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Deutsche
Entomolosische Zeitschrift
©
Iris
herausgegeben
vom
Entomologischen Verein Irıs zu Dresden.
Band XXIV. Jahrgang 1910.
Mit 14 Tafeln und 12 Korrespondenzblättern.
Redakteur: C. Ribbe.
233230£
|
Inhalts-Uebersicht.
Seite
Rebel, Dr. H. Neue palaearktische Pyraliden, Tortrieiden IR;
und Tineen . . Zn 1-14
Martin, Dr. L. Die Tirumalaarten der Insel Celebes 15—26
Bang-Haas, A. Neue oder wenig bekannte palaSa h
Macrolepidopteren . . 27
Fruhstorfer, H. Zwei neue Taenaris-Formen aus Deutsch- “ol
Neu-Guinea . . a We. Pa 7:7 So
— Lepidopteren von der Vulkaninsel 55—57
— Neue Hesperiden des Indo-Malayischen® Faunengebietes E|
und Besprechung verwandter Formen (I. Teil) . 58—104
Caradja, A. v. Beitrag zur Kenntnis über die geogra- %
phische Verbreitung der Pyraliden des europäischen
Faunengebietes nebst ge einiger neuer
Formen . . 105--147
Schrottky, €. Zweiter Beitrag zur Kenntnis der Syntomidae dr
. Paraguays. . . . 148—153
“tandfuß, Prof. Dr. M. Chaerocampa (Pergesa) elpenor L.
ab. daubi Niep. und einige Mitteilungen über Wesen ..
und Bedeutung der Mutationen, illustriert an Aglia
tau L. .155—181
"ibbe, C. Neue Papilioformen aus dem "Bismarck- -Archipel 182
»!rand, Embrik. Eine neue Anaphe-Form . 183— 184
Eine neue Carnegia-Art, nebst Ne über die
Ludiinen „2. = 180
Schmetterlinge aus Zentral- und West- Sumatra, ‚gesammelt e
von Herrn Dr. Max Moszkowski 0 he DE
Mitglieder-Verzeichnis Ir MEEATF TI I—XI .
Biphabetische Liste... ..... Der a a XIHI—XVIN
Vereins-Nachrichten A: XIX— XXIV
Für die Form und den Inhalt der in dieser Zeitschrift ver-
öffentlichten Aufsätze sind die Herren Autoren allein verantwortlich,
der entomologische Verein „Iris“ ist es in keiner Weise.
Mitteilungen und Anfragen, welche die Redaktion dieser Zeit-
schrift angehen, sind (bis Ende 1911) nur an den Redakteur C. Ribbe,
Radebeul bei Dresden, zu richten.
Heft 1, Seite 1—16 ist am 1. Januar erschienen.
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„llu.12„ XII—-XXIV „20. Januar 1911 erschienen.
Iris, Dresden, Band XXIV, Heft 1.
| Deutsche
|| Entomolopische Zeitschrift
Iris
herausgegeben
vom
26-7
| Entomologischen Verein Iris zu Dresden.
Jahrgang 1910. Erstes Heft.
Mit Nr. 1 des Korrespondenzblattes,
1 Tafel und 2 Textfiguren.
1. Januar 1910.
Redakteur: €. Ribbe.
Preis für Nichtmitglieder des Vereins: 2 Mark.
London. .. Berlin. Paris.
A. E. Janson. R. Friedländer & Sohn. P. Klincksiek.
4 Perth Road N. Carl-Strasse 11. 52 Rue des Eeoles.
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Druck von 0.J.W, Schlenkrich, Radebeul, 9]
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Neue palaearktische
Pyraliden, Tortriciden und Tineen.
Bearbeitet von
Dr. H. Rebel.
Mit zwei Textfiguren und einer Tafel.
Pyralidae.
1. Crambus peectinicornis n. sp. (5). Taf. 1, Fig. 12.
Ein einzelnes, ganz frisches & von M. Bartel in Uralsk
am 6. September 1907 erbeutet, gleicht ausserordentlich (dort
namentlich im Juni erbeuteten) Stücken von Crambus jucun-
dellus HS., unterscheidet sich aber von sämtlichen palaeark-
tischen Crambus-Arten durch die mit einreihigen kräftigen
Kammzähnen versehenen Fühler.
Die Palpen sind etwas kürzer als bei jucundellus, oben
weiss, nur seitlich und unten gelbbraun bestäubt. Auch
Stirn und Scheitel sind weiss, der übrige Körper, wie die
Beine, vorherrschend gelbbraun. Die Vfl. nach aussen
deutlich erweitert, gelbbraun mit weisslichgelben, gegen den
Saum breiteren Adern, deren Zwischenräume mehr oder
weniger schwarzbraun bestäubt sind, so dass nur die Falte
und der Vorderrand in breiterer Ausdehnung rein die gelb-
braune Grundfarbe zeigen. Zwischen den Adern liegen am
Saume tiefschwarze Punkte. Die breiten Fransen an ihrer
Basis mit goldig glänzender Teilungslinie, hierauf schmal
weiss und in ihrer Aussenhälfte breit braunstaubig. Die Hfl.
sehr hell bräunlichgrau mit rein weissen Fransen. Die Vfl.
unterseits gelbgrau mit weisslichen Adern. Vfllänge 12,5 mm.
Die Type befindet sich in der Sammlung von Caradija.
Iris I. Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris, herausg. vom
Entomologischen Verein Iris zu Dresden, Jahrgang 1910,
2 Dr. H. Rebel.
2. Chilo hypenalis n. sp. (8). Taf. 1, Fig. 13.
Ein einzelnes &, mit der Bezeichnung „Jordan“ (Pa-
lästina) aus der Sammlung von Caradia, zeigt etwas brei-
tere Vfl. als Ch. cicatricellus und erinnert hierdurch stark
an eine Hypena aus der ravalis-Gruppe. In der Beschaf-
fenheit des Geäders, des Flügelschnittes, der Hfl. und der
Palpen mit Chilo stimmend. Die Fühler zeigen nur gegen
die Spitze etwas eckig vorstehende Gliederenden. Die Pal-
pen fast so lang wie bei cicatricellus, aber etwas stumpler
endigend, mit unsichtbarem Endglied. Die Nebenpalpen wie
dort. Die allgemeine Färbung des Körpers und der Vf.
ist gelblich staubgrau. Letztere sind breiter, ohne vorge-
zogene Spitze, mit gerundetem Saum. Die Adern und der
Vorderrand sind zum Teil weisslich bestäubt, daneben fin-
den sich schwärzliche Schuppen, die jedoch keine deutliche
Zeichnung bilden. Ein schwärzlicher Mittelpunkt ist sehr
verloschen. An der Basis der hellen, braun bestäubten und
undeutlich gefleckten Fransen liegen schwarze Saumpunkte.
Die Hil. mit unter der stumpf gerundeten Spitze deutlich
eingezogenem Saum sind weissgrau, gegen die Spitze- stär-
ker braungrau bestäubt, mit dunkler Saumbinde und solcher
verloschenen Teilungslinie in der Mitte der hellen Fransen.
Unterseits sind die Vfl. bräunlich mit weisslichem Vorderrand
und solchen Adern gegen den Saum. Die Hfl. weisslich,
gegen den Vorderrand dunkelgrau. Vfllänge 12 mm.
3. Epischnia stenopterella n. sp. (52).
Von dieser Art mit auffallend schmalen Vfl. liegt ein
frisches Pärchen von Marasch (Cilic. Taurus) aus der Samm-
lung von Caradja vor. Allgemeinfärbung gelbgrau. Das
Palpenmittelglied aussen graustaubig. Die oberen Augen-
ränder und der Hinterkopf weiss. Der schlanke Hinterleib
gelbgrau, beim @ mit etwas vorstehender Legeröhre. Die
sehr schmalen Vfl. lehmgelb mit breit weiss beschuppten
und gegen die Basis schwarz eingefassten Adern. Zwei weit
voneinander getrennte Mittelpunkte sind ebenfalls schwarz.
Im Apikalteil liegen schwarze Schuppen zum Teil auch auf
den weissen Adern. Die sehr breiten Fransen weisslich mit
drei schwarzgrauen Staublinien. Die Hil. weissgrau mit
bräunlicher Saumlinie und solcher Teilungslinie in den Fran-
sen nahe der Basis. Unterseite der Vfl. glänzend bräunlich-
grau, der Hfl. weissgrau. Vfllänge 9—9,5, grösste Breite der
Vfl. 3 mm.
Neue palaearktische Pyraliden, Tortrieiden und Tineen. 3
Steht der Ep. Iydella Ld. zunächst, unterscheidet
sich aber von dieser sofort durch geringere Grösse, viel
schmälere Vfl. mit reiner lehmgelben Grundfarbe.
4. Epischnia nevadensis n. sp. (SQ).
Wie die vorhergehende Art mit Ep. Iydella Ld. zu ver-
gleichen, letzterer aber noch viel näher stehend und nur
durch nachstehende Merkmale zu unterscheiden:
Das Mittelglied der Palpen ist beträchtlich breiter, die
Vfl. sind bei bräunlicherer Grundfarbe viel schärfer gezeich-
net, das heisst, die weissbeschuppten Adern treten viel deut-
licher hervor, die schwarzen Schuppen sind viel reichlicher
und bilden vor den Fransen einen breiteren Streifen, die
beiden schwarzen Mittelpunkte sowie der Punkt auf Ader
A 2 ist viel deutlicher. 11,5—13 mm Vfllänge (also in der
Grösse der lydella). Von M. Korb in der Sierra Nevada
Ende August 1908 erbeutet.
Typen befinden sich in der Sammlung von Caradia und
im Wiener Hofmuseum.
5. Selagia uralensis n. sp. ($). Taf. 1, Fig. 11.
Zwei ganz frische & mit der Bezeichnung „Symonowsk,
Ural e. mont. Bartel 20—24 VII 07“ aus der Sammlung von
Caradja gehören einer neuen, der S. spadicella Hb.
(ianthinella Hb.) sehr nahestehenden, Art an.
Die Stücke sind viel grösser und breitflügliger, und zei-
gen weit deutlicher gezeichnete Vfl., so dass sie von spadi-
cella einen stark verschiedenen Eindruck machen. Der Vor-
derrand der Vfl. ist stärker gebogen, die braunrote Färbung
tiefer und lebhafter, mit der weissgrauen Bestäubung stark
kontrastierend. Die schwarzen Punkte auf Ader A 2 und
am Schluss der Mittelzelle viel kräftiger. Auch die Hfl. sind
etwas breiter, zeigen aber gegen den Vorderrand denselben
grünen Schimmer, den auch die Stammform besitzt. 13 bis
14 mm.
Für die Artberechtigung spricht der Umstand, dass S.
spadicella viel weiter östlich, im Amurgebiet bei Radde, von
Korb im Jahre 1903 in typischen Stücken aufgefunden
wurde.
6. Pterothrix melanoptera n. sp. (5). Taf. 1, Fig. 10.
Eine durch die tiefschwarze Färbung der Vfl. sehr aus-
gezeichnete kurz- und breitflüglige Art, von der 2 & aus
dem Alaigebirge vorliegen, wo sie M. Korb erbeutete.
1*
ee
4 Dr. H. Rebel.
Die kurzen einfachen Fühler sind so wie Kopf und
Thorax schwärzlich. Die beulenförmig vortretende Stirn*)
ist gelbgrau. Die Palpen nicht viel über Augendurchmesser-
länge stehen fast horizontal ab. Der mässig schlanke Hinter-
leib wie die Beine glänzend bleigrau. Die Vfl. ziemlich
breit mit stumpfer Spitze und steilem Saum sind tief
schwarzbraun mit einem geschwungenen, bleiglänzenden hin-
teren grauen Querstreifen, der unterhalb des Vorderrandes
(auf Ader M 1) endet. Die breiten Hfl. mit stumpf gerunde-
ter Spitze sehr dunkel bräunlichgrau. Die Fransen aller Fl.
glänzend hellgrau, in der Basalhälfte verloschen dunkler.
Unterseite aller Fl. einfarbig schwärzlichgrau. Villänge 11,
grösste Breite der Vfl. 6 mm. Je ein & in der Sammlung
von Caradia und im Wiener Hofmuseum.
7. Myelois tetragramma n. sp. (&29). Taf. 1, Fig. 9.
Von dieser auffallend gezeichneten Art liegen einige
Stücke von nachstehenden Fundorten vor: Uralsk (12. und
24. Juni 07 Bartel), Indersky-See (150 Werst südl. von Uralsk,
18. Juni 07 Bartel) und aus dem südlichen Orenburg (Tun-
sai Oblost).
Allgemeinfärbung weiss. Die einfachen, bräunlichen
Fühler reichen beim & über % des Vorderrandes. Die kur-
zen schwach aufgebogenen Palpen mit stumpfem, bräunlich-
gelbem Endglied von ca. 4 Länge des Mittelgliedes. Der
Körper weiss, die Schulterdecken und die Aussenseite der
Beine bräunlich. Die schmalen Vfl. mit schrägem Saum und
weisser Grundfarbe zeigen einen schwärzlichen länglichen
Mittelpunkt und vier olivenbräunliche, sehr stark gezackte
und oft unterbrochene Querstreifen, von denen der basale
sehr kurz ist und so wie die beiden folgenden nicht an den
weiss bleibenden Vorderrand reicht. Der letzte bildet einen
vor der Flügelspitze in den Vorderrand gehenden breiteren
olivenbraunen Längswisch und setzt sich hierauf viel schmä-
ler werdend, scharf gezackt bis in den Innenwinkel fort.
An der Basis der Fransen liegt auf allen Flügeln eine breite
olivenbraune Saumlinie. Die Hfl. seidenglänzend weiss, bis
nahe der Saumlinie grau bestäubt. Die Fransen weiss, auf
den Vfl. am Ende bräunlich verdunkelt. Unterseite der Vil.
bräunlich, jene der Hfl. weiss mit bräunlichem Vorderrand.
8s—11 mm.
. N) Die abweichende Stirnbildung und Flügelform dürfte in Zukunft
die Errichtung einer eigenen Gattung erfordern.
a aa
Neue palaearktische Pyraliden, Tortrieiden und Tineen. 5
Typen befinden sich in der Sammlung von Caradja und
im Wiener Hofmuseum.
8. Myelois formosella n. sp. (8). Taf. 1, Fig. 8.
Vier ganz frische, nur in der Grösse stark differie-
rende &. am Inderskyschen Salzsee im Uralgebiet zum Teil
von H. M. Bartel am 19. Juni 1907 erbeutet, gehören einer
neuen, sehr schönen Art an.
Die borstenförmigen, bewimperten Fühler (3) reichen
fast bis 4 der Vorderrandlänge und sind hellbräunlich. Die
aufgebogenen, unten etwas rauh beschuppten Palpen sind
so wie der Scheitel und Halskragen stark mit rostbraunen
Schuppen gemischt. Die Schulterdecken sind (wie die Vfl.)
eremeweiss, der Thorax in der Mitte braun, der schlanke
(bei allen Stücken ölige) Hinterleib (wie die Hfl.) seiden-
slänzend weiss. Die Beine weiss mit breit braungeringten
Tarsen, schwärzlich gefleckten Vorderschienen und einem
schwarzen Fleck gegen das Einde der Mittelschienen.
Die gestreckten, schmalen Vfl. beinweiss (cremefarben),
seidenglänzend, mit tiefschwarzem Mittelmond und zwei veil-
grauen, geschwungenen Doppelquerstreifen, von denen der
vordere bei ein drittel der Flügellänge fast senkrecht steht
und sich gegen den Innenrand erweitert, der äussere, deut-
lich doppelte, bei vier fünftel der Flügellänge kurze, aber
scharfe Zacken bildet. Die breiten Fransen mit dunkler
Saum- und Endlinie. Die Hfl. seidenglänzend reinweiss mit
einem nur gegen die Spitze deutlicheren grauen Querstrei-
fen vor dem Saum. Unterseits der Vfl. gelblich mit schwärz-
lichem Mittelpunkt und solchem hinteren Querstreifen, die
Hfl. mit grauen Flecken am Vorderrand vor der Spitze.
Vfllänge 8—11 mm. Je ein & in der Sammlung von Ca-
radia und im Wiener Hofmuseum.
Die auffallende Art hat einige Aehnlichkeit mit Eu-
zopheralunulella Costa, die sich aber sofort durch
viel breitere, gelblichere Flügel: und die weit getrennten,
stärker gezackten Doppelstreifen von formosella unter-
scheidet.
9. Constantia massilialis Dup. var. taurica n. var.
(SP).
Zwei & und ein @ von Marasch aus dem Cilieischen
Taurus bilden eine gigantische Lokalform, die sich von
typischen Stücken auch durch eine viel lichtere, oliven-
gelbliche Grundfarbe der Vfl. auszeichnet. Der bei typi-_
6 "Dr. H. Rebel.
schen Stücken deutlich. auftretende weisse Schrägwisch un-
terhalb des Mittelpunktes bis zum äusseren Querstreifen ist
sehr verloschen. Auch die Hfl. sind heller weissgrau. Das
Q erreicht die Grösse des &. Vfllänge 15 mm (gegen
10(9)—12 mm der Stammform).
10. Cledeobia modestalis n. sp. (52).
Zwei & und ein ®@ in Teniet-el Had in Algier von
M. Korb im Jahre 1907 erbeutet, gehören einer neuen, der
angustalis SV. zunächststehenden Art an, von der sich aber
die vorliegenden Stücke sofort durch kürzere, namentlich
beim © viel breitere Flügelform, kürzere Palpen und ein-
tönig matte, bräunlichgraue Färbung unterscheiden.
Die organische Beschaffenheit der Fühler ist auch in-
sofern eine andre, als die Wimperpinseln beim 5 um die
Hälfte kürzer und derber sind als bei angustalis. Die Fär-
bung der Vfl. ist matt olivenbräunlich, nur beim © sehr
schwach ins Rötliche ziehend, mit schwarzem, beim ©
verloschenen Mittelpunkt, vier gelblichen Häkchen auf dem
schmal schwärzlichen Vorderrand und einem helleren,
stumpf gebrochenen hinteren Querstreifen. Die Hfl. schwärz-
lichgrau, die Fransen aller Flügel licht, beim 9 rötlich,
mit zwei breiten, schwärzlichen Teilungslinien. Die, Unter-
seite beim & olivengrau, beim © rötlich, mit verloschenem
Mittelquerstreifen aller Flügel. 10—12 mm Vfllänge Die
Typen befinden sich in der Sammlung von Caradia und
ein & im Wiener Hofmuseum.
11. Nymphula ussuriensis n. sp. (2). Taf. 1, Fig. 7.
Fühler nur bis % reichend, weisslich, oberseits deutlich
schwärzlich geringt. Die schwach aufgebogenen Palpen
mit sehr kurzem Endglied sind bräunlich. Die weisslichen
Beine auf der Aussenseite bräunlich verdüstert. Der robuste
Körper am Rücken’ grau und bräunlich bestäubt. Das dritte -
Hinterleibssegment oberseits schwärzlich.
Die Flügel ausnehmend gestreckt und schmal, die Vfl.
dicht blaugrau und rostbraun bestäubt mit schwärzlichem
Mittelpunkt und solcher undeutlicher eng gezackten äusseren
Querlinie. Die Hfl. in der ganzen Vorderrandshälfte weiss-
lich, vor dem Saum mit schwärzlicher, nach innen rost-
braun, nach aussen blaugrau angelegter Querbinde, die
gegen den Innenwinkel dunkler wird. Am Innenrand zei-
gen sich auch gegen die Wurzel zu einzelne schwarze ab-
gekürzte Querstreifen. Die Fransen aller Flügel weisslich
Neue palaearktische Pyraliden, Tortrieciden und Tineen. 7
mit auf dem Hfl. stärker unterbrochener, schwärzlicher Tei-
lungslinie. Die Unterseite aller Flügel gleichmässig bräun-
lich bestäubt, der Hfl. mit dunklerer Binde vor dem Saum.
Vfllänge 10—11,5 mm. Zwei 9, von denen das grössere
sehr gut erhalten ist, von Kasakewitsch bei Chaborowka
im Ussurigebiet durch Korb 1907 gesammelt. In der Samm-
lung von Caradia und im Wiener Hofmuseum.
Diese neue Art ist schon durch die ausnehmend ge-
streckten Flügel und die deutlich geringten Fühler sowie
durch die in der Vorderrandshälfte weisslichen Hfl. sehr
ausgezeichnet.
Tortriecidae.
12. Conchylis graeillimana n. sp. (8). Taf. 1, Fig. 2.
Zwei frische & aus der Sammlung von Caradja mit der
Bezeichnung „Cuenca (Castilien) VI 1906“ gehören einer
reizenden kleinen Art aus der Zephyrana-Gruppe an.
Die dünnen schwarzen, bis % der Vorderrandslänge
reichenden Fühler zeigen feine, kurze Wimperpinseln. Die
Palpen, von ca. doppelter Augendurchmesserlänge, sind
schwärzlich, unten weiss. Der (ölige) schlanke Körper vor-
wiegend schwarz, mit heller Schulterdecke. Die Beine schwärz-
lich, weiss gefleckt, nur die Hinterschienen rein weiss.
Die sehr schmalen, langgestreckten Vfl. mit deutlicher
Spitze sind hellgelb, durch weisse, in Querreihen stehende
Beschuppung aufgehellt und zeigen als Zeichnung schwarz-
braune Vorderrandsflecke, von denen jene in der Flügel-
mitte und vor der Spitze grösser sind. Ersterer setzt sich
als fast senkrechte, oberhalb der Mitte breit unterbrochene
Querbinde bis an den Innenrand fort. Die weissen, am
Ende schwach bräunlichen Fransen zeigen eine schwarze
Staublinie nahe der Basis. Die schmalen Hfl. sind samt
den langen Fransen schneeweiss. Die Unterseite der Vil.
goldig braun, mit fast rein weissen Transen, jene der Hfl.
weiss. Vfllänge 5, Exp. 10 mm.
13. Semasia aristidana n. sp. (52). Taf. 1, Fig. 14.
(8).
Zwei & und 1 @ aus dem Alai-Gebirge (Korb 1905)
stehen der S. labyrinthicana Chr. sehr nahe, wurden aber
von Herrn von Caradja wohl mit Recht als eine davon ver-
schiedene Art erkannt. Der wesentliche Unterschied liegt
abgesehen von der bedeutenderen Grösse der vorliegenden
Art und deren hellere, mehr graue Hil., vor allem darin,
8 Dr. H. Rebel.
dass die helle Zeichnung im Mittelfeld der Vfl. breit unter-
brochen ist, so dass in der Mitte des Vorderrandes ein sehr
breites weissliches Doppelhäkchen zu liegen kommt, und in
der Mitte des Innenrandes (statt des Querstreifens der laby-
rinthicana) ein nach aussen hakenförmig gekrümmter, viel
breiterer heller Innenrandfleck sich findet, der in seinem
Inneren mehr oder weniger olivengrau verdüstert ist. Auch
der weiss eingefasste Spiegelflleck im Innenwinkel ist grös-
ser. Dagegen stimmt die olivengraue Grundfarbe der Vfl.,
sowie die helle Basalzeichnung derselben und das zusammen-
geflossene Häkchenpaar am Vorderrand der Spitze mit laby-
rinthicana. Auch im Bau der Palpen, Fühler und andern
Körperteile lässt sich kein Unterschied entdecken. Auf der
Unterseite der Vfl. schlägt bei aristidana die weisse Zeich-
nung der Oberseite namentlich am Innenwinkel viel stärker
durch. 11—14 mm Vfllänge.
Typen in der Sammlung Herrn von Caradias und in
jener des Naturh. Hofmuseums in Wien.
14. Grapholitha caradjana n. sp. (52). Taf. 1, Fig.
1 (2). |
Diese prächtige, zu Ehren des Herrn Aristid von
Caradja benannte Art, wurde im Alai-Gebirge, zweifel-
los in bedeutender Erhebung, im Jahre 1905 von Herrn
M. Korb erbeutet. x
Die einfarbig schwärzlichen Fühler sind beim & aus-
nehmend verdickt, gegen die Spitze allmählich dünner wer-
dend, und reichen bis Dreiviertel des Vorderrandes, beim
Q etwas über 1% desselben. Die langen Palpen sind sehr
stark buschig behaart, weisslich, aussen stark eisengrau be-
stäubt, mit verborgenem Endglied. Auch der Scheitel ist ab-
stehend eisengrau beschuppt. Der robuste Körper ist
schwärzlich, der Hinterleib mit hellen Segmenträndern und
gelblichem Afterbüschel des &, beim @ schräg abgeschnit-
ten. Die Beine schwarz mit gelblichweissgefleckten Vorder-
und Mitteltarsen und am Ende gelblichweisser Behaarung
der Hinterschienen.
Die Vfl. fast gleichbreit mit steilem Saum, zeigen die
weisse Grundfarbe bis über die Hälfte durch bleigraue Be-
schuppung, die wellenförmig auftritt, stark verdüstert. Am
Schluss der Mittelzelle liegt ein grosser schwarzer Punkt
und darunter ein undeutliches schwarzes Häkchen. Ober-
halb des Mittelpunktes tritt die weisse Grundfarbe fleckartig
auf, und lässt vier einfache schwärzliche Vorderrandspunkte
a u + =
2 3 , er
Arena r 4
TA -
Neue palaearktische Pyraliden, Tortrieiden und Tineen, 9
bis zur Spitze deutlich erkennen. Das Saumfeld ist braun
semischt mit schwarzen Punkten und Bleilinien, ohne deut-
liche Spiegelzeichnung. Die hellen, am Ende grauen Fran-
sen schimmern stark messingfarben (ohne Augenpunkt).
Die Hil. tief schwarzbraun mit weissgrauen Fransen, die
an der Basis eine dunkle Teilungslinie zeigen. Die schwärz:
liche Unterseite aller Flügel erscheint weisslich gesprenkelt.
Villänge 7—7,5 mm.
Typen befinden sich in der Sammlung von Caradia.
Die Art hat nur in der Färbung der Vfl. einige ent-
fernte Aehnlichkeit mit Graphol. servillana Dup.
15. Diehrorampha alaicana n. sp. (&Q2). Taf. 1, Fig.
6. (8).
Vier & und ein @ im Alaigebirge (Zentral-Asien) von
M. Korb im Jahre 1905 erbeutet, stehen der rhaeticana Frey
sehr nahe, sind aber doppelt so gross und unterscheiden
sich in der Zeichnung der Vfl. auch dadurch, dass das
letzte Vorderrandshäkchen vor der Spitze doppelt (bei rhae-
ticana stets einfach) und die bleigraue Einfassung des Spie-
gelfeldes viel schmäler, nur linear, nicht so verbreitert wie
bei rhaeticana, erscheint.
Die runde Spitze der dunkelgrauen, dicht gelb bestäub-
ten Vfl. tritt auch hier deutlich hervor; die bleifarbige Zeich-
nung besteht aus 5—7 Paar gegen die Wurzel meist ver-
loschenen Doppelhäkchen, aus deren fünften Paar (von der
Spitze ab gezählt) Bleilinien entspringen, die in der Flügel-
mitte nach aussen spitz gebrochen sind und sich am Innen-
rand mehr oder weniger fleckartig verbreitern. Aus dem
dritten und vierten Häkchenpaar entspringen die Bleilinien,
welche das oft wunbezeichnete Spiegelfeld als feine Linien
umziehen. Vor dem Saume liegt eine Reihe von 3—8 schwar-
zen Punkten, davon der letzte in der Spitze selbst. Die
bleigrau glänzenden Fransen mit sehr breiter weisser Mittel-
linie, welche unter der Spitze die innere bleifarbige Begren-
zung verdrängt (Augenpunkt). Hfl. hell braungrau mit
weisslichen Fransen, die eine dunkle Teilungslinie nahe der
Basis und eine verloschenere solche gegen das Ende aufwei-
sen. Unterseits der Vfl. dunkel braungrau mit gelblichem,
schwärzlich geflecktem Vorderrand, jene der Hfl. bleigrau.
Das ® kleiner und schmalflügliger als das &. Vfllänge
S(Q)—11,5 mm (5) (gegen 6—8 mm der rhaeticana).
Typen der neuen Hochgebirgsart befinden sich in der
Sammlung von Caradja und im Wiener Hofmuseum.
10 Dr. H. Rebel.
Choreutidae.
16. Choreutis intermediana n. sp. (5292). Taf. 1.
Eis 3..(00)).
Eine eigentümliche kleine Art, welche die Gattungen
Choreutis und Simaethis in der Palpenbildung zu verbin-
den scheint. Es liegen vier frische Stücke (3 8, 1 2)
aus dem Alaigebirge (Prov. Fergana), von M. Korb im
Jahre 1905 gesammelt, aus der Sammlung von Caradia,
vor.
Die Fühler sind weiss, schwarz geringt, beim & mit
einzelstehenden langen Wimpern besetzt. Die Palpen zei-
gen ein rauh-, oder besser kurzbuschig beschupptes Mittel-
glied und ein kurzes, ganz stumpfes Endglied von zirka
% Länge des Mittelgliedes. Letzteres stimmt also mit den
Merkmalen von Simaethis überein. Da aber das Mittelglied
nicht anliegend beschuppt ist und einzelne metallisch glän-
zende Schuppen auf den Flügeln auftreten, bleibt die Art
besser bei Choreutis stehen. Der Körper einfarbig braun-
grau, die Beine weissgrau gefleckt.
Die Vfl. erinnern an Ch. pretiosana und besitzen wie bei
dieser eine braune Grundfarbe und zwei weiss- oder grau-
staubige Querbinden bei ein drittel und zwei drittel, die
hier aber fast gerade verlaufen. Im braunen Mittelraum
und im Saumfelde finden sich einzelne metallglänzende
Schuppen, die aber viel kleiner als bei pretiosana sind und
nicht auf schwarzen Flecken liegen. Am, Vorderrand vor
der Spitze zwei deutlich weisse Fleckchen, von denen das
zweite den Beginn der äusseren weissgrauen Staubbinde be-
zeichnet. Die Fransen braunstaubig, in der Mitte mit weiss-
licher Teilungslinie, jedoch ohne helle Fleckung.
Die Hfl. ganz einfarbig braungrau, mit sehr breiten,
choreutisähnlichen Fransen, die eine dunkle Teilungslinie
nahe der Basis führen. Die Unterseite bräunlichgrau, die
Vfl. mit den beiden weisslichen Vorderrandfleckchen. 5 bis
6 mm Vfllänge. i
Typen in der Sammlung von Caradia und im Wiener
Hofmuseum.
Ich würde die Art für Choreutis ultimana
Krul. (Rev. Russ. Ent. VIII p. 275 von Urzum) gehalten
haben, allein die Angaben über die Zeichnung der Vf.
(mit vier weissen Vorderrandpunkten) Körper und Hil.
wie bei Sim. fabriciana schliessen eine Zusammengehörig-
keit aus.
Neue palaearktische Pyraliden, Tortriciden und Tineen. 11
Auch mit Chor. solaris Ersch. aus ÖOstsibirien
hat die vorliegende zentralasiatische intermediana nichts zu
tun, da solaris eine scharfe weisse Bogenlinie im Saumfeld
der Vfl. und einen weissen Fleck auf den Hifl. besitzt.
Glyphipterygidae.
17. Phycodes mesopotamieca n. sp. (59). Taf. I
Bie’5 (9).
In der neuen Katalogauflage erscheint unter Nr. 4465
Phycodes minor Moore (Pr. L. S. 1831 p. 578) von Meso-
potamien, Arabien und Indien angeführt. Bei der kürzlich
vollendeten Bearbeitung der von Profi. Simony während der
Expedition der K. Akademie der Wissenschaften nach Süd-
arabien und Sokotra gemachten Lepidopterenausbeute stellte
sich heraus, dass die Phycodesart von Arabien und Soko-
. tra weit verschieden von Ph. minor ist, und einer neuen
Art (Ph. superbella Rbl.) angehört. Aber auch die in Me-
sopotamien aufgefundene Art, wovon das Hofmuseum ein
ganz frisches Pärchen aus Mardin, von der Firma Staudin-
ger und Banghaas als Ph. minor erhalten, besitzt, unter-
scheidet sich von Ph. minor, wenngleich sie letzterer Art
sehr nahe steht, und mag daher den Namen mesopotamica
erhalten. Ich lasse vorerst eine Beschreibung von Ph. me-
sopotamica folgen:
Die kurzen, schwarzen Fühler reichen nicht bis % der
Vorderrandlänge und sind beim & etwas stärker verdickt.
Scheitel und Stirn glänzen lebhaft goldig. Die Beschuppung
der kurzen Palpen, wie der ganzen Körperunterseite und
der Beine ist schneeweiss. Das Basal- und Mittelglied der
Palpen ist dick beschuppt, das sehr feine, nahezu schwarze
Endglied überragt etwas das Gesicht. Die Beine zeigen
auf ihrer Aussenseite die Schienen und Tarsen braungebän-
dert. Die beiden Spornpaare der Hinterschienen bleiben
weiss. Der Thorax ist so wie die Grundfarbe der Vfl.
durch grobe sandgraue Beschuppung aufgehellt. Der Hinter-
leib, aus dessen Spitze beim @ die Legeröhre heraustritt,
ist oberseits braungrau mit weissen Segmenträndern, welche
sich auf der Unterseite ausserordentlich verbreitern und die
dunkle Grundfarbe nur in schmalen Streifen bestehen lassen,
Die ziemlich breiten Vfl. mit fast geradem Vorderrand
und kurzem steilen Saum erscheinen durch die grobe hell-
graue Beschuppung gleichmässig gerieselt und zeigen in
ihrer Mitte eine auf beiden Flügelrändern fast senkrecht
)
12 Dr. H. Rebel.
stehende, gerade, schmale, braune Querbinde, auf deren bei-
den Seiten der Flügelgrund etwas heller erscheint. Der
Vorderrand weist eine charakteristische schwarzbraune
Fleckung auf, in der namentlich nach der. Querbinde zwei
grössere Fleckchen und dazwischen liegende weisse Häk-
chen hervortreten. Die Fransen mit schwarzer Schuppen-
linie an ihrer Basis glänzen einfarbig metallisch golden.
Die Hfl. sind rötlich schwarzbraun, gegen die Basis, nament-
lich längs der Medianrippe weisslich aufgehellt, mit weiss-
lich behaarter Rippe A 2. Die Fransen mit dunkler Schuppen-
linie an ihrer Basis sind weiss, gegen die Spitze aber in
ihrer ganzen Breite goldbraun verdüstert.
Die braune Unterseite der Flügel ist sehr charakteri-
stisch lebhaft gezeichnet. Die Vfl. sind nämlich in ihrer
Mitte unterhalb des Vorderrandes längsstreifenartig weiss
aufgehellt, so dass die Mittelquerbinde und die dunklen
Vorderrandsfleckchen nach ihr sehr auffallend heraustreten.
Auch die Hfl. zeigen den Vorderrand nach ihrer Mitte ziem-
lich breit rein weiss und einen solchen dreieckig geformten
Basalfleck. Vfllänge 8,5—9, Exp. 18—19 mm. — Die Typen
befinden sich im Hofmuseum in Wien. |
Ph. minor Moore, wovon das Hofmuseum ein ganz
mit der Originalbeschreibung übereinstimmendes Stück aus
Indien (angeblich Himalaya, Rghfr.) besitzt, unterscheidet
sich von mesopotamica durch stärker verdickte männliche
Fühler, schmälere Vfl. mit nur kupfrig glänzenden Fransen
und vor allem durch die vollständig einfarbige zeichnungs-
lose, schwach kupfrig glänzende, braune Unterseite aller
Flügel. SE
Auch Ph. substriata Wlsghm. (Tr. Ent. Soc. Lond.
1891, p. 79, t. 4, f. 19 von Zanzibar) ist eine sehr nahe-
stehende Art, welche aber noch einige grosse dunkle Punkte
in der Mitte des Aussendrittels der Vfl. und lange schwarze.
Längsstriche vor dem Saum besitzt. Den gefleckten Vorder-
rand der Vfl. hat substriata mit mesopotamica gemein. Die
Palpen von substriata sollen dunkel („fuscous“) sein.*)
*) Ueber die Bildung der Gattung Phycodes bei den Glyphip-
terygiden vgl. Rebel, K. Ak. Wiss., Wien. Bd. LXXI (2. Halbband),
p- 90—93.
Neue palaearktische Pyraliden, Tortriciden und Tineen. 13
Hyponomeutidae.
15. Paraprays punctigera n. gn. et n. sp. (5). Taf.1,
Fig. 4.
Eine kleine Anzahl männlicher Stücke, welche M. Korb
im Alai-Gebirge in Zentral-Asien erbeutete, machen die Auf-
stellung einer neuen Gattung unter den Hyponomeutiden er-
forderlich, die ihren Platz am besten zwischen Hyponomeuta
und Prays findet.
Diagnose der Gattung.
Fühler nur etwas über % des Vorderrandes reichend
dünn fadenförmig, nur sehr kurz bewimpert. Das Wurzel-
elied ohne Auszeichnung. Die Kopfbeschuppung rauh, hin-
ten schwach abstehend. Die Palpen, von ca. doppelter Augen-
(Jurchmesserlänge, fadenförmig, das Mittelglied rauher be-
schuppt, das Endglied pfriemenförmig, gerade vorstehend,
Fig. 1. Fig. 2.
nur 4% des Mittelgliedes lang. Der Rüssel ist stark rück-
gebildet. Nebenpalpen fehlen. Der Thorax klein, der Hinter-
leib stark flachgedrückt, gegen das Ende nicht veriüngt,
mit sehr kurzem Afterbusch, überragt den Afterwinkel der
Hl. Die Beine proportioniert, die Hinterschienen anliegend
beschuppt, mit 2 Paar Sporen.
Die Vil. langgestreckt mit gerundeter Spitze zeigen Ader
Sc bereits in der Mitte des Vorderrandes mündend, aus den
Ecken der Anhangszelle entspringen R 2 und ferner aus
einem Punkt R 3 und R 4. Die Mittelzelle ist durch den
erhaltenen Längsstamm der Media geteilt, Ader A 1 einfach,
Ader A 2 und A 3 bilden an der Basis eine Wurzelschlinge.
Auf den eiförmigen Hinterflügeln verläuft Ader Sc frei,
Ader R bildet am Schluss der Mittelzelle einen auffallenden
Einsprung, Ader M 3 und C, sind kurz gestielt. Die deut-
Dr. H. Rebel.
lich geteilte Mittelzelle tritt in ihrer unteren Ecke stark vor.
An der Basis der Cubitalader zeigen die Hfl. einen unbe-
schuppten Längsstrich. Die Fransen der Flügel sind mässig _
lang, am Innenwinkel der Hfl. ca. von ein Drittel der
Flügelbreite.
Durch die auf dem Hfl. erhaltene Ader M 3 sofort von 8
den nächststehenden Gattungen Hyponomeuta und Prays zu
unterscheiden, von ersterer überdies durch die ganz andere
Form der Mittelzelle der Hfl., die in ihrem unteren Winkel
spitz vortritt, verschieden.
Beschreibung der Art.
Die Allgemeinfärbung des Tieres ist dunkel eisengrau.
Die Fühler sind einfarbig, die Kopfhaare hinten, sowie der
Afterbusch mit weissgrauen Haaren gemischt. Die Beine
einfarbig grau. Die glatt beschuppten Vfl. eisengrau, etwas
fettglänzend mit unregelmässiger (zerrissener) schwarzer
Punktzeichnung, die nahe dem Vorderrand eine Längsreihe
bildet und nach der Mitte in zwei etwas stärkeren Punkten
hervortritt. Der Innenrandsteil bleibt frei von Punkten. Die
Fransen einfarbig heller grau. Die Hfl. dunkelgrau mit
helleren Fransen, die an der Basis eine dunkle Teilungs-
linie führen. Unterseits alle Flügel einfarbig glänzend grau.
Villänge 8, Exp. 16 mm. Alai-Gebirge.
Typen in der Sammlung von Caradja und im Wiener
Holmuseum.
Die Tirumalaarten der Insel Celebes.
Von
Dr. L. Martin.*)
Das Danaiden-Subgenus Tirumala, Moore scheint im
Süden .der Insel Celebes besonders reich vertreten zu sein,
da es mir dort im Hinterlande von Makassar gelang, vier
gut verschiedene Formen nachzuweisen. Zwei dieser sind
endemische, nur auf Celebes und Nebeninseln vorkommende,
sute Arten, während die beiden andern auch anderwärts im
indo-australischen Faunengebiete gefunden werden und nur
als geographische Subspezies gelten können. Tirumala, im
Tropengürtel von Westafrika bis nach Australien und weit
in die Südsee verbreitet, bietet bei der grossen Aehnlichkeit
der Formen und starker individueier Variabilität dem Syste-
matiker bedeutende Schwierigkeiten und erfordert zur rich-
tigen Erkennung scharfe Augen und reiches Material; viel-
fach sind aus diesen Gründen schon verschiedene Arten
und Formen ohne Kritik und Berechtigung in einen Topf
seworfen worden. Fruhstorfer hat als erster und mit Er-
folg versucht, Ordnung in die vielen beschriebenen Spezies
zu bringen, und nimmt drei grosse Gruppen, die Lim-
niace-, Melissa- und Septentrionisgruppe an. Was er aber
an Unterscheidungsmerkmalen zur Begründung seiner Grup-
pen anführt, ist leider nicht stichhaltig, denn die Farbe der
hyalinen Flügelflecken, der männlichen Dufttaschen auf der
Hiflglunterseite und des Abdomens variiert oft schon indi-
viduell so stark, dass hier kein fester Boden zu finden ist.
Fruhstorfer schrieb über Tirumala anno 99 (Berl. Ent.
Zeitschr. 1899 pag. 115), heute nach zehn Jahren und un-
terdessen erfolgter grosser Anreicherung seines Materials
würde er sicher anders und noch grosszügiger urteilen.
Aber dennoch hat er schon damals gut gesehen, und sind
*) Im Manuskript sind alle Artnamen mit großen Anfangsbuch-
staben geschrieben. Der Autor befindet sich zur Zeit in Borneo, eine
Anfrage ist bei der Kürze der Zeit nicht möglich, wir haben daher die
Namen so gedruckt, wie sie im Manuskript stehen. Die Redaktion.
Iris I Deutsche Entomologische Zeitschrift „lris', herausg. vom
Entomologischen Verein Iris zu Dresden, Jahrgang 1910,
16 Dr. L. Martin.
seine Gruppen auch heute noch mit einiger Einschränkung
beizubehalten. Sie sind nämlich, wie gezeigt werden soll,
nicht ganz gleichwertig. Ich würde mich für nur zwei
grosse Gruppen, die Limniace- und Septentrionisgruppe,
entscheiden, und halte Fruhstorfers Melissagruppe für eine
klimatische Modifikation der letzteren. Die Limniacegruppe
bewohnt ausnahmslos Länder und Inseln, welche eine grosse,
langandauernde Trockenzeit besitzen, während die Septen-
trionisgruppe in ihrer reinen Gestalt ausschliesslich nur
im Gebiete des reichen, äquatorialen Regenfalles vorkommt,
wo von einer entschiedenen Trockenzeit nicht gesprochen
werden kann. Limniace ist eine mehr westlich-kontinentale,
Septentrionis eine mehr östlich-insuläre Form. Da wo Sep-
tentrionis auf kleineren Inseln weiter nach Osten und auch
auf den Kontinenten von Neu-Guinea und Australien eine
bedeutendere Trockenzeit durchmachen muss, hat sie sich
zur Melissaform modifiziert, welche alles in allem noch viel
näher an Septentrionis als an Limniace steht. Daher die
Uebereinstimmung aller Autoren, welche sich mit dem Ge-
genstande befasst haben, darin, dass Limniace und Melissa
leicht, Septentrionis und Melissa schwer zu unterscheiden
seien. Septentrionis mit ihren wenigen Subspezies findet
sich dementsprechend nur im regenreichen Himalaya, in
der südlichen Hälfte der malayischen Halbinsel, auf Nias,
Sumatra, Borneo, Palawan und in West-Java., wo fast über-
all auffallenderweise, aber meinen obigen Ausführungen ent- -
sprechend, jede Limniaceform vermisst wird. In ÖOst-Java
und östlich davon auf den kleinen Sundainseln, in den Mo-
lukken, auf Neu-Guinea und in Australien. wo überall eine
ausgesprochene Trockenzeit herrscht, verschwindet Septen-
trionis in reiner Gestalt, um sich zu Melissa zu wandeln,
welche auch neben Limniace schon im Süden des indischen
Kontinents (Melissa Dravidarum, Fruhst.) auftritt. Dass
Java bei seiner bekannten, grossen Kontinentähnlichkeit
auch eine Limniaceform beherbergt, welche wir vielleicht
sekundär auch noch auf Celebes und den kleinen Sunda-
inseln finden, darf nicht wundern, und durchbricht in kei-
ner Weise meine obigen Ausführungen. Sonst aber findet
sich Limniace nur auf dem Kontinent bis nach China und
dort auch noch auf Hainan und Formosa.
Nach meiner persönlichen Anschauung gibt es aber
drei gute, wirklich stichhaltige, morphologische Merkmale
zur Unterscheidung der beiden grossen Gruppen:
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Iona] Kusev!
Die Tirumalaarten der Insel Celebes. 17
1. Alle Limniaceformen haben Basis und Zentrum des
Hiflgls. möglichst aufgehellt und mit hyalinen, schwach be-
schuppten Feldern bezogen, während die Randzone beider
Flügel trotz submarginaler und marginaler Fleckung breit
schwarz erscheint. Die Septentrionisformen dagegen haben
den ganzen Hitflgl. dunkel beschuppt mit ziemlich gleich-
mässiger Verteilung der sehr reduzierten und nur gering-
gradig hyalinen Flecken.
2. Bei allen Tirumalas steht auf dem Vdflgl. nach aus-
sen von der Zelle zwischen den Radialen eine Gruppe von
3—4—5 subapicalen Strichen oder Flecken. Bei Septen-
trionis besitzen diese Flecken eine dünne, längliche, ausge-
zogene Form, sind wirkliche Striche und zeigen eine deut-
liche, scharfe Spitze nach aussen. Bei Limniace sind sie
dick, rundlich oder selbst viereckig, wirkliche Flecken,
stumpf abgerundet nach aussen und innen, und zeigen oft,
besonders der unterste, nach innen gegen den Zellschluss
eine kleine Einkerbung.
3. Zwischen unterem Medianaste und Submediana stehen
bei allen asiatischen Tirumalas auf dem Vdflgl. zwei läng-
liche Flecken übereinander, ein längerer, mehr basaler, un-
terer, und ein kürzerer, nach aussen gerückter, oberer. Bei
Septentrionis bleiben diese Flecken, strichförmig und schmal,
immer weit ‘getrennt. während sie bei Limniace zusammen-
fliessen oder doch Neigung zum Zusammenfliessen zeigen
und zusammen mit einem weiteren, in der gleichen Zelle
weiter nach aussen stehenden Flecken häufig eine Figur
bilden, welche die Form einer Tabakspfeife besitzt. Der
Vergleich mit der Tabakspfeife stammt von Fruhstorfer, und
der dritte, von aussen hinzukommende Fleck stellt den Was-
sersack der Pfeife vor.
Diese drei Unterschiede stehen fest und halten gut und
haben sich mir bei grossen Serien von Individuen aus allen
Teilen des indo-australischen Faunengebiets als brauchbar
erwiesen. Es wären somit Limniace und Septentrionis in
befriedigender Weise geschieden, bleibt aber die Schwierig-
keit der Melissaformen, welche auf dem Vdflgl. die Merk-
male für Septentrionis zeigen, während der Htflgl. die für
Limniace charakteristische Gruppierung der hyalinen Flek-
ken erkennen lässt. Man kann bei genauem Studium grosser
Melissaserien aus verschiedenen Gebieten mit Bezug auf die
obigen drei Merkmale folgendes feststellen: Die subapicalen
18 Dr. L. Martin.
Striche (2) bei allen Melissaformen spitz und völlig Septen-
trionis gleich; die Flecken in der Zelle zwischen Submediana
und unterem Medianaste vielleicht in 50 % in Septentrionis-
anordnung, in den anderen 50 % zusammenfliessend oder
doch Neigung zum Zusammenfliessen zeigend wie bei Lim-
niace (3); der nach aussen stehende zur Tabakspfeifenfigur
gehörige Flecken ist aber immer etwas breiter und zeigt,
wenn auch nicht verbunden, doch die Ansätze oder Neigung
zur Verbindung; Zeichnung des Hiflgls. (1) immer mehr in
Limniaceart; Grundfarbe und allgemeiner Habitus, so weit
beide benutzt werden können. viel mehr zu Septentrionis
neigend, dies besonders bei den östlichen Formen der Mo-
lukken und des Papuagebietes.
Man könnte nun nicht mit Unrecht daran denken, dass
Melissa durch eine geschlechtliche Vermischung der beiden
Haupfgruppen entstanden sei, was z. B. in Kontinental-
Indien und auf Java, wo sowohl Limniace als auch Septen-
trionis vertreten ist, wohl möglich wäre, besonders wenn
die Genitalien beider Gruppen eine solche Vermischung er-
lauben. In der Tat findet sich auch im Süden des indischen
Kontinents. auf Ceylon und auf Java eine Melissaform. Da
aber. wo allein Septentrionis fliegt, gibt es keine Melissa,
die sich jedoch sofort zeigt. wenn auch Limniace zur Fauna
gehört. wie auf Java und Celebes. Für die kleinen Sunda-
inseln, auf «denen Limniace und Melissa zusammenfliegen,
musste man annehmen, dass die Septentrionisahnen durch
klimatische Gründe ihren Untergang gefunden haben. Das
wäre eine mögliche Erklärung, mir aber erscheint die Auf-
fassung von Melissa als einer durch regelmässige Trocken-
zeit veränderten Septentrionis als wahrscheinlicher und halt-
barer, zudem wir in Septentrionis mehr die Form des Ostens
und der Inseln und in Limniace die des Westens und des
Kontinents erkannt haben. Zweifellos bedarf aber die höchst
interessante, geographische Verbreitung und die richtige Ein-
teilung der vielen Tirumalaformen noch eines eingehenden
Studiums, zu welchem aber als Prämisse eine vollständige
Kenntnis der Larvenformen und der Genitalien der Imagines
erforderlich ist; dann erst wird volle Klarheit geschaffen
werden können.
Bingham (Fauna of British India, 1905 I. pag. 17) gibt
an, dass es ihm nicht möglich gewesen sei, eine Beschrei-
bung der Raupe von Septentrionis zu finden. Ich habe den
Schmetterling auf Sumatra mehrfach aus dem Ei gezogen
Die Tirumulaarten der Insel Celebes. 19
und besitze in meinem Tagebuche aus dem Jahre 1892 fol-
gende, leider zu kurze Notizen. Am 18. II. 92 legte ein
Septentrionis @ ein Ei auf ein junges Blatt eines jungen
Triebes einer hellgrünen, rundblättrigen Schlingpflanze,
welche nahe am Flussufer wuchs. Die Eier wurden einzeln,
je eines auf ein Blatt, abgesetzt. Das Ei war weiss, kegelig
und sass mit sark abgeplatteter Spitze dem Blatte auf. Am
21. II. schlüpfte das Räupchen, weiss mit schwarzem Kopfe;
am 23. Il. erste Häutung, worauf die weisse Raupe schwarze
Querstriche und fleischige Stacheln erkennen liess. Am 1. III.
hörte die Raupe auf zu fressen, am 2. Ill. Puppe, grün,
feuchtglänzend mit goldenen Tupfen und einem goldenen
Bande da. wo die Abdominalringe beginnen, von kurzer,
gedrängter (Koffer-)Form, vom Blattgrün der Futterpflanze
kaum zu unterscheiden. Am 10. III. 9 h. morgens der
Schmetterling, also nur S Tage Puppenruhe und überhaupt
für den grossen Schmetterling eine rapide Entwicklung.
Eine zweite Raupe verpuppte sich am 6. IlI. 92 und ergab
am 14. III. 7 h. morgens den Schmetterling nach wieder
nur achttägiger Puppenruhe. Uebrigens grosse Aehnlich-
keit mit den bekannten Larvenständen von Limniace!
Die einzige Tirumala Afrikas wurde von Aurivillius in
den Rhopalocera Aethiopica wohl auf Autorität Kirbys zur
var. der Limniace Cram. degradiert; aber Petiverana Doubl.
and Hew. ist ganz gewiss eine gute Spezies für sich und
hat mit Limniace nichts zu tun. Ausser anderen grossen
Verschiedenheiten fehlt ihr konstant der basale Strich in der
Zelle zwischen Submediana und unterem Medianaste des
Vdflgls., den absolut keine asiatische Tirumala vermissen
lässt; der zweite mehr nach aussen stehende. Fleck in der
gleichen Zelle ist vorhanden aber immer rund und nie
strichförmig. Exemplare aus Kamerun, vom Kongo und aus
Deutsch-Ostafrika ändern untereinander nicht ab.
Doch nun ad rem zu den Tirumalas von Üelebes; die
beiden endemischen Arten sind:
1. Danais (Tirumala) Choaspes, Butl. eine ganz aparte
Form und echtes Celebestier, konstant in Zeichnung und
ohne alle Zeitunterschiede, ausgezeichnet durch ein weisses
Abdomen mit schwärzlicher Dorsallinie, trägt niemals in der
Htflglzelle einen schwarzen Gabelstrich, den man sonst .bei
allen Tirumalas mehr oder minder entwickelt findet; Duft-
tasche des & schwarz. Flog das ganze Jahr hindurch im
50 Dr. L. Martin.
Hinterlande von Makassar, häufiger in der Regenzeit, Okto-
ber bis Februar, war aber niemals gemein und scheint in
Nord-Celebes ganz zu fehlen; wenigstens erhielt ich von
dort durch meine Sammler keine Stücke und auch Hopffer
(Stett. Ent. Zeit. 1874) nennt die Art nicht. Da auf Celebes
eine ausgesprochene Limniaceform fliegt, muss man choa-
spes wohl gesondert halten als eine Eigentümlichkeit der so
eigentümlichen Fauna der vielarmigen Insel; der Zeichnung
entsprechend ist die Art aber doch der Limniacegruppe an-
zureihen. Zwei Lokalformen, von den Sula-Inseln und von
den Philippinen sind schon bekannt; eine dritte konnte ich
leider nur in einem & auf der Insel Buton selbst erbeuten.
Danais Choaspes Kroeseni, nov. subspec. ist
kleiner als die Celebesform, von der sie sich durch violett-
schwarze Grundfarbe (grün-schwarz bei typischem choaspes)
und durch völliges Fehlen des braungrünen Aniluges des
Vdflglapex und des Htflglaussenrandes der Unterseite unter-
scheidet. Ein & am 8. IV. 06 auf dem Wege von der Mün-
dung des Butonflusses zum Sultanpalast; Benennung zu
Ehren des Gouverneurs von ÜCelebes, Alexander Cornelius
Kroesen, dessen Freundschaft mir die Reise nach der ent-
legenen Insel ermöglichte.
2. Danais (Tirumala) Ishmoides, Moore, eine in Nord-
und Süd-Celebes fliegende, ebenfalls ganz aparte Art, welche
ihren Namen mit grossem Rechte trägt, da wirklich eine
starke, täuschende Aehnlichkeit mit dem gemeinsten Falter
der Insel, Danais (Radena) ishma, Butl. besteht, nebenbei
eine gute Waffe in Händen der Gegner der Mimikrytheorie,
denn es gehören ja beide Arten zu den ohnehin geschütz-
ten Danaiden und bestände deshalb kein Grund zur Nach-
ahmung. Dufttasche des & schwarz, Abdomen oben schwarz-
braun, unten rotbraun, weiss geringt mit einem unterbroche-
nen, weissen Bauchstreifen. Im Hinterlande von Makassar
das ganze Jahr hindurch, aber immer sehr selten, im Laufe
eines vollen Jahres nur 10 Exemplare; Fruhstorfer erbeu-
tete zu Zeiten seines ÜOelebesaufenthaltes nur 5 und Doherty
ling das Tier im August—September 1891 überhaupt nicht.
Die Zeichnung von Ishmoides, besonders die Anordnung
der discalen Fleckenreihe des Vdflgls. ist so abweichend,
dass sie als gute Art anzusehen ist, zudem auch eine un-
verkennbare Melissaform auf Celebes vorkommt. Es geht
deshalb nicht an, sie als Subspezies zu Melissa zu stellen,
wie das Fruhstorfer versucht; der Hitflgl. allerdings zeigt
Die Tirumalaarten der Insel Celebes. 21
den Limniacetypus, der Vdilgl. dagegen sehr ausgeprägt
die Charaktere von Septentrionis, spitze, subapicale Striche,
und fliessen in keinem meiner 10 Exemplare die beiden
Streifen oberhalb der Submediana des Vdflgls. zusammen.
Wie Choaspes bei Limniace, ist deshalb Ishmoides bei Sep-
tentrionis anzugliedern. Celebes bietet uns eben hier wie-
der, wie so oft, eine Ueberraschung; so besitzt es z. B.
fünf wohl verschiedene Limenitisarten, nachdem westlich
und östlich nur noch je eine Art vorkommt; nun stossen
wir im Subgenus Tirumala plötzlich auf vier deutlich
distinkte Formen, obwohl in allen benachbarten Gebieten
höchstens 1—2 solche nachweisbar sind. Obwohl ich kein
Freund von Vorkommenserklärung durch Zuwanderung oder
Einschleppung bin und solchen Faktoren bei der Verbrei-
tung der Rhopaloceren nur sehr beschränkten Wert ein-
räume, könnte doch hier der Fall so liegen, dass Choas-
pes und Ishmoides die ursprünglichen, weit differenzierten
Tirumalatypen von Celebes darstellen, während die beiden
nun sofort zu erwähnenden andern Formen vielleicht in
sehr rezenter Zeit auf Celebes eingewandert sind oder noch
im Stadium der Immigration sich befinden.
3. Danais (Tirumala) Limniace, Cram. Makassara,
nova subspec. steht Limniace Conjuncta, Moore aus Java,
mit welcher ‚sie auch an Grösse übereinkommt, am näch-
sten, hat aber das Marginalgebiet beider Flügel reicher ge-
fleckt als Conjuncta, deren schwarze Randbinden einheit-
licher und grösser erscheinen. Auf der Unterseite beider
Flügel ist Makassara ziemlich gleichfarbig schwärzlich,
während bei den meisten andern Limniaceformen über Htilgl.
und Apex des Vdflgls. ein goldbrauner Ton ausgebreitet ist.
Einzelne Stücke von Makassara lassen zwar einen schwa-
chen Anflug des goldbraunen Tones erkennen, immer aber
viel geringer als bei Conjuncta. Die hyalinen Flecken der
Unterseite, welche bei Conjuncta auf dem Vdflgl. bläulich,
auf dem Hiflgl. aber besonders gegen Basis und Analrand
hin weiss sind, zeigen bei Makassara keinen Farbenunter-
schied, sondern sind auf beiden Flügeln schwach grünweiss.
Die Dufttasche des & ist weissgrau mit einer dunklen, api-
kalen Randzone. Abdomen oben graubraun, unten rotgelb
mit weisslichen Ringen und seitlichen weissen Pünktchen
und der Andeutung einer weissen Ventrallinie. Nach 5 &&
und 3 99, welche ich im Laufe eines Jahres im Hinter-
lande von Makassar erbeuten konnte. Die Form ist also
293 Dr. L. Martin.
recht selten und von keinem meiner Vorgänger (Doherty
and Fruhstorfer) auf Celebes gefangen worden, so dass eine
Einwanderung jüngsten Datums nicht im Bereiche der Un-
möglichkeit läge. Ich muss selbst gestehen, dass Makassara
eine etwas schwache Subspezies ist, immerhin aber möchte
ich heute das langbezweilelte, hochinteressante östlichste
Vorkommen einer Limniaceform auf Celebes neben Choa-
spes durch einen Namen festnageln, selbst wenn dieser spä-
ter zu einem Synonym von ÜConjuncta oder gar Limniace
sinken sollte.
Auf der im Süden vom westlichen Celebes im blauen
Meere ruhenden Insel Saleyer dagegen fliegt eine sehr grosse
Limniaceform, welche Conjuncta und Makassara durchschnitt-
lich um 10 mm im Ausmasse ‚der Flügelspannung übertrifft
und die ich im Gegensatze zur schwachen Makassara als
eine starke Subspezies bezeichnen möchte. Ich nenne sie
nach dem Hauptdorfe der Insel, Benteng, Limniace
Bentenga, nova subspecies. Dunkelste mir bekannte
Limniaceform von tiefschwarzer Grundfarbe, in der Grösse
an kontinentale Formen herangehend, aber von breiterer,
kürzerer, gedrungener Flügelform. Das schwarze Randge-
biet beider Flügel sehr breit mit starker Reduktion der Sub-
marginalen und marginalen Flecken, Coniuncta in dieser
Beziehung noch übertreffend; auf der Oberseite des Hiilgls.
ist der in der Gabel zwischen oberem und mittlerem Median-
ast stehende Flecken, sonst ein nach unten und aussen
offenes V, so sehr zurückgegangen, dass er nur noch als
kleines Häubchen erscheint. Bei keiner anderen Limniace-
form findet sich ein derartig starkes Zurückgehen dieses
Zeichnungselementes. Die Flügelunterseite trägt bezüglich
der hyalinen Flecken die gleichmässige Färbung von Ma-
kassara; Aussengebiet der Hiflgl. und Apex der Vdflgl. be-
sitzen den goldigen Schimmer der anderen Limniaceformen,
nur ist er nicht goldbraun, sondern eine Nuance dunkler
goldolive. Der Basalteil der Vdflglunterseite ist sehr schwarz,
wie nirgend wieder in der Sippe. Dufttasche des & hell-
grau mit breiter, schwarzer Kuppe, Abdomen oben schwarz,
unten braun mit schwacher, weisser Ringung und einem
unterbrochenen, weisslichen Ventralstreifen. Nach ungefähr
20 Exemplaren beiderlei Geschlechtes, im Januar, Februar.
März. Mai und Dezember auf der Insel Saleyer gelangen.
Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass ich von Bali,
wo ich im August und September 1906 durch einen ausge-
Die Tirumalaarten der Insel Celebes. 23
zeichneten, javanischen Jäger (Saimoen) sammeln liess, nur
Melissa in grosser Menge erhielt, aber auch kein einziges
Stück von Limniace conjuncta. Auf Sumbawa, wo ich selbst
im Februar 1907 eine Woche intensiv gesammelt habe, fing
ich Limniace in einer Form. welche sich kaum von der
oben beschriebenen Makassara unterscheiden lässt, dieser
jedenfalls viel näher steht als der javanischen Coniuncta.
Melissa war auf Sumbawa seltener; ich konnte nur 3 aber
typische Stücke erbeuten. De Niceville (Journ. Asiat. Soe.
Bengal. 66. 1897, pag. 671) erwähnt von Bali nur Limniace,
offenbar eine Verwechslung mit Melissa, aber die Sache
stimmt insofern, als anscheinend auf Bali nur eine Tirumala
vorkommt. Von Sumbawa erwähnt er Limniace und Me-
lissa. was mit meinen Erfolgen genau stimmt. Pagenstecher
vermeldet von Sumbawa und Sumba Melissa und Limniace.
führt aber beide Formen unter dem Namen Melissa; ich
selbst besitze ein zweilfelloses Limniace @ aus Sumba,
welches ebenfalls meiner oben beschriebenen Makassara sehr
nahe steht. Wie Doherty schon bemerkte und auch Fruh-
'storfer sagt. Melissa und Limniace sind sehr leicht zu tren-
nen. viel schwieriger aber Melissa und Septentrionis, denn
es fliegen z. B. auf Bali grosse Stücke von Melissa, deren
Vaflgl. völlig in der Zeichnung mit Septentrionis über-
einkommt, aber die Konzentrierung der hyalinen Flecken
auf die basale Hälfte des Htflels. stellt sie sicher zu Me-
lissa. Sollte man einer Einwanderung von Limniace Ma-
kassara nach Celebes in jüngster Zeit Wahrscheinlichkeit
heimessen, so müsste diese nach den oben erwähnten Fang-
resultaten von Süden her über die Floressee erfolgt sein,
nachdem ich auf Sumba und Sumbawa nahezu identische
Formen konstatieren konnte. Die Sablasanak-(Postillon)In-
seln zwischen Sumbawa und ÜCelebes würden einen diese
nicht auszuschliessende Möglichkeit noch erleichternden Land-
steg bilden. Leider sind von dieser Inselgruppe, welche
ich auf der Fahrt von Makassar nach Sumbawa flach und
bewaldet im Westen liegen sah, noch keine Schmetterlinge
hekannt geworden.
4. Danais (Tirumala) Melissa Goana, nova subspee.
leider nur auf ein Material von 2 @ 29 (Goa VIII. 06 und
Bangala II. 07) begründet. Dennoch lassen die beiden Tiere
mit Sicherheit feststellen. dass auf Celebes auch eine Me-
lissaform fliegt. welche, wie zu erwarten, ihre Verwandten
von Java und den kleinen Sundainseln an Grösse weit über-
24 Dr. L. Martin.
ragt und sich durch eigenartigen Flügelschnitt, den typi-
schen Celebesschwung der Costa des Vdflgls., sehr dunkle
Grundfarbe und aussergewöhnlich grosse, komplett vorhan-
dene Submarginal- und Marginalflecken der Hiflgl. aus-
zeichnet. Der Mangel eines & ist sehr empfindlich, hin-
dert mich aber in keiner Weise in Erkennung der neuen
Subspezies, da die beiden @9 einfach zu keiner andern
Celebestirumala passen. Goana erscheint aber noch selte-
ner als Ishmoides und Makassara und befindet sich ent-
weder im Aussterben oder in der Einwanderung von Süden
über die Floressee her. Die Melissaformen haben, ähnlich
wie Septentrionis, die basalen zwei Drittel der Unterseite
des Vdflgls. schön rotbraun gefärbt, welchen Charakter wir
im Limniacekreis vermissen; auch meine beiden Stücke von
(zoana zeigen diese Färbung deutlich. ‘
Auf der Insel Saleyer fing ich ebenfalls 1 &9 von
Melissa, welches aber völlig mit Java- und Balistücken
übereinkommt und nichts mit Goana zu tun hat. Somit be-
sitze ich deutliche Stücke von Melissa. welche untereinander
kaum variieren, von Java, Bali, Sumbawa und Saleyer:
nach Fruhstorfer kommen noch Lombok und Flores als
sichere Fundorte hinzu; von Sumba habe ich nur Limniace
gesehen. Der Altmeister der holländischen Entomologen,
Snellen, hatte also recht mit seiner Behauptung, dass Me-
lissa sowohl auf Celebes als auch auf Saleyer vorkomme.
Melissa von den Süd-Molukken hat Fruhstorfer 1. e.
wegen zu geringen Materials nicht von typischer Melissa,
deren Fundorte wir soeben genannt haben, abgetrennt. Mir
steht nun eine grosse Serie von beiden Geschlechtern aus
Ceram zur Verfügung, welche mich in den Stand setzt,
auch hier eine neue Subspezies aufzustellen; sie möge den
einfachen, aber bezeichnenden Namen Melissa Nigra,
nova subspec. tragen, da sie sich vor allem durch die fast
völlig schwarze Unterseite beider Flügel von ihren Ver-
wandten unterscheidet. Das Braunrot im Basalteile der
Vdflglunterseite verschwindet nahezu ganz. die hyalinen
Flecken beider Flügel sind schmäler und kleiner und beide
Flügel zeigen eine gedrungene, kurze, abgerundete Form.
Die Tirumala von den Key-Inseln wird von de Nice-
ville (Journ. As. Soc. Beng. 1898 pag. 254) zu Hamata,
Macl. gezogen; Fruhstorfer folgte ihm, ohne eigenes Mate-
rial besessen zu haben. Meine drei Tirumalas von Key
i a aid? Ohne eine gute Serie möchte ich. vo
nen Namen geben. - Diessen, im September 1909.
R%% ER,
A
2
Fritz Lehmann, Stuttgart © Verlag für Naturwissenschaft
Die Gr ossschmetterlinge der Erde
Ein Handbuch und Bestimmungswerk für Sammler, Lepidopterologen,
Schulen und Museen
herausgegeben vn Dr. phil. ADALBERT. SEITZ
Direktor des zoolog. Gartens zu Frankfurt a. M., ordentl. u. korresp. Mitglied
zahlreicher wissenschaftl. Vereine. £
Bearbeitet wird dieses bedeutende Werk von ersten Autoritäten, unter
denen wir nennen wollen die Herren:
Prof. AURIVILLIUS, Stockholm: H. FRUHSTORFER, Genf; R. HAENSCH,
Berlin; Dr. K. JORDAN, Tring; MABILLE, Paris; WEYMER, Elberfeld;
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W. v. ROTHSCHILD, London; J. RÖBER, Dresden, WARREN, London ee
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Iris, Dresden, Band XXIV, Heft 3.
| Deutsche
Entomolopische Zeitschrift
®
Eris
herausgegeben
vom
Entomologischen Verein Iris zu Dresden.
Jahrgang 1910. Drittes Heft.
Mit Nr. 3 des Korrespondenzblattes.
Redakteur: €. Ribbe. ie
- Preis für Nichtmitglieder des Vereins: 2 Mark.
1. März 1910. f
| Berlin.
R. Friedländer & Sohn.
| Carl-Strasse 11. | |
Druck von O0.J.W, Schlenkrich, Radeheul.
F
E
en a
=
Neue oder wenig bekannte
palaearctische Macrolepidopteren*).
Von
A. Bang-Haas.
Mit 2 Tafeln, Nr. HI und IV.
Parnassius apollo v. minerva n. var.
Aus dem Juldus-Gebiete erhielt ich eine Anzahl grosse,
aulfallende apollo, die ich für eine eigene Form zwischen
der v. hesebolus Nordm. (= v. transbaicalensis Stgr. i. |.)
aus dem Kentei-Gebiete, und der v. sibirica Nordm. aus
dem Altai, ansehe.
Die Männer sind weniger stark weiss beschuppt als
v. hesebolus, haben aber kräftigere, schwarze Flecken, und
die glasige Saumbinde und die zackigen Flecken treten stär-
ker hervor. Die roten Ocellen mit deutlichem, weissem
Kern (bei v. hesebolus Nordm. meist fehlend oder nur ganz
schwach vortretend). Die Männer erreichen eine Spannweite
bis SS mm, kommen also der grossen v. sibirica Nordm.
aus dem Altai-Gebiete in Grösse nahe. Allerdings misst
ein Riese aus Altai in Koll. Staudinger 98 mm, aber diese
Grösse dürfte auch für v. sibirica als eine Ausnahme gel-
ten. Die v. minerva scheinen mir eine schöne Mittelform
zwischen den beiden genannten Formen zu bilden.
Parnassius delphius ab. styx Stgr. und ab. satanas
n.- ab.
Aus dem Karagaitau erhielt ich eine Reihe Stücke, die
vollständig übereinstimmen mit der von Stgr. Stett. ent.
Zeitung 1886, pag. 195, erwähnten helleren Form (ab. styx
Stgr.), aber gleichzeitig drei ganz hervorragende dunkle
86 und ein ©. Diese vier Stücke verdienen einen beson-
deren Namen und ich schlage dafür ab. satanas vor; sie
sind einfarbig schwarz bestäubt, noch tiefer dunkel als die
einfarbigen P. mnemosyne ab. melaina Honr. Unter Ver-
grösserung zeigen sich die schwarzen Schuppen, besonders
an der Basis des Vorderrandes mit weisslichen Schuppen
*) Frühere Beschreibungen in der „Iris“ siehe Band XIX 1906,
p. 127—144 und Band XX 1907, p. 69—8S.
28 A. Bang-Haas.
gemischt. Auf den Vorderflügeln treten die Zellenflecke 1a
und 1b und auf den Hinterflügeln 2—3 Submarginalflecke
tief kohlenschwarz aus der sonst einfarbigen, schwarzen
Grundfläche hervor. Die mittleren und vorderen roten
Ocellen der Hifl. leuchten wie glühende Augen aus der
‘schwarzen Fläche hervor. Nur bei einem Stücke sind die
Ocellen gelbrot gefärbt. Der Analtleck ist bei keinem Stücke
sichtbar auf der Oberseite, tritt aber bei einem Exemplar
auf der Unterseite schwach rot hervor. Alle Stücke haben
schwach rote Basalflecke. Während die schwarze Grund-
farbe auf der Oberseite etwas matt bleibt, ist sie auf der
Unterseite aller Flügel glänzend grau-schwarz, also nicht
so dunkel wie die der Oberseite. Die Zellenflecke treten
scharf begrenzter (kleiner) hervor als auf der Öber-
seite. Eine schwache, hellere, grau-schwarze Submarginal-
binde ist auf der Unterseite der Vdfl. sichtbar und bis auf
die 2 Zellenflecke die einzigste Abweichung in der einfar-
bigen, grau-schwarzen Färbung.
Obgleich Stgr. ein ähnliches Stück wie die oben er-
wähnten 3. ab. satanas mit zu ab. styx zog, so schlage ich
doch vor, diese beiden Formen zu trennen, und für die
hellere Form, die ziemlich viel weisse Mischung und eine
sehr deutliche, weissliche Binde hinter dem schwarzen Glas-
Saum hat, und bei Stücken, wo die Rippen weiss aufge-
worfen sind, den Namen ab. styx beizubehalten, dagegen die
extreme, einfarbige schwarze Form ab.satanas zu benennen.
Letztere ist unter grossen Ausbeuten ungleich seltener ver-
treten als die hellere Form.
Parnassius bo@dromius Püng. v. pygmaeus n. var.
Kleiner als der ziemlich gleichmässig grosse P. bo@dro-
mius, sonst ziemlich übereinstimmend mit diesem; die wesent-
lichsten Unterschiede sind, dass bei v. pygmaeus auf den
Vdil. eine zusammenhängende Mittelbinde vom Vorder- bis
Innenrande läuft, während diese Linie bei bo@ädromius nur
sehr schwach und sirichweise angedeutet ist, und oft fast
ganz fehlt; ferner sind die weissen Flecken am Saume, so-
wohl .auf den Vorder- wie Hinterflügeln, viel kleiner, und
etwas weiter vom Flügelrande entfernt, sie stehen auch iso-
lierter voneinander, während sie bei bo@dromius fast ein zu-
sammenhängendes Fleckenband bilden.
Spannweite 42—45 mm.
Wenige Stücke aus dem Juldus-Gebiete.
Parnassius stubbendorfii v. tsingtaua n. var.
Neue oder wenig bekannte palaearctische Macrolepidopteren. 29
Aus der Umgebung von Tsingtau (Deutsch-China) er-
hielten wir eine Anzahl Stücke, die sich nicht nur durch
ihre Grösse, sondern auch durch helleres Weiss so von den
japanischen v. citrinarius Motsch. unterscheiden, dass sie
einen eigenen Namen (v. tsingtaua) verdienen; die Männer
haben durchschnittlich grössere und breitere Zellenflecke,
dagegen fehlt meistens die Submarginalbinde, oder ist
schwach entwickelt, während diese bei den japanischen
Stücken fast regelmässig und ziemlich kräftig vorhanden ist.
Spannweite 65—75 mm; var. citrinarius aus Japan er-
reichen selten mehr als 62—63 mm. Anfang Mai.
Erebia fletcheri Elw., Taf. III Fig. 1.
Aus dem Sajan-Gebiete erhielt ich 1 & 2 2 dieser mir
fremden, nach einem Weibe aufgestellte Art. Die Art wird wohl
am besten mit E. evias God. verglichen und daneben eingereiht ob-
gleich ziemlich verschieden. Die schwarzbraune Grundfarbe
und die rostrote Farbe des Bandes der Vdfl. stimmt ziem-
lich mit dieser Art überein, das Band jedoch ist viel regel-
mässiger, breiter, und die darin stehenden 4 schwarzen
Augenflecke sind nicht weiss gekernt; sie sind am kleinsten
an der Flügelspitze und nehmen bei allen drei Stücken an
Grösse zu gegen den Hinterwinkel. Bei einem der weib-
lichen Stücke befindet sich noch ein fünftes ganz kleines
schwarzes Pünktchen in der Flügelspitze, das mehr dem
Saume zustrebt; auf der Unterseite ist dieses Pünktchen
nicht sichtbar. Die Oberseite der Hifl. zeigt auch vier
schwarze, ungekernte Augen, die mit rostroter, nicht zu-
sammenfliessender Umrandung versehen sind; diese Augen
sind auch auf der Unterseite schwächer als auf der OÖber-
seite. Das rostrote Band tritt auf der Unterseite sehr scharf
begrenzt hervor, ist ziemlich gleichmässig breit und läuft
nicht spitz nach dem Hinterwinkel zu wie bei evias. Der
schmale Saumteil ist bei dem männlichen Stücke schwach
grau marmoriert, bei den beiden weiblichen ist die ganze
Fläche der Htfl. stärker marmoriert. Die Fühler unten weiss-
lich, die Kolben unten rotbraun.
Spannweite 40 mm.
Satyrus püngeleri n. sp. Taf. III Fig. 2.
Von dieser neuen Art aus dem Juldus-Gebiet erhielt
ich eine Anzahl Stücke beiderlei Geschlechts. Die Art ge-
hört in die regeli-Gruppe, sie ist durchschnittlich etwas
kleiner als die S. regeli Alph. und viel ruhiger und ein-
farbiger gezeiehnet. Die Grundfarbe aller Flügel ist auf der
30 A. Bang-Haas.
Oberseite einlarbiges schwarz-grau (etwas dunkler als bei
der Sat. mamurra v. graeca Stgr.). Die Saumbinde ist weiss,
selten sehr schwach ins Gelbliche schimmernd; die Rippen,
besonders die der Vdfl., darin schwarz-grau hervortretend;
die Vdfl. mit zwei schwarzen, weiss gekernten Augen, wo-
von das hintere in Zelle 2 etwas, wenn auch nicht viel,
srösser als das andere ist. Die Augen sind stets so klein,
dass sie den Raum zwischen zwei Rippen nicht überschrei-
ten, was ganz abweichend ist bei regeli Alph. und abra-
movi Ersch., bei welchen die Augen weit grösser und aus-
gedehnter sind. Auch haben die zwei genannten Arten fast
immer auf den Hinterflügeln ein kleines Auge in Zelle 2,
das nur äusserst selten bei der niobe vorhanden ist. Der
schmale, graue Saum verläuft gleichmässiger, schwach wel-
lig, ohne scharle Zacken in der weissen Binde zu bilden;
diese Binde ist regelmässiger, breiter, und näher dem Saume
gerückt, und dadurch, dass die kleinen Augen auf den Vdil.
so wenig Platz einnehmen, tritt das weisse Band ganz an-
ders und auch deutlicher hervor als bei den verwandten
Arten.
Die Unterseiten der Vdfl. weichen von regeli etc. weni-
ger ab, wogegen die der Htfl. ganz anders sind; die (auf
der Oberseite weisse) Saumbinde ist unten gelblich, schwärz-
lich bestäubt; die Mittelbinde tritt viel schärfer hervor, und
ausserdem ist besonders das Fehlen der weissen, scheckigen
Zeichnungen und das gänzliche Fehlen der weissen Rippen
charakteristisch für niobe.
Körper und Fühler entsprechen der dunkleren Flügel-
farbe. Die grauen Fransen besonders auf den Vdfl. deutlich
schwärzer gescheckt.
Spannweite 37—39 mm.
Zu Ehren des vorzüglichen Kenners der palaearctischen
Macrolepidopteren — Herrn Amtsrichter Püngeler — benenne
ich diese neue Art.
Lycaena damone v. duplicata n. v.
Obgleich bereits elf verschiedene Variationen der damone
im Katalog 1901 aufgeführt sind, so bin ich doch genötigt,
eine zwöllte aufzustellen, wofür ich den Namen v. duplicata
vorschlage.
Die Zeichnung der Oberseite entspricht genau der der
v. melania Stgr., die Färbung ist aber mehr blaugrünlich,
während v. melania ein intensiveres, metallisches Grün auf-
weist. Dagegen ist die Unterseite wesentlich mehr verschie-
1.4
Neue oder wenig bekannte palaearctische Macrolepidopteren. 31
den, denn die Farbe ist bei v. duplicata einfach grau (etwa
wie bei der deutschen L. damon), während sie bei v. mela-
nia ins rötliche spielt. Die kräftigen, roten Randflecke, die
v. melania sowohl auf den Vdfl. wie Hifl. hat, sind ganz
verschwunden, oder höchstens am Afterwinkel mit ein Paar
sehr schwachen, rötlichen Möndchen angedeutet. Der Mittel-
punkt der Htfl. sehr schwach, bei v. melania kräftig. Der
weisse Splitterstrich kräftiger und dem Saume nach kolben-
artig erweitert.
Spannweite 30—32 mm.
Aus dem Juldus-Gebiete 3 56.
Thaumetopoea pityocampa v. nigra n. var.
Aus Kanton Tessin erhielten wir eine Anzahl gezoge-
ner Stücke beiderlei Geschlechts, bei denen die helle, graue
Farbe aller Flügel ganz verschwindet, und durch schwarz-
graue ersetzt wird, weshalb sie den Namen v. nigra tragen
können.
Thaumetopoea herculeana v. colossa n. var.
Als v. lusitanica versandten wir solche Stücke, die eine
aulfallende Grösse aufweisen, bei welchen die 5&& sehr
kräftig braungelb, fast zusammengeflossene Zeichnung haben,
und die Q2 ganz einfarbig braungelb sind.
Spannweite bis 35 mm für &, und bis 40 mm für ©.
Da diese Riesen-Stücke aber sowohl in Spanien wie in
Portugal vorkommen, ändere ich hiermit den Namen um.
Thaumetopoea herculeana Rbr. v. judaea n. Sp.
Aus der Umgebung von Jerusalem erhielten wir eine
Anzahl Stücke, die eine neue östliche Lokalform der mir
bisher nur aus Spanien bekannten ©. herculeana bilden.
Die Flügel sind reinweiss, die Querbinden schwärzlich,
nicht wie bei herculeana gelbbräunlich. Wurzel- und Saum-
feld, sowie auch die Htfl. reinweiss seidenglänzend. Die
Unterseite der Flügel ebenfalls weiss, die der Vdil. mit
srossen vom Vorderrande ausgehenden schwärzlichen
Schattenflecken.
Spannweite & 30 mm. © 35 mm.
Saturnia stoliczkana Feld. v. oliva n. var.
Aus dem Juldus - Gebiete erhielt ich ein ganz reines
Männchen von abweichender Farbe und wesentlich andrer
Zeichnung der Hifl., als von den bekannten Formen. Herr
Amtsrichter Püngeler erklärte mein ihm zur Ansicht ge-
sandtes Stück für verschieden von der von ihm beschriebe-
nen v. galeropa (Iris XIII, pag. 116).
32 A. Bang -Haas.
Die Farbe ist viel einfarbiger grauoliv, nicht so gelb-
lich gemischt als bei v. schencki Stgr. Die Zeichnungen ver-
laufen auf den Vdfln. sonst ziemlich gleich, doch ist das
Mittelfeld am Innenrande wesentlich breiter, und die zackige,
äussere Querlinie steigt am Innenrande nicht senkrecht in
die Höhe wie bei v. schencki, sondern neigt sich dem Saume
zu. Das Auge ist runder, nicht eingebogen nach dem Saume
zu, und weniger mondförmig ausgefüllt.
Die Hitfl. bieten wesentlich grössere Abweichungen; vor
allem berührt die schwarze, sehr wenig gebogene Mittel-
linie die innere Seite des Auges, und mündet an der äus-
seren Querlinie des Vdfls., während diese Linie bei v.
schencki bei oder direkt vor der inneren Querlinie mündet,
und weit vom Auge entfernt ist. Die beiden schwarzen, vor
dem Saume laufenden Linien sind mehr wellig, während sie
bei v. schencki mehr zackig sind. Das grosse, breit schwarz
umrandete Auge berührt die innere der zwei erwähnten
Linien und ist nur nach der Wurzel zu innen mit einer
kleinen weissen Linie und davorstehendem hellerem Mond-
schatten versehen. Die wollige Behaarung an der Wurzel
der Htil. lebhaft rosenrot. Die Unterseite aller Flügel weit
mehr gleichmässig olivgrau gefärbt als die Oberseite.
Spannweite 86 mm.
Thyris fenestrella Sc. v. nigra n. var.
Die mir bekannten europäischen. und kleinasiatischen
Stücke haben alle kupferbraune, stark goldgelblich gemischte
Färbung. Aus Mittelitalien (Modena) erhielten wir Stücke,
die wesentlich abweichen, fast ganz tieischwarz gefärbt sind
und sehr selten schwach goldige Pünktchen oder Bespren-
kelung aufweisen. Die Glasflecken sind viel kleiner, Kopf,
Palpen, Beine sind einfarbig schwarz, und auch die Fran-
sen sind meist ganz schwarz, nur selten stellenweise schwa-
ches Weiss zeigend.
Agrotis (Epipsilia) moeschleri n. sp. Taf. III & Fig. 7;9
Fig. 8. |
Von dieser herrlichen Art hatte ich bereits einige Stücke
versandt unter dem Namen A. lucullus,, als Herr Amts-
richter Püngeler mir mitteilte, dass er sie bereits aus meh-
reren Sammlungen kannte unter dem Namen A. moeschleri
i. l., weshalb ich letzteren Namen zu Ehren des verstorbe-
nen Moeschlers, der so viele Labrador - Falter benannte,
beibehalte.
Neue oder wenig bekannte palaearctische Macrolepidopteren. 33
In der Färbung sehr variabel, von purpurbraun bis
silbergrau. Die drei helleren Makeln treten sehr kräftig
hervor. Der Ringmakel, meist gross, ist mit einem an der
Wurzel beginnenden, den Vorderrand entlang laufenden
spitzen, weisslichen Fleck verbunden. Der Nierenmakel
nach der Wurzel zu an der Rippe 4 in eine Spitze ausge-
zogen. Der Zapfenmakel sehr lang und schmal. Im Wur-
zelfeld stehen zwei kleine schwarze Striche übereinander
vom Vorderrand bis zur Mitte des Flügels, ein darunter
stehender länglicher, hell eingefasster Fleck gibt dem Feld
mit dem oben erwähnten spitzen weisslichen Fleck, der an
den Ringmakel stösst, das Aussehen, in der Mitte sehr ein-
geschnitten zu sein. Das Mittelfeld tief dunkel, das Saum-
feld dagegen viel heller (fast immer von derselben Farbe
wie das Wurzelfeld) mit schwachen Wellenlinien, die nur
am Vorderrande dunkel und scharf fleckenartig angesetzt
sind, und mitunter schwache Pfeilflecke bilden. Die Rippen
zwischen dem Mittelfeld und der Wellenlinie öfters dunkel
aufgelegt. Die Saumlinie mit kleinen schwarzen Möndehen
Die Fransen mit sehr schwacher Teilungslinie. Fühler
schwach bewimpert.
Die mehr oder weniger grau bis grauschwarzen Hill.
mit deutlichem Mittelmonde. Davor verläuft die schwache, auf
Rippe 4 spitz gebogene Querlinie. Mitunter ist noch eine
zweite, parallel mit dem Saume laufende Querlinie vor-
handen. Die Unterseite der Flügel am Saume meist heller,
mit meist deutlichem Mittelmonde. Kopf und Halskragen olt
heller als die Flügelfärbung. Der Kragen schliesst ab mit
einer weissen Linie, und danach eine sehr scharfe, meist
braunschwarze Beschuppung.
Diese Art hat eine schwache Aehnlichkeit mit der grös-
seren und auch anders gefärbten A. wockei Moesch. und
mit der A. tecta Hb. Letztere kommt der A. moeschleri
in Grösse nahe. Aber beide sind leicht an dem Wurzelfeld
und dem Zapfenmakel zu unterscheiden.
Labrador 55 Grad n. Br., &9 in reinen, anscheinend
gezogenen Exemplaren.
Spannweite 32—35 mm.
Die Art dürfte am besten in der A. tecta-Gruppe ein-
zureihen sein, da auch die @29 schmalflügliger sind als
die Männer.
Dautsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden, Jahrgang 1910
34 A. Bang-Haas.
Agrotis (Epipsilia) gilva n. sp. Taf. III Fig. 10.
Ziemlich ähnlich gezeichnet wie die A. helvetina B.
und verwandt mit dieser Art, aber durch die hell honig-
gelbe Farbe vollkommen verschieden. Vdfl. etwas schmäler,
das Mittelfeld tritt deutlicher hervor, die beiden Ring- und
Nierenmakeln heller und schärfer. Zapfenmakel fehlt, eben-
so Mittelpunkte. Das Saumfeld ganz ohne Zeichnung, Fran-
sen gelb, Teilungslinie sehr schwach, teilweise verschwin-
dend. Thorax, Kopf, Palpen von derselben Färbung wie
die Flügel; auch die Htfl. weichen durch die eintönige
Farbe wenig von den Vdfln. ab. Die ebenfalls gelblichen
Unterseiten weisen kaum eine Spur von Zeichnungen auf.
Bei A. helvetina ist dagegen eine sehr deutliche Schatten-
binde in der Mitte aller Flügel sichtbar. Aus Aintab (Tau-
rus) 1 ©.
Spannweite 40 mm.
Agrotis (Epipsilia) hampsoni n. sp. Taf. III Fig. 13.
Aus dem Juldusgebiete erhielt ich 4 Männer dieser neuen,
kleinen Art, die ich zu Ehren des Herrn Hampson, Verfasser
des vorzüglichen, grossen Werkes „ÜOatalogue of the Noctuidae
in the Collection of the Britisch Museum“ benenne. Die Stücke
haben eine Spannweite von 26—28 mm und zeigen beim
ersten Anblicke eine flüchtige Aehnlichkeit mit den Anarta-
Arten, hauptsächlich mit der A. zetterstedtii Stgr., sind viel
grösser, breitflügliger, gehören aber zu den Agrotiden, und
lassen sich wohl am besten in der A. lucernea L. Gruppe ein-
schalten, vielleicht neben der kleinen Agrotis proterva Püng.
Soc. Ent. XIX pag. 130, oder A. diplogramma Hamps. Cat. IV
p. 508 Taf. LXXIII Fig. 26. Die Farbe der Vdfl. ist grau-
schwarz mit grünlichem Bleiglanze, stellenweise mit gelblichen
Schuppen besprenkelt. Ring- und Nierenmakel sind deutlich
und etwas dunkler schwarz als die Grundfarbe der Flügel, die
beiden Querstreifen mehr oder wenig (durch gelblichere
Linien) angedeutet, ebenso eine schwache Wellenlinie vor dem
Saume. Die Franzen gelblich, nicht gescheckt. Hifl. einfarbig
grauschwarz, mit kaum hervortretendem schwachen Mittelmonde
am Queraste. Fransen weisslicher als die der Vdfl. Die Un-
terseite der Vdfl. bleigrau, am Vorderrande und am Saume
etwas heller, als Zeichnung nur ein schwacher, dunkler,
schwärzlicher Wisch vor der Flügelspitze, und ein schwach her-
vortretender Mittelmond; die Htfl. unten etwas heller (etwa
wie die hellsten Stellen am Saum der Vdfl.), der. Mittelmond
etwas deutlicher sichtbar als auf den Vdfln., die Saumlinie
n
Neue oder wenig bekannte palaearcetische Macrolepidopteren. 35
bei einem Stücke als schwache Strichelchen sichtbar. Kopf
und Thorax etwas heller behaart, Palpen schwarz, wollig be-
haart. Das Endglied ragt über die Behaarung nicht hinaus.
Saugrüssel kräftig, Fühler kräftig gewimpert, Hinterleib grau-
schwarz, mit gelblichem Afterbüschel.
Re Agrotis (Agrotis) westermauni Stgr. v. polaris n. var,
Taf. 111 Fig. 6.
Diese, der Agrotis musiva Hb. verwandte, wohl ölters
verkannte Art, lasse ich hier nach einem Stück aus
Labrador, das aus der Moeschlerschen Sammlung stammt,
abbilden. Es ist viel trüber dunkelbraun gelärbt und mit
weit weniger scharf gelb hervortretendem Vorderrandstrei-
fen als Staudingers lebhaft gefärbtes Originalstück aus Grön-
land, das sich im zoologischen Museum in Kopenhagen be-
findet; das grönländische Stück, das übrigens wohl Auri-
villius gedient hat für die Abbildung in seinem Werke:
Grönl. Ins. - Fauna, pag. 14, Taf. 2, Fig. 8, habe ich spä-
ter, als ich die grönländischen Lepidopterenarten des Ko-
penhagener Museums bearbeitete (Lepidoptera Groenlandica,
Vidensk. Meddel. fra den naturhist. Forening i. Kiöbenhavn
1896, p. 181), unter Händen gehabt.
Sollte die Labrador-Form konstant ebenso abweichend
von der grönländischen sein, so schlage ich für erstere den
Namen v. polaris vor.
1 © Spannweite 34 mm. Trägt Moeschlers Etikette
Labrador 72 R. (wohl 1872 und der Anfangsbuchstabe des
Sammlers).
Agrotis (Euxoa) ligula n. sp. Taf. II Fig. 3.
Vdfl. rötlichbraun, besonders am Innenrande mit grau
gemischt, und mit undeutlichen Querzeichnungen. Wurzel-
feld stark grau gemischt, Ringmakel grau, Nierenmakeln
grau, innen rötlich ausgefüllt, Zapfenmakel fast verloschen.
Im grauen, etwas bläulich angehauchten Saumfelde tritt die
hellere Wellenlinie scharf hervor; sie bildet vom Innen-
rande aus einen grösseren Bogen bis auf Rippe 4, macht
hier eine scharfe Biegung nach der Wurzel zu, um dann
einen kleineren Bogen zwischen Rippe 4 und 6 zu bilden,
wonach sie gerade in: den Vorderrand ausmündet. Der
Vorderrand mit vier kleinen weissen Punkten vom Nieren-
makel bis zur Wellenlinie. Die Rippen 1, 2 und 3 sind
dunkel angelegt. Die Saumlinie mit schwachen, schwarzen
Möndchen. Die rötlichgrauen Fransen geteilt. Palpen, Kopf,
Stirn, Halskragen und Thorax rötlich. Fühler pyramidal-
5%
36 | A. Bang-Haas.
zähnig. Die Beine rötlich, die Tarsen weiss geringelt. Die
Htfl. und Fransen grauweiss, mit deutlicher schwarzer Saum-
linie, fast verloschenem Mittelpunkt, und mit einer sehr
wenig dunkleren Saumbinde. Die Unterseite glänzend grau,
fast ohne Zeichnung, am Vorderrande gegen die Spitze zu
schwach rötlich angehaucht. Mittelpunkt auf allen Flügeln
sehr schwach angedeutet. Die Htfl. etwas reiner grau als
die Vdfl., und mit sehr schwach schwärzlich angedeuteter
Saumbinde.
Die Art wird wohl am besten bei A. recussa Hb. ein-
zuschalten sein; sie ist leicht von dieser durch die weit
hellere Farbe, die graue Wurzelbestäubung, den fast fehlen-
den Zapfenmakel, und die eigentümliche Wellenlinie zu
unterscheiden.
1 ö, ganz rein, aus dem Juldus-Gebiete.
Spannweite 34 mm.
Agrotis (Euxoa) mauretanica n. sp. Taf. III Fig. 4.
Vdil. ziemlich breitflügelig, bräunlichgelb, etwas grau
gemischt, deutliche graue Ring- und Nierenmakeln, kleiner,
schwarzer Zapfenmakel.e. Das Mittelfeld durch schwarze,
zackige, deutlich markierte Querstreifen eingefasst; die Wel-
lenlinie mit schwärzlichen Pfeilflecken; besonders beim Manne
treten diese stärker hervor. Die Saumlinie mit deutlichen,
schwarzen Monden. Die Fransen geteilt, aussen heller. Die
männlichen Fühler mit stark gewimperten Sägezähnen.
Htfl. weiss, am Saume gelbbräunlich mit schwachem
Mittelpunkte. Die Fransen aussen reinweiss.
Unterseite der Vdfl. mit schwachem Ansatze zu einer
äusseren Querlinie, undeutlicher Mittelpunkt; die Saumlinie
mit deutlichen Möndchen. Hitfl. weisser, mit nur durch
Pünktchen, besonders am Vorderrande, angedeuteter äusserer
Querlinie, schwacher Mittelpunkt und gleiche Möndchen am
Saume.
Mehrere &2 aus Süd-Oran, wohl am besten bei der
A. obelisca Hb. einzuschalten.
Spannweite 33 mm.
Agrotis (Euxoa) signifera F. ab. rubra n. ab.
Die südrussischen Stücke von A. signifera weichen
ziemlich von den mitteleuropäischen Stücken ab, und sind
wohl am besten als Uebergangsform. zu v. improcera Ersch.
zu ziehen. Es kommen darunter Stücke vor mit stark rot-
brauner Zeichnung der Vdfl., die ich ab. rubra benenne.
Sarepta (Süd-Russland).
Neue oder wenig bekannte palaearctische Macrolepidopteren. 37
Agrotis (Euxoa) donzelii n. sp. *) Taf. III Fig. 9.
Vdfl. gelbgrau, schwach schwärzlich bestäubt, mit klei-
nem, am Vorderrande bis kurz vor dem Innenrande scharf
eingefasstem Wurzelfeld. Das Mittelfeld mit den beiden
grossen, etwas heller grau gefärbten Ring- und Nieren-
makeln (der Zapfenmakel fehlt ganz), ist mit sehr scharfen,
schwarzen Linien eingefasst; die innere verläuft fast senk-
recht, mehr oder minder bogenförmig aufgelöst; die äussere
ist stark geschwungen, und zeichnet sich durch ausserordent-
lich scharfe, zackige Bildung aus. Das Saumfeld mit helle-
rer Wellenlinie und stellenweise verloschenen, dunkleren,
aufgeworfenen Pfeilfleckenschatten. Die Saumlinie weisslich-
grau, bei einem der mir vorliegenden beiden Stücken mit
schwachen, schwarzen Möndchen, die beim anderen Exem-
plare ganz fehlen. Die Hitfl. bei einem ganz weiss, beim
andern am Saume schwach grau bestäubt.
Kopf, Stirn, Palpen und Thorax von der Farbe der
Val.
Htfl. grauweiss, ohne Mittelpunkt, mit schwärzlichem
Schattenansatz der äusseren Querbinde am Vorderrande.
2 @Q2 Stücke aus Digne. Spannweite 34 mm und 30
mm. Das kleinere Stück, am 20. September 1903 gefangen,
hatte Herr Amtsrichter Püngeler die Liebenswürdigkeit mir
zur Ansicht zu senden; dieses Stück ist absolut rein und
frisch, und hat besonders scharfe Zeichnung.
Die beiden Stücke erinnern an die von Milliere Ic. I,
Tf. 44, Fig. 7—8 abgebildete Agr. tritici var., aber die so
charakteristischen schwarzen Querstreifen fehlen ganz auf
Millieres Bild.
Agrotis (Euxoa) perplexa n. sp. Taf. III Fig. 5.
Eine eigentümliche Art, die in der Zeichnung etwas an
A. segetum Schiff. erinnert, aber durch die bis gegen die
Spitze sägezähnig gewimperten Fühler wiederum ganz ver-
schieden ist.
Die Vdfl. des Mannes eintönig, erdfarbig schwarzgrau,
ohne andere hervortretende Zeichnungen als der dunkel aus-
gefüllte, ziemlich grosse Nierenmakel, und kleine, fein um-
*) Anmerkung! Soeben teilt Herr Amtsrichter Püngeler mit, daß
er vermutet, daß Boisduval: Ic. Hist Lep., Taf. 81 Fig. 1 diese Art
als Agrotis ericetorum abgebildet hat. Ob die im Catalog Stau-
dinger 1871 als fragliche Synonym zu Agrotis tritici aufgeführte
ab. ericetorum hiermit identisch sein kann, ist mir, da entsprechende
Stücke nicht in Col. Staudinger vorhanden, unmöglich zu entscheiden.
38 A. Bang-Haas.
randete Zapfenmakel; der Ringmakel ist verloschen. Das
Saumfeld schwach dunkler, mit kaum sichtbarer, sehr
schwacher Wellenlinie. Fransen geteilt und mit sehr klei-
nen Pünktchen oder Möndchen. Die Hifl. kreideweiss, mit
schwacher, gelbgrauer Saumlinie, die indessen von Rippe 2
ah verlischt. Thorax und Schulterdecken erdfarbig schwarz-
grau, Kopf, Stirn und Palpen wesentlich heller.
Die Unterseite der Vdfl. des Mannes weissgrau, der
Vorderrand deutlich weisser, darunter ein länglicher,
schwärzlicher, undeutlicher Wisch in der Mitte des Flügels
bis zum angedeuteten, aber nicht sehr scharfen Mittelpunkte,
deutliche, besonders auf den Rippen etwas stärker ange-
deutete, äussere Querlinie. Die Htfl. weisser, nur gegen den
Vorderrand zu etwas gelblich bestäubt. Mittelpunkt rund
und deutlich. Durch Strichelchen ist eine äussere Quer-
linie, besonders am Vorderrande, angedeutet. Beim Weibe ist
die Grundfarbe viel dunkler eintönig schwarz. die Zeich-
nungen verschwinden jast vollständig. Die Htil. ziemlich
gleichmässig grauschwarz, höchstens etwas heller weisslich
an der Wurzel, und die Fransen reinweiss. Die Unterseite
entsprechend dunkler als beim Manne.
Nur 1 56 und 1 2 erhalten, beide aus Aulie-Ata (Syr-
Daria-Gebiet).
Spannweite 38—39 mm.
Einstweilen reihe ich diese Art bei A. trux Hb. ein.
Charaeas graminis L., v. megala, und ab. furiosa
n. ab.
Die weit überwiegende Menge dieser in grosser Zahl
aus Zentralasien erhaltenen Exemplare haben gelbbräunliche
Färbung; den weniger häufig vorkommenden lebhaft rosa
gefärbten Stücken, die wir besonders aus dem Juldus-Gebiet
erhielten, habe ich den Namen ab. furiosa beigelegt; sie
zeigen oft die beträchtliche Spannweite von 35 mm für das
ö und 40 mm für das 9.
Ammogrotis suavis Stgr. v. superba n. var.
Aus dem Juldus-Gebiet erhielten wir eine Form, die
wesentlich abweicht von der von Stgr. beschriebenen A. sua-
vis aus Uliassutai, und ebenfalls auch von Stücken aus
Korla; sie ist viel lebhafter gefärbt, leuchtend rotgelb, mit-
unter auch blassgelb. Die Vdfl. sind weit weniger schwarz
bestäubt, die Makeln und Querstreifen treten deutlicher her-
vor, die Vorderrandflecke schärfer und schwärzer. Die Fran-
sen kräftiger gescheckt.
Neue oder wenig bekannte palaearctische Macrolepidopteren. 39
Die Htfl. ganz rein glänzend weiss, mit äusserst schwa-
chem, oft ganz verschwindendem Schattenbande am Saume.
Argyrospila succinea Esp. v. olivacea n. var.
Die mir bis jetzt bekannten Stücke der A. succinea
aus Ural und Tekke sind alle von gelblicher Grundfarbe
und wesentlich kleiner als eine Anzahl Stücke, die wir aus
dem Juldus-Gebiete erhielten, und die eine schöne olivgrüne
Farbe haben, so dass die weisse Zeichnung weit kräftiger
hervortritt; die Hitfl. viel tiefer schwarz, wodurch auch die
Saumbinde und der Mittelpunkt deutlicher hervortreten.
Spannweite 29 mm.
Luceria pyxina n. sp. Taf. III Fig. 14.
Vdfl. bleichgelb, die Rippen und am Vorderrand meist
etwas weisslicher hervortretend. Fast alle Stücke zeigen
gar keine Zeichnungen; bei einem Exemplar jedoch tritt
eine äusserst schwache Andeutung des hinteren Querstrei-
fens durch weissliche Pünktchen auf den Rippen auf; auch
zeigt dieses Stück einen etwas helleren Fleckenschatten auf
dem Querast, und daneben einen solchen für den Nieren-
makel, aber beide sind sehr verschwommen. Die Htfl. sind
weisser, etwa wie die der Leucania pallens, aber ohne jeden
schwarzen Schatten. Die Unterseite glänzend weiss. Männ-
liche Fühler kurz bewimpert, an der Basis mit kleinem
Haarschopf. Augen nackt, Palpen nicht so dicht buschig wie
bei L. virens, das stumpfe Endglied ragt über die Behaa-
rung hinaus, Saug-Rüssel kräftig, Thorax wollig behaart,
- Hinterleib, an der Basis länger behaart, mit schwachen
Schöpfen und kräftigem Afterbusch, kürzer als bei L. virens,
mehr wie eine Leucania gebildet.
Die Fransen geteilt, aussen heller. Die Art stelle ich
einstweilen zu der Gattung Luceria, mit welcher sie manche
Aehnlichkeit hat. Vielleicht wird sie später eine eigene
neue Gattung repräsentieren können.
Eine kleine Anzahl 5&& und 1 @ vom Uralsk (Emba).
Spannweite 36—40 mm.
Isochlora maxima Stgr. v. maculata n. var.
Diese neue Form aus dem Juldus-Gebiete unterscheidet
sich hauptsächlich dadurch von der I. maxima, dass sie
einen scharfen, kleinen, weissen Mond auf der Querrippe
führt, ausserdem ist der Saum der Hitfl. etwas breiter, weiss-
lich schwach grünlich; bei I. maxima ist dieser Saum mehr
reingrün, fast von der Farbe der Vdfl.e Auch ein schwä-
cherer, weisser Mittelpunkt ist auf der Ober- wie Unterseite
40 h A. Bang-Haas.
der Htfl. sichtbar. Die Grösse der beiden Formen bleibt
sich gleich.
Von den verwandten Arten leicht zu unterscheiden, z.
B. von I. albivitta Alph. durch die fehlenden weissen Wurzel-
striche der Vdfl. I. viridis Stgr. und I. herbacea Alph.
haben einfarbige Hinterflügel.
Prothymnia erubescens n. sp. Taf. III Fig. 11.
Vdfl. gelblich, stark ockerrot angehaucht und gespren-
kelt. Der Ringmakel nur durch einen ganz kleinen, schwar-
zen Punkt angedeutet, Nierenmakel klein, undeutlich, röt-
lich, stellenweise kaum sichtbar schwarz umrandet. Zapfen-
makel fehlt. Eine angedeutete äussere, schwarze Querlinie
ist besonders am Vorder- und Innenrande fleckenartig er-
kennbar. Die schärfste Zeichnung weist das Saumfeld auf
mit einer schwarzen, sehr nahe dem Saume verlaufenden,
fleckenartigen, am Innenwinkel fast den Saum berührenden
Wellenlinie.e. Die Saumlinie scharf schwarz, bogenförmig
markiert, mit erweiterten, schwärzlichen Flecken gegen die
Wellenlinie zu. Die Fransen ockerrötlich, geteilt, nach
aussen zu schwärzlich. Kopf, Stirn, Thorax und Palpen
grauschwarz, das Endglied wenig länger und spitzer als bei
P. leda HS. Hinterleib grau wie die — bis auf die schwach
gelbliche Saumlinie — ganz zeichnungslosen Htfl. und Fransen.
Die Unterseite der Vdfl. glänzend grauschwarz, am
Vorder- und Innenrand gelblich angelaufen, und mit kaum
sichtbarem Mittelpunkte. Die Saumlinie scharf schwärzlich,
bogenförmig angedeutet, zuweilen feine Pfeilchen zwischen
den Rippen bildend. Die Fransen aussen schwärzlich. Die
Htfl. mehr einfarbig grauweiss, deutliche Saumlinie, aber
die Fransen auch hier einfarbig.
Spannweite 22 mm.
Von Süd-Oran, nur 1 6.
Leueanitis elongata n. sp. Taf. III Fig. 15.
Diese neue Art hat in der Zeichnung und Färbung der
Vdfl. eine gewisse Aehnlichkeit mit L. rada B., aber die
Htfl. und die ganze Unterseite sind sehr verschieden.
Vafl. lang gestreckt, wesentlich schmäler als bei
L. rada. Das bräunliche Wurzelfeld ist etwas breiter, am
Vorderrand wenig nach der Wurzel zu gebogen, davor ist
die Farbe weiss angelegt und geht allmählich in dunkleres
Schiefergrau über, während L. rada mehr rötlich ist. Der
srosse Nierenmakel zeigt nach dem Saume zu vier Zacken,
ist etwas heller ausgefüllt, steht gerade über einer schwachen,
4
5 4 “ J
Neue oder wenig bekannte palaearctische Macrolepidopteren. 41
schwärzlichen senkrechten Querlinie. Der Vorderrand von
dem Nierenmakel ab nach der Spitze zu mit vier scharfen
weissen Häkchen. Die Saumlinie nicht bezeichnet, die Fran-
sen schiefergrau, nicht gescheckt. Kopf, Stirn, Thorax hell-
rötlich; das Endglied der wenig aufwärts stehenden Palpen
kleiner. Hinterleib silbergrau. Die Htfl. schwarzgrau, nach
dem After und der Wurzel zu etwas heller, aber ganz ohne
iede weisse Fleckenzeichnung. Die Fransen weiss, am Af-
terwinkel etwas grauer.
Die Unterseite aller Flügel grauschwarz mit breiter,
etwas dunkierer Saumbinde, mit deutlichen Mittelpunkten,
aber ohne jede Spur von der scharfen, weissschwarzen
Leucanitis-Zeichnung der L. rada und ähnlichen Arten.
Die Fransen der Vdil. hellgrau, nach aussen dunkler, die
der Htfl. einfarbig weissgrau.
Ich erhielt nur 1 5 (ganz rein) aus dem Semiriet-
schensk-Gebiete, wahrscheinlich von Ala-Tau.
Spannweite 30 mm.
Catephia alchymista v. uniformis n. var.
Während die europäischen Stücke fast immer ein nicht
ganz einfarbiges regelmässiges Schwarz aufweisen, sondern
mit deutlich brauner Saummitte und oft auch bräunlich an-
gedeutetem Nierenmakel auftreten, so zeichnen sich eine
Reihe von Stücken aus Tunis (Ain Draham) durch ganz
einfarbige, kohlenschwarze Vdfl. aus; für diese schlage ich
den Namen var. uniformis vor. Die Grösse ist dieselbe.
Die Unterseite ist auch dunkler, aber der weisse Hinter-
winkelfleck weit kleiner, die Fransen fast ganz einfarbig
schwarz, während die europäischen weiss unterbrochen
sind.
Catocala electra n. sp. Taf. IV Fig. 1.
Diese herrliche neue Art, die am besten neben der
häufigen ©. promissa Esp. einzureihen ist, mit welcher Art
sie im grossen und ganzen in der Zeichnung übereinstimmt,
erhielten wir in kleiner Zahl aus Tunis (Ain Draham).
Schon die beträchtliche Grösse (70—75 mm Spannweite)
trennt sie von C. promissa, die nur bei aussergewöhnlich
grossen Stücken 60 mm erreichen. Die Grundfarbe ist eine
viel buntere und weit hellere, da die weissgraue Farbe
vorherrscht und oft rein weiss auftritt, die Wellenlinie
weniger scharf und nicht so schwarz angelegt. Die kar-
minrote Farbe der Hifl. ist etwas heller, die schwarze Mit-
42
A. Bang-Haas.
telbinde nicht so scharf begrenzt wie bei C. promissa; die
Fransen der Htil. weiss, scharf schwarz gescheckt.
Catocala sultana n. sp. Taf. IV Fig. 2.
In der Zeichnung der Vdfl. stimmt diese Art mit ©. op-
tata God. überein, aber die Grundfarbe ist braun, mitunter
etwas lehmgelblich gemischt, während optata grau ist. Der
schwarzbraune Wurzelstrich ist sehr kräftig entwickelt und
etwas breiter in der Mitte der Vdfl., der schwarze äussere
Querstreifen stellenweise mit helleren (gelbbräunlichen) Pfeil-
flecken angelegt. Die tief karminrote Farbe der Hitfl. viel
dunkler als bei optata, etwa wie bei O. promissa, das ge-
schwungene, schwarze Mittelband endet mit feiner Spitze in
dem Afterwinkel oder kurz davor, und ist nicht stumpf ab-
gebrochen wie bei optata; die breite, regelmässig verlau-
fende Saumbinde ohne Einbiegung vor dem Afterwinkel,
mitunter zeigt die Innenseite dieses Bandes ein paar ganz
kleine rote Zacken in der Mitte des Flügels.
Einige Stücke (59) aus Tunis (Ain Draham).
C. sultana erreicht eine Spannweite von 70 mm. wäh-
rend CO. optata im allgemeinen 55 mm misst.
Aecidalia sacraria n. sp. Taf. III Fig. 18.
Alle Flügel kreideweiss. mit sehr schwach vortretenden,
gelbbräunlichen Schuppen besprenkelt. und mit ebenfalls
sehr schwachen, meist durch etwas stärkere Punkte auf
den Rippen angedeuteten Querlinien. Nur am Vorderrande
der Vdfl. hebt sich an der äusseren Querlinie ein scharfer
schwarzer Punkt ab; am inneren Querstreifen ist auch ein
etwas stärkerer Fleck erkennbar, aber dieser ist nie schwarz,
sondern gelbbräunlich, und auch nicht so scharf! wie an
der äusseren Querlinie. 7 2
Die Saumlinie auf den Rippen schwach unterbrochen,
wodurch sie stellenweise in schwache. mondförmige Flecke
aufgelöst wird. Nicht alle Stücke haben schwache Mittel-.
punkte auf den Flügeln. Die Fransen kreideweiss, ebenso
Kopf, Stirn, Palpen, Thorax, Hinterleib und Beine Der
Saugrüssel sehr lang und kräftig. Die Unterseite etwas
glänzend, kreideweiss ohne jede Zeichnung.
Die männlichen Fühler gekämmt wie bei A. luridata Z.,
mit welcher Art sie auch im Flügelschnitt Aehnlichkeit hat;
die Weiber sind indessen etwas spitzflügeliger.
Spannweite 23—25 mm.
Eine kleine Anzahl Stücke beiderlei Geschlechts aus
dem Uralsk.
Neue oder wenig bekannte palaearctische Macrolepidopteren. 43
Acidalia diaphanaria n. sp. Taf. III Fig. 16.
Die Flügel weisslich grau, mit schwach ins Grünliche
spielender, etwas durchsichtiger Grundfarbe, haben drei
deutliche dunklere Querlinien, die zwei inneren davon sind
ziemlich gradlinig, die äussere etwas mehr wellig. Das
Saumfeld ist von zwei weiteren, schwächer gewellten Linien
durchzogen. Dasselbe wiederholt sich auf den Hitiln., nur
fehlt hier die innerste (fünfte) Querlinie. Schwarze Mittel-
punkte sind auf beiden Flügeln bei den meisten Stücken
vorhanden; ebenso hat die Saumlinie meist schwache Striche;
selten bilden die Rippen schwarze Punkte am Saume.
Die Fühler sind dicht gewimpert, stärker als bei der
in der Zeichnung etwas ähnlichen A. punctata Sc., die in-
dessen ganz wesentlich grösser ist (etwa 29 mm) und eine
viel reinere weisse Grundfarbe aufweist. Die grossen
schwarzen Augen und ebenso gefärbten Palpen ähneln auch
dieser Art. Sowohl auf der Öber- wie Unterseite ist aber
der auffallende Unterschied der Verlauf der Querlinien,
denn diese sind nach dem Vorderrande bei A. punc-
taria weit mehr nach der Flügelwurzel zu gebogen, woge-
gen sie bei A. diaphanaria fast gerade in den Vorderrand
auslaufen, etwa wie bei der A. strigaria Hb.
Eine kleine Anzahl $%& erhielten wir aus Tunis (Ain
Draham).
Spannweite 22—23 mm.
Stigma atraria B.-H. Iris 1906, pag. 136.
Seitdem ich diese Art nach einem & aus dem Alexan-
der-Gebirge beschrieb, erhielt ich sie in Anzahl aus dem
Juldus-Gebiet, und nicht ein Stück darunter zeigt den für
S. kuldschaensis Alph. charakteristischen gelben Fleck.
Larentia dilectaria n. sp. Taf. III Fig. 20.
Die Grundiarbe der Oberseite aller Flügel schwarzblau-
grau mit Bleiglanz. Nur die Wellenlinie der Vdfil. hebt
sich durch die. aschgraue Farbe hervor, sonst sind die
Zeichnungen äusserst undeutlich und treten nur durch
schwache, aschgraue, etwas schwarz gemischte Andeutun-
gen vor. Am- Vorderrande — an der äusseren Einfassung
des Mittelfeldes — befindet sich ein hellerer Ansatz zu ei-
ner Binde. Die Htfl. einfarbig, höchstens am Analwinkel
schwache und undeutliche Ansätze grauerer Zeichnung.
Mittelpunkte aller Flügel fehlen. Die Saumlinie fein schwarz.
auf den Rippen kaum unterbrochen, Fransen von der Farbe
der helleren Zeichnungen der Vdfl., auf den Rippen schwärz-
44 A. Bang-Haas.
lich gescheckt. Kopf, Stirn blaugrau; Palpen dagegen
schwärzlich, Fühler grauschwarz, ganz nackt. Augen
schwarz. Hinterleib grauschwarz, an den Leibringen und
unten heller. Beine nach aussen zu ebenfalls heller. Die
Unterseite einfarbig. gleichfalls schwarzgrau, nur am Vor-
derrand der Vdfl. gelblich angelegt, besonders gegen die
Spitze zu.
Spannweite 25 mm.
Die Art hat Aehnlichkeit mit der seltenen L. guriata
Emich., bei welcher sie wohl auch am besten einzureihen
sein wird, jedoch unterscheidet letztere sich sofort durch
viel schärfere, deutlichere und regelmässige Zeichnungen,
(durch die scharfen Mittelpunkte und die ganz anders schwarze
Unterseite der Flügel.
Nur ein ganz reines & aus dem Juldus-Gebiete.
Larentia fortificaria n. sp. Taf. IV Fig. 6.
Alle Flügel schneeweiss, ein schmales Basalfeld und das
scharf hervortretende Mittelfeld schwarz, mit schwachem,
bräunlichen Anflug. Die Mitte des Mittelfeldes ist besonders
vom Vorderrande aus bis gegen die Flügelmitte mehr oder
weniger weiss gemischt. Das Mittelfeld verläuft auf der
Basalseite erst schief gegen die Mitte zu, einen kleinen
spitzen Ausschnitt auf Rippe 6 bildend, biegt sich dann wie-
der nach der Wurzel zu, um auf Rippe 4 einen Bogen zu
machen und dann noch eine Spitze kurz vor der Dorsal-
rippe bildend, um dann in den Innenrand einzumünden. Die
Aussenrandseite des Mittelfeldes bildet auf Rippe 6 einen
stumpfen und zwischen Rippe 3 und 4 einen grossen, stark
vortretenden Bogen; das Feld wird von hier ab halb so
schmal wie am Vorderrande, und mündet im Innenrande,
nachdem es noch einen entsprechend kleinen Vorsprung ge-
bildet hat, wie auf der Wurzelseite. Das kleine Basalfeld
verläuft ziemlich gerade bis Rippe 1, macht hier eine kleine,
scharfe Biegung nach der Flügelbasis zu. Es ist auch an
der Wurzel weiss ausgefüllt.
Mittelpunkt und Saumlinie sind nicht gezeichnet. Die
Spitzen der Fransen sind auf den Rippen schwach bräunlich
gefärbt. Die Rippen selbst treten unter Vergrösserung etwas
gelblich hervor. Auf der Unterseite der Vdfl. ist das Mittel-
feld am Aussenrande scharf linienartig begrenzt, die ganze
Fläche bis zur Wurzel der Flügel einfarbig schwarzgrau
angehaucht, ohne deutliche Trennung des Mittel- und Basal-
feldes. Die Hifl. haben unten kurz vor dem Innenrande an
Neue oder wenig bekannte palaearctische Macrolepidopteren. 45
Rippe einen kleinen, schwärzlichen Fleck und sehr schwache
Andeutung einer Mittellinie. Thorax braunschwarz; Stirn,
Hinterleib, Beine weiss. Fühler bräunlich.
Spannweite 28 mm.
Ein frisches & aus dem Juldus-Gebiete.
Diese hervorragende Art hat eine flüchtige Aehnlichkeit
mit der hochinteressanten L. caeciata-Form ab. gelata Stgr.
aus Island, ist aber sofort durch die grosse Verschiedenheit
des Mittelfeldes leicht zu unterscheiden.
Larentia infernaria n. sp. Taf. IV Fig. 4.
Verwandt mit der L. tianschanica Alph., aber durch
die Farbe sehr verschieden.
Die Vdfl. der Männer grauschwarz, mit sehr undeut-
lichen, wenig helleren, oft ganz verschwindenden Zeichnun-
sen, ähnlich der genannten Art. Mittelpunkt klein, tief-
schwarz, Saumlinie zusammenhängend, Fransen schwach ge-
teilt. Die ebenfalls grauschwarzen Hifl. so gut wie zeich-
nungslos, höchstens könnte bei einzelnen Stücken eine kleine,
unbedeutend hellere Querlinie vor dem Saume erwähnt wer-
den, aber sie tritt ausserordentlich schwach vor, ebenso wie
ein schwacher Mittelpunkt.
Fühler, Kopf, Thorax, Hinterleib und Beine von der
Flügelfarbe.
Die Unterseite zeichnungslos grauschwarz. Ein, wie
ich glaube, hierzu gehörendes © hat etwas deutlichere bräun-
lichere Zeichnung, zeigt eine ziemlich deutliche äussere
Querbinde auf beiden Flügeln, sowohl auf der Ober- wie
Unterseite. Die Mittelpunkte fehlen aber ganz.
Die 5&&6 haben eine Spannweite von 28—30 mm, das
© 25 mm.
Aus dem Karagai-tau.
Larentia dilutata Bkh. v. tunkunata n. var.
Obgleich es für diese variable Art wenig angebracht
erscheint, neue Formen aufzustellen, so glaube ich doch,
dass die aus dem Sajan-Gebiete in Anzahl erhaltenen Stücke
eine solche rechtfertigen. Die. eigentümliche, blaugraue
(schwarzgemischte), etwas glänzende Färbung der Vdlfl.
sticht wesentlich von allen mir bekannten Formen der L.
dilutata Bkh.*) (und auch der L. autumnata Bkh.) ab, und
sämtliche (1909 gefangene) Stücke weichen wenig vonein-
ander ab. Die Subdorsal-Rippe meist kräftig schwarz an-
*) cf. Stichel: Berliner Entomolog. Zeitschrift 1908 p. 114.
u 1 EEE a aa El
x “ Fi
46 A. Bang-Haas.
gelegt in der Flügelmitte, der Vorderrand zeigt öfters stär-
kere, schwarze Flecke am Mittelfelde; dieses tritt überhaupt
sehr wenig hervor. Die Htil. weissgrau, mit ausgeprägter,
regelmässiger Linie vor dem Saume; unten sind Vorder-
und Hinterflügel von gleicher Färbung, jedoch nicht so
dunkel wie die Oberseite der Vdfl. Die blaugraue Färbung
scheint sehr zum Verblassen geneigt, wenigstens haben Stücke
(von genau derselben Farbe und von genau derselben Loka-
lität), die ich vor wenigen Jahren erhielt, bereits etwas von
dem eigentümlichen Blaugrau eingebüsst und gehen jetzt
mehr ins Dunkelgraue über.
Spannweite 35 mm. Ich erhielt nur 56.
Erwähnen möchte ich bei dieser Gelegenheit noch das
Vorkommen der L. dilutata in Labrador, nach vier Stücken
aus Möschlers Sammlung; iür diese Stücke, die er mit
„Labradoricata Möschl.“ etikettiert hatte, finde ich nicht die
Beschreibung, auch ist dieser Name nicht unter den Num-
mern 3380 und 3381 im Stgr.- und Rebel-Katalog 1901 er-
wähnt. Diese 1873 gesammelten Stücke sind dunkelgrau
und wohl jetzt etwas verblasst; sie erinnern in der Zeich-
nung, und abgesehen von der Farbe, etwas an die Sajan-
Form.
Larentia caesiata v. hethlandicaria n. var.
Von den Shetland Inseln (England) erhielten wir eine
Anzahl Stücke, die wesentlich verschieden sind von den be-
kannten Formen dieser variablen Art; für diese stelle ich
eine neue Lokalform auf. Sie ähnelt am meisten der typi-
schen v. glaciata Germ. und einzelne Stücke kommen fast
ebenso dunkel vor, aber die grosse Menge weicht von der
Festlandsform durch die schwarzbraune Zeichnung der Vdfl.
ab, und besonders durch das scharf hervortretende Mittel-
feld. Auf den Hifl. tritt der schwarze Mittelpunkt stärker
hervor.
Durchschnittlich sind die Stücke etwas kleiner als
mitteleuropäische und messen 30 mm Spannweite.
Stegania pulverata n. sp. Taf. IV Fig. 5.
Graugelb, gleichmässig mit bräunlichen Schuppen be-
sprenkelt; nur am Vorderrande der Htfl. ist die Bestäubung
etwas schwächer. Die Flügel sind gestreckter, weniger
spitz und nicht so breit wie bei S. trimaculata Vill. Die
Zeichnungen haben Aehnlichkeit mit dieser, aber die äussere
bräunliche Querlinie verläuft mehr gezackt und bildet auf
Rippe 6 eine schärfere Spitze; die 2 Flecken am Vorder-
Neue oder wenig bekannte palaearctische Macrolepidopteren. 47
rande sind kräftig entwickelt, fast schwarz; die Saumlinie
weniger kräftig, die Fransen gescheckt, besonders an der
Spitze. Die Hitfl. mit deutlichem Mittelpunkte und mit äusse-
rer Querlinie. Die männlichen Fühler mit viel kürzeren
Kammzähnen. Die Unterseiten aller Flügel sind etwas we-
niger stark besprenkelt als die Öberseiten, die äussere Quer-
linie und die Mittelpunkte kräftig hervortretend.
Spannweite 23—27 mm.
Mehrere Stücke aus Askold und Ussuri. 4
Stegania ochrearia n. sp. Taf. III Fig. 19.
Ockergelb, etwa von der Farbe kräftig ausgefärbter A s -
pilates ochrearia Rossi, an der Basis der Htfl. etwas blasser.
Vorderfl. mit zwei braungelben (Querstreifen, die denselben
Verlauf nehmen wie bei St. trimaculata Vill., aber
am Vorderrande keine sich stark abhebende Flecken bilden,
sondern da nur etwas kräftiger auftreten; am Vorderrande der
Flügel-Basis schwarzbräunlich angehaucht; im Saumfelde befindet
sich, am Innenrande beginnend, ein auffallender, gebogener,
schwarzer Fleck, der sich bis in Zelle 2 ausdehnt, und sich
den Querstreifen anschmiegt; ferner steht ein ganz kleines,
matteres schwarzes Fleckchen an der spitzwinkligen Biegung
des Querstreifens, und in Zelle 8 wiederum ein solches,
etwas kräftigeres Fleckchen, das mit einem ockerbraunen
Wisch in den Vorderrand ausfliesst. Die Vdfl. ohne dunklere
Besprenkelung, mit kleinem, bräunlichen, mondförmigen Mittel-
punkt. Die Htfl. mit deutlicher, äusserer Querlinie, und kurz
dahinter mit einer zweiten, weit schwächeren Schattenlinie.
Der Mittelpunkt ist schwächer als jener der Vdfl. Die Fransen
an allen Flügeln mit schwacher, ockerbräunlicher Saumlinie.
Die Unterseite der Vdfl. blasser, die äussere (@uerlinie ist
deutlich angesetzt, dagegen treten die Flecke im Saumfelde
sehr schwach hervor, und der grosse Fleck am Innenrande am
schwächsten; ferner ist der Vorderrand an der Basis der
Flügel und ein Wisch von der Wnrzel bis zum Mittelpunkt
schwarzbraun bestäubt; die Htfl. unten zeichnungslos aber der
Mittelpunkt ist hier rein schwarz, wie auch der der Vdfl.
Die Fühler doppelkammzähnig, Palpen sehr kurz mit spitzem
Endgliede. Stirn weisslich gelb.
Flügelspannung 23 mm.
Tunis (Ain Draham) 1 %.
Gonodontis graecarius n. sp. Taf. IV Fig. 3.
Obwohl nur ein Weib (ganz rein) vorliegt. so trage
ich doch kein Bedenken, dafür eine neue Art aufzustellen.
48 A. Bang-Haas.
Das Basal- und Saumfeld der Vorder- und Hinterflügel
gelblichbraun, mehr oder weniger spärlich dunkler braun
gesprenkelt; das am Vorderrande stark erweiterte (fast
doppelt so breit als am Innenrande) Mittelfeld hebt sich
durch die viel dunklere, braune Färbung bedeutend ab; die
Einfassung nach der Wurzel zu verläuft unregelmässig, tritt
aber durch die schwarze Farbe sehr stark hervor; eben-
falls nach dem Saume zu ist das Mittelfeld tiefschwarz be-
grenzt, aber nicht gezähnt und durch die wesentlich hellere,
angrenzende, hier fast weisse Farbe des Saumfeldes mar-
kiert. Alle Flügel mit hellen, schwarz umrandeten Mittel-
punkten. Der auch bei der etwas ähnlichen, gemeinen G.
bidentata Cl. vorhande Querstreifen der Hifl. ist breit
schwarz, gegen den Vorderrand zu etwas schmäler; er mün-
det hier gerade unter der äusseren Einfassung des Mittel-
feldes der Vdfl.; dieser Querstreifen steht weit ab vom Mittel-
punkte.
Die Vdfl. sind weit weniger scharf ausgeschnitten als
bei G. bidentata, eher so wie bei der eintönigen G. muscu-
laria Stgr., von welcher Art die G. graecaria sich leicht
durch die viel schärfere und buntere Zeichnung unterschei-
det. Die Unterseite der G. graecaria ist viel heller und
gelblicher als die Oberseite, die Querstreifen scharf schwarz,
nicht unterbrochen oder zackig, sondern linienförmig. Die
innere Einfassung des Mittelfeldes tritt nur schwach hervor.
Spannweite 43 mm.
Das Stück wurde Herbst 1908 in Attica gefangen.
Boarmia viertlii Boh.
Von dieser bisher nur aus Ungarn bekannten Art er-
hielt ich ein reines Stück (6) aus Marasch (Taurus), das
sehr gut übereinstimmt mit weniger scharf gezeichneten und
blasser gefärbten Stücken. Auch die Grösse stimmt ganz.
Egea argentaria n. sp.
Die Zeichnungen stimmen mit der häufigen spanischen
E. cacuminaria Rbr. überein, aber die Färbung ist silber-
grau, mit bräunlichen Schuppen gesprenkelt, während die
Grundfarbe bei reinen Stücken von E. eacuminaria schwarz-
braun und nicht gesprenkelt ist, sondern eine ruhige Fläche
bildet. Das Saumfeld ist bei meiner Art rein weiss-
grau, dagegen bei E. cacuminaria tiefbraun gefärbt; die
Saumlinie mit starken, länglichen, schwarzen Strichen, bei
E. cacuminaria gebildet aus weit kleineren Punkten. Die
Htfl. silbergrau, ohne Mittelpunkt, ohne Saumpunkte und
Neue oder wenig bekannte palaearctische Macrolepidopteren. 49
ohne erkennbare Binde, dagegen tritt dies alles bei E. cacu-
minaria deutlich hervor. Die Fransen schwach bräunlich
gescheckt, bei E. cacuminaria dagegen sehr kräftig schwarz-
braun. Die Unterseiten der Flügel weichen bis auf die
hellere argentaria-Färbung wenig voneinander. ab. Die trüb
gefärbte Tephronia oranaria Stgr. (cf. Iris 1906, pag. 141)
weicht von den beiden genannten Arten wiederum, ab.
Spannweite 25 mm, also auch grösser als E. cacumi-
naria und oranaria, die 22 mm messen.
Ein ganz reines & aus Tunis (Foum-Tatahouine).
Phasiane clathrata L. v. punctata n. var.
In Anzahl aus dem Juldus-Gebiete erhalten. Alle Stücke
sind schwarz, mit reinweissen Flecken und Punkten, die
Querbinden sind meist verloschen, die schwarze Farbe vor-
herrschend, und die weissen Flecke, besonders am Saume
in Zelle 2—3, treten stark isoliert hervor.
Eubolia gastonaria Obth. v. obscuraria n. var.
Unter der reinweissen Hauptform kommen häufig Stücke
vor, die ganz braungraue Hifl. haben; auch die Vdfl. sind
dann stark verdunkelt, wenn auch nicht so sehr wie die
Htfl., aber das braune Band im Saumfelde ist dann saum-
wärts breit weiss angelegt, und der übrige Teil des Feldes
grau; bei solchen Stücken sind die Fransen bräunlich, wäh-
rend sie bei der Hauptform reinweiss bleiben. Mitunter tritt
auf den Hifl. auch eine weisse Linie vor dem Saume auf.
Diese niedliche, kleine Art ist mir bis jetzt nur von
Algier bekannt.
Scodiona lentiscaria v. distinetaria n. var.
Aus St.-Ildefonso in “Castilien erhielten wir eine Anzahl
Stücke, die ziemlich verschieden sind von einer Reihe Exem-
plare aus Hyeres, Villefranca und Chiclana; sie haben eine
weissere klare Grundfarbe, mitunter mit schwach lilaröt-
lichem, glänzenden Anflug, sind weit weniger gesprenkelt.
die Querstreifen sind nicht schwarz, sondern rostgelb bräun-
lich, und treten weit kräftiger hervor. In der Grösse sind
sie nicht abweichend.
Syntomis minuta n. sp.
Ziemlich ähnlich der S. caspia Stgr.. aber durch ihre
Kleinheit und Zierlichkeit macht sie einen andern Eindruck.
Der Hauptunterschied besteht in dem glasigen, weissen Fleck
an der Wurzel der Vdfl., dieser ist nicht rund und sehr
klein wie bei S. caspia, sondern bildet eine grössere, scharf-
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden, Jahrgang I9IO.
50 A. Bang-Haas.
eckige Raute. Sonst stimmen Färbung und Zeichnung
überein.
Spannweite 21 mm. SS. caspia misst durchschnittlich
25 mm.
5 8&& aus Südost-Transcaspien.
Aretia seitzi n. sp. Taf. Il Fig. 17.
Aus dem Issyk-kul-Gebiete erhielten wir ein fast ganz
reines und ein geflogenes, beschädigtes Stück, beides Män-
ner, einer mir bisher unbekannten Art, die ich zu Ehren
des Herrn Professor Dr. Seitz (Verfasser des vorzüglichen
und einzig dastehenden Werkes „Die Gross-Schmetterlinge
der Erde“) benenne.
Die Grundfarbe der Vdfl. ist einfarbig grauschwarz,
mit vielen kleineren und grösseren, gelblich rötlichen Punk-
ten und Fleckchen bestäubt. Hitfl. rotgelb, etwas röter als
die Flecke der Vdfl., mit winkelig gebogenem, schmalem,
schwarzem Fleck auf. der Querrippe und mit drei rund-
lichen, tiefschwarzen Flecken vor dem Saume. Ein ganz
schmaler spitzer Schattenstrich läuft von der Wurzel bis
gegen die Mitte des Flügels; ebenso ist der Innenrand grau-
schwarz bestäubt; doch treten diese beiden letzten Bestäu-
bungen lange nicht so stark hervor wie die vorhin er-
wähnten, tiefschwarzen Flecken. Am Saume befinden sich,
besonders bei dem geflogenen Stücke, ein paar ganz kleine
schwarze Pünktchen auf den Rippen.
Die Unterseite äller Flügel etwas blasser rotgelb als
die Hifl.; die grösseren, helleren Flecken der Vdfl. etwas,
wenn auch schwach, durchscheinend; dagegen tritt auf der
Querrippe der Vdil. ein scharfer, winkelig gebogener,
schwarzer Fleck, sowie auch einige schwarzgraue Pünkt-
chen vor dem Saume hervor, die ganz auf der Oberseite
fehlen.
Die Zeichnungen auf der Unterseite der Htfl. wie auf
der Oberseite, jedoch treten die schwarzen Flecken . hier
weniger hervor.
Die Fühler einfarbig grauschwarz, ähnlich gezähnt wie
bei. A. intercalaris Ev., doch sind die Zähne kürzer und
kräftiger, und die Fühler auch nicht so lang wie bei ge-
nannter Art, wo sie über die Mitte des Vdflrandes reichen,
während sie bei A. seitzi kaum über ein Drittel der Flü-
sellänge hinausgehen. Kopf und Stirn grauschwarz, Pal-
pen klein, seitwärts rötlich, Endglied gelblich, hängend,
Halskragen, Schulterblätter grauschwarz. Der etwas be-
Neue oder wenig bekannte palaearctische Macrolepidopteren. 51
schädigte Thorax scheint etwas heller behaart zu sein. Hin-
terleib von der Farbe der Hitfl., oben mit schwarzen, brei-
ten Ringflecken. Beine rotgelb, die Tarsen schwärzlich.
Spannweite 45—47 mm.
Diese eigentümliche Art wird vorläufig wohl am besten
bei der A. intercalaris Ev. einzureihen sein, mit welcher
sie in der Zeichnung sonst fast gar keine Aehnlichkeit hat.
Paropta pharaonis n. sp. Taf. IV Fig. 7.
Diese kleine Art erinnert in der Färbung und Zeich-
nung stark an Holcocerus arenicola Stgr., ist aber sofort
durch die ganz anders gebildeten Fühler zu unterscheiden.
Vdfl. blass bräunlich, etwas grau gemischt, mit feinen, dunk-
ler bräunlichen Querlinien und Strichelchen durchzogen und
gegittert. Die Rippen sind schwach dunkler, die Fransen
auch etwas dunkler gescheckt. Hifil. einfarbig bräunlich
grau. Kopf, Thorax, Hinterleib von der Färbung der Vdil.,
die Fühler lang gekämmt, die Palpen schwach, dicht am
Kopfe anliegend, wie solche der P. iohannes Stgr. Diese
unterscheidet sich leicht durch die graue Färbung der Vdil.,
die weit stärkere Gitterung und die ganz weissen Hill.
1 & von Nord-Aegypten (Kairo).
Spannweite 33 mm.
Dyspessa bucharana n. sp. Taf. IV Fig 8.
In Habitus und Zeichnung fast mit der D. agilis Chr.
übereinstimmend, aber mit dunklerer, bräunlich gemischter
Grundfarbe, wodurch die weisse Fleckenzeichnung, beson-
ders der weisse Längsfleck in der Mittelzelle, stärker her-
vortritt. Eine Reihe bräunlicher Strichelchen auf den Rip-
pen in der Mitte der Vdfl. zieht sich vom Innenrande bis
über die Mittelzelle hin, ist jedoch bei allen Stücken nicht
gleich stark entwickelt. Die Vorderrandflecken treten mit-
unter nicht scharf hervor. Die Teilungslinie der Fransen
kräftiger, schärfer gescheckt; die Rippen enden am Saume
meistens in kleine, bräunliche Möndchen. Die Kammzähne
der Fühler kaum so gross wie bei D. agilis. Die D. bucha-
rana hat auch Zeichnungsähnlichkeit mit D. lacertula Stgr..
die aber viel kleiner ist; D. clathrata Chr. ist viel einfarbiger
und fast zeichnungslos.
Eine Anzahl && aus Buchara (Gisar) wurden in den
ersten Tagen des Mai gefangen.
Spannweite 25—30 mm.
4*
Zwei neue Taenaris-Formen aus
Deutch-Neu-Guinea.
Von
H. Fruhstorfer.
Mit 4 Figuren auf Tafel II.
Herr Dr. Eugen Werner, der eine botanische und eth-
nographische Forschungsreise nach Kaiser - Wilhelmsland
unternommen, hat während seines zweijährigen Aufent-
halts in unserm Schutzgebiet auf mein Ersuchen auch
Schmetterlinge gesammelt.
In seiner Ausbeute, die allein über 2000 Euploeen ent-
hielt, waren grosse Serien von bisher sehr seltenen Tae-
nariden vorhanden, und kam ich so in die Lage, z. B.
mein Material an T. cyclops Stdgr. und T. kubaryi Stdgr. zu
verdoppeln.
Unter den kubaryi-Exemplaren een sich zwei neue
Formen, die ich als eugenia nova und cyclopides
nova hier beschreiben möchte.
Taenaris chionides kubaryi Stdgr. 1893 war bisher
in zwei Formen aus Deutsch-Neu-Guinea bekannt:
a) forma kubaryi mit einer Apikalozelle der Htilgl.-
Unterseite;
b) forma ambigua Stichel 1906 mit einer Apikal- und
einer Analozelle der Htilgl..
Herr Dr. Werner entdeckte dazu drei weitere Formen:
c) forma aroana Fruhst. 1901. Ursprünglich vom
Aroafluss in British Neu-Guinea beschrieben, mit ei-
ner breiten, graubraunen Zone zu beiden Seiten der
Submedianader der Vdflgl. Davon liegt mir aus der
Umgebung von Finschhafen ein @ vor.
agasta-Bildung, die also die Hauptform darstellt, wäh-
rend die Form der Namenstype eyclops seltener und
mehr aberrativ auftritt.
H. Fruhstorfer. 53
d) forma eyelopides nova. Unterseite wie ambigua,
also mit ie zwei Ozellen der Htilgl. Oberseits aber
durch einen die gesamte Basal- und Submedianregion
überziehenden feinen graubraunen Anflug an cyclops
Stdgr. erinnernd.
forma eugenia nova (mit Figur 2). Habituell
etwas kleiner, rundilügeliger als die übrigen kubaryi-
Formen. Oberseite fast durchweg weiss, Costalsaum
gelblichweiss, statt grau oder schwärzlich, gegen den
Apex zu vor der Abzweigung der SC mit grauem
Anflug. Hiflgl. mit sehr schmalem, schwarzem Dis-
talsaum, nur an der vorderen Radiale mit geringfügi-
ger grauer Bestäubung. Unterseite der Htilgl. mit
ambigua-Bildung der Ozellen. Costalsaum beider Flü-
gelpaare schwarz, wie bei normalen kubaryi.
Eugenia bildt ein Analogon zu Taenaris
honrathi forma simonetta Fruhst. und wahnesi
forma candida Fruhst. und ist die progressivste bisher
bekannte albinotische Abweichung der Spezies kubaryi.
Trockenzeitform (?) Patria: Umgebung von Friedrich-Wil-
helmshafen auf etwa 500—600 Meter Höhe. Von den elf
kubaryi-Exemplaren meiner Sammlung tragen fünf nur
die vorderen Ozellen der Hiflgl., während sechs ambi-
gua-Bildung aufweisen. Die Form eugenia (Fig. 2)
differiert auch in der Valvenbildung von normalen ku-
baryi. Die distale schnabelartige Spitze ist etwas kür-
zer als bei kubaryi (Fig. 1), der dorsale Höcker vor
der Spitze verläuft fast geradlinig und zeigt nicht den wel-
lenförmigen Einschnitt der kubaryi.
Taenaris eyelops Stdgr. 1893.
Die Variabilität dieser Art bewegt sich in analogen
Bahnen wie bei kubaryi.
a) forma eyclops Stdgr. mit nur zwei Apikalozellen
der Hiflgl.-Unterseite.
b) forma agasta Stichel 1906 mit zwei supplementären
Analozellen.
ce) forma agapetha Fruhst. 1905. Oberseite der Vdilgl.
braungrau.
d) forma ferdinandi Fruhst. 1905. Oberseite der
Vdflgl. vorherrschend weiss, manchmal seidig glän-
zend.
Forma agasta kann auch mit c. und d. kombiniert
erscheinen. Von 15 eycelops - Exemplaren haben elf
Du
e
54 Zwei neue Taenaris-Formeu aus Deutsch-Neu-Guinea.
Cyelops und chionides (kubaryi) sind, abge-
sehen von ihrer analogen relativ ärmlichen Ozellen-Produk-
tion, auch morphologisch nahe verwandt, was ein Blick
auf Fig. 3 dartut, welche die Valve der eyclops Stdgr.
vorstellt, die sich an jene der forma eugenia anschliesst,
und von dieser nur durch die etwas längere und schlan-
ker gestielte Valvenspitze abweicht. Eine wesentlichere Mo-
difikation lässt sich erst bei einer Spezies erkennen, die bis-
her nur von den Inseln der Geelvinkbai und Holl. Neu-
Guinea bekannt ist, nämlich dioptrica Snellen (1860).
Bei dieser ist das Tegumen kräftiger entwickelt, die Val-
venspitze gleichmässiger abgeschnitten, feiner gezähnelt und
die Valve selbst partiell gekielt. (Fig. 4.)
Die Unkusbildung der Taenariden erinnert im allge-
meinen an jene der Elymnias. Diese wiederum ver-
raten auf den ersten Blick durch die Art des Aufbaues des
Unkus ihren engsten Anschluss an die Satyriden. Die
natürlichste Folge eines eingehenderen Studiums der Organe
auch der übrigen „Amathusiiden“ wird vermutlich das Re-
sultat zeitigen, dass die Amathusiiden den Satyriden als
Subfamilie unterzuordnen sind.
Nach Stichel führen ausser den Taenaris s. strietu auch
noch die Copulationsorgane der && der Genera Stichoph-
thalma, Aemona, Faunis, Xanthotaenia satyromorphe laterale
spangenartige Fortsätze des‘ Tegumens unter dem Unkus,
wie es mit obigen Figuren der Taenariden hier zum ersten
Male graphisch zur Darstellung gebracht wird.
Lepidopteren von der Vulkaninsel.
Von
H. Fruhstorfer.
Nachdem Herr Dr. Werner, dem ich so viele prächtige
und neue Schmetterlinge aus Kaiser-Wilhelmsland verdanke,
seine botanischen Studien in Neu-Guinea beendet hatte, fand
er Gelegenheit, auch die Vulkaninsel zu besuchen, eine Reise,
die ich ihm wiederholt neben jener auf die Insel Dampier in
Hinblick auf zoogeographische Forschungen angeraten hatte.
Wenn auch Herr Dr. Werner sich nur wenige Tage auf
der Vulkaninsel aufhalten konnte, war es doch möglich ei-
nige sonnige Stunden auszunutzen und Lepidopteren zu
sammeln. Die Ausbeute umfasst zwar nur 8 Spezies — und da
die Insel kaum :10—12 km vom Festlande der Astrolabebai
entfernt liegt, war mein Erstaunen kein geringes, darunter
eine neue Art vorzufinden, und nicht weniger wie 4 z. T.
hochdifferenzierte Inselrassen.
Herr Dr. Werner sandte folgende Spezies ein:
Danais melissa leucoptera Butler &29. Ueber ganz
Neu-Guinea und die Satellitinseln verbreitet.
Danais philene bonguensis Fruhst. 1899. Bisher nur
von Deutsch-Neu-Guinea bekannt. &9.
Euploea werneri Fruhst. (Ent. Zeitg. Stuttg. 1909
P- 277.)
Steht der de heeri Doh. von Sumbawa nahe, eine Ver-
wandtschaft, die sich auch in der Form der Valve verrät,
die jedoch eine regelmässigere weniger deutlich gerundete
Form aufweist, die an einen Vogelkopf erinnert. 2 865,
Bon!
Eine hervorragende Entdeckung, die darauf schliessen
lässt, dass wir noch viele andere unbekannte Rassen von
der‘ Insel erwarten dürfen.
Euploea treitschkei eugenia nov. subspec.
Steht der ursula Butl. von den Fergusson-Inseln am
nächsten, differiert aber von dieser, sowie allen mir vorlie-
56 H. Fruhstorfer.
genden treitschkei-Inselrassen durch die linsengrossen weis-
sen Subapikalflecken der Vdilgl. der 92. Die Circum-
cellularmakeln der Hitilgl. sind gleichfalls ausgedehnter,
rundlicher, mehr breit als lang.
Eine Abbildung von eugenia wird neben jener von
Eupl. werneri eine der nächsten Lieferungen von Seitz,
(rrossschmetterlinge der Erde, bringen. 1 8,329.
Euploea nemertes erima Fruhst.
Diese von mir B. E. Z. 1899 p. 284 als Aberration be-
schriebene Form hat sich als die in der Astrolabebai domi-
nierende Rasse der molukkisch-papuanischen Eupl. nemertes
Hb. erwiesen.
Sie tritt auch auf der Vulkaninsel als häufige Erschei-
nung auf.
Taenaris catops myalechoides Fruhst. ©.
Sehr überrascht war ich, diese bisher nur von den
Satellitinseln von British-Neu-Guinea bekannte albinotische
Lokalrasse von der Vulkaninsel zu empfangen. Ist doch
catops ein echter Charakterschmetterling der Astrolabebai,
der mir von dort schon zu vielen Tausenden zugegangen
war, aber keines der festländischen Exemplare kommt auch
nur entfernt dem excessiv albinotischen Gepräge dieser ober-
seits rein weissen, stark glänzenden Inselrasse nahe. Die
catops der Halbinsel tragen alle ein melanotischeres Ge-
präge, sind ohne Glanz, breit schwarz gesäumt — und füh-
ren viel grössere Ozellen.
Hypolycaena phorbas infumata subspec. nova.
Eine typische melanotische Inselrasse, die dem Namens-
typus (phorbas F. 1793) viel näher steht, als der Schwester-
rasse des deutschen Gebietes der Hauptinsel.
Infumata differiert von phorbas durch die fast ganz
schwarzbraun überschuppte (statt dunkelblaue) Oberfläche
der Vdflgloberseite und von phorbas aus Neu-Guinea durch
das Fehlen der weissen Aufhellung längs der Submediane
der Vdflgl. Von beiden genannten Formen zudem noch
durch die blaugraue statt weissliche Unterseite aller Flü-
gel 1 ©.
Steht der puella Boisd. von Holl.-Neu-Guinea sehr nahe,
von der sie differiert durch etwas schmäleren schwarzen
Aussensaum der Flügeloberseite und das oberseits reinere
Weiss der 22.
Die Form tritt unverändert auch im deutschen Gebiet
von Neu-Guinea auf. &9.
Lepidopteren von der Vulkaninsel. 57
Die lokale Differenzierung, welche die wenigen bekann-
ten Arten der von der Hauptinsel nur auf so geringe Ent-
fernung abgerückten Vulkaninsel zur Schau tragen, über-
bietet alles, was bisher an geographischen Abweichungen
auf kurze Distanzen bekannt — selbst jene so erstaunliche
Modifizierung der Baweanrassen, verglichen mit jenen der
Hauptinsel von Java. Aber die Luftlinie Java—Bawean
beträgt doch etwa 50 km.
Eine ebenso sinnfällige Umbildung der Spezies ist im
rein malayischen Gebiet nicht denkbar und scheint im Zu-
sammenhang zu stehen mit der wohlbekannten Tatsache,
dass sich eine Spezies um so mehr verändert, je weiter sie
nach Osten vordringt. Es ist dies eine Erscheinung, die
mir besonders bei den Mycalesis auffiel. Während sich
z. B. die vielen kontinentalindischen Arten z. T. über 25
geographische Breitengrade unverändert ausbreiten, ist der
Formenreichtum von Neu-Guinea allein ein viel mannig-
faltigerer als auf dem gesamten Kontinent von Indien. Da-
bei bedeckt Neu-Guinea nicht mehr Oberfläche als etwa
Birma, Tenasserim und die Shanstaten zusammen.
Neue Hesperiden
desIndo-MalayischenFaunengebietes
und Besprechung verwandter Formen.
Von
H. Fruhstorfer.
Mit 4 Figuren auf Tafel V.
Als vor einigen Monaten Herr Dr. M. C. Piepers mich
ersuchte, ihm ein‘ Verzeichnis von Hesperiden, die ich auf
Java gesammelt habe, zusammenzustellen, war meine Kol-
lektion, was Hesperiden angeht, noch in völliger Unord-
nung.
Um dem Wunsche des Herrn Piepers nachzukommen,
sichtete ich zunächst das Material der von mir stets geson-
dert gehaltenen Funde auf Java.
Es liess sich jetzt feststellen, dass eine Bestimmung
der javanischen Arten einfach unmöglich sei, wenn nicht
die verwandten Formen ganz Süd-Asiens zum Vergleich her-
angezogen würden.
Eine Gruppierung der Hesperiden der Inselwelt ergab
dann bald die Notwendigkeit, neue Arten und Rassen zu
diagnostizieren.
Hierzu erwies sich die beste bisher erschienene Arbeit,
jene von Elwes und Edwards, Trans. Linn. Society 1897,
mit vier kolorierten und sechs schwarzen Tafeln, als ein
willkommener Führer durch die schwierige Materie, um so
mehr, als Elwes und Edwards als erste die Genitalien der
66 als Determinationshilfsmittel benutzten.
Da sich aber Elwes hauptsächlich auf die rein indische
Fauna beschränkte mit nur gelegentlichen Ausblicken auf
die malayischen Arten, so musste auch als Register der
östlicheren Spezies der Beitrag von Mabille aus den Ge-
nera Insectorum benutzt werden.
Leider musste ich jedoch konstatieren, dass Mabille ei-
nen grossen Teil sehr prägnanter von ihm zu Beginn seiner
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Vorstand des EntomologischenVereins ‚lris” zu Dresden.
Vorsitzender: Prof. Dr.K.M.Heller, Dresden, Franklinstr.22.
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Stellvertr.: Amtstierarzt Möbius, Dresden, Antonstr. 7.
Schriftführer: Ad. Winckler, Dresden-Pl., Kaitzerstr. 137.
Stellvertr.: Gust.Kretzschmar, Dresden, Bismarckplatz 6.
Rechnungsführer: Hugo Reichelt, Dresden,
Bibliothekar: | Theresienstr. 1.
Redakteur: ©. Ribbe, Radebeul b. Dresden.
Stellvertreter: Dr. P. Husadel, Dresden, Gewandhausstr. 3.
Sitzungen: Mittwoch v. 8—11 Uhr im zoolog. Garten.
Mitglieder erhalten auf Wunsch die früheren Bände unserer
Zeitschrift zu bedeutend ermässigten Preisen und zwar:
Band I. (in5Numm.) 340 Seit.mit2 Taf., (von dem nur noch einige wenige
nicht ganz vollständ. Exemplare vorhanden sind) für 15—25Mk.
»„ I. (in2 Heften) 286 Seiten mit 5 Taf. (1color.) statt 17Mk.für 10 „
AU in > 05:5, 848, nA colori.Tatelnsr: 107,272 1085
EHEN m 5 ),8628 PORN IE EN EEE 03 Ku) Ran N
REN SG 4.1 Baf} (4 eolor.): > „RZ, On
RT a ee ».0.c0lors#Bafeln’- .,’ DEN 7 IN
ROVER in2rr? yar)ash.ır, STAR: (4 color.) 1,9 28,7, 1008
SAVE (127 7,..:)406) 8, TABICH Bar UBER Ra re,
WIR 2.416)», Ss Tak kl eolor.) 1,222, 1055
RE ED N a ADBENT, 2 Barstkeolaor im. 41 0abi,e sl
en re er “+6. Talsl8; Calor.)22.0% 2 ,264,7,..104%
„ XI. (in2 )415 „ 9 Taf. (4 Baum,
1 teilweise eoloriert) A 20
„XII. (in 2 Heften) 362 Seiten mit 8 Tafeln aha
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„XIV. (in2 Heften) 393 Seiten mit5 Tafeln Re A LTE
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BRYL- tun 2. 898 ur, 3: 6.TaL., .k Titelb: 2,024... ,7106,
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gessen haben, wird das zweite (gegen Ende Juni erscheinende)
Heft gegen Nachnahme des Beitrages zugesandt (soweit nach den
betreffenden Ländern Nachnahme zulässig ist).
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Die Gr Gnsaehmerlet ES, kr Erde
Ein Handbuch und Bestimmungswerk für Sammler, Lepidopterologen,
Schulen und Museen
herausgegeben von Dr. phil. ADALBERT SEITZ ER
Direktor des zoolog. Gartens zu Frankfurt a. M., ordentl. u. korresp. Mitglied
zahlreicher wissenschaftl. Vereine.
Bearbeitet wird dieses bedeutende Werk von ersten Autoritäten, untet
denen wir nennen wollen die Herren! - er
Prof. AURIVILLIUS, Stockholm ;_H. FRUHSTORFER, Genf; R. HAENSCH,
Berlin; Dr. K. JORDAN, Tring; MABILLE, Paris; WEYMER, Elberfeld;
W. v. ROTHSCHILD, London; J. RÖBER, ‚Dresden, WARREN, London.
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unter ausgiebigster Darstellung von & und 9, sowie der Unterseiten
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Darstellung und ausserdem noch eine sehr grosse Anzahl in dem Katalog
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Il. Haupt-Abteilung: Die exotischen Schmetterlinge
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Teilen die grösseren Schmetterlinge halbiert dargestellt werden. Dagegen
werden sämtliche kleineren Schmetterlinge, also kleinere Tagfalter
(Lycaenen, Hesperiden), Zygaenen, Sesien, kleinere Schwärmer, Spinner, R
Eulen, Spanner in ganzer Figur wie in den anderen Werken abgebildet. f
- Bestellungen nimmt jede Buchhandlung an! Lieferung I liegt in? jeder
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Das Werk erscheint in. deutscher, englischer und franzö-
sischer Sprache! Ra
rk
Iris, Dresden, Band XXIV, Heft 4.
Deutsche
Entomolopische Zeitschrift
®
Eris
herausgegeben
vom
Entomologischen Verein Iris zu Dresden.
Jahrgang 1910. Viertes Heft.
| - Mit Nr. 4 des Korrespondenzblattes
und 3 Tafeln (Nr. I, III und IV.)
1. April 1910.
P2
Redakteur: C. Ribbe.
Preis für Nichtmitglieder des Vereins: 2 Mark.
Berlin.
R. Friedländer & Sohn.
Carl-Strasse 11. |
Druck von O.J.W. Schlenkrich, Radeheul,
I a ar An ed Er ee ee TEN
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 59
entomologischen Tätigkeit in den 70er Jahren des vorigen
Jahrhunderts publizierten Spezies nicht mehr in sein neues
Register aufgenommen hat, oder sich durch die’ Synonymier-
lust andrer verleiten liess, seine distinkten Spezies als ver-
fallen zu behandeln.
Weil trotz der guten Beschreibung Mabilles noch manche
Fragen offen blieben, so machte ich mich Anfang Novem-
ber 1909 auf den Weg, um die Typen Mabilles in Le Per-
reux bei Paris zu studieren.
Später sandte mir der geschätzte Autor noch eine An-
zahl Aquarelle, die er nach jenen Arten angelertigt hatte,
die nicht nach seiner, sondern Boisduvals Sammlung auf-
gestellt wurden. Auch Herr Dr. Piepers stellte mir eine
Serie Handzeichnungen zur Verfügung — und so war eine
gesunde Basis geschaffen —, die denn auch zur Klärung
mancher tief eingewurzelter Irrtümer führen konnte. Mitten
in der. Vorarbeit traf dann noch unverhofit, aber hochwill-
kommen, der Beitrag Swinhoes über die Typen der Plötz-
schen Arten (Tr. E. S. London 1908) ein.
Als Resume aller Vergleiche ergab sich, dass die Hes-
periden zu den am wenigsten variablen Tagfaltern gehören,
dass sich besonders viele Arten über ein grosses Gebiet
verbreiten, ohne lokale Formen auszubilden, was zumeist
mit der Gleichartigkeit der Nahrungspflanzen zusammen-
hängt. Viele dieser ubiquistischen Spezies leben in den
Jugendstadien auf Reis oder andern weitverbreiteten Grä-
sern, und so ist es nur natürlich, dass sie überall da vor-
kommen, wo Reis gebaut wird und die Gräser durch den
Menschen eingeschleppt werden.
Anderseits fiel mir auf, dass mehr noch als bei an-
dern Rhopalocerenfamilien insulare Differenzen sich sehr
scharf abheben und so die Erkennung der Spezies und Ras-
sen trotz der Kleinheit der Individuen und der Unbedeu-
tendheit der Merkmale mit viel mehr Sicherheit als z. B.
bei den Euploeen und Lycaeniden ermöglichen.
Weitgehende individuelle Variation, wie etwa bei Pap.
memnon, Hypolimnas bolina oder selbst gewissen Eutha-
lien, ist bei den asiatischen Hesperiden überhaupt nicht
wahrzunehmen. Sexueller Dimorphismus nur bei wenigen
Spezies (Capila, Casyapa, Ismene) in auffallendem Masse
entwickelt, und selbst horodimorphe-Formen sind selten oder
so schwach ausgebildet, dass sie nicht etwa wie bei den
Satyriden, Pieriden zur Verkennung der Art verleiten, und
80 H. Fruhstorfer.
selbst durch in die Augen springende sekundärsexuelle
Merkmale sind nur wenige Genera (Casyapa) ausgezeich-
net. Die Mannigfaltigkeit der Flügelform der indoaustrali-
schen Hesperiden bleibt hinter jenen der neotropischen Re-
gion zurück. Dagegen sind die Gattungsmerkmale zumeist
sehr prägnant, und weil, wie schon eingangs erwähnt, die
spezifischen und lokalen Charaktere recht beständig sind,
so ist es bei den Hesperiden leichter wie bei andern Fami-
lien, die Arten zu sortieren, zu erkennen und zu bestim-
men, selbst in den speziesreichsten Genera, wie Parnara
und Telicota.
Mit grosser Genugtuung liess sich auch feststellen, dass
die Umgrenzung der Genera eine recht logische ist, dank
den Vorarbeiten Watsons und Elwes. und die wenigen un-
sesunden Auswüchse der Fertilität Moores und de Nicevil-
les auf diesem Gebiet fanden bereits ihre Einschränkung
durch die genannten Autoren.
Zum Schluss möchte ich nur noch auf das verblüffende
Faktum hinweisen, dass gerade im Geburtslande Darwins
der Gedanke der Beständigkeit der Art am hartnäckigsten
eingewurzelt ist.
Sonst wenigstens würde mir jede Erklärung für die
Anschauung englischer Autoren fehlen, die nur Arten und
Synonyme kennen.
Letztere allerdings versuchte ich so viel wie möglich
wieder in ihre Rechte einzusetzen, inwieweit ich dabei das
Richtige getroffen, überlasse ich dem Urteil jener, die über
ein vollkommeneres Material als ich selbst verfügen.
Capila zennara Moore 1865.
Ein © dieser seltenen Art in Tandong, Tenasserim,
Mai 1901, auf 4000 Fuss Höhe gefangen.
Capila hainana Crowley 1900.
Der Beschreibung Crowleys nach dürfte diese Insel-
form zu zennara gehören (P. Z. S. 1900, p. 510).
Patria: Hainan.
Achalarus lilianus Atkinson 1871.
Häufig im Mai in Tenasserim bei Tandong auf 4000
Fuss. Die von Elwes als Synonym behandelte casyapa
Moore ist eine distinkte Ortsrasse vom NW-Himalaya (siehe
de Niceville, J. B. N. H. 1898, p.. 596).
Charmion fieulnea Hew. 1868.
Drei Lokalrassen:
ficulnea ficulnea Hew. (signata Druce 1873)
N a ra er al DE Fa
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 61
N. Borneo (Koll. Fruhstorfer), SO. Borneo (Niceville).
fiewlnea queda Plötz.. (Pl queda Plötz B. E. 2.
1865, 2.225, Swinhoe, T. BE... 1908, p. It. L.f. 85%
Malayische Halbinsel, Tenasserim, Siam (Niceville).
ficulnea nibana subspec. nova. Q Weisse Schräg-
binde der Vdflgl. breiter als bei queda, viel schmäler
als bei ficulnea.. & Der weisse Fleck der Vdilgl. kür-
zer als bei tola Hew., aber nach vorn mehr verschmä-
lert, nach hinten verbreitert.
Patria: Westsumatra &&2@9 (Koll. Fruhstorfer), NO.
Sumatra (Martin).
Charmion tola Hewitson 1878. (— Ples. zawi Plötz
18835 — Plast. plesioneurae Stdgr. 1888. 9.)
Patria: Nord-Celebes & Toli-Toli Novbr. Dezbr. 1895
H. Fruhstorfer leg. © Tondano (Koll. Fruhstorfer).
Celaenorrhinus consanguineus ratna Fruhst. 1909.
(Ent. Zeitschr. Stuttgart 1909 p. 49 und p. 135.)
Kommt der chinensis Swinhoe (A. M. N. H. 1907 p. 431,
T. E. S. 1908 p. 8 t. 1. f. 6) sehr nahe — führt aber brei-
tere weisse Binden und Flecken der Vdilgl.
Patria: Formosa. Type, Koll. Fruhstorfer.
Celaenorrhinus maculicornis Elwes 1897.
Vier Rassen:
maculicornis maculicornis Elwes. Assam.
maculicornis vitruvius subspec. nova. Grund-
farbe heller — Gestalt kleiner — Hiilgl. geringer gelb-
lich gefleckt als bei der Assamform. Weisse Schräg-
binde bei beiden Geschlechtern etwas verschmälert.
Patria: Siam. Januar 1900 auf ca. 1000 Fuss H. Fruh-
storier leg.
maculicornis formosanus Fruhst. Formosa.
(Ent. Zeitg. Stuttgart 1909 p. 135.)
Elwes vereinigte 1897 munda Moore und putra Moore
als Synonyme von leucocera. Nach den Feststellungen de
Nieevilles J. B. N. H. S. 1898 p. 596 erscheint es aber, dass
eher maculicornis Elwes identisch ist mit munda Moore 1884
— die als fünfte Lokalform und Kollektivspezies den eben
genannten Rassen vorangestellt werden müsste. Dieses lei-
dige Synonymieren — der Ausfluss einer bequemen Klug-
heit — entwertet vielfach gute Arbeiten, so auch wieder
die sonst so wichtige Publikation von Eiwes, dessen Zu-
sammenstellungen identischer Formen mit grösster Vorsicht
aufgenommen, und Seite für Seite nachgeprüft werden müssen.
62 H. Fruhstorfer.
maculicornis piepersi Fruhstorfer. (Ent. Z.
Stuttg. 1909 p. 135.) Dies ist die westjavanische Form
der Spezies, die ich unter meinen leucocera putra Moore
von Java erst neuerdings auszuscheiden gelernt habe.
Celaenorrhinus leucocera Kollar. 1848.
Unter diesem Namen hat Elwes eine ganze Serie von
Lokalrassen zusammengezogen. Ich besitze davon leider
nur zwei:
leucocera leucocera Koll. NW.-Himalaya (Type)
Sikkim, Assam, Birma, C. China (Elwes). Die weiter-
hin als Flugorte von Elwes genannten Lokalitäten:
Nilgheries, Andamanen, Bali — ferner die durch de
Niceville und Martin angeführte Insel Sumatra behei-
maten meiner Vermutung nach bisher unbeachtete neue
Rassen. In meiner Sammlung befindet sich leucocera
von: Sikkim, Assam, Tonkin (Juni— Juli und August—
September), Süd-Annam (Februar).
leucocera putra Moore 1865. Westjiava. Häufig
am Vulkan Gede auf 4000 Fuss.
Celaenorrhinus simula Hew. 1877.
Von Elwes nicht registriert — von Martin in Sumatra
gefangen.
Ob ich wohl einen Fehler begehe, wenn ich zwei Ras-
sen, die Elwes beschrieben und mit leucocera verquickt hat,
hierherziehe?
simula simula Hew. Sumatra.
simula angustipennis Elwes. 1897. Westjava.
sIımula ’binotatus. Kruhst. 190971. :p. 180, eb
muss die Frage offen lassen, ob binotatus nur indivi-
duelle Abweichung oder ostjiavanische Lokalrasse der
vorigen darstellt. Ostjava. Tengger.
simula brahmaputra Elwes. 1897. Kina. Balu.
Celaenorrhinus spilothyrus Felder. 1868.
Wenn nicht Niceville das Vorkommen dieser Art in
Sikkim neben cehamunda Moore registrieren würde, hätte
ich angenommen, dass sie nur eine Lokalform der cha-
munda Moore vorstelle.. So glaube ich nun folgende Auf-
teilung der Kollektivspezies vornehmen zu dürfen:
spilothyrus spilothyrus Feld. Ceylon.
spilothyrus, are a: Plötz. Bi E27 1885 pas
Bengalen (Plötz) — fusca Hampson 1888. Südindien,
Sikkim (Niceville).
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 63
Celaenorrhinus ehamunda Moore. 1865.
Drei Lokalrassen:
ehamunda chamunda Moore Von Sikkim bis
Birma verbreitet. Ich vermute, dass die Art auch in
Perak und auf Sumatra noch gefunden wird.
chamunda balukinus Elwes. 1897. Kina-Balu.
chamunda ruficornis Mabille 1878. Die Bezeich-
nung ruficornis für eine Art mit tiefschwarzen Fühlern,
mit prominenter weisser Basalhälfte der Fühlerkeule
und unten gleichfalls schwarzweiss geringelten Fühler-
gliedern, ist eine durchaus irreführende.
Auch ist die Angabe Mabilles. dass der Kostalfleck
der Vdflgl. gelb statt weiss sei, ganz unrichtig,
wie ich mich beim Betrachten der Type Mabilles in Le
Perreux bei Paris neuerdings überzeugen konnte.
Patria: Ostiava, Arioeno, Bali (Elwes), Westjava (Gede-
Vulkan 4000 Fuss H. Fruhstorfer leg.).
Celaenorrhinus anoma Fruhst. (E. Z. Stuttgart 1909,
p. 136.)
Steht der orbiferus Elwes nahe, differiert aber von die-
ser wie auch von balukinus und ruficornis Mabille sowie
asmara Butl. durch das Fehlen der weissen Doppelpunkte
zwischen den Radialen der Vdilgl.
Celaenorrhinus asmara Butler. 1877.
Eine weitverbreitete zu lokaler Differenzierung im
hohen Masse neigende Spezies.
asmara goto Mabille.e Aus Japan 1883 beschrieben,
aber vermutlich von den Liu-Kiu-Inseln oder Süd-China
stammend.
asmara palajava Stdgr. 1889 Palawan.
asmara consertus Nicevillee Assam. 1890.
asmara cacus Niceville. Tenasserim. 189.
asmaraaditta Fruhst. 1909. E. Z. Stuttgart p. 136.
Siam. :
Habituell der saturatus Elwes und snelleni m. nahe-
kommend, Vdflgl. mit stark konvex ausgebogenem Costal-
rand. Grundfarbe lichtbraun mit distal schwärzlich ange-
dunkelten VdflgIn. Vdilgl. mit zwei sehr kleinen weissen
Subapiealpunkten und einer kompakten weissen Transcellu-
larbinde, die nicht über die Zellwand hinausgeht, d. h. den
Costalrand nicht erreicht. Der mittelste, rhomboidale Fleck
etwas vorspringend, der unterste rectangular am grössten,
64 H. Fruhstorfer.
der oberste am kleinsten, knopfförmig. Hiflgl. oberseits mit
langen, gelbbraunen Haaren besetzt, unten dunkler.
Patria: Siam, Hinlap. Januar, H. Fruhstorfer . leg.
asmara.,ayataFruhst 1097. p: 180:
Eine melanotische insulare Ausgabe der vorigen. Grund-
‘farbe braunschwarz, Hinterflügel mit dunkelbraungrüner Be-
haarung. Vdilgl. mit drei grösseren Subapicalpunkten ver-
sehen als aditta, die weisse Schrägbinde doppelt so breit,
gerade der oberste Komponent am ausgedehntesten mit dem
zweiten Fleck völlig verschmolzen, der hinterste zwar auch
noch rectangular, aber mit leichthin abgerundeten Ecken.
Auf der Unterseite der Vdflgl. reicht die Schrägbinde wie
bei der vorigen Zweigrasse bis an den Costalrand, und
bei ayata erscheint noch ein subanaler Wischfleck, ähn-
lich wie bei balukinus Elwes und orbiferus Elwes.
Patria: Westsumatra (type Koll. Fruhstorfer).
asmara milindaFruhst 1. ep. 136
Damit bezeichne ich die javanische Unterart, die kaum
noch Aehnlichkeit mit den oben genannten Abbildungen hat
und von der mir 2 @9 vorliegen, die ich am Gede-Vul-
kan, Westjava, auf 4000’ Höhe sammelte. Die neue Form
passt am besten noch zu Staudingers Figur, der Schnitt der
Vdflgl. ist jedoch spitzer, die Hitflgl. sind nicht gewinkelt.
Die weissen Subapicalpunkte der Vdflgl. fehlen. — Unter-
seite: Medianbinde der Vdflgl. noch breiter als bei pala-
java Stgr., gleichmässiger, den ganzen Flügel durchziehend.
costal- und analwärts reiner weiss als in der hyalinen Mitte.
Patria: Westjava. H. Fruhstorfer leg.
Celaenorrhinus orbiferus Elwes 1897.
Von asmara nur durch die beiden weissen Punkte zwi-
schen den Radialen der Vdflgl. in der Hauptsache diffe-
renziert. Kina Balu.
Celaenorrhinus dhanada Moore 1865.
Zwei sichere Lokalformen:
dhanada dhanada Moore Sikkim. Mussorie.
(Nieeville.)
dhanada saturata Elwes 1897. Westjava. Nach
meinen Exemplaren beschrieben.
dhanada dentatus Elwes 1897. Kina Balu. Dürfte
allenfalls hierher gehören. Mir in natura unbekannt.
Celaenorrhinus aurivittata Moore 1878.
Vier Lokalrassen:
aurivittata aurivittata Moore. : Oberbirma,
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 65
Naga Hills. Tavoy (Elwes). Andamanen ? (Swinhoe).
aurivittata cameroni Distant.
Eine seltene Art, bisher nur aus Perak bekannt. Von
mir in Mittelsiam in beiden Geschlechtern aufgefunden.
Fiugzeit: Januar auf zirka 1000 ° Höhe. Q@ nur etwas rund-
flügeliger als der &. Dr. Martin glaubt die Art auch in
Sumatra gefangen zu haben.
aurivittata vimana subspec. nova. Kina Balu. Alie
Flecken und Binden breiter als bei cameroni. (Man ver-
gleiche auch die Angaben von Elwes über die Ver-
schiedenheit von aurivittata Moore von Sikkim.)
aurıvittata., subspec. nova... ‚NO. Sumatra:
(Martin.)
Celaenorrhinus snelleni Fruhst. (E. Z. Stuttg. 1909,
p. 136.)
Diese interessante neue Art hatte ich bisher friedlich
mit der celebischen Lokalrasse von Coladenia dan F. in
meiner Sammlung vereint stecken! Die neue Art bildet
eine Ergänzung zur Auffindung der gleichfalls mit dan FE.
häufig verwechselten und von mir auf Java entdeckten Cel.
saturatus Elwes, den sie in Celebes zu ersetzen scheint.
Snelleni differiert von saturatus durch die dunklere,
mehr braunschwarze als rotbraune Grundfarbe, die ausge-
dehnteren, lichter gelben Subapicalfleckchen und die schrä-
ger gestellte Transcellularbinde der Vdflgl. Der Costalfleck
(der oberste Komponent der Schrägbinde) ist wesentlich
grösser, fast quadratisch. und hell statt rotgelb. Der distal
weiter abgerückte Fleck zwischen der vorderen und mittle-
ren Mediana fast doppelt so breit, die Binde durchsichtiger,
heller gelb. Htflgl. mit grösseren schwarzen Flecken und
mehr gerundet als bei saturatus Elwes. Unterseite fast
schwarzbraun, Zeichnung wie oben, Htflgl. mit grossen,
aber etwas verwischten gelblichen Diskalmakeln.
Patria: Süd-Celebes, Pik von Bonthain auf 5000 ' Höhe.
2 &58 von mir im Februar 1896 gesammelt.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass snelleni allenfalls
näher mit inaequalis Elwes von Westiava verwandt ist als
wie mit saturatus Elwes. Aber ganz gleichgültig, wo wir
die Art bei Bekanntwerden von mehr Material (inaequalis
bisher nur 1 & nach Europa gekommen) unterbringen müs-
sen, auch sie gehört zu jenen macromalayanischen Relikten
Deutsche Entomologische Zeitschrift .‚Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden, Jahrgang |910,
66 H. Fruhstorfer.
der Celebesfauna, die über die Java-, Kangean- oder Flo-
res-Landverbindung nach Celebes vordringen konnten.
Die Form gestattete ich mir nach Mynheer Snellen zu.
benennen, der so viel zur Aufhellung unsrer Kenntnisse
der Lepidopteren des malayischen Archipels beigetragen hat.
Celaenorrhinus batchianus Elwes 1897. Eine distinkte
Spezies.
Patria: Batian, W. Doherty leg. (Koll. Fruhstorfer.)
Sarangesa dasahara Moore. 1865.
Bisher nur von Vorderindien und Tenasserim bekannt
— von mir in Siam (Januar) und Tonkin (Aug.—Septbr.)
gefangen. Eine auffallende lokale Abänderung ist nicht zu
konstatieren.
Coladenia indrani Moore. 1865.
Drei Lokalrassen dieser prächtigen Art:
indrani indrani Moore Sikkim (Koll. Fruhstor-
fer), Tenasserim (Elwes).
indrani tissa Moore 18831. Type aus Ceylon —
vermutlich kommt dieselbe Form auch in Südindien vor.
Plötz hat sie als Proteides lankae St. E. Z. 1886 p. 225
nochmal beschrieben.
indrani uposatha subspec. nova. (— indrani El-
wes P. Z. S. 1892 p. 659.) Grundfarbe heller gelb als
bei indrani von Sikkim und Tenasserim.
Patria: Oberbirma.
Coladenia dan F. 1787.
Eine Anzahl geographischer Rassen verdient Erwäh-
nung:
dan dea Leech 189. West-China.
dan fatih Kollar 1848. NW.-India. Mussorie. Rpe. auf
Amarantaceae. 2
dan dan F. Aus „Tranquebariae“* beschrieben. Süd-
indien.
dandhyana Fruhst. (E. Z. Stuttg. 1909 p. 138) Siam.
Perak.
Eine ungewöhnlich kleine Form, der Abbildung Distants
t. 35 f. 27 entsprechend, heller gelbbraun als Sikkimexem-
plare, mit stark reduzierten Cellularflecken. Unterseits der
jlavanischen Rasse am ähnlichsten, aber noch heller.
Patria: Mittelsiam, SO.-Siam, bei den Ruinen von Ang-
kor im Dezember 1900 von mir gesammelt. Perak (Distant,
Elwes), Tenasserim (Elwes).
dan sumatrana Fruhst. 1909, 1. e.
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 67
Dunkler rotbraun als fatih, mit dunkelgelben, statt fast
weisslichen hyalinen Makeln der Vdflgl., die fast doppelt so
breit als bei eacus angelegt sind. Unterseite der Hiflgl. mit
lichteren rotbraunen Binden als bei eacus.
Patria: Westsumatra. & 2 @2 Koll. Fruhstorfer.
dan eacus Latr. 1823. — Ephyriades dichroa Plötz.
1884. J. N. V. Nat. Wiesb. p. 5. Ost- und Westjava.
Bali.
dan lombokiana Fruhst. 1. e. p. 138.
Etwas dunkler als eacus aus Java, mit fast doppelt so
breiten und etwas helleren Glasflecken. Hiflgl. mit schär-
fer abgesetzten schwarzen Binden.
Patria: Lombok, auf 2000° Höhe im April 1896 von
mir gesammelt.
dan sumbawana Fruhst. ]. e.
©. Kommt der siamesischen dhyana m. am nächsten
durch die Verkleinerung aller Glasflecken, die kaum halb
so ausgedehnt sind als bei lombokiana, und selbst hinter
jenen von dhyana und eacus zurückbleiben. Grundfarbe
graubraun — lichter als bei Java- und Lombokstücken,
Patria: Sumbawa. Koll. Fruhstorfer.
dan celebica Fruhst. |. ce.
Diese Inselrasse ist naturgemäss am wesentlichsten modi-
fiziert. In der Grösse kommt sie vorderindischen Exem-
plaren nahe, in der Verteilung und Gestaltung der sehr
hellen Glasflecke der eacus von Java. Die Farbe der Un-
terseite ist fast schwarz zu nennen — auch die Hiilgl.-
Oberseite führt die breitesten und am tiefsten schwarz ge-
tönten Längsbinden von allen bekannten dan-Rassen.
Patria: Süd-Celebes, Pik von Bonthain, 3000°. März
1896. H. Fruhstorfer leg.
Coladenia laxmi Niceville. 1888.
Elwes vereinigt folgende Lokalrassen unter einem
Namen:
laxmi laxmi de Nic@ville. Ober-Tenasserim und
Birma. Perak, Sumatra.
laxmi subspec. Borneo.
laxmi atilia Mabille. Celebes.
laxmipalawana Sigr. Palawan.
Ein Teil dieser Formen gehört vielleicht als Unterart
zu Coladenia dan.
Satarupa gopala Moore. 1865.
Re nr:
68 H. Fruhstorfer.
Vier Lokalrassen:
gopala gopala Moore. Sikkim, Assam.
gopalatonkiniana Fruhst. Il. c. p. 139.
Eine Form, die an Grösse die Sikkim- und Assam-
Exemplare noch übertrifft, aber reduziertere hyaline Flecke
der Vdflgl. und .weiter ausgedehnte schwarze Umrahmung
der Hiflgl. aufweist. Auch die schwarzen Submarginal-
punkte der Htflgl. erscheinen stark erweitert, so dass sie
mit dem Distalsaum zusammenfliessen und die weissliche
Submarginalzone entweder völlig oder doch zum grössten
Teil verschwindet.
Patria: Tonkin, Chiem - Hoa, August — September.
H. Fruhstorfer leg.
ropalalmajasra-Eruhst- Leecap1%.
Der übliche Inselmelanismus markiert sich bei dieser
geographischen Rasse durch Verschwinden einiger Subapi-
calmakeln, die distalen Flecke werden kürzer, quadratischer,
sind gleichartiger und stehen deshalb in einer geraderen
Linie untereinander.
Patria: Formosa, vom Arisan, Juli 1908.
gopala subspec. Sumatra (Martin). Perak? Borneo?
Satarupa dirae de Niceville. 1895.
Drei Inselrassen:
dirae dirae Niceville. Pulo-Laut. Borneo?
dirae visana Fruhst. l. c. p. 139.
de Niceville, der die Art nach Exemplaren von „Pulo-
Laut“, nahe Borneo, beschrieb, fiel bereits auf, dass Java-
Exemplare, die er durch mich erhielt, viel grössere weisse
Discalflecke der Vdflgl. besitzen als seine Namenstype. Aber
auch das weisse Feld der Hiflgl. der Java-&& ist fast
doppelt so breit als auf seiner Abbildung. Das @ entiernt
sich vom & durch noch ausgedehntere Weissfleckung und
das Auftreten zweier länglicher, weisser Streifen hinter der
Submediana der Vdflgl.
Patria: Westjava, Gede-Vulkan, 4000° Höhe. 5 88,
4 @Q2 in Koll. Fruhstorfer.
Sumatra-Exemplare stehen in der Mitte zwischen dirae
dirae von Pulo-Laut und dirae visana von Java.
Satarupa fumosa Elwes. 1897.
Elwes beschreibt eine dirae-Verwandte aus Sumatra —
ohne weissen Fleck der Hiflgl.-Oberseite —, die zweifellos
Artberechtigung hat, wenn sie neben einer dirae-Form mit
weissem Discalfleck der Hiflgl. auf Sumatra vorkommt.
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 69
Sonst ist sie ohne weiteres als Subspezies an dirae anzu-
gliedern.
Satarupa affinis Druce. 1873.
Vier geographische Rassen aus Macromalayana:
affinis affinis Druce DBorneo.
arm so ker m ana. Blötz. B.-Ei, 2.1885, p. 251,
(Type in Koll. Ribbe) — cognata Dist. 1886. Perak.
affinis ijavanensis Fruhst.
Die abweichendste der bisher bekannten Formen, durch
fast doppelt so grosse Discalflecke der Vdilgl., wesentlich
breiteres weisses Mittelfeld der Hiflgl. ausgezeichnet. Diese
Merkmale fallen besonders bei den QQ auf, die nur einen
relativ schmalen schwarzbraunen Distalsaum der Hiilgl. füh-
ren. Da die schwarzen Submarginalflecke der Htilgl. iso-
lierter im ausgedehnten weissen Felde stehen, fallen sie
mehr auf und erscheinen stattlicher als bei den verwandten
Rassen.
Patria: Ost- und Westjava auf 4000“ Höhe. H. Fruh-
storfer leg.
affinis niphates Weymer. 1887. Westsumatra.
Koll. Fruhstorfer.
Satarupa sambara Moore.
Zwei Lokalformen:
sambara sambara Moore 1857. Sikkim, Assam.
sambarasındosınıca Fruhst.l:\Ve.
Diese Art, bisher nur aus Sikkim und Assam bekannt,
wurde von mir auch in Tonkin aufgefunden, wo sich eine
' stark verdunkelte Lokalform ausgebildet hat, die sich durch
die verkleinerten hyalinen Discalflecke der Vdilgl. und
die wesentlich verschmälerte und mehr gelbliche Mittelbinde
der Htflgl. leicht von vorderindischen Exemplaren unter-
scheiden lässt.
Patria: Tonkin, Chiem-Hoa, August— September.
Satarupa celebica Felder. 1867.
Zwei geographische Zweige:
celebica celebica Felder — permena Hew. 1868.
Nord-Celebes.
celebica nivescens Fruhst. 1909. Süd-Celebes.
(H. Fruhstorfer leg.) (E. Z. Stuttg. p. 139.)
Q. Differiert von dem @ des Namenstypus aus Nord-
Celebes durch grössere Gestalt, viel stattlichere weisse hya-
line Discalmakeln und fast doppelt so breite weissliche
Wischflecke an der Submediana der Vorderflügel. Das
70 H. Fruhstorfer.
weisse Mittelfeld der Hinterflügel verbreitert sich in kon-
kaver Form nach aussen.
Patria: Pik von Bonthain auf 4—5000° Höhe, im Fe-
bruar 189%. H. Fruhstorfer leg. Die zuerst beschriebene
Zweigrasse (celebica celebica Fds.) war sehr häufig am
Rande der Strandwälder bei Toli-Toli, Nord-Celebes, Novem-
ber—Dezember 1895.
Satarupa formosana Fruhstorfer. 1909. (J. E. Z.
Guben 1909 p. 149. 2. Oktober 1909.)
Eine stark verdunkelte Repräsentantin der japanischen
Sat. tethys Men.
Patria: Formosa auf ca. 4000‘ nicht selten.
Odina decoratus Hew. 1867. — Entheus bicolor Obthr.
1893.
Aus Assam beschrieben, Sylhet (Hew.), Garo Hills,
Pegu (Elwes), Tonkin (Oberthür), Siam (H. Fruhstorfer
leg.)
Odina hieroglyphica Butler. 1870.
Vier Rassen:
hierogliyphica hieroglyphica Butl. Nord-
Borneo.
hieroglyphica cuneiformis Semper. 189.
Mindoro.
hieroglyphica ortygia Niceville 189.
hieroglyphica subspec. Sumatra. (Martin.)
Tagiades japetus Cramer. 1782.
Die nördlichste bekannte Rasse dürfte jene aus Tonkin
sein, die ich dort während meiner Reise auffand und hier
beschreibe als:
Tagiades sangarava subspec. nova.
6 mit ausgedehntem weisslichem blaugrau überpuder-
tem Analfeld der Hiflgl. Cilia aber rein weiss. Die schwar-
zen Discalflecken sehr klein. Vdflgl. nur mit 2—3 Sub-
apicalpunkten, ohne Glasfleck in der Zelle.
Q© Hiflgl. mit viel schmälerem, zart blauweiss ange-
. hauchtem, nach vorne ziemlich scharf abgesetztem Analfeld.
Unterseite der Htflgl. mit geringer schwarzer Discal-
fleckung und nur einer schwachen subanalen Terminalbinde.
Patria: Tonkin, Montes Man-Son, April—Mai. Chiem-
Hoa, August—September. H. Fruhstorfer 2 8, 2 9 Ieg.
Annam.
Tagiades patimoka nova.
Vermutlich distinkte Spezies. Htflgl.-Oberseite mit bis
NET EMULE IE
er En .
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 71
zur Flügelmitte ausgedehntem blauen Anflug. Cilia braun,
unterseits sogar schwarz!
Patria: Siam, Ruinen von Angkor, Dez. 1900. Muok-
Lek, Jan. 1901.
Tagiades distans Moore. 1880.
Dies dürfte der Ceylon-Repräsentant von japetus sein.
Tagiades nepos Latreille. 1823.
Eine der häufigsten Erscheinungen auf Java und Ba-
wean. Bali?
Tagiades enganicus subspec. nova.
Differiertt von nepos durch die viel grösseren Glas-
flecken der Vdflgl. den geringeren weissen Anflug der
Htflel., deren Unterseite eine schwächere distale schwarze
Besäumung aufweist. E
Patria: Engano, April—Juli 5 59. Koll. Fruhstorfer.
Tagiades jetavana subspec. nova.
Vermutlich die Form, die Martin und de Niceville als
japetus in ihrer Liste der Sumatra-Rhopaloceren führen.
Jetavana nähert sich der mir als alica Moore bestimm-
ten Rasse der Andamanen, führt aber noch weniger Weiss
auf der Hiflgl.-Oberseite als diese, und da die Vdflgl. nur
ganz unmerkliche transparente Punkte tragen, so muss sie
als eine der farblosesten und dunkelsten japetus-Formen be-
zeichnet werden. Der anale schwarze Anflug der Hiilgl.-
Unterseite noch mehr reduziert als bei enganicus.
Patria: West-Sumatra.
Tagiades esvara subspec. nova.
Nahe brasidas Doherty von Sumba, jedoch noch reicher
weiss dekoriert, was besonders auf der Unterseite der Hiilgl.
zur Geltung kommt, die bis zum Costalrand in der Basal-
gegend weiss und blaugrau angeflogen sind.
Patria: Lombok, Sumbawa.
Tagiades brasidas Doherty. Sumba.
Tagiades xareasMab. | 1891. Type von Timor in Koll.
Staudinger — ein ähnliches Exemplar sah ich bei Mabille
in Le Perreux bei Paris.
Tagiades prasnaja subspec. nova.
Der Heros der Gruppe! 28 mm Vdflgl.-Länge gegen
22—25 von japetus! Glasflecken der Vdflgl. doppelt so breit
als bei nepos, dreifach grösser als bei japetus von Amboina.
Der weisse Analbezug der Htflgl. dringt proximal tiefer in
die Flügelmitte ein. Die schwarzen Discalmakeln stattlicher.
12 H. Fruhstorfer.
Die schwarze Basalregion der Unterseite der Hiflgl. ausge-.
dehnter.
Patria: Süd-Celebes, von der Ebene bis zu 5000° Höhe
ansteigend. Nord-Celebes, Toli-Toli (H. Fruhstorfer leg.),
Ost-Celebes (C. Ribbe leg.).
Tagiades navus subspec. nova.
Glasflecken kleiner als bei prasnaja, aber noch immer
entwickelter als bei japetus und der Obiform.
Tagiades navus bewohnt: Sula-Mangoli und Sula-Besi,
Oktober—November. W. Doherty leg. 6 59.
Tagiades buruanus subspec. nova.
Hält im Habitus die Mitte zwischen prasnaja und na-
vus — die Glasflecken aber dennoch fast so stattlich als
bei prasnaja — die Hiflgl. beiderseits ausgedehnter und
reiner weiss.
Patria: Buru, 2 @9 Koll. Fruhstorfer.
Tagiades bandanus subspec. nova.
Glasflecken der Vdflgl. fast noch grösser als bei buru-
anus, der Analsaum der Hiflgl. etwas breiter als bei der
Buruform, proximal schärfer abgesetzt. Medianpartie der
Vdflgl.-Unterseite noch reicher weiss dekoriert als alle vor-
genannten Rassen.
Patria: Insel Banda, 2 &, 129 H. Kühn, September leg.
Tagiades mangala subspec. nova.
Vermittelt den Uebergang von bandana zu esvara, ist
habituell kleiner als beide, der weisse Anflug der Hiilgl.
nach vorn etwas schmäler als bei bandana, aber noch eben-
so scharf abgesetzt, die Unterseite noch reiner weiss. Die
schwarzen Terminalmakeln der Unterseite der Htilgl. zier-
licher als bei bandana, die Glasflecken der Vdflgl. kaum
kleiner als bei der Bandaform.
Patria: Insel Babber.
Tagiades eprius subspec. nova.
Die Inselrassen der Nordmolukken nähern sich durch
die bei dn && kaum mehr als punktgrossen Glasflecken
der Vdflgl. wieder der Namenstype von Amboina. Als
eprius wird die Obi-Form eingeführt, die von iape-
tus japetus wesentlich differiert durch den mehr als dop-
pelt so breiten, scharf abgegrenzten und nirgendwo blau-
grau überpuderten weissen Analsaum der Hiflgl.-Oberseite,
wodurch eprius auch von der Batian-Rasse leicht zu unter-
scheiden ist.
Patria: Obi. 2 58, 3 22 Koll. Fruhstorfer.
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 713
Tagiades masistius subspec. nova.
Von Halmaheira, sowie Batjian in meiner Sammlung,
steht dem eprius m. nahe, differiert aber von der Obi-Form
durch reich blaugrau überstäubte Oberseite und etwas schmä-
lerem weissem Analsaum der Htfilgl. Der Basalteil der
Hiflel. - Unterseite ist ausgedehnter schwarz beschattet, die
Medianpartie reichlicher blaugrau überpudert, die Discal-
flecken wesentlich grösser.
Patria: Halmaheira, Batjan, in Anzahl, Koll. Fruh-
storfer.
Tagiades deinolochus subspec. nova.
Eine melanotische Inselrasse, kleiner als die Nord-
Molukkenformen masistius und eprius,. Vdfilgl. mit nur ei-
nem hyalinen Punkt am Zellapex, Htflgl. mit kaum halb so
breitem weissen Analsaum als gilolensis, Unterseite noch
dunkler als bei letzterer Rasse, auch das weisse Feld völlig
mit blaugrauen Schuppen überstreut.
Patria: Ternate? Ing. Hundeshagen leg. ohne genaue
Fundortsangabe.
Tagiades janetta Butl. T. E. S. 1870. Aru. Weisse
Region der Htflgl.-Öberseite mehr als doppelt so breit als
bei avienus.
Tagiades avienus subspec. nova.
Sehr nahe dem nomencelatorischen Typus, habituell klei-
ner als dieser, die Glasflecken der Vdflgl. undeutlicher, jene
der Zelle bei einigen Exemplaren fehlend, das Weiss der
Htflgt. noch weniger ausgebreitet als bei japetus, die kostale
Schwarzbesäumung der Hitflgl.-Unterseite schmäler, schärfer
abgegrenzt.
Patria: Key-Inseln.
Tagiades australiensis Mab. An. S. Bel. 1891, p. 72,
dürfte Synonym sein von gamelia Miskin P. R. S.
Queensland 1889, p. 146. Cape York.
Tagiades kowaia Plötz. 1885. (B. E. Z. 1885, p. 231.
Neu-Guinea. Swinhoe T. E. S. 1908, p. 5. T. bubasus Swin-
hoe A. M. N. H. 1904, p. 418. Humboldtbai.)
Die Diagnose dieser Art ist eine von den wenigen, die
Plötz gegeben hat, nach denen die Spezies wirklich erkannt
werden kann. Alle Zweifel werden durch Swinhoes Bild
übrigens behoben. Wenn aber Swinhoe tindali Ribbe als
Synonym der kowaia behandelt, ist schon aus geographi-
schen Gründen zu protestieren, da tindali eben die japetus-
Rasse vom Bismarckarchipel darstellt. Der Beschreibung
74 H. Fruhstorfer.
nach ist jedoch bubasus Swinhoe absolutes Synonym von
kowaia, da beide aus derselben Gegend stammen!
Patria: Holl.- und Deutsch-Neu-Guinea. Waigiu. (Koll.
Fruhstorfer.)
Tagiades tindali Ribbe. Iris 1899, p. 254.
Der weisse Analsaum der Hitflgl.-Oberseite reduzierter
als bei kowaia.
Patria: Neu-Pommern. &9 C. Ribbe leg. (Koll. Fruh-
storfer.)
Tagiades fergussonius subspec. nova.
©. Glaspunkte der Vdilgl. wie bei avienus, kleiner als
bei tindali Ribbe. Htflgl. ungewöhnlich breit weiss umsäumt,
fast ohne die blaue Beimischung die tindali auszeichnet. Die
transcellularen schwarzen rundlichen Makeln der Htflgl. sehr
gross. . Unterseite der Htflgl. wie bei kowaia Plötz.
Patria: Fergusson, d’Entrecasteaux-Inseln. -
Tagiades hovia Swinhoe. (A. M. N. H. 1904, pag. 419.
T. japetus Ribbe nec Cramer. Iris 1899, p. 254.)
Durch den geringen weissen Aussensaum der Hiilgl.
steht hovia der Namensform von Amboina in der Tat näher
als etwa kowaia.
Patria: Salomonen. Shortlandsinseln. (Koll. Fruhstorfer.)
Tagiades clericus Butl. 1882.
Auch von Ribbe 1. ec. und Pagenstecher Lep. Bismarck-
archipel erwähnt.
Patria: Neu-Lauenburg. (C. Ribbe leg. in Koll. Fruh-
storfer.)
Von tindali nur durch kleinere Vdfiglpunkte differen-
ziert.
Tagiades louisa Swinhoe. 1907. (T. E. S. 1908, T.
l. f. 5, © aber bereits A. M. N. H. p. 432 im Jahre vorher
beschrieben. )
Dies ist die am weitgehendsten modifizierte Rasse der
Kollektivart — Hiflgl. ohne schwarze Subanalmakeln.
Patria: Rossel-Insel.
Tagiades titus Plötz. 1884. Philippinen.
Diese durch fast nur blaugrauen Analsaum der Hiilgl.
ausgezeichnete Rasse (wohl schon Spezies) liegt mir von
Bazilan, Februar— März 1898 durch W. Doherty gefangen, vor.
Der schwarze Terminalsaum der Htflgl.-Unterseite zusammen-
hängend, wie auch bei tindali!
Tagiades titus? latreilli Stgr. Iris 1889, p. 160.
Vorstand des EntomologischenVereins lris” zu Dresden.
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nicht ganz vollständ. Exemplare vorhanden sind) für 15—25Mk,
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ERTL." (1m 4 REN 380, a en a 2a 2 LO
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Fritz Lehmann, Stuttgart < Verlag für Naturwissenschaft,
Die &rossschmetterlinge der Erde
Ein Handbuch und Bestimmungswerk für Sammler, Lepidopterologen,
Schulen und Museen
herausgegeben vn Dr. phil. ADALBERT SEITZ
Direktor des zoolog. Gartens zu Frankfurt a. M., ordentl. u. korresp. Mitglied
zahlreicher wissenschaftl. Vereine. r
Bearbeitet wird dieses bedeutende Werk von ersten Autoritäten, unter
denen wir nennen wollen die Herren:
Prof. AURIVILLIUS, Stockholm; H. FRUHSTORFER, Genf; R. HAENSCH,
Berlin; Dr. K. JORDAN, Tring; MABILLE, Paris; WEYMER, Elberfeld;
W. v. ROTHSCHILD, London; J. ROBER, Dresden, WARREN, London.
Mit diesem grossartigsten Schmetterlingswerke ist ein lang-
gehegter Wunsch aller Schmetterlingssammiler erfüllt!
Es bedarf jetzt keiner langwierigen und mühsamen Bestimmung
mehr, einfaches Aufschlagen der betreffenden Tafel und mit
einem Blick ist jeder Schmetterling genau bestimmt.
Das Werk kann sowohl vollständig, wie jede der zwei
Hauptabteilungen getrennt und einzeln bezegen werden.
Die einzelnen Lieferungen erscheinen in raschester Folge.
I. Haupt-Abteilung: Die palaearetischen Grossschmetterlinge
Ca. 100 Lieferungen a Mk. 1.—. Vollständig bis Ende 1910.
In diesem I. Teil werden auf ca. 225 Farbentafeln gegen 10000 Formen
unter ausgiebigster Darstellung von % und 9, sowie der Unterseiten
(bes. bei Nymphaliden, Lycaeniden, Satyriden) in vollendeter Naturtreue
abgebildet.
NB. Nicht nur sämtliche grossen, sondern beinahe alle in Staudinger-
Rebels Katalog aufgeführten Grossschmetterlinge von ganz Europa sowie
aller angrenzenden Gebiete der palaearctischen Fauna kommen hier zur
Darstellung und ausserdem noch eine sehr grosse Anzahl in dem Katalog
noch nicht berücksichtigter palaearetischer Formen.
Zum erstenmale werden hier mit wenigen Ausnahmen sämtliche Tagfalter,
Schwärmer, Spinner, Eulen und Spanner der ganzen palaearctischen
Fauna in unübertrefflicher Naturtreue dem Interessenten vorgeführt. \:
II. Haupt-Abteilung: Die exotischen Schmetterlinge
Ca. 300 Lieferungen a Mk. 1.50. Vollständig bis 1912.
In dieser II. Haupt-Abteilung werden auf ca. 650 Farbentafeln etwa
20000 Formen dargestellt. Hiervon können auch die Hauptgruppen
Rbopaloceren, Sphingiden und Bombyeiden, Noctuiden, Geometriden
einzeln für sich subskribiert werden.
NB. Um den beispiellos billigen Preis zu ermöglichen und das Werk
nicht zu umfangreich zu gestalten, mussten zur Raumersparnis in beiden
Teilen die grösseren Schmetterlinge halbiert dargestellt werden. Dagegen
werden sämtliche kleineren Schmetterlinge, also kleinere Tagfalter
(Lycaenen, Hesperiden), Zygaenen, Sesien, kleinere Schwärmer, Spinner,
Eulen, Spanner in ganzer Figur wie in den anderen Werken abgebildet.
Bestellungen nimmt jede Buchhandlung an! Lieferung I liegt in jeder
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sischer Sprache! IR >
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- Iris, Dresden, Band XXIV, Heft”5.
Deutsche
Entomologische Zeitschrift
Iris
herausgegeben
vom
Entomologischen Verein Iris zu Dresden.
Jahrgang 1910. Fünftes Heft.
av]
| Mit Nr. 5 des Korrespondenzblattes
> Tgonian InSkikug T
1. Mai 1910. a ER
mAY 11 49
Ä National Mus®®
Redakteur: C. Ribbe.
Preis für Nichtmitglieder des Vereins: 2 Mark.
Berlin.
| R. Friedländer & Sohn.
# | Carl-Strasse 11.
Druck von 0.J.W. Schlenkrich. Radeheul.
PETE
L Un 2e Er 4,,”
A a
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 75
Von Staudinger sehr zutreffend beschrieben. Insel Pala-
wan.
Tagiades titus? obsceurata Stgr. 1. c. Insel Sangir.
Neben menaka und japetus finden sich im Macro-
malayischen Gebiet noch zwei Arten, von denen gana all-
gemein anerkannt wurde, während die unbedeutendere ob-
scurus Mab. die verdiente Position nicht erlangen konnte.
Gana ist die grössere der beiden Arten, unterseits ge-
kennzeichnet durch nur 2—3 kaum sichtbare Apikalpunkte,
völlig verloschene Ultra - Cellularflecken der Hiflgl., die
nur 1—2 grosse Analflecken, aber keinerlei Makeln in der
Medianpartie des Distalsaumes führen.
Der weisse Anflug der Htflgl.-Oberseite reicht als qua-
dratischer Fleck bis an die Zelle, während er bei den 29
von obscurus schmäler ist und sich als gleichmässig breites
Band vor dem Analwinkel lagert, und so an helle Formen
der japetus-Serie erinnert.
Tagiades gana Moore. 1865. Sikkim.
Tagiades avala nov. subspec.
Wie schon Elwes erwähnt, kleiner als kontinentale
Exemplare, Hiflgl. mit drei fast gleich grossen Ultra-Cellu-
larflecken, das weisse Analfeld bei den &%& nicht ganz bis
zur Zelle hinaufsteigend.. Q Unterseits nur mit einem
schwarzen Trans-Üellularfleck.
Patria: Westjava, West-Sumatra.. 4 58, 4 2992 Koll.
Fruhstorfer. Perak (Distant und Elwes).
Tagiades parra subspec. nova. (Name nach parra, ei-
nem unheimlichen Vogel der Alten.)
Eine ausgezeichnete Form, der vielleicht Speziesrang
zukommt. Htflgl. länger, schmäler und analwärts mehr oval
als bei avala. Vdflgl. mit nur 2 kleinen Subapikalpunkten.
Htflgl. mit einem auch beim & bis an die Zelle vor-
dringenden weissen Analfeld, das distal in Gestalt eines
Zahnes oder Zipfels über die Zellwand hinausgeht — nur
zwei schwarze Ultra-Cellularflecken, davon der untere sehr
lang — noch grösser als auf Sempers Figur von elegans.
Die analen Punktflecken am Terminalsaum doppelt so
breit als bei avala. Trans-Cellularpunkte der Unterseite der
Htflgl. fehlend.
Patria: Nord-Borneo, Kina-Balu. 2 58 Koll. Fruh-
storfer.
76 H. Fruhstorfer.
Tagiades gana subspec. nova. Andamanen teste Elwes.
‘ Tagiades gana subspec. nova. Palawan teste Staudin-
ger. Letztere Form konnte Staudinger allenfalls mit der
obscurus-Rasse von Palawan verwechselt haben, die mir
von Palawan vorliegt.
Tagiades elegans Mabille. 1877.
Diese Art repräsentiert gana auf den Philippinen und
unterscheidet sich durch fünf 'apicale Glaspunkte, durch
grössere und zahlreichere Terminalmakeln der Hitflgl. we-
sentlich von den macromalayischen Rassen.
Zwei Subspezies verdienen Erwähnung:
eleganselegans Mab. Luzon. Mindanao?
. elegans semperi subspec. nova, die von elegans durch
die zu einer Distalbinde zusammengeflossenen schwarzen
Randpunkte der Htflgl. differiert, die bei gana und elegans
isoliert stehen. x
Patria: Camiguin de Luzon.
Tagiades obscurus Mabille. 1876.
Mir liegen vier von Mabille determinierte Exemplare
meiner Ausbeute aus Java vor, auch sah ich Anfang No-
vember 1909 die Type in Le Perreux, Paris bei Mabille.
Vier Lokalformen sind in meiner Sammlung vereinigt:
obseurus paceka subspec. nova.
Vermutlich gana Stdgr. (nec. Moore), Iris 1889, p. 160,
dessen Beschreibung sehr gut auf paceka passt. Vdflgl. mit
mehr als doppelt so breiten schwarzen Discalflecken als
obseurus von Java, die vier Ultracellular- und die Sub-
analmakeln der Htflel. grösser als bei obscurus und pera-
kana, auch unterseits deutlicher.
Patria: Palawan, Januar 1898. W. Doherty leg.
obscurus mahinda subspec. nova.
Alle schwarzen Makeln etwas kleiner als bei paceka.
auch der Habitus hinter der Palawan-Rasse zurückbleibend,
6 mit fünf subapicalen Glaspunkten. Das weisse Anal-
feld der Htflgl.-Oberseite schmäler als bei der vorigen.
Patria: Nord-Borneo, Kina-Balu. &9 Koll. Fruh-
storfer.
obsceurus perakana subspec. nova.
Diese Form gehört ziemlich sicher zu obscurus, von
der sie differiert durch schmäleres weisses Analfeld und
etwas grössere schwarze Discalmakeln der Hiiflgl.
Patria: Perak, vermutlich auch Sumatra.
obseurus obseurus Mab. Westjava.
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 77
Tagiades jainas spec. nova.
Vereinigt die ovale, subanal etwas eingeschnürrte Flü-
gelform von gana mit den Zeichnungscharakteren der
obscurus-Gruppe.
6 Vdflgl. mit 3—4 hyalinen Apicalpunkten, die Schwarz-
fleckung wie bei gana. Hitfilgl. mit 3—4 mittelgrossen
rundlichen Ultracellularmakeln. Analfeld bis zur Zelle her-
aufziehend mit zwei sehr deutlichen Terminalpunkten, die
isoliert im weissen Felde stehen.
Unterseite der Hiflgl.: Aehnlich mahinda, aber mit
5—6 schwarzen Terminalpunkten, vier stets deutlichen Ultra-
cellularmakeln und dunkler, blaugrau bereifter Basis.
® Aehnlich menanto @ von Perak, jedoch mit gleich-
mässiger breitem weissem Analfeld der Hiflgl.-Oberseite.
Patria: Insel Nias, 5 &, 1 2 Koll. Fruhstorfer.
. Tagiades karea Mabille. 1891.
Von Luzon bis Mindanao, vertritt obscurus Mab. auf
den Philippinen. Fehlt mir.
Tagiades menaka- Gruppe.
Die Formen dieser Gruppe sind unter dem Namen
atticus besser bekannt. Nach Aurivillius, Ent. Tidskrift
1897, p. 150, hatte aber Fabricius eine hierher gehörige
Spezies überhaupt nie in seinem Besitz, sondern ein &, das
der ravi Moore nahekommt, mit grau angeflogener Un-
terseite der Htilgl. Aber selbst auf diese Form passt die
Diagnose nicht, und da auch’ schon Staudinger auf die bis-
her übliche falsche Anwendung des Namens atticus statt menaka
(Iris 1889, p. 159) hingewiesen hat, so muss der Name
atticus einstweilen als wertlos eingezogen werden. Viel-
leicht gelingt es, durch Zufall später einmal festzustellen,
ob ravi Moore mit atticus verus identisch ist, oder ob Fa-
bricius eine Spezies aus andern Genera mit aätticus be-
zeichnete.
Sonderbarerweise lässt Elwes die Art, die er atticus
nennt, neben menaka in Sikkim vorkommen. Wodurch er
die beiden Arten trennen will, ist mir unverständlich ge-
blieben. Vermutlich hielt Elwes die Sikkim - Trockenzeit-
form, die sehr von der Assam - Regenzeitform (litigiosa) ab-
weicht, für atticus und letztere für menaka!
Kontinental-Indien produziert drei Lokalrassen von
menaka:
a) menaka menaka Moore (=vulturna Plötz) 1865 aus
78 | H. Fruhstorfer.
Bengalen beschrieben. Häufig in Sikkim.
b) menaka litigiosa Möschler 1878. Sylhet. Assam.
Differiertt von a durch die vergrösserten schwarzen
Terminalflecken der Hitilgl., die beim © fast zusammen-
fliessen. Auch habituell grösser als Sikkim 59.
c) menaka vajuna subspec.
Noch kleiner als die Sikkim-Rasse, die schwarzen Di-
stalmakeln der Hitflgl., namentlich unterseits, völlig zusam-
mengellossen, das weisse Analfeld der. Htflgl. demnach be-
deutend reduziert.
Patria: Süd-Indien. Karwar, Malabar (Koll. Fruhstor-
fer). Ceylon?
Tagiades gavina subspec. nova.
Als gavina möchte ich die von Leech und Seitz
als atticus unter dem Namen menaka abgebildete geographi-
sche Rasse von China und Tonkin bezeichnen.
59 sind von vorderindischen Exemplaren verschieden
durch die verbreiterten und deshalb zu einer Terminalbinde
zusammengeflossenen schwarzen Distalflecken der Hiflgl.
Patria: Tonkin, Chiem - Hoa, August—September (H.
Fruhstorfer leg.), China.
Tagiades calligana Butler. 1877.
Aus Malacca beschrieben, von mir auch in Siam ge-
funden (Muok-Lek, Januar, auf ca. 1000° Höhe) und von
West-Sumatra in meiner Sammlung.
Tagiades yapatha subspec. nova.
Der calligana Butler nahekommend, aber sofort zu
unterscheiden durch die viel schmäleren nach hinten ver-
jüngten Hiflgl. Die Punkte der Vdflgl. sehr klein, die Ter-
minalmakeln der Htilgl. bereits vor der SM. aufhörend, so
dass die Analpartie rein weiss bleibt.
Unterseite: Kostalsaum der Htflgl. schmäler schwarz
als bei calligana, die Discalflecken zierlicher.
Yapatha ist die am ausgedehntesten und am reinsten
weiss gezeichnete Inselrasse des macromalayischen Gebiets.
Patria: Nias.
Tagiades striata Druce. (Pr. Z. S. 1873, p. 360; Kirby
1877 p. 837.)
Von Elwes und Mabille nicht erwähnt. Ich vermute,
dass waterstradti Elwes 1897 als „Spezies“ beschrieben,
ohnehin kaum von calligana Butl. zu trennen, damit iden-
tisch ist.
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 29
„Oberseite dunkelbraun, Vdflgl. mit 8 kleinen trans-
parenten Flecken in einer gebogenen Binde nahe dem Aussen-
rand. Ein Fleck am Zellende. Hitflgl. durchzogen von ei-
nem Band oblonger schwarzer Flecken (jenseits der Mitte).
Aussensaum mit drei schwarzen Flecken. Hitflgl. vom Anal-
winkel bis jenseits der Mitte weiss. Unterseite: Vdflgl. wie
oben, Htflgl. blaugrau nahe der Basis. Schwarze Flecken wie
oben. 1%. inch. Borneo, neben japetus vorkommend“.
(Kopie der Diagnose von Druce.)
Striata eventl. waterstradti ist von calligana nur durch
die kleineren Glaspunkte der Vdflgl. abzutrennen.
Patria: Nord-Borneo, Kina-Balu. (Koll. Fruhstorfer.)
Tagiades tubulus subspec. nova.
Eine Transition von hellen Sikkim-Exemplaren zu den
nur durch noch reduziertere Glaspunkte der Vdilgl. ab-
weichenden sambawana Elwes. Die schwarzen Discal- und
Terminalmakeln der Htflgl. kleiner als bei Sikkim und Lom-
bok. 592.
Patria: Westjava, in Anzahl in Koll. Fruhstorfer.
Tagiades sambawana Elwes. 1897.
Von Lombok (April 1896 auf 2000‘ Höhe, H. Fruh-
storfer leg.) und Flores (November 1896) in meiner Samm-
lung.
Tagiades trebellius Hopfer. 1874.
Von maecromalayanischen Exemplaren erheblich differen-
ziert, und zu den Formen der Süd- und Nordmolukken hin-
überleitend.
Weisses Analfeld der Hiflgl. sehr verschmälert.
Patria: Nord-Celebes, Toli-Toli, November— Dezember.
(H. Fruhstorfer leg.)
Tagiades mitra Mabille.. (Ann. Soc. Ent. France 189,
p. 57. Sula-Insel.)
Ohne die Type gesehen zu haben, wäre es sehr gewagt,
diese Form hierher zu stellen. da sie Mabille in seiner
Diagnose mit Satarupa celebica Feld vergleicht, eine Spezies,
die sehr wahrscheinlich auch auf den Sula-Inseln vorkommt.
Mabille zeigte mir aber sein Original, so dass ich nachträg-
lich mich von der Zugehörigkeit zur menaka-Serie überzeugen
konnte.
Patria: Sula-Mangoli. 3 & Koll. Fruhstorfer.
Tagiades avathana subspec. nova.
Nähert sich der metanga Ribbe, mit der sie oberseits
fast identisch ist, unterseits aber differiert durch den noch
80 ER Fruhetorfer,
ausgedehnteren schwarzen Anflug des Basalfeldes der Htflgl.,
der nur ein ganz schmales weissliches Subanalfeld freilässt,
das auch noch leichthin graubraun überschuppt ist.
Patria: Sula-Besi. W. Doherty leg.
Tagiades nestus nestus Felder. 1860. Amboina (Feld.).
nestus gilolensis Mab. (1878. Petit Nouv.
Ent., p. 261.)
Diese Spezies zeigt das Maximum der melanotischen
Färbungsrichtung in der menaka-Reihe. Hiflgl. oberseits
fast ganz schwarz.
Patria: Halmaheira, Batjian. (Koll. Fruhstorfer.)
nestus sem Mab. Soc. Ent. Belg. 1883, p. 78. Sangir.
Die Type sah ich bei Mabille.
Tagiades martinus Plötz. 1884.
Vertritt die macromalayanische weisse Form auf den
Molukken. ;
Patria: Amboina — soll übereinstimmend auf den
Philippinen vorkommen — was unmöglich ist, da ja schon
die Celebesrasse kaum noch Aehnlichkeit mit Philippinen
&6& hat. Wenn also die Plötzsche Type wirklich von Am-
boina stammte und nicht etwa von den Philippinen mit der
falschen Patria-Angabe „Amboina“, muss die Philippinen-
form einen Namen bekommen.
Zudem ist es selbstverständlich, dass etwa Exemplare
aus Luzon nicht identisch sind mit solchen aus Mindanao.
Mir liegen nur Stücke aus Bazilan vor, die ich als
Tagiades nicaja subspec. nova bezeichne.
©. Differieren von Sempers Figur eines @ aus Luzon
durch das stark verschmälerte weisse Subanalfeld der Hiilgl.,
den viel breiteren schwarzen Distalsaum, der bei martinus
Semper aus einzelnen Flecken besteht, die bei nicaja zu-
sammenfliessen.
Patria: Bazilan, Februar—März 1898. W. Doherty leg.
2 866; 1 2. Koll. Fruhstorfer.
Tagiades pentaja subspec. nova.
Oberseite der Htflgl. mit etwas breiterem weissen Anal-
feld als trebellius von Celebes, die Form der schwarzen Ter-
minalflecken etwa wie bei korela Mabille von Neu-Guinea.
Htflgl.-Unterseite mit wie bei korela scharf abgegrenztem
Basalfeld, Vdflgl. im Analfeld mit ausgedehntem weisslichen
Anflug. Glasflecken wie bei korela.
Patria: Buru, 3 8, 2 29. Koll. Fruhstorfer.
Tagiades metanga Ribbe. 1889— 18%.
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 81
Eine sehr dunkle, der avathana m. nahestehende, di-
stinkte Rasse der Insel Ceram.
Tagiades neira Plötz. Aru-Inseln. 1885.
Swinhoe bildet zwei Formen ab, als Fig. 10 die typi-
sche neira, als Fig. 11 eine Form mit doppelt so breitem
weissen Analfeld der Hitflgl. Letztere dürfte von den Key-
Inseln oder von Holl.-Neu-Guinea stammen.
Für diese Inselrasse schlage ich den Namen: swinhoei
vor.
Tagiades korela Mabillee (An. Soc. Ent. Belg. 1891,
p. 72. Wytsman p. 53.)
Patria: Waigiu. Fehlt mir.
Tagiades sivoa Swinhoe (A. M. N. H. 1904, p. 419.)
Swinhoes vorzügliche Beschreibung, die auch die so
wesentliche Abdominalfärbung nicht vergisst. lässt diesen
menaka-Repräsentanten sehr wohl erkennen.
Interessant ist auch, dass Swinhoe eine presbyter-Rasse
neben sivoa von der Humboldtbai empfangen hat — ein
Fall, den ich auch für Deutsch-Neu-Guinea nachweisen kann.
Patria: Humboldtbai. (Swinhoe.). Deutsch-Neu-Guinea,
Berlinhafen @ und 59 ohne genaueren Fundort, in Koll.
Fruhstorfer.
Tagiades monachus subspec. nova.
Differiert von sivoa durch den zusammenhängenden
schwarzen, nach innen tief ausgezackten, eine festgeschlos-
sene Binde formenden Terminalsaum der Hiflgl.-Oberseite
und den oberseits ganz schwarzen, unterseits gelben Hinter-
leib. Die Circumcellularflecke der Vdilgl. länglich wie bei
sivoa.
Vermutlich nur eine Zeit- oder Höhenform von sivoa.
Patria: Deutsch-Neu-Guinea. Friedrich -Wilhelmshafen.
Tagiades canonicus spec. nova.
Von sivoa durch die kleinere Gestalt, die punkt- statt
stricehförmigen Transcellularflecken der Vdflgl.. den auf nur
die Hälfte reduzierten weissen Subanalbezug der Htflgl. dif-
ferenziert. Abdomen oberseits wie bei sivoa aus Deutsch-
Neu-Guinea etwa zur Hälfte schwarz, die anale Partie weiss.
Patria: Neu-Guinea, ohne genauen Fundort.
Tagiades presbyter Butler. 1882.
Auch von Ribbe und Pagenstecher erwähnt, von Ma-
bille nicht in Wytsmans Genera aufgenommen.
Deutsche Entomologische Zaitschrift „Iris, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1910,
VEN N ae
» ’ 2 Y Y
82 H. Fruhstorfer.
Eine distincte Spezies, ausgezeichnet durch den ober-
seits tieischwarzen Hinterleib, den breiten, proximal scharf
abgeschnittenen Terminalsaum der Htflgl., der auch die Un-
terseite als feingeschwungener Halbbogen durchzieht, von
dem die rein weissen Cilia gleichfalls in Bindenform sich
abheben.
Patria: Neu-Pommern. C. Ribbe leg. &29 Koll. Fruh-
storier.
Tagiades curatus spec. nova.
Diese Spezies oder Lokalform von presbyter vermittelt
den Uebergang von presbyter zu sivoa, neigt aber mehr zu
ersterer, und ich vermute, dass curatus ähnlich auch in der
Humboldtbai vorkommt (vergleiche die Angabe Swinhoes).
Vdflgl.-Punktierung wie bei presbyter und canonicus, Htilg].
ähnlich canonicus, aber mit viel ausgedehnterem und des-
halb fast bis zur Flügelmitte vordringendem schwarzem,
proximal ziemlich tief eingeschnittenen Terminalsaum. Unter-
seite mit kompletter schwarzer Randbinde der Hiflgl., die
dadurch von der Umsäumung von monachus, canonicus
und sivoa differiert, bei denen die Hitflgl. unterseits nur mil
isoliert stehenden Distalmakeln besetzt sind. Von presbyter
aber entfernt sich ceuratus durch die viel breitere, proximal .
tief eingekerbte Saumbinde und den auch oberseits mehr als
doppelt so breiten und auch nach innen nicht scharf abge-
grenzten Terminalrand.
Patria: Deutsch-Neu-Guinea, ohne genauen Fundort.
&@ Koll. Fruhstorfer.
Die Anreihung der menaka-Rassen an die Nominatform
von Sikkim habe ich unterlassen, weil Elwes bei zwei äus-
serlich nur wenig verschiedenen Formen (der Sikkim- und
Sumbawarasse der Kollektivspezies) auffallende Differenzen
in der Bildung der Harpe konstatiert hat. Atticus zeigt
einen spitz oblongen Harpen - Umriss, sambawana Elwes
aber eine schlangenartig aufgekriimmte Spitze und dorsal
ausserdem noch gezähnte Harpe resp. Valve. (cfr. Elwes
907. 27.7.4183 Sund 14);
Tagiades menanto Plötz. 1885.
Diese Art bringt Snellen in Verbindung mit jener Spe-
zies, die ich als gana Moore behandle, Swinhoe aber er-
klärt auf Grund der Handzeichnungen des Autors Plötz die
kleine toba de Niceville und nana Elwes als dazu gehörig.
Wi
»
N N,
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 83
Ich selbst vermutete als menanto eine der obsceurus
Mab. verwandte Form, aber die Swinhoesche Darstellung
hat viel Wahrscheinliches.
Hat Swinhoe das Richtige getroffen, so blieben zu be-
handeln:
menanto menanto Plötz. Malayische Halbinsel. Assam
(fide Elwes).
menanto toba de Nieeville. 1895. Sumatra. Westsumatra.
(Koll. Fruhstorfer.)
menanto nana Hlwes. 1897. Nias.
Tagiädes pteria Hew.
Wenngleich bereits Staudinger 1889 nachgewiesen hat,
dass pteria Hew. als die „Stammform“ der Kollektivart zu be-
trachten sei, von der Distant die Malacca-Rasse als deal-
bata beschrieben hat, trennte Elwes die beiden Formen durch
nicht weniger als acht seiner „Spezies“.
Wir haben zu erwähnen:
‚ pteria pteria Hew. 1868. Philippinen.
- pteria dealbata Distant. 1886. Ober-Assam, Birma, Pe-
rak (Elwes), Sumatra, Padang-Pandjang, Koll. Fruh-
storfer.
pteria dimidiata subspec. nova.
Oberseite: Glasfleecken der Vdflgl. grösser als bei deal-
hata, Analfeld der Htilgl. schmäler.
Unterseite: Die schwarze PBasalregion ausgedehnter,
nach hinten schärfer abgegrenzt, die Distalflecken viel mar-
kanter.
Die Terminalpunkte jedoch zierlicher.
Patria: Nord-Borneo, Kina-Balu. (Koll. Fruhstorfer.)
Pulo-Laut (Elwes).
Tagiades helferi Moore u. ravi Moore.
Ueber die zumeist sehr seltenen Formen dieser Arten-
gruppe herrscht noch sehr viel Unklarheit, die durch die
Abbildung von utanus Plötz durch Swinhoe auch nur zum
Teil behoben wird.
Tatsache ist, dass utanus nur eine ravi-Rasse dar-
stellt, und dass in Nias eine weitere neue Inselform ent-
deckt wurde.
Tagiades ravi ravi Moore. 1865. Tavoy, Nicobaren
(Elwes). Type von Penang! Fide Elwes, von Moore aus
Bengalen beschrieben.
(— utanus Plötz). Mal. Halbinsel. Sumatra.
84 H. Fruhstorfer.
ravi yotissa subspec. nova.
Differiert durch die viel dunklere Unterseite der Htflgl.,
die keine Spur einer weisslichen Beimischung führt, von
utanus aus Sumatra.
Patria: Insel Nias.
ravi rajaghra subspec. nova.
Unterseite der Hiflgl. fast ganz schwarz, aber mit blau-
grauem Anflug.
Patria: Süd-Borneo.
Tagiades khasiana khasiana Moore. 1884. Assam.
Birma. Perak.
khasiana ravina subspec. nova. Andamanen. (Elwes.)
Das Weiss der Unterseite der Hiflgl. stark verringert.
khasiana epicharmus subspec. nova.
Entfernt sich von der Namensform durch lichtere Grund-
farbe und fast dreimal so grosse Glasfenster der Vdilgl.
Htflgl.-Unterseite trägt entweder gar keine oder nur ver-
schwindend kleine schwarze Discalflecken. Trockenzeitform
der vorigen? ?
Patria: Siam, Muok-Lek 1000°, Kanburi,. April. (Fruh-
storfer leg.)
Tagiades helferi Felder. 1862. Nicobaren.
Tagiades meetana Moore. 1878. — lugens Mab. 1883.
Tagiades balana spec. nova.
Grundfarbe schwarzbraun, Vdflgl. mit drei grossen
schwarzen Medianflecken, drei glasigen Subapicalpunkten
und manchmal einem hyalinen Punkt im Zellapex. Hitilgl.
ähnlich ravi und yotissa mit drei in einem Halbkreis
stehenden schwarzen Discalmakeln.
Unterseite: Vdflgl. wie bei ravi, Hitflgl. wie bei kha-
siana, jedoch mit 2—3 markanteren schwarzen Discalflecken.
Erst der Eingang grösseren Materials und die Auffin-
dung der 99 können über die Artzugehörigkeit dieser Form
entscheiden, die von avi zu khasiana hinüberleitet und
auch in der Grösse genau die Mitte zwischen beiden einhält.
und ebenfalls der lugens Mab., deren Type ich in Paris
einsehen konnte, sich nähert.
Patria: Nord-Borneo.
Tagiades lavata Butler. 1877.
Von Distant abgebildet, nach Elwes in Tenasserim, in
Nord-Borneo und auf den Natuna-Inseln vorkommend, dürfte
von Sumatra noch zu erwarten sein, da die Art ja auch
in Perak auftritt.
Neue’ Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 85
Tagiades curiosa Swinhoe. (A. M. N. H. 1905 p. 612)
nahe clericus Butl. aus Deutsch-Neu-Guinea, gehört anschei-
nend noch in die menaka-Gruppe.
Tagiades abstrusus spec. nova.
Grundfarbe vandykbraun mit dunkel violettem Schiller,
Vdflgl. mit 5 Subapicalpunkten, davon die kostalen etwas
nach innen gerückt, etwa strichförmig. Vor dem Zellapex
eine sanduhrförmige hyaline Makel, welche die ganze Zelle
durchquert. Ein ultracellularer kleiner Punkt zwischen der
vorderen und mittleren Mediane, ein etwas längerer Fleck
zwischen der mittleren und hinteren Mediane.
Htflgl. einfarbig, basalwärts mit langen etwas rötlich
schimmernden Haaren besetzt.
Unterseite etwas dunkler, sonst wie oben. Fühler
schwarz, der gesamte Körper braun, nur die Palpen nach
unten gelblich.
Htilgl. lang, schmäler als bei den übrigen Tagiades.
Färbung und Gestalt etwas an Satarupa formosana Fruhst.
erinnernd, der Gesamteindruck der & auch wie bei einigen
Celaenorrhinus!
Vdilgllänge 20 mm.
Patria: Deutsch-Neu-Guinea, 3 & Koll. Fruhstorfer.
Tagiades trichoneura Felder. 1860.
Diese zierliche Spezies verteilt sich auf eine Anzahl
Lokalformen:
trichoneura pralaya Moore. 1865. Bengalen (Moore),
Sikkim, Assam. In Sikkim, an der Grenze ihrer nörd-
lichen Verbreitung, ist die Art bereits selten, und tritt
dort in der Regenzeit auf.
trichoneuratrichoneura Felder. Aus Malacca
beschrieben, vermutlich bis Birma und Pegu hinaul-
gehend. Distant bildet die Unterseite sehr gut ab.
Sumatra (Martin).
trichoneura pellita Fruhst. 1909. Steht der Assam-
form sehr nahe, von der sie differiert durch den schmä-
leren gelben Terminalsaum der Hiflgl., der besonders
unterseits sich weit von der Mittelzelle entfernt und in
den lange schwarze Strigae hineinragen, statt kurzer
rundlicher Makeln wie bei pralaya.
Patria: Tonkin, Montes Manson, April—Mai auf ca.
3000° (H. Fruhstorfer leg.).
triechoneura nava Fruhst. 1909. Entfernt sich von
trichoneura aus Perak durch die dunklergelbe Unter-
86 _ H. Fruhstorfer.
seite der Hitflgl., auf die schon Elwes aufmerksam
machte, und besonders durch eine Reihe von gelben
bis zum Apicalteil der Vdilgl.-Unterseite reichenden
Submarginalflecken. Discus der Hitflgl. unterseits nur
mit kleinen schwarzen Circumcellularmakeln besetzt.
Patria: West- und Ostjava (H. Fruhstorfer leg.), Bali
(Elwes).
trichoneura nivosa Fruhst. 1909. Oberseits sehr
ähnlich der nava, unten aber sofort zu unterscheiden
durch den fast rein weissen Anflug der Hiilgl., die
keine discalen Flecken führen, und weisse, statt gelbe
Submarginalmakeln der Vdflgl.
Patria: Insel Nias. (Koll. Fruhstorfer.)
trichoneura trichoneuroides Elwes. 1897.
Nord-Borneo (Elwes).
Tagiades princeps Semper. 1892.
Zwei Inselrassen:
.princeps princeps (Staudgr.) -Semper. Panaon.
Mindanao. (Semper.)
princeps bazilanus Fruhst. 1909. Differiert von priu-
ceps durch das Fehlen gelber Subapicalmakeln der
Vdflgl.-Oberseite.
Patria: Bazilan, Februar— März 1898. W. Doherty leg.
Tagiades paradoxus Fruhst. 1909.
&. Oberseite leicht glänzend, schwarzbraun mit etwas
purpurnem Schimmer. Unterseite: Matt braunschwarz, Vdflgl.
mit gelblicher Basis.
Htflgl. nur am Kostalfeld schwarzbraun, die gesamte
übrige Oberfläche dunkelgelb mit einem Stich ins rötliche.
Der Discalteil mit schwarzen rundlichen Makeln bestanden
(Anklang an princeps der Philippinen). Körper oben
schwarz, unten ockergelb. Beine ebenso. Fühler schwarz
mit gelblicher Keule.
Diese sonderbare Art scheint philippinischen Ursprungs
zu sein, und wie so manche Arten über die Mindanao-
Bazilan-Landbrücke in ihr jetziges Wohngebiet gelangt zu
sein.
Patria: Nord-Borneo, Lawas, Februar. A. Everett leg.
Tagiades boisduvali Mabille. (Ismene b. M. A. S. E.
F. 1876, p. 262.)
9. Mit 32 mm Vdflgllänge der Riese der Gattung!
Oberseite schwarz mit Ausnahme eines quadratischen gelben
Analfeldes der Hitflgl., das bis an die Zelle reicht, distal
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 87
von einem vogelschnabelartigen schwarzen Kostalfeld be-
‘ grenzt wird. Beim & ist das Analfeld dunkler orangegelb,
der schwarze Kostalsaum viel breiter. (Beschreibung des
& nach einem Aquarell von Mabille.) Unterseite wie oben,
nur lichter gelb. Körper oben schwarz, Abdomen unten
gelb. Fühler schwarz mit weissem Ring vor der Keule.
Fühlerkolben schwarz mit weisser Spitze.
Patria: Nord-Celebes. © Koll. Fruhstorfer. & in Koll.
Staudinger?
Tagiades pinwilli Butl. 1877.
Einer der schönsten Falter des Ostens! Von mir in
Tenasserim, Tandong auf 4000° Höhe gesammelt. Sonstige
Fundorte: Sumatra, Perak, Assam, SO.-Borneo.
Odontoptilum angulata Feld. 1862.
Namenstype aus Süd-China. Von mir in Tonkin (Aug. —
Septbr.) und in einer etwas helleren Trockenzeitiorm in
Siam (Januar) gefangen.
angulata angulata Felder. Süd-China. Tonkin.
angulata sura Moore. 1865. Es ist noch unsicher,
ob sich diese Form neben der vorigen halten lässt.
Von Sikkim bis Birma. Siam.
angulatasubangulata Fruhst. 1909. Eine habituell
sehr grosse Inselrasse mit gelbbraunen. statt schwar-
zen Submarginalbinden der Väflgl., relativ schmalem,
aber scharf abgesetztem weissem Terminalsaum der
Htflgl.
Patria: Bazilan. (Koll. Fruhstorfer.)
angulata mahabina Fruhst. 1909. Differiert von
kontinentalen Exemplaren durch das Zurücktreten aller
weissen Streifen und Binden der Htflgl.-Oberseite, die
eine bräunliche Farbe annehmen.
Patria: Westjava. DEAN (H. Fruhstorfer leg.) Bali.
(Elwes.)
angulatasuma ir ana Fruhst. 1909. Die rotbraunen
und schwarzen Binden viel ausgeprägter als bei allen
genannten Rassen.
Patria: Westsumatra. (Koll. Fruhstorfer.)
Odontoptilum pygela Hew. 1868.
Zerfällt in folgende Rassen:
pygela pygela Hew. Borneo.
pvgela ragupta Fruhst. 1909. Differiert durch die
breiteren weissen Binden der Oberseite von der Bor-
neoform.
88 H. Fruhstorfer.
Patria: Westsumatra. 8 58 (Koll. Fruhstorfer).
pygelajavanica Frulist. 1909. Habituell kleiner als
die genannten Inselrassen, mit zierlicheren weissen
Binden.
Patria: “‘West- und Ostjava. (H. Fruhstorfer leg.)
pygela subspec. Palawan (Staudinger).
Odontoptilum hyperides Doherty. 1891.
Aus Sumbawa beschrieben, von mir in Lombok auf
2000° Höhe im April 1896 gesammelt.
Ödontoptilum helias Felder. 1867.
Zwei Inselformen:
helias helias Feld. Nord-Celebes, Tondano. Süd-
Celebes, Lompa-Battan 3000°. März 1896.
helias helias. Semper 1892. Luzon bis Mindanao,
Bazilan, Februar—März. (Koll. Fruhstorfer.)
Artengruppe Abaratha Moore 1881.
Mabille beschränkt das Genus Caprona Wall. (1857),
unter dem Elwes die hierher gehörigen Spezies zusammenfasst
auf die afrikanische Art pillaana Wallgr., und stellt für
die Asiaten den Namen Abaratha von neuem auf. Da nach
den Angaben Elwes keine andern als sexuale Merkmale
Abaratha von Odontoptilum sondern, so ist vorzuziehen, den
Namen ÖOdontoptilum 1890 der älteren Abaratha unterzuord-
nen. Ob sich Abaratha neben Caprona behaupten kann,
lässt sich hier nicht entscheiden, weil mir das afrikanische
Material fehlt. Ein energisches Eingreifen einer gesunden,
auf genaue Untersuchungen basierten Kritik wäre sehr am
Platze, um den Ballast der überzähligen Genera zu be-
seitigen.
Abaratha syrichthus Felder. 1867.
syrichthus pelias Fruhst. (Caprona s. p. Fruhst
St.” E. Z.. 1909, p. 139.) "Tonkin Than -Moi, Juni
Juli. (H. Fruhstorfer leg.) © & aus Indo - China, ohne
genauen Fundort, von Dr. Lücke empfangen.
syrichthus elwesi Watson 189. Bernardmyo,:
Birma. Bhamo. Shan Hills (Elwes), Sikkim, Bhu-
tan (sehr selten), Mussorie (Niceville).
syrichthus syrichthus Felder. Ost- und West-
iava (H. Fruhstorfer leg.), Bali (Doherty), Sumatra
(Martin).
Das © der Tonkinform differiert von QQ9 aus Java
durch grössere Gestalt, aber dennoch viel kleinere Glasflecken
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 89
der Vdilgl. Die Htilgl. führen fast doppelt so breite und
lichtergelbe Discal- und Submarginalflecken.
syrichthus pelligera Fruhst. 1909. &. Fundort un-
sicher, vermutlich Süd - Celebes, anscheinend verwandt
mit erosula Felder (Reise Novara 1867 t. 73 f. 3, p. 529).
Von syrichthus durch rötlich- statt lichtgelbe Makeln,
durch ganz schwache schwarze und verblasste rötlich-
gelbe Flecken der Htflgl.-Oberseite differenziert.
Wenn erosula conspezifisch mit syrichthus ist, was ich
nach meiner unkolorierten Abbildung Felders nicht entschei-
den kann, müssen die oben genannten syrichthus-Rassen an
erosula angegliedert werden.
Abaratha alida de Niceville. 1891. (J. B. N. H. S.
a1 0039871.,.G.: 8.407,68.)
Ab. siamica Swinhoe A. M. N. H. 1907, p. 432. T. E.
Sen ti 6299
Oberbirma (Nieeville, Elwes), Shanstates, Siam (Swin-
hoe).
© die ich in Südannam Februar 1900 fing, sind ärmer
an schwarz, ober- und unterseits bleicher. Vielleicht stellen
sie nur die Trockenzeitform der Spezies dar. (mettasuta
nova.)
Astietopterus olivaseens Moore 1878 muss zurück wei-
chen vor fuligo Mab. 1876 (A. S. E. F. p. 272) eine Art,
die Mabille in den Genera von Wytsman mit mehreren an-
deren seiner Spezies vergessen hat zu registrieren. Die
Aufteilung der dazu gehörigen Formen dürfte so erfolgen:
fuligo fuligo Mab. Java. Macromalayana.
fuligo olivascens Moore Vorderindien.
fuligo permagnus Fruhst. Tonkin.
In Tonkin fing ich eine Astictopterus, die mit 22 mm
Vaflgllänge olivascens übertreffen an Grösse und unterseits
an Gleichartigkeit der schwarzgrauen Bestäubung. Diese
Form nenne ich permagnus nova subspec.
Patria: Tonkin, Man-Son ca. 4000‘ April. Chiem-Hoa
ca. 1000° August—September. 9 558 ® Koll. Fruhstorfer.
Astietopterus henrici Holland. 1887.
Aus Hainan beschrieben. In Tonkin nicht selten in &,
die der Abbildung von Seitz an Grösse nachstehen.
Kada Swinhoe ist kein Synonym von henrici, sondern
eine distinkte, schon durch ihre bedeutendere Grösse (22 mm
Vdflgllänge) der Hainan- und Tonkinform überlegene geo-
graphische Rasse.
MAT Be.
De
90 H. Fruhstorfer.
Wir haben somit zu behandeln:
henricihenrici Holl. Hainan, China (?)
henriei tonkinianus subspec. nova. Kleiner als die vorige
und kada. Es treten & auf ohne die weissen, auch
bei den normalen 5 & schon sehr kleinen Subapical-
punkte der Vdflgl. Unterseite heller, feiner grau mar-
moriert als bei kada. (Vdflgllänge 15 mm.)
Patria: Montes Manson, April. Süd-Annam, Februar.
(H. Fruhstorfer leg.)
henrici kada Swinhoe 189. Assam.
Astietopterus jama Felder. 1860.
Nach Swinhoe - Isoteinon melania Plötz. de Niceville
glaubte, melania mit olivascens vereinigen zu dürfen. Nach-
prüfung wäre wohl am Platz. Tatsache ist, dass mir zwei
mit Swinhoes Figur übereinstimmende &5 aus Nias vor-
liegen. Demnach kennen wir jama aus Pefak, Sumatra
und Nias.
Sancus pulligo Mabille. 1876.
Diese durch den prächtigen goldglänzenden Sexualstreif
der Vdflgl.-Unterseite so ausgezeichnete Spezies kursiert un-
{er vielen Namen in den Sammlungen, die Elwes als syno-
nym behandelt. Da sich aber lokale Unterschiede feststellen
lassen, verteile ich die vorhandenen Namen auf folgende
Lokalrassen:
pulligo subfasciatus Moore 1878. Südindien,
Birma. Malayische Halbinsel. (de Niceville). Süd-
Annam, November—Dezember. (H. Fruhstorfer.)
pulligo pulligo Mabille.. Java. Häufig bis 2000‘
Höhe. Sumatra.
pulligo kethra Plötz i. I. 1884. nv. subspec. Bali.
Borneo. Unterseite dunkler und ärmer an rundlichen
hellen Flecken als die vorgenannten, und insbesonders
die distal sehr aufgehellte Javarasse.
pulligo ulunda Stdgr. 1889. Palawan.
pulligo forensis Plötz i. l. nova subspec. Beider-
seits reicher violett angeflogen als die vorigen Rassen.
Patria: Bazilan in Koll. Fruhstorfer. Philippinen.
Joloinseln.
pulligo cellundo Stdgr. (Iris 1889, p. 148). Nord-
und Süd-Oelebes.
Mynheer Snellen hat dann noch als fuscula 1878
eine Form beschrieben ohne Sexualflecken der Vdflgl.-Un-
terseite. Süd-Celebes.
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 9]
Koruthaialos focula Plötz. 1882.
Man vergleiche Swinhoe T. E. S. 1908, p. 11.
Zwei Rassen:
focula focula Plötz (= kophene Nic$ville partim).
West- und Ostijava, auf zirka 4000° Höhe von mir ge-
sammelt. Sehr selten.
focula kophene Niceville (partim). 1895. Nordost-
Sumatra.
Koruthaialos rubecula Plötz. 1882.
soll nach Swinhoe der ältere Name sein für xanites Distant!
hector Watson! Nicht weniger als fünf benannte Formen
sollen damit zusammenfallen! Auch palawites Stdgr. von
Palawan!
Das ist zoogeographisch einfach unmöglich! Ich be-
handle deshalb hier xanites Butler, wie ihn Distant und
Staudinger aufgefasst haben, und trenne davon hector Wat-
son nach einer Form aus Java, die mir de Niceville be-
stimmt hat und die spezifisch abweicht vom weiter ver-
breiteten xanites. Von xanites registriere ich hier:
xanites luzonensis subspec. nova. Die rote Vdflgl.-
Binde breiter als bei Rassen von Macromalayana. In-
sel Luzon.
xanites palawites Stdgr. 1889. Insel Palawan.
xanites xanites Butl. Nord-Borneo. 1870. Mal.
Halbinsel. Birma.
xanites namata subspec. nova. West-Sumatra. Diffe-
riert von Distants Figur durch den noch etwas ver-
kleinerten roten Discalfleck der Vdflgl., der unterseits
eine völlig dreieckige Form annimmt und weiter vom
Costalrand abgerückt ist als bei allen Javaexemplaren.
xanitesjavanites Stdgr. 1889. Ost- und West-Java,
besonders auf Höhen von 2—4000° in Anzahl von mir
gefangen. Bali (Elwes).
xanites gopaka subspec. nova. Kommt oberseits der
Distantschen Figur sehr nahe, differiert aber unterseits
durch die schmälere und bleichere rote Binde. Die Binde
selbst distal oberseits viel feiner zerteilt als bei Java-
und Borneo-Exemplaren.
Patria: Tonkin, Chiem-Hoa, August--September. An-
nam, November— Dezember.
Koruthaialos niasicus spec. nova.
Q. Habituell etwa javanites @ gleichkommend, Väflgl.
bei einem Exemplar fast ganz schwarz mit nur leichter An-
99 H. Fruhstorfer.
deutung eines rötlichen Discalflecks. Ein zweites © führt
etwas mehr, aber auch noch schwärzlich überpudertes disca-
les Rot der Vdflgl. Unterseite der Vdflgl. bei dem erstge-
nannten @ ganz schwarz, bei dem zweiten Exemplar nur
eine geringe rundliche rötliche Aufhellung. Kenntnis der
66 muss entscheiden ob niasicus eine hector- oder xanites-
Rasse darstellt.
Patria: Nias, 2 Q9 Koll. Fruhstorfer.
Koruthaialos rubecula Plötz, B. E. Z. 1882, p. 264,
ist nach Swinhoe identisch mit hector Watson. 189.
Nach Exemplaren meiner Sammlung ist der rote Discal-
fleck der Vdflgl.-Unterseite an der Zelle stark eingeschnürt,
und nimmt oberseits eine ausgesprochen dreieckige Form
an, während er bei dunklen, kleinfleckigen xanites, die neben’
breitbindigen auf Java vorkommen, stets rundlich ist. Da
hector vom Festland beschrieben ist, muss die Javarasse be-
nannt werden, und wenn die Swinhoesche Definition wenig-
stens teilweise richtig, so wären zu behandeln:
rubecula rubecula Plötz. Borneo.
rubeculahector Watson. Birma. Perak. Sumatra.
Natuna.
rubecula haraka nov. subspec. Java. Bali.
Vdflgl. statt einer breiten Binde nur einen kleinen,
schwarzüberpuderten runden Fleck am Apex der Zelle.
Patria: Westiava. Bei Exemplaren aus Ostiava ist diese
Makel etwas grösser, lichter und fast ohne schwarze Be-
stäubung. Unterseits ist die Binde bei beiden gleich nach
hinten stark verschmälert.
Koruthaialos verones Hew. 1878.
Aus Sumatra beschrieben, von mir in Java gefunden.
Koruthaialos avidha spec. nova.
&. Fühler halb schwarz, vordere Hälfte weisslich.
Flügel oberseits schwarz mit violettem Anflug. Unterseits
matter als oben. Vdflgl. mit gelbbraunem Analfeld hinter
der Submediane, am Kostalsaum eine nur undeutliche, aber
ziemlich lange dunkelrotbraune Binde.
Avidha steht vermutlich der butleri Wood-Mason und
Niceville 1883 von Sikkim und Assam nahe, ist aber durch
die Spuren einer rötlichen Binde von ihnen abweichend.
Patria: Süd-Annam, Februar. (H. Fruhstorfer leg.)
Suada swerga de Niceville. 1883. Von ÖOstiava in
Koll. Fruhstorfer.
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 95
Suada albinus Semper. 1892. Von Bazilan (Febr.)
in Koll. Fruhstorfer.
Suada catoleucus Stdgr. 1889. Von Palawan
(Januar) in Koll. Fruhstorfer.
Suada scopas Stdgr. 1889. Von Palawan (Januar)
in Koll. Fruhstorfer.
Suastus gremmius F. 1798. (8. nigroguttatus Mats.
1910?)
Neuerdings auch in Formosa entdeckt, wo sie häufig
ist. Die Art ist sehr variabel, und sowohl in Ceylon wie
Formosa kommen Exemplare vor mit und ohne Glasflecken
der Vdflglzelle.
Suastus tripura de Niceville. 1891.
Zwei Lokalrassen:
tripura tripura Nic. Perak. Pulo-Laut.
tripura albescens Mab. 189. Java. Nach von
mir gefangenen & beschrieben. Bali (Doherty nach
Elwes).
Jambrix salsala Moore. 1865.
Elwes lässt salsala neben stellifer auf Java vorkommen!
In meiner Sammlung befindet sich nur letztere!
Zwei Lokalformen:
salsala salsala Moore Sikkim, Assam, Südindien,
Ceylon, Annam. (H. Fruhstorfer leg.)
salsala vasuba subspec. nova. Tonkin.
Habituell grösser, dunkler als vorderindische salsala,
O mit sehr prägnanter weisser Punktreihe der Vdflgl.-Ober-
seite. Unterseite dagegen bei den meisten Exemplaren fast
ohne weisse Punktierung auf dunkelbraunrotem Grunde.
Patria: Tonkin, Montes - Manson, April—Mai 2—3000'
Höhe. (H. Fruhstorfer leg.)
Jambrix stellifer Butler. 1877.
Da mir Material fehlt, muss ich die Frage offen lassen,
ob stellifer nicht doch nur Lokalrasse der salsala vorstellt?
Zwei Rassen verdienen Erwähnung, die allenfalls nebst
stellifer an salsala angegliedert werden müssen:
stellifer stellifer Butl. 1877. Perak, Birma, An-
nam, Sumatra, Ost- und West-Java.
stellifer niasieus subspec. nova. Insel Nias.
Kleiner, dunkler, auch unterseits fast tiefschwarz mit
sehr zierlichen rein weissen Punkten der Unterseite.
Jambrix sindu Felder. 1860.
94 H. Fruhstorfer.
Wenn Distants Figur richtig ist, können Borneo-Exem-
plare wegen der breiteren roten Binde der Vdflgl.-Oberseite
als:
sindu yamanta subspec. nova Kina-Balu abgetrennt
werden.
sindu sindu Felder. 1860. Mal. Halbinsel, Sumatra.
sinduobliquans Mabille 1893. Ostjava nach mei-
nen Exemplaren beschrieben.
Jambrix latifascia Elwes. 1897.
Zwei Exemplare aus West-Sumatra in meiner Samm-
lung, darunter ein mutmassliches © mit gleichmässiger und
viel breiterer Binde als auf Elwes-Abbildung.
Ge geta de Niceville. 1895.
Von mir in Ostjava gefunden.
Taractrocera zielea Plötz. 1884.
Mehrere Lokalrassen, die unter allen möglichen Namen
in den Sammlungen kursieren. Die Philippinenrassen, mit
Ausnahme jener von Palawan, fehlen mir, doch ist anzu-
nehmen, dass die Palawanform nicht identisch mit luzonen-
sis Mab. sein wird. Der genaue Fundort von ziclea ist
nicht bekannt.
ziclea ziclea Plötz. — luzonensis Mab. Von Luzon
bis Mindanao in Koll. Semper. Palawan, Januar (W.
Doherty leg. in Koll. mea).
ziclea samadha subspec. nova. (T. z. Swinhoe, T. E.
S. 1908, p. 16.)
Diese distinkte Lokalform wurde zuerst von Wat-
son 1897 als in Birma gefunden registriert. Elwes er-
wähnte sie nicht. Das mir vorliegend @ ist kaum
halb so gross, als ziclea aus Palawan — selbst kleiner
als Java @ — und heller ockergelb gefärbt. Cilia
gleichfalls lichter. Unterseite der Htflgl. mit viel schmä-
leren und schärfer abgesetzten Medianbinden.
Patria: Birma, Thayetmyo (Swinhoe) in Koll. Fruh-
storfer
ziclea ikramana subspec. nova. Ostiava. |
Diese Inselrasse war Semper bereits bekannt, wurde
mir auch als ziclea von Mabille seinerzeit bestimmt,
während sie de Niceville einfach als dara Koll. © be-
handelte.
Oberseite dunkler ockergelb als ziclea von Pala-
wan, alle Binden prägnanter, aber schmäler und kürzer.
Unterseite: Tiefer schwarz, und deshalb die ocker-
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 95
farbenen Binden prominenter als bei samadha und ziclea
von Palawan. Der gelbe Subbasalpunkt der Hitilgl.-
Oberseite, der bei samadha und ziclea so deutlich her-
vortritt, fehlt meinen beiden @Q9 aus ÖOstiava. & Viel
lichter als bei anderen Rassen — bleich strohgelb.
zielea tissara subspec. nova. West-Sumatra.
Nahe der ikramana, aber von dieser durch den
proximal tief eingekerbten und von der schwarzen
Basalfarbe der Vdilglzelle eingebuchteten ockerfarbenen
Zellfleck verschieden. Hiflgl. oberseits ohne den Sub-
basalfleck, der samadha und ziclea auszeichnet.
Unterseite dunkler als bei ikramana, die Median-
binde der Hiflgl. distal ausgedehnter schwarz umrandet.
Gattung und Art neu für Sumatra!
Patria: West-Sumatra, Padang-Pandjang. 1 2 Koll.
Fruhstorfer.
Taractrocera ardonia Hew. 1868.
Aus Nord-Borneo in meiner Sammlung und aus Süd-
Celebes, Lompa-Battan 3000°, März 189. (H. Fruhstorfer
leg.)
Taractrocera archias Felder. 1860.
Nach Elwes sind archias Feld. und nigrolimbata Snellen
Synonyme. Vielleicht darf man sich die Verteilung der bei-
den Formen so vorstellen:
archias archias Feld. Amboina.
archias nigrolimbata Snell. 1876. Java. Lom-
bok, Bali, Sumbawa, S.- Celebes, Tenasserim. (Koll.
Fruhstorfer.)
archias godhania subspec. nova. Insel Sumba.
Kleiner als die vorigen, Grundfarbe heller gelb,
die schwarzen Flügelränder schmäler, proximal feiner
zerteilt.
archias kisaga subspec. nova.
Differiert von allen genannten Rassen durch brei-
tere schwarze Binden aller Flügel und das Fehlen des
gelben Subbasalflecks der Hitflgl.-Oberseite.
Patria: Lombok, Sapit auf 2000° Höhe. April
18%. 4 558, 1 2 Fruhstorfer leg.
archias antalcidas Felder. 1867. Es ist nicht
unwahrscheinlich, dass dies die archias-Form von Cele-
bes vorstellt.
Toli - Toli, November—Dezember. 189. H. Fruh-
storfer leg.
96
€ Ber
H. Fruhstorfer.
In Süd-Celebes, Umgebung von Maros, fing ich
eine kleine Rasse im November 189, die entschieden
einer Trockenzeitform angehört und der godhania m.
von Sumba nahesteht.
Taraectrocera aliena Plötz. 1883. (Swinhoe T. E. S.
1908, p. 16 t. I. f£. 20.) ist vermutlich nur ein Synonym
von nigrolimbata Snellen, und
Taraetrocera myconia Plötz. (Stett. E. Z. 1884, mit
etwa zwei Zeilen beschrieben) stellt Swinhoe wohl mit Recht
auch hierzu.
Taraetrocera sudodana spec. nova.
Diese sonderbare Spezies glaubte ich erst mit archias,
dann mit ziclea vereinigen zu dürfen. In der Tat entfernt
sie sich aber von beiden.
Vdilgl. ähnlich yojana, mit durchweg hellockergelber
Zelle, ohne Spur einer basalen schwarzen Strichelung. Die
schwarze Medianbinde gabelt sich nach vorn wie bei ziclea.
Htilgl. wie bei archias, mit gelbem Subbasalfleck inner-
halb der schwarzen Zone, und relativ breiter gleichmässiger
gelblicher Medianbinde. Flügelumrahmung wie bei archias.
Unterseite: Vdflgl. mit schwarzer Mittelbinde, einem
ebensolchen Submarginalstreifen und blassgelbem Apicalteil.
Htflgl. lichtgelb mit von oben durchscheinendem, scharf ab-
gesetztem Medianfeld.
Die Art ist vermutlich verwandt mit T. bavius Mab.
(©. R. Soc. Ent. Belg. 1891, p. 19. von Timor.)
Koll.
Patria: Insel Sumba, 3 &5 189. A. Everett leg. in
Fruhstorfer.
Taractrocera udraka spec. nova.
Scheint ziclea auf Neu-Guinea zu ersetzen. Habituell
der samadha nahestehend, differiert sie von dieser und ikra-
mana durch etwas ausgedehntere ockerfarbene Binden der
Oberseite. Wie bei ikramana, fehlt der subbasale Punktfleck
der Htflgl.-Oberseite.
Unterseite: Der gelbe Subapicalfleck der Vdflgl. steht
in ockerfarbenem statt schwarzem Felde, die schwarze Me-
dianbinde schmäler als bei allen ziclea-Formen, Htflgl. ohne
jeden schwarzen Anflug, hellockergelb mit dünn schwarz
umzogener Medianbinde.
Patria: Deutsch-Neu-Guinea. (Koll. Fruhstorfer.)
Taractrocera reetivitta Mabille. (Petites Nouv. Ent.
1878, p. 237.)
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 97
Aus Üelebes beschrieben, aber aus Australien stam-
mend, wie mich die Etiketten der Mabilleschen Exemplare
belehrten.
Ampittia dioscorides F. 1793 — maro F. 1798.
Von mir in Tonkin bei Chiem-Hoa (August— September)
in Anzahl aufgefunden.
Ampittia formosana spec. nova. (A. myakei Mats.
1910? arisana Mats. 1910?)
Steht der Ampitta maga Leech und Ningpo nahe, dilfe-
riert aber durch die nicht zu einem scharf umgrenzten Dop-
‚pelflecken der Hiflgl. vereinigte, sondern in feine Schraffie-
rung aufgelöste grünlich überschuppte Discalfärbung der
Htflgl.-Oberseite.
Unterseite dunkler, die Gelbfleckung reduziert, die
schwarze Bestäubung ausgedehnter.
Patria: Formosa, Chip-Chip. Juli 1908. Selten nur
ein ©.
Ochus subvittatus Moore. 1878.
Von dieser zierlichen Spezies fing ich eine Serie in
Tonkin, die ich als subvittatus intrieatus subspec. nova
bezeichnen möchte.
Intricatus differiert von der Sikkimrasse durch grössere
Gestalt und stattlichere gelbe Punkte der Vdflgl.-Oberseite.
Grundfarbe dunkler gelb, alle schwarzen Streifen kür-
zer, von gelben Queradern in viel kleinere Teile zerlegt.
Patria: Tonkin, Chiem-Hoa. August— September.
Aeromachus discretus Plötz. 1885.
Von mir in Tonkin bei Chiem-Hoa in vier Exemplaren
gefangen.
Hyarotis adrastus Cramer. 1780.
Von Cramer aus Surinam p. 62, Vol. IV, beschrieben,
natürlich ein falscher Fundort. Die Abbildung passt besser
auf Ceylon-Exemplare als auf solche von Sikkim oder Java.
Da nun nordindische adrastus mit dem Namen praba Moore
bereits belegt sind, sowie drei neue Lokalformen aufgestellt
werden, so glaube ich die Kollektivspezies am gerechtesten
zu verteilen, wenn ich folgende Zweige bestehen lasse:
adrastus adrastus Cramer. Namenstype entweder
aus Ceylon oder Südindien. Eine äusserst minutiöse
Beschreibung der Jugendzustände, selbst der Eier, bie-
tet de Niceville 1900, J. A. S. B., p. 272. Raupe und
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden, Jahrgang I9IO,
98
H. Fruhstorfer.
Puppe ähnlich jener von Baoris oceia. Raupe auf der
Phoenixpalme und Rottang.
Patria: Ceylon, wo zwei Formen vorkommen, mit
schmaler weisser Binde der Flügelunterseite, und &,
die keine Spur einer solchen Binde mehr aufweisen.
(Koll. Fruhstorfer.) Südindien (Niceville), Andama-
nen (Elwes).
adrastus praba Moore 1865 — phoenicis Hew.
1869. Häufig in Sikkim, sonst von Kangra bis Pegu
verbreitet. Siam.
adrastus meluchus subspec. nova.
Nordindische $Q9 entiernen sich bereits von der
Abbildung Cramers durch ausgedehntere Weissileck-
ung aller Flügel, und bei der Javarasse ist die Pro-
gression der weissen Zeichnung noch evidenter, was
besonders auf der Unterseite der Htflgl. zum Ausdruck
kommt, die von einer gleichmässig breiten, fast ganz
schneeweissen Medianbinde (an Stelle von einzelnen Ma-
keln) durchzogen werden.
Patria: Westjava, Umgebung von Soekaboemi, von
der Ebene bis 2000° Höhe, Ostjava, Umgebung von
Malang und Lawang. Sumatra (Martin). Malayische
Halbinsel.
adrastus palawensis subspec. nova.
Alle weissen Zeichnungen stark reduziert, auf der
Unterseite der Hiflgl. manchmal völlig verschwunden.
Patria: Palawan.
adrastus mindanaensis subspec. rova.
Die weisse Medianbinde der Htilgl. "Unterseite noch
breiter als bei Java-59.
Patria: Mindanao.
Isoteinon lamprospilus Felder.
Zu den bisher bekannten:
lamprospilus lamprospilus Felder. 1862 von
China und Tonkin, Chiem-Hoa. August—September auf
ca. 1000° nicht selten.
lamprospilus vitrea Murray. 1875. Japan (Hondo,
Kiushiu) tritt eine neue geographische Form:
lamprospilus formosanus subspec. nova.
Kleiner als die festländische Rasse, die weissen
Glasflecken der Vdflgl. und die Punktierung der Hiilgl.-
Unterseite wesentlich reduziert. Unterseite aller Flügel
dunkler, mehr moosgrün statt gelblich.
ER PRETRNNTT i
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes, 99
Patria: .Formosa, nicht selten, Polisha, Chip-Chip
(Juli— August), Koshun (April 2).
Inessa ilion de Niceville. 1897.
Nach den von mir aufgefundenen Exemplaren beschrieben.
Patria: Lombok, Sapit, 2000°, Mai—Juni 1896.
Itys jadera de Niceville. 1895.
Von mir in 2 & in ÖOstjiava gefunden.
Pedestes submacula Stdgr. 1889.
Diese ursprünglich aus Palawan beschriebene, fälsch-
lich zur Gattung Plastingia gestellte interessante Spezies
wurde neuerdings in Südindien entdeckt, von woher de Nice-
ville die gesamten Jugendstadien beschreibt. (I. A. S. B.
1900, p. 268.) Die Puppe ähnelt jener von Suastus gremius
F. Drei Lokalrassen sind bereits zu registrieren:
submacula submacula Stdgr. Palawan.
submacula maculicornis Elwes. 1897. Pulo-
Laut.
submacula subspec. Südindien.
Es unterliegt keinem Zweifel, dass die Art auch in da-
zwischenliegenden Gebieten, wie etwa Birma, Perak, Suma-
tra, noch gefunden wird.
Pedestes parnaca spec. nova.
Steht der pandita Niceville am nächsten, von der die
vermutlich neue Spezies differiert durch die viel grösseren
und verschieden gestellten Flecken der Vdilgl. - Oberseite.
Subapicalpunkte weiter getrennt, der mittlere mehr nach
innen gerückt, nur eine grössere statt zwei kleinen Zell-
makel, Htflgl. rundlicher, breiter.
Grundfarbe der Unterseite schwarz statt grünlich.
Patria: Tonkin, Chiem -Hoa, August—September. (H.
Fruhstorfer leg.)
Isma protoclea Herr, Schäffer. 1869.
Von ihrem Autor ohne Fundort beschrieben, Plötz stellte
eine Abbildung der Type her, nach welcher Swinhoe er-
kennen konnte, dass iapis de Nicev. 1890 ein Synonym da-
zu vorstellt.
Patria: Birma, Mal. Halbinsel, Java, Sumatra, Pulo-
Laut.
Isma vulso Mabille. (Pamphila vulso Mab. A. S.E.
B.1899% Ds: 55.)
Nach meinen Exemplaren beschrieben.
Patria: Ost-Java (H. Fruhstorfer leg.), Bali, Sumatra
(Elwes).
Tr
100 H. Fruhstorfer.
»
Lophoides purpurascens Elwes. 1897.
Kina-Balu mehrere & 29 Koll. Fruhstorfer.
Scobura cephaloides de Niceville. 1888.
Steht der forma isota Swinhoe anscheinend nahe, Zell-
flecke aller Flügel grösser als bei cephala Hew. von Sikkim.
Patria: Tonkin, Chiem -Hoa, August—September. (H.
Fruhstorfer leg.)
Scobura feralia Hew. 1868.
Von mir in Ostiava gesammelt.
Scobura inarime de Nicev. 1891.
Am gleichen Ort, Umgebung von Lawang, in Ostjava
von mir gefunden.
Scobura bipunctata Elwes. 1896.
Palawan, 3 58 in Koll. Fruhstorfer.
Matapa aria Moore. 1865.
Drei Lokalformen:
aria aria Moore Sikkim, Assam bis Ceylon und zu
den Andamanen, Mal. Halbinsel, Sumatra, Nias (de
Niecev.). Von mir in Tonkin, Chiem -Hoa, August—
September gefangen.
aria pulla Plötz. 1882. Java, Lombok von mir auf
etwa 2000° Höhe gesammelt, Bali (Doherty).
aria neglecta Mab. (Ismene negl. Mab. A. S. E.
Fr. 1876, p. 268.) Luzon (Semper), Mindanao, Pala-
wan (Staudinger).
Matapa purpurascens Elwes. 1896.
Aus Assam beschrieben, auch von Darjeeling und West-
Sumatra in meiner Sammlung, :und von mir in Tonkin,
Chiem-Hoa, August— September, gefangen.
Matapa druna Moore. 1865.
Aus Sikkim und Assam in meiner Sammlung. Anda-
manen (Elwes), Nord-Borneo (Elwes), Sumatra (Martin).
Matapa sasivarna Moore. 1865.
Häufig in Sikkim und Assam. NO.-Sumatra (Martin),
West-Sumatra (Fruhstorfer).
Matapa shalgrama de Niceville. 1883.
Aus Sikkim, Assam den Karen hills in Birma bekannt.
Andamanen (etwas unsicherer Fundort). Von mir in Ton-
kin in einer etwas dunkleren und kleineren Rasse bei Than-
Moi, Juni—Juli, gefangen und auch aus Westjava in An-
zahl mitgebracht. Die Spezies ist sicher noch aus Sumatra,
Perak und Borneo zu erwarten, da sie Doherty auf Pulo-
Laut gefunden hat. Bali (Elwes).
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 101
Matapa celsina Felder 1867. — Ismene assur Mab.
A. S. E. Fr. 1876, p. 261, wird von Elwes aus Versehen
zur Gattung Pirdana gestellt.
Eine seltene Spezies, die in zwei Inselrassen bekannt ist:
celsina celsina Felder. Celebes. & Nord-Celebes,
Toli-Toli, November—Dezember 1895. Q@ Süd-Celebes,
Lompa-Battan, zirka 3000°, März 1896. H. Fruhstor-
fer leg.
celsina ractaya subspec. nova. Gelber Terminalsaum
der Htflgl. viel schmäler als bei celsina.
Patria: Mindanao.
Acerbas anthea Hew. 1868.
Zwei distinkte Lokalrassen:
anthea anthea Hew. Singapore (Hew.), Perak
(Distant, der ein © abbildet), Pulo-Laut (Elwes), Te-
nasserim, Tandong, Mai 1901, auf 4000° Höhe. H. Fruh-
storfer leg. Sumatra 1 & (Martin).
anthea tagiadoides subspec. nova. Mabille nannte die
von mir an ihn eingesandte Javaform mit dem sehr
bezeichnenden Namen „tagiadoides“. Eine Beschreibung
ist aber nirgends erschienen. & Oberseite der Hiilgl.
mit schmäleren Flecken der Medianbinde, die braun-
grau überstäubt ist und nicht rein weiss wie bei an-
thea. Unterseite lichter, das weisse Feld der Hiilgl.
fast doppelt so breit, der schwarze Subapicalfleck nicht
kompakt, sondern in drei isolierte Makeln aufgelöst,
der schwarze Analfleck schmäler, dagegen der bei an-
thea nur strichförmige distale weisse Fortsatz des Mit-
telfeldes bei tagiadoides mehrere Millimeter breit, was
bei den QQ9 noch mehr auffällt. @ Auch oberseits mit
. viel ausgedehnterem weissem Feld der Hiflgl. als auf
Distants Figur.
Patria: Ostiava.. 3 8, 3 22 -H. Fruhstorfer leg.
Sabera caesina Hew. 1866.
Das Genus hat Swinhoe Tr. E. S. 1908, p. 30, gegrün-
det und dürfte in die Nähe von Acerbas gehören. Die ein-
zige Spezies des Genus zerfällt in zwei Lokalrassen:
caesina caesina Hew. Waigiu. Koll. Fruhstorfer.
Aru (Ribbe).
caesina barina subspec. nova. Deutsch-Neu-Guinea.
Alle weissen Zeichnungen der Oberseite etwas breiter
angelegt. Unterseite dunkler als bei caesina, der röt-
102 H. Fruhstorfer.
liche Schiller der Hitflgl. fehlt. Das weisse Medianfeld
besonders nach vorne ausgedehnter.
ceaesina subspec. Queensland (Swinhoe).
Erionota thrax. L. 1767.
Von dieser gemeinen, weitverbreiteten Spezies sind bis-
her nur drei Lokalrassen bekannt. Die auffallendste von
allen ist der Beobachtung entgangen und die Andamanen-
rasse wird von Elwes mit Unrecht mit thrax vereinigt.
thrax thrax L. Von mir in Tonkin (August—Sep-
tember), Java und Lombok bis 2000° Höhe gesammelt.
Aus Sikkim, Assam, Borneo, Palawan, Nias in mei-
ner Sammlung. Pulo-Laut, Bali, Sumbawa und Philip-
pinen (Elwes).
thrax acroleuca Wood-Mason. 1831. Andamanen.
thrax-lara‘.Swinhoe. . A. M. N. H. 389 2.732052
Nicolaren.
thrax sakita Ribbe. Ost-Celebes (Iris 1890, p. 76).
& Koll. Fruhstorfer.
thrax hasdrubal subspec. nova. Batjian (Koll. Fruh-
storfer). Ternate. Differiert von den genannten Ras-
sen dadurch, dass der gelbe Glasfleck der Vdilglzelle
ebenso lang oder fast ebenso lang ist als der darunter
lagernde Medianfleck. Distal ist diese ungewöhnlich
ausgedehnte Zellmakel auch nicht eingekerbt wie bei
thrax von andern Fundorten. Hasdrubal scheint der
alexandra Semper von Vigan, N. Luzon -nahe zu stehen.
Patria: Nach Pagenstecher auch Amboina (ob die-
selbe Rasse?). Aru (Ribbe).
Gangara thyrsis F. 1775.
Mehrere bisher unbeachtete Inselformen:
thyrsisthyrsis F. (aus Amerika beschrieben, von
Butler anscheinend zuerst ins indische Gebiet (Akyab)
verlegt). Sikkim, Assam, Pegu, Süd-Indien? Perak,
Sumatra. Nicht weniger als fünf Palmen sind als Fut-
terpflanze bisher bekannt (Areca, Caryota, Phoenix,
Calamus und Cocus). Die Puppe kann ein lebhaftes
Geräusch hervorbringen, von dem jedermann erschrok-
ken ist, der es zuerst hört. Indo-China (H. Fruhstor-
fer leg.).
thyrsis pandia subspec. nova (Moore i. Il. nom. nud.).
Java. Java-Exemplare sind grossfleckiger als z. B.
solche von der Mal. Halbinsel. Die @ haben immer
einen dritten Transcellularfleck der Vdflgl.
er
ME
EN en
Neue Hesperiden des Indo-Malayischen Faunengebietes. 103
thyrsis philippensis subspec. nova. Philippinen.
& mit nur zwei glasigen Subapicalflecken der Vdflgl.
thyrsis yasodara subspec. nova. Habituell kleiner,
mit reduzierteren Apical-, aber grösseren Submedian-
flecken der Vdflgl., als nordindische Stücke. Andama-
nen, Ceylon. (Süd-Indien?)
Casyapa eritomedia Guerin. 1829.
Kirby setzt unter critomedia noch den Namen odix
Boisd., der 1823 bereits creiert wurde und vielleicht nur
nom. nud. ist. Die Literatur darüber ist mir hier nicht zu-
gänglich.
Vier Lokalrassen in meiner Sammlung:
eritomedia ceritomedia Guer. Neu-Guinea.
O scheinen sehr selten zu sein. Die & führen eine
eigentümliche und höchst komplizierte Sexualeinrich-
tung, am Costalrand der Vdflgl. von spitzovaler Form,
dicht mit gelblichen Schuppen in braunglänzendem
chitinösen Becken besetzt. Das Becken lässt sich durch
eine an die Duftfalte der Papilioniden erinnernde Decke
verschliessen, der Umschlag wird beim Spannen mei-
stens an den Costalrand gedrückt, so dass er nur bei
besonders geschickt behandelten Exemplaren zu sehen ist.
eritomedia subspec. Insel Waigiu. Die rotgelbe
Längsbinde der Vdflgl. nach hinten weniger stark ver:
jüngt wie bei Neu-Guinea-& &.
eritomedia sphinterifera subspec. nova.
Habituell viel kleiner als die Neu-Guinea- und
Waigiurasse. Grundfarbe heller rot, die Binden lichter,
mehr gelb, die Flecken am Zellschluss der Hinterflügel
STÖSSET.
Unterseite dagegen viel dunkler, die Grundfarbe
fast tiefschwarz, ohne den purpurnen Schimmer der
critomedia. Alle Binden fast rein gelb, ohne ocker-
farbene Beimischung.
Patria: Nord-Australien, Cape York.
Casyapa corvus Felder. 1860.
Das äusserst verschiedene @ nannte Felder cerinthus.
Die Art ist über das papuanische Gebiet verbreitet — über-
all ziemlich selten.
Mehrere hervorragende Lokalrassen:
eorvus naeviferus Mabille. (Le Naturaliste 1888,
p. 77, Wytsmans Genera p. 36.) Nouvelle Guinee —
nach Swinhoe aber Batjan.
104 H. Fruhstorfer.
corvus corvus Felder. Amboina, Saparua (Koll.
Fruhstorfer). Auf Ceram häufig, darunter auch & ohne
die gelbliche Subapicalbinde. (Ribbe, Iris 1890, p. 71.)
corvus aristippus subspec. nova. Insel Buru. Nach
Holland häufig auf der Insel, auch erscheinen dort
Exemplare ohne die gelbliche Vertikalbinde der Vdflgl.,
die ohnedies bei aristippus stets schmäler als bei cor-
vus corvus angelegt ist, und in viel lichter gelbbraunem
Felde als bei corvus steht.
corvus cariatus Hew. 1867. Aru.
corvus dissimilis Swinhoe (A. M. N. H. 1905,
p- 612.) Deutsch-Neu-Guinea. Milnebai (etwas dunkler).
366 @ in Koll. Fruhstorfer.
corvus corippus subspec. nova. Fergusson-Insel.
Grundfarbe lichter gelbbraun als bei dissimilis,
auch unten wesentlich heller als bei && von Deutsch-
Neu-Guinea. Der schwarze Zellabschluss der Vdflgl.-
Unterseite obsolet.
Casyapa callixenus Hew. 1867.
Zwei Inselrassen:
calixenus calixenus Hew. Aru.
calixenus kallima Swinh. A. M. N. H. 1907, p.
430. Ir. EB.” S: 1908,93 4.217. 2 Milnehay:
Casyapa trifenestrata spec. nova.
Grundfarbe dunkelbraun, - Flügelschnitt etwas spitzer
als bei den übrigen Casyapa. Statt der Transversalbinde
der Vdflgl. treten drei grosse hyaline gelbliche Discalflecken
auf, von denen einer in der Zelle lagert und zwei distale
diese umgeben. Hiflgl. ohne Zeichnung.
Patria: Neu-Pommern. (Koll. Mabille.)
Fortsetzung folgt.
Die Grossschmeierkne der Erde:
Ein Handbuch und Bestimmungswerk für Sammler, Lepidopterologen,
Schulen und Museen
herausgegeben vn Dr. phil. ADALBERT SEITZ
Bearbeitet wird dieses bedeutende Werk von ersten Autoritäten, unter
denen wir nennen wollen die Herren:
Prof. AURIVILLIUS, Stockholm; H. FRUHSTORFER, Genf; R. HAENSCH,
Berlin; Dr. K. JORDAN, Tring; MABILLE, Paris; WEYMER, Elberfeld; |
W. v. ROTHSCHILD, London; J. RÖBER, Dresden, WARREN, London.
Mit diesem grossartigsten Schmetterlingswerke ist ein lang-
gehegter Wunsch aller Schmetterlingssammler erfüllt!
Es bedarf jetzt keiner langwierigen und mühsamen Bestimmung
mehr, einfaches Aufschlagen der betreffenden Tafel und mit s
einem Blick ist jeder Schmetterling genau bestimmt.
Das Werk kann sowohl vollständig, wie jede der zwei
Hauptabteilungen getrennt und einzeln bezegen werden.
Die einzelnen Lieferungen erscheinen in raschester Folge.
I. Haupt-Abteilung: Die palaearctischen Grossschmetterlinge
Ca. 100 Lieferungen ä Mk. 1.—. Vollständig bis Ende 1910.
In diesem I. Teil werden auf ca. 225 Farbentafeln gegen 10000 Formen
unter ausgiebigster Darstellung von & und 9, sowie der Unterseiten
(bes. bei Nymphaliden, Lycaeniden, Satyriden) in vollendeter Naturtreue
abgebildet.
NB. Nicht nur sämtliche grossen, sondern beinahe alle in Standinger-
Rebels Katalog aufgeführten Grossschmetterlinge von ganz Europa sowie
aller angrenzenden Gebiete der palaearctischen Fauna kommen hier zur
Darstellung und ausserdem noch eine sehr grosse Anzahl in dem Katalog
noch nicht berücksichtigter palaearctischer Formen.
Zum erstenmale werden hier mit wenigen Ausnahmen sämtliche Tagfalter,
Schwärmer, Spinner, Eulen und Spanner der ganzen palaearctischen
Fauna in unübertrefflicher Naturtreue dem Interessenten vorgeführt.
Il. Haupt-Abteilung: Die exotischen Schmetterlinge
Ca. 300 Lieferungen a Mk. 1.50. Vollständig bis 1912.
In dieser II. Haupt-Abteilung werden auf ca. 650 Farbentafeln etwa
20000 Formen dargestellt. Hiervon können auch die Hauptgruppen
Rbopaloceren, Sphingiden und Bombyeiden, Noctuiden, Geometriden
: einzeln für sich subskribiert werden.
NB. Um den beispiellos billigen Preis zu ermöglichen und das Werk
nicht zu umfangreich zu gestalten, mussten zur Raumersparnis in beiden
Teilen die grösseren Schmetterlinge halbiert dargestellt werden. Dagegen
werden sämtliche kleineren Schmetterlinge, also kleinere Tagfalter
(Lycaenen, Hesperiden), Zygaenen, Sesien, kleinere Schwärmer, Spinner,
Eulen, Spanner in ganzer Figur wie in den anderen Werken abgebildet.
Bestellungen nimmt jede Buchhandlung an! Lieferung I liegt in jeder
Buchhandlung zur "Ansicht auf!
Verlangen Sie ausführlichen Prospekt und Probetafel gratis und franko
Das Werk erscheint in deutscher, englischer und franzö-
sischer Sprache!
Be
PR.
Iris, Dresden, Band XXIV, Heft 6 u. 7.
| Deutsche
|) Entomologische Zeitschrift
Eris
vom
Entomologischen Verein Iris zu Dresden.
Jahrgang 1910. Sechstes u. siebentes Heft.
Mit Nr. 6 des Korrespondenzblattes
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6. Juni 1910. 2: PS "bo,
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JUN 22 13 1U
N : BRRL:\\,
Wional MuseV
Redakteur: C. Ribbe.
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——— 1 0000
Preis für Nichtmitglieder des Vereins: 4 Mark.
Berlin.
R. Friedländer & Sohn.
Carl-Strasse 11.
Druck von 0,J. W. Schlenkrich, Radehaul,
Behannimadung,
Der bisherige langjährige Bibliothe-
kar Herr H, Reichelt ist infolge Woh- ee |
mungswechsels deider gyenöligt, am 30.
Jumi sein Amt als solch ex miederzulegen.
Zum Nachfolger wide im der Sitzung
am 4. Mai
Herz Du Mb
gewählt. Des Amzuges wegen bleibt
die Bibliothek im den beiden Sommer-
mond‘ ten Jul di ind An a a
Die Kasengeschäfte werden von Herımn
Hugo Reichelt in der bisherigen Weise |
weitergeführt.
Hinsichtlich des Korrespondenzblatles
sind Bes lellungen und Sinsendungen der |
Hexugsgelder an dem Schriftführer der
Fris, Herin Bauschrelär
Adotf Winchler
in Dresden -Slanen, Kailzersizasse 137,
ou richten.
FI FT NEE
Beitrag
zur Kenntnis über die geographische
Verbreitung der Pyraliden
des europäischen Faunengebietes
nebst Beschreibung einiger neuer Formen.
Von
A. v. Caradja.
Im Vorwort zur III. Auflage des Kataloges 1901 schrieb
Prof. H. Rebel: „Die Kenntnis über die geographische Ver-
breitung der Familien Pyralidae-Micropterygidae steht noch
auf derselben Stufe, welche die übrigen Heteroceren-Familien
zur Zeit des Erscheinens der II. Katalogs-Auflage inne-
hatten; für: diese Familien macht sich gegenwärtig noch der
Mangel einer reicheren faunistischen Literatur, namentlich
für die asiatischen Ländermassen, empfindlich fühlbar.“
Seitdem wurde zwar den sogenannten Microheteroceren er-
höhtes Interesse zugewandt, und bedeutende faunistische und
systematische Arbeiten von berufenster Seite (ich nenne nur
die Namen P. Chretien, de Joannis, Hampson, Kennel, Re-
bel, Lord Walsingham usw.) haben unsere Kenntnisse über
die geographische Verbreitung der Formen gar sehr berei-
chert. Und dennoch scheint eingangs wiedergegebener Aus-
spruch Prof. Rebels auch heute noch in hohem Masse zu-
treffend zu sein. Denn anlässlich der Umordnung meiner
Sammlung und Einreihung des Materials, das mir im Laufe
des letzten Dezenniums aus den verschiedensten Gegenden
des palaearktischen Faunengebietes zufloss, konnte ich bei
jeder zweiten im Katalog aufgezählten Art neue Fundorte
verzeichnen. Das Ergebnis meiner sehr zeitraubenden Arbeit,
bei welcher jedes einzelne Stück einer gewissenhaften Unter-
suchung und Nachprüfung unterzogen wurde, lege ich auf
folgenden Seiten nieder und übergebe es der Veröffentlichung,
nachdem Prof. H. Rebel mich dazu wiederholt aufgemuntert
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& ’ k
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106 A. v. Caradja.
hat. Ich bezwecke nichts anderes als: ausschliess-
lach aut Grund"des.ın meiner Sanmımnıg
befindlichen Materials Fundorte bekannt zu
geben, die im Katalog 1901 nicht erwähnt sind. Mit alleiniger
Ausnahme von Ragonots Monographie der Phycideen, be-
rücksichtige ich in keiner Weise die neuere Literatur, igno-
riere also wissentlich manche darin enthaltene Daten, oder
wiederhole vielleicht auch einige bekannte Angaben; ich
glaube aber gerade dadurch, dass ich das mir zur Ver-
fügung stehende reiche Material nur allein mit dem Katalog
von Prof. Rebel verglich, die Arbeit anderer zu erleichtern
und zu vereinfachen.
Es liess sich leider nicht vermeiden, Neubeschreibungen
vorzunehmen. Die Tafeln dazu beabsichtige ich mit dem
zweiten Teil meiner Arbeit zu liefern.
Da es stets gut ist, über den Verbleib der Typen unter-
richtet zu sein, habe ich die in meiner Sammlung befind-
lichen Typen und Cotypen namhaft gemacht, auch wenn die
betreffenden Arten schon seit längerer Zeit von anderen
(Rebel, Kennel, Chretien, Walsingham usw.) beschrieben
wurden. Eine Anzahl neuer Arten von Biskra und Gafsa,
deren Cotypen ich erhielt, wird ihr Entdecker Herr P.
Chretien im „Naturaliste“ unter den von mir hier an-
gegebenen Namen demnächst beschreiben.
Das Material, das mir Anlass zu dieser Zusammen-
stellung gab, stellt sich hauptsächlich aus folgenden Origi-
nal-Ausbeuten zusammen:
Max Korb (= K.) 1897 Lenkoran; 1899 Konia; 1900
Ak-Chehir; 1901 Kasikoparan; 1902 Biskra und Lam-
beze; 1903 Radde; 1904 Tenied-el-Had; 1905 Alai-Ge-
birge, meist bei 3000 m Erhebung; 1906 Cuenca; 1907
Kasakewitsch bei Chabarowka, und einiges von Erivan
und Mureia.
Max Bartel (— B.) 1906—07 Uralsk, Kirghisensteppe.
Kalmykow und Inderskysche Salzsee (150 km südöst-
lich von Uralsk); 1908 Soimonowsk bei Kischtym in
len mittleren Uralbergen; 1909 Abiskojokk am Torne-
träsk in Lappmarken.
Gebrüder Ribbe (— R.) 1905 Malaga, Granada,
Sierra de Alfacar, Sierra Nevada.
P., Chretien (= Ch.) '1%7.Biskra; 1908 TAjaeaıe:
1909 Gafsa, sowie vieles aus St. Ildefonso, Digne, den
Ost- und Westpyrenäen und anderen Lokalitäten Frank-
rl Te FR De \ Kulke, an,
Ep ke ab BE
a tn.
nA Re a 7
ar
Beitrag zur Kenntnis tb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 107
reichs und der Schweiz.
©. Dietze (= D.) Digne, Djebel-Touggour, Batna.
T. Krüper: Athen, Parnass, Insel Poros, Smyrna.
Cremona: Beirut.
J. Paulus: Jerusalem, Jordantal, Ostjordanland usw.
J. Manissadjian: Mersifun, Amasia, Berge südlich
davon und Material von Mardin und Diarbekir.
Eine kleine aber schöne Kollektion von Marasch 1907
(?) eines mir unbekannt gebliebenen Sammlers. Endlich
zahlreiche andere kleinere Original-Sendungen und einzelne
Erwerbungen z. B. von der Firma Staudinger—Bang-Haas
(— B.-H.). Für mehrere der genannten Lokalitäten dürfte
meine Zusammenstellung fast den Wert von Lokalfaunen
haben, da von diesen Orten bisher nichts oder nur wenig
in die Sammlungen gelangte.
Die Nummern vor jeder von mir erwähnten Art bezie-
hen sich auf die gleichen Arten (Nummern) im Katalog Rebel von
1901; wenn einer Nummer ein „bis“ oder „ter“ zugefügt
ist, so soll damit die Stelle bezeichnet werden, wo die be-
treffende neue Form im Katalog einzureihen ist.
i I. TEIL.
Abteilung A-H des Kataloges von Prof. H. Rebel 1901
(eingereicht am 20. April 1910).
1. Arenipses sabella Hmps & Rag. Biskra 2 @ K.,
PESSERONCHN TEV. 5% V.
2. Coreyra cephalonica Stt. Tultscha, in meiner Fauna
Rumäniens übersehen. Nach den interessanten Zuchtver-
suchen des Herrn Rektor P. Nagel in Breslau ist trans-
lineella Rag. spezifisch nicht davon zu trennen.
3. Achroia grisella F. Grumazesti, neu für Rumänien,
Amasia.
4. Melissoblaptes bipunetanus Z. Amara in Rumä-
nien 1 schwarzes @. Uralsk 14. VI.—16. VII. in grauen, rot-
braunen und lehmgelben, zeichnungslosen Stücken; letztere
ähneln der var. decolor B.-H. i. l. vom Karagaitan.
Insel Poros und Smyrna klein, grau. Haifa (Lange); Bei-
rut sehr klein, breitflügelig, grau, dünn beschuppt. Von
Radde und Kasakewitsch erhielt ich viele tief dunkelbraune
Stücke 59.
5. M. unicolor Sigr. Uralsk 3 5, 14 9, 8.—14. VI.
In der Grösse sehr veränderlich, & 23 mm, © bis 35 mm.
Da auf den Htfln. Rippe 4 konstant fehlt, hat unicolor bei
108 A. v. Caradja.
der Gattung Melissoblaptes zu verbleiben. Aus demselben
Grunde ist das von Sophia erwähnte Ex. (Rebel, Fauna
Bulgariens und Ostrumeliens) sicher nicht unicolor.
15. Lamoria anella Schiff. Uralsk, Konia, Amasia,
Smyrna, Beirut, Tunis. Mehrere & von Uralsk mit dunk-
lem Vorderrand und weissem Innenrand der Vdil. machen
den Eindruck einer verschiedenen Art.
17. Crambus paludellus Hb. 1 @ von Kasakewitsch,
das Prof. Rebel bestimmte, halte ich für das mir unbekannte
© von Chilo gensanellus Leech (?).
21. C. concolorellus Chr. Lenkoran 59, Kasake-
witsch 1 &. Die Farbe der Vdfl. der && ist mehr kup-
ferbraun als auf der Abbildung in den Mem. Rom. II.
22. C. terrestrellus Chr. Petrowsk am Kasp. Meer
IQ© K. Das noch unbeschriebene 9 hat gestreckte, zu-
gespitzte Vdil.
25. €. coulonellus Dup. var. Rilogebirge 3 &. (Haber-
hauer.)
26. C. alaiecus Rbl. Viele Typen vom Alaigebirge in
meiner Sammlung. Das noch unbeschriebene © hat schmä-
lere, gelblichgraue Vdfl. etwa von der Färbung des lute-
ellus @; die Querbinden sind wenig sichtbar; Palpen, Kopi,
Thorax und Fransen gleichfarbig gelblichgrau. Hifl. dunk-
ler braun, Fransen weisslich. 3 &6 von Juldus — atrel-
lus i. 1. (Bang-Haas) sind nur etwas robuster, sonst abso-
lut gleich.
32. C. textellus Cr. (= argentistrigellus Leech aus
Korea, aber mit diplogrammus Z. aus Japan kaum iden-
tisch). Von Radde 10 Ex., von denen einige (16 mm) licht
und zeichnungslos sind, so dass. sie zur typischen Form
sich verhalten wie z. B. ab. cespitellus Hb. zu hortuel-
lus Hb. Von Kasakewitsch 15 grosse (bis 24 mm) dunk-
lere Stücke mit scharfen Längs- und Querzeichnungen. Auch
von Wladiwostock erhalten. Diese reizende Art gehört bes-
ser in die hortuellus-Gruppe.
33. C. pudibundellus HS. Uralsk 18.—29. V. in Anzahl.
34 bis. C. peetinicornis Rbl. Uralsk 6. IX. 1 & Type
in meiner Sammlung; ausgezeichnet durch einreihig kamm-
zähnige Fühler. Auf der Tafel (Iris, Jan. 1910) ist dies
nicht zum Ausdruck gebracht.
35. C. epineurus Meyr. Uralsk, Kalmykow, Krasno-
jarsk B. 30. V.—30. VI. in Anzahl. Auch vom Kaukasus
Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 109
und Zeitun je 1 helles & (var.) von Herrn Bang-Haas, letz-
teres als acutangulellus erhalten.
36. C. jueundeillus HS. Uralsk, Kalmykow, Kirghisen-
steppe, Inderskyschen Salzsee in Menge vom 25. V! bis
3. VII., dann im VIII. und IX. in kleineren Stücken. Im
Herrich-Schaeffer entsprechen die Bilder 19—20 (— festivel-
lus) der Frühlings- und Sommergeneration; die Bilder 11
his 14 (— jucundellus) aber der Spätsommer- und Herbst-
form, so dass meiner Ansicht nach es wohl berechtigt wäre,
festivellus als var. gen. I. von jucundellus zu
trennen. Meine jucundellus vom September messen z. T.
nur 13—14 mm und sind noch dunkler grau als die HS.-
Bilder 11—14. Herr Bang-Haas sandte mir von Syr-Darla
und Karagaitan seine uniformellus i. l., die ich für eine
Lokalform von festivellus halte.
42. C. inquinatellus Schiff. Uralsk VIII. 9 Stücke
von der Sierra Nevada (VIII.—IX.), weichen von der gel-
ben typischen Form darin ab, dass die Grundfarbe der
Vdfl. viel lichter (weisslich) ist, während die gleichzeitig
bei-Granada erbeuteten Ex. einen Uebergang zu dieser weiss-
lichen Gebirgsform bilden, welche ich var. nevaden-
sis nennen möchte. Diese var. nevadensis gleicht in der
Färbung einer gewissen lichten, grossen Form von Geni-
culeus Hw., wie sie bei Jerusalem, Biskra, Amasia fliegt.
44. C. osseellus Hmps. Sehr viele Stücke von Alfa-
car; auch 1 & Cotype von Dr. Stgr. geschenkt erhalten.
49. C. desertellus Ld. Biskra (K.); Diebel Touggour;
Jerusalem, Jordantal.
53. C. geniculeus Hw. mit weisslichen Vdfl., von Bis-
kra (K.), Jerusalem 25. V., Amasia. Als var. anda-
lusiellus bezeichne ich eine kleine lichtgelbe, zeich-
nungslose Form, die ich in Anzahl von Granada, Alfacar
und Cuenca VI erhielt.
54. C. eontaminellus Hb. Lenkoran, 8 kastanienbraune
Stücke.
55. C. salinellus Tutt. Ulmea in Schweden 30. VII.
Dis 6. VEN.
55. bis. C. caradjaellus Rbl. Von dieser bei Sulina
in Rumänien entdeckten Art, deren Typen in meiner Samm-
lung sich befinden, erhielt ich ein etwas dunkler gefärbtes
ö auch von Uralsk 10. IX.
55 ter. C. atrisquamalis Hmps. Radde und Kasake-
witsch 5 &, 4 9.
110 A. v. Caradja.
55. quat. C. delicatellus Z. Von Kasakewitsch ein
ganz frisches, aber fühlerloses &. Trotz des auffallenden
Vorkommens sicher diese Art, da die Beschreibung Zellers
sehr gut zu meinem Stücke stimmt. Dieses ist feurig ocker-
gelb am Vorderrand, gegen den Innenrand zu in licht-
glänzende Bleifarbe übergehend. Von weissen Adern kann
kaum die Rede sein, aber die feinen rötlichen Querlinien
erblickt man bei gewisser Beleuchtung ganz deutlich. Die
innere verläuft etwas schräg nach einwärts und trifft den
Innenrand bei % ; die äussere sendet an der dorsalen ei-
nen scharfen Zahn nach einwärts, wie contaminellus Hb.
Am Saum stehen auf Rippe 2, 3, 4 je ein schwarzer Punkt;
die dunklen Fransen sind an den drei erwähnten Punkten
stark glänzend. Rippen 11 und 12 anastomonieren. Ex-
pansion 18 mm.
57. C. matricellus Tr. Jordantal, Kuschk, Ulie-Ata ete.
57 bis. C. graeilellus B.-H. i. 1. Die gleiche noch un-
beschriebene Art erhielt ich aus dem Jordantal und dem Ost-
jordanland; dann von Gafsa 20.—21. X. Herr Chretien
wird sie nach Stücken aus Gafsa unter diesem Namen _be-
schreiben. 7 &% Cotypen in meiner Sammlung.
58. C. poliellus Tr. Uralsk 27. VIII. bis 5. IX. Lau-
ter helle Stücke mit weisser Htfl.-Wurzel.
59. ©. deliellus Hb. ab. (et var.) elarellus Krul. Die
Benennung besteht zu Recht. Bei Uralsk scheint diese licht-
graue Form mit weisslichen Längsstriemen und lichtgrauen
Hifl. die Stammform zu ersetzen. Viele &9 14. VIII. bis
15. IX. Asiatiecus B.-H. i. 1. (Katalogsname) von Kuschk
ist sicher nur eine grosse, blassgelbe Lokalform von
deliellus.
60. C. lithargyrellus Hb. 16 5 vom Alaigebirge mes-
sen 34—36 mm, sind also noch weit grösser als v. doma-
viellus Rbl. Von letzterer unterscheidet sich die Alaigebirgs-
form dadurch, dass die Rippen aus der lichten schmutzig-
graugelben Grundfarbe nur wenig heller hervortreten. Auch
die Htfl. sind bleicher als bei der Stammform. Da ebenso
gefärbte, nur kleinere Stücke von Zermatt vorliegen, unter-
lasse ich eine Benennung der Alaiform.
61. C. tristellus F. ab. paleelius Hb. Uralsk 11. VII.
ein [frisches & wie ich kein zweites sp blassgelbes Stück
in der Sammlung habe. Sojmonowsk etc.
var. ribbeellus n. var. Granada VI. Die 4 unter
sich gleichen & sind kleiner und schmächtiger gebaut als
Beitrag zur Kenntuis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. ]1]1
tristellus, haben völlig einfarbige fahl-hellbraune Vdfl. mit
zwischen den Rippen spärlich eingestreuten schwarzen Ato-
men, die der Flügelfläche einen grauen Anflug geben. Hill.
an der Wurzel weisslich und durchscheinend, gegen den
Saum zu dichter beschuppt und bräunlich. Fransen weiss.
Ist wohl Lokalvarietät und mit keiner der bekannten For-
men zu vereinigen.
62. C. argentistrigellus Rag. Diebel Touggour. _
64. ©. aeneociliellus Ev. Radde, Kasakewitsch, Uralsk
11. IX.
65. C. luteellus Schiff. Uralsk 30. V. bis 28. VI. &
reiner ockergelb als Zentraleuropäer, @ meist lichter grau.
Von Kasikoparan erhielt ich 20—22 mm grosse strohgelbe
ö, wozu die Stücke von Amasia und besonders Ak-Chehir
den Uebergang bilden. Exemplare von Soimonowsk sind in
beiden Geschlechtern etwas kurzflügeliger und die && dunk-
ler braun.
69. C. perlellus Sc. Sojmonowsk typisch; Uralsk gelb-
lich; Radde klein, ganz weiss; Kasakewitsch sehr gross
und gelb.
var. warrinstonellus Stt. Vernet-les-bains; Olymp,
Parnass, Uralsk.
70. C. rostellus Lah. Unter vielen perlellus erhielt ich
von Sojmonowsk 2 &, die der breiteren, gelben Vdfl.. der
schwarzen Htfl. und der dunklen Unterseite wegen ganz
den Eindruck von rostellus machen. Sichere Stücke in
Mehrzahl vom Alai; sie sind etwas grösser, als solche vom
Glockner etc.
‘0 bis. C. nigripunctellus Leech. Kasakewitsch ein
leider abgeriebenes @ und daher nur fraglich diese Art.
71. C. aureliellus F. R. und ab. (2) korbi nov. ab.
Von Radde sandte Herr M. Korb 1 typisches & und 10 29
ein. 5 @ 9 weichen so sehr von den typischen weissen @ ab,
dass die Aufstellung einer neuen Aberration berechtigt er-
scheint. Sie haben oberseits goldgelbe Vdfl.; auch die Pal-
pen, Fühler und Kragen sind goldgelb, während die Hifl.
reinweiss sind, ebenso wie die Unterseite beider Flügelpaare.
72. C. saxonellus ZK. var. earentellus Chr. und var.
(et ab.) occeidentellus mihi. Im Südosten des Faunenge-
bietes wird saxonellus blasser und auch meist grösser, um
bei Erivan, Kasikoparan etc. in der punktlosen var. caren-
tellus bis zu 28 mm Expansion zu erreichen. Stücke von
Marasch sind kleiner, doch auch punktlos und blass. Von
112 A. v. ara
Ak-Chehir erhielt ich aber eine typische saxonellus. Im
scharfen Gegensatz zur var. carentellus stehen die Stüc
aus dem Südwesten Europas; diese sind graubraun bis
fahl-graugelb, meist auch ohne Mittelpunkt auf den Vdfl.
und stechen auch von den dottergelben & und weissgelben
® der Stammform so sehr ab, dass ich diese (konstante)
Form als var. occidentellus davon trenne. Ich habe sie von
Digne, Vernet-les-bains, Cuenca, Sierra de Alfacar.
73. C. fulgidellus Hb. Sierra Nevada, Digne (D.).
74. C. latistrius Hw. Lambeze.
77. C. radiellus Hb. Fenestre (D.), Cogne (Seiler).
78. C. furcatellus Zett. Abiskojokk am Torneträsk.
79. C. margaritellus Hb. Sojmonowsk.
81. C. pauperellus Tr. Auf dem Rareu, Grenzgebirge
zwischen Moldau und Bucovina (Horm.); Cogne (Seiler);
in einer blassen var.; Tartarow Schomrak in Galizien
(Bang-Haas),
82. C. eonchellus Schiff. var. rhombellus Z. Von Digne
und Fenestre mit dem charakteristischen, nach aussen brei-
ten rombischen Fleck. Die drei mir vorliegenden frischen.
ö sind eher grösser als typische conchellus und haben re-
lativ breitere, hellere Vdil.
83. C. pinellus L. Vernet, Saugnacq, Cuenca (var.),
Radde meist klein und sehr licht, Kasakewitsch.
84. C. mytilellus Hb. Digne.
85. C. fureiferalis Hmps. Radde 3 & 19.
86. C. colehicellus Ld. Kasikoparan 2 &. Lederers Be-
schreibung des @ passt genau auch für den &; die Abbil-
dung ist viel zu dunkel.
87. C. myellus Hb. Nay (Pyr. occ.); Radde; Sojmo-
nowsk.
89. C. xerxss Sauber. Juldus (B.-H.).
93. C. Kohelt Saalm. Diebel Touggour.
95. C. dimorphellus Stgr. erhielt ich von Syrien; es
ist eine von incertellus HS. verschiedene Art mit ganz an-
derer Zeichnung und Fleckenstreifung der Vdfl.
97. C. staudingeri Z. Granada; Portugal.
98. C. verellus Zk. Kasakewitsch.
104. C. altaieus Stgr. Sajangebirge (B.-H.).
108. C. ehrysonuchellus Sc. Alp. marit., Nay (Pyr.
occ.), Sojmonowsk, Radde.
109. C. eraterellus Sc, var. lambessellus n.
var., var. cassentiniellus Z. und var. cas-
a a A
IR,
Nm
iy)
Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 113
picus n. var. Von Amasia unter vielen typischen cra-
terellus auch ein & mit ganz verdunkelten Vdil. 7 Ex. von
Granada frappieren durch ihre bedeutende Grösse bei dunk-
ler Färbung der Flügel und der feinen hellen Rippen-
streifung.
Von Lambeze habe ich 4 Stücke 59, bei denen das
äussere Drittel der Vdfl. derart verdunkelt ist, dass sich
vom Vdrr. bis zum Hitrr. eine dunkelbraune Binde er-
streckt, welche der äussere Querstreifen als feine lichte
Linie durchzieht. Dicht vor dem Saum erscheinen die lich-
ten Längsstreifen in Form kleiner Punkte wieder. Die auf-
fallende Varietät ist konstant und ich benenne sie var.
lambessellus.
var. (et. ab.) cassentiniellus Z. Amasia, Bei-
rut, Bukarest etc. In Armenien ‘fliegt sie in einer pracht-
voll goldgelben Form, die ich nicht anstehe als var. cas-
picus von cassentiniellus zu trennen. Flügel sehr glän-
zend licht goldgelb, die dunklere Grundfarbe und Querstrei-
fung auf ein Minimum reduziert und kupfergelb statt braun,
oft kaum angedeutet. Es ist die schönste und auffallendste
Varietät dieser sehr veränderlichen Art. Von Kasikoparan
und Lenkoran eine schöne Suite in meiner Sammlung.
110. €. lucellus HS. Die Exemplare von Radde sind
meist grösser als europäische.
111. €. hortuellus Hb. Sojmonowsk; Alaigebirge
typisch; Kasakewitsch 15 lichte Stücke, die den Uebergang
zur ab. cespitellus Hb. bilden; von Uralsk beide
Formen, wie auch von Nay.
113 bis. C. striatellus Leech. Diese bisher nur aus
Japan bekannte Art erhält Bürgerrecht, da ich sie von
Radde in Mehrzahl bekam.
114. C. eulmellus L. Sojmonowsk. Sierra Nevada klein
mit blassgelben Vdfln. und dunkelgrauen HtflIn. 1 & von
dort ist reichlich dunkelbraun zwischen den lichten Adern,
wie var. obscurellus Hein. von Lautaret.
117. C.. dumetellus Hb. Sojmonowsk. var. bore-
ellus n. var. 13 &, 2 © von Abiskojokk am Torne-
träsk in Lappmarken bilden die Typen in meiner Samm-
lung. Kleiner (18—20 mm) und zarter als dumetellus;
Vdfl. des & düster graubraun, ohne Glanz und dünner be-
schuppt. Die Hifl. grau. Auch das 9 ist licht graugelb,
nicht gelblichweiss.
119. C. pratellus L. Nay (Pyr. occ.) kleine Exempl.;
a a 4
Ds)
114 A. v. Caradja. BORN
Uralsk sehr lichte Stücke, aber doch noch zur Stammform
zu zählen. Von Sojmonowsk ein einzelnes &, das so weiss
und zeichnungslos ist wie meine extremsten var. (et. ab.)
alfacarellus Stgr. von Alfacar.
var. sibirica Alph. 15 °659 von Radde, es ist
eine konstante breitflügelige, lichtgelbe bis weissliche Form,
bei welcher der scharf aulgetragene Querstreifen sich auf
der Dorsalen zu einem Fleck erweitert.
121. C. alienellus Zk. Soimonowsk in Mehrzahl; ich
hätte von dort eher Heringiellus HS. erwartet. Die Angabe
Krulikowskys, dass Heringiellus bei Kasan fliegt, dürfte
daher auf einem Irrtum beruhen?
123. C. silvellus Hb. Radde, Kasakewitsch in typi-
schen Stücken.
125. C. pascuellus L. Soimonowsk; Nay; Ak-Chehir
29 mm; Kasikoparan; Uralsk. Die Stücke von Radde und
Kasakewitsch sind wegen den ziemlich gestreckten Vdfln.,
deren etwas vortretenden Spitze, sowie wegen dem Verlauf
der Längsbinde sichere pascuellus. Aber von uliginosel-
lus Z.. haben sie die bleiche Farbe der Vdil. und die weis-
sen Hifl.; auch zeigt die Längsbinde der Vdfl. am Innen-
rand bei einigen Stücken eine Spur des für uliginosellus
charakteristischen Zahnes. Es ist eine interessante, wenn
auch kaum namensberechtigte Lokalrasse.
126. C. uliginosellus Z. Ak-Chehir zweifellose typi-
sche Stücke. 3 ältere &6 (J. Mn.) von Schluderbach nus
der Sammlung des Stabsarztes v. Zimmermann haben ver-
dunkelte, braune Längsstreifen und dunkle Htfl. Man könnte
diese Form ab. infuscatellus bezeichnen, wenn sie
öfters so vorkommt.
128. C. hamellus Thnb. Radde.
129. C. eandiellus HS. Dobrudscha, Uralsk.
130. C. malacellus Dup. Granada sehr gross; Insel
Poros; Jerusalem; Beirut bis Neu-Pommern!
130 bis. C. ornatellus Leech. Radde und Kasake:
witsch 12 Ex. Bisher von Japan bekannt. Ich möchte die
Art eher bei Platytes alpinellus Hb. einreihen.
130 ter. C. argyrophorus Butl. Kasakewitsch.
131. C. argentarius Stger. Juldus (B.-H.) etc.
132. C. yokohamae Butl. Kasakewitsch.
133. C. porcellanellus Motsch. Radde und Kasake
witsch.
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang I9I0,
Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 115
134. C. mandschurieus Chr. Radde und Kasakewitsch.
134 bis. C. distinetellus Leech. Radde und Kasake:-
witsch.
134 ter. C. purellus Leech. Radde und Kasakewitsch,
137. C. atrisquamalis Hıps. Radde und Kasakewitsch
5 6. 4 9. Diese Art gehört wohl eher in die contaminel-
lus-Gruppe neben caradiaellus.
141. Diptychophora exsectella Chr. Radde, Kasa-
kewitsch.
142. D. euchromiella Rag. Marasch.
143. Platytes pallidellus Dup. Biskra 5.—”. Vl.; Böne;
Tunis mehrere.
144. P. earectellus Z. Rumänien; Uralsk 4.—7. VII.;
Kirghisensteppe; Inderskysche Salzsee. Von Beirut 1 9
mit kurzen Flügeln ohne ausgezogener Flügelspitze.
145. P. eerusellus Schiff. Sojmonowsk, Uralsk, Alai.
147. P. alpinellus Hb. Soimonowsk.
149. Eromene bella Hb. Smyrna viele kleine Stücke
mit lichten Htil. Von Kasikoparan, Konia grosse blasse
Rasse mit ganz lichten Htfl. Biskra sehr hell etc.
Von Radde erhielt ich 2 &, die ich nur fraglich als
var. zu bella stelle. Die anscheinend etwas breiteren, am
Apex weniger spitzen Vdfl. sind licht silberweiss und mit
schwarzen Atomen dicht bestreut. Durch die Mitte ziehen
(etwas anders als bei bella) 2 parallele, gleich breite, nach
aussen etwas konkav verlaufende gelbe Querstreifen, zwi-
schen denen eine äusserst feine silberglänzende Linie sicht-
bar ist. Die zwei gelben Binden am Apex verlaufen in
gleichmässiger Bogenlinie parallel zu einander, und die in-
nere erweitert sich nicht wie bei bella. Am Aussenrand
sind nur 6 schwarze Augenpunkte und die sehr feine gelbe
Linie davor berührt letztere beinahe. Ich benenne diese neue
Form: raddeella und will bei dem spärlichen Material
nicht entscheiden, ob sie eigene Art oder var. von bella
sei.
151. E. ramburiella Dup. Uralsk 10.—23. V. viele bis
23 mm grosse; dann 19. VIII. bis 12. IX. viele kleine
(15 mm) Stücke, alle aber recht scharf gezeichnet und grau.
Von Konia fast ebenso gross und grau. Von Kasikoparan
klein. mit gelblichem Schein. Von Murcia und Granada ie
ein trüb-graugelbes Exemplar mit schmäleren, gestreckteren
Vdil. und dunklen Htfl. machen ganz den Eindruck einer
von ramburiella verschiedenen Art und dürfte zonella
116 A. v. Caradja. h
Z. sein. Die Form von Biskra (K. & Ch.) ist ockergelb
wie ocellea mit gelblichweissen Htfl. und in der Färbung
so sehr von typischen ramburiella verschieden, dass ich sie
als var. luteella davon trenne 16 Ex. 59 bilden die
Typen in meiner Sammlung. Gratiosella B.-H. i. I. vom
Lob-Noor ist vielleicht nur eine sehr grosse mattgefärbte
Lokalrasse (Frühlingsform).
153. E. jaxartella Ersch. erhielt ich vom Jordantal,
kann sie spezifisch von cambridgei Z. nicht irennen.
154. E. pulverosa Chr. Von Jerusalem und Marasch
ter, Ex;
156. E. eambridgei Z. Biskra und Gafsa 15. IV. bis
134. V..
157. E. ocellea Hw. Biskra, Gafsa VI., Insel Poros,
Uralsk etc.
160. Chilo luteellus Motsch. Kasakewitsch 3 9.
160 bis. C. gensanellus Leech. Kasakewitsch 1 9.
161. ©. eieatriecellus Hb. Uralsk VII. in grosser Zahl.
Die 99 mit lehmgelben, braunen oder tiefschwarzen Vdfl.,
mit oder ohne breitem weissem Costalstreil. Die Hitil. stets
viel dunkler als Zentral- und Westeuropäer.
161 bis. C. hypenalis Rebel. Vom Jordantal, die Ty-
pen 66 in meiner Sammlung.
163. C. pulverosellus Rag. Jerusalem und Jordantal.
163 bis. C. plumbosellus Chretien. Biskra 11. V. bis
5. VI. Die Cotypen 3 & 19.
165. Ancylolomia tentaculeilla HS. Jerusalem, Jordan-
tal sehr gross.
166 und 168. A. disparella Hb. — hipponella Rag.
Sierra Nevada mehrere & und 9; Murcia &. Andalusiella
B.-H. (Stgr.) i. 1. dürfte dieselbe Art sein.
167. A. contritella Z. Amasia.
167 bis. A. taprobanensis Z. Kasakewitsch 1 6, von
meinen Japanern nicht verschieden.
170. A. peectinatella Z. Smyrna, Amasia, Jerusalem.
Östiordanland im X.
171. A. inornata Stgr. Von Malaga IV. (Ribbe) 16.
172. A. palpella Schiff. Digne, Amasia, Jerusalem X.
174. Talis quercella Schiff. Uralsk dunkle und sehr
lichte Ex.
185. Seirpophaga praelata Sc. Uralsk, Kasakewitsch.
187. Schoenobius gigantellus Schiff. Uralsk 13. VI.
Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 117
bis 14. VII, Kalmykow, Inderskysche Salzsteppe,, Krasno-
iarsk, Lenkoran, Kasikoparan.
188. S. forficellus Thnb. Inderskysche Salzsteppe 16.
VI. bis 18. VII. Von Uralsk 6. VIII. ein & mit kastanien-
braunen Vdil. und verdunkelten Hifl., fast so gefärbt wie
sehr dunkle gigantellus &.
189. S. nilotieus Z. 1 & 4 29 von Jerusalem.
190. S. alpherakii Stgr. Uralsk 7. VL.
190 bis. S. vescerellus Chrötien. & 24. IV., @ 7. VI.
Cotypen 2 529. Dem niloticus sehr nahestehend aber sicher
davon verschieden. Die von Prof. Rebel erwähnten frag-
lichen niloticus von Tripolis und Bengasi dürften (verflo-
gene) Stücke dieser neuen Art sein.
191. Donacaula muceronellus Schiff. Uralsk. Radde,
Kasakewitsch.
195. Epidauria phoeniciella Rag. Marasch.
196. E. discella Rag. Diarbekir; dürfte interruptella
Bl... 1. sein.
197. E. strigosa Stgr. eine weit verbreitete Art. Von
Andalusien klein und hell; Tultscha, Kasikoparan, Ak-Che-
hir, Beirut. Von Radde gross und dunkel.
199. Anerastia lotella Hb. Uralsk VI.—VIII.; Konia,
Alaigebirge. In Grösse (15—31 mm) und Färbung sehr va-
riabei von matt lehmgelb oder hellgrau zu rotbraun, ja
rauchschwarz (Dax). Adern bald heller, bald dunkler als
die Grundfarbe.
200. A. incarnatella Rag. Beirut.
203 und 204. A. ablutella Z. und flaveolella Rage.
Nachdem ich von Smyrna unter typischen ablutella auch
ein Stück ohne den schwarzen Discoidalpunkt erhielt, und
unter meinen zahlreichen flaveolella von Biskra und Gafsa
4.—24. IV.; 6.—16. V.; 5.—20. VI.; 30. X. mehrere Stücke
einen deutlichen Discoidalpunkt haben, halte ich beide For-
men nicht für spezifisch verschieden.
205 bis. A. korbi n. sp. Expansion reichlich 20 mm;
Palpen wie bei ablutella Z., Fühlerschaft aber dicker und län-
ger bis über die Discoidalpunkte hinreichend. Allgemeine
Farbe schmutzig-gelb, intensiver ockergelb längs des Vorder-
randes der Vdil. Ein schwacher grauer Schatten nimmt die
ganze Flügelspitze ein und zieht in der Richtung des obe-
ven Discoidalpunktes, wo er verschwindet. Vom Innenwin-
kel ist die Dorsalader fein schwarz bis zu % Flügellänge.
Beide Discoidalpunkte scharf aufgetragen, der untere beson-
118 A. v. Caradja.
ders gross und strichförmig. Htfl. etwas dunkler gelb als
hei ablutella; vor den lichten Fransen eine dunkle feine
Linie. 1 5 von Petrowsk am Kaspischen Meer (M. Korb.)
bildet die Type in meiner Sammlung.
208. Hypsotropa limbella Z. Kasikoparan.
213. H. vulneratella Z. Alaigebirge 1 9
214. Lymira semirosella Rag. Beirut mehrere.
217. Saluria maculivittella Rag. Von Biskra Anfg. V.;
Jordantal und Ostiordanland IV.; Uralsk, Kalmykow, Inders-
kysche Salzsee 14.—28. VI.
219. Ematheudes punctella Tr. var. (et ab.) pudi-
cella ZK.? Von Biskra, Gafsa, Smyrna, Amasia, Ma-
rasch habe ich eine Reihe von 10 gleichen Stücken 59, die
sich von punctella durch sgestrecktere Flügel (etwa wie
Anerastia lotella Hb.), licht-zitronengelbe Farbe der Vafl.,
durchscheinende lichtgelbe Htfl. und den Mangel an schwar-
zen Punkten auf den Vdfl.. unterscheiden. Bei 3 Ex. sind
schwache Spuren dieser Punkte vorhanden, die wie bei
punctella gestellt sind. Ich bin geneigt, in diesem Tiere die
verschollene pudicella Zk. zu erkennen, welche als var.
von punctella Tr. aufzufassen wäre, wenn meine Annahme
berechtigt ist. Von Amasia und Gafsa liegen mir Zwischen-
formen vor. BL.
220. E. pseudopunctella Rag. Konia, Ak-Chehir.
222. E. varicella Rag. Kasikoparan.
228. Polyocha venosa Z. Marasch, Beirut.
230. Lodiana albieostalis Hmps. Jerusalem, Jordantal.
231. Homoeosoma nigrilimbella Rag. Ak-Chehir.
232. H. sinuella F. Meine löx. von Mureia und Sierra
Nevada sind düster grau. Von Cuenca, Uralsk, Amasia,
Kasikoparan, Alaigebirge lauter typische Stücke. Von
Erivan ein zeichnungsloses lichtgelbes ©.
237. H. osteella Rag. Kasikoparan.
238. H. nitidella Rag. Kasikoparan, Beirut.
240. H. nebulella. Hb. Murcia, Uralsk sehr gross und
hell, VII. bis IX.
241. H. inustella Rag. Digne (Dietze).
242. H. calcella Rag. Smyrna.
243. H. albatella Rag. Konia, Ak-Chehir, Marasch,
Lenkoran, Alaigebirge.
244. H. subalbatella Mn. Uralsk, Inderskysche Salz-
see 25. VI. bis 15. VIII., die Vdfl. mit schwarzen Atomen
ENTER NE WINSTLEUN,
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>
Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 119
stark überstreut. Smyrna klein; Konia, Ak-Chehir, Erivan
blass.
245. H. exustella Rag. Biskra und Tenied-el-Had;
auch von Prof. Rebel dafür gehalten.
247. H. subbinaevella Rag. Kasikoparan, dürfte nur
var. von nimbella sein.
248. H. nimbella Z. Granada, Ajaccio, Vernet-les-
bains, Uralsk, Beirut, Radde, Kasakewitsch, auch in Ueber-
gängen zur var. (ab.) caniusella R. Von Plouhamel
sandte mir Herr J. de Joannis den englischen ganz gleiche
Stücke der var. saxicola Vauehan; auch von Gra-
nada, Amasia und Kasakewitsch ähnliche Ex. Die neue
Ba are: cola Chretien. von. Biskra » 5..!VE: Sund
Gafsa, 16. V., ist weiss wie subalbatella. Cotypen in mei-
ner Sammlung.
249. H. subolivacella Rag., ein prächtiges Paar von
Kasakewitsch.
250. H. binaevella Hb. Von Marasch und Ak-Chehir
ie ein & mit lichten Vdfln. Von Soimonowsk ein dunk-
les ©; von Kasakewitsch klein, aber typisch.
var. unitella Rag. von Amasia ganz typisch.
varweibterehLla‘ now. var. (an, nöy. |spec.2)
Von Marasch erhielt ich eine Serie von 3 &; 5 2 einer
der v. unitella ähnlichen Form. Statt einfarbig grau wie
jene, hat v. ciliciella licht beingelbe Vdfl. und weisslich-
gelbe, durchscheinende Htfl. und gelbliche Fransen, fast so
wie osteella Rag. Die Stellung der Punkte und Streifen ist
wie bei binaevella, aber schwächer markiert; bei 1 9 ver-
schwindet jede Zeichnung bis auf einen kaum sichtbaren
Punkt auf der Dorsalrippe. Auffallend bleibt, dass in der-
selben Sendung von Marasch sich eine typische binaevella
befand, was für die Artberechtigung von ciliciella spricht.
251. H. triangulella Rag. Radde und Kasakewitsch
8, 2%. Bisher nur von Sutscheu bekannt.
253. Plodia interpunetella Hb. Uralsk 3. bis 16. VII.;
Bıskra‘16.. V::. Gafsa 31V... bis"6.- VL:
257. Ephestia calidella Gn. Biskra VI., rötlich bis
blass ockergelb, 1 @ mit dunkler rotbrauner Binde, 1 &
ganz einfarbig lehmgelb. Von Haifa 3 sehr kleine Stücke,
aber den Dalmatinern in der gelbgrauen Färbung ähnlich.
Es werden wahrscheinlich mehrere Arten zusammenge-
worfen.
BO La EN N Ne le ri,
x . SEM Ka
120 A. v. Caradja.
258. E. figulilella Gregson. Biskra, Gafsa IV., VI.,
X.; Kasikoparan!
261. E. afflatella Mn. Saint Pons (Ch.).
265. E. mediterranella Mill. Digne, Vernet, St. Pons,
Granada.
266. E. bacillella Rag., var. minorella nov. var. Zwei
sanz frische, anscheinend gezogene & von Biskra 19. V.
bilden die Typen in meiner Sammlung. Von bacillella Rag.
sofort durch viel geringere Grösse (15 mm) und durch die
äussere Querbinde zu unterscheiden, welche bei var. mino-
rella ganz gerade verläuft. Alles übrige genau wie bei
bacillella, weshalb ich keinen spezifischen Unterschied an-
nehme.
266. bis. E. interfusella Rag. Haifa.
268. E. neuricella Z. Diese Art muss aus dem Kata-
log gestrichen werden, da in der Hedemannschen Samm-
lung, die sich in meinem Besitze befindet, ein frisches &
dieser Art steckt mit dem Fundzettel: St. Croix, 8. V. 189.
270. E. zosteriella Rag. Konia, Marasch.
276. E. habenella Rag. Beirut 1 9.
278. E. coaretella Rag. Marsifun.
279. E. disparella Rag. Kasikoparan.
283. E. elutella Hb. Uralsk, Kasikoparan, Kasake-
witsch.
287. E. vapidella Mn. Beirut.
290. Aneylosis erschoffi Rag. Eine grosse Anzahl
frischer Stücke vom Inderskyschen Salzsee, 14. bis 27. VI.,
unterscheiden sich von solchen von Margellan durch etwas
kleineres Ausmass (15—22 mm), weitere Ausdehnung der
weissen Farbe über die Vorderflügelfläche und heliere, licht-
graue Htil. Einige Stücke nähern sich der var. bivit-
teil a; Chr.
291. A. flammella Rag. Uralsk 1. bis 3. VIL, 18.
Ms 722. VII.
291 bis. A. bartelelia nov. sp. Uralsk, Inderskvsche
See 30. V. bis 27. VI; 6 & 59 bilden die Typen dieser
neuen Art, die ich zu Ehren ihres Entdeckers, des Herrn
M. Bartel, Oranienburg, benenne. Grösse wie Staudingeria
adustella Rag., deren gestreckten Flügelschnitt sie hat. Die
lang vorstehenden Palpen, die Fühler, der Kopf, der Tho-
rax und die Beine lehmgelb oder licht ockergelb. Die eben-
so gefärbten Vdfl. sind mit schwarzen Atomen spärlich be-
streut; der Costalrand bleibt etwas lichter als die übrige
Flügelfläche. Bei 4 des Vorderrandes entspringt die nur
Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 121
wenig lichtere erste Querlinie; sie verläuft schräg und trifft
den Innenrand bei ein Drittel der Flügellänge. Der von
ihr abgegrenzte Basalteil erscheint ein wenig dunkler als
die übrige Flügelfläche. Auf der Dorsalrippe steht nach
aussen ein kleiner schwarzer Punkt. Die äussere lichte
Querlinie entspringt nicht am Apex, sondern bei etwa vier
Fünftel Flügellänge und verläuft fast parallel mit dem Aus-
senrand; nach innen ist sie derart schwarz begrenzt, dass
auf ieder Rippe ein kommaförmiges Strichelchen aufgesetzt
ist, von denen die auf Rippen 8, 6, 5 stehenden die gröss-
{en sind, einander in ihrer Breitseite berühren und so ei-
nen schwarzen Schatten bilden, der nach unten sich ver-
schmälert und beinahe verschwindet. Auf der Dorsalrippe
steht ein deutlicher schwarzer Punkt. Vor den lehmgelben
Fransen zieht eine sehr feine dunkle Linie. Diese Beschrei-
bung gilt für die am schärfsten gezeichneten Stücke (59).
Bei andern ist vom schwarzen Schatten nur eine schwache
Spur vorhanden. Hitfl. fast durchscheinend graugelb, gegen
den Rand zu etwas dunkler; Fransen weiss; Leib gelblich.
Unterseite einfarbig weisslichgrau; auf den Vdfln. scheint
der schwarze Schatten nur schwach durch. Den generi-
schen ÜCbarakteren nach eine sichere Aneylosis, aber
äusserlich der Staudingeria combustella var. luteella Chre-
tien sehr ähnlich, doch grösser. Zwischen flammella-albidella
einzureihen.
292 und 293. A iranella Rag. (= turaniella Rag.).
Von Kasikoparan 23—30 mm grosse farbenprächtige, rot
und bleigrau übergossene &9. Von Magnesia ein dunk-
leres &. Vom Alaigebirge erhielt ich 6 viel kleinere, 15 bis
17 mm, düster gefärbte Ex. 9; ein @ von Konia ist fast
ebenso klein und düster.
294. A. cephella Rag. Konia, Kasikoparan. Scheint
mir nur eine gelbe Form der in Grösse und Färbung sehr
veränderlich iranella-turaniella zu sein.
295. A. ustella Rag. ist eine rötlich angeflogene Lo-
kalform von A. talebella Obthr. Erstere habe ich von
Lamböze, letztere von Biskra und Gafsa in Mehrzahl 27. III.
EL N PR Ep RE RR
298. A. einnamomella Dup. Von Uralsk 5. VI. bis
20. VIII. eine sehr schöne Suite, darunter extrem verdun-
kelte, graue und fast schwarze Stücke (= var. cine-
relia Dup.), wie ich sie auch von Bozen habe, und licht
gelb und rosa gefärbte Ex. (= var. roseipennella
122 A. v. Caradja.
Rag.), welch letztere ich sehr schön auch von Wippach
und ausserordentlich gross von Konia erhielt.
299. A. imitella Rag. Cuenca V.
299 bis. A. zorella Obth. Lambe£ze, Biskra, Gafsa III—IV
sehr variabel. Wohl Heterographis.
300. A. maculifera Stgr. und
301. var. signosella Stgr. Die Stammform von Kasi-
koparan. Von Uralsk 20 Stücke Anfang VI. bis 2. IX.
Die 5 Ex. vom VI. sind alle sehr gross (25—30 mm), haben
die Vdfl. stark mit Ockergelb gemischt und die Hifl. heller
als die später erbeuteten Stücke. Sie stimmen genau mit
der Beschreibung von signosella Rag. Da die im
VIII. und IX. fliegenden Stücke die dunkelsten und klein-
sten typischen maculifera Stgr. sind und auch Uebergänge
vorkommen, so ‚wäre signosella Rag. als die Frühlingsform
der Stammart maculifera Stgr. zu betrachten.
304. A. anguinosella Z. Inderskysche Salzsteppe 23.
VI.
306. A. sareptella HS. Konia, Ak-Chehir, Uralsk VIII.
bis IX. z. T. sehr dunkle Stücke.
309. Syria eitrinella Rag. Uralsk 2. VII.
314. S. pilosella Z. Meine Stücke von Beirut und Haifa
sind weit dunkler als die von Biskra 12. V. bis 10. VI.
Auch von Gafsa besitze ich diese Art.
317. Lydia liturosella Ersch. Diarbekir, Akbes, ÖOst-
jordanland, Marasch, Ak-Chehir, letzere recht klein.
322. Gymnancycla canella Hb. Uralsk 6. VII. bis 21.
VIII. sehr bunt; Vernet zeichnungslos grau.
323 bis. 6. Sfakesella Chretien nov. sp. Gafsa 24.
IV. 2 Cotvpe.
325. Hypogryphia uncinatella Rag. Lambeze, Gafsa
20. VI. licht, Cuenca sehr dunkeles &.
326. Honora substratella Chr. Uralsk 8. VI. bis 20. VIII.
327 bis. Aneylodes tunesella nov. sp. Nächst griseomixtella
Rag., deren Grösse und Zeichnung sie hat. Die Vorderflügel
und Fransen sind rauchschwarz, am Vorderrand etwas aufge- -
hellt. Die Flügelwurzel, sowie die weit auseinander stehenden
Querbinden gelb, die innere Binde auswärts schwarz gesäumt,
die äussere Binde in ihrer oberen Hälfte nach innen zu schwarz.
Discoidalpunkte deutlich sichtbar. Htrfl. und Fransen licht
geblich grau und glänzend wie bei griseomixtella. Kopf,
Palpen, Schulterdecken gelblich grau. Unterseite glänzend und
licht, auf den Vorderflügeln scheint nur die dunkle Einfassung
Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 123
der äusseren Querbinde etwas durch. Mit der viel grösseren
rufomixtella B-H. i. 1. hat diese Art nichts gemein. 2529
aus Gafsa bilden die Typen in meiner Sammlung.
329. A. staminella Chr. Inderskysche Salzsee, Kal-
mykow; &% Mitte VI. zahlreich.
331. Heterographis peetinatella Rag. Diarbekir ein
Stück; die ähnliche subpallida B.-H.i.1. ist eine Myelois.
332. H. pallida Stgr. Uralsk 4. VII. bis 2. VII;
Kaschgar (B.-H.).
333. H. deserticola Stgr. Biskra (K.) 2 ö.
336. H. albicosta Stgr. Uralsk 30. VI. bis 23. VII.
337. H. delimitella Rag. Inderskysche Salzsteppe 14.,
24. VI.
338. H. eiliatella Z. Inderskysche Salzsteppe 15. bis
23. VI., typische und stark rötliche Stücke.
341. H. helleniea Stgr. Insel Poros; merkwürdiger-
weise auch von Konia und Ak-Chehir ganz typisch wie von
Beirut und Haifa.
342. H. rhodochrella HS. Erivan, Konia, Amasia,
343. H. delicatella Möschl. Amasia, Konia, Indersky-
sche Salzsee VI.
343 bis. (var.?) eilieiella mihi. Von Marasch ein der
delicatella ähnliches Tier (&) aber ohne weissen Vorder-
rand, mit ockerbraunen Palpen, Kopf, Fühler, Thorax und
gleichfarbigen glanzlosen Vdfl. Diese weisen keine Spur
irgendwelcher Zeichnung oder gar Querstreifung auf, wie
sie auch bei den dunkelsten delicatella als bleiglänzende
Streifen stets noch deutlich sichtbar sind. Hifl. dunkler als
delicatella.. Ob eigene Art oder var. von delicatella kann
ich nicht entscheiden.
344. H. faustinella Z. Biskra, Jerusalem, Uralsk 7.
MIET (var.):
344 bis. H. brabantella D. Lucas Gafsa 8. VI.
344 ter. Staudingeria oder Heterographis deliciosella
nov. sp. Von dieser reizenden Art liegt mir nur ein ganz
frisches @ von Kasikoparan vor, so dass das Genus bis zur
Auffindung des & unsicher bleibt. Dennoch stehe ich nicht
an, diese farbenprächtige, mit keiner anderen zu verwechseln-
de Art nach diesem einzigen 9 zu beschreiben. Die kurzen,
dünnen, aufrechtstehenden Palpen erreichen kaum die Hälfte
des weisslichen Kopfes. Fühler gelblichgrau, Beine, Tharsen
lichtgrau, Thorax und After ockerfarben, Leib lichtgelbgrau.
Vdrfl. 8 mm; Exp. 17 mm.
124 A. v. Caradja.
Vdrfl. sehr schmal und gestreckt, Vorderrand am Apex
eingezogen, so dass die Flügelspitze etwa bei Rippe 6 steht.
Grundfarbe lebhaft olivengrün; der weisse Costalrand erweitert
sich von der Basis bis zu ?/s,, um dann vor dem Apex spitz
auszulaufen. Dieser weisse Oostalrand ist mit groben schwarzen
Atomen so dicht überstreut, dass er mit freiem Auge dunkel-
grau erscheint. Die innere sehr feine weisse Querlinie ent-
springt an der ÖOosta bei 1/,, verläuft sehr schräg bis zur Dor-
salen, wo sie sich zu einem Fleckehen erweitert, und erreicht
den Innenrand bei !/). Die äussere weisse Querlinie ist noch
feiner und dem schrägen Aussenrande parallel. An der Flügel-
wurzel eine karminrote Binde, die aber die weisse Querlinie
nicht erreicht; eine zweite karminrote Binde längs der Innen-
seite der äusseren, weissen Querlinie, und eine dritte solche
Binde verläuft vor den olivengrünen Fransen vom Apex zum
Innenrand. Ein grosser, viereckiger, karminroter Fleck am
lichten Costalstreif angelehnt, erreicht nach einwärts zu die
innere Querlinie, verschwimmt aber nach auswärts zu in der
olivengrünen Grundfarbe, ohne sieh mit der mittleren karmin-
roten Querbinde zu vereinigen. Alle diese roten Partien sind
weit dunkler karminrot als bei rhodochrella, haben auch nicht
deren Glanz und verlaufen anders. Htrfl. licht graubraun, ge-
gen den Rand zu etwas dunkler und von einer gelben Linie
eingefasst. Fransen weisslich. Unterseite eintönig licht grau-
braun, glänzend.
348. H. eostistrigella Rag. Biskra 30. V., Diebel Toug-
gour, Gafsa 19.—31. III.; 15.—29. V.; 14.—21. VI; 2 X.
350. H. pyrethrella HS. Tultscha, Uralsk 22. V.; 12.
VI.; 25. VII. bis 18. VIII. und 12.—16. IX., wohl in zwei
Generationen. Von Konia ein sehr grosses lichtgraues &;
von Ak-Chehir stark rötlich.
349. H. fulvobasella Rag. 2 Stücke von Kasikoparan
gehören wahrscheinlich dieser Art (? Form) an.
350. H. gracilella Rag. andere Stücke von Kasikoparan
und Konia stimmen gut mit der Beschreibung Ragonots
überein. Ich wäre geneigt, die 2 letzten Arten als var. von
pyrethrella zu betrachten; doch bin ich nicht ganz sicher.
355. H. subeandidatella Rag. Biskra 11. V. Trotz des
auffallenden Vorkommens sicher diese Art.
355 bis. H. simplicella Chretien. Biskra 10. VI. Co-
type in meiner Sammlung.
357. H. plumbatella Rag. Uralsk 14. V. bis 8. VI.
50.2.9; Aneylodesirulomixtelia B-BIssE
1 au a DE
Ahne
Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 125
von Ost-Turkestan halte ich für diese Art; Ancylodes kann
es jedenfalls nicht sein, da auf den Htfl. Rippen 6 und 7
frei sind.
358. H. lividella Rag. Beirut 1 ganz frisches 9.
359. H. dumetella Rag.? Ein frisches dunkles & ohne
Leib von Amasia halte ich der charakteristischen Palpen-
bildung wegen für eine var. dieser bisher nur von Kuldja
bekannten Art. Die einzigen Unterschiede. welche ich be-
merke, sind folgende: Die erste Querbinde steht etwas wei-
ter von der Basis ab, es sind zwei Discoidalpünktchen deut-
lich sichtbar und die Fühler sind oben nicht weiss, sondern
dunkel.
361. H. harmoniella Rag. Gafsa 15.—24. IV.; 15. V.
bis 16. VI.; 8. VIII. Herr Bang-Haas sandte mir diese Art
von Tunis und dem südlichen Oran als Pempelia talebella
el:
362. H. samaritanella Z. var. oasella Chretien.
Biskra 6. IV., var. flavescentella Chretien, var, umbro-
sella Ohretien und (var.) nubeculella Rag. Gufsa IV —
V. viele Cotypen.
369. H. ephedrella HS. Konia, Ak-Chehir grau, Athen,
Insel Poros gelb, Uralsk, Inderskysee, Kirghisensteppe VI.
bis VIII. Eine ausserordentlich veränderliche Art von dun-
kelgrau zu licht-weisslichgelb variierend. Letztere bilden die
Passage zu fathmella-tenuigranella.
370. H. oblitella Z. Cap Breton gelblich, Cuenca breit-
flügeliger, Biskra, Uralsk VI. bis VIII., darunter fast
schwarze Ex., Ak-Chehir, Kasikoparan, Haifa lehmgelb,
Beirut, Jerusalem, Alai, Kasakewitsch hell und winzig klein.
372 (380). H. fathmella Obth. (— tenuigranella
Rag.) Biskra IV. bis V.
var. diminutella Chretien. Biskra 31. V. bis
VI. viel kleiner, wohl zweite Generation. 4 Cotypen in
meiner Sammlung. Bilden die Passage zu samaritanella-nube-
eulella.
374. H. sabulosella Stgr. Inderskysche Salzsee 23. VI.
375. H. nigripunctella Stgr. Inderskysee 19. VI.
377. H. convexella Ld. Jerusalem, Beirut, Biskra,
Gafsa. 10. V.-bis. 20. VI.::23. X.
378. H. xylinella Stgr. Uralsk, Inderskysee, Kalmy-
kow, Krasnojarsk 3. VI.—14. VII. Wenn man die mässig
scharf gezeichneten Stücke als die typische Form betrachtet,
126 A. v. Caradja.
so ist ab. terribilella Krul. die stark geschwärzte,
und var. (et ab.) desertella B.-H. i. 1. eine blasse
zeichnungsarme, meist auch grössere Form. Erstere habe
ich von Sarepta, Uralsk ete., letztere von Uralsk und von
Korla (B.-H.).
379. H. lafauryella Rag. Von Tultscha (Dobrudscha)
mehrere geflogene Ex. erhalten.
var.inderskyella nov. var. Vom Inderskyschen
See, wo Astragalus-Arten in Menge wachsen, im Juni vier
Stücke von Herrn Bartel erbeutet. Von iafauryella Rag.
nicht spezifisch zu trennen. Durchschnittlich etwas grösser
als deren erste Generation (18—21 mm), etwas lichter gelb-
lich mit undeutlichen aber genau denselben Zeichnungen der
Vdfl. Unter meinen 25 lafauryella von Combes (Lafaury)
sind zwei fast so helle, gelbliche und zeichnungslose Stücke.
Herr Bang-Haas sendet mir im letzten Augenblick dasselbe
Tier vom Flusse Emba (als nobilella i. l.), woraus
zu schliessen ist, dass meine inderskyella eine gut differen-
zierte, konstante Lokalform ist. 4 & bilden die Typen in
meiner Sammlung.
382. Staudingeria morbosella Stgr. Konia, Ak-Chehir,
Amasia, Kasikoparan.
383. bis. 8. illineella Chretien nov. sp. Gafsa 15. IV.,
Biskra, 8 Cotypen in meiner Sammlung. acutella B.-H. ist
dieselbe Art.
385. S. validella Chr. Diarkent (Tancre).
357. S. labeculella Rag. Schon M. Korb sandte mir
von Biskra unter 30 Stücken auch 12 solche mit breitem
weissem Costalrand ein. Chretien sandte mir letztere Form
zugleich mit der Stammart von Biskra und von Gafsa 15.
IV. bis 22. VI. und erwird sie ab. pallidicostella
nennen. 20 Cotypen in meiner Sammlung.
387 bis. 8. holophaeella nov. sp. Biskra und var.
obseurior nov. var. Gafsa 10. V. bis 15. VI. Grösse
15 mm, Flügelschnitt wie versicolorella. Farbe aller Kör-
perteile licht bläulichgrau; Dorsale, Mediane und Subcostale
dunkler markiert, Falte und Costalrand lichter. Erste Quer-
binde und Discoidalpunkte abwesend. Die äussere Querbinde
ist nur sichtbar, weil sie nach innen durch einen schwar-
zen Schatten begrenzt ist, der am Apex am schärfsten auf-
getragen ist, schräg nach einwärts verläuft und schon vor
der Dorsalen in der Grundfarbe verschwimmt. Ausserhalb
dieses Schattens ist die Flügelfläche etwas lichter. Fran-
rn
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Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 127
sen grau mit dunkler Linie davor. Hifl. licht bräunlich-
grau, am Rande dunkler, besonders beim 2. Fransen weiss-
lich. Unterseite heller als Oberseite. 1 &, 1 2. Die Stücke
von Gafsa sind kleiner, haben spitzere Vdfl. und sind mit
schwarzen Atomen viel dichter bestreut. Ich nenne diese
Form var. obscurior. 4 6, 12.
388. S. adustella Rag. Uralsk typisch. 1. VI.,
ZA.SVELT.
388 bis. S. eombustella Chrötien. Biskra V. 2 ©,
Q Cotypen.
var. luteella COhretien. Biskra 21. V. bis 10. VI.
ebentallsı .2 8,5 ..9, Die Cotypen dieser Norm,
die ich für eine gute Art halte, sind in meiner Sammlung.
389. S. versicolorella Rag. Diese bisher nur von Kras-
nowodsk, Askhabad, Achal-Tekke und dem Pendjab be-
kannte Art erhielt ich von St. Ildefonso, Granada und Al-
facar; letzteres & hat aufgelichtete Val.
396. Epischidia fulvostrigella Ev. Uralsk, Indersky-
sche: Salzsee;'8. bis 27. VII., 2. bis 19. VIIL, ID: IR. recht
variabel, rötlichgelb bis grau. Mittelfeld oft ganz dunkel.
397. E. albuneulella Stgr. Meine armenischen Stücke
sind bleicher als meine amasiner.
401. Oxybia transversella Dup. Uralsk v1. etc. Meine
Ex. von ÖOrotava haben ledergelbe Vdil.
402. Psorosa dahliella Tr. Uralsk, Inderskysche See
V. bis VIII. sehr häufig, unter 60 Ex. mehrere verrusste
Stücke.
403. Ps. nucleolella Moesch. Eine sehr veränderliche
Art. Die Rasse von Kasikoparan ist gross (20—22 mm),
viel lichter, oft mit weissen Längsstriemen unterhalb der
Costa, in der Zelle und der Dorsalfalte. Iltfl. weiss. Ich
benenne sie var. elarella nov. var., von der 13 59
die Typen in meiner Sammlung bilden.
45 Ex. von Uralsk VI. bis VIII. sind etwas kleiner,
die Vdfl. dichter mit schwarzen Atomen bestreut, Htfl. mehr
grau; es ist die typische Form. Bei mehreren aberrativen
Stücken verschwinden die gelben Binden gänzlich in der
dunkelgrauen Grundfarbe der Vdfl.
Ebenfalls von Uralsk und Indersky VI. bis VII. er-
hielt ich 12 Ex. einer auffallenden Form, die ich ab.
luteostrigella nov. ab. bezeichne. Sie hat breite,
licht ockergelbe Querbinden ohne schwarze Einfassung.
REN IE
128 A.iy. Caradja.
Stücke von Tura und 2 Ex. von Sarepta sind gelblich-
grau mit gelblichen Htfln. Meine 4 Stücke von Marasch
sind die kleinsten (15 mm), die Vdfl. blass gelblich, fast
ohne schwarze Atome, Costalrand weiss, Htfl. des & weiss,
des @ bräunlich.
403 bis. Ps. maraschella nov. sp. 26 59 von Ma-
rasch bilden die Typen in meiner Sammlung. Habituell der
nuclolella am nächsten, deren schmale Flügelform und Grösse
sie hat.
Vdfl. licht orangegelb mit schwarzen Atomen spärlich
bestreut, der Vorderrand und die Falten bleiben aber stets
frei davon, während die Mediane und Dorsale oft etwas
verdunkelt sind. Die innere, sehr feine weisse Querlinie ist
nur bei einzelnen Stücken in ihrem unteren Teil sichtbar;
ausserhalb derselben steht auf Subeostalen, Medianen, Dor-
salen je ein schwarzer Punkt. Nach innnen wird sie begrenzt von
einerlebhaftorangeroten (gelben) Binde, die etwas schräger verläuft
als bei nucleolella. Auf der Dorsalen steht dort ein grösserer
schwarzer Punkt, oft noch ein kleinerer auf der Medianen.
Die äussere weisse Querlinie verläuft wie bei nucleolella,
ist nach innen zu fein schwarz begrenzt, nach aussen zieht
eine lebhaft orangerote Binde, die kurz vor dem Apex ent-
springt, auf der Falte einen spitzen Zahn nach innen aus-
sendet, und den Innenrand nicht ganz erreicht. Dahinter
stehen vor den gelbgrauen Fransen eine Reihe schwarzer
Pünktchen. Vom Apex erstreckt sich ein schwarzer Schat-
ten schräg bis zu den Discoidalpunkten. Diese sind sehr
deutlich, oft strichförmig; der untere liegt in einer licht-
gelben Längsstrieme. Htfl. des & weisslich und durchschei-
nend, beim © bräunlich mit weissen Fransen. Palpen und
Kopf licht gelblichgrau; Fühler, Thorax orangegelb, Leib
lichter. Unterseiic der Vdfl. und Beine lichtgrau, Htfl. weiss.
Affinella B.-H. i. 1. ist vielleicht dieselbe Art.
404. Ps. ochrifasciella Rag. Amasia.
405. Ps. albunculella Rag. Eine Suite von 17 zweifel-
losen Stücken von Konia und Kasikoparan. Die Abbildung
Ragonots ist ausgezeichnet.
409. Pempelia malacella Stgr. Die Stammform von
Gafisa 2. TIL '14.::IV.5, 20..&%) Var punetieerektle
Chretien. Von Biskra 3. IV. bis 31. V. die Cotypen.
410. P. tengstroemiella Ersch. Uralsk 2. VI.
412. P. sororiella Z. Ausser aus Spanien, Digne etc.
auch von Marasch und Ak-Chehir.
TURPRE N, le u ur 7
IV RENER NN.» RT
i
Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 129
413. P. subornatella Dup. Soimonowsk 5. VII. sehr
lebhaft gefärbte Stücke. Bei Digne fliegt eine kleine Rasse
(18 mm) mit düstergrauen Vdfl. und etwas lichteren Hiil.
Auch von Cuenca und Amasia habe ich ähnliche, doch
grössere Exemplare; sie sehen fast so aus wie kleine cor-
tella Const. Von Konia liegen mir mehrere schiefergraue
Stücke vor mit grauem Thorax wie ardosiella Rag. aus
St. Ildefonso, aber etwas anderem, gedrungenerem Flügel-
schnitt. Vielleicht ist es eine Var. der veränderlichen soro-
riella, vielleicht aber auch eigene Art.
416. P. dilutella Stgr. Amasia recht dunkel.
417. P. diffusa Stgr. Ak-Chehir und Marasch.
418. P. aurorella Chr. Uralsk 11. VI.
419. P. ambustiella Rag. Kasikoparan.
425. P. ornatella Schiff. Von Digne mit aufgehellten
Htfl.; von Cuenca mit stark gelben Vdil.
426. P. fraternella Rag. Vom Alaigebirge sehr schön;
dann auch von Lambeze und Kasikoparan.
428 bis. Euzopherodes adpiseinella Chretien nov. sp.
Biskra 6. IV., Gafsa 11.—15. VI., 1. XI. Cotypen 59.
433. Metallosticha argyrogrammos Z. Ak-Chehir, Ama-
sia.
441. Euzophera costivittella Rag. Alaigebirge.
442. E. imperfeetella Rag. Haifa.
443. E. .pulchella Rag. Marasch, Mardin.
448. E. subseribella Rag. var. sordidella Chr.
Biskra 25. IV. 2 Cotypen & in meiner Sammlung.
449. E. osseatella Tr. Biskra und Gafsa 15. IV. bis
20. VI. in Anzahl. Diese Art gehört der Nervulation nach
weder zu Euzophera noch zu Ephestia.
453. E. lunulella Costa. Konia, Gafsa 1. VI. sehr klein.
454. E. einerosella Z. Vernet VII., Rumänien, Soimo-
nowsk, Uralsk, Inderskysche Salzsee V. und VIII. recht
dunkel. Sierra Nevada VI. ein grosses & mit licht elfen-
beinfarbigen, fast zeichnungslosen Vdll.
455. E. pinguis Hw. Vernet-les-bains, dunkel; Galsa
1. VI. sehr klein.
456. E. nelliella Rag. Biskra IV. mehrere.
459. E. bigella Z. Kasikoparan.
461. E. immundella Rag. Kasikoparan.
463. E. fuliginosella Hein, Radde.
464. E. alpherakyella Rag. Diarkend (Tancre) sehr
gross; Fluss Emba kleiner (B.-H.).
130°, A. v. Caradja.
464 bis. E. korbi nov. spec. Dem Geäder nach eine
echte Euzophera. Grösse von bigella, Flügelform wie cine-
rosella; der Aussenrand aber gerade, Innenwinkel kaum
abgerundet. Basis der Vdfl. breit mausgrau, auf dem Me-
dianast verdunkelt. In der Flügelmitte eine breite, tief-
schwarze Binde, die sowohl am Vorderrand wie auch be-
sonders am Innenrand sich stark nach aussen und innen
(wie ein concaves Glas) erweitert; mit dieser Binde ver-
einigt sich ein breiter schwarzer Strich, der am Apex ent-
springt. Die freibleibenden kleineren Flächen sind maus-
grau; ein solcher schräger ovaler Fleck vor dem Apex an
der Costa, dann noch die ganze Aussenrandfläche, die ein
ziemlich regelmässiges Dreieck bildet, und wie eingangs ge-
sagt, der breite Basalteil, der (entsprechend der concaven
schwarzen Mittelbinde) nach aussen convex gebogen, und
am hellsten gegen den Aussenrand zu ist. Die innere lichte
Querlinie ist in ihrem oberen Teil nicht sichtbar, aber ge-
rade in der Mitte des Flügels steht auf dem Innenrand eine
breite schneeweisse Mondsichel, die nach aussen concav,
bis reichlich zur Medianen reicht. Die äussere, sehr feine
lichte Querlinie ist nur sichtbar, weil sie auf beiden Seiten
dunkler eingefasst ist. Vor den grauen Fransen zieht eine
sehr feine dunkle Linie. Htfl. weisslich, nach aussen und
besonders der Spitze zu etwas verdunkelt. Unterseite der
Vdfl. glänzend lichtgrau, die Zelle dunkler ausgefüllt. Pal-
pen und Fühler bräunlich; Stirn schneeweiss, Thorax grau,
Leib lichtgrau. 1 ganz frisches & von Kasakewitsch bildet
die Type dieser reizenden, auffallenden neuen Art.
466. Nyetegretis achatinella Hb. Dax, Vernet, Uralsk;
Kasikoparan licht rötlich. Von Radde wnd Kasakewitsch
nur in der dunkelbraunen bis schwarzen var. grise-
ell:a iSter. (i. 1.2). 22 Stück 76:9, In der Sammlung:
467. N. ruminella Lah. Philippeville (D.).
468. Zophedia convolutella Iib. Sojimonowsk.
469. Salinaria diffusella Chr. Uralsk 20. V. bis 5. VI.
in Menge.
472. Ratasa noctualis Ev. Uralsk VI.
473. Seeboldia korgosella Rag. Von Cuenca typisch,
kastanienbraun, scharf gezeichnet, 33 mm Expansion.
var. uralskella nov.var. 17 untereinander gleiche
öö von Uralsk 10. bis 28. V. bilden in meiner Sammlung
die Typen einer sehr charakteristischen Lokalrasse. Die
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden, Jahrgang I9I0,
.
N
Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 131
Stücke sind kleiner (26—28 mm) und schmächtiger; die Be-
schuppung dünner und dichter anliegend, was den Flügeln
einen seidenen Glanz verleiht. Die Färbung aller Körper-
teile ist licht aschgrau und die Zeichnungen auf den Vdiln.
mehr verwischt; die Htfl. weisslichgrau, fast durchschei-
nend. Unterseite durchaus lichtgrau. Diese uralskella & &
haben in Färbung und Zeichnung eine ganz merkwürdige
Aehnlichkeit mit einzelnen hellgrauen && von Megasis ili-
gnella Z. oder mimeticella Stgr., von denen sie sich aber
sofort durch die generischen Merkmale (Geäder, Palpen, ge-
kämmte Fühler ete.) unterscheiden lassen. Das ® bleibt
nach wie vor unbekannt.
474. Hyporotasa allotriella HS. Dobrudia, Uralsk 12.
bis 30. VII., Alaigebirge.
477 bis. Asarta korbi nov. sp. 1 & von Cuenca bil-
det die Type in meiner Sammlung. Exp. 15 mm. Palpen
wie bei aethiopella geformt, nach vorn abwärts gerichtet,
oben schwarz, unten gelbweiss; Kopf, Fühler, Thorax
schwarz; Schulterdecken graubraun. Leib schwarz, aber
jeder Ring ist an seinem hinteren Ende gelblichgrau.
Vdil. schwarz, an der Basis lichter graubraun; ein
breites lichteres Querband vor der äusseren Querlinie, so
dass in der Flügelmitte eine schwarze Binde zwischen zwei
lichteren Binden steht. Ausserhalb der äusseren Querlinie
ist der Flügel tiefschwarz. Beide lichte Querlinien sind sehr
fein; die innere ist nur am Innenrand bis zur Dorsalen
sichtbar und steht mitten in der dunklen .Mittelbinde; die
äussere verläuft gerade und parallel mit dem Aussenrand,
sie bildet die scharfe Grenze zwischen der äusseren tief-
schwarzen Randfläche und dem lichteren inneren Flügelteil.
Der äusserste Costalrand selbst ist gelblich. Discoidalpunkte
wenig sichtbar; Fransen schwarz. Die mittlere Fläche der
Htfl. ist licht gelbbraun mit breitem schwarzem Saum rings-
um, ungefähr so breit wie bei Ratasa noctualis, doch ist
bei korbi auch der Vorderrand schwarz. Mit zapateri oder
nigrella hat korbi keine Aehnlichkeit. Die Unterseite ist
sehr charakteristisch. Vdil. von der Basis bis nahe zum
Aussenrand gelb, der Saum und die Fransen schwarz,
ebenso die ganze Zelle dunkel ausgefüllt. Hitfl. wie ober-
seits. Beine gelblichgrau. Zu Ehren des ausgezeichneten
Sammlers M. Korb benannt, dem ich so viele Seltenheiten
verdanke.
132 A. v. Caradja.
480 bis. Lambaesia caradjae Rbl. Die Type von
Lambeze in meiner Sammlung.
482. Hypochaleia disjunetella Z. Uralsk 18., 27. VI.,
SA
483. H. eandelisequella Ev. Uralsk 18. VI.
486,.487, 490, 496. H. rubiginella Tr. Grumazesti
(Rumänien) im VII., Uralsk VI. Nach Einsichtnahme ei-
nes Teiles meines reichen Materials gibt mir Profi. H. Rebel
jetzt recht, dass balceanica Rag. nur eine düster ge-
färbte rubiginella sei; ich habe auch so lichte und bunte
Ex., wie die Abbildung von subrubiginella Rag.
Uebergänge zu ahenella liegen auch von ein und demsel-
ben Flugplatze vor! Anderseits überliess mir Herr P. Chr6-
lien Cotypen der gianelliella Rag., die von Herrn
Gianelli herrühren, und ich kann sie kaum spezilisch von
rubiginella Tr. trennen; endlich gleicht mein siche-
res rubiginella & von Sojmonowsk der Abbildung von
hepaticella Rag. Rubiginella Tr. ist eine so verän-
derliche Art, dass man selbst von demselben Flugplatze
selten zwei ganz gleiche Stücke erhält, geschweige denn von
weit voneinander entlegenen Orten. Ragonot hat mehrere
seiner hypochalcia-Arten nach nur einzelnen Exemplaren auf-
gestellt und kannte die weiten Variabilitätsgrenzen von rubi-
ginella Tr. nicht.
495. H. lignelia Hb. Nay in den West-Pyrenäen.
498. H. ahenella Hb. Kasikoparan klein, licht-rötlich-
gelb; Sojmonowsk.
501. H. dignella Hb. Uralsk V. VII. ausnehmend lichte
Stücke. var. insuadella Rag. Rumänien, Kasikoparan.
506. H. eaminariella Ersch. Kentei (B.-H.).
508. H. decorella Hb. Kasikoparan e:ne kleine Rasse;
Erivan typisch.
510. Etiella zinckenella Tr. Von meinen zahlreichen
Exemplaren aus dem Faunengebiete zeichnet sich 1 @ von
Beirut durch ungewöhnliche Grösse und rehbraune Vdil. aus.
511. Bradyrrhoa holopyrrhella Rag. Kasikoparan meh-
rere &.
- 511 bis. B. andryalella Chretien nov. sp. Gafsa 16. V.
bis 1. VI. Die Cotypen in meiner Sammlung.
515. B. gilveolella Tr. Konia, Marasch, Erivan.
522. B. seniella Stgr. Konia.
525. Megasis ilignella Z. Vernet, Digne, Uralsk, Kirg-
Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 133
hisensteppe V.—IX., Alaigebirge düstergraue &6; Marasch
dunkelbräunlich.
var. dilueidella Dup. Von Cuenca eine sehr
schöne Form. \
527. M. mimeticella Stgr. Von Konia und Amasia
5 &. 29. Die && haben dünnbeschuppte seidenglänzende,
licht-gelbgraue Flügel und sind leicht von ilignella zu unter-
scheiden. Das © ist nicht bleigrau wie das @ von ilig-
nella, sondern schmutzig-lehmgelb.
527 bis. M. maritimella nov. sp. (? var.). Mit mime-
ticella vereinigt Ragonot eine Megasis von Digne, von der
er nachträglich „in Coll. Oberthür 2 56 sah.“ Hier muss
ich trennen, was Ragonot aus Mangel an Vergleichsmate-
rial zusammenfügte; denn die Form von Digne, dürfte spe-
zilisch von mimeticella verschieden sein, macht auch habi-
tuell einen ganz andren Eindruck. Das zweite Palpenglied
ist breiter und lappenförmig, und das dritte Glied ragt nicht
so sichtbar hervor. Die Flügel sind weniger gestreckt, er-
scheinen daher breiter, die Querbinden, besonders die äussere,
sind viel zackiger, und die ganze Flügelzeichnung ist leb-
hafter und anders als bei mimeticella. Der viel grössere
Discoidalpunkt steht in einer weissen Strieme; die allge-
meine Färbung ist eher braun, die Beschuppung viel grö-
ber; alles so charakteristische Unterschiede, dass eine Tren-
nung von mimeticella notwendig ist. 6 & von Digne bilden
die Typen in meiner Sammlung.
532. M. alpherakii Rag. Alaigebirge 8 ö, 8 29. Das
bisher unbeschriebene © hat wie rippertella @ einen sehr
robusten Bau, dicken kurzen Leib, verkürzte, schmale und
am Apex äusserst spitze Vdfl. bei sehr schräg verlaufendem
Aussenrand. Palpen, Kopf, Fühler und Schulterdecken licht-
grau, Thorax und Leib dunkler. Vdfl. schiefergrau mit
bräunlichem Schimmer, nach aussen und dem Hinterrand zu
etwas lichter grau. Am Kostalrand bemerke ich bei zwei
meiner 8 @ gelbliche Schuppen. Bei zwei andren ® deutet
ein dunkler Fleck unterhalb der Dorsalader die Lage der
sonst fehlenden inneren Querlinie an. Die Dorsalrippe ist
von diesem Flecke aus nach aussen zu schwarz. Die äus-
sere Querlinie erscheint etwas heller als die übrige Flügel-
fläche und wird an beiden Seiten von kurzen schwarzen
Sirichelchen begrenzt, die auf den Rippen aufgesetzt sind.
Beide Discoidalpunkte sind deutlich sichtbar. Fransen dun-
kel. Htfl. schwarzbraun, alle Rippen hart vor dem Aussen-
134 A. v. Caradja.
rand schwarz. Vor den weisslichen Fransen eine gelbe Linie.
Unterseite aller Flügel viel lichter etc.
533. M. rippertella Z. Soimonowsk, Konia und Ak-
Chehir. Die 5& licht-gelblichgrau, @ 2 sehr dunkel, Mit-
telbinde intensiv schwarz. Cuenca gross mit weissem Flü-
gelgrund und scharfen schwarzen Zeichnungen.
536. M. pistrianella Rag. 1 kleines @ vom Alaigebirge
hält Prof. Rebel für diese noch wenig bekannte Art.
553. Emporia grisescens Rag. Biskra, Gafsa 16.—19. V.
540. Eucarphia antiquella HS. und ab. aurantia-
cella nov. ab. Zugleich mit der gewöhnlichen Form er-
hielt ich von Marasch eine weissgelb gefärbte Varietät, die
keine dunklen Atome auf den Vdiln. hat. Nur ein schwach
angedeuteter Schatten zieht vom Apex schräg gegen den
Innenrand zu. Hitfl. weiss mit gelbem Rand. 3 5, 109
bilden die Typen in meiner Sammlung.
541 bis. Anacria n. gen. (Chretien) biriviella Chre-
tien n. sp. Von Biskra V. 1 6, 2 2 die Cotypen.
546. Epischnia zephodiella Rag. Diarkend (Tancre),
Sajan, Changhai (B.-H.).
549. E. prodromella Hb. Die zahlreichen Stücke aus
Anatolien und von Marasch sind meist stark weiss über-
gossen, solche von Uralsk dagegen sehr dunkel. Ich habe
auch Exemplare von Kasikoparan und dem Alaigebirge, die
vielleicht adultella Z. sind? Die ab. cinereoba-
sella Rag. von Ofen, Konia, Ak-Chehir, Marasch.
550. E. eretaciella Mn. Ex. von Kasikoparan sind
kaum grösser als meine Dalmatiner von Cuciste; letztere
aber weit einförmiger grau als die Amasiner und Anatolier,
die auch ziemlich viel grösser sind.
551. E. eueulliella Rag. Von Konia 4 prächtige Stücke;
nach Bestimmung Prof. Rebels auch 1 5 von Uralsk 4. VI.
552. E. illotella Z. typisch von Granada, Murcia, Digne,
Athen etc. Eine grössere, lichte Varietät habe ich von Gra-
nada, Konia, Uralsk; die var. (ab.) obscura Rag.nur
von Granada.
553. E. asteriscella Mill. Digne, Granada.
555. E. asteris Stgr. Haifa 1 sehr kleines ©.
560. E. musecidella Rag. Konia, Ak-Chehir.
563. E. Iydella Ld. Marasch, Zeitun, Konia, Erivan.
563 bis. E. albipunetella Chretien. Von Biskra 2 9,
die Ootypen. Wie mir dünkt eine Selagia.
563 ter. E. stenopterella Rbl. Marasch, die Typen.
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Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 135
563 quat. E. nevadensis Rbl. 34 Stücke 59 aus der
Sierra Nevada, VIII. bis IX., bilden die Typen in meiner
Sammlung. Die Gebrüder Ribbe entdeckten diese neue Art,
nicht M. Korb, wie Prof. Rebel irrtümlich angab (Iris,
Jan. 1910).
564. E. boisduvaliella Gn. Von Konia genau so wie
vom Cap-Breton. var. tabulella Rag. Von Digne
nicht minder dunkel und gross (30 mm) wie von Kasiko-
paran, Kuldja, Alaigebirge, Kasakewitsch.
565. E. leucoloma HS. Sierra Nevada, VII.
566. E. christophori Rag. Auch von Marasch, Beirut.
572. Anoristia gilvella Rag. Kasikoparan.
577. Parthia christophorella Rag. 1 © vom Indersky-.
see, 20. VI., halte ich dafür.
579. Catastia marginea Schiff. Von Cogne in schönen
Uebergängen zur ab. auriciliella Hb., bei denen nur
die untere Hälfte der Fransen gelb ist.
582. Gnephidia kenteriella Rag. (tumartinella B. -H.
i. 1. von Uliassutai halte ich für diese Art?).
583. Selagia sejunetella Chr. Kasakewitsch meh-
rere 69.
585. S. dissimilella Rag. Konia.
587. 8. spadicella Hb. Uralsk, V. bis IX., kleine,
äusserst variable Rasse von dunkelrot bis einfarbig licht
silbergrau, in allen möglichen Abtönungen. Stücke von
Radde und Kasakewitsch sind gross und weit dunkler und
bilden die Passage zu uralensis Rbl., die doch vielleicht nur
var. ist?
.. var. saltuella Mn., sehr gross, grau bestäubt,
von Konia und Ak-Chehir; rosa von Marasch; klein und
feurig ziegelrot von Uralsk ete.
587 bis. S. uralensis Rbl. (var.?). 5 &, 2 9 von
Soimonowsk bilden die Typen in meiner Sammlung.
589. S. argyrella F. Uralsk, Sojmonowsk, Radde, VII.
bis IX., z. T. in Uebergängen zu beiden folgenden Formen.
ab. striatella Stgr. Rumänien, Uralsk, Soimo-
nowsk, Radde.
v. aurella Stgr., sehr schön von ’Uralsk, Kasa-]
kewitsch.
593. Christophia pempeliella Rag. Von Biskra und
Gafsa in Anzahl, 11. Ill. bis 15. V. Diese afrikanische Form
ist kleiner als die asiatische, auch einförmiger und meist
lebhafter gelb bis orangegelb gefärbt. Ich trenne sie von
136 A. v. Caradja.
der Stammform als var. oasella nov. var. 18 59 bil-
den die Typen in meiner Sammlung. Was zelicella Obth.
ist, weiss ich nicht.
595. Ch. turensis Rag. Inderskysche Salzsee, 15. VI.;
gatea. 21. "bis 22.» VI.
600. Ch. dattinelle Rag. Biskra, Gafsa, 25. V. bis
2 VE "VILT:
600 bis. Chr. semirosella Chretien nov. sp. Gafsa,
13. V. Cotype &-
602. Tephris eyriella Ersch. Von Djarkent typisch.
var. ochreella Rag. Ich glaube, dass Phyecita
sabulella B.-H. i. Il. (in der Verkaufsliste) aus Ost-Tur-
kestan hierher gehört.
603. T. verruceulella Rag., leicht variierende Stücke
von. Biskra, 31. IL. und. 19. Vals? yar. alimazeria
Chretien, vom Autor als Cotypen erhalten.
603 bis. T. fraetilineella Chretien nov. sp. Biskra
29. V. 52, Cotypen.
604. Aphyletes nigrisparsella Rag. Diarkent (Tan-
kre), Kalmykow, 13. VI.; Embafluss (B.-H.), alle genau so
aschgrau wie von Kuldia.
var. derbentella nov. var. Von Derbent T ©,
2 @, unterscheidet sich von der grauen, typischen Form
durch licht lehmgelbe Farbe aller Körperteilee. Auf den
gelben Vdfln. sind auch die schwarzen Schuppen viel spär-
licher aufgetragen. Htil. gelblich durchscheinend. Phyeita
nobilella B.-H. i. 1. aus Kaschgar ist vielleicht dasselbe
Tier. \
607. Alophia combustella HS. Jerusalem, Jordan-
tal etc.
ab. incinerella nov. var. Von Amasia 3 @ mit
licht aschgrauen Vdfln., ohne andre Zeichnung oder Far-
benmischung, als den zwei weissen Querlinien und dem weis-
sen Punkt im Discus. Hitfl. noch lichter weisslichgrau als
combustella, die gewöhnlich stark rot und schwarz bewölkte
Vdfl. und bräunliche Htfl. hat.
609. Salebria (Meroptera) eingillella Z. var. brucella
Stgr. Digne, Amasia.
610. 8. (s. str.) numidella Rag Uecher 60 Stücke von
Biskra und Gafsa 31. III. bis 27. IV. zeigen, dass die Art
von rosa zu licht-gelblichgrau variiert.
var. saturatella nov. var. Vom Cap-Breton VIII.
1902 sandte mir Herr Lafaury eine kleine Serie gezogener
25
Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 137
Stücke als eingillella. Aber das Tier hat mit jener Art nichts
gemein, stimmt dagegen in allen Einzelheiten der Flügel-
zeichnung, der weissen, schwarz eingefassten Querbinden
mit dem rötlichen Schein dazwischen sowie auch an der
Flügelbasis ganz genau mit numidella überein; nur sind die
französischen Stücke etwas kleiner, die Grundfarbe der Val.
ist bläulichgrau (hell-schiefergrau) statt gelblich, und die
rötliche Partie an der Wurzel, längs des äusseren Randes
der ersten Querbinde sowie jenseits des Discus, sind krapp-
rosa, statt licht-ockerfarben wie bei numidella; Hitil. grau
statt weiss. Ein aberr. sehr dunkles numidella @ von Gafsa
stimmt genau zu meiner südfranzösischen var. saturatella.
4 &, 2 9 bilden die Typen in meiner Sammlung.
611. S. palumbella F. Das sicherste Unterscheidungs-
merkmal zwischen allen Formen dieser so veränderlichen
Art und albariella Z. bietet noch der Verlauf der äusseren
@Querbinde die bei palumbella an der Dorsalen einen schar-
fen Zahn nach einwärts sendet. Von Nay rötlich, Granada
licht mit weissen Hifln., Jerusalem, Amasia, Marasch dun-
kel aschgrau. Von Digne, Lambeze und Tenied-el-Had stark
weiss, dann auch eine fahl-gelbgraue, fast zeichnungslose
Aberration in 3 Ex.
612. S. albariella Z. Amasia, Uralsk 26. VI.
613. S. brephiella Stgr. Lenkoran und Konia; unter
meinen 60 Exemplaren von Biskra, Lambeze und Gafsa 11.
IM. bis 14. IV.; 8.—21. VI.; 22.—24. X. erhielt: ich 2052
einer lichten, wie mit Mehl überstreuten Form, die von
weisslichgrau bis gelblich grauweiss variiert. Alle wurden
im Juni erbeutet z. T. e. Il. Ich benenne diese auffallende
neue Form var. farinosella. Auch eine rötliche Form
habe ich von Lamböze und eine andre mit aschgrauen HiflIn.
von Cuenca.
614. S. venustella Rag. Kasikoparan, Erivan.
615. S. intricatella Rag. Erivan, Lenkoran.
616. S. amoenella Z. Cattaro, Kaschgar feurigrot.
Kuschk (B.-H.) violettgrau.
616 bis. S. jueundella Chretien. Biskra 13. V. Cotype
N
617. S. komaroffi Rag. Lenkoran, Mardin; mardinella
B.-H. i. I. scheint mir (wenigstens den gekauften Stücken
nach) dieselbe Art zu sein. R
618. S. noctivaga Stgr. Jerusalem, gross und fast ohne
weissen Atomen auf den Vdfln.
138 A. v. Caradja.
619. S. lepidella Rag. Ich erhielt diese Art aus Mar-
din von M. und B.-H., von letzerem als serratella i. 1.
Serratella Rag. ist ganz verschieden. ;
621. S. fumella Ev. Eine sehr weitverbreitete Art. Ich
habe sie aus Rumänien und Amasia in einer rötlichbraunen
Form, und von Radde und Kasakewitsch mit samtschwarzer
Flügelmitte.
622. S. adelphella F. var. barteli nov. var. hat grosse
Aehnlichkeit mit N. rhenella Zk., ist aber der gelben und
stark entwickelten, büschelförmigen Maxillarpalpen und der
Nervulation nach eine echte Salebria; könnte vielleicht noch
besser als Var. von corticinella Rag. betrachtet werden, von
der sie sich in der Anlage der Zeichnung kaum unterschei-
det. Nur sind alle Körperteile sowie die Flügelflächen weil
lichter-grau ohne jeden rötlichen Schein wie etwa adelphella.
Die dunkle Querbinde in der Flügelmitte schmäler, bei drei
Exemplaren sogar nur als Abgrenzung (Saum) der weissen
Zackenlinie angedeutet; auch verläuft die äussere Zacken-
linie gerader als bei adelphella oder cortieinella. Mein hell-
stes corticinella & von Kasakewitsch ist annähernd so licht-
grau wie mein dunkelstes barteli ©. Mit formosa Hw. hat
sie nichts gemein. 4 &, 2 9 von Uralsk 30. VI. bis 12.
VII. bilden die Typen in meiner Sammlung; vielleicht ist
barteli eine gute Art.
623. S. cortieinella Rag. Diese nach 1 & aufgestellte
Ari erhielt ich von Radde und in Anzahl von Kasakewitsch. _
Sie ist im Ragonot gut abgebildet, doch sind frische Stücke
meist noch dunkler, einige && jedoch aberrativ weit heller
grau. Das 9 ist dem 5 ganz ähnlich, im Durchschnitt
aber etwas grösser. Unter 39 Ex. haben 1 ö, 2 9 die
Basis der Vdfl. rötlich, 2 @ dagegen tief schwarzbraun.
Diese gute Art ist durchschnittlich grösser als formosa
Hw., hat relativ breitere Flügel, die äussere Querlinie we-
niger wellenförmig etc.
624. S. Formosa Hw. Nay in den westlichen Pyrenäen;
Uralsk V., VI, VII. und VIII. typisch und von barteli
ebenso stark verschieden wie einige Stücke von Kasake-
witsch von der dort fliegenden corticinella. Auch von Amasia.
627. S. eirtensis Rag. Biskra, Gafsa 6. IV., 15. V.,
15.—21. VI.; auch von Jerusalem. Pempelia mortuella B.-
H. i. 1. sind typische cirtensis nach den käuflich erworbe-
nen Stücken zu urteilen.
629. S. obductella Z. Ak-Chehir.
. VOREREN OUNCRN URN, De vr a3 FIR
Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 1539
632. S. (Oligochroa) dionysia Z. Biskra 2. IV.; Gafsa
ZU. V1.5-.25.—8L. X.
633. S. sordida Stgr. Beirut, Mardin.
635. S. (Myrlaea) epischniella Stgr. Von Ak-Chehir
lichter braun als die mehr dunkel-aschgrauen Amasiner.
636. S. albistrigata Stgr. Mardin, Ak-Chehir, Konia,
Amasia, Kasikoparan; von Marasch viel rötlicher.
637. S. amasiella nov. sp. Amasia 1 ganz frisches 9
bildet die Type in meiner Sammlung. Die jedenfalls neue
Art gehört wahrscheinlich in die Myrlaea-Gruppe. Palpen
grau, aufrecht, über den Kopf reichend, das dritte Glied
schwarz. Kopf, Thorax mausgrau. Flügelform etwa wie
albistrigata, doch viel kleiner. Ex. 18 mm, Flügellänge
8% mm. Grundfarbe der Vdfl. lichtgrau mit feinen schwar-
zen Atomen überstreut, an dem Vorderrand nicht aufgehellt.
Bei 4 —% Flügellänge eine breite schwarze Querbinde, die
in ihrem äusseren Teil etwas glänzend schimmert, und dort
die wellige, sehr feine weisse Querlinie enthält. Von da an
ist die Flügelfläche wieder grau, wird aber nach aussen zu
allmählich dunkler, weil ein dunkler Schatten vom Apex
schräg zum Innenrand zieht. Die kaum sichtbare äussere
helle Linie verläuft im ganzen parallel zum Aussenrand,
bildet aber in der Mitte einen Bogen nach aussen. Vor den
braungrauen Fransen auf jeder Rippe ein schwarzes Pünkt-
chen. Die kleinen, runden, wenig auffallenden Discoidal-
punkte sitzen in feiner weisser Einfassung, die eine kleine
Spitze nach aussen sendet. Am Aussenrand der dunklen
Mittelbinde steht auf der Dorsalrippe ein lichtgrauer Fleck.
Htfl. bräunlichgrau, nach dem Rand zu dunkler; Leib
bräunlichgrau. Unterseite licht-bräunlichgrau, glänzend. Nur
die Auffindung des & wird die Zugehörigkeit dieser Art
zum Genus Salebria sichern. Hat äussere Aehnlichkeit mit
Nephopteryx melanotaeniella Rag. ®.
641. S. (Laodamia) faecella Z. Uralsk, Soimonowsk,
Radde dunkler grau und weniger rot.
641 bis. S. griseosparsella Rag. Radde und Kasake-
witsch 1 ö, 5 9, darunter zwei ausnehmend kleine 9.
Alle sechs Stücke von den ebenfalls dort fliegenden faecella
sehr verschieden.
642. S. fusca Hw. Soimonowsk; Abiskojokk in Lapp-
marken schon ziemlich stark grau übergossen. Kasakewitsch
ein in der Färbung typisches, aber kleines und schmal-
flügeliges &.
140 A. v. Caradja.
642 bis. S. infausta Rag. Zwei frische Pärchen von
Schamil Hami (Tanere) lassen es mir als sicher erschei-
nen, dass dieses Tier mindestens als namensberechtigte var.
(wahrscheinlich sogar spezifisch) von fusca zu trennen ist.
Es ist grösser, breitflügeliger; der Vorderrand der Vdfl. ist
weit mehr geschwungen, die Htfl. lichter grau, nicht bräun-
lich etc. 2 &, 1 2 sind bräunlichschwarz wie die Rago-
notsche Abbildung, 1 @ glänzend tiefschwarz, ohne sicht-
bare lichtere Querlinien.
644. 8. deformella Moeschl. Derbent grau. Bei Uralsk,
Inderskysee, Kalmykow, 25. V. bis 16. VII., fliegt diese
Art in zwei scharf voneinander getrennten Formen: der
typischen grauen und einer durchaus licht bronzefarbenen
Varietät, die Ragonot nicht gekannt zu haben scheint und
die ich var. aeratella nov. var. benenne 26 569
bilden die Typen in meiner Sammlung. Uebergänge sind
in meiner Suite von 84 deformella nicht vorhanden.
Als sehr auffallende Aberration erhielt ich ein grosses,
glänzend graues @ mit so scharf markierten weissen Quer-
linien auf den Vdfln., wie sie z. B. Ephestia infumatella
hat; ein andres © hat sie annähernd so deutlich.
645. S. semirubella Sc. Uralsk, Soimonowsk, Radde,
Kasakewitsch ete. Von Athen, Insel Poros, Beirut erhielt
ich eine kleine Form mit schwarzhbrauner Vorderfläche und
gelblichbraunem Innenrand der Flügel.
var. sanguinella Hb. Soimonowsk, Grumazesti,
gleichfalls auch in verdunkelten Stücken.
ab. intermediella Krul. Von Bukarest sehr
schön, fast wie v. icterella Rag. aus Nord-China.
648. Centolopha isidis Z. Biskra, 21. V. bis 6. VI.
649. Nephopteryx serraticornella Z. Amara in Ru-
mänien, Konia, Marasch, auch von Uralsk, VIII., sichere
Stücke.
650. N. gregella Ev. Uralsk, VI. bis IX., in grosser
Zahl, ziemlich veränderlich; Diarkent.
651. N. eoneineratella Rag. Alaigebirge drei Pärchen.
Das noch unbeschriebene © ist grösser (bis 34 mm), die
Färbung mehr gelblichgrau, bei 1 © sogar mit licht kup-
fernem, Schein (fast rosagelb).
653. N. gengisella Rag. Von dieser nach 1 & von
Margellan aufgestellten Art erhielt ich vom Alai 44 Stücke.
Das noch unbeschriebene @ ist vom & kaum verschieden,
bisweilen vielleicht etwas dunkler.
Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 141
655. N. eynicella Chr. Radde 1 6.
656. N. hastiferella Rag. Ich glaube, dass succinella
B.-H. i. 1. vom Karagaitan mit dieser Art zusammenfällt,
während granulella B.-H. vom Lob Noor eine lichtere
Wüstenform von gengisella sein könnte.
657. N. insignella Mn. Amasia, Dobrudja.
658. N. geminella Ev. Granada, St. Ildefonso, Uralsk
ZUNL:
659. N. alpigenella Dup. Athen, Insel Poros, Ama-
sia, Konia, Kasikoparan.
662. N. hostilis Stph. Jordantal ganz typisch.
663. N. rhenella Zk. Uralsk, 10. V1l.
var. laetifieca Dup. Digne, Vernet, Alaigebirge.
666. N. cleopatrella Rag. Tenied-el-Had, Biskra, Gafsa,
16. LIE. bis..24. IV. |
667. N. divisella Dup. Amasia, Poros, Port Ven-
dres etc.
668. N. eoenulentella Z. Auch von Beirut und Haifa.
669. N. fallax Stgr. Von den Bergen südlich von
Amasia 1 5, 3 9; Sierra Nevada 1 59. Die Form der
Palpen scheint veränderlich; bei drei Stücken sind sie so
lang und aufgerichtet, wie sie bei Blegia atrifasciella Rag.
sein sollen. Beide Arten sind auch äusserlich nicht unähn-
lich. Zwei meiner fallax sind viel dunkler grau als die
Abbildung, etwa wie jene von atrifasciella, die nach 1 ©
gegründet ist. Die Nervulation meiner 5 Ex. stimmt aber
nicht mit der für Elegia angegebenen.
673. Pristophora discomaeulella Rag. Die Stücke, die
ich von Biskra und Gafsa, 3. V. bis 8. VI., erhielt, 36,
3 Q@, sind durchweg reiner weiss und mit braunen Atomen
weniger überstreut als meine Stücke von Mardin und Magne-
sia. Ich trenne sie von der Stammform als var. deser-
tekla)n., V.
var. pauli nov. var. ist eine andre auffallende Form
derselben Art, die ich von Jerusalem und dem Jordantal
erhielt und lange in der Sammlung als dispergella Rag.
stecken hatte; ich sehe aber jetzt, dass sie nur eine var.
von discomaculella sein kann, weil die äussere Binde auf
der Dorsalen keinen Zahn nach einwärts sendet, sondern
genau wie bei discomaculella verläuft, wie denn auch die
allgemeine Zeichnungsanlage dieselbe ist. Aber die ganze
Flügelfläche ist zwischen den gelben (hier braunen) Bin-
den mit dunkelgrauen Schuppen so dicht bedeckt, dass das
nz & NE ED Ra Den en Ye ie se;
{ PR a “. } Y N e De ER,
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142 A. v. Caradja.
Tier ganz den Eindruck einer verschiedenen Art macht.
Auch die Htfl. sind viel dunkler braungrau, doch die Fran-
sen weiss. 1 & von Mardin, das ich von Herrn Bang-
Haas kürzlich als tenerella i. I. erwarb, stimmt genau mit
meinen palestiner var. pauli überein. 4 6. 2 ® bilden
die Typen in meiner Sammlung.
677. P. nigrigranella Rag. Biskra und Gafsa, 8. IV.
Sa. N. MBSeNT.
681. P. florella Mn. Auch von: St. Ildefonso, Granada
(helle ab.), Bizerta, Gafsa 18. V. bis 10. VI.
682. P. exasperata Stgr. Konia, Ak-Chehir, Marasch,
Diarbekir etc.
683. Polopeustis annulatella Zett. Abiskojokk VI.
685. Pristocera solskyi Chr. Erivan rötlich, Marasch.
686. Pr. deltagrammella Rag. Kasikoparan.
687. Brephia compesitella Tr. var. iconiensis nov.
var. 4 Pärchen von Konia berechtigen zur Aufstellung ei-
ner neuen Lokalform, weil sie viel: hellere lichtgraue Vdfl.
und durchscheinende gelbliche weisse Htfl. haben.
689. Adelosemia erepusculella Ld. Amasia.
690. A. odontella Rag. Uralsk 29. VI. 1 9 das sehr
gut zur Beschreibung und Abbildung des bisher einzig be-
kannten & passt. Von Prof. Rebel bestimmt.
694. Cremnophila sedacovella Ev. (Ld.). Ich möchte
Unheil nicht anstiften, bitte daher die Herren, welche reich-
licheres Material aus dem Altai und Hocharmenien besitzen,
meine Behauptung nachzuprüfen. Sicher ist die von Lede-
rer Z. b. V. 1863 Taf. 7 Fig. 5 abgebildete Art, von der
mir Herr Bang-Haas die Type zu senden die grosse Liebens-
würdigkeit hatte, nicht unsere alpine flaviciliella
HS. VI., p. 148, Fig. 144, die ich vom Glockner, dem Al-
bula und dem lextal besitze. Die Lederersche Abbildung
ist trotz ihrer hoheit sehr getreu und stimmt ganz genau
mit der Type in Coll. Stgr. sowie mit zwei Stücken meiner
Sammlung von Kasakewitsch. Diese gute Art ist etwas
kleiner und schmalflügeliger als unsere alpine Art, hat
weisse (nicht gelblichgraue) Vdfl., welche vor den Fransen
eine vollständige Binde schwarzer Strichelchen tragen. Spe-
zifisch ist die Lederersche Form sowie meine Stücke von
Kasakewitsch sogar weit differenziert von flaviciliella, da
auf den Vdfln. Rippen 5 und 4, sowie 10 und 8 weiter von-
einander abstehen, und die Palpen merklich kürzer sind als
bei unserer alpinen Form. Den Text Eversmanns habe ich
Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 143
nicht zur Hand, aber er konnte mit seiner sedacovella von
Tarbagatai nichts anderes meinen als dasselbe Tier, welches
Lederer aus dem östlichen Altai erhielt und abbildete, was
Lederer ja ausdrücklich bemerkt. Von Hocharmenien besitze
ich kein Vergleichsmaterial, erhielt aber die typische
auranticiliella Rag. von Tiutjuje VIII. von Herrn
W. Mau dort erbeutet, und kann feststellen, dass letztere
eine grössere Form ist mit weissen, am Innenrand etwas
verdunkelten Vdfiln. und mit intensiv orangegelben Fransen.
Danach müssten meiner Ansicht nach die Zitate im Kata-
log folgendermassen geändert werden, indem ich die Angabe
Arm. auslasse:
694. Cremnophila flaviciliella HS. 144. VI.
p. 148; Hein 183. Alp.
Baer, sedaeoverllas Bv.\.Bull.M. 48515, LaNzun:
NeL&b3C Hp}, 89.0. Dar. 7, Dies Ds. Rag.. pro) parte,
Altai, Kasakewitsch.
a) var. auranticiliella Rag. Kenter, Tjutjuje.
698. Dioryetria splendidella HS. Aus sorgfältigen
Zuchtversuchen mit dieser Art und abietella F. scheint her-
vorzugehen (ganz abgesehen von der Verschiedenheit der
Raupen und deren Lebensweise), dass das sicherste Unter-
scheidungsmerkmal zwischen den Faltern beider Arten
in dem Verlauf der äusseren lichten Querlinie besteht. Alle
meine zweifellosen, gezogenen splendidella (Dax, Danzig,
Kubschütz, Grumazesti) haben diese Linie, ähnlich wie bei
mendacella Stgr., d. i. unterhalb des Medianastes nur ein-
mal und zwar an der Dorsalen stumpf gezackt oder nur
sanft gebogen, abietella dagegen stets mehrfach und scharl
gezackt.
700. D. abietella F. Eine grosse Suite aus Zapien von
Pinus maritima und Trieben von Abies-Arten gezogener
abietella (Dax, Danzig, Rumänien etc.) sind ebenso gross
und bunt wie typische splendidella und haben auch den
bräunlichen Dorsalfleck; nur ist eben als einziger konstan-
ter Unterschied die äussere Querlinie stark gezackt. Mich
auf dieses Merkmal stützend, erkenne ich in den grossen,
bunten wenn auch sehr verdunkelten Stücken von Kasake-
witsch echte abietella, trotz des gelben Dorsalfleckes, den sie
aufweisen. Diese bunten abietella, die ganz der splenli-
della ähnlich sind (abgesehen von der gezackten Querlinie),
könnten fortan als var. intermediella gelten; denn
sie sind von der typischen grauen abietella ausserordentlich
144 A. v. Caradja.
differenziert. 16 59 bilden die Typen. Aus den Endtrie-
ben von Pinus maritima erzog Herr Lafaury in Dax merk-
würdigerweise eine kleine, düstergraue Form, die mit der
Beschreibung von var. mutatella Fuchs sehr gut
stimmt. Identische Stücke habe ich von Soijmonowsk und
von hier.
701. D. sehützeella Fuchs. Auch von Johannesbad und
vom Kloster Neamtz in Rumänien.
702. D. mendacella Stgr. Sierra Nevada.
704. Amphithrix sublineatella Stgr. Vernet, Murcia,
Ajaccio.
705. Phyeita metzneri Z. Sierra Nevada, Ak-Chehir.
706. Ph. meliella Mn. Smyrna, Biskra K. ete.
711. Ph. pedisignella Rag. Amasia 18. VII., Beirut.
“12. Ph. strigata Stgr. Amasia, Mardin.
713. Ph. diaphana Stgr. Biskra 21. V.
714. Ph. gilvibasella Rag. Biskra 1 &K. etwas dunk-
ler als die Abbildung des @ in Rag. Mon.
715. Arsissa ramosella HS. Konia, Marasch.
717. Pterothrix orientella Rag. ganz typische, blasse
kleine 56 von Amasia.
718. P. impurella Dup. sehr veränderlich von Nizza,
Murcia, Alfacar, Sarepta.
20. P. eontectella Z. ebenfalls äusserst variabel von
Ak-Chehir, Konia, Amasia, Erivan, Kaukasus, Uralsk, Sa-
repta etc.
722. P. eaucasiella Rag. auch von Erivan und selbst
von Amasia ganz typisch unter den anderen Formen. Je
mehr Material mir von diesen Pterothrix-„Arten“ zukommt,
um so mehr bin ich geneigt, dieselben nur als Formen ein
und derselben Ar. zu betrachten. Annähernd konstant scheint
nur rufella Dup. in Ungarn und Dalmatien, ferner tauri-
cella Wck. bei Marasch und Zeitun zu sein. Die übrigen
sind schon an ein und derselben Lokalität so veränderlich,
dass man an ihr 2—3 (als verschiedene Arten angenommene)
Formen sammeln kann und natürlich auch zugleich alle
möglichen Uebergänge mitbekommt. Von Amasia und Uralsk
habe ich je ein & von (wahrscheinlich) contectella, die
beille so wie corsicella Rag. aussehen; von Alfacar ein im-
purella 5, das, aus der Suite herausgenommen und einzeln
betrachtet, man für orientella halten würde usw.
23 bis. P. melanopterella Rbl. 1 ganz frisches &
Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 145
vom Alaigebirge ist die Type in meiner Sammlung. Eine
zweite Type im Wiener Hoimuseum.
724. Acrobasis elusinella Z. Nizza, Murcia.
725. A. obliqua Z. Einzelne Stücke von Granada sind
annähernd so dunkelbraun wie var. mauretanica
Stgr. i. 1. aus Algier.
726. A. obtusella Hb. Von Konia ein auffallend hell-
sraues öÖ. Ob Lokalvarietät?
729. A. porphyrella Dup. Je ein älteres, blasses Stück
von Spalato und Sarepta, noch von Kindermann stammend,
in der von mir erworbenen Richterschen Sammlung.
734. A. bithynella Z. Laambeze.
736. A. eentuneulella Mn. Murcia, Granada. Von Bei-
rut in einer viel dunkleren Var. mit breitem grauem Vor-
derrand.
738. A. atrisquamella Rag. Mardin, Beirut, Amasia.
739. A. glaucella Stgr. Meine Stücke von Granada
sind meist scharf gezeichnet, die von Lambeze viel trüber
gefärbt als meine Franzosen.
Von Konia, Ak-Chehir und Smyrna (1 &) erhielt ich
in Mehrzahl grosse, lichtaschgraue Stücke, die alle so aul-
iallend von glaucella abweichen, dass es wohl berechtigt
ist. sie als var. anatolica nov. var. davon.zu-tren,
nen. 19 Ex. 59 bilden die Typen in meiner Sammlung.
743. Rhodophaea eruentella Dup. Auch von Cuenca
sehr schön. Var. alba B.-H. i. I. sind die Q9 dazu!
744. R. rosella Sc. Bozen, Rumänien, Uralsk etc.
745. R. incensella Stgr. Lambeze, Gafsa, Philippe-
ville, Oran, 18. V.
746. R. monogrammos Z. Konia, Ak-Chehir, Kasiko-
paran, Ostiordanland etc.
147. R. erastriella Rag. Kasikoparan.
751. R. xanthogramma Stgr. Biskra, 10. VI., Gafsa,
1. X., je ein frisches, auffallend lichtes & (var.).
752. R. injunetella Chr. Kasakewitsch 2 &, 1 2.
753 bis. R. tokiella Rag. (?) Von Radde erhielt ich
ein ganz frisches &, das sehr gut zu der Beschreibung
von tokiella passt; nur ist die hellere Fläche am Discus
vielleicht dunkler. Curvella Rag. ist es jedenfalls nicht.
754. R. marmorea Hw. var. lugens Stgr. Jerusalem
Jordantal.
755. R. legatella Hb. Uralsk, VII., Amasia, Konia.
146 A. v: Caradja.
758. Glyptoteles leucacrinella Z. Radde, Kasake-
witsch. y
761. Myelois immaculatella Rag. Schamyl-Hami (Tan-
cre), Syr Darja (B.-H.), d. h. wenn elegantella B.-H. i.|.,
wie ich glaube, damit zusammenfällt.
763. M. nivosella Rag. Granada und Armenien ganz
typisch, d. i. mit lichten HitfIn. und gelben Palpen; aber
ich habe von Granada auch 1 & mit dunklen Palpen und
lichten Htfln., so dass die Farbe der Palpen kein sicheres
Unterscheidungsmerkmal zwischen nivosella und der näch-
sten Art zu bilden scheint.
764. M. fuscicostella Mn. Von Amasia 1 © mit dun-
kelgrauen HiflIn.
765. M. eircumdatella Ld. Jerusalem, Diarbekir.
767. M. cribratella Z. Genau mit der Beschreibung
Zellers übereinstimmende Stücke (8) besitze ich aus Rumä-
nien, Uralsk, Fluss Emba, B.-H., und 1 Stück von Cor-
sica.. Diese Form ist differenziert durch kürzere Palpen,
kürzere und auch breitere Flügel, einen schwarzen Fleck
am Apex, weissere Hifl. ete. (— multipunctella B.-H. i. 1.).
768. M. multiforella Rag. Bei Ak-Chehir und Konia
fliegen zwei Formen. Die eine ist ausnahmslos sehr gross
(39 mm), eremefarben, Vdfl. mit grossen Punkten und dem
Suplementarpunkt am Apex, und entspricht der Beschrei-
bung, die Ragonot für diese Art gibt; sie ist von cribrella
Hb. sicher spezifisch verschieden. Dagegen gibt Ragonot
auf Taf. 5, Fig. 7 eine getreue Abbildung (ein kleines 5)
der andern Form, die ich meine; sie variiert in der Grösse
von 20—33 mm, hat weisse Vdfl. mit ganz kleinen Punk-
ten und dürfte, wenn auch im Habitus etwas abweichend,
doch nur eine Lokalrasse der immerh.n veränderlichen
cribrella Hb. sein. Ab. gilvescentella Fuchs ist eine gelb-
lich gefärbte cribrella aus Sizilien und hat mit eingangs
besprochener multiforella aus Anatolien nichts zu tun.
71. M. pluripunctella Rag. Amasia, Beirut.
772 bis. M. formosella Rbl. Inderskysche Salzsee,
19. VI. Die einzige Type (5) in meiner Sammlung (nicht
4 &, wie in Iris 1910, p. 5, irrtümlich steht).
774 bis. M. tetragramma Rbl. Uralsk, Inderskysee,
3. bis 24., VI., 2. bis.9..VIT.05. DE, 9,8, AO blgen
die Typen in meiner Sammlung.
775. M. osseella Rag. Beirut typisch; Biskra, 30. V.,
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden, Jahrgang I9I0,
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Beitrag zur Kenntnis üb. d. geograph. Verbreitung d. Pyraliden. 147
8. VI., grösser und reiner weiss (var. zibanella Chre-
ten. 1. »1.).
779. M. millierella Rag. Ausser von Digne auch von
Cuenca, VI., in einer Serie sehr dunkler, grosser Stücke
59. Ist von eirrigerella Zk. oder incompta Z. spezifisch
zu trennen.
781. M. cinerea Stgr. Beirut, Smyrna.
786. M. eonstanti Rag. Nizza, Villefranche, Digne.
787. M. ceratoniae Z. ab. zellerella Sorhagen. Eine
bräunlichgraue Form von Marseille. Eine andere viel hel-
lere gelbe Varietät mit dünn beschuppten, durchscheinenden
Flügeln und ockergelbem Thorax und Leib von Biskra
8. IV. bis 4. V. ist eine extreme Form von ab. zellerella.
Die Stammform ebenfalls von Biskra, Gafsa etc.
801. Lepidogma tamaricalis Mn. Vom Jordantal mit
bräunlichen Htfln. und etwas grösser als meine zahlreichen
Exemplare von Biskra 7. IV. bis 7. VI.
801 bis. L. jordanalis Rbl. Die Typen von Jerusalem
und dem Jordantal in meiner Sammlung 59.
803. Macalla lophotalis Hmps. Jerusalem und Magnesia.
804. M. hyponalis Hmps. Kasakewitsch.
804 bis. M. inimiea Btl. Kasakewitsch 1 prächtiges 9.
808. Endotricha flammealis Schiff. Von Erivan mit
weisser Binde auf den Hitfln.; von Sierra Nevada eine oliven-
graue Form; Kasakewitsch carminrot mit gelber Binde;
Kiautschau ganz carminrot etc.
810. E. costaemaeulalis Chr. Kasakewitsch.
811. E. icelusalis Wlk. Sutschau (B.-H.); Kasake-
witsch.
816. Trichophysetis eretacea Btl. Radde, Kasakewitsch
recht variabel in der Schärfe der dunklen Zeichnung; 1 ©
ist ganz weiss und winzig klein.
816 bis. Catachena histriealis Wlk. Von Tiutiuje (Us-
suri) 1 geflogenes & erhalten (Tancre), das nur etwas
kleiner ist als meine Stücke von Darjeeling, Kiautschau,
Sumatra und Neupommern. Das Genus Catachena gehört
meines Erachtens zu den Pyraustiden etwa bei Urocidophora
(Stenophyes).
Zweiter Beitrag
zur Kenntnis der Syntomidae
Paraguay’s.
Von
C. Schrottky.
Durch fortgesetzte Ueberwachung der Blüten unserer
einheimischen Compositae ist es mir gelungen, ausser
den in der ersten Liste (Iris XXII., p. 122—132, 135) für
Paraguay bekaunt gegebenen 32 Syntomidae noch folgende 23
Arten hier aufzufinden. Sicherlich können, wenn erst an
mehreren Orten Paraguays intensiv gesammelt wird, noch
viele weitere gefunden werden.
33. Pseudosphex sericea n. sp. Nach Hampson,
Catalogue of the Lepidoptera Phalaenae Vol. I, p. 155 in
Sect I., hinter Ps. strigosa Druce einzureihen. & Kör-
per schwarz, mit Ausnahme der ersten beiden Abdominal-
segmente, welche hellbraun sind. Palpen schwarz mit brau-
ner Innenseite und ebenso gefärbtem Endgliede. Hinterkopf
mit einzelnen metallisch blauen Schuppen. Antennen an der
äussersten Basis weisslich, oben in der Mitte ziemlich dicht
metallisch blau beschuppt, End-Drittel braun. Patagia und
Tegulae mit sparsamen dunkelblauen Schuppen, Beine hell-
braun, Schenkel dunkler, Coxae vorn weiss beschuppt.
Erstes Abdominalsegment in der Draufsicht fast rechteckig,
hellbraun mit samtschwarzem Basalfleck; zweites Segment
ganz hellbraun. Ventralvalven des zweiten und dritten
Segments weiss gerandet. Flügel rostbraun bestäubt, nach
aussen hin, unterhalb des vorderen Medianastes, glashell.
Körperlänge 12 mm, Flügellänge 12% mm, Flügelspannung
26 mm.
Paraguay, Puerto Bertoni.
34. Sphecosoma meridionale n. sp. Nach Hamp-
son loc. eit. p. 158 in Sect. II. A. hinter Sph. arcta-
tum WIk. einzureihen. & Kopf schwarz, vor den Anten-
nen und auf dem Hinterkopfe gelbe Querbinden, Palpen
di .
2 f
Zweiter Beitrag zur Kenntnis der Syntomidae Paraguay’s. 149 »
gelb, die gesamte Unterseite des Körpers leuchtend gelb.
Antennen hellbraun, in der Mitte dunkler und dort veilchen-
blau beschuppt. Mesonotum schwarz, jederseits ein gelber
Längsstreif und hinten eine gelbe Querbinde. Tegulae und
Patagia grösstenteils gelb. Beine gelb mit bräunlichem
Tone. Abdomen: die Tuberkel des ersten Segments gelb,
dieses selbst dunkelgelb mit schwarzer Mittellinie; 2. Seg-
ment hellbraun mit gelben Seitenrändern; 3. Segment braun;
die nächsten vier schwarz mit gelber Apikalbinde; das letzte
schwarz. Die Flügel sind glashell, lebhaft irisierend, die
Adern sind hellbraun, der Aussenrand schwarz, der Innen-
rand hellbraun bestäuht; der Vorderrand ist schwarz. Kör-
perlänge 10 mm, Flügellänge 10% mm, Flügelspannung
22 mm.
Paraguay, Puerto Bertoni, Juli 1909 an Blüten von
Ageratum conyzoides L. (Compositae) 2 &6-
35. Spheeosoma vieinum n. sp. Eine durch dunkle
Färbung ausgezeichnete Art, die gleichfalls in Hampsons
‚ Sect. II. A. gehört. & Körper tief dunkelbraun, mit ver-
einzelten dunkelblauen Schuppen; die Palpen vorn weisslich
behaart, einige weissliche Härchen zwischen den Antennen;
diese wie der Körper gefärbt mit helleren braunen Spitzen
und oben in der Mitte dunkelblau beschuppt. Die Coxen
der Vorderbeine gelblich beschuppt, die Beine braun mit
dunkleren Stellen. Die Abdominalsegmente 4—6 haben hell-
braun behaarte Apikalränder; auch die Bauchseite ist heller
braun. Die Flügel sind gelblich hyalin, mit hellbraun be-
stäubten Adern; Vorderrand und Aussenrand sind schwarz-
braun, Innenrand gelbbraun gesäumt. Körperlänge 10 mm.
Flügellänge 11 mm, Flügelspannung 24 mm.
Bei vielen Exemplaren sind die Fühler gleichmässig
hellbraun und ohne die dunkelblaue Beschuppung; indessen
kommen alle Uebergänge vor. Die Art flog im Juli ziem-
lich häufig an den Blüten von Ageratum conyzoi-
des L.
Paraguay, Puerto Bertoni.
36. Isanthrene melas Cr., eine der zahlreichen Arten
des Amazonasgebietes, die bis in diese südlichen Regionen
vordringen. e
Paraguay, Puerto Bertoni.
37. Gymnelia xanthogastra Perty, bisher aus Rio de
Janeiro bekannt gewesen.
Paraguay, Puerto Bertoni. Herr P. Joergensen
150 ] C. Schrottky.
fand die Art auch in Argentinien, Misiones, Bompland, im
April.
38. Mesothen desperata WIk., war bisher nur vom
Amazonas und dem Staate Sao Paulo in Brasilien, sowie
von Panama bekannt.
Paraguay, Puerto Bertoni.
39. Leucotmemis pleuraemata paranensis n. subsp.
6. Unterscheidet sich von Leuc. pleuraemataty-
pica Hamps. (aus Santa Catharina) durch an der Basis
rote (statt weisse) Palpen, auch sind die Coxen und die
Bauchseite rein weiss (statt gelblichweiss), die Masse
erheblich kleiner: Körperlänge 7% mm, Flügellänge 9 mm,
Flügelspannung 20 mm.
Paraguay, Puerto Bertoni und Tacuru-pucu, in Blüten
"von Ageratum conyzoides L. und Vernonia
sp. (Compositae); Argentinien, Misiones, Bompland, durch
P. Joergensen erhalten.
40. Cosmosoma ignidorsia Hamps., eine von Minas
Geraes in Brasilien beschriebene Art.
Paraguay, Tacurü-pucüu, im April an Blüten von Ver-
nonia sp.
41. Cosmosoma contraetum Wik., war bisher nur in
1 Exemplar aus S. Paulo, Brasilien, bekannt.
Paraguay, Puerto Bertoni.
42. Cosmosoma centrale Wik., bisher bekanntes Ver-
breitungsgebiet: Rio de Janeiro und S. Paulo.
Paraguay, Puerto Bertoni und Tacurü-pucu, an Blüten
von Vernonia sp.
43. Saurita bipuneta Hamps.. war bereits aus Argen-
tinien und Südbrasilien bekannt.
Paraguay, Puerto Bertoni.
44. Eurota hermione paraguayensis n. subsp. Von
Eur. hermione typica Burm. war das @ noch nicht
beschrieben; es ist sehr ähnlich dem &, aber grösser (35
Millimeter Flügelspanrnung), und es fehlen ihm auf den Ven-
tralsegmenten die gelben Flecke. Von paraguayen-
sis liegt mir leider nur 1 @ vor, das so verschieden ist,
dass man leicht an eine andere Art denken könnte, wenn
nicht die Flügelzeichnung vollständig übereinstimmte.
Das Tier ist zunächst bedeutend kleiner, von nur 9 mm
Körperlänge und kaum 27 mm Flügelspannung, ferner sind
die gelben Querbinden des 5. und 6. Abdominalsegments
nur an den Seiten schwach angedeutet, während sie bei
Zweiter Beitrag zur Kenntnis der Syntomidae Paraguay’s. 151
der typischen Unterart breit über die Abdominaltergite hin-
ziehen; auch sonst erscheint die gelbe und rote Färbung
im Umfange reduziert, aber dafür intensiver.
Paraguay, Tacurü-pucü, im April an Blüten von Ver-
nonia sp.
45. Macroeneme indistineta hampsoni n. subsp. Es
ist dies die von Hampson als Ab. 1. von Rio Grande
do Sul erwähnte Form ohne alle weissen Fransen an den
Flügeln; die grüne Bestäubung der Vorderflügel reicht
allenthalben über das Zellende hinaus. Ich führe sie, nur
auf Hampsons Autorität hin, hier als Unterart von M. in-
distinecta Butl. an, würde sie sonst als eigene und ver-
schiedene Art betrachten.
46. Paraethria triseriata H. S., ist versehentlich in
dem früheren „Beitrag“ ausgelassen; die Art fliegt massen-
haft an Vernonia sp. und anderen Compositae; auch
Herr P. Joergensen fand sie häufig in Bompland (Argen-
tinien).
Paraguay, Puerto Bertoni und Taecurü-pucü.
Aethriopsis gen. nov.
Typus: AMethriopsiscbarbata.n. sp:
Saugrüssel vollkommen entwickelt; Palpen ziemlich
lang, aufrecht, das Endglied scharl abgesetzt, kurz, kaum
ein Fünftel des 2. Gliedes. Beschuppung bezw. Behaarung
der Palpen äusserst spärlich. Antennen doppelt kammstrah-
lig, Kammstrahlen in der Mitte am längsten. Tibialsporen
kräftig. Vorderflügel mit von der sonst sehr nahestehenden
Paraethria ganz abweichendem Geäder, das aber doch
wieder in der Anlage auf nahe Verwandtschaft mit dieser
hinweist. Die Costalis verläuft äusserst nahe der Subcosta-
lis, diese entsendet den ersten Ast vor dem Zellende, wäh-
rend der zweite sich weit hinter dem Zellende abgabelt; es
folgt der fünfte schon ziemlich nahe der Flügelspitze, gleich
dahinter die Gabelung der Aeste 3 und 4. Die obere Ra-
dialis entspringt etwas unterhalb der oberen Zellecke, die
untere weit oberhalb der unteren Zellecke; die 3 Median-
äste sind voneinander weit entfernt und fallen nirgends zu-
sammen. Dagegen gleicht das Geäder des Hinterflügels dem
von Paraethria ganz und gar.
47. Aethriopsis barbata n. sp. & Körper schwarz;
Clypeus und hintere Augenränder weiss; Palpen und An-
tennen durchaus schwarz. Tegulae mit weissem Fleck, Pa-
tagia mit weissem Längsstrich, Unterseite des Prothorax
152 ©. Schrottky.
mit langer rosaroter Behaarung. Pleuren mit grossen weis-
sen Flecken. Coxen der Vorder- und Hinterbeine, sowie
Schenkelspitzen der Hinterbeine weiss. Abdomen mit late-
ralen weissen Punktreihen, Mitte der Ventralsegmente, aus-
genommen die beiden letzten, weiss. Vorderflügel hyalin
mit schwarzen Adern; ein schwarzer Querbalken über das
Zellende; ‘von diesem ab der Vorderrand, Aussen- und Hin-
terrand breit schwarz gesäumt. Die Hinterflügel haben ei-
nen breiten gelblichen Streifen längs des Vorderrandes, dar-
unter einen schwarzen Längsstreifen, auch ist die Flügel-
spitze schwarz; der Rest ist opalweiss. Körperlänge 9% mm,
Flügellänge 13 mm, Flügelspannung 28 mm.
Paraguay, Puerto Bertoni.
48. Argyroeides vespina Schaus; hierher glaube ich
auch als Synonym Arg. Iydia Druce ziehen zu müs-
sen.. Die Beschreibungen sind viel zu unvollständig, als
dass darüber ohne Einsichtnahme der Typen entschieden
werden könnte*). Meine Q-Exemplare haben auch auf den
Hinterflügeln einen verdunkelten Fleck am Zellende.
Paraguay, Puerto Bertoni an Blüten von Senecio.
49. Diptilon doeri Schaus, bisher aus Santa Catha-
rina bekannt.
Paraguay, Puerto Bertoni an Baccharis.
50. Diptilon bivittata WIk., beschrieben von „Bra-
silien“. ,
Paraguay, Puerto Bertoni an Bacceharis.
51. Antichloris eriphia Fabr.. bisher bekanntes Ver-
*) Agroeides vespina Schaus, 1901 Journ. N. York Ent. Soe. XI.
p- 42 „Palpi yellow. Frons black, edged with yellow. Vertex black
with a transverse yellow line, collar black edged with yellow. Thorax
black, yellow lines posteriorly; the patagia edged with yellow. Legs
pale brown; fore coxae yellow. Abdomen black, spotted with yellow
at base: four terminal transverse yellow lines. Wings yellowish hya-
line; the veins pale brown; fringe black. Costa of primaries with a
darker yellow hyaline streak. Expanse 24 mm. Hab. Castro Parana.
Belongs to section with vein 6 below angle of cell on secondaries.“
Agroeides Iydia Druce, 1903 Ann. Mag. Nat. Hist. XI. p. 197.
„Male. Head, thorax and abdomen black above, pale yellow on the
underside; the collar, tegulae and base of thorax yellow; abdomen
banded with yellow; antennae black; legs yellow. Wings yellowish
hyaline, the costal margin of primaries edged with black, veins
yellowish brown. — Female very similiar to the male, but with the
primaries clouded with yellowish brown; the tip of the antennae
yellow. Expanse & 1 inch, © 1!/, inch. Hab. South Brazil, Rio
Grande do Sul (Mus. Druce).
Koy-
ri
Zweiter Beitrag zur Kenntnis der Syntomidae Paraguay’s. 153
breitungsgebiet: von Rio de Janeiro nordwärts über den
ganzen südamerikanischen Kontinent.
Paraguay, Puerto Bertoni und Tacurü-pucü. massen-
haft in den Blüten von Vernonia; auch Stücke ohne
rotes Halsband sind häufig.
52. Cyanopepla julia Druce, bisher aus S. Paulo in
Brasilien und Peru bekannt.
Paraguay, Puerto Bertoni an Vernonia.
53. Aclytia heber Cram., durch ganz Süd- und Mittel-
amerika verbreitet.
Paraguay, Puerto Bertoni.
54. Aclytia terra Schaus, aus S. Paulo beschrieben.
Paraguay, Puerto ‘Bertoni.
55. Eucereon punetatum Gu£r., bisher bekanntes Ver-
breitungsgebiet: Amazonas, Ecuador, Surinam bis Zentral-
Amerika.
Paraguay, Puerto Bertoni.
0, Ne029r, Pihu.lioreos rubriceps WIk.iehrzu
bemerken, dass hier die typische Form überhaupt nicht
vorzukommen scheint, dagegen sehr häufig die von Bois-
duval opaca genannte Form. Letztere ist demnach doch
wohl besser spezifisch zu trennen.
H KO,
"
ww
2
4
Die Gr ee 3 ie Erde s
Ein Handbuch und Bestimmungswerk für Samnler, Lepidopterolagen, 38
- Schulen und Museen 2
herausgegeben vn Dr. phil. ADALBERT SEITZ a
Bearbeitet wird dieses bedeutende Werk von ersten Autoritäten, unter E E
denen wir nennen wollen die Herren: -
Prof. AURIVILLIUS, Stockholm; H. FRUHSTORFER, Genf; R. HAENSCH,
Berlin; Dr. K. JORDAN, Tring; MABILLE, Paris; WEYMER,; Elberfeld
W. v. ROTHSCHILD, London; J. RÖBER, Dresden, WARREN, London. >
Mit diesem grossartigsten Sehmetterlingswerke ist ein lang-
gehegter "Wunsch "aller Schmetterlingssammler erfüllt!
Es bedarf jetzt keiner langwierigen und mühsamen Bestimmung
mehr, einfaches Aufschlagen der betreffenden Tafel und mit r
einem Bliek ist jeder Schmetterling genau bestimmt. ER 2
Das Werk kann sowohl vollständig, wie jede der zwei Be
Hauptabteilungen getrennt und einzeln bezegen werden.
Die einzelnen Lieferungen erscheinen in raschester Folge. =
I. Haupt-Abteilung: Die palaearetischen Grossschmetterlinge
Ca. 100 Lieferungen ä Mk. 1.—.. Vollständig bis Ende 1910.
In diesem 1. Teil werden auf ca. 225 Farbentafeln gegen 10000 Formen
unter ausgiebigster Darstellung von 5 und 9, sowie der Unterseiten
(bes. bei Nymphaliden, Lycaeniden, Satyriden) in vollendeter Naturtreue
abgebildet. RM
NB. Nicht nur sämtliche grossen, sondern beinahe alle in Staudinger- >:
Rebels Katalog aufgeführten Gr ossschmetterlinge von ganz Europa sowie BER
aller angrenzenden Gebiete der palacaretischen Fauna kommen hier zur
Darstellung und ausserdem noch eine sehr grosse Anzahl in dem Katalog
noch nicht berücksichtigter palaearetischer Formen.
Zum erstenmale werden hier mit wenigen Ausnahmen sämtliche Tagfalter,
Schwärmer, Spinner, Eulen und Spanner der ganzen palaearctischen R
Fauna in unübertrefflieher Naturtreue dem Interessenten vorgeführt.
II. Haupt-Abteilung: Die exotischen Schmetterlinge 2
Ca. 300 Lieferungen a Mk. 1.50. Vollständig bis 1912, ; =
In dieser Il. Haupt-Abteilung werden auf ca. 650 Farbentafeln etwa
20000 Formen dargestellt. Hiervon können auch die Hauptgruppen
Rbopaloceren, Sphingiden und Bombyeiden, Noetuiden, Geometriden
einzeln für sich subskribiert werden. ETE R.
NB. Um den beispiellos billigen Preis zu ermöglichen und das Werk
nicht zu umfangreich zu gestalten, mussten zur Raumersparnis in beiden
Teilen die grösseren Sehmetterlinge halbiert dargestellt werden. Dagesen
werden sämtliche kleineren Schmetterlinge, also kleinere Tagfalter
(Lycaenen, Hesperiden), Zygaenen, Sesien, kleinere Schwärmer, Spinner,
Eulen, Spanner in ganzer Figur wie in den anderen Werken abgebildet.
Bestellungen nimmt ‚de Buchhandlung an! Lieferung I liegt in jeder
Buchhandlung zur Ansicht auf!
Das Werk erscheint in Aieche ‚englischer und Trannd- ee
| sischer Sprache!
| Deutsche
|| Entomologische Zeitschrift
Eris
herausgegeben
y vom
Entomologischen Verein Iris zu Dresden.
Jahrgang 1910. Achtes und neuntes Heft.
Mit Nr. 7 des Korrespondenzblattes
und 9 Tafeln, davon eine in Dreifarbendruck.
Inhalt. Standfuss: Chaerocampa (Pergesa) elpenor L. ab.
daubi Niep. und einige Mitteilungen über Wesen und
Bedeutung der Mutationen illustriert an Aglia tau L. —
Ribbe: Neue Papilioformen a. dem Bismarck-Archipel.
15. Juli. 1910.
Redakteur: €. Ribbe.
Preis für Niehtmitglieder des Vereins: 9 Mark.
Berlin.
r+ R. Friedländer & Sohn.
+1 : Carl-Strasse 11.
Druck von 0,J. W, Schlenkrich, Radebeul,
Entomologische Lagerkataloge
R. Friedländer & Sohn, Berlin N.W. 6
———- vi Karlstraße 11: ===
Soeben erschien:
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DUNESTRRIHNRT NERENNURR IE MU AN 1, 1 7
Chaerocampa (Pergesa) elpenor L.
ab. daubi Niep.
und einige Mitteilungen über Wesen
und Bedeutung der Mutationen
illustriert an Aglia tau L.
Von
Prof. Dr. M. Standfuss.
Die eigenartige Ohaerocampa-Form, welche hier (Taf. V) zum
erstenmal abgebildet wird, wurde von dem tüchtigen, schle-
sischen Lepidopterologen W. Niepelt in der Internat. ent.
Zeitschr. von Guben 1908 Nr. 32, p. 209 eingehend beschrie-
ben. Benannt ist sie zu Ehren meines liebwerten Freundes,
des Architekten Martin Daub in Karlsruhe, der nun schon
mehr als fünf Jahrzehnte hindurch die verschiedensten Rich-
tungen entomologischer Forschung in hochherziger Weise mit
freigebiger Hand fördert. Die beiden Originale der Niepelt-
schen Beschreibung, 1 & und 1 9, von Daub für seine
grossartige Sammlung erworben, wurden von Emil Schmidt
in Fürth aus Raupen erzogen, welche im August 1907 am
Donau-Main-Kanal, 1% Stunde von der Stadt entfernt, an
Epilobium-Arten gesammelt worden waren. Die Raupen, etwa
100 Stück insgesamt, wurden dann in der Gefangenschaft
bis zur Verpuppung mit Laub von wilden Reben gefüttert.
An keiner der Raupen und keiner der daraus hervorgegan-
genen Puppen konnten irgendwelche, von dem Normaltypus
dieser Entwickelungs-Stadien abweichende Eigenschaften wahr-
genommen werden. Die erhaltenen zirka 30 gesunden Pup-
pen verblieben den Winter hindurch in einem Zimmer von
gewöhnlicher Temperatur (+ 12 Grad bis + 16 Grad C.).
Des Nachts wurde stets das Zimmerfenster, in dessen Nähe
der Kasten mit den Chaer. elpenor-Puppen stand, geöffnet.
Kr
156 Prof. Dr. M. Standfuss.
Infolgedessen ging die Temperatur dann jedesmal wesentlich
zurück, einige Male bis unter den Nullpunkt, so dass auf
dem Tisch stehendes Wasser eine Eiskruste erhielt. In dem
Puppenkasten selbst aber kam es nicht bis zur Eisbildung.
Vom Februar ab begannen dann Falter auszuschlüpfen. Am
26. Februar 1908 stellte sich unter einer ganzen Anzahl nor-
maler Tiere das weibliche Exemplar der ab. daubi Niep. ein,
drei Wochen später dann das männliche Stück. Alle übri-
gen erhaltenen Falter, etwa 25 Individuen, waren durchaus
normal. Ebenso ergaben alle früheren Zuchten, die Emil
Schmidt mit Raupen von Chaer. elpenor aus der Gegend
von Fürth in gleicher Weise vornahm, ausschliesslich nor-
male Imagines.
Die Entwickelungsbedingungen, denen die uns inter-
essierende Zucht und mit ihr die beiden aberrativen Indivi-
duen unterworfen waren, entsprachen mithin den Verhält-
nissen in der freien Natur allerdings nicht vollkommen.
Allein der Berichtende und mit ihm wohl eine grosse An-
zahl weiterer Züchter haben, zumal in jungen Jahren, Chaer.
elpenor in ganz gleicher Weise ohne eine regelrechte Ueber-
winterung der Puppe gewiss oft genug erzogen, mit dem
konstanten Resultat der Entwickelung vollkommen normaler
Falter-Individuen.
Kein Wunder, denn Chaer. elpenor zeitigt schon im
südlicheren Europa fast regelmässig zwei Generationen im
Jahre, die von Saison-Dimorphismus der Falter nichts auf-
weisen, wie ich bei Gelegenheit meines Aufenthaltes in
Monterotondo bei Rom im Jahre 1882 an reichem Zucht-
material selbst zu beobachten Gelegenheit hatte.
Auch der Rückgang der Temperatur in den Nächten
kann auf Grund der Resultate meiner methodisch durchge-
führten Temperatur - Experimente*) nicht wohl die Heraus-
gestaltung dieser von dem Normaltypus so weit abstehen-
den beiden Individuen veranlasst haben. Indes habe ich
gerade Chaer. elpenor speziell nicht untersucht. Es wären
daher kontrollierende Experimente, vorgenommen möglichst
im Sinne der ungewöhnlichen Temperatur-Einwirkungen, von
denen diese Chaer. elpenor-Puppen getroffen wurden, wün-
schenswert. Die verwandten Metopsilus porcellus L. und
Deil. euphorbiae L. haben mir auf ähnliche Teemperatur-Ein-
flüsse abweichende Falter nicht geliefert.
*) cfr. Standfuss; Experim. Zoolog. Studien m. Lepidopteren;
Denkschriften der schweiz. naturf. Gesellschaft 1898 p. 13 u. f.
Chaerocampa (Pergesa) elpenör L. ab. daubi Niep. etc. 157
Danach ist eine spontane Provenienz für diese beiden
ab. daubi in hohem Grade wahrscheinlich, um so mehr, da
alle übrigen unter den gleichen Bedingungen erzogenen
etwa 25 Exemplare vollkommen normal waren. Indes ist
damit, wohl verstanden, nicht gemeint, dass gerade diese
beiden Individuen primär spontan entstanden sein müssten,
nur ihre Abkunft von dergleichen Individuen ist recht
wahrscheinlich. Die spontane Provenienz vorausgesetzt,
dürfte es sich in den beiden Faltern am wahrscheinlichsten
um eine Mutation handeln.
Die Mutationen sind durch die Arbeiten der Botaniker:
De Vries, Correns, Tschermak, Noll und der Zoologen:
Bateson, Lang, Davenport, Häcker, nebst vieler anderer, so-
wie die wieder aufgefundenen Mendelschen Arbeiten in den
Vordergrund des Interesses der biologischen Forschung ge-
rückt worden. Es sei mir daher gestattet, hier in der Iris
auf diese Frage etwas einzugehen. Könnten doch die Ento-
mologen, vorab die Züchter unter den Lepidopterologen,
der Mutationsforschung ganz wesentliche Dienste leisten.
Unzweifelhaft gehört eine nicht unerhebliche Anzahl der
in den Lepidopteren-Katalogen, auch den neuesten, z. B.
dem Staudinger-Rebelschen des paläarctischen Faunengebie-
tes von 1901, als Aberrationen bezeichneten Formen zu den
Mutationen. Die überwiegende Menge freilich zählt sicher
nicht dazu. So zählen von vornherein alle Aberrationen
nicht dazu, welche nicht erblich sind. Die Mutationen sind
erblich und zwar folgen sie den Gesetzen der alternativen
(Mendelschen) Vererbung.
Es gibt aber die äussere Erscheinung keinen sicheren
Anhalt für die Entscheidung der Frage, ob wir in einer ge-
rade vorliegenden Aberration eine Mutation vor uns haben
oder nicht? Nur das Zucht-Experiment kann uns volle Sicher-
heit darüber bringen.
Doch was ist alternative Vererbung? Was sind die
Mendelschen Gesetze? Der Berichtende *) hat sich bereits
in den Jahren 1885—1893 mit der Zucht von Lepidopteren-
Mutationen befasst und diese Zucht - Experimente seit einer
Reihe von Jahren neuerdings in grösserem Umfange wieder
aufgenommen. Ein besonders typisches Beispiel aus diesen
Zuchten, durchgeführt während der Jahre 1906—1910, gibt
vielleicht die fasslichste Antwort auf jene Fragen und da-
*) cfr. Standfuss, Handb. d. paläaret. Gr.-Schmetterl. 1896,
p- 305-321.
Re NER SER ST Sees RB A a
I) RR) RMV FAR IR VAL SERLARG
158 } Prof. Dr. M. Standfuss.
mit zugleich einigen Aufschluss über das „Wesen“ der Muta-
tionen.
Von Aglia tau L. finden sich selten unter der Normal-
form (Taf.V]) in gewissen Fluggebieten der Artzweiinhohem Grade
konstante, abweichende Formen, welche die lepidopterolo-
gische Nomenclatur als Aberrationen bezeichnet; ihrer Natur
nach sind es Mutationen:
1. Mut. (ab) fere-nigra*) Th. Mg. (Taf. VII) nachgewiesen: in
Ober-Italien (Monte Lurio über San Fedele d’Intelvi zwischen
Como und Lugano, teste R. Hammer, früher in Como,
jetzt in Zürich), in Frankreich (St. Germain, Besan-
con), in der Schweiz (Stein a. Rhein, Rüti-Hardt Kt. Ba-
selland), in Deutschland (Elsass, Wiesbaden, Frank-
furt a. M., Säckingen, Baden, Gengenbach, Spechthau-
sen, Ballenstedt a. H., Göttingen, Mühlhausen i. Thür.,
Insel Rügen), im Banat (teste Viertl), in Rumänien
(Grumazesti).
2. Mut. (ab.) melaina**) Gross (Taf. IX), bisher nur in der Nähe
von Steyr (O.-Oesterr.) gefunden.
Wird die Normalform von Aglia tau L., „rasse-
rein“, d. h. nur Keimzellen enthaltend, welche dem Nor-
maltypus entsprechen, gepaart mit mut. fere-nigra, welche
ihrerseits ebenfalls „rasserein“ ist — man bezeichnet
diese Ausgangs-Generation, die Stamm- oder Eltern-Gene-
ration, jetzt allgemein als P1 —, dann zeigt sich, dass wir
als Nachkommen ausschliesslich Individuen der ab. fere-
*) Thierry-Mieg, Le Naturaliste 1884 p. 437. Ernst et Engra-
melle, Papillons d’Europe 1779—92 Pl. C XXIX Fig. 175 hu. i.
Esper, Die Schmetterlinge in Abbildungen nach der Natur Tom IH
1782 p. 44 Taf. V Fig. 8: Bellier Annal. d. 1. soc. ent. d. France 1858
p- 707 Pl. 14 Fig. 8; A. Rössler, Die Schuppenflügler des Königl. Re-
gierungsbezirkes Wiesbaden 18831 p. 38. M. Standfuss, Stett. ent.
Zeitschrift 1886 p. 319; Berl. ent. Zeit. 1888 p. 238 Taf. 3 Fig. 3 u. 4;
Handbuch der palaearct. Gr.-Schmetterlinge 1896 p. 311 u. f. Taf. 8
Fig. 4—7; Lepidopterologie comparee (von Charles Oberthür) 1909
p- 386--39 Pl. XXXH Fig. 212, 213; A. v. Caradja, Die Gr.-Schmetter-
linge d. Königr. Rumaenien Iris, Dresden 1895 p. 95; Ad. Mees und
Arn. Spuler, Fauna d. Grossh, Baden, Berlin Verlag von Gebr. Born-
träger 1898 p. 60; O. Schultz, Entom. Zeitschrift Guben 1905 p. 131,
132. Ch. Oberthür, Lepidopterologie comparee 1909 p. 69 u. f. Pl.
XXXIV Fig. 221; H. de Peyerimhoff, Catalogue des Lepidopteres d’
Alsace III. Aufl. 1909 p. 257.
**) Gross, Iris Dresden 1897 p. 396—399; Werner, Entom. Zeit-
schrift Guben XVI p. 65; Soeciet. ent. Zürich XVII p. 129; Standfuss,
Lepidopterologie comparee (von Charles Oberthür) 1909 p. 44-47
PL'XXXI Fig. 210, 211,
Chaerocampa (Pergesa) elpenor L. ab. daubi Niep. etc. 159
nigra erhalten. Die Normalform erweist sich in dieser er-
sten Generation, die F 1 genannt wird, dem äusseren An-
scheine nach als vollkommen ausgeschaltet. In Wirklich-
keit bleibt sie in dem Keimzellen - Material dieser F 1-Ge-
neration erhalten. Etwa die Hälfte der Keimzellen jedes
dieser Individuen der F 1- Generation entspricht nämlich
der mut. fere-nigra, die andre Hälfte der Normalform. Folge
davon ist, dass letztere in der Brut dieser F 1 - Generation,
die Individuen derselben miteinander gepaart, also in F 2,
wieder auftritt, und zwar in ganz bestimmtem Prozentsatze,
nämlich in 4 der Nachkommenschaft jedes Paares.
Nach der für diese Verhältnisse gebräuchlichen Ter-
minologie werden Merkmale*) oder, wie wir dafür auch sagen
können, „Vererbungs-Einheiten“, welche sich einander bei
der Zeugung so entgegenstellen, wie in unserm Falle das
lichte Farbenkleid der Normalform sich dem verdunkelten
Kleid der mut. fere-nigra gegenüberstellt, „antagoni-
stische Merkmale“ genannt. Ferner wird dasjenige
derselben, welches in der F 1- Generation das entgegenge-
setzte Merkmal unterdrückt, als das „dominante“,
das unterdrückte aber als das „rezessive“ bezeichnet.
Hier wäre also mut. fere-nigra dominant, die Normalform
aber rezessiv. Es handelt sich mithin in den Ergebnissen
dieser Zuchten in der Tat um ein Abwechseln zwischen den
beiden verschiedenen Formen, hier direkt um ein „Entwe-
der-Oder“, entweder die mut. fere-nigra, oder die Stamm-
form resultiert, daher alternative Vererbung.
Aber ist denn diese Scheidung immer eine so absolute, voll-
kommen reinliche? Durchaus als Regel „ja“ kann die Ant-
wort nur lauten. Immerhin fehlen Ausnahmen anderseits
keineswegs ganz. Das dominante Merkmal erweist sich mit-
unter einmal unregelmässig infiziert von dem rezessiven.
Der umgekehrte Fall scheint nach dem mir bisher vorlie-
genden Faltermaterial noch wesentlich seltener zu sein.
Schon in meinem Handbuch**) ist ein solcher Fall von Ly-
*) Der hochbedeutende dänische Botaniker W. Johannsen bezeichnet
die den Merkmalen und Eigenschaften der Organismen, welche sich
bei dem Kreuzungs-Experiment als trennbare, selbständige Verer-
bungs-Einheiten ausweisen, in den Keimzellen (Gameten) ent-
sprechenden Grundanlagen mit dem Namen „Gene“. Die Einzahl
wäre also „das Gen“ nach dem griechischen Wortstamm „yer“ „Ur-
sprung“ „Abstammung“.
**) cfr. Standfuss, Handb. d. palaearct. Gr.-Schmetterl. 1896
p- 807—309 u. Taf. IV Fig. 7.
160 Prof. Dr. M. Standfuss.
mantria monacha ab. eremita O., die sich in typischer Prä-
gung auch als Mutation erweist, abgebildet. Es war ein
Männchen von Lym. monacha L., normal von Zürich, mit
einem Weibchen der mut. eremita OÖ. von Lissa (Schlesien)
gepaart worden. Interessanterweise gab es unter der er-
haltenen Brut 5 &&8 und 1 9 von ab. eremita, welche
Schuppenpartien der Normalform in der abgebildeten Art
in unregelmässiger Verteilung auf ihren Flügeln besassen.
Bei diesen neueren Experimenten mit Aglia tau L. zeig-
ten weibliche Individuen der mut. fere-nigra sowohl Homo-
zygoten, wie Heterozygoten. wir kommen bald auf diese
Ausdrücke zurück, dann und wann in den Flügeln die lich-
ten Schuppen der weiblichen Normalform eingesprengt, meist
nur in kleinen Partien. Bei den männlichen Individuen der
mut. fere-nigra konnte ich diese Erscheinung bisher nicht
wahrnehmen. Umgekehrt findet sich auch bei weiblichen
Faltern der Normalform bisweilen eine Infektion von seiten
der mut. fere-nigra, aber sie tritt hier als eine ziemlich
regelmässige, über die ganze Flügelfläche verteilte Bespren-
gung mit kleinen Gruppen dunkler Schuppen auf. Bei den
männlichen Individuen der Normalform beobachtete ich bis-
her ebenfalls keine analoge Erscheinung.
Alles das, was wir bisher über die Beziehungen zwi-
schen Aglia tau normal und mut. fere-nigra gesagt haben,
behält seine volle Gültigkeit, wenn wir für mut. fere-nigra
einsetzen die mut. melaina Gross. Mutatio melaina steht der
Normalform ebenso antagonistisch gegenüber, wie mut. fere-
nigra, und ist gleichfalls dominant verglichen mit Aglia
tau normal. Auch kleine Infektionen hin und her treten
ausnahmsweise zwischen mut. melaina und der Normalform
bei weiblichen Exemplaren auf. Hier beobachtete ich sie
auch bei mut. melaina & durch tau normal, umgekehrt aber
bisher noch nicht.
Bezeichnen wir nun Aglia tau normal mit „a“ *), Ag-
lia tau mut. fere-nigra mit „b“, Aglia tau mut. melaina mit
„e“, so können wir die eben erörterten Zuchten auf eine
*) Wir können unter „a“ auch lediglich das dem normalen
Tau-Kleide in den Gameten entsprechende „Gen“ und unter „b“ und
„ce“ ebenso das „Gen“ des Kleides der mut. fere-nigra und der mut.
melaina in den betreffenden Gameten verstehen, so sind die hier
vorliegenden Tatsachen der Vererbung noch genauer ausgedrückt.
EA u ala ul 1 ar 1 Fe FEAR ENT AT
Chaerocampa (Pergesa) elpenor L. ab. daubi Niep. etc. 161
allgemein anwendbare Formel bringen, nämlich wie folgt:
8(?) Sale
a
eh
— würde die Abkunft und damit das von dem väterlichen
und miütterlichen Elter herrührende Keimzellen-Material des
Individuums a bezeichnen. also in unserm Falle des nor-
malen Aglia tau-Männchens (oder -Weibchens). Die beiden
Geschlechter erwiesen sich nämlich bei den Zucht-Experi-
menten mit diesen Mutationen als gleichwertig. Ebenso wäre
b
— entsprechend von dem mut. fere-nigra © (resp. also &)
b
zu verstehen. Offenbar entsprechen alle aus dieser Paarung
hervorgehenden Individuen der Generation F1 der Formel
b \ f
. oder also z was das Gleiche sagen würde. Es sind
alles Individuen der mut. fere-nigra, die aber in ihren Keim-
drüsen neben 50% der Keimzellen dieser Mutation, 50%
Keimzellen der Normalform besitzen.
Diese F 1-Generation in sich weiter gezüchtet, also
Be
1. Yı . — Aglia tau normal, rasserein.
= 1 — Agl. tau mut. fere-nigra
Die dominante geschwärzte Mutation drückt
diesen Individuen den äusseren Stempel auf, sie
B2— werden zu mut. fere-nigra, besitzen aber, wie das
Zucht-Experiment sofort zeigt, 50% Keimzellen
von Aglia tau normal, neben 50% der Mutation.
Sie sind „Heterozygoten“*), wie der dafür ge-
bräuchliche Ausdruck lautet.
| 3. 1, -- — Agl. tau mut. fere-nigra, rasserein.
*) Bei der Paarung verschmilzt je eine von dem männlichen
Individuum hervorgebrachte Keimzelle „ein Gamet“ mit einem Ga-
meten des weiblichen Individuums zu einer „Zygote“. Letztere wird
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“. herausg, vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden, Jahrgang 1910.
162 Prof. Dr. M. Standfuss.
Im Gegensatz gegen die vorhergehende Serie 2
werden solche Individuen als „Homozygoten“ **)
bezeichnet.
Ein dem dominanten Typus angehörendes Individuum
kann also „homozygotisch“ oder „heterozygotisch“ sein.
Nicht so ein der rezessiven Form angehörendes Exemplar.
Dieses ist eo ipso „homozygotisch“, indem nur dann, wenn
zwei Keimzellen mit dem rezessiven Merkmal bei der Be-
fruchtung verschmelzen, ein Individuum mit dem äusseren
Kleide des rezessiven Typus entsteht.
Hier sei folgendes hervorgehoben: Die heterozygotischen
Individuen der mut. fere-nigra, also der Serie 2, sind regu-
lärerweise sichtlich weniger verdunkelt als die homozygo-
tischen. Ein extrem lichtes Falterpaar dieser heterozygoti-
schen Form ist Standfuss, Handbuch 1896, Taf. VIII, f. 6
u. 7, abgebildet. Indes es gibt einzelne heterozygotische
Imagines der mut. fere-nigra, welche homozygotischen in
so weitgehendem Masse ähnlich sind, dass sie sich von die-
sen nicht wohl unterscheiden lassen. Weitaus die Mehrzahl
der Falter aus Serie 3, also der homozygotischen mut. fere-
nigra, ist indes wesentlich stärker geschwärzt als die hete-
rozygotischen. Ich bezeichne sie daher als mut. fere-nigra
„forma nigerrima“ (Taf.VIII) (cfr. Handbuch 1896, Taf. VI,
Fig. 4 und 5).
Ganz ebenso steht es mit mut. melaina heterozygotisch,
verglichen mit mut. melaina homozygotisch. Die letztere
Form nenne ich mut. melaina „forma anthrax“ (Taf. X).
Wir hätten also zu sagen: Bei den homozygotischen
Individuen unsrer mut. fere-nigra und mut. melaina kann
eine Verstärkung des der alternativen Vererbung un-
terworfenen Merkmales eintreten, welche etwa bis zur Ver-
doppelung dieses Merkmales, verglichen mit den heterozy-
gotischen Exemplaren, gehen kann, und es tritt eine
solehe Verstärkung häufig ein. Diese Ver-
stärkung kann aber auch ausbleiben, oder doch so unmerk-
lich sein, dass dergleichen homozygotische Stücke sich von
in diesem Falle der Verschmelzung verschiedenartiger Gameten als
„Heterozygote“ bezeichnet und ein so entstandenes Individuum als
„Heterozygot“. Seiner Herkunft entsprechend produziert ein Hetero-
zygot wiederum die verschiedenartigen Gameten, aus denen er selbst
entstanden ist und zwar scharf getrennt neben einander.
**) Ist aus der Anmerkung zu „Heterozygoten“ ohne weiteres
verständlich als ein aus der Verschmelzung gleichartiger Gameten
hervorgegangenes Individuum.
a EETERNRTSERNUNIEVETDE N EN de 9 N). 94
Chaerocampa (Pergesa) elpenor L. ab. daubi Niep. etc. 163
heterozygotischen ihrer äusseren Erscheinung nach nicht
unterscheiden lassen.
Diese Tatsachen wurden von mir erst im Laufe der
letzten Jahre auf Grund von einer ganzen Reihe Einzel-
zuchten festgestellt. Im Jahre 1895, als jenes Handbuch
geschrieben wurde, erkannte ich noch nicht (die Mendel-
schen Arbeiten wurden erst 1900 wieder aufgefunden), dass
der weitgehende Unterschied des Farbenkleides bei diesen
Mutationen in ihrer Abkunft seinen Grund hatte.
Ein solcher in der äusseren Erscheinung in vielen
Exemplaren zum Ausdruck gelangender Unterschied zwi-
schen den heterozygotischen und den homozygotischen In-
dividuen scheint keineswegs die Regel zu sein. Mein hoch-
verehrter Kollegeund Freund A. Langin Zürich, derausserordentlich
umfassende Zucht-Experimente mit den Mutationen unsrer
beiden Gartenschnecken Helix hortensis Müll. und nemora-
lis L. viele Jahre nacheinander durchführte, betont des öfte-
ren das Nichtvorhandensein eines solchen Unterschiedes bei
diesen Tierformen.
Der Nachweis eines fassbaren Unterschiedes zwischen
heterozygotischen und homozygotischen Individuen der domi-
nanten Mutation ist für die praktischen Bedürfnisse des
Züchters von hoher Bedeutung. Wo er einigermassen
sicher gelingt, erspart er einen weiten Umweg zur Gewin-
nung der dominanten Form in homozygotem, rassereinem
Zustand. Es ist klar, dass rassereine Individuen der rezes-
siven Mutation ohne weiteres mit Sicherheit in der F 2 - Ge-
neration zu erhalten sind. Rassereine Individuen der domi-
nanten Mutation sind aber, wie ebenfalls die Betrachtung
der F 2- Generation ergibt, nur unter bestimmten Voraus-
setzungen erreichbar:
1. Dann, wenn es gelingt, zwei dominante Mutationen zu
kombinieren, so gerade bei unserm Paradigma Aglia
tau L. nach dem Schema:
a Aglia tau normal
yet mut. fere-nigra heterozyg.
a 5
Ja mut. melaina heterozyg.
b eine „forma nova“ (Taf. XI u. XI),
Ma aufdiewir im Folgend. näher eingeh.
*) Diese Paarung hat insofern ein besonderes Interesse, als sie
164 Prof. Dr. M. Standfuss.
1/7 mu. fere-nigra homozygot.
b b
II m > Ben Ran. — forma nova, wie sub. I.
c }
"Js mut. melaina homozygot.
Wir erhalten also in dieser F 2- Generation, aus wel-
cher der normale tau-Typus vollkommen ausgeschaltet ist,
sowohl mut. fere-nigra, wie mut. melaina in rassereiner
Form.
2. Durch einen langwierigen, umständlichen und schliess-
lich doch noch etwa mit Enttäuschungen verbundenen
Eliminationsprozess in einer längeren Reihe von Gene-
rationen, falls der Weg sub 1. nicht gangbar ist.
3. Sofort und ohne weiteres, sobald ein erkennbarer Unter-
schied, und wäre er auch noch so minimal, zwischen
den heterozygotischen und homozygotischen Individuen
der dominanten Mutation besteht. Mithin ist es evident
von grösstem Interesse, nach dergleichen Unterschieden
zu suchen und dieselben, wo man solche gefunden zu
haben glaubt. auf ihre Stichhaltigkeit hin zu prüfen.**)
—,
falls die Fluggebiete der beiden Mutationen fere-nigra und melaina
durch Ausbreiten der einen oder der anderen, vielleicht auch beider
Formen in Zukunft je zusammenfließen würden, in der freien
Natur gelegentlich eintreten müßte. Die sich da findenden Indi-
viduen der Mutationen sind ziemlich ausnahmslos Heterozygoten.
Tatsächlich bin ich bei meinen Zucht-Experimenten von dieser Paa-
rung ausgegangen, indem mit weiblichen heterozy gotischen Individuen
der mut. fere-nigra männliche Falter der mut. m>laina in dem Flug-
gebiete der letzteren angelockt wurden, ausschließlich Heterozygoten,
wie das Zuchtresultat bewies.
**) Individuen der „forma nova“, des B Typus, dienten mir als
c
Prüfstein, um die Imagines der forma nigerrima und der forma an-
thrax auf die Qualität ihrer Gameten hin zu kontrollieren. Selbst-
verständlich stammten weder die untersuchten nigerrima — noch
b
anthrax — Individiduen selbst aus 5 > © Zuchten, sondern aus
nebenher gesondert weiter geführten Zuchten der mut. fere-nigra
und der mut. melaina, von denen jede Reihe stets nur mit ihres-
gleichen gepaart worden war. Werden aus solehen Bruten stam-
mende Individuen der forma nigerrima, oder forma anthrax mit der
forma nova gepaart, dann zerfiel die Nachkommenschaft ausnahms-
los zu 50°/, in die verwendete Mutatio und in 50°/, der forma nova,
ER ERNRNLS ENITRTHRN VE NLA UNTER TSOLN N"
Chaerocampa (Pergesa) elpenor L. ab. daubi Niep. etc. 165
Wie sieht denn nun die soeben genannte „forma nova“
aus? Was für ein Geschöpf ergibt, in Worten ausge-
>]
drückt, die Verschmelzung eines Gameten mit dem fere-
nigra-Gen und eines solchen mit dem melaina-Gen ?
Werden beide Mutationen in rassereiner Form für das
Zucht-Experiment verwendet — und wir können ja nach
dem Vorangegangenen diese Voraussetzung machen, ohne
unverständlich zu sein —, so resultiert als Brut durchweg
eine ganz neue Imaginalform von relativ weitgehender Kon-
stanz. Wir haben somit neben Aglia tau normal und den
beiden oft genannten Mutationen noch einen vierten, neu
gewonnenen Typus der Art zu konstatieren: Ein oberseits
und unterseits in Körper und Flügeln, von den weiss blei-
benden Nagelfleck-„T“-Zeichnungen abgesehen, stark ver-
düstertes (Taf. X]), in extremen Stücken fast rein pechschwarz ge-
färbtes Tier (Taf. XII). DasFarbenkleidderbeidenMutationen mischt
sich so innig, dass eine Falterform von scheinbar durchaus
einheitlichem, harmonischem Gepräge entsteht. Uebrigens er-
folgt die Mischung nicht bei allen Individuen in vollkommen
gleichartiger Weise. Eine Anzahl derselben dürfte, als
wirkliche Zwischenform, durch die Formel -.
richtig ausgedrückt werden können (Taf. XI). Die Mehrzahl hinge-
gen bildet Uebergänge bis zu einem Faltertypus, als Endglied
der ganzen Reihe hin, in welchem durch Addition, speziell
des schwarzen Pigmentes der beiden Mutationen, nahezu
eine Verdoppelung der Schwärzung verglichen mit jeder
dieser Ausgangstypen eingetreten ist, also eine Falterform,
welche etwa b-+c entsprechen würde (Taf. XI).
nd b EN b b
nach der Formel: AT == ey + er
annähernd
RAT RE
Heterozygotische fere-nigra mit der forma nova gepaart ergeben!
!/g mut. fere-nigra, !/, mut. melaina, !/, forma nova, Formel:
a
a Bahr, IL 1 b a b
De ae A arg rg,
Heterozygotische melaina liefern mit der forma nova entsprechend:
!/, mut. melaina, !/;, mut. fere-nigra, !/ forma nova, Formel:
FREUE LET EN
a BET RB RE a b
PN en Fa
-
166 Prof. Dr. M. Standfuss.
Ich habe das so eigenartige Geschöpf zu Ehren von
Aug. Weismann „ab. weismanni“ genannt (cir. Entomol.
Zeitschrift Stuttgart 1908, p. 42). Gerade die Vergleichung
der äusseren Erscheinung dieser neuen Form mit der von
ihr gezeugten Brut gewährt einen bedeutungsvollen Einblick
in gewisse Fragen der Vererbung, in deren komplizierte
Probleme die bewunderungswürdigen Arbeiten Weismanns
in erster Linie Licht brachten.
Diese Aberratio-weismanni-Individuen untereinander ge-
paart ergaben nämlich, wie wir vorgreilend bereits konsta-
tiert haben:
b
1/,„— mut. fere-nigra homozyg.
b
1) b b
— — ] 2/,— ab. weismanni
c
[9 C
0
!/,— mut. melaina homozyg.
e
Das heisst in Worten ausgedrückt: die einzelne Keimzelle
der ab. weismanni entspricht nicht dem sichtbaren Kleide
dieses Typus, diese Keimzelle stellt nicht, wie man nach
dem äusseren Gepräge erwarten könnte, eine harmonische
Verschmelzung der beiden Mutationen dar. Vielmehr zer-
fällt das Keimzellen-Material von ab. weismanni stets wie-
der scharf geschieden, etwa zur Hälfte in Keimzellen von
mut. fere-nigra und zur Hälfte in solche der mut. melaina.
Nach der Terminologie der Mutationsforschung ist die ab.
weismanni ein „Phaenotypus“*), en „Scheinty-
pus“, er enthält nicht eine Keimzelle, die seiner äusseren
*) Der Blumenflor unserer Ziergärten besteht zu einem sehr be-
deutenden Teile aus Phaenotypen, welche von den großen Kunst-
gärtnereien auf Grund der Mendel’schen Regeln methodisch gezüchtet
werden. Kamelien, Azaleen, Tulpen, Hyazinthen, Stiefmütterchen,
Nelken, Petunien, Jalappen**, Astern und viele andere Arten ver-
danken ihren Farben- und teilweise auch Formenreichtum der Bil-
dung von Phaenotypen. In sich weiter gezüchtet zerfallen dieselben,
genau wie die ab. weismanni, in ihrer Nachkommenschaft in die
Componenten und den Phaenotypus, können andererseits aber, genau
wie ab. weismanni, durch Paarung der rassereinen Componenten
auch als einziges Zuchtergebnis gewonnen werden. (efr. * C.
Correns. Ueber Bastardierungsversuche mit Mirabilis-Sippen. Erste
Mitteilung. Ber. Deutsch. Bot. Ges. Bd. 23 Heft 2. Auch H. C.
Schellenberg, mein werter Collega am eidgen. Polytechnikum, geht
den hierher gehörenden Erscheinungen in der Pflanzenwelt seit
Jahren eifrig durch Zucht-Experimente nach).
RER ONIRUNGN
Chaerocampa (Pergesa) elpenor L. ab. daubi Niep. etc. 167
Erscheinung entspräche. Das Kleid der ab. weismanni stellt
keine Vererbungseinheit dar, wie das der mut. fere-nigra
oder der mut. melaina. Ich habe daher diesen neu gezüch-
teten Typus auch nicht als „Mutatio“ bezeichnen dürfen,
sondern ihm den allgemeinen Namen „Aberratio“ gegeben.
Man kann sich fragen, ob denn nun das Kleid der mut.
fere-nigra forma nigerrima und der mut. melaina forma
anthrax, also das Kleid der dunkel geprägten homozygoti-
schen Individuen unserer beiden Mutationen, welches ganz
analog dem eben besprochenen extremen Faltertypus der ab.
weismanni eine ungefähre Verdoppelung des dunklen Pig-
mentes der gewöhnlichen heterozygotischen mut. fere-nigra
und mut. melaina bedeutet, in Wirklichkeit eine Vererbungs-
Einheit darstellt? Ob mithin die Gameten dieser Individuen
oder doch wenigstens einzelne Gameten derselben jenes
Kleid in etwa gleichstarker Prägung erblich übertragen?
Es ist der Beantwortung dieser Frage bei den Zucht-Experi-
menten der letzten Jahre fleissig von mir nachgegangen
worden. Der Ausfall aller bisherigen Experimente in dieser
Richtung beantwortete diese Frage mit „nein“. Werden dun-
kelste Individuen von forma nigerrima & mit forma anthrax
Q, oder umgekehrt, miteinander gepaart, so resultieren zwar,
wie zu erwarten steht, ausnahmslos ab. weismanni, diese
sind aber von den ab. weismanni-Reihen, welche der Paa-
rung heterozygotischer Durchschnitts - Individuen von mut.
fere-nigra mit mut. melaina entstammen, nicht zu unter-
scheiden.
Ebenso gibt forma nigerrima oder forma authrax mit
tau normal gepaart Individuen der mut. fere-nigra und mut.
melaina mit dem gewöhnlichen Falterkleide heterozygotischer
Stücke dieser Mutationen. Danach liegt mit grösster Wahr-
scheinlichkeit kein grundsätzlicher Unterschied zwischen dem
Gameten-Material einer ab. weismanni einerseits und einer
forma nigerrima, oder forma anthrax anderseits vor.
Wie ab. weismanni die Gameten ihrer beiden elterlichen,
hier von einander verschiedenen Mutationen fere-nigra und
melaina scharf getrennt nebeneinander aufweist, so besitzen
ebenfalls sowohl die forma nigerrima, wie die forma anthrax
die ihrem väterlichen und mütterlichen, in diesem Falle der
gleichen Mutation angehörenden Elter entstammenden Ga-
meten scharf getrennt nebeneinander. Von diesem Gesichts-
punkte aus betrachtet, können beide Formen auch als Phae-
notypen bezeichnet werden, ihre Gameten entsprechen nicht
168 Prof. Dr. M. Standfuss.
dem äusseren Kleide. Wir haben die bedeutungsvolle Tat-
sache, dass ein den Mendelschen Vererbungs-Gesetzen fol-
gendes Merkmal an den homozygotischen Individuen ver-
stärkt bis verdoppelt auftritt, verglichen mit der Beschaffen-
heit dieses Merkmales bei den heterozygotischen Eltern.
Dieser Verstärkung oder gar Verdoppelung entspricht aber
kein adaequates Gen in den Gameten dieser Indi-
viduen. Es gibt kein nigerrima-, es gibt kein anthrax-Gen.
Tatsächlich finden sich in der freien Natur als sehr
einzelne Erscheinungen extrem geprägte Individuen der forma
nigerrima. Ich erhielt dergleichen männliche Exemplare
wenige Male aus der Gegend von Mühlhausen in Thüringen.
Auch die forma anthrax wird sicher als grosse Seltenheit
gelegentlich in den Wäldern um Garsten in Ob.-Oesterreich
vorhanden sein. Dann und wann müssen sich selbstver-
ständlich trotz ihrer Seltenheit die beiden Geschlechter der
mut. fere-nigra an ihren Flugorten zur Paarung zusammen-
finden, und ebenso die der mut. melaina. Allein jene von
dem Normaltypus so weit abstehenden Einzeltiere bleiben
Solitär-Erscheinungen. Die Natur hat hier einen Riegel ge-
schoben. Diese extremen Bildungen können ihre besondere
Eigenart nicht als solche vererben und so vielleicht dem
Charakter der Art innerhalb weniger Generationen ein ganz
verändertes Gepräge aufdrücken.
Sehr wahrscheinlich kommen auch dem Menschen eine
ganze Anzahl körperlicher, wie geistiger Merkmale und
Eigenschaften zu — denn auch die geistigen haben ja ihre
materielle Grundlage in gewissen Partien der Gehirnsubstanz
— welche sich als Vererbungseinheiten herausstellen wür-
den. Allein die exakte Forschung stösst hier aus mehr als
einem Grunde auf ausserordentliche Schwierigkeiten, von
denen als die grössten die lange Dauer der Generationen
und die kleine Zahl der Nachkommen eines Paares genannt
seien. Sie müsste jedenfalls erst in die Wege geleitet werden.
Setzen wir, die soeben zuletzt besprochenen Ergebnisse
unsrer Zucht-Experimente auf den Menschen anwendend,
z. B. den Fall: Es sei die einer ausgesprochenen Bega-
bung. eines unzweifelhaften Talentes für Musik, oder für
Malerei, oder vielleicht für Mathematik zugrunde liegende
Beschaffenheit der betreffenden Gehirnregionen eine Verer-
bungseinheit, oder doch ein erblich übertragbarer Komplex
von Vererbungseinheiten. Dann könnte ein Elternpaar, des-
sen beiden Teilen das gleiche Talent für Musik oder Male-
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Chaerocampa (Pergesa) elpenor L. ab. daubi Niep. etc. 169
rei ete. eigen ist, unter seinen Kindern, jenen Ergebnissen
unsrer Versuche zufolge, sehr wohl auch ein solches be-
sitzen, bei welchem sich die beiden gleichen elterlichen Ta-
lente addierend in diesem Nachkommen zu einem ausge-
sprochenen Genie entwickelt haben. Allein dieses Genie
könnte, wiederum unsern Ermittelungen gemäss, sein Inge-
nium nicht als solches vererben, sondern nur die eine oder
die andre Hälfte dieses Ingeniums, entweder das von väter-
licher oder das von mütterlicher Seite ererbte Talent. Ver-
bindet sich also das Genie nicht mit einem kongenialen Le-
bensgefährten, was erfahrungsgemäss die Regel nicht zu
sein pflegt, dann sinkt sofort die Nachkommenschaft gün-
stigsten Falles auf das Niveau seiner Eltern zurück, sehr
wahrscheinlicher Weise aber noch tiefer. Es ist dafür ge-
sorgt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen!
Evident ist das grosse Interesse, das es hätte, zu wis-
sen, ob derartige besondere Vererbungskomplexe des Men-
schen, wie z. B. die mathematische, musikalische oder bild-
nerische Begabung gegenüber der dieser Begabung entbeh-
renden Menschenform dominante oder rezessive Merkmale
sind. Aus einer solchen Kenntnis könnten sich die wert-
vollsten Aufschlüsse über die Vererbung derartiger Eigen-
schaften in der Reihe der Generationen (Atavismus!) er-
geben.
Die drei bei unsren Mitteilungen über die Ergebnisse
dieser Züchtungen mit Aglia tau bisher berücksichtigten
Vererbungseinheiten oder Gene: 1. das Kleid der normalen
tau = a; 2. das Kleid der mut. fere-nigra — b; 3. das
Kleid der mut. melaina — c, lieferten in ihren Kombina-
tionen sechs von einander verschiedene Falterformen:
1. Aglia tau L. normal = nr (Tat: vl).
2. Aglia tau mut. fere-nigra Th. Mg. heterozygotisch — en
oder n (Taf. VII).
2. Aglia tau mut. fere-nigra Th. Mg. homozygotisch — n
forma nigerrima Stdfs.*) (Taf. VII).
4. Aglia tau mut. melaina Gross heterozygotisch — 2 oder.
c a
(Tafel IX).
170 Prof. Dr. M. Standfuss.
5. Aglia tau mut. melaina Gross homozygotisch — — forma
anthrax Stdfs. *) (Taf. X).
6. Aglia tau ab. weismanni Stdfs. — ob. oder z (Taf. XIu. XI).
C
Nun zeigte sich aber schon bald nach Beginn dieser
Experimente, dass noch ein viertes erbliches Merkmal in
dem benutzten Faltermaterial von vornherein enthalten war
und in Rechnung gezogen werden musste: der subcaeca**)
Strand.-Typus. Es handelt sich in ihm um die Verdüste-
rung, um die Verschleierung aller lichten Zeichnungsele-
mente, oberseits wie unterseits, zumal auch der weissen
Nagelflecke, des Tau(T)-Zeichens in allen Augenflecken,
welche von den blauen, sie einfassenden Schuppen über-
flogen und getrübt sind. Daher „subcaeca“, die „Erblin-
dende“. Dieser subcaeca-Typus kann experimentell mit al-
len sechs der vorgenannten verschiedenen Formen verbun-
den werden, und zwar schliesslich mit beiden Geschlech-
tern dieser sechs Formen. Indes gelingt dies keineswegs
durchweg gleich leicht. Männliche Individuen der Normal-
form und der mut. melaina (heterozygotisch und homozy-
gotisch) sind mühevoll im subcaeca-Typus erhältlich. Diese
Untersuchungsreihe ist von mir noch nicht zu Ende ge-
führt worden.
Mithin ergaben sich bei diesen Zuchten zwölf vonein-
ander verschiedene Falterformen des Nagelfleckens. Ver-
schieden ist dabei so gemeint, dass keine dieser zwölf For-
men einer andern in ihren erblich übertragbaren Merkma-
len gleich ist. Sie sind also alle physiologisch, zugleich
aber auch morphologisch, durch ihr äusseres Kleid von-
einander unterscheidbar. Wir haben nämlich den sechs
bereits genannten Formen offenbar noch hinzuzufügen:
7. Aglia tau L. Typus subcaeca Strand.
8. Aglia tau mut. fere-nigra Typus subcaeca Strand.
*) Nigerrima und anthrax sind, wie wir zur Zeit annehmen
müssen, notwendig homozygotisch, aber homozygotische Individuen
von mut. fere-nigra und mut. melaina müssen nicht notwendig ni-
gerrima und anthrax sein, sondern können auch den heterozygo-
tischen Individuen unserer beiden Mutationen in verschiedenem
Grade ähnlich sehen. cfr. p. 162 u. 163.
*%*) Strand, Archiv for Mathemat. og Naturvidesk. Bd. XXV,
Nr. 9 p. 9, Kristiania 1903.
ie a a a
Chaerocampa (Pergesa) elpenor L. ab. daubi Niep. etc. 71
9. Aglia tau mut. fere-nigra, forma nigerrima Typ. sub-
caeca Strand.
10. Aglia tau mut. melaina Typ. subcaeca Strand.
11. Aglia tau mut. melaina, forma anthrax Typ. sub-
caeca Strand.
12. Aglia tau ab. weismanni T'yp. subeaeca Strand (Taf. XII).
Ueberdies schwanken die Individuen der mut. melaina*)
und der ab. weismanni in ihrem Gesamtkolorit stark in
mancherlei Abstufungen von Grau, Braun bis zu Schwarz
hin, so dass diese Zuchten eine stattliche Reihe der ver-
schiedenartigsten Falterformen von Aglia tau zutage för-
derten.
*) Eine dunkel kupferrote Form des Weibchens der mut. me-
laina Gross hat A. Werner, Cöln a. Rh. als ab. cupreola Werner be-
schrieben: Werner, Entomol. Ztschr. Guben XVL, p. 65-66; Soc.
entomol. Zürich, XVI., p. 129—130. Bei meinen Zuchten trat na-
mentlich der subcaeca-Typus von mut. melaina Gross 2 öfter in
dieser dunkel kupferroten Färbung auf.
OÖ. Schultz hat in der löblichen Absicht, den eigentlichen Ent-
decker der mut. melaina, Franz Hauder, früher in Kirchdorf, im
Fluggebiete der mut. melaina, jetzt in Linz a. D., zu ehren, eine
Aglia tau ab. hauderi Schultz @ nach 7 weiblichen Exemplaren auf-
gestellt, die ihm von Hans Huemer in Linz a. D. zugeschickt worden
waren. (cfr. ©. Schultz, Entomol. Ztsch. Stuttgart XXI, 1908
p- 160—161. — Herr Huemer lieh mir zwei jener Beschreibung in
der Stuttg. Ent. Ztsch. als Originale zu Grunde gelegenen Stücke
bereitwilligst zur Ansicht. Eine Vergleichung mit Originalen der
mut. (ab.) melaina Gross 29, welche ich von dem Autor selbst
seiner Zeit erhalten hatte, ergab die vollkommene Uebereinstimmung
der ab. hauderi Schultz mit diesen Originalen von mut. (ab.) melaina
Gross. Ab. hauderi Schultz ist ein glattes Synonym zu mut. (ab.)
melaina Gross. O. Schultz wurde wohl dadurch irre geführt, daß er
den subeaeca-Typus von mut. melaina, der ihm gleichzeitig in einigen
weiblichen Stücken von Linz aus vorlag, für die typische mut. me-
laina Gross ansah. Das ist er nicht. Allerdings gehörte von den
7 29, welche Gross damals als Originale seiner Beschreibung der
ab. melaina in der Iris dienten, eines dem subeaeca-Typus an. Er
sagt Iris Dresden 1897 p. 397: „Die Augenflecke sind bei beiden
Geschlechtern wie gewöhnlich. Ein 9 zeigt die Flecke
bläulich getrübt, wie dies bei gelben Weibchen auch sonst
vorkommt.“
Wie schon aus diesen Worten klar hervorgeht, dass Groß den
subcaeca-Typus seiner ab. melaina mit einem besonderen Namen
nicht bezeichnen wollte, so bewies dies auch ebenso, wie ich ver-
sichern kann, das Falter-Material, welches Groß in jener Zeit von
seiner ab. melaina an Tauschfreunde verschickte.
Hier sei ferner darauf hingewiesen, daß mein verehrter Collega
H. Rebel in seiner warm zu empfehlenden, soeben beendeten Neu-
bearbeitung des Fr. Berge’schen Schmetterlingsbuches p. 136 alle
172 Prof. Dr. M. Standfuss.
Auf dem Wege der hier durchgeführten Experiment-
reihe ist es möglich, schliesslich eine Falterform von Aglia
tau zu erhalten, welche einen rein melanistischen Typus
darzustellen scheint: die vorher unter Nr. 12 aufgeführte
ab. weismanni in dem subcaeca-Kleide (Taf. XIII). Aber weit ent-
fernt, eine Vererbungseinheit zu sein, wie sie uns doch durch
das vollkommen homogene Gepräge ihres Färbungscharak-
ters vorgetäuscht wird, stellt diese Form in Wahrheit eine
Resultante aus drei voneinander durchaus getrennten, erb-
lichen Merkmalen dar. Sie setzt sich zusammen: 1. aus
der mut. fere-nigra, 2. aus der mut. melaina und 3. aus
dem subcaeca-Typus, und muss methodisch aus diesen drei
verschiedenen Vererbungseinheiten auch herangezüchtet
werden.
Charles Oberthür in Rennes, mein Freund, hat in sei-
nen. herrlich illustrierten, lepidopterologischen Werken, im
111.”*) Bande der Etudes de Lepidopterologie comparee 1909
auf Pl. XXXI und XXXII von den p- 169 u. 170 genannten, ver-
‘schiedenen Falterformen Nr. 1 & und @ (Fig. 208, 209),
Nm...3:.8 (Bie.212), Nr. #8, und 927er
N2.”6 8. (Fig. 214), Nr.8 9 (mie. 233), Nr 2 Sa
215) vorzüglich abgebildet.
In meinem zu diesen Tafeln gehörigen Aufsatze (Ei-
nige Ergebnisse aus Zuchtexperimenten mit Lepidopteren-
Mutationen etc., in das Französische übersetzt von M. Bau-
mann, Prof. am Lyceum in Rennes) 1. e. p. 33—47, des-
sen Inhalt allerdings durch die Zuchtresultate der Jahre
1909 und 1910 nun schon wieder wesentlich überholt wor-
bisher benannten Falterformen von Aglia tau L. sorgfältig zusam-
mengestellt hat, man lese dort nach. Ich wollte gegenwärtig nur
auf diejenigen Typen des Nagelfleckes eingehen, welche bisher bei
meinen Zucht-Experimenten aufgetreten sind und sich durch wesent-
liche Merkmale, d. h. nachweislich erblich übertragbare, von ein-
ander unterscheiden.
**) In dem gleichen Bande bildet Ch. Oberthür auf Pl. XXXII
und XXXIV dazu Text p. 67-76 noch S weitere, meist hoch-
interessante Exemplare von Aglia tau L. ab. Die letzte Figur dieser
Serie 223 stellt ein weibliches Individuum dar, welches Oberthür als
Unieum von Ost-Tibet erhielt, ein gigantisches Tier, reichlich 11 cm
Spannweite haltend, von düster graubrauner Färbung. Oberthür
hält eine Aehnlichkeit dieser tibetanischen Rasse mit der durch
Leech von Hakodate (Japan) in beiden Geschlechtern in den Proc.
of the Zool. Soc. of London 1888 p. 632 beschriebenen var. japonica
Leech für wohl möglich und bezeichnet darum seinen Falter als
jJaponica? © Leech.
u
Chaerocampa (Pergesa) elpenor L. ab. daubi Niep. etc. 173
den ist, findet sich die auf jede der verschiedenen Typen
entfallende Individuenzahl für eine Reihe von Bruten genau
angegeben.
Erzogen wurden die Raupen der Aglia tau bei diesen
Experimenten auf Linden, Eichen, Birken, Erlen, Eber-
eschen und auf Apfelbäumen, und zwar in luftigen Gaze-
beuteln auf deren Zweigen im Freien eingebunden.
Teils geschah dies in dem Garten, welcher mir durch
die gütige Fürsorge des Präsidenten unsres eidgen. Schul-
rats, des Herrn Dr. ing. et philos.. R. Gnehm von seiten
unsres eidgen. Polytechnikums zur Verfügung gestellt ist,
teils in den ausgedehnten Baumschulen der Herren Kunstgärtner
Walter und Oskar Mertens, sowie in der grossen Kunstgärt-
nerei des Herrn Garten-Architekten Rob. Osk. Fröbel. Ihnen
allen sei an dieser Stelle der aufrichtigste Dank ausge-
sprochen.
Die Verpuppung der Raupen erfolgte auf der Ober-
fläche einer 6—10 cm tiefen Schicht von zerkleinertem Torf-
mull, auf dem sich eine etwa handbreit hohe Lage von
fein zerzupftem Moos befand. Der Feuchtigkeit lange zu-
rückhaltende und Fäulnis hemmende Torfmull wird von
mir nun bereits seit zwölf Jahren mit den ausgezeichnet-
sten Zuchtergebnissen für Arten, deren Verpuppung in der
Erde vor sich geht, benützt.
In unserem Falle der Aglia tau handelt es sich in den
Merkmals-Paaren, für welche sich die alternative Vererbung
nachweisen lässt, um das Farbenkleid der Imaginalform.
Die, zumal in dem letzten Jahrzehnt, von einer grossen An-
zahl Botaniker und Zoologen*) ausgeführten Zucht-Experi-
mente haben ergeben, dass die Merkmale bei Pflanzen und
Tieren, welche der alternativen Vererbung folgen, der aller-
mannigfachsten Natur sind. Z. B. Merkmale, welche sich
nach Grösse und Gewicht bestimmen lassen, physiologische
Charaktere, chemische Eigenschaften, Färbungs- und Zeich-
nungsmerkmale, Formverhältnisse der verschiedensten Körper-
teile und Organe, etc., etc. Dabei kann es sich ebenso um
sehr auffällige und beträchtliche, wie unbedeutende und ge-
ringfügige Abweichungen handeln. Charakteristisch ist wohl
*, Man vergleiche zu dem Gegenstande die ausgezeichnete Ar-
beit meines Collegen Arn. Lang: „Ueber Vererbungsversuche‘“,
Sonderabdruck aus den Verhandlungen der Deutschen zool. Gesell-
schaft 1909, Leipzig, Wilh. Engelmann, 1909. 84 Seiten Text mit
2 Taf. u. 3 Textfiguren.
174 Prof. Dr. M. Standfuss.
ferner für die diesem Vererbungs-Modus folgenden Merkmale
ihr unvermitteltes, spontanes Auftreten, welches in einer
Reihe von Fällen als höchst wahrscheinlich, oder gewiss
nachgewiesen worden ist.
Es wäre sicher wünschenswert, wie bereits vorher an-
gedeutet worden ist, dass auch speziell von Seite der Ento-
mologen der wichtigen Frage mehr Beachtung geschenkt
würde. Die ungeheure Fülle der Insekten bietet ja eine ge-
radezu unerschöpfliche Fundgrube für geeignetes Beobach-
tungs- resp. Zucht-Material.
Unsere bisherigen Ausführungen dürften in das Wesen
der Mutationen und in die Grundregeln der
alternativen Vererbung einen Einblick ermög-
lichen.
Diese Regeln klargelegt zu haben, ist das unsterbliche,
erst lange nach seinem Tode voll gewürdigte Verdienst
Mendels, weshalb sie auch als „Mendelsche Gesetze“
bezeichnet zu werden pflegen.
An dieser Stelle seien nur wenige Worte eingeschaltet
über den zweiten, sehr viel häufigeren Vererbungsmodus:
die intermediäre Vererbung“. Ihr Wesen be-
steht, wie schon der Name ausdrückt, darin, dass die Nach-
kommenschaft sich aus individuell in ihrem Gesamtbau
mehr oder weniger schwankenden Zwischenformen zwischen
den zeugenden Typen zusammensetzt. Bei den nun schon
35 Jahre hindurch fortgeführten Hybridations-Experimenten
gelang es mir, aus mehr als 40 verschiedenen primären ,
sekundären, einzeln sogar auch tertiären Kreuzungen Brut
bis zum Falter hinauf zu erziehen. Stets konnte der Cha-
rakter der erhaltenen Bastarde als Zwischenformen festge-
stellt werden, welche aber in ihren physiognomischen, bio-
logischen und physiologischen Eigenschaften der erdge-
schichtlich älteren ihrer Ursprungsarten näher stehen, als
der erdgeschichtlich jüngeren.
Es war zudem mehrfach möglich, die für die Kreuzungs-
Experimente verbrauchten Individuen so zu wählen, dass in
der gleichen geschwisterlichen Bastard-Serie neben der inter-
mediären Vererbung auch die alternative zur Erscheinung
trat.
I. Beispiel: Gekreuzt wurde Smerinth. populi v.
austauti mut. (ab.) incarnata Aust., heterozygotisch, mit
Smerinthus ocellata L., d. h. die rötliche Frühlingsform
der nordwestafrikanischen Riesenrasse unseres mitteleuro-
Kage 51. 0 LEWER AR ARENA
N Kr up
\
t Chaerocampa (Pergesa) elpenor L. ab. daubi Niep. etc. 175
päischen Pappelschwärmers, nicht rasserein, also mit
50% Keimzellen dieser rötlichen, dominanten Mutation
und 50% Keimzellen der grauen, recessiven Grundform
gekreuzt mit unserem Abendpfauenauge.
Resultat: Brut, welche einerseits in ihren Zeichnungs-
anlagen durchweg eine Zwischenform zwischen den elter-
lichen Typen darstellte „intermediäre Vererbung“, ander-
seits hinsichtlich ihres allgemeinen Färbungscharakters
50% rötlicher Individuen aufwies, der dominanten mut.
incarnata folgend, und 50% grau gefärbte, entsprechend
der recessiven Grundform austauti „alternative Ver-
erbung*.
II. Beispiel: Gekreuzt wurde Dilina tiliae mut. (ab.)
brunnescens Stgr. &, dominant, heterozygotisch mit
Smerinthus ocellata L. ©.
Resultat: Die sehr interessanten, aber überaus spär-
lich bis zum Falterstadium aufgezogenen Gattungsbastarde
wiesen zu 50% ein zart rötliches Farbenkleid (nach tiliae
mut. brunnescens) und zu 50°/, ein grünlichgraues auf (nach
tiliae Grundform). „Alternative Vererbung“. Der Zeich-
nungscharakter hingegen entsprach ausnahmslos der „inter-
mediären Vererbung“. De Vries hat bei seinen bahn-
brechenden Zucht-Experimenten mit Pflanzen ganz ent-
sprechende*) Erscheinungen beobachten können.
Die alternative und die intermediäre Vererbung brau-
chen gleichwohl nicht notwendig grundsätzlich verschiedene
Dinge zu sein. Wenn in den beiden elterlichen Individuen
einer Generation die Merkmale, welche sich bei der Zeugung
einander so entgegenstellen, wie in unserem Falle die ver-
schiedenen Farbenkleider der Aglia tau — man bezeichnet
sich so verhaltende Merkmale auch als allelomorphe Merk-
malspaare — in grösserer Zahl vorhanden sind, so müssen
nach rein mathematischen Gesetzen eine Menge verschiede-
ner Formen als Nachkommenschaft entstehen, die sich zu
einer zwischen den beiden Ursprungstypen pendelnden In-
dividuen-Reihe anordnen lassen — eben das Resultat der
Art-Kreuzung.
Haben die Spezies A. und B. z. B. 20 allelomorphe
Merkmalspaare, von denen A. 12 dominante und 5 recessive,
*) Man vergleiche: On twin hybrids. Bot. Cazette 44 1907
p- 401—407. Ferner: Ueber die Zwillingsbastarde von Oenothera
nanella Ber. d. Deutsch. Bot. Ges. 1908 p. 667—676 und: On triple
hybrids Bot. Gazette 47 1909 p. 1—8.
A
176 Prof. Dr. M. Standfuss.
B. 5 dominante und 12 recessive besitzt, während 3 Alle-
lomorpha zu Phaenotypen verschmelzen, so lässt sich theo-
retisch auch in diesem Falle das Resultat vorausberechnen,
in natura aber kaum noch nachprüfen. Hier ist eben eine
bunte Serie mehr oder weniger intermediärer Formen das
Ergebnis. Diese in ihrem Charakter als wirkliche Zwischen-
formen noch getrübt — einerseits durch das bei der Zeugung
von Art-Bastarden sich geltend machende Uebergewicht der
Merkmale des erdgeschichtlich älteren Ursprungstypus, ander-
seits das gestörte Sexual-Verhältnis der Spezies-Hybriden ,
endlich vielleicht noch durch das schwankende Gepräge der
drei zu Phaenotypen verschmelzenden Allelomorpha.
Nun weiter die „Bedeutung“ der Mutationen! Hugo
de Vries und seine Schule sehen in ihnen elementare Arten
oder, wie wir dafür auch wohl sagen können, beginnende,
noch unfertige Arten. Trotz sehr umfassender Zucht-Experi-
mente mit Lepidopteren-Mutationen war es mir bisher nie-
mals möglich, Anfänge der physiologischen, die Fruchtbar-
keit betreffenden Divergenz und Differenz, wie sie sich selbst
bei der Kreuzung zwischen einander sehr nahestehenden
Arten stets feststellen lassen, zwischen Mutation und deren
Ausgangstypus oder zwischen verschiedenen Mutationen der
gleichen Art, aufzufinden. Indes ich gehe dieser Frage
experimentell stetsfort fleissig nach, vielleicht lassen sich
doch für gewisse Fälle der Mutation irgendwelche Anfänge
der genannten physiologischen Divergenz im Rahmen be-
stimmter Arten nachweisen.
Auch auf einem noch ganz anderen Wege habe ich
mich bemüht, den de Vries’schen Standpunkt auf seine Be-
rechtigung hin zu prüfen, nämlich durch Untersuchung der
äusseren Kopulations-Hilfsorgane am Hinterleibs-Ende der
männlichen Falter.
Schon Rambur, der sie bereits in den Nevropteres
(Paris 1842) vielfach benutzt und L&on Dufour (1844) stell-
ten fest, dass diese Organe bei den Insekten von Art zu
Art sichtliche Verschiedenheiten aufweisen, während sie
anderseits im Rahmen der Art in hohem Grade konstant
sind.
Auch diese Unterschiede müssen ja offenbar etwas Ge-
wordenes sein, ihre Anfänge mithin aufgefunden werden
können.
Bereits 1888 und die folgenden Jahre wurden vielfach
derartige Untersuchungen von mir vorgenommen (cfr. Stand-
1 Ph TR aa PUR Ad, 14 BE KU Babe Zr BER RE Be EN 1 “
Mt !
Chaerocampa (Pergesa) elpenor L. ab. daubi Niep. etc. her:
fuss, Iris 1888, p. 211—219, ferner Handbuch 1896, p. 330
und 331, auch: Zur Frage der Unterscheidung der Arten
bei den Insekten, Internat. entom. Zeitschr. Guben, 1903),
welche von 1904 ab mein damaliger Assistent W. Röpke,
jetzt in Salatiga auf Java, fleissig fortsetzte. Sie brachten
die Ueberzeugung, dass es unmöglich sei, auch nur die ge-
ringsten Unterschiede im Bau dieser äusseren Kopulations-
Hilfsorgane zwischen Ausgangstypus und Mutation, oder
zwischen den verschiedenen Mutationen einer Art zu ermit-
teln. Zu ganz dem gleichen Resultate bezüglich der Muta-
tionen gelangte eine, neben andern physiognomischen Merk-
malen, auch den Bau und die Umgestaltung der genannten
Paarungs-Hilfsorgane auf Grund ausgedehnter Untersuch-
ungen einerseits bei einer überaus grossen Menge verschie-
dener Arten, anderseits bei den mancherlei Kategorien der
Variation und Aberration im Rahmen der gleichen Art,
wobei auch die korrespondierenden Organe der Weibchen
eine eingehende Berücksichtigung erfahren, behandelnde Ar-
beit*) meines Freundes K. Jordan an dem W. v. Roth-
schildschen zool. Museum in Tring. Die mustergültige Un-
tersuchung sei nicht minder den Fachzoologen, wie den
Entomologen zu eingehendem Studium warm empfohlen.
Indes, wenn auch der uns hier beschäftigenden Kate-
gorie der Lepidopteren-Mutation ein massgebender Anteil an
der Artbildung nicht beizumessen ist, so spielen doch ge-
wisse unter ihnen eine sehr wichtige Rolle im Rahmen
ihrer Arten. Haben sie es doch vermocht, die äussere Er-
scheinung derselben in kürzester Zeit, wenigstens an ge-
wissen Fluggebieten dieser Arten, wesentlich zu modifizie-
ren**). Andre wieder sind eben im Begriffe, dies zu tun.
Zwei dieser Fälle aus der Gegenwart seien angeführt:
1. 1872 konstatierte ich in den Wäldern Mittel-Schle-
siens (bei Liegnitz, Breslau, Ohlau) unter der gefürchteten
Nonne (Lymantria monacha L.) nur 1% der schwarzen ab.
*), K. Jordan. Der Gegensatz zwischen geographischer und nicht
geographischer Variation. Mit 73 Fig. im Text. Zeitschrift f. wissen-
schaftliche Zoologie, Bd. LUXXXII, p. 152—210, Leipzig, W. Engel-
mann, 1905.
**) cfr. Standfuss: Die Beziehungen zwischen Färbung und
Lebensgewohnheit etc. ete., in der Vierteljahrsschrift d. naturf.
Gesellsch. i. Zürich, 1894, Separatabdruck p. 34—35.
. Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden, Jahrgang I9IO,
178 Prof. Dr. M. Standfuss.
eremita OÖ. und Uebergänge zu diesem Typus. 1892 und
1593 in den gleichen Wäldern jener Gegenden bereits
20%. Im Jahre 1897, wo ich das letzte Mal Gelegenheit
zu eigener Beobachtung hatte, war er in manchen jener
- Waldungen bereits auf etwa 30 % gestiegen.
2. Die eigenartige, geschwärzte Aberration des Birken-
spanners, Amphidasis. betularia L. ab. doubledayaria Mill.
war noch um 1860 nur von Gross-Britannien bekannt (cfr.
Aug. Hoffmann, Stett. Ent. Z. 1888, p. 169). Seit mehr
als 20 Jahren wird sie in Westfalen und der Rheinprovinz
in weiter Verbreitung häufiger und häufiger beobachtet.
1884 ist sie von Hannover und Gotha notiert; 1892 wurde
sie bereits bei Dresden (Steinert), Iris Dresden 1892, Bd. V,
p. 424—427) und in Schlesien (bei Gnadenfrei, teste Br.
Hartmann) nachgewiesen. 1906 ist sie dann in der Gegend
von. Berlin (Köpenick, teste H. Ede aufgefunden
worden.
Ob es sich dabei durchweg um eine so schnelle ört-
liche Verbreitung des zuerst in Gross-Britannien nachge-
wiesenen Typus handelt, oder — vielleicht wenigstens in
einigen der aufgeführten Beobachtungen — um ein lokal-
spontanes Auftreten dieser Mutation, ist für unsre Betrach-
tungen hier speziell ohne wesentliche Bedeutung. Uns in-
teressiert hier die nachweisbare Ueberhandnahme der ge-
schwärzten Formen gewisser Arten, welche sich bei der
Kontrolle der Zucht als Mutationen*) ausweisen. (Lyman-
tria (Psilura) monacha L., Standfuss, Handbuch 1896, p.
307—311, und Amphidasis betularia L., 1. e. p. 315—316.)
Auch gewisse Arten aus andern Gattungen, zumal der
Genera Acronycta (aceris L., ab. candelisequa Esp.; alni
L. ab. steinerti Casp.; strigosa ab. bryophiloides Horm.;
tridens ab. virga Tutt.; auricoma ab. pepli Hb.; euphor-
biae ab. esulae Hb.; rumicis ab. salieis Curt.) und Boar-
mia (repandata ab. conversaria Hb.; roboraria ab. infus-
cata Stgr.; consortaria ab. humperti Hump.; crepuscularia
ab. defessaria Frr.) dürften den gleichen Weg eines mehr
oder weniger schnellen Ueberganges in verdunkelte bis
geschwärzte Individuen gehen.
*) Die neben den als echte Mutationen nachweisbaren extrem
geschwärzten Individuen der Nonne und des Birkenspanners sich
findenden Uebergänge zur Normalform sind ihrem inneren Wesen
nach durch das Zucht-Experiment noch imm:r nicht genügend
kontrolliert worden.
I Mala, Ya at Ale Ne = 25 a DE RT
Yvih Nu are FT Fand PR
Auy \
Chaerocampa (Pergesa) elpenor L. ab. daubi Niep. etc. 179
Wie wichtig Mutationen im Entwicklungsgange der Art
sein können, beweisen die Mutationen der Nonne und des
Birkenspanners auf das nachdrücklichste.
So hat es ein unzweifelhaftes Inter-
esse, wenneine Mutation daserstemal zur
Beobachtung gelangt Dass wir aber in
Chaerocampa elpenor ab. daubi eine Mu-
tationvorunshaben, dafür sprecheneine
Reihe Momente:
1. Zunächst und vor allen Dingen das sofortige Auftre-
ten von zwei Individuen, und zwar einem richtigen
Paar.
. Die ausserordentlich weitgehende Gleichheit der bei-
den Stücke, bei weitem Abstande von dem Normaltypus
und vollkommenem Fehlen von Zwischenformen.
3. Das Nichtvorliegen stark umstimmender Einflüsse irgend-
welcher Art, seien sie nun gewollt, oder nicht gewollt
gewesen.
An einen „Phaenotypus“, wie wir ihn in Aglia tau
ab. weismanni kennen gelernt haben, ist nicht wohl zu
denken. Wir müssten dann die ab. daubi als eine Resul-
tante aus zwei verschiedenen Typen annehmen, die dann
beide der Beobachtung bisher entgangen wären.
Tutt, der. in seinen British-Lepidoptera die Färbungs-
abweichungen überaus sorgfältig registriert, verzeichnet
Bd. IV, p. 64, bei elpenor:
1. ab. pallida Tutt, mit düsterer, abgeblasster Rosafär-
bung.
2. ab. virgata Tutt, die Rosafärbung der Hinterflügel ist
auf eine schmale Mittelbinde reduziert.
3. ab. unicolor Tutt, Vorderflügel einfarbig grünlich-
ockerfarben.
4. ab. clara Tutt, alle Flügel mit auffallend lebhafter und
ausgedehnter Rosafärbung.
Keine dieser vier Formen zeigt in ihrem Farbenkleid
eine Entwicklungsrichtung, welche an unsre ab. daubi an-
klänge, auch als Componente, ab. daubi als Phaenotypus
gedacht, dürfte keine derselben in Betracht kommen.
Einen fünften, sehr absonderlichen Typus, der mir in
der Abbildung noch aus meiner Kinderzeit her gut in Er-
innerung blieb, stellt Esper dar (Esper, Bd. II, Taf. XXVII,
Fig. 3, Text p. 200; man vergleiche dazu ferner: Borkh.,
lI., p- 69; Meig.; Bd. II, p. 135, Taf. LXIV, Fig. 3; Ochsh.
[89)
180 Prof. Dr. M. Standfuss.
Tr., Taf. XXVI, Fig. 34, e, f; A. Neustädt und E. v. Kor-
natzki, Il. Teil, herausgeg. von A. Assmann, Breslau 1845
Tas. XXVL, Biete, in. 99).
Rebel nennt ihn in seiner 9. Auflage von Fr. Berges
Schmetterlingsbuch 1909, p. 98, ab. hades.
Das Stück wurde noch vor 1780 in Frankfurt a. M.
unter normalen Stücken erzogen. Esper sagt Bd. II, p. 200,
mit Rücksicht auf diese Aberration wörtlich: „Sie kam in
dem baren Preis von 9 Louisdor in die Sammlung des
Herrn Gerning, wo sie noch verwahrt ist.“ Die Abbildung
ist schematisch und hart. Immerhin scheint so viel aus
ihr hervorzugehen, dass der Färbungscharakter der Ober-
und Unterseite beider Flügelpaare, sowie der von Vorder-
und Mittelbrust eine ähnliche Entwicklungsrichtung aufweist,
wie die der entsprechenden Körperteile der ab. daubi. Hin-
gegen sind die Hinterbrust (Metathorax) und die Spitze des
Hinterleibes rot, die dazwischen liegenden Teile des Abdo-
mens gelblich, also ohne irgendwelche Aehnlichkeit mit ab.
daubi. Ist das Original der Esperschen Abbildung noch
irgendwo in leidlicher Erhaltung vorhanden, dann sollte
es in einer guten Reproduktion, vielleicht auch hier in der
Iris, gebracht werden.
Am wahrscheinlichsten ist die Annahme, dass die bei-
den ab. daubi hervorgingen aus der Paarung eines Indi-
viduums von gleicher Beschaffenheit, wie dieses vorliegende
Pärchen, mit einem normalen Stück von Chaeroc. elpenor
auf dem Wege heterogener Vererbung. Mit voller Sicher-
heit lässt sich die Frage: ob Mutation, ob nicht? natürlich
lediglich durch Zucht entscheiden. Chaeroc. elpenor ist in
der Gefangenschaft in nicht zu kleinen, luftigen Flugzwin-
gern (cfr. Standfuss, Handbuch, p. 41—51), bei Darreich-
ung von Nahrung: Zuckerwasser in einem weichen Pinsel
dem Rüssel bis zu behutsamer Berührung angenähert, un-
schwer zur Paarung zu bringen.
Nach dem Verhalten analoger Formen, also z. B. der
mut. melaina v. Agl. tau, der mut. doubledayaria von Am-
phid. betularia ete., dürfte ab. daubi, als Mutation gedacht,
der Normalform gegenüber dominant sein. Mit letzterer ge-
paart, würde dann eine Nachkommenschaft resultieren, welche
zur Hälfte der ab. daubi und zur Hälfte dem Normaltypus
entspricht. Wäre die ab. daubi ein Phaenotypus, so würde
sie durch Paarung mit der Normalform in ihrer Nachkom-
menschaft in ihre beiden Componenten gespalten. Die ab.
Chaerocampa (Pergesa) elpenor L. ab. daubi Niep. etc’ 181
weismanni mit Agl. tau normal gepaart, zerfällt zur Hälfte
in mut. fere-nigra und zur Hälfte in mut melaina. Die
Nachkommenschaft gleicht in diesem Falle interessanterweise
keinem der beiden Eltern. Aus der Formel ist dieses Re-
sultat sofort begreiflich:
a ) ;
Aglia tau normal — —; ab. weismannı — —
a C
GEL! h
[a — — mut. fere-nigra, heterozygotisch,
a X b b
a C ER 9 a . 2
Ja — = mut. melaina, heterozygotisch.
=
Bei der hohen Bedeutung, die einer Reihe von Mutationen
im Rahmen ihrer Arten nachweisbar zukommt, wollte ich
nicht unterlassen, auf die so hochinteressante Erscheinung
dieser Chaeroc. elpenor ab. daubi Niep. aufmerksam zu
machen.
Die photographischen Grundlagen der acht Lichtdruck-
tafeln mit den ve.schiedenen Falterformen von Aglia tau L.
wurden von meinem Sohne Rudolph und mir des Nachts bei
Gas-Auerlicht aufgenommen. Das polygraphische Institut in
Zürich leistete in diesen Liehtdrucken Hervorragendes.
Erich Heinrich, der sich als Tiermaler ausbildet und
gegenwärtig bei mir speziell Insekten malt, hat die beiden
in ihren unbestimmten Farbentönen schwierig wiederzugeben-
den ab. daubi ganz vorzüglich dargestellt.
Die Reproduktion wird den ausgezeichneten Original-
bildern leider nicht vollkommen gerecht.
Die Erhaltung der seltenen Falter ist glücklicherweise ge-
sichert. denn Freund Daub wird dafür Sorge tragen, dass seine
bewunderungswürdige Sammlung paläarctischer Gross-Schmetter-
linge für die Wissenschaft nicht verloren geht.
Zürich, Januar 1910.
min - Ba LT Yet, Ba N hl. 4 AR
Neue Papilioiormen aus dem
Bismarck-Ardiipel.
Von C. Ribbe.
Unter meinen zahlreichen Papilio ceilix lamponius von
Neu Mecklenburg befinden sich wenige Stücke, die auf der
Oberseite der Vorderflügel, vom Innenrande ausgehend, eine
Fleckenbinde mehr oder weniger stark ausgeprägt zeigen.
Auf der Unterseite zeigt sich die Binde immer stärker. Auch
die gelbliche Bestäubung der Vorderflügeloberseite ist stärker
wie bei cilix von Neu-Pommern und wie bei lamponius. Ich
benenne diese Form ab. libidori nach dem Ort Libidor auf
Nordost- Neu-Mecklenburg, wo die Stücke gefangen wurden.
P. eilix ab. libidori bildet einen Uebergang zu Papilio xeno-
philus v. hasterti Ribbe.
Von den Gardner Inseln, die östlich von Neu-Mecklen-
burg liegen, erhielt ich einige ceilix, die nicht ganz mit den
Stücken von Neu-Pommern und Neu-Mecklenburg überein- .
stimmen. & Oberseite: Die Gesamtfärbung ist stumpf grau-
braun, beinahe ganz ohne gelben Anflug. Die gelbweisse
Binde der Hinterflügel ist nach innen zu steiler und gerader
begrenzt wie bei cilix, die blauen Zeichnungen, die die roten von
unten durchschlagenden Augen nach oben zu begleiten, treten
kräftig auf, mindestens so stark wie bei cilix 9. Unterseite:
Die Gesamtfärbung ist matt, die blaue Zeichnung längs der
hellgelben Binde des Hinterflügels besonders stark entwickelt.
Die roten längs des Aussenrandes der Hinterflügel stehenden
Mondflecke nur schwach vorhanden. 9 ähnlich dem von cilix,
nur die helle Binde der Hinterflügel sehr breit. Ich benenne
diese Form ab (var?) gardneri.
Vorstand des EntomologischenVereins ‚Iris” zu Dresden.
Vorsitzender: Prof. Dr.K.M.Heller, Dresden, Franklinstr.22
Stellvertr.: Amtstierarzt Möbius, Dresden, Antonstr. 7.
Schriftführer: Ad. Winckler, Dresden-Pl., Kaitzerstr. 137.
Stellvertr.: Gust.Kretzschmar, Dresden, Bismarckplatz 6.
Rechnungsführer: | Hugo Reichelt, Dresden,
Bibliothekar: | Theresienstr. 1.
Redakteur: C. Ribbe, Radebeul b. Dresden.
Stellvertreter: Dr.P. Husadel, Dresden, Gewandhausstr. 3,
Sitzungen: Mittwoch v. 8—11 Uhr im zoolog. Garten.
Mitglieder erhalten auf Wunsch die früheren Bände unserer
Zeitschrift zu bedeutend ermässigten Preisen und zwar:
Band 1. (in 5Numm.) 340 Seit.mit2 Taf., (von demnur nocheinige wenige
nicht ganz vollständ. Exemplare vorhanden sind) für15—25 Mk,
»„ I. (in2 Heften) 286 Seiten mit 5 Taf. (1color.) statt 17Mk. für10 „
a 1 ee er 12 „4.color.Datfeln 5.2316: .,.:90;
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a ER Te secolor.- Tatenez,224 222241075
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SENT: tin 2: 2 02.3:405. °, SSCcTarm LeaK: 77255, 1055
» #48. -(in2 :, 416 „ „Slat-(1:eolor:).; 5,222: „ı: „.80:,,
BR (AN 2.27 0° pA28 S, „izfaf.(4 color.) ?,„° 25. , „10,
el: in? - 5.40.” „ 6Taf.(3coler.) „ 26 „ „iO,
„ AU. (in2 ) 415 » 9 Taf. a Ban
j 1 teilweise eoloriert) Seine LTE
„ XII. (in 2 Heften) 362 Seiten mit 8 Tafeln BR
Iebnelbile.r 2. Ä er a EHRE LNER
„XIV. (in 2 Heften) 393 Seiten mit 5 Tafeln TEEN RR Hure
SEAN. + (2 =", EINER P Fe; Wr |: ER
AN. (im: 2, 5. 0888 7, „6. Bat, 1 Titelb. a
PANIE(M2>:572):9238 a ee COLOL,). 4.0
SANIN.0n 277,5 )882 2°; ed eplar.) 2 5,7, 10
„AL a4 7,57 )250°°7, gras lascalorl 5, 18555 1075
a: nd dh: 5822 1(2,28ler:)! „7 23,20%
ART: (ind 2 .7)830%.., SUR RE En 0
exklusive Frankatur.
36° Der jährliche Mitgliedsbeitrag von 10 Mark ist
in den ersten 3 Monaten eines jeden Vereinsjahres zu
zahlen (an den Rechnungsführer H. Reichelt).
Den Herren Mitgliedern, welche ihren Beitrag zu zahlen ver-
gessen haben, wird das zweite (gegen Ende Juni erscheinende)
Di Grossschmmetterinft ir Erd
Ein Handhuch und Bestimmungswerk für Sammler, Lepidopteolage
Schulen und Museen :
herausgegeben vn Dr. phil. ADALBERT SEITZ
Bearbeitet wird dieses bedeutende Werk von ersten Autoritäten, unte Br
denen wir nennen wollen die Herren: ;
Prof. AURIVILLIUS, Stockholm; H. FRUHSTORFER, Genf; R. HAENSCH
Berlin; Dr. K. JORDAN, Tring; MABILLB, Paris; WEYMER, Elberfelı
W. v. ROTHSCHILD, London); J. RÖBER, Dresden, WARREN, Lond
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gehegter Wunsch aller Schmetterlingssammler erfüllt!
mehr, einfaches Aufschlagen der betreffenden Tafel und mit
einem Blick ist jeder Schmetterling genau bestimmt.
Das Werk kann sowohl vollständig, wie jede der zwei
Hauptabteilungen getrennt und einzeln bezogen werden.
Die einzelnen Lieferungen erscheinen in raschester Folge.
I. Haupt-Ahteilung: Die palaearctischen Grossschmetterlinge 2
Ca. 100 Lieferungen ä Mk. 1.—. Vollständig bis Ende 1910.
In diesem I. Teil werden auf ca. 225 Farbentafeln gegen 10000 Formad
unter ausgiebigster Darstellung von & und 9, sowie der Unterseiten
(bes. bei Nymphaliden, Lycaeniden, Satyriden) in vollendeter Naturtreue 55
abgebildet.
NB. Nicht nur sämtliche grossen, sondern beinahe alle in Staudinger
Rebels Katalog aufgeführten Grossschmetterlinge von ganz BKuropa sowie
aller angrenzenden Gebiete der palaearctischen Fauna kommen hier zur
Darstellung und ausserdem noch eine sehr grosse Anzahl in dem Kataldeg 3
noch nicht ber ücksichtigter palaearetischer Formen.
Zum erstenmale werden hier mit wenigen Ausnahmen sämtliche Tagfalter,
Schwärmer, Spinner, Eulen und Spanner der ganzen palaearetischen
Fauna in unübertrefflicher Naturtreue dem Interessenten vorgeführt. :;
Il. Haupt-Abteilung: Die exotischen Schmetterlinge 24
Ca. 300 Lieferungen ä& Mk. 1.50. Vollständig bis 1912. Be
In dieser II. Haupt-Abteilung werden auf ca. 650 Farbentafeln etwa
20000 Formen dargestellt. Hiervon können auch die Hauptgruppen
Rbopaloceren, Sphingiden und Bombyeiden, Noctuiden, Geometriden
einzeln -für sich subskribiert werden. =
®
NB. Um den beispiellos billigen Preis zu ermöglichen und das Werk.
nicht. zu umfangreich zu eestalten, mussten zur Raumersparnis in beiden
Teilen die grösseren Schmetterlinge halbiert dargestellt werden. Dagegen
werden sämtliche kleineren Schmetterlinge, also kleinere Tastalte
(Lycaenen, Hesperiden), Zygaenen, Sesien, kleinere Schwärmer, Spinne
Eulen, Spanner in ganzer Figur wie in den anderen Werken abgebildet.
Bestellungen nimmt jede Buchhandlung an! Lieferung I liegt in jede
Buchhandlung zur "Ansicht auf! =
Verlangen Sie ausführlichen Prospekt und Prohetafel gratis und frank
Das Werk erscheint in deutscher, englischer und franzü
sischer Sprache! ER
ER er Iris, Dresden, Band XXIV, Heft 10.
Deutsche
Entomolorische Zeitschrift
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Eris
herausgegeben
vom
Entomologischen Verein Iris zu Dresden.
Jahrgang 1910. Zehntes Heft.
Mit Nr. 8 des Korrespondenzblattes.
Inhalt. Strand: Eine neue Anaphe-Form, pag. 183. — Eine
neue Carnegia-Art, nebst Bemerkungen über die Ludi-
inen, pag. 185. — Schmetterlinge aus Zentral- und
West-Sumatra, gesammelt von Herrn Dr. Max Mosz-
kowski, pag. 190. len
» P oO as \eonj is
NV
Alla 30 1914
15. August 1910.
j Fo
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er on! Mi „gou
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Redakteur: C. Ribbe.
| Preis für Nichtmitglieder des Vereins: 3 Mark.
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B: | Berlin.
3 | R. Friedländer & Sohn.
Druck von 0.J.W, Schlenkrich, Radebaul,
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Rhynchota jet Aptera, Thysanoptera] stehen kostenfrei zur Verfügung.
Entomologische Lagerkataloge
En I
" £;
Eine neue Anaphe-Form.
Von
Embrik Strand.
(Berlin, Kgl. Zoolog. Mus.)
Von Herrn Paul Staudinger wurde dem Berliner
Museum ein Pärchen einer durch Herrn Küller bei Victoria
Nyansa erhaltenen Anaphe-Art geschenkt, die sich als
eine Form von der bisher nur von Kamerun, Togo und der
Sklavenküste bekannten Anaphe venata Butl.*) ent-
puppt hat. Sie weicht von der Hauptform hauptsächlich da-
durch ab, dass die Vorderflügel zwei dunkle Binden tra-
gen, von denen die proximale wie bei f. prince. ist, mit
dem Unterschied, dass sie am Innenrande dem Saume ein
wenig näher zu sein scheint, unbedeutend schmäler und in
der hinteren: Hälfte gegen den Saum schwach konvex ge-
bogen ist, während die distale Binde, die bei der Haupt-
form nur ausnahmsweise ganz schwach angedeutet sein
kann, im allgemeinen aber gänzlich fehlt, vom Vorderrande
bis kurz hinter die Rippe 2 sich schräg erstreckt und ge-
rade oder ganz schwach saumwärts konvex gebogen ist.
Sie ist am Vorderrande gleich weit von der proximalen
Binde und der Flügelspitze entfernt oder letzterer ein wenig
näher, während ihr hinteres Ende nur um 1% mm von der
proximalen Binde entfernt ist. Die distale Binde ist weni-
ger deutlich als die proximale und da, wie gesagt, eine
schwache Andeutung einer solchen auch bei der westafrika-
nischen Hauptform vorhanden sein kann, lässt sich die vor-
liegende Form nicht als eine von venata distinkte Art
auffassen. — Die Unterseite ist stärker braun bestäubt als
bei der f. princ.,, zumal in der Apikalhälfte, wo auch
die Zwischenräume der Rippen deutlich braun bestäubt sind;
*) cfr. Butler in: Ann. Mag. Nat. Hist., Dezbr. 1878 p. 459
bis 460, und Strand in Iris 1909 p. 191—192.
die proximale der beiden Binden der Oberseite ist angedeu-
tet, was bei der Hauptform sehr selten und noch undeut-
licher ist, und sie verläuft von der Discocellulare getrennt
(bei der f. princ. meistens damit zusammenfliessend). ee.
Auch die Rippen der Hinterflügel sind, insbesondere in der Fr ß
Vorderrandshälfte, braun bestäubt, aber allerdings schmal
und wenig auffallend. — Flügelspannung 54 mm, Flüge-
länge 25 mm.
Ich nenne die neue Form var. nyansaem.
a DR a a
Eine neue Carnegia-Art,
nebst Bemerkungen über die
Ludiinen.
Von
Embrik Strand.
(Berlin, Kgl. Zoolog. Mus.)
Carnegia genieulipennis Strand n. sp.
Ein @ von NW.-Kamerun (H. Rudatis).
9. Vorderflügel braun, im Wurzelfeld schwach grau-
lich, im Medianfeld, besonders gegen den Aussenrand des-
selben zu, mit rostbräunlichem Anflug, beide Felder getrennt
durch eine schattenförmige, subviolett - grauliche, durch eine
schwärzliche Linie geteilte, ca. 2 mm breite, gegen den
Hinterrand allmählich undeutlicher werdende Binde, die sich
am Vorderrande plötzlich bis zu einer Breite von 6—7 mm
erweitert und somit einen dreieckigen Fleck bildet, der
schwarz oder braunschwarz, nur grauweisslich begrenzt ist
und die direkte Fortsetzung und Erweiterung der erwähn-
ten schwärzlichen Linie bildet und am Vorderrande um
8 mm von der Flügelwurzel entfernt ist; in der Mitte ist
diese Binde leicht basalwärts konvex gekrümmt und bildet
daselbst an der Aussenseite 2—3 kleine Zacken. Das Me-
dianfeld ist am Hinterrande 7, am Vorderrande 12 mm, an
der breitesten Stelle etwa 15 mm breit und wird aussen von
einer schwarzen, innen schmal graulichweiss angelegten
Ziekzacklinie begrenzt, die jederseits 6—7 Auszackungen
bildet, von denen die basalwärts gerichteten etwas spitzer
sind als die der andern Seite. Im Medianfelde finden sich
drei Glasflecke, von denen der hintere, an der Discocellu-
lare gelegene Fleck der grösste ist sowie last hufeisen-
förmig, nach vorn offen; der distale dieser beiden Enden
ist scharf zugespitzt, der proximale abgerundet ‘und beide
schwach nach innen gebogen; der Längsdurchmesser des
186 Embrik Strand.
ganzen Fleckes ist 5, der Querdurchmesser fast 6 mm und
hinten bildet er eine Ecke; vom Innenrande des Median-
feldes ist er um 5,5, vom Aussenrande um 3 mm entfernt.
Vor dem zugespitzten Ende dieses Fleckes findet sich ein
viel kleinerer (3,5X1,3 mm), quergestellter, am Vorder- und
Hinterende zugespitzter, innen leicht ausgerandeter, aussen
mitten eine stumpfe Ecke bildender Fleck, der durch die
obere Discocellulare quergeteilt wird. Vor diesem Fleck,
um weniger als seinen Radius davon entfernt, liegt der .
dritte Glasfleck, der fast kreisförmig (vorn leicht zugespitzt)
ist und nur etwa 1,2 mm im Durchmesser. Das Saumfeld
wir in seiner proximalen Hälfte von einem bläulichgrauen
Schatten, der in der Mitte am dunkelsten und undeutlichsten
ist, am Vorder- und Innenrande dagegen weisslich erscheint
und von der hell rostbräunlichen Endpartie des Saumfeldes
durch einen schattenförmigen, ziekzack-wellenförmigen, sehr
undeutlichen Streifen getrennt, der in dem Analwinkel und
kurz vor der Flügelspitze ausmündet; am Vorderende wird
dieser Streifen durch einen hellgelblichen, quergestellten,
saumwärts konvex gebogenen Streifen begleitet, der sich
längs dem Vorderrande gegen die Flügelspitze umbiegt und
innen durch ein dunkelbraunes, quergestelltes, unbestimmt
besrenztes Vorderrandsfeld von der hellen Färbung der
proximalen Hälfte des Saumfeldes weit getrennt wird. An
deı: Spitze eine weissliche Schräglinie und zwei ebensolche
Punktflecke. — Hinterflügel wie die Vorderflügel, jedoch
wird das Wurzelfeld begrenzt durch einen geraden, schwärz-
lichen Schattenstreifen, der am Hinterrande um 5—6, am
Vorderrande um 10 mm von der Wurzel entfernt ist und
sich auch auf die Vorderflügel fortsetzt. Auch hier sind
drei Glasflecke im Medianfelde vorhanden, von denen der
hintere nierenförmig (nach innen konvex gebogen) und
4,2 mm gross ist, während der mittlere, der von diesem
linienschmal getrennt ist, eiförmig, 2X1,5 mm gross und
mit der Spitze saumwärts gerichtet ist. Der dritte, wenig
deutliche Glasfleck ist linienschmal, 1,5 mm lang und von
d«m mittleren um zirka 2 mm entfernt. — Unterseite der
Vorderflügel im Wurzel- und Medianfeld (die ohne Grenze
ineinander übergehen) rehfarbig, im Saumfelde, sowie die
ganzen Hinterflügel ockergelbbräunlich; das Saumfeld ist
an beiden Flügeln innen durch eine schwarze Wellenlinie
tegrenzt, zeigt in der Mitte einen wellenförmigen, dunklen,
undeutlichen Schattenstreifen und trägt an den Vorderflügeln
ne ui >
270 ung bel Ah lude A U 1. 0 land Tach TE EEK Ben a1 a BE Aa Te ae
KuTanı
Eine neue Carnegia-Art, nebst Bemerkungen über die Ludiinen. 187
einen hellen, beiderseits, insbesondere aussen schwarz bas-
grenzten, gegen die Spitze gerichteten, aber vor dieser ge-
gen den Vorderrand umbrochenen, 14 mm langen Schräg-
streifen; die Spitze selbst ist schwarz mit weissen Schuppen.
Körper braun, unten ein wenig heller und bei frischen
Exemplaren wahrscheinlich etwas ockergelblich. Gesicht
schwarz.
Flügelspannung 85 mm, Flügellänge 45 mm. Körper-
länge 26 mm, Antennenlänge zirka 7 mm.
Von der einzigen bekannten Art dieser Gattung (C.
mirabilis (Auriv.)*) nicht bloss durch Färbung und
Zeichnung, sondern auch durch den Flügelschnitt abwei-
chend, indem die Vorderflügel in der Mitte des Saumes nicht
ausgerandet sind, dagegen ist die Spitze derselben noch.
schärfer abgesetzt. Der Saum der Hinterflügel nicht wellig,
tritt aber an der Rippe 7 knieförmig hervor (daher der
Artname). Der Afterwinkel nicht so stark ausgezogen oder
so deutlich nach innen gekrümmt, wie bei C. mirabilis.
Eier, die aus dem Leibe des Tieres genommen waren,
erscheinen schwarz, dicht und fein retikuliert, ohne son-
stige leicht erkennbare Öberflächenstruktur, und ganz wenig
flachgedrückt; Durchmesser 1,9%X1,7x1,6 mm.
Aurivillius, der seine mirabilis als eine fragliche
Holocera beschrieben hatte, mit der Bemerkung, dass
sie von dieser Gattung hauptsächlich durch die Zeichnung
abweiche, hat später (Entomol. Tidsskrift 1899, p. 24/) er-
klärt, die nur im @ bekannten Carnegia seien die Q 9
zu den nur im & bekannten Goodia. Diese Ansicht ist
zweifellos irrig, was auch Aurivillius selbst in einer spä-
teren Arbeit (Arkiv f. Zoologi, Bd. 2, Nr. 4, 1904) in-
direkt zugegeben hat.
Nachdem Aurivillius 1904 1. ec. die Saturniiden in drei
Unterfamilien, Attaciinae, Saturniinae undLu-
diinae eingeteilt und ausdrücklich hervorgehoben hat,
dass das Genus Orthogonioptilum Karsch, wel-
ches von Holland falsch als Synonym zu Goodia Holl.
gezogen worden ist, nach Karsch’s Rippenbaubeschreibung
gar keine Ludiine sein kann, sondern den Saturniinen an-
gehören müsse, ist bei Neubeschreibung von Goodien Un-
tersuchung des Rippenbaues unbedingtes Erfordernis g>-
worden. Aber Herr Weymer, dessen Beschreibungen fast
*) Syn.: Holocera ? mirabilis Aur. 1895, von Holland
1896 als Carnegia mirabilis n. g. n. sp. beschrieben.
188 nbrik Birand?
ganz vorzüglich sind, hat in der Beschreibung seiner
„Goodia“ septiguttata 1909 dies völlig ignoriert,
sonst wäre er gewiss zu einem andern Ergebnis gelangt, da er
seine „Goodia“ septiguttata nur mit echten Or-
thogonioptilum- Arten vergleicht. Bei solchem Zu-
stande der Dinge bleibt leider nichts andres übrig, als vor-
läufig hypothetisch folgendes festzustellen:
Zur Saturniinengattung Orthogonioptilum Karsch,
von der merkwürdigerweise nur && bis jetzt bekannt wur-
den, gehören sicher: OÖ. adiegetum Karsch, mo-
nochromum Karsch und prox Karsch (1892); ferner
sehr wahrscheinlich „Goodia“ vestigiata Holl.,
Go%odila”, impar ' Auiv.'189, Ga lem
tristis Sonth. 1904 und „Goodia“ septiguttata
Weym. 1909. Da Guillemeia incana Sonth.Q wahr-
scheinlich eine Ludia Wall. ist, so dürfte das Genus
Guillemeia, für das sein Schöpfer auch nicht einen
einzigen distinktiven Charakter beigebracht hat, als Gattung
endgültig abgetan sein.
Zu der Ludiinengattung Goodia Holl. (Syn. Cam-
pimoptilum Karsch) gehören sicher: Goodia
nubilata Hol. & und G. lunata Holl. &. Auch
Tagoropsis nodulifera Karsch 9 ist sicher eine
Goodia und wohl nur eine Varietät zuGoodia nu-
bilata Holl. Goodia faleata Auriv: & kann der
Autor von Goodia nubilata Holl. auch nur durch
geringere Grösse und den Mangel der gezähnten Submar-
ginallinie der Vorderflügel, welche Holiand angibt, unter-
scheiden. Goodia fulvescens Sonth. 5 dürfte nichts
andres als Goodia lunata Holl. sein. — Zur Cam-
pimoptilum-Gruppe des Genuss Goodia gehören
ausser der Type „Saturnia“ kuntzei Dew. noch
Lasioptila ansorgei Kirby und Goodia hol-
landi Btl., über deren Artberechtigung gegenüber Go-
odia kuntzei Dew. nichts feststeht, sowie Campi-
moptilum ochraceum Aur 9 1901. Und endlich
ist auch „Saturnia(?)“ smithi Holl. & 1897 ein
Campimoptilum.
Von „Henucha“ grimmia Hbn. besitzt das Ber-
liner Museum nur ein schlechtes Exemplar, das an der Vor-
derflügelstelle, auf die es ankommt, zerrissen und verklebt
ist, so dass eine Untersuchung des Rippenbaues ausge-
schlossen ist. Wenn aber, was wahrscheinlich ist, „He-
'
NE
Eine neue Carnegia-Art, nebst Bemerkungen über die Ludiinen. 189
wichar seı mmia Hhnemit,„Ludiar, dewitzi
Maass.-Weym. kongenerisch sein sollte, so ist es keine Lu-
diine, sondern eine Saturniine.
Goodia unterscheide sich von Orthogoniop-
tilum unter anderm dadurch, dass bei letzterer die Flü-
gel, insbesondere unten, sehr dicht wollig behaart sind,
bei Goodia dagegen fast glatt; ferner sind bei Ortho-
gonioptilum die Vorderflügel stärker zugespitzt und
der Hinterwinkel derselben ist fast rechtwinklig, bei Goo-
dia dagegen breit gerundet.
Ludia dentata Hamps. hat (gegen Aurivillius)
mit orinoptena Karsch (nicht orinoptera, wie
Aurivillius schreibt!) nichts zu tun; letztere ist dagegen mit
L. obseura Auriv. identisch, und zwar hat orinop-
tena die Priorität.
Lasioptila ansorgei Kirby wird von Distant
(in! Inseceta Transvaalensia, III., p. 64) als ein Synonym
zu kuntzei Dew. aufgeführt und letztere Art abgebildet
(Taf. V, Fig. 6). Dass diese'Abbildung die richtige kunt-
zei darstellt, dürfte zweifellos sein, ob aber ansorgei
dazu gehört, scheint etwas fraglich zu sein, denn die Ab-
bildung von letzterer Art (in Ann. Mag. Nat. Hist. (6) 18,
Taf. XIX, Fig. 8) weicht von kuntzei u. a. durch den
Flügelschnitt so stark ab, dass, falls diese Abbildung ge-
nau wäre, sogar die Gattungsangehörigkeit fraglich erschei-
nen würde.
Schmetterlinge aus Zentral-
und West-Sumatra,
gesammelt von Herrn Dr. Max Moszkowski.
Von
Embrik Strand.
(Berlin, Kgl. Zoolog. Mus.)
Von Herrn Dr. Moszkowski wurde dem Berliner Mu-
seum eine schöne Lepidopterensammlung geschenkt, die er von
seiner im Jahre 1907 erfolgten Forschungsreise in Zentral-
und West-Sumatra mitgebracht hatte. Diese Sammlung wurde
von Herrn Prof. Dr. F. Karsch bestimmt und ein Verzeich-
nis der Arten (ohne Lokalitäts- oder sonstige weitere An-
gaben) wurde in dem vor kurzem erschienenen interessan-
ten Reisewerk des Herrn Dr. Moszkowski*) veröffentlicht.
Die weitere Bearbeitung bezw. Beschreibung der daselbst
als fraglich oder als „n. sp.?“ angeführten Arten habe ich
übernommen und gebe im folgenden mit Herrn Prof. Karschs
freundlichem Einverständnis eine Uebersicht sämtlicher Arten
unter Anführung aller Lokalitäten und Sammeldaten.
Die Kenntnis der Verbreitung der Schmetterlinge Su-
matras wird durch diese Sammlung wesentlich erweitert, die
genauen Angaben über die Sammelzeit sind für die Kennt-
nis der Flugzeit etc. der Arten von grosser Bedeutung,
und dem Museum ist die Sammlung sehr wertvoll, schon
deswegen, weil dasselbe aus der indisch-malayischen Region
verhältnismässig wenige neue Eingänge bekommt.
Januar 1910.
Fam. Danaididae.
1. Hestia Iynceus Dr. f. Iynceus Dr. von Zentral-
Sumatra: Tapung kiri, Tondum 26. IX. 07 8; f. druryi
*) Auf neuen Wegen druch Sumatra. Berlin 1909. 8.
IE RCRERNN EN RR EN ESTINUNIRLUT WAT nv
;
—_—_
Schmetterlinge aus Zentral- und West-Sumatra. 191
Moore ebenda 30. IX. (8), Tebbing tinggi 17. VIII. (9)
und Sibuaja 2. X. (8).
2. Hestia hypermnaestra Westw. f. hera Fruhst. —
Z.-Sumatra: Rokan kiri, Kasik putil 9. X. 9, 13. X. 6;
Rokan kanan, Pasir Rambah 11. X. d.
3. Ideopsis (Gamana) daos Boisd. f. sonia Fruhst.
— Z.-Sumatra: Ampat kota 14. IX. 9; Tapung kanan, Teb-
bing tinggi 17. IX. 5; Tapung kiri, Sibuaja 2. X. 9; Ro-
kan kanan, Loeboe bilang 12. X. 8; Rokan kiri, Kasik
putil 13. X. 9. — W.-Sumatra: Wald bei Rau, Padang-
sche Bovenlande ©. |
4. Radena similis L. f. vulgaris Butl. — Z.-Su-
matra: Tapung kanan, Kota Batak 8. IX. &; Daran Land-
jang 14. IX. 5; Tebbing tinggi 15.—17. IX. 8,20. IX.
09; Tapung kiri, Batug Pangago 26. IX. 5; Tondum
26. IX. &; Sungei kuning 3. X. &; Rokan kanan, Loe-
boe bilang 12. X. 5; Rambah 13. X. &; Ampat kota 8.
5. Tirumala septentrionis But. — Z.-Sumatra: Ta-
pung kiri, Tondum 20. IX. &; Sungei kuning 3. X. &.
6. Salatura melanippus Cr. f. hegesippos Cr.
— Z.-Sumatra: Tapung kanan, Daran Landjang 14. IX.
8; Tebbing tinggi 15. IX. &; Tapung kiri, Tondum 26.
38.2.0, 273 1%. im! Waldei'&;..30: IX.).5;"Sibusaja) 23%
ö; Sungei kuning 3. X. 59; Rokan kiri, Panalion 6.
X. 59; Rokan kanan, Pasir Rambah 10. X. 859; Loe-
boe bilang 12. X. &; Ampat kota &.
7. Parantica cleona Cr. f. aspasia F. — Z.-Su-
matra: Tapung kanan, Tebbing tinggi 20. IX. 5; Tapung
kiri, Tondum 26. IX. &; Tapung kanan, Rambah 15. X:
8. — W.-Sumatra: Rau, Gmoo, Bovenlande
RER 5.0.
8. Chittira luzoniensis Feld. f. ne Moore. _-
Z.-Sumatra: Tapung kanan, Tebbing tinggi 15. IX. ö; Ta-
pung kiri, Sungei kuning 4. X. 80.
9. Euploea (Tronga) bremeri Feld. — Z.- Sumatra;
Tapung kanan, Tebbing tinggi 17. IX. 8; Tapung kiri,
Batin Pangago 26. IX. &; Tondum 29. IX. 8; Sibuaja;
2. X. 9; Sungei kuning 8. X. &; Tapung kanan, Loeboe
bilang 12. X. 5; Rokan kiri &; Ampat kota 14. X. &. :
10. Euploea (Adigama) malayica Butl. — Z.- Suma-
tra: Tapung kanan, Tebbing tinggi 8. IX. 9, 16.—21. IX.
6; Tapung kiri, Tondum 29. IX. &; Sungei kuning 4.X.
6; Panalian 6. X. &; Rokan kiri 9. X. 8; Lubuk, Ban-
-
192 Embrik Strand.
dahoro 12. X. 8; Loeboe bilang 12. X. 9; Ampat kota
14. X. &; Tapung kanan, Senamonini %. — W.-Sumatra:
Gmoo, Padangsche Bovenlande 10. X. 8.
11. Euploea (Penoa) pinwillii Butl. — Z. - Sumatra:
Tapung kanan, Tebbing tinggi 15. IX. &; Tapung kiri,
Tondum 26. IX. &; Rokan kanan, Pasir Rambah 11. X.
O0; Rokan kiri 8. XI. 9. — W.-Sumatra: Gmoo, Rau,
Padangsche Bovenlande 10. X. 9.
12. Euploea (Trepsichrois) linnaei Moore. — Z.-Su-
matra: Tapung kanan, Tebbing tinggi 17. VIII. &; Siak
25. VIII. &; Tapung kanan 4. IX. 3; Tebbing tinggi 16.
bis 20. IX. &; Tapung kiri, Tondum 21.—29. IX. &; Sun-
gei kuning 4. X. 9; Rokan kiri, Loeboe bilang 12. X. &;
Tapung kanan, Daran Landjang 9. — W.-Sumatra: Gmoo,
Rau 10.X. im Walde 59; Rumbai, Padangsche Bovenlande
BEN RR.
13. Euploea (Danisepa) diocletianus F. — Z.-Suma-
tra: Tapung kanan 4.—12. IX. &; Tebbing tinggi 15. bis
20. IX. &; Pasir Rambah 10. X. 9; Rokan kiri, Batang
putik 8. XI. &. — W.-Sumatra: Gmoo, Rau, Padangsche
Bovenlande 10. X. &.
14. Euploea (Isamia) aegyptus Butl. — Z.-Sumatra:
Tapung kanan, Tebbing tinggi 15.—20. IX. &; Tapung
kiri, Batu Gadja 25. IX. 8; Tondum 30. IX. &; Loeboe
bilang 12. X. &; Tapung kanan 13. X. 2.
15. Euploea (Stietoploea) harrisi Feld. — Z.-Suma-
tra: Tapung kanan, Tebbing tinggi 15.—20. IX. &; Tapung
kiri 26. IX. &; Tondum 30. IX. 89; Sungei kuning 8.
X. 8. — W.-Sumatra: Gmoo, Padangsche Bovenlande 10.
BO 2X. D.
Fam. Satyridae.
16. Orsotriaena medus F. — Z.-Sumatra: Siak 23.—26. |
VIII. 3; Rokan kiri, Lubuk Bandahoro 12. X. 9. |
17. Henotesia (Calysisme) perseus F. — Z.-Sumatra:
Siak 25. VIII. &; Rokan kanan, Pasir Rambah 11. X. &.
18. Henotesia (Calysisme) mineus L. — Z.-Sumatra:
Siak 26. VIII. 9; Tapung kanan, Tebbing tinggi 16. IX.
6; Pasir Rambah 13. X. 82.
19. Henotesia (Mydosama) anapita Moore. — Z.-Su-
matra: Rokan kanan, Rambah 11. X. &; Ampat kota &.
- 20. Ypthima baldus F. — Z.-Sumatra: Siak 26. VIII. ©.
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BT a ai Bea Aal Aa Feis ec ah a A KT N Es
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BR f' \ ER j “
Schmetterlinge aus Zentral- und West-Sumatra. 193
21. Ypthima philomela Joh. — Z.-Sumatra: Siak,
Pangkalan Balei 28. VIII. 9; Tapung kiri, Tondum 26.
IX. 9; Rokan kanan, Rambah 14. X. 5. — W.-Sumatra:
Rau, Padangsche Bovenlande 11. X. &.
22. Ypthima pandocus Moore. — Z.-Sumatra: Kota
Ingin &. — W.-Sumatra: Rumbai, Padangsche Bovenlande
1
23. Melanitis leda L. — Z.-Sumatra: Siak 25. VIII.
& — W.-Sumatra! Gmoo, Padangsche Bovenlande 12. X. ©.
f. ismene Cr. — Z.-Sumatra: Rokan kiri, Pandalion
6. X. $; Lubuk Bandahoro 12. X. ©.
24. Melanitis bela Moore. — Z.-Sumatra: Tapung kiri
27. IX.: im Walde, &.
25. Elymnias nigrescens Butl. f. beatrice Fruhst.
— Z.-Sumatra: Siak 26. VIII. &; Tapung kanan, Tebbing
tinggi 13. X. 5; Tapung kiri, Sungei kuning 4. X. 6;
Rokan kiri, Loeboe bilang 12. X. 59; Rokan kanan,
Rambah 13. X. 5; Ampat kota 14. X. &.
26. Elymnias nesaea L. f. laisidis de Nice. — Z.-
Sumatra: Rokan kanan, Pasir Rambah &.
Fam. Morphidae.
27. Amathusia phidippus L. — Z.-Sumatra: Rokan
Kirı J.oXu 6:
28. Amathusia schoenbergi Honr. — Z.-Sumatra: Ro-
kan kiri, Panalion 5. X. &.
29. Thaumantis (Kringana) lueipor Westw. — Z.-Su-
matra: Tapung kanan, Tebbing tinggi IX. 2%.
Fam. Nymphalidae.
30. Ergolis ariadne L. — Z.-Sumatra: Tapung kiri.
Sungei kuning; Lubuk Bandahoro; Rokan kiri, Panalion
6.X. 8; Rokan kanan, Pasir Rambah 11.—24. X. 8. —
W.-Sumatra: Padangsche Bovenlande, Gmoo-Rau, 10.X. &.
31. Eurytela horsfieldi Boisd. — Z.-Sumatra: Tapung
kiri, Sungei kuning 4. X. 9.
32. Euripus halitherses Doubl. Hew. f. pfeifferae
Feld. — Z.-Sumatra: Tapung kiri, Tondum 30. IX. ©.
33. Cupha erymanthis Drury f. lotis Sulzer. — Z.-
Sumatra: Tebbing tinggi 15. IX. &; Tapung kiri, Tondum
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausg. vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden, Jahrgang I910, '
194 Embrik Strand.
2. IX. 5; Sungei kuning 3. X. 5; Rokan kiri, Panalion
6. X. 9; Lubuk Bandaharo 12. X. 8; Rokan kanan, Ram-
bah 13.—21. X. 5; Kapanuhan 2. XI. d.
34. Cethosia hypsina Feld. — Z.-Sumatra: Tapung
kiri, Sungei kuning 4. X. 5; Tondum.
35. Cynthia erotoides de Nicev. — Z.-Sumatra: Ampat
kota 14. IX. 5; Tapung kiri, Bating Pangaga 28. IX. 8;
Sungei kuning 4. X. &; Rokan kanan, Rambah 13. X. &.
36. Preeis iphita Cr. f. tosca Fruhst. — Z.-Suma-
tra: Tapung kiri, Sungei kuning 4. X. &.
37. Precis hedonia L. f. ida Or. — Z.-Sumatra: Siak
26. VIII. &; Tapung kiri, Sungei kuning 3. X. 98; Am-
pat kota 11. X. &; Rokan kiri 9. XI. &. — W.-Sumatra:
Rau, Padangsche Bovenlande 11. X. 8.
38. Preeis almana L. f. javana Feld. — Z.-Suma-
tra: Rokan kiri 9. X. 9; Rokan kanan, Rambah $& 13.—15.
X.25,20.' X.’ 59; Kapanuhan 1:21,75; Tapunekırz
Sungei kuning; Kota Ingin. — W.-Sumatra: Gmoo, Rau
MN;
39. Preeis atlites L. — Z.-Sumatra: Siak 26. VII.
69; Tapung kanan, Sandjang klan, 26. IX. &; Tondum
26. IX. 9, 29. IX. 8; Tapung kiri, Sungei kuning 3. X.
69; Rokan kanan, Pasir Rambah 10. X. &; Rokan kiri,
Lubuk Bandaharo 12. X. &. — W.-Sumatra: Padangsche
Bovenlande, Rau.
40. Preeis orithyia L. fe sumatrana Fruhst. —
W.-Sumatra: Padangsche Bovenlande, Gmoo 10. X. 89.
41. Neptis hylas L. f. papaja Moore (leucothoe +
papaya de Nicev. et Mart.). — Z.-Sumatra: Tapung kanan.
Kota Batak 7. IX. 9; Tapung kiri, Sungei kuning 3. X.
&@; Rokan kanan, Pasir Rambah 10.—15. X. 9; Rokan
kiri, Lubuk Bandaharo 12.—18. X. 5; Ampat kota 14. X.
0; Kapanuhan 1. XI. 9. — W.-Sumatra: Padangsche
Bovenlande, Gmoo-Rau 1. X. 9, 10. X. 89.
42. Neptis nata Moore f. eresina Fruhst. — Z.-
Sumatra: Tapung kiri, Tondum 30. IX. 9; Sungei kuning
4.X. 09.
43. Neptis duryodana Moore f. nesia Fruhst. — Z.-
Sumatra: Tapung kanan, Tebbing tinggi 17. IX. 3; Ta-
pung kiri, Sungei kuning 4. X. &; Rokan kanan, Pasir
Rambah 11. X. 8.
44. Neptis heliodore F. f. siaka Moore (tiga de
Schmetterlinge aus Zentral- und West-Sumatra. 195
Nieev. et Mart.). — W.-Sumatra: Padangsche Bovenlande,
Rau. 11, X,
45. Cirrochroa tyche Feld. f. rotundata Butl. (mi-
thila de Nieev. et Mart.). — W.-Sumatra: Padangsche Bo-
venlande, Gmoo-Rau 10. X. 9.
46. Dichorragia nesimachus Boisd. — Z.-Sumatra: Ro-
kan kiri, Lubuk Bandaharo 12. X. 8.
47. Limenites (Moduza) procris Cr. — Z.-Sumatra:
Tapung kanan, Tebhing tinggi 17. IX. 9; Tapung kiri,
Panalion 6. X. &; Rokan kanan, Rambah 13. X. &.
48. Pandita sinope Moore. — Z.-Sumatra: Siak, Pang-
kalanı Balei' ‘28. VIII. ©.
49. Pantoporia (Athyma) perius L. — Z.-Sumatra:
Tapung kanan, Tebbing tinggi 17. IX. &; Tapung kiri,
Tondum 29. IX. 5; Rokan kanan, Rambah 21. X.
50. Pantoporia reta Moore. — Z.-Sumatra: Tapung
kiri, Sungei kuning 4. X. &; Tapung kanan, Duknem
Dund (2),.10.IX. 8:
51. Adolias dirtea F. — Z.-Sumatra: Tapung kanan,
Tebbing tinggi 17. IX. &; Tondum 30. IX. 9.
52. Adolias eyanipardus Butl. f£ marthae Strand
n. f. (Beschreibung unten!). — Z.-Sumatra: Rokan kiri 9.
53. Tanaecia (Cynitia) cocytina Horsf. (cocytus de
Nicev. et Mart.). — Z.-Sumatra: Siak 23. VIII. &; Ta-
pung kanan, Tebbing tinggi 17. IX. 9; Tapung kiri, Ton-
dum 26. IX. &; Sungei kuning 7. X. 5; Ampat kota 14.
X. 9; Rokan kanan, Kapanuhan 1. XI. 8.
54. Eulepis jalysus Feld. — Z.-Sumatra: Tapung kiri,;
Sibuaja 2. X. ©; Sungei kuning 3. X. 6.
Fam. Nemeobiidae.
55. Zemeros emesioides Feld. — Z.-Sumatra: Tapung
kiri, Sungei kuning 4. X. &.
56. Abisara savitri Felder. — W.-Sumatra: Padang-
sche Bovenlande, Rau 11. X. 9.
Fam, Lyeaenidae.
57. Gerydus symethus Cr. — Z.-Sumatra: Tapung
kanan.
58. Cupido (Cyaniris) puspa Horsf. — Z.-Sumatra:
Tapung kiri, Sungei kuning 4. X. &; Rokan kiri, Kota
Ingin. ’
np
196 ? 4 Embrik Strand. °
k
59. Cupido (Nacaduba) basiatrata Strand n. sp. (Be-
schreibung unten!). — Tapung kiri, Sungei kuning 4.X. &.
60. Cupido (Nacaduba) ardates Moore. — Z.-Suma-
tra: Siak, Bangkalan Balei 28. VIII. &. — Tapung kiri.
— (Geschwänzte und ungeschwänzte Ex.!)
61. Cupido (Lampides) celeno Cr. — Z.-Sumatra:
Siak 23. VIII. &; Tapung kiri, Sungei kuning 4. X. 6;
Tapung kanan, Pasir Rambah 12. X. &. — W.-Sumatra:
Padangsche Bovenlande, Rau 11. X.
62. Cupido (Catachrysops) strabo F. — Z.-Sumatra:
Tapung kiri.
63. Lycaenesthes emolus Godt. — Z.-Sumatra: Ta-
pung kanan, Tebbing tinggi.
64. Curetis insularis Horsf. — Z.-Sumatra: Kota In-
gin 14. X. ©.
65. Aphnaeus lohita Horsf. — Z.-Sumatra: Rokan
kanan, Rambah 15. X. 28.
66. Taiuria donatana de Nieev. — Z.-Sumatra: Ta-
pung kiri, Sungei kuning 4. X. d.
67. Neocherita amrita Feld. — Z.-Sumatra: Rokan
kiri.
68. Ritra aurea Druce. — Z.-Sumatra, Rokan kiri,
Pandalian 6. X. &.
69. Drupadia moorei Dist. — W.-Sumatra: Padang-
sche Bovenlande, Rau 11. X. 8.
70. Eooxylides tharis Hbn. — Z.-Sumatra: Kota Ingin.
71. Loxura atymnus Cr. — Z.-Sumatra: Tapung kiri.
Sungei kuning 4. X. &.
Fam. Pierididae.
72. Delias hyparete L. f. metarete Bull. — Z.-
Sumatra: Tapung kiri, Batu Gadja 25. IX. 8.
73. Catopsilia erocale Cr. — Z.-Sumatra: Tapung
kanan. Tebbing tinggi 17. IX. &; Tapung kiri, Tondum
30. IX. &; Sungei kuning 4. X. 8; Rokan kiri, Simpan
8. X. &; Rokan kanan, Rambah 14. X. &. — W.-Suma-
ra Bau 13.808.
.-. 73b. Catopsilia erocale f. catilla Cr. — Z.-Suma-
tra: Tapung kanan, Daran Landjang 14. IX. 5; Simpan
8. X.:8; ‚Rambah: 13. X; 0,
74. Catopsilia pyranthe L. (chryseis Drury). —
2.-Sumatra: Siak 23.—26. VIII. &; Tapung kiri, Sungei
BR TRENNT RR ea]
Schmetterlinge aus Zentral- und West Sumatra. 197
kuning 4. X. Se — W.-Sumatra: Padangsche Boven-
lande, Gmoo 10. X. 5; Rumbai 12. X. 8.
75. Udaiana eynis Hew. f. pryeri Dist. — Z.-Suma-
tra: Tapung kiri, Tondum 30. IX. d&.
76. Terias hecabe L. — Z.-Sumatra: Siak 21.—26.
VIII.; Tapung kiri, im Walde, 27. IX. &; Sungei kuning
4.X. 59; Rokan kanan, Pasir Rambah 10.—15. X. 5,
21..X..0:/ RKapanuhan 2. XE 8.
76b. Terias hecabe L. f. excavata Moore. — Z.-
Sumatra: Siak 25. VIII. 9; Sungei kuning 4. X. 6; Siak
25. VIII. 9; Rokan kanan, Rambah 15. X. 8.
77. Terias silketana Wallace. — Z.-Sumatra: Siak 28.
NHr ©.
78. Dercas gobrias Hew. — Z.-Sumatra: Siak, Pang-
kalan 28. X.
79. Appias (Tachyris) hippo Cr. — Z.-Sumatra: Ta-
pung kanan, Tebbing tinggi 21. IX. 5; Tapung kiri, Batu
Gadja 25. IX. 8; Sungei kuning 3. X.; Panalian 16.X. 8;
Rokan kanan, Pasir Rambah 10.—15. X. &.
80. Hebomoia glaueippe L. f. sumatrana Hagen.
(borneensis de Nicev. et Martin). — Z.-Sumatra: Tapung
kiri, Sungei kuning 4. X. &; Bating Pangago 26. IX. &.
. 81. Pieris (Huphina) nerissa F. — Z.-Sumatra: Ta-
pung kiri, Süngei kuning 3. X. &.
82. Pieris (Huphina) lea Doubl. (amalia Snell.). —
Z.-Sumatra: Rokan kanan, Loeboe bilang 10. X. &.
Fam. Papilionidae.
83. Troides brookeanus Wallace. — Z.-Sumatra: Ta-
pung kiri, Tondum 26. IX. 5; Rokan kiri, Lubuk Banda-
haro 12. X. ©. |
84. Troides helena L. (pompeus Cram.) f. cer-
berus Feld. — Z.-Sumatra: Rokan kiri, Panalian 4. X.
Q; Rokan kanan, Tondum 30. X. &. — W.-Sumatra: Pa-
dangsche Bovenlande, Rau 10. X. ©.
85. Papilio payeni Boisd. f. brunei Fruhst. — Z.-
Sumatra: Rokan kiri, Lubuk Bandaharo 12. X. &.
86. Papilio erebus Wallace. — Z.-Sumatra: Rokan
kiri, Batang putik 2. XI. ©.
87. Papilio nephelus Boisd. f. saturnus Guer. —
2Z.-Sumatra: Tapung kanan 12. IX. &; Tapung kiri, im
Walde, 27. IX. 9; Rokan kiri, Panalion 5. X. &. :
198 “= Embrik Strand.
88. Papilio polytes L. — Z.-Sumatra: Siak 2. VII.
6; Tapung kiri, Tondum 26. IX. &; Rokan kanan, Ram-
bah 13. X. 5. — W.-Sumatra: Rau 11. X. ©.
89. Papilio paradoxus telesieles Feld. ab. aenigma
Wall. — Z.-Sumatra: Ampat kota. — ab. daija Rothsch.
von Z.-Sumatra: Tapung kiri, Kassikan 22. X. ©.
90. Papilio caunus Westw. f. aegialus Dis. —
Z.-Sumatra: Ampat kota 14. X.
- 91. Papilio antiphates Cram. f. aleibiades FE.
ab. itam-puti Btl. — Z.-Sumatra: Tapung kiri, Bating
Pangago 15. IX. 3; Tapung kanan, Tebbing tinggi 15. IX.
6; Rokan kanan, Rambah 20. X. 8.
92. Papilio empedocles F. — Z.-Sumatra: Rokan
kanan, Pasir Rambah 10. X. 2&.
...9. Papilio eurypylus L. f. axion Felder. — Z.-
Sumatra: Tapung kanan 4. IX. 5; Tapung kiri, Sungei
kuning 4. X. $. — ab. mecisteus Dist. von Tapung
kanan, Kota Batak.
94. Papilio evemon Boisd. — Z.- Sumatra: Tapung
kanan 5.—12. IX. &; Tebbing tinggi; Tapung kiri, Batang
Putlle‘.8. RL...
9. Papilio sarpedon L. — W.-Sumatra: Rokan kiri,
Kampeng Baru 13. X. 5; Kota Ingin 14. X. d.
96. Papilio agamemnon L. — Z.-Sumatra: Tapung
kiri, Bating Pangago 26. IX. &; Tondum 29. IX.
97. Papilio leucotho& Westw. f.interjectusHonr.
— Z.-Sumatra: Sungei kuning 3. X. &. — W.-Sumatra:
Padangsche Bovenlande, Gmoo.
98. Papilio delesserti Guer. f. Jaodocus Haan. —
Z.Sumatra: Ampat kota 15. X. &. De
Fam Sphingidae
99. Herse convolvuli L. — Z.-Sumatra: Tapung: kiri.
100. Panaera mydon WIik. v. elegantulus H.S.
101. Hippotion boerhaviae F. — W.-Sumatra: Rau,
Padangsche Bovenlande 10. X.
102. Theretra rhesus Boisd. — Z.-Sumatra: Tapung
kiri.
Fam. Uraniidae,
103. Strophidia fasciata Cr. — Z.-Sumatra: Rokan
kanan. AR 5 2 Ä Ar er ER
Schmetterlinge aus Zentral- und West-Sumatra. 199
Fam. Geometridae.
104. Synegia botydaria Gn. — Z.-Sumatra: Siak 27.
IE..©:
105. Macaria faseiata F. — Z.-Sumatra: Tapung kiri
BHLIN.?’ 5:
106. Eumelea rosalis Cr. ab. feliciata Gn. — Z.-
Sumatra: Tapung kiri &. — ab. vulpenaria Cr. Ro-
kan kanan, Pasir Rambah 10. X. &: — ab. ludovicata
Gn. Tapung kanan.
107. Anisodes obstataria Wlk. — Z.-Sumatra: Tapung
kanan 3. IX. &.
108. Anisodes monetaria Gn. — Z.-Sumatra: Siak 27.
19.0.
109. Timandra aventiaria Gn. — Z.-Sumatra: Siak 25.
VILL ©.
110. Protlepsis apollinaria Gn. — Z.-Sumatra: Ta-
pung kanan 5. IX. d.
111. Somatina (Nobilia) turbata Wlik. — Z.-Sumatra:
Siak 23. VIII.; Pangkolan Bela 28. VIII.; Tapung kanan
3. IX.; Kota Bolete 5. IX.
112. Euschema militaris L. — Z.-Sumatra: Tapung
kiri;, Kassikan 27. RR.
113. Euschema bellonariaGn. — Z.-Sumatra: Tapung
kanan.
114. Euschema malayaria Gn. — Z.-Sumatra: Pana-
lian 6. X. und Tapung kanan 12. IX.
115. Pseudoterpna ruginaria Gn. — Z.-Sumatra: Ta-
pung kanan 4. IX. 8; Kota Batak 8. IX. 8.
116. Pseudoterpna tapungkanana Strand n. sp. (Be-
schreibung unten!). — Tapung kanan 4. IX. 2.
Fam. Notodontidae.
117. Crinodes sommeri Hbn. — Z.-Sumatra: Siak, Se-
kun. Buroe.
Fam. Lasiocampidae.
118. Metanastria latipennis Wlk. — Z.-Sumatra: Ro-
kan kanan, Rambah 2. XI. 28.
119. Trabala vishnon Lef. — Z.-Sumatra: Rokan ka-
nan, Pasir Pengerayan 23. X. &.
Fam. Lymantriidae.
. 120. Aroa fenestriculata Strand n. sp. (Beschreibung
unten!). — Z.-Sumatra: Prawang 31. VII.
-
200 Embrik Strand.
121. Laelia moszkowskii Strand n. sp. (do. do.). —
Z.-Sumatra: Siak, Sekun Buroe 2. IX. ©.
122. Leucoma pulverulenta Snell. — Z.-Sumatra: Pa-
‚sir Pengerayan 13. X. 8.
Fam. Arctiidae.
123. Creatonotus gangis L. — Z.-Sumatra: Siak 23.
bis 29. VIII. &. — W.-Sumatra: Rau 11. X. ©.
124. Diaerisia strigatula Wlk. — Z.-Sumatra: Simpan
8... X 0:1, Pasir Benserayan 23..X% 998!
125. Deilemera latistriga Wlk. — Z.-Sumatra: Ton-
dam 29. 1X. 8:
126. Deilemera tripunctaria L. — Z.-Sumatra: Lubuk
Bandaharo 12. X. 8.
127. Deilemera coleta Cr. — Z.-Sumatra: Tondum
26. IX. O!
Fam. Agaristidae.
128. Serobigera proxima Wlik. — Z.-Sumatra: Siak.
Fam. Noetuidae.
129. Euxoa interjeetionis Gn. — Z.-Sumatra: Pasir
Rambah 11. X. &.
130. Stietoptera ceueullioides Gn. — Z.-Sumatra: Siak
DU IL.
131. Stietoptera desoribens WIk. (St. anisoptera Snell.)
Wie vorige Art.
132. Cosmophila fulvida Gn. — Siak 25. VIII. 9.
133. Nyetipao eaprimulgus F. — Z.-Sumatra: Teb-
bing tinggi 20. IX. &; Loeboe bilang 12. X. 6. — W.-
Sumatra: Padangsche Bovenlande.
134. Polydesma spissa Gn. — Siak 27. VII. 9.
135. Ophiusa serva F. — Z.-Sumatra: Tapung kiri.
136. Remigia archesia Cr. — Z.-Sumatra: Pasir Peng-
erayan 25. X.,O.
137. Remigia frugalis F. — Siak 25. VII. ©.
138. Ommatophora luminosa Cr. — Z.-Sumatra: Sim-
pan 8. XI. ©.
139. Phyllodes inspieillator Gn. (Verhuelli Voll.). —
Z.-Sumatra: Rokan kiri, Kasik putik 9. X. 8.
140. Ophiodes sultana Snell. — Siak 26. VIII. ©. |
141. Serrodes villosipeda Strand n. sp. (Beschreibung
unten!) — Z.-Sumatra: Tapung kanan 5. IX. &. |
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Schmetterlinge aus Zentral- und West-Sumatra. 201
142. Raparna sp. — Siak 29. VIII. 9.
143. Dierna affinis Snell.e. — W.-Sumatra: Rau, Pa-
dangsche Bovenlande 11. X. &.
Fam. Chaleosiidae.
144. Amesia noctipennis WIk. — Z.-Sumatra: Simpan
8. X. ©. — (Ist wohl nur eine Form der Amesia eu-
ploeoides H. S. = namouna Doubl.)
145. Pompelon marginata Guer. — Tondum 26. IX. ©.
146. Cyelosia papilionaris Dr. — Z.-Sumatra: Ram-
bah 15. X. 9.
147. Cycelosia metachloros Moore. — W.-Sumatra:
Rumsei, Padangsche Bovenlande 12. X. 8.
148. Milleria obliquaria F. — Z.-Sumatra: Tebbing
tinggi 11. IX. 9.
Fam. Limacodidae.
149. Setora nitens Wlk. — Z.-Sumatra: Rokan kiri;
Rokan kanan, Pasir Pengerayan 23. X. 5; Kapanuhan 1.
ST.
150. Thosea fluxa Snell. (?) Ein schlecht erhaltenes
& von Siak 27. VII.
Fam. Cossidae.
151. Phragmatoecia sumatrensis Snell. — Z.-Sumatra:
Siak, Prawang 31. VIII.; Rokan kanan, Pasir Pengerayan
23. X. — W.-Sumatra! Gmoo, Rau, Padangsche Bovenlande
1.X. — Alles 58.
Fam. Hesperiidae.
152. Odontoptilum angulata Feld. (sura Moore sec. de
Nie. et Martin.) — Z.-Sumatra: Kota Ingin.
153. Matapa aria Moore. — Z.-Sumatra: Rokan kanan,
Pasir Pengerayan 25. X. &.
154. Erionota thrax L. — Z.-Sumatra: Rokan kiri,
Lubuk Bandahoro 12. X.; Rokan kanan 29. X.; Kota Ingin.
155. Kerana diocles Moore. (= Ismene lizetta Plötz).
— Siak 26. VIII.
156. Hidari irava Moore. — Rokan kiri 9. X.
157. Telicota augias L. — Z.-Sumatra: Kota Ingin.
158. Telicota bambusae Moore. — Z.-Sumatra: Rokan
kiri 9.:X..&.
202 Embrik Strand.
159. Hasora chabrona Plötz. — Tapung kanan 11. bis
13.9X:
Fam. Pyralididae.
160. Acara dohrni Her. = ? morosella Wik. —
Tondum 26. X. ©.
161. Patissa melanostigma Strand n. sp. (Beschrei-
bung unten!) Siak 24. VIII. 52.
162. Phryganodes oder Sylepta sp. — Ein schlecht
erhaltenes & ohne Hinterbeine von Tapung kanan 3. IX.
163. Glyphodes hilaralis WIk. (aquosalis Snellen). —
Z.-Sumatra: Siak, Prawang 31. VIII. &; Tapung kanan
ENMIRN
164. Glyphodes marinata F. — Tapung kanan, Kota
Batak 8. IX. 2.
165. Glyphodes bracata Her. — Z.-Sumatra: Tapung
kiri, Batu Gadja 25. IX. 28.
166. Glyphodes glaueulalis Gn. — W.-Sumatra: Gmoo,
Rau, Padangsche Bovenlande 10. X. &.
167. Glyphodes actorionalis Wlk. — Siak 27. I. &.
168. Glyphodes itysalis Wik. — Tapung kanan 12,
IR:
169. Glyphodes westermanni SneTE — Z.-Sumatra:
Rokan kanan, Pangaw 31. X. &.
170. Glyphodes stolalis Gn. — Tapung kanan.
171. Maruca testulalis Geyer. — Z.-Sumatra: Tapung
kanan 5. IX. ®&.
Beschreibung der neuen Arten.
Adolias eyanipardus Butl. f£ marthae Strand n. f.
©. Mit Adoliaseyanipardus sandakanus
Fruhst. am nächsten verwandt, aber grösser (Flügelspan-
nung 107 mm, Flügellänge 60 mm, Fühlerlänge 30 mm,
Körperlänge 35 mm), die Grundfarbe der Oberseite noch
dunkler (als bei den beiden mir vorliegenden Exemplaren
von sandakanus), die Flecke der beiden distalen
Fleckenreihen der Hinterflügel mehr in die Quere gezogen
und in der hinteren Hälfte der Reihe meistens zusammen-
hängend, die Färbung der Unterseite der Hinterflügel und
der Spitze und eines Teiles des Vorderrandes der Vorder-
flügel hell grüngrau, ohne den stark. hervortretenden blauen
Anflug der "Subsp. sandakanus; die Augen TOUR
bei sandakanus schwarz.
rl 17 A ENTERTAIN Min 2 001")
Hay
Schmetterlinge aus Zentral- und West- Sumatra. 203
Zu Ehren der Frau des Herrn Dr. Moszkowski be-
nannt.
Nacaduba basiatrata Strand n. sp.
&. Erinnert ein wenig an N. bhutea de Nic., ist
aber ungeschwänzt ete. — Körper schwarz oder braun-
schwarz, oben mit ebensolcher Behaarung, die jedenfalls auf
dem Thorax mit weisslichen oder gräulichen Haaren unter-
mischt ist. Bauch hellgrau, Unterseite des Thorax und die
Extremitäten mit grauweisslicher und rein weisser Behaa-
rung. Palpen schwarz und aussen weiss behaart. Der in-
nere und äussere Augenrand schneeweiss; diese beiden
Linien erscheinen oben breit, unten schmal getrennt. An-
tennen schwarz, auch oben weiss geringelt und mit weis-
ser Spitze. — Oberseite der Flügel bläulich braun,
der blaue Schimmer nur in gewissen Richtungen deutlich
(bei ganz frischen Exemplaren wahrscheinlich stärker), mit
ganz schmaler, schwarzer Saumbinde, die in und hinter der
Mitte kaum 1 mm breit ist, von da an nach vorn sich aber
allmählich bis zur doppelten oder dreifachen Breite erwei-
tert und sich, etwas verschmälert und weniger deutlich be-
grenzt, längs dem Vorderrande bis zur Basis fortsetzt, ge-
gen die letztere sich wiederum erweiternd. Längs den Rip-
pen scheint zum Teil schwärzliche Bestäubung vorhanden
zu sein. Der schwarze Analfleck der Unterseite der Hin-
terflügel schimmert undeutlich durch. Fransen in der Api-
calhälfte dunkelgräulich erscheinend.. — Unterseite
aller Flügel ockergraugelblich, die hintere Hälfte des Me-
dianfeldes der Vorderflügel am hellsten gefärbt, die Basis
schwarz, und zwar erstreckt dies schwarze, ziemlich scharf
begrenzte Feld sich am Vorderrande der Vorderflügel bis
zur Mitte desselben, ist vom Vorderrande der Zelle bis zum
Hinterrande des Flügels aussen quergeschnitten und 3—4
mm lang und schliesst den in der Mitte der Zelle gelege-
nen, nunmehr bloss durch die hellere Begrenzung erkenn-
baren Querfleck ein; im Hinterflügel bildet dies schwarze
Feld nur eine schmale Querbinde, die am Vorderrande des
Flügels etwa 2, am Hinterrande nur 1 mm lang (breit) ist.
Am Ende der Zelle der Vorderflügel ein nur durch die
weissliche, innen dunkler angelegte Grenzlinie angedeuteter
Querfleck oder kurze Querbinde, und um fast 2 mm weiter
saumwärts findet sich eine ebenso gebildete und nicht deut-
lichere, 1 mm breite, an den Rippen 2, 3 und 4 schwach
gebrochene (aber nicht deutlich unterbrochene) Binde, die
.
204 Embrik Strand.
den Hinterrand nicht ganz erreicht, in der vorderen Hälfte
gerade, in der hinteren schwach basalwärts konvex gebo-
gen erscheint und an der Rippe 4 eine kleine, saumwärts
gerichtete Ecke bilde. Das Saumfeld mit zwei Reihen grau-
schwarzer, nicht scharf markierter und nur durch die
Grundfärbung begrenzter Querflecke, die eine etwa ellipsen-
förmige oder ellipsenförmig-dreieckige Form haben; die
äusseren sind durch eine hellere Linie deutlich von der
schwarzen Randlinie getrennt. — Die Grundfärbung der
Unterseite der Hinterflügel ein wenig dunkler mit ähn-
lichen, eigentlich nur durch die hellere Grenzlinie erkennbaren,
wenig deutlichen Zeichnungen: einer den Hinterrand nicht
erreichenden, zweimal eingeschnürten, aber nicht dadurch
in Flecken aufgelösten, geraden Querbinde, einer ebensol-
chen medianen, von dem Vorderrand der Zelle bis zum
Hinterrande sich erstreckenden, zwei- oder dreimal unter-
brochenen, gegen den Saum konvex gekrümmten Querbinde,
sowie einer z. T. in Flecken aufgelösten, saumwärts stark
konvex gekrümmten, vom Vorderrande bis hinter die Mitte
sich erstreckenden submedianen Binde, die auch als durch
die hintere Hälfte der medianen Binde bis zum Hinterrande
fortgesetzt aufgefasst werden kann, in welchem Falle letz-
tere nur noch aus dem Querfleck am Ende der Zelle be-
stehen würde. Dunkle Flecke des Saumfeldes wie an den
Vorderflügeln. Im Felde 2 mit dem gewöhnlichen Augen-
fleck versehen, der tiefschwarz, reichlich 1 mm im Durch-
messer, innen und beiderseits schmal blass orangegelblich
begrenzt, aussen aber nur durch die Grundfarbe von der
schwarzen Saumlinie getrennt ist.
Flügelspannung 24, Flügellänge 13, Körperlänge 10
bis 11 mm.
Zwei weitere Exemplare derselben Art sind im Ber-
liner Museum von Deli (Sumatra) — L. Martin leg. — vor-
_ handen.
Pseudoterpna tapungkanana Strand n. sp.
6. Mit Ps. ruginaria Gn. nahe verwandt, aber
die das helle Mittelfeld aussen begrenzende Querlinie ist an
allen Flügeln weniger gekrümmt, aussen schärfer gezackt,
in ihrem ganzen Verlauf an den Hinterflügeln und in der
hinteren Hälfte an den Vorderflügeln aussen weisslich be-
grenzt; die das Wurzelfeld aussen begrenzende dunkle Linie
bildet im Felde 1b einen mit der Spitze saumwärts gerich-
teten spitzen Winkel, von dessen Spitze sie bis zum Vor-
Schmetterlinge aus Zentral- und West-Sumatra. 205
derrande gerade verläuft und ist daselbst doppelt so weit
von der äusseren Grenzlinie des Medianfeldes, wie von der
Wurzel entfernt (bei ruginaria gleich weit); die Dis-
cozellulare ist durch einen scharf markierten schwarzen Strich
begrenzt; die Grundfarbe ziemlich rein weiss, im Median-
und Wurzelfelde ganz sparsam mit grossen dunklen Schüpp-
chen bestreut, etwas dichter dunkel bestäubt am Vorder-
rande; das dunkle Saumfeld aller Flügel mit einer schma-
len weisslichen, quer verlaufenden Wellenbinde durch die Mitte;
die Saumlinie tiefschwarz, scharf markiert. Abdomen oben
sparsam mit grossen schwarzen Schüppchen bestreut. Un-
terseite wie bei Ps. ruginaria, aber die Hinterflügel
des einen Exemplars tragen einen kleinen schwarzen Me-
dianfleck, und die weisse Aussenrandbinde des Medianfeldes
der Vorderflügel ist breiter. Die Hinterflügel sind schlan-
ker, am Saume weniger gerundet, und endlich ist die Grösse
bedeutender als bei ruginaria: Flügelspannung 39,
Flügellänge 21, Körperlänge 17 mm.
Laelia moszkowskii Strand n. sp.
DO. Basalhälfte der Vorderflügel dunkelbraun mit un-
deutlich heller braunen Querwischen, an der Basis vorn
rein schwarz, am Hinterrande erstreckt die dunkle Färbung
sich bis zur Mitte desselben, und ihre Grenzlinie zwischen
dem Hinterrande und der Zelle ist gerade und senkrecht
auf den Rand gestellt; ferner ist die ganze Zelle und wahr-
scheinlich auch der entsprechende Teil des Costalfeldes dun-
kelbraun. Endhälfte hellbraun, etwas ockergelblich, an der
Spitze dunkler mit einer undeutlich dunkleren, an den Rip-
pen unterbrochenen Saumlinie und einer saumwärts leicht
konvex gebogenen, um 1,5—3 mm vom Saume entfernten
Querreihe schwarzer, durch die Rippen getrennter kleiner
Querflecke, von denen der eine oder die beiden am Vorder-
rande die grössten sind. Fransen braun. Unterseite ein-
farbig dunkelbraun mit Andeutung eines dunkleren Quer-
wisches an der Discozellulare (der auch oben zur Not sich
erkennen lässt) und etwas hellerem Hinterrand. — Hinter-
flügel oben einfarbig grauschwarz mit kleinem tiefschwar-
zem Mittelpunktfleck, unten wie die Vorderflügel mit An-
deutung zweier (oder nur eines?) dunkleren Querstriche in
der Endhälfte. — Körper und Extremitäten einfarbig braun.
— Flügelspannung 35. Flügellänge 19, Körperlänge 19 mm.
Aroa fenestriculata Strand n. sp.
8. Vorderflügel hellgrau, braungelblich angeflogen,
206 *" Embrik Strand.‘
an der Basis und in der Basalhälfte des Hinterrandes hell
ockergelblich, am Hinterrande der Discozellulare ein schwärz-
licher Punktfleck; unweit der Spitze zwei runde Fenster-
flecke, von denen der distale (im Felde 7) fast punktförmig
und um mehr als seinen doppelten Durchmesser von der
Flügelspitze, um weniger als den doppelten Durchmesser
von dem andern, im Felde 6 gelegenen Fleck. entfernt ist;
der Durchmesser des letzteren ist etwa viermal so gross
als der des kleinen Flecks. Fransen kaum heller. Unter-
seite mit Ausnahme des Vorderrandes heller. — Hinterflügel
oben und unten weisslich, an der Spitze oben mit Andeu-
tung graubräunlicher Bestäubung, am Saume unten etwa
fünf undeutliche, graubräunliche Flecke. — Der Körper
scheint oben ockergelblich oder hell bräunlichgelb zu sein
und ebenso die Extremitäten, der Bauch mit Ausnahme der
weissen Analpartie und das Gesicht; die Brust weiss. —
Flügelspannung 22, Flügellänge 12, Körperlänge 9 mm.
Von NO.-Borneo, Kina Balu (Waterstradt, ex Coll. Stau-
dinger) liegen zwei Aroa- Männchen vor, die von der be-
schriebenen Art nicht verschieden sein werden. Sie sind aber
grösser (25—27 mm Flügelspannung), der Körper mehr
'weisslich behaart, die dunkle Vorderrandbinde der Unter-
seite der Vdfl. noch dunkler und schärfer markiert, ebenso
‚die Saumflecke der Unterseite der Hitfl. Ferner erscheint
die Ecke des Saumes der Hifl. schärfer als beim einzigen
vorliegenden Exemplar von der Hauptform. Ob diese Unter-
schiede zur Begründung einer besonderen Lokalvarietät ge-
nügen werden, kann erst an der Hand reichlicheren Mate-
riales entschieden werden; eventuell möge diese den Namen
kinabaluensis m. bekommen.
Serrodes villosipeda Strand n sp.
5. Vorderflügel dunkelbraun mit weisslichem Saumfeld
und weissen Zeichnungen: auch der Hinterrand, mit Aus-
nahme des basalen Drittels und zwar in einer Breite von
fast 2 mm weisslich; alle weissen Partien mehr oder weni-
ger graulich oder gelblich angeflogen. An der Basis findet
sich nahe dem Vorderrande und etwa in der Mitte je ein
tiefschwarzer Längsstrich, von denen der mittlere von ei-
nem weissen schräggestellten Querstrich etwa halbiert wird;
ein ähnlicher, mehr schräggestellter schwarzer Längsstrich
findet sich am Hinterrande in einer Entfernung von der
Wurzel von fast 3 mm. Kurz hinter dem. Ursprung der
e%
3 ” Fr, . R
sc Sg
Schmetterlinge aus Zentral- und West-Sumatra. 207
Rippe 2 findet sich ein weisser, vorn schwarz angelegter
Punktfleck und längs der Hinterseite der Rippe 4 ein weisser,
etwa 3,5 mm langer und um 5 mm vom Saume entiernter
Längsstrich, der sich am distalen Ende nach vorn bis zur
Rippe 5 umbiegt und erweitert. Längs dem Vorderrande
sind Wurzel- und Medianfeld an diesem Exemplar zwar
graugelblich, mit dunkleren Schuppen eingemischt, aber ofllen-
bar auch etwas abgerieben, so dass man nicht sicher sein
kann. ob dies auch die natürliche Färbung ist. Auch die
Basalhälfte der Zelle ist gelblich beschuppt. Das ca. 3 mm
breite, etwa parallelseitige Saumfeld wird innen durch eine
zwischen den Rippen 2 und 7 scharf markierte, regelmässig
wellenförmig verlaufende, mit 5—6 schwarzen Flecken an
der Innenseite bezeichnete Linie begrenzt, während es so-
wohl am Vorder- als Hinterrande ohne erkennbare Grenze
in die hellen Felder dieser Ränder übergeht. Die Endhälite
des Saumfeldes scheint schwach gebräunt zu sein und in
den Feldern 2 und 3 findet sich je ein runder dunkler
Fleck. Unterseite hellbräunlich mit hellerem Hinterrande
und so weit jetzt erkennbar, ohne andere Zeichnungen als
Andeutung eines dunklen Mittelfleckes und ebensolchen Quer-
streifens (?). — Hinterflügel: Basalhälite hell graugelblich
mit schwarzem Mittelpunkt, Endhälfte braun, die Grenze ziem-
lich scharf markiert und geradlinig. Unten sind die Hifl.
mehr einfarbig mit deutlicherem Mittelfleck; das Saumfeld
unregelmässig bräunlich beschuppt mit Andeutung einer
dunkleren Grenzbinde innen. — Körper und Extremitäten
erscheinen graubräunlich mit mehr oder weniger deutlichem
gelblichem Glanz.
Flügelspannung 31 mm, Flügellänge 15 mm, Körper-
länge 17 mm.
Da das Tier von der Type der Gattung Serrodes
Gn. durch einige Merkmale, die auch für die Unterschei-
dung der Gattungen in Betracht kommen können, abweicht,
erlaube ich mir die wichtigsten Gattungsmerk-
male der Serrodes villosipeda m. hier an-
zuführen: Proboseis stark entwickelt. Augen unbehaart.
Die Zelle der Hinterflügel reichlich gleich einem Drittel
der Flügellänge. Vorderflügel mit wenig scharfer und
nicht ausgezogener Spitze und wellenförmigem, leicht ge-
krümmtem und wenig schrägem Saum, der an der Rippe 4
eine ganz kleine Ecke zu bilden scheint; Htfl. breit gerun-
det, mit wellenförmigem Saum, in der Tat so lang wie Ab-
-
208 Embrik Strand.
domen, aber zusammengelegt dessen Spitze doch nicht er-
reichend; Vorderrand der Vdfl. ziemlich gerade. Abdomen
gleichmässig, kurz, anliegend behaart, ohne irgendwelche
abstehende Büschel. Fühler fadenförmig, mässig lang, fein,
sparsam und undeutlich ziliiert. Mitteltibien scheinen un-
bewehrt zu sein. Palpen parallel nach vorn und etwas
nach oben gerichtet, das zweite Glied unten ganz kurz,
dicht und fast anliegend behaart, so dass es in Seitenansicht
nur unbedeutend breiter als von oben gesehen, sowie pa-
rallelseitig erscheint; das Endglied etwa halb so lang wie
das zweite, am Ende stumpf gerundet, nach vorn und un-
bedeutend nach oben gerichtet. Frons anliegend beschuppt,
breit gerundet. Charakteristisch ist vor allen Dingen die
lange dichte wollige Behaarung der Femoren und noch
mehr der Tibien aller Beine.
Patissa melanostigma Strand n. sp.
8@. Alle Flügel und Fransen weiss, perlmutterartig
schimmernd, die Vdfl. mit einem tiefschwarzen, kurz eiför-
migen Punktfleck am Vorderrande der Discozellulare, der
unten nur undeutlich durchschimmert. Vorderleib weiss,
Hinterleib graulichweiss. In unversehrtem Zustande wären
wahrscheinlich auch die Beine weiss; sie erscheinen nun-
mehr braungelblich. Fühler scheinen oben weiss, unten
dunkler zu sein. — Flügelspannung 19—20 mm, Flügel-
länge 10 mm, Körperlänge S—9 mm.
Vorstand des EntomologischenVereins ‚lris” zu Dresden. | |
Vorsitzender: Prof. Dr.K.M.Heller, Dresden, Franklinstr.22.
Stellvertr.: Amtstierarzt Möbius, Dresden, Schlachthof.
Schriftführer: Ad. Winekler, Dresden-Pl., Kaitzerstr. 137.
Stellvertr.: Gust.Kretzschmar, Dresden, Bismarckplatz 6.
Reehnungsführ.: Hugo Reichelt, Dresden, Leipzigerstr 99.
Bibliothekar: Amtstierarzt Möbius, Dresden, Schlachthof.
Redakteur: ©. Ribbe, Radebeul b. Dresden.
Stellvertreter: Dr. P. Husadel, Dresden, Gewandhausstr. 3.
Sitzungen: Mittwoch v. 8—11 Uhr im zoolog. Garten.
Mitglieder erhalten auf Wunsch die früheren Bände unserer
Zeitschrift zu bedeutend ermässigten Preisen und zwar!
Band I. (in5Numm.) 340 Seit.mit2Taf., (von dem nur noch einige wenige
nicht ganz vollständ. Exemplare vorhanden sind) für 15—25 Mk,
„ I. (in 2 Heften) 286 Seiten mit 5 Taf. (1 color.) statt I7Mk. für10 „
SEINE 2/72 N SA8. m +4 color. Natelm. 10: .E%.2.,0108
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1 teilweise eoloriert) Sur SER. AO. ROT
„ XII. (in 2 Heften) 362 Seiten mit 8 Tafeln a
1 Titelbild . . En A LO
„XIV. (in2 Heften) 393 Seiten mit5 Tafel . BE ER ALS NEN BER rn LORE
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exklusive Frankatur.
ss” Der jährliche Mitgliedsbeitrag von 10 Mark ist
in den ersten 3 Monaten eines jeden Vereinsjahres zu
zahlen (an den Rechnungsführer H. Reichelt).
2 Den Herren Mitgliedern, welche ihren Beitrag zu zahlen ver-
gessen haben, wird das zweite (gegen Ende Juni erscheinende)
Heft gegen Nachnahme des Beitrages zugesandt (soweit nach den
betreffenden Ländern Nachnahme zulässig ist).
Die BE der ni 4
Ein Handbuch und Bestimmungswerk für Sammler, Lepidopterolagen, E:
Schulen und Museen
herausgegeben vn Dr. phil. ADALBERT SEIFZ.
‚ Bearbeitet wird dieses bedeutende Werk von ersten Autoritäten, unter
denen wir nennen wollen die Herren:
Mit diesem ee Schmeher Tale ist ein
gehegter Wunsch aller Schmetterlingssammler erfüllt!
Es bedarf jetzt keiner langwierigen und mühsamen Bestimmung 3
mehr, einfaches Aufschlagen der betreffenden Tafel eu mit
einem Blick ist jeder Schmetterling genau bestimmt.
Das Werk kann sowohl vollständig, wie jede der zwei
Hauptabteilungen getrennt und einzeln bezegen werden.
Die einzelnen Lieferungen erscheinen in raschester Folge.
l. Haupt-Abteilung: Die palaearctischen Grossschmetterlinge
Ca. 100 Lieferungen ä Mk. 1.—. Vollständig bis Ende 1910.
In diesem I, Teil werden auf ca. 225 Farbentafeln gegen 10000 Formen
unter ausgiebigster Darstellung von & und 9, sowie der Unterseiten.
(bes. bei Nymphaliden, Lycaeniden, Satyriden) in vollendeter Naturtreue.
abgebildet. ie;
NB. Nieht nur sämtliche grossen, sondern beinahe alle in Staudinger-
Rebels Katalog aufgeführ ten Gr ossschmetterlinge von ganz Europa sowie Br
aller angrenzenden Gebiete der palaearetischen Fauna kommen hier zur.
Darstellung und ausserdem noch eine sehr grosse Anzahl in dem Katalog
noch nicht berücksichtigter palaearetischer Formen. Bir &
Zum erstenmale werden hier mit wenigen Ausnahmen sämtliche Tagfalter,
Schwärmer, Spinner, Eulen und Spanner der ganzen palaearcetischen |
Fauna in unübertrefflicher Naturtreue dem Interessenten vorgeführt.
II. Haupt-Abteilung: Die exotischen Schmetterlinge =
Ca. 300 Lieferungen ä Mk. 1.50. Vollständig bis 1912. a
In dieser II. Haupt-Abteilung werden auf ca. 650 Farbentafeln etwa
20000 Formen dargestellt. Hiervon können auch die Hauptgruppen
Rbopaloceren, Sphingiden und Bombyeiden, Noctuiden, Geometride
i einzeln für sich subskribiert werden.
NB. Um den beispiellos billigen Preis zu ermöglichen und das Wer
nicht zu umfangreich zu gestalten, mussten zur Raumersparnis in beide
Teilen die grösseren Schmetterlinge halbiert dargestellt werden. Dagegeı
‘werden sämtliche "kleineren Schmetterlinge, also kleinere Tagfalte ?
‚(Lycaenen, Hesperiden), Zygaenen, Sesien, kleinere Schwärmer, Spinner,
Eulen, Spanner in ganzer Figur wie in den anderen Werken abgebildet. E;
EPRMLUNEER nimmt jede Buchhandlung an! Lieferung I liegt in Tag a
SEREHDADNERE zur Ansicht auf!
Das Werk erscheint in deutscher, englischer und Tranzd. |
sischer Sprache! Br
Iris, Dresden, Band XXIV, Heft 11 u. 12.
Deutsche
Entomologische Zeitschrift
®
Eris
herausgegeben
vom
Entomologischen Verein Irıs zu Dresden.
Jahrgang 1910.
'Elftes und zwölftes Heft.
| Mit einer Tafel.
20..Januar Il. { cu
ut h N j) ON | "4 sell A
ar];
Redakteur: €. Ribbe.
Preis für Nichtmitglieder des Vereins: 2 Mark.
Berlin.
$ R. Friedländer & Sohn.
| | Carl-Strasse 11.
i Druck von 0.J.W. Schlenkrich. Radeheul,
1
Exotische
von "lin lea ehrt: i i
Celebes, ‚Australien und Südsee
oder Benni / Brunkstücken
ständig vorrätig.
00 E. Werner, Rindort-Berlin,
ES . Weserstraße 208. AR
Mitglieder-Verzeichnis
des
Entomologischen Vereins „Iris“ zu Dresden.
Ehren-Mitglieder.
Seine Kaiserliche Hoheit der Großfürst Nicolai Michailowitzsch.
Tiflis (Rußland). 1891
Aurivillius, Christopher, Dr. phil. und Universitäts - Professor.
Stockholm. 1890
Dietze, Karl, Maler.
Steinlestraße, Frankfurt a. Main. 1899
Mabille. Paul, Professor.
17 rue de la Gaite, Perreux (Seine) Frankreich. 1892
Nickerl, O., Regierungsrat Dr. med.
Wenzelsplatz, Prag 779, II. 1908
Pagenstecher, Arnold, Dr. med., Kgl. Geheimer Sanitätsrat.
Biehricher Straße 17, Wiesbaden. 1854
Rothschild, Walther. per Adr.: Dr. Ernst Hartert, Zoological -
Museum.
Tring Herfordshire (England). 1891
Snellen, P. €. T., Rentier.
Wynhaven, Zuidsijde 45, Rotterdam (Holland). 1892
Standfuß, Max, Dr. phil., Professor, Dozent beider Hochschulen
und Direktor des entom. Museums am Eidgenössischen
Polytechnikum.
Zürich. 1883
Ordentliche Mitglieder.
Adams, Herbert J.
Roseneath Enfield, London-N. (England). 1894
Arp, Julius, Kaufmann, in Firma Arp & Co.
Glockengießerwall 16, Hamburg. 1891
Ayrer, Carl, Stadtrat a. D.
Nürnberger Straße 45, Dresden. 1901
Bang-Haas, Andreas, Kaufmann.
Villa Tuseulum, Blasewitz-Dresden. 1890
Die hinter dem Namen stehende Zahl bedeutet das Jahr des
Eintritts des betreffenden Mitgliedes.
Die geehrten Mitglieder werden gebeten, Standes- und
Wohnungs-Aenderungen dem Schriftführer Ad. Winckler,
Dresden-Plauen, Kaitzer Straße 137, rechtzeitig mitzuteilen.
II ‘ Mitglieder-Verzeichnis.
Bandis, Anton, Dr. med.
Kazinezky uteza 34, Budapest VIII (Ungarn).
Bartel, Max.
Königs-Allee 32, Oranienburg b. Berlin.
Bastelberger, Dr., Sanitätsrat, Oberarzt a.D.
Sonnenstraße 9, Würzburg.
Bethune-Baker. George T.
19 Clarendon Road, Edgbaston, Birmingham (England).
Biedermann, Robert.
Turmhaldenstraße 20, Winterthur (Schweiz)
Biel, Emilio, Kaufmann.
Porto (Portugal).
Blachier, Ch., Professor.
Tranchees de Rive, 11, Genf (Schweiz).
Bornemann, Gustav, Kaufmann.
Neue Ulrichstraße 1, Magdeburg.
Bornemann, Rudolf, Dr. med.
Hohenmölsen.
Brabant, Edouard.
Morenchies par Cambrai (Nord) Frankreich.
Bramson, K. L., Staatsrat.
Elisabethgrad, Gouv. Cherson, (Rußland).
Brilling, Fr. Oberveterinär im Husaren-Regiment 1.
Langfuhr b. Danzig.
Calberla, Heinrich, Privatus.
An der Bürgerwiese 8, Dresden.
Candöze, L.
75 Mont St. Martin, Liege (Belgien).
Caradja, Aristides von, Gutsbesitzer.
Tirgu Neamtu (Rumänien).
Chapman, Th. A.
Betula. Reigate Surrey (England)
Cheux, A.
47 rue Delaage, Angers, Dep. Maine et Loire (Frankreich).
Claus, J., Katasterfeldmesser.
Plan Aieres, Metz.
Conrads, H. Aloys, Pat. Gesellschaft der weißen Väter.
Neuwied-Ukerewe, Post Muansa, (Deutsch-Ostafrika).
Courvoisier, Dr. med., Professor.
Holbeinstraße 23, Basel (Schweiz).
Crombrugghe de Piequendaele, Baron.
29 rue du Chätelain, Ixelles les Bruxelles (Belgien).
Crowfoot, W. M., Dr. med.
Beccles, Suffolk (England).
Dames, Felix, I.., Buchhändler.
Humboldtstraße 13, Steglitz-Berlin.
Dampf, Alfons, Dr. phil.
Nicolaistraße 36, II, Königsberg i. Pr.
Daub, M., Architekt.
Beiertheimer Allee 7, Karlsruhe.
Deckert, Henri.
Au val chezine, rue du Bocage, Nantes (Frankreich).
Demaison, L.
Rue Nicolas-Perseval 21, Reims (Frankreich).
189
1998
1898
1992
1907
1893
1906
1885
1908
1992
1907
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1898
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Mitglieder-Verzeichnis.
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Dietz, M., Frau Dr.
Großhafenstraße 33, Saargemünd.
Disque, Heinrich, Kaufmann.
Speyer
Dohrn, Heinrich, Dr. phil.
Stettin
Druudt, M., Dr. med.
Kgl. chirurg. Univ.-Klinik, Lange Reihe 2, Königsberg i. Pr.
Druce, Herbert, Fabrikant.
43 Cireus Road, St. Johns Wood, The Beeches, London NW. (Engl.)
Ehrhardt, C. A.
Relenbergstraße 78, Stuttgart
Esselbach, Paul, J., Kaufmann.
Wartburgstraße 37, Dresden
Ficke, H. A., Privatus.
Luisenstraße 2, Freiburg i. Baden
Fiedler, Dr.
Suhl i. Thür.
Fischer, F, M., Rittergut bei Niederzwehren.
Freienhagen (Bez. Cassel)
Fischer, Peter. Gutsbesitzer, Bürgermeister.
Mußbach a. d. Haardt
Fröhlich, Franz.
R 589 Warnsdorf i. Böhmen
Fruhstorfer, H., Naturalist.
Rhone 3820, Genf (Schweiz)
Fürbringer, Max, Dr., Professor, (reheimer Hofrat, Direktor
des anatomischen Instituts.
Heidelberg
Funke, Emil, Naturalist.
Voglerstraße 35, Dresden
Galvagni, Egon, Dr. Praktikant der Wiener Universitäts-Bi-
bliothek
Trauttmannsdorfgasse 54, Wien-Hietzing
Gauckler, Hermann, Maschinen-Ingenieur.
Kriegsstraße 188, Karlsruhe i. Baden
Godman, Frederie Ducane, Dr.
45 Pont Street, London SW. (England)
Graeser, Louis, Entomolog.
Baumeisterstraße 23 II, St. Georg, Hamburg
Grellmann, Max, Sekretär.
Elsasserstraße 1, Dresden
Gruhle, €. F. H., Kaiserl. Rechnungsrat.
Bernhardstraße 84, Dresden-Pl.
Grund, Arnost, Regisseur.
Meduliceva ulica 40 I, Agram (Kroatien)
Harte, Geh. Regierungsrat.
Dreiengelstraße 24/25, Magdeburg
Haude, Georg, Architekt.
Sadowa-Straße 12, Elberfeld
Heissler, Ludwig, Dr. med., Kgl. Bezirksarzt I. Kl.
Neuburg a. D.
Heller, CarlM., Dr.phil. Professor, Kustos am Kgl. Zoolog. Museum.
Franklinstraße 22, Dresden
1897
1897
1893
1898
1390
1899
1909
1839
1900
1902
1895
1910
1894
1395
1907
1905
1895
1887
1893
1907
1905
1908
1890
1892
1592
1894
v Mitglieder-Verzeichnis.
Herfert, Anton,
Waldgasse 13, Linz a. d. Donau
Heusinger, Georg, Dr. Rechtsanwalt
Marschallstr. 23, Dresden
Heyden, Lucas von, Professor, Dr. phil. h. c. königl. preuß.
Major z. D.
Bockenheim b. Frankfurt a. M.
Heylaerts, F. J. M., Dr. med.
Haagdyk, B. 277 Breda (Holland)
Honnegger, Hermann, Spediteur.
Pilgerstraße 15, Basel (Schweiz)
Honig, Detlev, Rittmeister a. D.
Friedrichstraße 58/59, Hasserode a.H.
Hormuzaki, Constantin, Freiherr von
Josefgasse 8, Czernowitz (Bukowina)
Hottelmann, W., Ingenieur.
Währinghauserstraße 18, Hagen (Westf.)
Husadel, Paul, Dr. med.
Gewandhausstraße 3, Dresden
Huwe, Adolf, Rechnungsrat.
Paßstraße 16, Zehlendorf b. Berlin
Ihle, Richard, Tischlermeister.
Marcusstraße 8, Dresden
Janet, A., Marine-Ingenieur, Professor.
282 rue-St. Jaques, Paris (Frankreich)
Jacobs, H.
Luxemburgplatz 3, Wiesbaden
John, Oskar.
Ligowskaja 59, St. Petersburg (Rußland)
Jordan, R., Privatus.
Zschieren b. Kl.-Zschachwitz i. S.
Kheil, Napoleon, Professor und Handelsschuldirektor
Ferdinandstraße 38, Prag
König, Carl, Reallehrer.
Hirschstraße 70, Karlsruhe i. B.
Korb, Max, Entomolog.
Akademiestraße 23, München
Kramlinger, Franz, Sekretär.
Mondscheingasse 8, Wien VI/2
Kretzschmar, Gustav, Kaufmann.
Bismarckplatz 6, Dresden
Krüper, Theobald, Professor, Dr. phil, Konservator am Museum
zu Athen.
Botasistraße 8, Athen (Griechenland)
Krulikowsky, L.
Urjum, Gouv. Wiatka (Rußland)
Kummer, Oskar, Kommerzienrat.
Dürerstraße 109, Dresden
Lacreuze, C.
Rue de Candolle, Genf 9 (Schweiz)
Längenfelder, Chr., Oberingenieur.
Bayreutherstraße 48, Nürnberg
Lange, Emil, Sekretär.
Frühlingsstraße 18, Dresden
1901
1906
1888
1890
1890
1897 -
1894
1905
1905
1898
1862
1892
1902
1909
1902
1890
1902
1894
1908
1890
1890
1891
1893
1909
1901
1908
Mitglieder-Verzeichnis.
Larsen, €. S., Forstkandidat.
Faaborg, Fünen (Dänemark)
Leonhard, Otto, Privatus.
Villa Diana, Blasewitz b. Dresden
Liebmann, M., Fabrikbesitzer.
Arnstadt
Macker, Emil, Dr. med., Spitalarzt.
Pfeffelstraße 11, Colmar i. Elsaß
Marschner, H., Oberpostassistent.
Hirschberg i. Schl.
Martin, L., Dr. med., Hofrat.
Dießen am Ammersee
Matthes, R. A., praktischer Zahnarzt.
. Bautzner Straße 41, Dresden
Mees, A., -Privatus.
Eisenlohrstraße, Karlsruhe i. B.
Meinhard, A. von, Ingenieur.
Tomsk (Sibirien)
Meixner, A., Dr.
Naglergasse 42, Graz
Meyer, Robert Paul, Kaufmann.
Germaniastraße 10, Chemnitz
Mitterberger, Karl.
; Steyr (Ober-Oesterreich)
Möbius, Ernst, städt. Amtstierarzt.
Antonstraße 7,I, Dresden
Möbius, Richard, Stadtbaurat.
Andrestraße 23, Chemnitz
Mocsary, Alexander, Dr. phil., Professor.
National-Museum, Budapest (Ungarn)
Monteiro, Antonio Augusto de Carvalho.
Rua do Alegrim 72, Lissabon (Portugal)
Nassauer, Max, Dr.
Erlenstraße 18, Frankfurt a. M.
Neubert, Konrad, Mechanikus.
Falkenstraße 6, II, Dresden
Neuhoff, Louis, Fabrikant.
Haspeler Straße 59, Unter-Barmen
Ney jun., Felix, Fabrikant.
Stephanstraße, Aachen
Niepelt, W., Naturalienhändler u. Fabrikant entomol. Requisiten.
Zirlau b. Freiburg (Schlesien)
Noth, Joseph, Privatus.
Gera (Reuß)
Oberthür, Charles.
Rennes, Ille-et-Vilaine (Frankreich)
Overbeck, Ernst, Assessor.
Leopoldstraße, Detmold
Paraviecini, L., Kaufmann.
Sommergasse 44, Basel (Schweiz)
Paulus, J., Sekretär am kaiserl. Deutsch. Konsulat.
Jerusalem (Syrien)
Petersen, Wilhelm, Mag., Direktor der Realschule.
Reval (Esthland, Rußland)'
e
1900
1891
1901
1892
1908
1894
1905
1900
1896
1904
1907
1908
1899
1900
1896
1889
1907
1908
1892
1892
1897
1897
1886
1901
1901
1891
1909
NT Mitglieder-Verzeichnis.
Petroff, Alexander, Kaiserl. russisch. Vizekonsul.
Philippopel (Bulgarien)
Petzold, W., Kaufmann.
Walderseeplatz 1, Dresden-Striesen
Petry, A., Dr.
Blödaustraße 19, Nordhausen
Pfitzner, Pastor.
Sprottau (Schlesien)
Philipps, Franz.
Klingelpütz 49, Köln a. Rh.
Piepers, M. C., Dr.
Noordeinde 10a, Haag (Holland)
Pohl, R., Oberpostsekretär.
Weinkellerstraße 38, Hohenstein-Ernsttal
Poll, J. R. H. Neervort van de, Entomolog.
Rijssenburg, Provinz Utrecht (Holland)
Portner, Albrecht. Freiherr von, k. k. Fregatten-Kapitän.
Pola (St. Policarpo) Oesterreich
Preissecker. Fritz, Ministerialbeamter.
Edelhofgasse 20, Wien XVII
Prinke, Dr.
Grafenberger Chaussee 67, Düsseldorf
Püngeler, Rudolf, Gerichtsrat.
Burgstraße 15, Aachen
Rebel, Hans, Dr. phil., Professor, Kustos Adjunkt am k. k. Hof-
museum, Privatdozent.
Burgring 7, Wien I
Reichelt, Hugo, Kaufmann.
Theresienstraße 1, Dresden
Reuter, Enzio, Magister der Philosoph.
Frederiksgatan 45, (im Sommer: Henriksgatan 11, Abo
Helsinfors (Finnland)
Ribbe, Karl, Naturalist.
Bahnhotstraße 27 II, Radebeul b, Dresden
Riechelmann, königl. preuß. Oberstleutnant.
Lauban i. Schl.
Riedel, Eduard, Kaufmann.
Hohe Straße 40 III, Dresden
Ringler, Paul, Entomologisches Institut
Vietoria-Platz, Halle a. 8.
Rolle, Hermann, Entomologisches Institut.
Speyererstraße S, Berlin W. 30
Roscher, Rich., Dr. med.
Gr.-Schweidnitz
Rothke, M.
835 Mathew Avenue, Scranton (Penns. U. S. A.)
Schaus, W., Lepidopterolog (Adr.: Major Köhler).
Ellernstraße 4, Hannover
Schawerda, Carl, Dr. med.
Gumpendorferstraße 22, Wien VI
Schmidt, €. W., Dr. phil., kaiserl. Landeshauptmann z. D.
Kurfürstendamm 5, Berlin W.
Schopfer, Eduard, Kaufmann.
Am See 15, Dresden
1903
1908
1900
1893
1396
1901
1901
1893
1597
1903
1903
1389
1893
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1839
1884
1390
1892
1908
1904
1902
1900
1896
1904
1895
1894
Mitglieder-Verzeichnis.
Schreiber, Hauptmann.
Kaiser Wilhelmplatz 8. Magdeburg
Schröder, Chr., Dr.
Vorbergstraße 13, Port. 2, Schöneberg-Berlin
Schrottky, €C., Prof. partieular.
Puerto, Bertoni, Republica del Paraguay
Schultze, Arnold, Ober-Leutnant a. D.
Behringstraße 11, Bonn
Schulz, Gustav Leo, Kaufmann.
Rankestraße 35, Berlin W.
Schunke, Otto, Privatus.
Striesenerstraße 47 I, Dresiden
Schütz, @., Dr.
i Parallelstraße 1, Beuthen O.-8.
Schütz, Wilhelm, Lehrer.
Filippsdorf i. Böhmen
Seiler, Robert, Kaufmann.
Striesenerstraße 11, Blasewitz
Seitz, A., Prof. Dr.
Bismarckstraße 59, Darmstadt
Sohn-Rethel Otto, Maler.
Villa Strohl-Fern, Rom (Italien)
Sowinski, W.
Mittelhof Kwart 22, Kiew, Universität (Rußland)
Spemann, Wilhelm, Maler.
Johannesbad, Wachwitz
Spröngerts, J. R., Bankvorsteher.
Artern (Prov. Sachsen)
Stange, @., Gymnasial-Professor.
Friedland (Mecklbg.)
Staudinger, Paul.
Nollendorfstraße 33, Berlin
Stephan, Julius, Lehrer.
Seitenberg 15 (Bez. Breslau)
Stertz, Otto.
Kurfürstenstraße 15, Breslau
Sulger, H., Kustos am Museum.
Basel (Schweiz)
Tanere, Rudolf, Fabrikant.
Anklam (Pommern)
Tischendorf, P. von, Dr., kaiserl. deutscher Generalkonsul in
Aleppo (Syrien)
Trechmann, Ch. O., Dr. phil.
Hudworth Tower, Castle Eden, Co. Durham (England)
Uffeln, Karl, Oberlandesgerichtsrat.
Hamm (Westf.)
Wagner, Fritz.
Währinger Straße 143, Wien XVII
Wagner, Heinrich, Verlagsbuchhändler.
Stephanstraße 16, Leipzig
Walther, Hans, Dr. med.
Residenzstraße 27, Dresden-Strehlen
Weidinger, Theodor.
Schelanskaja 120, I, Kiew (Rußland)
Bea" Pa -
VII Mitglieder- Verzeichnis.
Weymer, Gustav, Rechnungsrat.
Winckler, Ad., Bau-Sekretär bei der kgl. Staatseisenbahn.
Kaitzer Straße 137, Plauen-Dresden
Winkler, Curt, Fabrikbesitzer.
Schönau b. Chemnitz
Wiskott, Max, Dr. phil. h. c., Fabrikbesitzer.
Kaiser Wilhelmstraße 69, Breslau
Witzenmann jun., Heinrich.
Wolfach (Baden)
Wunderlich, Philipp, Königl. Kammermusikus.
Wintergartenstraße 57, Dresden
Zeumer, Richard
Schloßstraße 34, Dresden
Außerordentliche Mitglieder.
Bang-Haas, Otto.
Behrischstraße 34, Dresden
Fuchs, Robert, Dr., Professor.
‘ Clarastraße 14, Dresden
Harich, Marie Natalie Helene, Frau Professor.
Wielandstraße 3,1, Dresden
Heusinger, J., Frau.
Marschallstraße 23, Il, Dresden
Husadel, Marie, Frau.
Gewandhausstraße 3, Dresden
Johnson, Alfred, Architekt,
(z. Z.in Südwestafrika) Dresden
Martin, Paul, stud. vet. ;
Dresien
Matthes, Ch., Frau.
Bautzner Straße 41, Dresden
Marquardt, Carl.
Residenzstraße 37, Blasewitz b. Dresden
Schlenkrich, O. J. W., Buchdruckereibesitzer.
Radebeul
Schneider, M., Fräulein.
Südstraße 5, Blasewitz
Viehmeyer, H., Lehrer.
Reißiger Straße 21, Dresden
Weise, Richard, Privatus. l
Bartholomäistraße 8, Dresden
Wunderlien, Elsa, Frau.
Wintergartenstraße 57, Dresden
Außerdem.
Königliche Bibliothek.
Behrenstraße 40, Berlin
Königliches Zoologisches Museum.
Invalidenstraße 43, Berlin W.
Berliner Entomologische Gesellschaft, Berlin. F. Ulrich.
Fransekystraße 7, Berlin N. 58
Sadowastraße 21a, Elberfeld
* Mitglieder-Verzeichnis. IR
Entomologischer Verein „Apollo“ Frankfurt a. M.
Vorsitzender: A. Voigt.
Linnestraße 5, Il, Frankfurt a. M. 1900
Lepidopterologischer Verein Frankfurt a.M. Eduard Müller.
Mainzer Landstraße 60, Frankfurt a.M. 1886
Entomologischer Verein Gotha.
Vorsitzender: Willy Hesse, Ingenieur.
Bürgeraue 4, Gotha 1907
Internationaler Entomologen-Bund. Vorsitz.: Paul Hofmann.
Guben 1889
Entomologischer Verein für Karlsbad und Umgebung.
Schriftführer: August Hüttner.
I. Volksschule, Karlsbad 1897
Entomologischer Verein „Fauna“ Leipzig.
Karl Dorn, Bibliothekar.
Könneritzstraße 5, Leipzig-Schleußig 1904
Entomologischer Verein „Iris“ Leipzig.
Grimmaischer Steinweg, Cate Hartmann, Leipzig 1902
Entomologischer Verein Meißen. Emil Engler.
Zscheilaer Straße 75, Meißen 1907
Münchener Entomologische Gesellschaft. Fritz Dorsch.
Metzstraße 42/3, München 1907
Entomologischer Verein Nürnberg. Joh. Menzel.
Untere Feldgasse 4, Nürnberg 1901
Entomologischer Verein Neugersdorf. Gustav Kegel.
Hohle Gasse Neugersdorf 7 S. 1910
Entomologischer Verein Regensburg. Kustos M. Schreiber.
Regensburg 1891
Entomologischer Internationaler Verein Stuttgart.
Fritz Lehmanns Verlag.
Stuttgart. 1908
Entomologischer Verein Stuttgart. Bibliothekar: Carl Gerstner.
Köniel. Naturalien-Kabinet Stuttgart 1900
Königl. Naturalien-Kabinet Stuttgart.
ÖOberstudienrat Dr. K. Lampert,
Stuttgart 1907
Wiener Entomologischer Verein. J. Prinz.
Seidlgasse 34, Wien III 1889
Entomologischer Verein „Sphinx“, Wien. Vors.: Joh. Mück.
Thaliastraße 102, Wien XVI 1903
Eidgenössisches Polytechnikum Zürich (Schweiz) 1888
Entomologischer Verein Chemnitz. Vors.: Arthur Haferkorn.
Pestalozzistraße la, Chemnitz 1910
Die Vereine, mit denen der Entomologische Verein „Iris“
Schriften austauscht, sind:
„Aligemeine Entomologische Gesellschaft. Zeitschrift für wissen-
schaftliche Insektenbiologie (trüher Allgemeine Zeitschrift für
Entomologie). Dr. Chr. Schröder.
Vorbergstraße 13, Schöneberg-Berlin
Amerikan. Museum of Natural History.
77 St. and Central Park West, New York City (U. S. A.)
X: Mitglieder-Verzeichnis.
Asiatie Society of Bengal.
Journal, Indian Museum, Caleutta (0. Indien)
Collegio di S. Fiel. Broteria, Revista de Sciencies Naturaes.
Professor J. S. Tavares.
S. Fiel (Portugal)
Deutsches Entomologisches National-Museum.
Deutsche Entomologische Zeitschrift.
Thomasiusstraße 21, Berlin NW.
Entomological Section of the Academy of Natural Seiences of
Philadelphia. „Entomological-News*.
Logan Square, Philadelphia, Pen. (U. S. A.)
Entomologiecal Society of London. The Transactions. R.H. Porter.
Cavendish Square, London W. (England)
Entomological Society. Proceding.
Washington (U. S. A.)
Entomologiska Föreningen. „Entomologisk Tidskrift“.
Drottninggatan 94, Stockholm (Schweden)
Entomologiske Meddelelser. A. Klöcker, Redakteur.
Trekroner Valby, Kopenhagen (Dänemark)
Ent. Verein Polyxena. Mittheilungen. F. Harmuth.
"Lichtensteinstraße S2, Wien IX/4
J1 Naturalista Siciliano. Enrico Ragusa.
Hotel des Palmes, Palermo (Italien)
„Fauna“, Soei6öt& des Naturalistes Luxembourgeois. Dr. E. Bricher.
Luxemburg
Museum of Natural History.
Washington (U. S. A.)
Nassauischer Verein für Naturkunde. Dr. A. Pagenstecher.
Wiesbaden
Nederlandsche Entomologische Vereinigung. Tijdschrift vor Ento-
mologie. D. van der Hoop.
Mathenesserlaan 252, Rotterdam (Holland)
Rivista Colleotterologiea Italiana. Prof. Antonio Porta, Direttore.
R. Universita Parma (Italia)
R. Stagione di Entomologica Agraria, „Redia“ Giornale di Entomologica.
19 via Romana, Firenze (Italia)
Schweizerische Entomologische Gesellschaft. Mitteilungen (redigiert
von Dr. G. Stierlin). Kustos Dr. Steck.
Naturhistorisches Museum, Bern
Societa Entomologiea Italiana. „Bulletino della 8. E. 1.“ (Dr. A
Senna, Seceretaire de la Soc. Ent. Italienne.) R. Museo.
Via Romana 19, Firenze (Italia)
Societas Entomologiea. M. Rühl.
Zürich-Hottingen.
Soei6t6 Entomologique de Russie. Horae Societatis Entomologicae
Russicae.
St. Petersburg (Rußland)
Soeist& Entomologique de Belgique, Annales und Bulletins.
89 rue de Namur, Bruxelles (Belgien)
Soeciete Entomologique de France, Annales u. Bulletins an Secretaire
de la 8. E.de F.
28 rue Serpente, Paris 6 (Frankreich)
Mitglieder-Verzeichnis. XI
Societe lepidopterologique de Gen®ve. Schriftführer! Marcel Rehfous.
Chemin Rieu 23, Genf (Schweiz)
Verein für schlesische Insektenkunde zu Breslau. „Zeitschrift für
Entomologie“. Professor Dietrich. .
Paulstraße 34, II, Breslau
Verein für Naturkunde in Cassel.
Cassel
K. K. Zoologisch botanische Gesellschaft.
Mechelgasse 2, Wien IIl/3
Nach Schluß der Liste sind folgende Mitglieder
aufgenommen worden:
P. S. Van Den Bergh.
Spoorloan, Tilburg (Holland) 1910
A. Mos.
: Utrechter Straße 23, Arnhem (Holland) 1910
E. Dattin.
Limoges (Frankreich) 1910
Guiseppe Brasavola de Masso.
rue Zvezdine, maison 7, Avio Trentino (Italien) 1910
Baum, Alexandre.
Nijni Novgorod (Rußland) 1910
zü Ka UPREAEN DIT MRNHHUEN TEL LOHR EDER EN ERE TAT, MAR (7,
A NN. j RUN HEN \ R
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"
Alphabetische Liste
der
Neubeschreibungen und Neubenennungen
des XXIV. Bandes.
Seite
Acerbassanthea tagiadoides. .,. «2.3... vor. 000 108
Aeıdalia diaphananaı . 0... al a es 43
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Acrobasis glaucella v. anatolica EOLUIE RR RE u SB nel) An aaniBrer
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Adolias eyanipardus marthae . . . . .......195, 202
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Anerastia korbi . . TEUER SZ
Aphyletes nigrisparsella y. derbentella LIEST IN MN
Arctia seitzi . . AUETNTHERTNEN 0.
Argyrospila suceinea v. olivacea ERBE HILNIRERN E ».0.
ATOa Tenesttieulatari a. a a ler ale: 19945205
Asarta korbi . . . DE RAT SA EN
Astietopterus fuligo permagnus FAR VER EEM STE R RICH NE RC.
e henriet tonkinianusı.. WE N. I
Boarmia viertli . . . ERBEN BRKE >
Brephia compositella v. iconiensis TE KR ut Ka
XIV Alphabetische Liste
Carnegia geniculipennis .
Casyapa corippus
5 corvus aristippus . v
5 critomedia sphinterifera
& trifenestrata .
Catephia alchymista v. uniformis
Catocala electra
A sultana :
Celaenorrhinus aurivittata vimana
maculicornis vitruvius .
Charaeas graminis ab. furiosa .
v. megala
Charmion ficulnea nibana
Chilo hypenalis
Choreutis intermediana
Cledeobia modestalis
Coladenia indrani uposatha .
Conchylis gracillimana .
Constantia massilialis v. taurica
Crambus aureliellus ab. korbi
ke craterellus v. caspicus
EN dumetellus v. boreellus .
Fr geniculeus v. andalusiellus
” inquinatellus v. nevadensis
x peetinicornis ;
ix saxonellus v. oceidentellus
pa tristellus v. ribbeellus
A uliginosellus ab. infuscatellus
Danais goana
Y makassara
Dichrorampha alaicana .
Dyspessa bucharana
Egea argentaria
Ephestia bacillella v. minorella
Epischnia nevadensis
7 stenopterella .
Erebia fletcheri
Erionota philippensis
u thrax hasdrubal .
in thyrsis pandia
$ yasodara
Eromene raddeella
N ramburiella v. luteella
Alphabetische Liste.
Eubolia gastonaria A
Eucarphia antiquella ab. aurantiacella .
Euploea treitschkei eugenia .
Eurota hermione Ba
Euzophera korbi i
Gonodontis graecarius
Grapholitha caradjana .
Heterographis ciliciella .
Ye deliciosella
x lafauryella v. inderskyella
Homoeosoma binaevella v. ciliciella
Hyarotis adrastus meluchus .
A“ mindanaensis .
palawensis .
Hypolycaena phorbas infumata-
Jambrix salsala vasuba
5 sindu yamanta
5 stellifer niasicus .
Isochlora maxima v. maculata .
Isoteinon lamprospilus formosanus
Koruthaialos avidha . s
e xanites gopaka
S h luzonensis
2 namata
iR niasicus }
A rubecula haraka
Laelia moszkowskii 2
Larentia caesiata v. hethlandicaria .
N dileitaria
g dilutata .
r fortificaria .
S infernaria
Leucanitis elongata . 3
Leucotmemis pleuraemata paranensis
Luceria pyxina. . EIER RRE
Lycaena damone v. duplicata :
Macrocneme indistineta hampsoni .
Matapa celsina ractaya
Megasis maritimella .
Myelois formosella
e, tetragramma
. 200,
” N ne, WTA, Vale Tr, RE AEG ha
\ 7 4 un Ph BR IN \ hi IRA PETER
. x N EL EN
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-
XVI Alphabetische Liste.
Nacaduba basiatrata.. . : .. 2.2...
Nymphula'ussuniensis Hrn. 0%
Ochus subvittatus intrieatus . . . . .
Papilio eilix ab. gardneri
r „sah. libidorL». ı.
Paraprays punctigera
Parnassius boedromius v. pygmaeus
delphius ab. satanas N
N stubbendorfii v. tsingtaua .
Paropta pharaonis . LK RER
Patissa melanostigma .-
Pedestes parnaca .
% submacula .
Phasiane clathrata
Phycodes mesopotamica .
202,
Pristophora discomaculella v. desertella .
DB}
Prothymnia erubescens
Pseudosphex sericea x
Pseudoterpna tapungkanana
Psorosa maraschella . :
nucleolella v. clarella ,
ab. Iuteostrigella 4
Pterothrix melanoptera AR
Sabera caesina barina. . .
Salebria adelphella v. barteli
amasiella 5
brephiella v. farinosella \
deformella v. aeratella nu
< numidella v. saturatella . . .
Satarupa affinis javanensis .
Saturnia stoliezkana v. oliva.
Satyrus püngeleri . :
Scodiona lentiscaria v. distinctaria :
Seeboldia korgosella v. uralskella
Selagia uralensis
Serrodes villosipeda .
Sesamia aristidana
Specosoma meridionale
» vieinum . $
Staudingeria deliciosella .
v. pauli.
”„
b2
7 holophaeella .
190
..200, %
a aha nie
BB
=
ee
3
Alphabetische Liste.
Staudingeria holophaeella var. obscurior .
$ labeculella ab. un h
Stegania ochrearia .
Stigma atraria . ;
Syntomis minuta . .
Taenaris catops myalechoides .
RS kubaryi cyclopides
a, pi eugenia .
Tagiades abstrusus
H avala i
% avathana .
s; balana . ;
1, bandanus.. .
a buruanus . .
» canonicus
Ar ceuratus. .
a deinolochus . .
ee enganicus
” eprius
a esvara .
x fergussonius
s gavina .
3 jainas
r jetavana N
H khasiana epicharmus
» mangala
" masistius . .
N menaka vajuna
h monachus
& navus
% nicaja
= obscurus mahinda .
% „ paceka .'.
x „ perakana . .
35 parra
2 patimoka. .
s pentaja .
„ prasnaja x
rn pteria dimidiata .
5 ravi yotissa
a „ rajaghra .
5; sangarava
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, yapatha .
Taractrocera archias godhania
a Re a kisaga. .
2 sudodanamın suunn.
r Dorakayeı an. y.
ziclea ikramana
. @Bsamadha sis
or DALISSATA INNE ö
En RRAEN herculeana v. colossa
v. judaea
”„
DE] ”
pityoe. v. nigra . .
Thyris 'fenestrella v. MIBTarE
Vereins-Nachrichten.
Im Laufe des Vereinsjahres 1910 traten in der Be-
setzung der Vorstandsämter einige Aenderungen ein. Ge-
genwärtig besteht der Vorstand aus folgenden Herren:
Prof. Dr. K. M. Heller, erster Vorsitzender.
Dr. med. H. Walther, zweiter 2
Privatus H. Reichelt, Rechnungsführer.
Amtstierarzt E. Möbius, Bücherwart.
Bausekretär A. Winckler, erster Schriftführer.
Kaufmann G. Kretzschmar, zweiter N
Naturalist C. Ribbe, erster Redakteur.
Dr. med. Husadel, zweiter
Aufgenommen wurden als ordentliche Mitglieder
die Herren: E. Aehnelt in Jena, A. Baum in Nijni-
Novgorod, G. Brasavola de Masso in Avio-Trentino,
P. van den Bergh in Tillburg, N. Blumenthal in Zom-
bor, Th. Chapman in Betula (Reigate), E. Dattin in
Limoges, E. Falcke in Dresdeu, A. Fechner in Hohen-
salza, B. Fletscher in Pusa, F. Fröhlich in Warnsdorf,
O. Graf in Neusalza - Spremberg, E. Goebel in Siegen,
F. Hauser in Wien, W. Heinitz in Chemnitz, O. Hesse
in Irkutsk, A. Heyne in Wilmersdorf, F. Kementzy in
Budapest, Kloss in Stainz, A. Kuntze in Dresden, G.
Marchi in Trient, C. Masat in Tinischt a. A., A. Mos
in Arnhem, F. Richter in Deuben, W. Sandrne in
Münchengrätz, L. Schikowski in Charlottenburg, W.
Schütz in Filippsdorf, K. Schütze in Rachlau, H. Sy-
dow in Görlitz, Ch. Trechmann in Durham, G. Wa-
terhouse in Sydney, C. Winkler in Schönau-Chem-
nitz, I. Zanko in Zseliz, H. Zöllner in Schretzheim, P.
Denso in Dresden.
Als korporative Mitglieder: "? Entomologischer
Verein in Chemnitz, Entomolog. Gesellschaft in Frank-
furt a. M., Entomolog. Verein in Mühlhausen i. Th., En-
tomolog. Verein in Neugersdorf, Entomolog. Vereinigung
in Plauen i. V., Verein für Käfer- und Schmetterlings-
kunde für Nordböhmen in Rumburg.
Als außerordentliche Mitglieder: Fräulein M.
Schneider in Blasewitz b. Dresden, ferner die Herren
ET a a
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Re NEST 22, ohacı AL ind a N N re a
XX Vereins-Nachrichten.
W. Ihle jun. in Dresden, Haars in Dresden, K. Mar-
quardt in Blasewitz b. Dresden und Oberarzt Dr. K.
Noeßke in Dresden.
Herr P. Martin, bisher außerordentliches Mitglied,
trat zur ordentlichen Mitgliedschaft über.
Durch den Tod verlor der Verein: HermK.
Bramson in Elisabethgrad, Herrn E. Lange in Dresden,
Herrn L. Neuhoff in Unter-Barmen und Herrn F. Hauser
in Wien.
Den Austritt erklärten die Herren: E. Endraß
in Speyer, P. Fischer in Mußbach, G. Haude in Elber-
feld und Frau Ch. Matthes in Dresden.
Gestrichen wurden die Herren: A. Faller in Frei-
burg, W. Hottelmann in Hagen, F. Uhryk in Budapest
und K. Zeidler in Meißen.
Es stehen somit einem Zugang von 46 ein Ab-
gang von 12 Mitgliedern gegenüber. Der Verein besteht
z. Zt. aus 9 Ehrenmitgliedern, 192 ordentlichen, 15 außer-
ordentlichen und 26 korporativen. zusammen 242 Mit-
gliedern, mit 30 wissenschaftlichen Gesellschaften und
Zeitschriften wird außerdem Schriftentausch gepflegt.
Durch Schenkungen erhielt die Vereinsbücherei nam-
haften Zuwachs; es wurden ihr überwiesen durch die
Herren:
Conte Emilo Turati in Mailand: „Note Critiche Sulla
Pieris ergane“ H. G., Pavia 1910 und „La Zygaena
Transalpina Esp. e le sue forme italiane* Portiei 1910.
Kheil, Prof.: „Los Lepidöpteros de la Sierra de Espuna“,
Sonderabdruck aus d. Boletin de la Sociedad Arago-
nesa de Ciencias Naturales, April 1910.
Carl Mitterberger in Steyr: „Verzeichnis der im Kron-
lande Salzburg beobachteten Microlepidopteren“, Salz-
burg 1909.
C. Schrottky: „Las Mariposas Argentinas“ Buenos-
Aires 1909.
Dr. Arnold Schultze in Bornu: „Drei neue Tagfalter
aus Kamerun“, Zürich 1909, „Das Sultanat Bornu mit
besonderer Berücksichtigung Deutsch-Bornus“, Langen-
salza 1910.
Strecker und Schröder in Stuttgart: „Carl Mühl,
Praktische Anleitung zum Sammeln von Raupen und
Schmetterlingen“.
Di nt eh Fe te Dar Any EN, N
ä ET 0 SEAN
h
r
Vereins-Nachrichten. XXI
W. Petersen in Reval: „Zur Frage der Chromo-Photo-
graphie bei Schmetterlingspuppen“, Sonderabdruck
aus den Sitzungsberichten der Dorpater Naturforscher-
Gesellschaft 1889.
„Entstehung der Arten durch phisiologische Isolie-
rung“ und „Ueber indifferente Charaktere als Arten-
merkmal“, zwei Sonderabdrücke aus dem Biologischen
Zentralblatt 1905 und 1904.
„Ueber die Bedeutung der Generationsorgane für die
Entstehung der Arten“, Sonderabdruck aus Extrait des
comptes rendus du 6me Congres intern de Zoologie-
Session de Berne 1904.
„Zur Frage der Geschlechtswitterung bei Raupen“,
Sonderabdruck aus der Entomologischen Zeitschrift,
Guben 1905.
„Ueber beginnende Art-Divergenz (Hadena adusta
Esp.)“, Sonderabdruck aus Archiv für Rassen- und Ge-
schlechtsbiologie, Berlin 1905.
„Zur Anatomie einiger zentralasiatischer Schmetter-
linge*, Sonderabdruck aus Horae Soecietatis Entomo-
logicae Rossicae, St. Petersburg 1906.
„Ueber Spermatophoren der Schmetterlinge“, Sonder-
abdruck aus der Zeitschrift für wissenschaftliche Zo-
ologie, Leipzig 1907.
„Morphogenese der doppelten Bursa copulatrix bei
Schmetterlingen“, Sonderabdruck aus der Allgemeinen
Zeitschrift für Entomologie, Neudamm 1901.
„Ueber Artberechtigung von Miana latruncula Hb.“,
Sonderabdruck aus Revue Russe d’Entomolog. 1907.
„Ein Beitrag zur Frage der geschlechtlichen Zucht-
wahl“, Sonderabdruck aus dem Biologischen Zentral-
blatt 1907.
Prof. Dr. Heller in Dresden: „Canarische Sammel-
exkursionen“, Sonderabdruck aus Societas entomologica,
Band XXIV.
Houlbert, Constant. in Paris: „Les Insectes, Intro-
duction a l’etude de l’Entomologie biologique“.
G. Marchi in Trient: „Rhopaloceri de Trentino“
Regierungsrat Dr. med. Nickerl in Prag: „Beiträge
zur Insekten-Fauna Böhmens“, Teil VIL. „Die Feder-
motten Böhmens“, Prag 1910.
Janet, Charles: „Note sur la phylogen&se de l’insecte“,
Rennes 1909.
KRTL Vereins Nachnehlen
„Sur la morphologie de’l’insecete“, Limoges 1909.
„Sur l’ontogen&se de’l’insecete,* Limoges 1909.
„Sur la parthenog@n&se arrhenotoque de la fourmi
ouvriere“ und
„Sur un n&matode qui se developpe dans la tete de
la formica fusca“, Oise 1909.
Herr A. Bang-Haas in Blasewitz stiftete die Tafeln
III und IV zu seiner Veröffentlichung: „Neue oder wenig
bekannte palaearktische Makrolepidopteren“.
Herr A. von Caradja in Tirgu Neamtu trug zu den
Druckkosten für seine Arbeit: „Beitrag zur Kenntnis
über die geographische Verbreitung der Pyraliden des
europäischen Faunengebietes nebst Beschreibung einiger
neuer Formen“, durch Ueberweisung eines namhaften
Geldbetrages bei.
. Herr Prof. Dr. M. Standfuß trug einen Teil der Her-
stellungskosten für die Tafeln V bis VIII zu seinen Pu-
blikationen: „Chaerocampa elpenor L. ab. daubi Niep
und einige Mitteilungen über Wesen und Bedeutung der
Mutationen, illustriert an Aglia tau L.“
Für alle diese liebenswürdigen Zuwendungen und
Schenkungen sei hiermit den Herren Schenkgebern noch-
mals der wärmste Dank namens des Vereins ausge-
sprochen.
Außer den bekannten entomologischen Wochen- und
Monatsschriften und den z. Zt. in Lieferungen erschei-
nenden Schmetterlings-Werken, sowie den Veröffent-
lichungen der Vereine, mit denen die „Iris“ in Schriften-
tausch steht, erhielt die Bibliothek Zuwachs durch fol-
gende Werke:
Von den Schriften des Lehrervereins für Naturkunde:
„Fauna Germanica“, die Käfer des deutschen Reiches.
Nach der analytischen Methode bearbeitet von Edmund
Reitter, II. Band, Stuttgart 1909.
Prof. Michael Hellweger, Brixen a. E.: „Ueber die Zu-
sammensetzung und den vermutlichen Ursprung der
tirolischen Schmetterlingsfauna“, im Jahresberichte des
fürstbischöflichen Privat-Gymnasiums in Brixen, 1908.
Von den Schriften Bergens Museums Aarbog: „Coleop-
tera og Lepidoptera ved Bergen og i naermeste omegn“
und „Entomologiske bidrag til skjaergaards faunaen
i det vestlige Norge*.
Vereins-Nachrichten. XXI
„Deutsche Entomologische Nationalbibliothek*, Rund-
schau auf dem Gebiete der Insektenkunde mit beson-
derer Berücksichtigung der Literatur. Herausgegeben
vom Deutschen Entomologischen National - Museum
Berlin, 1910.
F. Ochsenheimer: „Die Schmetterlinge Sachsens mit
Rücksicht auf alle bekannten europäischen Arten“,
Dresden und Leipzig 1805.
„Berges Schmetterlingsbuch“ von Prof. Dr. Rebel.
Im verflossenen Jahre fanden 1 Generalversammlung,
9 Monats-Hauptversammlungen, 7 Vortragsabende, 35 ge-
sellige Zusammenkünfte, 1 Stiftungstfest, 1 Exkursion und
1 Zusammenkunft sächsischer Entomologen statt.
An den Vortragsabenden sprachen über folgende
Themata: Herr Dr. med. P. Husadel: „Die Struktur der
Sexualorgane bei Lepidopteren“, Herr Lehrer H. Vieh-
meyer: „Die Termiten“, Herr Dr. med. Walther: „Ent-
lang der Albula“, Herr Prof. Dr. Heller: „Faunistische
und landschaftliche Bilder aus Tirol“ und „Schilderung
der Reise des verstorbenen Entomologen W. Schnuse nach
Peru und Bolivien“, Herr R. Seiler: „Die Lepidopteren-
fauna von Regensburg“ und der Unterzeichnete: „Mit der
Tauernbahn nach Istrien“.
Die am 5. Juni unternommene Exkursion ins bota-
nisch interessante Gottleubatal und nach dem aussichts-
reichen Sattelberge war vom prächtigsten Sommerwetter
begleitet und erfreute sich einer regen Beteiligung.
Sonntag, den 25. September fand eine Zusammen-
kunft sächsischer Entomologen statt, zu welcher sich
weit über 200 Teilnehmer aus allen Teilen Sachsens
eingefunden hatten. Eine von Dresdner Sammlern hier-
zu veranstaltete Insektenausstellung, zu der in dankens-
werter Weise im Königl. Zoologischen Museum ein ge-
eigneter Raum zur Verfügung gestellt worden war, führte
den Gästen vor Augen, mit welchem Fleiße und Liebe
in Dresden die Entomologie gepflegt wird. Nach gemein-
samer Mittagstafel im großen Saale des Konzerthauses
im Zoologischen Garten fanden Verhandlungen statt, die
die Gründung eines sächsischen Entomologenbundes und
die Herausgabe einer Bundeszeitschrift zum Gegenstande
hatten. Während der engere Zusammenschluß der säch-
sischen Entomologen zu einem freien idealen Bündnisse,
ohne jede Satzungen und Verpflichtungen, mit grol
Mehrheit beschlossen wurde, konnte eine Einigung
treffs der zu begründenden Zeitschrift nicht erreicht °
werden. Als nächstjähriger Versammlungsort wurde HR
Roßwein gewählt. An die Verhandlungen schlossen sich ua
die Vorträge von Herrn Lehrer H. Viehmeyer-Dresden E
über „Parasitische Ameisen“ und Herrn C. Ribbe- Rade- a
beul über „Sammelreisen in Süd-Spanien“ an. — %
Erwähnt sei noch, daß in der Versammlung am R
7. September beschlossen wurde, von der Erwerbung der
Rechte einer juristischen Person vorläufig abzusehen.
Zur Abwicklung eines geordneten und schnellen Ge-
schäftsganges werden die geehrten Herren Mitglieder
höflichst ersucht, in Bibliotheksangelegenheiten sich ana
Herrn Amtstierarzt E. Möbius, Dresden, Schlachthof-
ring 31, in Kassensachen, sowie wegen Zusendung der
„Iris“-Hefte an Herrn Privatus H. Reichelt, Dresden-N.,
Leipzigerstraße 99, in redaktionellen Angelegenheiten an
Herrn ©. Ribbe in Radebeul b. Dresden, Bahnhofstraße 27°
zu wenden. Dagegen sind alle Anfragen und Anmel-
dungen, sowie Anzeigen hinsichtlich Standes- und Woh-
nungsänderungen an den unterzeichneten Schriftführer
zu richten. | BL
Ad. Winckler, Dresden-Plauen
Kaitzerstraße 137.
ID
2.
E
*) Sämtliche abgebildete Arten in zweimaliger Vergrösserung.
rklärung zu Tafel 1.9
. Grapholitha caradjana Rbl. ©. p. SE
Conchylis gracillimana Rbl. $. p ae
Choreutis intermediana Rbl. ©. p.
Paraprays punctigera Rbl. &: p. . IR
Phycodes mesopotamica Rbl. @. p Re
Dichrorampha alaicana Rbl. &. p. AR
Nymphula ussuriensis Rbl. @. p.
Myelois formosella Rbl. &. p.- se
Myelois tetragrammana Rbl. ©. p ee
Pterothrix melanoptera Rbl. &. »,* Bi .&
. Selagia uralensis Rbl. $. p- Bi
Crambus pectinicornis Rbl. $. p E*
Chilo hypenalis Rbl. &. p. Nr
. Semasia aristidana Rbl. &. p. > A
7
%
Kr
.
Iris, Dresden, Bd. XXIV.
phot. H. Dümler, Wien.
an i a
“.
IRIS, DRESDEN. BD. XXIV.
l. Tenaris chionides kubaryi Stdgr.
3. Tenaris cyclops Stdgr.
Lichtdruck von Albert Frisch, Berlin W535,
2. Tenaris chionides eugenia Fruhst.
4. Tenaris dioptrica Snellen.
we
EN
a 2
%
ei
1) Ot$
Do © 1%
u nn j
13
14
15
16
17
18
19
20
Erklärung zu Tafel Ill.
Erebia fleteheri & Elw. .
Satyrus püngeleri & B-H .
Agrotis ligula & B-H
x mauretanica© B-H.
perplexa & B-H .
westermanni Stgr. v. polaris 0 B- Mm.
y moeschleri & B-H
moeschleri © B-H
donzelii © B-H
gilvaQ@ B-H.
Eehymnia erubescens & B- H
pag.
..29
as
. 35
. 36
u
. 35
A =
... 832
. 37
. 34
. 40
Agrotis dirempta Q@ Stgr. Original (vergl. Band XXI.
Fauna von Andalusien, ©. Ribbe).
Agrotis, hampsoni & B-H.
Luceria pyxina & B-H. .
Leucanitis elongata & B-H .
Acidalia diaphanaria & B-H
Arctia seitzi & B-H...
Acidalia sacraria @ B-H .
Stegania ochrearia & B-H
Larentia dilectaria & B-H
. 34
..89
. 40
. 43
. 50
. 42
. 47
. 43
mA
ee
IIE
TA
XxIV,
IRIS; DRESDEN, BD.
Liehtdruck von Römmler & ‚Jonas, Dresden.
a
Pd
oo rom m
Erklärung zu Tafel IV.
Catocala electra & B-H
in sultana & B-H
Gonodontis graecarius @ B-H.
Larentia infernaria & B-H .
Stegania pulverata @ B-H .
Larentia fortificaria & B-H .
Paropta pharaonis & B-H .
Dyspessa bucharana & B-H.
Pag.
. 41
. 42
. 47
. 45
. 46
. 44
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. 51
IRIS, DRESDEN,
BOHIRXIV.
Liehtdruck von Römmler &
TAB
Jonas, Dresden.
Chaerocampa (Pergesa) elpenor ab. daubi Niep.
Fig. 1 ab. daubi 9; Fig. 2 ab. daubi 5
Fig. 3 Unterseite der Flügel von ab. daubi ®
Fig. 4
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IRIS, DRESDEN, BD. XXIV.
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DRESDEN, BD.
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Aglia tau mut. fere-nigra Th. Mg., heterozygotisch. — Fig. I, 2 Oberseite, Fig. 3, 4 Unterseite.
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Kipa er ai:
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MATTAED, KURVEN
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Erklärung zu Tafel 14,
die zu der Arbeit des Herrn A. v. Caradja, pag. 105—147 gehört.
1. Crambus tristellus var. ribbeellus Car. 5 Granada.
2. Eromene bella var. raddeellus „..© Radde.
3. Anerastia korbi »„ © Petrowsk.
4. Ephestia bacilella var. minorella „ 9 Biskra.
5. Aneylosis bartelella Car. & Indersky’sche Salzsee.
6. ” ” ” Q » ”
7. Ancylodes tunesella Car. & Gafsa.
8. Staudingeria holophaeella Rebel* & Biskra.
9. “ „ var obscurior Car. & Gafsa.
10. „ od. Heterographis deliciosella „ 2 Kasikoparan.
11. Psorosa nucleolella ab. luteostrigella „ & Uralsk.
12a—b. „ maraschella „28 Cil. Taurus.
13. Euzophera korbi Car. & Kasakewitsch. ,
14. Seeboldia korgosella var. uralskella Car. & Uralsk.
15. Asarta korbi »„ 8 Cuenca.
16. Megasis maritimella „.& Digne.
17. Salebria brephiella var. farinosella „ @ Biskra.
18. b barteli »„ © Uralsk.
19. Pristophora discomaculella var. pauli,„ & Jerusalem.
20. Acrobasis glaucella var. anatolica „ & Konia.
a Be0is cribratella Z. »„ & Kalmykow.
multiforella Rag.
weiße Rasse Car. & Ak-Chehir & Konia.
23. a multiforella Rag.
creme gelbe Rasse Car. & Konia.
*Anmerkung. Pag. 117 ad Nr. 190 bis S. vescerellus Chretien.
Von Biskra. — Pag. 126 ad. Nr. 387 bis S. holophaella Rebel (nec
Car.) Ich übersah, daß diese Art von Prof. Dr. H. Rebel Z. B. Verh.
1903 p. 407 unter gleichem Namen beschrieben wurde (Taf. 14 Fig. 8).
Die var. obscurior bleibt mir jedoch gesichert (Fig. 9).
IRIS, DRESDEN,,. BD. XXIV. TAF. Rom
Liehtdruck von Römmler & Jonas, Dresden.
Schluss der Redaktion:
nats,
Nummer 1.
Vorwort.
Mit Herausgabe des vorliegenden
E: neue das tunlichst,
F ofern der Stoff reicht, jedesmal als
Beilage zu der nunmehr allmonatlich
erscheinenden
j
Deutschen Entomolo-
rischen Zeitschrift „Iris“ beigegeben
verden soll, hofft der Verein viel-
“fachen Wünschen, namentlich der
ntomologen unseres engeren Vater-
- die kleinere ksilonsen. Bönbach.
Er. ‚en, Notizen usw., von mehr lo-
kalem Interesse unter sich bekannt
; eben wollen. Gleichzeitig soll aber
Ei ırch das Blatt; das unter noch zu
E ffenden Vereinbarungen, abgeson-
En von der Zeitschrift, an sächsische
©
ein regerer Verkehr der lan
Sachsens dadurch angebahnt w erden,
Angebote von Kauf und Tausch,
ae: _ Personalnachrichten, Fragen und Ant-
_ worten, Bücherbesprechungen, prak-
‘tische Winke für Sammler ete. ete.
‚Aufnahme finden.
ee Mit der Bitte, unser Unternehmen
HL rdern zu helfen, geben wir uns der
_ Hoffnung hin, daß es allseitigen Bei-
fall finden möge und dadurch sein
Weiterbestand auch in der Zukunft
‚gesichert wird. Der Vorstand.
PR £
2.
‚Kleine Mitteilungen.
| tr zur Großschmetterlings-
— fauna Sachsens.
von Ernst Möbius.
I ‚Zuder vom entomologischen Verein
is (Iris XVII, Heft 1) veröffentlichten
ee noniehtine naSachsens sind
Beilage zur Deutschen ::
Entomologischen Zeitschrift
„IRIS«
Herausgegeben vom Entomoloögischen Verein
Die 2spaltige Petitzeile 25 Pf., alles weitere nach Übereinkommen.
Kleine Mitteilungen am 15. jeden Mo-
Nachfrage, Angebot-Annoncen am 20,
Rtedigiert von
„Iris“ zu Dresden.
jeden Monats.
C. Ribbe. l. Januar 1910.
Lim. populi L. (136.) Aus einer bei
Lindenau in der Lößnitz 1906 ge-
fundenen Raupe erzog ich einen u
Falter (P seudohermaphrodit); der-
selbe ähnelt dem in der Stett. en-
tomolog. Zeitschrift 1862, S. 185
beschr iebenen. Der F alter ist wei
lich, auch dieVorderflügelzeichnung;
der linke Hinterflügel dagegen zeigt
in der vorderen Hälfte 5-Zeichnung,
d. h. oben ohne Binde, die hintere
Hälfte weiblich. Bei dem rechten
Hinterflügel ist es umgekehrt, die
vordere Hälfte 9, die hintere Hälfte
& ‚dieser Unterschied macht sieh hi
besond. auf der Unterseite bemerk
Van. xanthomelas Esp. (160). Im Jahre
1907 fand Bretschneider bei Wils-
druff wiedereinmal ein Nest Raupen
und erzog prächtige Falter davon.
Chaer. celerio L. (753). Am 6. Oktober
1906 fand ich aufdemWeissen Hirsch,
bei Dresden, im Heidekraut mitten it
im Walde einen tadellosen Falter, Br
derselbe war tot, aber noch spann-
weich, konnte deshalb noch nicht
lange verendet sein, vielleicht in-
folge des kalten Wetters, das in
diesen Nächten herrschte.
Acer. menyanthidis View. (1093) wur
auf den Hochmooren des Erzgebirges
wiederholt gefunden, u. a. ein Stück
von Dr. Ayrer e, Sommer 1909.
Agr. sincera H. S. (1175). Die ee
im Staud. Rebel- Katalog 1901 (S. 188),
das) die v. rhaetica Ster. in Sachsen
bei Chemnitz gefunden worden sei,
beruht auf folgendem Irrtum: Paul
Meyer in C hemnitz fing in früheren ne
Jahren auf dem Albula am Weinen:
stein einmal diese Varietaet in großer _
Anzahl, vertauschte davon an andere
Sammler und so gelangte ein Exem-
plar auch an Dr. Staudinger nie 2
Be
Din
dem Bemerken, dasselbe sei in
Chemnitz gefangen worden. Dr.
Staudinger glaubte vermutlich diese
Angabe um so eher, als ihm bekannt
dadurch ein viel zarteres Aussehen;
gelbe Schuppen
Sollten weitere Funde die Constanz
dieser Form ergeben, so dürfte sich
fehlen gänzlich.
war, daß früher schon einmal durch
Ihle sen. eine sincera im Erzgebirge
gefangen worden war. Wie dieses
Stück aussah, weiß niemand, wahr-
scheinlich war es die Stammform,
da diese nur auf deutschen Mittel-
gebirgen vorkommt. Meyer be-
merkte den Irrtum gelegentlich
einer Besichtigung der Staudinger'-
schen Sammlung. Die Bemerkung
in der Sächsischen Fauna (Iris 1905,
S. 78) unter v. rhaetica ist dem-
entsprechend richtig zu stellen. Die
Aufnahme dieses Irrtums indem neu-
esten Berge (9. Aufl.) veranlaßt mich,
die Sache endlich richtig zu stellen.
Dianth. filigrama Esp. (1542). Wie
durch verschiedene Erörterungen
. nn % ie a. von in der Ent. Zeitschrift Guben (XXI.
einitz in Chemnitz), kommt in Jahrg., S. 216) des näheren erläutert.
Sachsen die Stammform nicht vor; ® —— N
die in der Sächs. Fauna (S. 190) an- Aus dem Süden Spaniens.
geführten Exemplare gehören alle
zu var. xanthocyanea H». Aeltere Entomologen haben an-
Lar. infidaria Lah (3388). Dieser | genommen , dab die Lepidopiegee
Spanner ist in den letzten Jahren PPAUELS durchgängig recht EONEBIBEE
in größerer Anzahl im Rabenauer Formen zeigen, daß dort sich kaum
Grunde bei Dresden an Felsen ge- Localformen ‚gebildet haben. Neuer-
fangen worden, eine interessante dings stellt sich nun Ds eingehenden
Bereicherung unserer Fauna. Vergleichen heraus, ab dem jedoch
s ER B > nicht so ist. Oberthür, Rothschild, Pa-
ir bee sa Aare genstecher und Fruhstorfer haben eine
D {4 [2 ) f = / ” r nr
fundenem 9 erzog ich eine eroße le } er nn. nic
Anzahl Nachkommen. Die Zucht gestellt, die "beimuae u
2 an ; lichem Material standhalten. An der
mit Galium erfolgte sehr rasch, Hand meiner andalusischen Ausbeute
trotzdem schlüpften die Falter 1905 konnte ich ebenfalls verschiedene
sämtlich erst im nächsten Frühjahr, | [oealformen aufstellen und benennen
nn, en en 5 5 und dann, was sicher sehr interessant
‚418. [a c Ye ( ® H = „ & .
on einer 2. Generation irrtümlich, nr zer de Ku
vielleicht durch die lange Flugzeit u, SR ht z Keine SE Reihe
bis August vorgetäuscht. a a nr er ;
Gn. glaueinaria Hb. (3940). Dieser N Localnarsee a re
von Möschler früher am Oybin in ee Bee Hal >
der Lausitz gefundene Spanner ist | Jio« er { Zeitschrift habe ich orale
neuerdings von Winkler am Zschirn- aa ren 5 Most a
stein in der Sächs. Schweiz und von ei: Anek en
mir im Polenztal daselbst im Juli barsate BEdscht en Diehe
und August in je einem Exemplar setzung der Arbeit soll 1910 er-
(3 und 9) gefunden worden und Schaan
dürfte in der Sächsischen Schweiz
Bücherbesprechungen.
verbreitet sein. Beide Stücke ge-
hören einer kleinen Rasse an, 20 mm
Exp. gegen 25—30 mm Exp. der Schneiders Typen-Atlas, 6. Auf-
alpinen Form. Die blaugrauen | lage, farbige Ausgabe. (Verlag: C.C.
Schuppen sind sehr zerstreut, nicht | Meinhold & Söhne, Dresden, 1909.)
so zu Flecken, Binden constru- In dankbarer Erinnerung an den
hochverdienten langjährigen, leider
der Wissenschaft zu früh entrissenen
die Aufstellung einer Varietät not-
wendig machen.
Fid. fasciolaria Rott. (3991). Diesen
bisher in Sachsen noch nicht auf-
gefundenen schönen Spanner fand
ich in den letzten Jahren in der
Lößnitz bei Dresden einheimisch.
Die grünen Raupen sitzen ausge-
streckt an den Zweigspitzen von
Artemisia campestris, die Falter
halten sich nahe der Futterpflanze
in Tagfalterstellung sitzend auf:
Sesia flaviventris Stgr. (4553). Nach
Staud.-Rebel-Katalog 1901 soll diese
Sesia in Sachsen vorkommen, dies
ist nicht bewiesen, sie kommt aller-
dings nahe der Grenze bei Kohl-
furt in Schlesien vor, wie Schütze
ierend, wie man es meist bei alpinen
Stücken findet, es erhält diese Rasse
X.
Ha r kn dc a U N a res
Vorsitzenden des Ent. Vereins „Iris“
möchten wir auch an dieser Stelle auf
das Erscheinen einer farbigen Aus-
gabe seines allgemein als vorzüglich
anerkannten Typen-Atlases hin weisen.
Daß 6 Jahre nach dem TodeTdes Ver-
fassers noch eine 6. Auflage not-
wendig wurde, spricht allein schon
genügend dafür, daß das Werk seinen
Zweck, nämlich die in geographischem
undnaturwissenschaftlichemUnterricht
vorkommenden Völker-, Tier- und
Pflanzentypen zu veranschaulichen
ausgezeichnet erfüllt. Durch die far-
bige Darstellung haben die Bilder so
an Lebendigkeit gewonnen, daß sie
sich nieht nur dem lernenden Kinde
tiefer einprägen, sondern auch all-
gemein im Hause zur Belehrung her-
angezogen werden dürften, namentlich
an Orten, die keine größeren natur-
historischen Museen aufzuweisen ha-
ben. Wir wüßten kein ähnliches Werk
zu nennen, das für den erstaunlich
billigen Preis von 5 Mark so Viel-
seitiges in so guter Ausführung bietet
und wünschen ihm, in Hinblick auf
die Förderung naturwissenschaftlichen
Interesses, die weiteste Verbreitung.
KM; H.
—— Naturwissenschaftlicher Zeitungs-
unsinn. Wie sehr selbst die Zeitungen,
die als hervorragendstes Volksbil-
dungsmittelangesehen werden müssen,
inbezug auf naturwissenschafttiche
Kenntnis versagen, zeigt ein am 5. X.
im „Dresdner Anzeiger“ erschienenes
Feuilleton „Der Tod“. In der zweiten
Spalte ist da zu lesen: Es war doch
Herbst. An den Mauern vertrockneten
über ihren gelben großen Eiern die
Kohlraupen . . .“ So weit, meinen
wir, dürfte die dichterische Freiheit
bei Naturschilderungen doch nicht
gehen, daß sie sogar Raupen schon
Eier legen läßt, die noch dazu Ichneu-
moniden-Coceons sind ! -]1-
Pagenstecher, Arnold. Die geo-
graphische Verbreitung der Schmetter-
linge. (Mit 2 Karten.) Jena, Gustav
Fiseher, 1909. Gr. 8°, 451 S., 11 Mk.
Dem Verfasser ist ein großes Werk
gelungen. Ein mächtiger Bau, zu
dem Hunderte von fleißigen Arbeitern
bereits Material im Laufe vieler Jahre
und von allen Seiten herbeigeschleppt
haben, bedurfte schon lange dringend
einer geschickten Hand, um zur Voll-
endung und Zweckerfüllung zu ge-
langen.
Wie schwer war
Einzelnen, wenn er
es bisher dem
einen Ein- oder
Ueberblick in bestimmte Faunengebiete
tun wollte, sich die einschlägige Lite-
ratur zu beschaffen ; jetzt bedarf es
nur eines kurzen Nachschlagens in
dem zwar ziemlich umfangreichen,
aber sehr übersichtiich geordneten
Buche.
Während der Leser im ersten Teil
in leicht verständlicher Weise tiber
die Faktoren der Verbreitung der
Schmetterlinge belehrt wird, kann er
im zweiten Teil sich auf jedem Gebiet
der Erde über die ihm eigne lepi-
dopterologische Fauna unterrichten.
Der dritte Teil bringt dann noch eine
Uebersicht von einem andern Gesichts-
punkte aus, nämlich wie sich die
'amilien und Gattungen geographisch
verbreitet haben.
Alles in Allem ein höchst aner-
kennenswertes Werk. welches in der
Bücherei jedes Entomologen resp.
Naturforschers vorhanden sein sollte.
Und der Wunsch des Autors, daß
seine Arbeit dazu beitragen möge,
das Interesse an der geographischen
Verbreitung der Schmetterlinge zu
erhöhen. wird sicher in Erfüllung
gehen.
Bedauerlich ist nur, daß sich so
vieleDruckfehler eingeschlichen haben,
und daß auch selbst die Beriehtigungen
davon nicht frei sind. Dr. H.
Entomelogisches Jahrbuch von
Dr. Krancher, XIX. Jahrgang 1910,
Leipzig, Verlag vou Frankenstein &
Wagner, Preis 1,60 Mk.
Pünktlich wie immer ist nunmehr
Jahrgang 1910 dieses beliebten Ka-
lenders erschienen im altgewohnten
(jewande, eine reiche Fülle von ento-
mologischen Abhandlungen der ver-
schiedensten Art enthaltend. Unter
den monatlichen Sammelanweisungen
findet sich zunächst der Schluß der
in 5 früheren Jahrgängen begonnenen
Anweisung für Käfersammler von
Kraus in Nürnberg, ferner Anweisung
für Mikrolepidopterensammier von Dr,
Meyer in Saarbrücken mit einem Vor -
wort über moderne Systematik von
Dr. Meixner in Gera (Vereinigung der
4 Familien Hyponomeutiden, Glyphip-
terygiden, Tortrieiden und Cossiden
zu dem Tribus T'ortrieimorphen). Die
Sammelanweisungen dieser 4 Familien
sind getrennt in monatliche Verzeich-
sehr
nisse der Falter und Raupen,
praktisch für den Sammler. Die
Kleinfalter werden ja immer mehr
Liebhaber finden, besonders wenn die
Bestimmung so bequem gemacht wird
als durch das prächtige Tortrieiden-
werk Kennels mit seinen unüber-
troffenen Abbildungen. Folgende Ab-
handlungen des Kalenders dürften
noch zu nennen sein: Symbiose von
Kuhnt in Berlin, Entomologisches aus
Istrien und Ungarn, Biologisches über
P. mnemosyne von Hoffmann und
Krieglach, Variation von M. porcellus
von Gillmer, Lepidopterenfauna des
St. Michaelsberges bei Bruchsal in
Baden von Gauckler, Auf der Polyx-
eenasuche, die sehr drollige Geschichte
„Auf der Nonagriensuche“ von Knoth
in Chemnitz, Laufkäfer von Blom-
berg i. L. von Dr. Köster, Ueber das
Spannen der Libellen, Verzeichnis der
Chalastogastren Tirols von Dr. v. Dalla-
Torre und vieles andere. Zuletzt vom
Verfasser des Werkchens die so löb-
liche, alljährliche Uebersicht über die
entomologische Literatur des letzten
Jahres. Eine Empfehlung erübrigt
sich, ist der Kalender doch allgemein
bekannt, jeder wird etwas interessantes
für seinen Sammelzweig darin finden,
und wird der Inhalt beim Durchlesen
immer viel Freude bereiten. Möbius.
Praktische Anleitungen.
Reparieren von Schmetterlingen.
Oftmals bin ich schon gefragt
worden, wie man bei sonst tadellosen
Schmetterlingen, einen das ganze Aus-
sehen des Tieres entstellendenWischer
oder Fleck wegbekommen kann. Wie
jeder Sammler weiß, sind es besonders
die Erebiefi, die selten in ganz tadel-
losen Stücken erbeutet werden, und
doch lassen sich solche Stücke mei-
stens recht gut für die Samml!ung
herrichten. Man nehme die gewöhn-
lichen Pastelfarben, reibe dieselben
ganz fein in einem Mörser und hat
damit dann das Hauptmaterial zum
Reparieren erlangt. Nachdem man
die richtige Farbe oderF'arbenmischung
ausgewählt hat, nehme man einen
ganz feinen Pinsel, tauche denselben
in reinsten Spiritus und in die be-
treffende Pastelfarbe und mische sich
beides zu einer nicht zu nassen Masse
auf einem Stück Glas oder Palette.
Alsdann trage man die Mischung be-
hutsam auf die lädierte Stelle auf.
Zu berücksichtigen ist hierbei, daß
die Mischung nicht zu feucht ist, um
auslaufen zu können, auch muß man
darauf Bedacht nehmen, daß die
dureh Spiritus angefeuchteten Pastell-
farben nach dem Trocknen heller
werden. Um nun die übermalte Stelle
so gut-wie garnicht erkennen zu
können, ist es von Vorteil, dieselbe
noch mit ein wenig trocknem Pastell-
staub zu überstäuben. CR.
Entomologische Personal-
Nachrichten.
Wilhelm Schnuse 7. Der in diptero-
logischen Kreisen bekannte Ento-
mologe, geh. 31. Mai 1850 in Anhalt- |
Bernburg, und Gymnasiallehrer a. D.
erlag am 8. Dezember in Dresden-
Weißer Hirsch einem Schlaganfall.
Nicht nur aus der Umgebung von
Dresden, in welcher Stadt er von
1892/99 und in jüngster Zeit ansässig
war, sondern namentlich von seinen
Reisen nach Korsika, Chile, Peru und
Eeuador hatte er ein großartiges
Fliegenmaterial zusammengebracht,
das er im Begriffe stand, wissen-
schaftlich zu bearbeiten. Sein früher
Tod ist ein herber Verlust für die
Wissenschaft. H.
Bücherei-Eingänge.
Außer den bekannten entomolo-
gischen Wochen- und Monatsschriften,
auf welche der Verein abonniert hat
und den Veröffentliehungen zahl-
reicher Vereine des In- und Auslandes,
mit denen die „Iris“
tausch steht, erhielt die Bibliothek
im verflossenen Jahre Zuwachs durch
folgende entomologische Werke:
„Die geographische Verbreitung der
Schmetterlinge“ von Dr. Pagen-
stecher in Wiesbaden.
„Die Großschmetterlinge Westfalens“
von C. Uffeln in Hamm.
„Die Großschmetterlinge des Groß-
herzogtums Baden“ von H. Gauck-
ler in Karlsruhe.
„Beiträge zur Kenntnis der Lepi-
dopterenfauna der adriatischen
Inseln“ von Dr. E.GalvagniinWien.
„Bilder aus der Insektenwelt“ v. Fabre.
„Nuove Forme di Lepidotteri e Note
Critiche“ von Conte Emilio Turati
in Mailand,
sowie die Sonderabdrücke aus dem
zoologischen Anzeiger:
„Die Mundöffnung von Ogeodes“ und
„Die Photographie in der Wissenschaft,
besonders in der Zoologie* von
Prof. Dr. Wandolleck in Dresden.
Hierzu kommen noch die bis dato er-
schienenen Lieferungen von Seitz: „Die
Großschmetterlinge d. Erde“ u. „Berges
Schmetterlingsbuch“ v. Prof. Dr. Rebel.
im Sechriften-
u: und Angebot.
Annoncen.
gen
Da ich nur noch Lycaeniden sammle,
bitte ich alle Sammler, die die vor-
liegende Zeitschrift lesen, mir Lycae-
niden ihrer Gegend mit genauer Fund-
ortangabe einzusenden. Erwünscht
sind mir alle Arten, auch die ge-
wöhnlichsten. Als Gegenwert stehen
in erster Linie Exotische Le-
pidopteren und Coleapteren
und dann auch Palaearctische
Lepidopteren und Coleop-
teren zu Diensten. Ich reflektiere
nieht nur auf I. Qualität, ich nehme
auch Stücke II. Qualität.
C. Ribbe,
Radebeul b. Dresden
(Deutschland).
KRKARRRKNKER
Sat
FE ——
= Z u + r
= = ————
=, v 25
.
’ = —
>=
SAT suchen
in Tausch (gegen bessere Palaearcten,
Exoten oder andere Insekten) oder
gegen bar!
Macrolepidopteren in Anzahl:
ocellata, gallii, spini, villica, nupta.
Microlepidopteren: lotella, elutella,
euprealis, pinguinalis ex timolis,
forficalis, nubilalis, piceana, xylostena
histrionana murinana, ambiguella,
duplana pinivorana, turionana, di-
niana, rufimitrana, tripunctana fu-
nebrana, nebhritana, duplicana dor-
sana, pomonella, grossana amplana,
ephipsella, laevigatella, cerealella,
depressella, taurella assectella, ta-
petzella, pellionella ete.
Eine Anzahl präpar. Raupen: macnaon,
div. Lycaenen, convolvuli, bombyli-
formis, pyrina, vinula, exelamationis
vestigialis, piniperda, nupta, elocata,
electa, wauaria, brumata.
Aberrationen, Zwitter ete. sämtlicher
Familien kaufen oder tauschen wir
stets zu allerhöchsten Preisen.
Schädlinge aus anderen Familien.
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26. Herr Dr. R. Husadel: ‚Über die Struktur der
Sexualorgane der Lepidopteren“.
Herr Lehrer H. Viehmeyer: „Uber Termiten“.
Januar
), Februar
16. Februar Herr Dr. Walter: „E aka der Alhula“. Eu
9. März Herr A. Winkler: „Mit der Tauernbahn nach Triest“. ® ;
16. März Herr Professor Dr. Heller: „Faunistische und
u;
aus Tirol“. iu
50. März Herr Seiler: „Lepidopterenfauna von Regensburg“.
15. April Herr Dr. Heusinger: „Über geplante Abünderungen | E%
des Feld- und Forststrafgesetzes“. “
landsehaftliehe Bilder
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Rt /orstand de SE Baieaeienvereinn, Iris” zu Dresden.
; orsitzender: Prof. Dr.K.M.Heller, Dresden, Franklinstr.22.
Stellvertr.: Dr. H. Walther, Dr. -Strehlen, Residenzstr. 27.
Schriftführer: Ad. Winckler, Dresden-Pl., Kaitzerstr. 137.
Stellvertr.: Gust.Kretzschmar, Dresden ‚Bismarckplatz6.
- Rechnungsführ.: Hugo Reichelt, Dresden, Leipzigerstr 99.
.Biblioth.: Amtstierarzt Möbius, Dresden ‚Schlachthofring 3.
"Redakteur: ©. Ribbe, Radebeul bh. Dresden.
il . Stellvertreter: DrıP: Husadel, Dresden, Gewandhausstr. 3 _
Sitzungen: Mittwoch v. 8—11 Uhr im zoolog. Garten‘
Mitglieder erhalten auf Wunsch die früheren Bände unserer
. Zeitschrift zu bedeutend ermässigten Preisen und zwar:
Band 1. (in5Numm.) 340 Seit.mit2Taf., (von demnurnoch einige wenige
NR nicht ganz vollständ. Exemplare vorhanden sind) für 15—25 Mk-
| „I. (in2 Heften) 286 Seiten mit 5 Taf. (1 color.) statt 17Mk. für10 „
Beer lt (in 2: ,.°)848° ‘, A color. Tafeln... 16- „2100:
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exklusive Frankatur.
SE Der jährliche Mitgliedsbeitrag von 10 Mark ist
in den ersten 3 Monaten eines jeden Vereinsjahres zu
zahlen (an den Rechnungsführer H. Reichelt).
Den Herren Mitgliedern, welche ihren Beitrag zu zahlen ver-
. gessen haben, wird das vierte (Anfang April erscheinende)
E Heft gegen Nachnahme des Beitrages zugesandt (soweit nach den
I betreffenden Ländern Nachnahme Aue ist). |
Die Grossschmerte der ] i
Bearbeitet von ersten Kennern und Autoritäten, wie:
Aurivillius (Stockholm), J Jordan (Tring), Bartel (Berlin), Prout
(London), Janet (Paris), Standfuß (Zürich), Haensch (Berlin),
Warren (Tring), Mabille (Paris), Fruhstorler (Genf), Strand
(Berlin), Weymer (Elberfeld), Eiffinger (Frankfurt), Röber (Dresätnl ?
und anderen.
Herausgegeben von Professor Dr. Adalbert Seitz.
Kompleit in ca. 460 Lielerungen oder in 16 Bänden, in 2 Haupfleilen;
1. Hauptteil Palaearktische Fauna. 2. Hauptteil Exoten.
Vollständig in etwa 110 Lieferungen | Vollständig in etwa 350 Lieferungen
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a Mk. 1.— a Mk. 1.50.
Bd.I Tagfalteri.43 Lief. od. geb.58M. Bd. V—VII Amerik. Fauna ca. 120Lf.
„ HI Spinner u. Schwärmer „ IX--XIlIndo-austr. „ „ 145Lf.
in ca. 25 Lief. od. geb. ca. 35M. „XUI—XVIAfrikan. 2 AD
„III Noktueni.ca.25 Lf.od.gb.ca.35M. "Die Einteilung der einzeln. Bände
„IV Geometriden „ 20 „ 5 „ „ .30M. entsprechend dem 1. Hauptteil.
Hierzu erscheint noch ein Supplement-Band mit Allgemeinem Teil,
Morphologie, Biologie, Geographie.
In beiden Hauptteilen zusammen werden auf ungefähr 1000 Taf-
rund 40000 Falter in vorzüglich kolor. Abbildungen dargestellt.
Jeder Falter sofort bestimmbar. | Kein Museum, keine Sammlung
mehr mit unbestimmten Faltern!
Der zweite Teil ersetzt jedem Nur durch eine sehr hohe Auflage
eine vollständige konnte der beispiellos billige Preis
Exoten-Sammlung. zielt werden.
Im Jahre 1911 erscheint der Schluß der palaearktischen Schwärmer
und Spinner, der Noktuen und Spanner, sowie die 2..Hälfte der
Exotischen Tagfalter und Fortsetzung der Exotischen Nachtfalter.
Das Gesamtwerk hat 1906 begonnen und wird 1913, also in
rund 61/, Jahren beendet sein. Das Werk erschien anfangs (1907)
in 14tägigen, dann in 10tägigen, 1910 in wöchentlichen Pausen
und wird von 1911 ab in 3— 'Atägigen Pausen erscheinen.
1 1 ist das größte u. im Verhältnis zu dem
deilz, Großsehmellerling der briß Gebotenen zugleich bei weitem das
billigste Werk seiner Art.
Keinem Museum, keiner Bibliothek, keinem Privatsammler .
ist dieses Werk entbehrlich.
Jedem, der Schmetterlinge sammelt, kauft, tauscht oder verkauft, von
unschätzbarem direk tem Nutzen, weil alle Werte der gesammelten
Schmetterlinge so Ar rt bestimmbar, und jedes Angebot sofort
kontrollierbar.
Wer, im Auslande, I Seilz, Großschmellerlinge der Erde beat an
Werkes durch den Fang a Verkauf von Schmetterlingen lohnenden
Nebenver dienst, köstliche Unterhaltung verschafien.
Das Werk kann mit deutschem oder englischem oder franzö-
# sischem Text bezogen PREUERE
Zu jeder weiteren Auskunft ist gern bereit der
Verla ds Seizschen Werkes (u nz) la,
Poststraße 7.
| von ca. 1 Pfg. pro Abbildung er-.
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