IE in TEEN
rw
er Te
er ee er
EINE ge tee
eigen niet
en
a. v ” 2 = ’ - w °
ETW ET u un u ee ee et nn en ann
N ner ee 5 e
TE in ı ee
Wear AZ°
HARVARD UNIVERSITY
1% Ma,
m
LIBRARY
OF THE
MUSEUM OF COMPARATIVE ZOOLOGY
e Achamar
2.3 108
U Re
1, in
Deutsche
Entomologische Zeitschrift
„Lris”
herausgegeben
vom
Entomologisehen Verein Iris zu Dresden,
Band XXX. Jahrgang 1916.
(Mit 2 Tafeln.)
1. März 1917.
Schriftleiter: Dr. H. Walther.
Dresden 1916,
Verlag des Entomolog. Vereins „Iris“.
In Kommission bei R. Friedländer &?Sohn
Berlin, Carlstrasse 11.
Druck von Osvan unse) in Gelierkeng.
N
een, |
' A"
23m Say We er
US DE INT
A h
f
’ [3 a
« I ;
)
\
} ö h f
j
I r
j * A
ı r ) R
N
Mn BENDER
IF > f
Iw
ru
4
» F
\
s
| > Ar
| ==
j
Li
* > ‚
h
3
\
r
k
) h
h
Y x T
ı
|
i
P
|
Ä
ä
’ I h
7 - j
e
y
Inhalts-Uebersicht.
des XXX. Bandes 1916.
‚Alphabetisches Verzeichnis der in ER Bande beschriebenen
neuen Formen
Seite
Caradja, A. Beitrag zur Kenntnis der geographischen Ver-
breitung der Pyraliden und Tortriciden des europäischen
Faunengebietes, nebst Beschreibung neuer Formen 1—88
Fritsch, W. Phaenologische Anmerkungen 88— 94
_ Eine neue Form von Deihphila gallii 94—95
Fruhstorfer, H. Neues über die alte Art Satyrus fagi Scop. 145—147
— Nochmals Limenitis rivularis Scop. 147
Gaede, M. Neue Di des Berliner Zoologischen Mu-
seums BRUNO RR . 202—209
Frhr. v. d. Goltz. Noch. einmal Erebia epiphron vogesiaca . 148—149
Martini, W. Verzeichnis Thüringer Falter aus den Familien
der Pyraliden-Micropteridae I. . 110—144
dto. II. Kar Ueleilia ‚ . 158—186
Neustetter, H, Neue a wenig ee afrikanische Rhopa-
loceren . - 95—108
R. Pfitzner. Die aahriren der N Sprukleneh Geben . 108—110
Rebel, Dr. H. Ueber die en aus dem
östlichen Tannuola-Gebiet . e . 186—195
Zöllner, H. Plötzliches und häufiges PO DH von Bi
pyropata in Ostpreussen 1915/16 Aa . 195—202
Bücherbesprechungen EEE . 149—150
Berichtigungen . ehe 2 el. nn na“ 481-152 221-222
Vereinsnachrichten . 209—220
I—IV
BR MN AN ih nl
hr EI: aM a
} R, Tat RR N
j Bi, il Als Ri |
| BIE-- cher“, N Y R Pi R Rev c;
| et RR none vor shi vi
a Bant A Tertat
ak | MR-üEt,. aaa N
ER ET IE Be IR,
eye | De
n = Sr -
I sun, A PORN,
Bier, ki le
y r.
pöks-üb A NT
SER--TER KH eh REED AN
RR
| BRETT abo ae, Rn As
vi u 0 De Kant VER ß BR + Rn. a
1 d Nu 7 R +
“
R daR
. { “ir RN
|
4 - Ahern te w Ba
# 5 ; |
"4 j % AA,
= © NN
WAL h HR
r y 17
i f ar $
RR N >
ii ar j' 43
2 n „ { aaa:
ß HR 1
| j ni Far, 2 In), Mi
e ’ f ER ER, DHNaTEh, 5, IN i 1 ,
, N, 4 N r al N RT Er a vr ‘
Re JE F N
“2,
ul ’ j
ICE 2 .
bl } #4
BR, PER
SAN Ah
Bike, Dane » v n
, r j
Hi ar t R
Ä ij; i f (r a i
A v
5 ’ 2 D
4 Ei > Te i
Berichtigungen
zur Revision der palaearktischen Epermenia-Arten.
Von Prof. Dr. H Rebel, Wien.*,
Bei der herrschenden Erschwernis in der Postbeförderung
ist mir eine Korrektur der oben genannten Revision nicht zu-
gegangen, so dass nachstehende Druckfehler-Berichtigungen und
Ergänzungen notwendig erscheinen:
Seite 195, 2. Zeile von unten lies: M, (statt M)
BE>-100. 100: >; „ oben: podagraria (statt prodagraria)
ru > „ unten: HS. (statt Hb.)
er „ unten: Stt. (statt Hb.)
nl Sohn „ oben: Stt. (statt Hb.)
ae „ oben: schwarze (statt schwarzen)
„wer cn, oben: artlich (statt örtlich)
see Ir, „ oben: Orosi (statt Ohisi)
RASSE 8. -, „ unten: M 1 (statt Ms)
we 198. A, „ unten, einzuschalten nach: die „wie“.
199.9. „ unten: Quer- (statt Grund-)
Re A „ oben: JR (statt 2)
1 a „ unten: M. 6. (statt,M. 1.)
all... Zur „ unten: M, (statt M;)
202: Go „ oben: einen (statt einem)
2, 34... „ unten: bis (statt bei)
204. 22, \,, „ unten: dunkelgrau (statt Bar
a „ unten: (subg Calotripis) . . al
” 205, 5. unten zu löschen: 2.
. 206, ist als 10. Zeile von oben einzuschalten: Vfl mit 2 re
binden und einem Anteapikalfleck .
*) Vgl. den vorigen Jahrgang Seite 195—206.
AUG 22..1919°
Iris, Dresden, Band XXX. Heft 1.
| . ad, 100 | Se
Dentsche M
Entomologische Zeitschrift
„lLris”
- Herausgegeben
vom
Entomologischen Verein Iris zu Dresden,
Jahrgang 1916. Erstes Heft.
"1. Mai 1916.
_ ‚Schriftleiter: Dr. H. Walther.
. Preis für Nichtmitglieder des Vereins: 6 Mark.
In Kommission. bei
R. Friedländer & Sohn
Berlin, Carlstrasse 11.
Druck von Onkar Hensel, Gettonberg.
Inhalts-Uebersicht.
Seite
A. Caradja. Beitrag sur Kenntnis der geographischen Ver-
breitung der Pyraliden und Tortriciden des europäischen
Faunengebietes, nebst Beschreibung neuer Formen . . . 1-88
W. Fritsch. Phaenologische Anmerkungen . . . 88-9
W. Fritsch.‘ Eine neue Form von Deilephila gallii Rett, . .94—95
H. Neustetter. Neue und wenig bekannte afrikanische Rho-
palozeren ns nn ET Ir er De
In allen redaktionellen Angelegenheiten (Manuskripte, Tafeln, Bücher-
besprechungen, Korrekturen etc.) bittet man, sich bis auf weiteres nur
an den Vorsitzenden, Hofrat Prof. Dr. Heller, Dresden, Kgl, Zoolog.
Museum, Zwinger, zu wenden. Die Autoren erhalten, 25 Sonderdrucke
kostenfrei, nach Vereinbarung (bei Einsendung des Manuskriptes). auf
Wunsch mehr. Für die Form und den Inhalt der in dieser Zeitschrift
veröffentlichten Aufsätze sind die Autoren allein verantwortlich.
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 1
—[
Beitrag zur Kenntnis
der geographischen Verbreitung der Pyraliden und
Tortriciden des europäischen Faunengebietes,
nebst Beschreibung neuer Formen.
Von Fürst A. Caradja, Bukarest.
Neunmonatliche Abwesenheit von meinem Landsitz, dann
der fürchterliche Krieg und seine auch für mich daraus er-
wachsenden Verpflichtungen und Sorgen, schoben die Möglich-
‚keit einer Fortsetzung meiner 1910 in der Iris begonnenen
Arbeit immer weiter hinaus. Diese masslose Verzögerung: hatte
aber ihre gute Seite; denn inzwischen floss mir noch ein
reiches Material von Kuldja, Aksu, Amasia, Wan, Hadjin und Tu-
nesien zu, das nunmehr mit berücksichtigt werden konnte.
Auch legte mir schon 1911 Herr A. Bang-Haas eine Anzahl
neuer Formen vor, deren Beschreibung ich damals leider ab-
lehnen musste; ich hole diese jetzt nach, soweit Dr. H. Zerny
dieselben Arten nicht bereits beschrieben hat. Auch Herr P.
Chretien veröffentlichte die meisten seiner Entdeckungen aus
Algerien und Tunesien im „Naturaliste“ und in den An-
‚nales und den Bulletins der Soc. Ent. l'rance 1910
bis 1914. Das im vorliegenden Falle für mich wichtigste
Ereignis war die Publikation Dr. H. Zerny’s in den Ann. K.
K. Hofm. Wien, 1914, XXVII. Bd, weil dieselbe meine
eigene Arbeit, wenigstens bis zum Schluss der Pyraliden,
vereinfachte und gar sehr erleichterte. Bei der Umordnung und
Bearbeitung meines reichen Tortriciden- Materials konnte ich
mich ausser auf die Arbeiten Lord Walsinghams, Fernalds u. a.
vor allem natürlich auf Prof. Kennels Monographie stützen,
die mir als Leitstern diente, aber nur bis zu Argyroploce
(Olethreutes) vorliegt.
Ueber den Zweck meiner vorliegenden Veröffentlichung
verweise ich auf das in der Iris 1910 Gesagte; er blieb auch
fir diesen zweiten Teil massgebend, indem ich mich darauf
beschränkte, ausschliesslich auf Grund des in meiner Sammlung
befindlichen Materiales noch unbekannte Fundorte bei den ein-
zelnen Arten anzugeben; dabei mussten eine Anzahl neuer
Formen und Arten beschrieben werden.
Nur _in derartigen Arbeiten Eingeweihte können ahnen,
wie schmerzlich ich es empfinden musste, auf meine einzigsten
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausgegeben vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1916. ı
9 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Kräfte angewiesen zu sein, ohne auch nur die Möglichkeit zu
haben, in zweifelhaften und schwierigen Fällen das Gutachten
oder die Gegenäusserung eines wissenschaftlich gebildeten Kol-
legen einzuholen. Selbst bei peinlichster Vorsicht und Ge-
wissenhaftigkeit kann sich erfahrungsmässig Keiner — auch
unter den Besten — von unbewusster Voreingenommenheit ganz
frei machen; und welche Böcke man da mit reinstem Gewissen
zu Schiessen vermag, das hat uns s. Z. T Dr. O. Staudinger
z. B. anlässlich seiner „neuen Erebien-Form aus den Algäuer
Alpen“ in der ihm eigen gewesenen freimütigen und drastischen
Weise selbst erzählt. Wie ihm, so passierte ähnliches so mancher
anderen Autorität! Wie sollte ich nun hoffen, in meiner völligen
Abgeschlossenheit, Irrtümer vermieden zu haben, die andere
später werden richtig stellen müssen? Ich bin nicht einmal
sicher, dass ich bei Aufstellung neuer Formen nicht etwa einige
Synonyme lieferte!
Solcherlei trübe Betrachtungen konnten aber meinen Ent-
schluss meine Studien der Oeffentlichkeit zu übergeben, nicht
rückgängig machen; denn ich erachte es als meine Pflicht, die
reichen Schätze, die in meiner, dem Zentrum so abgelegenen
Sammlung ungehoben liegen, nach bestem Wissen und Können
der Wissenschaft zugänglich zu machen und das Ergebnis jahre-
langer, mir lieb gewordener Arbeit auch für die Allgemeinheit
zu sichern, bevor ein unglückliches Geschick möglicherweise die
Sammlung, oder mich vernichtet
Wenn trotz aller Bemühungen auch viele Tiere meiner
Kollektion in vorliegender Arbeit wegen unüberwindlicher Zwei-
fel und Schwierigkeiten unberücksichtigt bleiben mussten, so ent-
hält sie dennoch die Beschreibung und Benennung von 151 neuen
Arten und Formen, auch wird man in ihr von manchen bisher
nur in einem Geschlecht bekannten Arten das unbekannte Ge-
schlecht (z. T. im Anhang c. f N. 91, 104, 167, 176) beschrie-
ben und viele seltene, noch wenig bekannte Arten besprochen
finden.
Im Anhange gebe ich die Liste der z. Zt. in meinem Be-
sitze befindlichen Typen, Paratypen, Cotypen und Homotypen,
damit es jedem Kollegen ermöglicht sei, ihm zweifelhafte Arten
mit den Originalen vergleichen zu lassen.
Sobald die internationalen Verhältnisse es zulassen, werde
ich übrigens nicht verfehlen, die hier neu beschriebenen Formen
und Arten zum sicheren Wiedererkennen abbilden zu lassen und
die Tafeln der „Iris“ zu stiften,
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 3
—
I. Pyralidae
A. Galleriinae.
Melissoblaptes bipunctanus Z. (4). In der lichtgelben var.
decolor B.-H.i.]. von Karagaetau 2 Pärchen und von Kuldja
in Mehrzahl. M. unicolor Stgr. (5). Ein sicheres Stück von
Murcia, das mit der Beschreibung Staudingers gut überein-
stimmt Mit murciellus Zerny hat das Tier nichts zu tun.
M. curvicostellus Zerny (5 bis). Ausser den 12 Paratypen
(?2) von Uralsk, erhielt ich vom Embafluss und Issykkul 2
Pärchen. Das noch unbeschriebene J ist kleiner, sonst gleich
dem ®.
Aphomia sociella var. asiatica nov. (8). Von Aksu,
Usgent, Kuldja erhielt ich 1 d und 3 $2 einer abweichenden
Form, zu der auch das von Dr. Zerny erwähnte 2 von Djarkend
zu ziehen sein dürfte. Meine Stücke von Aksu und Usgent
sind hell staubgrau, mit weisslichen Hfln und Fransen. Die 22
von Kuldja und Djarkend sind dunkler grau, mit lichtgrauen
Hfln. Bei allen sind die Zeichnungen auf den Vfln wenig scharf
aufgetragen und der Abstand zwischen dem inneren und dem
äusseren Querstreifen ist entschieden grösser (d.h. die Mittelbinde
ist breiter) als bei der gewöhnlichen sociella. Mit der be-
deutend kleineren, schiefergrauen, scharfgezeichneten var. grisea
Turati, aus Sardinien, hat die var. asiatica nichts gemein.
B. Crambinae.
Crambus hierochunticus Z. (18). Jerusalem in Mehrzahl.
C. concolorellus Chr. (21). Je ein S' von Kuldja und Emba-
fluss. C. terrestrellus Chr. (22). Issykkul. C. alaicus Rbl.
(26 bis). Das noch unbeschriebene 2 hat bedeutend schmälere
Flügel und ist viel bleicher (lehmgelb); die Fransen der Hfl
weisslich. 3 22 vom Alai. C. mediofasciellus Zerny (var?)
(25 bis). Nur mit Vorbehalt ziehe ich 3 d' 2 2 einer etwas
abweichenden, weniger scharf gezeichneten Form vom Alexander-
gebirge zu mediofasciellus C. kindermanni Z. (31).
Kuldja 2 S. €. epineurus Meyr. (35). Karagaitan. C. ju-
cundellus var. kuldjaensis nov. (36). 6 f 8 2 von Kuldja.
Sämtliche dc” sind bleich ledergelb, fast zeichnungslos; alle 22
haben so dunkelgraue Vfl wie keines meiner 60 jucundellus-
festivellus von anderen Fundorten. C. inquinatellus Schiff.
(42). Aınasia, Marasch. C. tristellus var. ribbeellus Car. (61).
Auch von ‘Murcia. GC. selasellus Hb. (63). Aulie ata. C, Iu-
4 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
teellus Schiff. (65). Embafluss, Kuldja, Margellan, Juldus,
Aulie ata in sehr verschiedenen Grössen und Färbungen. C.
perlellus aurellus Zerny (68). Uralsk 2 Z. C. cupriacellus
Zerny (68 bis). 4 S' von Wan, Kurdistan. C. rostellus var.
nigerrimus nov. (69). Von Sajan und Karagaitan sandte mir
Herr Bang-Haas 4 fo einer schieferblauen, ins grünliche
schimmernden . Lokalrasse; die Hfl sind schwärzlich. Keines
meiner zahlreichen perlellus ab. warringtonellus Stt.
sind auch nur annähernd so dunkel. C. languidellus Z. (69).
Ala-Tau 1 Z. C. juldusellus nov. sp. (69 bis). Bedeutend
grösser als Jlanguidellus und breitflügelig, mit weisslichgelben,
nur matt glänzenden Flügeln. Die Hfl am Vorderrande nicht
verdunkelt und die Fransen gleichfärbig weisslichgelb; ebenso
Thorax, Kopf, Palpen, Beine. Auf der Unterseite sind die Vfl
bei weitem nicht so stark dunkel wie bei Janguidellus und
perlellus. 2 0° von Juldus. C. saxonellus var. carentellus
Chr. (72). von Wan. C. conchellus pseudopauperellus Zerny
(82 bis). Cogne. C. pinellus L. (83). Kuldja. C. dimorphel-
lus Stgr. (95). Marasch. C. chrysonuchellus var. dilutalis
(B.-H. i. 1.) nov. (108). 3 ZZ von Juldus und mehrere J
von Kuldja gehören einer gut charakterisierten Rasse, mit weisser
Grundfarbe der Vfl und dunkelgrauen, nicht braunen Längs-
strichen an; auch die Hfl sind dunkelgrau; der Leib schwarz,
mit weissen Segmenten. C. candiellus HS. (129). Marasch.
C. argentarius Stgr. (131). Von Wan ein kleines /, von
Kuldja eine lange Reihe prächtiger Stücke. GC. distinctellus
Leech (134 bis). Pompejewka.
Platytes carectellus var. truncatellus nov.? (144). Von
Jerusalem 1 /, ohne ausgezogene Flügelspitze, wozu das in der
Iris 1910 erwähnte 2 von Beyruth passt. Das J' ist lichter
als irgend eines meiner carectellus f und fast zeichnungs-
los; das 2 dagegen bedeutend dunkler braun. Hfl durchaus
braun, mit breitem verdunkeltem Aussenrand und Apex.
Eromene anapiella Z. (150). Eibes. E. ramburiella Dup.
(152). Auch von Aksu, Aulie ata, Karageita, Kaschgar, Kuschk,
Kuldja. E.zonella Z ist eine düstere Form der ramburiella,
und nicht zu ocellea zu ziehen. E. pulverosa Chr. (154).
Beyruth, Kuschk. E. superbella Z. (155). Tjutjuje. E. ocellea
f. obscurior (157). Ausser von den Canaren und Luxor auch
von Jerusalem; diese Varität ist so charakteristisch, dass sie
namensberechtigt ist.
Ancylolomia disparella Hb. (hipponella Rag.) (166, 168).
Portugal. A. syriaca Rbl. (171 bis). Von Jerusalem und Ama-
a
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortrieiden. 5
sia je ein 2. A. inornata Stgr. (171). Tunis, Gafsa, Speitla.
A. gracilella (B.-H. i. 1.) nov. sp. (172 bis). Zwischen pecti-
natella und palpella, aber von beiden Arten sowie von
syriaca sicher verschieden. Grösser als pectinatella (Exp.
34—36 mm) mit bedeutend schmäleren Flügeln und längerem,
schlankeren Leib; Palpen licht gelblich wie bei pectinatella.
Die männlichen Fühler einreihig sehr kurz gekämmt. Zeichnung
und Färbung der Vfl beim 5 annähernd so wie bei pectina-
tella, aber die weissen Längsstriemen und der Keilfleck, ausser-
halb der Zelle, schmäler und weniger auffallend; Hfl hell bräun-
lichgrau wie bei palpella, aber ohne dunklere Teilungslinie
vor den weissen Fransen. Das 2 ist dem J in Zeichnung gleich,
in der Färbung etwas blasser und hat noch schmälere Flügel,
2 0‘, 12 von Aulie ata (B.-H.).
Thalis quercella var. pallidella nov. (174). Von Kuldja,
viele sehr grosse /'? mit weisslicher Grundfarbe der Vfl und
ganz bleiche Hfl.
C. Schoenobiinae.
Schoenobius forficellus Thnbg. (188). Pompejewka, 1 dun-
kelbraunes 2 mit braunen Hfln.
D. Anerastiinae.
Epidauria strigosa Stgr (197). Karahissar Gebirge, Wan.
Anerastia lotella Hb. (199). Kuldja. A. nitidicostella Rag.
(201). Sichere Stücke von Tunis, Gafsa, Süd Oran, Palästina.
Von Aksu grosse, bleiche Exp. von B.-H. als offinitella i.l.
erhalten.
Ematheudes pudicella Zk. (198). Jerusalem. E. varicella
Rag. (222). Namangan. E. magnetella (B.-H. i 1.) nov. spec.
(222 bis). 30° von Ost Turkestan. Ein über 30 mm Expan-
sion messendes Tier, dessen Beschreibung erschöpfend lauten
kann: Flügelform gleich Anerastia lotella, aber bedeutend
gestreckter und auch relativ schmäler ; Palpenforn, Geäder, Füh-
ler etc. genau so wie punctella. Vfl und Fransen eintönig
bleich lehmgelb, glanzlos, ohne jede Zeichnung; Costa nicht
aufgehellt. Thorax, Leib, Palpen, Beine gleichfarbig. Hfl sehr
hell gelblichweiss, mit weissen Fransen.
Polyocha fourcarti Rag. (224). Tshu Aulie ata.
E. Phyeitinae.
Homoeosoma obatricostella Rag. (234). Tura, Kuldja.
H. nitidella Rag. (238). Mardin. H. nebulella Hb. (240). Kuldja,
6 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916,
Karagaitan, riesige dunkle Stücke. H. calcella Rag. (242).
Lenkoran, .Beyruth, Tschu Aulie ata. H. nimbella Z. (248).
Lanjaron, Kuldja. H. nimbella var. saxiola Vanghan. Tunis,
Beyruth. H. binaevella Hb. (250). Hadjin, bedeutend kleiner
und schiefergrau.
Ephestia interfussella Rag. (265 bis). Hadjin. E. minorella
Car. (266 bis). Dieses Tier, das ich als Varietät bacillella
zog, ist nach nochmaliger Untersuchung frischer Stücke (J%),
von Biskra, gewiss eine davon verschiedene Art. Abgesehen von
der viel geringeren Grösse, ist die Flügelform ganz anders, kür-
zer und breiter mit spitzem Apex, geradem Vorderrand und
wenig geschwungenem Aussenrande. Vfl weisslich, unterhalb
der Zelle mit gelblichem Schein. Spärlich aufgestreute schwarze
Atome verdunkeln etwas die Basalfläche, die Median- und Dor-
salader. Der erste weisse, nach aussen schwarz begrenzte Quer-
streif von '!/;s Kosta in schrägem Bogen zu !/, Innenrand. Der
äussere weisse Querstreif verläuft gerade, dem Aussenrand pa-
rallel, nach innen und aussen schwarz eingefasst. Beide Quer-
streifen konvergieren demnach stark gegen den Innenrand zu, was
bei bacillella nicht der Fall ist. Am Saume eine graue
Schattenlinie, mit 6 dunklen Pünktchen. Fransen weiss, mit
dunkler Spitze; davor eine schwarze Randlinie. Diskoidal-
punkte deutlich, dicht an dem äusseren Querstreif stehend;
zwischen beiden Pünktchen entspringt eine feine schwarze Linie,
welche die Querbinde nach aussen durchzieht und unterhalb des
Apex mündet. Hfl und Fransen weiss, mit gelblicher Teilungs-
linie. Die Abbildung Iris 1910, Taf. 14, Fig. 4 macht das Tier
gut kenntlich. E. disparella Rag. (279). Hadjin.
Ancylosis erschoffi Rag. (290). Uralsk und Kuldja 2
grosse C. A. flamella var. nigrella nov. (291). Von Kuldja,
unter typischen rötlich gelben Stücken auch 11 J‘,? einerdamit auf-
‘ fallend kontrastierenden dunklen Form, mit schwarz übergossenen
Vfln und dunklen Hfin. A. gobiella (Spermathophora go-
biella B.-H. i. 1.) nov. sp. (297 bis). Das Tier ist eine An-
cylosis da Ader 4 und 5 nicht langgestielt, sondern aus der
Zelle entspringen und die Palpen vorgestreckt sind, mit abwärts
geneigtem Endglied. Ebenso sicher ist es eine von albidella
Rag. verschiedene Art, obgleich Dr. Zerny es für diese hielt.
Nachstehende Unterscheidungsmerkmale dienen am besten dazu,
beide Arten sicher auseinander zu halten. A. gobiella ist
durchaus lichtgelblich gefärbt und fast zeichnungslos. Kostalrand
der Vfl nicht weiss, sondern nur deshalb bleicher als die Flü-
gelfläche erscheinend, weil vom Apex aus ihn ein schwacher
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 7
Schatten nach hinten begrenzt. Der basale Teil ist nicht ver-
dunkelt. Zwei bräunliche Punkte auf der Subkostalen und Dorsalen
deuten die Lage der sonst nicht sichtbaren inneren Querlinie an.
Die Diskoidalpunkte sind nicht zu einem Strich verschmolzen,
sondern deutlich getrennt. Die Fransen sind nicht dunkler als
die Flügelfläche. Hfl durchaus nicht „sehr weiss‘, sondern beim
ö wenig lichter gelb als die Vfl, mit etwas verdunkeltem Saum,
beim ® sogar dunkler bräunlich, besonders längs des Aussen-
randes. Fransen rein weiss, mit gelblicher Teilungslinie. Wüste
Gobi 92 (B.-H.) A. cinnamomella Dup. (298). Wan, gross,
rot, fast wie roseipennella. A. maculifera Stgr. (300).
Hadjin, Kuldja. A. ochricostella Rag. (302). 27 typische
Stücke ?? von Kuldja, VI.
Syria limoniella Chretien. (311 bis). Ausser den Cotypen
von Biskra 5% auch 2 2 aus dem Süd-Oranischen (B.-H.).
S. arenosella Stgr. (312). Biskra, Süd-Oran.
Gymnaucycla sfakesella Chretien (322 bis). Biskra und Sfax.
Ancylodes nervosella Zerny (330 bis). Vom Embafluss
5%. Das noch unbeschriebene 2 unterscheidet sich vom
durch etwas dunklere, lehmgelbe Vfl und braun gerandete Hfl.
Heterographis pectinatella Rag. (331). Beyruth. H. de-
serticola Stgr. (333). Embafluss (B.-H.). H. leucocephala Stgr.
(334). Embafluss. H. aspilatella Rag. (340). Embafluss.. H.
decolorella Rag. (347). Uralsk. H. fulvobasella Rag. (349).
Kuldja. H. pyrethrella HS. (350). Margellan. H. lacteicostella
Rag. (351). Embafluss. H. gracilella Rag. (352). Margelan, Speitla
(Tunis), Süd-Oran. H. subcandidatella Rag. (355). Mardin. H.
dryadella Rag. (363). Uralsk, Margelan, Kuldja (var.). H.xyli-
nella var. desertella Car. (378). In sehr grossen ganz bleichen,
fast zeichnungslosen Stücken, von Aksu und Loob-Noor. (B.-H.).
Staudingeria validella Chr. (385). Aksu. St. illineella
Chretien. (387 bis). Biskra, Gafsa, Djebel Touggour usw. S$t.
combustella Chretien (388 bis). Auch von der Gobi als frac-
tifasciella Rag. von B.-H. erhalten, die Stücke sind den
algerischen völlig gleich.
Epischidia fulvostrigella Ev. (396). Kuldja. E. albunculella
Stgr. (397). .Wan in Kurdistan.
Thospia crassipalpella Rag. (398). Namangan, Kuschk.
Psorosa dahliella var. debilis nov. (402). Flügel- und
Palpenform genau wie bei dahliella. Thorax, Kopf, Fühler,
Palpen bleich gelblich grau; das Endglied der Palpen nicht
schwarz. Vfl bleich staubgrau, mit schwarzen Atomen spärlich
überstreut den Kostalrand freilassend. Lage und Verlauf der
8 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916,
Querlinien wie bei der Stammform, aber sie reduzieren sich zu
feinsten weisslichen Linien, ohne Spur einer ockergelben und
schwarzen Begrenzung, so dass sie wenig sichtbar sind. Die
Flügelbasis ist nicht ockergelb wie bei dahliella, und die
Diskoidalpunkte sind bedeutend kleiner; Hfl- und Unterseite ent-
sprechend lichter. Vielleicht eigene Art? Aulie ata 27,18,
(B.-H.). Hierzu ziehe ich ein 1 9 vom Embafluss; bei diesem
ist ein kurzer, sehr blasser, gelber Dorsalfleck gerade noch be-
merkbar. P. albunculella Rag. (405). Kuldja
Pempelia hieroglyphella Rag. (408). Kuldja, Kuschk. P.
aurorella Chr. (418). Kuldja. P. campicolella Ersch. (427).
Kuldja.
Pempeliella fraternella Rag. (426). Juldus, Margelan, Kuldja.
Euzophera rubricetella HS. (437). Zeitun. E. subnitidella
Rag (444). Margelan. E. rubricetella var. striatella Rag.
Kuldja in Anzahl. E. Iuculentella Rag. (447). Marasch. E.
subscribella Rag. (448) Namangan. E. arcuatella Rag. (450).
Beyruth. Haifa. E. cartaginella nov. sp. (448 bis). Der sub-
scribella am nächsten, aber bedeutend grösser (Exp. 24) und
durch folgende Merkmale zu unterscheiden: Palpen kürzer, Flü-
gel spitzer, Farbe der Vfl längs der Kosta breit weiss, in der
Falte gelblich angeflogen; eine rein weisse Linie längs der Me- .
dianen. Von den 3 schwarzen Punkten, welche die innere Quer-
linie andeuten, liegt der obere weit mehr basalwärts als bei
subscribella. Die durch schwarze (aussen weiss begrenzte)
Punkte gebildete, äussere Querlinie verläuft ganz gerade bis zum
Dorsalast, wo sie einen stumpfen Winkel nach aussen bildet;
ihr letzter Punkt liegt dem Innenwinkel ganz nahe, Nur der
untere Diskoidalpunkt ist vorhanden und recht gross. Der bei
subscribella vorhandene schwarze Punkt an der Flügelbasis
fehlt. Fransen weisslich, mit doppelter Teilumgslinie. Hfl licht
gelblich grau, durchscheinend, ohne sichtbare Mittelbinde; Fransen
weiss. Gafsa, 1 tadelloses $. E. gypsatella nov. sp. (448ter).
Wiederum eine ähnliche, aber sicher verschiedene Art, von Grösse
der var. sordidella Chretien (17—18 mm Exp.) Labialpalpen
bedeutend länger, Endglied nach unten gebogen; Thorax, Kopf,
Fühler, Palpen, Vdfl kreideweiss, letztere mit schwarzen Atomen
spärlich und unregelmässig, auf beiden Seiten: sogar ungleich-
mässig überstreut, so dass die weisse Grundfarbe überall bei
weitem vorherrscht, besonders rein am Kostalrand. Ein schwar-
zer Punkt an der Basis auf dem Dorsalast. Die erste Querbinde
durch je einen Punkt auf der Medianen und Dorsalen an-
gedeutet, ersterer bei !/,, letzterer bei !/;. Aeussere Quer-
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. Ö
linie wie bei subscribella, d. i. dem Aussenrand pa-
rallel, leicht geschwungen; die obersten zwei Punkte nahe
der Kosta und der unterste am Dorsum sind die grössten der
ganzen Reihe. Nur der untere Diskoidalpunkt ist vorhanden und
etwas länglich. Vor den weissen Fransen eine Reihe winziger
schwarzer Pünktchen. Hfl hellgrau, an der Basis aufgelichtet.
Fransen reinweiss. Unterseite etwas heller; die Querlinien nicht
durchscheinend. 1 Z, 1 2 von Kuschk (B.-H). E. (Myelois)
formosella Rbl. (453 bis). Ausser der Type vom Inderskyschen
Salzsee, auch vom Embafluss und Kuldja 1 Z. E. cinerosella
Z. (454). Kuldja. E. bigella Z. (459). Marasch. E. macra
Ster. (460). Eibes. E. immundella Rag. (461). Mardin.
Seeboldia korgosella Rag. (473). Karagaitan, grosses
braunes cl.
Asartodes monspessulalis Dup. (479). Cuenca.
Hypochalcia staudingeri Rag. (481). Arasangun (Sajan).
H. hepaticella Rag. (488). Juldus_ H. brunneella Ev (500).
Juldus. H. dignella Hb. (501). var. Eine Form mit aufge-
hellten Vfln, aber dunklen Hfln vom Wansee. Das bisher un-
bekannte 2 von dignella hat gedrungenere Gestalt und etwas
kürzere Flügel; sonst ist es dem / gleich.
Bradyrrhoa holopyrrhella Rag. (511). Wan. B. gilveolella
Tr. (515). Wan. B. seniella Ster. (522). Ain Draham (Tunis).
Megasis cuencella nov. sp. (527 bis. Die in meiner
Arbeit 1910 erwähnte „schöne Form“ ist von der südfranzö-
sischen dilucidella sehr verschieden und gehört als var.
eher zu mimeticella, oder ist eigene Art. Palpen, Kopf,
Thorax kastanienbraun, von gleicher Farbe sind die am Apex
abgerundeten Vfl, zwischen den zwei scharf und stark gezackten,
lehmgelben Querstreifen tritt die Mittelbinde dunkelbraun her-
vor; ein dunkler Schatten vom Apex längs des Aussenrandes,
der Vorderrand ist nicht aufgehellt. Weisse Striemen und
Punkte wie bei mimeticella, maritimella, dilucidella
sind nicht vorhanden; der Diskoidalpunkt kaum erkennbar. Hfl
licht braun, mit dunkelbrauner Randlinie. Alle Fransen bräun-
lich. 3 Z von Cuenca. M. mimiticella Stgr. (527). Von Kuldja
erhielt ich in grosser Anzahl ein Tier, das seiner Palpenbildung
wegen nicht ilignella sein kann. Es passt am besten zu
mimeticella, deren Flügelglanz es auch hat; die Farbe ist
ein dunkles Schiefergrau. M. acomtella Rag. (555). Aksu,
Epischnia soritella Ld. (543). Zeitun, Magnesia. E. jul-
dusella (B.-H.i.1.) nov. sp. (545 bis). Von Juldus liegen mir
2 d' zur Beschreibung vor, die der ampliatella Hein. (von
10 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
der mir von Oules aus den westl. Alpen gleichfalls mehrere Ex.
vorliegen) sehr ähnlich sind, einem geübten Auge aber sofort
einen anderen Eindruck machen. Bei gleicher Grösse und Zeich-
nung hat juldusella ein wenig gestrecktere, schmälere Flügel,
und ist durchaus etwas heller braungrau gefärbt; auch fehlt
der dunkle Schatten oberhalb der Zelle. Der weisse Längsstrich,
an dessen äusserem Ende der Diskoidalpunkt steht, zieht sich
basalwärts fast bis zur Flügelbasis, etwa so wie bei zopho-
dieJla. Der auffallendste Unterschied liegt aber in der Form
der Palpen, welche bedeutend länger sind als bei ampliatella;
schon das zweite Glied ist um /, länger und dünner, und
das dritte, nach abwärts gebogene Glied ist beinahe ebenso lang.
E. zophodiella var. centralasiae nov. (546. 8 fd von
Arasagun gol, 1 vom Alexandergebirge ‘B.-H.) sind bedeutend
dunkler als meine zahlreichen typischen zophodiella; es
fehlt auf den Vfln das viele Weiss in der Mittelbinde, am
Flügelrand und längs der Zelle. Auch die Hfl sind dunkler,
die Fransen blass gelblich grau, nicht weiss. Die Form variiert
natürlich etwas; 2 fo’ von Arasagun und das Z vom Alex.-
Geb. sind ein wenig lichter als die übrigen 5 /', aber gerade
dies beweist die Zugehörigkeit meiner centralasiae zu zo-
phodiella. E. prodromella Hb. (549). Kuldja in Mehrzahl.
E. elongatella nov. sp. (549 bis. 2 JS von Tura (B.-H.)
Durch schmale, recht lange Vfl ausgezeichnete Art, deren Farbe
licht gelblich staubgrau, mit schwachem, messinggelben Schein
ist. Der kaum sichtbare Diskoidalfleck gelblich umrandet;
Fransen gelbgrau. Hfl durchscheinend, sehr hell gelblich grau,
mit weissen Fransen und gelber Teilungslinie. Fühler, Thorax,
Leib staubgrau; Palpen weisslich. Exp. 37” mm. E. muscidella
Rag. (960). Von Murcia und Haifa je 1 d‘, die genau zu
meinen Stücken aus Anatolien passen. E. vestaliella Ersch.
(561). 2 %, 1 2 vom Embafluss (B.-H.). E. stenopterella
Rbl. (563). Auch von Zeitun. E, leucoloma HS. und christo-
phori Rag. (565, 566). Dr. Zerny liess sich durch die lichte
Färbung der ihm von Herrn B-H. zugesandten „Myelois sub-
pallida“ aus Diarbekier täuschen und hielt diese Form für chri-
stophori, dagegen die dunklere christophori fürleucolo-
ma. Seinen Irrtum gab er in einem Briefe an mich vom 25. Juni
1915 zu. Demnach beziehen sich seine Angaben für leuco-
loma (Marasch, Zeitun, Beyruth, Armenien, Tura) auf christo-
phori, so wie ich es in der Iris 1910 p. 135 bereits richtig
feststellte. Die viellichtere subpallida (B.-H.i. 1.) aus Diar-
bekir ist eine durchaus blass lehmgelbe Form, welche unter diesem
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 11
Namen eingereiht zu werden verdient. 5 2 bilden die Typen
in meiner Sammlung. E. leucoloma HS. habe ich von Booz
Dagh, Uralsk, Magnesia, Brussa, Sierra Nevada; sie scheint
seltener als christophori zu sein. $. griseolella Rag. (584).
Karagaitan. $. spadiceella Hb. (587). Von Kuldja eine Serie
grosser rostroter Stücke S$. uralensis Rbl. (587 bis). Auch von
Ostsibirien, Radde, Kasakewitsch, Sajan. $. nigerrimella nov.
sp. (587 ter). Flügelform wie bei spadiceella-uralensis;
Exp. 21 mm, also bedeutend kleiner, Kopf, Palpen, Fühler, Vfl
sehr dunkel braunschwarz (etwa wie bei den dunkelsten Me-
triostola vacciniella Z.), metallisch glänzend, ohne jede
sichtbare Zeichnung. Fransen gleichfarbig. Hfl und Fransen
sehr dunkel rauchbraun. Unterseite wie oben. 4 / von Ara-
sagun gol (B.-H.) Von uralensis, die ich auch von dort
habe, unterscheidet sich nigerrimella sofort durch viel ge-
ringere Grösse und das Fehlen jeder Zeichnung.
Christophia aksuella nov. sp. (594 bis). Nächst zelicella
Obth. doch grösser (Exp. 25 mm). labialpalpen vorgestreckt,
zweites Glied lang, drittes Glied kurz und schräg nach abwärts
geneigt. Vfl schmal, gestreckt, Vorderrand leicht geschwungen,
Apex abgerundet. Alle Körperteile licht gelblich grau. Grund-
farbe der Vfl ebenso, am hellsten längs der Kosta. Basalfeld
stark grau verdunkelt, distalwärts scharf abgeschnitten durch
die erste helle Querlinie, die bei !/, beginnt und in ihrer oberen
Hälfte nach aussen grau begrenzt ist. Vom Apex zielt ein
grauer Schatten nach !/, Innenrand, erreicht aber nur den mit
grauen Schuppen bestreuten Medianast unterhalb und jenseits
des unteren Diskoidalpunktes, der in einer hellen, keilförmigen
Strieme steht. Der obere Diskoidalpurkt ist deutlich sichtbar.
Die äussere helle Querlinie ist wenig scharf, nach innen fein
dunkel begrenzt und gewellt; sie ist sehr nahe an den Aussen-
rand gerückt, so dass das Mittelfeld recht breit erscheint. Auf
dem hellen Dorsalast, bei t/,, ein kurzer, schwarzer Strich.
Hfl beim weiss mit gelblichem Schein, irisierend und trans-
parent, mit weissen Fransen und gelber Saumlinie davor; beim
Q längs des Aussenrandes etwas bräunlich verdunkelt. 271%
von Aksu (B.-H.) bilden die Typen in meiner Sammlung.
Proceratia hampsonella Luc. (600). Ist nur eine wenig
dunklere, graue Form von dattinella Rag. Von Gafsa habe
ich Uebergänge dazu.
Thephris burkhunella Rag. (601). Aksu. T. cyriella Ersch.
(602). Kuschk, Askabad. T. verrucella Rag. (r. verruculella)
(603). Von Kuldja in einer dunkleren, schiefergrauen Form,
i2 Deutsche Entom, Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—
Melathrix melanochreella Rag. (605). Alai-Gebirge, Mar-
gelan.
Meroptera cingilella var. brucella Stgr. (609). Amasia,
Kuldja.
Salebria albariella Z. (612). Saisan. $. venustella Rag.
(614). Kuldja, Zeitun. $. venustella var. hilarella nov. var.
Grösser als die Stammform (25 mm Exp.). Vfl weisslich, die
Falte gelblich ausgefüllt, Kostalrand weiss. Erste Querlinie leb-
haft hellgelb, basalwärts breit schwarz, distalwärts nur bis zum
Medianast fein schwarz begrenzt. Zweite Querlinie weiss, nach
aussen licht gelb, nach innen durch eine sehr feine schwarze
Linie gesäumt. Längs der Subkostalen und Medianen zieht ein
ziemlich dunkler Schatten vom Apex zur Flügelwurzel über
den unteren Diskoidalpunkt hinweg, der in weisser Längsstrieme
liegt. Vor den weissen Fransen eine Reihe schwarzer Punkte.
Hfl gelblich weiss, Fransen weiss, mit gelber Teilungslinie.
1 2 von Uliassutai.e. B. H. $. intricatella Rag. (615).
Kuldja. $. jucundella Chretien (616 bis). Auch von Speitla.
S. noctivaga Stgr. (618). Von Kuldja in grosser Zahl. $.
romanoffella Rag. (620). Kuldja. $. fumella Ev. (621). Pom-
pejewka. $. confluella nov. sp. (621 bis). Zwischen fumella
und adelphella, deren Grösse und allgemeine Färbung sie
hat; auch die Zeichnungsanlage ist ungefähr dieselbe. Sie
unterscheidet sich sofort von adelphella durch folgende Merk-
male: Flügelbasis sehr dunkel, dann erst rostbraun, distalwärts
durch eine gerade, etwas schräge weisse Querlinie begrenzt.
Ein schwarzer Streifen läuft parallel zu ihr von der Kosta zum
Dorsum. Jenseits steht am Dorsum ein rotbrauner Fleck, der
bis zur Zelle reicht; bei näherem Zusehen wird dieser Fleck
distalwärts durch eine lichte Linie begrenzt, wie bei fumella,
aber weit weniger sichtbar. Zweite Querlinie ganz undeutlich,
so geformt wie bei adelphella, aber nicht gewellt. Das
Mittelfeld der Vfl ist ein wenig lichter als die übrige Flügel-
fläche. Mit Ausnahme der ersten weissen Querbinde fliessen
alle Farbentöne sanft ineinander über, so dass die Zeichnungen
sehr verschwommen sind. Hfl dunkel graubraun. 1 2 von
Wladiwostok (B.-H.) bildet die Type in meiner Sammlung.
S. obductella F. (629). Kuldja.
Myrlaea obliteratella Ersch. ‘633. Uliassutai. M. ama-
siella Car. Iris 1910 p. 139. Nachdem mir aus Amasia auch
1 5 zugesandt wurde, muss ich meine amasiella einziehen,
da sie synonym zu Nephopteryx melanotaeniella Rag.
(664) ist,
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortrieiden. 13
Laodamia semirubella Sc. (645). Von Kuldja viele grosse
lichte Stücke. Als var. nigrella könnten die Stücke. abge-
trennt werden, bei denen der rote Streif längs des Vorderrandes
russig übergossen ist. Viele Sf und 2% von Sejmonowsk,
Pompejewka, Arasagun gol, Rumänien.
Nephopteryx serraticornella Z. (649). Süd-Oran. N. im-
perialella Rag. (654). Caucasus. N. insignella Mn. (657). Wan.
N. johannella nov. sp. (655 bis). Ein tadellos frisches d° von
Hadjin, zu Ehren ihres Entdeckers J. Manissadjian benannt.
Fühler fadenförmig: erstes Glied stark verdickt, mit dreizackigem
Vorsprung. Labialpalpen aufrecht; drittes Glied nach vorn ge-
neigt. Die deutlich vorstehenden gespreizten Haarpinsel sitzen
auf den Maxillarpalpen. Medianader der Vfl 5, 4, 3 wie bei
Nephopteryx und nicht wie bei Triaenoneura Rag.;
die Art hat also mit albifascia Rbl., der sie äusserlich wohl
ähnlich ist, nichts zu tun. Labial-, Maxillarpalpen und Stirn
matt lehmgelb; Kopf braun, Augen schwarz, Kragen lichtgelb;
in der Mitte einen ockergelben Fleck. Thorax schwarz, Schul-
terdecken lichtgelb. mit ockergelben Schuppen. Leib dunkelbraun,
mit breiten gelblichen Segmentringen und starkem Glanz. Unter-
seite des Leibes und der Beine hellgrau glänzend. Analpinsel
gelb. Vfl wie bei eynicella geformt, ziemlich breit; Kostal-
rand vor dem Apex schwach gebogen; Spitze abgerundet,
Aussenrand bogenförmig, Innenrand gerade. Exp. 23 mm.
Glänzend schwarz, mit purpurbräunlichem Schein. Einige licht-
gelbe Schuppen an der Basis unterhalb der Kosta. Bei !/, eine
grade, schräg verlaufende hellgelbe Querbinde, die den Innen-
rand bei !/, erreicht. Distalwärts wird sie zwischen dem Median
und Dorsalast durch einen ockerroten Fleck begrenzt. Einige
gelbe Schuppen vor dem Apex und dem Innenwinkel deuten
die Lage der äusseren Querlinie an. In der Zelle ist eine
schwach aufgehellte Stelle; darüber der grosse viereckige, in-
tensiv schwarze Diskoidalpunkt. Fransen dunkel, mit feiner,
gelber Teilungslinie. Der ganze Flügel ist stark glänzend. Hfl
grau, mit dunklem Rande vor der gelben Teilungslinie. Fransen
weisslich mit dunkler Basis. Unterseite grau, bedeutend lichter
als die Oberseite. Auf den Vfln scheint die (auf der Oberseite
so grelle) erste Querbinde nicht durch; dagegen ist die äussere
Querbinde vollständig sichtbar. N. alpigenella Dup. (659).
Eine dunkle Varietät von Wan. N. genistella var. palella nov.
var. (660). Wie genistella, aber um !/, grösser und durchaus
ganz bleich gelblichen Vfln und unscharfer Zeichnung. Statt
der ersten Querlinie nur zwei kurze schwarze Striche auf Me-
14 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
dianen und Dorsalen, welche der Flügelbasis näher zu liegen
scheinen, als die Querlinie bei genistella. Die äussere, wenig
markierte Querlinie wie bei genistella geformt; sie ist aber
am Ast 2 der Medianen unterbrochen. Dieser Ast ist mit
schwarzen Atomen schwach überstreut, ebenso der Dorsalast,
so dass es aussieht, als ob die äussere Querlinie eine lange,
schmale Schleife basalwärts aussende; sie endigt vor dem Innen-
rand in einem scharfen, sehr spitzen Winkel nach innen. 2
Diskoidalpunkte vorhanden. Hfl sehr bleich, gelblich weiss.
Es liegt möglicherweise eine neue Art vor. 1 7 von Aksu
(B. H.) bildet die Type in meiner Sammlung. N. rhenella var.
laetifica Stgr. (663). Wan. N. albicilla var. atricapitella nov.
var. (672). Genau wie albicilla, aber mit schwarzem Kopf
und Fühlerwurzel. 2 2 von Rachlau.
Pristophora florella Mn. (681). Von Kuldja eine Serie
dunkler, melır grauer Ex. P. exasperata Stgr. (682). Wan,
Hadjin
Daria coenosella Rag. Kuldja.
Candiope uberalis Swh. (686 bis). Tunis, Cairouen, Jor-
dantal, Jerusalem, Beyruth, Karaki, St. Vincent, Cap verdische
Inseln. C. joannisella Rag. (686 ter). Jerusalem, Jordantal,
Beyruth, Indien.
“ Adelosemia crepusculella I.d. (689. Mardin. A. odontella
Rag. (690). Uliassutai. A. incredibilis Stgr. (692). Wan.
A. straminella Zerny (692 bis). Das noch unbeschriebene 7
hat intensiver gelb gefärbte Flügel. 2 0’ 1 ? von Zeitun.
Cremnophila sedacovella var. aurantiacella Rag. (695).
Auch von Sutschau.
Dioryctria pineae Stgr. (703). Jerusalem. D. teneriffella
nov. sp. (703 bis). Ein 2 von Teneriffa aus Hedemanns
Sammlung, unterscheidet sich sofort von pineae durch die
eintönig staubgrau gefärbten Vfl, auf denen nur die zweite
Querlinie schwach sichtbar ist. Diese liegt dem Aussenrande
näher, biegt in ihrem unteren Drittel nicht nach dem Innen-
winkel ein und ist weniger gezackl. Den wichtigsten Unter-
schied finde ich bei den Labialpalpen, die weit nach vorn gerade
ausgestreckt sind; schon das zweite Glied, auf dem die Maxillar-
palpen sitzen, überragt den Kopf um mehr als das Doppelte,
und das dritte Glied läuft lang und spitz aus. Ich stelle daher
diese interessante Art nur mit Vorbehalt einstweilen zu Dio-
ryctria. |
Phycita metzneri Z. (705). Von Jerusalem ein melanistisch
derart verdunkeltes 2, dass die Zeichnungen auf den Vfln nicht
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortrieiden. 15
mehr kenntlich sind. P. spissicella F. (709). Sajan. P. stri-
gata (712). Hadjin. P. diaphana Stgr. (713). Speitla, Jeru-
salem. P. diaphana var. biscraellanov. Unterscheidet sich von der
Stammform lediglich durch sehr dunkle, schiefergraue Vfl; die
tief schwarz begrenzte rotbraune Mittelbinde hebt sich dennoch
sehr scharf ab. 1 2 von Biskra. P. Iuxorella nov. sp.
(714 bis). Geäder, Palpen, Fühler genau wie bei diaphana
oder poteriella; Vfl aber weit schmäler, etwa wie bei gil-
vibasella, am Apex abgerundet, einfärbig dunkel schokolade-
braun. Die 2 kaum sichtbaren, rotgelblich angedeuteten Quer-
linien sind weit von einander entfernt. In der Zelle, an der
Stelle des unteren Diskoidalpunktes einige lichtere Schuppen.
Eine feine gelbliche Linie vor den dunklen Fransen. Fühler,
Palpen, Kopf, Thorax, Leib dunkelbraun; Analpinsel heller.
Hfl weiss, durchscheinend, irisierend. Fransen weiss mit dunkler
Basis. 1 0’ von Luxor (B.-H.) |
Arsissa ramosella var. albiramosella nov. (715). Vfl
und Fransen dunkel olivengrün; die gewöhnlich gelblichen
Längs- nnd Querstriemen sind schneeweiss und breiter als bei
typischen Stücken. Hfl gelblich irisierend; Fransen schneeweiss,
mit sehr dunkler Teilungslinie.
Pterothrix contectella Z. (720). Wan.
Acrobasis clusinella Z. (724). Spalato. A. obtusella var.
ottomana nov. (726). Schon 1910 erwähnte ich ein auffal-
lend lichtes Ex. von Konia; es war ein abgeriebenes J. Ich
erhielt seitdern noch 1 2 von Jerusalem und 1 Z? von Had-
jin, die sämtlich frisch sind und von der Stammform durch ihre
rauhe Beschuppung, dem fehlenden Glanz der Flügel und der
auffallenden bläulich aschgrauen oder schiefergrauen (nicht
schwarzbraunen) Färbung aller Flügel und Körperteile sehr stark
abweichen. A. atrisquamella Rag. (739). Wan. A. glaucella
var. anatolica Car. (739). Hadjin, Berge südlich Amasia. A.
celticola Stgr. (737). Mardin. |
Rhodophaea cruentella var. alba (B.-H. i. 1.) nov. (743).
Nachdem Herr Bang-Haas 2 ganz frische JS von Granada
mir zusandte, und ich selbst von Murcia 1 anderes erhielt
sowie anderenteils 2% mit roter Binde, bekenne ich gern, dass
var. alba eine namensberechtigte, ständig wiederkehrende Form
ist. Vfl cremeweiss, ohne rote Querbinde; Fransen cremeweiss,
nicht orangegelb. Hfl in beiden Geschlechtern lichter als bei
der Stammform. Zwei Exemplare von Alfacar, mit sehr wenig
rot auf den Vfln und lichten Fransen bilden Uebergang dazu,
R. legatella Hb. (755). Kuldja, Hadjin,
16 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Myelois pumicosa Ld. (760). Marasch. M. banghaasiella
nov. sp. (760 bis). Palpen wie bei pumicosa nach vorn
gestreckt, drittes kurze Glied schräg abwärts geneigt; Fühler
fadenförmig. Vfl schmal, in der Mitte der Kosta etwas einge-
bogen, sonst wie bei nivosella geformt; weiss ohne Glanz,
mit feinsten, lichtbräunlichen Schuppen derart spärlich bestreut,
dass die distale Hälfte des Vorderrandes, der Aussen- und der
Innenrand etwa bis zur Flügelmitte ein wenig verdunkelt ist,
dagegen die Flügelwurzel, die basale Hälfte der Kosta und die
Zelle weiss verbleiben. In der Mitte des Innenrandes ein brau-
ner Dorsalfleck, der die dunkelste Stelle des Flügels bilılet. Fran-
sen w.iss. Kopf, Schulterdecken, Leib weiss; Palpen schwärz-
lich; Fühler licht. Hfl schneeweiss mit bräunlicher Trennungs-
linie. Unterseite der Vfl graubraun, Fransen weiss. Beine weiss-
lich; Tarsen licht bräunlichweiss. Exp 27 mm. 2 J von
Kuschk (B.-H.) bilden die Typen in meiner Sammlung. M.
circumdatella l.d. (765). Hadjin, Diarbekir. M. nigripalpella
Chr. (772). Kuschk. M. incompta Z. (780). Jerusalem,
Beyruth, Smyrna. M. aeneella Zerny (750 bis) Diarbekir $
und $; letzteres ist dem / gleich. M. lutescentella nov. sp.
(780 ter. Labialpalpen sehr dünn und kurz, aufgerichtet;
Fühler fadenförmig. Vfl kurz dreieckig, durchaus intensiv
dottergelb, seidenglänzend, ohne jede Zeichnung. Alle Körper-
teile auf Ober- und Unterseite sind gleichfalls dottergelb. Exp.
15 mm. 1 0° 22 von Mardin (B.-H.) bilden die Typen in
meiner Sammlung.
F. Epipaschiinae.
Macalla lophotalis Hmps. (803). Auch von Mardin. M
hyponalis Hmps. (804 bis). Radde, Tjutjuje.
I. Pyralinae.
Ulotricha egregialis HS. (817). Bordighera, Insel Poros
Hypotia eorticalis Schiff. (819). Jerusalem.
Arsenaria dattini Rag. (821). Biskra, Oran, Gabes.
Epizonora speciosalis Chr. (822). Askabad S, Kuschk 2.
Aglossa pulveralis Hmps. (826). Ein frisches ? von Speitla
(Tunis), das von Hampsons Beschreibung nur darin abweicht,
dass die weisslichen Hfl schmal braun umrandet sind. A. cap-
salis Chretien (830 bis). Jerusalem 1 J. A. ocellalis Ld.
(831 bis). Beyruth. A. arcuatalis Zerny (831 ter). Jerusalem
2 S. Das noch unbeschriebene 2 hat das Mittelfeld viel lichter
rötlichbraun. 2 2 von Beyruth in meiner Sammlung.
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortrieiden. 17
— nun
Hypsopygia costalis var. lugens Rbl. (834). Auch von
Lenkoran und Wan u. s.w. H. costalis var. syriaca Zerny. Bey-
ruth, Tura.
Pyralis obsoletalis Mn. (835). Marasch. P. tunesialis
nov. sp. (835 bis). Palpen, Flügelform wie obsoletalis, von
der sie sich durch Folgendes unterscheidet: Allgemeines Kolorit
aller Körperteile und der Vfl rötlich lehmgelb; die erste
Querbinde wie bei obsoletalis lichtgelb, distalwärts dunkler
gesäumt; die zweite (äussere) Querbinde lichtgelb, basalwärts
dunkel begrenzt. Sie ist dem Aussenrande näher gerückt und
verläuft von der Kosta bis zur Subkostalen dem Aussenrand
parallel, biegt bis zur Medianen distalwärts ab, von dort bis
zur Dorsalen schräg basalwärts ein und mündet senkrecht zum
Innenrande. HIfl licht gelb, mit rötlicher Saumlinie. Unterseite
der Vfl rötlich braun, der Hfl licht, mit rötlichem Vorderrande.
Grösse der obsoletalis, der sie zunächst steht. 1 J von
Speitla (B.-H.) P. imperialis nov.sp. (841 bis). Hat mit nary-
nensis Zerny nichts zu tun, noch weniger mit transcaspica
Rbl., die ich beide zum Vergleich in der Sammlung habe. Diese
herrliche, neue Art steht der regalis zunächst; doch sind die
Flügel schlanker, länger und zarter gebaut; Exp. 21 mm. Die
Zeichnungsanlage ist im allgemeinen der von regalis ähnlich,
auch das Kolorit ist annähernd so, nur in bedeutend lichteren
und matteren Tönen, auch fehlt der. bei regalis so intensiv
blauviolette Schiller, der bei imperialis mehr licht rötlich
ist. Palpen, Fühler, Kopf lichtgelb. Thorax und Leib matt
gelblich violett. Der basale Teil der Vfl, die dunkelste Flügel-
fläche, ist breiter als bei regalis und matt rötlich violett, ohne
irgend welchen blauen Schiller, er wird durch die erste glän-
zend weisse Querlinie begrenzt. Diese hängt senkrecht an der
Kosta, sendet am Medianast keinen Zahn nach aussen (wie bei
regalis) und zieht senkrecht, ununterbrochen, aber dünner wer-
dend bis zum Innenrand, am Dorsalast den Ansatz zu einem
Zahn basalwärts aussendend. Die äussere Querlinie wie bei
regalis, nur bis zur subkostalen breit, von da an eine immer-
hin sehr scharf markierte, weisse Linie bis zum Innenrand sich
verlängernd. Im Mittelfeld zwischen der Subkostalen und Dor-
salen ein gelber Fleck, der deutlich als Querstreifen an der er-
sten Querlinie anliegt, sich aber nicht (wie bei regalis) basal-
wärts bis zur äusseren Querlinie erweitert, Die ganze Flügel-
fläche, von diesem gelben Querstreiten basalwärts, wird wieder
matt licht rötlich violett, ohne blauen Schiller. Hfl mit 2 weissen,
ziemlich nahe aneinander liegenden, parallelen Querlinien. Das
, „Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausgegeben vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1916. i
I
18 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Basalfeld bis zur ersten Bogenlinie licht rötlich violett; die ganze
übrige Flügelfläche (zum grossen Unterschiede von regalis) licht
gelblich grau und durchscheinend. Aussenrand schmal licht vio-
lett, ebenso die Fransen. Unterseite gelblich, mit leichtem vio-
letten Schimmer am Aussenrande der Flügel. Ein tadellos frisches
Pärchen aus den Bergen südlich von Amasia bilden die Typen
in meiner Sammlung. P. transcaspica Rbl. (842 bis). Kasiko-
paran, Ak Chehir. P. narynensis Zerny (842 ter). Aksu.
Stemmatophora subustalis Ld. 851). Ak Chehir; Marasch
gross und blass. $. syriacalis Rag. (853). Konia, Jerusalem,
Jordantal. S. tristis Btl. (854). Jerusalem und Jordantal je
12. $. caesarealis Rag. (857). Jerusalem. (NB. Stemma-
tophora ist kein Irrtum!)
Constantia proximalis Chr. (860). Jerusalem, Jordantal.'
C. persicalis nov. sp. (862 bis). Aeusserlich der Arsenaria
vesceritalis Chretien sehr ähnlich; unterscheidet sich von
ihr sofort durch die sehr lang, doppelt gekämmten Fühler beim
c‘, durch das Fehlen der helleren Basalfläche und der (hei jener
Art vorhandenen) dunklen schrägen Querbinde auf den Vfln,
sowie durch die dunkelbraunen Hfl. Auch sind die lichteren
Farbentöne mehr lehmgelb, nicht ins Rosa neigend. Vor den
Fransen läuft bei persicalis eine feine ununterbrochene Linie;
bei vesceritalis stehtauf jeder Ader ein dreieckiger, schwarzer
Fleck. Auf den dunklen Hfln hat persicalis vor den Fransen
eine doppelte, dunkle Teilungslinie, vesceritalis gar keine.
Da vesceritalis (deren Cotypen ich besitze; den Wenigsten
bekannt sein dürfte, muss ich doch eine allgemeine Beschreibung
hinzufügen, indem ich das bereits Gesagte auslasse. Exp. 33 mm.
Palpen sehr lang, nach vorn gestreckt, etwa wie bei argen-
talis Hmps., lichtgelblich. Vfl lehmgelb, längs des Aussen-
randes bis zur zweiten Querlinie und längs des Innenrandes,
Der davor, basal- und kostalwärts liegende Raum ist durch
braune :Schuppen stark verdunkelt und enthält eine grössere
lichtere Ozelle, bei !/; und eine kleinere bei !/,, in der Zelle,
etwa so wie bei concatenalis. Die zweite Querlinie, wie
bei jener Art scharf gezackt, entsendet an der Medianen einen
langen Zahn schräg nach der Zelle und zieht dann zum Innen-
rand, den sie aber nicht erreicht, sondern sich, basalwärts um-
biegend, längs der Dorsalen bis zur Flügelwurzel verlängert.
Hfl dunkelbraun, basalwärts etwas heller. Unterseite hell bräun-
lich, mit gelbem Wisch am Apex und in der Zelle. 1 0 von
Askabad (B.-H.) bildet die Type in meiner Sammlung. C. stau-
dingeralis Rag. (865). Auch von Gafsa. Ich halte übrigens
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 19
infulalis Ld. (876) aus Palaestina für dasselbe Tier. C.
syrtalis Rag. (865). Ein zweifelloses 2 von Murcia. C. col-
chicalis HS. (867). Jerusalem, Jordan. GC. argentalis Hmps.
(870). Meine ganze Serie, aus Biskra, 1° 5 2% hat auf mehr
oraugelbem Grund der Vfl weit grössere Perlmutterflecke; die
Hfl sind weiss. Meine 30 Z® aus Palaestina sind durch-
gehends bedeutend intensiver lehmgelb, oft rötlichgelb gefärbt
und haben entschieden gelbe Hfl. Die algerische Rasse kann
sehr wohl als var. biseraönsis von der Stammform abge-
trennt werden. 6. canifusalis Hmps. (872). Syr Darja 1 cd.
C. poliopastalis Hmps. (872 bis). Biskra, Gafsa in Mehrzahl.
C. massilialis Dup. (873). Djarkend. Von Uralsk, Indersky,
Mero, habe ich ausser typischen Stücken auch 3 grössere, hell
rötlichgelbe, welche den Uebergang zu var. taurica Rbl,
bilden, die ich. in einer ausserordentlich schönen Serie von
Marasch erhielt. GC. pectinalis var. jordanalis Rbl. (874). Auch
von Gafsa. C. pectinalis var. quadripunctata Baker. Unter
vielen v. jordanalis aus dem Jordantal erhielt ich auch 1
und 3 22 dieser grösseren Form, mit weissen Hfln.
Actenia brunnealis Tr. (835). Ein licht rehbraunes 5 von
‚ Jaffa; eine namensberechtigte Form, wenn noch mehr gleiche
Stücke bekannt werden sollten. A. beatalis Klchbg. (887).
Jerusalem. A. serratalis Hmps. (889). Radde.
Libora gadesalis Rag. (888). Tenied-el-Haad 1 5‘, Murcia 12.
Cledeobia moldavica Esp. (891). Von Erivan lichte, kleine
Stücke. C. moldavica var. diffidalis Gun. Murcia. C. amu-
ralis Hmps. (892). Amdo, Usgent. C. 'bombycalis Schiff.
(893). Wan, Kasikoparan, Malatia usw. C. bombycalis var.
provincialis Dup. Uralsk, Kuldja usw. C. bombycalis var.
castilialis Gn. Digne, Batna, Djebel Tougour. C. chellalalis
Hmps. var. (894). Von Erivan erhielt ich ein. Pärchen
dieser Art, das von meinen 24 Ex. von Gafsa und Biskra recht
sehr abweicht; das / hat dunkelbraune Vfi und durchaus braune
Hil, das 2 eine schmälere, dunkle Mittelbinde. C. concesso-
ralis Ersch. (895). Von Alaigebirge eine Reihe prächtiger Stücke.
C. consecratalis Ld. (896). Auch von Erivan. Von Wan ein
winziges düsteres d'. C. isthmicalis Ld. (898). Haifa, Jerusa-
lem, Ostjordanland, Marasch. C. armenialis Ld. (900). Kaukasus.
C. connectalis Hb. (901). Vom Alaigebirge ein grosses, dunkel rost-
braunes Z. Uralsk. GC. armenialis var. subolivalisObth. Dalmatien,
Brussa. C, interjunctal's Gn. (902). Tunis. C. berytalis Rag.
(907)... Amasia. C. banghaasi nov. sp. (910 bis). Herr Bang-
Haas sandte mir 1 J eines Tieres von Aksu ein, das der
20 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
——.
hampsoni Rbl. nahe steht, aber sicher davon verschieden ist.
Dass es mit keiner anderen als mit jener, so auffallenden Art
verglichen werden kann, beschränke ich mich auf die Angabe
der Unterschiede, in der Ueberzeugung, dass auf diese Weise
das Tier auch am besten charakterisiert und wiedererkannt wer-
den dürfte. Palpen um '!/, kürzer, aber gleich geformt und
schräg nach abwärts gestreckt. Gleich gross wie hampsoni $,
hat banghaasi dieselbe, wenn auch oberseits und unterseits
etwas blassere, allgemeine staubgraue Färbung. Die äussere,
sehr schwach markierte Querbinde ist weit weniger stark gezackt
und distalwärts bis zum Medianast 3 weisslich begrenzt, wodurch
sie eigentlich erst sichtbar wird. Von Ast 3 an verliert sie sich
in der grauen Grundfarbe. An Stelle der ersten (inneren) Quer-
binde ein lichterer Ring auf der Medianen diesseits der Zelle;
auf der Dorsalen bei '/;, ein weisslicher, kurzer Längsstreif.
Schwarze Atome die bei hampsoni auf dem Medianast und
an der Zelle stets reichlich vorhanden sind, fehlen hier ganz.
Hfl gleichmässig hell staubgrau, basalwärts lichter. Von der für
hampsoni ?% so charakteristischen, ordensbandähnlichen, breit
schwarzen Binde ist bei banghaasi keine Spur zu bemerken.
Auch auf der Unterseite fehlen die grossen schwarzen Flecke vor
dem Apex auf Vfin und Hfln. GC. hampsoni Rbl. (910) Das,
wie mir scheint, noch unbeschriebene /' hat zweireihig gekämmte
Fühler, lichtere staubgraue, längs der Kosta gelblichgrau ange-
flogene Vfl und reinweisse Hfl. Leib gelblich weiss, Unterseite
weiss. Der schwarze Fleck vor dem Apex der Vfl ist kleiner
als beim 2, auf den Hfin fehlt er ganz. Ich erhielt übrigens
Cledeobia hampsoni unter dem Namen Chilo para-
doxellusi.l.
K. Hydrocampinae.
Nymphula stagnata Don. (912). Uralsk. N, interruptalis
Pryer. (= nigrolinealis Pryer) (913 bis)... Von Chemulpo. N.
interruptalis var. separatalis Leech var. ©. Von Radde in
Mehrzahl. N. interruptalis var. ß. Von Kasakewitsch. N.
bleusei Obth. (914). Diese Art gehört gar nicht hierher; sie
ist eine echte Synclera, bei 986 einzureihen! N. sultschana
Rag. (915). Diese Art beschrieb Ragonot 1894 nach Stücken
vom Amur, die ihm Dr. Staudinger zugesandt hatte. Im Jahre
1896 schenkte mir Dr. Staudinger 1 2 aus seiner kleinen
Sammlungsserie. Dieses Tier dürfte als Paratype zweifellos
richtig bestimmt sein. Von Kasakewitsch erhielt ich von M.
Korb noch 5 identische Stücke. N. stratiotata L. (916).
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortrieiden. 21
Uralsk. N. ussurialis Rbl. (917 bis). 1. von Pompejewka.
Das noch unbeschriebene f hat bedeutend kürzere, mehr ab-
gerundete Flügel und ist lichter gefärbt. N. nivalis Schiff. und
arundinalis Ev. (918, 921). Von Uralsk und Embafluss. N.
affinialis Gn. (= fuscomarginata Baker) var. alaicalis nov.
(919). Palpen, Fühler, Kopf, Schulterdecken und Grundfarbe
aller Flügel schneeweiss; die Vfl durch blass bräunliche Schuppen
nur wenig verdunkelt, daher die gewöhnliche Zeichnung sehr
verwaschen und undentlich; Diskoidalpunkt kreisförmig. Auf
den Ilfln ist nur die Saumbinde etwas deutlicher lichtbraun
markiert, dagegen der Diskoidalpunkt bedeutend grösser als bei
der Stammform, Unterseite weiss, mit kaum durchscheinender
Zeichnung. 3 frische ?2 vom Alai bilden die Typen in meiner
Sammlung.
Parıhenodes sutschana Hmps. (925) wurde gleichfalls nach
Stücken aus Styr’s Vorräten 1900 beschrieben; 2 22 wurden
mir von B.-H. geliefert, zu denen mir noch weitere 4 2? von
Kasakewitsch vorliegen. Nach diesem Material zu urteilen,
kann ich die Ansicht Dr. Zerny’s nicht teilen, dass beide Arten
synonym seien. P. sultschana Rag. ist eine echte Nym-
phula, etwabei interruptalis Pryer einzureihen, während
die bedeutend dunklere sutschana Hmps. eine Partheno-
des ist.
Cataclysta lomnata I.. (922). Lenkoran. C. midas Bil.
(922 bis). Von Kasakewitsch, sehr schön.
Ambia colonalis Brem. (923). Pompejewka. A. thyridi-
dalis Ld. (924). Beyruth, Jerusalern.
Orphnophanes turbatalis Chr. (926). Von Kasakewitsch
und Raddefka. Diese Art gehört, meines Erachtens nach, weder
zu Örphnophanes noch zu Stenia, sondern zum Genus
Camptomastyx Hmps. O. hisbonalis WIk., paealis
Leech, longipalpis Btl. sind Synonyme dazu.
Bradina atopalis Wik. (928 bis). Pompejewska.
Epistenia daralis Chretien. (929 bis). Ausser meinen Pa-
ratypen von Biskra, auch von Jerusalem.
Stenia intervacatalis Chr. (930). Jordantal, in Anzahl.
Perinephela lancealis Schiff. (939). Kasakewitsch. |
Psammotis »ulveralis Hb. (941). Sejmonowsk, Uralsk,
Radde; von Kasakewitsch 9 X einer recht kleinen, lichtgelben
Form, mit scharf aufgetragener dunkler Aussenbinde. P. pul-
veralis var. grisealis Stgr. Von Alai, sehr dunkel, fast schiefer-
grau.
DD) Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916,
m — — — ss, Urn
L. Scopariinae.
Scoparia ochrealis Schiff. (945). Marasch, Hadjin. $.
centuriella Schiff. (946). Von Chamil Hami, typisch; von Radde
und Kasakewitsch grosse, dunkle Stücke der ab. confluella
Krul. (2 obscura i. 1.) $. anatolica nov. sp. (947 bis).
Wie zelleri, aber durchaus licht gelblich weiss, durch spär-
lich aufgestreute bräunliche Schuppen kaum verdunkelt. Die
Querlinien sehr schwach aufgetragen; die innere trägt einen
pfeilförmigen, schwarzen Punkt unterhalb des Medianastes; die
äussere (Querlinie verläuft anders als bei zelleri; bei 3/, be-
ginnend, streicht sie in ihrem oberen Drittel in gerader Linie
schräg nach auswärts (ohne Zacken oder Wellen) bis zur Me-
dianen, biegt dort in stumpfem Winkel einwärts und erreicht
(wieder ohne Zackenbildung) den Innenrand bei 3/,. Die Mittel-
makel ist kaum angedeutet. Leib und Hfl hell gelblich weiss.
2 fd 4 22 von Ak Chehir bilden die Typen. $, ambigualis
Tr. (949). Cuenca, Marasch, Oberschlesien. $. ambigualıs Tr.
var. atomalis Stt. Sejmonowsk. $. ambiqualis Tr. var. octa-
vianella Mn. Sierra Nevada. $. ambigualis Tr. var. ulmella
Knagges. Von Radde, Kasakewitsch zahlreich; vom Alai eine
Form, die zwischen ulmella und atomella steht, was gegen
die Artberechtigung von ulmella spricht. $ basistrigalis
Knaggs. (950). Schlesien, Graz, Rumänien, Alp. mar. (Fenestre),
West-Pyrenäen (Nay), Syrien. Als var. syriacai. |]. ver-
sendet B.-H. eine etwas kleinere, lichte Form dieser breitflüge-
ligen Art. $. incertalis Z. = pyrenaealis Dup. (951). Brussa,
Amasia, Marasch, Erivan, Jerusalem, Batna, Sierra Nevada.
$. ingratella Z. (953). Jassy, Amasia, Wan, mehrere sichere
Stücke. S. ingratella var. nevadalis nov. Von der Sierra Neva-
da liegen mir nur 2 Jd’, 3 ?% einer Scoparia vor, die
weder ein Form von ambigualis noch von basistrigalis
sein kann. Die breite Flügelform, die Zeichnung darauf, der Ver-
lauf der Querstreifen und die ununterbrochene, dunkle Saumbinde
sind genau so wie bei ingratella; das allgemeine Kolorit
ist aber schiefergrau, sogar dunkler als bei basistrigalis.
Ich ziehe das interessante Tier getrost zu ingratella. F. si-
birica Ld. (959). Sejmonowsk, bei Kischtym in den mittleren
Uralbergen. $. phaeoleuca Z. (960). Digne. S$. valesialis Dup.
(961). Ein kleines, düster aschgraues J’ von der Sierra Nevada,
hat völlig verwaschene Zeichnung und macht den Eindruck dieser
Art, wenn es auch mit keiner der bekannten Varietäten vereinigt
werden kann; am besten würde es noch zur ab. octavianella
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortrieiden. 23
—__
Z. passen, wäre aber namensberechtigt, wenn mehrere gleiche
Exemplare bekannt werden sollten. $. alpina var. gracilalis Stt.
(963). Eine dunkelgraue Form aus Abiskojokk, mit schmalen
Flügeln und vollständig verschwommener Zeichnung, ziehe ich
(mit Vorbehalt) hierzu, obgleich sie von meinen zahlreichen
gracialis von Dovrefjeld und dem Nordkap stark abweicht.
Ich benenne sie lapponica nov. var. 1 0, 2 2% bilden die
Typen. $. sudetica Z. (965). Abiskojokk. $. murana var.
tuoniana Hoffm. (969). Abiskojokk in den Lappmarken. $. vires-
cens Rbl. (970). Das noch unbeschriebene Z gleicht völlig
dem 2. Casablanca 19. Mai. $. lineola Curt (971). Von
Amasia ein sicheres f. $. resinea Hw. (972) Westpyrenäen.
S. truneicolella Stt. (974). Sejmonowsk, Kasakewitsch.. $. era-
taegella Hb. (975). Tjutjuje, in kleineren, dunklen Stücken,
welche völlig meinen zahlreichen Ex. aus der Sierra Nevada glei-
chen. Eine lange Serie (64 Ex.) von diesem Gebirge, in welcher
alle Uebergänge von zweifellusen crataegella bis zu ausge-
sprochen typischen frequentella Stt. vertreten sind, scheint
den Streit über die Artberechtigung beider Formen zu Gunsten
ihrer Zusammengehör:gkeit zu entscheiden. $. angustea Stph.
(978). -Gafsa. $. pallida Stph. (979). Lenkoran.
M. Pyraustinae.
Entephria tylostegalis Hmps. (981). Von Kasakewitsch
zahlreich. E. lactiferalis Wek. (981 bis). Kasakewitsch.
Tabidia strigiferalis Hmps. (983). Kasakewitsch, Tjutjuje.
Agrotera nemoralis Sc. (984). Radde, Kasakewitsch, Pom-
pejewka.
Synclera traducalis Z. (986). Jerusalem, Ostjordanland,
Kilima Ndjaro, Neupommern, Jalapa, Zacuapam usw.
Ercta ornatalis Dup. (987). Teneriffa, Jordantal, Sumba-
wa, Neupommern usw.
Cnaphalocrocis medinalis Gn. (987 bis). Tjutjuje, 1 2.
*) Bocchoris telphusalis WIk. (987 ter). Radde.
Nacoleia sibirialis Mill. (990). Kasakewitsch, in grosser
Zahl, Pompejewka.
Hedylepta tristrialis Brem. (990 bis). Radde, Kasakewitsch,
Pompejewka.
Sylepta luctuosalis var. zelleri Brem. (991). Kasakewitsch.
S. segnalis Leech. (991 bis). Ist sicher spezifisch verschieden.
*) Bocchoris onychisalis Gn. Korea.
Tyspanodes striata Btl. Korea,
24 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
mn
Die Beschreibung und Abbildung im Entomologist XXI p. 68,
Taf. III Fig. 4 sind sehr treu und genau. Ich habe das Tier
von Kasakewitsch und Troitzkossawsk (Transbaikalien). $, fus-
comarginalis Leech. (994 bis). Kuldja, Radde, Pompejewka.
S. mysissalis Wlk. Auch von Beyruth.
Glyphodes unionalis var. nigropunctalis Brem. (998). Ka-
sakewitsch, Pompejewka.
Euclasta splendidalis HS. (1002.) Von Gafsa eine kleinere,
dunklere Rasse.
Hellula undalis F. (1003). Unter vielen gewöhnlichen
Stücken aus Jerusalem befindet sich 1 dunkles $, mit auffallend
schmalen Flügeln.
Evergestis caesialis HS. (1011). Marasch. E. sophialis
F. (1011). Fenestre usw. E. segetalis HS. (1012). Amasia
1 sehr dunkles 2; Marasch helle Var. E. isatidalis Dup. (1303).
Jerusalem, Jordantal, Smyrna. F. desertalis Hb. (1304). Konia,
Kasikoparan, Erivan, Murcia; von Biskra eine Serie recht klein
und licht. E. aegyptiacalis nov. sp. (1304 bis). Mit deser-
talis nahe verwandt; durchweg licht lehmgelb gefärbt. Auf
den etwas breiteren, dreieckigen Vfln ist die Zeichnungsanlage
genau wie bei desertalis, aber in blass rötlichbraunem Ko-
lorit und bedeutend schwächer markiert, nur angedeutet. Hfl,
sowie die ganze Unterseite gelblich weiss. Auf Grund dieser
kurzen Angaben ist das Tier nicht zu verkennen. 1 J’ von
Kairo (B.-H.). E. sorhageni Sauber (1305). Von Aksu in
grosser Zahl. E. sorhageni var. obsoleta Sauber. Kuldja,
Chamil Hami. E,. frumentalis var. asiaticalis Rag. (1014)
Uralsk, Erivan, Kasikoparan, Kuldja, Chamil Hami; auch von
Cuenca sehr dunkel. E. renatalis Obth. (1015). Gafsa usw.
E. orientalis Ev. (1018). Uliassutai, Chamil Hami unter zahl-
reichen Stücken auch 1 J° mit völlig verschwommenen Zeich-
nungen. Meine 16 Stücke von Aksu sind meist grösser, mit
ausgedehnter weisser Einmischung auf den Vfln. E. umbrosalis
F. (1020). Wan und Berge südlich von Amasia. Sie fliegt an
denselben Fundorten in 2 verschiedenen Formen d' und $; eine
graue, mit breiten weissen Querstrichen und reichlicher lichtgrauer
Bestäubung der Vfl und eine andere rauchbraune mit feinen
gelblichbraunen Querlinien und ohne Aufhellung der Flügelfläche.
E. nomadalis Ld. (1024). Albano, Marasch, Kuldja. E. exti-
malis Sc. (1025). Sejmonowsk, Chemulpo usw. E. straminalis
Hb. (1027). Sejmonowsk, Kasakewitsch. E, straminalis var.
dispersalis Mn. Erivan, Konia, Cuenca, Biskra, Lambeze, Gafsa. -
E. infirmalis Stgr. (1030). Aksu, Chamil Hami. E, junctalis
—
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 25
Warr. (1033 bis). Radde, Kasakewitsch, in Mehrzahl. E, anar-
talis Stgr. (1034). Alaigebirge, Aksu. : E. heliacalis Zerny
(1034 bis). Chamil Hami. E. subfuscalis Stgr. (1035). Kasi-
koparan, Wan. E. mundalis Gn. (1036). Eibes, ein Pärchen.
E. aenealis Schiff. (1037, Uralsk, Marasch.
Pachyzancla aegrotalis Z. (1041). Radde.
Loxostege (Phlyctaenodes) palealis Schiff. (1042). Ak
Chehir, Kuldja, Troitzkossawsk, Radde, Pompejewka. L. pa-
lealis var. extremalis nov. Von Kuldja habe ich 2 Jo und
2 22 einer extrem stark schwarz gezeichneten Form der ab.
selenalis (?). Die Tiere tragen ausser dem Mondfleck an
der Zelle auch noch einen zweiten auf dem Dorsalast; ausser-
dem sind alle Adern wie bei v. algiralis breit schwarz;
eine schwarze Binde vom Apex, dem Aussenrande parallel, bis
zum Innenrand. Auch die Hfl sind oberseits breit schwarz ge-
säumt; unterseits ist ausserdem noch eine Mittelbinde vorhanden.
Wäre das Tier nicht so gross und breitflügelig wie palaealis,
so würde ich es eher für eine scharf gezeichnete Form der
anaxialis Wik. gehalten haben. L. verticalis 1. (1043).
Aus dem ganzen Faunengebiete. Stücke vom Alai sind intensiv
‚dottergelb und bilden den Uebergang zur nigrocilialis Rag,,
die ich extrem typisch auch von Amasia besitze. L. erncolo-
ralis Ld. (1046). Auch von Kuldja und Kasakewitsch in
Stücken, die sich von meinen algerischen in nichts unterschei-
den. L. sulphuralis Ib (1047. Uralsk, Aksu, Chamil Hami,
Kuldja. Von letzterem Ort sind alle bedeutend grösser mit fast
schwarzen Hfin. L. turbidalis Tr. (1048). Radde. L. clathralis Hb.
(1052). Uralsk, Kasikoparan, Erivan, Ak Chehir usw. L. cla-
thralis var. aksualis nov. Von Aksu liegen mir 10 5J' 622
einer wie scalaralis eigentümlich trüb gefärbten Form mit
gelblich weisser Grundfarbe der Vfl und Hfl vor. — Eine Ueber-
gangsform zur tesselalis Gn. vom Alai, Kuldja, Ak Chehir usw.
Endlich erhielt ich von Uralsk ein prächtig aberrierendes ?. Vfl
schneeweiss, glänzend, die Adern und der Innenrand nicht ver-
dunkelt.e. Vom Apex reicht die Saumbinde nur bis zur Falte;
die innere Binde ist nur durch 6 Punkte zwischen den Adern
angedeutet. Diskoidalpunkte schwach markiert. Hfl und Unter-
seite wie gewöhnlich. Sollte diese schöne Form öfters so auf-
treten, könnte man sie als nivalis nov. ab. bezeichnen. L.
comptalis HS. (1055). Cuenca, Murcia. L. mucosalis HS.
(1056). Wan; von Amasia 2 russchwarze 0’0’ mit feinen weissen
Querlinien. L. nudalis Hb. (1058). Jordantal, Jerusalem. Von
Erivan mehrere J’S' und $2 einer auf Vfl und Hfl braun übergosse-
6 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
nen Form, teils mit einem, teils mit zwei Diskoidalpunkten, teils
mit, teils ohne Punkt am basalen Ende der Zelle, aber stets
mit scharf markierter äusserer Querbinde, die durch grosse,
schwarze Punkte gebildet wird. Doch wohl zugleich ab. uni-
punetalis und bipunctalis Dup., welche daher besser
als var. brunnealis vereinigt werden müssten. L. peltalis
Ev. (1063). Uralsk, Embafluss. L. elutalis Zerny (1063 bis).
Auch von Usgent, Kuku noor, ‘Lob noor, Tsi Amdo usw. L.
eversmanni Stgr. (1064). Kuldja; vom "Alaigebirge feurig ge-
färbt; Aksu grösser und blasser; Chamil Hami.
Phlyctaenodes pustulalis Hb. (1065). Hadjin. P. pustu-
lalis var. orientalis nov. Von Smyrna, Konia, Erivan,
Beyruth und dem Jordantal liegen mir 8 Exemplare, Z2 vor,
welche sich von allen meinen zahlreichen pustulalis durch
bedeutend lichteres, rötlich gelbes. bis gelbes Kolorit der Flügel
auf Ober- und Unterseite,. sowie aller Körperteile auszeichnen.
Dabei sind die lichteren Flecke durchgehends viel kleiner und
auch weniger zahlreich. P. ceruentalis Hb. (1066). Von Bey-
ruth ein kleines f, mit weisslichen Flügeln und dunkelbraunen
Binden. P. foviferalis Hmps. (1067). Auch von Attika, Eibes,
Östjordanland.
Diasemia litterata Sc. (1068). Radde, Pompejewka. D.
ramburialis Dup. (1069). Kasakewitsch.
Lepidoneura grisealis Hmps. (1071). Vom Alai ein RD
Material.
‚Noorda blitealis WIk. (1072 bis).- Von Endeggi in grösserer
Anzahl.. -
‚Mecyna polygonalis Hb. (1073) und ihre Varietäten. In den
Sammlungen sind die verschiedenen Formen dieses weit ver-
breiteten, äusserst veränderlichen Tieres meist zusammengewürfelt;
ich glaube daher, dass es nicht überflüssig ist, etwas Ordnung
in diesem Chaos zu schaffen. 1. polygonalis Hb. in Mittel-
europa so wie sie im Katalog angegeben und charakterisiert wird.
a) Uebergang zur ab. gilvata Hfl etwas lichter (düster) gelb- -
braun, schwarz umrandet, fliegt unter der Stammform. 2. ab.
gilvata F. Vfl sehr dunkel schokoladenbraun, bis lebhaft röt-
lichbraun, meist mit stark aufgelichteter Querbinde; Hfl lebhaft
reingelb, mit breiter, vollständiger schwarzer Umrandung. Fliegt
in Südeuropa, besonders typisch in der Sierrade Alfacar usw.
b) Uebergang zur diversalis. Vfl viel blasser rötlich, ohne
hellere Querbinde; Hfl lichter gelb, die schwarze Umrandung
schmäler und vor dem Analwinkel endend. Fliegt als seltene
Aberration unter gilvata, weit häufiger aber unter diver-
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortrieiden. 2%
salis. Ich habe Stücke von St. Pons, Syrakus, Granada, Lam-
‚beze, Beyruth, Jordantal. 3. var. diversalis Hb. Vfl meist
schmäler und spitzer, licht gelblich isabellfarben, mit violettem
Glanz, fast zeichnungslos. Hfl bedeutend heller gelb, mit durch-
brochener, oder nur bis zum Medianast 2 reichender, schmaler,
schwarzer Saumbinde.e Amasia, Beyruth, Jerusalem, Aegypten;
Tura und Aksu. (Uebergang zur nächsten ). c) Als extreme Form
mit noch lichteren (fast milchigen) Vfln und mattgelben Hiln,
die nur am Apex grau angeflogen sind, liegen mir mehrere
Stücke von Chamil Hami vor. Diese interessante Form ist weit
matter gefärbt, als die Stücke von Tara, die B.-H. als var.
extinctalis i 1. versendet. Ich benenne sie definitiv so.
4. var. gracilis (B.-H. i. 1.) nov. (? spec.). Kleiner, schmäch-
tiger gebaut, russig geschwärzte, im Mittelfeld etwas auf-
gelichtete Vfl. Hfl weisslichgelb mit sehr breiter vollständi-
ger Umrandune. ..Von Tura mehrere fd. (B.-H.). d) Eine
Zwischenform vom Alaigebirge hat hellgraue Vfl; die Hfl wie
bei gracilis. 5. mongoliealis (B.-H i. I) Das kupferrote
Tier aus Mongolien dürfte eigene Art sein.
Calamochrous acutellus Ev. (1074). lenkoran. |
Cybolomia pentadalis Ld. (1079). Kasikoparan, Beyruth,
Jerusalem. C. lutosalis var. nigralis nov. (1081). Ein klei-
nes Männchen von Branzoll aus Hedemanns Sammlung und
ein anderes von Lugano passen gut zu lutosalis; nur sind
die Vfi derart mit russschwarzen Atomen bedeckt, dass von der
gelben Grundfarbe keine Spur durchblinkt. Die üblichen Zeichen
sind grau und eben noch schwach erkennbar. Hfl dunkelgrau;
alle Fransen ebenso. C. siccalis Gn. (1083). Von Cuenca
zahlreiche, meist perlgraue Stücke. Von Hadjin 1 gros-
ses d‘ mit rauchbraunen Hfln; auch die Vfl sind recht
dunkel. C. Iutosalis var. tunesalis nov. Bei den J’cd” sind
auf weisslichem Vfl-Grund die Zeichnungen lichtgrau und die
Schatten gelblich aufgetragen; Frausen weiss, mit schwarzen
Spitzen. Hfl und Fransen weiss. Die 2% sind etwas dunkler;
die Fransen der Vfl deutlich weiss und braun gescheckt, Hfl
hell graubraun, Fransen weiss mit braunen Spitzen. GC, lutosalis
var. claralis nov. Ein tadelloses f von Kuldja macht
die Aufstellung einer neuen, auffallenden Varietät notwendig.
Vfl licht lehmgelb, Aussenrand dunkelbraun mit greller gelber
Unterbrechung oberhalb der Zelle und vor dem Apex; Quer-
linien undeutlich; Aussenrand bis zum Innenwinkel ziemlich
breit dunkelbraun ; Fransen schwarz, mit weissen Spitzen. Hfl
schneeweiss, mit feiner schwarzer, schwach gewellter Bogenlinie
38 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
und dunkler Randlinie, vor den weissen Fransen. Unterseite
der Vfl längs der Kosta und des Aussenrandes braun, sonst
weiss. Hfl weiss, mit durchscheinender Mittelbinde; Beine grau.
C. rivasalis (B.-H. i. 1.) nov. sp. Flügel kürzer und breiter
als bei den übrigen Arten. Vfl weiss mit graubraunen Schuppen
derart überstreut, dass ein dunkleres Bas.lfeld, ein Querband
in der Mitte und ein solches am Saum entsteht. Der erste
schwarze. Querstreif bei !/; ist gewellt wie bei lutosalis; der
zweite entspringt bei 3/,, umgeht in schwachem Bogen die Zelle
und erreicht senkrecht den innenrand. Dieser Querstreifen wird
durch eine scharf aufgetragene Linie gebildet, die weder gezackt,
noch gewellt ist (wie bei ‘den übrigen Cybolomia- Arten).
Beide Querlinien laufen in weissem Feld. Auch die beiden,
grossen, runden (nicht strichförmigen) Diskoidalflecke sind weiss
umgeben. Oberhalb derselben an der Kosta blinkt ein weisser,
schwarz umrandeter Augenfleck. Fransen weiss, braun gescheckt.
Hfl weiss, beim 2 am Vorderrand grau angeflogen. Vor den
weissen Fransen eine feine braune Linie. Exp. 12—13 mm.
Mit keiner anderen Art der Gattung zu verwechseln, hat riva-
salis äussere Aehnlichkeit mit Krombia harralis Chretien,
1 f, 1% von Rivas in Süd-Spanien.
Prochoristis rupicapralis Li. 1085). Auch Amasia, Jor-
dantal. P, capparidis Chr. (1086). Kasikoparan.
Cynaeda dentalis Schiff. (1089). Uralsk, Marasch, Mala-
tia, Beyruth, Lambeze, Kuldja. C. dentalis var. gigantea Wck.
Uralsk sehr extrem, Marasch, Kasikoparan usw.
Titanio multiguttalis Stgr. (1092). Konia, Erivan. T.
pulchra Rbl. (1095 bis) Krasnow. T. venustalis Ld. (1098).
Konia, Wan. T.normalis var. ancyrensis Hofın. (1099). Habe
ich von Konia, Kasikoparan und ganz typisch auch von Uralsk.
Eine Zwischenform in 8 recht grossen Y’7' von Marasch, Kasi-
koparan, Uralsk. T. originalis HS. (1100). Uralsk, Krasno-
wodsk. T. ephippialis Zett. (1102). Abiskojokk. T. incon-
spicualis Zerny (1102 bis). Mehrere Stücke von Kuldja, Alai,
Alexandergebirge, die sicher dieser Art angehören, hatte ich seit
Jahren als nov. sp. abgetrennt. T. schrankiana Hochw. (1105)
Abiskojokk, Arasagun gol. (Sajan). T. phrygialis Hb. var. (1106).
Ein £ von Fenestre kann der schneeweissen Fransen der Hfin
wegen nicht schrankiana sein. Von dort war mir bisher nur
leiztere Art in Anzahl zugegangen. Von Kuldja, Chamil Hami,
Aksu liegt mir eine grosse Zahl Exemplare in verschiedenen
Abweichungen vor, die ich alle noch zu phrygialis ziehe.
Die dunklere var. sericealis B.-H. i. l. habe ich von Korla,
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 29
Issykkul, Aksu, Alai, und eine Zwischenform zwischen jener
und schrankiana von Alai. Bei letzteren (16 /®) sind die
sonst sicheren Unterscheidungsmerkmale nicht mehr stichhaltig.
T. (Hercynella) nanalis Chr. (1107). und margelana Baker.
(1108). Alaigebirge bei 3000 m Höhe. T. mortualis (B.-H.
i. 1.) nov. sp. (1108 bis). Am besten mit angustipennis
Zerny zu vergleichen, doch viel kleiner (12—14 mm) und mit
noch schmäleren Flügeln selbst beim 5; Aussenrand stark ab-
geschrägt. Fühler wie bei angustipennis; Palpen mit sehr
langer, in der Mitte gelber, an den Seiten schwarzer Behaarung.
Vfl dunkel aschgrau, die erste schwarze Querlinie zieht schräg und
leicht geschwungen zum Innenrand, den sie bei '/, erreicht; die
äussere Querlinie beginnt bei *, und erreicht gerade noch den
Innenwinkel, ist also bedeutend weniger schräg als bei angus-
tipennis. Eine feine schwarze Linie längs des Saumes.
Zwischen dieser Linie und der äusseren Querlinie lichtet sich
der sonst gleichmässig aschgraue Flügel etwas gelblichgrau auf,
(auch auf der Unterseite), Hfl und Fransen dunkelgrau. 1 d,
1 2 vom Lob noor (B.-H.) bilden die Typen in meiner Samm-
lung. (?) T. emiralis (B.-H i. 1.) nov. sp. (1108ter). Kopf
grau behaart, Augen schwarz, frei; Ozellen gross; Palpen vor-
' stehend, von doppelter Kopflänge, sehr stark und lang grau be-
haart, an der äussersten Spitze schwarz. Männliche Fühler bei-
derseits bewimpert, weshalb die Aufstellung eines neuen Genus
wohl nötig sein dürfte. Vfl dreieckig. am basalen Teil der Kosta
nicht hoch geschwungen. daher auch schmäler als bei phrygi-
alis, Apex spitzer, Aussenrand am Innenwinkel weniger ab-
gerundet, mit aschgrauen Schuppen dicht überstreut, das Ba-
salfeld mitten durch eine dunklere Zackenlinie durchquert und
bei !/; von einer distalwärts schwarz gesäumten Linie begrenzt,
die senkrecht von der Kosta zum Dorsum streicht. Die äussere
Querlinie ist basalwärts schwarz gesäumt und verläuft bei 3/,
wie bei nanalis. Längs des Aussenrandes ein dunkles Band,
das in der Falte einen scharfen Zahn nach einwärts sendet.
An der Wurzel der Fransen 3 deutliche schwarze Punkte auf
Ader 2, 3, 4 Zwischen Saumband und äusserer Querlinie je
ein dunklerer Schatten an der Costa und dem Dorsaum. Dis-
koidalpunkte länglich. IHfl aschgrau,. Fransen etwas lichter gelb-
lich grau. Die ganze Unterseite ist hell grau. Die Art hat mit
luedersi Sauber nichts zutun. 10°,1 2 vom Lob noor (B.-H.).
Metasia octogenalis l.d. (1114). Malatia. Jerusalem, En-
'geddi, am toten Meer. M. suppandalis Hb. (1115). Smyrna,
Amasia, Konia, Ak Chehir, Kasikoparan, Cuenca, Biskra, Batna,
30 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Gafsa usw. M. suppandalis var. hymenalis Gn. (1116). Mur-
cla. Smyrna, Ak Chehier, .M. ustrinalis Chr. (1059). Biskra,
(rafsa, Kairo, Jerusalem, Jordantal; die Palaestinenser sind z. T.
bedeutend lichter als die Spanier und Afrikaner, und bilden den
Uebergang zur folgenden Form. M. subhyalinalis Hmps. (1060).
Kuschk. M. ossealis Stgr. (1120). Amasia, Marasch, Mardin.
M ibericalis Rag. (1121). Cuenca. M. rosealis Rag. (1122).
Beyruth. M. cannealis Tr. (1123). Wan; Ak Chehir mehrere
grosse, blasse Stücke. M, carnealis var. gigantalis Ster. Ama-
sia, Konia. M. oranalis nov. sp. (1123 bis). Kopf. Palpen,
Thorax schwarz, Fühler gelblichgrau, Abdomen dunkel, an den
Segmenten gelblich geringelt, Afterbusch gelblich. Exp. 12 mm.
Vfi kürzer als bei corsicalis, sonst gleich geformt. Verlauf
der ersten schwarzen Querlinie wie bei jener Art, an der Me-
dianen einen basalwärts offenen rechten Winkel. bildend Der
zweite (Querstreif biegt unterhalb der Zelle bei weitem nicht so
weit basalwärts ein, sondern ist genau so geformt, wie bei hy-
menalis. Zwischen beiden Streifen ein kastanienbrauner Schat-
ten, besonders dunkel in und um der Zelle, wo ein grosser
Diskoidalpunkt steht. Hfl sehr dunkel braun; alle Fransen dun-
kel, mit feiner gelber Teilungslinie. Unterseite beinahe schwarz.
1 f von Süd Oran (B.-H.) bildet die Type. M. ophialis Tr.
(1125). Smyrna. M. ophialis var parvalis nov. Von Ma-
rasch 3, von Hadjin 4 Stücke, beiderlei Geschlechts, bilden
eine namensberechtigte auffallende Varietät. Ist bedeutend klei-
ner, als ophialis, zarter gebaut, durchaus intensiv ockergelb
gefärbt, mit wenig braunen Atomen auf den Vfln. Alle Fransen
gelb, mit doppelter, scharfer Teilungslinie, nicht gescheckt wie
bei der Stammform. Unterseite gelb. M. subtilialis nov. sp.
(1128 bis). Die mehlartige, spärliche Beschuppung, welche die
Flügel fast transparent erscheinen lassen, geben dem zart ge-
bauten Tierchen das Aussehen einer kleinen, schmalflügeligen
Stenia. Doch weisen schon die kürzeren Fühler und ent-
scheidend das Geäder ihm den richtigen Platz bei Metasia
an. Die etwas dünneren Palpen und die schlanken, schmäleren
Flügel sind zu unwesentliche Unterschiede, um die Begründung
eines neuen Genus zu rechtfertigen. Exp. kaum 14 mm. Vor-
derrand gerade, Apex abgerundet und weniger spitz als bei den
übrigen Arten der Gattung; Aussenrand schräg und am Innen-
winkel sehr stumpf gerundet, so dass der Vfl recht schmal ist;
Hfl entsprechend. Grundfarbe fast weiss, ins Graue spielend, mit
lichtbräunlichen Atomen spärlich und unregelmässig überstreut;
am lichtesten bleiben die Zelle und die; Fläche nach dem Innen-
a A a a nd
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortrieiden. 3]
rand zu. An der Basis auf der Medianen ein dunkler Punkt.
Lage und Verlauf der Querlinien und der Makel wie bei ophi-
alis-cuencalis, aber viel undeutlicher, blass bräunlich grau,
verschwommen, aın deutlichsten noch am Vorderrand, der in
seiner ganzen Länge ein klein wenig dunkler ist. Fransen licht.
Hfl sehr licht weisslich grau, mit einem Pünktchen in der Zelle.
Die ganze Unterseite gelblich weiss, zeichnungslos; die Quer-
linien nur durch Transparenz sichtbar. Palpen, Kopf, Leib hell
gelblich grau; Thorax durch bräunliche Atome etwas verdunkelt.
Fühler und Analbusch gelblich. Unterscheidet sich von allen
übrigen Arten durch die schmale Flügelform, die lichte Färbung
und unscharfe Zeichnung. Vom Gebirge Peter d. Grossen und
den Berglehnen südlich von Amasia je ein tadelloses frisches /,
die trotz der weit auseinanderliegenden Fundorte untereinander
völlig gleich sind.
EA hrometasia monialis var. alba (Stgr. i. 1.) nov. (1132).
Eine lichte, weisslich gelbe Varietät, bei welcher auf den Vfln
die Reihe grosser schwarzer Punkte fehlt, oder doch nur an-
gedeutet ist. Hfl weisslich, am Saum schwach gebräunt. 3 Z/
5 22 von Mardin und dem Jordantal bilden die Typen in
meiner Sammlung. $. pharaonalis nov. sp. (1133 bis). In
der Grösse, dem plumpen, robusten Körperbau und allen ge-
nerischen Charakteren mit monialis übereinstimmend, nur die
Palpen sind etwa um die Hälfte kürzer. Thorax, Kopf, Palpen
schmutzig gelblich weiss; Fühler gelblich, Leib gelbgrau. Vf
eigentümlich hell olivengrau, mit zwei weisslichen Quer-
binden, die von t/, und 3/, Kosta einsetzend, etwas konver-
gierend verlaufen, sich bereits in der Falte vor der Dorsalader
zu einer einzigen breiten Binde vereinigen und den ganzen
mittleren Teil des‘ Innenrandes einnehmen. Das dazwischen-
liegende, sichelförmige dunkle Band streicht quer über die Zelle.
Man könnte die Beschreibung vielleicht besser umkehren und
so fassen, dass auf weisslichem Grund das ganze Basalfeld und
eine breite Saumbinde olivengrau sind, und dazwischen über
der Zelle ein sichelförmiger, oben breiter, unten spitz auslau-
fender Fleck an der Kosta hängt Von einer quer über die
Flügel liegenden Punktreihe, wie bei monialis ist keine Spur
vorhanden. Fransen, grau mit helleren Spitzen. Hfl weisslich,
schwach gebräunt. Fransen schneeweis. Unterseite lichtgrau,
die Zeichnung undeutlich. 2 2% ausKairo (B.-H) bilden die
Typen in meiner Sammlung.
Pionea nandalis Hb. (1136). Sejmonowsk, Radde, Pom-
pejewka, Kasakewitsch. P, pandalis var. bergunensis 7. Auch
32 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris, Dresden 1916, '
—
vom Gross-Glockner. P, inornata Butl. (1136 bis). Hadjin,
Jerusalem, Japan, Korea. P, institalis Hb. (1137). Cuenca,
Tenied el Haad, Biskra, Ak Chehir. P, confinalis I.d. (1138).
Kasikoparan. P. confinalis var. graecalis Stgr. Marasch. P.
fimbriatalis*) HS. (nec Dup.!), pro parte (1139). Kasikoparan,
Ak Chehir, Hadjin und von Jerusalem, in einer matt gelb-
braunen Form mit dunklen Hfln. P. fimbriatalis var. veneralis
Stgr. Auch von Marasch. P. fimbriatalis var. fimbriatalis
Dup. (nec HS). Ist eine weisslich gelbe Varietät, mit dunklen
Fransen, die ich in Mehrzahl von der Sierra Nevada erhielt.
P. languidalis Ev. (1142) pro parte. Uralsk, Bulgarien, Brussa,
Kasikoparan P. arabescalis HS. (1142) pro parte. Ist ein
etwas kleineres, lichteres, scharf’ gezeichnetes Tier, mit abge-
rundetem Apex der Vfl; ist sicher gute Art und mit fimbri-
atalis Dup. (nec HS.) nicht zu vereinigen. Von Uralsk mehrere
fc und 8%. P. crocealis? var. signatalis nov. (1141). Von
Speitla sandte mir Herr Bang-Haas ein d, das sich durch
lichteres, lehmgelbes Kolorit aller Flügel auszeichnet. Vfl bräun-
lich; die 2 Querstreifen, der Diskoidalstrich dunkelbraun; die
Fransen aller Flügel braun, mit scharfer schwarzer Saumlinie
davor. Mit oxybialis Mille von Cannes und Sardinien hat
das Tier nichts gemein; die Beschreibung der mir unbe-
kannten thalalis D. Lucas kann ich leider z. Zt. nicht
vergleichen. P. ferrealis Hmps, (1143). Radde, Kasakewitsch.
P. affinialis Zerny (1145 bis). Kentei. P, fulvalis Hb. (1146).
Kuldja. P. perfervidalis Hmps. (1147) DBeyruth, Eibes. P,
f-rrugalis Hb. (1151). Berge bei Amasia, Wan usw. Von
Hadjin fast testacea Btl. P elutalis Schiff. (1154). Von
Abiskojokk in kleinen teils grauen, teils blass gelblichen Stücken.
P. elutalis var. exalbalis nov. Zwei ZZ’ von Uralsk haben
zeichnungslose, einfärbig blass-cremeweisse Vfl: den Kostalrand
basalwärts bis '/, gelblich. Die äussere Querlinie ist nur bei
scharfem Zusehen durch Transparenz zu erkennen; Fransen
cremeweiss. Hfl absolut weiss, wie auch die Fransen. Palpen,
Kopf, Thorax cremeweiss; Fühler gelblich. Auf der Unterseite ist
die äussere Querlinie deutlich. die äussere Makelschwach markiert.
Mit albescentalis Hmps. oder albifuscalis Hmps. die
ich beide besitze, kann das Tier überhaupt nicht verglichen
werden; es ist sicher eine sehr auffallende Varietät der elutalis.
P. stachydalis Germ. (1159). Kasakewitsch. P. verbascalis
*) Diese und die nächsten 4 Formen sind schwer aus einander zu-
halten und werden oft aus Mangel eines reichen Materiales verkannt;
daher rerrscht in den meisten Sammlungen arge Verwirrung.
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 33
Schiff, (1160). Gjaourdagh, Djarkend, Kasakewitsch. P. ver-
bascalis var. egentalis Chr. Radde, Pompejewka. P. fentoni
Btl. (1160 bis). Pompejewka P. lugubralis Leech. (1160 ter)
Kasakewitsch. P. orbicentralis Chr. (1161). Radde. P. forfi-
calis L. (1163). Radde, ‚Kasakewitsch. P. rubiginalis Hb.
(1166). Smyrna, Amasia, Radde. P. numeralis Hb. (1167).
‘St. Pons, Biarritz, Sierra Nevada, Batna. P. numeralis var.
illutalis Gn. (1168). Lambeze. P. nebulalis Hb. (1171).
Sejmonowsk. P. albescentalis Hmps. (1176). Mardin. P. al-
bifuscalis Hmps. (1177). Kuldja. P. leucopeplalis Hmps.
(1178). Kuldja. P. costalis Ev. — var. hilaralis Chr. —
hyperborealis Möschler (1179). Von dieser Art liegen mir vier
Rassen oder Formen vor: 1. 3 Z, 1 2 von Radde, 1 J’ von
Kultuk am Baikalsee haben kreideweisse Flügel. Die grossen,
tiefschwarzen, blau gekernten Makeln, am. Anfang und Ende
der Zelle, reichen bis zur Kosta. Bei 2 Stücken ist der Vorder-
rand braun angeflogen, bei einem anderen die vier Flügel schmal
braun gesäumt; bei dem letzten Stück ist die äussere Quer-
binde durch eine Reihe Pünktchen angedeutet. Diese Rasse
stimmt zu der Beschreibung, die Christoph von hilaralis gibt.
Das dunklere meiner 4 ZZ’ stimmt auch annähernd mit der et-
was dunkleren Form, die Stegr. als var. hilaralis (Iris V p. 386)
vom Kentei erwähnt und Eversmann als costalis vom süd-
Jichen Ostsibirien beschreibt. 2. 2 SS vom Sajan (Arasagungol)
sind bedeutend dunkler. Schon die Grundfarbe ist schmutzig
gelblich weiss. Quer durch die Flügelmitte zieht ein basalwärts
geschwungener, gelbbrauner Schatten über die Zelle bis zum
Innenrande. Vorderrand und Saum sind breit dunkelbraun, die
Punktreihe davor schwarz und scharf. Hfl mit breiter brauner
Saumbinde. Diese Form passt gut zu der Beschreibung, die
Möschler von seiner (mir in natura unbekannten) hyperbore-
alis aus Labrador gab. Var. hofmanni Krulikowski (Bull.
Moskou 1904, p. 23, Pl. II fig. 6) ist eine lichtere Zwischenform.
3. Vom Alaigebirge liegen mir 3 d’S' 1% vor, die aller Einzel-
heiten der Zeichnungsanlage und der stahlblau ausgefüllten, ein-
geschnürten Makeln wegen, nur einer Lokalrasse der costalis
angehören können. Aber das Tier ist grösser, 27 mm, Grund-
farbe gelblich weiss, an der Kosta, um die Zelle herum und am
Aussenrand, sowie die Punktreihe davor licht bräunlich. Die
Makeln sind bedeutend blasser, gelblich braun (nicht schwarz)
umrandet. Hfl gelblich grau, am Saume schwach gebräunt.
Ich benenne diese auffallende Form alaicalis nov. var. (aut
spec.?). 4. Ein Pärchen von Juldus (B.-H.) ist genau so, nur
‚ „Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausgegeben vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1916, ILL
34 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
sind alle Flügel in ganz erheblich dunkleren braunen Tönen
gefärbt. Ich benenne diese Form brunnealis nov. var. Demnach
könnte man die verschiedenen Formen wie folgt feststellen: P.
hyperborealis Möschl., Labrador. a) forma hyperborealis si-
milissima, Sajan., var. hofmanni Krul, (trans.). b) costalis
Ev., var. hilaralis Chr., Radde, Baikal, Sibir. or. m.; Kentei
(trans.). c) var. (aut sp. div.?) alaicalis Car. Alai Mont.
d) var. alaicalis forma brunnealis Car., Juldus. P. fulcrialis
Sauber. (1180). Usgent. P. fulcrialis var. karagaialis nov.
Als Pyralis sp. vom Karagaitan sandte mir B.-H. ein
Pärchen eines unansehnlichen Tieres, das ich spezifisch von
fulcrialis nicht zu trennen vermag. Die Beschreibung Saubers
passt in allen Einzelheiten gut dazu, mit dem Unterschied, dass
karagaialis nicht weisslich grau, sondern durchaus erdbraun
ist. Die Hfl sind nur wenig blasser. Auf der Unterseite
scheinen die Querlinien und Makeln deutlich durch. P., cyana-
lis Lah. (1181). Sejmonowsk. P.scoparialis Hmps. (1181 bis).
Kasakewitsch.. Wenn das mir vorliegende Tier, wie ich glaube,
richtig bestimmt ist, so steht die Art besser bei cyanalis als
bei prunalis Schiff.
Paratalanta ussurialis Brem. (1182). pro parte. Troitz-
kossawsk, Radde, Pompejewka, Kasakewitsch. P, labutonalis
Ld. (cultralis Stgr.) (1182 bis). Elisabethpol, Hyrcanien, ? Altai.
P. labutonalis amurensis Rom. Radde, Kasakewitsch, Fujiyama.
Pyrausta cilialis Hb. (1153). Stücke von Sejmonowsk
gleichen meinen Livländern, mit scharf markierter brauner
Querbinde auf Vfln und Hflin. Auch Ex. von Kasakewitsch
tragen deutlich diese Binde. Herr Dr. A. Schmidt sandte mir
eine Serie Stücke von Iszak (Ungarn, welche sämtlich grösser
und blasser sind und keine Spur einer solchen Querbinde auf-
weisen. Diese Lokalform mag var. simplalis nov. heissen. P., gut-
turalis Stgr. (1185). Magnesia, Wan, Mardin. P. expictalis
Chr. (1186). Kasakewitsch. P. terrealis Tr. (1187). Von
Sejmonowsk einfarbig dunkelgrau, mit schwarzen Fühlern. Cuenca,
Vernet-les-bains. P. Iuteorubralis nov. sp. (1187 bis). Ein Z
von Juldus (B.-H.) gehört sicher einer noch unbeschriebenen
Art an. Der terrealis zunächst, aber grösser (31 nım),
schlanker; Palpen länger und dünner, abgeflacht, gelblichbraun ;
Fühler lehmgelb. Thorax rötlich gelb; Abdomen und Analbusch
gelb; Beine weisslich gelb. Vfl schmal und weit spitzer als
bei terrealis, Aussenrand sehr schräg. Rötlich lehmgelb;
erste Querlinie undeutlich, zweite dünn aufgetragen, braun; sie
verläuft wie bei terrealis, nur ist sie stark gezackt in dem
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 35
Bogenteil, den sie um die Zelle bildet und sendet auf dem
Dorsulast einen scharfen Zahn nach aussen. In der Zelle ein
blassbrauner Halbmond. Fransen rötlich, mit gelber Teilungs-
linie. Hfl gelblich grau, durchscheinend, mit breiter, rötlicher
Saumbinde und sehr undeutlichen Mittelstreifen,; Fransen weiss-
lichgelb, mit brauner Basis. Unterseite licht. P. fuscalis var.
sibirica (B.-H. i. 1.) nova var. (1188). 5 SF 3 2R von Radde,
Pompejewka, Kasakewitsch und ein von B.-H. mir zugesandtes
f vom „Amur“. sind schwarz; auf den Hfln ist die Basis
nicht aufgehellt. P. accolalis Z. (1189). Rumänien, Sejmo-
nowsk, Kasakewitsch. P. pauperalis Stgr. (1190). Jerusalem,
Eibes. P. sambucalis Schiff (1191). Sejmonowsk, Lenkoran,
Kasakewitsch. P. luctualis Hb. (1192). Rumänien, Sejmonowsk,
Kasakewitsch, Japan; letztere mit kleineren weissen Flecken.
P. ochrifascialis Chr. (1117). Kaukasus. P. inustalis Rag.
(1118). Jordan, Jerusalem, Gafsa. P. incoloralis Gn. (1197).
Biskra. Lambeze, Athen, Jerusalem, Moschiaın, Kilima Ndjaro usw.
P. perlucidalis Hb. (1200). Radde. P, varialis Brem. (1195).
Kuldja. P. flavalis Schiff. (1205). Ak Chehir, Sejmonowsk,
Pompejewka. Von Djebel Touggour klein, schmächtig gebaut
und schlank, z. T. so intensiv gelb wie var. lutealis, mit auf-
fallend dunklen Fransen; z. T. lichtgelb und zeichnungslos.
Bei 2 9’ ist auf den Vfln und Hfln die ganze basale Fläche
bis zur äusseren Querlinie grau übergossen, nur das Saumfeld
gelb. P. flavalis var. lutealis Dup. Lambeze, Ak Chehir, Eri-
van. P. flavalis var. cuencalis nov. Vfl intensiv gelb, Kosta
und Aussenrand stark grau, Fransen dunkelgrau. Hfl breit,
schwarz umrandet, der basale Teil düster gelbgrau 3 Jd
5 22 von Cuenca. P. flaviculalis (Autor?) Bei flavalis, aber
kleiner. Vfl und Hfl düster gelb, mit grauen Schuppen reich-
lich überstreut. Querlinien und Makeln dunkelgrau, Fransen
ebenso. Unterseite dunkelgrau, mit wenig gelber Einmischung.
2 JS aus England, von B.-H. unter obigem Namen erhalten.
Hinsichtlich der Gruppe trinalis-auralis-biternalis (1206
bis 1209) war ich unabhängig von Dr. Zerny zu gleichem
Ergebnis gelangt. Meiner Ansicht nach müssten die
nächstgenannten Formen folgendermassen eingereiht werden:
a) P. trinalis Schiff. Auch von Kasikoparan, Marasch, Malatia.
b) var. marcidalis Fuchs — v. pontica Stgr. Konia, Ak Chehir.
c) var. andalusica Stgr. Cuenca, Sierra Nevada. d) var. tri-
punctalis Obth. Sierra Nevada, Lambeze. e) amasialis Stgr.
Auch von Marasch und Malatia. f) asiaticalis nov. sp. 1
von Tekke..(Nochur), 1 2 Issykkul. (B.-H.). Ausgezeichnet
36 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—_-_
durch die sehr schmalen, spitzen Vfl, mit stark schrägem Aussen-
rand, die drei grossen bleifarbenen Makeln, die genau so ge-
stellt sind, wie bei amasialis und das Fehlen jeder Querbinde
oberseits. Das 2 von Issykkul hat lebhaft zitronengelbe Vfl,
das 0’ von Tekke hat sie auch gelb, aber lichtgrau übergossen.
Fransen weisslichgrau; Schulterdecken gelb; Kopf, Palpen, Füh-
ler weiss. Hfl grau, mit weissen Fransen. Auf der Unterseite
sind Vorderrand und Aussenrand verdunkelt und die zweite
Querbinde sichtbar. g) auralis Peyer. Es liegen mir 2 tadel-
los frische 2 aus den Bergen südlich von Amasia zum Vergleich
mit meinen rheinischen Stücken vor. Sie passen gut zu diesen,
haben dieselbe Flügelform und Grösse, nur ist die Grundfarbe
lichter gelb und die Saumbinde sehr breit und basalwärts nicht
verschwommen, sondern ziemlich scharf begrenzt. Für ein ge-
übtes Auge steckt in diesem Tier, trotz der grossen Aehnlich-
mit auralis, ein in Worten unausprechliches Etwas, das es
von jener trennt; ich möchte fast sagen, es sei trinalis-Blut
in ihm. Es handelt sich wahrscheinlich um eine h) noch unbe-
schriebene Art, die ich intermedialis nov. spec. (?) nennen
möchte. ı) Zu dieser intermedialis gehört fast sicher eine
noch lichtere Form, mit verloschener Saumbinde, die mir in 6
c'f‘ von Ak Chehir vorliegt. Man könnte sie als Bindeglied
zwischen auralis und biternalis auffassen. Dr. Zerny er-
wähnt eine ähnliche Form von Murcia, die mir unbekannt ist.
k) biternalis Mn. Ich habe sie nur von Brussa; hat von den
10 erwähnten Arten und Formen die relativ kürzesten Flügel
und erscheint daher plumper. P. gracilis Btl. (1210). Radde,
Pompejewka, Tjutjuje.. P. praepetalis Ld. (1214). Konia,
Kasikoparan, Marasch. P. Iutulentalis Ld. (1216). Alai, Us-
gent. P. russulatalis Hmps. (1217). Kuschk. P. subsequalis
HS. (1219). Konia, Wan, Marasch, Kasikoparan, Hadjin usw.
P. micalis nov. sp. (1219 bis). Unter dem Namen albidalia
1. 1. legte mir s. Z. Herr Bang-Haas 1 2 einer Form zur Be-
schreibung vor, die ihrer Palpen und allgemeinen Färbung nach,
isoliert unter den übrigen Arten der Gattung dasteht und mit
keiner verwechselt werden kann. Palpen sehr kurz, steil nach
abwärts gerichtet, schneeweiss; Flügelschnitt und Ausmass wie
bei subsequalis, doch etwas schmäler, weil der Kostalrand
vor dem Apex nicht so hoch geschwungen ist. Kopf, Fühler,
Thorax, Leib, Flügel und Fransen cremeweiss wie bei Orambus
perlellus und mit annähernd gleichem Glanz. Auf der Ober-
seite sind die Querlinien nur deshalb schwach zu erkennen,
weil sie auf der Unterseite scharf sind und etwas durchscheinen.
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortrieiden. 37
Unterseite weiss; alle Zeichnungen gelblich grau, nämlich längs des
Aussenrandes, die Makel in der Zelle und am Zellschluss, ein
kleinerer Fleck darunter, die zweite Querlinie (wie bei subse-
qualis geformt) und endlich eine breitere Saumbinde; auf den
Hfin die Randbinde, eine Bogenlinie davor und ein schwacher
Wleck in der Zelle. Ein Pärchen vom Embafluss bilden die
Typen in meiner Sammlung. P. lutalbalis nov. sp. (1219 ter).
Eine noch unbeschriebene Art von Schahrud (B.-H.) steht der
lutulentalis nahe, hat gelblich weisse Vfl, am lichtesten ba-
sal- und dorsalwärts, lehmgelblich am Vorderrand und Saum.
Die Querlinien und Makeln schwach aufgetragen, gelb. Hfl weiss-
lich, mit gelbem Saum und undeutlichen Querstrichen. Leib,
Beine weisslich; Palpen, Kopf, Fühler gelb. Unterseite licht,
mit kaum dunkleren Querlinien. P. russulatalis Hmps., welche
nach Stücken (ebenfalls ex coll. Stgr.) vom gleichen Fundort
beschrieben wurde, ist bedeutend dunkler braun. P, curvalis
Leech. (1219 quater). Kasakewitsch, Japan. P, nubilalis Hb.
(1218). Sierra Nevada, Pompejewka, Kasakewitsch. Die 2%
von letztgenannten Fundorten sind aussergewöhnlich gross und
licht strohgelb, oft weisslich und bilden meist den Uebergang zu
v. zealis Gn., die mir typisch aber ebenfalls von dort und
von Radde in Mehrzahl vorliegen. P. nubilalis forma kaschmi-
ralis Moore. Kuldja. P. diffusalis Gn. (1222). Hadjin usw.
Eine schöne Serie von Jerusalem und dem Ostjordanland, mit
aufgelichteter Mittelbinde und hellen Hfin. P. zeitunalis nov.
sp. (1222 bis). 1 7, 2 22 von Zeitun (B.-H.) nötigen zur Auf-
stellung einer neuen Art. Der diffusalis zunächst stehend,
der sie in der Bildung der Palpen und Fühler gleicht, aber
grösser, 23 mm; Kosta weniger geschwungen, Vfl gestreckter, mit
spitzem Apex. Färbung gelblich staubgrau, annähernd so wie
bei subsequalis; Fransen gelblich. Erste Querlinie sehr un-
deutlich; zweite Querlinie verläuft wie bei suffusalis,
schwach markiert, basalwärts durch eine braungraue, gezackte,
feine Linie begrenzt. Hfl graugelb, nach innen lichter. - Die
einfach geschwungene, undeutliche, etwas lichtere Mittelbinde
sendet an der Medianen keine Ausbauchung nach aussen. Un-
terseite blass gelblicb grau, mit etwas dunklerem Saum und
Querbinden. Palpen, Kopf, Fühler, Schulterdecken gelblich grau.
P. limbopunctalis HS. (1223). Ak Chehir, Marasch, Konia,
Wan. P. limbopunctalis var. frustalis HS. Cuenca, Konia,
Marasch, Kasikoparan. P. limbopunctalis var. dissolutalis Stgr.
Ganz extrem besitze ich sie nur von Wan. P, aerealis Hb.
(1224). Die Stücke von Marasch, wenngleich ganz bedeutend
38 Deutsche Entom, Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—
lichter, ziehe ich noch zur Stammform. P. aerealis var. ablu-
talis Ev. Uralsk, Kasikoparan, Hadjiabad.. P. aerealis subsp.
cinnamomalis Zerny. Sejmonowsk, Chamal Hami und Alaige-
birge, in Menge. Die Originalstücke vom Alai wurden von mir
dem k. k. Hofmuseum geschenkt. P. aerealis subsp. glaucalis
Zerny. Eine grosse Serie (40 Exp.) von Kuldja, sehr dunkel,
dann vom Alai, Aksu, Chamil Hami, Tarbagatai und „Turkestan“
(B.-H.). Während sich von cinnamonalis zu opacalis hin
manche Uebergänge vorfinden, scheint glaucalis eine fest fixier-
te Form zu sein. Alpheraki und Ragonot nannten sie olivina,
(i1.1.), Wocke tarbagataica (in coll). P, ochreocapitalis Rag.
(Genus: Blephromastix) (1226). Von Kasakewitsch. P.
alpinalis var insularis (B.-H. i. 1.) nov. var. (1232). Vfl nicht
grau, sondern rötlich braun; die weisse Makel kaum angedeutet.
Hfl beim J’ schmutzig weisslich braun, die Randbinde verloschen ;
beim 2 einfärbig braun. Unterseite des Vfls beim S' ohne weissen
Fleck; Hfl wie oberseits ohne scharfe Randbinde. 2 ohne Fleck
auf den Vfin; Hfl durchaus bräunlich, ohne Saumbinde 2 cd
1 2 von Rannoch in Schottland. P, palustralis Hb. (1234).
Hier müssen zwei sehr verschiedene Rassen und eine Varietät
auseinandergehalten werden. Die erste, welche von Hübner (fig.
129, 131), Tr., Frr., Hein., Gn. und Esp. beschrieben wird, mit
dottergelben Vfl, purpurrotem Vorderrand, Längsstreifen in der
Falte und damit zusammengeflossenem vorn ausgerandeten Saum-
feld; Hfl gelb mit rotem Rand. Dies ist die typische Form,
von der ich eine schöne Serie aus Ungarn, Niederösterreich,
Dobrudja, Varna habe. Davon weicht die Eversmann’sche Be-
schreibung nach Kasan’schen Stücken ganz bedeutend ab. Sie
stimmt gut zu meinen Exemplaren aus dem mittleren Uralge-
birge (Sejmonowsk). Ich benenne sie eversmanni nov. subsp. Sie
charakterisiert sich durch zitronengelbe Grundfarbe der Vfl und
dunkel kirsch- oder weinrote Binden, welche anders verlaufen ;
eine solche längs der Kosta ist bedeutend schmäler als bei
palustralis, eine innere Binde beginnt am Vorderrande, zieht
schräg zu !/; Innenrand, erreicht diesen aber nicht, sondern
bricht an der Dorsalader schroff ab. An der Basis auf der
Dorsalen mit einem Büschel schwarzer Schuppen. Hfl weisslich
gelb, mit breitem, schwarzen Saum, vor den gelben Fransen.
Auch die Unterseite ist anders als bei palustralis Vf
ringsum sehr breit schwarz umrandet, nur in der Mitte unter-
halb der Zelle ein kleines,lichteres Dreieck freilassend. Hfl
licht gelblich, mit grauem Rand, und rötlichem Schein
am Apex. Die Flügelwurzel schwarz, 3 f® bilden die
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortrieiden. 39
Typen.*). P. palustralis var. amurensis nov. Von evers-
manni trenne ich diese sehr grosse (36—40 mm) Lokalform,
die mir von Treitzkossawsk und Radde in 8 7% vor-
liegen. Flügelgrund noch bedeutend lichter, fast strohgelb.
Die weinrote (nicht purpurne) Farbe der Binden ist heller und
matter und wie mit einer Lage Russ überstrichen. Das Rot
am Vorderrand ist schmal unterbrochen, die Saumbinde bei den
meisten Stücken schmäler; die innere Querbinde wie bei evers-
manni rudimentär und nicht längs der Falte mit dem Aussen-
rande verbunden. Die Makeln stehen frei im lichten Flügelgrund
Hfl wie bei eversmanni, aber viel matter gelb und grau.
Unterseite mit vollständiger, ununterbrochener mattgrauer Saum-
binde aufden Vflnund Hfin. Unterseite sehr licht mitgrauem Saum;
Vorderrand wenig verdunkelt. Ich glaube nicht, dass diese Riesen-
form identisch ist mit memnialis Wek., deren Beschreibung
mir z. Z. leider nicht zugänglich ist. Dagegen halte ich dafür
ein kleines (55 mm) J aus Kiau-Tschau, mit relativ breiteren,
plumperen Flügeln, das in Färbung und Zeichnung der palus-
tralis näher steht. P. commixtalis WIk. (1257). Aus Liv-
land (Stgr.).. P. manualis var. furvalis Ev. (1238). Simplon.
P. multifidalis Chretien. (1240 bis). Biskra. P. cespitalis Schiff.
(1241) Alai, Kuldja, Aksu usw., z. T. in trübgefärbten, kaum
namensberechtigten Exemplaren (usgentalis i. l.).. Im Hoch-
gebirge der französischen Alpen fliegt eine kleine Form mit
schokoladenbraunen Vfln und schwarzen Hf!n; nur bei einzelnen
Stücken, der mir vorliegenden Serie ist eine Spur gelber Quer-
linien zu bemerken. Herr Chretien sandte sie mir unter dem
Namen var. alpina (i. 1. ?). P. cespitalis var. intermedialis
Dup. Auch von Uralsk, Kasikoparan, Jordan usw. P. sangui-
nalis L. — haematali; Hb. (1242) liegen mir in sicheren Stücken
vor von Weimar, Oppeln, Ofen, Salzburg, Bozen, Mehadia, Ru-
mänien, Fenestre, St. Pons, Nizza, Vernet-les-bains, Nay, Cuenca,
Nizza, Biskra, Gafsa, Jerusalem, Adalia, Kuldja. P, virginalis
Dup. (1242 bis). Fiume, Spalato, Amasia, Kasikoparan, Jeru-
salem, typisch). P. virginalis var. auroralis Z. Fiume, Spalato,
*) Auch die übrigens verfehlte Abbildung im Herrich-Schäffer 45
und 46 dürften nach einem ostrussischen Exemplar verfertigt worden sein,
weil im Text steht (p. 23), dass die Binde der Hfl zu rot sei! Ausserdem
ist die gelbe Grundfarbe zu gesättigt schwefelgelb und das Rot viel zu
grell; die Kosta zu breit rot, die Unterseite viel zu hell. Dagegen würde
diese Abbildung so ziemlich zur Amur-Form passen, wenn man sich das
Tier um !/, grösser, das Gelb bedeutend blasser, das Rote matter und
grau übergossen, die Binden schmäler und den Vorderrand ohne Rot voı-
stellt. Die Unterseite würde stimmen.
40 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Cuenca, Gafsa, Amasia, Ak Chehir, Kasikoparan, Erivan, Hadjin,
Jordanland, Kuldja (!). Von Cuenca habe ich ausser den oben
erwähnten typischen Stücken, noch 12 Exemplare einer Riesen-
form von über 25 mm Spannweite. P, tithonialis Z. (1243).
Sajan (B.-H.). P.kukunorensis Sauber (1244). Von Kuldja 1
‘', das genau zur Orignalbeschreibung passt. Ich halte übrigens
kukunorensis für eine wenig differenzierte Form der titho-
nialis. P., delicatalis nov. sp. (1245 bis). Eine wunderschöne,
zart gefärbte neue Art aus Mardin sandte mir s. Z. Herr Bang-
Haas zur Beschreibung ein. Etwas kleiner als pellicalis, bei
der sie am besten steht, hat sie auch etwas schmälere Flügel.
Vorderrand gerade, vor der Spitze weniger gebogen, daher auch
der Apex spitzer; Aussenrand ziemlich schräg. Vfl durchaus
zart hellrosa, mit gelblichem Schein. Nur die äussere, schmale,
lichtgelbe Querlinie ist vorhanden; sie beginnt erst unterhalb
der Subkostalen bei 3/,, streicht dem Aussenrand parallel in ge-
rader Richtung zum Innenrand, den sie auch bei ®/, senkrecht
trifft. Vorn ist sie ganz schmal, erweitert sich ein wenig nach
hinten und sendet am Median- und Dorsalast je einen winzigen
Vorsprung basalwärts aus. Hfl blass gelblich grau, eine lichtere
Mittelbinde eben noch zu erkennen. Unterseite hell grau; auf
den wenig dunkleren Vfln scheint die Querbinde nur matt durch.
Palpen, Stirn, Kopf und Rüssel lebhaft gelb; Fühler gelblich
grau. 2 ZZ bilden die Typen in meiner Sammlung. P. pelli-
calis Stgr. (1245). Cuenca. P. castalis Tr. (1246). Sejmo-
nowsk, Erivan, Kasikoparan usw. P. neglectalis nov. sp. (1246
bis). Diese sicher neue, bisher wohl ihrer Seltenheit wegen
übersehene Art vereinigt z. T. die Flügelform und Zeichnungs-
anlage der auroralis mit dem eigentümlichen Kolorit von
castalis; zwei Stücke nähern sich im Flügelschnitt etwas der
letzteren, so dass ich zuerst zur Annahme geneigt war, dass
diese interessante Tierform Hybriden seien; es kamen mir aber
im Laufe der Jahre allmählich 10 Exemplere mit so beständigen
Zeichnungscharakteren und Kolorit aus folgenden Fundorten her-
ein: Cuenca 2 d’d' 1%, Kasikoparan 1 ’, Erivan 1 2, Konia
1 0 1 2, Berge südlich Amasia 1 Z 2 %%, so dass an der
Artberechtigung nicht zu zweifeln ist, Flügelspannung wie
castalis, Apex und Aussenrand abgerundet, wie bei aurora-
lis. Auf intensiv schwefelgelbem Grund ist die sehr breite,
violettrote Mittelbinde und eine nicht minder breite Saumbinde
genau so gestellt, geformt und geschwungen, wie bei extrem
typischen auroralis; nur die Mittelbinde ist nie in ihrer Mitte
aufgehellt, und zwischen Fransen und Randbinde steht keine
> —
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortrieiden. 41
gelbe Punktreihe. Die Fransen sind bedeutend lichter grau, als
bei castalis. Hfl recht dunkel grau, nur vor dem Innen-
winkel mehr oder weniger aufgehellt. Unterseite viel dunkler
als auroralis oder selbst castalis mit undeutlicher äusserer
Binde auf Vfl und Hfl. P, issykkulensis Sauber (1247). Vom
Alaigebirge erhielt ich 1 X 1 %, die mit den von B.-H. er-
haltenen Stücken aus „Tura“ völlig übereinstimmen. Ich werfe
die Frage auf, ob issykulensis nicht als synonym zu ten-
dinosalis Brem. zu stellen sei, welche im Katalog Rebel bei
cespitalis genannt wird. P. issykkulensis var. differalis nov.
Von Usgent sandte mir B.-H. ein Tier (02), das in nächster Ver-
wandtschaft mit issykulensis steht und wahrscheinlich nur
eine kleinere, dunkle Gebirgsform davon ist. Gleiche graue
Bestäubung der Vfl, aber in viel reduzierterem Masse; viel
kleinere Makeln und hellen Strich davor an der’Kosta, keine
hellere Binde vor den dunklen Fransen, Hfl schwarz, mit einer
schmalen, gelblichen Mittelbinde. Am Saum nur schwache
Andeutung einer Aufhellung vor den weissen Fransen. Unter-
seite wie beiissykkulensis, aber mit viel reduzierteren lichten
Zeichnungen, so dass das schwarz bei weitem vorherrscht. P.
falcatalis var. tauricalis (B.-H i.1.?) (1249). Ich weiss nicht,
ob diese prächtige Form beschrieben wurde und gebe hier nur
eine kurze Diagnose. Vfl bedeutend dunkler purpur; man
möchte sie eher schwarz mit glänzendem purpurnen Schein
bezeichnen. An der Flügelwurzel keine gelben Schuppen. Die
zwei schwefelgelben Punkte kleiner, der obere ohne Verlängerung
nach dem Aussenrand zu. Hfl schwarz, mit schmaler, gelber
Binde. Fransen schwarz. Leibsegmente weisslich (nicht gelb)
geringelt; Analbusch beim f weiss. Unterseite entsprechend
dunkler als falcatalis. 16 Pärchen vom kilikischen Taurus,
Wan, Berge südlich von Amasia bilden die ausgewählten Typen in
meiner Sammlung. Eine tief schwarze Form, ohne rötlichem
Schein von Wan und Amasia in drei frischen, nicht etwa ab-
geriebenen Stücken. P, purpurals L. und var. ostrinalis Hb.
(1251). Hadjin, Amasia usw. P. purpuralis var. chermesi-
nalis Gn. Von den Bergen südlich von Amasia in einer blass-
gelben Form. P. purpuralis var. kentealis Stgr. Alaigebirge.
P. aurithoracalis Chr. (1252). Ausser von Namanzan auch
von „Ost-Turkestan“ in prächtigen grossen Stücken von B.-H.
als Evergestis subtilis i. |. erhalten. P. melanalis (B.-H.
spec. nov.i. 1.) (1252 bis). Der ostrinalis zunächst stehend, aber
sofort von ihr zu unterscheiden, weil die weissliche Mittelbinde der
Hfl nicht bogenförmig verläuft, sondern einen scharfen rechten
49 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
——
Winkel bildet. Auch die Grundfarbe ist tiefschwarz, auf den
Vfln mit purpurner Einmischung und meist gelblichweisser
Flügelbasis und ebensolche Zeichnungen, die bei manchen
Stücken aber intensiv gelb sind. Ich habe diese Art von
Cuenca, Alfacar, Lambeze, Amasia in Anzahl. P. aurata Se.
(1253). Sehr verbreitet; ich nenne als Fundorte nur Jerusalem,
Lenkoran, Erivan, Kuldja. Eine schöne Uebergangsform zu
var. meridionalis Stgr. von Sejmonowsk, Kuldja, Radd& und
Chamil Hami in Mehrzahl. Ob es sich wirklich nur um eine
bisher übersehene sehr nahestehende Art handelt, mag ich ohne
Untersuchung der Kopulationsorgane nicht entscheiden. P. ob-
fuscata Sc. (1256). Vom Alaigebirge in grosser Zahl, alle
haben eine breitere Binde auf den Hfin. P, peregrinalis Ev.
(1258). Auch von Kasakewitsch, Sajan usw. P.ledereri Stgr.
(1264). Smyrna (Burnabad). P, acontialis var. senicalis Stgr.
(1257). Cuenca. P., alborivulalis Ev. (1261). Marasch, Eibes.
P. albofascialis Tr. (1263). Cuenca. P, chrysopygalis Stgr.
(1266—1267). Die Beschreibung der rückbeili Sauber deckt
sich restlos mit derjenigen von chrysopygalis. P., graeseri
Stgr. (1269). Auch von Sajan. P. solemnalis Chr. (1270) und var.
pullatalis Chr. (1271). Radde, Pompejewka, Kasakewitsch. P,
funebris Ström. (1273). Sejmonowsk, Radde, Kasakewitsch.
P. funebris var. assimilis Btl. Von Bozen und Grossglockner
mit enorm grossen, weissen Ozellen auf Vfln und Hfln. P. fu-
nebris var. astifera Btl.e. Von Rachlau, Rumänien und „Oester-
reich“ mit strichförmigen, sehr kleinen Pünktchen.
Cornifrons ulceratalis Ld. (1274). Von Biskra, Gafsa,
Jerusalem, Engeddi; April, Juli, Oktober, November in mindes-
tens zwei Generationen; die Herbststücke mit verschwommener
Zeichnung der Vfl.
Tegostoma comparale Hb. (1275). Biskra, Gafsa, Poros,
Marasch usw. Als dinstinctale i. ]l. versendet B.-H. ein
sehr ähnliches Tier aus Tunis, das sich nur durch anscheinend
etwas schmälere Vdfl von comparalis unterscheidet. T. pa-
rale HS. (1277). Djarkend. T. ruptilineale Zerny (1277 bis)
Ich richte die Frage an Dr. Zerny, ob nicht subtilale Z.
dazu synonym sei? T. disparale HS. (1276). Von Djarkent,
Chamil Hami und Aksu z. T. sehr schwarz und scharf markiert,
z. T. blass und zeichnungslos. T. kabylale Rbl. (1276 bis).
Auch von Gafsa, Oran usw. T. erubescens Chr. (12830). Poros,
Athen. T. baphiale Ld. (1281). Smyrna, Konia, Erivan, ist
sehr wenig veränderlich. T. moeschleri Chr. (1278). Uralsk,
Inderky, Embafluss, Erivan, Kasikoparan, Jerusalem. Eine sehr
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 43
veränderliche Art. T. moeschleri var. plumbiferale Chr. Uralsk,
Kalmykow, Kasikoparan. Die vielen, mir vorliegenden Ueber-
gänge zur einfärbigen, zeichnungslosen plumbiferalis lassen
keinen Zweifel aufkommen, dass letztere eine Form von moesch -
leri und nicht von baphiale sei, wie Christoph annahm.
Von Chamil Hami erhielt ich 2 JS 1 2 einer Varietät von
moeschleri mit breitem, schön roten Basalfeld und eben-
solcher Saumbinde, die von der Zelle nach der Kosta zu ge-
gabelt ist. Da ich diese Uebergangsform habe, kann ich in dem
mir gleichfalls von Chamil Hami vorliegenden, zeichnungslosen
JS mit durchaus intensiv übergossenen Vfln einstweilen nur eine
prächtige Varietät von moeschleri erblicken, die ich tancreale
nov. var. nenne, zu Ehren des Herrn A. Tancre, dem ich sie ver-
danke. T. lepidale HS. (1286). Amasia, Ak Chehir, Erivan.
T. pudicale Dup. (1288). Murcia, Cuenca. T. russulale Chr.
(1289). Gafsa.
Noctuelia floralis IIb. (1291). Von Chamil Hami, das grösste
und hellste Stück meines reichen Materials. Von Kuldja, Uralsk,
Cuenca, eine schöne Uebergangsform zur var. stygialis Tr.
Letztere auch von Alai, Amasia, Malatia usw. Als var. grisea-
lis nov. bezeichne ich eine Lokalrasse, mit licht aschgrauen
Vfln, ausgiebiger weisser Zeichnung und dunklen Hfln: sie liegt
mir in 10 Exemplaren ausschliesslich nur von Konia vor. N.
yaminalis Obth. (1293). Biskra N. superba Frr. var. egre-
gialis Stgr. (1295). Marasch, Malatia, Konia.
Heliothela atralis Hb. (1307). Amasia, Malatia usw. in
typischen Stücken. H. coerulealis uov. sp. (1307 bis). Schon vor
Jahren sandte mir Herr Bang-Haas als praegalliensis 2 J’d’
1 2 eines Tieres von Zeitun ein, das ich seitdem von meinen Samm-
lern in grosser Anzahl von Marasch und einzeln aus den Bergen
südlich von Amasia erhielt. Eine Zugehörigkeit zu atralis,
oder albipes Meig. ist ganz ausgeschlossen ; dagegen liegt aller-
dings Aehnlichkeit mit praegalliensis vor, von der sie aber
zweifellos spezifisch verschieden ist. Das Tier ist bedeutend
grösser als atralis oder praegalliensis (15—17 mm) und
hat auch relativ breitere Flügel; Vorderrand der Vfl in der
Mitte nicht eingebogen, schon bei */, sich zum Aussenrand all-
mählich abrundend. Palpen oben und seitlich schwarz, Anal-
pinsel gelblich, Beine dunkel, aber stark glänzend, das vordere
Paar hat die Schenkel aussen schwarz, innen gelblich grau, Füsse
gelblich geringelt. Alle Flügel und Fransen tief samtschwarz
mit purpurnem und kupfernen Metallschein; bei einigen Exem-
plaren am Apex einige gelbliche Fransenfäden. Auf den Vfln
44 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
ist, wie bei praegalliensis, kein lichterer Kostalfleck sicht-
bar, auf den Hfin schimmert ein solcher bei einigen Exemplaren
eben noch schwach durch. Im Lichte lebhaft funkelnde, licht-
blaue Flecke und zahlreiche solche Schuppen in weit ausgiebi-
gerem Masse als bei praegalliensis verteilt. Bei !/, Kosta
bis Innenrand begrenzen 2 fast zusammenhängende parallele
Schnüre blauglänzender Flecken das Basalfeld; bei !/, steht ein
grosser Fleck am Dorsum, der schräg hinauf bis zur Medianen
reicht; an der Kosta, jenseits !/,, umgrenzt eine blaue Partie die
Zelle an ihrer Aussenseite, auch die Makel ist blau; vor dem
Aussenrand eine zusammenhängende breitere blaue Binde. Ausser-
dem ist der ganze Flügel hie und da mit blauen Atomen über-
spritzt. Unterseite samtschwarz, mit je einem kurzen und feinen
lichtgelben Querstrich in den Zellen der Vfl und Hfl. Alle
Fransen dunkel, nur an der Spitze der Vfl bei einzelnen Exem-
plaren etwas aufgehellt. Zwanzig ausgesuchte Stücke 7? bilden
die Typen.
IV. Tortricidae”)
A. Tortricinae.
Ich habe die Sammlung nach Prof. Kennel’s Monographie
neu aufgestellt und führe deshalb die Arten in derselben Reihen-
folge wie dort auf. Die Nummern hinter den Namen beziehen
sich auf den Katalog von Rebel. Ich will noch bemerken, dass bei-
nahe alle interessanten Tiere meiner Sammlung den Herren Ken-
nel Walsingham, Durrant, Rebel zur Einsicht, resp. Begutach-
tung vorgelegen haben.
Acalla emargana F. (1440) und var. caudana F. (2440).
Radde, sehr gross, in Anzahl. A. cristana F. (1441). Radde,
Chabarowka. A. cristana ab. striana Hw. Radde. A. cristana
var. ruficostana Curt. Radde, Kasakewitsch. A. paradiseana
Wlsm. (1442). Kasakewitsch. A. delicatana Hb. Kasakewitsch,
2 Ex. einer grauen Varietät. A. hastiana var. byringerana Hb.
(1446). Kasakewitsch. A. hastiana var. opacana Hb. Borkum,
Wyk auf Föhr. A. hastiana ab. confixana Hb. Kuldja. A.al-
biscapulana Chr. (1465). Chamil Hami; Kasakewitsch, Radde
var. A. undulana Wlsm. (1456). Vom Alaigebirge genau so
wie von Zeitun und Marasch. A. undulana ab. coprana Wlsm.
Vom Alai; es ist die Form mit weissem Basalfeld. A. variegana
*) Die II. Pterophoridae und III Orneodidae werden nach
den Tortricidae besprochen werden, zugleich mit den V. Glyphip-
terygidae und den übrigen Familien der Mikroheteroceren.
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 45
Schiff. (1455). Jerusalem, Sierra Nevada. A. variegana var. insi-
gnanaHS. Amasia. A. roscidana Hb. (1460). Rumänien. A. hispi-
dana Chr. (1445). Von Kasakewitsch. A. boscana F. (1457). Von
Radde, Kasakewitsch, Tjutjuje 16 Exemplare einer Form, mit
gelblichweissen Vfln und entsprechend dunkleren Hfln. A. bos-
cana var. parisiana Gn. Radde. A. sp. bei boscana (? nivisel-
lana Wlsm.). Zarter gebaut als boscana, Flügel schmäler,
schneeweiss, Kostalflecke schwach angedeutet, wie bei niveana,
einige schwarze Atome auf den Vfln; Fransen schneeweiss. 1
d' von Chabarowka. A. lacordaireana Dup. (1463). Von Cha-
barowka, sehr schön, gross und dunkler als die Abbildung in
Kenn. Mon. Taf. V, fig. 16—17. Von Radde drei grosse, licht-
graue Stücke, mit gelblichen Wolkenzeichnungen, wie sie Kennel
nicht erwähnt. A. lipsiana Schiff. (1461). Tjutjuje, recht helle
Stücke. A. schalleriana F., ab. latifasciana Hw., vär. compa-
rana Hb. (1469). Alle drei Formen von Radde und Kasakewitsch.
A. pryerana Wlsm. (1469 bis). Von Radde in Mehrzahl. Die
lichteren Stücke dieser Art unterscheiden sich von der obener-
wähnten boscana-Rasse gleicher Herkunft sofort durch die
auf den Vfln stets vorhandenen braungelben Wellenlinien und
Schattenflecken. A. comariana Z. (1470). Sejmonowsk. A.as-
persana Hb. (1471). Von Radde ein sehr kleines, zeichnungsloses
d';.von Jerusalem ein grosses $, mit ungewöhnlich, schmalen
Vfin. A. sheperdana Stph. (1472). Radde und Chabarowka,
in Anzahl. A. fuscotogata WIsm. (1479 bis). Kasakewitsch
ein d. A. pretosiana Kenn. ist sicher synonym dazu, denn
mein kontinentales Stück hat die ganze äussere Hälfte der Vfl
viel dunkler als die Abbildung Kennels, stimmt dagegen genau
mit der Beschreibung Walsinghams seiner japanischen fusco-
togata. Das von Kennel beschriebene 2 dürfte ein etwas
lichteres Exemplar gewesen sein.
Amphisa gerningana Schiff. (1482). Sejmonowsk usw.
Von Amasia eine schöne Varietät, mit schokoladenbraunen Vfln,
ohne wesentliche Auflichtung des Basalfeldes und einen kurzen
hellgelben Fleck am Vorderrand an Stelle der vollständigen,
lichten Binde. Hfl schokoladenbraun. Fransen gelblich.
Dichelia grotiana F. var. amasiana nov. (1494). Von den
Bergen südlich Amasia, eine Serie hellgelber Stücke, so licht wie
gnomana; auch die Querbinden sind bedeutend blasser als ge-
wöhnlich. 4 ZZ 2 2% bilden die Typen. D. gnomana (!.
(1495). Sierra Nevada. D. rubicundana HS. (1496). Abisko-
jokk. D,. praecana Kenn. (1498 bis). var. abiskoana nov. 5
Of, 1 2 von Abisko können der äusserst langen Palpen wegen
46 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris, Dresden 1916.
nur einer Varietät von praecana angehören, mit der sie in
Farbe und Grösse übereinstimmt. Wenn auch 2 Jo” durchaus
zeichnungslos sind, so tragen die übrigen 4 Stücke auf dunkel-
grauem Grund mehr oder weniger deutlich erkennbare dunkle
Querbinden, die so verlaufen, wie bei lapponana Tgstr. Mit
letzterer hat aber abiskoana sonst nichts gemein. D. hyerana
Mill. (1500) Auch von Ajaccio in Mehrzahl; einige Stücke
von dort haben die ganze Zelle schwarz ausgefüllt und noch
einen schwarzen Saum längs des Innenrandes.
Oenophthira pilleriana Schiff. (1505). Hadjin, Radde, Ka-
sakewitsch.
Capua reticulana Hb. (1503). Radde, Kasakewitsch.
C. favillaceana Hb. (1504). Amasia, Radde, Kasakewitsch in
grosser Zahl.
Cacoecla piceana L. (1506). Sejmonowsk. C. podana Sc.
(1507). Hadjin 1 7, mit lichten Hfln. C. asiatica WlIsm.
(1507 bis). Von Kasakewitsch. C. ingentana Chr. und var.
subrufana Snell. (1508). Von Radde und Kasakewitsch in An-
zahl. GC. decretana Tr. (1510). Berge südlich von Amasia;
Radde und Chabarowka in einer scharf gezeichneten Form, mit
metallglänzendem Fleck vor der Flügelmitte; viele Stücke C.
crataegana Hb. (1512). Von Kasakewitsch, silbergrau glänzende
Stücke. 6. xylosteana L. (1518). Chabarowka. C. xylosteana
var. pallens Kenn. Lenkoran. C. rosana L. — laevigana Schiff.
(1514). Uralsk in Menge; es sind alles kleine, helle, rötliche
Exemplare (ab. orientana Krul.). Auch von Malatia ebenso.
C. luticostana Chr. (1580—1581). Chabarowka. C. lafaury-
ana Rag. (1516). Radde. C.musculana Hb. (1525). Radde.
C. unifasciana Dup. (1528). Berge südlich von Amasia, Radde,
Chabarowka. GC. fluxana*) Kenn. (1528 bis). Tenied-el-Haad,
Sierra Nevada. GC. eatoniana Rag. (1554). Portugal, Sierra Ne-
vada. C. virescana Clems. (1528ter). Kasakewitsch, 5 Exem-
plare. C.trivia Meyr. (1528quat.). Tunis und merkwürdiger-
weise auch von Uralsk; des vorhandenen Kostalumschlages wegen
sicher nicht Tortrix neglectana HS, mit der sie sonst
zum Verwechseln ähnlich ist. C. granadana WIsm. (1523 quint.)
Sierra Nevada, in Anzahl. GC. sarthana Rag. (1521). Kuldja,
Alaigebirge, mehrere Paare. GC. strigana Hb. ab. quinquemacu-
lana Brem. und ab. stramineana HS. (1531). Uralsk, Radde,
Kasakewitsch in Menge. GC. semialbana Gn. (1518). Sejmonowsk,
*) Diese und die nächsten 4 Arten sind ähnlich und schwer zu unter-
scheiden, aber doch sicher spezifisch verschieden,
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 47
Kasakewitsch. GC. costana F. (1520). Uralsk, in einer kleinen,
recht blassen Lokalrasse; darunter aber auch ein russig über-
flogenes d‘. C. liratana Chr. (1517). Kasakewitsch. C. aeri-
ferana HS. (1527). Sejmonowsk, Radde. C. erschoffi Chr.
(1535). Petrowsk, am Kaspischen Meere. GC. plumbeolana Brem.
(1537). Radde, in Menge. C. circumclusana Chr. (1534). Radde,
Kasakewitsch.
Chrosis bifasciana Hb. (1570). Kasakewitsch.
Pandemis corylana F. (1538). Radde. P., ribeana var.
cerasana Hb. (1540). Sejmonowsk, Radde, Kasakewitsch. P.,
heparana Schiff. (1547). Sejmonowsk, Radde, Kasakewitsch.
P. heparana var. vulpisana HS. (1547). Auch von Fenestre.
Eulia ochreana Hb. (1549). Marasch, Erivan usw. E,
formosana Hb. (1551). St. Ildefonso, Sierra Alfacar. E, po-
litana Hw. (1555). E. cinctana Schiff. (1556). Uralsk, Emba-
fluss, Kasikoparan usw. E. rigana Sodof (1558). Murcia, Radde,
sehr gross. E. aldulterina Kenn. (1559 bis). Lambeze; Tenied
el Haad, ein stark dunkelgrau variierendes J. E. ministrana ab.
subfasciana Stph. (1562). Altvater, Moskau, Radde.
Tortrix aurichalcana Brem. (1565). In Menge von Kasa-
kewitsch, Radde. T. aurichalcana var. auristellana nov.? Zu
aurichalcana ziehe ich fraglich als var. ein d' von Radde.
Vfl einfarbig, glänzend, dunkel graubraun; zwischen Median- und
Dorsalast, vor der Flügelmitte, ein grell zitronengelber, kurzer
und schmaler Längsstrich; bei gewisser Beleuchtung schimmern
auch bei diesem 9° die bläulich glänzenden Querbinden wie bei
aurichalcana. Hfl, Thorax, Leib dunkelbraun; Palpen, Stirn,
Halskragen gelblich. T, stibiana Snell. (1566). Radde. T.
askoldana Chr. (1567). Radde, Chabarowka. T. conwayana
F. (1569. Ak Chehir, Radde, Chabarowka. T. viridana L.
(1572). Cuenca, Kasikoparan. T. viridana var. suttneriana
Schiff. Bozen, Cuenca, Amasia, Wan. T. perpulchrana Kenn.
(1575 bis). Kasakewitsch. T, forsterana F. (1576). Von
Abisko und Sejmonowsk, in kleinen mehr grauen Stücken, von
Radde typisch und recht gross. T. viburniana F. (1578). Ka-
sakewitsch. T. viburnana var. altaica (B.-H.i. 1.) Ist grösser
und vollständig grau, ohne jede Spur von rötlicher Beimischung.
Auch Palpen, Kopf, Schulterdecken, Leib sind grau; Ufl ein
wenig lichter. Unterseite entsprechend. T. inumbratana Chr.
(1579) Askold, Kasakewitsch. T. caradjana Wlsm. (an des-
cripta?) Grösser als inumbratana, Flügel gestreckter,
die Binden auch beim / deutlich sichtbar, sonst ihr sehr ähn-
lich und nahestehend. Mehrere Pärchen von Radde T. laba-
48 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
tiana Breignet. (1583). Von Vannes mehrere J’?, sowie s. Z.
von Stgr. 1 sicheres 2, unter mehreren unicolorana, aus „It.
6.“. T. paleana var. icterana Froel. (1585). Radde. T. prae-
clarana Kenn. (1589). Uralsk. T. rogana var. dohrniana HS.
(1592). Sejmonowsk. T. rusticana Tr. (1597). Sejmonowsk,
Kasakewitsch. T. soriana Kenn. (1602). Haifa, Beyruth. N.
neglectana HS. (1529). Uralsk, Sejmonowsk, Berge südlich von
Amasia. T. dumetana Tr. (1600). Radde, Kasakewitsch in
Anzahl.
Cnephasia (Tortrix) osseana var. niveosana Pack. (1605).
Einige ganz typische Stücke von Abisko. C. argentana (|.
(1607). Amasia, Wan, Kuldja; vom Alaigebirge eine Üeber-
gangsform zur nächsten. C. argentana var. plumbeana Kenn.
Korla, Uliassutai. C. argentana var. colossa (B.-H.i. 1.) Altai,
Kuldja Es ist eine sehr grosse, schneeweisse Form. C. lon-
gana Hw. (15608). Orotava, Vannes; von Gafsa in einer asch-
grauen, zeichnungslosen Form. C. gueneana Dup. (1609).
Mogador. C. gueneana var. orientana Alphı. Uralsk, Emba,
Wan, Kasikoparan, Erivan. C. gueneana var. maraschana nov.
Eine Serie von 9 Exemplaren, /?, von Marasch stimmen mit
keiner mir bekannten Form dieser schwierigen Gruppe überein.
Sie sind so gross und noch grösser als virginana, teils ab-
solut zeichnungslos beingelb, teils mit schwach angedeuteten
gelben Binden, die ungefähr (aber nicht gleich) so verlaufen
wie bei orientana; die Saumbinde ıst stets breiter. Die
schwarzen Pünktchen, die bei einigen Stücken die Vfl bespren-
keln, sind ganz anders gestellt als bei orientana und vir-
ginana; besonders wird die Saumbinde basalwärts durch eine
Reihe solcher Pünktchen begrenzt. Ich stehe nicht an, in diesem
Tier eine neue Art zu erkennen, aber verzichte darauf, eine
vollständige Beschreibung zu geben, da ich nach mehrfachem
Versuche die Ueberzeugung gewann, dass eine solche im vor-
liegenden Falle zu umständlich und bei der Fülle der so nahe-
stehenden Formen kaum zur richtigen Bestimmung der Art
nützen kann. Nur eine gute Abbildung wird da helfen, und
ich werde diese später geben. C. virginana Kenn. (1610). Auch
von Amasia 6. sedana Const. (1619). Von Marasch in Mehr-
zahl; Syr Darja, Kasikoparan. Von der Sierra Newada 9 Ex.
die Wlsm. als „nearsedana“ bestimmte. Diese und die näch-
sten Arten sind so variabel, dass man sie in ihren Lokalformen
oft kaum auseinander zu halten vermag. C. conspersana Dgl
(1613). Lambeze, Kasikoparan. C. fragosana Z. (1611). Mardin.
C. wahlbomiana var. derivana Lah. (1622). Von Digne und
u
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 49
der Sierra Nevada; unter vielen anderen Formen auch eine
grosse, weisse Varietät, die der penziana in manchen Stücken
sehr ähnlich ist. C. pasivana Hb. (1627) Sejmonowsk. C.
incertana Tr. (1624). Ak Chehir, Malatia. C. gratana Lah.
(1628 pro parte). Zwei Stücke von Kasikoparan passen der
weissen Farbe und der schmalen, gestreckten Form der Flügel
sehr gut zur Originalbeschreibung. C. alaicana nov. sp. (1628
bis). Neun Exemplare, OF, vom Alaigebirge stelle ich am besten
zu gratana. Exp. 24 mm; Flügel sehr lang und schmal,
der Aussenrand scharf abgeschrägt, der Apex spitz ausgezogen.
Grundfarbe der Vfl lichtgrau, mit vielen bräunlichgrauen Atomen
überstreut; die bräunlichen Binden und Fleckenzeichnung genau
so gestaltet wie bei sedana, alle diese sind schwarz umrandet.
Fransen an der Basis licht, Spitzen bräunlich. Hfl grau, mit
weissen Fransen. Von sedana besonders durch die Flügelform,
vonincertana-gratana durch bedeutenderes Ausmass, dunk-
leres Kolorit und Lage der Querbinden sicher verschieden. Ein
d' meiner Serie ist aberrativ, zeichnungslos, grau. Auch hier
wird eine getreue Abbildung der notwendig mangelhaften Be-
schreibung nachhelfen müssen. C. Iuctuosana Rbl. (1613 bis).
Von Kuldia 3 Jd. C. penziana var. colgquhounana Barr.
(1614). Sejmonowsk. C. penziana var. bellana Curt. Genau so wie
die Abbildung in Kennels Monographie, vom Engadin, Reinerz
in Schlesien und Konia, je ein d’. C. laetana Stgr. (1614 bis).
Unter diesem Namen habe ich in der Sammlung eine sehr schöne
Art aus Castilien, die weder in Rebels Katalog noch in Kennels
Monographie erwähnt wird. Jch glaubte sie daher noch unbe-
schrieben, als ich nach vielen Herumsuchen fand, dass Staudinger
sie in der Berl. Ent. Z. 1870 p. 275 beschrieben hat. C. ca-
nescana Gn. (1616). Digne und Fenestre (sicher nicht cottiana
Cst.) C. vetulana Chr. (1618). Radde. C. obsoletana Kenn.
(1618 bis). Marasch, Kuldja! C. uniformana nov. sp. (1618 ter).
Beiobsoletana, aber kleiner, 17 mm, Flügel schmäler, Innen-
rand derart eingebogen, dass er dem Vorderrand schon bei !/;
parallel verläuft; Innenwinkel recht stumpf abgerundet. Palpen,
Kopf, Fühler, Thorax dunkelgrau. Vfl bleigrau glänzend, mit
vielen bräunlichen Schuppen, die unter der Lupe besehen, eine
Menge paralleler Wellenlinien bilden. Auf diesem Untergrund
eine Anzahl winziger schwarzer Pünktchen, von denen 6 am
inneren Rand der übrigens fehlenden Binde, vor dem Apex stehen.
Einige andere stehen so, dass sie ebenfalls den inneren Rand
der fehlenden Mittelbinde andeuten. Sonst keine Spur irgend
welcher Zeichnung. Hfl samt Fransen grau. Auf der Unter-
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausgegeben vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1916, r
50 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
seite sind die Hfl bedeutend lichter, fast weiss. Ein tadellos
frisches d' von Amasia bildet die Type in meiner Sammlung.
C. pumicana Z. (1628). Cuenca in Menge. 6. abrasana Dup.
(1629). Kuldja.
Oxypteron impar Stgr. (1640). Uralsk, Embafluss. 0. par-
titanum Chretien (1640 bis). Gafsa.
Berichtigung. Die in meiner Sammlung befindlichen Exemplare
der neuen Chretien’schen Arten sind alle Cotypen und nicht blos Para-
typen wie bisher im Text irrtümlich angegeben wurde. Vergl. Anhang.
B. Conchylidae.
Lozopera francillana F. (1646). Hadjin, Amasia, St. Cruz
(Teneriffa) etc. L. mediterrana Rbl. (1646 bis). Uralsk, Ama-
sia, Beyruth. L. bilbaönsis Rössl. (1647). Cuenca. L. mauri-
tanica Wlsm. (1649). Süd Oran, Mardin! L. tornella \VIsm.
(1650). Corte, (Paratype J' don. Wlsm.), Berge südl. Amasia!
L. deaurana Peyr. (1648) Ile St. Margueritte bei Cannes. L. bea-
tricella Wlsm. (1651). Suffolk (Paratype 2 don. Wlsm). L.
dilucidana Stph. (1655). England, Uralsk! L. flagellana Dup.
(1652). Wien, Rumänien usw. Als Varietät ziehe ich dazu 3
kleine, ausnehmend blasse Stücke von Uralsk, bei denen die
roten Binden recht schmal und rudimentär sind, wie sie H. S.
p- 182 beschreibt. Von Marasch und Hadjin liegen mir ander-
seits 4 grosse gesättigt citronengelbe und scharf gezeichnete
Exemplare vor, die alle Charaktere der flagellana aufweisen.
Die Genitalien konnten nicht untersucht werden. L. unicolor
Backer, (1653). Lambeze.
Conchylis (Phalonia) sanguinana Tr. (1758. Ak Chehir.
C. rutilana Hb. (1740). Corsica (Mte. d’Oro). C. rutılana var. rori-
dana Mn. (1741). Barcelonette. C. alibpalpana Z. (1751). Uralsk.
C. badiana Hb. (1749). Sejmonowsk. C. enicana Dbl. (1750).
Radde, Kasakewitsch in Mehrzahl. C. deutschiana Zett. (1752\.
Alaigebirge, in grosser Zahl; unter vielen gewöhnlichen Stücken,
auch eine Reihe so matt gefärbter Stücke wie richteriana.
C. deutschiana var. murciana nov. Bedeutend kleiner, Flügel
kürzer und breiter, auch dunkler gefärbt, intensiv rotbraun ge-
zeichnet. Hfl schwarz, mit lichten Fransen. 3 0'0’ 1% von
Cuenca bilden die Typen in meiner Sammlung. C. richteriana F.
(1765). Eine sehr blasse Form, in Mehrzahl von Lambeze.
C. woliniana Schleich. (1720). Uralsk, Kasikoparan, Alaigebirge.
C. woliniana var. lorana Fuchs. Uralsk. C. dolosana Kenn.
(1760 bis). Beyruth. C. moribundana Stgr. (1759). Insel
St. Lucie, Malaga, Chiclana, Cuenca, Tenied-el-Haad, Marasch.
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 51
Von dieser unterscheidet sich unwesentlich, oder ist mit ihr
synonym eine intensiver gelb gefärbte Varietät: respirantana
Stgr. (1688). Malaga, Granada, Alfacar, Nevada. C. smeat-
manniana F. (1760). Uralsk, Ak Chehir, Marasch; Rumänien,
einige Stücke mit vollständig weisser Grundfarbe; Alaigebirge,
sehr blasse Rasse. GC. d’acrisiana Rbl. (1760 ter). Uralsk in
Mehrzahl. C. ceiliella Hb. (1781). Uralsk, Amasia, Hadjin. C.
contractana Z. (1791). Urasik, Erivan, Beyruth, Jerusalem,
Kuldja. C. undulatana Kenn. (1778). Kasikoparan. C. epili-
nana Z. (1779). Uralsk, Ak Chehir, Amasia, Beyruth. C. sa-
bulicola Wism. (1779 bis). Mentone, Monte Carlo. C. ostrinana
Gn. (1785). Uralsk. C. roseana Hw. (1773). Uralsk. C.
roseofasciana Mn. (1774). Ak Chehir, Beyruth. C. aequana
nov. sp. (1774 bis). Etwas grösser als roseofasciana, mit
der sie im Flügelschnitt und dem gelben und purpurroten Ko-
lorit sonst übereinstimmt, hat diese sicher neue Art, wie jene,
am basalen Teil der Kosta einen roten Längsstrich. Aber die
Saum- und Mittelbinde verlaufen anders und sind anders ge-
formt. Erstere füllt den ganzen Saum bis jenseits des Innen-
winkels und lässt keinen gelben Rand zwischen ihr und den
gelben Fransen frei. Die in ihrer ganzen Länge gleichbreite
Mittelbinde zieht dem Aussenrande parallel in schwachem Bogen
zu !/, Innenrand, wo sie sich nicht wie bei roseofasciana
und purpuratana zur doppelten Breite erweitert; sie wird
auch nicht durch seidenglänzende Linien beiderseits begrenzt;
Hfl braun. Auch auf der Unterseite streichen Mittel- und
Saumbinde durchaus parallel und fliessen nicht ineinander wie
bei roseofasciana. Es liegt mir leider nur ein einziges,
aber frisches $, aus den Bergen südlich von Amasia vor.
C. cremonana Rag. (1731). Beyruth, Amasia. C. zephyrana
Tr. und var. loriculana Luc. (1732). Ak Chehir. C. zephyrana
var. margarotana Dup. Sierra Alfacar, Nevada, Murcia, Amasia,
Rumänien. C. zephyrana var. marmoratana Kenn. Cannes.
C. zephyrana var. scabidulana Ld. Uralsk, Ak Chehier, Murcia,
Athen, Jerusalem. C. zephyrana var. williana Brahm. — dubri-
sana Curt. Uralsk. C. gracillimana Rbl. (1732 bis). Die Typen
und Paratypen von Cuenca; ist synonym zu Euxanthis im-
becillana Kenn. Olindiodes tragonana Ühretien, deren
Cotypen und Paratypen gleichfalls bei mir sind! GC. nana Hw.
(1671). Chabarowka. C. suppositana Kenn. (1671 bis). Radde,
Chabarowka. Ist synonym von cunabulana WlIsm. deren
Paratype, von Radde, ich besitze. (Don. Wlsm.) C. pallidana
Z. (1662). Von Cuenca in einer schönen Varietät. Flügelgrund
52 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
weiss, Bewölkungen schwarz; Hfl dunkel. C. curvistrigana Wilk.
(1672). Uralsk, Krasnojarsk. C sanguisorbana HS. (1705).
Sejmonowsk. C. dubitana var. clarana nov. (1658). Palpen,
Kopf, Schulterdecken milchweiss; Kostalflecken an der Basis und
in der Mitte sehr klein, der Dorsalfleck reduziert, die Randbinde
schmal und vor den Fransen stark aufgelichtet. 3 Jg‘ von Ka-
sakewitsch in meiner Sammlung. C..posterana Z. (1661). Ur-
alsk, Ak Chehir, Hadjin, Erivan, Kuldja usw. C. hybridella
Hb. (1660). Uralsk, Amasia, Hadjin. C. rufosignana Kenn.
(1670). Cuenca. C. morosana Kenn. (1665). Alaigebirge in
grosser Zahl. C. rupicola Curt. ? var. (1674). 1 aberratives
d‘, von Ordrup, in coll. Hedemann, hat russschwarze Vfl, die
Binden kaum lichter; Hfl russschwarz. Der bei rupicola sonst
gelbe Dorsalfleck ist schwarz ausgefüllt. C. carpophilana Stgr.
(1666). Huelva. C. manniana F. — notulana Z. (1680—1681]).
Rumänien, Ak Chehir, Beyruth. C. rubriecana Peyerh. (1676).
Monte Carlo. GC. infantana Kenn. (1787.) Malaga, Lambeze;
ein fragliches Stück von Kasikoparan. C. minimana nov. sp.
(1681 bis). Denkt man sich eine winzig kleine, sehr lichte
Hysterosia inopiana var. pallidana, mit einem grossen,
schwarzen Längsstrich unterhalb der Zelle, so kann man sich
eine ziemlich genaue Vorstellung des äusseren Aussehens dieser
neuen Art machen; sie ist eine echte Phalonia, da ein Kostal-
umschlag an den Vfln des od” fehlt, und ich stelle sie mit dy-
sodana am besten in die manniana-walsinghama Grup-
pe. Expansion 1l mm. Kolorit aller Körperteile sehr licht
lehmgelb; Vfl seidenglänzend. Längs der Kosta von der Basis
bis ı/, blass bräunlich gelb; von !/, bis Apex 3 Häkchen. FLängs
des Dorsums eine Reihe winziger schwarzer Strichelchen; meh-
rere solcher Pünktchen am Distalrand und ein anderes an der
Stelle der Makel. Kaum dunkler als der Flügelrand zieht von
ı/; Kosta eine licht bräunlich lehmgelbe Querbinde schräg ein-
wärts bis !/, Dorsum. Gerade in der Flügelmitte, unterhalb der
Zelle, an der Querbinde distalwärts anliegend, ein relativ
grosser schwarzer Fleck, dessen Form unregelmässig zu sein
scheint, da er bei 1 J' quadratisch, bei den andern 3 0’? länglich
gestaltet ist. 4 frische Ü von Kasakewitsch bilden die Typen
in meiner Sammlung. C. dysodona WIsm. (Car.) nov. sp. (1681 ter).
Lord Walsigham wollte nach 2 d'cC' aus meiner Sammlung diese
schöne, neue Art unter obigem Namen beschreiben; ich glaube
aber, dass er durch die Ereignisse bisher daran verhindert wurde.
Ich gebe daher hier eine kurze Beschreibung: Expansion 9 —12
mm. Flügel schmal und spitz. Basalfeld hell lehmgelb, dann
|
i
}
|
|
4 ee a
v. Caradja.-Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 53
folgt distalwärts eine dunklere lehmgelbe Binde, die von 1/, Kosta
im Bogen bis ’/; Dorsum verläuft. Dahinter ist die Flügelfläche
braun, nach dem Aussenrand zu dunkler werdend und mit blei-
glänzenden, bläulichen Flecken und Binden durchsetzt. Der ganze
Flügel ist stark atlasglänzend. Fransen dunkelbraun. Hfl an
der Basis weiss, Apex und Aussenrand bräunlich, Fransen weiss.
Kopf, Palpen gelb; Fühler bräunlich. Das jedenfalls noch un-
beschriebene $ gleicht dem J‘, nur sind die Hfl dunkler und
bis zur Wurzel bräunlich. Mehrere cd’ und 2 22 von Radde
bilden die Typen in meiner Sammlung. C. walsinghamana
Banks. (1681 quat).. Sejmouowsk, in Mehrzahl! Radde,
Kasakewitsch. Ein ‘ durchaus russschwarzes 9, mit dem
Fundzettel „Ordrup 19. VI. 1897“ (coll. Hedemann) ziehe
ich mit Bestimmtheit hierzu. C. reversana Stgr. (1762). Nur
aus Südspanien. C. versana Wlsm. — reversana Seebold.
(1762 bis). Bilbao, Dax, Plouharnel. GC. conversana WlIsm.
(1762 ter). Teneriffa. C. conjunetana Mn. (1697). Dobrudja. C. di-
poltella Hb. (1728). Erivan, Uralsk. C. dipoltella var. biviana Dup.
Uralsk. GC. austriana Chretien. Die Cotypen von St. Ildefonso.
C. austriana var. florana Chretien. Die Cotypen von Digne. Ich halte
eine Zugehörigkeit letzterer zu dipoltella für ausgeschlossen.
C. perfidana Kenn. (1728 bis). Cuenca usw. 6. helvolana
Kenn. (1689.) Ak Chehir, Konia. 6. ochrobasana Chretien
(1689 bis). Gafsa. Die Cotypen. GC. ochrolana Chretien (1689
ter). Gafsa. Cotypen. C. rectangulana Chretien (1689 quater).
Gafsa. Cotypen. 6. acutana Kenn. (1693 bis). Die Type von
Erivan gab ich an Lord Walsingham. Aber aus den Bergen
südlich von Amasia erhielt ich ein weiteres 0’, das sonst ganz
frisch, leider am Innenrand der Vfl etwas abgerieben ist und
gerade die für acutana so charakteristischen zwei Dorsalfleck-
chen nicht mehr deutlich erkennen lässt. Schon der dunklen
Hfl wegen kann es keine andere Art sein. GC. despectana Kenn.
(1694). Alaigebirge. C. clathrana Stgr. var. obscurana nov.
(1695). Vom Alaigebirge liegen mir 11 cd 4 22 vor, die einer
auffallenden verdunkelten Lokalform angehören. Die oliven-
grünen Wellenlinien verdichten sich so stark, dass bei mehreren
Exemplaren die helle Grundfarbe nicht mehr durchblinkt.
Auch die Hfl sind nicht weiss, sondern dunkelgrau. Fransen
gelblich. GC. simoniana Stgr. (1686). Chiclana. C. defessana
Mn. (1704). Ak Chehir. C. farinosana HS. (1709). Uralsk,
Embafluss. C. exasperatana Chr. (1711). Uralsk. C. proce-
rana Ld. (1705). Ak Chehir. C. amoenäna Kenn. (1776).
Usgent, Kuldja 4 JS. C. amoenana var. alailana nov. Meine
54 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
4 Sf vom Alaigebirge gehören einer kleineren Hochgebirgs-
rasse an; alle sonst violett rosenroten Querbindenzeichnungen
und die gelbe Grundfarbe der Vfl sind bei diesen 4 Jo’ mit
einem tief olivgrünen Farbenton überdeckt; auch die Hfl sind
dunkel bräunlichgrau. Kopf, Palpen, Fühler gelb wie bei der
Stammform.
Phtheochroa schreibersiana Frl. (1838). Cuenca. P. ru-
gosana Hb. (1829). Murcia. P. syrtana Rag. (1831). Biskra,
Gafsa, Jerusalem.
Chliodonia hartmanniana Cl. (1744). Nay (Por. occ.), Ak
Chehir, Kasikoparan, Berge südl. Amasia, Hadjin, Sejmonowsk.
C. excellentana Chr. (1747). Radde, Tjutjuje. C. jaculana
Snell. (1715).
Euxanthis (Pharmac's Hb., WIsm.) romanovi Kenn. (1795 bis).
Aksu, Kuldja. E.dives Btl. (1793). Radde, Kasakewitsch. E.me-
taphaeella WIk var. simpliciana Kenn. (1793 bis). Radde. E. latho-
niana Hb. (1799). Uralsk, Erivan. E. magnificana Rbl. (1796 bis).
Die Typen von Kuldja; ich habe dieselbe Art auch von Uralsk
und Digne in bedeutend kleineren Stücken. E. diana Kenn.
(1806). Konia, Kasikoparan, Jerusalem, Marasch, klein. E. sub-
straminea Rag. (1815). Amasıa, Konia, Ak Chehir, Erivan,
Kasikoparan; aber auch von Cuenca und Sierra Nevada sichere
Stücke. E. stram!nea Hw. (18!1). Lambeze Uralsk. E. lenti-
ginosana Kenn. (1815 bis). Jerusalem, Leukoran, Sierra Nevada,
je ein Stück. E. nomadana Ersch. (1820). Erivan, Kasiko-
paran, Ak Chehir. E. blandana Ev. (1325). Uralsk. E. mon-
golicana Rag. (1824). Kuldja. E. nodulana Möschl. (1823).
Marasch, Kasikoparan, Uralsk. E. eburneana Kenn. (1823 bis).
Wan. E. meridiana Stgr (1819). In Uebergangsformen zur
nächsten, von Uralsk, Indersky-Steppe, usw. E meridiana var.
claviculana Mn. Konia. E. argentomixtana Stgr. (1526). Uralsk,
Indersky-Steppe. E. perfusana Gn. (1690). La Grave E.
pallorana Ld. (1813). Kasikoparan, Marasch usw. E. hamana L.
(1800). Kuldja; var. mit licht zitrongelben Vfln von Uralsk;
eine Uebergangsform zu defectana von Sejmonowsk, Amasia,
Konia, Ak Chehir. E. defectana Ld. (1801). Meine einzigen
zwei sicheren Stücke sind von Konia. E. zoegana L. (1802).
Uralsk. E. zoegana var. ferrugana Hw. Merton-Hall. E. ful-
vana F. (1803). Amasia usw. E. vuineratana Zett. (1743).
Radde, Abiskojokk. E. vulneratana var. exsulana Ld. (exclusana).
Altai. E. palpana Rag. (1730). Von Hadjin normal; von Ak
Chehir eine lichte, zitronengelbe Var., mit wenig roter Zeichnung
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortrieiden. 55
——.
(Kenn. Mon. Taf. XIV, Fig. 30). E. ochromixtana Kenn.
(1805 bis). Die Type von Konia. Kenn. Mon. Taf. XIV, Fig. 31.
E. multifasciana Kenn. (1734). Alaigebirge, in Anzahl. E.
angustana Hb. (1827). Sejmonowsk, Jerusalem. E. patriciana
Wism. (1827 bis). Die Typen und Paratypen von Radde, 4 dd’
2 22. E. discopunctana Ev. (1699. Uralsk, Embafluss. E.
pyramidana Stgr. (1767). Von Uralsk in grosser Zahl; Emba-
fluss. E. perturbatana Kenn. (1767 bis). Von Uralsk eine Serie
scharf markierter Stücke und 2 mit verschwommener Zeichnung.
Von Kuldja ein blasses Exemplar. E. hilarana var. dilutana nov.
(1712). 10 Ex. von Ak Chehir gehören einer auffallend lichten
Lokalrasse an. Vfl bleich lehmgelb, mit dunklen Fransen; Hfl
und Fransen gelblich weiss Das in Kenn. Mon. Taf. XV, Fig. 4
abgebildete Stück ist viel zu dunkel ausgefallen. 5 "d' 5 92
bilden die Typen. E. hilarana var. albidana nov. Von Uralsk
liegen mir 8 Stücke einer anderen, nicht minder auffallenden
Lokalform vor, deren Vfl weiss, mit 2 gelbbraunen Querbinden,
Hfl hellgrau sind, mit weissen Fransen. Kopf und Palpen weiss.
E. coenosana Mn. (1722). Von Uralsk in Menge, schön vari-
ierend. E. fucantana Snell. (1727). Usgent, Karagaitan. E.
aureopunctana Rag. (1807). Amasia.
Hysterosia duponcheliana var. gloriosana HS. (1832). Von
Ak Chehir in einer etwas variirenden Form. (Kenn. Mon. Taf.
XV, fig. 32.) H. pristrinana Ersch. (1837). Kuku noor. H.
purgatana Tr. und var. porculana Mn. (1737). Ak Chehir.
H. inopiana Hw. (1839). Sejmonowsk, Uralsk, Krasnojarsk,
Radde, Kasakewitsch. H. inopiana var. pallidana Stgr. (i.1.?)
Zeichnungslose, licht strohgelbe Form, sowie die ganz dunkle H.
inopiana var. obscurana Kenn. vun Radde, Kasakewitsch.
Corposina scirrhosella HS. (1840). Amasia. C. viduana
Wlsm. (Car.) (1840 bis). Da ich nicht weiss, ob Lord
Walsingham die Beschreibung dieser neuen Art veröffent-
lichte, so gebe ich folgende kurze Diagnose nach dem ein-
zigen z. Z. bekannten $, von Radde. Grösser als scirrho-
sella, 21 mm Exp. Palpen, Kopf, Thorax schwarzbraun. Vfl
an der Wurzel schwarz, die Kosta und die ganze äussere Hälfte
der Flügelfläche schwarzbraun mit bläulichem Schein, in der die
tiefschwarze Makel deutlich sichtbar ist; gerade darüber je ein
kleiner, sichelförmiger lichter Strich und Punkt. Zwischen der
schwarzen Basis und dem dunklen Aussenfeld eine breite milch-
weisse Fläche, die distalwärts scharf begrenzt ist und sehr schräg
von !/; Vorderrand zu 2/; Innenrand verläuft mit einer Ein-
buchtung an der Medianen. Hfl recht dunkel rauchgrau, mit
56 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
gelber Randlinie vor den dunklen Fransen. Unterseite einfärbig
rauchgrau. Die Type, 2, in meiner Sammlung.
C. Epibleminae.
Evetria duplana Hb. (1844). Kasakewitsch, einförmig graue
Form. E. buoliana Schiff. (1851). Sejmonowsk, sehr blass, fast
thurificana. E.buoliana var. thurificana Ld. Cuenca, Jordantal
usw. E. tessulatana Stgr. (1852). Ajaccio, Jerusalem. Argyroploce
vieinana Rag. (1858). Radde, in Mehrzahl. A. inornata Wlsm.
(=? crassiveniana Kenn.) (1858 bis). Radde. A. acharis Btl.
(1946). Chabarowska. A capreana Hb. (1864). Radde. A.
betulaetana Hw. (1866). A. lutosana Kenn. (1866 bis). Emba-
fluss. A. sororculana Zett. (1867). Abiskojokk, Sejmonowsk,
Radde, Kasakewitsch. A. septentrionana Curt. (1869). var. aut.
sp. nov.? Der Originalbeschreibung nach, ein dieser Art ähn-
liches, sehr dunkles Tier vom Alaigebirge.. 2 od, 19. A.
lemniscatana Kenn. (1871 bis). Abiskojokk. A. sauciena Hb.
(1871). Sejmonowsk. A. perspicuana Kenn. (1872 bis). Radde.
A. variegana Hb. (1872). Lenkoran. Von Hadjin ein aberrie-
rendes 2, das ich zu dieser Art ziehe; Basalfeld sehr viel dunk-
ler, schwarz, stahlblau glänzend; graue und bläuliche Wolken
bedecken das Saumfeld derart, dass von der weissen Grundfarbe
nur wenig übrig bleibt; Kostalhäkchen grösser als bei der Stamm-
form. Hfl und Fransen russschwarz. Unterseite rauchbraun.
A.pruniana Hb. (1873). Hadjin. A. pruniana var. pruneticolana Z.
Ajaccio, Lenkoran, Ak Chehir. A. ochroleucana Hb. (1874).
Amasia, Kasikoparan, Radde. A. atropu etana Zett. (1875),
Radde, Kasakewitsch. A. sororiana HS. (1876). Ak Chehir.
A. oblongana Hw. (1877). Ak Chehir, Radde; ein winziges 9
von Lambeze. A. oblongana var. adelana Rbl Die Type, JS,
von Branzoll (coll. Hedemann), sowie 1 d 1 2 vom Alaigebirge.
Das 2 gleicht völlig dem f. A. roseomaculana HS. (1379).
Sejmonowsk, Radde. A. dimidiana Cl. (nec Sodof), — schrebe-
riana L. (1856). Radde. A. nigricostana Hw. (1887). Sejmo-
nowsk, Alaigebirge. A. nigricostana var. remyana HS.? 4 0
von Radde, mit extrem breitem Dorsalfleck, der längs des Innen-
randes fast bis zur Flügelbasis reicht, ziehe ich nur fraglich
hierzu; vielleicht eigene Art. A. siderana Tr. (1904). Von Ka-
sakewitsch in mehreren dunklen Stücken; Hfl mit weissen Fran-
sen. A. lapideana HS. (1891). Hadjin. A. lapideana var. bar-
tellana nov. Von Sejmonowsk sandte mir f Herr Max Bartel
2 SS 1 2 einer ganz dunklen neuen Form. Von einer gelb-
lichen Beimischung ist auf den Vfl überhaupt keine Spur mehr
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 57
sichtbar und die kaum merklich lichtere Querbinde ist dunkelgrau
aufschwarzbraunem Grund. Unterseite einförmig schokoladenbraun.
A. micana Hb. (1916). Von Sejmonowsk eine Serie, von der
Stammform abweichender Stücke, beiderlei Geschlechts. Sie sind
grösser, entschieden breitflügeliger; Vfl eher dunkelgrau (nicht
braun), die hellen Querbinden weiss. Hfl stark dunkelgrau.
A. schulziana ab. fuscociliana Strand (1912). Von Abiskojokk,
sehr gross; von Radde kleiner, aber ebenso dunkel. A, rivulana
Hb. (1918). Sejmonowsk. A. rivulana var. stangeana Teich.
Radde und Chabarowka, sehr clıarakteristische Stücke. A. deli-
tana Stgr. (1920). Petrowsk; nach den mir vorliegenden 4 Zd’
in Färbung und Intensität der Zeichnung recht veränderlich.
A. plumbiferana WIsm. (1920 bis). Die Type von Erivan. A.
lacunana var. cacuminana Kenn. Radde, Kasakewitsch. A. la-
cunana var. herbana Gn. Von Hadjin, eine kleine Serie. Von
Uralsk liegt mir ein kleines, intensiv rötlich ockergelbes vor,
bei welchem die gewöhnlich dunklen Querbinden bis auf ver-
einzelte rotbraune Fleckchen reduziert sind. Hfl licht rötlich-
braun, wie auch die Unterseite. A. expeditana Snell. (1923).
Radde. A. lucivagana Z. (1925). Sejmonowsk. A. lucivagana
gen. aest. remissana Fuchs. In einer grösseren, lichtgrauen
Form, von Cuenca mehrere Ex. A. cespitana var. flavipalpana
HS. (1927). Sejmonowsk, Vizzavona, Radde. A. dolosana
Kenn. (1927 bis). Zwei Stücke von Chabarowka stimmen ge-
nau mit der Originalbeschreibung überein. A. bifasciana var.
silphana Mill. (1929). Diese bedeutend grössere, auch lichtere
Form aus Südwest-Frankreich, ist durchaus namensberechtigt.
A. bipunctana F. (1933. Abiskojokk, Sejmonowsk, Radde.
Meine Stücke aus Steiermark sind breitflügeliger, grösser und
heller. A. tiedemanniana Z. (1937). Sejmonowsk. A. arbutella L.
(1897). Von Cuenca, in Menge. A. arbutella var. furiosella
Kenn. Monte Carlo, San Remo, Bordighera usw. A. rufana
Sc. (1899), forma arenana Lah. Sierra Nevada, Pyr. occ, (Nay).
A. rufana var. purpurana Hw. Uralsk, sehr schön. A. capre-
olana HS. (1900). Von Konia, grosse, blasse Stücke. A. frau-
dulentana Kenn. (1900 bis). Viele S'?, von Uralsk; auch vom
Embafluss von B.-H. erhalten. A. striana Schiff. (1901). Sej-
monowsk, Pyr. occ. usw. Aus der coll. Hedemann liegen mir 2 2%
von Jaegersburg (12. VII.) vor, die intensiv dunkel rütlichgelb,
fast ziegelrot gefärbt sind. A.striana var. anatoliananov. Meine
einzigen 3 0’d’ von Konia und 1 JS von Ak Chehir sind von
der Stammform gar sehr verschieden. Allgemeine Färbung fast
so licht und rötlich wie bei den lichteren rufana var, pur-
58 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
purana, doch ohne den rosa-violetten Schein. Vfl sehr blass
rötlichgelb, d.i. die sehr dichtgestellten, licht rötlichgelben Quer-
wellen überdecken auf der ganzen Flügelfläche gleichmässig den
gelblichen Grund; sie entspringen alle aus den rötlichen Häkchen
am Vorderrand. Die kostalwärts kaum sichtbare Querbinde ist
in der Flügelmitte, unterhalb der Zelle, durch einen dunkleren
und an den Rändern verschwommenen, rötlichbraunen Fleck
markiert; von da an zieht er sich als ein schwacher Schatten
bis zum Innenwinkel. Distaler Rand wenig verdunkelt; Fransen
rötlich. Hfl bräunlichgrau; Fransen gelblich weiss. Palpen,
Stirn, Schulterdecken rötlichbraun, Unterseite entsprechend röt-
licher und viel blasser als bei striana. A. metallicana Hb.
(1905). Uralsk usw. A. metallicana var. amurensis Stgr. (i 1.?)
Radde, Kasakewitsch. Es ist eine schöne, grosse, olivengrüne,
jedenfalls namensberechtigte Lokalrasse. A. metallicana var.
irriguana HS. Von Sajan und dem Altai sandte mir B.-H. als
var asiatica i. l. ein Tier, das nach den mir vorliegenden
2 dd‘ kaum von irriguana zu trennen ist; es steht dieser
jedenfalls weit näher als der A. irriguana var. nebulosana Zett.
und var. ferrugana Tgstr., die ich in extrem charakteristischen
Stücken von Abisko habe. A. symmathetes WlIsm. (Car.)
(1907 bis). Die Type von Radde; da ich nicht sicher bin, dass
Wlsm. die Beschreibung meines einzigen 2 veröffentlichte,
gebe ich eine kurze, unvollständige Diagnose. Der stibiana
zunächst in Färbung, aber weit verschieden in Anlage und Ver-
lauf der blauen verworrenen Querlinien; an der Kosta fehlen
die gelben Häkchen vollständig; die Flügel sind breiter, kürzer usw.
A. stibiana Gn. (1907). Amasia, Uralsk. A. stibiana var. si-
biriana (B.-H. i. 1.), die ich von Kuldja besitze, ist eine graue
Form, bei der die Grundfarbe nicht gelb, sondern hell oliven-
farben ist. A. palustrana Z. (1910). Lenkoran, Radde. A.
palustrana ab. mendosana Lah. Auch vom Altvater, ganz
typisch, während die mir von Abiskojokk vorliegende Serie einer
kleineren grauen Lokalrasse angehören. A..antiquana Hb. (1945),
sowie die var. meinhardiana Krul., efflorana Krul., erebana
Krul. Von Uralsk und Radde, in Menge. Von diesen Formen
trennte ich in der Sammlung noch eine vierte, durchaus rot-
braune ab, welche den Uebergang bildet zur A. antiquana var.
pallidana B.-H. (i. 1?) 5° 2 2 von Shang-hai; meist kleiner,
hell rötlich gelb oder gelblichgrau, die gewöhnliche Zeichnung
von antiquana reduziert sich auf einen nur wenig dunkleren,
dreieckigen Fleck in der Zelle.
Olethreutes arcuella Cl. (1896). Chabarowka; vier Exem-
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 59
plare von Tirgu Neamtu (Rumänien) haben bedeutend dunklere
Flügel als alle meine zahlreichen Stücke aus dem Faunengebiete.
Polychrosis artemisiana Z. (1951). Acht ältere, anscheinend
gezogene Stücke von Varna, Herkulesbad und Livorno (noch von
J. Mann herrührend) sind bedeutend kleiner als meine zahlreichen
typischen Exemplare, z.B. vom Prater usw. Auch von Chaba-
rowka. P. indusiana Z. (= staticeana Mill.) (1959 —1957).
Monte Carlo, San Remo usw. P. characterana Wlsm. (Car.)
(1951 bis). Die Typen von Radde und Kasakewitsch 1, 2 22.
Auch von dieser auffallenden neuen Art, die Lord Walsingham.
unter obigem Namen (aber als eine Loxoterma) publizieren
wollte, erhielt ich keine Nachricht mehr, so dass ich nicht an-
stehe, das Tier möglichst kurz und präzise hier zu beschreiben.
Zunächst ist es, dem Geäder nach, keine Loxoterma Buschk.,
sondern sicher eine Poıychrosis. Man denke sich eine sehr
grosse artemisiana, bei der Thorax und Basalteil der Vfl mit
lehmgelben Schuppen dicht bedeckt sind; darauf folgt distalwärts
ein lehmgelbes, durch viele parallele braune Wellen verdunkeltes
Querband. Das ganze Saumfeld ist schwarz, in der Mitte nur
wenig durch etwas lichtere Wellenlinien aufgehellt, die aus vier
Paaren gelblicher Kostalhäkchen entspringen; Fransen dunkel.
Hfi und Fransen dunkel schokoladebraun. Kopf, Palpen gelb.
Unterseite einfarbig dunkel und glänzend.
Exartema Meyr. (nec. Clem.) — Loxoterma Busck. lati-
fasciana var. paleana nov. (1965). Allgemeines Kolorit
strohgelb; Basalfeld der Vfl wie bei latifasciana, aber das
äussere Querband hellbraun und durch strohgelbe Wellenlinien
noch bedeutend aufgehellt und nach innen und aussen ohne
scharfen Umriss. Von !/, Aussenrand zieht ein hellbrauner
Schatten nach dem ersten der vier braunen Kostalhäkchen. Die
übrige Flügelfläche, also zwischen Basalfeld und Mittelbinde einer-
seits und von dieser bis zum Apex andererseits hell strohgelb;
eine feine braune Randlinie vor den strohgelben Fransen. Hil
graubraun, Fransen gelb, mit dunkler -Teiluugslinie. Palpen und
Stirn weisslich gelb» Von Radde ein frisches $, in meiner
Sammlung. E. transversana Chr. (1939). Seifun, Radde.
Cymolomia Ld. (Exartema Clem.) semicremana Chr. (1883).
Kasakewitsch.
Lobesia permixtana Hb. (1963). Radde.
Acroclita consequana HS. (1966). Capri, Syrakus usw.
A. consequana ab. littorana Const. Hat in Südwestfrankreich
zwei Generationen. A. consequana var. convallensis Wlsm.
(— littorana Rbl.). Teneriffa; von Orotava liegt mir aus coll,
60 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—
Hedemann 1 0°2 einer stark verdunkelten, grauschwarzen Form
vor. A. lascivana Chr. (1967). Radde. A. exartemana Kenn.
(1967 bis). Chabarowka 2 Exemplare. A. grapholitana nov.
sp. (1967ter). In der Grösse zwischen exartemana und
lascivana; der letzteren in Färbung und Zeichnung ähnlich.
Kopf, Fühler, Schulterdecken und Vfl lebhaft ockergelb; Basal-
feld durch 3 feine braune W ellenlinien durchzogen und distal-
wärts durch eine vierte solche begrenzt; bei !/, eine schmale,
gleichbreite, weisse und seidenglänzende Querbinde, die von der
Kosta bis zum Medianast schräg, dann senkrecht zum Innen-
rand geht; eine sehr feine braune Linie halbiert diese Binde in
ihrer ganzen Länge. Vom Analwinkel bis :/; Aussenrand zieht
senkrecht hinauf ein weisslicher. metallglänzender Fleck, der von
seinem oberen Teile eine sehr schräg verlaufende Spitze nach dem
innersten der 6 Kostalhäkchen aussendet. Ebendort befindet sich
eine gleichgerichtete äusserst feine, aber scharfe dunkle Linie. Die
durch diesen lichten Analfleck einerseits und die Mittelbinde
andererseits begrenzte ockergelbe Fläche ist oben am Vorderrand
schmal, erweitert sich schon an der Medianen fast zur dreifachen
Breite und trifft mit ihrem distalen Rande den Innenrand genau
am Aussenwinkel. Eine feine, schwarze Linie längs des Aussen-
randes; Fransen gelb, an der Wurzel messingglänzend. Hfl und
Fransen graubraun. Die Art ist mit keiner anderen zu ver-
wechseln. 1 tadelloses d‘, von Radde.
Crocidosema plebejana Z. (1968). Hadjin, Biskra, Gafsa usw.
Steganoptycha (Enarmonia) delitana F. (1970). Murcia;
von Chabaraowska ein lichtes ”. $. pauperana Dup. (1971).
Ak Chehir. $. nigromaculana var. ussuriana nov. (1972). 3 0'077
7 22 von Kasakewitsch gehören einer schönen Lokalrasse an.
Die gewöhnlich dunkleren Zeichnungen sind bei ihr hell lehm-
gelb und ganz bedeutend reduziert, nur der Dorsalfleck ist fein
schwarz umrandet. Auch die Hfl sind viel lichter, weisslich-
grau. $. imprimata Wlsm. Lord Walsingham beschrieb diese
sehr auffallende Art nach dem einzigen frischen 2 von Radde,
das ich ihm einsandte und stellte sie fraglich zu Enarmonia
Hb, mit der sie auch in der Bildung der Palpen und im Ver-
laufe der Rippen völlig übereinstimmt; seitdem erhielt ich von
Kasakewitsch zwei weitere frische Stücke 1 $ und 1 cd‘, diese
cd" hat einen stark ausgebildeten Kostalumschlag, (!) weshalb für
die Art die Aufstellung eines neuen Genus unvermeidlich er-
scheint; ich schlage dafür den Gattungsnamen S$inusia vor.
Das mir vorliegende, einzige, tadellos frische d' von Kasake-
witsch gehört spezifisch nun zwar zweifellos zu den beiden
” Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 6]
imprimata ?, aber es sieht so sehr anders aus, dass ich es
unter dem Namen lavata nov. var. zu beschreiben um so
weniger anstehe, als eine Beschreibung so wie so notwendig
wäre, selbst wenn (wie ich nicht glaube) alle d'd° ebenso aus-
sehen, und die Geschlechter wirklich so stark dimorph sein sollten !
Das Tier ist vollständig perlgrau oder staubgrau (heller als
z.B. ramella), mit Seidenglanz. Von !/, Kosta bis zum Apex
8 winzige hellgraue Häckchen; am Apex und längs des Aussen-
randes ein hellgrauer Schatten. Bei !/;, Innenrand ein kleiner
schwarzer Hakenstrich und darüber in der Falte ein etwas
grösserer, unregelmässiger Fleck. Das ist alles, was beim J’ von
der tiefschwarzen Binde und dem dunkelgrauen Saumfeld (des $,
übrig bleibt. Die Fransen und alle Körperteile sind von der-
selben, hellen, perlgrauen Farbe. Hfl gegen die Spitze zu leicht
gebräunt. Unterseite etwas dunkler, aber bei weitem nicht dun-
kel schokoladenbraun, wie bei imprimata 2. Expansion 21
mm. $, ramella L (1974). Radde. $. pauperculana Stgr.
(1976). Cuenca. S. diniana Gn. (1977). Kasakewitsch. $. dini-
ana var. desertana (B.-H.i.1.) ist eine sehr grosse, melanistische
Form mit dunklen, bläulich schiefergrauen Vfin.. 2 cd’ von
Ost-Tannuola, Uliassutai. $ subcorticana Snell. (1979). Radde,
Kasakewitsch, Troitzkossawsk. $. rasdolnyana Chr. (1981).
Kasakewitsch. $. nanana Tr. (1984). und ustomaculana Curt.
(1985). Beide von Sejmonowsk. $, ericetana HS. (1990).
Chabarowka. $. quadrana var. abiskoana nov. (1997). Der
d' stets grösser und bedeutend dunkler braungrau (Vfl etwa wie
bei einem dunklen Notocelia junctana ?!); das 2 lichter
als gewöhnliche Exemplare aus Deutschland. Eine schöne Serie
von Abiskojokk. $. resupinatana Kenn. (1997 bis). Von Ak
Chehir; vom Autor selbst bestimmt! S$. gimmerthaliana /.
(2002). Abiskojokk. $. minutana Hb. (2007). Von Nay
(Westpyrenäen), eine melanistische Form. $. minutana var
albifasciana nov. Vfl ganz bedeutend heller, rötlich gelb, ohne
braune oder schwarze Beimischung und mit einer breiten, weissen
Querbinde. Hfl gleichfalls viel heller als gewöhnliche Stücke.
1 2% von Uralsk und 1 2 von Erivan bilden die Typen in
meiner Sammlung.
Gypsonoma incarnana Hw. (2010). Hadjin. @, incarnana
var. majorana nov. (?). Grösser und breitflügeliger als incar-
nana; der Analfleck etwas breiter, der gegenüberstehende Kostal-
fleck bis zum Apex und dem Aussenrand sich erstreckend, wo-
durch die 5 Paare Kostalhäkchen sich scharf abheben. Lord
Wlsm., dem ich 2 Exp. zusandte, trennte sie von incarnana,
62 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
doch ist sie kaum spezifisch verschieden. 5 dd 1 2 von
Radde.
Pelatea klugiana Frr. (2014). Radde.
Rhyacionia hastana Hb. (2016). Uralsk, Kuldja.
Bactra lanceolana Hb (2017). Von Erivan dunkel schiefer-
grau; von Uralsk ein breitflügeliges 2 mit weisser, tiefschwarz
umrandeter Makel und weissem Saum. Von Gafsa und Biskra
neben gewöhnlichen, auch lehmgelbe Stücke, welche den Ueber-
gang zu egenana bilden. B. lanceolana var. lacteana nov.
Von Radde eine lange Serie einer eigentümlichen Lokalrasse,
die 24 0’ unterscheiden sich durchgängig so sehr von allen
meinen übrigen lanceolana, dass ich nicht anstehe, sie von
der Stammform zu trennen. Im Durchschnitt kleiner, Apex
weniger spitz ausgezogen; Palpen, Kopf, Thorax und Vfl milch-
weiss; letztere ganz unregelmässig mit schwarzen Pünktchen
und Strichelchen besprenkelt; längs der Kosta etwas verdunkelt
durch schwarze Häkchen und Ansätze zu Wellenlinien, die an
dem Spiegel herumziehen. Hfl ganz licht. B. simp!iciana
Chretien (2017 bis). Gafsa, die Cotypen. B. venosana Z.
(2019). Ein helles 2 von Beyruth. B. robustana Chr. (2018:.
Uralsk, Iudersky, Embafluss B. furfurana Hw. (2020). Uralsk,
Emba, Konia, Ak Chehier, Radde, Kasakewitsch, äusserst ver-
änderlich. Aber von allen meinen furfurana weichen meine
24 /%2 von Sejmonowsk durch viel blassere Grundfarbe und be-
deutend reduziertere Zeichnung ab.
Epibac!ra sareptana HS. (2021). Uralsk in Menge.
Semasia (Thiodia Hb.) hypericana Hb. (2022) und gle-
bana Snell. (2024). Chabarowka. $, teliferana (2025). Radde.
$. kenteana Stgr. (2026). Urga, Changhai. $. anserana Hein.
(2028). Uralsk, Indersky. $. ephedrana Chr. (2030). Jeru-
salem. S$. hinnebergiana Fuchs. (2031 bis). Von Uralsk
sichere Stücke. $. mirana nov. spec. (2034 bis). Wegen
des olivengrünen Kolorits und der lichtbläulich blinkenden
Linien im Saumfeld mit keiner anderen Art zu verwechseln.
1 tadelloses frisches 0" von Radde. Expansion 17 mm. Apex
weniger spitz als citrana, der sie sonst wohl am nächsten
steht. Untergrund der Vfl weiss; darauf olivengrüne, im Licht
goldschimmernde, verworrene Zeichnungen. Von der durch
schwarze Atome etwas verdunkelten Flügelbasis zieht unterhalb
der Subkostalen ein olivengrauer Streifen distalwärts; der ganze
Innenrand ist olivengrün, die Stelle des Dorsalfleckes ein wenig
aufgehellt. Von !/, Kosta zum Innenwinkel ein olivengrüner
(Juerstreifen; in dem so abgegrenzten Saumfeld zieht ein zweiter
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 63
Streifen um den Spiegel herum, und von den Kostalhäkchen
entspringen noch mehrere olivengrüne Linien die zum Aussen-
rand ziehen. Alle diese Querbinden und Linien sind durch bläu-
lich blinkende feine Linien getrennt, die bei gewissem Lichte stark
glänzen; auch beiderseits des Spiegels blinken solche blaue
Striche. Im Spiegel einige schwarze Atome. Vom Apex zum
Innenrand, vor den olivengrünen Fransen, eine schwarze Rand-
linie; dieser Saum ist die dunkelste Partie des Vfls. Schulter-
decken olivengrün. Hfl grau, mit weissen Fransen. Palpen, Kopf,
Stirn und Beine weiss. $. citrana Hb. (2035). Cuenca, Uralsk,
Amasia, Hadjin, Erivan usw. $. (Botropteryx Kenn. homotype).
sulphurana Chr. (2036); caradjana Kenn. (2036 bis); und
anatoliana Kenn. (2037 ter). Alle drei von Erivan. Professor
Kennel begründet für diese drei Arten, wovon zwei Unica in
meiner Sammlung sind, das Genus Botropteryx (= Grübchen- |
flügler); m. E. fällt es mit Thiodia Hb. zusammen, da ich
auch bei den übrigen Arten dieser Gattung ein Grübchen auf
den Vfl vorfand, das ein eigentümlich mehliges Pulver enthält.
$. conturbatana Kenn (2037 puat.) Die Type von Konia. Diese
Art ist meiner Ueberzeugung nach synonym mit Thiodia in-
fessana \Vlsm. (Oct. 1900). $. placidana Stgr. 2038, Uralsk,
in Menge, Embafluss. $. arabescana Ev. (2040). Von Uralsk,
Indersky, in grosser Menge. Vom 12. Mai bis 22. Juni und
wieder vom 7. August bis 13. September. In der Grösse ausser-
ordentlich variabel. S. labyrinthicana Chr. (2041). Uralsk
27. Aug. bis 6. September. Korla (B.-H.) $. aristidana Rbl.
(2041 bis). Alaigebirge. $. pupillana Cl. (2042). Sierra Ne-
vada, Vernet les bains, Seimonowsk, Uralsk. $. metzneriana
Tr. (2043. Uralsk, Radde, Chabarowka usw. $. paetulana
Kenn. (2044 bis). Uralsk, ein fragliches kleines 2. $. tundrana
Kenn. (2044 bis. Kuldja, Radde, Kasakewitsch. $. wimmerana
Tr. var. (2044). Von Uralsk mehrere mit weissen Hfln und
schmalem, grauen Rand am Apex. $. tetraplana Möschl. (2045).
Uralsk, Kasikoparan. $. Iucinana Kenn.? (2346 bis). Vom Emba-
fluss sandte mir B.-H. diese neue Art zu. S$. strigulatana Kenn.
(2046 ter). Tenied-el-Haad 3 2%, die mit der Originalbschreibung
gut übereinstimmen. $. seriana Kenn. (2046 quat). Ein J von
Amasia gehört dieser, mir bisher unbekannt gebliebenen Art an,
oder es ist sp. nov. $. verecundana nov. sp. (2048 bis). Diese
echte Semasia ohne Kostalumschlag der Vfl gehört in die
Gruppe, bei welcher Rippen 3 und 4 der Hfl nicht zusammen-
fallen. Die Palpenform genau wie bei conterminana oder
noch besser wie bei tarandana, nächst welcher Art ich sie
64 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
einsweilen einreihen möchte. Expansion 24 mm. Palpen, Fühler,
Kopf, Schulterdecken matt oder schmutzig weisslich gelb. Die
Vfl haben unter der Lupe besehen die gleiche helle Grundfarbe,
sind aber mit winzigen, unregelmässig ausgestreuten, rötlich
lehmgelben Fleckchen derart überschüttet, dass mit dem blossen
Auge besehen, sie matt rötlich lehmgelb und zeichnungslos er-
scheinen. In der Saumhälfte stehen an der Kosta drei stımpfe
lichtumıandete Hakenflecke, genau so geformt und gestellt wie
bei tarandana; ein vierter solcher Fleck befindet sich am
Apex selbst. Von einem Spiegel ist keine Spur vorhanden.
Fransen lehmgelb. Hfl viel lichter und bräunlich grau, mit
blassen Fransen. Unterseite hell braungrau. $. aspidiscana
Hb. (2049). Sejmonowsk, Alaigebirge, Kasakewitsch. $. con-
terminana HS. (2051). Uralsk, Kasikoparan, Kasakewitsch. Von
Radde erhielt ich zwei verschiedene dunkle Formen, die ich nur
mit Vorbehalt zuconterminana stelle.
Notocelia uddmanniana L. (2055‘. Alaigebirge. N. udd-
manniana var. orientana Stgr. (i. 1.?) Eine weisslich gelbe, meist
grössere Form vnn Diarbekir, Lenkoran usw. Lehmgelbe Stücke
von Hadjin bilden den Uebergang. N. junetana HS. (2056).
Uralsk; von Radde und Kasakewitsch eine Serie recht kleiner
Stücke. N. eireumfluxana Chr. (2058). Radde. N. rosaeco-
lana Dbld. (2061). Radde, Kasakewitsch. N. roborana Tr.
(2062). Sejmonowsk. N. incarnatana Hb. (2063). Kuldja, Radde,
Kasakewitsch.
Epiblema (Eucosma) grandaevana Z. (2067). Uralsk.
E. fessana \In. (2068). Berge südlich von Amasia. E. grise-
olana Z. (2070). Kasikoparan; das Stück wurde von WlIsm.
bestimmt. E.medullana Stgr. (2071). Berge südlich von Ama-
sia, Marasch, Hadjin. 22. Mai. E. hübneriana Z. (2073). Sej-
monowsk in Anzahl. E, infidana var. umbraculana Ev. (2074).
Uralsk in Mehrzahl. E. bleuseana Obth. (2076). Auch von
Gafsa, Djebel Touggour usw. E. bleuseana var. nubilana nov.
Unter einer grossen Zahl bleuseana von Lambeze befanden
sich auch 1 d‘, 1 2 einer sehr grossen, zeichnungslosen, einfär-
big dunkel graubraunen Form, die sehr wohl eine davon ver-
schiedene Art sein könnte.
Semasia albidulana HS. var. (2082). Als „spec. bei si-
genificantana“ bestimmte Prof. Kennel 2 ff von Lambeze,
die sicher nur eine sehr lichte Var, von albidulana sein kann,
mit der sie in allen Einzelheiten übereinstimmt. $. ignotana
nov. sp. (2082 bis). Untermischt mit vielen Semasia tun-
drana, mit der sie allerdings etwas Achnlichkeit hat, sandte
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 65
—
mir M. Korb von Kasakewitsch eine Serie von 7 0’ 1 2 eines
Tieres, das des vorhandenen Kostalumschlages der Vfl wegen,
eine Epiblema ist; am besten zwischen albidulana und
agnatana einzureihen. Mit tundrana hat sie das Ausmass
(18 mm), den spitz ausgezogenen Apex, den weissen Kopf und
den breiten weissen Vorderrand der Vfl gemein; unterscheidet
sich aber sofort durch den Kostalumschlag, die dunklere Farbe
der ganzen hinteren Flügelfläche und durch das Fehlen des
für tundrana so charakteristischen, hohen Dorsalstreifens,
endlich auch durch bedeutend schmälere Vfl. In der Anlage
der Zeichnung steht ignotana aber der albidulana-
agnatana weit näher. Palpen, Kopf, Schulterdecken schnee-
weiss, wie auch ein breiter Streif längs des Costalrandes der bis
zur Flügelspitze reicht. Gelbe, sehr feine (bedeutend feiner als
bei jenen verwandten Arten) Linien durchziehen schräg die äussere
Flügelhälfte; die übrige Flügelfläche (dorsalwärts) ist bräunlich,
am dunkelsten oberhalb des Spiegels. Das Basalfeld ebenfalls
bräunlich und genau so gestaltet wie bei agnatana, am dun-
kelsten in seiner oberen distalen Partie. Ein dunkleres Quer-
band zielt, nahe am Innenwinkel beginnend, vom Innenrand
schräg hinauf zu 2, Kosta, reicht aber nur bis zum weissen
Kostalstreif; eine sehr feine gelbe Linie durchschneidet diesen
weiter hinauf bis zum Kostalrande selbst. Spiegel nur wenig
lichter als die bräunliche Flügelfläche. Hfl graubraun, dunkler
als bei tundrana.
Epiblema apheliana Kenn. (2088 bis). Uralsk, in grosser
Zahl, darunter einige schokoladenbraune Ex. E. idotatana
Kenn. Car.) (2088 ter). Von Uralsk liegen mir 46 Exemplare
2 dieser Art vor, die Prof. Kennel nach einem einzigen, sehr
kleinen 9’ von Kuldja beschrieb, das wohl auch nicht ganz
frisch war. Auf Grund dieses reichen Materiales kann ich die
Originalbeschreibung etwas ergänzen. Zunächst ist die Spann-
weite durchschnittlich 22—24 mm; mein kleinstes / 17 mm,
mein grösstes ? gar 23 mm. Das lebhaft ockergelbe Kolorit
der Vfl zieht ins Bräunliche, besonders längs des Innenrandes;
nur bei 3 meiner zahlreichen sind gegen die Flügelspitze
hin Spuren feinster, gelblicher Striche zu erkennen, und das
wohl nur deshalb, weil gerade diese 3 Z’ nicht ganz so frisch
sind. Sonst ist das Tier absolut zeichnungslos. Hfl bei den
meisten Stücken sehr dunkelbraun, mit helleren, gelblichen
Fransen; wenige Stücke haben braune Fransen. Die Hfl sind
beim ? im Durchschnitt etwas lichter als beim J. E. fulvana
Stph. (2084). Sejmonowsk, Radde, Kasakewitsch. E. haber-
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausgegeben vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1916,
V
66 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—
haueri Kenn. (2085 bis). Kuldja, Alaigebirge. E. scoploiana Hw.
(2085). VonSejmonowsk grosse, dunkelgraue Stücke mit schwarzen
Hfln. E.cana Hw. (2086). Canterburg, Sierra Nevada, Ak Chehir usw.
E. expallidana Hw. Von Chabarowka, normale Exemplare; vom
Alaigebirge 1 Z, das ich nur mit Vorbehalt dazu ziehe. Alle
Flügel durchaus schiefergrau; im Spiegel sind 3 Striche und
mehrere Pünktchen, auch ist darüber die Kostalzeichnung
etwas anders, eher wie bei conformana. Wahrscheinlich von
beiden spezifisch verschieden. E. rigidana Snell. (2089). Viele
Exemplare von Radde, in der Grösse von 20 bis 30 mm schwan-
kend. E. subrigidana nov. sp. (2089 bis). Der rigidana
sehr ähnlich ; verschieden nur durch viel schmälere, gestrecktere
Flügel, spitz ausgezogenem Apex, schmälere Kostalzeichnung,
weniger hohem, aber längeren Spiegel und weniger intensiv
rotbrauner Allgemeinfärbung. Auch Lord Walsingham, der das
Tier sah, trennte es von rigidana. 1 tadelloses S‘ von Ka-
sakewitsch. E. decolorana Frr. (2090) Von Sejmonowsk und
Uralsk (Juni bis August) in grosser Anzahl erhalten; die Tiere
varlieren so stark, dass die spezifische Zugehörigkeit mancher
Stücke nur durch die Uebergänge ersichtlich ist. Es sind gelbe,
weisslichgraue, schiefergraue, dunkelbraune Exemplare, bei denen
die Farbe des Kopfes, der Palpen und Hil gleichfalls abändert; es
geht alles ineinander über. E. cumulana Gn. (2091). Granada, gruss,
aber normal silbergrau. Als E. cumulana var. obscurana i.l. ver-
sendet B.-H. eine grosse schiefergraue Form aus Süd-Frankreich, die
ich in extrem dunklen Stücken auch von Cuenca und der Sierra Ne-
vada erhielt. Die 6 Exemplare /? aus der Nevada haben im dunk-
len Spiegel 4--5 schwarze Punkte und machen den Eindruck
einer verschiedenen Art. E. fervidana Z. (2092). Lambeze.
E. caecimaculana Hb. (2093). Kasikoparan. E. modicana /.
(2097). Cuenca, Uralsk. E. graphana Tr. 2105). Uralsk;
Alaigebirge mehrere kleine, sonst normale Stücke. E. fusculana
Z. (2106) Murcia, Lambeze in Anzahl. E. proximana HS.
(2112). Alaigebirge. E. demarniana F. (2115). Radde. E.
couleruana Dup. var. castiliana B-H. i. I. (2116). Es ist
eine meist grössere Form aus Castilien mit lichtem, lehmgelben
Basalfeld, Mittelbinde und Saumfeld. Ich erhielt sie besonders
schön von Cuenca in grosser Zahl. E. luciana Chretien. (2116 bis).
Insel St. Lucie bei Port Vendre. (Cotypen). E. dalmatana Rbl.
(2117). Mardin. (B.-H.). E. nisella L. (2119). Kuldja, Radde,
Chabarowka E. nisella var. fulmiana Krulik. Retrograd! (Pe-
trograd). E penkleriana F. (2121). Amasia. Von Radde und
Kasakewitsch liegen mir 12 Exemplare 5? vor mit schneeweis-
1
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortrieiden. 67
nn
sem Dorsalfleck: derselbe bricht am Medianast scharf ab. Kein
andres Stück meiner grossen Suite europäischer Provenienz ist
auch nur annähernd so, da entweder der Dorsalfleck sich bis zum
Kostalrand bindenförmig verlängert, oder aber ganz fehlt. E. solan-
driana ab sinuana Hb. (2125). Chabarowka. F. semifuscana
var. melaleucana Dub. (2126). Uralsk, mehrere im September.
E. sordidana Ib. (2127). Uralsk, September. E. tetraque-
trana Ilw. (2129). Cuenca. E. similana Hb. (2135). Radde,
Kasakewitsch. E. thapsiana 7. (2157). Kuldja. E. tripunc-
tana Y. MRadde, Kasakewitsch. E. fuchsiana kössl. (2140).
Kuldja E. subterminana Ersch. (2053). Kuldja; ich möchte
die Art lieber bei fulvana einreihen. E. pflagiana var. luc-
tuosana Dup. (2144). Rumänien, Sejmonowsk, Ak Chehir.
E. bimaculosana B.-H. i.1. ? (2144 bis). Von Askold und Jul-
dus B.-H. Ich glaube diese gute Art ist- irgendwo schon be:
schrieben; anderenfalls wird Prof. Kennel sie in seiner Mono-
graphie bringen. E. expressana Chr. (2145). Kasikoparan.
E. simploniana Dup. (2146). Von Abiskojokk mehrere recht
dunkle Exemplare, bei denen der weisse Dorsalfleck breiter und
durch einige schwarze Strichelchen geteilt ist. 11 Ex., /?, vom
Alaigebirge ziehe ich mit um so grösserer Zuversicht zu sim-
ploniana (obgleich sie mir eine Autorität als graphana var.
bestimmte!) als mir vom Alai ganz die oben erwähnten typi-
schen kleinen graphäna vorliegen. Sie weichen allerdings
etwas ab: Kostalfleck breit, bei einigen Stücken bis zur Kosta
'reichend, durch schwarze Linien geteilt. Ausserdem zieht von
2/3 Kostalrand über den Spiegel zum Innenwinkel ein helles
Band. Hfl allerdings schwarz wie bei graphana. E. otiosana
Clem. (2153 bis). Von Radde 1 J; von WlIsm. bestimmt.
E. foenella I,. var. effusana Stg. (2154). Uralsk, Radde, Cha-
barowka. Auch alle Uebergänge dazwischen. E. foenella var.
circumflexana nov. Als solche bezeichne ich die Form, bei
welcher der perlmutterglänzende Fleck sich längs der Flügel-
mitte (Medianastes) vom Spiegel bis Flügelbasis in Form eines
griechischen accentum circumflexum (-) hinzieht, ohne irgend-
wie den Innenrand zu erreichen. Zahlreiche Stücke von Radde,
Kasakewitsch. E. foenella ab. accentana nov. Bei ihr streicht
der weisse Fleck in Komma-Form quer über die Flügelmitte
und erreicht mit seiner fein ausgezogenen Spitze den Innenrand
vor der Flügelwurzel. Von Radde mehrere. Ein Bild wird
zeigen, wie auffallend diese Form ist.
Grapholitha (Laspeiresia) albersana var. ussuriana nov.
(2155). Von albersana spezifisch nicht zu trennen, wenn
.‘
68 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
auch die Flügel schmäler, der Aussen- und Innenrand gerade
verlaufen. Das Saumfeld ist genau so gefärbt und gezeichnet
wie jene mit den blauen Häkchen und Querlinien. Dann folgt
aber basalwärts eine sehr schmale, dunkelrotbraune Querbinde,
welche vom Kostalrand zum Dorsum zieht. Die ganze innere
Flügelfläche ist wieder hell lehmgelb, von metallglänzenden,
blauen Querlinien dicht durchsetzt. Das blass lehmgelbe Basal-
feld wird durch eine feine, dunkle, in scharfem Winkel ge-
brochene Linie distalwärts begrenzt. Am Innenrand die An-
lage zu einem flachen und breiten, lichteren Dorsalfleck. Kopf
und Schulterdecken lehmgelb Sonst ist alles wie bei der Stamm-
form. 1 tadelloses Ü von Kasakewitsch. Ein aberratives, sehr
blasses d' von Regensburg bildet den Uebergang zur var. ussu-
riana. G. nigricana Stph. (pisana Gn.) (2160). Ost-Pyre-
näen, Lambeze usw. Von Radde und Chabarowka 1 J‘, 2 9%
mit gelben Palpen und Fransen. G. nebritana Tr. (2161). Ak
Chehir. G. gemmiferana Tr. (2166). Die mir von Granada
1 Cd, 2 2? und dem Alaigebirge 1 7’, 1 2 vorliegenden Stücke
sind etwas lichter und haben die hellen Kostalhäkchen schärfer
markiert als meine zahlreichen Sammlungsstücke anderer Her-
kunft. G. adenocarpi var. lambessana nov. (2168). Vil
schiefergrau (nicht bräunlich grau wie meine Originalstücke von
Dax); Hfl weiss, mit gebräuntem Saum und weisse Fransen.
2 ?d 1 2 von Lambeze, 1 d' von Biskra. G. caecana Schläg.
(2169). Lambeze, Ak Chehir. G. succedana Froel. (2171).
Lambeze. G. succedana var. conjuncetana Möschl. und ulice-
tana Hw. Cuenca, Huelva usw. G. succedana var. major
Ral. i. 1. ist eine schöne, bedeutend grössere Form, mit s.hr
breitem Dorsalfleck und sehr stark weiss durchsetzten Vfln. 2
dd’, 1 2 vom Alaigebirge. G. cosmophorana var. alienana
nov. (2184). Allgemeine Färbung und Zeichnungsanlage wie
cosmophorana, aber viel grösser (18 mm), Vfl breiter, die
Kostalhäkchen anders gestellt; während bei cosmophorana
5 einfache Häkchen in ziemlich gleichem Abstand stehen, sind
sie bei alienana in 4 Paaren verteilt, von denen das äusserste
nahe am Apex, dann je 2 Paare etwa bei 2/, beisammen, und
das vierte Paar bei !/, Kosta sind. Der innerste Haken ver-
längert sich zu einer schneeweissen, wenig gebogenen Querlinie,
die ununterbrochen bis. zum Innenrand zieht und ihn senkrecht
bei !/, erreicht. Die Bleilinien dies- und jenseits des Spiegels
sind auch bei alienana vorhanden, doch weniger sichtbar und
dunkler. 2 Sd, 1 2 vom Alaigebirge.. G. oxycedrana Mill.
(2185 pro parte). Monte Carlo, Bordighera, San Remo usw,
u WE
EEE Zu Zuchr
DE EDER
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 69
—
G. juniperana Mill. (2185 pro parte). Rumänische Karpathen
usw. G. striatana nov. sp. (2190 bis). Grösser als pactolana,
von der sie vielleicht nur eine Varietät ist (Exp. 22 mm), hat
sie breitere Flügel und sehr viel diekere Fühler. Allgemeine
Färbung wie pactolana; das Saumfeld lichter, die ganze ba-
sale Flügelfläche dagegen bedeutend verdunkelt und intensiv
stahlblau glänzend; ein grosser, runder, stahlblauer Dorsalfleck
zwischem dem Spiegel und dem schneeweissen, sichelförmigen,
ungeteilten Dorsalstrich: dieser bricht an dem Medianast scharf
ab und steht nicht (wie bei striana) mit dem innersten der
kurzen Kostalhäkchen in Verbindung. Letztere entsenden um den
Spievel feine, wenig auffallende Bleilinien. Im Spiegel stehen
saumwärts 4 grosse viereckige Punkte, unterhalb des Apex am
Flügelrand ein weisser Punkt. Eine Unzahl feinster, scharf sich
abhebender und absolut paralleler Wellenlinien durchqueren die
ganze Flügelfläche.. 1 tadellos frisches 2 vom Alaigebirge.
G. internana Gn. (2193). Sierra de Alfacar. G. difficilana
Kenn. (2194 bis). Lambeze, Zeitun, Alai. G. compositella
F. (2194). Ak Chehir. G. tetragrammana Stgr. (2195). Berge
südlich von Amasia. G. auroscriptana nov. spec. (2195 bis).
Grösse und Ilabitus von tetragammana, Zeichnungselemente
aber wie bei compositella, mit dem Unterschied, dass die 4
Dorsalhäkchen viel dicker aufgetragen sind. Palpen und Stirn
kanariengelb; die 4 dieken Dorsalstriche lebhaft goldgelb glänzend.
Im Spiegel ein goldglänzender Strich; Augenpunkt goldig blin-
kend. Hfl dunkelbraun, purpurn irisierend; Fransen weiss.
Unterseite dunkel, purpurn goldig irisierend; an den Vfln gelbe
Kostalhäckchen scharf markiert; die 4 goldigen Dorsalstriche
scheinen aber nur schwach durch. Leib oberseits dunkel, unter-
seits an den Segmenten gelb, Beine gelblich. 1 frisches Z. von
Radde bildet die Type. @. generosana Chr. (2198) Radde, Kasake-
witsch. @. cervinana nov sp (2198 bis). Flügel schmal und spitz,
gerade; Palpen, Stirn, Fühler, Schulterdecken rehbraun. Vfl, Vor-
derrand hell rehfarben; 5 Paare weisser Kostalhäkchen; das innere
Paar wird von den 2 gegenüberstehenden, langen, weissen Dor-
salstrichen beinahe erreicht, das zweite Paar entsendet zwei
feine weisse Linien zum Innenwinkel; das dritte Paar umzieht
in seiner Verlängerung den Spiegel saumwärts und ist schwach
bleiglänzend; vom äussersten Paare zieht eine bleiglänzende
Linie zum grossen weissen Augenpunkt, der in der Mitte des
Aussenrandes blinkt. Im Spiegel einige schwarze Atome.
Fransen weiss, mit rehbraunen Spitzen. Hfl schneeweiss, etwas
bläulich irisierend, mit licht rehbraunem Apex und feiner Saum-
‘io Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
linie. Fransen weiss. Unterseite der Vfl etwas dunkler hraun,
mit wenig durchscheinenden Zeichnungen. Hfl weiss. Vorder-
beine braun, das hintere Paar weiss. Mit keiner anderen Art
zu verwechseln. 1 tadellos frisches 7 von Kasikoparan. G. per-
lepidana Hw. (2207). Chabarowka. G. spec.? 1 2 von Ka-
sakewitsch. Der dorsana zunächst, aber der Dorsalfleck steht
senkrecht auf dem Innenrand und reicht nicht so hoch hinauf
wie bei jener Art; von einem Spiegel ist wenig zu erkennen.
G. junctistrigana Wlsm. (2215 bis). Aus den Bergen südlich
von Amasia 2 sichere Stücke. G. selenana Z. (2215). 3 Ex.
von Hadjin sind von meinen Sizilianern etwas verschieden,
indem sie fast den Uebergang zu junctistrigana bilden.
G. orobana Tr. (2216). Radde. G. coronillana Z. (2217).
Sejmonowsk. G. phacana \Vck. (2218). Abiskojokk, Alai-
gebirge, sehr schöne Stücke. G. moldovana Car. (2219). Prof.
Kennel, der nur ein beschädigtes Stück sah, neigte zuletzt zu
der Annahme, dass das Tier eine Varietät von coronillana
sei. Ich fing seitdem frische Stücke und kann versichern, dass
es eine gute, davon verschiedene Art ist Ich verweise auf
meine kurze Öriginalbeschreibung und werde das Tier später
im Bilde vorstellen. G. effusana l,d. (2220). Von Jerusalem
liegen mir einige sehr grosse Stücke vor, mit bedeutend breiterem
weissen Dorsalfleck; letzterer wird durch drei ganz unregel-
mässige, einander sich mehrfach berührende schwarze Linien
durchsetzt. G. amplidorsana nov. sp. (2220 bis). Vom Alai-
gebirge erhielt ich 1 0" 1 2 einer noch grösseren, ähnlichen,
unbeschriebenen Art. Expansion 24 mm. Vfl hell grau, von
vielen lichten Querwellen durchzogen; die zehn äusseren ent-
springen aus den 10 Kostalhäkchen, die übrigen (bis zur Flügel-
wurzel) direkt vom Kostalrand. Der hohe, bis zum Subkostal-
ast reichende, sehr breite, weissliche Dorsalfleck wird von 5
unregelmässigen, ziemlich krassen, schwarzen Linien durchzogen.
Im Spiegel 4 schwarze Längsstriche Hfl ziemlich dunkelbraun.
Das Tier hätte mit einer kolossalen conjunctana var, major
Aehnlichkeit, unterscheidet sich aber sofort durch das l’ehlen
der bei jener Art so charakteristischen, silberglänzenden Saum-
striche am Spiegel und Apex. G. dimidiatana Kenn. (2220 ter).
Cuenca, Lambeze, mehrere. Ich halte übrigens diese Art für
synonym mit @. intacta WIsm. (Ent. Mag. 1903 p. 210—211),
von der ich die d Type und Paratypen $ von Lambeze besitze.
G. bipartitana Kenn. (2220 quat.). Üuenca, einige.
Coptoloma janthinana Dup. (2224). Ein schiefergraues
S von Radde, |
v. Caradjä. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 71
Pamene gallicolana Z. (2231). Chabarowka. P. lobar-
zewskii Now. (2232). Konia, Ak Chehir, Rumänien usw.
P. nannodes WlIsm. (2236 bis). DBeyruth. P. populana F.
(2241). Radde. P. trauniana Schiff (2245). Rumänien.
P. blockiana HS. (2243. Erivan 1 d‘. P. flexana Z. (2249).
Radde. P. glaucana Kenn. oder dichroramphana Kenn.
(2250 bis)? Ralde. P. germmana Hb. (2252). Kasakewitsch.
P. decorata Chretien (2254 bis). Biskra. Cotype.
Tmetocera ocellana F. (2255). Chabarowka.
Carpocapsa (Cydia) pomonella I.. (2257). Uralsk. C. (Cy-
dia) pomonella var. putaminana Stgr. Alai, Amasia, Hadjin.
*)C. grossana lIw. (2258). Radde.
Ancylopera Stph. (Epicharis Hb.) derasana Hb. (2263).
Uralsk, Radde. A. mandarina WlIsm. (2264 bis). Kasakewitsch.
A. siculana Hb. (2267). Von Uralsk in einer kleineren dunk-
leren Form. A. minimana nov. sp. (2267 bis). 2 frische dd”
von Uralsk gehören einer neuen, winzigen, kaum 10 mm Span-
nung messenden Art an. Alle Körperteile und Unterseite gleich-
mässig dunkelgrau; Analbusch gelblich. Vfl zeichnungslos, grau ;
Basalfeld ist nicht verdunkelt; aber eine dunkle Linie zieht von
der Flügelwurzel längs des Medianastes bis zur Zelle. Die 5
Paaıe feiner, weisser Kostalhäkchen sind durch schwarze Linien
getrennt. Eine äusserst feine, weisse Linie verbindet das äussere
Häkchenpaar mit der stark ausgezogenen Flügelspitze; unterhalb
lieser weissen Linie ist die Flügelspitze intensiv schwarz, und
darunter stehen noch 2 schwarze Punkte. Der sonst nicht er-
kennbare Spiegel ist saumwärts fein schwarz begrenzt. Fransen
silberglänzend Hfl ein wenig heller als Vfl. Diese nicht zu
verkennende Art ist am natürlichsten bei siculana einzureihen.
A. argenticiliana Wlsm. kenne ich nicht.
Ancylis IIb. (Phoxopteryx Tr.) tineana Hb. (2268). Radde.
A. comptana Froel. (2270). Amasia, Hadjin. A. comptana var.
incomptana lah. Von Cuenca; grösser, Apex spitz ausgezogen,
bedeutend lichter, Hfl weiss. A. unguicella I,. (2271). Sejmo-
nowsk; mehrere Stücke von Sylt sind kleiner, mit silbergrauem
Untergrund der Vf. A. unguicella var. cuencana nov. Bedeu-
tend grösser, mit rauchgrauen, fast zeichnungslosen Vfln. 34 4'2
von Cuenca. A latipennis? WlIsm. var. ussuriensis nov.
(2271 bis). Grösse der laetana; Flügelschnitt wie unguicella
aber mit abgerundetem Apex. Vfl mit grauem Grund, silber-
*) Carpocapsa saltitans Westw. In coll. Hedemann 1g', 1 2 mit
den Fundzetteln Dresden und Bozen; doch wohl aus von Mexico einge-
führten Calliguaja-Samen geschlüpft! —
72 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—
glänzend; an der Kosta eine Reihe rauchbrauner Häkchen ; über
die Flügelfläche verteilt, drei bronzebraune, wolkenartig ver-
schwommene Querschatten, von denen der äussere auch zugleich
der breiteste und dunkelste ist. Unter der Spitze 2, im Spiegel
3 schwarze Pünktchen; einige schwarze Atome verdunkeln das
Basalfeld. Fransen braun mit gelblicher Teilungslinie. Hil grau-
braun. Palpen, Kopf, Fühler, Unterseite rauchbraun. 2 J’d,,
2 22 von Kasakewitsch bilden die Typen. Mit der Beschrei-
bung der latipennis Wlsm. ziemlich überreinstimmend, stelle
ich diese jedenfalls neue Form einstweilen mit Vorbehalt als
Varietät dazu. Einzureihen wäre sie wohl am natürlichsten bei
unguicella. A. uncana Hb (2272). Elf Exemplare von Radde
und Chabarowka sind etwas lichter grau als gewöhnlich. A. biar-
cuana Stph. (2273). Kasakewitsch. A. partitana Chr. (2278).
Zwei d'd', ein @ von Radde und Kasakewitsch sind bleich ocker-
gelb, ganz bedeutend lichter als mitterbacheriana, mit sehr
lang ausgezogener Flügelspitze und dorsalwärts abgeschrägtem
Basalfeld. Diese 3 Stücke wurden von WlIsm. bestimmt. Vom
gleichen Fundort habe ich nun weitere 3 Stücke, 1 4, 228,
die sich von mitterbacheriana nur durch das abgeschrägte
Basalfeld unterscheiden; die Flügel sind weder schmäler noch
spitzer und das Kolorit dunkel rotbraun, also eine Zwischenform!
A. laetana F. (2280). Chabarowka. A. sederana Chretien.
(2280 bis). Von Biskra, Gafsa, viele Cotypen und Paratypen.
Rhopobota naevana Hb. var. geminana Stph. (2281). Radde,
Chabarowka.
Dichrorampha sequana Hb. (2282). Kasikoparan. D. peti-
verella L. (2284). Smyrna. D. petiverella var. slavana nov.
In coll. Hedemann stecken 3 dd von Nymolle und Jaegersburg,
die sich von typischen petiverella durch bedeutend geringeres
Ausmass und besonders dadurch unterscheiden, dass vom gelben
Dorsalfleck nur die obere Spitze in der Flügelmitte vorhanden
ist. D. quaestionana var. latiflavana nov. (2286). Gewiss nur
eine auffallende und schöne Varietät von quaestionana, mit
der sie in allen Zeichnungselementen übereinstimmt; aber das
ganze Saumfeld ist mit orangegelben Linien dicht durchsetzt,
welche von der Kosta eutspringen und im Bogen zum Aussen-
und Innenrand ziehen; der gelbe Augenpunkt unter der Spitze
ist grösser als bei der Stammform. An Stelle des gewöhnlichen
Dorsalfleckes leuchtet ein breites orangegelbes Feld, das distal-
wärts bis zum Spiegel und Innenwinkel reicht, kostalwärts
die Zelle ausfüllt, so dass die 3 dort befindlichen schwarzen
Strichelchen gerade noch innerhalb des gelben Feldes liegen.
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortrieiden. 73
1 tadellos frisches 7 von Radde. D. cancellatana Kenn. (2287
bis). Drei JS’ von Radde stimmen mit der Originalbeschreibung
der einzigsten 2 Type genau überein. Mein viertes ' von
Radde ist aber bedeutend dunkler braungrau übergossen und
lässt von der gelblichen Grundfarbe nichts mehr durchschimmern.
D. simpilciana Hw. (2288). Radde, Chabarowka. D. alalcana
Rbl. (2293 bis). Die Stücke von Kuldja sind etwas kleiner
und dunkler als die vielen Typen und Paratypen vor Alaigebirge.
D. ern Gn. (2297). Rumänien. D, cinerosana HS (2299).
Kuldja.
Lipoptycha gruneriana HS. (2305). Berge südlich von
Amasia.
Anhang.
Verzeichnis der in meiner Sammlung am 1. November 1915
vorhandenenen Typen, Cotypen, Paratypen usw., paläarktischer
Pyraliden und Tortrieiden, mit Angabe der Seitenzahl der im
Vorhergehenden beschriebenen Arten.
Pyralidae.
1. Melissoblaptes bipunctanus var. decolor Car. Typen
2 0 2 2, von Karagaintau.
2. M. curvicostellus Zerny. 15 2 Paratypen von Uralsk,
2 Typen von Issykkul.
. Amphomia sociella var. asiatia Car. 1 0° 3 2 Typen
von Aksu, Usgent, Kuldja. B..' 8
. Crambus alaicus Rbl. Eine grosse Anzahl /, Typen
und Paratypen, sowie 3 2 Typen vom Alaigebirge.
. C. pectinicornis Rbl. Die X Type von Uralsk.
. C. jucundeilus var. kuldjaensis Car. 6 S 8 2 Typen
von Kuldja. p-
7. C. inquinatellus var. nevadensis Car. 80° 2 2, Typen
von Sierra Nevada.
8. C. austellus Chretien. 2 c’, Cotypen von Biskra und
Quarda.
9. C. osseellus Hmps. 1 J° Cotype (don. Stgr.) Alfacar.
10. C. gracilellus Chretien. 7 Zu. ? Cotypen und Meta-
typen von Gafsa und J.rusalem.
11. C. geniculeus var. andalusiellus Car. Typen 15 X und
2 von ‚Granada, Cuenca, Lambeze,
1
ers
*,.
wu
Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
. C. caradjaellus Rbl. Typen von Sulina, Metatype von
Uralsk.
. C. deliellus var. asiaticus Car. 3 JS 2 9, Typen von
Kuschk.
. C. tristellus var. ribbeellus Car. 3 5 Typen, Granada.
1 co Metatype, Cuenca.
. C. rostellus var. nigerrimus Car. Typen 17, 3 2
Karagaitan.
- P-
. C. aureliellus var. korbi Car. 5 2 Typen, Radde. p.
. C. saxonellus var. occidentellus Car. 9 Typen SP,
Digne, Vernet les bains, Cuenca.
. C. juldusellus Car. 2 g Typen von Jede pP:
. C. chrysonuchellus var. dilutalis Car. 7 J' Typen von
Juldus und Kuldja.
. C. craterellus var. lambessellus Car. 3 Z 1 2 Typen,
Lambeze.
. C. cassentinellus var. caspicus Car. 4 9 2 2 Typen,
Lenkoran, Kasikoparan.
. C. dumetellus var. boreellus Car. 13 f 2 2 Typen,
Abiskojokk.
23. C. uliginosellus ab. infuscatellus Car. 3 Z Typen, Schlu-
derbach.
. Platytes carectellus var. truncatellus Car. Typen J‘,
Jerusalem, £ Beyruth.
P
. Eromene bella var. raddeella Car. 2 Typen Radde.
. E. gratiosella Car. 1 S 1 2 Typen, Lob Noor.
. E. ramburiella var. luteella Car. 16 2 Typen, Biskra.
. E. ocellea var. obscurior Car. Typen d% von Teneriffa,
Luksor, Jerusalem.
. Chilo hypenalis Rbl. 3 JS Typen und Paratypen vom
Jordantal und Jerusalem.
. C. plumbosellus Chretien 3 1 2 Cotypen, Paratypen,
Biskra.
. Ancylolomia gracilella Car. 2 7 12 Typen, Aulie ata. p.
. Talis quercella var. pallidella Car. 5 X Typen, Kuldja. p.
. Schoenobius vescerellus Chretien. 0’2 Cotypen, Biskra,
.,Anerastia korbi Car. 1 ‘° Type, Petrowsk.
. Ematheudes magnetella Car. 3 5 Typen, O.-Turkestan. p.
. Homoesoma compsotella Rbl. 20° 1%, Paratypen
von Arasagun gol. (Sajan), B.-H.
. H. nimbella var. arenicola Chretien. 2 Cotypen, Biskra.
..H. binaevella var. ciliciella Car. 4 0’ 5 2 Typen von
Marasch.
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden.
—
39.
Ephestia moebiusi Rbl 8 Pärchen, Paratypen vom
Autor erhalten.
. E. minorella Car. °F Typen, Biskra. p-
. Ancylosis flammella var. nigrella Car. 506% Typen
von Kuldja.
. A. bartelella Car. 60° 6 2 Typen, Uralsk, Indersky-
sche Salzsteppe.
. A. gobiella Car. 1 9° 2 2 Typen, Gobi.
. Syria limoniella Chretien. 1 S'2 2 Cotypen, Biskra.
. Gymnancyla sfakesella Chretien. 2 2 Cotypen, Sfax,
Gafsa.
. Ancylodes nervosella Zerny. 7 Paratype, 2 Type,
Embafluss.
. A. tunesella Car. 2 2 2 Typen, Tunis.
. Heterographis rufomixtella Zerny. 1 JS Paratype, 2 %
Typen von Usgent.
|
. H. simplicella Chretien. 1 2 Cotype, Biskra.
. H. samaritanella var. oasella Chretien. 1 $ Cotype,
Biskra.
H. samaritanella var. flavescentella Chretien. 1 JS Co-
type, Gafsa.
. H. samaritanella var. umbrosella Chretien. 1 1%
Cotypen, 2 2 Paratypen, Gafsa.
. H. fathmella var. diminutella Chretien. 25 3% Co-
typen und Paratypen, Biskra.
. H. xylinella var. dasertella Car. Mehrere SF? Typen
von Korla, Aksu, Uralsk.
. H. lafauryella var. inderskyella Car. 4 5 Typen, In-
dersky’sche Salzsteppe.
. Staudingeria combustella Chretien. 2 Z, 2 2 Cotypen,
Biskra.
. St. combustella var. Iuteella Uhretien. 2 d‘ 2% Co-
typen, 3 2 Paratypen, Biskra.
p-
. St. illineella Chrötien. Je ein Pärchen, Cotypen von
Biskra und Gafsa.
. St. deliciocella Car. 1 2 Type, Kasikoparan.
. St. holophaeella Rbl (Car) 1 I 2 Typen, Biskra.
. $t. holophaeella var. obscurior Car. 4 JS 1 2 Typen,
Gafsa.
. Psorosa dahliella var. debilis Car. 2 1% Aulie ata,
1 2 Embafluss, Typen.
{ Br
- P. nucleolella var. Iuteostrigella Car. 12 SZ? Typen
von Uralsk, Indersky.
7
5
6b
76 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
64. P. nucleolella var. clarella Car. 13 J% Typen, Kasiko-
paran.
65 Pempelia malacella var. punctigerella Chretien. 2 2
Cotypen, Biskra.
66. Phlaeophaga lutescentella Chretien. 1 9 Cotype, Gafsa.
67. ERNORELRN: adpiscinella Chretien. 2 SP, Cotypen,
afsa
68. Euzophera*) subscribella var. sordidella Chretien. 2 7 ?
Cotypen und Paratypen von Biskra und Tunis.
69. E. tetragrammana Rbl. 9 Exemplare 2, die Typen
und Paratypen von Uralsk, Inderskysee. p-
70. E. formosella Rbl. 10, Type, Indersky’sche Salzsteppe,
2 d‘, Metatypen, von Ruldja und Emba. p-
71. E. tunesella Car. 1 7 Type, Gafsa. p.
72. E. gypsatella Car. 1 92 Typen, Kuschk. v8
73. E. korbi Car. 1 /' Type, Kasakewitsch.
74. Seeboldia korgosella var. uralskella Car. 17 cf Typen,
Uralsk.
75. Asarta Korbi Car. 1 0’ Type, Cuenca.
76. Lambaesia caradjae Rbl. 1 JS Type, Lambeze.
77. Hypochalcia gianelliella Rag. 1 JF Cotypen ex coll.
Gianelli (don. P. Chretien).
78. H. dignella Hb. 2 Type, Wan.
79. Bradyrrhoa andryella Chretien. Mehrere Cotypen, Gafsa.
80. Megasis maritimella Car. 6 co’ Typen, Digne.
81. M. cuencella Car. 3 9’ Typen, Cuenca. px
82. M. alpherakii Rag. 8 ? Typen, Alaigebirge.
83. Eucarphia antiquella var. aurantiacella Car. 312
Typen, Marasch.
84. Anacria biriliella Cretien. 1 0’ 2 2 Cotypen, Biskra.
85. Epischnia juldusella Car. 2 5 Juldus. 023
86. E. zophodiella var. centralasiae Car. 8 1 2 Typen,
Arasagun gol, Alexandergebirge. ?:-10
87. E. elongatella Car. 2 X Typen, Tura. p. 10
88. E. stenopterella Rbl. 3 / Typen, Marasch, 2 X Meta-
typen Zeitun,
89. E. nevadensis Rbl. Die Typen d? und viele Paratypen,
Sierra Nevada.
90. E. trifidella Zerny. 3 5 Paratypen, Aksu.
91. E. christophori var. subpallida Car. 5 2 Typen
Diarbekir. p. 10
*) Auf p. 8 dieser Abhandlung beschreibt der Autor Euzophera
cartaginella, die in dieser Aufzählung fehlt. Der Redakteur.
92.
119.
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden.
17
Anoristia granulellı Zerny. 1 2 Type, 4 d’' Para-
typen vom Lob Noor. Das noch unbeschriebene 2 ist
viel lichter, Vfl fast weisslich gelb, weil viel weniger
mit dunklen Schuppen überstreut.
. Selagia nigerrimella Car. 4 / Typen, Sajan. p-
. $. albipunctella Chretien. 3 2 Cotypen, Biskra, Gafsa.
. Christophia pempeliella var. oasella Car. 18 5°?, Typen,
Gafsa.
. C. aksuella Car. 2 f 1 2 Typen, Aksu. p.
. Bazaria turensis Rag. 2 Original-Stücke ex coll. Stgr.
. B. semirosella Chretien. 1 J’ Type, Gafsa.
. Tephris verruculella var. ahmarella Chretien. ZY Co-
typen, Biskra.
. T. fractilineella Chretien. 2 0 Cotypen, Biskra.
. Aphyletes nigrisparsella var. derbentella Car. 4 Z 4 ?
Typen und Paratypen, Derbent, Kaschgar, Aksu.
. Alophia cambustella var. incinerella Car. 3 2 Typen,
Amasia.
. Meroptera numidella var. saturatella Car. 457 3%
Typen, Cap. Breton.
. Salebria rosella Zerny. 2 0’ Paratypen, Lob noor. p.
. S. laetella Zerny. 2 d° Paratypen, Lob noor, 1 2
Type. Das noch unbeschriebene $ ist etwas dunkler,
Hfl mit bräunlichem Aussenrand.
3. $. brephielia var. farinosella Car. 20 0’? Typen, Biskra.
. S. jucundella Chretien. 1 2 Cotype, Biskra.
. $. venustella var. hilarella Car. 1 2 Typen, Ulias-
sutal.
. $. atritorella Zerny. 2 2? Paratypen Syr Darja.
. $S. kuschkella Zerny. 3 2 Paratypen, Kuschk.
. $. confluella Car. 1 2 Type, Wladiwostok. p.
. S. adelphella var. barteli Car. 4 d 22 Typen, Uralsk.
3. Laodamia deformella var. aeratella Car. Viele /%
Typen, Uralsk.
. L. semirubella var. nigrella Car. Mehrere 2 Typen,
Sejmonowsk, Pompejewka, Sajan.
P-
. Nephopteryx johannella Car. 1 f Type, Hadjin. p.
. N. genistella var. palella Car. 1 9° Type, Aksu. p.
.. N. albicella var. atricapitella Car. 22 Typen, Rachlau. p.
. Pristophora discomaculella var. desertella Car. 3 0°
32 Typen, Biskra, Gafsa.
P. discomaculella var. pauli Car. 4 f 2 2 Typen,
Jerusalem, Mardin.
11
11
Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
. Brephia compositella var. ic niensis Car. 4 J? Typen,
Konia.
. Adelosemia ? straminella Zerıny. 2 JS Paratypen, 1 2
Type Zeitun.
. Cremnophila pyraustella Zerny. 1 Paratype, Juldus. p..
. Dioryetria schützeella Fuchs. Mehrere Paratypen, Rach-
lau.
. D. abietella var. intermediella Car. 16 SF Typen, Ka-
sakewitsch.
.'D. teneriffella Car. 1 2 Type, Teneriffa, p.
. Phycita diaphana var. biscraella Car. 1? Type, Biskra. p.
. P. Iuxorella Car. 1 0, Luksor. p.
. P. gilvibasella Rag. 1 / Type, Biskra.
. Arsissa ramosella var. albiramosella Car. 1 5 Type,
Amasıa.
b:
. Acrobasis obtusella var. ottomana (ar. 24 3 2 Typen,
Jerusalem, Hadjin, Konia, Amasia.
P-
Eurodope eruentella var. alba Car. 20° 3 2 Typen,
Granada. p-
. Rhodophaea lella Chretien. 1 0% Cotypen, Biskra.
. Myelois banghaasiella Car. 2 f Typen, Kuschk. p.
M. echinopisella Chretien. 1 0 Cotype, Biskra. p.
. M. osseella var. zibanella Chretien. 22 Cotypen, Biskra.
. M. Iutescentella Car. 1 % 2 2 Typen, Mardin. p.
. Lepidogma jordanalis Rbl 1 5 Type, Jordantal und
10° 22 Paratypen, Jordantal und Jerusalem.
. Arsenaria vesceritalis Chretien. 1 $ Cotype, Biskra.
. Aglossa arcuatalis Zerny 2 2 Typen, Beyruth.
. Hypsopygia costalis var. lugens Itbl. Die Typen von
Kasikoparan und Metatypen von Leukoran.
. Pyralis tunesialis Car. 1 % Type, Speitla. rapie
. P. farinalis var. teneriffensis Rbl. Die 2 Type.
. P. lienigialis var. dacicalis Car. J'? ''ypen, Rumänien.
. P. imperialis Car. 1 5? Typen, Amasia. . p.
. Stemmatophora oranalis Zerny. 2 Paratypen, Oran.
$. cervinalis Rbl. Ausser der Type, auch viele Para-
typen vom Jordantal und Jerusalem.
. Constantia persicalis Car. 1 / Type, Askabad. p.
. C. persinualis Hmps. 1 / Paratype (don. Stgr.)
. C. caidalis var. strobilacalis Chretien. 3 9 2 2 Co-
typen, Biskra, Gafsa.
. 6. kabilalis D. Lucas 1 JS? Cotypen, Tunis,
15
17
r1
—
151.
152.
153.
154.
159.
156.
157,
158.
159.
160.
161.
162.
163.
164.
169.
166.
167.
168.
169.
170.
171.
172.
173.
174.
175.
176.
Fit.
C. argentalis var. biskraensis Car. 1 5 5 2, Typen,
Biskra. p-
C. "ch aan var. taurica Rbl. 3 7 12 Typen, Ma-
rasch.
Actenia orbicentralis Rbl. JS? Typen, Jordantal.
A. orbicostalis Chretien. 2 Typen, Biskra.
Cledeobia uxorialis var. nuptalis Rbl. 4 Typen und
Paratypen vom Ostjordanland.
C. modestalis Rbl. 2 Z 1 2 Typen, 'Tenied el-Haad.
C. syriaca Rbl. Die Typen J®? und Paratypen vom
Ostjordanland. |
C. hampsoni Rbl. 7 Type, Tura.
C. banghaasi Car. 3 $ Typen, Alaigebirge. p-
Nymphula alaicalis Car. 3 2 Typen, Alaigebirge. p.
N. ussurialis Rbl. 2% Typen, Kasakewitsch, 1 d' Type,
Pompejewka.
N. sultschana Rag. 1 % Paratype (don. Stgr.).
Epistenia daralis Chretien. 2 Cotypen, Paratypen,
Biskra
Scoparia anatolica Car. 2 4 $ Typen, Ak Chehir. p. 2
S. basistrigella var. syriaca Car. 2 f 2 2 Typen,
Syrien. p-
S. ingratella var. nevadalis Car. 2 Sf 3 2 Typen,
Sierra Nevada p-
S. gracilalis var. lapponica Car. 1% 2 2 Typen,
Abiskojokk. p.
S. virescens Rbl. Die 2 Type, Casablanca; das mit
gleichem Fundzettel (19. Mai 1895) versehene cd’ in
coll. Hedemann ist vom ® nicht verschieden.
Evergestis aegyptiacalis Car. 1 2 Type, Cairo. p.
flavifuscalis Rbl. 1 SQ Typen, Erivan.
Pachyzancla aegrotalis var. dorsiguttalis Rbl. Die
Metatypen von Orotava (coll. Hedemann).
Loxostege (Phlyctaenodes) palaealis var. exremalis
Car. „2 d.2: ? Typen, Kuldja. p-
L. clathralis var. aksualis Car. 16 SF Typen, Aksu. p.
L. clathralis ab. nivali Car. 1 2 Type, Uralsk. p.
L. nudalis var. brunnealis Car. Mehrere Typen Eirivan. p
Phlyctaenodes pustulalis var. orientalis Car. 8 0%
Typen, Smyrna, Konia, Erivan, Beyruth, Jordantal. p. 26
Epinoorda caradjae Rbl. 1 0" Type, 1 5 Paratype
von Endeggi; das ebenfalls in meinem Besitz befind-
liche, ‘noch unbeschriebene 2 Endeggi unterscheidet
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden.
79
19
21
22
23
24
80 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
sich vom 5 nur durch die etwas breitere, schwarze
Binde auf den Hfln. Das 5 hat die Zange und den
Analbusch ausserordentlich stark entwickelt.
178. Mecyna polygonalis var. extinetalis Car. 1 cf 2 2
Typen, Chamil Hami; (Aksu, Tura trans.) p. 27
179. M. polygonalis var. gracilalis C Jar. 1 9% Typen, Tura
(Alaigebirge trans.) p. 27
180. Cybolomia praecultalis Rbl. 1 5 Type, Orotava.
181. C. fulvomixtalis Zerny. 1 2? Type, Kuldja.
182. C. lutosalis Mn. var. nigralis Car. 1 g’ Type, Brau-
zoll. p. 27
183. C. siccalis var. tunesalis Car. 2 SF 2 2 Cotypen,
Gafsa. p-
184 C. siccalis var. claralis Car. 1 JS Type, Kuldja. p. 27
185. C. rivasalis Car. 0°? Typen, Rivas. p-
186. C. biscralis Chretien. 0‘? Cotypen, Biskra.
187. C. albidovittalis Chretien. 3 0 4 2 Cotypen und
Paratypen, Gafsa.
188. Krombia harralis Chretien. 1% Cotypen, Biskra,
189. K. djergiralis Chretien. 1 7? Cotypen, Gafsa.
190. Titanio magnificalis Chr. 1 2 Cotype, Kuldja (don.
Stgr. sub. nom. pulchra Alph.)
191. T. angustipennis Zerny. 35 3% Paratypen, l,ob Noor.
192. T. mortualis Car. 1 5 1 2 Typen, Lob Noor. p. 29
193. T.? emiralis Car. 1 9 1% Typen, Lob Noor. p. 29
194. Metasia oranalis Car 1 oJ Type, Süd-Oran. p. 30
195. M. subtilialls Car. 2 JS Typen, Amasia, Gebirge Peter
d. Grossen. p. 30
196. M. ophialis var. parvalis Car. 7 Ex. 52 Typen,
Marasch, Hadjin. p. 30
197. Stiphrometasia monialis var. alba Car. 3 Z 5 2
Typen, Mardin, Jordanland. p 31
198. $. pharaonalis Car. 2 2 Typen, Kairo. p- 31
193. Pionea crocealis var. signatal's Car. 1 2 Speitla. p. 32
200. P. elutalis var. exalbalis Car. 2 f Typen, Uralsk. p. 32
201. P. costalis var. alaicalis Car. 3 1? Typen, Alai-
gebirge. p- 33
202. P. costalis var. brunnealis Car. 1 JS? Typen, Juldus. p. 34
203. P. fulcrialis var. karagaialis Car. 1 S' 1 2 Typen, Ka-
ragaitan. | p. 34
204. Pyrausta cilialis var. simplalis Car. 2 7 2 2 Typen.
Ungarn. p. 34
205. P, Iuteorubralis Car. 1 0" Type, Juldus, p-. 34
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 81
206. P. fuscalis var. sibirica Car. 50" 3 2 Typen, Raddg,
Pompejewka, Kasakewitsch, Shanghai. p- 35
207. P. flavieulalis Car. 2 0’, Typen (?), England. p- 35
208. P. Iutealis var. euencalis Car. 3 5 2 Typen, Cu-
enca. | p- 39
209. P. asiaticalis Car. 1 0" 1 2 Typen, Tekke, Issykkul. p. 35
210. P. ntermedialis Car. 2 2 Typen, Amasia. p. 36
211. P. micalis Car. 1 0’ 1 2 Typen, Embafluss. p. 36
212. P. lutalbalis Car. 1 Z 1 2 Typen, Shahrud. p. 37
213. P. multifidalis Chretien. 1% 1% Cotypen, Biskra..
214. P. zeitunalis Car. 2 d' 1 2 Typen, Zeitun. p. 87
215. P. aerealis var. mauretanica Rbl. 2 0 Typen, Djebel
Touggour.
216. P. aerealis var. Cinnamomalis Zerny. Viele Paratypen
vom Alaigebirge.
217. P. austriacalis var. altaica Zerny. 3 Paare Para-
typen, Altai.
218. P. juldusalis Zerny. 2 J° 12 Paratypen, Juldus.
219. P. plumbalis Zerny. 2 J° Paratypen, Sajan.
220. P. palustralis var. eversmanni Car. 3 0’? Typen,
Sejmonowsk. p- 38
221. P. palustralis var. amurensis Car. 6 JR? Typen,
Radde, Troitzkossawsk. p. 39
222. P. delicatalis Car. 2 / Typen, Mardin. p. 40
223. P. neglectalis Car. 10 f% Typen, Cuenca, Amasia,
Konia, Erivan, Kasikoparan. p. 40
224. P. usgentalis var. differalis Car. 1 2 Typen, Us-
gent. p. 41
225. P. falcatalis var. tauricalis Car. 16 0’? Typen, Cil.
Taurus, Wan, Amasia. p- 41
225a. P. melanalis Car.”) Cuenca usw. p. 42
226. P. nyctemeralis var. amuralis Rbl. Die Typen (°F von
Radde.
227. Tegostoma quadridentale Zerny 2 d' 1 2 Paratypen,
Ostturkestan.
228. T. moeschleri var. tancreale Car. 1 Type, Chamil
Hami. p- 43
229. Aporodes floralis var. grisealis Car. 10 2 Typen,
Konia. p. 43
230. Heliothela coerulealis Car. Viele 0’? Typen, Zeitun,
Marasch, Amasia. p. 43
*) Diese auf pag. 42 beschriebene Form wird in diesem Teil des
Manuskriptes vom Autor nicht angeführt.
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausgegeben vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1916,
VI
S2 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Tortricidae.
231. Dichelia grotiana var. amasiana Car. 40 22 Typen,
Amasia. p- 45
232. D. praecana var. lapponana Car“) 51% a
Abiskojokk. 45
233. Tortrix aurichalcana var. auristellana Car. 1 r
Type, Radde. p. 47
234. T. viburnana var. altaica Car. 1 Type, Altai. p. 47
235. T. caradjana Wlsm. 4 ’ Typen, Radde.
236. T. persimilana Rbl. 1 Paratype, Gr. Canaria.
237. T. mactana Rbl. Die Type von San Catalina.
238. Cnephasia argentana var. colossa Car. 5 4 2
Typen, Alai m., Kuldja. p. 48
239. GC. maraschana Car. 5 Sf 4 2 Typen, Marasch. p. 48
240. C. alaicana Car. 8 d 1 2 Typen, Alaigebirge. p. 49
241. C. Iuetuosana Rbl. 3 cd" Typen, Kuldja.
242. C. uniformana Car. 1 JS Type, Amasia. p. 49
243. Oxypteron partitanum Chretien. Mehrere Cotypen
und Paratypen von Gafsa.
Conchylidae.
244. Lozopera tornella Wlsm. 1 J Paratype (don. Wlsm.),
Corte.
245. L. beatricella Wlsm. 1 2 Paratype, Suffolk. (don.
Wlsm.).
246. Gonchylis (Phalonia) deutschiana var. murciana Car.
3 d 1 2 Typen, Murcia. p. 50
247. C. minimana Car. 4 0’ Typen, Kasakewitsch. p- 92
248. C. aequana Car. 1 2 Type, Amasia. p- 50
249. C. gracillimana Rbl. 2 J Typen, 3 F® Paratypen,
Cuenca.
250. Olindiodes tragomana Chretien. 3 JR? Cotypen,
Biskra.
251. Conchylis cunabulana WIsm. 1 J Paratype, Radde.
252. C. dubitana var. clarana Car. 3 0’ Typen, Kasa-
kewitsch. p. 92
253. C. austriana Chretien. 0’? Cotypen, St. Ilde fonso.
254. C. austriana var. florana Chretien. Mehrere 2 Co-
typen, Digne.
*) Diese Art wird auf pag. 45 unter dem Namen abisksana
beschrieben, der allein zu gelten hat, Der Redakteur,
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 83
. C. pannosana Kenn. 1 J' Type, Konia.
. GC, helvolana Kenn. 1 co” Cotype, Ak Chehir, mehrere
JS? Paratypen, Ak Chehir und Konia.
. acutana Kenn. 1 5 Type, Erivan.
. parallelana Kenn. 1 0’ Type, Erivan.
ochrobasana Chretien. Mehrere Cotypen, Gafsa.
. ochrolana Chretien. Mehrere Cotypen, Gafsa.
. rectangulana Chretien. Mehrere Cotypen, Gafsa.
. clathrana var. obscurana Car. 11 9 4 2 Typen,
Alaigebirge. . 99
Ber
pP
. C amoenana var. alaiana Car. 4 cd Typen, Alai-
gebirge. p. 53
. C. dysodona WlIsm. (Car.).. 5 0‘ 1 2 Typen, Radde
d. Euxanthis (Pharmacis) magnificana Rbl. Die Typen,
Kuldja.
6. E. ochromixtana Kenn. Die Type, Konia.
. E. patriciana Wlsm. 4 f 2 2 Typen und Para-
typen, Radde.
. E. hilarana var. dilutana Car. 5 d' 5 ?, Typen,
Ak Chehir. p- 95
. E. hilarana var. albidana Car. 5 S 3 2 Typen,
Uralsk. p- 99
. E. viduana Wlsm. 1 2 Type, Radde.
. E. walsinghami Rbl. Die Typen von Orotava_ coll.
Hedemann.
Epibleminae.
. Argyroploce oblongana var. adelana Rbl. 1 J’ Type
von Bozen, 1 £% Metatypen, Alaigebirge.
A. lapideana var- bartelana Car. 2 5 12 Typen,
Sejmonowsk. p. 96
. A. plumbiferana Kenn. Die Type von Erivan.
. A. striana var. anatoliana Car. 4 JS’ Typen, Konia,
Ak Chehir. p. 97
. A. symmathetes WlIs. (Car.) ı / Type, Radde.
. A. metallicana var. amurensis Stgr. (? i. l.). Viele
SZ? (? Typen) Kasakewitsch, Radde. p- 98
. A. antiquana var. pallidana "Car. () 502 2 Shang-
hai. p. 98
. Polychrosis charakterana Wls. (Car) 1 2 Type,
1% 1 2 Paratype, Kasakewitsch.
. Exartema latifasciana var. paleana Car. 1 c” Type,
Radde. p- 59
293.
294.
295.
296.
297.
298.
299.
300.
301.
302.
303.
304.
Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
. E. grapholitana Car. 1 0" Radde. 60
. Steganoptycha nigromaculana var. ussuriana Car. 3 2
7 2 Typen, Kasakewitsch. r 60
. $S. pergratana Rbl. 4 co’ Typen, Kuldja.
. $. (Sinusia) imprimata Wlsm. (Car.) 1 2 Type, 1 R
Paratype, Kasakewitsch.
. $. (Sinusia) imprimata var. (?) lavata Car. 1 0’ Type,
Kasakewitsch. ib
pP
. $S. quadratana var. abiscoana Car. 5 d' 5 2 Typen,
Abiskojokk. p. 61
. $. minutana var. albifasciana Car. 2 Z 1 2 Typen,
Uralsk und Erivan. DAB
. Gypsonoma incarnana var. majorana Car. 5 7 12
Typen, Radde p. 61
. Bactra lanceolana var. lacteana Car. 24 5% Typen,
Radde. p. 62
. Semasia mirana Car. 1 0° Type, Radde. p. 62
. $. caradjana Kenn. 1 2 Type, Erivan.
292.
S. anatoliana Kenn. 1 2 Type, Erivan.
NB. Die zwei letztgenannten Typen sowie 1 J’ von
Sem. sulphurana Christ. von Erivan sind die Ori-
ginalstücke, nach denen Prof. Kennel das Genus Bo-
tropteryx begründete.
$S. conturbatana Kenn. 1 2 Type, Konia.
S. aristidana Rbl. 6 f 2 2 Typen und Paratypen,
Alaigebirge.
*) $. verecundana Car. 2 / Typen, Aeigebieer p. 63
Epiblema bleuseana var. (?) nubilana Car. 1 9%
Typen, Lambeze. p. 64
E. gypsatana Kenn. Die Type von Konia.
E. ignotana Car. 7 9 1 2 Typen, Kasakewitsch. p. 64
E. idotatana Kenn. (Car.) Viele 2? Typen, Uralsk.
E. subrigidana Car. 1 JS Type, Kasakewitsch. p. 66
E. cumulana var. obscurana Car. 4 3 2 Typen,
Gal. m., Cuenca, Sierra Nevada. p. 66
E. couleruana var. castiliana Car. Viele 0’? Typen,
Castilien, Cuenca. p. 66
E. lIuciana Chretien. 1 g° 1 2 Cotypen, Insel St.
Lucie.
E. effusana var. circumflexana Car. 13 J%F Typen,
Radde, Kasakewitsch. p- 67
*) Auch von Semasia lucinana Kenn, habe ich Paratypen in
der Sammlung (B.-H.).
305.
306.
307.
308.
309
310.
311.
312.
313.
314.
>15.
316.
317.
318.
519.
320.
521.
322.
323.
324.
929.
326.
327.
328.
929.
330.
331.
332.
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortrieiden.
E. effusana var. accentana Car. 3 co’ Typen, Radde,
Kasakewitsch.
Grapholitha albersana var. ussuriana Car, 1 0 Type,
85
p. 67
Kasakewitsch. p- 67
G. nougatana Chadkion.: 2 0’? Cotypen, Montelimar.
G. larseni Rbl. Die Typen (coll. Hedemann), Bozen.
G. adenocarpi var. lambessana Car. 2 0° 1 2 Typen,
Lambeze. p- 68
G. succedana var. major Car. (Rbl.) 2 1 2 Typen,
Alaigebirge. . 68
G. adjunetana Kenn. 12 Type, Ak Chehir.
G. caradjana Rbl. 2 fd 1 2 Typen, Alaigebirge.
G. cosmophorana var. alienana Car. 2 0’ 1 2 Typen,
Alaigebirge. p- 68
G. negatana Rbl. Die Typen und Paratypen von Oro-
tava.
G. striatana Car. 1 2 Type, Alaigebirge. p. 69
G. auroscriptana Car. 1 0’ Type, Radde. p- 69
G. cervinana Car. 1 co’ Type, Kasikoparan. p. 69
G. moldovana Car. Type und Metatypen, Rumänien. p. 70
G. amplidorsana Car. 1 5% Typen, Alaigeb. p. 70
G. intacta Wlsm. Typen’ und Paratypen, Lambeze.
Pammene decorata Chretien. 1 2 Cotype und Para-
typen, Biskra.
Ancylopera minimana Car. 2 9 Typen, Uralsk. p. 71
Ancylis unguicella var. cuencana Car. Viele g?
Typen, Cuenca. ne
A. ussuriensis Car. (latipennis WlIsm. var. ?). 2 g
2% Typen, Kasakewitsch. pl
A. sederana Chretien. Viele Cotypen, 9'2, Biskra.
Dichrorampha petiverella var. slavana Car. 3 d’
Typen, Nymolle, Jaegersburg. . 72
P
D. quaestionana var. latiflavana Car. 1 c’ Type,
Radde. p-
D. cancellatana Kenn. 4 / Typen, Radde.
D. alaicana Rbl. Die Typen und Pararypen, Alaige-
birge;. mehrere Metatypen, Kuldja.
D. guadarramana Chretien. Cotypen, St. Ildefouso.
Es befinden sich noch in meiner Sammlung:
Chilo terenellus Pag. Cotypen, Neupommern.
Locastra (Homura) rebeli Hedemann, 2 2 Typen,
St. Croix. Rue
72
86 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris.
—, ——————
Dresden 1916.
. Cosmethis Hb. (vitessa Moore) temerata Swh. (o-
typen, Mafalu, brit. Neu-Guinea.
334. C. stettina Swh. Cotypen, Mte. Kebea, brit. Neu-
Guinea.
C. griseata Kennrick. Cotypen, Mte. Kebea.
Marasmia similis Helemann. Typen, St. Croix.
Rapoona tristis Hed. Type, St. Thomas.
Glyphodes pulverulentalis Hmps. Paratypen,
Pommern.
G. salmenalis Swh. Cotypen, Khasis.
Pygospila marginalis Kenrick. Cotypen, brit, Neu-
Guinea.
Pyrausta flavaginalis Hed.
Cealla rotundipennis Wism. Typen, St. Thomas.
Capua templana Pag. Paratypen, Neu-Pommern.
C. rufostriana Pag. Paratypen, Neu-Pommern.
Coelosthatma parallelana WIsm. Type und Paraty-
pen, St. Thomas.
Conchylis ichtyochroa WlIsm. Type, St. Thomas.
C. subolivana WIsm. Paratypen, St. Thomas und St.
Louis.
C. distigmatana Wlsm. Paratypen, St. Thomas.
Argyroploce muscosana Z. Type, Rio Grande do Sul.
Semasi autochthenes Wlsm. Typen, St. Thomas,
| Paratypen, St. Croix.
391. Eucells lustromarginata Wlsm. Typen, St. Croix.
352. Carpocapsa fiavicolliis Wlsm. Type, St. Croix.
332.
336.
387.
338. Neu-
339.
340.
341.
342.
343.
344.
345.
Type, St. Thomas.
346.
347.
348.
349.
390.
Genauere Angaben über die erwähnten Fundorte.*)
Abisko(jokk): Schweden,
Lappmarken
Adalia: Kleinasien, Vil. Konia
Ain Draham: nord-westl. Tunesien
Ak Chehir: Kleinasien, Vil. Konia
Aksu: Ost-Turkestan
Alai-Gebirge: Ost-Turkestan
Ala Tau: nördlich Thianschan
Albano: Mittel-Italien
Alexandergebirge: westl. Issyk-Kul
nördliche |
Alfacar, Sierra: Süd-Spanien
Amasia: nord-östl. Anatolien
Arasagun(got)gol: Sajan- Gebirge,
südwestl. Kossogol
Askabad: Transkaspien
Askold: Insel bei Wladiwostok
Aulie ata: westl. der Alexander-
kette, Gouv. Syr Darja.
Barcelonette: $8.-Frankreich, Dep.
Basses Alpes
*) Da die in vorstehender Arbeit erwähnten Fundorte teilweise
nicht allgemein bekannt, teilweise abweichend von der üblichen Schreib-
weise oder durch Fehler verstümmelt gedruckt (in Klammer) und in
Atlanten nicht auffindbar sind, so geben wir von diesen, so weit möglich,
eine Liste ınit näheren geographischen Angaben. Der Redakteur.
Batna: Algerien, Prov. Constantine
Biarritz: S.-Frankreich, Dep. Basses
Pyrenees
Bilbao: N.-Spanien, Prov. Viscaya
Biskra: östl. Algerien
(Booz) Boz Dagh: Gebirge 100 km
östl. Smyrna
Bordighera: Italien, westl. Ligurien
Brussa: Kleinas. nördl. von Olympos
Prov.
(Cairouen) Kairouan: Tunis
Chabarowska, Ostsibirien, Küsten-
(Chamal Hami) Chami: östl. Thi-
anschan
(Chemulpo) Tschi- mul-pho: Korea
Chiclana: Andalusien
Cogne: Italien, Prov. Turin
Corte: Korsika
Cuenca: Spanien, Neu-Castilien.
Dax: Frankreich, Dep. Landes
(Diabekir) Diarbekir: Kurdistan
Digne: Frankreich, Dep. Basses Alpes
(Djarkend) Jarkend: chines. Tur-
kestan
(Djebel Touggour), Touggourt: 200
km südl. Biskra
Dovrefjeld: Norwegen.
Eibes: Antitaurus
(Elisabethpol) Jelissawetpol: Kau-
kasus
Embafluss: Kirkisensteppe
Endeggi siehe das folgende
Engeddi: westl. vom Toten Meer
Erivan: Kaukasus.
(Fenestre) Madone de Fenestre:
Frankreich, Basses Alpes
Fujiyama (Fudschijama): Vulkan
auf Nippon
Gabes: Tunis
Gafsa: Tunis
(Gjaourdagh) Giaur Dagh: nord-
westl. Erserum und desgl. 100
km südwestl. Trapezunt
(Hadjiabad) Hadji-Abbass: Persien
Hadjin: Antitaurus, Klein-Asien.
Indersky: Gouv. Uralsk
Issykkul: Salzsee, Gouv. Semiret-
schinsk
v. Caradja. Geogr. Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden. 87
Jaffa: syrische Hafenstadt
Jägersborg: Seeland
Juldus: Ost-Turkestan.
Kalmykow: Gouv. Uralsk
(Karageitan) Karageitau: Geb. bei
Narynsk, südl. Issykkul.
Karahissar Geb.: westl. Armenien
(Karaki) Abkürz. von Karakilissa ?
b. Aidin (Kl. Asien)
Kaschgar: südl. Thian Schan
Kasikoparan: russ. armen. Grenze
Kentei Geb.: in der Mongolei
Kilima Ndjaro: Deutsch-Ost- Afrika
Konia: Anatolien
Korla: östl. Thian Schan
Krasnowodsk: a. Ostufer d. Kaspi
Meeres
Kuku noor: zentralasiat.
Prov. Kansu
Kuldja: Dsungarei
Kultuk: am Baikal See
Kuschk: Persien, Farsistan
Salzsee
La Grave: Frankreich, Dep. Tarn
Lambeze: Algerien, Dep. Constantine
Lanjaron: Spanien, Prov. Granada
Lenkoran: Kaspi Meer, Gouv. Baku
(Loob Noor) Lob noor: See in Ost-
Turkestan
(Luxor) Luksor: Oberegypten, a. Nil.
Magnesia (Manissa): Kleinasien nord-
östl. Smyrna
Marasch: asiat. Türkei nordöstl. von
Alexandrette.
(Margellan), Margelan, jetzt Skobe-
lewo: Turkestan, Prov. Ferg-
hana
Mardin: asiat. Türkei, Kurdistan,
Vil. Diarbekr.
Mero: Fluss i. N.-Spanien, Prov.
Coruüa
Mogador: Marokko
Moschian: (Moschiano? Italien)
Murcia: Süd-Spanien.
Namagan: russ. Turkestan, Prov.
Ferghana
Nay: West-Pyrenaeen.
Ordrup: Dänemark, I. Seeland
Petrowsk: am Kaspi See
88 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Plouharnel: Frankreich, Dep. Mor- | Sutschan: bei Wladiwostok
ihan Syr Darja: Turkestan
(Pompejewka) Pompjejewka: am
Amur Tarbagatei: Chin. Dsungarei
Poros: griech. Insel an der Ostküste | Tekke: asiat. Türkei, Vil. Konia
v. Argolis Tenied-el-Haad (Teniet-): Algerien
‚ | Tjutjuje: Schweden, Lappmarken
Rachlau: Sachsen, Oberlausitz Troitzkossawsk: Transbaikalien bei
Radde— Raddefka: am Amur Kjachta
Rannoch: See in Schottland Tshu, Aulie ata: siehe letzteres
Rivas: Spanien, bei Madrid. Tsi Amdo (Tsiando) China, Kuku
noor Gebiet
Saisan: Russl., Gouv. Semipalatinsk | Tura: Turkmenien.
Sajan: Russl., Gouv. Jenisseisk
St. Ildefonso: Spanien (Sierra Gua- | (Uliassutai) Uljassutai: chines. Mon-
darrama) golei
(St. Lucie) Insel St. Lucia: Cap | Uralsk: russ. Gouv. nördl. v. Kas-
Verden pischen Meer
St. Marqueritte: Süd-Frankreich Usgen(t): Turkestan, Prov. Ferg-
St. Pons: Frankreich, Basses Alpes hana.
(Sejmonowsk) Symonowsk: Ural
Sfax: Tunis
Sharud: Persien, südöstl. v. Asta-
Vannes: Frankreich, Dep. Morbihan
Vizzavona: Korsika.
‚ rabad. 1 Wan: östl. Armenien am gleichn. See.
Sierra Alfacar\ Südspanien (Prov. | Wladiwostok:i.d. Russ. Küsten-Prov.
evada Granada)
(Speitla) Sbeitla, Tunis | (Zacuapan) Zacoalpan: Mexico
Suffolk: Grafschaft in England Zeitun: Taurus.
Phaenologische Anmerkungen.
Von W. Fritsch, Donndorf (Unstrut).
Nachtrag zur Phaenologie von Colias crocea Foure.
(edusa F.).
Der Güte des Herrn Präsidenten Frhr. v. d. Goltz (Strass-
burg i. E.) verdanke ich zu diesem Gegenstande folgende wert-
volle Mitteilungen: „Im Elsass fliegt crocea regelmässig
jedes Jahr im August bis November, manchmal sehr zahlreich,
manchmal spärlich; vereinzelt fliegt erocea im Elsass auch im
Mai—Juni.“ Danach ist die Frühlingsbrut dieses Falters auch
für das Gebiet des deutschen Reiches festgestellt: („Ich habe
bestimmt crocea im Mai—Juni zweimal im Elsass gesehen,
einmal bei Strassburg und einmal bei Zabern, was nicht aus-
schliesst, dass crocea jedes Jahr um diese Zeit zu finden ist.
Einen Massenflug hatten wir 1881 und 1911, im Sept. 1881
fing ich an einem Nachmittag 3 ab. melice, 1911 am 30./9.
W. Fritsch. Phaenologische Anmerkungen. 89
ein prachtvolles Stück helicina.“) Es ist aber bemerkens-
wert, dass nur die wärmsten Teile des deutschen Reichsgebietes,
wo Mandelbäume und Edelkastanien ihre Früchte im Freien
reifen, die Frühjahrsbrut von crocea aufweisen. Bei dieser
Gelegenheit möchte ich auch die Tatsache der Vergessenheit
entreissen, dass Ö. crocea einmal in den siebziger Jahren bei
Neuhausen unweit Schaffhausen (Schweiz) in so gewaltiger
Menge erschienen ist, dass ein Kleefeld von den dottergelben
Faltern nur so wogte. Die Blütenköpfe des Klees verschwanden
stellenweise unter den zahllosen Schmetterlingen, und das Ganze
soll wie ein safranfarbenes Meer ausgesehen haben.
Gonopteryx rhamnil.
Dieser Falter ist (vgl. weiter unten Pyrameis und Va-
nessiden) einer der wenigen, die das ganze Jahr hindurch
als Imago anzutreffen sind, so dass man sich davon eine so-
genannte „Jahresuhr“ (d. h. Belegstücke aus allen 12 Monaten
des Jahres) herstellen kann. (Ueberwinterte) Junistücke aller-
dings müssen höher im Gebirge, in kalten Tälern, aufgesucht.
werden; in der Ebene treten sie nur ausnahmsweise in Jahr-
gängen mit einem kalten, arg verspäteten Frühling auf. Die
Zeit des Hochfluges ist Mitte Juli, sie währt etwa 14 Tage;
danach lässt die Häufigkeit auffallend nach. Es erscheinen je-
doch auf dem Wege der Verzettelung immer wieder frisch ge-
schlüpfte Stücke, bis Ende Oktober, wo der Flug aufhört und
die Falter geschützte, versteckte Oertlichkeiten aufsuchen: die
einen, älteren, um zu sterben, die andern, noch lebenskräftigen,
um zu überwintern. Sie bevorzugen dabei ganz bestimmte
Lieblingsplätze im Walde, die mit Brombeeren, niederen Eichen-
büschen und hohen Grasbüscheln bestanden sind. Dort sieht
man sie an den letzten warmen ÖOktobertagen, ganz selten und
ausnahmsweise wohl auch noch an einem sonnigen November-
tage um die Mittagszeit umherirren und sacht verschliefen.
An solchen Plätzen ist es dem Wissenden ein leichtes, auf
Wunsch jederzeit den ganzen Winter über bei einigermassen
schneefreiem Wetter ein Belegstück zu holen. Gewöhnlich
findet man sie erstarrt im Schutz eines Grashorstes hocken,
seltener unter Brombeergestrüpp, obwohl sie dessen Nähe lieben.
Auch zwischen den Nadeln abgebrochener Kiefernzweige fand
ich sie schon. Meist sind es fo’; die Weiber machen sich
rar. Die .Begattung findet nach meinen Beobachtungen vom
März ab statt. Einmal fand ich bei Gelegenheit eines winter-
lichen Rückfalls, wie sie in unseren Breiten der März so häufig
90 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
bringt, im Kiefernwalde ein Pärchen in Kopula erstarrt am
nackten Boden liegen. Im Februar sieht man die J’d" bisweilen
schon fliegen; ein einziges Mal wurde mir sogar im Dezember,
grade um die Weihnachtszeit, der aussergewöhnliche Anblick
eines frei im Walde fliegenden Zitronenfalters zuteil. Abnorme
Wärme und milder Mittagssonnenschein waren des Rätsels
Lösung. Ich glaube, dass es überhaupt keinen Monat gibt, an
dem nicht schon irgend wann einmal ein männlicher Zitronen-
falter geflogen wäre. Ich selbst habe allerdings im Januar bis-
her noch keinen zum Fluge kommen sehen, aber doch Januar-
tage von solcher Milde erlebt, dass ein Flug durchaus denkbar
und in den Grenzen der Möglichkeit liegend erschien. Gelbe
(progressive) Weibchen habe ich wiederholt gefangen; ein ganz
eigenartig gefärbtes Stück — 2 mehlartig bestäubt, wie farinosa,
bleichgelb, mit einem Schuss von Ocker oder unreinem Orange
gleichmässig über die Flügelflächen ausgebreitet — entging mir
leider infolge des jedem erfahrenen Sammler bekannten „fata-
listischen Correlats“: glühende Hitze, der Mensch erschöpft und
schlaff, das Vieh dafür desto mobiler. Dazu «das unwillkürliche
Staunen über den seltenen Vogel... ein allzulanges Zögern,
und die märchenhafte Farbensymphonie in Blassgelb und Orange
war entwischt: ab nach oben. Vorhang fällt.
Flugzeiten vom Genus Pyrameis.
Pyrameis cardui und atalanta gehören wieG.rham-
mi zu den Faltern, die in jedem Monat des Jahres als Imago vor-
kommen, wenngleich sie sich im Winter weit besser zu verstecken
wissen und dann schwer, oder kaum zu finden sind. Die über-
winterten Weibchen leben in ihren letzten Ausläufern solange,
dass sie sich mit der frischgeschlüpften Brut des neuen Sommers
vermischen. Ihr Zustand freilich ist dann schrecklich; so etwas
von Abgerissenheit und Zerschlissenheit und Verblichenheit ist
kaum zu glauben. Besonders die alten, abgetakelten Frühlings-
fregatten von cardui wirken wie bleiche, graue Gespenster gegen
die leuchtende Farbenpracht der frischen Stücke. P. atalanta
fliegt im Herbst bis Ende Oktober, bisweilen auch noch Anfang
November; im Frühjahr kommt er spät hervor, gewöhnlich erst
im Mai, unter günstigen Umständen aber schon vom 20. April
ab (so 1913, wo es Berlin am 27. auf 27,70 C, Magdeburg
vollends auf + 30° C brachte). 1914 sah ich den ersten Ad-
miral sogar schon am 17. 4. und dann wieder am 19. bei
— 20° C, zugleich mit den ersten Schwalben und dem ersten
Aglia tau. Im Juli gibt es dann den ersten Nachwuchs, man
W. Fritsch. Phaenologische Anmerkungen. 91
findet dann immer Falter, Puppen und Raupen nebeinander, bis
es wieder friert. Selbst im November sind noch atalanta-
Raupen gefunden worden. Ins Zimmer gerettet, ergaben sie
noch schöne Puppen und Falter; ich besitze zwei ganz prächtige
Stücke von diesen Spätlingen. P, cardui kommt auch schon
Ende April hervor, wenn das Wetter einigermassen schön und
warm und trocken ist. Sonst sicher im Mai. Und da zeigt
sich eine eigentümliche Erscheinung. Man sieht nämlich neben
stark ausgebleichten Stücken, die deutlich die Spuren des über-
standenen Winters zeigen, lebhaft bunte, feurige, ganz frische
und reine Falter. (Dasselbe ist bei atalanta der Fall.) An
der mit Pflaumen bepflanzten Landstrasse, die von dem Markt-
flecken Gehofen im Unstruttale nach Rieteburg führt, kann man
jedes Frühjahr die gemischte Gesellschaft beobachten. Die grauen
Gespenster, «ie wie abgerissene Bettler wirken und die feurig
gefärbten in ihrem Pracht- und Feierkleide. Es liegen hier zwei
Möglichkeiten vor. Entweder überwintert das Genus Pyrameis
bei uns nicht blos als Imago, sondern auch als Puppe (dann
hätten wir es also mit frisch geschlüpften Stücken einer Früh-
jahrsbrut zu tun), oder man muss annehmen, dass ungeflogene
Spätlinge vom Oktober her so günstig und an so geschützter
Stelle zu überwintern verstanden, dass ihre Färbung nicht den
geringsten Schaden erlitt. Welche Deutung das Richtige trifft,
vermag ich aus Eigenem nicht zu entscheiden, ich begnüge mich
daher, die Aufmerksamkeit auf die Tatsache selbst zu lenken
und zu näheren Beobachtungen anzuregen.
Die Vanessiden.
Soweit ich sehen konnte, sind Vanessa polychloros, io
und antiopa nicht so lang- und zählebig, dass ihre überwin-
terten Stücke mit den letzten Ausläufern die Erstlinge des neuen
Jahres erreichten. Es scheint da in der Tat eine Pause zu
geben, die bei V.io wohl am kürzesten ist. Vanessa urticae
jedoch trägt seine zerfetzten Fahnen den jungen Regimentern
des Nachwuchses entgegen. Solch ein Veteran erinnert im Fluge
fast ein wenig an das schmutzige Farbenkleid von V. casch-
mirensis. Die früher strohgelben Stellen sind verblichen,
weisslich geworden und stechen schärfer gegen die schwarzen
Vorderrandsflecken ab. Ebenso soll ja der schwefelgelbe Rand
der antiopa-Stücke weiss aussehen. Nun fiel mir aber am
6. April 1915 bei Liegnitz eine Schmetterlingsgesellschaft auf,
die sich an einigen Birkenstämmen im Walde von Vorderheide
tummelte: polychloros, antiopa und Polygonia c-al-
99 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—
bum. Alle waren verblüffend rein und frisch; antiope führte,
obwohl überwintert, gegen alles Herkommen einen deutlich schwe-
felgelben Rand; auch einige Stücke von c-album zeigten nicht
die geringste Spur von Ueberwinterungszeichen; es gab Tiere
mit dunkler und andere mit heller Unterseite neben einander,
beide aber merkwürdig rein. Ebenso flog urticae in diesem
Frühjahr zuweilen ganz regelwidrig mit schönen strohgelben
Stellen und doch hatte es bis zum 29. März 1915 tüchtige
Schneeböen gegeben. V. polychloros machte gleichfalls den
Eindruck, als hätte man Juli-Stücke vor sich. Niemals vorher
hatte ich um diese Jahreszeit so prächtige Falter. gesehen, an
denen die Winterstürme spurlos vorübergegangen zu sein schie-
nen. Gern hätte ich antiopa als Beleg mitgenommen; allein
es war schwül, die Frühjahrsmüdigkeit steckte noch in den
Knochen, das Tier sass hoch, eben noch zur Not erreichbar, und
ich schlug fehl. Wieder erhebt sich die Frage, ob besonders
glücklich überwintert, ahne im Herbst vorher geflogen zu sein,
oder ausnahmsweise einmal als Puppe durch den Winter ge-
kommen? Denn verzettelte Raupen und Puppen gibt es bis in
den Herbst hinein.
Polygonia c-album L.
Diese Art erschien im Jahre 1914 zahlreicher als je und
ausserdem in auffällig tiefroter Tönung und zwar sowohl im
Frühjahr, wo die überwinterten Tiere aus dem Spätherbst des
Jahres 1913 in Frage kamen, als auch im September. Ein
Stück, das ich am 2. Osterfeiertage (13. 4. 14) sah. als die Süss-
kirsche bereits blühte, habe ich als geradezu glutrot vermerkt,
und auch die Herbststücke waren leuchtend tiefrot, sammetig
und warm. Leider hält bekanntlich die Pracht nicht vor; denn
der C-Fuchs gehört zu den Tieren, die nach Eintritt des Todes
wohl mit am stärksten verlöschen, man kann es mit den Augen
wahrnehmen, wie die Farbe unaufhaltsam dahinschwindet und
stumpf wird.
Bemerkenswert war auch der Jahrgang 1915. Die Häufig-
keit übertraf den Durchschnitt. Von den überwinterten Stücken
ist oben das nötige gesagt. Am 19. Februar bei 11° Wärme
wurde das erste im Freien erbeutet. Mitte Juni bereits erschienen
die Erstlinge der Sommerbrut, gegen andere Jahre erheblich ver-
früht. Denn schon am 12. fing ich ein frisch geschlüpftes d’.
Die wirkende Ursache ist in jener langdauernden Hitze- und
Trockenperiode zu erblicken, die schon zu Pfingsten (24./25.
Mai) lästig wurde, später aber unsere gesamte Ernte in ernste
W. Fritsch. Phaenologische Anmerkungen.‘ 93
Gefahr brachte. Ein starker Einfluss auf das Falter kleid wa
unverkennbar. Solch extreme Hitzeformen, wie sie Mitte und
Ende Juni flogen, dürften zu den grossen Seltenheiten gehören,
denn die ausgeprägtesten Stücke waren bereits auf halbem Wege
zu P.egea. Unterseite schier blond, Flügel weniger ausgebuchtet.
Später, im Juli, nach den ersten Regenfällen und auch noch im
August zeigte sich — neben der normalen Form mit dunkler
Unterseite — die sommerliche ab. hutchinsoni, die ja auch
in andern Jahren stets auftritt. Im September erschienen dann
auffallend verdunkelte Stücke von düsterem Braun.
Verschiedene Beobachtungen.
‚Am 13. Juni 1915 fing ich auf der Hainleite hinter der
Sachsenburg ein nöch ganz frisches J' von Colias hyale,
Frühlingsbrut. Am selben Tage war ich nicht wenig erstaunt,
alsich auf dürrem, heissem Flugplatz, mit kurzer Grasnarbe und
viel Turritis, einer sonnendurchglühten Kalkhalde, die sonst doch
mehr auf feuchten Wiesen anzutreffende Melitaea aurelia
fliegen sah, meist fc, 1 $. In den ersten Septembertagen
wurde noch ein verspäteter P. machaon bemerkt, selbstver-
ständlich arg verblichen. Dies Jahr (1916) erschien Hib. leu-
cophaearia bereits am 20. Januar, während sie sonst stets den
Februar, bisweilen (so 1909) sogar den März abwartet. Phi-
galia pedaria kommt meist einige Tage früher, dies Jahr
einen ganzen Monat. Bei dieser Gelegenheit seien einige Worte
über den Zusammenhang zwischen Wetter und Erscheinungszeit ge-
stattet. Von mancher Seite wird nämlich behauptet und geglaubt, ge-
wisse Arten seien ziemlich unabhängig und an den Verlauf der
Witterung wenig gebunden. Die Tiere sollen angeblich ein ge-
heimnisvolles Gefühl dafür haben, wann ihre Zeit und Stunde
gekommen und sich vorher weder durch noch so freundlichen
Sonnenschein und linde Lüfte hervorlocken, noch später durch
noch so widriges Wetter am Ausschlüpfen hindern lassen. Ein
Amerikaner ging in dieser Hinsicht soweit, dass er eine bestimmte
seltene Art stets um den 1. April herum erbeutet haben wollte,
sogar wenn um diese Zeit der berüchtigte Blizzard tobte. Das
ist nun ein Irrtum. Zwar folgt nach meinen Beobachtungen
die Schmetterlingswelt den Wetterlaunen nicht so rasch und
leichtsinnig wie oft sehr zu ihrem Schaden — die Pflanzen-
welt. Dennoch sieht man nicht selten frisch geschlüpfte Früh-
jahrsspanner an Stämmen hocken, wenn noch Schnee liegt und
sehr übles Wetter herrscht. Es wäre aber falsch, den Puppen
eine bestimmte Eigenwärme zuzuschreiben, die sie von der Um-
94 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
welt mehr oder weniger unabhängig macht. Sehr lehrreich war
nach dieser Hinsicht der Witterungsverlauf im Februar des Jahres
1914. Hib. leucophaearia pflegt hierzulande zu erscheinen,
sobald der Winterling (Eranthis hiemalis) blüht. Nun aber
blühte er bereits, erst recht die Schneeglöckchen, die Stare waren
da, am 13. flogen bei + 10° V.io und Scopelosoma
satellitia, sonnige, angenehme Vorfrühlingstage kamen ins
Land und noch immer wollte sich keine leucophaearia zei-
gen. Erst am 16. erschien sie bei 4 13°, nachdem tags zuvor
Föhnwind gewesen war. In jenem Frühjahr nämlich war der
Boden ziemlich tief gefroren, und die sonnigen Tage hatten an-
fänglich sogar eine Zunahme der Vereisung gebracht, wenigstens
an schattigen Stellen und im Walde. Erst als der Föhn den
Erdboden aufgetaut und der Wärme den Weg zu den schlum-
mernden Puppen gebahnt hatte, erfolgte das Schlüpfen. Andere
Jahre hatten vielleicht weniger angenehme Tage, und dennoch
erschien leucophaearia früher — weil nämlich die Boden-
wärme durchschnittlich höher war. Es muss durchaus die zum
Schlüpfen erforderliche Wärme von aussen an die Puppe herzu-
treten, diese selbst erzeugt sie nicht. Darum hat nach wie vor
das Wetter einen ausschlaggebenden Einfluss auf die Erschei-
nungszeit der Falter; sie sind da nicht ihre eigenen Herren.
Den stärksten, wohl überhaupt denkbaren Beweis dafür liefert
uns Roesel v. Rosenhof in seinen „Insektenbelustigungen“. Denn
als er gerade damit beschäftigt war, den „allenthalben bekannten
Mayen-Kefer“ im Jahr des Regierungsantritts Friedrich des
Grossen (1740) zu erforschen, hielte der Winter so lang an,
dass auch zu Ende des May die Felder noch mit Schnee be-
decket lagen, und an denenjenigen Orten, wo die Sonne ihre
Strahlen nicht hinwerffen konnte, auch noch im Brach- und
Heumonat Schnee und Eis anzutreffen war‘“
Roesel erhielt für seine Untersuchungen schliesslich „drey
Kefer; zwey derselben im Heumonat (d. i. Juli), und einen an
dem ersten des August-Monats “ Die „Mayen-Kefer* haben also
in jenem Jahre ihrem -Namen keine Ehre gemacht und die Zeit
gründlich verpasst.
Eine neue Form von Deilephila gallii Rett.
Von W. Fritsch, Donndorf (Unstrut).
D. gallıi ab. cuspidata nova. Die Parallelform zur
gleichen Spielart von D. euphorbiae (ab. cuspidata Rebel).
H. Neustetter. Neue und wenig bekannte atrıkanische Rhopalozeren. 95
Also: Vfl normal, auf den Hfln das schwarze Submarginalband
verschmälert und scharf gezähnt, an der Durchtrittsstelle der
Adern jeweils nach aussen gerissen. Unter der Stammart, aber
erheblich seltener als die gleiche Form von euphorbiae.
Neue und wenig bekannte afrikanische Rhopalozeren.
Von H. Neustetter, Wien.
Pieridas,
Teracolus hildebrandti 2 ab. intermedia n. Zugleich mit
der Stammform und der var. lanzi Bart. erhielt ich aus Iringa,
D. 0. Afrika, 2 Weibchen, die einer Zwischenform angehören.
Grösse wie lanzi, Grundfarbe weiss, an der Flügelwurzel ein
wenig schwarzgrau bestäubt. Der Prachtileck stark schwarz
durchsetzt, so dass nur gelbe Streifchen, in Form einer schmalen
Binde übrig bleiben. Die Unterseite ist weissgelb wie bei
hildebrandti, doch fehlt das dunkle Wurzelfeld der Vfl.
Typen, 2 2, aus Iringa;, D. 0. Afrika, in meiner Sammlung.
Diese Form unterscheidet sich von hildebrandti durch ge-
ringere Grösse und hellere Färbung, von lanzi durch anders
gefärbte Unterseite und den Prachtfleck, welcher bei dieser ganz
gelb ist.
Teracolus evenina var. sypilus 2 ab. flavofasciata n.
Von typischen sypilus- Weibchen durch schwefelgelben Pracht-
fleck verschieden, der bei den Hauptformen rot ist. Type, 1%,
aus Iringa, D. O. Afrika, in meiner Sammlung.
Pieris zochalia var. pondoana n. Es liegen mir aus dem
West-Pondoland vier Stücke einer kleineren Form von zocha-
lia vor. Die Männchen sind kleiner als zochalia, die Flügel-
spitze mehr abgerundet, die Zeichnung der Vfi wie bei der
' Hauptform, auf den Hfin fehlt die schwarze Submarginalbinde
wie bei var. voeltzkowi Karsch und die Saumflecken sind
klein wie bei var. tanganjikae Lanz. Die Unterseite ist
wie bei der Stammart, nur etwas feiner braun gezeichnet. Die
Weibchen sind wie die Männchen gezeichnet, jedoch es ist eine
Submarginallinie der Hfl vorhanden und die Saumflecken sind
grösser. Die Farbe der Vfl ist ein lichtes Schwefelgelb, fast
weiss. Die Hfl sind dottergelb. Da auch bei den anderen
zochalia-Forımen so gelbe Weibchen vorkommen (Aur.-Seitz
Taf. 13c), die neben solchen, den Männchen ganz gleich ge-
färbten fliegen, so mögen die gelben Weibchen den Namen
96 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
2 ab. flavipennis führen. Grösse von var. pondoana 0’ Länge
des Vfl 27 mm, Exp. 44 mm. 2 Länge des Vfl 28 mm, Exp.
49 mm. Typen, 2 ZF 2 28, aus West-Pondoland, in meiner
Sammlung und in der Sammlung des Herrn Dr. Jeannee, Wien.
Die var. pondoana unterscheidet sich durch die oben ange-
gebenen Merkmale von der Hauptform und von var. tangan-
jikae durch den schwarzen, mit dem Vorderrande verbund enen
Diskalfleck. Die Form flavipennis steht der ab. ochracea
Heron nahe, ist aber durch die Vfl, welche fast weiss, nur
leicht gelb angehaucht sind, verschieden.
Pieris thysa var. balangensis ? ab. tassamagangae n.
Typische Weibchen von balangensis sind oben wie die
Männchen gefärbt; ab. tassamagangae ist ein oben vollständig
ockergeibes Weibchen. Type aus Tassamaganga, D. 0. Afrika,
in meiner Sammlung. |
Terias habale var. hibernia n. repräsentiert die Winterform
von habale, von welcher sie sich unterseits durch einen
grossen, braunen Fleck in der Spitze der Vfl unterscheidet. Mir
liegt diese Form aus Uganda vor, doch wird sie wohl überall
vorkommen, wo die Stammform fliegt.
Danaidae.
Amauris echeria var. alba n. Diese Form steht in Grösse
und Zeichnung der var. oscarus Thur. nahe, unterscheidet sich
aber sofort durch das weisse Mittelfeld der Hfl, welches bei
echeria und allen ihren Formen gelb ist. Auch ist dieses
weisse Feld breiter, da es noch weit über Rippe 7 hinaus reicht.
Die gegen den Inuenrand gekehrte Begrenzung dieses weissen
Mittelfeldes ist nicht nach dem Aussenrande zu ausgeschweift, son-
dern abgerundet und verschmälert, so dass das Ende die Mitte
des Hinterleibes durchschneiden würde. Die Anlage der Flecken-
zeichnung wie bei oscarus, doch sind alle etwas grösser, ins-
besondere der in Zelle 2, 4, und in der Mittelzelle. Der Mehl-
fleck ist wie bei den anderen Formen von echeria. Type 1
von Ost-Afrika, ohne näheren Fundort, in meiner Sammlung.
Von Amauris albimaculata var. hanningtoni Butl., die
auch ein weisses Mittelfeld der Hfl hat, unterscheidet sich alba
durch die Palpen, welche bei diesen zwei Formen einen weissen
Strich, bei alba aber nur einen solchen Punkt haben. Auch
hat hanningtoni ein breiteres, braunes Wurzelfeld und eine
vollständige weisse Fleckenreihe der Hfl, von Amauris craw-
shayiı Butl. durch das weisse, schmälere und anders geformte
Mittelfeld der Hfl verschieden.
| fishmaeeireähe ®
: Autsierart E. Möbis,Drsden, Shan 3.
Ki ARE Ser
I.
f I
luı en von Mitgliedern ea, an den Vorsitzenden
RER Kr: = erbeten. 5 DR
Der jährliche Mitgliedsbeitrag: von 10 Mark ist
Er . ersten. drei Monaten eines jeden Vereinsjahres au,
(an | den Rechnungsführer. 6. Kretzschmar). BER
nr
le ren.
Me ihren ae zu zahlen vergessen.
—
\
Be, -
: Fa Ty - = ne
. b Ai 5 Er b* . nV e
r k R F-
S 5 u
?
”
_ Glomara u 1 cl N 24
2Halbfranz-Bä nde, ı 3000, |
alöecken Goieis en er Pr ie Mi Er ; ne
_ arbeit bedeutender Gelehrter fanden im ganz T =
15444 Formen mit 12247. Abbildungen in voll- =
‚endeter Naturtreue Aufnahme. Der Herausgeber,
Prof. Dr. Ad. Seitz, hat damit anerkannter Weise Er
ein Handbuch geschaffen, das ‚jedem Emians, ss
Sramailige sondern u zu u Stadien näche u ni Er
entbehrlich ist. Für ie ‚Wert des. Werkes =
sammlern ER von ia 1 Detversrläten, , Biblio. Be
theken, land- und ‚forstwissenschaftlichen we Es
stituten, naturwissenschaftlichen. Vereinen ur 24,23
‚Museen des In- und Auslandes bezogen wurde
Bee
Vom zweiten Hauptteile des Werkes, weicher
F ee AR
ferungen schen, | an: "gehören 79 der ER
"amerikanischen, 125 der indo-australischen und “ $ De
35 der afrikanischen Fauna a
| .. Prospekte ER - hl
und Probetafeln stehen kostenlos. zur FR & Be
Verlag des Seitz’ sc hen \ TR
Stuttgart. AR KR = ost
NOV 3 0.1929
Iris, Dresden, Band XXX. Heft 2/3.
Deutsche
f}
==.
Entomologische Zeitschrift
I
I I31
* b)
„Lris
herausgegeben
vom
kntomologischen Verein Iris zu Dresden.
Jahrgang 1916. Zweites und drittes Heft.
1. September 1916.
F,
Schriftleiter: Dr. H. Walther.
Preis für Nichtmitglieder des Vereins: 4 Mark.
In Kommission bei
R. Friedländer & Sohn
Berlin, Carlstrasse 11.
Druck von Oskar Hensel, Gontosberg.
Inhalts-Uebersicht.
Seite
H. Neustetter. Neue und wenig bekannte afrikanische Rho-
Phlüceren 2. rl er a RR Eee SH er
R. Pfitzner. Die Lepidopteren der Sprottauer Gegend . . 108—110
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Falter aus den Familien
Pyralidae—Micropterygidae . . 0... 110—144
H. Fruhstorfer. Neues über die alte Art Nakyrae a RR 145—147
H. Fruhstorfer. Nochmals Limenitis rivularis Scop. . . . 14
Frhr. v. d. Goltz. Noch einmal Erebia epiphron vogesiaca . 148—149
Bücherhösprechungen 7.71. Im 1 DE re a a
Berichtigüngen 07 12 30 20 er a A ee
In allen redaktionellen Angelegenheiten (Manuskripte, Tafeln, Bücher-
besprechungen, Korrekturen etc.) bittet man, sich bis auf weiteres nur
an den Vorsitzenden, Hofrat Prof. Dr. Heller, Dresden, Kgl. Zoolog.
Museum, Zwinger, zu wenden. Die Autoren erhalten 25 Sonderdrucke
kostenfrei, nach Vereinbarung (bei Einsendung des Manuskriptes) auf
Wunsch mehr. Für die Form und den Inhalt der in dieser Zeitschrift
veröffentlichten Aufsätze sind die Autoren allein verantwortlich.
Dr nd,
H. Neustetter. Neue und wenig bekannte afrıkanische Rhopalozeren. 97
Satyridae.
Mycalesis ribbei n. sp. Diese Art gehört nach Aurivillius
in die safitza-Gruppe und ist zwischen benina Grünbg. —
(Wissensch. Ergebn. der Deutsch. Zentr.-Afr. Exped. p. 508,
T. 11, F. 2 Sf) und hyperanthus Beth. Baker (Ann.
Mag. Nat. Hist. [8] 2, p. 469) einzureihen. Länge eines Vils
26 mm, Exp. 49 mm. Flform ähnlich der benina, am Saum
der Ilfl noch mehr abgeschrägt, so dass der Analwinkel stark
zugespitzt ist. Saum der Vfl ganzrandig, der Hfl leicht gewellt.
Fransen lichtbraun, mit dunkler Teilungslinie. Floben einfärbig
dunkelbraun. Vfl in Zelle 5 mit einem eiförmigen, schwarzen
Augenfleck mit weisser Pupille, umgeben von einem gelbbraunem
Ring. In Zelle 2 ein runder, schwarzer Punkt. Der Vorder-
rand der Hfl silbergrau, mit einem aus langen, gelbbraunen
Haaren bestehendem Pinsel, am Vorderrande der Mittelzelle, sonst
sind die Fl oben zeichnungslos. Fl unterseits siennabraun. gegen
die Wurzel heller werdend. In der Mittelzelle der Vfl eine
dunkel umsäumte Makel, bei !/, eine dunkelbraune leicht ge-
schwungene Querlinie durch alle Fl, bei 2/; eine ebensolche ge-
rade, welche saumwärts licht begrenzt ist. Zwischen letzterer
und dem Saum auf dem Vfl ein kleines Auge in Zelle 5 und
ein grosses in 2. Auf dem Hfl 7 Augen in einer gebrochenen
Reihe und ein kleines Doppelauge in Zelle 1, ein grosses in 2,
drei kleine in 3 bis 5 und wieder ein grösseres in 6, alle sind
weiss gekernt, zuerst von einem hellgelben, sodann von einem
dunkleren und wieder einem helleren Ring umgeben Ich er-
hielt diese Art schon vor einigen Jahren von Herrn C. Ribbe
in Radebeul, dem zu Ehren ich sie benenne. Type, 1 cd‘, aus
Kamerun, in meiner Sammlung. Diese Art unterscheidet sich
von der ihr nahe stehenden hyperanthus durch das Fehlen
des grauen Mehlfleckes im Analwinkel der Hfl und durch die
unten gerade, zwischen Rippe 3 und 5 nicht vortretende Mittel-
linie. Von benina durch andere Flform, die oben: vorhan-
denen Augenflecke und die unten fast gerade, bei benina nach
aussen geschwungene, zweite Querlinie, sowie durch grössere
Augenflecke der Unterseite. Von analis Aur. (Ent. Tidsk.,
16, p. 113 Fig. 1 (1895) durch die Grösse, andere Flform,
dunklere Färbung der Unterseite und die gerade, bei jener
mehrfach gebrochene Querlinie der Unterseite.
Acraeidae.
Acraea. petraea ab. ? grisean. Typische Weilichen haben
wie die Männchen rote Grundfarbe; mir liegt. .eine zweite Weib-
. „Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausgegeben vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden, Jahrgang 1916, em
98 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—
chenform vor, mit graubrauner Grundfarbe und weissem Sub-
apikalfleck auf den Vfln. Die Unterseite der Fl ist graugelb.
Typen, 2 2, aus Natal, gefangen 5. IV., in meiner Sammlung.
Acraea atolmis Westw. var. acontias Westw. und 2 ab.
nigra n. Auch bei dieser Art gibt es rote und fast vollständig
schwarzgraue Weibchen, letztere mögen obigen Namen führen.
Nach mehreren Stücken, welche von dem verstorbenen Afrika-
Forscher Dr. Holub in Natal gesammelt wurden und sich im
k. k. Naturhistorischen Hofmuseum in Wien und in meiner
Sammlung befinden.
Acraea caldarena 7 ab. mediofasciata n. Unter einer
grossen Menge von Dr. Holub in Natal gefangener caldarena
Hw. befindet sich auch ein Weibchen mit breiter weisser, etwas
hyaliner Querbinde durch die Mitte der Vfl. Diese bedeckt
fast die ganze Flfläche, indem nur die Flwurzel bis zur Ga-
belung des ersten Medianastes und der Apikalteil in der nor-
malen Breite von der Grundfarbe eingenommen werden. Type
in meiner Sammlung.
Acraea esebria var. actinotis n. Aus D. O. Afrika liegt
mir ein Z einer esebria-Form vor, welche sich mit keiner
der bisher beschriebenen vereinen lässt. Am nächsten steht sie
noch der var. jacksoni Sharpe (Auriv.i. Seitz p. 248 Taf. 57d.),
unterscheidet sich aber von dieser, sowie allen anderen Formen
dadurch, dass die ganze Mittelzelle der Vfl und auch der Raum
zwischen Kostalis und Subkostalis von der schön rotbraunen
Grundfarbe bedeckt werden. Diese Farbe bildet also nicht den
üblichen Innenrandfleck, sondern bedeckt den grössten Teil des
Fls von der Wurzel bis über die Gabelung des zweiten Median-
astes, von wo aus sie schräg gegen den Aussenrand zieht, diesen
2 mm breit schwarz lassend. Die wie bei var. jacksoni gleich-
breite Subapikalbinde der Vfl und die Hfl ganz bis zur Flwurzel
schön rotbraun. Die Saumbinde der Hfl wie bei jacksoni.
Durch das vollständige Fehlen der bei allen esebria- Formen
vorhandenen schwarzen Wurzelfärbung macht das Tier den Ein-
druck einer eigenen Art, doch glaube ich nicht, dass es sich um
eine solche, sondern um eine sehr abweichende Form von
esebria handelt. Type, 1 5, aus Aruscha, D. O. Afrika, in
meiner Sammlung.
Planema tellus ab. albofasciata und ab. helichta n. Von
tellus liegen mir jetzt drei verschiedene Formen vor, die alle
zusammen in Bipindi, Kamerun, gefangen wurden. Erstens die
typische Form, bei der Subapikalbinde, Innenrandfleck und Hfl
rotbraun sind, Zweitens ab, albofasciata, bei welcher die
H. Neustetter. Neue und wenig bekannte afrikanische Rhopalozeren. 99
Subapikalbinde der Vfl weiss, die andere Färbung wie bei der
Hauptform ist. Endlich ab. helichta, bei welcher die Sub-
apikalbinde weiss, der Innenrandfleck und seine Fortsetzung auf
den Hfln weisslich gelb sind. Beide Formen sind denen von
epaea Uram. (Auriv.i.Seitz p. 245) und auch der tellus ab.
eumelis Jord. (| c. p. 245) sowie der schubotzi Grünbg. (I.
c. p. 245) ähnlich. Von epaea und ihren Formen durch die
andere Gestalt des Innenrandflecks, von eumelis durch die
weisse, schmälere Subapikalbinde und von schubotzi ebenfalls
durch den anders gestalteten Innenrandfleck und andeıe Flform
verschieden; auch hat letztere Art schöner rotgelbe Grundfarbe
und die Subapikalbinde und der Innenrandfleck sind beim 2
schneeweiss, die Hfl aber bleiben rotgelb. Von beiden neuen
Formen liegen mir d' und 2 aus Kamerun (Bipindi) vor.
Typen in der Sammlung von Gerresheim und in der meinigen.
Nymphalidae.
Preceis oenone var. cebrene ab. demaculata n. Unter
einer grossen Reihe von Dr. Holub in Natal gesammelten cebrene
Trim. befinden sich auch 2 2%, die sich durch den Mangel des
blauen Fleckes in der Mitte der Hil-Oberseite unterscheiden.
Typen, 2 22, aus Natal, in meiner Sammlung.
Precis actia var. m'nroviana Stgr. (Exot. Schmett. I., 1885,
p. 100.) Ein mir aus Sierra Leone vorliegendes Weibchen einer
Form von actia Dist. deckt sich fast vollständig mit der Be-
schreibung von monroviana, welche von derselben Lokalität
stammt, ist aber von einer Reihe mir vorliegender var. harpyia
F. und var. leodice Cr. (Auriv. Rhop. Aethiop., 1898, p. 138
bis 39 und Auriv.i. Seitz p. 223), woselbst monroviana mit
leodice als synonym betrachtet wird, so verschieden, dass ich
nicht zögere den Namen Staudingers wieder in sein Recht treten
zu lassen. Von leodice unterscheiden sie ja schon die blauen
Binden der Oberseite, von harpyia werde ich die Unterschiede
hervorheben und gleichzeitig die Beschreibung Staudingers er-
gänzen. Die weissblaue Binde aller Flügel ist breiter als bei
harpyia, wo sie besonders am Innenrande der Vfl viel schmä-
ler und nicht weissblau, sondern rötlich, lila, zuweilen blaugrau
ist. Der Aussenrand ist dunkel schwarzbraun (bei harpyia blau-
grau) mit einer feinen, blauen Linie, welche auf den Vfln an
den Adern breit unterbrochen ist, während sie auf den Hfin zum
Verschwinden neigt. Der Saum ist deutlich gewellt, die Fran-
sen graubraun, schwach weiss gescheckt. Die rote Begrenzung,
saumwärts der blauen Mittelbinde, ist nur durch vier kleine
100 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
rote Flecken, in Zelle 1 bis 4, angedeutet, auf den Hfln voll-
ständig, aber viel schmäler als bei harpyia. Das Wurzelfeld ist
bis zur Mittelbinde schwarzbraun. In der Mittelzelle der Vfl
eine feine, innere und eine breitere, äussere blaue Linie. Unter-
seite lichtbraun, fast zeichnungslos, nur eine etwas lichtere \ittel-
binde, sowie eine weisser Punkt in Zelle 5 und je ein kleiner,
meist ganz schwarzer Punkt, in den übrigen Zellen sind noch
vorhanden. Flform genau wie bei actia und harpyia. Durch
die anders gefärbte und breitere Mittelbinde von letzterer ver-
schieden und leicht dadurch zu trennen. Nach, 1 2, aus Sierra
Leone, in meiner Sammlung.
Precis archesia ab. inornata n. Von der Stammart ver-
schieden durch das auf dem Vfl vollständige Fehlen der roten
Binde und deren Reduktion auf den Hfln, wo an Stelle der
breiten, roten Binde nur mehr 5 kleine, getrennte, rote Ozellen
in Zelle 1 bis 5 vorhanden sind. Die Tiere sind kleiner als
alle mir vorliegenden archesia (Exp. 51 bis 52 mm\ aber
sonst ausser den angegebenen Merkmalen ganz gleich Typen
2 ST aus Tassamaganga, D. O. Atrika, in meiner Sammlung.
Euryphene tessmanni (Grünbg. Sitzber. Ges. Naturf. Fr
Berl. 1910, p. 471 Aur.i. Seitz p. 180). Obige Art erhielt ich
auch aus Kamerun; während ein Männchen gut mit der Ori-
ginalbeschreibung stimmt, zeigt ein zweites Stück goldbraune
Bestäubung im Diskus der Hfloberseite Die Unterseite ist
gelbgrün, mit deutlicher Saumbinde und ausgesprochener schwarzer
Fleckenzeichnung. Dieses Exemplar bildet einen Uebergang zu
innocua Sm. u. Kirby.
Euryphene badiana Rbl. (Wiss. Ergebn. der Expedition
Grauer nach Zentralafrika, 1909-11, Annal. des k. k. Natur-
hist. Hofmuseums Wien, 1914, p. 245—46)1. Diese neue Art
erhielt ich auch vom Kassai durch Herrn Niepelt.
Euphaedra medon v. aquata Gaede., (Int. Ent. Z. Guben
IX., 1916, p. 110). Diese Form wurde bereits im vorigen Jahr
in derselben Zeitung von Niepelt als ab. neustetteri be-
schrieben (pag. 58).
Euphaedra xypete var. themidoides Gaede / und var.
diffusa Gaede 2 1. cit pag. 110. Gaede beschreibt hier beide
Formen und betrachiet sie als zu xypete gehörig. Mir liegen
aus der Sammlung Gerresheim in Köln 1 0" 2 %? von der
Johann-Albrechtshöhe, 1 2 aus Bipindi, Kamerun vor, von
denen sich das Männchen mit der Beschreibung von themi-
doides, die Weibchen mit der von diffusa decken. Beide
Geschlechter gehören aber zusammen und repräsentieren eine
%
H. Neustetter. Neue und wenig bekannte afrikanische Rhopalozeren, 101
eigene Art, die wohl mit xypete Aehnlichkeit hat, aber schon
durch die rote Färbung an der Wurzel der Hflunterseite, die,
wie Gaede bemerkt, der themis sehr ähnlich ist, verschieden
ist.. Auch haben die mir vorliegenden Stücke einen graugelben
Palpenstreif, was allerdings Gaede nicht erwähnt; ein Merkmal,
das zur Gattung Euryphene neigt. Weiter ist auch die
Zeichnung und Stellung der schwarzen Flecken unterseits anders.
Euphaedra themis var. campaspe Feld ab. uniformis n.
Ein campaspe Männchen, aus Gabun, weicht von typischen
Stücken dieser Form dadurch ab, dass der rote Wurzelfleck auf
der Unterseite der Hfl fehlt und diese Stelle von einem schwar-
zen Fleck eingenommen wird. Alles andere ist wie bei cam-
paspe. Durch das Fehlen des roten Wurzelflecks leicht von
allen anderen themis-Formen und durch die oben grüne, un-
ten schneeweisse Subapikalbinde von der ebenfalls neuen Form
inornata Rbl. (Ann. d. k. k. Naturhist. Hofmuseums Wien
(1914) p. 244), welcher auch die rote Färbung fehlt und welche
sonst ganz einer themis gleicht, verschieden Type, 1 J’, aus
Gabun, in meiner Sammlung.
Euphaedra franzina ab. latefasciata n. Ein Männchen,
aus Liberia, weicht von solchen aus Sierra Leone durch eine
breitere goldgelbe Subapikalbinde der Vfl ab. Diese ist fast
überall gleich breit, auf der unteren Radiale (in Zelle 5) 10 mm,
hier am breitesten. Besonders ist der erste und der letzte Fleck
fast ebenso breit als die beiden inneren. Bei der Hauptform
ist der erste und letzte Fleck viel kleiner. In der Mittelzelle
der Hfloberseite steht nur ein schwarzer Fleck, bei der Stamm-
art sind zwei vorhanden. Sonst keine Unterschiede. Type,
l /, aus Liberia, in meiner Sammlung.
Euphaedra eleus ab. moderata n. Diese Form bildet ein
Bindeglied zwischen den grünen Formen von eleus (ab.
zampa Wstw. und ab. ferruginea Stgr.) und zwischen
preussi Stgr. Vfloberseite schwarzgrün, wie preussi, mit
lichtgrün schillernden Innenrandfleck, welcher bis Medianast 1
reicht und rein weisser, aus scharf begrenzten Flecken gebildeter
Subapikalbinde, genau wie bei der Hauptform eleus Drury.
Hfl grün, wie preussi, aber der Saum breit dunkel, mit deut-
licher Fleckenreihe wie zampa und ferruginea, diese aber
nicht weiss, sondern grünlich. Die Fransen deutlich schwarz
und weiss gescheckt. Flspitze ohne weissen Fleck, hier nur die
Fransen breiter weiss, Flunterseite rotbraun, mit grüner Be-
stäubung, ‚besonders am Aussenrande. Vfl mit 3, Hfi mit 1
schwarzen Punkt in der Mittelzelle.. Die Subapikalbinde wie
102 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 196.
ee
oberseits. In Zelle 1, nahe dem Aussenrand, ein grünes Doppel-
fleckchen. Hfl mit weissem Wurzelstreifen am Vorderrande,
weissen Wischflecken in Zelle 3 und 4, am Saum eine grüne
Fleckenreihe wie oben. Körper oben schwarz, mit undeutlichen
graugrünen Flecken, unten braun. Grösse wie die nebenstehen-
den Formen. Type, 1 J‘, vom Kassai, in meiner Sammlung.
E. moderata unterscheidet sich von zampa und ferruginea
durch die dunkelgrüne Oberseite und das vollständige Fehlen,
der rotbraunen Färbung, die mehr oder weniger immer hier vor-
kommt; von preussi durch die sehr scharfe, reinweisse Sub-
apikalbinde der Vfl, die deutlichen weissgrünen Flecken am
Rande der Hfl, welche bei preussi fehlen und durch den Man-
gel schwarzer Randflecken auf der Flunterseite wie sie typische
preussi immer haben.
Diestogina luteostriata Baker JS (siehe Nachtrag). Das
Weibchen wurde vom Autor in den Ann. Mag. Nat. Hist. (8)
2, p. 477 beschrieben und im Seitz auf Taf. 39e sehr genau
abgebildet. Ich besitze seit längerer Zeit ein Pärchen von Kassai
und will im folgenden das bisher unbekannte Männchen be-
schreiben. Flform wie ribensis Ward. (Auriv.-Seitz Taf. 39 d.)
Hfi am Analwinkel noch mehr zugespitzt. Kopf, Fühler und
Körper oben schwarzbraun. Am Ende des Thorax ein blaugrauer
Querstreif. Unten gelbbraun, Fühler rotbraun. Zeichnungsan-
lage wie bei goniogramma Karsch, (Aur.-Seitz Taf. 39 d.), der
diese Art auch auf der Unterseite sehr ähnlich ist. Fl oben
dunkelbraun. Die Zeichnung besteht aus scharfen, lichtblauen
Linien und Streifen, die sich wie folgt verteilen. An der Wurzel
der Mediana beiderseits ein kurzes Streifchen, hierauf eine Linie,
welche an der Mediana, wo Ast 2 entspringt, anfängt und in
schräger Richtung gegen die Flügelwurzel in den Innenrand
läuft. In der Mittelzelle erst ein oben offener Ring und darauf
zwei geschwungene Linien. Hinter dem Zellschluss abermals
eine kurze Linie. Endlich im Aussenteil zwei solche leicht ge-
schwungene Linien. Die innere beginnt am Vorderrand in Zelle
6, besteht zuerst nur aus 4 Punkten bis in Zelle 3 daran schliesst
sich erst die Linie, die nur durch die Adern unterbrochen wird
und bisin den Innenrand läuft. Die äussere beginnt erst in Zelle
4 und endet am Innenrand. Hfl ebenfalls mit 4 blauen Quer-
linien, die weder den Vorder- noch den Innenrand erreichen,
sie liegen an gleicher Stelle wie beim Weibchen und teilen den
Flügel in 5 Flächen. Ueberhaupt ist die Zeichnungsanlage wie
beim Weibchen, welches nur anders gefärbt ist. Denkt man
sich aber beim Weibchen die 2 grossen gelben Flecken in Zelle
H. Neustetter. Neue und wenig bekannte afrikanische Rhopalozeren. 103
1 und 2 weg, so hat man dieselbe Zeichnung wie vom Männ-
chen. Die Unterseite des Männchens ist dunkler braun als beim
Weibchen, sonst aber ganz gleich gezeichnet. Das luteostri-
ata-Männchen unterscheidet sich von der nahe stehenden Art
leicht durch die feinen blauen Linien, auch fehlt jede Spur des
blauen Schillers der bei den anderen Arten immer vorkommt.
Länge eines Vfl 25 mm. lixp. 47° mm. Ein Pärchen, vom
Kassai, in meiner Sammlung.
Diestogina romi Aur. — Seitz pag. 161 Taf. 39 f. 7. Das
bisher unbekannte Weibchen wurde von Aurivillius in den Le-
pidoptera Niepeltiana auf pag. 35 beschrieben und auf Taf. 4
Fig. 16 abgebildet. Die Type des Weibchens ging in meinen
Besitz über und da ich schon früher von Niepelt ein Männchen
vom Kassai erhalten habe, so kann ich die Zusammengehörig-
keit beider Geschlechter, über welche Prof. Aurivillius noch nicht
ganz sicher war, aufs bestimmteste bestätigen. Diese Art stammt
vom Kassai und wurde von Landbeck bei den Stanley-Fällen
und bei Kasongo gefangen. 1 0 (1 2 Type), in meiner
Sammlung.
Diestogina tadema var. caerulescens n. Ein Diesto-
gina- Männchen von der Barombi-Station, in Kamerun, stimmt
in Grösse und Zeichnung gut mit tadema Hew. Aur.-Seitz
Taf. 38a überein, weicht aber durch die oben blauglänzenden
Fl, die bei tadema grün sind, ab. Type, 1 d, aus Barombi,
Kamerun, in meiner Sammlung.
Diestogina felicia Butl. ” (2 Aur.-Seitz pag. 167). Die
Originalbeschreibung wurde von Butler in der Prov. Zool. Soc.
London 1571 p 80 gegeben. Die Abbildung des Originals be-
findet sich in Butler Lepidopt. Exotic auf Taf. 28 Fig. 3
(1869 —74). Schon vor Jahren erhielt ich durch Herrn Ribbe
in Radebeul ein Diestogina- Männchen, das ich lange für
eine neue Art hielt, erst voriges Jahr sandte mir Herr Laue
(in Kleinschmalkalden) aus Liberia einige gleiche Männchen und
auch ein sicher dazu gehöriges Weibchen, welches vollständig
mit der Original-Abbildung übereinstimmt, so dass ich jetzt
‚ sicher bin, dass es sich um die noch unbeschriebenen Männchen
von felicia Butl. handelt. Es liegen mir jetzt 4 Männchen,
3 aus Liberia, 1 aus Sierre Leone vor. Expansion 47 bis 50
mm. Flform wie bei saphirina Karsch (Aur. i. Seitz pag. 166
Taf. 37f), bei welcher felicia zu stehen hat. Die ganze
Flfiäche oben schön blau, etwas in grün spielend, die Binden-
zeichnung schwarzblau, deutlich in der Anlage wie bei den
anderen Arten, am ähnlichsten der barombina Aur. (Seitz
104 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—
p. 165 Taf. 38c). Die weissen Subapikalpınkte in der Flspitze
fehlen, Fransen einfärbig dunkelbraun. Die Unterseite, welche
fast wie bei veronica Ür. gezeichnet ist, ist zimtbraun, mit
violettgrauer Bestäubung zwischen der Bindenzeichnung, welche
der Oberseite entspricht. Diese ein etwas dunkleres Wurzel-
feld, in welchem auf den Vfln die übliche Makelzeichnung der
Mittelzelle hervortritt. Auf den Hfin liegt in der Mittelzelle
ein dunkler Punkt, welcher grau eingefasst ist; eine feine graue
Linie zieht sich von hier gegen den Vorderrand, eine ebensolche
gegen den Innenrand. Es folgt nun die durch graue Bestäubung
hervortretende Mittelbinde, in welcher, so wie bei veronica,
weisse Punkte liegen und zwar 5 auf den Vfln in Zelle 2 bis
6, und 7 auf den Hfln in 1 bis 7, der in Zelle 1 ist doppelt.
Der Aussenrand ist wieder zimtbraun. In Zelle 4 der Hil ein
kaum erkennbarer Schattenfleck. Die Zeichnung des Weibchens
ist unten den Männchen ähnlich, aber lichter, mit weisser
Querbinde der Vfl, welche sich in Zelle 2 nach der Wurzel
wendet. Die Hfl haben eine breite, weissgelbe Querbinde, welclıe
der Oberseite entspricht und ganz ähnlich ist wie beim sa-
phirina- Weibchen. Nach, 4 fc" 1 %, aus Sierra l,eone
und Liberia, in meiner Sammlung. Das Männchen von feli-
cia unterscheidet sich von den sonst ähnlich gezeichneten Arten
wie veronica, barombina, tadema durch andere Flform,
das Fehlen der weissen Subapikalpunkte und die schöne dunkel-
blaue Färbung. Von saphirina ebenfalls durch die blaue
Färbung, einfärbige Fransen und andere Unterseite. Das feli-
cia- Weibchen ist überhaupt nur mit saphirina zu ver-
gleichen und von diesem durch die viel schmälere, weniger
stark geschwungene gelbe Querbinde der Vfloberseite, die un-
gescheckten Fransen und anders gezeichnete Unterseite ver-
schieden.
Diestogina gambiae var. deformata n. Es liegt mir aus
Liberia ein Weibchen von gambiae vor, das von typischen
Stücken aus Kamerun und auch von solchen aus dem Kongo-
Gebiet bedeutend abweicht. Die Vfl sind nur durch schmälere
gelbe Querbinden der Oberseite verschieden. Dagegen sind die
Hfl sehr abweichend und zwar durch die andere Lage der
gelben Querbinde, welche infolge der breiten Verdunkelung an
der Flwurzel eine mehr senkrechte Lage hat. Bei der Stamm-
form geht die Binde quer durch den Flügel, vom Aussenrand
zur Mitte des Hinterleibes und die Flwurzel ist nur am Vorder-
rand und im inneren Teil der Mittelzelle verdunkelt. Bei de-
formata ist die ganze Flwurzel vom Vorder- bis zum Innen-
H. Neustetter. Neue und wenig bekannte afrikanische Rhopalozeren. 105
rand, woselbst sich diese dunkelbraune Färbung mit dem braunen
Fleck am Innenwinkel vereinigt, bedeckt. Die Mittelzelle ist
ganz schwarzbraun, die Makel nicht sichtbar, dadurch wird die
Binde abgekürzt und erhält die Form einer Birne, welche mit
ihrer Spitze den Hinterleib nicht mehr berühren würde.
Sonstige Unterschiede sind nicht vorhanden. Type, 1 $, aus
Liberia, in meiner Sammlung.
Cymothoe fumana var. eburnea n. Zwei Männchen aus
Liberia weichen von solchen aus Kamerun und dem Kongo-
Gebiet durch licht rahmgelbe Grundfarbe, breiteren, dunkleren
Saum und deutlichere Flecken der Kappenbinde ab. Die
schwarzbraune Färbung an der Wurzel der Vfl reicht nur bis
in die Mitte der Zelle 2, bei fumana erreicht sie Median-
ast 2. Die Unterseite ist dunkler, ohne die gelbe Beimischung
der Stammart. Die Flügel stärker geschweift. Kleiner als fu-
mana. Vflläng 39 mm, Exp. 64 mm. Typen, 2 dd’, aus
Liberia, in meiner Sammlung.
Cymothoe lucretia n. sp. Mir liegen 2 Männchen und
1 Weibchen dieser neuen Art aus dem Kongo-Gebiet vor, die
von Landbeck gesammelt sein dürften. 1 0’ erhielt ich durch
Niepelt vom Kassaifluss, 1 2 stammt von Landbeck selbst,
während das 2. J’ sich in der Sammlung des Naturhistorischen
Hofmuseums in Wien, mit der Bezeichnung Luebo-Kassai, be-
findet. Beide Geschlechter sind oben der adelina so ähnlich,
dass es wohl genügt, die Unterschiede hervorzuheben. Die
Grösse ist dieselbe, die Flform aber eine andere. Die Vfl sind
nicht so hoch gezogen, sondern mehr abgerundet, plumper.
Die Hfl dagegen am Aussenrande mehr gerade abgeschnitten,
wodurch der Analwinkel zugespitzt erscheint. Die Grundfarbe
ist ein etwas lichteres Rahmgelb als bei adelina, die Vflspitze
und der Saum auf allen Fin breiter, schwarzbraun, Als sehr
aufiallender Unterschied ist die Kappenbinde hervorzuheben,
diese liegt bei lJucretia viel weiter (fast doppelt so weit)
vom Saum entfernt als bei adelina. Auf der Unterseite ist
die das dunklere Wurzelfeld begrenzende Linie stärker gezackt,
insbesondere auf den Hfln, wo auf der Submediana ein spitzer
Zacken bis an die Mittellinie vorspringt. Auch diese selbst ist
stärker gezackt, aber feiner und endet weit von der Spitze ent-
fernt am Innenrand, Bei adelina in oder gleich hinter der-
selben. Das Weibchen, über dessen Zusammengehörigkeit mit
den Männchen ich aber nicht ganz sicher bin, ist oberseits
bleich braungelb, viel lichter als adelina, hat aber sonst die-
selbe Zeichnung wie diese, doch tritt infolge der lichteren Farbe
106 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris, Evenden 1916,
die Zeichnung der Unterseite deutlicher hervor, auch die Kappen-
binde liegt noch auf lichtem Grund und zeichnet sich infolge-
dessen scharf ab. Der Saum selbst ist wieder dunkler. Die
Unterseite ist lichter als bei adelina, braungrau wie bei
corsandra Druce. Die Mittellinie ist fein braun und saum-
wärts ohne die safrangelbe Aufhellung, die bei adelina und
corsandra vorhanden ist. Typen in meiner Sammlung und
1 £ im Naturhistorischen Hofmuseum in Wien.
Charaxes protoclea ab. nigropunctata n. Ein Männchen
aus Kamerun weicht von typischen Stücken dadurch .b, dass
die Hfl eine vollständige Reihe schwarzer Flecken im orange-
gelben Saumteil tragen. Diese Flecke sind am grössten in
Zelle 7 und 6 und werden nach unten immer kleiner, der
kleinste in Zelle 1 besteht aus einem Doppelpunkt. Bei der
Stammform fehlen diese Flecke entweder ganz, oder es ist ein
kleiner in Zelle 7 und in 1 vorhanden. Type, 1 0’, in meiner
Sammlung.
Hesperidae.
Sarangesa quadrimaculata n. sp. Ein mir aus Uganda
vorliegendes Männchen dürfte einer neuen Art angehören.
Kopf mit den Fühlern und Körper oben dunkelbraun, unten
etwas lichter. Palpen unten ockergelb behaart. Flform ähnlich
der S. theclides Holl. (Revision der Hesperiiden Afrikas
Proc. Zool. Soc. London, 1896, p. 8, Taf. 5, Fig. 3). Die Vfl
mehr zugespitzt, ihr Aussenrand weniger bauchig, der Innen-
rand gerade. Hfl auch weniger bauchig, mehr gerundet. Der
Saum auf allen Fin ganzrandig. Vfl oben dunkelbraun, schwach
kupferig schimmernd. Hfl ebenfalls dunkelbraun. Nach der
Flmitte eine dem Saum parallel laufende Mittelbinde, welche
aus schwach erkennbaren schwarzbraunen Flecken besteht, die
auf den Vfin zusammenhängen, auf den Hfln getrennt sind.
Am Vorderrand der Vfl stehen in schräger Reihe hintereinander
4 kleine Glasflecken in Zelle 6, 7, 8 und 9, der in 9 ist am
kleinsten, der in 8 am grössten, in 7 etwas kleiner und der
in 6 fast so klein als der in 9. Sonst sind die Fl oben zeich-
nungslos. Flunterseite schokoladebraun, Zeichnung wie oben,
dazu kommt noch ein dunkler Fleck am Schluss der Mittelzelle
der Hfl. Länge eines Vfl 16 mm, Expansion 30 mm. Type,
1 f, aus Uganda, in meiner Sammlung.
Osmodes barombina n. sp. Ein Männchen von der Barombi-
Station in Kamerun gehört einer neuen Art an, die bei adon
Mab. (Holland Revis. der afrik. Hesperiiden Proc. Zool. Soc.
N. Neustetter. Neue und wenig bekannte afrikanische Rhopalozeren. 107
London 1896 p. 41 Taf. 4 Fig. 13 d‘, 15 2) steht. Oben fast
ganz wie adon, die goldbraunen Flecken im ganzen etwas
kleiner, der in der Mittelzelle liegende nicht bis zur Subkostale
reichend, er besteht nur aus einem schmalen Streifchen, welches
an der Mediana liegt und nur bis in die Hälfte der Zelle reicht.
Das Fleckchen im schwarzen Apikalteil ist kaum noch zu er-
kennen. Die Hfl sind dem adon ganz gleich, nur die Sexual-
makel ist kleiner und gegen die Wurzel zugespitzt. Unterseite
der Vfl dem adon gleich, der Ufl sehr von dieser Art ver-
schieden, dunkelbraun, mit einem grossen, scharfbegrenzten,
goldgelben Fleck am Innenwinkel in Form einer Halbbinde, er
ist 1 mm vom Saum entfernt, hat eine Breite von 3—4 mm
und liegt in Zelle 1—5. Ein kleines, gelbes Fleckchen liegt
wurzelwärts dieser Binde in Zelle 2 und 5. Ein kaum erkenn-
bares weisses Pünktchen in der Mittelzelle und in Zelle 6. Bei
adon fehlt der grosse gelbe Fleck vollständig und es sind 6
reinweisse Punkte vorhanden, die saumwärts von goldgelben
Schuppen begleitet werden. Das vorliegende Stück ist kleiner
als adon. Länge eines Vfl I11 mm, Exp. 23mm. Type, 1d,
aus Barombi, Kamerun, in meiner Sammlung.
Nachtrag und Verbesserung.
Ad. Diestogina luteostriata 0. Herr F. Bryk beschreibt
im Arch. f. Naturg. 81. Band, Abt. A., 4. Heft pag. 10 (1915)
eine Art als Diestogina tessmanniana d und gibt Fig.
14 eine gute Abbildung. Ich bemerke dazu, dass es sicher das
Männchen von luteostriata Baker ist.
Cymothoe Ilurida 2 ab. rufobrunnea Neust. Ch. Z. Iris
1912 pag. 167, Butler bildet Proc. Zool. S. London 1902 V. I.
Taf. 1 Fig. 5 diese Form ab, hielt aber dieses Weibchen für
das von Cym. johnstoni, was aber unzutreffend ist. Das
richtige Weibchen von johnstoni habe ich Iris pag. 171
(1912) beschrieben.
Cymothoe cyclades Ward $. Ich gab die Beschreibung
des Weibchens in der Ent. Z. Iris 1912 pag. 168 und auch
eine Abbildung, die aber mit dem Weibchen von Cym. ogowa
verwechselt wurde, was ich nun richtigstellen möchte. Fig. 1
ist ogowa ab. major Neust. 2, Figur 5 ist cyclades
Ward 2.
Cymothoe herminia Smith. Ann. Nat. Hist. (5), XIX, 1887,
pag. 65. Smith u. Kirby, Rhopal. Exot. I, 1890, Cymothoe,
p- 1, Taf. 1, Fig. 1, 2, &. Aurivillius Rhopal. Aethiopica 1898,
p- 213. Auriv. i. Seitz p. 149 Taf. 35a f. Rebel Ann. des
108 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
k. k. Naturhist. Hofmuseums, Wien 1914 (Wissensch. Ergebn.
der Exped. Grauer nach Zentralafrika 1909 —11) pag. 251 Taf.
XIX. Fig. 17, 19 O', 18 2. Prof. Rebel bringt zum erstenmal
die Beschreibung und Abbildung des erst jetzt bekannt ge-
wordenen Weibehens. Nun beschreibt Bryk im Arch. f. Naturg.
81. Band Abt. A. 4. Heft (1915) p. 14, 15, neuerdings zwei
etwas aberrative herminia- Weibchen als neue Arten und
zwar als Cym. sultani Bryk, Fig. 18 und als Cym. siegfriedi
Bryk, Fig. 19. Ich muss nun feststellen, dass beide als neu
beschriebenen Weibchen sicher zu herminia gehören, beide
Namen also nur als synonym zu betrachten sind. Wie schon
Prof. Rebel in seiner Arbeit erwähnt, aberrieren die in Anzahl
vorliegenden Stücke und finden sich auch mit den Abbildungen
von Bryk übereinstimmende Stücke vor.
Die Lepidopteren der Sprottauer Gegend.
Nachtrag V.*)
Von R. Pfitzner, Darmstadt.
Seit meinem letzten Nachtrag zur Sprottauer Fauna**) im
Jahre 1911 sind die Beobachtungen fortgesetzt worden und
haben auch seit meiner Uebersiedelung nach Darmstadt nicht
ganz aufgehört. Es handelt sich teils um Neubeobachtungen,
teils um Feststellung der Fangplätze für die Gegend seltener oder
unsicherer Arten.
Epicnaptera ilicifolia L., neu für Sprottau. Ein Stück,
gezogen vom Sammler Herrn Härtel.e. März 1914. Die Raupe
war beim „alten Pechofen“* (Heide bei Dittersdorf) gefunden.
Metachrostis (Bryophila perla F., neu für Sprottau. Ber-
gisdorf, Kreis Sagan, (coll. Nacladal); Freystadt (coll. Schilg
1912).
M. raptricula v. carbonis Frr. Ein Stück, Sprottau, Juni
1913, am. Licht.
Arsilonche albovenosa Goeze, neu für Sprottau. Ein Stück,
Mai 1911 in der „Glogauer Vorstadt“ am Licht gefangen.
#) Vgl. Iris XIV,88f XIX, 51f, XXI, 1f, 273, 276, XXV, 91#.
*#) Infolge meines Wegzuges von Sprottau (1914) konnte ich den
Plan, die gesamte Fauna, Macro- und Microlepidopteren darzustellen,
nicht voll zur Ausführung bringen. Die bisherigen Arbeiten umfassen
die Macros, von den Micros nur die Pyraliden, Pterophoriden und Orneo-
diden (XXI, 276 f).
u
R. Pfitzuer. Die Lepidopteren der Sprottauer Gegend. 109
Polia spinaciae View (= Mam. chrysozona), neu für
Sprottau. Juli 1912 am Licht in der „Glogauer Vorstadt“ ein
Stück.
Pachetra fulminea View (= Mam. leucophaea), neu für
Sprottau. Mai 1913 und wiederum 1915 je ein Stück von
Klei am Licht gefangen, Sprottau.
Petilampa (Hydrilla) pallustris Hb., neu für Sprottau. Juni
1913 von mir mehrfach am Licht gefangen. Sprottau,
„Steinweg“.
Chrysoptera (Plusia) moneta F., neu für Sprottau. Bei
Freystadt von Schilg gefunden, das Stück in meiner Sammlung.
Epizeuxis calvaria F., neu für Sprottau. Nach Nacladal
bei Bergisdorf, Kreis Sagan, Juli 1912, nicht selten.
Ennomos quereinaria Hufn., neu für Sprottau. Ein Stück
wurde im Juli 1906 im Sprottauer Hochwald gefangen.
Boarmia repandata v. conversaria Hb. Zwei Stück dieser
interessanten Variation mit breitschwarzer Mittelbinde fing ich
Juni 1913 in der Sprottauer Heide bei den, Karpfenteichen.
Larentia berberata Schiff, neu für Sprottau. Im Nonnen-
busch, Mai 1913.
Bapta temerata Ab., neu für Sprottau. Ein Stück von
mir in den „Seufzen“ bei Kortniz gef. Juni 1913.
Syntomis phegea L. Die einzige Stelle im Gebiet, wo die
Art sicher vorkommt, ist am Nordrand desselben. Dort im
Bullendorfer Wald bei Freystadt, Juli 1912 häufig.
Dysauxes aneilla I., neu für Sprottau. Anfang August
1912 in der „Glogauer Vorstadt“ ein Stück am Licht (Klei);
in meiner Sammlung.
Hipocrita jacobaeae L. Die im Gebiet sehr zerstreut und
selten vorkommende Art wurde neuerdings bei Sprottau zwischen
Dittersdorf und Nieder-Leschen durch Klei in einem Exemplar
erbeutet. Der Flugplatz war eine kleine Schonung rechts von
der Kunststrasse.
Scirpophaga praelata I.., neu für Sprottau. Juli 1912 in
der „Glogauer Vorstadt‘ am Licht. Mit begreiflichem Erstaunen
entnahm ich der mir überbrachten Laternenausleute ein zweifel-
loses Stück dieser grossen, schneeweissen, südlichen Pyraliden-
art, deren Nordgrenze Unter-Oesterreich, deren Hauptbezirk
Süd-Ost-Europa ist; ich sah sie z. B. massenhaft in Bukarest
um die Lampen fliegen. Wie dieses Stück nach Sprottau ein-
geschleppt werden konnte, ist mir schwer erklärlich. Dass es
sich nur .um zufällige Einschleppung handelt, ist wohl sicher.
Vielleicht durch die Eisenbahn? Ein durchgehender Orientzug
110 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
kam damals allnächtlich durch den Sprottauer Bahnhof; es wäre
denkbar, dass bei der Fahrt etwa durch Rumänien oder Ungarn
die S. praelata in ein erleuchtetes Abteil geflogen ist und es,
durch irgend einen Zufall veranlasst, in Sprottau wieder ver-
lassen hat.
Hypsopygia costalis F., neu für Sprottau. Bei Sagan (Ge-
werksfabrik) von Nacladal erbeutet (1912); ein Stück in meiner
Sammlung.
Verzeichnis Thüringer Falter
aus den Familien Pyralidae—Micropterygidae.
Von 7 Wilhelm Martini, Sömmerda.”)
Da seit der vor Jahren erfolgten Zusammenstellung Thü-
ringer Falter der Familien Pyralidae bis Micropterygidae
durch den Bankbeamten Herrn F. Knapp in Gotha sehr viele
diesem nicht bekannt gewordene Arten aufgefunden worden sind,
so erscheint es wünschenswert, ein neues Verzeichnis obiger
Falter herauszugeben.
Ausser den Angaben Knapp’s (Kn.) und meinen eigenen
Beobachtungen habe ich zu meiner Arbeit noch benutzt:
1. Die Mitteilungen von H. v. Heinemann über in Thü-
ringen vorkommende Arten, in seinem Werke: Die Schmetter-
linge Deutschlands und der Schweiz. Da v. Heinemann in
Jena studierte, so sind diese Angaben als sicher anzusehen.
2. Einen von Herrn Pastor Krieghoff erhaltenen Dr. Wocke-
schen Bestimmzettel von Faltern aus der Sammlung des ver-
storbenen Regierungsrates Meurer, Rudolstadt, mit gleicher Fund-
ortangabe. |
3. Ein Verzeichnis des verstorbenen . Amtsgerichtsrates
Krause, Altenburg, über von ihm in Thüringen (bei Eisenberg,
Jena) gesammelte Falter.
4. Die mir gelieferten Beiträge nachstehend verzeichneter
Herren: Eisenbahnsekretär A. Frank in Erfurt, Lehrer Habicht
in Gotha, Pastor E. Krieghoff in Langenwiesen, Kaufmann M.
Lenthe in Gotha, Kaufmann M. Liebmann in Arnstadt, Pro-
*) Siehe den Nachruf von Prof. Dr. A. Petry in dieser Zeitschrift
1913 p. 142—144. Das Manuskript dieser Arbeit verdanken wir der
gütigen Vermittlung des Herrn J, R. Spröngerts in Artern,
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Falter. ı11
fessor Dr. Petry in Nordhausen, Professor Dr. Schmiedeknecht
in Blankenburg in Thüringen, Bankdirektor Spröngerts in Artern.
Die Abkürzungen für Fundorte bedeuten: S. = Sömmerda.
Nach Separation der Flur kommen jetzt hauptsächlich nur
1. Das ausgedehnte Terrain der Unstrutniederung, mit zum
Teil sumpfigen Wiesen, die mit mancherlei Bäumen und Sträu-
chern bewachsen sind und
2. Die Weissenburg —= SW. in Betracht.
Die Weissenburg, zwischen den Städten Weissensee und
Sömmerda belegen, ist ein lang gestreckter Abhang, mit dem
das darüber liegende höhere Ackerland meist ziemlich steil in
das darunter liegende Tiefland abfällt.
Der aus schwefelsaurem Kalk bestehende Hang, der in
verschiedenen Steinbrüchen ausgebeutet wird, ist landwirtschaft-
lich nicht nutzbar und liegt deshalb noch im Urzustand da.
Die Vegetation besteht aus Kalkboden liebenden Pflanzen, auch
sind an weniger steilen Stellen verschiedene Bäume und Sträucher
angepflanzt. Hier wurden durch meinen Onkel, den verstor-
benen Bürgermeister ©. Martini, Sömmerda, zwei für Deutsch-
land neue Käfer, Harpalus planiusculus Kraatz und Dolicaon
biguttulus Lac. und andere sehr seltene Arten gefunden.
Wie nun aus dem Verzeichnis des Herrn Pastors Krieg-
hoff: „Die Gross-Schmetterlinge Thüringens“ und dem folgenden
Verzeichnis hervorgeht, sind an diesem Fundorte auch manche
seltene Falter vertreten.
Die sonstigen Fundorte sind zum Teil allgemein bekannt,
oder ihre Lage ist angegeben. Der Fundort Sachsenburg be-
zeichnet den bis zur Unstrut (linkes Ufer) ziehenden Höhenzug
der Hainleite und liegt dem Bahnhof. Heldrungen (Erfurt bis
Sangerhausen) gegenüber. Besonders der mit den Burgen be-
krönte Bergrücken bis zu den letzten am Südhange liegenden
Steinbrüchen und die Nordhänge sind in zahlreichen Exkur-
sionen ausgebeutet worden.
Ein ganz eigenartiger Fundort ist noch zu erwähnen, näm-
lich das bei Artern an dem Soolgraben, einer auf einem Fried-
hofe entspringenden, stark salzhaltigen Quelle, anliegende Ge-
lände. Auf diesem hat sich, begünstigt durch den starken
Salzgehalt des Bodens, eine reiche Flora von Salzpflanzen aus
uralter Zeit erhalten.
Die wichtigsten dieser Pflanzen sind folgende:
Salicornia herbacea, Obione pedunculata, Chenopodina ma-
ritima, Aster tripolium, Artemisia maritima nebst var. Gallica
und salina, Artemisia rupestris, Triglochin maritimum, Atriplex-
112 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916,
und Chenopodium-Arten, Glaux maritimum, Plantago maritima,
Spergularia salina, Juncus gerardi usw.
Dieser Flora entsprechen auch die Insekten mit vielen,
nur auf Salzpflanzen angewiesenen Arten aller Ordnungen.
Ein ähnliches Gebiet liegt am NorJfusse des Kyffhäuser-
Gebirges bei der Humburg und ein weiteres am Südfusse bei
Frankenhausen.
An der Humburg fehlen u. a. die Artemisia-Arten und
bei Frankenhausen ist die Salzflora noch mehr eingeschränkt.
Es dürften aber, soweit Jie Futterpflanzen vorhanden sind, doch
manche der bei Artern vorkommenden Falter auch an diesen
Orten sich vorfinden.
Um das Auffinden der Arten zu erleichtern, sind sie gleich-
laufend mit dem Katalog der Lepidopteren des palaearktischen
Faunengebietes von Dr. OÖ, Staudinger und Dr. H. Rebel, Berlin
1901, numeriert worden.
I. Pyralidae.
A. Galleriinae.
4. Melissoblaptes bipunetanus Z. SW. Ein Stück Anfang
August gefangen.
8. Aphomia sociella L. Ueberall (Kn.). Eine Anzabl Falter
erzog ich aus dem Ei an Bienenwaben vom 16. Juni ab.
11. Galleria mellonella L. Ueberall in Bienenstöcken, oft
schädlich, in zwei Generationen. Falter der zweiten erzog ich
Anfang August.
15. Lamoria anella Schiff. Bei Thal (bei Ruhla) (Kn.).
B. Crambinae.
42. Grambus inquinatellus Schiff. Ueberall, häufig im Juli
und August. 53. geniculeus Hw. Bei Sondra, Artern (Wein-
berg), Sachsenburg, selten im August. 55. salinellus Tutt.
Bei S. auf einer Viehweide sehr selten, Ende Juli und August.
61. tristellus F. Gemein auf Wiesen und lichten Waldstellen
in den verschiedenen Abänderungen, im Juli und August.
63. selasellus Hb. Steiger bei Erfurt, Artern (Salzterrain) b.
S. auf sumpfigen Wiesen nicht selten im August. 65. luteellus
Schiff. Bei Erfurt, Sachsenburg; SW. im Juli nicht selten.
68. perlellus Sc. Verbreitet und häufig, auch auf dem Salz-
terrain bei Artern einzeln, im Juni und Juli. 72 saxonellus
?k, Bei Jena (Hein.), bei Eisenberg im Juni und Juli sehr
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 113
u
einzeln; bei Sachsenburg fing ich ein Stück am 2. Juli 1909.
79. margaritellus Hb. Bei Thal, Tabarz und Erfurt (Kn.);
auf dem Salzterrain bei Artern, um G. selten; im Ettersberg
und beim Bahnhof Heldrungen häufig im Juli und August.
83. pinellus L. Im Kyffhäuser, bei Erfurt, Eisenberg, Eckarts-
berga, Sachsenburg, im Juli bis 24. September, selten. 87. my-
ellus Hb. Bei Thal, Eisenberg, Gotha, Behringen, Oberhof,
Sachsenburg, im Juni und Juli. 99. falsellus Schiff. Bei Hei-
ligenstein und Erfurt (Kn.), S. Die R. in den Moospolstern
der Ziegeldächer nicht selten. Falter im Juli und August.
108. chrysonuchellus Sc. Ueberall gemein im Mai bis Juni.
111. hortuellus Hb. Ueberall häufig im Juni und Juli. 114. cul-
mellus L. Ueberall gemein im Juli und August. 117. dume-
tellus Hb. Verbreitet, im Mai und Juni, selten. 119. pratellus L.
Ueberall auf Grasflächen gemein von Mitte Mai bis Juli.
121. alienellus Zk. Auf den Teufelswiesen beim Schneekopf,
Thür. Wald, wurden zwei Stück von Pastor Krieghoff gefangen.
123. silvellus Hb. Bei Erfurt (Kn.), bei G. fing ich erst ein
Stück. 124. ericellus Hb. Bei Eisenberg (Beuchegehölz) ein
Stück am 1. Juni (Krause). 125. pascuellus L. Im Juni bis
Juli überall auf Wiesen gemein.
145. Platytes cerusellus Schiff. Verbreitet und gemein auf
trockenen Grasplätzen.
162. Chilo phragmitellus Hb. Bei Jena (Kn.).
C. Schoenobiinae.
188. Schoenobius forficellus Thnb. Bei Gotha und Erfurt (Kn.).
193. Acentropus niveus Olivier. Salziger See bei Eisleben,
von dem heute nur ein grösserer Tümpel erhalten ist. Durch
Dr. Petry wurden die do‘ mit Hilfe eines Kahnes zahlreich
an den Blüten der Laichkräuter am 21. Juli 1893 gefangen.
D. Anerastiinae.
199, Anerastia lotella Hb. Bei Jena (Kn.)
E. Phyeitinae.
240. Homoeosoma nebulella Hb. Bei Jena, Artern, S. im
Juli, ziemlich selten. 248. nimbella Z. Bei Wintersheim und
Thal (Kn.). 250. binoevella Hb. Bei Gotha (kl. Seeberg)
(Lenthe), S. im Juli. _
155. Plodia interpunctella Hb. Diese Art wird mit Korinthen
und anderen Südfrüchten nach Deutschland eingeführt. Die
‚ „Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausgegeben vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1916. your
114 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Zucht aus dem Ei ergab im nächsten Jahre in dem gleichen
Monat (Juni) wieder Falter, es ist also im kälteren Klima nur
eine Generatien vorhanden. In anderen Jahren wurden die
Falter auch mehrfach im Juli, August und Oktober beobachtet.
Letztere dürften einer neu eingeführten zweiten Generation an-
gehören, deren im südlichen Klima erwachsenen Raupen noch
im Herbst die Falter liefern. Der Art scheint aber das nörd-
liche Klima nicht zu behagen, denn obwohl sie wie E. elutella
leben kann — ich fand einmal R. in einer Niederlage an
einem alten Rest Honigkuchen — so war sie doch später jahre-
lang verschwunden. 1905/06 trat sie von neuem auf.
254. Ephesthia kuehniella Z. S. Seitdem diese Art in hiesige
Mühlen in den 80er Jahren durch amerikanischen Weizen ein-
geschleppt und zur grossen Plage wurde, ist sie auch in den
Häusern der Stadt heimisch geworden. Sie wird ferner durch
Mühlenfabrikate von Erfurt aus verbreitet. Die Falter fliegen
von Anfang Juli bis Oktober. 283. Elutella Hb. Ueberall ge-
mein. Die R. an getrockneten Früchten, Sämereien usw. Die
Falter im Juni und Juli, ein Stück am 26. September.
298. Ancylosis cinnamomella Dup. Kyffhäuser, ein Stück
am 2. Juni (Spröngerts).
324. Spermatophthora hornigii Ld. Bei Artern auf dem
Salzterrain. Die R. an Atriplex nitens, die zusammengespon-
nenen Früchte ausfressend. Verpuppung in der Erde. (Dr.
Petry.) Ich erzog die Falter vom 30. Juli bis 10. August.
370. Heterographis oblitella Z. Bei Artern auf dem Salz-
terrain ein Stück am 15. August (Frank).
393. Alispa angustella Hb. Kyffhäuser, Sachsenburg, die R.
in den l'rüchten von Evonymus, Falter im Mai (Dr. Petry).
416. Pempelia dilutella Hb. (adornatella Tr.). Gotha (Grosser
Seeberg), Kyffhäuser, Veronikaberg bei Martinroda, S. W. häufig
im Juni und Juli. 425. ornatella Schiff. . Verbreitet und häufig
an dürren Stellen im Juni und Juli.
420. Hyphantidium terebrella Zk. Hirzberg (bei Georgen-
thal) im Juni und Juli. Die R. in Fichtenzapfen (Lenthe).
466. Nyctegretis achatinella Hb. Verbreitet, im Juni und
Juli nicht selten.
468. Zophodia convolutella Hb. Bei Gotha (Kn.) S. in Gärten;
die R. in den Früchten der Stachelbeersträucher. Falter im Mai.
498. Hypochatria ahenella Hb. Bei Thal und Sachsenburg
im Mai.
587. Selagia spadicella Hb. (janthinella Hb.). Kyffhäuser,
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 115
bei Sondra, Gotha (Seeberg), Sachsenburg im Juli und August.
589. argyrella F. Bei Thal, Arnstadt.
608. Salebria betulae Göze. Bei Rudolstadt (Meurer), Gotha
(Kleiner Seeberg) und Sachsenburg. Die R. auf und zwischen
Birkenblättern im Mai, die Falter im Juni. 611. palumbella F.
Bei Thal (Kn.). 629. obductella Z. Bei Thal und Jena (Kn.)
Hein 158. 641. faecella Z. SW. ein Stück am 1. September.
642. fusca Hw. Bei Georgenthbal, Zella, Rudolstadt, Eisenberg
und beim Bahnhof Heldrungen Mitte Mai bis Juli. 645. semi-
rubella Sc. und var. sanguinella Hb. Verbreitet und nicht
selten.
662. Nephopteryx hostilis Stph. SW. Die R. im Herbst an
Populus tremula ziemlich selten. Sie lebt zwischen versponnenen
Blättern in seidenen Röhren und ist durch die mit eingespon-
nenen dürren Blätter leicht zu finden. Falter im Mai und Juni.
672. albieilla HS. Fahnersche Höhe 13. Juli (Lenthe).
687. Brephia compositella Tr. Kyffhäuser im. April und Juli
(Dr. Petry).
698. Diorycetria splendidella HS. SW. ein Stück an Fichte
im Juni. 700. abietella F. Hirzberg, bei Amt Gehren im Juli.
709. Phycita spissicella F. (robozella Zk.). IP ANBeR, bei
Erfurt, Sachsenburg an Eiche im Juli.
726. Acrobasis obtusella Hb. Bei Rudolstadt (Meurer).
731. zelleri Rag. (tumidella Zk.). Bei Ruhla, Thal, Hirzberg,
Sachsenburg, S. im Juli. 741. consociella Hb. Bei Gotha,
Erfurt (Kn.), Bahnhof Heldrungen, im Juni und Juli. Die R.
an niederen Eichen, in Gespinnströhren zwischen Blättern, im
Mai und Anfang Juni nicht selten.
754. Rhodophaea marmorea Hw. (epelydella Z.). Bei Ru-
dolstadt (Meurer). 756. advenella Zk. Bei Erfurt, Rudolstadt,
Gross-Heringen, SW. Die R. zwischen Blättern von Crataegus
und in Gängen in den Blütendolden von Sorbus aucuparia im
Mai, Falter Juni. 757. suavella Zk. Kyffhäuser, bei Thal,
Gotha, Sachsenburg im Juli, August.
766. Myelois cribrella Hb. Bei Gotha, Jena, SW. nicht
selten. Die R. in Distelstengeln überwinternd. 777. cirrige-
rella Zk. Erfurt (Steiger) 17. Juli (Frank).
F. Endotrichinae.
808. Endotricha flammealis Schiff. Bei Thal, Gotha, Sachsen-
burg, SW. Ende Juni und Juli, selten.
116 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
nee
G. Pyralinae.
825. Aglossa pinguinalis L. Ueberall, nicht selten in Ställen,
Speichern usw. von Juni bis August.
836. Pyralis farinalis L. Wie vorige, häufig.
845. Herculia glaucinalis L. Bei Naumburg a./S., Arnstadt,
Gotha, Erfurt, S. im Juli und August.
903. Cledeobia angustalis Schiff. An trockenen, sonnigen
Grasstellen im Juli und August nicht selten.
H. Hydrocampinae.
912. Nymphula stagnata Don. Bei Mühlhausen, Gotha, Ohr-
druf, Georgenthal. 913. nymphaeata L. Ueberall an stehenden
Gewässern häufig. 916. stratiotata L. Bei Erfurt, Mühlhausen,
Gotha, Artern (Salzterrain).
922. Cataclysta lemnata L. An stehenden Gewässern selten.
931. Stenia punctalis Schiff. Bei Mühlhausen, Gotha, SW.
im Juli selten.
939. Perinephila lancealis Schiff. Bei Eisenach (Lenthe).
941. Psammotis pulveralis Hb. Bei Jena, Tabarz, Eisenberg,
S. auf Sumpfboden im Juni und Juli. 942. hyalinalis Hb.
Ettersberg (b. Weimar), Kratenberg (b. Gotha), bei S., im Juli
und August.
943. Eurrhypara urticata I. Verbreitet und gemein im Mai
und Juni. Eine R. fand und erzog ich an Anthriscus silvestris.
I. Scopariinae.
947. Scoparia zelleri Wck. Bei Gotha, Arnstadt, an der
Numburg (bei Kelbra), bei Oldisleben (bei Sachsenburg) und
SW. selten im Juli und August. 949. ambigualis Tr. Bei
Gotha, Luisenthal, Thal, Rudolstadt, Amt Gehren, Sachsenburg,
Ende Mai bis Juli. 954. dubitalis Hb. Verbreitet und nicht
selten. Ende Mai und Juni. 958. manifestella HS. Bei Ru-
dolstadt (Meurer). 974. truncicolella SH. Bei Thal und Tabarz
selten (Kn.). 975. crataegella Hb. Kyffhäuser, bei Gotha,
Rudolstadt, Eisenberg, S. im Juli und August. 976. frequen-
tella SH. Rudolstadt (Meurer).
K. Pyraustinae,
984. Agrotera nemoralis Sc. Verbreitet und nicht selten im
Mai bis Juni.
994. Sylepta ruralis Sc. Verbreitet und nicht selten im
Juli, die R. im Juni an Nesseln.
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 117
—
1014. Evergestis frumentalis L. Bei Gotha, Erfurt, S. nicht
selten. 1025. extimalis Sc. Ueberall nicht selten. 1027. stra-
minalis Hb. Bei Erfurt Kn.. bei Jena ein Stück Ende Juli.
Krause. 1033. limbata L. Bei Thal Kn., bei Jena, am Wege
nach Lichtenhain ein Stück (Krause), auch nach Hein 94/95
in Thüringen, im Juni und Juli.
1039. Nomophila noctuella Schiff. Verbreitet und nicht selten
vom Juni bis Frühjahr.
1042. Phlyctaenodes palealis Schiff. Verbreitet. Die R. in
Gespinnströhren in den Blüten verschiedener Dolden im Herbst,
der Falter im Juni und Juli. 1043. verticalis L. Bei Thal
und Zella (Kn.), um S. sowohl an dürren, als auch feuchten
Stellen im Mai und August. Die von v. Heinemann angeführte
Nährpflanze Spartium scop. gibt es hier nicht. 1061. sticti-
calis I,. Verbreitet, bei Gotha, Erfurt, Sachsenburg, S., nicht
selten im Mai und Juli.
1068. Diasemia litterata Sc. Ueberall auf Wiesen häufig in
zwei Generationen.
1073. Mecyna polygonalis Hb. (Limbalis Tr.). Bei Thal,
Kyffhäuser, Sachsenburg im Mai und Juli.
1089. Cynaeda dentalis Schiff. Verbreitet und nicht selten
Ende Juni bis August.
1090. Titanio pollinalis Schiff. Bei Gotha Kn., Eisenach
(Lenthe).
1136. Pionea pandalis Hb. Verbreitet und nicht selten im
Laubholz in zwei Generationen. ]J14l. crocealis Hb. Bei
Friedrichroda, Thal, Erfurt (Steiger), Sachsenburg, Eckartsberga
im Juni und Juli. 1146. fulvalis Hb. Bei Sättelstedt, Hayna
(Lenthe). 1151. ferrugalis Hb. Bei Gotha (Seeberg) im August
(Lenthe). 1154. elutalls SV. Bei Gotha (Lenthe), Ziegelroda,
bei Artern, (Spröngerts). 1156. prunalis Schiff. Verbreitet
und häufig im Juni und Juli. 1159. stachydalis Germ. Bei
Erfurt, Gotha, Kyffhäuser, Sachsenburg im Juni. 1163. forfi-
calis IL. Verbreitet und nicht selten im Mai und Juli— August.
1171. nebulalis Hb. Bei Altenstein Kn. 1175. olivalis Schiff.
Bei Thal, Erfurt, Rudolstadt, Eisenach.
1187. Pyrausta terrealis Tr. Bei Thal Kn. 1183. fusca-
lis Schiff. Verbreitet und nicht selten im Mai bis Juli. 1191.
sambucalis Schiff. Verbreitet und häufig im Mai und Juli.
1199. repandalis Schiff. Bei Mühlhausen Kn. 1205. flava-
lis Schiff. Verbreitet und meist sehr häufig im Juli. 1218.
nubilalis Hb. Kyffhäuser, bei Gotha und S. im Mai und Juni
selten. 1241. cespitalis Schifi. Ueberall gemein in zwei Ge-
118 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
25 nn U nn nn m
nerationen. 1242. sanguinalis L. Bei Thal, Jena (Hausberg),
Sachsenburg selten; SW. sehr häufig, früher fehlend, aber all-
mählich zur gemeinsten Art geworden. 1248. porphyralis Schiff.
Bei Mühlhausen Kn., bei Eisenberg (Krause). 1251. purpura-
lis L. Verbreitet und häufig im Mai, Juli und August. v. ostri-
nalis Hb. Bei Gotha, Thal, Arnstadt, SW. im Mai, Juli und
August. 1253. aurata Sc. Verbreitet und nicht selten im
Mai und Juli 1256. obfuscata Sc. (pygmaealis Dup.). Kyff-
häuser, bei Sachsenburg ziemlich selten im Mai und August.
1260. nigrata Sc. (anguinalis Hb.). Verbreitet und nicht selten
im Mai und Juli. 1262. eingulata L. Bei Thal, Ruhla, Erfurt,
Dornburg, Sachsenburg, SW. nicht selten. 1263. albofaseia-
lis Tr. Bei Erfurt, Coburg, Gotha, Jena, Eckartsberga, Sachsen-
burg im Mai und Juli bis Anfang August. 1268. nyctemera-
lis Hb. Bei Kranichfeld, bei Eisenberg zwei Stücke am 1. Juli
am Rande des Nadelwaldes (Krause). 1273. funebris Ström
(oetomaculata L.). Bei Gotha, Thal, Mühlhausen, Arnstadt,
Burgwenden im Mai selten. ab. trigutta Esp. Bei Eisenberg
und Jena unter der Stammart (Krause).
1307. Heliothela atralis Hb. Bei Geschwenda (Krieghoff), bei
Eisenberg am 13. Mai ein Stück (Krause).
Il. Pterophoridae.
1315. Oxyptilus_pllosellae Z. Verbreitet und nicht selten im
Juni und Juli. 1316. hieracii Z. Kyffhäuser (Kattenburg)
(Dr. Petry). 1318. ericetorum Z. Bei Jena (Kn.). 1321.
teucrli v. celeusi Frey. Kyffhäuser (Dr. Petry). 1322. parvi-
dactylus Hw. Verbreitet und nicht selten im Juni bis August.
1325. Platyptilia rhododactyla F. SW., bei Sachsenburg im
Juni. Die R. an den Knospen wilder Rosen. 1328. ochro-
dactyla Hb. .Bei Jena (Kn.). 1332. gonodactyla Schiff. Bei
S. selten. Die R. im Blütenstengel von Tussilago farfara.
1335. zetterstedtii Z. Bei Thal (Kn.), Rudolstadt (Meurer).
1336. nemoralis Z.. Bei Georgenthal, Gotha (Seeberg), (Lenthe).
1337. tesseradactyla I. Bei Eisenach, Hirzberg (Lenthe),
Rudolstadt (Meurer). 1339. acanthodactyla Hb. Bei Sprötau
(bei S.) SW. selten im Juni. 1342. cosmodactyla Hb. Bei
Thal (Kn.), bei Gotha (Lenthe).
1344. Alucita galactodactyla Hb. Bei Gotha (Krahnberg)
(Lenthe). 1345. spilodactyla Curt. Bei Gotha (Kn.). 1348.
pentadactyla I. Ueberall nicht selten. 1353. xanthodacty-
la Tr. Hein. 808, bei Jena, (Hausberg), (Krause). 1365. tetra-
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 119
dactyla L. Ueberall häufig. Raupe an Thymus serpyllum.
1372. Pselnophorus brachydactylus Tr. Bei Georgenthal (Kn.).
1378. Marasmarcha phaeodactyla Hb. Bei Jena, Rudolstadt,
Gotha, Sachsenburg, SW. nicht selten im Juni und Juli. Die
R. an Ononis.
1383. Pterophorus lithodactylus Tr. Bei Martinroda, Jena,
Burgwenden (hinter Kölleda), Sachsenburg im Juli: DieR. an
Inula salieina. 1387. monodactylus L. Verbreitet und gemein
vom Juli an, überwinternd, R. an Ackerwinde. 1388. scaro-
dactylus Hb. Bei Gotha (Boxberg), Jena, Rudolstadt, Sprötau
(bei S.), beim Bahnhof Heldrungen. Ende Mai bis Juli. 1389.
lienigianus Z. Bei Jena (Kn.). 1390. tephradactylus Hb.
Bei Jena (Kn.). 1394. carphodactylus Hb. Bei Jena (Kn.),
Sachsenburg im Juni und Ende August, September. Die R.
an Conyza squarrosa bis Mitte Mai, zwischen Blättern einge-
sponnen. Die zweite Generation in den Blüten, daselbst auch
die aufrecht stehende Puppe. 1396. osteodactylus 7. Bei
Winterstein (Kn.), bei Grossheringen (Thür. Bahn) am 4. Juli
ein Stück. 1397. microdactylus Hb. Bei Jena (Kn.).
1405. Stenoptilia zophodactyla Dup. Bei Jena (Kn.). 1406.
bipunctidactyla Hw. (serotinus Z.). Bei Jena (Kn.), Sprötau
(bei S.), SW. selten im Juli und August. 1414. pterodactyla L.
(fuscus Retz.) Verbreitet auf Wiesen und in Laubgehölz,
selten.
1424. Agdistis adactyla Hb. Auf dem Rothensteiner Felsen,
zwischen Kahla und Jena, (Dr. Schmiedeknecht).
Ill. Orneodidae.
1433. Orneodes dodecadactyla Z. Bei Sachsenburg ein Stück
am 13. Juni (Frank). 1434. grammodactyla Z. Bei Sachsen-
burg zwei Stück im Juni. 1437. hexadactyla L. Gotha und
Umgegend (Lenthe). 1438. huebneri Wallgr. Bei Gotha (Box-
berg). Verbreitet, auch öfter in Gärten, nicht selten im Juni.
IV. Tortricidae.
A. Tortrieinae.
1440. Acalla emargana F. Steiger bei Erfurt (Frank) var.
caudana F. Bei Thal und Gotha (Kn.), Steiger (bei Erfurt)
(Frank), bei Sachsenburg (Spröngerts). var. effractana Froel.
Bei Thal selten (Kn.). 1444. umbrana Hb. Bei Thal (Kn.),
Erfurt (Steiger) (Frank). 1446. hastiana L. Bei Thal, Gotha,
190 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916,
EEE EEE VE BE WE LEEREN EEE ER SERERES REES BEER BEE ER
Rudolstadt, S. Ende August. Die R. an Weiden. ab. caronana
Thnbg. Bei Erfurt u. S. ab. combustana Hb. Bei S. 1448.
abietana Hb. Beim Bahnhof Heldrungen, am 25. Oktober. 1451.
mistana Hb. Bei Thal (Kn). 1452. logiana Schiff. Bei Er-
furt (Kn.). Gotha, (Krahnberg) (Franke). 1455. variegana Schiff.
Bei Gotha, Eisenberg, Sachsenburg, SW. Ende August, Septem-
bee. R. an wilden Rosen. ab. asperana F. (Steiger) SW,
1458. literana L. Bei Eisenach, Eisenberg, Arnstadt. var.
squamana F. Bei Gotha und Thal selten (Kn.). 1459. nive-
ana F. Bei Gotha, Erfurt (Steiger) SW., nicht selten von Sep-
tember bis Frühjahr. R. an Birke. 1460. roscidana Hb. Bei
Erfurt und Töttelstedt (Kn.).. An Populus tremula. 1461.
lipsiana Schiff. Aue bei Krawinkel (Thür. Wald) (Kn ), Erfurt
(Steiger) (Frank). 1464. sponsana F. Bei Gotha (Boxberg),
Erfurt (Steiger), Sachsenburg, S. Die R. nicht selten an Acer
campestre. Falter im Juli und August. 1469. schalleriana F. Bei
Ohrdruf (Kn.) Gotha, (Seeberg) (Lenthe). v. comparana Hb.
Bei Tambach ein Stück im September (Lenthe). 1470. coma-
riana Z. (proteana HS.) bei Gotha (Seeberg) (Lenthe). 1471.
aspersana Hb. Kyffhäuser, bei Jena, Gotha, Sachsenburg, SW.
nicht selten. 1473. ferrugana Tr. Bei Gotha, Erfurt, S. nicht
selten. 1476. lithargyrana HS. Gotha (Krahnberg) (Lenthe).
1479. holmiana L. Bei Gotha, Arnstadt, Sachsenburg S., nicht
selten. R. an Obstbäumen, Weissdorn und Schlehe. Falter Juli.
1480. contaminana Hb. Bei Gotha, Sachsenburg, S. häufig von
Ende August an. Die Raupe an Weissdorn, Obstbäumen und
Schlehe. var. liliana Hb. unter der Stammart selten. ab. dimi-
diana Froel. sehr selten.
1482. Amphisa gerningana Schiff. Bei Oberhof. (Kn.). 1484.
prodromana Hb. Bei Jena und Eisenberg ein Stück am 17.
April (Krause).
1494, Dichelia grotiana F. Verbreitet im Laubwald im Juni
und Juli. 1495. gnomana M. Verbreitet im Juni und Juli und
nicht selten. Die R. in Schlesien an Heidelbeere, die an hie-
sigen Fundstellen nicht vorkommt.
1503. Capua reticulana Hb. Bei Rudolstadt (Meurer). 1504.
favillaceana Hb. Verbreitet und häufig im Mai und Juni.
1506. Cacoecia piceana L. In Kiefernwäldern nicht selten.
Die R. auch an Lärche. Falter im Juni und Juli. 1507. po-
dana Sc. Bei Gotha, Erfurt, Kyffhäuser, S., Sachsenburg. Eine
bei letzterem Orte in Epilobium-Blüte gefundene kleine R. nahm
durch ein zufällig im Behälter befindliches Blatt von Rosskasta-
nie diese bis zur Ueberwinterung als Nahrung an. Im Früh-
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 121
ling frass sie Apfelblatt. 1512. erataegana Hb. Bei Erfurt,
Steiger, (Frank). Bei Gotha, Krahnberg, (Lenthe). 1513.
xylosteana L. Verbreitet und nicht selten, im Juli an Eiche.
1514. rosana L. Häufig im Juni und Juli. Die R. an Laub-
holz. 1515. sorbiana Hb. Bei Gotha (Kn.), Erfurt (Frank).
1518. semialbana Gn. Bei Erfurt (Frank). 1520. costana F.
Bei Erfurt (Kn), bei Astern, (Spröngerts). 1523. histrionana Froel.
Verbreitet im Thür. Wald und bei Gotha (Krahnberg), an Fichte
im Juli. 1525. musculana Hb. Bei Gotha, Rudolstadt, Erfurt,
Grossheringen, Eckartsberga, im Juni. 2527. aeriferana HS. Kyff-
häuser Geb. im Juni. Die R. an Lärche (Dr. Petıy). 1528.
unifasciana Dup. Bei Gotha und Jena (Hausberg) im Juni.
1533. lecheana L. Verbreitet im Laubwald im Mai und
Juni.
1538. Pandemis corylana F. Verbreitet und nicht selten im
Juli. R. polyphag an Laubholz. 1540. ribeana Hb. Häufig;
die R. polyphag an Laubbäumen und Sträuchern. v. cera-
sana Hb. Bei Gotha (Kn.). Kyffhäuser (Dr. Petry), bei Bahn-
hof Heldrungen. 1547. heparana Schiff. Verbreitet und häufig,
Ende Juni und Juli. Die R. polyphag an Laubholz und Sträu-
chern. Einmal erzog ich sogar einen Falter von Chaerophyllum.
1549. Eulia ochreana Hb. Bei Jena (Hein 41). 1556. cinc-
tana Schiff. Verbreitet und nicht selten im Juni und Juli.
1558. rigana Sodof. Bei Jena, Hausberg, (Krause), Kyffhäuser,
im Mai bis Juni (Spröngerts). 1560. oxyacanthana HS. Bei
Rudolstadt (Meurer). 1562. ministrana I. Bei Gotha, Erfurt,
Rastenberg, Sprötau (bei S.) im Mai und Juni.
1564. Tortryx forskaleana L. Bei Gotha (Krahnberg), Geor-
genthal, Erfurt, Sachsenburg, S., im Juli. R. an Acer campestre.
Die Verpuppung findet unter der etwa einen Üentimeter lang
nach unten umgeschlagenen Spitze eines Blattes statt. 1568.
bergmanniana L. Ueberall an Rose im Juni und Juli. 1569. con-
wayana F Verbreitet und nicht selten im Juni und Juli. 1571.
loeflingiana L. Bei Arnstadt, Gotha, Erfurt (Steiger) Burgwen-
den, Sachsenburg R. an Eiche. Falter im Juni und Juli. ab.
ectypana Hb. Unter der Stammart. 1572. viridana L. Ueber-
all an Eiche gemein im Juni. 1576. forsterana F. Bei Lui-
senthal (bei Ohrdruf), Jena, Rudolstadt, Plaue, Eisenberg im Juni
und Juli. 1578. viburniana F. Bei Jena (Kn.). 1585. pale-
ana Hb. Bei Thal, Georgenthal, Gotha, Erfurt, Sachsenburg im
Juli. v. icterana Froel. Unter der Stammart, 1597. rusti-
cana Tr. Bei Georgenthal, Sättelstedt, Erfurt, Eckartsberga, im
Ma. 1601. diversana Hb. Kyffhäuser, bei Gotha, Erfurt, um
123 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916,
S. gemein im Juni und Juli. R. sowohl an Laubbäumen als
auch an niederen Pflanzen (Klee, Schafgarbe).
1605. Cnephasia osseana Sc. Bei Waltershausen, Amt Gehren,
Gehlberg im Juli. 1607. argentana Cl. Bei Georgenthal, Er-
furt, Eisenberg, Gehlberg, Oberhof im Juni und Juli nicht selten.
1614. penziana Thnbg. Bei Thal (Kn.), bei Kahla, Anfang
Juni (Krause). 1622. wahlbomiana I. Ueberall gemein, von
Ende Mai bis Juli. v. virgaureana Tr. Bei S. Ich fand R.
in den Blüten einer Dolde und an Schafgarbe. 1624. incer-
tana Tr. var. minorana HS. bei S. 1630. nubilana Hb. Bei
(rotha, Erfurt, Eisenberg, Sachsenburg, im Juni und Juli. Oefter
an Weissdornzäunen in Unzahl.
1638. Cheimatophila tortricella Hb. In Laubwäldern häufig,
im März und April.
1641. Exapate congelatella Cl. Bei Arnstadt (Liebmann),
Gotha (Lenthe), im Oktober und November. |
1644. Anisotaenia rectifasciana Hw. (albulana Tr.). Ver-
breitet und gemein von Mai bis Juli. 1645. ulmana Hb. Bei
Georgenthal (Kn.).
B. CGonchylinae.
1650. Lozopera tornella Wisghm. Bei Jena. Cat. III Nr.
1650. 1652. flagellana Dup. (francillana Hein. 80). Bei Jena
auf dem Hausberg einmal in Unzahl (Krause). (Aus denselben
Eryngium-Stengeln, die ıch von Herrn Oberamtsrichter Eppels-
heim, Grünstadt, erhielt, erzog ich im Jahre 97 vier Falter
vom 2.—20. Juli und nochmals im Jahre 98 dreizehn Falter
und zwar vom 6.—20. Juli elf Falter und am 6. und 7. August
je einen Falter.) |
1658. Conchylis dubitana Hb. Verbreitet und nicht selten, im
Mai und Juni. 1661. posterana Z. Wie vorige Art, im Mai
bis Juni und wieder Juli bis August. 1662. pallidana Z. Bei
Jena: und Erfurt (Kn.). 1663. atricapitana Stph. Bei Jena
Hein 87, beim Bahnhof Heldrungen und bei Sachsenburg, 2
Generationen Ende Mai, Juni und Juli. 1669. hybridella Hb.
(carduana Z.). Bei Gotha, Erfurt, S., ziemlich selten, doch
SW. einmal in Menge. Juli bis Anfang August. 1671. nana Hw.
(ambiguana Froel.) Bei Gotha, Sachsenburg, SW. selten Ende
Mai bis Juni. 1677. mussehliana Tr. Bei Jena und Gotha
(Kn.). 1678. geyeriana HS. Bei Artern auf dem Salzterrain
Ende Juni und Juli um Triglochin maritimum, öfter in Menge
schwärmend. Die R. in den Wurzeln dieser Pflanze. Die
Falter sind zum Teil sehr stark verdunkelt. 1679. udana Gn.
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 123
(alismana Rag.). Bei S. Die R. in den Stengeln von Alisma
plantago nicht selten. Sie überwintern erwachsen und liefern
die Falter im Mai bis Mitte Juni. Einmal fand ich am 6. Sep-
tember eine leere, aus grünem Alisma-Stengel herausgeschobene
Puppe, die einer zweiten Generation zugehört. Der schwarze
Faltenstrich der Vfl ist öfter sehr undeutlich; bei einem Falter
ist er ganz verschwunden. Eine Verdunkelung, wie sie vorige
Art zeigt, kommt nie vor. 1681. manniana F. R. Bei Erfurt
(Frank), bei S. sehr selten im Juni. 1682. griseana Hw. (Stph.?)
SW. ein Stück am 20. Juni. Das Stück wurde mir von Herrn
Dr. Wocke als gute Art bezeichnet. 1684. affinitana Del. Auf
dem Salzterrain bei Artern im Juni und Juli nicht selten. Die
R. lebt in den Stengeln, wohl auch Blüten von Aster tripolium
und überwintert in den Wurzeln. 1696. cebrana Hb. (ze-
brana Tr). Bei Jena im Juni und Juli. 1697. con-
junctana Mn. Kyffhäuser, an den Abhängen der Rothenburg-
ruine Anfang Mai (Dr. Petry). 1706. ambigquella Hb. Bei
Eisenberg sehr einzeln im Juli (Krause). 1724. elongana F.R.
Bei Gotha (Galberg) ein Stück am 31. Mai, zu einem Pesth’er
Stück von Dr. Wocke gut stimmend (Lenthe). 1728. dipol-
tella Hb. Verbreitet und nicht selten im Juni nnd Juli. 1732.
zephyrana Tr. Bei Gotha, Jena, Erfurt, Sachsenburg, SW. im
Mai und Juni. v.williana Brahm. (v. dubrisana Curt). Bei
Gotha und Sachsenburg, doch sind die Stücke Dr. Wocke’s aus
dem Elsass viel kleiner. 1740. rutilana Hb. Bei Jena (Kn.).
1743. aleella Schulze (tesserana Tr.). Bei Erfurt, Walters-
hausen, Gotha, S. an sumpfigen Stellen, SW. Ende Mai bis
Ende Juli, nicht selten. An letzterem Orte ist eine Varietät,
der die Bleilinien felılen, ebenso häufig wie die Stammform.
1744. hartmanniana Cl. (baumanniana Schiff.). Verbreitet und
nicht selten in zwei Generationen. 1749. badiana Hb. (rubi-
gana Tr.) bei Erfurt (Stotternheim), (Frank), Gotha (Berlach),
Behringen (Lenthe). 1753. kindermanniana Tr. Bei Jena Kn.,
Kyffhäuser (Dr. Petry). 1760. smeathmanniana F. Bei Gotha
und Erfurt (Kn.), bei S nicht selten im Juni. 1771. implici-
tana HS. SW. Ende Mai und Juni in der typischen Form
und einer Varietät, die durch den braunen Fleck zwischen
Mittelbinde und Saum der Mogentiana Roesler nahe kommt,
doch durch dunklere Grundfarbe verschieden ist. Die Varietät
kommt mit der Stammform auch bei Gotha (Krahnberg) (Lenthe)
und bei Erfurt (Steiger) (Frank) vor. 1773. roseana Hw. Bei
Erfurt, Gotha, Sachsenburg. Die R. in den Blüten von Sca-
biosen. -1779. epilinana Z. Bei S. selten, im Mai und Juli,
124 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
August. 1781. ceiliella Hb Bei Erfurt, Gotha, Burgwenden,
Sachsenburg, SW. im Mai und Juli nicht selten.
1800. Euxanthis hamana L. Verbreitet und häufig von Mai
bis Juli. 1802. zoegana L. Bei Gotha, Erfurt, SW., im Juni
und Juli selten. 1811. straminea Hw. Bei Artern (Weinberg),
SW. nicht selten im Mai und August. 1S12 alternana Stph.
Bei Artern (19. 8. Weinberg) (Frank) im Kyffhäuser Gebirge
bei Frankenhausen am 16. Juni und 30. Juli Dr. Petry, SW.
ein Stück am 27. Juni., 1827. angustana Hb. (cruentana HS.)
Bei Haina, Gotha, Eisenberg, Sachsenburg, SW. im Juli selten.
Die R. in Schlesien an Heide, die wenigstens an letzterem Fund-
orte nicht vorkommt.
1838. Phtheochroa schreibersiana l'roel. Bei Gotha, Erfurt,
S., im Mai an Pappeln.
C. Olethreutinae (Grapholithinae).
1844. Evetria (Retinia Gn.) duplana Iib. Bei Gotha (Kn.).
1847. posticana Zett Bei Gotha (Seeberg, Kralinberg) (Lenthe).
Bei Sachsenburg, an Kiefer im Mai. 1848. pinioorana Z. Bei
Georgenthal (Kn.). Behringen, Gotha (Krahnberg) (Lenthe).
1849. turionana Hb. Verbreitet, im Kiefernwald Ende Mai und
Juni. Die R. in den Knospen der Kiefer. 1851. buoliana Schiff.
Ueberall an Kiefern nicht selten im Mai und Juni. 1854. reti-
ferana Wck. (margarotana Hein. 95). 1855. resinella L.
Verbreitet und nicht selten an Kiefern im Mai und Juni.
1857. Olethreutes (Penthina Tr.) salicella I. Häufig im Juni
und Juli. R. an Weiden, besonders an Salix caprea. 1859.
inundana Schiff. Laucha’er Holz, Steiger (b. Erfurt). Anfang
Juli. 1862. scriptana Hb. (hartmanniana 1.) Bei Gotha (Box-
berg) (Lenthe), bei S. im Juni und Juli. R. an Weide. 1864.
cabreana Hb. Bei Gotha (Kn.) und Sprötau (bei S.). Die R.
an Satix cadrea Falter Juni. 1865. corticana Hb. Bei Gotha,
Boxberg, (Lenthe) Arnstadt, (Liebmann), SW., von Birke An-
fang Juni erzogen. 1866. betulaetana Hw. Verbreitet, an
Birke, im Juli und August nicht selten. 1867. sororculana Zett.
Bei Zella (Ko.). 1871. sauciana Hb. Bei Eisenberg, Thal und
Tabarz. 1872. variegana Hb. Ueberall häufig im Juni und
Juli. R. in den Blüten von Obstbäumen und Sorbus. 1873.
pruniana Hb. Ueberall gemein im Juni bis Juli. R. an Schlehe.
1874. ochroleucana Hb. Verbreitet und nicht selten im Juni
und Juli. R. an Rose. 1875. dimidiana Sodof. Bei Sättel-
stedt (Lewthe), bei Sachsenburg, einen Falter am 10. Mai er-
zogen. R. in einem hauchig an den Rändern zusammenge-
ee E
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Rleinfalter. 125
hefteten Blatt von junger Birke. 1877. oblongana Hw. Bei
Gotha (Lenthe) und bei S. im Juni und August auf Wiesen.
sellana Hb. Bei S. und Sachsenburg im Juni aus den Köp-
fen von Dipsacus silvestris. zahlreich erzogen. ‘1878. genti-
ana Hb. Bei Eisenberg zwei Stück im Mai und Juli (Krause).
1886. profundana F. Kyffhäuser, bei Gotha, Erfurt, Sach-
senburg im Juli und August. 1887. nigricostana Hw.
Bei Georgenthal (Kn.), S. selten Ende Mai und Juni, Juli.
v. Remyana HS. Bei Sachsenburg ein Stück am 15. Juli.
1889. fuligana Hb. Bei Erfurt, Weimar (Ettersberg), S. im
Juli. 1896. arcuella Cl. Ueberall im Laubgehölz nicht selten
im Mai und Juni. 1898. mygindana Schiff. Hohe Möst, bei
Zella, Rudolstadt, Eisenberg Ende Mai bis Juli. 1899. rufana Sc.
und v. purpurana Hw. Bei Gotba (Lenthe), Sulza und S.
ziemlich selten. Mittelformen kommen öfter vor. 1901. stri-
ana Schifl. Sehr gemein im Juni und Juli. 1902. branderi-
ana L. Bei Gotha (Kn), bei Eisenberg. Die R. und P. in
Aspenblätter eingewickelt (Krause). 1905. metallicana Hb.
Bei Thal und Ruhla (Kn.). 1907. siibiana Gm. Bei Jena
(Hausberg) und Eisenberg im Juni (Kıruse), bei Erfurt (Lin-
desbach). 1910. palustrana Z. Bei Georgenthal (Lenthe) und
bei Amt Gehren im Juli und August. 1912. schulziana F.
Bei Thal (Kn.) und Eisenberg im August auf Haide einzeln
(Krause). 1916. micana Hb. (Olivana Tr.). Bei Georgenthal
(Kn.) und Erfurt (Steiger bei Roda im Juli) (Frank). 1918.
rivulana Sc. Verbreitet und häufig auf Wiesen im Mai und
Juli bis August. 1919. umbrosana Frr. Bei Thal (Kn.),
Sättelstedt (Lenthe,; SW. an Stelle mit angepflanzten Erlen
sehr häufig im Juni. 1921. urticana Hb. Bei Gotha und SW.
im Juni und Juli. 1922. lacunana Dup. Ueberall häufig im
Mai bis August. 1925. lucivagana Z. Bei Thal (Kn.), SW.
ein stark verdunkeltes Stück am 16. Juni. 1926. rurestrana Dup.
(rupestrana Hein. 126). Bei Rudolstadt (Meurer). 1927. cespi-
tana Hb. Verbreitet und nicht selten im Juni und Juli. 1929.
bifasciana Seeberg bei Gotha (Lenthe) Hw. Bei Erfurt (Steiger)
fing ich 2 Stück am 5. und 26. Juii. 1933. bipunctana !Iw.
Ueberall auf Heidelleere, nicht selten im Juni und Juli. 1935.
tenerana Schlag. Bei Jena Ende Juni (Hein 129). 1940. ful-
gidana Gn. (gigantana HS.). Bei Jena im Juni (Hein 130).
1941. hercyniana Tr. Verbreitet, in der Ebene und im Ge-
birge an Pinus picea, Ende Mai und Juni. 1942. schmidtiana HS.
Bei Weissenfels (Hein 131). 1943. achatana F. Verbreitet
und nicht ‘selten im Juni und Juli. R. an Weissdorn, Schlehe,
126 Deutsche Entom. Zeitscarift Iris. Dresden 1916.
Apfelbaum. 1944. ericetana Westw. (trifoliana HS.). Bei
Gotha (Kn.) und S. selten im Juli und August. 1945. anti-
quana Hb. Bei Waltershausen, Eisenberg, S. ziemlich selten
im Juli und August.
1951. Polychrosis (Endemis Dr artemisiana Z. Bei Rudol-
stadt (Meurer).
1963. Lobesia permixtana Hb. Verbreitet, ziemlich selten im
Mai und Juni.
1964. Cymbolomia hartigiana Rtzb. Bei Gotha (Krahnberg)
(lenthe) SW. Zwei Stück Anfang Juli erzogen. Die R. an
Pinus picea, im Gespinnst, die Nadeln aushöhlend.
1965. Exartema latifasciana Hw. Bei Gotha (Krahnberg)
(Lenthe), bei Weimar (Eltersberg) ein Stück Ende Juli.
1969. Steganoptycha simplana F. Bei Gotha (Krahnberg)
(Lenthe), Eisenberg, ein Stück am 18. Juni v. Aspe (Krause).
1971. pauperana Dup. Bei Jena (Kn.). 1972 nigromacu-
lana Hw. Bei Erfurt (Kn.), Gotha (Galberg) (Lenthe). 1974.
ramella L. Bei Jena, Gotha, Sprötau (bei S.), Erfurt (Steiger)
nicht selten im Juli und August. 1975. oppressana Tr. Ver-
breitet im Juni und Juli an Pappeln. 1978. corticana Hb
Verbreitet und häufig im Juli und August an Eiche. 1982.
refimitrana HS. Lauchaer Holz (Lenthe), SW. ein Stück am
22. Juli. 1983. ratzeburgiana Rtzb. Bei Gotha selten (Kn.).
1984. nanana Tr. Verbreitet und nicht selten im Juni. 1985.
ustomaculana Curt. Bei Elgersburg. Die R. an Vaccinium,
Vitis, Idaea (Dr. Petry). 1986. binotana Wck. Bei Jena im
Juli. 1987. vaceiniana Z. Luisenthal, bei Ohrdruf, (Lenthe),
beim Bahnhof Heldrungen im Juni. 1990. ericetana HS.
Bei Thal, Rudolstadt, Hirzberg, Gotha (Boxberg), Eisenberg.
1992. fractifascana Hw. Bei Thal, Rudolstadt, Jena,
Behringen, im Hainich und Kyffhäuser. 1997. quadrana Hb.
Bei Erfurt (Steiger) (Frank), Eisenberg im Mai einzeln (Krause).
1998. subseguana Hw. Beim Bahnhof Heldrungen ein Stück
am 22. April (Spröngerts). 1999. granitana HS. Verbreitet
an Fichten im Mai und. Juni, selten. 2003. eruciana L. Bei
Jena und Gotha (Kn.), bei Ziegelroda (bei Rossleben) (Sprön-
gerts), Erfurt (Steiger) im Juni, die R. an Salix caprea. 2005.
trimaculana Don. Bei Jena (Kn.), Erfurt (Steiger) (Frank).
2007. minutana Hb. Bei Jena, Gotha, S. Die R. zwischen
zusammengeklebten Pappelblättern. Falter im Juli.
2008. Gypsonoma aceriana Dup. Bei S. Die kleine braun-
schwarze R. im Herbst auf Pappelblättern (P. pyram und nigra)
in einem schlangenförmigen Gewebe auf der Oberseite, Zuerst
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 127
—
bildet die R. eine Mine, in die sich dieselbe auch später vom
Frass immer wieder zurückzieht. Im Frühjihr treibt sie nach
Mitteilung des Herrn Oberamtsrichter Eppelsheim, Grünstadt,
aus einer Zweigspitze eine kolbige Exkrementenröhre hervor.
Eine in ihrer Lebensweise der vorigen ähnliche, aber gelbe R.
mit schwarzem Kopf fand ich bei S. an Salix amygdalina und
fragilis auf der Blattunterseite. Die Anfangsmine fehlte. 2010.
incarnana Hw. Verbreitet und nicht selten im Juli und August.
2011. neglectana Dup. Bei Luisenthal (bei Ohrdruf), Gotha
(Krahnberg), Eisenberg, S. selten im Juni.
2012. Asthenia pygmasana Hb. Verbreitet, um Fichten, im
April.
2016. Rhyacionia hastana Hb. Bei Jena (Kn. Hein 229).
2017. Bactra lanceolana Hb. Ueberall an nassen Stellen im
Mai bis August oft häufig. 2020. furfurana Hw. Bei Artern
(Salzterrain), bei S. an gleichen Stellen wie vorige, nicht selten
im Juni und Juli.
2022. Semasia hypericana Hb. Verbreitet und nicht selten
Ende Mai bis Juli R. in den Knospen von Hypericum-Arten.
2031. aemulana Schläg. Bei Jena (Hein 175), bei Martinroda
(Veronikaberg) 19. Juli (Lenthe). 2035. citrana Hb. Ver-
breitet an trockenen Stellen, im Juni und Juli nicht selten.
2042. pupillana Cl. Bei Artern (Weinberg) ein Stück am 21.
August. 2049. aspidiscana Hb. Bei Gotha, Thal, Rudolstadt,
Eckartsberga, Erfurt (Steiger), Sachsenburg im Mai bis Anfang
Juni. 2051. conterminana Hb. Bei Erfurt, Gotha, Sachsen-
burg, SW. im Juli bis August nicht selten.
2055. Notocelia uddmanniana L. Bei Gotha, beim Bahnhof
Heldrungen, bei S. im Juni und Juli. 2056. junatana HS.
Bei S. an der dem Kronbiegel’schen Laboratorium gegenüber-
liegenden Strecke der Kreis-Chaussee äusserst selten, Ich fing
drei Stück in den Jahren 1874, 1877 und 1886 am 22., 26.
und 29. Juni. Die Art kommt in Deutschland nur noch bei
Breslau vor. 2060. suffussana Z. Verbreitet und nicht selten,
ım Juni und Juli. Die R. an Schlehe und Weissdorn. 2062.
roborana Tr. Häufig im Juli, an Rose. 2063. incarnatana Hb.
Bei Eisenberg, Jena, Rudolstadt, Sachsenburg, im August. Die
R. an Rose. 2065. tetragonana Stph. (Iuctuosana HS. Hein
154). Erfurt (Steiger) (Frank).
2082. Epiblema albidulana HS. Kyffhäuser (Dr. Petry). SW.
im Juni und Juli ziemlich selten. 2084. fulvana Stph. (Ja-
ceana HS. Hein 174). Bei Gotha, Jena, Rudolstadt, SW.,
selten im Juni und Juli. 2085. scopoliana Hw. Bei Artern
128 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
(Weinberg) SW. im Juli. var. Parvulana Wlk. SW. im Juli.
2086. cana Hw. (Hohenwartiana Tr.). Bei Gotha, Erfurt,
Stotternheim, Sachsenburg, SW. im Juli. 2088. expallidana Hw.
Bei S. (Fliehweiden) ein Stück am 14. Juli. 2093. cacoima-
culana Hb. Bei Eisenberg, Rudolstadt, SW. selten. 2099.
hepaticana Tr. Bei Thal (Kn), Gotha (Krahnberg) (Lenthe).
2103. trigeminana Stph. Bei Erfurt (Steiger) (Frank). Die
Stücke gleichen zwei süddeutschen Exemplaren Dr. Wocke’s
von Dr. Staudinger. Ein Exemplar vom Salzterrain bei Artern
weicht etwas ab und bezeichnete es Dr. Wocke als zu einem
Heinemann’schen Stück von Confusana aufs genaueste stimmend.
Im Katalog III ist diese Art zu Trigeminana Stph. gezogen.
2105. graphana Tr. Bei Jena, Gotha, Rudolstadt, SW. im
Juni und Juli. 2107. kochiana HS. Bei Jena (Lausberg) An-
fang Juli einmal in Anzahl (Krause) Kyffhäuser (Kalktal) (Dr.
Petry). 2108. nigrieana HS. Bei Erfurt (Kn.). 2111. te-
della Cl. (comitana Schiff.). Ueberall an Nadelholz gemein
im Mai bis Juli. 2112. proximana HS. Ich besitze ein durch
Herrn Amtsgerichtsrat Krause in Thüringen gefangenes Stück,
welches ich durch Herrn Eppelsheim erhielt. 2115. demarni-
ana FR. Bei Jena selten (Kn.) Erfurt (Steiger) (Frank). 2118.
subocellana Don. Verbreitet und nicht selten im Mai. R. an
Salix caprea auf der Unterseite der Blätter unter der abge-
nagten Wolle, im Herbst. 2119. nisella Cl. Verbreitet und
häufig vom Juli bis September an Populus tremula, nigra. ab.
Pavonana Don. Bei S. selten. 2121. penkleriana FR. Ueberall
häufig an Erlen vom Juni bis August. 2123. ophthalmicana Hb.
Bei Jena, Rudolstadt, Gotha (Krahnberg) Erfurt (Steiger) an
Aspe im August und September. 2125. solandriana L nebst
den var. Semimaculana Hb. und Sinuana Hb. Verbreitet in
Gehölzen und nicht selten. 2126. semifuscana Stph. Bei Gotha
(Grosser Seeberg) (Lenthe). 2127. sordidana Hb. Bei Rudol-
stadt (Meurer), (Solandriana Hein 145', Gotha (Seeberg) (Lenthe).
2128. bilunana Hw. Seehausen (bei Frankenhausen) Ober-
Heldrungen. Juni. Die R. dieser Art wird sicher mit Birken-
reisigbesen in eine Warenniederlage eingeführt. Die entwickelten
Falter finden sich dann mit noch manchen anderen Arten an
den Fenstern ein. 2129. tetragnetrana Hw. Verbreitet und
häufig im Mai und Juni. Die R. an Blättern der Erle und
Birke im Herbst. An Birke gefundene gallenartige Zweigan-
schwellungen erklärte Dr. Wocke als dieser Art zugehörig, er
habe einmal Falter daraus erzogen. Die R. verlassen die Gallen
im September. 2132. immundana FR. Verbreitet, an Erle im
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 129
—
Mai. 2135. similana Hb. (bimaculana Don. Hein. 145).
Bei Gotha (Kn.), Eisenberg im Juni und Juli selten (Krause).
2138. tripunctana F. Verbreitet und nicht selten im Juni und
Juli. Die R. an Rose. 2139. asseclana Hb. (similana Tr.
Hein. 155). Kyffhäuser, Hörselberg, bei Jena, Rudolstadt, Gotha,
Eisenberg, Erfurt (Steiger, SW. im Mai und Juni einzeln.
2143. pflugiana Hw. (scutulana Tr.). Im Kyffhäuser, bei
Töttelstedt, SW., im Mai, Juni und Juli. 2144. Iuctuosana Dup.
(cirsiana Z. Hein. 150). Bei Rudolstadt, Gotha, Erfurt.
2146. simploniana Dup. (sublimana HS. Hein. 153). Am
Inselsberg. Anfang Juli häufig (Lenthe). 2147. obscurana HS.
Kyffhäuser (Dr. Petry), bei Erfurt (Badgasse) (Frank). 2150.
brunnichiana Froel. Bei Gotha und Thal (Kn.), bei Erfurt
(Steiger) (Frank). 2153. turbidana Tr. Bei Erfurt (Kn.),
Jena, Ende Mai und Juni (Hein. 142). 2154. foenella L.
Bei Jena (Kn.), bei S. im Juli.
2155. Grapholitha albersana Hb. Bei Gotha (Krahnberg)
(Lehrer Habicht). 2157. woeberiana Schiff. Bei Gotha (Kn.).
2159. funebrana Tr. Ueberall. Die R im Herbst in den
Pflaumen und Schlehen, Falter im Mai, dann die R. in den
Herztrieben, Falter im Juli und August. 2160. nigricana Stph.
(tenebrosana Z. Hein. 181). Bei Berka (Hainleite), Erfurt,
Sachsenburg, SW. im Juni und Juli, nicht selten. 2161. ne-
britana Tr. Bei Jena (Kn.). Bei S. ein Stück. 2162 rose-
ticolana 7. Bei Sachsenburg, bei Bahnhof Heldrungen, SW.
an wilden Rosensträuchern selten im Mai und Juni. Die R.
im Herbst in den Hagebutten. 2163. zebeana Rtzb. Bei Kra-
winkel, Ohrdruf, beim Bahnhof Heldrungen. Die zweimal über-
winternde R. lebt in holzigen, durch sie verursachten Gallen
an Lärche und verpuppt sich darin. Falter vom 19. Mai bis
Anfang Juni erzogen. Bei 2168. oxytropidis Martini. (Iris 1912
p- 95—100). Bei Ganglofisömmern (Dr. Petry), Schwellenburg
bei Kühnhausen, SW. häufig, Ende Mai bis fast Mitte Juli.
Die R. in den Schoten von Oxytropis pilosa. 2169. caeca-
na Schlaeg. Bei Jena, Eisenberg, Gross-Heringen, SW., selten
um ÖOnonis im Mai und Juni. 2171. succedana Froel. Bei
Gotha (Seeberg), Plane, Erfurt, Weimar (Ettersberg), SW. im
Juli. 2173. servillana Dup Bei Rudolstadt (Meurer), Sprötau
(bei S) ein Stück Anfang Juni. 2174. microgrammana Gn.
SW. nicht selten, um Ononis, Vom 7. Mai bis 18, Juli ge-
fangen. 2177. strobilella L. Ueberall um Fichten im Mai.
2181. corollana Hb. Bei Eisenberg, Sättelstedt, Erfurt (Steiger)
im April und Mai. R. und P. in den Gallen an Populus tre-
, Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausgegeben vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1916. x
130 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
mula, welche durch die Larve des Bockkäfers Saperda populnea
veranlasst werden. 2182. scopariana HS. Bei Sättelstedt
(Lenthe). 2184. cosmophorana Tr. Bei Jena, Rudolstadt,
Eisenberg, Gotha (Krahnberg), Erfurt (Steiger), im Mai und
Juni. Die R. in den Harzgallen der Evetria resinella. 2187.
coniferana Rtzb. Bei Gotha (Krahnberg) (Lenthe), bei Eisen-
berg im Juni und Juli von dünnen Kiefern geklopft (Krause).
2189. illutana HS. Kyffh. (Dr. Petry), SW. ein Stück am
26. Mai. 2190. pactolana Z. Bei Georgenthal (Kn.), Sättel-
stedt, Gotha (Krahnberg) (Lenthe), SW. 2194. compositella F.
Verbreitet und nicht selten im Mai und Juni. 2204. dupli-
cana Zett. Bei Rudolstadt, Eisenberg, Behriugen, Reinhards-
brunn, Finsterbergen im Juni. 2207. periepidana Hw. Ver-
breitet im Laubwald im Mai bis Juni. R. an Orobus und
Vicia. 2208. pallifrontana Z. Erfurt (Steiger) im Juli (Frank).
Die R. in den Schoten von Astragalus glycyphyllos. 2209.
fissana Froel. Bei Erfurt (Steiger) (Frank). 2210. diseretana Wck.
Bei Go:ha, Grossheringen, Erfurt (Badgasse, Steiger). R. in den
Stengeln des wilden Hopfens (Frank). 2714. dorsana F. Ver-
breitet und nicht selten im Mai und Juni. 2216. orobana Tr.
Bei Erfurt (Steiger) (Frank). 2217. eoronillana Z. Bei Gotha,
(Seeberg) Jena, Erfurt (Steiger), Eckartsberga, Sachsenburg,
SW. im Mai nicht selten. 2222. aurana F. Bei Geschwenda
(Krieghoff), bei Tabarz (Lenthe), Erfurt (Steiger) (Frank).
2223. gallicana Gn. (rufillana Stt.). Bei Eisenberg (im
Mühlthal) ein Stück am 28. Juli (Krause), bei Gotha (Lenthe),
bei Sachsenburg. Die R. im Herbst in den Dolden von Daucus
carota. 2224. janthinana Dup. Bei Eisenberg, Blankenburg,
Sachsenburg, SW. selten im Juni und Juli. Bei Sachsenburg
fing ich ein $, welches um Cotoneaster integerrima flog; am
26. August fand ich an diesem Strauch viele verlassene Beeren
und in einzelnen nur noch die Larven von Schlupfwespen. —
Die R. lebt auch in Crataegus-Früchten.
2225. Pamene fimbriana Hw. (Phthoroblastis Ld.). Bei
Erfurt (Steiger) am 22. April an blühenden Weiden gefangen
(Frank). 2226. argyrana Hb. Bei Gotha (Seeberg) Sprötau,
(bei S.), Griefstedt (bei Heldrungen im Mai). 2228. splendi-
dulana Gn. (plumbatana Z.). Bei Gotha (Krahnberg),
Hohenebra, Sachsenburg im Mai und Juni. 2231. gallienlana Z.
Bei Gotha, Erfurt, Burgwenden, Eckartsberga im Mai. 2234.
aurantiana Stgr. Bei Gotha (Seeberg), Krahnberg (Lenthe),
Erfurt (Steiger) im Juli (Frank). 2238. insulana Gn (nota-
cillana Z.). Bei Eisenberg zwei Stück am 18, Mai (Krause),
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 131
2240. spiniana Dup. Bei Eisenberg (Krause), Gotha (Galberg)
an einem Weissdornzaun häufig (Lenthe), bei Sachsenburg.
2241. populana F. Bei Gotha (Krahnberg) (Lenthe). 2244.
regiana Z. Verbreitet; Frank fand die R. bei Erfurt in Menge
unter der Rinde einer Platane, sonst an Acer pseudo-platanus.
2245. trauniana Schiff. Bei Jena (Hein. 203), bei Gotha (See-
berg, Lenthe), bei S. Die R. in den Früchten von Acer cam-
pestre, ich fand sie von Ende August bis 21. September. Die
erwachsenen R. überwintern unter loser Rinde, wo sie sich auch
verpuppen. Falter im Mai bis Juni. 2246. pinetana Schläg.
Bei Jena im Juni (Hein. 189). 2247. ochsenheimeriana Z.
Bei Erfurt (Steiger) (Frank), bei Bahnhof Heldrungen im Mai
an Fichte. 2249. flexana Z. Verbreitet im Laubwald im Juni.
Die R. an Rotbuche zwischen zwei flach aufeinander gespon-
nenen Blättern, daselbst auch die Puppe, in einem festen, mit
Exkrementen vermischten Gespinst überwinternd. 2254. rhe-
diella Cl. Bei Gotha (Park) (Kn.), (Galberg) (Lenthe), Erfurt
(Steiger) (Frank).
2255. Tmetocera ocellana F. Verbreitet und häufig im Juli.
R. an Apfel- und Birnbaum, erwachsen in dicht zusammen-
gesponnenen dürren Blüten- und Blatteilen. Sie scheint längere
Zeit unverwandelt zu ruhen. Lärche nimmt sie als Nahrung
nicht an. 2255. v. lariciana Hein. Tabarz (Lenthe). Beim Bahn-
hof Heldrungen. Die R. von Lärche abgeklopft, die Falter vom
7. Juni an erzogen. Einige R. gingen zur Verpuppung in
Erde, was bei ocellana nicht vorkommt. Die Verpuppung er-
folgt schneller und die Falter erscheinen früher. Die R. nehmen
nicht Apfel, aber ohne weiteres Pinus picea als Nahrung an.
Berr Dr. Wocke erklärte lariciana für eine eigene Art.
2257. Carpocapsa pomonella L. Ueberall. Die R. in Aepfeln
und Birnen, die Falter im Mai und Juni. Von einer zweiten
Generation, die vielleicht nur in wenigen Exemplaren erscheint,
fand ich Anfang August an einem Apfelbaum, unter kurz vor-
her angelegtem sogen. Brumataleimring, eine Puppe, welche den
Falter am 13. August lieferte. Auch im Wald (Sachsenburg)
kommt die Art vor; ich erzog einen Falter aus Sorbus tormi-
nalis-Beeren. 2258. grossana Hw. Bei Jena (Kn.), Tilleda
(Kyffhäuser) (Dr. Petry), Berka (Wipper, Hainleite). 2259. splen-
dana Hb. Bei Gotha (Boxberg) (Kn.), beim Bahnhof Heldrungen
und Sachsenburz.
2263. Ancylis derasana Hb. (Phoxopteryx Tr.). Hörsel-
berg (bei Eisenach) (Kn.), Hirzberg /Lenthe). 2264. Iundana F.
(badiana Dup. Hein. 225). Verbreitet im Laubwald im Mai
132 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
und Juni. Eine zweite Generation im August selten. 2266.
myrtillana Tr. Inselsberg, bei Luisenthal, Rudolstadt, Eisenberg
im Juni. 2267. siculana Hb. Bei Thal, Ohrdruf, Gotha (See-
berg) S., im April, Mai und Juli, August, nicht selten. Die
R. an Rhamnus. 2268. tineana Hb. Bei Gotha (Seeberg) im
Juni (Lenthe). 2270. comptana Froel. Kyffhäuser, bei Jena,
Gotha, (Seeberg!) Sachsenburg, SW. im Mai, Juni und wieder
im Juli. 2271. unguicella L. Bei Rudolstadt, Sättelstedt, beim
Bahnhof Heldrungen im Mai bis Juni auf Haide. 2272. un-
cana Hb. Bei Thal, Gotha, Burgwenden, beim Bahnhof Hel-
drungen im Mai bis Juni auf Haide. 2273. biarcuana Stph.
Bei Gotha (Galberg) (Lenthe), bei S., selten im Juni. Ich
fand die R. an S. amygdalina, an sumpfigen Stellen, wo es
keine S. caprea gibt. 2276 diminutana Hw. Bei Gotha (Krahn-
berg) (Kn.), Hirzberg (Lenthe). 2277. mitterbacheriana Schiff.
Ueberall an Eiche und Rotbuche im Mai und Juni. 2279.
upupana Tr. Hirzberg (bei Georgenthal) (Lenthe), Mai, Juni.
2280. laetana F. (harpana Hb.). Verbreitet und nicht selten
im Mai und Juni. R. an Populus tremula.
2281. Rhopobota naevana Hb. Veserthal, Ettersberg, bei
Jena, Gotha, Sachsenburg im Juli.
2282. Dichrorampha sequana Hb. Bei Jena, Gotha (Seeberg),
Ziegelrode (bei Rossleben) um S. nicht selten, im Mai, Juni.
2284. petiferella L. Ueberall häufig im Juni und Juli an Schaf-
garbe. 2285. alpinana Tr. Wie vorige Art. 2295. plumbagana Tr.
Bei Erfurt, Gotha (Seeberg) Rudolstadt, um S. nicht selten im
Mai und Juni. 2298. acuminatana Z. Stotternheim, (bei Erfurt)
um S. ziemlich selten im Mai, Juni und wieder im Juli und
August.
2308. Lipoptycha sylvicolana Hein. 239. Ein bei Burgwen-
den (hinter Cöttlede) am 19. Mai gefangenes Z bestimmte Herr
Dr. Wocke mit folgender Bemerkung: Dies Stück mag wohl
sylvicolana sein, die ich aber nur für Varietät von plum-
bana halte. Heinemann gibt auch für die 22 keine Unter-
schiede an. 2309. plumbana Sc. Verbreitet und häufig im
Mai bis Anfang Juli.
V. Glyphipterygidae.
A. Choreutinae.
2311. Choreutis bjerkandrella Thnbg. Bei Zella (Kn.) 2313.
mylierana F. Bei Eisenberg, Sättelstadt, Laucha’er Holz, S. sel-
ten im Mai und August, September,
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 133
2315. Simaethis pariana Cl. Verbreitet und nicht selten von
Ende Juli bis Frühjahr. R. an Pyrus, Crataegus, Sorbus. 2318.
fabrieiana L. (oxyacanthella L.) Bei Gotha, Gehlberg, Erfurt
(Steiger) im Mai und Juli, August. R. an Nesseln.
B. Glyphipteryginae.
2323. Glyphipterix bergstraesserella F. Bei Jena (Kn.). Hirz-
berg (bei Georgenthal) (Lenthe). 2326. thrasonella Sc. Auf
sumpfigem Terrain oft sehr häufig. Eine Abart hat als Zeich-
nung nur einen grossen stahlblauen Fleck in der Flügelspitze.
2331. equitella Sc. Bei Erfurt, Artern (Weinberg), S. ziemlich
selten im Mai bis nach Mitte Juli. Die R. an Sedum. 2334.
forsterella F. Bei Rudolstadt, (Meurer), Gotha (Krahnberg)
Hörschberg (Lenthe). 2337. fischeriella Z. Bei Gotha, Eckarts-
berga, Sachsenburg, S. nicht selten im Mai und Juni.
C. Douglasiinae.
2337. Tinagma perdicellum Z. Bei Gotha (Seeberg), Luisen-
thal, Thal, Eckartsberga, Sachsenburg, SW. im Mai und Juni.
2340. Douglasia balteolella F.R. Bei Sachsenburg, Bahnhof
Heldrungen. SW. im Mai und Juni um Echium. 2341. ocne-
rostomella Stt. Bei Eckartsberga ein Stück, SW. häufig um
- blühendes Echium.
VI. Yponomeutidae.
A. Yponomeutinae.
2350. Scythropia crataegellaL. Kyffhäuser, bei Gotha, Gross-
monra (hinter Oölleda) Sachsenburg, SW. nicht selten. Die kleine
R. miniert im Weissdornblatt, bevor sie frei im Gespinnst lebt.
Ein vorhandenes Weissdornblatt zeigt mehrere kleine und grosse
Minenflecke, in denen sich ein oder zwei Raupen befanden. Die
Falter erscheinen von Anfang Juli ab.
2356. Yponomeuta vigintipunctatus Retz. Bei Jena (Kn).
2357. plumbellus Schiff. Bei Jena, Gotha, Blankenburg, Sach-
senburg, S. selten. Die R. fand ich an Evonymus an den zum
zweiten Male gewachsenen frischen Trieben. Die ersten waren von
den früher erschienenen R. von cognatellus ganz abgefressen.
Die Falter im August. 2359. padellus L. (variabilis Z.) Bei
Georgenthal, bei Eckartsberga und Erfurt (Steiger). Die R. an
Schlehe, bei S. an Weissdornzäunen öfter in Unzahl im Mai.
Falter von Anfang Juli ab. 2360. rorellus Hb. Bei Georgen-
thal (Kn.) Auch nach Hein. 110 in Thüringen. 2363. mali-
134 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—
nellus Z. Ueberall gemein im Juli. R. an Obstbäumen, be-
sonders Apfel. 2365. cognatellus Hb. Gemein im Juli an
Evonymus, woran im Mai die R. 2366. evonymellus L. (PadiZ.)
Ueberall (Kn.). Bei S. fing ich die Art an zwei verschiedenen
Stellen, in deren weiter Umgebung Prunus padus nicht wächst.
Die R. müssen danach an anderen Prunus-Arten gelebt haben.
2367. Swammerdamia combinella Hb. Bei Gotha (Seeberg),
Bahnhof Heldrungen, Sprötau (bei S.) im Mai und Juni selten.
2368. caesiella Hb. (spiniella Hb.) Ettersberg (bei Weimar)
im Juli. 2369. heroldella Tr. Bei Gotha (Boxberg) (Kn.),
Kyffhäuser (Dr. Petry). 2372. Iutarea Hw. (oxyacanthel-
la Dup.). Bei Erfurt (Kn.). Um S. ziemlich selten im Mai
und wieder Ende Juni und Juli. Die R. an Weissdorn. 2373.
compunctella HS. Bei Gotha (Krahnberg) (Lenthe). 2374.
pyrella Vill. Bei Gotha und Erfurt (Kn.). Bei S. nicht selten.
Die R. an Weissdorn, Obstbäumen, Prunus Mahaleb, im Juni
und Herbst. Herr Lenthe erzog einen Falter von Daphne mez.,
den Herr Eppelsheim mit Fragezeichen hierher zog, da der
Falter fast gar kein Violett zeigt.
2380. Prays curtisellus Don. Bei Thal (Kn.), Ihlefeld bei
Ziegelroda (bei Rossleben a. d. Unstrut) (im Hainich), bei S.
sehr selten im Juni. ab rustica Hw. (simplicella HS.).
Bei S. selten. Herr Dr. Wocke teilte mit, dass er rustica
für eine gute Art und nicht als ab. von curtisellus ansehe.
Die Lebensweise der R. wird als gleich der von curtisellus
in Eschentrieben angegeben, während meine Beobachtungen
ganz abweichen. Ein Stück der Art fand ich in fünf Fuss
Höhe auf einem Schlehenblatt zur Verpuppung eingesponnen,
ferner eine Puppe zwischen zerfressenen Weissbuchenblättern
an herabhängendem Zweige eines hohen Baumes. Dann fand
ich noch kleinere Exemplare an Acer campestre, die ich erzog.
Die Falter im Mai und Juli. Ein gefangenes Stück der zweiten
Generation hat hinter der Mitte gelblichen Vorderrand. Herr
Dr. Wocke besass ein fast gleiches Stück von Braunschweig.
2384. Atemelia torquatella Z. Bei Sättelstedt (Lenthe).
B. Argyresthiinae.
2393. Argyresthia conjugella Z. Bei Luisenthal, Gotha (Box-
berg) (Lenthe), Eisenberg, sehr zahlreich an Sorbus Ende Mai
und Juni (Krause). 2397. mendica Hw. Verbreitet und nicht
selten an Schlehe im Mai und Juni. 2398. glaucinella Z.
Bei Eisenberg (Buchegehölz) ein Stück Mitte Juni am Stamm
einer Eiche (Krause). 2403. albistria Hw. Verbreitet und
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 135
nicht selten im Juni und Juli. 2404. ephippella F. Verbreitet
und häufig im Juni und Juli. 2405. nitidella FE. Um S. und
an andern Orten an Crataegus nicht selten, Juni bis August.
ab.ossea Hw. Wie nitidella, selten. 2407. semitestacella Curt.
Bei Weimar (Ettersberg), Sachsenburg Berka (Hainleite) im Juli
und August. R. an llagus. 2414. retinella Z. Bei Weimar
(Ettersberg), Gotha, Erfurt, SW. selten im Juni bis Juli. R.
an Salix caprea und Birke. 2415. fundella FR. Thüringer
Wald selten (Kn.), Hirzberg (Lenthe). 1416. cornella F.
Verbreitet und nicht selten in Obstgärten, aber auch im
Walde (Erfurt, Steiger) im Juni und Juli. 1419. pygmaeella Hb.
Bei Erfurt, Gotha (Krahnberg) Eisenberg Ende Mai und
Juni. Die R. in den Trieben von Salix caprea. 2420. goe-
dartella L. Verbreitet und häufig im Juni bis August. Die
R. an Birke. (s. Graph. bilunana.) Mehr oder weniger goldig
überzogene Stücke, die auch abweichende Zeichnung haben kön-
nen, sind nicht selten. Unter den zahllosen Stücken an den .
Fenstern der Niederlage finden sich immer wieder solche mit
folgenden Abänderungen der Zeichnung vor: 1. Die auf die erste
goldene Binde folgende weisse Querbinde ist unter dem Vorder-
rand goldig unterbrochen, so dass also der innere Ast der ge-
gabelten goldenen Binde sich mit dem ersten goldenen Quer-
streif verbindet. 2. Der äussere Ast der gegabelten Binde ver-
bindet sich mit dem Saum. Diese häufige Abänderung findet
öfter nur auf einem Flügel statt 3. Der innere Ast der ge-
gabelten Binde verbindet sich mit dem ersten goldenen Quer-
streif und der äussere Ast mit dem Saum. Es ist also die
Zeichnung der beiden vorigen Abänderungen zu einer vereinigt.
Diese Abänderung bezeichnete mir Herr Dr. Wocke als ab.
literella Hw. Es kaun dies aber nicht richtig sein. Die Be-
schreibung der literella lautet dahin, dass die Aeste der Mittel-
binde den Vorderrand nicht ganz erreichen. Dies ist aber bei
dieser 3. ab. sicht der Fall, denn die Aeste erreichen doch den
VR und trennen die Enden der unterbrochenen Binden von dem
weissen, von den Aesten umschlossenen VRfleck. Unter den
Tausenden von Faltern, die ich in einer längeren Reihe von
Jahren gesehen habe, fand ich nur 4 Stück, bei denen die Aeste
der Binde gegen den VR hin verblasst sind, aber deutlich vom
VR abgesetzt sehe ich nur einen Ast. Scharf gezeichnete lite-
rella mögen vielleicht in England vorkommen, in Thüringen
sind sie jedenfalls eine äusserste Seltenheit, denn die von Dr.
Wocke dafür bezeichnete Form kann literella nicht sein. Nur
zwei ganz abnorme, einander ziemlich ähnliche Falter entsprechen
t36 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
eigentlich der literella, ich bezweifle aber, dass noch gleiche
Stücke vorhanden sind. Diese Falter haben ganz verloschene
Zeichnung, die obere Flügelhälfte ist gelblich silbern, nach dem
Innenrand und Saum zu mehr in goldige Färbung übergehend.
Die wenig scharfe Mittelbinde ist oben etwas v-artig erweitert,
erreicht aber den VR nicht. Die helle Färbung tritt zu beiden
Seiten der Mittelbinde breit an den Innenrand heran. Die erste
goldige Binde ist in der Flügelmitte durch Verdunkelung ange-
deutet. 4. Der untere Teil der gegabelten Binde fehlt, die Ver-
einigung der Aeste ist oft flach abgerundet Die die Aeste be-
grenzenden weissen Querstreifen fliessen am Innenrand zusammen.
5. Der guldene Saum schliest nur ein weisses Fleckchen des
Grundes ein, indem er den Vorderrand nicht erreicht. Hier-
durch fliesst der letzte weisse Streif mit dem dicht vor der
Flügelspitze sitzenden weissen Fleckchen am Vorderrand zu-
sammen. Es sind noch mehrere Falter vorhanden, deren Zeich-
nungen von den beschriebenen Formen abweichen. 2421. brocke-
ella Hb. Wie goedartella, im Gegensatz zu dieser ist
die Art wenig veränderlich. Unter den sehr zahlreichen Faltern
fand ich nur drei- Stücke, die verschiedene von der Stamm-
form abweichende Zeichnungen haben. 2423. andereggiella Dup.
Bei Erfurt (Steiger) im Juli, an wilden Birnbäumen (Frank.).
dilectella Z. Hörselberg (Lenthe), b. Erfurt (Steiger). Ich fing
ein Stück an Wachholder am 3. Juli. 2429. certella Z. Bei
Gotha (Krahnberg) im Juni (Lenthe). 2431. illuminatella Z.
Thüringer Wald (Kn.). 2432. glabratella Z. Bei Eisenberg
im Mai und Juni an Nadelholz nicht selten (Krause).
2435. Cedestis gysseleniella Dup. Bei Gotha (Krahnberg), Hirz-
berg, Eisenberg, Sachsenburg einzeln im Juni bis Juli. 2436.
farinatella Dup. Bei Gotha (Krahnberg), Eisenberg, S., beim
Bahnhof Heldrungen, Ende Mai bis Juli nicht selten. Die R.
fand ich nur an Fichte (P. picea). |
2437. Ocnerostoma piniariella Z. Bei Behrungen (Lenthe),
beim Bahnhof Heldrungen häufig Die R. in den Nadeln der
Kiefern. Die Puppen im Gespinst zwischen einigen Nadeln.
Falter im April und wieder im Juni und Juli.
VII. Plutellidae.
A. Plutellinae.
2444. Plutella porrectella L. Bei Thal, Gotha, Rudolstadt,
S., in Gärten an Hesperis matronalis nicht selten. 2447. ma-
eulipennis Curt. (cruciferarum Z.). Ueberall gemein.
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 137
‚2451. Cerostoma vittella L. Bei Jena (Kn.), bei S. selten.
2453. sequella Ol. Bei Gotha, Eisenberg, Sachsenburg, Weimar
(Ettersberg), selten im Juli und August. 2466. radiatella Don.
Ueberall in Eichengehölzen häufig. Die R. an Eiche. Bei S.
klopfte ich zwei Falter von Birnbäumen einer Obstanpflanzung.
In weiter Umgebung gibt es keine Eichen. 2467. parenthe-
sella L. (costella F.). Bei Jena, Rudolstadt, Erfurt (Steiger),
Sachsenburg, Ende Juni von Eiche erzogen. 2471. sylvella L.
Bei Thal, Rudolstadt, Artern (Weinberg), Kyffhäuser und Etters-
berg (bei Weimar). 2472. Iucella F. Verbreitet in Eichen-
gehölzen im Juli und August. Das Männchen ist noch unbe-
kannt. 2473. alpella Schif. Bei Thal (Kn.), Kyffhäuser,
(Dr. Petry). 2475. asperella L. Bei Jena, Eisenberg, Sachsen-
burg, S., im Juli von Apfel- und Birnbäumen erzogen. 2478.
horridella Tr. Bei Rudolstadt (Meurer), S., im Juli selten.
Die R. an Apfelbäumen und Schlehe. 2479. nemorella L.
Fahner’sche Höhe (Lenthe), bei Erfurt (Steiger) (Frank), Falter
im Juli bis August. R. an Lonicera. 2481. falcella Hb. Bei
Jena (Kn.), Gotha (Krahnbg.) (Habicht), Erfurt (Steiger). 2482.
xylostella L. Verbreitet und nicht selten im Juli. R. an Lo-
nicera.
2484. Theristis mucronella Sc. Bei Eisenberg am Rande des
Hainspitzer Sees ein Stück am 7. April (Krause).
B. Orthoteliinae.
2486. Orthotelia sparganella Thnbg. Bei Jena (Kn.), bei S.
Ende Juli ein Stück.
VIII. Gelechiidae.
A. Gelechiinae.
2487. Metzneria paucipunctella Z. (Parasia Dup.). Bei Ru-
dolstadt (Meurer), Behringen (Lenthe). 2491. lappella L. Bei
Jena (Kn.), Gotha (Lenthe). 2496. carlinella Stt. Bei Jena
(Kn.), Kyffhäuser (Dr. Petry), Sachsenburg im Juni. R. in
den Köpfen von Carlina acaulis. 2503. neuropterella Z. SW.
ein Stück am 8 August.
2506. Chelaria hübnerella Don. Bei Gotha (Krahnbg.) (Lenthe),
Erfurt (Steiger) (Frank), im Juli bis September.
2507. Psoricoptera gibbosella Z. Bei Geschwenda (Krieghoff),
Ohrdruff (Tambach) (Lenthe), Sachsenburg, aus einer an Rot-
buche laufenden R. erzogen. SW. einigemal an jetzt entfernten
u
138 Deutsche Entom. Zeitscarift Iris. Dresden 1916.
Weidenstämmen gefunden, Eichen gab es an der Fundstelle
nicht. |
2509. Platyedra vilella Z. Bei Rudolstadt (Meurer).
2510. Bryotropha terrella Hb. Bei Thal, Gotha, Rudolstadt,
Oberhof, um S. früher häufig, jetzt sehr selten. Die hellsten
Stücke vom Salzterrain bei Artern sind so hell wie die Con-
stant’sche lutescens (var. von decrepidella). 2511. de-
erepidella HS. Bei Gotha (Lenthe), SW. ein Stück am 18. Juli.
2513. desertella Del. SW. ein Stück am 24. Juli. 2520.
senectella Z. Bei Gotha (Lenthe), Kyffhäuser (Bärenköpfe) im
Juli (Dr. Petry). v. obscurella Hein. Bei Sachsenburg ein
Stück am 12. August. 2531. affinis Dgl. Bei Thal (Kn.), S
ich erzog ein Stück aus Dachmoos am 5. Juli. 2535. basal-
tinella Z. Gotha, (Lenthe), Tilleda (Kyffhäuser) (Dr. Petry), S.
Die R. in den Moospolstern der Ziegeldächer.
2538. Gelechia pinguinella Tr. Verbreitet an Pappeln im Juli,
Die R. fand ich in einem von der Spitze aus gefertigten Blatt-
umschlag. 2539. nigra Hw. Hirzberg (bei Georgenthal) (Lenthe).
2541. muscosella Z. Bei Rudolstadt (Meurer). 2543. rhom-
bella Schiff. Bei Thal, Rudolstadt, Tiilleda (Kyffhäuser) Erfurt
(Steiger). 2553. spurcella HS. Kyffhäuser Ende Mai bis Juni
von Prunus spinosa erzogen. (Dr. Petry). 2559. distinctella Z.
Bei Thal (Kn.), Gotha, (Lenthe), Kyffhäuser, (Tilleda, Kalktal
bei Frankenhausen) je ein Stück am 5. und 20. Juli. (Dr. Petry).
2562. oppletella HS (nigricans Hein). Gotha (Lenthe) Tilleda
(Dr. Petry), S. Die Raupe an den Moospolstern der Ziegel-
dächer, auch eine Puppe unter der losen Rinde einer Erle.
Falter von Mitte Juli bis Anfang August. Ein Stück weicht
durch braungelben Vorderrandfleck vor der Querlinie ab, doch
hielt Dr. Wocke dies, bei sonstiger Uebereinstimmung der Tiere,
nur für eine Abänderung. Vier Heinemann’sche Stücke zeigen
diesen Fleck nicht. 2568. scotinella HS. Bei Rudolstadt, Gotha,
Kyffhäuser, bei Bahnhof Heldrungen, ein Stück von Schlehe er-
zogen. Falter im Juni und Juli. 2572. flavicomella Z. Bei
Jena (Hein. 208). Kyffhäuser, Mai, Juni (Dr. Petry). Die R.
u. P. an Schlehe, in den Röhren der Myelois suavella. 2573.
velocella Dup. Verbreitet und nicht selten, Ende April u. Mai
und wieder Ende Juni und Juli. 2578. peliella Tr. Bei Jena
(Kn.), Friedrichroda, Gotha (Berlach) (Lenthe). 2590. erice-
tella Hb. Ueberall auf Haide im Mai und Juni häufig. 2581.
infernalis HS. Hohe Möst (bei Oberhof) 1. Juli (Lenthe), Ru-
dolstadt (Meurer), bei Lisenberg im April und Mai auf Haide
(Krause). 2583. lentiginosella Z. Bei Jena (Kn.), Gotha (grosser
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 139
Seeberg) (Lenthe), beim Bahnhof Heldrungen d. R. Anfang Juni
auf Genista tinctoria gefunden und die Falter erste Hälfte
August erzogen. 2536. mulinella Z. Bei Suhl (Kn.). 2587. inter-
ruptella Hb. Bei Suhl (Kn.). 2593. malvella Hb. Bei Gotha
(Kn.), S. selten. 2594. galbanalla Z. Bei Erfurt (Kn.), Eisen-
berg zwei Stück am 30. Juni u. 4. Juli von Nadelholz (Krause).
Friedrichroda (Lenthe). 2604. virgella Thnbg. (longicornis
Curt). Bei Thal, Rudolstadt, Oberhof, Eisenberg, beim Bahnhof
Heldrungen im Mai u. Juni auf Haide. 2611. diffiniis Hw.
Bei Thal und Liebenstein (Kn.). 2613. electella 7. Bei Haina,
Thal, Winterstein, SW. u. im Ettersberg (hei Weimar) selten
im Juni und Juli. 2615. scalella Sc. Verbreitet, an Eichen-
stämmen im Mai. 2623. maculatella Hb. Bei Jena. Mitte
Mai bis Juli (Hein. 229), b. Erfurt (Steiger) 30. Juli (Frank).
2630. Lita inustella HS. Kyffhäuser (Lenthe). 2639. arte-
misiella Tr. Verbreitet und gemein im Mai bis Juli. R. an
Thymus. 2642. atriplicella FR. Bei Jena (Kn.), SW. Artern
(Salzterrain, daselbst sehr dunkle Stücke). Falter im Mai und
Juni 2644. saltenella Schöyen. (stangei Hering, Stett. ent.
Z. 1889, p. 299). Auf dem Salzterain bei Arteın gegen Abend
fliegend. Von Ende Juni bis 22. Juli gefangen. Die Art wurde
von Herrn ÖOberlehrer G. Stange bei Friedland in Mecklenburg
auf einer Torfwiese entdeckt. Herr Major Hering erklärte meine
Stücke für gleich den Stange’schen. 2652 obsoletella FR. S.
in Gärten sehr selten im Juni und Juli. Bei 2642. nitentella Fuchs.
(Ent. Zeit. Stettin 1902, p. 324). Auf dem Salzterrain bei
Artern häufig. Die R. daselbst im Herbst in den Früchten
von Atriplex- und Chenopodium-Arten, auch an anderen Salz-
pflanzen, sogar an Salicornia. Die Falter erzog ich vom 5.—27.
Juli. Im dürren Frühjahr 1893 flogen die Falter schon am 4.
Juni. 2686. halonella 1IS. Bei Burgwenden (hinter Cölleda)
S. und SW. mehrere Stücke im Mai und am 26. Juli und zwar
in der zeichnungslosen Varietät, die durch Heinemann als eigene
Art pauperella (Hein 256) beschrieben worden ist. Herr Dr.
Wocke warf die Frage auf, ob halonella wirklich von acumi-
natella verschieden sei? 2688. acuminatella Sirc. Bei Rudol-
stadt (Meurer), bei S. und SW. an den Flugstellen von pau-
perella, Ende April und im Mai selten. 2700. maculea Hw.
Bei Rudolstadt, Sachsenburg, Erfurt (Steiger) im August. 2703.
salicorniae Hering. (Stett. e. Z. 1889 p. 302.) Auf dem Salz-
terrain bei Artern. Die R. fand ich an Salicornia herbacea in
allen Grössen von Ende Juni bis 28. Juli. Auch eine andere
Salzpflanze, Obione pedunculata, enthielt einmal eine R. in einer
140 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Blattmine und dient der R. öfter als Nahrung, wenn zufällig
beide Pflanzen dicht zusammen stehen. Von den zuletzt ge-
sammelten R. waren die meisten mit Schlupfwespen besetzt.
Die Verpuppung findet im Gespinst zwischen Pflanzenteilen statt,
wozu die R. oft drei bis vier der dicht zusammenstehenden ver-
kümmerten Pflänzchen der Salıcornia benutzen. Die Falter
erschienen vom 25. Juli bis 22. August (Ein Stück von Aster
tripolium erzogen, am 1. Septbr.). Die Art ist schon in den
Jahren 1859 und 1852 im Mai von A. Stange in Halle a. S., dem
Bruder des Oberlehrers H. Stange in Friedberg Mecklenburg,
am salzigen See bei Eisleben gefangen worden. Auch ich sah
am 11. Mai 1893 die Falter nicht selten fliegen. Bei der Be-
sichtigung der noch ganz kleinen Salicornia-Pflänzchen, die erst
die Lappenblätter getrieben hatten und die dicht wie ein Tep-
pich zusammengedrängt stehen, fand ich in einem solchen Lappen-
blatt eine tote weiche Raupe von 6 mm Länge. Ich halte es
für unmöglich, dass diese R. von etwa früher geschlüpften Faltern
abstammen könnte, denn die Entwickelung aus deren Ei und
das Heranwachsen zu obiger Grösse hätte viel zu viel Zeit be-
ansprucht, besonders im April’ bei oft geringer Wärme. Auch
waren die Falter, von denen ich einige noch am 4. Juni sah,
ganz frisch. Es ist hiermit die interessante Tatsache festgestellt,
dass diese Art in verschiedener Weise, als kleine Raupe und
als erwachsene Raupe oder als Puppe überwintert. Die Boden-
fläche des ziemlich tief liegenden Salzterrains steht oft unter
Wasser, auch trat der Salzbach früher bei Schneeverwehungen
über sein rechtes, das Salzterrain begrenzendes Ufer. — Jetzt
ist ein Damm dem Bache entlang geführt. — Durch die Ueber-
winterung in verschiedenen Ständen oder in zwei Raupengrössen
erhält sich die Art sicherer in widrigen Witterungsverhältnissen.
Die überwinterten kleinen Raupen werden die frühzeitigsten
Sommerfalter Ende Juli liefern, — im Jahre 1893 fing ich
ein Stück schon am 16. Juli —, während die von den Mai-
faltern stammende Generation bis Ende August erscheint, Die
von den Juli-Faltern abstammenden Raupen kommen im Herbst
noch zur Verpuppung oder doch zu voller Grösse, denn im
April würden halberwachsene überwinterte Raupen nur die eben
aufgegangenen Pflänzchen als Nahrung vorfinden. Da die R. aber
sehr gefrässig sind und verwüstend auftreten, so hätte ich Frass-
stellen unbedingt sehen müssen. Die R. von den Augustfaltern
überwintern klein; dies beweist die gefundene tote Raupe und
auch mein Versuch aus dem Ei zu züchten, der ohne Resultat
verlief. Von den zuletzt geschlüpften Augustfaltern brachte ich
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 141
mehrere Paare in einen Behälter mit eingesetzter Salicornia.
Nach einiger Zeit waren kleine Raupen in Minen unter der
Oberhaut der Pflanzen bemerkbar, doch war das Wachstum der
Raupen ein so seltsames, dass ich bis Oktober, wo die Pflanzen
nach und nach abstarben, keine einzige Raupe sah, die doch
durch stärkeren Frass hätte auffallen müssen. Nach diesen Be-
obachtungen kann ich nur annehmen, dass zwei vollständig ge
trennte Sippen dieses merkwürdigen Tieres nebeneinander ver-
laufen. Die Stände der einen wiederholten sich im nächsten
Jahre bei der andern und umgekehrt. In demselben Jahre er-
scheinen von der einen Sippe zweimal Falter im Mai und
August, von der andern nur einmal im Juli. 2705. trico-
rella Hw. Bei Erfurt (Steiger) (Frank.), Gotha (kleiner See-
berg) im Juli (Lenthe). 2711. junctella Dgl. Bei Gotha (Box-
berg) ein Stück am 13. April (überwintert). (Bethe). 2713.
marmorea Hw. Bei Jena (Kn). 1717. kiningerella HS. Bei
Jena (Kn.) 2718. fischerella Tr. Bei Jena, Rudolstadt, beim
Bahnhof Heldrungen. Die R. in den Endtrieben von Saponaria
officinalis in Menge. Die Falter vom 23. Juni bis Mitte Juli. 2724.
petryi Hofm. Kyffhäuser (bei Frankenhausen), R. an Gypso-
phila fastigiata (Dr. Petry). 2727. tischeriella Z. Bei Jena
(Kn.), beim Bahnhof, Heldrungen, von Silene nutans im Jul
erzogen.
2731. Teleia vulgella Hb. Fahner’sche Höhe (Lenthe). SW.
ein Stück Anfang Juli. 2733. sceriptella Hb. Verbreitet und
nicht selten. Die R. in umgeschlagenen Blättern von Acer
campestre. Anfang Oktober erwachsen. Falter im Mai. - 2755.
alburnella Dup. Bei Rudolstadt, Erfurt, Gotha, Hirzberg (bei
Georgenthal), SW. ziemlich selten. Die R. in jungen Birken-
trieben. Falter von Mitte Juni an und Juli. 2741. sequax Hw
Bei Jena, Gotha (Seeberg),. Burgwenden (hinter Kölleda), Sach-
senburg im Juli. R. an Helianthemum. 2746. fugitivella Z.
S. in Gärten selten an Ulmen im Juni. 2749. humeralis Z.
. Bei Rudolstadt, Arnstadt, Gotha, Kyffhäuser, Erfurt (Steiger)
Sachsenburg. Vom Juli an, überwinternd R. an Eiche. 2752.
proximella Hb. Bei Thal, Rudolstadt, Gotha, S., im Mai bis
Juli. R. an Erle und Birke im September. 2755. notatella Ib.
Bei Thal (Kn.), beim Bahnhof Heldrungen, S. Die R. zwischen
zwei aufeinander gehefteten Blättern von Wollweide im Herbst.
Falter Ende April, Mai. 2757. triparella Z. Bei Thal, Rudol-
stadt, Sättelstedt, Grossheringen, beim Bahnhof Heldrungen.
Die R. in einem Röhrengespinst auf der Unterseite von Eichen-
blättern im Juni und September, Falter im Mai und Juli bis
142 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—
August. 2761. Iuculella Hb. Kyffhäuser, Boxberg (bei Gotha),
Fahner’sche Höhe (Lenthe). Bei Sachsenburg ein Stück am 24.
Juli an Eiche. 2772. dodecella I. Bei Rudolstadt, Gross-Beh-
ringen, Gotha (Seeberg), Sachsenburg, an Kiefern im Juni und
Juli. Die R. im Mai in den Nadeln.
2771. Acompsia cinerella Cl. (Brachycrossata Hein).
Verbreitet und nicht selten im Juni und Juli.
2776. Tachyptilia populella CI. Ueberall gemein von Juni bis
August. Die Raupe an Weide, Pappel, Birke. Auch von Schlehe
erzog ich einen Falter. Zweigwiss dazu gehörende Raupen an
Pflaume (Prunus domestica) lieferten Schlupfwespen. Ferner
erzog ich einen Falter aus einer an Acer campestre gefundenen
Raupe. 2779. seintillella F. R. Bei Sachsenburg und Bahn-
hof Heldrungen im Juli und August. R. in den Samenkapseln
von Helianthemum. Zu einem bei Sachsenburg am 27. Juli
gefangenen, nicht ganz reinen Stück bemerkte Herr Dr. Wocke:
„Ich habe eine diesem Stück sehr ähnliche Art in wenigen,
zum Teil frischen Stücken in einem Laubwald bei Breslau ge-
fangen,in dem kein Helianthemum wächst, auch meilenweit keines;
ich halte die Tiere für neu und werde die Art als Tach. timi-
‘ della beschreiben“. (Bresl. ent. Z. 1887 p. 63.) 2783. subse-
quella Hb. Kyffhäuser Ende Juli (Spröngerts.), Sachsenburg.
2785. Acanthophila alacella Dup. Bei Thal, Eisenberg, Jena,
Tabarz, S. im Juni und Juli einzeln.
2814. Xystophora lucidella Stph. Laucha’er Holz (Bethe), bei
S. Falter im Juli und August nicht selten an sumpfigen Stellen.
2818. tenebrella Hb. Bei Luisenthal, 18. Juni (Lenthe), bei
Ziegelroda (bei Rossleben a. d. Unstrut). Ende Juni. 2820.
atrella Hw. Bei Erfurt (Steiger) (Frankr.), beim Bahnhof Hel-
drungen im Juli und August. 2821. unicolorella Dup. Bei
S., Sachsenburg, im Juni und Juli. 2824. micella Schiff. Bei
Jena (Kn.), Lauchaer Holz (Lenthe).
2829. Anacampsis coronillella Tr. Bei Gotha, Jena, Eisen-
berg, Martinroda, (Veronikaberg), Singerberg, Sachsenburg, im
Juli nicht selten. Bei einigen Stücken sind die Mittelpunkte
zu einem Strich verbunden. 2830. bigutella HS. Bei Eisen-
berg ein Stück am 11. Juli (Krause). 2835. anthyllidella Hb.
Verbreitet und häufig in zwei Generationen. 2841 vorticella Sc.
(ligulella Z.) Bei Thal, Erfurt, Ziegelroda (bei Rossleben), Jena,
S. im Juni und Juli. 2844. taeniolella Z. Bei Gotha (Krahn-
berg), Kyffhäuser, Erfurt, Sachsenburg, SW. nicht selten Ende
Juni, Juli bis August.
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 143
_—_—
2850. Epithecetis mouffetella Schiff. (Brachmia Hein). Bei
Jena, Rudolstadt, Gotha, Sachsenburg, SW., im Juli, die R. an
_ Lonicera.
2861. Aristotelia brizella Tr. (Ergatis Hein). Bei Jena (Kn).
2870. ericinella Dup. Bei Jena, Rudolstadt, Kyffhäuser, beim
Bahnhof Heldrungen im Juli bis August, auf Haide nicht selten.
2873. Recurvaria leucatella Cl. Verbreitet und nicht selten
im Juni und Juli. R. an Obstbäumen, Weissdorn. 2874.
nanella Hb. Um S. nicht selten an Obstbäumen im Juni und Juli.
2887. Stenolechia gemmella I. Verbreitet, im Juli und August.
an Eichen.
2890. Argyritis pietella Z_ Kyffhäuser (Lenthe), bei Sachsen-
burg im Juli und August. 2892. superbella Z. Bei Jena (Kn).
2894. Chrysopora stipella Hb. (Nannodia Hein). Bei 8.
ein Stück am 4. August. Heinemann’s Beschreibung ist nicht
richtig. Die v. naeviferella Dup. verbreitet und nicht selten
im Mai bis Juni und wieder im Juli und August. R.in Melden-
blättern im Juni und Herbst. 2896. hermannella F. Bei Jena,
Gotha, Fillede (Kyffh.) |
2899. Apodia bifractella Del. Kyffhäuser (Lenthe), bei Sach-
senburg, im August. Die R. im Samen von Conyza squarrosa
überwinternd. Bei 2899. martinii Petry. (Iris 1911 S. 99— 101.)
Kyffhäuser Geb., d. R. in den Köpfen von Inula hirta.
2909. Brachmia rufescens Hw. Bei Jena, Gotha, Sachsenburg
im Juli. Die R. in gerollten Blättern von Calamagrostis arun-
dinacea. 2910. Iutatella HS Bei Gotha (grosser Seeberg) (Len-
the). Bei S und SW. selten im Juli. Die R. in gerollten
Blättern von Triticum repens und vielleicht auch anderen Grä-
sern. 2917. dimidiella Schiff. Bei Jena (Kn\.
2924. Rhinosia ferrugella Schiff. Verbreitet im Juni und
Juli. Die R. an Campanula persicifolia im Mai.
2935. Paltodora striatella Hb. (Cleodora Curt. tanace-
tella Schrk). Bei Rudolstadt, Eckartsberga, Schmücke. im
Juli und August. 2936. anthemidella Wck. (striatella HS.)
Bei Thal (Kn.), Gotha (Galberg), Fahner’sche Höhe. (l.enthe).
2944. Mesophleps silacellus Hb. Bei Jena (Kunitzberg) (Krause),
Kyffhäuser (Lenthe), Sachsenlurg, Ende Juni und Juli selten.
2951. Ypsolophus ustulellus F. Bei Jena Kn., Grossheringen,
Burgwenden (hinter Cölleda) im Juni. 2952. fasciellus Hb.
Verbreitet und gemein, doch nicht überall (bei S. fehlend), im
Mai bis Juni. Die R. im Herbst wicklerartig an Schlehe. 29593.
limosellus Schläg. Bei Jena im Juli (Hein 339). 2957. juni-
perellus IL. Bei Jena, Laucha, Thal (Kn).
144 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
2960. Nothris marginella F. Bei Jena (Kn.). 2961. verbas-
cella Hb. Bei Jena (Kn.), Sachsenburg, SW. Die R. und P.
in Menge an Verbascum, Falter im Juli und August. 2971.
sabinella Z. Bei Blankenburg (Kesselberg), d. R. an Junipe-
rus. (Dr. Schmiedeknecht).
2982. Sophronia semicostella Hb. Bei Jena, Eisenberg, Geor-
genthal, Oberhof, Gross-Monra (hinter Kölleda) nicht selten im
Juni und Juli. 2983. chilonella Tr. Kyffhäuser (Kattenburg)
ein Stück 19. Juli (Dr. Petry). 2988. humerella Schiff. Ver-
breitet und häufig im Juni und Juli. Die R. an Thymus und
Artemisia campestris im Mai 2989. sicariella Z. Bei Jena,
Burgwenden (hinter Kölleda), Kyffhäuser, Sachsenburg im Juli
nicht selten.
2996. Anarsia spartiella Schrk. Bei Suhl (Kn.). 2999. line-
atella Z S., aber jedenfalls weit verbreitet, im Mai, Juni und
wieder im August. Raupe im Frühjahr in den jungen Trieben
und dann im Juli in abfallenden Früchten von Prunus-Arten,
besonders gelben Sorten und Aprikosen.
3050. Oegoconia quadripuneta Hw. Bei Gotha ein Stück am
15. Juli (Lenthe).
B. Blastobasinae.
3051. Endrosis lacteella Schiff. Ueberall verbreitet und nicht
selten fast zu jeder Jahreszeit in Häusern und Ställen. Die R.
an Wollstoffen, Sämereien, getrockneten Pflanzen, Brotresten etc.
U. Oecophorinae.
3099. Pleurota schlaegeriella Z. Bei Gotha (Seeberg), Fran-
kenhausen (Kalkthal) Jena, Eisenberg, Burgwenden (hinter
Cölleda), Sachsenburg, Artern, (Salzterrain selten), SW. sehr
häufig von Mitte Juni bis Ende August. Unter der Stammart
findet sich an zuletzt genanntem Fundorte selten eine Ab-
änderung mit ganz verloschenen Längsstreifen. 3116. bico-
stella M. Ueberall auf Haide im Mai und Juni häufig.
3120. Aplota palpella Hw. Bei Rudolstadt (Meurer).
3131. Dasystoma salicella Hb. Bei Arnstadt ein Stück im
April (Liebmann). Sättelstedt (Lenthe).
3132. Chimabacche phryganella Hb. In Eichenwäldern im
Oktober nicht selten. Bei Sprötau (bei $.) fand ich eine R.
an Salix caprea, die ein 2 lieferte. Die Weide stand mitten
im Eichengebüsch. 3133. fagella F. Ueberall im ersten Früh-
jahr häufig. Die R, an Laubholz polyphag. ab. dormoyella Dup.
Unter der Stammart selten. (Schluss folgt.)
H. Fruhstorfer. Neues über die alte Art Satyrus fagi Scop. 145
Neues über die alte Art Satyrus fagi Scop.
Von H. Fruhstorfer, Genf.
Ein kleines Heftchen von kaum 18 Seiten hat mein ver-
ehrter Freund Dr. Roger Verity im Mai 1913 als Separatum
aus «em Journal of the Linnean Society an seine Korrespon-
denten und Kollegen versandt.
Verity beschäftigt sich darin mit den Linneschen Schmetter-
lingen, welche jetzt noch in London aufbewahrt werden. Auf
Grund dieser „Typen“, als welche sie Verity auffasst, beantragt
mein geschätzter Kollege, eine Anzahl eingeführter Namen durch
neue zu ersetzen.
Eine der schwerwiegendsten Aenderungen, welche Verity
vorschlug, bezieht sich auf die vielumstrittene Satyrus her-
mione- und Sat. alcyone-Frage.
Verity kommt zu der Folgerung, dass Linne unzweifelhaft
ein Exemplar der Art, welche wir jetzt als S. aleyone be-
trachten, mit dem Namen 8. hermione belegt habe. Infolge-
dessen schlägt er p. 191 seiner Arbeit vor, anstatt:
Satyrus aleyone Schiff. den Namen Sat. hermione L.
Satyrus hermione auctorum den Namen Sat. major Esp.
zu setzen. Man wird zugeben, dass die Ausgrabungen Verity’s
einen Umsturz von seltener Tragweite im Gefolge hätten.
Verity selbst aber schreibt p. 184, dass Scopoli ein Jahr
vor Linne in „Entomologia Carniolica“ einen Satyrus unter
dem Namen „fagi‘ beschrieben hat. Aber unglücklicherweise
sei es ganz unmöglich, festzustellen, welche Art Scopoli eigent-
lich meinte, so dass der Name fagi als nicht vorhanden zu
betrachten ist. Verity schlägt dann vor, die nächst ältesten
Namen, also Esper’s „hermione major“ und „hermione
minor‘ (1777) anzunehmen.
Roger Verity hat jedoch ausser Acht gelassen, dass sich
bereits Fabricius 1775 mit der Synonymie unserer Satyride be-
schäftigt hat. Fabricius (Species Insectorum II, 1781, p. 77 und
Entomolog. System. III, 1793, p. 233) sagt nämlich: Papilio
Hermione Linnaeus (P. Fagi Scopoli) Habitat in Germania,
Gallia.
Ihm folgte Butler, Catalog of Diurnal Lep. described by
Fabricius, London 1869, der wiederum Fabricius wörtlich zitiert
und p. 18 erwähnt, dass zwei Satyrus fagi in der Banks
Collection des British Museum aufbewahrt werden.
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausgegeben vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1916,
X
146 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Wir kommen dann zu Kirby 1877, Nachtrag zu seinem
Katalog p. 705 und zu Aurivillius Rec. Crit. Lep. Mus. Lud.
Ulr. 1882, die beide wiederum Hipparchia fagi Scopoli
die Priorität über Papilio hermione Linne einräumen. Im
Jahre 1908, als ich anfing, mich mit palaearktischen Rhopalo-
ceren im Allgemeinen und mit Satyriden im Besonderen zu
beschäftigen und das Glück hatte, das schönste aller inneren
Organe der Schmetterlinge, das Jullienische Organ bei S. al-
cyone und S. fagi nachzuweisen, stieg ich gleichfalls zu den
Quellen hinab und brachte S. fagi Scop. wieder zu Ehren.
Neuerdings nun schlug ich Scopoli wiederum auf und be-
gann bereits Verity beizupflichten, dass auf Grund der zwei
halbe Seiten füllenden Diagnose p. 152 und p. 153 der En-
tomologia tatsächlich nicht zu ermitteln sei, welche Art Scopoli
meinte. Noch stutziger wurde ich, als ich die Masse verglich,
die Scopoli seinen Satyriden bewilligte. Da finden sich:
Papilio galathea long. unc. 1 und lin. 1, lat. 7
Papilio fagi long. unc. 1 und lin. 4, lat. 10
Papilio dryas long. unc. 1 und lin. 3, lat. „9
Papilio maera long. — lin. 11, 48027
Papilio aegeria long. — lin ‘10, Be
Papilio achine long. unc. 1 lat. 8
Satyrus fagi Scop. übertrifft demnach Satyrus dryas
Scop. nur um eine Linie an Länge und eine Linie an Breite.
Die Scopoli’sche Grössenangabe würde demnach viel mehr jener
von S. aleyone Schiff. als der S. hermione auctorum ent-
sprechen. Meine eigenen Bedenken konnte ich zwar dadurch
beschwichtigen, dass Massangaben in der Regel durchaus un-
zuverlässig sind und dass mir S. aleyone niemals aus Krain
zugesandt wurde, wenngleich ich Hunderte von S. hermione
von dort empfangen hatte. Aber auf festem Boden stand ich
immer noch nicht. In meiner Unsicherheit wandte ich mich
an Herrn J. Hafner in Laibach, der mit. seinem prächtigen Ar-
tikel „Was ist unter Papilio rivularis Scopoli zu verstehen‘
(Entom. Zeitschrift Stuttgart, Dez. 1908 p. 148) die entsetz-
lichen Folgen der Stichel’schen Limenitis rivularis von
uns abwandte. Ich wollte von Herrn Hafner erfahren, ob Sco-
poli die Spezies „fagi‘“ abgebildet habe. Daraufhin empfing
ich von Herrn Hafner zwei Postkarten folgenden Inhalts:
24. Februar '16.
Das Werk von Scopoli besitze zurzeit nicht. Soweit ich
mich erinnere, hat Scopoli „nermione“ abgebildet. Alcyone
habe übrigens weder ich, noch andere Sammler, je in Krain
gefangen.
H. Fruhstorfer. Nochmals Limenitis rivularis Scop. 147
3. März ’16.
Scopoli habe inzwischen empfangen und teile mit, dass
unter Nr. 428 Papilio Fagi, ein weibliches Exemplar von
Satyrus hermione abgebildet ist. Die Figur ist als
schlecht zu bezeichnen, weil die helle Binde ganz bis zum
Vorderrand der Vfl reicht und nur von sehr feinen Adern
“unterbrochen wird.
Der „fraglichen‘‘ Diagnose Scopoli’s und seinen irreführenden
Massangaben steht also eine „sichere‘ Abbildung gegenüber.
„fagi Scop.“ ist damit dokumentarisch nachgewiesen und
über die Priorität von Scopoli 1763 gegenüber S. hermione
Linne 1764 besteht somit kein Zweifel.
Möge der Name jetzt endlich Anerkennung finden und im
nächsten Katalog von Staudinger und Rebel’s Nachfolgern seine
wohlverdiente Aufnahme finden.
Nochmals Limenitis rivularis Scop.
Von H. Fruhstorfer, Genf.
Herr Hafner hat im obengenannten Beitrag einwandfrei fest-
gestellt, dass Papilio rivularis Scop. 1763, welchen Sco-
poli abgebildet hat, identisch ist mit Neptis lucilla Schifferm.
1776 und Neptis lucilla F. 1787.
Der Name coenobita Stoll., der im Seitz I p. 174 an-
gewandt ist, stammt aus dem Jahre 1786 und hat infolgedessen
dem älteren und gleichfalls durch eine Abbildung dokumentierten
Namen rivularis zu weichen.
Limenitis rivularis Stichel, wie sie im Seitz I p.
182 geführt wird, muss demnach fallen, weil ja rivularis keine
„Limenitis“, sondern eine „Neptis“ bezeichnet. Für den
Namen rivularis ist aber ein Ersatz vorhanden, den Kirby
1914 im Handb. Lep. p. 146 bereits klargestellt hat.
Von der Umsturzbewegung, welche Stichel in der Gattung
Limenitis veranlasst hat, ist als einziges Resultat der Name
camilla Linne erhalten geblieben. Wir müssen nämlich an
Stelle der durch den Kirby’schen Katalog und durch den Kata-
log von Staudinger populär gewordenen L. sibilla den Namen
camilla Linne 1764 setzen. Dieser Name wurde gleichfalls
bereits von Kirby 1894 zu Ehren gebracht, nachdem Aurivillius
1882 bewiesen hatte, dass L. camilla Linne (1764) und sibilla
Linne (1767) die beiden Geschlechter einer Art vorstellen.
Durch Verity erfahren wir, dass sich in der Linne’schen
Sammlung in London ein Z von L, sibilla auctorum befindet.
148 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Noch einmal Erebia epiphron vogesiaca.
Von Frhr. v. d. Goltz, Strassburg.
Meine Ausführungen S. 107 ff. in Band XXVIII Heft 2
über die Vogesenform von E. epiphron bedürfen in einigen
Punkten der Ergänzung.
Einmal vermag ich jetzt das Vorkommen vereinzelter, von
der alpinen cassiope F. nicht zu unterscheidender Stücke
in den Vogesen nicht mehr zu bezweifeln. Ich selbst fing am
19. 7. 1914 davon 2 am Hoheneck, der gleichen Oertlichkeit,
von welcher auch die von mir s. Zt. nicht unbedingt “anerkannten
Stücke herrühren sollen. Auf der anderen Seite fand ich unter
einer heihe cassiope, welche ich am 3. 7. 1914 in Berisal
am Simplon erbeutete, ein Stück, das unter eine Reihe voge-
siaca gesteckt, von diesen nicht unterschieden werden kann.
Uebrigens war vogesiaca 1914 ausserordentlich häufig.
Im Windschutz eines auf deutscher Seite angepflanzten Leg-
föhrenwäldchens, oberhalb des Weissen Sees, flog sie am 20. 7.
1914 auf einer schon in Frankreich gelegenen Wiese in solchen
Mengen, dass auf einer Arnikablüte manchmal 2 oder 3 Stück
sassen. Auch die 2% waren nicht selten. Obwohl ich damals
oben auf dem Voyesenkamm einer franzüsischeu Offizierpatrouille
begegnete, welche unbekümmert um die Grenze nicht selten
auf deutsches Gebiet trat, um in die östlichen Gebirgstäler
hinein sehen zu können, alhınte ich nicht, dass wenige Wochen
später dort so viel edles deutsches Blut zur Verteidigung der
heimatlichen Erde fliessen sollte. Noch jetzt liegen alle mir
bekannten Fangplätze von vogesiaca im Hagel der Geschosse !
Wie 1915 wird auch 1916 das Tier unbedingte Schonzeit haben.
Meine Sammlung habe ich inzwischen durch die Güte von
Herrn Otto Leonhard in Blasewitz um die Form epiphron
orientalis Rebel aus dem bulgarischen Rilogebiet bereichern
können. Sie verdient einen besonderen Namen und wäre
zwischen mnemon Her. und cassiope F. einzureihen.
Auf Seite 81 der Nr. 15 der Internationalen Entomolo-
gischen Zeitschrift 19145, erschienen am 11. Juli 1914, hat
Dr. Ferdinand Fuchs unsere epiphron-Form als epiphron-
v. mackeri kurz beschrieben. So sehr wegen seiner grossen
Verdienste um die Entomologie Dr. Macker eine Ehrung ver-
dient hat, so muss der Name doch fallen, da meine Benennung
von vogesiaca unter dem 30. Juni 1914 erfolgt ist. Eben-
Bücherbesprechungen. 149
so muss Erebia stygne eximia Fuchs zu Gunsten meiner
stygne guttata zurücktreten. Meine Diagnose auf Seite
107 a. a. O. ist wenigstens ebenso deutlich wie die Fuchs’sche
nal: ,a. 0.
Bücherbesprechungen.
Dr. Oskar Krancher, Entomologisches Jahrbuch, Leipzig. XXV. Jahr-
gang. Kalender für alle Insektensammler auf das Jahr 1916.
Herausgegeben unter gütiger Mitwirkung hervorragender Entomo-
logen. Preis 1,60 Mk. Druck und Verlag von Frankenstein und
Wagner, Leipzig 1916.
Mit dem gewohnten reichen Inhalt, in der bekannten schmucken
und trefflichen Ausstattung, ist das Jahrbuch nun zum 25. Male in die
Welt hinausgegangen. Wir beglückwünschen den Herrn Herausgeber
zu dieser Jubelausgabe, die ungeachtet aller Kriegsstürme mit über-
raschender Pünktlichkeit erschienen ist und der, wie schon allen ihren
Vorgängern, die wohlverdiente Anerkennung der deutschen Entomologen
‚wiederum in vollem Masse zuteil werden wird. Möchten sich alle Leser
des Jahrbuches der genussreichen und frohen Stunden erinnern, die ihnen
das Büchlein 25 Jahre hindurch mit seinen zahlreichen belehrenden und
anregenden Darbietungen bereitete, möchten sie es ihm danken, indem
sie ihm nicht nur die alte wohlwollende Treue und Anhänglich\eit
fernerhin bewahren, sondern auch nach besten Kräften dazu beitragen,
den Kreis seiner Freunde und Gönner stetig zu erweitern und ihm all-
seitige Unterstützung angedeihen lassen, damit zur Freude aller Ento-
mologen das Weitererscheinen des beliebten Jahrbuches noch auf viele
Jahre hinaus gesichert bleibt.
Das vorliegende Bändchen ist mit einer farbigen Titeltafel: Deile-
phila euphorbiae n. ab. krancheri, und mehreren wohlgelungenen text-
lichen Orieinalabbildungen ausgestattet. Die monatlichen Anweisungen
bringen allerlei Sammelnotizen und Winke. Hieran schliessen sich ver-
schiedene beachtenswerte Aufsätze aus fast allen Gebieten der Insekten-
Wissenschaft. Es folgen sodann Bespreehungen wichtiger Erscheinungen
auf dem entomologischen Büchermarkte und zum Schlusse eine kleine
Humoreske und Anzeigen. Möge dem Jubelbändchen die weiteste Ver-
breitung und überall ein herzliches „Willkommen“ beschieden sein.
Dresden, den 15. Januar 1916. A. Winckler.
Seitz, Die Gross-Schmetterlinge der Erde. Verlag des Seitz’schen
Werkes (Alfred Kernen) Stuttgart.
Der IV. und letzte Band des Palaearktis:hen Teiles, in dem die
Familie der „spannerartigen Nachtfalter‘‘ von L. P, Prout behandelt
werden, liegt vollständig vor; er umfasst, in 6 Subfamilien (der Brephinae,
Oenochrominae, Hemitheinae, Acidaliinae, Larentiinae und Geometrinae)
eingeteilt, die Spanner des alten Systems, denen nur die Brephinae
(4 Arten) als 1. Unterfamilie zugesellt worden sind.
Eine Durchsicht des über 400 Seiten’ fassenden Textes zeigt, dass
die Behandlung dieser artenreichen Falterfamilie den Textbearbeitungen
der vorhergehenden Bände an Sorgfalt und Präzision nicht nachsteht
150 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
und lässt ahnen, namentlich bei Würdigung der überaus zahlreichen
Aberrationsbeschreibungen, welch umfassendes Faltermaterial aus allen
Ländern zu Gebote gestanden hat. Die zu diesem Band erschienenen
23 Tafeln, mit ganz- und halbseitigen Abbildungen, sind wiederum technisch
vollendet und vervollständigen den Wert dieses an erster Stelle stehen-
den Schmetterlingswerkes.
Bölsche, W. Stammbaum der Insekten, 91 Seiten und 13 Abbildungen,
Stuttgart 1916, Frankh’sche Verlagshandlung, geh. 1,00 Mk., geb.
1,80 Mk.
Auf dieses neue Bändchen des Kosmos-Verlages möchten wir auch
in unserer, ausschliesslich der Schmetterlingskunde dienenden Zeitschrift,
deshalb besonders aufmerksam machen, weil es in knapper, übersicht-
licher und dabei angenehm plaudernder Form die Ergebnisse neuer
Forschungen über die Stammesgeschichte der Insekten zusarmenfasst,
über die auch der nur die Systematik treibende Sammler, soll seine
Tätigkeit von tieferem Verständnis geleitet und mehr als nur ein an-
genehmer Zeitvertreib sein, unterrichtet sein muss. Unter den Schrift-
stellern, die sich die volkstümliche Verallgemeinerung der Naturwissen-
schaften zur Aufgabe gemacht haben, nimmt der Verfasser eine der
ersten Stellen ein und auch in diesem Schriftchen ist es ihm gelungen,
das vielfach Hypothetische und Lückenhafte, das diesem jungen Wissens-
zweig, trotz der gründlichen Forschungen A. Handlirsch’, naturgemäss
noch anhaftet und daher eine leichtfassliche Darstellung erschwert, dem
Leser im Lichte kaum zu bezweifelnder Wahrscheinlichkeit erscheinen
zu lassen und ihm ein geschlossenes Bild von der Stammesgeschichte
der Insekten zu geben, so dass er es mit Befriedigung durchlesen wird.
3;
Berichtigungen zu A. v. Caradja. 151
Berichtigungen
zu A. v. Caradja: Beitrag zur geographischen Ver-
breitung der Pyraliden und Tortriciden usw.
Seite
pag. 1—88 dieses Jahrganges.
3 Zeile 2 von oben lies: Karagaitan statt Karagaetan
er „ dilutellus „ Adilutalis
N nt „ affinitella „ offinitella
ei. „ saxicola „ saxiola
6.,% er „ Interfusella „ interfussella
5) TR „ Varietät zu ; Varietät
a La „ Gymnancycla „ Gymnaucycla
RER a „ subnitidella ‚ rubricetella
N „ jeld ame
ab We Selagia PRSRR >:
NE Wer MR ap hinzuzufügen: von Amasia
N .,.,.' ,; lies: Merw in Turcmenen statt Mero
a 4 „ unten ,„ connectalis statt armenialis
Erin) 22 oben .\ „. Da 1 | DIRBB
A u. 16, ” ” Stgr. „ Styr.
a Feen. De „ gracilalis „ gracialis
22,538 ... unten Engeddi „ Endeggi
N einzufügen: von Gafsa
eh 18, .,,0;5 lies: Zeichnungen statt Zeichen
307, 8... oben, | „| cammealis „ cannealis
lin. „ Moschi am „ Moschiam
36 „ 12 „ unten „ albidalis „ .albidalia
Ne... 10, „oben... Wik; a
397m.” 8 ‚unten „. -dürfte „ dürften
AL GR NE „ Namangan „ Namanzan
BEE: ENT ig, 5 „near sedana“ „ nearsedana
Bella... Obem .', 1069 „1660
Bu re) A Pyr. Por.
y
av deu, 4 hinzuzufügen: Badde normal, Kasakewitsch
kleine lichte Form
59 8 ,„ unten lies: Suifun statt Seifun
NE Ne „ dieses „ diese
BI raum, a „ Semasia und 8.
Bau, Em ıoben .,. 'seopoliana „ scoploiana
2 BD Wr „ Canterbury , Canterburg
3. a einzufügen: (2088)
6 „ 3 „ unten lies: fulminana „ fulmiana
81 .1.,,12. „oben. ,. ‚pllugiana „ pflagiana
EUER SR NEE HER „ Kasakewitsch „ Kasikoparan
08,4, .16, „unten... Bbl. 1. Bl:
13, Ge „ Ouarda „ Quarda
Te AR A „ asiatica „ asiatia
A »„» 2‘ Typen ,„ 2 Typen
18 5. 2: „ oben , Entdecker „., "Autor
1 „ 8. „ wten „ deliciosella ,, deliciocella
76 Zeile 14 von oben
ß [a
Sa
Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
12
13
1
10
B
2
7
10
”
”
einzuschalten: 71 bis E. cartaginella Car
1 2 Type von Gafsa
Das ? auf Zeile 3 ist zu streichen und auf
Zeile 5 nach Cremnophila zu setzen
unten lies: g' statt 9
„ „ Lenkoran „ Leukoran
” »„ 9 von ”
s „ extremalis „ exremalis
oben , abiskoana „ lapponana
unten , abiskoana „ abisksana
Moschiano und Mero
\ hear
R er RL (Moschiano? Italien)
oben lies: Margueritte statt Marqueritte
” „
Öst-Sibirien , Schweden-Lappmarken.
207200 yore a
| des ‚Entomologischen ‚Vereins „Iris” zu Dresden.
€ Vorsitz.: 5 Hofrat Prof. Dr. phil. K. M. Heller ‚Dresden, Franklinstr. 22.
5 ‚Stellvertr.: : Dr. phil. P. Denso, Hellerau b. Dresden, Auf d. Sande.
schriftf.: Bausekretär Ad. Winckler, Dresden A., Bayreutherstr. 3.
x Stellvertr.: Dr. jur. G. Heusinger, Dresden N., Grosse Meissnerstr. 2.
Rechnungst.: Kaufm. G. Kretzschmar, Dresden, Bismarckplatz 6.
Bücherwart: Amtstierarzt E. Möbius, Dresden, Schlachthofring 8.
_ Redakteur: Dr. med. H. Walther, Dresden N., Böhmertstrasse 4.
‚Stellvertreter: Amtstierarzt E. Möbius, Dresden, Schlachthofring 3%
Sitzungen: Ni Mittwochs 8 . HE Uhr abends im Hauptrestaurant des
| Zoologischen Gartens. Gäste stets willkomraen,
Fr I
er Beer:
"ler Jä ährliche Mitglie deh PR von 10 Mark ist
| in dh ersten drei Monaten eines jeden Vereinsjahres zu
x zahlen (an den Rechnungsführer G. Kretzschmar).
/ Den Herren Mitgliedern, welche ihren Beitrag zu zahlen vergessen
haben, wird das zweite (Anfang Juli erscheinende) Heft gegen Nachnahme
des Beitrages, zuzüglich der Portokosten, zugesandt (soweit nach. ‚den
7 ‚betreffenden Ländern Nachnahme zulässig ist).
rt 4 " RE
wart, X x ze ee
r 3 Zeitschrift Se in Vierteljahrsheften.
rdd
£
kann wegen ihn Ganboner Hefte Fönken nur
ge Iundchaib der Frist eines Jahres, vom Erscheinen. dieser A:
Hefte an ner erhnen, berücksichtigt werden. ER
\
Ri Li
Fe Nitglieder en ok unse: die früheren Hefte ud
Sonderdrucke ‚unserer Zeitschrift zu halben Preisen mit Aus
ahme Br = & 1— 3, und Band vu und VII, ae
Ende Februar erschien:
veitz, diebroß- more, kan [E
ieomeirae (spamerarige Nachtlale) =
2Halbfranz-Bände, gebunden,
Text und Tafeln getrennt Preis Mk. 1000.
Mit diesem Bande schliesst der erste PERNG 8
des einzigartigen Werkes, die Falter des plae-
arktischen Gebietes umfassend. Durch die Mit-
arbeit bedeutender Gelehrter fanden im ganzen
15444 Formen mit 12247 Abbildungen in vol- .\
endeter Naturtreue Aufnahme. Der Herausgeber,
Prof. Dr. Ad. Seitz, hat damit anerkannter Weise
ein Handbuch geschaffen, das jedem Entomo-
logen nicht nur zur raschen und sicheren Be
stimmung, sondern auch zu Studienzwecken un-
entbehrlich ist. Für den Wert des Werkes
spricht am deutlichsten, dass die Lieferungs-
ausgabe neben weitester Verbreitung unter Privat-
sammlern auch von vielen Universitäten, Biblio-
theken, land- und forstwissenschaftlichen In-
stituten, naturwissenschaftlichen Vereinen und
Museen des In- und Auslandes bezogen wurde.
Vom zweiten Hauptteile des Werkes, welcher
die Exoten umfasst, sind insgesamt 239 Lie-
ferungen erschienen, davon gehören 79 der
amerikanischen, 125 der indo-australischen und
35 der afrikanischen Fauna an.
Prospekte
und Probetafeln stehen kostenlos zur Verfügung.
Verlag des Seitz’schen We
Stuttgart. (Alfred Kernen) Poststr, 7.
NOV 301929
ER Er a Bea. Dresden, Band XXX. Hoft 4.
SE =
ee Dobäche |
Entomologische Beitschrift Se
|
siris”
herausgegeben
vom
tb Verein Iris zu Isin.
er Jahrgang 4916. Viertes Heft,
. Mit 2 ae
ea 0 März 1917.
. Schriftleiter: Dr. H. Walther.
Preis für Nichtmitglieder des Vereins: 8 Mark.
In Kommission bei
R. Friedländer & Sohn
Berlin, Carlstrasse 11.
Drusk von Ofimne Zeuseh, HRederE
besprechungen, Kickturn a bittet man, sich er er
an den ae Hofrat Prof, sur er es
ee Aufsätze sind die Autoren allein verantwortlich. Se Er
+ SR
yorstand > Sn
a
des Entonolaischen V Vereins si zu ı Drasde on “
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 153
Br) En en en nn nenn ne
Verzeichnis Thüringer Kleinfalter
aus den Familien Pyralidae—Micropterygidae.
Von 7 Wilhelm Martini, Sömmerda.
(Fortsetzung und Schluss von Seite 144.)
3135. Semioscopis strigulana F. Bei Erfurt (Steiger) Frank.
3136. avellanella Hb. Bei Gotha (Kn.).
3138. Epigraphia steinkellneriana Schiff. Verbreitet, im März
und April im Laubwald.
3140. Psecadia sexpunctella Hb. In Thüringen im Juni und
Juli nach Hein. 137. 3142. pusiella Roemer. Bei Thal (Kn.).
Im südlichen Teile des Kyffhäusergebirges im Juli. Die R.
auf Lithospermum offieinale, Juni (Dr. Petry). 3143. bipunc-
tella F Bei Thal, Gotha (Kn.), SW., Sachsenburg. Die R,
an lischium, Anchusa und Cynoglossum, im Juni und Herbst,
die Falter April, Mai und Juli, August. 3146. funerella F.
Fahner’sche Höhe, bei Gotha (Krahnberg) im Mai und Juni
(Lenthe). 3147. decemguttella Hb. Kyffhäuser bei Franken-
hausen (Kalkthal), Raupe auf Lithospermum officinale, gesellig
(Dr. Petry).
3177. Depressaria costosa Hw. Bei Gotha (Lenthe). 3181.
flavella Hb. (liturella Tr. Hein. 144). Bei Jena Kn, Gotha
(Krahnberg), Sachsenburg, Mitte August gefangen. 3189. cul-
citella HS. Bei Jena (Hein. 146). 3193. assimilella Tr. Bei
Suhl (Kn.). 3200. atomella Hb. Bei Rudolstadt (Meurer),
beim Bahnhof Heldrungen. R. an Genista tinctoria. 3201.
scopariella Hein. Bei Suhl (Kn.). 3204. arenella Schiff. -
Bei Gotha und Jena (Kn.), bei Rudolstadt (Meurer), Rossleben
(Spröngerts). 3205. propinquella Tr. Bei Thal (Kn.), Gotha
(Lenthe). Um S., Sachsenburg nicht selten. 3206. subpropin-
quella Stt. (variabilis Hein. 152). Gotha (Lenthe), S. selten.
3207. laterella Schiff. Bei Thal (Kn.), um S. häufig. 3224.
ocellana F. Verbreitet und nicht selten. R. an Weiden, be-
sonders an S. cinerea, Falter von Ende Juli ab. 3226. alstroe-
meriana Ol. Bei Gotha (Lenthe). 3228. purpurea: Hw. Bei
Rudolstadt, Gotha, Sachsenburg, S., selten. 3229. liturella Hb.
(hypericella Tr.). Verbreitet und nicht selten vom Juli an.
R. an Hypericum im Mai und Juni. 3230. conterminella Z.
Bei Gotha (Kn.). 3233. applana F. Verbreitet und häufig.
R. an Antliriscus silvestris, Chaerophyllum. Einmal auch an
154 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—
Phellandrium aquaticum erzogen. 3234. ciliella Stt. Bei Eisen-
berg (Krause). 3239. capreolella Z. Bei Jena, Gotha, Rudol-
stadt, Sachsenburg, SW., die R. an Falcaria Rivini in Blatt-
röhren nicht selten. Falter von Mitte August an. 3242. an-
gelicella Hb. Bei Thal (Kn.), Geschwenda (bei Graefenroda),
(Krieghoftl). 3248. cenicella Tr. Kyffhäuser, Eckartsberga,
Sachsenburg, SW. Die R. zahlreich an Eryngium campestre,
die Falter Ende Juni, Juli. 3253. selini Hein. Bei Jena
(Hein. 167). 3254. parilella Tr. Bei Jena (Kn.). 3259. fur-
vella Tr. Kyffhäuser (Dr. Petry). 3261. depressella Hb. Bei
Georgenthal (Kn.), S. ziemlich selten. 3263. bupleurella Hein.
Kyffhäuser (Dr. Petry), bei Sachsenburg. Die R. an Bupleurum
falcatum. Die Falter entwickelten sich vom 21. Juli bis 23.
August. 3264. pimpinellae Z. Bei Thal (Kn.). 3266. libano-
tidella Schläge. Bei Jena (Hein. 173). 3268. badiella Hb.
Bei Gotha und Jena (Kn.). 3280. heracliana D.G. Bei Gotha
(Kn.). 3282. diseipunctella HS. Arnstadt (Liebmann), Gotha
(Lenthe), Geschwenda (bei Gräfenroda). Hier erzog Herr Pastor
Krieghoff einen Falter zufällig, der etwas heller ist als Stücke
von S. und der undeutlichen Mittelstrich hat. S., SW. (Chaussee-
haus), bei S. (Ziegelei), vom 1. September an und im Frühjahr
mehrfach gefangen und zwar nur in Gebäuden. Die von Herrn
Ober-Amtsrichter Eppelsheim zum Vergleich erhaltenen Tiere,
die für die HS.’sche discipunctella gelten, sind durchgängig
viel heller als die Thüringer Stücke und es erscheint die Mög-
lichkeit nicht ausgeschlossen, dass zwei nahe verwandte Arten
vorliegen. 3287. olerella Z. Tilleda (Kyffhäuser), Mitte Juli
von Carum Carvi erzogen (Dr. Petry). 3288. albipunctella Hb.
Bei Gotha (Kn.), S. selten. Die Falter von Anthriscus silvestris
Mitte August erzogen. 3291. weirella Stt. Aus einer bei S.,
wahrscheinlich von Anthriscus silvestris, die an der Stelle stand,
mit dem Netz abgestrichenen R. erzog ich den Falter am 7.
Juli. Die R. war grün, mit gelblichen Einschnitten, Rücken
und Nebenrückenlinie dunkler grün. Kopf bräunlich grün, von
dem glänzend grünen Halsschild gelblich getrennt. Die R. soll
nach v. Heinemann nicht von der derapplana zu unterscheiden
sein, es fehlten jedoch die beider applana-Raupe vorhandenen
stets noch deutlichen Punktwarzen. Vielmehr glich die R. der
von albipunctella. 3293. pulcherrimella Stt. Artern (Salz-
terrain) und bei S. je ein Stück. 3294. douglasella Stt. Saga
(Hainleite) ein Stück am 16. Juli (Dr. Petry). 3296. chaero-
phylli Z_ Bei Thal, Gotha, S. Die R. nicht selten in den
Blütendolden von Chaerophylium. Falter vom 21. Juli an.
W. Mäftini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 155
|
Die R. erscheinen in verschiedener Zeichnung. Die länglich
runden, dunkeln Segment-Rückenflecke der häufigeren Form ver-
binden sich bei der andern zu einer Rückenlinie, die hinten an
den Einschnitten eckig erweitert ist. 3306. nervosa Hw. Sieb-
leben (bei Gotha) ıKn.), Tilleda (Kyffhäuser) (Dr. Petry). 3308.
-ultimella Stt.e. Um S. an verschiedenen Stellen. Die R. u. P.
in den Stengeln von Phellandrium aquaticum Die Falter
schlüpften vom 9. September bis 1. November. Eine, wie mir
schien, sicher zu dieser Art gehörende leere Puppe fand ich im
November in einem Stengel von Alisma plantago.
3314. Enicostoma lobella Schiff. Bei Thal, Ruhla, Rudolstadt,
Sprötau, S., die R. zahlreich im Herbst an Schlehe gefunden.
Die Falter im Mai und Juni.
3315. Anchinia daphnella Hb. Bei Jena (Kn.). 3319. crista-
lis Sc. Bei Thal, Rudolstadt, Gotha, Erfurt (Steiger), Burg-
wenden, Sachsenburg. Die R. an Daphne mezereum. Falter
im Juni und Juli.
3522. Hypercallia citrinalis Sc. Verbreitet, im Juni und Juli.
Die R. an Polygala chamaebuxus.
3323. Carcina quercana F. Bei Arnstadt, Erfurt (Steiger),
Gotha, Sachsenburg im Juli und August. Die R. an Eiche,
Buche, Sorbus torminalis.
3329. Harpella forficella Sc. (proboscidella Sulz). In
Laubwäldern selten im Juli.
3333 Alabonia bractella I. Bei Jena (Kn.).
3335. Oecophora (Dasycera Hw.) oliviellaF. Bei Jena (Kn.).
3340. Borkhausenia tinctella Hb. Bei Thal (Kn.). 3341.
unitella Hb. Bei Rudolstadt (Meurer', Burgwenden (hinter
Kölleda), Sachsenburg, im Mai und am 18. August. 3350.
flavifrontella Hb. Verbreitet, von Ende Mai bis Anfang Juli.
3358. pseudospretella Stt. Gotha 21. Juli (Lenthe). 3361.
Iuridicomella HS. Bei Gotha (Lenthe), Erfurt (Badgasse), im
Juli (Frank). 3364. stipella L. Verbreitet an Nadelholz, im
Mai bis Juli. 3367. similella Hb. Bei Gotha (Kleiner See-
berg) (Lenthe), bei Eisenberg zwei Stück an Nadelholz im Juni
(Krause). 3369. einnamomea Z. Bei Ohrdruf, Amt Gehren,
beim Bahnhof Heldrungen, Sachsenburg, SW., im Juni bis An-
fang August. 3372. angustella Hb. Bei Thal (Kn.), Gotha
(Boxberg) (Lenthe), Burgwenden, im Mai. 3382. minutella L.
Verbreitet und nicht selten in Gebäuden im Juni. 3387. for-
mosella F. Bei Jena (Kn.), S. selten im Juli an Pappeln.
3390. Iunaris Hw. Bei Sachsenburg am 4. August. 3394.
schaefferella L. Bei Thal (Kn.), Rudolstadt (Meurer). 3400.
156 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
procerella Schiff. Bei Erfurt (Alperstedt), SW., Sachsenburg,
im Juli.
X. Elachistidae.
A. Seythridinae (Butalinae)
3405. Schreckensteinia festaliela Hb. Hirzberg (Habicht).
Bei S. ein Stück am 27. Juni an einer Stelle gefangen, wo es
nur Rubus caesius gibt.
3406. Epermenia (Chauliodus Tr.). illigerella Hb. Bei
Jena, Gotha (Seeberg), Erfurt (Steiger) S. im Juli. 3408. pon-
tificela Hb. Kyffhäuser (Lenthe), bei Burgwenden (hinter
Kölleda) am 10. Juni zwei Stück. 3416. chaerophyllella Goeze.
Beim Bahnhof Heldrungen am 7. Juli.
3423. Seythris (Butalis Tr.). seliniela Z. Kyffhäuser, bei
Eckartsberga, Sachsenburg, im Juni und Juli häufig. 3426.
fallacella Schläg. Bei Rudolstadt (Meurer), Jena und Eisen-
berg (Krause), Eckartsberga, Burgwenden im Mai bis Anfang
Juni. 3444. fuscoaenea Hw. Kyffhäuser (Lenthe). Bei Sach-
senburg im Juli und August nicht selten. Die R. an Helian-
themum. Die Stücke Dr. Wocke’s von Frankfurt a. M. sind
heller erzfarben und haben stärkeren Kupferschimmer in der
Flügelspitze. Charakteristisch ist die gleiche Färbung der Unter-
seite des Hinterleibes bei 2 und cd’. 3449. senescens Stt.
Bei Thal, Behringen, Erfurt (Steiger), beim Bahnhof Heldrungen,
SW. Ende Mai bis Anfang Juli einzeln. 3471. denigratella HS.
Bei Jena im Mai bis August (Hein. 451). 3477. laminella HS.
Bei Rudolstadt, Gotha, Jena, Burgwenden, SW. nicht selten im
Juni. 3487. cuspidella Schiff. Bei Erfurt (Kn.). 3492. kno-
chella F. Bei Erfurt (Kn.). 3515. scopolella Hb. Bei Gesch-
wenda (Krieghoff), bei Schwarza, Orlamünda je ein Stück
(Krause). Tilleda (Kyffhäuser) (Dr. Petry). 3516. chenopo-
diella Hb. Bei Erfurt (Kn.). 3525. inspersella Hb. Bei Thal,
Ruhla, Rudolstadt, Oberrottenbach.
B. Momphinae (Laverninae)
3597. Cosmopteryx eximia Hw. (drurella Stt.).. Erfurt
(Badgasse) Ende Juni, Anfang Juli nicht selten (Frank). 3558.
schmidiella Frey. Bei Erfurt (Steiger) (Frank).
3560. Batrachedra praeangusta Hw. Verbreitet und nicht
selten im Juni bis August an Pappeln. 3561. pinicolella Dup.
Ueberall an Nadelholz nicht selten. SW. fand ich die R. in
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 157
Fichtennadeln (Kiefern gibt es daselbst nicht), Falter im Juni
und Juli.
3565. Stathmopoda pedella L. Bei Jena (Kn.), bei Kahla ein
Stück am 10. Juli (Krause). SW. Ende Juni bis 21. August
gefangen.
3568. Ochromolopis ictella Hb. Bei Jena, Dornburg, Kyft-
häuser im Mai und Juni selten.
3569. Cyphophora idaei Z. Bei Thal, Gotha, Hirzberg (bei
Georgenthal) im Juni.
3570. Heinemannia festivella Schiff. Bei Jena auf dem Haus-
berg Ende Juni. Herr Dr. Wocke bestimmte das Stück bereits
im Jahre 1873 mit dem Bemerken, dass es das erste deutsche
Stück sei, welches ihm vorgekommen. Alle anderen seien la-
speyrella gewesen (Krause).
3573. Blastodacna hellerella Dup. S. Ich fing am 14./6.
und 2 /7. in meinem Hause zwei Stück an einem -Hoffenster,
vor dem ein alter Apfelbaum steht. Da kein Cratasgus in der
Nähe ist, so halte ich die Art für richtige. 3575. rhamniella Z.
Bei Sachsenburg und S. im Juni und Juli selten. R. an Rham-
nus cathartica.
3576. Mompha (Laverna Curt). conturbatella Hb. Bei Jena
(Kn.), Krawinkel (bei Ohrdruf) (Lenthe). 3577. raschkiella Z.
Bei Ohrdruf (Lenthe), beim Bahnhof Heldrungen (Dr. Petry).
Die R. in flacher Mine in den Blättern von Epilobium angusti-
folium Juli und Herbst. Falter Mai, Juni und wieder Ende
Juli bis August. 3582. subbistrigella Hw. Rudolstadt (Meurer),
Schwarzathal (Lenthe). 3586. fulvescens Hw. Bei Jena, Ru-
dolstadt, Gotha, S. Der Falter vom Juni an, überwinternd.
3589. miscella Schiff. Kyffhäuser (Leuthe), bei Sachsenburg
häufig. Die R. in Minen an Helianthemum. Falter im Juni
‚und August.
3594. Anybia epilobiella Roemer. Bei Jena, Rudolstadt, Gotha,
Sachsenburg, im August, überwinternd.
3595. Chrysoclista linneella Cl. Bei Erfurt, Rudolstadt, Gesch-
wenda, Gotha, an Lindenstämmen im Juli.
3597. Spuleria aurifrontella Hb. Bei Nebra (Steinklöbe)
(Spröngerts).
3604. Stagmatophora heydeniella F.R. Bei Geschwenda (Krieg-
hoff) (bei Gräfenroda). 3606. pomposella Z. Bei Erfurt (Kn.).
3615. Heliodines roesella L. Bei Gotha (Kn.), 8. in Gärten
von Ende Juni an, überwinternd. Die R. in den Stengeln von
Spinat.
158 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
3616. Pancalia leuwenhoekella L. Verbreitet, in zwei Ge-
nerationen im Mai, Juni und August und oft häufig.
3618. Augasma aeratella Z. Ettersberg (bei Weimar), bei
Sachsenburg, S. im Juni, aber auch noch im August gefangen.
C. Heliozelinae.
3619. Antispila pfeifferella Hb. Bei Erfurt, Sprötau (bei S.),
Sachsenburg am Nordhang unter den Burgen, die M. an Cor-
nus sanguinea. Es liegt sowohl die immer der Blattspitze zu
ziehende, sich schnell stark erweiternde Anfangsmine als auch
die grosse Minenfläche stets am Blattrande. Die Raupe ist
Anfang Juli erwachsen. Nur eine Generation, Falter Ende April,
Anfang Mai. 3620. treitschkiella F.R. Verbreitet, die Mine an
Cornus mas. Bei Sachsenburg Ende September und Anfang
Oktober. Die Falter schlüpften vom 13. Mai bis 21. Juni.
Die Minen der Sommergeneration im Juli, Falter August.
3621. petryi Martini. (Stett. ent. Z. 1898 p. 398.) Bei Sach-
senburg, Kyffhäuser (Dr. Petry), Wachsenburg, Gotha (Lenthe).
Jedenfalls aber sehr weit verbreitet. Die R. an Cornus san-
guinea (und je einmal an C. mas. bei Sachsenburg und Gotha)
von Mitte August bis Anfang Oktober. Die Falter schlüpften
vom 6.— 24. Juni. Es ist nur eine Generation vorhanden.
3623. Heliozela sericiella Hw. Bei Gotha (Krahnberg), Eisen-
berg, Sprötau (bei S.), im Mai.
D. Coleophorinae.
3629. Asychna modestella Dup. Siebleber Holz, Hainich,
Schmücke, bei Sprötau (bei S.), Erfurt (Steiger) im Mai und
Juni.
3633. Coleophora laricella Hb. Ueberall an Lärchen gemein
im Mai und Juni. Die R. oft durch ihre Menge den Bäumen
schädlich. 3634. antennariella HS. Beim Bahnhof Heldrungen
fand ich einen leeren Sack an einer Kiefer, bei Sachsenburg
einige mit Raupen an Luzula. 3635. badiipennella Dup. Bei S. und
bei Bahnhof Heldrungen, im Juli, von Schlehe erzugen. 3639.
milvipennis Z. SW. ein Stück am 30. Mai. Herr Dr. Wocke
bestimmte das Stück mit Fragezeichen als var. mit ganz un-
geringelten Fühlern und bemerkte noch, dass alle seine Stücke
feine, aber deutliche Ringelung haben. 3640. lutipennella Z.
Verbreitet und nicht selten. Die R. im Mai an Eiche, Falter
im Juni. 3641. limosipennella Dup. Bei Gotha und Artern.
R.an Ulmus campestris. Falter im Juni und Juli (Lenthe). 3642.
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 159
ochripennella Z. Bei Gotha (Seeberg) (Lenthe), Jena, Ende
Mai, Juni (Hein. 537) R. an Ballota bis Mai. 3644. solita-
riella Z. Fahner’sche Höhe, bei Gotha, Mühlhausen (Lenthe),
Sachsenburg am Nordhange. Die R. an Stellaria holostea. Die
Falter im Juni. 3645. olivacella Stt. Bei Gotha (Krahnberg)
Mühlhausen (Lenthe), bei Sachsenburg, wie vorige Art. 3648.
gryphipennella Bouche. Bei Gotha, Erfurt, beim Bahnhof Hel-
drungen, SW., die R. an Rosen häufig, die Falter im Juni.
3654. viminetella Z. Bei Jena, Gotha, S., R. an Salix caprea
und viminalis. Falter im Juli und August. 3658. glitzella Hofm.
Bei Georgenthal (Lenthe). 3659. vitisella Gregson. Ein beim
Bahnhof Heldrungen gefangenes Ü bestimmte Dr. Wocke für
diese Art, obgleich Preiselbeere daselbst nirgends vorkommt,
sondern nur Heidelbere Auch Dr. Hofmann hielt das Tier
für diese Art. 3661. binderella Koll. Bei Thal (Kn.), Gotha
(Lenthe). 3663. fuscedinella Z. Bei Gotha, Erfurt, Sachsen-
burg, S. Die R. an Birke, Erle, Schlehe. Falter im Juni und
Juli. 3664. nigricella Stph. Verbreitet und: häufig. Die R.
an Pflaume, Schlehe, Apfel, Weissdorn, Erle. Falter im Juni
und Juli. 3665. paripennella Z. Bei Gotha (Lenthe), Rasten-
berg, SW. selten im Mai 3667. ahenella Hein. Bei Arnstadt,
Jena (Lenthe), bei Sachsenburg, die R. im Herbst erwachsen
an Viburnum, Rhamnus, Cornus sanguinea, die Falter im Mai
und Juni. 3672. albitarsella Z. Hörselberg (Lenthe), Sach-
senburg, beim Bahnhof Heldrungen im Juni. 3674. alcyoni-
pennella Koll. Bei Thal, Rudolstadt, Sättelstedt, S. ziemlich
selten von Mitte Mai bis Ende Juli. 3676 frischella L. Bei
Gotha, Erfurt (Steiger) SW. im Juli nicht selten. Die R. an
Melilotus. 3677. cuprariella Z. Bei S ein Stück am 12. Juli,
zu dem Dr. Wocke bemerkte: „Nach Fühlern und Augen muss
dies Stück euprariella sein, von der ich ein gleiches Stück von
Jena habe, ich bin aber sehr geneigt, die Art für schlecht und
nur für var. von deauratella zu halten.“ 3679. deauratella Z.
Bei Rudolstadt, Eisenach (Lenthe) (Meurer), Utzberg b. Hopf-
garten, Erfurt (Steiger) S. selten, Juli. 3680. spissicornis Hw.
(fabriciella Vill.).. Bei Erfurt (Kn.), Amt Gehren, Utzberg
bei Hopfgarten, Ende Juli bis Anfang August. 3683. chalco-
grammella Z. Bei Artern (Weinberg) einige Stücke am 7.
August. 3685. Ilixella Z. Bei Thal, Gotha, beim Bahnhof
Heldrungen, im Juli, August. Die R. fand ich an Koehleria
cristata.. 3687. ornatipennella Hb. Bei Rudolstadt, Gotha,
(Seeberg) Sachsenburg, SW. Ende Mai bis Ende Juni nicht
selten. 3688. ochrea Hw. var. thuringiaca Martini. Bresl,
160 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—
e. Z. 1887, p. 61. Bei Gotha (grosser Seeberg) (Lenthe) Kyft-
häuser (Dr. Petry), bei Sachsenburg. R. an Helianthemum vul-
gare, oft sehr häufig. Die Falter im Juli und August. Von
der Abart mit silberner Vorderrandlinie fing ich ein Stück.
(ab. arıdatella Z.). 3697. salicorniae H.W. Bei Artern (Salz-
terrain) nicht selten. Der Sack besteht aus einer abgebissenen
Zweigspitze der Salicornia herbacea. Ein Teil der R. über-
wintert zweimal. In geöffneten Erdkokons, die seit August, wo
sich kein Falter mehr entwickelte, in vollständig trockener Erde
steckten, fand ich im November mehrere noch weiche, an-
scheinend tote R. vor. Bei einer derselben sah ich aber deut-
liche Bewegungen des Kopfes. Auch erschien aus den Anfang
Juli 1908 gesammelten Erdkokons, welche die Falter vom 19.
Juli bis 23. August lieferten, noch ein Nachzügler am 3. Aug.
1909. Zur Erreichung eines besseren Zuchtresultates ist es
notwendig, den längeren oberen Teil der Kokons bis zu dem
bläulichen glasartigen Abschluss des Verwandelungslagers zu
entfernen und die kurzen, die R. oder Puppe enthaltenden,
unten abgerundeten Kokon-Enden so in Erde einzusetzen, dass
oben nur das Glasfenster frei bleibt. Verfährt man nicht so
und setzt die ganzen Kokons in Erde, so gibt es viele Krüppel
und Falter mit beschädigten Fühlern, da durch das Ausgraben
der schlauchartige, weichere, obere Teil des Kokons, welcher
bis zur Erdoberfläche reicht, leicht beschädigt, gedrückt oder
in andere Lage gebracht wird. Der lehmige Boden des Salz-
terrains trocknet nie, es muss deshalb auch die Erde mit den
Kokons immer feucht erhalten werden. 3708. leucapennella Hb.
Bei Sachsenburg und an der Chaussee vom Bahnhof Heldrungen
nach Sachsenburg zu Ende Mai bis 2. Juni gefangen. Am
2. Juli 1905 sassen eine Menge Raupen in den gelben Samen-
kapseln der Silene nutans an dem eisernen Geländer der Chaussee-
strecke. Aber keineR. nahm wieder Futter an; nur eine Kapsel
enthielt eine nicht zur Entwickelung gekommene Puppe, in allen
andern waren die R. verschimmelt. 3711. niveicostella Z.
Kyffhäuser (Lenthe). 3712. albicostella Dup. Kyffhäuser (Dr.
Petry). 3716. discordella Z. SW. zwei Stück im Juli. R.an
Astragalus danicus. 3718. bilineatella 7. Bei Gotha (grosser
Seeberg), R. an Genista tinctoria. Falter Ende Juni und im
Juli (Lenthe). 3722. serenella Z. Kyffhäuser (Lenthe), beim
Bahnhof Heldrungen, SW. Die R. an Astragalus glyciphyllos in
Menge. Falter vom 15. Juli an. 3731. trifariella Z. Beim
Bahnhof Heldrungen, einen Falter von Genista tinctoria am 14.
Juli erzogen. 3744. saponariella Heeger. Blankenburg (Dr.
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 161
—.
Schmiedeknecht).. Beim Bahnhof Heldrungen. Die R. im Herbst
an Saponaria offieinalis. Die Falter im Juni und Juli. 3753.
gallipennella Hb. Bei Gotlıa (Lenthe), Erfurt (Steiger), beim
Bahnhof Heldrungen. Die R. an Astragalus glyciphyllos, von
den Früchten lebend. Falter Ende Juni und Juli. 3754. cO-
ronillae Z. Bei Sachsenburg am 24. Juni, Utzberg bei Hopf-
garten, am 7. August je ein Stück. 3766. partitella Z. Bei
Jena im Juni (Hein. 572) Kyffhäuser (Lenthe). 3.86. conspi-
cuella Z. Kyffhäuser (Spröngerts). 3788. vibicella Hb. Bei
Gotha (grosser Seeberg) (Lenthe), bei Jena (Kn.), Kyffhäuser
(Rothenburg), R. an Genista tinctoria bis Ende Juni. Falter
Juli (Dr. Petry). 3791. currucipennella Z. Bei Eisenach, Gotha
(Boxberg). R. an Fagus. Falter im Juli (Lenthe). 3794.
palliatella Zk. Bei Sachsenburg, die R. an Eiche. Falter im
Juli. 3799. anatipennella Hb. Bei Thal (Kn.), um S., die
R. an Salix caprea, cinerea und Apfel. Falter im Juni und
Juli. 3802. hemerobiella Sc. Verbreitet und nicht selten im
Juli. Die R. an Obstbäumen, Weissdorn, Sorbus. 3809. auri-
cella F. Bei Jena (Hausberg) (Lenthe), Kyffhäuser im Juni
und Juli. Die R. an Stachys recta bis Juni (Dr. Petry). 3818.
conyzae Z. Bei Jena Hein. 588. Kyffhäuser im Juli (Dr. Petry).
3820. onosmella Brahm. Bei Erfurt, Rudolstadt, Sachsenburg,
SW,, die R. an Echium, Anchusa; Falter Ende Juni und Juli.
3822. lineolea Hw. Bei Sachsenhurg, die R. an Ballota nigra
einzeln. Falter vom 9. bis 15. Juli erzogen. 3825. theri-
nella Tgstr. Fahner’sche Höhe (Lenthe), bei S. selten im Juni.
3829. troglodytella Dup. Bei Jena (Kn.), Luisenthal, (bei Ohr-
druf) (Lenthe), Sachsenburg selten im Juli. 3840. murini-
pennella Dup. Bei Sachsenburg, die R. an dem Samen von
Luzula pilosa in Menge, Falter im Mai bis Juni. 3845. caes-
pititiella Z. Bei Jena, Rudolstadt, S., Arteın (Salzterrain, R.
an Juncus Gerardi), Falterim MaibisJuli. 3848. adjunctella Hodgk.
Auf dem Salzterrain bei Artern. Die R. im Herbst bis Mai
an Juncus. Die Falter Ende Mai bis Anfang Juni. Der Sack
besteht nur aus einem Samenkorn der Nährpflanze. 3850. nutan-
tella Mühlig und Frey. Bei S. zwei Stück Ende Mai. 2855.
silenella HS. Bei Gotha (grosser Seeberg) (Lenthe), bei Eckarts-
‚berga, S. im Juni, Juli. 3857. graminicolella Hein. 539. Bei
Jena. 3861. miliefolii 7. Bei Gotha (Seeberg) Eckartsberga,
Sachsenburg, SW. Die R. an Schafgarbe. Die Falter erzog
ich von Ende Juli bis Mitte September. 3871. gnaphalii Z.
Bei Jena (Kn.). 3875. muehligella Hein.-Wck. Kyffhäuser,
(bei Frankenhausen), R. an Gypsophila fastigiata. Stettin. ent.
- , Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“, herausgegeben vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1916,
XI
162 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—
Z. 1898 p. 397 (Dr. Petry). 3877. fulvosquamella HS. Kyff-
häuser im Juli bis Anfang August. Die R. an Chrysocoma
Linosyris, von Dr. Petry entdeckt. Diese in den höchsten
Alpen an Dryas octopetala lebende Art wurde später bei’ Re-
gensburg auf den Donaubergen auch an Thymus gefunden.
3879. otitae Z. Kyffhäuser (Kalktal bei Frankenhausen‘, R.
unter oder an den Wurzelblättern von Silene otites. Falter
Ende Juli, August. (Dr. Petry). 3881. argentula Z. Bei Gotha (gr.
Seeberg), SW., Sachsenburg, Ende Juni und Juli. Die R. im
Herbst auf den Blüten von Achillea. 3886. simillimella Fuchs.
Tilleda am Kyffhäuser (Dr. Petry). 3887. kyffhusana Petry.
Kyffhäuser bei Frankenhausen. (Stett. ent. Z. 1898 p. 394.)
R. an Gypsophila fastigiata in zwei Generationen im Hlerbst
und Juli, die Falter im Juni und August. 3895. artemisiae Mühlig.
Tilleda am Kyffhäuser (Dr. Petry). 3904. laripennella Zett.
Bei Gotha (Lenthe), Artern (Salzterrain), R. an Atriplex nitens
(Dr. Petry). Bei S. selten, Ende Juni.
E. Elachistinae.
3920. Stephensia brunnichiella L. Bei Jena (Kn.), beim Bahn-
hof Heldrungen Ende Mai und Juni.
3921. Elachista quadrella Hb. Bei Eisenach, 'Thal, Hörsel-
berg (Lenthe). Bei Arnstadt, Erfurt (Steiger), Sachsenburg,
beim Bahnhof Heldrungen. Die Minen an Luzula pilosa ziem-
lich selten, aber durch den oberen, dürr gewordenen Teil des
Blattes leicht auffindbar. Die Oberseite der langen Mine. ist
stark gewölbt und so weit grünlich weiss wie die R, die an der
Oberhaut befindliche Blattsubstanz gefressen hat. Die mit Längs-
falten versehene Unterseite ist hellgrünlich. Die Verpuppung
findet im Blatt statt. Falter ab Mitte Juli. 3924. trape-
ziella Stt. Bei Erfurt (Steiger) (Frank), Georgenthal (Lenthe).
Die Mine an Luzula pilosa. Falter Ende Juni. 3925. te-
tragonella HS. Bei Gotha (Krahnberg) Erfurt (Steiger) Sach-
senburg selten, bei Eckartsberga häufig. Die R. miniert
in Carex montana, zuerst stets aufwärts und nur bei oben un-
zureichendem Blatt, später abwärts. Frey’s Angabe, dass die
R. von der Spitze des Halms an abwärts miniere, ist für Thü-
ringen nicht zutreffend. Die Puppen sitzen abwärts gerichtet
öfter auf der Oberseite der kleinen, mit einem Faden an dem
Stamm befestigten Wurzelblätter. Seltener sitzen sie höher
oben an langen Blättern, dabei eine einzige auf der Unterblatt-
seite. Das früheste Stück erzog ich am 15. Mai, das späteste
am 14. Juli, jedoch nicht in demselben Jahre. 3927. magni-
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 163
—
ficella Tgstr. Hirzberg (bei Georgenthal), oberes Schwarzatal
(Lenthe), bei Erfurt (Steiger), bei Eckartsberga im dichten
Laubniederwald. Die R. in langer, oberseitiger Mine an Luzula
pilosa bis Anfang Juni. Die Verpuppung findet am Blatt statt.
Die Falter Ende Juni bis Juli. 3928. nobilella Z. Bei Eisen-
berg (Krause), bei Behringen, Luisenthal (Lenthe). 3929. glei-
chenella F. Bei Gotha, Ruhla, Thal, Friedrichroda, Georgen-
thal (Lenthe), bei Erfurt (Steiger), beim Bahnhof Heldrungen.
Die R. in Luzula pilosa. Falter Anfang Juni erzogen. 3930.
apicipunctella Stt. Bei Weissenfels (Hein. 500), Eisenach,
Ruhla (Dr. Petry). Falter Ende Mai, Juni. 3932. albifron-
tella Hb. Verbreitet und häufig. Die R. an verschiedenen
Grasarten. 3933. holdenella Stt. Bei Sachsenburg. Die R.
der zweiten Generation au Melica nutans und uniflora bis An-
fang Juli erwachsen, selten. Die nach abwärts gerichtete Puppe
sitzt unten auf einem durch mehrere Fäden mit dem Stengel
verbundenen Blatt. Falter im Juli. 3934. elegans Frey. Bei
Gotha (Krahnberg) (Lenthe), bei Erfurt (Steiger), Sachsenburg
oberhalb der Burgen, kurz bevor die höher liegenden letzten
Steinbrüche beginnen. Da Frey die Mine mit der Bemerkung, sie
erinnere an diejenige von albifrontella, nicht genügend kenn-
zeichnet, indem sie mit letzterer Art gar keine Aehnlichkeit
hat, so folgt eine ausführliche Beschreibung der Mine, Raupe
und Puppe. Die Raupe lebt in Calamagrostris arundinacea Rth.,
nie in Bromus oder einem andern Grase, in unterseitiger, auf-
wärts ziehender, oft über 20 cm langer Mine, die auch ober-
seitig fast gleich deutlich hervortritt. Die jedenfalls überwinterte
R. beginnt die Mine in der Breite von 1—1'/;, mm an ver-
schiedener Stelle der Blattfläche, neben der Mittelrippe oder
dem Rande mehr genähert. Die Mine verläuft mehrere Zenti-
meter in nur wenig erweiterter Breite, dehnt sich dann durch
Hinzunahme neuer Blattfläche zwischen den Rippen aus und
erreicht allmählich den Blattrand, dem sie derart folgt, dass
einigemal äusserst schmale Streifen unberührt stehen bleiben.
Die Breite wechselt nun in unregelmässiger Weise bis zum
Ende der Mine in 5—10.cm Entfernung von der Blattspitze.
Ist die R., hier angekommen, noch nicht erwachsen, was selten
der Fall ist, dann kehrt sie um und vollendet die Mine ab-
wärts fressend. Der Kot wird in einzelnen Körnern linienförmig
abgesetzt und zwar in sehr charakteristischer Weise an einer Seite
der Mine, entweder innen oder aussen dem Blattrande entlang, in
einem Falle ohne Unterbrechung an der inneren Seite. Bei den
meisten Minen, nach Erreichung des Blattrandes, setzt der Kot-
164 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
streif plötzlich ab und zieht nun, gegenüber wieder beginnend
an der andern Seite der Mine entlang. Mitunter findet dies
zwei Mal statt. Es kommen auch unregelmässige Strecken vor,
wo .der Streif fast verschwindet, indem Kotkörner über die ganze
minierte Fläche zerstreut sind, oder wo er doppelt ist. Beson-
ders im letzten Teil der Mine, auch bei nicht schwächer ge-
wordenen seitlichen Kotstreif, ist oft die andere Seite und der
dazwischen liegende Raum mit einzelnen Kotkörnern besetzt.
Die Raupe ist gelblich grün, auf dem Rücken dunkler, mit einer
weisslichen, ins bläuliche ziehenden Mittellinie. Kopf bräunlich
gelb, vorn dunkler. Das Halsschild ist glasighell, sodass die
Hinterlappen des Kopfes bräunlich durchscheinen. Hierdurch
ist ein Erkennen der Zeichnung sehr erschwert. Es sind drei
Paar hinter einander liegend rundliche Fleckchen vorhanden, von
denen das kleinste und dunkelste Paar in der Mitte liegt, aber
seitlich herausgerückt ist. Die anderen Fleckenpaare sind matt
gelblich und kaum erkennbar, die Fleckchen des dritten J’aares
etwas in die Breite gezogen. Die R. spinnt sich mit einem
Faden um den Leib an der Basis eines Blattes. leider selten an
dem Blatte welches sie bewohnte, fest. Die Puppe ist gelbbraun,
mit weisslicher Rücken- und gelblicher Seitenkante, dazwischen
ein brauner Strich. Thorax weisslich umzogen, die Stirn oben
weissgesäumt. Stellung meistens aufwärts; nur zwei Mal fand
ich Puppen nach abwärts gerichtet. Die Falter erzog ich in
verschiedenen Jahren vom 24. Juni bis 17. Juli. 2935. cinereo-
punctella Hw. Bei Jena (Krause), Hörselberg (Lenthe), Kyff-
häuser (Rothenburg), (Dr. Petry). Bei Sachsenburg an den
letzten Steinbrüchen einige Stücke Ende Mai bis Anfang Juni.
3936. luticomella Z. Bei Gotha (Seeberg), Erfurt (Steiger),
Sachsenburg S.W. Die Mine an Dactylis glomerata und Milium
effusum (Seeberg) (Lenthe), zuerst in den Blättern, dann im
Stiel. Falter Juni bis Juli. 3939. diederichsiella Hering. Bei
Erfurt (Steiger), Gotha, (Kranhnberg) Mühlhausen, (Lenthe). Die
R. an Milium effusum Ende April bis Anfang Mai erwachsen.
Falter im Mai. 3940. stagnalis Frey. 'Thüringer Wald ein Stück
am 2. August am Schneekopf’s Moor, (Lenthe). 3944. poae
Stt. ‚Bei S. ein Stück am 21. August gefangen. 3946. per-
plexella Stt. (airae HS.) Verbreitet und nicht selten R. an
Aira caespitosa. Falter Ende Mai und Juni, die 2. Generation
Ende Juli und August. 3950. nigrella Hw. (aridella Hein.,
pullella HS., gregsoni SH. incertella Frey). Bei Georgenthal,
Gotha (Lenthe), beim Bahnhof Heldrungen, bei Sachsenburg, S.
Die R. in Poa-Arten im April und Juli. 3954. exactella HS.
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 165
—
Bei S. selten Ende Mai und Juni. cd werden nur sehr selten
gefangen. Eine bei Sachsenburg am 23. September gefundene
R. lieferte aus der überwinterten Puppe ein cd. Herr Dr.
Schleich, Stettin erzog ganz gleiche lalter aus Minen in Aira
flexuosa. Das Gras von Sachsenburg war eine andere Art mit
breiteren Blättern. 3962. bedellella Sircom. Bei Gotha (See-
berg), Kyffhäuser, (Lenthe), Suchsenburg. Seit dem Jahre 1890,
in dem die Art sehr häufig war, ist sie selten geworden. Die
R. an Avena pratensis Ende- Mai bis Juni und wieder im Juli.
Falter Ende Juni bis Juli und wieder Ende Juli bis August.
3965. pullicomella Z. Verbreitet und häufig in 2 Generationen.
Die Minen S.W. an Poa pratensis und Festuca ovina (der Form
mit grünen Blättern) von Ende April bis Ende Mai. Die Falter
vom 20. Mai an, in der zweiten Generation im August. 3966.
humilis Z. (obscurella SH). Bei Georgenthal, (Hirzberg) ein
J' von Lenthe erzogen, bei $S. Anfang Juni gefangen. 3969.
reuttiana Frey. Bei Gotha (Seeberg) (Lenthe), Sachsenburg,
bei Bahnhof Heldrungen, SW. Die R. in Koeleria cristata un-
terseitig meist in voller Blattbreite minierend. Die früheste R.
fand ich schon am 7. April zur Verpuppung angesponnen, der
ietzte Falter der 2. Generation erschien am 20. August. Beide
Generationen scheinen in einander überzugehen, denn es gab
festgesponnene Raupen in ununterbrochener Folge. Die Falter
der ersten Generation weichen von solchen von Regensburg be-
deutend ab, so dass sie von Autoritäten nicht für reuttiana
angesehen wurden. Da aber die Exemplare aus dem Juli und
August, die weniger abweichen, sich durch die Zucht aus dem
Ei als zweite Generation erweisen, so war kein Zweifel dass die
Tiere zu reuttiana gehören. 3974. bifasciella Tr. In Gebirgs-
wäldern häufig; beim Bahnhof Heldrungen fand ich die Minen
nicht selten in Aira flexuosa und erzog die Falter Ende Mai
bis Anfang Juni. 3978. megerlella Stt. "Bei Sachsenburg ober-
halb der Burgen im Waldsaum, kurz vor den letzten höher
liegenden Steinbrüchen. Die R. an Dactylis glomerata, Brachy-
podium sibvaticum, Melica nutans, Calamagrostis arundinacea,
Bromus erectus. Nur zwei Minen waren besetzt an Bromus
und Brachypodium, die 2 2% am 30. Juni und 13. Juli liefer-
ten. Das gute Stück stimmt zu Heinemann’s Beschreibung und
zu damit verglichenen englischen Originalen. Besonders ist der
oben dunkle Kopf auffallend. Das andere Stück ist leider beim
Betäuben durch einen darauf fallenden Tropfen Aether am Kopfe
und den Flügeln beschädigt. Dies zweite Stück ist aber so
klein wie ich eine cinctella nie gesehen habe. Die Mine ist
166 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
ähnlich der cinctella-Mine, aber länger. Eigentümlich ist, dass
die R. aufwärts minireen. Nur in zwei kleinen Blättern, die in
der Länge für die Minen nicht ausreichten, haben zuletzt die R.
sich nach unten gewendet. Die eine der erzogenen Raupen
minierte in einem langen Blatt, welches ich umbiegen musste,
um es im Zuchtbehälter unterbringen zu können. Hierdurch
hatte ich die aufwärts minierende R. in entgegengesetzte Lage
gebracht. Aber schon in der folgenden Nacht hatte sie die
Frassstelle verlassen und sich umgedreht, um wieder aufwärts
minieren zu können. Von Herrn Lenthe (Gotha) erhielt ich sehr
zahlreiche Minen der cinctella, aber auch nicht eine R. minierte
aufwärts; verliess eine R. die Mine, um eine neue zu bilden,
was der wässrig werdenden Blätter wegen sehr oft geschah, so
frassen sich die R. an frischen Blättern stets unter der Blatt-
spitze nach unten zu ein. Wo cinctella vorkommt, ist sie eine
gemeine Art; nie habe ich an der Sachsenburg einen Falter
oder eine Mine gesehen, obgleich ich seit 1882, nach Eröffnung
der Eisenbahn, alljährlich sehr oft den Höhenzug besuche. Herr
Dr. Petry, Nordhausen, bestätigt mir dies für den benachbarten
Kyffhäuser und auch für die Sachsenburg. Es ist doch auffällig,
dass anderweitig in Deutschland unter der häufigen cinctella
Stücke wie die meinigen nicht vorgekommen sind, während an
dieser an seltenen Elachisten so reichen Fundstelle die Art ganz
isoliert vorhanden ist. Nach diesen Merkmalen kann ich die
ursprünglich megerella HS. benannte Form nicht zu einctella
ziehen, sondern halte sie für eine gute Art. 3978. einctella 2.
(adscitella SH.) Bei Ruhla, Eisenach, Fahner’sche Höhe, Gotha,
(Lenthe). Die Mine in Aira caespitosa und Milium effusum.
Falter im Juni bis Juli. 3981. taeniatella Stt. Bei Eisenberg, _
Gotha, Erfurt (Steiger) Sachsenburg. Die Mine im Herbst an
Brachypodium nicht selten. Die R. überwintert erwachsen in
der Mine. Falter im Mai bis Juni. 3983. chrysodesmella Z.
Bei Bad Blankenburg, (Prof. Petry). Bei Sachsenburg in der
Umgebung der Burgen. Ich fand einige bewohnte Minen an
Brachypodium pinnatum im Juli und Anfang August und erzog
die Falter vom 6.— 21. August. Diese gehören jedenfalls der
2. Generation an, da eine leer gefundene Mine sicher alt war.
3384. gangabella Z. Bei Gotha (Krahnberg) Erfurt (Steiger),
beim Bahnhof Heldrungen, Sachsenburg. Die Mine an Dactylis
glomerata, auch einmal an einer Bromus-Art. Die Mine ist
stark aufgetrieben, mehr oder weniger, besonders im oberen
Teil entfärbt und längsstreifig miniert. Die Puppe an der Erde
mit wenigen Fäden befestigt. Die Falter von Ende Mai an.
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 167
—
3985. zonariella Tgstr. Bei Erfurt (Steiger). Mine in Aira
caespitosa. Falter im Juli. 3986. serricornis Stt. Bei Erfurt
(Steiger). Ich fing ein Stück am 24. Juli 1904 an einem
durch das Nonnenholz (Wegekarte vom Steigerwalde 1903.
Thüringer Waldverein) führenden feuchten Waldwege, östlich
von Schloss Hubertus. Die am 31. Juli gefundenen Minen an
Carex silvatica gehören höchstwahrscheinlich der Art zu, da
die R. an dieser Pflanze lebt. 3990. freyi Stgr. Iris XI. 1898
p. 144. Bei Jena (Hausberg) (Lenthe), Kyffhäuser (Dr. Petry),
Eckartsberga, Sachsenburg oberhalb der Burgen an den letzten
höher liegenden Steinbrüchen am Waldsaume. Die einseitige
aufwärts ziehende Mine, in Carex humilis, Ende Mai bis Mitte
Juni. Die Exkremente sind im untern Teil der Mine dicht zu-
sammengedrängt. Diese Bildung des Kotstreifens erfolgt nicht
durch regelmässige Entleerung der Raupe im unteren Teil der
Mine. Die R. entleert sich oben, wo sie sich eben befindet.
Haben sich nun die Exkremente hinter ihr in Menge ange-
sammelt, so stampft sie mit dem Hinterende ihres Körpers so
lange nach abwärts, bis sie den oberen Teil der Mine wieder
gereinigt hat. Bei Besichtigung einer Mine mit der Lupe be-
gann eine R. gerade diese Arbeit. Falter Ende Juni und Juli.
3991. martini Hoffmann, Iris XI. 1898, p. 143. Bericht des
naturw. Vereins Regensburg VI p. 49. "Kyffhäuser (Dr. Petry),
bei Sachsenlsurg, an der Stelle der freyi, auch an Carex humi-
lis. Die R. miniert im Herbst in einer einseitigen Mine, abwärts-
ziehend. (In der Iris steht fälschlich aufwärts.) In dieser
Mine überwintert die R. und beginnt im Frühjahr eine neue,
in voller Breite des Blattes nach aufwärts gerichtete Mine. In
der zweiten Hälfte Mai bis Anfang Juni sind die R. erwachsen.
Die Falter im Juni. 4001. collitella Dup. Bei Eisenberg, Beh-
ringen, Gotha (Seeberg), Erfurt (Steiger), Spröten (bei S.),
Straussfurt, Eckartsberga, Sachsenburg, S.W. nicht selten. Ich
fand die R. an Poa pratensis, ferner einmal an Koeleria cris-
tata; an Festuca ovina (die graublätterige Form) ist sie nicht
selten. Die Mine verläuft nach abwärts. DieR., ist heller oder
dunkler grünlich grau. Kopf bräunlich, vorn dunkler, auch die
Halsschildzeichnung dunkler. Diese besteht aus zwei neben-
einander stehenden, schmal getrennten Streifen, die in der Mitte
und besonders hinten nach aussen stark erweitert sind. Die
Segmente zeigen oben neben der Mitte je ein Paar feine dunkle
Striche, die in Eindrücken stehen. Eine R., die sich am 15.
Juni im Wurzelstock der eingesetzten Pflanze versponnen hatte,
verpuppte sich erst am 21. Der Falter erschien am 5. Juli.
l
168 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—
4002. subocellea Stph. Bei Jena (Hein. 478), Gotha (Lenthe),
Erfurt, Sachsenburg. Bei letzterem Orte fand ich an freien
Stellen des Südhanges die Minen an Brachypodium pinnatum
am 23. Mai und 5. Juni. Die Falter schlüpften vom 18. Juni
an und wurden auch noch bis 15. Juli gefangen. Die R. ist
matt hellgrün, Kopf und Halsschildzeichnung hellbrauu, letztere
streifenförmig, zweiteilig, schmal getrennt. Die Streifen aussen
in der Mitte etwas eingebuchtet, kolbig. Die Mine zieht zuerst ®
Nepticula-artig aufwärts, dann miniert die R. abwärts. Die vor-
handenen Minen sind 5!/; und 8 cm lang, aufgetrieben und
nur sehr wenig entfärbt, so dass sie sehr schwer zu finden sind.
4005. pollinariella Z. Verbreitet und häufig. Die M. an Fes-
tuca ovina, Poa pratensis. An letzterer Grasart die Mine so-
wohl auf- und abwärts ziehend. Falter Ende Mai, Juni. 4006.
hedemanni Rbl. Kyffhäuser, in der Nähe des Waldschlösschens,
an Stipa sitzend, (Dr. Petry.) 4011. squamosella HS. Am 1.
Juni 1902 sah ich bei Sachsenburg an einem Busch von Carex
montana mehrere feine Minen, die ganz nach Beschaffenheit der
Minen von El. laticomella gebildet waren. Ich nahm die
ganze Pflanze mit und brachte sie in einem Zuchtapparat unter.
Täglich wurden die Minen besichtigt, es war aber keine Verän-
derung an ihnen wahrnehmbar. Schliesslich erlahmte das In-
teresse und der Apparat wurde nur noch geöffnet, um die Pflanze
ab und zu mit Wasser zu versorgen. Da, am 30. August, sah
ich zu meinem Erstaunen aussen an einem andern dabei stehen-
den Glasapparat eine helle Elachista sitzen, die ich glücklich
einfing. Der Falter war vielleicht zwei Tage vorher beim Be-
gissen der Pflanze oder früher schon die erwachsene Raupe aus
dem Apparat entwischt. Das Suchen nach der Puppenhülse war
erfolglos, da es rein unmögeich war die Unmenge alter Pflan-
zenbestandteile so genau, durchzusehen. Die Untersuchung der
Pflanze ergab, dass in einem Trieb eine Frassstelle nach der
Wurzel zu zog, in Folge dessen das letzte feine Blättchen ver-
dorrt war. Ich halte es für ausgeschlossen, dass der Falter
etwa zum Fenster hereingeflogen sei, denn wenn meine Wohnung
auch nur in geringer Entfernung von einem Tore der Stadt liegt,
so ist ausserhalb doch Alles, bis auf einige in neuerer Zeit an-
gelegte Gärten, bebautes Feld. Irgend ein Carex gibt es daselbst
nicht. Leider ist der Falter ziemlich beschädigt und die Be-
stimmung desselben nicht ganz sicher. Nach meiner Ansicht ist
das Tier El. sgquamosella HS., während Dr. Petry, dem ich es
zeigte, nur sagte, es kann sein, dass es diese Art ist. Das Tier
passt zu keiner der bisher an der Sachsenburg aufgefundenen
|
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 169
Arten und wüsste ich nicht, was es sonst für eine Art sein
könnte. Bemerkung: An Carex humilis lebt im Mai die Larve
irgend eines Insektes im Wurzelhals und darüber bis in den
Stengelansatz Tief unten am Stengel befindet sich ein Borloch,
verdeckt durch die häutigen Rückstände alter Blätter. Nur ein-
mal habe ich in den untersuchten aufgeschnittenen Pflanzen
eine weissliche Larve gefunden, die mir aber leider zur Erde
fiel und die ich nicht wiederfinden konnte. Ob es die Raupe
eines Falters oder was es für ein Tier war, sah ich in dem
Augenblick nicht. Fundort bei Sachsenburg. 4015. anseri-
nella 7. Bei Eisenberg und Tentenburg, (bei Dornburg (Krause).
Bei Sachsenburg im Mai, oberhalb der Burgen an freien Stellen
des Südhanges, abends fliegend. Diese Tiere sind lange Zeit
für Jlugdunensis gehalten worden, bis Dr. Hofmann die Sache
aufgeklärt hat. Von lugdunensis gibt es nach Frey im Hoch-
sommer eine zweite Generation; anserinella hat sicher nur eine
Generation. 4018. triatomea Hw. Bei Jena (Kn.) 4019. dis-
pilella Z. Bei Jena (Kn.), bei Eckartsberga. S. W. in zwei Ge-
nerationen. Die Minen an Festuca ovina, v. duriuscula nach
Wocke (Abart mit bläulichgrünen Blättern.) Die Falter erzog
ich vom 7. bis 28. Mai. 4019a. variabilis Martini. Breslauer
ent. Ztg. 1902 p. 26. Oberhalb des Bahnhofes Heldrungen an
Waldwegen. Die Mine in Festuca ovina (grünblätterige Form.)
4020. dispunctella Dup. Kyffhäuser (Dr. Petry). Beim Bahn-
hof Heldrungen gefangen. 4024. argentella Cl. Bei Erfurt
(Steiger), Jena, Gotha, bei Bahnhof Heldrungen waren die Minen
in einem Jahre sehr häufig an Poa pratensis und Festuea ovina,
aber die R. fast sämtlich gestochen. Falter im Mai bis Juni.
4030. subalbidella Schläg. Bei Gotha, Jena, Erfurt, Kyffhäuser,
Ende Mai und Juni. Dr, Wocke vermutete die R. an Molinia
coerulea.
4036. Seirtopoda herrichiella HS. Bei Sachsenburg am Nord-
abhang unter den Burgen. Die flache, fleckartige, gelbliche
Mine an Lonicera xylosteum im August. Die R. spannen sich
auf einem Eichenblatt ein, indem sie die Oberhaut des Blattes
abnagten und ihrem Gewebe beifügten.
XI. Gracilariidae.
A. Gracilariinae.
4040. Gracilaria alchimiella Sc. Ueberall in Eichenwaldungen
in zwei Gen6rationen, nicht selten. 4044, stigmatella F. Ueber-
170 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
7 EEE
all häufig, in zwei Generationen. R. an Weide und Pappel.
/wei auf Blättern von Salix cinerea eingesponnen gefundene
Puppen lieferten in der warmen Stube die Falter erst am 3.
und 18. November. 4047. fribergensis Fritzsche. : Bei Gotha
(Lenthe), bei S. fand ich die R. au Acer pseudo-platanus und
campestre und erzog die Falter im August. Anderweitig kommt
die Art, nach Mitteilung Dr. Wocke’s nicht an Acer campestre vor.
4050. falconipennella Hb. Bei Gotha (Lenthe), Rudolstadt
(Meurer), S. am 19. September zwei Stücke. Das eine ist stark
verdunkelt, so dass die Zeichnung undeutlich ist. 4052. semi-
fascia Hw. Bei Gotha (Lenthe), bei S. und Sachsenburg selten.
R. an Acer campestre in Blattkegeln. Falter vom 12. Juli bis
24. August erzogen. 4056. elongella L. Verbreitet und häufig
im Juli und Herbst; überwintert im Frühjahr. R. in ge-
rollten Erlen- und auch Birkenblättern. 4058. rufipennella Hb.
Bei Georgenthal, Eisenberg, Sachsenburg, S. Die R. in Blatt-
kegeln an Acer pseudo-platanus, selten. Einige Falter erste
Hälfte August erzogen. 4059. tringipennella Z. Bei S. zwei
Stück Ende Juli. 4060. limosella Z. Kyffhäuser (Dr. Petry),
Sachsenburg. Die R. an Teucrium chamaedrys. Ich erzog die
Falter vom 17. Juni bis 3. Juli. Die Verpuppung findet ausser-
halb der Mine an der Pflange statt. Die R. spinnt die Ränder
eines schmalen Blattes nach unten zusammen; seltener benutzt
sie zwei auf einander liegende Blätter. Anders verhält sich die
R. der Frühjahrsgeneration, sie geht nicht aus der Mine heraus.
Die Verpuppung findet wahrscheinlich vor dem Winter statt.
4063. syringella F. Ueberall gemein im Mai, Juli und August.
R. an Syringa, Fraxipus. 4069. phasianipennella Hb. Tilleda
am Kyffhäuser. Die R. an Polygonum hydropiper (Dr. Petry).
4071. auroguttella Stph. Verbreitet und nicht selten im Mai
und August. Die Puppe überwintert in einem gerollten Blatte
der Futterpflanze Hypericum. 4075. ononidis Z. Bei Eisen-
berg (Krause), Gotha (Suberg) Lenthe SW., Erfurt (Steiger),
um Ononis nicht selten, vielleicht zwei Generationen, ich fing
frische Stücke Anfang Juni und Ende Juli bis Mitte August.
4083. eueulipennellum Hb. Bei Erfurt (Kn.), bei S. ein Stück
am 19. September. 4085. sulphurellum Hw. Rudolstadt (Meurer),
bei S. ein überwintertes Stück am 22. Mai, zu dem Dr. Wocke
bemerkte: „Meine Exemplare haben rein graue oder schwarze
Zeichnung, während dies Stück braune Querflecken zeigt; ent-
weder variirt die Art sehr, oder es stecken noch mehr Arten
darunter.“ Eichen gibt es an der Flugstelle durchaus nicht.
4086. Ornix guttea Hw. Verbreitet und häufig im Frühjahr und
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 71
Juli, August. R.in flacher oberseitiger Mine und dann in einem
kleinen und später grösserem Blattumschlag an Apfel im Juni
und Herbst. 4095. fagivora Frey. Bei Erfurt (Steiger), Sach-
senburg. An beiden Orten fand ich Minen und Blattumschläge
an Fagus, die nur dieser Art angehören können. 4096. carpi-
nella Frey. Hörselberg (Lenthe), bei Sachsenburg. Die R. in
Mine und kleinen und grossen Blattumschlag an Carpinus. 2
Generationen wie guttea. 4097. anglicella Stt. Verbreitet R.
an Urataegus in kleinen Blattkegeln, in zwei Generationen. Bei
Sachsenburg fand ich die R. auch in Blattumschlägen an Sorbus
torminalis, Mitte August bis Anfang September. Die im Früh-
jahr erzogenen Falter weichen nicht ab. 4098. avellanella Stt.
Verbreitet und häufig im Frühjahr und Juli. R. an Haselnuss,
der Blattumschlag sowohl nach oben als auch nach unten. 4099.
finitimella Z. Bei Gotha (Lenthe), S. selten. R. an Schlehe, 2
Generationen. 4100. torquillella Z. Verbreitet und nicht selten.
R. an Schlehe, 2 Generationen. 4101. scoticella Stt- Bei Thal,
Hirzberg, Sachsenburg, die R. in Blattumschlägen an Sorbus
aucuparia und torminalis. 4103. betulae Stt. SW. Die R.an
Birke in Blattumschlägen, im Juli erzogen. 4103 a. v. scutula-
tella Stt. Bei Sachsenburg, ein Stück der ersten Generation
am 23. Mai erzogen. 4104. anguliferella Z. Um 8. in Obst-
anlagen. Die R. im Juni und Herbst an Birne in Blattumschlä-
gen. Die Puppe auf der Oberseite der Blätter in weisses Ge-
spinnst auf und längs der Mittelrippe. Falter im Frühjahr und
vom 10. Juli an erzogen.
B. Lithocolletinae.
4107. Bedellia somnulentella Z. Bei Wundersleben, 1/, Meile
von S., ein Stück gefangen.
4108. Lithocolletis roboris Z. Hörselberg (Lenthe), bei Erfurt,
Sprötau (bei S), Eckartsberga, Sachsenburg häufig im Mai und
August. R. an Eiche. 4109. amyotella Dup. Verbreitet, selten.
Die R. an Eicke. 4110. hortella F. Bei Erfurt (Steiger),
Gotha (Krahnberg), Sachsenburg selten. R. an Eiche. 4111.
sylvella Hw. Verbreitet und nicht selten. R. an Acer campestre
und platanoides. 4112. geniculella Rag. Bei Gotha (Lenthe),
Gräfenroda, S. Die Minen nicht selten an Acer pseudo-plata-
nus. 4115. eramerella F. Ueberall an Eichen gemein. 4116.
tenella Z. Verbreitet und nicht selten. Die Mine unterseitig
an Carpinus betulus. 4117. heegeriella Z. Ueberall gemein. R.
an Eiche. ‚4118. alniella Z. Ueberall gemein. Die unterseitige
Mine an Alnus glutinosa, auch einige an incana gefunden,
172 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
EEE © © ©. 2 GSREBENBee =... 0... _ ER
4120. strigulatella Z. Kyffhäuser, bei Sachsenburg, Erfurt, S.
Die unterseitige Mine an Alnus incana häufig; auch an Stellen
wo diese Erle kaum erst angepflanzt ist. 4121. nigrescen-
tella Logan. (bremiella Frey). Bei Gotha, Erfurt (Steiger).
Die Minen an Orobus vernus und einer hohen Wickenart. Die
Falter weichen von der Heinemann’schen Beschreibung durch
die dunkelbraunen Kopfhaare ab; jedoch ist die Farbe dersel-
ben nach Mitteilung Dr. Wocke’s veränderlich. 4122. lautella Z.
Verbreitet und nicht selten. R. an Eiche. Die Mine ist durch
starkes Zusammenziehen der Unterblatthaut höher als breit.
4124. insignitella Z. Bei Jena (Kn.), Gotha (Krahnberg), (Len-
the), Sachsenburg. Die Mine an Trifolium alpestre, b. S. in
nur einer Mine an Rotklee (Trifolium pratense) gefunden. Der
erzogene Falter weicht etwas ab durch die vorn braunen Kopf-
haare, die sonst nur einfarbig grau sind. 4125. ulmifoliella Hb.
Verbreitet und gemein. Mine unterseitigan Birke. 4129. spino-
lella Dup. Verbreitet und nicht selten. Die unterseitige Mine
an Salix caprea und cinerea. Sie ist daran kenntlich, dass sie
stets die Mittelrippe berührt, indem sie entweder, von zwei Ne-
benrippen begrenzt, bis an die Mittelrippe herantritt, oder, in
der Fläche liegend, längs der Mittelrippe zieht, wobei öfter der
Blattrand erreicht wird. 4132. cavella Z. Bei Erfurt (Steiger),
Gräfenroda, Sachsenburg, SW. ziemlich selten. Die Mine unter-
seitig an Birke. Einige Falter zeigen den gebrochenen Quer-
streif in zwei Häkchen aufgelöst. 4133. viminetorum Stt.
Bei S. sehr selten. Die Minen an glattblätterigen Weiden.
4134. salicicolella Sircom. Bei S., ziemlich selten. - Die Mine
an Salix cinerea. Auch erzog ich einen Falter von glattblätter-
igen Weiden unter salictella. 4135. salictellaZ. Um S. häu-
fig. Die Mine auch an Salix cinerea, die ausser normalen meh-
rere winzig kleine Falter lieferten. 4136. dubitella HS. Ver-
breitet und nicht selten. R. an Salix caprea und bei S. auch
an 8. cinerea. Einzelne Falter haben Wurzelstreif oben nicht
schwarz gerandet. 4139. sorbi Frey. Kyffhäuser, Zella, Ober-
hof, Sachsenburg. Die Mine an Sorbus aucuparia nicht selten,
besonders an Stockausschlag und kleinen Bäumen. 4140. cydo-
niella F. Bei Gotha, Sachsenburg, S. Die Mine nicht selten
an wilden und kultivierten Birnen. 4141. cerasicolella HS.
Bei Gotha (Lenthe), Sachsenburg, 8. nicht selten. Die Mine
an Süss- und Sauerkirsche und Prunus Mahaleb. 4142. spini-
colella 7. Verbreitet und häufig. Mine an Schlehe und Pflaume.
4144. pomifoliella Z. Verbreitet und gemein an kultivierten
und wilden Apfel. Diese Art ist in zwei Arten, concomi-
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 173
tella Bnks. und blancardella F. zerlegt, ich kann aber nicht
sagen, welche der Arten der pomifoliella entspricht, oder ob
beide Arten unter einander in Thüringen vorkommen. 4145,
oxyacanthae Frey. Ueberall häufig. Mine an Weissdorn unter-
seitig. 4147. mespilella Hb. (torminella Frey.) Bei Gotha,
Sachsenburg, S.W. Mine an Sorbus torminalis. Dr. Wocke
glaubte nicht recht an die Verschiedenheit dieser Art von cydo-
niella. 4149. faginella Z. Ueberall gemein. Die Mine an
Fagus, auch an ganz einzeln stehenden Bäumen, so z.B. S.W.
4150. coryli Nicelli. Verbreitet, die oberseitige Mine an Hasel-
nuss häufig. 4151. carpinicolella Stt. Verbreitet und nicht
selten. Die oberseitige Mine an Weissbuche. 4157. lanta-
nella Schrk. Bei Gotha (Krahnberg), Erfurt (Steiger), Sachsen-
burg. Die unterseitigen Minen nicht selten an Viburnum. 4158.
junoniella Z. Bei Georgenthal und Ilmenau, (Lenthe.) Die
Mine an Vaccinium vitis idaea. 4164. querecifoliella Z. Ueber-
all gemein. Die unterseitige Mine an Eiche. 4182. corylifo-
liella Hw. Bei Sachsenburg äusserst selten, die oberseitige Mine
an Urataegus. Unvollendete Minen fand ich auch an Sorbus
torminalis. 4183. betulae Z. Hörselberg, bei Gotha (Boxberg)
(Lenthe), b. Bahnhof Heldrungen. Die Mine oberseitig an Birke.
4185. nicellii Stt. Verbreitet und nicht selten. Die Mine un-
terseitig an Haselnuss. Die Entwickelung der R. kann sehr
spät stattfinden. So fand ich bei S. Ende Oktober acht Minen,
deren R. noch sehr klein waren, da sie eben erst die Unterhaut
der Mine abgeschält hatten und jetzt anfingen, die an der Ober-
haut sitzende Blattsubstanz abzunagen. Es machte sich dies
durch einige leichte Fleckchen bemerkbar. Starke Nachtfröste
brachten die durch Fäden gesicherten Blätter am 3. und 4. No-
vember zum Abfallen. Sie wurden nun ganz dürr, aber trotz-
dem frassen sechs der Raupen noch bis zum 20., die beiden
letzten bis zum 25. November, ehe sie sich verpuppten. Es
entwickelten sich sechs Falter. 4187. froelichiella Z. Kyffhäu-
ser (Dr. Petry), bei Gotha (Lenthe). R. an Alnus glutinosa,
Mine unterseitig. 4189. stettinensis Nicelli. Hörselberg (Len-
the), bei S. sehr selten, die oberseitige Mine an Alnus glutinosa.
4190. klemannella F. Bei Jena (Kn.), Hörselberg (Lenthe),
bei S. sehr selten. Die unterseitige Mine an Alnus glutinosa.
4191. schreberella F. Verbreitet und häufig. Die Mine un-
terseitig an Ulmus. Die Puppe in einem grünen Kokon. 4192.
emberizaepennella Bouche. Verbreitet und gemein. R. an allen
Lonicera-Arten. Die in einem grünen Kokon befindliche Puppe
‚schiebt sich beim Auskriechen des Falters fast nur durch die
174 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Oberhaut des Blattes. 4195. tristrigela Hw. Bei Gotha (Len-
the), nicht selten. Aus zahlreichen Minen von Erfurt (Stadt-
anlagen) und S. (Stadtpark) erschien nur je ein Falter unter
schreberella. Die unterseitige Mine an Ulme. 4195. scabio-
sella Dgl. Kyffhäuser (Dr. Petry), bei Gotha (Krahnberg)
(Lenthe), Erfurt (Steiger), Sachsenburg. Die Minen an Secabi-
osa columbaria im April, Mai und Juli bis Anfang August.
Falter im Juni und August. Eine Farbenveränderung der Mine
ins Rote, wie sie Dr. Rössler erwähnt, findet an meinen Fund-
stellen (Erfurt, Sachsenburg) nicht im Geringsten statt. 4199.
pastorella Z. Um S. nicht selten vom Herbst bis Frühjahr.
Die Mine an glattblätterigen Weiden. 4200. populifoliella Tr.
Ueberall nicht selten im Juni und Juli und wieder von Mitte
August bis Frühjahr. R. an Populus nigra, pyramidalis. 4203.
tremu'ae Z. Verbreitet und stellenweise sehr häufig (bei Erfurt,
Steiger.) R. an Populus tremula. Die Falter von Mitte Sep-
tember an. 4204. comparella Z. Gotha (im Park) (Lenthe).
Mine an Populus alba.
4209. Tischeria complanella Hb. Gemein in Eichengehölzen.
Die weissgelbe Mine oberseitig an Eiche im Herbst. 4210. do-
donaea Stt. Bei (rotha (Krahnberg) (Lenthe), Erfurt (Steiger),
Sachsenburg, bei Bahnhof Heldrungen. Die gelbbraune Mine, mit
exzentrischen Ringen, an Eiche im Herbst. Falter im Juni.
4213. heinemanni Weck. Bei Gotha (Krahnberg) (Lenthe), Sprö-
tau (bei S.) zwei Stück von Rubus erzogen; beim Bahnhof
Heldrungen an Rubus nicht selten und an Agrimonia eupatorium
sehr häufig. Die weissgelbe Mine oberseitig im Herbst. 4214.
gaunacella Dup. Kyffhäuser Ende Mai bis Juni. Die R. an
Prunus spinosa (Dr. Petry). 4216. angusticolella Dup. Ver-
breitet und häufig. Die oberseitige Mine im Herbst in Rosen-
blättern. Beim Bahnhof Heldrungen fing ich zwei gut erhaltene
Stücke am 19. August, die wohl einer zweiten Generation an-
gehören werden. Eine solche kommt nach Möschler vor. Bresl.
ent. Z. 1884 p. 43.
Xll. Lyonetiidae.
A, Lyonetiinae.
4217. Lyonetia celerkella L. Ueberall gemein in zwei Gene-
rationen im Sommer und Herbst und überwintert im Frühjahr.
Die R. an Pyrus, Prunus, Crataegus, Sorbus, Betula in einer
langen schmalen Mine. 3217a. ab. aereella Tr. Seltener als
die Stammform, Zwischenformen sind häufiger.
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 175
B. Phyllocnistinae.
4224. Phyllocnistis suffusella Z. Gemein in zwei Generationen
im Sommer und Herbst. Die R. in oberseitiger sehr flacher Mine
an Populus nigra und pyramidalis. 4225. sorhageniella Lüders.
Bei Ohrdruf (Tambuch), Gotha (Krahnberg) (Lenthe), SW., b.
Erfurt (Steiger). Die Mine im August bis September an Po-
pulus tremula, Falter im September. 4226. saligna Z. Ver-
breitet und nicht selten in 2 Generationen wie suffusella. Die
Mine an glattblätterigen Weiden, besonders an Stockausschlag
von Salix amygdalina und fragilis. Die R. beginnt die Neptic.-artige
Mine auf der Oberseite eines Blattes und zieht der Mittelrippe
entlang über den Stiel in den Zweig. Unter der äussersten
Rindenschicht verläuft hier die M. in einer Breite von 1!/, bis
fast 2 mm; sie ist oft winkelig gebrochen und für das winzige
Tier merkwürdig lang. Erwachsen geht die R. unterseitig wieder
in ein Blatt über. Das Puppenlager befindet sich mitunter
gleich am Blattrand nächst des Stieles, öfter aber mehr nach
der Blattspitze zu oder auch am Rand der andern Blatthälfte.
Die bewohnten Blätter sind leicht zu finden, wenn man die
auffälligen hellen Minen an den meist rötlichen dünnen Zweigen
beachtet.
4228. Gemiostoma spartifoliella Ib. Bei Suhl (Kn). 4230. wai-
lesella St. Beim Bahnhof Heldrungen die braunen Minen. in
den Blättern von Genista tinctoria im Juli und September nicht
selten. Die Falter im April, Mai und im August. (Herrn Ober-
amtsrichter Eppelsheim schlüpften einmal aus Anfang Oktober
gesammelten Minen acht Falter am 27. Oktober. 4236. scitella Z.
Bei Erfurt (Kn.). Bei S. fand ich nur einmal einige leere Minen
an Birne, Weissdorn und Apfel. Von Suhl erhielt ich einen le-
benden Falter. Die grosse, rundliche, braune Mine mit spiralig
liegenden Kotstreifen bis Anfang Juli und im Herbst auch an
Schlehe, Prunus padus, Sorbus, Quitte, Birke, Erle. Falter im
Mai und Ende Juli, August.
4238. Bucculatrix thoracella Thnbg. Bei Erfurt (Kn.), Gotha
(Lenthe), bei Sachsenburg fand ich die R. der Frühlingsgenera-
tion nicht selten an Acer platanoides schon am 29. Juli zum
Teil erwachsen. Die Falter erschienen im Mai. 4241. ulmella Z.
(nec Stt.) Bei S. ein Stück an Stelle, wo nur Ulmen, keine
Eichen wachsen. 4241b. sircomella Stt. (ulmella Stt., vetus-
tella Mn.) Beim Bahnhof Heldrungen einen Falter am 31. Juli
aus einem unter Eiche an einem Grasstengel gefundenen Kokon
erzogen. Nach Mitteilung Dr. Wocke’s eine gute Art und nicht
176 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
var. von ulmella Z. Beide Arten sind sofort durch Farbe und
Struktur der Kokons zu unterscheiden, gefangene Falter oft schwer.
4242. crataegi Z. Bei Burgwenden (hinter Cölleda), Erfurt
(Steiger), Sachsenburg, S. selten. 2445. maritima Stt. Bei Artern
(Salzterrain) häufig. R. an Aster tripolium. Die erste Gene-
ration im Mai, die zweite wurde erzogen vom 26. Juli bis 9.
August. Die R. leben abwechselnd: bald minieren sie eine
kurze Strecke, bald fressen sie frei wie andere Arten dieser
Gattung. 4248. boyerella Dup. S. in einem Garten ein Stück
an Ulme. 4258. frangulella Goeze. Verbreitet und nicht selten
an Rhamnus frangula und cathartica. 4261. artemisia v.
ratisbonnensis Stt. Bei Udersleben (am Kyffhäuser) (Dr. Petry),
Gotha (Seeberg) (Lenthe), Sachsenburg. R. an Artemisia cam-
pestris, in zwei Generationen. Die Falter der Sommergeneration
vom 1. Juli an erzogen. 4270. nigricomella Z. Verbreitet,
ziemlich selten, im Mai, Juni und August. 4272. eristatella Z.
Bei Eisenberg (Krause), Sachsenburg, S. selten in 2 Genera-
tionen. ab. argentisignella HS. Bei Eisenberg (Beuche, Ge-
hölzrand) ein Stück am 4. August, von Dr. Nickerl in Prag
determiniert (Krause).
4278. Opostega salaciella Tr. Bei Rudolstadt (Meurer.) 4282,
crepusculella 4. Bei Eisenach im Juli (Lenthe).
Alll. Nepticulidae.
4284. Trifureula pallidella Z. Von dieser Art besass Herr
Oberamtsrichter Eppelsheim ein vom Amtsgerichtsrat Krause in
Thüringen gefangenes Stück.
4289. Nepticula pomella Vaughan. Bei Sachsenburg an wilden
Apfelsträuchern, um S. an kultiv. Apfel. Die R. im Oktober
in rostgelber, fleckartig erweiterter Mine. 4291. pygmaeella Hw.
Bei Erfurt (Steiger) Sachsenburg, oberhalb der Burgen am süd-
lichen Abhang. Die hell ockergelbliche R. im Juli und Sep-
tember bis Anfang Oktober an freistehenden Weissdornsträuchern.
Die Mine liegt meistens in den beiden Blattfeldern, welche die
erste, von der Mittelrippe ausgehende, vom Stiel ab gezählte
Seitenrippe mit dem Saume und der zweiten Rippe bildet.
Entweder tritt die Mine, vom Stiele beginnend, aus dem ersten
ins zweite Feld, oder umgekehrt, auch bleibt sie in einem der
Felder bei genügend grossem Blatte.e Nur selten finden sich
Minen weiter nach der Spitze des Blattes zu. 4293. atrica-
pitella Hw. Bei Sachsenburg, ein J’erzegen. DieR. an Eiche,
4294. ruficapitella Hw. Verbreitet und nicht selten. Die R.
ET
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 177
an Eiche. 4296. samiatella HS. Bei Gräfenroda; ein d' aus
einer Eichenmine erzogen. 4297. basignatella Hein. Gotha
(Park) (Lenthe), Erfurt, (Steiger), Sachsenburg. Die grüne R.
im Juli und September bis Anfang Oktober in Eichenblättern.
4299. rhamnella HS. Bei Sachsenburg. Die Mine Anfang Ok-
tober an Rhamnus cathartica. Bei 4299. thuringiaca Petry. Stettin
ent. Z. 1904 p. 179. Kyffhäuser (südliche Abhänge bei Fran-
kenhausen). Die bernsteingelbe R. in einer Fleckenmine im
Sommer und Oktober an Potentilla verna und cinerea häufig,
seltener an Pot. reptans, Agrimonia eupatorium, Spiraea filipen-
dula und Fragaria, aber nur, wenn die zuletzt genannten Pflan-
zen in Gesellschaft der P. verna und cinerea stehen. Diese
neue Art fand ich auch bei Sachsenburg an Potentilla verna
und erzog Falter Anfang Juni. 4302. anomalella Goeze. Ver-
breitet. Die R. an wilden Rosen; siehe centifoliella. 4306. ti-
liae Frey. Bei Gotha (Lenthe), Erfurt (Steiger), Sachsenburg.
Die Minen an Linde im Juli und September nicht selten.
4307. lonicerarum Frey. Gotha (Park) (Lenthe), Kyffhäuser
(Dr. Petry), bei Sachsenburg, an den Abhängen unter den
Burgen. Die Minen an den im dichten Wald stehenden Sträu-
chern von Lonicera xylosteum bis nach Mitte Oktober. Eine
Sommergeneration scheint nicht vorzukommen, da mein Suchen
danach in zwei Jahren vergeblich war, auch alte Minen im
Oktober nicht zu sehen sind. Die Art tritt in drei Varietäten
auf: 1. die Varietät der Schweiz, mit schwarzen Kopfhaaren
beider Geschlechter, 2. die Varietät von Livland, mit schwarzem
Kopfhaar des 2 und mit bräunlich rostgelbem, nur in der Mitte
schwarzem Kopfhaar des d', 3. die Varietät von Thüringen.
Die 2? haben vorn rostgelbe Kopfhaare, hinten sind sie in
grösserer oder geringerer Ausdehnung tiefschwarz. Die Jo"
haben rostgelbe Kopfhaare, denen hinten öfter bräunliche bis
schwärzliche Haare beigemischt sind. 4308. aucupariae Frey.
Bei Sachsenburg die Minen an Sorbus aucuparia, ganz gleich
einer schlesischen Mine von Dr. Wocke. Bisher noch keinen
Falter erzogen. 4309. minusculella HS. Bei S., (Obstanlagen
bei der „langen Brücke“). Die Mine an Birne im Juni und
August, September. Unter den typischen Faltern befinden sich
einige, die als stettinensis Hein. beschrieben sind. Sie unter-
scheiden sich durch stärkeren Glanz, können aber nicht als
eigene Art, sondern nur als Varietät von minusc. betrachtet
werden. Dafür spricht, dass Minen und Raupen nicht zu unter-
scheiden sind, und dass sie an denselben Bäumen vorkommen.
Ferner ist die Angabe bei Heinemann, die R. von stettinensis
‚ „Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“ herausgegeben vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1916, xt
a4
178 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
lebe an Apfel, ein Irrtum, da mir Dr. Schleich, Stettin, mit-
teilte, er habe die Art aus Minen von einem Birnbaum in den
städtischen Anlagen erzogen. 4311. pyri Glitz. Kyffhäuser
(Dr. Petry), bei Sachsenburg an wilder Birne, um $. an wilden
und kultiv. Birnbäumen öfter, besonders an letzteren, in Menge.
Die R. fand ich schon am 19. August, häufiger gegen Ende
September bis Mitte Oktober. Der Kotstreif der Mine hat in
seltenen Fällen kurze Strecken lang Aehnlichkeit mit dem von
oxyacanthella an Apfel und Birne. 4312. oxyacanthella Stt.
Bei Gotha (Lenthe), Sachsenburg, S., die Mine an Crataegus,
mitunter häufig, in anderen Jahren wieder selten. Die Ent-
wickelung der Art ist eine sehr schlechte, zehn Jahre war mir
die Mine bekannt, ehe es gelang, einige Falter zu erziehen.
Die bei S. an kultiv. Apfel selten gefundenen Minen entsprechen
den aus Grünstadt von Herrn ÖOberamtsrichter Eppelsheim er-
haltenen Minen vollständig, ebenso auch einige Minen an kultiv.
Birnen. Die Form dieser Apfel- und Birnmine ist dadurch
charakteristisch, dass die dichter neben einander liegenden Kot-
körner näher zusammenliegende, parallele, gebogene Reihen
bilden, wodurch der Kotstreif wie gewölbt erscheint und so ein
anderes Aussehen erhält, als der in der Mine an Crataegus.
Bei dieser stellen die weiter stehenden Reihen eine zackige,
sägezahn-artige Linie dar, von der die Spitzen die Ränder der
Mine berühren. Von anderen Nepticula-Arten zeigt besonders
catharticella diese Bildung des Kotstreifens sehr scharf aus-
gedrückt. Einzelne der Minen in Crataegus gleichen wenigstens
auf kurzen Strecken den Apfel- und Birn-Minen. Die in der
Mehrzahl beider Minensorten vorhandene Verschiedenheit mag
ihre Ursache in der Dicke der Blätter haben. Die fressende
Raupe kann in dem dickeren und mehr Nahrung bietenden
Apfel- oder Birnblatt nicht so schnell vorwärts kommen als die
in dem dünneren ÜCrataegus-Blatt. Die Kokons sind dunkel-
grün, Nepticula aeneella mit ganz gleicher Mine an Apfel,
unterscheidet sich durch schön rosenrote Kokons (Dr. Wocke).
4313. desperatella Frey. Kyffhäuser (Lenthe), bei Sachsenburg
im dichten Wald des Nordhanges. Die stark hellrostfarbenen
Minen an wilden Apfelsträuchern nicht selten. Ich erzog einige
Falter. Von der Sommergeneration fand ich am 25. Juli noch
drei fressende Raupen und zahlreiche leere Minen. 4314. py-
ricola Wck. Bresl. ent. 2.1877 p.49. Kyffhäuser (Dr. Petry).
Bei Sachsenburg an wilden Birnsträuchern im Wald des Nord-
hanges, im Steiger bei Erfurt fand ich die Mine noch am 28.
Oktober meist mit R. besetzt, deren letzte bis zum 15. Novbr.
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 179
frass. Die Minen stimmen mit den schlesischen überein. Die
Falter sind in der Färbung ziemlich veränderlich. Nach Mit-
teilung von Herrn Dr. Wocke erzog derselbe Stücke, die fast
so hell kupferig sind wie desperatella. Da nun bei Sachsen-
burg der Apfel- und Birnstrauch nur wenige Schritte von
einander stehen, so ist es fraglich, ob nicht pyricola nur var.
von desperatella ist. Ich erzog mehrere Falter und fand auch
die leeren Minen der Sommergeneration. 4317. aceris Frey.
Gotha (Park) (Lenthe). Aus einer bei S. an Acer campestre
am 27. August gefundenen Mine erzog ich den Falter am 16.
September. Leere Minen waren schon am 19. August vielfach
vorhanden. Bei Sachsenburg sah ich sie an Acer platanoides.
4318. regiella HS. Bei Sachsenburg und S. an Weissdorn im
Oktober. Die R. ist blassgelblichgrün, Mine unregelmässig,
breit, fleckartig erweitert, auch öfter länger ausgedehnt mit
breitem Kotstreif in der Mitte, der aus unregelmässigen Win-
dungen besteht, die mitunter eckig aneinander gesetzt sind.
Bei Breslau fand Dr. Wocke die R. noch bis 28. November.
4322. aeneofasciella HS. Beim Bahnhof Heldrungen an Agri-
monia eupatorium nicht selten. Obgleich es schon am 8. Ok-
tober leere Minen gab, fand ich doch am 5. November noch
eine Anzahl besetzte Blätter, deren Raupen meist bis zum 12.,
die letzte aber bis zum. 22. frass. Die Falter wurden mehrfach
erzogen. 4323. fragariella Heyd. Bei Gotha (Krahnberg)
(Lenthe). 4326. tormentillella HS. Bei Sachsenburg. Die
Minen fand ich im Oktober an Potentilla verna und erzog Falter
Ende April. 4328. splendidissimella HS. Bei Sachsenburg,
die R. in Rubusblättern nicht selten. Die Falter mit schwarzen,
als auch roten Kopfhaaren. 4339. acetosae Stt. Beim Bahn-
hof Oberhof fand ich die Minen an Rumex, aber ohne Zucht-
resultat. 4340. gratiosella Stt. Bei S. und Sachsenburg, die
R. in Crataegusblättern ziemlich selten. Bei Sachsenburg die
Minen auch an Sorbus aucuparia (an Stockausschlag gefunden).
Ein erzogener Falter weicht von gratiosella nicht ab. 4342.
prunetorum Stt. Verbreitet und nicht selten. Die R. an Schlehe.
4343. mespilicola Frey. Bei Sachsenburg, die R. an Sorbus
torminalis im Juli, der Falter im April. 4346. marginicolella Stt.
Bei Gotha (Lenthe), S., die Mine an Ulme, Ende Oktober ge-
funden. . 4347. speciosa Frey. Bei Sachsenburg, die Mine an
Acer pseudo-platanus bis Anfang Oktober. 4352. centifoliella 2.
Bei Gotha (Lenthe), SW., die R. an wilden Rosen häufig in
zwei Generationen; die der Frühjahrsgeneration fand ich vom
13. August bis Ende Oktober. Die Mine der SW, seltenen
180 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—
anomalella ist nicht zu unterscheiden, ich erzog gleichzeitig
wenige Stücke. 4354. microtheriella Stt. Bei Gotha (Lenthe),
S., Sachsenburg. Die R. an Haselnuss und Weissbuche nicht
selten, 4356. betulicola Stt. Beim Bahnhof Heldrungen, SW.
Die Mine in Birkenblättern, oft mehrere in einem Blatt im Juli
und Oktober. 4358. plagicolella Stt. Verbreitet und nicht
selten. Die R. in zwei Generationen in Schlehen- und Pflaumen-
blättern. 4362. glutinosae Stt. Bei Gotha (Lenthe), bei S.,
die R. ziemlich selten im Juli und Oktober in den Blättern
von Alnus glutinosa. 4368. helianthemella HS. Bei Sachsen-
burg bei den letzten am Südhange liegenden Steinbrüchen.
Die Mine an Helianthemum vulgare, an versteckten, an der
Erde kriechenden Zweigen, Anfang Oktober gefunden. Die am
30. Juni gesammelten Minen der Sommergeneration befanden
sich an freieren Pflanzen. Die Falter gleichen denen von Re-
gensburg nach Mitteilung von Dr. Wocke. 4369. argentipedella Z.
Laucha’er Holz (Lenthe), SW., beim Bahnhof Heldrungen. Die
R. in Birkenblättern bis Ende Oktober oft zahlreich. 4372. frey-
ella Heyd. Bei Gotha (Lenthe), SW., beim Bahnhof Heldrun-
gen fand ich die erwachsenen Raupen Anfang August.
1905, mit aussergewöhnlich nasser Herbstwitterung, fand Dr. Petry
an dem zuletzt genannten Fundorte vier Raupen am 4. Oktober.
4375. turicella HS. Bei Gotha (Lenthe), Sachsenburg. Die
R. in den Blättern der Rotbuche nicht selten. 4374. basalella HS.
(tityrella Stt.). Bei Sachsenburg ein 0’ Mitte Mai gefangen.
Die Art ist mit keiner andern zu verwechseln. 4378. malella Stt.
Um S. auf Obstpfianzungen; die M. Ende August bis Mitte
September, einzelne bis Anfang Oktober, nicht selten. Die R.
sind tiefgelb bis wasserfarben und die Minen sehr abweichend
in ihrem Verlauf und der Dichtigkeit des Kotstreifes. 4379. agri-
moniae Frey. Bei Gotha (Krahnberg) (Lenthe), beim Bahnhof
Heldrungen häufig. Die R. in den Blättern von Agrimonia
eupatorium im Oktober. Die Puppe in -violetten Kokons im
äussersten Ende einer Blattzacke. Die Art entwickelte sich
besser als die verwandten folgenden Arten. 4380. atricollis Stt.
Bei S. und Sachsenburg, die Minen im September nicht selten.
Die R. an kultiv. Birne, Apfel, Weissdorn, Schlehe, den Wurzel-
schösslingen von Zwetschenbäumen (Prunus domestica). Die
sehr zahlreichen Kokons lieferten nur einen Falter von Birne
und zwei von Apfel. 4381. angulifasciella St. SW. Die Mine
im Oktober bis Anfang November in Rosenblättern häufig. Von
160 Kokons erhielt ich nur zwei Falter. 4382. rubivora Wck.
Bei Sachsenburg, am Fusse des Nordhanges. DieR. im Oktober
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 181
ULLI En nn nn
in den Blättern von Rubus caesius. Ich erzog einige Falter
Anfang Juni. 4383. arcuatella HS. Bei Gotha (Lenthe), beim
Bahnhof Heldrungen und bei Sachsenburg. Die Mine selten an
Erdbeere, Ende September und Anfang Oktober gefunden. Die
Zucht gelang noch nicht, da die R. sehr langsam wachsen.
4385. obliquella Hein. (diversa Glitz). Bei Gotha (Lenthe),
bei S. nicht selten. Die R. im Juli und Oktober in Blättern
von glattblätterigen Weiden. Ueber die Artrechte schrieb mir
Dr. Wocke: „obliquella besitze ich nicht, Heinemann hatte auch
nur wenige gefangene Stücke; sie soll nach Glitz gleich seiner
diversa sein.‘ Was nun diese Art betrifft, so. glaube ich auch,
dass Glitz, wie schon manchmal, auch hier von dem Wunsche
getrieben, neue Arten zu entdecken, Unterschiede gefunden hat,
wo keine sind; ich habe vorigen Winter (1877/78) eine grosse
Menge Neptic. von Salix caprea und alba erzogen; von beiden
Pflanzen variieren die Falter sehr, aber im Ganzen sehe ich
keinen Unterschied als die Angabe der verschiedenen Nähr-
pflanze.“ 4386. myrtillella Stt. Kyffhäuser. Die R. im Juli
und Oktober in Heidelbeerblättern. (Dr. Petry.) 4387. salieis Stt.
Bei Gotha (Lenthe), SW. Die Mine an Salix caprea, an an-
deren Stellen auch an S. cinerea, in zwei Generationen. 4390.
floslactella Hw. Bei Gotha (Lenthe), Sachsenburg, S., die Mine
an Haselnuss ziemlich selten in zwei Generationen. 4395. sep-
tembrella Stt. Verbreitet und nicht selten in zwei Generationen.
Die Minen in den Blättern von Hypericum. Verpuppung in
der Mine. 4396. catharticella Stt. Gotha (Park) (Lenthe),
bei S. und Sachsenburg in den Blättern von Rhamnus cathar-
tica im Juli und Herbst nicht selten. 4398. weaveri Stt. Bei
Luisenthal (bei Ohrdruf). Die R. an Vaccinium vitis idaea.
Die Falter Anfang Juli erzogen (Lenthe). 4399. sericopeza 2.
Bei Gotha. Die Kokons an Ahornstämmen im April und August.
Falter vom 24. April bis 25. Mai und wieder vom 18. bis 24.
August erzogen (Lenthe). 4400. decentella HS. Bei Gotha.
Die Kokons an Ahornstämmen im Mai. Die Falter vom 8. bis
10. Juni erzogen (Lenthe). 4402. turbidella Z. Bei Gotha
häufig. Die R. an Populus nigra und alba (Lenthe). 4403. han-
noverella Glitz. Bei Erfurt (Steiger), bei S., in der Umgebung
der Sachsenburger Unstrutbrücke; die R. in den abgefallenen
Blättern von Populus pyramidalis nicht selten. Herr Dr. Wocke
glaubte, dass hannoverella eine schlechte Art ist und zu Tur-
bidella gehört. 4404. trimaculella Hw. Bei Gotha (Lenthe),
S., Sachsenburg. Die R. in Pappelblättern nicht selten. Die
Herbstminen kommen schon Ende August, aber auch noch im
182 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Oktober vor. 4406. assimilella 7. Bei Erfurt (Steiger), Sach-
senburg, SW. Die Minen an Populus tremula im Juli und
September. . 4408. subbimaculella Hw. Bei Gotha (Lenthe),
Erfurt (Steiger), Sachsenburg, beim Bahnhof Heldrungen. Die
Fleckmine im Spätherbst in Eichenblättern, im Winkel zwischen
Mittelrippe und einer abzweigenden Seitenrippe. 4408a. v. albi-
fasciella Hein. Aus Minen erzogen, die beim Bahnhof Heldrun-
gen gefunden waren. Hier sind Zwischenformen mit hellerer,
nicht so dichter Grundfarbe und mehr oder weniger zusammen-
fliessenden Gegenflecken häufiger als die Stammform. Die Falter
schlüpften vom 26. Mai bis 10. Juni. 4409. argyropeza Z.
Bei Gotha (Lenthe), Sachsenburg, Erfurt (Steiger), SW. Die
Raupe im Spätherbst in den abgefallenen Blättern von Populus
tremula nicht selten. 4411. pulverosella Stt. Bresl. ent. Z.
1902 p. 31. Kyffhäuser (Dr. Petry). Bei Erfurt (Steiger),
bei Sachsenburg am Nordhang unter den Burgen; die R. an
wildem Apfel, Anfang Juli erwachsen. Zwei Falter schlüpften
trotz des nasskalten Wetters schon am 23. und 29. April.
XIV. Talaeporidae.
4423. Talaeporia tubulosa Retz (pseudobombycella Hb.).
Verbreitet und nicht selten. Die R. Ende April erwachsen, be-
sonders an Eichenstämmen. Falter Mai bis Juni.
4439. Solenobia triquetrella F. R. Bei Jena (Kn.), Kyffhäuser
(Dr. Petry), S. W. 4441. pineti Z. Dei Öhrdruf (Lenthe).
4446. inconspieuella Stt. Kyffhäuser (Dr. Petry). Beim Bahn-
hof Heldrungen, ein 2 im April aus einem an einer Kiefer ge-
fundenem Sack erzogen.
XV. Tineidae.
B. Ochsenheimeriinae.
4467. Ochsenheimeria taurella Schiff. Um S. selten im August.
Einmal in einer Scheune, in welche Roggen eingefahren war, an
den Wänden in Menge. 4468. bisontella Z. Bei Gotha, Jena,
Eisenberg, Erfurt, S. W., Utzkberg b. Hopfgarten, Sachsenburg
im Juli und August nicht selten.
C. Acrolepiinae.
4474. Acrolepia valeriella Snellen. Bei S. an der Stelle der
Notocelia (Aspis) junctana und am Eisenbahndamm in der
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 183
Nähe der Unstrutt. Diese erst mit Beginn der Dunkelheit flie-
gende Art fing ich Ende Mai bis 22. Juni, das erstemal im
Jahre 1874. 4475. cariosella Tr. Hirzberg (bei Georgenthal)
Ende Mai (Lehrer Habicht, Gotha).
4490. Roeslerstammia erxlebella F. Bei Gotha (Kranberg)
Georgenthal, Gehölz bei Griefstedt (Bahnstation vor Heldrungen)
im Mai und Juli.
E. Lypusinae.
4495. Lypusa maurella F. Beim Bahnhof Heldrungen Ende
Mai einige Stücke. |
G. Tineinae.
4497. Naryeia monilifera Geoffr.-Fourc. (melanella H.) Bei
Erfurt (Kn.), beim Bahnhof Heldrungen im Juni.
4499. Diplodoma marginepunctella Stph. Bei Gotha (Kn.)
4511. Euplocamus anthracinalis Sc. Bei Thal, Ruhla, Eisen-
berg, Sachsenburg, im Mai.
4520. Scardia boleti F. Bei Jena (Kn), Gotha (Lenthe).
4529. Monopis (Blabophanes Z.) imella Hb. S., SW., Artern
(Salzterrain) selten. Diese Art scheint auf Saizboden breiteren
hellen Vorderrand und auch solchen Innenrand zu bekommen;
Dr. Wocke hatte gleiche Exemplare von Helgoland. 4531. fene-
stratella Heyd. Die Falter fing ich in S. an den Fenstern
einer Niederlage vom: 14.—28. Juni 1907 in Menge, aber
meistens abgeflogen oder beschädigt. Leider sind alle gespannten
Falter, oft bis zu dem hellen Fleck, mehr oder weniger ölig
geworden. 4533. ferruginella Hb. Bei Eisenberg, Sachsenburg,
S., SW. im Juli. 4537. rusticella Hb. Verbreitet und nicht
selten, im Mai bis August.
4539. Trichophaga tapetzella L. Ueberall nicht selten im
Mai bis Juni und wieder im August. Die R. an tierischen
Stoffen.
4540. Tinea fulvimitrella Sodof. Bei Eisenach. (Dr. Petry).
4543. arcella F. Bei Jena (Kn.), Gotha (Lenthe). SW. im
Juni. 4544. corticella Curt. Bei Rudolstadt (Meurer), Tilleda,
(am Kyffhäuser), aus Zwetschenschwämmen im Juni erzogen.
(Dr. Petry.) 4545. parasitella Hb. Bei Jena (Kn.), Thal
(Lenthe), Kyffhäuser, aus Zwetschenschwämmen im Mai erzogen
(Dr. Petry). 4550. nigralbella 7. Bei Weissenfels a. d. S.
im Mai (llein. 45). 4555. granellaL. Verbreitet und gemein
in zwei Generationen. R. an Getreide, Baumschwämmen, faulem
Holze. 4556, cloacella Hw. Erfurt (Kn.), bei Gotha in Buchen-
184 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
schwämmen (Lenthe), S. in Kellern und auf Getreideböden.
4559. ignicomella HS. Bei Eisenberg (Krause), Gotha (kl. See-
berg) Lenthe, SW. im Mai und Juni sehr selten. 4580. mi-
sella Z Verbreitet, in Häusern, Ställen, Böden nicht selten
in zwei Generationen. 4583. fuscipunctella Hw. Wie vorige
Art, doch häufiger. Die erste Generation in Viehställen oft
schon Ende März. 4584. pellionella L. Ueberall gemein und
schädlich. 4585. columbariella Wck. Bresl. ent. Z. 1877 p.
45. Gotha (Lenthe) aus Staarenkästen. Tilleda (am Kyfi-
häuser) (Dr. Petry), S., ich fand die von Federn lebende Art
in Menge in einem Taubenschlage. Die R. ist eine Sackträgerin
und hat nur eine Generation, wie die Zucht aus dem Ei dies
ergeben hat. Vor Beschreibung der Art hat Dr. Wocke erzogene
Falter an Professor Zeller geschickt und dieser hat, laut Dr.
Wockes Brief vom 3. November 1876, die Art für verschieden
von allen ihm bekannten Arten erklärt. Ferner sandte Dr.
Staudinger die Falter nach England an Stainton. Am 1. Mai
1878 schrieb mir Dr. Staudinger: „Ihre Tiere T. columbariella
sind gute neue Art, nicht eine Stainton’sche, nach diesem selbst.“
4596. lapella Hb. Bei Jena (Kn.), bei Grossmonra (hinter
Kölleda) SW., Sachsenburg. Bei letzterem Orte fand ich die
erwachsenen R. in Menge in einem alten Vogelnest. Sie steckten
einzeln in filzigen Röhren, die meist miteinander zu einem
Knäuel verbunden waren. 4597. semifulvella Hw. Fahner’sche
Höhe, Hirzberg (bei Georgenthal) (Lenthe). Bei Grossheringen,
Sachsenburg Juni, Juli selten. 4605. simplicella HS. Bei Til-
leda (Kyffhäuser) (Dr. Petry). SW. sehr selten im Juli.
4620. Phylioporia bistrigella Hw. Bei Eisenberg zwei Stück
am 18. Mai und 2. Juli (Krause), bei Georgenthal, Hirzberg
(Lenthe).
4624. Tineola biselliella Hummel. Ueberall (Kn.), Erfurt in
Häusern gemein (Frank), S. nur einmal gefangen; die in einem
Taubenschlage gefundenen R. in röhrenförmigen Gängen ziehe
ich hierher. Die Zucht misslang.
4650. Incurvaria morosa Z. S. W. um wilde Rosen im Mai
bis Anfang Juni schwärmend, öfter in Anzahl. Eine Varietät
hat einen vom Innenrand abgesonderten darüberstehenden zwei-
ten kleinen Fleck, der bei vielen Stücken schwach angedeutet
ist. Herr Dr. Wocke besass ein gleiches Stück. 4654. Iu-
zella Hb. Bei Thal, Ruhla, Winterstein (Kn.) Sachsenburg
15. Juni. 4655. praelatella Schiff. Bei Thal (Kn.) 4657. ru-
biella Bjerkander. Bei Gotha (Lenthe.) 4658. tenuicornis Stt.
Seehausen (bei Frankenhausen), Diese seltene Art erhielt ich
W. Martini. Verzeichnis Thüringer Kleinfalter. 185
im Mai und Anfang Juni auf dieselbe Weise wie Epiblema
bilunana, (s. d.) Die R. lebt jedenfalls in Birkenknospen.
4666. capitella Cl. Bei Rudolstadt (Meurer). 4668. oehlman-
niella Tr. Verbreitet und nicht selten im Juni und. Juli.
4671. rupella Schiff. Im Berlach, (ein sa benannter kleiner
Wald) eine Stunde von Gotha, zwei Stück Ende Mai (Lenthe).
4673. koerneriella 7. Bei Rudolstadt (Meurer), Friedrichroda
(Lenthe) bei Eisenberg im Buchenbestand (Krause), Kalkthal
(bei Frankenhausen) (Dr. Petry). 4674. muscalella F. Bei
Jena, Gotha, Rudolstadt, Eisenberg, Kyffhäuser, bei Griefstedt
(Station vor Heldrungen) im Mai. 4676. pectinea Hw. Bei Jena
(Kn.), bei Eisenberg einzeln, Anfang Mai (Krause).
4678 Nemophora swammerdammella I.. Ueberall in Gehölzen
häufig im Mai. 4680. panzerella Hb. Bei Gotha (Krahnberg),
Behringen, Friedrichroda (Lenthe), Sprötau (b. S.) 4682 schwar-
ziella Tr. Bei Erfurt (Kn.) 4685. pilulella Hb. Bei Georgen-
thal, Behringen, Rudolstadt, beim Bahnhof Heldrungen im Mai.
4686. pilella F. Bei 'Thal, Luisenthal, Rudolstadt, Grossmonra
(hinter Kölleda). 4689. metaxella Hb. Kyffhäuser (Dr. Petry).
H. Adelinae.
4391. Nemotois metallicus Poda (scabiosellus Sc.). Bei
Gotha (Kn.) Lieblebener Holz (Lenthe. Erfurt (Steiger) im Juli.
4696. cupriacellus Hb. Ettersberg (bei Weimar) (Kn.), bei
Gotha, (Krahnberg) (Lenthe). 4704. fasciellus F. Bei Jena
(Kn.). 4706. violellus Z. Bei S. selten. Anfang August ge-
fangen. Artern Ende Juli. 4708. minimellus Z. Bei Gotha
und Jena (Kn.) Kyffhäuser (Lenthe).
4713. Adela viridella Sc. Ueberall im Laubwald im Mai, bis-
weilen sehr häufig. 4717. croesella Sc. Bei Thal (Kn.), SW.,
bei Sachsenburg, im Juni selten. 4721. degeerella L. Ver-
breitet im Laubwald, nicht selten. 4725. congruella F. Bei
Georgenthal (Kn.), bei Gotha (Krahnberg), Luisenthal, Kyff-
häuser (Lenthe). 4726. ochsenheimerella Hb. Bei Georgenthal,
Behringen, Rudolstadt, beim Bahnhof Heldrungen im Mai, selten.
4740. violella Tr. Bei Jena (Krause), Fahner’sche Höhe
(Lenthe), bei Sulza, im Juni und Juli. 4741. rufimitrella Se.
Bei Jena, Rudolstadt, Sättelstedt, Gotha, Sprötau (bei S.), S.,
Sachsenburg im Mai. Die mir bekannt gewordenen Stücke ge-
hören alle der dunkeln Form ohne weissen Innenrandfleck an.
4744. rufifrontella Tr. Bei Jena, Gotha, Rudolstadt, S., im
Mai bis Juni. 4747. leucocerella Sc./ Bei Jena Ende Mai
(Hein. 75). Nach Krause daselbst auf dem Hausberg, aber
186 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
erst Ende Juni, an den Blüten einer Veronica in grösserer An-
zahl. 4748. fibulella F. Verbreitet und nicht selten im Mai
bis Junt.
XVl. Eriocraniidae.
4750. Eriocrania sparmannella Bose. Bei Thal (Kn.). 4752.
subpurpurella Hw. v. fastuosella 7. Bei Thal, Gotha, Sachsen-
burg, beim Bahnhof Heldrungen Ende April, Mai. 4753. uni-
maculella Zett. Bei Erfurt (Steiger) um Birken im ersten Früh-
jahr häufig, Frank. 4756. semipurpurella Stph. Hirzberg
(Lenthe), Erfurt (Steiger) wie vorige Art. 4758. purpurella Hw.
Kyffhäuser (Dr. Petry), bei Gotha (Krahnberg) (Lenthe), Erfurt
(Steiger) (Frank).
XVII. Micropterygidae.
4760. Micropteryx thunbergella F. Bei Hohenebra (vor Son-
dershausen), Sachsenburg im Mai bis Juni selten. 4765. aure-
atella Sc. Bei Thal (Kn.), Rudolstadt (Meurer), Luisenthal,
Inselsberg (Lenthe). 4766. ammanella Hb. (anderschella HS.)
Bei Thal (Kn.). 4779. aruncella Sc. Bei Jena, Luisenthal,
Burgwenden (hinter Kölleda), Sprötau (bei S.) SW., Utzberg
bei Hopfgarten, häufig im Juni bis Juli, auch noch am 7, August
ein frisches Stück. 4782. calthella L. Verbreitet und häufig
im Mai an blühenden Gräsern und andern’ Pflanzen (in Rosen-
blüten).
Ueber eine Mikrolepidopterenausbeute aus dem
östlichen Tannuola-Gebiet.
Von Prof. H. Rebel.
Durch die Freundlichkeit des Herrn Otto Bang-Haas
ging mir eine Mikrolepidopterenausbeute aus „Ost-Tannuola“ zur
Bearbeitung zu. Das Material wurde bei Schawyr, zwischen
den Flüssen Agyr und Termis, im Juni 1914 in beiläufig
2500 m Seehöhe gesammelt.
Der Lage des Tannuola-Gebirges — zwischen dem Grossen
Altai im Südwesten und dem Sajan-Gebirge im Norden — ent-
sprechend zeigt die dortige Fauna auch nahe Beziehungen zu
jener der beiden genannten Gebiete. Auch hier scheinen Step-
pen- und Hochgebirgsformen in sehr nahs Beziehungen zu treten.
Prof. Rebel. Ueb. ein. Mikrolepidopterenausb. a. d. östl. Tannuola-Geb. 187
Da die Mikrolepidopterenfauna Innerasiens noch viel zu lücken-
haft bekannt ist, lässt sich zur Zeit auch nicht eine annähernde
Kennzeichnung einzelner Gebiete in dieser Hinsicht geben.
Die in der vorliegenden Ausbeute enthaltenen Tortriciden
wurden zum Teil bereits von Prof. von Kennel durchgesehen,
welcher auch einige neue Arten aus Ost-Tannuola beschreiben
wird. Ich führe solche Arten unter dem von ihm gegeben Na-
men an.
Typen aller hier von mir neu beschriebenen Arten befinden
sich im Naturhistorischen Hofmuseum in Wien.
Pyralidae.
1. Crambus kindermanni Z. Mehrere Stücke (/'?)
2. Crambus spodiellus n. sp. (S). Ein einzelnes, ganz
frisches J’ gehört einer neuen, offenbar Hochgebirgs-Art an, die
nach den vollständig einfärbig grauen Vorderflügeln am besten
in der perlellus-Gruppe untergebracht wird, von dieser aber durch
die verhältnismässig kurze Flügelform stark abweicht.
Die kurzen Fühler einfärbig dunkelgrau, schwach bewimpert.
Die Palpen viel kürzer als bei perlellus, beiläufig von nur
4 Augendurchmesserlänge, nach oben etwas buschig behaart,
matt schwärzlichgrau. Ebenso gefärbt sind Kopf, Torax und
Beine. Der schlanke Hinterleib ist dunkler schwärzlichgrau, mit
kurzem hellergrauen Afterbusch. Die Vfl kürzer und beträcht-
lich breiter als bei perlellus, matt glänzend dunkelgrau, mit
glanzloser, mehliger, staubgrauer Bestäubung. Die ebenfalls sehr
breiten Hfl dunkelgrau. Alle Flügel mit feiner schwärzlicher
Saumlinie und dunklem Schuppenstreifen nahe der Basis der
gleichfärbigen Fransen. Unterseite der Vfl schwarzgrau, jene
der Hfl dunkelgrau. Vfllänge 13, Exp. 26 mm, grösste Breite
der Vfl 5-5 mm. |
Von Cr. semicanellus Fuchs durch einfärbig graue Vfl
und sehr bedeutendere Grösse, von Cr. cupriacellus Zerny
durch viel lichtere Allgemeinfärbung leicht zu unterscheiden.
3. Crambus rostellus Lah. Eine Anzahl männlicher Stücke
hat bei gleicher Grösse wie europäisch-alpine Stücke euwaB lich-
tere silberfarbige Vfl.
4. C. lanquidellus Z. Ein einzelnes, grosses 0’ zeigt reiner,
silberfarbige Vfl ohne gelblichen Ton.
5. C. altaicus Stgr. Mehrfach.
6. Ancylosis maculiferella Stgr. Mehrfach.
7. Hypochalcia staudingeri Rag. Eine grössere Anzahl Jg.
188 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
8. Epischnia zophodiella Rag. In grösserer Anzahl, aber
nur Id.
9. E. boisduvaliella (Gn.) var. tabulella Rag. Mehrere Stücke.
10. Salebria semirubella Sc. Mehrere Stücke der Stammform.
11. Polopeustis annulatella Zett. Zwei d, ein 2.
12. Nymphula nymphaeata L. |
13. Evergestis sorhageni Saub. Mehrere Stücke, dieser,
der folgenden nahestehenden Art, welche nicht in die Gattung
Noctuelia gehört.
14. E. lichenalis Hmps.
15. E. umbrosalis F.
16. Loxostege elutalis Zerny. Mehrere Stücke dieser kürz-
lich aus dem Lob-Noor Gebiet beschriebenen Art.
17. L. rhabdalis Hmps. Nur ein g.
18. Titanio schrankiana Hoch. Eine grössere Anzahl männ-
licher Stücke dieser bereits aus dem Sajan-Gebiet (Carad.) an-
geführten Art.
19. Pionea pandalis Hb.
20. P. affinialis Zerny.
21. Pyrausta accolalis Z. Nur ein 9.
22. P. austriacalis (HS.) var. plumbalis Zerny. Nur ein Ö.
23. P. cespitalis Schiff. Mehrfach.
24. P, tithonialis Z
25. P. aurata Sc.
Pterophoridae,
26. Platyptilia hedemanni Snell. (Rbl. Cat. N. 1409). Zwei
männliche Stücke weichen von der Abbildung bei Snellen nur
durch einen beträchtlich breiteren weissen Querstreifen im Vor-
derzipfel der Vfl ab, auch erscheint der Saum des Hinerzipfels
der Vfl etwas schräger und die zwei schwarzen Striche in den
Innenrandfransen desselben fehlen. Erst grösseres Material wird
erkennen lassen, ob hier eine neue namensberechtigte Form
vorliegt.
Der Mangel eines schwarzen Schuppenhäufchens in den In-
nenrandsfransen der dritten Hflfeder hielt Snellen hauptsächlich
ab, die aus dem Amurgebiet beschriebene Art als Platyptilia
anzusehen. Bei Meyrick (Genera Insectorum) bilden solche
Arten die „Section D“ der Gattung Platyptilia.
27. Stenoptilia latistriga n. sp. (J?). Ein gut erhaltenes
Pärchen einer mittelgressen, grau gefärbten Art, welche sich
(wie die vorhergehende Platyptilia hedemanni) durch einen brei-
ten, rein weissen Quertreifen im Vorderzippfel der Vfl sehr aus-
Prof. Rebel. Ueb. ein. Mikrolepidopterenausb. a. d. östl. Tannuola-Geb. 189
zeichnet. Allgemeinfärbung aschgrau. Die kurzen Fühler bräun-
lich. Kopf und Thorax weisslich hestäubt. Die Beine einfärbig,
aussen schwach gebräunt, der schlanke Hinterleib an der Basis
weisslich bestäubt, beim d’ mit langem, sehr spitzem bräunlichem
Afterbusch. Die Unterseite des Hinterleibes schwärzlich. Die
Vfl mit sehr langer, scharfer Spitze des Vorderzipfels und sehr
schrägem Saum des Hinterzipfels sind bräunlich aschgrau, in
der Innenrandhälfte ziemlich dicht weissgrau bestäubt. Ein
Längsfleckchen in der Mittelzelle (nach '/, der lilügellänge) und
ein nach einwärts gekrümmter, derber Querstrich an der Spaltung
sind schwärzlich. Im Vorderzipfel, fast parallel dem Saum, liegt
ein unterhalb des Vorderrandes beginnender und den Innenrand
nicht ganz erreichender, ziemlich breiter, rein weisser, Quer-
streifen, der sich beim 5 in fast gleicher Deutlichkeit auch auf
den Hinterzipfel fortsetzt. Die Saum- und Innenrandsfransen
des Vorderzipfels sind weiss, an der Flügelspitze selbst und am
Innenwinkel jedoch braun. Jene des Hinterzipfels braun, nur
am Innenrand weisslich gemischt. Die normal gestalteten Hfl
samt Fransen braun, jene des Vorderzipfels an der Basis weiss-
lich. Die Unterseite der Flügel dunkelbraungrau, mit breitem,
verwaschenem weisslichen Querstreifen auf Vorder- und Hinter-
zipfel der Vfl und weisslicher Spitze der ersten Hflfeder. Vfl-
länge 10—11, Exp. 21—22 mm.
Tortrieidae.,
28. Tortrix phaeana n. sp. (0). Ein einzelnes gut erhaltenes
f steht der T. paleana Hb. sehr nahe, kann aber doch art-
lich nicht damit vereint werden. Die Fühler sivd entschieden
schwächer in der (ebenfalls unterseits gekerbten) Geissel und
kürzer bewimpert, dunkelgrau (bei paleana gelblich). Die Pal-
pen länger, wie Kopf, Thorax und Vfl dunkelgrau, mit gelblichen
Schuppen gemischt, wodurch eine olivengraue Färbung hervor-
gerufen wird. Beine und Hinterleib sind einfärbig dunkelgrau,
letzterer schmächtiger als bei paleana mit hellerem, bräunlichem
Afterbusch. Die Vfl, gleich breit geformt wie bei palaena, er-
scheinen zeichnungslos, glänzend dunkelgrau mit gelblichem
Schimmer. Die Fransen bleicher. Die Hfl dunkelbleigrau mit
schärfer vorgezogener (stumpfer) Spitze als bei paleana, die
Fransen auch hier bleicher als die Fläche mit einer dunkleren
Schuppenlinie an der Basis. Die Unterseite der Vfl einfärbig
dunkel bleifarben, jene der Hfi lichter. Vfllänge 11, Exp. 22 mm.
29. T. eontinentana n. sp. ('). Ein einzelnes, ganz fri-
sches männliches Stück war ich geneigt für T. praeclarana
190 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Kenn. (Pal. Tortr. p. 182, Taf. 9 Fig. 36 d von Saisan) zu
halten. Nachstehende Merkmale verhindern jedoch eine artliche
Vereinigung beider: die Grösse ist. eine viel beträchtlichere.
Vfllänge 14, Exp. 28 mm gegen 10 : 22 bei praeclarana),
die Grundfarbe der Vfl ist bleich (nicht lebhaft) ockergelb, die
Adern im Saumfelde sind nicht bränlich bestäubt, ein dunkleres
Wurzelfeld fehlt, nur einzelne ganz verwachsene braune Fleck-
chen, von denen der deutlichste in der Mittelzelle liegt, können
als äussere Begrenzung eines solchen gelten, die rotbraune Mit-
telbinde beginnt am Vorderrand nicht mit einem senkrecht ste-
henden, sondern mit einem schräg liegenden Fleckchen, ihr
rhombischer Mittelfleck ist viel breiter, und ihre undeutliche
Fortsetzung gegen den Innenwinkel ist in der Falte licht nnter-
brochen. Der Vorderrandsfleck vor der Spitze ist wurzelwärts
gerade bezrenzt nicht abgerundet. Eine aus ihm „gegen den
Innenwinkel ziehende fein rotbraune Linie“ fehlt vollständig. Die
Fransen mit einer braunen Schuppenlinie nahe der Basis. Die
Hfl sind hier hellgrau (nicht weisslich ockergelb). Die Unter-
seite der Vfl rötlich ockergelb, am Innenrand breit schwärzlich
(bei praeclarana einfärbig rötlichgelb), jene der Hfl bleigrau.
Kopf und Thorax rostfarben, das Abdomen bräunlichgrau mit
sehr starkem bräunlichem Analbusch. Die Flügelform ist, ent-
gegen der Angabe Kennels für praeclarana, hier dieselbe wie
bei T. amplana Hb., von welcher letzterer, sehr nahestehen-
den küstenländischen Art sich die vorliegende continentana
sofort durch mattgelbe, am Vorderrande nicht gerötete Vfl und
anders gestaltete und gefärbte Mittelbinde unterscheidet.
Ein weiteres, ebenfalls ganz frisches, männliches Stück aus
der Umgegend von Djarkent ım Ili-Gebiet (West-Thian-Schan)
unterscheidet sich von der continentana von Tannuola durch
noch mattere Färbung, namentlich sind hier Kopf und Thorax
nicht rostbraun, sondern hell ockerbräunlich gefärbt, die Mittel-
binde der Vfl ist viel schmäler und über dem Innenrand breit
nnterbrochen. Ihr Vorderrandsteil bildet wurzelwärts einen
scharfen Zahn. Bau, Grösse und Flügelschnitt stimmen ganz
mit dem d‘ von Tannuola, sodass nur eine Lokalform von con -
tinentana vorliegen dürfte, welche den Namen iliensis
führen mag,
30. T. plagiferana n. sp. (/). Zwei männliche Stücke ge-
hören einer neuen, grossen Art aus der Verwandschaft, der
vorigen an.
Die langgewimperten Fühler, wie Kopf, Thorax und Beine rost-
braun, der Hinterleib schwärzlichgrau mit gelblichem Analbüschel.
Prof. Rebel. Ueb. ein. Mikrolepidopterenausb.a. d. östl. Tannnola-Geb. 191
Die wie bei T. paleana geformten breiten Vfl sind glänzend
goldgelb (blass messingfarben) mit schmaler, gegen die Flügel-
spitze zu sich etwas erweiternder rostbrauner Vorderrandsstrieme.
Unterhalb des Schlusses der Mittelzelle, bis über die Falte her-
abreichend, aber von dem Innenwinkel weit entfernt bleibend,
liegt eine vollständig isolierte, gerundete, matt röttlich braune,
sehr auffallende Makel. Die Fransen sind einfärbig hellgelb.
Die Hfl sehr breit, mit nur schwach vortretender, sehr stumpfer
Spitze sind grau, im Vorderrandsteil und der Spitze bleich gelblich.
Unterseite der Vfl schwärzlich mit rostfarbigem Vorderrand und
gelblichen Fransen, jene der Hfl wie oben gefärbt. Vfllänge 13,
Exp. 26 mm.
31. Enoditis praecana Kenn. (Pal. Tortr. 115, Taf. 6, fg.
31, 3la). Ein JS ist etwas reicher gezeichnet, als die von
Witim aus Ostsibirien stammende Type.
Mit Recht hat Meyrick (Exot. -Mierol. I p. 2 [1912]) eine
eigene Gattung (Enoditis) für diese Art aufgestellt.
32. Gonchylis deutschiana Zett Drei Stücke (?).
33. C. richteriana F. R. Ein 0’, welches nach Prof. von
Kennel zu einer eigenen l,okalform gehören dürfte.
34. Euxanthis hamana L.
35. E. emiliana Kenn. (i. 1.) Mehrfach. Diese reich ge-
zeichnete Art erinnert in der Zeichnungsanlage der Vfl etwas
an die viel kleinere E. multifasciana Kenn. (Exp. 19—21
mm gegen 16—17 bei multifasciana).
36. Oletreuthes helvinana Kenn. (Pal. Tortr p. 422, Taf.
17, Fig. 46, f). Mehrere Stücke sind am Vorderrand und im
Saumfelde der Vfl stark rötlich gefärbt, so dass nur der Innen-
rand bis zur Falte gelblich bleibt. Von Urga (Mongolei) be-
schrieben. Kommt auch im Ili-Gebiet (West-Thian-Schan)
vor (M. C.)
37. 0. gordiana Kenn. (i. 1.) Eine Anzahl Stücke dieser
sehr variablen, der OÖ. metallicana Hb. sehr nahe verwand-
ten Art. Ich kann Kennels Auffassung der artlichen Trennung
von OÖ. metallicana Hb. und nebulosana Zett. nicht tei-
len (vgl. Pal. Tortr. p. 428—9), ebensowenig die Annahme einer
eigenen Gattung (Phiaris Hb.) für diese Gruppe.
38. 0. sieversiana Nolck. (Kenn. Pal. Tortr. p. 407, Taf.
17, Fig. 17). Ein J, welches vollständig mit Stücken von Riga
(Teich) übereinstimmt. Die Spannweite ist hier nur 16 mm.
39. Semasia cordulana Kenn. (i. 1.) Ein Pärchen wird
von Prof. von Kennel als eigene neue Art bei S. tundrana
Kenn. angesehen. Ich vermag sie von letzterer, welche mir in
\199 Deutsche Eintom. Zeitschrift Iris, Dresden 1916.
Anzahl aus dem Thian-Schan-Gebiet vorliegt, nicht zu trennen.
40. $. ornamentana n. sp. (0). Zwei ganz frische Stücke
stehen der S. arabescana Ev. in der Zeichnungsanlage der
Vfl nahe, gehören aber bestimmt einer davon verschiedener Art
an, welche sich sofort durch rötliche (statt der bei arabescana
grünlichen) Zeichnung der Vfl und den bis an den Vorderrand:
reichenden inneren, stark geschwungenen (uerstreifen unter-
scheidet. Fühler grau, Kopf und Palpen (wie bei arabescana
geformt) weiss, der Thorax weiss, an den Schulterdecken und
nach rückwärts rötlich scherbenfarbig gemischt. Die Beine weiss,
aussen grau bestäubt, Vorderschenkel und Vorderschienen aussen
rötelrot. Der Hinterleib grau mit gleichfärbigem Analbusch. Die
ebenfalls wie bei arabescana geformten Vfl zeigen die weisse
Grundfarbe stark durch rötlich graue Bestäubung getrübt, so
dass sie nur als Begrenzung der rötlichen Zeichnung rein weiss
auftritt. Der Vorderrand bis !/, seiner Länge, die Falte in der
Mittelzelle bis gegen den Saum und letzterer selbst in schmaler
Ausdehnung sind dicht grau bestäubt. Die rötlich scherbenfar-
bige Zeichnung entspricht in ihrer Anlage ganz jener bei ara-
bescana. und besteht aus einem kurzen Innenrundsstrich an der
Basis, einem, im Gegensatz zu arabescana, hier viel breiterem
nnd geschwungen bis an den Vorderrand ziehenden Querstreifen
bei !/; der Flügellänge, einem von der Vorderrandsmitte aus-
gehenden Schrägstreifen gegen den Innenwinkel, welcher in der
Flügelmitte abbricht und hier, im Gegensatz zu arabescana, bei
welcher Art er gleichbreit endet, eine beträchtliche Erweiterung
zeigt. Auch der getrennte Innenrand steil dieses Querstreifens,
welcher mit einem an Stelle des Spiegels stehenden länglichen
Querfleck zusammenhängt, ist hier breiter. Auch die beiden
weissen, vereinten Vorderrandshäkchenpaare sind hier grösser
als bei arabescana. Die Fransen hellgrau, am Ende weisslich.
Die Hfl grau (dunkler als bei arabescana) mit weisslichen Fran-
sen. Unterseite der Vfl schwärzlich, mit dicken weissen Vorder-
randshäkchen, von welchen das erste Paar getrennt bleibt, jene
der Hfl weissgrau, unter dem Vorderrand streifenartig verdun-
kelt. Vfllänge 10, Exp. 21 mm.
41. Epiblema disquei Kenn. In Anzahl.
42. E. jodocana Kenn. (i. 1.) Zwei 0’ dieser rötlichen,
schwach gezeichneten Art aus der caecimaculana-Gruppe
Plutellidae.
43. Cerostoma satellitella Stgr. In Anzahl. Der braune
Mittellängsstreifen der Vfl ist hier sehr breit und beschränkt
die graue Grundfarbe auf Vorder- und Innenrand. Die Stücke
sind sehr gross (Exp. 25 mm).
Gelechiidae.
44. Gelechia pergrandella n. sp. (S). Eine sehr grosse
Art mit langgestreckten, schwärzlichgrauen Vfln und dunkel-
bestäubten Adern, welche ihren Platz nach G. velocella Dup.
finden mag. Die gezähnelten Fühler sind schwärzlich. Die
schlanken, schwärzlichgrauen Palpen von fast 5 Augendurch-
messerlänge zeigen ein mässig breit beschupptes Mittelglied und
ein fast ebensolanges, sehr spitzes Endglied. Körper und Beine
einfärbig schwärzlichgrau, der Hinterleib schlank. Die sehr ge-
streckten Vfl mit schrägem Saum und gerundeten Innenwinkel
sind sehr dunkel eisengrau (schwärzlich) mit noch dunkler, fein
bestäubten Adern. (Das helle Vorderrandsfleckchen der velocella
fehlt hier.) Die Fransen hellgrau, dunkler bestäubt. Die Hfl
sehr breit (über 1) mit mässig vorgezogener, stumpfer Spitze,
sind grau mit etwas helleren Fransen. Unterseite der Vfl ein-
färbig eisengrau, jene der Hfl lichter. Vfllänge 11, Exp. 22 mm.
45. G@. tannuolella n. sp. (0). Der vorigen verwandt, be-
trächtlich kleiner ohne dunkel bestäubte Adern der Vfl, dafür
aber mit 3 schwarzen Punkten im Mittelraum derselben und
zwar 2 in der Mittelzelle bei '/; und am Schluss derselben
und einem weiter basalwärts in der Falte gelegen. Die Hfl
heller grau mit schärfer vorgezogener Spitze. Die Gestalt der
Palpen, wie die sonstigen Merkmale, stimmen mit der vorigen
Art überein. Vfllänge 8, Exp. 16 mm. Die breitere Flügel-
form allein schliesst: schon jede nähere Verwandtschaft mit G.
eriicetella Hb. aus.
46. Acompsia tripunctella Schiff. var. maculosella HS.
Ein Stück.
47 Aristotelia ericinella Dup. Eine Anzahl geflogener
Stücke, kann ich nur zweifelhaft zu dieser Art stellen.
liche Stücke.
48. Megacraspedus imparellus FR. Zwei grosse männ-
49. Depressaria agyrella n. sp. (d‘). Diese kleine (nach
dem Flusse Agyr benannte) Art, von welcher ein gut erhaltenes
cd‘ vorliegt, steht der D. quadripunctata Wck. nahe, uuter-
scheidet sich aber durch viel schmächtigeren Bau, schmälere
Flügel, dichtere graue Bestäubung der Vfl und Mangel der bei
quadripunctata so dicken, schwarzen Saumpunkte. Die
kurzen Fühler sind ockerbräunlich. Der Kopf, samt den unge-
zeichneten Palpen, so wie Thorax und Vfl sind belich ockergelb.
‚ Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“ herausgegeben vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1916.
ZIU
194 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Vorderschenkel und Vorderschienen sind gebıäunt, sonst sind
die Beine ockergelblich. Der sehr schlanke Hinterleib mehr
graugelb mit ockergelblichem Analbusch. Die schmalen Vfl sind
ziemlich dicht mit groben, schwärzlichen Schuppen bestreut
welche längs des Vorderrandes sich zu Fleckchen verdichten, das
durch einen schwarzen Querstrich vom innenrand bis zur Falte
abgegrenzte Wurzelfeldchen aber freilassen. In der Mitte der Mittel-
zelle liegt ein kräftiger schwarzer Punkt. (Derbeiquadripunc-
tata meist schräg darunter liegende Punkt fehlt hier, doch
variiert die Punktzeichnung auch bei quadripunctata). Am
Schluss der Mittelzelle liegt ein sehr kleiner, weisser, fein
schwarz umzogener Punkt. Der Saum nur mit sehr feinen
dünnen schwarzen Saumstrichen. Die sehr breiten Fransen sind
einfärbig ockergelblich. Hfl samt Fransen hellgrau. Unterseite
der Vfl braungrau, jene der Hfl heller, alle Flügel daselbst mit
auf den Adern schmal unterbrochener schwarzer Saumlinie. Vfl-
länge 9, Exp. 18 mm.
Eine ähnliche, mir in natura unbekannt gebliebene Art
mag auch D. imbutella Chr. aus Armenien sein.
Atychiidae.
50. Atychia straminella (Stgr. i. 1.) n. sp. (7). Diese von
der Firma Staudinger & Bang-Haas schon seit Jahren unter dem
Namen „straminella“ in Verkehr gebrachte Art entbehrt bis
jetzt einer Diagnohe. Mir liegt eine grössere Serie von männ-
lichen, untereinander gut übereinstimmenden Stücken aus dem
Tanruolagebiete, ferner je ein d' aus dem Juldustal (südlich
Thian-Schan) und Arsasagungol (Sajangebiet) vor. Diese grosse
Art ist durch sehr gestreckte, strohgelbe, mit wenigen schwarz-
braunen Längsstreifen gezeichnete Vfl sehr kenntlich. Die Füh-
ler sind fadenförmig, gegen ihre Spitze stark verjüngt, sehr
kurz bewimpert und reichen bis zur halben Länge des Vorder-
randes der Vfl.e. Die schlanken, etwas geneigten Palpen von
2 Augendurchmesserlänge zeigen ein pfriemenförmiges Endglied
von halber Länge des Mittelgliedes. Der Rüssel ist sehr dünn,
fadenförmig. Kopf und Thorax strohgelb, die Stirne und der
Halskragen nach oben mehr oder weniger breit weissgerandet,
zuweilen fast ganz weiss, die Schulterdecken sind nach innen
braun gesäumt. Die Beine strohfarben, schwach grau gemischt,
der schlanke Hinterleib hellgrau mit kurzem gelblichen Anal-
büschel. Unterseits sind Brust und Hinterleib mehr weiss be-
schuppt. Die Vfl sehr gestreckt, mit vor der gerundeten Spitze
schwach gebogenem Vorderrand, sehr schrägem Saum und deut-
H. Zöllner. Plötzl. u. häuf. Auftret. v. Lygris pyropata i. Ostpr. 1915/ 16 19
lichem Innenwinkel, sind strohgelb mit weissen und braunen
Längsstreifen in nachstehender Anordnung gezeichnet: Aus der
Basis kommt ein weisser Mittellängsstreifen, welcher auf der
Innenrandsseite durch einen sehr hervortretenden schwärzlich-
braunen Längsstreifen begrenzt wird. Dieser dunkle Längs-
streifen beginnt sehr schmal an der Basis und erweitert sich
nach aussen, wo er meist gekrümmt in den Fransen über dem
Innenwinkel endet. Am Schluss der Mittelzelle liegt ein in
der Ausdehnung sehr variabler schwärzlichbrauner Mittelpunkt,
welcher sich zuweilen keilfürmig wurzelwärts verlängert. Ober-
halb der Mittelzelle zieht ein unbestimmtar weisser Längsstreifen
gegen die Spitze, der sich zuweilen auch geteilt längs der
Medianäste fortsetzt Im Saumfeld liegen nach dem nach aussen
breit. weiss begrenzten Mittelpunkt zwei saumwärts divergierende
kurze, schwarzbraune Längsstreifen. Der Innenrand ist sehr
schmal weiss gesäumt. Die Fransen strohgelb, in ihrer Aussen-
hälfte weisslich. Die Hfi hellerau mit dunklerer Staublinie vor
den weisslichen Fransen. Unterseite der Vfl schwärzlichgrau,
jene der Hfl weissgrau. Vfllänge 13—15, Exp. 26—30 mm.
Tineidae.
51. Adela staudingerella Chr. Nur ein sehr grosses d’
dieser aus dem Ussuri-Gebiet beschriebenen Art.
52. Adela hedemanni Chr. Mehrere männliche Stücke,
welche von solchen aus dem Amurgebiete etwas abweichen.
Plötzliches und häufiges Auftreten von
Lygris pyropata Hb. in Ostpreussen 1915/16
nebst Beschreibung vom Ei, der Raupe und Puppe.
Von H. Zöllner, Königsberg i. Pr.
(Mit Tafel I und II.)
Nördlich von Königsberg, im Samlande, liegt der „Fritzener
Forst“, ein herrlicher, sehr abwechselungsreicher Wald und das
Hauptsammelgebiet der Königsberger Entomologen. Hier fliegt
neben anderen Seltenheiten, zeitweise z. B. Ödontosia siever-
si Men..Hadena amica Tr., regelmässig im Hochsommer
die schöne Argynnis laodice Pallas u. a. Es war daher
196 Deutsche Entom. Zeitscarift Iris. Dresden 1916.
—
auch nicht besonders Auffallendes, als im Jahre 1905 ein Falter von
Lygris pyropata Hb. in dem so artenreichen Walde gefunden
wurde. Immerhin aber sollte dieser Fund bis zum Jahre 1915
als auf diesen einzigen beschränkt bleiben. Da fügte es nun
der Zufall, dass im vorigen Jahre, Anfang bis Mitte Juli Verfasser
dieser Zeilen, sowie auch andere Mitglieder hiesigen entomolog.
Kränzchens das begehrte Tier | in 2. T. frischen Stücken erbeuten
konnten.
Diese schön und auffallend gefärbte Geometride, welche
zweifellos dem östlichen Europa angehört und von welcher
in Deutschland recht wenige Fundplätze bekannt sind, flog
abends vom Beginn der Dämmerung bis spät in die Nacht hinein
um das Gebüsch der zerstreut im dichten und feuchten Walde
stehenden, schwarzen Johannisbeeren, Ribes nigrum. Diese Büsche
sind im Sommer von mannshohen Brennesselstauden umwuchert,
was naturgemäss das Fangen recht erschwert und jedenfalls
die Futterpflanze und Flugstelle isoliert. Die massenhaft auf-
tretenden Mücken, die im Frühjahr in den Gräben und anderen
Wasserstellen gute Entwickelungsbedingungen hatten, sorgten
zu ihrem guten Teile dafür, dass die Flugstellen bisher möglichst
gemieden wurden.
Die s. Zt. ganz kahl gefressenen Zweige der Johannisbeer-
büsche liessen keinen Zweifel aufkommen, dass hier im ver-
gangenen Frühjahr massenhaft Raupen geweidet hatten, was den
Anstoss gab, in diesem Frühjahr das Gebiet abzusuchen. Bis
in den Juni d. J. hinein waren denn auch die frischen Triebe
der Büsche dicht mit Raupen besetzt, sodass in kurzer Zeit etwa
600 Raupen eingetragen werden konnten; eine noch grössere
Menge wurde noch an den verschiedensten Stellen wohl ge-
funden, doch sitzen gelassen.
Dieses plötzliche und massenhafte Auftreten der Raupen
ist, trotz der oben geschilderten günstigen Bedingungen zur 1so-
lierung der Flugstellen und deren schlechter und unbequemer Zu-
gänglichkeit, doch recht auffallend. Zudem liegt, wie auch schon
eingangs erwähnt, die Flugstelle in einem Teile des Forstes, in
welchem Jahr für Jahr eifrigst nach Faitern gesucht und ge-
sammelt und trotzdem nur ein Tier bis zum vorigen Jahr er-
beutet wurde. Ein 1915 gefangenes Pärchen wurde zur Weiter-
zucht verwendet, welches etwa 30 Eier ablegte; diese wurden
nach der Ueberwinterung im folgenden Jahre leicht zur Aus-
bildung gebracht, Dagegen wurden die gezogenen Tiere nicht
zur Eiablage verwendet, um möglichst eine Inzucht zu vermeiden,
sondern es sollten vielmehr frisch gefangene 2? zur Weiterzucht
H. Zöllner. Plötzl. u. häuf. Auftret. v. Lygris pyropata i. Ostpr. 1915/16 197
eingetragen werden. Leider aber konnten wegen der ungünstigen
Witterung nur recht wenig Falter beobachtet werden ; auch war
wegen der Sommerzeit die Abfahrt des letzten Zuges noch zu
früh, um wenigstens einige befruchtete 2 2 zu erbeuten. Dieses
muss deshalb (auch für den weiter unten angegebenen Zweck)
für später verschoben werden.
A. Beschreibung des Eies.
Das Ei ist verhältnismässig gross, hat gleichmässig ovale
Form in der Längs-, ziemlich runde Form in der Querachse.
Die Länge ist in ersterer ca. 0,50—0,85 mm, in letzterer ca.
0,50—0,55 mm. Die Farbe ist bei (durch nachstehendes er-
klärter) matter Oberfläche rosagrau, d. h. rosa Grundfarbe, wo-
bei der dunklere Inhalt durchscheint.
Die Struktur der Oberfläche ist sehr eigenartig mit un-
zähligen kleinsten Körnchen besetzt, welche meist in geschlosse-
nen, 4, 5 oder vieleckigen, seltener ovalen oder runden Gruppen
von ca. 20—40 Stück angeordnet sind. Bei schwacher ca. 80—
100 facher Vergrösserung erscheint der Raum zwischen den
Körnchen als im Zickzack verlaufende Kanälchen. Bei stärkerer
Vergrösserung (ca. 350 facher) aber erkennt man zwischen den ein-
zelnen Körnchen, besonders aber zwischen denen die Gruppen
begrenzenden feinste punktierte Linien. (Siehe Fig. 2, Tafel 1.)
Im ganzen betrachtet erscheint auf der Eioberfläche manchmal
und stellenweise schön regelmässig das Mosaikbild einer Bienen-
wabe; manchmal aber sind die Körnchen wahllos und sehr unregel-
mässig zerstreut. (Fig. 1, Tafel 1).
Die Mikropyle in Fig.2 und 3 erscheint bei mässiger Ver-
grösserung unter dem Mikroskop als eine unregelmässige 9—12
strahlige Rosette. Die einzelnen Strahlen derselben lösen sich
bei stärkerer Vergrösserung in Keulen auf, deren Oberfläche
unregelmässig eingefaltet erscheint. Recht interessant ist die
Mikropyle nach Fig. 3, welche sehr ungleich lange und z. T.
weit vom Zentrum abstehende Strahlen zeigt. Auch fehlt hier
die in Fig. 2 deutlich sichtbare und fast regelmässige, meist
zu Fünfecken gruppierte Einteilung der kleinen Körnchen. —
Von der Beschreibung abweichend sei hier noch kurz Fol-
gendes eingeschaltet: Entgegen der von Dr,M. Draudt im „Iris“-
Heft Jahrgang 1905, p. 280 - 320 beschriebenen Art und Weise
der Eiabbildung, d. i. die Anwendung des Opak-Illuminators
zur Oberbeleuchtung des vollen Eies und der Mikrophotographie,
wurde mangels der dazu nötigen Apparate nur eine Durchleuch-
tung der Eischale vorgenommen. Die Eier wurden halbiert,
198 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
entleert und so direkt auf den Objektträger gebracht. Selbst-
redend fand auf verschiedenen Ei-Ab- und -Durchschnitten die
nötige Kontrolle statt, um das bei Durchleuchtung ergebende
Bild zu vergleichen und wann nötig zu korrigieren. — Die
Handzeichnungen wurden mit Hilfe eines Zeiss’schen Zeichen-
apparates vom Verfasser angefertigt, während die beiden, ähn-
liche Arbeiten stets gerne fördernden und auch im erwähnten
„Iris“*-Heft genannten Herren, R. Stringe, Rentier und Dr. Fr.
Unterberger, Privatdozent in Königsberg, dem Verfasser behilflich
waren. Ersterer durch reichliche Lieferung des Ei-Materials,
letzterer besonders durch die schenkungsweise Hergabe des zu
dieser Arbeit benötigten Mikroskopes; beiden sei auch an dieser
Stelle verbindlichst gedankt.
(Eine Vergleichs-Tafel mit den Eiern sämtlicher Lygris-Ar-
ten gedenkt Verfasser im Herbste 1917 anzufertigen und an glei-
cher Stelle zu veröffentlichen.)
B. Beschreibung der Raupen und deren Puppen.
Wenn man von der kurzen Beschreibung der Raupen in
der „Bartensteiner Zeitung“ v. 1. V. 1914 No. 101, in welcher
Gegend die Raupen in sehr beschränkter Anzahl ebenfalls ge-
funden wurden, absieht, ist bisher eine eingehende Schilderung
derselben und deren Gewohnheiten noch nirgends veröffentlicht
worden. Aus diesem Grunde soll im Nachstehenden versucht
werden, das noch Fehlende zu ersetzen, auch die noch fehlenden
Abbildungen der verschiedensten Formen durch eine gemalte
Tafel zu veranschaulichen.
So weit bisher beobachtet wurde, sind die Rab vom
Ei ab bis zur letzten Häutung meist lichtgrün und sehr schlank
mit auffallend kleinem Kopfe. (Weiches Futter). Erst nach
der letzten Häutung bekommen diese ihre charakteristische Form
und Färbung; diese ist: Länge in ausgestreckter Ruhestellung
etwa 30 - 34 mm, Kopfklein, nur etwa 1!/, mm breit und hoch
(trapezförmig). Die einzelnen Glieder sind, mit Ausnahme des
zweiten vom Kopfe ab, nach hinten allmählich stäıker werdend;
Breite des letzten vom Nachschieber etwa 3 mm. Die Ansatz-
stellen der einzelnen Glieder sind fein aber scharf eingekerbt.
In der Linie der Tracheen sind alle Glieder durchweg wulstig
verdickt, such sind die ersten Dritteile der Glieder scharf mar-
kiert.. Das erw. zweite Glied hat auf der Oberseite einen
kragenartigen Wulst, welcher beiderseits bis zur Trachee reicht
und in einer runden, warzenartigen Verdickung endigt.
H. Zöliner. Plötzl. u. häuf. Auftret. v. Lygris pyropata i. Ostpr.1915/16 199
Die Färbung (als Grundton und zum Unterschiede von der
Zeichnung) der ausgewachsenen Raupen schwankt von weisslich-
oder gelblich-lichtgrün über hell graugrün, braungrün bis braun
in allen Schattierungen. Die Zeichnung ist unabhängig von der
Grundtönung und besteht bei gut ausgefärbten Tieren aus einem
durch die mehr oder weniger scharf gezeichnete Mittellinie hal-
bierten braunem Wisch, der vom hinteren Gliederende nach
vorne bis zum erwähnten Gliederdrittel verläuft, schwächer wird.
Dieser Wisch, einem )( nicht unähnlich, beginnt in zwei aus-
gezogenen Spitzen, welche ein kleines Dreieck von der Grund-
form zwischen sich frei lassen. Beiderseits der braunen Mittel-
zeichnung ist ein schmaler weisser Strich; darunter in der
Tracheenlinie ein solcher, aber breiterer, von der Farbe der
Mittelzeichnung; beide nach vorn verlaufend. Der übrige Glied-
teil ist bis zur Dorsale dunkel marmoriert und gestrichelt. Das
fast zeichnungslose vordere Glieddrittel hat meist nur die feine
Mittellinie. Die ganze Zeichnung tritt am stärksten auf dem
8. und 9. Gliede auf und verläuft nach dem Kopfe bis zum
völligen Verschwinden. Bei den Raupen mit dunkler Unter-
tönung ist diese Zeichnuug am stärksten ausgebildet, bei der hellen
und grünen Form meist nur auf die obere Mittelzeichnung be-
schränkt, wie diese auch bei der letzteren Form fast garnicht oder
nur andeutungsweise vorhanden sein kann. Während nun bei
allen vorerwähnten Formen der kragenartige Wulst durch seine
dunkelbraune Färbung stark hervortritt, sind unter den einge-
tragenen Raupen (dieser Art) auch völlig einfarbige grüne ohne
die braune Kragenfärbung untermischt gewesen. Diese schienen
einer anderen Art anzugehören und erst die aus den getrennt
gehaltenen Puppen entschlüpfenden Falter belehrten, dass es sich
ebenfalls um L. pyropata Hb. handelte. Bei allen Formen
ist eine weissliche Dorsale mit durchgehender dunkler und feiner
Mittellinie vorhanden. Auch die Nachschieber waren meist hell
und dunkel halbiert.
Sehr charakteristisch sind die kleinen, mehr oder weniger
mit je einem kleinen dunkleren Hofe umgebenen weisslichen
Wärzchen in folgender Anordnung: hinter den Einkerbungen .
vom ersten zum zweiten und von da zum letzten Drittel der
einzelnen Glieder sind auf der Oberseite beiderseits der Mittel-
linie regelmässig je 2. Nach unten und auf den Nachschiebern
ungleich verteilt je 2—5. Besonders scharf treten die vier
Wärzchen auf dem dunklen Kragenwulste hervor, woselbst auf
den verdickten Enden desselben noch je ein Wärzchen, dieses
aber etwas grösser, zu finden ist. Auch die schwach gezeich-
200 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris, Dresden 1916,
x
\
neten und die ganz einfarbig grünen Raupen haben die Wärz-
chen, was wohl ein Haupterkennungszeichen sein wird. Alle
Wärzchen tragen je eine kurze weissliche Borste, wie solche
auch ungleich verteilt und ohne Wärzchen, dann meist kleiner,
auf dem ganzen Körper zu sehen sind Der Kopf hat meist,
aber symmetrisch angeordnet, 2><2 feine Borsten auf der Ober-
seite. Wie beigefügte Tafel zeigt, waren auch Raupen mit ver-
schieden gefärbten Gliedern unter den anderen zu finden. (Siehe
die Tafelerläuterung am Schlusse).
Die Raupen waren bei grosser Gefrässigkeit sehr leicht zu
halten, jedenfalls weil es keine Inzucht- sondern Freilandtiere
waren und diese meist erwachsen eingetragen wurden, (wobei
wohl jeder der Sammler hoffte, es aber nicht genau wusste,
dass es pyropata sein würde). Die Verpuppung erfolgte in
losem Gespinnste zwischen Blattstielen ähnlich wie Abr. grossu-
lariata.. Die Raupen frassen zu jeder Tageszeit, auch nachts,
sowohl draussen im Freien wie auch im Zuchtbekälter und
ahmen sehr gut die Blattstiele und kleinen Aestchen der Jo-
hannisbeere nach, ohne jedoch eine vollständige Mimikry zn
beobachten. Denn grüne Raupen fanden sich, starr ausgestreckt,
auf den dunklen Zweigen und braune Raupen in gleicher Stel-
lung an den (meist kahlen) Blattstielen, stets aber auf der
Blattunterseite und selten an einem Blattrande, ausser beim
Fressen. Erschreckt nahmen sie eine Stellung ein, welche der
Figur a Tafel I entspricht. Vom Nachschieberpaare ab wird
der ausgestreckte Körper um etwa 100 Grad abgebogen, das
gleiche vom dritten Gliede ab, Kopf und Vorderbeine werden
starr ausgestreckt. Ein gegenseitiges Anbeissen wurde nicht
beobachtet, trotzdem oft viele Raupen im Zuchtbehälter bei-
sammen waren.
Die Puppenruhe dauerte etwa 2 /—3 Wochen im nach
Süden gelegenen Zimmer, im Walde mit den im Juni immer-
hin noch kühlen Nächten mag die Entwickelung etwas lang-
samer vor sich gehen, was die bisher beobachtete Erscheinungs-
zeit der Falter beweist.
Die Puppe ist stark spindelförmig mit ausgezogenem Kre-
master, welcher seitlich je 3 kurze, am Ende spiralig eingerollte
Borsten trägt, (siehe Tafel). Die Grundfärbung der Puppen ist
ebenfalls sehr veränderlich, von weisslichgrün über hell grün-
braun bis hellbraun. Die grünen Raupen ergaben stets helle
und grüne Puppen, die dunkleren waren von entsprechend
dunklen Raupen. (Siehe Tafel. Auf der Ober- und Unter-
Seite ist eine in der Körpermitte stärker werdende dunkle Mit-
x i
Mi
“
4
i
H. Zöllner. Plötzl. u. häuf. Auftret. v. Lygris pyropata i. Ostpr. 1915/16 201
tellinie vorhanden, welche meist gliedweise mehr oder weniger
stark gezähnt ist. Die Flügelscheiden haben dunklere, bei der
grünen Puppenform weissliche, aber stets scharf sich abhebende
Doppelstriche, welche dem Adernverlauf des fertigen Flügels
‚entsprechen. Am Flügelsaume sind die Doppelstriche meist
so verbreitert, dıss sie zu Fleckchen verlaufen. Der übrige
Teil ist meist symmetrisch mit dunkleren Fleckchen und Punkten
(auch Strichelchen) versehen. Die Schulterlinien sind von der
Mitte ab bis zum Ansatz der Flügelscheiden dunkel gezeichnet,
bei der grünen Form weisslich, und stets scharf hervortretend.
Die Entwickelung des geschlüpften Falters erfolgte auffallend
schnell und zu jeder Tageszeit, auch fängt der Falter, besonders
wenn etwas gestört, recht bald zu fliegen an.
Von all den vielen Faltern, die Verfasser und andere Samm-
ler hier zur Entwickelung brachten, war nicht ein einziger, der
eine nennenswerte Abweichung in der Zeichnung hatte. Dies
ist doch recht auffallend, wenn man die verschiedensten Raupen-
und Puppenfärbungen, von denen selten eine genau der anderen
‘gleicht, berücksichtigt. Die Art muss daher im hiesigen Flug-
gebiet als sehr konstant in der Zeichnung betrachtet werden,
nur in der Grösse waren einige Unterschiede festzustellen, in-
dem die c’0’ stets etwas kleiner waren als die 2%.
Zu der Tafel ist zu bemerken: Die obere Reihe zeigt,
stark vergrössert, drei Kopfpartien mit den anschliessenden Seg-
menten f) grüne Form mit braunem Kragen, a) braune Form
mit dunklem Kragen, b) einfarbig grüne Form, überall mit den
Wärzchen. Die sich rechts anschliessenden Glieder gehören zu
den mit Buchstaben bezeichneten Raupen a, b, c, d, f und g,
während I die etwa 20), stark auftretende dunkelste Form
zeigt. II hatte verschiedenerlei Gliederfärbung; auffallend rosa-
rot mit nur einem grünen Gliede vor den inneren Nachschie-
bern. Erstere Form ergab einwandfrei pyropata, letztere ging
kurz vor der Verpuppung ohne sichtbares Krankheitszeichen
ein. Die auf der Tafel befindliche Form d und f scheint wohl
die häufigste zu sein, denn von dieser waren es etwa 40°), g
etwa 20°/,, b (einfarbig grün) etwa 250/,, a, d,u. cd etwa 10,
50/, die übrigen Formen. Unter den eingetragenen Raupen
waren, allerdings unerkannt, etwa 8°/, Lygr.prunataund 1'/,00/°
associata, sodass wohl, ohne der späteren und ausführlichen
Unterschiedsbeschreibung der drei Arten vorgreifen zu wollen,
mit Recht gesagt werden kann: Die einfarbig grünen Raupen
vonpyropatasind von denen der Art associata (siehe Tafel I
Fig. b) und die grünen, mit scharfen braunen Zeichnungen ver-
202 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—
sehenen Raupen nach Fig. f auf der Tafel sind von denen der
Art prunata kaum zu unterscheiden. Sicher ist jedoch, dass
speziell die auf. Tafel II abgebildeten Raupen (bis auf II) alle
zur Entwickelung gebracht wurden, ‘demnach einwandfrei zur
Lygr. pyropata gehören müssen.
Neue Lepidoptera des Berliner Zoologischen
Museums.
Von M. Gaede, Charlottenburg.
I. Ostasiatische Thyrididen.
Striglina (?) schedeli nov. spec. Da der Rippenbau von
dem der typischen Striglina-Arten etwas abweicht, könnte
vielleicht später eine neue Gattung für diese Art aufgestellt
werden. Am Vfl entspringen die Rippen 2, 3 und 4 in
gleichen Abständen aus der Zelle, 5 etwas über 4, 6 auf 2/z
der Querrippe, 7 und 8 sind kurz gestielt, 9 nahe an 8, 10
und 11 weit wurzelwärts entspringend. Die Rippen des Hfls,
entsprechen denen der Gattung Betousa WIk. (Hypolamprus
Hmps.). Auch der Flügelschnitt zeigt leichte Abweichungen ;
am Vfl. ist der Vorderrand hinter der Mitte etwas eingedrückt,
der Aussenrand unterhalb von R, nach innen geeckt und am
Hfl. springt der Aussenrand an R, vor.
In der rötlichgelben Grundfarbe und den dunkel rotbraunen
Linien der Str. scitaria WIk. etwas ähnlich. Am Vfl. je ei-
ne schwache Subbasal- und innere Linie, die auf der Median-
rippe stark nach aussen vorspringt; von 3/, des Vorderran-
des 2 kräftige Mittellinien, die auf Mitte Innenrand, etwa 1,5
mm getrennt, münden; von der inneren .dieser beiden Linien
zieht senkrecht zu ihr eine dünne Linie zum Vorderrand und
schliesst dort einen grauvioletten Fleck ein, der Raum zwischen
den 2 Mittellinien ist rosa; aus dem gleichen Punkt am Vor-
derrand geht noch je eine kräftige Linie zum Innenwinkel und
zur Mündung von R;; zwischen diesen und im Apikalfeld noch
einige schwächere Linien. Auf dem Hfl. setzt sich die innere
Mittellinie des Vfl. leicht gebogen zum Innenrand fort, ebenso
die äussere beı R, am Aussenrand mündend und dazwischen
eine am Innenwinkel mündende Linie; ausser diesen ebenfalls
noch einige schwächere Linien; Fransen beider Flügel wie die
M. Gaede. Neue Lepidoptera des Berliner Zoologischen Museums. 203
Grundfarbe, an den Spitzen etwas bräunlich. Unterseite blasser,
mit den gleichen aber schwächeren Linien der Oberseite; ausser-
dem am Vfl. ein grosser schwarzbrauner Fleck um die helle
Querrippe und eine Verdunkelung zwischen den 2 Mittellinien
über R..
Spannweite 26 mm.
Type: 1% aus Japan, wahrscheinlich von Jokohama, Samm-
ler I. Schedel. Also eine neue palaearktische Art.
Rhodoneura (?) excavata nov. spec. Auch diese Art passt
nicht ganz zur Gattung Rhodoneura, da die Fühler des
deutlich kurz gewimpert sind und das vorgestreckte dritte Palpen-
glied nur kurz ist. Die Flügelform erinnert an Morova WIk.
aber der Rippenbau passt zu Rhodoneura Guen. mit der
Ausnahme, dass im Hfl in die Zelle von R, und oberhalb von
R, aus Wurzelstrahlen laufen, ähnlich wie bei Herdonia WIk.
Kopf, Thorax und Leib braun, nur am Ende gelblich.
Flügel schwefelgelb mit rötlich braunen Flecken. Am Vfl
eine schwache Subbasallinie und eine am Vorderrande verstärkte
innere Binde von !/, des Vorderrandes aus, die in der Sub-
medianfalte unterbrochen ist; Mittelbinde von !/; des Vorder-
randes aus, nur aus getrennten Flecken gebildet und dicht neben
der inneren Linie endigend; die äussere Binde bei 2/; des Vor-
derrandes aus einem breiten dreieckigen Fleck bestehend, dessen
Spitze fast bis R, reicht und am Vorderrand einen hellen Fleck
einschliesst; unterhalb R, eine Fortsetzung der Binde zum Innen-
rand, an ihren Rändern stärker verdunkelt; dicht am Apex ein
heller Fleck, der auf der Innenseite braun gerandet ist. Am
Hfl ist die Mittelbinde eine Fortsetzung des inneren Teils der
äusseren Binde des Vfls; im Wurzelfeld ein Netzwerk feiner
rotbrauner Linien auf etwas rötlicherer Grundfarbe als der Rest
des Flügels; der äussere Teil der Vfl-Binde setzt sich auf
dem Hfl schwächer bis etwa. R, fort. Fransen wie die Flügel
gefärbt. Auf der Unterseite ist am Vdfl, der dreieckige Fleck
am Vorderrand dunkler, der hintere Teil der äusseren Binde
rosa übergosssn.
Spannweite: 24 mm.
Type: 1 Jd' Tainan, Formosa, 5. IX. 07, Sammler Sauter.
Rhodoneura melli nov. spec. Aehnlich der Rh. poligra-
phalis WiIk. Palpen braun, letztes Glied lang, an der Wurzel
weiss; Kopf und Thorax graubraun, nach hinten hin weisslich;
Leib weissgrau mit gelbbraunem Afterbusch; Tibien und Tarsen
graubraun, letztere weiss geringt, Flügel weiss mit graubraunen
Querlinien’ Vdfl. mit dichteren Strichen am Vorderrand und
204 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
—
einem grösseren Fleck auf der Querrippe: frei von Strichen ist
das mittlere Drittel am Innenrand, der Innenwinkel und das
Apikalfeld zwischen R, und R,, in diesem ein feiner schwarzer
Punkt. Am Htfl. sind die Linien mehr bindenförmig vereinigt.
Unterseits am Vorderrand des Vfls graubraun, die Querlinien
bindenartig graubraun auf silberweissem Grund; am Apex 2
schwarze Punkte und innen davon ein etwa ovaler silberweisser
Fleck. Hitfl. silberweiss, die Bindenzeichnung nur am Vorder-
rand und nahe dem Innenwinkel deutlich.
Spannweite: 18 mm.
Type: 1 2 Canton, Ostfluss, 7. VIII. 09. Sammler Mell.
Ausserdem liegen mir noch folgende Thyrididen aus China
und Formosa vor, deren Vorkommen dort im Thyriden-Katalog
v. Dalla Torre’s meist nicht angegeben ist:
Striglina scitaria WIk. von Kanshirei, Str. glareola
Fld, (decussata Moore) von Kosempo, Formosa, Sammler
Sauter.
Rhodoneura acaciusalis WIk. (strigatula Fld.)
aus Hainan, Sammler Schoede.
Rh. exusta Bil. und Rh. argentalis WIk. von Canton,
Sammler Mell.
ll. Aethiopische Geometriden.
Petovia perversaria nov. spec. Sehr ähnlich einer ver-
düsterten dichroaria H.-Sch. Am Vfl. ist die gelbe Farbe
so stark durch grau überdeckt, dass sich nur noch die Rippen
etwas und der Aussenrand in gleicher Breite wie bei dichro-
aria noch schwarz davon abheben, um die Querrippe ist auch
noch eine Verdunkelung erkennbar. Der Hfl. ist einer normalen
dichroaria fast gleich, die Rippen eher weniger dunkel.
Unterseits der Vfl. gelb, garnicht verdüstert, Vorder- und
Aussenrand schwarzbraun, Rippen nicht dunkel. Hfl. gleich-
förmig graubraun, nur am Innenrand noch schmal gelblich.
Die Verdüsterung also gerade umgekehrt wie oben. Leib schwarz
mit schmal gelben Ringeinschnitten, seitlich und unten ganz
schwarz. |
Spannweite: 36 mm.
Type: 1 5 Durban, Natal, aus der Sammlung Wichgraf.
Aletis vicina nov. spec. (Maassen in litt.) Aehnlich hel-
cita Clerk. Bei d' und 2 ist der Leib grau, auch bei ganz
frischen Stücken, nicht schwarz wie bei helcita, und die weissen
Flecke sind grösser, fast immer zu einer durchlaufenden Binde
vereinigt. Die Subapikalbinde des Vfls. ist ungefähr doppelt
80 breit wie bei helcita, sodass der Unterschied gegen deren
M. Gaede. Neue Lepidoptera des Berliner Zoologischen Museums. 205
(meist 2) Flecke unterhalb R, weit mehr hervortritt; letztere
sind durch weissliche Bestäubung mehr oder weniger deutlich
mit der Subapikalbinde verbunden, was bei helcita nur aus-
nahmsweise für den oberen Fleck noch zutrifft. Am Hfl. sind
die weissen Randflecke etwas länger als durchschnittlich bei
helcita.
Typen: 1 0" 1 2 aus der Sammlung Maassen stammend,
als vicina bezeichnet, aber wohl nicht veröffentlicht. Ausser-
dem noch einige Stücke, alle aus S. Nigerien.
Aletis helcita dissoluta forma nova. Bei Ü und 2 geht
die schwarze Binde des Vdfls. in grossem Bogen um die Zelle
herum, die Subapikalbinde ist in 4 kleine Flecke getrennt, be-
sonders der zweite und dritte stehen weit von einander, während
der dritte und vierte sich noch berühren. Bei den fg kommt
diese Fleckteilung gelegentlich auch vor ohne dass die schwarze
Randbinde verschmälert ist. Für solche Uebergangsstücke ist
aber ein Name überflüssig.
Type: 1 1% Akoafım, Kamerun, 1914, Sammler Tess-
mann; ausserdem noch mehrere Stücke von dort.
Aletis heleita latifasciata forma nova. Am Vfl. die
schwarze Randbinde sehr breit und gleichmässig gebogen, nicht
mehr oder weniger in Feld 3 geeckt, bis zur Wurzel von Rz .
reichend und am Vorderrand bis weit innerhalb der Mitte; Sub-
apikalbinde breit und zusammenhängend, unter dieser 2-3
grosse längliche Flecke; Hfi. nicht von helcita abweichend;
am Thorax fehlt der vorderste weisse Mittelfleck dicht über den
Fühlern.
Type: 1 2 Kissakka, NO.-Tanganjika III. 97, Sammler
Ramsay; ausserdem noch Stücke von Langenburg, Nyassa-See
und Kamerun, alles nur 22.
Cartaletis libyssa fusciventris forma nova und C. mon-
teironis nigriventris forma nova. Libyssa Hopfer und mon-
teironis Druce unterscheiden sich nur durch ihre mehr rötlich-
gelbe oder mehr graugelbe Farbe und werden von Prout
in Genera Insectorum, Band 104, Oenochrominae, als
wahrscheinliche Formen der gleichen Art aufgeführt. Diese
Vermutung wird dadurch unterstützt, dass mir zu beiden eine
gleiche Unterform vorliegt, nämlich Stücke, bei denen die seit-
lichen weissen Flecken am Hinterleib stark verkleinert sind und
die sonst helle orangefarbige Unterseite stark rauchbraun ver-
düstert ist.
Type für libyssa fusciventris: 1 0’ Johannisburg,
Transvaal aus der Sammlung Wichgraf, ausserdem noch 2 2
206 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
und ein Uebergangsstück (2?) bei dem die 2 kurzen schwarzen
Seitenstriche am ersten Ring des Hinterleibes unten verbunden
sind.
Type für monteironis nigriventris: 1 2 Bismarck- _
gletscher, Kilimandjaro, 3000 m, II 1913, Sammler Dr. Chr.
Schröder; ausserdem noch ein 2 von Intsubana D. O. A. IX.
1883 Sammler Bachmann.
In den Annals of the Transvaal Museum Band 3, S. 195
beschreibt Prout eine Heterocrita deprensa, die sehr
ähnlich sein soll der H. discerpta Wlk. Worin die Aehn-
lichkeit besteht, wird nicht näher erläutert und aus Walkers
Beschreibung ist es natürlich nicht zu ersehen, dagegen werden
Strukturunterschiede angegeben, nämlich: Hinterschienen ohne
Mittelsporen und Rippenverlauf anders. Ich schlage daher für
deprensa Prout und die folgende neue Art den Gattungs-
namen Gentrochria vor.
Type der Gattung: Centrochria unipunctata nov. spec.
Sehr ähnlich der deprensa Prout. Kopf rot, Stirn und
Fühlerwurzel weiss, Thorax grün, Leib oben rotbraun, am Ende
mit gelben Ringeinschnitten, unten Leib und Beine braun.
Flügel hellgrün. Am Vfl. Costa fein weiss, dahinter schmal
rot bestäubt; der kleine Wurzelfleck innen bläulich, aussen rot;
Diskalfleck violettrot, dunkel und sehr klein (bei deprensa
grösser); ante- und postmediane Linie fein weiss, ganz wie bei
deprensa; Randlinie violettrot, Randflecke nicht blass violett,
sondern gelblich weiss, rosa bestäubt. Die Abbildung und Be-
schreibung dieser Flecke bei deprensa stimmen nicht recht zu-
sammen. Bei vorliegender Art sind sie so: Am Vfl. ein ganz
kleiner Mond zwischen R, und R,, daran anschliessend ein
Dreieck von R, bis R, mit Spitze auf R, und ein grösserer
Mondfleck von R, bis zum Innenrand. Am Hfil. ein sehr
schmaler dreieckiger Fleck von R, bis R, mit Spitze über R,
und ein etwas grösserer von R, bis zum Innenrand; die weisse
Mittellinie ist stärker gebogen als die Abbildung von deprensa
zeigt und ein Mittelfleck fehlt vollständig; die rote Linie am
Innenrand auf der ganzen Länge sichtbar; Fransen beider Flügel
rötlich und weiss gemischt. Unten heller, Vfl. am Apex rein
grün, Costalrand schwach rötlich; Randlinie und Fransen wie
oben, von den Randflecken ist nur der zweite am Vfl. zwischen
R, und R, schwach erkennbar.
Spannweite 27 mm.
Type: 1 2 „Ost-Afrika“, Sammler Kärger.
j
y
Rn
’i
M. Gaede. Neue Lepidoptera des Berliner Zoologischen Museums. 207
Clorodrepana sellata spec. nov. Aehnlich cryptochroma
Wrr. Kopf und Palpen aussen schwarz, Stirn und Fühler hell-
braun, Thorax dunkel blattgrün; Leib erster Ring ebenso,
zweiter und dritter mit kräftigem dunkelbraunem Schopf, Rest
graubraun; Beine und Unterseite graubraun. Vfl. dunkel
blattgrün, Vorderrand schmal bräunlich, nahe der Wurzel am
dunkelsten. Hfl. ebenso gefärbt, am Vorderrand bis etwa Mitte
der Zelle braun, über der Wurzel von R;, am hellsten. Rand-
linie beider Flügel dunkelbraun und schmal, Fransen braun.
Unten Vfl. braun, am Innenrand heller, Vorder- und Aussen-
rand gelb, der Apex mit braunem Fleck; am Hfl. Wurzel und
Innenrand gelb mit etwas rötlichem Schein; ausserhalb der
Querrippe bis zum Aussenrand dicht braun gesprenkelt.
Spannweite 32 mm.
Type: 1 2 Namjong b. Lolodorf, Kamerun, Samml. E. Conrad.
Rhamidava tessmanni nov. spec. Aehnlich amplissimata
Wlk. Palpen braun, Kopf weiss mit schwarzer Horizontallinie
und zwischen den Fühlern schwarz, Tegulae bräunlich, Thorax
und Leib gelblich weiss. Beide Flügel gelblich weiss wie am -
plissimata, Vorderrand des Vfl. fein braun gesprenkelt, die
braunen Querlinien dunkel und auch die innere deutlich. Da
letztere etwas weiter nach innen liegt, und die Wurzel von Rz
nicht berührt, liegt der kräftige schwarze Diskalfleck fast in der
Mitte zwischen den beiden Mittellinien, nicht '/, von der inneren
wie bei amplissimata. Die äussere Mittellinie am Vorder-
rand näher dem Apex; die Submarginale erreicht den Innen-
rand nicht, sondern endet etwas vor R,; Apikalfeld bis R,
graubraun; braune Randlinie nahe am Innenrand unterbrochen.
Fransen gelblichweis. Am Hifi. Mittellinie in Form und Stärke
ähnlich wie bei amplissimata; ein Diskoidalfleck bei dem
vorliegenden Stück nur rechts angedeutet; die braune Sprenke-
lung im Winkelfeld sehr schwach; Submarginale dünn und
scharf, fast parallel dem Aussenrand, ebenfalls in Feld 1 vor
dem Innenrand endigend; Randlinie braun, schwach, unter-
brochen, am deutlichsten zwischen R, und R,; Fransen gelblich
weiss. Unten am Vfl Vorderrand graubraun, Apikalfeld breiter
als oben und bis R, reichend graubraun, dunkler als oben.
Wurzel und Mittelfeld dicht braun gesprenkelt.
Spannweite 40 mm.
Type: 1 d' Benito Gebiet, Span. Guinea, 16—31. VIII. 06,
Sammler- Tessmann. Benannt zu Ehren des unermüdlichen
Forschungsreisenden, dem das Berliner Museum so viele wert-
308 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
=——
volle Sendungen verdankt, von denen jetzt hoffentlich nichts in
unrechte Hände gelangt.
Die Gattung Rhamidava (Type: straminata) besteht
aus 2 Gruppen:
a) Vfl am Apex spitz, Hfl auf Rippe 7 etwas geeckt.
L; e vorn zackig 1. stramineata WIk.
2. gerade 2. fulvata Drury
b) Vfl weniger spitz, Hfl Aussenrand gleichmässig gebogen.
5 Aussenfeld desVflsgelblichweiss 3. amplissimataWIk.
> am Apex graubraun 4. tessmannin. sp.
Ill. Südamerikanische Limacodiden.
Perola inscripta.nov. spec. Nach der undeutlichen Punkt-
reihe am Aussenrand des Vfls in die Nähe von subpunctata
Wik gehörend Vfl stark seidenglänzend umbrabraun im Innen-
feld, dessen wellige unbestimmte Grenze von der Mitte des
Innenrandes zum Vorderrand kurz vor dem Apex läuft. Von
der submarginalen Punktreihe sind diejenigen am Apex etwas
in die Länge gezogen, ihre Umgebung ist so dunkel wie das
Innenfeld, sonst ist das Aussenfeld ockerbraun. Hfl etwas
heller gelbbraun. Fransen beider Flügel dunkel graubraun mit
heller Grundlinie. Unterseite beider Flügel wie die des Hfls
oben, Fransen dunkel. Kopf, Palpen oben und Halskragen
ockerbraun, Thorax umbrabraun, Leib etwas heller besonders
seitlich, Palpen unten und Beine dunkelbraun.
Spannweite 31 mm.
Type: 1 5 St. Catharina aus der Staudinger-Sammlung.
Perola aequicolor nov. spec. Durch das völlige Fehlen
irgend einer Zeichnung von allen mir bekannten Perola- Arten
abweichend. Beide Flügel dunkelbraun, der vordere stark wellig
seidenglänzend, Der ganze Körper oben ebenso gefärbt. Unter-
seite der Flügel sowie Leib und Beine nur wenig heller als oben.
Fühlerschaft etwas heller, Palpen etwas dunkler als die Flügel-
oberseite. Trotz des abweichenden Aussehens sicher eine Perola,
da die Rippenbildung, Palpen und Mittelsporen der Hintertibien
die Art dorthin weisen.
Spannweite 45--48 mm.
Type: 1 „Brasilien“, ausserdem noch 4 d’d’ aus der
Staudinger-Sammlung.
Epiperola argentilinea nov. spec. Innenfeld des Vfis dunkel
graubraun, mit undeutlichem schwarzem Fleck auf der Quer-
rippe und weissem Wurzelstrahl auf der Medianrippe; mit
wenigen schwarzen Schuppen bestreut. Das Innenfeld ist be-
M. Gaede. Neue Lepidoptera des Berliner Zoologischen Museums, 209
grenzt von einer weissen Linie, die von !/, des Innenrandes
ausgehend, bis zur Teilung von Rippe 2 und 3 schräg grad-
linig nach aussen geht und dann im Bogen bei 3/, des Vorder-
randes endet. Aussenfeld am Apex bis R, grauweiss, nur
unmittelbar ausserhalb der Teilungslinie am Vorderrand so braun
wie im Innenfeld. Der übrige Teil des Aussenfeldes hell gelb-
braun mit graubraunem Mittelschatten. Hfl einfarbig braun
mit dunkler Randlinie, Fransen braun mit heller Grundlinie.
Unterseits Vfl am Apex grau, sonst braun, am Innenrand am
hellsten; Hfl braun mit dunkeln Schuppen bestreut; Randlinie
beider Flügel dunkelbraun, unterbrochen. Kopf, Thorax und Leib
graubraun, mit schwarzen Schuppen bestreut, Fühlerschaft weiss.
Spannweite 21 mm.
Type: 1 f Rio Songo, 1200 m, Brasilien 1896, Sammler
Garlepp, aus der Staudinger-Sammlung.
Epiperola radiata nov. spec. Körper und Flügel hellbraun.
In der Zelle des Vfls nahe der Wurzel ein schwarzer Punkt.
Auf der Medianrippe von der Wurzel an und auf Rippe 1 in
der Mitte des Vfls je ein weisser Strich. Von der Wurzel von
R, aus nach innen und von der Submarginallinie oberhalb von
R, bis zur Querrippe je eine dunkelbraune feine Linie. Die
Submarginale geht von ?/; des Innenrandes in einem Bogen,
der sich nach vorn hin dem Aussenrande nähert, zum Vorder-
rande kurz vor dem Apex; sie ist dunkelbraun, vorn innen
verwaschen begrenzt. Innerhalb dieser Binde sind die Rippen
2—8 mit Ausnahme von 6 weiss; hellere unscharf begrenzte
braune Flecke im äusseren Teil des Innenfeldes über R,, zwi-
schen R, und R, und über R,. Aussenfeld etwas dunkler braun,
mit dunkler Randlinie, Fransen braun. Hfl einfarbig braun wie
der Aussenrand am Vfl. Unten beide Flügel gleichmässig braun,
nur der Innenrand am Vfi aufgehellt.
Spannweite 20 mm.
Type: £ Rio Songo, 1200 m, Brasilien 1896, Sammler
Garlepp, aus der Staudinger-Sammlung.
Vereinsnachrichten.
Die Vereinsämter wurden im Jahre 1916 von nachstehenden
Herren verwaltet:
Vorsitzender: Hofrat Prof. Dr. phil. K. M. Heller,
Stellvertreter: Dr. phil. P. Denso,
Rechnungsführer: Kaufmann G. Kretzschmar,
Deutsche Entomologische Zeitschrift „Iris“ herausgegeben vom Entomologischen
Verein Iris zu Dresden. Jahrgang 1916, a
310 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Bücherwart: Amtstierarzt E. Möbius,
Schriftführer: Bausekretär A. Winckler,
Stellvertreter: Rechtsanwalt Dr. jur. G. Heusinger,
l. Redakteur: Dr med. H. Walther,
2. Redakteur: Amtstierarzt E. Möbius.
In Stellvertretung für den noch immer im vaterländischen
Dienst stehenden und von seinem Wohnsitz abwesenden Herrn
Dr. Walther, übernahm dankenswerter Weise der Vorsitzende
abermals die Redaktionsgeschäfte. Als Mitglieder wurden neu
| aufgenommen die Herren: Dr. R. Feustel in München, Prof.
Dr‘ A. Schweitzer in Zürich, Stabsarzt Dr. R. Wirtz in Düren
und Ing. H. Zöllner in Königsberg i. Pr. Mit der „Entomo-
logia* in Zürich und dem Oesterreichisehen Entomologen-Verein
zu Wien wurde Schriftentausch vereinbart. Durch den Tod
verloren wir die Herren: E. Biel in O’Porto, Prof. Blachier in
Genf, H. Calberla in Dresden, L. v. Heyden in Bockenheim und
A. Mees in Karlsruhe. Den Austritt erklärten die Entomolo-
gischen Vereine zu Karlsbad und zu Mühlhausen i. Th. Ge-
strichen mussten werden: H. Gauckler in Karlsruhe, Janet in
Paris, Johnas in Libau und das Dominion-Museum zu Wellington.
Aus den gleichen Gründen wie schon in beiden Vorjahren,
ist es leider auch diesmal noch nicht möglich gewesen, eine
genaue Uebersicht des tatsächlichen Mitgliederbestandes zu geben,
hoffentlich können im nächsten Jahre Angaben darüber ver-
öffentlicht werden.
Zu den Druckkosten seiner Arbeit „Be'trag der Kenntnis der
geographischen Verbreitung der Pyraliden und Tortriciden des
europäischen Faunengebiets“, trug Fürst A. v. Caradja in Bu-
karest einen namhaften Teil bei. Auch der Bibliothek sind
wiederum zahlreiche Zuwendungen an zum Teil wertvollen
entomologischen Schriften und Sonderdrucken gemacht worden.
Allen Herren, die uns durch Stiftungen erfreuten, sei hiermit
nochmals für ihre so schätzbare Freigebigkeit der wärmste Dank
zum Ausdrucke gebracht.
Wir hoffen trotz der durch die Kriegslage bedingten er-
schwerenden Umstände auch ferner die Zeitschrift in gleichem
Umfange wie bisher herausgeben zu können und bitten die ver-
ehrlichen Mitglieder uns darin in jeder Weise unterstützen zu
wollen.
Von den Vorführungen und Besprechungen an den Vereins-
abenden ist auszugsweise wie folgt zu berichten:
12. Januar 1916: Herr Seiler bringt über Callimorpha
dominula L. nachstehendes zur Besprechung und Vorlage:
Vereinsnachrichten. 311
Zunächst zeigt der Vortragende die Stammform, die aus
Freilandraupen der Dresdener Umgebung gezogen wurde. Eine
beträchtliche Reihe benannter und unbenannter Spielarten ver-
anschaulicht die ausserordentliche Abänderungsmöglichkeit dieser
Art hinsichtlich der Färbung der Hfl., sowie Anzahl, Form und
Farbe der Flecke auf Vfl. und Hfl. Hierunter befinden sich
Stücke, deren Rot die verschiedensten Abstufungen zeigt, vom
Karmesinrot der Stammform ausgehend, zum Hellrot, Mennigrot,
Gelbrot bis schliesslich zum Gelb der, in den Händlerlisten an-
geführten ab. flava, die von ÖOberthür in seinen „Etudes
de L’epidopterologie comparee“ Bd. V als v. lutescens Obth.
beschrieben und in Bd. VI desselben Werkes abgebildet ist.
Diese Form ist ausser in Frankreich und England mehrfach
in Deutschland und auch schon in Dresden gezogen worden.
Einem Züchter in Thüringen gelang es durch fortgesetzte Zucht
gelber Stücke rassereine Tiere zu erhalten. Als Spielart der
roten Stammform ist die v. insubrica Wackerz. erwähnenswert.
Sie wurde in der Stettiner Entom. Zeitung 1890, S. 216 be-
schrieben. Die Hfl. haben ein weit intensiveres Dunkelrot als
die Stammart, die schwarzen Flecke sind zu einer Randbinde
vereinigt und die hellen Flecke der Vfl. stark vermindert, sie
ähnelt im Gesamtaussehen der v. italica Stndf., die indessen
gelbe Hfl. hat. Ihr Vorkommen ist in den südlichen Alpentälern
festgestellt worden. Irrtümlicherweise wird im Katalag von
Staudinger-Rebel v. insubrica unter den Formen mit gelben
Hfln. aufgeführt und ist dieser Fehler auch auf andere entomo-
logische Werke, leider auch auf Seitz, übertragen und ein
Widerspruch mit der Urbeschreibung hervorgerufen worden.
Die ab. romanovi Stndf. ist das Ergebnis einer Kreuzung der
Stammform mit der gelben v. italica Stndf. und besitzt rote
Hfl. Sie ist vom Autor in seinem „Handbuch der paläarktischeu
Grossschmetterlinge für Forscher und Sammler“ beschrieben und
in verschiedenen Formen abgebildet.
Eine weitere rote Form ist die v. bith ynica Stgr., sie ähnelt
der Stammart, doch sind die Flecke der Vfl. nicht weiss, son-
dern dottergelb gefärbt und nicht zu verwechseln mit den
Stücken, die man häufig bei den Zuchten unter der Stammform
mit erhält, deren Flecke aber nur einen gelblichen Anflug be-
sitzen. Von den Spielarten mit gelben Hfl. ist zunächst die
schon genannte v. italica Stndf. zu erwähnen, die besonders
Dannehl aus den Abruzzen in den Handel brachte. Bei den
Formen’v. persona Hb. und v. donna Esp. ist das Gelb der Hfl.
nur noch durch einen schmalen Wurzelstrich oder wenige kleine
919 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Fleckchen angedeutet; v. domina Ib. ist identisch mit v. denna
Esp. Die Form v. rossica Stndf, aus dem Kaukasus ist von
Standfuss in der „Jris* Bd. 1 S. 26 beschr eben, sie unter-
scheidet sich von v. Iutescens Obth. (ab. Nava) durch die hell
metallgrünen Vfl. mit zumeist weissen Flecken -und das helle
Strohgelb der Hfl. Bei v. lusitanica Ster., siehe „Lris“ Bd. VII,
S. 256, sind die II. und die Flecken der Vf. gelb‘ sie fliegt
in Portugal, ebenso die ab. bieli Stgr., deren Ill. mennigrote
Färbung besitzen. Die meisten der angeführten Spielarten wurden
vom Vortragenden selbst gezüchtet, wie auch mancherlei Kreu-
zungsversuche von ihm vorgenommen, die in sehr reichhaltigen
Reihen die verschiedenartigsten Ergebnt se zeitisten, die zur
Vorzeigung gelangen Durch fortgesetzte Nachzuchten, zu denen
immer die dunkelsten Stücke ausgewählt wurden, erhielt der
Thüringer Züchter sark verlunkelte Formen der romanovı-Reihe,
die total schwarze IIfl, haben und bei denen die Flecke der Vfl.
bis auf kleine Reste verschwunden sind. Auf die vielen im
Werke von Seitz angeführten Abarten wird ihrer fast allgemein
recht unerheblichen Abweichungen wegen geyenü,er den be-
sprochenen, vom Vortragenden nicht weiter eingegangen.
16. Februar: Zum Vergleiche sind von den Migliedern
die Vertreter der Geometriden-Gattung Hybernia mitgebracht
worden. Die Erscheinungszeit dieser Spanner fällt bei einigen
Arten ins zeitige Frühjahr, bei anderen in den Spätherbst, also
in die kälteren Monate des Jahres, weshalb sie auch Frostspanner
genannt werden. Die Hybernia-Weibchen haben alle mehr oder
weniger stark verkürzte Flügeistummel und sind darum nicht
flugfähig. Herr Seiler berichtet über die einzelnen Arten fol-
gendes: H. rupicapraria Hb. erscheint im März bis April,
sobald die Schlehen blühen. Die fc schwärmen bei Eintritt
der Dunkelheit, die 22 sitzen an den Zweigen der Schlehen-
büsche und sind durch Klopfen in den Schirm leicht zu erhalten.
Die südliche Form ab. ibicaria H.S. ist dunkler und weniger
gezeichnet, einige J’JZ’ aus Bornich a. Rh. werden vorgezeigt.
H. bajaria Schiff erscheint im Herbste, sie ist in Mitteleuropa
verbreitet, soll auch schon bei Dresden gefunden worden sein.
Ab. sorditaria Hb fliegt mehr im Süden, ein 0’ aus dem
Wiener Prater wird vorgelegt. Während Spuler und Seitz diese
Spielart zu bajaria stellen, ist sie im Kataloge von Staudinger
und Rebel bei leucophaearia Schiff. eingereiht, freilich
mit einem ? versehen. Von dieser, sehr stark variierenden Art
liegt eine grössere Serie vor. Sie ist durch ganz Europa ver-
breitet und erscheint im zeitigen Frühjahre, schon oft im Fe-
u
Vereinsnachrichten, 213
»
mn
bruar an sonnigen Tagen. Die weiss und grau gemischte
Flügelfärbung zeigt alle Abstufungen und Schattierungen. Be-
nannte Spielarten sind ab. marmorinaria Esp. mit schwarz ver-
dunkeltem Basal- und Saumfeld der Vfl, ferner ab. merularia
Weymer, vollständig schwärzlich gefärbt und zwar sowohl im
männlichen als auch weiblichen Geschlechte. Es kommen auch
einfarbig verdunkelte SS’ von brauner Färbung vor, die besonders
beim auffallenden Sonnen] chte, wenn die Falter an den Eichenstäm-
men ruhen, leuchtend hervortritt; die Form wurde ab. subrufaria
Uffeln benannt. Eine weitere Form mit stark verdunkeltem
Mittel- und hellerem Wurzel- und Saumfelde ist ab. medio-
obscuraria Uffeln benannt worden. H. aurantiaria Esp. im
Spätherbst bis Anfang November oft zahlreich, selbst inmitten
der Grosstädte abends an den Laternen schwärmend. Die dd
sind hell- bis zitronengelb, die 22, mit ganz kurzen Flügel-
stummeln, rötlichbraun gefärbt.
ab. fasciaria Linstow hat dunkle Binden quer über
die Vfl.
ab. fumipennaria Hellw., von Prof. Hellweger zuerst bei
Innsbruck aufgefunden, hat einfarbig dunkelbraun verdüsterte
Vfl. und Hfi, die Vfi. besitzen gelbe Franzen.
H. marginaria Bkh. überall häufig im März und April,
abends fliegend, tagsüber an Baumstämmen, mehr aber im ab-
gefallenen Laube sitzend und dann schwer zu erkennen. Die
rötlichbraunen Flügellappen der 22 haben dunkle Binden. Die
dd‘ variieren von hellbraun bis dunkelockergelb. Die Spielart
rufipennaria Fuchs ist rostrot, fein schwärzlich bestäubt und
von ab. denigraria Uffeln mit dunkel angelegten Wurzel- und
Saumfeldern kaum verschieden. Die Form ab. ftuscata Harris
aus England bez. Schottland, ist schwärzlich verdunkelt, die
?? sind total schwarz. (Nach Rebel mit ab, denigraria Uffeln
zusammenfallend,)
Eine weitere braune Form, bei der die Querstreifen auf
den Vfl. fehlen, wurde ab. unistrigaria Uffeln benannt. H. de-
foliaria Cl., ebenfalls stark variierend, fliegt mit aurantiaria
zusammen allenthalben im Spätherbste. Stücke südlicher Her-
kunft sind wesentlich grösser als solche aus nördlichen Gegenden
stammend. Die Spielart ab. obscura Helfer (nigrofasciata
Neuburg) hat breite dunkle Bänder auf den Vfl., ab. obscurata
Stgr. (ab. brunnescens Rebel) ist eine rötlichbraune Form,
mit deutlichen Querstreifen und Mittelpunkt auf den Vfl., ab.
holmgreni Lampa (compressaria Rothke) ist nach Rebel ab. ob-
scurata Stgr., doch ohne Querstreifen und Mittelpunkten,
214 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Ab. progressaria Haverk. ist eine einfarbig braune Form,
ähnlich der ab. obscurata Stgr., doch hat sie noch dunkle Quer-
streifen, wie die ab. obscura Helfer, vereinigt also die Kenn-
zeichen dieser beiden Spielarten auf sich. Von allen den be-.
sprochenen Arten werden vom Vortragenden eine grössere Reihe
von Belegstücken vorgezeigt. _ |
1. März: Herr Möbius spricht über die Schmetterlinge
Bulgariens. Der Vortrag gründet sich allerdings nicht auf eigene
Anschauungen, oder eigene in diesem l,ande ausgeübte Sammel-
tätigkeit, sondern auf Rebels „Studien der Lepidopterenfauna
der Balkanländer“ und mehrere in verschiedenen entomologischen
Zeitschriften und Fachblättern zerstreut vorgefundene Veröffent-
lichungen und Mitteilungen. Nach einleitender Schilderung der
geographischen Verhältnisse, Bodenbeschaffenheit, Klima und
Flora Bulgariens, werden die hauptsächlichsten in diesem Lande
bisher beobachteten Falter, insbesondere die Lokalformen, be-
sprochen. Im allgemeinen wird die bulgarische Schmetterlings-
fauna als artenarm bezeichnet, dabei aber betont, dass das Land
lepidopterologisch durchaus noch nicht erschöpfend durchforscht
ist. Es ist nnr eine geringe Zahl von Entomologen bekannt,
die mit Erfolg in Bulgarien tätig gewesen sind. Neben Rebel,
Lederer, Haberhauer und wenigen anderen, ist vor allem der
Landesfürst, König Ferdinand, zu nennen; dieser sammelte sehr
fleissig und befasste sich auch mit Schmetterlingszuchten.
Im Anschluss an den Vortrag zeigt Herr Bang-Haas eine
grössere Anzahl der vornehmlichsten bulgarischen Falter vor.
Es sind dies: Thais cerisyi God., Parnassius apollo v.
rhodopensis, Pieris krueperi Stgr., P. chloridice
Hb., Leptidia duponcheli Stgr., Colias myrmidone
v. baleanica Reb,, Melanargia larissa Hb., Erebia
gorgev.rhodopensis Stgr', E. melas Hbst., Coeno-
nympha leander Esp, Lyeaena anteros Fır, L.
eros v. eroides Friv, Leucania“balcania, Am-
phipyra micansLd., Cleophana olivina, v. op-
posita Ld, Cucullia celsiae H.S.,, Acontia urania
Friv, Larentia putridaria v. bulgariata Mil,
Hybernia declinans Steger, Phragmatobia pla-
cıda Friv, Sesia lanipes Ld, Cossus balcanicus
Ld., Crambus biformellus Rbl.
Herr Heller legt darauf noch einige Bilder der bulgarischen
Hauptstadt Sofia und Umgebung vor.
15. März: Herr Schopfer spricht über Larvengehäuse der
Trichopteren. Die Larven dieser manchen, namentlich lang-
Vereinsnachrichten. 215
fühlerigen Lepidopterenarten, z. B. der Gattung Adela äusserlich
ähnlichen Neuropteren, leben fast alle ausschliesslich im Wasser,
wo sie aus den verschiedenartigsten, sich dort vorfindenden
Baustoffen wunderliche, köch&förmige Schutzhülsen anfertigen.
Die Larven bewegen sich kriechend und ziehen dabei den
Köcher, der den dünnhäutigen Hinterleib vor Verletzungen zweck-
mässig schützt, hinter sich her. Diese Gehäuse erinnern vielfach
an die von Psychiden-Raupen hergestellten Säcke. Aus der
vom Vortragenden gezeigten interessanten Gegenüberstellung von
Trichopterengehäusen und Psychidensäcken seien hier beispiels-
weise nachstehend angeführt:
( Glyphotaelius pellu- Pachytelia unicolor
& cidus Retz. Hufn.
= |Stenophylax lati- Pachytelia vilosella O. a:
Dur) 7 >
S,,;, pennis S
3 }Limnophilus sub- Psyche viciellaf[&
= | centralis Br. Schiff, =
= !Limnophilus nigri- Phalacropterix gras-
| ceps Zt. linella B.
Jede Gattung zeigt ihre eigentümliche Bauweise, die im
allgemeinen streng eingehalten wird, meistens werden auch
immer wieder die gleichen Baustoffe dazu verwendet, soweit
die Umgebuxg ihnen diese liefert. Hauptsächlich kommen zur
Anwendung: Grashalme, Pflanzenstengel, Blattreste und Holz-
stückchen, die sich die Larven zurecht schneiden, auch Sand,
Steinchen, kleine Gehäuse von Tellerschnecken, Muschelschalen,
Käferflügeldecken u. a. sind beliebte Baumittel. Eine reich-
haltige, sauber präparierte Zusammenstellung von Trichopteren-
Gehäusen wird vorgelest und zeugt von dem Gestaltenreichtum
dieser merkwürdigen Larvenwchnungen.
10. Mai: Von Herrn Heller wird ein Kriegsgefangener,
eine Walzenspinne Galeodes graecus Ü. Koch aus Maze-
donien lebend vorgeführt. Dieser Vertreter der im Orient recht
häufig vorkommenden Walzenspinnengattung ist etwa 6 cm gross
und mit kräftigen scherenartigon Chelizeren ausgerüstet. Der
Biss der Walzenspinnen wird gefürchtet, nach neueren Unter-
suchungen (vergl. O. Taschenberg, „Die giftigen Tiere“, Stutt-
gart 1909) fehlen aber dem Tiere Giftdrüsen, immerhin ist
durch den Biss aber eine Infektion möglich. In der Gefangen-
schaft verweigerte die Spinne die freiwillige Nahrungsaufnahme.
schien aber aus vorgehaltenen Mehlwürmern, in die sie wütend
biss, die nötige Ernährung zu entnehmen.
Herr -Möbius zeigt einen Crataeguszweig mit einer grossen
216 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916,
Anzahl angehefteter Puppen von Aporia crataegiL. Die
Raupen stammten aus dem Maasgebiete in Nordfrankreich.
14. Juni: Von Herrn Möbius wird ein, nach zweimaliger
Ueberwinterung geschlüpfter weiblicher l’alter von Lasiocampa
quercus ], gezeigt. Alle Flügel sind äusserst dünn beschuppt.
Während nun die Schuppen ‚der Vfl. ockergelb, also weiblich,
gefärbt sind, zeigen die Hfl. eine braune Färbung, wie sie den
männlichen Faltern eigen ist. Sämtliche Flügelbinden sind nur
ganz verschwommen angedeutet.
5. Juli: Herr Heller meldet das Ausschlüpfen eines Rüs-
selkäfers, Hypera trilineata Marsh., dessen tönnchen-
förmiges, an einen Pflanzenstengel (Silene nutans) angeheftetes
Gespinst vor kurzem vorgezeigt worden war. Die dünnhäutige,
durchsichtige Wandung der Hülle liess die unaufhörlichen und
äusserst lebhaften Puppenbewegungen, die zu den Eigentümlich-
keiten dieser Gattung gehören, deutlich wahrnehmen. (Vergl.
Ent. Zeitung, Stettin, 43. Jahrg. 1882 p. 138).
26. Juli: Derselbe berichtet unter Vorlage der betref-
fenden Schrift über: J. Bolle „Die Bedingungen für das Ge-
deihen der Seidenraupenzucht“ (Flugschrift der deutschen Ge-
sellschaft für angewandte Entomologie No 4; 1916, Preis 1,60),
die ihn in seiner Ansicht bestärkt, dass diese Bedingungen,
vor allem die klimatologischen, in der Dresdener Gegend nicht
vorhanden sind.
Ferner kommt Herr Heller nochmals auf das bereits in
einer früheren Sitzung vorgelegte und damals noch unbekannte
Gespinnst, das in einem Staarenkasten in Dresden aufgefunden
worden ist, zurück, und spricht es für das von Aphomia sociella
L. an. Nach Zinken (1821) lebt die Raupe dieser Motte in
den Nestern der Mauerbiene in einem gemeinschaftlichen Ge-
spinnste, nach Treitschke (1832) gesellschaftlich in den Nestern
der Steinhummel. Westwood (1836) berichtet von dem Fund
eines Raupennestes mit 2--300 Puppengespinsten in einem
hohlen Baume, Robinia pseudacacia L. Herrich-Schäffer erwähnt
die Raupe aus Hummel- und Wespennestern. Wiesenhütter
(1878, Ent. Zeit. Stettin, S. 313) fand in einem Kirschbaume
das Nest eines Buntspechtes, das später von Blaumeisen bewohnt
wurde, aus Haaren, Federn, Wolle, Grashalmen und dem Ge-
spinste von Aphomia sociella bestehend, so dass die Verwen-
dung dieses Stoffes zur Nestpolsterung nicht vereinzelt dasteht. —
Herr Zerling gibt unter gleichzeitiger Vorzeigung einer recht
umfangreichen Varianten-Reihe, einen ausführlichen Bericht über
seine Zuchtergebnisse verschiedener Lycaena- Arten unter
[3
Vereinsnachrichten. 217
——
Temperatur- und Feuchtigkeitseinwirkung, wobei bemerkens-
werte Aberrationen erzielt wurden. Er führt folgendes aus:
Im Jahre 1913 erhielt ich aus Erfurt eine Anzahl im gleichen
Frühjahr gefangener Falter von Lycaena damon Schiff.
und L. coridon Poda. Mehrere 29 dieser Arten erregten
durch ihre auffällig starke Blaufärbung meine besondere Auf-
merksamkeit. Gewöhnlich tritt diese Blaufärbung bei den 22
von damon nur in geringem Umfange an den Flügelwurzeln
auf, gelegentlich auch kommen blauweisse Randpunkte vor. Da
nun der Juni, also die Zeit der Verpuppung dieser Lycaeniden-
Raupen, im Jahre 1913 sich durch ungewöhnliche kühle und
nasse Witterung auszeichnete, liessen mich meine schon früher
gemachten Beobachtungen und Erfahrungen vermuten, dass die
Blaufärbung mancher Lycaeniden-? % hauptsächlich darauf zu-
rückzuführen sei, dass die frischen Puppen dem Einflusse grös-
serer Feuchtigkeit in Verbindung mit niedrigen Wärmegraden
ausgesetzt gewesen sind. Um nun die Richtigkeit meiner Ver-
mutung festzustellen, beschloss ich die Zucht von Lycaeniden
mit dem Endziele, blaugefärbte 2? zu erhalten. Erst in diesem
Jahre aber war es mir möglich, meine Absicht zur Ausführung
‘ zu bringen und das erstrebte Ziel zu erreichen. Ein grössere
Anzahl ziemlich erwachsener Raupen von L. damon erhielt ich
durch die Liebenswürdigkeit des Herrn G. Jüngling in Regens-
burg. Fast ohne Verlust brachte ich die Raupen zur Verpup-
pung und stellte die frischen Puppen möglichst sofort in den
Keller. Hier legte ich sie in eine Metallschale, stülpte eine
Gazeglocke darüber. die ich mit recht nassen Tückern überdeckte.
Die Temperatur betrug + 10° C.; sämtliche Puppen wurden
28 Tage hindurch in dieser Temperatur belassen, aldann ins
Zimmer genommen. An den Tagen vom 10.—12. Juni, die
einen grossen Wettersturz mit sehr niedrigen Temperaturen,
zwischen + 3—7° 0. schwankend, brachten, legte ich eine
Anzahl ebenfalls frischer Puppen auf ein Zinkblechdach ins
Freie und behandelte sie in gleicher Weise, wie oben geschildert.
Diese Versuche ergaben bei sämtlichen zur Entwickelung ge-
langten weiblichen Faltern eine mehr oder weniger ausgedehnte
Blaufärbung. Bei einem grossen Teile der Falter, sowohl J’d" als
auch $%, sind ausserdem auf den Flügelunterseiten sämtliche Augen
mit Ausnahme der Mittelmonde verschwunden =ab. caeca Oourv.
Bei den übrigen Faltern schwankt die Zahl der Augen auf der
Unterseite der Vfl. zwischen 1 bis 4 Augen, die Hfl.-Unterseiten
sind jedoch sämtlich augenlos = ab. paucipuncta.
Dieselbe Behandlung mit Puppen der L. icarus Rott ergab
218 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
bei vielen 22 eine zum grossen Teile sehr ausgedehnte Blau-
färbung = amethystina Gillmer. Oefters ist auch ein breiter
schwarzer Randsaum oder auch noch eine ausgedehnte Schwarz-
färbung von den Flügelrändern her, vorhanden. Auf den Flügel-
unterseiten treten vielfach Verschmelzungen und Zusammen-
fliessungen der Augen und Punkte ein, die den Nebenformen
ab. arcuata Courv., ab. semiarcuata Courv., ab. arcuata-
retrojuncta Courv. u. a. angehören. Auch die JS zeigen
diese Verschmelzuugen, wenn auch nicht so stark hervortretend ;
es verschwinden hier auch teilweise die Randmonde. Bei den
22 von L. bellargus Rott. entsteht bei gleicher Behandlung
sehr oft ein tiefdunkles Blau mit starker Schwarzfärbung. Die
d’d‘ zeigen sämtlich auf den Hfl. oberseits recht stark ent-
wickelte Randpunkte, unterseits starke Verdunkelung des Farben-
tones und ebenfalls Verschmelzungen der Augen und Punkte.
Diese Versuche bestätigen also meine Annahme, dass mäs-
sig erniedrigte Temperatur, sowie Feuchtigkeit auf Puppen
längere Zeit einwirkend, eine beträchtliche Umgestaltung der
Flügelfärbung, wie auch auf die Grösse, Form und Anzahl der
Augen und Punkte auszuüben vermögen.
2. August: Durch Herrn Möbius werden zwei schöne,
stark verdunkelte Argynnis- Falter vorgelegt. Der eine A.
niobe, var. eris Meig. wurde im Juli d. J. in Oberstdorf im
Allgäu gefangen, während der andere A. aglaja L. aus einer
Dresdener Raupe erzogen wurde.
9. August: Herr Heller berichtet, weil z. Z. von allge-
meinerem Interesse, über: Experimentelle Untersuchungen zur
Frage der Läusebekämpfung von Prof. Dr. Albrecht Hase, Jena.
Die gründlichen und umfangreichen Versuche des Autors haben
zu der Erkenntnis geführt, dass wir in Kreosolseifenlösung,
Karbolsäure und Kreosolnatronlösung ausreichende Mittel zur
Bekämpfung der Parasiten besitzen und das erstere in 3 bis 50),
Lösung in einer, in 1°/, Lösung in 4 Stunden Läuse und Nisse
tötet.
23. August: Herr Marquardt legte einige hervorragend
schöne Spielarten vor, nämlich zwei farbenprächtige Arctia
caja L, ein d’ von Endromis versicolora L. und eine
Catocala sponsa L.
4. Oktober: Von Herrn Möbius wird ein, von ihm am
1. d. M. am Stamme einer Linde im Ostragehege zu Dresden
lebend gefangener fremdartiger, unbekannter Käfer vorgelegt.
Herr Heller bestimmt ihn als einen Vertreter der Prioniden-
Gattung Parandra und als brunnea F., die in Nordamerika
Vereinsnachrichten. 319
ee — —
vorkommt. Die Nachbarschaft des an die Fundstelle angrenzen-
den Elbhafengebiets lässt mit Sicherheit darauf schliessen, dass
das Tier mit Schiffsfrachten über den Ozean gelangte und dann
von Hamburg aus hier eingeschleppt worden ist.
18. Oktober: Herr Walther, z. Z. hier auf Heimaturlaub
weilend, berichtet, dass er auch in Feindesland der Entomologie
treu geblieben ist und in dienstfreien Stunden kleinere Ausflüge
zwecks Beobachtungen und Fang von Lepidopteren unternommen
hat. Namentlich in Frankreich traf er recht gute Flugplätze
an, die infolge vorhandener ausgedehnter Oedlandstrecken und
der lässig betriebenen Forstwirtschaft, die den Insekten die gün-
stigten Lebensbedingungen darbieten, von zahlreichen Faltern
belebt waren. Leider aber war während des ganzen Sommers
die Witterung meist recht nass und kühl und gute sonnige
Fangtage sind nur wenige zu verzeichnen gewesen, trotzdem ge-
lang es dem Berichterstatter, eine ziemlich grosse Anzahl von
Tagfaltern und Geometriden zu erbeuten. Vorgelegt wird ein
Kasten mit Lycaeniden, die hauptsächlich aus Frankreich und
Belgien, zum kleineren Teile aus der Gegend von Kelheim a. d.
Donau stammen. Es sind folgende: L. icarus Rott., L. bel-
largus Rott, ab. ceronus Esp., L. coridon Joda, L.
minimus Fuesl., L. semiargus Rott, L. cyllarus
Rott . u.a. —
Herr Möbius teilt unter Vorlage der erzielten Falter seine
Erfahrungen über die Zucht des südlichen Schwärmers Deile-
phila dahli H. G. aus dem Ei mit Ferner zeigt er einen
in Oberstdorf im Allgäu erbeuteten albinotischen Falter von
Melitaea dietynna Esp. und ein $ von Lasiocampa
gquercus L. vor. Von diesem Spinner ist nur der Umstand
erwähnenswert, dass er an einem sehr heissen Julitage lebhaft
im Sonnenschein schwärmend, erbeutet worden ist. Der Falter
hatte sich fast schon völlig seines Vorrates an Eiern entledigt
und setzte in der Gefangenschaft nur noch drei Stück ab, die
sich zu kräftigen Raupen und Puppen entwickelten und als
letztere z. Z. der Ueberwinterung entgegen gehn.
25. Oktober: Von Herrn Walther wird abermals ein
Kasten grösstenteils von ihm in Frankreich gesammelter Lepi-
dopteren vorgelegt. Es befinden sich darunter mehrere Arten
von Dianthoecien, Acontia luctuosa Esp. Toxo-
campa viciae H, Larentia designata Rott, L.
procellataF,L. blomeri Curt, Abraxas grossu-
lariata L, A. sylvata Se, A. marginata L., A.
adustata Schif., Bapta bimaculataF, Boarmia
%
520 Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1917.
u
angularia Thnbg, B. lichenaria Hufn. u. a. m., aus-
serdem Diphtera alpium in Mehrzahi aus Kaiserslautern.
Herr Seiler zeigt 4 stark verdunkelte Formen von Ar-
gynmnis-Faltern vor, nämlich 3 A. laodice Pallas und
1 A. paphia L., sie wurden sämtlich in ÖOstpreussen ge-
fangen.
1. November: Herr Ayrer legt einen Teil seiner im Laufe
des Jahres in der Umgebung von Dresden gesammelten Falter
vor. Den Erläuterungen zu dieser Ausbeute ist folgendes zu
entnehmen:
Aporia crataegi L. flog Ende Mai ziemlich häufig
im Müglitztale und in der Oberlössnitz. Die Zwergform von
Argynnis selene Schiff. (ab. parva) selenia Frr.
und A. paphia L., ab. 2 valesina Esp. vom Keulenberge
bei Pulsnitz, Zephyrus betulae L., sowie ein ausserge-
wöhnlich dunkles Stück von Chrysophanus phlaeas L.
gen. aest. eleus F. aus der Oberlössnitz sind bemerkenswert.
Durch Zucht wurden sehr grosse 22 von Gastropacha
quercifolia L. eızielt und mit diesen erfolgreiche Anflug-
versuche unternommen. Der Laternenfang im Grossen Garten
ergab: Charaeas graminis L., Xanthia gilvago Esp.
und X. ocellarius Bkh. Vom Köderfang sind hervorzuheben:
Celaen amatura Hufn.,, Cloantha polyodon Cl, Hy-
droecia micacea Esp, Mesogona oxalina Hb,
Zanclognatha tarsipennalis Tr. Aus der Reihe der
erbeuteten Geometriden sind Acidalia moniliata F., La-
rentia fulvata Forst, L. bicolorata Hufn., L. olivata
Bkh., Tephroclystia venosata F., T. succenturiata L,,
Ennomos fuscantaria Hev. und E. quercinaria Hb.,
von den Glasschwärmern Sesia empiformis Esp. und
muscaeformis View. zu erwähnen.
Schliesslich ist noch von zwei gemeinschaftlichen Ausflügen
mit Damen zu berichten. Die Teilnehmer wanderten am 21.
Mai von Langenhennersdorf nach Zwiesel und Gottleuba, am
24. September von Klingenberg nach der sehenswerten Talsperre
und Pretzschendorf. Prächtiges Wetter, das die besuchten Plätze
im besten Lichte erscheinen liess, trug wesentlich zum befrie-
digenden Gelingen beider Unternehmungen bei, sodass sich die
Beteiligten der gemeinsam verlebten Stunden ungestörten Natur-
genusses wohl gern erinnern werden.
Dresden, Ende Oktober 1916.
A. Winkler,
z. Z. Schriftführer,
Bücherbesprechungen. 221
Bücherbesprechungen.
Schultze, Arnold, Die Charaxiden und Apaturiden der Kolonie Kamerun
eine typographische und biologische Studie, mit Tafel IX—XIV
1 Karte und 2 Textfiguren. (Archiv f. Biontologie B!. IV, Heft 1)
Diese prächtige, von anschaulichen Schilderungen des Lebens und
Treibens der stolzen Charaxiden in den üppigen Tropenwäldern Kameruns
belebte Monographie ist die Frucht einer 5jährigen Forschung des Ver-
fassers während der Jahre 1903 bis 1906 und zuletzt 1910/11 als Mit-
glied der II. Innerafrikaexpedition des Herzogs Adolf Friedrich zu Meck-
lenburg. Es ist keine monotone Beschreibung von Arten und Formen,
sondern ein fesselnder, wissenschaftlicher Jagdbericht, vornehm ausge-
stattet mit 4 kolorierten, prachtvollen, nach Aquarellen des Verfassers
und von Werner u. Winter hergestellten Tafeln mit Entwicklungsformen
einiger Charaxiden, einer Lichtdrucktafel seltener Charakterformen, einer
Tafel mit 6 photographischen Aufnahmen üppiger Tropenlandschaft und
einer Versammlung von Charaxesfaltern um Jeopardenlosung. Eine Ueber-
sichtskarte Kameruns ergänzt wesentlich die topographischen Ausführun-
gen des Textes. Die Kolonie wird in 3 zoogeographisch wichtige Zonen
eingeteilt, erstens in den äquatorialen Regenwald im südlichen und west-
lichen Küstengebiet mit üppiger Tropenvegetation, dann im Osten oft
unvermittelt in das Grashochland mit kühlerer Temperatur übergehend,
es sind baumlose Flächen mit bunten Kräutern und Galeriewäldern an
den Wasserläufen, Im Norden schliesst sich die Baumsteppe an.
In dem an Lepidopteren reichen Kamerun sind die Charaxiden be-
sonders stark vertreten, die sich hier selbst dem Nichtentomologen förm-
lich aufdrängen. Von den 72 im äthiopischen Gebiet vorkommenden
Arten kommen in Kamerun allein 45 vor, fast ausschliessliche Bewohner
des Regenwaldes. Die £Q werden im Gegensatz zu den Y'g" selten ge-
fangen und dürften durch die allerdings mit grossen Hindernissen ver-
‚knüpfte Zucht (z. B. gefrässige Ameisen) eher zu erlangen sein. So ge-
lang es dem Verfasser von M. numenes Hew., wovon er noch kein
2 in Freiheit gesehen hatte, aus einer kleinen Anzahl Puppen nur 92
zu ziehen. Die Y'g‘ sind für den Regenwald charakteristisch, im reis-
senden Fluge geradeaus gerichtet jagen sie die Urwaldwege entlang,
als Aastiere menschliche und tierische Exkremente daselbst aufsuchend,
aber auch den Schweiss von Mensch und Tier liebend, vor allem bevor-
zugen sie die stark riechende Losung der Zibetkatzen und Leoparden, so
dass sie dabei alle Gefahren vergessen und sich sogar mit der Pinzette
wegnehmen lassen; bis zu 20 Arten wurden an einer solchen Stelle ver-
sammelt gefunden, aber nur Y'g', die 2P bevorzugen den Saft verwun-
deter Bäume und Lianen. Die Raupen werden arg von Schmarotzern
verfolgt, die Falter entwickeln sich rasch aus der Puppe, werden aber
erst am nächsten Tage flugfähig.
Es folgt nun die systematische Beschreibung von 45 Arten mit Lite-
raturangaben. Von den Q%Q einzelner Arten sind bisher nur wenige
Stücke bekannt geworden, systematisch noch wenig geklärt ist der so
verblüffende Polymorphismus von Char. etheocles Cr., wovon allein 10
Formen in Kamerun gefunden worden sind. Von der verwandten Gat-
tung Euxanthe Hb., deren Falter gerundete Flügel besitzen, kommen
nur 3 Arten vor, ebenso vcn der 3. Gattung Palla Hb. Letstere ist
22) Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
recht verschieden von den Charaxiden durch ihre ersten Stände, das Ei
ist pokalartig mit Oberflächenvertiefung, ebenso sind Raupe und Puppe
recht merkwürdig gestaltet.
Man muss dem Verfasser für diese lebendigen Schilderungen tropischen
Falterlebens, für den köstlichen Genuss bei deren Studium recht dank-
bar sein. _ 1 ; E. Möbius.
Thoman, H., Beobachtungen und Studien über Schmetterlinge (Microl.)
aus dem Kanton Graubünden, Landquart.
In einer 36 Seiteu umfassenden Abhandlung, erschienen im Jahres-
bericht 1913/14 der Naturforschenden Gesellschaft Graubündens, beschreibt
der Verfasser einige Kleinschmetterlinge des Föhrenwaldes bei Landquart,
dessen Durchforschung er sich zur Aufgabe gemacht hat. Zunächst Di-
oryctria mutatella Fuchs, welche vom Autor als kleinere Form der
abietella Schiff. gehalten wurde. Nach eingehender Schilderung der
anatomischen Merkmale, der verschiedenen Lebensweise von abietella,
mutatella, splendidella und schützeella kommt er zu dem Resultat.
dass mutatella eine eigene Artist. Begründet soll diese Ansicht durch
anatomische Untersuchung der Genitalien durch R. Standfuss jun. werden.
Die wohl sehr geringen, auf der beigegebenen Tafel veranschaulichten
Unterschiede dürften wohl, noch dazu bei dem wenigen Untersuchungs-
material, welches zur Verwendung kam, nicht ausreichen, diese Frage
entgültig zu lösen. Die folgenden Evetria- Arten wurden recht sorgfältig
bez. ihrer Lebensweise durchforscht. Von E. pinivorana Z. kommt bei
Landquart eine satt dunkelbraune Form vor, welche ab. rhaeticana be-
nannt wird. Laspeiresia grunertiana Rtzbg., welche als Variante von
pactolana Z. nach einem einzigen von Larix decidua erzogenem Exemplar
benannt wurde, war jahrzehntelang verschollen. Schütze berichtet 1911
in der Iris XXV ausführlich wieder darüber, er hatte sie in Schlesien
von Raupen aus jungen Lärchenstämmen erzogen. Auch der Verfasser
fand die R. 1913 in Parpan an jungen Lärchenstämmen und beschreibt
ihre Lebensweise. Durch Genitaluntersuchungen wird die Artverschieden-
heit zwischen pactolana und grunertiana nachgewiesen.
Im Anschluss beschreibt Müller- Rutz 3 neue Kleinfalter der
Schweiz: Epinotia imparana, Ochsenheimeria glabratella und Scythris
thomanni. Ep. imparana ist an Flussufern, wo viel Ameisen vorkommen,
heimisch, die R. an schmalblättr. Weiden und Pappeln. Zwei prachtvolle
farbige Tafeln enthalten die genannten Falter in naturgetreuer Wieder-
gabe, 2 Lichtdrucktafeln die Genitalien der untersuchten Falter bez. die
Frasstücke der Evetoria-Arten. Aus dieser schönen Abhandlung sieht
man so recht, welch dankbares Feld die Erforschung der Kleinfalter
bietet. E. Möbius.
Alphabetische Liste I
Alphabetische Liste
| der in diesem Bande
beschriebenen neuen Gattungen, Arten, Varietäten und
| Aberrationen.
Acraea atolomis @ ab. nigra Neust. . . a;
caldarena ? ab. mediofasciata Neust. SE. 2 98
BB nenne NEnBk ..-.. ... 0. ME a ua
Bea. re
Ausobaes obmsellaıv.. otlomanı Var... : ;.. nee
BE Era hokltana Var. u 1.2. 2.0 er a ea‘
Be dmealata Gaede .. 2. u. de ie a 208
melde... 4. eh ae RR
vicina Gaede . DOREEN. u Var ur R EZ
Ainantis echeria v. alba Neust. .. . 02 ee ee 2
Anl unpticella vw. euencana Üar.. . a...) ara:
TB Br. a RE a ee
Auerlalumia graciella Car... .:..... u... ee
Ancylopera minimana Car. . a a a ABER Eng aa 6 Ja ap 2A
Ancylosis flammella v. nigrella KV NT.
Bob ee N I a
Bu Smpraata Wish, ae le
lavata, Car... . a el un. 0
Aphomia sociella v. Ne Re Sr Se Su
Argroploce lapideana v. bartellana Car. . . 2. 2.222 202...96
stibiana v. sibiriana un. ME EUER
striana v. anatoliana se 2 WIE RE
symmathetes Car. . en Mina 0
Arsissa ramosella v. albiramosella Car...» 2 22202... B
ne 1 Are 2 Re
Bactia kmiosolana v. laetenna Carı ı.... u. une.
Carposina viduana Gar... °. N Ol e
Cartaletis libyssa fusciventris En an 2 A
monteironis nıgfiyentris Gaedeı.) 2... N ne Als
Centrochria unipunctata Gaede . . BE ee
Charaxes protoclea ab. nigropunctata a ee ar
Onlerairenana sellate Gaede . . „a ind reelle a 20
EB keuellar ara aan. ren ee ee
ae Bar. una DV
Cnephasia alaicana Car. . . LEN TRETEN ER DEE
argentana v. colossa 31 A RR ARBEIT
guehcena v. maraschana Car. : . si ı in arlıy zn FR
Se Eee REN) U RREFRRNE ESTER EN) EEE LERNEN, >
Conuchylis aequana Car. . . KR a a aa) RM HSTIHER = 5 SE
Bun 7. alaiann Or... Wen wi
elatkranarz\chseurans, Car. Bun. un nl 08
dewauktans vw. ‚nlureiana, Gar, |. „Hal SR Ra 2 580
dubsrasn.\elaraua Gar. u.a vun Amann a
Ra N nn ink, ae die Ir 5, ae,
Ä Mminimana br) ® ° . ° * . ® ° . ° . . . L) r L) 52
II Deutsche Entom. Zeitschrift Iris.
Constantia argentalis v. biscraensis Car.
persicalis Car.
Crambus chrysonuchellus v. dilutalis Car.
jucundellus v. kuldjaensis „
juldusellus Car. r i
rostellus v. nigerrimus Car.
spodiellus Rbl. AR
Cybolomia lutusalis v. claralis Car. .
v. nigralis „
v. tunesalis „
rivasalis Car.
Cymothoe lucretia Neust. .
Deilephila gallii ab. cuspidata Rett.
Depressaria agyrella Rbl. rs
Dichelia grotiana v. amasiana Car.
praecana v. abiskoana „
Dichrorampha petiverella v. slavana Car.
quaestionana v. latiflavana Car.
Diestogina fumana v. eburnea Neust.
gambiae v. deformata „ ;
tadema v. caerulescens Neust.
Dioryctria teneriffella Car.
Ematheudes magnetella Car.
Ephestia minorella Car. \ ’
Epiblema bleuseana v. nubilana Car.
couleruana v. castiliana „,
cumulana v. obscurana „
foenella ab. accentana $„
v. circumflexana Car. !
subrigidana Car.
Epiperola argentilinea Gaede
radiata An.
Epischnia elongatella Car.
juldusela „
nigerrimella „
subpallida „
zophodiella v. centralasiae Car.
Eromene ocellea f. obscurior Car. . .
Euphaedra campaspe ab. uniformis Neust.
eleus ab. moderata m
franzina ab. latefasciata $„,
Euxanthis hilarana v. albidana Car.
v. dilutana „
Euzophera cartaginella Car. .
gypsatella
Evergestis aegyptiacalis Car.
Gelechia pergrandella Rbl.
tannuolella
Grapholitha adenocarpi v. lambessana Car.
albersana v. ussuriana m
amplidorsana Car. .
auroscriptana „
cervinana
„
cosmophorana v, liesans Car,
Dresden 1916.
Alphabetische Liste.
‘Grapholitha striatana Car. . . En "Dre RE
succedana v. major a
‘Gypsonoma incarnana v. majorana Üar.
Heliothela coerulealis Car. aa ARE
.Laodamia semirubella v. nigrella re ae
"Loxostege clathralis v. aksualis Car... 2. 2 00.0.
abenıalas 0%. Re 2 a
palealis v. extremalis „ oo. 2 0000.
'Loxoterma latifasciana v. paleana Car. . . . 2 2 22%
Mecyna polygonalis v. gracilis Car. I,
v. mongolicalis Car. . . .
‚Megasis cuencella Car... . . Be A EN A A.
-Metasia ophialis v. parvalis Car. Be N AL
oranalis Car. Bunt
subtitialis „
"Mycalesis ribbei Neust. ER RE HR
Myelois banghaasiella Car. . ..... .
lutescentella - „
Myrlaea amasiella Car. = Nephopter. melanotaeniella Bag.
'Nephopteryx albicilla v. atricapitella Car. .
genistella v. pallella Car. . UN
johanella, Car... =, une me a m er Be
"Noctuella floralis v. grisealis Car. . . ..
'Nymphula affinalis v. alaicalis Car.
'Osmodes barombina Neust.
Perola aequicolor Gaede
inscripta »
Petovia perversaria Gaede ; EL ER
Phlyctaenodes pustulalis v. orientalis Ca... 2...
Phycita diaphana v. biscraella Car..
luxurella Car. ,
Pieris balangensis @ ab. tassamagangae Neust.
zochalia 2 ab. flavipennis Neust.
v. pondoana Neust.
Pionea crocealis v. signatalis Car.
elutalis v. exalbalis R
fulcrialis v. karagaialis „
hyperborealis v. alaicalis Car. A Br
B mabrnmmenlu nee et
Planema tellus ab. albofasciata Neust. BR Ra
ab. helichta N A Le
Platytes carectellus v. truncatellus Car. aaa Lu lide
Polychrosis characterana Car. Bella,
Precis archesia ab. inornata Neust. . . .
cebrene ab. demaculata „ 6 KR T
Erralisamperialis Car... .. ce. ala a
tunesialis „ ar WR N
Pyrausta alpinalis v. Zaslarıa Car 0 ee
asiaticalis Car. . . RE NL ER
cilialis v. simplalis N ne re
delicatalis Car. . . ..» r
eversmanni Car. . . N x
falcatalis v. tauricalis Car. A ee
flavalis v. cuencalis & r
®
®
® ® . [}
IV Deutsche Entom. Zeitschrift Iris. Dresden 1916.
Pyrausta fuscalis v. sibiriaca ”
intermedialis Car.
issykulensis v. differalis Car. ..
lutalbalis Car.
luteorubralis Car.
melanalis ”
micalis E
neglectalis =
palustralis v. amurensis Car.
zeitunalis Car. . i
Psorosa dahliella v. debilis Car. a
Rhamidava tessmanni Gaede i
Rhodoneura (?) excavata Gaede
melli Gaede 2
Rhodophaea cruentella v. alba Car.
Salebria confluella Car.
venustella v. hilarella Car.
Sarangesa quadrimaculata Nenust.
Scoparia alpina v. lapponica Car. .
anatolica Car. .
ingratella v. nev adalis Car.
Semasia ignotana Car.
mirana Sr er
ornaınentana Rbl. FERART
verecundana Car.
Steganoptycha diniana v. desertana Car.
minutana y. albifasciana Car. .
nigromaculana v. ussuriana Car. .
. FE TEL . . .
quadrana v. abiscoana Car. .
Stenoptilia latistriga Rbl.. . . . .
Stiphrometasia monialis v. alba Car...
pharaonalis Car.
Striglina (?) schedeli Gaede. .
Talis quercella v. pallidella Car.
Tegostoma moeschleri v. tancreale Car. = ln
Teracolus hildebrandti 2 ab. intermedia Neust.
sypilus @ ab. flavofasciata
Terias habale v. hibernia Neust.
Titanio emiralis Car. . .
mortualis „
Tortrix aurichalcana v. anristellana Car.
continentana Rbl. RAR
v. iliensis . DE
phaeana ee
plagiferana „ .
viburnana v. altaica Car.
IRIS, DRESDEN, BD. XXX. TAFELFT.
jr
nn &
>
gi
u
8508
74
ee
fi
'
un
=
Zee
Pa
Zar
En
Da
Gez. H. Zöllner, n. d. Leben. Graph. Werke Markert & Sohn, Dresden.
Verschiedene Raupen und Puppen-Formen von Lygris pyropata Hb.
ıasso1bıaA [eu 009 ‘al4domyiWm UISSIP ‘ge pun z 'BrJ 'Tew 0g “eyedoıkd suBA7] uoA 17 ‘I 'BIJ
-ınyen 'p "u ‘asullaz 'H "299
-uopsoaııı ‘uyos P MENU OHIO M "udeın
I TI4VL "XXX "aa 'NIASIMA 'SIMI
Kr + } sr
28 jährliche Mitellödsbeitrag von 10 Mark ist in “en
ersten: drei Monaten eines jeden Vereinsjahres zu zahlen (an den
Rechnungsführer G. Kretzschmar, Bismarckplatz 6).
R Den Herren Mitgliedern, welche ihren Beitrag zu zahlen vergessen haben, wird
Be Gas, Gasite (Anfang Juli erscheinende) Heft gegen Nachnahme des Beitrages, zuzüg-
lich der Portokosten, zugesandt (soweit, nach den ‚betreffenden Ländern Nachnahme
5 DE aulene ist). : \
De ER 3 2 ER
\ e: ‚Die Zeitschrift ‚erscheint in Vierljahrhatten. =
ee wegen rohe empfangener Hefte können nur inner-
halb der Frist eines Jahres, vom nnen dieser Hefte an ge-
rechnet, BEFRERSIEHDER werden.
R RS _ Mitglieder Ee auf ach die Bahoken Hefte ee Sonder-
le unserer Zeitschrift zu halben Preisen mit Aus-nahme von Band I,
Heft 1—3, und Band VII und VIII, welche vergriffen sind. Anfragen sind.
om den Bücherwart (E. Möbius, Dresden- Fr., SO NACHEBULGE! 3) erbeten. |
Ahr Inhalt der Deutschen ispischen Zeitschrift Iris besteht, ausser
aus wissenschaftlichen Mitteilungen, aus Vereinsnachrichten, Bücherbesprechungen
N und BIREROIDEEN, die letzten sechs Jahrgänge bringen von ersteren die folgenden:
te ER Se ‚ | [ - Band XXV, 1911
= BR ae ‚(mit 2 Tafeln) > #
= kyeen: Ci eg von Colias edusa Fr im Oktober 1910. Cour-
" yalnler, L. G. Einige neue oder wenig bekannte Lycaeniden-Formen. Fruh-
_ storter, H. Neue Hesperiden des indo-malay. Faunengebietes. Jäkel, H. Agrotis
=. -collina in der sächsischen Oberlausitz. Martin, L. Ueber Charaxesraupen. Marsch-
ner, H. _ Parnassius ‚apollo vom schweiz. Jura. Möblus, E. Zucht von Arctia
_ cervini. Niepelt, W. Eine neue Morpho-Form. Eine neue Kallima. Eine neue
Brassolide. Ney, F. Papilio epycides v. melanoleucus.. Petry, A. Eine neue
SR rodin- Krk aus Thüringen. Pfitzner. Die Macrolepidopteren der Sprottauer
x ge end. Die Microlepidopteren der Sprottauer Gcgend. Nachtrag 1. Schütze.
a er} ge Beobachtungen. Schultze, A. Eine neue Epitola aus dem afrikanischen
Peer -Urwalde. Strand, E. Ludia- und „Holovera „Arten. Tetzner, R.
IA EDN, ae Arctinia cnesarea. Be
Band XXVl, 1912
ee K (mit 8 Tafeln und mrelrerän- eigen
a Bang-Haas, A. Neue oder wenig bekannte palaearkt. Maerolepabopieren IV,
2 und VI. Courvoisier L. Ueber Zeichnungs-Aberrationen bei- Lycaeniden.
Denso,P. Palaearktische Schmetterlingsformen. Hartert, E. Gegen die Zulassung
4 snahmen. vom Prioritätsgesetz. Martin, L. Ein neuer Papilio aus Celebes.
Ein seltener Ixias. ‚Zwei neue Euploen aus Celebes. Zwei.neue Delias aus Celebes.
S Mar nl, W. Bei räge zur Kenntnis der Elachista-Raupen. arytropidis,
"einen Bi rart aus Thüringen. Kleine Mitteilungen. Miller, E N Rho-
kaukasien. Neustetter, H. Neue oder wenig bekannte
Philipps, E Eine interessante Aberration und Hermaphroditen
. Rebel, H. Beitrag zur Lepidopterenfauna Unter-Aegyptens.
Kennt von Arctia figurata und ihren Formen. Sasse, Th.
ola. Schopfer, E. Epiblema niselli und Varietäten.
u ht von ‚ Aparophyla nigra Hw. Sheljuzhko, L. Eine neue
v a didyma 0., Sterz, O. Beitr. zur Macrolepidopterenfauna der
RR, Eine neue Fa rn von Polia dubia aus Spanien. Drei neue Bomby-
- Formen des palaearktischen en Faunengebietes. Walther, H. Lichtfangergeb-
nisse % a We ee Neue Heteroceren aus dem naturhistorischen
Band X vo, A932} 52
DE ildnis und mehreren Textfiguren).
'enig bekannte palaearktische Matrolepidepiärhh
Eat iz von mir asien ne \ "Chap-
=
=
i = "RL A. Neue o
Y I. Bryk, rn i Ayologie des |
mann, T.A. Zur Biologie von GR curtisellus SE cuB,.
hippophaes. Palaearktische Schwärmerhybriden. Cel rio zygopl
H. Ein neuer Sericinus aus China. Neue indo-: ‚lische R} ren. I
Arhopala-Rassen. Neue Lycaeniden. Konias, R. Colias erocea 2 Linstom, = 2
Das systematische Verzeichnis und Lycaena arg: ‚argyrognomon. bill BE
P. Les gertres Charmion de Nieöv. et Oerane Elw. Martin, L. ue $
locercn aus Celebes (2 Teile). Zwei neue Danaidenfi
leijer. Martini, W. Zur Biologie von Pryas ab.
Septemberfang in Bozen. Rebel, H. Zur Unterschei |
Arten der Gatt. Gracilaria. Schweitzer, K. Die Grossschm
landes. Sheljuzhko, L. Eoegen unnütze und Dame, Aufstel
Se
Band XXVIN, 1014 x
true
See A. Euchlos Talioni or. re ae
Vesubie, Seealpen. Stauder, H. ierslchdenler
Istrien. Neue Lepidopterenformen aus dem öster
argus L. 2 flavodentata aberr. nov. Bemerkungen i
(2 = seitzi Böber) und Amicta ecksteini Led. Stertz, D;: Ei
aus Algerien. Maler, H. ueber die Zucht von. Aretia
ran ae XXIX, 1015
ee mit 10. Tafeln und 3 Textfiguren)
Bang-Haas, 0. Rhopaloeera der er Au |
von Parnassius delphius und verwandter Arten. Einiges übeı
heitliche Aberrationsbenennung. der Gattung Parnassius. tinige i
Aberrationen. Fassl, A. H. Neue Pieriden aus Südamerika.
linge aus Südamerika. Drei Schmetterlingszwitter ‚aus Süc m
Das bisher unbekannte Männchen von Charaxes pyrrhus® edi
Zur Phaenologie von colias crocea Foner. Fruhstorfer, H.
Charaxes-Rasse. Neue Formen der Gattung Luthrodes und
kannten Rassen auf Grund morpholog. Untersuchungen.
Gaede. Neue afrikanische Heteroceren des Berliner Zoolog. Museums. -
teren von Herrn P. Range in Nama-Land, D. $. W. Afrike, gesammelt. v.
Die Entstehung von Amphydasis betularia. ab. dubleday, ‚Martir
Tagfalter der Insel Celebes. Möbius, E. Beschreibung d
spröngertzi Prinz. Rebel, Dr. H. Revision der palaeark
Stauder, H. Neue mediterrane Lepidopterenformen. ‚Stertz,
palaearkt. Heteroceren. Mitt. über die Zuchtergebnisse des Genus
im Allgemeinen. Mitt. über meine algerischen Mitt, ee
Arctica caja.
Band ZÄX, 1916
(mit 2 Tafeln)
Caradie, H. Beitr. zur Kenntn. der ee
Tortriciden des europ. Faunengebietes nebst Beschreibung
W. Phaenologische Anmerkungen. Eine neue Form von
Neustetter, H. Neue und wenig bekannte afrika e
Die Lepidopteren der A Gegend. Ma
Falter aus den Familien der Pyralidae-Microp
über die alte Art Satyrus fagi Scop. Nochmal
v. d. Goltz. Noch einmal Erebia epi
eine Microlepidopterenausbeute aus dem
Plötzliches und häufiges Auftreten von L
Gaede, M. Neue EARDPEIERN, des Berliner
Rt
N
u M
Küsc,
U
ne DR
-
a ’
EEE =
ee ee x
ui u
u
ET ns ne ee Sig he
RE
PT u A - =
A Ten Anm nn m
ran u ee Ee p
b ehe nn ae u
u ee a