth-Insel, am 16. Aug. mit etwa halbreifen Frächten.
(A. G. N')
Nur an den mittleren und inneren Teilen der Fjorde ge-
funden und hier ziemlich selten. Am BScoresby-Sund eben-
falls nur im Inneren beobachtet.
I
Eutrema Edwarsii R. BR.
Mackenzie-Bucht, am 15. Aug. 1900 mit fast reifen Fräch-
Ten (KONA. G: GR.)
Die Art war bis jetzt noch nicht aus Ostgrönland bekannt
und nur an einer einziger Stelle (70” 40") in Westgrönland
von J. VAHL gefunden. Sie ist im arktischen Amerika, im
nördlichen Sibirien, im Altai, auf Novaja Semlja, im arktischen
Russland, auf der Halbinsel Kola und auf den spitzbergischen
Inseln verbreitet.
Cardamine bellidifolia L.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blöhend. (A. G. N-.)
Sabine-Insel, am 9. Juli blihend.
Walross-Insel, am 4. Aug. 1900 mit fast halbreifen Frich-
ten. (K. A. G. GR.)
Kap Borlase- Warren, am 14. Juli blähend.
Clavering-Insel, am 16. Juli blähend.
Hold with Hope, am 18. Juli blähend und mit fast halb-
reifen Frächten.
Scott Keltie-Inseln, am 18. Aug. noch blihend und mit
halbreifen und fast reifen Frichten.
In dem Kistengebiete nicht selten, aber fast nie in grös-
serer Menge. In den von uns untersuchten inneren Teilen
der Fjorde nicht beobachtet. Am BScoresby-Sund nach N.
Hazrrz häuvfig.
Cardamine pratensis L.
Mackenzie-Bucht, am 12. Aug. 1900 blihend. (K. A. G. GR.)
In der Kästenregion äusserst selten und hier bisjetzt
nur an der erwähnten Stelle gefunden. In den von uns be-
28 P. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFELANZEN OSTGRÖNLANDS;
suchten inneren Teilen der Fjorde nicht beobachtet. Am
Scoresby-Sund, nach N.: Harrtz, selten.
Reife Samen werden wahrscheinlich nicht entwickelt.
Vergl. was in. dieser Hinsicht von J. LAncEt und L. KoLDERUP
ROsENVINGE? mitgeteilt wird. Vergleiche auch, was G. ANDERS-
sSoN und H. HEsSSELMAN Uber die Samenentwickelung dieser
Pflanze auf Spitzbergen erwähnen”?.
Arabis alpina L.
Kap Stewart, am 29. Juli blähend und mit jungen Fräöchten.
Nur im Siäden des Gebietes, am Scoresby-Sund, eefnuilon
und hier, nach N. Hazrrz, allgemein.
Papaveraceae.
Papaver radicatum RoTTB.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli bliöhend.
Sabine-Insel, am 9. Juli blihend.
Kap Borlase- Warren, am 14. Juli blähend und mit jungen
Friächten. |
Clavering-Insel, am 16. Juli blähend und mit jungen
Frichten.
Hold with Hope, am 18. Juli blähend.
Mackengie-Bucht, am 10. Aug. 1900 bläihend und mit jun-
gen Friächten. (K. A. G. GR.)
Geologen-Fjord, am 26. Aug. mit reifen Friächten.
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. mit reifen Frächten.
Bontekoe-Insel, am 22. Juli bläihend.
Scott Keltie-Inseln, am 17. Aug. noch bläihend und mit
fast reifen Friächten. ;
Soplua-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G.N-.)
Röhss-Fjord, am 23. Aug. noch blihend und mit reifen
Friächten.
1 LANGE, J., Conspeetus Florae Groenlandicae. Pars secunda. (Meddelelser
om Grenland. Heft. 3. Fortsaettelsen I. p. 251. (Kjebenhavn 1887.)
? KOLDERUP ROSENVINGE, L., Andet Tilleg till Grenlands Fanerogamer
og Karsporeplanter.
ed (Meddlelser om Grgnland. Heft. 3. Fortsettelse III. p. 673. Kjebenhavn.
2:)
3 G. ÅNDERSSON och H. HESSELMAN, Bidrag till kanngpomen om Spets-
bergens och Beeren Eilands Kärlväxtflora.
(Bihang till K. Sv. Vet.-Akad. Handl. Bd. 26, Afd. IIL N:o Jap.
YTTER EN
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 3. 29
: Forsblad-Fjord, am 21. Aug. noch blihend und mit reifen
Frächten.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Kap Parry, am 23. Juli blähend und mit jungen Frächten.
Kap Stewart, am 29. Juli bläbhend und mit fast reifen
Fröchten.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. blihend und mit fast reifen
Fräöchten.
Riäcksichtlich der Blätenfarbe kommen bekanntlich zwei
Formen vor, eine gelbblätige und eine fast weissblätige. Ob-
schon ich die Frequenz der letzteren nicht notiert habe, so
glaube ich mich doch nicht zu irren, wenn ich behaupte, dass
sie in den Kästengegenden fast eben so häufig ist, wie die
gelbblitige. Dagegen erinnere ich mich nicht, dieselbe im
Inneren der Fjorde gesehen zu haben.
Die Pflanze ist im ganzen Gebiete verbreitet und eine
der häufigsten Arten. Sie ist besonders in der Umgegend
des Germania-Hafens auf der Sabine-Insel sehr kräftig ent-
wickelt. Von den hier wachsenden Riesenstauden trug eine
nicht weniger als 54 Bläten und 29 Knospen.
Tafl. 2. Habitusbild, etwa 2/2 der nat. Grösse.
Ranunculaceae.
Thalictrum alpinum L.
Hurry-Inlet, im Inneren des Fjords, am 7. Aug. blihend.
Nur im Säöden des Gebietes gefunden. Am Scoresby-
Sund, nach N. HaArtz, nicht allgemein.
Batrachium paucistamineum (TaAuscH.) var. eradicatum
(LAEST). N
Hurry-Tnlet, in kleinen Seen; steril. (I. ARWIDSSON.)
Nur im Säden des Gebietes gefunden und hier selten.
Ranunculus glacialis L.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blihend.
Walross-Insel, am 8. Juli blihend.
Sabine-Insel, am 9: Juli blähend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blähend.
Clavering-Insel, am 16. Juli blähend.
30 <P. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
An den Kästen im Norden des Gebietes, und hier auf
äberrieseltem Boden meistens häufig. Im Inneren der Fjorde
nie gefunden.
Ranunculus pygmaeus WAHLENB.
Clavering-Insel, am 16. Juli bläöhend.
Mackenzie-Bucht, am 31. Juli 1900 blähend. (K. A. G. GR.)
Scott Keltie-Inseln. (A. G. N.)
Kap Stewart, am 29. Juli blähend und mit halbreifen
Fräöchten.
In dem Kistengebiete ziemlich selten; im Inneren der
Fjorde nicht beobachtet. Am Scoresby-Sund ist die Art, nach
N. Harz, allgemein.
Ranunculus hyperboreus RoTTB.
Klein Pendulum-Insel, in einem Moossumpfe, am 6. Juli,
steril.
Walross-Insel, am 8. Juli, steril.
Sabine-Insel, am 9. Juli, steril. (A. G. N.)
Kap Borlase Warren, in Moossämpfen, am 14. Juli steril.
Antarctic-Hafen. (ÅA. G. N.)
Hurry-Inlet, im Inneren des Fjords in Moossämpfen, am
7. Aug. blöhend.
Selten und gewöhnlich steril. Unsicher ob die Pflanze,
wenigstens in der Kästenregion, fräöchtet. Sie war bisjetzt
aus dem Käistengebiete noch nicht bekannt. Am Scoresby-
Sund ziemlich selten.
Ranunculus nivalis L.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blöhend. (ÅA. G. N.)
Mackenzie-Bucht, am 2. Aug. 1900 blähend. (K. A. G. GR.)
Die Art ist selten und fehlt wahrscheinlich im Inneren
der Fjorde.
Ranunculus altaicus LAxM.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blähend.
Walross-Insel, am 8. Juli blihend.
Sabine-Insel, am 9. Juli blähend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blähend.
- BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD III. N:0 3. 31
Clavering-Insel, am 16. Juli blihend.
Bontekoe-Insel, am 22. Juli blähend.
Murray-Insel, am 28. Juli bläöhend.
Kap Stewart, am 29. Juli blihend.
Die Art ist in den Kästengegenden häufig, wurde dage-
gen im Inneren der Fjorde nicht beobachtet. Nach N. HARTZ
zu urteilen, ist sie im Inneren des Scoresby-Sund seltener als
an der Käste.
Ranunculus arcticus R. BR.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli free (A. G. N)
Clavering-Insel, am 16. Juli blihend.
Eine selten und stets spärlich auftretende Art, die nur
in dem Kästengebiete angetroffen wurde. Am Scoresby-Sund
ebenfalls selten.
Die Bestimmung dieser Art röährt von Herrn Baurat J.
FREYN her, dem ich hierfär meinen verbindlichsten Dank aus-
spreche. Er teilt iäber die Pflanze folgendes mit: Die mir
freundlichst iäbersendeten Exemplare entsprechen wegen ihrer
meist erheblichen Kahlheit und wegen ihres niedrigen Wuch-
ses annährend dem KB. arcticus " Wilanderi — aber sie sind
damit doch nicht äbereinstimmend. Ein Teil ist ganz erheb-
lich behaart, die Stengel sind unterhalb der Hochblattregion
zum ”Teile 1-blättrig, die Blätengrösse schwankt in weiten
Grenzen und ist meist erheblich kleiner als an RB. arcticus ”
Wilanderi. Wir haben es also mit einer ausgesprochener
Ubergangsform von R. arcticus typicus zu R. arcticus " Wi-
landeri zu thun.!
Saxifragaceae.
Saxifraga hieracifolia WaALpsT. et KIT.
Scott Keltie-Inseln. (A. G. N.)
Forsblad-Fjord.
Die Art ist in dem Kästengebiete selten und wurde in
den von uns untersuchten inneren Teilen der Fjorde nicht
beobachtet. N. Hartz fand dieselbe oft in Jameson-Land,
dagegen nicht im Inneren des Scoresby-Sund.
! Vergl. J. FREYN in ÅNDERSSONS u. HESSELMANS erwähnter Arbeit S. 50.
d2
P. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Saxifraga nivalis L.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blihend.
Sabine-Insel, am 9. Juli bläöhend.
Walross-Insel, am 8. Juli blihend.
Kap Borlase Warren, am 12. Juli blöihend.
Clavering-Insel, am 16. Juli blihend.
Hold with Hope, am 18. Juli blöhend.
Moschusochsen-F'jord, am 15. Aug. 1900 mit fast halbreifen
Friöchten. (K. A. G. GR.)
Kjerulf-F'jord.
Scott Keltie-Inseln, am 17. Aug. noch blihend.
Röhss-Fljord.
Forsblad-Fjord. (ÅA. G. N.)
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Kap Parry, am 23. Juli bliähend.
Kap Stewart.
Hurry-Inlet, im Inneren des Fjords, am 7. Aug. noch
blöhend.
In dem ganzen Gebiete häufig.
Saxifraga stellaris L. var. comosa Porr.
Klein Pendulum-Insel.
Scott Keltie-Inseln.
An der Kästenregion ziemlich selten; an den von uns
untersuchten inneren Teilen der Fjorde nicht beobachtet. Am
Scoresby-Sund nach N. HaArtz äberall häufig.
Saxifraga cernua L.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blähend.
Sabine-Insel, am 9. Juli blähend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blähend.
Clavering-Insel, am 16. Juli blihend.
Hold with Hope, am 18. Juli blähend.
Mackenzgie-Bucht, am 31. Juli 1900 blähend. (K. A. G. GR.)
Kap Bennet, am 20. Juli blähend.
Bontekoe-Insel, am 22. Juli blihend. |
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. blähend und mit fast reifen
Bulbillen.
Ruth-Insel. (A. G. N.)
"BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD III. N:0 3 33
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung.
Scott Keltie-Inseln, am 18. Aug. bläihend und mit fast
reifen Bulbillen.
Forsblad-Fjord. (A. G. N.)
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Murray-Insel, am 28. Juli bläihend.
Kap Stewart, am 29. Juli mit fast reifen Bulbillen.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. blöhend und mit fast reifen
Bulbillen.
In dem ganzen Gebiete häufg.
Saxifraga rivularis L.
Walross-Insel, am 4. Aug. 1900 blähend. (K. A. G. GR.)
Clavering-Insel, am 16. Juli blähend.
Bontekoe-Insel, am 22. Juli blihend.
Scott Keltie-Inseln. (A. G. N.)
Forsblad-Fjord. (A. G. N.)
Kap Stewart, am 29. Juli blähend.
In dem Kiästengebiete wahrscheinlich nicht selten, dagegen
in den von uns untersuchten inneren Teilen der Fjorde sehr
selten. Am Scoresby-Sund nach N. Harrtz häufig.
Saxifraga rivularis L. var. hyperborea (R. Br.) ENGLER.
Mackenzie-Bucht, am 9. Aug. 1900 blihend. (K. A. G. Gr.)
Die Pflanze war bisjetzt aus Ostgrönland noch nicht
bekannt. Sie wird als in Westgrönland vorkommend ange-
geben.!
Saxifraga caespitosa L.
LINNAEUS, C., Flora Suecica. Stockholm. 1755. p. 144;
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli bläöhend.
Sabine-Insel, am 9. Juli bläihend.
Walross-Insel, am 8. Juli blähend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blähend.
Hold with Hope, am 18. Juli blähend.
Mackenzie-Bucht, am 31. Juli 1900 bläöhend. (K. A. G. GR.)
Geologen-Fjord, am 26. Aug. mit reifen Friächten.
Kjerulf-F'jord, am 10. Aug. bläöhend und mit fast reifen
Friächten.
1 Vergl. LANGE, J., Conspectus Florae Groenlandicae. (Meddelelser om
Grenland. Hoft. 3. Andet Oplag. p. 62. Kjebenhavn. 1890).
j 3
34 oP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Scott Keltie-Inseln.
Röhss-Fjord, am 23. Aug. noch blihend.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Kap Stewart, am 29. Juli blihend.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. blöhend.
In dem ganzen Gebiete häufig.
Saxifraga Hirculus L. var. alpina ENGL.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blöähend.
Sabine-Insel, am 9. Juli bläöhend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blähend.
Clavering-Insel, am 16. Juli blöhend.
Mackengie-Bucht, am 2. Aug. 1900 blähend. (K. A.G. GR.)
Bisher nur an den Kisten im Norden des Gebietes gefun-
den und hier nicht selten.
Saxifraga aizoides L.
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. mit halbreifen Fräöchten.
Antarctic-Strasse, am 14. Aug. blähend.- (ÅA. G. N-)
Ruth-Insel, am 16. Aug. blöhend.
Scott Keltie-ITnseln, am 18. Aug. blihend.
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (AA. G. N.)
Röhss-Fjord, am 23. Aug. blähend.
Hurry-Inlet, am 1. Aug. blöihend.
Die Art var bisjetzt aus dem Kistengebiete noch nicht
bekannt. Sie ist hier selten, findet sich dagegen in den mitt-
leren und inneren Teilen der Fjorde hier und da reichlich.
Saxifraga flagellaris WIiLLD. var setigera (PURSH) ENGL.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blöhend.
Sabine-Insel, am 9. Juli blähend.
Kap PBorlase Warren, am 14. Juli blihend.
Clavering-Insel, am 16. Juli blähend.
Mackenzie-Bucht, am 2. Aug. bläöhend.
Bontekoe-Insel, am 22. Juli blähend.
Die Art findet sich nur im Norden des Kästengebietes
und ist hier nicht selten.
Saxifraga oppositifolia L.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blähend.
Walross-Insel, am 8. Juli blihend.
" BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 3. 35
Sabine-Insel, am 9. Juli blähend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blähend.
Clavering-Insel, am 16. Juli bläöhend.
Hold with Hope, am 18. Juli blihend.
Bontekoe-Insel, am 22. Juli blähend.
Moschusochsen-Fjord, am 8. Aug. 1900 blihend. (K. A.
G. GR.)
Geologen-Fjord, am 26. Aug. noch bläöhend und mit reifen
Friäöchten.
Sophia-Strasse, an der westlichen Mändung. (A. G. N.)
Scott Keltie-Inseln. (A. G. N.)
Röhss-F'jord, am 23. Aug. grösstenteils verbliht.
Forsblad-Fjord, am 21. Aug. grösstenteils verblöht.
Kap Stewart, am 30. Juli fast verbläth.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. fast verbläöht; mit halbreifen
Fräöchten.
In dem ganzen Gebiete häufig.
Saxifraga oppositifolia L. var Nathorsti DusÉN.
Laxe caespitosa; ramuli steriles breves, c. 3 cm. longi,
sat dense foliati, foliis oppositis; ramuli foriferi elongati, 5—
6 cm. longi, inferne glabri sursum sensim albo-pilosi, apicem
versus dense pilosi, remote foliati, foliis medianis et supremis
saltem alternis, rarissime oppositis; folia longiora et remotius
ciliata quam in typo, rotundate acutata, usque ad 10 mm.
longa et 3 mm. lata; flores solitarii vel rarissime bini, majores
gquam in typo, colore variabiles, pallide rubro-violacei, pallide
rosei vel albo-rosei; sepala fere triangularia, remote ciliata;
petala ovalia vel oblongo-ovalia.
Sophia-Strasse södlich von der Robertson-Insel, am 15. Aug.
blähend. (A. G. N.)
Åkerblom-Insel, am 21. Aug. blähend. (A. G. N.)
Am Fusse des Berzgelius-Berges, am 21. Aug. bläöhend. (A.
(5 N.)
Ruth-Insel, am 16. Aug. blöähend. (ÅA. G. N')
Dusén-Fjord, am 29. Aug. blähend. (A. G. N.)
Mackenzgie-Bucht, am 2 und 9 Aug. 1900 bliäihend. (K.
ANG. GR.)
— Kap Franklin, am 24. Aug. 1900 blihend. (K. A. G. GR.)
Die Pflanze ist wenig verzweigt und daher nur dänn
polsterig. Sie ist weniger verholzt als der Typus. Die steri-
P. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
36
a—c. Saxifraga opposit
ifolia L. a, Blätter; b, Kronenblätter; c, Kelchblatt.
d—f. Saxifraga oppositifovia L. var Nathorsti DusiN. d, Blätter; e, Kronenblätter; f, Kelehblatt.
Sämmtliche Fisuren in 5
maliger Vergrösserung,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 3. 37
len Zweige sind verhältnismässig kurz, etwa 3 cm. lang,
mit ziemlich dicht gestellten, gegenständigen Blättern. Die
Bläten tragenden zweige sind verlängert, etwa 5 bis 6 cm
lang, unten kahl, oben weisshaarig und unter den Bläten dicht
behaart, dänn beblättert, mittlere und obere Blätter gewön-
lich abwechselnd. Die Blätter sind länger und dänner gewim-
pert, als die des Typus, spitz abgerundet mit von unten an
verzweigtem Mittelnerv. Die Bläiten vereinzeilt oder je zwei
zusammen, etwas grösser als die des Typus, von schwanken-
der Farbe, blass rotviolett bis blass rötlich und rötlich-weiss.
Die Kelchlappen sind fast triangulär und dänner gewimpert
als bei dem Typus. - Die Kronenblätter oval bis länglich
oval mit einem Seitennerv erster Ordnung und einem zweiter
Ordnung. Die Staubblätter sind mehr nach aussen gerichtet
als bei dem Typus, sonst sind sie wie auch die Fruchtknoten
deren des Typus gleich.
Die vollkommen entwickelten Staubblätter ragen etwas
iber die Fruchtknoten; diese reifen später als jene. Die
Fruchtknoten einiger Bläiten waren sehr angeschwollen und
die Samen schon ziemlich gross, während die Staubbeutel
noch nicht geöffnet waren. Die Bliten scheinen daher prote-
rogyn und WSelbstbestäubung daher ausgeschlossen zu sein.
Das Pollen ist vollständig entwickelt.
Die späte Blitezeit ist sehr auffällig. Sie findet im
August statt, was um so eigentämlicher ist, als der Ty-
pus zu den am friähesten blähenden Pflanzen des Gebietes
gehört.
Die Varietät scheint eine sehr ausgeprägte zu sein.
Formen, die diese mit dem Typus verbänden, sind nicht
beobachtet.
Die Abweichungen der Varietät von dem Typus gehen
deutlich aus den mitgeteilten Abbildungen hervor, von denen
die der Saxifraga oppositifolia das Aussehen der in Ostgrön-
land vorkommenden typischen Pflanze widergeben.
Taf. 6. Sazxifraga oppositifolia L. var. Nathorsti DUsÉN.
Fig. a—d. Nat. Grösse. 5
Fig. e. 2?/3 der nat. Grösse.
Das in Taf. 6, Fig. e dargestellte Exemplar war in Spiritus
kongerviert worden; es wurde beim Photographieren aus der
NSchachtel herausgenommen und auf eine Glasplatte gelegt.
38
P. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Dadurch erklärt es sich, dass die Abbildung nicht die natär-
liche Form der Bläten wiedergiebt.
Crassulaceae.
Sedum Rhodiola DC.
Clavering-Insel, am 16. Juli mit den ersten Bläiten.
Scott Keltie-Inseln, am 18. Aug. verblöht.
Röhss-F'jord.
Forsblad-Fjord.
Murray-Insel, am 28. Juli blöäöhend.
Holloway Bay, am 29. Juli blähend und mit jungen
Friächten.
Hurry-Inlet, im Inneren des Fjords. (A. G. N.)
In der Kästenregion und besonders im Säden derselben
häuvfig, im Inneren der Fjorde selten. Am Scoresby-Sund,
nach N. Harrtz, allgemein.
(EK.
Plumbaginaceae.
Armeria vulgaris L. var. sibirica (TuRrcz.).
Sabine-Insel, am 6. Juli mit Knospen. (A. G. N.)
Königin Augusta-Thal, am 12. Juli mit Knospen.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli mit Knospen.
Scott Keltie-Inseln, am 17. Aug. blihend.
Forsblad- Fjord, am 21. Aug. noch blihend.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Hurry-Inlet, am 7. Juli zum Teil verbliöht.
Mackenzgie-Bucht ,am 31. Juli 1900 blihend. (K. A. G. GR.)
Kap Franklin, am 24. Aug. 1900 zum Teil mit Bläiten.
A. G. GR.)
Moschusochsen-Fjord, am 19. Aug. 1900 verbläht. (K. A.
G. GR.)
In dem Kästengebiete ziemlich häufig, im Inneren der
Fjorde dagegen selten und an den von uns untersuchten
inneren Teilen der Fjorde nur an den des Forsblad-Fjords
beobachtet. Die Pflanze ist aus dem Inneren des Scoresby-
Sund nicht bekannt.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0O 3. 39
Scrophulariaceae.
Pedicularis lapponica L.
Kjerulf-E'jord, am Ostabhung, am 10. Aug. teils blähend,
teils mit jungen Friächten.
Röhss-Fjord, am 23. Aug. blähend.
Forsblad-Fjord. (A. G. N.)
Hurry-Inlet, am 1. Aug. blähend.
Die Art fehlt in den Kästengegenden, ist aber im Inneren
der Fjorde häufig.
Pedicularis flammea L.
Kömgin Augusta-Thal, am 12. Juli soeben blähend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blihend.
Scott Keltie-Insel, am 19. Aug. bläihend.
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Miändung, am 16.
EXRS (ARG. N.)
RButh-Insel, am 16. Aug. (ÅA. G. N.)
Forsblad-Fjord, am 21. Aug. fast verblöht.
Kap Stewart, am 29. Juli blähend.
Hurry-Inlet, am 1. Aug. blähend.
Die Art war aus dem Kästengebiete bisjetzt noch nicht
bekannt. Sie findet sich hier verhältnismässig selten, ist
dagegen im Inneren der Fjorde häufig.
Pedicularis hirsuta L.
Klein Pendulum-Insel; am 6. Juli hatte die Pflanze eben
angefangen zu blähen.
Sabine-Insel, am 9. Juli blähend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blihend.
Clavering-Insel, am 16. Juli blähend.
Hold with Hope, am 18. Juli blihend.
Mackenzie-Bucht, am 1. Aug. 1900 blähend. (K. A. G. GR.)
Kap Franklin, am 24. Aug. 1900 blähend. (K. A. G. GR.)
Kjerulf-Fjord, am ÖOstabhang, den 10. Aug. fast verbläht.
- Ruth-Insel. (A. G. N.)
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G. N.)
Scott Keltie-Inseln, am 17. Aug. blöihend.
Kap Parry, am 23. Juli blähend.
40 oP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Röhss-Fjord, am 23. Aug. fast verbläöht.
Forsblad-Fjord, am 21. Aug. (A. G. N.)
Antarctic-Hafen, am 20. Aug. (A. G. N.)
Kap Stewart, am 29. Juli blähend.
Hurry-Inlet, im Inneren des Fjords am 1. Aug. blähend.
Die Art ist in dem ganzen Gebiete häufig.
Euphrasia latifolia PuRrst.
Kaiser Eraneg-Joseph-Fjord, am Kap Weber am 28. Aug.
blihend.
Kjerulf-Fjord, am ÖOstabhang auf dicht grasbewachsenem
Boden; am 10. Aug. bläihend.
Forsblad-Fjord. (ÅA. G. N.)
Hurry-Inlet auf grasbewachsenem Boden, am 7. Aug.
blähend.
Die Art ist in den Kästengegenden nur ein einziges.
Mal, nämlich von COoPELAND und PANnscH auf der Jackson-Insel
angetroffen.! Nie lebt eigentlich im Inneren der Fjorde, wo
sie sich an einigen Stellen, aber gewöhnlich reichlich, findet.
Am Kjerulf-Fjord wurden 15 cm. hohe Exemplare beobachtet.
Polemoniaceae.
Polemonium humile WiLLD.
Klein Pendulum-Insel, am trockenen Plätzen, am 6. und
7. Juli blihend.
Sabine-Insel, am trockenen Lokalitäten, am 9. Juli blähend.
Clavering-Insel, am Kap Mary, am 17. Juli blöhend.
Königin-Augusta-Thal, am 12. Juli blöhend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blöhend.
Die Art gehört dem Käistengebiete an und fehlt im
Inneren der Fjorde; im Siden des Gebietes findet sie sich
nicht; sie ist sädlich von der Clavering-Insel bisher noch
nicht gefunden.
1 Es ist nämlich kaum zu bezweifeln, dass die von BUCHENAU und FocKE
wie auch von N. HaArTz aufgefihrte Huphrasia officinalis L. thatsächlich zu
Euphrasia latifolia Pursk zu bringen ist.
"BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 3. 41
Gentianaceae.
Gentiana tenella RoTTB.
Hurry-Inlet, im Inneren des Fjords, in der Thalsohle, am
7. Aug. blähend. (ÅA. G. N-)
Die Art war bisjetzt aus der Ostkäste noch nicht be-
kannt. In Westgrönland ist sie nur zweimal beobachtet,
nämlich auf 68 37 n. Br. (HaArRtTz) und etwa 67 n. BR.
(JENSEN.)
Pirolaceae.
Pyrola grandiflora RAD.
Kjerulf-Fjord, am Ostabhang desselben, am 10. Aug. teils
mit Bläten, teils verbliöht.
Scott Keltie-Inseln, am 17. Aug.; nur sterile Stauden.
Röhss-Fjord, am 23. Aug. fast verbläht.
Antarctic-Hafen, am 20. Aug. steril. (A. G. N.)
Kap Stewart, am 29. Juli; steril.
Hurry-Inlet, tief im Inneren dieses Fjords, am 7. Aug.
blähend.
Die Art war bisjetzt aus dem Kistengebiete noch nicht
bekannt; sie ist hier selten. Im Inneren der Fjorde dagegen
häuvfig. Ob die Pflanze in der Kiästenregion fräöchtet, ist un-
sicher. Nur sterile Stauden wurden hier von uns beobachtet.
Ericaceae.
Arctostaphylos alpina L.
Moschusochsen-Fjord, am 16. Aug. 1900 mit fast reifen
Fräöchten. (K. A. G. GR.)
Kjerulf-Fjord, am Ostabhang desselben, am 10. Aug. mit
fast reifen Friächten.
RButh-Insel. (ÅA. G. N.)
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Hurry-ITnlet, im Inneren dieses Fjords, am 31. Juli mit
halbreifen Frächten.
Die Art war bisjetzt aus der Kästenregion noch nicht
bekannt. Sie ist hier selten, sonst im ganzen Gebiete, be-
sonders im Inneren der Fjorde, häufig.
49 oP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS
Cassiope tetragona L.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blihend. (A. G. N)
Sabine-Insel, am 10. Juli blöhend.
Kömigin Augusta-Thal, am 12. Juli. (A. G. N.)
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blihend.
Clavering-Insel, am 16. Juli blihend.
Hold with Hope am 18. Juli bläöhend.
Mackenzie-Bucht, am 31. Juli 1900 blihend. (K. A.G. Gr.)
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. verblöht.
RButh-Insel. (A. G. N.)
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung am 16.
Aug. (A. G. N.)
Scott Keltie-Inseln, am 17. Aug. verbliht.
Röhss-Fjord, am 23. Aug. verbläöht.
Forsblad-Fjord, am 21. Aug. verblöht.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Kap Parry, am 23. Juli blihend.
Kap Stewart, am 29. Juli meistens verbliht.
Hurry-Inlet, am 1. Aug. meistens verbliöht.
In den Kästengegenden nicht selten, aber kaum häufig,
im Inneren der Fjorde dagegen sehr häufig und Massenvege-
tation bildend. ;
Cassiope hypnoides (L.) WAHLENB. Å
Hurry-Inlet, am Inneren dieses Fjords in der Thalsohle,
"aber nur ein einziges Mal gefunden. Fehlt in den Kisten-
gegenden.
Rhododendron lapponicum. L.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blihend. |
Clavering-Insel, unweit des Kap Mary, am 16. Juli blä- -
hend.: (A.> G. N) |
Ruth-Insel (A. G. N.) |
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G.N.)
Scott Keltie-Inseln, am 18. Juli bläöhend. i
Röhss-Fjord, am 23. Aug. mit jungen Frichten. |
Forsblad-Fjord. (A. G. N.) j
Antarctic-Hafen. (A. G. N.) N
Hurry-Tnlet, am 1. Aug. blähend.
Mäkåbrrerr kn <n
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:0 3. 43
Die Pflanze ist sowohl in den Kästengegenden als auch
im Inneren der Fjorde verhältnismässig selten und spärlich
und ausserdem immer sehr klein. Die Zweige der von mir
beobachteten Sträucher hatten fast nie die Länge von 10 cm.
erreicht.
Vacciniaceae.
Vaccinium uliginosum L. f microphyllum LGeEz.
Klein Pendulum-Insel, am 7. Juli mit wenigen geöffneten
Bliten.
Sabine-Insel, am 10. Juli mit Knospen und Bliten.
Königin Augusta-Thal, am 12. Juli mit Bläten, (A. G. N.)
Clavering-Insel, am Kap Mary am 16. Juli bläöhend.
Hold with Hope, am 18. Juli bläöhend.
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. mit reifen Frächten.
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. vd G. N.)
Scott Keltie-Inseln.
Röhss-Fjord, am 23. Aug. mit reifen Friächten.
Forsblad-Fjord.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Kap Parry, am 23. Juli blihend.
Kap Stewart.
Hurry-TInlet, am 7. Aug. mit jungen Frächten.
Die Art hat dieselbe Verbreitung und Frequenz wie
Cassiope tetragona, mit der sie wenigstens im Kiästengebiete,
oft vergesellschaftet ist. Die Beeren reifen im Inneren der
Fjorde in der letzten Hälfte des August.
Campanulaceae.
Campanula uniflora L.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli bläöhend. (A. G. N.)
Sabine-Insel, an trockenen Abhängen des Germania-Ber-
ges; am 9. Juli waren die meisten Stauden noch nicht blähend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli teils mit Bliten, teils
mit jungen Friächten.
Clavering-Insel, am 17. Juli blähend.
Hold with Hope, am 18. Juli blöhend und mit jungen
Frächten.
44 oP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Mackenzgie-Bucht, am 1. Aug. 1900 blähend. (K. A. G. GR.)
Scott Keltie-Inseln, am trockenen Abhängen, am 18. Aug.
mit Bläten und fast halbreifen Fräöchten.
Robertson-Insel, am 15. Aug. mit fast halbreifen Frächten.
Röhss-FJjord, am 23. Aug. mit fast halbreifen Frächten.
Obschon die Art sich nicht unter den von Prof. Dr. A.
G. NATHORST und mir am Hurry-Inlet notierten Pflanzen findet,
so ist es doch kaum zu bezweifeln, dass sie auch hier vorkommt.
Sie ist zu den häufigeren Pflanzen zu rechnen und ist in dem
ganzen Gebiete verbreitet.
Campanula rotundifolia L. var. arctica LGE.
Clavering-Insel, am trockenen Plätzen, besonders auf Schie-
fergries reichlich; am 17. Juli eben blähend.
Kjerulf-Fjord, an dem trockenen ÖOstabhang desselben;
hier reichlich und am 10. Aug. blöähend.
Moschusochsen-Fjord, am 22. Aug. 1900 blähend. (K. A:
G. GR.) ;
Scott Keltie-Inseln, am 17. Aug. bläöhend. (ÅA. G. N')
Forsblad-F'jord, am 21. Aug. blöihend.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. blähend.
Die Pflanze war aus der Kästenregion bisjetzt noch nicht -
bekannt. Sie ist in dem ganzen Gebiete verbreitet und im -
Inneren der Fjorde allgemein. Sie erreicht hier fast dieselbe -
Grösse wie die Art im sädlichen Schweden.
Compositae.
Taraxacum phymatocarpum J. VAHL.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli, blöhend. (ÅA. G. N)
Sabine-Insel, am 9. Juli blähend.
Clavering-Insel, am 16. Juli blähend.
Hold with Hope, am 18. Juli bläöhend.
Kap Stewart, am 30. Juli blihend.
Hurry-Inlet, Anfang August blihend.
In der Kästenregion hier und da spärlich. Im Inneren
der Fjorde von uns nicht beobachtet. Von N. HaArRtTz wird
die Art gar nicht erwähnt. Ob die Art im Inneren der Fjorde
fehlt oder nicht, muss vorläufig dahingestellt bleiben. Friöch-
tende Stauden wurden nicht beobachtet.
= REA ök
BIHANG TILL K. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III N:0. 3. 45
Taraxacum phymatocarpum J. VAHL. var. albiflorum
KJIELLM.
Sabine-Insel, am 9. Juli blihend und mit fast reifen
Friäöchten.
Clavering-Insel, am 16. Juli blihend.
Hold with Hope, am 19. Juli, bläöhend. (A. G. N.)
Mackenzie-Bucht, am 25. Aug. 1900 blähend. (K. A. G. GR.)
Ruth-Insel, am 16. Juli. (A. G. N.)
Scott Keltie-Inseln, am 17. Juli. (ÅA. G. N.)
Kap Stewart, am 30. Juli bläihend.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. blihend.
Taraxacum phymatocarpum J. VAHL var. albifiorum KJELLM.
Etwa !/2 der nat. Grösse. Nach Photographie des Verfassers.
(Die hier abgebildete Pflanze fand sich auf grasbewachsenem Bodem am
Kap Stewart. Die Blätter sind von den dichten Gräsern fast vollständig
verdeckt.)
In der Kiästenregion hier und da. Än den Wohnplätzen
der ehemaligen Eskimobevölkerung fehlen sowohl die Varietät
als auch die Art selten. Im Inneren des Scoresby-Sund von
N. Harz an mehreren BStellen gefunden. In den von uns
besuchten inneren Teilen der Fjorde wurde sie nicht beobachtet.
46 <oopP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Meine Auffassung des Taraxacum phymatocarpum und des
T. phymatocarpum var. albiflorum wurde von Herrn Amanu-
ensis H. DAHLSTEDT gätigst kontrolliert und bestätigt. 2
hebt jedoch hervor, dass die Varietät wahrscheinlich fär eine
selbständige Art zu halten ist, was sich ohne Uatssh
der Samen nicht sicher feststellen lässt. i
Die Varietät ist grösser, zuweilen viel grösser als die Art
und ihre Blätter sind gewöhnlich tiefer gezähnt und mit
schärferen Zähnen als die der Art versehen. Die Köpfe sind
grösser und, wenn vollkommen geöffnet, mehr verflacht als
die der Art. Die Farbe der Bläten ist die von G. ANDERSSON
und H. HESSELMAN angegebene.! Auch anotomisch scheinen
die Art und die Varietät verschieden zu sein, denn beim
Welken wird die Varietät viel schlanker als die Art.
Taraxacum croceum Daursrt. (Det. H. DAHLSTEDT.)
Kap Stewart, am 30. Juli blähend. |
Von uns wurde die Pflanze nur an dieser Lokälität
beobachtet. Am Scoresby-Sund ist die Art von N. HARTZ an
mehreren Plätzen beobachtet worden.?
Matricaria inodora L. var. phaeocephala RuPz.
Kjerulf-Fjord, an den Wohnplätzen der ehemaligen
Eskimobevölkerung; am 10. Aug. teils mit Bläöten, teils mit
reifen Frächten.
Die Pflanze ist sehr selten und war an der Ostkäste
nördlich vom 60? n. Br. vorher noch nicht angetroffen. An
der Westkiäste ist sie nördlich vom 61” n. Br. bis jetzt noch
nicht beobachtet. Wahrscheinlich eine Ruderatpflanze.
Antennaria alpina GÄRTN.
Hurry-Inlet, an mehreren Stellen am 1. Aug. blihend.
Nur im Siden des Gebietes gefunden. Im Inneren des
Scoresby-Sund nach N. Hartz häufig.
1 Vergl. G. ANDERSSON und H. HESSELMAN, Bidrag till kännedomen om
Spetsbergens och Beeren Eilands kärlväxter. (Bihang K. Sv. Vet.-Akad. Handl.
Bd. 26. Afd. III. N:o 1. p. 16.)
Die hier erwähnte Farbe der Bläten bezieht sich nähmlich auf Tarazxa-
cum phymatocarpum var. albiflorum und nicht, wie die genannten Verfasser
behaupten, auf T. phymatocarpum, das gelbe Bliten besitzt.
2 Das von ihm angefährte Taraxacum of ficinale WEB. ist nämlich wahr-
scheinlich mit Taraxacum croceum DAHLsT. identisch.
då
"BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 3. 47
Erigeron compositus Pursch.
Klein Pendulum-Inset, am 6. Juli blähend. (A. G. N.)
Sabine-Insel, am 7. und 9. Juli blihend.
Königin Augusta-Thal, am 12. Juli blihend. (ÅA. G. N')
Clavering-Insel, am 16. Juli bläöhend. (A. G. N.)
Hurry-Inlet, am 1. Aug. blihend.
In den Kästengegenden und am Hurry-Inlet nicht selten.
Im Inneren des Kaiser Franz-Joseph-Fjords und des König
Oskar-Fjords nicht beobachtet. Am Scoresby-Sund, nach N.
Harrtz, nicht allgemein.
Um Mitternacht zwischen dem 1. und dem 2. Aug. waren
am Hurry-Inlet die Köpfehen dieser Pflanze durch die ein-
wärts gebogenen Randbläten geschlossen. Gleichzeitig waren
auch die Bläten der Potentilla mivea fast vollständig geschlos-
sen. Es herrschte damals eine sechwache Dämmerung.
Erigeron uniflorus L. var. pulchellus FR.
Sabine-Insel, selten; nur eine einzige Staude mit nicht
ganz entwickelten Köpfehen am 9. Juli.
Clavering-Insel, am 17. Juli mit nicht ganz entwickelten
Köpfchen.
Mackenzie-Bucht, am 1. Aug. 1900 blähend. (K. A. G. GR.)
Moschusochsen-Fjord, am 17. Aug. 1900 bläihend. (K. A.
G. GR.)
Kap Stewart, am 29. Juli bläihend.
Hurry-Inlet, am 4. Aug. blöhend.
In dem Käistengebiete nicht allgemein, doch im Säden
häufiger als im Norden. Im Inneren des Kaiser Franz-Joseph-
Fjords und des König Oskar-Fjords nicht beobachtet. Wird
im Inneren des Scoresby-Sund von N. HaArtzZ nicht angegeben.
Erigeron eriocephalus J. VAHL.
Kap Franklin, am 24. Aug. 1900 bläihend. (K. A. G. GR.)
Moschusochsen-Fjord, am 23. Aug. 1900 blähend. (K. A.
G. GR.)
Scott Keltie-Inseln, am 18. Juli blihend.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. blihend.
In der Kästenregion selten; im Inneren des Kaiser Franz-
Joseph-Fjords und des König Oskar-Fjords nicht gefunden.
Am Scoresby-Sund, nach N. HaRrTzZ, gemein.
48 oP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLAND
Arnica alpina (L.) MURR.
Clavering-Insel, an trockenen Abhängen oberhalb des Ka
Mary; am 16. Juli bläihend.
Königin Augusta-Thal, an feuchten Abhängen, am 12. Jul
bliähend.
Mackenzgie-Bucht, am 1. Aug. 1900 blähend. (K. A. G. GR)
Kjerulf-Fjord, am ÖOstabhang desselben, am 10. Aug.
blihend. NN
Ruth-Insel, am 16. Aug. (A. G. N.)
Scott Keltie-Inseln, am 18. Juli bläöhend.
Forsblad-F'jord, am 21. Aug. blähend.
Kap Stewart, am 30. Juli blihend. ;
Hurry-Inlet, tief im Inneren dieses Fjords, am 7. Aug.
blähend. I
Im ganzem Gebiete verbreitet.
Polygonaceae.
Koenigia islandica L.
Sabine-Insel, am 6. Aug. 1900 mit Bläten und jungen
Fräuckhten.: (EK. AVGIUGR) |
Mackenegie-Bucht, am 2. Aug. 1900 mit Bläten und Jungem
Frächten. (K. A. G. GR.) i
Antarctic-Hafen. (A. G. N.) [
Kap Stewart, am 29. Juli, steril. Ö
In dem Kiästengebiete selten. Am Scoresby-Sund, auch
im Inneren desselben vorkommend, aber hier ebenfalls selten.
Sonst im Inneren der Fjorde nicht gefunden.
Polygonum viviparum L.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli mit Knospen. I
Sabine-Insel, am 9. Juli mit Knospen.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blihend.
Jlavering-Insel, am 16. Juli bläihend.
Kaiser Franze-Joseph-Fjord, tief im Inneren des Fjords,
am 12. Aug. fast verbläht. Die Bulbillen waren grösstenteils
abgefallen. 2
Bontekoe-Insel, am 22. Juli blihend. 1
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G. N)
rn VE
G TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 3. 49
Scott Keltie-Inseln, am 17. Aug. noch blihend.
Röhss-Fjord, am 23. Aug. verbläht; die Bulbillen grössten-
teils abgefallen..
Forsblad-Fjord, am 21. Aug. verbläht; die Bulbillen abge-
fallen.
Kap Parry, am 23. Juli blihend.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Kap Stewart, am 29. Juli blihend.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. mit Bliten und reifen Bulbillen.
In dem ganzen Gebiete verbreitet, findet sich aber selten
in grösserer Menge.
Oxyria digyna (L.) Hin.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli bläöhend.
Clavering-Insel, am 16. Juli blähend.
Bontekoe-Insel, am 22. Juli blihend.
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G.N-.)
Scott Keltie-Inseln, am 17. Aug. mit zum Teil abgefalle-
nen Frichten.
Röhss-Fjord, am 23. Aug. mit reifen Frichten.
Forsblad-F'jord, am 21. Aug. mit reifen Frächten.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Hurry-Inlet, 7. Aug. mit reifen Frächten.
In dem ganzen Gebiete verbreitet, doch häufiger in der
Kästenregion als im Inneren der Fjorde.
Rumex Acetosella L.
= Kjerulf-Fjord, hier reichlich und am 10. Aug. mit Bliten
und reifen Frichten.
ö Röhss-F'jord, am 23. Aug. mit reifen Frichten.
NH Forsblad-Fjord, am 21. Aug. mit reifen Frichten.
3 Nur im Inneren der Fjorde gefunden; hier oft hävfig
und reichlich frächtend:
Lä
fl | Salicaceae.
'R Salix herbacea L.
—- Forsblad-Fjord, am 21. Aug. nur steril gefunden.
MN Antarctie-Hafen. (A. G. N.)
Kap Stewart, am 29. Juli, aber nur steril.
ä Im norden des Gebietes nicht beobachtet.
50 oP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPELANZEN OSTGRÖNLANDS-.
Salix arctica PALL.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blähend.
Walross-Insel, am 4. Aug. 1900 mit etwa halbreifen
Friächten. (K. A. G. GR.)
Sabine-Insel, am 9. Juli blöhend und mit jungen Friiehten.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blähend.
Clavering-Insel. am 16. Juli blähend.
Hold with Hope, am 18. Juli blähend.
Moschusochsen-Fjord, am 15. Aug. 1900 mit reifen Fräöch
ten. COKS CAIGT SR)
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. mit fast reifen Frächten. :
Bontekoe-Insel, am 22. Juli blihend.
Scott Keltie-Inseln.
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G. N.>
Röhss-Fjord, am 23. Aug. mit reifen Frächten.
Forsblad-Fjord, am 21. Aug. mit reifen Frächten.
Kap Parry, am 23. Juli teils blähend, teils verbläht.
Antarctic-Hafen. (ÅA. G. N.)
Kap Stewart, am 29. Juli verblöht.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. mit fast reifen Frächten.
Die gemeinste Art des Gebietes; fast ebenso häufig in
der Kästenregion wie im Inneren der Fjorde. Die Pflanze
ist das Hauptfutter der Moschusochsen.
Taf. 4. Habitusbild, etwa !/20 der nat. Grösse.
Salix arctica PALL. var. groenlandica AND. f. latifolia.
Mackenegie-Bucht, am 2. Aug. 1900 mit reifen Friäehte
(K. A. G. GR.)
Salix glauca L.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. blähend.
Betulaceae.
Betula nana L.
Moschusochsen-Fjord, am 28. Aug. 1900 mit etwa halb
reifen Frächten. (K. A. G. GR.)
Kjerulf-Fjord.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 3. 51
Buth-Insel. (A. G. N.)
Scott Keltie-Inseln. (A. G. N)
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung (A. G. N.).
Forsblad-Fjord.
Röhss-F'jord.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Hurry-Inlet, im Inneren des Fjords, am 30. Juli blihend.
In dem Kästengegenden selten, im Inneren der Fjorde
häufig.
Die Zwergbirken am Kjerulf-Fjord hatten, obschon nicht
allgemein, schon am 10. Aug. begonnen, eine schwach rötliche
Herbstfarbe auzunehmen, und dies war in noch höherem Grade
mit der Arctostaphylos alpina der Fall. Später trat diese
Herbstfarbe selbstverständlich schärfer hervor, bei Arctosta-
phylos als eine intensiv hochrote Färbung. An der Renntier-
Bucht den 25. Aug. und am Geologen-Fjord den 26. Aug.
machte die A. alpina durch ihre prachtvolle scharlachrote
Farbe sich schon in grosser Entfernung bemerkbar.
Liliaceae.
Tofieldia palustris Hups.
Scott Keltie-Inseln, am 17. Aug.
Moschusochsen-F'jord, am 17. Aug. 1900 mit halbreifen
Fräöchten. (K. A. G. GR.)
Röhss-Fjord, am 23. Aug. mit halbreifen Frächten.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Hurry-Inlet, am 1. Aug. bläöhend.
In der Kiästenregion selten; im Inneren der Fjorde zwar
öfter gesehen, aber hier auch verhältnismässig selten. Im
Inneren des Kaiser Franz-Joseph-Fjords nicht gefunden. Fin-
det sich am Scoresby-Sund und zwar häufiger an den inneren
Kästen als an den äusseren.
Tofieldia coccinea RICHARDS.
Forsblad-Fjord. (A. G. N.) Hier auch mit weissen
Bliten.
FRhedin-Fjord. (A. G. N.)
52 oP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Nur im Inneren der sädlichsten Fjorde gefunden. Im
Inneren des Scoresby-Sund, nach N. Hartz, gemein.
Juncaceae.
Juncus biglumis L.
Sabine-Insel, am 7. Juli blähend.
Ruth-Insel. (A. G. N.)
Bontekoe-Insel, am 22. Juli blihend.
Scott Keltie-Inseln. (A. G. N-')
Forsblad-Fjord. (A. G. N-)
Hurry-Inlet, am 4. Aug. verbliöht.
Die Art ist in dem Kästengebiete ziemlich selten und
scheint im Inneren der Fjorde noch seltener zu sein. Am
Scoresby-Sund, nach N. HaArtz, gemein.
Juncus triglumis L.
Ruth-Insel. (ÅA. G.: N.)
Forsblad-Fjord.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. blähend.
Nur an den inneren und mittleren Kästen der sädlichen
Fjorde angetroffen. Am Scoresby-Sund nur im Inneren.
Juncus castaneus SM.
Clavering-Insel, am 16. Juli blähend. (A. G. N.)
Röhss-Fjord, am 23. Aug. mit fast reifen Friächten.
Forsblad-Fjord, am 21. Aug. mit fast reifen Frächten.
Hurry-Inlet, am. 7. Aug. mit Bläten und etwa halbreifen
Friächten.
Die Art war bisjetzt aus dem Kästengebiete noch nicht
bekannt. Tief im Inneren des Kaiser Franz-Joseph-Fjords
nicht 'beobachtet; an den säödlichen Fjorden nicht allgemein
Findet sich am Scoresby-Sund sowohl an den äusseren al
auch an den inneren Kästen.
Juncus arcticus WILLD.
Röhss-Fjord, am 23. Aug. mit fast reifen Frächten.
Forsblad-F'jord, am 21. Aug. mit fast reifen Friächten.
Hurry-Inlet, am 4. Aug. blihend.
| BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 3.
03
Nur im Inneren der säödlichen Fjorde. Im inneren des
Scoresby-Sund, nach N. Harrz, häufig.
Luzula confusa LINDEB.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blihend.
Sabine-Insel, am 9. Juli blähend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blöhend.
Clavering-Insel, am 17. Juli blihend.
Hold with Hope, am 18. Juli blähend.
Mackenzie-Bucht, am 31. Juli 1900 mit fast reifen Frächten.
WTATIG: GR.).
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. mit reifen Frächten und zum
Teil mit geöffneten und entleerten Kapseln.
Bontekoe-Insel.
Soplhia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G. N.)
Scott Keltie-Inseln.
Röhss-FJord.
Forsblad- Fjord.
Kap Parry.
Antarctic-Hafen. (A. G. N-)
Kap Stewart.
Hurry-Inlet.
In dem ganzen Gebiete häufig.
Luzula campestris DC. ” frigida Buct.!
Hurry-Inlet, am 7. Aug. blähend.
: Luzula arctica BLYTT.
Klein Pendulum-Insel. (A. G. N-)
Eine sehr seltene Art, die vorher nur von N. HARTZ am
Hold with Hope und auf Jameson-Land gefunden worden ist.
Professor NATHORST teilt mir mit, dass er, obschon er keine
Exemplare mitgebracht hat, dennoch die Bestimmung fär rich-
tig hält, denn er hatte während seiner Wanderung iber die
Insel sowohl Luzula confusa wie L. arctica notiert.
Luzula spicata (L.) DC.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. mit jungen Frächten.
Nur im Säöden des Gebietes und im Inneren der Fjorde
gefunden.
! F. BuCHENAU, Luzula campestris und verwandte Arten. Österr. Bot.
Zeitschrift 1898. S. 284.
|
54 P. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Cyperaceae.
Eriophorum Scheuchzeri HoPPE.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blihend.
Sabine-Insel, am 9. Juli blöhend.
Clavering-Insel, am 16. Juli mit etwa halbreifen Frächten.
Röhss-F'jord.
Forsblad-Fjord.
Antarctic-Hafen. (ÅA. G. N.)
Hurry-Inlet, am 7. Aug. mit fast reifen Frächten: =
In dem ganzen Gebiete verbreitet, jedoch tief im Inneren
des Kaiser Franz-Joseph-Fjords nicht beobachtet.
Eriophorum angustifolium Roth.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli noch nicht blihend (ÅA.
GE ND
Sabine-Insel, am 9. Juli spärlich blihend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blihend.
Bontekoe-Insel.
RButh-Insel. (ÅA. G. N-)
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G. N.)
Scott Keltie-Inseln. (A. G. N.)
Röhss-F'jord.
Forsblad-Fjord. (A. G. N.)
Antarctic-Hafen. (A. G. N-)
Kap Stewart.
Hurry-Inlet.
In dem ganzen Gebiete verbreitet, jedoch tief im Inneren
des Kaiser Franz-Joseph-Fjords nicht beobachtet.
Carex parallela SoMMERF.
Kaiser Franzg-Joseph-Fjord, tief im Inneren, am 10. Aug.
mit reifen Friächten.
Röhss-Fjord.
Forsblad-Fjord.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. mit fast reifen Fräöchten.
Nur im Inneren der Fjorde. Am Scoresby-Sund, nach
N. Harrz, ebenfalls im Inneren.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 3. 55
Carex nardina FR.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blähend.
Walross-Insel, am 8. Juli bläöhend.
Sabine-Insel, am 9. Juli bläöhend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli mit jungen Friächten.
Clavering-Insel, am 16. Juli mit etwa halbreifen Fräöchten.
Hold with Hope, am 18. Juli mit jungen Friächten.
"Bontekoe-Insel, am 22. Juli noch blähend.
Kjerulf-Fjord, am 12. Aug. mit reifen Fräöchten.
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G. N.)
Scott Keltie-Inseln.
Röhss-FJjord.
Forsblad-F'jord.
Kap Stewart.
Hurry-Tnlet, im Inneren des Fjords, am 7. Aug. mit fast
Treifen Friöchten.
In dem ganzen Gebiete häufig.
Carex ursina DEw.
Röhss-Fjord.
Hurry-Tnlet, am 6. Aug. mit etwa halbreifen Frächten.
(A. G. N.)
Nur im BSäöden des Gebietes gefunden und hier selten.
Carex scirpoidea MIcH.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. blöhend. (ÅA. G. N.)
Nur im Säden des Gebietes verbreitet. Am Scoresby-
Sund, nach N. HaArRTzZ, gemein.
Carex rupestris ÅLL.
Clavering-Insel, am 16. Juli blöhend. (ÅA. G. N.)
Forsblad-Fjord. (ÅA. G. N.)
Hurry-Inlet. (A. G. N.)
In der Kästenregion selten, sonst nur im Säden des Gebie-
tes gefunden. Am WNcoresby-Sund nach, N. HaArtz, gemein.
Carex incurva ÅLIGHTF.
Clavering-Insel, am 16. Juli mit etwa halbreifen Frächten.
-Bontekoe-TInsel.
F
56 P. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS-
Scott Keltie-Inseln.
In der Kästengegenden selten; sonst nur am Scoresby-
Sund gefunden und hier, nach N Harrz, nicht gemein.
Carex lagopina WAHLENB.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blihend.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Kap Stewart, am 30. Juli mit wenig entwickelten Frächten.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. mi etwa halbreifen Fräöchten.
Die Art war bisjetzt aus dem Kästengebiete noch nicht be-
kannt; hier selten. Sonst nur am Scoresby-Sund gefunden,
wo sie, nach N. HaArtz, gemein ist.
Carex ustulata WAHLENB.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. mit etwa halbreifen Frächten.
Diese Art war bisjetzt aus Grönland äberhaupt noch nicht
bekannt. Die Verbreitung der Art ist folgende: Schottland,
Norwegen, nördliches Schweden, die schweizer Alpen, Steier-
mark, Kärnthen, Dauphiné.
Carex misandra R. BR.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli blähend.
Sabine-Insel, am 10. Juli blöhend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blähend.
Clavering-Insel, am 16. Juli blähend.
Bontekoe-Insel. :
Moschusochsen-Fjord, am 16. Aug. 1900 mit reifen Friächten.
(KK: AryGr GR)
Soplvia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G. N.>
Scott-Keltie-Inseln. |
Forsblad-F'jord.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Kap Stewart.
Hurry-Inlet. :
An der Verzweigungen des Kaiser Franz-Joseph-Fjords
und des Kempe-Fjords nicht beobachtet. Sonst nicht selten.
Am BScoresby-Sund, nach N. Hartz, gemein und im Inneren -
des Fjords häufig. ;
Carex subspathacea WoRrMsSK. var. Ccurvata DREJ.
Sabwne-Insel, am 10. Juli bliähend.
Scott Keltie-Inseln. (A. G. N.)
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 38. 57
Kap Stewart.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. blihend.
Die Art war bisjetzt aus dem Kästengebiete noch nicht
bekannt. ': Im Inneren der Fjorde nicht gefunden. Am Scores-
by-Sund wahrscheinlich selten.
Carex capillaris L.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. mit reifen Frächten.
Kjerulf-Fjord.
Kaiser Franz-Joseph-Fjord, tief im Inneren desselben un-
weit des Nordenskiöld-Gletschers, am 12. Aug. mit reifen
Friöchten.
Nur im Inneren der Fjorde gefunden.
Carex rariflora SM.
Hurry-Inlet, am 1. Aug. mit etwa halbreifen Frichten.
FAL GG. N.)
Nur im Säden des Gebietes; selten.
Carex supina WaAHLENB.
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. mit fast reifen Frichten.
Nur im Inneren der Fjorde.
Carex pulla Goop.
Hurry-Inlet, am 30. Juli und 7. Aug. mit Bläten und
etwa halbreifen Frächten.
Forsblad-F'jord, am 21. Aug. mit halbreifen und fast reifen
föruchten. (A. G. N.)
Nur im Säden des Gebietes. Am Scoresby-Sund, nach
N. Harz, häuvfig.
Gramineae.
Alopecurus alpinus SM.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli mit noch nicht blähen-
den Ähren.
Sabine-Insel, am 9. Juli blihend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli blähend.
Clavering-Insel, am 16. Juli bläihend.
58 oP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Hold with Hope, am 18. Juli blähend. |
Mackenzie-Bucht, am 31. Juli 1900 verbläht. (K.A. G. GR.)
Bontekoe-Insel. |
Scott Keltie-Inseln.
Kap Stewart.
In der Käöstengegend häufig; bisjetzt im Inneren der
Fjorde noch nicht beobachtet.
Hierochloa alpina (LILJEBL.) R. et S.
Walross-Insel, am 8. Juli bläöhend.
Sabine-Insel, am 9. Juli blähend.
Clavering-Insel.
Kjerulf-Fjord.
Scott Keltie-Inseln.
Röhss-Fjord.
Forsblad-Fjord.
Kap Parry.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Uber das ganze Gebiet verbreitet.
Calamagrostis hyperborea LGE.
Clavering-Insel, am 16. Juli mit hervorgetretenen Rispen,
aber noch nicht blihend.
Die Art war bisjetzt aus Ostgrönland noch nicht bekannt.
Calamagrostis purpurascens R. BR.
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. blöhend.
Röhss-Fjord.
Forsblad-FJjord.
Hurry-Inlet, am 8. Aug. mit vollkommen hervorgetretenen,
aber noch nicht blihenden Rispen.
In der Kästenregion äusserst selten; im Inneren der
Fjorde häufig, zuweilen Massenvegetation bildend. Am Kjer-
ulf-Fjord bis 7 dm. hoch.
Taf. 3. Habitusbild, etva !/s der nat. Grösse.
Calamagrostis stricta (TimMm.) HARTM. var. borealis LAEST.
Antarctic-Hafen, am 20. Aug. mit noch nicht vollkommen
hervortretenden Rispen. (A. G. N.')
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III, N:0 3. 59
Hurry-Inlet, am 7
vortretenden Rispen.
Die Art war bisjetzt in dem Kiästengebiete noch nicht
gefunden. Nur im Säden des Gebietes beobachtet und hier
selten.
- Aug. mit noch nicht vollkommen her-
Trisetum subspicatum (L.) BEAuV.
Klein Pendulum-Insel. (A. G. N.)
Moschusochsen-Fjord, am 19. Aug. 1900. (K. A. G. GR.)
Kjerulf-Fjord.
Scott Keltie-Inseln. (A. G. N.)
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Kap Stewart, am 29. Juli mit hervorgetretenen Rispen,
aber noch nicht blöähend.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. eben blähend.
Uber das ganze Gebiet verbreitet.
Pleuropogon Sabinei R. BR.
Hurry-Inlet, in kleinen Seeen, am 7
I. ARWIDSSON entdeckt).
Mackenzgie-Bucht, am 31. Juli 1900 blähend. (K. A. G. GR.)
Die Pflanze fand sich ziemlich reichlich in den kleinen
Seen der Thalsohle am Ende des Hurry-Inlet. Sie war bis-
jetzt aus Ostgrönland noch nicht bekannt.
In Westgrönland ist die Art nur an einer einzigen Stelle,
Ivsugigsok (etwa 76” 8' N. Br.) von A. G. NATHORST gefunden.
. Aug. bläöhend (von
Catabrosa algida (SoL.) FRIES.
Walross-Insel, am 4. Aug. 1900 blähend. (K. A. G. GR.)
Kap Bennet, am 20. Juli blähend.
In dem Käiästengebiete wahrscheinlich selten. Im Inneren
des Kaiser Franz-Joseph-Fjords und des König Oskar-Fjords
nicht beobachtet. Am Scoresby-Sund, nach N. HARTZ, gemein
und besonders an dessen äusseren Kästen häufig.
Colpodium latifolium R. BR.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli mit noch nicht voll-
kommen hervortretenden Rispen.
60 &pP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Moschusochsen-Fjord, am 19. Aug. 1900 blihend. (K. Al
G. GR.)
Scott Keltie-Insel. (ÅA. G. N-)
Sophia-Strasse unweit der westlichen Mändung. (A.G. N.)
Kap Stewart, am 29. Juli noch nicht bläöhend.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. eben blähend. ;
Fast nur in dem Kiästengebiete gefunden und hier wahr-
scheinlich nicht gemein. Im Inneren der Fjorde nicht beob-
achtet. Am Scoresby-Sund, nach N. Harz, nur an den
äusseren Kisten. :
Glyceria angustata (R. Br.) FR. ; I
Kjerulf-Fjord, an den Wohnplätzen der ehemaligen Eskimo-
bevölkerung, am 12. Aug. mit reifen Friächten.
Sehr selten. Bisjetzt nur am Kjerulf-Fjord und im
Jameson-Land (N. HaArTz) gefunden.
Glyceria vilfoidea (AND.) TH. FR.
Sabine-Insel, am 9. Juli steril. (A. G. N.)
Königin Augusta-Thal, am 12. Juli steril. (A. G. N)
Forsblad-Fjord. (ÅA G. N.)
Hurry-Inlet. (A. G. N.)
In dem Kästengebiete selten; auch im Inneren der Fjorde
nur am Forsblad-Fjord beobachtet. Am Scoresby-Sund nicht
selten und zuweilen sogar häufig.
Poa abbreviata R. BR.
Klein Pendulum-Insel, am 7. Juli mit hervorgetretenen,
aber noch nicht blähenden Rispen.
Walross-Insel, am 8. Juli bläihend.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli bläöhend.
Kap Bennet, am 20. Juli blähend.
Hurry-Inlet. (AA. G. N)
Fast ausschliesslich in dem Kästengebiete gefunden. Im
Inneren des Kaiser Franz-Joseph-Fjords und König Oskar-
Fjords nicht beobachtet. Am Scoresby-Sund selten und hier
nur in Jameson-Land von N. HaArtz angetroffen.
Poa glauca M. VAHuL.
Klein Pendulum-Insel, am 6. Juli mit hervorgetretenen,
aber noch nicht bläihenden Rispen.
dd
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:0 3. 61
Sabine-Insel.
Kap Borlase Warren, am 14. Juli mit hervorgetretenen,
aber noch nicht blihenden Rispen.
Mackenzie-Bucht.
Ruth-Insel. (A. G. N.)
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G.N-)
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. blähend.
Hurry-Inlet, am 31. Juli verblöht (ÅA. G. N.)
Wahrscheinlich iäber das ganze Gebiet verbreitet. Am
Scoresby-Sund, nach N. Harrz, häufig.
Poa alpina L.
Klem Pendulum-Insel.
Kap Borlase Warren.
Kjerulf-Fjord.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Scott Keltie-Inseln, am 18. Aug. mit noch nicht reifen
Bulbillen. (A. G.: N-)
Kap Stewart, am 29. Juli mit noch nicht reifen Bulbillen.
Hurry-Inlet.
In dem Käöästengebiete nicht selten und hier nur als f.
vivipara. Im inneren des Kaiser Franz-Joseph-Fjords und
des König Oskar-Fjords wahrscheinlich ziemlich selten. Am
Scoresby-Sund, nach N. Harrtz, häuvfig. In den äusseren Ge-
bieten dieses Fjords findet sich nur die vivipare Form.
Poa flexuosa WAHLENB.
Klem Pendwlum-Insel. (A. G. N:)
Kap Borlase Warren, am 14. Juli mit hervorgetretenen,
aber noch nicht blähenden Rispen.
Mackenzie-Bucht, am 10. Aug. 1900 blähend. (K.A. G. GR.)
Kjerulf-Fjord.
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G.N-)
Scott Keltie-Inseln.
Forsblad-Fjord.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Hurry-Inlet, am 7. Aug. blähend.
Uber das ganze Gebiet verbreitet; im Inneren der Fjorde
häufig.
62 P. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Festuca ovina L. var. alpina Kocu.
Kjerwlf-Fjord, am 12. Aug. mit jungen Frichten.
Röhss-Fjord.
Hurry-Inlet.
Im Inneren der Fjorde hier und da häufig. In dem -
Kiästengebiete wird sie durch die Subspecies brevifolia (RB. BR.)
ersetzt.
Festuca ovina L. ” brevifolia (R. BR.).
Klein Pendwlum-Insel, am 6. Juli blähend.
Kap Borlase Warren.
Ruth-Insel. (A. G. N.)
Scott Keltie-Inseln.
Kap Stewart.
Nur in dem Käistengebiete und, obschon selten, an dena
mittleren Kästen der Fjorde gefunden.
Festuca rubra L. var. arenaria (OSB.).
Kjerulf-Fjord, am 10. Aug. mit reifen Frichten.
Forsblad-Fjord. (ÅA. G. N.)
Nur im Inneren der Fjorde; hier zuweilen reichlich.
Am Kjerulf-Fjord 5 dm. hoch. Im Inneren des Scoresby-
Sund, nach N. HaArRTzZ, gemein. ;
Lycopodiaceae.
Lycopodium Selago L.
Sabine-Insel, am 10. Juli steril.
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G. N.)
Scott Keltie-Inseln.
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Hurry-Inlet, am 4. Aug. steril.
In dem Kästengebiete wahrscheinlich nicht selten. Im
Inneren des Kaiser Franz-Joseph-Fjords und des König
Oskar-Fjords nicht beobachtet. Am Scoresby-Sund, nach N.
HaARrRTz, gemein. |
Ar
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:0 3. 63
Polypodiaceae.
Cystopteris fragilis (L.) BERNE.
Sabine-Insel, am 9. Juli mit jungen Sporen.
Clavering-Insel.
Hold with Hope.
Kjerulf-F'jord.
Ruth-Insel
Scott Keltie-Inseln.
Forsblad-Fjord.
Kjerulf-F'jord.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. mit noch nicht reifen Sporen.
Uber das ganze Gebiet verbreitet.
Woodsia glabella R. BR.
Sabine-Insel.
Cap Borlase Warren, am 14. Juli mit jungen Sporen.
Scott Keltie-Inseln.
Hurry-Inlet, am 7. Aug. mit fast reifen Sporen.
In dem Kästengebiete ziemlich selten. Im Inneren des
Kaiser Franz-Joseph-Fjords und des König Oskar-Fjords
nicht gefunden. Am Scoresby-Sund selten.
Equisetaceae.
Equisetum variegatum SCHLEICH.
Klein Pendulum-Insel, am 7. Juli steril.
Sabine-Insel, am 9. Juli steril.
Clavering-Insel, am 16. Juli mit jungen Ähren.
Kjerulf-FJjord.
Ruth-Insel. (A. G. N.)
Scott Keltie-Inseln. (A. G. N-)
Forsblad-F'jord.
Uber das ganze Gebiete verbreitet, aber fast iberall
spärlich. Am Scoresby-Sund nach N. Hartz allgemein.
Equisetum arvense L. var. alpestre WAHLENB.
Klein Pendulum-Insel. (AA. G. NI)
Sabine-Insel, am 10. Juli mit jungen Åhren.
4 oP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖN LANDS
Kap Borlase Warren, am 14. Juli mit jungen Ähren
Clavering-Insel, am 16. Juli mit jungen Ähren. |
Kjerulf-Fjord.
Sophia-Strasse, unweit der westlichen Mändung. (A.G. N.
Robertson-Insel, am 15. Aug. mit jungen Ähren. (I
ÅA RWIDSSON.) univ
Scott Keltie-Inseln.
Forsblad-F'jord. |
Antarctic-Hafen. (A. G. N.)
Kap Stewart.
Uber das ganze Gebiet verbreitet.
Register der Arten.
Alopecurus alpinus SmM.. .
Alsine biflora (L.) eeNe
> rubella WAuLENB.
Antennaria alpina L.
Arabis alpina L. :
Arctostaphylos alpina (L. Y BruRäe :
Arenaria ciliata L. var. humifusa (WAHLENB.)
Armeria vulgaris Wiuinp. var. sibirica Turcz.
Arnica alpina L. 2
Batrachium paucistamineum (Tavsor) var. FRE (En
Betula nana L. KE
Braya alpina [SER et Er
>» — glabella RicHARDS.
Calamagrostis hyperborea LGE.
> purpurascens RB. Br. . Ma ANN
> stricta (Timm.) Hartmx. var. borealis LAEsTt.
Campanula rotundifolia L. var. arctica LGzr. .
/ > uniflora L. .
Cardamine bellidifolia L. .
» pratensis L..
Carex capillaris L.
> incurva LiGHTF.
> lagopina WAHLENB..
24 misandra R. Br. .
karenardima ER. .
> — parallela Sommvar.
fr pulla Goop. .
>» rariflora Sm.
px iofupestris. ALL. .
>» — Scirpoidea MicH. . ;
» — Subspathacea WormMsze. var. curvata Der :
> Supina WAHLENB..
» ursina Dew.
> ustulata WAHLENB. . .
Cassiope hypnoides (L.) Don.
» tetragona (L.) Don.
Catabrosa algida (Sor.) Fr. .
66 :p>P. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Cerastium alpinum L. a Si on Si
? > var. lanatum LINDBL.
» » var. procerum LGE 5
» Edmonstonii (WaArts.) MurB. et ÖSTENF. Var. ps Bespildsa
(MALMGR.)
Chamaenerium latifolium (L.) SpacH.
Cochlearia officinalis L. var. groenlandica (1) Cent
> > var. NÅ AG PER GEL. .
Colpodium latifolium R. Br.. .
Cystopteris fragilis (L.) BERN.
Draba alpina i sl h
3 Karetica rJ. VARS.
» — crassifolia GRAE. .
>» > hirta L: :
» — leptopetala Ta. ln.
>» Martinsiana J. GAY
>» — nivalis LinJEBL.
> — repens BiEB. å
>» Wahlenbergii HARTtTM. .
Dryas octopetala SA var. argentea Bas.
» > var. genuina REGEL. .
» > JE minor Hoor. .
> > = integrifolia - Ca
Empetrum nigrum L.
Epilobium origanifolium Lam:
Equisetum arvense L. var. alpestre NW ASLENe!
? variegatum SCHLEICH.
Erigeron compositus Pursu.
> eriocephalus J. VAHL.
> uniflorus L. var. pulchellus Fr.
Eriophorum angustifolium RorTE. .
> Scheuchzeri HoPPE.
Euphrasia latifolia Pursu.
Eutrema Edwarsii RB. Br. . TA
Festuca ovina L. var. alpina KocH. .
> >» X brevifolia (R. Br.) .
> rubra (L.) var. arenaria (ÖSsSB.) .
Gentiana tenella RorrsB. Ae
Glyceria angustata (R. Br.) Fr. .
> vilfoidea (Anp.) Tu. Fr.
Halianthus peploides (L.) Fr. .
Hierochloa alpina (LiunJEB.) R. et S.
Hippuris vulgaris L. var. maritima HArTM.
Juncus arcticus WiLLD. .
» — biglumis L.
>» — castaneus SM.
» — triglumis L.
Koenigia islandica L.
BIHANG TILL K. SV. VET-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 3.
Lesquerella arctica (RICHARDS.) Wars.
Luzula arctica BLYTT. 3
> campestris DC. 7 frigida I Buck
Luzula confusa LINDEB..
» — spieata (L.) DC.
Lycopodium Selago L. . SöS KAR rn SR KAS
Matricaria inodora L. var. phaeocephala Rurzr.
Melandrium apetalum (L.) FENnzL.
> involucratum (CHaAm. et RA var. affine (J.
VAHL.) ROoErP..
» triflorum (R. Br.) J. ER k
Oxyria digyna (L.) Hin. . HULE TAR
Papaver radicatum RoTTtB.
Pedicularis lammea L..
> hirsuta L.
> lapponica L.
Pleuropogon Sabinei R. Br.
Poa abbreviata R. Br.
>» alpina L. :
> flexuosa WAHLENB..
> glauca M. VAHL. 3
Polemonium humile Wiuip. .
Polygonum viviparum L.
Potentilla emarginata PUrsH.
»> maculata Pourr.
> nivea L.
> pulchella R. Du)
Pyrola grandiflora Rap.
Ranunculus altaicus LAxm.
> arcticus R. Br.
> glacialis L..
> hyperboreus RoTtTtB.
> nivalis L.
> pygmaeus WAHLENB.
Rhododendron NE (5) aeoene
Rumex Acetosella L.
Salix arctica PALL. : RER
» » var. groenlandica äns f. Jätifolia
» herbacea L.
> glauca L.. ;
Saxifraga aizoides L..
» caespitosa L..
» Gernuag LL: 05 Xp Å
2 flagellaris Nan. var. Sekeerd (Purso) Rene.
> erdcifolia WarpsT. et Kir.
» Hirculus L. var. alpina ENGLFR. .
> nivalis L. SN
; oppositifolia L..
53.
Sk
Jia
68 pP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS
Saxifraga oppositifolia L. var. Nathorsti Dusén. .
» rivularis L. Fa FSE KV La NG ,
» > var. hyperborea BR. Br. .
> stellaris L. var. comosa BO
Sedum Rhodiola DC.
Sibbaldia procumbens L.
Silene acaulis L. .
Stellaria humifusa NA
> longipes GoLDIE.
Taraxacum croceum DAaAurLsr.
> phymatocarpum J. Vas I I
»> > var. albiflorum Kaamilde
Thalictrum alpinum L. .
Tofieldia coccinea RICHARDS. .
> palustris Hups. ;
Trisetum subspicatum (L.) P. Be
Vaccinium uliginosum (L.) ” microphyllum He
Woodsia glabella R. Br. RR
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:0 3. 69
Erklärung der Tafel I.
Karte des untersuchten Gebietes. Die Lokalitäten, wo bota-
niscehe Sammlungen oder Beobachtungen gemacht wurden, sind mit
rotem Druck angegeben und in derselben Weise wie auf der Seite 5
beziffert.
Erklärung der Tafel 2.
Papaver radicatum RoTTB.
Etwa 2/2 der nat. Grösse.
Im Vordergrunde links zwei Bläten des Taraxacum phymato-
carpum J. VauL var. albiflorum KIEL.
Am 30. Aug. 1899 am Kap Stewart vom Verfasser photographiert.
Erklärung der Tafel 3.
Calamagrostis purpurascens R. BR.
Links bläihend.
Etwa !/s der nat. Grösse.
Am 13. Aug. 1899 am Kjerulf-Fjord vom Verfasser photographiert.
70 oP. DUSÉN, ZUR KENNTNIS DER GEFÄSSPFLANZEN OSTGRÖNLANDS.
Erklärung der Tafel 4.
Salix arctica PALL.
(Mit fast reifen Frächten.)
Links Teppich von Betula nana L.
Etwa !/20 der nat. Grösse.
Am 13. Aug. am Kjerulf-Fjord vom Verfasser photographiert.
Erklärung der Tafel 5.
Dryas octopetala L. ” integrifolia (M. VAHL).
Nat. Grösse.
Nach einem tief im Inneren des Kaiser Franz-Joseph-Fjord am
12. Aug. gesammelten, in den Sammlungen des Reichmuseums zu
Stockholm aufbewahrten Exemplar.
Erklärung der Tafel 6.
Saxifraga oppositifolia L. var. Nathorsti DusÉN.
Fig. a-d florale Zweige. Nat. Grösse.
Fig. e ein ganzes Individium. Etwa ?/s der nat. Grösse.
Das in Spiritus konservierte Exemplar wurde beim Photographieren =
aus der Schachtel herausgenommen und auf eine Glasplatte gelegt.
Die Abbildung zeigt zufolge dessen mehr oder weniger zusammengefallene
Bläten.
Se
, FR ran,
s
Bihang till Kongl. Sv Vet Akad. Handl. Bo Ad INSE : Aa
| É 3 KARTA |
2 öfver |
|
ANTARCTICS KURS
under expeditionen till
Ostra Grönland 1899.
SLandfastis i Juli.
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Bihang till K. Sv. Vet. Akad. Handl. Bd. 27. Afd. III JV 3.
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Bihang till K. Sv. Vet.-Akad. Handl. Band 27. Afd. IIT. Ni 3. Taf. 6.
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ORNEAE p se oa
TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 27. Afd III. N:o 4.
Meddelanden från Stockholms Högskola. N:o 21
[NS
| ETUDE
SUR
LA FLORE ALGOLOGIOUE DEAD DOCK DES ACORES
PAR
KNUT BOHLIN.
(AVEC UNE PLANCHE)
COMMUNIQUÉE LE 13 MARS 1901.
REVISÉE PAR V. WITTROCK ET A. G. NATHORST.
STOCKHOLM
KUNGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER
1901
=
I. Avant-propos.
En été 1898, la libéralité de Finstitution »Lars Hiertas
minne» å Stockholm me mit en état de faire un voyage bo-
tanique aux Acores. Ce travail exposant les premiers ré-
sultats que jen aie publiés jusqu'å ce jour, je tiens å exprimer
iei å la direction de cette institution les sentiments respec-
tueux de ma reconnaissance.
Je m'étais entre autre proposé de réunir des matériaux
aussi riches que possible se prétant å l'étude de la composi-
tion et du caractére de la flore algologique d'eau douce des
iles acoréennes.
Les seuls auteurs qui, äå ma connaissance, aient mentionné
des Algues d'eau douce provenant des Acores (non compris
les Diatomées) sont MosELEY, ARCHER, RACIBORSKI et TRELEASE.
MoseELEY accompagnait V'Expédition du Challenger, qui
débarqua aux Acores å propos d'explorer la végétation des
thermes de Furnas (San Miguel), dont, dans une notet, il
développe le tableau général de la flore algologique, sans
mentionner une espeéce particuliere quelconque.
Dans ses collections, examinées plus tard par ARCHER”,
celui-ci énumére les plantes suivantes: Botryococcus Brau-
mit, Scenedesmus quadricauda, Sc. acutus, Sc. obtusus, Pe-
diastrum granulatum, P. tetras, P. heptactis, Polyedrium tetra-
gonum (>without the minute spines on the angles»), Dictyo-
spherium Elhrenbergianwm, Ankistrodesmus (Baphidium) fal-
catus, Arthrodesmus bifidus, Staurastrum tetracerum, St. strio-
latum Neg., Buastrum ansatum, Pemum Digitus, Cosmarium
1 Notes on Fresh-water Alge obtained at the Boiling Springs at
"Furnas ete. (Journ. Linn. Soc., Bot. Vol. 14, p. 321).
2 Notes on some Collections made from Furnas Lake, Azores (1. c.
Y
4 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
tinctum, C. bioculatum, OC. venustum, OC. Thwaitesii, C. eren .
latum Neeg., Chroococcus minor. |
Sans en bien déterminer Y'espece, il nomme en outre u
Coleochete, quelques Oedogomium, Bulbochete et Spirogyra, un
Tolypothrix, un Coelospherium, un Phormidium et enfin, sans
description, des espeéces de Staurastrum et de Cosmarium
supposées &tre nouvelles. |
Des Algues citées, le Polyedrium tetragonum est proba-
blement identique au Tetraédron minimum (A. Br.) Hansg.,
que jail trouvé abondant dans le lac de Furnas. Les Pedi-
astrum tetras et heptactis ne sont qu'une seule et méme espece:
le Ped. Ehrenbergii. Le Ped. granulatum est le Ped. Bory-.
anum Menegh. 8 granulatum A. Br., ainsi que le Stauwrastrum
tetracerum, cité comme trés fréquent au lac de Furnas,
est peutétre le St. gracillimum West BB biradiatum West.
que jy ai rencontré en abondance, et qui au moins se rap-
proche beaucoup du St. tetracerum.
Il n'est pas impossible que le C. Thwartesii est a identifier
avec le C. Palangula, que j'ai trouvé abondant, tandis que
le C. crenulatum Naeg. représente certainement une forme du
C. Meneglhinu.
Dans la nouvelle espece Staurastrum, bibrachiée et abon-
dante, je suis sär de reconnaitre la variété ci-dessous décrite
du St. brachioprominens qui aujourd”hui encore est l'espéce
rencontrée le plus abondamment dans le lac de Furnas.
RACIBORSKI,! pour sa part, a déterminé 5 Desmidiées re-
cueillies å San Miguel, pres de Furnas. Ce sont: Cylindro-
cystis crassa de Bary, Closterium Jenneri Ralfs, Penium cur-
tum Bréb., Cosmarium Meneghinii Bréb. et Cosmarium Botrytis
(Bary) Menegh.
Enfin TRELEASE? a publié une liste d'Algues, pour la plu-
part citées du mémoire d” ARCHER. Les especes qui ne se trou-
vent point indiquées dans le mémoire dARCHER sont: Uro-
coccus Hookerianus Kätz. (Flores), Trenthepohlia aurea Mart.,
Tr. abietina Hansg., Conferva bombycina Ag., Enteromorpha
intestinalis (S:ta Maria, »in brackish water»), Oedogomum ca-
pilliforme Kätz v. australe Wittr. (Terceira), Nostoc ellipso-
! Desmidyja zebrane przez Dr. E. Ciastonia etc. (Rosprawy Wydzial.
mat. przyr. Akad. Umiej. Krakow. T. 22 (1892) p. 390).
> Botanical Observations on the Azores, p. 195. (Ann. Report of the
Missouri Botanical Garden. 1897)-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:04. 5
sporum Rabenh., N. verrucosum Vauch., Cylindrospermwm tli-
cheniforme Kätz., C. majus Kätz., Phormidium laminosum
Gomont, Oscillatoria formosa (S:ta Maria). Ainsi le nombre
des Algues d'eau douce signalées aux Acores s'éléve donc au
chiffre de 37 especes, toutes communes et sans doute presque
toutes cosmopolites.
En ce qui me concerne personnellement, des espéces trou-
vées jusqwici, j'ai, comme on verra de la liste qui suit et
en acceptant l'interprétation donnée plus haut de la liste
d ARCHER, retrouvé 24 espeéces. Abstraction faite de ces dern-
igres, la liste des formes trouvées par moi (158) comprend
encore 134 espeéces nouvelles pour les iles. Le total des especes
actuellement connues aux Acores est done de 171.
Sans nul doute, cette liste pourra &tre encore considé-
rablement augmentée. Il est vrai que j'ali recueilli et examiné
un assez grand nombre de collections, dont plusieurs conte-
naient une vingtaine d'especes. Mais mes récoltes n'ont, pour
la plupart, été faites que dans P'une des iles, elles n'ont été
prises que dans une seule saison qui, de plus, comprenant les
mois les plus secs de I'année (Juin— Aott), était défavorable
au développement des Algues deau douce. Or il est sär
qu'une certaine quantité de ces plantes sont, plus qu'on ne le
pense en général, liées å certaines saisons. On pourra done
s'attendre å voir des recherches ultérieures faites aux diverses
époques de l'année enrichir notablement les données que nous
possédons de la fore algologique d'eau douce des Acores. Seule-
ment je pense qu'elle se montrera toujours pauvre.
II. Apercu général de Ia nature des Acores.
Des trois groupes d'iles dont se composent les Acores, le
groupe le plus est, comprenant les iles San Miguel et S:ta
Maria, est situé droit å I'ouest du Portugal, å un quart en-
viron de la distance entre Lisbonne et New York. Le groupe
médian consiste des iles de Terceira, de Graciosa, de San Jorge,
de Pico et. de Fayal. Enfin le groupe le plus ouest situé un
peu plus au nord et å quelque peu plus dun tiers de la ligne
marquant la distance entre Lisbonne et New York, embrasse
les petites iles de Flores et de Corvo.
Pour des raisons de communication, ayant mon pied-å-terre
aä San Miguel, la plus grande des iles, j'ai då me contenter,
6 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
quant aux autres, d'une rapide excursion å Terceira et a
Fayal. La plus grande partie des Algues énumérées plus
loin proviennent donc de Y'ile de San Miguel.
Les Acores, iles montueuses, escarpées, sont toutes dori-
gine volcanique. Il n'y a que S:ta Maria, ov, d'aprés ce qu'on
dit, il existe des couches sédimentaires. T'altitude des mon-
tagnes est peu considérable. Le point culminant de San
Miguel, le Pico da Vara, au coin est de I'ile, n'atteint que
1079 metres, et seul le cratere de I'ile de Pico s'éleve å la
respectable altitude de 2321 metres. Néanmoins, étant donné
leur faible étendue — la plus grande a environ 65 kilométres
de longueur sur 15 kilométres, au plus, de largeur — les iles
se présentent le plus souvent tres escarpées. De loin déjå,
F'origine volcanique de la plupart d'entre elles saute aux yeux.
Montagnes et collines s'élevent en cratéeres parfois intacts,
parfois capricieusement entåmés, les excavations des plus
grandes entre eux étant remplies de petits lacs. Ce qui est
du plus imposant est, å la pointe ouest de I'ile de San Mi-
guel, la merveilleuse formation volcanique, å laquelle on a
donné le nom de Caldeira das Sete Cidades. C'est un cratere
énorme, s'ouvrant en circle régulier et s'enfoncant, avec un
diamétre de 5 kilometres, en chaudiere profonde, dont les
parois intérieures se précipitent parfois presque perpendicu-
lairement, tandis qu'au fond les maisons blanches et Féglise
dun village, entouré de deux lacs, frappent les yeux surpris
du voyageur.
De la région littorale, cultivée sur toute son étendue, la
culture, grimpant les pentes des montagnes, s'éleve partout
jusqu'aux points ou le climat lui dit son veto, et dans tout
ce terrain exploité il ne reste guére, aujourdhui, quelque
trace d'une végétation spontanée. ' Rien que des champs de
mais ou des bois cultivés. Au-delå de cette zone cultivée,
la nature change compleétement d'aspect. D'étroits sentiers,
apparemment suivant les profonds sillons que la pluie a creu-
sés dans le terrain låche, conduisent dans une région mon-
tagneuse qui posseéde le véritable caractere d'un pays alpin.
La veégétation frutescente, haute d'abord, se caractérisant
par le Erica azgorica (Urze>), le Myrica Faya (>Fayaxr), le
Calluna vulgaris, le Rubus rusticamus (>Silva»), puis revétant,
avec les Laurus canariensis B agorica (>Louro»), Vaccinium
cylindraceum, Juniperus brevifolia, et d'autres encore des formes
É
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0O 4. T
moins élevées pour enfin ne couvrir le sol que d'une broussaille
chétive, rabougrie, envahie par des Mousses et des Lichens,
se trouve peu å peu remplacée par des Fougéres — dont le
Dicksomia Culcita atteint la taille la plus haute —, des
Graminées et d'autres herbes. En été, I'eau découlant avec
rapidité le long de ces versants escarpés — il n'y a point
1e1 de neiges éternelles servant de réservoir aux torrents —
les ravins, les pentes se trouvent desséchés. Nouvent on voit
s'étendre sur les hauteurs des plateaux secs ressemblant å
des landes. Quelques rares dépressions empé&chant la rapidité
de son cours, l'eau arrive parfois å former de petits marais
ou bien des prairies marécageuses couvertes du Hypericum
elodes et d'autres herbes. Le Sphagnum qui y est commun
ne forme point ici des tourbieres du type septentrional, mais
se trouve le plus souvent, sur des versants perpendiculaires,
enchåssé entre des herbes et des arbustes.
Les chiffres sutvants, moyennes résultant des observations
des années 1895, 1896 et 1897 de P'Observatoire météorologique
de Ponta Delgada, donnent une idée du climat du pays.!
cm = |
Mois. SE a ES E 5 > =
acur [4 str igdb INA NR
Ö SG IG Ö > = =
Hjanvier SH. EOM3081 7:80 7,50 | 77,62 12 95,53
övre ROOT EP 850 | sr Sas IRON
| Mars UTSER: 0 Ar GO 20,30 6,60 77,09 6 23,23 |
MAN ER 5,56 21,00 6,70 Tse 6 46,53
fara EaNNDT 46.84 "b 20 Pag PPI VG 89,87 |
& TÅ 5 dr ork SR RIE 24,30 12,10 77,90 | D 46,40 |
Juillet . . 0.) 2182 | 26,20 | 14:80 | 76,04 4 21,63 |
AGT SSE DV 28079 27,00 15,70 74,04 4 15,17 |
BEPLeMpPre +. ov |) 22,03 26,20 15,80 74,53 6 60,90 |
Örtnire RPP18:86 | 2600 ON AN BRR AS
Növembre vs cent el 16,85) 21,60 SIDOR a SES 110,17 |
iDecembre — — sf 15:46 19,00 5,30 | 78,30 00 a bt BE 0
! Observatoire météorologique de Ponta Delgada (Dir. F. A. CHAVES)
Résumés des années 1895, 1896, 1897.
? Thermométre centigrade.
> Ces températures sont les réelles maxima (resp. minima) de ces trois
années, non des moyennes.
8 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
Ainsi qu'on le voit du tableau précédent, le climat est
donc d'un caractére prononcément insulaire, aucune difference
remarquable ne se manifestant entre les températures d'été
et celles d"bhiver. On doit ajouter cependant que ces chiffres
se rattachent au niveau de la mer et que surtout I'humidité
de Fair s'acceroit avec l'altitude de sorte que, méme au milieu
de VFété, il n'est guere un jour dans les montagnes qui
n'apporte des brouillards ou de la pluie. D'autre part il y a
lieu de croire que sous PF'action de la puissance croissante
des vents I'humidité de I'air dans ces régions baisse parfois
å un degré qui est au-dessous de celle régnant au niveau de
la mer, et qu'ainsi la teneur de I'air en humidité y varie
dans de plus vastes limites qu'au niveau de la mer.
III. La flore algologique lacustre.
T'oceasion de visiter les lacs des autres iles ne se
présentant pas, il ne me fut donné de faire des recherches
que dans quelques lacs de File de San Miguel, å savoir le
lac de Furnas, dans la partie est de I'ile, les deux lacs du
cratere de Sete Cidades et enfin un petit lac sur le plateau
qui s'étend entre le Pico da Carvåo et le Pico da Cruz.
Ce dernier lac était trés peu profond, au moins en ce
qui regarde sa portion littorale limitée de prairies inondées.
Quelques rares Desmidiées avec d'autres Algues unicellulaires
(Eremosphera par exemple) en représentent toute ma récolte.
Malheureusement, n'ayant point eu de bateau å ma disposition,
je ne puis rien dire du Piankton de ce lac.
Les deux lacs de la Caldeira das Sete Cidades oceupent
plus de la moitié du fond du cratere qui est åa c:a 200 metres
au-dessus du niveau de la mer, tandis que les bords s'élevent
å une altitude de 400 åa 600 mötres. NSouvent, apråés un long
temps de pluie, ces lacs, débordant faute d'une voie de
déchargement visible, vont inonder le fond de la vallée
autrement sec. La végétation du »Benthos» est formée par
les Myriophyllum, 1es Potamogeton, les Chara et d'autres.
Mélangée å ces habitants de la zone littorale vit une végéta-
tion nombreuse mais point riche en formes d'Algues, pour
la plupart unicellulaires. Ce sont les Protococcoidées et les
Desmidiées, représentées, quant aux derniéres, presque uni-
EA
E BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:04. 9
| quement par les espeéces minuscules telles que le Staurast-
4 rum dejectum, 1es Cosmarium punctulatum et Meneghini.
Comme étant les plus communes il faut citer le Mougeotia
eraterophora mn. sp. et le Staurastrum brachioprominens var.
Archerianum n. v., la derniere plante croissant å plusieurs
endroits sans tout mélange. Je n'ail pu déterminer jusqu'a
quelle profondeur pénétre la végétation algologique. D'aprés
TrRELBASE!, le Chara fragilis descend jusqu'a 3—10,5 métres
de profond.
Le Plankton de ces deux bassins lacustres se composait
au temps de mes recherches principalement de deux Algues:
le Botryococcus Brauni et le Pandorina morum. Mais bien
qu'ils ne soient séparés que par un étroit isthme, un chemin
bordé de pierres et que méme, å un certain point, ils com-
muniquent l'un avec Fautre, les Planktons respectifs des
deux lacs montrent des differences de composition. Le
Stauwrastrum vestitum et le St. brachioprominens v. Archerianum,
assez fréquents dans le Lagoa Grande, le plus grand des lacs, ne
se rencontraient point dans l'autre, le Lagoa Verde, ov ils étaient
remplacés par le St. gracillimum B biradiatum West, qui y
était commun. On remarque encore des differences quantita-
tives, en ce que les Botryococcus se montraient incomparable-
ment plus abondants dans le Lagoa Verde, ce qui, par exemple,
n'est pas chose döe au hasard. Vient on se placer sur le
bord du cratére, la face tournée du cöté de la vallée, F'étrange
charme de la vue s'offrant aux yeux s'acceroit encore de la
coloration différente des deux mnappes deau: PF'une, plus
éloignée, montre la couleur bleue ordinaire; l'autre, plus prés,
s'étend d'un vert smaragde intense jusqu'aux bords de Pisthme.
Et cela semble avoir été ainsi d'année en année; le nom de
Lagoa Verde? en donne dailleurs la preuve. Y joint-on que
le lac de Furnas, peuplé d'énormes masses de Botryococcus,
est exactement du méme vert smaragde, il semble hors de
doute que cette coloration intense s'explique de P'abondance
de laquelle végéete le Botryococcus Braunir et dans le lac de
- Furnas et dans le Lagoa Verde.
C'est cette plante seule qui lors de ma visite du lac de
Furnas y figurait comme Plankton, la température de F'eau
UTSE OM Lee
>” Le nom de Lagoa Azul employé pour ce méeme lac indique que ces
circonstances peuvent varier selon la saison.
10 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
étant alors de 24” C. Les phanérogames submergés se trou-
vaient par contre envahis d'une abondance d'algues du caracteére
de celles énumérées dans les lacs mentionnés plus haut, qui toute--
fois se montraient plus riches en espéces. Il y a de V'intérét å
noter qu'ici encore abondaient le Staurastrum brachioprominens
et le Mougeotia eraterophora. ÅA certains endroits non loin des
bords se dégageaient du fond du lac des gaz ayant la tem-
perature générale de I'eau et contenant de CO, avec quelques
traces de HS. L'exubérance, dans ces endroits, de la végéta-
tion algologique vivant parmi les Myriophyllum, les Scirpus
fluitans alors qu'autour de ces zones gazeuses on voyait
fotter des poissons morts fut frappante. Les Desmidiées, å
en juger des masses de jeunes semicellules qui y pullulaient,
se trouvaienmt alors en voie de vive division. La richesse de
Feau en acide carbonique semble done avoir pour effet
d'accroitre l'assimilation sans que Iles faibles traces de HS
exercent une action nuisible. Ce phénoméne s'observa encore
dans lF'étang d'un jardin de Furnas ouå le Microspora stag-
norum se développait en trés grande abondance dans les meémes
conditions de milieu.!
IV. La vegétation algologique des marécages et des
ruisseaux.
Comme il a été dit plus haut les marécages ne jouent
qu'un röle tres inférieur dans la nature du sol des Acores.
Ca et lå dans les montagnes, comme au voisinage du Pico
da Cruz et du Pico da Carväo, om rencontre bien des terrains
marécageux de faible étendue, å la formation desquels parti-
cipent parfois quelques touffes de Sphagnum. Mais il est
beaucoup plus fréquent de voir ces plantes enchåssées entre
es herbacées des versants perpendiculaires. Ces Sphagnum
gazonnant sur les pentes ne donnent presque jamais refuge
aux Algues, tandis que dans les rares mares tourbeuses on
retrouve la flore algologique qui caractérise la formation
»Sphagnophile» (HANSGIRG), soit les ÖChroococcus turgidus, les
Eremosphera, les Dictyospherium etc. avec les Desmidiées de
! Dans une faque dteau prés de la route de Furnas, au milieu d'un
montant de gaz riche en H,S, exubérait pur le Botryococcus.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 4. 11
taille petite et moyenne les plus communes qu” on rencontre
un peu partout dans les tourbieres.
Quant aux ruisseanx ils étaient, du temps de mes recherches,
pour la plupart desséchés. Ainsi, dans I'le de Fayal, on
pouvait, sur une longueur de plusieurs kilométres, marcher
pied sec dans le lit du ruisseau qui å d'autres époques de
Tannée arrose la vallée de Flamengo, et tout le long du
ochemin grimpant jusqu'au bord de la Caldeira (c'est ä dire
du crateére) on ne voyait sur la montagne pas une seule
goutte d'eau.
Les Algues que jai récoltées dans les ruisseaux sont
done trés peu nombreuses. HElles se composent de quelques
Cladophorées, du Nostoc verrucosum, etc., et enfin, en offrant
le plus d'intérét, de I' Enteromorpha prolifera (voyez ci-aprés).
FYESETSYEINO
V. La végetation algologique aérienne.
M'étant attendu å trouver aux plantes vasculaires de la
fore acoréenne une riche tendance å VFépiphytisme, je fus
surpris de ne leur en voir trace. Le Polypodium vulgare, par
exemple, épiphyte au Portugal, et des plus communs, sur
les trones d'arbres, ne V'est point aux Acores. On est conduit
å s'expliquer ce fait parce que lair, par époques trop desséché
par les vents, s'oppose å la vie épiphyte. Ce qui d'ailleurs
parle en faveur de cette maniere de voir est que les pentes
de la Caldeira das Sete Cidades — le crateére mentionné
plus haut — sont tapissées d'une végétation beaucoup plus
luxuriante en méme temps que grimpante plus haut å
Fintérieur qu'å V'extérieur, circonstance apparemment due
å ce que la région intérieure est protégée contre les vents
et par conséquent jouit d'une humidité de Fair plus régu-
lierement distribuée. Méeme aux Lichens et aux Mousses
il faut pour qu' ils prennent quelque développement des
localités semblables å celle dont il vient detre question.
NSauf un Chroolepus, ceroissant sur des feuilles d'arbres exoti-
oques dans le Horto Borges å Ponta Delgada, je mai point
trouvé d'Algues épiphytes. <GQuelques Algues aériennes,
vivant sur le sol nu s'observent par contre en abondance.
12 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES AQGORES.
Ce sont le Chroolepus awreus et le Zygogomnmium ericetorum,
de méme, å un endroit, le Gloeocapsa Magma et le Stigonema
minutum en tres grand nombre. (Voyez ci-aprés.)
VI. La flore algologique des eaux thermales.
Les forces voleaniques ne sont pas mortes aux Åcores.
Du cratere de File de Pico, on voit monter encore une légére
fumée, de forts tremblements de terre ont eu lieu dans les
temps historiques et des sources thermales jaillissent å maints
endroits de I'ile de San Miguel, avant tout dans la vallée de
Furnas, ou elles se voient sot preés du village portant ce
nom, sont av voismage du lac de Furnas qui n'en est éloigné
que de quelques kilometres.
L'étude du maximum des températures dans lesquelles
vivent les différentes Algues m'a d'abord paru d'un intéret
supérieur, d'autant plus que ce que nous en dit la littérature
n'est certes point sans mériter un certain contröle. C'est
pourquol jail consacré plus d'une semaine å F'examen des
températures des eaux thermales relatives aux localités qu'y
occupe la végétation algologique.
Il ne serait pas moins intéressant de connaitre la compo-
sition chimique de YTeau et PF'action qwelle exerce sur la
végétation. Une étude approfondie en offre cependant quelques
difficultés. Il est vrai qu'il existe des analyses des eaux
thermales au voisinage de Furnas!, mais elles n'ont trait
qu'aux grandes sources principales dont la température
s'éleve souvent å 89—95—98,5” O. et ou I'on ne trouve point
d”Algues. C'est dans les petits ruisselets, au contraire, qui
en découlent ainsi que des centaines de sources minuscules et
de geysirs, parsemant le terrain environnant, et qui confluent
en un réseau inextricable, que se rencontre la flore algolo-
gique. Avec cela, et considéré que souvent å cöté d'une source
contenant de l'eau sulfureuse presque bouillante il en nait, å
une distance de quelques décimétres, une autre avec de Feau
ferrugineuse froide, I'on se voit réduit å quelques réactions
1 Les eaux thermales de Vile de San Miguel (Acores). Lisbonne 1873.
(Analyses par F. FouQuéÉ.)
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 4. 13
elémentaires de Fe, H,S, ete. qu'on doit chercher å obtenir
dans chaque nouveau cas.
Sans prétendre d'épuiser le sujet, je donnerai ici le résumé
succinet de quelques travaux touchant la flore des eaux
thermales.
Laissant de cöté VILLAN? qui en 1782 déja s'occupait
d'Algues provenant d'eaux thermales, je citerai en premier
lieu les recherches de SouBEIRAN? sur la vie organique dans
les sources sulfureuses des Pyrénées. TIl trouva dans la
Source du petit Escaldadou, å une température de + 64,00”,
V Oscillatoria elegans Ag.; dans une autre, la Source Saint
André N:o 1, température + 75,00, dépourvue de formes ani-
males, le Mougeotia scalaris, les Closterium Lunula et CI.
Baculum (= Docidium Baculum). Les figures schématiques
quil donne du Mougeotia laissant voir des filaments en
conjugaison scalariforme ainsi qu'un chromatophore oblong, il
ny a pas å douter de V'exactitude de la détermination. De
méme, des deux Desmidiées (pl. I, 6), le Closterium Lumula
est å reconnaitre avec assez de streté.
Dans une troisieme source — »Source N:o 3, Saint Lowis>,
température moyenne + 45” (40”—48”), M. SoUBEIRAN rencontra
P Oscillatoria elegans, YAnabaina smaragdina, V Ulothriz Vichy-
ensis et le Desmidium Ag., dont V'Anabaina smaragdina, å
en juger de la figure (P1. II, 11), est un Cylindrospernmun,
le Desmidium Ag. cependant apparemment (P1. IT, 7) point
un Desmidium mais plutöt un Oscillaria ou chose d'approchant.
En tout cas, il a ainsi trouvé, dans une température de
+ 75” >, jusquw'å des Desmidiées, dont une espéce (le Closterium
Lunula) en abondance.
Les thermes de Karlsbad ont été le sujet de recherches
répétées. CO. A. AGARDH les a examinées en 1827, CorpaA en
1836, NSCcHWABE en 1837, CoHN en 1862 et HANSGIRG en 1884.
CoHN,t qui donne un résumé succinct des résultats de ses
précurseurs, émet par rapport å la température (1. c. p. 46):
»Ich habe in dem heissen Thermalwasser am kleinen Sprudel,
> Conferve species in aqwis sulfureis Croft prope Darlington. Pp. 9.
ör Essai sur la matiere organique des sources sulfureuses des Pyrénées.
(Journ. de Pharmac. et de Chimie. T. 33. et T. 34. 1858.)
| 3 T”aateur ne dit pas de quel thermométre il s'est servi; il est cependant
a supposer que c'est le therm. centigrade dont il est question.
t Ueber die Algen des Karlsbader Sprudels etc. (Abhandl. Schles. Ges.
Vaterl. Cultur. .Abth. Naturw. u. Medicin. H. 2. 1862).
X
14 EK. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES. T
so lange das Wasser iiber 43” R. hatte, durchaus keine Vegeta-
tion finden können». O. A. AGARDH ne trouvait plus d'”Algues
lorsque la température de PF'eau fut au dessus de 44” R.,
tandis que ScHWABE signale I'Oscillaria labyrinthiformis et 1e
Mastigonema thermale exposés å une température de 58—59".
Le Draparnatdia unmformis est signalé par AGARDH »mn
Ausflässen bis 25” R.> |
Les indications que donne EHRENBERG! sur la présence
d'Infusoires et de Rotiferes parmi des Oscillariées dans:des
thermes d'une température de 81—85” C., dans I'ile d'Ischia,
ont été soumises å des recherches de contröle par HoPPE-
SEYLER? qui, précisément au méme endroit, rencontrait des
Algues exposées, il est vrai, å des vapeurs de 64,7” C. au
plus, la température de I'eau ou elles vivaient cependant ne
surpassant point 53” C. (=42,4" R.). Ce fait s'accorde bien
avec les données précitées de CoHn et d”AGARDEH.
M. E. BErLoc,? dans une liste des Algues d'eau douce de
I'Tslande, indique: dans le »Laugarvatn (1lac chaud +20 degrés)»
le Tolypothrix lanata, le Hormiscia monmiliformis, le Conferva
bombycina, le Zygnema cruciatum, le Spirogyra sp. aimsi que
plusieurs Diatomées; dans la »source thermale de Reijkjanes
(Isafjördardjup) (+45 degrés + 60 degrés), les Plectonema
nostocorum, Tolypothrizx lanata, Nostoc humifusum, Conferva
bombycina, Maicrospora floccosa, Spirogyra sp., Cosmarwum
granatum, C. undulatum, et un certain nombre de Diatomées.
(Thermoméetre centigrade.)
On doit ajouter que les récoltes n'ont pas été faites par
F'auteur lui-méme. Il aura donc pu arriver que, la tempéra-
ture des sources en question étant en effet celle indiquée
ci-dessus, toutefois les plantes citées ne croissaient point dans
Pendroit précis ou fut mesurée la température de l'eau mais
dans des ruisselets plutöt qui en auront découlé. Quoi quil
en soit, les indications sommaires de l'auteur ne sont pas sans
laisser planer quelques doutes.
ISTVANFFI? qui a étudié des Algues thermales en Hongrie,
les a trouvées dans un maximum de température de 43,5” C.
1 Monatsber. d. Akad. d. Wissensch. z. Berlin 1859.
? Physiologische Chemie. Th. I. Berlin 1877.
> La flore algologique dreau douce de UIslande (Assoc. franc. p. Vavanc.
d. scienc. Congrés de Caen. 1894).
t A Margåtszigeti vizesés növényzete (Florula algarum aque ther-
malis Sancte Margarethe). (Magyar Növenytani Lapok. XV. Kolozsvår. 1892.)
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:04. 15
e Spirogyra, le Mesocarpus, quelques Desmidiées et plusieurs
Ilorophycées cependant ne se rencontraient que dans de I'eau
TILDEN,! au contraire, a trouvé, dans le Yellowstone
National Park et en d'autres localités, des Algues vivant
dans des températures beaucoup plus élevées. Deux nouvelles
formes du »Conferva major (Kz.) Rabenh.> croissaient, in-
erustées de Fe,0; ou de CaSO,, dans de FI'eau å 74 resp.
66” C. Un »Microspora Weedii n. sp. »n'est autre chose — å en
Juger par la figure et sauf tout le respect då å I'auteur — que
le Conferva bombycina! Ce qui rend plus certaine encore cette
erreur de détermination est le fait, signalé par l'auteur, que,
contrairement å dautres Algues vertes, la plante, dans
Taldehyde formique, prend une couleur glauque, fait tout
een propre au Conferva et que m'ont appris des
expériences personnelles. Les solutions d'aldehyde formique
s'oxydent volontiers, on le sait, en acide formique. Mainte-
nant, certains acides ont la propriété de communiquer précisé-
ment au Conferva la coloration glauque.? La plante croissait
dans une température de l'eau de 49” C.
Plusieurs Cyanophycées s'observaient dans de hautes
températures, ainsi le Phormidium laminosum (Ag.) Gomont
åa 31—63—75,5” C., le Hapalosiphon major "Tilden å 51—
54” C., ete. On nous pardonnera peut-étre de croire que les
indications relatives å la température mériteraient quelque
contröle ultérieur.
E. NYMAN (Botaniska Notiser p. 121. Lund 1900) indigue
46” C. pour les eaux thermales de Tjipanas (Java) oå abon-
dent les algues phycochromacées sans toutefois spécifier ces
dernieres.
Dans un mémoire volumineux, WEED? fait le résumé de
nombreuses observations portant sur notre sujet et auxquelles
je renvoie généralement, ne voulant en particulier rappeler
Fattention ici que sur quelques indications regardant les
températures les plus élevées qui aient été signalées.
1 Observations on some West-American thermal Alge (Bot. Gazette
IVOLR5, n:or2,) 1898).
.? Cfr. BoHun. Studier öfver alggruppen Confervales (Bih. K. Sv.
Vet.-Akad. Förh. Bd 23. Afd. III. Stockholm 1897.) /
3 Formation of travertine and siliceous sinter by the vegetation of
hot springs (Ninth Annual Report of the United States Geological Survey.
1887—588. Washington 1889. p. 619).
16 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
Sous ce rapport, BREwER! donne, des »Geysers on Pluton
creek>», en Californie, les indications suivantes: »In the warm
mineral waters low forms of vegetation occur. The tem-
peratures were carefully observed in many cases. The highest
temperature noted, in which the plants were growing, was
93” OC. (about 200” F.) But they were most abundant in
waters of the temperature 52”—60” C. (125 to 140” F.). In -
the hotter springs the plants appeared to be of simplest kind,
apparently simple cells, of a bright green color; but the
were examined only with a good pocket lens». Ainsi I'examen
microscopique immédiat, sur place, qui seul påt décider de
F'état vivant ou non vivant des plantes recueillies n'a point
été fait. Les »filamentous Conferva» que mentionne l'auteur -
n'ont pas été précisées. IT
Le méeme défaut d' observation se manifeste dans Iles -
indications de Woop? qui introduit ainsi le sujet: »Some time
since Leidy handed me for examination a number of dried -
Alge, which he had received from Prof. Seidensticker, by i
whose sister, Mrs. Partz, they had been gathered in the -
»Benthon Springs» etc» La température maximum était alors -
de 160” F. (= 71" C.), mais I'auteur ne cite aucune algue parti-
culiere qui s'eåt trouvée par ce degré de chaleur, ni auceun
fait d'ou résulterait que les individus récoltés eussent vécu
sous l'influence de cette temperature. |
Il en est encore de méme de certaines indications de
J. D. HooKER? sur une végétation algologique vivant dans
les thermes de Soorujkoond (Himalaya), subissant une tem-
pérature de 168” FE. (=75,6> C.), et de BICKMORY,? sur une
plante de l'apparence d'un Vaucheria, eroissant au fond dun
ruisseau, dans lV'archipel des Indes, dans une température de
763/4” CC. D'autres de ses observations s'accordent d'ailleurs
assez bien avec celles de Conn. Ainsi, dans les Dschungels,
il trouva une fore algologique riche par une température de
Feau de 48" C., moins abondante å 51” C. et, ne s'avancant
que de quelques pas encore, jusqu'ou la température s'élevait
! Observations by Prof. W. H. Brewer etc. (Amer. Journ: Scienc.
2:d Series. Vol. 41. 391—392. 1866.) ;
? Notes on some Alge from Californian hot Spring (1. e. Vol. 46, -
Poa.
3 Himalayan Journals. Vol. 1. London 1855. p. 26. |
+ Reisen im ÖOstind. Archipel. Uebersetz. Jena 1869. p. 279.
— BIHANG. TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:04. 17
å 52? GC. an plus, »nicht den geringsten Anschein von Pflan-
zenwuchs» (1: c. p. 273).
Selon DANA,! Curtis (Yellowstone National Park) a trouvé
om the hot springs siliceous skeletons of very numerous
Diatoms; but the vegetable matter was wanting in all cases
where the temperature exceeded 96” F.
Dans son mémoire, traitant des Algues thermales sous
le point de vue de la géologie, c'est å dire par rapport au
röle quw'elles jouent dans la formation des sinters, WEED
Iui-meéme dit que »if the temperature exceeds 150” F. a white
filamentary alga is the only species present... (Beggiatoa?).
Comme on le voit par ces échantillons d'indiecations, il
ny a eu guegre un cas ou, relevant des Algues dans de F'eau
possédant une température particulierement élevée, les bota-
nistes les aient immédiatement examinées au microscope; la
détermination spécifique des plantes trouvées ne s'est faite
que tres rarement et, ou elle a eu lieu, elle a été, dans certains
cas, incontestablement inexacte.
En ce qui concerne enfin les Algues thermales des A cores,
il y a MosEeLeEyY et ARCHER (l. c.) qui s'en sont occupés.
Pour bien comprendre la discussion suivante il sera utile
de se rappeler que dans la vallée de Furnas il y a å distinguer:
1:0) les thermes du village de Furnas, 2:0) les thermes situées
sur le rivage du lac de Furnas, 3:0) les bouillonnements de
gaz montants du fond du lac pråés de cette partie du rivage,
oå se trouvent les thermes.
MosELEY, en examinant les sources de Furnas, ne disposait
point, å F'occasion, d'un thermométre (1. c.), et I'on ne saurait
attribuer de valeur définitive å ses estimations approximatives
des degrés de chaleur.
TI n'est qu'une seule Algue désignée par son nom spécifique
dont il parle dans son mémoire de V'Expédition du Challenger:?
»In the excessively hot water of the hot springs, close to
their points of issue, bright green lowly organised Alge
(Botryococcus) grow, and in places form a thick crust upon
the rock surface on the sides of the fissures from which the
hot water escapes.» C'est au cours de cette méme expédition
1! Manual of Geology. 3 ed. New York 1881. p. 612. A
2 Voyage of H. M. S. Challenger. Narr. Vol. 1, part I. p. 179.
18 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
quw'il trouva, dans les iles Banda, des Algues thermales dans
de I'eau qui contenait de H,S d'une température maximum
de 140” FE. (= 60" C.).
Jointes å sa détermination des collections de MoseErrv,
citée plus haut, ARCHER a présenté quelques réflexions sur
les températures auxquelles avaient été exposées les Algues:
trouvées, sS'occupant, å ce point de vue, surtout des Chloro-
phycées, qui se rencontraient exclusivement dans Je bag. de
Furnas. Je citerai ce qu'en a écrit MosELEv:
»In the lake of Furnas, near its margin, and at the udd
where the boiling springs are situate, are several patches where
hot sulphurous gas is discharged through its water, rising
to the surface in constant bubbles; and in some of these
places small springs of hot water exist. The whole lake is
rich in various Alg&e; but these especially flourish around
the patches, where gas discharges take place.» De tout cela
il ne résulte point avec nécessité que les Algues aient vécu
dans une température particulierement élevée. D'aprés Dyrr,t
les étiquettes de quelques récoltes de MosELEYr portent ces
insceriptions: N:o 3, »from among sedges at Furnas? in very
hot water» et N:o 4, »Furnas lake, from an area which a
constant discharge of hot gas takes place». Donc, si ARCHER.
(1. ce.) éerit: »Of the Alge — — the majority are not, as one
would have a priori anticipated they would be, phycochroma-
ceous but chlorophyllaceous, and this in water so hot as at
least to be all but intolerable to the hands in making the
gatherings», on aura å se l'expliquer ainsi: Ou MosereY lui -
avait fait quelque communication non publiée sur laguelle
reposent les mots qui précédent, ou bien :'il n'a pas bien com-
pris la chose. On est conduit å accepter la derniére éven-
tualité, si I'on en juge par la manieére dont il cite Fin-
seription d'une étiquette, apparemment la méme que DYER
a mentionnée comme N:o 4. »Furnas lake; from an area in
which a constant discharge of hot water takes place.» (Cfr
les indications de MosrErzEy lui-meéme citées plus haut). Il ya
lå une difference notable: Des gaz chauds n'échaufferont pas
nécessairement l'eau å quelque degré élevé, — un couramt
d'eaw chaude, au contraire, lui apportera une chaleur intense.
1 Note on the foregoing Communication (Journ. Linn: Soc. V. 14. Bot.
N:o 78, p. 326).
? C'est å dire les thermes prés du village de Furnas.
— BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 4. 19
Quand j'ai moi-måme visité le lac de Furnas, j'y ai trouvé,
tout comme MosEeLEr, de vifs bouillonnements de gaz å plu-
sieurs endroits voisins des bords ou sont situées les sources
chaudes. Mais je n'ai pu trouver une témpérature en quelque
sorte élevée ni å ces montants de gaz ni å l'eau qui les en-
tourait et qui, comme le lac entier, était de 24? C. Ayant
visité en bateau ces localités, j'al été å meme de le constater
d'une maniére certaine. Deux choses sont possibles: Ou les
conditions de l'eau ont changé depuis la visite comme il
semble un peu rapide de MosrEtnEyr en 1874, ou bien celui-ci
n'a vu les gaz bouillonnants que du rivage et les a cru chauds
par analogie aux sources thermales, en véritable ébullition,
qui non loin de lui offraient le méme aspect. L'indication
d ARCHER, »so hot as at least to be all but intolerable to the
hands in making the gatherings», n'a probablement rien de
fomdé ou a-t-elle trait, par suite de quelque confusion, aux
-thermes prés du village de Furnas (Cfr. V'étiquette N:o 3 de
DyEr). Je ne crois, du reste, pas vraisemblable que les condi-
tions du lac se soient notablement modifiées depuis la visite
de MosELEY, puisque j'y ai trouvé abondantes et précisément
au méme endroit les mémes Algues que lui, entre autres le
Botryococcus Braunii et le Staurastrum brachioprominens. En
tout cas, les indications de MosELEY ne prouvent nullement
que des Desmidiées et d'autres Chlorophycées vécussent ex-
posées å une température élevée de F'eau.
Voici le résumé de mes observations personnelles sur les
Algues des sources thermales des Acores.
Il m'a d'abord semblé importer de connaitre la tempéra-
ture des couches d'Algues mémes et du point exact oå se
prenaient les plantes å étudier. Au début, une certaine
faible teinte de la vase m'a du reste plusieurs fois induit å
croire quwelle contenait des Algues, un examen plus appro-
fondi me montrant souvent que je m'y étais trompé. Il est
aprés indispensable de bien se persuader si les Algues formant
les couches respectives sont réellement vivantes, un grand
nombre des petits ruisselets étant remplis de plantes mortes,
ce qui probablement est dö aux modifications que subissent
.ces petits courants d'un afflux quelconque d'eau plus chaude
ou dont la composition chimique exerce des effets nuisibles.
Les indications ci-apres portent sur les températures régnant
dans les couches mémes d'algues vivantes.
20 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
Quant au groupe des Chlorophycées je n'en ai trouvé que
dans un petit nombre de sources thermales. |
Dans une source ferrugineuse d'une temperature de 34? C. i
se rencontraient le föltnjfrien bombycina, le Stigeoclomum ther-
male et le Draparnaldia glomerata, ce qui s'accorde å peu
prés avec la température de 25” R. (= 37",3 C.) indiquée pour
le Draparnaldia uniformis par AGARDH. (Cfr ISTVANFET p. 15.)
Tres abondant dans un filet d'eau contenant de H,S,
d'une température de 28 C. j'al trouvé un »Protococcus» de
taille minuscule probablement identique å l'espeéce donnée par
la figure 11, provenant d'une autre localité. Fréquemment
mélangé å cette espece s'y montrait le Scenedesmus brasiliensis,
rarement le Tetraédron minimum.
La température maximum dans laquelle j'ai trouvé des
-Chlorophycées a été de 40? C.
Le Protococcus reproduit par la figure 11 croissait sur la
terre argileuse qui borde le volcan de boue Pedro Botelho et,
dans les mémes conditions, autour de la source boueuse vol-
canique voisine du lac de Furnas. Dans ce dernier endroit
la température de la couche supérieure de F'argile s'é€levait
constamment å 33” C; dans le premier, exposé aux éclabous-
sements du volean de boue, la plante subissait une tempéra-
ture maximum de 40? C. L'isolement de cette source argileuse
ainsi que le manque de tout écoulement I'ont rendu possible
de déterminer les conditions chimiques qui agissaient sur V'algue
en question. HSuivant les analyses de Fouqué!t, un litre éva-
poré de I'eau que fournit la boue filtrée donne un résidu qui
se compose ainsi:
Sulfate de soude . . . . . - . 651 mgr
BAN HE FINNES lö fo VER ANNE EE AL EN OR 2
Sulfate de chaux . . . . .. . .. 4 >
Sulfate de fer oms sc sk öka URACES
STAGE Be 0) Örn
Acide Säthossokenrne SKE rat a IL NE
VANTSnO LENS el ba negro ju RE ORNSR NEO
Cette eau est donc caractérisée par sa richesse en acides
libres. La partie solide de la boue exempte d'eau présente
la composition suivante:
TEOTNe ApiRSO Jets SA
:
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 4. 21
Sniiees Tre AL al sor ROR
KAlnmine Res stbaor AFA NH
Beroxydevidelfersb my. Hosanran0A
(CITE DG ES FSE Er FI RA KAN TTG VR 1 STR Fre 0 ri ee
INHa Smeste nuv soTd JN msteinE SPA
iRgtassd + ajtlevsorstgd sten te slivka3 es
Soude kg ändoldt um 9 Ars0Ne
98:28 I
C'est cette boue jaillissant du gouffre de la source qui
fournit le substratum pour la plante dont il est question.
Aucune trace de phosphore, conformément å ces analyses, ne
semble se trouver en ces matieres.
Cette Algue que je n'ose ni identifier å quelqu'une des
espéces décrites jusqu'ici ni établir comme espåéce nouvelle,
consiste en globules unicellulaires, pourvues d'un chromato-
phore pariétal, mais dépourvues d'amidon. Elle se multiplie
par bipartition ou quadripartition sous la membrane de la
cellule-mére. Sa culture dans la solution nutritive de KNoP
n'a pas réussi.
En dehors des plantes mentionnées ci-dessus, les Algues
thermales ou thermopbhiles! que j'al rencontrées appartiennent
toutes aux groupes des Cyanophycées et des Diatomées.
Le Hapalosiphon laminosus, commun å Furnas, qui, dans
de F'eau bouillonnant de H,S abondait déja å 35” C., se mon-
trait, dans les mémes conditions, habitueliement å une tem-
pérature de 42—44” C. Au milieu de ses masses molles et
floconneuses on voyait, plus ou moins fréquents, les Lyngbya
ochracea, Anabena variabilis,? Oscillaria formosa et brevis,
Chroococcus membraninus.
Dans une source ferrugineuse de 43” C., jail rencontré
I Oscillaria terebriformis et le Lyngbya Mertensiana.
Il n'y a que deux Algues que j'ai trouvées subissant de
plus hautes températures. Ce sont le Hapalosiphon laminosus
et un Anabena, dont la stérilité des individus rendait impos-
sible une détermination plus précise. A partir de 49” C. le
Hapalosiphon perd beaucoup déja de sa vitalité et I'on en voit
! Hansgirg désigne ainsi les algues qui, vivant de régle dans un milieu
aå température ordinaire supportent toutefois celle des eaux chaudes par con-
traste aux espéces endémiques des sources thermales non trouvées dans des
conditions normales.
? Détermination specifique douteuse.
22 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES AQCORES.
nombre de filaments morts. Je lI'ai retrouvé dans un mince
filet d'eau tenant de H,S, température 54—56", mais repré-
senté presque uniquement par des filaments morts, dont les
cellules montraient un contenu rougeåtre. : D'un beau vert
prés du bleu et apparemment prospérant croissait å la surface
un Anabena, stérile et sans hétérocystes.!1 La température y
était naturellement un peu moins élevée, bien qu'elle ne pöt
etre déterminée å FP'aide d'un thermométre ordinaire, puisqu'on
était obligé å plonger le réservoir entierement dans l'eau. Il
résulte toutefois de Tabsence totale de hétérocystes que la
chaleur y était assez forte pour modifier le développement
normal de la plante.
Les galets qui formaient P'entourage d'un petit geysir
étaient revétus d'un beau tapis d'Algues d'un vert bleuätre,
épais d'environ un millimétre. Le thermométre centigrade,
placé de manieére å ce que son réservoir se trouvait, tout
comme les galets, exposé aux embruns et aux vapeurs éma-
nant du petit geysir, montrait 52”, par moments cependant
la température y sautait brusquement å 64” pour en retomber
aussitöt å 52”. La couche consistait, comme le montre la
figure 36, partie en filaments courts, partie en cellules isolées -
de forme et de taille variante, qui me semblent appartenir å
un Anabena, puisqu'on apercevait tous les passages pos-
sibles et que les filaments en ont tout l'aspect extérieur. Certes
il n'est pas impossible qu'on y avait affaire å d'autres especes
encore. Mais il est apparent que la température ici a exercé
une action plus profondément modifiante que dans ancun cas
mentionné jusquici. :
ITl en était å peu preés de méme d'un Anabena provenant
d'eau tenant de H,S, température 53,5” C, reproduit par la
figure 37. MNeulement les cellules de cette plante etaient sou-
vent cohérentes en filaments un peu plus longs, ce qui peut-
etre est då aå ce que I'eau lui était fournie en plus grande
abondance.
Résumé fait de ce qui a été dit, la température maxi-
mum s'est montrée, pour les Chlorophycées, de 40? C. Et en-
core ce n'est qu'une forme des plus primitives qui croissait
dans cette température. Pour les Cyanophycées que j al trou-
vées vigoureuses encore å 44” C., le maximum absolu de la
1 Le port, au moins, appartenait å ce genre.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:04. 23
température de I'eau a été de 53,5,” C. Et c'est autant
Tamoindrissement :considérable du nombre des espöces crois-
sant au dessus de 44” C. que la dégéneration au point de vue
morphologique des formes les plus dures aux actions du milieu
gui fournissent la preuve qwen réalité il y a lå un maximum
de temperature.
Je ne m'oppose pas å la possibilité que certaines Algues
sont peut etre capables de subir des températures plus élevées
encore lå ou la composition chimique de l'eau dans laquelle
elles vivent differe de celle des eaux dont il est ieci question.
Toutefois, l'accord dans lequel se trouvent, å ce point de vue,
les résultats de mes recherches personnelles avec les données
des auteurs qui ont rigoureusement examiné les différentes tem-
pératures engagent, ainsi que les inexactitudes et les interpréta-
tions erronneuses mentionnées plus haut, å recontröler ces indi-
cations sur des Algues vivant å une température de l'eau de 75”
C., ete. On comprend quw il ne suffit pornt ier de recueillir une plante
dans de Veau possédant une certaine temperature, mais qui
faut apporter des soins tout particuliers pour pouvoir examiner si
en réalité elle s'y trouve en végétation active. Vu que plusieurs
des indications que nous venons de passer en revue se trou-
vent introduites dans les cours élémentaires, les remarques
précédentes se montreront pent-étre d'une certaine utilité.
Ainsi WARMING! cite comme températures maximum observées,
81—85” C. pour Ischia (EHRENBERG), jusqu'å 90” C. pour les
Acores (MosrrEr) et 93” C. pour la Californie (BREWER).
T/'inexaetitude des deux premieres a été constatée, la der-
nigre est, d'apreés ce qui a été dit, tout au moins douteuse.
VII. Caracetere général et provenance de Ia végétation
algologique.
Si en réalité, comme je le crois, la végétation algologique
est aussi pauvre qu'il semble résulter de mes observations,
on pourra en trouver la cause dans les conditions naturelles
'généralement indiquées ci-dessus, dans le manque surtout de
localités favorables au développement des Algues. Faute
Yi Lehrbuch der ökologischen Pflanzengeographie. Berlin 1896. p. 157.
24 EK. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES AGCORBES.
cependant de toute preuve de ce que les Acores aient jamais
fait partie du continent il faudra convenir que leur éloigne
ment méme de la terre continentale y doit etre pour quel=
quechose. Mais il y a d'autres nuances dans la composition
de leur flore qui ne s'expliquent pas aussi facilement. Ainsi
I'on remarque, tant que portent mes recherches, VFabsence
totale de certains genres de Desmidiées, et de ceux notam-
ment dans lesquels se rangent les especes de grande taille.
On ne trouve donc pas trace des Micrasterias, des Pleurote-
nium, des Docidium, des Xanthidium, des Desmidium, et encore
Pon ne voit des autres genres que les especes de taille moy-
enne et surtout petite. J'ai constaté, chez le genre Euastrum,
Tabsence des Eu. oblongum et crassum, formes de grande
taille autrement communes; chez le genre Closterium des
grandes formes ailleurs fréquentes du Cl. Lunula, de Vacero-
sum, du moniliferum; chez le genre Staurastrum de toutes
ces belles formes, pas rares ailleurs, des St. Ophiura, St.
Årctiscon, et Vautres. Il n'y a pas ici, pour expliquer la
chose, le manque de localités favorables, ete: Certes, le
climat des iles serait assez doux pour permettre la vie meéme
å un certain nombre de formes å apparence tropicale qu'on
trouve sous le meme paralleéle dans PAmérique du Nord. On
pourrait dans la grandeur de leur taille, en attribuant au
vent le röle propagateur, voir un obstacle au transport, sil
n'était certain que le vent n'est que pour trés peu de chose
dans la dispersion des Algues. d'eau douce, exception faite
pour les Cyamophycées, pour la dissémination desquelles il
est peut &tre d'une certaine importance.
Une meilleure explicatiom semble cependant se présenter
quand on présume que les Desmidiées sont dispersées princi-
palement par les spores. Or jai cru remarquer que chez
certains genres et espeéces de Desmidiées les spores s'observent
plus fréquemment que chez d'autres. Pour &tre å meme de
décider de la portée d'un tel fait j'ai, å Faide de »V'Index
Desmid.> de NOoRrpstEpr, echerché å établir pour diverses
especes combien de fois ont été signalées des zygospores.
Comme chez les Desmidiées les spores sont relativement rares
et qu'au point de vue systématique il importe au Desmidio-
logue de les connaitre, on pourra supposer que leur présence
a été signalée assez régulierement pour que les indications
originales puissent d'une certaine maniere nous renseigner
åa art Sann, RAR nn
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:04. 25
sur la fréquence plus ou moins grande dont elles s'observent
chez les différentes espeéces. De ces données doit résulter
d'une facon approximative le rapport des fréquences des spores
chez les especes caractérisées par la rareté de celles-ci, et de
eelles ou elles se sont montrées communes. Ni, pour calculer
ee rapport, le dividende est formé par la moyenne trouvée
pour les spores plus fréquentes, le diviseur par celle trouvée
pour les spores rares, il s'ensuit que le quotient sera plutöt
trop petit que trop grand. Car il est probable qu'on n'aura
guére manqué de prendre note des zygospores rares tandis
qu'on aura 'peut-étre moins rigoureusement signalé celles
qu'on remarque plus souvent. Des deux groupes d'especes
que j ai choisis en vue de comparaison I'un se compose d'especes
fréquentes en Europe mais faisant défaut aux Acores, com-
prenant surtout les genres Micrasterias; Pleurotenium, ete.;
Fautre : consiste de formes européennes se" retrouvant aux
Agores, de celles en particulier qui y sont répandues. II est
vrai que le choix des especes a été fait arbitrairement, mais
ce défaut — ainsi que d”autres qui résultent du triage des indi-
eations contenues dans la bibliographie (afin de n'en recueillir
que les données originales) — devra selon toute probabilité
influer également sur les deux groupes. D'aprés le tableau
suivant la moyenne des fréquences est de 2,75 par espece
pour les zygospores du premier groupe et de 3,70 pour celles
du second. Le rapport 1,35 devra, d'aprés ce qui précéde se
montrer plus faible plutöt que plus fort. On voit que ce
résultat au moins ne s'oppose pas å I'hypothése que c'est au
moyen des spores qu'en premier lieu se fait la répartition des
algues et que la composition de la flore algologique aux
Acores repose jusqu'å un certain degré sur la fréquence plus
ou moins grande de ce stade d'évolution.t
Mais il doit y avoir des causes coopérantes, et je les cherche
dans la capabilité de la cellule végétative de conserver son humi-
diteé durant le transport. Supposé deux formes de méme taille,
cette capacité sera plus grande chez la forme isodiamétrique que
chez la forme plate. Un Micrasterias se verra donc plus vite
exposé au danger de dessiccation qu'un Cosmarium du meme vo-
! Du genre Spirogyra, jai a plusieurs reprises trouvé des espéces
stériles. Le fait que ce genre, dont les spores sont communes, ne se trouve
pas dans PFénumération des espéces ne parle donc point contre ce qui vient
dӎtre dit.
26 OCK. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE' ALGOL. DES AGORES.
Espéces communes non trouvées ; É
jo garna Espéces frequentes aux Acores. ]
2 =S
SSE 255
a B = nn BE >
Espéces. BE Espéces. Sv
oc 5 22:
20 2 Sa
Micrasterias denticulata 5) Euastrum ansatum . . 3
> rotata. -. 4 > binale . 4
> crux melitensis 0 > elegans 7
Euastrum oblongum . 3 > intermedium . 0
> crassum . . .<— 0 > Didelta S
> verrucosum 0 Cosmarium punctulatum 4
Xanthidium armatum 3 » Botrytis D
> aculeatum . 2 » margaritiferum . D
Arthrodesmus convergens . 7 » celatum 0
Staurastrum polymorphum . 2 > Ralfsii . 0
> furcigerum Zz > pyramidatum . 2
Penium interruptum . 0 » Meneghinii . 3
- Pleurotenium nodulosum . 0 Staurastrum dejectum 6
Docidium Baculum . 0 > scabrum . . 1
Closterium Lunula . 4 » punctulatum . d
» striolatum 6 > muticum 2
» acerosum . 2 Tetmemorus granulatus . 4
> moniliferum 1 > levis . 2
Desmidium Swartzii . 8 Penium oblongum arr i
> cylindraceum . 3 Cylindrocystis Brébissonii .| 12
Moyenne | 2.75 Moyenne | 3.70
lume ainsi que, pour les mémes raisons, la cellule végétative d'un
Fuastrum desséchera plus facilement que la zygospore correspon-
dante. Aprés, c'est la nature de la membrane qui peut y tenir
une place. Les recherches de HAUPTFLEISCH! ont démontré que
la plupart des Desmidiées sinon toutes ont la membrane criblée
de pores minces å travers desquelles le protoplasma fait
saillie en fils déliés; de plus, que la cellule ordinairement se
trouve enfermée dans une épaisse enveloppe gélatineuse.
1 Zellmembran und Hiillgallerte der Desmidiaceen (Inaugural-Dis-
sertation. Greifswald 1888.)
f
BIHANG. TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 4. 27
Celle-eci cependant manque entierement å certaines espeéces —
telles que les Micrasterias denticulata et rotata — ce qui, la
membrane étant perforée, doit nécessairement augmenter le
danger de dessiceation. Il va sans dire que la grandeur et
le nombre respectif des pores n'y sont pas pour rien. Or,
certaines especes — les Euastrum de grande taille par exemple
— semblent en effet caractérisées par la grandeur des nom-
breuses pores dont est perforée leur membrane. Enfin, la
Desmidiée devient d'autant plus fragile qu'augmente la
grandeur de sa taille. Le risque d'étre cassé est de beaucoup
plus fort pour un Micrasterias, un Pleurotemum qu'il ne l'est
pour la petite cellule de VI'Euastrum binale, ete. Je suis con-
duit de eroire que la concomitance de ces causes, å savoir la
rareté des spores, la forme, les dimensions et la structure de
la membrane, suffira pour expliquer ce que la flore algolo-
gique ne se compose que de petites especes et ce que certains
genres ailleurs fréquents y font défaut.
Le caracteére de cette fore au point de vue géographique
est tout européen. Les 37 especes énumérées au début de ce
mémoire et qui ont été trouvées par MosELEY, CIASTONIA et
TRELEASE sont communes, la plupart en sont ubiquistes,
exception faite, å la rigueur, pour I'Urococcus Hookerianus;
toutes en sont connues pour I'Europe.
Quant aux especes provenant de mes récoltes personnelles,
jen ai indiqué la distribution géographique au-dessous de
chaque espéce. Loin de prétendre &tre complet, je crois ce-
pendant ces indications suffisantes pour montrer combien sont
fréquentes, que de fois méme cosmopolites la plupart de ces
plantes.! La répartition indiquée a trait, chaque fois, å
Tespeéce dans toute son étendue. Il n'y en a que trés peu
d'especes qui ne soient point signalées pour I'Europe.
Le Scenedesmus brasiliensis est du nombre. Mais je le
crois assez répandu. Je l'ai au moins observé pour le Brésil
et la Suede.
1 Dans la plupart des cas on trouvera la bibliographie des indications
géographiques dans I'Index Desmid. de NorpstEDt, dans les Sylloge de DE
Toni, dans la Kryptogamenflora Deutschlands de RABENHÖRST, la Revision
de Nostocacées de BornEt et FLAHAULT, la Monograplvie des Oscillariacées
de Gomont. Lå oi il men est pas ainsi, Pauteur a été nommé. Une liste
des ouvrages consultés dressée å la fin de ce travail servira å vérifier V'exacti-
tude des indications données.
28 ooK. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
Ainsi que F'espece précédente le Staurastrum brachiopro=
minens n'est pas indiqué pour I'Europe. Mais comme il a été
observé au Brésil, dans P'Amérique du Nord, quwil a été
signalé pour I'Australie (RACIBORSKI), il semble assez probable
qu'il habite aussi I'Europe, quand méme rarement. 4
Les Stawrastrum bibrachiatum v. cymatium et St. gracil-
limum Vv. biradiatum de WEst nont été rencontrés qu'å
Madagascar. J'ajouterai que cette derniere variété et peut
etre aussi la premiere dont la forme type est européenne sont
trés voisines du Staurastrum tetracerum et de certaines formes
du St. paradoxum, avec Tun ou lautre desquels elles auront
trés bien parfois pu étre confondues.
De toutes les especes que j'ai rencontrées, å part l'une
ou Pautre variété peu importante appartenante aux especes
connues, il n'y a que deux qui méritent d'étre appelées nou-
velles. Ce sont le Mougeotia craterophora et le Staurastrum
Chavestt.
Tout tend done å établir I'Europe comme point d'origine
de la végétation algologique des Acores, et on se I'explique
facilement par ce que les iles sont plus voisines de ce conti-
nent que de tout autre et par la maniere dont se répartissent
les Algues.
Les chiffres suivants donneront une idée approximative
de PFéloignement ou se trouvent les Acores des continents
respectifs.
Distance entre les Acores et le Portugal . . . . . 1,400 kilométres.
> » >» — (Flores) > N. Foundland . . . . 1,800 >
> > > > New, Mork 3: osJeridosn >
> > > > 3. HJOrIAAu co ce sa GRAN >
> > > > ÖaVenne «os jos ter es NSD >
> > D >, Madelsa sis ferpleile LD >
> > > 2» TA friquer age ssk >
Demandons-nous maintenant quels sout les moyens dont
se sont servis les Algues pour faire leur immigration? Si
I'on supprime comme invraisemblable Y'hypotheése que les
Acores autrefois aient fait partie du coutinent européen, in-
vraisemblable parce que de tous les vertébrés primitivement
sauvages ou n'y trouve que la chauve-souris et des oiseaux,!
! GoDMAN. Natural History of the Acores. London 1878.
i
d
|
>
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:04. 29
il y a quatre possibilités qui se présentent, å savoir Vimpor-
tation par I'homme, par les Oiseaux, par les courants de la
mer et par le vent.
Sous le rapport de limportation par I'homme, il est å
remarquer qu'il a introduit aux Acores et naturalisé aux lacs
de I'ile San Miguel divers amphibes et poissons ainsi que la
grenoville verte (Bana esculenta) qui pullule aujourd”hui dans
les laes de Sete Cidades aussi bien que sur les hautes mon-
tagnes. Il nest pas impossible que certaines Algues d'eau
douce aient immigré avec eux.
Le röle des courants de la mer n'aura å ce point de vue
guére été de quelque importance. PaurL BERT! a émis cet
avis reposant sur ses recherches sur ce sujet que action
meurtriere de Feau de mer sur les organismes d'eau douce
est due å des phénoménes exosmotiques et que certains de
ces organismes résistent assez longtemps å influence de I'eau
salée: »Les Infusoires (Paramécies, Kolpodes, VWVorticelles,
Diatomées) de I'eau douce et les Conferves résistent parfaite-
ment å un degré de salure qui tue les Poissons et les Cru-
stacés.» (p. 135). Cependant, le seul courant dont ici il peut
etre question c'est le Gulf-stream, dont I'une des branches
pendant I'hiver effleure les Acores.? Néanmoins, celui-ci exer-
cant quelque influence sous ce rapport, on s'attendrait å ren-
contrer dans l'archipel I'une ou V'autre espéce américaine et d'un
caractére plus ou moins tropical, ce courant touchant la
cöte du golfe du Mexique et effleurant la Floride, la Georgie,
la Caroline, avant de tourner vers F'est. Or, la seule espece
dont on pourrait supposer une telle origine serait le Staurast-
rum brachioprominens. Tl y a un certain intéreét å ce que la
fore phanérogamique de méme ne montre qu'un trés petit
nombre d'espeéces américaines.
En ce qui, sous le rapport de la dispersion, concerne enfin
la place qu'y tiennent le vent et les Oiseaux, elle a été I'objet
d'une discussion détaillée et s'occeupant tout particulierement
de la faune d'eau douce des Acores, par M. JULES DE GUERNE?
qui attribue au vent un röle inférieur, une part des plus
importantes aux Öiseaux. Du reste, en traitant de cette
"1 Sur la cause de la mort (Compt. Rend. 1883. Bd. 97).
2? Justus PERTHES. See-Atlas. Gotha 1894.
3 Excursions Zoologiques dans les iles de Fayal et de San Miguel.
(Campagnes scientifiques du Yacht Monégasque I'Hirondelle. 1887.)
| Li
30 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES. $
question, il-a eu des précurseurs, dont I'un CH. DARWIN.!
WILLE,” par rapport aux Algues d'eau douce, parlant de la
végétation algologique des iles Féroé, a émis cette opinion
que le röle disséminateur pour ces plantes est tout essentiel-
lement aux Oiseaux de passage, dont F'auteur rappelle les
routes de voyage. Finalement, BoreE? a cité un cas ou sans
doute c'étaient les Palmipedes qui s'étaient chargés de la
dissémination d'une Algue.
Pour le transport effectué soit par le vent soit par les
Oiseaux, et surtout dans le premier cas, il est d'une impor-
tance essentielle gue les corpuscules enlevés soient doués
d'une certaine résistance å la dessiceation. G. SCHRÖDER?
qui, d'une» part, a réuni les données relatives å ce sujet, en
a de Pl'autre fait P'objet d'expériences personnelles. Les cel-
lules purement végétatives de VI Hormidium parietinum par
exemple ainsi que du Scenedesmus obtusus supportaient d'aprés
lui trés bien durant 6—15 semaines le desséchement å Fair
ou sur I'acide sulfurique concentré, et en ce qui concerne les
zygotes et d'autres cellules de repos il a pu: constater qu”
aprés avoir été desséchées pendant plusieurs années elles
avalent conservé leur faculté germinative. &Le résultat ce-
pendant de ses expériences portant sur des stades végétatifs
des: Diatomées et des Desmidiées (Tetmemorus gramnulatus,
Pleurotemum Trabecula b. gramulatum, Closterium turgidum
et Diane, Cosmarium pyramidatum et Cucumis, Euastrum
ansatum, crassum et verrucosum) a été négatif; ils ne survé-
curent point au desséchement complet, lors meéme que celui-ei
ne se fit que graduellement, prenant des semaines et des mois.
Ses expériences n'ont pas porté sur les spores de ces especes.
Quant aux Cyanophycées, de nombreuses données fournissent
la preuve que méme au stade végétatif elles résistent å un
desséchement prolongé et complet.
Les remarques précédentes me semblent plaider en faveur
de la supposition que, comme je l'ai déja fait ressortir, ce
! Om arternas uppkomst. Svensk öfvers. p. 308—311.
2 Om Feröernes Ferskvandsalger og om Ferskvandsalgernes Spred-
ningsmaader (Bot. Notiser. Lund 1897); LAGERHEIM a émis la meéme opi-
nion quant aux Algues de Beeren Eiland (Bih. K. Svenska Vet.-Akad. Handl.
Bd. 26. Afd. III. N:o 11, p. 23. Stockholm 1900).
3 Algologiska Notiser 3. (Botaniska Notiser. Lund 1897.)
t Ueber die Austrocknungsfäligkeit der Pflanzen p. 21—31. (Unters.
Bot. Inst. Täbingen. Bd. II. 1886—388.) |
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. RAND 27. AFD. III. N:0 4. 31
sont en premiere ligne les spores qui facilitent la dissémina-
tion des Desmidiées. i
Cependant, dans le cas ou la dispersion est effectuée par
les Öiseaux, les Algues, méme dans leur stade végétatif, ne
-seront pas nécessairement exposées å la dessieccation parfaite.
Car, soit que les germes enlevés adheérent aux plumes, å la
palmure des pattes ou å un morceau de boue attaché au
corps de Tloiseau, etc., I'humidité n'en devra pas disparaftre
absolument dans les quelques heures ou les quelques journées
que dure le trajet. Il va de soi que I'enveloppe geélifiée
ordinaire chez un grand nombre d”Algues d'eau douce offre
encore une protection importante.
"Exception faite pour le cas des Algues des sources ther-
males oå il semble moins vraisemblable,! je suis porté å
regarder avec J. DE GUERNE le transport par les Öiseaux
comme étant le facteur le plus puissant de la dissémination.
La question a été traitée par cet auteur d'une facon si dé-
taillée que je ne crois devoir insister qu'en quelques points.
GODMAN, en traitant de la faune ornithologique des Acores,
mentionne qu'il n'y a gugre une tempéte qui n'y dépose un
certain nombre d'Oiseaux épuisés.? Il est intéressant de voir,
dans le catalogue qwil a dressé des Oiseaux acoréens, que
sur les 53 especes énumerées il en est 15 dont la présence
aux iles n'est que fortuite, 8 qui appartiennent aux types
purement marins et 30 qui sont des especes terrestres ou
fuviatiles. Il vaut encore la peine de noter que sur les 15
espéces appelées fortuites, 11 rentrent dans les groupes des
Echassiers et des Palmipédes, ce qui évidemment est ici dun
intéreét capital. Aussi GoDMAN fait-il remarquer par rapport
å la répartition des Oiseaux dans les trois groupes de l'archi-
pel, que le plus est en montre 40 espåces tandis que les iles
centrales ne posseédent que 36, le groupe ouest 29 espåces
TER WERN
1 TrREUB (Ånn. d. jard. bot. de Buitenzorg. Vol. VII. 1887, p. 213—223)
ayant exploré la nouvelle fore de Krakatau, trois ans aprés P'éruption de P'année
1883 qui a détruit toute trace de 1a végétation antérieure de cette ile, a
prononcé cette opinion que la flore actuelle, se composant surtout de fougéres,
a pris naissance de spores et de graines amenées par le vent. (p. 219.) Cette
maniére de voir semble aussi presque s'imposer, au moins lorsqwil s'agit
" d'expliquer la présence å Krakatau de 6 Cyanophycées qui y abondent: »Il
s'est trouvé que les cendres et la pierre ponce composant le sol de Krakatau
sont presque partout couvertes d'une mince couche de Cyanophycées>.
(p. 221.) ; Ext
SRlkespar 1.
82 oK. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES. —
seulement. Certainement cela est fait pour prouver que cett
faune a pris origine sur les cötes de I'Europe.
Des données instruetives sur la direetion du vol des
Öiseaux migrateurs sont dues å J. A. PALMAN.! Nur Ja ving-
taine des HEechassiers et des Palmipedes de extreme nord
dont il s'occupe en particulier, le Iringa maritima, le Larus
tridactylus et le Mergulus alle se retrouvent aux A cores.
ligne marquant le vol des OÖiseaux et longeant d'aprös ni
les cötes de France, d'Espagne et de Portugal jusqu'å. Gi
braltar d'ou elle se continuerait le long de la cöte ouest de
PAfrique septentrionale, semble &tre le produit de plusieurs
autres venant du nord et conflnant å la pointe ouest de la
Bretagne. L'une de ces wvoies, partant de la cöte est du
Groenland, passe par I'Islande et les Féroé, cötoyant ensuite
F'ouest de I'Ecosse et I'est de I'Irlande; une autre, venant du
Spitzberg, va le long de la cöte de Norvåge pour suivre apråös soit
la cöte est des iles brittanniques soit sl4s bords continentaux
de la Mer du Nord. Une troisitme enfin part de la Nouvelle-
Zemble et traverse la Mer blanche, la Baltique, la Mer du
Nord et la Manche. Or il suffit de jeter un coup d'oeil sur
la répartition géographipue indiquée pour chaque espece, pour
se rendre compte du nombre surprenant d'"Alegues d'eau douce
aux Acores qui sont signalées pour les cötes de I'Europe
septentrionale et centrale et pour les régions arctiques. Que
cette circonstance soit due en partie å ce que ces contrées
relativement aient été visitées avec plus de soin que d'autres,
toujours parait-elle indiquer qu'il y existe de rapports réels.
Ainsi les seules Féroé se trouvent posséder, d'aprös les listes
réunies de WILLE? et de BoransEn,” 75 espåces en commun
avec les Acores, c'est a dire presque 50 «x de la flore algolo-
gique de TPFarchipel. Plusieurs especes en sont justement |
répandues dans les pays arctiques, quelques unes, stant donné
ce que nous en savons actuellement, leur sont méme parti-
culieres. Le Stauwrastrwm Kjellmannii (quoique trouvé dans le -
nord du pays de Galles et dans I'lrlande) est assurément du
nombre de ces dernidres; le St. amenum " spetsbergensis n'a
Å ir Foglarnes fMlyttningsvägar. Imaugural Diss. Helsingfors 1874.
OO,
3 2 Öons spectus algarum aque duleis, quas in insulis Feroensibus in-
venit F. Borgesen. (Vidensk; meddelelser fra den naturh. Forening i Kjo-
benhavn. 1899.)
ANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:04. 33
encore été vu qu'au Spitzberg, dans la partie nord du Groen-
land, dans la Nowoelle-Zemble et les regions polmwires de la
FBussie. On se Vexpliquera du reste facilement en se rappe-
lant les remarques qui concernent les lignes de migration
des oiseaux. de passage et en tenant compte du fait qu'un
certain nombre au moins des migrateurs de extreme Nord
se retrouvent aux Acores. C'est encore par lå qu'on com-
prend la physionomie européenne de leur flore et le défaut
général des especes américaines.
La flore acoréenne offre donc un caractére de beaucoup
plus septentrional que ne le donneraient å croire le degré de
latitude et le climat des iles. Mais, si I'on accepte Vaction
des oiseaux comme étant d'une puissance disséminatrice pré-
pondérante, on doit g'attendre å trouver, å cette végétation
algologique de V'archipel, un coloris méridional aussi. Car,
évidemment, il n'y a gubere une raison qui s'oppose å ce que
les oiseauxz, lors de leur migration du Sud au Nord, ne dé-
poseraient pas de méme aux Acores des germes enlevés au
Midi. Un certain nombre doiseaux, meme de ceux-lå qui
appartiennent aux régions arctiques, passent I'hiver sur la
cöte ouest de VAfrique.! Or, dans la faune agoréenne, deux
espeéces, å savoir Sterna flwviatilis NAUMANN et Sterna Dou-
galli LATHAM vont réguliérement, au mois de Septembre,
partir pour le Sud.? Malheureusement, les renseignements
que nous possédons actuellement sur la flore algologique de
Ja cöte ouest de V'Afrique du Nord et sur celle de V'Espagne
et du Portugal sont si insuffisants qu'ils ne fournissent guéere
les éléments de comparaison nécessaires. I«l en est de méme,
pour Madeire et les Canaries dont les Algues d'eau douce
sont presgue inconnues.
1 PALMÉN 1. c. p. 124.
2? GOODMAN 1. c. p. 39.
ov
34 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
VIII. Liste systématique des Algues deau douce
des Acores.!
Classe HETEROKONTZAE LUTHER.
Cohors Confervales Borzi 1895.
Fam. Chlorosaccace&.
Chlorobotrys regularis (WEST) nob. n. g.
(Syn. Chlorococcum regulare West. Alge of the English Lake District.
Journ. Roy. Micr. Soc. 1892, p. 737. Tab. X, fig. 55.) Fig. nostr. 9.
(5, 14, 20, 30, 44.)2
Sous le nom de Chlorococcum regulare, WEST a décrit
une plante que je econnais comme tres fréquente dans les ma-
rais tourbeux, que j'al trouvée å plusieurs endroits en Suede
et dont V'aire de distribution probablement est trés étendue.?
Fort caractéristique du reste, elle appartient cependant å un
groupe systématique qui est loin du genre Chlorococcum dans
lequel I'a fait rentrer WEst. La description sommaire ci-
aprés le prouvera, malgré le peu de renseignements que je'
puisse actuellement donner sur Févolution de cette Algue, qui
probablement est de celles qui émettent les zoospores au prin-
temps, au début duquel je n'ai pas eu l'occasion de V'étudier.
Mes observations ont porté, d'une part, sur des individus vi-
vants récoltés en Suede et, de l'autre, sur des échantillons
conservés, recueillis aux A cores.
Le Chlorobotrys regularis est une Algue wunicellulaire.
Les cellules sont sphériques avec un diamétre de 10 å 27 u
et réunies par deux, rarement par quatre, au moyen d'une
enveloppe muqueuse, souvent disposées de facon å se toucher
les unes les autres.
On voit dans chacune plusieurs chromatophores pariétaux,
dépourvus de pyrénoides et d'amidon, d'un vert jaune de la
1 Le catalogue des Algues a été dressé d'aprés un systéme nouveau, pour
Petablissement duquel je renverrai å BoHLiIn, Utkast till de gröna algernas
och arkegoniaternas fylogemi. Upsala 1901. (Zur Phylogenie der gränen
Algen etc.)
2 Ces chiffres répondent aux numéros qu'ont recus les récoltes dans la
liste ci-dessus.
Les lettres c, cc, et ccc, jointes parfois aux chiffres, expriment une grada-
tion dans Pabondance des individus, depuis >commun> jusquwå »tres abondant>.
3 M. LAGERHEIM m'a dit quv'il a trouvé cette algue å Tromsoe (Norvége).
— BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:04. 35
nuance des chloroleucites des Conferva,! dont ils montrent
aussi les réactions, se colorant, par exemple, en vert bleu
aprés le traitement par PF'acide chlorhydrique. Les échan-
tillons de V'Algue qui nous occupe ayant été mélangés, sur
le porte-objet, ä des Diatomées: et å des Algues vertes appar-
tenant å divers groupes, il a été possible de constater que
leur couleur n'était ni le brun des Diatomées, ni le vert pur
d'une vraie Chlorophycée.
On trouve dans chaque cellule une ou plusieurs gouttes
d”huile blanche ou bien des amas oléagineux ressemblant
parfaitement å I'huile chez les Conferva.? Les cellules vivantes
contiennent en outre une ou deux gouttelettes de couleur
brune? de nature inconnue, d'apparence huileuse. Je rap-
pellerai ici qu'on remarque parfois, chez les Ophiocytium, des
gouttes toutes semblables.
Lorsque lPassimilation est intense, la cellule est riche en
vacuoles volumineuses. Traitées å la solution de FEHLING,
" elles ne m'ont pas donné la réaction du sucre. Mais la chose
est difficile å faire, la plante ne se montrant pas trop nom-
breuse dans le mélange avec toute une quantité d'autres:
Algues.
Chaque cellule posseéde un noyau.
La membrane, contrairement å ce qui a été le cas avec
les autres algues mélées å la récolte, ne s'est pas colorée au
contact du chlorure de zinc iodé. Chose remarquable est
qu'elle est silicieuse. Chauffés alternativement å Pacide chlor-
hydrique et å VFacide sulfurique concentré — simultanément
avec les Algues vertes et les Diatomées contenues dans la
préparation — les échantillons de la plante en question ont
laissé des squelettes de leurs parois cellulaires tout aussi in-
tacts, tout aussi réfringents qu'on ne les obtient des Diato-
mées, tandis que toute autre chose a disparu. La membrane
semble done &tre å un assez haut degré de silicification. Elle
n'est d'autre part évidemment point de nature fragile mais
souple. Souvent, parmi les échantillons conservés, on voit
des cellules, dont l'une des valves se trouve enfoncée dans
autre. Ce phénoméne s'obtient aussi quand on place les
! BoHLiIN. Stud. Confervales, p. 25 (Bih. t. K. Sv. Vet.-Akad. Handl.,
Band 23, Afd. III, N:o 3, Stockholm 1597).
sadsneNpåel9s
3 West I. c€. p. 737. ... >cum punceto rubro unaquaque cellula>.
326 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES AQORES.
cellules vivantes dans Tl'acide sulfurigue concentré ou dans
une solution de Saccharose å 30 Zz. La gaine mucilagineuse
ainsi que les cellules. quw'elle réunit, se trouvant alors privées
d'eau, les deux cellules en contact sont serrées I'une contre
F'autre de maniere å faire pénétrer dans F'intérieur de leur
cellule respective les parties contiguös des parois cellulaires
(Fig. 9 d). D'aucune facon je n'ai réussi å faire, dans ce
stade, se séparer en deux moitiés ces dernieres. Il parait
étonmnant de trouver å une membrane silicieuse une aussi
grande souplesse qui lui permet de se fléchir sans en crever.
Mais il semble que les membranes des Diatomées aussi soient
parfois douées d'une merveilleuse élasticité. "Telle la mem-
brane du Synedra captitata que Dotr,! sous le microscope, a
réussi de courber en arc de 120” environ sans qu elle se soit
brisée.
Il parait que la multiplication se fait par bipartition
(quadripartition) des cellules, mais je ne connais pas actuelle-
ment les détails de ce processus qui, vu la nature siliceuse
des parois cellulaires, doit etre d'un grand intérét. Je n'ai
trouvé jusqu'ici, ni sur les exemplaires vivants (Suede, été
1900), ni sur les échantillons conservés les stades å l'aide des-
quels je saurais d'une maniere certaine résoudre cette question.
Cependant je suis disposé å croire que toutes les cellules
végétatives quwon voit unies par deux ont pris naissance de
la bipartition de kystes (akinétes) dont j'ai trouvé nombre dans
le matériel acoréen, mais que je n'al rencontrés qu'une seule
fois sur les individus vivants.
L'aplatissement de la cellule sphérique et le renforcement
de sa paroi la transforment en une cellule cylindrigue écra-
sée, dont j'ai rencontré les divers stades de développement
dans mes récoltes acoréennes (Fig. 9 a et b). Finalement
il se produit une cellule gorgée de matieres de réserve (huile)
et å membrane épaisse, od maintenant se dessine nette une
ligne transversale, sur laquelle la membrane par la suite se
sépare en deux couvercles (Fig. 9 a et b). Portée å lincan-
descence de la maniere mentionnée plus haut, elle montre
en outre deux stries trés distinctes, non ayant cependant, å
ce qu'il me semble, le caractere d'emboitements, puisque je
n'al jamais vu la membrane se briser sur elles. (Fig. 9 f£.)
i The Flexibility of Diatom Shells (Journal of Applied Microscopy.
Vol. 3, N:o 9, 1900, p. 991—992).
LER
”
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:04. 37
Il est remarquable que ni le matériel conservé, ni les exem-
plaires vivants ne m'aient jamais fourni des états de division
des cellules sphériques dont il a été question. WeEsr (loc. cit.)
non plus ne dit rien de la multiplication. Jai trouvé, une
fois, sur les échantillons acoréens, l'état que reproduit la
figure 9, indiquant la provenance des cellules sphériques de
la division en deux (quatre) du contenu d'un kyste. La
membrane des cellules-filles n'était encore que tres mince.
J'émets, å titre provisoire, I'hypothése que les kystes se
produisent vers la fin de la période de végétation. Divisant
alors leur contenu au printemps, ils donneraient naissance
aux cellules végétatives, aprés quoi ils descenderaient vers le
fond de I'eau. Mais, pour leur part, les cellules végétatives
sphériques ne se diviseraient ensuite point directement.
Ce west que par cette maniere de voir que je sache
m'expliquer 1) le défaut que fait tout état de division végé-.
tatif en méme temps que 2) la silicificeation de la membrane
et I'absence de fragments de parois des cellules sphériques.
Imparfaite que soit ainsi notre connaissance du cycle
d'évolution du Chlorobotrys, il s'ensuit cependant clairement
que la plante ne se range pas dans le genre Chlorococcum,
Algue purement verte, munie d'un pyrénoide,? toute subjecte
å la eritique qu'en soit la place et tout hétérogéne que se
présente ce FE entier.
Quant å Fidentité de mon Chlorobotrys regularis avec le
Chlorococcum regulare de WEsr, il n'y a pas lieu d'en douter,
puisque la plante se reconnait facilement aux gouttes rouge-
brun contenues dans les cellules et å ce que les chloroleucites
ne tapissent le plus souvent que les cötés extérieurs de deux
cellules voisines, ce qui du reste peut etre regardé comme
une orientation vers la lumiére. Aussi la diagnose que WEST
donne de sa plante est elle en tout conforme å ce qui se voit
chez le Chlorobotrys.
I n'est pas moins évident que des liens intimes ratta-
chent le Chlorobotrys au groupe algologique des Heterokonte;
témoin en est toute la structure du corps. Aussi suis-je per-
suadé que, dans son état mobile, la plante se montrera pour-
"vue de deux fagellums, I'un long, Pautre court, insérés laté-
1! RABENHORST. Flora europ&gea algarum III. Leipzig 1868 p. 57.
38 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
ralement, ainsi que je l'ai démontré pour le Chlaromeba! et
que LUTHER? l'a mis en évidence pour le Chlorosaccus, le Bo-
trydiopsis et le Conferva. j
La nature silicieuse de la membrane est un caractére
propre aux kystes de plusieurs Flagellés et dont l'existence a
été démontré par KLEBsS? pour le Hydrurus foetidus, le Mallo-
monas et le Dinobryon. Circonstance remarquable est aussi
ce que la membrane se compose de deux valves rappelant
surtout la structure chez le Phacotus, le Pithiscus, les Proro-
centracées etc. Toutefois, il me semble qu'il ne faut pas
insister sur ce point pour ce qui concerne la parenté, la struc-
ture bivalve se retrouvant chez tout un nombre de groupes
certainement trés éloignés les uns des autres. T'interprétation
du développement du Chlorobotrys donné ci-dessus se trouvant
justifiée, il s'ensuivrait une autre ressemblance avec certains
Flagellés tels que les Codosiga, Euglena, Chromulina Rossa-
noffir ov, äå leur 'germination, les kystes donnent naissance
chacun å plusieurs individus.? Il se présente alors un point
de ressemblance avec un nombre de Flagellés chez lesquels
la division de la cellule a lieu sous une enveloppe plus ou
moins solide; tels sont les Ohrysococcus, Hydrurus, Vacuo-
laria? et d autres. La ressemblance la plus accusée par
rapport å V'aspect extérieur résulte cependant d'une compa-
raison avec le Bumilleria alors que, chez ce dernier, une
cellule végétative produit plusieurs cellules-filles isolées, non
mobiles (>Gonidia» Borzr),? ou que de la germination d'un
kyste (»Hypnospore> Borzi) proviennent des zoospores. On
remarquera aussi dans ces deux cas la disposition de la mem-
brane qui, ici encore, se sépare en deux moitiés eégales.
Les remarques qui précedent le rendent évident que le
Chlorobotrys se range ou dans les Flagellés ou dans le groupe
d'Algues qui leur est trés voisin; quwil représente enfin une
forme de transition entre les Flagellés vert jaune, les Chloro-
1 Boruin. Zw Morphologie u. Biologie einzell. Algen (Öfvers. K. Sv.
Vet.-Akad. Förhandl. 1897, N:n 9, p. 514).
2 Ueb. Chlorosaccus (Bih. t. K. Sv. Vet.-Akad. Handl., Band 24, Afd.
III, N:o 13, p. 13 et 16).
3 Flagellatenstudien II (Zeitschr. f. wiss. Zoologie Bd. 55. 1893. p.
426, 417, 413.
< SEnNnN. Flagellaten 1. c. p. 107 et 154.
5 KLEBsS 1. c. p. 413, 427, 393. |
6 Stud. Algolog. II 1. c. p. 185, Tab. 16, fig. 4—5, et p. 186, Tab. 17,
Hö LIV.
fr
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:04. 239
monadinee, et les Heterokonte, se placant probablement å
ocoté du Chlorosaccus LUTHER. Ayant sa membrane bien li-
mitée, il se rapproche, plus que ce dernier, des Algues, dont
il tient aussi par la prévalence de F'état immobile, tandis
que la nature silicieuse de la membrane le lie plus étroite-
ment aux Flagellés. |
Diagnose: Cellulze globose, 2 vel 4 (vel 8) tegumento
hyalino consociate. Membrana cellularum silicea. Chroma-
tophor&e parietales, luteo-virides, pyrenoidibus amyloque de-
stitute. Oleum adest. Nuclei singuli. Cyste breviter cy-
lindrice e cellulis vegetativis formate, membrana incrassata.
Fam. Confervace&e Borzi 1895.
Ophiocytium cochleare (EICHW.) A. BR.
(39.)
Distrib. géogr.: Europe, Islande (BORGESEN), Nouvelle-Zemble (WiLLE);
Amérique du Nord (WoLLE); Brésil, Paraguay (BoHLiN); Madagascar (WEST);
Indes orientales (TURNER); Equateur (LAGERHEIM).
Conferva bombycina (AG.) LAGERH.
(10, 20, 35, 39, 42, 68.)
Comme d”ordinaire cette espece polymorphe a fourni di-
verses races variées au point de vue de la taille et de la
forme des cellules et vivant dans les conditions de milieu
les plus dissemblables. Tandis que Pune de ces formes crois-
sait dans les mares peu profondes du Pico da Vara (SAN
MIGUEL), au-delå de la région forestiere, deux autres se ren-
contraient dans une piece deau stagnante d'un jardin å
Furnas (SAN MIGUEL) ou, grosses de 5—6, resp. de 9 u, elles
végétaient au milieu d'un vif courant gazeux se dégageant du
fond composé de CO, avec des traces de H,S. Une quatri-
eme, de petite taille (cell. 7 u cr.) se montrait dans une
source ferrugineuse chaude de 34” C. (Furnas). Dans les
deux derniéres localités, la richesse des cellules en huile en
accusait l'activité assimilatrice intense. ÖOutre ces formes de
taille relativement petite je citerai une autre plus grande
(er. cell. 17 u) ceroissant dans les réservoirs des conduits
d'eau å Furnas et, finalement, une plante en tout conforme
au C. minor (Wille) KLEBS.
Distrib. géogr.: Sans aucun doute un ubiquiste.
:
40 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
Cohors Vaucheriales BouHrin 1901.
Fam. Vaucheriace&.
Vaucheria hamata (VAUCH.) LYNGB.
(9.)
Cr. fil. 56—068 u; long. spor. 88—94 u; cr. spor. 68—70 pu.
Distrib. géogr. Partout en Europe, iles Féroö (BORGESEN), Amérique
du Nord.
Classe CHLOROPHYCEZAE.
Cohors Siphonee2.
Fam. Cladophorace&e.
Cladophora glomerata KöTtz.
(40.)
Distrib. géogr.: Assurément cosmopolite.
Cladophora muscoides MENEGH.
(69.)
Distrib. géogr.: Allemagne; Bohéme; Italie; Arménie.
Cohors. Protoceccoidease KIRCHNER.
Fam. Hydrodictyacege.
Pediastrum Ehrenbergii (CoRDA) A. BR:
(1, 4, 13, 17, 24, 31, 44.)
Distrib. géogr.: Pays avec un elimat tempéré ou chaud.
Pediastrum biradiatum MEYEN.
(21;:32.)
Distrib. géogr.: Toute I'Europe.
Pediastrum Boryanum (TURP.) MENEGH.
f. granuwlatum (Körz.) A. BR.
(24, 315)
Distrib. géogr.: Ubiquiste.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 4. 41
Pediastrum integrum NAEG.
(46 cc.)
Distrib. géogr.: Europe; Nouvelle-Zemble (WiLLE): Hawai.
Fam. Volvocace& KLEBs 1883.
Pandorina morum BORY.
(22: est)
Distrib. géogr.: Assurément un ubiquiste.
Gonium pectorale MUELL.
(45.)
Dans FPétang d'un jardin å Ponta Delgada. Il n'est pas
impossible que PI'espeéce y ait été introduite par les plantes
aquatiques dont on a peuplé le jardin.
Distr. géogr.: Toutes les parties de V'Europe; Sibérie (BorGE), Brésil,
Paraguay (BoHLIN), Equateur (LAGERHEIM), Åmérique du Nord; Algérie (GIARD),
Afghanistan (SCHAARSCHMIDT), Indes orientales (TURNER); VP'Archipel Malais
(SCHEW.).
Eudorina elegans EHR.
(4, 18 cc.)
Distrib. géogr.: Europe, Iles Feroé (BORGESEN); Amérique, Nouv.-Zélande;
Nouv.-Zemble (WILLE), Indes orientales (SCHEW.), Algérie (GIARD).
Fam. Chlamydomonadace&eg KLEBs 1883.
Chlamydomonas pulviseulus EHR.
(15.)
Les échantillons ne se trouvant pas fixés, il n'a pas été
possible d'en préciser F'espece. Le nom spécifique y figure
done en dénomination collective.
Distrib. géogr.: Toute VEurope; Amérique.
Fam. Tetrasporace&e.
Tetraspora gelatinosa (VAUCH.) DESV.
(7, 35.)
Distrib.!géogr.: Toute I'Europe; Amérique du Nord; Groenland (RICHTER),
Bornéo (WILDEM.).
49 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
Botryococcus Braunii Kurtz.
(22-c, 23 :ce; 48 cec.)
D'aprés TRELEASE (1. c. p. 195) ia plante des Acores serait
en quelque sorte differente de la forme type; il est cepen-
dant certain qu'elle rentre dans cette espece et non dans le
B. giganteus Reinsch.
Elle abonde dans la végétation pélagique des bassins
lacustres et, lors de ma visite å Furnas, se trouvait etre la
seule Algue dans le Plankton du lac de Furnas. La tem-
pérature de I'eau était alors de 24” C. Jetées sur la plage
par Vlagitation de l'eau, des foules dAlgues y couvraient le
sable d'une gelée pourrissante épaisse de plusieurs centimétres.
Distrib. géogr.: Europe; Abyssinie (LAGERH.); Amérique du Sud (BOHLIN);
Indes orientales (TURNER), Sumatra (CHODAT), Nouv.-Zélande (LEMMERMANN).
Gloeocystis Gigas (Körtz.) DLAGEREH.
(6, 44.)
Distrib. géogr.: Toute I'Europe, iles Féroö (BORGESEN), Sumatra (WILDEM.)
Fam. Oocystacee2.
Oocystis Naegelii ÅA. BR.
(2, 4, 31, 44.)
Distrib. géogr.: Suede, Grande-Bretagne (WEst), Allemagne, Russie
(RIABININE), Islande (BORGESEN); Åmérique etc.
Oocystis solitaria WITTR.
(4, 28, 31, 34, 44.)
Distrib. géogr.: Cosmopolite.
Tetraödron minimum (ÅA. BR.) HANSG.
(13 ce, 21 cc, 37, 44.)
Distrib. géogr.: Europe, iles Féroö (BORGESEN), Perse (WEST), Amérique,
Abyssinie, Madagascar.
Tetraödron caudatum (CORDA) HANSG.
(13.)
B incisum LAGERH.
(31)
Distrib. géogr.: Allemagne, Autriche, Angleterre (WEsT), Suéde, Amé-
rique du Sud.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 4. 43
fo
Eremosphera viridis DE BARY.
(IEC Ior OSA
Distrib. géogr.: Toute V'Europe: Iles Feroö (BORGESEN), Amérique.
Nephrocytium Agardhianum NAEG.
(4, 17, 31.)
Distrib. géogr.: Toute I'Europe; Sibérie, Amérique du Nord.
Schizochlamys gelatinosa A. BR.
(SPEL 200 CC)
Distrib. géogr.: Suéde, Russie (RIABININE), Grande-Bretagne (WEST),
Allemagne, Autriche, Suisse; Sibérie (BorcE), Groenland (RICHTER); Brésil
(BOHLIN), Australie (MÖBIUS).
Diectyospherium pulehellum WoopD.
(15, 24, 30, 44.)
Distrib. géogr.: Europe, Abyssinie (LAGERHEIM); Åmérique.
Dietyospherium Ehrenbergianum NAEG.
(La)
Distrib. géogr.: Toute V'Europe: Amérique; iles Féroö (BORGESEN).
Raphidium polymorphum FRESEN.
(4, 13, 24, 31, 32.)
Distrib. géogr.: A mon avis un ubiquiste.
Selenastrum gracile REINSCH.
(10)
Distrib. géogr.: Europe, Amérique du Sud, Abyssinie, Indes orientales.
Scenedesmus caudatus CoRDA.
(ANT SE I 224 en 2)
Distrib. géogr.: Cosmopolite.
Scenedesmus bijugatus (TuRP.) Körz.
(4, Fayal 12 cc, 13.)
f. alternans (REINSCH) HANSG.
(35.)
Distrib. géogr.: Toute I'Europe: Nouv.-Zemble (WILLE), Islande (BoRrRGE-
SEN), Groenland (BORGESEN); Algérie (GIARD), Equateur (W. et N.).
44 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
: Far
Scenedesmus costatus SCHMIDLE.
(46.)
Distrib. géogr.: Les Alpes. Probablement répandu.
Scenedesmus acutus MEYEN.
(1570)
Distrib. géogr.: Toute I'Europe; Nouv.-Zemble (WILLE), Islande (BOrRGE-
SEN), iles Féroé (BORGESEN), Afrique centrale (WEST).
Scenedesmus denticulatus LAGERH.
(15,17, LR D20 AN
Distrib. géogr.: Suede, Grande-Bretagne (WEsTt), Bohéme, Groenland (BoRGE-
SEN), Sibérie (BORGE), iles Féroö (BÖRGESEN).
Scenedesmus brasiliensis BOHLIN.
(17.)
Distrib. géogr.: Amérique du Sud (BoHrin). Jai vu cette espéce
plusieurs fois en Suéde.
Scenedesmus serratus (CorRDA); Fig. nostr. 2.
(15, 30.)
Tres probablement la plante, reproduite sur la planche
(fig. 2), mais dont mes récoltes n'ont fourni qu'un nombre
tres restreint d'exemplaires, est å regarder comme une forme
de V Arthrodesmus serrutus Corpa.t Celui-ei a, d'aprés ce que
nous en dit la figure, les extrémités des cellules garnies de
1—2 dents. L'Algue qui nous occupe actuellement en montre
3 å 4, assez grosses, å chaque extrémité. Les deux formes
sont pourvues de minees aiguillons disposés en bandelettes
latérales longitudinales, dont les cellules intérieures possedent
deux, les extérieures n'étant bordées que d'une seule.
Une forme voisine se présente assurément dans le Scene-
desmus Hystrix LAGERH.,” qui cependant — å en juger d'aprés
la figure — a toute la membrane finement dentelée. Une
autre plante qui peut-étre se place au voisinage de la nötre
a eté décrite par WeEst? sous le nom de Sc. spicatus. Elle
! Alm. de Carlsbad. Prague 1835, p. 244, Tab. VI, fig. 35.
? Bidrag till kännedomen etc. (Öfvers. K. Vet.-Akad. Förhandl. 1882,
N:o 2, p. 62, T. II, fig. 18. Stockholm.) Cfr. WirttrR., NorpstT. et LAGERH.
Alg. Exsice. N:o 1369.
3 Notes on Fresh wat. alg. (Journ. of. Bot. Sept. 1898, p. 6)
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:04. 45
consiste ordinairement en deux cellules, qui sont ainsi carac-
térisées: »supra marginem exteriorem serie spinarum brevium
6—7 preditis. Chez la plante qui nous occupe actuelle-
ment le nombre des aiguillons est beaucoup plus grand. Toute-
fois, si I'on en juge d'apres la diagnose sans figure, la res-
semblance entre les deux formes parait considérable.
Coelastrum sphaericum NAEG.
(f3rr21p325)
Distrib. géogr.: Toute I'Europe; iles Féroö (BÖRGESEN), Sibérie; Indes
Orientales, Sumatra (WILDEM.); Afrique centrale (WEsT), Madagascar: Amérique
du Sud.
Coelastrum reticulatum (DANGEARD) SENN.
(21, 24, 31, 32, Terceira 33.)
Distrib. géogr.: NSENN! regarde cette espéce comme étant particulieére
aux tropiques. Il nen est cependant pas ainsi, puisque j'en ai trouvé, en
1897 déjå, des échantillons types dans la partie la plus extérieure de Varchi-
pel de Stockholm (Suéde), notamment dans un lac, ou il ne pent étre question
de VFintroduction par des plantes tropiques. De méme, BorcE? a rencontré
cette algue dans le Plankton du lac Valloxen, en Suede. Certes, le OC. reti-
ceulatum se montrera un peu partout en Europe, quand méme rarement.
Cohors Ulothrichales Borzi 1895.
Fam. Ulvace&g.
Enteromorpha prolifera (MÖLLER) Ag. f.; Fig. nostra 1.
(13.)
Crest” avec: doute que je raäpporte å cetteespece un
Enteromorpha, que jail trouvé dans un torrent subalpin qui,
des hautes montagnes au-dessus du lac de Furnas (San Mi-
guel), va se jeter dans ce dernier au voisinage des sources
thermales.
Trés faiblement ramifiée, excessivement ténue — son dia-
métre ne dépassait pas 11/2 millimetres — la plante se mon-
trait d'un vert foncé, provenant probablement de ce qu'elle
eroissait a l'ombre. C'est å peine dans les filaments les plus
minces qu'on apéercoive une disposition longitudinale des
! Ueb. einig. colomiebild. einz. Algen p. 6. Inaugural-Dissertation.
Basel 1899.
2 Schwedisches Siisswasserplankton p. 8 (Botaniska Notiser. Lund. 1900).
46 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
cellules. Le tissu cellulaire se montre généralement plutöt
irrégulier, l'orientation de l'axe le plus long de la cellule n
suivant aucun ordre précis. En section transversale on voi
le cöté intérieur de la paroi cellulaire un peu épaissi (Fig. 1)
Le diaméetre des cellules varie de 5 å 10 u; il reste done
relativement faible. Å
Les ouvrages font de V'Enteromorpha prolifera tantöt une
espece distincte, tantöt une variété soit de VE. intestinalis,
soit du compressa. J. G. AGARDH! place la plante au vöisi-
nage trés proche de V'E. intestinales, tout en la mentionnant
comme espéce distincte, tandis que SIMMONS? qui lui aussi en
fait une telle, accepte cependant la possibilité qu'elle présente
une forme biologique mais alors aussi bien de PE. compressa
que de Vintestinalis.
L'irrégularité du tissu cellulaire, ses cellules å parois
épaissies å l'intérieur et å faibles dimensions rapprochent la
plante d'eau douce des Acores de VE. intestinalis. Cette der-
niére ainsi que XI'E. prolifera (et aussi le compressa) se ren- —
contrant sur la cöte, leur répartition — accepté des rapports
génétiques entre la forme du torrent et I'une des formes -
cötigres — ne peut donc servir å trancher la question.
J. G. AGARDH? ainsi que SIMMONS? signalent V'espece,
comme provenant de I'eau douce, pour la Skanie (Suede); le
dernier l'indique aussi, en des localités semblables, pour les
iles Féroö.? Tl identifie de plus avec la plante en question
(1. ce.) le »Scytosiphon compressus PB crispatus de LYNGBYE,” que -
celui-ci avait relevé dans un torrent subalpin de ces iles.
Finalement, V'Enteromorpha intestinalis (LINN.) LINK var.
prolifera Ag. a été trouvé abondant et de grandes dimen-
sions (jusqu'å 8 pieds de long) dans le cours supérieur du
Missouri et dans ses affluents, å une altitude de 6,000 pieds
(angl.).€ Il west done point sans intéret de trouver encore
une espece Enteromorpha — probablement la méme — å une
station encore subalpine et dans un milieu semblable.
RR 4
a
omen
i Till Algernes Systematik. VI. Lunds Univ. Årsskrift XIX., p. 181.
2 Algolog. Not. I. Bot. Notiser, p. 27. Lund 1896.
STLNe:
t Zur Kenntniss der Meeresalgenflora der Feroer, Hedwigia 1897.
5 Tentamen Hydrophytologie Danice. Köpenhamn 1819.
6 F. W. ÅNDERSON and F. D. KELsEr. Common and conspicuos Alge
of Montana. (Bull. Torr. Bot. Club. V. 18, N:o 5.)
TSE FE STEN
f
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:04. 47
AGARDH! n'a pu trouver aucune difference morphologique
entre les formes d”eau douce et les plantes marines. Tl me semble
qu'on est autorisé å croire que la température relativement
basse du ruisseau subalpin et labondance dair dans F'eau
par suite de son allure torrentielle forment un ensemble de
facteurs qui rappelle les conditions normales régnant dans
les vagues qui se brisent sur la cöte.
Or, I'on n'est pas dans F'embarras pour comprendre la
maniere dont une espéce telle que la nötre a pu réaliser son
changement de domicile. Les mouettes, les hirondelles de mer
sont communes au lac de Furnas comme sur la cöte. La
ligne droite marquant la distance entre la mer et le lac n'est
longue que de 4 å 5 kilometres. Emnfin, I'endroit de la récolte
se trouve å ca. 300 metres d”altitude.
Distrib. géogr.: Scandinavie, Ecosse, iles Férog, France, OCorsie,
Espagne, Indes orientales.
Fam. Ulotrichace&e.
Hormiscia subtilis (Körtz.) TONI.
(18.)
Lat. fil. 6 u.
Distrib. géogr.: Europe; Islande (BoRGESEN): Groenland (BoRGESEN);
Amérique (WOoLLE): Afrique centrale (WEST).
Fam. Chetophorace&.
Draparnaldia glomerata ÅG.
(27, 38.)
Distrib. géogr.: Partout en Europe; Islande (BELLoc); Algérie (DEBRAY);
Maroc (BORNET); Amérique; Nouv.-Zeélande.
Stigeoclonium tenue (AG.) RABENH.
(58-)
Distrib. géogr.: Sans doute un ubiquiste.
Stigeoclonium thermale Körz. Tab. Phyc. III; Tab. 2, IV. fig. a—b.
Rappelle le St. elongatum Körz. 1. c. IIT; Tab, 9, II.
(68)
Distrib. géogr.: Alpes; Autriche; Grande-Bretagne; Amérique du Nord;
Algérie (SAUVAGEAU).
FS SA
48 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
Aphanochete repens A. BR.
(ET)
Distrib. géogr.: Cosmopolite.
Chetospheridium globosum (NORDsST.) KLEB.
(31, 49.)
Distrib. géogr.: Suede (W. et N.), Russie septentrionale (BorGE); Ir-
lande (WEst); Autriche; Amérique du Nord et du Sud; Hawaii; Nouv.-Zé-
lande; Abyssinie (LAGERH.); Nouy.-Guinée (WILDEM-) |
Fam. Coleochetace&.
Coleochate soluta PRINGSHEIM.
Sur le Scirpus fluitans, au Lagoa das Furnas (San Mi-
mot 3 AR AAA AREAN
RA ER ET
|
|
—L
guel), croissant au milieu d'un bouillonnement de gaz — CO, É
avec traces de H,S — de la température normale du lac. -
(Cfr. Mougeotia et d'autres.)
Distrib. géogr.: Scandinavie, Grande-Bretagne, France, Allemagne,
Autriche, Russie, Belgique, Amérique du Nord.
Fam. Chroolepidacee.
Chroolepus aureus (L.) Körz.
(Fayal 56, 72.)
Cette espece, excessivement commune aux Acores, se
rencontre le plus souvent sur les minces racines découvertes
des régions supérieures. Ainsi que TRELEASE (1. c. p. 197)
I'a déja indiqué, on la trouve de la plus grande abondance
dans un ancien aqueduc au voisinage du Pico do Carvåo (San
Miguel), sous la votte duquel elle offre Vaspect curieux de
ses bouquets dressés verticalement, tres allongés, å créte
pointnue, par suite évidemment de ce que la lumiere entre de
deux cötés.
Distrib. géogr.: Partout en Europe; Islande (BELLoc):; Amérique: Su-
matra (WILDEMAN); Nouv.-Zélande.
Microthamnium Kiitzingianum NAEG.
(16.)
Distrib. géogr.: Partout en Europe; Belgique (WILDEM. I); Amérique
du Nord; Nouv. Zélande.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 4. 49
Microthamnium strictissimum (RAB.) SCHMIDLE.
(16.)
D'apreés ScHMIDLE! les deux formes précédentes seraient
å considérer comme deux especes bien distinctes.
Distrib. géogr.: Toutes les parties de I'Europe; iles Féroö (BORGESEN);
Amérique du Sud.
Cohors Microsporales BoHLiin 1901.
Fam. Microsporace&.
Microspora stagnorum (KUTzZ.) LAGERH.
(53.)
Distrib. géogr.: Probablement cosmopolite.
Cohors Stephanokontae BouHrin 1901.
Fam. Oedogoniacee&e.
Oedogonium crispum (HaASsS.) WITTR.”
Ce)
Distrib. géogr.: Scandinavie: iles Brittaniques; France; Allemagne;
Autriche: Italie; Espagne; Maroc (BORNET); iles Féroé (BORGESEN); Åmérique
du Sud; Nouv.-Zélande; Hawaii.
Oedogonium platygynum WiITTR.
25
Distrib. géogr.: Suede, Norvége, Finlande, TIrlande, Allemagne; iles
Féroé (BORGESEN); Algérie (SAUVAGEAU); Nouv.-Zélande.
Oedogonium rufescens WITTR.
(29.)
Distrib. géogr.: Suede; iles Féroö (BORGESEN); Amérique du Nord.
Bulbochete intermedia de BARTY.
(34.)
Distrib. géogr.: Suede, Norvége, Finlande; Nord de la Russie (BorGeE);
Grande-Bretagne, Irlande, Allemagne; Groenland (BÖRGESEN); iles Féroö (Bor-
»GESEN) Nibérie (BorRGE); Amérique du Nord:
1 Hinige Alg. etc. (Hedwigia Bd. 38. 1899, p. 165.)
2? Le D:r K. E. HIRN, Jyväskylä (Finlande), a bien voulu déterminer
les quelques Oedogoniacées que j'ai rencontrées.
+
50 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
Bulbochete mirabilis WITTR.
(34.)
Distrib. géogr.: Suede, Norvége, Danemark, Finlande: Grande-Bretagnelll
Irlande: Allemagne; Laponie russe; Groenland (BÖRGESEN). :
Cohors Conjugatee.
Fam. Zygnemacee&e.
Cylindrocystis Brébissonii MENEGH.
(1; 3; 6, 10, 14; 205)
Distrib. géogr.: Cosmopolite.
Spirotenia condensata BRÉB.
C200)
Distrib. géogr.: Scandinavie, Grande-Bretagne, Irlande; Belgique (WILDE-
MAN); Europe centrale; Russie; Alpes, Italie; Nouyv.-Zemble, Spitzberg; Amé-
rique du Nord, Indes, Nouv.-Zélande (NORDST.).
Zygogonium ericetorum (KöTtz.) HANSG. 8 terrestre KIRCHN.
Fig. nostr. 3.
Cette espece est des plus communes å l'ile de San Mi-
guel. Elle couvre, å Furnas, comme d'une couche violette les
pieces de terre argileuse, les fossés, les ravins etc. Au voisinage du
Pico da Vara je Vai trouvée si abondante que les pentes: des
montagnes en prenaient des teintes violettes. C'est que, la
raideur fréquente de ces versants ne permettant souvent
aucune végétation phanérogamique, cette Algue, avec I'une
ou lP'autre Hépatique, I Anthoceros p. ex., est seule å y recouv-
rir le sol.
Sans doute la matiere violette qui se trouve dans le suc
cellulaire et qui å ces touffes de flaments donne leur coloris
caractéristique, est la Phycoporphyrine, dont DLAGERHEIM,!
et il me semble avec raison, compare le röle biologique å
celui quw'å ce point de vue joue I'Anthocyane.
On sait que les opinions different å cet égard. GRIFFON?
qui, dans un récent apercu de ces opinions differentes, a
montré que la matieére rouge å elle seule n'a aucune ou presque
1 Ueb. das Phycoporphyrin p. 23. (Videnskabs-Selskabets Skrifter I.
Mat. nat. Kl. 1895. N:o 5. Kristiania.)
2 Ann. Se; nat.,. Ser. 8, T:jl0Ipodrrev 5.
id
[L
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 4. 51
aucune influence sur Vassimilation, fait remarquer que de la
'présence de V'Anthocyane il ne résulte point avec nécessité
que ce pigment excerce une action biologique favorable quel-
'conque, mais seulement qu'il ne cause pas de dommage en
quelque degré grave. Quant å P'apparition de PV Anthocyane
il semble en voir la cause physiologique dans la succession
subite et répétée de températures extrémes. Or cette con-
ception est bien en harmonie avec l'abondance avec laquelle
le Z. ericetorum tapisse les flanes de montagnes prés du Pico
da Vara. Echauffées, le jour, par le rayonnement direct du
soleil, å une vingtaine de degrés, ces cötes, d'aprés ce qu'on
m'a dit, se trouvent parfois, méme durant la plus chaude
saison, surprises par la neige la nuit.
Il parait que sur la forme des chromatophores de cette
Algue les indications ne sont pas tout å fait d'accord.!
D'aprés mes observations le contenu cellulaire présente en
tout un type normal de Mougeotia: une bande chlorophylli-
enne avec deux amylosphéres et un noyau central. L'épaisseur
de la paroi cellulaire et les rares ramuscules å la base des
filaments rappellent vivement l'aspect extérieur d'un: Rhizo-
elonium. WILDEMAN? signale l'espéce pour Java OSur la
terre dans le cratére du Kawah Manock») å une altitude de
1,800 métres. Il y a un certain intérét å ce que lui aussi
indique la présence de rhizoides et de ramuscules: »rhizoides
et parfois des rameaux pluricellulaires».
Distrib. géogr.: Allemagne, Grande-Bretagne, Belgique, Bohéme; Amé-
rique du Nord; Java; Algérie (DEBRAY).
Fam. Mesocarpace&e.
Mougeotia eraterophora mn. sp. Fig. nostr. 4. M. gracilis,
cellulis vegetativis 7—9 wu crassis, crassitudine 838—14-plo
longioribus; copulatione sive staurospermica, sive craterosper-
mica, sive mesocarpica, saepius staurospermica; sporis, modi
copulationis causa, forma varia, plus minus globoso-ovalibus, 18
—22 u crassis, 24—28 u longis; membrana mesosporio l2evi,
lete fusco, pro cellulis copulationis 2—4 processibus crateri-
formibus instructis.
(CI TEL ISNG
1 Ofr LAGERHEIM 1. ce. p. 15, note 3.
2? Observ. sur les Algues etc. (Ann. Jard. bot. d. Buitenzorg.: I. Suppl.
1897. p. 8.)
52 OK. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES AGORES.
Elle est garnie de cönes å sommet obtus et creux aux endroits
qu'occupaient auparavant les cellules végétatives, leur nombre,
par lå méme, étant de 2 å 4, selon que le mode de copulation
a été mésocarpique, cratérospermique ou enfin, ce qui arrive
le plus souvent, staurospermique. La variation dans le mode
de copulation rapproche Yl'espeéce surtout du M. calearea de
WittRocCK, sur lequel est fondée la réunion des genres Meso-
carpus, NStaurospermum et Craterospermum. Par les proé-
minences de la membrane des spores elle rappelle le M.
corniculata HANSGIRG, Staurospermum dont les spores. plus
régulieres sont pourvues dé quatre exceroissances corniculaires.
Ces deux caractéres, savoir la variabilité du mode de copula-
tion et les élévations cratériformes dont est garnie V'épispore,
me semblent suffisamment distinguer' I'espéce.
Je lI'ai trouvée en spores mures, en mélange avec le
Myriophyllum, dans le Lagoa Grande (Sete Cidades) et en des
localités semblables dans le Lagoa das Furnas ou, tres
développée, elle fructifiait abondamment au milieuw d'un tour-
billon de gaz montant du fond, consistant généralement de
CO, avec quelques traces pourtant de HS. La température
de F'eau å l'occasion était de 24” C., température alors géné-
rale du lac.
Malheureusement, dans toutes mes récoltes, les spores
s'etalent détachées des filaments résolus. Mais la largeur
des cellules végétatives correspondant exactement å celle des
élévations de TI'épispore on ne saurait douter de leur union
précédente.
Fam. Desmidiace&.
Hyalotheca dissiliens (SMITH) BRÉB.
(OT
Distrib. géogr.: Cette espéce est å mon avis cosmopolite.
Sphaerozosma pygmaeum RAB.
On Ska NER 6
(Ia, DL
Distrib. géogr.: Europe centrale; Grande-Bretagne; Irlande; Belgique
(WILDEMAN): Scandinavie; Amérique; Indes.
F
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:04. 53
Euastrum Didelta (TURP.) RALFS.
(T910N29:0)
B sinuatum GAY.
(OTTO
Distrib. géogr.: Cosmopolite.
Euastrum ansatum RALFS.
(29: cc.)
Distrib. géogr.: Cosmopolite.
Euastrum intermedium CLEVE. Fig. nostr. 5.
(SLS ST TONEN 205-303)
Trés freéquente en plusieurs récoltes. Suivant I'habitude
des Fuastrum d'une certaine grandeur, la paroi cellulaire est
pointillée, respectivement pourvue de pores disposés de la
maniere que représente notre figure. Malgré le »Eu. laeve>
ete. de la diagnose je ne crois pas qu'il s'agisse ici d'une
espece nouvelle. On sait quwil n'y a que peu d'années que la
structure de la membrane des Desmidiées a fixé 'attention
des observateurs, et cette description date de 1863. La forme
amériecaine figurée par West! differe un peu des formes que
CLEVE et LUNDELL ont représentées et qui, par contre, corres-
pondent presque entierement å la plante acoréenne.
Distrib. géogr.: Suede; Irlande; Europe centrale; Amérique du Nord et
du Sud.
Euastrum denticulatum GAY.
a) Fu. amoemm Gar. Monogr. Conj. Tab. III, fig. 9.
EL SMN205
b) f. Borpr, Stud. II, Tab. I, Fig. 9 (= Eu. Boldtii SCHMIDLE).
(25.)
Distrib. géogr.: Scandinavie, Irlande, Belgique (WILDEMAN), Europe
centrale; Groenland:; Islande (BoRGESEN); Brésil: Afrique orientale (SCHMIDLE):
Madagascar; Java; Australie: N.-Zélande.
: Euastrum elegans KöTz.
8 speciosum Borpt. Stud. II. Tab. I, 10; Fig. nostr. 6.
(18)
Ono DI at. COLE ARNE
Distrib. géogr.: Cosmopolite.
1 On some North. American Desmids. (Trans. Linn. Soc. 2:nd 8er.
IBoERI NS Tab. 14, Fig: 18.)
hå
d4 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES AQORES.
Euastrum binale EHR.
(15, 29, 44.) $
f. RALFs. Brit. Desm. XIV, 8, I c.
(20 cc.)
Distrib. géogr.: Cosmopolite.
Staurastrum brachiatum RaALFs. f. Fig. nostr. 7.
(15, 30.)
Distrib. géogr.: Scandinavie; iles Féroö (BORGESEN): Grande-Bretagne,
Irlande; Belgique (WILDEMAN); Europe centrale; Alpes; Italie; Amérique du
Nord; N.-Zélande.
Staurastrum inconspicwum NORDST.
v. abbreviatum Rac. f. Fig. nostr. 8.
Long. 13, lat. 13 u.
(44.)
Cette. forme est tres voisine de la variété crassum GAY.
Distrib. géogr.: Scandinavie; Grande-Bretagne;! Irlande; Belgique (WIL-
DEMAN); iles Féroöé (BoORGESEN); Europe centrale; Alpes; Amérique du Nord;
Sibérie.
Staurastrum vestitum RALFS.
(42
Däistrib. géogr.: Scandinavie (ScHMIDLE): Grande-Bretagne; Irlande; Eu-
rope centrale; Belgique (WILDEM.); Alpes; Pyrénées (BELLoc); Groenland (Bor-
GESEN); N.-Zemble (WiLLE): Brésil; Amérique du Nord.
Staurastrum brachioprominens BARGESEN.
v. Archerianum n. v. Fig. nostr. 10.
A forma typica differt magnitudine tertia parte minore,
a vertice duobus emergentibus angulosis, spiniferis instructa,
spinis ad isthmum destituta.
Long. 25—30, lat. 40—50, cr. ca. 9, isthm. 6—7 wu.
(dö (CCR LIF V22D2)
Il semble assez certain que cette forme ait été observée
par ÅRCHER dans les matériaux récoltés par MOosstLEY aux
bords du Lac de Furnas, lors de l'expédition du Challenger.
TI dit (1 ec): »Probably the next most frequent form is a
13 crassum (WEST).
I
.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 4. 55
plane Staurastrum (i e. compressed, and with but two rays
terminating the angles in end view), which appears to be
new.» La forme: ci-dessus mentionnée étant trés répandue
dans le Lac de Furnas ainsi que dans les deux lacs de Sete
Cidades, c'est å elle, sans doute, quoiqu'il n'en ait pas donné
de description, qu'ont rapport les mots cités. En cette raison
je lui ai donné le nom d'Archer.
Je nail pas réussi å voir, å Fisthme, les deux rangées
d'épines figurées par BoRGESEN,! mais parfois une série d'épi-
nes hérissant le sommet. Je nose pas affirmer que cette
derniere existe toujours. Vue de profil, la cellule est presque
rectangulaire, l'isthme tres peu resserré. (Fig. 10.)
Distrib. géogr.: Brésil; Amérique du Nord; Australie (RACIBORSKI).
Staurastrum bibrachiatum REINSCH.
v. cymatium WEst. Fig. nostr. 13.
(ART)
Dans la récolte 21 se montrait trés abondant un Staur-
astrum que j al rapporté au St. gracillimum West v. biradiatum
West (Cfr. fig. nostr. 12). Plusieurs individus avaient cepen-
dant laspect donné par la fig. 13. L'une des moitiés cellu-
laires présente la forme typique du Stawrastrum bibrachiatum
v. cymatium WEST, tandis que autre, prise å part, montre
Taspect du St. gracillimum v. biradiatum. T'apparition de ces
exemplaires en mélange avec des individus d'apparence nor-
male de cette derniere forme parait plaider pour que le
St. bibracmatum v. cymatium soit regardé comme forme vari-
ante du St gracillimum v. biradiatum.
Le pouvoir de varier dans le méme sens, c'est å dire au
moyen d'une réduction du nombre des rameaux semble aussi
résulter de la figure de WEst.? Dans un autre mémoire
WEst? a créé, pour le St. bibrachiatum REINSCH et une espece
américaine å ramification dichotome semblable, un genre nou-
veau qwil a nommé Dichotomum. Je ne crois pas justifié,
d'apreés ce qui précéde, l'établissement de ce nouveau genre,
1 St. brachioprominens BÖRGESEN est signalé par RACIBORSKI (Desmidyja
Ciaston. p. 21,1. c.) pour PAustralie (Sydney). »forma semicellulis ad basin
una serie granulorum».. La taille en est å peu prés celle de v. Archerianum.
FFAlgivMadag. "Tab VER feg: 28 at etob.
3 On some North American Desmidieae (Trans. Linn. Soc. 2:nd Ser.
Bot: EV« D:)
56 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES. =
en particulier parce qu'il y a d'autres Stawrastrum apparte:
nant å d'autres groupes, qui montrent des branches dichoto
mes semblables, le St. sexangulare (BULNH.) LUNDELL pal
exemple.
Je considére les deux formes en questlan comme Algues
pélagiques.
Distrib. géogr.: Allemagne; Madagascar.
Staurastrum graeillimum WeEST.
v. biradiatum West. Fig. nostr. 12.
GO RE RRD)
Distrib. géogr.: Madagascar.
Staurastrum irregulare WEST. Fig. nostr. 14.
(15 ec, 30 C.)
Long. 17—18, lat. 13—15 u.
La plante que j'ai récoltée présente des rameaux dont le
sommet est pourvu de quatre dents. Elle n'est pas d'aspect
aussi irrégulier qu'on le voit dans la figure de West! et
elle ne montre en somme pas d'irrégularités plus grandes
qu'il n'est propre å presque tous les Staurastrum ramifiés.
Distrib. géogr.: Grande-Bretagne; Amérique du Nord; HScandinavie
(SCHMIDLE).
Staurastrum Chavesii n. sp. Fig. nostr. 15.
(8) Hökce, 320:050'2CC))
Staurastrum perparvum, circiter tertia parte latius quam
longum — tam longum quam latum, 4 brachiis utriusque
semicellule, sinu frotatd dis — obtusangulo, profundo, initio
semicirculari. NSemicellule a latere trapezice, margine su-
periore recto vel leviter concavo, brachiis biundulatis, spini-
feris, apice truncatis, quadridenticulatis; a vertice tetragonee
lateribus plus minus concavis, pro quoque brachio processu
conico bifido instructe.
Long. 14—17, lat. diag. 18—22, lat. rect. 159—16; isthm. 8 u.
Les caracteéres qui me semblent le mieux distinguer cette
petite espåéce sont 1:0) les quatre appendices qui, en forme de
cönes bifurqués parallelement å la diagonale de la cellule, en
! Journ. R. Micr. Soc. Febr, 1894, Tab. II, fig. 49—50.
i
BIHANG TILL K. SV. VET -ÅKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 4. 57
garnissent la face supérieure å la naissance de chaque branche;
2:0) la forme semicirculaire de la partie la plus intérieure
de Fisthme.
Les espéces et formes suivantes me paraissent en &tre les
plus voisines:
1:0) St. subtile NORDST.! qui s'en distingue par deux lon-
gues épines dont, vus a vertice, les cötés conecaves de la cel-
lule sont revé&tus. Il g'en rapproche parce qu'au-dessus de
ces longues épines la cellule en porte d'autres, plus petites,
qui sont au nombre de huit, et qui répondent aux quatre
cönes bifurgqués chez le St. Chavesii avec cette différence,
qu'elles ne sont pas rapprochées par deux, mais espacées
uniformément sur la surface.
Sans dénomination ni deseription, ScHMIDLE, dans un mé-
moire,? a figuré une espece comme »St. sp. verisimile ad St.
subtile NOrpstT.> qui, par ses épines latérales plus courtes
ainsi que par la disposition des huit épines hérissant la face
supérieure, se place au voisinage encore plus proche du St.
Chavesii. Seulement, ici encore, les huit épines se trouvent
uniformément distribuées sur la face supérieure qui, de plus,
est légeérement convexe, tandis qu'elle est concave chez l'espéce
qui nous occupe. De la figure il ne résulte rien sur la forme
de PFisthme. Peut-étre la plante de Schmidle serait-elle å
rattacher au St. Chavest.
2:0) Par sa taille et sa configuration le St. micron WEST?
montre une assez grande ressemblance å notre forme. Mais
il n'est muni que de trois branches, Visthme se termine en
angle aigu et å la face supérieure manquent les épines bifur-
quées si caractéristiques au St. Chavesii. Une forme décrite
par SCcHMIDLE? et dénommée St. micron v. granulatus montre,
d'aprés la figure, une entaille concave å Fisthme, mais ses
épines sont petites et uniformément espacées.
3:0) RACIBORSKI? donne la description d'une plante dé-
signée comme St. decipiens, qui serait voisine du St. subtile
Norpst. Egalant presque par la taille le St. Chavesii, il en
1 Alg. Sandvic. p. 16—17, Tab. II, fig. 2.
> Beitr. alp. Alg. p. 37, Tab. XVI, fig. 12. (Oestreich. Bot. Zeitschr.
Jahrg. 45, 1895. N:o 7.)
3 Journ. R. Micr. Soc. 1896, Tab. IV, 50 et 51.
t Ueber einige von Knut Bohlin in Pite Lappm. ete. (Bih. K. Sv.
Vet.-Akad. Handl., Bd. 24, Afd. III, N:o 8, p. 62, Tab. II, fig. 45.)
> De nonnullis Desm. Polon. Tab. III, fig. 5 (Pamietnik Akad. Umiej
w Krakowie W. 10.)
538 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
d'un méme cöté vus par le haut. D'autre part, ScHMIDLE!
décrit et rattaché comme variété orthobrachium å Fespece de
RACIBORSKI — ce que, du reste, je ne crois pas justifié — une
plante qui, pour la taille, le port et la forme de Visthme, se
rapproche beaucoup du St. Chavestii, dont toutefois l'éloignent
la convexité de ses extrémités cellulaires ainsi que (å ce
qu'on peut en juger de la figure schématique) la disposition
irréguliere de ses épines.
4:0) Il y a enfin le St. nodosum West (in Journ. RR.
Micr. Soc. 1897, p. 495, Tab. VI, fig. 23) qui, par sa forme,
présente aussi quelque ressemblance avec P'Algue qui nous
occupe. Mais il est tribrachié et parfaitement glabre, les
épines faisant défaut méme aux terminaisons des branches.
Me reposant sur les remarques précédentes, je me crois -
autorisé å établir la plante trouvée comme espåce nouvelle
que je désigne du nom du Capitaine Fr. CHAVES, de Ponta
Delgada, qui a rendu de si grands services dans I'exploration
scientifique des Acores. |
Staurastrum pseudotetracerum (NORDST.) WEst. Fig. nostra 16. |
(0)
Long. 24—26, lat. 21—22 u.. |
Distrib. géegr.: Nouvelle-Zélande; Madagascar; Irlande (WEst); Scandi-
navie (SCHMIDLE). Comme il le fait remarquer lui-méme, la plante décrite -
par SCHMIDLE rappelle en beaucoup le St. paradoxum v. parvum (West Fr.
W. Alg. W. Irelånd) et aussi la variété nodulosum (1. ce.) de cette espece. Si
en effet ces formes doivent rentrer dans la méme espéce, F'aire de sa réparti-
tion s'en accroit.
Staurastrum margaritaceum MENEGH.
v. alpinum ScHMIDLE f. Fig. nostr. 17.
(155)
Distrib. géogr.: Scandinavie; Grande-Bretagne; Irlande; Normandie
(BrRÉB.); Belgique (WILDEM. I); Europe centrale; Alpes; Italie; Pyrénées (BELLOC):
Sibérie; Groenland; Amérique du Nord; Brésil; iles Sandwich; Java (WILDEMAN).
SN RES 0 OM Ales LI RANG
-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AED. III. N:o 4. 59
Staurastrum dilatatum EERrR. f. obtusiloba DeELP. Fig. nostra 18.
Long. 28—531, lat. 26—30, isthm. 10—12.
(31.)
Ce n'est point sans quelque doute que je rapporte ici la
plante représentée par la figure 18 et qui peut-étre n'est
autre chose qu'une forme du St. punctulatum. Cependant, des
formes de cette dernieére espeéce provenant des Acores que
jai eues sous les yeux la séparent sa face supérieure presque
plane et I'angle å cötés droits de son isthme. Je n'ai ren-
contré quun exemplaire triangulaire mais qui ressemble
beaucoup å une f. obtusiloba du St. dilatatum, figurée par
NORDsSTEDT.! Il présente aussi de certains rapports avec le
St. subdilatatum WEst? dont il differe pourtant par ses som-
mets aigus et par ce que la granulation en est moins fine.
Distrib. géogr.: Scandinavie (SCHMIDLE); Grande-Bretagne, Irlande, Bel-
gique (WIiLDEM. I); Europe centrale: Alpes (LÖTKEMULLER): Russie; TItalie:
Groenland; Amérique du Nord; Afrique centrale (SCHMIDLE); Australie; Nouv.-
Zelande; Indes Orientales.
Staurastrum hexaceros (EHR.) WITTR.
f. alternans Wiunz. Fig. nostr. 19.
(35.)
Long. 26—28, isthm. 8—9 u.
[3]
Les auteurs ont décrit 3 especes BStaurastrum qui me
semblent trés voisines I'une de lP'autre et dont la synonymie
parait assez inextricable. Ce sont: le St. hexaceros (Ehr-.),
WiTTR., le St. tricorne BRÉB.' et le St. alternans BrRÉB.. La
comparaison des indications des auteurs ainsi qu'une consul-
tation de I'Index Desm. de Norpst. me semblent établir
Tidentité? du St. hexaceros (Ehr.) WitrtrR. (= Desm. hexaceros
EHR. Inf. Tab. X), avec le St. tricorne BRÉB. (RALFs. Brit.
Desm. Tab. XXTI, fig. 11 et Tab. XXTIV. fig. 8, b—d), tandis
que le St. alternans BrÉB. représente une espeéce distincte,
dont la forme type a été figurée sous ce nom par RALFS,
Brit. Desm. Tab. 21, fig. 7, sous la désignation de St. tricorne
BräB. dans Brit. Desm. Tab. 34, fig. 8 a, alnsi que dans Ann.
Hiklag. Neat: Hist. V. 15, Tab. XI, fig. 2.
Vär WicbspAlg. INS Ze (Den Tapas TVvfS:Yd19).
? Alge from Centr. Africa. (Journ. of Botany, Sept. 1896, p. 4, Tab.
361, fig. 16.)
> Cfr. aussi BoLrprt, Studier III, p. 55.
60 K. BOHLIN, ETUDE "SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
Je crois que les caractéres distinctifs se traduisent le
mieux ainsi. Chez le St. tricorne BRÉB. les branches allongée
se terminent en pointe obtuse dentelée, I'épispore étant héris-
sée d'aiguillons, qui se ramifient par double-dichotomie, tandis
que chez le St. alternans les sommets des cellules sont moins
allongés, arrondis, uniformément garnis de fines épines et
que PFépispore est tapissée daiguillons å pointe simplement
bifurquée. Encore, chez le St. tricorne BrREB., l'isthme Der
parfois atténué.
La plante que j'ai rapportée des Acores présente un
aspect tout singulier. La figure 19 en reproduit un exemplaire
dont Fune des semicellules est évidemment un St. hexaceros
(EHR.) WitTR. (= St. tricorne BRÉB.) et conforme surtout å la
figure que donne de cette espece DELPontE (Desmid. subalp-
Tab. XT, fig. 48—50) (a); mais dont l'autre se présente tout
aussi clairement comme un St. alternans BRÉB., sS'accordant
avant tout encore avec le dessin fourni par DELPoNTE (1. c.
Tab. XT, fig. 39—40) (b).
J'ajouterai quwil se trouve dans la récolte tous les pas-
sages possibles, de cellules dont les deux moitiés répondent
au type a) jusqu'å celles dont les deux semicellules sont du
type b). L'aspect des moitiés cellulaires est toujours plus ou
moins alternant.
Deux éventualités se présentent:
1:0) Ou le St. hexaceros (EHR.) WITTR. ainsi que le St.
alternans BRÉR. ne représentent- -ils que des variations d'une
seule et méeme espéece, ce qui en éclaircirait particuliere-
ment la synonymie déja embrouillée chez RALFS;
2:0) ou bien aussi I'on aura ici affaire å un hybride.
Par rapport å I'hybridisation chez les Desmidiées, ARCHER!
a indiqué »two or three cases of conjugation between two
distinet but allied Desmids> (EFuastrwm Däidelta et Eu. hume-
rosum). Il n'a observé ni Pévolution ni lapparence exté-
rieure de I'hybride. L'indication de BENNET? cependant, qur
a donné le dessin d'un »Euastrum crassum humerosum>, n'est
point sans évoquer de forts doutes. A part I'observation
morphologique, cet auteur ne fournit aucune preuve pour
' Singular and unpresented case of conjugation between two distinct
but allied Desmidian species (Quart. Journ. Micr. Soc. V. 15, 1875, p. 414
—415).
2? A Hybrid Desmid (Ann. of Botany. 1889. V. 4, p. 171—172).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0O 4. 61
cette explication de la forme en question, et dont I'une des
semicellules constamment était de l'aspect de I'une des deux
especes, tandis que l'autre tout aussi constamment fut du
type de la seconde. Toutefois, la conjugaison entre des Des-
midiées voisines n'est a priori certaimement pas invraisem-
blable.
Rien non plus, dans le cas qui nous occupe actuellement,
autorise avec certitude å une telle maniere de voir. Je n'ai
vu, dans la récolte, qu'une seule zygospore, sans la membrane
des cellules copulantes, et du type ordinaire du St. tricorne
(Rarrs. Brit. Desm. Tab. XNNXTIV, fig. 8 d.). Si cette spore
était le produit d'une conjugaison entre le St. hexaceros et
le St. alternans, il n'est pas sär que l'épispore eät montré
les traces de F'origine hybride, puisque la fusion des noyaux
cellulaires n'a lieu que longtemps aprés la formation de V'épi-
spore, alors seulement que la spore vient å germer.! Est-elle
née, d'autre part, de la copulation de deux individus hybri-
des, reste-t-il toujours possible qu'elle montre le caractére
pur de l'une des formes primitives.
Les matériaux qui sont å ma portée ne permettant donc
pas de résoudre la question, j'ai pris le choix de désigner la
plante trouvée d'aprés la forme au voisinage de laguelle se
placent un certain nombre d'exemplaires.
Distrib. géogr.: a) St. hexaceros (EHR.) WITTR. (comme synonyme' au
St. tricorne BRÉB.); Iles des Ours, Spitzberg, Terre de Francois Joséphe (BORGE),
Groenland, Islande (BELLOC, BYRGESEN), iles Féroö (BORGESEN), Sibérie, Nou-
velle-Zemble,. Scandinavie, Nord de la Russie, Grande-Bretagne, Irlande, Eu-
rope centrale, Alpes, Pyrenées; Amérique du Sud: Afrique centrale (ScHMIDLE),
Japon; Indes orientales; Madagascar:
b) St. alternans BrÉB:: Scandinavie, Grande-Bretagne, Irlande, Europe
centrale, Alpes, Pyrénées (BELLoc); Sibérie, Nouv.-Zemble, Groenland, Islande
(BELLOC, BÖRGESEN), Féroé (BORGESEN); Amérique du Nord; Afrique centrale
(SCHMIDLE); Indes orieutales; Nouvelle-Zélande.
Staurastrum punctulatum BRÉB.
1:0) (=DeELPoNTE. Desm. subalp. Tab. XT, fig. 37—338-)
Fig. nostra 21.
Long. 30, lat. 32, isthm. 11 u.
(4.)
! KLEBAHN. Stud. ib. Zygoten I. (Pringsh. Jahrb. f. wiss. Bot. Bd.
22, H. 3, 1890.)
62 :oK. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES AGCORES.
2:0) (=RarFs. Brit. Desm. Tab. XXI, fig. 5 c et ;
Fig. nostr. 20.
Long. 28—29, lat. 28—32 u.
(Terceira, 26.)
Distrib. géogr.: Scandinavie, Grande-Bretagne, Irlande, Belgique (WILDEM):
Europe centrale, Russie, Alpes, Italie, Espagne; Islande (BELLOoC), Sibérie,
Groenland, Spitzberg; Amérique du Nord et du Sud; Nouv.-Zélande, Australie;
Indes orientales: Algérie (GIARD).
Staurastrum Kjellmanii WILLE.
f. trigona minor WILLE:
Fig. nostr. 22—23.
1:0). £. typica.. Fig. 22.
Long. 35, lat. 23—28, isthm. 12—13 u.
(25.)
2:0) f. lateribus a vertice rectis vel levissime concavis.
Fig. 23.
Long. 38, lat. 28—29, isthm. 13—14 u.
(35:)
Cette plante que WILLE lui-meéme fait rentrer comme
variété dans le St. punctulatum me semble pouvoir figurer
comme espéce distincte avec tout autant de droit que ne le
font la plupart des Desmidiées, qui ont été décrites. Sa mem-
brane épaisse tirant légérement sur le jaune fournit un
caracteére distinctif parfaitement suffisant.
Distrib. géogr.: Scandinavie (SCHMIDLE), Nouv.-Zemble, Groenland, Is-
lande (BoÖRGESEN), Jan Mayen (ÖSTENFELD); Alpes, Grande-Bretagne (West),
Irlande (WEstT).
Staurastrum sexcostatum BRÉB.
f. produetum West. Fig. nostr. 24.
Long. 40, lat. 32, er. 42. .Isthm. 17 u.
(18)
Distrib. géogr.: Scandinavie, Grande-Bretagne, Irlande (WEst); Europe
centrale, Nord de la Russie; Spitzberg, iles Féroö (BORGESEN).
Pour la sous-espéce productum WEst: Grande-Bretagne; partie NE
de V'Allemagne.
726
SIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 4. 63
Staurastrum amoenum HILSE.
" spetsbergensis NORDT.
(20.)
Distrib. géogr. (pour la sous-espéce): Spitzberg, Nouvelle-Zemble, partie
nord du Groenland, région arctique de la Russie.
taurastrum scabrum BRÉB. (=WITTR. et Norpst. Alg. Exsicc.
N:o 1114).
(6;8nkec, T3 ceulI; 30, AG;
Distrib. géogr.: Scandinavie, Grande-Bretagne, Alpes; Groenland, iles
Féroé (BORGESEN); Amérique du Nord.
Staurastrum aculeatum (EAR.) MENEGH.
” cosmospinosum' BöÖRGESEN. Fig. nostr. 25.
(29)
Distrib. géogr.: Scandinavie, Grande-Bretagne, Belgique (WILDEM.), Eu-
rope centrale, Alpes, Italie; Spitzberg, ile Jan Mayen (ÖSTENFELD), Groenland,
Nouv.-Zemble; Amérique du Nord; Indes orientales.
Staurastrum teliferum RALFS.
f. ordinanta BOÖRGESEN.
(6, 10.)
Distrib. géogr.: Scandinavie; Grande-Bretagne, Irlande; Europe centrale,
Belgique (forme type) (WILDEM.), Alpes, Italie; Sibérie, Groenland, Islande
(BORGESEN): ÅAmérique du Nord; Brésil; Indes orientales.
Staurastrum subteliferum RoyvY & BISSET.
Long. 40, lat. 31, isthm. 13 u.
(3, 29.)
Distrib. géogr.: Japon; Europe centrale (douteuzx. f. Gutw. Flor. alg.
Leopold, p. 72). La £f. ordinata (BorRGESEN) de Pespéce précédente étant,
selon Favis de IF'auteur lui-méme, trés voisine de la plante qui nous occupe
ici, la répartition géographique n'en est peut-étre pas tout å fait certaine.
Staurastrum dentieulatum (NäG.) ARCH.
(= West. Fr. Wat. Alg. N. Wales, Tab. VI, fig. 27.)
(32.)
Distrib. géogr.: Scandinavie (SCHMIDLE); Europe centrale, Grande-Bre-
tagne, iles Féroé (BORGESEN); Indes orientales, Nouv.-Zélande.
64 'K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL.' DES AGORES. =
Staurastrum lunatum RALFS.
(13, 31.)
Distrib. géogr.: Europe centrale; Grande-Bretagne; Alpes; Sibérie, partie |
est du Groenland, iles Féroö (BORGESEN).
Staurastrum arcuatum NORrpDst. f. Fig nostr. 26.
Long. 35, lat. 32 u.
Vue par le haut, la plante que j'ai observée se rapproche
le plus de la figure que donne West dans ses Fresh wat.
Alg. of Maine (Journ. of Botany. Dec. 1891. Tab. 315, fig.
13), tandis que, de profil, elle ressemble å une algue que
CoorKE (Brit. Desm. Tab. LI, fig. 2) a figurée. Toutefois ses
branches qui tendent davantage vers le haut, et, vu a vertice
ses cötés plus droits, I'en séparent. :
(18.)
Distrib. géogr.: Scandinavie; Grande-Bretagne; Pyrénées (BELLoC); Alpes
(LUTKEMÖULLER); Sibérie; Indes orientales; Groenland; Amérique du Nord.
Staurastrum muticum BRÉB.
BP depressum (NäÄäG.) NORDST.
(1, 19, 44.)
Distrib. géogr.: Scandinavie; Angleterre; Irlande; Belgique (WILDEM.),
Europe centrale; Alpes: Italie, Russie; Sibérie; partie est du Groenland; Amé-
rique du Nord; Afrique orientale (SCcHMIDLE); Australie; iles Sandwich.
Staurastrum coaretatum BRÉB.
Pp subeurtum Norpst. Fig. nostr. 27.
Töngs 2 lat 6
(137221;132:)
Je rapporte avec doute å cette espeéce la plante donnée
par la figure 27. "De taille plus 'petite que la figure de
NorpDstEDT (Fr. Wat. Alg. N. Zél. Tab. IV, fig. 20), elle en
differe encore par la convexité, plus accentuée de ses extré-
mités: cellulaires ainsi que, vue a vertice, de ses cötés. Plus
conforme å la figure que donne West (Alg. North. Wales.
Tab. V, fig. 8) de cette forme, elle ressemble aussi au St.
ellipticam WeEst (Alg. Engl. Lake District. Tab. 9, f£. 28,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 4. 65
p. 731) dont pourtant elle n'atteint que la moitié de la
taille. ;
Distrib. géogr.: Scandinavie, Grande-Bretagne, Normandie (BRÉB-.);
Europe centrale; Amérique du Sud: Nouv.-Zélande.
Cosmarium calcareum WITTR.
(31.)
Long. 17—24, lat. 15—20, cr. cire. 10.
Distrib. géogr.: Suede, Angleterre, Pyrénées (BELLoc), Groenland, Is-
lande (BELLOC).
Cosmarium crenatum RALFS.
f. NorpsTt. Desm. Spetsb. Tab. VI, fig. 8.
Long. 21—25, lat. 16—19.
(18.)
Long. 34, lat. 24.
(25-)
Distrib. géogr.: Cosmopolite. [Belgique (WILDEM.)]
Cosmarium celatum RaALFsS f. Fig. nostr. 28.
(GLO 8 20 Cer255)
Distrib. géogr.: Scandinavie, Grande-Bretagne, Irlande, Belgique (WILDEM.),
Europe centrale, Alpes, Russie septentrionale; Amérique du Nord; Indes
orientales.
Cosmarium notabile De BARY.
Long. 32, lat. 24; isthm. 13.
(39-)
Distrib. géogr.: Scandinavie, Irlande, Europe centrale, Italie; Amérique
du Nord; Groenland, Nouv.-Zemble, Terre Francois Joséphe (BorcE): Afrique
orientale.
Cosmarium tetraophtalmum MENEGH.
(= DEne. Desm. Subalp. Tab. IX, 1—4.)
Long. 80, lat. 64.
(28, 31.)
Distrib. géogr.: Scandinavie, Grande-Bretagne, Irlande, Belgique(WILDEM.),
Europe centrale, Alpes, Italie; Spitzberg, Groenland, Islande (BÖRGESEN), iles
Féroé (BÖRGESEN), Nouv.-Zemble (WILLE); Indes orientales, Nouv.-Zélande,
Amérique du Nord.
3
66 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES AGORES.
Cosmarium margaritiferum EHEHR.
(17, 27, 34.)
Distrib. géogr.: Cosmopolite. [Belgique (WILDEM.)]
Cosmarium reniforme ARCHER.
Long. 67, lat. 57, cr. 34.
(18.)
Distrib. géogr.: Scamdinavie (ScHMIoDLE), Irlande, Grande-Bretagne,
Europe centrale, Alpes; Groenland (BoRGESEN), Islande (BORGESEN), iles Féroé
(BYRGESEN): Sibérie, Indes orientales: Australie, Nouv.-Zélande; Amérique du
Nord et du Sud. v
Cosmarium Botrytis MENEGH.
(2, Fayal 12, 24, 28, 34, 35, 46.)
Distrib. géogr.: Trespéce est un ubiquiste.
Cosmarium Portianum ARCHER
8 nephroideum WittR. Gotl. ÖL sötv. Alg. p. 57.
(4, 17, 31, 34.)
Distrib. géogr.: Europe centrale, Belgique (WILDEM.), Irlande, Scandi-
navie, Alpes, Italie; Islande (BoÖRGESEN), iles Féroé (BORGESEN), Groenland.
Nouvelle-Zemble, Sibérie; Amérique du Nord et du Sud, Indes orientales.
Cosmarium punetulatum BRÉB.
(= f. KLrEBsS. Desm. Ostpreuss. Tab. III, fig. 51.)
(24, 31 c.)
Distrib. géogr.: Cosmopolite. TIrlande, Islande (BELLOC, BÖRGESEN), iles
Féroé (BORGESEN). Nouv.-Zemble (WILLE), Groenland (BOÖRGESEN, RICHTER);
Afrique centrale (WEsT) et orientale (SCHMIDLE).
Cosmarium orthostichum LUNDELL
8 pumilum LUNDELL. Fig. nostr. 29.
(25-)
Distrib. géogr.: Suéde, Angleterre, Irlande, Europe centrale, Alpes
(LÖTKEMÖULLER); Islande (BELLOC), Sibérie, Amérique du Nord.
Cosmarium annulatum De BARY.
(18.)
KonSANOflARK20:
Distrib. géogr.: Cosmopolite.
Sr
:
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 4. 67
— Cosmarium Palangula BréB. De Barr. Conj. Tab. VI, 51.
(6, 10, 14, 29, 44.)
Distrib. géogr.: Nord, Centre et Midi de I'Europe (Irlande); iles Sandwich.
Cosmarium parvulum BRÉB. f. Fig. nostr. 30.
(31.)
iNonstolg, lat. 10, CR:
La plante que j'ai rapportée s'accorde le mieux avec la
figure de BRÉBISSON (Liste etc. "Tab. I, fig. 18) quoiqu'elle
solt un peu plus courte que celle-ci.
Sous le nom de Penium crassiusculum De BARY, CYBULSKY!
a figuré une Algue qui, abstraction faite de ce qu'elle est
moins longue, montre une grande ressemblance avec la forme
dont ici il est question. Aussi NORDSTEDT admet la possibi-
lité de son identité avec le Cosmarium parvulum BRÉB.
(Index p. 86). Peut-étre faut-il encore rapporter ici un Pe-
nium sans nom spécifique figuré par WeEst (Alg. Madag.
Tab. V, fig. 28—29).
De taille plus petite que les especes décrites antérieure-
ment, la plante des Acores me semble surtout caractérisée
par sa forme tres peu resserrée, plutöt rectangulaire de face,
åa sommets faiblement rétus, et, de cöté, presque tout aussi
large, un peu ovale, å pointes également arrondies.
Distrib. géogr.: Cosmopolite.
Cosmarium pachydermum LUNDELL.
io typ:
Long. 92, lat. 70.
(20.)
2:0) f. minus NORDST.
(46-.)
Distrib. géogr.: Scandinavie, Irlande, Europe centrale, Alpes; Sibérie,
partie est du Groenland, iles Féroö (BORGESEN); Amérique du Sud et du Nord;
Sumatra.
Cosmarium Ralfsii BRÉB. & azoricum n. v. Fig. nostr. 33.
(1 ecce, 6, 24, 44 cc.)
A forma typica differt semicellulis angulis inferioribus
acutis, dimidio interiore marginum in utroque latere se tan-
! Mater. alg. Warszaw. p. 260, Tab. VIII, fig. 22. (Pamietnik Fizyjo-
graficzny V. 3. 1883.)
68 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
gentibus, dimidio exteriore distantibus, margine exteriore
levissime 4-angulosa.
Cette Algue que j'ai rencontrée parfois tres abondante å
divers endroits de San Miguel semble d'une grande constance.
IT'un ou l'autre exemplaire se trouve bien dont les bases sur
toute leur longueur sont étroitement serrées P'une contre
l'autre, mais le nombre en est excessivement petit. Les 4
angles s'accusant faiblement dans la courbure de la marge
|
extérieure de chaque semicellule rapprochent la plante de la
variété angulosa décrite et figurée par RAcIBoRSKI.! Chez I
une autre forme encore décrite par RACIBORSKI,” la varieté
alpina, on voit aussi la courbure en haut des angles basi-
laires, mais ceux-ci ne sont pas aigus comme chez le & azgoricum
mihi, ce qui distingue nettement les deux formes.
Quant å la taille, les chiffres suivants en donneront les
moyennes. ;
Long. 80, lat. 78, er. 35, lat. isthm. 22.
Distrib. géogr.: Europe centrale, Belgique (WILDEM.), Grande-Bretagne,
Irlande, Scandinavie, Amérique du Nord, Indes orientales, Nouv.-Zélande.
Cosmarium pyramidatum BRÉB.
(1iee, Ox43:-Ce, Lös 20 HJ0 CEN
Distrib. géogr.: Cosmopolite. [Belgique (WILDEM.); Féroö (BORGESEN).]
Cosmarium Cucumis RALFS (=. OC. Cucumis f. major NORDST.
Desm. arctoze I, Tab. VIII, f. 28.)
Long. 50, lat. 31, isthm. 17.
(25.)
Distrib. géogr.: Cosmopolite. [Islande (BELLoc); Belgique (WILDEM.).]
Cosmarium obliquum Norpst. Norg. Desm. p. 23, T. 1. fi 8.
Fig. nostr. 31.
Tone: 28 Mate
5.)
Distrib. géogr.: Norvége, Grande-Bretagne, Irlande, Europe centrale,
Alpes (LÖTKEMULLER); Nouvelle-Zélande; Indes occidentales (WEST).
1 Desm. okol. Krakowa, p. 15, Tab. I, fig. 6 (Sprawozd. Kom. fizyjogr.
Akad. Umiej. w Krakowie T. 19).
2 Nonn. Desm. Polon. p. 71, Tab. X (sep. I) fig. 5. (Pamietnik Wydz.
III, Akad. Umiej. w Krakowie v. 10.)
; /
BIHANG TILL K. SV: VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:0 4. 69
Cosmarium venustum ÅA RCH.
(1, 6, 44 cc.)
Distrib. géogr.: Scandinavie, Grande-Bretagne, Irlande, nord de la Russie,
Europe centrale, Alpes (LÖTKEMULLER); Nouvelle-Zemble; Sibérie, Groenland;
Amérique du Nord, Brésil; Sumatra, Java (WILDEM.); Nouvelle-Zélande.
Cosmarium Menezghinii BRÉB.
1:0) f. Reinschii Istv.!
(Fayal 12, 31.)
2:0) f. Reinschii Istv.? Fig. nostr. 34.
(2.)
3:0) f. Braunii (REINSCH) IsTV.?
Long. 11—13, lat. 9—12.
(NON FSE)
4:0) £. octangularis WILLE.?
Long. 18, lat. 12.
(18.)
Distrib. géogr.: Cosmopolite.
Cosmarium Regnellii WILLE.
(21.)
f. minor BoLDT.
ones lat. 0!
(32.)
Distrib. géogr.: Europe centrale, Grande-Bretagne, nord de la Russie,
Groenland, iles Féroöé (BORGESEN); Amérique méridionale, Madagascar, Indes
orientales.
Cosmarium leve RABENH.
(39.)
Distrib. géogr.: Grande-Bretagne, Europe centrale, Alpes, Italie, Espagne,
Russie septentrionale; Nouvelle-Zemble, Islande (BELLoC), Féroö (BORGESEN);
Amérique du Nord et du Sud; Australie (RACIBORSKI), Afrique orientale
(SCHMIDLE), Madagascar, Indes orientales.
! REINscH. Contrib. ad. alg. et fung. Tab. XIII, 12 a, Lipsie 1875.
>? Cfr Borer, Ueb. Variat. d. Desm. p. 293, fig. 2.
> REINScH.. Contrib. ad alg. et fung. Tab. X, mr, d—g.
+ Ferskv. alg. Nov. Semlj. Tab. XII, fig. 35. (Öfvers. K. Sv. Vet.
Akad. Förh. 1879. N:o 5. Stockholm.)
70 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
Cosmarium sexangulare f. minimum NoRrpst.! Fig nostr. 32.
(17.)
Distrib. géogr.: Europe centrale, Alpes, Russie septentrionale, Scandi-
navie; Amérique du Nord; Indes orientales; Japon; Australie, Nouv.-Zélande
Cosmarium minutum DELP.
f. novizeelandicum NORDST.?
Long. 20—26, lat. 16—21, cr. circe. 11, isthm. 6.
(4, 17, 31.)
Distrib. géogr.: Europe, Nouvelle-Zélande.
Cosmarium tinetum RALES.
(25.)
Distrib. géogr.: Scandinavie, Grande-Bretagne, Irlande, Europe centrale,
Belgique (WILDEM.), Alpes; Nouv.-Zemble, Groenland; Amérique du Nord;
Nouvelle-Zélande; Afrique orientale.
Tetmemorus levis RALFS.
(1, 8, 14, 18, 20, 24, 30, 44.)
Distrib. géogr.: Nouvelle-Zemble (WILLE), Scandinavie, Grande-Bretagne,
Irlande, Europe centrale, Belgique (WILDEM.), Alpes (LÖTKEEMULLER), Italie;
Amérique du Nord, Indes occidentales, Brésil, Desolation (RAcIB.); iles Sand-
wich; Nouv.-Zélande.
Tetmemorus Brébissonii RALFS.
(19, 44.) ;
Distrib. géogr.: Scandinavie, Grande-Bretagne, Belgique (WILDEM.);
Europe centrale, Alpes, Italie; Islande (BELLoc), Amérique du Nord et du
Sud; Australie, Nouvelle-Zélande.
Tetmemorus minutus De BaARY.
(44.)
Distrib. géogr.: NScandinavie, Europe centrale; Grande-Bretagne, Améri-
que du Nord.
Tetmemorus granulatus RALEFS.
EN OSS TOAS SINN)
Distrib. géogr.: Scandinavie, Grande-Bretagne, Irlande, Europe centrale,
Belgique (WILDEM.), Alpes, Italie, Islande (BELLoc); Amérique du Nord, Au-
stralie, Nouyv.-Zeélande.
1 Fresh Wat. Alg. N. Zeal. p. 60. Tab. VII, f. 26—27. (K. Sv. Vet.-
Akad. Handl. Bd. 22, N:o 8. Stockholm 1888.)
? Fresh Wat. Alg. N. Zeal. Tab. VII, fig. 28. 1. c.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 4. 71
Penium polymorphum PERTY.
8 longius n. v. Fig. nostr. 35.
(44.)
Long. 40—47, lat. 15.
Il y a de certaines especes Penmium dont, å défaut de
spores, l'identification est toujours pénible, si méme elle est
possible. Sous tous les rapports végétatifs, si I'on laisse de
cöté quwelle est en quelque sorte plus gréle, la forme ci-dessus
nommée sg'aceorde avec le Penmium polymorphum. TI parait
quon na pas signalé encore les spores de cette derniéere
espeéce. Pour la forme de la cellule la plante qui nous occupe
actuellement se place prés de la variété alpicola HEIMERL!
qui d'aprés ScHMIDLE représenterait la forme ordinaire du
Penium polymorphum, ses cötés étant pourtant plus convexes
que chez celle-ci, ainsi que le montre la figure donnée par
LUNDELL.?
Distrib. géogr.: Cosmopolite.
Penium Digitus BRÉB.
(3, 10, 25, 46.)
v. montanum LEMMERMANN.
(20.)
Long. 152, lat. 46.
Distrib. géogr.: Cosmopolite. [Irlande (WEsTt), Belgique (WILDEM.)]
Penium lamellosum KörTz.
(3, 6, 29, 31, 46.)
Distrib. géogr.: Europe, [Belgique (WILDEM.)], Amérique, Nouv.-Zélande.
Penium margaritaceum BRÉB.
(19.)
Long. 207, lat. 26.
Distrib. géogr.: Scandinavie, Grande-Bretagne, Irlande, Belgique (WILDEM.),
Europe centrale, Alpes, Italie; Islande (BELLOC, BÖRGESEN), iles Féroö (Bor-
— GESEN), Spitzberg, Groenland, Sibérie; Amérique du Nord; Quito (LAGERHEIM),
— Georgie méridionale; Australie, Nouvelle-Zélande.
! Desm. alp. Tab. V. fig. 4. (Verh. Zool.-Bot. Ges. Wien. Juli 1891.)
? Observ. Desm. Tab. V, fig. 10. (Nov. act. soc. sc. Upsalie. Ser. 3.
Mok8:101871:)
(2 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
Closterium Venus KörTz.
(17.)
Distrib. géogr.: Cosmopolite. [Irlande (West), Islande (BÖRGESEN)
Féroé (BORGESEN).]
Closterium Archerianum CLEVE.
Long. 136, lat. 11.
(17)
Long. 230, lat. 28.
(35).
Distrib. géogr.: IL Europe entiére; Indes orientales.
Classe MYXOPHYCEZAE.
Fam. Chroococcaceg&e.
Merismopedia glauca (EHR.) NäG.
(32.)
Distrib. géogr.: Cosmopolite.
Gloeothece cystifera (HAss.) RaAB. (= G. devia NägG.!)
(46.)
Distrib. géogr.: Toutes les parties de I'Europe (RABENH.), Féroé (BorR-
GESEN).
Aphanothece mieroscopiea NäG.
(52, 57.)
Distrib. géogr.: Europe (RABENH.); Féroö et Groenland (BoRGESEN,
RICHTER), Nouv.-Zemble (WILLE), Sumatra (WILDEM.).
Aphanothece saxicola NäG.
(46.)
Distrib. géogr.. Europe (RABENH.), iles Féroé (BORGESEN), Nouv.-Zemble
(WILLE), Irlande (WEsTt); Indes occidentales (WEST).
Aphanothece Negelii WARTM.
(46.)
Distrib. géogr.: Svisse, Allemagne (RABENH.).
i Gatt eines Alga Tabell Og.
'
|
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 4. 73
Chroocoecus turgidus
(ET Orce, SO, 1äNdee) 20.30 ce 145)
Distrib. géogr.: Groenland (BORGESEN), Islande (BELLOC), Irlande (WEST),
Nouvelle-Zemble (WILLE), Amérique (WOLLE, LAGERHEIM). Assurément un
ubiquiste. Commun pour toute I'Europe (RABENH.), V'Algérie (SAUVAGEAU),
VPA frique centrale (WEST).
Chroococcus membraninus (MENEGH.) NäG.
(54, 61 cc, 62, 63.)
Furnas, eaux thermales de 35—54” C.
Distrib. géogr.: Allemagne (RABENH.).
Gloeocapsa Magma (BRÉB.) Körz.
(FAKECE)
Distrib. géogr.: Toutes les parties de I'Europe (RABENH.), Irlande (WEST),
Amérique (WOLLE), Groenland (BORGESEN, RICHTER).
Fam. Oscillariace&e.
Oscillatoria sancta KöTtz.
(35.)
Distrib. géogr.: Suéde, Danemark, Angleterre (W. et N.), France, Alle-
magne, Italie; Nord de F'Afrique; Equateur, Columbie (W. et N.).
Oscillatoria irrigua KöTz.
(Terceira 36.)
Distrib. géogr.: Suéde (Norpst.), Angleterre (WEsT), France, Allemagne,
Suisse, Réunion (JADIN).
Oscillatoria terebriformis AG.
(0:
Source thermale ferrugineuse, température 43” C., au-
dessus de Furnas.
Distrib. géogr.: Suéde (Norpst.); Danemark (SCHMIDT), Bohéme;
Corse; Asie.
Oseillatoria brevis KörTz.
(60, 61.)
Sources thermales de 42—44> C., dont lI'une bouillonnante
de H3S.
Distrib. géogr.: Danemark (ScHmipt), Allemagne, Angleterre, France,
Corse, Italie; Nord de F'Afrique, Kaméroun (NORDST.), Asie.
T4 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
Oscillatoria formosa BARY.
(62.)
Source sulfureuse chaude de 44” C.
Distrib. géogr.: Suéde (Norpst.), Russie (IwWANOw), Belgique, Angleterre
(West), France, Allemagne, Afrique septentrionale, Kaméroun, Amérique du
Nord; Guadeloupe.
Oscillatoria tenuis ÅG.
(64.)
Source chaude de 32” C.
Distrib. géogr.: Ubiquiste.
Lyngbya Martensiana MENEGH.
(37.)
Dans une source ferrugineuse de 43” C. (FURNAS), rare-
ment mélangé avec I'Oscillatoria terebriformis.
Distrib. géogr.: Danemark (NOorbDsT.), Angleterre (WEsT), Italie, Guade-
loupe, Algérie (SAUVAGEAU).
2? Lyngbya Rivulariorum GOM.
(31.)
Dans une colonie de Rivulariacées dont la spécification
était impossible.
Distrib. géogr.: Norvége (NORDsT.), Dalmåtie (HANSG.).
Lyngbya &erugineo-coerulea (KG.) GOMONT.
(57.)
Distrib. géogr.: France; Angleterre (WEsT).
Lyngbya ochracea THURET.
(60 c.)
Source thermale å Furnas. Temp. 42—44> C.
Distrib. géogr.: Suéde (NoRpsTt.), Danemark (SCHMIDT), Angleterre (WEST),
France, Allemagne, Indes, Afrique du Nord, Amérique septentrionale.
Symploca thermalis (KöTZz.) GOMONT.
(FL)
Furnas. Sur la terre humide preés d'un petit courant
thermal; température du sol d'environ 30” C.
Distrib. géogr.: Italie, Allemagne; nord de V'Afrique; Kaméroun (NORDST.).
hd
BIHANG TILL K. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III N:0. 4. 75
Fam. Nostocaceg&.
Nostoc punctiforme (Körtz.) HAR.
(42.)
La determination mest pas tout å fait sure, la plante
'€tant sans spores.
Distrib. géogr.: Suéde, Danemark (NorpsrT.), Italie, Suisse, Allemagne,
France, Amérique.
Nostoc ellipsosporum RABENHORST.
(42.)
Cette espeéce a été signalée par TRELEASE, mais labsence
de spores en rendait la détermination douteuse. La pré-
sence de celles-ci dans mon échantillon permet cependant de
la signaler aujourd”hui avec certitude pour les Acores.
Distrib. géogr.: Danemark (NoORrDsTt.), France; Amérique du Nord;
Guadeloupe; Equateur (W. et N.); Nouv.-Guinée (WIiLDEM.); Ile Maurice (JADIN).
Nostoc paludosum KöTz.
(49.)
Distrib. géogr.: Russie (IwANOw), Angleterre (WEST), Allemagne, France;
Java et Nouv.-Guinée (WILDEM.).
Nostoc verrucosum VAUCHER.
(Terceira 50)
Distrib. géogr.: Assurément un cosmopolite.
2? Anabena sp. Fig. 36—57.
(54, 63, 65, 66, 67.)
Anabena variabilis Körtz.
(60, 64 cc.)
Sources thermales de Furnas; temp. 32—42" (.
Distrib. géogr.: Tslande (BELLOC), Groenland (RICHTER), Féroö (BORGE-
SEN), Scandinavie, Grande-Bretagne, Pays-Bas, France, Boheéme (HANSG.),
Espagne; Algérie (G1IARD); Chine.
Fam. Scytonemacee&.
Tolypothrix distorta Kötz.
(69.)
Distrib. géogr.: Finlande (ELFVING), Suéde, Danemark, Allemagne, France;
Bornéo (WILDEM.).
76 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
Fam. Rivulariace&e.
Gloeotrichia Pisum 'THURET.
(24, 34.)
Distrib. géogr.: Russie (IwANOw), Finlande (ELFVING), Scandinavie,
Grande-Bretagne, Belgique, parties nord et ouest de la France, Europe cen=
trale, Italie; Amérique du Nord et du Sud; Japon, Indes orientales.
Calothrix parietina THURET.
(55.)
Avec le Gloeocapsa Magma sur la ponce sablonneuse
d'un ravin entre Furnas et Ribeira Quente (San MIGUEL), sur
plusieurs centaines de métres.
Distrib. géogr.: Finlande (ELFVING), Suéde (NORDST.), Danemark
(ScHmiDT), France, Allemagne, Suisse, Italie; Groenland (RICHTER); Algérie
(GIARD); Amérique du Nord.
Miecrochete tenera THURET.
(14, 20.)
Distrib. géogr.: Suede (Norpst.), France, Allemagne, Autriche (BECK).
Fam. Sirosiphonacee&e.
Hapalosiphon laminosus HANSG.
(51, 54 ec, 60, 61:e; 62: cc, 63 ce, 65.).
Sources thermales prés de Furnas (SAN MIGUEL), tem-
pérature variant de 35'—56”, se maintenant ordinairement å
ca 42” C.
Distrib. géogr.: France, Allemagne, Italie; Amérique du Sud.
Stigonema minutum HASSAL.
(MC
Distrib. géogr.: Scandinavie, Finlande (ELFVING), Grande-Bretagne, Ir-
lande (WEst), France, Europe centrale; Amérique du Nord, Indes occidentales
(W=Esrt), iles Sandwich; Groenland (BoRGESEN), Féroö (BORGESEN).
Nostocopsis lobatus WoopD.
(14)
Distrib. géogr.: Amérique du Nord et du Sud, Sumatra (WILDEM.);
Bohéme (HANsSG.); Afrique centrale (WEST).
4
L
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:04. 77
60 ho
IX. Liste des localités des récoltes.
San Miguel. Tourbieres au voisinage du Pico da Cruz
et du Pico da Carvao. '$/7 1898.
> » Pico Caffanhote ?/s 1898.
» 2 Pico da Vara 2/8 1898.
» » Caldeira das Sete Cidades. Lagoa grande.
(Sur des Myriophyllum) ?/7 1898.
» » Pico Caffanhote (Mélangé å des Sphaignes)
2/8 1898.
» » Pico da Cruz (Dans une mare de Sphag-
num) ?/7 1898.
Terceira. Angra !9/7 1898.
San Miguel. Sur les hautes montagnes entre Furnas et
le Pico da Vara ?/s 1898.
> > Pico Caffanhote ?/s 1898.
» > Pico da Vara 4/8 1898.
Fayal. Caldeira !t/7 1898.
» Flamengos 13/7 1898.
San Miguel. Lagoa das Furnas. (Sur des Myriophyllum
au milieu des gaz de CO, + HS dégagés
du fond. Température du lac de 24” C.)
FU USER
> » Caldeira das Sete Cidades 2/7 1898. (Parmi
les mousses.)
> > Marécages de Sphagnum entre Furnas et
le Pico da Vara 2/s 1898.
> > Furnas. Au piled d'une source froide,
contenant de CO, ?3/7 1898.
> » Caldeira das Sete Cidades (Dans un fossé)
MSS
> > Pico da Oruz. "/7 1898.
» 2 » » » 6/7 1598.
> ? Pico Caffanhote ?/s 1898.
» > Lagoa das Furnas. (Sur des Myriophyllum)
207001 S98!
» » Caldeira das Sete Cidades. Lagoa grande.
(Plankton) "/7 1898.
San Miguel. Caldeira das Sete Cidades. Lagoa pe-
Terceira. Dans les réservoirs des conduits d'eau au voi-
San Miguel. Furnas. (Dans une source ferrugineuse, -
EK. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
quena ?/7 1898.
> 2 Caldeira das Sete Cidades. (Dans un fossé)
"/2 1898.
> Pico de Carvao (sur les parois rocheuses)
Mur 1898:
sinage d'Angra !/7 1898.
température + 34” C.) 7/7 1898. ?
» > Pico Caffanhote 2/8 1898. :
> > Pico da Vara 2/8 1898. :
> » Hautes montagnes au-dessus de Furnas. |
(Parmi des Sphaignes.) 4/s 1898.
Caldeira das Sete Cidades. Lagoa grande.
(Sur des Myriophyllum.) ?/7 1898.
> » Lagoa das Furnas. (Sur des Myriophyl-
lum.) 24/7 1898.
Terceira. Angra. Etang du Jardin public !7/7 1898.
San Miguel. Caldeira das Sete Cidades. (Dans un fossé.)
3/9 1898.
> > Furnas. (Dans I'étang d'un jardin.) ?6/7 1898.
Terceira. Angra. (Dans un ruisseau.) !9/7 1898.
San Miguel. Au-dessus de Furnas. (Source ferrugi-
neuse de 43” C.) ?9/7 1898.
Mémes localités que chez 27.
San Miguel. Furnas. (Conduit d'eau.) ?2/7 1898.
> » Caldeira das Sete Cidades. (Dans un ruis-
seau.) 2/7 1898.
Terceira. Angra. "0/7 1898.
San Miguel. Furnas. 3/8 1898.
» > > 2/8 1898.
> > Entre le Pico da Cruz et le Pico Carvao.
6/7 1898.
> ? Ponta Delgada. (Dans l'étang d'un jardin.)
22/7 1898.
Exsiec. San Miguel. Furnas. (Pente raide argileuse.)
2/8 1898.
San Miguel. Pico da Vara 2/8 1598.
> » Lagoa das Furnas. (Plankton. Tempéra-
ture 24” C.)
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:04. 79
49. San Miguel. Caldeira das BSete Cidades. Lagoa Pe-
quena. 3/7 1898.
50. Terceira. Angra. (Dans un ruisseau.) 19/7 1898.
31. San Miguel. Furnas. (Dans un filet d'eau écoulant d'une
Caldeira. L'eau å H,S.) 3/8 1898.
52. Exsiece. San Miguel. Caldeira das Sete Cidades. (Sur
les parois rocheuses.) 2/7 1898.
54. San Miguel. Furnas. (Dans le ruisselet écoulant d'une
petite Caldeira, bouillante de H,S. 35” C.)
3/8 1898.
55. Exsice. San Miguel. Furnas. (Sur Ila pierre-ponce.)
30/7 1898.
56. > Fayal. Caldeira. 14/7 1898.
57. San Miguel. Au-dessus du Lagoa das Furnas. ?9/7 1898.
JGA? » Furnas ?3/7 1898.
60: 1-1» > Furnas. (Dans une Caldeira de 42—44” C.)
"Ufa SIS
Glas £> > Furnas. (Dans un ruisselet d'eau chaude
de 42” C., bouillonnante de H,S.) £/s 1898.
BM Sö > Furnas. (Dans un ruisselet d'eau chaude
de 43” C., bouillonnante de HS.) e/s 1898.
Öd > > Furnas. (Ruisselet chaud de 54—56” C.
350) 1318-1898.
GAN > Furnas. (Au-dessus d'une Caldeira. Temp.
SeROCINaLSIS
ÖSTE » Furnas. (H,S. Temp. 49” C.) /8:1898.
66. Exsice. San Miguel. Furnas. (Preés d'une mince Cal-
deira, exposé aux gouttes rejaillissantes et
aux vapeurs de 52” [—64” OC. par mo-
ments.]) 3/8 1898.
Öd > då San Miguel. Furnas. (Dans de Feau å HS,
chaude de 53,5” C.) 4/8 1898.
68. > San Miguel. Furnas. (Dans une source ferrugi-
neuse, de 34” C.) 27/7 1898.
69. San Miguel. Au voisinage du Lagoa das Furnas. (Dans
un ruisseau.) 9/7 1898.
TIS > Furnas. (Sur la terre humide prés d'un
mince courant deau chaude d'environ
30” Chr /8h1898:
förta 2 > Dans un ruisseau subalpin audessus du
Lagoa das Furnas ?5/7 1898.
30 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES AQCORES.
74. San Miguel. Furnas. (Preés d'un ruisselet contenant de
H,S. Temp. 28” C.) 6/8 1898.
MÖRT » Furnas. (Dans un petit courant d'eau å
H,S, chaude de 49,5” C.) 3/8 1898. .
ör > Furnas. (Sur le bord du volcan de boue
»Pedro Botelho». Temp. max. 40” C.) ?3/7
1898.
X. Bibliographie de la rubrique »Distribution
géographique».
BAILEY, Microscopical observations in South Carolina, Georgia,
and Florida (Smithson. Contribut.. to Knowledge,
so 06)
BeLLoc, La Flore algologique d'eau douce de UIslande. (Assoc.
p. Iavanc. d. Sciences. Congrés de Caen 1894.)
—— Apercu général de la vegetation lacustre dans les Py-
rénées. (Assoc. p. l'avanc. de Science. 1892.)
BouHLuIS, Die Algen der ersten Regnell'schen Expedition. I. Pro-
tococcoideen. (Bihang Sv. Vet.-Akad. Handl. Bd. 23,
Afd. III. N:o 7.)
Borcer, Ett litet bidrag till Sibiriens CÖOhlorophyllophycé-flora.
(Bihang Svenska Vet.-Akad. Handl. Bd. 17. Afd. III.
N:o 2. 1891.)
—— Chlorophyllophyceer från Norska Finmarken. (Bihang
Svenska Vet.-Akad. Handl. 'Bd. 17. Afd. III. N:o 4.
1892.)
—— Sisswasser-Chlorophyceen gesammelt von D:r AA. Osw.
Kihlman im nördlichsten Russland, Gouvernement Ar-
changel. (Bihang Sv. Vet.-Akad. Handl. Bad. 19. Afd.
TITT: N:o ob9HS0945) |
—— Chlorophyllophyceen aus Falbygden in Vestergötland.
(Bihang Sv. VEt.-Akad. Handl SBd. 21 Ad TIR
N:o 6. 1895.)
——, Siisswasseralgen von Franz Josefs Land ete. (Öfversigt
af K. Vet.-Akad. Förhandl. 1899. N:o 7. Stockholm.)
BorneEt, Les Algues de Schousboe récoltées au Maroc etc.
(Mém. Soc. Scienc. nat. de Cherbourg T. 28. 1892.)
9
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 4. 81
BA9rcEsEn, Ferskvandsalger fra Östgrönland. (Meddelelser om
Grönland 18. Kjgbenhavn 1894.)
——, Nogle Ferskvandsalger fra Island. (Botanisk ”Tids-
skrift. Bad. 22. H. 2. Kjogbenhavn 1898.)
—— , Conspectus algarum novarum aque dulcis, quas in in-
sulis Feroensibus etc. (Meddelelser fra den naturhist.
Foren. Kjgbenhavn 1899.)
DEBRAY, Liste des algues marines et deau douce récoltées
jusquwa ce jour en Algérie. (Bull. sc. d. 1. France et
d.1. Belgique. TT. XXV. 1893.)
DE Tow, Alge Abyssinmice a Ol. Prof. O. Penzig collecte.
(Malpighia Ann. 5. fasc. 6. 1892.)
ELFVING, Anteckningar om Finlands Nostochacee heterocystece.
(Meddel. Soc. pro Faun. et Flor. Fenn., H. 21.)
IwANoOW, Beiträge zur Kenntniss der Algenflora des Moscauer
Gouvernements. (Bull: d. Natur. de Moscou, 1899, n:o 4.)
JADIN, Ålgues des iles mascareignes récoltées en 1890. (Bull.
Soc. bot. France, t. XL.)
LAGERHEIM, Contrib. &å la Flora algolog. del Ecuador. (An.
de la Universidad ete. Tom. 4. N:o 27. Quito 1890.)
——, Chlorophyceen aus Abessinien und Kordofan (La Nuova
Notarisia ser. IV. Gennaio 1893.)
LEMMERMANN, Ergebnisse einer Reise nach dem Pacific. (Abh.
Natur. Ver. in Bremen. Bd. 16, H. 2. 1899.)
LEWIN, Ueb. spanische Siisswasseralg. (Bihang Svenska Vet.-
Akad. Handl. Bd. 14, Afd. III, N:o 1. 1888.)
LÖTKEMULLER, Desm. aus d. Umgeb. des Millstättersees in
Kärnthen. (Verhandl. d. K. K. Zool.-bot. Gesellsch. in
MWaien; = Bd:=50-H32) N:oka.)
NorpstEDT, De Algis aque duleis et de Characeis ex insulis
Sandvicensibus a Sv. Berggren 1875 reportatis. (Minnes-
skrift, utgifven af K. Fysiograph. sällskapet i Lund
med anledning af dess hundraårsfest d. 3. okt. 1878.)
——, Sötvattensalger från Kamerun. (Botaniska Notiser.
"Lund 1897.)
——, Sammanställning af de skandinaviska lokalerna för Myxo-
phycee hormogoniee. (Botan. Notis. 1897.)
ÖSTENFELD-HANSEN, Contribution å la flore de Vile Jan-Mayen.
(Botanisk Tidskrift. Bd. 21. Kjobenhavn 1897.)
RACIBORSKI, Desmid. zebrane preez D:r E. Ciastonia ete. (Roz-
praw Akademii Umiejetnösci w Krakowie. T. XXTII. 1892.)
6
82 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
RIABININE, Les Chlorophycées des environs de Kharkow. (Bull.
d. Natur. d. Moscou 1888, n:o 2.)
RICHTER, Siisswasseralgen aus dem Umanak-distrikt ete. (Bibl.
Bot: H. 42. 1897.)
SAUVAGEAU, Sur les Algues d'eau douce récoltées en Algérie ete.
(Bull. d. 1. Soc. bot. d. France. T. 39.)
SCHEWIAKOFF, Ueber die geographische Verbreitung der Siiss-
wasser-Protozoen. (Mém. de F'Acad. imp. d. sciences d.
St. Pétersbourg. VII: ieme Ser. T. XLI, N:o 8. 1893.)
ScHMIDLE, Die von Prof. Dr Volkens etc. in Ost-Afrika ge-
sammelten Desmidiaceen. (Emglers bot. Jahrbäöch. Bd.
26. HT 1898)
——, Uber einige von Knut Bohlin in Pite Lappmark ete.
(Bihang t. Svenska Vet.-Akad. Handl. Bd. 24. Afd. TIT.
N:o 8. 1898.)
SCHMIDT, Danmarks blaagronne Alger. (Botan. Tidsskr. Bd. 22.
1898—99.)
TURNER, Alge aque dulcis Indie orientalis. (K. Svenska
Vet.-A kad. Handl. Bd. 25, N:o 5.)
West, A contribution to the Freshwater Alge of West Ireland.
(Journ. Linn. Soc. Bot. V. 29. 1892.)
——, Alge of the English Lake District. (Journ. Roy. Micr. Soc.
1892. Part. 6.)
—— , Notes on Scotch Fresh Water Alge. (Journ. of Botany.
April 1893.)
——, New British Freshwater Alge. (Journ. Roy. Miecer. Soc.
1894, Part 1.)
——, On some Freshwater Alge from the West Indies. (Journ.
Linn. Soc. Bot. Vol. XXX. 1894.)
—— The Freshwater Alge of Madagascar. (The Transactions
of the Linn. Soc. of London. II. Ser. Bot. Vol. V,
Part 2, 1895.)
——, Alge from Central Africa. (Journ. of Botany. 1896.)
——, Notes on Freshwater Alge. (1. ec. 1898.)
—— ÅA Contribution to the Freshwater Alge of the South of
England. (Journ. R. Micr. Soc. 1897.)
——, The Alga-Flora of Cambridgeshire. (Journ. of Botany.
1899.)
WILDEMAN, Tableau comparatif des Algues de Belgique. (Bull.
Soc. R. Bot. d. Belgique. T. 34. Fasc. 1895.)
—-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. II. N:04. 83
"WILDEMAN, Prodrome de la flore algologique des Indes Néeder- '
landaises. (Publié par la Jardin Bot. de Buitenzorg.
Batavia 1897.) |
Wiunr, Ferskvandsalger fra Novaja-Semlja etc. (Öfvers. K.
Vet.-Akad. Förhandl. 1879. N:o 5. Stockholm.)
——,, Bidrag till Sydamerikas Algflora I—TTIT. (Bihang Svenska
Vet.-A kad. Handl. Ba. 8, N:o 18, 1884.)
WILLE og RAOsSENVINGE, Alger fra Novaia-Zemlia ete. (Dijm-
phna-Togtets Zoolog.-bot. Udbytte. Kjgbenhavn 1883.)
WITTROCK et NORDSTEDT, Ålge aque dulcis exsiccate, fasc. 25,
26, 28.
WoLnznE, Fresh-water Alge of the United States, Bethlehem.
Pa. 1887.
XI. Explication des figures de la planche.
Fig. 1. Enteromorpha prolifera (MÖLLER) AG. f.
> 2. Scenedesmus serratus (COoRDA) BoHLIN.
> 3. Zygogonium ericetorum (Körtz.) HANsSG. BB terrestre
KTIRCHN.
> 4. Mougeotia eraterophora n. sp. Spores.
> 5. Euastrum intermedium CLEVE.
> 6. Eu. elegans Körtz. 8 speciosum BoLpt.
> TT. Staurastrum brachiatum RALFsS f.
> 8. St. inconspicuum NORDST. v. abbreviatum RAcIB. f.
> 9. Chlorobotrys regularis (WEST) BoHLuis. a) Individus
azoréens formant des kystes. b) Un kyste mår.
c) Individus vivants suédois. d) Individus traités
å Pacide sulphurique. e) Kyste en germination?
f) Kyste mår: squelette siliceuz.
> 10. Staurastrum brachioprominens BeÖreeseEN B Arche-
rianum n. Vv.
> 11. Protoccocus sp., vivant sur la terre autour d'un
volean de boue å 40” C.
> 12. Staurastrum gracillimum WEST v. biradiatum West.
+» 13. St. bibrachiatum REINSCH V. cymatium WEST.
>» 14. St. irregulare WEST.
» 15. St. Chavesii n. sp.
» 16. St. pseudotetracerum (NORDST.) WEST.
34 K. BOHLIN, ETUDE SUR LA FLORE ALGOL. DES ACORES.
Figsvlg.
»rösL8.
SEIN:
St. margaritaceum MENEGH. v. alpinum ScHMIDLE f.
St. dilatatum EEHR. v. obtusilobum DEL. f.
St. hexaceros (EHR.) WITTR. f. alternans WILLE.
» -20—21. St. punctulatum BRÉB.
> 22—23. St. Kjellmanir WIiLLE f. trigona minor WILLE.
» 124:
SR
St. sexcostatum BREÉB. Vv. productum West.
St. aculeatum (EHR.) MENEGEH. ”cosmospinosum Bör-
GESEN.
St: arcuatum NORDsr. f.
St. coarctatum BrRÉB. 3 subcurtum NORDST.
Cosmarium celatum RALFsS f.
C. orthostichum LUND. 8 pumilum LUND.
C. parvulum BréB. f.
C. obliquum NORDST.
C. sexangulare Lund. f£. minimum NORDST.
C. Ralfsvi BRÉB. 8 azgoricum n. Vv.
C. Meneghiniu BråB. f. Reinsch Istv.
Pemum polymorphum PERTY 6 longius n. v.
—37. 2 Anabena sp. eroissant å 52'—64" C.
(Les figures 5, 12, 24, 27—--29 ont été dessinées au gross-
issement de 400 diamétres, toutes les autres au grossissement
de 600 diamétres.)
j
Å
|
3
- BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 4.
Table des matiéres.
Avant-propos ör CNG SANS
Apercu général de la nature des Acores .
La flore algologique lacustre
La végétation algologique des marécages et des ruisseaux .
La végétation algologique aérienne.
La flore algologique des eaux thermales .
Caractére général et provenance de la végétation algologique.
Liste systématique des Algues d”eau douce des Acores. .
Liste des localités des recoltes. . . SEN oja BÖRA NEG SALEN
Bibliographie de la rubrique »Distribution géographique» .
Explication des figures de la planche
80
LES RE VISTA RON SK ALE VG MON
å id IrAG Fick Ane IN
/ VERSA SN FÅ je Trea 4 ET Ler
"ASSR OT ARE AR ERF MIR MA 6 VAD "AN SR ÄRE Ra
Å ru Lö FAN Tak SEN REINE NI i
MT DNS RR VR FOS LAN EGR
30 lr -aondbkem äsbrolöst
SR KS (OR ss ta STENEN
RP fal oc ABIR ÄN AD PS sola sonas
HH - ; "synden Sug
Fr af rat BIM AR tg
YA f Heaplanbonls ölinfögåd SR OM DHLIHISN OG 19 ;
bö 8 Kanna ABN TGN dj HH Göm Ake 3
Ne | TE. r RAG RR
sr pendurt ob SÄ
SER Ger ) SR pAläRTNoGN adimndivbått
hk
|
BIHANG TILL K. VET. AKAD. HANDL. BD. 27 AFD. II. NO4.
J.CEDERQUIST AUTO.
KNUT BOHLIN DELIN.
BIHANG TILL K. SVENSKA VET.-AKAD. HANDLINGAR. Band 27. Afd. III. N:o 5.
EX
HERBARIO REGNELLIAN0O.
ADJUMENTA AD FLORAM PHANEROGAMICAM
BRASILLE TERRARUMQUE ADJACENTIUM
COGNOSCENDAM.
PARTICULA QUARTA
(PASSIFLORACEZ, ARISTOLOCHIACEAZ ETC.).
AUCTORE
GUST. O. A:N MALME.
REG. ACADEMIZE SCIENT. SUEC. OBLATUM DIE 13 MARTII 1901.
EXAMINATUM A V. WITTROCK ET A. G. NATHORST.
STOCKHOLM
KUNGL. BOKTRYCKERIET. TP. A. NORSTEDT & SÖNER
ILJA KORA OM
= MLAOIMADORIYANS. MASOITS CA ATV
2 HUTEARDALLA AUOMUSARAND
MAQATDBOKDOD
ATTAN: ARTOIPEAT
(LOTT MIATROOTOTAIAK ANDAR
KOTA
JOEJANM kd O mATÖ "MR fn fa
tor TiTAAM &b FöT KURSre0 KR JEN EEE
TERONRTAR 0 Ä TI KIOKTISN ff fe im
KIOTEOOFEA .
KÖR AA FORTS dl sv ask NTAON SPV Ra
IE 4 /
-
DYRA RTR SDR FåR
Passifloracexr (Juss.) MeEissn.!
Passiflora L.
P. Mansoi (MaArt.) MaAsTt.
M. MASTERS in Flor. brasil. fasc. LVII (1872), p. 572.
Säo Paulo: in viciniis oppidi Säo Paulo (Parcissime.
18 1/12 70. J. C. DE MELL0. Florigera, floribus multis delapsis);
Matto Grosso: Cuyabå (Pluribi at semper parce in »cerrados>
glareosis. 18?4/11 93. MALME 1164. Floribus florumque alabastris
ornata.).
Planta mattogrossensis est frutex erectus, usque ad 1 m.
altus, subsimplex v. parce ramosus, ramis interdum subscan-
dentibus et tum apicem versus cirrho uno alterove ornatis.
Folia subtus persistenter pubescentia, supra novella puberula,
dein glabra subnitidaque, usque ad 10—12 cm. longa, 5—6
cm. lata. Corolla alba; corone fila mellea. Fructus baccatus
v. subeapsularis, pericarpio tenui, subeoriaceo, indehiscens,
crasse oblongus v. oblongo-ellipsoideus, et basi et apice leviter
impressus, sat inconspicue puberulus, lutescens, usque ad 4
em. longus, 2,5 cm. crassus. Avrillus luteus v. luteo-aurantia-
cus; semina compressa, ovata, circiter 3 mm. longa, 5 mm.
lata, 2 mm. crassa, in sicco crebre scrobiculata.
Floret preesertim mensibus Nov. et Dec. ; jam ineunte
Febr. fructus maturescunt.
Fructus propter pulpam dulcem edules, parvi quidem
sed inter meliores campi.
Speeimina in civit. Säo Paulo collecta foliis multo mi-
noribus, maximis circiter 7 cm. longis, vix 4 cm. latis, et
presertim flis coron&e (eque ac in planta mattogrossensi
apicem versus incrassatis) purpureo- violascentibus, albido-
maculatis.
1 Passifloraceas a cl. D:re C. A. M. LINDMAN in Itinere Regnelliano primo
€ollectas in hanc enumerationem recipere non licuit.
4 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO. IV.
Ab hac specie nullo modo differre videtur Passiflora campestris
BarB. RODE., Plante mattogrossenses (Rio de Janeiro, 1898), p. 25.
P. suberosa L. (emend. MaAsT.)
MASTERS, 1. c. p. 578.
Minas Geraes: Caldas, Serra de Caldas (18 ?7/2 69. REGNELL
ITT : 640. = Floribus fructibusque immaturis ornata. Bacce mature
submatureque eodem loco mense Majo collecte.) et ad Capivary (In
fruticeto sicco. 182109/5 74. MosÉn 1855. Floribus fructibusque
immaturis submaturisve ornata.); Rio Grande do Sul: Porto Alegre
(Oct. 1898. REINECK & ÖZERMAK 361. >P. triboba RB. & P-.>),
Hamburgerberg pr. Såäo Leopoldo (In silva minus densa.
18 20/10 92. MALME s. n. Specimen sterile).
Baceca globosa. Flores parvi, diam. limbi illjöke 1,75 cm.;
»perigonium extus + badium, intus favoviride; corona fila-
mentosa lutea; corona membranacea badia, margine pallido»
(MosÉnN). Folia saltem subtus leviter pubescentia (in speci-
minibus nostris loco sat umbroso natis subglabra), triloba
(rarissime integra), lobis + anguste triangularibus, acutis,
lateralibus divergentibus.
Propter baccas globosas, flores parvos, folia triloba ad
var. MMirsutam (L.) Mast. referenda sunt specimina herbarii
Regnelliani, indumento parco v. subdeficiente tamen ad var.
minimam (L.) Mast. nonnihil accedunt.
P. clathrata Masr.
MASTERS, 1. c. p. 580.
Minas Geraes: Caldas (In campo sicco aprico. 18 2?/1 73.
MosÉN 528. Florigera.), loco haud indicato (1845. WIDGREN 578.).
P. villose VELL. (MASTERS, 1. c. p. 581) adest specimen a
WIDGREN (verisimiliter in viciniis urbis Rio de Janeiro)
collectum.
P. foetida L. (emend. MAST.)
MASTERS, 1. c. p. 582.
Matto Grosso: Cuyabå (Ad viam in »cerrado» plantis »syn-
anthropicis» immixto. 18 30/11 93. MALME 1186. Florigera fructi-
busque immaturis ornata.).
Specimina reportata ad var. hirsutam (1L.) Mast. pertinent.
P. Lawsoniana MAasT.
MASTERS, 1. c. p. 580.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:0 5. Öd
Rio de Janeiro: Corcovado (18 5/9 74. MosÉn 2504. Floribus
florumque alabastris ornata.).
Specimina authentica hujus speciei non vidimus; quamob-
rem deseriptionem speciminis Moseniani addamus.
Frutex(?) scandens; rami compressiusculi, in sicco sulcati
v. costati, viriduli, pilis sat cerebris brevibusque, curvulis
pubescentes, internodiis vulgo 3—4 cm. longis. Folia mem-
Fig. 1.
Passiflora Lawsoniana MAsr.
fol. folium. 1/;. £. flos. 2/;. sect. sectio longitudinalis foris. 2/1.
branacea, sat longepetiolata (petiolo 1,25—1,75 cm. longo, ca-
naliculato, pubescente, ad medium glandulis duabus oppositis,
magnis ornato), semiorbicularia, 3,5—4,5 cm. longa, 4,5—8 cm.
lata, basi rotundata et sepe nonnihil peltata, apice truncata
v. indistinete triloba, lobis lateralibus obtusis v. obtusissimis,
mediano late rotundato, trinervia, nervis lateralibus rectis,
angulo semirecto insidentibus, supra glabra v. basi nonnihil pu-
bescentia, subtus pilis sat crebris brevibusque, curvulis pubes-
centia. (Stipule delapsee). Flores sat parvi, in axillis foliorum
pauci, 2—5; pedunculi uniflori, rarius biflori, cum pedicellis
6 MALME, EX HERBARiIO REGNELLIANO. IV.
1—1,5 cm. longi, pubescentes, bracteis minutis, subulatis. Tubus
patelleformis, extus (subtus) puberulus. Sepala erecto-patentia,
oblonga v. e basi lata sensim paullulum angustata, apice rotun-
data, circiter 9 mm. longa, 3,5 mm. lata, extus (dorso) pilis raris
puberula, intus (supra) glabra. Petala sepalis multo breviora,
vix 4 mm. longa, 2 mm. lata, obovata v. subeuneata, apice
truncata s. truncato-rotundata. Corona faucialis biserialis,
filis seriei exterioris filiformibus, apicem versus attenuatis,
sepalis subequilongis; filis seriei interioris plus quam duplo
brevioribus, apice nonnihil capitatis. Corona mediana fauci-
ali approximata, brevis, membranacea, plicata, margine crenu-
lata v. crispula, inflexa. Corona submediana annularis, haud
multum evoluta. Gynandrophorum sepalis multo brevius,
glabrum, basi annulo carnoso cinctum. Ovarium subglobosum
v. obovoideum, puberulum.
Planta Moseniana, si re vera est P. Lawsoniana Mast.,
non ad sectionem Ciecam pertinet sed ad Eudecalobam; P.
sexflore JuUSS. est affinis.
P. capsularis L.
MASTERS, 1. c. p. 589.
Rio de Janeiro: (WIDGREN 117. — FREYREISS.); Säo Paulo:
Serra de Caracol (Locis graminosis, apricis. 18 39/12 73. MOosÉn
1329. Specimina florigera.); Minas Geraes: Caldas (1861. REGNELL
III: 639. — Pedra Branca. 18 2/3 69.
REGNELLIIT: 639. Specimina floribus fruc-
tibusque valde immaturis ornata. — Rio
Pardo 1819/270 REGNELL IIT: 639.
Specimina ' foribus fructibusque immaturis
z submaturisve ornata. — In margine silve
Fig. 2 ad aqueeductum. 1819/1175 MoséÉn 4150.
a. Passiflora capsularis L. Florigera.); Rio Grande do Sul: Santo An-
5 . . . .
b FaMavlbra gel anensis — gZel0 pr. Cachoeira (Ad viam in silva.
i Denn 18 7/293. MaALME 542 B. Specimina
Semen 5/1. floribus, forum alabastris fructibusgque im-
maturis submaturisve ornata.).
»Sepala ...extus pallide viridia, intus albida. Petala cum
sepalis conformia, alba, breviora. Corona faucialis filamentosa,
1-seriata, filis setaceis, albis, petala 2quantibus, curvatis.
Corona (mediana) membranacea brevis, alba, longitudinaliter
plicata, gynandrophorum versus curvata. Corona basilaris
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 5. 7
cupuliformis, margine crenata, basin gynandrophori glabri,
gracilis, cylindracei cingens, serie annulari tuberculorum fla-
vorum cineta. Owvarium oblongum, puberulum, 6 -costatum,
glaucum>. (MosÉn.) Fructus a beato REGNELL collecti (in alco-
hol repositi) late fusiformes v. ellipsoidei, sexangulati (fere
ut in Hibisco esculento, »duiaba» brasiliensium), usque ad 5
cm. longi, 2,25 cm. crassi, glabrati. Semina numerosissima,
parva, compresse ellipsoidea, nonnihil obliqua, utroque apice
subacuta, circiter 4 mm. longa, 2—2,25 mm. lata, costis trans-
versalibus paucis, vulgo 5—6, notata.
Fig. 3.
Passiflora microcarpa MAST.
Folium (a dorso visum). !/1.
P. organensis GARDN.
MASTERS, 1. c. p. 590.
Rio de Janeiro: (1844. WIDGREN 426.); Minas Geraes: Caldas
(Pedra Branca. 18 /365. REGNELL III: 638. Floribus baccisque
immaturis ornata. — Serra de Caldas. 18!/369. REGNELL ITT:
638. Floribus baccisque immaturis maturisve ornata. — In ripa rivuli
campestris. 18?5/2 76. MosÉn 4501. Florigera.).
Bacca globosa v. pyriformi-globosa, 2—2,25 cm. longa,
"1,75—2 cm. crassa. Semina compresse obovoidea, basi subacuta,
apice mucronata, circiter 4 mm. longa, 2,5—2,75 mm. lata, 1,5
mm. crassa, seriebus circiter 7, transversalibus, irregularibus
tuberculorum obtusorum ornata.
8 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO. IV.
P. microcarpa Masr.
MASTERS, 1. c. p. 593.
Rio Grande do Sul: Santo Angelo pr. Cachoeira (Inter
frutices, in margine silvule. 1810/193. MALME 494. Floribus
baccisque immaturis submaturisve ornata.); alia specimina megapo-
tamica sub nomine P. lunate WILD. distribuerunt REINECK
& CZERMAK (Plante Brasilie meridionalis N:o 60.).
Petala et corona alba. Filamenta staminum et styli atro-
violacei; ovarium glaucoviride. Bacca subglobosa v. late ovalis,
10—12 mm. longa, atrocyanescens. Semina nonnihil compressa,
obovoidea v. fusiformi-ellipsoidea, usque ad 4 mm. longa, 2—
2,5 mm. lata, vix 1,5 mm. crassa.
P. Maximiliane Bory peraffinis; forsan sit ejus varietas.
P. Warmingii MasT.
MASTERS, 1 c. p. 591.
Säo Paulo: Serra de Caracol (18 19/2 74. MosÉn 1328. Floribus
fructibusque immaturis ornata.); Minas Geraes: Caldas, Alfenes
(18 /469. REGNELL III: 1701. Baccis submaturis ornata.).
Specimina Moseniana cum icone a celeberr. MASTERS data
plane congruunt.
P. alata Art.
MASTERS, 1. c. p. 596.
Rio de Janeiro: (1844. Wiperen. Culta?); Säo Paulo:
Serra de Caracol (Locis apricis, siccis, cultis. 18 ?5/2 74. MoséÉn
1326. Florigera.); Minas Geraes: Caldas, inter Ribeiråo dos
Bugres et Coroado (18 ?5/165. REGNELL III: 642. Florigera.).
P. Miersii MAST.
MASTERS, 1. c. p. 599.
Rio de Janeiro: (1841. REGNELL Rio 78. — 1844. Wip-
GREN.); Säo Paulo: prope oppidum Säo Joäo de Boa Vista (In
ripa fuvii Jaguary. 18!/176. MO0sÉnN 4149. Floribus marcescen-
tibus frutibusque immaturis ornata.); Minas Geraes: Caldas (In fru-
ticeto campi sicci. 18/2 76. MosÉn 4148. Florigera.), Capivary
pr. Caldas (181!/2 69. REcGNELL III: 637. Florigera.), Serra de
Caldas (1872/246. REGNELL III: 637. Florigera. — 18/3 69.
REGNELL III: 637. Floribus fructibusque immaturis submaturisve or-
nata), loco haud indicato (1845. WIDGREN.).
»Caulis teres, scandens. Petioli teretes, apicem versus
biglandulosi. Lamine (foltorum) firme herbace2e, plane, supra
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 3. 9
gramineovirides, nitide aut pruinose, subtus pallide, albo-
pruinose, nervis emersis. Stipule guoad consistentiam colo-
remque foliis similes. Pedunculi folio breviores, medio brac-
teis 3, approximatis, minutis, foliaceis, obovato-oblongis in-
structi. Sepala tenuia, sub apice brevissime cornuta, dorso plano-
rotundato viridia, obtusa, intus albida. Petala albolilacina,
sepalis tenuiora et paullo breviora. Corone faucialis pluri-
seriate: series 2 exteriores cum petalis fere &equilonge, e flis
setaceis, albis et lilacino-violacee fasciatis composite; fila
interiora breviora, apice dilatata, atrolilacina. Corona mem-
branacea gynandrophoro adpressa, fere ad basin longitudina-
liter plicata, margine in fila longa atrolilacina divisa. Corona
media = annulus parum elevatus, in medio tubo percurrens.
Corona basilaris cylindracea, margine recurvata crenata.»
(MosÉN in sched. ad N:o 4148.)
P, cincinnata. MasT.
MASTERS, 1. c. p. 609.
Matto Grosso: Cuyabå (Inter fructices, loco subhumido.
18712/12 93. MaALME 1220 B. Florigera.).
Huic forsan accedat P. corumbaensis BARB., RoDR. Plante mattogrossen-
ses (Rio de Janeiro. 1898), p. 27, ad specimina minus bona incomplete descripta
(delineataque).
P. edulis. SIMs.
MASTERS, 1. c& p. 609.
Säo Paulo: Santos (In ripa amnis Buturoca. 18/12 74.
MosÉN 2864. Floribus fructibusque immaturis submaturisve ornata.);
Minas Geraes: Caldas (18 /954. LINDBERG 361. Floribus, florum
alabastris, fructibus immaturis ornata. — 18 /369. REGNELL IT: 128.
— In campo, inter frutices. 187?2/873. MosÉn 340. Floribus
florumque alabastris ornata. — In margine aqueductus, ad frutices
scandens. 18>/774. MosÉn 1975. Floribus florumque alabastris or-
nata. — In fruticetis. 18/10 75. MOosÉn 4151. Floribus florumque
alabastris ornata.).
Varietates ad specimina sicca distinguere nequimus.
P. tetraden VELL.
MASTERS, 1. c. p. 611.
Rio de Janeiro: Corcovado (18 ?/9 74. MosÉn 2506. Florigera.).
Specimen a celeberr. MASTERS determinatum non vidimus,
at Mosenianum cum iconibus a VELLozo et a MASTERS datis
bene congruit et in descriptionem 1. c. datam plane quadrat.
10 MALMFE, EX HERBARIO REGNELLIANO. IV.
P. amethystina MIKAN.
MASTERS, 1. c. p. 613.
Rio de Janeiro: (1844. WIDGREN — 1875. GLAZIOU.); Säo
SVEA AR
Paulo: Serra de Caracol (In fruticeto aprico. 18 5/a474. Mosén
1327. Florigera.); Minas Geraes: Caldas (In silva infra Pedra
Branca. 1814/562. REGNELL I: 164. Floribus fructibusque imma-
turis ornata. — 18 39/469. REGNELL I: 164. Florigera. — 18 15/5 70.
REGNELL I: 164. Florigeraa — 18 ?8/6 71. REGNELL I: 164.
Floribus fructibusque immaturis ornata. — In fruticeto campi
sicci. 18 ?5/474. MosÉn 1856. Florigera.), loco haud indicato
(1845. WIDGREN.).
»Sepala extus infra apicem longe mucronata, viridia, mar-
gine angusto, membranaceo, pallide violaceo, intus linea me-
diana et punctis violaceis piecta. Petala violacea, membrana-
cea. Corone faucialis fila exteriora longiora, deorsum atro-
lilacina, suborsum pallide violacea, alboannulata, crispata,
interiora breviora, atro-lilacina, apice pallidiore. Filamenta
et styli flavoviridia, atropurpureo-punctata.» (MosÉn in sched.
ad N:o 1856.)
P. elegans MastT.
MASTERS, 1. c. p. 621.
Rio Grande do Sol: Pedras Brancas pr. Porto Alegre
(In sepibus Acacie, loco aprico, sat sicco. 18/10 92. MALME
152. Floribus, florum alabastris fructibusque immaturis ornata.).
Specimina nostra in deseriptionem ad specimina incom-
pleta confectam, 1. c. datam, quoad folia petiolos etc. bene
quadrant. Quum nondum bene cognita sit species, descriptio-
nem addere haud inutile duximus.
Frutex alte scandens; rami teretes, graciles, vulgo 2—3
mm. crassi, in sicco longitudinaliter striati, virides, glaber-
rimi, internodiis valde variabilibus, 1,5—38 cm. longis. Folia
membranacea, longepetiolata [petiolo (2 —)3 — 4(— 4,5) cm.
longo, gracili, fere ad medium glandulis duabus ornato], sub-
orbicularia v. transverse ovalia, (2,5 —) 3 — 4,5 (— 5,25) cm.
longa, (3,5 —) 4 — 5,75 (— 7) cm. lata, basi truncata v. rotun-
dato-truncata, rarius rotundata v. latissime cuneata, apice haud
profunde triloba, lobis integerrimis, rotundatis, apice sepe paul-
lulum emarginatis, sinubus acutis et vulgo biglandulosis, triner-
via (rarius quingquenervia), nervis lateralibus angulo semirecto
insidentibus, rectis, glaberrima, supra lete viridia, subtus palli-
" BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 5. 11
diora. Stipule magne, obligue ovate v. ovato-lanceolate, usque
ad 2,5 cm. longe, 1,25 cm. late, basi rotundatee, apice acumi-
nate. Flores in axillis foliorum solitarii, speciosi; pedunculus
petiolo brevior, vulgo 2,5—3 cm. longus; bracte&e ovate v. late
ovato-oblonge, usque ad 1,5 cm. longe, 1 cm. late, basi nonni-
hil cordate, apice subobtuse v. acute, omnino eglandulose.
Tubus campanulato-cylindraceus, brevis, 6—7,5 mm. longus.
Sepala ovato-oblonga, usque ad 2 em. longa, 1 cm. lata, apice
Fig. 4.
Passiflora elegans MAsr.
Folium (a dorso visum). !/1.
rotundata, omnino ecorniculata, subtus (dorso) viridia, supra al-
bida. Petala cum sepalis conformia lisque subequilonga, mem-
branacea, alba. Corona faucialis biseriata, filamentosa, filispaten-
tissimis, petalis 2quilongis, pulchre atroviolaceo-fasciatis;
infra series hasce adsunt series nonnull&e irregulares filorum
brevium, + rudimentariorum. Corona mediana medio tubi in-
serta, membranacea, inflexa, plicata, margine lacerato-dentata.
Corona basilaris basin gynandrophori sat alte cingens, superne
apertissima, margine erenulata. Gynandrophorum circiter 12
mm. altum, glaberrimum. ÖOvarium ovoideum, glabrum, prui-
nosum.
12 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO. IV.
Species P. actinie Hoor. arctissime affinis, abs gqua foliis
latioribus, petiolis biglandulosis, sepalis brevioribus recedit;
forsan pro ejus varietate sit habenda.
P. coerulea L.
MASTERS, 1. c. p. 617.
Rio Grande do Sul: Porto Alegre (In dumetis. 18 7/992.
MALME s. n. Florigera. 9Specimen in alcohol repositum reportavimus).
Var. Regnellii MAST.
MASTERS, 1. c. p. 617.
Minas Geraes: Caldas (Variis annis mensibus Nov. — Jan.
forigera collecta. REGNELL III: 636. — In ripa rivuli cam-
pestris scandens. 18?9/276. MosÉn 4492. Fructibus maturis
immaturisque ornata.).
P. setacea DC.
MASTERS. 1. c. p. 618.
Rio de Janeiro: Corcovado (18 ?/9 74. MosÉNn 25059. Florigera.),
loco non indicato (1841. REGNELL Rio 77.).
P. racemosa BERor.
MASTERS, 1. c. p. 618.
Rio de Janeiro: Corcovado (18 7/9 74. MosÉn 2503. Flori-
bus fructibusque immaturis ornata.), loco non indicato (WIDGREN
921.).
P. Raddiana DC.
MASTERS, 1. c. p. 619.
Rio de Janeiro: (FREYREISS, BEYRICH, WIDGREN.).
Aristolochiacexr (ADaAns.) LInDL.?
Aristolochia L.
A. macroura GOMEZ.
MASTERS in Flor. brasil. fase. LXVI (1875), p. 90.
Rio de Janeiro: (FREYREISS, WIDGREN.).
1 Aristolochiaceas a cl. D:re. C. A. M. LINDMAN in Itinere Regnelliano primo
collectas examinare nobis non licuit.
FE
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 5. 13
A. Chamissonis (KLoTzSscH) DUCHATRE.
MASTERS, 1. c. p. 93.
Säo Paulo: Serra de Caracol (In ripa rivuli. 181/s73.
MOSÉN 392. Florigera.).
Specimen authenticum hujus speciei non vidimus, at Mose-
nianum ad iconem in Flor. brasil. datam bene quadrat.
A. arcuata MAST.
MASTERS, 1. c. p. 101.
Säo Paulo: Campinas (Ad latera arenosa vie ferrarie re-
pens. 182?09/6 75. MosÉn 3923. Fructibus rmaturis submaturisve or-
nata.), Serra de Caracol (18 39/11 75. MosÉN 4368. Florigera.).
Specimina Moseniana cum descriptione (iconeque) a MASTERS
data bene congruunt. — Capsula pendula, matura oblonga v.
erasse cylindrica, circiter 5 cm. longa, 1,5 cm. crassa, hexa-
gona, sexcostata, laevis (haud tuberculosa). Semina tenuia,
plana, obceordato-triangularia, circiter 5 mm. longa, 4 mm. lata,
basi acuta, glabra, levia v. leviter tuberculosa.
Fig. 5.
Aristolochia triangularis CHAM & SCHECHT.
c. capsula. 3/2. s. semen. ?/1.
A. melastoma MaAnso apud DucHARTRE.
MASTERS, 1. c. p. 103.
Minas Geraes: Caldas (18 ?7/160. REGNELL III: 1043. Flo-
rigera.).
»Flores brunnei> (REGNELL).
A. triangularis CHAM & SCHLECHT.
MASTERS, 1. c. p. 104.
14 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO. IV.
Rio Grande do Sul: Porto Alegre (In »capåo». 18 2?/11 92.
MALME s. n. Specimen sterile; lignum. Capsulas maturas jam apertas
18 15/10 92 collegimus.), loco haud indicato (REINECK & CZERMAK,
Pl. Brasilie meridion. N:o 41.).
Capsula pendula, subglobosa v. erasse ovoidea, 1,25—1,5
cm. longa, 1—1,25 cm. crassa, leviter 6-costata, transverse ru-
gosa et secundum costas tuberculosa. Nemina tenuia, obeor-
dato-triangularia, 4,5--5 mm. longa, 4 mm. lata, basi acuta,
levia glabragque. ;
Ad hanc speciem pertinere videtur planta a beato REGNELL
in civit. Minas Geraes collecta (Caldas. 1819/666 & 18 /92 70.
III: 1044.), cujus fores non vidimus. Folia sunt longepetiolata
(petiolo 4—4,5 cm. longo), triangularia, 7—10 cm. longa 5,5—38
cm, lata, basi rotundato-truncata, apice acuta v. nonnihil
acuminata, et supra et subtus glabra, trinervia v. subpedatim
quinquenervia, venis erebris, subtus emersis. Capsula usque
ad 2 cm. longa, 1,5 em. crassa; semina 7—8 mm. longa, 6 mm.
lata (ceterum ut in specim. e Rio Grande do Sul reportatis).
A. cuyabensis MALME n. sp.
Suffrutex volubilis; rami graciles, 2—4 mm. crassi, in
sicco costati, nonnihil pruinosi et pilis patentissimis, rigidis,
multiarticulatis, in sicco fragilibus fulvescentibusque, vulgo
3—4 mm. longis, sat crebris — sat sparsis vestiti, internodiis
longis. Folia membranacea, sat longepetiolata (petiolo vulgo
3—5 cm. longo, sat dense piloso), suborbicularia v. reniformia,
6—12 (—14) cm. longa, 8—16 (—17) cm. lata, basi cordata,
sinu sat brevi, rarius usque ad 3 cm. longo, aperto latissimo-
que, auriculis rotundatis, in sinu late cuneata, apice vulgo ro-
tundata, supra obscure viridia et pilis articulatis, sat longis,
raris ornata, subtus pallidiora et pilis brevissimis, oculo nudo
vix visibilibus, sat crebris vestita, pedatim quinquenervia,
rarius fere septemnervia, crebre venulosa, nervis venisque
subtus emersis; pseudostipulze magnee, reniformes. Flores in
axillis foliorum solitarii, longe pedunculati, pedunculo (cum
ovario) 6—9 cm. longo, gracili, pilis longis, articulatis sat
dense vestito minoribusque, oculo nudo vix visibilibus pube-
scente; ovarium haud multum incrassatum, circiter 2,5 cm.
longum, densius pubescens pilosumque. Perigonium valde
curvatum, in fundo luteo-viridulo atropurpureo-maculatum
v. reticulatum, presertim in limbo; utriculus obligue obovoi-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 5. 15
deus, circiter 3 cm. longus, 1,5—1,75 em. crassus, extus pilis
articulatis, fuscescentibus, sat raris, intus pilis crispulis, al-
bidis, raris ornatus; tubus curvatus, subeylindraceus v. superne
Fig. 6.
Aristolochia cuyabensis MALME.
f. folium. ?/4. fl. flos (alabastrum adultum). 3/24. I. limbus floris. 3/4.
nonnihil ampliatus, 3,5—4,5 em. longus, vix I cm. crassus, extus
intusque parce pilosus; limbus bilobus, lobis lateralibus, paten-
tissimis v. demum reflexis, e basi usque ad 2,5 cm. lata sensim
angustatis, oblique triangularibus, 2,715—3,25 cm. longis, apice
16 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO. IV.
obtusis v. rotundato-obtusis, subtus (dorso) et marginibus
pilis articulatis ornatis, supra apicem versus glandulis longis,
atropurpureis, capitato-clavatis, sat raris munitis, ceterum
subglabris. Columna genitalis (gynostegium) auguste turbi-
nata v. subeylindracea, circiter 1 cm. longa, apice sexfida,
antheris linearibus, 6—7 mm. longis. Capsula (submatura)
obovoidea, 3,5—4 cm. longa, 1,75—2 cm. cerassa, apice rotun-
data, basi acuta, hexagona, leviter sexcostata, transverse ali-
quantulum rugosa; semina tenuissima, obovato-triangularia,
circiter 3 mm. longa, 6 mm. lata, apice rotundata v. truncato-
rotundata, basi acuta v. saltem acutiuscula, levia, glabra.
Matto Grosso: Cuyabå (In margine silvule. 18 ?/12 93.
MarmE 1194. Florigera. — Fructus adultos nondum maturos eodem
loco 18 3/5 94 collegimus.). — Floret mensibus Nov. — Apr.
A. erianthe Mart. & Zuvcc. arete affinis, abs qua presertim
limbi indole foliisque profundius cordatis recedit; forsan sit
ejus varietas.
A. Gibertii Hookr.
MASTERS, 1. c. p. 106.
Paraguay: Asuncion (>»Dans les haies. HFevrier 1874.>
BALANSA 2331. Florigera. — In dumetis, loco sat sicco. 1815/g 93.
MALME 878 B. Florum alabastris, floribus fructibusque maturis perma-
turisve ornata.).
Capsula pendula, matura oblonga v. subeylindracea, us-
que ad 5 cm. longa, 2—2,25 cm. crassa, et basi et apice ob-
tusissima, hexagona, sex-costata, lzevis (neque rugosa, neque
tuberculosa). Semina tenuissima, obovata, 9—10 mm. longa,
circiter 7 mm. lata, levia glabrague.
A. Warmingii MAsT.
MASTERS, 1. c. p. 109.
Matto Grosso: Cuyabå (In viciniis oppidi, in »cerrado»
plantis »synanthropicis» immixto. 18 39/11 93. MarmzeE 1178 B.
Florigera.).
Specimina nostra cum icone in Flora brasiliensi data
bene congruunt, sed fores paullulo sunt majores.
A. ringenti VAEL arcte affinis; verisimiliter ejus varietas.
A. Esperanzee 0. K.
O. KUNTZE, Revisio gen. plant. III. 1 (1898), p. 272.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:0 5. 17
Paraguay: Colonia Risso pr. Rio Apa (Inter frutices, loco
siececo caleareo. 18?/1093. MaALME 996 H. Florigera.).
Specimina nostra cum descriptione perbrevi a celeberr.
KuNTzZE data bene congruunt (>labium superius» apud KUNTZE
idem est ac »labium inferius» apud MaARrTtIus, MASTERS aliosque
auctores).
Fig. 7.
Aristolochia Esperanze 0. K.
Flos. 1/4.
Color forum fere omnino ut in Å.
galeata Mart. & Zucc, cui sine dubio per-
affinis est species paraguayensis. Recedit
foribus minoribus, labio superiore pro rata
brevi, vix 2 cm. longo, apice recurvato
obtusoque, labio inferiore oblongo, 3,5—4
cm. longo, 1,5 cm. lato, apice obtusiusculo
et appendice filiformi, atropurpurea, usque
ad 6 mm. longa munito.
ÅA. deltoidee KuNtH et A. bilabiate
L. nullo modo arete affinis.
A. galeata Mart. & Zucc.
MASTERS, 1. c. p. 109.
Minas Geraes: Caldas (18 /462. REG-
NELL IIT: 1046. Florigera. — Specimen fructi-
ferum jam 18 ??/245 ibidem collectum.); Säo
Paulo: Mogy Mirim (Locis siccis, apricis,
cultis. 18-9/3 74. MosÉn 353. Florigera.).
ET »Perigonium extus flavovirens, atro-
Aristolochia galeata E Sig) :
Marr. & Zucc. purpureo-reticulatum (labio inferiore atro-
2 . . .
SEE purpureo excepto), labium superius intus
2
18 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO. IV.
badio pietum et leve, reliqua pars perigonii intus flavovirens,
albido-pilosus, venter floccosopilos.> (MOosÉN).
Capsula pendula, matura oblonga v. erasse subeylindracea,
usque ad 6 em. longa, 3 em. erassa, basi et apice obtusissima,
apiee mucronata, hexagona, sexcostata, sublevis. NSemina
tenuissima, obovata, usque ad 12 mm. longa, 3—9 mm. lata,
basi subobtusa.
A. brasiliensis Mart. & Zucc.
MASTERS, 1. ec. p. 107.
Säo Paulo: Mogy Mirim (Loco sicco aprico, culto. 18 ?9/3 74.
MosÉN 1601. Florigera.); alia specimina reportavit WIDGREN
(verisimiliter e Rio de Janeiro).
Specimina mnobis obvia minus bona; determinatio tamen
certa essa videtur. Re vera heec species parum ab 4. galeata
recedit.
Holostylis DUCHARTRE.
In silvis humidis, argillaceo-arenosis inter Santo Antonio
et Cuyabå (civit. Matto Grosso) pluribus locis observavimus
hujus generis speciem; specimina tamen non reportavimus.
Lythrace2r (Juss.) LinpLu.!
Rotala L.
R. mexicana CHAM. & NCHLECAT. subsp. typica KoEHnNE f.
media KOoEHNE.
KoEEHNE in Englers Jahrb. för System. I (1880), p. 151.
Matto Grosso: pr. Morrinho de Santo Antonio haud procul
ab oppido Cuyabå (In uliginosis; in consortio Cyperacearum,
Eriocaulacearum etc. 182?5/494. MarMmeE 1576 B. <Specimina
foribus fructibusque immaturis maturisve ornata.).
1 Hoc loco Lythraceas enumeramus paucas, quas ipsi in Itinere Regnelli-
ano primo ecollegimus. Cetere Lythracex herbarii Regnelliani jam in Flora
brasiliensi (fase. LXXTIII) et in operibus monographicis celeberrimi E. KOEHNE
commemorate sunt.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 5. 19
Eandem subspeciem, formam robustiorem, foliis vulgo oppositis, in
civit. Minas Geraes leg. beatus A. F. REGNELL (Caldas, Serra de Caldas.
In depresso rupis horizontalis humido, humo tenui tecto. 18 20/4 et 7/5 80.
IE: 645.):
Ex adnotationibus REGNELLII stamina vulgo 2, rarius 1, rarisime 3,
antheris violaceis. Capsula trivalvis. ;
Heimia LIiInK & OrTTto.
H. salicifolia (H. B. K.) LInK & OrTrTto.
KOEHNE in Flor. brasil. fasc. LXXIII, p. 202.
Argentine civit. Entrerios: Diamante (1895. A. KULLBERG.).
>Heimia salicifolia> REINEcKk & OCZzZERMAK, Pl. Brasilie meridion.
N:o 141 (Rio Grande do Sul, Porto Alegre, Såo Joäo. >»In Campge-
bäschen>. Dec. 1897.) est Heimia myrtifolia ÖHAM. & SCHLECHT.
(KOEHNE, 1. c. p. 202.).
Adenaria H. B. K.
A. floribunda (H. B. K.) KoEHNE.
KOoEENE, 1. c. p. 210.
Matto Grosso: Cuyabå (In silvula, in ripa rivuli. 18 !6/1293.
MALME 1238. Floribus florumque alabastris ornata. — 18 3/1 94,
MALME 1238 7". Floribus fructibusque immaturis ornata.).
Arbor (v. frutex arborescens) usque ad 4 m. alta, trunco
gracili, sat recto, ramis patentibus v. erecto-patentibus, haud
multum ramulosis, cortice tenui, levigato, Aoribus albis, fra-
grantibus.
Folia brevipetiolata (petiolo 2—5 mm. longo), late lanceo-
lata, 6--9 cm. longa, 2,25—3 cm. lata, basi acuta, apice acuta
v. acuminata, supra glabra, subtus ad nervos venasque majo-
res puberula, ceterum subglabra. Pedunculi 2—3 mm. longi;
pedicelli longiores, vulgo circiter 5 mm. longi, pubescentes.
Planta dioica, ut videtur. Flores masculi staminibus ex-
sertis, filamentis circiter 4 mm. longis, glabris, antheris bene
evolutis, stylo brevi, 1,3—1,4 mm. longo, circiter 0,2 mm.
” crasso, inferne pubescente, glandulis bulbiformibus sparsis
ornato, stigmate parvo. Flores feminei staminibus subinclu-
sis, filamentis circiter 1,75 mm. longis, glabris, antheris parvis
20 — MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO IV.
cassis, stylo longo, 2,25—2,5 mm. longo, circiter 0,4 mm. crasso,
glabro, inferne glandula bulbiformi una alterave ornato, stig-
nate magno. [Cfr. E. KoEHNE in ENGLERS Jahrb. för System.
VI (1885), p. 9.1
Adenaria lanceolata BRURLING in Act. holm. 1854. p. 124, secun-
dum specimen originale, nullo modo ab ÅA. floribunda recedit.
Cuphea P. BROWNE.
C. racemosa (L. FIL.) SPRENG. 8 extratropica CHAM. & SCHLECHT.
f. divergens KOoEHNE.
KOoEHNE in ENGLERS Jahrb. för System. I (1880), p. 450.
Rio Grande do Sul: Porto Alegre, Ilha dos Banhos (Locis
tempore fuviali inundatis. 18 9/1092. MaALME 166. Floribus
fructibusque immaturis ornata.).
Herba perennis, nonnumquam suffruticosa. «Eine jener
zweifelhaften Formen, die bei genauer Untersuchung der unter-
irdischen Teile an der lebenden Pflanze von der typisch stets
einjährigen OC. racemosa SPRENG. wahrscheinlich als Art abzu-
trennen sein werden», E. KoEHNE in sched.
C. glutinosa CHAM. & NCHLECHT.
KOEENE in Flor. brasil. fasc, LXXIII, p. 259.
Rio Grande do Sul: Porto Alegre (In pascuis arenosis,
apricis. 1817/992. MALME 34. Florigera.).
C. thymoides CHAM. & NCHLECHT. y thymoides CHAM. &
NSCHLECHT.
KOEHNE, 1. c. p. 261.
Minas Geraes: Såo Joåäo del Rey (In arenoso-glareosis
apricis. 1831/8 82. MaALmME 12. Florigera.).
Determinationem approbavit E. KOoEHNE.
C. lysimachioides CHAM. & NSCHLECHT.
KOoEHNE, 1. c. p. 263.
Rio Grande do Sul: Cachoeira (In declivibus collium campi;
locis subhumidis, graminosis. 182?9/293. MaALmME 600. Floribus
fructibusque immaturis submaturisve ornata.).
»Radix multiceps» incrassata, carnosa ut in CO. retrorsi-
capilla, C. enneanthera aliisque.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. HI. N:o 5. 21
C. pterosperma KoEHNE.
KOEHNE, 1. c. p. 264.
Paraguay: Colonia Risso pr. Rio Apa (In campo argilla-
ceo-arenoso. 18?1/1093. MALME s. n. Specimen floribus fructibus-
que immaturis ornatum.).
Determinationem approbravit E. KOoEENE.
C, retrorsicapilla KoEHNE.
KOEHNE, 1. c. p. 279.
Matto Grosso: Cuyabå (In »campo limpo» arenoso, grami-
noso. 1816/12293. MALME 1236 B. Floribus florumque alabastris
ornata.), pr. Morrinho de Santo Antonio haud procul ab oppido
Cuyabå (In campo arenoso, subhumido. 182?!/12 93. MALME
1236 C. Floribus florumque alabastris ornata.).
Determinationem approbavit E. KOoEHNE.
C. enneanthera KOoEENE.
KOEHNE, 1. c. p. 280.
Matto Grosso: pr. Morrinho de Santo Antonio haud procul
ab oppido Cuyabå (In campo arenoso, subhumido, graminoso.
18 1/12 93. MALME 1252. Floribus fructibusque immaturis ornata.).
C. ericoides CHAM. & SCHLECHT.
KOEHNE, 1. c. p. 291.
Minas Geraes: Såäo Joåao del Rey (In lapidosis apricis; in
consortio Melastomacearum etc. 18 ?!/8 92. MALME 4. Florigera.).
Determinationem approbavit E. KoEHNE.
C. cuyabensis Mart. apud KoEHNE.
KOEHNE, 1. c. p. 301.
Matto Grosso: Coxipéö Mirim pr. Cuyabå (Inter saxa, in
ripa rivuli. 18 5/6 94. MaALME 1674 B. Floribus fructibusque imma-
turis maturisve ornata.).
Determinationem approbavit E. KorENE.
Diplusodon Pour.
FD. speciosus (H. B. K.) DC.
KOEHNE, 1. c. p. 319.
22 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO. IV.
Matto Grosso: Cuyabå (In »campo limpo» v. in »cerrado»
minus denso, solo glareoso. 181!/294. MALME 1348 B. Speci-
mina florum alabastris, floribus fructibusque valde immaturis ornata.).
Herba perennis; »radix multiceps> crassa, lignosa, caules
vulgo plures, erectos v. adscendentes, simplices emittens.
Lafoénsia VANDELLI.
L. densiflora Pour.
KOEHNE, 1. c. p. 354.
Matto Grosso: Cuyabå (Pluribi in »cerrados». 1819/4 &
20/4 94. MALME 1240. Florigera.).
Arbor campestris mediocris, 3—4 m. alta, trunco tortuoso,
cortice frustis maximis, tenuibus desquamescente, ramis sat
paucis, ramulis gracilibus. Flores a Trochilidis sepe visi-
tantur.
Calycerace& RB. Br.
Acicarpha Juss.
A. spathulata R. BR.
C. A. MÖLLER in Flor. bras. fasc. XCV (1885), p. 356.
Rio de Janeiro: (FREYREISS, WIDGREN aliique.); Säo Paulo:
Santos (Praia de S. Vincente, in litore arenoso maris. 18 0/2 75.
MosÉN 3425.), l
A. tribuloides Juss.
C. A. MÖLLER, 1. c. p. 358.
Rio Grande do Sul: oppid. Rio Grande (In apertis, are-
nosis, parce graminosis v. solo fere denudato. 18 ??/11 92.
MALME 326. Florbus fructibusque immaturis submaturisve ornata.);
etiam alibi in civit. Rio Grande do Sul nec non in viciniis
urbis Asuncion reipubl. Paraguay observavimus.
Fructus per spatia longa epizoice disseminantur.
Flores in anthesi albi, post florationem virescentes (ut
jam adnotavit oculatissimus BALANSA).
>>
he
OPP
FEPETEREERErT
Index nominum.
Acicarpha Juss.
. spathulata R. Br. .
. tribuloides Juss. .
Adenaria H. B. K.
. foribunda (H. B. K.) KOEHNE
. lanceolata BEURL.. a
"Aristolochia L.
. arecuata Masr. i
. brasiliensis Mart. & OS
Chamissonis (KLoTzscH) DUCHARTRE
cuyabensis MALME .
eriantha Mart. & Zucc..
Esperanze O. KK. ooo
galeata MARrRT. & Zucce. .
Gibertii HooK. .
macroura GOMEZ .
. melanostoma MANSO
. ringens VAHL
- triangularis CHAM. & SoHLECHT s
Warmingiil Masr.
Cuphea P. BROWNE.
. cuyabensis MART.
. enneanthera KOoEHNE
. ericoides CHAM. & SCHLECHT.
- glutinosa CHAM. & SCHLECHT.
Racer
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a
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on LÖ:
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. 14.
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FLÖF
. 14.
ArlÖr
2095
2.
Hot
20.
24 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO. IV.
C. lysimachioides CHAM. & SCHLECHT. .
C. pterosperma KoEHNE i
C. racemosa (L. fil.) NSPRENG. B Ettan CHAN. &
NCHLECHT . :
C. retrorsicapilla KorAne
C. thymoides CHAM. & ScHLEOHT.
Diplusodon Pour. |
D. "speelosus (ff. B: Kören. xebet =E
Heimia LINK & OTTo.
HH. myrtifolia CHAM. & SCHLECHT. os > ff. GÖR
BH. salierfolia (H. B. KN) LINK & OTTO Code
Lafoénsia VANDELLI.
LL. densiflora POM = ss mc för dr är AN
Passiflora L.
. acetimla HO0K. oo so ob sirsarntrisgd A a IE
alata ATT. .
. amethystina MIKAN
. campestris BARB. RoDR..
capsularis L.
. cincinnata MaAsTr..
. clathrata MasTt.
. coerulea L. j
corumbaensis BARB. ROD
edulis SIMS.
. elegans MaAsr.
. foetida (L.)
Lawsoniana MAsT.
. Mansoi (MaARrRT.) MAST.
Maximiliana BorYy .
. microcarpa MasTr. .
. Miersii MasTt.
organensis GARDN. .
I tracemosa BROTT: os mosa rtlod ge reste SV BUGA. ATGATNAAR ARE
tERaddiana DÖ. oo oc oc cc -PENMROR 2 MAN ESO
jsetacea DÖ mos os ess vs TRANS: 3 MAN SEO
— =
So
Fd Fd Hd hg kg hg hg hg hd ho Hd od hg Hd td Hd Hö hy td Hd Ho
N 00 00 00 to RR DO DO IR a
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0O 5. 25
Pag.
P. suberosa L. 4.
var. hirsuta (L.) . 4.
var. minima (L.). 4.
P. tetraden VELL.. OR
P. villosa VELL. 4,
Rotala L.
R. mexicana CHAM. & NSCHLECHT. subsp. typica KorEHNE . 18.
Obs. Manuscripto meo jam Regizxe Academie scientiarum
Holmiensi oblato speciminibusque a me determinatis herbario Reg-
nelliano insertis, cl. D:r C. A. M. LINDMAN, quas ipse in America
australi collegerat Aristolochiaceas, determinavit determi-
nationesque in Bull. de I'Herbier Boissier (Seconde série.
Tome I. N:o 5.) publiei juris fecit. Speciem sub nomine
A. cuyabensis MALME supra descriptam A. burro LINDMAN
nunceupavit. Nomen a me datum, etsi re vera antiquius,
igitur delendum.
os
pn | or FRA
ANNIE
Blad '&
s ; LU KIOT i en ; -
«| ivHtaddt söqTi lAtOR Tu ARTO h JANE
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4 - i NA
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|
MV - [FER PPFEETR 1 14 av Raryta NIF 0 10
BIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 27. Afd. TIL. N:o 6.
Meddelanden från Stockholms Högskola. N:o 211.
UEBER
DIE EMBRYOLOGIE VON ZOSTERA MARINA I.
VON
O. ROSENBERG.
MIT ZWEI TAFELN.
MITGETHEILT AM 13 MÄRZ 1901.
GEPRUFT VON V. WITTROCK UND A. G. NATHORST.
STOCKHOLM
TRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER
1901
D:. Embryologie von ZostERA ist von Seiten älterer Forscher
recht häufig Gegenstand eingehender Untersuchungen gewesen,
die auch viele Eigentämlichkeiten im Bau dieser Pflanze
festgestellt haben. Dessenungeachtet diärfte eine erneuerte
Präfung, ausgefäöhrt nach den jetzigen verbesserten Methoden
von Interesse sein. Bekanntlich sind viele Fragen, z. B. Bau
und Ausbildung des Zostera-Embryos, noch ungelöst. Dazu
kommt, dass spätere embryologische Arbeiten ganz neue Ge-
sichtspunkte fär den Befruchtungsprocess eröffnet haben, die
erneuerte Untersuchungen vieler Pfilanzen winschenswert
machen.
Während eimes käörzeren Aufenthaltes in Molde, an der
Westkäste Norwegens, im Sommer 1900, sammelte ich zur
Untersuchung des Zosteras eme Menge Materials, das ich in
Chrom-Osmium-Essigsäure fixierte. Zu vielen Fällen, be-
sonders bei den Befruchtungsstadien, gelang die Fixierung nur
schlecht, und konnte ich aus diesem Grunde leider keine weiteren
Beiträge zur Kenntniss des eigentlichen Befruchtungsvorganges
liefern. Nichtsdestoweniger habe ich bezäglich der Embryoaus-
bildung andere interessante Beobachtungen gemacht, die ich
im Folgenden näher mitteilen werde.
Wie gesagt wurden die Blitenteile in FLEMMINGS Flis-
sigkeit fixiert, welch letztere jedoch, wie dies ja bei Meer-
pfianzen allgemein der Fall ist, auch hier weniger geeignet
zu sein schien. Der grosse Schleimgehalt des Griffelkanals
in befruchtungsreifen Pistillen leistet einen zu kräftigen
Widerstand gegen die eindringende Flissigkeit, woraus her-
Vvorgeht, dass nur die Befruchtungsstadien, nicht die friheren
und späteren Blitenphasen schlecht fixiert waren. Es wäre
vielleicht hier besser mit Meerwasser-Chrom-Osmium-Es-
sigsäure zu fixieren.
4 0. ROSENBERG, UEBER DIE EMBRYOLOGIE VON ZOSTERA MARINA L.
Historisches.
Bevor ich zur Mitteilung meiner eigenen Beobachtungen
schreite, wäre es vielleicht am Platze, einiges aus der fräheren
Forschung zu erwähnen und beschränke mich vorderhand nur
darauf, eme kurze Uebersicht derselben zu liefern.
Zu den ersten Arbeiten auf dem Gebiete der Zostera-Em-
bryologie zählt diejenige von GRÖNLAND (9): Beitrag zur
Kenntniss der Zostera marina L. Er beschreibt darin einge-
hend Bau und Einrichtung der Antheren und Pistillen, des-
gleichen die Befruchtuug. Bemerkenswert ist die Angabe
zweier verschiedener Zellformen im Antherenfache, die er
möglicherweise beide zu den Pollenzellen rechnet. Diese An-
sicht wird dagegen später von HOoFMEISTER (11) bestritten, der
nur eine Pollenzellform, und zwar die der bekannten Pollen-
fäden, findet. Die zweite von GRÖNLAND beobachtete Form ist
seiner Ansicht nach Zellen, die während der Präparation
aus dem angrenzenden Gewebe in das Antherenfach geraten
sind.
Die Arbeit von HoFMEISTER beleuchtet im ibrigen in ein-
gehender Weise Anlage und Entwickelung der Befruchtungs-
organe. Nicht ausser Acht zu lassen ist unter anderem seine
Behauptung, dass hier jegliche Tetradenbildung fehle. Er
äuvssert sich in seinem Werke daräöber in folgender Weise:
»Es folgt in den Urmutterzellen eine Reihe von Zweithei-
lungen nach nur zwei Richtungen, in nichts von den vegeta-
tiven Zellenvermehrung verschieden; erst die letzte Genera-
tion von Tochterzellen tritt aus dem Zusammenhange und
stellt so die Pollenzellen dar.> Er beschreibt eingehend die
Befruchtung, zumal das Eindringen des Pollensechlauches in
die Mikropyle. Auch die Anlage des Embryos unterzieht er
einer genauen Untersuchung, obgleich seine Angabe vom Vor-
handensein eines kernlosen Embryoträgers weniger zuverlässig
klingt. Interessant und för die neuere Auffasung der Be-
fruchtung von Wichtigkeit, scheint mir ferner noch in seiner
Abhandlung die Bemerkung, dass eine Teilung des Central-
kerns stattfinde, ehe noch das Ei befruchtet ist, und därfte
eine nochmalige Präöfung dieser Angabe nicht versäumt wer-
den. Auf HoFMEIsTERS Standpunkt bezl. des Embryos werde
ich bei der Schilderung meiner eigenen Beobachtungen des
näheren zurickkommen.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 6. D
Die späteren, Zostera behandelnden Arbeiten beschreiben
in der Hauptsache das Verhalten des Pollens bei der Bestäu-
bung. DuVAL-JouvE's (7) Behauptung, dass hier keine Pollen-
schläuche gebildet wirden, sondern während der Befruchtung
unter Platzen des Pollenmembrans dieses seinen Inhalt in den
Griffelkanal ausgiesse, wird von DUuCHARTRE (6) und besonders
CrAavaupD (5) energisch angefochten, und die Angabe HoFMEI-
STERS bestätigt. Dagegen wird letzterer in seiner Auffassung
iber den Bau des Embryos in späteren Arbeiten z. B. von
JENSEN (13), RAUNKIAER (15) und GOEBEL (8) wieder ange-
griffen.
Anlage und Ausbildung der Pollenzellen.
GRÖNLAND (9), insbesondere HOFMEISTER (11, 12) haben
schon den äusseren Bau und die Anordnung der Zostera-
Bläten ziemlich genau beschrieben, wenn auch in einigen
Punkten ihre Angaben nicht ganz zutreffend
sind. Ich verweise daher auf ihre Arbeiten
ohne auf diese Fragen des näheres einzugehen
und schildere sofort die Anlage und Ausbil-
dung der Pollenzellen.
Fig. I zeigt, im LDLängsschnitt, einen sehr
jungen Zostera-Blätenstand mit drei Anthe-
renhälften und zwei wenig ausgebildeten Pi-
stillen. Die Antherenhälften sind zweifächerig.
Die Zellen des Archespors erscheinen, auch
in sehr jungen Stadien, langgestreckt mit der
TLängsachse ungefähr senkrechtz ur Inflorescenz-
achse. Später dehnen sich die Archesporzellen
mehr und mehr, wobei ihre Längsachse sich in
etwas schiefer Richtung zur Blitenstandachse
neigt (vgl. Fig. I), jedoch schliesslich mehr oder
wenig parallel mit dieser wird (Fig. 26). Das
Archespor herum umlagern die Zellen der Tape-
tenschicht, die sich jedoch wenig scharf von den
Archesporzellen unterscheiden. An den mit der
Längsachse der Archesporzellen parallelen Sei-
ten des Antherenfaches zeigen sich die Tapeten-
zellen mehr oder weniger langgestreckt. An
(0.0 ROSENBERG, UEBER DIE EMBRYOLOGIE VON ZOSTERA MARINA L.
den entgegengesetzten dagegen sind dieselben kurz fast isodia-
metrisch (Fig. 1), dazu im Querschnitt etwas tangential ge-
streckt. Nach HormMEisteERs Angabe sollte hier keine Te-
tradenbildung vorkommen. Er sagt: »Das Gewebe hat
durchaus das Ansehen einer in stetiger Zweitheilung aller
ihrer Zellen begriffenen Zellenmasse.> Mir fehlten leider die
bezäglichen Altersstadien; nichtdestoweniger scheint diese
Angabe von HoFMEISTER nicht zutreffend. Denn in einer na-
hestehenden Gattung Cymodocea, mit ähnlichen Pollenfäden
wie Zostera, sind nach den Untersuchungen von BorneErt (3)
sicher Tetradenbildung vorhanden. In Fig. 2, die im Quer-
schnitt ein halbreifes Antherenfach, mit wahrscheinlich schon
ausgebildeten Pollenzellen darstellt fehlt es doch an sicheren
Andeutungen der doppelten Zweiteilung einer Pollenmutter-
zelle, und mag die Auflösung dieser Frage einer späteren
Untersuchung anheimgestellt werden. Hat die Länge jeder
Zelle des Archespors etwa das Achtfache der Höhe erreicht,
so treten, nach HOoFPMEISTER, keine weiteren Zellteilungen ein,
da die Pollenzellen ausgebildet sind. Ein solehes Stadium ist
in Fig. 1 wiedergegeben. Die plasmareichen Pollenzellen
enthalten einen langgestreckten, grossen Kern mit deutlichem
Kerngeräöst, dazu umfangreichem Nucleolus, und hat das
Chromatin die Form kleiner Kigelchen im Lininnetz ange-
nommen. HoFMEISTERS Angabe, dass die Pollenzellen eines
Zellkernes entbehren, beruht offenbar auf der geringen Deut-
lichkeit desselben im lebenden Zustande.
Die nachgerade mehr und mehr gestreckten Pollenzellen
beginnen sich nunmehr zu isoliren; und werden gleichzeitig
die umliegenden, oft als dänne spindelförmige Fäden auftre-
tenden Tapetenzellen zusammengedrängt. In Fig. 26 ist ein
solehes Stadium bei mässiger Vergrösserung abgebildet. Die
Längsachse der Pollenzellen läuft beinahe parallel mit der
des Blitenstandes. Bemerkenswert ist die Anordnung der
Kerne. Diese liegen alle in fast gleicher Höhe inmitten der
Zellen (in der Figur sind nur die Nucleolen angedeuten).
Schliesslich erhalten die Pollenzellen ihre bekannte faden-
förmige Gestalt.
Der urspröngliche Kern teilt sich, wie gewöhnlich in
zwei Kerne, den vegetativen und generativen. Der ziemlich
grosse und langgestreckte vegetative Kern hat ein lockeres
Geriästwerk sowie einen grossen Nucleolus (Fig. 3, 5). Dagegen
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL, BAND 27. AFD. III. N:0O 6. 7
ist der generative Kern bedeutend kleiner, rundlich und be-
sitzt einen kleinen aber deutlichen Nucleolus. Dieser Kern
teilt sich später nochmals. Figur 4 ist eine Spindelanlage
bei der Teilung dieses Kerns, mit sechs kurzen Chromosomen.
Da die Kernteilung der gewöhnlichen vegetativen Zellen etwa
12 Chromosomen aufweist, so ist auch hier eine Reduktion
vorhanden. Um jeden der beiden generativen Kerne sammelt
sich das Protoplasma reichlicher, indem sich eine wenn auch
sehr undeutliche Membrane bildet, was eine Abgrenzung der
generativen Zellen von den iäbrigen Pollenplasma zur Folge
hat. Eine Teilung des generativen Kerns in Pollenzellen,
die noch im Antherenfach eingeschlossen sind, ist nicht so
allgemein, wenn auch NSCHAFFNER derartige Fälle unter den
Monocotyledonen beschreibt. Genannter Forscher behauptet
sogar, dass dieser Umstand geradezu als typisch fär die Me-
nocotyledonen anzusehen ist. Auch unter den Dicotyledonen
zeigt sich bisweilen eine Teilung des genannten Kerns z. B.
in Drosera rotundifolia (16). Die Gestalt der generativen
Zelle ist charakteristich. Sehr langgestreckt, spindelförmig,
oft etwas S-förmig gebogen, hat dieselbe den ebenso lang-
gestreckten Kern in der Mitte; der Nucleolus bleibt ziemlich
gross und ist deutlich hervortretend (Fig. 6).
Während dieser Umbildungen in den Pollenzellen treten
in dem Antherenfach einige Veränderungen ein. Wie schon
gesagt, glaubte GRÖNLAND (9) zwei verschiedene Pollenzellfor-
men in demselben Antherenfach gefunden zu haben, teils
die bekannten fadenförmigen Schläuche, teils mehr oder we-
niger rundliche Zellen, was jedoch von HoFMEISTER (11) be-
stritten wird. HEinige Mal habe ich wirklich zwei Zellformen
in dem Antherenfach gesehen, die jedoch wahrscheinlich in-
folge ganz abnormer Zustände enstanden sind. Der Inhalt
sowohl der langen als der kurzen Zellen hatte sich bedeutend
verändert, die Kerne waren sehr klein und das Plasma eigen-
tämlich vacuolisirt. Es wäre vielleicht anzunehmen, dass
(GRÖNLAND seine Beobachtung nicht auf solche anormale Fälle
gegrändet, sondern wirklich typische Zustände vor sich gehabt
hat. Es giebt nämlich eine grosse Menge freier Zellkerne,
die mit den Pollenzellen gemischt und vielleicht in GRÖNLANDS
Präparaten als runde Zellen erschienen sind. In Längsschnit-
ten durch das Antherenfach zeigen sieh unter den Pollen-
fäden langgestreckte oder rundliche Kerne, die sich scharf
I 0 ROSENBERG, UEBER DIE EMBRYOLOGIE VON ZOSTERA MARINA L.
von den Kernen der Pollenfäden unterscheiden (Fig. 7). Man
könnte glauben, dass sie zu den Pollenzellen gehören und nur
herausgefallen sind, aber in einem Querschnitt (Fig. 8) sieht
man sofort, dass dies nicht der Fall sein kann, sondern dass
die Kerne ganz frei zwischen den Pollenzellen liegen. Die
betreffenden Kerne sind stark kyanophil, auch färben sich
ihre Nucleolen eher blau als rot. Das Chromatin kommt in
Form kleiner Käögelchen von ziemlich gleicher Grösse in
einem deutlich netzförmigen Kerngeräst vor (Fig. 7). Das
Aussehen dieser Kerne erinnert sehr an die von mir beschrie-
benen und abgebildeten Kerne der Drosera-Driäsen (16). Es
fragt sich jetzt wie diese Kerne frei zwischen die Pollenzellen
gelangt sind. In solehen Präparaten, wo die Pollenzellen
etwas von einander entfernt liegen, sieht man, dass die Kerne
in einem von der Fixierungsflässigkeit plasmaartig gefällten
Geriästwerk liegen. Die Tapetenzellen sind zu dieser Zeit
verschwunden, und wahrscheinlich sind es Kerne und Plasma
derselben, die sich zwischen den Pollenzellen ausgebreitet ha-
ben. Es ist auch möglich, dass einige der Pollenzellen aut-
gelöst worden sind, um den anderen mehr Platz zu gewähren,
und dass also auf solche Art die Kerne frei geworden sind
und mit den Pollenzellen untergemischt vorkommen können.
Das vorkommen solcher freier Kerne in dem Antherenfach
ist äbrigens nicht ungewöhnlich. Bei Arum maculatum habe
ich solehe Kerne in grosser Menge unter den Pollenkörnern
gefunden. MHier sind dieselben sicher als steril gewordene
und aufgelöste Archesporzellen aufzufassen. CAMPBELL (4, p. 6)
beschreibt eine ähnliche Structur in einer anderen Aracee
Dieffenbachia: »The young spores are embedded in a thick
layer of nucleated protoplasm, doubtless derived from the
brokendown tapetum, and perhaps in part from a portion of
the sporogenous cells.»
In späteren Stadien werden diese Kerne meist unregel-
mässig, das Chromatin nimmt zu (LoNGo, 20), und das
Kerngerist wird lockerer. Bevor die Pollenfäden vollständig
reif sind, sind diese Kerne aufgelöst.
Anlage und Ausbildung des Embryosackes.
Fig. I zeigt in schematischer Darstellung zwei Pistillen-
anlagen von Zostera. Die wenig entwickelte Fruchtwand
dn an An Ån Kn a a
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 6. 9
umfasst wie ein Integument, die höckerförmige Samenknospen-
anlage. Nach Ausbildung der beiden Integumente wird in
dem Nucellus das Archespor sichtbar. Wie dies bei den
Monocotyledonen gewöhnlich der Fall ist, wird eine hypoder-
male Zelle grösser und plasmareicher, ihr Kern erhält das
charakteristisehe Aussehen der Archesporkerne, d. h. ziemlich
gross und mit einem lockeren Geriäst, worin kleinere Chro-
matinkigelchen eingelagert sind. Der Nucleolus ist bedeutend
grösser als der der gewöhnlichen Kerne. Die Zelle teilt sich
zweimal, und entstehen so 4 iber einander liegende Zellen,
deren unterste zum Embryosack wird. In Figur IT ist ein
etwas späteres Stadium dargestellt, und teilt sich hier der
Kern der unteren Zelle in
2 Teile; gleichzeitig ist
deutlich erkennbar, wie
die oberen Zellen allmälich
verdrängt werden. Der
Embryosack gewinnt mehr
und mehr an Ausdehnung;
die Kerne fahren fort sich
nach dem bekannten Sche-
ma zu teilen, während des-
sen die basalen Partieen
des Nucellusgewebes an
Grösse und Länge zuneh-
men. Fig. 13 stellt einen
befruchtungsreifen Em-
bryosack dar und sehen
wir, wie die beiden Pol-
kerne sich einander ge-
nähert haben, um mit der Zeit in eins zu verschmelzen. In-
zwischen werden die seitlichen Zellen des Embryosackes vär-
drängt oder allmälich aufgelöst und grenzt derselbe nunmehr
an das innere Integument. Nur an seiner Spitze bemerkt
man noch einige mehr oder weniger zusammangepresste Zellen
(Fig. 13). Die basalen Partieen des Nucellusgewebes bildet
schliesslich einen cylindrischen, columellaartigen Körper, auf
"dessen oberen Teil der Embryosack ruht.
Im Vergleich der Figur III mit IV ist der bedeutende
Wachstum dieses Gewebes unverkennbar. Ein reifer Embryo-
sack von Zostera, bestehend aus einer ziemlich scharf, abge-
10 0. ROSENBERG, UEBER DIE EMBRYOLOGIE VON ZOSTERA MARINA L.
grenzten FEizelle und 2 oft undeutlichen Synergiden, hat einen
umfangreichen Centralkern mit wenigstens im Beginn 2 grossen
Nucleolen. Es giebt 3 Antipodenzellen in Cylinder- oder
Birnenform, die sich in das Nucellusgewebe mehr oder weni-
ger einsenken (Fig. 18). Fine Teilung der Antipodenkerne,
wie man sie oft bei anderen Pflanzen findet, ist mir bis jetzt
noch nicht begegnet. Ihr Chromatingehalt ist ziemlich be-
deutend und erinnert in Bezug auf Form mehr oder weniger
an Chromosomen. Ohne Zweifel beweist auch hier die Anord-
nung des Chromatins nicht minder die Nahrungsthätigkeit
SJ
Fig. III. Fig. IV.
Längsschnitt durch eine befruchtungs- Längsschnitt durch eine ältere
reife Samenknospe. Samenknospe mit Endosperm.
des Kernes, wie solche schon för andere Nahrungszellen
beschrieben wurde, z. B. för die Antipoden-Kerne in Aconi-
tum (14).
Die Befruchtung selbst habe ich, da alle diesbezöglichen
Stadien zu schlecht fixiert waren, leider nicht verfolgen kön-
nen. Aus demselben Grunde bin auch nicht imstande äber
die noch offenstehende Frage der doppelten Befruchtung irgend
etwas Aufschluss gebendes zu berichten. Dagegen habe ich,
wie im vorigen bereits mitgeteilt, eine Verschmelzung der
beiden Polkerne festgestellt, ob aber auch der zweite männ-
liche Kern daran beteiligt ist wage ich nicht zu behaupten.
Wie schon oben gesagt, behauptet HormEistER (11), dass der
Centralkern vor der Befruchtung verschwunden ist, und in
seiner Stelle eine Menge sekundärer Kerne auftreten. Diese
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 6. 11
erste Anlage des Endosperms habe ich nie vor der Befruchtung
gesehen; in allen Fällen, wo ich den Centralkern geteilt sah,
war die Eizelle schon befruchtet.
Die Entwicklung des Embryosackes geht daher auch hier
in ähnlicher Weise wie bei den meisten Angiospermen von
statten. Interessant ist, dass in der nahestenden Gattung,
Potamogeton, WIEGAND (18) vor nicht zu langer Zeit ein in
mancher Beziehung abweichendes Verhalten beobachtet hat.
Das Embryo.
Nach der Befruchtung teilt sich die Eizelle in zwei ver-
schieden grosse Zellen, von denen die eine sich zum Embryo
entwickelt, die andere dagegen den Embryoträger bildet.
Diesen fär verschiedene, nahestehende Gattungen so charak-
teristisehen Embryoträger möchte ich hier etwas näher be-
sprechen. HoFmMEISTERS Beschreibung von der ersten Anlage
des Embryos scheint in eimem Punkte unrichtig zu sein: >Im
unteren Ende des befruchteten Keimbläschens erscheint bald
— — ein neu enstanden -— — Kern; unmittelbar darauf äber
ihm eine nach oben convexe Scheidewand, welche das Keim-
bläschen in eine kleinere linsenförmige untere und eine grös-
sere weitbauchige obere Zelle theilt.> »Die letztere enthält
keinen Kern.> Thatsächlich enthält doch der Embryoträger
einen Kern, der zugleich eine auffällige Grösse erreicht.
Der Embryoträger selbst liegt wie gewöhnlich in dem
obersten Teil des Embryosackes, nahe der Mikropyle. Nur
selten habe ich die schon von HoFMEISTER erwähnte Lage des
jungen Embryos zusammen mit dem Embryoträger nahe der
Mitte des Embryosackes beobachtet. Ob diese Lage durch
äussere Ursachen, etwa durch die Fixierungsflussigkeit bedingt
wird ist schwer zu entscheiden. HOoFMEISTER sagt: »Während
der Beobachtung glitten Embryoträger und Embryokiägelchen
ohne bemerkbare äussere Ursache vom Mikropyle-Ende des
Embryosacks hinweg.»
Der Embryoträger ist in seinem oberen Teil stark ver-
jöngt, mehr oder weniger birnenförmig (Fig. 20). Er ist
immer einzellig und scheint bis zum halbreifen Zustande des
Embryos funktionsfähig zu sein. Das Protoplasma ist sehr
reichlich vorhanden; nur hier und da, im allgemeinen im
1208 ROSENBERG, UEBER DIE EMBRYOLOGIE VON ZOSTERA MARINA L.
unteren Teile kommen Vacuolen vor. Der Kern nimmt bald
eine bedeutende Grösse an, bis er schliesslich fast die ganze
Zelle ausfäöllt. Er zeigt dann die folgende Struktur. Zuerst
föhrt der Kern nur einen grossen Nucleolus (Fig. 20), später
kommen iberall im Kerngeriöst, besonders aber im Kern-
centrum, zahlreiche grössere und kleinere Nucleolen vor. Das
Kerngerist besteht aus einem lockeren Netzwerk von wenig
färbbarer Substanz, welchem grössere und kleinere Chroma-
tinkörner eingelagert sind. Die Nucleolen sind oft sehr un-
regelmässig geformt und stehen hie und da mit dem Kern-
geräst im Zusammenhang. Die Figur 23 giebt einen Viertel
eines solchen Kerns wieder. Dasselbe ist bei der Vergrösse-
rung Oc. III und Hom. Imm. + Leitz gezeichnet, wodurch -
man sich also eine ungefähre Vorstellung von ihrer Grösse
machen kann. In den fixierten Präparaten war der Umriss
des Kerns sehr faltig, mit zahlreichen Ausbuchtungen, was
jedoch wahrscheinlich durch die Fixierungsfläössigkeit verur-
sacht worden ist.
Der Kern des Embryoträgers scheint in diesem Stadium
gar nicht in Auflösung begriffen, sondern macht eher den
Eindruck, als ob in demselben eine rege Stoffbildung vor sich
ginge; etwa eine Aufnahme von Stoffen, die in dem Kern
weiter umgebildet werden, um später in das Embryo zu ge-
langen. HFEin Nebenprodukt bei dieser Arbeit scheint in Form
von Nucleolen zu Tage zu treten, die immer zahlreicher und
grösser werden. Die Auffassung dieser Nucleolen als Secre-
tionsprodukt des Stoffwechsels scheint hier nicht ganz unbe-
rechtigt zu sein (vgl. HÄcKER 10).
Die ersten Teilungen der Embryoanlage habe ich nicht
verfolgen können. Nach HoFMEISTER wird sie zuerst durch
zwei rechtwinkelige Längswände und diese vier Zellen später
wiederum durch eine wagerechte Querwand geteilt (Fig. 20).
Die Embryoanlage entwickelt sich auf solehe Art zu einen
mehr oder weniger abgeplatteten Körper, der schliesslich ku-
gelig wird. In diesem Stadium bemerkt man die von GoEBEL
(8) beobachtete Krämmung des Embryos, in Folge einer reich-
lichen Teilung der Zellen der einen Seite, wodurch die Coty-
ledon- und Stammanlagen seitlich orientiert werden. In Fig.
24 ist ein solches Stadium abgebildet.
In nebenstehenden Figur V ist emm späteres Stadium ab-
gebildet. Der Cotyledon ist hier stark ausgewachsen und
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 6. 13
umgiebt mit seiner Bie den Stammscheitel. Die seitliche
Partie, die in Fig. 24 sich stark erweitert hatte, ist hier
zu dem bekannten mantelförmigen Körper ausgewachsen. Der
Ansatzpunkt des Embryoträgers scheint
etwas seitlich zu liegen, was darauf
beruht, dass der mantelförmigen Körper
(die Hypocotyle) einen wurzelartigen
Ausbuchtung auf der anderen Seite
getrieben hat. Ob dieser Auswuchs
wirklich eine Wurzelanlage ist, ist
schwer zu entscheiden. Die Teilungen
der Zellen deuten nicht darauf hin,
wenigstens findet sich keine Andeutung
von Calyptra, Periblem oder Plerom.
Alle Zellen sind mehr oder wenig 1s80-
diametrisch. Dagegen verläuft vom
Ansatzpunkt des Embryos eine Gefäss-
bändelanlage, welche die Hypocotyle
schief durchschneidet und in den
Stamm- und Blattanlagen fortläuft.
In der Hypocotyle wird reichlich
Stärke aufgespeichert, nur das Strang-
gewebe bleibt stärkefrei, wodurch den BIS
Verlauf desselben deutlich sichtbar N. Zellkern.
wird. Die Ränder des mantelförmi- ME er
gen Körpers werden bald stark entwickelt und umgebogen
und umhällen Cotyledon und Stammscheitel. Der wurzel-
ähnlicher Auswuchs vergrössert sich etwas, aber wird Zugleich
flacher und breiter und schliesst sich direkt an die umge-
bogenen Ränder der Hypocotyle an. HSeine Zellen sind stär-
keleer und zeigen gar keine Anordnung, die sich als Gefäss-
bändel deuten liesse. Nchliesslich nimmt das Embryo das
Aussehen, welches aus den Figuren bei GoEBEL (8), RAUNKIAER
(15), HOFMEISTER (11), u. a. bekannt ist, an.
Ich möchte jetzt auf die verschiedenen Deutungen des
Zostera-Embryos eingehen.
Es ist besonders der eigentäimliche »Mantelkörper» (Hypo-
-cotyle), den man verschieden aufgefasst hat. GRÖNLAND hält
ihn fär den Cotyledon, und die wurzelähnliche Fortsetzung
desselben fasst er, wie ibrigens auch die anderen Autoren,
als Keimwurzel auf. HoFMEISTERS Ansicht ist sehr eigen-
14 0. ROSENBERG, UEBER DIE EMBRYOLOGIE VON ZOSTERA MARINA L.
tämlich: Er bezeichnet den »aus Vermehrung der unteren
Theilhälfte des befruchteten Keimbläschens sich bildenden
Zellkörper, der endlich in eine mantelförmige Zellfläche sich
umbildet» als Achse erster Ordnung des Embryos. Aus dieser
sprosst also schon im Namen eine Achse zweiter Ordnung
(das Keimblatt und die Stammanlage). HoFMEISTER ist offen-
bar die eigentämliche Krämmung des jungen Embryos ent-
gangen. Gegen diese Auffassung HoFrMEISTERS scheint man
mit gutem Recht den Gefässbiäudelverlanf anföhren zu kön-
nen. Auch wenn »die mantelförmige Zellfläche» em stärke-
speicherndes Organ ist, bei der sich also das Stranggewebe sehr -
wenig entwickelt, so därfte man doch erwarten können, dass
die Achse erster Ordnung wenigstens eine Andeutung zu
einem eigenen Gefässböndel gebe. Aber das Gefässbändel
biegt sich hier ohne jegliche Abzweigung direkt in das Keim-
blatt und die Stammanlage hinein.
Uebrigens zeigt ein Vergleich der Embryonen der nahe-
stehenden Gattungen, dass die bekannte Deutung des »man-
telförmigen Körpers» von GoEBEL als Hypocotyle zweifellos
die richtige ist.
Eine andere Frage ist die des Verhaltens der Wurzel in
dem Zostera-Embryo. Wir betrachten zunächst Figur 21,
die einen Längsschnitt durch den Ansatzpunkte des Embryo-
trägers erkennbar lässt. Wie im vorigen schon erwähnt,
geht von hier aus das Gefässbuändel schief durch die Hypo-
cotyle in das Keimblatt hinein. Wie auf der Zeichnung
klar ersichtlich, liegt nicht im geringsten die Berechtigung
vor aus der Natur dieser Zellen auf eine Keimwurzelanlage
schliessen zu därfen, da dieselben in Bezug auf ihrer Anord-
nung sich in keiner Hinsicht von der benachbarten Zellen
unterscheiden. Fine andere Frage, ob nicht der seitliche,
wurzelähnliche Auswuchs der Hypocotyle wirklich als eine
nach der Seite gedrängte Keimwurzel betrachtet werden darf,
etwa wie bei Ruppia, nach GoEBELs Ansicht, möchte vielleicht
der Zustimung wert sein und wird ja auch von der meisten
Autoren bereits in Uebereinstimmung hiermit behamndelt.
Nicht destoweniger bin ich auch von der Richtigkeit dieser
Auffassung noch nicht iäberzeugt. Der betreffende Auswuchs
ist zwar auf einem Längsschnitt wurzelähnlich, vom Fläche
aus gesehen ist er doch ziemlich breit (vgl. die Fig 310 bei
GoEBEL) und lässt eher eine Austreibung der Hypocotyle
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 6. 15
vermuten. Zudem zeigt seine Zellen, wie gesagt, keine An-
deutungen einer Wurzelanlage. Es wäre in der That eigen-
täimlich und als Seltenheit zu bezeichnen, wenn eine Keim-
wurzel, die während ihrer Entwickelung zur Seite gedrängt
wird, funktionsunfähig wird, wohingegen doch der eigentliche
Platz der Keimwurzel während der Keimung gewissermassen
als eine Wurzel fungiert und dazu mit einem Gefässbändel
versehen ist.
Zur näheren Aufklärung dieser Frage wäre es wohl am
Platze, die Embryonen einiger der Zostera nahestehenden
Gattungen im Vergleich zu ziehen. Daher habe ich in
A. Embryo von Zostera, B. Halopluila. Et. Embryoträger; G.
Gefässbändel; H. Hypocotyle; C. Keimblatt.
beistehenden Figuren die Embryonen von Zostera und Halophila
(schematisch nach der Arbeit von BALFoUR (2), wiedergegeben.
Ein Vergleich des Zostera- Embryos mit dem Embryo
der Gattung Halophila scheint mir eine andere Auffassung
dieses Organs zu lehren. BaALFouUR (2), der Halophila unter-
sucht hat, hat sich dahin ausgesprochen, dass eine grosse
Verwandtschaft dieser beiden Embryo-Typen unverkennbar
sei. FEbenfalls bei Halophila finden wir eine Hypocotyle von
mächtiger Ausbildung und den Zweck eines Reservstofforgans.
Dieselbe scheint ziemlich regelmässig gebaut zu sein. Von
dem Ansatzpunkte des Embryoträgers verläuft ein Gefäss-
bändel gerade durch die Achse der Hypocotyle in das Keim-
blatt hinein. Wenn wir jetzt, von dieser Typus ausgehend,
eine Kräimmung der Achse der Hypocotyle und im Zusammen-
16 0. ROSENBERG, UEBER DIE EMBRYOLOGIE VON ZOSTERA MARINA L.
hang damit eine unregelmässige Ausbildung <derselben
annehmen, so ist der Uebergang zu dem Zostera-Typus klar.
Die Verschiedenheit dieser beiden Embryonen ist vielleicht
von der Form des Embryosackes bedingt; in Halophila ist
er rundlich, in Zostera dagegen sehr langgestreckt. Um den
Vergleich noch weiter auszudehnen, sei angenommen, dass die
Form des Zostera-Embryos wirklich auf diese Weise aus
dem Halophila- "Typus hervorgegangen ist, so darf die wurzel-
ähnliche Fortsetzung der Hypocotyle nur als ein Teil des
hypocotylen Auswuchses in Halophila (etwa den Punkt a)
betrachtet werden. j ,
Wenn diese Deutung richtig ist, so därfte im Embryo
von Zostera weder Keim- noch Nebenwurzel vorhanden
sein.
Das Endosperm.
Nach der Befruchtung teilt sich der Centralkern, und
endigen die dabei noch reichlich vorhandenen Spindelfasern
in zwei zugespitzten Polen. Ich bemerkte dabei dass die
Chromosomen ziemlich kurz und klein sind, habe jedoch deren
Zahl nicht feststellen können (Fig. 22). Uber die folgenden
Kernteilungen ist nichts besonderes zu berichten und verlaufen
dieselben wie gewöhnlich ohne Bildung von Zellwänden. Es
därfte nur erwähnt werden, dass sich hierbei in manchen
Fällen Stärkekörner um die Spindelfiguren lagern (Fig. 22).
Mit der Zeit haben sich nun eine grosse Menge freier
Kerne gebildet, die den Wandbeleg des Embryosackes beklei-
den. Dieselben sind in dem oberen Teil des letzteren ziemlich
klein und rundlich, dazu mit einem grossen Nucleolus versehen,
während das Chromatin in Körner-, oder Stäbchenform an dem
Kernmembran lagert (Fig. 17). Im ibrigen machte ich bei
diesen Kernen eine interessante Beobachtung, die ich bei
dieser Gelegenheit mitteilen möchte. Die Figuren 11. u. 12
lassen zwei verschiedene Embryosäcke erkennen, deren Embryo
sich noch in sehr jungem Entwicklungsstadium sich befindet.
In diesen Figuren ist meiner Auffassung nach nur eine
Verschmelzung der Kerne zu zwei und zwei zu sehen. An
den Beriährungsflächen fand ich, dass das OChromatin dort
reichlicher vorhanden war. In Fig. 11 sehen wir die Ver-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 6. 17
schmelzung der Kerne in drei aufeinander folgenden Stadien
und haben auch die Nucleolen der unteren Kerne schon damit
begonnen.
Es därfte dieses Verhalten der Kerne nicht als amito-
tische Kernteilungen angesehen werden, da sich ja in solehem
Falle bei dem Auseinanderweichen der Kernhälften stets
eine dänne Verbindungsbräöcke bildet, die hier ganz und
gar fehlt. Eine Verschmelzung der Endospermkerne gehört
Wie Von STRASBURGER schon klargelegt nicht zu den Seltenheiten.
Dieser beschreibt in seinem bekannten Werke »Zellbildung und
Zellteilung» schon vor längerer Zeit, wie bei der nachträglichen
Bildung der Zellenmembrane oft mehrere Kerne von einem
gemeinsamen Membran eingeschlossen werden, um sich später
ganz zu vereinen. Auwuch bei Capsella Bursa pastoris habe ich
diese Beobachtung gemacht. In Uebereinstimmung hiermit
berichtet auch TiscHLER vor kurzem von ähnlichen Erschei-
nungen bei den Corydalis- Arten Doch mache ich daraui
aufmerksam, dass bei Zostera ein Unterschied vorhanden ist,
indem die Kerne hier frei im Wandbelege liegen, ohne durch
eine Wand abgegrenzt zu sein.
Bei späteren Stadien habe ich dieses Verhalten nicht
vorgefunden, und vermag ich auch äber die eigentliche Be-
deutung dieses Processes keinerlei Anhaltspunkte zu finden.
An der betreffenden Stelle ist der Embryosack von ziemlicher
Emge, infolge der starken Vergrösserung des Embryos und
seines Trägers mehr und mehr ausgefäöllt, sodass die Kerne
einander immer näher kommen und schliesslich verschmelzen.
Die mit der Zeit sehr chromatinreich gewordenen Kerne
sind, wie auf Figur 16 deutlich erkennbar, in der Mitte des
Embryosackes von ziemlicher Grösse, die nach der Basis hin
noch zunimmt (Fig. 15). TISCHLER (17) hat auch die Chromatin-
zunahme bei den Corydalis-Endospermen beobachtet. Dass
diese Chromatinzunahme, ebenso wie bei den Dräsenzellen von
Drosera, von einem besondern Activitätszustand herzuleiten
ist, liegt meiner Auffassung nach ganz ausser Zweifel.
Hand in Hand mit dem Zuwachs des Embryos findet eine
Vergrösserung des Embryosackes statt, wobei, wie ich an den
fixierten Präparaten feststellen konnte, auch das Plasma
reichhaltiger wird. Die bei letzteren in Menge vorhandenen
plasmaartigen Substanzen könnten ja darauf schliessen lassen,
2
18 0. ROSENBERG, UEBER DIE EMBRYOLOGIE VON ZOSTERA MARINA L.
dass von der Fixierungsfluössigkeit gefällte Eiweissubstanzen
in den Embryosack aufgenommen werden.
Später haben sich die Embryosackkerne bedeutend ver-
grössert und eine andere Struectur angenommen. (Fig. 14)
Der fortwährend sehr grosse Nucleolus scheint im engen
Zusammenhange mit dem Kerngeriäste zu stehen. Das Chro-
matin verliert die Stäbehen- oder Kägelchenform, scheint all-
mählich ganz zu verschwinden, da es nur noch in dem
Lininnetze und zwar in sehr geringen Andeutungen vorhan-
den ist. Diese Kerne sind offenbar nicht mehr in voller
Thätigkeit, da der Beginn ihrer Auflösung deutlich erkennbar
ist. Wir sehen in den Figuren 9 u. 10 ein noch späteres
Stadium; zwei Kerne des Wandbelegs die in vergrössertem
Massstabe mit dem umgebenden Plasma in Figur 10 wieder-
zufinden sind. Von den recht in die Länge gezogenen Kernen
könnte man vielleicht auf eine starke Protoplasmaströmung
schliessen. Die eigentämlich langen und fadenförmigen
Nucleolen bilden intensiv rot gefärbte Massen, und ist das
jetzt körnige Geriöst hier und da mit kleineren Stäbchen von
tief violetter Farbe behaftet, sodass die Kerne nunmehr in
vollkommener Auflösung begriffen zu sein scheinen.
Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch einige Mittei-
lungen ber die Hautschicht des Embryosackes anknäpfen.
Figur 25 zeigt uns ein noch ziemlich junges Endos-
permgewebe mit den in der Mitte eingesenkten Anti-
poden. Auf diesem Grenzpunkte, wo doch der Nucellus
dem Embryosacke die Nahrung zufährt, scheint mir die
demselben mnächst liegende Schicht sehr in Anspruch
genommen zu sein. Das Verhalten der nächstliegenden Zellen
verdient auch mit Interesse beobachtet zu werden. Nächst
dem Embryosacke sind dieselben spärlichen Inhalts, arm an
Plasma, das von der Fixierungsflussigkeit stark kontrahirt
wird, während die weiter unten liegenden Zellen plasmareicher
und von der Fixierung weniger beeinflusst sind. Allem
Anschein nach werden in den unteren Teilen der Columella
Eiweiss-Substanzen in reichlicher Menge gebildet. Diese missen
jedoch in den oberen Zellen an der Grenze zum Embryosacke
erst in löslicher Form verwandelt werden, um in letzteren
gelangen zu können. Daher scheinen diese Zellen so inhalts-
arm und werden infolge anderen osmotischen Druck kontra-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 6. 19
hirt. In späteren Stadien macht sich noch eine eigentimliche
Bildung der äusseren Hautschicht des Wandbeleges bemerkbar
(Fig. 19). Dieser hat das Aussehen einer dichten feinkörnigen
blaugefärbten Hautschicht deren Auwusbildung auf der Basis
bedeutend stärker ist als auf den Seiten, was wohl mit dem
Nahrungstransport im engen Zusammenhang steht.
Anhang: Ueber den Bau der Wurzel.
Schliesslich möchte ich mit einigen Worten eine eigen-
tämliche Structur in den Wurzeln von Zostera erwähnen.
Die Wurzel ist im Beginn ganz von der Wurzelhaube
umhällt, auch wenn die Wurzel eine ziemliche Länge be-
kommen hat. Auch in Cymodocea scheint, nach den Unter-
suchungen von BorneEt, die Wurzelhaube sich ähnlich zu
verhalten. Unter diese folgt dann die Epidermis der Wurzel,
die sehr schön die Anordnung in kurzen und langen Zellen
zeigt, die fär die Wurzeln der Monocotyledonen oft so
charakteristisch sind. Gerade in diesen Zellen habe ich eine
besondere Structur deren Kerne und Plasma gesehen (Fig.
27 u. 28). In den langen Zellen ist das Plasma ziemlich
spärlich, aber Gerbstoffvacuolen reichlich vorhanden. Die
Kerne sind klein "und rundlich mit einem deutlichen, aber
nicht besonders chromatinreichen Kerngeriäöst. Der Nucleolus
hat die gewöhnliche Grösse. In den Kurzzellen dagegen ist
das Plasma iäberaus dicht und wird intensiv blauviolett von
Gentianaviolett gefärbt. Der Kern fällt fast die ganze
Zelle aus. Er ist gross und etwas abgeplattet, mit einem
sehr grossen Nucleolus. Das Kerngeriäst ist sehr chromatin-
reich, mit eingelagerten, kärzeren oder längeren Chromatin-
käögelchen.
Es scheint mir diese Structur von besonderem Inuteresse,
bei der Beurteilung der Funktion dieses Gewebes. Ob diese
kurze Zellen später zu Wurzelhaare auswachsen, vermag ich
nicht zu sagen; bei Alisma u. a. hat bekanntlich JuEL !) solche
kurze Zellen beschrieben, die später die Wurzelhaaren bilden.
! JurL, H. O. Beiträge zur Kenntniss der Hautgewebe der Wurzeln.
Bihang till K. Svenska Vet. Ak. Handlingar. Bd. 9. Stockholm 1884.
20 0. ROSENBERG, UEBER DIE EMBRYOLOGIE VON ZOSTERA MARINA L.
Eigentämlich ist jedenfalls die abweichende Kern-Structur
der kurzen Zellen, die vielleicht mit einer ähnlichen Erschei-
nung, wie in Nahrungs-zellen oft beschrieben, vergleichbar ist.
Meiner Ansicht nach stellen diese kurzen Zellen Durchtritt-
stellen dar, während die ibrigen langen Zellen, infolge ihres
Gerbstoffreichtums, vielleicht ein Durchtritt nicht zugelassen.
|
(6),
(7),
(8),
(9),
Litteraturverzeichniss.
ASCHERSON, P. Potamogetonaceae. ENGLER und PRANTL: Natir-
liche Pflanzenfamilien. Teil II, Abt. 1. Leipzig 1889.
BALFOUR, B. On the Genus Halophila. Transactions and Pro-
ceedings of the Botanical Society. Vol. XIII. Edinburgh 1879.
BORNET, E. <:Recherches sur le Phucagrostis major. Annales
d. sciences naturelles. Sér. V. Botanique Paris 1864.
CAMPBELL, D. H. Studies on Araceae. Annals of Botany. Vol. XIV.
London 1900.
CLAVAUD, ÅA. Sur le véritable mode de fécondation du Zostera
marina. Actes de la Société Linnéenne de Bordeaux. Vol.
XXXII. Bordeaux 1878.
DUCHARTRE, P. Lettre sur le Zostera marina L. Bull. d. 1.
Société Bot. de France. T. 20. Paris 1873.
DUVAL-JOUVE, J. Particularités des Zostera marina L. et nana
Roth. Bull. d. 1. Société Bot. de France. T. 20. Paris 1873.
GOEBEL, K. Organographie der Pflanzen. Zweiter Teil. Jena 1900.
GRÖNLAND, J. Beitrag zur Kenntniss der Zostera marina L.
Botanische Zeitung. Jahrg. 9. Berlin 1851.
(10), HÄCKER, V. Ueber weitere Uebereinstimmungen zwischen den
Fortpflanzungsvorgängen der Tiere und Pflanzen. Biologisches
Centralblatt. Bd. 17. Leipzig 1897.
(11), HOFMEISTER, W. Zur Entwickelungsgeschichte der Zostera.
Botan. Zeitung. Berlin 1852.
(12), HOFMEISTER, W. Neue Beiträge zur Kenntniss der Embryo-
Bildung der Phanerogamen. II Monocotyledonen. Abh. d. K.
Sächsischen Ges. d. Wissenschaften. Bd VII. Leipzig 1861.
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Kjöbenhavn 1890.
(14), ÖSTERWALDER, A. Beiträge zur Embryologie von Aconitum
Napellus L. Flora. Band 85. Marburg 1898.
22 0. ROSENBERG, UEBER DIE EMBRYOLOGIE VON ZOSTERA MARINA L. :
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I. Enkimbladede. Kjöbenhavn 1895—1899.
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Drosera rotundifolia L. (Diss. Bonn) Uppsala 1899.
(17), TISCHLER, G. Untersuchungen äber die Entwicklung des Endo-
sperms und der Samenschale von Corydalis cava. Verhandl. d.
Naturh.-Mediz. Vereins zu Heidelberg. N. F. VI. Band. Heidel-
berg 1900.
|
(18), WIEGAND, K. The Development of the Embryosac in some
Monocotyledonous Plants. Botanical Gazette. Vol. XXX.
Chicago 1900.
(19), WILLE, N. Om Kimens Udviklingshistorie hos Ruppia rostellata
og Zanichellia palustris. Videnskabelige Meddelelser fra den
naturhistoriske Forening. Kjöbenhavn 1883.
(20), LoNGo, B. Contribuzione alla cromatolisi (picnosi) nei mnuclei
vegetali. Roma 1900.
Erklärung der Abbildungen.
Tafel I.
Zostera marina L.
1. Längsschnitt durch ein junges Archespor, mit den Pollen-
zellen. Oc. III, Hom. Imm. !/16.
Querschnitt desselben. Oc. I. Hom. Imm. 2/16.
Stäck eines Pollenfadens. Oc. III. Hom. Imm. 2/16.
Dasselbe, Teilung des generativen Kerns.
Dasselbe; der generative Kern ist vicht vom Pollenplasma
abgegrenzt. Oc. III, Imm. 2/15.
6. Die generative Zelle eines reifen Pollenfadens. Oc. III,
Hom. Imm. !/16.
7. Eim freier Kern aus dem Inneren des Antherenfaches. Oc.
V, Hom. Imm. !/16.
8. Querschnitt eines Antherenfaches, mit Pollenfäden und ein-
gemischten freien Kernen in einem plasmaartigen Zwischen-
substanz. Oc. III, Hom. Imm. 2/16.
9, 10. Zwei Kerne eines in Auflösung begriffenen Endosperms.
In Fig. 10 stärker vergrössert. Oc. III, Hom. Imm. !/16.
11, 12. Kerne aus dem oberen Teil des Embryosackwand-
belegs. In Fig. 11 sind die Kerne fast ganz verschmolzen.
Oc. III, Hom. Imm. !/16. ;
13. Fertiger Embryosack mit zwei Polkerne. Oc. III, Obj. 7.
14. Kern eines ziemlich entwickelten Endosperms. Oc. III,
Hom. Imm. 2/16.
15—17. Endospermkerne eines jängeren Stadium; Fig. 15 von
dem unteren. Fig. 16 von dem mittleren, Fig. 17 von dem
oberen Teil des Embryosackes. Oc. III, Hom. Imm. !/16.
18. Unteren Teil eines noch anbefruchteten Embryosackes, mit
zwei in das Nucellusgewebe eingesenkten Antipoden.
(bris JES TBS)
24 0. ROSENBERG, UEBER DIE EMBRYOLOGIE VON ZOSTERA MARINA L.
Fig. 19. Teil der dem Nucellusgewebe angrenzenden Hautschieht des
Endosperms. Oc. III, Hom. Imm. 2/16.
> 20. Ein junges Embryo mit dem Embryoträger. Zwei Endo-
spermkerne liegen dem Embryo an.
» 21. Halbreifes Embryo. Längsschmitt durch den Ansatzpunkt
des Embryoträgers an dem Embryo; Et, Embryoträger.
Oc. III, Hom. Imm. /16.
> 22. Spindelfigur im Wandbelege des Embryosackes. Oc. V, Hom.
Imm. !/16. ;
» 23. Teil des Kerns im Embryoträger auf dem Höhepunkt der
Entwicklung; N, Nucleolen. Oc. III. Hom. Imm. 2/16.
Tafel II.
Fig. 24. Embryoanlage, in welcher die Krämmung schon stattgefun-
den hat.
> 25. Teil des Endosperms und des Nucellusgewebes; vgl. Seite
18. Oc. I, Hom. Imm. 2/16.
>» 26. Längsschnitt einer Antherenhälfte, mit den Nucleolen der
Pollenfäden. Oc. V, Obj. 2.
» 27. Längsschnitt der Wurzel, mit einer Kurzzelle. Oc. V, Hom.
Imm. !/416. :
» 28. Dasselbe; Flächenansicht.
Inhaltsubersicht.
Seite
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IHiSborisehes «oc: oo - € a so SA LETAR ForeRRIESRAAREA 4.
Anlage und .,Ausbildung der Pollenzellen > ss cs se ds sms len dd SE ö.
Anlage und Ausbildung des Embryosackes . . = .« = so. CSA SS 8.
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Das BNdösperm.. | sc cc ace sing en ES aka SSE 16.
Anhang: Ueber den Bau der Wurzel ss öde sö SE 150
TfitteraturverZzeichnissl. rkIoNGit 29003 SYTT) G ACRRON 21.
Erklärung der Abbildungen,,;u. säd sure Ile at snart 23.
Tith. G. Tholander, Stockholm.
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BIHANG TILL K SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 27. Afd IML. N:o 7.
ZUR KENNTNIS
DER VEGETATION DER INSEL OESEL
VON
CARL SKOTTSBERG unp TYCHO VESTERGREN
MIT EINER KARTE
MITGETEILT AM 13. MÄRZ 1901
GEPRUFT VON V. WITTROCK UND A. G. NATHORST
STOCKHOLM
KUNGL. BOKTRYCKERIET. I. A. NORSTEDT & SÖNER
1901
DD: vorliegende Darstellung der Flora Oesel's grändet sich
teils auf der älteren Litteratur, teils auf den Aufzeichnungen
und Beobachtungen, welche während einer Reise im Jahre
1899 gemacht worden sind. Diese Reise unternahmen die
Verfasser in Begleitung von Cand. P. A. ROMAN, der sich
hauptsächlich entomologischen Studien widmete. Es ist uns
eine angenehme Pflicht, ihm unsern besten Dank fär alle
Häölfe hier auszusprechen. Die Reise wurde im Juni und
Juli unternommen und dauerte etwa 2 Monate, von denen wir
6 Wochen auf Oesel zubrachten. Wir fuhren um die Insel herum
in der Richtung Arensburg--Kielkond—Mustel—Orisaar—
Arensburg, hier und da kärzere oder längere Aufenthalte
machend, am längsten in Arensburg und Kielkond. Das schönste
Wetter förderte die ganze Zeit unsre Bestrebungen, und es
war uns dadurch möglich, jeden Tag Excursionen zu machen.
Die Inseln Abro und Filsand wurden auch besucht.
Die eingesammelten Pflanzen hat das K. Reichsmuseum
zu Stockholm fär sein Herbar erworben.
Der vorliegende erste Teil unsrer Arbeit enthält ein Ver-
zeichnis der bisher auf Oesel gefundenen Gefässpflanzen. Äl-
tere Angaben als die von ScHMIpT werden aus seiner Flora
citiert (äbrigens siehe das Litteraturverzeichnis).
Der zweite Teil wird eine påanzengeographische Skizze
nebst einer Ubersicht der Zusammensetzung der Flora im
Vergleich mit den Nachbarländern enthalten.
Den Herren Professor Dr. TH. M. FRIES und Director
K. HeEriitz, ohne deren Wohlwollen unsre Reise nie zu Stande
gekommen wäre, sagen wir in erster Linie unsern besten
Dank. Ferner sind wir den Herren K. LJUNGLÖF, L. FRAENKEL,
;
j
CC. ÅA. WEBBER, C. F. LILJEWALCH JR., J. W. ÄARNBERG, O.
MEDIN, C. CRAMÉR und A. KoLMoDIN, welche durch ihre Frei-
4 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
gebigkeit diese Reise ermöglicht haben, zum grössten Dank
verpflichtet.
Andere haben die wissenschaftliche Bearbeitung unter-
stätzt, teils in der Form von Specialstudien äber unser Ma-
terial, teils mit Bestimmungen einzelner Gattungen.
Wir erwähnen zuerst die Herren Amanuensis H. DAHL-
STEDT (Hieracium) und Pastor L. P. R. MATssSon (Rosa), welche
beide Aufsätze äber unsre Sammlungen gemacht haben (vgl.
das Litteraturverzeichnis; DAHLSTEDT'S Arbeit ist noch nicht
gedruckt).
Ubrigens haben folgende Herren einzelne Gattungen be-
stimmt: Prof. Dr. V. B. WirrrocE (Viola, Sect. Melanium);
Rector Dr. L. M. NEUMAN (Batrachium, Cerastium, Viola);
Oberlehrer Dr. C. J. LINDEBERG ft (Glyceria); Dr. E. JÄDER-
HOLM (Salix); Cand. J. P. GUSTAFSSON (Euphrasia).
Wir sprechen ihnen hier unsern besten Dank aus.
Ausserdem hat einer der Verfasser die Violaformen be-
handelt; und im Jahre 1900 gaben wir eine vorläufige Mit-
teilung äber neue Pflanzenfunde aus.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 5
Litteraturverzeiehnis.
BIENERT, TH.: Berichte äber die Ergebnisse seiner botanisch-en-
tomologischen Reisen in Curland und auf Oesel. Sitzungsberichte der
Naturforscher-Gesellschaft zu Dorpat, I, II. 1860—564.
CONWENTZ, H.: Beobachtungen iber seltene Waldbäume in West-
preussen etc. Abh. zur Landeskunde von Prov. Westpreussen. Heft
IX, Danzig 1895.
KLINGE, J.: Bericht äber im Jahre 1890 fär das Ostbalticum
neu gesichtete Pflanzenarten. Sitzungsberichte des Dorpater Naturfor-
scher-Vereins IX (1891). Dorpat 1892. (N. Pl).
Derselbe: Dactylorchidis, Orchidis subgeneris, monographixe pro-
dromus. Acta Horti Petropolitani. Vol. XVII; fasc. 1. 1898. (Dact.
prodr.).
LEHMANN, EbD.: Flora von Polnisch-Livland etc. Arch f. die
Naturk. Liv-, Ehst- und>Kurlands. II. Serie, Bd. XI, Lief. 1. Jurjew
(Morpat) 1895 (£: 0).
Derselbe: Nachtrag (I) zur Flora von Polnisch-Livland etc.
Arch. f. d. Naturk. etc. II Serie, Bd. XI. Lfrg 2. Jurjew 1895. (ÅL.
El. Suppl.)
MATSSON, L. P. R.: Rose osilian&e. K. V. A. Öfvers. 1900, N:o 2.
Stockholm.
SASS, ÅA. VON: Die Phanerogamenflora Oesels etc. Arch. f. d.
Naturk. etc. II Serie. Bd. I. Dorpat 1860.
SCHMIDT, FR.: Flora des silurischen Bodens von Ehstland, Nord-
Livland und Oesel. Arch. f. d. Naturk. II Serie, Bd. I. Dorpat 1859.
(Smt. Fl).
SKOTTSBERG, C.: Viola-former från Ösel. Botaniska Notiser 1900.
HRPsetand 1900.
SKOTTSBERG, OC. & VESTERGREN, T.: FEinige im Jahre 1899 fär
Oesel neu gefundene Pflanzen. K. V. A. Öfvers. 1900. N:o 3. Stock-
holm.
Abkärzungen.
I bedeutet, dass wir selbst die Pflanze gefunden haben. ;
Arensburg! . . . Ansekäll! ete.: Von A. bis A. ausgebreitet.
6
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
Fam. Synanthereg&.
Bidens tripartita L.
Nur in den östlichen Teilen der Insel gesehen: Masick
unweit Orisaar! In der Umgebung von Neulöwel an
mehr. Stellen! zwischen Kangern und Töllist! Arens-
burg!
Obs. Bidens cernua L. wird von NScHmiIotT ohne
nähere Angaben aufgenommen. Von uns auf Oesel nicht
angetroffen.
Chrysanthemum Leucanthemum L.
Durch die ganze Insel sehr verbreitet.
var. coronopifolia Hn.: Lode! Wikki! Orisaar!
Matricaria inodora L.
Wikki! Mustelhoff! Ninasse-Pank! zwischen Ori-
saar und Neulöwel hier und da! Töllist! — Insel A bro!
M. maritima L.
Am Meeresstrande: Ansekäll! Insel Filsand!
M. Chamomilla L.
Hier und da, häuvfiger als M. inodora: Mustelhoff!
Ninasse-Pank! Könno! zwischen Metzekäll und Par-
rasmetz! Karris! Masick! Tomel! Neulöwel! Nach
SCHMIDT besonders in der Wiek und auf Oesel vorkom-
mend.
M. discoidea DC.
Wikki! WEdrökö" Mustell Neulöwel! — Insel
Filsand!
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. så
10.
EL:
12:
1128
14.
Anthemis tinctoria L.
Häufig in Äckern.
f. mit schmalen, fast ganerandigen Blattlappen, aut
einem Brachfeld bei Kattfel!
A. arvensis L.
Eervund: da: Ansekull!...Mustelt;...Orisaar!
Obs. För Oesel von BruUTtTAnN nach SmM7. FL. ange-
geben.
Achillea Ptarmica L.
Selten: Im östlichen Teile der Insel bei Sonnen-
burg! Orisaar! Tomel! — Lemmalsnese (Sass in
SM7. FL.), Arensburg (WERNER in SMr. FL.)
A. millefolium LÅ.
Häufg.
var. lanata KocH: Am Meeresstrande: Ansekäll!
Ninasse-Pank! Orisaar! — Insel Filsand!
Tanacetum vulgare L.
Hier und da: Arensburg! Lode! Seppa! Kiel-
kond! Taggamois! Mustel! zwischen Metzekäöll und
Parrasmetz! Karris! Orisaar! zwischen Neulöwel
und Arensburg, 6 Werst von der Stadt! — Insel Fil-
sand! (SmMt. FL.)
Artemisia Absinthium LL.
Selten: Taggamois! zwischen Orisaar und Neu-
löwel, 14 Werst von O.! Karral (SMt. FL.)
A. rupestris L.
Selten: Kielkond in einer Sandgrube! . Auf Ni-
nasse-Pank, auf sehr därrem Boden! (Smt. F1.) Insel
Filsand am felsigen, sandigen Meeresstrande! — Pich-
tendahl (Sass in SM7. FL.); Arensburg (WERNER, BRUT-
TAN in SMT. FL.)
A. campestris L.
Ziemlieh häufig; Ansekäll!...Orisaar!
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
B sericea FR.: Ansekäll! zwischen Arensburg und
Ansekiäll, 10 Werst von der Stadt! zwischen Tag-
gamois und Hundsort! — Insel Filsand! Ins. Abro -
(Smtr. FL.) |
A. vulgaris L.
Ziemlich häufig.
x
A. maritima L.
Insel Filsand am felsigen Meeresufer! Kirasaar
(DvEMBERG), Kusnem (SAss), O1o (ScHmMioT), Kurrefer
in der Näbe von Taggamois (SCHMIDT, JACOBSOEN),
Waigatinsel (Sass), Rootsikäill(LucE, LEDEBoUR), alle
diese Angaben nach SmMr. FL.
Senecio paludosus L.
Selten: Sandel (Sass in SmMrz. FL.).
S. Jacobea L.
Nicht selten, öber der ganzen Insel verbreitet.
8. silvaticus L.
Selten: Metzekäill! — Insel A bro!
S. vulgaris L.
Häufig. Auch in Sanddiinen unweit Ansekäll!
var. Uittoralis Mort.: Meeresstrand bei Ansekäll!
und auf Filsand!
Gnaphalium arenarium L.
Selten: Ficht (SAss in SMT1. FL.)
G. uliginosum L.
Nicht häufig. Wedroko! Hundsort! Mustel! Ori-
saar! zwischen Kangern und Töllist!
G. silvatiecum L.
Nur im westlichen Teile, selten: Beim Widokruge!
Mustel! Könno! Metzekäll!
Antennaria dioica (L.) GARTN.
Häufig. Bei Arensburg kam auf därrem Boden
eine f. monocephala vor.
var. corymbosa HN.: Seppa! Lode! Widokrug!
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 7. 9
25. Filago montana L.
Besonders im nordwestl. Teile, auf diärrem Boden
im Kieferwalde ete.: Wido! Piddul (SmMt. F1.); zwi-
schen Piddul und Mustel! Mustel! (Smrt. FL.) zwischen
Mustel und Metzekäll! Hundsort! Arensburg!
Kergel (Sar. FL).
26. F. minima (SMT.) PERS.
Einige Exemplare zwischen Mustel und Metzekäll
gefunden!
27. Inula Helenium L.
An Wegesrändern, auf Bauplätzen u. s. w.: Wido!
zwischen Taggamois und Oio! Mustel! Karris (SMr.
F1.); Tomel! Neulöwel! zwischen Kangern und Töl-
list!
28. I. salicina L.
Gemein in Laubwiesen.
29. Bellis perennis L.
Wahrscheinlich nur verwildert: Arensburg beim
Wege nach Sworbe! Könno beim Gute!
30. Aster Tripolium L.
Am Meeresstrande, besonders den äusseren Schichten
der Strandwiesen angehörend; sehr verbreitet. Z. B.
Naswa! Kirasaar! Orisaar! Kasti!
31. HErigeron acris L.
Häufig.
var. grandis HN.: Kattfel!
32. Solidago Virgaurea L.
Durch das ganze Gebiet, recht häufig.
f. subglabra NEUMAN, Bot. Notiser 1896. Pag. 279.
Fast glatte Form; am Meeresufer der Insel Filsand!
33. Hupatorium cannabinum LDL.
Selten: Neulöwel! iN emem Bächlein.
34. Petasites officinalis MOoENCH.
Sehr selten: Käsel (Sass nach SMt. FL).
10
39.
36.
37.
38.
39.
40.
41.
43.
)
44.
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
Tussilago Farfara L.
Nur bei Könno! und Parrasmetz!
Centaurea Scabiosa L.
Häufg.
C. Cyanus L.
Gemein.
C. Jacea DL.
Gemein.
f. humilis SCHRANK: zwischen Taggamois und Oio!
Carlina vulgaris L.
Ziemlich häufig.
Carduus crispus L.
Hier und da: Arensburg! Kattfel! Wikki! Wido!
Taggamois! Ninasse-Pank! Karris! Orisaar! Lai-
mjal! Neulöwel! — Ins. Filsand!
Cirsium lanceolatum LL.
Häufg.
C. palustre (L.) ScoP.
Ansekäll! Kielkond! Kasti! Wahrscheinlich nicht
selten.
C. heterophyllum (L.) ALL.
Hier und da, in feuchten Wiesen und Laubwiesen:
Wido! Wedroko! Taggamois! Piddul! Mustel! Met-
zekäll! Neulöwel! zwischen Kangern und Töllist!
beim Wege nach Sall!
C. heterophyllum (L.) ALL. X oleraceum (L.) ScoP.
Auf einer feuchten Wiese beim Piddul-Flusse, mit
den Eltern!
C. oleraceum (L.) ScoP.
Ziemlich selten, nur im westlichen Teile gesehen:
Ansekiäll! zwischen Arensburg und Kergel! Piddul!
Ins. Abro:
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 11
45. C. acaule (L.) ScoP.
Gemein auf därren, sonnigen Standorten.
var. caulescens RotH: Mustel! Neulöwel!
46. &C. arvense (L.) ScoP.
Gemein.
27. Lappa minor (ScHKUHR) DC.
Selten: Kielkond! Ninasse-Pank! Metzekäll! zwi-
Karris und St. Johannis! Tomel! Neulöwel!
48. L. officinalis ÅLL.
Selten: Ninasse-Pank! zwischen Mustel und Met-
zekill! — Ins. Abro (Smart. FL.)
49. IL. tomentosa (MILL.) LAM.
Nicht selten: Kielkond!...Taggamois!...Ori-
saar!
50. OCichorium Intybus L.
Vorzugsweise im nördl. Teil, an Weges- und Acker-
rändern: Kielkond! Könno! Karris! Sonnenburg!
Masick! Orisaar! Kasti!
51. Sonchus arvensis L.
Nur in den östlichen Teilen gesehen: Parrasmetz!
Karris! Masick! Orisaar! Neulöwel! Töllist! un-
weit Arensburg!
fuanaritimd, VG. fins. Bölsana tt VeliSva br
Bas 222.
52. 8. oleraceus L.
Mustel! Orisaar! Neulöwel! Töllist!
533. S. asper (L.) ALL.
Nicht selten: Wido!... Taggamois! Mustel!...
Orisaar!...Neulöwel!
34. Lactuea muralis (L.) D. Don.
Selten; im Fichtenwald und schattigen Laubwald:
Kattfel! zwischen Piddul und Mustel! beim Jerwe-
metz'schen See! Sall! (Smr. F1.), Ins. Abro! (Smt. FL1.),
Kolz (Svt. EF1.), Mento (JACOBSOHN in SMT. FL.), Tag-
gamois (SMT. in L. Fr. Suppl).
a.
38.
09.
60.
61.
62.
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
Lampsana communis L.
Hier und da: Ansekäll! Mustel! Karris! Neulö-
wel! Kangernkrug!
Tragopogon pratense L.
Häufig.
Scorzonera humilis L.
Laubwälder und -wiesen, gemein.
Obs. In L. FL. Pag. 272 ist Picris heracioides 1 för
Oesel aufgenommen, ohne irgend eine Bemerkung.
Crepis paludosa (L.) MoENCE.
Feuchte Wiesen; sehr oft vorkommend, insbesondere
fir feuchte Laubwiesen sehr charakteristisch.
C. biennis L.
Hier und da: Arensburg! Kielkond! zwischen Pid-
dul und Mustel! Mustel! Könno! Metzekäll! Sall!
var. integrifolta UzcHtTR.: Kielkond!
C. tectorum L.
Hier und da, durch das ganze Gebiet.
f. pygmea Ssöstr.: Kergel! Kattfel!
C. premorsa (L.) TAUSCH.
Zerstreut: Arensburg!...Orisaar! Mustel!...
Taggamois!
Hieracium (Pilosella L.) ”albolineatum DAHLSTEDT n.
subsp. mscr.
Ansekäll! Arensburg! 3,5 W. westl.. von A.!
Kergel!
H. "breve DAHLST. n. subsp. mscr.
Selten: Arensburg!
H. " cinericolor DAHLST. n. subsp. mser.
Selten: Arensburg!
H: " colorans DAHLST. n. subsp. mser.
Selten: Arensburg!
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 7: 13
66. H. "firmistolonum DAHLsT. var. rigidistolonwm DAHLST.
n. var. mscr.
Selten: Kielkond!
67. H. " magnipes DAHLST. n. subsp. msocr.
Selten: Insel Filsand!
68. H. "precinereum DAHLST. n. subsp. mscr.
Arensburg! Ansekäll!
69. H. atriceps DAHLST. nov. spec. mser.
Selten: Därre Heiden unweit Arensburg!
70. H. Auricula LAME. & DC.
Hier und da, z. B. Arensburg! Lodet Töllist!
Kielkond! u. mehr. Stellen.
f. subpilosum N. & P.: zwischen Arensburg und
Orisaar, 4 W. von A.! Lode!
71. H. suecicum FR. f. valdepilosum N. & P.
Ansekäll! Oio!
72. H. "subfloribundum N. & P.
Selten: Ansekäöäll!
73. H. nigriceps N. & P.
Selten: Am Friedhofe der Stadt Arensburg!
74. H. collinum GocEN. var. longipilum N. & P.
IAfnse kur Wido! fölliste ESS oAtRo!
753. H. pubescens LINDBL. ” cymigerum REICH. var. calvipe-
dunculum N. & P.
Selten: Mäpe!
76. H. ”"hirtelliceps DAHLST. n. subsp. mscr.
Kielkond! Ansekäll!
77. H. "polymnoon N. & P. 8 rindoicum N. & P.
Kielkond! Kattfel! — Ins. Eilsand!
78. H. "nigrans ÅLMQU. var. osiliense DAHLST. n. var. mscr.
Selten: Mäpe! Kattfel!
14
79.
30.
ol
82.
33.
34.
39.
36.
J-
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
H. cymosum L. "tabergense DAHLSt. var. stiptadenoides
DAHLST. n. var. mscr.
Kielkond! Taggamois! — Ins. Filsand!
H. poliodermum DAHLsT7. " transbalticum DAHLST. n. subsp.
mscer.
Selten: Ins. Filsand!
H. florentinum ALL. ”" prealtum VILL. var. septentrionale
NICEES
Selten: Zwischen Arensburg und Orisaar, 4 W.
von der Stadt!
H. "lyceense N. & P.
Ansekäll! Arensburg! 3,5 W. westlich von A.!
Oio!
H. " polioeladum N. & P. var. tenebricans (NORRL.) f. se-
tostus DAHLST. n. form. mscr.
Selten: Kattfel!
H,. magyaricum N. & P. 7 amnoon N. & P.
Selten: Mäpe!
H. ”"arvorum N. & P. var. nudifolium DAHLST. n. var.
mscr.
Kielkond! Taggamois! Mustel!
H, ” parvistolonum N. & P.
Taggamois! Mustel!
H. furfurosum DAHLST. nov. spec. msecr.
Selten: Kielkond im Fichtenwald!
H. pellucidum Lst.
Nicht selten, im Walde: Kattfel! Kielkond!
Könno! Arensburg! Wido!
H. pretenerum ALMQU.
Kattfel! Kielkond! im Fichtenwald.
H. (silvaticum (L.)) ”submaculosum DAHLST. nov. subsp.
mscr.
Selten: In schattigem Walde bei Mäpe!
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 15
91. H. acroleucum NSTENSTR. var. acroleucoides DAHLST n. var.
mscr.
Wido! Kattfel! Beim Jerwemetz'schen See!
92. H. cesium FR. ”albipes DAHLST. n. subsp. mscr.
Selten: Wido!
93. H. "atrum DAHLST.
Hier und da, Fichtenwald im westl. Teile der Insel:
Mäpe! Wido! Kielkond! Oio! Mustel! Könno! —
Ins. Filsand!
94. HH. " Osilie DAHLST. n. subsp. mscr.
Nicht selten: Ansekäll! Wido! Mäpe! Oio! Ta g-
gamois! — Abro!
95. H. "ravusculum DAEHLST.
Mäpe! Oio! Kattfel!
96. H. ”variabile LÖNNB. 8 subgalbanum DAHLST. n. var.
mscr.
Könno! Karro!
97. H. porrigens ÅALMQU. ”virenticeps DAHLST.
Selten: Wido! Könno!
98. H. vulgatum (FR. p. p.-) ALMQU.
Nicht selten: Piddul! Mustel! Karro! Neulöwel!
99. H. irriguum FR. ”lepiduliforme DAELST. n. subsp. mscr.
Mustel! Beim Jerwemetz'schen See!
100. H. rigidum HN.
Mustel! Neulöwel! Kasti!
101. H. "alphostietum DAHLST. n. subsp. mser.
Selten: Oio!
102. H. umbellatum L.
Nicht selten: Wido! Zwischen Taggamois und
Oio! Mustel! Orisaar! Neulöwel!
103. Taraxacum officinale (WEB.) WIGG.
Gemein.
16 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
104. T. corniculatum KIT.
Selten: Ansekäll! Arensburg! zwischen Läim-
mada und Wido! Ins. Filsand!
105. T, palustre EHRH.
Am Meere: Arensburg! Hundsort! Oio! |
106. Leontodon hispidus LÅ
Auf Oesel zieml. häufig. Auch auf Abro!
107. L. autumnalis L.
Recht gemein: Wido!... Mustel!... Orisaar!
Zwischen Kangern und Töllist! Sall!
108. Hypocheris maculata L.
Uberall, auf Wiesen.
Fam. Dipsacacee&e.
109. "Trichera arvensis (L.) ScHRAD.
Ziemlich häufig. — Eine Form mit weissen Bliten
bei Neulöwel!
110. Succisa pratensis MoENCH.
Hänvfig.
111. sScabiosa Columbaria L. j
Hier und da: 3 W. nördlich von Ansekäll! Anse-
käll! Neulöwel! Insel Filsand! (JäscHE und DUuHM-
BERG), Reo (DuBMB.), Naswa (DvamMB.), Karral (SAss)
alle in SM7. FrL.; Kasti (KLINGE in L. Fr.)
Fam. Valerianace&.
112. Viburnum Opulus L.
Ziemlich häufig; gehört der Gesträuchvegetation der
Laubwiesen an: Arensburg! Ansekäll! Kielkond!
..: Taggamoist..: Könno!.s i, Neulöyrel!
113. VWValeriana officinalis L.
Häufg.
8 SSEVERSSES ISEN
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL: BAND 27. AFD. III. N:O 7. 17
114.
lo:
116.
Eg:
118.
VAG
120.
121.
NA
f. tenwifolia VAtL.: Ansekäöll! Kattfel! Mustel!
Orisaar! Filsand!
Valerianella olitoria (L.) PoLL.
Auf Äckern, Brachfeldern u. s. w.: Ansekäll!
Wikki! Insel Filsand (Smr. in L. FL); Ficht (SmMr.
F1.); Ins. Abro (BRUTTAN und ScHMIDT in SM7. FL.);
Ins. Waigat, Sall (Smr. in L. F1.).
V. Morisoni (SPRENG.) DC.
Auf Brachfeldern, selten: Oio! Wikki! Mustel!
Könno! é
Fam. Rubiace&e.
Asperula tinctoria L.
Häufg.
A. odorata L. ; :
Sehr selten: Insel Abro, im-dichten Laubwalde,
zuweilen in recht grossen Flecken! (Smt. Fr.) Kolz
in der Halbinsel Sworbe (Smart. F1.; GÖGGINGER nach
Tag ET).
Galium boreale L.
Gemein.
f. litorale K. JoH.: Meeresufer bei Orisaar!
G. palustre L.
Häufig.
var. decipiens HN.: Wido! Oio! Taggamois! Pid-
dul! Orisaar! Neulöwel!
G. uliginosum LDL.
Nur selten von uns gesehen: Kielkond! Orisaar!
Ins. Filsand!
G. Mollugo LDL.
Nicht selten.
G. Mollugo L. X verum L.
Hier und da: Kielkond! Mustel! Könno! zwischen
Mustel und Metzekäll! Karris! Orisaar! Kölljal!
Arensburg!
S
4
18
122.
123.
124.
125.
126.
128.
129.
SKOTTSBERG UND VESTERGREN,; Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
G. verum LDL.
Gemein.
var. albidum HS.: Oio! Taggamois! Karris! Ori-
saar! Neulöwel!
var. litorale BréB. Am Ufer bei Hundsort! und
auf Filsand!
G. Aparine L.
Hier und da: Siksaar! Piddul! Pulli! Kasti!
G. " Vaillantii DC.
Häufiger als G. Aparine kommt diese Unterart vor:
Arensburg! Kergel! Ansekäll! Hundsort! Tag-
gamois! Ninasse-Pank! Orisaar!
Fam. Caprifoliace&e.
Lonicera Xylosteum L.
Häufig in Wiesen und Wiäldern.
Linn&ea borealis L.
Selten, von uns mnie gesehen: Mustel (WERNER in
SMmt. Fr), Filsand (BRUTTAN in SMT7. FL.) Ojametz
CONWENTZ), Taggamois (CONWENTZ; SMT. FL.)
Fam. Campanulace&.
Campanula Cervicaria L.
In Laubwiesen, hier und da, Arensburg! Oio! Tag-
gamois! (Smt. F1.) Mustel! zwischen Neulöwel und
Arensburg, unweit der russischen Kirche! — Töl-
list, Lode, Kandla, Tahhul, Karredahl(KIERRULEF),
alles nach SmMt. Fr.
C. glomerata DL.
Gemein. Arensburg!... Kielkond!... Mustel!
... Orisaar! — Die Inseln Abro und Filsand!
C. latifolia L.
Selten: Im tiefsten Schatten am Fusse des Sall'-
schen Kraters! (MÖLLER; SMt. F1.); Töllist (SMt. FL);
auf A bro (BUNGE in SMt. FL).
- RAN
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 19
130.
131.
132.
133.
134.
135.
136.
C. 'Trachelium LDL.
Gemein und durch das ganze Gebiet verbreitet. Eine
Form mit weissen Bläten mit Orisaar!
C. rapunculoides L.
Selten, nur im nördlichen Teile gesehen: Mustel!
Karris! Orisaar! Laimjal!
C. patula L.
Nur in den nördl. und nordöstl. Teilen: Mustel!
zwischen Mustel und Metzekill! Parrasmetz! Ori-
saar! Laimjal! Neulöwel! zwischen Kangern und
Töllist!
C. persicefolia L.
Häufig.
Auch mit weissen Bläten: Könno! zwischen Ori-
saar und Neulöwel, 16 W. von O.!
C. rotundifolia L.
Sehr hänufig.
Jasione montana L.
In den westl. und nordwestl. Teilen hier und da:
Zwischen Arensburg und Ansekäll, 10 W. von der
Stadt! Widoberg! Kielkond! zwischen Piddul und
Mustel! Mustel! (Smr. FL.) zwischen Taggamois und
Hundsort! Könno! zwischen Mustel und Metze-
käll! zwischen Metzekäll und Parrasmetz! Kar-
mel (SmM7. F't.).
Fam. Convolvulacee&e.
Convolvulus arvensis L.
Häufg.
var. linearifolius CHois.: Neulöwel! Kasti!
C. sepium L.
Selten: Kandla, Kusnem (Sass in Smr. FL.).
Cuscuta europ&ea L.
Ansekiäll! Karris! Neulöwel!
20
141.
142.
143.
149..
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
Fam. Borraginacee&e.
Anchusa officinalis ÅL.
Häufig.
A. arvensis (L.) M. B.
Wie die vorige, in Ackern u. auf Brachfeldern sehr
häuvfig. Mit weissen Blumen: Kattfel! ;
Myosotis palustris (L.) ROTH.
Wahrscheinlich gar nicht häufig: Arensburg! An-
sekäll! Mustel! Metzekäll! Neulöwel! A bro!
M. cgespitosa C. F. NCHULTZ.
Widoberg! Taggamois! Karris! Orisaar! Kan-
gern! Also nur im nördl. Teil von uns beobachtet.
M. arvensis (L.) ALL.
Ziemlich häufig.
M. stricta LINK.
Selten; zwischen Arensburg und Ansekiäll, 13 W.
von A.! Hundsort! Zwischen Mustel und Könno!
M. collina HOoFFM.
Selten: Arensburg! zw. Arensburg und Anse-
käll! Kaugatomapank bei Ficht (Smart. FL.)
Lithospermum officinale L.
Selten: Nur auf A bro! (BUNGE, SM7. FL.).
L. arvense L.
Häv£fig vorkommend.
Pulmonaria officinalis L. ” obscura Dum.
Ziemlich selten; in schattigen Laubwäldern bei
Arensburg! Mustel! Neulöwel!
Echium vulgare L.
Nicht selten: Ansekäll!... Taggamois! Mustel!
Orisaar!... Neulöwel!... Arensburg! — TIns.
A bro!
EYE
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL.: BAND 27. AFD. III. N:0 7. 21 '
158.
Cynoglossum officinale L.
Zierstreut: Kielkond!i.s> Tas samonrst... Ort
saar!... Neulöwel! — A bro! und Filsand!
Echinospermum Lappula (L.) LRHM.
Recht selten und nur im nordwestl. Teil gefunden:
Wikki! Kielkond! Taggamois! zwischen 'Tagga-
mois und Oio! Ninassepank!
Asperugo procumbens L.
Nicht häufig und nur im westl. Teil verbreitet:
Arensburg! Mustel! Ninassepank! — Die Inseln Fil-
sand! und A bro! :
Fam. Labiate.
Mentha silvestris L.
Sehr selten: Zwischen Kangern und Töllist, bei
einer Hätte in der Nähe des Kreuzweges!
M. gentilis L.
Selten: Mustel! Töllist!
M. aquatica L. a« capitata FR.
Oio! Kielkond! Wido! Arensburg! Pyha (WER-
NER In SMT. FL.).
M. arvensis L.
Meistens in den nördlichen Gegenden angetroffen:
Zwischen Taggamois und Oio! Mustel! Beim Jer-
wemetz-See! Metzekäll! Karris! Orisaar! Neu-
löwel!
Lycopus europeus L.
Hier und da: Arensburg! Zwischen ÅA. und Anse-
käll, 10 W. von der Stadt! zwischen Limmada und
Wido! Kielkond! Karris! Neulöwel! Kasti! -—
A bro!
Origanum vulgare L.
Durch das ganze Gebiet häufig.
"22 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
159.
160.
161.
162.
163.
164.
165.
166.
167.
168.
169.
Thymus Serpyllum L.
Häufg.
Eine Form mit weissen Bläten bei Mustel!
Calamintha Acinos (L.) CLAIRV.
Häuvfig.
Clinopodium vulgare L.
Häufig.
Scutellaria galericulata ÅL.
Hier und da, vorzugsweise in den nördl. Teilen: Wido!
Kielkond! Hundsort! zwischen Piddul und Mustel!
Mustel! Masick! Orisaar! Neulöwel!
S. hastefolia L.
Selten: Auf Filsand! Taggamois! (Smt. F1.); —
Ins. Abro (BunGE).
Prunella vulgaris L.
Sehr häufig.
Mit rosafarbigen Bläten: Mustel! Karris!
Nepeta Cataria L.
Hier und da: Kielkond! Widokrug! Hundsort!
Taggamois! Mustel! Pulli! Neulöwel! Kangern!
— Ins. Abro (DvHMBERG in SMT. FL).
Glechoma hederacea L.
Hier und da, sehr verbreitet: Arensburg! Kergel!
Kielkond! Oio! Mustel! Karris! Neulöwel! Kasti!
Dracocephalum thymiflorum L.
Selten: Ein Brachfeld bei Arensburg!
Obs. D. Ruyschiana L., för Filsand nach WERNER
in SMTt. FL. angegeben, ist zweifelhaft.
Ballota ruderalis Sw.
Selten: Kielkond! Arensburg im Festungsgraben
(SMt. F1.).
Betonica officinalis L.
Selten: Kasti (WERNER in SMT. FL.; Dr. P. HJ. ÖLSSON
1898: auf abgeschwendetem Lande, mindliche Mittei-
lung zu uns).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 23
170.
174.
175.
NO:
178.
Stachys silvatica L.
Am meisten im sädlichen Teil gesehen: Siksaar!
Arensburg! Kasti! zwischen Neulöwel und Arens-
burg, 5 W. von A.! Sall! zwischen Kangern und
Töllist! Ubrigens: Taggamois! Karris!
S. palustris L.
Hier und da: Mustel! Karris! Masick! Orisaar!
Töllist! zwischen Arensburg und Neulöwel, 3 W.
von A.! Sall! zwischen Arensburg und Kasti!
Leonurus Cardiaca L.
Hier und da, durch das ganze Gebiet: Ansekäll!
Limmada! Kielkond! Mustel! Ninassepank! zwi-
schen Orisaar und Neulöwel! Sall! — A bro!
Lamium album L.
Hier und da: Ansekiäll! Lämmada! Wido! zwi-
schen Oio und Taggamois! Mustel! Karris! Wek-
sakrug! Sall! Kasti!
L. purpureum LL.
Häufig.
L. " hybridum ViLL.
Selten: Wido!
L. amplexicaule L.
Hier und da: Arensburg! Ansekäll! Wido!
Wikki unweit Kielkond! Oio! — A bro!
Galeopsis Ladanum L.
Hier und da: Siksaar! Kattfel! Kielkond! Wi-
dokrug! Hundsort! Mustel! Masick! Orisaar!
f. globosa K. JoHANSSON: In »Alvar»-Vegetation bei
Hundsort!
G. Tetrahit L.
Zerstreut: Ansekäöll! Widokrug! Mustel! Kön-
no! zwischen Masick und Metzekäll! Orisaar! Neu-
löwel! — A bro! Filsand!
24
IN49:
180.
184.
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
G. versicolor CURT.
Nur in den nördl. und östl. Teilen gefunden: Zwi-
schen Mustel und Metzekäll! Karris! Neulöwel!
zwischen Kangern und Töllist!
Marrubium vulgare L.
Sehr selten: Limmada beim neuen Schulhause an
der Wegkante! (Smt. F1.).
Teucrium Scordium L.
Auf feuchten Wiesen sehr oft vorkommend.
Ajuga reptans L.
Selten: A bro (WERNER, BRUTTAN in SM7. FL.).
A. pyramidalis L.
Selten: Waldesheim auf Sworbe SOFTER BRrRUT-
TAN in SMT. FL.).
Fam. Oleace&e.
Fraxinus excelsior L. É
In allen Laubwiesen, aber + spärlich.
Fam. Asclepiadacee.
Cynanchum Vincetoxicum (L.) R. BR.
Selten: Kibbasaar (Smrt. FL.), Sandel (Sass und
SMT. in SM. FL), Köln (Sass in Smt. FL).
Fam. Gentianacee&e.
Gentiana Amarella L. ” axillaris (SM.) MURB.
Selten: Ansekäll!
G. ceruciata L.
Im östlichen Teil der Insel, selten: Sall (DuEM-
BERG in NSMT. FL), Altlöwel (Sass in St. F1.). On-
weit Neulöwel fanden wir sterile Exemplare einer
Gentiana, die ohne Zweifel dieser Art gehörten.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD: III. N:0O 7. 25
188. Erythrea vulgaris (RAFN.) WITTR.
Jerwe! Kirasaar unweit Kielkond! Mäpe! Ori-
saar! Masick! Kasti! Wahrscheinlich iberall am
Meeresstrande.
var. gotlandica WittrR.: Wido! Taggamois!
1894: E. Centaurium (F.), Pers.
Selten: Wedroko! Mustel! Jerwemetz'cher See
(SMt. Fr.) Kergel (SmMr. F'Lr.).
190. E. pulchella (SM.) FL.
Selten: Kattfel (Sass in SMrt. F1.); Abro (SMt. F1.).
191. Menyanthes trifoliata L.
Arensburg! Wido! zwisehen Kielkond und
Piddul! beim Jerwemetz'schen See! Orisaar! Wahr-
seheinlich nicht selten.
Fam. Solanace&e.
192. Lycium barbarum LL.
Mustelhoff! verwildert.
193. Solanum Dulcamara DL.
Hier und da.
194. S. nigrum L.
Kielkond! Mustel! Töllist! Kasti! Am Meeres-
strande um Sworbe nach SmMr. FL. |
195. Hyoscyamus niger L.
Eier und da»! Anse ku wiatA remsbur et...
Kielkond... Taggamois!... Mustel!... Orisaar!
Tomel! ;
Fam. Scrophulariace&e.
196. VWVerbaseum Thapsus L.
Hier und da durch das ganze Gebiet.
197. V. nigrum L.
Verbreitung wie die vorige; noch gemeiner.
26
198.
200.
201.
202.
203.
204.
205.
206.
207.
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
Scrophularia nodosa L.
Ziemlich häufig und durch das ganze Gebiet ver- ;
breitet; auch auf Abro!
Linaria vulgaris MILL.
Nicht selten: Jerwe! Kattfel! Kielkond! Mustel!
Ninassepank!zwischen Mustel und Metzekäll! Tag-
gamois! Masick! — Ins. Filsand!
L. minor (L.) DESsF.
Selten: Unweit Hundsort in einem Acker!
Veronica longifolia L.
Ziemlich selten: Kielkond! Mustel! Töllist!
Kaso!
V. spicata L.
Nicht häuvfig: Jerwe! Kattfel! Taggamois! Mu-
stel! Neulöwel! — Ins. Filsand!
V. officinalis L.
In den Nadelwäldern des westlichen Teiles recht
gemein: Arensburg!... Kielkond!... Mustel!
V. Chamedrys L.
Gemein.
V. Teucrium L. (In Si. Fi. V. latifolia L.).
Selten: Masick unweit Orisaar! zwischen Neu-
löwel und Arensburg unweit der russisehen Kirche!
Karmel (BRUTTAN in SMT. FL.)
V. scutellata L.
Nicht selten: Siksaar! Mustel! zwischen Mustel
und Metzekäll! Masick! Neulöwel! u. s. w.
f. villosa ScHuM.: Mustel!
V. aquatica BERNH.
Hier und da: Jerwe! Ansekäll! Kielkond! beim
Jerwemetz-See! Mustel! zwischen Mustel und Met-
zekill! Masick!
bd
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 27
208.
209.
210.
211.
212.
213.
214.
215.
216.
217.
218.
219.
V. Anagallis L.
Diese Art scheint auf Oesel seltener als die vorige
zu sein; von uns nur bei Taggamois und Neulöwel
angetroffen.
V. Beccabunga L.
Aufgezeichnet för Widoberg! Kielkond! Tagga-
mois! Kasti! Wahrscheinlich häufiger.
V. serpyllifolia L.
Gemein.
V. arvensis L.
Hier und da.
V. verna L.
Nur im säödwestl. Teil gesehen: Arensburg!
Ansekäll! Kergel! — Ins. Abro!
V. agrestis L.
Hundsort! Mustel! Könno! Neulöwel!
V. hederifolia L.
Selten! Ansekiäll! Arensburg (WERNER in SMT.
F't1.).
Odontites rubra GILIB.
Mustel! Orisaar! Masick! Neulöwel!
O. simplex (HN.) KROK.
Selten am Meeresstrande: Orisaar! Ins. Filsand!
Euphrasia stricta Hosr.
Hier und da: Wedroko! zwischen Taggamois und
Oio! Karris! Masick! zwischen Kangern und Töl-
list! Neulöwel! — Filsand!
E. suecica MURB. & WETTST.
Selten: Zwischen Arensburg und Kielkond, 13 W.
von A.!
E. tenuis (BRENN.) WETTST.
Scheint nicht selten zu sein: Oio! Taggamois!
Hundsort! Piddul! Masick! Neulöwel!
28
220.
221.
Dö
Nn
O0
224.
(NS
DD
(
LS
DD
-—J
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL..
.
E. montana JORD.
Selten: Kielkond!
Rhinanthus major EHRH.
Gemein.
Rh. minor EHRH.
Gemein.
Sceptrum Carolinum (L.) HN.
Selten: Laubwiese auf Widoberg! (Smr. Fr),
Karris (WERNER in SMT7. FL.)
Pedicularis palustris L.
Zerstreut durch das ganze Gebiet.
Melampyrum cristatum L.
Hauptsächlich im östl. und säödl. Teil verbreitet;
äbrigens seltener: Kielkond! Mustel! Karris!
f. pallens HNSN.: Seppa! Oio! Kattfel! Mustel!
Karris! Orisaar! Neulöwel!
M. arvense L.
Am meistens im Westen und Norden gesehen wie
bei Arensburg! Siksaar! Kattfel! Wikki! Mustel!
zwischen Mustel und Metzekäll! iäbrigens Neulö-
wel! Sall! ;
M. nemorosum LL.
In fast allen Laubwiesen vorkommend.
fr. pallens, mit weisslich-grönen Tragblättern: We-
droko! Hundsort! zwischen Taggamois und Oio!
zwischen Neulöwel und Arensburg, 12—13 W. von N.!
f. mit violetten Tragblättern, aber fast ganz weissen
Bliiten bei Neulöwel gefunden.
M. pratense L.
Gemein.
M. silvaticum L. |
Laubwiesen, am meistens im nordwestl. Teil: Wido!
Kielkondi Kattfel! Taggamois! (CoNwENTZ) Hunds-
ort! Piddul! (Smt. Fr) Mustel! Jerwemetz-See!
äbrigens Arensburg! Neulöwel!
Ann;
—LMANAA Ner
-——
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL: BAND 27. AFD: 1IÉ. N:0 7. 29
230. Lathrea Saquamaria L.
231.
232.
233.
234.
230.
236.
237.
2358.
Selten: Karmis (WERNER), Kolz (WERNER), A bro
(SmMTt.), alle in SMt. FL.
Fam. Orobanchace&e.
Orobanche major L.
Selten: Töllist (Sass in SmMrt. FL.).
Fam. Utriculariace&e.
Utricularia vulgaris ÅL.
Selten: Sonnenburg! Siksaar (WERNER), Sandel
(SAsSS), in SM. FL.
U. intermedia HAYNE.
Selten: Siksaar (WERNER) Kasti (SMt.) in SMz. FL.
U. minor L.
Selten: zwischen Orisaår und Neulöwel, 16 W.
von O.! Siksaar (WERNER), Kielkond (BUNGE), in
SMT. FL.
Pinguicula vulgaris L.
Hier und da, zerstreut.
Fam. Primulace2&.
Trientalis europea L.
Hier und da, besonders im Nadelwalde.
Lysimachia vulgaris L.
Ziemlich gemein: Ansekäll!... Arensburg! Kiel-
kond!... Mustel! Hundsort!
L. Nummularia L.
Selten: Kielkond! Mustel (MÖLLER in SMT. FL.),
Sandel (Sass in SMti. FL.).
30
239.
240.
241.
NS
TG
(or
[NG]
=
a
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
Naumburgia thyrsiflora (L.) RCHB.
Selten: Kergel! Neulöwel! Töllist (Sass), Tah-
hul (SMT.) in SMt. FL.
Anagallis arvensis L.
Auf Äckern und Brachfeldern: Oio! Kielkond!
(JÄSCHE u. DUEMBERG), Taggamois! (WERNER), Hunds-
ort! Mustel! (SMt.)), Könno! Neulöwel! zwischen
Kangern und Töllis! Kasti! Mento (MöLLERr). Fremde
Angaben alle nach SMrt. FL.
Samolus Valerandi L.
Selten: Kasti (BuUnGE n. SmMrt. F1.; BRUHNS, KLINGE
ida IA I)
Centunculus minimus L.
Selten: Mäkäll (Smr. in L. Fri. Suppl).
Glaux maritima L.
Am Meeresstrande gemein, auch auf Abro! und
Filsand!
Primula officinalis (L.) JAcq.
Gemein.
P. farinosa L.
Häufig, besonders auf den feuchten Wiesen in der
Umgegend von Arensburg! Auch mit weissen Bliten
dort gesehen.
f. acaulis AHL. Arensburg! Kielkond!
Androsace septentrionalis L. |
Selten: Zwischen Arensburg und Ansekiäll, auf
därrem, sandigen Boden: Jerwe! und 20—21 W. von
Arensburg! zwischen Taggamois und Hundsort!
— Ins. Filsand!
Fam. Plantaginace2A.
Plantago major L.
Häufg.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 7. 31
248. P. media L.
Sehr häuvfig.
249. P. lanceolata L.
Etwas seltener als die beiden vorigen Arten.
250. P. maritima L.
Gemein in Strandwiesen.
f. lanata K. JOHANSSON: Kielkond! und Kira-
saar!im Meeresstrande; zwischen Taggamois und Oio!
Fam. Cornacee&e.
251. Cornus sanguinea L.
Auf feuchteren Wiesen nicht selten.
Fam. Rhamnaceg&e.
252. Rhamnus cathartica L.
Ziemlich häufig.
253. Rh. Frangula L.
Etwas häufiger als die vorige.
Fam. Araliacee&e.
254. Hedera Helix L.
Hier und da: Am Fusse des Widoberg's im Ge-
bäösch! zwischen Kielkond und Piddul (Sass); Ta-
wikrug (KIERULFF); Karris (LucE, Sass); Waldes-
heim auf Sworbe (WERNER, BRUTTAN), alle diese An-
gaben nach SMt. FL.; Oiametz (CoNWENTZ), Leo,
Mäpe, Hirmust (SMT.), Sworbe (CONWENTzZ), alles
nach L. Fri. Suppl.
Fam. Umbellate&e.
No
ot
SA
Conium maculatum L.
Selten: Arensburg! Wikki! Mustel! Ninasse-
pank!
d2
206.
251.
260.
261.
262.
263.
264.
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL:
Myrrhis odorata L.
Arensburg! in eimem alten Garten.
Cherophyllum temulum L.
Selten: Auf Abro nach Bunceg und... BRUTTAN in
SM7. FL.
Cerefolium silvestre (L.) PERS.
Gemein.
Torilis Anthriscus (L.) C. C. GEL.
Hier und da: Arensburg! Lämmada! Kattfel!
Taggamois! Mustel! zwischen M. und Könno! Neu-
löwel! zwischen Kangern und Töllist! Töllist!
Kasti! — A bro!
Daucus Carota L.
In den nördlichen Teilen: Kattfel! Rootsikäll!
Oio! Taggamois! Hundsort! zwischen Mustel und
Könno! Könno! zwischen Karris und St. Johan-
nis! zwischen Orisaar und Neulöwel, 16 W. von
O.! Kölljal! Masick (SmMt), Murratz (WERNER,
DUHMBERG), in SMT. FL.
Laserpitium latifolium L.
Etwa wie die vorige verbreitet; in Laubwiesen:
Widoberg! Kielkond! Öio! Hundsort! Könno!
Neulöwel! Töllist, Wexholm, Mustel (Smr. FL);
Käsel (WERNER nach SMT. FL). £
Heracleum sibiricum LDL.
Häufg. ;
var. angustifolium (JACQ.): Arensburg! Neulöwel!
Pastinaca sativa L.
Hier und da im nordöstl. und östl. Teil: Karris!
Laimjal! Neulöwel! Sall'scher Krater! zwischen
Neulöwel und Arensburg, unweit der russischen
Kirche!
Angelica silvestris L.
In LDLaubwäldern und -wiesen durch das ganze
Gebiet.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 33
265. A. Archangelica L.
Auf Moorwiesen, nach SmM7t. FL.
266. Peucedanum palustre (L.) MoENCH.
Auf feuchten Wiesen häufig.
267. Selinum OCarvifolia L.
In SMt. FL. ohne weitere Angaben aufgenommen.
268. 8. lineare SCHUM.
In Laubwiesen, nur im östlichen und säödlichen
Teil gefunden: in der Umgegend von Arensburg
mehrmals! Jerwe! Seppa! Masick! Neulöwel!
Kasti!
269. Ostericum palustre BESs.
Selten: Naswa, Töllist (Smt.), Abro (BRUTTAN),
nach SmM7. Fi.
270. Libanotis montana CRANTZ.
oo Hier und da durch das ganze Gebiet; auch auf
Filsand!
271. ZEthusa Cynapium L.
Wahrscheinlich nicht gemein: Kielkond! Tagga-
mois! Mustel! Sall! Kasti!
272. OCicuta virosa L.
Wird von NScHMIDT ohne weitere Angaben aufge-
nommen; von uns nie gesehen.
273. AEgopodium Podagraria L.
In Laubwiesen, nicht selten: Arensburg! Anse-
käll! Kattfel! Taggamois! Hundsort! Neulöwel!
Kasti! — Ins. Abro!
274. Carum OCarvi L.
In der Umgegend von Arensburg gemein! äbri-
gens seltener: Örisaar!
275. Pimpinella Saxifraga L.
Häufig.
34 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
276. P. nigra WILLD.
Vielleicht noch gemeiner als P. Saxifraga, perna
um Arensburg! |
277. Sium 1latifolium L.
Selten: Arensburg! Seppa! Wedroko!
278. SS. angustifolium DL.
Hier und da: Rootsikäll! (BIEnErtT), Piddul!
Neulöwel! und 7 W. nördlich davon! zwischen Kan-
gern und Töllist! Koigust (ScamioT nach L. FL.)
279. Bupleurum tenuissimum L.
Selten: Rootsikäöll (KrtriIncE N. Pf.).
250. Sanicula europea L.
In Laubwäldern hier und da: Lode! (WERNER, BRUT-
TAN, SCHMIDT in SMT. F1.), Oio! Kattfel! Mäpe! Mu-
stel! Karral, Taggamois, Kergel (SmMr. F1.); Par-
rasmetz (KIERULFF in SMI. FL); Tawikrug, Leo
(ScHmiDT in L. FL); Oiametz (CONWENTZ); — Insel
A bro! (Smr. FL).
281. Eryngium maritimum LDL.
Selten: Zwischen Surriko- und Leepank (ScHMIDT
bei KrineE, N. Pfl.), Kibbasaar (ScHMIDT in L. FL.)
Fam. Adoxacee.
282. Adoxza Moschatellina L.
Selten: Siksaar (WERNER in SMT. FL.).
Fam. Acerace&.
283. Acer platanoides L.
Hier und da, vielleicht mehr in den Wäldern des
östlichen Teiles verbreitet.
Fam. Nympheacee.
284. Nymphea alba L.
Der See Surjerw! Weksakrug! Wahrscheinlich
mehr verbreitet!
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 35
285.
286.
251.
288.
289.
290.
291.
299.
296.
Nuphar luteum (L.) SM.
Surjerw! Metzekäöll! Weksakrug! Ohne Zweifel
häufiger.
Fam. Ranunculaceee.
Ranunculus Lingua L.
Von uns nur auf zwei Stellen unweit Orisaar ge-
funden!
R. Flammula L.
Häu£fg. .
var. reptans (L.): Arensburg (BRUTTAN in SMr. FL.).
R. auricomus L.
Häufig.
R. cassubicus L.
In feuchten, schattigen Laubwiesen selten fehlend!
R. acris L.
Gemein.
f. squarrosa Last.: Arensburg!
R. repens L.
Wahrscheinlich häufig.
R. polyanthemos L.
Häufg.
R. "nemorosus DC.
Hier und da: Arensburg! Kergel! (Smart. FL.)
Wido! Kielkond! Taggamois (SmMr. F1) Mustel!
Karro! Neulöwel! Töllist! — Ins. Filsand!
R. bulbosus L.
Häuvfg.
R. sceleratus L.
Selten: 4 W. nördlich von Ansekiäll, unweit der
TLandstrasse! Masick! — Filsand!
Batrachium marinum FR.
Selten: Töllist (Sass in SMr. FL).
36 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
297. B. paucistamineum (TAuscH.) GELERT.
a diversifolium (NSCHRANK).
Arensburg! 3,, W. östl. von A.! Lämmada!
BB divaricatum (SCHRANE).
Arensburg! Kotsma! zwischen Taggamois und
Oio! Mustel! Orisaar!
298. Ficaria verna Hups.
Ansekäll! Ohne Zweifel häufiger.
299. Myosurus minimus L.
Kergel! Wahrscheinlich mehr verbreitet.
300. Thalietrum Ad uiderufolum L.
Mento (MÖLLER in SMt. FL.). ScHmipoT bezweifelt
die Richtigkeit der Bestimmung.
301. Th. fiavum L.
Häufig.
302. Th. angustifolium JAcQ.
Selten: Mento (MÖLLER), Abro (BRUTTAN), nach
SMT. FL.
303. Th. simplex L.
Selten: Arensburg! zwischen Taggamois und Oio!
Kasti! Siksaar (WERNER in SM7. Ft.).
304. Anemone silvestris L.
Selten: Rannakäll (WERNER, Sass nach SmMt. FL.)
305. A. nemorosa L.
Gemein.
306. A. ranunculoides L.
Kattfel im Fichtenwalde! Wahrseheinlich nicht
so selten.
307. A. Hepatica L.
Hänuvfig.
308. Pulsatilla pratensis (L.) MILL.
Im westlichen Teil der Insel, för döäörre Wiesen -
sehr charakteristiseh und dort oft reichlich; auch im -
RSA
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 37
Kieferwald (»Pinetum cladinosum»); Arensburg! Ker-
gel! Widoberg! Kielkond! Könno!
309. Caltha palustris L.
Ziemlich häufig.
310. Aquilegia vulgaris L.
Taubwiesen; besonders im westlichen Teil beobach-
tet: Arensburg! Kergel! (Samt. F1.) Kasti! Wido!
Mäpe! Kielkond! Kattfel! Taggamois! Karris!
(Smr. F1.) Sall! Brackelshof (BRUTTAN in SmMrT. FL.),
Sandel (Sass in SMrt. FL.)
all. Delphinium Consolida L.
Auf Ackerrändern, hier und da: Ansekäöll! Wikki!
Hundsort! Oio! Mustel! Masick! Orisaar! Neu-
löwel! Kasti!
312. Actea spicata L.
Schattiger Laubwald: NSiksaar! Kattfel! Ori-
saar! Sall'sceher Krater! Kasti! — Insel A bro!
Fam. Berberidace&e.
313. Berberis vulgaris L.
Selten: Arensburg! Lode! Töllist! Murratz
(Sass in SM7. F1.).
Fam. Papaveracee.
314. Papaver Argemone L.
Hier und da: Ansekäll! Kergel! Oio! Wikki!
Mustel! Orisaar! — Käsel (BUNGE), Arensburg
(KIERULFF), nach SMT. FL.
315. P. dubium L.
Wie die vorige, aber gemeiner. Arensburg an
mehreren Stellen! Wikki! Kattfel! Oio! Tagga-
mois! Hundsort! Könno! Also nur im Westen ge-
funden !
38
316.
318.
319.
320.
322.
323.
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
Obs. P. sommiferum LT. beim Gute Taggamois
verwildert!
Chelidonium majus L.
In den westlichen und nördlichen Teilen: Anse-
käll! Arensburg! Kielkond! Taggamois! Mustel-
hoff! Ninassepank! Karris! Kasti!
Fam. Fumariacee&e.
Corydalis solida (CURT.) HookK.
Selten: Kellamäggi, Kasti (WERNER, BRUTTAN in
SM7. FEL.)
Fumaria officinalis L.
Zerstreut.
Fam. Crucifere.
Brassica campestris L.
Gemein.
Sinapis arvensis L.
Gemein.
var. orientalis (1L.): Oio! Kattfel!
Sisymbrium Sophia L.
Hier und da: Arensburg auf den Strassen! Anse-
käll! Kirasaar! Mustelhoff! Neulöwel! Kangern!
— Filsand!
S. officinale (L.) ScoPr.
Wie S. Sophia verbreitet: Ansekäll! Widokrug!
Kielkond! Mustel! Orisaar! Neulöwel! — Ins.
A bro! und Filsand!
Braya supina (L.) KocH.
Nicht selten auf därren, sandigen Heiden: unweit
Karmel-Grossenhoff! Kattfel! Kielkond! zwischen
Oio und Taggamois! Hundsort! zwischen Karris
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 39
324.
320.
(AG
ND
-—
328.
329.
330.
Sal.
Född.
und St. Johannis! zwischen St. J. und Orisaar! Töl-
list! (SmMr., Sass in SmMr. F1.), Tahhul, Lode (WER-
NER u. BRUTTAN nach SmMt. Fr.) Mustel (ScHICHOWSKI
nach SM7. FL.)
Erysimum cheirantoides L.
Nicht selten: Arensburg! Widokrug! Tagga-
mois! Metzekäll! Karris! Neulöwel! zwischen Kan-
gern und Töllist!
E. hieraciifolium L.
Selten am Meeresstrande: Filsand! (Smrt. FL.),
Kibbasaar (SMmt. FL), Arensburg (BUNGE, BRUTTAN
nach SMT. Fr.)
Alliaria officinalis L.
Selten: Ins. Abro! (SCHMIDT u. DUHMBERG in SM7. F'L.).
Dentaria bulbifera L.
Selten in schattigen Wäldern: Ansekäll! Ins.
Abro! (SMt., WERNER in SMT. F1.), Widoberg! Kib-
basaar und Sandel (Sass), Lode (WERNER), Karral
(SMT.), nach SMTt. Fr.
Cardamine pratensis L.
Nicht häuvfig, am meisten in der Umgegend von
Arensburg gesehen! Lode! Kergel! Masick!zwischen
Kangern und Töllist!
C. amara L.
NSelten: Waldesheim auf Sworbe (Suz. FL.).
C. hirsuta L.
Selten: Insel Filsand! -- Waigatinsel (SCHMIDT in
L. F1. Suppl), Waldesheim und Kaugatomapank auf
Sworbe (SMt. F1.), — Ins. Abro (WERNER in SM7. FL).
Arabis hirsuta L.
Hier und da durch das ganze Gebiet: um Arensburg
häufig! Kergel! Widoberg! Wikki! Mustel! Orisaar!
A. arenosa (L.) ScoP.
Selten: Waldesheim auf Sworbe (SMt., WERNER,
BRUTTAN in SMT. FL.).
40 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
333. A. thaliana L.
Nur selten gefunden: Ansekäll! Wikki! Oio!
" Mustel!
Turritis glabra L.
Hier und da: unweit Arensburg! Ansekäll! Sik-
saar! Liäimmada! zwischen Piddul und Mustel!
Mustel! Jerwemetz'scher See! unweit Metzekäll!
zwischen Karris und St. Johannis! — A bro! und
Filsand!
[Ke]
[SV]
am
335. Barbarea vulgaris R. BR.
Selten: Arensburg im Festungsgraben! nördlich
von Arensburg!
336. B. stricta ANDRZ.
Selten: Arensburg auf verschiedenen Stellen ausser-
halb der Stadt! und im Festungsgraben! (SAss in SMI.
FL.) — Ins. Abro (Smart. FL.).
3317. Nasturtium palustre (LEYss.) DC.
Selten: Orisaar! Metzekäll! — Filsand!
Obs. N. armoracia (L.) FR. verwildert beim Gute
Taggamois!
338. Raphanus Raphanistrum L.
Hier und da: Arensburg! Läimmada! Tagga-
mois! Mustel! zwiscehen Mustel und Metzekäll!
Neulöwel!
339. Crambe maritima L.
Am felsigen Strande, besonders im Westen: Ins.
Filsand! (SmMr. in L. FL. Suppl.), Kibbasaar (St. F1.),
Waigatinsel (Sass in SmMr. Fr), Karral (Smt. FL;
CONWENTZ), Sandel (Sass in SmMr. FEt1.), auf Sworbe
(MÖLLER in SmM7. F1.); — A bro (BUNGE, WERNER, BRUT-
TAN in SMT. FL.)
340. Bunias orientalis L.
Häufg.
3241. Cakile maritima DL.
Zerstreut; am Meeresstrande bei Ansekiäll! auf
Filsand! (Smt. Fr.) Oio! (auf einem Brachfeld) Mento,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 7. 41
Karral (SM. F1L.); Abro (WERNER, BRUTTAN nach SMT.
ET):
342. Neslia paniculata L.
Im nordwestl. Teil zerstreut, öbrigens selten: Katt-
fel! Widokrug! Könno! zwischen Mustel und Met-
zekill hier und da! Taggamois! Karris! Tirimetz
(Smt. EF1.) — Neulöwel!
[SK]
=
(SO
Isatis tinctoria L.
Selten: Felsiger Meeresstrand auf Filsand! (SMr.),
Kibbasaar (SMt.), Arensburg, Abro (WERNER, BruT-
TAN), Rannakäll (Sass), alle nach Smrt. EL.
344. Lepidium latifolium L.
Wie Isatis, Strandpflanze auf felsigem Grund und
wie diese verbreitet. Filsand! (SMrTt.), Waigat (SAss),
Kibbasaar (Smt.), Karral und Abro (Buner fl. exsicc.),
alles' nach Smt. Fr.; Kasti (KLIneE in L. F1.); »aum
westl. und sädl. Strande weit verbreitet, am kleinen
Sunde bei Pyhal» (Smt. in L. Fri. Suppl.)
[CN
=
[bl
L. ruderale L.
Arensburg! (Sur. FL.), Jamma (St. F1.), Ninas-
sepank! — Ins. Filsand!
346. Capsella Bursa Pastoris (1L.) MEDIE.
Häufig.
347. Thlaspi arvense L.
Ziemlich gemein, besonders im nordwestlichen Teil.
348. Senebiera Coronopus (L.) Porr.
Selten: Arensburg (BIENERT).
349. Hutschinsia petrea (L.) R. BR.
Däirre Stellen, Sandhögel, Kalkfelsen etc. im Westen:
Ins. Filsand! zwischen Taggamois und Oio! Tagga-
mors (SvTT ET), Hundsortiökolkt(SamT), Richt
(WERNER u. BRUTTAN), Kergel (BUNGE), nach Smrt. FL.
Arensburg (BIENERT).
42
330.
351.
302.
354.
300.
306.
359.
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
Camelina silvestris WALLRB.
Selten: Wikki! auf einem Brachfeld.
C. fcetida (ScHKUHR) FR.
In Leinäckern, nicht selten im nordöstlichen Teil:
Mustel! Karris! zwischen Karris und St. Johannis!
Orisaar! Neulöwel!
Alyssum montanum L.
Selten: Im Sande zwischen Arensburg und Anse-
käll, 10 W. von der Stadt! Kibbasaar, Kolz (SAss
in SMT. FL.).
Farsetia incana (L.) R. BR.
Selten: Mustelhoff! Tomel!
Cochlearia danica L.
Waigatinsel (Sass in SMr. Fr), Kielkond
(KLINGE n. L. F1.), Filsand (L. F1.). — Gemein nach
SCHMIDT in L. Fi. suppl.
Draba verna L.
Gemein.
f. pingwis TH. ErR.: Kergel!
D. muralis L.
Selten: Ins. Abro! Kaugatomapank auf Sworbe,
Ullokrug (Smrt. FL.)
D. incana L.
Selten: Strandfelsen auf Filsand! Unweit Hunds-
ort auf »Alvar»-boden! Arensburg (BRUTTAN), alle
diese Localitäten auch in SmMt. Fr.
Fam. Polygalace&e.
Polygala vulgare L.
Selten: Mustel!
P. comosum NCHKUHR.
Selten: Kattfel!
Pe
|
f
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 43
360.
361.
362.
363.
366.
367.
368-
P. amarellum CRANTZ.
Häufg.
Fam. Tiliacee&e.
Tilia europea L.
Durch das ganze Gebiet, aber nicht gemein; in Laub-
wiesen und -wäldern eingesprengt, z. B. Arensburg!
Widoberg!t Taggamois! Jerwemetz-See! Metze-
käll! Töllist! Kasti! — Ins. Abro!
Fam. Malvace&.
Maiva moschata L.
Selten: Neulöwel!
M. Alcea L.
: Kielkond! Sall! zwischen Neulöwel und Arens-
burg, 7 W. von der Stadt! — Pyha (Smt.), Kölljal
(DUAMBERG, NSASS), in SMT. FL.
M. vulgaris FR.
Selten: Jamma auf Sworbe (Smr. FL.).
M. borealis WALLM.
Hier und da: Ansekäll! Kielkond! Taggamois!
Mustel! Ninassepank! Karris! Neulöwel! FöllTtsSt
Fam. Geraniacee&e.
Geranium sanguineum L.
Diärre Wiesen etc., gemein. Auch auf Abro und
Filsand!
G. palustre L.
Im Laubwaldgebiet des östlichen Teiles; von uns
hier und da um Neulöwel gesehen!
G. silvatiecum L.
Uber die ganze Insel sehr verbreitet.
44
369.
370.
[SG
I
ot
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
G. pratense L.
Hier und da, besonders im östlichen Teil; Arens-
burg! Kielkond! Ins. Abro! im westl. Teil; mehr
verbreitet im östlichen: Sonnenburg! Masick! Kan-
gern! Töllist! zwischen Neulöwel und Arensburg,
6 W. von der Stadt!
G. molle L.
Selten: Zwischen Arensburg und Ansekäll, 15
W. von A.! Ansekäll! (JACOBSOHN, SCHMIDT, in SMT. FL),
Ficht (Smrt. FL.) — A bro! (Smt. F1.) Filsand! Also
bisher nur im Westen gefunden.
G. pusillum L.
Gemein: Arensburg!... Mustel!... Neulöwel!
— Filsand! Mit weissen Bliiten bei Mustel!
G. Robertianum L.
Häufig.
G. lucidum DL.
Selten: Filsand auf den Strandfelsen! (BuncGr d.
exs. nach SM7. FL.)
Erodium cicutarium (L.) L HERIT.
Kergel! Kielkond! Könno!
Fam. Oxalidace&e.
Ozxalis Acetosella L.
Ziemlich gemein, besonders im Westen vorkommend:
Halbinsel Sworbe!... Arensburg!... Kielkond!...
Mustel! äbrigens Neulöwel! — Abro!
Fam. Linacee&e.
Linum catharticum LDL.
Gemein.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 45
377.
318.
319.
380.
381.
382.
383.
Fam. Hypericacee&e.
Hypericum montanum L.
Auf däörrem Waldboden: Wido! Mäpe! im Koro-
nömschen Kronswalde (FICHTENBERG in KLINGE N. Pf.;
nur 1 Exempl.).
H. hirsutum L.
Selten: Wiesen zwischen den Landstrassen nach
Kielkond und nach Sworbe, unweit Arensburg!
NSiksaar! — Abro! (BUNGE, ScHMmipvT in SMr. Fr.);
Filsand (SmMr. FL.).
H. quadrangulum LL.
Ziemlich gemein: Arensburg!...Kergel!:..Tag-
gamois!... Orisaar!... Neulöwel! — Abro! ”7
H. perforatum LÅ.
Wie H. quadrangulum verbreitet.
Fam. Cistace&e.
Helianthemum vulgare J. GERTN.
Gemein: Ansekäll!... Kielkond!... Mustel!...
Orisaar!... Arensburg! — Abro!
var. obscurum (PERS.): Mustel! OÖrisaar!
Fam. Violacee&e.
Viola! hirta L.
Hier und da: um Arensburg mehrmals gesehen!
(BRUTTAN in SM7. F1.), Kergel!
V. uliginosa BESss.
Feuchte Waldwiesen: Arensburg! (BRUTTAN in SMT.
F1.), 2 W. von A. beim Wege nach Orisaar! Kergel!
Neulöwel! zwischen Kangern und Töllist! Ladjal
(Smt. Ft1.).
1 Vgl. SKoTTSBERG, Violaformer från Ösel. Bot. Not. 1900, H. 2.
46
254.
Or
ap
-—
DI
)
)(
390.
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
V. palustris L. .
Selten: Kergel! zwischen Kangern und Töllist!
V. epipsila LEDEB.
Selten: Arensburg (WERNER in SM7. FL.).
V. mirabilis L.
Gemein in Laubwäldern: Ansekäll!... Wido!...
Kielkond!;.. Taggamois!... Mustel!.. « Orisaar!
... Sall!... Arensburg! — A bro!
V. Riviniana RCHB.
Gemein.
V. Riviniana RCHB. X rupestris ScCHM.
Selten: Nahe am Wege nach Orisaar, 4 W. von
Arensburg! Widoberg!
V. rupestris ScHM.
Ninassepank! zwischen Taggamois und Hunds-
ort! auf steinigem, därrem Boden. Wahrscheinlich mehr
verbreitet!
V. canina (L. p. p.) RCcHB. a« ericetorum (SCHRAD.) RCHB.
Gemein. ;
8 erassifolia GRÖNV.
Selten: Filsand am Strande! Mustel!
V. canina (L. p. p.) RCcHB. X pumila CHAIX.
Nicht selten: um Arensburg mehrmals gefunden!
Kergel! zwischen Arensburg und Kielkond unweit
der Landstrasse 13 W. von A.! Siksaar! Hundsort!
V. canina (L. p. p.) RcHB. X stagnina KIT.
Seppa! Kergel! Zwischen Arensburg und Kiel-
kond mit der vorigen!
V. montana L.
Selten: Arensburg! Kergel! Mustel!
V. montana L. X pumila CHAIX.
Selten: Arensburg!
ww AN
EE TAN
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 7. 47
391.
JG
Dt
393.
3904.
399.
398.
V. stagnina KIT.
Nicht selten: Kergel! Seppa! Kattfel! Mustel!
Orisaar! Klausholm (Sass), Hoheneichenr, Ficht,
Taggamois, Abro (nach Sr. Ft1.).
f. umbrosa, sehr äppig entwickelt bei Mustel!
V. pumila CHAIX.
Nicht selten: in der Umgegend von Arensburg,
hier und da! Lode! Ansekiäll! Kergel! Seppa! Sik-
saar! Kasti, Käsel, Karral (Smart. FL.).
V. pumila CHAIX X Riviniana RCHB.
Selten: Masick! Kergel:
V. pumila ÖHAIX X stagnina KIT.
f. media: Mustel! Seppa!
f. substagnina NEUM. in sched.: Zwischen Arensburg
une IASLel KOR, LJ W. von At!
V. elatior FR.
Selten: Taggamois (SM. FL.).
V. tricolor (L.) "genuina WITTR.
f. versicolor WITTR.
Ins. Filsand!
f. albida WIiTTR.
Ansekiäll! ÖOio! Ein Exempl. aus Ansekäöll ge-
hört vielleicht zu = f. albida Xx arvensis.
V. arvensis MURR. ” communis WITTR.
Ansekill!
V. " sublilacina WITTR.
Oio! Ins. Filsand!
V. F curtisepala WITTR.
Neulöwel!
Fam. Droserace&e.
Parnassia palustris L.
Nur bei Seppa! Wido! Kasti! gefunden.
vv FL
48 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
399.
400.
401.
402.
403.
404.
405.
406.
407.
Drosera rotundifolia L.
Zwischen Lämmada und Wido! zwischen Kiel-
kond und Piddul!
D. longifolia L.
Zwischen Kielkond und Piddul!
Fam. Silenace&.
Silene inflata (SALISB.) SM.
Hier und da: Siksaar! Wikki! Oio! Taggamois!
Hundsort! Könno! Orisaar! — Ins. Filsand!
S. nutans ÅL.
Häufig.
S. noctiflora L.
Nicht selten: Zwischen Kielkond und Wedroko!
Taggamois! Mustel! Könno! Neulöwel! Kasti!
Melandrium = silvestre (SCHKUHR) RMGHL.
Selten: Siksaar!
M. pratense (RAFN.) REHL.
Zerstreut: Arensburg! Wikki! Wido! Metze-
kill! Orisaar! Neulöwel!
Viscaria vulgaris REHL.
Hier und da: zwischen Arensburg und Ansekiäll,
10 W. von der Stadt! Kielkond! Wedroko! Mustel!
beim Jerwemetz'schen See! Im östlichen Teil der
Insel nicht angetroffen.
Lychnis Flos Cuculi L.
Ziemlich häufig: Ansekäll!... Kielkond!...Tag-
gamois!... Mustel!... Orisaar!... Arensburg! —
Filsand! A bro!
Agrostemma Githago L.
Hier und da: Ansekiäll!... Kielkond!... Mustel!
... Metzekiäll!... Neulöwel!
f. nana HN.: Mustel! zwischen Metzekäll und
Parrasmetz! Neulöwel!
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 7. 49
409.
410.
411.
412.
413.
414.
415.
416.
419.
420.
421.
Dianthus deltoides L.
Hier und da, spärlich: Wido! Oio! Zwischen Pid-
dul und Mustel! Orisaar! — A bro! und Filsand!
D. arenarius L.
Selten: Reichlich auf den Sanddiänen der Halbins.
Sworbe zwischen Arensburg und Ansekäll! (Smr. F1.).
Gypsophila fastigiata ÅL.
Selten: Abro (WERNER in SMT7. F't1.).
)
Fam. Alsinace&.
Stellaria nemorum ÅL.
Selten: Abro im Walde! (Smrt. FL.)
S. media (L.) CYRILLO.
Gemein.
S. Holostea L.
Selten: Mustel!
S. palustris (MURR.) RETZ.
Arensburg!
S. graminea L.
Hävu£fg.
Cerastium vulgare HN.
Häufg.
C. glutinosum FR.
Arensburg! Kergel!
C. subtetrandum (L6GE.) MURB.
Arensburg!
C. semidecandrum L.
Häufig.
Arenaria trinervia L.
Häufg.
20
422.
424.
425.
427.
428.
429.
430.
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
A. serpyllifolia L.
Hier und da, z. B. Kergel! Abro! Wikki! zwi-
schen Kangern und Töllist!
f. temwior M. & K.: 4 W. nördlich von Ansekäll!
Halianthus peploides (L.) FR.
Selten: Felsiger Meeresstrand auf Filsand! Kib-
basaar (SMt. F1.); — Abro (WERNER in SMT. FL.).
Sagina nodosa (L.) FENZL.
Ziemlich gemem: ArensburgbomEtondsonseet
Orisaar! Neulöwel! — Filsand!
S. procumbens LDL.
Seltener als die vorige: Arensburg! zwischen
Arensburg und Ansekäll, 13 W. von A.! Kattfel!
Mustel! zwischen Metzekäll und Parrasmetz! Töl-
list! — A bro!
Spergula arvensis L.
Selten: Widokrug! Mustel (MÖLLER in SmMrt. FL.)
var. sativa (BoENN.): Mustel!
Spergularia campestris (L.) ASCHS.
Mustel! — An der Säöädkäste (Smr. Ft).
S. canina LEFFL. a salina (PRESL.).
Orisaar in einer Strandwiesenformation! — »>Um
ganz Oesel» (Smt. Fr.)
Fam. Ribesiaceg&.
Ribes Grossularia L.
Selten: Kasti (Smt. FL1.).
R. nigrum L.
Zwischen Kangern und Töllist! Nicht selten, nach
SMT7. EL.
R. rubrum L.
Selten: Kergel! Kasti! Töllist, Abro (Smr. F1.).
R. alpinum L.
Häufig.
EE
> ARA | »
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 7. 31
433.
434.
439.
436.
437.
438.
439.
440).
Fam. Saxifragacee&e.
Saxifraga granulata L.
Wahrscheinlich häufig.
S. tridactylites L.
Arensburg! Taggamois! Hundsort!
Fam. Crassulace&e.
Sedum acre L.
Häuvfg.
S. album LDL.
Im westlichen und säödlichen Teil, auf Kalkfelsen
oder sandigen Standorten: Beim Wege nach Sworbe,
unweit Arensburg! beim Wege nach Orisaar, 4 W.
von A.! Filsand! Arensburg (BIEnERT), Mustel-
pank (WERNER in SM7. Fr), Kaugatomapank (SMr.
BEN
Fam. Lythraceg&e.
Lythrum Salicaria L.
Häufig.
Fam. Onagracee&e.
Epilobium angustifolium L.
Hier und da: Kielkond!... Mustel... Orisaar!
Arensburg!... Neulöwel! Kasti! — Abro!
E. hirsutum L.
Selten im Laubwaldgebiete des östlichen Teiles:
Ein Bächlein zwischen Kangern und Töllist! Ein
Bach bei Kasti! Vielleicht häufiger.
E. parviflorum NSCHREB.
Nelten: « Kielkond! 'Kastit: Abro! (Sm: FL),
Mento (Smart. FL.)
52 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
441.
449.
443.
444.
445.
446.
447.
448.
E. montanum L.
Zerstreut: zwischen Arensburg und Ansekäll!
Liäimmada! Mustel! Orisaar! Neulöwel! Zwischen
Neulöwel und Arensburg, 5 W. von N.!
E. collinum GMEL.
Selten: Auf »Alvar»-boden unweit Hundsort!
E. palustre L.
Mustel! Masick! Neulöwel! Töllist!
Obs. Isnardia palustris L. wird för Hoheneichen von
LucE und Arensburg von MöLLErR angegeben — »Be-
stätigungen sind abzuwarten» nach Smt. F1. Wird nicht
in L. Fri. erwähnt.
Cireea alpina ÅL.
Selten: Nur im schattigen Walde auf A bro gefun-
den! (auch ScHMIDT, DUHMBERG, BRUTTAN nach SmMT1. Ft.)
Fam. Haloragidace&.
Myriophyllum spicatum L.
Von uns nicht gefunden; wird von ScHMIDT ange-
fäöhrt, ohne nähere Bemerkung iber Oesel.
M. werticillatum 4
Selten: Kergel! (BunGE n. Sr. F1.), Salm (Smrt. FL.).
Hippuris vulgaris L.
Ziemlich gemein: Arensburg!... Kielkond!... Mu-
stel!... Orisaar!... Neulöwel!
f. fuviatilis (WEB.) Wic6.: Kielkond!
Fam. Pomacee.
Pyrus Malus L.
Hier und da: Ansekäll! Kielkond! Mustel! zwi-
schen Metzekiäll und Parrasmetz! Orisaar! Neu-
löwel! Kasti!
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 53
449. Sorbus scandica (L.) FR.
; Zerstreut; wird durch Anpflanzen als wildwachsend
ausgerottet. — Unweit Arensburg! Widokrug! Mu-
stel! (Smt. FL.) Könno! Karris! Taggamois, Sworbe
(SmMrt. F1.); Soögininna, Kielkond, Oiametz, Wido,
Rachtla, Ilasma (CONWENTZ).
450. 8. Aucuparia L.
Gemein.
451. Crategus monogyna Jaco.
Zerstreut: Arensburg!... Kielkond!... Hundsort!
Mustel!... Orisaar! Töllist! Kasti! — A bro!
f. pinnatifida HS.: Kergel! Kattfel! Kielkond!
Orisaar!
452. Cotoneaster vulgaris LINDL.
Hier und da: Arensburg! Mustel! Taggamois!
Neulöwel! Kasti! — Filsand!
Fam. Rosace&e.
453. Rosa! canina L.
var. Lutetiana (LEM.): Jerwemetz'scher See!
var. glaucescens (DEsv.): Mustel!
454. R. dumetorum THVILL.
var. hemitricha (RiP.): zwischen Kattfel und Lim -
mada!
455. R. glauca VILL.
var. genuina (GREN.): Gemein, z. B.: Arensburg!
Mäpe! Kielkond! Mustel! Könno! Neulöwel, Kasti!
Taggamois!
var. Gabrielssomii Marss.: Mustel!
var. inserta Matss.: Kattfel!
var. opacifolia (FR. in sched.): zwischen Tagga-
mois und Oio!
var. mitida (FR. p. p.): Orisaar!
— 1 Vgl. MATtssoNn, L. P. R.: Rose Osiliane. K. V. A. Öfv. 1900. N:o 2. —
Altere Angaben nicht mitgenommen.
54 SKOTTSBERG UND VESTERGREN. Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
456.
457.
4938.
459.
460.
463.
var. virens (W6.): zwischen Taggamois und Oio!
vär. concolor (HN.): Kielkond!
var. sarmentaca (SWw.): verschiedene Formen bei
Mustel! Orisaar! Töllist! Kasti!
R. coriifolia FR.
var. vacillans ScHz.: Kattfel! Oio! (forma!)
var. pubescens (FR.): Mustel!
var. crassifolia (WALLM.): Insel Filsand!
var. pseudotomentella MaATtss.: Neulöwel! Orisaar!
R. mollis SM.
var. typica (ScHz.); hier und da, in verschiedenen
Formen:
calycida (F. ARESCcH): Kasti!
ceerulescens (NcHz.): nicht selten!
. nemoralis (LGE): Oio!
umbrosa: Neulöwel!
5
|
t
ARE HÖNS
R. pomifera HERRM.
Verwildert: Karris! Mustelhoff!
R. cinnamomea L.
Häufig.
Agrimonia Eupatoria L.
Ziemlich gemein: Arensburg!... Kielkond!...
Mustel!... Orisaar! Taggamois! Neulöwel! —
Filsand!
Alchemilla arvensis ScoP.
Selten: Ansekäll!
A. vulgaris L. ” pubescens LAM.
Hier und da, auf därrem Boden: Arensburg! Lode!
Kergel! zwischen Arensburg und Ansekäll, 10 W.-
von A.! Mustel! Orisaar! zwischen Kangern und
Töllist!
A. ”"vestita Bus.
Selten: Zwischen Kangern und Töllist!
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD.-IIL. N:0 7. 35
464.
469.
466.
468.
469.
470.
471.
472.
473.
A. ” pastoralis Bus.
Wie A. pubescens, vielleicht etwas spärlicher: Arens-
burg! Seppa! Kielkond! Mustel! Neulöwel! zwi-
schen Kangern und Töllist! — Filsand!
A. " acutangula Bus.
Selten: Arensburg!
A. "suberenata Bus.
Besonders im westlichen Teil: Arensburg! Seppa!
Lode! Ansekäll! Kergel! Mustel! Piddul! — iäbri-
gens nur bei Neulöwel! Scheint auf etwas feuchteren
Localitäten als A. pubescens oder pastoralis zu gedeihen.
Rubus ideus L.
Häufg.
R. cesius LÅ.
Gemein in der Gegend von Arensburg! Mustel!
FrrÖRI saa Neulöwel! Ansekullt S Hilsand!
R. saxatilis L.
Hier und da, z. B. Arensburg! Wido! Mustel!
Neulöwel! Kasti!
R. chamzemorus L.
Torfmoor zwischen Lämmada und Wido! Wahr-
scheinlich auf mehreren solchen Localitäten.
Fragaria vesca L.
Gemein.
F. elatior EHRH.
Selten: Arensburg!
F. collina EEHRH.
Gemein.
Comarum palustre L.
Gemein.
Potentilla anserina L.
Häufig.
var. viridis KocH: Orisaar am Strande!
26
479.
)
484.
485.
486.
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
P. reptans L.
Hänuvfg.
P. argentea L.
Häuvfig.
P. minor GILIB.
Nicht häufig: Filsand! Mustel! Orisaar! Tag-
gamois! ab
P. "incana FL. DE WETT.
Töllist (Sass), Arensburg, Karral, Sworbe; alle
nach SmMr. FL.
P. verna L.
Häufig.
P. erecta (L.) DALLA TORRE.
Häufig.
Geum urbanum L.
Hier und da; von uns nur im westl. Teil gesehen:
Arensburg an mehreren Stellen! Kergel! Kattfel!
Mustel!
G. rivale L.
Häufig.
var. pallidum C. A. MeErY.: zerstreut um Arens-
burg! Kergel! — Ins. A bro!
G. rivale L. Xx urbanum L.
Auf drei Stellen unweit Arensburg! Kergel!
Spirea Ulmaria L.
Gemein.
f. denudata (PREsSL): Mustel! zwischen Kangern und
NölmSTR EA Pro
8. Filipendula L.
Gemein.
Fam. Drupacee.
Prunus spinosa L.
Selten: Kielkond! Kattfel! Karki (DUHMBERG in
SMr. FE1.).
Mä rdr "JAR RAM NE EE NE AS AE > na Mot NE ot REN
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 7. 57
487.
488.
489.
490.
491.
492.
493.
494.
495.
496.
P. Padus L.
Zerstreut! Arensburg!... Kergel!... Kielkond!...
Orisaar!... Neulöwel!
Fam. Papilionacee.
Lathyrus silvestris L.
Selten: Könno! Kibbasaar (Smt. F1.), Keskfer
(JACOBSOHN in SmM7. FL); Mäpe (SmMr. in L. Fi. Suppl.)
L. palustris L.
Zerstreut: Kielkond! Kattfel! Wedroko! Kar-
ris! Masick! Orisaar! zwischen Kangern und Töl-
St!
L. pratensis L.
Recht häuvfg.
Orobus vernus L.
In vielen Laubwiesen: Ansekäll! Arensburg!...
IKfelkond!... Taggamois! MustelltA fOrisdart.
Neulöwel! — A bro!
O. niger L.
Selten: Wido! Mäpe! Könno! — Mustel (WERNER,
SMT.), Kasti (SMrT.), in Smt. Fi.
Vicia silvatica L.
Ziemlich selten und nur in Nadelwäldern des west-
lichen Teiles gefunden: Kattfel! Mäpe! Mustel!
Könno! Karro! Piddul (SmMr.), Sackla,lpel (JA-
COBSOHN) nach SmMT. FL.
V. cassubica L.
Selten: Reo (BuncE fl. exsicc. n. Smt. F1.), Mäkäll
(Svart EL: Sypp.).
V. Cracca L.
Häufig.
V. sepium L.
Häufig.
28
497.
498.
499.
200.
301.
502.
503.
304.
205:
306.
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
V. sativa L.
Ansekäll! Neulöwel! WVielleicht mehr verbreitet.
V. angustifolia (L.) REICH.
Selten: Zwischen Kielkond und Wedroko! —
Filsand!
V. Lathyroides L.
Selten: Abhängen bei Mäpe auf Widoberg!
Ervum hirsutum LL.
Zerstreut.
Astragalus glycyphyllos L.
Hier und da: Arensburg! Mustel! Könno! Ori-
saar! Sall! Kasti! Brackelshoff (WERNER), Kella-
mäggi (BRUTTAN), Lode (WERNER), Karredahl (KIE-
RULFF), Karris (SMT.), Sandel (Sass), alle nach Smt. FL.
A. danicus RETz.
Selten: Kibbasaar (BRUTTAN), Neuenhoff (WER-
NER) in SM7. FL.
Tetragonolobus siliquosus (L.) RoTH.
Zerstreut, besonders am Meeresstrande: Jerwe!
Rootsikäll! Oio! (Smt. Fr.) Kielkond! (Smtå FL.)
Hundsort! Kasti! (WERNER; BUNGE), Lode (SMT.),
Kellamäggi (BRUTTAN), Piddul (KIERULFF), Töllist
(Sass), Kandla (SMt.), nach SMt. FL.
Lotus corniculatus L.
Häuvfig.
f. crassifolia FR.: Meeresstrand bei Rootsikäll!
Orisaar! und auf Filsand!
Medicago falcata L.
Selten: Laimjal zwischen Orisaar und Neulöwel!
Attel (Smrz. in L. Fi. Suppl).
M. lupulina L.
Häufig.
f. Willdenovii (BoENN.): Kielkond!
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:O 7. 59
507.
308.
209.
310.
511.
912.
313.
314.
315.
316.
518.
Melilotus officinalis (L.) WILLD.
Zerstreut: Mustel!... Orisaar!... Arensburg!
— Filsand!
M. alba DEsv.
Hänuvfig, aber im Säden nicht gesehen: Kielkond!...
Taggamois!... Mustel!... Orisaar!... Neulöwel!
Trifolium agrarium DL.
Selten: Mustel!
T. procumbens L.
Selten: Filsand! (Smt. Ft.).
T. fragiferum L.
Selten: Jerwe! (WERNER, BRUTTAN in SMT. FL1.), Ori-
saar in grosser Menge am Meere! Masick!
T. repens L.
Häufig.
T. hybridum L.
Selten: Mustel! (vielleicht nur verwildert).
T. montanum L.
Häufg.
T. arvense L.
Ansekiäll! Mustel! — A bro! und Filsand! Viel-
leicht häufiger.
T. pratense L.
Häufg.
f. pulchella HN.: Lode! — Filsand!
T. medium (L.) Hups.
Zerstreut: Kielkond!... Hundsort!... Mustel!
mÖTLssar | AN eulkövwe Ly bIKadstilytn
T. alpestre L.
Däörre Waldwiesen, Bergabhänge: Wido! Mäpe!
Lode (Sass), zwiscehen NSauferkrug und Mustel
(SMt7.), nach SMT. FL.
60 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
219.
920.
321.
Ononis repens L.
Selten: Arensburg! Oio! Orisaar! Masick! (WER- |
NER in SmMr. FL.) Sall! Persama zwischen Karris und
Wolde (Sar. F'1.).
O. hircina JAcQ.
Im östlichen Teil, auf därrem Boden, zuweilen in
grosser Menge auftretend: Karris!... Orisaar!...
Neulöwel!... Arensburg! i
Eine Form mit grossen Dornen kam bei Sonnen-
burg! vor.
Anthyllis Vulneraria L.
Ziemlich häufig.
f. alba L.: Arensburg! Kielkond!
f. coccinea L.: Arensburg! Oio! Kielkond! Wido!
Hundsort! zwischen Mustel und Metzekäll! Neu-
löwel!
Fam. Ericace&e.
Oxycoccus palustris PERS.
Torfmoor zwischen Liäimmada und Wido! Beim
Jerwemetz-See! Vermutlich mehr verbreitet.
Myrtillus uliginosa (L.) DREJ.
Hier und da, nicht selten.
M. nigra GILIB.
Wie die vorige.
Vaccinium Vitis Idea L.
Häufg.
Arctostaphylos Uva Ursi (L.) SPRENG.
Zerstreut: Wido! (Smrt. F1.) Mäpe! Mustel! (SmMr.
F1.) Könno! zwischen Metzekäll und Parrasmetz!
Neulföwel! Kandla (Smrt. Ft.)
Andromeda polifolia L.
Torfmoor zwischen Limmada und Wido! Jerwe-
metz-See! zwischen Metzekäll und Parrasmetz!
Ohne Zweifel häufiger.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 7. Öl
528.
529.
531.
332.
330.
534.
5330.
d36.
337.
Calluna vulgaris L.
Im Nadelwaldgebiet des westlichen Teiles häufig.
Ledum palustre L.
Hier und da: zwischen Ansekäll und Arensburg,
16 W. von der Stadt! Torfmoor zwischen Lämmada
und Wido! Widokrug! beim Jerwemetz-See! zwi-
schen Metzekäll und Parrasmetz!
Pyrola chlorantha L.
Nadelwälder im westlichen und nordw. Teil: Wido!
Taggamois! (Smt. Fr., Conwentz), Oio! (Smt. FL.)
Mustel! (Smr. Fr) Könno! Kattfel, Tawi (SmMr.
F1.). — Abro (BUNGE in SM7. Ft.)
P. rotundifolia L.
Häufg.
P. media L.
Selten: Wido! Jerwemetz'scher See! zwischen
Oiametz und Taggamois (COoNWENTZ).
P. minor L.
Selten: Arensburg! Widokrug! Oio! Mustel!
Karris! Orisaar!
P. secunda L.
Wie PP. chlorantha verbreitet: Kattfel! Wido!
Mustel! Jerwemetz-See! Arensburg! Sall!
P. uniflora L.
Hier und da: zwischen Arensburg und Orisaar,
3/2 W. von A.! Kielkond! Kattfel! Mustel! Laugo
(KIERULEF), Töllist, Kaunispä (SMt.) nach SmMr. Fr.
P. umbellata L.
Selten: Kieferwald auf Widoberg! Auf Sworbe
(WERNER in SM. Ft.)
Monotropa Hypopithys L. « hirsuta RotH.
Selten: Kieferwald zwischen Mustel und Könno!
BP glabra ROTH.
Selten: Kergel (SmMr. FL.).
62 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
338.
042.
an
HF
[WU]
Empetrum nigrum DL.
Zerstreut: Kergel!... Kielkond!... Mustel!...
Parrasmetz!
Fam. Euphorbiacee.
Euphorbia palustris L.
Hier und da: Arensburg! Surjerw! Taggamois!
Hundsort! Mustel! Karrist Siksaar! Paddel,
Ladjal, Wolde, Lämmada (SmMt), Klausholm
(Sass), nach Smt. FL.
E. Peplus L.
Selten: Arensburg (BIENERT).
E. Helioscopia L.
Zerstreut: Wikki! Hundsort! Könno! zwischen
Karris und St. Johannis! Neulöwel! Taggamois!
Mercurialis perennis L.
Schattige Standorte, Laubwälder u. s. w.: Anse-
käll! Arensburg!... Kielkond! Mustel! Neulö-
wel!.. Kasti! Taggamois! — Ins. A bro!
Fam. Paronychiacee.
Herniaria glabra L.
Hier und da am Meeresstrande, wie bei Arensburg!
Ansekill! auf Filsand! oder ibrigens auf därrem
Boden wie bei Kielkond! Kattfel! Mustel! Neulöwel!
Seleranthus perennis L.
Kielkond! unweit Wedroko! Mäpe! Mustel!
S. annuus DL.
Ansekäll! unweit Wedroko! Mustel! Orisaar!
S. annuus L. X perennis L.
Unweit Wedroko!
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 63
546.
349.
330.
d31.
392.
553.
Fam Polygonacee.
Polygonum amphibium L. 2 terrestre REICH.
Ziemlich selten: Kielkond! Mustel! Orisaar!
Ansekäll! Arensburg (WERNER), Töllist (Smrt.), nach
SM7. Fi. — Filsand!
P. lapathifolium ÅTT.
Ansekäll! Wido! Taggamois! Neulöwel! —
Filsand!
P. inceanum F. W. ScHM.
Wido! Mustel! Könno! Orisaar! Neulöwel!
P. Persicaria L.
Selten: Mustel!
. Hydropiper L.
Hier und da im nördlichen Teil: Piddul!... Karris!
... Orisaar! Neulöwel!
lav)
P. aviculare L.
Häufg.
var. litoralis (LINK): Filsand!
P. Convolvulus L.
Hier und da, besonders im westlichen Teil: Oio!
Widoberg! Mustel! Könno! Taggamois! — Ori-
saar!
P. dumetorum L.
Fär Oesel (BRUTTAN in SMT. FL.) sehr zweifelhaft.
Rumex Hydrolapathum Hups.
Selten: Lode! Arensburg im Festungsgraben! (SMr.
F1.); im Bache beim Dorfe Annu kill unweit Ansekäll!
R. aquaticus L.
Von uns nicht gesehen; weder ScHEMiIpT noch LEH-
MANN zählt einige Fundorte auf.
64 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
5936. R. crispus L.
Zerstreut: Lode! Kielkond! Taggamois! Mu-
stel! Laimjal! Neulöwel!
R. cerispus L. x obtusifolius L.
)
Taggamois! Mustel! Laimjal! Neulöwel!
357. R. obtusifolius L. :
Hier und da, nicht selten: Ansekäll! Kielkond
Wido! Taggamois! Mustel! Laimjal! Neulöwel!
Kasti! Kergel!
558. R. Acetosa L.
Häuvfig.
559. R. auriculatus WALLRB.
Zerstreut: Kielkond! Mustel! zwischen Mustel und
Metzekäll! Orisaar! zwischen Orisaar und Neu-
löwel! Töllist! zwischen Neulöwel und Arensburg!
Kasti! i
560. R. Acetosella L.
Kergel! Wido! Mustel! Neulöwel! Vielleicht
mehr verbreitet.
Fam. Thymeleace&e.
561. Daphne Mezereum L.
Laubwiesen, ziemlich selten: Arensburg! Mäpe!
Mustel! Neulöwel! — Ins. A bro!
Fam. Ulmace&g.
562. Ulmus montana WITH.
Nicht gemein, aber in den meisten Laubwäldern
vorkommend: "Arensburg! . .. Widoberg!...Mu-
stel!... Orisaar... Neulöwel!... Kasti!
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 65
363.
364.
365.
366.
267.
368.
570.
dJt1.
512.
Fam. Urticace&e.
Humulus Lupulus L..
Laubwaldgebiet des östlichen Teiles, ziemlich sel-
ten: Neulöwel! zwischen Kangern und Töllist! Kasti!
Urtica urens L.
Häufig.
U. dioica L.
Häufg.
Fam. Chenopodiacee&e.
Atriplex hastata L.
Orisaar! Kielkond! Filsand!
A. calotheca (RAFN.) FR.
Arensburg, Töllist (Smr. FL.)
A. patula L.
Kielkond! Ninassepank! Könno! Orisaar!
var. angustifolia J. E. Sm.: Filsand!
A. litoralis L.
Filsand! (Gemein am Meere, nach SMr. FL.).
Chenopodium hybridum L.
Selten: Taggamois! Arensburg (BIENERT).
Ch. urbicum L.
Selten: Mustel! Karris (SMt. FL.)
Ch. album L.
Häufig.
Ch. rubrum L.
Selten: Jerwe (SMt. FL).
Ch. Bonus Henricus L.
Selten: Kielkond! Mustel! Karris! (Smr. Fr.);
Taggamois (Smrt. FL).
5
66
210.
5716.
318.
019.
[ubil
[0 6
—S
581.
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
Sugeda maritima (L.) Dum.
Am Meeresstrande, nicht selten: Arensburg (BIENERT,
SMT.), Kibbasaar, Töllist, Rootsikill (SmMr.); Laugo
(KIERULFF), nach SM7. FL.
Salsola Kali L. ;
Säödl. und westl. Strand: Arensburg (WERNER);
Jerwe, Mento, Jamma (SMt.); Karral (BRUTTAN), nach
SMT. FL.
Salicornia herbacea L.
Kibbasaar, Töllist (Smt.), Arensburg (WERNER);
Filsand (SAss), nach SMr. FL.
Fam. Fagacee.
Quercus Robur L.
In allen Laubwiesen u. s. w. auftretend, selten aber
reinere Bestände bildend: z. B. bei Lode!
Fam. Corylace&e.
Corylus Avellana L.
- Häufig, oft reime Bestände bildend.
Fam. Salicacee&e.
Populus tremula L.
Hävfig, aber immer spärlich in den Wäldern einge-
sprengt.
Obs. P. balsamifera L.
Verwildert beim Jerwemetz-See!
Obs. Salix alba L.
Verwildert bei Arensburg! und Widokrug!
8. fragilis L.
Selten: Orisaar! Neulöwel!
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. Ö7
582. S. pentandra L.
Hier und da: Arensburg! Ansekäll! Kielkond!
Taggamois! Mustel! Orisaar!
383. S. caprea L.
Zerstreut: Ansekäll! Arensburg! Widoberg!
Masick! Laimjal! Neulöwel!
584. 8. cinerea L.
Häufg.
> 8. cinerea ÅL. X nigricans SM.
Kielkond!
FSS: aurita L.
Neulöwel! zwischen Kangern und Töllist! Torf-
mooren zwischen Läimmada und Wido! VWVielleicht
häufiger.
586. 8. depressa L.
Hänufig.
>= 8. depressa L. x repens L.
Unweit Arensburg!
587. 8. repens L.
Häufig.
388. 8. rosmarinifolia L.
Arensburg! Ohne Zweifel mehr verbreitet.
589. S. nigricans SM.
Gemein.
590. 8. phylicifolia L.
Selten: Zwischen Arensburg wuud Kielkond, 13
W. von der Stadt!
Fam. Betulacee&e.
591. Betula verrucosa EHRH.
Häufg.
592. B. odorata BECHST.
Häufg.
68 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL. |
593. B. nana L. i
Selten: Torfmoor im nördlichen Teil der Halbinsel
Sworbe (Dr. P. HJ. ÖLsson 1898, nach mändl. Mitteilung
zu uns). ä
594. Alnus glutinosa (L.) GERTN.
Gemein.
395. A. incana (L.) WILLD.
Häufig, wie die vorige oft Bestandbildend.
Fam. Myricacee.
596. Myrica Gale L.
Hävfg.
Fam. OCallitriehace&.
597. OCallitriche verna L.
Von uns nicht gesehen; ohne weitere Ångaben in
SMI. FL.
Fam. Orchidaceg&.
398. Orchis militaris L.
Häufig, wenigstens im westl. Teil: Ansekiäll!...
Arensburg!... Kielkond!..: Taggamois! Mustel!
5399. O. ustulata L.
Zerstreut: Ansekill! um Arensburg häufig! Lode!
Seppa! Könno! Masick! |
600. O. Morio L.
Selten: Lode, Hoheneichen, Karral (Sr. FL.).
601. O. mascula L.
Hier und da: Arensburg an mehreren Stellen!
Seppa! Kergel! Kasti! Wedroko!
.602. O. sambucina L.
Selten: Hautzell unweit Karral (BRUTTAN, SMT. in
SM7t. Ft1.); auf Oesel auch von ÖLSSON gefunden (nach
mindl. Mitteilung zu uns).
ENN ot
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 69
603. O. latifolia L. ” baltiea KLINGE.
Die Angaben in SMr. Fi. för O. latifolia gehören
wobhl hierher: Lode, Karral, Mustel, Sworbe (SMT.).
604. O. angustifolia RCcHB. ” Traunsteineri SAuTt. ff. (KLINGE,
Dact. prodr. Pag. 30.)
Piddul! Widokrug! (Smrt.), Kasti (WERNER), Kolz,
Mento, Taggamois (SMt.) nach SmMrt. FL.
Vielleicht gehören einige Angaben zu O. Russowit.
605. O. "Russowii KLIneGE (Dact. prodr. Pag. 32.)
Nach KLInGE, Dact. prodr., kommen auch verschie-
dene Formen auf Oesel vor.
606. O. basilica (L.) KLINGE ” maculata L.
Häuvfig: Ansekiäll!... Arensburg!... Kielkond!
. Hundsort!... Mustel! Neulöwel! Kasti! —
A bro! Filsand!
607. O. eruenta O. F. MöLL.
Cfr. KLInGE, Dact. prodr. Pag. 53.
608. O. incarnata L.
Häufig: Ansekäll!... Arensburg!... Kielkond!
Hundsort! Orisaar!... Neulöwel!... Kasti! —
Ins. Filsand!
609. Anacamptis pyramidalis (L.) RICHE.
Ziemlich selten: Taggamois! Lode (BUNGE), A bro
(JäScHE und DUuHMBERG), Mento (MÖLLER), Lemmals-
nese (WERNER), Naswa (WERNER), Kandla (SMT.),
alles nach SmMr. Fr.
610. Habenaria conopsea (L.) BENTE.
Häufig. |
f. densiflora (We.): Kielkond! Taggamois! Pid-
dul! Könno!
611. H. bifolia (L.) R. Br.
Uber die ganze Insel zerstreut.
70 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
612.
613.
614.
615.
616.
618.
619.
621.
H. montana (F. W. ScHM.) KROK.
Wie die vorige.
Ophrys myodes (L.) JACQ.
Hier und da: Arensburg! Lode! (Smt., WERNER),
Oio! (SMt.) unweit Taggamois! Neulöwel! Kasti!
Piddul (WERNER), Kandla (SMt.), Taggamois (KIE-
RULFF), nach SMT. FL.
Herminium Monorchis (L.) R. BR.
Häufig.
Cephalanthera rubra (L.) RICHE.
Selten: Oio! Kandla (SmMr. Fr.) Mäpe, Mustel
(Sm7. in L. Fri. Suppl).
C. grandiflora (L.) KROK.
Ziemlich selten: Öio! (Smrt., KIERULEF), Taggamois
(SMT., KIERULFF), Ladjal (WERNER, BRUTTAN), Pichten-
tendahl (DvämBEre), Kandla, Hautzell (SMrt.), nach
SMT7. FL.
Epipactis latifolia Sw. ; ;
Nicht selten: Arensburg! Ansekäll! Abro!
Wido! zwischen Taggamois und Oio! Karris! Neu-
löwel! Kielkond!
E. rubiginosa (L.) Gaup & KocH.
Nur im westl. und nördl. Teil von uns gefunden:
Kielkond! Oio! Wido! Hundsort! Könno! Kergel!
Taggamois! zwischen Karris und St. Johannis!
E. palustris (L.) CÖRANTZ.
Zerstreut: Kielkond! Widoberg! Taggamois!
Hundsort! Piddul! Mustel! zwischen Mustel und
Metzekill! Sonnenburg! Masick! Orisaar! Kasti!
Listera ovata (L.) R. BR.
Ziemlich häufig und durch das ganze Gebiet ver-
breitet; auch auf A bro! und Filsand!
L. cordata (L.) R. BR.
Selten: Abro (WERNER in SMI1. FL).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 71
622.
623.
624.
625.
626.
627.
6285.
629.
Neottia Nidus Avis L.
Im Nadelwaldgebiet, hier und da: Arensburg!
Abro! (SMt., WERNER, BRUTTAN), Kattfel! Widoberg!
Oio! (Smrt), Könno! Jerwe (WERNER), Kandla (SM7t.),
Taggamois! (KIERULFF), nach SMt. FL.; Leo (SMt. in
L. Fr. Suppl).
Coralliorrhiza innata R. BR.
Selten: Karro! Kolz (WERNER, BRUTTAN in SMT.
FL.)
Malaxis monophylla (L.) Sw.
Selten: Siksaar (WERNER in SMT7. FL.).
Cypripedium Calceolus L.
Selten: Oio! Lode, Kudjape (WERNER), Wex-
holm (SMrt.) nach SmMrt. FL.
Fam. Iridace&e.
Iris Pseudacorus L.
Recht häuvfig: Ansekäll! Kielkond!... Hunds-
ort!... Mustel! Orisaar!... Sall! ss. Kasti!
I. sibirica L.
Selten: Kellmäggi (BRUTTAN in SMT. Fr.) Klaus-
holm (Sass in L. Fr. Suppl), Wido (Smrt. in L. Fi.
Suppl).
Fam. Hydrocharidacee&e.
Hydrocharis Morsus Rane L.
Selten: Im Bächlein beim Dorfe Annukill unweit
Ansekiäll! (Smrt. FL.)
Stratiotes aloides L.
Auf Oesel nach JOHNSON & NSCHICHOWSKI (SMT. FL.).
172 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
Fam. Najadacee&e.
630. Najas marina L.
Selten: Ennimo bei Sandel (ScHICHOWSKI, NSASS in
SM7. Ft.)
Fam. Liliaceg&e.
631. Allium Scorodoprasum L.
Im östlichen und sädlichen Teil der Insel, nicht
selten: Masick! Kangern! Kasti! Siksaar! Arens-
burg an mehreren Stellen! Ansekäll! Kibbasaar,
Lode, Töllist, Abro (Smt.), Laugo, Ropaka (KIE-
RULFF), nach SMr. FL.
692. A. vineale L.
Selten: Ins. Filsand!
633. A. carinatum LL.
Selten: Kellamäggi (BRUTTAN), Orisaar (KIERULEFF),
nach SM7. FL.
634. A. oleraceum L.
Im nördl. und östl. Teil: zwischen Mustel und
Metzekill! Orisaar! Laimjal! Neulöwel! Töllist!
Hasti rms. bilsand!
635. A. Schoenoprasum L.
Selten: Ins. Filsand! (Smr. F1.), Lode (Smr. FL.)
636. A. ursinum L.
Selten: Kibbasaar (WERNER, BRUTTAN), Karral
(SMT.), A bro (SMt.) nach SMt. FL.
637. Gagea lutea (L.) KER
War schon voräöber, als wir nach Oesel kamen.
Weder ScHMIDT noch LEHMANN bespricht etwas näher ihr
Vorkommen auf Oesel.
638. G. minima L.
Vgl. die vorige.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. IIIL. N:07. 73
639.
640.
641.
642.
643.
644.
647.
648.
649.
Asparagus officinalis L.
Selten: Kasti (KLrIneE in L. Fr), Kibbasaar,
Åbro (Smt. FL.)
Convallaria majalis L.
Gemein.
C. Polygonatum L.
Häufig.
C. multiflora L.
Selten: Arensburg an mehreren Stellen! Kasti!
Neulöwel!
Majanthemum bifolium (L.) F. W. ScHwm.
Arensburg! Ansekill! Oio! Kielkond! Mustel!
Ohne Zweifel häufiger.
Paris quadrifolia L.
Häufig.
Fam. Alismace&e.
Butomus umbellatus L.
Selten: Orisaar! Sandel (Sass in SmMr. FL.).
Alisma Plantago L.
Zerstreut durch das ganze Gebiet.
Scheuchzeria palustris L.
Selten: Jerwemetz-See! Piddul (WERNER in SMT.
FL.).
Triglochin maritimum L.
Am Meeresstrande häufig.
T. palustre L.
Hier und da: Arensburg! Taggamois! Orisaar!
Masick! Neulöwel!
(
74 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
Fam. Nartheciace&e.
650. Tofieldia calyculata L.
Hier und da im säödl. und westl. Teil der Insel:
Widokrug! Surjerw! Rootsikäöll! Kielkond! (SMr.
FL.), zwisehen Taggamois und Öio! Jerwemetz-
See! Piddul (WERNER, SMT. F1.); Kasti, Kolz, Mento
Kergel (Smr. Ft1.).
Fam. Juncacee&.
651. Juncus conglomeratus L.
Oio! Mustel! Orisaar! zwischen Kangern und
Töllist! Sall!
652. J. effusus L.
Mustel! Sall! Sowohl diese Art als J. conglomera-
tus vermutlich mehr verbreitet.
653. J. balticus WILLD.
Selten: Naswa! zwischen Arensburg und Kiel-
kond! Kielkond! Mullut, Piddul, Mustel (Smart. F1.).
654. J. articulatus L.
Hier und da.
655. J. fuscoater SCHREB.
Selten: Orisaar! Masick! Kasti! Töllist!
656. J, alpinus VILL.
Selten: Wido!
657. J. filiformis L.
För Oesel in SMt. FL. nach BRUTTAN angegeben.
Wir haben diese Art dort nie gesehen.
658. JE compressus JACQ.
Selten: zwiscehen Liäimmada und Wido! Tagga-
mois! — Filsand!
659. J. Gerardi LoIs.
Gemein, grosse Strandwiesen bildend.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 7. TD
660. J. bufonius L.
664.
669.
666.
667.
668.
669.
670.
GL.
Häufg.
f. fasciculata KocH: Orisaar am Meeresstrande!
Luzula pilosa (L.) WILLD.
Häufg.
L. campestris (L.) DC.
Häufg.
L. multiflora HOoFFM.
Zwischen Arensburg und Ansekäll, 7 W. von A.!
Taggamois!
Fam. Aracee&e.
Calla palustris L.
Von uns nicht gefunden; vgl. Smt. FL.
Acorus Calamus L.
Von uns nicht gefunden; vgl. Smt. Fr.
Fam. Lemnace&.
Lemna polyrrhiza L.
Von uns nicht gesehen; aber von mehreren Ver-
fassern aufgenommen.
L. minor L.
Häufg.
L. gibba L.
Selten: Arensburg!
L. trisuleca L.
Selten: Arensburg! Neulöwel!
Fam. Potamogetonacegr.
Potamogeton natans L.
Zwischen Limmada und Wido! Neulöwel!
P. alpinus BaALD.
Selten: HEin Bächlein zwischen Kangern und
Töllist!
76
676.
677.
678.
OD
684.
SKOTTSBERG UND VESTERGREN,; Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
P. gramineus L.
Beim Wege nach Orisaar, 3!/2 W. von der Stadt!
Zwischen Taggamois und Oio! Hundsort! Mustel!
Neulöwel!;
P. lucens L.
Von uns auf Öesel nie gesehen. Vgl. Smt. Fr.
P. perfoliatus L.
Gemein an der Käste, nach Smrt. FL.
P. crispus L.
Von uns nicht gesehen. Vgl. SMt. FL.
P. pusillus L.
Zwischen Kangern und Töllist! Mustel!
P. pectinatus L.
Im Meere: Ansekäll! Kielkond!
P. filiformis PERS.
Im Meere: Ansekäll! Jerwe (Smt. F1.), Mustel!
Ruppia spiralis (L.) Dum.
Im Meere bei Filsand (Sass), zwischen Arens-
burg und Abro (WERNER, SMT.), in SMt. FL.
R. maritima L.
Im Meere bei Arensburg (ScHICHOWSKI in SMT. FL.)
R. brachypus J. GAY.
Im Meere bei Mustel!
Zannichellia major BENN.
Mit der vorigen bei Mustel!
Z. pedicellata (WG.) FR.
Im Meere bei Abro (WERNER in SMT. FL).
Zostera marina L.
Gemein.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0O 7.
685.
689.
690.
691.
692.
693.
1
-—
Fam. Typhacege.
Typha latifolia L.
Selten: Sandel (Sass in SMrt. FL.)
T, angustifolia L.
Selten: Arensburg!
Fam. Sparganiacee&e.
Sparganium ramosum Hups.
Von uns nicht angetroffen; vgl. Smt. Fr. und L. FL.
S. simplex Hups.
Mustel! Orisaar!
S. minimum FR.
Zwischen Läimmada und Wido! zwischen Mustel
und Metzekäll! Neulöwel!
Fam. Cyperacee.
Schoenus nigricans L.
Selten: Rootsikäll! Westseite des Kandla-Sees
(Smr. F1.); Kasti (KLIncE in L. FL.)
Sch. ferrugineus L.
Häufig.
Eine sehr eigentämliche Form, miederliegend und
stark spiralig gewunden, kam am Meere bei Rootsi-
käll vor!
Cladium Mariscus (L.) R. Br.
Zerstreut im sädlichen und westlichen Teil: Arens-
burg! Siksaar! Kasti! Hundsort! Mustel (Smt. F1.),
Lemmalsnese (DUvVHMBERG), Sworbe an der Land-
strasse 12 W. von Arensburg (BRUTTAN nach SMT. FL.).
Rhynchospora alba (L.) M. VAHL.
Selten: Karredahl (KIERULFF), Jerwe (WERNER),
Klausholm (Sass), nach Smt. FL.
78 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
694.
695.
696.
699.
700.
701.
709.
Scirpus silvaticus L. d
Auf Oesel nach BRUTTAN in SMT7. FL.
Sc. maritimus L.
An der Kiste: Ansekiäll! Arensburg! Kasti!
Sc. lacustris L.
Neulöwel! Vermutlich nicht selten.
Sc. Taberngemontani C. C. GMEL.
An der Käste nicht selten. — Filsand!
Sc. compressus (L.) PERS.
Hier und da: Ansekiäll! Siksaar! zwischen Läm-
mada und Wido! (Smr. Fr.) Kielkond! Neulöwel!
Jerwe, Soöla, Kergel (Smart. F1.). — Filsand!
Sc. rufus (HUDS.) SCHRAD.
Ziemlich selten: Lode! Rootsikäll! Orisaar!/
Neulöwel! Kasti! — Filsand!
Sc. cespitosus L.
Selten: Torfmoor zwischen Läimmada und Wido! —
Beim Jerwemetz-See!
Sc. pauciflorus LIGHTFE.
Hier und da: Arensburg! Kielkond! Wido!
Hundsort! Neulöwel! Kasti! Naswa!
Eleocharis palustris (L.) R. BR.
Zerstreut.
E. uniglumis (LINK) SCHULT.
Selten: Arensburg! Naswa!
E. acicularis L.
Von uns nicht mit Sicherheit beobachtet; nach SMT.
Fr. gemein an der Käste. i
Eriophorum angustifolium ROTH.
Arensburg! Masick!
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 79
706.
lö.
714.
E. latifolium HoPPE.
Zerstreut: Ansekiäll! zwiscehen Liäimmada und
Wido! Hundsort! Jerwemetz-See! Orisaar! Neu-
löwel! zwischen Kangern und Töllist!
E, vaginatum L.
Zwischen Liäimmada und Wido! Jerwemetz-See!
E. alpinum L.
Torfmoor zwischen Läimmada und Wido! Jerwe-
metz-See!
Carex riparia CURT.
Hier und da: 'Ansekäll! Mustel! Orisaar! Töl-
list! Neulöwel! (Smart. FL). — A bro! (Smt. FL.)
C. paludosa Goop.
Selten! Kielkond! Kattfel! Töllist! Karral!
(SMt. Ft1.).
C. vesicaria L.
Hier und da: Ansekäll! Wido! Wedroko! Mustel!|
Karro! ÖOrisaar! zwischen Kangern und Töllist!
Kölljal! ;
C. ampullacea Goop.
Hier und da: Kergel! Kattfel! Piddul! Neulö-
wel! zwischen Kangern und Töllist!
C. filiformis L.
Nicht selten: Seppa! Jerwe! Wido! Kielkond!
Hundsort! Könno! Neulöwel! Kasti! Kandla-See
(SMt. F1.).
C. hirta L.
Hier und da: Ansekäll! Arensburg! Kielkond!
Mustel! Orisaar! zwischen Kangern und Töllist!
Sall! — TIns. Abro!
C. glauca NScCoP.
Gemein.
C. pallescens L.
Häufg.
80
TT
718.
720.
721.
722.
723.
720.
726.
27.
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
C. silvatica HuDs.
Selten: Abro! (SMr. FL.).
C. capillaris L.
Hier und da: Arensburg! Kielkond! Ansekäll!
Kergel! Oio! (Smti. F1.) Taggamois! (Smt. Fr.) Mu-
stel! (Smt. FL), Reo (JACOBSOHN), Tomel (BRUTTAN),
Kasti, Wido (SM7.) in Smt. F1. — Ins. Filsand!
C. limosa L.
Von uns nie gefunden, aber bei ScHMIpT und NSAsS
aufgenommen.
C. distans L.
Am Meeresstrande: Lode! Kirasaar! Naswa'
Orisaar! Kasti! St. Johannis, Kibbasaar (SmMr. FL);
— Filsand! i
C. Hornschuchiana HoPPE.
Gemein.
var. fulva (G00D.): Zwischen Kangern und Töllist!
C. flava L.
Nur im westlichen Teile gefunden: Ansekäll! Wido!
Taggamois! Piddul! Jerwemetz-See! — Abro!
C. (Ederi (EHRH.) HOoFFM.
Ziemlich häuvfig.
var. edocarpa ANDS.: Ins. Abro!
C. extensa G00oD.
Selten: Filsand! Kibbasaar, Töllist (SMmt.), Root-
sikäöll (DUHMBERG) in SMT. FL.
C. vaginata TAUSCH.
Selten: Ein paar Werst östlich von Arensburg!
C. panicea L.
Gemein.
C. tomentosa L.
Selten: Unweit Arensburg! Orisaar!
— BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 7. 81
»
il
728.
129.
730.
731.
734.
137.
138.
C. pilulifera L.
Selten, nur im westlichen Teil: Kergel! zwischen
Läimmada und Wido! zwischen Arensburg und Kiel-
kond, 13 W. von A.! Wido, Jerwe, Taggamois
(Smr. FEtL.).
C. montana L.
Hier und da, in Laubwiesen auf därrerem Boden:
Arensburg! Mustel!... Orisaar!... Neulöwel!
C. precox JAcQ.
Arensburg! Mustel!
C. ericetorum PoLL.
Arensburg! zwischen Läimmada und Wido! Ker-
gel!
C. digitata L.
Selten: Arensburg! Mustel! — Ins. Abro!
C. ornithopoda WILLD.
Selten, aber häufiger als C. digitata: Arensburg an
mehreren Stellen! Lode! Ansekäll! Kielkond! Wido!
Mustel! Karral (Smrt. FL.)
C. Buxbaumi WG.
Hier und da, besonders im westl. Teil: Arensburg!
... Taggamois! Ubrigens: Mustel! Karris! Neulö-
wel! Kasti!
f. machrostachya HN.: Mustel!
C. Goodenoughi J. GAY.
Gemein.
C. strieta Goop.
Kattfel! zwischen Arensburg und Orisaar, 12 W.
von A'.!
C. cespitosa L.
Zwischen Taggamois und Oio! Ohne Zweifel ge-
meiner.
C, acuta L.
Häudfg.
82 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
739. OC. remota L.
Selten: A bro! (Sr. FL.).
740. &C. stellulata Goop.
Selten: Torfmoor zwischen Limmada und Wido!
(SMt. FL1.).
741. OC. elongata L.
Selten: Kolz (BRUTTAN), Kasti (GLEHN), A bro (SMT.),
in SMt. Fi.
742. OC. canescens L.
Selten: Arensburg!
C. Persoonii SIEB.
Selten: Keskfer (SmMrt. FL.).
744. &C. leporina L.
Selten: Widoberg! Mustel! — Ins. A bro!
745. OC. arenaria L.
Selten: Jerwe! (BRUTTAN, SM. FL), Karmel.
Mustel (Smz. FL.)
746. OC. distieha Hups.
Hier und da: Arensburg! Kielkond! Wedroko!
Mustel! Orisaar! zwischen Kangern und Töllist!
Kölljal!
747. OC. chordorrhiza FHRH.
Nach WERNER in SmM7. F1. Braucht der Bestätigung.
-
Su
(2
748. OC. vulpina L.
Hier und da: Seppa! Kielkond! Wedroko! Mu-
stel! Orisaar! Kölljal! Arensburg, Magnushof
(Sm7t.), Köln (DUVEMBERG), in SMT. FL.
749. C. muricata L.
Ziemlich häufig, besonders im Westen.
750. OQO. divulsa Goop. |
Selten: Mustel! Sall! Lode (BunGzE, SmMr. FL.)
751. OC. paniculata L.
Selten: Kolz (SmM7. FL.).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 83
152.
793.
154.
736.
758.
759.
760.
Eldoretiudcula Goob!
Selten: zwischen Arensburg und Ansekill, 13 W.
von der Stadt!
C. paradoxa WILLD.
Hier und da: zwischen Arensburg und Ansekäll,
13 W. von A.! Ansekäll! Seppa! Kasti! Kielkond!
zwischen Taggamois und Oio! Piddul! Neulöwel!
C. pulicaris L.
Hier und da: Jerwe! (Sr. F1.), Wido! zwischen
Liäimmada und Wido! Kielkond! (Smr. Fr), Tag-
gamois (SMT. F1.). — Filsand!
C. Davalliana SM.
In Laubwiesen, nicht selten: Ansekiäll! zwischen
Läimmada und Wido! Kielkond! Kasti! Widoberg!
(SmT. FL); Mustel! (Smr. Fri); Ladjal, Kergel,
Rootsikäll, Taggamois (SMt. FL1.).
C. dioica L.
Ziemlich selten: zwischen Läimmada und Wido!
Kielkond! Neulöwel!
Fam. Gramine&g.
Triticum repens L.
Häuvfig.
var. litoreum ER.: Wikki! Orisaar! Filsand!
T. caninum L.
Siksaar! zwischen Kangern und Töllist! Neulö-
wel! Piddul!
Elymus arenarius L.
Selten: Sanddiänen bei Jerwe! (BUNGE, SMt. FL.),
am Meere auf Filsand! Taggamois (KIERULFF in SMT7.
FL.).
Lolium perenne L.
Ziemlich selten: Kielkond! Oio! Taggamois!
Karro! Ansekäll! Kasti (BuncE in SMr. FL.).
34 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
ONE
762.
769.
1764.
769.
766.
769.
770.
Obs. IL. UWlinicolum A. Br. (WERNER bei SMt. FL),
sehr zweifelhaft.
Brachypodium pinnatum (L.) P. B.
Hier und da durch das ganze Gebiet, nicht hänfig.
var. rupestris Host.: Oio! Kasti!
B. silvatieum (Hups.) RoeM. & ScH.
Selten: Kattfel! Widoberg! (in Nadelwald) Neu-
löwel! zwischen Kangern und Töllist! (in Laubge-
bäsch).
Cynosurus cristatus L.
Gemein.
Dactylis glomerata L.
Gemein.
Festuca gigantea (L.) VILL.
Selten, nur im östlichen Teil der Insel: Orisaar!
St. Johannis (Smt. Fr.), Neulöwel! Töllist (SMr.
UD) TEES rd
F. arundinacea SCHREB.
Hier und da: Kielkond! Taggamois! Hunds-
ort! Orisaar! Neulöwel! Kasti! St. Johannis, Töl-
list (Smtr. E1.); — Abro (Sr. F1r.), Filsand!
F. elatior L.
Ziemlich häufig.
F. rubra L.
Ziemlich häufig.
var. arenaria (OSB.): Jerwe im Sande!
F. ovina L.
Häufig.
var. glauca (LAM.) KocH: Jerwe im Sande!
Schedonorus inermis (LEYss.) P. B.
Selten im Westen: Arensburg! zwischen Arens-
burg und Neulöwel! 5 W. von der Stadt! Kergel!
Mustel! (DUHMBERG in SMT. FL.).
ä
BIHANG TILL K. SV: VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. 'AFD. III. N:0 7. 85
ut.
2.
(
UD:
TYTG
ES:
00.
780.
Sch. asper (MURR.) LILJA.
Selten: Im Walde auf A bro! (BuneE, SCHMIDT, in
SM7. FL.).
Bromus secalinus L.
Ansekäll! Mustel! Masick!
f. mutica HorRN: Ansekäll!
B. arvensis L.
: ; sl
Selten: Taggamois!
B. mollis L.
Zaemlich häufg.
f. nana WEIi6.: Jerwe im WNande!
B. " hordeaceus (L.) WG.
Selten: 4 W-. nördl. von Ansekäll! Hundsort!
Taggamois! .
Briza media L.
Häufig.
var. pallescens Dörn.: Oio! Kielkond! Wikki!
Kasti!
Poa hybrida M. & K.
Selten: Ins. Abro! (BRUTTAN in SMT7. FL.).
P. trivialis L.
Hänvfg.
P. pratensis L.
Häuvfig.
P. serotina EHRE.
Zerstreut: Arensburg! Mustel! Orisaar! Neu-
löwel! Töllist (Smr. FL.) — A bro!
P. nemoralis L.
In Wäldern ziemlich häufig.
P. compressa L.
Häufg.
86
783.
189.
786.
187.
788.
189.
790.
WO
792.
793.
195.
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS: OESEL.
P. annua L.
Häufig.
Glyceria fluitans (L.) R. BR.
Hier und da: Ansekäll!... Kielkond!... Tagga-
mois!... Mustel!... Orisaar!... Arensburg!
G. maritima (HUDs.) WAHLB.
Arensburg, Töllist (Smt. FL.)
G. distans (L.) WG.
Am Meere nicht selten, in verschiedenen Formen.
pa NEGRER Ra
G. Dusénii LINDEB.
Selten: Ins. Filsand am Meere!
Molinia ccerulea (L.) MoENCE.
Häufig.
Triodia decumbens (L.) P. B.
Gemein.
Keceleria cristata PERS.
Selten: Jerwe, Kergel, Mustel (Smt.), Kielkond
(DUVEMBERG) nach SMT. FL. ;
K. glauca (ScHKUHR) DC.
Selten: Jerwe auf den Dänen! Kergel (BUNGE in
SM7. FL.).
Avena strigosa NSCHREB.
Selten: Kasti (BUNGE nach SmMTt. FL.).
A. pratensis L.
Häufig.
A. pubescens Hups.
Häufig.
A. elatior L.
Nicht häufig, aber durch das ganze Gebiet verbreitet:
Arensburg! (Smtr. F1.) Wikki! Kattfel! zwischen
Taggamois und Oio! zwischen Mustel und Metzekill!
Kasti! Hundsort! Filsand! Kusnem (Sass in Svt. F1.).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 87
796. Aira cespitosa L.
Häufig.
f. pallida KocH: Seppa!
797. A. flexuosa L.
Zerstreut: Widoberg! Piddul!... Metzekiäll!
Neulöwel! Taggamois! — Ins. Abro!
798. Holcus lanatus L.
Selten: Lode! (Smrt. FL.), zwischen Arensburg und
Ansekäll! Ansekäll!
799. Melica nutans L.
Hävufig.
800. Phragmites communis TRIN.
Hänuvfig.
801. Psamma arenaria (L.) RoEM. & ScH.
Selten: Sanddinen zwischen Arensburg und An-
sekäll! (BunGE nach SmMt. FL.)
302. Calamagrostis arundinacea (L.) RotH.
Selten: Tirimetz, Kolz (Smart. Fr.)
803. Oo. strieta (Timm.) P. B.
Seppa! Widoberg! Hundsort! Masick!
804. OC. lanceolata RoTtE.
Piddul! Mustel! Neulöwel!... Kasti!
805. C. epigeios (L.) RoTtHE.
Hänufig.
806. Apera spica venti (L.) P. B.
Ansekäll! Kielkond! A bro! Vielleicht mehr ver-
breitet.
807. Agrostis alba L.
Ziemlich häufig.
308. A. vulgaris WITH.
Zerstreut.
88 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
809. A. canina L.
Mustel! Widoberg! Jerwemetz-See!
810. Milium effusum LDL.
Selten: Ins. Abro! (SmMr.), Pyha, Keskfer, Kibba-
saar (SMt.), Kasti (BunaE) nach SmMrt. Fr.
811. Setaria viridis (L.) P. B.
Selten: Jerwe (Sass), Kasti (BUNGE) in SmMr. FL.
812. Sesleria ccerulea L.
Gemein.
313. Alopecurus pratensis L.
Selten: Arensburg! Taggamois! Masick!
814. A. ventricosus PERS.
Kielkond!
815. A. geniculatus L.
Arensburg! Orisaar! zwischen Kangern und
Töllist! — Ins. Filsand!
816. Phleum pratense L.
Häufg.
f. viwwipara: Ansekäll! Masick!
817. P. Boehmeri WIB.
Ziemlich selten, nur im westlichen Teil gesehen:
Jerwe! Kergel! Kielkond! Mustel! — Filsand!
818. Baldingera arundinacea (L.) Dum.
Hier und da: Kielkond!... Orisaar!... Neulöwel!
819. Hierochloa borealis (SCHRAD.) RoEmM. & ScH.
Selten: Arensburg! Seppa!
820. H. australis RoEM. & SCH.
Auf Oesel nach KLInNGE in L. Ft.
821. Anthoxanthum odoratum LL.
Häufg.
822. Nardus stricta L.
Ziemlich häufig.
823.
824.
8259.
326.
827.
328.
829.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 89
Fam. Abietacee&e.
Pinus silvestris L.
Bildet auf Oesel grosse Wälder, besonders in der
westlichen Hälfte der Insel.
Picea Abies (L.) TH. FR.
Die grössten Fichtenwälder vielleicht auf der Halb
insel Sworbe.
Fam. Cupressacee.
Juniperus communis L.
Häufig.
Fam. Taxacee.
Taxus baccata DL.
"”Hier und da: Halbins. Sworbe in der Nähe von
"Forstei; zwischen Mustel und Karris; Libanon bei
Mustel, Oiametz (Surt. Fr.), Leo, Piddul; zwischen
Metzekäll und Parrasmetz (Smz. in L. Fr. Suppl)
Fam. Polypodiace&e.
Polypodium vulgare DL.
Selten im nordw. und nördl. Teil: Kielkond! Katt-
fel! zwischen Piddul und Mustel! Mustel! zwischen
Mustel und Metzekäll!
Phegopteris polypodioides FÉE.
Selten: Kolz auf Sworbe (Sm1. FL.)
Ph. Dryopteris (L.) FÉE.
Zwischen Arensburg und Ansekäll! Mustel! zw.
Karris und St. Johannis! — Ins. A bro!
90
330.
331.
832.
333.
334.
339.
836.
837.
8338.
839.
340.
SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
Ph. Robertiana HOoFFM.
Selten: Rootsikäll! Kolz (Smart. Fr.) Mustel
(Smr. in L. Fri. Suppl).
Polystiechum Thelypteris (L.) RotH.
Ziemlich häufig. Auch auf Abro!
P. Filix Mas (L.) RoTtH. ;
Hier und da: Arensburg!... Kielkond! St. Jo-
hannis!
P. cristatum (L.) RoTtH.
Selten: Zwischen Arensburg und Ansekäll, 11 W.
von Arensburg! Kolz (St. FL).
P. spinulosum (RETtz.) DC.
Hier und da: Arensburg! Mustel! Könno! Neu-
löwel! zwischen Kangern und Töllist! — A bro!
var. dilatatum (Horrm.) DC: Ins. Abro!
Cystopteris fragilis (L.) BERNH.
Zerstreut: Kielkond! Kattfel! Läimmada! Mu-
stel! Könno! zwischen Mustel und Metzekiäll! Sall!
Töllist!
Athyrium Filix Femina (L.) RotH.
Hier und da, auch auf A bro!
Asplenium Trichomanes L.
Selten: Filsand (SmMr. FL.).
A. Ruta muraria L.
Selten: Waigatinseln (SAsS in SMt. FL.).
Pteris aquilina L.
Ziemlich häufig, seltener im östlichen Teil.
Fam. Ophioglossacege.
Botrychium Lunaria L.
Selten: Kergel! Jerwe im Sande! Ansekill!
RV:
RR sn EES
j
-
| BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7. 91
+
841. Ophioglossum vulgatum L.
Nicht selten: Lode! Ansekäll! Oio! Mustel!
- Könno! Töllist! Orisaar! Köln, Ilpel (JACOBSOHN in
SM7. Fr). — Filsand!
Fam. Equisetace&e.
842. Equisetum arvense L.
Häufig.
843. E. pratense L.
Hänuvfig.
844. E. silvaticum L.
Von uns nicht mit Sicherheit beobachtet.
345. E. palustre L.
Kasti! Wido! Kielkond!
846. E. fluviatile L.
Arensburg! Kattfel! zwischen Läimmada und
Wido! Piddul! Orisaar!
347. E. limosum L.
Bedeutend häufiger als die vorige.
848. E. tenellum (LILJEBL.) KROK.
Hier und da: Seppa! Arensburg! Kattfel! Kiel-
kond! Neulöwel! Mustel! Kolz, Mento (Smrt. FL.)
849. E. hiemale L.
j Selten: Jerwe im Sande! Neulöwel!
Fam. Lycopodiacee.
850. Lycopodium Selago L.
Selten: Kolz (St. FL.).
AL ING SD ATS
, RR
92 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. )
851. L, annotinum L. j o.
4 Far q
Nadelwälder: Widoberg! Kergel! Jerwemetz-
Ohne Zweifel häufiger. Ed
352. IL. elavatum L. ; Te
Häufg.
3853. L. complanatum LDL. fö
Selten: Lode (WERNER in SM7. FL.)
cd
H 4
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7.
Acer .
Achillea .
Acorus
Actea
Adoxa
ZEgopodium
AEthusa .
Agrimonia .
Agrostemma
Agrostis .
Aira
Ajuga .
Alchemilla .
Alisma
Alliaria .
Allium
Alnus .
Alopecurus .
Alyssum .
Anacamptis
Anagallis
Anchusa .
Andromeda
Androsace .
Anemone
Angelica
Antennaria .
Anthemis
Anthoxanthum
Anthyllis
Apera.
Aquilegia
VÄRRALDISE > 0 od ie
Arctostaphylos
Arenaria
Verzeichnis der Gattungsnamen.
Pag.
RDR
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IRS
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2060)
Ag:
Artemisia
Asparagus .
Asperugo
Asperula
Asplenium .
Aster .
Astragalus .
Athyrium
Atriplex
Avena
Baldingera .
Ballota
Barbarea
Batrachium
Bellis .
Berberis
Betonica
Betula
Bidens
Botrychium
Brachypodium
Brassica .
Braya .
Briza .
Bromus .
Bunias
Bupleurum .
Butomus
Cakile .
Calamagrostis
Calamintha
Calla . å
Callitriche -
Calluna .
Caltha
93
4 SKOTTSBERG UND VESTERGREN, Z. KENNTN. D. VEG. D. INS. OESEL.
Pag.
CAME Asa fest eo RES NLD
CAMP IIVAEN ESA
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Cephalanthera, — Owe aNNrda0:
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Öhrysanthemum. = = = «= sit-amör
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ÖTTSIUNN sSN sc ros ee en) edet GLADE
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ÖPLYJUSt Ge ve ER KNINODE
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Eryneium : soc stt IKE
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Erythroea os goes si RERRSEE
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Euphrasia . = «. = MOE
Farsetia - = so > Carte
Festucd ... =. - OSSE
Fiearia . .- - . so AE
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Eragaria os do. HENNE
Eraxinus oo. oo -r EEE
Fumariab oo cs a oo RERIAE
Gagead . . « - co EEE
Galeopsis . - «> --NARE
Galiam — > os om St SEE
Gentiana oo. o. store SE eEEeee
Geranium =. . sc = = tiden
Geum «cs RESER
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Glechoma —. . ss = pieNeRee
GlyCeria « «. Co, NSOE
Gnaphalium EE
Gypsophila. «r:i = =
Habenaria . . «= = skmfddnods
Haliantbus . « sa sofa
Hedera . . - - = micffkedtsta
Helianthemum . . - = esllsltor
Heracléum "> . >» oc - fs en
Herminiam: =. - = = steGeckns
Herniaria . . « « sm CREME
Hieracium ... 2. faffileried ten
Hierochloa + « . o.« = - sec
cm då
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 7.
Hippuris
Holcus
Humulus
Hutschinsia
Hydrocharis
Hyoscyamus
Hypericum .
Hypocheris
Inula
Iris
Isatis .
Isnardia .
Jasione.
Juncus
Juniperus
Keoeleria
Lactuca
Lamium
Lampsana .
Lappa
Laserpitium
Lathrea.
Lathyrus
Ledum
Lemna
Leontodon .
Leonurus
Lepidium
Libanotis
Linaria
Linnea .
Linum
Listera
Lithospermum
Lolium .
Lonicera
Lotus .
Luzula
Lychnis .
Lycium .
Lycopodium
Lycopus .
Lysimachia
Lythrum
Majanthemum
Malaxis .
Malva
Marrubium
Pag.
LCD
Matricaria .
Medicago
Melampyrum .
Melandrium
Melica
Melilotus
Mentha .
| Menyanthes
Mercurialis
Milium
Molinia .
Monotropa .
Myosotis .
Myosurus
Myrica
Myriophyllum
Myrrhis .
Myrtillus
Najas
Nardus
Nasturtium
|. Naumburgia
| Neottia .
Nepeta
Neslia
Nuphar .
Nymphea .
Odontites
Ononis
Ophioglossum
Ophrys
Orchis
Origanum
Orobanche .
Orobus
Ostericum .
Oxalis
Oxycoccus .
Papaver
Paris.
Parnassia
Pastinaca
Pedicularis .
Petasites
Peucedanum .
Phegopteris
Phleum .
| Phragmites
93
Pag.
6.
58.
28.
. 48.
87.
JDS
FT
TFA
62.
88.
Picea .
Pimpinella .
Pinguicula . .
Pinus .
Plantago
POAL kar.
Polygala
Polygonum
Polypodium
Polystichum
Populus .
Potamogeton .
Potentilla
Primula .
Prunella .
Prunus
Psamma .
Pteris .
Pulmonaria
Pulsatilla
Pyrola
Pyrus .
Quercus
Ranunculus
Raphanus
Rhamnus
Rhinanthus
Rhynchospora
Ribes .
Rosa .
Rubus
Rumex
Ruppia
NHagina .
Salicornia .
Salix.
Salsola
Samolus
Sanicula
Saxifraga
Scabiosa
Sceptrum
Schedonorus
Scheuchzeria .
Schoenus
Scirpus .
Secleranthus
Scorzonera .
| Silene.
Serophularia .
Scutellaria .
Sedum
Selinum .
Senebiera
Senecio .
Sesleria .
Setaria
Sinapis
Sisymbrium
Sium .
Solanum .
Solidago .
Sonchus .
Sorbus
Sparganium
Spergula
Spergularia
Spirea
Stachys .
Stellaria .
Stratiotes
Su&eda
Succisa ;
Tanacetum .
Taraxacum .
TAxUSE RR
Tetragonolobus .
Teucrium
Thaliectrum .
Thlaspi .
Thymus .
INTA ss
Tofieldia
Torilis
Tragopogon
Trichera .
Trientalis
Trifolium
Triglochin .
Trodia ..
Triticum
Turritis .
Tussilago
Typha
Ulmus .
Urtica
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0O 7.
Pag.
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BIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 27. Afd IL N:o 8.
ASCLEPIADACEE PARAGUAYENSES
A D:RE E. HASSLER COLLECTA
AUCTORE
GUST. O. A:N MALME.
REG. ACADEMIZ SCIENT. SUEC. OBLATUM DIE 8 MAJI 1901.
EXAMINATUM A V. WITTROCK ET A. G. NATHORST.
STOCKHOLM
BOKTRYCK / ? i STEDT & SÖNE
RYCKERIET. P. A. NORSTEDT
1901
4 10
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3
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Y
D:; Asclepiadaceen-Flora von Paraguay ist noch wenig be-
kannt. DECAISNE, der die Asclepiadaceen in DE CANDOLLE'S
Prodromus? behandelte, kannte keine einzige paraguayische
Species. Und A. GRISEBACH, der in seimen Symbole ad floram
argentinam? oft Mitteilungen iber paraguayische (von Ba-
TANSA gesammelte) Pflanzen macht, erwähnt nur eine Art,
und zwar Ditassa campestris GRISEB. (BALANSA 1375 a). Die
Asclepiadaceen der BALANSA'schen Sammlung sind auch in
der Flora brasiliensis? zum grössten Teil unberöcksichtigt
geblieben. E. FOoURNIER föhrt daselbst nur vier paraguayische
Species auf, und zwar
Nautonia nummularia DCNE. (BALANSA 1799),
Orthosia congesta DCNE. (BALANSA 1847),
Amplhistelma aphyllum (VELL.) FournN. (BALANSA 1367),
Morrenia odorata (HooK. & ARN.) LINDL. (BALANSA s. n.).
Einen beträchtliehen Zuwachs erhielt die Asclepiadaceen-
Flora von Paraguay im Jahre 1892. In An Enumeration of
the plants collected by Dr. Th. Morong in Paraguay 1883—
18904 erwähnt oder beschreibt TH. MoronG sechszehn hier-
hergehörige Pflanzen:
Araujia grandiflora (Mart. & Zucc.) Morone (auch Ba-
LANSA 1338),
Åraujia sericifera Bror. (auch BALANsSA 1332),
Åraujia Stormiana Morone,
Gothofreda oblongifolia MOoRoNG,
Gothofreda eriantha (DONE.) O. K. (auch BALANSA 1335),
Gothofreda gracilis MOoRONG,
Asclepias campestris DCNE.,
1 Pars VIII (1844).
? Abhandl. der Königl. Gesellschaft der Wissenschaften zu Göttingen.
Band XXIV (1879).
3 Fase. XCV (1885).
2 Annals N. Y. Acad. sci. VII (1892).
4 MALME, ASCLEPIADACE/E PARAGUAYENSES.
ÅAsclepias curassavica L.,
A. mellodora S:t HiL.,
Ditassa humilis MoronG,
Morrenia odorata (Hoor. & AGES LINDL. (auch BALANSA
1341),
Roulinia flluminensis DCNE.,
Sarcostemma bonariense HooKr. & ARN. (auch BALANSA 136).
Sarcostemma bifidum FOouUrN.,
Sarcostemma carpophylloides MoronG,
Ezxolobus patens (DCNE.) Fourn.
Die von MoronG aufgestellten neuen Species kenne ich
nur nach: den Beschreibungen, die leider durch keine Abbil-
dungen verdeutlicht worden und, was die Bläten betrifft,
oft unvollständig sind. Betreffs der beiden Gothofrede z. B.
muss ich dahingestellt lassen, ob sie zu der Gattung Oxy-
petalum BR. Br. gehören oder nicht.
Im J. 1894 erwähnte J. G. KERR in The Botany of the
Pilcomayo Expedition, 1890—91,! zwei Asclepiadaceen: Ascle-
pias mellodora S:t Hin. und Araujia megapotamica (SPRENG.)
Dons. Und im folgenden Jahre beschreibt R. ScHLECHTER? OZxy-
petalum paraguayense SCHLECHTER, weleche Species von O. KUNTZE
gesammelt worden war. Ausser diesem Ozxypetalum hatte
Dr. KUNTZE zwei Asclepiadaceen aus Paraguay mitgebracht,
und zwar ȁAsclepias marginata Fourn.> und Gothofreda eri-
antha (DeNE.)y O. K., die in seiner Revisio generum planta-
rum, IIT I! (1898), p. 199, Erwähnung finden.
Im J. 1899 folgt dann die Arbeit von R. CHopar, Plan-
te Hasslerianee,? wo dreizehn hierhergehörige paraguayische
Species aufgefihrt werden, und zwar
Ozxypetalum Hasslerianum CHop.,
Ozxypetalum aureum CHop.,
Oxypetalum Arnottianum BUEK,
Oxypetalum paraguayense CHop.,
Ditassa anomala MART.,
Sarcostemma bonariense Hook. & ARN. (auch BALANSA 1368),
Asclepias mellodora S:t Hin. (auch BALANSA 1361),
Asclepias curassavica L.,
! Transactions and proceedings of the Botanical society of Edinburgh.
Vol. XX. Part 1 (1894).
? Oesterreichische botanische Zeitschrift. 1595.
3 Bulletin de I'Herbier Boissier. Tome VII (1899). Appendix 1.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 8. d
Morrenia odorata (Hooz. & ARN.) LINDL.,
Ezxolobus patens (DONE.) Fourn.,
FExolobus Sellowianus FOourN.,
Blepharodon ampliflorus FOournN.,
ÅArawjia sericifera BRor.
Endlich habe ich bei der Bearbeitung der Asclepiadaceen
des Regnell'sehen Herbars (in der Botan. Abteilung des na-
turhist. Reichsmuseums zu Stockholm) einige daselbst aufbe-
wahrte paraguayisehe Asclepiadaceen näher untersucht. In
meiner Abhandlung, Die Asclepiadaceen des Regnell'schen
Herbars,! sind deren fönfzehn erwähnt bezw. beschrieben
worden:
Asclepias mellodora S:t HIiL.,
> > var. minor S:T HIL.,
Plulibertia bonariensis (HoorK. & ARN.) MALME,
Phlilibertia sp.,
Pluilibertia sp.,
Oxypetalum appendiculatum MARrRTtT. & Zucc. (BALANSA 1343),
Ozxypetalum Balanse MALME (auch BALANSA 1336),
Ozxypetalum Hilarianum FOourN.,
Ozxypetalum (erianthum DEeNE?),
Morremia odorata (Hoor. & ARN.) LINDL. (auch BALANSA
1341),
Schubertia grandiflora MArRTt. & Zuvoc: (auch BALANSA 1338),
Pseudibatia ganglinosa (VELL.) MALME,
Exolobus patens (DCNE.) FournN., var. paraguayensis MALME,
Exolobus Sellowianus FOourn. (auch BALANSA 1342),
Marsdema macrophylla (H. & B.) FournN.
Da ich mich schon längere Zeit mit den Aslepiadaceen
von Rio Grande do Sul und Matto Grosso beschäftige und
bald nach diesen schon einmal von mir besuchten Staaten
zuriäckkehren werde, war es mir vom grössten Interesse, die
von Paraguay etwas besser kennen zu lernen. Mit Ver-
gnägen nahm ich deshalb das mir vom Herrn Prof. Dr. R.
CHopatT in Genf im Januar dieses Jahres gemachte Anerbie-
ten an, eine von Dr. E. HAssLER in den Jahren 1898—99 in
. Paraguay zusammengebrachte Sammlung zur betreffenden Fa-
1! Kongl. Svenska Vetenskapsakademiens Handlingar. Band. 34. N:o 7
(Stockholm, 1901.).
6 MALME, ASCLEPIADACEAZE PARAGUAYENSES.
milie gehöriger Pflanzen zu bearbeiten. Gern hätte ich auch
andere ganz unbearbeitete oder nur unvollständig bearbeitete
Sammlungen aus dem genannten Lande, z. B. die von RENG-
GER, BALANSA und HAGENBECK, zugleich behandelt und die schon
behandelten revidiert, um somit ein vollständigeres Bild der
Asclepiadaceen-Flora von Paraguay geben zu können. Das
Herbeischaffen all dieses Materials hätte aber eine geraume
Zeit in Anspruch genommen und wäre vielleicht, was einen
nicht geringen Teil betrifft, fast unmöglich gewesen. Wegen
der kurzen Frist, die mir vor meiner Abreise zur Verföägung
steht, habe ich mich deshalb auf die HAssrEr'sche Sammlung
beschränken missen. Diese stammt zum grössten Teil aus
dem Osten oder Nordosten von Paraguay — also aus Gegen-
den, die vorher fast nicht von reisenden Botanikern besucht
worden sind — und ist ausserordentlich reich. Sie enthält
nicht weniger als 37 Species und Varietäten, von denen 18
oder 19 jetzt zum ersten Mal in Paraguay angetroffen wor-
den sind und 11 — 8 Species und 3 Varietäten — hier neu-
beschrieben werden.
Mit den jetzt hinzugekommenen sind, soweit ich habe fin-
den können, folgende Asclepiadaceen als 1 Paraguay ange-
troffen erwähnt worden:t
Hemipogon setaceus DeNE.,
Nautonia nummularia Denz. (FOURNIER),
Asclepias curassavica L. (MOoRonG),
A. Langsdorffui FoURN.,
A. mellodora S:t HiL. (MOoR0oN6G),
? > var. minor S:T HiL. (MALME),
A. candida VELL.,
[>A. marginata FourEN.> (KUNTZE)”],
A. campestris DonzE. (MoronGc),
Philibertia bonariensis (Hoozr. & ARN.) MALME (MOoRONG),
1 Die Pflanzen, die etwa in sogenannten allgemeinen Vegetationsschilde-
rungen oder in mehr oder weniger populären Reisebeschreibungen erwähnt wor-
den sind, habe ich nicht mit aufgenommen, da die Richtigkeit soleher Angaben
zu oft vieles zu winschen ibrig lässt.
Kursiv bezeichnet, dass die betreffende Pflanze hier zum ersten Mal als
paraguayisch angegeben wird. Sonst wird derjenige Verfasser (zwischen Klam-
mern) angefihrt, der sie zuerst erwähnt hat.
Petit bezeichnet, dass ich keine paraguayischen Exemplare der betreffen-
den Pflanze gesehen habe. HEingeklammert sind die Namen derjenigen Pflan-
zen, die ich nur aus den Beschreibungen kenne. ;
? Eine A. marginata Fouzrn. ist nie beschrieben worden; möglicherweise
meint der Verf. A. marginata DenzE. (A. candida VELL.).
BIHANG TILL K; SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0. 8 7
[>Sarcostemma bifidam FOoUrRNS.> (MORONG)],!
[S. carpophylloides MOROoNG (MORONG)],
Philibertia riparia (DCNE.) MALME (MALME),
[Ditassa campestris GRISEB. (GRISEBACH)],
[D. humilis MorRonG (MORONG)],
D. anomala Mart. (CHOoDAT),
Amphistelma aphyllum (VELL.) Fourn. (FOURNIER),
Roulinia fluminensis DCenE. (MoRonc),
Orthosia congesta DCNE. (FOURNIER),
Ozxypetalum macrolepis (HoorK. & ARN.) DCNE.,
» ; > var. pilosum MALME n. var.,
. erianthum DenzE. (MoRronG),
. aureum CHOD. (CHODAT) ?],
. appendiculatum Mart. & Zucc. (MALME),
. Balanse MALME (MALME),
. vestitum MALME n. sp.,
Wightianum Hooz. & ARN.,
Arnottianum BuEK (CHoDAT),
> var brachystephanum MALME n. var.,
. capitatum Mart. & Zucc.,
. subcapitatum MALME n. sp.,
. Hasslerianum CHop. (CHO0DAT),
» var. mirabile MALME n. var.,
. parviflorum DCNE.,
- ophiuroideum MALME n. sp.,
- marginatum MALME n. Sp., :
.« celavatum MALME n. sSp.,
Hilarianum Fourn. (MALME),
Chodatianwm MALME n. sp.,
. paraguayense SCHLECHTER (NSCHLECHTER),
[0. paraguayense CHop. (CHODAT) ?],
[Gothofreda oblongifolia MoRONG (MORONG) ”],
[G: gracilis MoRonG (MoRONG) ”],
Morrenia odorata (Hoor. & ARN.) LINDL. (FOURNIER),
Aravujia sericifera BRrRot. (MoronG),
ÅA. plumosa NSCHLECHTER,
! Jedenfalls nicht S. bifidum FOourn.; wahrscheinlich Pluilibertia riparia
(DCNE.) MALME.
? Ist nach der Beschreibung zu urteilen O. erianthum DCNE.
3 Scheint dem O. Arnottianum BuEK nahe zu stehen. Der Name O. pa-
"raguayense CHop. kann nicht beibehalten werden, da ÖO. paraguayense
NSCHLECHTER vier Jahre älter ist.
+ Därfte wohl ein Ozxypetalum sein, ob die Species zu der Sektion Schi-
Zzostemma zu fiähren sei, geht aber nicht aus der Beschreibung hervor.
> Ist ganz bestimmt kein Oxypetalum; vielleicht eine Schistogyne.
0) MALME, ASCLEPIADACEZ PARAGUAYENSES.
[A. Stormiana MoRonG (MORONG)],
Lagenia megapotamica (SPRENG.). FOURN. (KERR),
Schubertia grandiflora Mart. & Zvcc. (MoRronc),
Pseudibatia ganglinosa (VELL.), MaALME (MALME),
Ezxolobus patens (DCNE.) FournN. (MORONG),! ,
> > var. paraguayensis MALME (MALME),
E. Sellowianus Fourn. (CHoDAT),
Blepharodon linearis DCeNE.,
Bi. ampliflorus Fourn. (CHODAT),?
Bl. reflexus MALME,
Bl. angustifolius MALME n. sp.,
Marsdenia macrophylla (H. & B.). Fourn. (MALME)
M. guaranitica MALME n. sp.
9
Die Mehrzahl der paraguayisehen Asclepiadaceen gehört
zu den Oreaden, und besonders gilt dies von den von Dr. HASSLER
in den Jahren 1898—99 gesammelten, z. B. Hemipogon seta-
ceus DCNE., Asclepias Langsdorffii Fourn., A. candida VELL.,
Ozxypetalum capitatum Mart. & Zuvcc. und Blepharodon Uinea-
ris DONE. HEinige sind jedoch zweifelsohne zu den Napen
zu zählen, z. B. Oxypetalum Arnottianwm BUEK, O. parviflorum
DONE., 0. Wightianum Hook. & ARN. und Lagenia megapotamica
(SPRENG.) FourN. Es giebt endlich auch einige, die: gar nicht
in Brasilien angetroffen worden sind, sondern zu den argen-
tinischen gehören, z. B. Plilibertia bonariensis (HOooE. & ARN.)
MaALME und Morrenia odorata (Hoor. & ARN.) LINDL. Beson-
ders interessant, was die geographische Verbreitung betrifft,
ist Schubertia grandiflora Mart. & Zucc., die wahrscheinlich
am besten zu den Hamadryaden zu zählen ist, die aber in
Paraguay weit sädlich, wenigstens bis nach Asuncion vorge-
drungen ist.
Aus diesen kurzen Bemerkungen geht deutlieh hervor,
dass die Flora von Paraguay, auch die der Asclepiadaceen,
eine gemischte ist; die Hauptmasse gehört zwar zu den Ore-
aden, zu derselben gesellen sich aber auch nicht wenige Spe-
cies, die nicht aus der Oreasregion, sondern aus anderen Be-
zirken — aus Rio Grande do Sul und Uruguay, aus den Pam-
pas oder sogar aus den Anden — stammen.
1! Gehört wahrscheinlich zu der var. paraguayensis MALME.
? Von Araujia sericifera Bror. und Blepharodon ampliflorus FOouURN.
habe ich zwar paraguayische Exemplare gesehen, nicht aber näher untersucht.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. HI. N:0 8. 9
Die Asclepiadaceen sind jedoch wenig geeignet, den Ur-
sprung der paraguayisehen Vegetation zu beleuchten, denn
wegen des vortrefMichen Flugapparats der Samen können
diese ganz gewiss in kurzer Zeit durch den Wind äber weite
Strecken hingeföährt werden. Es finden sich denn auch unter
den paraguayischen hierhergehörigen Pflanzen einige, z. B.
Marsdenia macrophylla (H. & B.) Fours., die ein äberaus gros-
ses. Verbreitungsgebiet haben. Auwusserdem ist die Kenntnis
von den söädamerikanischen Asclepiadaceen, eben wegen der
Schwierigkeit, sie zu konservieren und in den Herbarien auf-
zubewahren, noch zu gering, um sichere allgemeine Schlisse
zu erlauben.
Die jetzt bearbeitete HAssrEr'sche Sammlung enthält eine
verhältnismässig sehr grosse Menge neuer aufrechter, zu der
Sektion Schizostemma gehöriger oder derselben verwandter
Species der Gattung Ozxypetalum RB. Br. Der fast unerforschte
Bezirk am Alto Paranå und Alto Uruguay — die Misiones
und die angrenzenden Teile von Rio Grande do Sul, Paranå.
Matto Grosso und Paraguay — scheint das Entwicklungs-
zentrum dieser Pflanzen zu sein. Die reisenden Botaniker,
die Gelegenheit bekommen, diese Gegenden zu besuchen, wer-
den zweifelsohne wichtige Beiträge zur Kenntnis dieser Oxy-
petala liefern können. Es empfehlt sich aber, von jeder Spe-
cies ein reichliches Herbarmaterial mitzubringen, das sorgfäl-
tig vor Schimmel zu schätzen ist, und auch, wenn möglich,
wenigstens Bliten und Friächte in Spiritus aufzubewahren.
Die Bearbeitung einzelner Specimina, die ausserdem noch viel-
leicht mehr oder weniger verschimmelte Bliten tragen, bietet
beträchtliche Schwierigkeiten und giebt natärlich oft unsi-
chere Resultate.
Hemipogon Donz.
H. setaceus DoNnzE. (1844).
DECAISNE in DC. Prodr. VIII, p. 309. — FOURNIER in Flor. brasil. XCV,
TSE
Sierra Maracayr, in campo Nandurucay (Oct. 1898. N:o
4915).
Distrib. geogr.: Brasilie reg. Oreadum (Säo Paulo).
10 MALME, ASCLEPIADACEZE PARAGUAYENSES.
»Suffrutex 0,3—0,. m. altus. Patala alba.»
Retinaculum crassum, oblongo-lineare, 0,,—0,45 mm. longum,
0,16—0,18 mm. latum, apice rotundato-truncatum et nonnihil
emarginatum, inferne aliquantulum attenuatum. Caudieculz
horizontales, breves, 0,1—0,12 mm. longee, usque ad 0,2 mm.
late. Polinia fere apice caudiculis affixa, pendula, sepe non-
nihil divergentia, ovali-oblonga, circiter 0,6 mma. longa, 0,25—
0,3 mm. crassa, utroque apice rotundata v. superne obtusa.
Fig. 1. a. Nautonia nummularia DesE. b. Hemipogon setaceus DONE.
Retinaculum, caudicule, pollinia. ?/1.
Nautonia Denz.
N. nummularia DCNE. (1844).
DECAISNE in DC. Prodr. VIII, p. 509. — FOoURNIER in Flor. brasil. XCV,
p. 198.
Sierra Maracayu, in arenosis pr. Ipemi (Oct. 1898. N:o
5021.); in arenosis pr. flumen Carimbatay (Sept. 1898. N:o
4551).
Distrib. geogr.: Brasilie reg. Napgarum et Oreadum (Rio Grande do Sul
— Säo Paulo, Minas Geraes).
»Petala rosea>.
Retinaculum crassum, ovale, 0,,—0,22 mm. longum, 0,11—0,12
mm. latum, apice rotundatum, inferne nonnihil attenuatum,
basi rotundatum. Caudicule basi retinaculi insertae, horizon-
tales v. leviter adscendentes, breves, 0,,:—0,9 mm. longe, recte,
late, apicem versus dilatate. Pollinia fere apice caudicnlis af-
fixa, pendula, nonnihil divergentia, ovali-oblonga, 0,3—035 mm.
longa, 0,16—0,1s mm. crassa, utroque apice rotundata.
|
j
i
|
a
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 8. 11
II.
Asclepias L.
Species paraguayenses:
Flores minores, petalis minus quam 10 mm. longis. Pol-
linia minus quam 1,2 mm. longa.
A.
Corolla punicea; corona aurantiaca v. miniata. Folia
longe petiolata (petiolo 1—2 cm. longo), lanceolata,
basi acuta, apice acuminata, internodia longe supe-
rantia. ÅA. curassavica IL.
Corolla albida, albido-viridula v. nonnihbhil in lilaci-
num vergens; corona albicans v. ceremea. Folia brevi-
petiolata (petiolo 0,25—0,5 cm. longo), basi vulgo ob-
tusa, apice acuta.
a. Internodia, saltem superiora, elongata; folia,
saltem in parte superiore caulis, internodiis
multo breviora. Pedunculi foliis multo lon-
glores. A. Langsdorffui FoUrN.
b. Internodia brevia; folia internodiis multo lon-
giora. Pedunculi foliis multo breviores.
A. mellodora S:t Hi.
Flores majores, petalis plus quam 10 mm. longis. Pol-
linia plus quam 1, mm. longa. (Folia brevipetiolata
Vv. sessilia.)
JAG
Folia 'ovato-ovalia — obovato-ovalia — lanceolata,
acuta, superiora haud v. vix reducta. Pedunculi fo-
liis breviores.
a. Folia ovata v. ovalia, basi obtusa v. rotundata,
margine ciliata, ceterum glabra, nervis secun-
dariis parallelis, subrectis, angulo circiter 60”
insidentibus. ÅA. candida VELL.
b. Folia ovalia, obovato-ovalia v. lanceolata, basi
acuta, vulgo + brevipilosa, nervis secundariis
curvatis, angulo 35”—45” insidentibus.
ÅA. campestris DONE.
Folia late ovata, basi nonnihil cordata, apice vulgo
obtusa et brevissime cuspidata, superiora valde re-
12 MALME,' ASCLEPIADACEZ PARAGUAYENSES.
ducta, summa squameeformia. Pedunculi foliis lon-
giores. A. bracteolata FournN.!
A curassavica L. (1753).
LINNZUS, Spec. plant. p. 215. — DECAISNE in DC. Prodr. VIII, p. 566. -
— FOURNIER in Flor. brasil. XCV, p. 199.
Caraguatay (Aug. 1898. N:o 3116) et alibi in republica
Paraguay. ;
Distrib. geogr.: per terras intertropicas subtropiecasque late distributa.
A. Langsdorffii FournN. (1885).
FOURNIER in Flor. brasil. XCV, p. 203.
In palude prope Igatimi (Sept. 1898. N:o 4706).
Distrib geogr.: Brasilie reg. Oreadum (Minas Geraes).
Species peraffinis A. mellodorce S:t HiL., abs qua internodiis multo lon-
gioribus (usque ad 15 cm. longis) pedunculisque protractis (usque ad 17 em.
longis) recedit.
A. mellodora S:t HiL. (1824).
A. SAINT-HILAIRE, Plant. remarqu. Brés. et Parag., p. 227. — DECAISNE
in DC. Prodr. VIII, p. 568. — FOoURNIER in Flor. bras. XCV, p. 201. — MALME,
Asclep. Regn. Herb., p. 21. >
Cordillera de Altos (N:o 837 sec. CHODAT.).
Däistrib. geogr.: Brasilie imprimis reg. Oreadum Napgarumque (Bahia,
Minas Geraes, Matto Grosso — Rio Grande do Sul, Uruguay). lå
Specimina Hassleriana mihi nunce non obvia; est species
in republ. Paraguay haud rara. |
A. candida VELL. (1827).
VELLOzZo, Flor. flumin. III, tab. 65. — FOURNIER in Flor. brasil. XCV.
p. 200. — MarwmE, Asclep. Herb. Regnell., p. 20. j
In campis prope flumen Corrientes (Dec. 18598. N:o 5838).
Distrib. geogr.: presertim in Brasilie reg. Oreadum (Bahia, Minas Ge-
raes, Goyaz, Matto Grosso, Såo Paulo).
! 4. bracteolata FOourRN. nondum in republ. Paraguay inventa est, sed
verisimiliter invenienda.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD: III. N:0 8. 13
A. campestris DONE. (1844).
DECAISNE in DC. Prodr. VIII, p. 566. — FOURNIER in Flor. brasil. XCV,
p. 202. — MarmeE, Asclep. Regn. Herb., p. 21.
San Bernardino (Sept. 1898. N:o 3289), in campo prope
Tgatimi (Dec, 1898. N:o 5605), Serra de Maracayui, in campo
JTpemi (Oct. 1898. N:o 5188. — Nov. 1898. "N:o 5294).
Distrib. geogr.: Brasilie reg. Napearum Oreadumque, nec non in adja-
centibus reipubl. Argentine partibus.
Quoad folia valde varia; forma tamen vix dign&e sunt,
que seorsim enumerentur.
Philibertia (H. B. K.) BENTH. & HoorK.
Ph, riparia (DCNE.) MALME.
Sarcostemma riparium DECAISNSE in DC. Prodr. VIII (1844), p. 540 (e
descript.). — FOoURNIER in Flor. brasil. XCV, p. 234.
Philibertice sp. MALME, Asclep. Regn. Herb., p. 25.
Frutex alte volubilis, ramis teretibus, glabris v. ad no-
dos subsericeis, glaucoviridibus. Folia tenuia, sat brevipetio-
lata (petiolo 3—8 mm. longo, leviter sericeo-pubescente), an-
guste elliptica — lanceolata, vulgo 4—6 cm. longa, 0,s—1,2 cm.
lata, basi rotundata v. rotundato-truncata, apice acuminata,
juniora praesertim subtus in nervo primario subsericea, dein
et supra et subtus glabra. Inflorescentie extraaxillares, al-
terne, multiforre, umbelleformes; pedunculus robustus, usque
ad 10 cm. longus, glaber v. subglaber; pedicelli graciles, 2—2,5
em. longi, sericei v. subglabri. GCalyeis lobi ovati v. ovato-
triangulares 3—3,; mm. longi, 1,5—1,1> mm. lati, apice sub-.
acuti, subtus (dorso) et marginibus sericeo-pubescentes, supra
glabri; glandule calycine anguste ovoidere, sat parvee, sin-
gulee — terne. Corolla alba, rotata, tubo brevissimo; lobi limbi
demum patentissimi, ovati, circiter 7 mm. longi, 4—5 mm. lati,
subtus (dorso) sericei, marginibus hinc inde ciliati, supra mi-
nute papillosi. Corona ut in Ph: bonariensi, sed squame in-
teriores gynostegium nonnihil superantes. Stamina circiter 2,5
mm. longa, filamentis brevissimis, membranis apicalibus an-
therarum suborbicularibus v. subreniformibus, circiter 0,9 mm.
longis, usque ad 1,25 mm. latis, basi leviter cordatis, apice
14 MALME, ASCLEPIADACEZE PARAGUAYENSES.
sepe mucronatis. Retinaculum crassum, 0,,—0,45 mm. longum;
pars superior circiter 0,3 mm. lata, ab externa parte visa sub-
triangularis, apice subobtusa, basi nonnihil sagittata. Caudi-
culge subhorizontales, circiter 0,3 mm. longe, manifeste geni-
culat2e, anguste, apice dilatate. Pollinia apice caudiculis af-
fixa, pendula, anguste oblonga, circiter 1,3 mm. longa, 0,4 mm.
crassa, basi rotundata, apice obtusa. Styli rostrum breve,
mucronatum, mucrone apice leviter bifido.
Cordillera de Altos, in dumeto (Febr. 1898. N:o 3883).
Quoad flores sat bene congruit cum Ph. bonariensi (HOooK. & ÅRN.), abs
qua foliorum forma rtecedit. Ejusdem speciei varietas verisimiliter est Phili-
bertia sp. MALME, Asclep. Regn. Herb., p. 23.
Ad eandem speciem pertinere videtur »>Sarcostemma bifidum FOoURN.»>
MoRonNG in Annals N. Y. Acad. Sci. VII (1892), p. 165.
Ditassa R. Br.
D. anomala Marr. (1837).
MaArrTiuvs in Flora 1837, p. 99. — FOUuRNIER in Flor. brasil. XCV, p. 250.
Cordillera de Altos, in silva (Febr. 1899. N:e 3903).
Distrib. geogr.: Brasilie reg. Dryadum (Oreadum Napearumque) (Espi-
ritu Santo —Santa Catharina, Minas Geraes etc.).
Retinaculum crassum, ab externa parte visum ovale, cir-
citer 0,07 mm. longum, 0,045—0,05 mm. latum, basi subtrunca-
tum, apice rotundatum et nonnihil emarginatum. Caudieulx
subhorizontales, circiter 0,05 mm. longe, tenues, apice paullu-
lum incrassate. Pollinia pendula, apice caudiculis affixa, late
ovalia, circiter 0,os mm. longa, 0,055 mm. crassa, utrogue apice
rotundata.
Ditasse genus vastum, cujus species ulterius microseopice examinande.
Mihi paucas tantum species examinare licuit. Determinatio hujus plante (in
collectione Hassleriana mucescentis) minus certa.
Amphistelma GRISEB.
A. aphyllum (VELL.) FOoURN.
FOURNIER in Flor. brasil. XCV, p. 225. — MALME, Asclep. Regn. Herb.,
p. 28.
ER a RE Nb
Ain
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD:. III. N:08. I35
Cordillera de Altos, in silva (Aug. 1898. N:o 3029).
Distrib. geogr.: Brasilie reg. Dryadum, Oreadum et Napegarum, in silvis
(Rio de Janeiro, Minas Geraes — Rio Grande do Sul, Paraguay).
Roulinia DCeNnz.
R. fluminensis DCNzE. (1844).
DECAISNE in DC. Prodr. VIII, p. 517. — FOURNIER in Flor. brasil. XCV,
p. 217. — MALME, Asclep. Regn. Herb., p. 30.
San Bernardino, in silva (Dec. 1898. N:o 3577).
Distrib. geogr.: in Brasilie silvis (Rio Grande do Sul, Matto Grosso etc.).
A speciminibus Lindmanianis (in. Asclep. Regn. Herb.
descriptis) recedit corolla lobis paullulo majoribus, usque ad
I mm. longis, 4 mm. latis, coron&e squamis usque ad 5 mm.
longis, lobo medio melius evoluto, late sublineari, apice ob-
tuso v. emarginato, nec non retinaculo minore, 0,28—0,3 mm.
longo, circiter 0,14 mm. lato.
Oxypetalum R. Br.
O. maerolepis (Hoor. & ÅRN.) DCNE.
DECAISNE in DC. Prodr. VIII. p. 5385. — FOURNIER in Flor. brasil. XCV,
p. 260 — MaALmE, Asclep. Regn. Herb., p. 41.
Tweedia macrolepis HooKER et ARNOTT in HOoKERS Journ. of Bot. I
(1834), p. 291.
Var. pilosum MALME nov. var.
Recedit a planta megapotamica caule, foliis (et supra et
subtus), pedunculis, pedicellis, sepalis (subtus) lobisque corollae
(dorso s. subtus) pilis mollibus, sat erebris pubescenti-tomen-
tosis nec non sepalis pro rata paullulo longioribus, circiter
4 mm. longis, basin loborum corolle superantibus (et glandu-
lis calycinis ternis — quinis).
Retinaculum, caudicule polliniague ut in forma typica:
retinaculum 0,35—0,4 mm. longum, circiter 0,1 mm. latum;
'caudicul&e circiter 0, mm. longe; pollinia circiter 0,45 mm.
longa, 0,2—0,22 mm. crassa.
In palude Tucanguå (Febr. 1899. N:o 3904, specimen
unicum).
16 MALME, ASCLEPIADACEZ PARAUGAYENSES.
Distrib. geogr. forme typice: Brasilie reg. Napearum (Rio Grande
do Sul).
Ad formam typicam nonnihil accedit specimen sat incom-
pletum »in campo prope fumen Carimbatay» (Dec. 1898. N:o
5821) collectum, pedunculo valde elongato, usque ad 6 em.
longo instructum.
Erratum in Asclep. Regn. Herb., p. 41, commissum nunc corrigere liceat.
Planta, quam 1 c. sub nomine O. pachyglossi descripsimus, non pertinet ad
O. pachyglossum DCNE., quod O. coriaceo DCNE. peraffine est. Re vera ad
0. pallidwm Fours. (Flor. brasil. XCV, p. 259) proxime accedit, abs quo
corolla extus subglabra paullulum differt. Quze species, ut jam monuit cele-
berr. K. SCHUMANN (ENGLER und PRANTL, Die natärl. Pflanzenfam. IV: 2, p.
259), ab O. umbellato GARDN. vix est distinguenda. HSpecimina Moseniana
(a nobis descripta) igitur pro forma (v. varietate) latifolia, glabrescente O.
unmbellati GARDN. habenda sunt.
O. erianthum DonzE. (1844).
DECAISNE in DC. Prodr. VIII. p. 584. — FOURNIER in Flor. brasil. XOV,
p. 239. — MALME, Asclep. Regn. Herb., p. 63 (Ozxypetali sp-.).
Ozxypetalum aureum CHopaAt, Plante Hassleriane (1899), p- 50 (e. de-
scriptione).
Cordillera de Altos, in silva (Febr. 1899. N:o 3905).
Distrib. geogr.: Brasil... in parte occidentali reg. Oreadum v. in reg.
Hamadryadum (Goyaz, Matto Grosso): etiam in republ. Paraguay.
Inflorescentie extraaxillares, alterne, multiflore, corymbi-
formes v. umbelleformes; pedunculus brevis, rarius 1—1,5
cm. longus; pedicelli 0,7:5—1,25 cm. longi, graciles, eque ac
PA REA AT
pedunculus pilis patentissimis, in sicco lutescentibus, erebris
tomentosi. Flores sat magni; alabastra adulta usque ad 14
mm. longa, subobtusa. Calycis lobi faucem (seu basin loborum
corolle) vulgo haud attingentes, angustissimi, subulati v. sub-
filiformes, 5—6 mm. longi, basi circiter 0,s mm. lati, extus
(dorso) sat dense longepilosi, intus puberuli; glandulze caly-
cin&e minute, singule. Corolle tubus subeylindraceus, 6—7
mm. longus, circiter 3 mm. crassus, extus pilis sat brevibus
crebrisque vestitus, intus pilis longis, creberrimis mollissi-
misque lanatus; lobi patentes v. patentissimi, spiraliter torti,
e basi circiter 1,5 mim. lata sublineares v. nonnihil angustati,
usque ad 12 mm. longi, apice obtusi, extus (dorso) sat brevi-
pilosi, intus (supra) presertim inferne lanati, »albis (HASSLER).
Coron&x squamee basi tubo corolle sat alte et tubo stamineo
SYD
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 8. 17
nonnihil adnate, inter sese libere, 2 mm. longe, e basi
circiter 1,25 mm. lata primum sublineares, dein sensim angu-
state, apice rotundatae, intus dente fere tota longitudine
squamee adnato eoque multo breviore, gynostegium versus
sulco longitudinali sat lato ornato munite et ad basin dentis
bicarunculose (cfr. O. stipatum MALME). Stamina brevia, 2—2,3
mm. longa, filamentis brevissimis, membranis apicalibus an-
therarum late ovato-ovalibus, 0,,—1 mm. longis, 0,15—0,s mm.
latis, basi truncatis, apice obtusis, usque ad medium carina-
tis, ceterum hyalinis, integerrimis. Retinaculum sat crassum,
ab externa parte visum lineari-oblongum, cir-
citer 0,15 mm. longum, 0,1s mm. latum, apice
rotundatum, basi nonnihil attenuatum. Caudi-
cule descendentes, circiter 0,3 mm. longe, dente
inconspicuo, apice non libero. Pollinia cylin-
draceo-oblonga, circiter 0, mm. longa, 0,15—0,2
mm. crassa, recta, utrogue apice rotundata.
'Styli rostrum e basi circiter I mm. crassa sen-
sim paullulum attenuatum, subfiliforme, alte
(usque ad partem tertiam inferiorem) bifidum,
ramis filiformis, tenuibus,-erectis, tortulis.
Species corolle indumento insignis, ad sectionem T»ri-
choantam referenda. Retinaculo caudiculisque tamen Pachy-
glossas aliquantulum in memoriam revocat.
Fig. 2. Ozxypeta-
O. appendiculatum Mart. & Zwvcc. (1824). bum KR
MaARrTIusS et ZUCCARINI, Nov. gen. et sp. plant. I, p. ESR
48. — FOoURNIER in Flor. brasil. XCV, p. 273. — MALME, nia. 33/1.
Asclep. Regn. Herb., p. 48.
In dumeto prope flumen Capivary (Sept. 1898. N:o 4390),
in sepibus prope San Estanislao (Aug. 1898. N:o 4254).
Distrib. geogr.: in Brasilie reg. Oreadum Napgearumque (Minas Geraes —
Rio Grande do Sul): etiam :pluribi in republ. Paraguay.
O. Balanse MALME (1901).
MaALME, Asclep. Regn. Herb., p. 51.
In dumeto prope Igatimi (Oct. 1898. N:o 4785), Cordil-
lera de Altos, ad marginem silve (Mart. 1899. N:o 3960).
; Distrib. geogr.: republ. Paraguay — Matto Grosso (Cuyabå).
Planta N:o 4785 sat incerta; etiam N:o 3960 floribus mi-
noribus a speciminibus nostris nonnihil recedit.
vo
18 MALME, ASCLEPIADACEZ PARAGUAYENSES.
O. (Rhipidostemma) vestitum MALME n. sp.
Suffrutex (v. herba perennis) volubilis; rami graciles, vix
2 mm. crassi, teretes, pilis patentissimis, mollibus albidisque
v. in sicco lutescentibus, crebris tomentosi, internodiis 5—10
cm. longis. Folia subcoriacea, sat longepetiolata (petiolo 1,25
—L1,75 cm. longo, tomentoso), ovata v. late oblongo-ovata v.
ovali-ovata, 3—4,> cm. longa, 1,;—2,> cm. lata, basi cordata,
sinu profundo (0,:75—1,25 cm. longo), angusto, vulgo clauso,
apice obtusissima et cuspidata v. fere mucronata, supra pilis
patentissimis, sat sparsis (in nervo primario cerebris) mollibus-
que pubescenti-tomentosa, subtus pallidiora et pilis crebriori-
Fig. 3. Ozxypetalum vestitum MALME. a. Squama coron&e
a gynostegio visa. 17/1. b. Retinaculum, caudicule, pollinia. 23/1.
bus, albidis v. in sicco lutescentibus tomentosa, nervis sepe
purpurascentibus. Inflorescentie extra-axillares, alterne, pau-
ciflore (vulgo 4-—06-florcze), corymbiformes; pedunculus pro
rata sat longus, 1—1;5 (—2) em. longus; pedicelli pedunculo
breviores, 0,—0,6 cm. longi, sat validi, eque ac pedunculus
tomentosi. Flores sat parvi. Calycis lobi faucem (seu basin
loborum corollae) alte superantes, e basi 1,25—1,> mm. lata
sensim angustati, 4—5 mm. longi, extus (dorso) tomentosi,
intus glabri; glandula&e calycine minute, ovoideo-oblongee,
vulgo singul&e. Corolle tubus brevis, late campanulatus, et
extus et intus brevipilosus; lobi carnosi, revoluti v. nonnihil
reflexi, vix torti, anguste triangulari-lanceolati, cireiter 7 mm.
jer 2 RR ER
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. HI. N:08. 19
longi, 2,,—3 mm. lati, subtus (dorso) pubescentes v. pubescenti-
tomentosi, supra pilis brevissimis, rectis v. curvulis, crebris
puberuli. Coron&e squamee imo tubo corollae adnate, paulum ex-
serte, erecte, obovate, 3 mm. longe, 2 mm. late, sat tenues,
apice rotundate, intus basin versus carunculis binis confluen-
tibus et dente subulato, fere tota longitudine squame adnato
eaque multo (duplo) breviore ornate, luteo-virides et nonnihil
in vinosum abeuntes. Stamina usque ad 3 mm. longa, fila-
mentis brevissimis, membranis antherarum subtriangularibus,
1—1, mm. longis, circiter 11 mm. latis, apice obtusiusculis,
basi nonnihil sagittatis. Retinaculum crassum, 0,s35—0,9 mm.
longum; pars superior circiter 0,6 mm. longa, ab externa parte
visa anguste obovato-lanceolata, usque ad 0,2 mm. lata, apice
subacuta; pars inferior sublinearis, circiter 0,1 mm. lata. Cau-
dicule subhorizontales v. leviter descendentes, breves, dente
curvato, 0,25—0,30 mm. longo, apice obtuso longe libero, cete-
rum ope membrane subhyalinge cum parte inferiore retinaculi
conjuneto munite. Pollinia oblonga v. cylindraceo-oblonga
0,65—0,7 mm. longa, 0,16 mm. crassa, subrecta, utrogue apice
obtusissima v. rotundata. Styli rostrum atropurpureum v.
atroviolaceum, circiter 3 mm. longum, e basi circiter 1,75 mm.
crassa sensim attenuatum, conicum, apice leviter bifidum.
In dumeto prope flum. Corrientes (Dec. 1898. N:o 5880).
Affine Oxypetalo Balansc, abs quo foliorum forma, indumento crebriore,
pedicellis brevioribus, squamis coron&e gynostegium versus dente brevi ornatis,
retinaculo apice subacuto etc. reecedit.
O. Wightianum Hoor. & ARN. (1834).
HOOKER et ÅRNOTT im HOoKERS Journ. of Bot. I (1834), p. 288. — FouURr-
NIER in Flor. brasil. XCV, p. 270. — MALME, Asclep: Regn. Herb., p. 53.
Sierra Maracayu, in dumeto prope Ipemi (Nov: 1898: N:o
5348).
Distrib. geogr.: Brasilie reg. Napegearum (et Oreadum?) (Rio Grande do
Sul — Säo Paulo); O. Gwilleminianum DCNE. huic speciei peraffine, in reg:
Oreadum (Säo Paulo, Rio de Janeiro, Minas Geraes, Matto Grosso) occurrit.
O. Arnottianum BuEK (1858).
BuEK, Index gen. et spec. ad DC. Prodr. Pars III, p. VIII. — FOURNIER
in Flor. brasil. XCV, p. 279. — MALME, Asclep. Regn. Herb., p. 57.
Ozxypetalum capitatum HOoKER et ÅRNOTT in HOOKERS Journ. of Bot.
I (1834), p: 288. f
20 MALME, ASCLEPIADACEZ PARAGUAYENSES.
In campo prope lgatimi (Sept. 1898. N:o 4710. — Dec.
1898. N:o 5642), in campo prope San Estamnislao (Aug. 1898.
N:o 4186).
Distrib. geogr.: Brasilie reg. Napearum (Rio Grande do Sul, Uruguay,
Entrerios etc.)
Pedunculi qguam in speciminibus mnostris megapotamicis
sepe longiores, usque ad 8 cm. longi.
In collectione Hassleriana adsunt preterea specimina duo
hujus speciei, que corolle tubo longiore, sepalis subequilongo,
lobis multo brevioribus, circiter 5 mm. longis, et presertim
coron&e squamis brevioribus, sublinearibus, circiter 3, mm.
longis, superne subtrigonis, apice (recurvatis) acutis recedunt.
Nominanda:
var. brachystephanum MALME.
San Bernardino, in campo (Sept. 1898. N:o 3252).
Caulis superne densius vestitus quam in forma typica.
Pedunculus brevior, usque ad 2 cm. longus; pedicelli circiter
4 mm. longi. Glandul&e calycin&e ovoideo-oblong2e, obtusee,
sat parve, vulgo quine. Retinaculum anguste oblongum v.
lineari-lanceolatum, 0,,—0,45 mm. longum, vix 0,1 mm. latum;
dentes caudicularum circiter 0,25 mm. longi; pollinia circiter
0,55 mm. longa, 0,16 mm. crassa.
Habitu O. capitatum Mart. & Zuvcc. in memoriam revocat.
O. capitatum Mart. & Zucc. (1824).
MARTIUS et ZUCCARINI, Nov. gen. et sp. plant. I, p. 50. — FOURNIER in
Flor. brasil. XCV, p. 280. — MaLrME, Asclep. Regn. Herb., p. 58.
In dumeto prope Caruguaty (Sept. 1898. N:o 4654).
Distrib. geogr.: Brasilie reg. Oreadum (Rio de Janeiro, Säo Paulo, Mi-
nas Geraes, Matto Grosso etc.).
Pedunculis longioribus, usque ad 4,5 em. longis, nonnihil
recedit, ceterum cum speciminibus e Minas Geraes reportatis,
ex. gr. Mosenianis, bene congruit.
O. (Schizostemma) subeapitatum MALME n. Sp.
Tab. nostr. fig. 1.
Herba perennis (v. suffrutex) usque ad 30 cm. alta; cau-
lis simplex v. subsimplex, erectus, superne sepe fexuosus,
PEESEEE ESF IA
ESTEPONA SE
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III N:0 S. tak
teres, inferne circiter 1,; mm. crassus, pilis patentissimis, al-
bidis, mollibus, longis subtomentosus, internodiis 2—4 cm.
longis. Folia tenuia, + erecta, brevipetiolata (petiolo 1,;—3
mm. longo), anguste lanceolata v. lanceolata-linearia, 3—9 cm.
longa, 3—8 mm. lata (infima sepe ovato-lanceolata, 2—3 cm.
longa, circiter 8 mm. lata), basi rotundata, apice acuta, et
supra et subtus viridia et pilis mollibus, longis, sat crebris
vestita, marginibus seepe revolutis, nervo primario subtus pro-
minente. Inflorescentie extraaxillares, alternse v. spurie ter-
minales, sat pauciflorse, umbellzeformes v. subcapitatre; pedun-
culus usque ad 3 cm. longus, subtomentosus; pedicelli breves,
circiter 4 mm. longi, bracteis bracteolisque pedicello subsequi-
longis, subfiliformibus v. subulatis, pilosis. Flores sat parvi.
Calyeis lobi faucem (seu basin loborum corollze) alte superan-
tes, e basi circiter 1,3 mm. lata sensim angustati, circiter 7
mm. longi, longe acuminati, extus (dorso) dense longepilosi,
intus glabri v. superne parce pilosi; glandulee calycinee oblonge
v. anguste ovoideo-oblonge, obtuse, sat parve, quinee. Co-
rollge tubus brevis, 4—5 mm. longus, urceolato-campanulatus,
extus pubescens, intus fauce barbatus; limbi lobi patentissimi,
spiraliter torti, e basi vix 2 mm. lata sensim angustati, cir-
citer 7 mm. longi, apice obtusissimi, subtus (dorso) pubescen-
tes, supra glabri v. basin versus pilis nonnullis mollibus or-
nati. Coron&e squamee imo tubo corolle et tubo stamineo ad-
nate, sat crasse, ovate, 4—5 mm. longe, 2 mm. late, intus
(gynostegium versus) sulco longitudinali profundo ornatee,
usque ad medium v. altius bifide, lobis subparallelis, acutis,
sinu angusto. Stamina usque ad 3 mm. longa, filamentis bre-
vibus, membranis apicalibus antherarum ovalibus v. suborbi-
cularibus, circiter I mm. longis, 0,s mm. latis, basi truncatis,
apice rotundatis. Retinaculum crassum, apice recurvatum, ab
externa parte visum lanceolato-lineare, 0,55—0,6 mm. longum,
0,1 mm. latum, apice rotundato-truncatum, basi paullulum di-
latatum. Caudicula leviter descendentes, circiter 0,3 mm. longee,
dente circeiter 0,3 mm. longo, apice dilatato recurvatoque libero»
ceterum ope membrane subbyalinge cum parte inferiore reti-
naculi conjuneto mmunite. Pollinia recta, oblongo-fusiformia,
:0,s—0,s5 mm. longa, circeiter 0,1s mm. ecrassa, utroque apice
obtusa. Stylia rostrum breve, crasse conicum, circiter 1,> mm.
longum, acuminatum, acumine bifido.
Sierra de Maracayt, in campo Ipemi (Oct. 1898. N:o 5106).
22 MALME, ASCLEPIADACEZE PARAGUAYENSES.
Habitu (caule, foliis, inflorescentiis) Ozxypetalum Martii FoUuErS. (cfr.
MALME, Asclep. Regn Herb., p. 61) miro modo in memoriam revocat, abs quo
floribus majoribus et presertim retinaculi caudicularumqgque indole longe rece-
dit: re vera O. capitato Mart. & Zvcc. affine.
0. clavigerum SPENCER Moore [Trans. Linn. Soc. of London, 2:nd Ser.
Vol. IV. part. 3 (1892), p. 397] peraffine, quocum forsan species nostra sit
conjungenda, nobis tantum e descriptione notum, foliis pro rata latioribus, flo-
ribus minoribus (corolle tubo 3 mm. longo, lobis 4 mm. longis), corone squamis
pro rata latioribus (3,; mm. longis, 2 mm. latis) et styli rostro multo longiore
(2,5 mm. longo) recedit. De retinaculo, caudiculis, polliniisque nihil affert cele-
berr. SPENCER MOORE.
O. (Schizostemma) Hasslerianum CHoDAT (1899).
CHoDAT, Plante Hasslerian&e, p. 79 (e descriptione brevi).
Herba perennis, erecta, usque ad »1 m. alta» (HASSLER);
caulis teres, circumcirea pilis sat longis, patentissimis, in
sicco lutescentibus tomentosus, internodiis 3—5 cm. longis.
Folia submembranacea, + erecta v. erecto-patentia, brevipetio-
lata v. subsessilia (petiolo vulgo 1—4 mm. longo), inferiora ovata,
usque ad 6 cm. longa, 2,; cm. lata, basi cordata, sinu brevi,
apertissimo, apice acuta v. breviter acuminata, superiora
oblonga v. rarius ovato-oblonga, 3—5 cm. longa, 0,15—1,75 cm.
lata, basi leviter cordata v. rotundato-truncata, apice breviter
acuminata v. obtusa mucronatagque, omnia supra pilis sat spar-
sis, mollibus pubescentia, subtus pilis crebrioribus, mollibus,
in sicco sepe lutescentibus tomentosa. Inflorescentie extraaxil-
lares, alterne, sat pauciflore, umbelleformes v. capitate;
pedunculus 2—3 (—4,5) cm. longus, erecto-patens, sat validus;
pedicelli brfeves, 2—4 mm. longi, eque ac pedunculus tomen-
tosi, bracteis bracteolisque subulatis, usque ad 3 mm. longis.
Calycis lobi faucem (seu basin loborum corolle) attingentes
v. nonnibhil superantes, lanceolati v. anguste triangulari-lan-
ceolati, circiter 6 mm. longi, 2 mm. lati, acuti, extus (dorso)
tomentosi, intus puberuli; glandulze calycineg sat magne, ovoi-
deo-fusiformes, acute, vulgo quin&. Corolle tubus urceolato-
campanulatus, et extus et intus, presertim fauce, brevipilosus;
lobi patentissimi v. demum reflexi, paullulum spiraliter torti,
e basi circiter 3 mm. lata sensim angustati v. sublineares,
3—9 mm. longi, apice obtusissimi, subtus (dorso) pubescentes,
supra glabri. Coronze squameae imo tubo corolla adnate, inter
sese plane libere, submembranaceze, ovate, usque ad 5 mm.
longe, 3, mm. late, acuminate, apice sat breviter v. fere ad
i
|
5 =
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:08. 23
medium bilobee, lobis parallelis, subeontiguis, obtusis. Stamina
"cireiter 3 mm. longa, filamentis subnullis, membranis apicali-
ad 6 mm. longum, apice incrassatum,
tri- v. quadrilobum, lobis duobus
g1s latisque, ceteris sat inconspicuis.
tos, in campo (Oct. 18938. N:o 3310). |
bus antherarum ovato-oblongis, usque ad 1,7 mm. longis, cir-
citer 1 mm. latis, basi rotundatis, apice obtusis, usque ad
apicem carinatis. Retinaculum crassum, ab externa parte vi-
sum lanceolato-lineare, circiter 1,2 mm. longum, 0,18—0,2 mm.
latum, apice obtusum, ima basi nonnihil dilatatum. Caudi-
:cule 0,3—0,35 mm. longe, dente circiter 0,5» mm. longo, apice
paullulum dilatato recurvatoque sat longe libero, ceterum ope
membrane subhyalinge cum parte in-
feriore retinaculi conjuneto munitee.
Pollinia fusiformi-oblonga, circeiter 1
mm. longa, 0,25—0,3 mm. crassa,
utroque apice obtusissima, subrecta.
'Styli rostrum atrosanguineum v. vVi-
noso-Vviolascens, e basi circiter 1,5
mm. crassa subeylindraceum, usque
nonnihil cyathiforme et indistincte
triangularibus, circiter 1 mm. lon-
In campo prope Igatimi se
1898. N:o 5658), Cordillera de Al-
Descriptio supra data ad N:o
5658 confecta est; N:o 3310 interno-
diis brevioribus, foliis minoribus,
-ovato-oblongis, 2,5—3,5 em. longis, Fig. 4. Ozxypetalum Hassleri-
0,6—1,2 cm. latis, apice acutis v. acu- anm CHop.
Retinaculum, caudicule, polli-
minatis nec non rostro styli nonni- 4 Re
nia. 1.
hil hreviore recedit.
Specimen originale O. Hassleriani CHopaArT (incendio infelice laboratorii
'botanici Universitatis genevensis jam combustum) non vidimus, quamobrem
«determinatio nonnihil incerta est.
Species supra descripta peraffinis est O. capitato Mart. & Zucc., abs
:quo floribus nonnihil majoribus et imprimis rostri stylaris forma coloreque dif-
fert: forsan sit ejus varietas. Etiam cum 0. proboscideo FOURN., mihi non-
nisi e descriptione brevi auctoris noto, conferenda est.
Adest preterea in collectione Hassleriana planta, que
quoad indumentum, caulem, folia, pedunculos, pedicellos, caly-
24 MALME, ASCLEPIADACEZ PARAGUAYENSES.
cem, corollam, coronam, retinaculum, caudiculas polliniaque
cum: O. Hassleriano CHopat bene congruit, rostro styli luteo-
viridulo, apice paullulum cyathitformi et in lobos septem v.
octo subeeqgquales, conicos, circiter 2 mm. longos, basi vix I mm.
crassos, acutos, patentes diviso recedit. Quoad rostrum styli
miro modo genus Calostigma in memoriam revocat. Ad in-
terim pro varietate O. Hassleriami habenda, nominanda:
var. mirabile MALME.
Tab. nostr. fig. 3.
Folia ovato-oblonga v. oblonga, usque ad 4 cm. longa,
1 cm. lata, basi rotundato-truncata, apice acuta v. acuminata.
Pedunculi usque ad 2 cm. longi. Retinaculum circiter 0,9
mm. longum, 0,16 mm. latum; dentes caudicularum circiter 0,3
mm. longi; pollinia 0,95—1 mm. longa, 0,25 mm. crassa. Ros-
trum styli usque ad 6 mm. longum.
In campo prope San Estanislao (Jan. 1899. N:o 6017).
O. parviflorum DCNE. (1844).
DECAISNE in DC. Prodr. VIII, p. 387. — FOURNIER in Flor. brasil. XCV,
p. 281. — MALME, Asclep. Regn. Herb., p. 59.
In regione lum. Tapiraguay, in campo Apepui (Aug. 1898.
N:o 4342 a, specimen unicum parvum).
Distrib. geogr.: Brasilie reg. Napearum (Rio Grande do Sul).
Retinaculo, dentibus caudicularum polliniisque brevioribus
nec non lobis terminalibus squamarum coronee pro rata longio-
ribus a speciminibus megapotamicis nonnihil recedit at vix
propriam sistit varietatem.
O. (Schizostemma) ophiuroideum MALME n. Sp.
Tab. nostr. fig. 2.
Herba perennis usque ad »0,8 m. alta» (HASSLER); caulis
erectus, simplex, sat gracilis, cireiter 1,5 mm. crassus,.teres,
viridis, glaber v. presertim ad nodos leviter pubescens, inter-
nodiis 3—10 cm. longis. Folia erecto-patentia, membranacea,
brevipetiolata (petiolo circiter 3 mm. longo), linearia v. an-
guste lanceolato-linearia, 6—10 cm. longa, 3—4 mm. lata, basi
rotundata, apice acuta v. breviter acuminata, et supra et sub-
tus late viridia, glabra v. pilis minutis, oculo nudo haud vi-
sibilibus, raris ornata, margine non revoluta. Inflorescentix
extraaxillares, opposite, sat multiflorze (foribus usque ad 83),
OR NA
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 8. 25
umbellzeformes; pedunculus erectus, 2—3,> cm. longus, pre-
sertim superne leviter puberulus; pedicelli pedunculo vulgo
breviores, 1,,—2 cm. longi, recti, graciles, pilis brevibus pube-
ruli v. pubescentes. Calycis lobi faucem (seu basin loborum
coroll&e) paullum superantes, e basi circiter 1 mm. lata
sensim angustati, anguste triangulares, 2,175—3 mm. longi,
acuti v. acuminati, extus (dorso) pilis curvulis, sat molli-
bus erebrisque pubescentes, intus glabri; glandule calycine
ovoideo-oblonge, sat magna, singulae — terne. Corollx tubus
brevis, campanulatus, extus pubescens, intus fauce pilosus;
lobi. patentissimi, spiraliter torti, e basi circiter 1,25 mm. lata
primum paullulum angustati, dein lineares, usque ad 12 mm.
longi, obtusi, subtus (dorso) puberuli, supra glabri (>albi>,
HASSLER). Coron&e squame imo tubo corolle adnatze, inter sese
libere, submembranacee, albe, ovato-rectangulares, 2—2,25 mm.
longe, 1—1,5 mm. late, basi minute bicarunculose, apice
breviter bilobe, lobis obtusis, divergentibus. Stamina 2—2 25
mm. longa, filamentis subnullis, membranis apicalibus anthe-
rarum late ovato-ovales, 0,7—0,15 mm. longe, 0,6—0,65 mm.
latis, basi leviter cordatis, apice rotundatis, indistincte cari-
natis. Retinaculum sat crassum, ab externa parte visum lan-
ceolatum, circiter 0,.45 mm. longum, 0,1 mm. latum, apice ob-
tusum, basi nonnihil dilatatum. Caudicule paullulum descen-
dentes, 0,2—0,25 mm. longe, deute 0,18—0,2 mm. longo, apice
obtusissimo, recurvato libero, ceterum ope membrane subhya-
ling cum parte inferiore retinaculi conjuncto munite. Pol-
linia ovoideo-fusiformia, 0,,—0,45 mm. longa, 0,1,—0,11 mm. crassa,
basi rotundata, apice obtusa. Styli rostrum vinosum (ut vi-
detur), filiforme, vix 0,66 mm: erassum, 5—6 mm. longum, us-
que ad medium bifidum, ramis gracillimis, divergentibus, pa-
tentibus.
Sierra de Maracayt, in campo prope fpemi (Oct. 1898.
N:o 4983, specimen unicum).
Species foliis angustis, glabris (ut in OO. lineari DCNE.), inflorescentiis
oppositis lobisque corolle longissimis (ut in O. parvifloro DCNE.), rostro styli
longo, alte bifido etc. distinetissima.
O. marginatum MALME n. sp.
Tab. nostr. fig. 4.
Suffrutex usque ad 0,6 m. altus; caulis simplex (rarius
aliquantulum ramosus), + erectus, sat robustus, usque ad 2,5
26 MALME, ASCLEPIADACEZ PARAGUAYENSES. |
mm. crassus, teres, sepe purpurascens, pilis brevibus, curvu-
lis, + adpressis, basin caulis versus ferrugineis, apicem ver-
sus albidis pubescens, internodiis vulgo 3—06 (rarius — 9) cm.
longis. Folia coriacea, brevipetiolata (petiolo 2-—4 mm. longo),
inferiora suborbicularia, 2,,—4 em. longa lataque, media late
'ovato-triangularia, 3,—5 cm. longa, 2,15—4 cm. lata, supe-
riora anguste ovato-triangularia v. ovato-oblonga, 2—3,5 cm.
longa, 0,7—2 cm. lata, omnia basi cordata, sinu brevi aper-
tissimoque, v. fere rotundata, apice acuta v. rarius acuminata
(inferiora nonnumqguam obtusissima mucronataque), lete viridia,
et supra et subtus glabra, v. in nervo primario et margine
puberula, late cartilagineo-marginata, nervis majoribus sepe
1
Fig. 5. Ozxypetalum marginatum MaLrmeE. Folia. Yi.
roseo-violascentibus. Inflorescentie extraaxillares, alterne Vv.
spurie terminales (foliis suffulcientibus sepe subdeficientibus),
multiflorge, umbelleformes; pedunculi patentes, vulgo 2—4
cm. longis, albido-pubescentes v. tomentelli; pedicelli pedun-
culo breviores, 5—7 mm. longi, graciles, dense albido-pubes-
centes v. tomentelli, bracteis bracteolisque minutis, deciduis.
Flores parvi. Calycis lobi faucem (seu basin loborum corollze)
attingentes v. paullulum superantes, lanceolati, 3—3,5 mm.
longi, circiter 1 mm. lati, obtusiusculi, extus (dorso) pubescen-
tes v. tomentelli, intus glabri; glandul& calycin& parve, ob-
long&e, singule, sepe omnino deficientes. Corolle tubus bre-
vis, campanulatus, extus pubescens, intus parce pilosus; lobi
luteo-virescentes, patentissimi v. demum reflexi, nonnihil spi-
raliter torti, e basi circiter 2 mm. lata sensim angustati, 5—
SEVERUS
rr ' RÅ
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S
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,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 8. 27
6 mm. longi, apice obtusi, subtus (dorso) puberuli, supra gla-
"bri. Corone squame imo tubo corolle adnate, inter sese li-
berg, sat erasse, albe, obovato-rectangulares, 2 mm. longe,
1,25—1,5 mm. late, intus (gynostegium versus) sulco ornatee
longitudinali, inferne lato, superne angusto, jugis circumdato
-utroque latere singulis, superne in lobos subteretes, fere pa-
”rallelis, 0,65—0,7 mm. longos, apice obtusos excurrentibus (cfr.
O. parviflorum DCNE.). Stamina brevissima, circiter 1,5 mm.
"longa, filamentis subnullis, membranis apicalibus antherarum
late ovatis, circiter 0,15 mm. longis, 0,65—0,7 mm. latis, basi
leviter cordatis, apice obtusissimis. Retinaculum sat tenue,
lineari-oblongum, 'circiter 0,1 mm. longum, 0;09 mm. latum,
apice rotundatum v. rotundato-truncatum, basi paullulum
dilatatum. Caudiculx subhorizontales, usque ad 0,2 mm. longee,
dente circiter 0,25 mm. longo, apice tenui recurvatoque longe
libero, ceterum ope membrane subhyalinee cum parte inferiore
rTetinaculi conjuncto munite. Pollinia oblonga v. oblongo-cy-
lindracea, 0,,5—0,6 mm. longa, circiter 0,17 mm. crassa, leviter
-curvula, utroque apice rotundata. Styli rostrum 2-—-2,; mm.
longum, circiter 0.s mm. crassum, subeylindraceum, apice +
capitato-incrassatum, capite semibifidum.
Sierra de Maracayu, in dumeto prope Ipemi (Nov. 1898.
N:o 5282), in campo Apepui (Aug. 1898. N:o 4342), in campo
prope San Estanislao (Aug. 1898. N:o 4283).
Species distinctissima, foliis latis, glabris, cartilagineo-marginatis, indu-
mento caulis, pedunculorum pedicellorumque brevissimo. Squamis corone O.
parviflorum DCSE. in memoriam revocat, ceteris notis tamen valde discrepat
et vix inter Schizostemmata est collocanda.
O. eclavatum MALME n. Sp.
Tab. nostr. fig. 6.
Herba perennis, usque ad 0,5 m. alta; caulis erectus, sim-
plex, basi cireiter 2 mm. crassus, teres, pilis longis, patentis-
simis, mollibus, albidis v. in sicco aliquantulum rufescentibus
tomentosus, internodiis (2—) 4—8 cm. longis. Folia submem-
branacea, inferiora sat longe petiolata (petiolo 0,175—1,5 cm.
"longo), superiora brevipetiolata (petiolo 2—5 mm. longo), in-
fima cordato-suborbicularia, circiter 3 cm. longa, 2,15 cm. lata,
:apice rotundata et brevissime mucronata, media ovata v. ovato-
ovalia v. ovato-oblonga, 3—4, cm. longa, 1,;—2,5 em. lata,
|
acuta v. breviter acuminata, summa anguste ovato-oblonga Vv.
ovato-lanceolata, 1,15—3 cm. longa, 0,;—1 cm. lata, in parte
forigera caulis fere omnino deficientia, omnia basi cordata,
sinu brevi, vulgo aperto, v. truncato-rotundata, et supra etil
subtus pilis longis, mollibus, albidis subtomentosa (parcius
supra), nervis majoribus se&epe roseo-violascentibus. Inflores-"
centie extraaxillares, alterne v. spurie terminales, sat multi-
fore, umbellseformes; pedunculus usque ad 2,5 cm. longus,
erectus, tomentosus; pedicelli. pedunculo breviores, vulgo ö—17T
mm. longi, graciles, tomentosi, bracteis bracteolisque minutis,
rarius usque ad 2 mm. longis, filiformibus, deciduis. Flores ;
parvi. OCalycis lobi faucem (seu basin loborum ecoroll:e) attin-
gentes v. aliquantulum superantes, e basi circiter 1,25 mm.
lata sensim angustati, lanceolato-triangulares, circiter 4 mm.
longi, apice acuminati, extus (dorso) pilis longis, patentissi-
mis, mollibus tomentosi, intus glabri; glandulae calycine mi-
nutzee, ovoideo-oblonge, singule, sepe deficientes. GCorollx tu-
bus brevis, campanulatus, extus pubescens, intus glaber; lobi
atropurpurei, patentissimi v. reflexi, apicem versus sepe spi-
raliter torti, e bast 1,;—1,75 mm. lata sensim angustati, us-
que ad 5 mm. longi, apice obtusi, subtus (dorso) pubescentes,
supra glabri. GCoronx squamee imo tubo corollze adnate, inter
sese liberee, »luteze» (HASSLER), crasse, e basi circiter 1 mm.
lata paullulum angustate v. sublineares, circiter 2,5 mm. longe,
apice rotundate recurvateque, basi gynostegium versus ca-
runculis binis ornat:e. Stamina brevissima, vix 1,25 mm. longa,
membranis apicalibus antherarum transverse ovalibus, 0,5—
0,55 mm. longis, circiter 0,s mm. latis, apice vulgo emargina-
tis. Retinaculum crassum, ab externa parte visum lanceolato-
oblongum, 0,24—0,27 mm. longum, 0,0s8—0,09 mm. latum, et apice
et basi obtusum. Caudiculx subhorizontales, circiter 0,3 mm.
longee, dente 0,2—0,2 mm. longo, apice obtuso, nonnihil recur-
vato libero, ceterum ope membrane subhyalinee cum parte
inferiore retinaculi conjuneto munite. Pollinia oblonga, cur-
vula, utrogque apice rotundata, 0,5>—0,55 mm. longa, 0,16—0,18
mm. crassa. Styli rostrum atropurpureum, e basi circiter 0,33
mm. crassa sensim inerassatum, 0,s—0,9 mm. crassum, usque
ad 3, mm. longum, apice ornatum appendice albida, usque
ad basin bifida, lobis basi circiter 0,18 mm. crassis, circiter
0,4 mm. longis, anguste conicis.
28 MALME, ASCLEPIADACEAXZ PARAGUAYENSES.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 8. 29
Sierra de Maracayu, in campo prope Igatimi (Oct. 1895.
N:o 4881), in campo prope Apepui (Aug. 1898. N:o 4348).
Descriptio supra data presertim ad N:o 4348 confecta
est; N:o 4881 rostro styli breviore (circiter 1,5 mm. longo),
retinaculo paullulo majore et floribus e schedula Hassleriana
obscurioribus recedit. — Retinaculum 0,:—0,32 mm. longum,
0,1 mm. latum; dentes caudicularum 0,22—0,24 mm. longi; pol-
linia 0,18—0,5 mm. longa, circiter 0,18 mm. crassa.
O. integrifolio Fourn. (Flor. brasil. XCV, p. 279) et O. pratensi GRISEB.,
mihi tantum e descriptionibus brevibus auctorum notis, peraffine, at omnium
partium mole majore, internodiis longioribus, et rostro stylari longiore, ut
videtur, diversum. He species omnes in locis natalibus ulterius examinande.
Forsan 0. Arnottiano BUEK affines sint et inter Schizostemmata collocande.
O. Chodatianum MALME n. sp.
Tab. nostr. fig. 5.
Herba perennis usque ad 1 m. alta; caulis erectus, sim-
plex, inferne usque ad 2 mm. crassus, teres, viridis, inferne
glabrescens, superne pilis brevibus, + adpressis, albidis pu-
berulus v. pubescens, internodiis (6—) 8—13 (—15) cm. lon-
gis. Folia vulgo patentia, demum sepe reflexa, brevipetiolata
(petiolo vulgo 2—3 mm. longo), sublinearia v. anguste lineari-
lanceolata, 5—10 cm. longa, 3—6 mm. lata, utringue acuta,
et supra et subtus viridia v. subtus glaucescentia, glabra v.
presertim in nervo primario pilis mollibus, oculo nudo vix
visibilibus puberula, margine paullum incrassato revolutoque
(in parte forigera caulis sepe fere omnino deficientia). In-
florescentizx rien altern&e v. sepe spurie terminales,
sat multiflore (foribus usque ad 10), umbellaeformes; pedun-
culus vulgo 0,175—1,25 (rarius usque ad 2) cm. longus, albido-
puberulus v. incanus; pedicelli pedunculo subequilongi, gra-
ciles, albido-pubescentes v. incani, bracteis bracteolisque su-
bulatis v. subfiliformibus, usque ad 3 mm. longis, deciduis.
Flores parvi; alabastra adulta circiter 5 mm. longa, acutius-
cula. Calycis lobi faucem (seu basin loborum corollze) attin-
gentes v. nonnihil superantes, e basi circiter 0,s mm. lata an--
guste lineari-lanceolati, 2,,—3 mm. longi, acuti, extus (dorso)
puberuli, apicem versus glabri, intus glabri; glandulze caly-
cin&e parve, oblonge, singule v. rarius bine. : Corollx tubus
urceolato-campanulatus, extus puberulus, intus fauce pilosus,
ceterum glaber; lobi patentes, spiraliter torti, e basi circiter
30 MALME, ASCLEPIADACEJ PARAGUAYENSES.
1 mm. lata primum angustati, dein lineares, 5—6 mm. longi,
subtus (dorso) puberuli, supra glabri, »albi v. cinerei» (HASs-
LER). Corone squamsee imo tubo corolle adnate, inter sese li-
bere, sat crassee, alba, pråesertim superne crebre minutegque
papillose, e basi circiter 1 mm. lata sensim paullulum an-
gustate, 2,—3 mm. longe, exserte, usque ad medium bifidee,
sinu angustissimo, lobis parallelis, obtusis. Stamina brevissima,
circiter 1,25 mm. longa, filamentis subnullis, membranis apica-
libus antherärum ovato-oblongis, circiter 0,55 mm. longis, 0,3
—0,35 latis, basi rotundato-truncatis, apice obtusissimis. Reti-
naculum sat tenue, oblongum, 0,27—0,3 mm. longum, 0,09 mm.
latum, apice rotundatum v. truncato-rotundatum, basin ver-
sus nonnihil angustatum. Caudiculx leviter descendentes, 0,15.
—0,18 mm. longe, dente circiter 0,15 mm. longo, apice obtuso,
paullulum recurvato libero, ceterum ope membran: subhya-
ling cum parte inferiore retinaculi conjuncto munite. Polli-
nia ovoideo-oblonga, circiter 0,3 mm. longa, 0,15 mm. crassa,
utroque apice rotundata. Styli rostrum subeylindraceum, cir-
citer 0,35 mm. crassum, 1 mm. longum, apice truncatum, inter:
squamas corona&e omnino inclusum.
Sierra Maracayu, in campo prope Ipemi (Oct. 1898. N:o
3116), in arenosis prope flum. Capivary (Sept. 1898. N:o 4405).
In affini O. cequalifloro FOourRnN. internodia sunt breviora (foliis breviora),
pedicelli breviores (3—4 mm. longi), calycis lobi breviores (2—2,s mm. longi),
faucem haud attingentes, coroll&e lobi circiter 3,» mm. longi, >violascenti-fusci>
(WARMING), corone squame usque ad 4 mm. longe, apice tantum bifide, styli
rostrum circiter 3,, mm. longum. Retinaculum, caudicule, pollinia fere ejus-
dem form&e ac in specie supra descripta sed multo majora: retinaculum 0,:—
0,45 mm. longum, cireiter 0, mm. latum; caudicule usque ad 0,2 mm. longe,
dente circiter 0,25 mm. longo munite; pollinia (oblonga) circiter 0,45 mm. longa,
0,1s—0,2 mm. crassa.
In 0. Hilariano FouRrNs. (cfr. MALME, Asclep. Regn. Herb., p. 60) reti-
naculum fere triplo majus (circiter 0,s mm. longum), polliniis (circiter 0,; mm.
longis) multo longius. Ceterum jam internodiis brevibus foliisque erectis, co-
rolle tubo brevi lobisque pro rata latis, nec non corone squamis sublyreformi-.
bus a specie supra descripta recedit.
O. paraguayense SCHLECHTER (1895).
SCHLECHTER: in Oesterr. botan. Zeitschr. 1895, p. 455. (Non CHOoDAT,
Plante Hasslerian&e, p. 80.)
In campo Atirés (Nov. 1898. N:o 3451.)
Species jam a cl. SCHLECHTER bene descripta.
Ye
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 8. 31
Retinaculum sat tenue, ab externa parte visum obovato-
oblongum, circiter 0,4 mm. longum, usque ad:0,15 mm. latum,
apice rotundatum, basin versus nonnihil angustatum. Caudi-
cule subhorizontales, breves, circiter 0,11 mm. longe, dente
0,08 mm. longo, apice obtusissimo libero, ceterum ope mem-
brane subhyalinge cum parte inferiore retinaculo conjuncto
munite. Pollinia ovoideo-oblonga v. crasse oblonga, 0,3—0,35
mm. longa, circiter 0,15 mm. crassa, utroque apice rotundata.
OO. multicauli FOoUERN. arete affiné; at jam indumento faciie distincta.
sunt. In O. paragudayensi SCHLECHTER caulis, folia, pedunculi, pedicellique
pilis longis patentissimis + villosi, in O. multicauli pilis recurvis, brevis-
simis puberuli.
Retinaculum 0. mwulticaulis sat tenue, ab externa parte visum anguste
obovato-lanceolatum, 0,3—0,ss mm. longum, 0,11—0,12 mm. latum, apice obtusis-
simum, inferne sensim angustatum. Caudicule nonnihil descendentes, 0,122—0,14
mm. longe, dente crasso circiter 0,1 mm. longo, recto, apice obtuso liberogue:
munite. Pollinia ovoideo-oblonga, 0,25—0,s mm. longa, vix O,s mm. crassa.
Morrenia LiIiNDL.
M. odorata (HooK. & ARN.) LINDL.
MALME, Asclep. Regn. Herb., p. 73 (ubi vi-
deas synonymiam).
Tacuaral, in dumeto (Aug. 1898.
N:o 3281. |
Distrib. geogr.: Argentina: Buenos Aires, JA 3
Entrerios, Cordoba, Catamarea, Salta — Para-
guay, Bolivia.
Fig. 6. a. Ozxypetalum
paraguayense SCHLECHTER.
b. Oxypetalum multi-
äs caule FOoURN.
Ar aujla Bror. Retinaculum, caudiculze,
A. plumosa SCcHLECHTER (1895). pollinia. ?/1.
SCHLECHTER in. Oesterr. botan. Zeitschr. 1895; p. 449. — MALME, Asclep.
Regn. Herb., p. 75.
Cordillera de Altos, in dumeto (Febr. 1898. N:o 3908).
Distrib. geogr.: Argentina: Jujuy — Matto Grosso: Cuyabå.
Exolobus Fourn.
E. patens DONE. var. paraguayensis MALME (1901).
MALME, Asclep. Regn. Herb., p. 84.
532 MALME, ASCLEPIADACEZE PARAGUAYENSES.
Sierra Maracayu in silva (Nov. 1898. N:o 5403), ad ri-
pam flum. Peribebuy (Aug. 1898. N:o 3107).
Distrib. geogr. forme typice: Brasilig reg. Dryadum (et Oreadum?)
(Rio de Janeiro, Såäo Paulo, Minas Geraes etc.): var. nonnisi e republica Para-
guay nota.
»Petala flavovirescentia»>.
E. Sellowianus FOoUurnN. (1885).
FOURNIER in Flor. brasil. XCV, p. 319. (EH. Selloanus). — MALME,
Asclep. Regn. Herb., p. 84.
San Bernardino, in silva (Febr. 1899. N:o 3846).
Distrib. geogr.: Brasilig in silvis reg. Napegearum et Oreadum (Rio
Grande do Sul, Paraguay — Minas Geraes: Caldas).
»Petala flavescentia»>.
Blepharodon Donz.
Bl. linearis DCNE.
DECAISNE in DC. Prodr. VIII, p. 603. — FOURNIER in Flor. brasil. XCV,
p. 304.
Ipemi, in campis (Oct. 13898. N:o 5171).
Distrib. geogr.: Brasilig reg. Oreadum (Minas Geraes, Såo Paulo).
Bl. reflexus MALME (1891).
MALME, Asclep. Regn. Herb., p. 90.
In dumeto prope lumen Corrientes (Dec. 1898. N:o 5853).
Distrib. geogr.: Brasilie civit. Matto Grosso.
Specimina quoad flores minus bona. Floribus paullulo
majoribus a speciminibus mattogrossensibus differunt et ad
Bl. bicuspidatum Fourn., mihi tantum e deseriptione brevi
speciminibusgue incompletis notum, accedunt.
Bl. angustifolius MALME n. Sp.
Suffrutex volubilis; rami gracillimi, circiter I mm. crassi,
teretes, glabri, internodiis vulgo 2—5 cm. longis. Folia mem-
branacea, sat brevipetiolata (petiolo vulgo 4—5 mm. longo),
lineari-oblonga v. sublinearia, vulgo 3—4 cm. longa, 4—7 mm.
lata, basi rotundato-truncata v. paullulum cordata, apice acu-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III N:0 8. 33
minata, margine (presertim basi) parce ciliata, ceterum gla-
bra, supra obscure viridia, subtus multo pallidiora, nervis se-
cundariis indistinctis. Inflorescentie extraaxillares, alternee,
(saltem vulgo) biflore; pedunculus petiolo vulgo longior, cir-
citer 1 cm., rarius 1,5 cm. longus, gracilis, glaber; pedicelli
gracillimi, pedunculo séepissime longiores, circiter 1,5 em. longi.
Flores in genere parvi. Calycis lobi ovati, circiter 1,75 mm.
longi, 1,25 mm. lati, obtusi, hyalino-marginati, glabri; glan-
dule calycine ovoideo-oblonge v. subeylindracee, obtusee,
magnee, singule v. bing. Corolla rotata, »lateritia» (HASSLER),
tubo brevissimo; lobi ovati v. ovato-triangulares, circiter 5 mm.
longi, 3, mm. lati, obtusi, subtus (dorso) glabri, supra mar-
gine (presertim superne) pilis unicellularibus, subeylindraceis,
sat longis crebrisque ornati, ceterum glabri. Coronx squamee
tubo stamineo (et tubo corollae?) adnatze, cymbiformes, cir-
eliter 2,, mm. longe, 1 mm. late, parte interiore fere tota
longitudine gynostegio adnata eoque manifeste breviore, apice
acuta v. acuminata, exteriore brevi (pro rata breviore quam
in Bl. reflexo), apice rotundata. Stamina circiter 3,» mm. longa,
filamentis brevibus, membranis apicalibus antherarum reni-
formibus, circiter 0,35 mm. longis, usque ad 0,9 mm. latis.
Retinaculum crassum, ab externa parte visum ovato-ovale, 0,3
—0,3> mm. longum, circiter 0,15 mm. latum, apice rotundatum,
basi emarginato-truncatum. Caudiculx basi retinaculi insertee,
leviter adscendentes, circiter 0,2 mm. longee, sat late, apice dila-
tate. Pollinia pendula, late obovoidea v. subglobosa, circiter
0,4 mm. longa, 0,:—0,35 mm. crassa. Stigma pentagonum, supra
planum, leviter umbonatum.
Cerro Tobaty (Mars 1898. N:o 4008).
Species foliis angustis, basi rotundato-truncatis v. cordatis et inflores-
centiis saltem vulgo bifloris nec non colore corolle perinsignis; ad Neplwa-
deniam transitum evidentissimum prebet.
Marsdenia R. BR.
M. macrophylla (H. & B.) Fourn.
FOURNIER in Flor. brasil. XCV, p. 321. — MALME, Asclep. Regn. Herb., p 93.
Asclepias macrophylla H. & B. apud ROEMER et SCHULTES, Syst. veg.
Vol. VI (1820), p. 86.
Cordillera de Altos, in silva (Dec. 1898. N:o 3572).
3
34 MALME, ASCLEPIADACEZ PARAGUAYENSES.
Distrib. geogr.: Venezuela: Brasilia, presertim in reg. Dryadum (Bahia
Rio de Janeiro: etiam in Minas Geraes). 7
»Petala atropurpurea».
Calyceis lobi orbiculari-ovales, circiter 4 mm. longi, 3—03,5
mm. lati, apice rotundati, dorso glabri v. pilo uno alterove
ornati, margine ciliati, supra glabri; glandulze calycin&e sat
magne, ovoidee v. compresse ovateque, singule. Corollx
tubus brevis, circiter 4 mm. longus, urceolato-campanulatus,
et extus et intus glaber; lobi carnosi, patentissimi v. paten-
tes, ovales,, 5—6 mm. longi, circiter 4 mm. lati, apice rotun-
dati v. trunceato-rotundati, margine breviter ciliati, et supra
et subtus glabri. GCoronx squameae dorso antherarum inferne
Fig. 7. a Marsdenia macrophylla (H. & B.) FouURN.
b Marsdenia guaranitica MALME. Retinaculum, caudicule, pollinia. ?3/1.
adnata, longe libere, lineari-triangulares, circiter 3,5 mm. lon-
ge, 1,» mm. late, apice obtuse. Stamina 4—4,5 mm. longa, fila-
mentis brevissimis, partibus superioribus antherarum oblongis,
circiter 2,» mm. longis, 1 mm. latis, apice rotundatis. Retina-
culum crassum, ab externa parte visum anguste ovato-oblon-
gum, 0,,5—0,6 mm. longum, circiter 0,1s mm. latum, et basi
et apice rotundatum. <Caudiculx subhorizontales v. leviter
adscendentes, circiter 0,25 mm. longe, apicem versus paullu-
lum dilatate. Pollinia erecta, anguste oblonga v. superne
aliquantulum incrassata, circiter 1,25 mm. longa, 0,25—0,3 mm.
crassa, utroque apice rotundata. Styli rostrum crasse conicum
v. quinquegone pyramidale, 1—1,> mm. altum, acutum.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD..HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 8. 35
M. guaranitiea MALME n. Sp..
Tab. nostr. fig. 7.
— Suffrutex (v. herba perennis) volubis v. decumbens, usque
ad I m. longus; rami usque ad 2,5; mm. crassi, teretes, pilis
patentissimis, sat longis crassisque, articulatis, albidis subto-
mentosi v. fere hirsuti, internodiis 5—38 cm. longis. Folia ad-
modum crassa, sat longepetiolata (petiolo 1—2,5 em. longo),
Fig. 8. Marsdemia guaranitica MarmE. Folium. !/1.
late ovata v. ovato-ovalia, 6—8 cm. longa, 4,,—6, cm. lata,
basi rotundata v. leviter cordata, sinu apertissimo, apice acuta,
rarius subobtusa, et supra et subtus (prreesertim in nervis)
.-pilis sat longis crebrisque vestita, fere hirsuta, nervis (secun-
dariis utroque latere 3—4) venisque subtus pulchre exsculptis.
mflorescentie extraaxillares, alternee, multifloree, umbellrefor-
mes, sepe trifurcate; pedunculus 2—5 cm. longus, robustus;
36 MALME, ASCLEPIADACEZX PARAGUAYENSES.
pedicelli graciles, pedunculo multo breviores, 6—9 mm. longi,
eque ac pedunculus dense pilosi. Flores parvi; alabastra
adulta circiter 7 mm. longa, obtusissima. Calyeis lobi faucem
(seu basin loborum coroll:e) attingentes v. paullulum superan-
tes, ovales, circiter 4 mm. longi, 1,2—2 mm. lati, subobtusi
v. acuti, extus (dorso) sat dense longepilosi, margine cili-
ati, supra glabri; glandula calycinee ovoideo-oblongee, obtuse,
sat magnee, singulge. Corolla »lilacina» (HASSLER), tubo brevi,
urceolato-campanulato, extus parce piloso, intus fauce crebre
barbato, ceterum glabro; limbi lobi patentissimi, sublineares,
circiter 4,; mm. longi, 1,,—1,75 mm. lati, apice oblique rotun-
dati, subtus (dorso) presertim basin versus parce pilosi, margine
eciliati, supra in parte mediana usque ad medium v. ultra bar-
bati, ceterum glabri. Coronx squame staminibus fere tota
longitudine adnate, oblongo-lanceolate, circiter 1.5 mm. longe,
0,5; mm. late, apice attenuate. Stamina circiter 2 mm. longa,
filamentis brevissimis, partibus superioribus late oblongis, cir-
citer 1,25 mm. longis, 0,65 mm. latis, apice rotundatis. Retina-
culum parvum, crassum, ab externa parte visum oblongum,
circiter 0,15 mm. longum, 0,05 mm. latum, apice obtusissimum,
bas; aliquantulum angustatum. Caudicule longe, 0,:—0,35 mm.
longe, primum horizontales angusteque, dein adscendentes
incrassatregque. Pollinia erecta, leviter compressa, obovata, 0,45
—0,5 mm. longa, 0,22—0,25 mm. lata, apice rotundata, basi ob-
tusa. Styli rostrum breve, inter partes superiores anthera-
rum inclusum, conicum, superne verruculosum.
In arenosis prope flumen Capivary (Sept. 1898. N:is 4422
& 4466).
Affinis Marsdenice brasilienst DCNE., abs qua jam floribus minoribus,
pro rata latioribus, pilosis recedit. A Marsdenia mollissima Fouzrn. (Flor.
brasil. XCV, p. 322) et M. caulantha SPENc. MoorE [Trans. Linn. Soc. of
London, 2:nd Ser. Vol. IV. part. 3 (1892), p. 399] jam inflorescentie fabrica
et lobis corolle angustis facillime distincta.
: BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD: III. N:O 8.
Index nominum.
Amphistelma.
A. aphyllum (VELL.) FOURN.
Araujia.
ÅA. plumosa SCHLECHTER
Asclepias.
A. bracteolata FOURN.
A. campestris DONE. .
A. candida VELL.
A. curassavica L. /
A. Langsdorffii FOURN. .
A. mellodora S:T HIL.
Blepharodon.
Bl. angustifolius MALME
Bl. bicuspidatus FOoURN.
Bl. linearis DCNE.
Bl. reflexus MALME
Ditassa.
D. anomala MART..
Exolobus.
E. patens (DCNE.) FOURN. var. paraguayensis MALME
E. Sellowianus FOoURN. ERE FS SNS Ear a st
Hemipogon.
H: setaceus DCNE. .
Marsdenia.
- brasiliensis DCNE. . E
. caulantha SPENC. MOORE .
rsuaranitiea MALME - ss S05
. macrophylla (H. & B.) FOURN.
. mollissima FOURN. er
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38 MALME, ASCLEPIADACEM PARAGUAYENSES,
Morrenia.
M. odorata (HOOK: & ARN.) LINDL. = = 5 0 FEN
Nautonia. Pag.
N. nummularia: DONE. . . IHH B8032080- 005550
Oxypetalum. OA
0. equaliflorum FOURN.. . . SE RR NE LG) a BI
0. appendiculatum MART. & Zucc. NET 2 ere REN |
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O:. ophiuroideum MALME - =: = = & söta = « cc 3 RER
O. pachyglossum DONE: =! «vanfölart «ova sv BREES RADE
O. pallidum FOURN. . . . ARE RER ASEA a a LE
0. paraguayense SCHLECHTER AA RA RES RE Eg La a 0 SL
O:parviflorömi DONE. (20 javö 8950 ve MED en nee
0. pratensenGRISEBI + 4 och (er särd nt SSE ENE
0: proboseideum FOURN.; =: .ESFeGUSKRHäDAR no om EEE 2230
O; subcapitatum MALME. . - so sö böec: or oc e SSVERLIGNODRISR LE
0. umbellatum GARDN: : - sma do E es a 6 8 ah ETSI
0: vestitum MALME ... ot ade ae RA a ENTER
0. Wightianum HooK. & ÅRN. so BR BR BE RR rn SEEK
Philibertia.
Ph! bonariensis (HOOK. & ARN.) MALMBEKYNT Af 20 113 GIFCHVIFaues EN
Phi riparia (DCNE.): MALME ; so so: sov ss SM00017 BOISIKENN e
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lerolepis. HOOK, & ÅRN. . «s ov.
TIETYATA
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SN
A
N
3
TV
4
EN
40 MALME, ASCLEPIADACEZ PARAGUAYENSES. |
|
Explicatio tabulee.
1. Oxypetalum subcapritatwm MALME.
Ir NR
1 poll. Retinaculum, caudicule, pollinia. 0/1.
2. Ozxypetalum ophiuroideum MALME.
2 poll. Retinaculum, caudicule, polinia. 0/1.
3. Oxypetalum Hasslerianum CHOop. var. mirabile MALME.
Dal ING
4. Oxypetalum marginatum MALME.
AVE ROSE SA 2
4 poll. Retinaculum, caudiculze pollinia. 9/1.
5. Ozxypetalum Chodatianuwm MALME.
5 poll. Retinaculum, caudicuiza, pollinia.
6. Ozxypetalum elavatum MALME.
6 fl. Flos. ?/1. ;
6 poll. Retinaculum, caudiculae, pollinia. ”?/1.
I
Marsdenia guaranitica MALME.
7 fl. Flos.
A. EKBLOM flores, cetera auctor delineavit.
BIHANG TILL K. SVENSKA VET.-AKAD. HANDLINGAR. Band 27. Afd. IL N:o 9.
ASCOMYCETEN
DER ERSTEN REGNELLSCHEN EXPEDITION
| IH
VON
KARL STARBÄCK.
MIT 1 TAFEL.
MITGETHEILT AM 8. MAI 1901.
GEPRUFT VON V. WITTROCK UND A. G. NATHORST.
STOCKHOLM
KUNGL. BOKTRYCKERIET. FP. A. NORSTEDT & SÖNER
1901
aTRJYM
HOLTi0asXA HÄRJOLIaNDAR
TVÄR HATS IAAX
MAOHAIJOTA
RB TEPEROA AS TÄRNA 0
a nachfolgenden Beitrage zu der Ascomycetenflora Sid-
Amerikas zähle ich die Arten auf, die zur Familie Xylariee,
wie diese schon von NITSCHKE und später von anderen Syste-
matikern, besonders LINDAU, aufgefasst wurde. Wenige
Gruppen därften so viele sehwerbestimmte Arten enthalten
wie diese, eine Schwierigkeit teilweise darauf beruhend, dass
schon fröh die Aufmerksamkeit der Mykologen auf diese
grossen Spheeriacéen gerichtet war und also eine ungewöhnlich
grosse Zahl Beschreibungen sehr kurz gefasst sind und oft
Angaben iäber die mikroskopischen Karaktere ganz fehlen.
In Bezug auf diese ist man folglich beinahe ausschliesslich
auf die meistens sehr schwer zu erhaltenden Originalexemplare
hingewiesen, wenn sie iäberhaupt in jedem Falle noch da sind.
Ausserdem därfte hier mehr als in vielen anderen Ascomy-
cetengruppen eine baldige Revision der Gattungsbegrenzung
vonnöten sein, wie sich auch herausstellt, dass die Einteilung
der Gattung Xylaria nicht nur veraltet, sondern auch
artifiziell ist. Die Möglichkeit eines solchen Revisions-
versuches hängt doch natärlich gar zu nahe mit dem Vorrate
an reichlichem Material zusammen, als dass ich hier auf
irgend einen Versuch in dieser Richtung einzugehen wagen
sollte. Ich will nur hervorheben, dass die unten geschriebene
Xylaria Juniperus ein deutliches Beispiel des Uberganges
zwischen einer typischen Xyloglossa und' ditto Xylocoryne
darstellt; wie auch Beispiele einer Art mit bald ganz fertiler,
bald in eine sterile Spitze bedeutend ausgezogener Clavula
nicht selten sind. Möglicherweise: könnten auch einige der
zu Nummularia gehörigen Arten zu der von mir aufgestellten
Gattung Solenoplea, speziell N. discoidea (LÉV.) BERL et
Sacc. hingeföhrt werden.
Wenn nicht anders angegeben ist, sind die Arten von
"dr. G. MaALME eingesammelt worden.
4 STARBÄCK, ASCOMYCETEN DER REGN. EXPEDITION.
Camillea.
C. cyclops Monz.
Hab.: Brasil., Matto Grosso, Santa Anna da Chapada
ad sepimentum ligneum, 18 13/3 94. N:o 570; Serra da Chapada,
Jwbekn,. he skUlveg Ike fö sl
C. Leprieurii MONT. |
Hab.: Brasil., Matto Grosso, Serra da Chapada, Buriti,
18 4/6 94. N:o 610. — Specimina nostra cum speciminibus ab
auctore lectis in herbario. EL. FRIES plane congruunt. CI.
PATOUILLARD (Fragments mycologiques 1, Journ. Bot. II p. 49,
tab. I.) hanc speciem et Hypoxylon melanaspem Mont. con-
junxit.
C. turbinata (BERK.) SPEG.
Hab.: Brasil., Rio Grande. do- Sul, ex colonia Silveira
Martins. Ad truncum putridum, 18 ?!/3 93. N:o 296.
C. turbinata var. obpatellata STARB. nov. var. Fig. 1.
Stromata solitaria, late erumpentia (?), turbinata, acutius-
cule marginata, superne convexitatis causa, interdum sulcatim,
a margine planiuscula distinceta, obpatellaria, stratu corticale
circa !/+ mm. crasso, durissime carbonaceo, transversim per-
cusso piceo, intus textura suberosa, prismatico-porrecta, griseo-
fuscescente, superne cupulata, hyphis densissime conglutinatis
septatisque, fuscis, circa 5 u crassis composita; stromata extus
atrata, nitida, superne et ad latera basin versus pulvere cocceineo,
sub: lente amorpho vel fere cristallino farinosa, ad basin 4—5
mm. lata, superne 83—17 mm. diam., 6—12 mm. alta; margo
patelle 1—3 mm. lata. Perithecia. in concavitate cupula-
forme partis coriace&e interioris superne convexitate patellae
determinata nidulantia, dense constipata, parietibus autem
in nostris speciminibus jam fere resorptis, verisimiliter tamen
cylindrica yel mutua depressione rectangularia, eollis sub-
nullis, ostiolis punctiformibus nudo oculo vix visibilibus,
perpaullum emergentia, 2—3 mm. alta,. ascis jam resorptis
massa sporidiorum olivaceo-fusca repleta, Sporidia ovoidea
vel potius ellipsoidea, medio.-sepe incurvata, utringue rotun-
bedke AaS nr RT VAD BR
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BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 9. än)
data, fuliginea, 12—18 x 6—9 u. — Hab.: Brasil., Rio Grande
do Sul, Santo Angelo prope Cachoeira. In silva ad truncum
putrescentem, 187/193. N:o 112. — Ut e desecriptione videtur
varietas mea vix a v. guaranitica SPEG. forma, magnitudiné
sporidiorum formaque stromatum diversa.
Daldinia.
D. concentrica (BoLt.) CEs. et DE Nor. var. Eschscholzii
EERRENB.
Hab.: Brasil., Matto Grosso, Guia pr. Cuyabå, in silva
ad Coxipéö Guassi, 1812/594. N:o 595. Serra da Chapada,
Buriti, 18 29/6 94. — Sporidia 10—12,5 x 6—7 u.
Wie mir scheint, gehören die brasilianischen Exemplare
zu dieser Art. Sie weichen durch die matte Kupferfarbe ab,
die auch bei so alten Stromata, dass bei diesen die Asci
schor resorbirt sind, zuriäckbleibt, weiter durch den weicheren,
nicht so scharf kohbligen Bau, wodureh die Fläche sich bei
Eintrocknung unregelmässig faltet, und schliesslich durch die
durchschnittlich kleineren Sporen. Wenn also meine Be-
stimmung der Malmeschen Exemplare richtig ist, scheint die
Varietät gut unterschieden zu sein und beinahe verdient als
eigene Art angesehen zu werden. Nach der Figur bei C. G.
EHRENBERG (Fungos a viro clarissimo Adalberto de Chamisso
in itinere circa terrarum globum collectos enumeravit ..
Hore physice collecte ex symbolis virorum doctorum ..-.
edi curavit dr. C G. NEES AB ESENBECK. Bonn 1820) ist die
Bestimmung richtig, da die Farbe ganz ähnlich ist.
D. cuprea STARB. nov. spiuvEig: 2:
Stromata claveformia, teretiuscula vel subcompressa,
at/2—4!/2 cm. longa, 1—1!/2 cm. lata; textura intus laxissima,
typice porrecta, alba, concentrice nigro-stratosa, cortice durius-
culo, coriaceo-carbonaceo, castaneo vel obscure cupreo; stipite
ad basin angustiore, longitudinaliter plicatulo, transversim
lenissime et irregulariter, fere tuberculatim annulato, sursum
sensim in receptaculum transeunte, 1!/2—2 cm. longo; recep-
taculo peritheciis prominentibus verruculoso, apice obtuso;
peritheciis densis, monostichis, spherioideis, minute ostiolatis,
"papillula annulatim detruncatula preditis, circa 250 u diam.
6 STARBÄCK, ASCOMYCETEN DER REGN. EXPEDITION.
Asci octospori, lineariter cylindracei, sursum rotundati, 58—
60 x 6—7 u. MNporidia dense vel imbricatim monosticha,
ovoidea, ingequilateralia vel fere curvula, fusca, 10—11 x 5,5—
6 u. Paraphyses numerose, fexuose, ramulose, difluentes.
— Hab.: Paraguay, Paraguari, Cerro Negro, 188/893. —
Pulcherrima species, colore et statura mox cognoscenda, D.
angolensi WELW. et CuRzR. affinis.
D. vernicosa (ScHWw.) CeEs. et DE Nor. f. microspora.
Sporidia elliptice vel circulariter vel rotundatim mult-
angule naviculari-disciformia, 8,5—10 x 5—6 u. — Hab.:
Brasil., Matto Grosso, Guia, ad trunecum mucidum in »capoeira»
vetusta, 18 13/5 94. — Specimina nostra quoadjhabitum stroma-
tum plane cum speciminibus herb. Er. FRIES a BERKELEY deter-
minatis congruunt, divergunt autem textura valde laxiore,
sporidiisque minoribus.
Kretzschmaria.
K. divergens STARB. nov. sp. Fig. 3.
Stroma commune crustaceo-membranaceum, villoso-rugo-
sum, paullum evolutum; stromata solitaria dense cexspitosa,
stipulata, atrata; stipites nonnulli ex eadem areola parvula
divergentes, sepissime usque a basi inter se liberi, interdum
plus minusve confluentes, rugosiusculi, vel fere leves, deorsum
angustiores, ad ipsum basin paullum dilatati, teretiusculo-
compressi vel difformes, sursum latiores et annulatim in-
crassati, a capitulis distincti, 4—10 mm. longi, 1—2 mm. lati;
capitula szepe confluentia, mutua depressione difformia, lenti-
cularia vel rarius turbinata, sursum applanata vel convexius-
cula, interdum centro papillulata, deorsum convexa, interdum
lenissime radiatim plicatula, sensim in stipite, a quo autem
semper sulca annulata diversa, transeuntia, margine obtusis-
sima, plane carbonacea, 3—8 mm. diam., 1—3 mm. crassa.
Perithecia numerosa, dense et verticaliter constipata, difformiter
ovoideo-ampullacea, ostiolis curtis, vix prominentibus, circ.
500 u diam. Asci octospori, lineariter cylindracei, longissime
pedicellati, sursum rotundati, inerassatuli, p. sp. cire. 140—
160 x 3—10 u. MWSporidia anguste fusoidea, recta vel curvula,
utringue acutiuscula, uni- vel biguttulata, imbricatim, non
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:0 9. 7
transversim monosticha, 28—35 x 6—7 u. Paraphyses numero-
sissime, ramosissime, gracillime, multiguttulate ascos ob-
vallantes. — Hab.: Brasil., Matto Grosso, Serra da Chapada,
Buriti, 18 4/6 94. N:o 624. A speciebus adhuc descriptis hec
differre videtur stipitibus magis discretis, longiusculis, spori-
diisque majoribus. K. Puiggarii (NSPEG.) SaAcc., quam maxime
affinis, stromatibus minoribus et partibus internis dignoscitur.
K. novo-guinensis P. HENN.
Sporidia ejaculata 37—41 x 9—11,5 u. — Hab.: Brasil.,
Matto Grosso, Serra da Chapada, Buriti in silva, 18 3/6 94.
N:o 624 B. Sec. specimina originalia recte determinata. KK.
Puiggarii (SPEG.) affinis.
K. Pechuelii P. HENN.
Asci p. sp. 120 x 12; sporidia 7,,—8 Xx 25—34 u. — Hab.:
Brasil.. Matto Grosso, Guia ad truncum mucidum terra
jacentem in »restinga» ad ribeirao Machado, 18 14/5 94. N:o 591 B.
— Sec. specimina originalia forma nostra cum specie HENNINGSIL
identica est. Cfr. SPEGAzzINI (Fungi Argentini novi vel critici:
Annales del Museo Nat. de Buenos Aires, Tomo VI. Buen.
Air. 1899, p. 264 sub K. Puiggarii (SPEG.)): Species habitu
atque spororum magnitudine sat variabilis, ut K. clavus FR.,
K. coenopus Mont. et K. aggregata W. et CurB. form& unius
speciel tantum videantur.
Hypoxylon.
H. annulatum (ScHW.) MONT. 4
Syn. BH. (Spheria) rubibacca FR. in sched.
Hab.: Brasil., Matto Grosso, Serra da Chapada, Buriti,
in »capoeira» sat vetusta, 18?/e,?5/e 94; Rio Grande do Sul,
Santo Angelo pr. Cachoeira, 18!4/193. N:o 125. Paraguay,
prope Concepcion, in silva in ripa flum. Paraguay, 18 7/9 93.
Nach der Auseinandersetzung der Synonymik bei ELLIS
und EvErHArRT (North Americ. Pyr. p. 640—641) und den
von ihnen citirten Exsiccaten gehören unsere Exemplare zu
dieser Art. Spheria durissima ScHWw. ist doch nicht synonym,
sondern was aus zwei in Herbarium Er. FRIES aufbewahrten
8 STARBÄCK, ASCOMYCETEN DER REGN. EXPEDITION.
Exemplaren hervorgeht, eine gute zu der Untergattung
Placozylon gehörige Art.
H. annulatum (ScHw.) Mont. var. truncata ScHWw.
Stroma magis effusum; sporidia minora. — Hab.: Rio
Grande do Sul, Cascata de Hermenegilda prope Pelotas ad
[ionum, CLS ter 923t INO 106:
H. coherens (PeErRs.) FR. var. brasiliensis STARB. nov. var.
Fig. 4.
Stroma longe lateque effusum, 6!/2 Xx 5 cm., irregulariter
determinatum, superficie gyroso-tuberculatum, e cinereo lilacino-
fuscum vel nigricans. Perithecia omnino immersa, ostiolis
nitide nigerrimis tantum punctulatim prominentia, monosticha,
mutua depressione difformia, irregulariter polygona.: Asci
cylindracei, angusti, breviter pedicellati, p. sp. 65 Xx 6—7 u.
Sporidia ellipsoidea, vel fere elongata, oblique monosticha,
9—11 x 4—5 u. Paraphyses filiformes, numerose. — Hab.:
Brasil., Rio Grande do Sul, Hamburgerberg in cortice crasso,
18 21/10 92. N:o 70. — Vix specifice a typo distinguenda, super-
ficie stromatis effigurata, apud typum levigata, sporidiis
conspicue minoribus, sec. specimina originalia herb. mus. bot.
Upsalie a DuFour collecta, a PERS0OoON determinata, differt.
Affinia sunt H. durissimum (NScHw.) CoorE et H. lilacinofuscunt
Brrsap. — Forma magis ad typum accedens collegit MALME
Paraguay, Paraguari, in silva declivitatis ad Cerro Negro,
13 5/8 93.
H. culmorum CooKE.
Sporidia 11,5—15 x 5—6 u. — Hab.: Brasil., Rio Grande
do Sul, col. Silveira Martins, 18 15/3 93. N:o 280: Col Tjuhy,
18 1/4 93. N:o 338. Ad Bambusam plus minusve mucidam. —
Specimina recte determinata sec. descriptionem apud ELIS
et EVERHART (North Am. Pyr. p. 642) et exsiee.. North
Am. Fung. 2116. OCfr. Auerswaldia ? bambusicola SPEG.
(SAccaArRDo Syll. IX p. 1032 et XIV p. 511).
H. fusco-purpureum (NScHW.) BERK. f. typica, effusa.
Hab.: Brasil., Rio Grande do Sul, col. Tjuhy in arida
Bambusa humi jacente, 18 "/4.93. N:o 334 B.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 9. 9
f. corticola. Fig. 5—6.
Stromata e minutissimis, 4—6 perithecia sistentibus, con-
fuentia et plagas plus minusve longas latasque formantia,
fuseo-purpurea, !/2 mm.—1 cm. diam. Perithecia interdum,
sed rarissime solitaria, plerumque stromata formantia, magis
quam apud typum libera et prominentia, interdum autem
pulvere purpureo plane tecta, ostiolis vix prominulis, !/5—!/4
mm. diam. Asci p. sp. 63-—65 x 9—11 u. WSporidia 10—12,5 x
3—6,5 u. — Hab.: Brasil., Matto Grosso, Rosario, 18 15/5 94,
N:o B 558 (leg. LINDMAN). — Partibus interioribus sec. spec.
orig. herb. EL. FRIES cum typo congruens forma verisimiliter
matricis causa abhorrens.
H. multiforme FR. f. minor.
Sporidia 7,5—9 x 4—5. — Hab.: Paraguay, Paraguwuari,
138 1/8 93. N:o 416 B. — Peritheciis minoribus sporidiisque
differt.
H. ochraceum P. HENSN.
Ascel 96 X'8 u. ' Sporidia 14—20x 7—9 u. = Hab.:
Argentina, Buenos Aires, in delta flum. Paranå, 1894 (leg.
AXEL KULLBERG). — Sec. spec. orig. benevole mihi ab auctore
missa recte determinatum.
H. perforatum (ScHW.) SAcc.
Hab.: Paraguay, Paraguari, 18 ?7/7 93 in ligno indurato
trunci mucidi. — Å speciminibus in RAVENEL Fung. Carol. V,
34 et THÖMEN Myc. univers. 368 (ELLIs), que in cortice vigent
et stromata magis solitaria, pulvinato-spherioidea habent,
hec forma lignicola differt stromate longe lateque effuso,
congruit autem cum spec. herb. mus. Upsaliensis a LANGLOIS
collectis, nec non cum spec. orig. SCHWEINITZII.
H. subeffusum NPEG.
Hab.: Paraguay, Paraguari, Cerro Negro, ad truncog
putrescentes in silva, 182/893. N:o 416. — HSporidiis
latioribus, 6—8 x 3—4 u a descriptione (Sacc. Syll. IX p.
336) divergit. Perithecia suprema parte inter se libera, usque
ad 1 mm. diam.
10 STARBÄCK, ASCOMYCETEN DER REGN. EXPEDITION.
H. subrutilum STARB. nov. sp. Fig. 7—38.
Stromata in ramis corticatis nidulantia, erumpentia, basi
plus minusve infossa, pulvinato-hemispherica, rotundatim vel
varie, sed acutiuscule determinata, peritheciis prominulis
tuberculata, solitaria vel irregulariter confluentia, initio lete
vel rubello-umbrina vel tabacina, intus presertim ad basin
coccinea, denique fusco-atrata, 2—5 mm. diam., 1—2 mm. alta. |
Perithecia exacte fere spherioidea, vertice paullum applanata,
papillula nitida paullum prominula, denique ore latiuseuio
pertusa, villo furfuraceo (initio conidiophoro?) vestita, densis-
sime stipata, suprema parte inter se libera, vix ad 0,5 mm.
diam; textura induratim coriacea vel carbonacea. Asci octo-
spori, cylindracei, breviter pedicellati, 95—125 x 10—12,5 u, —
p. sp. 75—95 u. Sporidia imbricatim vel oblique monosticha,
ellipsoidea vel oblongata, utringue obtusata, inzequilateralia, -
atro-fusca, 15—20 x 7,,—9 u. — Hab.: Brasil., Rio Grande :
do Sul, Porto Alegre. In ramulis corticatis, 18 ??/9 92. N:o
37. — H. rutilo NIts. sec. deseriptionem et specimina a FUCKEL
collectis maxime affinis, sporidlis autem aliisque notis differt.
Verisimiliter synonymon est H. quadratum (ScHw.) EiL. et
Ev., quod non satis autem e descriptione liquet.
H. tenue STARB. nov. sp. Fig. 9.
Stroma longe lateque effusum, ad specimen nostrum
9 x 3—4 cm., arecte ad matricem adpressum, tenue, vix 0,4
mm. altum, irregulare, villo furfuraceo. lete coccineo-fulvo
vestitum, intus lateritium vel fere rubescens, margine latius-
culo, tenuissimo, sterile, nigricante acute determinatum.
Perithecia confertissima, globosa, mutua depressione difformia,
superiore parte inter se libera, ostiolo seepe, villo defecto,
atro, interdum fere umbilicatulo predita, 300—400 u diam.
Asci octospori, cylindracei vel cylindraceo-clavati, superne
rotundati, breviter pedicellati, 90—100 x 8—11,5 u. NSporidia
subimbricatim vel oblique monosticha, ellipsoidea vel interdum
ovoidea, fuliginea, 10,5—12 xXx 6—7,5u. Paraphyses filiformes,
diffuentes. — Hub.: Paraguay, Paraguari, San Tomas ing
silva, 183/8 93. N:o 428. — H. crocatum MoNT. quam maxime
affine videtur. |
MM
S
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BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 9. 11
Nummularia.
N. anthracodes (FR.) COooKE.
Hab.: Brasil., Rio Grande do Sul, col. Tjuhy in trunco
arido humi jacente in rara silva primeva, 18 5/4 93. — De-
terminata sec. specimina authentica herb. mus. Upsal. Peri-
thecia jam evacuata.
N. Broomeana (BERK. et CURT.).
-- Hab.: Brasil., Matto Grosso, in silva acclivitatis ad Serra
da Guia, 18 12/5 94. N:o 595 B. — Stroma pulvinatum, acutius-
cule marginatum, stratu corticale, peritheciigero circa !/2—3/4
mm. ecrasso, carbonaceo vestitum, intus textura suberosa,
radiante plane plenum, basi applanatum, 35 mm. latum, 10
mm. altum. Sporidia transversim, fere imbricatim monosticha,
curvule ellipsoidea, uni- vel plerumque biguttulata, fuliginea,
12,5—15 Xx 5—7 u. Asci 60—75 x 10—12 u (p. sp.) Para-
physes copiosee, valde flexuose, guttulate, mucose diffiuentes.
Sec. specimina originalia herb. Er. FRIES determinata.
N. flosculosa STARB. nov. sp. Fig. 10-11.
Stromata longe lateque effusa, varie et irregulariter,
semper autem tenuissime determinata, crusteformia, carbonacea,
intus atrata, extus sordide fusco-nigra, !/2—1 mm. alta. Peri-
thecia monosticha, numerosa, densissime constipata, cylindrice
obpiriformia, ostiolis longiusculis hinc inde aggregatim eftum-
pentia. Ad superficiciem stromatis in concavitatibus, linea
circulari vel paullum fexuosa determinatis, ostiola aggregata
ornamentum effiguratum patellarum 5—30, acutiuscule et
verticaliter et annulatim marginatarum instar formant, qua
re species mox cognoseenda. Concavitates ostiolorum !'/10—1/2
mm. diam., perithecia 60—100 u diam., circa !/2 mm. alta. —
Hab.: Brasil., Rio Grande do Sul, Santo Angelo, 18 13/1 93.
N:o 116. — Ob perithecia jam evacuata nec sporidia nec
ascos vidi.
N. melanaspis (MOoNnt.) CooKE.
t Hab.: Brasil., Matto Grosso, Palmeiras, 18 16/12 93. N:o
449 B (leg. LINDMAN). — Sec. specimina originalia herb.
12 STARBÄCK, ASCOMYCETEN DER REGN. EXPEDITION.
EL. FRIES et figuram apud MontAGNE (Ann. Sc. Nat. Bot. 2
sér. 13 Tome. Pl. 10 fig. 7) determinata. Cfr. PAToUILLARD
Journ. Bot. II. p. 49. tab. 1.
Poronia.
P. hemispherica STARB. nov. sp. Fig. 12.
Stroma stipitatum; stipes e basi sclerotioideo, fusco-atro,
difforme et marcido, in juventute verisimiliter claviforme,
stipitem versus angustiore, horizontale vel paullum adscen-
dente, 11/2 em. Xx 8—5 mm., oritur glabrescens vel perpaullum
rugosiusculus, longitudinaliter striatus, coriaceus, 4—5' cm.
longus, 1—2 mm. crassus, sensim sursum angustior. Capitulum
puneto centrale ad stipitem fixum, plane 'hemisphericum,
deorsum: fere planum, vel paullum concaviusculum, radiatim
striatulum, sursum convexum, margine acutiusculo, ochraceum,
ostiolis peritheciorum paullum prominentibus nigro-punctatum,
4—5 mm. latum, 2—3 mm. altum, molliter carnosum fragileque.
Asci immaturi. — Hab.: Beastie, Matto Grosso, prope Arecå
in fimo equino, 18 14/6 94.
Obwohl die Exemplare, die ich untersucht habe, nicht
i
V
|
völlig entwickelt gewesen sind, habe ich doch die neue Art
aufzustellen gewagt, da sie durch das halbkugelförmige,
peritheciitragende Stroma gut unterschieden secheint. Am
nächsten verwandt ist P. Doumetii Pat. (Rev. myc. 1893 p.
136), die »un stroma orbiculaire, convexe, quelques fois
conoidal, plus ordinairement plan» besitzt. Diese Art aber,
drängt, scheint Sclerotium zu entbehren, und »le réceptacle
fructifeére a de 1 cm. å 1 em. 2/2 de diaméetre»>.
P. Oedipus MoNzr.
Sporidia 25—26 x 15—17 u. — Hab.: Paraguay, pr. Asun- -
cion in fimo, 18 !$/g 93. N:o 440. Brasil., Rio Grande do Sul,
Santa Maria da Bocca do Monte, 18 29/4 93. — BSec. SPE
autentica herb. Er. FRIES determinata.
die iäbrigens im Sande wächst, wo sie bis 10—15 cm. nieder-
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BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND-:27. AFD. III. N:0O 9. 138
Solenoplea STARB. nov. gen.
Stroma marginatum, fere totum peritheciis eylindricis,
altissimis plenum. Asci numerosissimi, e parietibus perithecii
ubique oriundi. Sporidia continua, fuliginea.
S. microspora STARB. nov. sp. Fig. 13—15.
Stromata immersa vel erumpentia, ligno destructo ad
marginem elevatam obtecta, solitaria vel longitudinaliter con-
fluentia, ellipsoidea, utringue paullum acuminata, applanata
vel leniter convexiuscula, stratu exteriore carbonaceo, atra,
2—4. em. longa, 4—15 mm. lata, altitudine peritheciorum.
Perithecia densissime aggregata, filiformiter cylindracea, vel
mutua pressione prismatica, verticalia, normaliter papillula
minuta, fossa circumvallata ostiolata, interdum collo majore
superficiem superantia, circ. 8 mm. alta, I mm. crassa, textura
membranacea, porrecta, hyphis angustissimis, pallide fusca.
Asci copiosissimi, totum parietem vestientes, cylindracei vel
anguste clavulati, sursum rotundati, breviter pedicellati, p.
sp. 15—30 x 3—4 u. MNporidia. octona, monosticha, interdum
nonnulla transversim jacentia, minutissima, ovoidea vel ellip-
soidea, e lateribus compressiuscula, medio depressa, biconcava,
olivacea, 2—3,5 X 1—1,5 u. Paraphyses nullge. — Hab.:
Paraguay, San Antonio, pr. Asuncion, 18 2?9/793, N:o. 390
(leg. LINDMAN). — Perpulehra species peritheciis altissimis,
ascis numerosissimis, sporidiisque minutis gaudens. Nummu-
laria discoidea (LÉv.) BERL. et Sacc. affinis videtur propter
ostiola peritheciorum; sed paraphyses habet et »sporidia
diametro quadruplo longiora».
Xylaria.
X. emulans STARB. nov. sp. Fig. 16—18.
Stromata gregaria, interdum 2-pluria connato-confluentia,
fere sessilia vel brevissime stipitata, ad basin vestimento,
textura velut apud X. corniformem, velutino, spongioso, plus
-minusve late conico, hyphis 3—4 u crassis composito obducta,
simplicia vel furcata, anguste et interdum compressiuscule
14 STARBÄCK, ASCOMYCETEN DER REGN. EXPEDITION.
cylindrica vel clavulata vel difformia, utringue acutata, raris-
sime sursum obtusa, ubique fertilia vel rarius superne longius-
cule sterileque acuminata, rugosissima, ostiolis peritheciorum
asperula, carbonaceo-coriacea, intus albida, fusco-atra, 10—20
mm. longa, 1!/2—4 mm. crassa. Perithecia spherioidea, late
conice prominentia, acutiuscule papillulata, 400—600 u diam.
Asci lineariter cylindracei, longiuscule pedicellati, sursum
incrassatuli, obtusi, p. sp. J9—57 x 6—6,5 u. Nporidia octona,
oblique vel fere transversim monosticha, ovoidea vel ellip- i
soidea, navicularia, utringue acutiuscula, 6—7,5 X 4—5 u.
Paraphyses parce, hyaline, ramulosee, flexuose, mox difflu-
entes. — Hab.: Brasil., Matto Grosso, Cuyabå, in silva humile
ad truncum mucidum in terra aquosa jacentem, 18 10/4 94.
; | | : 4
— Species vix nova, valde ambigua, sed cum mnulla adhuc
descripta plane ut videtur congruens. Ex iconibus CooKEr
(Grev. XI—XTII. P1. 168, fig. 97) X. mutiplici affinis, sed e -
deseriptione (Sacco. Syll: I p. 329) et specimine originale herb.
Er. Fries illa habet stromata levia et sporidia valde majora;
sporidiis etiam differt a X. Hypozylo, quam plane evolutam
apice sterile abrupto in memoriam facile revocat. Quoad
sporidia et magnitudinem cum XX. massula CEs. concordat,
forma autem stromatum divergere videtur. ö
AN
rr
X. barbata STARB. nov. sp. Fig. 19. |
Stroma anguste ovatum vel cylindraceo-clavatum, utringue -
obtusissimum vel fere applanatum, pilis densiusculis, vel |
interdum fasciculatis, rigidis, parce septatis, fuscis, 150— |
250 Xx 5—7 u rugosum vel villosulo-rugosum, atratum, clavula -
cirea 25 x 10 mm., stipite equale, atro-velutino, 40 Xx 2!/2——-
3 mm. suffultum, stratu corticale, fragile, carbonaceo, medulla |
ochracea, laxissima. Perithecia periferica, monosticha, spheeri- ;
oidea, plane fere immersa, lenticulariter vel lenticulari-conice
emergentia, papillula minore, centrale predita, maxima, '/2—
1!/2 mm. diam. Asci lineariter cylindracei, pro ratione
breviuscule pedicellati, sursum rotundati, vix incrassatuli, -
plerumque flexuosi, p. sp. 150—170 x 10—12 u. Sporidia q
octona, monosticha, plerumque paullum imbricata, fusiformia,
recta vel inequilateralia, utringue acutiuscula, guttulata vel -
continua, fuliginea, 32—37 Xx 7,5—9 'u. Paraphyses copiose,
hyalinge, guttulatée, ascos superantes. — Hab.: Brasil., Rio |
Grande do Sul, col. Tjuhy in silva primeeva, 15 3/4 93: |
|
|
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 9. 15
Obgleich ich nur ein einziges Exemplar gesehen habe,
möchte ich doch den Pilz als neue Art beschreiben. Sie
scheint mir nämlich durch das Stroma, bekleidet wie es ist
mit den genannten Haaren, durch die ungewöhnlich grossen
Perithecien und die ansenlichen Sporen so gekennzeichnet, dass
man sie, wenn vorher beschrieben, leicht genug hätte identifi-
eieren können. Sie scheint am meisten mit X. tigrina SPEG.
(F. Puigg. N:o 270 Sacc. Syll. IX p. 532) verwandt, welche
doch »clavulam minute cinereo-tigrinam» und »ascos apara-
physatos» hat, während nichts von der Haarbekleidung des
Capitulum erwähnt wird.
X. Berteri (MONT.) CooKE.
Stromata solitaria, interdum 2—6 connata, tuberculum
difforme formantia, orbiculariter vel multangule vel difformiter
determinata, discoidea vel lenticularia, primo interdum margine
erectiusculo, plerumque superne convexa, castaneo-nigricantia,
demum atrata, peritheciis punctulata, margine sinuoso vel
fere lobatulo, inferne rugosa, plicatula, concava, centrale
puncto vel latius ad matricem affixa, margine semper libero,
textura intus ochracea, porrecta, carnoso-coriacea, cortice
carbonaceo, persistente obvoluta, 5—20 mm. lata, 4—7 mm.
erassa. Perithecia monosticha in superiore parte nidulantia,
conoidea, papillula minuta superficiem superantia, circa 700 x
300 u: Asei cylindracei, sursum obtuse rotundati, longe
pedicellati, p. sp. 65—70 x 7,5—9 u. MNporidia octona, arcte
monosticha, ellipsoidea, utrinque acutiuscule obtusa, 10—12,5 x
6—06,5 u. Paraphyses filiformes, multiguttulate, ramulosee,
flexuose. — Hab.: Paraguay, Asuncion, Villa Morra, ad
truncum dejectum putrescentem in silva, 18 !7/7 93. N:o
374; in territorio Gran Chaco, ad Pilcomayo, (forma sporidiis
paullum minoribus, utringue acutiusculis), 18 !4/9 93; Paraguari,
Sierra Thomas, in silva in declivibus montis, 18 3/8 93;
Brasil., Rio Grande do Sul, Cachoeira, in silvula (capao),
18 20/2 93. N:o 256 B. — Perfecte congruunt specimina nostra
cum illis autenticis in herb. Er. Fries. Species pulcherrima
est vera Xylaria et propter texturam et propter stromata
fere interdum stipitata. Cfr. Sacco. Syll. I p. 367; CooKE
Grev. XI p. 126. Affines sunt: X. elavulus BERK. et Curr.,
sed multo mimor, X. tuberiformis BERKE. sec. 'specimina a
CoozE leeta peritheeiis sporidiisque majoribus diversa; sub-
16 STARBÄCK, ASCOMYCETEN DER REGN. EXPEDITION.
affinis X. agariciformis CooxE et MaAsser, sed multis notis
abhorrens. :
X. bertioides STARB. nov. sp. Fig. 20—21.
Stromata densissime gregaria, sepissime inter se libera,
rarius 2-pluria connatula, stipite tenue vel robustiore, difforme,
interdum compressiusculo, !/2—2 mm: longo. !/4—1 mm. crasso,
plerumque abruptim, rarius sensim in clavulam transeunte;
clavula forma valde variabile, ovoidea vel fere teretiuscule
multangula, utringue acutata, sepe abruptim apiculata,
undique fertile, vix apice excepto, !/2—4 mm. alta, !/4—3
mm. lata; totus fungus rufo-atratus, apice tantum fuscescente,
et stipite et clavula tuberculis polygonis, sepissime sulcatis,
250—300 u diam. dense ornatis. Perithecia perpauca, plane
immersa, spherioidea, collis brevibus vix vel perpaullum pro-
minentibus. Asci lineariter cylindracei, longiuscule pedicellati,
sursum obtusi, lenissime incrassatuli, p. sp. 65—75 x 6,5 u.
Sporidia octona, oblique vel fere imbricatim monosticha,
discoideo-canaliculata, 9—11,5 Xx 6 x 1—1,5 wu. 'Paraphyses
numerose, filiformes, guttulate, ascos obvallantes. — Hab.:
Brasil., Matto Grosso, Serra da Chapada, Buriti, ad corticem
erassiorem, 18 9/6 94. — Species, primo obtuitu Bertiam
moriformem in memoriam revocans, valde notabilis est, minutie
stromatum tuberculosorum mox cognoscenda. KX. wvernmicosa
FE Sacc. Syll. IX p. 530 et X. humilis Saco. et PEnz. Syll.
XIV p. 506 affines videntur. i
X. brevipes STARB. nov. sp. Fig. 22—23.
Stromata cespitosula, simplicia, interdum bifurcata, cla-
vulis anguste cylindraceis vel fere filiformibus, interdum
compressis, longitrorsum medio-plicatis, peritheciis prominenti
bus sepe sulcato-torulosis, 1—3 cm. longis, 1—3 mm: latis;
stipite breviusculo, teretiusculo vel paullum compresso, villo
sulo, basi bulboso-pannoso. Columella fragilis, textura por
recta, hyphis arctissime inter se adnatis, pallide brunneis,
parcissime 'septatis, circa 2,5—6 'u crassis composita. Peri-
thecia globosa, majuscula, papillula erumpentia, 400—500 uu
diam. Asci fere resorpti. BSporidia octona monostieha, in-
equilateralia, utringue obtusa, fuliginea, 9—11 Xx 5—6 u. —
Hab.: Brasil., Matto Grosso, Serra da Chapada, Buriti ac
truncum dejectum mucidum. N:o 623. — Columella distineta
(EA
”.
Nn ANNE MLS
BiA TATT. IT NOG)
Ekblom et G. Malme delin. Titli G. Tholander, Stockholm .
: BIHANG TILL EK. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 9. 17
pallide lurida, stromatibus atris, fragilissimis ad X. columni-
feram Most. accedens species, stipite autem breve, clavulis
torulosis distincta.
X. claviformis STARB. nov. sp.
Stromata sessilia vel brevissime stipitata, claviformia vel
interdum fere ovoidea, primo teretiuscula, integra, deinde e
lateribus collabentia, sepe longitrorsum medio rimosa, textura
fragiliter carbonacea, extus fusco-nigra, superficie plicatulo-
rugosa, villo fasciculatim tuberculoso, brevissimo, olivaceo-
fuscescente, presertim basin versus vestita, intus excavata,
saturatim ochracea, 10—22 x 4—6 mm. Perithecia plane im-
mersa, spheerioidea, lenticulariter emergentia, ostiolo, circa
50—75 u diam., pulvere albido-glaucescente farinoso, 400—600
u diam. Asci non visi, jam resorpti. Sporidia ovoidea vel
ovaliter oblongata, utringque rotundata vel obtusiuscule acutata,
plerumque biguttulata, 9 x4 u. — Hab.: Brasil., Matto
Grosso, Serra da Chapada, Buriti, 18 19/6 94.
X. cubensis Mont. quam maxime affinis et secundum de-
seriptionem (MONTAGNE Ann. Sc. Nat. Bot. 14. 1840 p. 345)
et sec. figuram (in RAMON DE LA SAGRA Histoire, phys. pol.
et nat. de Cuba p. 347, tab. 13, fig. 1), divergit autem spori-
diis fusiformibus, utringue valde apiculatis.
X. consociata STARB. nov. sp. Fig. 24.
Stromata dense cespitosa, d—7 (vel pluria) basi pannosa
conjuncta, rarissime solitaria, stipitibus simplicibus vel seepe
bipartitis, linearibus, compressis, flexuosis, deorsum rugoso-
hirtellis, sursum glabrescentibus, 1—3 cm. longis, 1—2 mm.
latis, vix !/s3—!/2 mm. crassis, interdum paullum tortis, sensim
in elavulas transeuntibus; clavulis interdum simplicibus, sepis-
sime apice vel ad medium bifurcatis, compressis, in uno latere
vel duobus medio-canaliculatis, 2equilatis vel sursum paullum
dilatatis, 1—2 cm. longis, 1—5 mm. latis, !/2—1!/2 mm. crassis,
ramulis divergentibus, apiculatis vel detruncatulis; primo toto
receptaculo levi, stratu corticale rimosulo, fuscescente tecto,
deinde peritheciis prominentibus tuberculato; toto stromate
fuseo-atro, fertile, extremo apice tantum sterile, textura
molliter carbonacea, columella axillare autem coriacea. Peri-
thecia spherioidea vel spherice conoidea vel mammeformia, .
papillula minuta superficiem superantia, usque ad 3/4 mm.
2
18 STARBÄCK, ASCOMYCETEN DER REGN. EXPEDITION. -
diam. Asci lineariter cylindracei, pedicellati, p. sp. 55—65 x
6—7 u. Sporidia monosticha, ellipsoidea, navicularia, fuliginea,
9—10 x 4—5 u. Paraphyses? — Hab.: Brasil., Matto Grosso,
Santa Anna da Chapada, 18 ?1/2 94. — Sectioni Xylodactyle
capitulo furcato sine dubio adscribenda species a proximis
forma stromatum angustorum sporidiisque diversa.
X. corniformis FR.
Hab.: Paraguay, Cerro Negro, ad truncum mucidum in
silva, 18 !/s 93. N:o 415 B; Brasil., Rio Grande do Sul, colonia
Silveira Martins ad truncos putrescentes in silva (duo speci-
mina maxima, 70 x 10 mm., stipite ad basin 10 mm. diam.
Verisimiliter huc ducenda, etsi sporidia non plane evoluta). —
Species distincta videtur sporidiis parvis et stipite ad basin
in bulbo spongioso dilatato. Hice bulbus ex hyphis inter se
irregulariter currentibus; vix anastomosantibus, ramulosis,
parce septatis, circa 4 u crassis componitur. Specimina nostra
plane congruunt cum a BERKELRY British Fungi 277 distributis,
a Fries S. V. S. p. 381 citato, etiam, colore obscuriore ex-
cepto, cum Err. et Ev. N. A. F. 82. Forma autem divergit
RAVENEL, Fungi Caroliniani IV, 30. Aliam speciem sistit
specimen in herb. EL. FRIES a C0ooKE determinatum, a BERGGREN
in Nova Zeelandia collectum.
X. delicatula STARB. nov. sp. Fig. 25—26.
Stromata primo conidiophora, gracillime filiformia, levia
vel ad basin pilis sparsis obsessa, nigra, hyphis nonnullis,
erectis, conglutinatis, equilongis composita, cireumeirea basi-
diis hyalinis, horizontalibus, conidia hyalina, ellipsoidea, 5—
6 Xx 1—1,5 u gerentibus obtecta, 10—20 mm. alta, circa !/10
mm. crassa; deinde fere ad medium clavula gignitur, stepissime
spherioidea, interdum ovoidea, superiore parte stromatis
conidiophori relicta, sepius abrupta et tune eclavula apice
curto, sterile ornata, vestimento albido-cinerascente involuta,
ostiolis peritheciorum nigro-asperulata, 1—2 mm. diam. vel
2—3 x I mm., textura corneo-carbonacea; stipite e basi paullum
inerassata robustim filiforme, e basi mnigro-fuscescente ad
medium patenti-villoso, a medio capitulum versus villo camdi-
cante minus patente vestito, 6—15 mm. longo, !/s—!/3 mm:
crasso. Perithecia spherioidea, monosticha, latissime conice
prominentia, acutiuscule papillulata, 200—300 u diam. Asci
VE RER fn ENN a sr NGAN RER RENEE
Na OA
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:0O 9. 19
lineariter cylindracei, longiuscule pedicellati, sursum obtusi,
p. Sp. 70—72 Xx I u. Sporidia octona, monosticha, inequaliter
ovoidea vel ellipsoideo-navicularia, utringue acutiuscula, con-
tinua vel guttulata, fuliginea, 10—12,5 Xx 7—7,5 u. Para-
physes filiformes, hyaline, flexuose, ascos superantes. — Hab.:
Brasil., Matto Grosso, Cuyabå, prope oppidum in cerrado
denso ad folia putrescentia, 18 2/3 94. N:o 577.
CoozE, der (Grevill. 1. ce. p. 93) X. aristata Mont. als
Synonym mit X. acicula CzEs. setzt, föhrt diese Art zu Xylo-
dactyle: »apex sterile, stem villose». ÖEsATtr sagt doch aus-
dräcklich (sec. Sacco. Syll. I p. 334) »totus fungus umbrinus,
glaber, levis», und (SaAcc. 1. c. p. 322) »stipite glabro, abrupte
abeunte in clavulam atram». MontaGnE sagt (Cryptogamia
Guyaensis Ann. Sc. Nat. IV Sér. Bot. T III p. 106): »Clavula
umbrina levis, ... stipite patente villoso, was auch aus
geiner guten Figur klar hervorgeht. Diese beiden-. Arten
scheinen also, wenn auch verwandt, doch nicht identisch zu
sein. Die von mir aufgestellte Art ist ohne Zweifel beiden
sehr nahestehend, scheint doch von der Art CzEsatis durch
den haarigen: Stiel und von beiden durch die Farbe und die
weiss-grauartige Bekleidung des Stromas gut verschieden zu
sein. Ubrigens giebt MoNntAGNE (a. O.) an: »paraphyses in-
tricatissimee, conidia. numerosissima, globosa, hyalina, inter-
dum moniliformi-seriata foventes». [
X. globosa (SPRENG.) MONT.
Stromata deorsum in stipitem transeuntia vel fere sessilia,
stipite receptaculoque villo curto hyphis fasciculatis, rugosis,
cirea 5 u crassis contexto, castaneo-fusco obsessis, textura
intus porrecta, sed durissima. Asci lineariter cylindracei,
pedicellati, circa 160 x 12 u. BSporidia octona, monosticha,
allantoidea vel oblongata, utringue acutiuscula, fusca, 28—
31 x 7,5—10 u. Paraphyses diffuentes, copiose, fexuose. —
Hab.: Brasil., Rio Grande do Sul, colonia ITjuhy, ad truncos
putrescentes in silva, loco valde umbroso, 138 ?9/3 93. N:o
311. — Stromata e 2 mm. diam. ad 2 cm. longa, 1 cm. lata.
Stipes plerumque brevissimus, ad unicum specimen autem 3
cm. long. Plane congruens cum ex. orig. in herb. EL. FRIES.
X. Juniperus STARB. nov. sp. Fig. 27.
Stromata gregaria vel nonnulla cespitosula vel interdum
duo. connatula, plerumque simplicia, rarius e stipite commune
20 STARBÄCK, ASCOMYCETEN DER REGN. EXPEDITION.
2—3 clavulis exeuntibus, sepissime stipitata vel basi con-
strieta (punceto) centraliter substrato affixa. stipite ad 6 mm.
longo, 1—2 mm. crasso, rugosiusculo-villoso, difforme; stromate
peritheciigero undique fertile, varia forma, plerumque ab-
ruptim et fere pileatim a stipite distineto, cylindraceo vel
ovato vel ovato-capitulato, seepe conice cupressiforme, rarius
lineariter angusto, acutissimo, superficie undulato, cinereo-
atrato, stratu exteriore atrato, carbonaceo, cortice longitudi-
naliter et reticulatim rimoso, pallide tabacino predito, intus
medulla ochraceo-albida, laxa, lacunosa farcto, 1—1!/2 mm.
diam., vel 2—10 mm. alto x 1—2!/2 mm. crasso. Perithecia
monosticha, medulla immersa, spherioidea, ostiolo longiusculo
per rimas corticis depressim conice, paullum prominula, 250—
500 u diam. Asci lineariter cylindracei, sursum rotundati,
perpaullum incrassati, longissime pedicellati, p. sp. 76—82 x
6—8 u. Sporidia monosticha, nonnulla imbricatim vel trans-
versim jacentia, ellipsoidea, inzequilateralia, utringue sepissime
acutiuscula, bi- vel uniguttulata vel continua, fuliginea, 12—
15 x 5—6 u. Paraphyses confluentes, hyaline, ascos ob-
vallantes. — Hab.: Paraguay, Mbopy, 18 !!/9 93; San Antonio
prope Asuncion, ?9;7 93. N:o 386 (LINDMAN) ad truncos putre-
scentes. — Species forma receptaculi abruptim a stipite di-
stinceto, cortice rimoso cognoscenda est. Affinis videtur X.
cylindrica LÉ£v. Medulla textura porrecta est, e hyphis hyalinis
fasciculatim e centro radiantibus, conglutinatis, parce septatis,
5—7 mu latis composita, superficiem versus densius septatis,
fortius conglutinatis. — Adest forma hypoxyloidea: stromatibus
bullatis, confluentibus. Cfr. HENnNInGs (Verhandlungen des
bot. Vereins d. Pr. Brandenburg 1898, p. 159. Taf. II fig. e.—f.)
X. Juniperus STARB. var. asperula STARB. nov. var. Fig.
28—29.
Stromata cylindracea, sursum apiculatim brevius acutata,
stipite basin versus paullum dilatato, patenti-villoso, 10—15
mm. longo, 1!/2 mm. crasso; pars fertilis 15—20 mm. long.,
2—3 mm. crass. Perithecia majora, spherioidea, ostiolis
manifestim conice per rimas strati corticalis prominentibus.
Asci p. sp. 84—100 x 8--9 u. Nporidia 15—18 X 6—7 per
Hab.: Paraguay, Mbopy, ad truncum putrescentem humi
jacentem inter Bambusas, 18 11/9 93; Paraguari, Cerra Negro ad
truncum putrescentem in silva, !/s 93. — Verisimiliter tantum
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 9. 21
forma luxurians typi, a quo tamen ostiolis peritheciorum
mox cognoscenda. Stromata juniora sine peritheciis vix conidio-
phora stipite valde villoso, fusco, apice leve, pallido; stromata
cum peritheciis primitus angustissime cylindracea vix a stipite
distineta, pallide grisea, apiculata.
X. polymorpha (PERS.) GREV.
Hab.: Paraguay, San Antonio pr. Asuncion, 18 ?9/7 93
(leg. LINDMAN).
X. polymorpha (PERS.) GREV. var. acuminata STARB. nov. var.
Fig. 35—36.
Stromata fere sessilia vel late et breviuscule stipitata,
solitaria vel basi connato-confluentia, clavula ovoideo-oblongata
vel difforme, compressiuscula, sursum plus minusve abruptim
in apicem acuminatam, sterilem attenuata vel conice obtusa,
villoso-rugosa, indurata, fusco-atrata, stipite brevissimo vel
fere nullo, villo nigricante obsesso, 20—40 x 8—14 x 4—06
mm. Sporidia 22—25—32 x 6—8 u. Tota clavula villo rugoso
pilis curtis, fuligineis, densis, parum septatis, obtusis, levibus
vel inzequalibus ad 100 u longis, 5—6 u crassis obsessa. —
Hab.: Brasil., Rio Grande do Sul, colonia Tjuhy, 18 6/4 93.
N:o 344 B. (leg. LINDMAN), specimina immatura; Paraguay,
San Antonio pr. Asuncion, 18 ?9/7 93 (leg. LINDMAN).
Unter den Exemplaren von äusserst wechselndem Habitus,
die LINDMAN bei Asuncion eingesammelt hat. und die X.
polymorphe gehören, befand sich auch ein einziges Specimen,
das ich zu der neuen Form föhren muss. Dass ich dieser
einen besonderen Namen gebe, hängt davon ab, dass sie eigent-
lich einer anderen Abteilung der Gattung NXylaria zu-
geschrieben werden sollte. Sie hat eine sterile Spitze und
einen haarigen Stiel. Die grossen Perithecien aber, die einzeln
oder mehrere zusammen knollig hervorbrechen und mit der
kahlen, schwarzen Spitze unter den beschriebenen Haaren
hervortreten, zeigen doch deutlich, dass sie zur X. polymorpheae
gehörig ist. Ich bin hiervon iäberzeugt worden durch genaue
Vergleichung der Exemplare in herb. Er. FRIES, Sclerom.
siuec., Ascomycet. Rehms und and. Exsicc.
X. reniformis STARB. nov. sp. Fig. 30.
, Stromata fere globosa vel inferne applanata, semiglobosa
vel reniformia, exsiccatione collabentia, fragilitate rimosa,
22 STARBÄCK, ASCOMYCETEN DER REGN. EXPEDITION.
textura stratus corticalis carbonacea, medulla intricata, radio-
sula, ochracea, exsciccatione contracta, cava, lucide tabacina
vel fere sordide violascentia, sporidiis ejaculatis atromaculata,
circa 15 mm. diam. vel 22--25 mm. lata, 12—15 mm. crassa,
12—22 mm. alta; stipite plane et abruptim a elavula di-
stincta, breve, oblique fixo vel bifurcato, semper wunicum
stroma gerente, basi perpaullum dilatata, rugosim leve, atrato,
4—6 mm. alto, 2—3 mm. crasso. Perithecia periferica, mono-
sticha, ovato-spherioidea vel fere spheerioidea, 300—500 u
diam., ostiolis punetiformibus interdum circulariter vel patelle-
formiter, centro papillulatis, vix prominentia, nigra. Åsei
lineariter cylindracei, sursum rotundati, longiuscule pedicellati,
Pp. Sp. 140—160 x 3—12 u. BSporidia octona, imbricatim vel
perpaullum oblioue monosticha, fusoidea, utringue acutiuscula,
fuliginea, 29—30 x 6—10 u. Paraphyses diffluentes, filiformes;
flexuose, ramulose; guttulate ascos obvallantes. — Hab.:
Brasil., Matto Grosso, Serra da Chapada, Buriti, 18 4/6 94. —
Ut videtur forma stromatum, magnitudine sporidiorum ab
affinibus distincta species; maxime proxima autem est Penzigia
cramiordes NSacc. et Paorn., sed divergit sec. figuram forma
stipitis, sec. descriptionem textura interiore.
X. rhopaloides (KUNZE) Mont. Fig. 31—32.
Stromata basi interdum confluentia, late cylindracea vel
oblongata, vix claveformia, sicca hinc illince contracta, varie
sulcata, sursum obtusa, deorsum paullum angustiora, integu-
mento, ochraceo-luteo, densissime et reticulatim rimoso ob-
ducta, carbonaceo-suberosa, intus pallide ochraceo-farcta, stipi-
tata, clavula 20—30 x 5—10 mm.; stipite plus minusve ab-
ruptim a clavula distineto, ob vestimentum violaceo-fuscum
vel atratum, pannoso-spongiosum conice bulboso, 10—12 mm.
alto, ad basin circa 8 mm., sursum 3—5 mm. crasso. Peri-
thecia periferica, monosticha, elongato-globosa, papillula majus-
cula, sepe farinose, pallide cinerascente, annulo sulcatim
cincta non parum prominentia, 400—700 u alta, 200—300 u
lata. Asci sursum rotundati longiuscule pedicellati, lineariter
cylindracei, p. sp. 70—75 x 6—6,5 u. MSporidia octona, recte
monosticha, ellipsoidea vel ovoidea, ineequilateralia vel fere
curvula, utringue obtusa, fuliginea, '10 —12 Xx 4,5—5,5 u.
Paraphyses diffuentes, ascos obvallantes. — Hab.: Brasil.,
Rio Grande do Sul, colonia Ijuhy ad truncum putridum in
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD: HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 9. 23
silva, 18 4/4 93. N:o 321 B. — Colore stromatum, peritheciis
papillulatis distincta, ut videtur, species sec. specimina
originalia herb. EL. FRIES determinata.
X. Schweinitzii BERK. et CURT.
Hab.: Brasil., Matto Grosso, Coxzxipé, Mirim pr. Cuyabå
in silva, 18 1/6 94. — Sec. descriptionem apud NSACCARDO
Syll. I p. 323 et figuram apud CoorzE (Grevill. 1883—1885
fig. 15) determinatio recta est. Affinis est X. polymorphe,
perithecia autem nonnihil minus prominentia.
X. similis STARB. nov. sp. Fig. 33—34.
Stromata anguste cylindracea vel basi perpaullum cras-
siora, interdum parum tortuosa, rectiuscula vel vermiculariter
flexuosa, rugosiuscula, fusco-nigra, inter areolas obscure fusce-
scentes sub lente ostiolis peritheciorum asperula, nitide nigra
denseque punetulata, 10—35 mm. longa, 2—4 mm. crassa,
apice acutiusculo, deorsum sensim in stipite transeuntia;
stipes quam clavula minus obscurus, villo depressiusculo,
fuscescente, ad basin parum conice dilatato vestitus, 5—17
mm. longus, 2—3 mm. crassus. Asci lineariter cylindracei,
longiuscule pedicellati, sursum rotundati, p. sp. 36—70 x 6—
7,5 u. MSporidia octona, oblique, interdum transversim mono-
sticha, ovoidea vel ellipsoidea, utringue acutiuscula, fuliginea,
I Xx53 u Paraphyses parce difluentes, guttulate, hyalinee,
ascos valde superantes. — Hab.: Brasil., Matto Grosso, Coxipö,
Mirim, 18 !/6 94. — Species clavula fere exacte cylindrica,
sporidiis minutis ab affinibus inter species Xylocorynes di-
stincta. X. MMspidula BERK. et Öurrt. colore stromatis, X.
Holmbergi SpzEc. (Fungi Argent. An. de Mus. Nacion. Buenos
Aires Ser. 2 (3) Tom. 6. 1899, p. 261) forma stromatis com-
pressiusculi coloreque vestimenti differre videtur.
X. turgida FR. Fig. 36, t.
Sporidia octona, monosticha, ovata vel oblonga, ingequi-
lateraliter rectiuscula vel curvula, utringue obtusa, 10—12,5 x
4—5 u. — Hab.: Brasil., Rio Grande do Sul, ex col. Silveira
Martins ad truncum dejectum putrescentem in silva primeva,
18 21/3 93. N:o 295. — Stromate intus duriusculo, etsi textura
hyphis intricatis, fumoso, extus tabacino, vetustiore gilvo
cognoscenda species. Determinavi sec. specimen authenticum
24 STARBÄCK, ASCOMYCETEN DER REGN. EXPEDITION.
in herb. Er. FRIES, quod tamen magis evolutum ecolorem
obscuriorem, sporidia perpaullum majora habet.
X. violaceo-pannosa STARB. nov. sp. Fig. 37.
Stromata simplicia; stipite curto, vestimento ad basin
pannoso, bulbiforme - vel conico, intus amoene violaceo vel atro-
violaceo, extus fuscescente corticem membranaceum formante,
toto fragile vestito, 10—15 x 5—8 mm.; clavula compressim
claviforme, irregulariter undulato-plicata et curvata, superne
obtusa vel fere detruncatula, hince inde verruculoso-rugosa
vel villo (an reliquiis status conidiophori?) hyphis brevissimis
intricatissimis composito obsessa, plerumque peritheciis pro-
minentibus puncetata, cortice areolatim rimosula obtecta,
textura coriaceo-carbonacea, atro-violacea vel parum fusce-
scente, 20—25 x 6—10 x 2—5 mm. Perithecia monosticha,
globulosa vel mutua pressione angulata, disculo atro, medio
papillato, erumpentia, 300—400 u diam. Asci lineariter cylin-
dracei, sursum rotundati, pro ratione breviuscule pedicellati,
59 (c. ped. 80) Xx 6 u. MNporidia octona, dense monosticha,
ellipsoidea, inequilateralia vel fere curvula, utringue obtusa,
10—11 x 5—5,5 u. Paraphyses copiose, filiformes, diffluentes.
— Hab.: Paraguay, San Antonio pr. Asuncion, 18 ?9/7 93.
N:o 385 B (leg. LINDMAN). — Forma coloreque stromatum a
X. cormforme FR. plane distincta, magis affinis est precipue
panno concolore X. Holmbergi SPEG. (1. c.) stromatibus autem
minoribus, peritheciis etc. dignoscenda.
X. (stat. conidioph.) confusa STARB. nov. sp. Fig. 38.
Stromata e basi scutelliformiter paullumque dilatata soli-
taria vel nonnulla divergentia, filiformia, interdum simplicia,
plerumque monopodialiter ramuligera, ramulis horizontalibus
vel eleganter arcuatis, acutissimis, interdum uncinatim acumi-
natis, usque ad 3 em. longa, vix 0,3 mm. lata; textura colu-
mellam hypbhis agglutinatis compositam formante et ab illa
basidia, claviformia, conidiophora 25—35 x 10—12 u, exeunt.
Conidia pyriformia, hyalina, 12 X6 u. — Hab.: Brasil., Rio
Grande do BSul, col. Tjuhy, ad Bambusam putrescentem,
Hört Santo Fate:
X. (stat. conidioph.) procera STARB. nov. sp. Fig. 39.
Stromata e basi villoso-velutina, plus minusve bulbiforme
vel fere sclerotioidea solitaria vel deorsum paullum interdum
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0O 9. 25
confluentia, simplicia vel partita, basin versus cylindracea
vel angulata, ceterum .complanata, plicatulo-rugosa, sursum
applanata, ob hymenium lavia, Celosie instar ad marginem
arcuatam undulata, inferiore parte obscure fuscescente, supe-
riore griseo-albescente, marginem versus lutescente, textura
induratim coriaceo-cornea, circ. 4 cm. longa, ad apicem usque
ad 1!/2 cm. lata, 2—5 mm. crassa. Conidia (basidia?) clavi-
formia, hyalina 10—15 x 4—5 u. — Brasil., Rio Grande do
Sul, Porto Alegre in »capåäo», 18 9/9 92. N:o 40.
X. (stat. conidioph.) ramuligera STARB. nov. sp. Fig. 40.
Stromata e basi paullum conice incrassata solitaria, stipite
simplice, atro, velutino vel patenti-villoso, parte fertile ramulis
curtis, interdum fere uncinatis, solitariis vel fasciculatim
conjunctis vel irregulariter multifidis ornata, hymenio colu-
mellam obscuram griseo-albicante vestiente, 1—2 cm. longa,
1—2 mm. crassa., textura fragiliter coriacea. Conidia fusi-
formi-claviformia, hyalina, 6—9 Xx 2—4 u. — Hab.: Brasil.,
Rio Grande do Sul, col. Tjuhy ad truncum humi jacentem,
putrescentem in silva 18 6/4 93. N:o 330.
Dem Herrn Anton Thulin sage ich meinen besten Dank
för die Figurenzeichnung.
[5
3
Figurenerklärung.
g. 1. Camillea turbinata var. obpatellata (Wo nichts anders gesagt
wird sind die Figuren in natäörlicher Grösse gezeichnet).
2. Daldinia cuprea.
3. Kretzschmaria divergens.
4. Hyporylon coherens var. brasiliensis.
5—6. H. fusco-purpureum forma corticola, 5 MHabitusbild, 6
einige Perithecien etwas vergrössert. 4
7—38. HH. subrutilum (8 etwas vergr.).
9. H. tenue (wenig vergr.).
10—11. MNummularia flosculosa, 11 einige Gruppen von Perithecii-
mändungen (etwas vergr.).
12. Poronia hemispherica. |
13—15. Solenoplea microspora, 13 MHabitusbild, 14 das Stroma
durcbgeschnitten um die langen, prismatischen Perithecien
zu zeigen, 15 Perithecienmändungen (vergr.)
16—18. Xylaria cemulans. (Ein Exempl. vergr.)
19. XX. barbata.
20—21. LX. bertioides (21 vergr).
22—23. XX. brevipes (23 vergr.).
24. X. consociata.
20-205 XX delicatular (26 vergr)-
27. X. Juniperus.
28—29. XX. Juniperus var. asperula (29 vergr.).
30. X. reniformis.
31—32. XX. rhopaloides (32 vergr.).
J3— J4. KX. sunilis (34 Nersr.).
35—36. XX. polymorpha var. acumtinata. ,
3206 t. XX. turgida (das durechgeschnittene Stroma vergr.)
37. X. violaceo-pannosa.
38. X. confusa.
SOX PRO Ger:
40. X. ramuligera.
då
BIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 27. Afd. III. N:o 10.
SUSSWASSERALGEN
AUS
SUD-PATAGONIEN
VON
O. BORGE.
MIT 2 TAFELN.
MITGETEILT AM 8. MAI 1901.
GEPRÖUFT VON V. WITTROCK UND A. G. NATHORST.
STOCKHOLM
KUNGL. BOKTRYCKERIET. F. A. NORSTEDT & SÖNER
Än der von Herrn Cand. phil. ERLAND NORDENSKIÖLD in der
ersten Hälfte des Jahres 1899 nach Säd-Patagonien unter-
nommenen Reise beteiligte ich mich als Botaniker. Den
Herren Prof. Dr. A. E. NORDENSKIÖLD und Bankier C. A. WE-
BER, welche die Kosten der Reise bestritten, erlaube ich mir
hiermit meinen wärmsten Dank auszusprechen.
Bisjetzt ist noch nicht viel uäber die Sässwasser-Chloro-
phyceen der Magalhäesländer bekannt gewesen.
J. D. HooKER erwäbnt in The Botany of the antarctic
Voyage I. Flora antarctica II, London 1847, vom Kap Horn
Chroolepus aureus. Im Jahre 1878 bespricht J. B. DE Toni!
Trentepohlia polycarpa aus Staten Island, und im Jahre 1889?
folgende Formen aus dieser Gegend: Botrydium granulatum,
Trentepohlia aurea f. tomentosa und Cladophora glomerata aus
Staten Island sowie C. subsimplex f. fuegiana, Pithophora
aequalis und Rhizgoclonium angulatum aus dem Feuerlande.
In demselben Jahre 1889 föhrt HaArIot? folgende neue Formen
an: Bichatia confluens, Zygnema Vaucherii, Ulothrix stagnorum,
Prasiola tessellata, Vaucheria sessilis, sämtlich aus dem Feuer-
land. Aus der Insel Desolacion nennt M. RACIBORSKI”? im
Jahre 1892 folgende Desmidieen: Mesotaenium Endlicherianum,
Penium sp. ad polymorphum, Tetmemorus lacvis, Cosmarium
globosum var. majus, C. magellanicum und Staurastrum muri-
1 J. B. DE Toni, Sopra due specie de genere Trentepohlia Mart. (Nota-
risia 1888, pag. 7).
: 2 Derselse, Ueber einige Algen aus Feuerland und Patagonien (Hedwigia
1889, pag. 24—26).
3 Mission scientifique du Cap Horn. Tom. 5. Botanique. Algues par
P. Hariort. Paris 1889.
£ M. RACIBORSKI, Desmidya zebrane przez Dr. E. CIASTONIA w podröZy
"na okolo ziemi (Rozprawy Wydzial. mat. pzyr. Akad. Umiej. Krakow t. 22
[1892], pag. 161—192).
4 0. BORGE, SÖSSWASSERALGEN AUS SÖD-PATAGONIEN.
catum var. australis. In demselben Jahre erwähnt HARIoT!
aus dem Feuerland auch noch Trochiscia granulata. Hierzu
kommen schliesslich nach SvEDELIUS? Enteromorpha intestina-
lis und Prasiola antarctica, beide aus dem Feuerland. Andere
Mitteilungen öber die Chlorophyceen jener Gegend kenne ich
nicht. Die Anzahl der bisher bekannten Arten wäre folglich
21. Von denselben ist jedoch keine an den von mir besuchten
Orten gesammelt, sondern sie stammen sämtlich aus den Län-
dern säödlich der Magalhåesstrasse.
Die Chlorophyceenflora des von mir untersuchten Gebietes
muss als eine sehr artenarme bezeichnet werden; denn ob-
gleich, wie aus dem folgenden ersichtlich, die Anzahl der
Proben sehr gross war, sind doch nur etwa 150 Arten notiert
worden. Diese Armut an Arten hängt wahrscheinlich von
dem Salzgehalt ab, den der Boden in weiten Gebieten besitzt.
Es finden sich hier zahlreiche WSalzlagunen, und an vielen
Orten besteht der Boden aus dem Grunde ausgetrockneter
Salzseeen. Auch haben viele von den kleinen Bächen stark
salzhaltiges Wasser.?
Hier sei noch bemerkt, dass in dem folgenden Arten-
verzeichnis die Gattungen Arthrodesmus, Micrasterias, Penium,
Tetmemorus und Xanthidium gar keine Vertreter haben, und
dass FEuastrum nur durch 3 und Pleurotaenium nur durch
1 Art vertreten sind.
In mehreren Lagunen fischte ich mit dem Planktonnetz,
da ich aber keinen Kahn hatte, konnte ich nur vom Ufer aus
fischen, wo das Wasser etwa 1 m. tief war. Nur im Lago
Maravilla hatte ich Gelegenheit, auf tieferem Wasser zu fschen,
da ich hier einen Kahn benutzen konnte. Ich gebe hier unten
die Resultate dieses Fanges sowie die des Fanges in der gros-
sen Lagune sö. von Kark, da die Flora derselben, obgleich ich
ganz nahe am Ufer fischte, einen durchaus planktonischen
Charakter hatte:
1. (Nr. 391). Lago Maravilla, 18/3 1899, 8 Uhr m. Tiefe
des Sees äber 10 m.; Wassertemperatur + 11” C. Sehr
1 P. HArIotT, Complément å la flore algologique de la Terre de Feu (La
Notarisia 1892, pag. 1427—1435).
? N. SvEDELIUS, Algen aus den Ländern der Magellansstrasse und West-
patagonien. I. Chlorophycee. (Wissenschaftl. Ergebnisse d. Schwed. Exped.
nach den Magellansländern. 1895—97. Bd. 3, Nr. 8; Stockholm 1900).
3 Im Rio Pescado (n. von Chabunco) sammelte ich, einige Kilometer
oberhalb seiner Mindung in die Magalhåesstrasse, Macrocystis pyrifera.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 10. 5
klares Wasser, Oberfläche schwach gekräuselt; Himmel
fast heiter. Plankton quantitativ ausserordentlich unbe-
deutend.!
Botryococcus Braunir Körtz. gemein.
Cosmarium contractum KIRCEN. selten.
Staurastrum brevispina BRÉB. >
> Dickiet RALFs. ?
> megacanthum LUND. forma ' »
> paradoxum MEYEN. >
Asterionella formosu var. gracillima (HANTZSCH) GRUN.,
MIETPI ET fs. 22 gemen.
Melosira granulata (EHRB.) RALFS f. ÅAustraliensis (in
VAN HEurcK fig. 13—15, Pl. LXXNXVTII). - selten.
Dinobryon spec. selten.
Ceratium > >
2. (Nr. 368). Grosse Lagune sö. von Kark. 3/3 1899, 3,30 Uhr
mm Cemp. d. WAR + 12” C.; Oberfläche spiegelblank;
gröne Wasserbläte. Himmel ganz bewölkt; schwacher
Sprähregen. s
Botryococcus Braunir Körtz. gemein.
Anabaena flos aquae (LYNGB.) BRÉB. massenhaft.
Dinobryon spec. vereinzelt.
Ich gebe hier ein vollständiges Verzeichnis der Samm-
lungen mit den Nummern, unter denen sie in der Botanischen
Abteilung des Naturhistorischen Reichsmuseums zu Stock-
holm aufbewahrt sind. Die im Verzeichnis angegebenen Orte
liegen sämtlich zwischen der Stadt Punta Arenas an der
Nordkiäste der Magalhåesstrasse und S:a de los Baguales
unter etwa 50” 10' säd. Br. und 7235 westl. Länge von
Greenwich. .
Nr. 329. Eberhardt. Meeresklippen. ?6/4.
363. Kark. Timpel. ?9/s.
364. Eberhardt. Sumpf. ?3/a4.
365—367. Im Rio Baguales und dessen Nebenflässen am Fusse der S:a
de los Baguales. ?8/s.
368. Grosse Lagune sö. von Kark; mit Planktonnetz nahe am Ufer. 3/3,
369. C:o Toro. Bergbäche. 19/3.
3/0. L. Maravilla. 2?2/3.
dl. M:t Chico. Timpel. ?8/e,
3/3. Laguna Louisa (nw. von Mayer). Mit Planktonnetz nahe am
Ufer. 3/3.
! Die Diatomaceen sind gätigst von Fräulein Dr. ASTRID CLEVE bestimmt.
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0. BORGE, SÖSSWASSERALGEN AUS SUD-PATAGONIEN.
Zwischen Kark und Tweedie. Tämpel. ??9/s.
Tweedie. Tämpel. ?9/s.
In einem Bache an der Laguna Blanca. ?£/a.
Kark. Tämpel. !$6/s.
An Steinen im R. Tres Pasos. l/s,
382. Zwischen Tweedie und Kark. In Tämpeln. 29-30/g,
Kark. Im Nebenflusse des R. Tres Pasos. 16/3.
Zwischen der Laguna Blanca und dem M:t Chico. In einer kleinen
Lagune. ?/a. d
Am Ufer einer kleinen Salzlagune unweit des Rio Ruben. ?8/a.
Moores Peninsula (S. von Eberhardt). Feuchte Klippen. ?2/4.
Tweedie. ?3/s.
Lago Maravilla. !$/s. Plankton.
M:t Chico. Rio del Penitente. ?5/a,
Kark. Timpel. = /s.
R. Tres Pasos. H/s,
In einem Bache nw. von Mac Donald (Sädende von Cabeza del
Mar). 22/9.
Eberhardt. Feuchte Bergwände. $/s.
Quelle zwischen Tweedie und L. Sarmiento. ?!/s.
Kleine Lagune am M:t Chico. 7/2.
> > unweit der Laguna Blanca. 2/2.
> > bei Tweedie. Mit Planktonnetz nahe am Ufer. ?9/3.
Punta Arenas. Kleiner Sumpf. /a,
Quelle zwischen Tweedie und L. Sarmiento. ?1/3,
Kark. Tiämpel. 16/3.
In einem Flusse bei Kark. 39/3.
Quelle zwischen Tweedie und L. Sarmiento. ?!/s.
M:t Chico. Tämpel. ?'/a.
Kark. > 16/8.
M:t Chico. HKleine Lagune. ?7/a.
In einem Bergbach am C:o Toro. 18/3.
. 418. Tämpel bei Kark. 16/8, 29/g,
Kleine Lagune westlich von Saunders; mit Planktonnetz nahe am
Ufer. -?8/s.
Bach zwischen Eberhardt und Kark. 3/3.
Tweedie. Timpel. ?9/s.
Kark. > 16/3,
M:t Chico. Kleine Lagune. ?5/a.
> Rio del Penitente. ?8/2.
Punta Arenas. Sumpf. /a,
M:t Chico. R. del Penitente ?8/2.
An Steinen im R. Pescado (n. von Chabunco). ?9/2.
433, 436. Eberhardt. Tiämpel. 7/s, 18/4
Bach unweit der Laguna Blanca. ?t/a.
Kleine Lagune bei Heinz (sö. von Mayer). !/s.
Heinz. An Steinen in einem Bache. !/s.
In der Mändung des Ch. Malpasos in die Laguna Blanca. 23/3.
Kleine Lagune am M:t Chico. ?5/a.
ESSER SS
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 10. 7
Nr. 447. In einem Tämpel auf einem Inselchen in Ultima Esperanza. 2!/4.
/ 448, 449. Kleine Lagunen unweit des M:t Chico. ?3/a.
451. Eberhardt. Timpel. 18/4,
452. Timpel zwischen Tweedie und Kark. ?9/s.
453. Bach an der Laguna Blanca. ??/2.
454. Punta Arenas. Sumpf. 2/2.
456. M:t Chico. > 25/9.
457. Tiämpel nw. vom M:t Chico. ?7/2.
458. An den erdigen Ufern des Rio Pescados (n. von Chabunco). ?9/2.
459. In einem Bergbach am C:o Toro. 19/3,
460. Mayer. Timpel. ?/s.
462. Balzlagune sö. von Mayer. !/3.
465. Tweedie. Timpel. 2/3.
466. M:t Chico. R. del Penitente. ?5/a.
471. Lagune nö. der Laguna Blanca. ?5/a.
474. Tiämpel zwischen Tweedie und Kark. ?7/s3.
475. Tweedie. Auf feuchter Erde. ?3/3.
476. Sumpf bei Eberhardt. ?5/4.
477. In der Miändung des Ch. Malpasos in die Laguna Blanca. ?3/a.
478. Lagune unweit dem Rio Turbio. ?8/2.
479. Punta Arenas. ?/s.
480. M:t Chico. Timpel. ?8/2.
481. In einem Bache nw. von Mac Donald (Sädende der Cabeza del
Mat):a. fe.
482. Punta Arenas. Sumpf. !?/2.
483. M:t Chico. > 26/9.
484. Kleine Lagune bei Roux (sö. von Mayer). !/s.
485. Tämpel westl. von Cabeza del Mar. 2/2,
487. Laguna de los Morros (sö. von Mayer). !/s.
488. In einem Flässchen bei Kark. 39/3.
489. Punta Arenas. Tiämpel. 15/2.
490. 2 An Steinen im R. del Minas. 12/3,
491. 2 Tämpel. '5/a,
492. An Steinen in der Laguna Louisa (nw. von Mayer). ?/s.
494. Im Rio Pescado (n. von Chabunco). ?9/a,
495. Bach bei Mac Donald (Sädende der Cabeza del Mar). ?9/a.
497. An Steinen in der Miändung des Ch. Malpasos in die Laguna
Blanca. ?3/9,
500. Punta Arenas. An Steinen am Ufer des R. del Minas. 5/9.
303. An Meeresklippen bei Ultima Esperanza. ?!/4,
508. M:t Chico. Tämpel. ?8/a.
509. Kleine Lagune nw. vom C. Negro. ?2/a,
510. Punta Arenas. Timpel. !5/a,
0. BORGE, SUÖSSWASSERALGEN AUS SUD-PATAGONIEN.
Chantransia FR.
. spec. Nr. 392. Nur unbestimmbare Bruchstäckehen.
Coleochaete BrÉB.
. orbicularis PRINGSH.
Nr. 371, 384, 424, 509 (cum fruct.).
. scutata BRÉB.
Nr. 425, 446, 449 (cum fruct.), 508.
Bulbochaete AG.
. cerenulata PRINGSH.; HIRN Monogr. pag. 331.
Nr. 508.
. rectangularis WITTR.; HIRN Monogr. pag. 359.
Nr. 446 (det. K. E. HIRN), 508.
. spec. steriles liegen aus etwa 10 Proben vor.
Oedogonium LINK.
. varians WITTR. et LUND.; HIRN Monogr. pag. 89.
Forma: crassit. cell. veg. 11—16 u; altit. 3—7-plo major
> o0gon. 33—35 » >» 31—38 u;
> oospor. -30—31 >» >» 28—30 >.
Antheridia non visa!
Nr. 446 (det. K. E. HIRN).
. fragile WITTR.; HIRN Monogr. pag. 96.
Nr. 440, 480.
.« capilliforme Körtz.; WIirtrR.; HIRN Monogr. pag. 107.
Forma oogoniis oboviformibus.
Crassit. cell. veg. plant. fem. 28—33 u;
> > > > masc. 20—28 > 3
> oogon. 49—50 u; altit. 65 u;
> oospor. 42—43 »; > 2 >;
> cell. antherid. 20—25 u.
INET Ao
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 10. 9
0. capilliforme var. australe WITTR.; HIRN Monogr. pag. 109.
Nr. 400 (det. K. E. HIRN).
i
o. erispum (HaAss.) WITTR.; HIRN Monogr. pag. 159.
Nr. 446 (det. K. E. HIRrRN).
O. Pringsheimii CRAM.; WITTR. var. Nordstedtii WITTR.; HIRN
Monogr. pag. 171.
Nr. 483 (det. K. E MHrIRrRN).
O. nodulosum WiTTR.; HIRN Monogr. pag. 187.
Nr. 449.
O. macrospermum WEstT; HIRN Monogr. pag. 227.
Forma Patagonicum HIRN et BorReE nova forma.
Textfig. und tab. nostr. I, fig. 1.
Forma paullulo minor; oogoniis oosporisque
depresso- v. subdepresso-globosis; nannandribus
prope oogonia, rarius in his sedentibus, antheri-
dio 1-—2-cellulari;
crassit. cell. veget. 10—14 u,altit.3—6-plo major;
>» — 00gon. SOA Do FEN (Ms
>» — O0sSpor. FoU MM DPA Be
» stip.nannandr. EF 250
>» cell. antherid. 7—9 » >» .6—9 >.
NE 483
0. spec., steril oder unbestimmbar, wurden
aus einer grossen Anzahl von Proben notiert.
Enteromorpha LINK.
?E. prolifera (MÖLL.) J. AG.
Nr. 364.
Prasiola AG.
P. antarctica Körz. Oedogon.
Nr. 329, 508. Pölkedlicun.
Del. Ke
Ulothrix Körz. Hien. 08/1.
U. subtilis Körz.
Forma cellulis 5—6 u crassis.
Nr. 380, 382. :
Forma cellulis 6,5—8 u crassis, diametro aequalibus vel
duplo longioribus.
Nr. 490.
10
0. BORGE, SÖSSWASSERALGEN AUS SÖD-PATAGONIEN.
Forma cellulis 7—9 u crassis.
INT, TD
Gloeotila Körz.
. mucosa KörTz.
Nr. 462.
Aphanochaete A. Br.
. repens ÅA. BR.
Nr, 363, 376, 415, 477.
Chaetosphaeridium KLEBAHN.
. globosum (NORDST.) KLEBAHN Zur Krit. einig. Algengatt.
pag. 306, tab. 14, fig. 5.
Nr. 446.
Chactophora ScHRANK.
. elegans (RoTtH) AG.
Nr. 492.
. pisiformis (RoTH) AG.
Nr. 444.
Draparnaldia Bory.
. glomerata (VAUCH.) ÅG.
Forma filis ramisque primariis 17—21 u crassis.
Nr. 430.
D. spec. Nr. 449.
Stigeoelonium Körz.
. tenue (AG.) RAB.
Nr. 457.
S. spec. Nr. 484.
Conferva (L.) LAGERE.
.« bombycina (AG.) LAGERH.
Forma cellulis I—7 u crassis.
Nr. 365, 371, 382, 396, 414, 423, 426, 474, 481.
Forma cellulis 7—10 u crassis.
NE STL) 0050, 300, 425, 451
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 10. 11
Forma cellulis 9J—12 u crassis.
INRE 420, 454) 479.
Forma cellulis 12—15 wu crassis.
INT: 316, 389, 396, 481.
Forma cellulis 15—17 u crassis.
Nr. 426.
- FA MER a er VV
C. cylindrica n. sp. tab. nostr. II, fig. 1.
Filamentis elongatis, aequicrassis; cellulis perfecte cylind-
ricis, ad septa non vel indistinete constrictis, 13—14,5 u
crassis, diametro 3—8-plo longioribus; membrana 1—1,5 wu
Ccrassa. :
Nr: 371.
Diese Art ist leicht kenntlich an den durchaus gleich-
dicken Zellenfäden, die an den Scheidewänden entweder gar
nicht oder doch fast unmerkbar eingeschnäört sind. Bei den
Formen von &C. bombycina, die an Grösse am nächsten mit
C. cylindrica iäbereinstimmen, sind die Zellenfäden an den
Scheidewänden immer deutlich eingeschnärt. Die Membran
wurde durch Chlorzinkjod nicht gefärbt.
C. tenerrima (KöÖTz.) LAGERH.
INT I SC, 471, 474.
Microspora (THUuR.) LAGERH.
M. stagnorum (KöTz.) LAGERH.
Nr. 439.
Trentepohlia MaAzrzr.
TT, jolithus (L.) WALLR.
Nr. 500.
Microthamnion Nägc.
M. Kätzingianum NäG.
Nr. 363.
Cladophora Körz.
C. fracta (Körtz.) ampl. BRAND var. lacustris (Körtz.) BRAND
Cladophora-Stud. pag. 36.
Nr. 365, 367, 378, 383, 398, 439, 477.
— — ' Forma ad var. rivularem (VAucH.) BRAND 1. c. transiens.
Nr. 376, 422.
12 0. BORGE, SÖSSWASSERALGEN AUS SUÖD-PATAGONIEN.
Beide Formen hat Hr. Dr. F. BRAND zu bestimmen die
Gite gehabt. 4
C. spec. Nr. 392, 416:
Vaucheria D. C.
V. racemosa (VaAuvcH.) D. C.
Nr. 475.
V. repens HASs.
Nr. 485.
V. subarechavaletae n. sp. tab. nostr. I, fig. 2.
V. thallo 36—49 u crasso, membrana tenui; ramis fructi-
feris longis; antheridiis in his ramis acrogenis, sine cellula
suffultoria' propria directe in thallo insidentibus, rectis vel
leviter curvatis, apice apertis, 23—37 u crassis, 3—5-plo lon-
gioribus; oogoniis lateraliter sub antheridiis sitis, ramis late-
ralibus propriis fultis, singulis, suberectis, globosis vel fere
globosis, apice apertis, 106—127 u crassis; oosporis globosis
vel fere globosis, 98—114 u crassis, oogonia subimplentibus.
Nr. 458.
Die Art unterscheidet sich von den bisher bekannten
Formen der Gruppe Racemosae durch ihre graden oder fast
graden Antheridien. Sie gleicht recht sehr der V. Arechava-
letae MaAGN. et WILLE, hat aber mehr gerundete und noch ein-
mal so grosse Oogonien sowie viel längere Antheridien.
V. spec. steriles sind aus mehreren Kollektionen notiert.
Volvox EHRENB.
V. aureus EFHRENB.
Nr. 392.
Eudorina EHRENB.
E. elegans EHRENB.
INTRO
Pandorina Borrz.
P. Morum Bor.
Nr. 363, 373, 374, 380, 396, 398, 401, 417, 423, 424, 427,
433, 446, 452, 482, 483, 510.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:010. 13
| Sceenedesmus MEYEN.
s. bijugatus (Turr.) Körtz.
Nr. 375, 396, 417, 426, 440, 448, 478, 487.
S. obliquus (TURP.) Körz.
Nr. 373, 396, 426, 446, 448, 454, 487.
S. acutiformis SCHRÖDER Alg. Trachenberg. pag. 17, tab. 1, fig. 4.
Forma West Algaflora of Cambridgeshire pag. 27, tab.
395, fig. 13—16. Long. cell. 13—20 u, lat. 5—7 u.
Nr. 414, 423, 436.
Bei allen den von mir beobachteten Exemplaren waren die
äusseren Zellen mit nur 3 Leisten versehen. MNSCHRÖDERS Ån-
gabe, dass die von ihm beobachteten Exemplare eine Breite
von 15 u hätten, ist wohl Schreibfehler. Jedenfalls besitzt
diese Art eine recht grosse Verbreitung, ist aber mit S: obli-
quus verwechselt worden.
S. quadricauda (TURP.) BRÉB.
Nr. 373, 401, 420, 436, 446, 487, 510.
— — var. horridus KIRCHN.
Nr. 436, 440, 446.
In Nr. 436 waren die Zellen des Coenoblums e vertice
gesehen oft halbkreisförmig geordnet.
Coelastrum Näc.
C. microporum NäÄgG.
Nr. 446.
Pediastrum MEYEN.
P. integrum NäcG. var. Braunianum (GRUN.) NORDST.
Forma longicornis granulata Rac. Przegl. gat. Pediastr.
Pas. 0, tap. 2, fig. 3.
Nr. 379.
P. Kawraiskyi ScHMIDLE Alg. d. Kaukasus pag. 5.
Forma cellulis 10—13 u latis; membrana glabra. Dis-
positio cellularum 1+5+10.
tapnostr. L, Hg. 3.
Nr. 375, 401. ;
Die patagonischen Exemplare scheinen sich von denen
von LAGERHEIM (Sässw. Plankt. d. Bären Ins. pag. 9) aus der
14 0. BORGE, SUÖSSWASSERALGEN AUS SUÖD-PATAGONIEN.
Bären-Insel beschriebenen und abgebildeten nur durch ihre
glatte Zellenmembran zu unterscheiden.
P. Boryanum (TURP.) MENEGH.
Nr. 401, 425, 487.
— — var. granulatum (Körz.) A. Br.
Nr. 375, 404, 425, 446, 483.
— — var. longicorne REInscH. Forma glabra.
Nr. 373, 440, 446, 483.
— — — Forma ygranulata.
Nr. 446.
P, duplex MEYEN.
Nr. 446.
P. Tetras (EHRENB.) RALFS.
Nr. 401, 510.
Euastropsis LAGERH.
E. Richteri (SCHMIDLE) LAGERH. Stud. arkt. Cryptogam. 1.
pag. 20, tab. 1, fig. 3—27.
Forma cum fig. 9 apud LAGERHEIM Ål. c. congruens, Coe-
nobiis 13—16 u longis, 10—11 wu latis.
Nr. 446, 448.
Mischococcus Nägc.
M. confervicola NäÄG.
Nr. 363, 396, 481.
Ophiocytium NäcG.
O. cochleare (EIcHW.) A. BR.
INFON RR OO:
O. majus NäÄG.
Nr. 483.
O. parvulum (PERrRTY) ÅA. BR.
Nr. 303, 371, 414, 423, 424, 426, 427, ASL.
Rhaphidium Körz.
R. polymorphum FRESEN.
Nr. 446, 487.
KÅSA mdetdr dn Re Sn
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 10.
Tetraödron Körz.
. trigonum (NäG.) HANSG.
Nr. 401.
. ceaudatum (CorRDA) HANSG.
Nr. 478.
. gigas (WITTR.) HANsG. Forma tetraödriea NORDST.
Diam. cell. 45—46 u.
Nr. 379.
. enorme (RALFS) HANSG.
Nr. 510.
Characium ÅA. Br.
. minutum ÅA. BR.
Nr. 396. In Conferva.
. longipes RAPB.
Nr. 363, 483. In Oedogoniis.
Apiocystis Nägc.
. Brauniana NäÄägG.
Nr. 440.
Staurogenia Körz.
. rectangularis (NäGc.) A. Br.
Nr. 420, 440.
Dictyosphaerium Nägc.
. pulehellum WoopD.
Nr. 475, 446, 487.
Nephrocytium Näc.
. Agardhianum Näc.
Nr. 446.
Oocystis Näc.
. Nägelii A. BR.
Nr. 446.
. solitaria WITTR.
Nr. 369, 375, 396, 401, 417, 446.
153
16 0. BORGE, SUSSWASSERALGEN AUS SÖD-PATAGONIEN.
Gloeochaete LAGERH.
G. Wittrockiana LAGERH.
Nr. 424.
Die Kolonieen waren 4-zellig, und jede Zelle war mit
einem einfachen Nchleimfädchen versehen. i
Gloeocystis Näc.
G. Gigas (Körtz.) LAGERH.
Nr. 446.
Botryococceus Körz.
B. Braunii KöTz. [É
Nr. 363, 368, 373, 375, 391, 401, 414, 425, 436, 440, 446, I
483, 487. 1
Trochiscia Körz.
T. reticularis (REINSCH) HANSG.
Diam. cell. 19—20 u.
INT 220
'T. arguta (REINSCH) HANSG.
Cellulis 38—59 u diam., membrana 11—12 u crass.
Nr. 478.
Mougeotia AG.
M. scalaris HASss.
Nr. 480.
Die Bestimmung ist etwas unsicher, da die Zygoten nicht
ganz reif waren.
M. spec. steriles kommen ausserdem in etwa 20 Proben vor.
Zygnema AG.
Sterile Zygnema- (oder Zygogonium-)Fäden sind aus meh-
reren Fängen notiert.
Zygogonium (Körz.) DE Bar.
Z. ericetorum KöTz.
Nr. 440.
Z. spec. zygotis non maturis. Nr. 417.
A ING 7
Hip iteng HK VektAkad: He
A. Thulin del. / lith. G. Tholandert, Stockholm.
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4)
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Ca
CN
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Å
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Yx
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BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 10. 17
|
i
j
Spirogyra LINK.
S. tenuissima (Hass.) Körz.
Cellulis vegetativis 10—11 u crass.; cellulis fructiferis
31—32 u crass.; zygotis 48—49 u long., 26 u crass.
Nr. 446.
S. quadrata (Hass.) PETIT.
Forma tenuior. Crass. cell. veget. 19—20 u, cell. fructif.
39—45 u; long. zygot. 63—069 u, crass. 32—37 u.
Cfr. Norpbst. Algolog. småsaker 3, pag. 47.
Nr. 363.
S. catenaeformis (Hass.) Körz.
Nr. 4138.
S. varians ( Hass.) Körtz.
Nr. 408.
— — Forma cellulis vegetativis 31—33 u crassis, 39—91 u
longis; chlorophori anfractibus 2—4!/2; conjugationi scali-
formi; cellulis fructiferis 45—50 u crassis.
Nr. d14.
S. longata (VAucH.) Kötz.
Nr. 460.
S. porticalis (MÖLL.) CLEVE.
Nr. 440.
S. species, steril oder unbestimmbar, sind ausserdem in
etwa 40 Proben beobachtet worden.
Hyalotheca EHRENB.
H. mucosa (MERT.) EHRENB.
Cellulis 23—24 u crassis.
Nr. 373.
Sphaerozosma CorDa.
8. vertebratum (BRÉB.) RALFS.
INT. (Sd.
S. granulatum Rory et BIss.
Nr. 446.
18 0. BORGE, SUSSWASSERALGEN AUS SÖD-PATAGONIEN.
Closterium NITzscH.
C. gracile BrRÉB.
Nr. 403, 436.
C. praelongum BRÉB.
Forma. 23—24 u lat., diametro 25—26-plo longior; mem-
brana brunnea.
Nr. 363.
— — Forma cellulis 23—26 u lat., diametro 16—20-plo lon-
gioribus; membrana glabra.
Nr. 479.
— — Forma cellulis 22—24 u lat., 16—19-plo longioribus,
apicibus non vel leviter recurvis; membrana dense, sub-
tilissime irregulariter punctata. — Cfr. CO. praelongumn
forma Norpsrt. Fr. wat. alg. N. Zeal. pag. 68, tab. 3, fig.
22—924 et Gutw. De nonnullis algis novis pag. 37, tab. 1,
fig. 14.
Tab. nostr. II, fig. 2.
Nr. 436.
C. lanceolatum Körz.
Nr. 479.
C. acerosum (SCHRANK) EHRENB.
Nr. 448, 453, 460, 489, 494.
— — Forma cellulis 40—41 u lat., 9—10-plo longioribus, la-
tere ventrali leviter tumido; membrana glabra.
Nr. 479.
C. Lunula (MUELL.) NITZSCH.
Forma minor, long. cell. circ. 305 u, lat. 54—55 u.
Nr. 403.
C. tumidum JoHnNs.
Nr. 395.
C. parvulum NÄäÄgG.
Nr. 401, 415, 423, 424, 426, 440.
— — Forma longior; lat. cell. 11—12 u, diametro 10—11-plo
longior.
Nr. 375.
X
om ARR NE
j
j
|
j
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 10. 19
C. Venus Körz.
Nr. 373, 446.
? C. tumidulum GAY.
Forma latere ventrali leniter inflato vel fere recto; pyre-
noidibus in utrague semicellula 3—4. Lat. cell. 16—21 u,
diametro 6—9-plo longior.
Tab. nostr. II, fig. 3, 4.
Nr. 378, 394, 395, 445, 449, 488.
Die Anzahl der Chromatophoren habe ich nicht bestim-
men können. Vor allem halte ich die Bestimmung der Exem-
plare sub Nr. 395, Tab. II, fig. 4 abgebildet (Long. cell.
122—140 uu, lat. 17—19,5 wu), för sehr unsicher; sie gleichen
nämlich sehr gewissen Formen des C. Dianae EHRENB., weichen
jedoch durch die Anschwellung der Bauchseite und die ge-
ringere Anzahl der Pyrenoide von demselben ab.
C. Leibleinii Körtz.
Nr. 401, 412, 487.
— — Forma latior, ventre minus inflato. Lat. cell. 41—43 (0
Nr. 510.
— — Forma Börees. Desm. Brasil. pag. 30, tab. 2, fig. 7, sed
tenuior. Long. cell. 143 u, lat. 22 u.
Nr. 383.
— — Forma minor, minus curvata, ventre levissime inflato.
Long. cell. 126 —154 u, lat. 18—21 u.
Tab. nostr. II, fig. 5, 6.
Nr. 436, 474.
C. excavatum n. sp. Tab. nostr. II, fig. 7—9.
Cellulis leniter incurvis, 28—30 u latis, 4,5—7,5-plo lon-
gioribus, apices versus sensim attenuatis, latere ventrali le-
viter tumidis; apicibus obtusis in latere dorsali leniter ex-
cavatis, 6—7- u crassis; membrana glabra; pyrenoidibus in
utraque semicellula 3—4.
Nr. 479.
Die Art erinnert an gewisse Formen des C. momiliferum
EHRENB., das jedoch im allgemeinen grösser, mehr gekrämmt
und an der Bauchseite stärker angeschwollen ist. Ferner
hat C. excavatum nur 3—4 Pyrenoide, während C. moniliferum
20 0. BORGE, SUÖSSWASSERALGEN AUS SÖD-PATAGONIEN.
deren wenigstens 5 besitzt. Die Einschnärung der Zellen-
enden war an allen Exemplaren, wenn auch schwach, so doch
immer durchaus deutlich. Anzahl und Aussehen der Chro-
matophoren liessen sich nicht bestimmen.
C. Ehrenbergii MENEGH.
Nr. 403, 436.
C, moniliferum FEHRENB.
INGE, DK DI ND ADD ANN
C. Kätzingii BRÉB.
Nr. 483.
C: pronum BRÉB.
Nr. 487.
— — Forma cellulis 6—7 u latis, 38—49-plo longioribus.
Nr. 424.
Pleurotaenium Nägc.
P. Ehrenbergii (BrRÉB.) DE BAR.
Nr. 424.
— — Forma cellulis 39—42 wu crassis.
INGE DO
Cosmarium Corpa.
C. Botrytis (BorY) MENEGH.
Nr. 371, 423, 427, 489, 491 (cum zygot.), 510.
— — var. subtumidum WiITTR.
Forma major, semicellulis apice nullis, in centro granulis
majoribus 6—7 (1 centrali, 5—6 periphericis) praeditis; e ver-
tice visis in medio granulis nullis, membrana dense scrobicu-
lata. Long. semicell. 34—39 u, lat. 52—59 u, erass. 309—41 u;
lat. isthm. 15—17 u.
Tab. nostr. I, fig. 4.
Nr. 510.
C. tetraophthalmum (Körtz.) MENEGH. var. patagonicum n. var.
Tab. nostr. IT, fig. 10.
Var. semicellulis rotundato-pyramidatis, angulis inferio-
ribus minus rotundatis; granulis concentrice ordinatis, apice
/
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:010. 21
nullis; e vertice visis late ellipticis, in centro granulis nullis,
sed dense et subtiliter scrobiculatis; e latere visis orbicula-
ribus. Long. semicell. 48—55 mu, lat. 65—72 u; lat. isthm.
C. latum BRÉB.
Long. cell. 88—105 u, lat. 73—388 u; lat. isthm. 30—32,5 u.
INGE: 401, 420, 446.
C. parallelum n. sp. Tab. nostr. I, fig. 5.
C. circulare, profunde constrictum, sinu extrorsum et
introrsum ampliato; semicellulis a fronte visis semicircularibus,
angulis rotundatis, lateribus crenatis, dorso late rotundato
vel leviter truneato, non vel levissime crenato; membrana
granulis in series circ. 14 longitudinales et circ. 7 trans-
versas dispositis ornata; a latere visis circularibus; e vertice
visis late ellipticis, apicibus truncato-rotundatis, medio utrin-
que triundulato; pyrenoidibus binis. Long. cell. 40—46 u,
lat. 39—43 u, erass: 23—24 u; lat. isthm. 13 u.
Nr. 424.
C. puncetulatum BRÉB.
Nr. 424, 446.
— — var. subpunctulatum (NORDST.) BöRGES.
Forma major. Long. cell. 36—39 u, lat. 32—35 wu; lat.
isthm. 12—13 yu.
Nr. 510.
C. Wittrockii LUND. var. Schmidlei BorGE.
Forma granulis in series longitudinales ordinatis. Long.
gallra lat. 19207; lat. isthm. 9 ut
Nr. 487.
C. speciosum LUND. var. rectangulare BoRGE.
Long. cell. 43 u, lat. 28—29 u; lat. isthm.'17 u.
Nr. 369. .
C. pseudobotrytis (GAY) SQUINAB. Var. majus n. var.
Tab nostr. öm fs: PE
Var. cellulis majoribus, isthmo angustiori; semicellulis
apicem versus magis attenuatis; angulis inferioribus late ro-
22 0. BORGE, SÖSSWASSERALGEN AUS SUÖD-PATAGONIEN.
tundatis, saepe granulis minutissimis 1—2 ornatis; lateribus
4—5-undulatis. Long. cell. 40—44 u, lat. 32—35 u, Crass.
22-923 usnlat,isthiy LOST 12 fu.
Nr. 424.
C. montanum ScCHMIDLE var. pseudoregnesii (WEST.) n. var.
(Syn. OC. pseudoregnesii WEST).
Long. cell: 13 u, lat. 13 iu; lat. isthm. 6,5 wu.
Nr. 446.
Im Anschluss an W. et G. S. WEst kann'ich C. Regnesii
var. montanum SCcHMIDLE und C. pseudoregnesiiz WEst nicht
fär völlig identisch halten. Dagegen finde ich, dass beide,
besonders vom Ncheitel und von der Seite betrachtet, in ihrer
Gestalt so sehr von C. Regnesii REINSCH abweichen, dass sie
unter eigenem Artennamen anzufihren sind. Wenn meine
Ansicht die richtige ist, misste wohl der Namen der Art
C. montanum NSCcHMIDLE sein. Zu dieser Art ist dann auch
C. Novae Semliae var. polomicum ErcHL. et GuTw. zu ziehen.
— Wiehe ScHmioLe Weit. Beitr. Algenf. d. Rheineb. pag. 14,
DERSELBE Beitr. alp. Alg. pag. 389, DERSELBE Siässwasseralg.
Austral. pag. 307, DERSELBE Zur Kritik pag. 65, West Alg.
Madag. pag. 59, DERSELBE Notes 1896 sep. pag. 1.
C. humile (GAY) NORDST. var. striatum (BoLDT) SCHMIDLE.
Forma (sub C. striatum) BoreE Sverig. Chlor. II, pag. 19,
ANOS Ila MA
Nr. 375, 401, 487.
— — var. substriatum (NORDST.) SCHMIDLE.
Forma minor ScHMIDLE Beitr. Alg. Schwarzwald pag. 102,
110 Dy GA INOL
Long. cell. 17 u, lat. 14—16 u; lat. isthm. 4—5 u; lat.
ap. J—10' uu.
Nr. 446.
C. crenatum RALFS.
Long. cellA6EAT u, lat. 31-532"; Tatl Stim prog
INT DN |
Die patagonischen Exemplare stimmten völlig mit der in
RaArFs Brit. Desm. beschriebenen und abgebildeten Form iber-
ein, nur dass sie etwas kleiner waren und einen schmäleren
Isthmus besassen.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 10. 23
C. erenatum Forma NorpsT. Desm. Spetsb. pag. 29, tab. 6, fig. 7.
Nr. 384, 426, 483.
C. suberenatum HANTZSCH.
INTSRad2, 004, 425.
C, Cucumis COoRDA.
INTSES10:
C. incisum RAc.
Forma major, long. cell. 62—64 u, lat. 36—39 u; lat.
I isthm. 20—22 u.
NES SN.
C. quadratum RALFS.
Forma Norpst. Fr. w. alg. N. Zeal. pag. 55, tab. 6, fig.
3, sed apice et angulis inferioribus magis rotundatis. Long.
cell. 61—062 u, lat. 39 u; lat. isthm. 22-—23 u.
INTAS
— — Forma WiuzrE Ferskv. alg. Nov. Semlj. pag. 37, tab. 12,
fig. 21, sed minor. Long. cell. 58—59 u, lat. 35 u; lat.
isthm. 19—20 u.
Nr. 4924.
C. turgidum BRÉB.
Forma minor, apicibus magis rotundatis. Long. cell.
127—130 u, lat. 57—59 ju; lat. isthm. 52 u:
Pldbirnostr: LI; fig. 12.
Nr. 483.
Ob diese Form mit dem von REInscH Algenfl. Frank.
pag. 179 erwähnten a. minus, mit dem sie räcksichtlich der
Dimensionen recht gut äbereinstimmt, identisch ist, kann ich
nicht entscheiden, da REINscH seine Form weder beschrieben
noch abgebildet hat.
C. exiguum ÅRCH.
Forma WiuzE Norg. Ferskv. alg. I, pag. 31. tab. 1, fig.
14, sed minor. Long. cell. 19—20 u, lat. 11—12 u; lat. isthm.
AA 2,5—3 uu.
INTER Se
24 0. BORGE, SÖSSWASSERALGEN AUS SUÖD-PATAGONIEN. 4
C. pyramidatum BRÉB.
Forma maxima. Long. semicell. 60—62 u, lat. 81—382 u;
lat. isthm. 32—33 u. (Cfr. BorceE Trop. und subtrop. Sässw.
chlor. pag. 21, tab. 2, fig. 49.)
Nr. 403.
C. pachydermum LUND.
INT DD
C. granatum RALFS.
Nr. 363, 390, 394, 401, 425, 436, 510.
— — var. subgranatum NORDST.
Forma apicibus semicellularum latioribus, levissime re-
tusis; lateribus inferne parallelis. Long. cell. 32—33 u, lat.
235 24 u; lat. apie. cire. 10 0; lat. 1Sthmnöje
Tab nostr. hs
Nr. 425.
Diese Form unterscheidet sich folglich von der von NOoRrpb-
sSTEDT in Fr. w. alg. N. Zeal. pag. 56, tab. 6, fig. 3 beschrie-
benen Form eigentlich nur durch den breiteren Scheitel der
Zellenhälfte; sie ist mit der in JoENns. Rare Desm. U. S. II,
pag. 293, tab. 239, fig. 16, abgebildeten Form identisch.
C. Hammeri REINSCH.
Forma semicellulis lateribus et apice vix retusis.
Nr. 369.
C. contractum KIRCHN.
Long. cell. 33—38 u, lat. 27—28 u; lat. isthm. 7 u.
Nr. 391.
C. laeve RAB.
Nr. 363, 375, 446, 483.
— — Forma major lateribus semicellularum magis rotunda-
tis; membrana laevi vel scrobiculata. Long. cell. 32—536
u, lat. 23—26 u; lat. isthm. 7—13 u.
abinoscr. 1 Hed.
Nr. 369, 394, 459.
C. leiodermum (GAY) HANSG.
Forma major, long. cell. 26 u, lat. 20 u; lat. isthm. 4 u.
NESS.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 10. 25
. Meneghinii BRÉB.
Nr. 375, 510.
— — Forma DE Bar. Conjug. tab. 6, fig. 34.
> Nr. 401.
— — var. Reinschii IstTV.
INFON (0, 384.
C. concinnum (RAB.) REINSCH forma C. in REInscH Algend.
ifrank.: pas. 210, tab. 9, fig. 3.
Long. cell. 11—13 u, lat. 10—12 u; lat. isthm. circe. 4 u.
Nr. 363, 446.
; C. tinetuam RALFS.
; Nr. 444.
|
-C. pseudokirchneri n. sp. Tab. nostr. II, fig. 13.
C. magnum, profunde constrictum, sinu lineari, angustis-
simo, extremo ampliato; semicellulis circiter 2 partes circuli
efficientibus, angulis inferioribus rotundatis; membrana ver-
rucis obtusis concentrice ordinatis praedita, apice semicellulae
- nullis, ad isthmum verruca magna ornata; semicellulis a la-
tere visis tamore magno basali ornatis, apice late leviterque
rotundato; e vertice visis ellipticis, medio utrinque tumore
- magno instructis. Long. cell. 72-—75 u, lat. 58—60 u, crass.
40—43 u; lat. isthm. 18—20 u.
INTI2D:
| Da ich keine leere Zelle vom Scheitel gesehen, kann ich
nicht entscheiden, wie ihre Membran beschaffen ist, dieselbe ist
aber wahrscheinlich in der Mitte glatt. — Die Form steht
dem C. Kirchneri Börers. am nächsten und könnte vielleicht
för eimme Varietät desselben gelten, obgleich sie bedeutend von
einander abweichen. Die Warzen sind, mit Ausnahme der
grossen Warze dicht oberhalb des Isthmus, an der ganzen
Zellenhälfte gleichförmig; vom Ncheitel gesehen erscheinen
die Seiten der Zellenhälfte stark tumiert; ausserdem ist C.
- Kirchneri bedeutend kleiner.
C. excentricum n. sp. Tab. nostr. I, fig. 8.
C. tam longum quam latum; semicellulis subreniformibus,
angulis inferioribus rotundatis, apice late truncato; membrana
granulis magnis concentrice ordinatis praedita; semicellulis e
26 0. BORGE, SUSSWASSERALGEN AUS SUD-PATAGONIEN.
vertice et e ventre visis ellipticis, medio utringue tumore
magno instructis, tumoribus oblique positis, membrana granu-
lata, granulis in seriebus transversalibus ordinatis, apertura
isthmi late ovali; a latere visis fere orbicularibus utringue
tumore magno basali ornatis. Long. cell. 41—47 u, lat. 42—
47 u; lat. isthm. 13—14,5 u.
Nr. 478.
C. magnificum NORDST. var. patagonicum n. var. Tab. nostr.
dU binta JA
Var. semicellulis angulis inferioribus magis rotundatis,
apice latiori non retuso; membrana tota verrucosa, verrucis
minoribus quam in forma typica; semicellulis e vertice visis
magis inflatis, membrana in centro verrucis nullis dense scro-
biculata; apertura isthmi circulari. Massa chlorophyllacea?
Long. cell. 106—107 pu, lat. 88—89 u, crass. 56 u; lat. isthm.
26 u.
Nr. 420.
Obgleich ich nicht in der Lage gewesen bin, das Aus-
sehen der Chromatophoren zu beobachten, habe ich doch diese
Form als eine Varietät des C. magnificum aufgestellt, an das
dieselbe habituell stark erinnert. Sie weicht ab: durch die
mehr abgerundete untere Ecke der Zellenhälfte, den breiteren
Ncheitel, den schmäleren Isthmus, und durch die bedeutend
kleineren Warzen, welche die ganze Zellenhälfte gleichförmig
bekleiden.
C. subspeciosum NORDST. var. validius NORDST.
Long. cell. 70—78 u, lat. 49—52 u; lat. isthm. 21 u.
NTARH 34360:
C. calcareum WITTR.
Forma major, semicellulis lateribus 3—4-crenatis, apice
levissime 4—5-crenatis; ad marginem versus subtilissime gra-
nulatis granulis radiatim dispositis; membrana cetera glabra.
Long. cell. 25—27,5 u, lat. 22—26 u; lat. apie. 10—12 u; lat.
isthm. 6,5—38 u.
Tab inosn. här I
Nr. 433, 436.
Ebenso wie ScHMIDLE, In Pite Lappm. ges. Sässw.-alg. pag.
37, möchte ich C. subcrenatum var. Nordstedtii SCcHEMIDLE Alg.
Oberrheins pag. 551, tab. 5, fig. 8—9 und Beitr. Alg. Schwarz-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 10. 27
wald. pag. 35, tab. 4, fig. 7—9 sowie C. crenatum BorGeE
ww
Sverig. Chlor. II, pag. 16, fig. 17 als Formen des C. calca-
reum WITTR. betrachten.
Euastrum EHRENB.
E. binale (TURP.) EHRENB.
Forma ce. LuNp. Desm. Suec. pag. 23.
Nr. 446.
. subamoenum NSCHMIDLE.
INFINA20.
. pectinatum BrRÉB. var. porrectum n. var. Tab. nostr. I,
fig. 10.
> Var. sinu mox valde dilatato; lobo polari magis porrecto,
apice parum dilatato. Long. cell. 66—67 u, lat. 41—45 u;
lat. min. lob. pol. 11—13 u; lat. isthm. 13 u.
Nr. 375, 423.
Staurastrum MEYEN.
. muticum BRÉB.
Nr. 424.
. orbiculare (EHRENB.) MENEGH.
Long. cell. 42—43 u.
Nr. 426.
S. striolatum (NäG.) ARCE.
Forma minor, semicellulis dorso minus concavis. Long.
Bell: 16-17 au, lat. 18'u; lat. isthm. 5—6 u.
NTE
s . brevispina BRÉB.
INT So
8. Dickiei RALFS.
Nr. 391.
S. dejectum BrÉB. var. patens NORDsT.
Long. cell. 26 u, lat. 24=25 u; lat. isthm. 6,5 u.
lab: nostr. I, fig. 11.
Nr. 446.
28 0. BORGE, SUÖSSWASSERALGEN AUS SUD-PATAGONIEN.
8. cuspidatum BRÉB. var. divergens Nordst. i
Nr. 424, 446.
?2S. megacanthum LUND.
Forma BoreE Alg. Not. 4, pag. 213, tab. 3, fig. 7, spinis
autem gracilioribus.
Nr. 391.
S. punctulatum BRÉB.
Nr. 446, 483.
— — Forma semicellulis ellipticis granulis minutissimis or
natis, e vertice visis apicibus truncato-rotundatis. Long
cell. 33—38 u, lat. 35—37 u; lat. isthm. 12—13 wu.
MNeyas mosa. Ul te LD
Nr. 423, 426, 433.
S. tricorne (BRÉB.) MENEGH.
Nr. 426.
S. tetracerum (KöTz.) RALFS.
Nr. 446.
S. polymorphum BRÉB.
Nr. 424, 446.
S. paradozxum MEYEN.
INTE SI
S. oxyacantha ÅRCH. var. patagonicum n. var. Tab. nostr. I
Hö 2:
Var. semicellulis dorso paullum producto, truncato, utrin-
que aculeis singulis sursum versis ornato; cornubus bifidis.
margine inferiori undulatis, superiori 4-undulato-denticulatis:
semicellulis e vertice visis triradiatis, radiis elongatis mar-
gine leviter crenatis, in medio aculeis 4 in serie longitudinali
ordinatis praeditis; membrana cetera glabra. Long. cell. sine
acul. 24—25 u, lat. cum corn. 35 u; lat. isthm. 6,5 u.
Nr. 446.
S. furcigerum BRÉB. |
Nr. 425, 446.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 10. 29
Cyanophyceae.'
| Leptochaete Borzi.
L. erustacea BoRrzI.
Forma crassit. fil. 6—7 u.
INTE 497.
| Herr Prof. A. Borzi, der die Bestimmung zu präfen die
Gite gehabt, hat dieselbe bestätigt. Prof. B. schreibt jedoch,
dass die patagonische Form auch räöcksichtlich der Gestalt
des Thallus etwas von der italienisehen abweicht, dass letz-
tere jedoch in dieser Hinsicht grossen Schwankungen unter-
Calothrix AG.
C. epiphytica West Welwitsch's Afric. Alg. pag. 58.
Crass. fil. ad bas. 6,5—8 wu; crass. trich. ad bas. 4 u.
Nr. 4235. In Oedogonio.
fe. fusca (Körtz.) Born. et FLAH.
Nr. 444. In Chaetophora pisiformai.
Rivularia (RorH) AG.
ÅR. Beccariana (DE Not.) Born. et FLAH.
| Nr. 375, 411, 488. (Det. Jos. ScHMIDT).
Tolypothrix Körz.
'T. lanata WARTM.
Nr. 398.
T. tenuis Körz.
Nr. 371, 401, 423.
Hydrocoryne ScHWABE
H. spongiosa NSCHWABE.
Nr. 359.
| Nostoc VaAucn.
N. Linckia (RotTH) BorRNET.
Nr. 429. (Det. JoHs. SCHMIDT).
> 1 Ausser den hier genannten Formen finden sich Cyanophyceen in folg.
Proben: Nr. 318, 371, 414, 425, 431, 443, 457, 459, 472, 473, 501, 504.
30
>
0. BORGE, SUÖSSWASSERALGEN AUS SUÖD-PATAGONIEN.
. minutum DESMAZ.
Nr. 457.
microscopieum CARMICH.
INTE DV da
pruniforme ÅG.
Nr. 370.
. verrucosum (L.) VAUCH.
Nr. 366, 376, 378, 456, 466, 488.
Anabaena Borr.
Flos-aquae (LYNGB.) BRÉB.
Nr. 368.
Nodularia MERT.
. spumigena MERT. a genuina Born. et FLAH.
Nr. 371, 414.
— var. major (Körz.) Born. et FLAH.
Nr. 495.
Cylindrospermum Körz.
. eatenatum RALFS.
INT DL NN
Phormidium Körz.
. uncinatum (AG.) GOMONT.
Nr: 447.
Oseillatoria VAucH.
. limosa ÅG.
Crass. trichom. 13 u.
Nr. 413, 494.
. curviceps ÅG.
Crass. trichom. 11 u.
Nr. 476.
. irrigua KörTz.
Nr. 436.
. tenuis AG. « natans (KÖTz.) GOMONT.
Crass. trichom. 9 u.
Nr: 304.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. HI N:0 10. 31.
O. tenuis var. tergestina RAB.
Crass. trichom. 5—6,5 uu.
Nr. 399, 401, 476.
Spiruolina Turer.
IS. abbreviata LEMMERM. in Biol. Stat. Plön. 1895, pag. 64,
0 fig. 12—15.
Forma trichomatibus 2,5—4 wu crassis, apicibus leviter
attenuatis, inter se cire. 45—60 u distantibus; anfractibus
1—3 inter se 23—26 u distantibus; diam. spir. 7—13 u.
Tab. nostr. I, fig. 13.
Nr. 364. /
Chamaesiphon A. Br. et GRUN.
C. confervicola A. BR.
Nr. 365, 367, 375, 383, 416, 449, 477.
Merismopedium Mzry.
. glaucum (EHRENB.) NäG.
Nr. 315.
Coelosphaerium NäÄG.
. Naegelianum UNGER.
Nr. 487.
Gomphosphaeria Körz.
. aponina Körz.
Nr. 401, 414.
Gloeocapsa NägG.
G. alpina NäG. ampl. BRAND Gloeocapsa alp.
Nr. 397.
Herr Dr. F. Branp, der diese Alge gätigst bestimmt hat,
teilt mir mit, dass dieselbe mit der G. nigrescens NäG. be-
nannten Form am nächsten öbereinstimmt.
Clathrocystis HENFR.
DO. aeruginosa HENFR.
INTSHölo ak, LAR.
32 0. BORGE, SÖSSWASSERALGEN AUS SUD-PATAGONIEN.
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Li
BIHANG TILL K. SV. VET:-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 10. 33
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3
34 0. BORGE, SUÖSSWASSERALGEN AUS SÖD-PATAGONIEN.
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Norges Ferskvandsalger. I. Smaalenenes Chlorophyllophyceer. —
Christiania Vid.-Selsk. Forhandl. 1880, Nr. 11.
Indezx.
- Anabaena flos aquae (LYNGB.) BRÉB..
Aphanochaete repens A. BR.
Apiocystis Brauniana NÄG.
Asterionella formosa v. gracillima (HANTZSCH) GRUN.
Bichatia confluens TREVIS. Are
Botrydium granulatum (L.) GREV.
Botryococcus Braunii KUTz. . 3
Bulbochaete crenulata PRINGSH. .
> rectangularis WITTR.
Calothrix epiphytica WEST
» fusca (KÖUTZ.) BORN. et FLAH.
Ceratium sp. SE
Chaetophora elegans (RoTH) AGN
» pisiformis (ROTH) AG.
Chaetosphaeridium globosum (NORDST.) KLEBAHN 3
Chamaesiphon confervicola ÅA. BR.
Chantransia sp. q
Characium ehe RAP. k
> minutum A. BR.
Chroolepus aureus MART.
Cladophora fracta v. lacustris (Körz.) BRAND.
> glomerata (L.) KÖTz. 3
3 subsimplex f. fuegiana TONI .
Clathrocystis aeruginosa HENFR.
Closterium acerosum (SCHRANK) EHRENB.
» Dianae EHRENB.
» Ehrenbergii MENEGH.
» excavatum BORGE
> gracile BRÉB.
> Kitzingii BRÉB. .
> lanceolatum KöÖTz. .
» Leibleinii KÖTzZ.
» Lunula (MUELL.) NITZSCH
» moniliferum EHRENB.
> parvulum NÄG.
» praelongum BREB. .
» pronum BRÉB.
» tumidulum GAY .
» tumidum JOHNS. .
> Venus KÖTz.
Coelastrum microporum NÄG.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 10.
19,
30
36
Coelosphaerium Naegelianum UNGER
Coleochaete orbicularis PRINGS.
2
scutata BRÉB.
Conferva bombycina (AG-.) LAGER.
»
»
cylindrica BoRGE
tenerrima (KUTZ.) LAGERH.
Josmarium Botrytis (BPORY) MENEGH. .
» v subtumidum WITTR.
caleareum WITTR.
concinnum (RAB.) REINSCH
contractum KIRCEHN.
crenatum RALES
Cucumis CORDA .
excentrieum BORGE
exiguum ARCH.
globosum v. majus WILLE
granatum RALFS :
> v. subgranatum NORDST.
Hammeri REINSCH
humile v. striatum (BoLDT) SCHMIDLE
» vy. substriatum (NORDST.) SCHMIDLE
incisum RAG.
Kirchneri BÖRGES.
laeve RAB.
latum BRÉB.
leiodermum (GAY) HANSG.
magellanicum RAC.
magnificum NORDST. j
» Vv. patagonicum BORGE
Meneghinii BRÉB.
> v. Reinschii ISTV.
montanum SCHMIDLE
> v. pseudoregnesii (West) BorGE
Novae Semliae v. polonicum GUTW.
pachydermum LUND.
parallelum BORGE
pseudobotrytis Vv. majus BoreE
pseudokirchneri BORGE .
pseudoregnesii WEST .
punctulatum BRÉB.
0. BORGE, SÖUÖSSWASSERALGEN AUS SUD-PATAGONIEN.
10:
> V. subpunctulatum (NORDST.) BÖRGES.
pyramidatum BRÉB.
quadratum RALES
Regnesii REINSCH ; |
> v. montanum SCHMIDLE -
speciosum v. rectangulare BORGE .
striatum BOLDT . ;
suberenatum HANTZSCH .
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 10. 37
| Pag.
Cosmarium suberenatum v. Nordstedtii SCHMIDLE . . . . . . . 26.
| > subspeciosum v. validius! NORDST. |. . .s sw . .. 26.
» tetraophthalmum v. patagonicum BOoRGE . . : . . . 20.
» fan GEO DIA TERS Sp SE ov on. av pe er RETT SRIRTIVR RDD
> turgidumn) BREB. sokWftnAd ITF TRH NORS
» > Vv. minus REINSCH . sv BIRKA so KID
» INVItErocktiv vs Schmidkei BOREGErSE) muta fvsr: «ct: 2.
ndnospermum. catenatumiRALES =. ov « HÅ OVAT Her
Rönö spiaermwmnspulechellum cWOODSR, a = s« «ki JA SUM co. & 15.
fbinobryon sp. -. . 2 0 öv SR ROTE aa 2 AI
Draparnaldia Hlomeral: (VAUCH. j AG. 2458 sv RRD a NOR
Enteromorpha intestinalis L. . . ALUMN SE fr a ga BAR
> prolifera (MÖULL.) J. AG. på RON GE RANE
Euastropsis Richteri (SCHMIDLE) DANRGtNOT) sanne nr ilök.
fätnastnampbinalen (RURP.), EHRINBENGMUIA dov So. «a & 21.
> Pecknatum vv. porsectump BORGEN I: so of ss ss & MM.
> SulbamdoenumuSCEMIbLEN kl... AA OSAR 2 SK
id äemnanelesanSsKDERENBA TK mvaskana a arna os . 12
BEE pSAE IPA NÅGE sas ar RETENOR tr ÄRRRTMUA ov oo. & 30
j > HISKGSCSNSA NÅG: I ax 100 SITA I ISAR) Ugh os 6 I
nlöeockaete Wittrockiana LAGEREH: => . «MAR Jadsfimuaien osur6l
FRNCNeySNST GISsasÅ (KUA) LAGERIAGD d Få) mvianbaen. moibvd6l
fen AInU CO SAN INUDA I baka len förd fors ARTE SHILBILDOR "Bat
Föriiplosphaeria aponina KUA fa 380). isrdostv Ik mulssttoansi
Mayatotheea mucosa (MERT) EHRENB: ooo. 0 foder slak TTl
Flyttrtörceryner spongi0osa, SCHWABE - 40 do « 404NN gillas! - 29.
Leptochaete crustacea BorRzI ... Etepelög: rös R20T
Melosira granulata f. australiensis VAN HEURCK BLS ei gren
ff Merismopedium glaucum (EHRENB.) NÄG. . . . oo... .w . . 31.
MWiesordemumCEndlicherianum: NÄG. «3 oodil3. Haroliew soma
fterospora: stagnorum. (KUTZ.) LAGERH./.A0T) svieuld. -ococ. 11.
Wiicrorhamnmnons Kätzingianum. NÄGSTI0 (I ssomlös . . 9. 11.
ERE ckOcOccuUSUecontervicolar NAÄGMAsvu.: (<I9 TT Sösetihenp a . st. TA
MENSEN NA ScAlarIS HASSAMIEII sphblund I: os Moe vv at 10.
ep urosy tum Asardhianum NÄGTU. 0 OM solnnaaecY: smmsmomme5!
Nodularia spumigena MERT. -.. Ear RE DE
> > Vv. major (Körz.) BORN et FLAH. rs TROS
Nostoc Linckia (IYOREN LC BÖRNETA fe NTE LONA SO Ir OR
VIN CEOSCO PiICUms CARMICH. «HY HIP (ACE) alver 30
räinutam. DESMAÅZ. Jour, ved LAR Dikrhip 2.30.
Fp LUTITOEMEe: AGE «or axen så < NIMA REA TT) RRNDANRSE 0 F30
kHälltävetnucosum (1:) NAUCH:. «« s ATA, LISAT) ert 00.
i Oedogonium capilliforme KöTtz. . .. MJ BIS nns
j
> > Vv. australe WITTR. 9
> crispum WITTR. ISDN RNRSDRNS 7 SS NE ÖR
> fa oe WIEPER: «oc O0AQ SO
» macrospermum f. patasonieum HIRN et BorGE Cd
> nodulosum WITTR. 9
38 0. BORGE, SÖSSWASSERALGEN AUS SÖD-PATAGONIEN.
Oedogonium Pringsheimii v. Nordstedtii WITTR.
> varians WITTR. et LUND.
Oocystis Naegelii A. BR.
? solitaria WITTR. i:
Ophiocytium cochleare (EICHW.) ÄG BE.
? " majus NÄG. 3
> parvulum döda ÅA. BR.
Oscillatoria curviceps AG. 2. SALE
2 irrigua Körz.
> limosa AG. .
» tenuis ÅG. sa
> > V. tergestina RAB.
Pandorina Morum BOoRY
Pediastrum Boryanum (TURP-.) MENEGH.
> > v. granulatum (KÖUTZ.) A. BR.
> > v. longicorne REINSCH
> duplex MEYEN
> integrum Vv. Braunianum (GRUN. ) "NORDST. .
> Kawraiskyi SCHMIDLE
> Tetras (EHRENB.) RALES .
Penium polymorphum PERTY
Phormidium uncinatum (AG.) GOMONT.
Pithophora aequalis WITTR.
Pleurotaenium Ehrenbergii (BRÉB.) DE BAR.
Prasiola antarctica KÖTZ. .
> tessellata KÖTZ.
Rhaphidium polymorphum FRESEN.
Rhizoclonium angulatum (HooK. et HARV.) Körz.
Rivularia Becceariana (DE NOT.) BORN. et FLAH.
Scenedesmus acutiformis SCHRÖDER .
> bijugatus (TURP.) KörTz. .
> obliquus (TURP.) KÖTzZ.
» quadricauda (TURP.) BRÉB.
> » v. horridus KIRCHN.
Sphaerozosma granulatum RoY et BISS. .
> vertebratum (BRÉB.) RALFS .
Spirogyra catenaeformis (HASS.) KUTz.
» longata (VAUCH.) KöTzZ. .
» porticalis (MULL.) CLEVE
» quadrata (HASS.) KöÖTz. .
» tenuissima (HASS.) KÖTz.
» varians (HASS.) Körtz.
Spirulina abbreviata LEMMERM.
Staurastrum brevispina BRÉB. t
> cuspidatum Vv. divergens NORDST.
» dejectum vy. patens NORDST.
> Dickiei RALFS .
> furcigerum BRÉB..
i
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 10.
Staurastrnm megacanthum LUND.
» muricatum v. australis RAC.
» muticum BRÉB.
> orbiculare MENEGH. d
» Oxyacantha v. patagonicum BorGE
» paradoxum MEYEN
> polymorphum BRÉB.
> punctulatum BRÉB.
> striolatum (NÄG.) ARCH. .
> tetracerum (KUTZ.) RALFS .
» tricorne (BRÉB.) MENEGH.
Staurogenia rectangularis (NÄG.) A. BR.
Stigeoclonium tenue (AG.) RAB.
Tetmemorus laevis (KÖTZ.) RALFS
Tetraédron caudatum (CORDA) HANSG.
> enorme (RALFS) HANSG.
> Gigas f. tetraöédrica NORDST.
» trigonum (Näg.) HANSG-.
Tolypothrix lanata WARTM. .
» tenuis KUTzZ.
Trentepohlia aurea f. tomentosa Körz.
» jolithus (L.) WALLR.
> polycarpa NEES et MONT.
Trochiscia arguta (REINSCH) HANSG. .
» granulata (REINSCH) HANSG. .
» reticularis (REINSCH) HANSG.
Ulothrix stagnorum KöÖTz.
» subtilis KUTZ. 3 ;
Vaucheria ficehavaletae, MAGN. dä WILLE
» > — racemosa (VAUCH.) D.C.
» repens HASS. 3
> sessilis D. C. SE
> subarechavaletae BoRGE 5
Volvox aureus EHRENB.
Zygnema Vaucherii AG.
Zygogonium ericetorum KÖTzZ.
145
39
Pag.
28.
2
SAD
2:
28.
29.
28.
28.
27.
208
20.
10
05
3.
Ne
15.
15.
LÖ
Za
ZG.
Då
kilt
Je
GE
4.
16.
3.
DJ
12.
12.
12.
Ju
125
12:
De
16.
40
Die Figur 2, tab. I, ist bei einer 270-fachen Vergrösserung ge-
zeichnet, alle ibrigen bei einer-740-fachen; dann sind dieselben hier
bedeutend verkleinert worden.
—
OD M0—-—8R MR IWMNH
- j-=
INS TES
. .
13.
0. BORGE, SUSSWASSERALGEN AUS SUD-PATAGONIEN.
Figurenerklärung.
Tab. I.
Öedogonium macrospermum WEST. f. patagoniceum mn. f.
Vaucheria subarechavaletae n. sp.
Pediastrum Kawraiskyt SCHMIDLE. f.
Cosmarium Botrytis var. subtumidum WITTR. f.
> parallelum un. sp.
> granatum var. subgranatum NORDST. I.
> laeve RAB. f.
> excentricum mn. 'sp.
> calcareum WITTB. f.
Euastrum pectinatum BRÉB. var. porrectum un. V.
Staurastrum dejectum var. patens NORDST. |
> Ösxyacantha ARCH. var. patagonicum mn. V.
Spirulina abbreviata LEMMERM. f.
Tab. II.
Conferva cylindrica n. sp.
Closterium praelongum BRÉB. f.
> tumidulum GAY. f.
> Leibletnir Kötz. ff. |
> excavatum n. sp.
Cosmarium tetraophthalnum (KöTz.) MENEGH. var. pata-
gonicum un. V.
> pseudobotrytis (GAY) SQUINAB. var. majus n. V.
> turgidum BRÉB. ff.
> pseudokirechneri n. sp.
> magnificum NORDST. var. patagonicum un. V.
Staurastrum punectulatum BRÉB. f.
Ha
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Bihang till K. Vet. Akad. Handl. BA. 27. Ai
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Stockholm.
Lith. G. Tholander.
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0. Borge ad. nat. del.
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Bihang till K. Vet Akad. Handl. Bd. 27 Afd; I:N9:10. Tab-T.
0. Borge ad nat del. Tith. G. Tholander, Stockholm.
BA If LL K. SVENSKA VET.-AKAD. HANDLINGAR. Band 27. Afd. TIL. N:o IL
a
EX
HERBARIO REGNELLIANO.
ADJUMENTA AD FLORAM PHANEROGAMICAM
BRASILLE TERRARUMQUE ADJACENTIUM
COGNOSCENDAM.
PARTICULA QUINTA:
(VIOLACEZ, VITACEAZE, RHAMNACEA, ERIOCAULACEZ).
AUCTORE
GUST. O. A:N MALME.
CUM DUABUS TABULIS.
REG. ACADEMIZE SCIENT. SUEC. OBLATUM DIE 11 SEPTEMBRIS 1901.
EXAMINATUM A V. WITTROCK ET A. G. NATHORST.
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STOCKHOLM
; KUNGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER
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|
Violacexr Juss.
Anchietea ST. Hi.
A. salutaris ST. HI.
EICELER in Flor. brasil: fase. LV (1871), p. 353.
Rio de Janeiro: <Corcovado (18 ?/7 73. MosÉn 40. Flon-
gera. — 18 10/9 74. Mo0sÉNn 2404. Fructibus immaturis ornata; var.
Martiana EBicHr.), locis haud indicatis (WIDGREN s. n. Fructibus
| submaturis ornata; var. Milariana EicHL. — WIDGREN S. n. Flori-
bus fructibusque valde immaturis ornata; var. Martiana E1icHL.);
Minas Geraes: Caldas (18/s854. LINDBERG 275. Florigera. —
15/10 62. REGNELL I: 6. Fructibus immaturis submaturisne ornata.
= 18 16/12 73. REGNELL I: 6. HFlorigera. — 18715/10 73. MOSÉN
405. Fructibus submaturis ornata. — Yerra de Caldas. 18 ?/10 75.
MosÉnN 4010. Fructibus valde immwaturis ornata. — Specimina cal-
densia omnia ad var. Martianam EicHL. pertinent.), loco haud indi-
cato (1845. WIDGREN S. n.; var. Martiana Eioun.); Rio Grande
do Sul: Porto Alegre (In arbore solitaria, loco subhumido.
18 15/10 92. MarmMmE 180 B. Fructibus immaturis ornata; var. Hila-
riana EicHL.) alibique in eadem civitate.
Preeterea adsunt specimina permulta a FREYREISS, RIEDEL
aliisque collecta.
WANexalata HICHL.
IRINKERER, 1. C3 Pe 330.
Minas Geraes: Caldas (1845. WIDGREN. — In ripa amnis
Rio Verde. 18?/1072. REGNELL III: 1747. Floribus fructibusque
immaturis ornata.).
4 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
Specimina a beato EIcHLER descripta nonnisi fructifera.
Descriptionem succincetam speciminum herb. Regnelliani adda-
mus: Rami novelli pilis patentissimis, mollibus, sat sparsis
pubescentes, adulti glabri. Folia sat brevipetiolata (petiolo
4—8 mm. longo, primum puberulo, dein glabro), ovata v.
ovato-oblonga, 2—4 cm. longa, 1,25—2 cm. lata, basi rotun-
data v. leviter cordata, apice acuta v. nonnihil acuminata,
subintegerrima v. crenato-serrata, et supra et subtus glabra
v. subtus ad nervos majores pilis sparsis ornata; stipulae an-
guste lanceolato-triangulares v. subulate, circiter 2 mm. long,
ciliate, caduce. Flores saltem vulgo in axillis foliorum soli-
tarii; pedunculi (pedicellique) 1,,—2 cm. longi, graciles, per-
sistenter pubescentes, supra medium articulati et bracteis
binis alternis, caducis ornati. Sepala anguste ovato-lanceolata
v. triangulari-lanceolata, acuta v. paullum acuminata, preser-
tim apicem versus ciliata, ceterum glabra v. dorso leviter
puberula; lateralia circiter 3 mm. longa, 1 mm. lata, cetera
paullulo minora. Petali antici unguis brevis, circiter 3 mm.
longus, lamina ovato-suborbicularis, circiter 7 mm. longa,
8 mm. lata, apice rotundata, basin versus ciliata, calcar
7—8 mm. longum, subrectum, cylindraceum, obtusissimum,
glabrum; petala lateralia oblique obovato-lingulata v. sub-
spathulata, 7—8 mm. longa, superne circiter 3 mm. lata,
apice rotundata, breviter ciliata; petala postica oblique ob-
longa, circiter 4 mm. longa, 1,» mm. lata, apice rotundata et
parce ciliata. Stamina sepalis breviora; anthere ovato-ob-
longe, circiter 1 mm. longee, vix 0,15 mm. late, membrana
apicali semiorbiculari v. reniformi, 0,3—0,35 mm. longa, 0,» mm.
lata, hyalina, apice rotundata. Capsula circiter 3 cm. longa,
obovoidea, mox dehiscens; semina subhemispheerica v. concavo-
convexa et suborbicularia, circiter 4 mm. longa lataque.
Non solum seminibus crasse marginatis sed etiam foliorum forma
magnitudineque et pedunculis pubescentibus (nec non floribus) ab A. 3;
salutari ST. Hin. bene distincta.
Schweiggeria SPRENG.
Schw. fruticosa NSPRENG.
EICHLER, l. c., p. 3596 (Schw. floribunda 'ST: HIL.).
Säo Paulo: Campinas (In solo sicco silve ceeduee. 18?/175.
Mo0sÉN 3821. Florigera.).
FBIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27, AFD. III. N:O 11. >)
Noisettia H. B. K.
N. longifolia (Porr) H. B. K.
BRGEHRR, 1. C: Pa JT.
. Rio de Janeiro: Corcovado (1841. REGNELL Rio 4.), loco
haud indicato (WIDGREN.); Säo Paulo: Santos, Sororocaba (In
silva primeeva. 18 15/12 74. MOsSÉN 2774. Floribus fructibusque
immaturis maturisve ornata.).
Viola L.
V. gracillima Sr. HIL.
IPNCHLER,) ÅL c. Pp: 309.
Minas Geraes: Caldas (In ripa amnis Ribeiräo dos Bugres
18/10 54. LINDBERG 278. Florigera fructibusque valde immaturis
ornata. — In ripa amnis Rio Verde, ad thermas hepaticas.
18 15/,1 61. REGNELL III: 261. Florigera fructibusque valde imma-
turis ornata. — In depressis humidis. 18 13/11 66. REGNELL
III: 261. Floribus fructibusque immaturis ornata. — In ripa amnis
Rio Capivary, locis apricis interdum inundatis. 18 2?5/474.
MosÉnN 808. Floribus fructibusque immaturis maturisve ornata.).
V. cerasifolia ST. HiL.
INTGEILER, "lobC. p- 300:
Minas Geraes: Caldas (REGNELL II: 8 : Serra do Maranhåo.
1853. — In monte Pedra Branca. 18 ?5/11 54. Florigera. —
[83/4 70. Florigera.).
,'
Nilodorata Lu.
Argentina civit. Buenos Aires: in delta fluminis Paranå, ad
Nacurutui pr. Zårate (Loco subumbroso, subhumido. 18 5/9 94.
MALME 1780. Specimina foliis estivalibus, floribus cleistogamis fructi-
busque immaturis ornata.).
6 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
lonidium VENT.
Hybanthus JAGcQ.
[Calceolaria ITozrL.]
I. ipecacuanha (1L.) VENT.
BICHINRSULEe. up. fo0D
Matto Grosso: Coxipo Mirim pr. Cuyabaå (In »cerrado»
denso, arenoso subhumido. 182?3/1 94. MarmE 1340. Specimina
forigera fructibusque immaturis ornata.).
I. brevicaule MaARrT.
ETCHLER,) I Cap: 00
Säo Paulo: Serra de Caracol (Loco graminoso, umbroso,
sat sicco. 18??/2 74. MosÉn 1108. Specimina floribus fructibusque
immaturis maturisve ornata.).
I. setigerum ST. HILL.
IRICENER, (ÅL CH Pp-rDOn
Minas Geraes: Caldas (18 ?!/2 70. REGNELL IIT: 1557. Spe-
cimina floribus fructibusque immaturis ornata.), Serra de Caracol ad
Prata predium (18 3/12 68. REGNELL III: 1557. Specimina fori-
bus fructibusque immaturis submaturisve ornata.).
I. bicolor ST. HILL.
BIGEL BR SG SPE SODE
Rio Grande do Sul: Canöas pr. Porto Alegre (Ad viam
ferream; locis sat siccis, solo fere denudato. 18 19/11 92. MALME
304. Specimina florigera.), Piratiny pr. oppid. Pelotas (In campo
S1CCO, graminoso. 18 18/12 92. MALME 476 B. Specimina florigera
fructibusque immaturis submaturisve ornata.); Paraguay: Villa Rica
(Sur les collines incultes.> 18/1:074. BALANSA 1918. Speci-
mina fHoribus fructibusque immaturis ornata.).
»Fleurs bleus, å odeur rappelant un peu celle de la violette»
(BALANSA).
BAN Te
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 11. 7
| I. commune S7. HiL. (emend. EICHLER).
BICHLER, I. €., P- 309.
ht
Säo Paulo: WSerra de Caracol (Locis cultis, siccis. 18 39/12 75.
MoOsÉnN 4011. Specimina forigera fructibusque immaturis ornata; —
Loco umbroso. 1830/12 75. MosÉn 40117. = Specimina floribus
fructibusque immaturis maturisve ornata.); Minas Geraes: Uberava
(18 /11 48. REGNELL [: 5. Specimina floribus fructibusque imma-
Turis submaturisve ornata.), Caldas (18 SLOG > INaeann IE ö. Flos
rigera. -— 18 ?!/5 73. REGNELL I: 5. Specimina floribus fructibusque
immaturis maturisve ornata.); Paraguay: Asuncion (LDans les buis-
sons». 18/575. BALANSA 1922. Specimina fructibus immaturis ma-
turisve ornata.), Pirayuå, ad radices montis Cerro Pindo (18 2/2 94.
ANISITS 496. Specimina Horigera.).
Species admodum varia; variationes formis intermediis numerosis
:conjunguntur.
1. oppositifolium (L.) R. & 8.
GEARS GS pe or
Paraguay: inter Luque et Trinidad (>Dans les argiles
imperméables.» 1812/375. BALANSA 1925 a. Specimina florigera.).
Specimina paraguayensia parva, 9—15 cm. alta, radice
(perenni, verticali) incrassata tortuosaque, foliis lineari-lan-
ceolatis, 2,;—3,> cm. longis, 1,,—4 mm. latis, integerrimis,
longe acuminatis.
1. bigiobosum ST. HI.
[UTG ENER RA GA Pe SLS
Minas Geraes: Caldas (18 ?/s50. REcGNELL IIT: 262. Speci-
cimina florigera. — 18 ?5/8 55. REGNELL III: 262. Specimina fori-
bus fructibusque immaturis ornata.); Rio Grande do Sul: Canöas pe:
Porto Alegre (In silva. 18 19/11 92. Malme 302. Specimina
Horibus fructibusque immaturis maturisve ornata.), Santo Angelo pr.
Cachoeira (In »capoeira», ad viam. 18164 & ??/1 93. MALME
"304, Specimina forigera.); Paraguay: Paraguari Dans les bois.»
18 ??/8 74. BALANSA. Specimina florigera.), Asuncion, Villa Morra.
(18 12/11 93. ANISITS 217. Specimina florigera fructibusque imma-
turis ornata.).
Frutex arborescens nonnumquam circiter 3 m. altus.
S MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
I. atropurpureum ST. HILL.
IRONI, Ia Org I DA
Säo Paulo: Campinas (18 !5/10 73. NSEVERIN 144. Specimina
floribus fructibusque immaturis ornata.), Serra de Caracol (In
silvis. 18 1/12 75. MosÉn 4012. = Specimina fructibus immaturig
submaturisve ornata.); Minas Geraes: Caldas (Ad vicum Samam-
baia. 1815/12058. REGNELL IT: 9. Specimina foribus fructibusque
valde immaturis ornata. — Elodem loco. 183/10 61. REGNELL II: 9.
Specimina floribus fructibusque immaturis ornata. -— In ripa fuvi
Rio Pardo. 187?/365. REGNELL II: 9. Specimina florigera.).
I. parviflorum (L. fil.) VENT.
E1CHLER, 1. C., pe 373 (I. glutinosum VENT.)
2 glutinosum (Porr.) EIcHL.
NTÖELIR, I Go Ds AID
Minas Geraes: Caldas (an campo, id paludem. 18 39/10 54.
LINDBERG 276. Specimina floribus fructibusque immaturis submatu-
risve ornata. — 185/557. REGNELL ITT: 263. Specimina foribus
fructibusque immaturis submaturisve ornata.).
6 latifolium EICHL.
TCELER, SEC: PE SMA
Rio Grande do Sul: Canöas pr. Porto Alegre (Locis sub-
humidis, breviter graminosis, ad viam ferream. 18 3/10 92.
MALME 110. Specimina floribus fructibusque immaturis ornata.).
Amphirrhox SPRENG.
A. longifolia (ST. HIL.) SPRENG.
INGEN, I Og DS DIN
Rio de Janeiro: Corcovado (18 ?/10 74. MOosÉnN 2757. Flori-
gera.), loco haud indicato (1844. WIDGREN.; Säo Paulo: Santos,
Sororocaba (In silvis humidis. 182?9/12 74. MosÉn 2775. Flo-
rigera.).
| BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0O 11. 9
Alsodeia THOUARS.
Rinorea AUBL.
A. physiphora Marr. & Zucc.
INIGHEER, I C:, Ps: 202.
Rio de Janeiro: Catumby (18 19/11 74. MosÉn 2776.), loco
haud indieato (1844. WIDGREN.).
A. castanezeefolia (ST. HIL.) SPRENG.
RTGEILER, L., Cast På JO:
Rio de Janeiro: Corcovado (18 ?9/9 74. MoséÉnN 2740. Flori-
gera.), loco haud indicato (1844. WIDGREN.).
Sauvagesia L.
S. racemosa ST. HILL.
IRTCELER, 1. C., p. 406.
Säo Paulo: ad vicum Batataes (1849. REGNELL I: 12.)
Mogy Mirim (Loco subhumido aprico. 18'5/3 74. MosÉn 1109.
Florigera.); Minas Geraes: Caldas (In ripa paludosa amnis Ri-
beiräo dos Bugres. 18/11955. LINDDERG 279. Florigera fructi-
busque immaturis ornata. — 1816/11 64. REGNELL I: 12. Florigera.
— Ad Capivary, in uliginosis apricis. 181!/12 73. MosÉn 809.
Florigera.), Jardim pr. Caldas (1845. WIDGREN.).
S. Sprengelii ST. HILL.
UNGEN ER le, Co Pa LO
Pernambuco: (1847. FORSSELL 174.), loeo haud indicato
(FREYREISS).
Skerecta JL.
IBITGENANRA ie Cay, PÅ 00.
Rio de Janeiro: (1844. WIDGREN. — 1821. N.J. ANDERS-
SON. — GLAZIOU.); Säo Paulo: Santos, Sororocaba (Locis siccis
10 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
v. subsiccis, subapricis. 18 15/12 74. MosÉn 2777. Floribus fructi-
busque immaturis submaturisve ornata.); locis haud indicatis (FREY-
REISS. — RIEDEL.)-
S. linearifolia ST. HiL.
BTICHEEER, 1: GC: D. AUG
Minas Geraes: Uberava ad Formigas predium, et Säo
Paulo: prope Cajuru (1848 & 1857. REGNELL III: 264).
Vitacer (Juss.) LinDr.
Cissus L.
C. Warmingii (BAKER).
PLANCHON in A. & C. DE CANDOLLE, Monographie pbanerogam. vol.
V (1887), p. 536 (C. campestris PP Warmingii). — BAKER in HFlor.
brasikkmtasc.t EVIL (Sr 20 (TrS)
Minas Geraes: Caldas (In campo. 18/12 54. REGNELL II:
49 1/4. Florigera.).
C. sicyoides L.
PLANCHON,. 1. C., Pp. d21.= BAKER, d.€., Pr 2026 (MG7TS)E
Minas Geraes: Caldas (Serra de Caldas. 18 ?/257. REGNELL
TIT: 362. Floribus fructibusque immaturis ornata. — 18?/466. REG-
NELL III: 362. Floribus fructibusque immaturis submaturisve ornata.);
Säo Paulo: Serra de Caracol (In ripa aprica rivuli. 18??/12 73.
MosÉn 1178. Florigera. — 18 ??/2 74. MOsÉEN Il6 SNETGCHRDaS
immaturis submaturisve ornata.); Rio Grande do Sul: Hamburger-
berg pr. Säo Leopoldo (18 ?!/10 92. MarmeE 214 B. Specimen
sterile.); Argentine civit. Entrerios: Diamante (1895. A. E.
KULLBERG. ).
Specimina Regnelliana Mosenianaque ad formam Balanse PLANCH.
sunt referenda; cetera, quoad formam, indeterminata relinquimus.
k
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 11. 11
IG. Duarteana CAMB.
PHANCHON, 1. €., P-:d537: — BAKER, 1. cy pe 204 (Vitis):
Minas Geraes: Uberava (18 ?/12 48. REGNELL S. n. Florigera.).
Specimen unicum, sat incompletum, sed vix dubie ad hanc speciem
Teferendum.
C, suberecta (BAKER).
PLANCHON, 1. c., p. 337 (Vitis inundata var. suberecta). — BAKER,
lrenep. 206 (Vitis):
Minas Geraes: Caldas (18/11 64. REGNELL III: 363. Flori-
gera.), loco haud indicato (WIDGREN); Säo Paulo: Säo Joao de
Boa Vista (In campo arido, dicto »Campo triste». 18 15/12 73.
MosÉN 4033. Florigera.).
»Caulis erectus, deorsum stipulis decurrentibus bialatus
et bicostatus, suborsum 4-costatus. Folia supra glaucescente,
subtus paullo pallidius viridia, utringue nervis salientibus
undulata et rugosa. Flores punicei, staminibus luteis.> (Mo-
SÉN in sched.)
'C. pannosa (BAKER) PLANCH.
NARANG HON, Fila GC, fp JAJA — BAKER, 114 C:> Pr 206 (Väs).
Matto Grosso: Coxipé (igreja) pr. Cuyabå (In »cerrado»
arenoso, sicco. 18?7/1293. MALME 1278 C. Florigera.).
Specimina Sellowiana non vidimus, at planta nostra in
descriptionem 1. ec. datam admodum quadrat. Descriptionem
novam tamen haud inutilem esse putamus.
Suffrutex erectus usque ad 1 m. altus, ecirrhosus, sub-
simplex. Caulis subteres, usque ad 5 mm. crassus, circum-
circa pilis brevibus, crebre articulatis, patentissimis, crispulis,
sat erebris, in sicco nonnihil cinerascentibus v. lutescentibus
vestitus, internodiis 4—7 cm. longis. Folia petiolata (petiolo
0,s—1,4 cm. longo, supra canaliculato), 3-foliolata; foliolum inter-
medium sessile v. brevissime petiolulatum, anguste rhomboi-
dale obovato-cuneatum v. obovato-lanceolatum, 3—11 cm. lon-
gum, 3,,—5 cm. latum, apice obtusissimum v. fere rotundatum,
basi anguste cuneatum v. fere acuminatum, lateralia sessilia,
oblique oblonga v. ovato-oblonga, 4,5 —7,5 cm. longa 2,,—4 em
il MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
lata, apice rotundata et sepe nonnihil emarginata, basi late
oblique cuneata, omnia nonnihil repanda (preesertim lateralia),
obtuse v. rarius argute crenulata, supra pilis brevibus sparsis
hispidula, subtus pilis erebrioribus hirsuta, crebre reticulato-
venosa, nervis venisque subtus emersis; stipulze oblique tri-
angulares, usque ad 5 mm. longe lateque, subobtuse, ciliatre,
Fig. 1. Cissus pannosa (BAKER) PLANCH. Folium. !/1.
superne pilose, decidufée. Inflorescentise cymosee, foliis oppo-
site, sat multiflore; pedunculus (primarius) usque ad 3 cm.
longus, pro rata gracilis, hirsutus; pedicelli graciles, receti,
crebre patentissimeque hirsuti, 2—2,» mm. longi. Calyx hir-
sutus circiter 1,5 mm. latus, margine subintegerrimus. Co-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 11. 13
rolla in alabastro adulto circiter 1,5 mm. longa, dilute luteo-
Vviridis, hirsuta, petalis 4, apice calyptratim coherentibus,
deciduis. Discus conspicuus, ovarium eingens et fere occul-
tans, manifeste 4-lobus. Staminum filamenta brevissima, cir-
citer 0,6 mm. longa, glaberrima, anthere cireiter 0,8 mm.
longee, 0,7 mm. late. Stylus subeylindraceus v. leviter su-
bulatus, cireiter I mm. longus.
Indumento foliorum haud velatino foribusque minoribus a planta
a cel. BAKER descripta recedunt specimina nostra et nonnullis notis ad
C. asperifoliam (BAKER) accedunt, que species, mihi etiam solummodo
deseriptione nota, petiolis multo "longioribus gaudet; a C. suberecta
(BAKER) foliolorum forma rnargineque, pedunculis brevioribus hirsutisque,
floribus minoribus, colyce corollaque hirsutis etc. sat longe distat. —
Species brasilienses generis Cissi, presertim campestres, ulterius exami-
nande aut locis natalibus — quod quum per territorium vastissimum
disperse sint, diffcillimum — aut ad majorem speciminum exsiccatorum
copiam.
ÖA a. andr
C. sulcicaulis (BAKER) PLANCE.
IRRANCHON, (. €:> P3 dd. — BAKER, 1. 6... p- 208 (Vitis).
Minas Geraes: Caldas (18/366. REGNELL III: 364. Flori-
gera. — 18?/470. REGNELL IIT: 364. Baccis submaturis ornata.);
Säo Paulo: Serra de Caracol (18 ?5/3 74. MosÉn 1180. Baccis
submaturis ornata.).
C. Hassleriana CHop.
CHoDAT, Plant&e Hasslerian. [ Bull, de U'Herb. Boissier. Tome VII
(1899), appendix I.], p. 73 (C. Hasslerianus).
Paraguay: prope oppid. Concepeion (Inter frutices arbo-
resque ripe flum. Paraguay. 18 7/9 93. MALME 956. Florigera.),
Asuncion (18 ?3/11 93. AnNisits 126. Florigera.); etiam in Colonia
Risso pr. Rio Apa observata.
Quum specimen Hasslerianum non viderimus et descriptio
a cel. CHoDAT data sat incompleta sit, descriptionem speci-
minum a nobis collectorum addere haud inutile putamus.
Frutex scandens (v. decumbens), cirrhosus. Trunci sub-
teretes v. angulati, purpureo-cinerascentes, aculeis patentissi-
mis, crassis, rectis, sparsis armati. Ramuli sulcati, usque ad
4 mm. crassi, pilis brevissimis, patentissimis, in sicco non-
nihil lutescentibus, crebris et aliis longioribus, mollibus, + ad-
pressis, albidis, sparsis (demum evanescentibus), pubescentes,
CR
14 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
elr
.
internodiis vulgo 7—10 cm. longis. Folia longepetiolata (pe-
tiolo 3—7 cm. longo, exalato, pubescente), 3-foliolata; foliolum
intermedium brevipetiolulatum, subrhomboidale, vulgo 6—10
cm. longum, 4—7 cm. latum, inferne rotundato-cuneatum, ima
basi anguste cuneatum et in petiolulum decurrens, superne
late delteideum, vulgo sat indistincte trilobatum, apice acu-
tum v. saltem subacutum, lateralia brevipetiolulata v. rarius
subsessilia, valde obliqua, late ovata, 6—8 em. longa, 4—06 cm.
lata, basi semicordata v. semirotundata, apice obtusa v. sal-
tem subobtusa, margine exteriore szepe lobata, omnia mar-
NÅNN
YA
Fig. 2. Cissus Hassleriana CHop. f. Folium. Z/a. al. Alabastrum foris. /1-
gine serrata v. serrato-crenata, supra pilis brevissimis v.
verruculis scabridula pilisque longioribus, mollibus rarissimis
ornata, subtus pilis brevibus cerebisque et alis longioribus,
raris, cinerascentibus pubescentes v. tomentelli, nervis secun-
dariis utroque latere 5—7, angulo semirecto insidentibus,
rectus v. leviter incurvatis, et supra et subtus paullulum
prominentibus, venis reticulatis, haud multum conspicuis; sti-
pule suborbiculares v. late oblique ovat:e, usque ad 5 mm.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 11. 13
longee, obtusissimee, dorso glabre, margine minute ciliate, ca-
duce. Inflorescentisee cymose, foliis opposite, valde multi-
fore; pedunculus (primarius) vulgo 3—10 cm. longus; pu-
bescens v. puberulus; pedicelli graciles, recti, vulgo 3—5 mm.
longi; purpurei, pilis sat longis + adpressis pubescentes.
alyx 1,;—1,:5 mm. latus, subglaber, margine crenatus v.
irregulariter 4-lobus. Corolla in alabastro adulto circiter 1,5
mm. longa, purpurascens, glabra, petalis 4, deciduis, apice
non coheerentibus. Staminum filamenta brevia, circiter 0,8
mm. longa, gracilia glaberrima, anthere cireiter 0,s mm.
longe, 0,7 mm. late. Discus conspicuus, ovarium cingens et
fere occultans, manifeste 4-lobatus. Stylus subcecylindraceus,
vix I mm. longus. (Bacce ignotzee.)
Sine dubio affinis C. sulcicauli (BAKER), que species ramis juniori-
bus sepe late alatis et indumento (presertim inflorescentie) e p. maxima
glanduloso gaudet et cum CC. pterophora (BAKER) secundum iconem in
Bot. Mag. datam arctissime est conjuncta; differt ramis aculeatis, ra-
mulis exalatis, indumento numquam glanduloso, foliis subtus dense pu-
bescentibus, pedunculis multo longioribus etc. — Specimina paraguayensia
ab oculatissimo BALANSA -collecta (N:o 3176), a nobis non visa, ad C-
gongyloden BURCHELL retulit cel. PLANCHON; nostra planta tamen nullo
pacto ad hanc speciem (fide BAKER foliis supra glabris, subtus incon-
spicue griseo-puberulis Horibusque »flavide herbaceis>, fide PLANCHON
cymis folio opposito brevioribus gaudentem) est referenda.
C. erosa L. OC. RiIicH.
IRIANCHON, I: Co P- JÅ8. — JV BAKER, 1: CC: Pp. 210 (Vitis).
Säo Paulo: Mogy Mirim (In fruticeto campi sicci. 18?9/374.
MosÉNn 1181. Florigera.).
Propter folia glaberrima ad hanc speciem (neque ad OC. salutarem
H. B. K.) referenda.
C. scabricaulis (BAKER) PLANCH.
IRRANCHON, de Cs, Po Ol. — BAKER, 1: Cr px 213 (Vitis)
Minas Geraes: Caldas (REGNELL IT: 492!/2 : 18?/157, flori-
gera; 18/466, baccis submaturis ornata; 187/5 73, baccis submaturis
ornata. — Inter saxa campi sicei aprici. 182?/1273. Mosén
BtrlT9: Elorigera.).
16 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
C. Simsiana R. & S.
PLANCHON, 1. C., Pp: 200. — BAKER, La C:o, Po fen ARMS
Rio de Janeiro: (WIDGREN); loco haud indicato (FREYREISS). |
C. lanceolata MALME n. sp.
Frutex ramosissimus, parce cirrhosus. Rami teretes (in
speciminibus reportatis usque ad 4 mm. crassi), SE
a — - RNE RR
Fig. 3. Cissus lanceolata MarmzE. f. Folium. !/ al. Alabastrum foris. Vi
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 11. IT
undulati, cortice tenui, cinereo, verruculoso, internodiis vulgo
3-7 cm. longis. Ramuli graciles, usque ad 2 mm. crassi,
subteretes v. sat inconspicue angulati, glabri, internodiis vulgo
2—4 mm. longis. Folia longepetiolata (petiolo 2—4 cm. longo,
sat gracili, exalato, glabro), digitatim 5—7-foliolata; foliola
petiolulata, lanceolata, apice acuta, rarius acuminata, basi
acuta et in petiolulum decurrentia, subceoriacea, erebre serrata
v. serrato-crenata, glaberrima, subtus erebre punctulata, mar-
gine presertim basin versus nonnihil revoluta, nervis secun-
dariis haud multum conspicuis, intermedium 5—58 cm. longum,
1,25—2,25 cm. latum, lateralia paullo minora; stipulae parvee,
deltoide2&, margine ferrugineo-ciliate, decidue. Inflorescentiae
numeros2. cymose, ample, multiflore, foliis opposite; pedun-
culus primarius 1,5—2,5 cm. longus validus, glaber, pedunculi
secundarii patentes, 0,6—1 cm. longi, subglabri v. sat parce
ferrugineo-pubescentes, tertiariil et ceteri breviores, pilis sat
longis, sepe + adpressis, ferrugineis pubescentes v. tomen-
telli; pedicelli sat graciles, recti, breves, 1,;—2,25 mm. longi,
ferrugieno- v. fulvo-pubescentes v. superne subglabri. Florum
alabastra adulta obovoidea v. ovalia, 2—2,5 mm. longa,
1,;—2 mm. crassa. Calyx circeiter 1,5; mm. latus, parce pu-
hbescens v. subglaber, margine crenatus v. irregulariter lobatus.
Corolla ut videtur rubra, glabra, sepalis 4, apice diu coheren-
tibus, deciduis. Staminum filamenta 1—1,25 mm. longa, gla-
berrima, antherge circiter 0,38 mm. longee, 0,7 mm. late. Discus
conspicuus, ovarium cingens et occultans, vix lobatus. Stylus
anguste conicus, vix I mm. longus. (Bacca ignota.)
Minas Geraes: Caldas, Serra de Caldas, Pedra Branca
(18 20/1 48. REGNELL III: 365. Florigera. — 18 !9/1 65. REGNELL
HT::3605. Florigera.).
C. palmate Por. affinis, abs qua foliolis latioribus, lanceolatis, in
florescentia ex p. pubescente, pedicellis brevibus rectisque recedit. A (".
striata B. & P. jam fonis sepe 7-foliolatus et foliolis lanceolatis, acutis
Vv. acuminatis, fere usque ad basin serratis differt.
C. paraguayensis PLANCH.
IKKANCHON, 1 0.3 Pp. DÅ
Paraguay: ad ostium fluminis Rio La Paz haud procul a
Rio Apa (Inter frutices et arbores ripe rupestris. 18 2?9/993.
2
nd
18 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
MALME 976, Florigera.); etiam in Colonia Risso pr. Rio Apa
observata.
Specimina orig. hujus speciei non vidimus, quamobrem
descriptionem speciminum a nobis reportatorum addamus.
Fig. 4. Cissus paraguayensis PLAnoH. f. Folium. !/1. al. Alabastrum foris 5/1.
Frutex scandens (v. decumbens), cirrhosus. Trunci com-
pressi (specimina reportata usque ad 3 em. lata, 1,5 cm. crassa),
undulato-flexuosa, cortice sat tenui, sordide purpurascente et
paullulum desquamescente. Ramuli (florigeri) 2—5 mm. crassi,
RE a nr a on a An Sr a nr rn rdr a ÅS Er ÄR An nd ns lär
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 11. 19
subteretes, striati, glabri v. pilis longis, mollibus, raris ornati,
internodiis 3—6 cm. longis. Folia sat longepetiolata (petiolo
vulgo 1,>—3 em. longo, exalato, supra leviter canaliculato, sub-
glabro v. pilis longis, raris ornato), varia, digitatim 3- v. 5-folio-
lata; foliolum intermedium breviter petiolulatum, lanceolatum
v. subrhomboidale, vulgo 5—8 cm. longum, 2,5—3,5 cm. latum,
supra medium sinuatum et grosse serratum, infra medium sub-
integerrimum, cuneatum, basi in petiolulum decurrens, apice ob-
tusum Vv. rarius sub acutum; foliola lateralia interiora (folio-
rum 3-foliolatorum) intermedio subsimilia, sed vulgo minora,
Fig. 5. . Cissus puraguayensis PLAncH. Folium. 2/1.
angustiora et sxepe obliqua, lateralia exteriora sessilia, multo
minora, magis obliqua, apice obtusissima v. rotundata; foliola
lateralia foliorum 3-foliolatorum subsessilia, valde obliqua,
oblonga v. ovato-oblonga v. subtrapezoidea, intermedio vulgo
paullulo breviora sed sepe latiora, basi oblique lategque cu-
neata, apice obtusissima v. rotundata, latere s. inferiore seepe
sinuata v. lobo + longo aucta; omnia supra obscure viridia
glabragque, subtus paullulo pallidiora et ad nervos majores
pilis longis, mollibus, raris ornata; stipule oblique ovato-
ovales, usque ad 4 mm. longe, apice obtusissime v. rotundatee,
20 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO. $
dorso glabre, margine minute ciliate. Inflorescentiae foliis
opposite, symose, sat multiflore; pedunculus primarius 4—6
cm. longus, validus, glaber v. presertim superne pilis longis,
+ adpressis raris ornatus, pedunculi secundarii 0,15-—1,5(—2)
em. longi, pilis longis parcissime pubescentes, tertiarii (sepe
non evoluti) multo breviores, parce pubescentes; pedicelli
6 mm. longi, recti, miniati, subglabri v. parcissime pu-
bescentes. Florum alabastra adulta usque ad 3 mm. longa,
ovalia. Calyx usque ad 2 mm. latus, subglaber, margine
fere integerrimus v. leviter lobatus. Corolla glabra, aurantiaca,
superne miniata, petalis 4, diu cohrerentibus, deciduis. NSta-
minum filamenta lutea, glaberrima, circeiter 1,» mm. longa,
anther&e usque ad 1 mm. longee, 0,7 mm. late. Disecus con-
spicuus, aurantiacus, manifeste 4-lobatus, ovarium cingens et
fere occultans. Stylus subeylindraceus v. nonnihil subulatus,
circiter 1,» mm. longus. (Bacea ignota.)
2
O
C. striata BR. & P.
PLANCHON, |. ce. — BAKER, 1. c., p. 215 (Vit).
Rio Grande do Sul: Hamburgerberg pr. Såäo Leopoldo
Ö 5 3 8 I P
(18 13/9 92. MALME 8. n. Florum alabastris ornata.).
Folia »Erineo» infestata.
C. meligefolia PLANCH.
125/ANOON, IG JD HDI
Säo Paulo: MNantos, Sororocaba (In ripa ammnis Rio Preto.
13 10/4 75. MosÉn 3601. Baccis submaturis ornata.).
Cum Glaziow 9376 bene congruit; vix a C. paullinifolia VELLOZE
(Flor. flumin. I, tab. 102) separanda.
Rhamnace2& RB. Br. LinDL.
Zizyphus Juss.
Z. guaranitica MALME n. sp.
TIO ne I
Arbor parva (v. frutex arborescens), ramosissima, sub-
inermis v. aculeis patentissimis, rectis, usque ad 1 cm. longis,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 11. 21
raris ornata, trunco ramisque tortuosis flexuosisque, coma
ampla densaque, cortice tenui, cinerascente, levigato. Ramuli
breves (in speciminibus reportatis rarius usque ad 6 cm. longi),
teretes, circiter I mm. crassi, flexuosi, pilis brevibus molli-
busque, pluricellularibus puberuli, internodiis 0,.1—0.s cm.
-longis. Folia brevipetiolata (petiolo, 2—4 mm. longo, sub-
terete, dense puberulo), ovata, rarius late elliptica v. fere
ovalia, 2,,—3,5(—4) cm. longa, 1,5—2,5 cm. lata, basi rotun-
data v. leviter cordata, summo apice obtusa, trinervia et
erebre reticulato-venosa, supra primum parcissime puberula,
dein glabra nitidaque, subtus basin versus et presertim ad
nervos puberula, ceterum subglabra, margine remote crenata
v. serrulata et minutissime ciliata. Inflorescentiae axillares?
(rarius in axilla binge), cymose, sat pauciflore, umbellre-
formes; pedunculus petiolo longior, vulgo 5—7 mm. longus,
puberulus v. pubescens; pedicelli subrecti, 1,,—2,5 mm. longi,
puberuli. Calyx puberulus, segmentis late triangularibus,
1—1,2> mm. longis, 1,25—1,5 mm. latis, acutis, superne sub-
glabris, supra (intus) glabris et manifeste carinatis. Petala
+ reflexa, ungui usque ad 0,9 mm. longo, angusto, lineari,
lamina suborbiculari, circiter 0,s mm. longa lataque, cochleata.
Staminum filamenta subulata, circiter I mm. longa, glaber-
rima, anther&e a dorso vise ovato-suborbiculares, circiter 0,15
mm. longe, basi cordate. Discus margine undulatus. Stylus
profunde (utra medium) bifidum, ramis divergentibus, ob-
tussimis, stamina haud superantibus. (Fructus ignotus.)
Paraguay: Colonia Risso'pr. Rio Apa (In silva clara,
loco subhumido. 18 2?9/10 93. MaLrmE 1108. Florigera.).
A Z. joazeiro MART., cui affinis est, foliis multo minoribus, minus
profunde serratis (v. crenatis), pedunculis pro rata longioribus etc., a
Z. cotonifolia REISS. jam foliis ovatis, basi subcordatis pedunculisque
longioribus, a Z. oblongifolta SPENZ. Moore foliis pro rata multo latio-
ribus, segmentis calycis acutis etc. differt. — Zizyphi species brasilien-
ses presertim in regione Hamadryadum, a peregrinatoribus botanicis
raro visitata, occurrunt; minus bene sunt cognite, ulterius examinande.
— Z. jujubae (L.) GARN. specimen adest in Säo Paulo (Santos.
18 /454.) a beato LINDBERG collectum, jam in Flor. brasil.
commemoratum. Verisimiliter culta.
22 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
Frangula TOURN.
Fr. polymorpha REIss.
REISSEK, in Flor. brasil. fase. XXVIII (1861), p. 91.
Minas Geraes: Uberava (18 ?!/149, REGNELL II: 61. Fructi-
bus submaturis ornata.), Caldas (REGNELL IT: 61: 1844, 18/12 62.
— In campis. 1854. LINDBERG 355. — In silvulis campi.
18 15/11 73. - MOsSÉN 1187. — 185/122 73. Mosén 1188. SFR
campo. 18719/12 73. MosÉn 1189. — In margine aqueductus.
18 ?/276. MosÉn 4065.), Jardim pr. Caldas (18 !6/122 45. Wi1iD-
GREN 1049.); Paraguay: Caaguazu (»Sur le bord des ruisseaux>.
TÖS ATANSAR2A080
Floret mensibus Nov. et Dec.
Hec specimina omnia ad var. tomentosam REISS. pertinent v. ad
var. pubescentem REISs. accedunt.
Rhamnidium REISsS.
Rh. elszocarpum REIss.
IRBISSBEA NL IEC Ip AA AR
Minas Geraes: Uberava, Formigas (18 ?/1248. REGNELL
III: 1540. Specimina fructibus immaturis ornata.), Caldas (Ad ri-
vulum campi. 1825/10 73. MO0sÉN 442. Specimina florigera.), inter
Serra de Caldas et Rio Verde (In marginibus silvarum, locis
siecioribus. 18 20/12 75. MosÉn 4066. Specimina fructibus sub-
maturis ornata.).
In viciniis oppidi Cuyabå (Matto Grosso) Ehanmmidii spe-
ciem pluribi observavimus, specimina tamen non reportavimus.
»Arbor minor. Folia plana, tenuia (sub anthesi), supra
nitida, gramineo-viridia, juniora pruinosa, nervis paullum at
distinete immersis, subtus opaca, pallidiora, nervis exquisite
salientibus» (MosÉn).
Rh. glabrum REIsS.
NEISSER, dl. Ch På dö.
Paraguay: Colonia Risso pr. Rio Apa (Sat solitarie in
margine fructiceti v. in silvulis minus densis, »capåaox.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0O 11. 23
18 3-5/10 93. MALME 1028. Specimina forigera. — 18 ?!/20 93.
MarmMmE 1028". Specimina foribus fructibusque immaturis ornata.),
Asuncion GDans les bosquets,.. 18 /1276. BALANSA 2429.
Specimina florigera. — Villa Morra. 187?/1193. AnNistts 32.
Specimina florigera.).
Planta paraguayensis cum speciminibus fluminensibus a
"WIDGREN collectis, a REISSEK commemoratis plane congruunt.
Arbor parva v. frutex arborescens.
Colubrina L. C: RicH.
Köriföfa RNEISS:
IRBISSEK, le, pc 98.
Minas Geraes: inter Caldas et Pocos (1847, variis tem-
poribus. REGNELL IIT: 382. Specimina alia florigera, alia fructibus
submaturis ornata.).
Ceterum vix umquam in regione Oreadum collecta.
Gouania L.
[Lupulus MIL. |]
G. Blanchetiana Mio.
INBISSEK, Ul Aesop. 105:
Rio de Janeiro: loco haud indicato (1844. WiIDGREN. —
FREYREISS.)-
Cum specimine, a cel. REISSEK determinato plane congruunt hec
specimina; est species a ceteris bene distincta.
Preter hanc speciem in herb. Regnell. adsunt generis
Gouamie forme haud pauce, que utrum species distincte
sint (ut vult cel. REISSEK) an .varietates unius speciel, in
-dubio relinquendum est. Note e floribus sumpte perexiguee
mihi videntur; fructus multarum specierum a cel. REISSEK de-
seriptarum nondum sunt noti. Folia in fruticibus scanden-
tibus sepe admodum varia esse jamdiu perspectum habemus.
Tocis natalibus ulterius examinande he planta.
24 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
Formeéee in herb. Regnell. asservate he sunt:
1. Ramuli ferrugineo-tomentosi. Folia ovalia, 6—10 cm.
longa, 4,;—6,5 cm. lata, basi rotundata v. leviter cordata,
apice rotundata v. obtusissima (raro subacuta), margine sal-
tam supra medium remoti serrato-crenata, crenis apice
emarginatis, supra viridia villosaque, subtus cinereo- v. ferru-
gineo-lutescenti-tomentosa, nervis secundariis utrogue latere
5—6, venis subtus mamnifeste emersis. Flores subsessiles.
Discus circa stylum pilosus, ceterum glaber. Fructus (imma-
turi) tomentosi.
Matto Grosso: Cuyabå (In »cerrado» pr. oppidum. 185/194.
MaALME 1530. Florigera. — 18 73/5 94. MALME 1530”. Fructibus
immaturis ornata.).
Verisimiliter ad G. chrysophyllam Reiss. referenda, sed discus so-
lummodo circa stylum pilosus.
2. Ramuli ferrugineo-tomentosi. Folia late ovata, 6—12
(-—-14) cm. longa, (3,,—)4—9(—12) cm. lata, basi cordata, apice
acuminata v. acuta, usgque ad basin serrata v. serrato-crenata,
et supra et subtus lutescenti- v. cinereo-tomentosa, supra
nonnunquam demum sat parce villosa, nervis secundariis ut-
roque latere circiter 6, venis subtus sat emersis. Flores sub-
sessiles. Discus fere totus pilosus. Fruetus tomentosi, usqne
ad 6 mm. longi, sat anguste alati, alis longis.
Minas Geraes: Caldas (18 12/2 46. REGNELL III: 384. Flori-
gera. — Prope Samambaia. 18 19/6 54. REGNELL II: 5384. Fruc-
tibus immaturis ornata. — Capivary. 18 2?/3 67. REGNELL ITT: 384.
Florigera. — Capivary, in adscensu montis Serra dos Cabritos,
in fruticeto scandens. 18 10/5 74. MosÉn 1821. Fructibus imma-
turis ornata.); Paraguay: Asuncion (>Dans les bois». 1876. Ba-
LANSA 2434. Fructibus submaturis ornata.).
Vix dubie G. latifolia REiS8.
3. Rami novelli ferrugineo-tomentosi. Folia ovata v.
ovato-ovalia, 7—9 cm. longa, 3,—6 cm. lata, basi leviter
cordata v. rotundata, apice acuminata v. acuta, fere usque
ad basin grosse crenata, supra pilis laxis, sat raris villosa v.
pubescentia, subtus lutescenti-tomentosa, nervis secundariis
utroque latere 7—38, venis subtus haud multum emersis. Flores
manifeste pedicellati. Discus circa stylum pilosus, ceterum
glaber. (Fructus ignotus.)
i
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 11. 25
i
Säo Paulo: Mogy Mirim (Locis umbrosis aut apricis.
18 ?9/3 74. MosÉn 1190. Florigera.); Minas Geraes: loco haud in-
dicato (CLAUSSEN 241.).
Cum G. molli REiSS. conferenda, sed discus solummodo circa stylum
pilosus.
4. Rami novelli cinereo- v. ferrugineo-tomentosi. Folia
oblongo-ovalia v. ovato-oblonga v. fere obovato-oblonga, 6—9
em. longa, 3—4,5 cm. lata, basi rotundata, apice acuminata,
margine fere usque ad basin remote serrata, supra pilis sat
erebris pubescentia, subtus cinereo- v. ferrugineo-villosa vv.
subtomentosa, nervis secundariis utroqgue latere circiter 7,
venis subtus vix emersis. Flores manifeste pedicellati. Discus
circa stylum pilosus, ceterum pglaber. Fructus subglabri v.
pilis raris ornati, vix 5 mm. longi, late alati, alis brevibus,
3—4 mm. latis.
|
j
j
|
|
i;
|
]
Minas Geraes: Caldas (NSamambaia. 18218/654. LINDBERG
356. Fructibus submaturis ornata.), loco haud indicato (CLAUSSEN
239.); Säo Paulo: Campinas (In margine silve ceduze. 18:0/675.
MosÉN 3853. Fructibus submaturis ornata.).
Verisimiliter ad G. virgatam REiss. referenda.
| 5. Rami novelli ferrugineo-tomentosi. Folia late ovata,
6—38 cm. longa, 4,,—6 cm. lata, basi cordata, apice acuminata,
- margine usque ad basin grosse serrata, valde rugosa, supra
pilis raris, laxis, sat longis ornata, subtus pallidiora, in ner-
vis venisque pilis sat crebris, in cicco aliquantulum ferrugi-
nascentibus vestita, ceterum subglabra, nervis secundariis
vulgo utroque latere 7—38, venis crebris, subtus valde emersis.
Flores manifeste pedicellati. Fructus (immaturi) subglabri.
Minas Geraes: Caldas (18?!/145. <REGNELL I: 409. —
18 5/147. REGNELL I: 409. Florigera. — 18 /368. REGNELL
I: 409. Fructibus immaturis ornata. — 1845. WIDGREN-.).
Vix dubie G. urticefolia REiSs.
6. Rami novelli sat parce villosi (haud ferruginei).
Folia ovato-ovalia, usque ad 9 cm. longa, 6 cm. lata, basi
leviter cordata, rarius subrotundata, apice acuminata, mar-
gine fere usque ad basin grosse serrata, supra subglabra,
subtus in nervis pubescentia, ceterum subglabra, nervis se-
26 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
cundariis utrogque latere 6—7, venis subtus emersis. Flores
manifeste pedicellati. Fructus subglabri, 0,s—1 cm. longi,
late alati, alis longis, 3—4 mm. latis.
Minas Geraes: Caldas (Albertåo. 18/247. REGNELL [:
409. Fructibus submaturis ornata.); Rio Grande do Sul: Santo An-
gelo pr. Cachoeira (Inter frutices arboresque, ad viam in
silva. 18?/293. MALME 534. Florigera.).
Sine dubio G. ulmifoliu HooK. & ARN.; specimen Regnellianum ad
G. urticefoliam REiss. paullulum accedit.
Reissekia ENDL.
R. smilacina (SM.) STEUD.
REISSEK, 1. c., p. 112 [R. cordifolia (RaADDI) STtEUD.]|
Specimina numerosa e Rio de Janeiro reportata, ex. gr.
in adscensu montis Tijuca (18 !9/476. MOosÉn 4656. Florigera.),
locis haud indicatis (18/1 74). MosÉn 2810. Florigera. —
1844. WIDGREN. — Å RMSTRONG-.).
Crumenaria MaART.
Cr. erecta REIss.
REISSEK, 1. c., p. 114.
Minas Geraes: Uberava (18 ?0/9 48, 18 ?3/10 48, 18 ”/1 49. REG-
NELL ITI: 383. Specimina anno 1848 collecta floribus fructibusgque
immaturis ornata.).
LÅ
Eriocaulace2r (L. C. RicnH.) A. RicE.")
Philodice Marr.
Ph. Hoffmannseggii MART.
KoERNICKE in Flor. brasil. fasc. XXXIII (1863), p. 304.
Matto Grosso: Cuyabå (In argillaceis humidis, apertis.
18 23/1 94. MALME 1634.).
1) Preter Eriocaulaceas hoc loco enumeratas in herb. Regnell. adsunt
nonnulle a beato WIDGREN aliisque collecte, jam in Flor. brasil. enumerate.
DD
-—
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 11.
Paepalanthus MaARrT.
P. speciosus (BonG.) KoERN.
BIORRNICKE 1716: P3 35.
Säo Paulo: inter Canna Verde et Säo Joäo de Boa Vista
(18 ?/548. REGNELL III: 1270.); Matto Grosso: Coxipö Mirim
inter Såäo Jeronymo et Cuyabå. (In campo humido, in con-
sortio Xyridis lacerate PoHr, Cyperacearum etc. 18!/494.
MALME 1506.)
Specimina Regnelliana jam determinavit cel. d:r V. ÅA. PoULsEn. —
Omnia ad var. & pertinent.
P. flaccidus (Bone.) KUNTH.
KoERNICKE, 1. Cc., p. 320.
Minas Geraes: Caldas (In uliginosis. 1812/347 & 18?5/2 70.
REGNELL ITTI: 1264.).
Specimina reportata ad var. juniperinum KUNTH. pertinent.
P. polyanthus (BonG.) KUNTH.
INNOBENICKE,, 1: C:> P3 d30
Minas Geraes: Caldas, Pedras Brancas (Loco turfoso.
18 0/3 74. ”REGNELL 1271.); Säo Paulo: Araraquara (In palude.
181122 88. LÖFGREN 1127.).
P. supinus KOoERN.
IKOERNICKB, I Cap. 302:
Matto Grosso: Santa Anna da Chapada (In fissuris rupis
prerupte, loco humido, umbroso. 1856/394. MALME 1458.),
Säo Jeronymo (In fissuris subhumidis rupium preruptarum.
18 !3/6 94. MaALME 1660 B-.).
nec non numerosa specimina originalia (v. authentica) specierum a BoONGARD
et a KOERNICKE descriptarum, a Museo Horti Petropolitani missa, que in de-
terminavdis collectionibus recentioribus mihi maximo usui fuerunt.
28 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
P. (Eupaepalanthus) manicatus V. A. Pouvis. (in sched.; no-
men nudum).
Alexos JUR sn DA
Herba annua, usque ad 7 cm. alta, lete viridis. Caulis
simplex, brevis, raro usque ad 3,» cm. altus, inferne vulgo
dissitifolius. Folia tenuissima, linearia, inferiora circiter 1
cm. longa, I mm. lata, superiora sensim accerescentia, usque
ad 2(—2,5) cm. longa, 1,5 mm. lata, omnia acuta v. acuminata,
manifeste trinervia, inferne pilis longissimis, laxis ciliata,
ceterum glabra. Pedunculi vulgo pauci, in axillis foliorum
singuli, usque ad 5 cm. longi, gracillimi, indistincte tricostati,
pilis longissimis, laxis, albidis, sat raris — raris ornati,
superne vulgo glabri, basi vagina aphylla, 3—5 mm. longa,
arcta, sub apice repento valde ampliata, transverse v. nonni-
hil oblique truncata, breviter apiculata et longissime ciliata,
ceterum pilis raris ornata instructi, Capitula fere semi-
globosa, demum ad 2 mm. lata, pilis ubique persistentibus,
albis breviter villosa. Bractese involucrantes spadicee, sub-
equales (v. ime ceteris paullulo minores), suborbiculares v.
late obovate, vix 0,9 mm. longe, 0,s mm. late, rotundate v.
aliquantulum apiculate, presertim supra medium pilis sat
brevibus, leviter tuberculatis, haud v. vix clavatis ciliatee,
ceterum glabre v. saltem subglabre, demum foribus reflexis
suboccultXe. Bractee fores suffulecientes (s. palecre) oblongee
v. lanceolato-oblongee, circiter 0,s mm. long, 0,25 mm. late,
obtuse, presertim supra medium ciliate (pilis superioribus
brevibus, clavatis tuberculatisque, inferioribus longioribus,
haud clavatis, vix tuberculatis), ceterum glabre. Receptacu-
lum pilosum. Flores brevipedicellati (pedicello circiter 0,2
mm. longo). Masculi: segmenta perigonii exterioris obovato-
cuneata circiter 0,15 mm. longa, 0,33 mm. lata, apice rotundata
v. aliquantulum apiculata, superne ciliata, ceterum glabra;
perigonium interius infundibuliforme, apice trilobum; sta-
mina nonnihil exserta, antheris albidis. Feminei: segmenta
perigoniil exterioris obovato-elliptica, circiter 0,7 mm. longa,
0,25—0,3 mm. lata, apice subacuta, ciliata (ut in for. masc.);
segmenta perigonii interioris elliptico-lanceolata circiter 0,6
mm, longa, 0,2—0,25 mm. lata, acuta superne longe-pilosa,
stylus brevis, appendicibus nullis (?); stigmata fere usque ad
basin bifida (2), ramis filiformibus.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0O 11. 29
Capsula trilocularis; semina ovalia, circiter 0,1. mm. longa,
0,25 mm. crassa, levia brunnea.
Minas Geraes: Caldas (Serra de Caldas, Pedra do Fradre.
Mörda5. REGNELL (IT: 1267. — Pedra Branca, loco humido.
Hök EIS FREGNELL III: 1267 !/2.).
Affinis P. Lamarckii KUNTH. et P. myocephalo Mart., abs quibus
jam foliis manifeste trinervibus nec non vagin& indole recedit. A P.
cespititio MArRT. affinibusque bracteis involucrantibus obtusissimis, foliis
olabris, indole caulis etc. differt.
P. (Eupaepalanthus) caldensis MALME n. sp.
Tab. II, fig. 2.
Herba annua (?), gregatim crescens, usque ad 15 cm. alta,
lete viridis. Caulis simplex v. inferne parce ramosus, brevis,
Taro usque ad 3 cm. longus, dense foliosus. Folia subequalia,
patentia recurvataque, sublinearia v. e basi 2,,—5 mm. lata
sensim angustata, vulgo circiter 2 ecm., raro usque ad 3 cm.
longa, acuta, 7—11-nervia (vulgo 9-nervia), basi pilis longis
€e serie cellularum paucarum, longarum, leptodermaticarum
formatis, mollibus ornata, ceterum glabra. Pedunculi nume-
rosi, in axillis foliorum singuli, usque ad 14 cm. longi gra-
ciles, tricostati, glabri v. raro pilis longis raris ornati, basi
vagina folium suffulciens longitudine vulgo non 2quante, sat
arceta, superne oblique fissa et crebre ciliata, ima basi lanata,
ceterum glabra instructi. Capitula primum fere hemispheerica,
demum subglobosa, circiter 4 mm. crassa, pilis ubique per-
sistentibus, albis breviter villosa. Bracteze involucrantes
straminee v. fere hyaline, subequales, circiter 1,33 mm. longe,
'0,.s mm. late, ovales v. late ovato-oblonge, obtus2e v. saltem
subobtuse, margine crebre longissimeque ciliate, dorso glabree,
Horibus reflexis mox occulte. Bractee fores suffulcientes (s.
paleze) oblonge v. lineari-oblonge, circiter 1 mm longea, 0,35
mm. late, apice obtusissime et pilis sat brevibus, leviter
clavatis, tuberculatis vestite, ceterum glabre. Receptaculum
pilosum. Flores masculi brevipedicellati (pedicello circiter
0,4 mm. longo); segmenta perigonii exterioris obovato-cuneata,
vix I mm. longa, 0,6 mm. lata, apice rotundata pilosaque,
ceterum giabra; perigonium interius infundibuliforme, apice
haud profunde trilobum, stamina tria, nonnihil exserta,
30 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
antheris albidis. Flores feminei pedicellati; segmenta peri-
gonil exterioris late obovata v. suborbicularia, cireiter 0,9 mm.
longa, 0,15 mm. lata, apice rotundata, superne crebre ciliata
(pilis elavatis); segmenta perigonil interioris basi connata,
ovalia, vix 0,9 mm. longa, 0,6 mm. lata, obtusa, margine et
dorso dense longepilosa; stylus brevis, appendicibus angustis-
sime linearibus, circiter 0,6 mm. longis, obtusissimis; stigmata
appendices equantia v. nonnihil superantia, fliformia, pre-
sertim superne papillis longis ornata. Capsula trilocularis;
semina ovoidea, circiter 0,5 mm. longa 0,33 mm. crassa, levia,
glabra, brunnea.
Minas Geraes: Caldas (Loco uliginoso. REGNELL IIT: 1268:
18 16/11 64, 1810/1 74. — In ripa humida amnis Rio Vendinho.
18 ?0/10 73. MOosÉN 764. — In ripa amnis Ribeiräo dos Bugres.
18 ?/10 73. MosÉn 769. 183/11 75. MosÉn 4449. — Capivary, in
uliginosis. 18/12 73. MosÉn 1054. — Capivary, locis, apricis,
humidis. 182?9/11 73. MosÉn 1055), loco haud indieato (1845.
WIDGREN.).
Celeberr KOERNICKE, qui specimen (unicum) Widgrenianum vidit,
novam esse speciem declaravit: »Scheint neu zu sein. In der Nähe von
Peep. neglectus.>
Re vera affinis P. neglecto KOERN., abs quo foliis vaginisque glabris,
bracteis involuerantibus stramineis, bracteis flores suffuleientibus segmen-
lisque perigomii exterioris obtusissimis recedit.
P. blepharocnemis MARrT.
KOERNICKE, 1... e., p- 376.
Minas Geraes: Caldas, Santa Rita (18 39/9 69. REGNELL
IT: 290.), Serra de Caracol (Inter saxa campi aridi. 18/12 79.
MosÉN 4450.).
P. planifolius (BonG.) KoERN.
KORRNICKE, Le pe ls
Minas Geraes: Caldas (Loco uliginoso, in margine silve.
18 ?/120 73 & 18 ?/10 75: - MOsÉN 766-.).
»Caulis ad 0,5 m longus, diam. ad 0,05 m., adscendens,
decumbens v. erectus. Folia a basi vaginante et pallida sub-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 11. 31
plana, glaucoviridia. Pedunculi compressi, striati. Inflores-
centia obligua, semiglobosa.> (MosÉnN in sched.)
. xeranthemoides MaART.
NORRNICKE, |: <€:, Pp. 432.
Matto Grosso: Santa Anna da Chapada (Loco aperto, uli-
ginoso, graminoso; in consortio Xyridacearum, Cyperacearum
etc. 18 ?23/2 94. MALME 1456-.).
- niveus (BonG.) KUNTH.
KORRNICKE, 1. 2. Ps. 435.
Säo Paulo: Canna Verde (18/357. REGNELL III: 1265.)
. densiflorus KOoERN.
KOERNICKE, 1. e., p. 450.
Matto Grosso: Santa Anna da Chapada (In uliginosis.
185 ?5/2 94. MaALME 1456 C. OCapitula nondum bene evoluta.).
P. Fischerianus (BonG.) KoERN.
KOERNICKE, 1. c., p- 455.
Minas Geraes: Caldas (In ripa uliginosa amnis Ribeiräo
dos Bugres. 1816/1164. REGNELL IIT: 1263.
« hitens (Bone.) KUNTH.
KOERNICEE, 1. c., p. 456.
Minas Geraes: Caldas, Capivary (In uliginosis. 182?2/1 69.
REGNELL III: 1802.), Serra de Caldas (In palude, 1825/973.
MOSÉN 763. — 18?5/10 73. MOsÉNn 762.).
Specimina omnia supra enumerata ad var. & pertinent.
P. gracilis (Bonc.) KoERN.
NOHENICKE 1: C:, Pp. 460.
> Minas Geraes: Caldas, Serra de Geneta (Supra saxa tem-
förse hiemalt irrigata.! 185/5/70: > REGNELL IE: 12667 —
SA MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
18 2/5 70. REGNELL III: 1801.): Matto Grosso: Santo Antonio |
pr. Cuyabå (Loco aperto, arenoso, humido, parce graminoso.
18 6/4 94. MALME 1576.).
P. caulescens (BonGc.) KUNTH.
KOERNICKE, 1. c., p. 466.
Minas Geraes: Caldas (In uliginosis. 1857, 182/468,
18 5/2 70. REGNELL I: 450. — Capivary, in uliginosis. 18?/1173.
MoséÉn 1056 & 1057.); Säo Paulo: Campo Feijäo (In palude
18” /12 88. LÖFGREN 1214.); Rio Grande do Sul: Cachoeira (In
ripa rivuli; loco humido. 18!5/2 93. MALME 582.) ;
Specimina omnia supra enumerata ad var. b pertinent; subvarietates
a cel. KOERNICKE recept&e parum mnotabiles esse videntur.
Eriocaulon L.
E. vaginatum KoERN.
KoERNICKE, 1. Cc., p- 483. ;
Minas Geraes: Caldas (In stagnis. 1879/973. MOosénN 267
E. crassiscapum BONG.
KOoERNICKE, 1. c., p- 486.
Minas Geraes: OCaldas (In palude. 18 /154. LINDBERG
570. — 1816/11 64. REGnNELL IIT: 1269. — Capivary, in paluder
gramincosa, aprica. 1819/574. MosÉn 1738.) d
E. gibobosum KOEERN.
KOERNICKE, 1. c., p. 489.
Matto Grosso: Santo Antonio pr. Cuyabå (Loco aperto,
arenoso, humido, parce graminoso. 18?5/494. MALME 1572)
Cuyabå (18?/5 94. MarmeE 15727).
E. modestum KUNTH.
KOERNIOKE) Il Cue PAD
Minas Geraes: Caldas (In ripa interdum inundata amnis
Capivary. 18 25/1 73. Mosgn 1059. — 18 1/12 73. Mosén 1058):
2
HANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 11. 33
io Grande do Sul: Porto Alegre (In uliginosis; in consortio
yridis macrocephale VaAHL, Utriculariarum ete. 18/11 92.
[ALME 244.).
d Specimina Moseniana jam determinavit cl. d:r V. A. POoULSEN.
1. paraguayense KoERN.
KOERNICKE, 1. c., p. 497.
Matto Grosso: Santa Anna da Chapada (Loco aperto, uli-
sinoso, graminoso. 18?3/294. MALME 1456 B.).
34
>>
EGET fee de RA Ne AR
MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
Index nominum.
Alsodeia THOoUARS.
. castane&folia (ST. HiL.) SPRENG. .
. physiphora Mart. & Zucc.
Amphirrhox SPRENG.
. longifolia (ST. HIL.) SPRENG.
Anchietea ST. HIiL.
. exalata EICHL.
« salufaris. PT. HILL. .
Cissus L.
. asperifolia (BAKER) PLANCH.
. campestris (BAKER) PLANCH.
. Duarteana CAMB.
erosa LL. OC: RICH. .
. gongylodes BURCHELL .
Hassleriana CHoD. .
. inundata (BAKER) PLANCH. .
. lanceolata MALME
. meliefolia PLANCH..
. palmata Por..
pannosa (BAKER) PLANGH. ;
. paraguayensis PLANCH.
. paullinifolia VELL. .
pterophora (BAKER)
« Salutanis. EH. BB. Kl: :
. scabricaulis (BAKER) PLANCH..
s ISILGYOTUES Mud sn
. NSimslana BR. & S.
: Strigta HR. cr bee
. suberecta (BAKER) .
. sulcicaulis (BAKER) Bun
. Warmingii (BAKER)
Colubrina L. C. RIiCH.
. Tufa, REISS .
pag.
»
16
23
PEPPER A siskslolon
FRÖ SS RR Fr
rd kg hg td hg i td ho
-
Crumenaria MART.
. erecta REISS. .
Eriocaulon L.
. crassiscapum BONG.
. gibbosum KOERN.
. modestum KUNTE. -
. paraguayense KOERN..
vaginatum KOERN. .
Frangula Tours.
polymorpha REISS. .
Gouania L.
. Blanchetiana Mio. .
. chrysophylla REISS.
. latifolia REISS.
. mollis REISS. . ;
. ulmifolia Hoor. & NE
. urticefolia REISS.
. Vvirgata REISS.
Hybanthus JACQ.
Tonidium VENT.
atropurpureum ST. HIiL. .
Sibicolor i ST. EIL. .
" bigibbosum ST. HiL.
brevicaule MART..
commune ST. Hi...
- glutinosum VENT.
ipecacuanha (L.) VENT. .
oppositifolium (L.) R. & S. .
. parviflorum (L. fil.) VENT. .
. setigerum ST. HL. . i
MNoisettia H. B. K.
sWlongitolia (POIR.) EH. B. K.
Pepalanthus MART.
blepharocnemis MART.
cespititius MART.
caldensis MALME . å
caulescens (BoNG.) Mosa
densiflorus KOERN. .
Fischerianus (BONG.) Kos :
.- flaccidus (Bong.) KOoERN.
- gracilis (Bong.) KOoERN..
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 11.
pag.
»
30
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444444
MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO.
. Lamarckii KUNTE. .
. manicatus V. A. PouLs.
myocephalus MART.
. neglectus KOERN.
nitens (BonG.) KUNTH. .
. viveus (BonG.) KUNT.
. planifolius (BonNG.) KOEPRN.
. polyanthus KUNTE .
. speciosus (BonG.) KOERN. .
. supinus KOERN. .
. xeranthemoides MART.
Philodice MART.
. Hoffmannseggii MART.
RBeissekia ENDL.
. cordifolia (RoDDpI) STEUD. .
. smilacina (SM.) STEUD. .
Bhamnidium REISS8.
. elgocarpum REISS. .
. glabrum REISS. .
Rinorea AUBL.
Sauvagesia IL.
erecta L.
; Iinearitola Sf EL.
. facemosa. DT. HIL. -
Sprengelii ST. HIL.
Schweiggeria SPRENG.
floribunda ST. Hair.
fruticosa SPRENG.
Viola L.
. cerasifolia ST. HIL.
. gracillima ST. HI.
. odorata L.
Vitis L.
. Duarteana (CAMB.) BAKER .
. erosa (L. C. RICH.) BAKER
. pannosa BAKER .
. pterophora BAKER .
. Scabricaulis BAKER .
. sicyoides (L.) BAKER.
. Simsiana (R. & S.) BAKER
»
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11
19
14
15
15
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BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 11.
SÄS
N NNNN
. striata (R. & P.) BAKER
. suberecta BAKER.
. sulcicaulis BAKER
. Warmingiil BAKER .
Zizyphus JUSS.
. cotonifolia REISS.
. guaranitica MALME .
Höjoazerro MART. .
. jujuba (L.) GERTN.
. oblongifolia SPENC. MOooRrE .
37
20
il
13
10
21
20
21
2
21
328 MALME, EX HERBARIO REGNELLIANO,
Explicatio tabularum.
Tab. I.
1. Zizyphus guaranitica MALME.
1r. Ramus floriger. !/1.
1f. Folium (subtus). 1/1.
ii. ön Ni
Tab. II.
2. Pepalanthus caldensis MALME.
2. Planta totas sd.
2 bi. Bractea involucrans. ?9/1.
2 bs. Bractea florem suffulciens. ?9/1.
3. Pepalanthus manicatus NEAL SPOUES:
3h. Planta tota. ?/1.
3 bi. Bractea involucrans. ?9/1.
3 bs. Bractea florem suffulciens. ?9/1.
Tap: I.
öl
1 K. Sv. Vet. Akad. Handl! Bd 27. Afd. III. .
i
B. h ang t
P3
i
Ljustryck af Chr. Westphal, Stockholm.
Ekblom del.
Zizyphus guaranitico MALME.
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Bihang till K. Sv. Vet. Akad; Handl. Bd 27. Afd. III. JV: 11. Tab. 2.
/ /
A
>
AA, Ekblom del.
Ljustryck at Chr. Westphal. Stockholm.
2. Pepalanthus caldensis MALME.
Pepalanthus manicatus V. A. Pours.
(SO
MU KS UMORA RIM |
F NIKI AIR TG
j BIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 27. Afd IML. N:ol2.
BEITRÄGE
ZUR KENNTNIS DER SÖDAMERIKANISCHEN ARTEN
DER GATTUNG
BREEROCAULON Ern
VON
GUST. 0. A:N- MALME.
MIT VIER TAFELN.
MITEGETHEILT AM 11 SEPTEMBER 1901.
GEPRUFT VON V. WITTROCK UND A. G. NATHORST.
STOCKHOLM
KUNGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER
1901
W er die botanischen Arbeiten J. G. BAKERS benutzt hat,
wird zweifelsohne gefunden haben, dass dieser Forscher sehr
geneigt ist, die Species kollektiv zu fassen. Dies gilt
z. B. von vielen der in der Flora brasiliensis beschriebenen
Compositen, ganz besonders aber von Pterocawlon virgatum
(L.) BAKER.
In Prodr. V. (pp. 453, 454) föbrte A. P. DE CANDOLLE
sieben (amerikanische) Species der betreffenden Gattung auf,
und zwar: das södbrasilianische Pit. polystachyum DC., das,
an seiner aus Drisenhaaren bestehenden Bekleidung zu er-
kennen ist, meiner ÄAnmnsicht nach dem Pi. interruptum DC.
recht nahe steht;
das westindische Pi. wvirgatum (L.)DC., das ebenfalls
leicht zu erkennen ist, und zwar an seinem langen, unter-
brochen ährigen Blitenstand und den schmalen, fast linea-
lisehen Blättern; das nordamerikanische Pt. pycnostachyum
(MicHx.) EiL., das besonders durch seinen gedrängt ährigen,
fast walzigen Blätenstand gekennzeichnet ist;
das westindische Pi. alopecuroideum (Lam.) DC. und die
brasilianischen Pt. interruptum +DC., Pt. angustifolium DC.
und Pit. spicatum (Lam.) DC.
Von diesen vier ist Pt. angustifolium unschwer zu er-
kennen an den schmalen Blättern und den fast kopfigen
Blätenständen. Die äbrigen können leicht verwechselt werden
und sind denn auch von DE CANDOLLE verwechselt worden.
Pt. spicatum B cylindricam DC., wahrscheinlich auch Pt. in-
terruptum B monostachyum DC. sind zu dem weit verbreit-
eten und recht polymorphen Pt. alopecuroides (LAM.) hinzu-
föhren.
In dem LXXXVII. Fasc. (pp. 110, 111) der Flora bra-
siliensis (im J. 1882) lässt J. G. BAKER Pt. polystachyum als
4 MALME, PTEROCAULON.
eigene Species bleiben, die äöbrigen betrachtet er als Varie-
täten einer und derselben Species, Pt. virgatum (1L.) BAKER.
Zum derselben fiöhrt er noch eine von GIBERT gesammelte Pflan-
ze hin, die der Beschreibung nach mit keiner der von DE
CANDOLLE beschriebenen Arten zu vereinigen, wahrscheinlich
aber mit dem unten neu aufgestellten Pt. Lorentevi MALME
identisch ist. Schon sechs jahre fräher hatte BAKER [im
Journ. of Botany XVI (1878.), p. 77.] eine neue uruguayische
Art der betreffenden Gattung als Vernonia pterocaulon be-
schrieben. Da der Fasc., in dem die Vernonien behandelt
werden, schon im J. 1873 erschienen war, wird diese Species
nirgends in der Flora brasiliensis erwähnt. O. HOFFMAN (in
ENGLER und PRANTL, Die natäörl. Pflanzenfam. IV. Teil, 5.
Abteil., p. 178) erkenut sie ganz richtig als em Pterocaulon,
sagt aber, dass sie wahrscheinlich mit Pit. interruptum DC.
identisch sei. Dies ist jedoch, wie schon eine oberflächliche
Untersuchung der DE CANDOLLE'schen Öriginalexemplare zeigt,
ganz falsch. In der Abh. »Die Compositen der ersten Reg-
nell'schen Expedition» (1899), p. 55. habe ich sie unter dem
oneuen Namen Pi. Bakeri MALME erwähnt, ohne eine Beschrei-
bung beizufägen.
Wie sich Dr. O. HOFFMANN die Speciesbegrenzung der
Gattung Pterocaulon im ibrigen denkt, ergiebt sich nicht
aus seinen Worten in ENGLER und PRANTL, Die natärl. Pflan-
zenfam.: »11—12 Arten, Pi. virgatum (L.) DC., von Argen-
tinien nordwärts bis Westindien und Texas weit verbreitet,
ausserdem zwei in Säd-, I in Nordamerika».
O. KuNtzE spriecht sich in der Revisio gen. plant. II:2
(1898), p. 168, kurz gegen die BaAKErR'sche Auffassung aus:
»Die folgenden Arten gehören zu Pt. virgatum sensu Bakeri
fl. bras.; sie sind indess so ausserordentlich verschieden, dass
man sie wenigstens als neuentstehende Species auffassen muss,
umsomehr als einige neben einander unvermittelt vorkom-
men.» Von den in DC. Prodr. aufgeföhrten Arten erwähnt
er nur drei, und zwar Pt. alopecuroides (LAmM.) DC., Pt. an-
gustifolium DC. und Pt. virgatum (L.) DC. Ausserdem be-
schreibt KuntzE drei neue Species. Zwei derselben, die boli-
vianischen Pt. lanatum O. K. und Pt. latifolium O. K., sind
mir nur aus den kurzen, unvollständigen Beschreibungen be-
kannt, weshalb ich äber ihre Stellung gar nicht ins Reine
habe kommen können. Die dritte, das argentinische Pt. cor-
FI ENTve
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0O 12. D
dobense O. K. ist etwas besser beschrieben worden, und
ausserdem habe ich von Dr. KUNTZE selbst etiquettierte Ex-
.emplare gesehen; sie ist dem Pt. interruptum DC. verwandt
und wird unten in aller Kärze Erwähnung finden.
Während der ersten Regnell'schen Expedition (1892—1894)
beobachtete ich in Rio Grande do Sul nicht weniger als sechs
Speeies der Gattung Pterocaulon. Wegen Mangels an Litte-
ratur konnte ich sie. zur Zeit nur der Gattung nach bestim-
men. Da einige derselben, z. B. Pt. angustifolium DC., Pt.
interruptum DC. und Pt. alopecuroides (LAM.)?, sehr häufig
vorkamen, dachte ich, sie wären schon längst gut bekannt.
Es wurde ihnen deshalb keine besondere Aufmerksamkeit ge-
widmet, und von zwei derselben — Pt. alopecuroides (TAM.)?
und Pi. polystachyum DC. — brachte ich sogar kein Her-
barmaterial mit. — Ich hatte mich während der Reise haupt-
sächlich mit den Thallophyten zu beschäftigen und machte
deshalb keine grossen Phanerogamen-Sammlungen. Ubrigens
konnte ich mich, aus Gränden, die hier nicht erörtert zu
werden brauchen, im allgemeinen nur ganz kurze Zeit an
jedem Platze aufhalten. Viele Pflanzen wurden deshalb in
meinem Tagebuche nur in aller Kärze notiert, ohne dass ich
Belegexemplare mitbringen konnte. Die Bestimmungen sol-
cher Pflanzen sind selbstverständlich oft sehr unsicher. — In
Paraguay fand ich noch zwei Species, die nicht in Rio Grande
do Sul beobachtet worden waren.
Als ich nach der Rickkehr die Compositen der ersten
Regnellsehen Expedition bestimmen wollte, war es mir, der
ich mich vor meiner Reise fast gar nicht mit brasilianischen
Phanerogamen beschäftigt hatte und deshalb die BAKER'sche
Behandlung der Gattung Pterocaulon nicht kannte, eine nicht
geringe Uberraschung zu finden, dass BAKER alle haarigen
brasilianischen Formen zu einer einzigen Species vereinigte.
Eine erneuerte Präöfung dieser Kollektivart erschien mir des-
halb sehr winschenswert. Um ein grösseres Material der
hetreffenden Pflanzen untersuchen zu können, ersuchte ich
die Herren Direktoren des Königl. Botanischen Museums
in Berlin, des Botanischen Museums der Universität zu Ko-
penhagen, des Kaiserl. Botanischen Gartens in St. Peters-
burg, des Botanischen Museums der Universität Upsala und
"der Botanischen Abteilung des K. K. Naturhistorischen Hof-
museums in Wien mir das zu dieser Gattung gehörige Ma-
6 MALME, PTEROCAULON.
terial leihweise zu senden. Auf das liebenswärdigste kamen
sie auch meinem Wuwunsche entgegen. Ausserdem benutzte ich,
während eines Aufenthaltes in Genf (im J. 1898), die Gele-
genheit, die Pterocaula der Herbarien Borssrer, DE CANDOLLE
und DELESSERT durchzumustern. Am genauesten sind endlich
die an Pterocaula recht reichen Sammlungen des Regnellschen
Herbars (in der botanischen Abteilung des Naturhistorischen
Reichsmuseums zu Stockholm) untersucht worden.
Die Untersuchung all dieses Materials hat mich zu der
Uberzeugung gebracht, dass die Darstellung DE CANDOLLE'S
im grossen Ganzen viel richtiger ist, als die BAKER sche.
Schon die Tracht (>habitus») und der Blätenstand liefern gute
Merkmale, die nicht nur von DE CANDOLLE benutzt worden
sind, sondern auch von mir in erster Linie jetzt benutzt
werden. Die Behaarung (und die Nervatur der Blätter) bie-
tet ebenfalls einige Verschiedenheiten dar, die sich jedoch
kaum gut beschreiben lassen. Endlich finden sich auch Un-
terschiede in der Grösse der Hällkelehschuppen, in der Länge
der weiblichen Bliäten, in der Anzahl der Zwitterbläten (oder
besser der männlichen Bläten, denn so weit ich habe finden
können, erzeugen sie nie Samen) und in ihrer Länge im Ver-
hältnis zu den weiblichen u. s. w. Die Konstanz der Bläiten-
merkmale habe ich jedoch nicht genöägend pröfen können,
denn leider ist gar zu oft das zu meiner Verfägung stehende
Material so jung gesammelt worden, dass die Bläten nicht
genug entwickelt waren. Auf diese Merkmale und die Be-
ständigkeit derselben werde ich iäbrigens hier nicht des nä-
heren eingehen, sondern verweise auf die unten gegebenen
ausföährlichen Beschreibungen der einzelnen Arten. Meiner
Ansicht nach wird nämlich die Kenntnis der Species viel
mehr durch die Ausföhrlichkeit und die Ubersichtlichkeit der
Beschreibungen als durch lange Besprechungen äber die mut-
masslichen verwandtschaftlichen Beziehungen und den Wert
der verschiedenen Charaktere gefördert. Was bei einer Spe-
cies konstant ist, kann bei anderen sehr unbeständig sein;
bei Pt. Bakeri MALME z. B. ist die Anzahl der männlichen
Bliten sehr wechselnd, bei Pi. alopecuroides (LAM.) dagegen,
so weit ich habe finden können, recht beständig. Dies muss
entweder durch die Untersuchung eines reichen Materials oder
durch Studien in der freien Natur oder durch zahlreiche
Kulturversuche ermittelt werden. Wenn es sich um die tro-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:O 12. 7
pischen Pflanzen, besonders die Campos-Pflanzen, handelt, wer-
den wir aber gewiss noch lange die Kulturversuche vermissen
missen. Und die Studien in der freien Natur sind mit nicht
geringen Schwierigkeiten verbunden. Zahlreiche Campos-Pflan-
zen haben zwar einen weiten Verbreitungsbezirk, kommen
aber nur zerstreut und vereinzelt vor, weshalb der reisende
Botaniker vielleicht nur wenige frische Exemplare zur Ein-
sicht bekommt. Ausserdem wird der junge Botaniker, der
zum ersten Male die Tropenländer besucht — und wenigen
wird es wergönnt sein, sie mehrmals zu besuchen — leicht
durch die Fälle und den Reichtum der Vegetation äberwäl-
tigt und kann sich nicht leicht auf bestimmte, begrentzte
Fragen, auf bestimmte Pflanzengruppen oder Gattungen be-
schränken. Wer seine Studien in den nett und bequem ein-
gerichteten botanischen Instituten oder Museen Europas be-
treibt oder in den Laubwäldern von Mitteleuropa und auf
den schönen Alpenwiesen Exkursionen macht, kann sich äber-
haupt im allgemeinen gar keine Vorstellungen machen von
den durch die brennende Hitze, die erdröckende Feuchtigkeit,
das Ungeziefer aller Art u. s. w. hervorgerufenen, die Ener-
gle erschlaffenden Schwierigkeiten, mit denen der Naturfor-
scher in den 'Tropenländern zu kämpfen hat. Dies sollten
diejenigen genau erwägen, die äber die Sammlungen aus die-
sen Ländern und iber die systematische Behandlung der
tropischen Pflanzen nur harte Urteile fällen.
Was die vorliegende Behandlung der sädamerikanischen
Pterocaula betrifft, macht sie gar keine Anspräche, eine Mo-
nographie oder eine endgältige Darstellung zu sein. Wie
sehon der Titel andeutet, ist sie nur ein Beitrag zur Kennt-
nis derselben. Wer Gelegenheit bekommt, die hier behandel-
ten Pflanzen längere Zeit in der freien Natur zu beobachten,
wird gewiss manches berichtigen, vieles hinzufigen können.
Facile est inventis addere.
Uber die geographische Verbreitung der amerikanischen Ar-
ten der Gattung Pterocaulon därfte folgendes mitgeteilt werden:
Pit. undulatum (WALT.) SMALL kommt nur in den sädost-
lichen der Vereinigten Staaten Nordamerikas (in der immer-
gränen Provinz der subatlantischen Staaten) vor, hauptsäch-
lich in Florida und Carolina. Sehr bemerkenswert ist, dass
eine zweifelsohne nahestehende Species — Pt. purpurascens
MaALME — in Paraguay angetroffen worden ist.
[0]
MALME, PTEROCAULON.
Pt. virgatum (L.) DC. gehört zu der westindischen Flora,
ist aber auch in Mexiko (z. B. »prov. Huasteca», L. C. ER-
VENDBERG) und Texas (z. B. Ebw. PALMer, Flora of South
western Texas, N:o 422) gefunden worden. Centralamerikani-
sche Exemplare dagegen habe ich nicht gesehen. Das nahe
verwandte, kaum zu unterscheidende Pt. subvirgatum MALME
kommt in Paraguay vor.
Pit. alopecuroides (Lam.) DC. ist durch fast das ganze
Gebiet des tropischen Amerika (mit Ausnahme der kaleforni-
schen und der mexikanischen Zone und von Centralamerika)
verbreitet, tritt auch im Westen des andinen Gebietes (2:55:
in Bolivien und Argentina) auf. Es ist die am weitesten
verbreitete Species der Gattung und steht mit mehreren an-
deren in recht nahen verwandtschaftlichen Beziehungen.
Pt. interruptum DC. ist durch die Campos-Zone (die Zone
der Oreaden) und die sädbrasilianische Araucarien-Zone (die
Zone der Napaeen) verbreitet, kommt auch in der ostbrasilia-
nischen Tropenwald-Zone (in der Zone der Dryaden — z. B.
in der Umgegend von Rio de Janeiro) vor. Das verwandte
Pt. cordobense O. K. ist mir nur aus der Pampas-Zone (der
argentinischen Provinz) des andinen Gebietes bekannt.
Pit. rugosum (VAL) MALME ist zu den Oreaden (Campos-
Zone) zu zählen.
Pit. angustifolium DC. ist mir aus der sädbrasilianischen
Araucarien-Zone (Napaea) und aus dem Säden der Campos-
Zone bekannt.
Pi. polystachyum DC., Pt. Lorentzii MALME und Pt. Bakeri
MaALME sind auf die sädbrasilianische Araucarien-Zone be-
schränkt.
Conspectus specierum
in Brasilia nec non in republica Paraguay occurrentium.
I.) Calathia in capitula (v. spicas subglobosas) ter-
minalia conferta. [Caulis superne ramosus, ramis subfas-
tigiatis. Flores hermaphroditici femineis vulgo manifeste
breviores.]
A.) Folia angusta, lineari-lanceolata (vulgo 3—6
cm. longa, 0,4—0,7 cm. lata), supra mox glabrescentia.
[Involueri squame interiores 5—6 mm. longee.]
Pt. angustifolium DC.
B.) Folia lata, elliptica v. late lanceolata (vulgo
4—6 cm. longa, 1,25—2,5 cm. lata), supra pilis arach-
noideis + adpressis persistenter vestita. [Involucri
squamee interiores 7—8 mm. longee.]
Pt. rugosum (VAHL) MALME
IL.) Calathia in spicas elongatas v. in paniculam dis-
posita. [Flores hermaphroditici femineis vulgo subeequi-
longi.]
A.) .Inflorescentia svicata, spica continua, cras-
sa, anguste ovoidea. [Involucri squamee et flores omnes
superne purpurascentes; flores hermaphroditici 3:ni —
Ami. — Caulis subsimplex v. parce ramosus. Folia
obovato-lanceolata v. late lanceolata. — Involucri squa-
me interiores 4—5 mm. longee.]
Pt. purpurascens MALME .
B.) Inflorescentia paniculata v. spicata, spica sal-
tem inferne interrupta, vulgo sat gracili.
10
MALME, PTEROCAULON.
a.) Caulis simplicissimus; inflorescentia spicata.
a.) Spica tota longitudine interrupta (calathiis
v. glomerulis calathiorum remotis).
+ Folia sat lata, obovato-elliptica — obovato-lan-
ceolata. Involueri squame late (usque ad 2 mm.
late). [Flores hermaphroditiei 3:ni — sat numerosi.
Involucri squamee interiores circiter 7 mm. longee.]
Pt. Bakeri MALME .
+ + Folia angusta, sublinearia v. lineari-lan-
ceolata. Involucri squamee anguste (vix 1 mm.:
late). [Flores hermaphroditici bini v. 3:ni, femineis
breviores. Involuceri squamee interiores circiter 5 mm.
longee.]
Pt. subvirgatum MALME
£) Spica superne continua, inferne interrupta.
+ Folia media lineari- lanceolata v. subline-
aria (5—8 cm. longa, 9,4—0,8 cm. lata), margine revo-
luta. Flores hermaphroditici vulgo 3:ni, femineis sub2e-
quilongi. [Involueri squame interiores 5—6 mm.
longee.]
Pt. Lorentzii MALME
+ + Folia media oblongo-lanceolata v. lanceo-
lata (4—7 cm. longa, circiter 2 cm. lata), margine non
revoluta. Flores hermaphroditiei singuli v. bini, femi-
neis multo breviores.
Pt. alopecuroides (LAM.) . .
b.) Caulis superne ramosus, ramis haud fastigia-
tis. Inflorescentia vulgo paniculata, rarius,spicata.
a) Inflorescentia interrupte spicata. Folia subli-
nearia v. lineari- lanceolata. [Folia subtus tomentosa.
Involuceri squame interiores circiter 5 mm. longee.
Flores hermaphroditici bini v. 3:ni, femineis brevi-
ores. |
Pt. subvirgatum MALME
8) Inflorescentia paniculata, rarius spicata, spica
superne continua, inferne interrupta. Folia obovato-
lanceolata, oblongo-lanceolata v. late lanceolata.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AED. III. N:0 12. 11
+ Folia subtus viridia glandulosaque. [Involu-
eri squamee interiores circiter 4 mm. longe. Flores
hermaphroditici 3:ni — 6:ni femineis subeequilongi.]
AN
Pt. polystachyum DC. .
+ + Folia subtus albido-tomentosa v. tomentoso-
lanata.
+ Panicula ampla. Flores hermaphroditici 3:ni
— 5:ni, femineis &equilongi. [Vene foliorum subtus vix
emerse. Involucri squamee interiores usque ad 5 mm.
longee.]
BEI tegruptumt DOP) sas stora cs ENS
+ + Panicula contracta. Flores hermaphroditici
singuli v. bini, femineis multo breviores. [Veneéee foli-
orum subtus valde emerse. Involueri squamee interi-
ores circiter 5 mm. longee.]
PETAalopecuoldesMUILAMS EDO sara DE
1. Pt. Bakeri MALME (1899).
MALME, Compos. der erst. Regnell. Exped. p. 55.
Vernonpia pterocaulop BAKER in Journ. Bot. XVI (1878) p. 77.
118000 NORER lo ge La
Herba perennis usque ad 0,75 m. alta, radice incrassata
lignosaque; caulis erectus simplicissimus, sat anguste quinque-
alatus, inferne usque ad 53 mm. crassus, pilis brevibus, can-
didis, densissime contextis vestitus (alis altero latere glabris),
inferne sepe calvescens, internodiis inferioribus brevibus, vix
1 cm. longis, superioribus nonnibil elongatis, usque ad 2 cm.
longis. Folia sessilia et decurrentia v. inferiora indistincte
petiolata, inferiora obovato- elliptica v. subspathulata, 8—11
cm. longa, 2,5—5 cm. lata, apice obtusissima, media obovato-
lanceolata v. anguste subspathulata, 7—10 cm. longa, 2—3,5
cm. lata, acuta, superiora sensim decrescentia et in bracteas
transeuntia, omnia sat indistincete repando - dentata, supra
jam primitus glabra v. saltem mox calvescentia, manifeste
rugosa, subtus pilis candidis, densissime contextis vestita (sub-
tomentosa) v. inferiora subglabra et glandulis minutis sessili-
[2 MALME, PTEROCAULON.
bus ornata. Calathia in spicam interruptam usque ad 35 cm.
longam digesta, solitaria bina v. terna. JInvolucri squame2e
exteriores ovales v. obovato-ovales, 3—3,5 mm. longe, cir-
citer 2 mm. late, apice acuminate, margine superne nonnihil
fimbriato-ciliate, dorso pilis arachnoideis, albis, dense contex-
tis lanate; medie late lanceolate, 5—6 mm. longe, 1,5—2
mm. late, apice acuminate v. acute, margine fimbriato-ciliatee,
dorso superne sublanate et paullulum purpurascentes; superio-
res anguste lanceolate, circiter 7 mm. longe, 1—1,25 mm.
late, apice acute v. longe acuminate, margine superne crebre
ciliate, dorso subglabree, apicem versus seepe + purpurascentes.
Receptaculum nudum v. peripheriam versus paleis nonnullis
squamis involucri interioribus subsimilibus munitum. Flores
feminei numerosi v. sat numerosi; tubo subfiliformi, circiter
5 mm. longo, apice dentato et glandulis sessilibus sat nume-
rosis ornato, superne leviter purpurascente; ramis styli fili-
formibus, longe exsertis; ovario quinquecostato, circiter 1,25
mm. longo, 0,7 mm. crasso, parce piloso, glandulis sessilibus
crebris vestito. Flores hermaphroditici (v. masculi) terni —
sat numerosi; tubo cylindraceo et superne nonnihil ampliato,
cireiter 5 mm. longo, extus glabro; dentibus s. lobis limbi
erectis v. erecto-patentibus, oblongo-triangularibus, circiter
1 mm. longis, 0,4 mm. latis, subacutis, + purpurasentibus,
intus (supra) apice papillosis, ceterum glabris, extus sat ereb-
re glandulosis et apicem versus longepilosis; antheris haud
longe exsertis, circiter 2,2 mm. longis, basi sagittato-caudatis;
ramis styli circiter 0,7 mm. longis, subobtusis; ovario fere ut .
in for. femineis. Achenmia (immatura) quinguecostata, sericea
glandulosaque, usque ad 1,8 mm. longa; pappi setax subrequi-
long2e, 5—6 mm. longee, albidee.
Rio Grande do Sul: Cruz Alta (In campo aprico; in consor-
tio aliorum Pterocaulorum, Achyroclines ete. 18 13/2493. MALME
826 CC £.), Porto Alegre (In campo aprico, paullo ante fam-
mis vexato. 18 31/5 93. MaALmzE 826 C.).
Preterea vidimus specimina numerosa a SELLow collecta
(N:is 1837, d. 2069, 3311), verisimiliter omnia in Rio Grande
do Sul! v. Uruguay. Specimina a celeberr. BAKER descripta
in viciniis urbis Montevideo legit ARECHAVALETA.
oo 1 d. 1837 inter Rio Pardo, Cacapava et Bagé; d. 2069 inter Yaceguay —
Serra Herval -— Säo Francisco; 3311 inter Encrusilhada — Cacapava et Rio
5. Barbara (ex URBAN, Biogr. Skizzen. 1. FRIEDRICH Sellow.).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 12. 12
In herb. SPRENGEL (nunc in Museo botanico Berolinensi asservato)
specim in ulum hujus speciei vidimus »Conyza insignis »signatum, quod
nomen nullibi publici juris factum esse videtur.
Species distinctissima, mnulli arcte affinis; foliis basalibus subtus
calvescentibus, spica longa interruptaque, calathiis pro rata magnis et
presertim squamis involucri latis facillime dignota.
2, Pt. purpurascens MaALME (1899)
MALME, Compos. der erst. Regnell. Exped. p. 55 (nomen nudum).
RAD IR OStES i SHORE
Herba perennis usque ad 0,35 m. alta, »radice multicipite>
incrassata lignosaque; caulis erectus v. basi adscendens, sub-
simplex v. parce ramosus, ramis patentibus, sat anguste quin-
que-alatus v. inferne exalatus, inferne usque ad 3 mm. crassus,
pilis arachnoideis, albis, dense contextis vestitus, alis altero
latere sepe subcealvescentibus, internodiis vulgo 1,5—3 cm.
longis, superioribus seepe + elongatis. Folia sessilia et nonni-
hil decurrentia, inferiora obovato-elliptica v. obovato-lanceo-
lata v. late lanceolata, vulgo 6—38 cm. longa, 2—3,5 cm. lata,
acuta v. subobtusa, superiora lanceolata, 4—8 cm. longa, 1—
2,5 em. lata, acuta v. nonnihil acuminata, omnia subinteger-
rima, supra primum pilis arachnoideis sat parce, vestita, dein
calvescentia subglabragque (etiam in nervo primario), haud ru-
gosa, subtus pilis arachnoideis, albis densissime contextis ve-
stita (subtomentosa), nervis secundariis (sed non venis) sub-
tus paullulum emersis. Calathia in spicam terminalem, con-
tinuam, anguste ovoideam, brevem, circiter 3,5 cm. longam
conferta. JInvoluceri squamee inferiores ovate, 2—2,25 mm.
longe, 1—1,2 mm. late, acute, dorso pilis arachnoideis sat
crebris vestite; media lanceolatae, circiter 3 mm. long, 0,9
mm. late, apice vulgo acuminate, subglabre; interiores an-
guste lanceolatre, 4—5 mm. longe, vix 0,6 mm. late, acute,
glabre, caduce, omnes apice + purpurascentes. Receptaculum
nudum. Flores feminei numerosi, filiformes, circiter 4 mm.
longi, apice truncati v. indistinete dentati, superne purpura-
scentes, glabri; ramis styli longe exsertis; ovario oblongo,
1,25—1,6 mm. longo quinguecostato, pubescente, parce glandu-
1oso. Flores hermaphroditici (v. masculi) 3:ni — 5:ni; tubo
cylindraceo v. superne paullulum ampliato, circiter 4 mm.
Jul MALME, PTEROCAULON. '
longo, glabro; dentibus s. lobis limbi patentibus, oblongo-tri-
angularibus v. oblongo-lanceolatis, 1—1,25 mum. longis, 0,4
mm. latis, apice obtusis, intus (supra) apicem versus papillo-
sis, extus (subtus) glabris, superne purpureis v. atropurpureis
et glandulis sessilibus crebrisque ornatis; antheris exsertis,
circiter 1,6 mm. longis, basi sagittato-caudatis; styli ramis
circiter 0,7 mm. longis, acutis, dorso xequaliter pilosis; ovario
subeylindraceo, circiter 1 mm. longo, piloso glandulosogue.
Achenia (immatura) quinquecostata, sericea; pappi set: bi-
seriales, zequilonge, 4—35 mm. longe, apice + purpurascentes.
Paraguay: Colonia Risso pr. Rio Apa (In campo hinc in-
de Coperniciis obsito, paullo ante Aammis vexato. 18 39/993.
MALME 1014.), Guarda Francia pr. Rio Apa (In ripa fuminis
Paraguay, loco aperto, arenoso parce graminoso. 18 1/10 93.
MALME 10147).
Eandem speciem etiam e republica paraguayensi (>Plaine
d” Aregua, dans les argiles imperméables. 10 Janvier 1875.>)
reportavit celeberr. B. BALANSA (N:o 838)!
Peraffine et habitu simillimum <boreali-americano Pt. undulato
(WaLnt.) Smainr [ = Pi. pycnostachyo (MicHx.) ELL.|, quod tamen fo-
liis undulato-dentatis, supra eximie rugosis, nervis secundariis venisque
subtus emersis, squamis involucri apice non purpurascentibus margine
ciliatis, longioribus, interioribus circiter 6 mm. longis, etc. recedit. A
speciebus austro-americanis jam spic& indole, squamis involucri fori-
busque superne purpurascentibus etc. facillime dignoscitur nostra species.
3. Pt. angustifolium DC. (1836).
DC. Prodr. V, p. 454.
als DoK IN NS
Herba perennis usque ad 0,5 m. alta, »radice multicipite»
brevi, incrassata lignosaque; caulis erectus, inferne simplex,
superne ramosus, ramis erecto-patentibus, subfastigiatis pen-
tagonus v. anguste quinquealatus, inferne usque ad 3 mm.
crassus, pilis arachnoideis dense contextis incanus (alis altero
1 TH. MorRonG et N. L. BRITTON (An enumeration of the plants collected
by D:r Thomas Morong in Paraguay, 1888—1890. — Annals N. Y. Acad. Sci.,
VII, Dec. 1892.) hanc. plantam sub nomine >Pt. capitatum (Hoor. & ARN.)
Britton? (= Pluchea capitata HoorK. & ARN.) commemorarunt. Nomen
Pluchea capitata> tamen nullibi publici juris factum esse invenimus, neque
celeberrimi auctores descriptionem ullam addiderunt.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 12. 15
latere glabrescentibus), inferne sepe + calvescens, internodiis
brevibus, vulgo circiter 1 cm. longis. Folia sessilia et de-
currentia, lineari-lanceolata, caulina vulgo 3—6 cm. longa,
4—7 (—10) mm. lata (ramalia minora), apice acuta, integerri-
ma, rarius + indistincte dentata, supra primum pilis arach-
noideis + adpressis sat parce vestita, dein glabrescentia,
nervo mediano persistenter incano, manifeste rugosa, subtus
pilis arachnoideis densissime contextis persitenter incana v.
subtomentosa, nervis secundariis inconspicuis. Calathia in
capitula v. spicas subglobosas terminales conferta (unum alter-
umve sepe a capitulo terminali remotum). Involucri squame:e
exteriores oblongo-lanceolateae, 2,5—53 mm. longe. circiter 0,8
mm. late, apice acute, dorso lanate et presertim superne
glandulis sparsis ornate; media lanceolatea, 4—4,5 mm. longe,
circiter 0,9 mm. late, longe acuminate, sat parce lanatee,
margine superne paullulum ciliate; interiores anguste lance-
olate v. sublineares, usque ad 6 mm. long2, 0,5—0,75 mm.
late, caudato-acuminate dorso subglabrae, margine superne
cerebre ciliate, apice non purpurascentes. Receptaculum nu-
dum. Flores feminei numerosi; tubo filiformi, usque ad 7
mm. longo, glabro, apice dentato, haud purpurascente; ramis
styli filiformibus; ovario oblongo, 0,8—1 mm. longo, piloso,
parce glanduloso. Flores hermaphroditici (v. masculi) vulgo
terni; tubo subeylindraceo, circiter 4 mm. longo, extus glabro;
dentibus s. lobis limbi erecto-patentibus, lanceolatis, 1—1,2
mm. longis, circiter 0,35 mm. latis, subacutis, intus apice
papillosis, ceterum glabris, extus glandulis subsessilibus su-
perno sat crebris ornatis; antheris exsertis, usque ad 2 mm.
longis, basi sagittato-caudatis; ramis styli 0,3—1 mm. longis,
acutis; ovario ut in flor. femineis at breviore. Achenia (im-
matura) sericea, pappi setis subequilongis, usque ad 8 mm.
longis, albidis.
Rio Grande do Sul: Santo Angelo pr. Cachoeira (In campo
aprico, sicco, parce graminoso. 18!!/293. Marme 570.), Cacho-
eira (18 29/2 93. MaALME 604.); Paraguay: Ad rivum Y-aca
(In campo arenoso. 18?7/194. ANIsITs 437.)
Alia specimina permulta in civit. Säo Paulo collecta
vidimus, ex. gr. in campis siccis pr. Yti (Nov. 1825. RIE-
"DEL 96.), in viciniis urbis Säo Paulo alibique (Dec. 1833. LUND,
RIEDEL 1009 & 1757. -— GUILLEMIN. LANGSDORFF. ÅLÖFGREN
16 MALME, PTEROCAULON.
1044.); 1oco haud indicato (SELLow 5265.!1). E Paraguay (Mon-
te Calvario pr. Villa Oriental nunc Villa Hayes. 18/2 79.)
jam reportavit P. G. LORENTZ.
Affine Pt. rugoso (VAHL), abs quo presertim foliis multo angu-
stioribus calathiisque minoribus recedit. Cum Pt. virgato (L.) DC. et
Pt. cordobensi O. K. affinitas multo est minor, ut jam ex indole in-
florescentie (distributioneque geopraphica) apparet.
4. Pt. rugosum [VAHL (1790)] MALME.
Conyza rugosa VAEL, Symbole botanice, I (1790), p- 71 (speci-
men in herb. Mus. botan. Hauvn. tamen incertum est).
Pt. spicatum & brachystachyum DC., Prodr. V (1836), p- 454.
[Conyza spicata LAMArReK, Encyclopéd. méthod. Botanique, II (1786),
p. 93 (= Pi. spicatum BB cylindricum: DC.) viz a Pi. alopecuroide
. (Lam.) DO. recedit.].
Tab. nostr. II. fig. 4.
Herba perennis usque ad 0,75 m. alta, »radice multicipite»
brevi, incrassata lignosaque; caulis erectus, inferne vulgo sim-
plex, superne ramosus, ramis erecto-patentibus, subfastigiatis,
sat late quingquealatus, inferne usque ad 5 mm. crassus, pilis
arachnoideis dense contextis, in sicco albidis v. sepe nonni-
hil rufescentibus vestitus, internodiis brevibus, vulgo circiter
1 cm. longis. Folia sessilia et decurrentia, elliptica v. late
lanceolata, caulina 4—6 cm. longa, 1,25—2,5 cm. lata (ramalia
minora), apice acuta, sat indistincte cerenato-dentata, supra
pilis arachnoideis, + adpressis persistenter vestita, manifeste
rugosa, subtus ejusmodi pilis albidis, densissime contextis
lanato-tomentosa, nervis secundariis venisque subtus emersis.
Calathia in capitula v. spicas subglobosas terminales conferta
(rarius unum alterumve a capitulo terminali remotum). In-
volueri squamee exteriores oblongo-lanceolate v. fere lineari-
lanceolate, circiter 3 mm. longe, 0,3—0,9 mm. late, apice
acute v. paullulum acuminate, dorso lanate et glandulis
nonnullis ornate; medie lanceolate, 4—5 mm. longe, 0,83—0,9
mm. late, longe acuminate, sat parce lanat2e, apicem Versus
glabre et violaceo-purpurascentes, margine superne parce ci-
liate; interiores anguste lanceolate v. sublineares, 7—8 mm.
1 5265 Säo Paulo: inter Rio Pirituva et Sorocaba (ex URBAN, Biogr.
Skizzen, 1. FRIEDRICH NSELLOW.).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 12. 17
longe, 0,5—0,7 mm. late caudato- acuminate, superne cilia-
te, dorso subglabre, apice leviter violaceo-purpurascentes.
Receptaculum nudum. Flores feminei numerosissimi; tubo
filiformi usque ad 9 mm. longo, apice leviter dentato, haud
purpurascente; ramis styli filiformibus; ovario oblongo, cir-
citer 1,5 mm. longo, piloso et sat parce glanduloso. Flores
hermaphroditici (v. masculi) singuli v. bini, floribus femineis
multo brevioribus; tubo cylindraceo, circiter 5 mm. longo,
extus glabro; dentibus s. lobis limbi erecto-patentibus, late
lanceolato-triangularibus, cireciter 1 mm. longis, 0,35—0,4 mm.
latis subacutis intus apice papillosis, ceterum glabris, extus
presertim superne glandulis sat crebris ornatis; antheris
exsertis, usque ad 1,8 mm. longis, basi sagittato-caudatis;
ovario ut in floribus femineis, at vulgo breviore, vix 1 mm.
longo. Achenia (submatura) 1,3—1,5 mm. longa, usque ad
0,5 mm. crassa, subsericea glandulosaque, pappi setis sub-
biserialibus, usque ad 10 mm. longis albidis v. lutescentibus.
Minas Geraes: Caldas (1845. WIDGREN 73, 90, 220. — REG-
NELL I1I:142: 18 15/6 62, 18 1/5 67, 18/5 70.).
Alia specimina in Minas Geraes collecta reportarunt
SELLOW (822 & 1037. »Rio das Martes pequeno, 1819»), RIEDEL
(Barbacena Jun. 1824), WARMING (Lagoa Santa), CLAUSSEN,
Gardner (4894), Graziou (12814, 12879).
In parte oreadea civit. Såäo Paulo pluribi collecta, ex.
gr. ad urbem Säo Paulo (LUND), in campis pr. Ytu (Mart.
1834. RIEDEL 1010 & 2179.), in campis humidis pr. Arara-
quara (1813/11 88. LÖFGREN 1113.), in campo sicco ad Rio
Claro (18 ?5/5 88. LÖFGREN 528.).
Pt. angustifolio DOC. (vide supra!) et Pt. alopecuroidi (LAM.) affine;
ab hoc differt inflorescentie indole, ramis subfastigiatis, foliis supra non
calvescentibus et calathiis paullulo majoribus.
5. Pt. alopecuroides [LaAM. (1786)] DC.
DESTETOdE NV ip. fö.
> Conyza alopecuroides TLAmaArRcK, Encyclopéd. méthod. Botanique,
LTL (CAS AN RE
Tap” nostr. II. fo,
Herba perennis (v. suffrutex) ad 0,75 m. alta, radice sal-
tem vulgo incrassata lignosaque; caulis erectus, inferne sim-
2
18 MALME, PTEROCAULON.
plex, superne vulgo ramosus, late quingquealatus, inferne usque
ad 6 mm. crassus, pilis arachnoideis, dense contextis, albidis
v. nonnihil rufescentibus vestitus, alis altero latere calves-
centibus, internodiis brevibus, 1—2 cm, longis. Folia ses-
silia et decurrentia, inferiora obovato-lanceolata, late lanceo-
lata v. fere elliptica, 5—7 cm. longa, 2—3 cm. lata, vulgo
subobtusa, media oblongo-lanceolata v. lanceolata, 4—7 cm.
longa, circiter 2 cm. lata, acuta, superiora lanceolata, sensim
decrescentia et in bracteas transeuntia, omnia manifeste
et sat crebre dentata, valde rugosa, supra pilis arachnoideis
sat parce vestita, demum sepe glabrescentia, nervo mediano
persistenter incano, subtus pilis arachnoideis, dense contextis,
albidis persistenter tomentosa, nervis secundariis venisque
subtus manifeste emersis. Calathia in paniculam contractam
digesta, ramis vulgo brevibus, continue v. inferne interrupte,
superne continue spicatis, v. in spicas apicales superne con-
tinuas, inferne sepe interruptas conferta. JInvolucri squa-
me exteriores oblongo-lanceolate v. fere lineari-lanceolatze,
2,5—3 mm. longe, 0,7—0,8 mm. late, apice acute v. paul-
lulum acuminatae, dorso presertim apicem versus lanate et
glandulis nonnullis ornate; medie lanceolate, 3,5—4 mm.
longee, 0,7—0,8 mm. late, acuminate, sat parce lanate, mar-
gine superne parce ciliate, apicem versus glabre et sepe
nonnihil purpurascentes; interiores anguste lanceolate, cir-
citer 5 mm. long&e, 0,4—0,6 mm. late, acute v. caudato-
acuminate, superne paullulum ciliat:re, apice haud purpuras-
centes. Receptaculum nudum. Flores feminei numerosissimi;
tubo filiformi, 7—8 mm. longo, glabro, apice inzeqvaliter et
sat indistinete dentato, haud purpurascente; ramis styli fili-
formibus; ovario oblongo, 1,2—1,4 mm. longo, piloso glan-
dulosoque. Flores hermaphroditici (v. masculi) singuli v.
bini, floribus femineis multo breviores; tubo cylindraceo v.
superne paullulum ampliato, circiter 4 mm. longo, extus
glabro; dentibus s. lobis limbi erecto-patentibus, late lanceo-
lato-triangularibus, vix 1 mm. longis, 0,35—0,4 mm. latis,
subacutis, intus apice papillosis, ceterum glabris, extus pre-
sertim superne glandulis brevibus, sat crebris ornatis; an-
theris exsertis, usque ad 2 mm. longis, basi sagittato-cauda-
tis; ovario ut in floribus femineis at vulgo paullulo breviore.
Achenia (immatura) pilosa glandulosaque, pappi setis sub-
biserialibus, &equilongis, albidis, usque ad 8 mm. longis.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 12. 19
Rio de Janeiro: locis haud indicatis (GLAziIou 35916. —
WIDGREN 221. etc.); Minas Geraes: Caldas (18 0/3 63. REG-
NELL II: 143. — In campo arido. 18 29/3 76. MO0séÉnN 4561.),
Lagoa Santa (WARMING). :
Preterea specimina numerosissima vidimus e fere omni-
bus Brasilie partibus reportata.
Distrib. geogr. (extra Brasiliam): India occident. (ex. gr.
Jamaica, Martinique, S:t Croix, Puerto Rico) — Guyana —
Peruvia orient. (ex. gr. Tarapoto) — Bolivia — Paraguay
— Argentina — Uruguay (?).
Species varia, locis natalibus ulterius examinanda. Variationes ad
specimina sicca distinguere describereque mnolumus. In parte australi
aree sue geographice pluribi occurrit forma foliis angustioribus rece-
dens, quam in sched. nonnumquam f. australe nuncupavimus.
Affinis est Pt. rugoso (VAHL), quocum forsan formis intermediis
(hybridis?) confluat. BSicca interdum a Pit. interrupto DC. &gre distin-
guitur (vide infra!).
6. Pt. interruptum DC: (1836).
DC. Prodr. V, p. 454.
Tab. nostr. III. fig. 6.
Herba perennis (v. annua hiemans), ad 1 m. alta v. altior,
radice, ut videtur, vulgo non incrassata; caulis erectus, in-
ferne et vulgo in tota parte mere foliigera simplex, superne
in. parte florigera ramosus, ramis non fastigiatis, late quin-
quealatus, inferne usque ad 6 mm. crassus, pilis arachnoideis
sat dense contextis, albidis vestitus, alis altero latere calve-
scentibus, internodiis sat brevibus, 1—2 cm. longis. Folia
sessilia et decurrentia, inferiora obovato-lanceolata v. obo-
vato-oblonga, usque ad 10 cm. longa, circiter 4 em. lata, apice
vulgo obtusissima, media oblongo-lanceolata, usque ad 10
cm. longa, 2—3 cm. lata, acuta v. nonnihil acuminata, superi-
ora anguste ovato-lanceolata, 4—7 cm. longa, 1—2 cm. lata,
acuta, omnia + manifeste dentata, supra primum pilis arach-
noideis sat parce vestita, dein glabrescentia, nervo mediano
diu incano, vix rugosa, subtus pilis arachnoideis dense con-
textis, albidis persistenter tomentosa, nervis secundariis (sed
vix venis) subtus emersis. Calatmhma in paniculam vulgo sat
amplam digesta, ramis superne continue, ceterum interrupte
spicatis, haud raro paniculatis. JInvolucri squamee exteriores
20 MALME, PTEROCAULON.
lanceolat:e, circiter 3 mm. longee, 0,3—0,9 mm. late, acute
v. paullulum caudato-acuminatse, margine superne sepe non-
nihil ciliate, dorso lanate et glandulis sat crebris ornatze
summo apice nude; medie lanceolatee, circiter 4 mm. longee,
0,7—0,8 mm. late, acute, superne ciliate, dorso subglabrae
et parce glandulose, apice haud purpurascentes; interiores
anguste lanceolatze, usque ad 5 mm. longe, 0,4—0,5 mm.
lat2e, acute v. caudato- acuminate, glabre, superne sat crebre
ciliate. Receptaculum nudum v. peripheriam versus paleis
nonnullis squamis involueri interioribus subsimilibus muni-
tum. Flores feminei numerosi; tubo filiformi, usque ad 4
mm. longo, extus glabro, apice manifeste dentato. non pur-
purascente; ramis styli longe exsertis, filiformibus; ovario
ellipsoideo-oblongo, 1—1,25 mm. longo, sat parce piloso, cre-
bre glanduloso. Flores hermaphroditici (v. masculi) terni
— quini; tubo subeylindraceo, superne dilatato, circiter 3
mm. longo, extus glabro; dentibus s. lobis limbi erecto-
patentibus v. patentibus, ovato-triangularibus, circeiter 0,75
mm. longis, 0,4—0,45 mm. latis, subacutis, intus apice pa-
pillosis, ceterum glabris, extus crebre glandulosis; antheris
exsertis, circiter 1,5 mm. longis, basi sagittato-caudatis;
ramis styli circiter 0,5 mm. longis, acutis; ovario ut in flo-
ribus femineis at paullulo breviore, circiter 0,9 mm. longo.
Achenia (immatura) usque ad 1,25 mm. longa, pubescentia
glandulosaque, pappi setis subuniserialibus, albis, circiter 4
mm. longis.
Rio Grande do Sul: Colonia ITjuhy (In »rocas> vetustis, se-
cundum vias in silva etc. 18 39/3 93 MALME 740.); Säo Paulo:
Mogy Mirim (In fruticeto campi sicel. 18 ?0/3 74. MoséÉn
1392.); Minas Geraes: Caldas (REGNEiL III: 760: 18 ?!/5 62,
SYRE AMON:
Preterea pluribi inventa est in civitat. Rio de Janeiro,
Minas Geraes, Säo Paulo et Rio Grande do Sul (ex. gr. LUND.
— RIEDEL 1049. — Por 908. — BuRCHELL 4474. — GLAZIoOU
16154. — SELLow 542, d 2093, 3469.1).
Affine Pi. alopecuroidi (Lam.), abs quo statura altiore, foliis in-
distincte rugosis, inflorescentia ampla et floribus bhermaphroditicis ternis
— quinis, femineis subequilongis recedit.
1! d 2093 Rio Grande do Sul: inter Yaceguay — Serra Herval — Såo
Francisco; 3469 Rio Grande do Sul: inter Säo Gabriel et Alegrete (ex. URBAN,
Biogr. Skizzen, 1. FRIEDRICH SELLOW.).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 12. 21
"Ad hanc speciem prope accedit Pt. cordobense O. KunNtzE,
Revisio gen. plant. III: 2 (1898), p. 169, quod inflorescentia
magis contraeta, minus ramosa (fere ut in formis nonnullis
brasiliensibus Pit. alopecuroidis) et presertim foliis anguste
lanceolatis v. sublinearibus, (5—) 7—11 cm. longis (0,5—)
0,7—2 cm. latis, margine crenulato-dentatis, subtus brevius
erebriusque tomentosis (fere ut in Pt. undulato et Pt. purpu-
rascente) et sepe in sicco paullulum rufescentibus recedit.
Quoad ealathidia foresque sat bene congruit cum Pt. inter-
rupto.
Pauca tantum vidimus specimina eademque minus bene
evoluta:
Argentina: »>In den Felzhögeln von Las Peiias» pr. Cor-
doba (Jan. 1871. Lorentz 200.) aliisque locis in viciniis ejus-
dem oppidi (LORENTZ 472 & 639 etc.), Buenos Aires (1874.
C. BErG.); ad eandem speciem pertinet SELLow d. 499 (in
parte australi reipublice Uruguay, ex URBAN, Biogr. Skizzen,
1. FRIEDRICH SELLOW.).
7. Pt. polystachyum DC (1836).
DC. Prodr. V, p. 454.
BAKER in Flor. brasil. fasc. 87, p. 111.
Herba perennis, ad 1 m. alta; caulis erectus, inferne et
vulgo in tota parte mere foliigera simplex, superne s. in
parte forigera ramosus, ramis erecto-patentibus, sat late
quinquealatus, inferne usque ad 6 mm. crassus, glandulis
parvis, stipitatis glutinosus, internodiis brevibus, 1—1,5 cm.
longis. Folia sessilia et decurrentia, late oblongo-lanceolata
v. obovato-lanceolata, usque ad 8 cm. longa, usque ad 3,5
cm. lata, acuta, grosse et nonnihil inzequaliter serrato-den-
tata, supra paullulum rugulosa et verrucis minutis (glandu-
lisque vulgo scabridula, subtus vix pallidiora, glandulis cre-
bris (pilisque brevissimis) vestita, nervis secundariis venis-
que subtus emersis. CalatmMa in pamniculam vulgo sat am-
plam digesta, ramis superne continue, inferne interrupte spi-
catis v. sepe paniculatis. Involucri squamee exteriores late
lanceolatee, 2—2,5 mm. longe, 0,7—0,8 mm. late, acuminateae
v. acute, inferne glanduloso-ciliate, superne fimbriato-cili-
» ate, dorso glandulis inequilongis, sat crebris ornate, sammo
apice eglandulos&e; medie lanceolate, circiter 3 mm. longe,
22 MALME, PTEROCAULON.
0,7 mm. late, acute, parcius ciliate, dorso parce glandulosae
v. subeglandulose, apice haud purpurascentes; interiores an-
guste lanceolatze v. lineari-lanceolate, circiter 4 mm. longee
0,4—0,55 mm. late, acute v. caudato-acuminatre, presertim
superne sat crebre fimbriato-ciliate, dorso subeglandulosee.
Receptaculum nudum v. peripheriam versus paleis nonnullis
squamis involucri subsimilibus munitum. Flores feminei nu-
merosi; tubo filiformi, circiter 3 mm. longo, extus glabro,
apice manifeste dentato, non purpurascente; ramis styli longe
exsertis, filiformibus; ovario oblongo, vix I mm. longo, glan-
duloso, sat parce piloso. Flores hermaphroditiei (v. masculi)
terni — seni; tubo subceylindraceo, superne nonnihil ampliato.
2,25—2,5 mm. longo, extus glabro; dentibus s. lobis limbi
erectis v. erecto-patentibus, subtriangularibus, circiter 0,5 mm.
mm. longis, 0,35 mm. latis, acutis, intus apice papillosis, cete-
rum glabris, extus sat parce glandulosis; antheris circiter 1,25
mm. longis, basi sagittato-caudatis; ovario ut in foribus
femineis at vulgo breviore, circiter 0,75 mm. longo. Achenia
(submatura) oblonga v. fusiformi-oblonga, usque ad 1,25 mm.
longa, curvula, pilosa, parce glandulosa; pappi setis subuni-
serialibus, zequilongis, albis, 3—4 mm. longis.
Paraguay: Luque pr. Asuncion (>Dans les påturages, 25
Mars 1875.> BALANSA 831.).
Preeterea vidimus specimen originale in Herb. DC. asser-
vatum nec non multa specimina a SELLow (in Rio Grande do
Sul, N:is d. 2079, 3422!) collecta.
Affine Pt. interrupto DÖC., abs quo (&que ac ab omnibus generis
speciebus) indumento glanduloso calathidiisque paullulo minoribus recedit.
In DC. Prodr. sectionem propriam immerito sistit.
8. Pt. Lorentzii MALME (1899).
MALME, Compos. der erst Regnell. Exped. p. 55 (nomen nudum).
Tab. nostr. IV. fig. 7.
Herba perennis usque ad 0,8 m. alta, radice incrassata
lignosaque; caulis erectus v. inferne adscendens, simplex, sat
late quinquealatus, inferne usque ad 4 mm. crassus, pilis arach-
noideis, albidis, sat dense contextis vestitus (alis altero latere
glabris), internodiis inferioribus brevibus circiter 0,5 cm. longis,
1! d 2079 inter Yaceguay — Serra Herval — Såäo Francisco; 3422 inter
S. Gabriel et Alegrete (ex URBAN, Biogr. Skizzen. 1. FRIEDRICH SELLOW.).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 12. 23
superioribus sensim elongatis, usque ad 3 cm. longis. Folia
inferiora obovato-lanceolata. 5—10 em. longa, 1—2 cm. lata,
acuta, aliquantulum repando-dentata, media anguste lanceo-
lata v. lineari-lanceolata, 3—8 cm. longa, 4—8 mm. lata, mar-
ginibus revolutis, superiora linearia v. fere subulata, apicem
ecaulis versus sensim decrescentia et in bracteas transeuntia,
omnia supra (etiam in nervo primario) glabra, sat indistincte
rugosa, subtus pilis arachnoideis, albidis, dense contextis to-
mentosa, nervis secundariis (saltem in foliis latioribus) sub-
tus emersis. Calathia in spicam cylindraceam usque ad 10
cm. longam continuam v. inferne interruptam conferta. JInvo-
lueri squame exteriores lanceolate, 3—4 mm. longe, 0,9—1
mm. late, apice acuminate, dorso lanate, superne glandula
una alterave ornate, apicem versus margine ciliate; interiores
anguste lanceolate v. sublineares, 5—6 mm. longee, 0,5—0,6
mm. late, acute, dorso subglabra eglanduloseque, apicem ver-
sus, parce ciliate, apice haud purpurascentes. Receptaculum
nudum. Flores feminei numerosi; tubo filiformi, 5—5,5 mm.
longo, apice inequaliter dentato, glabro, superne non purpu-
rascente; ovario subeylindraceo, 1,25—1,5 mm. longo, piloso, et
glandulis curtis crassisque obsito. Flores hermaphroditici (v.
masculi) vulgo terni; tubo ecylindraceo v. superne paullulum am-
pliato, circiter 4 mm. longo, extus glabro; dentibus s. lobis
limbi erectis v. erecto-patentibus, lanceolato-triangularibus, cir-
citer 0,6 mm. longis, 0,2—0,23 mm. latis, apice subacutis, intus
superne crebre papillosis, ceterum glabris, extus glandulis
curtis crassisque sat sparsis ornatis, albidis; antheris circiter
1,8 mm. longis, basi sagittato-caudatis; styli ramis circiter 0,6
mm. longis, subacutis dorso eequaliter pilosis; ovario ut in
flor. femineis. Achenia (immatura) pilosa glandulosaque;
pappi sete subbiseriales, 3—6 mm. longe, albidee.
Rio Grande do Sul: Cachoeira (In campo aprico, arenoso,
parce graminoso. 1810/293. MaALME 5718.).
Eandem speciem in provincia Entrerios legit oculatissimus
P.G. LORENTZ: »Am Arroyo Grande, auf Wiesen, äberhaupt iber-
all im Kamp häufig» (18 5/2 76. Flora entreriana N:o 656.),
»Am Arroyo Hernandario (18!9/278. Flora entreriana N:o 1590.).
Distinctissima species, Pt. alopecuroidi (LAM.) aliquantulum affinis,
at jam forma foliorum indoleque inflorescentie valde recedit. Cum Pt.
virgato (L.) DC. affinitas multo est minor.
24 MALME, PTEROCAULON.
9. Pt. subvirgatum MALME (1899).
MALME, Compos. der erst. Regnell. Exped. p. 55 (nomen nudum).
Tab. nostr. IV. fig. 8.
Herba perennis (v. suffrutex) circiter 0,6 m. alta, »radice
multicipite» brevi lignosa; caulis erectus, inferne simplex, su-
perne ramosus, ramis erecto-patentibus, haud fastigiatis, sat
anguste quingquealatus, basin versus fere exalatus, inferne
usque ad 5 mm. crassus, pilis arachnoideis dense contextis
adpressisque, albidis v. nonnihil rufescentibus vestitus, alis
altero latere subealvescentibus, internodiis circiter 1,5 em.
longis. Folia sessilia et decurrentia, linearia v. lineari-lan-
ceolata, caulina 7—12 cm. longa, 0,5—1,2 cm. lata, apice acuta
integerrima, supra pilis arachnoideis sat laxis diu vestita
demum glabrescentia, nervo mediano persistenter incano, vix
rugosa, subtus pilis arachnoideis densissime contextis, albidis
v. nonnibil rufescentibus tomentosa, nervis secundariis sat
inconspicuis subtus vix emersis. Calathia in spicam termina-
lem interruptam, usque ad 15 em. longam disposita, inferne
vulgo quaterna — quina, superne seepe solitaria. Involucri
squame exteriores ovato-lanceolate, circiter 2,5 mm. long,
usque ad 1 mm. late, acute, dorso lanate et presertim su-
perne glandulis sparsis ornatse; media lanceolate, 3,5—4 mm.
longe, circiter 0,8 mm. lata, acute v. acuminata, parce lana-
te, superne parce glandulose, margine preesertim apicem ver-
sus ciliate; interiores lineari-lanceolate, circiter 5 mm. longe,
0,4—0,6 mm. late, caudato-acuminate, dorso parcissime lana-
te glanduloseque, superne crebre fimbriato-ciliate, apice sal-
tem sepe purpurascentes. Receptaculum nudum. Flores fe-
minei numerosi, filiformes, circiter 6 mm. longi, apice den-
tati, glabri, superne haud purpurascentes; ovario oblongo, us-
que ad 1 mm. longo, pubescente, glanduloso; ramis styli fili-
formibus. Flores hermaphroditici (v. masculi) bini v. terni;
tubo cylindraceo, circiter 3 mm. longo, extus glabro; dentibus
g. lobis limbi patentibus v. erecto-patentibus, oblongo -trian-
gularibus, 0,6—0,7 mm longis, 0,25—0,3 mm. latis, acutis,
intus apicem versus papillosis, ceterum glabris, extus superne
cerebre glandulosis; antheris longe exsertis, 1,25—1,4 mm
longis, basi sagittato-caudatis; ovario fere ut in floribus femi-
neis; ramis styli circiter 0,5 mm. longis, subobtusis. (Ache-
nia mihi ignota.)
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 12. 25
Paraguay: Colonia Risso pr. Rio Apa (In campo hinc inde
Coperniciis obsito; in consortio Pt. purpurascentis. 18 0/9 93.
MaLmME 1014 B-.).
Alia specimina paraguayensia examinavimus a celeberr.
BALANSA collecta (N:o 836. »Cerro Peron prés de Paraguari,
dans les lieux herbeux. 19 Fevrier 1875.>).
Ad eandem speciem verisimiliter pertinent specimina a
TH. Moronc et N. L. Britton (Rio Pilcomayo; Asuncion) et
ab O. KuNtTzE (Argentina: Sierra Chica de Cordoba; Bolivia:
Santa Cruz) commemorata [sub nomine Pt. virgatum (1L.) DC-1;
a nobis non visa.
Arctissime affine et forte non separandum a Pt. virgato (L.) DC.,
in India occident. nec non in Texas et Mexico occurrente, quod caule
saltem vulgo latius alato, foliis repando-denticulatis, margine revolutis
et floribus hermaphroditicis v. masculis (vulgo ternis) femineos 2quan-
tibus differre videtur. Ambe species ulterius examinande.
oc
ä ISA
S |
SS
Vv:
Index nominum.
Conyza.
. alopecuroides LAM.
ensignis SPRENG. (nomen numquam public juris factur)
rugosa VAHL
spicata LAM.
Pluchea.
Pterocaulon.
od. 10.11” L6SEA0
SÖREN De sa
.. alopecuroides (LAM) DC. 3. 4. 5. 6.
. angustifolium DC.
. Bakeri MALME
- capitatum (Hook & ÅNS PROD (momen nudum)
. cordobense O. K.
. interruptum DC.
. interruptum O. HoFFM.
. interruptum B. monostachyum DC.
. lanatum 0. K.
. latifolium O. K..
. Lorentzii MALME
. polystachyum DC.
. purpurascens MaLur 5
- pycnostachyum (MicHx.) Fl.
. rugosum (VAHL) MALME
. spieatum (LAM.) DC. 5
- spicatum a brachystachyum. DC. .
. spicatum BP cylindricum DC.
t. subvirgatum MALME
. undulatum (WaALT.) SMALL
. virgatum (L.) DC..
- virgatum BAKER
Vernonia.
pterocaulon BAKER
22
Je
4.
- 430
4. 8.
5., 0. MACAO:
3. 4. 8 16:
. capitata Hook. & ARN. (nomen numquam publici juris factum)
2
14.
105
16.
die
. 14.
23.
JAG
133
bil
Explicatio tabularum.
Tab. I.
1. Pterocaulon Bakeri MALME. 1/2.
2. Pterocaulon purpurascens MALME. 4/2,
Tab: IK
Pierocaulon angustifoltum DC. Y/2.
4. Pterocaulon rugosum (VAHL) MALME. !/2.
Tab. III.
5. Pterocaulon alopecuroides (Lam.) DO. tY/2.
6. Pterocaulon interruptum DOC. 2.
Tab. IV.
7. Pterocaulon Lorentzii MALME. 2.
8. Pterocaulon subvirgatum MALME. 1/2,
Bihang till K. Sv. Vet. Akad. Handl. Bd 27. Afd. III. JM 12. TafL:
1. Pterocaulon Bakeri MALME.
2. Pterocaulon purpuwrascens MALME.
-
sett
LJ ER TN
SKU EO MERA SE RÖRA
MOTA NN OA |
Bihang till K. Sv. Vet. Akad. Handl. Bd 27. Afd III. JM 12. Taf. 2
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Ljustryck al Chr Westphal Stuckhelm
3. Pterocaulon angustifolium DC.
4. Pterocaulon rugosum (VAHL) MALME.
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vå
NM SR LV OMR ARN RTR SR SA
UN
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Sn
Bihang till K. Sv. Vet. Akad. Handl. Bd 27. Afd III. , 12. Taf: 3.
Ljustryck af Chr Westphal Stvockholm
5. Pterocaulon alopecuroides (LAM.) DC.
6. Pterocaulon interruptum DC.
Bihang till K. Sv. Vet. Akad. Handl. Bd 27. Afd III. JM 12. Taf. 4.
(. Pterocaulon Lorentzii MALME.
3. Pterocaulon subvirgatum MALME.
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UNTER DI
EV MERA SKA MA
AO EAA ag
> FÖSPSSSNSSE ANNAN
VR
BIHANG TILL K. SVENSKA VET.-ARAD. HANDLINGAR. Band 27. Afd. HI. N:o 13.
BEITRÄGE ZUR KENNTNISS
HIERACIUM-FLORA OESELS
VON
H. DAHLSTEDT.
MIT 8 TAFELN
MITGETEILT AM 12. SEPTEMBER 1901
GEPRUFT VON V. WITTROCK UND A. G. NATHORST
STOCKHOLM
CKERIET. P. A. NORSTEDT
1901
FAVHA UNG AA
Ad
ks
Tv Sommer 1899 machten die Herren C. SKoTTsBERG und T.
VESTERGREN aus Upsala zwecks botanischer Untersuchun-
gen eine Reise nach Oesel. Unter den von dort mitgebrach-
ten Sammlungen befanden sich auch eine nicht geringe An-
zahl Hieracien, deren Bestimmung und Bearbeitung mir iber-
tragen wurde. Bei Durchsicht der Sammlungen zeigte sich, dass
dieselben nicht nur eine ziemlich grosse Anzahl fär die
Wissenschaft neuer Formen enthielten, sondern sie boten
ausserdem durch viele gemeine WNSippen einen interessanten
Vergleich zwischen den Hieracienfloren Oesels und Skandi-
naviens dar.
Im Verlauf der Arbeit wurden mir weitere Hieracien-
sammlungen von Öesel zur Verfägung gestellt, welche Herr
Docent K. R. KUuPFFER in Riga und Herr Dr. P. LACKSCHE-
WITZ in Libau im Sommer 1900 dort zusammengebracht hatten.
Aus diesem mir zur Untersuchung zugestellten Material
geht zur Genäöge hervor, dass die Hieracium-flora Oesels,
wie ich dies schon im Voraus vermuthet hatte, sehr enge
genetische Beziehungen zu derjenigen von Skandinavien be-
sitzt. Diese Thatsache ist för die Kenntniss des Ursprungs
der skandinavischen Flora von nicht geringem Intresse, weil
sie unzweifelhaft einen der Wege angiebt, längs welcher
dieselbe eingewandert ist. Zweifelsohne werden genaue Unter-
suchungen der noch wenig bekannten Hieracien-floren der
Länder jenseits der Ostsee viele wichtige Aufklärungen in
dieser Hinsicht ergeben. Die Sammlungen, auf welchen die
folgenden Untersuchungen basieren, umfassen 352 distinkte
Sippen (Arten oder Varietäten). Von diesen sind 27 (etwas
mehr als 51,9 procent) för die Wissenschaft neu. 12 derselben
stehen jedoch den ostschwedischen Sippen sehr nahe, einige
sogar so nahe, dass man sich geneigt föhlen könnte, sie als
Varietäten oder selbst als Formen hiervon anzusehen. Schon
4 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESELS.
daraus geht deutlich hervor, wie nahe die beiden HFloren
mit einander verwandt sind.
Von den äbrigen neubeschriebenen Sippen sind 15 nicht
nur nicht in Skandinavien angetroffen worden, sondern sie ha-
ben daselbst auch gar keine oder nur entfernte Verwandte.
Ob sie sich auch auf dem angrenzenden Festlande finden ist
mir bis jetzt noch nicht bekannt.
Was die äbrigen Sippen betrifft, so nehmen 15 (etwa 28,8
Procent) weitere oder engere Ausbreitungsgebiete auf der
skandinavischen Halbinsel ein; 4 (nahezu 7,7 Procent) sind
ausserdem nur in Finland angetraffen und nur 6: H. floren-
tinum Al. " lyccense N. & P., H. magyaricum N. & P. 5 par-
vistolonum N. & P., "amnoon N. & P., ”arvorum N.: & P5
H. nigriceps N. & P. und H. collinum GOcCEN. v. longipilum
N. & P. sind in den ÖOstseeprovinsen und im n. ö. Deutsch-
land einheimisch. «Diese letzteren Sippen gehören einem
östlichen und säödöstlichen Florenelemente an, welches im
östlichen Skandinavien, abgesehen von H. collinum v. lon-
gipilum, nur durch entfernt stehende Verwandte repräsentiert
ist. Einige Subspecies von H. florentinum sind nämlich im
östlichen Schweden von Medelpad bis Smoland hin und wieder
angetroffen worden und einige treten auf Gotland sehr zahl-
reich auf. AH. collinum v. longipilum hat einen näheren
Verwandten in dem im sädlichen Finland und im sädlichen
Oestergötland und nördlichen Smoland auftretenden H. col-
linum v. dimorphum NORRL.
Von den bereits erwähnten 15, auch in der Skandina-
vischen Flora vertretenen Sippen ist eine, H. scandinavicum
DauLst. " subfloribundum (N. &P.) in Vesterbotten, Medelpad
und Jemtland in Schweden, sowie in Valders und bei Driv-
stuen auf Dovre in Norwegen ausgebreitet und kommt aus-
serdem auch in Finland vor; 6 Nippen sind im östlichen
Schweden von Södermanland bis Smoland einheimisch, und
zwar: H. cymosum L. " leptadenium DAELsST., H. pubescens LBLM.
polymoon N. & P. v. rindoicum N. & P., " euryanthelum
DAHELsST., H. cesium FR. ” ruvusculum DAHLST., " atrum DAELST.
und H. porrigens ALMoQu. "virenticeps DaAHLsSTt. Diese drei
letzteren sind auch auf Gotland angetroffen worden.
Das Vorkommen von 2 mnordschwedischen HSippen auf
Oesel ist von besonderem Interesse. Es sind dies H. prete-
neriforme ALMQu. und H. pretenerum Aimou. Die erstere
,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III N:0 13. 53
hat ibr Ausbreitungsgebiet in Herjedalen, Jemtland und
Helsingland. H. pretenerum ist ebenso in den genannten
Landschaften ausgebreitet und tritt in Norwegen bei Tromsö
auf, hat aber im sädlichen Schweden zwei isolierte, kleinere
Gebiete in Södermanland und Smoland. Die Sippe ist als
subalpin zu betrachten und tritt hänfig massenweise an den
Hochgebirgen auf. Im säödlichen Schweden und auf Oesel ist
sie als ein Relikt eines alpinen Florenelementes zu deuten,
wie solches auch betreffs des Auftretens der H. preteneriforme
auf Oesel der Fall ist.
Eine Sippe, H. vulgatum (EFR.) ALMQu., ist eine der ge-
wöhnlichsten Hieracien im ganzen Sädschweden, ihre grosse
Anzahl nimmt allmählich ab bis nach Helsingland und Da-
larne, wo ihr Ausbreitungsgebiet in Schweden fast plötzlich
aufhört, sie kommt im sädlichen Norwegen bis nach Valders
und den angrenzenden Thälern vor und ist längs der nor-
wegischen Kiäste bis Dronthheim ausgebreitet. Sie ist iäber-
dies aus s. w. Finland, Nord-Deutschland, Dänemark und
England bekannt.
Drei Sippen H. ceswum Fr., H. " stenolepis Lee. und H.
pellucidum Test. kommen auf der ganzen skandinavischen
Halbinsel bis nach Tromsö in Norwegen vor und die letztere
ist auch in s. w. Finland und in England angetroffen worden.
Zwei Sippen, H. auricula LAMmz.; DC und H. umbellatum L.
sind wenigstens bis nach dem mittleren Skandinavien allge-
mein verbreitet und besitzen auch ausser Skandinavien eine
weite Ausbreitung.
Wie zuvor hervorgehoben wurde, beherbergt die Insel
Oesel von den bisher angetroffenen 52 Sippen nur 5, welche
keine oder nur entfernte Verwandte auf der skandinavischen
Halbinsel besitzen, und welche einem siädöstlichen Floren-
elemente angehören. Da aber dieselbe Formengruppe, zu
weleher sie gehören, auch in Ostschweden durch einige Sippen
vertreten ist, so zeigt sich auch hier ein, wenugleich ent-
fernterer genetischer Zusammenhang zwischen den beiden
Hieracium-floren. Von den töbrigen Sippen sind, wenn die 15 nur
aus Öesel bekannten Formen abgerechnet werden, wie zuvor
hervorgeboben wurde, 32 entweder mit skandinavischen
Sippen vollständig identisch (19), oder sie stehen in engster ge-
netischer Beziehung zu ostschwedischen Sippen (13).
6 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESELS.
s
Die Hieracium-flora Oesels deutet also auf einen sehr
innigen Zusammenhang mit dem skandinavischen Florengebiet
hin und zeigt nur ein wenig grössere Einmischung von ost-
oder sädosteuropäisehen Formen, als im östlichen Schweden
der Fall ist.
Da die Sammlungen, auf welchen vorliegende Aufzeich-
nungen basieren, von verschiedenen Plätzen auf der ganzen
Insel zusammengebracht sind, so ist nicht anzunehmen, dass
erneuerte Untersuchungen die erworbenen Rusultate in hö-
herem Grade beeinflussen werden.
I. Piloselloidea Näc. & PETER.
Die Hieracien Mittel-Europas. I. Band. Monographische
Bearbeitung der Piloselloiden mit besonderer Beräöcksichti-
gung der mitteleuropäischen Sippen. S. —
H. Datrstept, Bidrag till sydöstra Sveriges Hieracium-
fora. I Piloselloidea. Kongl. Vetenskapsakademiens Hand-
lingar. Band. 23. N:o 15. 1890.
A. Acaulia N. & P.
INKGHICEN BRIER 1 GC IS. rL89 = DAHISTA 13e Sö
1. Pilosellina N. & P.
INGE de LE:BTER, 1. e€ (USE IIS, — DAHEST. Le SIS
Hieracium pilosella. L.
INGER GRE ET, ti GC rs 0. — APDAHLST. Lb € SK20
H. ” colorans DAHLST. n. subsp.
Scapi 2—3, 11—14 cm. longi, graciles, superne dense floc-
cosi, glandulis densiusculis— sat densis, atris pilisque atris apice
+ albidis densiusculis — sparsis obsiti, medio minus basin
versus iterum densius foccosi, ceterum glandulis ad medium
sparsis basi nullis et pilis medio parcis — sparsis, + nigrig,
sat longis, basin versus longioribus, albidis, densioribus ve-
stiti. Folia plurima exteriora parva spathulata — lingulata
obtusa, media + lanceolota — lingulata, obtusiuscula — suba-
cuta, intima auguste lanceolata — lanceolato-linearia, + acuta,
8 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESEL.
subtus dense albido-floccosa, pilis longis albis mollibus, pree-
sertim inferne in nervo dorsali obtecta, supra pilis rigidius-
culis albis longis densiusculis obsita, in margine superne pilis
brevioribus sparsis, inferne longioribus densiusculis ciliata,
in petiolis late alatis pilis albis mollibus longissimis villosa.
Stolones longi, sat graciles, dense floccosi et pilis albis longis
mollibus sat dense obtecti, foliis distantibus, lanceolato-lineari-
bus, + acutis, apicem versus sensim decrescentibus instructi.
Rhizoma crassiusculum. Involucrum 11—12 mm. longum,
7—8 mm. latum, basi + truncatum, canescenti-nigrum, squa-
mis exterioribus latis, ovato-lanceolatis, obtusiusculis, vix viri-
dimarginatis, obscuris, intermediis e basi lata + lanceolatis,
acutis, sat late viridi-marginatis, dorso obscuris, intimis
paullum angustioribus, latissime marginatis v. apice excepta
totis viridibus, longe acutis, apice + longe roseo-coloratis,
omnibus latis v. interioribus in dorso + dense floccosis, in
margine ipsa + stellatis, ceterum pilis mediocribus, nigris
v. apice albidis, + crebris — densis obtectis et glandulis
parvis, sparsis v. solitariis obsitis. Calathidium c. 35 mm.
diametro, subradians, luteo-sulphureum. Ligule marginales
extus stria lata, roseo-purpurea ornate, dentibus exterioribus
gquam medii longioribus.
Oesel bei Arensburg (C. SKOTTSBERG und T. VESTERGREN, 1!/7
1899); trockene Strandwiese bei Kasti nördl. von Arens-
burg (KK. R- KurrEER, "6 1900):
Diese Sippe steht dem H. " firmistolonum DAELST. (Bidrag
till sydöstra Sveriges Hieracium-flora I) am nächsten und
därfte vielleicht als eine ostliche, geografische Rasse derselben
aufgefasst werden. Unterscheidet sich jedoch hauptsächlich
durch dunklere Hällsehuppen mit flockenlosen oder fast flocken-
losen Rändern, käörzere, dunklere und zahlreichere Haare an
Höällen und Stengel und an den Köpfen weit spärlichere
Driäsen, sowie durch schmälere Bläthenzähnchen.
H. "firmistononum DatLst. Bidr. I.
var. rigidistotonum DAHLST, n. var.
A forma primaria scapis plurimis usque ad 5, rigidis,
crassis, longis, foliis majoribus, stolonibus rigidis, erassis, foliis
majoribus, densioribus cito decrescentibus preditis, nec non in-
TER T EE TY
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 13. 9
voluceris majoribus, pilis longioribus, densioribus obtectis ligu-
lisque exterioribus haud striatis diversum. Ceterum planta
tota est mnlto robustior et undique pilis uberioribus longiori-
busque vestita.
Oesel bei Kielkond (C. SKOTTSBERG u. T. VESTERGREN, 9/1 1899).
Unterscheidet sich von der Hauptform vor allem durch
den kräftigen Wuchs, die steifen, groben Stolonen und Schäfte,
die lange und dichte Behaarung und die unterseits unge-
streiften Randbläthen. Obwohl durch diese Merkmale äusser-
lich sehr ausgeprägt, weissen intermediäre Formen aus Schwe-
den darauf hin, dass die oben besprochene Form nur als eine
Varietät aufzufassen ist.
H. ”precinereum DAHLST. n. subsp.
Scapi 2—4, 11—17 mm. longi, crassiusculi v. sat graciles,
superne dense albofloccosi, medio sparsim floccosi, basi iterum
dense foccosi, superne pilis tenuibus, 3—4 mm. longis, atro-
fuscis, apice breviter v. longe albesceutibus, vulgo densissimis
obtecti, medio pilis longis, dilutioribus, sparsis, basin versus
pilis longissimis, albidis, mollibus, densis vestiti, glandulis
nigris, brevibus, crassiusculis, apice densis medio sparsis basi
solitariis v. nullis obsiti. Folia plurima, exteriora + spa-
thulata, minora, + obtusa, intermedia oboblongo-lanceolota, ob-
tusiuscula — subacuta, supra medium vulgo latissima, intima
o+ late — anguste lanceolata, acuta, omnia conspicue et sat
longe alato-petiolata, subtus dense et adpresse albo- v. cinereo-
floccosa, pilis longis, albis, mollibus densiuscule v. ad basin
sat dense obsita, supra pilis rigidiusculis, sparsis v. basin
versus densiuscule vestita, in margine pilis sat rigidis, longis,
sparsis, inferne densiusculis ciliata, in petiolis longissime et
dense, + molliter pilosa. Stolones mediocriter longi crassi —
crassiusculi, densissime albofloccosi et pilis longissimis, mol-
libus, albis, densissimis obtecti, foliis lineari-lanceolatis, acutis
+ confertis v. sat distantibus, apicem versus vulgo cito de-
erescentibus instructi. Rhizoma sat crassum. Involucrum 12—13
mm. longum, 7—8 mm. latum, basi ovato-truncatum, obscure
canescens, varlegatum, squamis extimis 1—2, distantibus, an-
gustis, albidis, exterioribus latis, ovato-lanceolatis, obtusisus-
culis, canescentibus, mediis e basi lata lanceolatis, acutis, canes-
centibus, dorso + lato obscuro, intimis angustioribus, subulatis
10 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESELS.
canescentibus, margine viridescente, dorso apice + obscuro,
apice dilute roseolo-coloratis, pilis basi crassa, nigra longis et
brevioribus, apice sepe + albidis v. fuscescentibus, densissimis
obtectis, glandulis sparsis v. parcis, passim densioribus, inter
pilos sepe vix conspicuis obsitis, ubique etiam in marginibus,
margine inferiore apiceque ipso squam. intimarum excepto,
densissime albo- v. canoflocecosis. Calathidium ce. 30 mm.
diametro, subradians, luteo-sulphureum. Ligule marginales
extus stria lata, roseo-purpurea colorate, dentibus angustis,
exterioribus longioribus.
Oesel, nahe am Arensburg (C. SKOTTSBERG u. 'T. VESTERGREN, ”?/6
1899); Ansekäll (C. SK. u. T. V., 28/6 1899).
Diese Sippe steht dem H. "firmistolonum sehr nahe, unter-
scheidet sich aber von demselben durch gröberen Weuchs,
iäberall reichlichere und dichtere Bekleidung von Haaren und
Flocken sowie durch längere und grössere Hällen mit länger
ausgezogenen Hällschuppen. Aendert zuweilen ab mit spär-
licher Behaarung am oberen Theil der Schäfte und an den
Hillen und mit reichlicherer und deutlicher hervortretender
Drisenbekleidung. Vor allem durch die langen, dicken Hällen
mit lang ausgezogenen, im Knopfe iberrangenden, langge-
spitzten, dicht weissfilzigen Schuppen.
H. " cinericolor DAHLST. n. subsp.
Scapi 1—3, sat graciles, subflexuosi, apice dense albo-floc-
cosi, ceeterum sparsim v. basi densiuscule floccosi, superne
glandulis crassis, nigris, densis, medio densiusculis, basin ver-
sus sparsis — parcis obtecti, ceterum apice pilis, longis, fu-
scescentibus basi crassa nigra, sat densis, medio densiusculis
v. sparsis, dilutioribus, basin versus iterum densioribus, albe-
scentibus, longioribus vestiti. Folia plurima, exteriora minora,
spathbulata, intermedia oboblonga + obtusa (parce papilloso-
dentata), intima + oblongo-lanceolata, acutiuscula, subtus
floccis adpressis, sat densis viridi-canescentia, pilis longis, mol-
libus, sparsis, ad basin densiusculis obsita, supra pilis rigidis,
longis, sparsis vestita, in marginibus pilis superne mediocri-
bus, sparsis, inferne longis, densioribus ciliata, in petiolis con-
spicuis, late alatis, dense et longe pilosa. Stolones longi, sat
graciles, sat dense stellati, sat longe et molliter pilosi, foliis
subtus foccis densis granulatis, parvis, lanceolatis, breviter
a RA PTT
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 13. 11
La
tis. sat distantibus et sensim decrescentibus instructi.
Rhigoma sat gracile. Involucrum crassum, breve, 10—11 mm.
"longum, 7 mm. latum, basi truncatum, canescenti-nigrum,
Variegatum, squamis exterioribus brevibus, latis, intermediis
et intimis lanceolato-linearibus, acutis, apice brevi, subnudo
leviter coloratis, interioribus + virescenti-marginatis, ubique
dense albo-floccosis, pilis nigris basi crassa, apice tenuibus,
osepe fuscescentibus, mediocribus — sat longis + dense ve-
— stitis, glandulis nigris, crassiusculis, densiusculis (— sat densis)
obtectis. Calathidium cec. 30 mm. diametro, subradians, flavo-
luteum. Ligule marginales extus stria angusta, roseo-purpu-
rea ornate, dentibus exterioribus longioribus.
Oesel bei Arensburg (C. SKOTTSBERG u. 'T. VESTERGREN, ?!/6 1899).
Steht betreffs der Behaarung an Hälle und Stengel dem
H. " precinereum am nächsten, unterscheidet sich aber leicht
von demselben durch kräftiger entwickelte Dräsen am Stengel,
reichlichere und deutlicher hervortretende Drisenbekleidung
an den Hällen und durch kärzere und breitere Hällen mit
breiteren, weniger ausgezogenen Schuppenspitzen. In den
vegetativen ”Theilen sind beide Sippen von einander bedeu-
tend verschieden. H. prcecinereum zeichnet sich durch die
lange, dichte Behaarung an den Blattstielen und Stolonen,
durch lange, spitze Blätter und durch kräftige Ausläufer
mit schmalen, dichter stehenden Blättern aus. Bei H. " cine-
ricolor ist die Behaarung viel dänner, und die Ausläufer
sind länger und feiner mit kleineren und mehr entfernt sitz-
enden, breiteren Blättern.
var. densepilosum DAHLST. n. var.
A forma typiea involucris densissime pilosis, pilis dilu-
tioribus, glandulis minoribus, parcioribus vestitis nec non
glandulis in scapo parcioribus, brevioribus diversum; ceterum
habitu foliisque cum f. typ. conveniens.
-Oesel: Trockene Strandwiese bei Kasti nördl. von Arensburg
(K. R. Kurrrer, Herb.-balt. n:o 11038, 3/6 1900).
Erinnert durch die lange und dichte Behaarung der
Hällen an H. "precinereum, stimmt aber in allen iäbrigen
Merkmalen mit H. " cinericolor äberein.
12 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESELS.
H. " elongatipes DAHLST. n. subsp.
Scapi 1—2, longissimi, graciles, usque ad 20—35 cm. longi,
apice + dense floccosi, ceterum sparsim stellati v. ad basin
densiuscule stellati, superne glandulis minutis, sat crebris,
medio densiusculis — sparsis, inferne fere mnullis obsiti,
superne pilis sat ecrebris, tenuibus, fuscescentibus v. albi-
dis, sat longis, medio longioribus, sparsis, basi iterum densio-
ribus, albidis vestiti. Folia exteriora minora, anguste spa-
thulata, obtusa, media longiora, lingulata, obtusiuscula, intima
acutiuscula, omnia subanguste et alate, sat longe petiolata,
subtus + dense albofloccosa, pilis mollibus, sparsis (presertim
in nervo dorsali evolutis) obsita, supra pilis sparsis, rigidius-
culis obtecta, in marginibus pilis rigidiuseulis sat dense
ciliata, in petiolis sat dense et longe pilosa. Stolones longi,
graciles, sat dense floccosi, molliter et sat dense pilosi, foliis
angustis lineari-lingulatis, distantibus, sensim decrescenti-
bus instructi. Rhzoma gracile. Involucrum gracile. ovoi-
deum basi ovata, 12—13 mm. longum, c. 6 mm. latum, cine-
rascens, squamis exterioribus parvis, obtusiusculis, intermediis
acutis et intimis subulatis apice sepius subnudo, colorato, line-
aribus, pilis canescentibus basi brevi nigra, cereberrimis, medio-
ceriter longis vestitis, glandulis parvis, sparsis, inter pilos vix
conspicuis obsitis, ubique fere usque ad apices v. etiam in
apicibus dense albo-foccosis. Calathidium ce. 30 mm. diametro,
sat radians, favo-luteum, ligulis marginalibus extus conco-
loribus dentibus inequalibus, sat longis.
Oesel: Ueppige Buschwiesen am s. w. Ufer der Insel Abro
(K. R. KuPFFER, Herb. balt. n:o 11248, 3/6 1900); Wald
auf der Insel Abro (K. R. KurrrEr, Herb. balt. n:o
11346, ?5/e 1900).
Diese Sippe steht dem H. "leucopsarum DaAErstT. (Bidr.
till sydöstra Sveriges Hieracium-flora I.) sehr nahe. Von
demselben unterscheidet sie sich durch die langen Schäfte,
die schmaleren, mehr zungenförmigen Blätter, die spärlichere
Dräsenbekleidung an den Hällen und die ungestreiften Rand-
bläthen sowie durch hellere Bläthenfarbe. In östlichen Schwe-
den kommen mehrere an H. " leucopsarum sich anschliesende
Formen vor, welche mit der obenbesprochenen Sippe noch
näher verwandt zu sein scheinen. Eine ganz identische Form
ist in Schweden angetroffen.
&
LA
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 13. 13
H. "leucopsaroides DAHLST. n. subsp.
Scapi 1—2, 12—20 cm. longi, graciles (basi ipsa interdum
- furcati), superne dense, medio sparsim, basi sat dense floccosi,
apice crebre, medio sparsim, basi vix glandulosi, pilis molli-
bus, longissimis, superne fuscescentibus, densis, medio et in-
ferne dilutioribus. sparsis -— densiusculis obtecti. Folia plu-
rima, exteriora spathulata, obtusa, intermedia elliptico-oblonga,
obtusiuscula, intima sublanceolata, + acuta, subtus adpresse
albo-floccosa, densiuscule et molliter pilosa, supra pilis longis,
rigidiusculis, sat densiusculis obsita, in marginibus pilis ri-
gidiusculis, densiusculis -— sparsis ciliata. Stolones graciles,
dense et molliter pilosi, dense AMoccosi, foliis lingulatis, obtusis—
acutiusculis, cito decrescentibus instructi. Involucrum gracile,
basi ovoideo-descendente, 11—12 mm. longum, 3—9 mm. la-
tum, canescens, squamis angustis, e basi latiore in apicem an-
gustum, sepissime longe subulatum protractis, e marginibus
late viridibus viridi-canescentibus, glandulis sat longis et
densis, pilis mollibus + longis, albidis v. fuscescentibus, +
densis et dorso usque ad apicem + coloratum + floccosis.
Calathidium ec. 30 mm. diametro, ligulis marginalibus extus
apicem versus + striatis.
Oesel: Insel Abro, lichte Stellen im Walde (P. LACKSCHEWITZ
Herb. n:o 1555, 2/6 1900).
H. ” magnipes DAHLST. n. subsp.
Scapi 1—2, seepe infra medium furcati, 40—55 cm. longi
(post forationem), acladio usque ad 40 mm. longo, superne
densiuscule, medio sparsim glandulosi, basi eglandulosi, pilis
- mollibus, longis, superne fuscescentibus, densiusculis, medio
densioribus et basi sat densis, dilutis obtecti, apice subdense,
j fredio parce v. passim sat dense, basi densiuscule v. in li-
neas dense floccosi. Folia exteriora lata, lingulato- spathulata,
fteriora elongata, lineari-lanceolata, acuta, conspicue petio-
lata, subtus sparsim v. subdensiuscule stellata, dense — sat
dense pilosa, supra sat dense setoso-pilosa, marginibus sat
dense ciliata. Stolones breves v. sat elongati, crassi, foliis lin-
= + densis — sparsis, parum decrescentibus instructi,
molliter pilosi et &eque ac pagina inferior folii densiuscule
stellati. Involucrum mediocre, sat obscurum, 9-—10 mm. longum,
|
14 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESELS.
5—6 mm. latum, squamis exteroribus acutis, interioribus longe
acutis — subulatis, angustis, basi latioribus, glandulis parcis
v. fere nullis, pilis mediocriter longis, rigidiusculis basi crassa
nigra, ceterum fuscescentibus, sat densis, floccis in dorso densis,
in marginibus sparsis obtectis. Calathidium parvum, vix 30
ri
mm. diametro, ligulis marginalibus apice + striatis. -
Oesel: Insel Filsand (C. SKotTsBERG u. TYCHO VESTERGREN, U/7
1899). j
H. "scaposum DAHLST. n. subsp.
Scapus 20—35 cm. altus, superne densiuscule, medio spar-
sim, basi parce glandulosus, apice et basi sat dense, ceterum
sparsim stellatus, medio pilis solitariis, basi sat densis obsitus.
Folia plurima lingulata — lingulato-lanceolota, conspiecue pe-
tiolata, subtus dense canofloccosa, preesertim in nervo mediano
+ dense pilosa, supra sparsim setoso-pilosa, in marginibus
parce—sparsim ciliata. Stolones breves, cerassiusculi foliis densis
spathulutis, subacutis, parum decrescentibus instructi, dense
pilosi et &que ac folia in pagina inferiore dense floccosi.
Involucrum 9—11 mm. longum, 6—8 mm. latum, basi + trun-
catum, squamis lineari-lanceolatis, breviter acutis, interioribus
+ subulatis apice coloratis, dense canofloccosis et glandulis
atris v. lutescentibus, crebris, in squamis exterioribus pilis
mollibus immixtis obtectis. Calathidium parvum ad 30 mm.
diametro, ligulis marginalibus superne vix v. parum striatis.
Oesel: Sworbe, buschiger Abhang bei Mento an der Landstrasse
nach Arensburg (K. R. KurrrErR, Herb. balt. n:o 11552,
NERLI00):
H. " breviusculum DAHLST. n subsp.
Scapi 1—2, 4—8 cm. longi, apice basique dense floccosi,
ceeterum densiuscule stellati, glandulis superne dense, basin
versus sparsius vestiti, apice pilis solitariis v. raris, obscuris,
crassis obsiti. Folia parva, exteriora lingulata, interiora +
lancealota, breviter acuta, prasino-viridia, supra pilis raris,
subtus pilis subnullis, in nervo dorsali sparsis obtecta, in mar-
ginibus + ciliata, subtus sparsim v. in foliis interioribus
sat dense foccosa. Stolones graciles, molliter pilosi, sat elon-
gati, foliis lingulatis, subtus floccosis, undique + pilosis, cito
BIHANG TILL K. SV. VET.- AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 13. 15
decrescentibus, longe distantibus instructi. Involucra brevia,
erassa, atro-viridia, variegata, 3—9 mm. longa, 5—7 mm. lata
basi rotundata postea subtruncata, squamis exterioribus, li-
nearibus, obtusis, intermediis elongate triangularibus, intimis
latis, lanceolatis, omnibus cito in apicem + intense vinoso-
coloratum attenenuatis, intimis late viridi-marginatis, ceteris
dorso lato, obscuro margine viridescentibus, glandulis densis,
crassis, nigris varie longitudinis et in squamis extimis pilis
sparsis, nigris, crassis vestitis, ceeterum ubique sparsim, in
dorso sepe densiuscule floceis albis obtecti. Calathidium
parvum, gat densum, late luteum; ligule marginales extus
stria + lata, intense purpurea notatee.
Oesel: Arensburg (C. SKOTTSBERG u. T. VESTERGREN, Juni 1899).
H. "albolineatum DAHLST. n. subsp.
Scapi 2—3, 5—15 cm. alti, superne dense foccosi, medio
parce, basi densiuscule — sat dense stellati, glandulis nigris
superne densissimis, medio densiusculis — sparsis, basi sparsis
obsiti, superne pilis nigris (v. albidis), longis, densiusculis —
densis, medio sparsis, basi densiusculis, albis obtecti. Folia
exteriora lingulata, interiora lingulato-lanceolata, acuta, in
petiolum alatum, sat longum contracta, subtus dense floccosa,
pilis longis, sparsis, in nervo dorsali densiusculis vestita, supra
pilis rigidioribus, sparsis obtecta, in marginibus sparsim et
longe ciliata. Stolones elongati, gracillimi, molliter pilosi et
stellati, foliis distantibus, cito decrescentibus, parvis, lineari-
lanceolatis, acutis instructi. Jvoluera obscura, subeanescentia,
10 mm. longa, 6—7 mm. lata, basi ovata postea ovato-trun-
cata; squamis angustis extimis linearibus, obtusiusculis — sub-
acutis, interioribus lineari-lanceolatis, in apicem leviter co-
loratum sensim et longe protractis, glandulis nigris, densis —
densiusculis et pilis obscuris, in squamis interioribus apicem
versus evolutis, densis — sparsis, in squ. exterioribus ubique
densis vestitis, dorso lato obscuro stria + dense floccosa, sat
bene limitata usque ad apicem notatis. Calathidium sat den-
sum, c. 25 mm. diametro; ligule lutex, marginales extus stria
sat lata, rubro-purpurea coloratee.
16 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESELS.
Oesel: Arensburg (C. SKOTTSBERG u. 'T. VESTERGREN, ”!/6 1899);
Kergel (SK. u. V., ?2/6 1899); Ansekäöll (SK. u. V., 23/6
1899). ;
Sehr ausgezeichnet durch die langen, dännen Stolonen mit
kleinen, scharf gespitzten Blättern, und die schmalen, lang
zugespitzten Häillschuppen mit reichlichen Driäsen und langen,
gewöhnlich sehwarzen Haaren sowie durch die deutlich mar-
kierte Flockenrand an der Mitte der Schuppen.
v. abroönse DAHLST. n. var.
Von der Hauptform verschieden durch gröberen Wuchs,
bis 25 mm. lange Schäfte, mehr mniedergedruckte, breitere
Häöällen mit kurzeren, lichteren und etwas reichlicheren Haaren
sowie durch kleinere und lichtere Dräsen und gröbere, mehr
dichtbeblätterte Stolonen.
Oesel: Därre Triften auf der Insel Wahhau westl. v. A bro:
(K. R. KurrrErR, Herb. balt. n:o 11139, ?t/6 1900); P:
LACKSCHEWITZ Herb. n:o 1426, 11/6 1900).
Hieracium nudifolium NoRRL.
Vergl. J. P. Norzrun, Herb. Pilos. Fenn. IL n. 157, 158
et Hier. exs. II. n. 33, 34. — H. psilophyllum G. ANDERS.
apud DaAuLsTt. 1. ce. S. 47.
H. "atriceps DAEHLST. n. sp.
Caulis 7—15 cm. altus, ad basin, medio v. interdum apice
furcatus, raro simplex, acladio 3—11 cm. longo, apice dense,
medio sparsius, basi densiuscule foccosus, glandulis crassis,
nigris, apice densis, medio densiusculis, basi sparsis obtectus,
pilis nigris, crassis, apice raris, medio sparsis, basi frequenti-
oribus, magis dilutis et longis vestitus. Stolones graciles, sat
elongati foliis parvis lingulato-linearibus, acutis, cito decre-
scentibus prediti. Folia exteriora lingulato-lanceolata, sub-
acuta, interiora lanceolato-linearia, acuta, subtus rarissime, in
nervo dorsali rare stellata, pilis longis, rigidis, sparsis in,
nervo dorsali sat densis obtecta, marginibus sparsim ciliata,
FERRAN VALAR TRA RT
IR
Mys
> FORRAELIN SPELAS
supra glabra v. ad marginem basingue versus parce pilosa.
Na
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 13. 17
Involuera nigra, subvariegata, 9—11 m.m. longa, 5—6 m.m.
lata, basi ipsa + truncata, squamis exterioribus triangulari-
bus, obtusiusculis, totis viridescentibus v. late virescenti-
marginatis, interioribus e basi latiori lineari-lanceolatis, in
apicem obtusum — acutum, vinose coloratum, angustum longe
cuspidatis, dorso lato obscuro sordide virescenti-marginatis,
intimis late et sordide virescenti-marginatis, glandulis cre-
bris, crassis, nigris et pilis nigris longis, presertim api-
cem versus densiusculis, ceterum sparsis v. nullis vestitis,
dorso foccis sparsis, stria angusta parum conspicua for-
mantibus obsitis. Calathidium sat obscure luteum, c. 30 m.m.
diametro; Jligule -marginales stria intense rubro-purpurea
notatae.
Oesel: Arensburg (C. SKOTTSBERG u. 'T. VESTERGREN, ”9/6 1899).
Steht H. mnudifolium Norr. (= H. psilophyllum G.
ANDERSS.) am nächsten, unterscheidet sich von derselben je-
doch durch reichliche Behaarung und spärliche Sternhaaren
an der Blattunterseite.
B. Cauligera N. & P.
INGE de PETER 1. C. Skr LöJ5 2 IDAHISTS SR Cs 5. 48.
2. Auriculina N. & P.
INÄG. & PETER I. e€. S. 184. — DAHLST. 1. ce. S. 48.
Hieracium auricula LaAmKE.: DO.
H. DAHLST. 1. ec. S. 48. — Näc. & PrEteErR 1. ce. S. 185.
Oesel: Arensburg (C. SKOTTSBERG u. T. VESTERGREN, ?1—25/6 1899);
Lode im Walde nahe am Arensburg (C. SE. u. T. V.,
0/6 1899); Buschwiese am s.o. Rande des Laubwäld-
chens bei Lode (K. R. KuPFFER, Herb. balt. N:o 10954,
21/6 1900): am Wege zwischen Arensburg und Örisaar,
f. subpiiosum, (C. SK. u. T. V., 5/6 1899); Ansekäll (C.
Ska RAVE 25/6 rIS99
2
18 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESELS.
Hieracium floribundum Wimm. & GRAB.
NäGEurI & PETER I. ce. S. 688. — H. Daurist. IL ec. I Pilot |
gelloidea. 9S. 49.
H. ”"suecicum FR.
v. valdepilosum N. & P.
NägG. & PETER 1. ce. S. 695.
Oesel: Ansekäll (C. SKOTTSBERG u. T. VESTERGREN, 3/6 1899). |
Hieracium scandinavicum DaAHursr.
H. Daurst., Adnotationes de Hieraciis scandinavicis: Acta
Horti Bergiani. Band 2. N:o 4. S. 31.
H. ”subfloribundum (N. & P.) DAEHLST.
H. Daurnst. I. e. S. 35. — Näc. & PETER L ee. S- 09006
(als Var.). :
Oesel: Ansekäll (C. SKOTTSBERG u. T. VESTERGREN, ?9/6 1899); :
(Om (DK Wo IT LHR |
Hieracium nigriceps N. & P.
NEGELI & PETER 1. ec. S. 702.
Oesel: In der Nähe von Arensburg (C. SKOTTSBERG u. To
VESTERGREN, 6/6 1899). |
Die hier unter H. nigriceps aufgenommene Sippe ist mit
keinen der von N. & P. a. a. O. aufgezählten Subspecies iden-"
tisch, kommt aber dem H. ”floridum N. & P. (a. a. 0.) am
nächsten.
3. Collinina N. & P.
NÄG. & PETER 1. Co 5. 284 =E DAHLST. Ir GSoa
Hieracium collinum GocHn.
NägG. & PETER I c. S. 298.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 13. 19
H. "ceollinum (GOCHN.).
v. longipilum N. & P.
NägG. & PETER 1. c: S. 304.
Oesel: Wido auf Widoberg (C. SKOTTSBERG u. 'T. VESTERGREN,
ES 90 RONStE (SKO ue ME S/T S990) 5 An sekulli (SK:
DAVVE ES (er S 00); Inse Aro (SK ou: VE fe 09)
Ueppige Buschwiesen am s.w. Ufer d. Insel Abro
(RE REN RK UP ERER, (Elerb: ballt Nor 12560 Cp5 po vt TI00)5
Sworbe, Buschwiesen bei Ficht (K. R. KuPFFER, Herb.
balt. N:o 11639, 39/6 1900); P. LAcKscHEWITZ, Herb. N:o
1567, 17/6 1900).
4. Cymosina N. & P.
NägG. & PETER IG SS98 ENDAST I ep Sot
Hieracium cymosum L.
Vergl. Dauzst. 1. ce. S. 57.!
H. "leptadenium DAHLST.
ARD ARLST E COS 60
Oesel: Insel Abro, lichte Stellen im Walde (P. LACKSCHEWITZ,
Herb. N:o 1549, 12/6 1900); Geröllräcken auf der Insel
Abro (K. R. Kurrrer, Herb. balt. N:o 11317, ”?;6 1900);
Ueppige Buschwiesen am s.w. Ufer d. Insel Abro (K.
R.: KurFrerR, Herb. balt. N:o 11256 p. p, ”/e 1900);
Sworbe, Buschwiesen bei Ficht (K. R. KuPFFEr, Herb.
balt. N:o 11665, ?9/, 1900). — Die oesel'scehe Pfianze
steht den lang- und reichhaarigen Formen aus Smoland
in Schweden am nächsten.
H. ”tabergense DAHLST.
v. stiptademorides DAERLST. n. var.
Ab H. ”tabergensi pilis involuerorum longioribus, den-
sioribus et glandulis frequentioribus sat diversum.
-Oesel: Kielkond (C. SKoTTsSBERG u. T. VESTRRGREN, !!/7 1899);
Taggamois (SK. u. V., 14,7 1899); Ins. Filsand (SK. u. V.).
20 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUMFORA OESELS.
Hieracium pubescens (LINDBL.) DAHLST.
Vergl. Daunsr. 1. c. S. 73.!
H. ”"cymigerum REICH.
v. calvipedunculum N. & P.
NäGELI & PETER 1. c. S. 414.
Oesel" Mäpe auf Widoberg (C. SKOTTSBERG u. T. SN
15/7 1899).
H. ”hirtellieeps DAHLST. n. subsp.
tusis, inflorescentia laxe umbellata, pedunculis solum glandu-
losis, pedicellis sub involuceris parce et breviter nigro- pilosidd
involucris obscurioribus, glandulis nigris et pilis brevibus,
crassis, nigris, + densis obtectis diger Pilis brevibus
Crassis farsolmerokntn obscuriorum inflorescentiaque magis laxag T
et de H. ”polymnoo et de H. ”migrante monet. |
Ab H. ”"pubescente foliis exterioribus latioribus, magis I
|
Ocsel: Kielkond (C. SKOTTSBERG u. T. VESTERGREN, '/7 1899);
Ansekäll (SK. u. V., ?3/6 1899); Sworbe, Buschwiesen
bei Ficht (P. LAcKscHEWITz, Herb. N:o 1659, 17/6 1900);=
Ueppige Buschwiesen am s.w. Ufer d. Insel Abro (K. -
R. KUPEFEER, Herb. palt. N:o 112250: EG0900
H. ”"nigrans ÅA LMQU.
Vv. osiliense DAHLST. n. var.
A forma primaria pilis et glandulis crebrioribus, caule
foliisque longius pilosis diversum. |
Oesel: Kattfel bei Kielkond (C. SKOTTSBERG und T. VESTER-
GREN, 2/7 1899); Mäpe (SE. u. V., 13/7 1899). — Eine
nahestehende Form mit nur spärlichen, kurzen, sehwar-
zen Haaren an den Hällschuppen und iberall zahl-
reicheren Dräsen im Kopfstand ist auf der Insel Abro, an
lichten Stellen im Walde (P. LackscHEWwitz, Herb. N:o
1549) gefunden. Diese Form nähert sich sehr dem H.
"cymigerum REICH. v. calvipedunculum N. & P.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 19 2
H. "polymnoon N. & P.
v. rindoicum N. & P.
ING TR RTIER 1 ec. S. 475. — H. DAHLST Lo C:o Så ((.
Oesel: Kattfel (C. SKOTTsBERG u. T. VESTERGREN, ”/7 1599);
Kielkond (SKE. u. V., 1/7 1899); Insel Filsand (SK. u.
V., 11/7 1899); Buschwiesen westl. von Taggamois (K.
R. KUuPFFER, Herb. balt. N:o 12285, !/7 1900).
H. ”euryanthelum DAHLST.
IDAEST I CS. 81
Oesel: Brachfeld bei Kattfel (P. LacKscHEwIitTz, Herb. N:o 1899,
22/6 1900); Buschwiesen beim Dorte Haussla-Kulla unw.
Karral (K. R. Kurrrer, Herb. balt. N:o 11923, 2/7 1900).
3. Preealtina N. & P.
INGE RRTER, I. €. N..519. — DASDST. I ce. S. 107.
Hieracium poliodermum DAuHLsT.
Vergl. DauLsTt. 1. e. S: 119.!
H. ”"transbalticum DAELST. n. subsp.
Caulis 30—45 cm. altus, 1—2-folius, superne + dense
cunofloccosus, medio sparsim, basi densiuscule floccosus, glan-
dulis superne sparsis (v. densiusculis), inferne magis magis-
que raris obsitus, pilis apice solitariis, basi crassa nigra apice
fuscis, mediocribus, medio raris hinc inde approximatis, basi
densiusculis, longis, albidis, setiformibus. Folia caulina linea-
ri-lanceolata, acuta, apicem versus latiora, basi ipsa subamplec-
tente; basalia exteriora lingulata, breviter acuta, interiora
lineari-lanceolata, supra medium latiora, + acuta, subtus e
focceis densiusculis cinereis, parce, in nervo dorsali sparsim
pilosa, supra et in marginibus pilis setiformibus sparsim ve-
stita. Inflorescentia sat laxa, paniculata, ramo uno brevi ex
axillo folii caulini sepe aucta, ramis ceteris acladio 15—20
m.m. longo haud v. parum superantibus, floccis densis cinereis,
DA DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESELS.
glandulis densiusculis et pilis longis basi crassa nigra, apice
longo albido v.' fuscescente, setiformibus, sparsis v. raris ob-
tectis. Inrvolucra cinerascentia, 6—7 m.m. longa, c. 5 m.m.
lata basi rotundata, squamis latis, exterioribus anguste ovato-
lanceolatis, intimis lanceolatis in apicem obtusiusceulum —acutum
cito contractis, intimis late virescenti-marginatis, ubique dense |
cinereo-floccosis, glandulis densis, crassis et pilis mediocribus,
setiformibus, crassis, nigris apice sepius albidis v. fuscescenti-
bus, subdensiusculis obtectis. Calathidium ec. 18 m.m. dia-
metro. Ligule marginales concolores; stylus luteus.
FÖR VR
Oesel: Auf der Insel Filsand (C. SxorrsBrrc u. T. VEsteR-
GREN, 1/7 1899). NN
Sehr nahe mit H. "poliodermum verwandt, von welchem
sie sich jedoch unterscheidet durch äberall reichlichere Be- -
kleidung von Sternflocken und Haaren. Nimmt eine Mittel-
stellung zwischen H. ”trichopsilon und H. ”poliodermum ein, ä
mit einiger Neigung gegen H. "Loennrothu.
Hieracium florentinum ALL.
Näg. & Peter 1. c. S. 526.
H. ”prealtum VILL. i
v. septentrionale N. & P. å
NäG. & PETER 1. ce. S. 540.
Oesel: Am Wege zwischen Arensburg und Orisaar (C. SKOTTS-
BERG u. T. VESTERGREN, ?/7 1899); Kielkond, Waldschlag
auf dem Papenholm (P. LAcKSscHEWITzZ, Herb. N:o 1883,
21/6 1900); Am Abhang des Wido-Berges (P. LACKSCHE-
witz, Herb. N:o 1607, !5/6 1900); Insel Abro, lichte
Stellen im Walde (P. LAcKscHEwIitz, Herb. N:o 1554,
12/6 1900); Geröllröcken bei der Buschwachterei auf
der Insel Abro (K. R. KurrrEr, Herb. balt. N:o 11316, -
5,6 1900); Buschwiese am s.w. Rand des Lode'schen
Wäldcehens bei Arensburg (K. R. KurrrEr, Herb. balt.
N:o 12444 12/7 1900); Wald am Ostufer des Kaanda-
Sees zw. Taggamois u. Mustel (K. R. KurFrrER, Herb.
ballt: N:o-k2551,: 1900):
st ENA RS NA SE
kärt
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 13. 23
H. ”lIyecense N. & P.
NägG. & PETER 1. c. S. 538.
Oesel: Arensburg (C. SKOTTSBERG u. T. VESTERGREN, ”4/6 1899);
Amsekull (SK. us V., 5/5 1899):,010 (SK. u., V., "7 1899);
Insel Abro, lichte, trockene Stellen im Walde bei der
Buschwachterei (P. LaAcKkscHEwitz, Herb. N:o 1548,
12/6 1900).
H. ”"polioeladum N. & P.
v. tenebricans (NORRL.) f. lMirsutum N. & P. 1. ce. S. 545.
Oesel: Kattfel bei Kielkond (C. SKOTTSBERG u. T. WVESTER-
GREN, 9/7 1899); Kattfel, Feldränder (K. R. KUPFFER,
Herb. balt. N:o 11914, 7/7 1900); Insel Abro, lichte,
trockene Stellen im Walde bei der Buschwachterei
(P. LAcEscHEWITZ, Herb. N:o 1548, 12/6 1900); am Ab-
hang des Wido-Berges (P. LAgEKSscHEWITZ, Herb. N:o
1607, 15/6 1900); am grossen Pank b. Mustel (K. R.
KuPFFER, Herb. balt. N:o 12015, 7/7 1900).
Hieracium magyaricum N. & P.
NägG. & PETER 1. ce. S. 566.
H. ”"parvistolonum N. & P.
INÄG. & PETER 1. e. SN. 569.
Oesel: Taggamois (C. SKOTTSBERG u. T. VESTERGREN, !4/7 1899);
Mustel (SK. u. V., 18/7'1899); Insel Abro (SKE. u. V.,
3/7 1899).
H. ”amnoon N. & P. i
INVAG. ct PETER LL C& SÅ. St2.
Oesel: Mäpe in Widoberg (C. SKOTTSBERG u. T. VESTERGREN,
13/7 1899); Brachfeld bei Kattfel (P. TLACKSCHEWITZ,
Herb. N:o 1898, ?2/6 1900).
H. ”arvorum N. & P.
NäG. & PETER 1. c. S. 586.
24 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUMFLORA OESELS.
f. efloccosum DAHLST.
A forma primaria nonnisi foliis subtus efloccosis diversum.
Oesel: Taggamois (C. SKOTTSBERG u. T. VESTERGREN, 14/7 1899);
Mustel (SE. u. V., 9/7 1899); Kielkond (SK. u. V., "/74
1899). t
II. Archieracia.
Vergl. DaurLst., Bidrag till sydöstra Sveriges Hieracium-
flora IT, 1893. !
I. Vulgata Fr.
HRSDAHIST vi Her: fak.
A. Subceesia.
137 IDAS La G5 Sh ot c
Hieracium silvaticum (&L.).
H. Daurst., Bidrag till sydöstra Sveriges Hieracium-
flora II. Kongl. Svenska Vetenskapsakademiens handlingar.
Bandet 25. N:o 2, 1893, pag. 390.
H. ”stenolepis LBG.
H. Daurst. 1. e. S. 42. — C. J. LiINDEBERG, EHiersöScande
exs. N:o 129. — J..P. Norrun, Hier. exs. N:o 126 (H. leti-
forum). — Daurst., Herb. Hier. Scand., Cent. I, N:o 1—4 & 5
(modif.); Cent. IT, N:o 90 (modif.).
Oesel: Nadelwald östlich von Taggamois (K. R. KUPFFER,
Herb. balt. N:o 12208, 19/6 1900).
Die oesel'schen Exemplare sind von den schwedischen
Formen ein wenig verschieden durch dunklere Behaarung und
gröbere Drisen an den Hällschuppen. Es ist hier zu be-
merken, dass die Mehrzahl der Individuen anderer Arten auf
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 13. 25
Oesel in eben dieser Richtung von schwedischen Formen der-
selben Sippe abweichen. AH. ”stenolepis hat eine sehr weite
Ausbreitung. Es kommt in Skandinavien von Schonen in
Sehweden bis nach Tromsö in Norwegen vor und steigt in
den Hochgebirgen bis in die subalpine Region auf. Ist auch
auf den dänischen Inseln angetroffen.
H. ”"submaculosum DAHLST. n. subsp.
Aled arg Be
Cawuwlis 50—60 cm. altus, crassiusculus v. gracilis, flexu-
osus, glaber, superne viridis basin versus ruberulus, apice
sparsim, basin versus parce floccosus. Folia rosularia 4—6,
exteriora parva, obtusa, ovato-elliptiea basi subeordata
longius et acutius dentata, ceeterum breviter et obtusius-
cule denticulata v. papilloso-dentata, media ovata basi
subeontracta v. subcordulata, ingequaliter et grosse basi
profundius et acutius dentata, obtusiuscula v. acutiuscula,
interiora ovato-lanceolata — lanceolata, acuta, sat magna, in-
equaliter, dense et acute dentata, basi contracta seepe obligue
descendente profunde incisa et sepe dentibus v. laciniis longis
liberis in petiolo evolutis, ceterum ineequaliter, densissime et
acute dentata. Folium caulinum 1, infra medium caulis, haud
raro prope ad basin affixum, + petiolatum, ovato-lanceolatum
— anguste lanceolatum, interdum lineare, longe acutum —
subulatum, dentibus ingequalibus + longis densis et preeser-
tim ad basin acutis, angustis preditum. Folia omnia superne
glabra, subtus sparsim, in nervo dorsali (precipue folii cau-
lini) + floccosa, densiuscule pilosa, in marginibus sat dense
ciliata, subtus et in petiolis sepius + violacea. Inflorescentia
paniculata, laxa, superans, acladio 8—10(—22) m.m. longo,
radiis 2 ordinis 2—5 arcuatis, superioribus + confertis, magis
patentibus, inferioribus sepe magis distantibus et suberectis,
longis gracilibus, dense albo-floccosis, glandulis parcis, pilis
solitariis, brevibus, atris obsitis, ordinibus 3—4. Involucra
(10—)11—12 m.m. longa, 5—6 m.m. lata, ovalia basi rotun-
data, squamis exterioribus angustis, linearibus, obtusiusculis,
intermediis e basi latiore lineari-lanceolatis, obtusiusculis —
acutiusculis v. acutis, intimis subulatis, nigrescentibus, late
. viridi-marginatis, pilis sparsis — densiusculis, 0,5 m.m. longis
v. brevioribus, nigris basi erassa apice brevi canescenti, glan-
26 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESELS.
dulis minutis, sparsis — densiusculis vestitis, floccis dorso parcis
in marginibus paullum densioribus fere ad apicem, parce como-
sum evolutis. Flores haud visi.
Oesel: Mäpe (C. SKOTTSBERG u. 'T. VESTERGREN, 13/7 1899).
Die oben beschriebene Sippe nimmt eine Mittelstellung
zwischen H. ”prolixum NORrrL. und H. ”"maculosum DAHLST.
ein. Betreffs der Form und Bezahnung der äusseren Basal-
blätter erinnert sie an H. ”"prolixum. Die inneren Basal-
blätter und das meistens schmale, langgespitzte Stengelblatt
erinnern dagegen lebhaft an denselben des H. ”maculosum.
Die Hälle sieht in Form und Farbe derselben von H. ”macu-
losum am meistens ähnlich, ist aber mit zahlreicheren Dräsen,
wie bei H. ”prolixum, bekleidet. Die Blätter sind ungefleckt
und besitzen dieselbe sattgräne Farbe, wie bei der letzteren
Sippe. Die Exemplare waren bei den Einsammlung schon
verbläht und zur Fruchtreife gelungen, warum ich äber die
Bläthen- und Griffelfarbe nichts hier mittheilen kann.
H. ”oioönse DAHLSsST. n. subsp.
Taf. I, Fig. 2; Taf. II, Fig. 1.
Caulis ec. 65 cm. altus, crassiusculus, 2-folius, superne sat
floccosus, sparsim pilosus, medio + stellatus, basi parce flocco-
sus et pilosus, ima basi leviter fusco-purpureus. Folia basalia
3, extimum subquadrangulare, truncatum, obtuse dentatum,
media ovalia, + late et acute dentata v. late lanceolata, longe
et acute dentata, intima lanceolata, sparsim, anguste et pree-
sertim ad basin longissime dentata, acuta; folia caulina, in-
timum lanceolatum, breviter petiolatum, infra medium sparsim
et longissime dentatum, summum sessile, lineare, ad basin
longissime 2—3 dentatum; omnia supra glabra, subtus sub-
glabra, in nervo dorsali folii caulini sat dense stellata, in
nervo folior. basalium densiuscule — parce stellata et pilis
mollibus, densiusculis — parcis vestita, ceeterum in pagina fol.
caul. et fol. bas. intim. sparsim in fol. basal. exter. parce stellata.
Inflorescentia subumbellato-paniculata, laxa, superans, acladio
c. 40 m.m. longo, radiis 2 ordinis 2—?, longis, subarcuatis,
dense albo-floccosis, radiis 3 ordinis brevioribus, dense albo-
Hoccosis superne seque ac acladio pilis parcis, fuscescentibus
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 13. 27
obsitis; ordinibus 3—4. Involucra 10—12 m.m. longa, 6—7
m.m. lata, obscure viridicanescentia, basi ovata, postea rotun-
data, squamis exterioribus brevibus, late linearibus, mediis
breviter acutis et intimis plurimis longe acutis v. paucis subu-
latis, + linearibus, apice + comatis, subhyalinis, pilis densius-
culis, mediocribus, basi crassiuscula nigra apice albescentibus,
glandulis parvis v. minutis, sparsis et foccis sparsis, in mar-
ginibus, precipue evolutis vestitis, exterioribus totis vel
dorso + nigro-virescentibus, interioribus + late et sordide vire-
scenti-marginatis. Calathidium ec. 50 m.m. diametro, radians.
Ligule Tutee. Stylus badio-fuscus.
Oesel: Buschwiesen bei Oio nördlieh von Kielkond (K. R.
KurFFeR, Herb. balt. N:o 12122, 10/7 1900).
Diese Sippe gehört unzweifelhaft der Gruppe des H.
silvaticum (L.) an, wie dies die an den inneren Basalblättern
und an den Stengelblättern etwas unregelmässig abwechseln-
den, langen und kurzen und besonders am Grunde des Blattes
gekräimmten, nicht selten an den Blattstiel herabsteigenden,
freien Zähne andeuten, bekommt aber durch die mehr regelmäs-
sigen Zähne der äusseren Basalblätter, die zusammengezogene
Blattbasis und die oft zwei, kurz- oder ungestielten Stengel-
blätter ein etwas an einigen Cesia erinnerndes Aussehen.
Als nächste Verwandte dieser Sippe därften H. "”prolixum
NoRrkL. und H. ”acidotum DAELST. gerechnet werden, an wel-
chen sie in Kopfbau und Bekleidung sehr erinnert.
H. ”Lackschewitzii DAHLST. n. subsp.
MALNIPETS. 2.
Caulis 50—60 em. altus, 0—2-folius (szeepe 2 caules ex eo-
dem rhizomate), superne sparsim, basin versus parce floccosus,
pilis parcissimis v. basi apiceque sparsis obsitus. Folia ba-
salia plurima, exteriora minora, ovato-cordata, obtusa, late et
crebre ad basin profunde dentata, intermedia + ovata —
ovato-oblonga basi cordato-sagittata, obtusiuscula — breviter
acuta, intima + ovato-lanceolata, acuta, basi contracta sub-
sagittata dentibus liberis in petiolo seepe instructa, omnia
ceterum crebre et late dentata et presertim ad basin pro-
funde et late, scepe acute incisa — inciso-dentata, dentibus
28 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESELS.
caulinum nullum v. lineare, interdum lineari-lanceolatum, +
longe petiololum, crebre et acutius dentatum v. ad basin inciso-
dentatnm, alterum lineare, breve, petiolatum, basi erebre den-
tatum, sepe apicem caulis versus evolutum; omnia supra
saturate viridia, subtus pallidiora, supra breviter et spar-
sim pilosa, subtus pilis brevibus, sparsis v. in nervo dorsali
sat fMloccoso densis obsita, in marginibus pilis brevibus, densis
ciliata. Inflorescentia laxa, superans, ramo longo, 2—4-cephalo
e superiore parte caulis aucta, acladio 20—35 m.m. longo,
radiis 2 ordinis longis, arcuatis + patentibus, radiis 2 ordinis
brevioribus arcuatis, omnibus dense albo-floccosis, pilis brevi-
bus — mediocriter longis, albis, sparsis v. raris et superne
glandulis solitariis v. nullis obtectis; ordinibus 2—3. Invo-
luera obseure canescenti-viridia, parva, 3—10 m.m. longa, 4—6
m.m. lata, basi ovata postea rotundato-truncata, squa-
mis exterioribus brevibus, lanceolato-linearibus, subobtusis, ob-
scuris, intermediis dorso late obscuris, intimis dorso apice
obscuris v. toto virescentibus, angustis, e basi latiore lineari-
bus, + acutis, pilis brevibus mollibus, albidis, sat densis glan-
dulisque nullis obsitis, dorso et ad margines exteriorum parce
stellatis. Calathidwum parvum, c. 30 m.m. diametro, parum
radians. Ligule saturate luterg. Stylus virescens, siccus sub-
niger.
basalibus + retroversis, marginibus seepius plicatis; folium
Oesel: Sworbe, bewaldeter Abhang bei der Villa »Waldes-
heim> (P. LAcKSscHEWitZ, Herb. N:o 1707, 13/6 1900).
Diese Sippe nimmt eine sehr eigenthöäömliche Mittel-
stellung zwischen Subcesia und Subvulgata der Vulgata ein.
Habituell und betreffs der Blattform steht sie H. ”expallidi-
forme DaAurst. und H. "pycnodon DaAtrst. der Subvulgata sebr
nahe. Diese letzteren Sippen sind äbrigens als Zwischenformen
zu Subecesia zu betrachten, mit welecher Gruppe sie in Skandi-
navien durch gleitende Uebergangsformen verbunden sind.
An Subcesia erinnert H. "Lackschewitzii lebhaft sowohl durch
die Form und Behaarung der Hällschuppen, als durch die
lockere und etwas unbegränzte Inflorescenz.
|
;
|
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 13. 29
B. Subvulgata.
IEND ARLST. 1. ce. SÅ (4.
Hieracium pretenerum ÅA LMU.
Dauist., Bidr. till sydöstra Sveriges Hieraciumflora. II.
1893, 5. 158. — DaAtrst., Hier. exs. fasc. II. n. 39, 40; fasc. IV,
Wvs EID AELST: Herb: Hier. Neand., Cent. I, fn T4, 75, 163
(Cent. IV, nn. 22.
Oesel: bei Kielkond in Fichtenwald (SK. & V., 7/7 1899) und Katt-
fel bei Kielkond (SK. & V., 3/7 1899); Kieferwaldrand öst-
lich von Taggamois (K.R. KUPFFER, Herb. balt. N:o 12187,
10/7 1900; P. LAcKscHEWITzZ, Herb. N:o 2034, 27/6 1900).
Die oesel'schen Exemplare stimmen in allen wesentlichen
Merkmalen mit den schwedischen äberein. Wie bei mehreren
anderen Formen aus OÖOesel ist die Behaarung gewöhnlich
dunkler, als bei Formen aus der Waldregion Schwedens. Wie
bei skandinavischen Kästenformen, sind bei Exemplaren aus
Oesel die Haare an den Hällen etwas kräftiger und reich-
licher, als bei Formen aus dem Binnenlande oder aus den
Hochgebirgen. H. pretenerum hat in Skandinavien eine sehr
weite und geschlossene Ausbreitung von nördlichen Jemtland
durch Herjedalen bis Dalarne und nördlich Wermland, ist
weiter in ganzem Helsingland sehr allgemein und kommt hin
und. wieder bis nach Skellefteå im bottnischen Kästenland
vor. Ausserdem ist es an zwei Orten in Södermanland an-
getroffen, und tritt schliesslich sehr entfernt von seinem
Hauptgebiete in nördlichen Smoland und bei Tromsö in Nor-
wegen wieder auf. In den Hochgebirgen steigt es bis in die
obere subalpine Region auf.
Hieracium pellucidum Lzsr.
DauLstT., Bidrag till sydöstra Sveriges Hieraciumfora. II.
1593, S. 80. — Norrr., Hier. exs. N:o 103. — DaAurLsTt., Hier. exs.
faSCA En 08, fasc.. LV, 1. 28; DAHLST., Herb. Hier. Scand.,
Cenmal, N:o al, .32.
"Oesel: Arensburg (SK. et V., 19/6); Kielkond (SE. u. V.
Man300):
30 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESELS.
Stimmt in allen Merkmalen mit schwedischen Exemplaren
uäberein. Ist auf der scandinavische Halbinsel von Schonen
in Schweden bis Tromsö in Norwegen allgemein ausgebreitet,
tritt aber fast niemals massenhaft auf. Gewöhnlich trifft man
nur einige wenige Exemplare zusammen, und sehr oft kommen
nur vereinzelte Individuen vor. In den Hochgebirgen steigt
H. pellucidum bis in die unterste alpine Region vereinzelt
auf. Ausser der scandinavische Halbinsel ist diese Sippe in -
sädwestlichen Finland, auf Riigen, in Danemark und in Eng-
land angetroffen.
Hieracium serratifrons ÅLMQU.
H. Dauzrst., Bidrag till sydöstra Sveriges Hieracium-
flora. II. S. 82.
H. ”pleuroleucum DAHLST. n. subsp.
at VS SEE
Caulis cec. 35 cm. altus, 1-phyllus, superne densiuscule, -
medio sparsim, basi parce v. vix floccosus, apice usque ad -
tertiam partem superne glandulis nigris densiusculis, inferne -
magis magisque sparsis obsitus, medio pilis brevibus, sparsis,
basi pilis longis, mollibus, densioribus vestitus, ima basi +
violaceus (vinosus). Folia basalia c. 4, extimum + ellipticum,
basi cordulatum, vix dentatum, obtusum, intermedia ovato-
elliptica v. ovalia, subintegra — late et parce dentata, basi
contracta, dentibus + retroversis predita, intimum + ovatum,
paullum angustius et acutius dentatum, omnia obtusa — ob-
tusiuscula, supra saturate viridia, parce et breviter pilosa,
subtus pallidiora, parce pilosa, in nervo dorsali vix stellato
dense et longe, molliter pilosa, in marginibus + densiuscule —
ciliata; folium caulinum prope basin affixum, sat longe petio-
latum, ovato-lanceolatum, sat dense et acute et irregulariter
dentatum, ad basin + contractam, obliquam acutius et reverse 3
dentatum, supra parce pilosum (subglabrum), subtus sparsim, -
in nervo dorsali sat floccoso dense et molliter pilosum. In-
florescentia parva, paniculata, parum superans; acladio ce. 15 -
m.m. longo, ramis brevibus + dense floccosis et sat dense
glandulosis; ordinibus ramorum 2—3. Involucera 10—11 m.m.
longa, 5—6 m.m. lata, nigro-virescentia, variegata, basi +
ovata; squamis exterioribus linearibus et intermediis e basi
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0138. 31
latiore + lineari-lanceolatis, + obtusiusculis, dorso + late nigro,
marginibus squamarum exteriorum stria floccosa, latiuscula,
alba conspicue notatis, interioribus + late viridi-marginatis,
inferne in margine parce — sparsim foccosis, superne fere
efloccosis, acutiusculis — acutis, omnibus apice leviter comosis,
ceterum glandulis nigris, gracilibus, mediocriter longis, sat
densis obtectis. Calothidium saturate luteum ad 40 m.m. dia-
metro, subradians. Stylus (obscure viridescens) sicecus sat
nigrescens.
Oesel: Wald am Ost-Ufer des Kaanda-Sees zu Mustel in
Taggamois (K. R. KvurrrrErR, Herb. balt. N:o 12360
partim, !!/6 1900).
Diese Sippe schliesst sich den von mir als H. serratifrons
zusammengefassten schwedischen Formen am nächsten an,
hat aber in Blattform und noch deutlicher in der Bekleidung
der Hällen einige Aehnlichkeit mit H. pellucidum und ist
vielleicht als ein Mittelglied zwisechen diese beiden Sippen
aufzufassen. Von H. pellucidum ist sie jedoch leicht zu
unterscheiden durch die dichtere, breitere und längere Zähne
der Stengelblätter, durch die längeren Hällen mit schmäleren
Schuppen und deutlicher hervortretendem Flockenrand, sowie
durch breitere Calathidien mit sattgelben Blithen.
Hieracium furfuraceum DAHELsT. n. sp.
Tab. III, Fig. 2.
Caulis 45—70 cm. altus, crassiusculus, subflexuosus,
1-folius, viridis, glaber, basi vinosus, glaber v. subglaber,
superne densiuscule v. sparsim, medio leviter stellatus, in-
ferne efloccosus. Folia basalia 4—5, exteriora parva ellip-
tica, obtuso-truncata, basi subtruncata, parce denticulata v.
+ ovata, obtusa, parce dentata, ad basin truncatam — subcor-
datam dentibus parcis, brevibus, latiusculis preedita, inter-
media oblonga — ovato-oblonga et intimum lanceolatum, +
acuta, basi contracta, sepe obliqua denticulata — dentata,
ceterum parce denticulata — late dentata, in apicem + longum
integrum protracta, supra saturate viridia, glabra v. parcissime
pilosa, subtus pallidiora et sepe leviter violascentia, parce
« pilosa, in nervo dorsali sparsim — parce stellata, densiuscule
Vv. sparsim pilosa, in marginibus sparsim — densiuscule ciliata
32 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESELS.
v. subglabra, in petiolis sat longis, + vinosis sparsim — den-
siuscule pilosa; folwum caulinum ad medium, rarius prop
basin v. in superiore parte caulis affixum, lanceolatum v. fere
obovato-lanceolatum, ad basin seepe obliguam dentatum |
denticulatum, in apicem breviorem — sat elongatum, acutum
protractum, breve petiolatum, supra glabrum, subtus parce,
in nervo dorsali sat stellato densiuscule pilosum, margine +
ciliato. Inflorescentia sat ampla, 3—9-cephala, paniculata v.
superiore parte umbellata, ramis + arcuatis, equantibus Vv.
"T-D DERA
infimis superantibus, ramo 1—3-cephalo, haud 2equante, ex
m.m. longo, + dense floccosis et glandulis raris — sparsis v.
presertim in acladio et sub involucris seepe densiusculis ob-
ovata, postea rotundata, obscure canescentia, variegata, squa-
mis exterioribus angustis, linearibus, subobtusis, intermediis et
obtusiusculam v. subacutam, comosam sat longe protractis,
dorso + late obscuro, glandulis densis, sat gracilibus, nigris
obtectis, undique preesertim ad apicem et margines versus
sat dense et quasi furfureo-floccosis, intimis angustis, + acutis
sus parce glandulosis. Calathidium cirea 35 m.m. diametro, ||
sat radians, luteum, ligulis breviter dentatis, stylo subvire-
Oesel: Kielkond (SE. u. V., ”/7 1899); Wald am Ost-Ufer des
Kaanda-Sees zu Mustel in Taggamois (K. R. KUPFFER,
Eine sehr ausgeprägte Sippe, welche in der Bekleidung der
Hällschuppen viele Aehnlichkeiten sowohl mit H. paneolum i
K. Jo. aufzuweisen hat. Betreffs der Form des Stengel- -
blattes erinnert sie sehr an H. integratum sowie an H. ethiops
und Bezahnung der Basalblätter weisen auf eimen genetischen
Zusammenhang mit H. sparsidens DaHLst. hin. Mit folgender
Aehnlichkeit. Von derselben ist sie jedoch leicht zu unter-
scheiden durch fehlende Haarbekleidung an den Hällschuppen
axillo folii caulini sgepe evoluto, omnibus cum acladio 15—35 —
tectis. JInvoluera 10—12 m.m. longa, 4—6 m.m. lata, basi
interioribus latioribus, lineari-lanceolatis,in apicem angustam, ;
longe protractis, parcius stellatis, eglandulosis v. apicem --
scente, postea badio-fusco.
Herb. balt. N:o 12360, 1/7 1900).
DAHLsST. als mit H. integratum DAuLst. und H. subeinerellum
und den sich um dasselbe gruppierenden Sippen. Die Form
Sippe hat sie durch die reichflockigen Höllen eine sehr grosse
und durch nur spärlich gezähnte Blätter. Mit dieser ist sie
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 18. 39
jedoch zweifelsohne nicht näher verwandt, sondern scheint
eher :-zwischen H. integratum und II. sparsidens zu vermitteln.
Hieracium Kupfferi DAuLst. n. sp.
Tar LIA Pigg 1:
Caulis 50—67 cm. altus, 0—1-phyllus, superne densius-
cule, medio sparsim, basi parce v. vix floccosus, superne epi-
losus, inferne parce v. vix pilosus, eglandulosus. Folia ba-
salia 3—4, extimum parvum, ellipticum, sparsim dentatum,
intermedia ovato-lanceolata superne late, inferne anguste et
longe, basi ipsa longissime et anguste undique crebre den-
tata, + acuta, dentibus basalibus sepe in petiolo liberis
descendentibus, intimum + anguste ovato-lanceolatum — lan-
ceolatum, acutum usque ad apicem crebre et acute + inzequa-
liter dentatum, ad basin + irregulariter laciniato-dentatum,
basi contracta v. subsagittata — subtruncata, laciniis liberis
longis acutis angustis in petiolo longe descendentibus,
interdum omnia brevius sed inequaliter dentata, supra satu-
rate viridia, glabra, subtus pallidiora, glabra v. subglabra, in
nervo dorsali parcissime v. sparsim piloso sat stellata, mar-
ginibus sparsim — densiuscule ciliata; folium caulinum 0. v. 1,
medio v. infra medium affixum, + petiolatum + ovato-lanceo-
latum acutum, usque ad medium + crebre et ad basin longius
et acute dentatum v. irregulariter subulato-dentatum, subtus
magis stellatum et floccosum. paniculata, sub-
contracta, acladio 20—30 m.m. longo, ramis 2 ordinis approxi-
matis sat longis, superantibus, pilis sparsis glandulis solita-
riis v. nullis floccisque densis obsitis, ramis 3 ordinis breviori-
bus pilis parcis glandulis me subdensiusculis floccisque
densissimis obtectis; ordinibus 3; ramo 3—4-cephalo ex axillo
folii caulini seepe evoluto. Involuera 10—12 m.m. longa, 5—6
m.m. lata, + obscure canescentia, sat variegata, squamis ex-
terioribus linearibus dorso lato obscuro obtusis, intermediis et
interioribus dorso angustiore obscuro + viridimarginatis v. fere
totis virescentibus, e basi latiore' + lineari-lanceolatis, + acutis,
apice comosis, ubique densissime albofloccosis, pilis brevibus
basi nigra, sparsis v. hinc inde densioribus v. ubique densius-
culis' et glandulis nigris, subdensiusculis v.: sparsis v. etiam
parcis obtectis. Calathidium
luteum, subradians. Stylus virescens, siccus sat obscurus.
2
I
04 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESELS.
Oesel: Sworbe, Busechwiese bei Ficht (P. LacKScHEWItTzZ, Herb.
N:o. 1638, 17/6 1900; KK. R. KuPFFER, Herb. balt. N:o I
11651 partim, "9/6 1900); Sworbe, Moosiger Nadelwald
am Fusse des Abhanges bei Kolz (K. R. KUuUPFFER,
Herb. balt. N:o 11596, 29/6 1900); Moorwald am Fusse
des Wido-Berges (K. R. KuPrFER, Herb. balt. N:o —
11510 partim, ?3/6 1900). i
Diese Sippe ist mit keinen mir bekannten schwedischen
Formen näher verwandt. Betreffs der Blattform und der 7
unregelmessig abwechselnden, langen und kurzen Zähnen, der
tief eingeschnittenen Blattbasis und der häufig an den Blatt-
stielen herablaufenden, langen und schmalen, freien Zähnen
erinnert sie an gewissen Sippen der Gruppe Subccesia. Ueb-
rigens ist sie sehr ausgezeichnet durch die dichte Flocken-
bekleidung der Hällschuppen, wodurch sie an einigen Sub-
vulgata, z. B. H. erysibodes, lebhaft erinnert. Der vorher-
gehenden Sippe sieht sie sehr ähnlich durch die reichflockigen
Hällen, unterscheidet sich jedoch leicht von derselben durch -
Blattform und durch die an den Hällschuppen zwischen den
Driäsen spärlich, zuweilen reichlicher, eingemengten, kurzen
Haare.
C. Caesia (ALMQU.).
Vergl. H. Datrst., Bidrag till sydöstra Sveriges Hiera-
cium-flora, IIT. Kongl. Svenska Vetenskapsakademiens Hand- -
lingar. Bandet 26. N:o 53. 1894. S. 4.!
Hieracium cesium FR.
Daurst., Bidrag till sydöstra Sveriges Hieracium-flora.
III. 1894. 8. 10. — C. J. LINDEBERG, Hier. scand. exs. N:o 34.
— J. P. NORRLN, EHier. exs. n.. 125..— DAHLST., H1ier sex]
fasc. II. n. 48 et 49 (forma). — DauzLst., Herb. Hier. Scand.,
Cent. IT, n:1is. 5, 6, 1, 8; Cent. IIT, n:o 91; Cent. LV naste
TIER C ent exe PEN EoN0 25 |
Oesel: Grosser Pank bei Mustel, Kalkfelsen (K. R. KUuPPFER,
Herb. balt. N:o 12016, 2/7 1900; P. LAcKscHrEwitz, Herb.
N:o 1950, 24/6 1900).
FBIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:013. 35
Die oeselechen Exemplare haben dunklere Hällschuppen
und dunklere Haare, als gewöhnlich bei schwedischen For-
men der Fall ist. Der grösste Theil des Stengels und die
Unterseite der Blätter und gewöhnlich auch die Oberseite
(feckenweise gegen der Spitze zu) sind dunkel rothviolett
oder leberfarben, wodurch die sonst sehr ausgeprägte, glauce-
scente oder bleigräne Farbe weniger deutlich hervorgehoben
ist. Die Bläthenfarbe scheint auch etwas dunkler zu sein.
Hieracium ccesium hat im scandinavischen Florengebiet eine
ausgedehnte Ausbreitung. Kommt in Schweden von Schonen
bis nach Jemtland und Vesterbotten vor und ist durch ganzen
Norwegen hin und wieder bis Finmarken angetroffen. In
Dänemark ist es aus Möen bekannt und ist in Finland in
dem sädwestlichen Theil ausgebreitet. In den Hochgebirgen
steigt es bis in die subalpine Region auf und scheint haupt-
sächlich Felsritzen und Felsabhängen, besonders Kalkfelsen,
an Fluss- oder Seeufern vorzuziehen.
H. ”"ravuseulum DAHLST.
Dauzrsrt , Bidr. till sydöstra Sveriges Hieracium-flora. III.
PRAG ESS PAELST.. Hier. exs. N:0 90. — DAHLsT., EHerb. ler.
Sednd-.—-Gent. LL, N:o 9.
Oesel: Mäpe. (SK. et V.,.15/7.1899); Oio (SK. et V., 15/7 1899);
Lichtes Laubwald bei Oio, nördlich von Kielkond (P.
TACKSCHEWITZ, Herb. N:o 1985, ?!/6 1900); Kattfel bei
Kielkond (SE. u. V., 2/7 1899); Kielkond, Waldschlag
auf den Papenholm (P. LAcKScHEWITzZ, Herb. N:o 1882,
21/6 1900); Nadelwald, ca. 5 verst säd-östl. v. Kiel-
kond (K. R. KurrrEr, Herb. balt. N:o 11718, >/7 1900);
Moorwald am Fusse des Wido-Berges (K. R. KUuPFFER,
Herb. balt. N:o 11510, ?3/6 1900); Wald am Ost-Ufer
des Kaanda-Sees zu Mustel in Taggamois (K. R.
KuPFFER, Herb. balt. N:o 12360 partim, !!/7 1900).
Die oeselsche Form ist als ein Uebergangsglied zwischen
der Hauptform und der Varietät subcanitiosum DAHLST. (a. a.
0. 8. 17) zu betrachten. Wie bei der letzteren sind die
Basalzähne verhältnissmässig kurz, gerade und etwas vor-
wärts gerichtet. Die Hällen sind von reichlicheren Flocken
mehr graulich weiss und die Blätter sind an der Oberseite
äh DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESELS.
immer ungefleckt. Mit der Hauptform stimmt sie in Betreff
der Form der Blätter und der etwas ungleichförmigen und
spärlicheren Blattzähnen besser iiberein. Auch in Schweden,
wovon diese Sippe bisher nur aus Smoland und Oestergöt-
land bekannt ist, kommen nicht selten gleitende Uebergänge
zwischen der Hauptform und der Varietät vor. Die Haupt-
form besitzt fast immer an der Oberseite gefleckte Blätter.
H. ”"atrum DAHLST.
H. "galbanum DAHLsrT. f. atrum DAHLST., Bidrag till sydöstra
Sveriges Hieracium-flora, III. 1894. 8.22. — Taf. IV, fig.2.
Caulis 40—70 cm. altus, crassiusculus, 0—2(—1)-folius,
viridis, basi ipsa + violascens, glaber v. apice basique par-
cissime pilosus, superne densiuscule, medio sparsim, ad basin
rare stellatus. Folia basalia 3—5, extimum parvum ellipti-
cum, obtusum, denticulatum — obtuse dentatum, intermedia
ovata — ovato-lanceolata v. ovato-oblonga, sparsim et late,
interdum profunde et crebrius dentata, breviter acuta, intima
late-anguste lanceolata, erebrius et angustius dentata, acuta,
supra saturate viridia, glabra v. parce pilosa, subtus palli-
diora, sepe presertim exteriora + violascentia, subglabra v.
parce, in nervo dorsali + stellato sparsim — densiuscule pi-
losa, margine rare — sparsim ciliata, in petiolis sparsim —
densiuscule pilosa; folia caulina, infimum v. unicum ad basin -
v. ad medium caulis affxum, + petiolatum v. sessile, ovatum-
lanceolatum, infra medium pauci- (2—3-) dentatum, + longe
acutum, summum lanceolatum — lineare, acutius dentatum, sub-
tus in nervo dorsali + floccosa, ceterum + pilosa. Inflores-
centia laxa furceato-paniculata, ramis erecto-patentibus, sub-
arcuatis, 2 ordinis longis, longe superantibus, 3 ordinis bre-
vioribus, acladio 20—50 m.m. longo, sepe ramo ex axillo folii
caulini orto aucta, ramis dense floccosis, parce pilosis, pedun-
culis superne sparsim pilosis. Involucra crassa, obscura, sub-
atra, 12—13 m.m. longa, 7—8 m.m. lata, basi rotundato-trun-
cata, squamis exterioribus linearibus, obtusis, reliquis latis,
e basi latiore in apicem obtusiusculum — acutum + coma-
tum sensim et longe attenuata, pilis brevibus — sat longis,
obscuris, apice brevi v. longo albido, sat densis v. densius-
culis, glandulis parvis atris, sparsis obsitis, rare stellatis v.
apicem versus in marginibus sparsim, ceterum parce stellatis,
Yr ASPN VE
WEE IAS KE
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 13. 37
interioribus late viridi-marginatis et intimis + Virescentibus.
Calathidium ce. 35 m.m. diametro, sat obscure luteum. Stylus
virescens, siccus sat obscurus.
Oesel: Kielkond et Mäpe nahe am Kielkond (C. SKOTTSBERG und
'T. VESTERGREN, 13/7 1889); Mustel (SK. u. V.,15/71889);
Wido in Widoberg (SK. u. VESTRRGR., 19/7 1899); Filsand
(BES U-V. 1/1 1899); Oio, (SK+aupVilatstka99)5 Kömno
SE. u. V., 2/7 1899); Kielkond, Waldschlag auf dem
Papenholm (P. LAacKScHEWITZ N:o 1882, 1/6 1900); Moor-
wald am Fusse des Widoberges (K. R. KUuPFFER, Herb.
balt. N:o 11509, 25/6 1900); Sworbe, Buschwiesen bei
Ficht/ (P- TaAcKscHeEWitz N:o 1658; /6€ 1900); K.R.
KurPFFER, Herb. balt. N:o 11651, 39/6 1900); Buschwie-
sen westlich von Taggamois (K. R. KuPFFER, Herb.
balt. N:o 12280, 1/7 1900); Wald am Ostufer des
Kaanda-Sees zu Mustel in Taggamois (K. R. KUPFFER,
IEfGRbS ballt. CNEe 12000) It/6ET900)
H. ”"atrum kommt auch auf Gotland und in Oestergöt-
land in Schweden vor. Auf Gotland treten an vielen Stand-
orten Formen auf, welche zu H. ”"galbanum Uebergänge
zeigen, warum ich diese Sippe vorher als eine Varietät von
dem letzteren aufgefasst habe. Auf Oesel und in Oestergöt-
land scheint dieselbe aber durch keine Zwischenformen mit
H. galbamwm verbunden zu sein.
H. ”variabile LÖNNR.
var. subgalbanum DAHLST. n. var.
BATINVINEH SI
Ab H. galbano, cui habitu cauleque paucifolio sat est
similis, foliis angustioribus, longius dentatis, rosularibus basi
magis descendentibus, involucris minoribus magis canis di-
versum, involucrorum fabrica et indumento nec non foliorum
forma admodum accedit.
Oesel: Könno (C. SKOTTSBERG u. 'T. VESTERGREN, "!/7 1899);
Kano bei der See Jewemetz (SK. u. V., "1/7 1899).
Steht habituel dem H. "galbanum £f. canum am nächsten,
verbindet aber durch die schmäleren Blätter, sowie die klei-
38 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESELS.
neren und graueren Hällen denselben mit Formen von H. 7
"variabile LÖNNR. Bei Sworbe in moosigem Nadelwald am
Fusse des Abhanges bei Kolz (K. R. KuPrrEr, Herb. balt.
N:o 11596 p. p.) kommt eine Form mit grob eingeschnittenen
Blättern und kleinen Hällen vor, welche sehr viel an H.
variabile LÖNNR. var. fracidodes K. JoH. erinnert. Sie därfte
eine Verbindungsform zwischen H. "rariabile v. subgalbanum
und H. "variabile darstellen.
H. ”OQsilie DAHLST. n. subsp.
Mar ve RS 2
Caulis elatus, flexuosus, 2—3-folius, superne + floccosus,
vix Vv. parce pilosus, inferne subefloccosus, sparsim pilosus,
+ vinose coloratus. Folia basalia 3—5, longe petiolata (pe-
tiolo folium 2quante v. superante), exteriora + ovalia, ob-
tusa — obtusiuscula, basin versus parce et acute dentata,
interiora + ovato-lanceolata v. lanceolata, crebrius et angu-
stius dentata, dentibus basalibus + falcatis, sepe in petiolo
descendentibus, supra subglabra v. sparsim pilosa, subtus parce
v. sparsim pilosa, in nervo dorsali + stellata, marginibus +
ciliata; folia caulina infima + petiolata, ovato-lanceolata —
lanceolata + crebre (precipue ad basin) dentata, summum
anguste lanceolatum-lineare, acutius dentatum, omnia dilute
viridia, basalia subtus sepe violascentia et apicem versus,
interdum undique, sanguineo-maculata. Inflorescentia + con-
tracta, subumbellata, interdum laxior, oligocephala, ramo ex
axillo folii superioris sepe aucta, acladio 20—40 m.m. longo,
ramis superantibus pedicellisque + dense floccosis, epilosis v.
sub involucris parce pilosis. Involucra parva, i0—11 m.m.
longa, 6(--7) m.m. lata, dilute (v. subobscure) canescenti-viri-
dia, squamis exterioribus linearibus, + obtusis, intimis late —
(anguste) lineari-lanceolatis, in apicem nudum (efloccosum),
+ vinosum, comosum angustatis, + acutis, + late et dilute
viridi-marginatis, dorso obscuriore, inferne presertim in mar-
ginibus + stellatis, ceterum sat dense pilis dilutis obtectis,
eglandulosis. Calathidium 30—35(—40) m.m. diametro, luteum,
subradians, stylo virescente, sicco obscuro.
Oesel: Taggamois (C. SKOTTSBERG u. T. VESTERGREN, 11/7 1899);
Mäpe (SK. u. V., 13/7 1899); Wido in Widoberg (SE. uk
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BÅND 27. AFD. III. N:0 13. 39
V-., 19/7 1599); Buschwiesen am Wege von Keesel nach
Vido (P. LaAcKkscHEwIitz, Herb. N:o 1597, 15/6 1900);
Moorwald am Fusse des Widoberges (K. R. KUPFFER,'
Herb: ballt: N:o 115090 und: 11510 p. p;, "2/6 1900); Oio
(SK.uV:, 15/7 1899); Insel Abro (SK: u. V.,-3/1'1899).
— HEine Form mit reichbehaarten Kopfstielen und tief
eingeschnittenen Blättern mit groben Zähnen in moo-
sigem Nadelwald am Fusse des Abhanges bei Kolz in
Sworbe (K. R. KuPrrErR, Herb. balt. N:o 11596 p. p-,
30/6 1900).
H. "Osilie steht dem H. ”"sublustre K. JoH. (DAHLST. a. a.
O., S. 34) sehr nahe. Von demselben unterscheidet es sich
jedoch durch kleinere, schmälere und nicht so tief gezähnte
Blätter, längeren Stengel und mehr gedrängten Kopfstand
mit käörzeren Hällen.
H. ”"albipes DAHLST. n. subsp.
Taf. VI, Fig. 1.
Caulis ce. 60 cm. altus, 2—3-folius, basi + vinose colo-
ratus, dense pilosus, superne sparsim pilosus, ad apicem sub-
epilosus, inferne rare, superne sparsim stellatus. Folia ba-
salia 3—4, exteriora sub anthesi emarcida, interiora magna,
+ lanceolata, longe petiolata, dentibus + longis, latis, acu-
tis, parvis, irregulariter intermixtis predita. Folia caulina,
infimum + petiolatum, late lanceolatum, magnum, grosse den-
tatum, dentibus ad basin longis, acutis, seepe in petiolo de-
currentibus, superioribus brevioribus, latis, irregulariter dis-
positis, intermedium subsessile, ceeterum ut in precedente,
summum sessile, lineare, integrum, supra lete viridia sub-
glabra, subtus pallidiora, parce, in nervo dorsali sparsim
pilosa. Inflorescentia laxa, oligocephala, ramis longis, + erectis,
superantibus, acladio c. 30 m.m. longo, + dense stellatis, sub-
epilosis et sub involucris glandulis raris v. sparsis obsitis. JIn-
voluera 12—15 m.m. longo, 7—8 m.m. lata, basi ovata, atro-
viridia, squamis extimis linearibus, interioribus e basi latiore
lamceolatis, subito in apicem acutum, pallide viridem, longum
attenuatis, exterioribus dorso atro-viridibus, interioribus +
viridibus, pilis densiusculis, brevibus, obscuris, apice albidis,
glandulis atris parcioribus obtectis, floccis dorso raris et in
40 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OBESELS-.
marginibus squamarum exteriorum ad basin sparsis prreditis.
Calathidium luteum, c. 35 m.m. diametro; stylus luteus.
Oesel: Widoberg (C. SKotrtsBERG und T. VESTERGREN, !9/7 1859)
Diese Sippe ist ohne Zweifel mit H. ”exaltatum DAHLST.
verwandt. Von demselben unterscheidet sie sich durch di
inneren zum grössten Theil gräönen, langen, spitzen Hill-
schuppen, durch spärlichere, kärzere und gröbere Haaren so-
wie durch reichlichere Dräsen an den Hällen und fast un-
behaarte, unter den Hällen spärlich dräsige Kopfstiele. |
Hieracium porrigens ALMQU.
H. Daurst., Bidrag till sydöstra Sveriges Hieraciumflora.
TS IST AS |
H. ”"virenticeps DAHLST.
H. DauLstvEDT, Bidrag till sydöstra Sveriges Hieracium-
flora III, p. 53, Kongl. Svenska Vetenskapsakademiens hand-
lingar. Bandet 26. N:o 3. — DaHzrst., Herb. Hier Scand.
Cent EN:Droor
Oesel: Könno (C. SKOTTSBERG u. 'T. VESTERGREN, ”!/7 1599).
Kommt auch in Oestergötland und auf Gotland in Schwe-
den vor. Die Exemplare aus Oesel stimmen in ihren wesent-
lichen Merkmalen mit denselben aus Schweden iberein. Sie
sind jedoch etwas kräftiger mit grösseren Blättern und leb-
hafter gefärbten, unteren Stengeltheil und Blattstielen. Am
Akladium treten zuweilen einzelne Haare unter den Dräsen auf.
Hieracium preteneriforme ALMQU.
Daurst., Adnotationes de Hieraciis nonnullis scandina-
vicis: Acta Horti Bergiani. Band I." N:o I DAEEST
Hieracia exsiceata, fasc. II, N:o 86.
Oesel: Buschwiesen N.O. vom Dorfe Hanistla-Hälla bei Karral
(K. R. KuPFFerR, Herb. balt. N:o. 11929, 7/5: 1900); 7
Geröllräcken auf der Insel Abro b. d. Buschwachterei
(K: R. KuPFFER, Herb balt: n:o, 11315,-25/6€: 1900)
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 13. At
In Schweden ist diese Form bisher nur in den Land-
sehaften Jemtland, Herjedalen und Helsingland angetroffen,
ist aber dort sehr allgemein ausgebreitet und steigt auf den”
Hochgebirgen bis in die obere Waldregion auf.
D. WVulgata genuina (ALMQU.).
Vergl. H. DatzLst., Bidrag till sydöstra Sveriges Hiera-
ciumflora III. Kongl. Vetenskapsakademiens Handlingar. Ban-
Hetr206- NIO od. LOJT S. 09:
Hieracium acroleucoides DAHLsT. n. sp.
Ta NA sg SR ten VIT INS
Caulis 40—60 em. altus, 2—53-folius, superne densiuscule
floccosus, medio sparsim, basi + vinose colorata parce stella-
tus, subepilosus v. inferiore parte pilis albis, tenuibus parce
— sparsim obsitus. Folia basalia 4—6, extimum parvum +
ellipticum v. obovatum, obtusum, subintegrum, intermedia
elliptica — late lanceolata + acuta, parce et late — anguste
dentata, intimum + lanceolatum — ovato-lanceolatum, infra
medium anguste et acute paucidentatum, in apicem inte-
grum + longe protractum; caulina 2—53, inferiora folio ba-
sali intimo similia, acutius et sepe longius dentata, majora,
+ petiolata, summa minora, sessilia-subsessilia, subulato-
dentata, + lete viridia, subtus pallidiora, undique sparsim
v. parce et molliter pilosa, subtus in nervo dorsali parce
stellata. JInflorescentia paniculata, parva — sat ampla, ramis
acladio (15--)20—40 m.m. longo + longe superantibus, dense
floccosis, sparsim glandulosis et parce v. (in acladio) sparsim
pilosis, ordinibus 3. Involucra 10—13 m.m. longa, 3—6
m.m. lata, viridiobscura, basi ovato-rotundata, squamis ex-
terioribus linearibus, obtusiusculis, anguste floccoso-margi-
natis, intermediis” basi floccoso-marginatis et intimis late
viridimarginatis v. toto virescentibus, lineari-lanceolatis, in
apicem obtusiusculum v. subacutum, leviter comosum protrac-
tis, dorso parce — sparsim stellatis, densiuscule glandulosis et
pilisbrevibus, obscuris, apice + albidis, sparsis — raris obtectis.
Calathidium ce. 35 m.m. diametro sat radians. Ligule lutere.
Stylus obscurus.
42 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESELS.
Oesel: Kattfel nahe am Kielkond (SKOTTSBERG u. T. VEstER
GREN, ?/7 1899); bei Jerwemetz-See (SK. u. V., ?/1 1899)
Wido auf Widoberg (SK. u. V., 10/7 1899).
Diese Sippe ist dem H. acroleucum STENSTR. entfernt ver-
wandt. Von demselben unterscheidet sie sich hauptsächlictk
durch Blattform und Bezahnung und vor allem durch die
weniger hervortretenden Sternhaare an den Schuppenränder
Hieracium lepiduliforme DAHLsSt. n. sp.
Taf. VII, Fig. 2.
Caulis 60—70 cm. altus, 4—5-folius, superne sparsim
parce foccosus, infra medium rare — parce stellatus, pilis
sparsis, albidis obsitus, basi densiuscule pilosus, vix stellatus,
ima bast + vinose coloratus. Folia basalia sub anthesi 2—35
exteriora mox emarcida, + elliptica — elliptico-lanceolata, ob-
tusiuscula, minute denticulata, intermedia + ovato-lanceolata,
sparsim et acute dentata et intima lanceolata, acutius et
angustius dentata, + acuta, apice et longo integro; caulina
inferiora + petiolata, ovato-lanceolata -— lanceolata, superiora
+ lanceolata v. summa iterum anguste ovato lanceolata,
sessilia, inferiora infra medium sparsim et acute, seepe sat
longe dentata, basi anguste descendente, superiora seepe basi
modo longe anguste et inrequaliter dentata v. inferioribus
similia, in apicem + longum, integrum, acutum attenuata,
omnia parce v. in nervo dorsali subtus sparsim pilosa. n-
florescentia contracta v. subampla, paniculata, ramis superan-
tibus, iInferioribus distantibus, subrectis, superioribus approxi-
matis, magis arcuatis, ramo 3—5-cephalo, ex axillo folii cau-
lini superioris orto sepe acuta, acladio 15—20 m.m. longo
pedicellisque + dense stellatis, epilosis v. rare pilosis, ordini-
bus 3(—4). Involuera parva, obscura, viridescentia, brevia
I—10 m.m., longa, 5—6 m.m. lata, basi ipsa late ovata, postea
truncata; squamis exterioribus anguste linearibus, interioribus
e basi paullo latiore linearibus, omnibus in apicem obtusum
vy. rotundatum, + comosum sensim attenuatis, plurimis dorso
obscuriore viridescentibus, intimis paucis sordide virescentibus,
subacutis, apice leviter vinosis, glandulis parvis, sparsis et
pilis obscuris, longioribus, paucis v. raris obtectis, extimis
basi precipue in marginibus levissime stellatis. Calathidium
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 18. 43
parvum, parum radians, c. 30 m.m. diametro; ligule luteze;
stylus luteus fusco-hispidulus, siccus badius.
Oesel: bei dem See Jerwemetz (C. SKOTTSBERG u. 'T. VESTER-
GREN, 21/7 1899); Mustel (SE. u! V-., ?0/s 1899).
Steht ohne Zweifel dem H. lepidulum STENSTR. sehr nahe,
unterscheidet sich aber leicht von demselben durch die lancett-
lichen, sehr langgespitzten und scharfer gezähnten Blätter,
sowie durch die reichliche Behaarung an den Hällen.
Hieracium vulgatum (FR. p. p.) AÅLMQU.
H. Datist., Bidrag till sydöstra Sveriges Hieraciumflora
PI EASIwG.
Oesel: Karro bei dem See Jerwemetz (C. SKOTTSBERG u. T.
VESTERGREN, 2/o 1000); Neulöwel (SKE. u. V., 25/7 1899).
/ U
Hieracium alphostictum DaAuLst. n. sp.
Fat, VILL
Caulis 30—50 cm. altus, 3—6-folius, apice sparsim v.
parce, ceterum rare stellatus, superne epilosus v. subepilosus,
medio sparsim, infra medium sparsim — densiuscule albido-
pilosus, basi vinose coloratus pilis frequentioribus vestitus.
Folia basalia 2(—3), extimum ellipticum, subintegrum Vv. +
acute dentatum,. intimum late lanceolatum, denticulatum —
dentatum breviter acutum; folwum caulinum infimum ellip-
ticum v. elliptico-lanceolatum, petiolatum, basi valde approxi-
matum, intimo caulmo simillimum v. anguste lanceolatum,
acutius dentatum et magis acutum, sessile, superiora anguste
lanceolata et summa basi ipsa longius dentata, lineari-lanceo-
lata, basi subovata sessilia, in apicem longum subintegrum
v. integrum, acutum protracta, supra subglabra v. parce pilosa,
+ intense fusco-violaceo-maculata, subtus sparsim et longe,
in nervo dorsali etiam densiuscule pilosa. Inflorescentia parva,
contracta, oligocephala, paniculata, acladio 15—20 m.m. longo,
ramis parum superantibus, densiuscule — dense foccosis, sepe
pilis solitarius, obscuris obsitis. Involucra obscura, viride-
. scentia, leviter variegata, crassa, 10—11- m.m. longa et
6—7(—8) m.m. lata, basi ovata, postea + truncata; squamis
44 DAHLSTEDT, ZUR KENNTNISS DER HIERACIUM-FLORA OESELS.
sat latis, exterioribus triangulari-lanceolatis, interioribus
basi latiore + lanceolatis, plurimis obtusis, intimis paucis +
late et sordide viridi-marginatis, + acutis, apice leviter colo
ratis, + comosis, glandulis sparsis, parvis et minutis et pilis
(sparsis —) parcis, crassis, + obscuris obtectis, ceterum in mar
ginibus, presertim ad apicem leviter sed conspicue stellatis,
dorso sursum et ad basin squam. extimarum fHoccis raris con-
spersis. Calathidium parvum, sat densum; ligule lute2; sty-
lus virescens.
Oesel: Oio (SKOTTSBERG u. 'T. VESTERGREN, 15/7 1899); Busch-
wiesen westl. von 'Taggamois (K. R. KuPrrer, Herb.
ballt. N:o 122707 71900):
Diese Sippe gehört unzweifelhaft der Gruppe Vulgata an,
obwohl sie ein sehr an H. rigidum erinnerndes Aussehen be-
sitzt. Sie ist mit keimer mir bekannten schwedischen Formen
näher verwandt. ;
II. Foliosa (Fr. ex. p.) LBG.
HER AHLST CL Ae. Archieracia TEEN 244
Hieracium umbellatum L.
Oesel: Neulöwel (C. SKOTTSBERG u. T. VESTERGREN, 5/7 1899);
Mustels(BSK-alauV. sUZgALSI9): |
Nachtrag.
Den in der Abhandlung von CO. SKOTTSBERG und TYCHO VESTERGREN:
»Zur Kenntniss der Vegetation der Insel Oesel>, unter den anderswo sehon be-
nutzten Namen: H. "breve, H. arvorum f. nudifolium und H. furfurosuwm
angefiähbrten Sippen habe ich in dieser Darstellung andere Namen, nämliech
resp. H. >”breviusculum, H. arvorum f. efloccosum und H. furfuraceum
geben missen.
=
b
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 13.
Vv. abroönse
acroleucoides .
”albipes .
falbolineatum .
alphostictum .
amnoon N. & P.
+tarvorum .
"atriceps
"atrum . :
auricula WE. SDg:
"breviusculum .
cesium. :
Vv. Fäeedantvalim :
>cinericolor .
collinum GOCHN.
+colorans . e
+"cymigerum Brion
cymosum L.
v. densepilosum .
v. dimorphum NOoRERL. .
f. eflocceosum .
+"elongatipes .
”euryanthelum .
+firmistolonum .
florentinum ÅLL.
floribundum W. & GR...
furfuraceum
f. hirsutum N. & E.
"hirtelliceps .
Kupfferi .
"Lackschewitzii .
lepiduliforme .
+leptadenium
+leucopsaroides.
v. longipilum N. & P..
flyccense N. & P. .
magnipes .
magyaricum N. & P.
nigrans ÅLMQU..
nigriceps N. & P..
3
Namenverzeiechniss.
S.
| nudifoliam NORRL.
| &oioönse .
| sOsilie .
yv. osiliense .
Öldenrn LST. .
pilosella L..
pleuroleucum . :
+poliocladum N. & P.
poliodermum .
polymnon N. & P.
porrigens ÅLMQU. -.
prealtum VILL. .
"precinereum
pretenerum ÅLMQU. .
pubescens LBLM. .
ravusculum .
v. rigidistolonum .
scandinavicum
Fscaposum .
EN septentrionale
serratifrons ÅLMQU. .
silvaticum (1L.). .
sstenolepis LBG.
v. stiptadenioides .
v. subfloribundum (N. &
v. subgalbanum .
Fsubmaculosum.
<suecicum FR. .
"tabergense
Vv. tenebricans.
+transbalticum .
umbellatum L. .
+variabile LÖNNR.
"virenticeps .
vulgatum (F
7. parvistolonum N. & P.
preteneriforme ne
v. rindoicum N. & P..
v. valdepilosum N. & P..
R.) ÅLMQU.
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Stengelblätter von: verschiedenen Pflanzen.
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Fig. 2. ÅH. ”atrum DAHLST.
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Tafel V.
1. H. "variabile LÖNNR. V.
mittleres Rosettblatt.
innere Rosettblätter.
unteres Stengelblatt.
Fig. 2. H. "Osilie DAHLST.
äusseres Rosettblatt.
mittleres Rosettblatt.
inneres Rosettblatt.
unteres Stengelblatt.
2ece. oberes Stengelblatt.
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Tafel VI.
Fig. 1. H. "albipes DAHLST.
r. Rosettblatt (oder unteres Stengelblatt).
2e. mittleres Stengelblatt.
3 ce. oberes Stengelblatt.
Fig. 2. H. acroleucoides DAHLST.
r.e. äussere Rosettblätter.
r.m. mittleres Rosettblatt.
1c. unteres Stengelblatt.
2ece. oberes Stengelblatt.
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Tafel VII.
Fig. 1. H. acroleucoides DAHLST.
r.m. mittleres Rosettblatt.
r.i. inneres Rosettblatt.
Fig. 2. H. lepiduliforme DAHLST.
: r.e. äusseres Rosettblatt.
r.m. mittleres Rosettblatt.
r.i. inneres Rosettblatt.
1c. unteres Stengelblatt.
2c. mittleres Stengelblatt.
3 ce. oberes Stengelblatt.
BIHANG TILL K.SV. VET. AKAD. HANDL. BD. 27 AFD. III N213
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BIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 27. /Affl TIL. N:o 1.
: DIE
BLUTENEINRICHTUNGEN
SUDAMERIKANISCHER PFLANZEN
I. LEGUMINOSAE
VON
C. A. M. LINDMAN
MIT 19 TEXTFIGUREN
MITGETEILT AM 13. NOVEMBER 1901.
GEPRUFT VON V. WITTROCK UND A. G. NATHORST
STOCKHOLM
YCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER
1902
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W öährend einer zweijährigen Reise in Sädamerika als Teil-
nehmer an der Ersten Regnellschen Expedition (1892—94)
habe ich mich ausser mit anderen pflanzenbiologischen Beobach-
tungen auch mit der Blitenbiologie beschäftigt. Meine dies-
bezäglichen Anzeichnungen und Blätenabbildungen beginne
ich hiermit zu veröffentlichen. Wie sich schon aus dieser
ersten Publikation (Leguminos&e) ergiebt, ist es mir nur aus-
nahmsweise gelungen, zusammenhängende Artserien der säd-
amerikanischen Flora untersuchen zu können, und gleichfalls
muss ich hier neben einigen ausföhrlicheren Beschreibungen
auch mehrere Bliten figuriren lassen, obgleich ich sie nicht
allseitig habe studiren können. Dies muss aber noch lange
mit der tropischen Bliätenbiologie so bleiben, da dieselbe im-
mer noch sehr lickenhaft ist. Sind doch einerseits viele
tropische Blätentypen entweder so selten oder so rätselhaft,
dass sogar vereinzelte Angaben und vermischte Bemerkungen
iber ihre Einrichtungen immerhin wertvoll sind, wenigstens
so lange nur ganz wenige in den Tropen selbst wohnhafte
Forscher sich mit diesen Fragen beschäftigen. Andererseits
sind viele Arten aus diesem Bereiche bisher unerforscht ge-
blieben, ohne dass ihre Bliten uäberhaupt eine ausfährliche
Behandlung verdienen, da sie sich bekannten europäischen
Typen sehr nahe anschliessen (wie z. B. die sädbrasilianischen
Trifolium-, Lathyrus- und Lupinus-Arten). Der Sachverständige
Wird ohne Zweifel beurteilen können, inwiefern eine fragmen-
tarische und zerstäckelte Darstellung hier auf ungenägenden
Beobachtungen beruht, oder absichtlich ist um Wiederholungen
zu vermeiden. — Indem ich hier die direkten Befunde und
- Speziellen Beobachtungen als Hauptsache in die erste Linie
setze, nehme ich jedoch keinen Anstand, auch allgemeine
Schlisse vorzulegen, die sich aus unseren jetzigen Kenntnisen
4 LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SUÖDAMER. PFLANZEN. I.
ziehen lassen. Wenn ich also hie und da eine Folgerung
iber die Beobachtungen hinaus wagen sollte, so habe ich da-
rum doch nicht vergessen, dass man sich hat zu Schulden
kommen lassen, bisweilen gewisse äbereilte Folgerungen iber
die exotischen Bliäteneinrichtungen auszusprechen — man
denke z. B. an gewisse Cassia-Arten! Ich glaube indessen,
dass es oftmals zu empfehlen ist, nicht nur die faktischen
Befunde, sondern auch den mutmasslichen Zusammenhang
derselben einer Diskussion zu unterstellen.
Il. Mimosaceee.
Ueberall in den von mir besuchten Staaten Sädamerikas
waren Mimosaceen häuvfig und ihr Blihen immer reichlich.
Zu erwähnen sind teils die Riesenbäume der Gattung Pipta-
demia, teils die mittelgrossen Bäume von Inga, Pithecolobium,
Piptadema u. a., teils die vielen Arten von Acacia, Mimosa,
Prosopis, Acuan, Annesleya u. s. w., die alle möglichen Abstu-
fungen von winzigen Stauden bis zu hohem Gesträuch darbieten.
Mehrere Arten der Mimosaceen beteiligen sich in auffal-
lendem Grade an dem schönsten und äppigsten Bläihen der
Campos, und hieher sind auch viele reich blihende Bäume des
brasilianischen Waldes zu rechnen. Sie sind fast immer als
blähend sehr auffällig, weil die verhältnismässig kleinen
Bläten zu dichten Bäscheln von weisser, gelber oder hellröt-
licher Farbe vereinigt sind, die öfters grosse Rispen bilden,
wo das Laub vor der Blitenmenge ganz zuriöcktritt, z. B. bei
den grössten Arten von Acacia und Mimosa. Alle diese
Mimosaceen verdanken ihre Blätenfarbe den Staubgefässen,
die mehr oder weniger weit aus der Blätenhälle hervorragen.
Bei einigen, z. B. Piptadenia-Arten, sind die Staubfäden nur
ein paar Millimeter lang, öfters gränlich oder gelblich gefärbt.
Bei Annesleya (Calliandra) sind sie bis 7 cm lang (so z. B.
bei A. chapade (Sp. Moore) Lindm.) und von schönster Farbe,
schneeweiss, rosa oder (bei der in Rio Grande do Sul häufigen
A. Tweediei (Benth.) Lindm.) dunkel purpurrot. Bei Acacia
farnesiana (L.) W. sind sie orangegelb, bei A. riparia H. B. K.
Wweisslich u. s. w.
Dazu kommt noch, dass diese Pflanzen öfters gesellig
wachsen. Auf den trockenen Campos von Hochbrasilien, z.
B. ringsum die Stadt Cuyabå in Matto Grosso, trifft man dann
und wann das niedrige Gesträpp der geselligen Mimosa poly-
carpa Kth und verwandter Arten. Am Alto Paraguay entlang
in Matto Grosso und Paraguay, da wo die Ufer bewaldet sind,
6 LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SUÖDAMER. PFLANZEN. I.
sieht man als die häufigsten Bäume gewisse Pithecolobium-
Arten, z. B. die weissblätigen P. divaricatum (Bong.) Benth.,
P. cauliflorum (W.) Mart. f. miveum Lindm., P. multiflorum
(H. B. K.) Benth., P. pendulum Lindm. (die allbekannten
»Ingå» und »Timbo-Y» der Eingeborenen). Auf den Fluren und
Triften Paraguays und des Gran Chaco kehrt das niedrige
Mimosa-Gesträpp wieder, z. B. M. polycarpa Kth, M. aspe-
rata L., M. invisa Mart., M. dolens Vell., u. s. w. OYukeri>
der Paraguayer). In dem Uebergangsdistrikt zu den Pam-
pas, z. B. im nördlichen Argentinien, Entre Rios, Corrientes
u. 8. w., kommen einige Mimosaceen in unzähliger Menge vor:
Acacia farnesiana (L.) W. (>Espinillo»), Prosopis algarrobilla
Griseb. (>Algarrobilla») u. a., die Bewohner der ausgedehnten,
parkähnlichen Espinillo-Formation.! In den Waldungen von
Paraguay und Sädbrasilien sind Piptadenia macrocarpa Benth.
(2Curupab) und Pipt. rigida Benth. (>»Angico») zu den allge-
meinsten Bäumen zu rechnen. Auwusserdem sind einige grosse,
strauchartige Mimosaceen in Sädbrasilien, Uruguay, Nordar-
gentinien, Paraguay u. s. w. äberall als Zaunpflanzen ange-
pflanzt, nämlich Acacia bonariensis Gill. und Mimosa sepiaria
Benth. (>»Unha de gato», »Maricå»), äubrigens auch an den Wald-
rändern, in den »Capoeiras» etc. sehr verbreitet.
Es ist ersichtlich, dass die Mimosaceen Sudamerikas von
grösster Bedeutung fär die dortige Insektenwelt sind. Bei
mehreren Arten habe ich annotirt, dass die bläihende Pflanze
(der Strauch, resp. der Baum) so viele Blätenbesucher anzieht,
dass man den ganzen Tag hindurch ein ununterbrochenes
Summen hört, ganz so wie bei uns z. B. in der Krone der
Tilia-Arten. Viele Mimosaceen, vielleicht alle, verbreiten
auch während der Blätenzeit einen angenehmen Wohlgeruch.
In Paraguay wird Acacia farnesiana gerade des starken Duftes
wegen in den Gärten angepflanzt und die Bläiten werden zum
Parfumiren der Zimmer benutzt (die Art heisst deswegen
»>Aromita»). Die unter dem Namen »Timbo-y» am Paraguay
und seinen Nebenflässen so häufigen Pithecolobium-Arten (P.
multiflorum, P. pendulum, s. oben) verbreiten einen ebenso
starken und lieblichen Duft wie Lilium candidum und longi-
forum. Die häufig gepflanzte Mimosa sepiaria hat einen
zarten, pfirsichähnlichen Geruch. In den Urwäldern um den
1 Siehe meine Abhandlung Vegetationen i Rio Grande do Sul (schwe-
disch), 1900, S. 78, Bild 21.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:O 14. 7
Alto Paraguay in Matto Grosso fand ich als hohen Baum
Piptadenia flava (DC.) Benth. (>Angico-jacaré»), deren Linnza-
ähnlicher Woblgeruch die Waldluft schon von weitem erfällte.
Die sehr grossblitigen Annesleya-Arten besitzen auch einen
angenehmen aber nur zarten Geruch.
Die Mimosaceen fand ich von Faltern und Hymenopte-
ren besucht und zwar vorzugsweise von letzteren. Die Bliten
werden sowohl des Honigs als des Blätenstaubes wegen be-
sucht. So fand ich grosse Falter auf Annesleya parvifolia
(Hk. et Arn.) Britt. (die Staubfäden bis 4 cm lang, weiss mit
rosafarbiger Spitze, wodurch der Strauch aus der Ferne einem
blähenden Rosenstock ähnlich sieht). Falter, Hummeln und
Bienen besuchten emsig die als Zäune angepflanzten Acacia-
und Mimosa-Arten (s. oben). Kleinere Hummeln und Bienen
besuchen feissig die hellrötlichen Blätenköpfehen der vielen
Mimosa-Arten auf den Campos (z. B. M. adpressa Hk. et
Arn., M. asperata L., M. polycarpa Kth und ähnliche Arten).
Die baumartige Piptademia rigida Benth. sah ich nur von
kleinen Wespen besucht; diese zwängen gewaltsam den kur-
zen Rässel in die kleinen Bliten hinein; die Bliten sind
nämlich hier sehr winzig, gränlich gelb, die Blumenkrone
freiblätterig, der Kelch röhrig aber nur 1 mm lang.
Ein vorzögliches Beispiel von der von den Mimosaceen
bezweckten Augenfälligkeit fand ich bei Mimosa polycarpa
Kth. Diese Art ist nebst verwandten Arten häufig als nied-
riges Gesträuch in den »Campos cerrados» von Matto Grosso,
auch als Ruderalplanze häuvfig u. s. w. Sie bildet eine
strauchähnliche Staude von 0,5 bis 1 m Höhe, mit fast
kugelförmigen, rosafarbigen Blöätenköpfehen (Staubfäden rosa,
Staubbeutel weiss) von etwa 2 em Durchmesser. Diese Köpf-
chen stehen zu mehreren (selbst 20—40) an langen, aufrechten
Zweigen rispenförmig bei einander. Es ist begreiflich, dass
alle Bliten desselben Köpfchens sich gleichzeitig öffnen;
ausserdem blähen aber mehrere Köpfchen in derselben Rispe
gleichzeitig auf, und zwar geschieht dies schon fräöh am Mor-
gen. Die Bliten werden dann sofort von Hum meln und kleinen
Bienen feissig besucht, wenn die Blätter noch nass von Thau
sind. Ich wurde einmal auf dieses gleichzeitige Blihen durch
folgende Erscheinung aufmerksam gemacht. Im April 1894
war ich bei den Campos cerrados unterhalb des Gebirges Ita-
pirapuan in Matto Grosso angekommen. HEines frähen Mor-
od
8 LINDMAN, BLUÖTENEINRICHTUNGEN SUÖDAMER. PFLANZEN. I.
gens, am 24. April, fand ich alle Wegränder und Dickichte
um mein Zelt herum mit den bekannten hellrosafarbigen
Mimosa-Bläiten geschmäckt, obgleich ich die Pflanze nicht
vorher an diesem Ort bemerkt hatte. Es war also mit einem
Male ein ausserordentlich reichliches Blähen eingetroffen. Am
Mittag desselben Tages wurden die Staubfäden schon etwas
welk und kraus, und am folgenden Morgen sah ich kein Ein-
ziges Köpfchen mehr blähen. Die Pflanzen hatten jedoch noch
eine Generation Blätenknospen zum känftigen Blähen; als ich
am 28. April diese Gegend verlassen musste, hattejedoch das Auf-
blähen derselben noch nicht stattgefunden. (Alle Tage waren
heiter und warm, da die eigentliche Regenzeit schon voriber
war). Es war schon eine sonderbare Erscheinung, dass an
jeder Pflanze eine so grosse Menge von Köpfchen gleichzeitig
aufbläihten, noch sonderbarer aber muss man den Trieb dieser
Pflanze nennen, dass sogar sämtliche Individuen an diesem
Orte denselben Tag und dieselbe Stunde zum gleichzeitigen
Aufblihen und zur kurzwierigen Anthese gewählt hatten.
Vorausgesetzt, dass hinlängliche Insektenbesuche zur Verfi-
gung stehen, ist ein Bläihen von diesem Verlaufe das theore-
tisch gönstigste, um eine schnelle und gleichzeitige Bestäu-
bung (auch durch Kreuzung) der zahllosen Blätenköpfehen
zu sichern und dabei die Pflanzenart nach Möglichkeit von
fremden geschlechtlichen Einflässen frei zu halten.
Die Mimosaceen erweisen sich durch ihre Blätter als
Pflanzen von sehr hochstehender Organisation, in: Bezug auf
die Bliteneimrichtungen sind sie dagegen auf sehr ein-
fache Mittel angewiesen — einen NSchauapparat von mehr
oder weniger schönfarbigen Amntherenbäörsten (S. 5) — was
die Einförmigkeit dieser Familie bedingt. Wenn man aber
ihr reichliches Blähen und geselliges Auftreten beräcksichtigt,
so kann man nicht verkennen, dass diese Pflanzen im Stande
sind, eine schnelle und ergiebige Bestäubung zu sichern. Die
Mimosaceen scheinen daher in den jetzigen Naturverhältnissen
ausserordentlich gut zu gedeihen, wofär auch ihre beträcht-
liche Artmenge ein Beweis sein därfte. Sie stehen in schroff-
stem Kontrast zu den Phaseolee (s. weiter unten), die durch
grosse, kunstreiche, öfters vereinzelt stehende Bliten mit sehr
exklusiver Anpassung ausgezeichnet sind; diese können wir
mit Recht die Intelligenzaristokraten unter den Leguminosen
nennen, die sich mit nichts weniger als ganz besonderen und
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14. 9
hochgradig vollendeten Apparaten begnägen; die Mimosaceen
dagegen können wir mit den gewöhnlichen Leuten vergleichen,
deren jeder mit ganz einfachen, jedoch guten und zweckmäs-
sigen Werkzeugen ausgestattet, sich wohlgerästet zur gesel-
ligen und kunstlosen Arbeit bereit hält.
2. Ceesalpiniaceee.
| Bei mehreren Cesalpiniaceen ist der Blätenbau sehr ein-
fach. Die Blite besitzt einige kleine, häufig sehmale, unschein-
bare Kelchblätter, einige kaum grössere, ebenso wenig auffäl-
lige Blumenblätter, ein wenig hervorstehendes Androeceum
von einfachem Bau und einen etwa ebenso langen Griffel,
kurz eme Zwitterbläte von dem denkbar einfachsten Bau,
bei der keine Teile eine besondere Differenzierung aufzuwei-
sen haben, eine Blite, die den unansehnlichsten entomophilen
Monokotylen (Gagea, Tofieldia) am nächsten entspricht. Die
Blätenfarbe kann auch sehr matt, gräönlich, weisslich oder
gelblich sein, und die Bläten sind sehr klein aber zahlreich.
Solche Gattungen aus dieser Familie sind im centralen und
warmtemperirten Suädamerika z. B. folgende: Sclerolobium, Di-
ptychandra, Peltogyne, Pterogyne, Cynometra u. a. m. Die Co-
paiba ist sogar dadurch ausgezeichnet, dass die Blumenblätter
ganz fehlen. HEinige von diesen Bäumen stehen deshalb auf
einem ebenso niedrigen Standpunkt wie die einfachsten Mimo-
saceen, z. B. Piptadenia (S. 7). Andere Cesalpiniaceen haben
grössere, mitunter sehr schöne Bläten, die jedoch fast nur
aktinomorphen Bau besitzen, z. B. Hymenea, Peltophorum,
Schigolobium und die Schnella (eme Sektion der Gattung
Bauhinma).
An diese Gattungen reiht sich unter den Papilionacee
ATrib. Sophore&e) der Myrocarpus an, als Uebergangsform zu
den Cesalpiniacee: die Blumenblätter sind linealisch, gelb-
lich, einige mm lang; die Bläten winzig aber zahlreich.
In dem aussertropischen Sädamerika und den dem Capri-
ceörn zunächst gelegenen Teilen Brasiliens hat die Entwickelung
zu mehr komplicirten Bläten unter den Cesalpiniaceen keine
10 LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SUDAMER. PFLANZEN. I. |
grösseren Fortschritte gemacht.! Zunächst werden die Bliäten
schwach zygomorph, im Allgemeinen jedoch viel weniger aus-
geprägt als bei den Papilionaceen. Es werden dabei haupt-
sächlich zwei verschiedene Richtungen eingeschlagen: der
Zygomorphismus wird durch die Verschiedenheit der Blumen-
blätter hervorgerufen, z. B. bei Parkinsonia (Fig. 1), Cesal-
pimia, Poinciana (Fig. 2); oder es werden besonders die Ge-
schlechtsteile zygomorph gestaltet, z. B. bei Cassia. Die gross-
blätigen Bauhinmien (Sektion Pauletia) erhalten ihren mono-
symmetrischen Bau durch die stark einseitswendige Stellung
sowohl der Blumenblätter als der Staubgefässe (Fig. 3, 5. 16).
In den von mir bereisten Gegenden (em weites Gebiet
zwischen 15” und 35” s. Br.) spielten Cesalpiniaceen keme
bedeutende Rolle durch häufiges und äöppiges Blähen. Aus-
nahmen bilden einige sehr häufige ruderale Cassie, z. B.
Cassia bicapsularis L. und occidentalis L. (besonders in Rio
Grande do Sul und Paraguay) und Cassia alata TD. (hävfig
in Matto Grosso), alle gelbblihend. Ebenso sind Bauhinia-
Arten sehr zahlreich auf den von lichtem Walde und Gesträuch
(»Cerradåo») bewachsenen Plateaus Matto Grosso's, wo sie
reichlich und dauernd blihen und zwar als grosse Sträucher
mit weissen Bläten. Häufige Zierpflanzen aus dieser Familie
sind Parkinsonia aculeata in Rio Grande, Uruguay, Argenti-
nien und Paraguay, Cesalpinia pulcherrima und Poinciana
regia in Matto Grosso.
Mehrere Cesalpiniaceen des betreffenden Distriktes sind
grosse Waldbäume und zeigen, so weit ich gefunden habe;
wie so manche andere Bäume des tropischen Waldes ein spär-
liches und nur auf eine kurze Zeit beschränktes Blähen.
Apuleja precox Mart., sehr allgemein in den Urwäldern von
Rio Grande do Sul (die sog. »Guarapiapunha» oder »Ibirapia-
punha») habe ich weder mit Bliten noch mit Friächten gese-
hen (Sept.—Maj). — Cynometra bauhimefolia Benth. kommt
hävufig an den Flussufern in Paraguay und Gran Chaco vor,
ist aber von mir (Juli—Okt.) nur steril gesehen worden. —
Die Hymenea Martiana Hayne, einen der gewöhnlichsten
Waldbäume von Matto Grosso (die sog. »Jatobå>), sah ich
auf weiten Exkursionen nur sporadisch bliähen (im Anfang
1! Man vergleiche einige äquatoriale Ccesalpiniaceen mit weit kunstrei-
cheren Bliten, z. B. Dicorynia, Eperua, Heterostemon, Macrolobium, Ta-
chigalia. l
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14. 11
d. J. 1894). — Dasselbe gilt auch noch von der oben erwähn-
ten Papilionaceen-Gattung Myrocarpus (M. frondosus Allem.,
die allbekante »Cabriuva» der sädbrasilianischen Wälder). Nur
in Paraguay habe ich diesen Baum einmal blähend gesehen
(im August); der ganze Baum war mit einem Male von den
kleinblätigen aber dichten Trauben bedeckt, die aber bald
mit noch frischen Bläten in grosser Menge abgeworfen wurden
und den Waldboden weithin bedeckten, dem Blihen unsrer
Amentaceen ziemlich ähnlich.
Parkinsonia aculeata L. — Fig. 1.
Einige Meter hoher Strauch; das Laub sieht kahl und
'trocken aus durch die langen hängenden Blattfieder mit sehr
Fig. 1. Parkinsomia aculeata L. — AA Blite von vorne und etwas von
'rechts gesehen (natärl. Grösse)l. — B das hintere mediane Blumenblatt oder
Fahne (Vergr. 3), oben während der Anthese, unten nach derselben. — C Längs-
schnitt durch den Bläitengrund, von rechts gesehen (Vergr. 4); s hinteres Kelch-
blatt (die Blumenblätter sind weggeschnitten), / Staubgefässe, o Fruchtknoten,
st Griffel, n Honigbehälter.
reducirten Blattspreiten. Häufig angepflanzt als Zäune und
Alléen in der Pampas- und Camposregion Sädbrasiliens und
Argentiniens; spontan in Paraguay etc. — Die Bliten beob-
jachtete ich im December (Stadt Pelotas in Rio Grande do
Sul, Sädbrasilien).
12 LINDMAN, BLUÖTENEINRICHTUNGEN SUDAMER. PFLANZEN. I.
Die Bliäte, Fig. 1, A, ist etwas zy gomorph dadurch, dass
die 4 vorderen Blumenblätter in einer einzigen Ebene flach
ausgebreitet sind und gleiche blassgelbe Farbe haben; das
hintere Blatt dagegen — der Fahne der Papilionaceen ent-
sprechend — hat die Spreite etwas kleiner aber länger gestielt,
und da sich der Stiel öber die Staubfäden hinneigt, ist die
Spreite näher an die Antheren geröckt; ihre Farbe ist inten-
Siv goldgelb mit purpurroten Punkten, Fig. 1, B. Die Blite;
besitzt einen schwachen Geruch nach Frdbresst
Die Bläten sitzen in Trauben, die horizontal oder etwall
herabhängend sind. Alle Bläten, auch die der unteren Seite,
sind so gedreht, dass das hintere Blatt (»die Fahne») nach
oben gerichtet wird und die Spreite desselben annähernd
eine vertikale Stellung einnimmft.
Die Staubfäden stehen alle dicht zusammen und ragen.
in fast horizontaler Richtung aus der Blite hervor.
Bienen und Hummeln bestäuben emsig diese Pflanze.
Die in einem einzigen Bäöndel dicht zusammenstehenden Staub-
fäden werden dabei von den Vorderfiässen des Besuchers
umfasst. Die Antheren sind auch so gedreht, Fig. 1, A und
C, dass ihr Pollen nach oben herausgelassen und also an der:
Bauchseite der Hymenopteren abgestreift wird. Unterhalb
der Fahne drängt sich das Insekt zum Honigbehälter hin,
der durch den flach napfförmigen Discus an der Basis des
Fruchtknotens gebildet wird. Die Ränder dieses Napfes sind
etwas umgebogen um den Honig besser festzuhalten, und an
seinem Rande sitzen die Filamente, die am Grunde verdickt
und zottig sind und dadurch, nebst dem Ovar, den Honigbe-
hälter von oben her völlig bedecken, Fig. 1, C, ». Durch
den Räössel der besuchenden Hymenopteren werden jedesmal
die Staubfäden gewaltsam aus einander gedrängt.
Während der Anthese findet folgender Farbenwechsel
in der Bläte statt: die Fahne wird allmäbhlich erst dunkel-
gelb, dann orangerot; zuletzt wird sie braunrot, Fig. 1, B,
unten, und jetzt ist die Postfloration schon da, jetzt legen
sich die beiden Hälften der Fahne gegen einander, und die
Bläte wird nicht mehr besucht. Nach ihrem Welken sehen
die trockenen Fahnen dunkel purpurfarbig aus, wodurch der
ganze Bliätenstand viel bunter und augenfälliger wird.
IHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:014. 13
Poinciana regia Boj. — Fig. 2.
Dieser Baum (eine afrikanische Art) ist in grosser Menge
s Allée-Baum in den mattogrossensischen Städten Corumbå
und Cuyabå angepfanzt und kommt auch in kleineren Ort-
schaften oder bei den Landhäusern vor. Die Art ist während
des Blihens im Frihjahre unibertroffen an Fälle und Farben-
pracht; die Laubblätter sind zu dieser Zeit (Nov. — Dec.)
Fig. 2. Poinciana regia Boj. — A medianes Blumenblatt («<Fahne<, nat.
Grösse). — B Bläitengrund im Längsschnitt (Vergr. 2). — C Derselbe von
'hinten gesehen (Vergr. 3; die Blumenblätter sind abgeschnitten, die Kelch-
blätter herabgebogen; von den Staubgefässen sieht man nur 3). — p Blitenstiel, s
Kelchblätter, u Stiel der Blumenblätter, is Insertion eines Kelchblattes, iv In-
Sertion der Fahne, f Staubfäden, o Fruchtknoten, n Honigbehälter, resp. Min-
HE dung desselben.
noch wenig entwickelt, werden aber durch die Bläten verhällt,
und der ganze Baum leuchtet feuerrot von den sehr grossen
und dicht angehäuften Blumen.
Die Bläten bilden dichte Trauben; die einzelne Blite hat,
'wenn man sie flach ausbreitet, einen Durchmesser von 10
iem. Die 4 vorderen Blumenblätter haben lange seitwärts
14 LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SUDAMER. PFLANZEN. I. i
ausgestreckte Stiele und brennend rote Spreiten. Das hintedfl
Blatt (die Fahne) hat in grellem Kontraste zu den ibrigen
eine Wweisse, rötliche oder schwefelgelbe Spreite, die mit dun-
kelroten Punkten und Linien tigrirt ist. Schon dadurch
wird die Bläte zygomorph.
Der Plan des Bestäubungsapparates ist hauptsächlich dell
selbe wie bei der Parkinsonia, zeigt indessen einige kleine Ver-
besserungen. Staubfäden und Stempel ragen fast wagerecht
aus der Blite hervor, sind jedoch ein wenig nach oben ge-
krämmt und an das oberste, mit den Saftmalen gezierte Blu-
menblatt genähert; es wird auch dadurch ein schwacher
Zygomorphismus erzeugt und zwar die niedrigste Stufe des.
gewöhnlichen Papilionaceen-Typus. Der Eingang zum Honig'
ist also an der oberen (hinteren) Seite der Blite zu suchen.
Das Nectarium ist hier, wie bei Parkinsonia, eine kleine
fache Schale oder Grube ringsum die Basis des Frochtknoteni
Fig. 2, B, n. — Als Deckel dieses Honigbehälters dienen auch
hier die verdickten und eingewölbten, basalen Teile der 10”
Staubfäden, die sehr gedrängt stehen und ausserdem durch
die Blumenblätter zusammengehalten werden. Wie gelangt
denn hier ein Insekt an den Honig? Es hat zuerst den An-
schein, als gäbe es hier gar keinen Zugang zum »receptaculum
nectaris» AZwischen den Staubfäden oder zwischen diesen
und dem Fruchtknoten ist es nicht möglich vorzudringen.
Nimmt man aber die Blumenblätter weg, so sieht man an
der Hinterseite der Blite ein kleines Loch von etwa 1 mm
Durchmesser, das dadurch gebildet wird, dass zwei Staubfäden
am Grunde ausgeschnitten sind, Fig. 2, C, n. Dieses Loch
ist die Öffnung des Honigbehälters und war bisher dadurch
verborgen, dass das hintere Blumenblatt (die Fahne) mit
seinem Stiele die Öffnung umfasste. Bei der Fahne ist näm-
lich der Stiel am Grunde röhrenförmig zusammengerollt, Fig.
2, A, und diese Röhre ist oberhalb der Öffnung des Honigbehäl-
ters eingefägt. In der That steht auch diese Röhre in direkter
Kommunikation mit dem Honigbehälter. Schon bei Parkin-
sonia ist der Stiel der Fahne rinnenförmig, ohne jedoch zur
Leitung des Insektenrässels zu dienen. |
öst die Bliäte, wie schon erwähnt, was die Bliten-
hälle und das Androeceum betrifft zygomorph erscheint, 80
ist sie jedoch in der That asymmetrisch, und zwar dadurch,
dass es nur einen einzigen Zugang zum Honig giebt. Denn
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14. 15
la von den 10 Staubfäden einer immer nach hinten im Medi-
unplane oder in der Symmetrieebene steht, so muss der ein-
zige lochförmige »aditus nectaris» dieser Bläte seinen Platz
etwas nach der Seite hin haben. Merkwärdigerweise findet
sich diese kleine Öffnung hier immer an der rechten Seite der
Bläöte, Fig. 2, C, n; die Fahne ist hier weggeschnitten und
die Geschlechtsteile von der hinteren Seite gesehen.! Dieser
schiefe Bau kehrt in allen denjenigen Leguminosenbliten
wieder, die, mit monadelphischen oder dicht zusammenstehenden
Staubfäden, nur einen einzigen Eingang zum Honig besitzen
(Bauhinia s. unten). Das mediane Staubgefäss, das am Grunde
'schief ausgerandet oder so zu sagen unterminirt ist, wird auch
'seiner ganzen Richtung nach etwas schief und zwar nach
der linken Seite der Bläöte zu gedrängt, Fig. 2, C, f. Poin-
iciana regia gehört also auch in dieser Hinsicht zu den vielen
'asymmetrisehen Leguminosenbliten.
Bauhinia candicans Benth. — Fig. 3.
Diese Art, von demselben Typus wie die weitverbreitete
. forficata, gehört zu den grossblumigsten Arten der Gattung.
In Rio Grande do Sul ist sie ohne Zweifel zu den grossar-
igsten Erscheimungen der Blumenwelt zu rechnen. HEinen
unvergesslichen HEindruck macht der blähende Baum, gegen
den dunklen Hintergrund des Urwaldes gesehen, geziert an
allen Zweigspitzen mit den schneeweissen, lilienähnlichen Bli-
ten von der Grösse einer ausgebreiteten Hand.
Die Eigentämlichkeiten dieser grossen Bläte, Fig. 3, sind
folgende: die Längenachse der Bliäte ist völlig horizontal;
1 Die Ausdräcke rechter und linker — z. B. der rechte Flägel, die
rechte Seite — sind hier in demselben Sinne gefasst, wie z. B. die rechte oder
linke Körperseite der blätenbesuchenden Insekten. Ich betrachte also die Blite
als ein den Insekten gegenäber selbständiges Geschöpf; ist sie doch weder ein
Spiegelbild, noch ein lebloses Ding, und ebensowenig wie wir die Organe des
ieres von unsrem Gesichtspunkte aus (wie es nicht selten in der Blitenmor-
phologie geschieht) mit den Namen >»rechter» oder »linker»> benennen därfen,
[ebensowenig ist dies bei der mono- oder asymmetrischen Leguminosenblite
angebracht. >»Der rechte Flägel> soll also hier, und zwar nach dem Vorgang
der meisten Blitenbiologen, derjenige heissen, den der Beobachter seiner linken
Seite gegeniber hat; wo dies um Verwechselung zu vermeiden hervorgehoben
werden muss, sollen in dieser Arbeit die Worte >»in der Bläte» oder »die rechte
Seite der Blite» u. dgl. hinzugefögt werden. Wo das Gegenteil gemeint wird,
soll dies mit den Worten >»vom Beobachter aus» o. dgl. angegeben werden.
16 LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SÖDAMER. PFLANZEN. I.
die Blumenblätter sind sehr lang und schmal (Länge 7—8
cm) mit besonders verschmälertem Grunde, nach der Spitze
zu aber breiter (1,5—2 cm breit); sie sitzen alle halbkreis-
förmig um die obere (hintere) Seite der Blite zusammen
die langen Staubfäden und die Narbe (deren hervorragen
Teile im Anfange des Blihens 7, resp. 6 cm lang sind) si |
dagegen etwas nach unten Bede dann aber mit den Spit- |
zen wie Angelhaken aufwärts zuröäckgebogen, und die An-
theren befinden sich dadurch jedenfalls auf der Verlängerung I
der Blitenachse. f
Fig. 3. Baulhinia candicans Benth. — A Blite von rechts gesehen, natärl
Grösse (ein Blumenblatt ist bis an den Stiel abgeschnitten). — B Längssch |
durch den Blitengrund (Vergr. 5). — p Blitenstiel, tor Torusbecher, cal & i
v das hintere mediane Blumenblatt (Fahne), pod ”Stiel des Fruchtknoten
Staubgefässe, st Griffel, a Staubbeutel, n honigerzeugender Wulst an der hi
teren Wand des Honigbechers.
Der Blätenbau ist also entschieden zygomorph und der:
Bestäubungsapparat auf gleiche Weise orientirt wie bei der
Poinceiana (8. oben) und den gewöhnlichen Papilionaceenbliten.
Der Weg zum Nectarium soll demnach oberhalb der Antheren
gehen, die sämtlich, Fig. 3, A, a, ihren Blätenstaub nach oben
abgeben. |
HANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 14. 17
Der Honigbehälter ist hier auf eine höhere Entwicke-
ungsstufe gekommen als bei den äbrigen Cesalpiniaceen. Der
Torus ist nämlich sehr tief und röhrenförmig ausgehöhlt, Fig.
3, B, tor (es wird darum oft von dem verwachsenblättrigen
Kelch dieser Gattung gesprochen). In dem engen Raume
dieser Aushöhlung sitzt das Nectarium, als gelblicher Wulst
die hintere (obere) Wand bekleidend, Fig. 3, B, n. Das Ova-
rium selbst ist innerhalb dieses Rage zu einem schmalen
Stiele reducirt, um Platz för den Honig zu gewähren, Fig.
3, B, pod.
Sehr reichlich blähte diese Art im Gesträuch (»capoeira»)
in der Umgegend der kleinen riograndensischen Stadt Cacho-
'eira (Februar 1893). Ich habe keine blätenbesuchende Tiere
Ibeobachten können. Fär den Bestäubungsvorgang muss ich
deswegen auf die folgende Art verweisen.
Bauhinia platypetala Voc.
Die Bläten sind denjenigen der vorigen Art (B. candicans
BentH., Fig. 3) an Grösse und in allen wesentlichen Bezie-
'hungen ähnlich. Ich habe sie längere Zeit in dem brasili-
amischen Staat Matto Grosso gesehen, wo diese. Art im gros-
sen, äppigen Gebiäsch (»capoeira») bei Santa Cruz da Barra
am Te des Paraguay blähte (Febr.--März 1894). Ich konnte
hier mehrere Bliätenbesucher beobachten.
Zunächst ist zu bemerken, dass bei dieser Art, wie bei
Bauhinia candicans, die langen Blumenblätter sternförmig
jausgebreitet sind; da die Staubfäden noch dazu ungewöhnlich
lang sind und als ein einziges Bändel zusammen hervorragen,
wärden nur sehr grosse Besucher beim HFEintritte in die Blite
mit NSicherheit die Antheren und die Narbe beröhren. Fin
gutes Mittel um auch kleinere Insekten beim Besuchen eini-
germassen in die Nähe der Antheren zu bringen, ist die oben
erwähnte bogenförmige Röäckwärtskrämmung der Staub-
fäden während des Blähens. Bei Bauhinia dad (s. oben)
habe ich indessen eine Bläte gesehen, die um die Hälfte kleiner
War als die normalen; in dieser Bläte waren Staubfäden und
Griffel schnurgerade, — befanden sich doch die Antheren
durch die Kiärze der Filamente schon hinlänglich nahe an
idem Honigraume. Merkwirdigerweise waren auch in diesem
2
18 LINDMAN, BLUÖTENEINRICHTUNGEN SÖDAMER. PFLANZEN. I.
abnormen Falle (mit geraden, nicht umgebogenen Staubfäden)
die Antheren mit ihrer pollentragenden Seite nach obe
gedreht.
Was die Geschlechtsteile weiter betrifft, so ist die Blatd
proterandrisch: die Narbe befindet sich zuerst zwischen den
gebogenen Staubfäden, um später hervorzuragen; hiedurch
bekommt die Narbe schliesslich ihren Platz etwas vor den:
Antheren und wird folglich auch friöher als diese von den
eventuellen Besuchern”berihrt.
Zu dem Honig gelangt das Insekt zwischen den Staub-
fäden, an der oberen Seite des Staubfadenbiändels. Das hin-
tere (obere) Staubgefäss ist kleiner als die äbrigen und nach
der Seite hin (entweder nach rechts oder nach links) gedrängt.
Es ist also auch hier wie bei Poinciana regia (S. 13) der Zu-
tritt zum Honig durch einen schiefen Bau der Blite ermög-
licht. Die Mäöndung der honigföhrenden Röhre ist bei Bau-
himia platypetala von einem Wirtel kleiner Zähne innerhalb
der Staubfäden umgeben. Die Tiefe des Honigbehälters ist
etwa 15 mm, scheint also fär grosse oder mittelgrosse Fung
meln angemessen zu sein. |
Grössere Bombus- (und Xylocopa-?) Arten waren die häu-
figsten Besucher, und zwar den ganzen Tag iäber. Die Hum-
mel flog gerade nach der Mändung des Honigbehälters, kam
aber dabei nicht in Kontakt mit den Antheren, ungeachtet
der zuräckgekrimmten Staubfäden; nur die kärzesten Antheren
wurden bisweilen von dem Hinterleibe des Insekts gestreift:
Dagegen konnte die Hummel beim Wegfliegen, bei der schnel-
len Röckwärtsbewegung um los zu kommen, niemals umhin
mit dem Hinterleibe in den grossen Antherenhaufen zu ge-
rathen; das Abdomen des Tieres wurde dabei mit Pollen San
bedeckt! &
Auf diese Weise aber kann die Narbe im Allgemeinen
keinen Blitenstaub erhalten; sie sitzt nämlich meistens zu
weit nach vorne oder zu weit von der Honiggrube entfernt
um von den Hummeln, selbst den grössten, beröhrt zu werden;
und je länger das Blähen Fortress desto mehr verlängert
sich der Griffel.
Kleine Kolibris besuchten auch diese Bauhinia. Der Leib
dieser Vögelchen, auch der kleineren, ist gross genug um
während des Besuches mit der Narbe in Beriährung zu kom=
men (vgl. Fig. 3, A). Dazu kommt ferner, dass der Kolibri
peer
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14. 19
nicht wie die Hummeln von oben her, sondern von vorne,
oder sogar von unten her pfeilschnell in die grosse Blite
hineinstärmt, also zuerst die eventuell schon hervorgestreckte
| Narbe tangirt, um dann mit dem Bauche gegen die Staub-
beutel zu stossen.
Am Tage wurden die Bliten auch von mittelgrossen Tag-
faltern besucht, nämlich der braunen Marpesia chiron (unsrer
Hesperia ziemlich ähnlich) und einem etwas grösseren Papilio
| (mit schwarz- und rotbunten Flägeln). In der Dämmerung
| bleiben die Bläten völlig ausgebreitet und duften wie Phila-
delphus, obgleich nicht so stark. Sie werden jetzt von Abend-
nd Nachtfaltern (Plusize, Sphingidze) lebhaft umschwärmt.
| Diese verhalten sich fast genau so wie die kleinen Kolibris,
denen sie auch, wie man Jekdrs bemerkt hat, im Fluge sehr
| äbnlich sehen. Ihr Besuch wurde äusserst schnell abgestattet
lund dauerte nur etwa 1 Sekunde in jeder Bläte. Die Grösse
| dieser Besucher darf ohne Zweifel die Fremdbestäubung ebenso
gut wie durch die Kolibris sichern. Die Bliten dieser Art
I sind deshalb vorwiegend als nyktigam zu betrachten (s. die
Abhandlung des Verfassers: Remarques sur la floraison du
genre Silene, Acta Horti Bergiani, Bd. 3, Nr. 1:b, 1897, S. 18).
Bauhinia Bongardi STEUD.
j Diese Pflanze gehört zu dem trockenen Gesträuche, resp.
IGehölze auf dem Quarzboden der Campos cerrados (Matto
Grosso, Cuyabå u. s. w.). Sie ist in vielen Beziehungen von
Iden vorigen verschieden: die Bläten sind viel kleiner, die
Blumenblätter nur etwa 3 cm lang und 2—3 mm breit und
nach dem Verblihen purpurrot. Die Bliten sind ausgeprägter
myktigam als diejenigen der B. platypetala, denn sie öffnen
sich (nach Beobachtungen im März) des Abends mit frischen
IStaubbeuteln, bleiben dann den folgenden Tag hindurch offen,
jedoch mit leicht abzulösenden (resp. hinfälligen) Antheren.
Der Gervuch ist bei dieser Blite unangenehm: er ähnelt
dem der Ribsen oder des Rapskohles und zwar mit jenem
ibelriechenden Zusatze, der sich bei der Fäulniss von schwefel-
Wasserstofferzeugenden Substanzen sofort kundgibt. Dieser
I Geruch ist en fär die södamerikanischen Faller kein Hin-
20 LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SUÖDAMER. PFLANZEN. I.
dernis, sondern wirkt ebenso anziehend auf sie, wie andere
stinkende und faulende Stoffe. Wenn man die Vorliebe kennt,
mit der jene Falter alle möglichen ekelhaften Dinge um-
schwärmen und belecken — wie faules Fleisch, Exkrementill
von Tieren und Menschen, Harn, Schweiss, nasse rohe Häute
uU. s. Ww. —, eine Passion, die auch die söädamerikanischen
Wespen und kleinen Apiden, ja sogar die Bombiden i
verhehlen; so darf man in dem äblen Geruch der Bläte ebenso
gut wie in dem lieblichsten Duft ein Lockmittel fär diese
Besucher erkennen.! i
Die Art wurde beim Sonnenuntergang von einer grossen
Sphingide in stärmischer Eile besucht (27. April) und nach |
Dunkelwerden (21. April) von einer mittelgrossen Noctuide. |
An einem bedeckten Tage sah ich Nachmittags auch einen
Kolibri diese Pflanze bestehen (15. Mai). 1
Bemerkung. Bei den meisten Bauhinien (Sektion Pau-
letia) kann folgende morphologische Eigentäimlichkeit beob- j
achtet werden. Der Kelch ist in der Knospe verwachsen-
blättrig, cylindrisch oder schmal keulenförmig und fast so
lang wie die Blumenkrone. Das Öffnen der Knospe wird bei
verschiedenen Arten durch das Bersten des Kelches bewirkt,
der an der vorderen (oder abwärts gerichteten) Seite mehr
oder weniger tief der Länge nach gespalten wird; dann wer=
den die freien Kanten der so gebildeten Spalte etwas umge-
stälpt, an der hinteren Seite aber ist der Kelch noch gamosepal
und starr genug, um an der Röckseite (Oberseite) der Bläte die |
Kronenblätter und Staubfäden zu stätzen und zusammenzu-
halten. Die Längsspalte des Kelches kann natärlich nicht in
der Medianebene eintreffen, weil ein Kelchblatt an der Vorder-=
seite den medianen Platz einnimmt — und die Blite wird
also durch diese Spaltung asymmetrisch; merkwärdigerweise
wird jedoch diese Spalte durch eine Torsion der Blite gerade
nach vorne (d. h. nach unten) gerichtet, als wäre dies Stel-
lung nötig, um den Zutritt zur Bläte leicht zugänglich zu |
' Man darf also nicht behaupten, dass die Schmetterlinge und Hyme-'
nopteren auch der warmen Länder ihrer Nahrung wegen ausschliesslich auf die
Honigbliten angewiesen sind. Vielmehr sind die Blitenbesuehe der Falter als
Zufälle oder Ausnahmen zu betrachten. Ich habe nicht eine einzige Schmetter-
lingsart während meiner sädamerikanischen Reise beobachtet, die sich nicht
irgendwo, bei Tage wie bei Nacht, mit Fäulnisstoffen, stinkendem Wasser
u. 8. w. beschäftigte. Auch in Europa giebt es Falter, wie Vanessa antiopa,
die oft auf dem Boden etc. umherlecken, dagegen selten oder niemals eine
Blite besuchen.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14. 21
machen. Das hat auch zur Folge, dass die Räöckseite der Blite
eine etwas schiefe Richtung erhält: die 5 aufrechten Kronen-
lätter präsentiren sich asymmetrisch nach der einen Seite hin
gerichtet, und die Symmetrieebene der Blumenkrone und des
Androeceum fällt nicht mit der Vertikalebene zusammen.
Cassia.
Die meisten Cassia-Arten haben nur wenig ungleichför-
mige Blumenblätter, sind aber durdh verschieden grosse (di-
morphe, trimorphe oder tetramorphe) Staubgefässe ausgezeich-
net (die diesbezäglichen Verschiedenheiten findet man in der
systematischen Aufstellung dieser Gattung in Flora Brasili-
ensis, Fasc. 50, 1870, wo 189 brasilianische Arten aufgenommen
sind). Weitere Eigentimlichkeiten sind die Entleerung des
Pollens durch die apicalen Poren der Staubbeutel (siehe
Hjeclere, du Sablon, in Amn. se. nat., Botan., Ser. VIL T. IT,
1885, S. 126, PI. 4, Fig. 10—15), und bei einigen Arten die
sog. Enantiostylie (Todd, Amer. Naturalist, 1882, S. 281—
287, »right-handed and left-handed flowers»; H. Möller,
”Arbeitsteilung bei Staubgefässen von Pollen-Blumen, Kosmos
VIT, 1883, S. 245—247).
Die Cassien sind nicht weniger interessant geworden,
nachdem Burck (Notes biologiques, Ann. de Buitenzorg, VI, 1886,
. 251) und Meehan (Proceed. of the Acad. of nat. sc. of
Philadelphia, 1886, Part II, S. 314) gezeigt haben, dass Insek-
tenbesuche fär gewisse Arten unentbehrlich sind, dass diese
aber eher Selbstbestäubung als Kreuzbestäubung vermitteln.
Meehan hat fär eine Art, C. marylandica, gefunden, dass die
Apicalporen der Antheren sich nur unter Beihäölfe eines
Besuchers öffnen können. Derselbe Verfasser behauptet auch,
dass die vorderen, grösseren Antheren dieser Cassia von den
Insekten ganz unbeachtet gelassen werden und nicht fär die
Bestäubung bestimmt sein können.
Leider habe ich keine anderen Cassien in grosser Menge
beobachten können, als einige allgemeine grossblätige Arten,
die schon von anderen Autoren behandelt wurden, nämlich
Cassia oceidentalis L. (siehe Amer. Naturalist, 1882, S. 285,
His, cc; Amn. de Buitemzorg, VI, PI XXXT, Fig: 5) und
; Ål
H
|
22 LINDMAN, BLUÖTENEINRICHTUNGEN SÖDAMER. PFLANZEN. I. =
C. alata L. (am letzten Orte, P1. XXXI, Fig. 3, 3 a); ausser-
dem auch noch die der letzteren sehr nahe stehenden OC. aculeata
PoHL in Paraguay und Gran Chaco (abgebildet in Flora
Brasil., Fasc. 50, 1870, t. 39). Die beiden ersteren sind kos-
mopolitiseh zu nennen, OC. occidentalis schon im sädlichsten
Brasilien und Paraguay ungemein häufig, OC. alata eine der
hänvfigsten Pflanzen auf den Strassen von Cuyabå und weit
hinaus in den Campos cerrados zerstreut und reichlich
blähend. j
Die Angaben anderer Verfasser uber die Cassien kann
ich nur bestätigen: sie haben Pollenblumen (ohne Duftt und
ohne Honig) und werden von Hummeln besucht; dass Selbst-
bestäubung eintreffen kann, halte ich auf folgenden Grinden
för sehr natäörlich.
Cassia aculeata und alata gehören zu den auffälligsten.
Arten der Gattung (goldgelb blivhend): und beide haben die
Staubgefässe in drei scharf unterschiedenen Gruppen angél
ordnet: nach vorne sitzen die 3 längsten, von denen die Al
seitlichen iberaus grosse, Selma gekrämmte, 1—2
cm lange Antheren haben; im” Centrum der Bläte alsdann
4 kleine, 3—4 mm lange, kurzgestielte Antheren, deren
Apicalporen vorwärts und bryts gerichtet sind; und schliess- |
lich die 3 hinteren, die kein Pollen erzeugen. Bei der eine
wie der anderen dieser Arten ist das lange, krumme Cistill
entweder nach rechts oder nach links stark seitwärts gebo-
gen, jedoch mit seiner Spitze wiederum der Medianeben
zugewendet, und zwar in der Weise, dass die Narbe sich
dicht unterhalb der Poren der mittelgrossen Antheren befin-
det. Ich habe verschiedene Bläten untersucht: die Poren der
Antheren findet man teils geöffnet und alsdann die Staub-
beutel entweder leer oder feilysise entleert; teils noch ger |
schlossen, dabei aber trifft es bisweilen ein, dass die grösste mn
Mere schon von Anfang an, ja sogar in der Knospe selbst
kein Pollen enthalten. I
Insektenbesuche habe ich hauptsächlich bei Cassia alatd
beobachtet, und zwar teils von grossen, teils von kleinen
Hummeln und in grösster Menge. Trotzdem habe ich nicht
ganz ins Reine bringen können, was die Insekten bei dem
Besuche hier Mortbliel vorhaben. Die Bläten dieser Art
haben ziemlich nahe zusammenstehende Blumenblätter, so
dass das Insekt während der Arbeit innerhalb der Blite wie in.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14. 23
inem kleinen Kämmerchen eingeschlossen sitzt. Man sieht
ndessen, dass der Besucher sich mit den Fissen an den vier
kleineren centralen Staubgefässen festhält. Die eigentliche
Arbeit besteht in einer gewaltsamen Vibration des Insekten-
| körpers und zugleich der ganzen Bläte; dies dauert in jeder
Bläite mehrere Sekunden fort und macht sich durch ein
prasselndes Geräusch kund, das man schon von weitem bemerkt
und das den ganzen Tag äber von allen Seiten in den heis-
sen Campos cerrados ertönt. Es ist selbstverständlich, dass
die Hummeln durch diese vibrirende Bewegung den Bläitenstaub
aus den Antheren herausschätteln (Burck hat wohl diese Vi-
bration gemeint, wenn er den Ausdruck »agiter les étamines»>
I benutzt, Ann. de Buitenzorg, V1l, 1886, S. 254 etc). Es ist
laber auch sehr möglich, dass sie zugleich das Bersten der
Antherenmändungen dadurch verursachen. Das Oeffnen der
Poren kann nämlich unmöglich durch einen Biss oder Stick
Ides Besuchers geschehen. Bei der Porenöffnung findet man
nämlich einen sehr häbschen und scharfen Umriss, was nicht
der Fall sein könnte, wenn jene von dem Besucher känstlich
gemacht wäre; ausserdem sind die Poren, wenigstens die der
Igrössten vorderen Antheren, dem Insekte während des Besuches
nicht zugänglich. Ich kann leider nicht mit Sicherheit sagen,
'ob die Insekten auf diese Weise die Poren zum Bersten
'zwingen missen; es ist mir indessen so vorgekommen, als
hätte der Besucher bisweilen ein grösseres Hindernis in der
einen Bliäte zu äberwinden als in der anderen, was er dann
dadurch verrät, das er das Schätteln mit erhöhter Stärke
und zornigem Prasseln erneuert.
| Während des Schättelns muss das lose, ziemlich trockene
Pollen (dessen Körner glatt sind) zum grossen Teil innerhalb
ider halbgeschlossenen Blitenkammer umherschweben und dabei
'höchst wahrscheinlich Selbstbestäubung verursachen. Eben-
so wahrscheinlich ist es jedoch auch, dass Kreuzung zwischen
verschiedenen Bliten eintreffen kann, denn die besuchende
Hummel kann nicht den Blätenstaub an emem einzigen Punkt
ihres Leibes aufsammeln, da derselbe gerade durch eine vibri-
rende Bewegung herausgeschleudert wird. Die Stellung der
Narbe därfte deshalb nicht jenes Hindernis för die Fremdbestäu-
bung sein, das Burck darin gefunden hat, aber auch nicht eine
unumgängliche Bedingung för die Fremdbestäubung, wie
iman mit H. MÖLLER annehmen möchte. Diese Verfasser set-
24 LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SUDAMER. PFLANZEN. I.
zen nämlich beide voraus, dass eine genau bestimmte Stelle
des Insektenkörpers zuerst mit einer Antherenpore, und dann
mit der Narbe in Berährung kommen misse, um Eremdbe
stäubung in diesen Bläiten zu vermitteln. : |
4
:
l|
Ein kleiner Baum mit dickem Stamm und dicken, krum-
men Aesten, charakteristisch för die trockenen »Campos cerra-
dos» Hochbrasiliens. Die Bläiten bilden grosse Rispen von
violblauer Farbe; sie sind im April und Mai entwickelt
(Matto Grosso, Umgegend von Cuyabå). 5
Die Blite steht durch ihren einfachen Bau fär den
eigentlichen Papilionaceen-Typus weit zuräöck. Nichts desto
|
3. Papilionaceee.
Cebipira virgilioides O. Kzz.
(Bowdichia virgilioides H. B. K.).
auf die Einrichtung för die entomophile Bestäubung. LR
Die 5 Blumenblätter sind alle ziemlich gleich, alle -
der Knospenlage immer etwas kran und wellig blb
gewöhnliche Arbeitsverteilung zwischen den Blättern ein ll
»Schmetterlingsbläte» findet man hier nicht: die 2 Blätter
des Schiffchens sind völlig frei; die Flägel entbehren der
Wäilste und Ausstäölpungen; nur die Fahne erkennt man a
der grösseren Breite und einem purpurroten, radiär gestreiften |
Flecken (Saftmal) auf der dunkelblauvioletten Spreite. |
Die Genitalien sind deshalb auch nicht innerhalb des |
Schiffchens verborgen, zeigen dagegen eine recht merkwärdige, I
selbständige Anpassung. Sie sind kurz und dick; ganz ami
Grunde sind sie nach links vom Betrachter (also nach der fä
rechten Seite der Bläite) gebogen und an den rechten Fligel
(ala dextra) gedrängt, ferner sind sie nach oben und nach
der Riäckseite der Blite gerichtet, und die Antheren zuletzt
dicht unter dem Saftmal gesammelt. Durch die hell orange-
gelbe Farbe der Antheren kommt nun jener allbekannte Far-
| BrANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AED. III. N:0 14. 25
Fbenkontrast zwischen orange und violett zu Stande (vgl. meh-
: rere andere Bläten, z. B. Linaria alpina, Polemonium coeru-
leum, Viola odorata u. s. w.). Bei Cebipira wird dadurch
das dunkel purpurrote Saftmal der Fahne ergänzt und erhöht.
Im ganzen sind also die Genitalien in eine kurze Spirale
gekräimmt, eine Andeutung zur deutlichen Spirale bei Phaseo-
lus (s. weiter unten!). Durch diese Krämmung (eine rechts-
wendige Spirale) bilden sie einen kleinen Bogen rings um die
Längenachse der Blite und etwa im Centrum derselben, und
in diesen Bogen muss also das besuchende Insekt seinen Ris-
sel hineinföhren. Es muss also hier eintreffen, das die Ober-
seite des Besuchers (bezw. seines Kopfes) den Blitenstaub
aufnimmt, nicht, wie bei den meisten Schmetterlingsbläten, die
Bauchseite. Wir werden im Folgenden auch andere Papilio-
naceenbliten sehen, die nicht för die »Bauchsammler» eingerich-
tet sind, z. B. Bradburya und Canavalia; ihre Bläiten aber
sind immer durch eine Torsion von 180” herumgedreht, nicht
wie bei Cebipira mit der Fahne aufwärts gerichtet.
Bei dieser Pflanze ist auch noch der ungemein deutliche
Torus zu erwähnen, an dessen Innenseite die Blumenblätter
und Staubfäden inserirt sind; noch ein Stäck höher hinauf
streckt sich die verwachsenblättrige Kelchröhre. -— Schon in
der Knospe tritt der Stempel zwischen den noch zusammen-
gewickelten Blumenblättern hervor, was auf eine deutliche
Proterogynie hinweist. Die Blite ist selbstverständlich auf
mehrere successive Insektenbesuche hingewiesen.
Camptosema nobile Linpm.! — Fig. 4.
Diese Art fand ich in den trockenen »Campos cerrados»>
Matto Grosso's zwischen Cuyabå und Diamantino; sie blähte
ziemlich spärlich.
Die Bläte ist durch lange, schmale, schlaffe und lose
verbundene Blumenblätter ausgezeichnet; die zuräckgeschla-
gene Fahne zeigt eine schöne kirschrote Farbe ohne Saftmal,
ist aber auswendig schmutzig schwefelgelb. Die Flägel und
die Blätter des Schiffehens sind einander an Form und Länge
gleich und alle horizontal gerichtet, Fig. 4, A; auch diese
! Bihang till K. Sv. Vetensk.-Akad:s Handl., Bd. 24, Abth. III, Nr. 7.
26 LINDMAN, BLUÖTENEINRICHTUNGEN SÖDAMER. PELANZEN. I.
Blätter sind wie die Fahne schön rot, die ganze Blumenkrone
also einfarbig. Die Antheren und die punktförmige Narbe
(die nicht von Haaren umgeben ist) sind fast gerade ausge-
streckt und reichen nicht nur bis an die Spitze des Schiffchens,
sondern sind ausserhalb derselben zu sehen, Fig. 4, B, f.
Fig. 4. Camptosema, nobile LiSDM. — A Bläite am Gipfel des Blitenstandes,
von links gesehen (natärl. Grösse); B dieselbe von oben gesehen. — v Fahne,
c Schiffchen, ad rechter und as linker Flägel, / Staubgefässe und Narbe, hervor-
ragend, e extranuptiales Nectarium.
Diese Verhältnise deuten an, dass es keimer emsigen und
kräftigen Insekten, wie z. B. der Hummeln, bedarf, um die
Bläte zu öffnen. Die einfarbige Blumenkrone, ihr schlaffer
Bau und die ungeschätzten Antheren sind Belege daför,
dass diese Blite, im Gegensatz zu den meisten weiter unten zu
besprechenden Papilionaceen, sich auf einer sehr niedrigen
Entwickelungsstufe befindet. ;
Als Besucher sah ich nur Kolibris, die vor der Blite
fatternd ihre Zunge in horizontaler Richtung hineinstrecken
und folglich die weit herausragenden Antheren beräöhren
missen.
Coublandia (Lonchocarpus?) fluvialis LINDM.!
Fig. 5.
Ein hoher, kräftiger Baum, den ich im September und
Oktober in der Nähe des Paraguay bliäihend fand. Die Bli-
1 Bihang till K. Sv. Vetensk.-Akad:s Handl., Bd. 24, Abth. III, Nr. 7.
Ich habe an dieser Stelle, in der Abhandlung Leguminose austro-americane,
S. 21, die Meinung ausgesprochen, dass die zwei Gattungen Coublandia
(Muellera Lin. f.) und Lonchocarpus besser zusammenzuwerfen wären, da die
generische Verschiedenheit sehr gering oder vielleicht gar keine solche vor-
handen ist. Die alte Gattung Coublandia stätzt sich nur auf die verschieden
gestaltete Hilse.
BIHANG TILL K. SV. VET-.AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14. 27
tenfarbe ist hell lila mit gelblichem Saftmale auf der Fahne;
die Bläten sind vor den Blättern entwickelt und die ganze
Baumkrone dann von ihnen bedeckt.
Die Bläte ist klein (etwa 1 cm lang), reiht sich jedoch
im äbrigen ziemlich nahe an die der vorigen Art (Camptosema
nobile, S. 25) an, denn sie hat lose verbundene Blumenblätter
und keine Einrichtungen, die gewissen Besuchern den Zutritt
erschweren. Der Kelch ist nämlich kurz und breit, und die
Fahne lässt den Stiel aus dem Kelche hervorstehen. Nach
Fig. 5. Coublandia (CLonchocarpus?) fluvialis LINDM. — Å Basis der Blite
in Längsschnitt (Vergr. 5), B Spitze der Geschlechtsteile. — ca Kelch, v Fahne,
ad rechter Fläögel, c Schiffehen, f Staubgefässe, st Narbe, ov Fruchtknoten,
n Honiggrube, os Eingang derselben.
Form und Grösse zu schliessen, können Bienen, Hummeln
und Falter die Bestäubung verrichten. Ich habe jedoch nur
Kolibris als Besucher an den Bläten gesehen, ob immer mit
Erfolg ist mir zweifelhaft, da die Blätengrösse verhältnis-
mässig winzig ist.
Die Staubfäden sind nur am Grunde, um den Honigbe-
hälter, Fig. 5, A, os, diadelphisch; an der Mitte sind sie alle
verwachsen, worauf der hintere sich wieder loslöst. Die Narbe
ist einfach gebaut, klein, knopfförmig und Haare fehlen voll-
ständig am Griffel, Fig. 5, B, st.
Hier mögen auch folgende Arten erwähnt werden, die
gleichfalls der Tribus Dalbergiee gehören; sie sind Bäume
mit lilafarbiger Blumenkrone und gefiederten Blättern.
Sehr ähnlich an Form, Grösse und Farbe ist die Blite
der paraguayischen Bergeromia sericea MIicHELI. (Der Autor
dieser Art hat irrtämlich die Bliten »fores lutei> genannt.
Eine schöne Abbildung derselben findet sich in Mém. de la
28 LINDMAN, BLUÖTENEINRICHTUNGEN SUÖDAMER. PFLANZEN. I.
Soc. de physique et d"hist. natur. de Geneve, T. 28:2, 1883—
84.) Die Bliäten haben angenehmen Duft nach Lathyrus
odoratus. 3
Auch die Bläten des Macherium angustifolium VoG. sind
ähnlich an Form, Grösse und Farbe. Die 10 Staubgefässe sind
monadelphisch, die Röhre jedoch nach oben (nach hinten) offen,
wodurch eine unbedeutende Asymmetrie verursacht wird
(Matto Grosso, Cuyabå). 4
Nahe ibereinstimmend sind auch die Bläöten der hoch-
brasilianischen Vouacapoua (Andira) cuyabensis (BENTH.) 0. |
Kze (nebst der oben erwähnten Cebipira, S. 24, charakteri-
stisch för die Krummholzhaine oder Campos cerrados in Matto
Grosso). Blumenkrone weisslich lila mit Geruch nach La-
vendelöl. 3
Die Dalbergieen nehmen im Bezug auf den Blitenmecha-
nismus eine niedrige Stufe ein. Sie sind mit unsren einfach-
sten Papilionaceen, dem Trifolium -— Onobrychis-Typus (siehe
z. B. Herm. Möller, Die Befruchtung der Blumen, 1873, S. 260)
am nächsten vergleichbar. +
Lothodes pinnatum 0. KzzE. — Fig 6.
(Psoralea pinnata L.).
Diese Pflanze sah ich als niedrigen Strauch in dem tiefen
Flugsande um die Hafenstadt S. Pedro do Rio Grande (Staat
Rio Grande do Sul) angepflanzt; sie ist nämlich eme säd-
afrikanische Art. Die blauvioletten Bliäten, deren Grösse,
Farbe und Inflorescenz ziemlich an Medicago sativa erinnern,
sind unter den feinteiligen, dicht gestellten Blättern halb
versteckt. (Blätter, Blätenstiel, Kelch u. s. w. sind dicht
mit kleinen Dräsen punktirt, wodurceh die Pflanze einen käm-”
melähnlichen Geruch verbreitet.) |
Ich sah die Bliten am offenen, windigen Meerufer von
dem grossen schwarzen Bombus carbonurius Handl. emsig be-
sucht; diese Hummel verweilte während des Saugens eine
beträchtliche Weile in jeder Bläte. k
Bemerkenswerte Details der Bläte sind besonders die
Fahne und die Staubblattröhre. |
Die etwa kreisrunde Fahne, Fig. 6, A, », ist von hell”
blauvioletter Farbe; sie hat in einem weissen Felde ein scharf
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14. 29
mgeschriebenes, schwarzviolettes Saftmal. Die Form dieses
lattes ist besonders durch die trichterähnliche Basis eigen-
tömlich, Fig. 6, B: am Grunde der Spreite sitzen zwei kleine
Tappen, die gegen einander gebogen sind (vgl. viele von den
unten zu besprechenden Phaseolee!), wodurch der Stiel eine
fast röhrenförmige Rinne bildet, und so wird ein bestimmter
Weg zur Nektarhöhle dargestellt. Wenn man durch diese
kurze Röhre gelangt ist, trifft man die Oeffnung des Honig-
behälters, ein rundliches Loch (ostium nectaris) am Grunde
der Staubblattscheide, Fig. 6, C, n.
Fig. 6. Lothodes pinnatum O. KzE. — A Blite von vorne gesehen (Vergr.
2). — B Fahne (Vergr. 4). — C Blätengrund von links gesehen (Vergr. 6). —
D Staubblattscheide, ausgebreitet (Vergr. 10.) — v Fahne, u Stiel derselben,
1 Saftmal, c Schiffchen, a linker Flägel, f£ freier Staubfaden, p Bläitenstiel, n
Eingang zum Honigbehälter.
Die monadelphischen Staubfäden bilden eine nach oben
(nach hinten) offene Scheide, Fig. 6, C, n, die am Grunde von
breiter löffelförmiger Gestalt ist, Fig. 6, D. Da also diese
NScheide gerade am oberen Rande entlang, wo das hintere
mediane Staubblatt seinen Platz hat, aufgeschnitten ist, so
muss das Androeceum asymmetrisch sein; in der Fig. 6, D
siehbt man die eine Hälfte mit 4, die andere mit 5 feinen
Streifen, je einem Staubfaden entsprechend, ausgestattet; die
mediane Linie deutet das vordere, mediane Staubblatt an.
30 LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SÖDAMER. PFLANZEN. I.
Vigna sinensis (L.) Enpr. — Fig. 7, A, B. |
Eine kosmopolitiscehe Kulturpflanze in wärmeren Län-
dern, auch im Staate Rio Grande do Sul kultivirt. In Porto
Alegre bekam ich Samen derselben, und habe daher in den
letzten Jahren diese Art als Topfpflanze in meinem Zimmer
in Stockholm zu ziehen versucht. Die Samen haben gut
gekeimt, die Pflanzen aber, obgleich sie niedrig bleiben und
mit wenigen Ausnahmen ich klettern, blichten alle Jahre
erst sehr spät, etwa nach 4—5 Monaten, weshalb ich die Blä-
ten erst im Herbste, wo die Pflanzen zu Grunde gehen, bell
kommen und folglich keine reife Frächte geerntet habe.
Die Blite ist von sehr schönen Farben geziert, die Fahne
hell blauviolett mit zwei schwefelgelben Flecken, die Flugelll
dunkelviolett. Das Aufblöhen ist merkwärdigerweise auf
die fräöhesten Morgenstunden beschränkt und von sehr kurzer
Dauer. Schon um Mitternacht kommen die Ränder der vio-
letten Fläögel zum Vorschein; gegen 7—8 Uhr des Morgens -
ist die Blite völlig offen; gegen 9—1/210 Uhr des Morgens
ist sie schon geschlossen, und die Blumenblätter verwelken -
während des Tages. — Die Bläten bildeten bei mir — und -
zwar durch Selbstbestäubung, denn sie blähten immer nur
vereinzelt — Frucht aus, obgleich bisher keine Höälse reif
werden konnte. |
Grösse), v Fahne, c Schiffchen, as linker Fligel, i saftmal; B Griffel, st, mit —
der schiefen Narbe sti (vergrössert). — C, D, Vigna luteola BENTH.; C Ge
schlechtsteile von RER gesehen (Vergr. 3), f Staubblattröhre, st der ”verlän-
gerte, knieförmig gebogene Griffel; D dieselben fast gerade von vorne und ein -
;
Fig. 7. A, B, Vigna sinensis (L.) EnDpL.: 4 Bläite von vorne gesehen (natärl. i
q
å
wenig von unten gesehen (Vergr. FS i
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14. 31
Die Bläte ist an Grösse, Form und Bestäubungsmecha-
nismus der Pisum- und Lathyrus-Bläte am ähnrlichsten (siehe
H. Mörnrer, Die Befruchtung der Blumen, 1873, S. 244 etc.);
sie hat also eine »Griffelbärste» (Delpino's »tipo tricostilo>,
Atti della Soc. ital., Vol. XVII, 1874, pag. 325). Das Gat-
tungsmerkmal bei Vigna, die sehiefe Narbe, erkennt man aber
auch schon bei dieser Art; siehe Fig. 7, B, sti, wo die Grif-
felspitze mit der Narbe gerade von vorne abgebildet ist; die
Narbe selbst, eine kleine dunkelgräne Scheibe, sitzt an der
linken Seite unterhalb der nach rechts gekrämmten Griffel-
spitze.
Vigna luteola BentE. — Fig. 7, C, D.
Diese Phaseolus-ähnliche Schlingpflanze ist in Sädbrasi-
lien und im nördlichen Argentinien nicht selten (ausserdem
weit verbreitet, z. B. bis Westindien). Sie hat blassgelbe
Bliäiten, etwa von der Gestalt und Grösse der gewöhnlichen
Erbsenbläte (Pisum). Im Staate Rio Grande do Sul beob-
achtete ich das Bläihen um Mittag.
Wie bei der vorigen Art ist die Bläte auswendig als
gänzlich monosymmetrisch anzusehen. Es ergiebt sich jedoch
hier als ein Uebergang zu der nahe verwandten Gattung
Phaseolus (s. unten!), dass der Griffel innerhalb des Schiff-
chens einer schwachen spiraligen Kräimmung nach links
unterworfen ist, Fig. 7, C, D. Der aufsteigende Teil des Griffels
ist nämlich sehr verlängert und wärde, wenn er gerade wäre,
die Staubgefässe iberragen; nun ist er aber etwa an der
Mitte (st) dureh eine scharfe Krämmung röäckwärts (gegen
den Blätengrund) gerichtet und zugleich etwas nach der
rechten Seite der Blite gebogen — also die erste Andeutung
jener linkswendiger Spirale der ganzen Geschlechtssäule und
zugleich auch noch des Schiffehens, die bei Phaseolus deut-
lich ausgeprägt und bisweilen zu einem stark komplicirten
Blätenbau ausgebildet ist.
"Die Bestäubungseinrichtungen dieser Bläte erinnern im
Uebrigen an die der Pisum-Bläte (s. H. MöLrLEr, Die Befruchtung
der Blumen, S. 247, Fig. 85). So ist hier das Schiffchen kurz
und sehr tief. Die eingeschlossenen Staubgefässe, die gleich
nach der Knospenzeit ungleich lang werden, Fig. 7, C, biegen ”
2
32 LINDMAN, BLUÖTENEINRICHTUNGEN SUÖDAMER. PFLANZEN. I.
sich zum Teil stark räckwärts und spreitzen auseinander,
wodurch sie die ganze, bei dieser Art stark verlängerte Grif-
felbärste mit Blitenstaub erföllen. ) R
Phaseolus ”ToUEN.
FE SE SE RE
Der Blitenbau einzelner Phaseolus-Arten ist von ver-
schiedenen Autoren beschrieben, z. B. Phas. vulgaris L. von
CH. DARWIN (Ann. and Mag. of Natural Hist., 3. Ser, Vol. 2,
1858, p. 461); Phas. coccineus LAM. (»scarlet runner») von PP.
H. FARRER (ebendaselbst, 4. Ser., Vol. 2, 1868, p. 256); diese
Arten beide von W: OGLtE (Popular Science Review, 1870, p.
166) und von H. MöLrreEr (Die Befruchtung der Blumen, 1873,
S. 257); Phas. caracalla L. von F. DerPino (Ulteriore osser-=
vazione etc., Atti della Soc. 1ital., Vol. XT, 1868, p- 265)
Phas. diversifolius Pers. (owild bean») von A. F. FOERSTE
(Amer. Naturalist, Vol. 19, 1885; No. 9, p: 881). ;
Hervorragende Merkmale dieser Phaseolus-Bläten sind
die Verlängerung des Schiffehens zu einem schmaleren Ro-
strum und die spiralige Drehung desselben. Auch nähert
sich diese Spirale mehr oder weniger der einen Seite der Blite.
Ich habe immer diese Spirale nur linkswendig gefunden (d. h.
so, dass man sich beim Aufsteigen immer nach links wendet).!
Dies ist der Fall auch wenn das Schiffehen nach rechts vom
Beobachter gekrämmt ist (d. h. nach der linken Seite der
Bläte); s. unten Phas. appendiculatus! — Es trifft weiter bei
allen Phaseolus-Arten ein, dass der Blätenstaub aus dem Ro-
strum durch die behaarte Griffelspitze herausgefegt wird;
erst durch komplicirtere Druckverhältnisse und Bewegungen
aber, als bei den nahe verwandten Bliten bei Vicia, Pisum
und Lathyrus (Delpino's »tipo tricostilo»; vgl. auch Vigna,
Fig. 7!) erfolgt ein Heraustreten des Pollens. Der Griffel
ist sehr fest und unbiegsam, die Staubfäden dagegen zart
und schlaff; die Mändung des Rostrum ist zu eng, um auch
die Antheren herauszulassen. .
Die oben erwähnten Phaseolus-Arten besitzen demnach
(den Phas. diversifolius Pers. ausgenommen) eine hochgradige
— 1 Delpino hat die Drehung bei Phas. vulgaris, multiflorus, caracalla,
lunatus und angulosus >»rechtswendig» (»a destra») genannt; siehe die oben
citirte Stelle, Fussnote! Derselbe Autor behauptet (ebendaselbst), dass Ver-
schiedenheiten in der Drehung des Schiffehens in dieser Gattung vorkommen.
AR 20
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14 33
Perfektion för die Fremdbestäubung; ihre Bläten erweisen
sich besonders durch das schneckenförmig gedrehte Schiffchen
stark asymmetrisch. Uebrigens sind sie alle etwas verschie-
den von einander konstruirt, und besonders zeigt der gross-
blätige Phas. caracalla eine paradoxe Unregelmässigkeit und
kunstmässige Entwickelung (siehe unten meine Beschreibung
dieser Art, Fig. 14). Als sehr einfacher Typus dagegen stellt
sich der kleinblätige nordamerikanische Phas. diversifolius
dar: mit kaum asymmetrischer Fahne ist das Schiffehen
so schlicht gedreht, dass es fast nur einen nach rechts (in
der Bläite!) gebogenen Haken bildet (vgl. Vigna luteola, Fig.
UC Dy:
Ich werde hier eime Reihe sädamerikanischer Phaseolus-
Bläten nach Beobachtungen an den lebenden Pflanzen beschrei-
ben, um die grossen Verschiedenheiten innerhalb dieser Gat-
tung darzustellen.. Im wesentlichen sind sie den oben erwähn-
ten vergleichbar; jedoch kommen sehr auffallende specifische
Verschiedenheiten und Abstufungen vor. Ich stelle hier die-
jenigen Arten voran — Phas. clitorioides und peduncularis
—, bei denen eine noch verhältnismässig einfach gebaute
Bläte auftritt und wo die Blumenkrone, das Schiffehen aus-
genommen, kaum asymmetrisch gestaltet ist; bei diesen ist
auch das Schiffehen nur wenig spiralig gedreht. Die gröss-
ten und zugleich unförmlichsten Bläiten, die hier zuletzt
besprochen werden sollen, gehören zu den schönblätigen Phas.
caracalla und Phas. appendiculatus.
Phaseolus clitorioides Mart. — Fig. 8.
Niedrige Schlingpflanze auf den Campos Sädbrasiliens,
im Februar blihend.
Die Fahne präsentirt eine fast kreisrunde, beinahe flache,
vertikale Fläche, Fig. 8, A, v. Ihre Farbe ist blassviolett;
oberhalb der Mitte sitzt ein dunkelviolettes, von blassgelb-
lichem Saum umgebenes Saftmal. Auch die Flägel sind dem
gewöhnlichen Papilionaceentypus ähnlich; beide haben fast
dieselbe Stellung und sind parallel vorwärts gestreckt; sie
sind beide ein wenig umgedreht um mit eimander den Insek-
ten eine zusammenhängende horizontale Fläche zum Anfliegen
darzubieten.
2
[3]
34 LINDMAN, BLÖTENEINRICHTUNGEN SUDAMER. PFLANZEN. I.
Das YSchiffechen hat eine eigentäimliche Stellung. De
basale Teil ist von den Seiten her fachgedräöckt, Fig. 8, C,
zwischen den Flägeln verborgen und zeigt keine schiefe Ge-
stalt; dagegen ist das Rostrum sehr schmal und von schiefer
Form: es ist nämlich, Fig. 8, A, r, erst nach links (nach der
linken Seite der Blite), dann aufwärts und zugleich räck-
wärts gegen die Fahne gebogen, um sich zuletzt quer äber die
Bläite nach ihrer rechten Seite zu zu krämmen — also eine
linkswendige Spirale (s. oben S. 32), hier aber sehr kurz, durclil
nur eine einzige oder anderthalbe Windung gebildet. Diese
Windung ist auch sehr offen und stellt eigentlich nur eine
as Pre AAA
Fig. 8. Phaseolus clitorioides Mart. — A Blite gerade von vorne gesehen
(Vergr. 2): v Fahne, ad und as rechter und linker Fligel, r Schiffehen (Ro-
strum), i Saftmal. — B£ Fahne, der Länge nach halbirt (natärliche Grösse). —
C Schiffehen und Geschlechtsteile von rechts gesehen (Vergr. 2); f freier
Staubfaden, 7 Rostrum des Schiffchens.
sichelförmige Biegung dar, Fig. 8, A, r, (vgl. Phas. angulosus!).
Die Spitze des Rostrum ist von lebhaft violetter Farbe. Im
ganzen ist sowohl das Schiffchen als sein Rostrum bei dieser
Art sehr kurz; deswegen liegt die bogenförmige Spitze des
Rostrum sehr nahe an die Fahne herangedriäckt, und zwar so
hoch oben, dass ihre scharf violette Farbe ungefähr mit dem
Saftmale der Fahne zusammenfällt. Durch diese Stellung
des Rostrum findet das eigentämliche Verhältnis statt, dass
die besuchenden Insekten den Weg zum Honigbehälter unter-
halb der Griffelspitze (und der Antheren) nehmen missen;
das Tierchen wird also hier durch eine »impollinazione pleuro-
triba» (Delpino) oder vielmehr nototriba mit Blätenstaub be-"
laden. (Man vergleiche die bogenförmig quer äber die Fahne
gestellten Geschlechtsteile bie Cebipira, s. oben S. 24). Durch
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14. 35
einen Druck auf das Schiffehen zwischen den Fligeln tritt
die Griffelspitze heraus und das ausgefegte Pollen setzt sich
am Riäcken (resp. an der linken Körperseite) des Besuchers ab.
Phaseolus peduncularis H. B. K. — Fig. 9.
Beobachtet in den »Campos cerrados» Matto Grossos; Bli-
ten im Mai gefunden.
Die Bläte stimmt sowohl an Grösse als an Form sehr
nahe mit derjenigen des Phas. clitorioides (Fig. 8) äberein;
Fig. 9. Die Blumenblätter sind auch hier blassviolett, und
die Fahne hat als Saftmal einen schwefelgelben Flecken
3 Fig. 9. Phaseolus peduncularis H. B. K. — A Blite von rechts gesehen
(Vergr. 11/2); p Blätenstiel, e extranuptiale Nektarien, v Fahne, ad und as
rechter und linker Flägel, r Rostrum des Schiffchens. — B£ Fahne von unten
gesehen (Vergr. 12/2); u Stiel derselben.
Die Asymmetrie ist also auch hier auf das NSchiffehen
und die Geschlechtssäule beschränkt. Auch hier ist das Ro-
strum nur wenig spiralförmig! und gleicht einem Bogen oder
Haken, der gegen den oberen Teil der Fahne gepresst ist,
Fig. 9, A, 7 (man sieht in den Fig. 8, B, und 9, B, dass die
Fahne an jener Stelle mit eimem grossen Höcker ausgestattet
ist). In der Fig. 9, B, habe ich die Fahne abgebildet; den
untersten Teil habe ich etwas ausgebreitet um die kleine ba-
! Wie ich an anderem Orte bemerkt habe (Leguminose austro-americane,
"Bihang till K. Sv. Vetensk. Akad.-s Handl., Bd. 24, Abth. III, N:r 7, 8. 16),
Sind diese beiden Arten durch die geringe Drehung des Schiffchens von den in
der »Flora Brasiliensis> zunächst gestellten Arten verschieden, obgleich daselbst
eine »carina trispiralis> dieser ganzen Gruppe zugeschrieben wird.
36 LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SUÖDAMER. PFLANZEN. I.
sale Spalte zwischen den beiden Wilsten zu zeigen (vgl. auch
Phas. clitorioides, Fig. 8, B); diese Spalte entspricht dem kleinen
Höcker des freien oberen Staubfadens, wird aber beim Herab-
dräcken der Geschlechtssäule frei gelegt um den Insekten-
rässel nach dem Honig hin zuleiten (vgl. Phas. elitorioides, Fig. |
8, C, f und Phas. prostratus, Fig. 12, E, f). |
Phaseolus truxillensis H: B= KIT EI emto:
Niedrige Schlingpflanze, im wärmeren Sädamerika nicht
selten; ich fand die Art in Paraguay, teils im Gebäsch um
die Hauptstadt Asuncion, teils in den Hainen und Gehölzer
des Gran Chaco (Sept., Okt. 1893). Die sehönen Blumen sind -
grösser als die der beiden obigen Arten, weisslich, die Fahne
sehr schwach rosa angehaucht, die Flägel violett gestreift. F
Kein Geruch. gi
Fig. 10. Phaseolus truzxillensis H. B. K. — A Blite von vorne und ein
wenig von rechts gesehen (natiärl. Grösse). — B dieselbe von links gesehen.
— C das spiralige Rostrum von rechts und etwas von unten gesehen (vergrös-
sert), D dasselbe von links gesehen. — v Fahne, c Schiffchen, r Rostrum des-
selben, ad rechter und as linker Flägel, cal Kelch, e extranuptiale Nektarien.
Fahne und Flägel stehen auch hier, Fig. 10, ziemlich
symmetrisch, nur ist der rechte Flägel mehr gewölbt, da er
zum MHalteplatz fär die Insekten bestimmt ist. Die Fahne
tritt bei dieser Art an Grösse schon merkbar zuräöck und
bläht mit zuräckgebogenen Seitenrändern. Das Schiffchen
ist dagegen von beträchtlicher Grösse; auch der freie, her-
vorstehende Teil ist von den Seiten stark plattgedräckt und
BIHANG TILL. K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14. 37
zeigt deshalb von der Seite gesehen eine bedeutende Breite.
Dieser ausgebreitete Teil nähert sich der linken Seite der Blite
sehr stark, von wo er dann mit der Spitze nach der entge-
”gengesetzte Seite hin gewölbeartig gebogen ist, Fig. 10, A,
or. Unter dem so hergestellten Gewölbe öffnet sich dem Insekt
der einzige Weg zum Honigbehälter, und muss dieses dabei die
Basis des Schiffchens betreten; äber seinem Kopfe hat nun der
”Besucher die eng gewundene, flache und niedrige, fast uhr-
federähnliche Spirale des Rostrum, Fig. 10, C, D, (die man am
"besten mit einer kleinen Schnecke der Gattung Helix ver-
gleichen könnte; die Mändung des Rostrum befindet sich an
der Unterseite dieser Schnecke). Wenn man dem Wege zum
"Nektar folgt und einen leisen Druck auf die Basis des Schiff-
chens ausäbt, tritt sofort die mit Pollen beladene Griffelspitze
aus der Mändung hervor. Die Geschlechtssäule liegt nämlich
im abwärtsgerichteten Teil des Schiffchens, an seinem konve-
”xen Rande entlang, eingeschlossen; beim Andräcken senkt sich
nun das WSchiffehen, die Geschlechtsteile aber können dann,
ihrem festeren Bau zufolge, nicht länger am tiefsten (konvexen)
Rande des Raumes liegen bleiben, sondern steigen nach der
schärferen Kante des Schiffchens, d. h. nach der spaltenförmi-
gen Oeffnung desselben hinauf, und werden dann durch Ver-
mittelung der schneckenförmigen Spitze gegen das besuchende
Insekt nerausgeschoben.
Phaseolus vulgaris L. var. pragecOoX ÅLEFELD. — Fig. 11.
Diese Pflanze liefert die »schwarzen Bohnen» (deshalb
auch var. niger oder atrocoerulescens genannt), die beliebte
Kost der Brasilianer. Die Art ist in Sädamerika einheimisch.
Ich fand die Pflanze im Staate Rio Grande do Sul im
März und April blähend; es waren niedrige, aufrechte Exem-
plare. Was die Blätenfarbe betrifft, so sind Fahne und Fli-
gel sanft purpurn-rosa; das Schiffchen ist weiss mit grängel-
ber Spitze; auswendig ist die Fahne gränlich; der Bläten-
staub ist graugrän.
oo Seit meiner Röckkehr aus Brasilien (1894) habe ich diese
Bohne als Topfpflanze kultivirt. Die im ersten Jahre gesäe-
ten, aus Sädbrasilien mitgebrachten Samen keimten sogleich
(im Fräöhjahre) und gaben kräftige Pflanzen, die sehr fröh
die ersten Bliten bekamen und schnell ihre Samen zur Reife
38 LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SUÖDAMER. PFLANZEN. I.
brachten. Diese in meinem Zimmer gezogenen Samen keim-
ten alle im folgenden Friähjahre, und die Pflanzen blähten
reich. Dasselbe hat sich mehrere Sommer ohne weitere Um-
stände wiederholt. Jede Blite der so kultivirten Pflanzen hat
bisher ohne Fremdbestäubung reife Frucht erzeugt, deren
Samen wiederum gut gekeimt haben. Die Fremdbestäubun
war dadurch ausgeschlossen, dass die Bläten sich nur einzeln
öffneten und das Blihen immer nur einen einzigen Tag
dauert; schon am Ende des ersten Tages sind die Bläten-
teile so schlaff, dass man die Narbe nicht mehr zum Heraus-
treten aus dem Rostrum bringen kann, und am folgenden
Fig. 11. Phaseolus vulgaris L. var. precox ÅLEFELD — Å Bläte in natär-
licher, und zwar in etwas hängender Lage, von vorne, also in Wirklichkei
von oben gesehen (Vergr. 3), v Fahne, aa Flägel, 7 Rostrum des Schiffchens,
Kelch, p Blätenstiel. — B das spiralige Rostrum von rechts gesehen, sti her-
vorragende Narbe. — C Basis der Fahne (Vergr. 5), u Stiel, / freier Staubfaden
Morgen ist die Blumenkrone durchgehends welk und ausge-
bleicht. Es ist demnach klar, dass an meinen Pflanzen Selbst-
bestäubung regelmässig eingetroffen und dass diese Bohnen-
varietät mit eigenem Pollen durchaus fertil ist. Dieses Re-
sultat steht im Widerspruch mit den Folgerungen Oh. Dar-
win's, der nach Versuchen mit der »kidney bean» (Schmink-
bohne, eine Form des Phaseolus vulgaris) gefunden hatte, dass
I BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0O 143
zu ihrer Befruchtung Insektenbesuche notwendig seien (Ann.
fand Mag. of Nat. Hist., 3. Ser., Vol. 2, 1858). Auch H. Möller
erklärte (Die Befruchtung der Blumen, S. 258), dass selbst
bei ausbleibendem Insektenbesuche keine Sichselbstbestäubung
hier eintreffen kann.
4 Es lässt sich jedoch nicht leugnen, dass die Bläte auch
bei der betreffenden brasilianischen Bohnenvarietät einen sehr
-vollkommenen Mechanismus fär entomophile Bestäubung be-
sitzt; die drei Hauptabschnitte der Blumenkrone — Fahne,
Flögel, Schiffehen — sind sämtlich schief, Fig 11, und der
Besuch kann (wo die Blite nicht zerbissen oder durchlöchert
worden ist) nur auf eine genau bestimmte Weise von Statten
gehen.
Phaseolus vulgaris (nebst dem nahe verwandten Phas.
multiflorus W-.) zeigt die erste schwache Andeutung zur Asym-
ometrie der Fahne, die bei den unten folgenden Arten deutlich
ausgeprägt ist. Die Fahne ist nämlich bei der vorliegenden
Art, Fig. 11, A, v, nicht gerade nach vorne, sondern schräg
nach der linken Seite der Bläte gerichtet. (Die Spreite wendet
also ihre Fläche ein wenig nach rechts vom Betrachter und
bildet mit der Achse der Bläite nicht einen rechten Winkel
von 90”, sondern einen von etwa 60”). Es ist ausserdem zu
bemerken, dass das Rostrum einer völlig schneckenförmigen
Drehung (wie bei Phas. truxillensis, S. 36, Fig. 10, C, D) von
11/2 Windungen unterworfen ist, jedoch bei dieser Art in
eimer senkrechten Ebene (also mit horizontaler, quergestellter
Achse); dieser vertikale Doppelkreis wird nun teils durch die
schiefe Stellung der Fahne, teils durch eine Seitenkrämmung
an der Basis des Schiffehens sehr weit nach der einen Seite
oder Bliäte (und zwar nach links vom Beobachter) versetzt;
die Spitze des Rostrum mit der pollentragenden Mändung
befindet sich dabei am weitesten nach jener Seite, Fig. 11, A.
Ein Insekt muss hier oberhalb der Spirale oder vielmehr
| zwischen der Spirale und der Medianebene der Bläte hervor-
räcken und kann also die seitwärts liegende Mändung des
Rostrum nich berähren. Von Gewicht ist deshalb der Um-
stand, dass der schlauchförmige und spiralige Teil des Ro-
strum schon durch ein gelindes Herabdräcken enger gewunden
und so zu sagen kontrahirt wird, wobei der feste und ela-
”stische Griffel, der sich nicht enger zusammenwinden lässt,
| mit grosser Kraft aus der Mind uns herausgetrieben wird.
40 LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SUÖDAMER. PFLANZEN. I.
Fig. 11, B, sti. Die Bewegung der stark gekrämmten Griffel-
spitze geht zuerst abwärts und dann in kleinem Bogen gegen:
die -andere Seite der Bläite hin, bis sie bis an die Median-
ebene vorgedrungen ist. Es scheint mir jedoch zweifelhaft, ob
die Narbe bei dieser Bewegung ein oberhalb der Spirale hin-
einkletterndes Insekt treffen kann — dafär ist sie noch zu
weit nach rechts in der Blite belegen und nicht weit genug
herausgeschoben; vgl. Fig. 11, B.
Ich möchte hier zuletzt hervorheben, dass die an meinen
kultivirten Exemplaren erzeugten Bliten sehr honigarm
waren; mitunter war die Blite (z. B. die in der Fig. 11, A,
abgebildete) sogar als honigleer zu betrachten.!
Phaseolus prostratus Bentu. — Fig. 12.
Kleine gelbblähende Schlingpflanze, z. T. am Boden krie-
chend, im Oktober auf den Campos um Porto Alegre in Säd- /
brasilien herum beobachtet.
Die Blite gehört zu einem in der Gattung Phaseolus
häuvfigen Typus mit reducirter Fahne von gräönlicher Farbe;
die Flägel sind die weitaus grössten Blätter der Blume und
bei dieser Art ockergelb mit braunroten Adern.
Die Bläite hat den Anschein nach ihrer rechten Seite hin
geneigt zu sein, Fig. 12, A—C. Diese scheinbare Torsion
wird jedoch hauptsächlich durch die unregelmässige Form
und Stellung der Blumenblätter verursacht. Die Fahne ist
sehr schief, an ihrer rechten Seite bedeutend erweitert und
auch nach derselben Seite herunterhängend, Fig. 12, C, v.
Der rechte Fläögel hat sich auch gesenkt, der linke aber ist
in die Höhe gehoben; darauf nähern sich beide der Median-
ebene, wodurch sie senkrecht äber einander zu stehen kommen,
und zwar der linke Flägel oberhalb des rechten; zuletzt sind
sie auch beide durch Torsion derart herumgedreht, dass ihre
Spreiten horizontal werden und beide die Aussenseite (Unter-
! Tm Sommer 1901 habe ich 2 Monate auf dem Lande zwischen Stock-
holm und Uppsala zugebracht. Im Garten wurden 6 Bohnen von Phaseolus
multiflorus W. var. coccineus (LAM.) eingeflanzt; die Pflanzen wurden während
des iberaus heissen Sommers sehr kräftig und bis 4 m hoch, aber alle Bliten,
die in ungeheurer Menge erzeugt worden, waren ohne Ausnahme steril, viel-
leicht aus Mangel an Besuchern. (Nach Farrer, Ann. and Mag. of Nat. Hist.,
1868, p. 256, wird diese Pflanze, der »gcarlet runner», durch Bienen bestäubt.)
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14. 41
seite) nach oben wenden. Die Fläögel bilden also zwei hori-
zontale Flächen in verschiedenen Etagen, und die Blumen-
krone ist nun als zweilippig zu betrachten; auf dem unteren
Flägel (dem rechten), wie auf einer Unterlippe, ist der An-
fugplatz för die Blitenbesucher, Fig. 12, C, ad.
Die Fahne, »v, ist wie schon erwähnt viel kleiner als die
Fläögel, von kelchähnlichem und festem Bau und von griän-
Fig. 12. Phaseolus prostratus BENTH. — A Blite in natärlicher Lage, von
links gesehen (Vergr. 2). — B Dieselbe ohne Fahne und Kelch, von rechts
gesehen (Vergr. beinahe 2). — C Blite gerade von vorne gesehen (Vergr. etwa
2), der linke Fligel (as) aufwärts gebogen, um das Rostrum zu zeigen. — D
Fahne (Vergr. 2). — H dieselbe nebst dem freien Staubgefässe. — F Ge-
etwas von rechts gesehen (Vergr. 5). — H Rostrum mit einem behaarten Höcker-
chen (Vergr. 5). — v Fahne, u Stiel derselben, ad und as rechter und linker Flägel,
'c Schiffchen, r Rostrum desselben, £ Staubfäden, o das eingeschlossene Ova-
7 rium, st Griffel, sti Narbe, e extranuptiale Nektarien.
licher Farbe. Die zwei kleinen Höcker an der Basis der
Spreite sind bei dieser Art verhältnismässig sehr gross, Fig.
12, D, E; die Bedeutung dieser Gebilde scheint hier ziemlich
492 LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SUDAMER. PFLANZEN. I.
deutlich hevorzutreten: nämlich das Schiffechen wie mit einem
Klemmkörper an die Fahne gedräöckt zu halten. Da das
Schiffehen hier nicht nach unten liegt (s. Fig. 12, A, c), hat
ein Druck von oben durch den Besucher nicht die Wirkung
das NSchiffehen von der Fahne zu entfernen. Dies muss jedoch
so weit geschehen, dass der Höcker des freien Staubfadens, E.
f, den Zutritt zum Honigbehälter gestattet.
In der Hauptsache stimmen viele Arten mit dieser äber-
ein, z. B. Phas. erythroloma Mart. und Phas. psammodes
Lindm., beide mit ziegelroten Fligeln und ebenfalls den Cam-
pos mit sandigem Boden angehörig.
Das Schiffchen ist bei Phas. prostratus von einfacher Form
und steht noch auf einer niedrigen Stufe: der basale Teil
ist schlauchförmig geschlossen und nur wenig dicker als das
Rostrum; letzteres ist durch eine knieförmige Biegung, Fig.
12, G, scharf von jenem abgesetzt und bildet eine einzige,
ursprönglich fast senkrechte Windung, G, H. Diese bogen-
förmige Partie ist ein wenig gegen den rechten Flägel ge-
dreht und dann nach derselben Seite hin quer iber den
Bliteneingang gekrämmt, Fig. 12, C, r. Die kleine Mändung
ist jedoch dabei der (theoretischen) Medianebene der Bläte”
zugewendet. (Vgl. auch Phas. semierectus, Fig. 13.)
Da ich bei Arten von diesem Typus keine Insektenbe-
suche gesehen habe, kann ich nicht entscheiden, ob der Weg
zum Honigbehälter unterhalb oder oberhalb des seitwärts
gekrämmten Rostrum verläuft. Jedenfalls muss der Besucher
einen Druck auf die Basis des Schiffehens bewirken, dicht
unterhalb der Fahne; die dadurch herausgepresste Griffel-
spitze beschreibt alsdann, Fig. 12, B, C, denselben Weg, den ich
unter Phas. vulgaris (S. 37, Fig. 11) erörtert habe.
Phaseolus semierectus L. — Fig. 13.
Niedrige, dicht graubehaarte, krautige Pflanze, zwischen
Gesträpp und Gras emporsteigend oder mattenförmig aus-
gebreitet; selten im Gebiscbh iäber 1 m hoch kletternd. Aus-
gezeichnet durch die dunkel purpurbraunen Bläten. Blöht im
Hochsommer (Matto Grosso, Cuyabå).
Stimmt im wesentlichen mit Ph. prostratus äberein; auch
hier ist die Fahne gränlich, sehr verkleinert und so stark
] BIH ANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14. 43
nach rechts (in der Bläte!) äbergeneigt, dass man eine Tor-
ion der ganzen Blite um 90” vermuthen könnte, Fig. 13, A.
flägel und Schiffchen haben viel längeren Stiel, Ie 13,5)
als bei Phas. prostratus (der Kelch ist auch enger); die Flägel
haben auch relativ längere und schmälere Spreiten, Fig. 13, A,
Fig. 13. Phaseolus semierectus L. — A Bläite in natärlicher Stellung, ge-
rade von rechts gesehen (natärl. Grösse). — B Schiffchen und Basis der Flä-
gel, von unten gesehen (Vergr. 3). — v Fahne, ad und as rechter und linker
Fligel, c die Stiele des Schiffchens, r Rostrum desselben.
freilich ohne die dunkleren Adern, die bei Phas. prostratus
als Saftmale gelten därfen, jedoch von ungewöhnlicher Farben-
kraft, sogar för die tropische Flora.
Mit dieser Art stimmt Phas. longipedunculatus Mart. in
Blitenbau und Blitenfarbe sehr nahe äberein (in Paraguay
und im sädlichen Matto Grosso beobachtet).
Phaseolus caracalla L. — Fig. 14.
Eine der grössten Phaseolus-Arten, viele Meter hoch klet-
ternd; in Sidbrasilien nicht selten angepflanzt und dichte
Lauben bildend. Auwuch die Bliten sind sehr gross, 5 cm lang
und ebenso breit, zu 1—2 dm langen Trauben vereinigt. ST
haben so starken Wohlgeruch, das sie mit den Orange biten
Vvergleichbar sind, jedoch nicht ganz so angenehm, weil ihr
Duft mit einem deutlichen Zusatz von Benzin vermischt ist.
Die Blumenkrone ist von höchst eigentämlicher Gestalt.
Ihr Bau und der Verlauf des Insektenbesuches ist von Del-
p. 265). Nach meinen Beobachtungen in Sädbrasilien (Rio
44 LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SUÖDAMER. PFLANZEN. I.
Grande do Sul), wo ich diese Art im März 1893 blökor
sah, teile ich die folgende Beschreibung und die Fig. 14;
AD mit. |
Die grosse Fahne ist von nicht gewöhnlicher Form, lang
und schmal, am Grunde 3—4 cm breit, Fig. 14, D, und gegen
die Spitze schmäler werdend. Noch merkwärdiger ist ihre
starke Spiraldrehung; schon die Knospe, Fig. 14, B, die in
Fig. 14. Phaseolus caracalla L. — A Blite in natärlicher Lage, gerade von
vorne gesehen (natärl. Grösse). — B Blitenknospe (d:0o). — C Bläte ohne
Fahne und mit z. T. weggeschnittenem Kelch, von rechts gesehen (nat. Grösse).
— D Der basale Teil der Fahne. — p Blitenstiel, ca Kelch, v Fahne, va
Spitze und u Stiel derselben, da und sa rechter und linker Flägel, c Schiff-
chen, r Rostrum, /f Staubfäden, + Saftmal.
die noch schlauchförmig zusammengerollte Fahne eingehöllt
ist, hat eine nach links spiralige Gestalt; die völlig ent-
wickelte Fahne ist stark räckwärts gebogen und zugleich
nach der rechten Seite der Bläte schneckenförmig gedreht, v.
Die Farbe ist glänzend weiss mit schwach rosa-violettem
Anstrich. In der Medianlinie oberhalb der Basis sieht man
das Saftmal als schmalen, schwefelgelben Streif, eingefasst von
ry
schwarzen Linien, Fig. 14, A, D, i. Der Stiel der Fahne ist
der Medianlinie in zwei Etagen iber einander ausgebrei-
tet, der rechte Flägel nach unten, da, der linke gewölbeför-
mig nach oben, sa. Der eine wie der andere ist dabei so ge-
eht, dass die beiden Spreiten ihre dunkel rotviolette Aus-
senseite nach oben” wenden. Der untere Flägel bildet nun
wie eine Unterlippe den Halteplatz fär die Besucher; der
obere ist wie eine schiefe Oberlippe äber dem spiraligen Ro-
strum als schäötzendes Gewölbe ausgebreitet, Fig. 14, A, sa.
Das Schiffchen ist sehr gross und kräftig und in seinem
aufsteigenden Teil sehr tief, fast linsenförmig zusammenge-
dräckt; dagegen sind die Stiele sowohl der Flägel als des
NSchiffcehens sehr schmal und decken bei weitem nicht den
dicken Staubfadenbändel (Fig. 14, C, c, f).
| Das Rostrum ist stark verlängert und bildet einen dän-
nen NSchlauch, der linkswendig in 4 Windungen gedreht ist;
diese Spirale hat ihre Archie fast horizontal adl mit der
Blätenaxe parallel, Fig. 14, A, C, r, also gegen den Beobach-
ter gerichtet, und die Windungen verlaufen von rechts
nach links (vom Betrachter gesehen); die enge Mändung
des langen Nchlauches hat nur 1 mm Breite und befindet
sich am weitesten nach aussen oder nach vorne gegen
den Betrachter.
Eines Morgens konnte ich eine grosse Bombus-Art an die-
ser Pflanze beobachten. Die Hummel flog immer ohne Nach-
suchen und mit voller Entschlossenheit gleich auf den unter-
sten Flägel an und glitt in gerader Linie hinein unterhalb
der spiralförmigen Spitze des Teran Gerade vor dem Be-
Sucher zeigt sich nun das gelbliche Saftmal der Fahne und
dicht unterhalb desselben die 2 mm breite Mändung der klei-
nen Rinne zwischen den Basalwiälsten der Fahne. Diese Rin-
one ist iubrigens wie bei anderen Arten von der Basis des
hinteren, freien Staubfadens bedeckt; die Miändung selbst
wird durch den hinteren Höcker dieses Staubfadens verschlos-
Sen... (Der Weg dahin ist durch ein Pfeilehen in der Fig. 14,
( , angedeutet).
46 «LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SUÖDAMER. PFLANZEN. I.
Der Besuch einer Hummel in dieser Blite war immer
von sehr langer Dauer. Wenn der Besucher so weit vorge-
drungen war, dass er mit der Riässelspitze den kleinen Höcker
des hinteren Staubfadens erreichte, fing er an, das Schiffehen
herabzudräcken um den Riässel in die schmale Rinne hinein-
föhren zu können. Die Bläte leistet jedoch sehr starken
Wiederstand gegen dieses Bestreben, denn der Staubfadency-
linder ist ausserordentlich fest und steif und der Kelch, der
die Blumenblätter zusammenhält, hat eine Röhre, deren Wan-
dung bis 2 mm dick ist. Während dieser langwierigen An-
strengung der Hummel sieht man die Griffelspitze nebst
einer bedeutenden Quantität Pollen aus dem Rostrum heraus-
treten, wobei die Griffelspitze sich nach links vom Betrach-
ter hin bewegt, sofort aber einen Cirkelbogen nach unten hin
beschreibt; der Räcken des Besuchers wird jetzt getroffen und
mit Blitenstaub beladen. Da die Honigmenge sehr beträcht-
lich ist, konnte die Hummel bis 1/2 Minute lang in dieser
Bläte ruhig am Honigsaugen bleiben.! i
Wenn man die Bewegung des Besuchers aut käönstliche
Weise nachahmt, findet man, dass eine gelinde Pressung auf
die basale Partie des Schiffehens (oder sogar nur auf den -
unteren Fläögel, Fig. A, da) hinreicht, um die Griffelspitze -
sofort aus der Mändung des Rostrum hervorzulocken. Vorher -
war der Griffel ganz eingeschlossen, ja, seine Spitze mehrere
mm weit innerhalb der Miändung versteckt. Wenn man das
Schiffehen etwas kräftiger herunterdräckt, so tritt ein länge-
res Stöck des Griffels heraus, nicht aber in gleichem Ver-
hältnis, sondern zu viel grösserer Länge, als man erwartet
hatte (und setzt deshalb seine cirkelförmige Bewegung nach
rechts vom Beobachter fort). Diese Bewegung ist in dem
festen und elastischen Bau des Griffels begrändet, hängt aber
auch von der eigentämlichen Spiraldrehung des Rostrum ab.
Die schon erwähnten 4 Windungen desselben liegen nämlich
nicht in guter Ordnung neben einander, wie die einer Schrau-
be, sondern die zwei mittleren (No. 2 und 3) haben kärzere
li Ich bemerke dies besonders um zu zeigen, dass die gigantischen Hum-
meln (Bombus, Xylocopa) des wärmeren Suidamerikas keine Schwierigkeit fin-
den, eine so grosse Honigblite, wie die des Phaseolus caracalla, zu leeren.
Delpino hat nämlich behauptet, dass die Bläite von Corallodendron (Ery-
thrina) crista galli (L.) zu gross und honigreich ist um fär Hummeln geeignet
sein zu können. Wie ich unten zeigen werde, empfangen die Bliten von Corallo-
dendron sowohl Hammeln wie Kolibris.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14. 47
Radien und sind deshalb in die anderen gelegt oder hinter die-
selben zuriäckgeschoben, Fig. 14, C, r. Das lange dinne
schlauchförmige Rostrum bildet dadurch eher einen Knoten
als eine regelmässige Spirale; deshalb können sich die Win-
dungen nicht der Abwärtspressung anpassen, sondern werden
enger zusammengerollt. Nun streben diese Windungen auch
den eingeschlossenen Griffel zu engeren Windungen zusammen-
zuknäuveln; wenn man aber die starke, elastische, spiralige
Griffelspitze aus dem Rostrum herausnimmt (der ganze Grif-
fel zeigt dann eine Länge von 11 cm!) und ihre Windungen
mit den Fingern zusammenklemmen will, so wird sie dem
'Druck dadurch zu entgehen versuchen, dass sie sich abwärts
und cirkelförmig nach rechts (vom Betrachter) bewegt, wodurch
der Griffel eine halbe oder gar eine ganze W udans zu den
vorigen hinzufuägt.
Diese Phaseolus-Art liefert also ein hervorragendes Bei-
'splel von einem sinnreichen und mit Genauigkeit konstruirten
'Mechanismus, dessen komplicirter Bau auf Kooperation mit
iden kräftigsten und klöägsten Blätenbesuchern berechnet ist.
Phaseolus appendiculatus BentH. — Fig. 15.
Eine ziemlich hoch kletternde Liane in den grossen rude-
ralen Gebäschen (»capoeira») und an den Waldrändern Säd-
brasiliens. Die Bliten, die ich im März im Staate Rio Grande
do Sul sammelte, gehören zu den allergrössten der Waldve-
"getation. Sie sind auch sehr wohlriechend. Ihre Grundfarbe
ist weiss; die Fahne hat an der Basis zwei blass schwefel-
gelbe Flecken von unbestimmtem Umrisse; die Flägel haben
feine blauviolette Streifen, die nach dem Centrum der Blite
zu konvergiren.
| Es giebt wohl kaum eine andere Blite, die unregelmäs-
"Siger gestaltet ist, als diese. Nur der ganz kleine Kelch ist
symmetrisch; dagegen ist nicht nur die grosse Blumenkrone
asymmetrisch, sondern jedes Blatt ist durch Ausstälpungen
und Einbuchtungen so entstellt, dass alle zusammen ein völ-
lig paradoxes Gebilde zu Wege bringen, Fig. 15. Die Blite
ist ein Wunder der Natur; die Bedingungen, die Ursachen
dieser vielen Uftssdmassiskeiten werden wir wohl niemals
völlig erklären können. Es ist nicht weniger wunderbar,
i
RN ER
48 LINDMAN, BLUÖTENEINRICHTUNGEN SUÖDAMER. PFLANZEN. I.
dass die vielen Unförmlichkeiten, man könnte sogar sagen
die willkärliechen Buchten und Höcker sich bei allen Exem-
plaren dieser ansehnlichen Bläte konstant und genau wieder-
holen. ;
INGA
S v Far
C
D
Fig. 15. Phaseolus appendiculatus BENTH. — A Blite von vorne gesehen
(natärl. Grösse). — B dieselbe von oben gesehen. — C Schiffehen und die
beiden Fläigel mit abgeschnittenen Spreiten, von vorne gesehen. — D linker
Fligel und Schiffehen, von links gesehen. — HE Basis der Fahne. — ca Kelch,
v Fahne, u Stiel derselben, ad Fligel, as linker Flägel, x verdickte Partie
der Flägel, wo die Spreite mit dem Schiffchen verlötet ist, c Scbiffchen, r
Rostrum desselben, 7 Rostrum durch die halbdurchsichtige Fahne gesehen,
/ Staubfäden, e extranuptiale Nektarien.
Die Fahne, Fig. 15, A, B, v, ist unregelmässig kreisrund
und ähnelt einem niedrigen Hut mit breiten Krämpen oder
einem faltigen Tuch, unachtsam iber die anderen Blitenteile
ausgebreitet. Bei allen im lebenden Zustande beobachteten
Bliten hatte sie eine ungefähr horizontale Lage, ist also nicht.
BIHANG TILL K. SV. VET. AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14. 49
als Schauapparat vertikal aufgerichtet, sondern verhiällt den
Eingang zu den Geschlechtsteilen und exponirt fär die Aus-
senwelt die Aussenseite ihrer Spreite. (Ich habe die abge-
— bildeten Bläten im Mittagssonnenschein des Hochsommers beob-
achtet. Ob die Bläiten in der Nacht mehr offen sind, bleibt
noch zu erforschen). Schon vom Grunde ab ist die Medianlinie
der Fahne schwach S-förmig gebogen, und ihre Spitze ist da-
durch nach der linken Seite (der Blite) gekrimmt, Fig. 15, B,
dem linken Fligel und dem nach links (in der Bläte) gebo-
genen Schiffechen entsprechend.
Die beiden Fliägel sind unregelmässig gefaltet oder bucke-
licht, sonst aber von ungefähr gleicher Form; nur ihre Rich-
tungen sind verschieden, und zwar ist der eine Flögel der
Fahne etwas näher gestellt, als der andere, Fig. 15, A, B. Der
linke Flägel (rechts vom Beobachter) bildet den Anflugplatz
der Insekten — die Besucher sind grosse Hummeln — und
die Bräcke, wo diese unterhalb des Gewölbes der Fahne zum
Honig hineindringen können, Fig. 15, B und C (durch ein
Pfeilehen angedeutet). Besonders merkwärdig ist das Ver-
hältnis zwischen Flägeln und Schiffchen: jene haben ausseror-
dentliceh dänne und schwache Stiele, die ihnen keine Stätze
bieten können: sie sind deshalb am Grunde der Spreiten mit
der Basis des Schiffehens verwachsen und verschmolzen, haben
an diesen Punkten einen sehr dicken und festen Bau und
bilden fein quergestreifte oder runzelige Körper, Fig. 15, C
und De
Das Schiffchen zeichnet sich durch gewisse, ebenfalls
sonderbare Merkmale aus und stellt einen von den obigen
Phaseolus-Arten verschiedenen Typus dar. Erstens ist es ganz
verwachsenblätterig und bildet einen ringsum geschlossenen
- Schlauch; die beiden Blätter sind nämlich auch mit ihren
oberen (hinteren) Kanten bis an die Spitze verwachsen. Was
die Form anbetrifft, so ist diese einfacher, als man in einer
so grossen und abweichenden Bläte erwarten könnte. Das
Schiffchen ist nämlich ziemlich kurz und dick und nur sehwach
— spiralig gedreht, obgleich von sehr unregelmässiger Gestalt.
Zwar ist auch hier wie bei den obigen Arten die Spirale
olinkswendig (man dreht sich beim Aufsteigen immer nach
links); jedoch ist ihre Richtung hier eine andere, denn das
Rostrum ist zuerst an seinem Grunde gegen die rechte Seite
der Bliäte gebogen und dann unter schwacher Spiraldrehung
+
50 LINDMAN, BLUÖTENEINRICHTUNGEN SÖDAMER. PFLANZEN. I.
nach der linken Seite hin gekrämmt, C, r; zuletzt ist die Spitze
nach unten und gegen den linken Flägel hakenförmig gebo-
gen. Die Miändung selbst ist dabei sogar etwas nach rechts
(in der Blite), also gegen die Medianebene gerichtet, was
von Bedeutung fär die Bahn der heraustretenden Griffel-
spitze ist.
Ich sah einige grosse Bombus-Arten die Bestäubung durch
feissige Besuche vollziehen. Die Besucher können am besten
auf dem linken Fläigel unter die Fahne hineinschläpfen; dort
treffen sie sogleich die Spitze des Rostrum, unter dessen
Bogen sie sich vordrängen mössen. (Dicht oberhalb des Bogens
liegt nämlich die Fahne). Ist der Besucher von beträchtlicher
Grösse, kann er dabei nicht vermeiden mit seiner linken Kör-
perseite das Rostrum ein wenig aus dem Wege zu drängen
(und zwar auf die rechte Seite der Bläte zu); dann folgt der
Druck auf die Basis des Schiffehens. Diesen Bewegungen aber
setzt die Geschlechtssäule kräftigen Widerstand entgegen
wodureh ihre Spitze auch hier, wie bei den anderen Phaseo-
lus-Arten, dureh die Mändung des schlauchförmigen Rostrum
herauszutreten genötigt ist. Wie die Abbildung Fig. 15 C zeigt,
wird nun der Besucher an seiner rechten Körperseite von der
Narbe mit den Blitenstaub getroffen (»impollinazione pleuro-
triba», Delpino).
Bradburya virginiana (L.) O. KzE f. pascuorum
(MARTÖS — Fig. 6.
(Centrosema pascuorum MART.)
Während meiner zweijährigen Reise in Suädamerika sah
ich öfters die schönen, meist violetten (bisweilen rötlichen)
Bläten der Gattung Bradburya Raf. (Centrosema DC). Die-
jenige Art, die ich hier ausfährlicher beschreibe, fand ich im
November 1892; sie blähte in dem tiefen, losen Sande un-
weit des Meeres um die Stadt S. Pedro do Rio Grande im Staate
Rio Grande do Sul, als niedrige, wenig emporkletternde Schling-
pÅanze mit sehr dännem Stengel und schmalen Blättern. In
Matto Grosso sah ich im Sommer 1893—1894 die mehr gross-
blumigen Arten Bradburya bifida (BENTH.) O. KzE, angusti-
folia (BENTH.) O. KzE, pubescens (BENTH.) O. KzE; sie kamen
sowohl im Gehölze der Campos cerrados als auch an den
I BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:o 14. dl
- Urwaldrändern vor und blähten wenigstens von Oktober bis
Juni. Sie wurden von sehr grossen Hummeln (Bombus, Xylo-
copa) bestäubt.
Die prächtigen Bläten sind dadurch am meisten auffällig,
dass die Fahne (vexillum)abwärts gerichtetist. Diese Eigen-
tämlichkeit wurde schon im Jahre 1893 von August F. Foer-
ste bekannt gemacht (Botan. Gazette, XVIII, Notes on the
Teguminose, p. 459—465, 2, »flowers with the lower side tur-
ned up»); er hat gerade die »Centrosema virginianum Bth>
besprochen, an die meine riograndensische Pflanze (>Centro-
sema pascuorum Mart.) nur als sehmalblättrige Varietät oder
Form anzureihen ist.
Folgende Bemerkungen scheinen mir besonders wert her-
vorgehoben zu werden. Die abwärts gerichtete Fahne, Fig.
16, A, ist blasslila mit einer länglichen Mittelzone von hell-
A
Fig. 16. Bradburya virginiana (L.) 0. KzE f. pascuorum (MART.) LINDN.
— A die abwärts gerichtete Fahne (natärl. Grösse). — B Basis derselben in
Tängsschnitt (Vergr. 3), u der löffelförmige Stiel, g dorsaler Höcker der Spreite.
— C Die Geschlechtsteile (Vergr. 3.), o Fruchtknoten, sti Narbe, n Honig-
kragen, / Honigbehälter, durch eine Ausbuchtung der Staubblattröhre gebil-
det, c der abgeschnittene Kelch.
gelber Farbe. Ihre kreisrunde Spreite steht fast senkrecht,
und auf diese Fläche setzt sich das Insekt (vgl. weiter unten
Canavalia, S. 52), weshalb die Fahne einer besonderen Ein-
richtung bedarf, um bei der schweren Belastung nicht allzu
viel aus ihrer Stellung geföhrt zu werden: an der Räöckseite
befindet sich ein klemer Höcker (gibbus), Fig. 16, B, g (in
der Literatur irrtämlich auch »vesica> oder »calcar> genannt)
der die räckwärtsgängige Bewegung der Fahne sperren soll.
Die Gechlechtsteile, Fig. 16, C, sind von dem Schiffchen
völlig umschlossen und so stark abwärts gekrämmt, dass sie
52 LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SÖDAMER. PFLANZEN. I.
beinahe einen ganzen geschlossenen Kreis darstellen. Die
Röhre der Staubfäden ist mit dem Schiffehen verwachsen.
Innerhalb dieser Röhre sieht man die Honigdräse, die wie
eine kurze Ncheide von gelber Farbe den Fruchtknoten um-
giebt, C, n. Gegen die Fahne zu (also an der unteren Seite)
ist die Staubblattröhre zu einem Honigraume deutlich erwei-
tert, Fig. C, f; diese Ausbuchtung ist von dem breiten, löffel-
förmigen Stiele der Fahne (s. A) umschlossen.
Die Narbe, Fig. 16, C, stt, ist schabeisenförmig: flach
ausgebreitet und quer abgestutzt (ähnlich wie bei vielen
Gamopetalen, z. B. Bignoniacee, Lentibulariacer u. s. w.) und
fein gewimpert. Sie ist derart gegen die Oeffnung des Schiff-
chens gerichtet (siehe das Pfeilehen, Fig. 16, C), dass ihre
gewimperte Kante gerade bei ihbrem Austritt aus dem Schiff-
chen den Blitenstaub vom besuchenden Insekt abstreifen muss.
Ternatea L.
(Clitoria L.)
Von dieser Gattung habe ich in Brasilien nur 2 Arten
in blähendem Zustand gesehen, die niedrige, robuste Ter-
natea simplicifolia (Kth) O. Kze auf dem steinigen Boden
des Campo cerrado in Matto Grosso, und Ternatea laurifolia
(Poir.) O. Kze, eine zierliche Waldpflanze am Rande des Ur-
waldes. Beide haben eine blassgelbe Bläte (>»sulphurescens»>)
mit violett gestreifter Fahne, die ganz so wie bei Bradburya
während des Blihens abwärts gerichtet ist. Auch fär diese
Gattung ist die umgekehrte Stellung der Bläite von Aug. FE.
Foerste erwähnt (Botan. Gazette, XVIII, 1893, Notes on the
Leguminose, 2) und zwar fär die Clitoria Mariana L.
Bei diesen beiden Gattungen — Bradburya und Ternatea
— sitzen die Bläten vereinzelt auf ziemlich langem, axillä-
rem Stiele. Die vertikale Stellung des Stieles nebst einer
kleinen Krämmung in seiner Spitze nach der Hauptachse
hin genäögt um die Bläte in die umgestäölpte Lage zu ver-
setzen. Bei Ternatea, wo der Blitenstiel kärzer ist, wird
die Bläte nicht so stark umgekehrt, wie bei Bradburya, und
die Fahne nicht völlig vertikal herabgerichtet, sondern nur
mehr oder minder horizontal ausgebreitet, wobei Flägel und
Schiffchen etwa senkrecht aufwärtsgerichtet sind.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14. 53
Canavalia bonariensis Linpr. — Fig. 17.
Auch die Arten der Gattung Canavalia blähen wie die
der Gattung Bradburya mit abwärts gerichteter Fahne. Die
Umdrehung der Blite wird hier dadurch bewirkt, dass die
racemöse Inflorescenz eine hängende Lage besitzt, den Gipfel
gegen die Erde gerichtet und demnach auch die Fahne und
die ganze hintere Seite (pars postica») der Bläte gleichfalls
abwärts gewendet hat.
Fig. 17. Canavalia bonariensis LINDL. — 4 Blite in natärlicher Stellung
von vorne gesehen (natärl. Grösse). — B dieselbe von hinten gesehen. — C
Schiffchen von der rechten Seite (nat. Gr.). — D rechter Flägel durch die
Umdrehung der Bläite nach links gestellt. — HK Schiffchen und Geschlechts-
säule, von der morphologisch hinteren Seite gesehen (Vergr. 2). — F Pistill
(Vergr. 2). — p Blitenstiel, cal Kelch, sm medianes Kelchblatt, v Fahne, c
Sechiffchen, a Flägel, br die armförmigen Fortsätze des Schiffchens, die Ge-
schlechtssäule festhaltend, o Fruchtknoten, f Staubgefässe, st Griffel, sti
Narbe, n Honigkragen, on Eingang zur Nektarhöhle.
Die vorliegende Art fand ich als hoch windende Liane
in einem sumpfigen Gehölze (>capåo») im sädlichen Teil von
Rio Grande do Sul. Die kreisrunde, an der Spitze einge-
sehnittene Fahne ist dunkel purpurrot mit einem hellgelben
Flecken als Saftmal; Flägel und Schiffchen sind hell rosa-
farbig.
54 LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SUDAMER. PFLANZEN. I.
Die Bläten wurden im Dezember von sehr grossen Hum-
meln besucht, die auf die Fahne anflogen und nur den Kopf
in den Spalt des aufwärts gerichteten Schiffehens hineinföhrten.
Dieser Spalt wird dadurch stark erweitert und der emporra-
gende Gipfel des Schiffehens muss sich in Folge dessen etwas
senken; dabei werden auch die vorher eingeschlossenen An-
theren (nebst der Narbe) aus dem Spalt herausgedriäckt, das
Schiffehen selbst aber behält genau seine vorherige Lage.
Es giebt hier, wie bei Bradburya, eime feste Verbindung
zwischen dem Schiffehen und der Staubblattröhre: jenes ist
nämlich mit zwei seitlichen Lappen ausgestattet, Fig. 17, E,
br, die sich quer äber der Staubblattröhre begegnen und sie
wie durch eine Umarmung festhalten. (Bei Bradburya ist
die Röhre am Grunde mit dem Schiffchen verklebt oder ver-
wachsen, S. 52). Die Form des Griffels und der Narbe er-
glebt sich aus der Fig. 17, F-.
Da die zarte, dänne, herabgerichtete Fahne die schweren
Hummeln während der Besuche tragen muss, giebt es auch
hier eine HEinrichtung, sie in der gewöhnlichen Lage zu be-
halten und eine allzu grosse Dislokation bei der gewaltsamen
Bewegung des Tieres zu verhindern. Hier ist aber die Stätze
der Fahne eine viel kräftigere als bei Bradburya (S. 51):
der Kelch ist hier zu einer flachen Scheibe ausgebreitet, Fig.
17, B, cal, und die Fahne ist äber derselben wie iäber einer
festeren Grundlage ausgespannt. Fig. 17 A zeigt sogar,
dass diese Scheibe etwa denselben Umriss hat, wie die Fahne
selbst, dieselbe aber an Breite etwas iäberholt, weshalb die
gränlichen Ränder des Kelches ringsum das purpurrote Vexil
lum herum zum Vorschein kommen, A, cal.
Canavalia picta Mart.! — Fig. 18.
Eine kräftige Schlingpflanze mit grossen, hell blauviolet
ten Bliten, nebst einigen verwandten Arten nicht selten im
Gebäsch (»capoeira»); von mir beobachtet bei Santa Cruz da
! Die von mir in Matto Grosso gesammelte Pflanze, Exp. 1. Regn. N:o
2869, die ich fräher irrtämlich Can. gladiata genannt habe (Leguminose
austro-americane, Bih. K. Sv. V. Ak:s Handl. Bd. 24, Afd. III, N:o 7, S. 14,
ist eine ungewöhnlich grossblitige Varietät der Can. picta Mart. (ex BENTH.)
oder vielleicht eine verschiedene Art, auch durch weissgraue Behaarung(nicht
rostbraune) ausgezeichnet.
BIHANG TILL K. SV. VET. AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 14. 55
Barra und anderen Ortschaften in Matto Grosso. Die Bläte
hat einen angenehmen Duft wie Lathyrus odoratus, jedoch
nicht so stark wie jener.
Auch hier ist die Fahne unterwärts gestellt, weil der
Blätenstand — eine lange Ähre — mit seiner starren Haupt-
achse gegen den Boden zeigt, und die Blitenstiele keine
Drehungen gemacht haben um die Fahne nach oben zu halten.
Dagegen ist die Bläte gegen die Basis der Hauptachse zn
gekrimmt, und wenn die Ähre aufrecht wäre, wiärde die
Blite vertikal herabhängen; nun aber wird sie vertikal em-
porgeriehtet und bläht mit den Fliägeln und dem Schiffchen
in die Höhe gerichtet und der Fahne horizontal ausgebreitet,
Pig 18A.
al.-
Fig. 18. Canavalia picta Mart. — A zwei Bliten an der abwärts gerichte-
ten Hauptachse, von vorne gesehen, die linke in der Knospe, al, die rechte
blihend (natärl. Grösse). — £ Querschnitt der letzteren am Pfeilchen (Vergr.
2). — ax Hauptachse, cal Kelch, p Blitenstiel, e extranuptiale Nektarien, a
Blitenhälle im Knospenstadium, v Fahne, a Fligel, c Schiffehen, vc die iäber
einander liegenden Kanten (»valvule») der Blätter des Schiffchens, r Rostrum
desselben, f Staubblattscheide, st Griffel.
Wie die Abbildung Fig. 18 zeigt, ist die Blite an Form
und Stellung von der vorigen Art(Fig. 17) ziemlich verschie-
den. Die Fahne ist wie schon erwähnt als horizontale Fläche
von bedeutender Grösse vorgestreckt, nach oben erheben sich
die iäbrigen Blumenblätter zu einer beträchtlichen Höhe; die
56 LINDMAN, BLUÖTENEINRICHTUNGEN SUDAMER. PFLANZEN. I.
Flägel sind sehr lang und schmal und weit aus einander
geröckt, das Schiffehen dagegen ist von auffallender Grösse
und Festigkeit, und an seinen eigentämlichen Bau knäöpft
sich hier das hauptsächlichste Interesse.
Die besuchenden Insekten waren grosse schwarze Hum-
meln, und nur ein so kräftiges Insekt wie sie vermag hier
die Pollinationsarbeit zu verrichten. Der Besucher gelangt
zuerst auf die Fahne, ganz so wie auf das Labellum einer
Orchideenbläte, und findet vor sich das vertikal emporge-
hobene Schiffehen, dessen beide Blattränder sehr ausgebreitet
und derartig gegen eimander gerichtet simd, dass dem Insekt
eine breite senkrechte Scheibe entgegentritt: das flache Deck
des WSchiffehens oder besser eine Doppelthär, wo jedoch die
eine Hälfte iäber die andere geschoben ist, Fig. 18, B, vc.
Nach hinten, an der konvexen Seite des Schiffchens, sind die
beiden Hälften dagegen durch eine breite Spalte von einan-
der getrennt, Fig. 18, A, ce. Der Besucher dräckt mit dem
Kopfe an die Doppelthär, deren »deux battants» sich natiär-
licherweise nicht aufthun; dagegen wird das ganze Schiff-
chen durch den kräftigen Druck gekrämmt, sein Schnabel
senkt sich iber die Hummel, und dabei sieht man die Anthe-
ren und die Narbe aus der Spitze des Schnabels langsam her-
austreten, ganz so wie bei den Phaseolus-Arten (s. oben!).
Nach dem Besuche erhebt sich das Schiffehen wieder, und
die Narbe wird langsam wieder zuräckgezogen. Der Griffel
ist ziemlich gerade und ganz unbehaart; die Narbe ist ebenfalls
kahl und knopfförmig.
Die Röhre der Staubfäden wird dadurch abgesteift, dass
auch das sonst freie, morphologisch hintere Filament mit den
äbrigen sehr fest verklebt (jedoch nicht verwachsen) ist, ausge-
nommen an der Basis, wo man an seimen beiden Seiten die klei-
nen Löcher findet, die zur Nektarhöhle föhren. Weil der Kelch
verhältnismässig tief und eng ist, wird der Rässel der Hummeln
zuerst senkrecht hinabgeleitet, um sich dann mit der Spitze in
diese kleimen Löcher zu senken, was eime scharfe Krämmung
der Rässelspitze nach der Riäckenseite des Tieres zu verlangt.
Eine derartige Krimmung des Rässels ist im Allgemeinen nur
den Hummeln möglich, unter den sädamerikanisehen Faltern
aber auch bei der Gattung Marpesia zu sehen.
Sowohl die Blätenform als der Bestäubungsmekanismus
dieser Canavalia ist am nächsten mit der Salvia-Bläte ver-
BIHANG TILL K. SV. VET. AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 14. 57
gleichbar (s. SPRENGEL, Das entdeckte Geheimniss der Natur,
3 TSalvia prat. L., S. 98—62, TT Fig. 18; 2433, 39142;
s. auch HILDEBRANDS und H. MÖLLERS Arbeiten).
'
. Corallodendron crista galli (L.) O. Kzzr. — Fig. 19.
(Erythrina crista galli L.)
Ein Baum mit dickem Stamm, im temperirten Sädamerika
sehr häufig, teils gepflanzt um die Städte und denn oft von
bedeutender Grösse, teils spontan auf feuchten Stellen und
Fig. 19. Corallodendron crista galli (L.) 0. Kze. — A Blite (die linke im
3-blätigen Blitenstand, nach rechts gekrämmt), in hängender Lage, von oben
gesehen (natärl. Grösse).—B dieseble von recbts gesehen (Blitenstiel um 90”
gedreht). — C Fläögel, Schiffcehen und Geschlechtssäule von rechts gesehen. — D-
monströser medianer Staubbeutel (Vergr. 4). — cal Kelch, a rechter Flägel, c
: Schiffchen, v Fahne, f Staubgefässe, n Honigtropfen.
besonders massenhaft als niedriges Gehölz in sumpfigen Ge-
-genden, z. B. am unteren Paranå entlang, bei Barra do Rio
Grande, in Entre Rios u. s. w. Hat grossblättriges Laub, das
58 LINDMAN, BLUÖTENEINRICHTUNGEN SÖDAMER. PFLANZEN. I.
im Winter abfällt, und grosse ziegelrote Bliten in langen
traubenähnlichen Inflorescenzen.
Delpino hat mehrere Bemerkungen iäber die Blite gemacht
(Ulter. osserv. e consideraz. sulla dicogamia nel regno vege-
tale, in Atti della Soc. ital., Vol. XT, 1868, S. 328) und dabei
die abwärts gerichtete Fahne beobachtet: »il pedunculo
di ogni fiori se contorce, fa una mezza rivoluzione». Die
Bliten bieten aber mehrere Eigentämlichkeiten dar, die bis-
her unerwähnt geblieben sind, weshalb ich hier nach Beob-
achtungen bei Dora Alegre (Sädbrasilien) den Blitenbau
eingehender beschreiben de
Die langen blätentragenden Zweige sind teils horizontal,
teils gegen den Boden Htrabbänstade die Bliten haben des-
halb ungleich grosse Torsionen nötig um die Fahne nach
unten zu versetzen, ja in gewissen Blitenstielen ist die Dre-
hung kaum bemerkbar.
Dis nach unten gerichtete Fahne (v) ist das grösste
Blumenblatt und reed eine Länge von 55 mm; das ”Schiff-
chen ist 37 mm, die Flägel dagegen nur 12 mm läng
Die Bläten sitzen fast ausnahmslos zu 3 im Blattwinkel
zusammen, und sehr eigentämlich ist das gegenseitige Ver-
halten der drei so vereinigten Bläten. Die mittlere Bläte
ist die jängste, emme von den Seitenbläten die älteste. Die
beiden seitlichen Bliten sind immer gegen die Mittelbläte
zu gekrämmt; bei jenen wird der Kelch einseitig aufge-
schlitzt und zwar an der gegen die Mittelbläte gewendeten
Seite, und die Blumenblätter drimgen schräg aus dem Kelche
hervor. Von oben (oder von hinten) gesehen, Fig. 19, A, sind
die Bliten deshalb von asymmetrischer Gestalt und zwar
so, dass die rechte Bläte nach links, die linke nach rechts
gekrämmt ist. Auch die Mittelbläte selbst ist indessen schief
und ähnelt entweder der rechten Seitenbläte oder der linken.
Es ist weiter zu bemerken, dass das Schiffchen (c) aus
zwei länglichen, schmalen, ganz freien Blättern besteht, die
bei weitem nicht hinreichen um die Geschlechtsteile zu um-
schliessen, und dass von den Flägeln (a) nur derjenige seine
Spitze sehen lässt, der an der tiefen Schlitze des Kelches
sitzt; der andere Flägel befindet sich an der konvexen Seite
der Bläte und wird durch den Kelch verhöllt.
Zuletzt ist auch der Honigbehälter zu erwähnen. Er
hat bei dieser Pflanze eine von dem gewöhnlichen Papilio-
BIHANG TILL K. SV. VET. AKAD. HANDL. BAND 27. AED. III. N:0O 14. 59
naceentypus abweichende Lage, nämlich an der biologisch
oberen, morphologisch vorderen Seite. In dem nach oben
gekehrten Schiffchen sieht man grosse Honigtropfen, Fig. 19,
C, n, die aus der Staubblattröhre herausgedrungen sind, von
den beiden Blättchen des Schiffchens aber festgehalten und
nach aussen, an den Staubfäden entlang, geleitet werden. Die
Insektenbesuche haben mir auch gezeigt, dass der Weg zum
Honig nicht äber die Fahne geht, sondern an der Staubblatt-
röhre entlang, oder dass das Schiffchen selbst vom Besucher
zuerst betreten wird. Delpino hat die ausserordentliche
Honigmenge dieser Bläte beobachtet (»straordinariamente ab-
bondante & la secrezione del nettare») und schliesst daraus
dass weder Bienen noch andere Hymenopteren (>neé le api,
ne gli altri insetti apiarii»), wie gross sie auch seim mögen,
för die Bestäubung dieser Pflanze bestimmt sein können —
»questo compito & senza dubbio riserbato ai Trochili e alle
Nectarinie». (Siehe meine Bemerkung S. 46, Fussnote!).
Ich habe in Rio Grande do Sul zwar Kolibris an den
Bläten gesehen, glaube indessen, dass die grossen Hummeln,
z. B. der scehwarze Bombus carbonarius Handl.t, die emsigste
Bestäubungsarbeit an diesen Bliten verrichten.
Die honigsaugende Hummel fog direkt an das Schiffehen
heran, aus dem die Staubbeutel und die Narbe sehr weit
herausragen, drehte sich dann um dieselben bis sie unterhalb
der Geschlechtssäule hing, die Bauchseite den Antheren zu-
gewendet, und schritt dann vorwärts gegen den Honigbehäl-
ter zu (Fig. 19, C, n), wo die grossen freien Nektartropfen
ausgebeutet wurden; der Rässel wurde zwischen die beiden
Blätter des Schiffehens hineingefährt. Während des Saugens
blieb die Spitze des Hinterleibes der Hummel in langwieri-
gem Kontakt mit den Antheren und der kahlen Griffelspitze
(die Narbe ist hier klein, knopfförmig).
(Die Staubbeutel zeigen öfters die Monstrosität, dass
die mediane, am weitesten hervorgestreckte Anthere ein blatt-
förmiges Anhängsel erhält, Fig. 19, D, oder in ein rötliches,
blumenblattähnliches Gebilde umgewandelt wird.)
Einige Hummeln beraubten die Bläte ihres Honigs durch
Einbruch, indem sie die Blumenblätter des Schiffechens an ihrer
konvexen, nach oben gekehrten Seite durchbohrten.
1! Nach gätiger Bestimmung durch Herrn Prof. Dr, Chr. Aurivillius.
60 LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SUÖDAMER. PFLANZEN. I.
Die Bläiten wurden auch von pollensammelnden Hum-
meln besucht.
Auch die Honigsbiene habe ich an diesen Bliten beob-
achtet; sie verhält sich beim Anfliegen und Honigsaugen
ganz so wie die Hummeln, reicht jedoch nicht mit dem Hin-
terleib bis an die Antheren und ist also för die Bestäubung
ohne Bedeutung.
Eine grosse, sehr lange und schmale Wespen-Art betei-
ligte sich ebenfalls an dem Honigsaugen, flog aber auf die
Fahne an und näherte sich der Honiggrube ohne die Geschlechts-
teile zu beriähren; sie ist also als ein Dysteleologe zu be-
trachten.
Die Pflanze ist ausserdem einer noch grösseren Gefahr
ausgesetzt: viele Bäume sind nämlich von den blattschneiden-
den Ameisen oder Schleppameisen (Atta) sehr heimgesucht,
und von diesen sah ich lange Zäge, wo jedes Individuum wie
mit einer roten Flagge ausgestattet war, da sie alle je ein
Stickehen der zerbissenen Blumenblätter verschleppten.
Dass diese Art auch von Kolibris besucht wird, habe
ich oben bemerkt. HLeider habe ich dies nur einmal beobach-
ten können (bei der Stadt S. Pedro do Rio Grande, unweit
der Barra do Rio Grande), weshalb ich nur das Faktum
annotirt habe, halte aber för wahrscheinlich, dass der Koli-
bri hier beim Ubertragen des Blitenstaubes behälflich sein
kann, da die Blite von einer dazu geeigneter Grösse ist.
Die charakteristiscehsten Merkmale der dCorallodendron
Bliäite— die frei herausragenden, nicht geschuätzten Antheren,
der kunstlose Bau und die reduzirte Grösse des Schiffehens, die
einfarbige Fahne — sind sämtlich als Belege einer »ornitho-
philen» Anpassung zu betrachten. Ich habe schon unter
Camptosema, S. 26, einen ähnlichen Blätentypus erwähnt und
werde bei einer anderen Gelegenheit auf diesen Gegenstand
zuräckkommen.
i
Register.
Acacia bonariensis GILL.
» farnesiana W.
unreriparia Hd B. K.
KARSTEN a ct el sl jed a
Andira cuyabensis BENTH.
Annesleya Gr OS RIERAS
» chapad2&e LiNDM.
» Tweediei LIiNDM.
> parvifolia BRITT.
Apuleja precox MART.
Bauhinia Bongardi STEvupD. .
> candicans BENTH.
» forficata LINK
> platypetala VoG.
Bergeronia sericea MIcHELI .
Bowdichia virgilioides H. B. K. .. a
Bradburya angustifolia (BENTH.) O. Kze 5
? bifida (BENTH.) O. KzZE
» pubescens (BeEntH.) O. KzE .
» virginiana (L.) O. KzE
> > f. pasceuorum (MART.) LINDM.
Czesalpinia pulcherrima (L.) Sw. .
Ceesalpiniacex å
Calliandra, s. NEnesleya
Camptosema nobile LiINDM.
Canavalia bonariensis LIiNDL.
» picta MaARrT..
Cassia . SARK OA
» aculeata Porr
» alata L. .
» — bicapsularis L.
> occidentalis L. 5
Cebipira virgilioides O. Kzz 5
Centrosema pascuorum MaRrT.
> virginianum BENTH.
Clitoria Mariana L.
Copaiba .
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14.
10,
06
10,
24,
61
— HH ND
(OS NO ov 10 ot OS
1155)
24
50
50
62 LINDMAN, BLUTENEINRICHTUNGEN SUÖDAMER.
Corallodendron crista galli (L.) O. KzE .
Coublandia fluvialis LINDM.
Cynometra bauhinizgefolia BENTH. .
Dalbergiex
Diptychandra . 5
Erythrina crista galli
Hymen2ea Martiana HAYNE
Inga
Lathyrus
Lonchocarpus . :
Lothodes pinnatum 0. KZ
Lupinus . ;
Macherium Assn Voc.
Mimosa adpressa Hk. et ÅRN.
> asperata L. .
2 dolens VELL. .
p invisa MART.
> polycarpa KTH.
» sepiaria BENTH.
Mimosdec- :
Muellera
Myrocarpus frondosus Allem.
Papilionacee .
Parkinsonia aculeata Jan
Pauletia .
Peltogyne
Peltophorum
Phaseolus SAN
> angulosus .
> appendiculatus BENTH. .
> CATAGNIDT ks
?> clitorioides MaRrT. .
coccineus LAM.
diversifolius PERS.
erythroloma MART. .
longipedunculatus MaARrT. .
JUTAGUS SN
multiflorus W. .
> var. coccineus (LAM.)
peduncularis H. B. K..
prostratus BENTH. .
psammodes LINDM.
> semierectus L. . .
> truxillensis H. B. KK
? vulgaris L. 22 GAT SÄL sÅ ORT
> > var. atrocoerulescens .
; > 2 PnIcere:
> >» > precox
Piptadenia . :
PFLANZEN. I:
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 14. 63
Piptadenia flava BENTE. : T
> macrocarpa BENTE. . 6
> rigida BENTH. SNR SS ESO fa NATET EM ae ers ej SEA INR O
FPithecolobium . .— Sr 6 SFSR NNE EE SSE ANAR ER er let lg de
» cauliflorum Ma ANI c 6
> divaricatum BENTE. 6
> multiflorum BENTE. 6
» ETC Ta TNG Mer RE SS Redan mb sn Vb te SENSNRO
EIRNELNANNG Sar bOse 1 LE skate 1 ARN IRA a rn sr a ÖIS
Prosopis . Ö 5
> algarrobilla GRISEB. 6
Psoralea pinnata L. 28
Pterogyne 9
Schizolobium . 9
Schnella . 3
Sclerolobium 9
Ternatea laurifolia (Porr.) 0. Kze . 52
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Trifolium 3
Vigna luteola Bente. Si
» — sinensis (L.) ENDL. 30
Vouacapoua cuyabensis O. KzE 28
Tryckt den 24 mars 1902.
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BIHANG TILL K. SVENSKA VET-AKAD. HANDLINGAR. Band 27. Afd IL. N:o 15.
UNTERSUCHUNGEN
UBER
EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN
M. O. MALTE.
MITGETEILT AM 11. DECEMBER 1901.
GEPRUFT VON V. WITTROCK UND J. ERIKSSON.
STOCKHOLM
KUNGL. BOKTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT & SÖNER
1902
I. Einleitung.
Schon seit Alters kennt man, dass fettartige Substanzen
infolge ihres grossen Nahrungswerthes in dem Leben der
Pflanze eine sehr wichtige Rolle spielen. Von späterem Da-
tum ist indessen die Kenntniss davon, dass bei dem orga-
nischen Stoffwechsel auch solche fettartigen Produkte gebil-
det werden können, die in ernährungsphysiologischer Hin-
sicht sich als werthlose Nebenprodukte, Exkrete, verhalten.
Besonders bemerkenswerth sind in dieser Hinsicht die von
Pfeffer! beschriebenen Ölkörper der Marchanthiaceen, welche
sich mikrochemisch als echte Fette verhalten, aber niemals
in den Stoffwechsel eingezogen werden.
Einzelne Angaben iber das Vorhandensein ähnlicher
Öltröpfehen in den Blättern der Phanerogamen kommen bei
mehreren Verfassern vor. HFEine systematisch durchgefihrte
Untersuchung äber die Verbreitung solcher Inhaltskörper bei
den Phanerogamen wie auch eine eingehende Untersuchung
ihrer chemischen Natur wurde aber erst im Jahre 1893 von
LIiDFORSS?) gegeben. Diese ölartigen Inhaltskörper, die seinen
Untersuchungen nach in den Blättern der Phanerogamen sehr
verbreitet sind, und welche in physiologischer Hinsicht als
Exkrete zu betrachten sind, wurden von ihm mit einem ge-
meinsamen Namen belegt. Er nennt sie nähmlich Elaiosphåären.
Eine besondere Art von Inhaltskörpern, welche beim
ersten Blicke den oben erwähnten Elaiosphären sehr ähnlich
sind, thatsächlich aber Inhaltskörper sui generis darstellen,
sind zuerst bei Potamogeton prelongus beobachtet worden.
Der Entdecker dieser Potamotetontröpfchen war indessen der
Meinung, dass sie aus einer ölartigen Substanz bestehen soll-
1) Flora 1874 p. 1. år
?) Studier öfver HElaiosferer i Ortbladens Mesofyll och Epidermis.
(Lunds Univ. Arsskr. B. 4).
4 MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN.
ten, wie auch, dass sie in besonderen Körpern, »farblosen
Oelplastiden>, sollten gebildet werden». ”?)
Dass indessen LUNDSTRÖM betreffend sowohl die chemische
Zusammensetzung als die Bildung dieser Inhaltskörper sich
geirrt hatte, wurde nach einigen Jahren von LIDFORSS?) in
den Tag gelegt. Aus seinen Untersuchungen gimg es nähm-
lich hervor, dass die betreffenden Inhaltskörper weder Fette
noch aetherische Öle im gewöhnlichen Sinne sein könnten, da
sie schon von 10z-igem Alkohole aufgelöst wurden. Das
Verhalten der betreffenden Inhaltskörper gegen Anilinfarb-
stoffe, Wasserstoffsuperoxyd, Gerbstoffreagentien u. s. w. legte
es an den Tag, dass es sich hier um Inhaltskörper einer be-
sonderen Art handelte. Und zwar schien es auf Grund der
mikrochemischen Reaktionen sehr wahrscheinlieh, dass die
bei Potamogeton prelongus vorkommenden Inhaltskörper aus
einem aromatischen Aldelhyde aufgebaut sind.
Gewisse Beziehungen zu den Potamogetontröpfehen zei-
gen die von WALLIN?) untersuchten Inhaltskörper der Brome-
liaceen. Diese Bromeliaceentröpfehen kommen auch haupt-
sächlich in den Blättern vor, können aber auch in anderen
Partien der Pflanze, z. B. in dem Stengel, auftreten. Sie
sind iäbrigens bei den Bromeliaceen sehr verbreitet. Mit den
Potamogeton-Tröpfehen stimmen sie u. a. darin äberein, dass
sie in verdänntem Alkohol vollständig gelöst werden — die
Potamogetontröpfehen werden, wie schon erwähnt wurde, in
10 z-igem Alkohol gelöst, die Bromeliaceentröpfehen doch
erst in 30—50 2z-igem — und weiter darin, dass sie bei Le-
bendfärbung sehr reichlich Farbstoffe speichern. Andererseits
aber weichen sie von den Potamogeton-Tröpfchen in wesent-
lichen Punkten ab. Während manche Umstände dafiär spre-
chen, dass letztere aus einem aromaåtischen Aldehyde bestehen,
sind die Bromeliaceentröpfchen als eine Art Gerbstofftröpfehen
— d. h. Gerbstof in sehr weitem Sinne — zu betrachten.
Diese Gerbstofftröpfehen sind indessen nach WaALLIN nicht als
aus einem einzigen Stoffe bestehend zu betrachten; sie schei-
!) LUNDSTRÖM: Ueber farblose Oelplastiden und die biologische Bedeu-
tung der Oeltropfen gewisser Potamogeton-Arten. (Botanisches Centralblatt
Band XXKXV).
”) B. LinForRss: Ueber eigenartige Inhaltskörper bei Potamogeton prce-
longus (Botan. Centralbl. Bd LXXIV 1898).
?) G. WALLIN: Om egendomliga Innehållskroppar hos Bromeliaceerna
(Lunds Univ. Arsskr. Bd 35. Afd. 2. N:o 2).
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:0 15. 5)
nen vielmehr von einem Gemisch wenigstens zweier, physika-
liseh etwas verschiedener, chemisch aber nahe verwandter
Gerbstoffe aufgebaut zu sein.
In Bezug auf die physiologiscehe Bedeutung der Brome-
liaceentröpfehen, neigt WALLIN zu der Ansicht, dass sie als
Exkrete, welche, einmal ausgeschieden, nicht weiter in den
Stoffwechsel eingezogen werden, zu betrachten sind.
In einer im Jahre 1864 veröffentlichten Abhandlung iäber
die Luftwurzeln der Orchideen erwähnt LEITGEB!) dass er
unter anderem Inhalt in den Zellen des Rindenparenchyms
Öltröpfehen getroffen habe. Er sagt nähmlich: »In den Luft-
wurzeln vieler Orchideen beobachtete ich ferner Öltröpfehen».?)
Was LEITGEB dazu veranlasst, sich mit diesen Öltröpfchen
etwas genauer zu beschäftigen, ist nicht ihr Vorkommen an
sich, sondern vielmehr die eigenthämliche Art, worauf sie
seiner Meinung nach auftreten. Er stellt nähmlich das Vor-
kommen dieser Inhaltskörper in einen nahen Zusammenhang
mit dem Auftreten der von ihm zuerst beobachteten, weissen,
makroskopischen Flecken, die bei manchen Orchideen schon
unter normalen Umständen auf der Oberfläche der Luftwur-
zeln scharf hervortreten, bei anderen dagegen erst bei der
Behandlung mit Wasser zu sehen sind.
Spätere Untersuchungen?) haben indessen gezeigt, dass
die oben erwähnten, das ganze Velamen hindurch gestreckten
Flecken, als Pneumathoden zu betrachten sind. Sie können
also mit dem Vorkommen der Inhaltskörper kein gemein-
schaftliches haben.
Was die chemische Natur dieser Inhaltskörper betrifft,
so hat LEITGEB diesem Punkte keine besondere Aufmerksam-
keit gewidmet. Er meint, wie schon erwähnt wurde, dass
sie aus Öl bestehen. Er scheint zu dieser Ansicht nicht
durch eine eingehende mikrochemische Untersuchung, sondern
nur durch die Beobachtung ihrer physikalischen Eigenschaf-
ten, ihres optischen Verhaltens ete. gekommen zu sein. Un-
ter den Arten, die ich untersucht habe, hat indessen nur
eine einzige sich als ausschliesslich ölföhrend gezeigt; bei
!) H. LEITGEB: Die Luftwurzeln der Orchideen (Denkschriften der Wie-
ner Kaiserl. Akad. d. Wissensch. Bd 24).
2) 1. ce. pag. 204.
3) SCHIMPER: Ueber Bau und Lebensweise der Epiphyten Westindiens
(Bot. Centralbl. Bd XVII 1884) p. 257.
6 MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN.
den öbrigen ist die chemische Natur der Inhaltskörper eine
ganz andere. Indessen möchte ich nicht behaupten, dass
LEITGEB bezäöglich der chemischen Zusammensetzung der In-
haltskörper sich ganz und gar geirrt hat, da die Arten, iber
welche ich disponiert habe, drei ausgenommen, ganz andere
sind als diejenigen, die LEIteEB untersucht hat. Die Inhalts-
körper dieser drei Arten — Cattleya Forbesii, C. Mossie und
Oncidium sphacelatum —, welche der Meinung LFEITGEBS nach
aus einer ölartigen Substanz bestehen sollten, haben indessen,
wie die der allen iäbrigen”!), sich als eine Art Gerbstofftröpf-
chen, die sehr nahe Beziehungen zu den WALLIN'schen Brome-
liaceentröpfehen aufweisen, gezeigt. Die Angabe LEITGEBS,
dass die chemische Natur der Inhaltskörper eine ölartige sein
sollte, scheint mir darum sehr zweifelhaft.
II. Chemische und Morphologische
Eigenschaften.
In den Zellen z. B. der Orchideenluftwurzeln, besonders
in den der Rinde, kommen nun bei einer sehr grossen Anzahl
Arten und Gattungen diese eigenthämlichen, rundlichen, stark
lichtbrechenden Inhaltskörper vor. Sie sind selten ganz unge-
färbt, sondern von einer eigenthimlichen, gewöhnlich ins
Grine oder Gelbe, bisweilen ins Rothe spielenden Farbe. Ihr
Aussehen erinnert beim ersten Blicke an Öltröpfechen; eine
nähere Untersuchung hat aber, wie oben erwähnt, in den Tag
gelegt, dass sie ihrer Natur nach. vielmehr mit den bei den
Bromeliaceen vorkommenden Gerbstofftröpfehen?) zu verglei-
chen sind.
Die Grösse der Orchideentröpfchen ist bei verschiedenen
Arten und Gattungen eine sehr schwankende. Sind sie bei
einer Art ganz unansehnlich — 3 å 7 u — so können sie bei
einer anderen die beträchtliche Grösse von 40 u und dariäber
im Durchmesser erreichen.
') Vanda multiflora ausgenommen.
2 WALLIN: Om egendomliga Innehållskroppar hos Bromeliaceerna.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:0 15. 7
Freilich kann man sagen, dass normalerweise oder wenig-
stens sehr oft je ein Tröpfchen in jeder Zelle vorhanden ist.
In dieser Beziehung giebt es aber, wie später zu erörtern
sein wird, zahlreiche Ausnahmen.
Wenn mehrere Tröpfchen in der nämlichen Zelle vor-
kommen, ist gewöhnlich ein Tröpfcehen erheblich grösser als
die anderen und nimmt eine so zu sagen centrale Stellung
ein. Bisweilen ist dieses centrale Tröpfehen von einer Min-
derzahl ziemlich grosser Tröpfehen umgeben, in anderen
Fällen aber von einer grossen Menge sehr kleiner Tröpfchen.
Diese Verhältnisse kann man oft an dem nämlichen Schnitte
neben einander beobachten — so bei Vanda suavis. In ande-
ren Fällen schliesslich liegen unsere 'Tröpfchen in grossen,
traubenähnlichen Ansammlungen zusammen; die Tröpfehen
sind dann ziemliech klein. Liegt auf diese Weise eine
Minderzahl relativ grosser Tröpfchen mneben einander, ohne
dass sie zu einem einzigen Tröpfchen zusammengeschmolzen
sind, bekommt das Ganze oft ein Aussehen, das an zusam-
mengesetazte Stärkekörner erinnert.!)
Es lässt sich auch nicht behaupten, dass zwischen der
Anzahl und Grösse der Tröpfehen und der Grösse der Zellen,
in denen sie vorkommen, eine bestimmte Beziehung sich
wahrnehmen lässt. Immerhin findet man oft, dass die Tröpf-
chen in kleinzelligem Gewebe relativ unerhebliche Dimen-
sionen besitzen; andererseits aber können grosse Zellen rela-
tiv kleine Tröpfchen und kleine Zellen ausserordentlich grosse
föhren.
Was den Aggregatzustand betrifft, so simd die Orchideen-
körper flössig, was leicht beim Druck auf das Deckglas nach-
gewiesen werden kann; und ihre Form ist im Allgemeinen
spberisch, was ibrigens auch fär einen flässigen Aggregat-
zustand spricht. Die Consistenz schwankt indessen bei ver-
schiedenen Arten insofern, dass sie bei einigen dinnflässig,
bei anderen zähflössig sind.
Bezäglich der Lage, welche die Tröpfcechen in der Zelle
einnehmen, so ist es ganz ungweifelhaft, dass sie im Zellsafte
1) Wag hier von dem Vorkommen der Tröpfchen gesagt ist, grändet sich
auf Beobachtungen bei relativ niedriger Temperatur, 20, am höchsten 24” OC.
Bei höheren Temperaturgraden, 28” C. und daräber, gestalten sich die Verhält-
nisse anders, eine Thatsache, auf die in anderem Zusammenhang näher ein-
zugehen wird,
Lo) MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN.
liegen. Dies wird. mit grösster Evidenz durch ihr Verhal-
ten bei anormaler Plasmolyse bewiesen. Bei solcher Plasmo-
lyse, die in einzelnen Fällen von 5z-iger Chlornatriumlösung
oder 9 2z-iger Nalpeterlösung hervorgerufen wird, tritt das
Tröpfehen als eine scharf begrenzte, helle Kugel hervor, die
im Centrum des von der stark contrahirten Vacuolenwand
umschlossenen Zellsaftes liegt, während das Hyalo- und Cyto-
plasma mit dem Zellkern und den Chromatophoren ihre ur-
spröngliche Lage behalten.
In Bezug auf das specifische Gewicht verhalten sich un-
sere Tröpfchen wie die LIDForss'schen Potamogetontröpfcehen!)
und die WALLIN'schen Bromeliaceentröpfehen. Wenn man näm-
lich den Mikroskoptubus horizontal einstellt, und wenn dabei
das am Mikroskoptische eingespannte Präparat?) eine solche
Lage einnimmt, dass die ziemlich langgestreckten, rektangu-
lären Zellen mit ihren Längsachsen vertical stehen, beginnen
die Tröpfchen ziemlich schnell nach oben zu wandern, und
sie bleiben nicht eher stehen, als sie den oberen Plasmarand
erreicht haben. Dies will ja in der That sagen, dass sie ab-
wärts wandern, mit anderen Worten sinken. Das specifische
Gewicht der Tröpfchen ist also grösser als das des Wassers.
Während dieser Wanderung der Tröpfehen bebalten so-
wohl Chromatophoren als Mikrosomen ihren Platz unverän-
dert, und irgend eine Verschiebung dieser Gebilde findet gar
nicht statt. Dies ist auch ein Beweis dafär, dass die Tröpf-
chen im Zellsafte und nicht im Protoplasma liegen.
Nur in gewissen Zellen besitzen indessen die Tröpfchen
das voraus erwähnte, helle Aussehen. Auf dem nämlichen
Schnitte beobachtet man neben diesen typischen Tröpfcechen
in gewissen Zellen andere, die in Bezug auf das Aussehen
von den vorigen wesentlich abweichen. Letztere stellen näm-
lich körnige, dunkle Massen dar, als ob der Inhalt der Tröpf-
chen in eine grosse Zahl winziger Körner zerfallen hatte.
Es mag doch schon hier hervorgehoben werden, dass solche
körnigen Massen nur in solchen Zellen vorkommen, die bei
der Anfertigung des Schnittes beschädigt worden sind — was
äbrigens durch die Behandlung mit einer plasmolysierenden
!) BENGT LiDFORSS: Ueber eigenartige Inhaltskörper bei Potamogeton
prelongus Wulf.
?) Längsschnitte sind natärlich hier vorzuziehen.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:O ös
Flässigkeit leicht gezeigt werden kann — < Dieses eigenthäm-
liche, körnige Aussehen wird indessen gar nicht von irgend
einem, in dem Tröpfchen enstandenen Niederschlag hervorge-
rufen. Es wird nur davon hervorgerufen, dass das Tröpfehen
angefangen hat, aufgelöst zu werden. Diejenigen Gebilde,
die winzige Körner darstellen, sind nichts anders als sehr
kleine Vacuolen, die dadurch entstanden sind, dass das Tröpf-
chen angefangen hat, von dem in die beschädigte Zelle her-
eindringenden Wasser aufgelöst zu werden. Dass dies that-
sächlich der Fall ist, geht einleuchtend hervor, wenn man
während einiger Minuten die Einwirkung beobachtet, welche
das immer mehr eindringende Wasser auf ein solches, körni-
ges Gebilde ausöbt. Je mehr das Wasser eindringt, um so
mehr verschwindet nämlich die Körnigkeit des Tröpfchens
und mit dieser die dunkle Farbe, die wir vorher beobachtet
haben. Das Tröpfchen wird allmählich heller, und es stellt
bald eine Kugel dar, in deren Innerem eine Menge Höhlungen
entstanden sind. Dies tritt mit desto grösserer Deutlichkeit
hervor, je länger das Wasser einwirkt. Verfolgt man die
Beobachtungen weiter, scheint es, als ob diese kleinen Höh-
lungen durch Bersten der trennenden Wandungen zu grösse-
ren zusammenschmelzen. Diese auf solche Weise gebildeten,
grossen Höhlungen schmelzen dann allmäblich zu einem ein-
zigen zusammen.
Die Erklärung dieser interessanten Erscheinung ist wahr-
scheinlich folgende: Wenn das in der beschädigten Zelle
liegende Tröpfchen von dem hereindringenden Wasser ge-
troffen wird, fängt es augenblicklich an gelöst zu werden
und zwar auf unzählbaren Punkten in dem Inneren. Hier-
durch entstehen eine sehr grosse Menge winziger Vacuolen,
die durch ihre grosse Zahl das oben erwähnte, körnige Aus-
sehen hervorrufen. Je länger indessen das Wasser auf das
vacuolisierte Tröpfehen einwirkt, desto mehr schmelzen diese
Vacuolen zu grösseren och schliesslich zu einem einzigen mit
einander zusammen. Der ganze sichtbare Rest des Tröpf-
chens wird auf diese Weise zu einer Hohlkugel. Diese Hohl-
kugel kann nun als solehe eine längere oder kärzere Zeit
stehen bleiben; gewöhnlich fällt sie doch bald zu einer ge-
schrumpften, unerheblichen Masse zusammen. Diese ungelösten
Reste stellen offenbar jetzt feste Massen dar, die sogar nach
2 Wochen unverändert sind.
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j
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10 MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN.
Es geht also aus dem jetzt referierten Befunde hervor,
dass die Hauptmasse der ÖOrchideentröpfchen im Wasser lös-
lich ist. Nur em sehr kleiner, unansehnlicher Rest bleibt un-
gelöst.
Sehr bemerkenswerth ist, dass die Tröpfcechen in der Art
ihres Vorkommens ganz grossen, mit wechselnden Tempera-
turverhältnissen in Zusammenhang stehenden Variationen
unterworfen sind. Die nämliche Wurzel kann nähmlich bei
verschiedenen Temperaturen auffallende Verschiedenheiten in
Bezug auf die Grösse, die Anzahl und das allgemeine Vor-
kommen der Tröpfchen aufzeigen. Besonders deutlich tritt
dies bei solehen Arten hervor, die sehr grosse Tropfen föhren
z. B. bei Vanda suavis.
Ich hatte während März und der ersten Hälfte des Aprils
mehrere Luftwurzeln dieser Art untersucht und niemals an-
dere als grosse, isoliert liegende Tröpfchen gefunden. Die
Temperatur im Gewächshause stieg während dieser Zeit sel-
ten iäber + 25” C. Ganz erstaunt wurde ich darum, als ich
an einem warmen Tag Ende April, wo die Temperatur im
Gewächshause bis auf + 29” C. gestiegen war, fand, dass die
grossen, charakteristischen Tropfen, die ich vorher stets be-
merkt hatte, fast ganz fehlten. Anstatt dieser kamen kleine
Tröpfehen in sehr grosser Menge vor, welche die Zellen ganz
erföllten und zitternde Bewegungen ausföhrten.
Am frähen Morgen des nächsten Tages — die Tempera-
tur war in der Nacht erheblich gefallen — machte ich
Schnitte durch dieselbe Luftwurzel, in welcher ich den vori-
gen Tag nur kleine Tröpfehen getroffen hatte. Es zeigte
sich dann, dass die normalen Verhältnissen wieder hergestellt
waren, insofern dass die Zellen Tröpfehen von gewöhnlicher
Grösse fäöhrten.
Schon auf Grund dieser Beobachtungen glaubte ich dieses
eigenthämliche Verhältniss, dass die Tröpfehen in der Art
ihres Vorkommens so grosse Variationen in der nämlichen
Wurzel zeigen konnten, als die Folge von Temperaturschwan-
kungen auffassen zu sollen. Dass die Annahme richtig war,
liess sich auch experimentell nachweisen.
Wenn nämlich Stäckehen einer Luftwurzel, in deren
Zellen 1—4 grosse Tropfen vorhanden waren, einige Stunden
in den Thermostat bei 30 ” C. placiert wurden, so stellte es sich
heraus, dass nach dieser Zeit die grossen Tropfen fast ganz
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 15. 11
verschwunden und von einer sehr grossen Menge kleiner
Tröpfehen ersetzt worden waren. Wurde ein NSchnitt, dessen
Zellen nur solche kleinen Tröpfehen föhrten, 2—3 Stunden
einer Temperatur von etwa + 10” C. ausgesetzt, so flossen
diese 'Tröpfchen, mehr oder weniger langsam, zu grösseren
zusammen.
Es geht aus diesen Verhältnissen hervor, dass die Tem-
peratur einen Factor darstellt, dessen Bedeutung fär die Art
des Vorkommens der Tröpfchen eine gar nicht unwesentliche
ist. Wenn die Temperatur niedrig ist, so zeigen die Zellen
demnach grosse Tropfen in geringer Anzahl; wenn die Tem-
peratur aber zu einem gewissen Grade erhöht wird, so zeigen
die Zellen kleine Tröpfchen von meistens sehr grosser Anzahl.
Wird die Temperatur aber in so hohem Grade erhöht,
dass sie sich dem BNiedepunkte nähert, so verschwinden die
Tröpfchen gänzlich. Dieses Versechwinden ist doch nur ein
momentanes. Wenn nämlich der Schnitt zu einem gewissen
Grade abgekiählt wird, so wird er ganz plötzlich wie neblich,
und die Zellen werden dann ziemlich schnell von einer zahl-
losen Schar lebhaft zitternder Tröpfchen erfäöllt, die allmählich
mit einander zu grösseren zusammenfliessen.
Aus allem geht hervor, dass unsere Tröpfchen bei höheren
Temperaturgraden im Zellsafte vollständig löslich sind, bei
miedrigern aber mehr oder weniger unlöslich.
Plasmolyse: Im Allgemeinen ist eine 5 z-ige Salpeter-
lösung hinreichend um normale Plasmolyse hervorzurufen. In
einzelnen Fällen ist eine solche Plasmolyse von relativ star-
ker Contraction schon mit 4 z-iger und sogar mit 3 z-iger
bekommen worden. Werden so starke Lösungen wie 5 -iges
Chlornatrium oder 10 z-iger Salpeter angewendet, so werden
gewöhnlich die Zellen der inneren, centralen Teile der Rinde
getötet. In den dem Velamen angrenzenden Schichten schei-
nen dagegen die Zellen resistenter zu sein. In ihnen tritt
nämlich Plasmolyse ein und zwar eine anormale.
Ubrigens verhalten sich in plasmolytischer Hinsicht
verschiedene Arten etwas ungleich.
Wird z. B. ein Schnitt von Vanda suavis, deren Luft-
wurzeln, wie vorher hervorgehoben wurde, an den fraglichen
Tröpfehen sehr reich sind, während 15 å 20 Minuten in eine
5 2-1ge Salpeterlösung gebracht, lässt sich bei der mikrosko-
pischen Untersuchung folgendes feststellen:
12 MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN.
In einigen Zellen und zwar in den verwundeten liegen
Hohlkugeln, die mehr oder weniger vacuolisierte Tröpfehen
oder zusammengeschrumpfte Reste darstellen. In den meisten
intakten Zellen ist normale Plasmolyse eingetreten. In diesen
plasmolysirten Zellen, die vor der Behandlung mit der Sal-
peterlösung grosse Tröpfehen fährten, sucht man nun solche
vergeblich. Sie sind in jeder Zelle regelmässig verschwun-
den, und innerhalb des contrahirten Plasmaschlauches er-
blickt man jetzt eine einzige, dunkle, homogene, SÖS
gräne Flässigkeit.
Die betreffende Erscheinuug wird verständlieh, wenn man
den Vorgang der Plasmolyse mit genägender Sorgfalt unter
dem Mikroskope verfolgt. Im Allgemeinen tritt die Plasmo-
lyse c:a 5 Minuten nach der Zufuhr der plasmolysirenden
Fläössigkeit ein. Fine plasmolytiscehe Ausscheidung kleiner
Tröpfehen entsprechend den Verhältnissen bei Potamogeton
prelongust) findet bei der Contraction gar nicht statt. Da-
gegen fällt bald eine andere Eigenthömlichkeit auf. Wenn
nämlich die Plasmolyse bis zu einem gewissen Grade fort-
geschritten ist, und zwar etwa so weit, dass der Zellsaftraum
durch die Contraction bis auf !/s å !/2 selner urspräönglichen
Grösse vermindert worden ist, fängt das in der Vacuole lie-
gende, stark lichtbrechende und scharf abgegrenzte Tröpfehen
an allmählich undeutlich zu werden; seine Konturen ver-
schwinden und das ganze Tröpfchen schmilzt mit dem Zell-
safte zu eimer homogenen Flässigkeit zusammen. Aus der
Gesammtheit des Zelleninhalts wird auf diese Weise die oben
genannte, schwach lichtbrechende homogene Masse.
Wenn nun einer solchen, plasmolysirten Zelle Wasser
schnell zugeföährt wird, zerfällt die ganze contrahierte Masse,
wenn die Plasmolyse zuriäckzugehen anfängt, in eine unzähl-
bare Menge winziger Tröpfchen, die allmählich unter lebhaft
zitternden Bewegungen mit einander zu einer Minderzahl
grösserer zusammenfiessen. Diese ausgeschiedenen, sekundär
gebildeten Tröpfchen reagiren ganz auf dieselbe Weise wie
die urspränglich vorhandenen.
Wenn die Zelle durch die Plasmolyse nicht geschädigt
wurde, so werden diese sekundären Tröpfehen ebenso hell
und ebenso lichtbrechend wie die vor der Plasmolyse vorhan-
!) LiDForss: Ueber eigenartige Inhaltskörper etc., p. 5.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 15. 13
denen, im entgegengesetzten Falle aber körnig wie in ver-
wundeten Zellen. Im vorigen Falle kann der Prozess wie-
derholt werden.
Die jetzt referirten Befunde sind wie schon hervorgeho-
ben an Vanda suavis gewonnen.
Etwas anders verhalten sich in plasmolytischer Hinsicht
andere Arten. Man wäbhle z. B. eine junge Luftwurzel von
Epidendron autenmium oder von Oncidium sphacelatum, deren
ziemlich grosse Zellen relativ kleine Inhaltskörper besitzen.
Diese Arten stimmen mit Vanda suavis in so fern iber-
ein, als eine plasmolytische Ausscheidung kleiner Tröpfehen
nicht stattfindet. Sie unterscheiden sich aber von der vori-
gen Art dadurch, dass die Tröpfehen mit dem Zellsafte nicht
zusammenschmelzen, sondern als solche erhalten werden, auch
wenn das Plasma sehr stark contrahirt worden ist.
Obwobl also verschiedene Arten in plasmolytischer Hin-
sicht ein etwas werschiedenes Verhalten aufweisen können,
haben sie doch alle einen gemeinsamen Charakter und zwar
einen wesentlichen. Sie stimmen nämlich alle darin äberein,
dass eine plasmolytische Ausscheidung kleiner Tröpfchen nie-
mals stattfndet.
Lebendfärbung ist mit verschiedenen Farbstoffen erhalten
worden. Lösungen von der Conzentration 1:100000 H;O ha-
ben sich einerseits hinlänglich verdännt gezeigt um das
Plasma während der ersten 2—3 Stunden unbeschädigt zu
lassen, andernseits hinlänglich conzentrirt um rasch eintre-
tende und deutliche Färbungen zu geben.
Eine auffallende Eigenthimlichkeit ist, dass die betreffen-
den Farbstoffe von den peripher gelegenen Tröpfehen inten-
siver gespeichert werden als von denjenigen, die in den cen-
tralen Partien liegen. Dies liess sich in allen Fällen, wo
uäberhaupt mit eimem Farbstoffe Lebendfärbung erhalten wur-
de, nachweisen.
Von sämmtlichen gepräften Farbstoffen wird vielleicht
Neutralroth von den Tröpfehen am reichlichsten gespeichert.
Schon nach einer Stunde ist die grosse Mehrzahl der Tröpf-
chen in der Nähe der Exodermis hochroth—dunkelroth tin-
girt; in den centralen Partien dagegen ist die Farbe eine
hellbraune—rothbraune. Nach 2 Stunden ist die Färbung
" äusserst Intensiv.
14 MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN.
Fast ebenso schnell und intensiv wird Methylenblau ge-
speichert. Mit diesem Farbstoff werden die Tröpfchen hoch-
blau—dunkelblau tingirt.
Eine sehr schöne Vitalfärbung ist auch mit Saffranin zu
erreichen. Schon nach 2 Stunden sind die Tröpfechen inten- -
siv geröthet worden.
Mauvein und Gentianaviolett werden auch ziemlich schnell
gespeichert und geben sehr häbsche Lebendfärbungen.
Rosanilin färbt nach em Paar Stunden fast alle Tröpf-
chen schön roth. :
Etwas langsamer wird MNilblau gespeichert. Nach einer
Stunde sind die Tröpfchen nur schwach gefärbt, und erst
nach 3 å 4 Stunden fängt die Färbung an intensiv zu wer-
den. Nach dieser Zeit sind die Tröpfchen in der Nähe des
Velamens hochblau, in centralen Partien hellblau.
Noch langsamer wird Jodgrin gespeichert. Nach ein
Paar Stunden ist nur eine Minderzahl intakter Tröpfehen
grön gefärbt und zwar ziemlich schwach. Nach 4 å 5 Stun-
den ist doch die Färbung eine ganz intensive.
Dahlia wird ziemlich schnell gespeichert. Es ist doch
hierbei bemerkenswerth, dass fär unsere Zellen Dahlia etwas
giftiger als die iäbrigen angewendeten Farbstoffe zu sein
scheint. Nach 2 Stunden — die Tröpfehen sind dann blau-
violett — sind nämlich fast alle Zellen der centralen Theile
der Rinde abgestorben; nur in der Nähe der Exodermis las-
sen sie sich plasmolysieren. Man muss sich darum noch
verdännteren Lösungen, z. B. 0,g92 -1ge, bedienen, um eine
unzweifelhafte Lebendfärbung konstatieren zu können.
Bismarckbraun: Nach 4 Stunden hat der Farbstoff unse-
ren Tröpfchen eine prachtvolle, braune Farbe verliehen.
Verhalten gegen Reagentien.
Alkohol: In Bezug auf das Verhalten der Orchideen-
tröpfehen zum Alkohol, kann im Allgemeinen gesagt werden,
dass sie ziemlich leicht löslich sind. Mit 20 å 25 z-igem Al-
kohol gehen sie meistens schnell in Lösung. Es stellt sich
hierbei heraus, dass die Grösse der Tröpfehen nicht ohne
Einfluss auf die Geschwindigkeit der Auflösung ist. HNSolche
kleine Tröpfchen, welche z. B. bei Oncidium sphacelatum vor-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 15. 15
kommen, werden in viel kärzerer Zeit aufgelöst als die viel-
fach grösseren der Vanda suavis. Ubrigens ist die Löslich-
keit bei verschiedenen Arten und Gattungen kleineren Va-
riationen unterworfen.
Wenn indessen 20 z-iger Alkohol zu einem Sechnitte von
Vanda suavis zugeföhrt wird, so werden die Tröpfchen ver-
hältnissmässig schnell vacuolisiert. Wird der Schnitt direkt
in die obengenannte Flässigkeit gebracht, geht die Vacuoli-
sierung oft so schnell von Statten, dass die Tröpfehen dasselbe
körnige Aussehen wie in verwundeten Zellen an im Wasser
liegenden NSchnitten angenommen haben, und zwar ehe man
das Präparat unter das Mikroskop hat beobachten können.
Die darauf folgende Auflösung des Tröpfchens, d. h. das Zu-
sammenfliessen der verschiedenen, kleinen Vacuolen zu einer
einzigen, grossen Vacuole, geschieht dagegen verhältniss-
mässig langsam. Gewöhnlich hat sich doch dieser Prozess
nach 10, höchstens 15 Minuten abgespielt. HFEin kleiner Rest
bleibt doch immer ungelöst zuräck, und zwar entweder als
eine Hohlkugel — dies ist meistens in intakten Zellen der
Fall — oder aber als eine zusammengeschrumpfte, körnige
Masse — was oft in verwundeten Zellen, besonders wenn die
Alkoholzufuhr eine schnelle und reichliche ist, zutrifft. Na-
tärlich werden die Tröpfchen der verwundeten Zellen mit
grösserer Geschwindigkeit aufgelöst als die der intakten
Zellen.
Wird ein Schnitt ca 5 Minnten mit 10 z-igem Alkohol
behandelt und dann in Wasser iberfährt, so tritt keine
solehe Ausscheidung kleiner Tröpfcehen ein, wie es fir sowohl
Potamogeton prelongus!) als die Bromeliaceen?) charakteri-
stisch ist.
Essigsävre. Von diesem Reagenz werden die Tröpfehen
mehr oder weniger schnell, je nach der Conzentration der
Essigsäurelösung, aufgelöst. 40 2-ige Essigsäure z. B. löst
sie schnell auf und zwar auf folgende Weise: Unmittelbar
nach dem Zusatz des Reagenzes fängt das Tröpfchen zu
schwellen an, bis es eine gewisse Grösse, im Allgemeinen die
doppelte, erreicht hat. Während einiger Augenblicke behält
es diese Grösse, fängt aber danach an ziemlich schnell sich
Zu wermindern and fällt schliesslich zu einem zusammen-
1) LipvForss: Ueber eigenartige Inhaltskörper etc., pag. 7.
?) WALLIN: Om egendomliga innehållskroppar etc., pag. 7.
16 MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN.
geschrumpften, unansehnlichen Reste zusammen. Der un-
gelöste Theil bleibt niemals als eine Hohlkugel zurick.
Dass das Töpfchen auf diese Weise im ersten Augenblicke
in Grösse zunimmt, berubt wahrscheinlich darauf, dass die
osmotischen Gleichgewichtsverhältnisse im Tröpfchen gestört
werden, und zwar dadurch, dass der äussere Druck, der vom
Zellsafte auf das Tröpfehen ausgeöbt wird, theilweise auf-
gehoben wird.
Auf völlig analoge Weise kann nach LivForss der Zell-
kern sich bei Fixirung verhalten. Seinen Beobachtungen nach
kann indessen die Differenz zwischen den antagonistischen
Druckverhältnissen, die in der Zelle herrschen, beim Eindrin-
gen des Fizxirungsmittels so gross werden, dass der Zellkern
platzt. Zur Erklärung dieses Platzens des Zellkerns sagt er:!
»Dies Platzen des Zellkernes beruht aber keineswegs auf eine
Drucksteigerung innerhalb des Kernes, sondern erklärt sich
daraus, dass der im Plasma herrschende Gegendruck aufgehoben
wird. Unter normalen Umständen lastet nämlich auf die
Kernwandung sowohl der innere Druck des Kernsaftes wie
auch ein äusserer, vom Cytoplasma (resp. dessen Vacuolen)
ausgehender Druck. Bei Einwirkung des Fixirungsmittels
auf den Protoplasten wird nun in erster Linie der cytoplas-
matische Druck aufgehoben, während der innere Druck des
Kernes noch eine Zeit lang persistiren kann, und die Kern-
wandung, die nunmehr einem einseitigen Drucke ausgesetzt
ist, zerplatzt, wobei der Inhalt bisweilen herausgeschleudert
wird. Die letztere Erscheinung, die auch ich an fixirtem
Material konstatirt habe, beruht also keineswegs auf eine
durch das Fixirungsmittel hervorgerufene Drucksteigerung,
da eine solche iäberhaupt nicht zustande kommt, sondern ein-
fach auf die Aufhebung des äusseren Druckes.>
Eine mit der Ausdehnung des Tröpfehens beim Essig-
säurezusatz analoge FErscheinung findet sich auch bei den
Gerbstoffvacuolen, die beim Absterben der Zelle platzen. In
Bezug auf dieses Platzen sagt KLERCKER?”:
»Erst wenn durch Beschädigung des Plasmas z. B. durch
Hitze die Impermeabilität desselben verloren geht, so tritt
1) LiDFORSS: Zur Physiologie des pflanzlichen Zellkernes. Pag. 17.
?) Studien öber die Gerbstoffyacuolen (Bihang till K. Svenska Vet.-Akad.
Handl. Bd 13 Afd. III N:o 8). pag. 19.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0O 15. 17
infolge der Störung des osmotischen Gleichgewichtzustandes
innerhalb der Zelle eine durch Wasseraufnahme bedingte Aus-
dehnung der Gerbstoffvacuole und Platzen ihrer Membran ein,
wodurch eine Vermischung ihres Inhaltes mit dem des Zell-
saftes herbeigefuährt wird.»
Kalilauge: Von diesem Reagenz werden die Tröpfchen
vollständig gelöst, und zwar um so schneller, je stärker die
Conzentration der Lauge ist. Mit 2 4-iger Kalilauge geht
die Auflösung ziemlich geschwind und zwar auf eine Weise,
die nicht unerheblich von dem gewöhnlichen Modus der Auf-
lösung abweicht. Fine Vacuolisierung des Tröpfehens kommt
nämlich nicht zu Stande; vielmehr scheint es, als ob die Auf-
lösung, wenn ich so sagen darf, centripetal sei. Der ganze
Auflösungsprozess präsentiert sich somit vie eine Volumen-
abnahme, die schliesslich bis zum völligen Scehwund des Tröpf-
chens getrieben wird.
Vacuolisierte, in verwundeten Zellen liegende Tröpfehen
verhalten sich eigenthämlich. Die Vacuolisierung geht so zu
sagen zuriäck, so dass man einen Augenblick ein ganz helles
Tröpfehen vor sich hat, welches doch schnell auf die oben er-
wähnte Weise aufgelöst wird.
Wenn man sich 1 4-iger oder noch schwächerer Lösung
bedient, so werden die Tröpfehen langsamer und auf normale
Weise aufgelöst.
Die Farbe der dureh die Kalilauge hervorgebrachten Lös-
ung ist eine gelbe und zwar eine intensivere in den Zellen,
die sich in der Nähe des Velamens befinden, als in denjenigen,
die die inneren Partien der Rinde bilden.
Ammoniak: Ammoniak verhält sich auf dieselbe Weise
wie Kalilauge. Der einzige Unterschied ist, dass die Farbe
der hervorgebrachten Lösung nicht eine rein gelbe ist, sondern
ein Stich ins gränliche zeigt.
Barythydrat: Die Tröpfehen werden allmählich gelöst.
Dann entsteht im Zellsafte ein reichlicher, feinkörniger Nie-
derschlag. Wird eine conzentrierte Lösung des Barythydra-
tes benutzt, so werden mehrere Tröpfchen in eine feste, mehr
oder weniger unregelmässige Masse verwandelt, die, anfangs
wenigstens, zu ihrer Konsistenz ziemlich zähe ist.
Beim Druck auf das Deckglas wird eine solche Masse
mehr oder weniger vollständig zersplittert.
2
=
18 MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN.
Natriumkarbonat: In einer 3 4-igen Lösung verschwinden
die Tröpfchen schnell ohne irgend einen unlöslichen Rest zu-
räckzulassen. In 1 4-iger Conzentration geht die Auflösung
langsamer. Nach einer halben Stunde sind doch die meisten
Tröpfchen gelöst, wenigstens solche, die in verwundeten Zel-
len liegen, und nach 3 å 4 Stunden sind sie sämmtlich ver-
schvunden.
Alkanmin: Da die Tröpfchen in 50 4-igem Alkohole augen-
blieklich aufgelöst werden, so lässt sich natärlich eine Al-
kanninlösung dieser Alkoholstärke, die ja im Allgemeinen
angewendet wird, hier nicht verwenden. Ich habe deshalb
eine Lösung in 10 4-igem Alkohol, in weleher die Schnitte
24 Stunden belassen wurden, gebraucht. Nach dieser Zeit
waren einige Tröpfchen aufgelöst; die Mehrzahl war aber
noch da. Sie waren vom Farbstoffe nicht tingirt.
In Chloroform und Aether sind unsere Tröpfehen un-
löslich.
Aus diesen Reaktionen geht hervor, dass die Orchideen-
tröpfchen nicht aus fetten Ölen bestehen.
Dass es sich öbrigens hier nicht um aetherische Öle im
gewöhnlichen Ninne handelt, geht schon aus dem Umstande
hervor, dass das specifisehe Gewicht dieser Körper grösser als
das des Wassers ist. Wenn äbrigens Schnitte auf dem Ob-
jektträger erhitzt werden, so verschwinden die Tröpfchen
gar nicht. Allerdings werden sie im Zellsafte völlig aufge-
löst, fallen aber beim Abkählen wieder heraus, n. b. wenn
man nicht so lange erhitzt, dass sie aus den Zellen extra-
hiert werden.
Pissessig, worin die Mehrzahl der aetherischen Öle un-
löslich ist, löst die Tröpfcechen völlig auf und auf dieselbe
Weise wie die verdännte Essigsäure.
In Bergamo-Öl, Nelken-Öl und anderen aetherischen Ölen
sind sie unlöslich.
Die Orchideentröpfchen sind also aus aetherischen Ölen im
gewöhnlichen Sinne micht aufgebaut.
Wasserstoffsuperoxyd. Diesem Reagenze gegeniber ver-
halten sich die Orchideentröpfchen ganz wie die WALLtiInschen
Bromeliaceenkörpen. Mit den LIDpForss-schen Potamogetontröpf-
chen zeigen sie in dieser Beziehung gar keine Ubereinstim-
mung. Fin je nach dem HEindringen des Reagenzes heran-
wachsender Niederschlag entsteht also in diesem Falle nicht,
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 15. 19
auch werden die Tröpfehen nicht zu festen Kugeln oxydiert,
wie es bei Potamogeton prelongus der Fall ist.!) Das Was-
serstoffsuperoxyd hat nur durch die schädliche Einwirkung, die
es auf die lebenden Zellen ansäbt, eine auflösende Einwirkung,
so dass nach hinreichender Zeit nur unerhebliche, zusammen-
geschrumpfte Reste oder Hohlkugeln in den abgestorbenen
Zellen vorhanden sind.
Silbernitrat wirkt nur insofern ein, dass die Tröpfchen
bräunlich gefärbt werden. Die Färbung ist in der Nähe des
Velamens am kräftigsten und nimmt in Intensität ab gegen
die inneren Theile der Rinde zu. Auch die Chloroplasten
werden bräunlich tingirt, zuweilen stärker als die Tröpfchen.
Wird nun Ammoniak zugefägt, so werden die 'Tröpfchen
schnell aufgelöst. Nach einer Weile tritt aber in den Zellen
ein feinkörniger Niederschlag auf, der anfangs gelb ist, all-
mählich aber eine dunkelbraune Farbe annimmt. Dieser Nie-
dersehlag ist doch im Allgemeinen ein sehr unansehnlicher.
Analoge Einwirkung hat ammoniakalische Silbernitratlösung.
Sauwres schwefligsaures Natron. Eine konzentrierte Lösung,
welche die Zellen schnell tötet, ruft keine solehe Einwirkung
hervor, wie sie LIDFoORSS bei den Potamogetontröpfehen ge-
funden hat. Letztere werden nämlich zu festen Kugeln ver-
wandelt.?) Die Orchideentröpfchen dagegen behalten ihre
flössige Konsistenz, und zwar auch wenn das Reagenz eine
geraume Zeit eingewirkt hat. Natärlich werden die Tröpf-
chen beim Absterben mehr oder weniger vacuolisiert.
Aus den soeben erwähnten Reaktionen folgt, dass die
Orchideentröpfechen begiiglich der chemischen Zusammensetzung
keine nåähere Bezgiehung zu den ILIivForRss-schen Potamogeton-
tröpfchen aufweisen.
Wie schon im Vorigen angedeutet wurde, sind die Orchi-
deentröpfehen am nächsten mit den WALLiNschen Bromeliaceen-
tröpfehen zu vergleichen. Dass sie zu ihrer Zusammensetzung
in der That diesen sehr nahe stehen, geht auch aus den fol-
"genden Reaktionen hervor, welche alle får Gerbstoffe — d. h.
Gerbstoffe in sehr weitem Sinne — charakteristisch sind.
Es mag doch hier hervorgehoben werden, dass die Tröpf-
chen in Bezug auf den Grad der Intensität ihrer Reaktions-
!') LIDFORSS: Ueber eingenartige Inhaltskörper etc. pag. 14—15.
?) LIDFORSS: 1. c. pag. 16.
20 MALTE. EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN.
fähigkeit sich etwas verschieden bei verschiedenen Arten und
in verschiedenen Partien der nämlichen Luftwurzel verhalten.
Ausserordentlich deutlich tritt diese Thatsache bei u. a. Vanda
suavis und Vanda tricolor hervor. Bei diesen reagiren also die
Tröpfchen mit Gerbstoffreagentien viel energischer und mit grös-
serer Geschwindigkeit in der Nähe des Velamens als in den cen-
tralen Theilen der Rinde!). Diese Eigenthämlichkeit, dass die
Reaktionsfäbhigkeit die grösste in pheripheren Theilen ist,
macht sich doch nicht mit allen Gerbstoffreagentien geltend,
sondern nur mit gewissen, eine Thatsache, der äbrigens beim
Erwähnen der Verhältnisse der verschiedenen Reagentien näher
gedacht werden soll.
Osmiumsåäure. Bei Behandlung mit 2 4-iger Osmiumsäure
nehmen die Tröpfchen und bisweilen auch der Zellsaft einen
bräunlichen Farbenton an, der besonders in den dem Velamen
angrenzenden Zellen scharf hervortritt. Die bräunliche Farbe
geht bald in eine dunkelbraune äber.
Diese Reaktion kommt freilich sowohl fetten Ölen als
Gerbstoffen zu; aus den Verhältnissen der vorigen Reagentien
geht aber hervor, dass sie von keinem fetten Öle hervorge-
rufen sein kann.
Kupferacetat. Da die Eimwirkung dieses Reagenzes eine
ziemlich langsame ist, empfiehlt es sich, Stäckehen von Luft-
wurzeln während einiger Tage in demselben liegen zu lassen.
Es zeigt sich dann, dass die för die Gerbstoffe charakteri-
stische Braunfärbung in den pheripher gelegenen Theilen der
Rinde am stärksten hervortritt, während die Tröpfehen weiter
nach Innen zu fast unverändert sind. In den dem Velamen
angrenzenden Zellschichten aber sind die Tröpfchen zu festen,
intensiv braunrothen, schwammigen oder körnigen Massen
von einer ziemlich zähen Consistenz umgewandelt. Beim
Druck auf das Deckglass werden sie nämliech nicht in kleine
Kiägelchen zersplittert, sondern sie bersten nur am Rande.
Diese, durch die FEinwirkung des Kupferacetats in dieser
Weise modificirten Inhaltskörper erhalten sich als solehe wäh-:
rend einer sehr langen Zeit und nehmen allmählich in Härte
und Festigkeit zu.
1) Mit dieser Eigenthämlichkeit harmoniert es ja auch, dass bei Lebend-
färbung die Farbstoffe von den peripher gelegenen Tröpfehen intensiver ge-
speichert werden, als von denjenigen, die gegen das Centrum der Rinde liegen.
”
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 15. 21
HFisenacetat. Fine 10 4-ige Lösung wirkt ziemlich lang-
sam ein, und erst nach einer halben Stunde fängt die Reak-
tion an einigermassen deutlich hervorzutreten. Nach einigen
Stunden sind indessen die Tröpfehen, von denen einige mehr
oder weniger vacuolisiert sind, intensiv schwarzgrän gefärbt.
Dies gilt besonders för die Zellschichten in der Nähe des
Velamens. In diesen Zellen nimmt auch der Zellsaft einen
dunkelgränen Farbenton an.
Kaliumbichromat. Sowohl Kalium- als Ammoniumbichromat
dringen sehr langsam ein, und es bedarf mehrere Tage um
die Reaktion deutlich hervortreten zu lassen. Stäckehen von
Luftwurzeln, die eine ganze Woche in 53 4-igem Kaliumbi-
chromat gelegen hatten, zeigten nach Auswaschen folgendes:
In den centralen Partien der Rinde waren die Tröpfehen
grösstenteils ganz verscehwunden; nur auf vereinzelten Stellen
waren Restchen zuräöck. In den Zellschichten in der Nähe
der Exodermis waren sie dagegen noch erhalten. Sie präsen-
tierten sich als intensiv braungefärbte, glänzende, bisweilen
mehr oder weniger stark vacuolisierte Kugeln. Sie zeigten
alle eine deutliche Volumenabnahme.
Gardners Reagenz. Die Tröpfehen, besonders in der Nähe
des Velamens, werden langsam gelb gefärbt. Nach einiger
Zeit geht die Farbe in eine mebr oder weniger stark roth-
braune iber.
Brämers Reagenz. Im Zellsafte entsteht bei der Ein-
wirkung des Brämerschen Reagenzes ein schmutzig grau-
brauner Niederschlag, der doch ziemlich unerheblich und sehr
wenig charakteristisch ist.
Bleiacetat.. Dieses Reagenz bewirkt in kurzer Zeit eine
Volumenabnahme unserer Inhaltskörper, die bisweilen mit Va-
cuolisierung verbunden ist. Wenn diese Grössenabnahme bis
zu einem gewissen Grade fortgeschritten ist, so findet man,
dass die Tröpfehen nicht mehr so stark lichtbrechend sind
wie vorher.
Die betreffenden Reste, ob sie nun vacuolisiert sind oder
nicht, stellen feste Massen dar. Die Tröpfcehen sind also ho-
mogen präcipitiert worden.
Eau de Javelle. Bei dem Zusatze von Eau de Javelle
werden im Allgemeinen, doch nicht immer, die intakten Zel-
len plasmolysiert. Jedenfalls bleiben die Tröpfchen eine kurze
Zeit nach dem Zusatze unverändert und gehen erst nach einer
22 MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN.
verhältnissmässig langen Zeit in Lösung — d. h. sie werden
aufgelöst, je nachdem die Zellen absterben. In verwundeten
Zellen geht natärlich die Auflösung viel rascher. Die Tröpf-
chen werden augenblicklich getriäbt, und die Vacuolisierung
geschieht relativ schnell. Sowohl die träben als die intakten
Tröpfchen nehmen sogleich nach dem Zusatze des Reagenzes
am Rande eine rothe Farbe an. Die bei der Auflösung der
Tröpfchen im Inneren derselben entstandenen Vacuolen wer-
den gleichfalls roth gefärbt. Allmählich versechwindet doch
die rothe Färbung. ;
Jodjodkalium. Die Tröpfehen werden zuerst stark gelb,
allmählich aber rothbraun gefärbt. Dabei wird das Tröpf-
chen oft »körnig» und bis auf die Hälfte seiner ursprängli-
chen Grösse reduciert.
Wie schon hervorgehoben, treten die Gerbstoffreaktionen
am schnellsten und am schärfsten in der Nähe des Velamens
ein, weniger scharf dagegen in den centralen Teilen der Rinde.
Diese Verhältnisse treten mit ausserordentlicher Deutlichkeit
bei der Behandlung mit Jodjodkalium hervor. Auf Radial-
schnitte, die natärlich in diesem Falle vorzuziehen sind, kann
man somit eine schöne Serie Tröpfchen in allen Schattirungen
von gelb zu rothbraun bekommen.
Phosphormolybdensäure. Die Tröpfchen werden ziemlich
schnell aufgelöst. MHernach tritt in den Zellen ein recht aus-
giebiger, hellgelber Niederschlag auf.
Rauchende Salpetersäure. In einer verdännten Lösung
werden die Tröpfchen ziemliech schnell bis auf Hohlkugeln
oder andere unansehnliche Reste aufgelöst. In konzentrierter
Salpetersäure ist die Auflösung eine momentane und vollstän-
dige. Die Lösung zeigt einen schwachen Stich ins Röth-
liche.
Sclhuwefelsäure wirkt in derselben Weise wie HN Os ein,
nur ist die Lösung viel intensiver roth gefärbt.
Millons Reagenz. Die Tröpfchen werden schnell aufge-
löst. Die Farbe der Lösung ist anfangs braun, wird aber
bald ziemlich intensiv roth.
Fehling'sche Lösung. Mit diesem Reagenze erhält man
einen ziemlich reichlichen Niederschlag, uber dessen Herkunft
sich jedoch nichts bestimmtes sagen lässt, da bekanntlich so-
wohl unter den Gerbstoffen wie den Kohlenhydraten reduci-
rende Verbindungen vorhanden sind.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 15. 23
Aus dem Verhalten unserer Inhaltskörper zu den oben
erwähnten Reagentien geht es hervor, dass sie in Bezug auf
die chemische Zusammensetzung als eine Art Gerbstrofftröpf-
chen eu betrachten sind. Eine nähere Kenntniss der Natur
dieses Gerbstoffes ist indessen nur durch eine makrochemische
Untersuchnung zu gewinnen.
Wie schon hervorgehoben, verhalten sich unsere Tröpf-
chen bei der Behandlung mit sowohl Wasser als verdinntem
Alkohol eigenthimlich insofern, dass sie nur theilweise in
diesen Fläössigkeiten aufgelöst werden. Fin wunerheblicher
Rest bleibt immer ungelöst. Diese Eigenthämlichkeit ist fär
alle Orchideentröpfehen gemeinsam, in welchem Gewebe und
in welecher Partie emes Gewebes sie sich auch befinden. Aus
diesem eigenthämlichen Verhalten der Tröpfchen scheint es
.mir berechtigt anzunehmen, dass die Orchideentröpfehen nicht
aus einer einzigen NSubstanz bestehen, sondern von einem
Gemisch aus wenigstens 2 Stoffen aufgebaut sind, die in phy-
sikalischer Hinsicht insofern von einander differieren, dass
der eine in Wasser nad verdiänntem Alkohol löslich, der andere
unlöslich oder wenigstens fast unlöslich ist. Gegen Gerbstoff-
reagentien verhalten sich diese in Wasser und verdänntem Al-
kohol unlösliche Reste ganz wie die Hauptmasse der Tröpfchen.
Also: Die Orchideentröpfechen, deren Hauptmasse in Wausser
und verdinntem Alkohol löslich ist, sind aus wenigstens zwei
Gerbstoffen aufgebaut, die physikalisch etwas- verschieden, che-
misch nahe verwandt sind.
Dies gilt för die Orchideentröpfchen iäberhaupt. Etwas
komplicierter stellen sich die Verhältnisse, venn wir Inhalts-
körper in verschiedenen Partien des nämlichen Gewebes ver-
gleichen. Ich denke nun am nächsten an die Differenzen in
Bezug auf die Reaktionsintensität, die sich zwischen einer-
seits den Tröpfehen der Luftwurzel, die in den der Exodermis
angrenzenden Zellschichten des Rindenparenchyms liegen, und
andererseits denjenigen, die in den centralen Partien des Rin-
denparenchyms zu sehen sind, geltend macht. Mit gewissen
Gerbstoffreagentien macht sich diese Differenze darin geltend,
dass die Gerbstoffreaktionen am schärfsten und am schnellsten
in den peripher gelegenen Zellschichten hervortreten. Und
bei der Lebendfärbung tritt ja mit allen angewandten Farb-
stoffen, wie schon erwähnt, eine analoge Erscheinung hervor.
Die Farbstoffe werden nämlich reichlicher und schneller von
24 MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN.
den in peripheren Zellschichten gelegenen Tröpfchen gespei-
chert als von denjenigen, die in den centralen Zellschichten
des Rindenparenchyms liegen.
Diese Verschiedenheit in Bezug auf die Reaktionsfähig-
keit wird wahrscheinlich dadurch hervorgerufen, dass in den
peripher gelegenen Zellen des Rindenparenchyms ein Gerb-
stoff vorhanden ist, dass in den centralen Zellschichten ganz
fehlt oder wenigstens zu einer sehr geringen Menge vor-
kommt. Von diesem Gerbstoffe werden nun die Tröpfchen in
den der Exodermis angrenzenden Zellschichten imprägniert.
Also: In den centralen Zellschichten des RBindenparenchyms
sind die Orchideentröpfechen aus einem Gemisch wenigstens
2wetier, chemisch nahe verwandter Gerbstoffe 2usammengesetet,
in den peripheren Zellschichten des Rindenparenchyms ist aus-
serdem noch ein dritter Gerbstoff vorhanden. Hier werden also
die Tröpfchen von wemigstens drei Gerbstoffen konstituwiert.
II. Entstehung und Entwickelung.
In Bezug auf die Envtstehung der Inhaltskörper sagt
LEITGEB !): »Die unmittelbar unterhalb dieser Zellen ?) gele-
genen Rindenzellen zeigen kleine oder sehr spärlich vertheilte
Chlorophyllkörner, daför aber sehr viele Öltröpfehen, und so
Wweit diese auftreten, sehen wir auch die Zellen mit Luft er- -
föllt. Es ist also zweifellos, dass hier der Herd der Ölbil-
dung zu suchen ist und dass das Öl durch die dännwandig
gebliebenen Zellen der Endodermis auch in die Zellen der
Wurzelhälle iäbergeht, und wir sehen auch nicht selten die
unmittelbar unter der Endodermis gelegenen Rindenzellen
dräsenartig nach Aussen vorspringend.»
LEITGEB ist also der Meinung, dass nur die Zellschicht
dicht unterhalb der Exodermis, d. h. die periphere Zellen-
schicht des Rindenparenchyms, Inhaltskörper producieren
sollte. Durch eine Diffusion durch die Membranen sollten
diese darauf sowohl nach Innen gegen den Centralcylinder als
') LEITGEB: Die Luftwurzeln der Orchideen, pag. 206.
”?)D. h. der Durchlasszellen.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27 AFD. III. N:0 15. 25
auch durch die Durchlasszellen der Exodermis in das Velamen
hinauswandern.
Was LEITGEB dazu gebracht eine solche Theorie äber die
Entstehung und Entwickelung der Inhaltskörper aufzustellen
ist wahrscheinlich die Beobachtung, dass unsere Gerbstoff-
tröpfehen in diesen peripheren Zellschichten am besten ent-
wickelt sind. Er erwähnt nämlich, dass er nur bei einer ein-
zigen Art die Tröpfehen das ganze Rindenparenchym hin-
durch gleichmässig vertheilt getroffen habe; bei den allen
äbrigen sind sie am grössten und am reichlichsten vorkom-
mend gegen die Exodermis gewesen?!). Ich kann indessen
gar nicht behaupten, dass ich diese Erfahrung gemacht habe.
Bei der Mehrzahl der Arten, die ich untersucht habe —
weleche doch, wie schon hervorgehoben, fast aussnahmlos ganz
andere Arten sind als diejenigen, die LEITeEB beobachtet hat
— , sind die Inhaltskörper durch das ganze Rindenparenchym
ziemlich gleichmässig ausgebildet. Bei anderen aber sind sie
in den centralen Partien des Rindenparenchyms am besten
entwickelt und bei anderen sogar im Centraleylinder. Bis-
weilen fehlen sie ganz und gar im Rindenparemchyme, kom-
men aber im Centralcylinder vor.
Schon auf Grund dieser Verhältnisse scheint die Hypo-
these von einer gewissen Zellschicht als inhaltsproducierende
eine ziemlich fragliche zu sein. In der That ist auch die
Art der Entstehung eine ganz andere als diejenige, die LEITGEB
angegeben hat. Die Production unserer Tröpfchen ist nämlich
gar nicht auf gewisse Zellschichten eines gewissen Gewebes
beschränkt, sondern jede Zelle des inhaltsföhrenden Gewebes
produciert ihren Inhalt.
Eine Untersuchung der Spitze einer Luftwurzel bestätigt
dieses. Natärlich wähle man am liebsten als Untersuchungs-
material kräftig vegetierende Wurzeln, d. h. solche, deren
Spitzen noch vollkommen grän sind, und in denen also das
Velamen noch nicht als solches zu fungieren angefangen hat.
Ein Tangentialschnitt durch die Spitze einer solchen Luft-
wurzel zeigt folgendes: Dicht unter der Spitze sind keine
Inhaltskörper zu sehen. Etwas weiter nach oben, d. h. in
dem Gewebe, das zu Rindenparenchym werden wird, kommen
dagegen in den meisten Zellen sehr kleine, stark lichtbre-
!) LEITGEB: 1. c. pag. 204.
26 MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN.
chende, farblose Tröpfehen vor, die in einen stetigen, lebhaft
zitternden Bewegung sind. In einigen Zellen, und zwar um
so deutlicher, je weiter die Zellen von der Spitze entfernt
sind, sind die Tröpfchen grösser und kommen in einer ver-
hältnissmässig kleinen Anzahl vor.
Auf Schnitten, ca 1 cm weit von dem Vegetationskegel
der Luftwurzel angefertigt, zeigen die Zellen noch grössere
Tröpfcehen in relativ kleiner Zahl und noch weiter von der
Spitze fangen die Tröpfchen an allein aufzutreten.
Es geht aus diesen Beobachtungen hervor, dass der den
Orchideenluftwurzeln charakteristische Inhalt als kleine Tröpf-
chen in den Zellsaft abgeschieden wird, schon wenn die Zellen
auf einem sehr jungen Entwicklungsstadium sich befinden.
Durch Zusammenschmelzen dieser kleinen Tröpfcehen, deren
Zahl natäörlich zunimmt, je nachdem die Zellen wachsen, ent-
stehen so grössere Tröpfchen, die endlich in der Regel zu
einem einzigen, grossen Tropfen zusammenfliessen.
IV. Physiologische und biologische
Bedeutung. ;
Es ist ja naheliegend, dass die Orchideentröpfehen die-
selbe Rolle wie die WALLIN-schen Bromeliaceentröpfchen spielen
sollten, da sie ja mit diesen ihrer chemischen Natur nach
wenn nicht ganz äbereinstimmend, so doch nahe verwandt sind.
In Bezug auf den physiologischen Wert dieser sagt WALLIN:
»Nach Allem zu urtheilen durften sie als Exkrete aufzufassen
sein»!) Dass auch die Orchideentröpfchen thatsächlich aus
Stoffen bestehen, welche in ernährungsphysiologischer Hinsicht
werthlos sind, scheint mir auch sehr wahrscheinlich.
Es gelingt nämlich auf keiner Weise eine Grössenab-
nahme resp. ein Schwinden dieser Tröpfchen herbeizufähren.
Luftwurzeln verschiedener Arten wurden verdunkelt — Vanda
suavis 4 Tage, Oncidium pachyphyllum eine Woche, Epidendron
biflorum, Oncidium Cavendishianum und Vanda tricolor zwei
Wochen. Die nach dieser Zeit vorgenommene mikroskopische
') Om egendomliga innehållskroppar hos Bromeliaceerna, pag. 17.
| BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 15. 27
Untersuchung ergab in keinem Falle auch nur die geringste
Veränderung der Tröpfchen.
Ganz unverändert bleiben die Tröpfchen auch, wenn man
abgeschnittene Stäckechen von Luftwurzeln oder Blättern im
Dunkeln hungern lässt. Doch, wenn das Hungern so weit
gebracht wird, dass die Zellen absterben, werden natärlich
die Tröpfchen nicht als solche erhalten. Sie werden dann in
die vorher erwähnten, zusammengeschrumpften Massen ver-
wandelt.!)
Es geht aus diesen Verhältnissen hervor, dass die Orchi-
deentröpfchen schwerlich ewme Bedeutung als Reservnahrung
haben können. Sie sind vielmelw als in ernährungsphysiolo-
gischer Hinsicht werthlose Nebenprodukte zu betrachten, welche,
wenn einmal ausgeschieden, nie wieder in den Stoffwechsel ein-
gegogen werden.
Dass solche, bei dem Assimiliationsprozesse hervorgehende,
in physiologischer Hinsicht werthlose Gerbstoffexkrete in Ge-
stalt von Tröpfehen in den Zellen zuriöckbleiben und aus
diesen nicht entfernt werden, ist ja keineswegs befremdend.
Dies ist ja z. B. auch der Fall mit den von LIDFORSS unter-
suchten Elaiosphären. Obgleich diese, im Pflanzenreich weit
verbreitete Bildungen auf Grund ihrer fettartigen Natur sicht-
barlich einen hohen Nahrungswerth haben, sind sie nichts
desto weniger als Exkrete zu betrachten.?)
Obgleich es also höchst wahrscheinlich ist, dass die Orchi-
deentröpfehen keine ernährungsphysiologische Bedeutung habe,
so ist es doch gar nicht ausgeschlossen, dass sie in biologischer
Hinsicht irgend eine Rolle spielen können. Da die gelösten
Gerbstoffe nach STAHL ?) eine hervorragende Rolle als Schutz-
mittel gegen Thierfrass spielen, so wäre es ja naheliegend
auch in diesem Falle an eine derartige Funktion zu denken.
In unseren »Pflanzenspitälen» lassen sich natäörlich derartige
Fragen nicht entscheiden; nur durch Untersuchungen an den
natärlichen Standorten in den Tropen wird man äber die bio-
logische Bedeutung unserer Tröpfchen Aufschluss erhalten
können.
1) Vgl. pag. 8 und folg.
?) LiDFoORSS: Studier öfver Elaiosferer i örtbladens mesofyll och epi-
dermis, pag. 28.
3) Pflanzen und Ameisen 1888.
28 MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN.
V. Verbreitung.
1. Die Verbreitung innerhalb der Pflanze.
Die Gerbstofftröpfehen !) scheinen bei Orchideenluftwurzeln,
wenigstens bei den typisch ausgebildeten,?) ziemlich konstant
aufzutreten, wenn sie auch in wechselnder Anzahl und Grösse
bei verschiedenen Arten und Gattungen vorkommen. Im All-
gemeinen ist die Rinde die Partie der Luftwurzel, wo diese
Körper besonders reichlich auftreten; und nur in seltenen
Fällen kommt es vor, dass sie in der Rinde ganz fehlen oder
nur schwach ausgebildet sind, während sie in anderen Partien
derselben Luftwurzel besser entwickelt sind. Ich habe nur
eime einzige Art gefunden, wo die Tröpfchen in der Rinde
ganz fehlen, dabei aber in dem Verbindungsgewebe des Cen-
traleylinders vorhanden sind. Und nur bei einer einzigen Art
habe ich die Tröpfchen des Verbindungsgewebes grösser als
diejenige der Rinde gefunden. Dagegen kommt es oft vor,
dass sie in der Rinde angetroffen werden, im Verbindungs-
gewebe aber ganz fehlen; und zwar ist dies besonders dann
der Fall, wenn dieses aus verholzten Zellen besteht.
In der Endo- und Exodermis fehlen sie dagegen fast re-
gelmässig, die Durchlasszellen der Endodermis doch ausge-
nommen.
Nur in einzelnen Fällen sind sie in dem Velamen ange-
troffen worden; sehr zweifelhaft ist es aber, ob sie wirklich
hier Heimathsrecht haben. Jedenfalls ist es möglich, dass
sie bei der Anfertigung des Schnittes von dem Messer 'dahin
gefuihrt worden sind.
') Mit diesem Worte bezeichne ich speciell die gerbstoffartigen Inhalts-
körper der Orchideen, obgleich es vielleicht etwas uneigentlich ist, da ja auch
die Gerbstoffvacuolen mit diesem Name bezeichnet worden sind.
”) Eine bemerkungswerthe Ausnahme bildet Vanda multiflora, die aus-
serordentlich schön entwickelte Luftwurzeln besitzt. Diese fihren freilich
Tröpfchen und zwar in sehr grossen Mengen — oft findet man in einer Zelle
sogar 10 å 20. im Durchmesser bis 34 pb grosse Tröpfchen. — Diese Tröpf-
chen, die ibrigens fast farblos sind, zeigen aber keine Ähnlichkeit mit den-
jenigen der ibrigen Orchideenwurzeln. Sie reagieren nämlich ganz wie die
von Lidrorss in seiner »Studier” öfver BElaiosferer i örtbladens mesofyll
och epidermis». (Lunds Univ. Årsskr. Bd 4. 1893). beschriebenen Elaio-
sphären und sind folglich als solche anzusehen.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 15. 29
Unsere Körper kommen indessen auch im Blatte vor. Im
Allgemeinen liegt die Sache so, dass sie, wenn in den Luft-
wurzeln vorhanden, auch in den Blättern zu finden sind;
andererseits aber — und zwar bei einer nicht unerheblichen
Anzahl Arten — fehlen sie gänzlich im Blatte, kommen aber
in den Luftwurzeln vor. Ubrigens ist ihr Vorkommen in
den Blättern ein noch regelloseres als dasjenige in den Luft-
wurzeln.
Oft kommen sie nebst anderen Inhaltskörpern, z. B. Elaio-
sphären, vor, und zwar entweder so, dass die Inhaltskörper
der verschiedenen Arten auf verschiedene Zonen beschränkt
sind, oder auch so, dass sie mit einander vermischt, bisweilen
sogar in der nämlichen Zelle, zu treffen sind. So kann z. B.
die Epidermis der oberen Seite Gerbstofftröpfehen besitzen,
diejenige der unteren Seite dagegen Elaiosphären, oder aber
die Epidermis der beiden Seiten kann Gerbstofftröpfchen
föhren, das Mesophyll Elaiosphären und umgekehrt. Oder
auch sind die Gerbstofftröpfehen auf die Parenchymscheiden
der Gefässbändel beschränkt.
Wahrscheinlich besitzen die Gerbstofftröpfehen auch in
den Stengeln eine sehr grosse Verbreitung. Mangel an Ma-
terial hat es mir indessen unmöglich gemacht, das eventuelle
Vorkommen unserer Körper in den Stängeln näher zu ver-
folgen. Die vereinzelten Beobachtungen, die ich gemacht
habe, deuten aber darauf hin, dass die Gerbstofftröpfehen
auch in den Stengeln eine ebenso ausgiebige Verbreitung wie
in den Blättern und Luftwurzeln besitzen können.
In einem einzigen Falle habe ich sie auch in der Blithe
getroffen. Zweifelhaft bleibt es aber, ob sie in den Bläthen
eine ebenso grosse Verbreitung haben als in den äbrigen Thei-
len der Pflanze. Wie gesagt, habe ich sie nur in einer ein-
zigen Bläithe getroffen; bisweilen föhren die Bläthen aber
andere Inhaltskörper, Z. B. Elaiosphären und Elaioplasten.
+
30 MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN.
2. Die Verbreitung innerhalb der Familie.
Brassarola fragrans. DEM.
Luftwwrzel: Exo- und Endodermis ohne Tröpfchen. Sol-
che sind dagegen sowohl in der Rinde als im Verbindungs-
gewebe des Centraleylinders vorhanden. Sie sind im Allge-
meinen fast farblos, ganz klein, im Durchmesser höchstens
14 u. Ihre Maximalgrösse erreichen sie im Verbindungsge-
webe und in den Zellschichten neben der Exodermis.
Blatt: Gelblich gräne Gerbstofftröpfehen, von denen die
grössten einen Durchmesser von 14 u erreichen, kommen in
den Parenechymscheiden der Gefässbändel vor. Im äöbrigen
Mesophylle scheinen sie nur sporadisch aufzutreten.
Cattleya Forbesii. LINDL.
Luftwuregel: Exo- und Endodermis ohne Inhaltskörper, die
Durchlasszellen der Emndodermis doch ausgenommen. Jede
Zelle der Rinde mit einem bis 17 u grossen, farblosen oder
ganz schwach griänen Gerbstofftröpfehen. Die Tröpfehen des
Verbindungsgewebes gewöhnlich kleiner.
Blatt: In jeder Mesophyllzelle kommt ein einziges, fast
farbloses Gerbstofftröpfehen vor. Dies ist auch der Fall in
der Epidermis der unteren Seite. In der oberen Epidermis
fehlen sie dagegen gänzlich. Im Mesophylle kommen auch
neben den Gerbstofftröpfehen sehr kleine Elaiosphären vor.
Cattleya Gaskelliana. R. FIL.
Luftwur2zel: Exo- und Endodermis ohne Gerbstofftröpfehen.
Solche kommen aber in der Rinde und zwar fast in jeder
Zelle vor. Sie sind im Allgemeinen glänzend gelbgrän und
erreichen oft eine Grösse von 17 u. Im Verbindungsgewebe
des Centralcylinders sind sie ebenso gross und zahlreich vor-
handen.
Blatt: Auffallende Inhaltskörper fehlen gänzlich.
Cattleya Harrisoni. Bar.
Luftwurgel: Die Exodermiszellen, deren Membranen ziem-
lich stark verdickt sind, ohne auffallende Inhaltskörper. Gerb-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0O 15. 31
stofftröpfehen, in jeder Zelle eines, sind in der Rinde vorhanden.
Sie sind blass gelb, in peripher gelegenen Partien im Durch-
schnitt 7 å 10 u. Gegen das Centrum zu werden sie aber
grösser, so dass sie an der Grenze der Endodermis einen
' Durchmesser vor 17 u erreichen. Die Endodermis mit stark
verdickten Membranen; ihre Zellen ohne Tröpfehen. Im Ver-
bindungsgewebe ist in jeder Zelle je ein Tröpfchen vorhanden.
Blatt: Ein kleimes, 3 å 10 u grosses; blass gränes Gerb-
stofftröpfehen fast in jeder Zelle das ganze Mesophyll hin-
dureh. Keine Elaiosphären.
Cattleya Leopoldii. LEM.
IEnftwurgel: Die Exodermiszellen, deren Membranen mäs-
sig verdickt sind, ohne Gerbstofftröpfehen. Im Allgemeinen
besitzt jede Zelle der Rinde ein einziges, gelbgränes — ganz
farbloses Tröpfchen, dessen Grösse ca 14 uist. Ziemlich regel-
mässig treten Gerbstofftröpfchen in den Durchlasszellen der
Endodermis auf. Im Verbindungsgewebe kommen hie und
da sehr kleine Tröpfchen vor.
Blatt: In der Epidermis der oberen Seite bis 24 u grosse,
schwach grimne oder farblose Gerbstofftröpfehen. Sowohl im
Mesophyll als in der unteren Epidermis treffen wir dagegen
Elaiosphären.
Stengel; Jede Zelle besitzt ein oder nur wenige Gerbstoff-
tröpfchen, deren Grösse zwischen 3 und 17 u schwankt. Sie
sind glänzend rothgelb.
Cattleya Lindleyana. RoCHB.
Luftwurgel: In der Exodermis keine Tröpfchen. In der
Rinde sind solche dagegen vorhanden, obgleich, wie es scheint,
nicht in jeder Zelle. Ihre Grösse schwankt zwischen 10 und
14 u. Die Emndodermiszellen, deren Membranen sehr stark
verdickt sind, ohne Inhaltskörper. Im Verbindungsgewebe
hie und da kleinere 'Tröpfchen.
Blatt: Ein einziges, 14—17 u grosses, gelbgränes Gerb-
stofftröpfehen in jeder Zelle. Keine Elaiosphären.
Cattleya Mossize. Hoor.
Luftwurgel: Exo- und Endodermis mit ziemlich stark ver-
dickten Membranen, ohne Gerbstofftröpfehen, mit Ausnahme
32 MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN.
der Durchlasszellen der Endodermis. Unsere Tröpfcehen tref-
fen wir dagegen sowohl in der Rinde als im Verbindungs-
gewebe, wo sie glänzend gelbgrän sind und einen Durchmesser
von 8—14 u besitzen.
Blatt: Fast jede Zelle des ganzen Mesophylls föhrt Gerb-
stofftröpfchen. Am grössten, bis 14 u, sind sie rings um den
Gefässbändeln. Die Farbe ist eine gelbgröne. Gewöhnlich
kommen sie in jeder Zelle vereinzelt vor, bisweilen liegen sie
doch in grossen traubenähnlichen Ansammlungen von 15—30
winzigen Tröpfchen zusammen.
Cattleya quadricolor. Bar.
Luftwurzel: In der Exodermis und der sehr dickwändigen
Endodermis fehlt charakteristischer Inhalt gänzlich. Im
Allgemeinen enthält jede Zelle der Rinde ein fast farbloses
bis grängelbes Tröpfchen, dessen Grösse zwischen 7 und 17
u schwankt. Am besten sind sie im Verbindungsgewebe ent-
wickelt, wo sie in fast allen Zellen vorkommen und im Durch-
schnitt eine Grösse von 17 u erreichen.
Blatt: In den Epidermiszellen kommen Gerbstofftröpfchen
ziemlich regelmässig in jeder Zelle vor. An gewissen Stellen
sind die Epidermiszellen von einem violetten Farbstoffe ge-
fällt. Diejenigen Tröpfcehen, die in diesen Zellen liegen, sind
durch Speicherung des Farbstoffes in sehr charakteristischer
Weise tingirt. Den Mesophyllzellen scheinen Inhaltskörper
der jetzt abgehandelten Art gänzlich zu fehlen.
Cattleya Trian&e. LINDEN ET RCHB. EF.
Luftwurzel: Die Exodermiszellen, deren Membranen ziem-
lich stark verdickt sind, ohne Tröpfehen. In der Rinde ent-
hält dagegen jede Zelle ein stark glänzendes, goldgelbes bis
fast rothgelbes, ins Griäne spielendes Tröpfchen. Die Grösse
schwankt zwischen 10 und 20 u. Die Endodermiszellen mit
sehr stark verdickten Membranen, ohne auffallenden Inhalt.
Im Verbindungsgewebe, das äbrigens relativ schwach ent-
wickelt ist, finden wir in jeder Zelle ein hibsches, bis 34 u
grosses Tröpfchen.
Blatt: Gerbstofftröpfehen, in jeder Zelle je eines, sind in
den meisten Zellen in der Nähe der Gefässbiändeln anzutreffen.
Die Farbe ist eine gelblich gräne. Keine Elaiosphären.
bk
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0O 15. 33
Coelia Baueriana LINDL.
Luftwurezel: In den Durchlasszellen der Exodermis sind
gewöhnlich kleine, 7—10 u grosse, farblose Gerbstofftröpfchen
- vorhanden. In der Rinde kommen solche in jeder Zelle vor.
Ihre Grösse steigt bisweilen zu 17 u heran. Die Endodermis
ohne auffallenden Inhalt. Im Verbindungsgewebe sind die
Tröpfchen ganz klein.
Blatt: Sowohl Gerbstofftröpfehen als auch Elaiosphären
kommen zwar im Mesophyll vor, scheinen aber hier ziemlich
sporadisch zu sein.
Cymbidium aloifolium. SWARTZ.
Blatt: In den Mesophyllzellen sind Gerbstofftröpfehen
sehr häufig. Entweder liegen sie in jeder Zelle vereinzelt,
oder aber stellen sie traubenähnliche Ansammlungen dar.
Die Grösse der Tröpfchen schwankt zwischen 7 und 17 u. In
der Epidermis und im Mesophyll kommen auch, mit den
Gerbstofftröpfehen vermischt, Elaiosphären vor, die doch im
Allgemeinen kleiner und ganz farblos sind.
Dendrobium Brymerianum RoCHB. F.
Luftwurzel: Exo- und Endodermis ohne Gerbstofftröpf-
chen. In der Rinde sind sie aber sebr gut entwickelt. Sie
kommen in jeder Zelle vor und haben im Durchschnitt eine
Grösse von 17 å 20 u. In den Zellschichten in der Nähe des
Velamens sind sie meistens von einer rothbraunen Farbe, in
der Mitte der Rinde fast farblos und an der Grenze der En-
dodermis gelbgrän. Die Tröpfchen des Verbindungsgewebes
sind im Allgemeinen kleiner und haben eine gelblich grine
Farbe.
Blatt: Keine Gerbstofftröpfehen. Dagegen sind kleine
Elaiosphären in nicht unerheblicher Menge anzutreffen.
Dendrobium crystallinum RoCHB. F.
Luftwurzel: Die Gerbstofftröpfehen sind hier ganz klein
— 1,5 å 10 u — und farblos. Sie kommen in den Durchlass-
”zellen der Exo- und Endodermis, in der Rinde und im Ver-
bindungsgewebe vor.
34 MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN.
Blatt: Gerbstofftröpfehen fehlen fast im ganzen Meso-
phyll. Nur in den Parenchymscheiden der Gefässböndel
kommen sie vor. Sie sind öbrigens sehr klein — 1,5 å 3,5 u.
Dendrobium Findleyanum PAR. ET RCHB EF.
Luftwurgel: In den Exo- und Endodermiszellen findet
man keinen auffallenden Inhalt. Jede Zelle der Rinde aber
föhrt ein häbsches, gelbgränes, im Allgememen 10 åa 14 u
grosses Gerbstofftröpfehen. Im Verbindungsgewebe des Cen-
tralcylinders sind sie vielleicht am besten entwickelt. Weil
die Breite der Verbindungszellen eine ganz kleine ist und
die Tröpfehen oft relativ grosse Dimensionen erreichen — 17
u und daröäber —, bekommen sie oft in Folge mangelnden
Raumes eine ovale oder elliptische Gestalt.
Blatt: Entweder Gerbstofftröpfehen oder HElaiosphären.
Stengel: In jeder Zelle den ganzen Stengel hindurch ein
grängelbes, glänzendes Gerbstofftröpfehen, zur Grösse 3—14 u.
Dendrobium moschatum SWARTZ.
Luftwwrzel: Die Exo- und Endodermiszellen, deren Mem-
branen sehr stark verdickt sind, ohne Gerbstofftröpfehen. In
fast jeder Zelle der Rinde kommt ein einziges, gelbgrines
bis schwefelgelbes Tröpfehen vor, dessen Grösse zwischen 7
und 14 u schwankt. Im Verbindungsgewebe fehlen sie aber
gänzlich.
Blatt: Jede oder fast jede Zelle sowohl der oberen als
der unteren Epidermis besitzt ein ganz farbloses Gerbstoff-
tröpfchen, dessen Grösse zwischen 3 und 7 u sehwankt. Im
Mesophyll kommen freilich Gerbstofftröpfehen auch vor, sind
aber auf die Parenchymscheiden der Gefässböndel beschränkt.
Stengel: Gräöngelbe, 7 å 10 u grosse Gerbstofftröpfehen
kommen freilich, besonders in centralen Partien vor; sie schei-
nen aber ziemlich sporadisch zu sein.
Dendrobium thyrsiflorum RoCHB.
Luftwurgel: Die Exodermiszellen, deren Membranen sehr
stark verdickt sind, ohne Tröpfchen. WSolche sind dagegen in
jeder Zelle der Rinde vorhanden, der Grösse nach zwischen
7 und 17 u schwankend. Ihre Farbe ist bald grell gelbgriän,
bald äusserst schwach gränlich. In der Endodermis, deren
Membranen gar nicht so stark verdickt als diejenigen der
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 15. 359
Exodermis sind, sind die Tröpfehen auf die Durchlasszellen
beschränkt. Im Verbindungsgewebe kommen auch Tröpfehen
wechselnder Grösse vor. Ihre Farbe ist im Allgemeinen eine
blassgriäne.
Blatt: Keine Gerbstofftröpfehen. Dagegen kommen, be-
sonders in der Epidermis, sehr kleine Elaiosphären vor.
Stengel: Gerbstofftröpfehen, deren Grösse im Durchschnitt
7 åa 10 u ist, kommen ziemlich allgemein vor. Zur Farbe
sind sie schwefelgelb — gelbroth. .
Epidendron biflorum ÖRD.
Luftwurzel: In der Exodermis keine Tröpfehen. Dagegen
kommen solche in allen oder wenigstens den meisten Zellen
der Rinde vor. Sie sind gelbgrän und liegen gewöhnlich in
jeder Zelle vereinzelt. Ihre Grösse schwankt zwischen 7 und
17 u. Die Endodermis, deren Membrannen stark verdickt
sind, ohne charakteristischen Inhalt. Im Verbindungsgewebe
finden sich auch Tröpfehen, die ziemlich gross sind.
Blatt: Keine Gerbstofftröpfehen oder Elaiosphären.
Lelia anceps LINDL.
Luftwuregel: Die Exodermiszellen, deren Membranen ziem-
lich stark verdickt sind, ohne charakteristischen Inhalt.
Jede Zelle die ganze Rinde hindurch besitzt ein einziges,
glänzend gränes, 7—17 u grosses Gerbstofftröpfehen. Die
Endodermiszellen mit stark verdickten Membranen, ohne In-
halt. Im Verbindungsgewebe kommen Tröpfchen ganz reich-
lich vor. Sie sind hier ebenso glänzend und im Allgemeinen
ebenso gross wie in der Rinde.
Blatt: Gerbstofftröpfehen sind fast in jeder Mesophyll-
zelle vorhanden. Sie sind doch kleiner als in den Luftwur-
zeln und am häufigsten fast ganz farblos. Keine Elaiosphären
Lelia Perrini LINDL.
Luftwurgel: Die Exodermiszellen, deren Membranen etwa
ebenso stark wie die der L. anceps verdickt sind, ohne Tröpf-
chen. In jeder Zelle der Rinde kommt ein Tröpfchen vor,
dessen Grösse zwischen 10 und 17 u sehwankt. Im Allge-
meinen findet man die grössten Tröpfchen in den der Endo-
- dermis angrenzenden Zellschichten, die kleinsten gegen die
Exodermis zu. Ihre Farbe ist eine gelbgrine, oft ins Rothe
3206 MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BEI DEN ORCHIDEEN.
spielende, ungefähr wie es bei Cattleya Triane der Fall ist.
Endodermis mit sehr stark verdickten Membranen, ohne In-
haltskörper. Im Verbindungsgewebe scheinen die Tröpfchen,
die hier kleiner sind, nur sporadisch aufzutreten.
Blatt: Fast jede Zelle besitzt ein gelbgrimnes, 7 a 10 u
grosses Gerbstofftröpfehen. Besonders gross — bis 27 u —
werden sie in der der unteren Epidermis angrenzenden Zellen-
schicht. Sie sind hier, ganz wie es bei Cattleya gquadricolor
der Fall ist, von einem im Zellsafte aufgelösten, violetten
Farbstoffe imprägniert. Keine Elaiosphären.
Lelia purpurata LINDL.
Luftwurgel: Exo- und Endodermis mit ziemlich stark
verdickten Membranen, ohne Inhaltskörper. Im Allgemeinen
besitzt jede Zelle der Rinde ein einziges, gelblich griänes —
fast farbloses, im Durchschnitt c:a 17 u grosses Tröpfchen.
Hie und da im Verbindungsgewebe sind kleinere, 3—95 u
grosse, fast ganz farblose Gerbstofftröpfehen auzutreffen.
Blatt: Die Zellen das ganze Blatt hindurch föhren nicht
nur Gerbstofftröpfehen, sondern auch Elaiosphären. Nie kom-
men unter einander vermischt vor, bisweilen sogar in der
nämlichen Zelle. In und unter dem Hypoderma sind indes-
sen die Elaiosphären am besten entwickelt, die Gerbstoff-
tröpfehen dagegen in den centralen Partien des Mesophylls.
Maxillaria Harrisoni LINDL. rosea (Bifrenaria
Harrisonize RCHB. F.)
Junge Luftwurgel: Sowohl Endo- als Ezodermis, deren
Membranen ebenso diänn wie die der Rindezellen sind, besit-
zen Gerbstofftröpfcehen. In der Rinde hat jede Zelle ein ein-
ziges Tröpfehen, das blass grängelb — farblos ist. Ihre
Grösse im Durchschnitt 17 wu; in einzelnen Fällen doch bis
27 u. Im Verbindungsgewebe kommen auch Tröpfehen ziem-
lich reichlich vor. Sie sind doch im Allgemeinen kleiner als
in der Rinde, im Durchschnitt 14 u.
Blatt: Weder Gerbstofftröpfehen noch Elaiosphären.
Maxillaria leptosepala HooK.
Luftwurzel: Die äusseren Wandungen der Exodermis stark
verdickt; die Zellen ohne charakteristischen Inhalt. In
mehreren Zellen der Rinde kommen Gerbstofftröpfehen vor,
BIHANG TILL K. SV. VET -AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0O 15. 37
die meistens fast farblos sind und deren Grösse zwischen 6
und 21 u schwankt.
Blatt: Keine Gerbstofftröpfehen oder Elaiosphären.
Maxillaria tenuifolia LIiINDL.
Luftwur2el: Gerbstofftröpfehen kommen vor, scheinen aber
aut das Verbindungsgewebe des Centralcylinders beschränkt
zu sein. Sie kommen hier ziemlich reichlich vor, sind blass
grän oder ganz farblos und im Durchmesser 7 å 10 u.
Blatt: In jeder Epidermiszelle ist ein einziges, farbloses
Gerbstofftröpfehen vorhanden. Am grössten — 7 å 10 u —
sind sie in der Epidermis der oberen Seite, am kleinsten —
3 ä 7.uw— in der unteren. Im Mesophyll fehlen Gerb-
stofftröpfehen gänzlich. Dagegen sind hier in jeder Zelle
kleine, 3 å 7 u grosse Elaiosphären zu sehen, die ganz farblos
sind. Bei Behandlung mit Alkohol nehmen letztere eine in-
tensiv smaragdgriäne Farbe an, was offenbar darauf beruht,
dass sie den vom Alkohole ausgelösten Chlorophyllfarbstoff
speichern.
Odontoglossum Insleayi LINDL. Leopardiana.
Luftwurgel: Sowohl die Exo- als Endodermiszellen, deren
Membranen wenig verdickt sind, besitzen Tröpfehen. Diese
'Tröpfehen sind in den Durchlasszellen konstant, können aber
hie und da in den iäbrigen Exo- und Endodermiszellen fehlen.
Jede Zelle der Rinde föhrt im Allgemeinen ein einziges, fast
farbloses Tröpfchen, dessen Grösse zwischen 7 und 14 u
sehwankt. Das Verbindungsgewebe fäöhrt keinen charakte-
ristisehen Inhalt. Die Tröpfehen der Endo- und Exodermis
sind im Durchschnitt nur halb so gross wie die der Rinde.
Blatt: Weder Gerbstofftröpfehen noch Elaiosphären.
Oncidium Cavendishianum BAT.
Luftwurgel: Die Exodermismembranen nicht verdickt, ihre
Zellen ohne besonders auffallende Inhaltskörper. In der
Rinde sind Gerbstofftröpfehen, eines in jeder Zelle, vorhan-
den. Sie sind fast farblos, im Durchmesser 7 å 10 u. Die
Zellen des Verbindungsgewebes ohne Tröpfchen.
Blatt: Hie und da im Mesophyll sind kleine, fast farblose
Gerbstofftröpfehen zu sehen, deren Grösse zwischen 3 und 7
u schwankt. HElaiosphären fehlen.
28 MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BET DEN ORCHIDEEN.
Oncidium flexuosum KER.
Luftwuwrgel: Die Exo- und Endodermismembranen ziem-
lich stark verdickt; ihre Zellen ohne Inhalt, jedoch mit Aus-
nahme der Durchlasszellen der Exodermis. In jeder Zelle
der Rinde ein einziges, blass gränes Gerbstofftröpfcehen, des-
sen Grösse zwischen 7 und 20 u sehwankt. Die grössten sind
in den Zellenschichten in der Nähe der Endodermis anzu-
treffen. Im Verbindungsgewebe sind die Tröpfechen im All-
gemeinen c:a 10 u. Sie sind hier nicht selten gar nicht rund-
lich, sondern elliptiseh und sogar rundlich dreieckig; ihre
Konsistenz scheimt hier eine ziemlich zähe zu sein.
Blatt: Gerbstofftröpfehen und Elaiosphären fehlen.
Oncidium ornithorhyncum H. B. & K. atroroseum.
Luftwurgel: Die Exodermiszellen ohne besonders auffal-
lende Inhaltskörper. In jeder Zelle der Rinde ist ein sehwach
gelbgränes, im Durchmesser 10 å 17 u grosses Gerbstofftröpt-
chen vorhanden. Die Endodermis, deren Membranen iäbrigens
ziemlich stark verdickt sind, und das Verbindungsgewebe
ohne charakteristischen Inhalt.
Blatt: Fast in jeder Mesophyllzelle ein kleines 3 å 7 u
grosses, farbloses Gerbstofftröpfehen. Daneben sehr kleine
Elaiosphären.
Oncidium pachyphyllum LINDL.
Luftwurzgel: Die anatomische Structur wie die des 0.
Cavendishianum. Die Exo- und Endodermis und das Verbin-
dungsgewebe ohne charakteristisehen Inhalt. Dagegen ent-
hält jede Zelle der Rinde ein, in einzelnen Fällen zwei oder
mehrere schön gelbgröäne Tröpfehen, deren Grösse im Durch-
schnitt 10 å 12 u beträgt.
Blatt: Ein schwach gelbgränes Gerbstoftröpfehen in fast
jeder Zelle, dessen Grösse zwischen 3 und 14 u sehwankt.: Am
grössten sind sie im Allgemeinen in und neben den Paren-
chymscheiden der Gefässböndel. Keine Elaiosphären.
Oncidium sphacelatum LINDL.
Luftwurzel: Den Exo- und Endodermiszellen, deren Mem-
branen nicht besonders verdickt sind, fehlt charakteristischer
<
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND. 27. AFD. III. N:0O 15. 39
Inhalt. Im Allgemeinen besitzt jede Zelle der Rinde ein
einziges, gelbgränes -— ganz farbloses Tröpfehen, dessen Grösse
zwischen 7 und 14 u schwankt. Im Verbindungsgewebe sind
Tröpfehen nicht anzutreffen.
Blatt: Weder Gerbstofftröpfehen noch Elaiosphären.
Vanda suavis LINDL.
Luftwurzel: Die relativ diännwändigen Exodermiszellen
ohne charakteristischen Inhalt. Die Zellen der Rinde föhren
dagegen sehr ansehnliche, im Durchmesser bis auf 35 u
grosse, grängelbe bis farblose Gerbstofftröpfchen. Im Allge-
meinen kommt nur ein solcher 'Tropfen in jeder Zelle vor;
dieser ist aber am häufigsten von einer grösseren oder ge-
ringeren Anzahl kleiner Tröpfchen umgeben. Oder auch ist
der ganze Zellsaft von kleinmeren Tröpfchen gefillt. Die En-
dodermismembranen ausserordentlich verdickt, so dass das
Lumen der Zellen ein äusserlich minimales wird. Ihre Zel-
len ohne Inhalt. NSämmtliche Elemente des Centralcylinders
fast ebenso stark verdickt wie die der Endodermis, ohne
Inhalt.
Blatt: Keime Gerbstofftröpfehen; auch nicht Elaiosphären.
Vanda tricolor LINDL.
Luftwur2gel: Der anatomische Bau stimmt fast völlig mit
dem der V. suavis äberein. Avuch in Bezug auf die Grösse
und das Vorkommen der Tröpfchen iäberhaupt verhält sich
diese Art ganz wie die vorige.
Blatt: Gerbstofftröpfchen fehlen. Dagegen kommen kleine
Elaiosphären vor, aber anscheinend ziemlich sporadisch.
Die im folgenden Verzeichniss aufgenommenen Arten
sind alle solche, in denen ich vergeblich Gerbstofftröpfehen
gesucht habe.
Ada aurantiaca LINDL.: LL. W.!)
Brassia brachiata LiINDL.: DL. W. Bl.
> maculata R. Br. var. major: DL. W. Bl.
Coelogyne flaccida LINDL.: Bl. "?)
DPESAWA=STfaftwurzel: Bl = Blatt:
”) + bezeichnet, dass Elaiosphären vorhanden sind.
40) MALTE, EIGENARTIGE INHALTSKÖRPER BET DEN ORCHIDEEN.
Gypnipsdann barbatum LINDL. var majus: Bl.
caudatum LINDL.: Bl.
Cypripedium villosum LINDL.: Bl.
Maxillaria Henchmanni HooK. (= M. variabilis BATEM.) LG.
WsruBlaö
Maxillaria piecta HooKr.: Bl.
Odontoglossum multiflorum (Hort. LIND.): Bl.
Oncidium Rogersii LEM. (= O. varicosum Ldl. var. Rogersii
Rehb. fil.y L. W. Bl
Vanda multiflora LINDL.: DL. W." BI”
Lund, Botanisches Institut der Universität, September
1901.
BIHANG TILL K. SVENSKA VET.-AKAD. HANDLINGAR. Band 27. Afd. II. N:o 16
TAPHRIDIUM LAGERE & JOEL
EINE NEUE GATTUNG
DER
PROTOMYCETACEEN
MIT 7 TEXTFIGUREN UND 1 DOPPELTAFEL
MITGETHEILT AM 11 DEZEMBER 1901
GEPRUFT VON F. R. KJELLMAN UND JAKOB ERIKSSON
STOCKHOLM
KTRYCKERIET. P. A. NORSTEDT
1902
FY Ian
08 KARA
6
Einleitung.
Die neue Gattung, welche in diesem Aufsatze behandelt
werden soll, besteht aus zwei Arten, welche nach der bis-
herigen Auffassung in die Familie der Exoascaceen gehörten.
Die eine Art war bisher unter dem Namen Taphrina (Magnu-
stella) umbelliferarum Rostr. bekannt, die andere ist eine Art,
die ich in Algerien entdeckt und Taphridium algeriense ge-
nannt habe.
Im Sommer 1901 fand Professor Dr. G. LAGERHEIM bei
Edeby und Ortala im Kirchspiel Väddö in Stockholms Lehn
die bisher nur selten beobachtete und in Schweden friäher
nicht angetroffene Taphrina umbelliferarum Rostr.! Die
Wirtpflanze war Heracleum sibiricum L., und er fand die-
selbe am Fundort vom Parasiten ziemlich allgemein be-
fallen. Bei der Untersuchung desselben machte er die Ent-
deckung, dass die Entleerung der Asci bei diesem Pilze in
einer anderen Weise als bei anderen Exoasceen vor sich geht.
Es tritt nämlich der Ascus-Inhalt in der Gestalt eines ge-
schlossenen, fast kugeligen Sackes aus dem geöffneten Ascus
hervor, und dann erfolgt die Entleerung dieses Sackes, indem
er platzt und die Sporen ausschleudert. Die Ascuswandung,
deren Dicke schon den fräheren Verfassern aufgefallen war,
ist nämlich doppelt und ihre innerste Lamelle stellt den die
Sporen einschliessenden Sack dar.
Durch diese Entdeckung wurde es LAGERHEIM klar, dass
der Pilz zu den Exoasceen keine nähere Beziehungen haben
könne, sondern mit Protomyces nahe verwandt sein misse.
Der Bau der Sporangien oder Asci, sowie ihre Entleerungs-
weise sind nämlich bei Protomyces dieselben als bei der unter-
1! Dr. K. STARBÄCK hat mir mitgeteilt, dass er im Sommer 1896 auf der
Insel Fejan in Stockholms Lehn eine Taphrina auf Heracleum sibiricum ge-
sammelt hat. Ohne Zweifel ist dies dieselbe Art.
4 JUEL, TAPHRIDIUM LAGERH. & JUEL.
suchten Art, nur mit dem Unterschiede, dass bei jener Gattung
die Sporangien noch viel dickere Wände haben und sich als
Dauersporen verhalten. Bei ihrer Reife enthalten sie näm-
lich noch keine Sporen, diese werden in ihnen erst nach einer
Winterruhe bei ihrer Keimung entwickelt. Zu dieser Zeit
tritt aus der aufbrechenden äusseren Sporangienwand ein
dännwandiger Sack hervor, der aus seinem Inhalt die Sporen
erzeugt und sie dann ausschleudert. Protomyces und Taph-
rina umbelliferarum stehen daher zu einander ungefähr in
demselben Verhältniss, wie die uäberwinternden Teleutosporen
von Puccinia gramims zu denjenigen einer »Lepto-Puccinia>,
wie, z. B., P. Malvacearum, welche sogleich keimfähig sind.
Der Heracleum-Parasit ist demgemäss, wie LAGERHEIM e8 aus-
dräckt, eine Art »Lepto-Protomyces>.
Soweit die Untersuchungen LAGERHEIM's. Er hatte vom
Pilze Untersuchungsmaterial in MEREKELr's Gemisch fixirt und
in Paraffin eingebettet. Weil er aber zur Zeit mit anderen
Aufgaben beschäftigt war, und da er inzwischen erfahren
hatte, dass ich die Untersuchung einer anderer, mit jener
nahe verwandten Pilzart schon angefangen hatte, äberliess
er mir gätigst das eingebettete Material und die Bearbeitung
desselben.
Ich hatte nämlich in Dezember 1900 in der Umgegend
von Alger einen Taphrina-artigen Parasiten an den Blättern
von Ferula communis gefunden. Von der Ferula waren zu
der Zeit nur Blattrosetten entwickelt, und ich fand, dass an
den angegriffenen Stöcken im Allgemeinen alle Blätter er-
krankt waren. Ich konnte daher verschiedene Entwickelungs-
stadien des Parasiten bekommen, denn die jängsten, noch
nicht entfalteten Blätter, welche ganz gesund aussahen,
enthielten, wie die mikroskopische Untersuchung zeigte, die
jängeren Entwicklungsstadien des Pilzes, während die aus-
gewachsenen Blätter mit reifen Sporangien bedeckt waren.
Ich fixirte Blätter von verschiedenem Alter in verdinntem
FLEMMING'schen Gemische, und habe später Mikrotomschnitte
davon verfertigt.
Ich vermutete anfangs, dass der von mir gefundene Pilz
Taphrina umbelliferarum sei, welehe Art mir nur durch die
Litteratur bekannt war. Aber die Untersuchung der Mikro-
tomschnitte ergab zwei wichtige Resultate, die sich mit dieser
Bestimmung nicht vereinen liessen. Erstens fand ich näm-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O A6. d
lich, dass die Asci bei meiner Form durch interkalare Bildung
entstehen und nicht als Endglieder aufsteigender Hyphen-
zweige, wie fär jene Art angegeben wird. Und dann kon-
statirte ich, dass die Asci bei meimem Pilze von Anfang an
vielkernig sind. Aus der letzteren Beobachtung musste ich
folgern, dass dieser Pilz nicht zu den Exoascaceen gehört,
dass er aber vielmehr zu den Protomycetaceen nahe Bezie-
hungen haben muss.
In eimem Briefe an LAGERHEIM erwähnte ich beiläufig
dieses Ergebniss meiner Untersuchung. Er teilte mir dann
mit, dass er die Taphrina umbelliferarum selbst untersucht
habe und dabei die Ueberzeugung gewonnen, dass sie mit
Protomyces verwandt sei. Es stellte sich also heraus, dass
wir beide, Jeder för sich und an verschiedenen Wegen, zu
derselben Ansicht äber den Platz dieses Pilztypus im Systeme
gelangt waren.
Wir waren dariäber einig, dass diese Pilze eine neue
Gattung bilden missen, und LAGERHEIM hatte för dieselbe
den Namen Taphridium ersonnen, den ich gern acceptirte.
Historik.
Taphrina umbelliferarum wurde 1883 zum ersten Mal von
RostrRuP (12, S. 239) erwähnt. Die Beschreibung derselben
beschränkt sich hier auf die Angabe, dass der Pilz an den
Blättern von Heracleum sibiricum und Peucedanum palustre
grosse, auffällige graue Flecke hervorruft, welche oft das
ganze Blatt eimnehmen und eine mehr oder weniger monströse
Ausbildung derselben bewirken können. HEine ausfiöhrliche
Beschreibung der Art gab er erst sieben Jahre später (13,
3. 236). Aber inzwischen hatte MAssaALonco (8, 9; 10, 8. 141)
dieselbe Art in Italien auf Peucedanum oreoselinum gefunden
und unter dem Namen Taplhrina oreoselimi beschrieben. Von
späteren Verfassern ist indessen der RostruP'sche Artsname
mit Recht beibehalten worden.
In seiner Exoasceen-Monographie stellte SADEBECK (14,
S. 88) diese Art in die hier aufgestellte Gattung Magnusiella.
Die wesentlichen Merkmale dieser Gattung sind, dass das
Mycel sich in den inneren Geweben verbreitet und von da
aus Verzweigungen an die Oberfläche entsendet, deren Enden
6 JUEL, TAPHRIDIUM LAGERH. & JUEL.
anschwellen und sich zu je emem Ascus entwickeln, sowie
dass die Anlage der Asci schon zwischen den Epidermiszellen
oder noch tiefer im Innern der Nährpflanze erfolgt (a. a. O.,
NS. 40). Fönf Arten, deren Nährpflanzen zu den verschie-
densten Familien gehören, werden dieser Gattung zugezählt.
Die erste dieser Arten ist M. potentille (FARL.) SADEB. Sie
ist als Typus der SADEBECK'schen Gattung zu betrachten, und
ist vielleicht die einzige der fänf Arten, auf welche der
Gattungscharakter gut passt.
Bald wurde indessen diese Gattung von GIESENHAGEN (4)
zersplittert. In seinem teils auf die Form der Asci, teils auf
die verwandtschaftlichen Beziehungen der Nährpflanzen ge-
grändeten natärlichen Systeme der Exoasceen wird auf das
Verhalten des Mycels und das Vorhandensein oder Feblen
eines Hymeniums ein untergeordnetes Gewicht gelegt, und er”
bringt daher die Mehrzahl der Magnustella-Arten in die
Gattung Taphrina zuröck und verteilt sie auf die verschie-
denen natärlichen Gruppen dieser Gattung. Dabei wird auch
M. potentille, der Haupttypus der Gattung, aus derselben
ausgemerzt und zu den ibrigen auf Rosifloren wachsenden
Arten gestellt. In der Gattung Magnusiella behält er nur
zwei Arten, M. Githaginis (Rostr.) SaApDEB. und M. umbelli-
ferarum (ROSTR.) NSADEB. Dabei giebt er aber der Gattung
eine ganz neue Diagnose, indem er dieselbe nur durch die
eirunde oder fast kugelige Form der Asci charakterisirt (4,
S. 360). Diese Massregel kann ich nur billigen, sie därfte
den wirklichen VWVerwandtschaftsverhältnissen entsprechen.
Nur ist zu bemerken, dass Magnmustiella GIESENH. 1895 eine
ganz andere Gattung ist als Magnusiella SADEB. 1893, und
sie hätte wohl auch neu benannt werden sollen. NSpäter hat
GIESENHAGEN (4 b) diesen Standpunkt verlassen und die SADE-
BECK'sche Gattung Magnusiella wiederhergestellt. Nur die
Art flava wird aus derselben ausgeschaltet. Aus dieser
Gattung wird jetzt, zufolge der von LAGERHEIM und mir ge-
machten Beobachtungen, die Art M. umbelliferarum entfernt,
um als Typus der neuen Gattung Taphridium unter die
Protomycetaceen gestellt zu werden. Es ist ziemlich wahr-
scheinlich, dass auch M. Githaginis ein Taphridium ist, aber
ich hatte keine Gelegenheit diese Art selbst zu untersuchen,
und sie mag daher vorläufig in der Gattung Magnusiella
bleiben.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 16. 7
Gattungs- und Arten-Beschreibungen.
Taphridium LAGERH. & JUEL, Dn. gen.
Hyphee fertiles sub epidermide foliorum superiore repentes,
stratum sporangiorum demum fere continuum, Taphrine in-
star, formantes. Sporangia globosa vel breviter ellipsoidea,
membrana plus minusve incrassata, non tamen indurata in-
structa, non hibernantia, sporas numerosissimas ovoideas sta-
tim ejicientia.
1. T. umbelliferarum (ROSTR.) LAGERH. et JUEL.
. Syn. Taphrina umbelliferarum Rostrur (12, p. 239; 15,
p- 256).
Magnusiella umbelliferarum SADEBECK (15, p. 88);
GIESENHAGEN (4, p. 360).
Taphrina oreoselini MASSALONGO (8, p. 422; 10, p. 141).
Membrana sporangii maturi admodum ecrassa, duplex,
strato medio deliquescenti; exosporium ruptum endosporium
clausum sporis completum protrudit. Sporangia 45—75 u
longa, 30—60 u lata. Spore 2—7 u longe, 1—-4 u late
(Fig. A, a).
Hab. in foliis Heracler spondylii, sibirict et montani,
Peucedani palustris et oreoselim in Suecia, Dania, Germania
australi (4, p. 315), Helvetia (27) et Italia boreali.
2. T. algeriense JUEL (9, p. 271).
Membrana sporangii tenuior, c. 2,5 u crassa, simplex (?).
Sporangia 65—380 u longa, 55—60 u lata. Spore c. 4 ulongee,
2marlate (His. Ab).
Hab. in foliis Ferule commums in Algeria.
Ob bei dieser Art das Endosporium aus dem Exosporium
herausgedrängt wird, kann ich nicht angeben. Die Sporangium-
wand scheint mir dinner und weniger quellbar zu sein, als
bei der ersteren Art, und ich neige daher zu der Ansicht,
dass die Sporangien bei T. algeriense ihren Inhalt in situ
.entleeren.
Die beiden Arten der Gattung unterscheiden sich öbrigens
auch durch einen verschiedenen Verlauf ihrer Entwicklung
und Sporenbildung, wie aus der folgenden Darstellung her-
vorgehen wird. Aber diese Merkmale sind nicht geeignet in
die Diagnosen eingeröäckt zu werden.
5 JUEL, TAPHRIDIUM LAGERH. & JUEL.
T. algeriense hat gewiss ein perennirendes Mycel, denn
alle Blätter der erkrankten Stöcke, auch die allerjängsten,
noch nicht entfalteten, waren vom Parasiten befallen. Ein
ähnliches Verhalten beobachtete Rostrur (13, S. 256) auch
bei T. umbelliferarum, und nach einer möäöndlichen Mitteilung
LAGERHEIM's verhielten sich auch so die von ihm untersuchten
Exemplare. Die Angabe GIESENHAGEN's: »das Mycel perennirt
nicht» (4, S. 361) scheint mir mit diesen Beobachtungen in
Widerspruch zu stehen und einer Nachpröfung zu bedärfen.
SS
7
)
4
(MH
M0
ESSÄ
Blattquerschnitte mit reifen Sporangien. a von T. umbelliferarum, b von
T. algeriense. e obere Epidermis, p Palissadenschicht. Vergr. 550.
Die Entwicklungsgeschichte von Taphridium umbelli-
ferarum.
Zur Untersuchung der jängsten Entwicklungsstadien
dieser Art konnte ich fixirtes Material nicht benutzen, denn
in den von LAGERHEIM eingebetteten Blättern fand ich nur
vorgeräcktere Stadien. Dagegen fand ich unter den getrock-
neten Exemplaren, die er mir zugestellt hatte, ein Blatt, an
welchem die vom Pilze erzeugten Flecke noch recht undeut-
lich hervortraten, was auf einen jungen Entwicklungszustand
des Parasiten schliessen liess. Avuch trockenes Material ist
zu einer mikroskopischen Untersuchung sehr brauchbar, in-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:O 16. 9
sofern man auf das Studium des Zellinhalts verzichtet und
nur das Vordringen der Hyphen im Blatte und das Auf-
treten der Sporangien beobachten will. Sowohl Querschnitte
als ganze Stäöcke der Blätter wurden durch Kochen in ver-
döännter Milchsäure aufgehellt und lieferten dann sehr in-
struktive Präparate, an denen die Hyphen im Blattgewebe
sehr deutlich verfolgt werden konnten. Die Textfiguren, PB,
C und £E sind nach solehen Präparaten entworfen worden.
AGodr ae NR
-z
ENTER ES NN
SN
Fig. B.
T. umbelliferarum. Blattquerschnitte in Milchsäure. a jängeres, b älteres
Entwicklungsstadium des Pilzes. e Epidermis, p Palissadenparenchym; f fer-
tile Hyphenziäge, s Sporangienschicht, h aus der Sporangienschicht entsen-
detete, vegetative Hyphen. Vergr. 220.
An diesen Präparaten konnte ich feststellen, dass die-
jenigen Hyphen, die zuerst in ein vorher gesundes Gebiet des
Blattes vordringen, einen ausschliesslich subepidermalen Ver-
lauf haben. Diese sind die fertilen Hyphenzäge (f, Fig. B a),
- welche also eine ganz selbstständige Entwicklung haben und an
diesem Stadium die einzigen vorhandenen sind. Eine Flächen-
10 JUEL, TAPHRIDIUM LAGERH. & JUEL.
ansicht, welche diesem oder vielleicht eimem etwas späteren
Stadium entspricht, wird in Fig. C gezeigt. Die Glieder
dieser fertilen Hyphen haben sehr unregelmässige Gestalt
und neigen zur Bildung seitlicher Auswichse. Ihr Verlauf
scheint vorzugsweise den radialen Wänden der Epidermis-
zellen zu folgen.
Später vergrössern sich die einzelnen Hyphenglieder um
zu Sporangien zu werden. Dabei sprossen an ihren ventral-
wärts gekehrten WSeiten Fortsätze hervor, in der Gestalt
dänner Hyphen, welche zwischen den Palissadenzellen senk-
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Fig. OC.
T. umbelliferarum. Oberseite eines in Milchsäure aufgehellten Blattstiäckes.
e Epidermiszellen, deren radiale Wände schraffirt: f fertile Hyphenzäge, durch
die Epidermis sichtbar. — Vergr. 423.
/
Utd
recht hervordringen, aber nur bis zur unteren Grenze dieser
Zellschicht (h, Fig. B, b). Hier fangen sie nämlich an seit-
wärts auszuwachsen und bilden hie und da Hyphenwuche-
rungen, welche die an die Palissadenschicht grenzenden Zellen
umspinnen. Dieses ganze, in den tieferen Geweben des Blattes
auftretende, Hyphensystem ist rein vegetativ und hat offenbar
die Aufgabe, aus diesen Geweben Nahrung zu schöpfen, um
dieselbe den heranwachsenden Sporangien zuzufihren.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 16. 11
Es unterliegt wohl keinem Zweifel, dass es gerade die
eben beschriebenen absteigenden Hyphen sind, welche RostrRUP,
NADEBECK und GIESENHAGEN als aufsteigende Myceläste, deren
Endzellen die Sporangien sind, beschrieben und abgebildet
haben. In der That bekommt man durch ein solches Bild,
wie Fig. B b sehr leicht den Eindruck, dass das unter dem -
Palissadengewebe wuchernde Mycelgeflecht das Primäre ist,
und durch aufsteigende Aeste die Sporangien sekundär er-
zeugt. Aber gerade das Umgekehrte ist der Fall, die Spo-
rangienschicht ist das Primäre, die vegetativen Hyphen im
Innern das Sekundäre. Dies geht äbrigens auch daraus her-
vor, dass nicht selten zwei solche Hyphen sich mit einem
Sporangium verbinden (Fig. B, b), was nur so erklärt werden
kann, dass eine Sporangiumanlage hier zwei absteigende
Hyphen gebildet hat.
ING ING
T. umbelliferarum. Blattquerschnitt mit jungen Entwicklungsstadien des
Parasiten. e obere Epidermis, p Palissadenzellen, Ah vegetative Hyphen,
s Sporangiumanlagen. Vergr. 700.
Die fixirten Blattstäcke, wovon ich Mikrotomschnitte ver-
fertigt habe, enthalten hauptsächlich vorgeräcktere Stadien
des Pilzes. Jedoch habe ich hie und da auf vereinzelte junge
Sporangiengruppen, sowie auf vegetative Zellen getroffen.
Die vegetativen Zellen sind immer vielkernig und ihre Kerne
von geringer Grösse (Fig. D, h). Die sehr jungen Sporangien-
anlagen enthalten sehr zahlreiche Kerne von derselben Grösse
wie die der vegetativen Hyphen (Fig. D, s). Das Cytoplasma
ist in beiden Arten von Zellen verhältnissmässig inhaltsarm
1104 JUEL, TAPHRIDIUM LAGERH. & JUEL.
und bildet ein Netzwerk von duännen Fäden. Die Sporangien-
wandung ist noch unverdickt.
Ein etwas älteres Sporangium ist in Fig. 1 an der Tafel
abgebildet. Es ist kugelrund und seine Wandung zeigt eine
geringe Verdickung. Das Cytoplasma ist hier dichter ge-
worden und bildet ein feinmaschiges Netzwerk. In diesem
liegen zahlreiche Kerne, welche nur wenig grösser sind als
in den vegetativen Zellen. Im abgebildeten Sporangium
(Fig. 1) liegen die Kerne zum grossen Teil in den peri-
pherischen Teilen des Zellraumes. Man darf hieraus nicht
schliessen, dass dieses Sporangium sich in demselben Stadium
befindet, wie das in Fig. 9 abgebildete Sporangium von T. al-
gertense, in welchem eben Sporenmutterzellen im Umkreis des
Zellraumes angelegt werden. Denn bei T. umbelliferarum ist
es hier noch weit zur Sporenbildung. Die folgenden Emnt-
wicklungsstadien zeigen, wie die Kerne allmählich an Grösse
zunehmen, bis ihr Durchmesser zwei- bis dreimal grösser ist
als bei den: vegetativen Zellen. Sie zeigen dann im Allge-
meinen einen distinkten Chromatinfaden, der an der Kern-
wand liegt, sowie einen ziemlich grossen Nukleolus (Fig. 2).
Die Kerne liegen hier iberall im Zellraum und nicht mehr
vorwiegend an der Peripherie. Die Struktur des Cytoplasmas
ist unverändert, aber die Wandung ist deutlich dicker ge-
worden und eine Verschleimung ihrer mittleren NSchicht
scheint sogar eingetreten zu sein.
Aus der Grösse der eben beschriebenen Zellkerne, sowie
aus dem Auwuftreten eines Chromatinfadens darf man darauf
schliessen, dass diese Kerne sich zu einer Kernteilung be-
reiten. Dieser Teilungsakt ist in Fig. 3 abgebildet. Alle
Kerne in Sporangium sind hier in Teilung begriffen. Die
Kernspindeln liegen hier im Allgemeinen in einer runden
Vakuole, die dem Kernraum entspricht und von einer zarten
Kernmembran umgeben erscheint. Das Cytoplasma hat in
diesem Stadium eine Veränderung erlitten, es ist nicht mehr
netzig, sondern von äusserst zarter, flockiger Konsistenz. Ich
habe auch ein Sporangium gesehen, in welchem ohne Zweifel
die Tochterkerne einer solchen ”Teilung zu sehen waren.
Sie waren ziemlich klein und lagen in kleinen Gruppen
zu zwei oder vier. Ich glaube daher, dass wenigstens
zwei Teilungsschritte an diesem Entwicklungsstadium auf-
treten.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 16. 13
In den nächsten Emntwicklungsstadien, die ich angetroffen
habe, zeigt der Sporangiuminhalt ein wesentlich verändertes
Aussehen (Fig. 4). Ich habe dieses Stadium häufig gesehen
und eingehend studirt, aber ich bin doch im Ungewissen, wie
ich es auffassen soll. Das Sporangium enthält jetzt eine
Masse von runden Körpern, von welchen einige Zellkerne
sind, die äbrigen dagegen Zellen mit je einem kleinen Kern.
Die Zellen sind meist kugelrund, zuweilen etwas verlängert.
Sie sind deutlich begrenzt, aber entbehren eine Zellwand.
Ihre Kerne sind sehr klein, und nur ein Nukleolus ist in
ihnen zu sehen. Diese Kerne sind ohne Zweifel die aus dem
oben beschriebenen Teilungsstadium hervorgegangenen Tochter-
Kerne, um welche freie Zellbildung jetzt stattgefunden hat.
Die freien Kerne, die in diesen Sporangien auftreten,
sind viel grösser als diejenigen der nackten Zellen, aber
anderseits sind sie kleiner als die grossen Kerne, welche vor
der: simultanen Kernteilung auftraten. Ich vermute, dass
auch diese freien Kerne Tochterkerne jener Kernteilung sind,
weil sich an jenem Stadium alle Kerne im Sporangium gleich-
zeitig teilten, wie Fig. 3 es zeigt. Wahrscheinlich sind auch
diese Kerne zur freien Zellbildung bestimmt, aber sind in
diesem Vorgange zuräckgeblieben. Man misste sonst an-
nehmen, dass sie zum Untergang bestimmt sind, aber dafär
sprechen die späteren Entwicklungsstadien nicht, da ich in
ihnen keine Kernreste gefunden habe. Man findet diese Kerne
öfters in der Mitte des Sporangiums. Wahrscheinlich be-
ginnt die freie Zellbildung um die peripherisch gelagerten
Kerne und schreitet gegen die Mitte fort. Wenn diese Auf-
fassung richtig ist und alle Kerne, sowohl die freien als die-
jenigen der nackten Zellen, derselben Generation von Kernen
angehören, so muss die freie Zellbildung hier von einer
Grössenabnahme und Verdichtung der Zellkerne begleitet sein.
Das Cytoplasma, das in diesen Sporangien zwischen den
Zellen und Kernen öbrig geblieben, ist ziemlich spärlich und
seine Struktur ist durchaus fädig.
Ob die nackten Zellen in diesen Sporangien sich direkt
zu Sporen entwickeln, oder ob sie Sporenmutterzellen sind,
habe ich nicht entscheiden können. Die Analogie mit TI. al-
geriense macht zwar die letzten Annahme wahrscheinlich,
"aber ich habe vergebens nach Bildern gesucht, die unzwei-
deutig auf eine Teilung dieser Zellen schliessen lassen. Ich
14 JUEL, TAPHRIDIUM LAGERH. & JUEL.
muss daher die andere Deutung, dass die nackten Zellen junge
Sporen sind, vorläuvfig fär ebenso wahrscheinlich halten. Jeden-
falls gehen aus diesen Zellen, bezw. ihren Tochterzellen, die
Sporen hervor, und die Sporenbildung findet also bei dieser
Art iöberall im Zellraume statt, und nicht wie bei TI. al-
gertense, in der Peripherie des Sporangiums.
Später findet man das Sporangium von Sporen erfällt.
Sie sind anfangs kurz ellipsoidisch, später verjängt sich das
eine Ende in eine kurze und stumpfe Spitze (Fig. 5). Sie
enthalten immer je einen Kern. Zwischen den Sporen findet
man jetzt kaum mehr einen Rest von Plasma, aber an der
Sporangiumwand liegt noch ein däönner Plasmaschlauch.
Freie Zellkerne sind weder in diesem Plasma noch im inneren
des Sporangiums vorhanden.
Die Verfasser, welche diese Art fräher beschrieben haben,
behaupten, dass Konidienbildung an den Sporen im Sporangium
stattfindet. Ich habe so etwas nie beobachtet, und vermute
daher, dass die angenommene Verwandtschaft mit Taphrina
sie zu dieser Behauptung verleitet hat.
Dagegen erleiden die in den geplatzten Sporangien zurick-
gebliebenen Sporen oft eine andere Veränderung, indem sie
ziemlich viel an Grösse zunehmen, ohne ihre Gestalt wesent-
lich zu verändern (Fig. 6). Fusionen zwischen den Sporen
habe ich bei dieser Art nicht beobachtet.
Die Entwicklungsgeschichte von Taphridium algeriense.
In Längsschnitten von sehr
jungen von diesem Pilze be-
fallenen Blättern ist das vege-
tative Mycel desselben nicht
schwer zu finden. In den inne-
ren Geweben, sowohl im Paren-
chym als in den jungen Gefäss-
bindeln, ja sogar zwischen dem
RET Parenchym und der unteren
T. algeriense. SSE eines sehr Epidermis, findet [man jaaa
jungen Blattes, in Milchsäure. oe obere, Hyphen, die zwischen den
ue untere Epidermis; p Palissaden- u sich reich
schicht; / fertile Hyphenschicht. Im Zellen verla fen at. 5
Innern vegetative Hyphen. Vergr.220. Verzwelgen (Fig.E). Die Hyphen
FN
0
RÖRA (SS
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 16. 15
Fig. F.
T. algeriense. Blattquerschnitt, den Parasiten in einem sehr jungen Ent-
wicklungsstadium zeigend. e obere Epidermis, p Palissadenschicht, / fertile
Hyphenschicht. Vergr. 700.
Fig. G.
T- algeriense. Ein wenig älteres Entwicklungsstadium als in Fig. F. a Quer-
schnitt, b Flächenschnitt. e Epidermiszellen, p Palissadenzellen, s Sporangien.
Vergr. 700.
16 JUEL, TAPHRIDIUM LAGERH. & JUEL.
sind septirt, und im Cytoplasma jeder Zelle sieht man eine
grössere Anzahl kleiner Zellkerne. Am hävfigsten sind in-
dessen schon in diesem frähen Emntwicklungsstadium die
Hyphenzäge, die zwischen der oberen Epidermis und der
zweiten Zellschicht, dem känftigen Palissadenparenchym, ver-
laufen. Diese Hyphen sind jenen ähnlich, vielleicht nur von
Anfang an etwas dicker und kräftiger (Fig. F f). Dies sind
die fertilen Hyphen, welche die Sporangien entwickeln sollen.
Sie haben einen ausgeprägt longitudinalen Verlauf, aber
zeigen dabei eine ausgiebige und unregelmässige Verzweigung.
Ihre Zellen sind auch vielkernig, und die Kerne von der-
selben Grösse wie in den öbrigen Hyphen. Bald vergrössern
sich die Zellen dieser Hyphen und werden eiförmig oder rund
und man erkennt in ihnen jetzt die Anlagen von Sporangien
(Fig. G, s). Diese Veränderung trifft jedoch nicht alle Zellen
dieser Hyphen, einzelne von ihnen bleiben ziemlich unver-
ändert und stellen sterile Zwischenglieder zwischen den Spo-
rangien dar. Während dieser Veränderungen hat wahrschein-
lich in den fertilen Zellen eine allmähliche Kernvermehrung
stattgefunden, denn die Anzahl der Kerne in den Sporangien-
Anlagen ist sehr gross (Fig. G, Fig. 7).
Von der fertilen Hyphenschicht gehen hie und da Aeste
nach unten aus (Fig. F), aber diese sind iberhaupt nicht
zahlreich. Ob sie von der fertilen Schicht nach den inneren
Geweben entsendet werden um Nahrung zu schöpfen, oder ob
sie aufsteigende Hyphen sind, welche vom vegetativen Mycel
entsendet werden, um unter der Epidermis sich zu fertilen
Hyphen zu entwickeln, das lässt sich in jedem einzelnen Falle
kaum entscheiden. Ich vermute, dass beides vorkommt. Jeden-
falls ist es sicher, dass die subepidermalen, fertilen Hyphen-
zäge eine relative Selbständigkeit haben, und dass ihre Zellen
nicht die Endzellen aufsteigender Hyphenzweige darstellen.
Die jungen Sporangien wachsen immer mehr zu und
werden endlich sehr gross und kugelrund. Thre Wandung,
die anfangs dänn war, wird von nun an dicker. Die Zell-
kerne, die in den jungen Sporangien ebenso klein waren als
in den vegetativen Zellen (Fig. 7), sind in den ausgewachsenen
Sporangien erheblich grösser, und das Cytoplasma ist dichter
geworden (Fig. 8). Die Kerne, die an diesem Entwicklungs-
stadium im ganzen Kernraum zerstreut liegen, zeigen einen
Nukleolus und einen ziemlich deutlichen Chromatinfaden.
VENT
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 16. 17
In dem nächsten Entwicklungsstadium, das ich ange-
troffen habe, bereiten sich die Sporangien schon zur Sporen-
bildung vor. Alle Kerne haben sich jetzt nach der Peri-
pherie begeben, und liegen hier in gleichmässiger Entfernung
von einander in eimmer einzigen Schicht. Jeder Kern ist von
einer Plasmamasse umgeben, die indessen gegen die benach-
barten noch nicht begrenzt ist (Fig. 9 und 10). Diese peri-
pherisch gelagerten Kerne sind weit kleiner, als diejenigen
des vorhergehenden Entwicklungsstadiums, und ähneln mehr
denjenigen der vegetativen Zellen. Wahrscheinlich liegt
zwischen jenem und diesem Entwicklungsstadium ein Kern-
teilungsakt, so dass diese kleinen Kerne die Tochterkerne
jener grössern sind.
Die Plasmakörper, welche die Kerne umgeben, werden
bald schärfer gegen eimander abgegrenzt, indem sie durch
hellere Streifen getrennt werden und endlich von einer scharfen
Grenzlinie umgeben erscheinen (Fig. 11 und 12). Sie werden
durch diese Linie nach allen Seiten gegen das Cytoplasma
des Sporangiums abgegrenzt, denn nach aussen befindet sich
eine dänne wandständige Plasmaschicht, das Innere des Spo-
rangiumraumes ist von einem spärlichen, stark vakuolisirten,
kernlosen Plasma erföllt, und diese beiden Partien des
Plasmakörpers werden durch dänne Plasmastreifen zwischen
den nackten Zellen mit einander verbunden. Diese Zellen
sind also durch einen Akt freier Zellbildung entstanden.
Die nackten Zellen können Sporenmutterzellen genannt
werden. Sie teilen sich und das Produkt der Teilungen sind
die Sporen. Die Teilungsstadien kommen in meinen Prä-
paraten nicht vor, die nächsten Entwicklungsstadien zeigen
junge Sporen. Diese sind viel kleiner und weit zahlreicher
als die Sporenmutterzellen, und ich vermute daher, dass mehr
als ein Teilungsschritt hier ausgeföhrt worden ist.
Die jungen Sporen sind anfangs nackte Zellen von el-
förmiger oder beinahe spindelförmiger Gestalt, und sind so
klein, dass ich ihre innere Struktur und ihre Kerne nicht
- wahrnehmen konnte. Sie liegen in dem jängsten beobachteten
Entwicklungsstadium im wandständigen Plasma, aber bilden
keine einfache Nchicht, sondern liegen ziemlich ordnungslos
gehäuft (Fig. 13). Jedoch bekommt man den Eindruck, dass
sie eigentlich in Gruppen liegen, wenn auch diese Gruppen
zerfliessen und mit einander verschmelzen. Ich vermute, dass
2
185 JUEL, TAPHRIDIUM LAGERH. & JUEL.
sie in Gruppen angelegt worden sind, indem jede Mutterzelle
einen Haufen von Sporen erzeugt hat, dass aber diese Ord-
nung jetzt schon gestört ist. In einem späteren Entwicklungs-
stadium findet man die Sporen fertig ausgebildet, aber in der-
selben Lage als fruäher (Fig. 14). Sie sind jetzt grösser ge-
worden, sind mit Zellwand bekleidet und enthalten je einen
Kern. Sie verlassen bald die Peripherie und verteilen sich
allmählich im Zellraum.
Das reife Sporangium enthält ausser den Sporen noch
einen Rest von Cytoplasma, das keine Kerne enthält. Die
Sporen liegen zu einem Haufen zusammengeballt und fäöllen
das Sporangium etwa zur Hälfte aus (Fig. A Db).
In geplatzten Sporangien sind fast immer eine Anzahl
von Sporen zuräckgeblieben, und diese können als völlig reif
sicher betrachtet werden. Sie sind noch einkernig und haben
im Allgemeinen dieselbe Gestalt als gleich nach ihrem Emt-
stehen. Aber zuweilen habe ich beobachtet, dass solche
Sporen paarweise fusionirt haben, indem zwischen ihnen ein
kurzer und dänner Verbindungsschlauch entwickelt ist (Fig.
15 b, ce). Andere Bilder, die ich hier gesehen, sind vielleicht
eher als Keimungsstadien der Sporen zu deuten (Fig. 15 d, e).
Rickblick auf die Verschiedenheit in der Entwicklung
der beiden Taphridium-Arten.
Schon in den allerjängsten beobachteten Emntwicklungs-
stadien macht sich eine Verschiedenheit der zwei Arten
bemerkbar. Bei T. algeriense däörfte das Vordringen des Para-
siten in der Nährpflanze auf die juängsten Blätter beschränkt
sein, denn nur in diesen fand ich junge Entwicklungsstadien
des Pilzes, während in älteren Blättern die vom Parasiten
erzeugten Flecke scharf begrenzt und abgeschlossen sind.
Dagegen fand ich in völlig ausgewachsenen Blättern von
Heracleum junge Flecke von T. umbelliferarum, an deren
Peripherie ein weiteres Vordringen der subepidermalen Hyphen
noch zu beobachten war.
Bei T. algeriense dringen die fertilen und die vegetativen
Hyphen im Blatte gleichzeitig hervor; wenigstens verhielt
es sich so in den jängsten Blättern, die ich untersucht habe.
Aber bei T. umbelliferarum sind es ausschliesslich fertile, sub-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 16. 19
epidermale Hyphen, welche in neue Gebiete des Blattes vor-
dringen, und das vegetative Hyphengeflecht entsteht dann
sekundär.
NADEBECK (75, NS. 88) hat iäber das Auftreten der Spo-
rangien bei IT. umbelliferarum eine Beobachtung gemacht, die
ich an dieser Stelle citiren will. Er spricht:
»Bemerkenswert fär diese Art ist es, dass das Mycel im
Stande ist, eine neue Askengeneration hervorzubringen, nach-
dem die ersten Asken gereift und entleert sind. Man sieht
daher neben den entleerten Asken sehr häufig die keulen-
förmigen, anfangs allerdings noch dinnen, jungen Asken-
anlagen aufsteigen, weleche sich von dem Gewebe der Nähr-
pflanze durch den dichten Protoplasmainhalt auszeichnen.
Nachdem die Asken der ersten Generation gleichzeitig gereift
und entleert sind, erfolgen auch die Anlagen sämmtlicher
Asken der zweiten Generation gleichzeitig und gleichmässig.
In kälteren Klimaten sind diese zweiten Generationen seltener,
als in wärmeren Gegenden etc».
Ich habe an dem von mir untersuchten Materiale nichts
beobachtet, was auf das Auftreten zwei getrennter Genera-
tionen von Sporangien deuten könnte, aber ich bezweifle nicht
dass NADEBECK's Angabe insofern richtig ist. Jedoch muss
ich annehmen, dass jene zweite Generation von Sporangien
nicht wesentlich anders angelegt wird, als die erste, also
nicht durch aufsteigende Hyphenäste, sondern interkalar an
subepidermal wachsenden Hyphen. Ob es in jenen Fällen
sich um eine neue Invasion von subepidermalen Hyphen
handelt, oder nur um einer verspäteten Ausbildung von
Sporangien aus Hyphengliedern, die in einem vegetativen
Stadium verblieben waren, lasse ich dahingestellt sein.
Die Verschiedenheit der beiden Arten ist auch recht
gross, wenn man die Vorgänge im HSporangium ins Auge
fasst, hauptsächlich weil die Sporenbildung bei T. algeriense
in der Peripherie des Sporangiums stattfindet, bei T. umbelli-
ferarum dagegen iberall im Zellraum. Um diese Vorgänge
zu vergleichen, brauchen wir zuerst festzustellen, welche
Gebilde in den Sporangien der zwei Arten als homolog zu
betrachten sind. Homolog sind natärlich bei beiden Arten
die Kerne der jungen Sporangien und wohl auch die später
vorhandenen grossen Kerne, in denen ein Chromatinfaden bei
beiden Arten zu sehen ist. Ferner möchte ich annehmen,
20 JUEL, TAPHRIDIUM LAGERH. & JUEL.
dass die nackten Zellen bei T. umbelliferarum (Fig. 4) mit
den nackten Mutterzellen bei T. algeriense (Fig. 11) homolog
sind. Bei T. umbelliferarum geht der Bildung dieser Zellen
ein Kernteilungsstadium voraus (Fig. 3), und ich glaube
daher. dass auch bei TT. algeriense nach dem Stadium der
grossen Kerne (Fig. 8) eme Kernteilung einzuschalten ist,
durch welche die Kerne der Sporenmutterzellen erzeugt werden.
Ob die runden, nackten Zellen bei T. umbelliferarum die Spo-
ren direkt oder durch Teilungen bilden, ist unsicher. Wenn
man das Erstere annimmt, so därften die för die Sporen-
bildung mnötigen Teilungen hier vor der freien Zellbildung
als Kernteilungen ausgeföhrt werden, und hierin läge eine
Verschiedenheit von IT. algeriense, dessen Sporen durch Zell-
teilungen, die nach der freien Zellbildung stattfinden, ent-
wickelt werden. Nehmen wir aber an, dass auch bei T. um-
belliferarum die nackten, durch freie Zellbildung: erzeugten
Zellen sich als Sporenmutterzellen verhalten, wird ja die
Homologie zwischen den beiden Arten vollständig. Der
Unterschied läge dann ausschliesslich in dem verschiedenen
Ort der freien Zellbildung im Sporangium. ;
Der Platz der Gattung Taphridium im natäörliehen Systeme.
Weil T. umbelliferarum bisher als Art der Gattungen
Taphrina oder Magnustella zu den Exoasceen gestellt wurde,
will ich zuerst hervorheben, warum sie in diese Familie nicht
gehören kann.
Die Verdickung und Spaltung der Sporangiumwand ist
ein Merkmal, das die Gattung von allen Exoasceen unter-
scheidet.
Bei Exoasceen werden die Sporen immer zu 4 oder 8 in
den Ascen gebildet. Die anscheinend wvielsporigen Asci
mehrerer Exoasceen sind mit Konidien erfäöllt, welehe die 4
oder 8 Sporen im Ascus erzeugt haben. Bei Taplwidium sind
dagegen die Sporangien typisch vielsporig.
Den wichtigsten Beweis finde ich in dem cytologischen
Verhalten der Sporangien. DANGEARD (2) hat konstatirt, dass
jede Ascusanlage bei Exoascus deformans anfangs zwei kleine
Kerne enthält, welche dann zu einem einzigen verschmelzen,
und dass dieser sekundäre Kern durch successive Kernteilungen
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 16. 21 .
die Kerne der Sporen erzeugt. Dies sind dieselben Vorgänge,
die sich im Ascus der typischen Ascomyceten abspielen. Neuer-
dings hat auch IKENO (8) diese Vorgänge im Ascus von Ta-
phrina Johansoni beobachtet.!) Wir därfen daher annehmen,
dass die Exoasceen iberhaupt sich in dieser Beziehung als
echte Ascomyceten verhalten. Bei Taplwidium ist dagegen
die Sporangienanlage von Anfang an vielkernig, zwei- und
einkernige Entwicklungsstadien kommen nie vor, und diese
Gattung gehört daher nicht zu den Exoasceen und iöberhaupt
nicht zu den Ascomyceten.
Mit der Gattung Protomyces zeigen dagegen die Taphri-
dium-Arten fast in allen wichtigen Punkten eine unverkenn-
bare Uebereinstimmung.
Bei den Protomyces-Arten wächst das Mycel in den inne-
ren Geweben der Nährpflanze, und die Sporangien werden
hier im Verlauf der Hyphen interkalar gebildet. Nie können
ununterbrochene Reihen bilden oder durch sterile Hyphen-
glieder getrennt sein (vergl. DE Barry, 3, S. 4, BREFELD, I,
3. 109). Diese Bildungsweise der Sporangien ist im Wesent-
liehen dieselbe als bei Taphridium. Der Unterschied besteht
eigentlich nur darin, dass bei dieser Gattung das Mycel sich
in einen vegetativen und einen fruktifikativen Teil differen-
zirt hat, und dass der letztere unter der Epidermis lokali-
sirt ist.
NSAPPIN-TROUFFY (16, S. 286) zeigte, dass die vegetativen
Zellen bei Protomyces vielkernig sind. Wenn er angiebt,
"dass diese Kerne »sont réduits å I'état de taches chromatiques
qui ne laissent voir aucun détail de structure», so ist dies
wohl auf eine mangelhafte Fizxirung oder Färbung derselben
zuröäckzufihren. Auch die Sporangienanlagen enthalten von
Anfang an zahlreiche Kerne. In Bezug auf die Anzahl der
Kerne stimmen also Protomyces und Taphridium iberein.
Durch die Beobachtung LAGERHEIM'S, dass die Wandung
des Sporangiums bei T. umbelliferarum sich spaltet, und dass
das Endospor als geschlossener Sack aus dem Exospor her-
-vortritt, wird ja die Aehnlichkeit mit den als Sporangien
auskeimenden Protomyces-Chlamydosporen augenfällig. Bei
TI. umbeiliferarum ist die Verdickung geringer als bei Proto-
myces, was offenbar davon abhängt, dass das Sporangium hier
! Seine Beschreibung der Kernteilungsvorgänge im Ascus dieser Art ent-
hält sonderbare Einzelkeiten, auf die hier nicht eingegangen werden soll.
22 JUEL, TAPHRIDIUM LAGERH. & JUEL.
keinen Dauerzustand durchzumachen hat. FT. algeriense steht
in dieser Hinsicht noch einen Schritt weiter von Protomyces
entfernt, denn die Verdickung ist hier noch geringer, und die
Wandung scheint nicht gespalten zu werden.
Bei sowohl Protomyces als Taphridium enthält das Spo-
rangium zahlreiche Sporen, was bei keiner dieser Gattungen
auf Konidienbildung im Sporangium zuräckzufähren ist. Das
zuerst von DE BarYy (5) und später auch von BREFELD (1, S.
111) und Porta (12, Taf. II Fig. 29) beobachtete Verhältniss,
dass die Sporen bei Protomyces paarweise fusioniren können,
habe ich auch bei T. algeriense wahrgenommen.
Ueber die Sporenbildung bei Protomyces lViegen Unter-
suchungen von Porta (12) vor, die sich auf zwei Arten, P.
bellidis und macrosporus beziehen. Die älteren Beobachtungen
DE Bary's werden in diesem Aufsatze durch mehrere neue
und wichtige Einzelkeiten ergänzt. Die Sporenbildung wird
damit eingeleitet, dass das Plasma des Sporangiums sich in
einer dicken Schicht an der Wandung sammelt, während das
Innere von einem grossen Saftraum eingenommen wird. In
einem gewissen Momente sah Porta die Plasmaschicht sich
simultan in kleine Portionen aufteilen, welche bei P. Bellidis
eine einfache BSchicht, aber bei P. macrosporus derer drei
bildeten (12, S. 14 und 21). In dieser peripherischen Lage-
rung des sporenbildenden Plasmas bei Protomyces, besonders
P. Bellidis, liegt eine nicht zu unterschätzende Ueberein-
stimmung mit T. algeriense.
Die Aufteilung der Plasmaschicht in kleine Portionen
bei Protomyces entspricht offenbar der Bildung der Sporen-
mutterzellen bei T. algeriense. Porta behauptet, dass die
nackten Zellen, die in jener Weise bei P. Bellidis gebildet
werden, die Sporen sind (12, S. 15). Die Abbildungen dieser
Entwicklungsstadien rufen indessen einen gewissen Zweifel
uber die Richtigkeit dieser Angabe hervor. Jene nackten
Zellen sind nämliech an der Abbildung (4, Taf. I. Fig. 14)
viel grösser als die fertigen Sporen (Fig. 15 und 16), welche
auch viel zahlreicher sind als jene Zellen. Entstehen nicht
etwa bei dieser Art die Sporen durch Teilungen jener nackten,
in der Peripherie gelegenen Zellen, wie ich es fär T. al-
geriense angenommen habe?
Porta konnte zwischen diesen nackten Zellen, in welche
der Plasmaschlauch zerfällt, keine Zwischensubstans ent-
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 16. 23
decken, und legt auf diesen Umstand grosses Gewicht bei der
Beurteilung der verwandtschaftlichen Verhältnisse von Proto-
myces. Hierin liegt nach meiner Meimung ein Ueberschätzen
dieses Umstandes. Diese peripherische Schicht von Zellen
liegt zwischen einer äusseren und einer inneren diännen
Plasmaschicht, und ist also innerhalb des Plasmakörpers ent-
standen, eine Bildungsweise die der freien Zellbildung wenig-
stens sehr nahe kommt. Uebrigens ist die Beobachtung, dass
keine Zwischensubstanz vorhanden ist, nur an lebendem Mate-
rial gemacht, und ich glaube, dass man nur an fixirten und
gefärbten Präparaten diesen Punkt sicher beurteilen kann.
Da bei JT. algeriense dänne Streifen von Zwischensubstanz
zwischen den nackten Zellen vorhanden sind, so wäre ein
ähnliches Verhältnis auch bei Protomyces zu erwarten.
Sowohl SAPPIN-TROUFFY als Porta folgern aus ihren Unter-
suchungen von Protomyces, dass diese Gattung eher mit den
Phycomyceten als mit den Ascomyceten verwandt ist. Meine
Untersuchungen iäber die Taphridium-Arten haben mich in-
dessen zu einer von ihnen etwas abweichenden Auffassung
äber die Stellung der Protomycetaceen gefäöhrt.
Die cytologischen Verhältnisse bei der Sporenbildung
einiger Phycomyceten werden in einer vortreMlichen Abhand-
lung von HARPER (5) beschrieben. Hier werden auch die
Beobachtungen und Ansichten fröäherer Verfasser zusammen-
gestellt. Aus seiner Arbeit will ich einige Punkte zum Ver-
gleich mit Taphridium hervorheben.
Bei Pilobolus teilt sich der Plasmakörper des Sporangiums
zuerst in »Protosporen», welche nackte, meist einkernige Zellen
sind. Dann werden diese durch indirekte Kernteilungen viel-
kernig und teilen sich durch FEinschnärungen in je vier zwei-
kernige Zellen, welche die Sporen sind. Unläugbar liegt
hierin eine Aehnlichkeit mit der Sporenbildung bei Taplwi-
dium. Tch hätte auch nichts dagegen, die Sporenmutterzellen
von Taphridium Protosporen zu nennen, in so fern damit nur
ihr Verhältniss zu den Sporen angegeben wird. Aber in der
Bildungsweise besteht zwischen diesen Gebilden ein wichtiger
Unterschied. Die Protosporen werden durch einen Zerkläf-
tungsprozess des Sporangiuminhalts gebildet, so dass der ganze
Inhalt zu Protosporen verwendet wird. Bei Taphridium da-
gegen entstehen die Sporenmutterzellen innerhalb des Spo-
rangiumplasmas und grenzen sich nach allen Seiten gegen
24 JUEL, TAPHRIDIUM LAGERH. & JUEL.
dasselbe ab. Dies ist ein prinzipieller Unterschied und es
geht hieraus hervor, dass die Protomycetaceen zu den Phyco-
myceten keine näheren Beziehungen haben können.
Derjenige Vorgang, durch welchen bei Taphridium jene
Zellen, die ich als Sporenmutterzellen aufgefasst habe, ge-
bildet werden, stimmt in allem Wesentlichen mit der freien
Zellbildung im Ascus iberein. Ob auch im HEinzelnen die
Zellbildung bei Taphridium gerade so vor sich geht, wie bei
den Ascomyceten, bei welchen nach HARPER (5, 6, 7) das von
einem schnabelförmigen Fortsatz des Kernes ausstrahlende
Kinoplasma sich ringsum den Kern ausbreitet und die Zelle
aus dem Plasmakörper des Ascus ausschneidet, das ist mir
unbekannt, und wäre wohl bei den sehr kleinen Kernen der
Protomycetaceen sehr schwierig zu entscheiden. Vorläufig
können wir nicht die Rolle des Kinoplasmas bei der Zell-
bildung zur nota characteristica der freien Zellbildung machen,
sondern missen diesen Begriff in der herkömmlichen Weise
auffassen.
Freie Zellbildung scheint ausser in den Ascen der Asco-
myceten auch in den Sporangien von Ascoidea, nach Porta
(12, S. 8), vorzukommen. Wenn es sich zeigen wird, dass
die sogenannten Hemiasceen im Allgemeinen durch freie Zell-
bildung ihre Sporen bilden, so werden wir berechtigt sein,
die freie Zellbildung als ein zweites Merkmal der »höheren
Pilze>, neben dem cellulären Aufbau ihrer Hyphen, aufzustellen.
Die Hemiasceen werden wohl ziemlich allgemein als
Repräsentanten eines phylogenetisch älteren und einfacheren
Typus :betrachtet, aus welchem sich der Typus der Asco-
myceten entwickelt hat, und man sieht im Hemiasceen-
sporangium den Urtypus des Ascus. Jedoch ist es wohl nicht
ganz sicher, dass die Sporangien der Hemiasceen mit den
Ascen homolog sind. Wir wissen durch die Untersuchungen
DE BarY's und anderer Verfasser, welche durch HARPER'S
Arbeiten in neuerer Zeit ihre Bestätigung gefunden haben,
dass die Entwicklung der Asci in einigen Fällen von einem
vorhergehenden Sexualakt bedingt wird. Die Asci entstehen
an einer mit Sexualorganen versehenen Pflanze, jedoch nicht
als Organe, welche die Pflanze selbst trägt, sondern als se-
kundäre Gebilde, die das befruchtete Oogon erzeugt. Schon
SACHS verglich diese ascogenen Gebilde mit der sporen-
bildenden Generation im Generationswechsel der höheren
BIHANG TILL K. SV. VET-.AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:016. 29)
Pflanzen, und: man findet dieselbe Auffassung auch bei neue-
ren Verfassern. Da nun die Vorgänge im Ascus bei allen in
Bezug hierauf untersuchten Ascomyceten im Wesentlichen
gleich sind, so scheint die Annahme berechtigt, dass die Asco-
myceten eine monophyletische Gruppe sind, und dass urspräng-
lich jede Ascusbildung durch einen Sexualakt eingeleitet
wurde. Um diejenigen Formen, die thatsächlich keine Sexual-
organe besitzen, wie, z. B., die Exoasceen, zu erklären, duärfen
wir annehmen, dass bei diesen der geschlechtliche Teil der
Pflanze unterdriäckt ist, und dass nur der ascogene Teil fort-
besteht und sich weiter ausgebildet hat. Oder man könnte
annehmen, dass Fälle von Apogamie vorliegen, indem die
Geschlechtspflanze ihre Sexualorgane unterdräckt und die
Bildung der ascogenen Hyphen selbst iäbernommen hat.
Bei den Protomycetaceen fehlen alle Sexualorgane und
ihre Sporangien können daher schwerlich mit den Ascen der
Ascomyceten homolog sein. Sie könnten es nur sein, wenn
man annähme, es habe bei ihnen eine Riäckbildung der die
Sexualorgane tragenden Teile der Pflanze oder ein Uebergang
zur Apogamie stattgefunden, wie wir fär die Exoasceen an-
genommen haben. Diese Annahme wärde eine Stammform
voraussetzen, die aus ihren befruchteten Oogonien vielsporige
Asci hervorsprossen liesse, die ihre Sporen wie ein Proto-
myces oder Taphridium entwickelten. Immerhin ist dies mög-
lich, aber eine solche Hypothese scheint mir doch gewagter
als diejenige, die ich jetzt hervorlegen will.
Die Ascomyceten bilden keine andere Sporangien als die
Asci, denn der die Geschlechtsorgane tragende Teil der
Pflanze trägt selbst keine Sporangien. Es ist aber möglich,
und ich finde es sogar sehr wahrscheinlich, dass die Vorfahren
der Ascomyceten zugleich Geschlechtsorgane und Sporangien
getragen haben, wie die meisten Phycomyceten, aus welcher
Gruppe sie wahrscheinlich hervorgegangen waren. Man kann,
nach dem Vorgange SacHs' (Lehrbuch, 4. Aufl., S. 243), solche
an der Geschlechtspflanze gebildete Sporangien als gonidien-
bildende Organe auffassen, im Gegensatz zu den Ascen,
welche die Sporen, im engeren Sinn des Wortes, erzeugen.
Diese hypothetischen Stammformen können schon als »höhere
Pilze» angnenomme werden, welche sich durch gegliedertes
Mycel und durch freie Zellbildung in den Gonidien und Spo-
ren bildenden Organen ausgezeichnet haben. Später hat
26 JUEL, TAPHRIDIUM LAGERH. & JUEL.
diese Gruppe eine Spaltung erfahren, indem bei einigen,
welche die jetzigen Ascomyceten erzeugten, die Gonidien-
bildung entweder unterdräckt wurde oder unter ganz neuen
Formen (Oidien und Konidien) auftrat. Bei anderen Formen
erlisch die Geschlechtlichkeit, und die Gonidienbildung wurde
die typiscehe Fortpflanzungsform. Von solchen Formen därften
die Protomycetaceen und vielleicht auch andere zu den Hemi-
asceen gestellte Typen abstammen. Nach dieser Auffassung
wäre das Sporangium der Protomycetaceen nicht das Homo-
logen eines Ascus, sondern eines Gonidien bildenden Organes.
Auf Dipodascus, eine Hemiascee mit Geschlechtsorganen,
habe ich in diesen Beobachtungen keine Räöcksicht genommen,
aber ich beabsichtige auf diesen Typus zuröäckzukommen, s80-
bald ich eine cytologische Untersuchung desselben, die ich
vorbereite, zum Abschluss gebracht habe.
BIHANG TILL K. SV. AET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 16.
4 Db.
16.
Mu
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28 JUEL, TAPHRIDIUM LAGERH. & JUEL.
Erklärung der Tafel.
Sämmtliche Bilder sind mit der Camera lucida unter Anwendung
von SEIBERT's homog. Imm. !/12 und Ok. III gezeichnet worden, und
die Vergrösserung ist 1350-fach.
Fig. 1—6. Taphridium umbelliferarum.
Fig. 1. Ein Teil eines jungen, eben ausgewachsenen Sporangiums.
Wandverdickung gering, Kerne wenig grösser als in den vege-
tativen Zellen.
Fig. 2. Aelteres Sporangium, von den Zellen der Nährpflanze um-
geben. Die stark verdickte Wandung ist in ihrer mittleren
Schicht verschleimt, die äusserste Wandschicht haftet an den
Wänden der umgebenden Zellen. Die Kerne sind sehr gross
geworden und zeigen einen deutlichen Chromatinfaden. Plasma
dicht netzförmig.
Fig. 3. Sporangium, in welchem die Kerne simultan eine Teilung
ausfäöhren. Plasma zart flockig, mit grossen Vakuolen.
Fig. 4. Sporangium, in welchen freie Zellbildung stattgefunden. Im
Sporangium sieht man runde nackte Zellen mit kleinen Kernen
und freie, grössere Kerne. Dazwischen eine faserige Zwischen-
substanz. '
Fig. 5. Oberer Teil eines fast reifen Sporangiums, nur Sporen und
eine wandständige Plasmaschicht enthaltend.
Fig. 6. Sporen aus einem geplatzten Sporangium, den Zuwachs der-
selben zeigend.
Fig. 7—15. Taphridvum algeriense.
Fig. 7. Flächenschnitt mit jungem Entwicklungsstadium des Para-
siten. Junges Sporangium mit kleinen Kernen und dinner
Wand, von einigen vegetativen Zellen begleitet.
Fig. 8. FEin Teil eines ausgewachsenen Sporangiums, mit verdickter
Wand, dicht netzigem Plasma und ziemlich grossen Kernen,
in denen ein Chromatinfaden öfters zu sehen ist.
Fig. 9. Späteres Entwicklungsstadium. Inneres Plasma kernlos, mit
grossen Vakuolen, in der Peripherie eine dichtere Plasma-
schicht, die kleine Kerne enthält.
BIHANG TILL K. SV. VET.-AKAD. HANDL. BAND 27. AFD. III. N:0 16. 29
Fig.
Fig.
Fig.
Fig.
10.
113
12
13:
: 14;
0
Flächenansicht desselben Sporangiums.
Ein Teil eines Sporangiums, im welchem durch freie Zell-
bildung um die peripherisch gelagerten Kerne eine Schicht
von nackten Sporenmutterzellen gebildet worden. Dinne
Streifen von einer Zwischensubstanz zwischen diesen Zellen.
Flächenansicht eines Sporangiums an demselben Entwicklungs-
stadium.
Sporangium, in welchem die Sporenmutterzellen durch Tei-
lungen kleine nackte Zellen erzeugt haben, welche die jungen
Sporen sind.
Späteres Entwicklungsstadium, Sporen grösser, mit Wand
versehen, je einen Kern enthaltend.
Sporen aus geplatzten Sporangien. «a unveränderte Spore,
b, c fusionirende Sporenpaare, d, e Keimungsstadien oder
Fusionen?
Tryckt den 7 Mars 1902.
Pe
PAVS 0) CE
Juel delin. ET Fr -
EM NS Lith. G. Tholander, Stockhola.
Taphridium algeriense.
EN.
NG
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