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SOCIETATIS ENTOMOLOGICAE
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AVEC TROIS PLANCHES COLORIÉES-
1800,
S', PETERSBOURG.
IMPRIMERIE DE У, BESOBRASOFF & COMP,
Wassili Ostr., 8 ligne, No. 45.
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Protoc. 4. 1. séance 4. 1 Decembre 1869.
MATÉRIAUX
SCIENTIFIQUES.
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BEITRAG
LEPIDOPTERENFAUNA GRIECHENLANDS.
Von
Dr. О. Staudinger.
Das heutige Griechenland, wie es sich in den Freiheits-
kämpfen der zwanziger Jahre unseres Jahrhunderts als selbst-
ständiges politisches Reich gestaltete, bildet den südlichsten
Theil der Balkan-Halbinsel, und somit den südöstlichsten Theil
Europa’s überhaupt. Eine grosse Zahl meist kleiner Inseln,
der Cycladen und der nördlichen Sporaden, gehören seit der
Neugestaltung Griechenland’s zu diesem Reich, während erst
vor wenigen Jahren die Jonischen Inseln definitiv demselben
einverleibt sind. Wenn ich auch die grosse, südlichste Insel
Candia (Kreta) als bereits zu Griechenland gehörend betrachte,
so komme ich damit nicht nur den durch blutige Kämpfe der
allerletzten Jahre manifestirten Wünschen der Griechen nach,
sondern diese Insel kann паг faunistisch zu Griechenland ge-
zogen werden, wie das die dort zuerst entdeckte Salyrus
Amalthea beweist. Candia bildete wahrscheinlich vor vielen
Tausenden (Millionen?) Jahren den südlichsten Theil einer
Festlandsstrecke, die Asien mit Europa vereinte, und erst
später (durch Erdrevolutionen, ein Ergiessen des Mittelmeeres
1
Lt
in das Schwarze, oder bei Entstehung des Mittelmeeres über-
haupt) gestaltete sich das Aegäische Meer, worin die höheren
Landespunkte als Inseln zurückblieben. Nur so lässt sich das
gemeinsame Vorkommen einer grossen Zahl von Thierformen
auf diesen Inseln und dem Festlande erklären; wenn man nicht
annehmen will, dass die früher thätige schöpferische Kraft die-
selben Arten überall dort separat erzeugte, wo die physischen Be-
dingungen zu ihrem Fortkommen vorhanden waren. Grössere, zu-
mal mit Flugapparaten versehene Thiere können wohl von einer
Insel zur andern übersiedeln, während dies bei den meisten
kleineren Formen ganz unmöglich erscheint, und die Erklärung,
dass solche Formen Zufälligkeiten ihr Uebersiedeln verdanken,
ist viel künstlicher und weit weniger wahrscheinlich als die
Annahme, dass früher Europa mit Kleinasien (und Afrika) ver-
eint war.
Während das Festland Griechenland’s etwa unter gleichen
Breitengraden (zwischen 37 bis 390) mit Anatolien, Sicilien,
dem südlichen Calabrien und Andalusien liest, bildet Candia
den südlichsten Theil von Europa überhaupt, da es sich über
den 35 Grad hinaus erstreckt, und somit weit südlicher als
Kleinasien und der nördliche Theil Algeriens liegt. Die Insel
Cypern liegt etwa unter gleichen Breitegraden mit Candia.
Den nördlichsten Theil des griechischen Reichs bildet heute
die Insel Korfu, welche fast den 40 Grad erreicht, und also
etwa mit Erzerum, Siwas, Brussa, Süd-Sardinien, Mallorca,
Valencia und Lissabon unter gleichen Breitengraden liegt.
Das griechische Faunengebiet hat also eine polare Aus-
dehnung von etwa 75 geographischen Meilen und eine äqua-
toriale (zwischen dem 17 und 24° östl. Pariser Länge) von
reichlich 80 Meilen. An Flächeninhalt umfasst Griechenland in
runder Summe 1000 []Мейеп, von denen etwa 700 auf das
Festland (mit Einschluss der durch eine Brücke verbundenen
grossen Insel Euboea), 60 [Meilen auf die Cycladen und
Sporaden, 50 auf die Jonischen Inseln und 190 auf Kandia
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kommen. Dem Areale nach ist es also etwa doppelt so gross
wie die Insel Sieilien und nur zwei Drittheile so gross wie die
Insel Irland. Aber diese 1000 [_lMeilen Landes liegen in einem
(Juadrat-Flächenraume von 6000 [_]Meilen vertheilt, was einen
wesentlichen Einfluss auf die grössere Mannigfaltigkeit der
Fauna haben muss. Die geologische und geognostische Be-
schaffenheit Griechenlands ist natürlich eine äusserst verschie-
dene; doch kann ich mich darüber, aus eigener Unkenntniss,
nicht näher einlassen. Das Land ist fast durchweg gebirgig:
das Veluchi- (Tymphrastos-) Gebirge im Norden, an der tür-
kischen Gränze, der berühmte Parnassos, etwas südlicher, der
Taygetos (Pentadactylos) im südlichen Peloponnes und der Psyloriti
(Ida) auf Candia erreichen alle eine Höhe von mindestens 7 — 8000
Fuss. Die meisten Gebirge scheinen aus Kalkstein zu bestehn,
nur der Kern und obere Theil einiger Gebirge, z. B. des Par-
nassos, besteht aus Urgestein (Granit), während namentlich auf
manchen Inseln die vulkanischen Gebilde vielleicht ausschliess-
lich vertreten sind. Nur in der Attica sind kleinere Ebenen,
grössere in Acarnanien (mit den grossen Landseen bei Vrachori)
und in dem entomologisch ganz unbekannten Elis, im Nord-
westen des Peloponnes.
Von der entomologischen Fauna Griechenlands, specieli der
lepidopterologischen, kannten wir bisher äusserst wenig. Zuerst
vielleicht hat der Sohn Duponchel’s, welcher als Arzt die
Freiheitskriege in Griechenland mitmachte, dort einige Lepi-
dopteren gesammelt und sie seinem Vater übersandt, so Sy-
richthus Melotis Dup., Botys Fimbriatalis Dup. etc. Zu der-
selben Zeit scheint auch der Gesundheitsofficier Marloy dort
etwas gesammelt zu haben, da Boisduval von ihm die Hesperia
Marloyi erhielt. Herr Dr. E. von Frivaldszky sandte im Jahre
1843 einen Sammler nach Candia, dem 1844 sein Neffe Janés
v. Frivaldszky mit einem dritten Sammler, Namens Terren,
folgte. Diese Herrn erbeuteten dort ganz ausgezeichnete Sachen,
über welche leider nie etwas Zusammenhängendes veröffentlicht
*
Tee
wurde. Später war noch einmal der Käfersammler Zebe auf
Candia, der aber die Schmetterlinge ganz unbehelligt gelassen
zu haben scheint. Von Herrn von Kiesenwetter, der bei
Athen und auf dem nahen Parnäs sammelte, erhielt ich nur
die Zetima Margarotana HS. Ebenso hat der Präparator
Schrader, der gegen die Mitte der fünfziger Jahre nach
Griechenland ging, dort sehr wenig Insekten gesammelt; nur
einige Mal erhielt ich von ihm einige meist ganz gemeine
Lepidopteren von der Insel Euboea.
Erst mein Freund Dr. Theobald Krüper, aus Ucker-
münde in Pommern gebürtig, erwarb sich das grosse Verdienst,
den bisher kaum angerührten Schleier, der die Fauna Griechen-
lands bedeckte, gelüftet zu haben. Dr. Krüper, vorzugsweise
Ornithologe, hat natürlich die Insekten und besonders die
Schmetterlinge nur nebenbei sammeln können. Erst in den
letzten Jahren hat er sich, auf mein wiederholtes Bitten, mehr
auf das Sammeln der Schmetterlinge, besonders der Heteroceren,
gelegt. Ich gebe hier zunächst eine mir von ihm mitgetheilte
kurze Uebersicht seiner verschiedenen Reisen und Stationsplätze
in Griechenland:
1858 vom 15. bis 22. März auf Coriu.
> › 12. März bis 4. August in Akarnanien (Misso-
lunghi, Aetolico, Klissura, Vrachori).
» >» 6. bis 20. August ш Athen.
» › 24. August bis 17. September auf dem Parnass.
» » 19. September bis 3. October in Acarnanien.
(Winter in Deutschland.)
1859 › 16. Мага bis 5. Juni in Acarnanien.
» » 8. Juni bis 2. October auf dem Parnass (Ara-
chowa und Agoriani).
(Winter in Athen).
1860 » 7. Februar bis 21. März in Acarnanien.
» » 23. März bis 15. April auf dem Parnass.
» » 24. April bis 14. October in Taygetos (Peloponnes).
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October bis 2. November in Arcadien.
(Winter in Athen).
. Januar bis 4. März in Acarnanien.
. bis 18. März auf dem Parnass.
. bis 25. März auf dem Veluchi.
. März bis 12. Mai in Acarnanien.
. Mai bis 2. Juni in Parnass.
Juni bis 4. August in Veluchi (Karpinisi,
Seltza).
. August bis 14. October in Athen.
(Winter in Deutschland.)
. Februar in Corfu.
. bis 7. Februar in S-ta Maura.
. bis 24. Februar in Acarnanien.
. Februar bis 21. März in Athen.
. bis 26. März auf Syra.
. März bis 15. October auf Naxos (Santorin,
Myconos, Paros).
. October bis 3. December in Athen.
. December bis 4. Januar in Acarnanien.
. Januar bis 3. Februar in Athen.
. Februar bis 16. Juli bei Smyrna (Burnova,
Turbali).
. Juli bis 18. October auf den Cycladen.
(Winter in Athen krank).
. Februar bis 28. Juli bei Smyrna.
. Juli bis 11. August auf Naxos.
. bis 28. August auf Milos.
. August bis 20. September in А еп.
. September bis 3. October auf den Cyeladen.
(Winter in Athen).
. Februar bis 9. September auf dem Parnass
(Castri und Agoriani).
September bis 3. October in Athen,
В
1865 vom 4. October bis 22. November auf Milos.
(Winter in Athen.)
1866 › 26. Februar bis 26. August auf dem Parnass (bis
20. April in Castri, Südseite, dann in Agoriani,
Nordseite).
(Winter in Athen krank).
1867 1. April bis 4. August in der Attica (Marusi,
Cephissia, Marathon).
(Dann nach Deutschland bis Herbst 1868).
1868 vom 14. November bis 18. Februar 1869 in Acarnanien.
1869 von Ende März bis heute im türkischen Macedonien bei
Thessaloniki (Saloniki).
Ich lasse hier nun ganz kurze Schilderungen der einzelnen
Lokalitäten, wie sie mir Dr. Krüper machte, folgen.
Auf dem Veluchi, dem Grenzgebirge zwischen Thessalien
(Türkei) und Griechenland, hatte Dr. Krüper sein Haupt-
quartier in Karpinisi, einer Stadt von circa 3000 Einwohnern
und etwa 3.—4000’ hoch gelegen. Von hier aus war das obere
Plateau des Veluchi (7 —8000’) in vier Stunden zu erreichen.
Bis 7000° gehen Nadelholzwaldungen; dann folgt ein kahles,
nur mit niedrigen Alpenkräutern bedecktes Terrain, wo Schafe
und Ziegen weiden, und wo der Schnee in Vertiefungen und
Spalten den ganzen Sommer über fleckenweise liegen bleibt.
Diese obersten Regionen sind, wie die ähnlichen aller Gebirge
Süd-Europa’s, sehr arm an Lepidopteren; die einzigste Erebia
ist hier (wie auf der Sierra Nevada in Andalusien) Tyndarus,
freilich in der sehr veränderten grossen Form Oftomana HS.
Im Allgemeinen soll der Veluchi ein allmälig ansteigendes Ge-
birge sein, nur mit einigen sehr steilen, zerklüfteten Parthien,
wo sich die Gemsen aufhalten. Vier bis fünf Stunden von
Karpinisi liegt, etwas niedriger, das Dorf Seltza, von üppigen
Kastanien- und Eichenwaldungen umgeben. Hier wird schon
Weinbau getrieben; von Getreidearten aber ausschliesslich
Roggen gebaut. Nicht weit von Seltza erhebt sich das
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Kaljakouda- (Dohlen-) Gebirge, welches völlig isolirt dasteht
und an 7500’ hoch sein soll; hier besonders flogen oberhalb
der Tannenregion Colias Libanotica und Polyommatus Thetis.
Auf dem sich terassenförmig erhebenden berühmten Par-
nassos *) liegt im Süden auf der zweiten Terasse das berühmte
Delphi mit der kastalischen Quelle, heute Kästri genannt, wo
Krüper mehrere Male wohnte. Hier wird viel Weinbau ge-
trieben, und der dortige Wein ist einer der besten Griechen-
land’s. Höher hinauf, etwa 3000’ hoch, liegt Arachova, das
grösste Dorf im Parnass. Die nächste Umgebung ist kahl,
dann folgen niedrige Olivenwaldungen, höher hinauf beginnen
die Tannenwaldungen. Auf der Nordseite des Parnass liegt fast
in gleicher Höhe (3000) das Dorf Agoriani, wo Dr. Krüper
1865 und 1566 längere Zeit wohnte, und wo in diesen Jahren
Pier. Krueperi, Anth. Gruneri und Damone, so wie Sparta
Paradoxaria sehr häufig flogen. Bei Agoriani wird kein Wein-
bau mehr getrieben, und die Tannenwaldungen fangen schon
unmittelbar oberhalb des Dorfes an. Die Gegend ist sehr
wasserreich, und im Dorfe selbst entspringt ein ziemlich
srosser Fluss. Schon eine Stunde oberhalb Agoriani grifi Dr.
Krüper mehrere Colias Libanotica; auf dem kahlen Plateau
des Parnass war fast gar Nichts zu finden.
Das Taygetos-Gebirge im südlichen Theil vom Peloponnes
(Messenien und Laconien) hat eine Länge von 30 (griechischen?)
Meilen, und ist ebenfalls gegen 8000’ hoch. Zuerst sammelte
Krüper am Fusse des Gebirges bei Kalamata, ging aber bald
nach dem höher gelegenen Brinda, wo viele Wallnussbäume,
Eichen, Oliven und höher hinauf Tannen waren. Auf den höch-
sten Punkten des Gebirges flog die Zycaena Helena, Während
ausschiiesslich auf der Nordseite, oberhalb Mistra (des alten
Sparta) die seltene Satyrus Mamurra gefangen wurde.
*) Wohl zu unterscheiden hiervon ist der Parnäs, ein kleines niedriges Ge-
birge, unweit Athen’s.
Zr
Auf Corfu sind in der Nähe der Stadt nur Olivenwaldungen;
weiterhin Gebirge bis 3000’ hoch, wie es scheint, mit sehr
guten Fangplätzen. Die Gebirge Cephaloniens sind noch
höher als die von Corfu. Syra ist eine überaus trockene Insel,
mit nur künstlich bewässerten Gärten. Naxos ist viel schöner;
zwei Stunden von der Stadt bei Tragaea sind zahlreiche
Olivenhaine, Eichengebüsch und eine ziemlich üppige Vegeta-
tion an den zahlreichen kleinen Bächen. Bei Athen sammelte
Dr. Krüper in den einigen Stunden davon entfernten Dörfern
Amarusi und Kephissa, wo der König und die reichen Athe-
nienser ihre Villeggiaturen haben, und wo es prächtige Gärten
giebt. Beim Piräus und Phaleräus, den Hafenorten Athens, Нос
Euploea Chrysippus.
In Acarnanien sammelte Dr. Krüper bei der Festung
Misholunghi und der Inselstadt Aetolico. Hier giebt es viele
Ebenen und Sümpfe, wesshalb die Gegend als eine sehr unge-
sunde verrufen ist. Landeinwärts geht es durch die merkwür-
dige Klissura, einer ganz engen, an 1000 Fuss tiefen Felsen-
spalte nach Vrachori, wo grosse Seen liegen, und ausser Eichen
auch Erlen wachsen. Auf dem Gebirge zwischen Vrachori und
Misholunghi entdeckte Krüper zuerst 1859 die Pieris Krueperi.
Endlich hat noch der Naturalienhändler Herr Jos. Erber
aus Wien in den letzten Jahren wiederholt die Inseln Corfu,
Syra und Tinos besucht, und obwohl er hauptsächlich den
Amphibien nachstellte, so hat er doch wesentlich zur Berei-
cherung der griechischen Fauna beigetragen. In den Verhand-
lungen des K. K. zoologisch-botanischen Vereins in Wien 1866,
1867 und 1868 finden wir von Herrn Erber kurze Mit-
theilungen über diese seine Reisen. Ich sah von seiner lepi-
dopterologischen Ausbeute selbst sehr wenig, und verdanke
meinem Freunde A. Rogenhofer ein Verzeichniss der von
Herrn Erber auf den griechischen Inseln gesammelten Lepi-
dopteren. Da derselbe aber auch in denselben Jahren im süd-
lichsten Dalmatien sammelte, so kann vielleicht eine oder die
Г. ай
andere Art von dort aus Versehen als griechische bezeichnet
sein. Auch hat sich möglicherweise bei den Bestimmungen der
seltneren Arten ein oder der andere Irrthum eingeschlichen,
was nach den nachfolgenden Auseinandersetzungen sehr ver-
zeihlich ist.
Nach dem heutigen Standpunkt unserer Wissenschaft, den
ich unbedenklich als einen äusserst primitiven und unvoli-
kommenen bezeichnen muss, ist es äusserst schwierig oder
geradezu unmöglich, eine ganz exakte Benennung aller ein-
zelnen Arten zu geben. Zunächst ist die Nomenklatur sogar
bei sehr bekannten, genau fixirten Arten zuweilen noch schwan®
kend und durchaus nicht definitiv festgestellt. Ich habe in
dieser Arbeit die Nomenklatur und auch die Systematik unseres
grossen Catalogs von 1861 angenommen, aber schon die nächste
Auflage dieses Catalogs bringt hierin vielfache nothwendige
Veränderungen. Wir dürfen auch kaum hoffen, dass früher,
als nach Verlauf einiger Jahrhunderte, die Nomenklatur, wenig-
stens bei den älteren Arten, eine stabile sein wird. Die An-
sichten der einzelnen Autoren, die Deutungen über manche
früher gegebene Namen werden stets verschieden sein, und
nur die unumstössliche Nothwendigkeit gleicher feststehender
Namen für jede genau erkannte Form wird schliesslich zur An-
nahme einer festen Nomenklatur zwingen.
Noch weit schlimmer sieht es aus mit der Synonymie der
Arten. Unser Erzvater Linné beschreibt hinter einander die
beiden Geschlechter mehrerer der gemeinsten Arten (P. Ja-
nira (4) und Jurtina ($), P. Argus (4) und Zdas (2) als zwei
verschiedene Arten. Das kommt noch bei heutigen Autoren
vor, und wird sich immer wiederholen, je verschiedener die
beiden Geschlechter sind und besonders je weniger Material
wir von beiden zu sehen oder zu beobachten Gelegenheit hatten.
Gewiss werden noch verschiedene unserer heutigen Arten aus
diesem Grunde später zusammenfallen.
Ebenso sind die verschiedenen Generationen nicht selten
р
als zwei Arten beschrieben, so Van. Гегапа L. und Prorsa L.
(an deren Artrechte heute noch einzelne Sammler festhalten);
Anth. Belia und Ausonia, Belemia und Glauce etc. Auch
solche Pseudo-Arten haben wir gewiss noch manche in unseren
Catalogen, und tritt hier der interessante Fall auf, dass solche
Arten an einer andern Lokalität nur in einer Generation
erscheinen, die von den beiden der ersten Lokalität verschieden
ist. Das bekannteste Beispiel hiervon bietet die südliche An-
tnocharıs Belia und Ausonia, die in Wallis nur in einer Gene-
ration als Sémplonia erscheint.
° Eine fernere Schwierigkeit in der Nomenklatur ist das
Auftreten der Zokalracen (Lokal-Varietäten), die in einzelnen
Fällen selbst von den hartnäckigsten Anti-Darwinianern nicht
fortzuläugnen sind. So lange man von: zwei Lokalracen nur
wenige, typische Stücke zum Vergleich vorliegen hat, ist
alles gut. Man kann dann unbehindert (um ein Beispiel auf-
zuführen) die eine Form Vanessa Urticae und die andere Van.
/chnusa nennen, und sie, je nach der verschiedenen Anschauungs-
weise, als zwei verschiedene Arten, oder als zwei Racen einer
Art betrachten. Wenn man aber Gelegenheit gehabt hat, diese
beiden Formen in grosser Anzahl, in ihren verschiedenen Jahr-
sängen und von ihren verschiedenen Lokalitäten zu vergleichen,
so wird man durch die vollständigsten, leisesten Uebergangs-
iormen aller Unterscheidungsmerkmale, zugeben müssen, dass
шег nur eine Art vor uns liegt, die nach den verschiedenen
Jrten des Vorkommens und den Temperaturverhältnissen der
verschiedenen Jahre sich mehr oder minder modificirt. Viel-
leicht werden nach Jahrtausenden diese heute so variablen und
in einander übergehenden Racen sich als ganz constante blei-
dende Typen ausgebildet haben, die dann unbedenklich als
eigene Arten gelten. Wir können daher auch solche Formen
als im Werden begriffene Arten ansehen. Wenn wir eine Reihe
solcher Racen vergleichen, so finden wir, dass einige dieser
werdenden Arten schon viel fertiger als andere sind; ja einzelne
om
haben sich schon zu dem ausgebildet, was wir, nach heutigen
Begriffen, als eigene Art bezeichnen müssen; 50 7. В. Satyrus
- Actaea und Cordula. Gar nicht selten und als natürliche Con-
sequenz des oben Gesagten, findet man, dass Formen, welche
einer bestimmten Gegend als charakteristisch ausschliesslich
angehören, in einer andern Gegend als zuiällig (Aberration)
unter der dort vorkommenden Lokalform (Varietät) auftreten.
Es ist dies analog dem Attavismus Darwins, der hier frei
in der Natur, ohne jedwede künstliche Züchtung. sich zeigt.
Wenn es nun nicht nur gut, sondern direkt nothwendig ist,
jede von einer andern hinreichend unterschiedene Lokalform
unter eigenem Namen aufzuführen, so ist es doch vor der
Hand sehr schwierig, einzelne Uebergangsstücke, die man viel-
leicht nur vor sich hat, richtig zu bezeichnen. Dies wird um
so schwieriger, je weniger wir von den übrigen nahe ver-
wandten Formen kennen; und unsere Kenntniss ist in sehr
vielen Fällen noch eine äusserst lückenhafte. Ich bin fest über-
zeugt, dass schon nach einigen Jahrhunderten (namentlich nach
Jahrtausenden) die Entomologen ganz andere Ansichten über
Arten und Artrechte haben müssen, und auf uns als in dem
ersten Stadium der Kindheit stehend zurückblicken werden:
hoftentlich nicht mit Verachtung, da Niemand weiter sehen
kann, als sein Gesichtspunkt reicht.
Ein anderer äusserst häckliger Punkt ist das Aberriren
derselben Art in ihren verschiedenen Individuen. Bei manchen
Arten findet dies nur in schr geringem Maasse und äusserst
selten Statt, während andere dagegen fast in jedem Stück ой
kaum zum Wiedererkennen abändern. Ein Hauptbeispiel hievon
bietet Teras Hastiana L., wo wir ausser diesem Namen noch
in Wocke’s Catalog zwanzig andere Namen als Synonyma fin-
den, die ihren Ursprung fast ausschliesslich Aberrationen ver-
danken, welche von verschiedenen oder demselben Autor als
eigene Arten betrachtet wurden. Es ist aber jedenfalls besser,
die auffallendsten, sich konstant wiederholenden Aberrationen
Е
solcher Arten, zumal wenn sie schon eigene Namen haben.
nicht als Synonyma, sondern als Aberrationen aufzuführen, da
in gewissen Gegenden oft nur ganz bestimmte Aberrationen -
vorkommen, und das Konstatiren dieser Thatsache später inter-
essante Aufschlüsse geben kann. Da aber meist eine grosse
Гав] von Uebergangsformen auftreten, so bleibt es immer
schwierig, oft unmöglich, solche definitiv zu der einen oder
andern Form zu rechnen.
Da nun ein grosser Theil unserer heutigen seltneren Arten
лиг nach wenigen ‘(oft nur einem) Stücken, zumeist nur einer
Lokalität beschrieben ist, so ist es unzweifelhaft, dass viele
(derselben später zusammenfallen müssen. Es ist aber bei einer
faunistischen Bearbeitung, wie die vorliegende, fast unumgänglich,
auch neue Arten nach einzelnen Stücken zu beschreiben; und
am Ende ist der Schaden auch nicht gross, wenn solche später
mit bereits beschriebenen Arten zusammenfallen. Auch sind
leider sehr viele aufgestellte Arten nach den davon gegebenen
Beschreibungen gar nicht zu erkennen, zumal viele Autoren
das allerwichtigste Moment einer Beschreibung, die kom-
parative Beschreibung, d. В. die genaue Unterscheidung
der beschriebenen Art mit allen nahestehenden, vollkommen
vernachlässigen. Dahingegen legen leider manche, selbst unserer
besten Autoren, noch immer viel zu viel specifisches Gewicht
ws die Formen, z. В. der Flügel. Ihre Hauptunterschiede be-
“uhen oft darin, dass die Vorderflügel cestreckter, spitzer,
эгецег, deren Aussenrand gerade, konkav oder konvex ist u. $. w.
Ich will wirklich zugeben, dass dies bei den Exemplaren, die
der Autor vor sich hatte, der Fall war; allen wenn selbst
eine Art gar nicht hierin abändern würde, wie äusserst relativ
sind solche Angaben, und wie verschieden sind anerkannter-
massen die Urtheile der einzelnen Menschen über grösser und
kleiner, spitzer und weniger spitz, wenn diese Grössen nicht
in ganz bestimmten Maassen angegeben sind. Selbst nach der
Art und Weise, wie ein Schmetterling gespannt ist, müssen
seine einzelnen Theile auf uns ganz nothwendigerweise einen
verschiedenen Eindruck machen: auch die Grössenmessung kann
nach der Art der Spannung sehr verschieden ausfallen. Hier
ist nur eine Gleichmässigkeit möglich, nämlich die, dass man
die Innenränder der Vorderflügel so spannt, dass beide zu-
sammen eine gerade Linie bilden, oder anders ausgedrückt,
dass der Innenrand einen rechten Winkel mit der Längs-
Mittellinie des Körpers bildet. So habe ich alle meine Maasse
von einer Vorderflügelspitze zur andern genommen, und ob
ein so gespannter Schmetterling natürlich oder unnatürlich
schön oder hässlich aussieht, halte ich für ebenso relativ als
gleichgültig. Natürlich müssen alle Flügel möglichst in einer
horizontalen Lage stehen.
Es liegen mir nun sowohl von grossen als kleineren Arten
eine Menge von Beispielen vor, wo bei den verschiedenen In-
dividuen einer und derselben unbestreitbaren Art sowohl die Flügel-
winkel als die Flügelbreiten wesentlich abändern. Ich habe sogar
bei einigen grossen Arten, Papilio Machaon, Hospiton, Saturnia
Рут u. a., die Vorderfiügelwinkel und deren Breite, im Ver-
hältniss zur Länge, direkt mit dem Transporteur und Zirkel
gemessen, und Unterschiede von 10--20 % gefunden. Noch
weit mehr Beispiele liegen mir vor, wo der Aussenrand bald
ganz gerade, bald nach aussen konvex, bald nach innen kon-
Кау ist, ohne dass hier von einer Verkrüppelung der Indivi-
duen die Rede sein kann. Ja wir wissen heute sehr gut, dass
grosse Appendices, wie Hintertlügelschwänze, 2. В. bei 74.
Cerisyi, Pol. Thersamon, Lye. Telicanus (hier bestimmt sogar
bei Stücken derselben Brut) u. a. fehlen können, ohne dass
daraus eine andere Art zu machen ist. Noch schlimmer ist
die Thatsache, dass sogar sogenannte «wichtige organische
Merkmale» bei einigen Arten nachgewiesenermassen fehlen oder
vorhanden sein können, so die Spornen bei Acid. Rusticala. Bei
Pelloma Sicanaria scheinen die Spornen sogar sich in die
keulenförmigen Appendices der Pellonia Culabraria umwandeln zu
MO
können. Dasselbe ist evident bei den Raupen der Fall, auf
deren Un‘erschied auch viel zu viel Gewicht gelegt wird.
'ch habe Synopsia Sociaria-Raupen mit langem Rückendorn
und ohne denselben, und bei Ennomos Fuscantaria-Raupen der-
selben Brut waren einige fast ganz glatt, die meisten hin-
gegen mit allerlei Höckern versehen. Auch am Geäder nehmen
wir öfters schon, ohne alle Entschuppung des Flügels, grosse
Abnormitäten und Unregelmässigkeiten wahr, und es fragt sich,
ob dieselben, zumal in gewissen Fällen, die Wichtigkeit haben,
welche ihnen manche neuere Autoren beilegen. Aehnlich sieht
es mit andern Organen, wie den Afterklappen, Fühlerbasis-
Beschuppungen etc. aus.
Dass endlich die Farbe und Zeichnung ausserordentlich
abändern kann (meistens nur durch ein Plus oder Minus)
längst erwiesen und allgemein bekannt, und bildet dies ja auch
eben ein Hauptmoment der oben besprochenen Aberrationen.
Aber es liegen uns auch bereits einige Fälle vor, wo die ver-
schiedene Färbung des vollkommenen Thieres durch verschie-
dene Nahrungspflanzen der Raupen erzeugt wird, und meine
ich hier nicht die künstlichen Fütterungen von Arct. Caja etc.,
sondern ein solches Vorkommen in der Natur, z. B. bei
Ellopia Fasciaria (braun), var. Prasinaria (grün); Cid. Variata
(grau), var. Obeliscata (braun). Dass vielleicht in Rücksicht
hierauf eine Anzahl unter einander sehr ähnlicher Micro-
lepidoptera, die jetzt besonders nach ihren Nahrungspflanzen
auseinander gehalten werden (wie Arten der Gattung Litho-
colletis, Nepticula, Coleophora ete.), später vereint werden müssen,
halte ich für sehr wahrscheinlich.
Indem ich jetzt in Folgendem einen: kurzen Vergleich der
srjechischen Fauna mit andern Faunen geben will, so wird es
aus dem Vorhergehenden deutlich, wie mangelhaft ein solcher
ausfallen muss. Ausser den mannigfaltigen Irrthümern, die
überall vorgefallen sein müssen, sind die Gebiete an und für
sich meist noch sehr unvollständig erforscht. und hier sind es
ES à ER
vorzugsweise nur die Tagfalter, welche annähernd auf Richtig-
keit und Vollständigkeit Anspruch machen können.
Nach den mir bekannten Publikationen ergiebt sich die
folgende Tabelle für die unten näher bezeichneten Lokalitäten,
die schon, ihrer sehr verschiedenen räumlichen Ausdehnung
wegen (welche ich approximativ angab), zum Vergleich nicht
recht geeignet sind. Ueberall reducirte ich die mir angegebenen
Arten, auf die mir wirklich nur als Arten geltenden, wobei
auch unser grosser Catalog zur Basis diente.
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Rhopaloceren ..| 400 | 195 131 128 | 110] 110 162 135 | 15] 38 | 54 89 107 104
| | | | |
Sphingiden. ... 190 | 84 52| 62 | 40|] 40 40 де" ENS 26 40 | 51
| | RER EE ic
Bombyeiden ...| 340 204 | 53! 86 50| 934: 36 65 05| SE A ET
| | | | | | | | |
Noctuiden .... | 1000 | 495 135! 190 | 135| 56 116, 147 | 65! 18 | 45! 220 297 | 282
| | | |
| | | | |
Geometriden . .. | 750 | 400 | 122] 196 ! 112) 30 92 166 ; 40! 9 41| 210 282 233
| | | | | |
Pyraliden, Cram- | | | | | | : |
biden п. Phyci- | | | | | | | | |
deen .......{| 600 | 300 | 125 210 | 118) 55 90 168 | я и 3 88 | 135 | 124
| | | | | |
| | | | } |
Тогачееп.... | 620 ı 438 sa 1887 72125 as ll Е | 7! 199 262 177
| | | | |
Tineiden ..... || 1600 | 1028 | 177! 389 | 205! 36 58 296 | 25| 1 15| 274 606 286
|| | | | | | |
Pterophoriden . «| 90 56 2 32 | 20 13 7 26 | u = 2| 19 | 33| 3
| | | |
(Se Te ER -
Total . . И 5590 | 3200 | Fe] 1481 | 910, 400 638 1192 297| 71 | 244| 1230 | 1895 | 1418
| | | | | |
| | | | | р |
Rhopaloceren: Italien 194 (Piemont 190; Sardinien 41);
Spanien 124 (Andalusien 100, Alt-Castilien 84, Catalonien 81).
Die Arten des europäischen Faunengebiets sind nach
unserem grossen Catalog mit ungefährer Hinzurechnung der
seit dessen Erscheinen (1861) neu entdeckten Arten gegeben.
Ueber die ungefähren Grenzen dieses Faunengebiets habe ich
bereits im Vorwort zum Catalog gesprochen. Wie Europa
MS
selbst nur als eine Fortsetzung (eine grosse westliche, vielfach
gegliederte Halbinsel) des grossen asiatischen Continents anzu-
sehen ist, so kann auch dessen Fauna als eine Fortsetzung
der central- und nordasiatischen angesehen werden. Nur die
Fauna des südlichsten und südöstlichsten Asien’s gehört über-
wiegend einem andern grossen Faunengebiet an. Die beiden
Faunen gehen aber so allmälig in einander über, dass die
Grenzen gar nicht bestimmt werden können, und dass wir ein
sehr grosses unbestimmtes Uebergangsgebiet annehmen müssen.
Ob man noch die europäischen Formen dieses Gebiets zum
europäischen Faunengebiet hinzurechnen muss, will ich hier
unentschieden lassen und hängt dies von der individuellen
Anschauung des Einzelnen ab. Wir dürfen dies vielleicht eben-
sowenig thun, als wir die ganz exotischen Formen ‚Europas,
wie Charaxes Jasius, Euploea Chrysippus, Saturnia Isabellae
etc., aus der europäischen Fauna entfernen können.
Die Arten Deutschlands und der Schweiz, oder die
des centraleuropäischen Faunengebiets sind nach dem
verdienstvollen Werke des Herrn von Heinemann angegeben.
Speyer giebt in seinem klassischen Werke über die geogra-
phische Verbreitung der Lepidopteren dieses Gebiets, die Zahl
der Noctuiden (nach dem Sinne unseres Catalogs) um 40 Arten
höher an; doch kann man annehmen, dass diese Arten nur
als Fremdlinge das Gebiet besuchten. Da Heinemann’ Ar-
beit über die Tineiden und Pterophoriden bis jetzt noch nicht
erschienen ist, so gab ich deren Zahl nur approximativ an.
Da übrigens unsere Kenntniss der vorkommenden Arten jeden-
falls noch eine mangelhafte ist, so sind ja alle Zahlenangaben
mebr oder minder annähernd; manche sind auch dies nicht ein-
mal, sondern repräsentiren nur einige wenige uns bekannt
gewordene Arten.
Die Arten Griechenlands sind das Resultat der vorliegenden
Arbeit; sie repräsentiren, meiner Ansicht nach, nicht die Hälfte
der wirklich dort vorkommenden Lepidopteren.
— 19 —
Dalmatien’s Lepidopteren sind nach dem Verzeichniss des
Herrn Mann, Z. b. V. 1869, р. 371 ff, angegeben. Die
faunistische Reichhaltigkeit dieses kleinen schmalen Landstrichs
verdanken wir besonders dem ausgezeichneten Samnlertalent
des Herrn Mann, der Dalmatien selbst dreimal bereiste.
Auch die Arten der Dobrutscha, welche nur auf einem
sehr kleinen Gebiete im Süden der Donau, in deren Delta,
gefangen wurden, verdanken wir fast ausschliesslich dem un-
ermüdlichen Eifer des Herrn Mann, der hier nur während
drei Monate sammelte. Näheres darüber finden wir im Z. b. V.
1866, р: 321 Я. Herr Mann fand hier auf dem kleinen
Raume weniger Quadratmeilen binnen drei Monaten mehr
Lepidopteren-Arten, als bisher in dem 1000 [Meilen grossen
Griechenland überhaupt gefunden wurden.
Die Arten Bulgarien’s und Rumelien’s wurden von
Herrn Haberhauer und Frau in den Jahren 1861 und 1862
erbeutet. Näheres darüber theilt uns Herr Lederer in der
Wien. Mts. 1863, р. 17 ff. mit. Da Herr Lederer nur die
eingesandten Arten aufführt, worunter keine Vanessa, Papiho etc.
sich befand, so ergänzte ich wenigstens die Tagfalter von 91
auf 110 Arten, welche Zahl noch zu niedrig sein wird.
Hinsichtlich der Lepidopteren Amasias und Tokats mit
den Tokater Alpen, benutzte ich die Arbeiten Lederer’s
Pb NN 1855, р. 235 Е ма, Manns Wien, Mis. 1861,
р. 155 ff. Die wenigen Arten, welche, nach Herrn Lederers
Notizen, von Albert Kindermann nur in Siwas oder Diar-
bekir gefunden wurden, liess ich fort. Ob ich dies von
Kindermann, Mann und Lederer durchsuchte reiche Gebiet
mit 20—40 [ ]Meïlen auch nur annähernd richtig taxirte,
muss ich dahin gestellt sein lassen.
Jedenfalls zeigt uns die bereits sehr reiche Rhopaloceren-
Fauna dieses Gebiets, dass wir nur Bruchstücke seiner
Heteroceren-Fauna kennen.
ed
Die Schmetterlinge Anatoliens wurden, besonders nach
Lederer’s Reise zum Bosz Dagh, von ihm in den Ann. Soc.
Bel. 1865, р. 99 ff. aufgeführt. Ueber seine spätere Reise
in den Taurus (1868) liegen uns noch keine Mittheilungen vor.
Einigen Beitrag lieferten die beiden Reisen Krüpers nach
Smyrna.
Die von Zach gefundenen Schmetterlinge Cyperns sind
von Lederer, Z. b. V. 1855, р. 177 ff, aufgeführt. Jeden-
falls repräsentiren diese wohl nur auf einem sehr kleinen
Flächenraume der grossen Insel aufgefundenen 71 Arten höch-
stens in ihren 38 Rhopaloceren ein annäherndes Bild der dor-
tigen Каппа.
Ueber die von Zach und Kindermann in Syrien ge-
machten Einsammlungen berichtet uns gleichtalls Herr Le-
derer, Z.b:V.. 1855, р. 187.E.;, Wien.Y У. 1857, 9:90.45,
sowie 1858, p. 135 ff. Herr Lederer, der augenblicklich
(Mai 1869) selbst in Syrien weilt, wird die lepidopterologi-
sche Fauna dieses Landes gewiss sehr vervollständigen.
Die Fauna der Umgegend St. Petersburgs gebe ich nach
den Verzeichnissen der Herrn Erschoff und Sievers, und
bemerke nur, dass Sievers statt 90 Tagfalter deren 97
aufführt.
Die Fauna Nassaus von Dr. Rössler ist 1566 erschienen.
Sie ist zweifellos die voilständigste und gewissenhafteste Lokal-
fauna, die wir besitzen, und kann von jedem Lokalfaunisten
als Muster genommen werden.
Die Fauna des nördlich von Lyon gelegenen Departements
Saöne-et-Loire ist von Constant 1566 erschienen. Sie ist
gleichfalls sehr gut, wenn auch nicht so vollständig und genau
wie die vorige.
Die Rhopaloceren Italiens stellte ich nach den Arbeiten
De Prunners, Costa’s, Bertolinis, Rossis, Villas,
Ghilianis, Zellers, Mann’s, Bellier’s und meinen eigenen
Beobachtungen auf der Insel Sardinien zusammen. Namentlich
a ВИ
Costa und Rossi scheinen manche unrichtige Angaben zu
haben, und bedarf die italienische Lepidopteren-Fauna einer
gründlichen Revision. Interessant ist, dass von den 194 Tag-
ialterarten Italiens Ghiliani in den früheren sardinischen
Staaten 192 aufführt; nur Melanargia Arge und Pherusa fehlen.
Vielleicht ist Italien das an Faltern reichste Land in Europa.
Die Rhopaloceren Andalusiens sind nach Rambur’s und
meinen eigenen Reise-Ergebnissen zusammengestellt, wobei ich
fünf von Rambur aufgeführte andalusische Arten (Zye. Aegon,
Chiron, Amanda, Van. Polychlorus und Arg. Hecate) als nur
zweifelhaft nicht rechne. In Alt-Castilien fand ich 84 Arten,
von denen 19 nicht in Andalusien vorkommen. In Catalonien
fand Himmighoffen 81 Arten, von denen 5 weder in
Castilien noch Andalusien gefunden wurden, so dass für ganz
Spanien jetzt 124 Arten nachgewiesen sind.
Betrachten wir nun zunächst die 131 Rhopaloceren
Griechenlands, so machen dieselben etwa 32%, des ganzen
europäischen Faunengebiets und 67 9/о des centraleuropäischen
Gebiets aus. Nur zwei Arten, Сус. Psylorita und Coen. Thyrsis
kommen ausschliesslich in Griechenland, und zwar auch nur
auf dem von mir annektirten Candia vor, während die für
Griechenland ganz eigenthümliche 5 Amalthea als eine Race
der kleinasiatischen Anthelea angesehen wird. Das eigentliche
wirkliche Griechenland hat also auch nicht einen Tagfalter,
der nicht anderswo (wenn auch in modifieirter Form) vorkommt.
Zehn griechische Arten wurden bisher nur in Asien ge-
funden: Pier. Krueperi (in Indien noch als Glyeiria), Anth.
Damone, Gruneri, Col. Libanotica, Pol. Ottomanus, Thetis, Sat.
Mamurra, Fatua, Syr. Phlomidis und Er. Marloyi, alle bis
auf Col. Libanotica in dem nahen Kleinasien. Als elfte Art
können wir Æupl. Chrysippus hinzurechnen, die nur im Anfang
dieses Jahrhunderts einmal bei Neapel häufig erschien, seitdem
aber nicht mehr dort gefunden wurde. Als besonders aui-
fallende, fast nur in Asien gefundene Lokalvarietäten, könnte
*
с О
man hier noch Сус. Helena und Ereb. Ottomana aufführen.
Lyc. Zephyrus wurde für Europa nur noch in Bulgarien, Lyc.
Anteros in Bulgarien und der Dobrutscha aufgefunden. Ausser
diesen gehören noch folgende vier Arten ausschliesslich dem
südöstlichen Europa an: Pier. Ergane, Lyc. Balcanica, Arge
Larissa und Par. Roxellana. Sechs andere kommen nur im
südlichen Europa vor: Pap. Alexanor, Rhod. Cleopatra, Char.
Jasius, Ereb. Melas, Syr. Proto und Незр. Pumilio. Ausser
diesen speciel angeführten 26 Arten kommen die übrigen 105
alle im central-europäischen Faunen-Gebiet vor, so dass also
800 der griechischen Falterfauna diesem Gebiete angehören.
In Dalmatien, welches fast eben so viele Tagfalter (128)
wie Griechenland (131) aufweist, wurden folgende 27 Arten
gefunden, die bisher nicht in Griechenland vorkamen: Col.
Hyale, Chrysotheme, Th. Betulae, Prum, Pol. Hippothoë, Eury-
се, Lyc. Optilete, Chiron, Corydon, Damon, Sebrus, Jolas,
Alcon, Nem. Lucina, Lim. Lucilla, Van. Levana, Mel. Artemis,
Dictynna, Ат. Selene, Er. Medusa, Medea, Sat. Phaedra,
Epin. Hyperanthus, Coen. Iphis, Буг. Carthami, Sao und Cart.
Paniscus. Manche dieser Arten werden sich wohl noch in
Griechenland finden, wie sich andererseits Arten, die in
Griechenland vorkommen und noch nicht in Dalmatien beob-
achtet wurden, sich hier finden werden; so Th. Quercus, W-
album, Arg. Pandora, Sat. Arethusa u. a. Das jetzt etwas
unnatürliche Verhältniss, wonach Griechenland mit Dalmatien
weniger (um einen) Tagfalter gemein hat als mit Deutschland
und der Schweiz, wird sich daher in der Folge gewiss wesent-
lich anders gestalten.
Von den 110 Rhopaloceren der Dobrutscha wurden fol-
gende 15 Arten nicht in Griechenland gefunden: Co. Hyale,
Thest. Моде, Pol. Hippothoö, Lie. Chiron, Corydon, Sebrus,
Jolas, № т. Lucina, Mel. Maturna, Artemis, Dictynna, Arg.
Ino, Hecate, Ereb. Medusa, Medea, Coen. Iphis, Syr. Car-
thami und Sao.
Von den (110) 90 Arten Rumeliens und Bulgariens
fanden sich nicht in Griechenland: 7%. Cerisyi, Pier. Chloridice,
Col. Hyale, Chrysotheme, Pol. Hippothoë, Lyc. Eroides, Chiron,
Corydon, Jolas, Alcon, Mel. Artemis, Britomartis, Ereb. v.
Eumenis, Ligea, Sat. Phaedra, Coen. Leander, Syr. Оупагае
und Carthami; also ebenfalls 18 Arten.
Die reiche Rhopaloceren-Fauna Amasias und Tokats mit
162 Arten, von denen einige noch als Lokalformen zusammen-
fallen dürften, weist 55 nicht in Griechenland gefundene Arten
auf, während 23 griechische Arten bisher nicht in jenen Ge-
genden vorkamen.
Von den 135 bei Brussa gefundenen Tagfaltern wurden fol-
gende 27 Arten nicht in Griechenland gefunden: Th. Cerisyi, Pier.
Chloridice, Col. Hyale, Той. Hippothoë, Гус. Eurypilus, Davius,
Lysimon, Dardanus, Eroides, Chiron, Corydon, Menalcas, Sebrus,
Jolas, Lim. Lucilla, Mel. Artemis, Parthenie, Arg. Selene, Ino,
Hecate, Ereb. Pronoe, Par. Clymene, Epin. Hyperanthus, Coen.
Iphis, Syr. Cynarae, Carthami und Cart. Paniscus.
Dahingegen fanden sich folgende 16 griechische Arten nicht bei
Brussa: Parn. Apollo, Mnemosyne, Pier. Krueperi, Anth. Da-
mone, Gruneri, Col. Libanotica, Th. W-album, Quercus, Pol.
Virgaureae, Lyc. Telicanus, Agestor, Char. Jasius, Arg.
Euphrosyne, Ereb. Melas, Sat. Mamurra (var. Amalthea) und
Arethusa.
Von den 75 Arten Anatoliens wurden nur folgende 10
nicht in Griechenland gefunden: 7%. Cerisyi, Dor. Apollinus,
Pier. Chloridice, Col. Hyale, Pol. Ochimus, Lyc. Panagaea,
Alcon, Mel. Artemis, Syr. Cynarae und Hesp. Alcides.
Von den 38 Rhopaloceren Cyperns fehlen nur zwei in
Griechenland:- Th. Cerisyi und Lyc. Lysimon.
106 griechische Tagfalter kommen auch in Italien mit
Einschluss des Zupl. Chrysippus vor.
In Spanien fanden sich 84 griechische Falter, wenn man
Sal LE
Ereb. Melas und Lefebvrei, Satyrus Cordula und Actaeu als
zu einer Art gehörend verbindet.
Mit Nassau hat Griechenlaud 75 Arten, mit dem Dep.
Saöne-et-Loire 79 Arten gemein.
Um St. Petersburg kommen noch 53 auch in Griechen-
land lebende Tagfalter vor; freilich meistens in mehr oder
minder auffallenden Lokalformen.
Sogar mit Finnmarken, dem nördlichsten Theile der
Erde überhaupt, wo noch Tagfalter beobachtet wurden, hat
Griechenland 7 Arten gemein; wir fanden überhaupt 24 Tag-
falter in Finnmarken. Aber von diesen Arten sind 6 auffal-
lende Lokalformen: Pier. г. Bryoniae, Lyc. Argus v. Lappo-
са, Van. Urticae v. polaris, Ат. Euphrosyne в. Fingal,
Arg. Pales et v. Arsilache, Hesp. Comma (v. Catena Keitel).
Nur Pol. Phlaeas kam ebenso hell in Finnmarken vor, wie
einzelne Stücke der ersten Generation von Griechenland; die
zweite bildet hier auch die var. Zieus.
Die griechische Tagfalter-Fauna (und Fauna überhaupt)
verbindet auffallend die streng europäische mit der kleinasiati-
schen. Gewiss werden spätere Zeiten der griechischen Fauna,
auch hinsichtlich der KRhopaloceren, neuen Zuwachs bringen,
und ich will es hier wagen, diejenigen Tagfalter zu nennen,
welche, meiner Ansicht nach, zunächst noch in Griechenland
vorkommen dürften.
In erster ВеШе: Pier. Chloridice, Col. Hyale, Chrysotheme,
Lyc. Chiron, Corydon, Damon, Sebrus, Jolas und Syr. Carthami.
In zweiter Reihe: Col. Myrmidone, Pol. Hippothoe, Lyc.
Dardanus, Alcon, Nem. Lucina, Mel. Artemis var. und Coen.
plus.
In dritter Reihe: 7h. Cerisyi, Lyc. Eurypilus, Lysimon,
Lim, Lucllu, Mel. Parthenie (Parthenoides), Arg. Ino, Hecate,
реф. Medusa, Sat. Phaedra und Epin. Hyperanthus.
Am reichsten ist die Gattung Pieris in Griechenland ver-
treten, da von den 9 sicheren europäischen Arten sich schon
7 daselbst fanden, und die achte hüchst wahrschemlich noch
gefunden wird Die neunte Pier. Callidice, ein Hochgebires-
thier, kann dort aus klimatischen Rücksichten nicht vorkommen.
Sehr arm ist bis jetzt die Gattung Cohas in Griechenland
vertreten, da von den 9 ächt europäischen Arten nur zwei
hier vorkommen, ven denen die eine, Col Libanotica, für
Europa nur hier gefunden ward.
Dahingegen kommen von den 10 ächt europäischen Po-
!yommatus- Arten 7 in Griechenland vor, und das Vorkommen
einer achten (Hrppotho£) ist nicht unmöglich.
Die bis jetzt aufgefundenen 26 griechischen Zycaena-
Arten (davon Zye. Aegon fraglich) repräsentiren. auch die
grössere Hälfte der etwa 47 sicheren europäischen Arten
dieser Gattung. Es erleidet aber keinen Zweifel, dass т
Griechenland deren noch mindestens 4—6 Arten vorkommen.
Auch in Dalmatien fand Mann gerade 26 Lycaenen, dar-
unter 7 Arten, die bisher nicht in Griechenland gefunden
wurden.
Von den drei europäischen 7estor-Arten besitzt Griechen-
land keine; ebenso finden sich dort keine Repräsentanten der
europäischen Gattungen Zegris (1 Art), Nemeobius (1),
Chionobas (5) (können nicht vorkommen), Triphysa (1
Steppenthier), Cyclopides (1) und Carterocephalus (2). Die
fünf enropäischen Limenitis-Arten sind nur durch Camulla,
die 30 europäischen Zrebia- Arten nur durch Melas und var.
Oltomana vertreten.
Die Heteroceren sind sowohl in Griechenland wie in
fast allen fremden Ländern nur sehr unvollkommen erforscht,
so dass es nicht rathsam ist, darüber viel zu sagen. Ich be-
schränke mich daher auf folgende kurze Notizen.
Die grossen Sphingiden sind durch das Auftreten des
Deil. Alecto charakterisirt, der, ein ächt asiatisches Thier, hier
seine Westgränze erreicht; sein nordwestlichstes Auftreten war
Сота.
о
Von den Sesüden ist die neu beschriebene 9. Umbrifera
von Corfu hier bisher allein gefunden, und ist dies eine sehr
eigenthümliche Art. Auch das Vorkommen aller drei be-
kannten europäischen Formen der Gattung Paranthrene ist be-
merkenswerth, wozu als vierte noch die var. cingulata von
Brosiformis tritt. Dass die bis jetzt aufgefundenen 19 Sesiiden-
Arten (16 ächte Sesia) аа einen grösseren Reichthum von
Arten schliessen lassen, ist sicher.
Die neun (8) Zxo- Arten repräsentiren diese Gattung voll-
ständiger als in irgend einem andern Theil Europas, das deren
höchstens noch 2—3 sichere Arten aufzuweisen hat.
Arm erscheint Griechenland an Zygaenen, da (nach Ver-
einisung von ZRamburi mit Filipendulae) deren nur 9 Arten
Lord
bleiben. Brussa hat deren allerdings nur 7, Dalmatien 11,
Amasia und Tokat sogar 18.
Die Bombyciden Griechenlands bieten kaum Eigenthüm-
lichkeiten dar. Von den aufgeführten 53 Arten gehören min-
destens 43 der central-europäischen Fauna an. Darias Siliquana,
nur auf Candia gefunden, kommt auch wohl auf Sicilien und
in Algarbien (überall, wo der Johannisbrodbaum wächst) vor.
Die neue Psyche Crassicornıs wird sich später noch anderswo
finden. Epialus Amasina und Endagria Psychidion wurden auch
in Kleinasien gefunden. Als charakteristische südöstlich-euro-
päische Arten bemerke ich noch Oen. Terebinthi und Las. Otus.
Die bis jetzt bekannten 135 griechischen Noctuiden
repräsentiren sicher nicht die Hälite der dort vorkommenden
Arten. 90—95 von ihnen gehören auch dem central-europäischen
Faunengebiet an. Ausschliesslich in Griechenland gefunden wur-
den: Ayr. Cycladum, Non. Herrichü, Amph. Styx, На. Theo-
phila und Ас. Moldavicola. Die letzte Art ist indessen wahr-
scheinlich auch schon im südlichsten Dalmatien (und in der
Moldau?) gefunden; Ме. Theophila betrachtet Lederer als
Lokalform der ungarischen Zupicola. Auch Leuc. Herrichw
und Amph. Styx giebt Herrich-Schäffer, als von den Ufern
о —
des Marmora-Meeres und dem Bosporus stammend, ап, doch
sagte mir Herr Janös v. Frivaldsky, er habe beide auf
Candia gefunden. Dr. Labecula, Prod. Retinia, Cat. Eutychea
und die typische Cat. Separata wurden sonst nur noch in
Kleinasien beobachtet. Prod. Retima, die nur auf Candia vor-
kam, erhielt ich auch von den Сапатеп, die eine vollständig
europäische Fauna haben. Interessant sind noch Polia Serpentina,
bisher nur in Dalmatien und auf Сота gefunden; se-
samia Стейса, nur auf Candia und Corsica gefunden; Plusia
Circumscripta, nur auf Сапа und $icilien gefunden; sowie die
prächtige Chariclea Treitschkei, ausser auf der Balkan-Halb-
insel noch in Kleinasien und Transcaucasien gefunden.
Das höchste interesse bietet aber das Vorkommen der
Tapinostola Bondii Dbld. in Griechenland dar. Diese Art
wurde bisher ausschliesslich an einer einzigsten kleinen Stelle Süd-
England’s gefunden: Dr. Krüper fand davon zwei völlig mit
den englischen übereinstimmende Exemplare am Parnass. Die
direkte Entfernung dieser beiden Fundorte beträgt etwa gerade
300 geographische Meilen, und ist der eine Fundort das
nebelige feuchte England, der andere wird von dem fast ewig
heiteren Himmel Griechenlands überwölbt. Wo sind hier die
gemeinsamen Ursachen dieses weit getrennten, so verschiedenen
Vorkonmens zu suchen?
Sonst ist die Gattung Сиюсаа diejenige, welche am Auf-
fälligsten in Griechenland auftritt, da von deren 11 griechischen
Arten einige in sehr grosser Menge vorhanden sind; vielleicht
aber nur in günstigen Jahren. Auch von den acht europäischen
Amphipyra- Arten finden sich 5 (wahrscheinlich 6) in Griechen-
land vor.
Während die 135 Noctuen etwa 131209 der Arten des
ganzen europäischen Faunengebiets repräsentiren, führen die
122 griechischen Geometriden zu dem günstigeren Prozentsatz
von 161/200. der aber immer noch mehr als verdoppelt wer-
den wird. Obwohl Dr. Krüper, z. B. von der grossen, be-
а
sonders im Süden einheimischen Gattung Acidahia (im Gegen-
satz zu der den Norden charakterisirenden Gattung Cidaria)
34 Arten auffand, so ist dies nur wenig. Herr Mann fand in
dem viel kleineren Dalmatien 53 Arten und sogar um den
einzelnen Ort Brussa herum 44 Arten. Nur zwei Geometriden
wurden bisher ausschliesslich in Griechenland aufgefunden: Сл.
Gruneraria und Cid. Ludificata. Mehrere andere Arten, wie
Phor. Neriaria, Acid. Coenosaria, Prob. Ocellata, Syn. Amyg-
dalaria, Сп. Dolosaria u. a. fanden sich bisher nur in Klein-
asien, während die überaus merkwürdige Sparta Paradoxaria
noch auf Sicilien gefunden wurde.
Die 125 Arten der Pyraliden, Crambiden und Phy-
cideen betragen etwa 21% der europäischen Fauna und
sind unter ihnen sieben bisher nur in Griechenland gefundene
(neue) Arten enthalten. Mehrere andere kamen bisher nur in
Kleinasien vor, worunter Stemmat. Obsoletalis und Axthoplulodes
Daphialis von Interesse sind; letztere Art erhielt ich auch
vom Norden des Caspischen Meeres; ebenso soll sie in Aegypten
und Palästina gefunden sein. Da diese Familien (mit Ausnahme
der mehr nordischen Gattung Crambus) vorherrschend der süd-
lichen Fauna angehören, so ist es zweïtellos, dass sich ihre
Anzahl in Griechenland später mindestens um die Hälfte höher
stellen wird.
Die 82 aufgeführten’ griechischen Tortriciden bilden 13°/o der
europäischen Arten; hier ist vor der Hand nur die eine neue
Graph. Gemmiferana specifisch griechisch. Die schöne Phth.
Duponchelana var. Gloriosana HS. ist hier als besonderer
Schmuck der griechischen Tortrieiden-Fauna hervor zu heben.
Sonst sind etwa 70 der griechischen Arten der central-euro-
päischen Fauna angehörend.
Am Schlimms sieht es mit den Tineiden aus, wo ich
nur 177 Arten, also etwa nur 110/o der Arten des europäi-
schen Faunengebiets aufführen kann. Sieben dieser Arten
(säinmtlich neu) sind bisher nur in Griechenland gefunden,
— 99 —
andere ausserdem nur noch in Kleinasien. Die grössere Hälfte
der beobachteten Arten sind hier aber solche, die noch nicht
im central-europäischen Faunengebiet vorkamen. Viele Gat-
tungen sind bisher noch gar nicht in Griechenland aufgefunden,
darunter die sehr artenreiche Gattung Neptieula, Gracilaria u.a.
Sicher beruht dieser gänzliche Mangel nur auf die mangel-
haften Beobachtungen. Verhältnissmässig reich vertreten sind
die Gattungen Symmoca, Pleurota, Dasycera und Sünaethis,
während die 16 aufgeführten Depressarien mindestens sich noch
verdoppeln müssen.
Ich glaube entschieden, dass die Zahl der Arten in den
meisten Tineiden-Gattungen (besonders Elachista, Lithocolletis,
Bucculatrix, Cemiostoma, Nepticula ete.) nach dem Süden hin
bedeutend abnimmt, und dass die Lepidopteren-Fauna Europas
(besonders des centralen) durch die grosse Menge von Micro-
lepidopteren, und Heteroceren überhaupt, im Vergleich zu den
Rhopaloceren vorzugsweise charakterisirt wird. Tropische Ge-
genden, obwohl wenig oder gar nicht auf Microlepidopteren
untersucht, müssen hieran, wie überhaupt an Heteroceren im
Verhältniss zu den Rhopaloceren, viel ärmer sein. Denn die
nächste Umgebung von Parä (Südamerika) hat bereits 600
Arten von Rhopaloceren aufzuweisen. Im gleichem Verhältniss
mit Europa müssten nun bei Рага 2400 Tineiden, 7800 Не-
teroceren und 8400 Lepidopteren überhaupt vorkommen! Es
würden also auf diesen wenigen Quadratmeilen zwei Drittheile
Arten mehr vorkommen, als auf dem ungeheuren Areal des
europäischen Faunengebiets, von mindestens einer halben Million
Quadratmeilen. Das wird Niemand annehmen wollen, und mir
ist es noch sehr zweifelhaft, ob ganz Südamerika, dieses aus-
geprägteste, von der europäischen Fauna am Meisten verschie-
dene Tropenland, einst, nach sorgfältiger Untersuchung, über-
haupt so viel Lepidopteren wie Europa aufzuweisen haben wird.
Die 22 griechischen Pterophoriden endlich bilden 25%/о
der bekannten europäischen Arten, keine derselben gehört
— 30 —
Griechenland ausschliesslich ап; mindestens 15 Arten kommen
auch in Deutschland vor.
Indem ich jetzt mit der Aufzählung und Besprechung der
einzelnen griechischen Arten beginne, will ich hoffen, dass
deren Anzahl noch vor Schluss des Jahrhunderts verdoppelt
sein wird, und glaube ich in der Annahme nicht zu irren,
dass die wirkliche Lepidopterenfauna Griechenlands mehr als
2000 Arten umfassen muss.
Denjenigen Herrn, die mir durch Bestimmungen und Ver-
gleichungen schwieriger Arten, oder durch andere Mittheilungen
bei der gegenwärtigen Arbeit hülfreich waren, wie die Herrn
Professor Zeller, Lederer, Mann, Stainton, Wocke und
Rogenhofer, spreche ich hiemit noch meinen aufrichtigen
Dank aus.
1. Papilio Podalirius L. Diese Art wurde von Dr. Krü-
per überall in Griechenland, auch auf Naxos gefunden; ebenso
in Smyrna. Die erste, etwa im April erscheinende Generation
stimmt mit unseren deutschen Stücken fast ganz überein, wäh-
rend die zweite, Ende Juni und Juli fliegende Generation vor-
zugsweise die
— var. Zanclaeus Z. zu liefern scheint. Diese unter-
scheidet sich von der Stammart besonders durch weisslichere
Färbung der Flügel, die nur an den Rändern hin noch gelb-
lich sind, sowie namentlich durch den fast ganz gelben oder
weissen Hinterleib. Es finden sich aber alle Uebergänge bis
zur gewöhnlichen Podalirius-Form, was ebenso bei der var.
Feisthamelü Dup. der Fall ist, die besonders in Catalonien
und Central-Spanien vorkommt. Diese Form ist auch in typi-
schen Stücken vorwiegend weisslich mit sehwarzem Abdomen
und namentlich längeren und etwas dünneren Schwänzen. Doch
liefert die zweite Generation in Catalonien auch Stücke mit
völlig weissem Leib, sowie alle Uebergänge dazu, und bei der
ersten Generation, die mir gerade in einigen sechzig frischen
— 381 —
Stücken vorliegt, kommen Exemplare vor, die von unseren
deutschen Stücken nur wenig abweichen.
2. — Alexanor Esp. Krüper giebt an, dass diese Art
in Acarnanien und auf dem Taygetos häufig, auf dem Parnass
dagegen selten war. Die wenigen mir vorliegenden Stücke (5)
haben alle die schwarzen Zeichnungen etwas breiter als die
südfranzösischen Alexanor. Drei Stücke (55) haben die gewöhn-
liche Grösse der französischen Exemplare (60 — 65 mm.),
während ein 2 die riesige Grösse von fast 90 mm. Flügel-
spannung zeigt. Letzteres ist am 20 Juni, zwei der ersteren
am 27 April auf dem Parnass gefangen; doch glaube ich dess-
halb nicht, dass das © einer zweiten Generation angehöre, da
bei P. Alexanor wie Hospiton bisher nur eine Generation
beobachtet wurde, im Gegensatz zu den andern beiden euro-
päischen Arten dieses Genus, P. Podalirius und Machaon.
Erber fand P. Alexanor auch auf Corfu.
3. — Machaon L. Ueberall in Griechenland häufig, wie
dies im südlichen Europa wohl jedes Jahr und im mittleren
meistens der Fall ist. Auf dem Parnass erscheint die erste
Generation Ende März und Anfang April und sind dies meist
Exemplare mit breiterem Schwarz der Binden und Adern auf
den Flügeln, welche man als:
— ab. Sphyrus HS. bezeichnen kann. Denn die punktirten
schwarzen Striche, welche sich in der Mitte der gelben Vorder-
flügel-Flecke beim Hübner’schen Bilde fig. 775 finden, sah ich
noch bei keinem Stück. Da durchaus nicht alle Frühlings-
Exemplare diese dunklere Färbung im Süden zeigen, so kann
man Sphyrus nicht füglich als die südliche Frühlings - Varietät
bezeichnen, sondern nur als Aberration, die auch eventuel
so bei der Sommer-Generation vorkommen könnte. Letztere ist
nach dem einzigsten mir vorliegenden Stücke (bei Athen am
25 Juli gefangen) zu urtheilen wie im übrigen südlichen Europa;
nämlich mit vorwiegend gelbem Hinterleibe, der nur einen
schmalen schwarzen Dorsalstreif führt, und gelblich bestäubten
— 32 —
schwarzen Zeichnungen der Vorderflügel, besonders des Basal-
feldes derselben.
4. Thais Polyxena S. У. Von Dr. Krüper in Acarnanien,
Cephalonien und auf dem Parnass häufig, in der Attica und
auf dem Veluchi seltener gefunden. Von Erber auf Сота be-
obachtet. Die Stücke kommen mit der süddeutschen und unga-
rischen Stammform fast ganz überein, sind wenigstens nur
unwesentlich dunkler als diese Es scheint demnach, dass die
dunklere Form, Cassandra Hb., nur westlich in Italien und
Süd-Frankreich vorkommt, wo sie indessen auch so in die
Stammform übergeht, dass ein eigener Name dafür ziemlich
überfässig ist. Viel auffallender ist die
— ab. Ochracea Boisd., Gen. pag. 2. «var. B. (alis fulvo-
ochraceis) Moraea», die Boisduval schon als aus Moraca
stammend angiebt, und die auch vorzugsweise in Griechenland
vorkommt. In Ungarn kommt diese ockergelbe Färbung viel sel-
tener vor, und niemals so tief gesättigt, wie bei typischen griechi-
schen Stücken; übrigens finden sich natürlich alle Uebergänge
von der blassgelben Grundfarbe bis zum gesättigsten Ockergelb
vor, und ist zu bemerken, dass die Männchen weniger zum
Ockergelb inkliniren als die Weibchen. Dieselbe Erscheinung
zeigt sich auch bei den andern beiden europäischen Thais-
Arten Aumina und Cerisyi; von der letzteren sind mir jedoch
nur ockergelbe Weiber bekannt.
Anmerkung. Weder Thais Cerisyi noch Doritis Apollinus
wurden von Dr. Krüper in Griechenland gefunden, während
sie bei Smyrna, erstere im April, letztere Ende Februar
und März, sehr häufig waren. Zhais Cerisyi ist in grosser
Zahl in der europäischen Türkei, Rumelien. von Haber-
hauer aufgefunden; Рог. Apollinus soll ebenso bestimmt
von einem Franzosen, allerdings nur in zwei Stücken, bei
Constantinopel gefangen sein
5. Parnassius Apollo L. Nur auf dem Veluchi- Gebirge
gefangen, wo er im Juli häufig flog. Die griechischen Männ-
chen dieser Art zeichnen sich durch das Verschwinden der
schwärzlichen Zeichnungen am Aussenrande aller Flügel aus,
und stimmen darin mit den Stücken vom Tokat-Gebirge und
denen aus Ost-Sibirien (у. Hesebolus Nordm.) fast überein,
ohne jedoch deren Grösse zu erreichen. Die Weibchen sind
nur wenig heller als unsere Alpen-Exemplare, während im
Gegensatz dazu die der ostsibirischen Form, Hesebolus, vor-
wiegend glasartig dunkel werden.
6. — Mnemosyne L. Ebenfalls auf dem Veluchi und auf
dem Parnass, Anfang Mai, nicht selten; Dr. Krüper sandte
mir nur 7 ein. Diese unterscheiden sich von denen des
übrigen Europas dadurch, dass sie fast alle auf den Hinter-
flägeln die schwarzen Flecke zeigen, welche sonst nur das
weibliche Geschlecht zu haben pflegt.
7. Pieris Crataegi Г. Auf dem Parnass, in Acarnanien und
der Attica beobachtet, wie es scheint, dort sehr häufig. Ich
traf diese Art im Süden Europas stets sehr häufig an, wäh-
rend sie bei uns in manchen Jahren ganz fehlt, um dann
wieder in einzelnen desto massenhafter aufzutreten.
8. — Brassicae L. Ueberall häufig, nur auf den Cycladen
(Naxos) und im Veluchi- wie Taygetos-Gebirge von Dr. Krüper
nicht beobachtet. Erber fand diese gemeine Art auch auf
Corfu und Tinos. Die Exemplare dieser Art zeichnen sich, wie
fast alle vom südlichsten Europa, durch reichlichere dunkle
Bestäubung der Unterseite auf den Hinterfügeln, namentlich
beim < aus. Bei einem sehr kleinen (42 mm.), am 7 März
auf dem Parnass gefangenen 4, ist dies in sehr auffallender
Weise der Fall. Ebenso wird die Oberseite der Hinterflügel
beim %, wie auch sonst im Süden, von der Basis beginnend
oit überwiegend gelb.
9. — Krueperi Stgr. Auch diese schöne Art wurde mit
Ausnahme des Veluchi-Gebirges und der Inseln überall gefunden;
in der Attica sehr selten, auf dem Parnass und in Acarnanien
häufig. Auch bei Smyrna fing Dr. Krüper diese Art, obwohl
sehr selten. Pieris Krueperi hat zwei Generationen, und zwar
О =
sind, dieselben, wie bei den meisten Preris- und Anthocharis-
Arten ziemlich verschieden. Die in meiner ersten Beschreibung
dieser Art, Wien. ent. Monatsschriit 1860, pag. 19, ange-
führte var. A. ist nicht, wie ich damals vermuthete, die var.
aestiva, sondern vielmehr die erste Generation oder var. Vernalis,
die ausschliesslich so vorkommt. Ueberhaupt scheint bei allen
Pieris- und Anthocharis- Arten die Sommergeneration zeichnungs-
loser und blasser (ge!blicher) zu sein, als die erste Generation.
Die erste Generation erscheint auf dem Parnass von Ende
März (22) bis Ende April (29) oder Anfang Mai. Die zweite,
auf dem Parnass viel seltener, fliegt dort im Juli (8— 28).
Es scheint sogar noch eine dritte Generation vorzukommen,
wenigstens habe ich ein sehr frisches ©, am 15 September auf
dem Parnass gefangen, das sonst den Charakter der Sommer-
generation hat. In Acarnanien, wo Dr. Krüper vorzugsweise
nur die Sommergeneration fing, scheint dieselbe etwa einen
Monat früher zu fliegen, und zwar flog sie hier an sehr
steilen, felsigen Abhängen. Leider fand Dr. Krüper die Raupe
dieser Art nicht auf; sie muss aber sicher an einer gelb-
blühenden Crucifere, die an Felswänden wächst, leben, da die 27
darauf fast ausschliesslich flogen. Ich halte es jetzt für schr
möglich, dass Pier. Krueperi eine Lokalrace der typisch indi-
schen Pier. Glyeiria ist; allein die typischen griechischen
Атиере sind davon so wesentlich verschieden, dass sie als
eine fast fertige Art betrachtet werden können. Jedenfalls ist
es nach heutigen Principien ganz unzulässig, beide Formen
unter einem Namen zu bezeichnen.
10. — Ларае L. Diese Art, welche Dr. Krüper überall
fing, паг nicht auf den Cycladen und im Veluchi-Gebirge, flog
im Parnass von Mitte Februar bis Ende April. Erber fing
sie auf Сота, Буга und Tinos. Von der zweiten (Generation,
die zweifellos auch in Griechenland vorkommt. liegen mir keine
sicheren Exemplare vor. So sehr diese gemeine Art auch hin-
sichtlich ihrer schwarzen Flecke und Zeichnung auf der Ober-
Об а
seite der Flügel variirt, und dieselbe bei einem - fast voll-
ständig weiss ist, so hat sie doch stets auf der Unterseite
deutliche schwarze Flecken, was bei der ächten Pier. Ergane НЪ.
nie der Fall ist. Deshalb nun ziehe ich auch die folgende
Form
— var.? Мапий Mayer (Tab. I, fig. 1.) hieher, da sie
stets unten mehr oder minder deutliche Flecke zeigt. Diese
Form, welche Dr. Krüper mit Zapae vermischte, flog nach
den wenigen bezettelten Stücken auf dem Parnass vom 1 März
bis 15 April; ein Stück wurde am 26 Juli gefangen, gehört also
sicher der zweiten Generation an. Nach einer ziemlich grossen An-
zahl von Stücken, namentlich 44 dieser Form, die Krüper
einsandte, und die sich alle mit wenigen Ausnahmen sofort von
den zu gleicher Zeit und am gleichen Ort mit ihnen zusammen
gefangenen P. Rapae, und noch mehr Р. Ergane, unterscheiden,
ist es mir sehr fraglich, ob hier nicht eine eigene Art vor-
liegt. Die Beschreibung des Herrn Mayer, Stett. ent. Zeitung
1851, pag. 151, ist ziemlich kurz und unbrauchbar, da er
vielen Werth auf Wölbungen und Rundungen der Flügel lest,
was äusserst relativ aufgefasst werden kann, und auch bei den
verschiedenen Individuen sehr variirt. Ebenso ist seine Zäh-
lung der Fühlerglieder relativ und auch nach Vergleich einer
grösseren Zahl unrichtig, und was die Schuppenform anbetrifft,
so sind die Schuppen bei demselben Thier Modificationen unter-
worfen, und können vor der Hand zum Unterscheiden nahe
verwandter Formen gar nicht gebraucht werden. Es ist aber
in der That ebenso schwierig, auf dem Papier die Unterschiede
der beiden (Man et Рарае) Formen bestimmt auszudrücken,
als es beim Anschauen von reihenweise nebeneinander gestellten
Exemplaren beider leicht ist, den Unterschied zu sehen. In
Grösse sind sich beide Arten gleich, und P. Малий hat in den
meisten Stücken auch wohl etwas breitere, und nach dem
Aussenrande gewölbtere Flügel. Am Auffallendsten ist bei P.
Manni das meist viel grössere und schwärzere Apicalfeld der
8
u —
Vorderflügel, welches namentlich bei den griechischen Р. Rapae
sehr zum Verschwinden neigt (in einem Falle ganz fehlt) und
durchweg, wie bei P. Ergane, weisslich bestäubt ist. Freilich
ist auch dies Merkmal sehr relativ, da es entschiedene Р.
Rapae mit oft recht grossen und sogar dunklen Apicalfeldern
giebt, und andrerseits auch bei Р. Manni dieses Feld bisweilen
ganz weiss bestäubt sein kann. Auch das Merkmal, dass die
Unterseite der Hinterflügel bei Р. Малий etwas mehr und
dunkler bestäubt ist, kann zunächst nur von den << gelten,
und trifft auch hier nicht immer zu. Nur sehr genaue und
Jahre lang wiederholte Untersuchungen an dem Fangort dieser
Formen, das Beobachten der früheren Stände etc. können hier
vielleicht zu einem sicheren Resultat führen. Auch liegt die
Annahme nicht fern, dass die so nahe verwandten, zusammen
lebenden Arten sich unter einander begatten und Bastarde
erzeugen, die natürlich Uebergangsformen bilden müssen. Jeden-
falls glaube ich nicht, dass Р. Малий als Bastard von Р.
Rapae und Ergane angesehen werden kann, was schon das
hier am Grössten und Schwärzesten auftretende Apicalfeld
verbietet.
11. — Ergane Hb. In Acarnanien auf dem Taygetos und
dem Parnass gefunden, und zwar auf letzterem Gebirge sehr
häufig. Die wenigen mit Daten versehenen männlichen Stücke
sind vom 16 Febr. bis 23 März gefangen; doch ergiebt es
sich aus anderen Angaben, dass auch im Juli und August diese
Art in der zweiten Generation, oder vielleicht dritten, dort
flog. Die auf der Unterseite gelblicher gefärbten Stücke, sowie
namentlich die Weiber mit gelblichen Hinterflügein auf der
Oberseite, gehören gewiss hieher. Unter etwa 3—400 Stücken
dieser Art, die ich verglich, hat auch nicht ein С auf der
Unterseite eine Spur des schwarzen Fleckes der Vorderflügel,
der den griechischen Exemplaren allerdings auch zum grös-
seren Theile auf der Oberseite fehlt. Nur ein % hat, den oberen
Flecken entsprechend, unten schwarze Schuppenanhäufungen,
me ЗВ eus
und wäre es nicht unmöglich, dass wir hier einen Bastard vor
uns hätten.
12. — Napi Г. var. Napaeae Esp. von Krüper als auf
dem Parnass, Taygetos und in Acarnanien gefangen angegeben.
Ob in letzterer Provinz, ist mir zweifelhaft, da diese im Süden
seltene Art dort eigentlich nur in höheren Gebirgen vorzu-
kommen pflegt. In Griechenland scheint nur die Form Napaeae,
welche bei uns die Sommergeneration ist, vorzukommen und
zwar gehören zwei am 28 März und 6 April auf dem Par-
nass gefangene 44 dieser Form an. Dahingegen weicht ein
am 11 Juli bei Сагрш im Veluchi gefangenes 4 wesentlich
von diesen Stücken ab, insofern die Unterseite der Hinterflügel
fast ganz gelblich ist, und nur an der Basis die Adern noch
seitliche schwärzliche Schuppenanhäufungen zeigen. Ein ähn-
liches Stück fing ich bei Granada in der Sierra Nevada, wo
die Art äusserst selten war.
13. — Daplidice L. Ueberall, von Erber auch auf den
Inseln beobachtet. Die typischen Daphdice, 4. h. die Sommer-
generation, fiogen in der Attica Anfang Juni, auf Naxos schon
vom 11 Mai an, und sind die Exemplare von dort besonders
gross. Die erste Generation, welche den Namen
— var. Bellidice О. führt, ist klein und unten grün, wie
bei uns, und flog auf dem Parnass vom 1 März bis Ende
desselben Monats.
14. Anthocharis Bela Esp. Es unterliegt keinem Zwei-
fel mehr, dass Belia die erste und Ausonia die zweite Gene-
ration ein und derselben Art sind; ebenso verhält es sich mit
Belemia und Glauce. Ich habe selbst bei Granada und Chiclana
aus Eiern, die Bela 22 legten, vier bis fünf Wochen später
typische Ausonia erzogen; ebenso aus Belemia-Kiern Glauce.
Da die überwinterten Puppen der Вейа ziemlich unregelmässig
auskommen, und ich den Falter von Mitte Februar bis in den
April hinein fing, und Awsoniu etwa von Mitte April bis Mitte
Juni fliegt, so kann man zunächst nicht von einer Frühlings-
*
cha а
und Sommer-Generation reden. Da ich nun selbst beobachtet
habe, dass, je nach der herrschenden Wärme, die Entwicklung
des vollkommenen Insekts, von der Legung des Ei’s an ge-
rechnet, in 5—6 Wochen vor sich geht, so glaube ich kaum
annehmen zu können, dass mehrere Generationen nach einander
sich erzeugen, was Rambur annimmt, der, wenn ich nicht
irre, in 20 Tagen die Entwicklung vom Ei bis zum Schmetter-
ling beobachtet haben will. Eine rasche Entwicklung vom Ei
einer Belia bis zu einem Ausonia-Schmetterling findet ent-
schieden Statt; dahingegen wuchsen die Raupen, welche ich
von Ausonia-Eiern erhielt, wesentlich langsamer, und gaben
mir überwinternde Puppen, die dann wieder Бейа lieferten.
In diesen Gegenden nur, wo entschieden mindestens zwei
Generationen auftreten, im südlichsten Frankreich und Süd-
Spanien, zeichnet sich die erste Generation, Belia, durch eine
fast ganz grüne Unterseite der Hinterflügel mit sehr bestimmt
abgegrenzten Perlmutterflecken aus, während die zweite Gene-
ration, Ausonia, hier eine vorherrschend gelbliche Färbung hat,
und die Perlmutterflecken sich sehr vergrössern, unbestimmt
begrenzt sind und ihren Glanz bisweilen fast ganz verlieren.
Natürlich kommen hier die verschiedenartigsten Modificationen
vor, und finden sich bisweilen auch Uebergangsexemplare, von
denen man kaum sagen kann, welcher Form sie angehören.
Ich glaube, dass solche Stücke vielleicht von überwinterten
Бейа-Рарреп herrühren, die sehr spät auskommen, wie denn
auch zuweilen diese Puppen zweimal überwintern. Es kommen
nun entschieden Gegenden vor, wo diese Art nur in einer
Generation auftritt, und dann nähert sie sich stets viel mehr
der Ausoma als Belia. Das bekannteste Beispiel hiervon ist
in den Alpen, wo die Form sogar einen eigenen Namen, у.
Simplonia Frr., führt. Diese Simplonia lässt sich auf der Unter-
seite von manchen südlichen Ausonia gar nicht unterscheiden;
auf der Oberseite hat sie etwas heller bestäubte schwarze
Vorderflügel-Spitzen, und ist auf den Hinterflügeln, namentlich
— 39 —
bei den «4, schwärzer bestäubt, meist nur an der Basis, zu-
weilen über die ganze Flügelfläche hin. Auch hat sie, wie
andere alpine Lokalvarietäten, etwas längere und dichtere Be-
haarung. Dr. Krüper sandte nun eine grosse Anzahl dieser
Art ein, die auf dem Parnass häufig war; auch fand er sie in
Acarnanien, auf Naxos und bei Smyrna. Unter dieser grossen
Anzahl sind nur höchstens einige wenige Stücke, die den süd-
französischen und spanischen Вейж gleichkommen; so zwei
Stücke vom Parnass, am 11 und 26 April gefangen. Die
meisten Exemplare haben unten eine vorwiegend gelbe Färbung,
dabei aber stark glänzende Perlmutterflecken, die aber grösser
als bei normalen Бейа sind. Es ist somit eine Uebergangs-
form, und ich vermuthe, dass, wenigstens auf dem Parnass,
diese Art in den meisten Fällen nur eine Generation hat. Der
alpine Charakter fehlt indessen, wesshalb man diese Form nicht,
wie ich früher glaubte, zur Sümplonia rechnen kann. Die mit
Daten versehenen Parnass-Exemplare zeigen nur eine Zeit vom
11 April bis 10 Mai; das mit letzterem Datum versehene
Stück ist allerdings viel mehr Ausonia und von dem ersteren
recht verschieden. Dahingegen kommen auf den Cycladen
(Naxos) entschieden zwei Generationen vor. Ein Stück, wohl
Ende März dort gefangen, ist eine richtige Bela mit sehr
wenig mehr Gelb, während mehrere Stücke, am 4 Mai gefangen,
typische
— var. Ausonia Hb. sind und zwar äusserst grosse schöne
Stücke, unten ohne allen Perlmutterglanz der weissen Flecke.
Ebenso schöne Stücke habe ich von Smyrna, wo auch sicher
zwei Generationen sich vorfinden, wenn auch die erste, zu der
Stücke vom 1 und 7 April gehören, unten viel gelber gefärbt
ist, als wie bei den westlichen Stücken. Rogenhofer giebt
Аизота als von Erber auf Corfu, Буга und Tinos ge-
funden an.
15. — Cardamines L. In Acarnanien und auf dem
Parnass häufig; in der Attica und bei Smyrna seltener; von
Su И
Erber auf Corfu und Tinos beobachtet. Die griechischen
Exemplare unterscheiden sich nicht von unsern deutschen,
und scheint diese weit verbreitete Art nirgends klimatisch zu
variiren. Ein bei Smyrna am 30 März gegriffenes, sehr kleines
с (28 mm.) ist eine typische Turritis O., bei welcher der
schwarze Fleck der Vorderflügel auf der Grenze des Weiss
und Orange steht. Doch ist dies nur eine im Süden vor-
kommende Aberration und nicht eine Varietät.
16. — Gruneri HS. Nur auf der mittleren Region des
Parnass gefunden, an sanft ansteigenden Höhen, auf angebauten
Strecken fliegend, dort aber von Anfang März bis Ende April
recht häufig, besonders die Männchen, während verhältniss-
mässig nur sehr wenige Weiber gefangen wurden. Diese Art
aberrirt sehr wenig, nur der schwarze Schatten, zwischen dem
Orange und Gelb, auf den Vorderflügeln fehlt bisweilen fast
ganz. Die kleinasiatischen Exemplare, aus Amasia, scheinen
weisslicher gefärbt zu sein, nach den wenigen zu urtheilen,
die ich davon vergleichen kann.
17. — Damone Feisth. Auf dem Parnass in der mittleren
Region, jedoch nur an felsigen Wänden fliegend, von Anfang
März bis Anfang April häufig; in Acarnanien selten; auch bei
Smyrna. Wenn die französischen Autoren dies Thier, als aus
Sicilien stammend, anführen, so ist dies sicher einer ihrer vielen
Irrthümer, die mit ihren meistens äusserst schwachen geo-
graphischen Kenntnissen entschuldigt werden müssen. Lefebvre,
der in Kleinasien gewesen war und über Sicilien nach Frank-
reich reiste, brachte dies Thier zuerst mit, und hat es sicher
in Kleinasien gefangen. Keiner der vielen Sammler und Besucher
Siciliens hat dort je Ан. Damone gesehen. Diese schöne Art
varlirt etwas mehr als die vorige; zunächst in der Grösse von
22—45 mm. Flügelspannung. Dann fehlt ebenso wie bei
Gruneri die schwarze Schattenbinde, zwischen Orange und Gelb,
auf den Vordertlügeln zuweilen vollständig, während sie in ein
Paar Fällen sehr stark auftritt. Auch das orange über-
=— 41 —
streute Schwarz an der Vorderflügelspitze fehlt bei einem
Stück ganz. Bei einem © ist bier der ganze Theil zwischen
Vorderflügelspitze und Mittelfleck licht ockergelb, schwarz
überpudert. Dann finden sich endlich bei einigen 44 am Aussen-
rande der Hinterflügel noch kleine Partien der Orange-Färbung
vor, wie dies ebenso bei Anth. Eupheno vorkommt.
18. Leucophasia Sinapis Г. Diese Art wurde überall, nur
nicht auf Naxos, beobachtet; doch fand sie Erber auf Corfu,
Буга und Tinos. Exemplare aus der Attica von Mitte April
und vom Parnass Ende März und sogar eins vom 20 Juni,
weichen von unserer deutschen Frühlings-Generation durchaus
nicht wesentlich ab.
— var. Diniensis B. sind die im Juni gefangene zweite
Generation, wie sie überall im südlichsten Europa vorkommen,
d. h. unten fast eintönig weiss, während oben auf den Vorder-
flügeln der Apicalfleck bestimmt abgegrenzt und ganz schwarz
auftritt. Das © dieser Sommergeneration ist Erysimi Bkh.,
unten und oben fast eintönig weiss.
19. Colias Edusa F. Ueberall gemein, und hier wie über-
all sehr variirend, zumal in Gestalt und Färbung des (schwar-
zen) dunklen Aussenrandes, worauf Herr Dr. Herrich-Schäffer
ausschliesslich seine Helena, fig. 206, 7, Tom. VI, р. 22,
begründete. Er sieht später selbst pag. 170 seinen Irrthum
ein, und mir scheint es jetzt sogar unhaltbar, den Namen als
Aberration fortzuführen.
— ab. Helice Hb. kommt in Griechenland nicht gar selten
vor; ein Stück, am 20 März auf dem Parnass gefangen, zeigt
eine schwefelgelbe Färbung, wie sie sehr selten im südlichsten
Europa verkommt.
20. — Aurorina HS. var. Libanotica Ld. (Heldreichi
Stgr., Stett. ent. Zeit. 1862, pag. 257 ff.). Zunächst bemerke
ich, dass Herrich-Schäffers Taf. 95 mit Aurorina bereits
1350 erschien, wesshalb der Name Tamara Nordm., Bull.
Mosk. 1851, nachstehen muss. Diese Art, welche auf den
ar
höchsten Spitzen des Veluchi-Gebirges (7—8000’ hoch) ziem-
lich häufig flog, während sie auf dem Parnass viel seltener zu
sein scheint, beschrieb ich in der Stettiner entom. Zeitung 1. с.
unter dem Namen Æeldreichii, worauf ich hier verweise Es
stellte sich später bei Vergleichung mit den Originalen der
Col. Libanotica Ld. heraus, dass beide Formen eine Art bilden;
da aber vom Libanon nur äusserst abgeflogene Männer bekannt
sind, so ist es noch fraglich, ob deren Unterschied in guten
Exemplaren von den griechischen nicht gross genug ist, um
letztere als Lokaliorm unter eigenem Namen (Æeldreichi)
weiter führen zu müssen. Schon bei der comparativen Be-
schreibung meiner Heldreichii mit Aurorina, 1. с. pag. 264,
spreche ich die Vermuthung aus, dass beide Arten möglicher-
weise als Lokalformen zusammengehören. Eine Reihe von
Exemplaren, welche Herr Haberhauer im vorigen Jahre von
Astrabad (Nord-Persien) einsandte, haben diese Vermuthung
zur Gewissheit erhoben, da sie sich mit beiden Formen auf
das Engste verbinden. Die griechischen Falter dieser Art,
welche in der ersten Hälfte des Juli auf dem Veluchi gefangen
wurden, zeichnen sich dennoch vor allen andern in beiden Ge-
schlechtern etwas aus. Die Männchen haben fast alle auf der
Oberseite einen so intensiv violettblauen Schiller, wie ich ihn
in dem Maasse bei keiner andern Form sah, und ausserdem
ist diese Oberseite meist ziemlich stark schwarz bestreut. Bei
den Weibchen ist ebenfalls das Basaldrittheil der Vorderflügel
oben so stark schwarz bestäubt, wie dies bei den Weibern
der anderen Formen höchstens annähernd vorkommt. Die weisse
Form des © kommt bei dieser Art auch vor.
21. Rhodocera Æhamm ТГ. Ueberall, von Erber auch
auf den Inseln gefunden; auf dem Parnass, wo die Art nicht
selten war, sind einige im März gegriffene Stücke von unseren
deutschen Exemplaren kaum verschieden. Dahingegen sind die,
Anfangs Juni auf dem Taygetos im Peloponnes gegriffenen
Stücke
— var. Farinosa Z., und zwar so prächtige grosse Stücke,
wie ich sie von keiner andern Lokalität je sah. Jedenfalls
kann diese Form nie zur eigenen Art erhoben werden, wie
es Professor Zeller nach einem einzigsten bei Macri gefan-
genen < that.
22. -— Cleopatra Г. Ueberall, nur nicht in der Attica,
beobachtet, auf dem Parnass selten. Die Männer zeigen reich-
lich so viel Orange auf den Vorderflügeln wie die südfranzösi-
schen, während z.B. bei den Männern aus dem Taurus und von
den Balearen das Orange viel weniger auftritt. Bei zwei sehr
grossen Weibern, das eine vom Taygetos, das andere von
Euboea (Schrader), haben sogar die Hinterflügel oben einen
sehr starken Orange-Anflug, wie mir dies bei den westeuro-
päischen noch nie vorkam. Jedenfalls ist Oleopatra eine von
Rhamni sicher verschiedene Art, die fast überall zusammen
im Süden vorkommen, wo indessen Ahamm die seltnere ist.
Bei Granada erzog ich beide aus, natürlich ähnlichen, aber
sicher verschiedenen Raupen.
23. Thecla Spini 5. У. Nur in wenigen, von deutschen
eben nicht varürenden Stücken erhalten; nach Dr. Krüper
auf dem Taygetos, in Acarnanien und der Attica, Ende Mai,
Anfang Juni; auch auf Сота und Tinos.
24. — W-album Knoch. Ende Juni auf dem Parnass
selten, etwas grösser als deutsche Stücke, sonst nicht ver-
schieden.
25. — Jlcis Esp. Ueberall, auch auf Сота und Tinos,
wie es scheint nicht selten. Flugzeit Juni. Die eigentliche ab.
Cerri Hb. mit sehr grossem braunen Fleck auf den Vorder-
flügeln findet sich nicht vor, wenn auch fast alle Weiber braune
Flecke zeigen. |
26. — Acaciae Е. Nur auf dem Parnass, Mitte Juni nicht
selten. Die Stücke sind von den ungarischen gar nicht ver-
schieden; ein О hat auf der Oberseite der Hinterflügel vor
dem Schwänzchen, statt der rostbraunen Flecken, eine breite
В
rostbraune Binde. Ein am 5 Mai bei Smyrna gefangenes Stück
ist sehr gross, und auch von den ungarischen gar nicht ver-
schieden, so dass es mir jetzt bei völligem Mangel an Ver-
bindungsstufen kaum thunlich erscheint, die so verschiedene
Myrtale Klug. von Syrien nur als Lokalform der Acaciae
anzusehen.
27. — Quercus L. Nur auf dem Parnass, im Juli nicht
selten; etwas grösser als die deutschen Stücke, sonst fast gleich.
28. — Пий L. Ueberall; bei den zwei eingesandten
Stücken fehlen die weissen Punkte auf der Unterseite fast
ganz. Das eine, am 1 Mai auf Naxos gefangen, hat die hel-
lere rauchbraune Färbung, welche diese Art überall im süd-
lichsten Europa zeigt, während Exemplare aus Lappland noch
dunkler als die deutschen sind.
29. Polyommatus Virgaureae L. Auf dem Veluchi und
wohl auch auf dem Parnass, aber selten. Die Stücke weichen
von den deutschen wenig ab; die Unterseite ist etwas lichter
und sind bei den drei Männchen die schwarzen Flecken vor
dem schwarzen Aussenrande der Hinterflügel deutlich abgesetzt.
30. — Ottomanus Lef. Auf dem Parnass und besonders
in Acarnanien nicht selten; leider schickte Dr. Krüper nur
wenig schöne Stücke ein. Die erste Generation scheint eine
graue Färbung der Hinterflügelunterseite zu haben, die zweite,
häufigere, еше gelbliche Unterseite; hievon ist ein frisches *
auf dem Parnass am 7 Juni gefangen. Die schwarzen Punkte
der Oberseite variiren ähnlich wie bei der spanischen var.
Меди von Virgaureae. Gewöhnlich sind nur 3 bis 4 Punkte
nach der Vorderflügelspitze hin, ausser dem Mittelpunkt. Ein
Stück zeigt aber keine Punkte mehr, während ein anderes
(Frühlingsexemplar) deren nicht nur 6 auf den Vorderflügeln,
sondern sogar auch auf den Hinterflügeln erkennen lässt, wo
normal gar keine Punkte sind. Man sieht also, wie wenig
geeignet solche Punkte zur Aufstellung neuer Arten taugen.
31. — Thetis Klug. Lediglich auf den höchsten
Spitzen des Veluchi- und Kaljacouda-Gebirges gefangen, wo
die Art in der zweiten Hälfte des Juli eben nicht selten flog.
Die Exemplare variiren weder unter sich, noch von den klein-
asiatischen Stücken.
32. — Thersamon Esp. Auf dem Taygetos und dem Par-
nass nicht häufig, wo auch die geschwänzte
— var. Omphale Klug. Anfang August vorkam, die aber
wohl nur als Aberration der zweiten Generation im Südosten
anzusehen ist, worüber mir genauere Data nicht zu Gebot
stehen. Erber fand Thersamon auch auf Tinos.
33. — Alciphron Rott. (Hipponoe Esp.). In der letzten
Hälfte des Juni auf dem Parnass und Veluchi nicht selten.
Diese ‚griechischen Stücke bieten insofern ein grosses Interesse,
da sie entschieden eine Uebergangsform zu Gordius Esp. bil-
den. Die Männer von Alciphron und Gordius unterscheiden sich
nur dadurch, dass letztere auf der Oberseite der Flügel das
Violettblau stark, meist vorwiegend, mit Gelbroth vermischt
haben, und dass die Unterseite, besonders der Hinterflügel, bei
Alciphron blaugrau, bei Gordius gelbgrau ist. Was das erstere
anbetrifft, so habe ich sogar aus der Umgegend von Berlin,
wo nur typische Alcıiphron vorkommen, Exemplare, bei denen
das Gelbroth mindestens ebenso stark vertreten ist wie das
Violettblau. Und gerade diese mittlere Stufe nehmen die grie-
chischen Männer ein. Andererseits haben einzelne Gordius aus
den Alpen, die der Weiber wegen unzweifelhaft zu Gordius
gerechnet werden müssen, namentlich auf den Vorderflügeln
vorwiegend Violettblau, freilich etwas dunkler als bei deutschen
Stücken. Ebenso ist es mit der Unterseite, wo sowohl die
griechischen als andere alpine Exemplare genau die Verbindungs-
stufen vom Blaugrau zum Gelbgrau zeigen. Viel grösser als bei
den Männern ist der Unterschied bei den Weibern, und die
sind auch wohl nur der Grund gewesen, wesshalb man bis
heute beide Formen für getrennte Arten ansehen zu müssen
so рб а
glaubte, Typische Aleiphron ФФ sind oben braunschwarz mit
weissen Franzenspitzen und einer braungelben Aussenrandbinde
auf den Hinterflügeln, vor welcher gewöhnlich noch violettblaue
Flecken stehen. Typische Gordius ФФ sind oben gelbroth mit
scharf markirten schwarzen Flecken und verdunkelten Franzen-
spitzen; machen also einen ganz andern Eindruck. Nun kommt
es schon bei deutschen Stücken von Alciphron ФФ nicht selten
vor, dass auf den Vorderflügeln die rothe Färbung mehr oder
weniger auftritt und die schwarzen Flecken hervortreten; denn
letztere sind selbst bei den dunkelsten Stücken immer noch,
zum Theil, deutlich erkennbar. Die griechischen Aleiphron $$
zeigen nun auf den Vorderflügeln stets roth, bei einem Stücke
fast vorwiegend, und auch auf den Hinterflügeln tritt das Roth
bei zwei Stücken sehr deutlich auf. Die violettblauen Flecken,
welche manche Alciphron ФФ vor der rothen Aussenbinde der
Hinterflügel zeigen, finden sich ebenso genau an den ent-
sprechenden Stellen bei einigen ächten Gordius. Ebenso ist es
mit der Färbung der Unterseiten, welche sogar hier viel
weniger differirt als bei den “4, und wo sich alle möglichen
Uebergänge zeigen, zumal bei den griechischen Stücken. Wo
bleibt da also noch ein konstanter Unterschied zwischen beiden
Formen? Ich betrachte daher Pol. Alciphron als die dunklere
Form, welche in Mittel- und Ost-Europa auftritt, und ‚Pol.
Gordius als die hellere Form ein und derselben Art, die dem
Süd-Westen Europas angehört und sich nur ausnahmsweise in
den heissen Thälern der Schweiz, selbst bis in ziemliche Höhe
hinauf findet.
34. — Doris Hufn. (Circe В. V.).. Auf dem
Taygetos und Parnass im Juli nicht selten. Die Stücke sind
wenig von den deutschen verschieden; die vier vorliegenden
СС zeigen sehr wenig Roth am Aussenrande der Flügeloberseite.
35. — Phlaeas Г. Ueberall sehr häufig und in der ersten
Generation, im März, in der gewöhnlichen rothen Färbung,
ed =
gerade so wie ein Stück, das ich im nördlichsten Norwegen
bei Hammerfest fing. Die zweite Generation liefert die
— var. Eleus F., wo das Roth der Vorderflügel ver-
schwindet und in einzelnen Fällen die ganze Flügelfläche braun-
schwarz wird, natürlich mit den ganz schwarzen gewöhnlichen
Flecken. Es ist dies ein vollständig analoges Verhältniss, wie
Gordius © zu Alciphron %, und ein Beweis mehr für Zweifler
an der Zusammengehörigkeit beider Arten. Besonders dunkel
sind die Æleus von Naxos.
36. Lycaena Баейса Г. Ueberall, nur nicht auf dem
Veluchi, den Jonischen Inseln und in der Attica, beobachtet, aber
nirgends häufig. Ein © auf Naxos wurde am 23 Juni gefangen,
und zeigt wie ein anderes auf der Oberseite der Hinterflügel
eine auffallend weisse Aussenbinde, derjenigen der Unterseite
entsprechend, was sich bei südwesteuropäischen Stücken höch-
stens angedeutet findet. Uebrigens varürt diese Art in Spanien
sehr hinsichtlich der Grösse und misst mein grösstes с 47 mm.,
mein kleinstes nur 21 ши. Krüper fand sie auch bei Smyrna.
37. — Telicanus Hbst. Flog auch fast überall, aber
nirgends häufig; in der Attica und auf dem Parnass Ende
Juni, auf Naxos Ende April. Diese Art scheint nicht lokal zu
уагигеп.
38. — Balcanica Frv. Nur in Acarnanien selten gefun-
den; bei Smyrna von Ende Mai bis Ende Juni etwas häufiger.
Die zwei vorliegenden griechischen Stücke scheinen sowohl
beim С als © auf der Oberseite etwas dunkler als die meisten
kleinasiatischen zu sein.
39. — Tiresias Rott. (Amyntas S. V.). Von Dr. Krüper
als in Acarnanien vorkommend angegeben; mir liegt nur ein
griechisches Exemplar vor, welches eher der kleineren Frühlings-
generation var. Polysperchon anzugehören scheint, und sich von
deutschen Stücken eben nicht unterscheidet.
40. — Trochilus Frv. In der Attica und auf dem Parnass
häufig, kommt in zwei Generationen vor. Die erste fliegt im
=
März, die zweite auf dem Parnass im September, in der Attica
Ende Juni, Anfang Juli. Letztere unterscheidet sich durch
etwas lichtere Unterseite der Flügel. Auch bei Smyrna
sefangen.
41. — Argus L. Nach Dr. Krüper ausschliesslich auf
dem Parnass von Ende Mai bis Ende Juni gefangen. Von
Erber auch auf Corfu und Tinos gefunden. Unter der grossen
Anzahl von Stücken sind nur wenige, die mit unseren deutschen
Argus übereinstimmen; die grösste Mehrzahl gehört zu der
südlichen, von Rambur als
— var. Нуростопа beschriebenen Form, welche sich vor-
zugsweise durch die fast weissliche Färbung der Unterseite
auszeichnet. Ferner sind die Franzen der 44 bei var.
Hypochiona ganz weiss; bei Argus sind nur die äusseren
Spitzen weiss. Auf der Oberseite treten beim « die schwarzen
Flecken am Aussenrande der Hinterflügel scharf auf, während
die 2% meist eine sehr ausgezeichnete rothe Aussenbinde haben,
nicht selten mit weisslichen Strichen vor der Limballinie, was
sich merkwürdigerweise bei den hochnordischen Stücken von
Argus wieder findet.
42. — Aegon 8. У. Rogenhofer führte diese Art
als von Erber auf Corfu, Syra und Tinos gefangen an. Dr.
Krüper sandte nur ein $ ein, welches ich für Aegon halte,
auf welches allem hin ich aber diese Art nicht als griechisch
aufgeführt hätte, da eine Verwechselung der so nahe ver-
wandten Arten möglich war.
43. — Zephyrus Ему. Auf dem Parnass nicht selten,
wohl im Mai gefangen; Dr. Krüper unterschied diese Art
nicht sonderlich von /carus und andern ähnlichen. Die blau-
schillernden Schuppenanhäufungen hinter den schwarzen Rand-
fiecken auf der Unterseite der Hinterflügel, bei Argus fast stets
als blauschillernde Flecken vorhanden, sind hier meist sehr
gering da, und können ganz fehlen, wenn sie auch als für die
Art charakteristisch betrachtet werden müssen. Dahingegen
Ре,
unterscheidet das Fehlen der schwarzen Basalpunkte der Vorder-
flügel, sowie die viel lichtere Unterseite Zephyrus sofort von
Тсагиз Hufn. und deren ab. Zcarinus Seriba. Auf der Ober-
seite ist das Blau der Zephyrus 41 mehr ins Violette über-
sehend, die Adern sind nach den Aussenrändern hin meistens
schwarz, und auf den Hinterfüügeln sind hier häufig schwarze
Flecken, sogar nicht selten die von unten durchschimmernden
röthlichen zu bemerken. Die Weiber haben oben auf den
Vorderflügeln nie deutlich begrenzte rothe Flecken, zumeist
bleiben dieselben ganz fort, während sie auf den Hinterflügeln
stets deutlich auftreten, jedoch nur drei bis vier nach hinten
hin. Die nächsten Arten sind Zoewii und Pylaon; von ersterer
haben aber die (4) ein ganz anderes glänzendes Saphirblau;
auch treten unten die grünblauschillernden Flecken deutlicher
auf. Dahingegen ist das Blau der Z. Pylaon genau das der
L. Zephyrus und ich halte es nicht für unmöglich, dass beide
nur Lokalformen derselben Art sind, Pylaon die südrussische
Steppenform, Zephyrus die griechische und kleinasiatische Ge-
birgsform. Z. Pylaon ist im Ganzen etwas kleiner und scheinen
die Vorderflügel etwas schmäler zu sein; dann führen die 9%
dieser Art auf der Oberseite stärkere rothe Randflecken, auch
auf den Vorderflügeln, aber hier nur verschwommen. Vor der
Limballinie finden sich bei Pylaon ФФ oben fast stets bläulich-
weisse Striche oder Flecken, die bei Zephyrus selten vor-
kommen; die Unterseite beider Arten ist in der Färbung nur
wenig verschieden; die Flecken bei Pylaon stehen hier un-
merklich dichter, weil sie meist etwas grösser sind und von
den grünblau schillernden Schuppen finden sich nur selten
Spuren. Das sind alle Unterschiede, die ich finden kann und
von denen keiner stichhaltig ist. Es ist, glaube ich auch, die
Meinung aufgestellt worden, Zephyrus könnte als Varietät von
Argus angesehen werden. Dem widerspricht die einfache That-
sache, dass beide Arten zur selbigen Zeit in grosser Menge
nebeneinander auf dem Parnass auftreten, und dass ich auch
ee ue
nicht ein Stück habe, bei dem man zweifelhaft sein könnte,
welcher Art es angehöre. Vielerlei andere Unterschiede bei
Seite lassend, will ich nur erwähnen, dass alle meine Zephyrus 44
oben eine nach innen scharf begrenzte schwarze Limballinie
haben, was bei allen mir vorliegenden Argus 44 nicht der
Fall ist. Viel näher steht noch dem Zephyrus die Гус. Eury-
pilus Frv., bei der aber die Männchen oben statt blau,
braun sind.
Dahingegen gehört wohl ohne allen Zweifel Hesperica Rbr.,
Faun. And. р. 270, Pl. X, 1—4, hieher, und wird dies ja
auch direkt durch Rambur’s eigene Worte, p. 271 Ende:
«М. Kindermann Га retrouvée dans la Russie méridionale
et Га envoyée sous le nom de Zephyrus» bestätigt. Da aber
die Art bereits 1535 von Frivaldszky als Zephyrus abgebildet
und beschrieben war, muss dieser Name bleiben. Ich fand
Hesperica Rbr., trotz eifrigen Suchens, bei Granada nicht,
und besitze nur zwei alte, von Rambur selbst gefangene dc.
Dieselben zeigen, im Gegensatz zum Violettblau der Zephyrus,
ein grünliches Blau, wie Г. Amanda, sonst finde ich wenig
Unterschied; doch kann der Name als Lokalform bleiben.
44. — Бай В. У. Nur ein nicht sehr grosses ©
von Dr. Krüper am 26 Ма auf dem Parnass gefangen.
Von Erber auf Сота, Буга und Tinos gefunden.
45. — Ну S. У. In Acarnanien, auf Cephalonia und
dem Parnass, wie es scheint nicht selten; auf letzterem vom
Anfang März bis Ende April wohl in der ersten, und dann
im Juni in der zweiten Generation gefangen. Bei Smyrna Ende
Mai gefunden. Auch von Erber auf Corfu, Буга und Tinos
beobachtet. Diese Art scheint nirgends in Mittel- und Süd-
Europa zu variiren; merkwürdigerweise kommt sie auf der
pyrenäischen Halbinsel nicht vor, oder wird da vielmehr durch
die Form Panoptes Hb. vertreten, an deren selbstständige
Artrechte ich nicht glaube. Ich habe von Panoptes aus Nord-,
Mittel- und Süd-Spanien mehrere Hunderte unter Händen
ee
gehabt, zum Theil selbst gefangen, und an hinreichendem Ma-
terial von Hylas aus den verschiedensten Gegenden (Nord-
Süd-Deutschland, Schweiz, Süd-Frankreich, Sicilien, Ungarn,
Türkei, Griechenland, Sarepta, Smyrna und Ararat) fehlt es
mir auch eben nicht. Beide Formen aberriren und variiren
zunächst bei einer Menge von Exemplaren natürlich; Panoptes
ist durchschnittlich um ein Geringes kleiner als Hylas. Auf
der Oberseite der Flügel findet sich gar kein Unterschied, der-
selbe liegt lediglich auf der Unterseite darin, dass dieselbe
bei Panoptes etwas dunkler ist und namentlich, dass hier auf
den Hinterflügeln die rothe Aussenrand-Fleckenbinde fehlt. Es
ist wahr, bei allen Æylas, so viel ich auch deren sah, fehlt
dieselbe niemals. Ebenso wahr ist es aber auch, dass dieselbe
bei Panoptes gar nicht selten mehr oder minder auftritt, und
ich habe fünf Exemplare in meiner Sammlung, wo man sogar
deutlich bis fünf rothe Flecken zählen kann, gerade so viel als
На; gewöhnlich führt. Freilich sind diese Flecken sehr matt
und klein. Nun kommt aber ein sehr interessanter Punkt.
Während bei Aylas die schwarzen Randflecken von den, die
rothen Flecken nach innen begrenzenden, schwarzen Mondflecken
ziemlich weit, eben durch das Roth, getrennt sind, stehen bei
typischen Panoptes, wo das Roth völlig fehlt, diese beiden
schwarzen Zeichnungen dicht nebeneinander, nur durch einen
weissen Strich getrennt. Ich entsinne mich, dass mir Herr
Professor Zeller gerade diesen Umstand, als entschieden für die
Artrechte der Гус. Panoptes sprechend, anführte. So wie nun
aber bei den spanischen Panoptes das Roth auftritt, so weichen
die schwarzen Mondflecke bescheiden nach dem Innern zurück,
je nach Massgabe des erscheinenden Roths, und bei zwei
Weibchen (von Granada und Barcelona) ist der Abstand zwi-
schen den beiden schwarzen Zeichnungen (relativ) entschieden
ebenso weit, als dies bei Z/ylus der Fall ist. Und doch sind diese
beiden Thiere unzweifelhafte Panoptes; wo bleibt da noch ein
gültiger specifischer Unterschied zwischen beiden Formen?
4
RTC ее
46. — Psylorita Ету. Diese interessante Art wurde, 50
viel mir bekannt, ausschliesslich von Herrn Janés von Fri-
valdszky auf Creta gefunden, und zwar Нос dieselbe im Juni
in beträchtlicher Höhe des Berges Ida neben einem Schneefelde
ziemlich häufig.
47. — Medon Hufn. (Agestis В. У.). Auf dem Parnass,
Naxos und in der Attica, nirgends häufig. Exemplare der ersten
Generation, die auf dem Parnass von Anfang März bis Ende
April, Naxos und Attica Ende März flogen, weichen von
unseren eben nicht ab. Alle, sowie auch die der zweiten Ge-
neration, die auf dem Parnass im Juni, auf Naxos im Mai flog,
haben auf der Oberseite ziemlich vollständige rothe Aussenrand-
Fleckenbinden. Während aber die Frühlingsgeneration unten
stets eine hellgraue Färbung zeigt, so kommen bei der Sommer-
generation in Griechenland, wie überall im südlichsten Europa
Exemplare, namentlich 22 mit intensiv graubrauner Färbung
der Unterseite vor. Letztere wurden fälschlich, auch von mir,
als ab. Allous Hb. versandt, sie müssen lieber var. Aestiva
meridionalis genannt werden. Denn Hübners Figuren von
Allous, 989 u. 992, zeigen die gewöhnliche hellgraue Unter-
seitsfärbung von Medon. Die drei Figuren seiner Oberseite
variiren darin, dass 990 gar keine, 988 nur hinten und 991
hinten und vorne eine solche Randbinde haben. Was soll man
also jetzt Allous nennen? Es ist am Besten, den Namen ganz
eingehen zu lassen. Interessant ist eine kleine alpine Form,
die im männlichen Geschlechte stets oben ganz dunkel ist, und
die man als var. Alpina aufführen kann. Ebenso sind die hoch-
nordischen Exemplare; doch kommen überall Stücke mit ganz
dunkler Oberseite als Aberrationen vor, die dann freilich
meistens viel grösser sind. |
48. — Anteros Frv. Krüper sandte mir nur ein ziemlich
grosses С dieser Art vom Parnass ein, und scheint sie dem-
nach dort sehr selten zu sein.
49. — Jcarus Rott. (Alexis 5. V.). Im Parnass, auf
Naxos und in der Attica im April, Mai und Juni häufig ge-
fangen. Die Exemplare varliren sehr an Grösse, sonst weniger;
nur ein ©, am 24 Mai im Parnass gefangen, ist eine interessante
Aberration, mit fast blauen Hinterflügeln und schwarzen Rand-
flecken, so wie blond gestreiften Vorderflügeln.
— ab. Icarnus Scriba mit fehlendem Basalpunkt der
Vorderflügel-Unterseite fand sich nur sehr einzeln.
50. — Amanda Schneider (Icarius Esp.). Nur auf dem
Parnass Ende Mai und Anfang Juni in grossen schönen
Exemplaren gefangen, die aber von den deutschen oder- süd-
russischen sonst wenig abweichen.
51. — Agestor God. (Езсйет Hb.). Ebenfalls nur auf dem
Parnass in der letzten Hälfte des Juni nicht selten. Auch diese
weichen von Exemplaren aus andern Theilen Süd-Europas
(Wallis, Montpellier, Lozere, Turin, Granada) durchaus
nicht ab.
52. — Adonis 5. У. Auf dem Parnass selten, und nicht
von denen anderer Lokalitäten variirend. Von Erber auf den
Inseln gefunden.
Anmerkung. Ob Lyc. Corydon auch in Griechenland vor-
kommt, ist mir noch zweifelhaft, da Krüper nur ein 2 ein-
sandte, welches vielleicht hiezu gehört, aber auch möglicher-
weise nur ein grosses Alexis 2 sein kann. Jedenfalls gelingt
es mir, nach dem Vergleich einer grossen Menge von Corydon
und Alexis 2 2 aus verschiedenen Gegenden, nicht, ein sicheres
konstantes Unterscheidungsmerkmal aufzufinden.
53. — Dorylas S. У. Auf allen griechischen Gebirgen,
von Mitte Juni bis Mitte Juli auf dem Parnass. Die Exemplare
sind unten vielleicht ein bischen heller gefärbt als die mittel-
europäischen, sonst ist kein Unterschied.
54. — Daphnis S. V. Auch nur auf den Gebirgen, und
zwar auf dem Parnass von Ende Juni bis Juli nicht selten.
*
В с
Die Weibchen sind selten oben blau und kommen meist in der
ganz dunklen Form
— ab. Steven Hb. vor, die also eigentlich nur vom %
gilt, da die dazu gehörigen Männer von denen, die nur blaue
22 haben (Ungarn) gar nicht zu unterscheiden sind.
:55. — Admetus Esp. Von Krüper in der Attica, auf
dem Taygetos und dem Parnass gefangen. Die Exemplare,
welche in der Attica von Anfang bis Mitte Juni gefunden
wurden, weichen von den ungarischen nur insofern etwas ab,
als sie eine bräunlichere Unterseite haben, auf der die Rand-
flecken bestimmter hervortreten. Nur bei zwei ос findet sich
hier der weisse Längswisch der Hinterflügel angedeutet. Die
Exemplare auf dem Parnass, vom Anfang bis Ende Juli ge-
fangen, haben die lichtgraue Unterseite der ungarischen Stücke,
die bei den Weibern etwas mehr gelblich ist. Die Rand-
zeichnungen verschwinden bei manchen Stücken fast ganz, statt
dessen erscheint auf den Hinterflügeln in allmäligen Uebergängen
der weisse Längswisch und so wird ein ziemlicher Theil der
Exemplare vollkommen identisch mit der
— var. Rippertü Frr. aus dem französischen Dép. des
Basses-Alpes, welche Form eben sicher nur als alpine oder
subalpine Varietät angesehen werden kann. In den Basses-Alpes
scheint sie ausschliesslich so vorzukommen, auf der Balkan-
Halbinsel (у. Ld. Wien. Monts. 1863, pag. 19) kommen beide
Formen zusammen in allen Uebergängen vor.
Anmerkung. Krüper führt noch Z. Damon 5. У. auf,
u sandte mir aber kein Stück ein, wesshalb dies vielleicht auf
einem Irrthum beruhen kann.
56. — Argiolus L. Ueberall häufig; in der Attica die
Frühlingsgeneration vom 26 März bis 10 April gefangen, auf
dem Parnass die Sommergeneration von Mitte Juni bis Mitte
Juli gefunden. Diese Art, überall gleichbleibend und häufig,
bietet wenig Interesse.
RS:
57. — Alsus 5. У. Nur ein Stück, am 7 März auf dem
Parnass gefangen, eingesandt, welches mit den gewöhnlichen
Alsus auf das Genaueste übereinstimmt.
Anmerkung. Ein Anfangs Juli bei Karpinisi im Veluchi gefan-
genes g' lässt sich nur zu Lorquinii HS.oder Gebras Hb.ziehen,
unterscheidet sich aber von diesen durch einen schmäleren, ziem-
lich scharf begrenzten schwarzen Aussenrand der Flügel.
Leider lässt sich mit diesem einen Stück, dem noch dazu
Kopf und Leib fehlen, nichts anfangen. Ein 2 aus Griechen-
land ohne Angabe des Fundorts scheint mir auch hieher zu
gehören.
57". — Semiargus Rott. (Acis S. V.). Nur auf dem Par-
nass vom 20 April bis 26 Mai gefangen und zwar in grosser
Anzahl. Die Stücke sind fast durchgehends kleiner als die
deutschen und selbst als die alpinen Schweizer- Exemplare;
unten etwas lichter grau. Bei den meisten Stücken finden sich
auf der Unterseite der Hinterflügel am Innenwinkel Andeu-
tungen zu röthlichen Flecken, die in einzelnen Fällen wirklich
ganz roth auftreten, und bei den Weibchen sogar oben röth-
lich durchscheinen. Man kann daher wohl diese Form mit dem
Namen у. Parnassia belegen. Von der var. Bellis unterscheidet
sich diese Form lediglich durch die Grösse, da erstere mir
nur in sehr grossen Stücken bekannt ist. In der Stett. ent.
Zeitung 1862, pag. 365, stellte ich nach fünf Exemplaren
vom Taygetos (Peloponnes) eine
Lycaena Helena auf, die ich jetzt nur als eine höhere Po-
tenz der v. Parnassia betrachten kann, von der ich damals
nur ein paar Stücke vor mir hatte. Typische Z. у. Helena
haben auf der Hinterflügel-Unterseite beider Geschlechter, am
Innenrande, eine zusammenhängende Orange-Fleckenbinde, das
Q sogar auch eine solche auf der Oberseite. Dies, sowie die
kleinere Statur und ein etwas anderes Blau trennen sie beson-
ders als Lokalform von der №. Antiochena Ld., die, wie nach
einer Reihe von Exemplaren, welche Herr Lederer davon
ЕО.
selbst im vorigen Jahre auf dem Taurus-Gebirge fing, hervor-
geht, sicher auch nur als Lokalform zu Semiargus zu zählen ist.
58. = Cyllarus Rott. Ueberall, nur auf dem Veluchi
nicht gefunden. In der Attica im April, auf Naxos in den
ersten Tagen des Mai, wie es scheint, sehr häufig. Die Stücke
уагигеп durchaus nicht von denen anderer Länder.
59. — Arion L. Ich habe allerdings keine griechischen
Stücke dieser Art gesehn; Dr. Krüper versichert mir aber
auf das Bestimmteste, diese Art in Griechenland gefangen zu
haben, und da eine Verwechselung dieser Art höchstens mit
L. Diomedes möglich wäre, so nehme ich sie als griechisch auf.
60. Libythea Celtis Esp. In Acarnanien nicht selten,
auf dem Veluchi und Parnass selten; auch bei Smyrna am
16 Mai gefangen. Erber fand Celtis auf Tinos. Diese Art
scheint nirgends lokal zu variiren.
61. Charaxes Jasius Г. Auf dem Taygetos, in Acar-
nanien und der Attica selten beobachtet. Ueberall, wo Arbutus
Unedo in den am Mittelmeer angrenzenden Ländern wächst,
scheint diese Art vorzukommen. Auf Corfu von Erber
gefunden.
62. Apatura у. Clytie Hb. Von Dr. Krüper sicher in
Acarnanien äusserst selten gefangen, obwohl mir nieht ein-
gesandt. Da im Süden Europas die Form dieser Art mit
weissen Binden, die typische Га S. У. gar nicht vorzukommen
scheint, so kann man C/yfie als südliche Lokalform betrachten,
die allerdings fast überall, wo die Art in beiden Varietäten
nebeneinander vorkommt, die häufigere Form zu sein scheint.
63. Limenitis Camilla 5. У. In Acarnanien und auf den
Gebirgen überall eben nicht selten, auch auf Euboea von
Schrader gefunden. Die Art scheint in ganz Süd-Europa
gleichmässig vorzukommen. Auf dem Parnass Anfang Mai ge-
fangen; ich fing sie am Genfer See und in Alt-Castilien An-
fang Juli und im Dep. Ardeche (Sevennen) sogar Anfang
—
September noch ziemlich frisch; glaube aber desshalb nicht,
dass sie zwei Generationen hat.
64. Vanessa Zyea Cr. (Triangulum F.). Von Dr. Krüper
auf dem Taygetos, in Acarnanien und auch bei Smyrna selten,
auf dem Parnass häufiger gefunden. Exemplare von dort, die
Ende Februar gefangen wurden, sind wohl überwinterte Stücke,
während die Sommergeneration dort von Mitte Juni bis Juli
flog. Die zweite Generation dieser Art erscheint in Süd-Frank-
reich im Herbst (September, October) und diese Stücke über-
wintern. Die Stücke mit ganz dunkler Unterseite, die hier wie
überall sonst mit den andern gemischt (wohl aber nur bei der
1. Generation vorkommen, kann man als ab. Г. album Esp.
95. 4, bezeichnen. Schrader fing die Art auch auf Euboea,
Erber auf Corfu, Syra und Tinos.
65. — C. album L. In Acarnanien auf dem Taygetos und
dem Parnass beobachtet, überall selten. Die Stücke variiren
hinsichtlich der Unterseiten-Färbung wie bei uns.
66. — Polychloros L. An denselben Orten mit der vorigen
Art, auch selten, flog Ende Juni. Bei Smyrna Anfang März
nicht selten. Die Art scheint überall in Europa gleich zu
bleiben.
67. — О’йсае L. Nur auf dem Parnass im Juni nicht
selten gefunden. Die griechischen Stücke stimmen mit denen
von Herrn Mann bei Brussa gesammelten überein und sind
etwas von den mittel- und südwest-europäischen Stücken dieser
Art verschieden. Sie haben einmal ein lebhafteres Roth, und
der hellere Fleck hinter dem grossen schwarzen Innenrandsfleck
der Vorderflügel zeigt entschiedene Neigung zum Verschwinden,
und fehlt auch bei einigen Stücken ganz. Ich bezeichnete diese
Form Cat. pag. 7 als у. Turcica und stellte sie als eine
Zwischenform zur var. /chnusa auf. Ichnusa unterscheidet sich
auch nur durch ein lebhafteres Roth, das Fehlen des bezeich-
neten hellen Flecks und namentlich das Fehlen der beiden
schwarzen Flecke im Mittelfelde der Vorderflügel. Letztere
NT RE
treten aber bei manchen Stücken der Zchnusa, die ausschliess-
lich auf Sardinien und Corsica vorkommt, mehr oder minder
auf, ebenso der helle Fleck; während auch wir in Deutschland
zuweilen Urticae ohne die schwarzen Flecken finden. Wie wenig
specifisch ferner diese schwarzen Flecken bei Vanessa-Arten
sind, beweist noch Van. Го, bei der ausnahmsweise auch ein
schwarzer Mitteldeck auftritt. Wie ferner das Klima auf die
lebhaftere rothe Färbung einwirkt, beweisen am Deutlichsten
eine Reihe prächtiger grosser /o, die ich an denselben Stellen,
wo ich Ichnusa auf Sardinien fand, mit ihnen zusammen erzog,
und die in gleichem Verhältniss ein viel lebhafteres Roth
zeigen, als die Exemplare aus dem übrigen Europa. Auch die
Raupen der Ichnusa bieten gar keinen Anhalt; sie sind zwar dunkler,
als die von Urticae im Allgemeinen bei uns, jedoch habe ich sie,
zumal in heissen Sommern, genau ebenso gefärbt gefunden, wie
auf Sardinien, und unter dem 70 Grad nördlicher Breite, am
Altenfjord in Norwegen, fand ich die Raupen fast ganz schwarz.
Diese hochnordischen Schmetterlinge sind auch meistens viel
dunkler, namentlich verbindet sich auf den Vorderflügeln nicht
selten der schwarze Innenrandsfleck mit dem mittleren Vorder-
randsflecken durch schwarze Schuppen vollständig. Man kann
daher mit Recht diese Form als var. Polaris aufführen.
Interessant ist es noch, dass die /chnusa aus dem nörd-
licher gelegenen Corsica, zumal wohl aus seinen höheren ge-
birgigen Theilen viel häufiger Uebergänge zu Urticae zeigen,
als die grosse Reihe von Stücken, die ich unweit Sassari auf
Sardinien erzog.
68. — /o L. In Acarnanien sehr selten, mir nicht ein-
gesandt. Nach Erber auf Corfu, Syra und Tinos. Ich fand
diese Art nicht in Andalusien, wohl aber in Castilien.
69. — Antiopa L. Auch nicht eingesandt, aber in Acar-
nanien auf dem Taygetos und dem Parnass selten gefunden;
ebenso bei Smyrna.
SER N
70. — Atalanta Г. In der Attica, auf dem Taygetos und
dem Parnass gefunden, auf letzterem nicht selten. Von dort
liegen zwei frische (gezogene?) Exemplare vom 22 März und
1 April, und zwei andere vom 16 Juni und 9 Juli vor, die
aber mit denen aller andern mir bekannten Lokalitäten ganz
gleich sind. Bei Malaga und Cadix fand ich von dieser Art
im December, Januar und Februar fortwährend erwachsene
Raupen und frisch auskommende Schmetterlinge. Interessant ist,
dass der leider jetzt verstorbene Dr. Bauer im März 1864
ein Exemplar der sehr nahe verwandten Van. Calliroë НЪ. auf
dem grossen wüsten Platz an der südwestlichen Seite von
Cadiz selbst fing, welche Art er vorher auf den Canaren, die
wie Madeira eine vollständig europäische Fauna zeigen, in
Mehrzahl erzogen. Ein Irrthum liegt hier, meinem Ermessen
nach, nicht vor. Erber fand Atalanta auf den von ihm be-
suchten Inseln.
71. — Cardui L. Ueberall häufig, auf Naxos äusserst
gemein. Es ist dies ein sehr merkwürdiges Thier in so fern
als es vielleicht von allen lebenden Wesen überhaupt die grösste
Verbreitung auf dem Erdkreis hat, da es auf allen fünf Welt-
theilen fast überall vorkommt, und sich sogar auf weit von
allen Continenten entfernten Eilanden, wie St. Helena und den
Sandwich-Inseln, gefunden haben soll.
72. Melitaea Cinxia L. Nur auf dem Parnass Ende April
gefunden. Die Stücke weichen von den deutschen nicht ab,
und kommen wie diese mit heller und dunklerer Färbung vor.
73. — Phoebe S. У. Von Dr. Krüper in Acarnanien
und der Attica selten, auf dem Parnass häufiger gefunden;
ferner noch auf dem Veluchi bei Carpinisi in einer besonders
schönen Form, die ich schon in meinem Catalog, pag. 8, als
— var. Caucasica, (Tab. I, fig. 2) bezeichnete, da Kinder-
mann ganz ähnliche Stücke im Caucasus fing. Diese Form zeichnet,
sich sowohl durch ihre Grösse, wie besonders durch ihre Nei-
gung zum Schwarzwerden aus, was namentlich bei den Weibern
we ES
auf der Oberseite der Flügel meist überwiegend der Fall ist.
Diese Varietät flog bei Carpinisi in der ersten KHälfte des
Juni, während Phoebe in der Attica und auf dem Parnass vom
20 April bis gegen Ende Mai vorkam, und zwar in Exemplaren,
die von süddeutschen oder schweizerischen gar nicht ver-
schieden sind.
74. — Didyma Esp. Auf den Gebirgen, namentlich dem
Parnass, nicht selten; auch in Acarnanien häufig gefunden.
Diese Art aberrirt und variirt bekanntlich ausserordentlich, und
schemt auch jedes der drei von Krüper besuchten Gebirge
Griechenlands eine andere Form zu liefern. Der Parnass zunächst
die, welche ich in meinem Catalog, pag. 8, als
— var. meridionalis (orientalis) bezeichnete, die lebhaft
roth gefärbte 4 und ins Grün übergehende 22 hat, welche
ietztere häufig ganz grüngraue Vorderflügel zeigen, ohne alle
Spur von Сего. Hauptsächlich durch die letzteren allein
unterscheidet sich diese Form von der var. Occidentalis des
westlichen Europas, wo die 2% fast stets gelbroth bleiben. Im
Peloponnes auf dem Taygetos kommt ausschliesslich die Form
vor, welche ich als var. Dalmatina (Araratica) bezeichnete, eine
kleine Form mit hellem Ockergelb, wenigstens bei den 22, und
verschwindenden schwarzen Zeichnungen, so fehlt z.B. die zweite
schwarze Fleckenbinde, vom Aussenrande an gezählt, fast stets.
Die schönste Form aber, welche Krüper Mitte Juni bei
Karpinisi fing, bezeichnete ich in meinem Catalog als var. Graeca
(Tab. I, fig. 3) und kommt dieselbe der. var. Caucasica (Trivia
var. HS. 588—90) sehr nahe. Es sind dies im männlichen
Geschlechte sehr schöne hochrothe Stücke, bei denen sich das
Schwarz an den Aussenrändern sehr stark zeigt, d. h. die
erste Fleckenbinde vereint sich meist mit dem Aussenrand,
wohingegen sie nach innen hin, namentlich auf den Hinter-
flügeln, mehr verschwindet. Die griechischen ФФ dieser Form
sind vorherrschend grüngrau, sogar auch öfters die ganze
Oberseite der Hinterflügel, während bei der var. Caucasica,
И ee
die im männlichen Geschlechte sehr ähnlich ist, die 92 vor
herrschend gelbroth bleiben.
75. — Trivia В. У. Nur auf dem Parnass von Ende April
bis Mitte Mai, und dann wohl sicher in der zweiten Genera-
tion Anfang August gefunden. Auch bei Smyrna Anfang Mai
nicht selten. Erber fand Trivia auf Corfu. Die griechischen
Stücke variren eben nicht von den ungarischen, obwohl die
Stücke in beiden Ländern ziemlich aberriren. Die Exemplare
der ersten Generation sind viel grösser als die der zweiten.
Auch die Exemplare von Smyrna sind wenig abweichend, wenn
auch vielleicht darunter, wie auch unter den griechischen,
einige Stücke sind, die Persea Kollar sein könnten, welche
etwas hellere Form, wenigstens nach Exemplaren, die ich
davon aus Beirut besitze, kaum einen eigenen Namen verdient.
76. — Athala Esp. Die griechischen Stücke dieser Art
auf dem Parnass Ende Mai, im Veluchi Anfang Juli eben
nicht häufig gefangen, kommen mit den deutschen und schweizeri-
schen Stücken ganz überein.
77. Argynnis Euphrosyne L. Nur auf dem Parnass, wie
es scheint, äusserst selten. Bei den vorliegenden zwei Stücken
hat das am 23 April gefangene « eine sehr lebhafte grell
gefärbte Unterseite; die Oberseite variirt nicht von deutschen
Stücken. Bei dem ziemlich schlechten Q ist dies nicht bemerkbar.
78. — Pales В. У. var. Caucasica Stgr., Cat. pag. 9
(Tab. Г; fig. 4). In der letzten Hälfte des Juli auf dem Veluchi, der
auch hier, wie schon früher mehrere Mal bemerkt wurde, den
Caucasischen entsprechende Formen zeigt. .Dass zunächst Pales
und Arsilache sicher als verschiedene Formen derselben Art
zusammengehören, darüber habe ich genug geschrieben, und
werden wenige Lepidopterologen mehr daran zweifeln. Diese
Form liefert einen neuen Beweis dafür, denn auf der Unter-
seite der Vorderflügel ist sie nach den völlig durchscheinenden
schwarzen Flecken sicher zu Arsilache gehörend, während die
Unterseite der Hinterflügel, selbst bei den “4 einen so starken
IR REN
erünlichen Anflug hat, wie dies sogar bei den Pales ab. Isis
nur selten vorkommt. Uebrigens sind die griechischen Stücke
hier noch bedeutend grünlicher als die caucasischen. Die Ober-
seite der 4 ist gelbroth, etwa wie bei Arsilache, die der 22
mit einem starken Anflug von Grüngelb, wie bei hellen Pales $5;
die Franzen der griechischen Stücke sind fast weiss und
schwarz gefleckt, während sie bei den Caucasiern wie bei Pales
und Arsilache röthlich bleiben. Man könnte schon desshalb die
griechische Form für sich als у. Graeca aufführen.
79. — Dia L. Nur ein Stück auf dem Veluchi von einem
Klephthen, den Krüper zum Sammeln angelernt hatte, ge-
fangen, welches von anderen europäischen Dia durchaus nicht
varürt.
80. — Daphne S. V. Nur in wenigen Stücken von dem
Parnass eingesandt, wo sie Ende Juni flogen. Diese Art scheint
sich überall ziemlich gleich zu bleiben.
81. — Zatonia Г. Von Krüper nur auf dem Veluchi
und Parnass Mitte März bis Ende April und Ende Juni ziem-
lich selten gefunden; ferner auch bei Smyrna. Auch diese so
semeine Art varürt nirgends. Erber fand sie auf Corfu und
Tinos.
82. — Aglaja L. Wenige Stücke vom Veluchi und auch
wohl Parnass, die den unseren ziemlich gleich kommen, nur
ein С zeigt auf der Unterseite Neigung zum Verschwinden der
silbernen Randflecken, die bei den Caucasus-Stücken zuweilen
ganz fehlen. Fehlen diese Randflecken ganz, womit auch ein
Kleinerwerden der anderen Silberflecken zusammenhängt, und
wird fast die ganze Fläche röthlichgelb gefärbt, so haben
wir die Alexandra Mén., wie sie von ihm in Lenkoran und
im vorigen Jahre von Haberhauer bei Astrabad gefunden
wurde, die aber doch gute Art sein dürfte.
83. — Niobe L. ab. Eris Meigen. Nur auf dem Parnass
sefangen und zwar nur in der Form Zris, ohne alle Silberflecke
unten, welche Form überhaupt die viel häufigere ist.
.
Е
84. — Adippe В. У. ab. Cleodoxa О. Auf dem Parnass
selten, und auch nur in der Form ohne Silberflecke unten
gefunden. Eine Cleodoxa mit rostgelber Unterseite ohne oder
auch mit einigen Silberflecken verhält sich zur grünen, reich
versilberten var. Chlorodippe ähnlich wie Alexandra zu Aglaja,
welche sich durch die vorhandenen Silberflecken sogar noch
näher stehen. Während Chlorodippe in Hunderten von Stücken,
die ich bei Granada fing, konstant blieb, so zeigen die später
von mir in Castilien gefangenen Stücke alle Uebergänge von
ihr zur Adippe.
85. — Papluu L. In Acarnanien und auf den Gebirgen
im Juli, nach Krüpers Angabe überall nicht selten; von Erber
auch auf Corfu gefunden. Die Stücke varliren meistens wenig
von den deutschen, und besitze ich nur einen < vom Veluchi,
wo die Silberzeichnungen unten ganz fehlen, was in anueren
Theilen Süd-Europas (Sardinien, Corsica, Spanien) die vor-
herrschende Form ist.
86. — Pandora S. У. Auf dem Parnass von Anfang Лин
bis Juli, wie es scheint, selten. Diese Art bleibt sich wohl
überall konstant.
87. Danais Chrysippus L. Als Dr. Krüper auf seiner
dritten Reise nach Griechenland, wo er diesmal fünf Jahre
blieb, im Januar 1862 bei mir weilte, erzählte er mir, dass
er beim englischen Consul Mr. Merlin in Athen, der auch
etwas sammelt, Danais Chrysippus gesehen habe, und dass
Mr. Merlin ihm versichert habe, dies Thier fliege in der Ge-
gend beim Piraeus sehr häufig. Ich sagte zu meinem Freunde:
«ich will es Ihnen glauben, wenn Sie das Thier selber fangen»,
und Krüper hat es im vorigen Jahre, wo er überhaupt zuerst
einen Sommer in der Attica war, in etwa 10 Stücken im Juli,
zwischen dem Piraeus und Phaleraeus, gefangen, denn häufig
war die Art nicht; übrigens war sie auch schwer zu fangen.
Auch auf Naxos hatte er schon früher einige wenige Stücke
gefunden. Wir brauchen also nicht mehr auf das zufällige
би =
Vorkommen im Jahre 1807 und 1808 bei Neapel hin, (у. Те.
IV, pag. 120 ff.) diese Art als еше ächt europäische aufzu-
nehmen, sondern es ist ziemlich sicher, dass sie konstant in
der Attica und auf den Cyciaden vorkommt. Die var. Alcippus
fand Krüper nicht, und Chrysippus kommt überall wohl gleich
vor. Ganz kürzlich sandte Dr. Krüper ein ganz frisches am
21 November 1868 bei Missolunghi gefangenes © ein. Viel-
leicht überwintert diese Art als Schmetterling. Wenn wir den
ganz exotisch aussehenden Charaxes Jasius längst als einen
ächten indigenen Europäer kannten, und das ebenfalls exotische
Genus Danais nun durch einen sicheren indigenen Europäer
vertreten wird, so weiss ich nicht, warum manche Entomologen
es heute noch so wunderbar finden, in Europa die Gattung
Saturnia durch eine grüne Art mit Schwänzen, Saft. Isabellae
Graells vertreten zu sehen, dass sie an das unzweifelhafte
Vorkommen dieser Art in Spanien (die sich nebenbei noch in
keinem anderen Lande gefunden hat) nicht glauben wollen.
88. Melanargia Galathea |. var. Procida Hbst. In
Acarnanien selten, auf dem Veluchi und Parnass von Ende Mai
bis Ende Juni häufig. Die Exemplare gehören alle der dunk-
leren Form Procida Hbst. an und kommen die fast ganz
schwarzen Stücke, var. Turcica В. nur ais seltnere Aberration
vor, als welche man überhaupt dieselbe wohl nur betrachten
darf. Ebenso kommt in Griechenland die
ab. © Leucomelas Esp. einzein vor, welche Aberration be-
kanntlich eine Zeichnungsiose weissliche Unterseite der Hinter-
tlügel hat, und sich nur beim $ findet.
59. — Larissa Hb. In Acarnanien, auf dem Veluchi und
Parnass im Juni sehr häufig. Auch von Schrader auf Euboea
geiunden, von Erber auf Corfu Zarissa ist die dunklere,
etwas kleinere Form dieser Art, die sich in Griechenland viel
seltener findet, und von der ich leider nicht sagen kann, ob
sie gewissen Lokalitäten, vielleicht höheren Bergregionen, an-
gehört oder ob sie mit der helieren, etwas grösseren Form
ed Dee
var. Herta Hb. gemeinschaftlich fliegt. Letzteres wird mir
dadurch wahrscheinlich, dass beide Formen in allen möglichen
Uebergängen vorkommen, so dass, nach den griechischen Stücken
zu urtheilen, der eine Name ziemlich überflüssig erscheint. Die
von mir Cat. pag. 10 hier angeführte у. Caucasica Nordm.,
Bull... M. 1851, IL T. I, 1—3, gehört sicher nicht zu Га-
rissa, sondern ist synonim mit Xemia Frr. 566, 3, 4.
90. Erebia Melas Hbst. Nur auf dem Veluchi allein
fand Dr. Krüper diese, so wie die folgende Ærebia. Den an-
dern Gebirgen Griechenlands fehlt diese typische Gebirgs-Gattung.
Melas scheint in der letzten Hälfte des Juli recht häufig am
Veluchi zu fliegen; 44 wurden viel, 22 nur einige wenige
Stücke erbeutet. Die griechische Form ist durchweg dunkler
und hat weniger Augenflecke, als die Krainer oder gar die
Stücke von Mehadia. Bei den meisten Stücken (44) kommt
nur das doppelte Augenpaar an der Vorderflügelspitze vor
(ja ein Stück ist fast augenlos); sehr selten zeigen sich
auch auf den Hinterflügeln Augenflecke, welche die mir vor-
liegenden Mehadier alle äusserst weiss gekernt führen. Die
Unterseite der << ist stets ganz eintönig braunschwarz, wäh-
rend Krainer Stücke schon eine mittlere Wellenlinie durch-
schimmern lassen, und Mehadier sehr stark weiss gewölkt sind,
mit deutlicher hellerer Aussenrandvinde der Hinterflügel. Bei
den zwei mir vorliegenden griechischen Weibchen findet sich
auf der Oberseite der Vorderflügel keine Spur von rother Rand-
ше; die Augenpunkte auf den Hinterfiügeln sind vorhanden,
bei dem einen Stück nur sehr klein, und bei beiden fehlen sie
ganz auf der Unterseite, die überhaupt etwas dunkler als bi
den ФФ von Mehadia ist. Er. Lefebvrei В. ist gewiss nichts
weiter als eine Pyrenäen-Varietät dieser Art, wo die Sg sehr
augenreich, unten stets eintönig dunkel, wie die griechischen
Stücke bleiben, während die 2% gleichfalls augenreich, und mit
rothen Aussenbinden nicht nur auf den Vorder-, sondern auch
meist auf den Hinterflügeln versehen, unten auffallend dunkel
о
sind, viel dunkier als selbst die griechischen $$. Erebia Le-
febvrei hat also manches von der griechischen, anderes von der
Mehadier Form, und ausserdem die ihr allen zukommende
Kigenthümlichkeit der dunklen Hinterflügelunterseite bei den 22.
Die Er. Hewitsmü Ld. Wien. Mts. 1864, pag. 167, Taf. 3,
6, 7, die mir in zehn Stücken vorliegt, und die auf den ersten
Blick als grundverschieden, zumal von den griechischen Melas
erscheint, kann doch möglicherweise nur eine Lokalform aus
Imeretien sein. Der Hauptunterschied, die breiten rothen Aussen-
randsbinden bei Hewrtsonii finden namentlich bei der var. Le-
febvrei sogar auch auf den Hinterflügeln Analoga, ebenso wie
die Menge und Grösse der auftretenden Augenflecke. Aehn-
liches ist auch auf der Unterseite der Fall, wo indessen auf
den Hinterflügeln bei Hewitsonii der hellere Aussenrandstheil
stets deutlich vom Basaltheil getrennt erscheint, bei den 2%
direkt durch eine schwärzliche Wellenlinie. Andererseits kommt
die Er. Hewitsonii auch der Er. Evias Lef., namentlich den
von mir in Castilien gefangenen Stücken dieser Art, recht
nahe. Sie ist zunächst durchgehends etwas kleiner, und der
Hauptunterschied beruht in der breiten rothen Binde der
Vorderflügel bei Hewitsomi, die, wie Herr Lederer so richtig
hervorhebt, nach innen grade und schräg nach aussen abge-
schnitten ist. So sehr nun bei Evias diese Binde an Breite
varürt, so ist sie doch nie (nur in einem Fall annähernd) nach
innen grade. Sonst harmonirt hinsichtlich der Augentlecke und der
Unterseite Ёгеб. Hewitsonü vielmehr mit Evias als mit Melas und
Varietäten; dennoch halte ich sie der letzteren näher stehend, wenn
ich sie auch noch nicht sicher als Lokalform dazu rechnen mag.
Wenn wir aber bedenken, wie ausserordentlich gerade die
Arten der Gattung тема an Grösse (s. die folgende Art)
hinsichtlich des Vorhandenseins oder Fehlens der Augenpunkte,
der rothen Randbinden oder Flecken, der dunkleren oder hel-
leren Unterseite etc. sowohl lokal variiren als in derselben
Gegend aberriren, so ist hier ein sehr reiches Material zur
— 07 —
Vervollständigung und zum Beweis für die Darwin’sche Theorie
vorhanden; und je mehr Material wir erhalten, desto unklarer
und unsicherer werden wir über die Artrechte mancher uns
heute noch als gute Arten geltender Formen werden.
91. — Tyndarus Esp. var. Ottomana HS. Auch nur wie
die vorige Art auf dem Veluchi zu derselben Zeit äusserst
zahlreich gefunden. Diese Form wurde sonst nur auf dem
Olymp bei Brussa gefunden und es ist sehr leicht zu erklären,
wenn man sie Anfangs als verschiedene Art von Tyndarus Esp.
ansehen konnte. Zunächst ist sie besonders nur durch die
kolossale Grösse von Tyndarus unterschieden, und übertrifft
diese Art mindestens um das Doppelte, vielleicht mehr, an Flügel-
raumfläche. Hinsichtlich der Flügelspannung misst mein kleinster
Tyndarus 29 mm., mein grösster Offomana 47 mm. Was die
Flügelform anbelangt, so varürt die bei verschiedenen Stücken
ein und derselben sicheren Art, zumal Ærebia-Arten, ой so, dass
ich darauf absolut gar nichts gebe. Auf alle weiteren, äusserst
wechselnden Unterscheidungsmerkmale will ich hier nicht ein-
gehen, sondern nur kurz bemerken, dass ich Tyndarus-Stücke
aus der Schweiz habe, die, sogar beim $, genau die eintönige
Unterseiten-Färbung von Otlomana zeigen, dass die prächtigen
Stücke, die ich zahlreich auf der Sierra Nevada fing, stets eine
fast gleiche Unterseite zeigen, und auch hinsichlich ihrer durch-
schnittlichen Grösse (40 mm) genau zwischen Otlomana (durch-
schnittlich 45 mm.) und 7yndarus (35 mm.) stehen. Die Tyn-
darus der Central-Alpenkette Europas sind verschieden von
denen der Pyrenäen-Kette (у. Cassioides Esp.), denen die der
Caucasus-Kette wieder nahe kommen, sind noch mehr verschieden
von denen des andalusischen Hauptgebirges (v. Nevadensis) und
finden endlich ihren Superlativ auf dem Veluchi, Olymp bei
Brussa, und auch vielleicht Ararat als у. Oftomana.
92. Satyrus Proserpina 5. У. Nur auf dem Veluchi und
- dem Parnass im Juli nicht selten. Die Stücke sind wie die
süddeutschen; richt besonders gross.
Qt
93. — Hermione L. In der Attica (Juli) in Acarnanien,
auf den Cycladen, dem Veluchi und Parnass (Ende Juni bis
Juli), wie es scheint, nicht selten. Die Stücke sind von süd-
deutschen nicht eben verschieden. Merkwürdigerweise fand ich
in ganz Spanien nicht Hermione, sondern nur Alcyone, die
wiederum in Griechenland nicht gefunden wurde.
94. — Briseis L. Nach Krüper’s Notizen lediglich auf
dem Taygetos gefunden, wo die Art nicht selten war. Von
Erber auf Syra und. Tinos gefunden. Die Exemplare sind
gross, oben mit starken weissen Mittelbinden, unten etwas
dunkler als die vom übrigen Europa. Auch bei Smyrna in der
gewöhnlichen Färbung gefangen.
95. — Semele L. In Acarnanien, der Attica, auf Naxos,
dem Taygetos und Parnass; auf letzierem von Anfang bis Ende
Juni. Auch in Smyrna vom 10 April bis 9 Mai den notirten
Daten nach gefunden. Ueberall in der gewöhnlichen in Deutsch-
land, Frankreich und Spanien vorkommenden Form; nur auf
der Insel Naxos von ausgezeichneter Grösse und auf der Ober-
seite vorwiegendem Dunkel, besonders auch bei den Weibern.
Sie bilden hierin gerade den Gegensatz zu der var. Aristaeus
von Sardinien und Corsica, bei denen ein viel lebhafteres Roth-
gelb, besonders auf den Hinterflügeln vorwiegend ist.
96. — Amalthea Friv. Vom Herrn Janös von Fri-
valdszky im Juni auf dem Berge»Ida (Creta) entdeckt, wo-
selbst die Art häufig flog. Dr. Krüper fand sie ebenso auf
allen Gebirgen Griechenlands häufig, zumal auf dem Veluchi;
in der Attica war sie seltener; ein Stück fand Krüper in
Athen selbst herumfliegend. Wenn es auch möglich ist, dass
diese Art nur eine europäische Lokalform der kleinasiatischen
Anthelea ist, so bin ich doch davon noch nicht völlig überzeugt.
Der Hauptunterschied beider Arten besteht kurz darin, dass
die 92 von Amalthea weisse, die von Antheles gelbe Binden
oder Felder auf den Flügeloberseiten haben. Obwohl nun
Amalthea in beiden Geschlechtern stets, vom Aussenrand aus-
RN 2 eee
gehendes Gelb in diesen‘ weissen Binden zeigt, so habe ich
doch bei Hunderten von Amalthea >> keinen eigentlichen,Ueber-
gang zu Anthelea 2 gefunden. Auf den Hinterflügeln hört zwar
das weisse Feld bei einigen Amalthea 72 fast ganz auf, aber
es wird von dem dunklen Rauchbraun, nicht vom Gelb ersetzt.
Bei einem Stück die Vorderflügel, bei einem andern’ die
Hinterflügel fast eintönig rauchbraun, und das Gelb ist bis auf
ein Minimum verdrängt. Da nun bei den + von Amalthea an
den Aussenrändern der weissen Binden mindestens so viel Gelb
vorhanden ist, wie an den entsprechenden Stellen bei Anthelea-
Männern, so ist es um so auffallender, dass das Weiss der
Amalthea 2% beim Verschwinden nicht in Gelb übergeht, wenn
eben beide Formen derselben Art angehören. Allerdings herrscht
bei Amalthea entschieden das Gesetz des Dunkelwerdens vor,
und sind die 2 dieser Art nur dadurch von denen der An
thelea zu unterscheiden, dass letztere stets viel breitere weisse
Binden, sowohl oben als unten führen. Unter 3 — 400
Amalthea $% sah ich keinen, den man für einen Anthelea <
hätte halten können. Abgesehen von der Färbung ist bei Amal-
thea 2 auf den Vorderflügeln das weisse Band nach innen stets
scharf vom Rauchbraun abgeschnitten, während bei Anthelea die
gelbe Farbe des Bandes fast stets sich in die Mittelzelle hinein
allmälig verliert. Von Anthelea, die Dr. Krüper bei Smyrna
auch nicht selten fing, sandte er mir allerdings ein Weib ein,
das einen Uebergang zu Amalthea darin zeigt, dass das gelbe
Band der Vorderflügel nach oben und unten hin fast weiss
wird: aber scharf nach innen abgegrenzt, wie bei Amalthea, ist
es durchaus nicht.
Sieht man Amalthea als europäische Varietät der nur in
Kleinasien gefundenen Anthelea an, so muss man auch consequent
die syrische Telephassa als Varietät davon ansehen, bei der so-
wohl 4 wie $ gelbe Binden führen. Alle drei Formen haben
im männlichen Geschlecht den schwarzen -Sammetstreif in der
Mittelzelle der Vorderflügel. Da ich nur ein Pärchen Telephassa
von Damaskus habe, so kann ich‘ über diese Art Nichts
sagen. .
97. — Mamurra HS. Von Dr. Krüper zuerst für Europa
nachgewiesen und zwar auf dem Taygetos und dem Parnass, aber
äusserst selten. Nach dem Urtheil des Herrn Lederer, dem
hier das grösste Material zur Verfügung gestanden hat, fällt
Mamurra mit Pelopea Klug. und Mniszeckü HS. als а
form derselben Art zusammen. Als м ausgezeichnete Lokal-
form haben wir noch die von Herrn Lederer Wien. Mts.
1864, р. 168, aufgestellte у. Caucasica, und als grössten
Gegensatz dazu kann man als fünfte Form die europäischen als
_ — var. Graeca aufführen. Ich will hier ganz kurz die
Hauptunterschiede der fünf Formen angeben. Pelopea aus den
Thälern des Libanon hat oben rothgelbe Binden (Hinteräügel
fast ganz го), unten röthlichgraue Hinterflügel. Mamurra
von den Gebirgen bei Tokat, Smyrna ete. wird oben ziemlich
dunkel, unten weisslich grau und röthlich gesprenkelt, dunkler
als Pelopea. Mniszechii aus den heissen Thälern von Amasia
ist zunächst grösser, hat oben sehr lebhafte rothe Binden, und
unten das weisslich Rothgrau der vorigen Art. Caucasica ist
noch grösser, hat oben die dunkelste Grundfarbe, aber sehr
deutliche rothe Randbinden mit auffallend grossen weissen Punkten
(die überall angedeutet, bei Mamurra aber meist ganz fehlen),
und unten mit sehr dunklen, nur wenig graugesprenkeiten Einter-
flügeln. Graeca endlich hat unten eine vorwiegend weissliche
Färbung, nur beim < nach ‘aussen etwas röthlich in Form einer
Binde; oben nähert sie sich am meisten Mamurra, nur dass
die Binden sichtbarer und beim © fast weiss sind.
98. — Arethusa S.V. Auf dem Veluchi und Parnass Ende
Juli selten. Die drei vorliegenden Stücke nähern sich der var.
Erythia, führen aber oben viel blassere, nach innen zu ver-
loschene rothgelbe Fleckenbinden, sind auch unten auf allen
Flügeln viel bleicher gefärbt. Die, Adern sind hier wohl weiss-
lich, aber lange nicht so scharf ausgeprägt, wie bei Erythia,
während im Gegensatz dazu bei allen drei Stücken sich hinter
der Mitte eine deutliche weisse Querbinde befindet, nach innen
durch eine dunklere Mittelbinde scharf begrenzt. Die Varietät
Erythia aus dem Dép. des Landes, so wie Boabdil von den
_Gebirgen bei Granada unterscheiden sich, abgesehen von allen
Färbungsunterschieden, durch ein so ausgezeichnetes Merkmal
von Arethusa und südlichen Varietäten, dass wenn ihre Achn-
lichkeit nicht sonst so gross wäre, man sie als eigene Art an-
sehen müsste. Zrythia und Boabdil zeigen nämlich unten stets
vor dem Aussenrande auf den Vorderflügeln eine stark wellen-
förmige, auf den Hinterflügeln aber eine direkt scharf gezackte
schwarze Linie. Bei manchen Arethusa, zumal den vorliegenden
griechischen, zeigt sich auch eine dieser entsprechenden Linie,
die daun aber einfach parallei mit dem Aussenrande verläuft,
und höchstens sehr schwach gewellt erscheint. Ein. ‚solcher
Zeichnungsunterschied bei Formen derselben Art eiebt: ninde-
stens sehr viel zu denken. %
99. — сю тиз Hufn. Eine Anzahl der auf dem Parnass
gefangenen Exemplare, namentlich ein am 24 Juli gefangenes
< und ein © vom 10 August, kommen mit unseren deut-
schen Sfatilinus durchaus überein; das © ist sogar kleiner
als alle mir vorliegenden deutschen Stücke. Auch im Ardèche-
Departement und Alt-Castilien fing ich nur unsere deutsche
Form Statilinus, so dass man nicht sagen kann, es sei dies eine
‚ausschliesslich mittel- ‘und nordeuropäische Form.
— var. Allionia F. kommt nun auch auf dem Parnass in
Uebergängen zu Statilinus vor, während die auf dem Taygetos
und in der Attica erbeutete Form ausschliesslich Alliona 156,
und zwar sind die von der Attica ausgezeichnet schöne cha-
rakteristische Exemplare, die auf der Unterseite mehr weiss
zeigen, als südfranzösische, andalusische und italienische Stücke.
An Grösse werden sie zwar von manchen der letzteren über-
troffen; sie sind indessen immer ansehnlich grösser, als typische
Statilinus. Allionia ist unzweifelhaft eine südliche, grössere,
namentlich unten viel lebhafter (heller) gezeichnete Form,
welche indessen in südlichen Gebirgsgegenden wieder durch
die ET р pi ersetzt wird, und zu welchen beiden
en mich jetzt die sicheren Ле а
dieselbe als solche zu betrachten. Dr. Krüper fing diese Art
"zuerst im vorigen Jahre in der Attica, wo sie Ende Juni,
zusammen mit den vorerwähnten charakteristischen АШота,
frisch und in Menge flog. Von beiden Arten brachte er circa
je 30 — 10 Stücke mit, und unter allen ist zunächst nicht ein
Stück, wo man zw eifeln könnte, zu welcher Art es gehört. Zu-
ac sind die griechischen Рафа durchaus nicht grösser als
die neben ihnen vorkommenden Alliowia. Auch die Auszackungen
der Hinterflügel sind bei manchen Allionia sogar entschieden
stärker als bei manchen Fatua, und sind diese, wie bekannt, bei
с a derselben Art nicht konstant. Auf der Oberseite ist
der Unterschied überhaupt nur der, dass Каёа vor dem
Aussenrande aller Flügel eine mit А parallel laufende
deutliche schwarze Linie zeigt, namentlich auf den Hinterflügeln,
während sie vorne bei emigen <4 fast verschwindet. Allionia
zeigt höchstens einen dieser Linie entsprechenden verloschenen
schwarzen Schatten. Doch muss ich gleich bemerken, dass bei
Fatua aus Amasia diese Linie nicht so scharf hervortritt, und
öfter zu verschwinden scheint; wie denn überhaupt die amasi-
nische Form nicht so gross und charakteristisch als die grie-
chische ist. Ein fernerer Unterschied auf der Oberseite ist, dass
zumal die Fatua 22 am Aussenrande lichter, oft ganz gelb-
lich werden, während im Gegensatz dazu die an demselben
Orte vorkommenden Allionia entschieden hellere (weissere)
Franzen haben; auf den Vorderflügeln bei beiden Arten dunkel
gescheckt. Die Unterseite ist nun bei Fatua viel eintöniger
%
м с
3) —
dunkler gefärbt, namentlich im Vergleich der Alhoma aus der
Attica, die auf den Hinterflügeln eine deutliche weisse Binde
zeigen. Ausser der auch oben befindlichen scharfen schwarzen
Randlinie treten hier auf den Hinterflügeln zwei scharfe schwarze,
vorwiegend zackige Querlinien etwa bei 1/4 und № der Flügel-
länge auf. Diese selbigen Linien finden sich auch meistens bei
Allioma, sind aber niemals so scharf begrenzt und niemals so
gezackt, mehr wellenförmig gebogen. Bei der äusseren dieser
beiden Linien fällt die am meisten nach aussen hervorragende,
meist ganz scharfe Spitze bei Fatua auf Rippe 4, während
der ' entsprechende gerundete Theil dieser Linie bei Allionia
in der Mitte der Zelle 3 liegt. Nun können zwar bei
Fatua alle diese drei schwarzen Linien theilweise oder ganz
(bei den vorliegenden Griechen nie) verschwinden, welche Nei-
gung namentlich bei den ФФ auftritt, immer bleibt aber die
Unterseite durch ет dunkleres, gröber bestäubtes Ansehen von
solchen Allionia $$, die hier auch zeichnungslos werden, merk-
lich verschieden. Nur von Amasia habe ich ein solches ganz
zeichnungsloses Fatua ©. Dass auch auf den Vorderflügeln die
schwarzen Linien unten bei Fatua viel schärfer auftreten, als
die entsprechenden bei Allionia, ist selbstredend.
Zur Каша gehört unmassgeblich die Sichaea Ld., Wien.
Mts. 1857, p. 91, die Kindermann bei Beirut fing und die
er schon für gute eigene Art hielt. Es ist dies eine grössere
Form von Fatua, auf der Unterseite lichter (weisslich) mit sehr
grob überstreuter dunklerer Färbung; die schwarzen Zacken-
linien treten, zumal beim <, äusserst schwarz und dick auf.
Exemplare, die Krüper bei Smyrna und Lederer im Taurus
fing, rechne ich vielmehr zu Fatua, wenn sich auch darunter
Uebergangsformen zur typischen syrischen Sichaea finden sollten.
"Während ich in den griechischen Stücken, und solchen, die
Kindermann an Herrn Hopffer, ich weiss nicht aus welcher
Gegend, sandte, die typischen. Fatua erblicke, bilden die Ama-
siner die kleinere, schwächer gezeichnete (der Statilinus bei
ыы WTA. ze
“
Allioniu entsprechend) nördliche Form, die Sichaea aber die
grössere, südlichere (heissere) Form.
Jedenfalls müssen, nach meinen Anschauungen, zwei Thier-
formen, die an demselben Ort, zu derselben Zeit in gleich
srosser Menge nebeneinander vorkommen, als zwei verschiedene
Arten betrachtet werden, da sie weder Lokal- noch Zeit-
Varietäten, ebensowenig Aberrationen sein können, und auch
‚ nicht, bei wilden Thieren, künstlich gezüchtete Formen sind.
Wenn auch die Natur unzweifelhaft durch klimatische (Wärme,
Nässe, Elevations- und Zonen-Verhältnisse), geologische, bota-
nische (Verschiedenheit der Futterpfianzen), zeitliche (Jahres-
zeit und grössere Zeitepochen, Jahrtausende) etc. Verhältnisse-
dieselbe Thierart dergestalt verändern kann, dass wir mindestens
verschiedene Racen, zuletzt sogar verschiedene Arten daraus
machen, so kann sie doch unmöglich eine Art in zwei scharf
getrennten Formen nebeneinander (bei Insekten zu derselben
Zeit in vollkommenem Zustande erscheinend) bestehen lassen,
sondern dann sind es zwei verschiedene Arten. Selbst wenn
einzelne Uebergangsstücke gefunden werden sollten, wo man
zweifelhaft ist, zu welcher der beiden Arten sie gehören, so
könnten die immer noch mit grosser Wahrscheinlichkeit als
Hybriden angesehen werden, da wenigstens bei den Schmetter-
lingen Copulationen, sogar von sehr entfernt stehenden Arten,
beobachtet wurden, und wir genug Hybriden ähnlicher Arten
kennen. Sollte sich aber eine grosse Menge solcher Ueber-
gangsstücke finden, so kann man auch nicht von zwei getrennten
Arten reden, sondern man hat es lediglich mit einer äusserst
aberrirenden Art zu thun.
101. — Cordula F. Auf dem Taygetos und Veluchi häufig,
auf dem Parnass, Anfang Juli, selten. Die griechischen Stücke
sind vielleicht durchschnittlich ein wenig kleiner und auf der
Oberseite etwas blasser als Cordula aus den Thälern der
Centralalpen (Wallis, Meran, Steyermark). Auf der Unter-
И 4
seite sind sie entschieden weisslicher, die 22 fahler und bilden
eine Art Uebergang zu der südrussischen var. Aryce 0.
Nach dem reichen vorliegenden Material unterliegt es für
mich heute keinem Zweifel mehr, dass Cordula mit v. Bryce
und v. Amasina nebst Actaea mit Podarce alle Lokalformen
ein und derselben Art sind, die sich gegenseitig in ihrem Vor-
kommen natürlich ausschliessen. Auch Virbius HS. gehört
höchst wahrscheinlich hieher, sowie eine neue sehr interessante
Form aus Astrabad. Cordula ist die grösste Form, oben und
unten am dunkelsten und auf den Vorderfiügeln meistens mit
zwei, aber auch nicht selten mit drei und vier Augenflecken,
nicht nur bei den 22, sondern auch beim 2. Diese Form ist
den Thälern und Süd-Abhängen der europäischen Central-
Alpenkette eigen, von Steyermark bis Digne, südlich bis Pie-
mont. Dazu gehört zunächst die ebenso grosse var. Bryce O.
aus Süd-Russland, woher auch die von Ochsenheimer be-
schriebenen Originale sind. Uebergänge hiezu finden sich auf
der Balkan-Halbinsel (Rumelien, Griechenland), neuerdings auch
im Süd-Caucasus (Haberhauer) und in gewissen sehr heissen
Jahren auch wohl in der südlichen Schweiz. Höchst interessant
ist die var. Amasina (Stgr. Cat. p. 13), die den Uebergang
zu Actaea und zunächst deren var. Podarce vermittelt. Von
Kindermann bei Amasia, von Lederer in Anatolien gefunden,
ist sie kleiner als Cordula, so gross wie Actaea, oben blasser,
besonders im weiblichen Geschlecht (wie bei Actaea und auch
Bryce), und unten weisslicher, aber zugleich auch mit ganz
weissen Rippen wie bei Podarce. Dadurch, dass die Vorder-
flügel je zwei Augenfiecken haben (von denen bei dem einen
meiner vier Stücke das untere sehr rudimentär wird), gehört
diese Fôrm wohl mehr zu Cordula als Actaea, verbindet die
beiden aber au if das Unzweideutigste. Podarce 0. ist nun genau
wie die var. Amasına, nur unten etwas dunkler, hat aber auf
den Vorderflügeln der géstatt der zwei nur einen Augenileck.
Die $$ haben auch bei Actaea meistens zwei Augenflecke, nur
те PE
ausnahmsweise einen. Diese Podarce soll in Original-Stücken
von der Sierra d’Estrella bei Lissabon stammen: ich fing auf
den Gebirgen bei Granada wohl ähnliche Thiere, aber nicht
dieselbe Form. Dann wurde sie auch von Kindermann auf
dem Libanon gefunden. Actaea Esp. endlich hat als Haupt-
charakter nur einen Augenfleck auf dem Vorderflügel, ist klei-
ner als Cordula (wie Podarce und v. Amasına) und unten
varürt sie sehr, oft ist die Unterseite ebenso dunkel, wie bei
den dunkelsten Cordala, oft licht wie bei у. Bryce, hat aber
nie ganz weisse Rippen; denn dann wäre es eben die v. Po-
darce. Was nun den Hauptcharakter, das eine Auge der
Vorderflügel anbetrifft, so habe ich vier S4, drei aus Spanien,
eins von Montpellier, die wie Cordula zwei deutliche Augen-
Неске auf jedem Vorderflügel zeigen; das eine Stück hat sogar
auch auf dem Hinterflügel ein Auge. Im Gegensatz dazu habe
ich zwei Stücke, die oben völlig augenlos sind. Actaea kommt
bis jetzt sicher nur im südlichsten Frankreich und in Spanien
vor; namentlich war sie auf der Sierra Nevada äusserst gemein,
jedoch nur so hoch wie das Kalkgebirge reichte, an das sie
überall gebunden zu sein scheint. Der nördlichste Punkt, wo
sie beobachtet wurde, ist wohl das Ardèche-Département, wo
ich sie Ende August in sehr abgeflogenen Stücken auf Kalk-
bergen herumfliegen sah. Ich komme nun zu der vor Kurzem
von Haberhauer bei Astrabad in Nord-Persien aufgefundenen
Form, die Herr Lederer als var. Parthica beschrieb. Sie lässt
sich als eine erhöhte Potenz der Podarce ansehen, hat deren
Grösse, ist aber viel lebhafter gefärbt. Meine beiden < zeigen
im Vorderfiügel nur einen, das © ausserdem noch einen kleinen
zweiten Augenfleck. Die Oberseite der {а ist sehr dunkel, wie
bei den dunkelsten Cordula; das 2 ist auch dunkel Mit stark
durchschimmerndem Rothgelb im Diskus der ‚Vorderflügel und
am vorderen Winkel der Hinterflügel. Unten ist die Färbung
äusserst grell; auf den Hinterflügeln ist der Grund grau, stark
schwarz gewölbt mit weisser Mittel- und Aussenbinde und
D И
auffalleñd weissen Rippen. Die weissliche Aussenbinde findet
sich oben an den Vorderflügeln wieder, welche einen auffallend
‚mehr oder minder grossen grellen rothgelben Diskus haben, der
allerdings bei dem einen 4 von schwarz stark überwölbt wird.
Virbius HS. gehört vielleicht auch hieher. Ich besitze davon
2 44 und 1 2 von Kaden stammend (2 aus der у. Weissen-
born’schen Sammlung und wohl sicher Originale zu Freyers
Bildern). Sowohl Herrich-Schäffer als Freyer geben Süd-
Russland als Vaterland an, was aber wohl falsch ist; der alte
Kaden konnte mir selbst nichts genaues darüber sagen, er
hatte sie nur von einem Herrn, der in Süd-Russland (ich
glaube Krimm) gewohnt, erhalten. Die Form ist klein wie
Actaea, hat auf den Vorderflügeln zwei Augen, und als Haupt-
merkmal eine fast völlig eintönige zeichnungslose (mit Aus-
nahme der Augenflecken) Unterseite, beim 2 dunkel aschgrau,
beim % graugelb. Sie kommen hierin fast ganz mit einem Pär-
chen ZPhaedra aus dem östlichen Sibirien (Kiachta) überein,
können aber sicher nicht zu Phaedra gezogen werden. Da man
bei dem einen meiner beiden 7 schon eine Spur von Quer-
linien auf der Hinterflügelunterseite sieht, so bedarf es viel-
leicht nur einer grossen Reihe von Exemplaren, um das Zu-
sammengehören mit der so sehr lokal variirenden Cordula bis
zur Evidenz zu beweisen. |
102. Pararga Roxelana Ст. Von Dr. Krüper überall, von
‚Erber auf Corfu gefunden; auf dem Parnass war die Art nicht
selten. Die grössten Stücke sind von Naxos, sonst varürt diese,
nur der Balkan-Halbinsel (bis zum Banat hinaufreichend), so-
wie Kleinasien angehörende Art wenig.
“ 103. — Maera L. Ueberall gefunden, nur nicht in der
Attica. Die meisten Männer, wohl von den Gebirgen, sind
gross, gehôren aber eher zur Stammform, als zu der kleineren,
mehr Gelb führenden
— var. Adrasta Hb., zu der ein 2 und einige kleinere
Männer zu rechnen sind. Uebrigens geht an vielen Orten
— 78 —
Maera in Adrasta der Art über, dass diese Formen ой schwer
zu trennen sind.
104. — Megaera L. var. Lyssa В. Ueberall in Griechen-
land. Die var. Zyssa aus Dalmatien unterscheidet sich von
Megaera lediglich durch die lichtere aschgraue Färbung der
Unterseite der Hinterflügel und etwas grössere Statur. Die
griechischen Exemplare sind nun zwar nicht so licht wie die
Dalmatiner, gehören aber vorwiegend hieher. Merkwürdig ist,
dass Exemplare vom Parnass, von Mitte Februar bis Ende
April gefangen, eine lichtere Unterseite zeigen, als ein am
23 Juni auf Naxos gelangenes Stück; auch die Exemplare von
Smyrna sind dunkler. Jedenialls aber erhielt ich kein Stück,
welches Boisduval’s Ausspruch (Icon. I, pag. 222), «dass
die Megacra vom Peloponnes (Morée) ganz gleich mit den
iranzösischen seien», bestätigen könnte. Wenn ferner irgend
ein Franzose, ich glaube Bellier de la Chayignerie, die
geistreiche Hypothese aufgestellt hat, Zyssa könne eine Hybri-
dation von Megaera und Maera sein, weil sie oben ganz mit
ersterer, unten mit letzterer übereinstimmt, so hat er eben
nicht gewusst, dass у. Zyssa die Megaera nur vertritt, und
nie mit typischen Megaera zusammen vorkommen kann.
105. — Egeria L. Diese Art, welche überall in Griechen-
land, auch auf Euboea, vorkommt, steht in allen vorliegenden
Stücken in der Mitte zwischen Ægeria und der braunen var.
Meone des mittleren und westlichen Süd-Europas. Sie neigt aber
doch noch etwas mehr zur Eyeria hin. Ganz gleiche Ueber-
gangsstücke fing ich einst Ende August bei Nizza. Exemplare
dieser Art aus Beirut sind schon völlig Meone, wenn auch
nicht so lebhait braun, wie die von Montpellier und besonders
Spanien. Xyphia, welche ich von Dr. Bauer in schr grossen
Stücken von Madeira, und in einer sehr kleinen Form, fast
kleiner als Meone, von den Canaren erhielt, halte ich nicht
mehr für Meone var.; weniger ihrer noch viel lebhafteren roth-
braunen Färbung wegen, als wegen einer rein weissen Halbbinde
auf der Unterseite der Hinterflügel, die von deren Mitte des
Vorderrands bis in die Flügelmitte sich hineinzieht.
106. Epinephele Zycaon Rott. (Eudora Esp.) Die ty-
pischen Zycaon wohl nur auf dem Veluchi und Parnass ge-
funden, wo sie zu derselben Zeit, Ende Juni, Anfang Juli,
mit der
— var. Lupinus Costa vorzukommen scheinen und zwar
auf dem Parnass in allen Uebergängen zu dieser Varietät, auf
dem Veluchi wohl vorzugsweise nur als Zycaon, die indessen
auch schon ein wenig zu Lupinus neigen, und von unseren
deutschen Stücken verschieden sind. In Acarnanien und der
Attica scheint allein die Form Zupinus vorzukommen und zwar
in sehr ausgeprägten typischen Stücken; ebenso auf dem Tay-
getos. Ganz genaue Beobachtungen über das Vorkommen und
Verhalten dieser beiden Formen in Griechenland liegen indessen
leider nicht vor, und wären sehr erwünscht.
107. — Janira L. var. Hispulla Hb. Ueberall sehr häufig,
auf dem Parnass vorzugsweise im Juni, auf Naxos im Mai:
die Stücke von letzterer Insel sind besonders gross und leb-
„Вай; auch die СЗ zeigen hier meist auf den Vorderflügeln
braune Flecke. F
Anmerkung. Bei Smyrna fing Dr. Krüper auch Telmessia
Z. im Mai in grösserer Anzahl. Die Flügelform ist wohl mei-
stens bei T'elmessia abgerundeter, doch kommt sie auch grade
so und noch ausgeschnittener als bei. Hispulla vor, und be-
währt sich auch hiebei meine Ansicht, dass die Flügelform
sehr relativ und zur Unterscheidung. verwandter Arten un-
brauchbar sei. Da Telmessia nur allein bei Smyrna (ohne
Hispulla) vorkommt, es 4$ darunter giebt, die gar kein
Roth auf den Vorderflügeln haben, und sich Weiber von der
Grösse und Färbung der Hispulla finden, so betrachte ich
sie nur als eine sehr interessante Lokalform der letzteren.
Ganz anders verhält es sich mit Nurag Ghil, den ich
in grosser Menge zusammen mit einer grossen Menge aus-
seprägter Hispulla auf der Insel Sardinien fing. Diese Art
|
ga)
©
|
nach dem, was ich bei Раиа gesagt, und nach mehreren
anderen entscheidenden Gründen nie mit Hispulla vereint
werden. FR
108. — /da Esp. In Acarnanien und auf dem Taygetos
nicht selten; auf dem Parnass selten. Nach den wenigen ein-
gesandten Stücken zu urtheilen, scheinen die griechischen
Exemplare auf der Unterseite etwas dunkler zu sein, als die
des westlichen Süd-Europas. Erber fand sie auf den von ihm
besuchten Inseln.
109. — Tithonius L. Wie es scheint, nur auf dem Veluchi
selten gefangen. Es liegen mir nur zwei 44 vor, die den deut-
schen Stücken völlig gleichen.
110. Coenonympha Arcania L. Nur bei Karpinisi auf
«em Veluchi Anfang Juli gefangen. Nug zehn Männchen ein-
gesandt, die von den deutschen Stücken durchaus nicht variiren.
111. — Pamphilus Г. Ueberall, auch bei Smyrna. Erber
fand auf Syra ein Stück davon mit sehr breiter schwarzer
Randbinde. Die erste Generation, welche sowohl in der Aitica
als auf dem Parnass von Ende März bis Ende April fliegt,
gehört zu Pamphilus, während die Exemplare der zweiten
(Generation, wie überall im südlichsten Europa, zur
_ ‚a Lyllus Esp. gehören. Hievon liegen nur wenige
Stücke vor (eins am 12 August. auf dem Parnass gefangen),
die aber mit den у. Zyllus anderer Länder cenau überein-
stimmen. Erber fand Zyllus auf den von ihm besuchten Inseln.
112. — Thyrsis Frr. Von Herrn Janös von Frivaldszky
auf Kreta entdeckt, wo die Art in der Umgebung von Canea
im Mai häufig. fiog. Ich halte Zhyrsıs jetzt | entschieden für gute
eigene Art, die zwischen Dorus und Corinna ihren Platz haben
muss. Eine höhere Potenz von Zylius kann es sicher nicht
sein-und ergiebt sich das auch’ schon aus der Flugzeit. Inter-
essant wäre es zu wissen, ob der überall häufige Pumphilus
auch auf Creta nicht vorkommt, was möglich wäre, da Krüper
OT —
ihn auf Naxos nicht fand; auf Cypern wurde Pamphilus von
Zach gefunden.
113. Spilothyrus Malvarum Ill. Ueberall, nur nicht auf
dem Taygetos, gefunden. Die Exemplare auf dem Parnass von
Mitte Februar bis in den Mai hinein gefunden, so wie die im
März in der Attica gefangenen, bilden die Stammform und
kommen mit unseren deutschen ziemlich überein, während
— v. Australis Z. Ende Mai auf Naxos gefunden wurde
und jedenfalls auch später im Sommer in den übrigen Theilen
Griechenlands. Denn in Süd-Spanien und Sardinien fand ich
diese braunere Varietät nur im Sommer vor, während die erste
Generation unseren Malvarum gleich blieb. Es ist dies aber
keine sehr scharf begrenzte Zeit-Varietät, sondern sie kommt
in den leisesten Uebergängen zur Stammform nicht selten vor.
114. — Gemina Ld. Krüper fing diese Art auf dem
Veluchi, Parnass und Naxos. Die meisten der eingesandten
Stücke sind typische Gemina, wie. solche in Süd-Deutschland
und der Schweiz vorkommen. Einige gehen aber so in die
kleinere, oben weisslichere südwest - europäische var. Marrubu
über, dass sie sich fast nur durch die noch etwas grösseren
Glasfiecken der Vorderflügel unterscheiden. So namentlich ein
am 1 Juni auf dem Parnass gefangenes $, und obwohl mir
leider die näheren Data fehlen, glaube ich nicht zu irren, wenn
ich annehme, dass die Marrubiüi ähnlichen Stücke Sommer-
Exemplare sind. Erber fand auf Corfu fast typische Marrubü
Rbr. (Focciferra 2.).
115. — Zavaterae Esp. Von Erber auf Corfu gefunden.
116. Syrichthus Proto Esp. In Acarnanien, auf dem
Taygetos und Parnass nicht selten. Die griechischen Stücke
sind auf der Oberseite etw as dunkler, namentlich bei den dd,
weniger weissgrün bestäubt, wie dies bei den südwest-euro-
päischen und vorzugsweise den südrussischen (gezogenen klei-
neren) Exemplaren der Fall ist. Auch die weisslichen Flecke
sind durchgehends etwas kleiner, und zeigen Neigung zum
Verschwinden; bei einem Stücke fehlen sie auf den Vorder-,
bei einem andern auf den Hinterflügeln fast vollständig. Die
Unterseite der Hinterflügel ist im Allgemeinen ein wenig mehr
ins Röthliche spielend als bei anderen europäischen Proto.
Auch an Grösse übertreffen die griechischen Stücke durch-
schnittlich die anderer Länder. Die mit Daten versehenen
Stücke sind Ende August, Anfang September auf dem Parnass
gefangen; ich fing die Art bei Chiclana (Cadiz) im Mai, bei
Granada im Juli.
117. — Sidae Esp. Nur ein Männchen ohne Angabe des
näheren Fundorts eingesandt, daher, wohl in Griechenland sehr
selten; das Stück variirt nicht von denen anderer Gegenden.
Vielleicht stammt das vorliegende Stück aus Smyrna; da aber
Sidae in Dalmatien, wie überall im Südosten Europas fliegt,
so ist sein Vorkommen in Griechenland kaum zu bezweifeln.
118. — Alveus Hb. cum varietatibus. Als ich nach meiner
ersten spanischen Reise Rambur persönlich besuchte und er mir
meine Syrichthus-Arten bestimmen sollte, seine Sammlung an
der Seite, so gestand er mir schliesslich nach längerem Herum-
studiren, dass er in den Arten, selbst seinen eigenen, Cirsii,
Carlinae und Onopordi, durchaus unsicher sei. Ich habe seit-
dem von hervorragenden französischen Autoren, Guenée,
Bellier u. a., allerlei Stücke als sichere Cirsü, Onopordu,
Carlinae etc. erhalten, bei denen nur das eine sich als sicher
erwies, dass hier eine gründliche Verwirrung herrscht. Es ist
meine Ansicht, dass bei den Syrichthus-Arten dieser Gruppe
(von Carthami bis Malvae nach meinem Catalog) nur dann
erst einigermassen Licht geschafft werden kann, wenn man
dieselben von möglichst allen Lokalitäten in grösserer Zahl
zusammen hat, mit möglichst genauen Angaben über die Jahres-
zeiten, wann die Stücke gefunden, Boden- und Höhenverhält-
nisse, in denen sie vorkommen. Trotz meines ziemlich reich-
haltigen Materials bin ich noch weit entfernt, diese schwierige
Bearbeitung jetzt schon unternehmen zu können, und so kann
— Ha —
ich von den 30—40 vorliegenden griechischen Stücken, bei
denen Krüper leider gar keine Zeit- und Lokalangaben machte,
nur sagen, dass sie nach der mehr grünlichen als röthlichen
Unterseite der Hinterflügel eher zu Alveus Hb. als Fritillum
НЬ. gehören. Genau passen sie zu keiner dieser beiden Hüb-
ner’schen Arten, variiren auch unter sich, hinsichtlich der
Grösse und Zahl der weissen Flecke, so wie des Kolorits ete.,
ziemlich und passen namentlich zu französischen Carlinae und
Onopordii am Besten. Das ist Alles, was ich jetzt darüber
sagen kann.
119. -— Serratulae Rbr. Diese im Allgemeinen etwas grös-
sere Art ist von der oder den vorigen Arten durch die Unter-
seite der Hinterflügel stets sicher zu unterscheiden. Alle weissen
Flecken treten hier von der Grundfarbe bestimmt abgegrenzt
auf, und ist namentlich der vordere Basalfleck stets oval, nicht
wie bei den Formen der Fritillum-Gruppe oblong, quadratisch
oder unregelmässig geformt. Von Krüper wohl nur auf dem
Parnass gefangen, ein © am 4 Juli. À
120. — Malvae L. (Alveolus Hb.). Von Dr. Krüper nur
in Acarnanien und auf dem Parnass gefunden. Diese griechi-
schen Stücke, sowie zwei bei Smyrna Anfangs Mai gefangene,
weichen von anderen europäischen wenig oder gar nicht ab,
und kommt bei ihnen auch nicht selten die
— ab. Taras Meigen mit zusammengeflossenen weissen
Längsflecken auf den Vorderflügeln vor. Dahingegen finde ich
gar keine Annäherung zu Melotis Dup., welche Form von der
Cycladen-Insel Milos stammen soll, vor, und die mir nament-
lich nach Duponchel’s Angabe «elle participe un peu en
dessous de la Zavaterae» eher (oder vielleicht ganz) zu Hypo-
leucos Ld. zu gehören scheint; beides aber wohl unzweifelhafte
Lokalformen von Malvae L. sind. Der längs gezogene weisse
Wisch, den beide Formen auf der Hinterflügel - Unterseite
zeigen, findet sich bei einem aberrirenden Malvae 2 aus dem
Engadin, in meiner Sammlung, ganz ähnlich vor.
Вы PE
12148 Phlomidis HS. Auf dem Veluchi und Parnass;
auf letzterem von Mitte Juni bis Anfang Juli, wie es scheint,
nicht selten. Die griechischen Stücke dieser Art stimmen mit
den kleinasiatischen ganz überein.
122. — Orbifer Hb. Von Dr. Krüper auf dem Veluchi,
dem Parnass und in der Attica gefangen, wie es scheint, überall
häufig. Auch bei Smyrna, Anfang April. Die erste Generation
Mitte April in der Attica gefangen, unterscheidet sich von
der ‚daselbst Ende Juni, Anfang Juli gefangenen nur durch
wenig beträchtlichere Grösse. Die griechischen Stücke unter-
scheiden sich von den ungarischen höchstens dadurch, dass die
weissen Randfiecken öfters eine Neigung zum Verschwinden
zeigen und zuweilen ganz fehlen; auch sind sie auf der Unter-
seite ein wenig mehr ockergelb. Ich hielt und versandte die
griechische Form bisher fälschlich als Еисгае O., welche
Form sie sicher nicht ist, und welcher Name wohl eingezogen
werden muss, da ich jetzt Eucrate О. nur für eine sehr kleine
Sao Hb. Halte. Ochsenheimer I, 2, pag. 213, stellt zuerst
Eucrate nach sehr kleinen Exemplaren aus Portugal auf. Im
ganzen mittleren und westlichen Süd-Europa kommt nun nach
mir sicheren Exemplaren nur Sao Hb. vor, der nur auf den
Inseln Sardinien und Corsica durch Therapne Rbr. vertreten
wird. Namentlich in Spanien fand ich Sao sehr gemein, und
glaube schon deshalb nicht, dass nun plötzlich im nahen Por-
tugal die südost-europäische Art Orbifer oder gar eine neue
auftritt. Ochsenheimer’s Beschreibung passt ferner vollständig
zu kleinen Sommerexemplaren, wie ich solche Ende Juni bei
Chiclana (unweit Portugal) fing, namentlich passt seine «gleich-
farbige, unregelmässige Binde durch die Mitte» der Hinter-
flügelunterseite sehr gut zu Sao, während Orbifer hier stets
eine deutlich getrenute Fleckenreihe mit sehr auffallend ge-
trenntem grossen runden Vorderrandsfleck hat. Auch die An-
gabe der matter gefärbten Unterseite passt prächtig auf manche
spanische Stücke, und sah ich nie so matte östreichische Sao,
с а
Was endlich den weissen Punkt an der Wurzel der Hinter-
flügel anbetrifft, so kommt der sowohl bei Orbifer als auch
Sao, aber viel häufiger bei dem letzteren vor, namentlich zeigen
ihn fast alle spanischen Stücke. Endlich besitze ich ein sehr
altes schlechtes kleines Exemplar als sichere ÆZucrate aus
Hopffers Sammlung, das höchst wahrscheinlich vom Grafen
Hoffmannsegg in Portugal gefangen wurde und das höchst
sicher ein kleiner Sao ist. Ochsenheimer citirt nun zwar
schon «Æucrate Esp. Tab. CXXIV, f. 6», die leider meinem
Werke fehlt, aber in der Beschreibung der Fortsetzung des
Esper’schen Werkes sagt der Fortsetzer (ich glaube Char-
pentier) pag. 36 ausdrücklich, dass diese Tafel damals noch
gar nicht existirte, und О. sie nur herauszugeben im Sinne
hatte. Die nun folgende Beschreibung des Esper’schen Fort-
setzers ist viel genauer als die Ochsenheimers, auf die er
sich bezieht, und nach der Beschreibung hat er sicher Orbifer
vor sich. Er sagt zwar, dass die Abbildungen nach zwei bei
Rom gefangenen Exemplaren gemacht sind, ob er aber nach
diesen Exemplaren auch die Beschreibung machte, sagt er
nicht; ebenso dürfte es sehr zweifelhaft sein, ob die bei-
den abgebildeten Stücke bei Rom gefangen sind, da Professor
Zeller bei Rom (v. Isis 1847, pag. 291) einen sicheren Sao
fing. Tesselloides, HS. fig. 10, 11, der ein ganz sicherer Orbi-
fer ist und aus Sicilien stammen soll, hat gewiss ein eben so
falsches Vaterland, wie er einen falschen Kopf (у. HS. УТ,
pag. 36) hatte. Weder Professor Zeller noch Mann fanden
eine der drei Arten, Orbifer, Sao, Therapne, auf Sicilien und
wenn Bellier, Ann, Soc. Fr. 1860, pag. 681, bei der Auf-
führung seiner sicilianischen Schmetterlinge sagt: «Syrichthus
Еистае Ochs. — Je тм vu cette Hesperie que dans les
montagnes des Madonie, à moyenne hauteur. Elle m'a paru
assez localisée et peu commune», so fragt es sich sehr, was
seine Zucrate ist; jedenfalls, wie ich stark vermuthe, keine
Orbifer. Auch Ghiliani, Elenco, pag. 19, giebt für das nord-
*
< de
westliche Italien nur Sao an, den er allerdings auch fälschlich
(ebenso wie die jetzt synonime Æucrate О.) als Bewohner der
Insel Sardinien angiebt, die allein Therapne beherbergt.
Treitschke X, 1, pag. 96, betrachtet Еисгое nur als
eine «durch klimatische Ursachen zurückgebliebene Varietät»
von ÖOrbifer, die nach Шт Dahl auch aus Dalmatien und
Italien brachte; ersteres Land ist als Heimath sicher erwiesen,
letzteres bezweifle ich vor der Hand. Treitschke scheint
jedenfalls keine grosse Verschiedenheit zwischen beiden Formen
erkannt zu haben, da er nur sagt: «Hieher (zu Zucrate 0.)
gehört als grössere, mehr ausgebildete Abänderung, Orbifer
Hb. 803—506». "
Freyers Æucrate Tab. 621, fig. 1, ist ein Orbifer, wie
ich solchen noch nicht sah, da auf der Unterseite der grosse
runde Basal-Vorderrandsfleck in zwei kleine aufgelöst ist; auch
ist die Färbung dieser Unterseite so dunkel, wie ich sie nicht
sah. Висте Dup. I, Pl. 41,7, ist nach einem mangelhaften,
vom Baron Feisthamel geliehenen Stück (v. pag. 267)
gemacht, jedenfalls verfehlt, und passt ebenso sehr zu kleinen
Orbifer als Sao, der ziegelrothen Unterseite wegen aber mehr
zu letzterem. Seine Beschreibung ist unbrauchbar. Der Name
Eurate muss also eingezogen, und als Synonim. oder höch-
stens als Aberration mit Sao Hb. vereinigt werden.
123. Erynnis Tages L. Auf dem Parnass Ende April,
Anfang Mai nicht selten, ferner auf dem Veluchi und wohl
auch dem Taygetos gefangen; ebenso bei Smyrna. Erber fand
die Art auf Corfu und Tinos. Die griechischen Stücke sind
durchgehends weniger gezeichnet als die deutschen; die weiss-
liche Beschuppung auf den Vorderflügeln, oben, fehlt fast stets;
die hellen Randpunkte werden undeutlicher und verschwinden
zuweilen the:lweise. Fast ganz scheinen sie nur bei einem
fre.l.ch stark getiogenen & verschwunden zu sein, während ich von
Unicolor Frr. Taf. 505, 1, pag. 37, «von den griechischen Inseln»
TR =
aus der Weissenborn’schen Sammlung ein ganz gutes & habe,
das vielleicht von Creta stammt.
124. — Marloyi В. Von Dr. Marloy im Peloponnes
entdeckt, von Dr. Krüper in der Attica, in Acarnanien sel-
tener, auf dem Parnass von Ende Mai bis Ende Juli nicht
selten gefunden; auch bei Smyrna häufig. Die Exemplare
уагигеп nur hinsichtlich ihrer Grösse, von 26—53 mm., sonst
untereinander wenig.
125. Hesperia Thaumas Hufn. (Linea S. У.). In Acar-
nanien, auf dem Veluchi und Parnass, Anfang Juli, nicht sel-
ten. Die griechischen Stücke sind etwas grösser und auf dem
vorderen Theil der lügelunterseiten lebhafter, mehr gelb,
nicht so grünlich gefärbt. Ein riesiges ©, 35 mm., hat selbe,
sehr stark weisslich überpuderte Unterseite der Binterflügel.
126. — Lineola О. Nur zwei Männchen, ohne nähere An-
gabe des Fundorts (wohl Parnass), die auf der Unterseite ein
fast eintöniges Gelb (mit Ausnahme des schwarzen Basalfleckes
der Vorderflügel) zeigen.
127. — Actacon Esp. In Acarnanien, auf dem Parnass
und Anfangs Mai auf Naxos, überall selten; auch auf Euboea
von Schrader, sowie auf Corfu, Syra und Tinos von Erber
gefunden. Die Stücke variiren kaum von denen anderer Länder;
ein 2 zeigt unten dieselbe bei Thaumas © erwähnte weissliche
Bestäubung.
128. — Sylvanus Esp. In Acarnanien und Mitte Juli auf
dem Parnass, auch wohl den anderen Gebirgen; ebenso auf
Euboea. Die Stücke variiren von den deutschen fast gar nicht,
während spanische Stücke, namentlich ein ? von der Sierra
Nevada, auf der Vorderflügel-Oberseite fast gar keine heilen
Flecke zeigt.
129. — Оотта Г. Auf dem Parnass sehr selten; mir
liegen nur zwei kleine Weibchen vor, von denen das eine, am
28 Juli gefangen, entschieden noch eine Aberration ist, da es
oben eine sehr blassgelbe Färbung führt und nur nach dem
Vorderrande der Vorderflügel hin die helleren Flecken zeigt.
Beide haben unten eine grüngelbe, das eine fast graugelbe
Färbung.
130. — Pumilio Hb. (Nostrodamus Rbr. ? F.). In Acar-
nanien, auf dem Taygetos und Parnass, im August; überall
selten; auch auf Corfu. Nach einer grösseren Anzahl spanischer,
zwölf griechischer und einiger italienischer Stücke dieser Art
scheint es mir mit Professor Zeller (155 1847, р. 291) denn
doch sehr unsicher, dass Nostrodamus F. aus der Berberei
gleich unserer süd-europäischen Art ist. Da Fabricius nun
auch schon eine andere exotische Hesperia Pygmaeus nannte,
so muss der Name Pumilio Hb. Text, pag. 72, dieser Art
verbleiben. Rambur stellte nach einigen wenigen Stücken,
Faun. And. p. 308 und Cat. Syst. And. p. 90, die siciliani-
schen Stücke als eigene Art unter dem Namen Zefebvrei auf.
Diese Art soll kleiner sein, kürzere Vorderflügel haben, oben
brauner sein, auch braune Franzen haben, statt der weiss-
lichen bei den spanischen (die aber auch meist braune haben)
etc. etc. Schon Bellier, der davon auf Sicilien einige vierzig
Stücke gegriffen hatte, zweifelt Ann. Soc. Fr. 1560, pag. 679,
sehr an die Artrechte dieser Lefebvre, und ich finde jetzt, dass
die Unterscheidungsmerkmale so gering, und obenein so wenig
zutreffend sind, bei einer grösseren Zahl von Stücken, dass
man getrost Lefebvrei als Synonim zu Pumulio setzen kann;
man muss dies sogar thun, da, selbst wenn die süditalienische
Form eine andere Art wäre, Hübners Pumilio, wie er selbst
sagt, aus Calabrien waren, also mit Lefebvre Rbr. identisch
sein müssen. Auch die griechischen Stücke varliren hinsichtlich
der Grösse und dunklen Färbung ziemlich, und während die
&& meist dunkle Franzen haben, sind solche bei den 2% (und
auch einen 4) an den Spitzen meist weisslich. Ebenso zeigt ein
с fast gar keine, die andern wieder deutliche weisse Flecken
auf der Vordertlügelunterseite, die bei den $$ stets oben und
unten deutlich vorhanden sind.
131. Acherontia Atropos Г. Von Dr. Krüper auf Naxos
und in der Attica gefunden, aber nicht eingesandt. Ein Stück
dieser weit verbreiteten Art wurde sogar einmal auf den Lo-
fodden, also innerhalb des Polarkreises gefunden; doch ist das
Thier wohl sicher mit einem Schiff dahin gekommen.
132. Sphinx Couvolvuli L. Auch diese Art, welche sich
einer noch weiteren Verbreitung als die vorige erfreut, wurde
in Griechenland von Dr. Krüper, in Acarnanien und der Attica
gefunden.
133. Deilephila ÆZuphorbiae L. Auf dem Parnass und in
der Attica gefunden; die eingesandten Exemplare zeichnen sich
durch ihre Grösse aus; das grösste Stück misst 87 mm. Flügel-
spannung und übertrint darin alle Exemplare meiner Samm-
lüng aus andern Theilen Europas. Von Erber auf den von
im besuchten Inseln gefunden.
134. — Livornica Esp. Nur in der Attica selten gefun-
den; von Erber auch auf Сота.
135. — Alecto L. In der Attica, in Acarnanien, auf den
jonischen Inseln und auf dem Parnass gefunden; in der Attica
in manchen Jahren nicht selten. Die Exemplare stimmen mit
denen Kleinasiens ganz überein, während gezogene Stücke von
Astrabad durchweg etwas kleiner und dunkler zu sein scheinen.
Anmerkung. Дей. Boisduvalii Bugnion (Üretica B. Г. IT,
pag. 20, Pl. 49, 2) soll nach Boisduval auf den griechi-
schen Inseln, bei Constantinopel etc. gegriffen worden sein.
Da diese mir unbekannte Art, von der Boisduval meint,
dass es eine Lokalvarietät von Alecto sein könne (was ich
nach der Abbildung entschieden bezweifle), von keinem der
vielen Sammler in diesen östlichen Gegenden (Kindermann,
v. Frivaldszky, Zach, Lederer, Mann, Krüper etc.)
jemals gefunden wurde, so ist die Angabe Boisduvals um
so mehr zu bezweifeln, als viele andere seiner Vaterlands-
Angaben nachgewiesenermassen ganz falsch sind.
Dahingegen glaube ich bestimmt, dass Дей. Celerio L.,
der in Kleinasien gefunden wurde, auch in Griechenland vor-
kommen wird, wenn auch nur, wie überall im südlichen
Europa, in gewissen Jahren und als Zugvogel.
136. — Porcellus L. Krüper hat diese Art nur in Acar-
nanien gefunden; auch in Kleinasien kommt sie vor.
137. — Nerü Г. Von Dr. Krüper in der Attica, von
Herrn Janös von Frivaldszky auf Creta gefunden, wo die
Nahrungspflanze sehr häufig wild wuchs; obgleich dies in An-
dalusien auch der Fall war, wo nebenbei noch die Oleander-
bäume, z. B. bei Granada, vielfach prächtig kultivirt wurden,
so haben doch weder ich noch ein anderer jemals hier oder
im übrigen Spanien eine Spur von D. Мей entdecken können.
Erber fand die Art auch auf Corfu und Tinos.
138. Smerinthus Quercus 5. У. Nur auf dem Taygetos
im Peloponnes selten gefunden.
139. Macroglossa Stellatarum Г. Ueberall in Griechen-
land, auch bei Smyrna, wie überall im südlichen Europa sehr
häufig.
140. — Croatica Esp. Nur auf dem Parnass selten ge-
funden; wohl sicher auch in Acarnanien und anderen Gegenden.
141. — Bombyliformis 0. Nur auf dem Veluchi sehr
selten gefangen; ich habe kein griechisches Stück vor mir,
glaube aber in einer früheren Sendung ein sehr schlechtes
Stück erhalten zu haben, das sicher hierher und nicht zu Fuci-
formis L. gehörte.
142. Sciapteron Tabaniforme Rottenb. Nur auf dem
Parnass, wo das einzigste vorliegende $ am 30 Mai gefangen
wurde. Das griechische Stück varürt gar nicht von unseren
norddeutschen Exemplaren; nur zeigt es an der Basis der
Vordertlügel keine Spur von den glashellen Streifen, die bei
unseren Stücken fast stets vorhanden sind.
RAT "| De
143. Sesia Cephiformis О. Auf dem Parnass von Mitte
Juni bis Anfang August sehr häufig, wie es scheint. Die Raupe
dieser Art lebt nicht nur in Auswüchsen der Edeltanne (Pinus
Abies), sondern auch in Auswüchsen von Juniperus (Hart-
mann) und also wohl verschiedenen Nadelhölzern. Die grie-
chischen Stücke varïiren von den deutschen durchaus nicht.
Die Weibchen .dieser früher sehr seltenen Art kommen auch
zuweilen bei schlesischen Stücken mit ganz schwarzem, statt oben
gelbem, Afterbüschel vor, was ich bei den wenigen griechischen
Фо nicht sah. Kleine Stücke dieser Art stecken in einigen
Sammlungen als Melliniformis; doch passt Laspeyre’s erste
Beschreibung von Melliniformis nicht auf kleine Cephiformis
Фо, sondern, wie ich jetzt bestimmt glaube, nur auf kleine 22
der nächsten Art.
144. — Asiliformis Rott. (Cynipiformis Esper). Von
Mitte Juni bis Ende August besonders auf dem Parnass nicht
selten; auch in Acarnanien gefunden; von Erber auch auf
Corfu. Der dunkle Aussenrand der Vorderflügel ist bei den
griechischen Stücken, wie gewöhnlich bei südeuropäischen, ganz
goldgelb mit schwarzen Adern darin, was bei unseren deut-
schen Exemplaren seltener vorkommt. Die Raupen dieser Art,
welche hauptsächlich in Eichen leben, wurden bei Wien auch
aus Buchen und bei Malaga von meinem Sammler Kalisch
aus Tamarinden erzogen.
145. — Myopiformis Bkh. Auf dem Parnass von Ende
Juni bis Anfangs Juli sehr häufig. Manche griechischen Stücke
zeigen einen goldgelben Aussenrand der Vorderflügel, einige
sogar ein goldgelb angeflogenes Mittelfeld, was mir beides bei
unseren norddeutschen Stücken nie vorkam, höchstens auf dem
Aussenrand findet man zuweilen eine schwach gelbliche Fär-
bung. Während ferner bei deutschen Myopiformis nur der
vierte Leibesring oben gelbroth gefärbt ist, tritt bei fast allen
griechischen Stücken diese rothe Färbung auch auf dem zweiten
und dritten Ringe mehr oder minder auf, zunächst seitlich,
=. ‘ON —
dann aber auch nach oben hin gehend, und bei einigen
Exemplaren sind Segment 2, 3 und 4 fast gleichmässig oben
roth. Ob die Raupen dieser Art auf dem Parnass auch wie
bei uns in Obstbäumen (Aepfel- und Birnbäumen) leben. wäre
interessant zu wissen, und ist wahrscheinlich, da Dr. Krüper
sie im Dorf (Agoriani) fand, wo es Obstbäume genug gab.
Trotz der oben angegebenen ziemlich wesentlichen Abwei-
weichungen der griechischen Myopiformis, welche es vielleicht
als rathsam erscheinen lassen, dieselben als var. Graeca im
Catalog aufzuführen, haben wir es doch sicher mit keiner an-
dern Art zu thun. Da ferner die Fühler bei allen griechischen
dé niemals einen weissen Fleck zeigen und die Palpen der sd
stets weiss bleiben, so glaube ich jetzt nicht mehr, dass Zyphu-
formis eine var. dieser Art sein könne, und ebenso halte ich
jetzt Luctuosa Ld. für eine von Myopiforms verschiedene Art.
146. — Jormueiformis Esp. Hiervon sandte Dr. Krüper
nur ein ganz abgetiogenes ©, das am 3. Juli auf dem Parnass
gefangen wurde, ein.
147. — Ichneumoniformis Е. Drei Stücke vom Parnass
wurden am 15 Juni ein geflogenes ©, am 14 Juli ein fri-
sches grosses с, und am 22 Juli ein geflogenes ©, gefunden;
diese drei Stücke stimmen mit den ungarischen ganz überein.
Erber fand sie auf Corfu. Dann sandte Dr. Krüper noch
zwei kleinere Exemplare ein, die leider stark verschimmelt
sind, und ziemlich sicher vom Taygetos stammen. Von diesen
scheint das $ zur у. Megilliformis zu gehören, d. В. nur drei
gelbe Hinterleibsgürtel zu haben, was ‚ich bis jetzt nur bei den
Weibchen allen beobachtete; bei den Männchen aber auch wohl
vorkommen kann. Es scheint diese Varietät an ganz bestimmte,
sehr lokale Verhältnisse gebunden zu sein, da sie sowohl bei
Dresden als bei Regensburg, wo die typische Ichneumoniformis
auch vorkommt, gefunden wird; aber wie ich glaube nur ап
ganz bestimmten Stellen, worüber ich leider aus eingener An-
schauung nichts sagen kann.
y
148. — Uroceriforms Tr. Nur ein grosses, leider etwas
verdorbenes %, wie ich glaube, auch vom Taygetos stammend;
von Erber aui Corfu gefunden.
149. — Masariformis О. var. Nur drei ganz frische
Weibchen dieser Art, am 25 Mai in der Attica gefangen. Die
Stücke sind ziemlich gross (24 mm.) und zeichnen sich durch
Verdunkelung aus. Auf den Vorderflügeln sind die sogenannten
Glasflecke sehr verkleinert (der in Zelle 1 fehlt fast ganz) und
gelb beschuppt. Das breite Aussenfeld bleibt bei einem Stück
fast ganz dunkel, bei den andern zeigen sich hier nur drei
sehr kleine gelbe Wische. Auf dem Hinterleib bleiben Segmente
4, 3 und 5 ganz dunkel, wenigstens oben, unten zeigt Seg-
ment 5 gelbliche Schuppen. Bei dem einen Stück wird das
Schneeweiss der Palpen und Vorderhüften durchaus gelblich.
Erber fand die Art auf Сота, Syra und Tinos.
— var. Odyneriformis HS. wurde von Herrn J. von Fri-
valdszky auf Creta gefangen, und sah ich das einzigste Weib
erst vor Kurzem auf dem Pesther Museum. Das Stück machte
einen von Zlasarifornus verschiedenen Eindruck, leider konnte
ich es nicht genau damit vergleichen, glaube es aber noch nur
als Varietät der äusserst variirenden Masariformis ansehen zu
müssen.
150. — Annellata Z. Diese Art war auf dem Parnass
häufig und flog von Mitte Mai bis Anfang Juli. Die Stücke
varliren sehr, zunächst hinsichtlich ihrer Grösse, und misst das
kleinste 4 nur 12, das grösste © 20 mm. Die meisten Stücke
sind auf dem Hinterleib gelb geringelt und gelb bestäubt, wie
dies gewöhnlich bei den ungarischen Stücken der Fall ist, doch
finden sich einige ganz frische kleinere Stücke, die einen ganz
schwarzen Hinterleib mit weissen Ringen auf Segment 4, 6
und 7 (beim -?) haben, und die ganz anders aussehen. Es ist
dies die
— var. oder ab. Cerüformis Ld., die sicher nur als eine
namentlich an gewissen Orten vorkommende Aberration oder
Le Que
Varietät von Annellata zu betrachten ist, da sich alle Ueber-
gangsstücke finden, was besonders bei den vorliegenden grie-
chischen Stücken vom Parnass der Fall ist. Dahingegen halte
ich jetzt nach Ansicht der Originalstücke Ortahdiformis 1, 4.
für eine sicher von Annellata verschiedene Art. Diese Ortalidi-
formis, von der sich in der Sammlung des Herrn Lederer
nur zwei Weiber befinden, dürfte möglicherweise als © zu
Doryceraeformis gehören, von der nur drei Männer bekannt
sind; und wie verschieden zuweilen die beiden Geschlechter
derselben Art bei Sesien sind, davon liefert Doryliformis 0.
den schlagendsten Beweis. Erber fand Ses. Annellata auch
auf Corfu.
151. — ÆEmpiforms Esp. Ein von Erber auf Corfu
gefangenes С gehört sicher dieser Art an, die auch in Dal-
matien von Mann gefunden wurde.
152. — bracomforms HS. Von dieser Art sandte Dr.
Krüper nur wenige Stücke ein; vier vom Parnass, dort Ende
Juni, Anfang Juli gefangen; eins am 13 Mai auf Naxos und
zwei im Juli auf dem Veluchi gefangen. Die Stücke vom Par-
nass sind die grössten (23 mm.); sonst variiren sie unter ein-
ander oder von den ungarischen und deutschen wenig. Auch
von Erber auf Corfu gefunden.
153. — Doleriforms HS. IL, pag. 69, Zeile 20 — 26,
(2? fig. 22). (Colpiformis Stgr. Stett. ent. Z. 1856, р. 267 ff.)
Nach einer grösseren Zahl von Exemplaren dieser Art, die ich
seit meiner letzten Bearbeitung der Sesien (1856) vergleichen
konnte und theilweise vor mir habe, glaube ich ihr den Na-
men Doleriformis Herrich-Schäffer wiedergeben zu müssen,
und zwar nicht nach einer seiner drei Abbildungen, sondern
nach den ersten sechs Zeilen seiner Beschreibung II, pag. 69.
Diese passen fast vollständig auf die vorliegende Art, nur dass
die Stirn bei den nicht gelb, sondern dunkel ist mit ein-
gestreuten weisslichen Schuppen, die vielleicht zuweilen vor-
herrschen können; auch bei den $01% die Stirn mehr weisslich
ER.
als gelb zu nennen. Herrich-Schäffers. Bild 22 passt ent-
schieden nicht hieher oder ist ganz verfehlt; denn einmal
zeigen die Flügel oben viel zu viel Gelb, ferner sind die Beine
alle ganz gelb und die Hinterschienen durchaus gar nicht dick
buschig, was bei Doleriformis charakteristisch, und dann passt
der sehr breite weisse Gürtel auf dem dunklen Leib auch nicht.
Vielleicht ist dies eine sehr gelbe Stelidiformis, während Doleri-
formis HS. fig. 38 sicher eine sehr dunkle Stelidiformis ist.
Doleriformis HS. fig. 49 halte ich jetzt fast für ein grosses
Annellata $. Meine Sesia Colpiformis gehört jedenfalls zu dieser
Art und passt die von mir 1. с. gegebene genaue Beschreibung
bis auf folgende Punkte noch heute ganz gut. Die Fühler des
Q zeigen oben keinen weisslichen Fleck, und glaube ich jetzt,
dass das von mir erwähnte © aus Constantinopel nicht hieher,
sondern zu Dbraconmiformis gehört. Der Rücken zeigt vorne zu-
weilen auch einen gelblichen. Mittelstreif. Die Spitzen der
Franzen sind meistens weisslich oder gelblich; doch bleiben die
Franzen auch zuweilen ganz dunkel. Die Bauchseite des Hinter-
leibs bleibt meistens ganz dunkel. Die verloschenen gelben
Dorsalflecke zeigen sich auch bei den 92; bei einzelnen Sg ist
die ganze Oberseite des Hinterleibs stark gelb bestäubt, so dass
die Dorsalfiecke darin verloren gehen. Die Hinterschienen sind
namentlich bei den g< sehr buschig, weisslich gelb und mei-
stens am Ende dunkel, öfters nur unten.
Sesia Doleriformis unterscheidet sich durch die stark bu-
schigen Hinterschienen leicht von Braconiformis und Stehdi-
formis. Letztere Art hat auch nur auf Segment 4 einen weissen
Ring, Doleriformis stets noch auf 6 und beim © noch auf 2.
Braconiformis ©, die auch 3 weisse Leibringe hat, hat nie so
braune angelaufene Fühler, und in grossen südlichen Stücken
meist einen weisslichen Fühlerfleck nach oben. Sesia Herrichi
Stgr. halte ich jetzt für eine sehr gelbe Varietät von der
sehr variirenden Stehdiformis, bei der besonders der Hinterleib
mit Afterbüschel obeu vorwiegend gelb ist.
Dr. Krüper sandte nur vier Stücke der Doleriformis vom
Parnass ein, die am 5, 12 und 22 Juli dort gefangen wurden.
Die Stücke sind durchgängig sehr klein (17 mm.), während
meine grössten Stücke aus Brussa 23 mm. zeigen. Bei dem
einen 4 ist das schmutzige Gelb dieser Art fast ganz weiss-
lich, namentlich an den Palpen, Vorderhüften, Beinen und die
Striche im Afterbüschel. Erber fing Ses. Doleriformis auch
auf Corfu und Tinos. Ц
154. — Umbrifera п. sp. m. Tab. I, fig. 5. Fusca, alarum ante-
riorum fasciae externae strigis, alıs subtus fere totis, abdominisque
maculis dorsalibus obsolete flavis; alis posterioribus hyalınıs, mar-
gine postico latıssimo fasciaque media transversa fuscis; abdo-
mins segmento 4 postice albo-cinqulato. 4 © Mag. al. exp.
20—24 mm.
Von dieser auffallenden Art sah ich bei Herrn Schön in
Wien 8—10 Stücke, die Erber auf Corfu gefangen hatte.
Ich habe zur Beschreibung zwei gut erhaltene 44 und zwei
ФО vor mir.
Die Grundfarbe des Thiers ist ein Rauchbraun, etwa wie bei
Sesia Slelidiformis, dem die Art auch am nächsten steht.
Fühler bei dem einen schmutzig weiss, beim andern braun-
gelb angeflogen bis zur Spitze, die schwarz bleibt; bei dem
einen © ganz rostbraun bis zur schwärzlichen Spitze, "bei dem
andern braun mit weisslichem Fleck. Palpen schwärzlich, nach
innen und an der Spitze bräunlich; beim © vorwiegend bräun-
lich. Stirn bei zwei Stücken weisslich, bei dem einen Z dunkel.
Scheitel und Hinterhauptsrand mit ockergelben Haaren. Rücken
wie die Brust einfarbig dunkel.
Vorderfiügel mit kleinen Glasfeldern; das äussere ist sehr
schmal, besteht nur aus 3 Felderchen, auf denen nach vorne
(oben) noch ein gelb ausgefülltes steht. Das Glasfeldchen in
Zelle 1 fehlt ganz, und das mittlere ist fast ganz mit Gelb
ausgefüllt. Auf der breiten braunen Aussenbinde stehen 3—4
sehr verloschene gelbe Wische. Die Hinterfiügel sind nun sehr
a7 .—
ausgezeichnet durch eine besonders nach vorne sehr breite
rauchbraune Aussenbinde, mit welcher die äusserst breitbeschuppte
Mittelrippe durch die gleichfalls ganz heschuppten Zellen 2
und 3 sich verbindet, was etwa das Auss’hen einer etwas ge-
bogenen, schief nach aussen verlaufenden Mittelbinde gewährt.
Diese breite dunkle Aussenbinde, welche in Zelle Та und 1b
am schmalsten ist, wird am oberen Ende, nach der Flügel-
spitze hin, bei den 44 gelblich. Die Franzen sind nur am
Innenrande der Hintertlügel weisslich, sonst überall rauchbraun.
Auf der Unterseite sind alle beschuppten Theile bei den 4&
vorwiegend gelblich, nur am Ende der Mittelzellen bleiben
schwarze Flecke, ebenso bleiben einige Stellen im Aussenrande,
so wie der Limbalrand mit den Franzen dunkel.
Die Vorderhüiten und die Schenkel bleiben dunkel. Die
vordersten und mittleren Schienbeine sind weisslich, ganz am
Ende dunkel, ebenso die hintersten bei dem einen Stück, wäh-
rend sie bei dem andern ganz dunkel bleiben, und nur hinter
dem ersten Spornenpaar einen weisslichen Fleck zeigen. Die
Tarsen sind auch an allen Beinen weisslich, nur bei dem einen
Stück bleiben die hintersten gleichfalls dunkel.
Der dunkle Hinterieib zeigt bei dem einen 3 eine gelbe
Dorsaltieckenlinie; Segment 4 ist hinten fein weiss, und zwar
verbreitert sich dieser Ring nicht seitwärts, wie bei Ses. Stelidi-
formis. Der ziemlich schmale Afterbüschel ist (bei dem einen
4 fehlt er) dunkel, nur an der Basis oben, und der
ganze untere mittlere Theil weisslich. Sonst bleibt die Bauch-
seite dunkel, höchstens auf den letzten Segmenten scheinen
hellere Schuppen auftreten zu können. Beim © ist Alles viel
dunkler.
Obwohl nun „Sesia Umbrifera gewiss bei einer grösseren
Zahl von Stücken noch wesentlich varüren wird und die Be-
schreibung nur unvollkommen sein kann, so steht sie doch
schon durch die Eigenthümlichkeit ihrer Hinterflügel ganz für
sich da und lässt keine Verwechselung mit irgend einer
— 98 —.
europäischen Art zu. Ihre Stellung muss zwischen Stelidiformis
und Osmiformis sein. Herr Erber vermuthet, dass die Raupe
dieser Art in einer in Сота häufig vorkommenden Wasser-
pflanze lebt. Bis jetzt kennen wir noch keine in einer Wasser-
pflanze lebende Sesien-Art, und da nach meiner Ansicht die
Raupe der Ses. Umbrifera rhizophag sein muss, so bezweifle
ich diese Vermuthurg einstweilen stark.
155. — Leucomelaena Z. Diese Art war auf dem Parnass
Mitte Juni bis Anfang Juli und in der Attica etwas früher
nicht selten. Eine grössere Zahl frischer Stücke, auch von
Herrn Mann bei Brussa gesammelt, überzeugte mich längst,
dass dies eine von Philanthiformis sicher verschiedene Art ist.
Ses. Leucomelaena Z. ist durchweg schlanker als Philanthiforms
und die Zeichnung fast überall nur weisslich, bei Philanthi-
Formis vorwiegend gelb. Sonst verweise ich auf Zellers Be-
schreibung und das, was ich in der Stettiner ent. Zeit. 1856,
p. 277, darüber sagte, und bemerke nur noch, dass ich jetzt
die Ses. Corsica auch als eine von Philanthiformis verschiedene
Art betrachte.
156. — Affinis Stgr. Diese Art wurde nur von Herrn
Erber auf Corfu gefangen. Ich erzog die Art bei Granada
aus den Wurzeln eines Helianthemum. und stimmen die west-
europäischen Stücke mit den osteuropäischen ganz überein.
157. — Miniacea Ld. Die meisten Stücke dieser Art
sind auf dem Parnass in der letzten Hälfte des Mai gefangen;
zwei Stücke daselbst Anfangs Juli. Ein Stück am 4 Mai auf
Naxos, so wie eins am 14 April bei Smyrna. Die Stücke sind
durchschnittlich kleiner als die von Herrn Mann bei Brussa
gesammelten Exemplare; einige, die nur 13—14 mm. Flügel-
maass haben, wurden früher als var. Pepsiformis versandt.
Obwohl nun diese Sesia Miniacea Led. ausschliesslich im Osten
Europas und in Kleinasien die dort fehlende 5. Chrysidiformis
Esp. vertritt, so glaube ich doch jetzt, sie als davon ver-
schiedene Art ansehen zu müssen, wenn auch beide vielleicht
— 99 —
nach der Darwin’schen Theorie von ешег Form ursprünglich
herstammen mögen. Von Erber auch auf Corfu und Tinos
gefunden.
158. — Prosopiformis О. Nur drei Stücke von mittlerer
Grösse, ein © am 22 Mai auf dem Parnass, ebendaher ein <
am 1 Juli und ein © am 4 Juni aus der Attica. Die Stücke
sind von den ungarischen und Dalmatinern nicht verschieden;
zeigen auch keine Spur eines weissen Ringes (var. Schmidtii
Frr.) auf Segment 4 des Hinterleibes.
159. Paranthrene Tixeiformis Esp. In der Attica im
ganzen Juni, wie es scheint nicht selten, und zwar in
Stücken, die mit den typischen südfranzösischen fast ganz über-
einstimmen. Es ist dies insofern interessant, als bisher im Osten
Europas und Klein-Asiens nur die var. Drosijormis, 50, weit
mir bekannt, gefunden wurde. Auch auf dem Parnass fand
Krüper einige typische Exemplare, während ein Stück, da-
selbst am 30 Juni gefunden, ganz entschieden zur
— var. Drosiformis Hb. zu rechnen ist, 4. В. die für diese
Form charakteristischen 3 gelblichen Felderchen in der Vorder-
flügelspitze zeigt. Auch von Erber wurde Р. Tinerformis auf
Corfu gefunden.
160. — Mwyrmosiformis HS. Auf dem Parnass (Kastri)
von Mitte Mai bis Ende Juni häufig, durchschnittlich etwas
kleiner als die Stücke aus Brussa; das kleinste Stück misst
14, das grösste 24 mm., ist also reichlich so gross, wie die
Brussaer. Sie unterscheiden sich aber von den typischen Myr-
mosiformis besonders dadurch, dass fast alle reinen Stücke auf
dem Hinterleib gelbe Ringe zeigen, und zwar sind die vordern
Theile der Segmente 3, 5, 6 und meistens 7 gelb. Ausserdem
sind bei den meisten griechischen Stücken auch die Tarsen der
Hinterbeine gelb und schwarz gemischt, während sie bei der
typischen Form glänzend blauschwarz bleiben. Es ist daher
wohl gerathen, die griechische Form als
-
— 100 —
— var. Cingulata aufzuführen und nähert sie sich der
Hoplisiformis Mann aus Brussa so sehr, dass ich sie zuerst
dafür hielt. Allein Hoplisiformis hat noch deutlichere gelbe
iinterleibsringe, gelbe Haarbüschel am Metathorax, gelbe
Tarsen der Vorder- und Mittelbeine, ganz gelbe Palpen, gelbe
Stirn und Halsband. sowie durchsichtigere Hintertiügel, und
ist um so mehr entschiedene gute Art, als sie von Herrn Mann
mit typischen Myrmosiformis zusammen gefangen wurde.
161. Thyris Fenestrella Scop. Auf dem Parnass Ende Juni
auch auf dem Veluchi in Stücken, die mit denen anderer Lo-
kalitäten übereinstimmen. Von Erber auch auf Tinos gefunden.
162. Ino Ampelophaga Bayle-Barelle. Bei dieser Gat-
tung verweise ich zunächst auf meine Bearbeitung derselben
Stettin. ent. Zeitung 1862, pag. 341 ff. In. Ampelophaga,
die zuweilen als eine Weinplage im nördlichen Italien aufge-
treten sein soll, wurde von Krüper in der Attica und auf
dem Parnass im Juni nur selten gefangen; bei Smyrna fing er
sie von Mitte April bis Ende Mai häufig.
163. — Pruni*) 5. У. Nur fünf 4, von denen das eine
am 16 Juni auf dem Parnass gefunden wurde. Die Stücke
scheinen den unserigen ganz gleich zu sein.
164. — Chloros Ob. Drei Mitte Juni auf dem Parnass
gefangene Stücke kommen mit typischen ungarischen Chloros
ganz überein, während zwei andere Exempiare, wahrscheinlich
Anfang Juli bei Seltza im Veluchi gefangen, typische
— var. Seprum Boisd sind, die sich eben nur durch fast
ganz broncebraune Färbung der Vorderflügel unterscheidet. Die
höchste bekannie Potenz dieser Sepium fing Herr Lederer
vor einigen Jahren im Taurus (Klein-Asien) und soll dieselbe,
wie ich glaube, den Namen Chloronota erhalten. Diese Form,
die etwas grösser ist, und zumal beim 2 fast ganz braune
Vorcerfiügel (doch bleiben deren Basis und Thorax blau
*) Ino Amasina HS. fine Dr. Krüper in einigen Stücken bei Smyrna.
— 101 —
schillernd) und auch dunklere Hinterflügel zeigt, kann wohl als
eine fast fertige Art hingestellt werden.
165. — Tenuicornis Z. Nur wenige Stücke auf dem Par-
nass Mitte Juni gefangen, die von den ungarischen nicht ab-
weichen. Auch bei Smyrna bereits im April gefangen, mit
mehr gelblicher Färbung. Von Erber auf Corfu gefunden.
166. — Globulariae НЪ. var.? Notata Z. Nur wenige 44
von Karpinisi, dort Mitte Juni gefangen. Noch heute bin ich
ungewiss, ob Notata И. als Art oder Varietät von Globulariae
Hb., die entschieden sehr variirt, zu betrachten sei. Den
dünneren Fühlern (kürzeren Fühlergliederfortsätzen) nach müsste
sie specifisch davon verschieden sein; aber es ist mir jetzt
fraglich, ob dieselben in allen Fällen ein sicheres Art-Merkmal
abgeben.
167. — Subsolana Stgr. Auf dem Parnass von Mitte Mai
bis Ende Juni, auf dem Veluchi Anfangs Juli, auch aus dem
Peloponnes, wohl vom Taygetos. Diese grosse spitzfühlerige
Art hat so entschieden längere Kammzähne beim < und so
stark sägeförmige Fühler des ©, dass sie wohl nie zu Globu-
lariae gezogen werden kann. Dahingegen glaube ich jetzt sicher,
dass sie mit Coguata Rbr. zusammenfällt und als östliche Form
dieser Art zu betrachten ist.
168 *). — Geryon Hb. Nach Herrn A. Rogenhofers
Angabe wurde diese Art von Erber auf Korfu gefangen; da
ich dort gefangene Stücke nicht sah, kann ich Nichts darüber
sagen.
169. — Mannii Ld. (Statices var.) Bei Karpinisi im Ve-
luchi in der letzten Hälfte des Juni häufig. Ich halte diese
Form jetzt entschieden für eine Statices var., da beide voll-
ständigst in einander übergehen; auch einige kleine griechische
Stücke von deutschen Statices gar nicht zu unterscheiden sind.
170. — ? Heydenreichii Ld. Ein Pärchen, am 25 April
*) [то Anceps Stgr. (Stett. ent. 7. 1862, р. 355) fand Dr. Krüper am
6 Mai bei Smyrna.
LA
— 102 —
in der Attica gefunden, kann seiner tiefblauen Färbung wegen
wohl nur hieher gezogen werden, obwohl die Stücke klein
(22 u. 24 mm.) sind. Auch von Erber auf Corfu gefunden.
171. Zygaena Minos В. У. Auf dem Parnass in der
zweiten Hälfte des Juni, auch auf dem Veluchi gefunden. Da
diese gemeine Art überall etwas variirt, sowohl im Raupen-
zustande als im vollkommenen Insekt, so kann man die grie-
chischen Exemplare um so weniger als verschieden bezeichnen,
da sie auch unter sich ziemliche Abweichungen zeigen. Nur
finde ich, dass das Blauschwarz der Vordertlügel bei den grie-
chischen „2 meist stark weisslich angeflogen ist.
172. — Brisae Esp. Nur einige Stücke bei Karpinisi
Mitte Juni gefangen, die mit ungarischen Exemplaren überein-
stimmen. _
173. — Punctum O. Auf Naxos in der ersten Hälfte des
Mai häufig; auf dem Parnass und in der Attica Anfangs Juni,
und auf dem Veluchi noch Anfangs Juli frisch. Nur von letz-
terem Gebirge sind einige typische Punctum, sonst gehören sie
alle der
— var. ÄAefersteini HS. an, wo das Roth prädominirt und °
namentlich der kleine rothe Punkt an der Basis der Vorder-
flügel sich mit dem rothen Endfleck in einen rothen Längs-
wisch vereint. Das Roth tritt aber bei griechischen Stücken
nie so stark auf, wie in der Herrich-Schäffer’schen fig. 77,
so kummt es überhaupt äusserst selten vor. Erber fand die
Art auch auf Сота Буга und Tinos.
174. — Achilleae Esp. Auf dem Parnass und Veluchi Ende
Juni häufig; Krüper giebt die Art auch als in Acarnanien
vorkommend an. Nur die griechischen ФФ zeichnen sich öfters,
wie bei Minos, durch hellere Bestäubung aus, sonst finde ich
keinen Unterschied von denen des übrigen Europa.
175. — Angelicae О. Dr. Krüper fing hievon einige
Stücke auf dem Veluchi, Mitte Juni, die von deutschen
Exemplaren nicht zu unterscheiden sind.
— 103 —
176. — Ramburü HS. Eim Paar, welches sicher aus
_ Griechenland stammt, da Dr. Krüper, als er es einsandte
(1861), noch nicht bei Smyrna gewesen war, stimmt’ so genau
mit den Exemplaren dieser Form, die Kindermann in An-
tiochia sammelte, dass, zumal beim «, kein Zweifel über die
Identität herrschen kann. Ob aber diese Аатфига trotz des
verschiedenen Roths und der eigenthümlich zusammengeflossenen
rothen Flecken als eine Varietät von Filipendulae betrachtet
werden kann, das ist eine andere Frage. Uebrigens passen die
Figuren Herrich-Schäffers п. Schm. 161 u. 162, gar
nicht zu mir vorliegenden typischen Exemplaren der Ратфиги
aus Antiochia, und müssen wenigstens als sehr auffallende
Aberrationen davon betrachtet werden. Herr Lederer betrachtet
jetzt Латфига als eine Varietät von Filipendulae.
177. — Filipendulae 1. Auf dem Parnass und Veluchi
im ganzen Juni sehr häufig; auch in Acarnanien giebt sie Dr.
Krüper an, wenn dies nicht auf einer Verwechslung, etwa mit
Lamburü, beruht. Die meisten Stücke sind typische Filipen-
dulae, wo der 5te und 6te Fleck genügend getrennt sind, doch
kommen auch nicht selten Stücke der
_ — ab. Cytisi Hb. vor, wo nicht nur die beiden äussersten
rothen Flecken, sondern auch die beiden mittleren vollständig
vereinigt sind. Solche Stücke, wo diese beiden Aussenflecken
in einen grösseren rundlichen Flecken vereint sind, unter-
scheiden sich von Æamburi nur noch durch ein anderes Roth,
das bei letzterer Art mehr licht ist. Da ich auf Flügelform,
mehr spitz- oder stumpflüügelig ete., auch sehr wenig gebe,
so glaube ich um so mehr, dass etwas lichteres Roth nicht
genügen kann, um zwei Arten sicher zu trennen.
178. — Lonicerae Esp. (an Dubia Stgr.?) Eine Art, die
Dr. Krüper in der zweiten Hälfte des Juni auf dem Parnass
und auch dem Veluchi fand, rechnete ich früher zu meiner
Dubia, Catalog № 145. Jetzt ist mir diese Дима überhaupt
sehr zweiielhaft geworden, und war es eigentlich schon immer,
— 104 —
wie ich gleich durch den Namen andeutete. Grosse sehr lebhaft
gefärbte alpine und subalpine Zonicerae, ebensolche fünf- und
die selten vorkommenden sechsfleckigen Angelicae, beginnende
Stoechadis mit äusserst wenig Schwarz in den Hinterflügeln, so
wie vielleicht einzelne alpine Fülipendulae mit fremdartigem
Aussehen, suchte ich früher alle unter diesem Namen zusammen
zu fassen. Jetzt gestehe ich gern, dass mir hier noch Vieles
unklar ist und ich durchaus nicht irgend feste Entscheidungen
geben mag. Hinsichtlich der griechischen Stücke halte ich die
grossen fünffleckigen Thiere jetzt für Zonicerae und ein Paar
Stücke, die einen Anfang vom 6ten Fleck zeigen, für sechs-
fleckige Angelicae, wie ich solche von Herrich-Schäffer bei
Regensburg gefundene Stücke erhielt. Ob diese sechsfleckigen
Stücke als ächte Angelicae, oder Bastarde, vielleicht von Fili-
pendulae und Angelicae, anzusehen sind, möchte schwer zu ent-
scheiden sein.
179. — Ephialtes L. Auf dem Veluchi in der ersten
Hälfte des Juli sehr häufig; auf dem Parnass seltener. Diese
so sehr interessante Art, die in den verschiedensten Formen
auftritt, welche sich nicht nur durch alle möglichen Uebergänge
vereinen, sondern deren Zusammengehörigkeit Dorfmeister
durch die Zucht von den Eiern eines © auf das Ekiatanteste
bewiesen hat, tritt in Griechenland vorzugsweise als die ächte
Ephialtes auf. Die Stücke sind aber zum Theil dadurch sehr
ausgezeichnet, dass auch die weissen Flecke der Vorderflügel
mehr oder minder Roth führen, ja bei einigen Exemplaren
entschieden roth genannt werden können. Hier wird auch der
weisse Fleck der schwarzen Hinterflügel roth. Vorzugsweise
zeigen die Exemplare vom Veluchi dieses Roth, während die
vom Parnass theilweise rein weisse Flecken, wie die süd-
deutschen Stücke haben. Dass auf den Hinterflügeln noch zu-
weilen ein zweiter weisslicher Fleck auftritt, findet sich auch
bei Exemplaren aus anderen Gegenden, wiewohl schr selten. Die
fünffleckige
— 105 —
— ab. Falcatae Hb. tritt in Griechenland sehr selten auf,
während die gelbgeringelte, sechsfleckige
ab. Coronillae S. У. wieder häufiger auftritt. Einzelne
Exemplare zeigen auch hier eine der bei Zphialtes bemerkten
analoge Erscheinung, insofern das Weiss der Flecke mehr oder
minder durch Gelb verdrängt wird. Dies soll bei Exemplaren,
die Erber auf Corfu fing, sehr intensiv sein; ausserdem fand
er auch daselbst die ächte Z Ephaltes nebst Falcatae.
Aechte ab. Trigonellae, wo der sechste Fleck vollständig
fehlt, beobachtete ich unter den griechischen Stücken gar nicht,
obwohl derselbe bei einigen Stücken sehr rudimentär wird.
Eine ächte Peucedani Esp., mit rothen Hinterflügeln, kommt
auch nicht annähernd in Griechenland vor, und ich möchte
fast zweifeln, dass auf Rhodus je ächte Peucedant gefunden
wurden.
180. — Carniodica Scop. (Onobrychis S. У.) Auf dem
Parnass von Mitte Juni bis Juli, auf Naxos im Mai häufig
gefunden; auch auf Corfu. Diese äusserst variable Art hat zur
Aufstellung mancher schlechter Arten verleitet, die zum Theil
noch als Varietäten in den Catalogen verzeichnet stehen. Ве
einer grossen Menge von Material aus den verschiedensten Ge-
senden finden sich hier aber so viel Uebergänge vor, dass es
schwer wird, die einzelnen Formen nur einigermassen scharf
zu trennen. Die griechischen Exemplare sind unter sich ziem-
lich konstant; sie führen zunächst ein sehr lebhaftes Roth, und
zeigen auf den Vorderflügeln und Thorax verhältnissmässig
wenig Weiss; es kommen sogar einzelne Stücke vor, bei denen
die rothen Flecke der Vorderflügel fast gar nicht weiss um-
randet sind, also wie bei der var. Berolinensis, wo das Weiss
öfters absolut fehlt. Dahingegen ist der rothe Hinterleibsgürtel
mehr oder minder stets vorhanden, nur bei einem vorliegenden
Stücke wird er rudimentär. Die griechischen Exemplare der
Carniolica verdienen äls var. Graeca jedenfalls viel eher auf-
geführt zu werden, als die var. Diniensis, da bei Digne die
— 106 —
Art sehr varürt und die als Diwensis HS., fig. 111—112,
abgebildete Form dort sehr selten als Aberration vorzukommen
scheint. In Spanien wurde Z. Carniolica bisher nirgends ge-
funden, und ob die Z. Barbara HS. aus der Berberei stamme,
ist mir mehr denn zweifelhaft. Wenn übrigens kleinasia-
tische Carniolied mit starkem rothen Leibesgürtel als Barbara
HS. versandt wurden, so ist dies entschieden falsch; denn
Barbara HS. zeigt einen ganz dunklen Leib.
181. Syntomis Phegea Г. Von Dr. Krüper nur in
einigen Stücken auf dem Veluchi gefunden; von Erber auf
Corfu. Die vorliegenden Stücke gehören der ganz gewöhnlichen
Stammform an. |
‚ 182. N:clia Punctata Е. Freund Rogenhofer giebt еш-
fach Масба Punctata als auf Corfu und Tinos von Erber
gefunden an. Ich erhielt keine eigentliche typische Punctata
von Dr. Krüper, bin aber jetzt durchaus nicht zweifelhaft, dass
— var. Famula Frr. in typischen Stücken Ende Juni auf
dem Parnass gefunden, so wie
— var. Hyalina Frr. auf Naxos und auch dem Parnass
gefunden, als Lokalformen hieher zu rechnen sind.
Die typische Punctata Fabr. hat auf den braunen Vorder-
flügeln zwei übereinanderstehende, weit getrennte weisse Basal-
flecken und drei übereinanderstehende weisse Flecken nach dem
Aussenrande hin, von denen die beiden unteren nur durch die
braun bleibende Rippe 4 getrennt sind, die indessen auch hier
zuweilen schon weiss wird. Die Hinterflügel sind gelb mit
breitem braunen Aussenrand und braunem Schluss der Mittel-
zelle.
Famula Frr. Tab. 183, 2, 3, pag. 143, unterscheidet sich
nun eigentlich nur dadurch, da:s die weissen Flecken verloschen
(schmutzig gelblich) werden, was bei einem griechischen Stück
vollständig der Fall ist, und dass die Hinterflügel blassgelb
sind. Dass der obere Apicalfleck am Aussenrande fehle, ist
nach Freyer nicht nöthig; übrigens zweifelt Freyer bereits
— 107 —
selbst an den Artrechten dieser Form, die eigentlich mehr
Aberration als Varietät ist.
Hyalina Frr. Tab. 473, 2, pag. 152, unterscheidet sich
wesentlich nur durch die glasartig werdenden Hinterflügel; und
auch hier hält Freyer schon ein klimatisches Variiren für
möglich. In der That liegen mir alle Uebergänge von ganz
gelben Hinterflügeln bis zu fast ganz glasartigen vor, und zwar
beginnt das Glasartige, oder mit andern Worten das Ver-
schwinden der Schuppen, von der Basis aus. Die Exemplare
von Kreta, sowie einige von Naxos sind am durchsichtigsten;
doch bieibt stets der an den braunen Aussenrand stossende
Innenrand breit gelb. Was nun die Flecken auf den Vorder-
flügeln aubetrifit, so verschwindet der obere Basalfleck häufig,
ebenso der obere Aussentleck. Da die beiden unteren Flecke
hier fast stets vollständig zu einem verschmolzen sind, so giebt
es Stücke, die nur zwei erste Flecken zeigen.
Ich halte daher auch ganz unbedenklich die Servula Berce,
welche auf den Vorderflügeln ganz braun ist, nur für eine
Aberration, bei der konsequenterweise auch die Hinterflügel
sich <ehr verdunkeln. Diese Form wurde im südlichsten Frank-
reich und Catalonien gefunden; doch weiss ich nicht, in wel-
chem Verhältniss sie dort zur Stammform auftritt, oder ob sie
gar dort die alleinige Form ist, wo sie dann als Lokalvarietät
aufgeführt werden müsste.
183. Earias Siliguana HS. Nach den mir von Herrn
J. v. Frivaldszky gemachten Angaben war dies Thier auf
den Johannisbrodbäumen in Creta sehr häufig, worauf es auch
wohl in Sicilien leben wird.
184. Nola Subchlamydula n. sp. Tab. I, fig. 6, 7. Albicans,
alis anterioribus oblongis, luteo-grisescenti plus minusve suffusıs,
Jascia media limboque angusto luteis, arcubus duobus contiquis
ante limbum nigricantibus; alis posterioribus cinereis, unicoloribus.
$$ Magn. al. exp. 17—20 mm.
— 108 —
Von dieser neuen Art liegt mir nur ein griechisches Stück
vor, welches Dr. Krüper am 4 April in der Attica fing; es
gehört aber ohne Zweifel zu einer Art, die ich in grösserer
Menge in Castilien fing und erzog. Diese Art steht der CAla-
mitulalis Hb. sehr nahe, und ist nur mit ihr zu verwechseln;
den übrigen weisslichen Nola-Arten (COeutonalis Hb., Albula
S. V. etc.) fehlen auf den Vorderflügeln die meist bindenartig
auftretenden schwarzen Schuppenanhäufungen vor der scharfen
braungelben Aussenrandbinde; Subchlamydula ist durchweg
dunkler als Chlamytulalıs, zuweilen ist sogar der gewöhnlich
weisse Kopf ganz grau bestäubt, ebenso die ganze Vorderflügel-
Fläche. Gewöhnlich ist letztere an der Basis weisslich; dann
kommt eine mehr oder minder breite schmutzige braungraue
Mittelbinde, die sich stets sehr unbestimmt verliert und zuweilen
in ihrer Mitte einen dunklen Schatten führt. In dieser Art
von Mittelbinde stehen am Vorderrande die beiden erhabenen
Schuppenanhäufungen, -meistens viel kräftiger und dunkler als
bei Chlamitulalis, wo der ganze mittlere Flügeltheil heller,
bräunlichgelb, bleibt. Hinter dem dunklen Mittelfelde findet sich
nun bei Subchlamydula ein hellerer weisser Theil (Binde), der
bei dunklen Stücken direkt zur weissen Linie wird, sich aber
am Vorderrande, unmittelbar vor der Flügelspitze, als weiss-
licher Fleck erweitert. Von diesem weissen Fleck an abwärts
finden sich nun mehr oder minder stark auftretende schwarze,
bindenartig zusammenhängende Flecke, die öfters sehr rudi-
mentär werden, während sie bei Ohlamitulalis stets viel stärker
und scharf auftreten. Durch eine weissliche gezackte Linie,
auch zuweilen undeutlich, sind diese schwarzen Zeichnungen
von der unmittelbar vor den Franzen beändlichen gelbbraunen
schmalen Randbinde getrennt. Die zuweilen ganz grau bestäub-
ten Franzen führen meistens in der Mitte eine weisse Linie.
Die Hinterflügel sind eintönig grau; nur sehr selten werden
sie nach innen hin lichter; bei Chlamitulalis sind sie weisslich
mit dunklem Aussenrande. Die Unterseite aller Flügel ist
— 109 —
gleichfalls fast vollständig eintönig grau; bei CAamitululis
weisslich mit dunklerem Aussenrande und oft sehr deutlichem
dunklem Mittelfleck der Hintertlügel, welcher bei Subchlamy-
dula nur zuweilen angedeutet wird.
Die Raupen beider Arten, die ich in Menge fand, sind an
Färbung durchweg sehr verschieden. Diejenigen der Мом Chla-
пи ай; Hb., welche ich im Juni und Juli bei Granada an
den Blüthen der Scabiosa Columbaria fand, waren gelblichgrün
mit brauner streifenartiger Zeichnung. Die Raupen der Sub-
chlamydula, welche in grosser Menge Anfangs Juli an den
Blüthen der бай Hispanorum lebten, waren durchweg violett
mit einiger grünlicher Zeichnung. Sonst sind sie sich beide
an Gestalt etc. durchaus ähnlich und haben beide einen schwarz-
braunen Kopf und zwei ebensolche Häckchen auf dem ersten
Gliede.
185. Nudaria Murina Esp. Nur ein 4 am 1 August
auf dem Parnass gefangen, welches von den sonstigen Stücken
dieser Art durchaus nicht abweicht.
186. Setina Zrrorella №. Nach Rogenhofer von Herrn
Erber auf Сота gefangen; von Krüper nie beobachtet.
187. — Mesomella L. Gleichfalls nach Rogenhofer von
Erber auf Corfu gefunden.
188. Lithosia Depressa Esp. (Helveola Frr.) Gleichfalls
wie bei den vorigen beiden Arten; wie die vorige so weit süd-
östlich noch nicht beobachtet.
189. — Complana L. Auf dem Parnass im Juli gefunden;
wie es scheint selten, da nur zwei Stücke vorliegen. Von
Erber auch auf Corfu gefunden.
190. — ZLurideola Zink. Gleichfalls auf dem Parnass im
Juni und Juli häufiger gefunden. Diese Art, wie die vorige,
scheint sich überall in Europa, wo sie gefunden wird, auch in
Süd-Spanien, gleich zu bleiben.
— 110 —
191*). — Pallifrons Z. Nach Rogenhofer von Erber
auf der Insel Tinos gefunden, wenn nicht eine Verwechslung
Statt fand.
192. Emydia Grammica Г. Von Erber auf Сота ge-
funden, wo auch die var. Striata Bkh. mit fast schwarzen
Hinterflügeln vorkam. Krüper fand sie merkwürdigerweise nicht.
193. Deiopeia Pulchella L. In der Attica im Juli
nicht selten; die Exemplare sind durchschnittlich etwas kleiner
und haben weniger schwarze Flecke (bei einem Stücke fehlen
sie fast ganz), als die des südwestlichen Europas, wo die Art
oft eine Reihe von Jahren hindurch ganz fehlt, dann aber
wieder in grösster Menge, besonders in der Generation des
Spätherbstes, auitritt.
194. Euchelia Jacobacae .L. Nach Rogenhofer von
Erber auf Corfu gefunden.
195. Nemeophila Аиззша L. Auch nur von Erber auf
Coriu gefunden.
196. — Plantaginis Г. Nur en Ф am 5 Juli hoch oben
im Veluchi-Gebirge von Dr. Krüper gefunden.
197. Callimorpha Hera №. Auf dem Parnass (Ende
Juni), in Acarnanien, der Attica und auf Naxos gefunden; auch
auf Сота. Die Stücke sind gross mit lebhaftem Roth der
Hinterflügel.
198. Arctia Vilica Г. Auf dem Parnass, in der Attica
und auf Naxos Ende April, Anfang Mai von Dr. Krüper
gefunden; Erber fand sie auch auf Corfu. Die griechischen
Stücke zeigen meist eine gelbliche Färbung der weissen Vorder-
flügel-Flecken, wie dies auch bei französischen, italienischen
und selbst deutschen Stücken vorkommt; sonst weichen sie gar
nicht ab.
*) Krüper giebt auch Lith. Caniola Hb. als in Griechenland gefunden ап;
sandte jedoch nie ein Stück davon ein, und ist ein Irrthum bei diesen nah ver-
wandten Arten zu leicht möglich.
— 111 —
199. — Небе L. Von Dr. Krüper nur auf Cephalonia
und auf Naxos beobachtet, wo die Art nicht selten war und
schon Ende März die frisch ausgeschlüpften Falter gefunden
wurden. Die Stücke von Naxos variiren, wie überall; fast alle
haben auf den Vorderflügeln eine sehr breite zusammengeflossene
schwarze Binde.
200. — Pudica Esp. Nur von Erber auf Сота und
Tinos gefunden. Diese Art muss mit Zivularis in eine eigene
Gattung (Euprepia HS.) kommen.
201. Spilosoma Juliginosa Г. Auf dem TParnass, in
Acarnanien und auf Сота, von Erber auch auf Tinos ge-
funden. Die zwei vorliegenden Stücke zeigen ein sehr lichtes
Rothbraun der Vorderflügel und auf den Hinterfügeln nur
einige schwarze Rand- und zwei kleine Mittelflecke, wie dies
ebenso bei andern Exemplaren aus dem südlichen Europa,
zumal deren Sommergeneration, der Fall ist.
Spilos. Placıda Friv., die sich von Fuliginosa wesentlich
nur durch einen runden rothen Fleck am Ende der Mittelzelle
oder Vorderflügel unterscheidet, wurde von den Sammlern des
Herrn von Frivaldszky in Thessalien (wenn ich nicht irre)
gefunden, kann also sehr wohl auch im eigentlichen heutigen
Griechenland vorkommen.
202. — Luctuosa Hb. Nur ein grosses 4 wurde von Dr.
Krüper auf dem Veluchi gefunden. Es hat zahlreichere und
grössere schwarze Flecken auf den Vorderflügeln, als die mir
vorliegenden ungarischen Exemplare dieser Art.
203. — Mendica L. an Menthastri 8. V.? Dr. Krüper
giebt Menthastri als auf dem Veluchi gefunden an. Es kann
dies aber sehr leicht eine Verwechslung mit Mendica sein, von
der er ein am 20 April bei Smyrna gefundenes © einsandte.
204. Hepialus Amasinus HS. Dr. Krüper fand nur im
ersten Jahr seiner Reisen (1558) ein Stück dieser sehr seltenen
Art Ende März auf Corfu. Das Stück (in Herrn Pogges
Sammlung) liegt mir nicht vor.
— 112 —
205. Cossus Ligniperda Е. Nur ein “ am 29 Juni auf
Чет Parnass gefunden. Das Stück ist leider ziemlich verflogen,
scheint aber etwas lichter als unsere deutschen Zigniperda zu
sein; auch die Zeichnungen treten matter auf. Nichtsdesto-
weniger halte ich dies Stück für einen unzweifelhaften Cossus
Ligniperda und nicht für Balcanicus Led., wovon bisher nur
ein aus dem Balkan bekannt ist.
206. Zeuzera Acsculi L. Von Dr. Krüper nur auf dem
Veluchi gefunden; mir nicht eingesandt; Erber fand die Art
auf Tinos.
207. Endagria Оша Borkh. (Pantherina Hb.) Der Name
Ulula Borkh. Ш, р. 142, muss als der älteste (1790) dieser
Art unbedenklich wieder gegeben werden; denn Ulula Fabr.
5. Е. pag. 592, gehört einer grossen, gezähnten, mit langer
Spiralzunge versehenen indischen Eule an. Hievon fand Krü-
рег nur ein ganz frisches © am 15 April bei Athen, das auf
den Vorderfügeln ziemlich viel Weiss zählt.
Dr. Krüper sandte en am 28 Mai im Taygetos (Pelo-
ponnes) gefundenes < ein, welches leider sehr schlecht gehalten
ist, und das mir Herr Lederer als
208. — Psychidion in litt. bestimmte, von dem er auch
ein ganz schlechtes Stück aus Kleinasien hat. Das vorliegende
d misst 20 mm., ist also von der Grösse einer kleinen Znd.
Pantherina und ganz eintönig rauchbraun, selbst die Franzen,
soweit sie vorhanden. Nur der Prothorax führt etwas lichtere
Haare, und scheint es auch fast, dass die Tarsen hell geringelt
sind. Der "sonstige Habitus, der Fühlerbau und das Geäder
scheinen mit Ulula Bkh. durchaus zu stimmen, und wäre nicht
unmöglich, dass sich dieser Psychidion als eine ganz dunkle
Aberration oder Varietät von ersterer Art herausstellt, da die-
selbe schr variable ist, und zuweilen auf den Vorderflügeln
vorherrschend dunkel wird.
209. Limacodes Testudo S. V. Dr. Krüper sandte hie-
von drei Ихетр!аге ein; zwei Mitte Juni auf dem Parnass,
b
— 115 —
em am 23 Mai auf Naxos gefundenes Stück. Die Färbung ist
bei allen ein fahleres Gelb und finden sich nur bei dem einen
< vom Parnass die dunklen Querlinien der Vorderflügel matt
angedeutet; bei den beiden andern fehlen sie gänzlich. Die
Hinterflügel sind bei den Stücken vom Parnass noch etwas
dunkler, bei dem 2 von Naxos fahlgelb, so dass das ganze
Thier hier eintönig fahlgelb erscheint. Uebrigens varürt die
Art auch in Deutschland ziemlich, und besitze ich ein, bis
auf die helleren Fühler, durchaus schwarzes С aus der Leip-
ziger Gegend. Erber fand Lim. Testudo auf Сота.
210. Psyche Febretta Boyer var.? In diesem schwierigen
Genus ist schon zu viel gesündigt worden, so dass ich es nicht
wage, nach einem einzigsten von Dr. Krüper auf dem Veluchi
gefangenen Z eine neue Art sicher aufzustellen. Das übrigens
gut erhaltene Stück weicht sonst wesentlich in der Färbung
von der ächten südfranzösischen Febretta ab, da es nicht, wie
diese Art, schwarzgrau, sondern durchaus gelbgrau (noch lich-
ter als Viciella) ist. Zumal der stark behaarte Leib und Kopf,
bei Febrelta weisslich grau (besonders auf dem viel schwächer
behaarten Thorax) ist hier gelbgrau. Da das Stück aber mit
Febretta einen sehr spitz zulaufenden Hinterleib, so wie viel
allmäliser spitz zulauiende Fühler gemein hat, so rechne ich
es eher dazu, als zu Viciella S. V., der es sonst hinsichtlich
der Färbung weit näher kommt. Nur die Баги, bei Viciella
- schwarz, ist bei der griechischen Art noch heller als der Tho-
rax, fast weisslich. Aber alle meine Viciella zeigen einen bis
zur äussersten Spitze gleich breit behaarten Hinterleib mit
seitwärts abstehenden Haaren, und werden die Fühler hier am
Ende viel rascher spitz, d. h. nur die letzten 6—8 Fühler-
gliederfortsätze nehmen rasch an Länge ab. Jedoch auch bei
dem griechischen Stück sind die Fühler nicht ganz so spitz
zulaufend wie bei Febretta, und sollten mehr gleiche Exemplare
gefunden, namentlich gezogen werden, so dürften die Artrechte
sicher sein, und schlage ich dann dafür den Namen < а»
— 114 —
vor. Typische Vetulella Rbr., die wahrscheinlich mit Frbretia
zusammenfallen, sind noch dunkler, und von der mir unbe-
kannten Zirtella Ev. aus dem Ural vermuthe ich fast, dass .
es eine Villosella var. sei. Da übrigens manche Psychen-Arten
in der Färbung lokal sehr уатигеп (Albida, Malvinella, Le-
schenaulti zeigen von Weiss allmälige Uebergänge bis zum
Schwarz), so glaube ich nicht darauf hin eine Art gründen zu
können.
911.-— Crassicornis п. sp. Tb. Г, fig. 8. Nipra, alıs
basin versus, subdiaphanis, interdum einerascentihus, abdomine
hirsutissimo, antennarum pectinaturum dentibus crassissinus.
< Mag. al. exp. 15—17 mm.
Hievon liegen mir acht zum Theil frische Stücke vor, von
denen zwei frische am 18 März und 4 April auf dem Par-
nass, ein ganz abgeflogenes Thier am 20 März in der Attica
gefangen wurde. Diese kleine Art, etwa von der Grösse mitt-
lerer Plumifera, ist durch ihre Fühler so charakteri-irt, dass
sie zu keiner mir bekannten Art gehören kann. Die Färbung
ist schwarz, ähnlich wie bei Angustella HS.; die Flügel sind
von der Basis bis Ende der Mittelzelle etwas durchscheinend,
bei einem Stück mit aschgrauem Anflug; die Spitzen der Klaare
des Thorax und Abdomen sind auch unmerklich heller, rauch-
braun. Die Behaarung ist eine schr starke und sind, bei un-
verflogenen Stücken, die letzten Leibessegmente viel länger
behaart als die vorderen, ähnlich wie bei Angustella und Gras-
linella. Die sehr schwarzen dicken Fühler dieser Art sind denen
von Constancella und Graslinella ähnlich, aber verhältnissmässig
noch dicker, was darauf beruht, dass die einzelnen Glieder-
fortsätze länger und dicker sind als bei den genannten Arten.
Die Fühler sind kurz zugespitzt, da nur die allerletzten Glieder
plötzlich kürzer werden. Rippe 4 und 5 entspringen auf den
Hinterflügeln weit getrennt, auf den vorderen oft näher bei
einander; nie aber unmittelbar nebeneinander oder gar gestielt.
Auf Софи fand Erber auch eine Psyche п. sp. nach den
— 115 —
Mittheilungen Rogenhofers; da ich sie nicht sah, kann ich
Nichts darüber sagen; möglicherweise ist es diese Crassicornis,
212. Fumea Graecella Mill. Ic. I, pag. 252, Pl. 77,
9, 10, Pulla Esp. var. Mein Freund Milliere, ein Freund
des seligen Bruand, Verfassers der unglückseligen Monographie
der Psychiden, ist der Autor dieser fraglichen Art. Dr. Krü-
per fing dieselbe in grösserer Menge von Anfang März bis
Ende April auf dem Parnass, sandte mir aber nie einen Sack
davon ein, den er vielleicht selbst nie fand. Ich konnte also
noch weniger den Sack dieser Art an Milliere schicken, der
ihn nichtsdestoweniger beschreibt! Seine übrige Beschreibung die-
ser griechischen Form gipfelt darin, dass die Vorderflügel «à pointe
apicale prononcée» sein sollen, während die Vorderflügelspitze
von Pulla «arrondie» ist. Nun hierauf gebe ich gar nichts,
da die Flügelform an und für sich relativ und entschieden bei
derselben Art wechselnd ist, und auch, wenn sie es wirklich
nicht wäre, jede mir bekannte Fumea und Psyche überhaupt
eine abgerundete Vorderflügelspitze besitzt. Ich finde nur, dass
die griechischen Exemplare etwas dichter beschuppt, also dunk-
ler schwarz sind, als die mir vorliegenden deutschen, französi-
schen, schweizerischen und zum Theil ungarischen und casti-
lianischen Stücke. Frische Stücke aus Catalonien sind noch
dunkler, auch etwas kleiner.
213. Ocneria Terebinthi Frr. Nur auf dem Taygetos im
Juni, wo die Art nicht selten zu sein schien. Erber fand sie
auch auf Corfu und Tinos.
214. — Dispar L. In Acarnanien und auf dem Parnass
selten; Schrader sandte auch ein Stück von Euboea ein.
Nur vier dd liegen mir vor, von denen das eine sehr
dunkel, die andern hell sind, und von denen drei mehr oder
minder zeichnungslos auf den Vorderflügeln sind. Das eine,
am 10 Juli auf dem Parnass gefangene ist fast zeich-
nungslos und also auf der ganzen Oberseite eintönig
rauchgrau, sogar die Franzen sind nicht mehr gescheckt.
8
== #16 =
Auf der weissgrauen Unterseite sind auch die Mittelmonde
nicht mehr zu erkennen. Doch aberrirt diese Art bekanntlich
überall sehr, und habe ich ein fast ganz weisses nord-
deutsches ©.
215. Psilura Monacha L. Dr. Krüper behauptet bestimmt
diese Art in Griechenland gefunden zu haben, obwohl er nicht
mehr wusste wo; auch kein Stück davon je einsandte. Da ich
die Art auch in Centralspanien fand, so ist ein Vorkommen
in den Nadelholzwaldungen des Parnass oder Veluchi durchaus
nicht unmöglich.
216. Porthesia Chrysorrhoea L. Nur auf dem Parnass
im Juni und Juli nicht selten. Erber fand sie auch auf Сота
und Tinos. Ich fand im südlichsten Europa (Sardinien und An-
dalusien) nur diese Art; nicht Auriflua, die wohl von Erber
als auf Corfu und Tinos gefangen angegeben wird, die ich aber
nicht aufführe, da gerade bei diesen beiden gemeinen Arten
häufig Verwechslungen vorkommen. So giebt Lederer zwar
beide als von Kindermann bei Amasia und Tokat gefangen an,
sah sie aber nicht in natura, und ist mir daher das Vorkommen
von Auriflua durchaus nicht gewiss.
217. Cnethocampa Pityocampa *) 5. У. Dr. Krüper
sah hievon Raupennester in den Coniferen der Gärten bei Athen,
die unzweifelhaft nur dieser Art angehört haben können; auch
fand Erber sie auf Coriu und Tinos.
218. Bombyx Franconica (5. У.) Borkh. (Догуспа Mill.).
Dass Milliere die schweizerische alpine Form (Francomca Б.У.
Mill.) von der in den übrigen Theilen Europas vorkommenden
(Doryenw Mill.) trennte, ist ganz recht. Dass er aber ohne
jegliche. genaue Untersuchung in den Werken der betreffenden
Autoren die alpine Form für die wahre /ranconica hält und
die andere neu benennt, ist mehr als kühn. Ich halte es für
zweifellos, dass Franconica 5. У., bei Frankfurt gefunden (wo
*) Cneth. Solitaria Frr. fand Krüper nur bei Smyrna als Raupen und
zog sie im October in Athen.
— 117 —
sie jetzt nicht mehr vorkommt), nicht die alpine Form sein kann;
auch Borkhausens genaue Beschreibung, zumal der Raupe,
macht dies zweifellos, so sehr die Raupen beider Formen auch
varüren. Hübners Abbildung kann sehr wohl der alpinen
Form angehören, muss aber zweifelhaft bleiben, ebenso die
Espers, welche ich indessen, wie die von Eingramelle, eher zu
der nicht alpinen Form ziehe. Ich gebe daher dieser letzten
Form unbedenklich den Namen Franconica (S. V.) Bkh. zurück,
und nenne die alpine Form Alpicola. So oft ich auch die
Raupen der Franconica fand, nie fand ich sie auf Dorycnium,
wonach Milliere sie umtaufte. Uebrigens ist ein darwinistisches
Zusammengehören beider Formen sehr möglich.
Dr. Krüper sandte diese Art nur in einem auf dem Par-
nass gefundenem ein, welches mit Exemplaren aus Mecklen-
burg oder Süd-Frankreich ganz übereinstimmt.
219. — Trifolu 5. У. var. Medicaginis Bkh. Nur zwei
griechische Sf, das eine auf dem Parnass am 13 August, das
andere auf Milos am 4 October gefunden, liegen mir vor, die
beide zu der lichten Form von Тю, der var. Medicaginis
zu rechnen sind. Das Stück von Milos erinnert sehr stark an
die sicilianische Cocles. Alle diese Trifolii-Varietäten, aus denen
vielfach Arten gemacht wurden, verbinden sich aber durch
viele Uebergänge, von denen es dann eben nicht genau zu
sagen ist, welcher benannten Form sie angehören. Auch Erber
fand die Art auf Corfu, Syra und Tinos.
220. Lasiocampa Рии L. Dr. Krüper fand diese Art
mit Sicherheit auf dem Taygetos, sandte aber kein Stück da-
von ein.
221. — Otus Drury. Auf den Cycladen und auch in der
Attica von Krüper gefunden; bei Smyrna war die Art sehr häufig.
222. Saturnia Pyri S.V. Fast überall nicht selten, auch
bei Smyrna. Erber fand die Art gleichfalls überall.
223. — Spini S. У. Bei Missolunghi in Acarnanien fand
Krüper ein Exemplar.
— 118 —.
224. — Разота L. Nur von Erber auf Corfu und
Tinos beobachtet. Auch Sat. Caecigena dürfte im nördlichen
Griechenland vorkommen.
225. Platypteryx Binaria Hufn. у. Uncinula Bkh. Dr.
Krüper sandte ein am 16 April in der Attica gefundenes und
ein am 20 Juli auf dem Parnass gefangenes « dieser Art ein.
Sie gehören der südlichen lichten Form an, die Borkhausen
als Uneinula beschreibt. Dr. Krüper gab mir auch früher
Pl. Sicula S. У. als in Griechenland gefangen an, doch ver-
muthe ich, dass dies auf einem Irrthum beruht.
226. — Lacertinaria Г. Wurde von Erber auf Corfu
gefangen; nach Rogenhofers Angaben.
227. Cilix Spinula В. У. In der Attica und auf dem
Parnass gefunden; die Art bleibt sich überall in Europa gleich,
wenn sie auch unter sich etwas aberrirt; namentlich scheinen
die Stücke der Frühjahrsgeneration dunkler als die der Sommer-
generation zu sein.
228. Harpyia Pifida Hb. Von Erber auf Сота beob-
achtet.
229. — Vinula Г. Von Krüper auf Corfu und bei
Smyrna gefunden; nur von der letzteren Lokalität sandte er
ein von deutschen Stücken nicht verschiedenes < ein.
230. Hybocampa Milhausert Esp. Von Erber auf Corfu
gefunden; ich fand diese Art selbst im südlichsten Andalusien.
231. Notodonta Dodonaea S. V. Nach Rogenhofer
fand Erber diese Art auf Corfu und Tinos.
232. Drynobia Veltaris Rottemb. Von Erber auf Corfu
gefunden.
233. Pygaera Bucephaloides О. Ebenfalls nur von Erber
auf Сота und Tinos gefunden.
234. Thyatira Бай; Г. Auch nur von Erber auf Сота
beobachtet.
235. Asphalia Aujficolis S. У. Von Erber auf Tinos
gefunden.
— 119 —
236. Arsilonche Venosa Bkh. Ebenfalls nur von Erber
auf Corfu gefunden.
237. Acronycta Aceris L. Es liegen drei Stück aus der
Attica, im Mai, Juni und Juli von Krüper gefunden, vor, die
alle zeichnungsloser und lichter als die deutschen Exemplare sind.
238. — Psi L. Dr. Krüper gab mir diese Art als in
der Attica gefunden an.
239. — Euphorbiae В. У. Nach Rogenhofer von Erber
auf Tinos gefunden.
240. — Rumicis *) Г. Von Dr. Krüper ziemlich überall
gefunden; die Stücke aberriren unter sich wie die anderer
Gegenden.
241. Bryophila Contristans LA. Dr. Krüper sandte hievon
nur ein schlechtes Stück in den ersten Jahren ein, ohne sich
auf den Fundort später besinnen zu können. Da er aber da-
mals noch nicht in Smyrna gewesen war, so ist das Stück
sicher griechisch.
242. — Kavula Hb. Zwei am 19 Juni und 20 September
in der Attica gefundene Weiber liegen vor. Das erste Stück
ist fast ganz dunkel, das zweite aber, an der Basis und dem
Aussenrande der Vorderflügel grünlich, bildet einen direkten
Uebergang zu Ereptricula Tr., die sicher nur eine Lokalform
von Ravula ist.
243. — Algae Е. ab. Mendacula Hb. Nur ein Stück
dieser äusserst aberrirenden Art, am 22 Juli auf Naxos ge-
fangen, liegt mir vor; es gehört der ab. Mendacula Hb. an.
244. — Glandifera S. У. In Acarnanien und auf Naxos
gefunden; nur von letzterer Lokalität liegt em am 19 Juli
gefangenes Stück vor, welches etwas blasser als die deutschen
Stücke ist.
245. Agrotis Janthina 5. У. Von Dr. Krüper auf dem
Parnass im Juli bis Anfang August gefangen; auch auf Naxos
*) Bei Smyrna fand Dr. Krüper im Mai mehrere Exemplare der Acronycta
Örventalıs L d.
— 120 —
und Corfu (Erber). Die griechischen Stücke, sowie ein am
15ten April bei Smyrna gefangenes stimmen mit denen anderer
Länder ganz überein.
246. — Linogrisea S. У. Das einzigste ganz frische, am
16 Juli auf dem Parnass gefundene & hat auf den Vorder-
flügeln eine eintönige graue Färbung ohne das Weiss, weiches
bei deutschen Stücken stets vorhanden ist. Ebenso eintönig,
ohne Weiss, ist ein am 12 Mai bei Malaga gefundenes Stück.
247. — Pronuba L et ab. Innuba Tr. Diese Art fand
Dr. Krüper fast überall; die wenigen vorliegenden Stücke
aberriren vom dunkelsten Braun bis zum lichten Gelbgrau;
die meisten Stücke gehören zur ab. /nnuba mit gleichfarbigem
Prothorax und Vorderflügeln.
248. — Comes *) Hb. Ende Juni auf Naxos nicht selten,
gewiss auch auf dem Festlande; Erber fand sie auf Corfu.
Die Stücke von Naxos sind gross und meist sehr bunt auf den
Vorderfügeln gezeichnet, aber alle mit lichterem Grundton,
nicht rothbraun. Uebrigens aberrirt diese Art so, dass es fast
unthunlich ist, die so äusserst in einander übergehenden Aber-
rationen noch ferner mit eigenen Namen belegen zu wollen.
Ein verkrüppeltes griechisches < zeigt ganz blasses Gelb auf
den Hinterflügeln, und auf den fast einfarbigen grüngrauen
Vorderflügeln treten beide Makeln, vollkommen dunkel ausge-
füllt (schwarz), auf.
249. — Elegans Ev. Hievon sandte Dr. Krüper nur
ein auf dem Veluchi gefangenes Stück ein, das etwas grösser
als die Exemplare aus den französischen Alpen ist, etwa so
wie zwei von mir in der Sierra Nevada gefundene 44.
250. — Leucogaster Frr. (an Plecta L.?). Dr. Krüper
zog aus einer auf Cephalonia gefundenen Puppe eine Eule, die in
Athen blieb, und die er mit Sicherheit hieher ziehen zu können
*) Krüper giebt noch Agr. Rhomboidea Esp. als in Griechenland gefunden
an, was mir aber sehr zweifelhaft ist, zumal er auch nicht darüber ganz
sicher ist.
— 121 —
glaubt. Da die Art auch auf Sicilien gefunden wurde, so ist
ihr Vorkommen in Griechenland nicht unmöglich.
251. — Forcipula S. V. Dr. Krüper sandte nur ein
grosses sehr verflogenes 2 dieser Art, ohne nähere Angabe des
Fundorts, ein.
252. — Cycladum n.sp. Tb. I, fig. 9. Zuteo-cinerea, alarum
anteriorum costa maculata strigisque tribus quatuorve undulatis
mgricantibus, maculis ordinarus duabus nigro-cinctis; alis poste-
sioribus cinerascentibus. & Mag. al. exp. 32—33 mm.
Zwei von Dr. Krüper Mitte Juli auf Naxos gefundene 44
sind mit keiner mir bekannten Art zu vereinigen. Die Art steht
am Nächsten bei Cos Hb., von der sie möglicherweise eine
Lokalvarietät sein könnte; sonst erinnert sie auch etwas an
Latens Hb. Beide Stücke sind zunächst etwas kleiner als Cos
und Zatens, was nichts sagen will, haben aber еше eigen-
thümliche gelbgraue Färbung, fast mit einem Stich ins Röth-
liche, der sich bei Zatens nie, bei Cos nur annähernd bei einem
von mir im Dep. Ardèche gefundenen © vorfindet. Auf den
Vorderflügeln zeigen sich die gewöhnlichen sehr verloschenen
schwarzen Querlinien, von denen die beiden mittleren, die
Nierenmakel umschliessend, am deutlichsten auftreten; die äus-
sere ist bei dem einen Stück doppelt. Diese Linie zeigt aber
nicht, wie fast stets bei Zatens, nach aussen stehende Zacken,
sondern ist nur schwach gewellt. Bei Cos fehlt sie häufig,
scheint aber, wenn vorhanden, auch mehr zackenartig zu sein.
Der schmale Vorderrand ist bei Cycladum vorherrschend schwarz
nach aussen hin, mit den weissen Pünktchen, die wohl Cos
aber nicht Zatens zeigt. Der schwarze Schatten vor dem
Aussenrand ist gleichfalls angedeutet; die Limbalpunkte fehlen
ganz (auch bei Cos zuweilen).
Die Hinterflügel sind bei dem einen Stück ganz grau ange-
flogen, bei dem andern bleibt der Basaltheil etwas lichter. Auf
der Unterseite sind sie vorherrschend weisslich; auch die
— 122 —
Vorderflügel sind hier sehr glänzend licht mit dunklerer Mittel-
zelle und dahinter dunkel angeflogenen Rippen.
Die Bedornung der Beine, so wie die Bildung der Fühler
scheint derjenigen von Cos ganz ähnlich zu sein; bei letzterer
sind die Fühler vielleicht, selbst im Verhältniss zur grösseren
Statur, etwas stärker, mit tieferen Kammzähnen. Nur eine
grössere Zahl von Stücken kann später entscheiden, ob diese
Stücke von Naxos zu der allerdings recht variablen Cos ge-
rechnet werden müssen.
253. — Exclamationis Г. Dr. Krüper sandte nur ein
am 6 Juni auf dem Parnass gefundenes 4 ein.
254. — Obehsca S. У. Ein am 20 Juni auf dem Parnass
gefundenes $ gehört der gewöhnlichen dunkleren Form an.
255. — Saucia Hb. In der Attica, auf dem Parnass und
Naxos im Juni, bei Missolunghi im November gefangen. Die
Stücke aberriren sehr und kommt auch die
— ab. Margaritosa Hw. vor. Die bei Missolunghi gefan-
genen Herbstexemplare sind etwas kleiner.
256. — Nigricans Г. Krüper sandte mehrere typische
Stücke ohne nähere Angabe des Fundorts ein.
257. — Ypsilon На. Nur ein am 16 September auf
der Insel Melos (Milos) gefangenes verflogenes Stück eingesandt.
258. — Clans Rottemb. (Segetum 8. V.). Nur ein am
25 Juni auf Naxos gefundenes Z von heller Färbung liegt vor;
ein anderes noch helleres Stück wurde bei Smyrna am 20 April
gefunden.
259. — Corticea 5. У. Ein dunkles © ohne Angabe des
Fundorts; von Erber auch auf Corfu gefunden.
260 *). — Crassa Hb. Ein grosses 2 ohne nähere An-
*) In Marseille sah ich vor einigen Jahren bei meinem alten Freund Dardoin
frische Brithys Encaustus Hb., die derselbe durch einen Bekannten aus Corfu
erhalten haben wollte. Leider sind die Franzosen zu schlechte Geographen, um
auf ihre Aussagen etwas geben zu können, wovon man sich in ihren Werken
vielfach überzeugen kann. Doch ist das Vorkommen der Br. Encaustus (die ich
für helle Pancratii var. halte) auf Corfu durchaus nicht unmöglich.
— 123 —
gabe des Fundorts; es ist etwas heller als ungarische oder
schweizerische Crassa, wesshalb es wahrscheinlich zu der be-
sonders nur im männlichen Geschlecht lichteren var. Zata Tr.
gezogen werden muss.
261. — Mamestra Геисорйаеа S. У. Ein ganz abgeflo-
genes © vom Veluchi kann nur dieser Art angehören.
262. — Dentina S. V. Nach Rogenhofer von Erber
auf Corfu gefunden.
263. — Sodae Rbr. Zwei kleine Exemplare, Anfangs Juni
auf Naxos gefunden. Merkwürdig ist, dass die sonst in Mittel-
und Süd-Europa so gemeine M. Chenopodii 5. У. bisher in
Griechenland nicht gefunden wurde.
264. — Dysodea 5. У. var. innocens. (Tab. I, fig. 10.)
Zwei Ende Juli von Dr. Krüper in der Attica gefundene
Stücke variiren der Art von denen aller andern mir bekannten
Lokalitäten, dass sie wohl einen eigenen Namen verdienen.
Sie sind ganz licht, von weisslichem Grundton, die Hinterflügel
fast weiss mit mattschwärzlicher Aussenbinde. Auch der Leib
und die Unterseite sind ganz hell, fast weiss.
265. — Serena 8. У. var. Caduca HS. Nachdem ich die
aus Creta stammenden Originale von Caduca HS. in der
Pesther Sammlung des ungarischen Nationalmuseums (frühere
Frivaldzky’sche Sammlung) genau verglichen habe, ist es
mir zweifelhaft, dass Caduca als Varietät zu Serena gezogen
werden muss. Ich erzog genau solche Caduca im südlichsten
Andalusien, später fand ich sie auch in Castilien und im Ar-
deche-Departement, und versandte sie als meine var. Obscura,
Catalog. pag. 40. Auch Serena hat zuweilen schwach gelb-
liche Einmischung am Aussenrande hin, freilich viel matter
als bei Dysodea. Krüper fand die Art nicht.
266 *). Dianthoecia Zuteago S. У. Nur ein grosses gut
erhaltenes 4 wurde von Dr. Krüper am 20 April in der
=) Krüper sandte eine bei Smyrna gefangene Æpisema Scoriacea Esp. ein,
die höchst wahrscheinlich auch in Griechenland vorkommen wird.
— 124 —
Attica gefunden. Die Färbung dieses Stückes ist blass und
dunkler als die Exemplare dieser Art aus Ungarn, Frankreich
und Süd-Russland.
267. Aporophyla М та Hw. Bei Missolunghi im Spät-
herbst ein Stück gefangen.
268. — Australis В. et var. Ich verweise hier auf das
von mir, Stett. ent. Zeit. 1869, pag. 90 et 91, Gesagte, wo-
nach die auf Creta gefundenen Ingenua Frr. et Seriptura Frr.
sicher hieher gehören. Das einzigste von Dr. Krüper am
20 November bei Athen gefangene © hat helle graue Vorder-
flügel mit wenig Zeichnung und einen dunkleren Aussenrand,
in dem die Randstriche kaum merklich auftreten.
269. Polia ÆRufocincta Hb. var. Mucida Gn. Ein am
21 Januar bei Athen gefundenes 2 ist äusserst dunkel, fast
ohne Spur von Gelb, wesshalb es zu der var. Миса Gn.
gezogen werden muss, die eben als charakteristisches Merkmal
den Mangel an gelber Zeichnung hat. Erber fand die Art
auch auf Corfu.
270. — Serpentina Tr. Aus einer auf Corfu von Erber
gefundenen unbeachteten Raupe im Herbst in Wien gezogen,
Von Frivaldszky auch auf Creta gefunden.
271°). — Canescens В. Ein am 5 November in der
Attica gefangenes ziemlich schlechtes < gehört sicher hieher,
*) Ueber zwei Mitte Mai von Dr. Krüper bei Smyrna gefangene ФФ
einer mir unbekannten anscheinenden Dianthoecia, die ich Herrn Lederer zur
Ansicht einsandte, schreibt mir derselbe: «Den unbehaarten, aber bewimperten
Augen zufolge Polia, aber nicht meine Jonis». Diese Art, welche ich Polia
Pygmaea Tab. I, fig. 11, nennen will, da sie die kleinste aller Polien ist, misst
28 mm. und ähnelt am Meisten der Dianth. Tephroleuca B. Thorax und Vorder-
flügel sind grünlich grau, mit Schwarz stark untermischt. Man erkennt auf den
letzteren zwei hellere (gelbliche) Querlinien, welche die hellbleibenden schwarz
umrandeten Makeln einschliessen. Die erste dieser beiden Querlinien, nach aussen
schwarz eingefasst, macht in der Mitte einen scharfen Zacken nach der nahen
Basis zu; die andere, nach innen schwarzumsäumte helle Querlinie macht hinter
der Nierenmakel eine starke spitze Ausbiegung nach aussen und verläuft dann,
schwach gezackt nach dem Innenrand, wo bei dem einen Stück die schwarze
Umrandung eine Art X bildet. Vor den grau und weiss gemischten Franzen
— 125 —
obwohl es von den südwesteuropäischen Stücken durch mat-
tere, eintönigere Zeichnung etwas abweicht.
Ein anderes, auf der Insel Melos am 25 October gut er-
haltenes < ziehe ich mit grossem Zweifel hieher; fast steht
es der var. Nivescens von Nigrocincta eben so nahe. Diese,
welche sich durch sehr weissliche Färbung und fast ganz feh-
lendes Gelb oder Roth in den Flügeln auszeichnet, hat doch
noch immer eine Spur davon. Das Stück von Melos ist aber
ohne alle gelbliche Beimischung, hat dagegen ein verdunkeltes
Mittelfeld der Vorderflügel, wie ich es bei Canescens nicht
kenne, und ein sonst eintöniges Aussenfeld. Die Punktreihe
vor den Franzen fehlt gänzlich; diese selbst sind an der Ba-
sis gelblich, dann dunkler und an der Spitze grau. Doch va-
riirt Canescens zu sehr (Pumicosa Hb., Asphodeli Rbr.), um
hier nach einem Stück eine neue Art aufstellen zu können.
272. Dryobota Occlusa Hb. Im Spätherbst (1868)
zwei с dieser Art bei Missolunghi gefangen. Die Vorderflügel
sind etwas eintöniger braun, als bei den südwesteuropäischen
Stücken, dieser Art; der Nierenfleck, hier gelb, tritt wenig
hervor.
273. Miselia Oxyacanthae Li. Gleichfalls im Spätherbst,
Ende November, bei Missolunghi (auf Aepfeln) gefangen in
Stücken die den deutschen ganz gleich kommen.
274. Hadena Solieri В. Nur ein Stück aus Acarnanien,
das von den südwesteuropäischen nicht verschieden ist.
275 *). — Нерайса Cl. Nach Rogenhofer von Erber
auf Corfu gefunden.
276. — Oculea Е. ab Leucostigma Esp. Nur ein am 8
verläuft eine schwarze, aus zusammenhängenden Halbmonden gebildete Limbal-
linie. Die Hinterflügel sind grauschwarz ; die Franzen hier an der Basis fein, an
den Spitzen breit weisslich. Die Unterseite zeigt sehr undeutlich eine dunklere
Mittellinie und Spur von Mittelfleck. Die Fühler sind gelbroth; die Tarsen-
glieder schwarz und grau geringelt.
+) Had. Polyodon L. fing Krüper am 1 Mai in einem & bei Smyrna, mit
deutschen Stücken übereinstimmend.
— 126 —
Juli auf Naxos gefundenes & sandte Dr. Krüper ein, welches
der ab, Zeucostigma Esp. mit ganz dunklen Vorderflügeln und
einer weissen Nierenmakel darauf angehört.
277. Chloantha Hyperici S. V. In der Attica, auf dem
Parnass und auf Naxos von Mai bis Juli gefunden.
278. — Radiosa Esp. Ein schlechtes Stück ohne nähere
Angabe des Fundorts sandte Dr. Krüper ein.
279. Eriopus Zatreillei Dup. Gleichfalls früher in einem
ganz schlechten Stück eingesandt. Von Erber soll auch .Erio-
pus Pteridis F. auf Tinos gefunden sein; ich gestehe aber,
dass mir dies sehr unwahrscheinlich ist, und ich fast eine Ver-
wechslung vermuthe; da sie Erber aber sicher bei Budua im
südlichen Dalmatien fand, so wäre auch ihr Vorkommen in
Griechenland nicht unmöglich.
280. Polyphaenis Sericata Lang. Dr. Krüper versicherte
mir, diese Art in einem Stück auf dem Veluchi gefangen zu
haben; er brachte davon nur ein am 3 Juni bei Smyrna ge-
fangenes 4 mit, das auf den Vorderflügeln gelbbraune statt
grünliche Färbung zeigt.
281. Prodenia Аейпа Frr. Diese Art wurde von Herrn
von Frivaldszky auf Creta entdeckt, wo die Raupen in den
Gärten bei Canea auf den Paradiesäpfeln (Solanum) lebten.
Auch von den Canarischen Inseln, deren Fauna durchaus euro-
päisch ist, erhielt ich diese Art. |
282. Brotolomia Meticulosa L. Wohl überall in Grie-
chenland nicht selten, wie im ganzen südlichen Europa.
283. Mania Maura L. In der Attica und auf Naxos
Anfang Juni in einigen gewöhnlichen Stücken gefunden.
284 *). Tapinostola Вопай Dbld. Zwei von Dr. Krü-
per auf dem Parnass am 17 Juni und 4 Juli 1866 gefangene
Stücke kommen fast durchaus mit den englischen überein. Nur
*) Tapinostola Musculosa Hb. wurde von Dr. Krüper in -zwei Stücken
Ende April bei Smyrna gefangen; ihr Vorkommen in Griechenland ist kaum
zweifelhaft.
— 127 —
ihre Hinterflügel sind äusserst wenig dunkel angeflogen, also
fast weiss; auch die Vorderflügel sind weisslicher; da jedoch
beide Exemplare nicht ganz rein sind, so kann dies auch vom
Abfliegen herrühren.
Nichts hätte mich mehr überraschen können, als das Vor-
kommen dieser bisher ausschliesslich im südlichen England (Fol-
kestone) gefundenen Art in Griechenland, auf der Nordseite
des Parnass beim Dorfe Agoriani! Fast scheint es nothwendig,
dass die Art noch in den zwischenliegenden Ländern gefun-
den werden muss; was aber sind die Bedingungen, welche diese
Art an der nebligen Südküste Englands und unter dem hei-
teren Himmel Griechenlands zugleich existiren lassen! Jeden-
falls wissen wir von der geographischen Verbreitung der
Schmetterlinge noch recht wenig, viel weniger oder nichts aber
von den Ursachen derselben bei den einzelnen Arten.
285. Sesamia Стейса Ld. Auch eine Entdeckung des
Herrn von Frivaldszky auf Creta; sie wurde in den lezten
Jahren auch auf Corsica gefunden und von Mabille als
Cyrnaea beschrieben. Die fadenförmigen (sehr fein gezähnelten)
Fühler des & unterscheiden diese Art durchaus von der Ses.
Nonagrioides Lef. (Hesperica Rbr.), für die sie zuerst ge-
halten wurde. Auch die Raupe ist verschieden, bedeutend
kürzer und weisslich, während die der Nonagrioides viel länger
ist und einen violetten Auflug hat. Ob die Raupe in Creta
auch, wie auf Corsica, im Mais lebt, weiss ich nicht zu sagen.
Die Raupen der Ses. Nonagrioides fanden wir in Andalusien
im gewöhnlichen Rohr, im Mais, sogar im Waizen; in Algerien
soll sie zuweilen eine Plage des Zuckerrohrs sein.
286. Leucania Vitellina Hb. Auf Naxos im Mai und
auf dem Parnass Ende April in einigen gewöhnlichen Stücken.
Die Sommergeneration ist kleiner und ganz blassgelb.
286 а. — Herrichii HS. Das einzigste Stück in der frü-
heren Sammlung des Dr. E. v. Frivaldszky wurde nach
Versicherung des Finders, Herrn Janés von Frivaldszky sicher
auf Creta gefunden. Es scheint eine gute Art zu sein.
987. — Loreyi Dup. (Caricis Tr.) Von Frivaldszky auf
Greta, von Erber auf Corfu gefunden. Dass Caricis Tr. unzwei-
felhaft gleich Zoreyi Dup. ist, habe ich in der Stett. ent.
Zeit. 1869, pag. 88, nachgewiesen. Dr. Krüper; der auch
Obsoleta als in Griechenland gefunden angiebt, hat wahrschein-
lich Loreyi dafür angesehn.
988. — L-album L. Erber fand diese Art auf Corfu; Dr.
Krüper auch in Griechenland so wie bei Smyrna.
289. Caradrina Zrigua Hb. Nur ein am 6 Juni in der
Attica gefundenes ganz frisches < liegt mir vor, bei dem die
Ausfüllung der beiden Makeln auf den Vorderflügeln kaum
gelblich genannt werden kann. Erber fand die Art auch auf
Corfu.
290. — Cubicularis S. У. Dr. Krüper sandte nur drei
sichere Exemplare dieser so gemeinen Art ein, von denen das
eine am 10 Juni auf dem Parnass gefangen wurde. Die Art
varürt und aberrirt sehr, so dass ich ein aberrirendes, leider
sehr schlecht gehaltenes Stück, am 1 August auf Naxos ge-
funden, hieher ziehe. Dies Stück scheint auf den Vorderflügeln
einfarbig aschgrau zu sein, nur der ziemlich breite Aussenrand
ist dunkel; es ähnelt somit der Congesta Ld. aus dem Altai,
deren Artrechte mir sehr zweifelhaft sind.
291. — Noctivaga Bellier (Infusca Constant), Selini
В. var? Nur ein frisches © am 31 März 1866 auf dem Par-
nass gefunden, welches mit französischen, central- und südspa-
nischen Exemplaren genau übereinstimmt. Die Originale zu
Noctivaga Bellier aus Catalonien sind etwas dunkler, als die
zur Infusca Const., jedoch viel zu wenig, als dass deshalb
beide Namen bleiben könnten. Ich habe ein reiches Material
dieser immer seltenen Art unter Händen gehabt , auch aus
Süd-Russland, und glaube ziemlich gewiss, dass Noctivaga nur
— 129 —
eine südliche Lokaltorm der Selini (von Wallis, Schlesien, Ber-
lin, Stettin (Milleri), etc.) ist.
Die Sareptaner Stücke, welche entschieden mehr zu der
norddeutschen Selini gehören, verbinden beide Formen ziemlich
gut, da sie weisse Punkte um die Nierenmakel, wie Noctivaga,
aber eine bräunliche verloschene Binde vor dem Aussenrande,
wie Selini, haben.
292. — Pulmonaris Esp. Nur ein grosses Q am 10 Juni
1865 auf dem Parnass gefangen.
293. — Kespersa 5. У. Hievon sandte Dr. Krüper in
den ersten Jahren seines Aufenthaltes in Griechenland ein 9
ohne Angabe des Fundorts ein.
294. — Ambigua F. Nach Rogenhofer von Erber auf
Tinos gefunden.
295. Amphipyra Styx HS. Nur einige Stücke dieser
sehr seltenen Art wurden erbeutet; das erste in Acarnanien;
die drei andern wahrscheinlich auf dem Parnass.
296. — Tetra F. Dr. Krüper fand hievon nur ein sehr
grosses © am 8 Juli; wie ich glaube auf dem Veluchi.
397. — Livida S. У. Nur ein ziemlich verflogenes © im
Spätherbst 1868 bei Missolunghi gefunden.
298. — Pyramidea L. Dr. Krüper sandte hievon ein
schlechtes Stück ohne Angabe des Fundortes ein.
299. — Efusa B. var. Sciaphila Stgr. Tb. I, fig. 12.
Dr. Krüper fand diese Art nicht gar selten in Höhlen auf
dem Parnass im Juli und August. Die Stücke erschienen mir
anfänglich als eigene Art, sind aber sicher nur Zfusa-Varietäten,
die wohl einen eigenen Namen verdienen. Sie sind durchweg
etwas lichter (hell zimmetfarben) und eintöniger gezeichnet als
die südfranzösischen Efusa. Ein ganz frisches Stück ist auf
den Vorderfiügeln nur sehr gering mit braunen Flecken ge-
zeichnet; eigentliches Schwarz wie bei Æfusa fehlt ganz. Auch
der Thorax, bei Efusa stark dunkel und hell gemischt, ist
bei den meisten griechischen Stücken einfarbig hell.
== 80: —
300 *). Taeniocampa Cruda S. У. Dr. Кгарег zog im
Spätherbst ein grosses, röthliches < dieser Art aus einer bei
Missolunghi gefundenen Puppe.
301. — 665 5. У. Gleichfalls nur ein ganz frisches
& im Spätherbst bei Missolunghi gefunden.
302. Dicycla Oo Г. Von Erber auf Буга gefunden.
303. Orthosia Pistacina 5. У. Erst im vorigen Jahre
(1868) von Ende November bis Ende December bei Misso-
lunghi von Dr. Krüper gefunden. Die eingesandten 34 Stücke
aberriren ausserordentlich, sind aber meist alle stark gezeichnet,
ganz eintönig ist nur eins. Andere haben sehr viel Schwarz
und ein Stück ist fast blau zu nennen; ein solches brachte
auch Erber von Corfu mit. Die als
— ab. Lychnidis Е. bekannte rothe Aberration ist gleichfalls
in sieben, mehr oder minder scharf ausgeprägten Stücken vor-
handen.
304. Calocampa Vetusta Hb. Nach Rogenhofer von
Erber auf Corfu gefunden.
305. — Æxoleta L. Nur ein verkrüppeltes Exemplar ohne
Angabe des Fundorts eingesandt.
306 **). Cleophana Antirrkini Hb. Dr. Krüper sandte
hievon in der ersten Zeit ein schlechtes Stück ein.
307. — Dejeanü Dup. Ein am 12 Mai auf Naxos gefan-
genes frisches 9 weicht von den südwesteuropäischen Stücken
kaum ab.
308. Cucullia Blattariae Esp. Die Raupen hievon fand
Dr. Krüper auf dem Parnass nicht selten; die Schmetterlinge
fielen ihm Ende März, April in Athen aus.
309. — Umbratica L. Ein äusserst abgeflogenes ©, welches
Krüper am 5 Mai auf Naxos fand, möchte ich ziemlich sicher
*) Taeniocampa Miniosa S. У. wurde von Krüper in einem frischen $
am 8 Mai bei Smyrna gefunden.
*+) Erber fand auf Rhodus ein Exemplar der sehr seltenen Calophasia Ana-
tolica Ld. (Serrata Frr.).
— 131 —
hieher ziehen; um so mehr als auch Erber die Art auf Corfu
und Tinos fand.
310. Eurhipia Adulatrix В. Dr. Krüper fand hievon
ein © am 29 Mai und ein 4 am 10 Juli in der Attica, fer-
ner ein ganz schlechtes Stück am 25 Mai auf Naxos.
311. Plusia Illustris Е. Von Erber auf Corfu gefunden.
312. — Circumscripta Frr. Von Frivaldszky bei Canca
auf Creta gefunden, wo die Raupe auf Mentha-Arten lebte,
313. — Accentifera Lef. Genau wie bei der vorigen Art.
314. — Chalcites Esp. Dr. Krüper sandte hievon nur
ein ganz schlechtes, am 5 Juni auf Naxos gefundenes © ein.
315. — Gamma L. Ueberall, besonders in der Attica häu-
fig; auch bei Smyrna.
316. — № Hb. In Acarnanien und wohl auch in der
Attica selten. Von Erber auf Corfu und Tinos gefunden.
317. Heliaca Tenebrata Scop. Einige auf dem Parnass
gefundene Stücke, das eine am 18 April, weichen von deut-
schen wenig ab. Dahingegen sandte Dr. Krüper früher ein
Stück ohne Angabe des Fundorts ein, welches unzweilhaft zur
— var. Jocosa Z. gezogen werden muss, da das Gelb auf
den Hinterflügeln orange ist und vor dem Schwarz vorherrscht.
Dies, so wie die unmerklich andere Färbung der Vorderflügel
(röthlichbraun statt gelblichbraun) und die noch relativere, etwas
weniger spitze Flügelform sind die Hauptunterscheidungsmerk-
male, die Zeller bei Jocosa (von der er nur ein С auf Sici-
lien fing) aufstellte, und hält er es selbst schon vor der Be-
schreibung für sehr wahrscheinlich, dass sein Stück nur eine
lokale Heliaca Tenebrata sei.
318. Heliodes Theophila Stgr. Tb. U, fig. 1. Diese
von mir in der Stett. ent. Zeitung, 1866, pag. 56, beschrie-
bene Art fing Krüper in grosser Anzahl vom 20 Mai bis Mitte
Juni auf der Nordseite des Parnass (Agoriani). Millieres Ab-
bildung, Icones 71, fig. 7, ist verfehit; grade eins der charak-
teristischsten Kennzeichen dieser Art, die weissen Franzen, nur
9
— 132 —
vor dem Innenwinkel durch einen breiten schwarzen Fleck un-
terbrochen, sind durchweg dunkel angegeben, ebenso wie auf
dem Bilde auch die weissen Franzen der Hinterflügel dunkel
sind. Da ich über hundert dieser reizenden, fast gar nicht aber-
rirenden Art, mit der ebenfalls sehr konstanten ungarischen
Rupicola vergleichen konnte, und auch niemals eine Annäherung
von Uebergangsform sah, so meine ich, dass wir es hier mit
zwei von einander verschiedenen Arten zu thun haben müssen.
Sonst muss man alle nahe verwandten Arten einer Gattung als
darwinistische Formen einer Art betrachten. Herr Lederer er-
wähnt Ann. Soc. Belg. 1865, p. 65, eine auf dem Bosz-dagh
gefangene Zupicola, die einen Uebergang zu meiner Theophila
bilden soll; doch weiss ich nicht recht, worin der Uebergang
besteht. Auf alle Fälle muss der ausgezeichneten griechischen
Form ein eigener Name bleiben.
319. Heliothis Dipsacea L. Von Erber auf Corfu ge-
funden.
320. — Scutosa 5. У. Gleichfalls nur von Erber auf Corfu
gefunden.
321. — Peltigera 5. У. Von Mitte April bis Mitte Juni
in der Attica, auf dem Parnass und wohl überall; Erber fand
sie auf Corfu, Syra und Tinos.
Dr. Krüper giebt auch Hel. Armigera Hb. als in Griechen-
land gefunden an, sandte mir aber kein Stück hievon ein, und
lasse ich daher diese Art, als möglicherweise auf einem Irrthum
beruhend, lieber fort, obwohl an ihrem Vorkommen in Griechen-
land kaum zu zweifeln ist.
322. Chariclea Tretschka Friv. (Taurica HS.). Von
dieser prächtigen Art, die nicht zu verwechseln ist, fand Dr.
Krüper je ein Stück am Veluchi und bei Athen, die aber
dort blieben. Haberhauer erzog sie in Bulgarien sowie im
Caucasus, Kaden hatte sie von der Umgegend Constantinopel’s
und Frivaldszky aus Thessalien.
as,
323. Acontia Zucida Ни. Wohl überall von Mitte
April bis Ende Juni sehr häufig, auch auf allen Inseln. Die
Exemplare vom Parnass sind zuweilen dunkler als unsere deut-
schen, die auch ziemlich aberriren; ebenso sind die Frühlings-
exemplare in der Attica noch richtige Zucida. Die Sommer-
generation hier wie auf den Inseln besteht meist aus der
— var. Albicolks F., die aber in allen Abstufungen zu Zu-
cida vorkommt und daher ebensogut als Aberration betrachtet
werden kann. Auch in Deutschland kommt diese Form vor.
Von der sehr auffallenden
— ab. Insolatrix Hb., wo auch die dunkle Mittelbinde
fast völlig in Weiss übergeht, sandte Krüper nur ein vollstän-
dig charakteristisches Stück ein. -
324. — Luctuosa 8.V. Diese Art sandte Krüper nur in we-
nigen Stücken, Ende Juni, Anfang Juli auf dem Parnass ge-
fangen, ein. Auch fand er sie bei Smyrna.
325. — Moldavicola HS. In den ersten Jahren fand Dr.
Krüper nur wenige Stücke dieser, damals sehr seltenen Art
in Acarnanien und auf dem Parnass, wo er sie später (1865
u. 1866), namentlich bei Agoriani, von Mitte April bis Ende
Juni in grosser Zahl fing. Inzwischen hatte auch Erber sie т
grösserer Anzahl auf Corfu gefunden.
326. Thalpochares Arcuinna Hb. var. JIngrata Mb.
Ein am 12 Mai auf Naxos gefundenes © kann ich nur zur
hellen Varietät Ingrata von Arcuinna rechnen, die ich sonst
nur aus Sarepta vor mir habe. Das 2 ist ziemlich gross (39 mm.),
auf den Vorderflügeln lichtgrau, und namentlich ist dort die
Mittelbinde sehr gebogen und zeigt drei Wellenbiegungen, was
bei Suava nie der Fall ist.
327. — Suava Hb. Ein am 4 Juni in der Attica gefan-
genes & ist sehr gross (37 mm.), hat die röthlichbraune Fär-
bung der Vorderflügel und viel Weiss in den schwarzen Hin-
terflügeln. Dann ist noch ein am Veluchi gefangenes, etwas
kleineres © vorhanden. Ob die aus Ungarn kommenden kleine-
*
ren Exemplare mit ganz aschgrauen Vorderflügeln der <<? einer
andern Generation, als die auch dorther stammenden grösseren
braunen angehören, weiss ich nicht bestimmt zu sagen, ver-
muthe es aber.
328. — Velox Hb. Nur zwei Exemplare, von denen das
eine ganz abgeflogene wahrscheinlich aus dem Taygetos stammt,
das andere ziemlich gut erhaltene < am 23 Mai auf Naxos
gefangen wurde. Es ist etwas grösser (21 mm.), als die süd-
französischen Stücke, fast so gross wie die Sicilianer. Die Vor-
derflügel erscheinen eintöniger gelbgrau, was indessen vom Ab-
fliegen herrühren kann. | |
329. — Glarea Tr. Es liegen zwei gros:e dunkle, stark
gezeichnete 22, am 27 April und 15 Mai auf Naxos gefunden,
vor. Diese Art aberrirt ausserordentlich, wesshalb auch verschie-
dene Arten (Cretula Frr., Phlomidis Gn.) daraus gemacht wur-
den, die aber höchstens als Aberrations-Namen beibehalten
werden können. Ich erzog die Art bei Granada in grosser Menge
an einer Phlomis-Art, wo sich die Raupe an den filzigen Blättern
förmliche Gänge spinnt. Die Granadiner wechseln in der
Grösse von 20—27 mm., ich habe einzelne (kleinere) Stücke
mit fast einfärbigen schwefelgelben Vorderflügeln und fast
ganz weissen Hinterflügeln, dahingegen andere mit stark gegit-
terten grüngrauen Vorderflügeln und fast ganz dunklen Hinter-
flügeln. Dazwischen liegen alle Mittelstufen. Ebenso aberriren
die Stücke aus Dalmatien, obwohl die kleineren blasseren (Cretula
Frr.) dort sehr selten vorzukommen scheinen, wenn nicht gar
die Freyerschen Stücke aus Süd-Frankreich sind. Herr Mann
zog, soweit ich weiss, in den letzten Jahren nur grosse dunkle,
stark gegitterte Stücke bei Ragusa; Herr Lederer dagegen
fand kleinere hellere Exemplare bei Magnesia, die den südfran-
zösischen näher kommen. Die Granadiner, die gewiss alle einer
Art angehören, bieten jedenfalls die auffallendsten Aberrationen,
und verbieten jede Arttrennung der einzelnen Formen auf das
Entschiedenste.
330. — Amoena НЪ. Nur von Erber auf Corfu und Tinos
gefunden.
331. — Communmacula 8. У. Die acht vorliegenden
Stücke, Ende Juli, Anfangs August auf dem Parnass gefangen,
weichen von den ungarischen kaum ab; vielleicht sind sie etwas
blasser.
332. — Purpurina 5. У. Anfangs Juni auf dem Parnass,
auch auf dem Veluchi. Die Stücke sind genau wie die ungarischen.
333. — Ostrina Hb. Diese Art varürt nach den verschie-
denen Generationen, deren sie wohl meistens im Süden minde-
stens drei hat, ausserordentlich; auch die Exemplare der ein-
zelnen Generationen unter sich aberriren noch sehr. Die Stücke
der ersten Generation sind die dunkelsten, meist mit breitem
violettrothem Aussenfeld der Vorderflügel. Ich fand sie in Süd-
Andalusien bereits im Februar. Dr. Krüper fing ein solches
Stück am 28 März auf Naxos, am 20 März bei Smyrna. Die
zweite Generation, welche im Juni erscheint, bildet die
— var. Aestivalis Gn. (Carthami HS. pro parte). Sie hat
das Violettroth meist völlig verloren, zeigt aber noch immer
dunklere Zeichnung auf der Mitte und am Aussenrande, mehr
als Grata HS. fig. 559. Hievon liegen aus Griechenland еше
Anzahl von Exemplaren aus der Attica und vom Parnass vor,
meist im Juni gefangen. Im Juli und auch August erscheinen nun
kleinere, fast vollständig eintönig blassgelb gefärbte Stücke, öfters
nur mit ganz kleinem schwarzen Mittelpunkt und einem ebenso
kleinen Punkt an der Vorderspitze. Ob diese Stücke einer dritten
Generation angehören, oder nur Spätlinge der zweiten sind, weiss
ich nicht, sie verdienen als
— var. (ab.?) Carthami HS. unter besonderem Namen auf-
geführt zu werden. Hievon liegen 8 Stücke vor, wohl alle aus
der Attica, das eine dort am 10 Juli gefangen. Erber fand
Ostrina auf Сота und Tinos; ich weiss nicht, in welcher Form.
Ein Stück, das ich Ende August im Ardèche-Département
fing, so wie Stücke, die ich aus Catalonien, als im October ge-
— 136 —
fangen, erhielt, gehören vielleicht einer dritten, oder gar vierten
Herbstgeneration an, und nähern sich schon wieder sehr der
ersten Generation. Die Raupen dieser Art fand ich in den Spitzen
von Diesteltrieben, welche ja fast im Süden das ganze Jahr hin-
durch grün sind und treiben, zumal wenn sie vom Vieh (Esel)
abgefressen werden.
Die Form Porphyrina Frr. sehe ich jetzt als eine konstante
Varietät Süd-Russland’s an, die sich durch starkes, scharf ge-
trenntes bräunliches Mittelband, und ebensolche Randflecken aus-
zeichnet.
334. — Parva Hb. Nur ein blasses Stück sandte Krüper
ein, das er wahrscheinlich in der Attica mit var. Carthami zu-
sammen fing. Von Erber auch auf Corfu und Tinos gefunden.
335. — Dalmatina HS. Mir liegen nur zwei griechische
Stücke dieser Art, Mitte Mai von Krüper auf Naxos gefunden,
vor, die von den Dalmatinern wenig abweichen ; die weisse Mittel-
binde scheint etwas breiter zu sein, so wie die Färbung etwas
weniger grün, mit einem Stich in’s Bräunliche. Wenn mein
Freund Rogenhofer 7%. Paula als von Erber auf Corfu und
Tinos gefunden angiebt, so mag er insofern Recht haben, als
Paula Hb., Elichrysi Rbr., Dalmatina Hb. und Candıdana Е.
mit der var. Minuta Hb. als darwinistische Formen einer und
derselben Art angesehn werden können. Das Vorkommen typischer
Th. Paula in Griechenland beruht auf einem Irrthum.
336. — var. Minuta Hb. (Skafiotika HS.). Diese Form variirt
(nach den Generationen) und aberrirt schon in Frankreich und
Spanien an denselben Lokalitäten ausserordentlich. Das einzigste
sichere Stück, das ich (aus Hopffers Sammlung) aus Creta als
Skafiotika HS. habe, kommt meinen beiden Stücken aus Naxos
so nahe, dass ich es olıne Zweifel zu Dalmatına ziehe. Ich sah
aber in Frivaldszky’s Sammlung Cretenser Exemplare mit so
kräftigem Rostroth wie Minuta aus Spanien, und wie nach
Herrich-Schäffer’s Beschreibung (Abbildung kaum) Skafiotika
37 -—
sein soll. Das Zusammengehören der Minuta (Candidana. Е.) mit
Dalmatina ist mir fast zweifellos.
337. Prothymia Zaccata Scop. Auf dem Parnass im Mai
und Juli; auch bei Smyrna.
338. Agriphila Sulphuralis L. Diese gleichfalls weit ver-
breitete Art wurde von Dr. Krüper in Acarnanien und auf dem
Parnass, von Erber auf Corfu gefunden.
339. Metoponia Agatha Stgr. Krüper fand von dieser
neuen schönen Art nur zwei ganz reine und ein schlechtes Stück
in Acarnanien.
340. — Vespertalis Hb. Ein sehr schönes ©, ohne Angabe
des Fundorts, stimmt mit den Dalmatinern und auch Andalusiern
überein; ein am 4 Juni in der Attica gefangenes & so wie ein
am 5 September auf dem Parnass gefundenes © sind ganz ab-
geflogen. Erber fand die Art auf Corfu, Syra und Tinos. Die
Raupen fand ich vor den Thoren Cadiz’s im Juli auf Delphi-
били. Französische Autoren, welche aus dieser Art zwei machen
wollen, huldigen noch etwas dem Zeitgeist des vorigen Jahr-
hunderts, und müssen entschieden sehr wenig Material dieser
Art zur Hand gehabt haben.
341. Euclidia Glyphica L. Auf dem Parnass Anfangs Juni
gefangen; die Stücke sind wie die deutschen.
342. Zethes Insularis Rbr. Dr. Krüper fand diese Art
in Acarnanien und der Attica, von wo einam 1 Mai gefundenes
frisches Stück vorliegt. Bei Smyrna fand er Z. Insularis häu-
fig. Erber beobachtete sie auf Tinos.
343. Leucanitis Cailino Lef. Auf dem Parnass von Ende
Mai bis Ende Juni häufig, auch auf dem Veluchi. Die griechi-
schen. Stücke sind durchschnittlich grösser als die südfranzösi-
schen, welche aber fast stets gezogen sind, während Krüper
die griechischen alle fing.
344. — Stolida F. Nur ein am 21 Juni auf dem Parnass
gefangenes frisches ©; von Erber auf Corfu, Буга und Tinos
gefunden. Krüper fing auch ein Stück am 8 Mai bei Smyrna.
— 138 —
345. Grammodes Algira L. Auf Naxos Mitte Mai, in
der Attica Anfang Juni gefunden; auch von Erber auf Corfu,
Syra und Tinos gefangen. Ebenso Ende Mai bei Smyrna.
346. Pseudophia ZLunaris S. У. Aus Griechenland selbst
liegt mir kein Stück vor; nur eins, am 10 Mai bei Smyrna ge-
fangen; doch ist es unzweifelhaft, dass diese Art sich in Griechen-
land findet, wo sie Krüper als gefunden angiebt.
347. — Tirrhaes Ст. Auch hievon sandte mir Krüper
kein Stück ein, sagte mir aber, er habe im Herbst in Athen
selbst eine sichere Pseud. Tirrhaea in der Stube gefangen. Da
hier keine Verwechselung möglich ist, führe ich die Art als
sichere griechische auf, ebenso die folgende
348. Catephia Alchymista 8. V., von der das einzigste
frische am 2 Juni 1866 auf dem Parnass gefangene Stück in
Athen blieb.
349. Catocala Ælocata Esp. Die drei vorliegenden grie-
“chischen Stücke dieser Art sind von denen anderer Gegenden
picht verschieden; das eine wurde am 23 Juni auf Naxos, ein
anderes am 17 Juli auf dem Parnass gefunden.
350. — Dilecla Hb. Mir liegt nur ein auf dem Veluchi
gefangenes schlechtes 2 vor.
351. — Sponsa L. Ich führe diese Art jetzt etwas zwei-
felhaft als griechisch. auf, da das einzigste, mir früher von Dr.
Krüper eingesandte schlechte Stück zu Grunde gegangen ist,
und eine Verwechselung mit der sehr nahe verwandten Cat. Dilecta
doch möglich wäre. Die kleinere Statur, weissere Nierenfleck-
makel-Parthie, so wie gezacktere Binde der Hinterflügel unter-
scheiden Sponsa besonders von Dilecta. Auf der Insel Sardinien
fand ich beide Arten, jedoch Sponsa nur in einem Exemplar.
352. — Comuncta Esp. Diese Art ist vielleicht gar nicht
so sehr selten in Griechenland, namentlich am Veluchi. Auch
auf Euboea fand Schrader ein Stück.
353. — Nymphaca Esp.- Auf dem Parnass nicht häufig,
auch bei Smyrna ein Stück am 8 Juni gefangen.
— 139 —
354. — Conversa Esp. Ueberall, häufig im Juni auf dem
Parnass, äusserst gemein auf dem Taygetos so wie bei Smyrna.
Auch auf Corfu und Creta. Die Stücke aberriren sehr, sowohl
hinsichtlich ihrer Grösse von 45—60 mm., als besonders hin-
sichtlich ihrer Färbung. Das Aschgrau der Vorderflügel und
das Gelb der Hinterflügel wird allmälig vom Schwarz mehr
und mehr verdrängt, und zuletzt ist fast das ganze Thier
schwarz, wie ich solche Stücke aus Smyrna habe. Diese Aber-
ration versandte ich unter dem schon früher gebrauchten
Namen ab. Curbonaria und kann derselbe für eine so auf-
fallende, sich wiederholende Form wohl bleiben. Bei Smyrna
scheint diese ab. Curbonaria sogar nicht selten gewesen zu
sein, während sie sich in Griechenland sehr selten vorfand.
Bei Cut. Agamos, die ich nur aus Mähren und Bordeaux er-
hielt, werden nur die Hinterflügel und die Unterseite, nie die
Vorderflügel dunkel; es ist dies eine unzweifelhafte Con-
versa Var.
355. — Hymenaea $. У. Nur ein grosses (47 mm.), am
11 Juli auf dem Parnass gefundenes frisches $ liegt mir vor.
Auch am 10 Mai von Krüper bei Smyrna gefunden.
356. — Eutychea Tr. Ueberall, nur nicht auf Corfu, Syra
und Tinos gefunden; auf den Gebirgen im Juni, dem Parnass,
Veluchi und Taygetos (so wie auch bei Smyrna, im Mai) sehr
häufig. Diese früher so seltene Art sieht, selbst in den aller-
frischesten reinen Exemplaren, alt und blass aus; äusserst selten
finden sich kräftig gezeichnete Stücke; zuweilen ist die Zeichnung
fast ganz verloschen, zuweilen werden die Vordertiügel statt
mattgrau, mattschwarz. Die Originale zu Treitschke’s Beschrei-
bung brachte Parreys aus Corfu.
357. — Diversa Hb. Krüper sandte mir ein am 29 Juni
gefangenes ziemlich frisches, grosses 4 ein, das auf den Vorder-
flügeln mehr Weiss als die ungarischen Exemplare zeigt, wenn
sie auch nicht so hell werden wie bei Stücken, die Kalisch
von Granada sandte.
— 140 —
358. — Disjuncta НЪ. Rogenhofer giebt diese Art als
von Erber auf Сота gefunden an. Ich betrachte Disjuncta
jetzt mit der grössten Gewissheit als die hellere Form der
— var. Separata Frr., die sich dazu ähnlich verhält, wie
Cat. Agamos zu Conversa. Schon Freyer vermuthet bei der
Beschreibung seiner Separata, die er nach Exemplaren aus Creta
oder Smyrna gemacht haben muss, dass dieselbe nur eine dunkle
Disjuncta sein möge. Die Separata, deren ich Hunderte vor mir
habe, aberriren nun auch unter sich ziemlich und kommen Stücke
vor, von denen man kaum sagen kann, ob sie hierzu oder zu
Disjuncta zu rechnen sind. Dahingegen sind auch Stücke, bei
denen das Gelb auf den Hinterflügeln fast ganz verschwindet,
oder sich in ein schmutziges Weiss umwandelt, nicht selten. Dr.
Krüper fand diese Art in Acarnanien, auf dem Parnass, Ve-
luchi, Taygetos, auf Naxos und bei Smyrna; namentlich auf dem
Parnass war sie in einem Jahre häufig, später wieder seltener.
Sie flog im Juni; bei Smyrna früher. Dass die Raupen der Art
wie die von Æutychea und den meisten Catocalen auf Eichen
leben, ist fast gewiss.
359. — Nymphagoga Esp. Auf dem Parnass und dem
Veluchi eben nicht selten; auch im Juni fliegend. Die griechi-
schen Stücke sind durchweg sehr gross, 42—46 mm., aberriren
aber unter einander nicht wesentlich. Unter etwa 600 Stücken
von Granada waren auch einige mit fast ganz schwarzen Vor-
derflügeln, während ich eine Verdunkelung der Hinterflügel bei
dieser Art nicht bemerkte.
360. Spintherops Spectrum Esp. Auf dem Parnass (Ende
Juli), dem Veluchi und in Acarnien gewiss nicht selten.
361. — Calaphanes Hb. Von den vier vorliegenden Stücken
wurde das eine am 12 März am Parnass gefunden, das andere
im November oder December bei Missolunghi. Die Art scheint
also zu überwintern. Ich fand die Raupen davon bei Granada
im Mai auf Genista-Arten und zog sie Ende Juli. Die griechi-
— 141 —
schen Stücke sind von den südwesteuropäischen nicht eben ver-
schieden; nur das eine Stück ist auffallend hell.
362 *). — Dilucida Hb. Die wenigen vorliegenden Stücke
wurden auf dem Parnass (März und 12 Juli), in der Attica
(11 April) und Acarnanien gefangen. Sie scheinen etwas dunkler
als die des südwestlichen Europas zu sein.
363. Helia Calvaria $. У. Nur ein & 1863 am Veluchi
gefangen.
364. Herminia Crinalis Tr. Auf Naxos und in der Attica
im Mai, auf dem Parnass im Juni gefunden; auch bei Smyrna.
365. Hypena Antiqualis Hb. In der Attica Anfang Juli,
auf dem Parnass Anfang August, selten. Von Erber auch auf
Corfu gefunden.
366. — Lividalis Hb. Hievon sandte Dr. Krüper nur in
den ersten Jahren ein ganz schlechtes, aber sicheres Stück ein,
ohne nähere Angabe des Fundorts.
367. — Proboscidalis L. Nur am Veluchi in zwei schlechten
Stücken gefunden.
368. — Extensalis Gn. Im Juli auf dem Parnass, wie es
scheint, nicht selten. Anfang Juni auf Naxos; in der Attica be-
reits Mitte März, wohl in überwinterten Stücken. Auch bei Smyrna
von Anfang Mai bis Anfang Juni.
369. — Obsitahs Hb. Auf Naxos von Ende Mai bis Ende
Juni; auf dem Parnass von Ende Juni bis Ende Juli. Die grie-
chischen Stücke aberriren wie die anderer Länder; die 44
sind meist dunkler, die 22 oft sehr bunt gezeichnet.
370. Pseudoterpna Pruinata Hufn. Von Dr. Krüper in
Acarnanien gefunden, aber nicht eingesandt; auch Erber fand
die Art auf Corfu.
371. Geometra Vernaria 1. Im Juni auf dem Parnass
nicht selten; auch aus der Attica liegt ein am 8 Juni gefan-
*) Dr. Krüper glaubt auch Toxocampa Craccae S. У. in Griechenland ge-
funden zu haben; ist sich aber nicht sicher hierüber. Das Vorkommen dieser Art
daselbst ist mehr als wahrscheinlich.
— 142 —
genes Stück vor. Die Exemplare sind wie die Dalmatiner, viel-
leicht ein wenig lebhafter grün, als die norddeutschen.
372. Phorodesma Neriaria HS. Von Herrn Janös von
Frivaldszky auf Creta entdeckt. Krüper sandte nur ein ganz
schlechtes, am 21 Juli auf Naxos gefundenes Stück ein. Ob
diese Art doch nicht nur eine darwinistische Form der deutschen
Pustulata Hufn. ist, wird mir nach einem bei Granada gefun-
denen Stück fraglich. Das Granadiner Stück nähert sich der
Neriaria sehr, insofern die weisslichen Randzeichnungen auf
den Vorder- und Hinterflügeln nur halb so stark wie bei den
deutschen Stücken auftreten. Nur grosse Reihen von Exempla-
ren aus den verschiedenen südlichen Gegenden vermögen hier zu
entscheiden.
373. — Smaragdaria Е. Zwei Anfangs Juli auf dem Par-
nass gefangene 44 mit deutlichen weissen Querlinien und
Mittelpunkt, sind etwas grösser als durchschnittlich die deut-
schen Exemplare, gerade so wie die von mir in Castilien ge-
fundenen Stücke.
374. Eucrostis Herbaria Hb. Zwei in der Attica am
3 August gefundene 22 kommen mit meinen vier andalusi-
schen Stücken ziemlich überein; bei dem einen © stehen die
beiden weisslichen Querlinien auf den Vorderflügeln viel näher
zusammen, als bei dem andern. Die var. Advolata Ev. aus
dem südlichen Russland zeichnet sich besonders durch sehr
breite weissliche Querlinien auf den Vorder- und Hinterflügeln
aus. Auch Bruandaria Mill., nach einem Stück aus der Ardèche
beschrieben, gehört sicher zu Herbaria, die stets sehr selten
gefunden wurde.
375. — Beryllarıa Mn. Dr. Krüper sandte nur ein
ziemlich verflogenes ©; ohne Angabe des Fundorts ein. Die
seltene schöne Art wurde von Mann in Dalmatien entdeckt,
und fällt mit Aureliaria Mill. zusammen, der die Raupen da-
von auf Phillyrea angustifolia bei Cannes entdeckte.
= HS —
376. — Indigenata Vill. Nur ein frisches ©, am 22 Juni
auf dem Parnass gefunden.
377. Nemoria Vrridata L. Auch nur ein recht abgeflo-
genes ?, ohne Angabe des Fundorts eingesandt. Das Stück ist
24 mm. gross; auf den Hinterflügeln tritt die Ecke bei
Rippe 4 auffallend stark hervor und scheint der Vorderrand
der Vorderflügel eintönig hell (fast nur grün) gewesen zu
sein. Vielleicht stimmt diese griechische Viridata am Besten
mit der toskanischen ÆEfruscaria Z. überein, die ich jetzt für
eine südliche Form der Viridata zu halten geneigt bin. N. Por-
rinata Z., die einen gesprenkelten Vorderrand hat, gehört wahr-
scheinlich auch zu dieser Art.
378. — Pulmentaria Gn. (Cloraria vulgo). Diese Art, welche
früher stets als Cloraria Hb. versandt wurde (Treitschke
beschrieb sie zuerst als die Cloraria Hb.), kann dies nimmer
sein, was die Hübner’sche Figur hinlänglich darthut. Guénée
taufte sie daher mit Recht in Pulmentaria um. Ich erzog und
erhielt sie zu Hunderten; alle Exemplare zeigen aber, ausser
den weissen Querlinien, noch eine Anzahl ganz feiner, weisser,
unterbrochener Wellenlinien und stets grüne Franzen. Hübner’s
Cloraria zeigt durchaus keine weisslichen Wellenlinien und weiss-
liche, nach vorn gelbe Franzen. Ich glaube jetzt unzweifelhaft,
dass diese Cloraria Hb. fig. 352, auch nur eine Viridata L.
ist, und zwar passt das Bild dazu bedeutend besser wie Hübn.
fig. 11, die Viridaria genannt wird. Abgesehn von dem tiefen
dunklen Grün dieses Bildes, das nie so bei Viridata L. vorkommt,
und den breiten gelben Franzen, fehlt dieser Vrridaria Hb. der
charakteristische gelbe Vorderrand der Linnéschen Viridata
völlig, den fig. 352 zeigt. Mit viel grösserem Rechte als fig. 11
muss daher fig. 352 zu Viridata L. gezogen werden.
Dr. Krüper sandte nur vier kleine (18—22 mm.) Stücke
dieser Art ein, von denen eins am 18 April in der Attica,
eins am 28 April und ein anderes am 21 Mai auf Naxos ge-
fangen wurde. Die kürzlich von Millière publieirte № т. Fau-
— 144 —
stinata, Icon. Pl. 96, IT, ist eine der Pulmentaria Gn. sehr
nahe kommende, aber sicher gute Art, die sich besonders durch
das Fehlen der starken weissen Querlinien auszeichnet.
379. Thalera Fimbriahs Scop. Dr. Krüper sandte nur
ein am 4 Juli auf dem Parnass gefangenes, ganz abgeflogenes
Q ein.
380. Acidalia Frlacearia HS. Auf dem Parnass im Mai,
wie es scheint, nicht selten. Die Stücke stimmen mit den mir
bekannten französischen (Lozere) und kleinasiatischen (Amasia,
Taurus) überein. |
381. — ÖOchrata Scop. Auf dem Parnass von Ende Mai
bis Anfang Juli, wie es scheint, häufig; auch in Acarnanien
und der Attica, sowie von Erber auf Сота gefunden. Die
griechischen Stücke aberriren ziemlich, namentlich in der helle-
ren und dunkleren Sättigung des Ockergelb.
382. — Rufaria Hb. Gleichfalls auf dem Parnass in der
letzten Hälfte des Juni häufig. Die Exemplare sind meist gross;
einige werden sehr licht.
383.? — Consanguinaria LA. Krüper sandte nur ein &
ohne alle Angabe des Fundorts ein; wesshalb die Möglichkeit
nicht ausgeschlossen bleibt, dass er dies Stück bei Smyrna fing.
384*). — Moniliata 5. У. Drei Stücke am 14, 21 und
25 Juni auf dem Parnass gefangen; Erber fand sie auf Corfu.
385. — Pinguedinata Z. Ein Pärchen; davon der am
8 Mai auf dem Parnass gefunden. Asbestaria Z. ist kaum als
Varietätenname weiter zu führen; selbst die nördliche Form
v. Oloraria Roessl. unterscheidet sich wenig von der südlichen.
Uebrigens muss dieser Art ziemlich zweifellos der Name Swb-
sericeata Haw. wiedergegeben werden.
386. — Incanaria Hb. var. Canteneraria В. (Calcearia 2.).
Mehrere Mitte Mai auf dem Parnass gefundene Stücke sind
sicher hieher zu rechnen; Erber fing die Art auch auf Corfu.
*) Dr. Krüper giaubte auch Acid. Muricata Hufn. in Griechenland ge-
funden zu haben; doch liegt hier wahrscheinlich ein Irrthum zu Grunde.
— 145 —
387. — Сатрама HS. Nur auf Naxos Ende Mai in vier
Stüken gefunden; die Art unterscheidet sich von der folgenden
besonders nur durch den dunkleren Ton.
388. — Sodaliaria HS. Hievon liegt eine ziemliche Reihe
vor, meist auf Naxos im Mai und dem Parnass im Juni ge-
sammelt. Auch zwei Stücke von Smyrna, am 10 März und
13 April gefunden, glaube ich hieher ziehen zu müssen.
Uebrigens kommen manche Stücke- der var. Canteneraria sehr
nahe, und dürfte bei einer späteren monographischen Bearbei-
tung der Gattung Acidalia, bei recht reichlichem Material,
sich hier noch manches änderen.
389. — Laevigaria НЪ. Zwei in der Attica Ende Mai
gefangene Stücke sind von denen anderer Gegenden (Nassau,
Andalusien) nicht eben verschieden.
390. — Reversata Tr.? Tb. IL, fig. 2 (an Bisetata Hufn.).
Eine in ziemlich grosser Anzahl von Dr. Krüper Mitte Juni
bis Juli auf dem Parnass gefangene Art hielt ich ohne Wei-
teres für Bisetata Tr. und versandte sie auch als solche. Es ist
auch sicher Pisetata, wie wir solche in unseren Sammlungen
hatten; allen die Treitschke’sche Beschreibung passt in
manchen Stücken gar nicht. So soll namentlich der schwarze
Mittelpunkt auf den Vorderflügeln vor der zweiten, auf den
Hinterflügeln auf der Querlinie stehen; bei allen vorliegenden
‚Stücken, auch den ungarischen, steht er hinter der Querlinie,
4. В. nach aussen hin (was vielleicht das Treitschke’sche
«vor» bedeuten soll), nur zuweilen auf den vorderen fast in
derselben. Ebenso passt Treitschke’s «starke weissliche
Zackenlinie» im dritten bindenartig braunen Feld gar nicht
recht. Diese braune Aussenbinde wird bei meinen Æeversata
von der Grundfarbe (bei den Griechen ganz gelblich) stets in
Zelle 5 bis auf die Innenlinie durchschnitten, meistens auch
noch am Innenwinkel hin, so dass die braune Binde fast in
rundliche Flecke aufgelöst wird. Als besonders hervorzuheben»
des Merkmal ist der bis zur Flügelmitte ganz dunkle Vorder-
— 146 —
rand der Vorderflügel, der bei Bisetata stets hell bleibt. Sonst
ähneln sich diese beiden Arten sehr und werden gewiss häufig
verwechselt. Dass übrigens Treitschke Aeversata nur mit
Ornata und nicht mit der bei ihm folgenden Bisetata ver-
gleicht, ist sehr auffallend und fast möchte ich glauben, dass
Treitschke’s Art nicht unsere heutige ist. Eine gute Ab-
bildung von Reversata existirt nicht; die von Guénée als beste
angeführte Wood 716 ist jämmerlich und kann ebensogut
Bisetata sein. Uebrigens führen die Hinterbeine meiner Rever-
sata genau so starke Haarbüschel, wie dies bei Pisetata der
Fall ist.
391. — Politaria Hb. Nach Rogenhofer von Erber
auf Corfu gefunden.
392. — Filicata Hb. Von Mitte April bis Ende Mai auf
dem Parnass nicht selten. Von Erber auch auf Corfu ge-
funden.
393. — Rusticata S.V. var. Vulpinarıa HS. Auf dem
Parnass im Juli bis Anfangs August häufig. Von Erber auf
Corfu und Tinos gefunden.
Indem ich hier auf die äusserst interessanten Mittheilungen
des Dr. A. Speyer, Stett. ent. Zeit. 1863, pag. 156 f,
verweise, wonach die männlichen Hinterschienen dieser Art
bald gespornt, bald ungespornt sind, füge ich Folgendes hinzu.
Das dunkle, fast schwärzliche Mittelfeld der Vorderflügel, auch |
deren Basaltheil, wird bei südlichen Stücken viel lichter röth-
lichbraun und lässt die weissliche Grundfarbe mehr oder weni-
ger durchscheinen. , So ist in meinem Herrich-Schäffer-
schen Werk das & fig. 473 abgebildet; das 9 474 ist schon
weniger roth, gehört aber auch noch hieher. Daher meine
ich, dass ohne Rücksicht auf die bei dieser Art, sogar bei
Stücken aus derselben Gegend, veränderlichen Spornen der
Hinterschienen, diese südliche hellere Form den Namen Vwlpi-
narıa behalten kann. Nach den Spornen kann hier gar keine
Benennung stattfinden, da schon Herrich-Schäffer das cha-
— 147 —
rakteristische Merkmal seiner Vulpinaria, die gespornten männ-
lichen Hinterschienen, auch der Æusticata (Band Ш, pag. 19 u. 21)
zuertheilt. Hätte der Autor der Vulpinaria dieselbe mit Au-
sticata statt mit der sowohl in Zeichnung als organischer Struk-
tur der Hinterschienen ganz verschiedenen Frlicata verglichen,
so würde er kaum eine Art aufgestellt haben.
Die vorliegenden neun griechischen << dieser Art sind
sämmtlich gänzlich ungespornt. Dahingegen sind drei 44
von der Insel Sardinien, sowie eins aus Croatien, die auch
dieser südlichen röthlichen Form, Vulpinaria HS. fig. 473, ange-
hören, mit je einem Spornenpaar der männlichen Hinterschienen
(von denen hier stets nur die Rede ist) versehen. Das ein-
zigste $ von Granada hat leider gar keine Hinterbeine mehr.
Von meinen typischen dunklen Æusticata sind die drei noch
vorliegenden Nassauer Stücke (von Rössler) gespornt, ein A
aus Wien und eins aus Fünfkirchen ungespornt.
Wenn also diese Art auf das Schlagendste beweist, dass
so anscheinend wichtige organische Merkmale, wie die Spornen,
variable sind, und zur Artunterscheidung, selbst zum Racen-
Unterschied, nicht mehr anwendbar sind, wie viel mehr muss
man sich hüten, auf die so äusserst varirende Flügelform
(Habitus) irgend welch’ erhebliches Gewicht zu legen!
394. — Dulutaria Hb. Auf dem Parnass im Juni nicht
selten; die Stücke stimmen mit den deutschen ganz überein.
395. — Obsoletaria Вт. Im Juli vom Parnass und aus
der Attica. Es liegen mir zehn griechische Stücke vor, die
beträchtlich von einander aberriren, wie dies überall der Fall
ist, so dass es nicht zu verwundern ist, wenn daraus meh-
rere Arten gemacht wurden. So verschieden Obsoletaria HS.,
fig. 190 u. 191, von seiner Aufillaria, fig. 84 u. 85, an-
scheinend sind, in der Statur varürt und aberrirt diese Art
noch viel mehr, wie eine grosse Reihe mir vorliegender Stücke
aus verschiedenen Ländern (Süd- u. Nord-Spanien, Süd-Frank-
reich, Ungarn und Griechenland) auf das Deutlichste beweist.
10
— 148 —
Selbst bei Stücken aus derselben Gegend verschwinden die
Zeichnungen, Querlinien und Punkte mehr oder minder; die
Randpunkte und Mittelpunkte fehlen bei einigen ungarischen
Stücken vollständig, bei andern treten sie sogar stärker als bei
den Spaniern auf, welche (wie die Griechen) dieselben stets
führen. Die Färbung, meist ins Violettröthliche spielend, wird
zuweilen so gelblich, wie etwa bei Holosericeata, ja bei geflo-
genen Stücken weisslich. Ein winziges (13 mm.), am 3 Juli
in der Attica gefangenes 4 gehört ziemlich sicher zur
| — ab. Troglodytaria HS., nach einem Q aus Creta be-
schrieben. Es ist fast kleiner als Herrich-Schäffer’s Figur,
zeigt auch keine Querlinien, nur Mittel- und Randpunkte, und
hat ebenso langgestreckte Vorderfiügel. Die Färbung ist sehr
licht, wenn auch nicht so weisslich wie die Figur; in der Be-
schreibung ist sie auch «silbergrau, ins Beinfarbige». End-
spornen haben die weiblichen Hinterschienen bei Obsoletaria
stets. Die übrigen Obsoletarıa aus der Attica sind wohl etwas
kleiner (etwa 15 mm.) als die ungarischen (etwa 17 mm.),
aber sonst nicht verschieden, obwohl sie unter sich aberriren.
Namentlich ist ein © fast silbergrau, wie ein Stück aus Bar-
celona, fast“ ohne röthlichgelbe Beimischung. Ein beinahe
ebenso kleines (14 mm.), lang gestrecktes Stück aus Granada
bestimmte mir Rambur persönlich als seine andalusische Dis-
hnctaria, die Boisduval kaum beschreibt; wenigstens passt
die einzigste Linie der Beschreibung auf diverse kleine Arten.
Guénée’s Beschreibung nach einem © aus Boisduval’s
Sammiung passt kaum hieher; jedenfalls halte ich die Distinc-
taria bis auf Weiteres für eine sehr zweifelhafte Art.
396. — Herbariata Е. Ein Stück aus Griechenland, eins
aus Smyrna, am 26 Mai gefangen; gerade so wie die deutschen
Exemplare. |
397. — Consolidata Ld. Drei Stücke, in der letzten Hälfte
des Mai auf Naxos gefangen, gehören nach Herrn Lederer’s
Bestimmung sicher hieher. Lederer’s kurze Beschreibung ist
— 149 —
ausgezeichnet, und steht Consolidata wohl am Besten bei Im-
mutata, von der sie sich, oberflächlich betrachtet, nur durch
den gelblicheren Farbenton unterscheidet. Die Art ist bisher
sehr selten.
398. — Ostrinaria Hb. Vier auf Naxos in der letzten
Hälfte des Mai gefangene Stücke sind ziemlich blass, ein am
17 Juni auf dem Parnass gefangenes © wie gewöhnlich.
Uebrigens aberrirt diese Art auch sehr, und besitze ich davon
aus Catalonien ein fast durchweg violettrothes Stück.
399. — Incarnaria HS. Acht Stücke, zwischen dem 14
und 19 April in der Attica gefangen, liegen vor. Sechs da-
von sind ganz röthlich (pfirsichblüthfarben angeflogen), nur zwei
grau; alle mit gelblicher, nicht röthlicher, Vorderrandsstrieme.
Der synonyme Name Auficostata Z., nur durch ein Versehen
nicht der Prioritätsname, wäre daher, wenigstens für die grie-
chischen Stücke, nicht bezeichnend gewesen. Auch zwei Stücke
aus Hyères sind röthlich mit gelblichem Vorderrand.
400. — Degeneraria Hb. Die dreizehn vorliegenden grie-
chischen Stücke sind aus der Attica (16 April), von Naxos
(15 Mai) und vom Parnass (17 Mai und 8 Juni). Die Stücke
aberriren wie überall, die meisten führen die grüngelbliche
Färbung mit dunklem Mittelfeld und verdunkelter Basis; bei
einem 9 ist Mittelfeld und Basis der Vorderflügel gleichmässig
röthlichgelb; ein & ist durchweg röthlichgelb, wie dies auch
bei deutschen Stücken (Nassauer) zuweilen der Fall ist. Erber
fand sie auf Corfu und Tinos.
401. — Aversata L. Zwei ziemlich abgeflogene, am 2 und
17 Juli auf dem Parnass gefangene ФФ kann ich - wegen des
am Vorderrande der Vorderflügel stark einspringenden Winkels
der dritten Querlinie nur für hieher gehörig halten. Da Aver-
sata Г. CL unzweifelhaft die Form mit der dunklen Mittel-
binde ist, und Zividata L. Cl. wohl nicht mit Bestimmtheit
gedeutet werden kann, so muss die Form ohne Mittelbinde,
wozu die Griechen gehören, als Aberration (die aber meist die
*
— 150 —
häufigere Form ist) einen andern Namen, etwa Spoliata, be-
kommen.
409.9 — Deversaria HS. Fine ziemlich grosse Anzahl
von Exemplaren, Ende Mai bis Mitte Juni auf dem Parnass
gefangen, auch ein Stück von Naxos rechne ich hieher. Leider
ist die Beschreibung Herrich-Schäffer’s von dieser Art viel
zu kurz, und seine vier davon gegebenen Abbildungen weichen
so sehr unter einander ab, dass man danach die Art nicht
erkennen kann. Jedenfalls muss es auch hier einer speciellen
monographischen Arbeit vorbehalten bleiben, die drei organisch
gleich gebauten, sehr ähnlichen Arten Aversata L., Deversaria
HS. (die vielleicht Inornata Ну. ist) und Sufusata Tr. (die
Herrich-Schäffer unbedenklich für Inornata Hw. hielt) ganz
genau und gründlich von einander zu trennen.
Die griechischen Stücke aberriren unter sich etwas, nur ein
9 zeigt fast gar keine Querlinien auf den Vorderflügeln, wie
Suffusata Tr.; da es aber sehr prononcirte schwarze Rand-
punkte auf der Basis der Franzen hat, so rechne ich es nicht
zu Sufusata Tr. Rogenhofer giebt Sufusata als von Er-
ber auf Сота gefangen an; doch gehört diese wohl sicher zu
der vorliegenden griechischen Form. Diese schwarzen Rand-
punkte verschwinden aber bei anderen Stücken fast völlig, die
aber alle mehr oder minder deutliche dunkle Querlinien auf
den Flügeln zeigen, fast genau so wie unsere deutschen Dever-
saria. Vier leider nicht reine englische /norzata Hw., die ich
von Doubleday erhielt, scheinen mir entschieden hieher und
nicht zu Sufusata Tr. zu gehören. Haworth’s Beschreibung,
pag. 349, passt aber mehr zu Sufusata Tr. Zeller’s Muth-
massung, Stett. ent. Zeit. 1853, pag. 245, dass Zividata L. CL,
Taf. V, fig. 10, vielleicht Deversaria HS. sei, hat viel Wahr-
scheinlichkeit für sich; doch wird es hier nicht ‘möglich sein,
Gewissheit zu erlangen. Jedenfalls war es von mir ganz un-
richtig, Zividata L. für die mit Binden versehene Aversata L.
zu halten, die eben selbst die gebänderte Form ist, und viel-
rn
— 151 —
leicht kann sogar, grade umgekehrt, Zividata die ungebänderte
Form sein.
403. — Emarginaria Г. Nur von Erber auf Corfu und
Tinos gefunden. Ich fand die Art auch bei Granada.
404. — Rubricata S.V. Zwei Ende Mai auf dem Parnass
gefangene 44 sind sehr dunkel, fast ohne jede Spur von dem
Violettroth, das die deutschen Stücke meist zeigen; doch kommt
die Art auch bei uns ebenso dunkel und selbst auch hell
ohne Violettroth vor, was hier dann durch ein Braungelb ver-
treten wird.
405. — Turbidaria HS. Hievon sandte Dr. Krüper ein
frisches Pärchen von der gewöhnlichen dunkelgrauen Färbung
ein, wie ich glaube, vom Parnass stammend. Zu dieser Art
ziehe ich vor der Hand als Varietät eine auf den ersten Blick
ganz verschieden aussehende Form, von der mir auch Lederer
schrieb: «neue Art bei Sylvestraria und Strigaria, auch auf
Cypern» und nenne sie
— var. Turbulentaria Tb. II fig. 3. Drei Anfangs Juli in der
Attica gefangene Stücke liegen mir vor, von denen zwei 92
ganz frisch, ein < minder rein.ist. Die Stücke sind etwas
kleiner (18—19 mm.) als gewöhnliche Turbidaria (20—21 mm.).
Der Hauptunterschied ist ihre ganz helle Färbung, weisslich
gelbgrau, etwa wie bei Ас. Beckeraria LA. oder Corrivularia
Kretschm. Die dunklen Mittelpunkte treten hier natürlich
auffälliger hervor, die dunklen Querlinien hingegen viel weniger;
die letzte tritt scharf als feine, gezackte Linie auf, was sie
auch schon bei einigen dunklen Turbidaria thut, während sie
meistens wie die beiden vorderen unbestimmt ist. Auch die
dunkle Limballinie, bei dem einen © in Punkten aufgelöst,
ist hier mehr hervortretend. Sonst ist aber Alles genau ebenso
wie bei Turbidaria, besonders auch der organische Bau der
Füsse, Fühler und Rippen, der ja übrigens bei allen Arten der
Lederer’schen Gruppe B, a. ziemlich gleich ist. Die helle
Färbung dürfte hier aber um so weniger zur Aufstellung einer
— 152 —
eigenen Art berechtigen, als darin einmal die nahe Æwbricata
auch sehr varürt, und ich sogar ächte Turbidaria habe, die
hier einen richtigen Uebergang bilden. So ist schon ein &
aus Brussa viel heller; besonders aber ein Paar aus Sardinien
(wo ich auch die dunkle Form fand) fast ganz so hell, sonst
aber unzweifelhaft zu Turbidaria gehörig. Ob die helle Tur-
bulentaria Zeit- oder Lokal-Varietät ist, weiss ich nicht, fast
glaube ich, dass es die zweite Generation ist.
406. — Promutata Gn. (Immutata 5. У. Tr.). Schon
vor Guénée hat Zeller, Stett. ent. Zeit. 1853, pag. 251,
konstatirt, dass /mmutata Г. Cl. sicher gleich Sylvestrara Tr.
(S. У.) sei. Guenee hat daher mit vollem Recht dieser Art
einen andern Namen, Promutata, gegeben und muss also die
bisherige Sylvestraria S. У. den Namen /mmutata L. wieder
bekommen. Das nördlichste mir bekannte Vorkommen dieser
im Süden so sehr gemeinen Art ist Bautzen in der Lausitz;
in Schweden fehlt die Art gewiss und kann schon deshalb
nicht Immutata L. sein. Diejenigen der vorliegenden 28 Stücke,
welche mit Daten und Lokalitäten versehen sind, stammen alle
vom Parnass und aus der Attica; eins (15 Mai) von Smyrna.
Sie wurden vom April bis August in verschiedenen Generatio-
nen gefangen; die der letzten (Sommer-) Generation sind etwas
lichter. Die griechischen Stücke sind durchschnittlich etwas
kleiner, als die anderer Länder, mehrere gg aus der Attica
messen nur 19 mm.
407. — Confinaria HS. Ich erhielt von Dr. Krüper
nur ein verflogenes $, das ziemlich sicher hieher gehört;
Erber fand die Art, nach Rogenhofer, auf Corfu und Ti-
nos. Auch hier ist noch manches zu entwirren und die Art viel
genauer und sicherer zu beschreiben als dies bisher geschehen
ist. Von Mann erhielt ich grössere grauweissliche Stücke
aus Ragusa, kleinere gelbweissliche aus Spalato und Sicilien,
während gelbgraue Stücke aus Beirut einer ganz anderen Art
anzugehören scheinen. Ohne grosses Material kann man hier
— 153 —
aber nun mehr ver- als entwirren. Das griechische ©, welches
gelblichweiss gewesen zu sein scheint, ist sehr gross, 26 mm.
408. — Submutata Tr. Dr. Krüper sandte hievon fünf
ziemlich lichte Exemplare ohne weitere Angaben ein. Auch
diese in ganz Süd-Europa verbreitete Art ist sehr variable;
die Stücke der ersten Generation viel dunkler überpudert, als
die Sommer-Fxemplare, von denen einzelne fast ganz weisse
Grundfarbe, wie bei Decorata, zeigen. Selbst die charakteristi-
sche bläuliche Aussenbinde der Vorderflügel wird hier äusserst
rudimentär.
409. — Coenosaria Ld. Diese bei Beirut entdeckte Art scheint
in der Attica nicht gar selten gewesen zu sein. Mehrere
Stücke griff Krüper daselbst Anfangs Juli, die meisten aber
von Ende October bis Anfang December; ein 2 am 28 Octo-
ber auf Milos. Die griechischen Stücke sind bald etwas lichter,
bald dunkler (gelb) mit mehr oder minder Zeichnung; ihre
durchschnittliche Grösse beträgt nur 20—21 mm.
410. — Mutata Tr. Nur zwei Фо, Ende Juli am Veluchi
gefangen, liegen vor. Beide Stücke führen weniger Zeichnung,
wie die anderer Länder; ausser. den Mittelpunkten ist bei dem
einen nur noch die äusserste Querlinie ausgeprägt; bei dem
andern Stück verschwindet selbst diese.
411. — Emutaria Mb. (an Flaccidaria Z.). Ich kenne
Emutaria Hb. lediglich aus dem südwestlichen Europa; wäh-
rend ich - Flaccidaria Z. aus dem Osten, Europa’s (Ungarn,
Süd-Russland) und Brussa habe. RogennoFer giebt Æmutaria
als von Erber auf Corfu gefunden an; ich halte eine Ver-
wechselung mit Flaceidaria nicht für unmöglich, die ich noch
in letzter Zeit aus Ungarn als Æmutaria zugesandt erhielt.
Uebrigens habe ich eine ungarische Flaccidaria, die schon eine
Art Uebergang zu Ermutaria bildet, und es wäre gar nicht un-
möglich, dass beides nachweisbare darwinistische Formen des-
selben Urtypus sind, die sich aber in gewissen Gegenden als ganz
selbstständige Arten herausgebildet haben.
— 154 —
412. — JImitaria Hb. Von dieser recht variablen Art
liegen mir Exemplare aus Naxos und der Attica, Ende Mai
gefangen, vor. Das eine © ist fast ganz röthlich, ein < gelb,
die anderen Stücke blass. Auch von Erber auf Corfu gefunden.
413. — Paludata L. Fünf Stücke, aus der Attica von
Mitte April und dem Parnass Mitte Mai, sind von denen an-
derer Länder eben nicht verschieden. Die Art aberrirt über-
all ein wenig, auch die Ausbuchtung. auf den Hinterflügeln,
worauf Zeller besonders seine Congruata gründete, ist mehr
oder minder stark. Ob aber Congruata Z. hieher, oder wie ich
eher glaube, zur folgenden Art gehöre, kann ich nicht ent-
scheiden; für eigene Art halte ich sie nicht. Auch Erber
fand Ac. Paludata auf Corfu.
414. — Decorata 5. У. Nur zwei durchaus typische
Stücke dieser Art liegen mir vom Parnass vor, das eine am
15. Mai, das andere am 23 Juni gefangen.
415. Problepsis Ocellata Friv. Diese von Frivaldszky
auf Greta entdeckte prächtige Art hatte das Glück, von ihrem
Autor in den Spinner-Stand erhoben zu werden. Sie ist aber
ein so richtiger Spanner und den Arten der Acidalia organisch
so nahestehend, dass sie nur durch die augenartige Zeichnung
als Gattung davon getrennt zu werden verdient. Krüper
sandte davon nur ein am 8 Juli auf Naxos gefangenes, ganz
schlechtes $, so wie drei bessere, Anfang Juni bei Smyrna
gefundene << ein.
416. Яопозогиа Lupillaria Hb. Dieser ausserordentlich
aberrirende Spanner tritt in drei Haupt-Aberrationen auf, die
sich aber vielseitig verbinden. Diejenigen Stücke mit eintöniger
(röthlichgelber) Flügelfläche und den vier dunkleren, weiss ge-
kernten Mittelpunkten bilden Puppillaria Hb. 69. Ihnen ge-
hören die meisten griechischen Stücke (von etwa 40 vorliegen-
den) an. Als
— ab. Gyrata Hb. 434 haben wir solche Stücke anzu-
sehen, bei denen noch ein dunkler Mittelschatten auftritt, auch
— 155 —
wohl noch einige Andeutungen von Punktreihen, Hb. 543.
Diese Form ist die seltnere und in Griechenland nur annähernd
vertreten. Die
— ab. Мата НЪ. 327 zeigt endlich zwei sehr ausge-
prägte schwarze Punktreihen, während der Mittelschatten fast
ganz verschwindet. Hievon finden sich ein Paar ausgeprägte
griechische Stücke vor. Wohin Exemplare mit ausgeprägten
Punktreihen und Mittelschatten zu rechnen sind, ist kaum zu
sagen. Ebenso finden sich ganz eintönige Pupillaria vor, wo
sogar die Mittelpunkte verschwinden.
Während die Grundfarbe bei allen griechischen Stücken ziem-
lich gleich, ein mit röthlichen Atomen mehr oder minder be-
stäubtes Gelb ist, ändert sie bei spanischen Stücken sehr ab,
und wird hier zuweilen ganz ockergelb oder fast roth. Ein er-
zogenes Stück aus Cannes hat, ganz abweichend, kirschrothe
Franzen und ist auf den Flügeln äusserst bunt gezeichnet.
Mehrere Stücke aus Catalonien sind fast ganz ziegelroth.
Dr. Krüper fand diese Art wohl überall, auf dem Parnass
und in der Attica im Juni und Juli, auf Naxos und bei
Smyrna schon im Mai; Erber fand ab. Gyrata auf Tinos.
417. — Punctaria L. ab. Suppunctaria Z. Dr. Krüper
sandte nur ein dreiflügeliges, sonst aber ganz reines Stück
ein, dass unzweifelhaft zur Suppunctaria Z. gehört. Allein
eine grössere Anzahl von Punctaria aus verschiedenen Gegen-
den, die ausserordentlich unter einander aberriren, macht es
mir unzweifelhaft, dass wir es hier mehr mit einer Aberration
als Varietät zu thun haben. Auch Zon. Porata Е. und Тий-
nearia Bkh. aberriren sehr; zu letzterer gehört wohl zweifel-
los Strabonaria 2.
418. ?Timandra Amataria L. Von Dr. Krüper als in
_ Acarnanien gefunden angegeben, aber nicht eingesandt. Da
Mann die Art in Dalmatien und Kleinasien fing, ist ihr Vor-
kommen in Griechenland kaum in Zweifel zu ziehen. Ich fand
sie nicht im südwestlichen Europa.
— 156 —
419. ? Pellonia Vibicarıa L. Auch diese Art erhielt ich
früher in einem ganz schlechten, nicht mehr vorliegendem Stück
aus Griechenland; doch ist hier kaum ein Irrthum vorgefallen;
auch fand Mann die Art bei Dalmatien, ich bei Granada.
420. — Calabraria 7. var. Tabidarıa Z. Die vorliegenden
zehn griechischen Exemplare, vom Parnass und Acarnanien,
ein Stück am 8 Juli gefangen, beweisen die Unhaltbarkeit der
P. Tabidaria Z. als Art am Besten. Die rothen Mittelpunkte,
bei den meisten deutlich vorhanden, verschwinden bei zwei
Stücken fast völlig. Der Haarpinsel an der männlichen Hinter-
schiene ist durchaus nicht charakteristisch; schon bei den neun
griechischen << ist er bald kürzer, bald länger; während
er bei ächten Calabraria aus Frankreich und Spanien, 4. В.
solchen Stücken, die keine Mittelilecke auf den Flügeln führen,
fast ganz rudimentär wird. Nach Zeller soll er gerade bei
Calabraria länger sein, sogar etwas länger als die Schiene.
Erwähnenswerth ist noch die rothe Basal-Querlinie der Vorder-
fügel, die bei sieben griechischen Stücken breit und nach
innen verloschen, bei dreien dagegen scharf abgeschnitten ist.
Diese Querlinie bildet nach Zeller einen Hauptunterschied
zwischen Calabraria und Sicanaria, besonders im weiblichen
Geschlecht, das durch die Hinterschienen nicht zu unterschei-
den ist.
Pellonia Sicanaria Z., die ich in Andalusien in grosser
Anzahl fand, und von der mir noch 12 © aus Granada
und Chiclana vorliegen, hat bald dreidornige bald vierdornige
Hinterschienen. Nur ein andalusisches < ist dreidornig, alle
anderen haben ihre 2 Paar Spornen, wenn auch der eine öfters nur
sehr klein auftritt. Mein einziges & aus Sicilien (von Mann)
hat auf dem rechten Schienbein 3, auf dem linken 4 Dornen.
Uebrigens ist diese andalusische Sicanaria durchaus nicht leb-
haft rothgebändert, sondern sehr matt, bei einigen Stücken
verschwinden die rothen Binden in die grünlichgelbe Fläche
des Flügels fast vollständig. Aber auch unter den bei Granada
— 157 —
gefangenen Stücken finde ich jetzt zwei Gé vor, die zu
Calabrarıa gehören müssen, da sie statt des oberen Paars Spor-
nen den dicken beulenartigen Fortsatz zeigen, den ich gar
nicht als Sporn bezeichnen mag. Er entspringt auch dem End-
spornenpaar viel näher, als das obere Spornenpaar bei sSica-
naria. Bei zwei hiezu gehörigen ФФ, die wie die ZZ ein
scharfes rothes Basalband der Vorderflügel haben, treten be-
sonders bei dem einen die rothen 7abidaria-Mittelpunkte ziem-
lich stark auf. Auch in Castilien bei San Ildefionso fand ich
nur Calabraria; die männlichen Hinterschienen haben hier
ebenso wie bei den beiden andalusischen << sehr kurze
Haarpinsel, bei einem Stück äusserst rudimentär.
Da nun zwischen Sicanaria und Calabraria Кеш anderer
konstanter Unterschied zu finden ist, als dass die männlichen
Hinterschienen anders gebildet sind, die Bildung dieser Hinter-
schienen aber schon bei jeder dieser beiden Formen abändert
(Sicanaria 3- und 4-dornig, Calabraria lang und kurz gepin-
selt), so frägt es sich nach dem was bei Acid. Rusticata kon-
statirt ist, ob sogar organische Merkmale zur Art-Trennung
genügen? Die genauesten, wiederholtesten Beobachtungen, an
Ort und Stelle wo möglich, durch Zucht aus Eiern eines ©
an Orten, wo beide Formen vorkommen, können hierüber allein
entscheiden.
Rogenhofer giebt P. Calabraria als auch von Erber
auf Corfu gefangen an.
491. Zerene Adustata S. V. Drei Stücke vom Parnass
von Anfang Juni bis Mitte Juli. Das Weiss bei den beiden
ОО ist etwas gelblich. Von Erber auch auf Сота und
Tinos gefunden.
422. Orthostixis Cribraria НЪ. Dr. Krüper fing diese
_ Art im Juni auf dem Parnass, auch auf dem Veluchi und Tayge-
tos; jedoch nirgends häufig.
— 158 —
423. Numeria Capreolarıa 5. У. Gleichfalls im Juni auf
dem Parnass in hellerer und dunkeler Varietät; auch auf dem
Veluchi.
424. Ellopia Fasciaria L. var. Prasinaria НЪ. Ein grosses,
ganz abgeflogenes Q dieser grünen Varietät stammt entweder
vom Parnass, oder dem Veluchi.
425. Rumia Crataegata L. Nur ein Stück am 10 Juni
auf dem Parnass gefunden.
426. Elicrina Trinotata Metzner. Nur einige Exemplare
vom Parnass, die theils grau, theils gelb sind, genau so wie
Cordiaria (grauweiss) und var. Animata (gelb), und wie Sub-
cordaria (gelb) und var. Anicularia (grau). Da aber Metzner
bei seiner Beschreibung ein kleines gelbes und ein grösseres
graues Exemplar hatte, so kann man hier kaum die beiden
Farbenvarietäten durch eigene Namen bezeichnen. Ich glaubte
früher, die graue Form aller dieser Arten gehöre der ersten,
die gelbe Form der zweiten Generation an; doch scheint dies
nach fünf griechischen Stücken, die mit Daten versehen sind,
nicht richtig. Danach ist das eine graue am 26 Mai, zwei
gelbe am 5 und 24 Juli, ein graues am 1 August und ein
gelbes am 20 August gefangen. Es ist allerdings möglich, dass
unter das, meiner Annahme widersprechende graue Stück vom
1 August ein falsches Datum gekommen ist.
427. Venilia Macularia L. In Acarnanien, auf dem Ve-
luchi und dem Parnass. Auf letzterem flog die Art von Mitte
April bis Ende Mai.
428. Macaria Notata L. Nur ein Stück ohne Angabe
der Fundortes, das nach der äusserst schwachen Ausbuchtung
am obern Theil des Aussenrandes der Vorderflügel zu Notal«
gehört, sonst aber wegen des nur getheilten braunen Flecks auf
denselben auch mit Alternata Aehnlichkeit hat. Die Zusammen-
gehörigkeit beider Arten wird von einigen Sammlern behauptet,
und in der That kommen sich die beiden Arten in einzelnen
Stücken sehr nahe. Die Ausbuchtung des Aussenrandes ist bald
— 159 —
stärker, bald schwächer; bei dem griechischen Stück sehr
schwach. Die Raupen beider Arten sind allerdings nach den
.Freyerschen Abbildungen total verschieden; doch könnte hier
wohl bei der Alternata-Raupe ein Versehen Statt gefunden
haben.
499. — Aestimaria Hb. Nach Erber auf Сота vorkom-
mend; wohl überall im Süden, wo die Futterpflanze Tamarix
wächst.
430. Biston Graecarius Ster. Es sind hier zwei Formen
stets verwechselt, die vielleicht darwinistische Varietäten der-
selben Art sein können, die wir aber nach heutigen Begriffen
noch als zwei Arten hinstellen müssen. Die grössere hellere
Form gehört ausschliesslich den Hochgebirgen der Centralalpenkette
an und wurde von Sulzer als Alpinus unverkennbar abgebildet.
Sonst gehört zu Alpinus nur noch die Abbildung De Laharpe’s.
Alle anderen Abbildungen und Beschreibungen von Scriba,
Esper, Treitschke und höchst wahrscheinlich auch Herrich-
Schäffer gehören zu Graecarius. Nun giebt zwar Boisduval
in seinem Index pag. 195 schon eine у. Graecaria (von Zona-
71а) aus «Moraea» (Peloponnes) an, beschreibt sie aber nicht;
ebensowenig thut das Guénée pag. 200, konnte es auch nicht,
da er das Thier nicht sah. Unzweifelhaft ist es der heutige
B. Graecarius, den Dr. Krüper Ende März auf Corfu (auch
Erber), so wie Ende Februar in einem ganz abgeflogenem
Stück bei Athen fand. Ausserdem ‘wurde diese Art in Dalma-
tien, ferner in Italien (Esper, Scriba) und, wenn ich nicht
sehr irre, auch auf dem Karst bei Laibach gefunden. Es ist
ziemlich sicher, dass Boisduval unter seiner Alpinaria N 1555
Graecarius und unter seiner у. Bombycaria № 1536 sicher
Alpinus verstand. Seine у. Graecaria von Zonaria war vielleicht
eine ganz dunkle D. Graecarius, wie das von Krüper am 20
Februar bei Athen gefangene Stück. D. Graecarius ist nur
kleiner und dunkler als Alpinus, zumeist ganz grau mit dunk-
leren Binden, zuweilen fast eintönig grau. Schon Treitschke
— 160 —
bemerkt in seiner Beschreibung bei Alpinaria Bd. УТ, 1, pag.
245: «Ве frischen Stücken aus wärmeren Gegenden ist das
Weiss heller, milchartig, zum Blonden sich neigend. Man hat,
ohne hinreichenden Grund, daraus eine eigene Art, unter dem
Namen Zentiscaria, bilden wollen.» Von solchen weisseren
Stücken, deren Weisswerden aber entschieden nicht durch die
wärmeren Gegenden bedingt wird (vielleicht im Gegentheil
durch kältere), besitze ich eins aus der Weissenborn’schen
Sammlung und bildet dies wohl eine Art Uebergang zu Alpi-
nus Sulzer, die aber stets grösser, reiner weiss und mit viel
deutlicher auftretenden Querlinien (Binden) versehen ist. Zwei
оо von Graecarius, die ich von Rogenhofer erhielt, zei-
gen nur sehr wenige kurze weisse Härchen auf dem ganz
schwarzen Leib, der bei D. Alpinus ФФ sehr lang weiss be-
haart ist. Die Flügelstumpfe sind bei beiden 92 weiss, nur
bei Alpinus viel länger behaart. Möglich ist es immer, dass
B. Alpinus die alpine Form, Graecarius die südlichere auf
Kalkboden vorkommende Form derselben Art ist. |
431. ? Hemerophila Abruptaria Thnbg. Das einzigste
eingesandte schlechte 2 dieser Art fand Krüper am 1 Juni
bei Smyrna; doch giebt er die Art auch als von ihm in Acar-
nanien gefunden an. Durch das Vorkommen bei Smyrna wird
dies wahrscheinlich, so dass ich die Art als griechisch aufführe.
432. Nychiodes Глядя Hb. Nur zwei 92 liegen
vor, von denen das eine, ziemlich frisch, am 7 Mai in der
Attica, das andere, sehr geflogen, am 23 Juni auf Naxos ge-
funden wurde. Beides sind grosse Exemplare (47 mm.), das
Q aus der Attica etwas heller als die dunklen französischen,
namentlich um die äussere schwarze Querlinie der Vorderflügel
herum bräunlich grau, ebenso bis zu dieser schwarzen Querlinie
auf den Hinterflügeln lichter, weissgrau. Das verflogene ©
von Naxos dürfte noch etwas heller gewesen sein. Auffallend
ist noch, dass die beiden schwarzen Querlinien auf den Vor-
derflügeln viel weiter von einander abstehen und viel schräger
— 161 —
gestellt sind, als dies bei den französischen und spanischen
Stücken der Fall ist, obwohl diese auch hierin ziemlich ab-
ändern. Ebenso ist auch die schwarze Linie auf den Hinter-
flügeln dem Aussenrande näher gestellt, als dies bei den fran-
zösischen Stücken der Fall ist. Auch bemerkt man ganz deut-
lich auf den Vorderflügeln, unter der äusseren (uerlinie,
nach innen zu, eine dritte Schattenlinie, wie sie 7. В. Amyg-
dularia-Hb., fig. 432, deutlich zeigt. Eine solche Schattenlinie
kommt bei den Franzosen äusserst selten vor.
Die Raupen dieser Art, bisher ausschliesslich auf Prunus
spinosus gefunden, fand ich im Mai, ausgewachsen, äusserst
häufig in Alt-Castilien, etwa 6000’ hoch auf Erica arbores-
cens. Die Raupen selbst gleichen denen, die auf Prunus leben.
Obwohl mir die meisten Puppen von den Ameisen gefressen
wurden, so erzog ich doch noch im Juli gegen 30 Falter
in den merkwürdigsten Aberrationen. Nur wenige Stücke waren
so dunkel, wie die südfranzösischen, die meisten zeigen Neigung
zum Weisswerden und einige sind direkt durchaus silberweiss
mit schwarzer Zeichnung. Milliere bildet, Icones Pl. 60, I,
2, ein solches & ab, ich habe sie noch weisser. Er nennt
diese Aberration Andalusiaria, obwohl ich sie ihm, als in Casti-
lien erzogen, mittheilte, allein in geographischer Beziehung
sind die Franzosen meist unzurechnungsfähig. Von Granada
besitze ich grade einen ganz dunklen 4. Merkwürdigerweise sollen
die von Zach bei Beirut gefangenen Zividaria glanzloser und
um "s kleiner, als die französischen Stücke sein. Wie diese
Art abändert, ersieht man aus den nebenstehenden Figuren
Millière (60, I, 1 u. 2) am Besten.
433. — Amygdalaria HS. Diese Art, welche Fri-
valdszky auf Creta entdeckte, und von der ich ein schö-
nes durch Herrn Lederer aus Magnesia erhielt, ist nicht
nur eine sichere Nychiodes, sondern kommt sogar der, wie
wir eben gesehen haben, so äusserst abändernden Zividarıa so
nahe, dass ein darwinistisches Zusammengehören beider Arten
— 162 —
durchaus nicht unmöglich ist. Die beiden griechischen Stücke
bilden in einiger Beziehung, 7. В. in ‚Betreff der Querlinien,
schon fast eine Mittelstufe, und an Färbung steht die ab.
Andalusiaria der Lividaria viel ferner, als diese der Amygdalaria.
434. Synopsia Sociaria Hb. et var. Kaum varürt und
aberrirt eine Art so wie diese, wenn man Gelegenheit hatte,
davon Hunderte von Exemplaren zu sehen. Zunächst halte ich
Sociaria НЪ. 155 für nicht hieher gehörig, mindestens höchst
zweifelhaft; die Gestalt ist anders, besonders aber sah ich nie
bei Sociaria so deutliche schwarze Mittelpunkte, zumal auf den
Hinterflügeln. НЪ. 424 ist ein sicheres $. Propinguaria В 0134.
ist ohne alle Frage, sogar паг als Synonim, zu Sociaria zu
ziehen. Nachdem noch mein Freund Milliere neuerdings,
Icones Pl. 91, pag. 385 ff., sich bemüht, beide Arten zu
trennen, die anscheinend verschiedenen Raupen abbildet etc.,
muss er sich schliesslich (obser. p. 359) doch selbst fragen, ob
alle seine Unterschiede als stichhaltig angesehen werden können,
und giebt eigentlich schon zu, dass Alles eine Art sei. Seine
Abbildung des Propinguaria-Schmetterlings passt durchaus zu
etwas lichten Sociaria.
Hinsichtlich der Raupen bemerke ich nun, zum Schrecken
aller derer, die hierauf bei specifischen Arttrennungen so viel
Gewicht legen, dass dieselben sogar in ihrem organischen Bau
durchaus bei ein und derselben Art ausserordentlich abändern
können. Ich fand die Raupen der Sociaria in grösserer Zahl
auf verschiedenen Gewächsen in Alt-Castilien, und führen die-
selben auf Segment 8, 7 u. 4 oben nicht nur zwei sehr her-
vorragende Warzen, sondern zwischen diesen beiden befindet sich
auf Segment $ noch ein bis 2 mm. langer, spitzer Dornfort-
satz, der den von Freyer und Millière beschriebenen Raupen
ganz fehlt. Bei einer mir vorliegenden Sociaria-Raupe aus dem
nordwestlichen Frankreich ist sogar die ganze Raupe gleich
glatt und die Warzen auf allen Segmenten gleich wenig erhaben.
Auch bei den castilianischen Raupen wurde der Dornfortsatz
— 168 —
zuweilen rundimentär. Die von mir im vorigen Jahr, aus den
Eiern desselben ©, gezogenen Ennomos Fuscantaria Raupen
änderten hinsichtlich der öfters sehr stark auftretenden Protu-
beranzen sehr ab, ein Stück war fast ganz glatt.
Die 3 vorliegenden griechischen Syn. Sociaria sind im Mai
auf dem Parnass gefunden. Ein sehr grosses Pärchen (2 42 mm.)
gehört zur gewöhnlichen dunkleren (mit Weiss gemischten) Form,
das andere © zur |
— ab. Zuridaria Frr., worunter man die vorherrschend
hellen (weissen) Aberrationen bezeichnen kann. Ich erhielt solche
sonst noch aus Süd-Russland und zog sie mit unter den casti-
lischen Sociaria. Eine fast noch auffallendere, sich wiederho-
lende Aberration ist auf allen Flügeln ganz eintönig schwarz-
grau, ohne alle Zeichnung, und mag als ab. Unitaria bezeich-
net werden. Ich fand sie besonders nur bei 99 aus Süd-Russ-
land; bei den {< kommt sie nur annähernd vor. Als beson-
ders merkwürdige Aberration besitze ich ein 2 aus Montpel-
lier, eintönig weissgrau gemischt, mit schwarzem Basaltheil der
Vordertlügel und einer ebenso scharf abgeschnittenen Aussen-
binde aller Flügel.
435. Boarmia /thomboidaria S. У. Diese weit verbreitete
Art fing Krüper wohl überall, auf Naxos und in der Attica
im Mai; auch auf dem Parnass und in Acarnanien. Die Stücke
ändern etwas ab, wie überall, bei einem Paar von Naxos werden
die Flügel sehr eintönig, fast ohne Zeichnung.
436. — Secundaria S. У. Nur wenige Stücke Mitte Juli,
wie ich glaube, auf dem Taygetos oder Parnass gefunden. Die
beiden vorliegenden (с sind etwas eintöniger (dunkler) als die
baierschen Stücke, das © ist fast ebenso.
437. Sthanhelia Hippocastanaria Hb. In der Attica im
April gefangen.
11
— 164 — 5
438 *). Gnophos Stevenaria В. In der Attica vom 25
April bis 3 Juli einzeln gefangen, vielleicht in zwei Generatio-
nen, auch auf dem Parnass am 10 Juni selten. Die Art ist
viel lichter als die Herrich-Schäffersche Figur 326, fast
aschgrau. Die schwärzliche Bestreuung der Fiügel-Basaltheile
fehlt bei einem Stück (3 Juli, Sommergeneration?) fast ganz.
439. — Asperaria Hb. ich sah nur ein griechisches dunkles
Exemplar dieser sehr aberrirenden Art. Soll die ganz dunkle
Aberration einen Namen haben, so kann dies nur Pityata Rbr.
sein und hiezu Collaria HS. 253 —4 gezogen werden, von
denen 254 nicht mehr die dunklen Querlinien erkennen. lässt,
die bei Rambur’s Abbildung noch deutlich hervortreten.
440. — Sartata Тт. Wohl überall in Griechenland; in der
Attica Anfangs, auf Naxos Ende Mai; am Veluchi im Juli, auch
auf dem Parnass, Acarnanien und bei Smyrna.
44]. — Ambiguata Dup. Wie ich in der Stett. ent. Zei-
tung 1868, pag. 35, auseinander setzte gehören Ambiguata
Dup., Meyeraria Lah. und Ophthalmicata Ld. sicher zusam-
men. Zwei Ende Juli am Veluchi, bei Karpinisi gegriffene 43
gehören zu dieser Art, weichen aber von allen mir bekannten und
auch von Speyer, Stett. ent. Zeit. 1867, pag. 349 fi., erwähnten
Stücken wesentlich ab.- Sie sind sehr licht, weisslich mit graugelber
Bestäubung; die dunklen Querlinien sind in Punktreihen aufge-
löst, die gekernten Mittelringe werden undeutlich, und fehlen
sogar bei dem neuen Stück auf den НимегНасеш ganz. Der
Hinterfiügel-Aussenrand 13. namentlich auf Rippe 4, 5 und 6
stark gezackt, wie ich das nie bei deutschen Ambiquata sah.
Aber auch Сл. Glaweinaria ändert hinsichtlich des gezackten
Aussenrandes sehr ab, und die dunkle 4». Obscuraria S. У.
wird (auf Kalkboden) zuweilen fast weiss, у. Сисеа Stgr.
#) Dr. Krüper führt auch Gn. Furvata 8. У. und var. Calceata Stgr. als
in Griechenland vorkommend an; doch vermuthe ich, dass hier ein Irrthum vor-
liegt; obwohl deren Vorkommen ganz möglich ist.
— 165 —
442. — Dolosaria HS. Herrich-Schäffer beschreibt
dies Thier nach einem fühlerlosen с aus Creta. Dr. Krüper
sandte hievon etwa zwölf, in der letzten Hälfte des April in
der Attica gefangene Stücke ein. Die männlichen Fühler sind
gleichfalls dünn, sehr kurz bewimpert. Der Grundton ist ein
dunkel aschgrauer, nicht so blond wie ш Herrich-Schäffer’s
Abbildung. Statt der Querlinien bemerke ich bei allen griechi-
schen Stücken nur Punktreihen, mehr oder minder deutlich,
bei einem Exemplar sind auch die Punkte fast völlig ver-
schwunden. Die von Herrn Lederer bei Magnesia gefangenen
Stücke sind etwas dunkler.
443. — Mucidaria Hb. Speyer, Stett. ent. Zeit. 1865,
pag. 260 ff. Indem ich auf das von Speyer 1. с. Gesagte
verweise, wonach ÂMucidaria еше von Variegata Dup. ver-
schiedene Art ist, bemerke ich, dass der einzigste haltbare
Unterschied im Bau der männlichen Fühler liegt, die bei Mu-
cidaria mit längeren Kammzähnen versehen sind, während sie
bei Variegata nur gekerbt und kurz bewimpert auftreten.
Von Muciduria sandte Krüper nur zwei sichere 44 ein,
von denen das eine am 15 October auf der Insel Melos ge-
fangen wurde. Das andere, sehr kleine с (19 mm.) ist ohne
Fundortsangabe.
444. — Variegata Dup. Hievon sandte Dr. Krüper eine
grössere Anzahl ein, die, soweit sie mit näheren Angaben ver-
sehen sind, alle im Juni bis August auf dem Parnass gefangen
wurden. Sie ändern in Grösse (21—32 mm.) und Färbung
sehr ab; letztere ist bei dieser Art durchschnittlich bläulicher
als bei Mucidaria. Ein 4 ist fast eintönig aschgrau, ohne
alles Gelb. Die männlichen Fühler sind alle nur gekerbt, wie
es scheint mehr oder weniger; doch kommen auch nicht an-
nähernd Uebergänge zu der Mwucidaria-Fühlerform vor.
"445. — Gruneraria Stgr. Stett. ent. Zeit. 1862, pag.
266. Diese L с. von mir beschriebene Art fand Krüper ledig-
lich auf dem Taygetos (Peloponnes) und zwar um Mitte Juni,
*
— 166 —
446. Ematurga Аютата 1. var. Orientaria Stgr. Nur
in den ersten Jahren in wenigen Stücken eingesandt, die nach
Krüper aus Acarnanien stammen sollen. Diese ausgezeichnet
grossen (35 mm.), grell gefärbten Thiere verdienen wohl einen
eigenen Namen. Herr Mann fand sie auf dem Olymp bei
Brussa, und versandte sie auch als Orientarra.
447. Selidosema Plumaria S.V. Ein am 21 August auf
dem Parnass gefangenes ist von hellgrauer Grundfarbe mit
bräunlichen Schattenbinden. Aehnlich ist ein, früher von Dr.
Krüper auf der Insel Gothland gefangenes Stück.
448. Thamnonoma Wawaria Г. Nur ein <, ohne An-
gabe des Fundorts eingesandt. Das Stück ist sehr licht asch-
grau, fast ganz ohne dunkle Punktirung, die bei allen deut--
schen und andern mir bekannten Exemplaren vorhanden ist.
Die Hinterflügel sind eintönig grauweiss.
449. Phasiane Glarearia S.V. Nur ein ©, wahrscheinlich
vom Parnass, bei dem die helle Grundfarbe sehr wenig gelb,
fast weiss ist. |
450. — Clathrata L. Mehrere Männchen, das eine vom
Parnass am 25 Mai, zeigen die gewöhnliche Form dieser Art.
Auch aus Acarnanien.
451. Scodiona Conspersaria S.V. Ein grosses © aus
der Attica, am 20 April gefangen, ist ganz weiss, mit ge-
ringer dunkler Bestäubung und einer ganz rudimentären Punkt-
reihe auf den Vorderflügeln. Aehnlich ist ein auf Naxos am
1 Mai gefangenes. schlecht erhaltenes Stück, Ein am S Juni bei
Smyrna gefangencs frisches < ist vollständig gelbgrau. Diese Art
aberrirt und variirt so, dass ich jetzt unbedenklich Zextiscaria
Dup. als behaartere Form dazu ziehe.
452°). Aspilates Cifraria Hb. In der Attica und auf
Naxos im April nicht selten; auch vom Parnass und wohl
überall. Erber fand die Art auf Corfu, Syra und Tinos. Be-
*) Auch Aspilates Gilvaria S.V. glaube ich früher einmal aus Griechenland
erhalten zu haben; doch ist ein Irrthum möglich.
— 167 —
sonders die Exemplare aus der Attica sind gross und sehr
lebhaft gelb.
453. — Strigillaria Hb. Ende Mai auf dem Parnass häufig.
Die Stücke sind alle gross (bis 37 mm.) und vorherrschend
weisslich; ganz graue Exemplare kommen gar nicht vor. Bei
der var. Oretaria aus Sarepta verschwinden die gelblichen Quer-
streifen der Flügel vollständig.
454. Aplasta Опопата Fuessly. Die vorliegenden sieben
griechischen Stücke sind im Juni bis Anfangs August auf dem
Parnass gefangen, von der Grösse der deutschen und wie diese
in Färbung abändernd, bald bräunlich gelb, bald gelblich
violett. г
455. Sterrha Sacraria Г. Auf dem Parnass im August,
in der Attica im Juni, Juli und December gefangen. Von Erber
auf Corfu, Syra und Tinos gefunden. Diese Art, von der ich
in Spanien sehr merkwürdige Aberrationen fand, scheint in
Griechenland weniger abzuändern. Von den vorliegenden vierzehn
Exemplaren ist das scharf abgeschnittene Querband der Vorder-
flügel meistens bräunlich, bei den wenigsten schön roth. Bei dem
am 1 December bei Athen gefangenen Stück ist es sehr breit,
nicht so scharf begrenzt und schön roth; bei diesem Stück
zeigt sich auch auf der Mittelzelle ein röthlicher Anflug. Bei
spanischen Stücken werden zuweilen die Vorderflügel vollstän-
dig roth, jedoch tritt hier das dunklere Querband deutlich auf.
Bei anderen spanischen Exemplaren wird das Strohgelb der
Vorderflügel vollständig lehmgelb. Ein solches Stück hat ein
schwärzliches Querband und rosafarbene Franzen. Bei diesen
dunkleren Formen werden die Hinterflügel statt weiss grau,
zuweilen fast schwärzlich. Ich verweise hier auf M. Lachlan’s
«Observations on some remarkable Varieties of Sterrha Sacraria >»
in den Transact. of the Lin. Society 1866, pag. 453 ff.
PI. XXIH, wo er nebst der Raupe sieben Aberrationen der
Sacraria abbildet.
— 168 —
"456. — Anthophilaria Hb. var. Rosearia Tr. Herrn
Erber gebührt das Verdienst, die fast . verloren gegan-
gene ächte Æosearia Tr. wieder in Corfu aufgeiunden zu haben,
und zwar in grosser Anzahl. Die Exemplare, welche Krüper
später in der Attica und auch auf Naxos fand, sind durchweg
kleiner und nicht mehr typische Æosearia Tr., sie bilden die
schönste Mittelstufe zwischen ihr und der südrussischen Antko-
philarıa Hb. р
Alle mir vorliegenden Stücke aus Corfu sind gross, 25—28
mm. Bei einigen sind die Vorderflügel strohgelb (schwefel-
gelb) mit einer rosarothen Aussenbinde und einem rosarothen
Aussenrande; die Franzen bleiben gelb. Das Rosarcth ver-
breitet sich nun allmählig über die ganze Flügelfläche und zu-
letzt giebt es Exemplare, wo die Vorderflügel vollständig rosa
sind mit einer schmalen gelben Binde vor dem Aussenrande.
Ebenso werden die hellen Hinterflügel allmählig völlig dunkel,
schwarz, nur eine hellere schmale verloschene Binde nach
aussen bleibt, die auch bei hellen Stücken durch dunklere Um-
schattung stets kenntlich ist. Sehr selten finden sich bei den
dunklen Exemplaren aus Corfu auf allen vier Flügeln Andeu-
tungen von hellen Mittelpunkten. Herr Erber entdeckte auch
die Raupen dieser Art auf einer Alisma?; die Schmetterlinge
erschienen von Mitte Mai bis Mitte Juni. Auch fing er be-
reits im März drei Stücke der ersten Generation, die viel klei-
ner und dunkler sind und mit den kleinen Stücken von Naxos
stimmen.
Die Stücke, welche Dr. Krüper in der Attica und auf
Naxos fand, sind zunächst durchweg kleiner, 17—22 mm.
Das еше « von Naxos ist am 28 März gefangen, die Stücke
aus der Attica Mitte Juni und Mitte Juli. Nur’ ein < ohne
Datum und Ortsangabe hat gelbe Vorderflügel mit zwei breiten
rothen Aussenbinden nebst dunklen Hinterflügeln, und sieht ge-
пад wie ein kleines Corfuer Exemplar aus. Alle andern Stücke
haben gauz rothe Vorderflügel (zuweilen durchscheinend Gelb\
— 169 —
mit sehr schmalem gelben Aussenband, das bei zwei Stücken
fast verschwindet. Die Hinterflügel, zuweilen ganz schwarz mit
sehr verloschener schmaler gelblicher Aussenlinie, werden bei
einigen Stücken ganz gelb mit zwei breiten, durch die Grund-
farbe getrennten Aussenrandsbinden. Bei drei dunklen Stücken
tritt sowohl auf den Hinter- wie Vorderflügeln ein sehr deut-
licher, scharfer gelber Mittelfleck auf.
Betrachten wir nun die südrussische 5% Anthophilaria, so
zeigt sich dieselbe zunächst in einer sehr kleinen dunklen Früh-
lingsgeneration (16—19 mm.) und im der viel grösseren,
meist sehr lichten Sommergeneration (22—25 mm.). Erstere,
schr wenig verbreitet, fing mein Freund Christoph bei Sa-
repta um Mitte April, letztere Ende Juni, Juli. Die erstere
Generation, stets dunkel, hat öfters fast. gelbe Vordertiügel,
die nur mit Roth angehaucht sind, und zeigt auf der Oberseite
der grauschwarzen Hintertiügel keine Spur von hellerer Binde,
die aber unten ersichtlich wird. Sie zeigt meist helle Mittel-
flecke, zumal auf den Vorderflügeln. Jedenfalls steht diese
Form den kleinen griechischen Stücken. so nahe, dass beide
kaum noch als Lokalformen zu trennen sind. Die südrussische
Sommergeneration ist bei den 92 fast stets mehr oder min-
der roth bepudert, öfters fast vollständig. Bei den 9 sind
die Vorderflügel dagegen schwefelgelb mit röthlichbrauner
Binde vor dem Aussenrand, die zuweilen sehr schmal wird.
Die Hinterflügel sind bald dunkel, schwärzlich, mit heller
Aussenbinde und hellem Mittelpunkt, bald vollständig hell mit
kaum sichtbarer dunkler Querlinie nach aussen. Solche Stücke
kommen einzelnen St. Sacraria sehr nahe, doch hat letztere
stets eine schrägere Aussenbinde der Vorderflügel, die in die
Spitze ausläuft (bei Axfhophiluria vor der Spitze) und niemals
einen bindenartigen Schatten auf den Hinterfügein.
457. Lythria Purpuraria L. Die im Juni und Juli auf
dem Parnass gefangenen Stücke gehören der grösseren, lichte-
ren Sommergeneration an, nur ein kleineres dunkleres $ der
— 170 —
Frühlingsgeneration. So sehr diese Art auch abändert, so glaube
ich doch bestimmt, dass die von mir in Spanien in Menge
gefangenen Zythria Sanguinaria Dup. eine andere Art ist, da
bei ihr stets die beiden rothen Aussenbinden parallel verlaufen,
die sich bei Purpuraria vereinen, und öfters nur eine Binde
bilden.
458. Ortholitha Bipunctaria S.V. Zwei Stücke, im Juli
auf dem Parnass gefangen, sind von gewöhnlicher Färbung.
459. Siona Decussata S.V. Nur ein rein weiss und braun
gepudertes Stück, wie ich solche noch aus Serbien und Krain habe.
Die ungarischen Stücke sind wohl nie rein weiss, meist bräun-
lich weiss bis zu den ausgesprochensten braunen Stücken (ab.
Fortificata Tr. VI, U, pag. 261).
460.*) Lithostege Farinat« Hufn. Von Ende März bis
Ende April auf dem Parnass in gewöhnlichen Stücken.
461. Anaitis Praeformata Hb. Ein am 20 Juli auf dem
Parnass gefangenes © gehört zweifellos hierher. Der Haupt-
unterschied dieser Art von der folgenden liegt in der dicken
schwarzen Halbbinde der Vorderflügel, welche von der Mitte
des Vorderrandes beginnend durch die Mittelzelle zieht und
am innern Ast derselben endet. Nach innen liegt noch in der
Mittelzelle ein (aus 3 Linien bestehender) bräunlicher breiter
Querwisch. Wahrscheinlich wird diese Art den Namen Cassiata
Tr. wieder erhalten müssen, da Hübners Praeformata wohl
später publicirt wurde.
462. — Рада“ L. Dieser weit verbreitete Spanner
wurde von Krüper in der Attica (12 April, 28 Juni), auf
dem Parnass (28 April), auf Naxos (22 Juni) und bei Smyrna
(20 Mai), auch wohl sonst noch gefunden. Nur ein Paar
griechische Stücke, ohne Angabe des Fundorts, sind gross (bis
40 mm.) und dunkel aschgrau wie die deutschen. Alle andern
*) Lith. Griseata S.V. liegt in einem, am 6 Mai bei Smyrna gefundenen ge-
wöhnlichem & vor. Die Art dürfte sicher auch in Griechenland vorkommen.
— 171 —
Stücke sind kleiner (bis 28 mm.), sehr licht weissgrau mit
weniger scharfen Querlinien. In Kleinasien scheinen sie nach
den Smyrnaer und von Herrn Lederer bei Magnesia gefun-
denen Exemplaren ganz ebenso vorzukommen, und könnte man
daher diese kleinere, blasse, ziemlich konstante Varietät wohl
als var. Pallidata bezeichnen.
463. — Simpliciata Tr. Hievon fing Dr. Krüper nur
wenige Stücke Ende Juli am Veluchi bei Karpinisi. Von dem
noch vorliegenden vier Exemplaren ist nur eins licht aschgrau
(weissgrau mit dunkler Zeichnung) wie die Herrich-Schäf-
fersche Abbildung, zwei sind durchaus gelbgrau (sandfarben),
das vierte Stück hält ziemlich die Mitte zwischen beiden Fär-
bungen. £
464. Sparta Paradoxarıa Stgr. Stett. ent. Zeit. 1862,
pag. 267 (Mai), Millière Icones I, р. 13, Pl. 37, 1—3;
Celonoptera Mirificaria Ld. Berl. ent. Zeit. 1862, р. 59,
Taf. I, 1—4. (Juni).
Diese sehr merkwürdige grüne Art, welche Krüper zuerst
auf dem Taygetos entdeckte, fand er später auf dem Parnass
“und zwar häufig wieder. Sie flog von Anfang Juni bis nach
Mitte Juli auf der nördlichen Abdachung des Parnass unmit-
telbar beim Dorfe Agoriani, und zwar fast ausschliesslich an
Ahorn- (Acer) Bäumen, so dass die Raupe davon höchst wahr-
scheinlich darauf leben wird. Herr Lederer erhielt diese Art
aus Sicilien und beschrieb sie als Celonoptera Mirificaria in der
Berliner entomologischen Zeitung im ersten Heft, dessen Aus-
gabe etwa sechs Wochen später, als die des zweiten Heftes
der Stettiner Zeitung (1862) erfolgte.
465. Lobophora Externata HS. Nach Rogenhofer von
Erber auf Tinos gefunden. Dr. Krüper fand sie nur bei
Smyrna von Mitte März bis Ende April.
466. Cidaria Pyraliata S. V. Dr. Krüper sandte drei
Stücke von gewöhnlichem Aussehen ein, von denen das eine am
11 Juni auf dem Parnass gefangen ist.
— 172 —
467. — Fulvata Forster. Das einzigste, am 22 Juni auf
dem Parnass gefangene 2 ist ziemlich verflogen und sieht wohl
nur deshalb sehr blassgelb aus.
468. — Ocellata L. Ein frisches, am 15 Mai auf dem
Parnass gefangenes 2 sieht genau so wie unsere. deutschen
Stücke aus.
469. — Variata S. У. Vier Exemplare vom Parnass
(21 April u. 24 Mai) und vom Veluchi sind ganz gewöhnliche
Тата; das eine & ist sehr dunkel.
470. — Salicata Hb. var. Rufieinctaria Gn. et Probaria
HS. Ueber diese lokal sehr variürende Art, und zugleich auch
etwas aberrirend, herrscht noch viel Verwirrung. Die kleinere
dunklere Form, wie ich solche aus England von Doubleday
habe, halte ich für die ächte Salicata Hb. 273, und muss sie,
als die zuerst publicirte, als Stammart angesehen werden. Hiezu
gehört Salicaria Dup. VII, 188, 8; Ablularia HS. 382 —5
und Podevinaria HS. 250, welche nicht unter eigenem Namen
weiter aufgeführt werden kann. Denn die typischen Exemplare
der Podevinaria vom Wiener Schneeberg stimmen mit den eng-
lischen fast ganz überein. Natürlich уагигеп auch die englischen
Stücke etwas unter einander, namentlich sind die der zweiten
Generation etwas grösser und lichter. Abluturia В. hätte es nie
heissen sollen, denn der Name ist bei Boisduval lediglich in
litteris, also autorlos. Da Herrich-Schäffer unter Ablutaria
zuerst die dunkle, schon benamte Salicata kenntlich macht, muss
der Name Ablutaria überhaupt ganz eingehn. Ich nehme daher
für die grössere helle Form den Namen Zuficinetaria Gn. IT,
pag. 278, wieder auf. Hiezu gehört zweifellos Salicaria HS.
207—205, з wie Olivaria Dup. УШ, PL 183, 3, während
ich nicht, wie Guénée, auch Ælavicinctata Dup. УШ, PL 199. 8,
hieher rechüen mag. Diese grössere lichtere Form mit mehr
oder minder gelblicher Zeichnung ist die gewöhnlichste; sie
findet sich in der Schweiz (Aargau, Wailis), Regensburg (HS.),
Süd-Frankreich. Corsica und in Griechenland. Die vorliegenden
— IV —
zehn griechischen Stücke vom Parnass und der Attica, im März
und April gefangen, sind sehr licht und zeigen zum Theil sehr
wenig gelbe Beimischung, so dass sie schon zu der var. Pro-.
baria HS. Salicaria HS. 529 zu rechnen sein dürfte. Diese
var. Probaria, die Mann in Croatien fand, zeichnet sich durch
eine fast weissliche Färbung und den fast gänzlichen Mangel
an Gelb aus; die var. Aufieinctaria geht aber eben bei den
griechischen Stücken in sie über. Das еше Z ist sehr klein
und dunkel, so dass es fast zu Salicata Hb. zu rechnen: ist.
Von Millieres Abbildungen der Ablutaria, Icones 1859, Pl. 3,
gehört fig. 11, die er «race de montagne» nennt, sicher zu
Salicata Hb.; auch die merkwürdige ganz gelbliche Aberration,
die er «race lyonnaise» nennt, und die ich ganz so von фт
habe, dürfte dazu zu rechnen sein. Da ich auch grosse, helle
var. Auficinctariu aus der Umgegend Lyon’s habe, so möchte
ich fast annehmen, dass diese zur Sommergeneration gehören.
Auch bei Smyrna fand Krüper diese Art von Mitte März
bis Mitte April, die den griechischen ganz gleich kommen.
Die Raupen scheinen überall an Galium zu leben.
471. — Fluctuata 1. Diese weit verbreitete Art
fand Krüper Ende Mai am Parnass. Ich fing sie in der Nähe
des Nord-Cap’s und an der Meerenge von Gibraltar.
472. — Unicata Gn. Tab. II, fig. 5. Sechs Stücke vom
Parnass, das eine am 14 Mai, ein anderes am 23 September
gefangen. Alle Stücke sind gleich gross und messen nur 20 mm.,
sonst ist Guénées Beschreibung dieser kleinen Art gut; eine
gute Abbildung derselben aber noch besser, als еше Beschrei-
bung. Die griechischen Stücke kommen mit zwei meiner Samm-
lung aus Amasia fast ganz überein, sie sind nur etwas weisslicher.
473. — Fluviata Hb. Nur ein am 15 Mai auf Naxos ge-
` апоепез $ (Gemmata Hb.) liegt vor. Bereits im Winter ven
1857 auf 58 konstatirte ich im Andalusien durch die Zucht
von Eiern desselben 2, dass die so ganz verschiedene Fluviata
als 4 zu der ganz anders aussehenden Gemmata gehöre. Die
— 174 —
Art findet sich von Nord-Deutschland an bis Beirut und viel-
leicht noch weiter.
474. — Riguata Hb. Rogenhofer giebt die Art als von
Erber auf Corfu gefangen an.
475. — Ludificata п. sp. Tab. II, fig. 4. Grisescens, alis
anterioribus luteo-conspersis, strigis compluribus obliquis punctis-
que marginalibus nigris; alarum posteriorum basi albidiore. 3
Mag. al. exp. 24—26 mm.
Der künstlichen Eintheilung nach gehört diese Art in die
Lederer’sche Abtheilung Aa der Gattung Cidaria, da die After-
klappen des < stark ausgebildet, weit über den Afterbüschel
hervorragend sind, während die Fühler borstenförmig, gewimpert
sind. Die vier vorliegenden Stücke haben aber in Zeichnung und
Färbung eine solche Aehnlichkeit mit Unmiformata Bellier und
etwa Frustata Tr. (bei der hingehörig sie mir Herr Lederer
selbst bestimmte), dass ich sie hier beschreibe. Die vier Stücke
wurden in der Attica von Dr. Krüper am 16 und 17 April
gefangen; sie sind alle ganz frisch (franzenrein), aber dem einen
fehlen Fühler und Leib (wesshalb es eventuell, auch als das
grösste, ein 2 sein kann) und dem andern « scheinen die
beiden letzten hoch nach oben gerichteten Afterklappen ab-
gebrochen zu sein.
Kopf und Rücken sind schmutziggrau gemischt; der Leib
ist heller, der Afterbüschel weisslich. Die anscheinend ungekerb-
ten Fühler sind ziemlich lang bewimpert, die Wimpern fast so
lang, als der Fühlerschaft dick ist; die Bewimperung ist eine
viel längere, als bei Frustata etc.
Die grünlichgrauen Vorderflügel haben gelbliche Beimischung
und eine Anzahl gewellter dunkler Querlinien, fast alles so wie
bei Umformata Bellier. Nur das eine griechische Stück ist
lichter, fast sandfarben gehalten. Während aber Uniformata stets
eine aus Mondstrichen verbundene schwarze Limballinie hat,
zeigt Ludificata, genau wie bei Frustata, vor den Franzen
schwarze Punkte, oder Strichelchen, von denen stets zwei dicht
— 175 —
um еше ausmündende helle Rippe stehen. Auch stehen nach dem
Aussenrande Hin bei Zudificata eine Reihe weisser isolirter
Pünktchen (von denen einer am Innenwinkel sehr auffallend ist),
die der weisslichen Zackenbinde bei Frustata und Uniformata
entsprechen. Die Franzen selbst sind lichtgrau, matt dunkler
gescheckt, in der Mitte durch eine weissliche Linie getheilt.
Die Hinterflügel sind oben grau, nach der Basis zu weiss-
lich, ohne alle Spur eines Mittelpunktes, aber mit einer dunk-
leren Querlinie hinter der Mittelzelle, die daselbst einen sehr
stark nach aussen vorspringenden Winkel macht. In dem dunklen
Aussenrande bemerkt man bei zwei Stücken eine helle Zackenlinie.
Limbalpunkte und Franzen wie vorne.
Auf der Unterseite aller Flügel tritt, besonders auf den hin-
teren, ein deutlicher Mittelpunkt auf und eine dunkle Querlinie
hinter der Mitte. Dieselbe tritt auf den vorderen nur am Vorder-
rand deutlich auf, auf den hinteren (der oberen ganz entsprechend)
löst sie sich in Punkte auf.
Cid. Ludificata ist von der äusserlich so ähnlichen Unifor-
mata nicht nur durch den verschiedenen Bau der männlichen
Fühler und Afterklappen ganz getrennt, sondern auch die Limbal-
punkte lassen mit Uniformata keine Verwechselung zu. Die
ebenso organisch verschiedene Frustata ist stets vorherrschend
grün (zuweilen gelb) gefärbt.
476. — Galiata S.V. Von den sechs Exemplaren sind drei
vom Parnass und grösser als die deutschen Stücke. Namentlich
ist das eine, am 3 August gefangene © gross, fast 30 mm.,
und hat es auf den Vorderflügeln in der Aussenhälfte sehr
reines Weiss, während die Hinterflügel besonders dunkel sind.
Zwei andere Stücke sind Ende Juni vom Parnass.
477. — Permixtaria HS. Auch diese Art, die bisher, wie
Cid. Unicata, nicht in Europa gefunden war, fing Krüper von
Ende Mai bis Ende Juni auf dem Parnass in einigen Stücken,
die den kleinasiatischen ganz gleich kommen. Ein von mir bei
Granada gefangenes Stück gehört wahrscheinlich auch hieher,
zeigt aber keine bräunliche Färbung des Wurzelfeldes.
478. — Bilineata L. Von Dr. Krüper wohl überall ge-
funcen, namentlich war sie im Mai auf Naxos sehr gemein;
auch von Erber auf den von ihm besuchten Inseln überall
angetroffen. Die Stücke aberriren, wie überall, sehr. Bei einigen
wird das lebhafte Gelb, zumal auf den Vorderflügeln , matt
braun- oder graugelb; besonders dunkel werden die Vorderflügel
bei einem Stück ven Naxos, die Hinterflügel bleiben aber stets
mehr oder minder lebhaft gelb. Auch die Unterseite der Vor-
derflügel bleibt, namentlich an ihrer mneren Hälfte, stets lebhaft
gelb. Deshalb kann ich jetzt nicht mehr .Brstrigaria HS. 8—5,
angeblich aus Sicilien, wie ich.dies in meinem Catalog pag. 82
gethan, als Aberration hieher ziehen; zumal sie Herrich-
Schäffer selbst der Æubidata am Nächsten stelit, die mit Bi-
Iineata gar nicht zu vergleichen ist. Ich halte diese Distrigaria
HS. 3—5 für eine mir unbekannte Art, die ich einstweilen
Confusaria nennen will, da sie den bereits an die folgende Art
vergebenen Namen unmöglich beibehalten kann.
479. — Bistrigata Tr. Dr. Krüper sandte hievon nur
ein gutes © ohne Angabe des Fundorts ein, während zwei,
wahrscheinlich auch hieher gehörige Stücke ganz schlecht sind.
Das еше © weicht allerdings etwas von den Stücken aus Sar-
(мен ab, kann aber nur hieher gezogeu werden. Diese Art
wurde, in sicheren Stücken, bisher nur auf der Insel Sardinien
gefunden, wo ich sie selbst, im Juni und Juli, sehr häufig fand,
und wo ich die sonst überall gemeine Dilineata gar nicht fand.
lie Annahme, dass Distrigata Tr. eine Lokalvarietät der Bili-
neata sei, liegt daher um so näher, als gerade Sardinien und Cor-
sica ganz eigenthümliche Racen (Van. Ichnusa, Sat. у. Aristaeus),
erzeugen. So sehr nun auch die von mir gefangenen Bistrigata
unter einander aberriren, und so sehr ein Gleiches bei Bilineata
der Fall ist, со sah ich doch nie auch nur ein Stück, welches,
selbst annähernd, einen Uebergang gebildet hätte. Die viel
— 177 —
stärker gebogene und gezackte äussere Hauptquerlinie der Vorder-
flügel, die graue Färbung ete., trennen die sardische Bistrigata
stets leicht von. den dunkelsten Bilineata.
Das griechische © ist etwas grösser (27 mm.) als die
meisten sardischen Stücke. Es ist auf den Vorderfiügeln ein-
förmiger weissgrau, die Beimischung von Gelb fehlt ganz, be-
sonders auch auf den Hinterfiügeln, wo sie bei den Sarden nie
fehlt. Die äussere Hauptquerlinie ist auf den Vorderflügeln nicht
so stark gebogen und gezackt, wie bei den Sarden (auf den
Hinterflügeln fast grade so}. wenn auch stärker als bei Bilineata.
Auf der Unterseite tritt diese Querlinie nicht so scharf schwarz
auf, wie bei den Sarden, während die Mittelflecken hier ebenso
scharf sind. Auch auf der Oberseite der Vorderflügel sind hier,
wie bei Bistrigata, deutliche Mittelmonde vorhanden, die bei Bi-
lineata äusserst selien schwach angedeutet erscheinen. Eine
grössere Reihe dieser interessanten griechischen Exemplare dürfte
vielleicht Uebergänge zu Bihineata zeigen.
430. — Vitalbata S.V. Nach Rogenhofer von Erber
auf Corfu gefunden.
481. — Tersata S.V. Auf dem Parnass im Juli, wie es
scheint, äusserst häufig. Von Erber auf Corft gefunden. Die
griechischen Stücke, durchschnittlich 30 mm. gross, aberriren
unter sich weniger, als die anderer -Gegenden. Mein kleinstes
deutsches Stück misst nur 20 mm., das grösste griechische
32 mm. Die meist sehr breiten Voderflügel werden bei einigen
kleineren französischen Stücken entschieden schmäler. Dicse
tücke sind nebenbei sehr zeichnungslos, was sich aber auch
bei andern (aus Ungarn) findet.
Es ist mir jetzt fast unzweifelhaft, dass Testaceata Hb. 338,
die so viel Verwirrung angerichtet, hieher gehört. Die Figur
ist ebenso verfehlt, wie die von Tersata Hb. 268, welche viel
‚ zu wünschen übrig lässt. Auch Duponchel’s Figuren VIII, Pl.
197, 1. 2., die Guénée als die besten eitirt, sind, wenigstens
in meinem Exemplar, sehr schlecht. Der den meisten Stücken
— 178 —
dieser Art charakteristische schwärzliche Fleckenwisch nach der
Vorderflügelspitze zu fehlt in beiden Figuren; allerdings fehlt
er auch öfters bei den Thieren selbst. Eine dunklere Randbinde,
wie bei Testaceata Hb., ist eigentlich nie vorhanden; annähernd
bei einigen Stücken; so einem vorliegenden aus Mayringen. Ein
dunkler Mittelfleck, wie er bei Testaceata Hb. stark vorhanden,
findet sich bei einzelnen deutschen Stücken (Augsburg), wenn
auch nur klein, vor. Alles was ich als Testaceata (aus Frank-
reich) erhielt, kurz alle mir bekannten Stücke dieser Art aus
Europa gehören sicher hieher, und selbst De la Harpe, der
zuerst die ächte Testaceata Hb. wieder aufgefunden haben wollte,
sagt in seinem Supplément II, dass sie doch wohl nichts anderes
wie Tersata sei.
Ebenso vermuthe ich jetzt, dass Zxoletaria Hb. und Lucil-
lata Gn. zu Aemulata Hb. gehören.
482*). Eupithecia? Graphata Tr. Bevor nicht ein tüch-
tiger Sachkenner ‚ nach einem sehr grossen Material aus den
verschiedensten Ländern, die Gattung Eupithecia monographisch
bearbeitet haben wird, werden hier bei manchen Arten Zweifel
bleiben. Diese Gattung ist in meinem grossen Catalog (1861)
sehr schlecht von mir bearbeitet, und kann ich nur versprechen,
dass dieselbe in der nächstens erscheinenden 2 Auflage des
Catalogs bedeutend besser sein wird. Ein am 21 Juli auf dem
Parnass gefangenes frisches 4 gehört ziemlich sicher zu Gra-
phata Тт., wie wir solche jetzt aus Ungarn (Ofen) erhalten.
483. — Spissilineata Metzner. Drei am Parnass am 2 und
22 April, so wie 18 Mai gefangene «4 gehören sicher hieher.
Die Abbildungen bei Freyer und Herrich-Schäffer sind zu
grell. Die Stücke sind grösser (19 mm.) und lichter grau, als
die kleineren (16 — 17 mm.), mehr braungrauen Stücke, die
Mann in Dalmatien fand und als Spissilineata verschickte. Viel-
leicht gehört sogar die ganz gelbliche Multilineata Mn. hieher.
*) Eine bei Smyrna am 10 Mai gefangene kleine Æupithecia (16 mm.) gehört
wahrscheinlich zu Gemellata HS.
— 179 —
484. —? Isogrammata Tr. Nur ein ©, ohne speciellere
Angaben, gehört höchst wahrscheinlich hieher und nicht zu
Valerianata.
485. — Dodoneata Gn. Zwei am 3 und 16 April in der
Attica gefundene &$ können nur hieher gezogen werden.
Sie sind aber eintöniger, weniger gezeichnet, als die mir vor-
liegenden französischen und englischen Stücke. Die Art kommt
der grösseren Abbreviata Stph. öfters recht nahe.
486. —? Innotata Hb. Ein ganz verflogenes Stück, ohne An-
gabe des Fundorts, kann wohl nur zu dieser sehr verbreiteten Art
gehören, deren Raupe sehr polyphag, der Schmetterling selbst
sehr abändernd ist.
487. — Unedenata Mabille Ann. Soc. Fr. 1867, pag. 649,
№]. 14; За. b..e. . Zwei, in..der. Attica: am. 24. März und..18
April gefangene Stücke, von denen das erstere ganz frisch
ist, gehören ganz sicher hieher. Ich besitze eine von Mabille
mir mitgetheilte typische Unedonata aus Corsica, die vollstän-
dig mit den griechischen Stücken übereinstimmt. Es ist eine
gute Art, der ÆRosmarinata Mill. am nächsten, und etwas im
Habitus, an Pheniceata Rbr. erinnernd.
488. — Pumilata Hb. Aus der Attica vom März und
April, ein Stück von Naxos am 18 Mai und vom Parnass am
17 Juli. Das Stück von der letzten Lokalität ist sehr dunkel
und scharf gezeichnet, die andern sind verloschener und heller;
ganz so wie dies auch in andern Gegenden der Fall ist. Die
Raupen dieser gemeinen Art fand ich in Andalusien auf den
allerverschiedenartigsten Pflanzen, und da auch die Schmetterlinge
sehr aberriren end variiren (nach der Zeit), so ist es nicht zu
verwundern, dass die Art öfters unter anderen Namen beschrieben
wurde. Zuletzt von Milliere als Globulariata, deren Zusam-
mengehören mit Pumilata jetzt auch dem Autor selbst unzwei-
felhaft sein dürfte.
489. — Pusillata SV. Zwei Stücke, ohne nähere Angaben,
stimmen mit den deutschen ganz überein.
12
— 180 —
490. — Centaureata S.V. Krüper sandte nur ein am 18
April in der Attica gefundenes frisches Stück dieser durch
ganz Mittel- und Süd-Europa (Asien und Nord-Africa?) verbrei-
teten Art ein. Die Zeichnungen sind bei diesem Stück sehr
verloschen; der schwärzliche Fleck am Vorderrande sehr auf-
gelöst, licht blaugrau.
491*). — Breviculata Dup. Nach Rogenhofer von Erber
auf Syra gefangen. |
492. Aglossa Pinguinalis L. Im Juni auf dem Parnass,
im October und November in der Attica, auch auf Milos gefun-
den; gewiss überall, denn Erber fand sie auch auf Corfu, Syra
und Tinos. Unter den Griechen sind einige sehr kleine Stücke
bis 18 mm.; das grösste griechische Stück misst 32 mm.; mein
grösstes © aus Granada sogar 39 mm.
493. — Cuprealis Hb. Krüper sandte nur ein sehr blas-
ses, Ende Juni am Veluchi gefangenes < ein. Gewiss ist diese
Art verbreiteter.
494. — Signicostahs п. sp. Tb. II, fig. 6. Nigricans, capite
Лазо, alıs anterioribus fuscescentibus, maculis costalibus flavidıs ;
ай posterioribus totis nigris. © Mag. al. exp. 19 mm.
Obwohl Dr. Krüper hievon nur ein, am 23 Juni auf dem
Parnass gefangenes, gut erhaltenes einsandte, so ist es doch
so auffallend von den andern beiden Arten dieser Gattung ver-
schieden, dass ich es für eigene Art halte; jedenfalls verdient
es einen besonderen Namen.
Es steht der Cuprealis am nächsten und hat fast dieselbe
schwärzlich braune Grundfarbe der Vorderflügel. Diese zeigen
nur am Vorderrande gelbliche Flecken, sonst sind sie fast eintönig
dunkel, obwohl man Spuren einer helleren Binde nach aussen
zu sehen kann. Ausser 5—6 ganz kleinen gelben Pünktchen
auf dem Vorderrande ist hinter der Basis, in der Mitte und
*) Dr. Krüper fand am 13 April bei Smyrna eine ganz frische Eupithecia
Glaucomictata Mn. Е
— 181 —
vor der Spitze ein grösserer gelber Wisch, dem Anfange der
Binden bei Cuprealis entsprechend.
Die Hinterflügel sind vollständig schwarz, nicht etwa nur
schwärzlich; bei Cuprealis sind sie gelblich weiss, selten ins
Graue übergehend. Die Franzen aller Flügel sind viel kürzer
als bei Cuprealis, etwa nur halb so lang.
Scheitel, Stirn und besonders Palpen sind vollständig] lebhaft
gelb; bei Cuprealis braun, höchstens braungelb. Die anscheinend
genau so gebildeten Fühler sind schmutzig gelb; nur deren Basal-
glied bleibt rein gelb. Auf dem Thorax, der wie der Hinterleib
dunkel (schwarz) ist, sind die Spitzen der Schulterdecken gleich-
falls gelblich. Die Tarsen sind braun und hell geringelt, wie
bei Cuprealis. Eine grössere Zahl gleicher Exemplare würde
die Artrechte dieser Signicostahs unzweifelhaft machen.
495 *). Asopia Farinalis L. Im September und Octo-
ber in der Attica häufig, im Juni auf dem Parnass; auch auf
Naxos und Tinos. Ein am 22 October gefangenes < misst nur
17 mm.; mein grösstes Q aus Sardinien 31 mm.
496. — (оз; Е. Nur ein Stück vom Parnass in der
gewöhnlichen Form. In Würtemberg erzog Dr. Steudel, in
ziemlicher Anzahl mit der gewöhnlichen Form, Exemplare, die
statt der gelben, vollständig violett-rothe Franzen haben, auch
sind hier die beiden gelben Costal-Flecken fast vollständig von
der Grundfarbe bedeckt. Diese konstante Aberration kann als
ab. rubrocilialis aufgeführt werden.
497. — Rubidalis S.V. Nach Rogenhofer von Erber
auf Tinos gefunden.
498. Stemmatophora Obsoletalis Mn. Wien Mts. 1864,
p. 179, Taf. 4, 5. Nur ein am 18 Mai auf Naxos gefangenes
ganz frisches <, bei dem leider der Leib fehlt. Nach Herrn
Lederer’s Bestimmung ist es sicher die von Mann bei Brussa
*) Ulotricha (Hypsopygia) Egregialis Hb. fand Dr. Krüper in einem Stück
bei Smyrna.
*
— 182 —
gefundene Art. ‚Das griechische. Stück hat anscheinend noch
schmälere Vorderflügel, die besonders dunkel (bräunlich grau-
schwarz) sind und auf denen man die helleren Querlinien nur
mit Mühe erkennt.
499, Pyralis Pertusalis Hb. Da Herr von Frivaldszky
diese schöne Art auf Greta. gefangen haben will, muss ich sie
wohl als griechisch aufnehmen. Dr. Krüper fand sie nur bei
Smyrna, wo sie im April flog.
500. .— Moldavica Esp. Tom. Ш, Tab. 86, Cont. Bomb.
7, fig. 1. (Netricahs HS. 4.) Da Esper’s Abbildung. bereits
1789 erschien, also jedenfalls älter sein muss, als Netricalis Hb.
158, die nebenbei einer andern Lokalform (der andalusischen
Diffidalis Gn.) angehört, so muss der osteuropäischen Form
unbedingt der Esper’sche Name zurückgegeben werden. Ueber
die einzelnen Racen werde ich bei einer späteren Bearbeitung
der Lepidopteren-Fauna Spanien’s mehr Gelegenheit haben,
mich auszusprechen, da ich aus Spanien ein sehr reiches Mate-
rial meist selbst gefangener Stücke besitze.
Die Art wurde wohl von Krüper ziemlich überall im Mai
bis Juni gefunden, auch bei Smyrna; ebenso fand Erber sie
auf allen von ihm besuchten Inseln. Das kleinste < (von Naxos)
misst 29, das grösste 30 mm. Die Männchen sind alle von
bräunlicher, die © von grünlich gelber Färbung, nur ein ©
(1 Mai, Attica) ist schön röthlichbraun; erstere aberriren zwar
ziemlich unter einander, haben aber alle den orientalischen
Typus dieser Art. Die weisslichen Pfeilflecke in der dunklen
Aussenrandbinde der Vorderflügel verschwinden nur bei zwei
Stücken fast ganz; auch die dunkle Randbinde der Hinterflügel
ändert sehr ab. Meistens hat sie auch bräunliche, öfters in eine
Binde vereinte Flecke; zuweilen fehlen dieselben aber ganz.
501. — Honestalis Tr. Dr. Krüper sandte hievon nur
zwei Stücke ohne weitere Angaben ein.
502. — Augustals S.V. Auch nur in ein Paar Exempla-
ren eingesandt.
— 183 --
503. Anthophilodes Бармай 14. Tab. И, fig. 7.
Ich weiss augenblicklich nicht, wo Herr Lederer diese neue
Art, die er aus Aegypten und Palästina hatte, beschrieb. Ich
erhielt sie zuerst von A. Becker, der sie in Mehrzahl bei
Astrachan gefunden und sie mir unter dem Namen Talpo-
chares Pegani sandte, da er sie nur auf Редапит sitzend oder
fliegend fand. Dr. Krüper fand sie Mitte Juli im Sande bei
den Häfen (Piräus und Phaleräus) von Athen fliegend. Die
griechischen Stücke sind etwas heller als die von Astrachan,
aberriren aber auch etwas. Ihre Grösse beträgt 16 — 17 mm.
Die Grundfarbe ist strohgelb (schwefelgelb). Der etwas dunklere
Basaltheil der Vorderflügel wird bei !/3 der Länge durch eine
grauröthliche, nur nach aussen scharf begrenzte Querbinde ab-
geschlossen. Der breite Aussentheil dieser Vorderflügel ist gleich-
falls grauröthlich, nach innen scharf begrenzt, mit schwach
S-förmiger Biegung. Dadurch bleibt in der Mitte eine gelbe, sich
am Vorderrande sehr erweiternde Mittelbinde übrig, die aber
noch hart am Vorderrande einen grauröthlichen Wisch zeigt.
Die Unterseite ist schwärzlich; Franzen oben und unten weiss-
lich. Die Hinterflügel sind grau mit röthlichem Anflug; Franzen
weisslich.
Die russischen Stücke sind durchweg etwas dunkler; das
Basalfeld ist fast ganz dunkel; die helle Mittelbinde wird öfters
sehr schmal; ja bei einem Stück verschwindet sie fast ganz.
Das dunkle Aussenfeld ist nach innen zu fast grade, nicht S-för-
mig begrenzt. Die Hinterflügel sind direkt schwärzlich, ohne
röthlichen Anflug. Die Franzen sind fast stets grau, selten
gelblich.
Anth. Baphials kommt der gleich grossen Moeschleri Chr.
aus Sarepta, die auch sehr aberrirt, äusserst nahe. Letztere ist
jedoch etwas plumper gebaut, namentlich der Hinterleib ist
kürzer und dicker. Das dunkle Aussenfeld ist nach innen meist
stark gezackt und lässt vor den Franzen noch die gelbe Grund-
farbe streifenartig auftreten. Das den Basaltheil begrenzende
— 184 —
Band ist gleichfalls etwas gezackt, und scheint etwas weiter
nach der Mitte gerückt zu sein. Statt des röthlichen Wisches,
unmittelbar am Vorderrande, ist meistens ein röthlicher Mit-
telfleck zu erkennen, während der Vorderrand breit gelb bleibt.
Da ich von Anth. Moeschleri 40 — 50, von Anth. Baphialis
15 — 20 Stücke unter Händen hatte, darunter nie ein mir
zweifelhaftes, so glaube ich sicher, dass dies zwei getrennte
Arten sind. Die dritte mir bekannte Art dieser Gattung, Lepi-
dalis HS. aus Amasia, ist viel grösser, 21 — 22 mm., und die
Binden verlaufen schräger.
504. Tegostoma Venustalis Ld. Diese seltene, bisher nicht
in Europa gefundene Art fand Dr. Krüper auf dem Parnass,
und zwar Anfangs April in sehr kleinen (10 mm.) Exemplaren;
Mitte, Ende Juni in grösseren (14 mm.) Stücken, die mit den
kleinasiatischen ziemlich genau übereinstimmen. Die Hinterflügel
werden bei zwei Exemplaren oben ganz schwarz; unten nur bei
dem einen.
505. Hellula Undalis Е. Nur ein gutes Stück aus Acar-
naniên, welches Dr. Krüper im Spätherbst 1868 fand.
506. Nymphula Zivulals Опр. Ein am 2 Mai in der
Attica gefangenes < hat sehr lichte, gelbliche Zeichnung,
stimmt aber sonst mit den Corsicanern und Polen ganz überein.
507. Endotricha Flammealis S. V. Im Juli auf dem
Parnass und in der Attica gefunden.
508. Stenia Suppandalis Hb. Zwei am 17 Juli in der
Attica gefundene ФФ sind lange nicht so dunkel, wie die
Hübner’schen Figuren, kommen aber mit südfranzösischen ganz
überein. Erber fing die Art auch auf Corfu, Syra und Tinos.
Ich sah nie so dunkle Exemplare, wie die Hübner’schen
Figuren, welche Guen&e wahrscheinlich veranlassten, aus der
sehr seltenen (weissen) andalusischen Form eine neue Art (Hyme-
nahs) zu machen. Ich fand diese in Anzahl bei Granada, sie
gehört aber sicher zu Suppandalıs.
— 185 —
509. — Carnealis Tr. var. Gigantalis m. Tab. IL fig 8.
Während die mir vorliegenden Brussaer Carnealis nur 15 —18
mm. messen, misst das kleinste griechische Stück 20 mm., die
andern alle 23—24 mm. Ausserdem haben die Brussaer Stücke
sehr auffallend weiss und schwarz gebänderte Franzen, bei den
Griechen tritt das viel weniger hervor; namentlich wird das
Weiss schmutzig gelb und der äussere dunkle Franzenstreifen
fehlt meist ganz. Krüper fing die vorliegenden zehn Stücke
im Juli auf dem Parnass.
Hier herrscht noch viel Verwirrung. Herrich-Schäffer’s
Carnealis, fig. 39. 40, gehört sicher nicht hieher, sondern zu
Corsicalis Dup. VIII, 2, p. 306, Pl. 230, 6. 7, zu der unzwei-
felhaft Znfidalis Mn. gehört. Carnealis Dup., 230, 6. 7, gehört
noch weniger hieher, sondern ist gleich Difusalis Сп. und
Tenuialis Mn. Dass Carnealis Tr. wirklich gleich der vorliegen-
den Brussaer und griechischen Art ist, glaube ich; Dalmatiner
Exemplare können dies sicher beweisen. Bei den Sicilianer Cur-
nealis Z., Isis 1847, р. 570, bin ich mindestens zweifelhaft, ob
sie hieher, oder zu Corsicalis (oder gar Olbienalis Gn.) gehört.
Eine richtige Abbildung von Carnealis fehlt bisher.
510. — Ophialis Tr. Im Juli auf Naxos und dem Parnass
gefangen, in Stücken, die mit den ungarischen ganz überein-
stimmen, aber auch wie diese aberriren; ein 4 vom Parnass
ist sehr dunkel, die Hinterflügel fast schwarz. Von Erber auf
Tinos gefunden.
511. — Bruguieralis Dup. Mir liegen nur zwei griechische
Stücke vor, von denen das eine am 22 Mai auf Naxos gefan-
gen wurde. Erber fand sie auf Tinos. Diese, in der Zeichnung
der vorigen sehr nahe stehende Art, ist von ihr sofort durch
die viel längeren Fühler (mindestens so lang als die Flügel) und
die viel schmäleren Flügel zu unterscheiden.
512. — Punctalis 5. У. Krüper sandte nur ein с ohne
nähere ‘Angaben ein.
— 186 —
513. Botys Рудтаеай Пир. Nach Rogenhofer von
Erber auf Corfu gefangen.
514. — Punicealis S.V. Im April in der Attica und auf
dem Parnass. Die Stücke sind zum "Theil sehr dunkel; das eine
zeigt auf den Vorderflügeln nur noch einen sehr kleinen gelben
Fleck, auch die gelbe Hinterflügelbinde wird sehr rudimentär.
Erber fand die Art auf den von ihm besuchten Inseln. Ich
besitze von Punicealis eine von meinem seligen Schwiegervater
bei Berlin erzogene Aberration, die vollständig dunkel mit pur-
purschillernden Vorderflügeln ist; ich zweifle durchaus nicht,
dass auch Niepoldalis Hering, Led. einer solchen Aberration
angehört. |
515. — Purpuralis L. In ziemlicher Zahl, nur zwei mit
näheren Angaben versehen, die am 27 April und 10 Juni auf
dem Parnass gefangen sind. Von dieser ausserordentlich aber-
rirenden und varirenden Art gehören nur zwei griechische
Stücke genau der kleineren Form an; die meisten der grossen,
sehr lichten:
— var. Chermesinalis Gn., die auch zuweilen fälschlich
als Ostrinalis Hb. versandt wird. Osfrinalis Hb. 113 ist eine
kleine, dunkle Figur.
516. — Cespitalis 5. У. Zwei bezeichnete, von den 11
vorliegenden Exemplaren sind im Juni auf dem Parnass gefun-
den. Obwohl sie unter einander recht aberriren, sind doch
kaum Exemplare dabei, die zu der grossen, sehr lichten var.
Intermedialis Dup. gezogen werden können.
517. — Sanguinalis L. Ueber diese sehr aberrirende und
varlirende (nach Generationen und Lokalitäten) Art ist vieles
gesagt und will ich das kurz zusammenfassen.
Die typische Sanguinalis Linne (aus Portugal) ist nach
dessen Beschreibung eine kleine Form, wo die nach vorne
verbreitete rothe Mittelbinde einen gelben Punkt enthält. Die
rothe Aussenbinde ist hier von den Franzen wohl stets noch
durch ein feines gelbes Band getrennt. Hübner’s Figur 33
— 187 —
passt hinsichtlich der Vorderflügel hieher; aber die weissliche
Binde und den weissen Punkt auf den hier sonst schwarzen
Hinterflügeln sah ich nie. Linné schweigt leider über die
Hinterflügel seiner Sanguinalis aus Portugal; ich habe im März
bei Cadiz gefangene Stücke, die ausgezeichnet zu Linne’s
Beschreibung passen, die aber nur schwärzliche Hinterflügel
zeigen, wie Stücke aus Wippach und Fünfkirchen , von denen
allerdings eins am Innenwinkel einen undeutlichen helleren
Fleck enthält. Hieher gehört ein kleines, am 22 April auf dem
Parnass gefangenes Stück, bei dem das Gelb der Vorderflügel
sehr matt, fast grünlich erscheint, und bei dem die rothe
Aussenbinde ohne Unterbrechung an die grauen Franzen stösst.
Hinterflügel dunkel mit hellerem Schimmer am Innenwinkel.
Als zweite Form kann man die Exemplare der Sommer-
generation mit sehr lebhaftem Gelb nehmen und als
— var. Haematalis Hb. 178 aufführen. Zeller beschreibt
sie Isis 1847, p. 645 als var. c. hinreichend, und charakte-
` risirt sie besonders dadurch, dass zwischen den beiden rothen
Binden ein an der rothen Costa anhängender rother Fleck
sitzt. Dieser rothe Fleck "entsteht dadurch, dass der gelbe
Fleck, welcher sich in der oben breiter werdenden rothen
Mittelbinde befindet, grösser wird und den äusseren Arm durch-
bricht, wie die Hübnersche Figur deutlich zeigt. Doch findet
ein solches vollständiges Durchbrechen nicht immer Statt, wie
zwei kleine (13 mm.) griechische Stücke beweisen, die sonst
sicher hieher gehören. Diese var. Haematalis hat stets vor den
Franzen noch ein lebhaft gelbes, schmales Band, so wie lichtere
Hinterflügel, meist weisslich mit dunklerer Randbinde, nicht
selten auch (Purpur-) rothe Flecken vor den Franzen.
Als dritte Form kann man die von Zeller 1. с. aufge-
stellte var. b. aus Dalmatien bezeichnen und unter dem dort
vorkommenden Namen
— var. Auroralis 7. aufführen. Diese nur im Südosten
(Dalmatien, Griechenland) Europa’s vorkommende Form ist zu-
— 188 —
nächst grösser als die westliche Sangwinalis, hat eine sehr breite
rothe Mittelbinde, eine breite, bis zu den Franzen reichende
Aussenbinde, in der nur vor den Franzen (auch nicht immer)
graugelblich verloschene Flecken stehn. Die breite Mittelbinde
ist in der Mitte «gelichtet und mit Graugelb gemischt, an den
Rändern verdickt und etwas schimmernd». Hieher gehört das
vierte vorliegende griechische Stück, am 15 Mai auf dem Par-
nass gefangen.
Wenn nun diese breite Mittelbinde sich auflöst, d. h. in
der Mitte durch lebhaftes Gelb vollständig getheilt wird, wobei
dann der äussere Arm, hart am Vorderrande, nochmals eine
Bifurkation macht, so haben wir die
— ab. Virginalis Dup. vom Peloponnes, die ich in einem
fast ganz gleichen Stück aus Dalmatien besitze. Bei Dupon-
chel vereinigt sich die getheilte Mittelbinde noch am Innen-
rande; bei meinem Stück laufen sie dort vollständig getrennt
aus; wie bei Virgmahs HS. fig. 43, die hieher zu rechnen
ist. Aber bei dieser Herrich’schen Figur verbinden sie sich,
wenigstens auf dem linken Flügel, in der Mitte, und zeigt die
äussere dieser beiden Binden nicht den gelben Costalfleck von
Duponchel und meinem Stück.
Die Hinterflügel dieser var. Auroralis mit der ab. Virginalis
sind vorwiegend dunkel, mit lichterer Stelle am Innenwinkel,
die aber zuweilen (so vollständig bei dem griechischen Stück)
in eine lichte Querbinde übergeht, welche durch ein schwärz-
liches Band von den Franzen getrennt ist. Kurz vor den
Franzen befinden sich öfters sehr stark auftretende röthliche
Flecken.
Dass alle diese aufgestellten Formen nicht scharf abge-
grenzt sind, sondern dass sich vielfache Verbindungsstufen vor-
finden, ergiebt sich aus dem Gesagten von selbst; namentlich
aber dürfte eine grosse Zahl genau bezeichneter griechischer
Stücke sehr interessante Aufschlüsse über die Modifikationen
dieser gewiss dort auch gemeinen Art geben.
— 189 —
Schliesslich muss ich noch der Virginals HS. fig. 87 er-
wähnen. Es ist möglich, dass dieselbe zur ab. Virginalis Dup.
gehört, allein der nur gelbe Basaltheil der Vorderflügel dieser
Figur lässt mich glauben, dass Herrich-Schäffer hier eine
Art vor sich hatte, die ich Ende Mai in der Sierra de Alfa-
car bei Granada in etwa zwölf Stücken fing, und die schon
deshalb nicht zu Sanguinalıs gezogen werden darf, weil diese
Art in typischen Stücken bei Granada sehr häufig war. Ich
will diese Art, im Gegensatz zu Virginalis, Pellicalis nennen
und hier nur kurz von derselben, oder der Hauptform, Auro-
ralis Z. trennen. Pellicahs ist mindestens so gross, durchschnitt-
lich grösser (meine grösste misst 22 mm., die grösste Auro-
ralis 19 mm.). Nur die Basis der Vorderflügel ist gelb zu
nennen; der ganze andere Theil grünlich grau mit röthlich
bleifarben glänzender Zeichnung, die öfters verwiegt, und nur
wenig vom Grüngrau absticht. Diese röthlich bleifarbene Zeich-
nung besteht aus drei ganz von einander getrennten Binden,
und zwar steht die mittlere, welche nach oben gegabelt ist,
der äusseren Randbinde viel näher (damit parallel verlaufend),
als der inneren. Die schwarzgrauen Hinterflügel bleiben auch
unten vollständig eintönig, ebenso wie die Unterseite der Vor-
derflügel völlig eintönig dunkel ist.
518. — Argillacealis Z. Nur ein frisches, am 3 August
in der Attica gefangenes < liegt vor, das mit Exemplaren von
Sicilien und aus Kleinasien (Magnesia) übereinstimmt. Fast ver-
muthe ich, dass Botys Nemausalis Dup. mit Argillacealis zu-
sammenfällt; doch muss erstere erst wieder bei Nimes aufge-
funden werden.
519. — Unionalis Hb. Nur drei griechische Stücke liegen
vor, von denen das eine am 24 Juni auf dem Parnass gefun-
den ist.
520. — Urticata L. Auf dem. Parnass (Ende Juni bis 1
August) so wie dem Veluchi häufig ; in gewöhnlicher Form.
— 190 —
521. — Silacealis НЪ. Nur ein am 17 Juni auf dem Par-
nass gefangenes lichtes <.
522. — Sambucalis S. У. Drei ziemlich verflogene Stücke,
zwei auf dem Parnass am 20 Juni und 7 August gefangen,
gehören ziemlich sicher hieher. Bei einem Stück haben sich die
Saumstriche vor den Franzen schon zu ешег vollständigen
Saumlinie verbunden, wie dies, nach Heinemann, nur bei der
so äusserst nah verwandten
523. — Stachytalis Germar der Fall sein soll. Letztere
führt Rogenhofer als von Erber auf Corfu und Tinos sicher .
gefangen an.
524. — JInfirmalis п. sp. Fuscescens, alarum anteriorum
striga externa obsoleta punctisque marginahbus stramineis; ай
posterioribus basim versus albicantibus. 3 Mag. al. exp. 23 mm.
Tab. 10913:
Da das einzigste, sehr frische «<, ohne nähere Angaben
von Dr. Krüper eingesandt, sich zu keiner mir bekannten Art
deuten lässt, so glaube ich es als neue Art beschreiben zu
müssen.
Die Flügelform ist ganz ähnlich wie bei Sambucalis,; das
Thier sieht am ehesten wie eine kleine, sehr dunkel gefärbte
verloschene Sambucalis aus. Die Grundfarbe des ganzen Thiers
ist ein sehr verloschenes, gelblich gemischtes Rauchgrau, ähn-
lich wie die Farbe bei ВБ. Fuscalis 5. У. Auf den Vorderflü-
оеш tritt die Nierenmakel matt dunkler hervor. Dahinter ver-
läuft eine schwach gebogene, kaum gezackte matt gelbliche
Querlinie, ähnlich wie bei Silacealis, aber weniger gebogen und
gezackt. Diese hellere Linie setzt sich auf die grauen Hinter-
flügel fort, welche nach der Basis hin lichter werden. Vor der
unbestimmten schwärzlichen Saumlinie stehn, namentlich auf
den Vorderflügeln, einige verloschene gelbe Fleckchen. Die
Franzen sind hinter der Saumlinie bis etwa 4 ihrer Länge
gelb. dann werden sie grau. Unten sind alle Flügel durchaus
licht, die vorderen mit breiter dunkler Randbinde und scharf
— 191 —
begrenztem dunklen Mittelfleck (am Ende der Mittelzelle); die
hinteren zeigen nur am Vorderwinkel eine dunkle Randbinde,
die in der Mitte des Aussenrandes spitz ausläuft und vor der,
nach innen zu, noch eine Schattenlinie undeutlich sichtbar wird.
Die Stirn ist flach gewölbt. Die sehr kurzen Labialpalpen
überragen, von oben gesehn, den Kopf nur wenig und sind
etwas nach unten gerichtet. Die oberhalb, hart an der Basis
des Saugrüssels stehenden Nebenpalpen (Maxillartaster) stehn
deutlich sichtbar hervor. Die Fühler sind äusserst kurz (fast
gar nicht) bewimpert.
Die sehr kurzen Labialpalpen lassen, abgesehn von der an-
dern Zeichnung (zumal der Unterseite), eine Zusammenziehung
mit der viel grösseren Siacealis oder andern Arten nimmer
zu, und gehört die Art wohl in die Gattung Orobena Gn. Ld.
525. — Hyalinalis Hb. Auf dem Parnass im Juni bis Juli,
wie es scheint, sehr häufig; auch vom Veluchi. Die Stücke sind
in frischen Exemplaren gelber als die deutschen.
526. — Rubiginalis Hb. Nur zwei ziemlich schlechte Stücke;
davon das eine ganz ockergelb ohne dunklen Aussenrand, wie
ich deren vier auf Sardinien fing. Auch von Erber auf Cortu
und Tinos gefangen.
527. — ? Verbascalis S. У. Rogenhofer giebt diese Art
als von Erber auf Софа und Tinos gefunden an; vielleicht
in solchen ganz gelben Stücken, die ich bei Æubiginalis er-
wähnte, und die auch möglicherweise zu dieser so sehr nahe
stehenden Art gehören können.
528. — Praetextalis Hb. Diese sonst seltene Art scheint
im Juli auf dem Parnass ziemlich häufig gewesen zu sein.
529. — Flavalis S. V. Nur ein auf dem Veluchi gefun-
denes © mit verloschenen Querlinien liegt vor. Auch auf Сота
und Tinos.
530. — Testacealis 2. (Rubetralis Gn.). Nach Rogenhofer
von Erber auf Corfu, Syra und Tinos gefunden.
-
— 192 —
531. — Repandalis S. У. Zwei im April auf dem Parnass
gefangene Stücke kommen mit deutschen ganz überein.
532. — (Orobena) Subfuscalis п. Sp. Fuscescens, alarum
anteriorum striga externa obsoletissima squamisque inspersis albi-
dis. $ Magn. al. exp. 23—28 mm. Tab. II, fig. 9.
Nur drei frische Stücke, Mitte Juli auf dem Veluchi bei
Karpinisi gefangen. Die graue Färbung ist zwischen Terrealis
und Fuscalis; den kurzen Labialpalpen und entwickelten Neben-
palpen nach muss die Art aber in die Gattung Orobena, in der
Nähe von Sophialis, gesetzt werden. Auf den rauchgrauen Vor-
derflügeln bemerkt man bei dem grössten Stück deutlich eine
etwas gezähnte, sonst nicht gebogene weissliche Querlinie, etwa
bei 3/4 der Flügellänge, mit dem Aussenrande parallel ver-
laufend. Zwischen dieser und dem Aussenrand sind weissliche
Schüppchen eingestreut. Die Franzen sind weisslich und zeigen
zwei verloschene graue Längslinien. Bei den andern beiden
Stücken verschwindet die Querlinie fast ganz, auch die Franzen
werden dunkler; kurz das ganze Thier ist fast eintönig grau.
Die Hinterflügel sind oben wenig lichter, unten mehr, wo aber
auch auf allen Flügeln keine Zeichnung wahrzunehmen ist.
Die kurzen Palpen und deutlichen Nebenpalpen erwähnte
ich bereits oben; die Fühler sind, kaum sichtbar, äusserst kurz
bewimpert. Durch die kurzen Palpen von den stets mehr ge-
zeichneten B. Terrealis und Fuscalis ganz geschieden, ist Sub-
fuscalis auch nie mit Aenealis zu verwechseln, die stets einen
gelben Kopf und glänzendere graubraune, breitere Flügel hat. Viel
näher steht sie einer neuen Art, die ich in zwei Stücken in
der Sierra Nevada fing, und seiner Zeit beschreiben werde.
Herr Lederer besitzt ein Stück dieser Subfuscalis aus Amasia.
533. — Nudahs Hb. Vier Exemplare aus der Attica von
Anfang Juli bis Anfang August gefunden. Von Erber auf Syra
beobachtet. Die griechischen Stücke sind alle licht und haben
3—4 deutliche Punkte auf den Vorderflügeln. Hübner’s Nu-
dalis 90 ist äusserst unkenntlich; so dunkel wird die Art wohl
— 193 —
nie, wenn sie auch zuweilen grau wird, und eine richtige Quer-
linie sah ich bei keinem Stück.
534. — Риегайз Hb. var. Grisealis. Tab. I, fig. 10.
Drei griechische Stücke, zwei am 14 Mai am Parnass gefan-
gen, eins am 10 Juli auf dem Veluchi, stimmen mit drei von
mir, Anfangs Juli auf der Sierra Nevada gefangenen 4 fast
völlig überein und verdienen mit Recht als Lokalform der Pul-
veralis aufgeführt zu werden. Die Stücke sind durchweg grösser
(von 23—29 mm.), mehr aschgrau, nicht graugelb wie die
mir vorliegenden deutschen, ungarischen und südrussischen Stücke.
Die Querlinien treten viel verloschener auf, zumal auf den Vor-
derflügeln. Die Flügel erscheinen überhaupt viel mehr und grö-
ber grau bestäubt, zumal auf der Unterseite.
535. — Polygonalis Hb. Drei grosse Stücke mit dunklen
Vorderflügeln Ende April auf dem Parnass gefunden. Von zwei
kleineren Exemplaren mit helleren (röthlichen) Vorderflügeln
ist das eine am 20 Mai bei Smyrna gefangen. Erber fand
die Art auf Сота.
536. — Sticticalis L. Im Juli auf dem Parnass häufig.
Die griechischen Stücke sind, wie meine südfranzösischen, etwas
kleiner als meine deutschen und ungarischen, sonst ebenso.
537. — Serratahs п. sp. Tab. II, fig. 11. Alıs anteriori-
bus fuscescentibus, fasciis perangustis duabus, secunda in medio
nigro strigata, lineisque posticis (in limbo et ciliis) albidis; alıs
posterioribus albidis, exterius infuscatis. $ Mag. al. exp. 21 mm.
Das in den ersten Jahren von Dr. Krüper eingesandte
einzigste Stück stammt entweder aus Acarnanien oder vom Par-
nass. Es ist sonst frisch (leider fehlt der Hinterleib) und so
eigenthümlich, dass es mit keiner bekannten Art verwechselt
werden kann. Am Aehnlichsten ist es noch der seltenen De-
sertalis Hb. *), die sicher gleich Vandalusialis HS. ist; die
*) Niemand erkannte die Desertalis Hb. 171, die aber ganz vollständig auf
die spätere Vandalusialis HS. 143 passt; wenigstens hat Hübner sehr viel
schlechtere Abbildungen (v. Nudalis) geliefert. Hübner’s Desertalis war höchst
— 194 —
Vorderflügel ähneln in Zeichnung etwas denen der Cleoph. Ser-
rata Tr., wonach ich sie benannte,
Den kurzen Labialpalpen, : den deutlich hervorstehenden
Nebenpalpen, den sehr kurz bewimperten Fühlern etc. nach
ist die Art in die Gattung Orobena, unmittelbar zwischen De-
sertalis und Umbrosalis zu setzen. Auf den bräunlich grauen
Vorderflügeln befinden sich zunächst zwei weissliche schmale
Querbinden, von denen die erste nach aussen, die zweite in
der Mitte eine feine schwarze Linie führt. Die erste, etwas
undeutlichere, macht in der Mittelzelle einen scharfen Zahn
nach aussen; die zweite sehr deutlich auftretende ist nur
äusserst schwach gebogen und zeigt ganz am Vorderrande zwei
kleine Zacken, durchaus nicht einen nach innen gehenden schar-
fen Zahn, wie Desertalis. Uebrigens verläuft sie auch lange
nicht so schräg, wie bei der letzteren Art. Der zwischen den
beiden Querlinien liegende Theil (Mittelfeld) ist, wie der Basal-
theil, etwas mit weissen Schüppchen bestreut, namentlich sind
die Rippen meist weisslich. Das Aussenfeld ist dunkler, und
erkennt man darin eine von der Spitze ausgehende gezackte,
zwei Mal gebogene sehr feine schwärzliche Linie. Hinter die-
ser Linie bemerkt man mehrere (4) feine weisse Striche bis zu
den Franzen gehend. Diese selbst sind lebhaft weiss und grau
gescheckt, doch sind die weissen Stellen höchstens halb so breit,
wie die grauen. Bei Desertalis sind sie der Länge nach grau und
weiss gestreift.
Die Hinterflügel sind weisslich nach aussen mit dunkler
Binde, die sich vor dem Innenwinkel verliert. Davor steht eine
dunkle, durch eine feine helle Linie getrennte Schattenlinie.
Unten sind sie fast ebenso; die vordern zeigen hier nur die
äussere Querlinie deutlich, welche hier am Vorderrande einen
weisslichen Strich bildet.
wahrscheinlich aus Süd-Russland, woher die auf derselben Tafel abgebildeten
Sartalis ganz sicher waren. Auch ich erhielt diese seltene Art aus Sarepta und
ausserdem aus der Umgegend Malaga’s.
— 195 —
Die mir in natura unbekannte Umbrosalis Е. В. ist viel
grösser, hat zwei weisse Aussenlinien, eine dunkle Mittelmakel
etc., und kann nie zu Serratalis gehören.
538. — Jsatidalis Dup. Die Duponchelsche Abbildung
233,3 ist schauderhaft; H. S. 110, 111 gut; die Art kommt
aber auch völlig sandfarben ohne alle Beimischung von Blau-
grau vor. Dr. Krüper fand nur einige Stücke dieser seltenen
Art; das eine am 9 Februar bei Kastri an der Südseite des
Parnass. Dieselben sind bräunlich gelb, mit kaum merkbarem
blaugrauen Antug am Aussenrande. Ich besitze die Art noch
von Malaga und Corsica; die Stücke letzterer Lokalität sind
fast ganz graublau, während ein Stück, von dem ich den Fund-
ort nicht weiss, vollständig braungelb ist.
539. — Sophialis Е. Auf dem Parnass, wie es scheint,
sehr häufis; die Data gehn vom 20 Mai bis 4 Juli; die mei-
sten wurden im Juni gefaugen. Alle Stücke sind überwiegend
blaugrau auf den Vorderflügeln und weichen von östreichi-
schen wenig ab. Sie sind vielleicht durchschnittlich etwas klei-
ner, und die dunklen Zeichnungen ein wenig verloschen. 50
dunkel wie Hübner’s Figur 50 kommen sie nie vor; ich be-
sitze noch dunklere Stücke aus Piemont.
540, — Helenalis п. sp. Tab. II, fig. 12. Caesia, alarum
anteriorum strigis duabus obsoletis, obscurioribus, рипейз limba-
libus nigris, ciliis (alarum omnium) luteis; alıs posterioribus m-
gricantibus, basim versus pallidioribus; subtus alis omnibus pal-
lidis, margine postico maculaque anteriorum media distinchssima
mgricantibus. $3 20—23 mm.
Ein ganz frisches Pärchen, das « am 22, das Q am 16
Juli auf dem Parnass gefangen, weicht von einer grösseren
Anzahl dort herstammender B. Sophialis so ab, dass ich sie
als eigene Art aufstelle. Grösse des Thiers, der Palpen und Fühler,
sowie Zeichnungsanlage der Flügel sind wie bei Sophialis, oder
doch äusserst ähnlich. Die Färbung ist aber nicht еше licht-
blaugraue, sondern durchweg gelbgraue; die Franzen an der
13
— 196 —
Basis direkt gelb, dann graugelb. Die Zeichnung auf den Vor-
derflügeln tritt etwas undeutlicher auf; übrigens sind sowohl
die beiden Querlinien (die äussere weniger gezakt und gebogen)
als auch die grosse (Nieren-) Makel erkennbar. Die Hinterflü-
gel sind schmutzig schwärzlich, nach der Basis zu lichter (gelb-
lichgrau); eine dunkle Schattenlinie ist namentlich am lichten
Innenwinkel erkennbar, oben verliert sie sich in den dunklen
Aussenrand.
Unten ist diese neue Art viel greller gezeichnet als So-
phialis. Die Grundfarbe ist hier ein gelbliches Weiss mit schar-
fen dunklen Aussenbinden, einer deutlichen äusseren Schatten-
linie auf den hinteren und einem vollständig isolirten grossen
Mittelfleck auf den vorderen Flügeln. Die Franzen sind hier
völlig lehmgelb.
Mit andern Arten ist Helenalis nicht zu verwechseln; wenn
Herr Lederer mir auch darüber schrieb: «ich halte sie für
isatidalis», so ist sie doch von dieser Art, die er in Natur nicht
hatte und deren Abbildung er vielleicht nicht verglich, durch-
aus verschieden. Sein Ausspruch beweist aber zugleich, dass
er sie nicht annähernd für Sophialis hielt.
541. — Frumentalis L. Von Ende März bis Ende April
auf dem Parnass nicht selten; auch im April in der Attica.
Die Stücke sind wie die ungarischen; in Süd-Frankreich und
Spanien scheinen sie etwas dunkler zu sein. |
549. — Cruentalis НЪ. Nur auf Naxos am 19 Mai ge-
fangen; bei Smyrna war die Art im Mai, Juni und Juli häu-
figer.
543. — Palealis S. У. Ein © vom Parnass, am 27 Juli
gefunden, hat ganz gelbe Oberseite der Flügel; Erber fand
sie auf Corfu mit ganz braunen Adern auf den Flügeln, wie
sie aber ebenso bei Berlin (Rüdersdorfer Kalkberge) zuweilen
vorkommen.
544. — Ferrugalis S. У. Vom April bis Juli auf dem
Parnass, in der Attica etc., diese im Süden sehr gemeine Art
— 197 —
scheint mindestens drei Generationen zu haben, denn ich fing
sie noch im October ganz frisch.
545. Fulvalis Hb. Im April in der Attica, im Mai auf
Naxos, im Juli auf dem Parnass; wohl eben nirgends selten,
von Erber auch auf Corfu gefunden.
546. — Numeralis Hb. Nur ein < in der seltenen Aber-
ration, wo die Vorderlügel ganz röthlich sind, ohne deutliche
Zeichnung auf denselben. Ich habe eine grosse Zahl dieser sehr
aberrirenden Art unter Händen gehabt und kann daher Hüb-
ner’s Numeralis fig. 89 für äusserst schlecht erklären, direkt
unkenntlich. Die hier angedeutete Mittellinie hat die Art nie.
Herrich-Schäffer’s Figuren 69, 70 und 79 sind besser, aber
durchaus nicht gut; denn eine richtige Aussenlinie zeigt die
Art wohl nie oder äusserst selten; dieselbe besteht aus Punk-
ten. Meistens fehlen sogar diese fast ganz; ja ich habe Stücke
mit völlig gelbweisslichen Vorderflügeln, ohne alle Zeichnung.
Duponchel’s Bilder Pl. 221, 3, 4 sind hier, ausnahmsweise,
fast noch die besten, namentlich 4.
547. — ÆExtimalis Sc. Nach Rogenhofer von Erber auf
Corfu gefunden. 3
548. — Fimbriatalis Dup. Ein sehr frisches, von Dr. Krü-
per auf Naxos gefundenes < führe ich sehr zweifelhaft als
Aberration hievon auf. Zunächst muss ich bemerken, dass Her-
rich-Schäfier’s Fimbriatalis fig. 119, Bd. VI, pag 142, von
der Duponchel’schen Vol. VII, pag. 352, Pl. 234, fig. 3,
etwas verschieden ist und dass es sehr fraglich, ob er die
Duponchel’sche Art vor sich hatte. HS. nennt die Vorder-
flügel seiner Art «blass orange» und giebt ihr helle, dunkel um-
säumte Makeln; Duponchel hingegen bezeichnet sie als «jaune-
paille, lavé de ferrugineux à leur extrémité» und versieht sie
mit «deux petites taches brunes». Beide Figuren haben eine
angedeutete Basal- und eine vollständigere Aussenlinie; haupt-
sächlich aber beide dunkle Franzen. Duponchel erhielt diese
Art (wohl nur in einem Stück) von seinem Sohn aus dem Pe-
E
— 198 —
loponnes; es ist also auf alle Fälle еше griechische Art. Wä-
ren nicht die «taches brunes» auf den Vorderflügeln, so würde
ich wenig Bedenken tragen, in der folgenden Art die Fimbria-
talis Опр. zu erblicken.
Mein aus Naxos misst 21 mm. und hat eintönig röth-
lich ockerfarbene Vorderflügel, die nach der Basis zu etwas
lichter werden. Die Färbung ist genau so, wie bei frischen
Testacealis Z. (Rubetralis Gn.). Es fehlt ihnen absolut jede
Spur von Zeichnung. Die Franzen sind dunkel grau; genau .
betrachtet, in der Mitte etwas lichter mit einem fast bleifarbig
dunklem Streif vor den Spitzen. Unten sind diese Flügel
schmutzig weiss, im Discus verdunkelt mit deutlichem Anfang
einer schwarzen Aussenlinie und undeutlich erkennbaren dunk-
len Makeln (taches brunes). Neben dem Anfang der Aussenlinie
sitzen noch an der Costa nach innen zwei, nach aussen ein
schwarzes Häkchen. Die Hinterflügel sind oben weisslich grau,
gegen den Aussenrand hin stark mit röthlichem Ocker ange-
flogen; die Franzen weisslich grau. Unten sind sie schmutzig
weiss, mit dem Anfang einer punktirten Aussenrandslinie, am
Vorderrand ansitzend, und sehr deutlichen dunklen, fast zusam-
menhängenden Punkten vor den Franzen, die sich auch auf
den vorderen Flügeln etwas zeigen. Kopf und Leib sind röth-
lich, die Bildung der Palpen und Fühler genau wie bei der
folgenden Art.
So verschieden nun auch dies Stück von der mir in Natur
unbekannten Duponchel’schen Fimbrratalis (die wahrscheinlich
nicht mehr existirt) ist, so wäre es doch möglich, dass es nur
eine äusserst auffallende Aberration davon ist, da die Zeich-
nung der Unterseite ziemlich stimmt, und dieselbe auf der
Oberseite durch das völlige Rothwerden verloren gegangen sein
kann. Indem ich dies Stück vorläufig als
— ab. ? Veneralis, Tab. II, fig. 14, bezeichnen will, muss
es die Zukunft lehren, ob wir es hier mit einer selbstständigen
Art oder mit einer Abänderung zu thun haben.
— 199 —
549. — Institalis Hb. var. Graecalis, Tab. II, fig. 15.
Im Juli auf dem Parnass sehr häufig. Hübners Figur 182
‚passt, fast besser auf die griechische Form, als auf die deutsche,
welche mit der südwesteuropäischen (Frankreich und Spanien)
ganz übereinstimmt. Jedenfalls sind die griechischen Exemplare
so auffallend von denen anderer Länder verschieden, dass Pro-
fessor Zeller darin eine andere Art erkennen wollte. Der
Hauptunterschied besteht in einem sehr lebhaften Citrongelb
der Vorderflügel bei den Griechen; bei anderen stroh- bis
schwefelgelb. Auch die Hinterflügel sind bei v. Graecalis gelb-
licher, der Aussenrand bräunlich, niemals schwärzlich wie bei
den deutschen. Ein kleiner Mittelpunkt und die Aussenlinie, bei
der gewöhnlichen Form stets sichtbar, tehlt hier ganz; nur bei
zwei Stücken sind Spuren davon vorhanden. Im Gegensatz dazu
treten die Zeichnungen (die beiden Querlinien und dunkel um-
zogenen Makeln) der Vorderflügel stets deutlich und schärfer
als bei der gewöhnlichen Form auf, wo sie nicht selten sehr
rudimentär werden, und endlich bei der ab. Ferrais Dup.
ganz fehlen. Die Franzen sind ebenfalls dunkel rauchbraun;
ein breiter Streit an deren Basis ist fast bleifarben zu nennen.
Unten tritt die Aussenlinie und die beiden, hier ganz dunklen
Makeln deutlich vom helleren Grunde hervor; bei der gewöhnlichen
Form ist der Discus hier schwärzlich und die Makeln darin
kaum erkennbar. Die Hinterflügel zeigen unten an der Costa
(Vorderrand) meist die Spur einer beginnenden Aussenlinie;
der bei /nstitalis so deutliche schwarze Mittelpunkt fehlt ganz.
Mir ist diese Graecalis eine sichere Race der Zastitalis, und
ich halte es nicht für unmöglich, dass sie es war, die Du-
ponchel bei seiner Beschreibung von Fimbriatalis vor sich
hatte. Alles passt ganz gut; nur die ganz dunkel ausgefüllten
Makeln auf der Oberseite, die bei keinem griechischen Stück
oben so vorkommen, unten freilich stets, passen nicht. Eine
grössere Zahl von Exemplaren aus dem Peloponnes wird hier
einst Aufklärung geben können.
— 200 —
550. Nomophila Noctuella 5. У. Diese gemeine Art ist
sicher überall in Griechenland zu Hause; Exemplare von Naxos,
Parnass und aus der Attica liegen vor; Erber fand sie auf
den Inseln. Ich griff im vorigen Herbst dies Thier auf der
Düne bei Helgoland als einzigstes Lepidopteron, das ich dort
fand.
551. Cynaeda Ventalis S. У. Mir liegen nur zwei
Stücke vom Parnass (14 Mai ©, 20 Juni 4) vor, die eben
nicht bemerkenswerth sind. Erber fand die Art auf Syra.
552. — Vespertalis HS. Auf dem Parnass im Juni in
leider meist verflogenen Stücken gefunden. Die Figur HS. 121
hat viel hellere Unterflügel, als die griechischen Stücke, wäh-
rend 122 darauf gut passt. Das Thier ist ein Bischen plumper,
namentlich der Leib stärker als bei HS. In Färbung äusserlich
der viel kleineren Hercyna Floralis ähnlich, sonst stellt sic
Lederer wohl richtig bei Superba HS. in die Gattung Noc-
tuelia Gn.
553. Hercyna Pollinalis 5. У. var. Guttulalis HS. Nur
ein am 1 Mai in der Attica gefangenes 4, welches nicht mehr
ganz frisch ist. Es kommt mit typischen Guttulalis HS. völlig
überein, die ich nur für kleine Pollinalis halte, da ich
ausser der Grösse keinen Unterschied finden kann. Eine süd-
liche Form kann Gutiulalis aber nicht genannt werden, da
ich in Andalusien grosse typische Pollinalis fand; auch bei
Granada еше Guttuialis.
554. — Multiguttalis п. sp. Tab. I, fig. 16. Nigra,
alarum anteriorum linea basali maculisque quatuor, posteriorum
maculis tribus albis. © mag. al. exp. 18 mm.
Leider sandte Dr. Krüper hievon nur ein recht abgefloge-
nes 2 ohne alle näheren Angaben ein; es ist aber zu ausge-
zeichnet, um es nicht unter eigenem Namen beschreiben zu müs-
sen. Grösse wie bei @uttulalis. Auf den schwarzen Vorder-
flügeln ist zunächst ein weisser Basalstrich, wie meistens bei
Pollinalis. Ausser den zwei weissen Flecken, welche Pollinalis
— 201 —
und var. Guttalis stets haben, und diesen hinsichtlich der Länge
und Form entsprechend, führt Multiguttalis noch zwei weisse
Flecken. Davon steht der eine sehr kleine in der Mitte der
Flügellänge dicht vor dem Vorderrande, oberhalb des unteren
grossen Flecks; der andere steht am Aussenrande, etwa bei 1/3
seiner Länge, vom Innenwinkel an gerechnet. Auf den Hinter-
tlügeln sind zunächst gleichfalls die beiden gewöhnlichen weissen
Flecke, von denen der untere lange sich zuweilen mit dem
obern gleichsam zu einer Binde vereint. Dieser untere lange
Fleck ist hier sehr geschwunden, fehlt in seinem oberen Theile
fast ganz. Ausserdem befindet sich noch ein dritter Fleck hart
vor dem Aussenrand, etwa in dessen Mitte. Auf der Ощет-
seite sind alle Flügel an ihrer Basis weiss und die Flecken
von oben wiederholen sich hier.
Wenn nun auch diese Multiguttalis sich nur durch das Auf-
treten von neuen weissen Flecken von Pollinalis und zumal der
kleinen var. G'uttulahs (die auch nie einen weissen Basalstrich
zu haben scheint) unterscheidet, und also möglicherweise bei
dem einzelnen Stück nur eine Aberration sein kann, so habe
ich doch bei Hunderten von Pollinalıs et var. nie еше Andeu-
tung dieser weissen Flecke gefunden.
555. — Normalis Hb. Im Juni auf dem Parnass, wie es
scheint, nicht selten. Die griechischen Stücke _haben meist auf
den Hinterflügeln die gewöhnliche weisse Mittelbinde äusserst
schmal. Auf den Vorderflügeln fehlt sie zuweilen ganz; auch
bei ungarischen Stücken.
556.2? — Schrankiana Hochenwarth (Holosericealis НЪ.).
Eine Anzahl meist geflogener Stücke, die Dr. Krüper gegen
Mitte Juli auf dem Veluchi und einzeln Anfang Juli auf dem
Parnass fing, möchte ich lieber hieher rechnen, als zu der
Herc. Phrygielis Hb. 42. (Rupicolahs Hb. 139). Beide Arten
kommen einander aber in einzelnen Varietäten so nahe, die
Zeichnung auf den Vorderflügeln ist stets so analog, dass man
wirklich ihre Artrechte in Zweifel ziehen könnte. Den Haupt-
— 202 —
unterschied bilden noch in meinen Augen die bei Schrankiana
weissen Franzen der Hinterflügel, während dieselben bei Phry-
gialis dunkel bleiben. Dass ferner bei typischen Phrygialis der
Grundton der Vorderflügel grünlich (öfters gelbgrün), bei Schran-
Мапа bräunlich ist, will auch nicht viel sagen, zumal sich diese
Farbentöne in verschiedenen und, was schlimmer ist, übergehen-
den Nuancen finden. An Grösse sind sie auch sehr verschieden;
meine kleinste Phrygialis aus dem Engadin misst 17, meine
grösste, ebendaher (aber ein anderer Jahrgang), 24 mm.
Die kleinste griechische ИН. Schrankiana misst 18, die
grösste 23 mm. Die Vorderflügel, bei ganz frischen Stücken,
sind nicht mehr so dunkel, wie bei typischen Exemplaren aus
den Central-Alpen Europa’s, oder gar lappländischen, welche
der dunkelsten Form angehören. Sie gehn schon etwas in die
grünlich gelbe Färbung der PArrygialis über. Dahingegen füh-
ren die ganz dunklen Hinterflügel fast noch weissere Franzen,
als bei Alpen-Exemplaren. Die Unterseite der Griechen weicht
auch ab, führt namentlich auf den Vorderflügeln weniger Weiss
(öfters nur am Vorderrande) und zeigt nie einen deutlichen
dunklen Aussenrand oder einen deutlichen dunklen Mittelpunkt.
Genaue und wiederholte Beobachtungen, zumal in den Al-
pen (Lokalität, Höhevorkommen, Zeit, verschiedene Jahrgänge
etc.), werden hier vielleicht einst zu sicheren Aufschlüssen füh-
ren. Meine kleine, oben ganz dunkle (wie Schrankiana) Neva-
dalis aus der Sierra Nevada hat meist dunkle, zuweilen aber
auch weissliche Franzen! Unten bleibt sie stets ganz schwarz.
557. — Floralis Hb. Im Mai und Juni in der Attica,
im Juni und Juli auf dem Parnass häufig. Mit so viel Gelb,
wie in Hübner’s fig. 40, sah ich die Art nie; ebenso HS.’s
fig. 20, während fig. 21 mit ganz dunklen Hinterflügeln zur
var. Stygialis Tr. gehört, die Erber auf Corfu fand. Dass
diese sicher nur eine dunkle Form der ersteren ist, beweisen
mir eine Reihe selbst gefangener Thiere aus Andalusien. Be-
merkenswerth bleibt, dass unter etwa dreissig vorliegenden
— 203 —
griechischen Stücken nicht eins ganz dunkle Hinterflügel hat,
während in dem benachbarten Dalmatien, auch auf Сота, Sty-
gialis ausschliesslich vorzukommen scheint. Ebenso scheint sie
allein auf Sicilien vorzukommen, während in Andalusien noch
beide Formen nebeneinander vorkommen, die schwarze aller-
dings als seltnere Aberration. Mein Sammler Kalisch fand
die Raupen dieser Art bei Malaga auf den Blättern der Arti-
schocke.
558. Ancylomia ? Tentaculella Hb. Ein sehr grosses,
am 15 September in der Attica gefundenes Q scheint hieher
zu gehören. Dasselbe misst 38 mm., hat vollständig blass
strohgelbe Vorderflügel, ohne jede andere dunklere Farbenbei-
mischung, sogar der Bleiglanz in den Franzen fehlt ganz. Nur
die am Ende des Vorderrandes auslaufenden Rippen sind weiss-
lich. Möglicherweise kann dies das © der folgenden Art sein,
von der ich nie ein sicheres © sah.
559. — Contritella Z. Nur ein С ohne Kopf und ohne
weitere Angaben. Doch gehört es sicher hieher.
560. Crambus Malacellus- Dup. Diese prächtige Art fand
Krüper, wie ich glaube, in der Attica.
561. — Cerussellus S.V. Nur zwei 4 vom Parnass.
562. — Cassentiniellus Z. Im Mai auf dem Parnass sehr
häufig. Ich kann diese Form nur als eine, sogar ziemlich
unbedeutende Lokalvarietät von Zorellus L. ansehen.
563. — Pinetellus Г. Im Juli auf dem Parnass, genau
so wie die Stücke anderer Länder.
564. — Fascelinelıs Hb. Nur ein Stück, das aber mit
deutschen Stücken ganz übereinstimmt. Ich kann in dem sehr
aberrirenden Or. Jucundellus HS. nur eine Lokalform von Fas-
celinellus sehn und habe dazu alle Uebergänge von Sarepta.
Auch die Artrechte von Aridellus Thnbg. sind mir noch nicht
klar, vielleicht gehört derselbe auch hieher.
565. — Saxonellus ИК. Von Anfang Juni bis Mitte Juli
auf dem Parnass. Die griechischen “3 sind wenig gelber als
— 204 —
die 92, während die ungarischen 45 meist hochgelb, die 27
weiss strohgelb sind.
566. — Inguinatellus S.V. Nur ein 4 mit schwach aus-
geprägten Querbinden. Auch von Erber auf Corfu gefunden.
567. — Contaminellus Ib. Nur ein etwas geflogenes с
eingesandt.
568. — Tristellus S.V. Gleichfalls nur in einem blassen
$ vorliegend.
569. Eromene Ocellea Hw. Nach Rogenhofer von Er-
ber auf Corfu gefunden. Mann fand sie bei Ragusa; ich bei
Cadix. Auch auf Madeira.
570. — Bella Hb. Auch nur von Erber auf Corfu ge-
fangen.
571. — Lata п. sp. Tab. II, fig. 17. А anterioribus
latissimis griseis, nigro-squamatis, fascia media (exterius arcuata,
luteo-cincta) strigisque duabus apicalibus albis, punchs margina-
libus ordinariis nigris, ciliorum basi aenea. Ф mag. al. exp. 22 mm.
Das einzigste Stück wurde von Dr. Krüper Ende Juli bei
Karpinisi am Veluchi gefangen. Es ist en © und durchaus
nicht frisch, aber so ausgezeichnet, dass es sogar in dieser
schwierigen Gattung (wo vielleicht mehrere der bereits aufge-
stellten Arten später wieder eingezogen werden müssen) ohne
alles Bedenken als neu beschrieben werden kann.
Es ist grösser als die andern Arten und hat im Verhält-
niss zu diesen, meist schmalflügeligen Thieren, sehr breite Vor-
derfiügel. Dieselben sind grau, mit schwarzen Schüppchen, na-
mentlich nach aussen, bestreut. Kurz vor der Flügelmitte ver-
läuft ein völlig weisses, nach aussen convexes Band, das äusser-
lich schwach mit Lehmgelb umrandet ist. Diese weisse Mittel-
binde ist von den meist silbernen Binden der andern Arten
völlig verschieden. Am Ende der Mittelzelle stehn, über ein-
ander, zwei kleine, wenig hervortretende schwarze Punkte. An
der etwas gelblichen Spitze stehn nur zwei, wenig hervortre-
tende weisse Striche, die sich unter sehr spitzem Winkel am
— 205 —
Aussenrand vereinen. An dem unteren Theil des Aussenrandes
stehn die gewöhnlichen grösseren schwarzen Randpunkte (hier
drei Doppelpaare und ein einzelner darüber), nach innen gelb-
lich begränzt mit einer einfachen schwarzen Linie umzogen,
die nach innen nochmals weisslich umgeben ist. Der Basal-
Фей der Franzen ist erzschillernd (nicht stahlblau) und tritt
hinter den schwarzen Punkten nicht deutlicher (glänzender) auf.
Die Hinterflügel sind schwärzlich mit lichter, sehr verloschener
Aussenrandslinie.
572. Eudorea Jncertalis Dup. Auf dem Parnass von
Anfang Juni bis Juli, wie es scheint, nicht selten. Diese aus-
gezeichnete Art aberrirt ausserordentlich, bleibt aber stets un-
verkennbar. Stücke mit breiter, ganz schwarzer Mittelbinde
sind nicht gar selten; dahingegen habe ich nur ein Stück (aus
Sardinien), wo auf den sonst hellen Vorderflügeln eine dunkle
Randbinde und ganz dunkel ausgefüllte Makeln sich befinden.
Bei Stücken mit dunklem Mittelfeld fehlt öfters das Braun im
Aussenrande völlig.
573. — Perplexella Е. In der ersten Hälfte des Juni auf
dem Parnass. Die Stücke sind ausserordentlich gross, viel
grösser als die Dalmatiner. Mein kleinstes griechisches Exem-
plar misst 26 mm., das grösste 32 mm., und ist dies über-
haupt die grösste ÆZudorea, die ich besitze Auch sind die
oriechischen Stücke nicht so dunkel, wie die Dalmatiner, mehr
aschgrau mit dunkel und deutlich hervortretender Zeichnung.
Zeller selbst erkennt sie aber als seine Perplexella an.
574. — Ambigualis Tr. Auch auf dem Parnass, in lich-
ten, etwas zeichnungsloseren Exemplaren.
575. — *) Cratacgella НЪ. var. Frequentella Stt. Auf dem
Parnass im Juli, auf Naxos im Mai; gewiss auch sonst noch
nicht selten. Die Stücke gehören der kleineren dunklen Varie-
*) Von Eudorea Angustea Stph. sandte Dr. Krüper ein am 8 Juni bei
Smyrna gefangenes Stück ein. Sicher kommt diese Art auch in Griechenland vor.
— 206 —
tät Frequentella an, wie ich solche im Süden Europa’s, zumal
im Herbst häufig fand.
576. Pempelia Zinckenella Tr. Dr. Krüper sandte nur
ein kleines abgeflogenes, am 7 Juli in der Attica gefangenes
Stück ein.
577. — Semirubella Se. var. Sanguinella Hb. Die einzig-
sten zwei vorliegenden ‘griechischen Stücke, das eine vom Ve-
lucbi, gehören der var. Sangwinella Hb. mit heller Vorderrands-
зачете an. Ве! dem einen sehr kleinen © (22 mm.) ist das
Roth der Vorderflügel fast vollständig vom Gelb verdrängt;
nur die Franzen sind noch roth.
578. — Sororiella Z. Vier Exemplare vom Parnass, ge-
fangen am 24 Mai, 11 und 14 Juni, sind wahre Riesen
(24—25 mm.) im Vergleich zu den Sicilianern und Andalu-
siern (17—20 mm.). Sonst gehören sie unzweifelhaft zu die-
ser Art; natürlich tritt mit der Grösse auch die Zeichnung
viel deutlicher hervor und scheint sie überhaupt viel greller
als bei den Sicilianern zu sein.
579. — Obductella Е.В. Im Juli (4) vom Parnass in
etwas lichteren Stücken, als die deutschen. Ich erzog die Art
bei Granada aus den Stengeln einer Mentha.
580. — Palumbella S.V. Auf dem Parnass im Juli. Das
eine der beiden Stücke ist fast so gross (29 mm.), wie die
Exemplare aus dem Engadin (bis 33 mm.), aber das Braun
an den Binden ist fast ganz verschwunden. Auch von Erber
auf Corfu gefunden.
581. — Amoenella Z. (Erberi Mn. Z. Ъ. У. 1867, р. 17).
Diese prächtige Art entdeckte Herr Erber auf Corfu, wo die
Raupe auf Tamarix lebte. Erberi Mn. fällt sicher mit Amoe-
nella Z. zusammen; doch soll die Art keine Trachonites, son-
dern eine Pempelia sein.
582. Nephopteryx Roborella S.V. Zwei, Aniangs Juli
auf dem Parnass gefangene Stücke. Sie sind gross (29 mm.)
— 207 —
und sehr licht; namentlich an der Basis der Vorderflügel ganz
aschgrau.
533. — Poteriella Е. Von fünf vorliegenden Stücken ist
das eine am 25 Juni bei Smyrna gefangen; von den andern
vermuthe ich ziemlich sicher, dass sie aus Griechenland sind.
Die Stücke sind etwas dunkler, mehr grau, als die mir vor-
liegenden italiänischen, welche aber auch durch das Alter ver-
blasst sein können.
584. — Janthinella Hb. var. Saltuella Mn. Die beiden
vorliegenden griechischen Stücke sind fast ganz zeichnungslos,
bräunlich roth mit weisslicher Bestäubung auf den Vorderflü-
geln. Am Ende der Mittelzelle sind zwei übereinander stehende
bräunliche Punkte ‚sichtbar. Ich glaube, dass Herr Mann
diese lichte, zeichnungslose Varietät als Saltuella verschickte.
Uebrigens varürt und aberrirt Janthinella ausserordentlich, und
sah ich noch nie so scharf gezeichnete Exemplare, wie sie Hb.,
auch HS. abbildet.
585. — Alpigenella Dup. Diese seltene Art fing Dr.
Krüper nur auf dem Veluchi, im Juli, in grossen (bis 35 mm.)
lichten Stücken. (In Ungarn wird eine Art in den letzteren
Jahren gezogen, und als Alpigenella versandt, die jedoch —
Albariella Tr. 2 ist).
586. — Dahlella Tr. Zwei Stücke aus Griechenland ha-
ben einen lichten graugelben Grundton, wie die Herrich-Schäf-
fersche Abbildung fig. 63. Die Exemplare aus Süd-Russland
sind dunkler, mehr aschgrau, während die aus Süd-Frankreich
und von Granada wie die griechischen sind.
587. Ancylosis Cinnamomella Dup. Dr. Krüper sandte
nur ein, am 18 Mai auf dem Parnass gefangenes, schr lichtes
celbliches Stück dieser sehr aberrirenden Art ein. Erber fand
sie auf Сота.
538. Epischnia Illotela 7. Nach Rogenhofer von Er-
ber auf Tinos gefangen.
— 208 —
589. — Leucoloma HS. Nur wenige Exemplare, die in
der letzten Hälfte des Juni auf dem Parnass gefangen sind und
mit den kleinasiatischen übereinstimmen.
590. — Prodromella Hb. Nur zwei Stücke, von denen
ein ganz frisches < am 17 April in der Attica gefangen wurde.
591. Zophodia Confiniella Z. Zwei Stücke vom Veluchi,
eins vom Parnass, alle im Juli gefangen, liegen vor und sind
nach Zeller gleich seiner Confiniella. Die Art scheint sehr zu
aberriren; die Stücke vom Veluchi sind lichter mit wenig Roth-
braun, als das dunklere, stark rothbraun untermischte Stück
vom Parnass. Chalcedoniella HS. 184—185 gehören wohl
sicher hieher; 186 scheint mir sehr zweifelhaft. Zeller’s Be-
schreibung kann ich augenblicklich nicht ‘nachsehen; besitze
überhaupt zu wenig Material, um über diese oft sehr nahen
Zophodia-Arten etwas sagen zu können.
592. — Remotella Mn. Z. b. У. 1867, р. 18. Von
Erber auf Tinos gefunden; auch aus Dalmatien und von
Brussa. Diese mir in Natur unbekannte Art soll vielleicht eine
Myelois sein.
593. — Gilveolella Tr. Auf dem Veluchi und Parnass im
Juli (auch Ende Juni bis Anfang August), wie es scheint, nicht
selten; auch auf Naxos. Ein & von letzterer Lokalität hat fast
völlig braungelbe Vorderflügel mit sehr wenig weisslicher Zeich-
nung; bei anderen Stücken ist das Weiss auf den Vordertiügeln
überwiegend.
594. Hypochaleia Ahenella S. У. Ein auf dem Veluchi
gefangenes < ziehe ich hieher. Ich bemerke aber bei dieser
Gelegenheit, dass in dieser Gattung viel Wirrwarr ist und
dass ich die äusserst aberrirenden Ahenella, Melanella et Rubı-
ginella fast zu einer Art vereinen möchte, wie Decorella und
Germarella sicher nur Aberration derselben Art sind.
595. Myelois Zacompta Z. Diese bisher nur in Klein-
asien gefundene sehr seltene Art fand Dr. Krüper in drei
frischen Stücken am Parnass, davon eins am 12 Mai, ein
— 209 —
anderes am 2 August. Diese Art mit ganz grauen Flügeln
und gelbem Kopf steht der neuen M. Monogrammos Z. am
Nächsten,
596. — Hispanicella HS. (Rhizobiella Stgr.).. Nur ein
ganz schlechtes Stück aus der Attica. Es ist mir jetzt fast
unzweifelhaft, dass Hispanicella HS., VI, pag. 148, fig. 154
(Pyral.), aus Ronda zu meiner Æhizobiella gehört, die ich bei
Malaga aus Wurzeln des Crambe Maritima erzog. Auch besitze
ich die Art von Montpellier.
597. — Rhodochrella HS. var. ? Hellenica. Tab. П, fig. 18.
Vier ganz frische Stücke aus der Attica уагигеп der Art von
Rhodochrella HS. 151, VI, р. 147 (nach einem Q aus Amasia
beschrieben), dass ich über deren Zusammengehören noch
zweifelhaft bin. Die Grundfarbe der Vorderflügel ist schön
eitrongelb mit scharf abgeschnittener violett röthlicher Zeich-
nung. Dieselbe besteht aus einem breiten, hart an der Basis stehen-
dem schrägen Band; einer dicht dahinter verlaufenden parallelen,
etwas schmäleren Binde und einer davon viel weiter getrennten
Aussenbinde, welche sich am Vorderwinkel mit dem rothen
Aussenrand vereint. Die drei rothen Binden erreichen den nur
weniger lichteren gelben Vorderrand nicht. Khodochrella HS.
zeigt dieselben Farben, aber die Grundfarbe ist roth, und das
Gelb bildet eine Basalbinde, einen grossen Mittel- und einen
kleinen Aussenfleck. Hellenica lässt sich aber leicht als aus
einer Æhodochrella, wo das Gelb vorherrscht, hervorgehend
erklären. Die von Erber auf Tinos gefundene Art gehört
‚wohl sicher auch zu dieser v. Hellenica.
Wocke hat Delicatella Möschler aus Sarepta mit Arhodo-
chrella zusammengezogen, und gewiss sind es zwei nahe ver-
wandte Arten, die darwinistisch gedacht aus einer hervor-
gegangen sein mögen. Ich habe sehr viele .Delicatella aus
Sarepta unter Händen gehabt, und möchte sie doch für eine
andere Art, als meine griechische halten. Möschler nennt die
Grundfarbe der Vorderflügel grau röthlich; ich finde sie stets
a
schmutzig gelb (grüngelb) mit röthlicher, oft sehr verloschene
Zeichnung und einem stets sehr auffallenden, fast weissen
Vorderrandsstreif. Auch hier sind, wie bei Hellenica, drei rothe
Querbinden, allein die mittlere steht der äusseren mindestens
eben so nahe, fast näher, als der ersten. Sonst sind Palpen
und Fühler gleich gebildet. Allein diese Stellung der Binden,
der weissliche Vorderrandsstreif und die ganz andere Färbung
des Grundtons scheinen mir zu genügen, um beide Formen als
verschiedene Arten aufführen zu müssen.
598. — Cribrum 5. У. Die im April in der Attica ge-
fangenen Stücke sind wie die deutschen.
599. — Infuscatella HS. (<) (Luridatella HS. ©). Im
Juni auf dem Parnass. Diese Art ist im männlichen und weib-
lichen Geschlecht recht verschieden, wesshalb daraus bisher
zwei Arten gemacht wurden. Auch aberrirt sie noch vielfach,
oft sind die 4 ganz zeichnungslos, grau, zuweilen fast eben
so dunkel, braun und gezeichnet, wie die 99. Letztere, in
Ungarn sehr dunkelbraun, sind bei den griechischen zwei
Exemplaren etwas lichter mit deutlich abgesondertem Mittelfeld.
Das griechische & ist sehr licht, eintönig gelbgrau. Herr
Lederer fing diese Art in sehr grossen kräftigen Stücken im
Taurus, die fast als eigene Art aussehen.
600. — Dulcella Z. Nur ein 9, wie ich glaube, aus der
Attica, mit den ungarischen völlig übereinstimmend.
601. — Centunculella Mn. Zwei frische 44, am 14 und
15 April in der Attica gefangen, wurden mir von Herrn Mann
selbst als seine Centunculella bestimmt. Sie sehen der Dulcella
so ähnlich, dass ich sie hieher setze (auch Lederer schrieb
mir «bei dulcella») und in ihnen keine Zophodia erblicken kann.
602. — Suavella Zk. Ein am 23 Juni am Parnass ge-
fangenes < ist genau so, wie unsere deutschen Exemplare.
603. — Corcyrella HS. Von dieser schönen, auf Сота
entdeckten Art sandte Dr. Krüper fünf Stück aus der Attica
ein, alle ganz frisch, am 6, 12 Juli und 2 August gefunden.
— 211 —
604. — Transversella Dup. Nur ein sehr kleines Stück,
am 13 Juli in der Attica gefangen, liegt mir vor.
605. — Florella Mn, Wien. Mts. 1862, р. 391. Nach
Rogenhofer von Erber auch auf Corfu gefangen. Mann
beschrieb sie aus Brussa als Nephopteryx; doch soll es eher
еше Myelois sein, wo bekanntlich jede Phycidee hingehört, die
anderswo nicht passt!
606. Acrobasis Obliqua Z. Im April in der Attica häufig;
auch auf Naxos und Corfu. Ich besitze die Art noch aus Li-
gurien, Sardinien, Andalusien und Castilien.
607. Homoeosoma Nimbella Z. Diese sonst so gemeine
Art wurde nur von Erber auf Syra gefunden.
608. — ? Dinaevella Hb. Nur in zwei mittelmässig er-
haltenen Stücken, von Dr. Krüper eingesandt. Die Art ist
mir überhaupt ziemlich zweifelhaft und dürfte nur aus grossen,
in den Punkten etwas aberrirenden Nimbella bestehn.
609. — Sinuella Е. Von Erber auf Corfu und Syra
gefunden.
610. Ephestia Zlutella Hb. ‘Nur zwei Stücke, von de-
nen das eine am 22 Juli auf dem Parnass gefunden ist.
611. — ?? Oblitella Z. var.? Ein am 20 October in der
Attica gefundenes © könnte möglicherweise einer ganz zeich-
nungslosen Oblitella Z. angehören, die sehr aberrirt. Vielleicht
gehört das Stück einer unbeschriebenen Art an; doch genügt
dies eine Exemplar hier durchaus nicht zur Aufstellung einer
neuen Art. Die Vorderflügel sind eintönig mäusegrau, nur zwei
übereinander stehende Mittelpunkte sind, äusserst unkenntlich,
vorhanden.
612. Anerastia Lotella Zk. Nach Rogenhofer von Er-
ber auf Corfu und Tinos gefunden.
613. — Transversariella Z. Genau wie bei der vorigen Art.
614. Semnia Punctella Tr. In der Attica und auf dem
Parnass im Juni und Juli; auch auf Corfu und bei Smyrna
gefunden; die griechischen Stücke aberriren, wie überall, sehr.
14
— 212 —
615. Melissoblaptes АиеЙиз 5. У. Ein am 10 Juli in
der Attica gefundenes frisches Paar; ebenso ein auf Naxos am
14 Mai gefangenes ganz schlechtes © gehören sicher hieher.
Ein einzigstes, gleichfalls aus der Attica stammendes с will
ich hier vor der Hand nur als
— ab. ? Unicolor aufstellen; möglicherweise ist es eigene
Art, oder kann auch als Aberration zu Bipunctanus gehören.
Grösse 26 mm. Vorderflügel völlig mäusegrau mit kaum sicht-
barer lichter, gezackter Querlinie nach aussen und einem ebenso
unkenntlichen dunklen Mittelpunkt. Eine Anzahl gleicher Stücke
würde diese Form unmassgeblich als eigene Art hinstellen.
616. Aphomia Colonella L. Hievon sandte Dr. Krüper
nur ein verflogenes, am Veluchi gefangenes “ ein.
617. Galleria Mellonella L. Ende Juli in der Attica ge-
funden.
618. Teras Variegana 5. У. Einige, Ende Juni auf dem
Parnass gefangene Stücke gehören der dunkelsten Form dieses
so sehr aberrirenden Wicklers an.
619. — Boscana Е. Im Juni und Juli auf dem Parnass.
Die Stücke sind sehr weiss; die Flecken am Vorderrande braun,
statt schwarz.
620. — Lipsiana 5. У. Nach Rogenhofer von Erber
auf Corfu gefangen.
621. Tortrix Podana Sc. Nur ein Pärchen, im Juni auf
dem Parnass gefangen, liest mir aus Griechenland vor.
622. — Xylosteana L. Im Mai und Juni vom Parnass;
auch auf dem Veluchi gefunden.
623. — Rosana №. Nur ein schlechtes ©, wahrscheinlich
vom Parnass. Erber fand die Art auf Corfu.
624. — Crataegana Hb. Ein Paar schlechte Stücke, Mitte
Juni auf dem Parnass gefunden; auch vom Veluchi, sowie bei
Smyrna.
625. — Musculana Hb. Im Mai ein sehr grosses Pär-
chen vom Parnass; das © misst 24 mm.
— 213 —
626. — Unifasciana Dup. Von Erber auf Corfu gefunden.
627. — Strigana Hb. Zwei Anfang Mai-in der Attica
gefangene Stücke haben sehr breite, dunkle Zeichnung.
628. — Zecheana L. Nur ет 4, wahrscheinlich vom Par-
nass, welches sehr dunkle Vorderflügel hat.
629. — Pilleriana S.V. Von Erber auf Corfu und Tinos
gefunden.
630. — Grotiana F. Im Juni auf dem Parnass nicht
selten. Bei einigen Stücken sind die grossen dunkleren Flecken
sehr aufgelöst.
631. — Gnomana L. Im Juni und Juli auf dem Parnass,
sewiss nicht selten.
632. — Loefflingiana L. In vier Exemplaren (5 Juni) vom
Parnass. Alle haben gelbe Vorderflügel mit deutlich getrennter
brauner Gitterzeichnung.
633. — Forskaleana L. Von Ende Juni bis Ende Juli
auf dem Parnass sehr häufig, in allen möglichen, auch bei uns
vorkommenden Aberrationen. 1
634. — Viridana 1. Von Ende Mai bis Ende Juni auf
dem Parnass.
635. — Pronubana Kb. Ein Stück am 3 April aus der
Attica; ens am 16 Mai von Naxos, beide verflogen; auch auf
Сота (Erber).
636. — Amplana Hb. Nur ein & ohne weitere Angaben;
Erber fand die Art auf Буга. Die hübschen Raupen dieses
schönen Wicklers fand ich bei Malaga (Februar) in Menge auf
der Scilla maritime.
637. — Steinerima S. У. Nach Rogenhofer von Erber
auf Сота gefunden.
638. — Ochreana НЪ. Am 15 März und 25 Mai auf dem
Parnass gefunden. р
639. — Rigana Sod. Nur ein ziemlich dunkles (aber mit
Weiss) 4, wahrscheinlich vom Parnass.
— 214 —
640. Sciaphila Stratana Z. Nach Rogenhofer von
Erber auf Сота und Tinos gefunden. Auch ein %, das
Krüper auf Naxos fand, dürfte hieher gehören; es hat deut-
liche ockergelbe Zeichnung auf dem weisslichen Grunde.
641. — ? Segetana Z. Nach Rogenhofer von Erber auf
Corfu gefunden. Mir ist diese Art unkekannt; Herrich-
Schäffer’s Figur 380 passt sehr gut auf ein von Mr. Double-
day aus England erhaltenes ©, mit ziemlich verschiedenem /,
das er mir als Zcterana (2 Oblongana Hw.) sandte.
642. — Fragosana Z. Ende Mai, Anfang Juni auf dem
Parnass. Die Stücke sind von den Sicilianern verschieden,
da sie schr wenig (fast gar nicht) braune Beimischung haben.
Charakteristisch für diese Art sind die auffallenden dunklen
Schuppenanhäufungen in der Mitte der Mittelbinde.
643. — Styriacana HS. Ein am 14 Juni auf dem Par-
nass gefangenes frisches < stimmt völlig mit östreichischen
Stücken überein. Diese Art wird höchst wahrscheinlich Varietät
von Penziana sein; überhaupt herrscht in den Penthina-Arten
noch grosser Wirrwarr, namentlich in den nun folgenden.
644. — Wahlbomiana L. Eine Anzahl Exemplare, welche
Dr. Krüper von Mitte März bis Ende Mai in der Attica und
auf dem Parnass fand, stimmen mit unseren deutschen Wahl-
bomiana ganz überein. Ebenso fand Dr. Krüper sie bei Smyrna.
Es aberrirt diese Art aber schon an derselben Lokalität bedeu-
tend, und ebenso variirt sie auch sicher lokal, so dass dadurch
eine Anzahl Arten aufgestellt wurden, wo bis jetzt die grösste
Verwirrung herrscht. Hiezu rechne ich zunächst
— v.?an ab. ? Chrysantheana Dup., von der Duponchel
selbst sagt, dass sie wahrscheinlich nur eine Varietät von
Wahlbomiana sei. Es ist dies nur eine sehr grosse Form, wie
sie auch vom Parnass vorliegt, bei der die Binden auf den
Vorderflügeln weniger klar sein sollen. Von Herrich-
Schäffers Figuren passt daher höchstens 108 und 110 hie-
— 215 —
her, während 109 gar nicht, 111 gleichfalls nicht hieher
‚gehören kann.
— У. ? an ab. ? Communana HS., die Erber auf Syra
gefangen haben soll und die auch wohl aus den vorliegenden
griechischen Stücken herauszusuchen ist, sind etwas dunklere
Wahlbomiana;, denn auf die äusserst variable Zeichnung ist
nichts zu geben. Ebenso traurig sieht es mit der alpinen
Alticolana aus, deren Aechtheit nur nach der Höhe bemessen
werden kann. Viel mehr Anspruch auf Artrechte hat eine von
Mann bei Brussa gefundene Form, von der auch ein ganz ent-
sprechendes griechisches Stück vorliegt, die er als
— v. ? Cupressivorana versandte und die auf Cypressen
leben soll. Sie hat die Grösse mittlerer Wahlbomiana (19 mm.),
ist sehr dunkel, etwas ins Bräunliche spielend, mit sehr ver-
loschener Zeichnung. Leider habe ich aber auch hier aus Süd-
Frankreich Uebergänge zur Wahlbomiana vorliegen, und kann
die Futterpflanze bei einer so polyphagen Art, wie Wahlbomiana,
auch keinen specifischen Unterschied hervorbringen.
645. — Incertana Tr. Mitte April in typischen Stücken
aus der Attica; auch von Erber auf Corfu gefunden. Diese
durchweg kleinere Art (14—15 mm.) möchte ich nicht zu
Wahlbomiana ziehen, obwohl auch hier Uebergänge vorkommen.
Stücke, die ich auf Sardinien fand und die mir Zeller als
seine Pumicana bestimmt, scheinen dahingegen hieher zu ge-
hören. Auch Minorana HS., die doch wohl lieber Minusculana
Z. heissen muss (da mir die Tortrieiden-Gattungen, besonders
die heutige Grapholitha, durchaus nicht scharf abgegrenzt
erscheinen wollen), steht in manchen Stücken der /ncertana sehr
nahe, und es liegen griechische Stücke aus der Attica vor, die
ich direkt als
— var. Minusculana Z. (Minorana HS.) bezeichnen möchte.
646. — ? Pasivana Hb. Von Erber, nach Rogenhofer’s
Angaben, auf Corfu und Tinos gefunden; auch einige Stücke
aus der Attica scheinen hieher zu gehören. Dies ist mir auch
— 216 —
еше zweifelhafte Art, die bald mehr und minder zeichtimgslos
ist und in gewissen Stücken einen Uebergang zur
647. — Abrasana Dup. bildet, die ganz sicher als eigene
Art angesehen werden kann. Hievon liegen eine grosse Reihe
von Exemplaren, alle im April bis Anfang Mai in der Attica
gefangen, vor. Diese Art hat ganz eintönig graue Vorderflügel,
nur bei ein Paar Stücken bemerkt man hinter deren Mitte eine
dunklere Färbung, die als Anfang einer Aussenbinde gedeutet
werden kann. Dahingegen werden einige der griechischen SG
sehr licht, fast weisslich, nur vor dem Aussenrand bleibt ein
breiter Theil dunkel bestäubt. Die fast weisse Sc. Perterana Gn.
ist bedeutend grösser und zeigt vollständige, wenn auch ' sehr
verloschene Spuren der Binden.
648. — Nubilana Hb. Vom Parnass in wenigen Stücken
vorliegend, die aber mit den deutschen vollständig überein-
stimmen. Das erste wurde am 12 Mai, das letzte am 4 Juli
gefangen.
649. Olindia Albulana Tr. Ende Juni, Anfangs Juli
auf dem Parnass nicht eben selten. Die griechischen Stücke
sind etwas greller, weisser, als die deutschen. Die Aussen-
hälfte der Vorderflügel ist mehr oder minder dunkel bestreut,
so dass einzelne Exemplare mit ungarischen
— v. Hybridana Hb. ganz übereinstimmen, die ich lediglich als
Varietät von Albulana ansehen kann, und wozu eben die vor-
liegenden griechischen Stücke den deutlichsten Uebergang bilden.
650. Conchylis Lathoniana Hb. Nur ein am 24 Juni
auf dem Parnass gefangenes $ liegt mir aus Griechenland vor.
651. — Zebrana Hb. Das einzigste, am 2 April in der
Attica gefangene frische $ hat mehr Weiss (und also weniger
Gelb) auf den Vorderflügeln als die deutschen Stücke.
652. — Purgalana Tr. у. Porculana Mn. Wien. Mts.
1862, р. 394. Vier &$ und 1 ©, alle im März in der Attica
gefangen, liegen vor. Während die $4 dieser kleinen Art in
andern Ländern (mir liegen deutsche, spanische und sardische
— 217 —
vor) stets weisse Hinterflügel mit dunklem Anflug an der Spitze
(auch wohl am ganzen Aussenrand) haben, werden dieselben
bei den Griechen völlig dunkel, nur bei einem Stück noch
nach innen zu etwas weisslich. Die Franzen bleiben weiss; bei
dem einzigsten © werden auch sie ganz schwarz, was bei
meinem einzigsten vorliegenden sardischen © nicht völlig der Fall
ist. Ich glaube sicher, dass dies Mann’s Porculana ist, die
ich dann aber nicht für eigene Art halten Кали.
653. — Siraminea Hw. Nur zwei am 16 und 20 April
in der Attica gefangene 4 liegen vor, von denen das erstere
die kleinste Séraminea (13 mm.) ist, die ich habe. Nebenbei
ist dies kleine Stück fast einförmig weissgelb mit schwach her-
vortretenden gelberen Flecken. Die Hinterfiügel sind bei beiden
weisslich. Auch von Erber auf Corfu gefunden.
654. — Zephyrana Tr. var. Scabidulana Ld. Die in der
Attica und auf dem Parnass gefangenen vorliegenden sechs
Stücke gehören alle dieser var. Scabidulana an. Die Stücke der
ersten Generation, im April gefunden, sind kleiner und dunkler,
die der zweiten, Mitte Juni, Anfangs Juli, grösser und lichter;
alle führen aber zwei deutliche dunklere Binden auf den Vorder-
flügeln. Das kleinste Stück, ein wahrer Zwerg, misst nur 12 mm.,
das grösste 19 mm. Uebrigens bilden Zephyrana, die ich bei
Chiclana (Cadiz) fing, sehr gute Uebergänge zu der var. Scabi-
dulana; ebenso sind zwei von Dr. Krüper bei Smyrna im
April gefangene Stücke schon von ungarischen Zephyrana sehr
verschieden, viel dunkler, von der dunklen Bindenfärbung der
v. Scabidulana.
655. — Meridiana Stgr. Nur zwei sehr grosse Stücke
aus Griechenland, die wahrscheinlich Anfangs August bei Skala
am Parnass gefangen sind. Seit ich diese Art, ziemlich dürftig,
nach zwei Stücken von Chiclana beschrieb, erhielt ich davon
noch vier Stücke aus Malaga, eins von Montpellier, drei von
Sarepta und diese zwei aus Griechenland, welche zwölf Stücke
mir alle vorliegen. Die Art zu Zephyrana zu ziehen, wie mein
— 218 —
Freund Wocke es gethan hat, ist nur dann möglich, wenn
man sie nie sah, oder wenn man auf dem höchsten darwinisti-
schen Standpunkt angelangt ist. Meridiana Mn., Wien. Mts.
1861, p. 185, aus Brussa, scheint mir sicher hieher zu ge-
hören, und wird daher der von ihm vorgeschlagene Name
Claviculana überflüssig. Alle meine Meridiana haben Rippe 3
und 4 der Hinterflügel gestielt.
Während die grössten spanischen Stücke nur 25 mm. (von
20 an) erreichen, hat das grösste griechische 27 mm. Flügel-
länge. Die strohgelben Vorderflügel zeigen die erhabenen, etwas
dunkleren, glänzenden Schuppenhäufchen sehr unregelmässig,
bald mehr bald minder, meist nur nach dem Aussen- und Innen-
rand hin. Die Hinterflügel, von gelblich weisser Färbung bei
den Griechen, sind fast stets hell, wenn sie auch bei einigen
Stücken schon etwas grau werden. Nur.ein 4 aus Malaga hat
ganz schwärzliche Hinterflügel und zeichnet sich auch auf den
Vorderflügeln durch auffallend viel dunklere Zeichnung aus, die
aber nur punktartig ({netzförmig), nicht bindenförmig auftritt.
Das Stück scheint der von Lederer nach einem Exemplar
aufgestellten Pallorana sehr nahe zu stehen, die aber eine Art
Querbinde führen soll.
656. — Tesserana S. V. Nur ein sehr grosses (19 mm.)
4, wahrscheinlich aus der Attica. Dasselbe hat sehr dunkle
braune Zeichnung auf den Vorderflügeln und ganz schwarze
Hinterflügel; sogar die Franzen sind schwarz. Von Erber
auch auf Corfu gefunden.
657. — Francıllana Е. Nur zwei Stücke, aus der Attica
oder vom Parnass, mit völlig durchgehenden rothbraunen Mittel-
striemen auf den Flügeln. Die Raupen dieser Art fand ich auf
Sardinien in den Stengeln der Ferula vulgaris. Erber fand
С. Francillana auf Сота und Tinos.
658. — ? Ciliella Hb. Ein Pärchen, von denen das ©
am 18 April in der Attica gefangen ist, rechne ich hieher,
doch stehen sie der Epilinana Z. ebenso nahe; welche Art ich
— 219 —
übrigens nicht von С еЙа unterscheiden kann. Jedenfalls variirt
und aberrirt Ciliella beträchlich. und Alles, was Zeller von
seiner Epilinana sagt, passt auch auf gewisse Stücke der Ci-
liella, wenn solche sonst bei mir die richtigen sind. Das grie-
chische + ist sehr hell; das © hingegen sehr dunkel; auf den
Vorderflügeln vorherrschend gelbbraun.
659. — Manniana Е. В. Nur zwei Stücke, wie ich be-
stimmt glaube, vom Parnass. Die Mittelbinde und der Vorder-
randsstriemen heben sich wenig (bei deutschen Stücken sind sie
meist recht dunkel) aus der mattgelben Grundfarbe der Vorder-
tlügel hervor.
660. — ?? Pallidana Z. Ein ganz abgeflogenes S, wel-
ches aber sicher zu keiner der anderen griechischen Arten ge-
hört, scheint möglicherweise eine Pallidaux Z. zu sein. Doch
kann es auch zu Hybridella НЪ. oder vielleicht einer neuen
Art gehören.
661. — Posterana Z. Nur ein sicheres, etwas blasses с,
aus Acarnanien oder vom Parnass.
662. Phtheochroa Duponchelana Dup. var. Gloriosana HS.
Diese prächtige Art flog von Anfang Mai bis in den Juni
hinein auf dem Parnass, wie es scheint, nicht selten. Auch auf
Naxos wurde sie von Dr. Krüper gefunden. Duponchel’s
Duponchelana von Neapel scheint von der griechischen Form
ziemlich verschieden, die zu Gloriosana HS. auf’s Beste passt,
und als Lokalform (oder sollte es eigene Art sein?) so benannt
zu werden verdient. Zunächst bleibt bei der neapolitanischen
Art der Aussenrand der Vorderflügel etwas weiss; dann nennt
Duponchel die Unterseite der Flügel «d’un blanc roussätre
avec les deux bandes du dessus, mais brunes et plus larges».
Bei allen griechischen Stücken ist die Unterseite dunkel rauch-
braun, nur zuweilen ist der mittlere Theil lichter, nie weiss-
rôthlich. Erst wenn die wahre Ph. Duponchelana Бир. wieder
bei Neapel aufgefunden wird, kann man genau über diese
— 220 —
Unterschiede urtheilen. Nach Duponchel’s Figur, Suppl. Pl.
62, 5, kann Niemand die vorliegende griechische Art erkennen.
663. Retinia Margarotana HS. 148. Ich finde zu der
Herrich-Schäfferschen Figur nirgends eine Erläuterung.
Jedenfalls hat dieselbe nichts mit Margarotana Dup. zu thun
und passt sehr gut zu einer Zetinia, von der ich ein Stück
habe; den einzigsten Schmetterling, den mir Herr у. Kiesen-
wetter aus Griechenland mittheilte. und den er auf dem Par-
näs bei Athen wohl von Nadelhülzern herunterklopfte. Die
Art steht der А. Resinella sehr nahe, ist aber dunkler, mehr
bräunlich, und zeigt durchaus nicht den bleifarbigen Glanz der
Zeichnung, wie dies stets bei Æesinella der Fall ist. Auch ist
viel weniger Zeichnung bei Margarotana HS. vorhanden; es
sind nur wenige grössere biaugraue Flecke, die sich binden-
artig vereinen.
664. Penthina Cynobastella L. (Variegana Hb.). Nach
Mr. Н. Doubleday’s Versicherung ist die Cynobastella L.
gleich Variegana Hb. Diese Art war von Mitte Mai bis Ende
Juni auf «em Parnass und Veluchi wohl nicht selten. Die
Exemplare weichen von den deutschen wenig ab; am Ende des
dunklen Basalfeldes ist meist die gelbliche Färbung sehr deut-
lich hervortretend. Auch bei Smyrna fand Dr. Krüper
diese Art.
665. — Prumiana Hb. Die auf dem Parnass gefangenen
Stücke gehören meist hieher, bilden aber Uebergänge zu
— у. Pruneticolana Z., die aber in so typischen Stücken
sich nicht unter den Griechen findet. Höchstens ein Exemplar
dürfte den Italiänern gleichstehen.
666. — Phlomidana п. sp. Tab. Ш, fig. 1. Eine der
Marginana Hw. (gleich Oblongana Hw. ©) äusserst nahe Art,
wofür auch Zeller das einzigste ihm zur Ansicht gesandte
Stück hielt. Wocke glaubte darin Sororiana HS. zu erblicken,
die es aber dem Bilde nach nicht sein kann. Dr. Krüper
sandte nur vier Stücke ein, von denen ein am 18 März in der
— 221 —
Attica gefangenes © ganz frisch ist; ebenso ein am Veluchi
gefangenes ©. Rogenhofer giebt Oblongana als von Erber
auf Corfu gefunden an, und zweifle ich um so weniger daran,
dass diese Oblongana hieher gehört, als Herr Mann 1868
diese Art bei Ragusa aus Phlomis in Anzahl erzog. Die Ragu-
saner Stücke stimmen völlig mit den Griechen überein.
Ich gebe nur bei Phlomidana die Unterschiede von Margi-
папа (Oblongana), welche ich aus England, Deutschland, Sar-
dinien und Andalusien, in fast ganz übereinstimmenden Exemplaren
vor mir habe. Der Hauptunterschied liegt in der Vorderflügel-
spitze, wo Phlomidana einen lebhaft rostgelben Fleck hat, der
bei Marginana niemals auftritt. Sonst schen die Vorderflügel
fast genau so aus wie bei Marginana, der dunkle Vordertheil
ist vielleicht etwas lichter. Unten ist die Vorderflügelspitze
weisslich, auch der daran stossende Theil des Vorder- und
Aussenrands ist weiss bei Phlomidana, während bei Marginana
die Spitze selbst stets dunkel bleibt. Die Hinterflügel sind in
beiden Geschlechtern bei Phlomidana eintönig dunkel; bei Mar-
ginana &4 meist weisslich mit dunklem Aussenrand, und selbst
wenn sie dunkel werden, so bleibt der Rand immer noch um
einen Ton dunkler. Im Uebrigen sind sie sich hinsichtlich der
Palpen, Fühler, Grösse ete ganz ähnlich, und wäre es nicht
unmöglich, dass wir hier nur eine östliche Varietät der Mar-
ginana vor uns hätten; was ich aber nicht glaube. Sororiana
HS. hat eine schmale, scharf begrenzte, nach aussen mit langem
Zahn versehene dunkle Mittelbinde; kann also niemals hieher
gehören.
667. Penthina Sfibiana Gn. Nur ein Stück vom Par-
nass oder aus der Attica.
668. — Lacunana 5. У. Wenige Stücke, Ende Juni vom
Parnass_und im Тай am Veluchi. Die dunkle Mittelbinde ist
etwas lichter, in der Mitte durchbrochen (bei zwei Stücken)
und bei einem sehr schmal.
— 222 —
669. Lobesia Botrana $. У. Sieben frische Stücke, Mitte
April in der Attica gefangen, die mit ungarischen und spani-
schen Stücken völlig übereinstimmen. Auch ZLimoniana Mill.
aus Süd-Frankreich gehört sicher hieher.
670. Grapholitha Hepaticana Tr. var. Seneciorana Mn.
Ein frisches Stück aus der Attica oder vom Parnass. Es ist
etwas lichter, als deutsche Stücke, und ist die dunkle Binden-
zeichnung fast aufgelöst; der helle grosse Fleck am Tnnenrande
tritt fast gar nicht hervor, da er denselben gelblichen Ton der
Grundfarbe hat. Es soll dies nach Lederer und Mann die
Senecionana Mn. (ob in litteris?) sein, und hält ersterer sie
sicher für Hepaticana var.
671. — Fusculana Z. Nach Rogenhofer von Erber
auf Syra gefunden.
672. — Nigricana HS. Hievon sandte Dr. Krüper nur
ein mässig erhaltenes Stück in den ersten Jahren ein.
673. — ? Proximana HS. Gleichfalls nur ein defektes
Stück eingesandt, das ich eher hieher als zu Comilana gehö-
rend glaube.
674. — Thapsiana Z. Nach Rogenhofer von Erber auf
Corfu gefunden.
675. — ? Incarnatana Hb. Ein sehr schlechtes, am 4 Juli
auf dem Parnass gefangenes Stück gehört wahrscheinlich hie-
her. Es ähnelt sehr einem Stück aus Sardinien, das mir Zel-
ler früher als Amoenana benannte und das eine mögliche Va-
rietät von /ncarnatana sein kann. Beide Stücke zeigen aber
nichts Röthliches auf dem Weiss und können allenfalls auch
sehr lichte Sufusana sein. Auch Roborana-Varietäten kommen
sehr nahe.
676. — Tripunctana S.V. (Cynobastella Stph. Ма. Wk.).
Zwei Stücke, Mitte Mai auf dem Parnass, die mit unseren
deutschen ganz übereinstimmen. Diese Art wurde nach Dou-
bleday ganz sicher fälschlich für Cynobastella L. gehalten.
— 223 —
677. — Brumnichiana 8. У. Im Mai in der Attica und
auf dem Рагпазз. Die Stücke sind meist etwas lichter braun,
als die deutschen.
678. — Foenella L. Zwei kleine Exemplare vom Ve-
iuchi; bei dem einen ist der obere Haken der weissen Halb-
binde völlig verschwunden.
679. — Gemmiferana Tr. Nur ein sicheres, am 16 April
auf dem Parnass gefangenes Stück liegt vor. Dann habe ich
noch ein der Gemmiferana sehr ähnliches Stück, welches Zeller
als ihm unbekannt bezeichnete und das höchst wahrscheinlich
einer neuen Art angehört. Das Braunschwarz der Flügel ist
etwas matter, die lebhaft metallglänzenden Striche fehlen ganz.
Nur mit der Loupe erkennt man einen matten, hart vor dem
Aussenrand verlaufenden bleifarbenen Strich, der sich vorne
nach dem Vorderrand umbiegt und sich in die, hier sehr klei-
nen weissen Vorderrandsstrichelchen verliert. An dieser matten
Linie stehn 6—8 schwarze Pünktchen, von denen bei Gemmi-
ferana höchstens vier an der inneren, hier gänzlich fehlenden,
stark glänzenden Metalllinie stehn. Doch kann dies eine Stück
eine merkwürdige Aberration sein und berechtigt nicht zur
Artaufstellung bei so schwierigen Arten.
680. — Succedana S. V. Die im April in der Attica ge-
fandenen Stücke kommen mit ungarischen ziemlich überein. Es
ist dies aber eine recht abändernde Art, namentlich in Be-
ziehung auf die weisse Mittelbinde oder weisses Mittelfeld.
Dasselbe ist bald breiter, bald schmäler; zuweilen (selten) er-
reicht es den Vorderrand, meistens hört es vor demselben auf.
Die Färbung ist zuweilen recht auffallend licht (fast weisslich),
zuweilen wird sie von der gelbgrauen Grundfarbe mehr oder
minder bedeckt, wie dies bei andalusischen Stücken meist so
der Fall ist, dass sie völlig verschwindet. Möschler beschrieb
diese Form als Conjunctana, doch verbindet sie sich durch
Uebergänge mit Succedana. Nach aussen ist dies lichte Mittel-
feld stets scharf begrenzt; da dies bei einem in der Attica am
— 224 —
2 Mai gefangenen Stück nicht der Fall ist und dasselbe auch
sonst Verschiedenheiten zeigt, so gehört es vielleicht einer
nahen neuen Art an. Auch bei einer griechischen Succedan«
ist das Mittelfeld völlig dunkel.
681. — Plumbiferana п. sp Tab. III, fig. 2. Fusca,
сарйе albicante, alarum anteriorum fascia media lata (exterius
dentata) punctisque costahbus ante apicem albis, $0908 duabus
posticis plumbeis, nitidissimis. 9 Magn. al. exp. 10 mm.
Obwohl hievon nur ein, höchst wahrscheinlich in der Attica
sefundenes © vorhanden ist, so ist es doch ausgezeichnet ge-
nug und von allen mir bekannten Arten gänzlich verschieden.
Am nächsten steht diese sehr kleine Art bei Succedana; aber
zu verwechseln ist sie mit ihr nie. Der Kopf ist gelblich weiss;
die Palpen fast rein weiss. Die bräunlich schwarzen Vorder-
flügel werden von einer breiten weissen Binde völlig durch-
schnitten, die etwa von !/3—1% der Flügellänge reicht. Diese
Binde führt in der Mitte einen nach aussen stehenden Zahn;
oberhalb desselben wird sie nach dem Vorderrande zu etwas
schmäler, als sie am unteren Ende ist. In der Mitte dieser
weissen Binde bemerkt man, hart am Vorder- und Innenrand,
den Anfang einer dunklen Linie, welche eventuell durch die
ganze Binde sich fortsetzen könnte. Hinter der weissen Binde
stehn, hart am Vorderrand, vier weisse deutliche Punkte oder
Strichelchen, von denen der letzte ein doppelter ist. Aus dem
ersten und dritten dieser weissen Punkte verlaufen nach unten
zwei glänzend bleifarbene breite Linien, die kurz vor dem In-
nenwinkel, am innenrande hart neben einander auslaufen. Auch
unter dem vierten Doppelpunkt steht noch ein kleiner Bleifleck,
nahe bei der äusseren Bleilinie, die hier einen starken Bogen
nach aussen macht und hier, wie weiter unten, durch einen
schwarzen Wisch äusserst kurz durchbrochen ist. Sämmtliche
Franzen, wie die Hinterflügel, sind dunkel. Auch die Unter-
seite der Vorderflügel bleibt dunkel, nur die weissen Striche
am Vorderrand sind sichtbar.
— 225 —
682. — ? Delitana Е.В. Ein am 13 Juli auf dem Par-
nass gefangenes Stück gehört höchst wahrscheinlich hieher.
683. — Duplicana Zett. var. graeca. Drei griechische
Stücke können wohl kaum von dieser Art getrennt werden,
bieten aber merkliche Abweichungen. Das eine ist am 2 Mai
in der Attica, das andere am 4 Juni auf dem Parnass gefan-
sen; das dritte ohne Notiz. Zunächst sind sie kleiner, als die
mir vorliegenden Stücke aus den bairischen Alpen, dem Enga-
din und Finmarken. Das Stück vom Parnass misst nur 11 mm.,
die anderen etwa 13. Gewöhnlich misst die Art 15, ein En-
gadiner < sogar 19 mm, Den Hauptunterschied bildet aber
der weisse Haken am Innenrande. Dieser ist bei allen meinen
Duplicana entweder nur direkt einfach, oder er theilt sich erst
hart am Innenrande ganz wenig. Ве den drei Griechen be-
steht er aus zwei feinen, neben einander parallel verlaufenden
weissen Linien, die am obern Ende deutlich aus einander gehn,
wie bei der folgenden Art. Dies ist auch bei dem Stück der
Fall, wo sie sich in der Mitte bei der Krümmung fast verei-
nen. Dann zeigen alle meine Duplicana direkt in den Fran-
zen, unterhalb der Spitze, einen weissen Einschnitt, den die
Griechen in den Franzen selbst nicht haben. Duplicana HS.
280 zeigt hier zwar nur vor den Franzen einen weissen Fleck,
doch steht derselbe in den Franzen, wie bei seiner /nquinatana
278, die ich nicht kenne und die vielleicht auch hieher gehört.
634. — Perlepidana Ну. Nur zwei Stücke dieser Art,
ohne nähere Angaben; mit denen anderer Länder ganz über-
einstimmend.
685. — JIncursansa HS. Nur zwei Stücke, von Zeller
und Wocke als Incursana bestimmt und auch mit Herrich-
Schäffers Figur ziemlich gut übereinstimmend. Uebrigens
sind die Arten dieser Gruppe äusserst schwierig, und sicher
herrscht hier noch mancher Irrthum.
686. — Fissana Fröhl. Nur ein ganz gut hierher pas-
sendes Stück aus Griechenland liegt mir vor.
— 226 —
637. — Orobana Tr. Nur ein griechisches Stück. Auch
ein am 11 März bei Smyrna gefundenes Stück scheint hieher
und nicht zu Dorsana F. zu gehören, welche beide Arten ich
übrigens durchaus nicht unterscheiden kann.
688. — ? Selenana Z. Zwei griechische Stücke, das eine
auf Naxos am 28 März gefangen, gehören höchst fraglich zu
dieser mir zweifelhaften Art.
689. — Gammana Mn., Z. Ъ. У. 1866, р. 347, Taf. 1, 2.
Diese prächtige neue Art fing Dr. Krüper in nur zwei Exem-
plaren auf dem Parnass, das eine Stück am 16 Juni. Bei dem
einen Stück ist die schräge weisse Querlinie in der Mitte durch-
brochen, bei dem andern nicht.
690. — Corticana Hb. Nur ein gewöhnliches Stück ohne
Angabe des Fundorts.
691. — Achatana S.V. Drei Stücke, Mitte Juni auf dem
Parnass gefunden, die mit den deutschen fast ganz überein-
stimmen.
692. — Vaccinianae Z. ай. Ein am 16 April in der
Attica gefangenes Stück, ohne Leib und Fühler, steht des Vac-
cinia sehr nahe, ist aber davon sicher verschieden. Der Kopf
ist, statt schwarz, schmutzig weiss; die Färbung der Flügel-
binden mehr gelblich weiss, nicht so glänzend bleifarben, wie
bei Vacciniana. Die hellen Vorderrandshäkchen sind ganz ru-
dimentär. Die Flügelspitze bildet daher nicht, wie bei Vacci-
niana, eine Art von Augenzeichnung. Die zweite (Aussen-)
Binde ist am Vorderrande breit etc. Die Art kann, wenn sie
erst mehr Gefährten hat, Confinitana heissen.
693. — Lanceolana Hb. Die Exemplare aus der Attica
vom April gehören fast alle der gewöhnlichen eintönigen grau-
gelben Form an.
694. Carpocapsa Pomonella L. var. Putaminana Stgr. Vier
Stücke aus Griechenland, von denen drei aus der Attica sind,
stimmen mit Exemplaren aus Andalusien fast ganz überein und
können als südliche Lokalform einen eigenen Namen führen.
-— 227 —
Sie sind viel lichter, als die deutschen Pomonella, die dunklen
Querlinien werden matter und verschwinden zum Theil, bei ei-
nem Stück aus Granada völlig. Auch der dunkle Augenkern
am Aussenrande ist meist hell, wie die Grundfarbe. Die lich-
testen Stücke sehn so verschieden von Pomonella aus, dass
Professor Zeller sie unbedenklich für eigene Art erklärte.
Einige Stücke erzog Kalisch in Malaga aus den Früchten
der Quitte. Be,
695. Сагросарза Grossana Hw. Dr. Krüper sandte hie-
von nur ein kleines, am 25 Juli in der Attica gefangenes
Stück ein. Da Fagus sylvatica in der Attica schwerlich vor-
kommen wird, muss die Raupe noch in den Früchten anderer
Bäume leben. Ich möchte nach einer grossen Reihe selbsterzo-
gener Exemplare (aus Cuslanea vesca vom Ardèche-Départe-
ment) Æeaumurana Hein. als Varietät hieher ziehen.
696. — Splendana НЪ. Nur zwei Stücke aus Griechen-
land, das eine am 16 Mai auf Naxos gefunden, die mit un-
seren deutschen Exemplaren ganz übereinstimmen.
697. Diehrorampha ? Plumbagana Tr. Die vier griechi-
schen Stücke aus der Attica (oder vom Parnass) stehn bei ge-
nauer Untersuchung meinen vorliegenden zehn deutschen Plum-
bagana so nahe, dass ich sie nicht davon trennen kann. Zel-
ег und Wocke bestimmten sie mir beide als Déstinctana Mann
oder Kollar; jedenfalls ein unbeschriebener Name. Ich besitze
auch eine 2, augenscheinlich von Mann gefangene Distinctama,
aus der Hopfferschen Sammlung stammend. Der einzigste
Unterschied, den ich finde, ist das in der Mitte am Innen-
rande aufsitzende Strich-Zeichen. Dies ist bei Plumbagana
meistens äusserst obsolet, mehr bleifarben, und aus zwei brei-
teren, oben spitz zusammenlaufenden Strichen bestehend. Ве
der typischen Distinetana Mn. besteht es aus zwei parallel
neben einander verlaufenden weisslichen Doppelstrichen, die nach
oben getrennt von einander enden. Vier deutliche sichtbare
weisse Parallelstriche bei Distinetana und zwei obsolete blei-
15
— 228 —
graue Striche bei Plumbagana machen nun allerdings einen sehr
verschiedenen Eindruck. Allein nicht nur bilden die griechischen
Stücke hier Uebergänge, sondern sogar bei mehreren deutschen
erkennt man schon deutlich, dass die zwei dunklen Striche sich
je in zwei schmale trennen und auch nicht oben zusammen
stossen. Auch sahen wir schon bei Graph. Duplicana Zett., wie
diese Innenrandszeichen abändern können, und dass sie durch-
aus nicht immer als specifische Merkmale massgebend sind. Da
ich sonst weder in Grösse, Zeichnung, noch Färbung irgend einen
nennenswerthen Unterschied finde, so ziehe ich die griechischen
Stücke unbedenklich zu Plumbagana: während man die mit
auffallend hellen, aus vier deutlichen weissen Strichen beste-
henden Innenrandszeichen versehenen Stücke als ab. (oder var.)
Distinctana bezeichnen mag.
698. Coptaloma Janthinana Dup. Nur ein sehr frisches
Stück aus der Attica oder vom Parnass. Es ist etwas kleiner
und dunkler, als mein einzigstes deutsches Stück (Braunschweig);
stimmt aber sonst damit völlig überein.
699. Phthoroblastis Christophana Möschl. Wien. Mts.
1862, p. 140, Taf. 1. 13. Zwei von Dr. Krüper am Parnass
(9 Mai) gefangene ganz frische Stücke sind nur insofern
etwas von den Sareptanern abweichend, als die Bleistriche am
Aussenrande stärker auftreten, und namentlich der innere un-
unterbroëhen ist. Sonst sind sie sicher hieher gehörend.
700. Melasina ZLugubris Hb. Nur zwei 22, Ende Juli
auf dem Veluchi gefangen, liegen mir aus Griechenland vor.
Sie haben dieselbe Grösse (circa 30 mm.) und gleichen auch
sonst ganz den Zugubris von der Central-Alpenkette. Die Füh-
ler der weiblichen Zugubris sind bedeutend dicker, wie die der
weissbefranzten Ciliaris, wesshalb man letztere wohl als sichere
eigene Art gelten lassen muss.
701. Hapsifera Luridella Z. Im Mai auf Naxos und
dem Parnass. Die Stücke von Naxos sind etwas heller. Die
Art war bisher nur aus Kleinasien bekannt.
— 229 —
702. Euplocamus Ophisa Cramer. Von Anfang Juni
bis Mitte Juli auf dem Parnass, wie es scheint, nicht eben
selten; auch auf dem Veluchi. Die Vorderflügel führen mehr
oder minder prächtig stahlblau glänzende Schuppen, die aber
durch Abfliegen leicht verloren gehen. Diese so wie der
Mangel der weissen Flecke in der Mitte der Vorderflügel
unterscheiden die Ophisa-Weibchen von denen der folgenden
Art, die sich sonst sehr ähneln.
703. — Anthracinalis Scop. Nur ein sicheres Stück vom
Veluchi.
704. Atychia Nana Tr. Krüper sandte nur drei Stücke,
darunter ein ganz dunkles Q ein, alle aus der Attica; das
eine 4 am 19 Juni gefangen. Erber fand die Art auf Corfu.
705. Tinea /mella Hb. Nur ein kleines Stück dieser Art
aus der Attica liegt mir vor.
706. — НуатеЙ п. sp. Capite thoraceque luteis, alis
anterioribus fuscescentibus, margine interno luteo, macula media
hyalına. 9 ? Mag. al. exp. 12—18 mm.
Nur ein mässig erhaltenes Stück aus Griechenland, das
aber mit drei andern aus Malaga durchaus übereinstimmt, wo-
nach ich diese mir unbekannte Art beschreibe. Das griechische
Stück ist wie zwei spanische klein, nur das eme, am 24 März
bei Malaga gefundene © ist gross und dunkler, als die kleinen,
etwas verflogenen Stücke. Die Art steht der Austicella am
Nächsten; die Vorderflügel haben etwa dieselbe braunschwärz-
liche Grundfarbe, die bei geflogenen Stücken viel lichter,
schmutzig grau, erscheint. Der Innenrand ist ziemlich breit
lehmgelb, ebenso die Franzen; auch vor den letzteren, so wie
am Vorderrande stehn bei dem grossen Exemplar sehr deut-
lich erkennbare eingestreute gelbe Schuppen. Auf der Mitte
der Flügel (am Ende der Mittelzelle) steht eine runde, fast
unbeschuppte glasartige Stelle, welche diese Art hinreichend
von allen ähnlichen unterscheidet. Der Kopf und der "Thorax
sind schmutzig gelb; die Schulterdecken schwarz.
— 230 —
707. — Tapetzella 1. Nur ein am 1 Mai in der Attica
sefangenes Stück sandte Dr. Krüper ein.
708. — ?? Cloacella Hw. Von einem ganz schlechten, am
29 April auf Naxos gefangenem Stück lässt sich vermuthen,
dass es hieher gehört; wenigstens kann es zu keiner andern
der hier aufgeführten Tixea-Arten gezogen werden.
709. — Spretella 5. У. Ein Stück aus der Attica gehört
sicher hieher.
710. — Pellionella L. Ebenfalls nur ein sicheres Stück,
während zwei andere höchst wahrscheinlich hieher gehören,
aber auch zu den mir gänzlich unbekannten Dabiella Stt. oder
Pullescentella Stt. gehören können, die der Pellionella sehr ähn-
lich sein sollen.
711. — Cubiculella Stgr. Tab. ПГ fig. 3. Von Anfang
März bis Mitte April in der Attica häufig. Die eintönigen
gelbgrauen Vorderflügel ändern ш Färbung ziemlich ab, und
werden nicht selten fast ganz lehmgelb. Aus Spanien erhielt
ich seit der sehr kurzen Beschreibung dieser Art noch meh-
rere Stücke, von denen zwei aus Malaga durchaus gelbe Vorder-
flügel haben, während ein с aus Granada, am 23 Juli gefangen
(also zweite Generation), sehr dunkle Vorderfiügel hat, wogegen
der hier gelbliche Kopf auffallend absticht. Vielleicht gehört
dies dunkle Stück einer andern Art an, da sonst bei allen
Cubiculella die Farbe des Kopfes mit denen der Vorderflügel
harmonirt. Die Hinterflügel sind stets schwärzlich (grau), die
Franzen meist etwas lichter. Das grösste griechische Stück
misst fast 19 mm.
712. — Merdellae Z. affinis. Nur ein dreiflügeliges Stück
aus der Attika, kleiner und dunkler als Merdella, etwa nur
$ mm. lang. Der sehr schmale Vorderflügel, dunkel mit lich-
teren Stellen, hat einen schwach S-förmig gebogenen Vorderrand.
713. — Crassiorella Z. Drei kleine (11 mm.) Exemplare
aus der Attica.
— 231 —
714. — Chrysopterella HS. et ab. Das lebhafte Ockergelb
der Vorderflügel (und des Kopfes) dieser Art ändert auch bei
spanischen Stücken und wird zuweilen fast strohgelb. So ist
auch ein kleines aus Griechenland erhaltenes 7. Das Gelb ist
aber stets viel reiner, als bei den gelblich werdenden Cubiculella,
und sind namentlich auch die Hinterflügel mit den Franzen
viel dunkler, fast tiefschwarz. Auch ist die Art durchschnitt-
lich kleiner.
Das zweite griechische Stück, am 9 Juli am Parnass ge-
fangen, hat ganz gelbbraune Vorderflügel und Kopf; da es aber
sonst völlig mit Chrysopterella übereinstimmt, kann ich es nur
für eine Aberration derselben ansehen,
715. — Atratella п. sp. T. Ш, fig. 4. Айа, als poste-
rioribus basün versus pallidioribus. © Mag. al. exp. 16 mm.
Nur ein frisches 2, wohl sicher aus der Attica, das von
allen bekannten Tinea-Arten sofort durch die völlig schwarze
Färbung abweicht. Die Vorderflügel sind äusserst grob be-
schuppt, matt schwarz. Die etwas (violett) glänzenden schwar-
zen Hinterflügel werden nach der Basis hin lichter, fast durch-
scheinend. Nur hart am Aussenrande und in der Flügelspitze
liegen hier deutliche sichtbare Schuppen auf der sonst glän-
zenden Fläche. Die Unterseite aller Flügel ist violett glänzend,
in den Spitzen und an den Rändern liegen deutliche Schuppen.
716. — Pustulatella Z. Dr. Krüper fand hievon nur ein
frisches Stück in der Attica am 2 Mai.
717. Incurvaria Muscalella Е. Ein am 16 April auf
dem Parnass gefangenes frisches («? gehört dieser weit ver-
breiteten Art an. |
718. Micropteryx Seppellu Е. Zwei Männchen mit sehr
deutlichen weissen Linien stammen wahrschemlich aus der Attica.
719. — Wocka п. sp. Tab. Ш, fig. 5. Сар ев,
alıs anterioribus saturate violaceis (sive purpurascentibus), fuscus,
altera Фазай, allera media maculaque apicali aureis. < Mag.
al. exp. 8,5 mm.
— 232 —
Zwei griechische #4, die Krüper höchst wahrscheinlich in
der Attica fand, stimmen mit zwei Stücken in Wocke’s Samm-
lung aus Toscana überein. Die Art hat etwa die Grösse von
Callhella, ist aber etwas spitzflügeliger. Die Kopfhaare sind
gelblich, wie bei den meisten Micropteryx-Arten; die Fühler
gewöhnlich. Die Vorderflügel führen ein sehr lebhaft glänzendes
Violett (Purpur), wie dies bei manchen Aureatella vorkoimt,
mit der die Art auch am meisten Achnlichkeit hat; die Gold-
zeichnungen sind sogar dieselben, haben aber eine andere Lage.
Ganz nahe ап der Basis, näher als bei Aureatella, steht eine
deutlich begrenzte Goldbinde. Vor der Flügelmitte verläufi die
zweite Goldbinde, die nicht gebogen ist, aber an Breite etwas
abändert. Bei Aureatella steht diese Binde mindestens auf der
Flügelmitte, meist hinter derselben. Der Goldfleck steht endlich
bei den beiden griechischen Hier. Wockei hart am Vorderrande,
etwa in der Mitte zwischen Flügelspitze und zweiter Goldbinde.
Bei deutschen Aureatella steht er wohl nie hart am Vorder-
rand, sondern in der Mitte der Flügelspitze. Bei andalusischen
Aureatella, wo er sich meistens sehr verlängert, hängt er auch
am Vorderrand an, aber grade bei diesen eben so kleinen An-
dalusiern steht die Basalbinde so weit von der Basis ab und die
Flügel sind so rundlich, dass sie nie zu den spitzflügeligen kleinen
Wockei gezogen werden können, wo man nur durch genaues
Ansehen erkennt, dass die Basalbinde wirklich nicht auf der
Basis aufsitzt. Jedenfalls sind die Mier. Wockei von deutschen,
viel grösseren Aureatella so verschieden, dass, wenn sie auch
später als darwinistische Form davon erkannt werden sollten,
sie doch jedenfalls einen eigenen Namen verdienen.
Schon hier muss ich bemerken, dass die Micropteryx-Arten
sehr zum Variiren und Aberriren geneigt sind; so besitze ich
zwei grosse (12 mm.) Aureatella aus dem Engadin, die nicht
nur zwischen Goldbinde und Aussenfieck einen deutlichen gol-
denen kleinen Costalfleck führen, sondern bei denen auch vor
den Franzen eine goldene Linie, wie bei Anderschella, aufzu-
RES =
treten beginnt. Ich hatte sie deshalb bisher für letztere Art
gehalten, allein die weit von der Basis abstehende, sehr scharf
abgeschnittene erste Goldbinde, sowie auch die etwas andere
Stellung der beiden Goldbinden lassen mich diese Engadiner
Stücke jetzt viel eher für Aureatella-Varietäten halten.
720. Adela Геисосегейа Sc. Nur ein <, das mit den
ungarischen übereinstimmt.
721. — Rufifrontella Tr. Fünf, Ende April auf dem Par-
nass gefangene Stücke zeigen eben keinen Unterschied von
schlesischen Exemplaren.
722. — Mazzolella Hb. Drei Stücke, wohl vom Parnass,
sind wie die ungarischen.
723. — Orientella п. sp. Tab. Ш, fig.6. Cupillis nigris, an-
tennis maris longissimis, albicantibus, basim versus nigricantibus; als
amterioribus violaceo-aureis, striga media (interius exteriusque ob-
scurius adumbrata) albida. < Mag. al. exp. 10—12 mm.
Die vorliegenden neun griechischen Stücke (844, 1%) sind
wohl sicher alle in der Attica gefangen; nur das eine trägt
einen Zettel mit: «Attica 3/4 67». Diese Art, etwa von der
Grösse der Mazzolella, scheint der mir in Natur unbekannten
Paludicolellu Z. sehr nahe zu stehen, ist aber sicher ver-
schieden, da Orientella einmal einen schwarzen (Paludicolella
einen rostgelben) Kopf hat und ferner der weisse Vorderrands-
punkt mit dem tiefschwarzen Strich davor durchaus fehlt.
Also die Kopfhaare (nebst Palpen) sind bei allen, meist ganz
frischen Stücken durchaus schwarz. Die Fühler sind bei den
dd etwa 21 Mal so lang als die Vorderflügel, bei dem ®
nur wenig länger als diese. Sie sind bei den (< ihrem grös-
seren Theile nach meistens weisslich, nur etwa der dritte Theil
an der Basis ist dunkel. Eine hellere Ringelung dieses Dasal-
theils lässt sich nur an der unteren Seite, bei einigen Stücken,
äusserst schwach erkennen; bei zwei Männchen erscheinen die
Fühler fast ganz schwärzlich. Beim % ist nur die äusserste,
die Vorderflügel überragende Spitze weiss; eine hellere Ringe-
— 284 —
lung auf dem übrigen Theil fehlt hier durchaus. Uebrigens sind
diese Fühler des ® an ihrer Basis wenig dicker als die des 4,
während sie bei den Оо der südfranzösischen Ad. Australis
äusserst verdickt sind, auch länger,
Die Vorderflügel können nun durchaus nicht, wie Paludicolella,
«schwarzbraun, sehr reichlich mit goldglänzenden Punkten be-
streut» genannt werden, sondern sie sind durchaus gold-
schimmernd, mehr oder minder, zuweilen überwiegend mit
Violeit gemischt. Die Flügel werden fast genau in ihrer Mitte
von einer schmalen weisslichen Binde (Strich) durchschnitten,
die meistens, . besonders nach innen, dunkler (violett) beschattet
ist. Diese Querbinde ist eher gelblichweiss als reinweiss zu
nennen, verläuft ziemlich grade und ist zuweilen am Vorder-
rande sehr schmal. Nur ein griechisches Stück zeigt am Vorder-
rande, an der Stelle, wo der schneeweisse Punkt stehen soll,
eine einzelne nur durch die Loupe erkennbare weissliche Schuppe.
Auf der dunklen, nur an der Spitze etwas goldligen Unterseite
scheint die weisse obere Querlinie matt durch, aber man be-
merkt hier bei mehreren Jg ein sehr rudimentäres weisses
Vorderrandsfieckchen. Die dunklen, schwach violett schimmernden
Hinterfiügel haben den von den Vordertlügeln bedeckten Vorder-
rand bis kurz vor der Spitze glänzend bleifarben, nicht weiss-
lich wie bei Paludicolella.
Rogenhofer giebt Paludicolella als von Erber auf Буга
gelangen an, und zweifle ich nicht, dass diese Form auch zu
der Orientell« mit schwarzem Kopf gehört, vielleicht mit den
Stücken übereinstimmt, die Herr Lederer im vorigen Jahr bei
Magnesia fing und als Puludicolella versandte. Diese Stücke
unterscheiden sich von den griechischen nur dadurch, dass sie
einen weissen Vorderrandspunkt haben (der aber bei einem
mir vorliegenden Stück auch schon sehr rudimentär wird) und
sind sie aile überwiegend violettschimmernd. Besonders aber,
weil sie einen ganz schwarzen Kopf haben, können sie nicht
zu typischen Puludicolella gerechnet werden. Es wird sich aber
— 235 —
vielleicht herausstellen, dass auch die Färbung des Kopfes bei
den Adela- und anderen kleinen Arten durchaus nicht specifisch
ist. Ad. Australis hat nach Herrich-Schäffer einen röth-
lichen Kopf, und neun mir vorliegende Stücke aus dem süd-
lichen Frankreich, Catalonien und Piemont haben auch einen
rothen. Kopf; sonst ist die Zeichnung der Vorderflügel eigent-
lich genau wie bei Orientella; nur dass diese hinsichtlich der
Färbung ausserordentlich aberriren. Zwei Stücke aus den See-
alpen haben fast ganz eintönig goldgrüne Vorderflügel mit
schmaler, durchaus nicht dunkel beschatteter, weisser Mittel-
binde. Dahingegen besitze ich ein Stück aus Central-Frankreich
(Dep. Saône-et-Loire), welches einen völlig schwarzen Kopf hat
und insofern zu тешег Orzentella gehört. Erst ein sehr reich-
haltiges Material aus allen Gegenden, wo diese Formen vor-
kommen, wird uns genaue Auiklärungen geben können.
724. Nematois Scabiosellus Sc. var. (an ab.?) Aerosellus
HS. Nur ein griechisches Stück liegt mir vor, welches vor-
wiegend kupierschillernde Vorderflügel hat und zu Aerosellus
HS. gehört. Diese Form kann sehr wohl ihren eigenen Namen
behalten; in Deutschland tritt sie selten als. Aberration auf,
während sie wahrscheinlich in einigen südlichen Ländern (viel-
leicht Griechenland) die Hauptform bildet.
725. — Kaddellus Hb. Nach Rogenhofer von Erber
auf Corfu gefangen
726. — Fascıellus Е. Zwölf vorliegende griechische Stücke
sind Ende Juni, Anfangs Juli am Parnass gefunden. Die Fär-
bung der Vordertfügel aberrirt vielfach, besonders findet sich
bei den meisten Männchen die dunkle Binde der Vorderflügel
mit gelben Schuppen mehr oder minder bestreut, welche Stücke
mir Professor Zeller desshalb als eine ihm unbekannte Art
bezeichnete. Da dies sonst nie vorzukommen scheint, könnten
die griechischen Fascrellus wieder einen neuen Namen be-
kommen. Kinige äusserst dunkel violett gefärbte Stücke ge-
gören sicher zur
— 236 —
— var. (ап ab?) Annae 7. Von einem solchen
griechischen < schreibt mir Zeller: «eher Annae als Schiffer-
muellerellus (Fasciellus)», von einem fast ganz violetten grie-
chischen © sagt ег: «zu Annae oder Istrianellus». Nun ich
glaube sicher, Fasciellus, Annae und wahrscheinlich Zstrianellus,
so wie auch Prodigellus sind alles eine ziemlich aberrirende
und varrirende Art. Vielleicht gehört hieher auch noch der
kürzlich beschriebene N. Dalmatinellus Mn., mir in Natur
unbekannt. Annae soll ausser andern, ganz unwesentlichen
Unterscheidungsmerkmalen «im männlichen Geschlecht über der
Flügelwurzel einen kurzen Schuppenbart» haben, der bei Fus-
ciellus stets fehlt. Die Brussaer Аплае zeigen nun eine solche
Verdickung äusserst gering; bei с3 aus dem Taurus (von
Lederer) tritt der Schuppenbart sehr viel stärker auf, und
endlich bei Zstrianellus HS. aus Beirut am stärksten. Die
Männchen aus dem Taurus halten so die Mitte zwischen Annae
und Zstrianellus, dass es schwer hält, sie bestimmt zu der
einen oder andern Form zu zählen. Da nun auch eins meiner
Brussaer fast genau so schuppenlos ist, wie meine
griechischen Stücke, von denen wieder einige dunkler (violetter)
gefärbt sind als die Brussaer, so hören hier alle sicheren
Trennungsmerkmale auf, oder vielmehr alle gehen in einander
über. Der, auch bei Coleophoren, so wichtig gehaltene Schuppen-
busch der Fühler ist eben auch vielfachen Variationen unter-
worfen. Ueberhaupt haben wir schon mehrfach gesehn, dass
anscheinend sehr wichtige organische Merkmale (wie Spornen
bei Acid. Rusticata) durchaus nicht immer als specifische
Trennungsmerkmale gelten können. Da ich nun Fasciellus aus
Ungarn habe, die ganz lichte, fast weissliche Hinterflügel zei-
gen, wie sie Prodiyellus haben soll, so liegt die Vermuthung
nahe, dass dies Prodigellus sind, die sont aber gar nicht von
Fasciellus zu trennen weiss; denn dass sie etwas kleiner sind,
will Nichts sagen.
727. — ?Minimellus S.V. Ein kleines, etwas geflogenes
— 237 —
4 mit fast ganz dunkler, violetter Aussenhälfte der Vorderflügel
gehört höchst wahrscheinlich zu dieser Art, zu der meiner
Ansicht nach Mollellus Tr. unbedenklich als Lokalform hinzu-
gezogen werden muss.
728. — DBarbatellus Z. var. Chalcochrysellus Mn. Ein
griechisches «4 stimmt völlig mit einem von Mann erhaltenen
Chalcochrysellus, den ich von Parbatellus nicht zu trennen
weiss. Auch mein Albieiliellus aus Spanien und Frankreich
dürfte, als auffallendere Lokalform mit schneeweissen Franzen
der Männchen, hieher zu ziehen sein.
729. Hyponomeuta ?Malinelu Z. Zwei sehr kleine
Stücke aus Griechenland gehören hieher; ausser der Grösse
kann ich am Schmetterling durchaus keinen konstanten Unter-
schied zwischen der folgenden Art finden.
730. — KEvonymellus Sc. Von Mitte Juni bis Juli auf
dem Parnass sehr häufig; genau so wie in allen andern Ländern.
Kleinere Stücke können ebensogut zu Malinellus gehören.
731”). Psecadia Pusiella Roemer. Aus Griechenland liegen
mir nur zwei Stücke vor, die nur kleiner (24 mm.) als die
deutschen, sonst aber ebenso sind.
732. — Bipunctella Е. Die in der Attica im April und
September gefundenen Stücke sind gleichfalls etwas kleiner als
die anderer Länder. Erber fand sie auf Сота, Буга und
Tinos.
733. — Quadrinotella Mn. Diese nur bei Amasia von
Herrn Mann gefundene Art sandte Krüper in zwei Exempla-
ren aus der Attica ein; das eine ist am 8 Juli gefangen.
734. — Haemorrhoidella Ev. Nach Rogenhofer von
Erber auf Сота, Буга und Tinos gefangen.
*) Dr. Krüper sandte mir nur aus Smyrna ein am 16 März in copula ge-
fangenes Pärchen der Psecadia Fumidella Wk. ein; ich glaube aber, dass
er diese Art auch bei Athen fand. Beim 9 sind die Palpen nicht ganz so
schwarz als beim Ф, auch die Fortsetzung des schwarzen Mittelstreif’s in die
Franzen ist schwächer. Möglicherweise haben wir es hier nur mit einer var.
oder ab. von Pusiella zu thun.
— 238 —
735. — Chrysopyga 2. Ebenfalls nur von Erber auf
Corfu und Tinos gefunden. |
736. — Aurifluella Hb. Dr. Krüper fand diese Art
von Anfang April bis Mai in der Attica, Ende Mai auf dem
Parnass und noch später am Veluchi. Die griechischen Stücke
stimmen mit südrussischen, spanischen u. a. ganz überein.
737. Eidophasia Messingiella var. Infuscata. Hier haben
wir wieder еше Art, die uns beim Aufstellen neuer Arten
äusserst vorsichtig zu sein anempfiehlt. Die fünf vorliegenden
griechischen Stücke sind am 12 und 13 Mai am Parnass ge-
funden. Wocke hielt sie ohne Weiteres für Messingiella,
Seller für eine neue Art mit dunklem Kopf. In der That ist
vei allen fünf Stücken der Kopf mit der ganzen oberen Parthie
der Palpen völlig so dunkel, als der Thorax und die Grund-
farbe der Vorderflügel, die hier auch etwas dunkler als
deutsche Stücke sind. Der untere Theil der Palpen und die
Vorderhüften bleiben. aber mehr oder minder gelblichweiss.
Nach der dunklen Kopffarbe wüsste also die Zafuscata ebenso
gut als Wocke’s Psec. Fumidella eine eigene Art sein. Ausser-
dem ist die weisse Binde auf den Vorderflügeln bei allen fünf
Griechen anders. Dei allen meinen elf vorliegenden deutschen
und dänischen Zid. Messingiella ist diese weisse Binde (in
ihrer Form und Breite sehr abändernd) nach innen und aussen
scharf von der dunklen Grundfarbe abgeschnitten. Bei /nfus-
cata ist dies nur nach innen der Fall, wo die Binde auch
allein meist nur linienförmig rein weiss bleibt; nach aussen
wird sie zunächst gelblichbraun und verliert sich allmählich,
wenigstens nicht scharf abgeschnitten, in die braunschwarze
Grundfarbe. Bei einem Stück ist diese hellere Binde auf ein
Minimum reducirt. Ein kleiner weisser Fleck hart am Vorder-
rande, zwischen Binde und Spitze, wie er sich bei acht mei-
ner Messingiella findet, fehlt durchaus; aber auch bei drei typischen
Messingiella fehlt er ganz. Wir sehen also, dass dieser ganz
dem bei Ad. Paludicolella oder Orientella entsprechende Fleck
— 239 —
nicht von Wichtigkeit zu sein braucht. Sonst stimmt Alles bei
Infuscata mit Messixgiclla überein, und obgleich beide Formen
zweifellos viel bessere Unterscheidungsmerkmale haben, als eine
grosse Reihe heutiger Arten (vide Nematois), so haben wir es;
nach meiner Ansicht, hier doch nur mit ешег Lokalvarietät zu
thun, zu der sich seiner Zeit schon alle möglichen Uebergänge
finden werden. Eigene Namen müssen aber solche Formen stets
führen.
738. — Syenitela HS. Nur drei Stücke dieser seltenen
Art, von denen das eine am 15 December in Aetolien, zwei
andere im Sommer am Parnass gefunden wurden. Die griechi-
schen Stücke sind etwas kleiner (12,5 mm.) als die, welche
ich in Andalusien fand.
739. Plutella Cruciferarum Z. Die vorliegenden Stücke
sind im März und April in der Attica, auf Naxos und dem
Parnass gefangen. Sicher überall; wie denn dies vielleicht die
am weitesten verbreitete Tneide in Europa und wohl des
Erdkreises ist. Ich fand sie übcrall, auf Island, am Nordcap,
im südlichsten Spanien, und sie ist das einzigste bekannte Le-
pidopteron von Spitzbergen, у; Boheman’s Spitzbergens Insekt-
Fauna pag. 568, in Ocfers. af К. Vet.-Akad. Förk. Arg. 22,
NS.
740. Cerostoma Aylostella L. Ende Juni, Anfanes Juli
auf dem Parnass nicht selten. Sämmtliche griechische Stücke
sind viel lichter als die deutschen; mehr gelblich als braun.
741. — Persicella Б.У. Nur ein am 12 Juni, wohl auf
dem Parnass, gefangenes griechisches Stück liest vor. Es ist
grösser und lebhafter gelb, als die ungarischen und südfranzö-
sischen Stücke.
742. — Lucella Е. Die in der letzten Hälite des Juni
auf dem Parnass gefangenen Exemplare sind von deutschen
und ungarischen Stücken eben nicht verschieden.
743. Phibalocera Quercana Е. Nur drei Stücke, von
denen das eine sicher aus Naxos ist, liegen mir vor. Ве
— 240 —
diesem griechischen, sowie bei einem andalusischen Stück wird
der gelbe Vorderrandsfleck sehr klein, fast rudimentär.
744. — Flavissimella Mn. Wien. Mts. 1862 p. 402, T.
3, 14, var. Intermedia. Drei Stücke von Naxos, das eine
Paar am 23 Mai gefangen, halten ziemlich die Mitte zwischen
der ganz ockergelben Flavissimella Mn. aus Brussa und mei-
ner braunen Pallicornella aus Andalusien. Die Vorderflügel der
<4 führen ein lichtes Gelbbraun, die des $ sind direkt gelb
zu nennen, wesshalb ich die Form eher zu Flawissimella ziehe.
Uebrigens wird diese auch nur еше Lokalrace meiner andalu-
sischen Pallicornella sein, von denen die 92 auch bedeutend
lichter, gelbbraun, als die 44, braunschwarz sind. Auch haben
die $$ dieser Pallicornella fast ganz weissliche Fühler, zumal
an ihren Enden. Sonst stimmt Alles überein, denn an Grösse
und Flügelform wechselt Pallicornella und die nebenstehende
Art sehr. Meine griechischen /ntermedia 44 messen 17 mm.
Flügellänge, wie meine drei vorliegenden HFlavissimella 44;
das Intermedia 2 misst deren 13. Meine Pallicornella 44 messen
bis 16, die %2 bis 12 mm. Aber auch Ph. Luticornella ändert
in Grösse sehr ab. Während die mir vorliegenden acht ungari-
schen << nur 10,5 —13 mm. m sen, variiren die Catalonier
zwischen 13--17 mm., erreichen also die Grösse des Flavissı-
nella. Uebrigens sind die Catalonier Zuticornella genau so
dunkel, fast schwarz, wie die ungarischen Stücke von Ofen.
Je grösser die Vorderfiügel werden, um so weniger schmal
erscheinen sie; immerhin aber scheinen sie verhältnissmässig
noch schmäler zu sein, als bei den andern Arten. Aber
Flügelbreite und Farbe ist sehr relativ, und da zwei
ungarische Zuticornella aus Mehadia entschieden viel lichter
(fast grau) als die Ofener Stücke sind, auch zwei Turiner
Pallicornella fast ebensogut Zuticornella sein können, so finden
hier die Darwinianer ein äusserst ergiebiges Feld für ihre
Theorie — und es lässt sich ihnen nichts Stichhaltiges ent-
gegnen.
— 241 —
745 *). Depressaria /rrorata п. sp. Tab. Ш, fig. 7.
Alis anterioribus sordide flavis, ubique rubro-irroratis, punctis
duobus (saepius uno) medis, albis, interdum nigro-marginatıs,
puncto basali nigro. 49 Mag. al. exp. 16—20 mm.
Diese Mitte Mai auf Naxos, Anfang Juni auf dem Parnass
von Dr. Krüper entdeckte Art steht zwischen Costosa Ну.
und Comitella Ld. Sie ist bedeutend kleiner als die letztere
(25 mm.) und durchschnittlich etwas kleiner als Costosa, der
sie am Nächsten steht. Ihr Kopf und Palpen sind von einem
schmutzigen Gelb, das auch die Grundfarbe der Vorderflügel
bildet. Das letzte Palpenglied ist nie dunkel geringelt, wie dies
bei Costosa und Comitella fast stets der Fall ist. Ebenso finden
sich am untern Theile des Auges nie die röthlichen Wimper-
haare, welche die andern beiden Arten zeigen. Die Beine sind
bei /rrorata schmutzig gelb; die beiden vorderen Schienbeine
grau; die. schöne rothe Färbung, welche Costosa und Comitella
stets mehr oder minder an den Beinen zeigen, fehlt ganz.
Die gelblichen Vorderflügel sind fast überall gleichmässig
fein mit einem Roth bestreut, welches dem Roth bei Costosa
gleicht. Einige Stücke sind mehr, andere weniger bestreut; die
Franzen sind überall gleichmässig roth, auch am Innenwinkel,
wo sie bei (05054 meist gelblich bleiben. Bei einer sehr wenig
roth bestreuten /rrorata sind auch die Franzen паг sehr matt
rothgelb, aber gleichmässig gefärbt.
Die oft sehr zahlreichen schwarzen Schuppen, besonders am
Vorderrande, bei Costosa, sowie der meist vorhandene dunklere
schwarze Fleck fehlen bei /rrorata ganz. Dahingegen stehen
am Ende der Mittelzelle nebeneinander zwei kleine weisse Punkte,
von denen der innere zuweilen fehlt, aber nie (wie fast stets
bei Costosa) rüthlich wird. Zuweilen sind diese weissgrauen
*) Rogenhofer giebt Depr. Costosa Hw. als von Erber auf Corfu und
Syra gefunden an; eine Verwechselung mit der ähnlichen Irrorata liegt aber
nahe, so dass ich vor der Hand Costosa nicht als sichere griechische Art auf-
nehmen mag,
— 242 —
Punkte schwärzlich umzogen, und können wohl schwarz werden.
Ein schwarzer Basalpunkt, genau wie bei Costosa, tritt bei
manchen Stücken auf; bei andern fehlt er absolut. Auch ist
der Aussenrand bei Irrorata stets nur ganz abgerundet; bei
Costosa hingegen schwach in der Mitte ausgebogen, am Innen-
winkel mehr heraustretend, so dass die Flügel hier breiter sind.
Die Hinterfiügel sind lichtgrau mit etwas helleren Franzen,
ganz wie bei Comitella, und dunkler als bei den meisten Costosa.
Die mir in Natur unbekannte Depr. Squamosa Mann aus
Brussa soll «mattbraune Querriefen auf den bleichgelben Flü-
geln» haben, auch «zwei feine schwarze Punkte». Ersteres
passt gar nicht, da von Querriefen bei Irrorat« keine Rede
sein kann; da ich aber auf der Abbildung der Squamosa keine
Querriefen sehe, so könnte, trotz der braunen Farbe, mög-
licherweise meine Irrorata doch zu Squamosa gehören.
746. — Comitella Ld. Diese grosse schöne Art fand Dr.
Krüper ausschliesslich auf Naxos, und ändern die Stücke, wie
die kleinasiatischen, hinsichtlich Färbung und Grösse etwas ab.
Die Färbung ist zuweilen röthlichgelb, zuweilen gelblichgrau;
die Punkte auf den Vorderflügeln fehlen bei einigen Stücken
völlig.
747. — Assimilella Tr. Nur zwei griechische Stücke, von
denen das eine am 17 Juni auf dem Parnass gefangen ist.
Beide sind weniger mit dunklen Schuppen bestreut, wie dies
bei den deutschen Exemplaren der Fall ist.
748. — ? Straminella Stgr. Ein Exemplar von Naxos ge-
hört vielleicht zu dieser audalusischen Art, von der ich immer
nur noch die zwei kurz beschriebenen Stücke habe, und die
sicher auch ziemlich veränderlich sein wird. Das griechische
Stück misst 22 mm. ist also etwas kleiner als die iypischen
Straminella, aber immer noch grösser als die meisten Assı-
milella, denen die Art am Nächsten steht. Die Vorderflügel
sind mit groben schwarzen Schuppen ziemlich reichlich bestreut,
mehr als bei den spanischen Stücken. Ein schwarzer Fleck ist
- — 243 —
nicht erkennbar; doch fehlt dieser auch zuweilen bei Assimi-
lella. Das letzte Palpenglied ist schwach dunkel geringelt, was
nicht bei den spanischen S#raminella und auch bei meinen mei-
sten Assimilella der Fall ist; bei den beiden griechischen Assi-
milella sind sie es aber auch. Die Fühler sind, wie bei den
spanischen, graugelblich wie die Grundfarbe; bei Assinilella
(auch den beiden griechischen)- sind sie bräunlich, viel dunkler
als die Vorderflügel-Farbe. Erst grössere Reihen von Exem-
plaren aus Spanien und Griechenland können hier Aufklärung
bringen.
749. Depressaria Arenella S. У. Nach Rogenhofer
von Erber auf Сота gefunden.
750. — Rhodochrella HS. Ein am 7 Juli am Parnass ge-
fangenes Stück gehört sicher hieher. Er hat röthlich gelbe Vor-
derflügel, mit einem deutlichen schwarzen Mittelfleck, zwei
schwarzen Pünktchen davor und einem dahinter. Charakteri-
stisch für diese Art ist der völlig dunkle, fast schwarze Tho-
rax. Ich habe diese Art aber auch mit weisslichen, gelben und
grauen Vorderflügeln aus Andalusien (wo ich sie von einer
kleinen Centaurea erzog) und Süd-Frankreich. Die Art hat
meistens deutliche Punkte vor den Franzen, und das letzte
Palpenglied ist an der Spitze und Basis dunkel geringelt (ge-
fleckt). Ob die von Herrich-Schäffer auf derselben Seite be-
schriebene Himmighoffenella aus Süd-Frankreich hieher oder
zur folgenden Art gehört, ist mir noch zweifelhaft.
751. — ? Sublutella Stgr. Auch eine sehr zweifelhaite
Art, die ich viel zu kurz kenntlich machen wollte. Die Vor-
derflügel sind, gleichfarbig mit dem Thorax, sehr wenig röthlich
grau (gelblichgrau), mehr oder minder mit schwarzen Schuppen
bestreut. Der runde dunkle Fleck ist meistens sehr verloschen,
fehlt zuweilen ganz. Die zwei Punkte vor demselben sind mei-
stens deutlich da, können aber auch beide fehlen; der Punkt hin-
ter dem Fleck ist nur bei einem südfranzösischen Stück kennt-
lich. Die Fühler sind von der Färbung der Vorderflügel; das
16
— 244 —
Palpenendglied ist deutlich zweifach geringelt. Das vorliegende
griechische Stück aus Naxos ist sehr gross (22 mm.), hat
craue Vorderflügel ohne röthliche Beimischung, äusserst schwa-
chen (fast ganz fehlenden) dunklen Fleck, und auch die zwei
Punkte davor sind kaum erkennbar. Sonst stimmt es gut hie-
her. Ich habe im Ganzen jetzt zwölf Stück dieser veränder-
lichen Art vor mir, 7 aus Andalusien, 3 aus Catalonien (von
Himmighoffen), eins aus Cannes und dies griechische. Ich würde
Himmighoffenella HS. У, р. 125, für die südfranzösische Form
halten, wenn nicht das dort angegebene «Kopf und Thorax
schwarzgrau» dies unmöglich. machte, und vielmehr auf Aho-
dochrella deutet. Sehr nahe scheint die Sublutella der Subpro-
pinquella Stt. zu stehn und vielleicht nur eine Varietät der-
selben zu sein. Letztere, von der ich nur ein Stück aus Braun-
schweig (v. Heinemann) besitze, hat völlig röthliche Vorder-
xügel. Нет, also zu
752. — ? Subpropinguelle Stt. ziehe ich fraglich zwei
griechische Stücke mit röthlich gelben Vorderflügeln, die von
der griechischen ? Sublutella sicher verschieden zu sein schei-
nen. Die Stücke messen 18—19 mm. und haben auf den
lichten röthlichen Vorderflügeln zwei sehr deutliche schwarze
Punkte vor dem dunklen Mittelfleck. Bei dem einen finden
sich, wie bei meiner braunschweigischen Subpropinquella, einige
schwarze Limbalpunkte, die bei dem andern (auch bei allen
Sublutella) ganz fehlen. Die hellen Palpen sind gleichfalls an
dem Endgliede doppelt geringelt. Der Thorax ist mit den Flü-
geln gleichfarbig; die Hinterflügel sind mehr oder minder licht-
grau mit helleren Franzen, wie bei Sublutella.
753. — Nanatella Stt. var. Aridella Mn. Z. b. У. 1869,
р. 385. Ein Exemplar aus Griechenland stimmt völlig mit
Stücken, die Herr Mann bei Spalato fand, und die er mir als
Aridella sandte. Ich kann darin nur Nanatella-Varietäten er-
blicken, die auf den Vorderflügeln viel eintöniger gelbgrau
sind, ohne die röthliche und schwärzliche Beimischung der ty-
— 245 —
pischen Nanatella, von der sich aber auch noch Spuren vor-
finden. Beide Formen haben die sehr dunklen, fast schwarzen
Hinterflügel gemein. Auch die Franzen beider Formen sind ei-
genthümlich und gleich. Hinter der sehr hellen Limballinie be-
‘ginnen sie scharf grau, dann folgt ein lichterer Streifen, dann
wieder ein dunkler Strich und die Spitzen werden wieder weiss-
lich. Die dunkle Basallinie der sonst hellen Franzen auf- den
Vorderflügeln bei Nanatella fehlt der var. Aridella. Die Pal-
penendeglieder sind gleich, schwach doppelt geringelt. Ein Stück,
das ich auf der Insel Sardinien fing, steht genau in der Mitte
zwischen beiden Formen. .
754. — Purpurea Hw. Nur ein kleines, matt gefärbtes
griechisches Stück liegt mir vor.
755. — Adspersella Koll. var. Thapsiella Z. Nur ein Stück
sandte Dr. Krüper ein, welches fast nur graue, gar nicht
röthlich gemischte Vorderflügel hat, sonst aber mit den sici-
lianischen Exemplaren ganz gut stimmt. Eine grosse Reihe ge-
zogener D. Adspersella Kollar aus Ungarn lassen es mir nicht
zweifelhaft, dass diese und Zhapsiella zusammengehören. Die
röthliche Beimischung ist bei den meisten frischen Adspersella
entschieden auffallender, als bei den Sicilianern, und sind erstere
nur etwas mehr weisslichgrau gesprenkelt. Auch sticht die hel-
lere Färbung des Kopfes, Rückens und der Flügelbasis bei
Adspersella mehr von der übrigen Vorderflügelfärbung ab, als
bei Thapsiella. Sonst ist kein Unterschied zu finden.
756. — ? Velox Stgr. (Libanotidellae var.?). Nur ein
grosses (25 mm.) $ vom Veluchi und ein ganz abgeriebenes <,
das zu meiner andalusischen Velox besser passt, als zu Zibano-
tidella, von der es vielleicht nur eine Varietät ist. Das ganze
Thier ist dunkler, namentlich sind die Palpen fast schwarz, nur
die äusserste Spitze bleibt hell. Auch die Vorderflügel sind
dunkler, im Aussenfeld tritt öfter eine lichtere Punktreihe auf.
Besonders auffallend sind auch die viel dunkleren Hinterflügel.
Die verschiedene Lebensweise der Raupe veranlasste mich mehr
*
— 246 —
‘ais der Schmetterling selbst, hierin vielleicht eine von Zibano-
fidella verschiedene Art zu sehn. Doch ist die Beschaffenheit
der Futterpflanze, worauf ich in Andalusien die Raupen der
Velox fand, eine äusserst feinblättrige grosse Ferula-Art, viel-
leicht Ursache, dass sie nicht gesellschaftlich zusammenleben
können, wie die von Zibanotidella es in den Dolden von Atha-
manta libanotis thun.
So leben auch in den Dolden von Zaserpitium im Engadin
Raupen der Depr. Laserpitii Nickerl zusammen. Die .Depr.
Laserpitii, die in einzelnen Stücken noch dunkler als meine
Velox wird, erzog ich aber in allen denkbaren Uebergängen zu
Libanotidella, so dass mir ihr Zusammengehören durchaus zwei-
fellos ist.
757. — Venificella Z. Nach Rogenhofer von Erber auf
Corfu gefunden.
758. — ? Badiella Hb. Ein einzelnes Stück stimmt nicht
ganz mit den deutschen Badiella,; es ist etwas dunkler mit
schärferer Zeichnung, gehört aber doch höchst wahrscheinlich
als Varietät hieher. Ich fand ein ebenso dunkles Stück auf der
Insel Sardinien.
759. — ? Albipunctella Hb. Ein ziemlich stark verfloge-
nes, überwintertes, am 18 Februar in Acarnanien gefundenes
Stück kann kaum zu einer andern Art gehören. Es hat jeden-
falls eine blass röthliche Färbung, wie die der deutschen Albı-
punctella gehabt.
Sehr zweifelhaft ziehe ich ein ganz frisches, am 5 Juni auf
dem Parnass gefundenes $ hieher, wozu mich namentlich der
charakteristische weisse Fleck auf den Vorderflügeln bestimmt.
Die Färbung dieser letzteren ist aber ganz anders, dunkel
graubraun oder schwärzlich, fast ganz so wie die bei Da-
diella. Sie sind sonst ziemlich zeichnungslos, ganz am Aussen-
rande stehn unmerklich hellere Srichelchen und dunklere Limbal-
punkte, Ausser dem sehr grell auftretenden weissen Mittelfleck
— 247 —
bemerkt man nach der Basis hin noch einen rudimentären
weisslichen Punkt. Die Hinterflügel sind fast lichter grau als bei
Albipunctella. Kopf und Palpen sind etwas lichter (grau) als
die Vorderflügel, das Endglied der letzteren völlig dunkel, nur
die äusserste Spitze hell. Die Flügellänge, 18 mm., ist wie bei
einer kleinen Albipunctella. Zu Dep. Floridella Mn. aus Brussa
kann dies Stück nicht gehören, da dasselbe eine weisslich
schiefergraue Grundfarbe haben soll und die Zeichnungsanlage
wie bei der viel bunteren Chaerophylli sein soll. Sollten sich
zu dem einen griechischen Stück mehr Gefährten finden, so
könnte diese Form, sei es als Art oder Lokalvarietät, den Na-
men Albiocellata, Tab. III, fig. 8, führen.
760. — Hirtipalpis Z. Ein am 19 Juli von Dr. Krüper
auf Naxos gefundenes © gehört sicher zu dieser, von Mann
bei Spalato und Brussa gefundenen ausgezeichneten Art. Vier
Stücke, die ich am 19 Mai bei Chiclana aus einer grossen
Distelart hervorscheuchte, und die mir bisher als Hirtipalpis
galten, können kaum darwinistisch dazu gezogen werden. Sie
sind zunächst viel grösser (27 mm.) (Hirtipalpis hat 21 mm.),
und sind nicht nur ihre Palpen, Scheitel und Fühlerbasis mit
(selbst verhältnissmässig) viel längeren Schuppen und Haaren
besetzt, sondern auch die Vorderflügelschuppen stehn alle mehr
oder minder borstenförmig ab, und scheint es das Thier, wie
ein Igel, in der Gewalt zu haben, dieselben völlig hoch auf-
zurichten; ich möchte diese andalusische Art daher Ærinaceella
nennen.
761. Symmoca Signella Hb. Z. Nur ein ©, ziemlich si-
cher auf dem Parnass gefangen. Es stimmt völlig mit den
Engadiner Signella überein, ist nur ein wenig kleiner (22 mu,
die Engadiner messen meist 23—24). Ich versandte diese Art
als « Alpina», Аа ich sie längst als sicher verschieden von der
als Signella versandten Krainer und Dalmatiner Art erkannte.
Sie ist aber zweifellos die ächte Signella Hb. und nannte
— 248 —
Zeller, Stett. e. Z., 1868, р. 136, die kleinere Art Albica-
nella.
762. — ? Designatella HS. Die zwei aus Griechenland
erhaltenen Stücke stimmen nicht genau mit der, nach einem
Stück unbekannten Herkommens aufgestellten Designatella HS.
Die griechischen Stücke sind aber auch sehr weiss und führen
auf den Vorderflügeln zwei sehr deutliche Querbinden, was bei
keiner meiner fünfzehn Symmoca-Arten der Fall ist, und was
Designatella HS. deutlich zeigt. Nur liegt bei der Designatella
HS. hinter der äusseren Querbinde noch eine schmale schwarze
Querlinie und zwischen beiden bleibt ein weisses Band. Davon
zeigen die Griechen keine Spur, ebenso macht hier die äus-
ere dunkle Querbinde auch durchaus keinen Winkel nach
aussen. Bei dem einen Stück ist diese äussere Querbinde sehr
breit und vereint sich mit dem nach innen gelegenen Mittel-
punkt; bei dem andern ist sie nur schattenartig angedeutet;
der längliche Mittelstrich (Punkt) scharf getrennt, sehr deut-
lich sichtbar. Vor den ganz weissen Franzen steht eine unre-
gelmässige dunklere Schuppenlinie; bei dem einen Stück vor-
zugsweisse nur am Vorderwinkel. Die erste Binde wechselt auch
an Breite ab; der deutliche Basalfleck sitzt nur an der Costa
auf, reicht bis zur Mitte, geht aber nicht bis zum Innenrand.
An dem weissen Kopf ist nur das mittlere lange Palpenglied
nach aussen braun, bis auf die oberste weisse Spitze, was aber
diese Art mit den meisten ihrer Gattung gemein hat. Die
Fühler sind sehr dünn, fadenförmig, durchaus nicht gekerbt.
Die Hinterflügel sind durchweg sehr licht, wie bei den hellsten
Albicanella Z.; man kann kaum sagen, dass sie am Rande
dunkler sind, wie dies bei Designatella HS. der Fall ist. Die
Flügelspannung misst bei beiden 14,5 mm., also fast genau die
Grösse der Herrich-Schäfferschen Figur. Solte später eine
konstant bleibende Art wieder aufgefunden werden, welche eine
solche doppelte winklige Aussenbinde wie Designatella HS. führt,
— 249 —
so kann die vorliegende griechische Art Bifasciata genannt
werden.
763. — ? Undecimpunctella Mann. Wien. Mts. 1864, р. 185,
Taf. 4, 17. Da hieher vielleicht zwei griechische Stücke ge-
hören, muss ich zuvor kurz zwei 22 aus Brussa, die mir Herr
Mann unter obigen Namen sandte, beschreiben. Es ist dies
eine kleine (12 mm.) graue Art mit sehr schmalen‘, spitzen
Flügeln, welche äusserst lang befranzt sind, namentlich die
hinteren. Auf den weisslich grauen, sehr stark mit dunklen
Schuppen bestreuten Vorderflügeln sind besonders zwei schwarze
Punkte stark auffallend. Sie stehn, etwa bei 2/3 der Flügellänge,
schräg untereinander, der untere mehr nach aussen, dicht vor
den Franzen. Unmittelbar vor den Franzen stehn nach der Spitze
zu noch drei Punkte, dann einer in der Spitze selbst und ein
bis zwei dicht daran am Vorderrand, der an seiner Spitze auch
noch kurz befranzt ist. Diese sechs Punkte sind aber viel un-
deutlicher hervortretend, und die oberen fehlen bei einem Stücke
durchaus. Dann stehn noch, bei !/3 der Flügellänge, drei mehr
oder minder undeutliche kleine Pünktchen im Dreieck. Der
mittlere ist der Basis am nächsten, von den beiden andern
steht der eine dicht vor dem Vorderrande, der andere, senk-
recht darunter, dicht vor dem Innenrande (in der Falte); letz-
tere scheint aber meist zu fehlen und ist nur bei dem einen
Exemplar auf dem linken Vorderflügel deutlich sichtbar. EIf
Punkte finden sich daher äusserst selten vor, denn grade auf
diesem Flügel, wo die drei Basalpunkte deutlich auftreten,
stehn, ausser den beiden scharfen Aussenpunkten, nur höchstens
fünf deutliche Punkte vor den Franzen.
Die sehr lang gefranzten, äusserst spitzen Hinterflügel ha-
ben die gewöhnlich dunkle Färbung, wie bei Albicanella.
Der weissliche Kopf, viel heller als die Vorderflügel, hat
nach aussen ganz dunkle Palpen. Die dunklen Fühler sind sehr
stark doppelt gekerbt (zweifach sägeförmig).
— 250 —
Zwei leider etwas verstümmelte, sonst aber frische Exem-
plare, ein 4 und ein $, gehören nur fraglich hieher. Das 4 hat
keinen Leib und nur einen halben Fühler, bei dem man schon
deutlich Kerbung sieht, die aber grade erst gegen das Ende
hin bei Undecimpunctella stark doppelt auftritt. Die Palpen sind
ebenso dunkel (beim © heller), der Kopf ebenso hell. Färbung
der Flügel beim «< wenig, beim $ viel weisslicher, mit weniger
eingestreuten dunklen Schuppen. Die beiden Aussenpunkte sind
nur beim сх deutlich, lange nicht so scharf, und statt schwarz,
braun. Beim % sind sie nur künstlich zu suchen durch hier
etwas dichtere Anhäufung der dunklen Schuppen ; weiter hat das
о. absolut gar keine Punkte, ist also eigentlich nur weiss mit
unregelmässig vertheilten braunen Schuppen. Beim < erkennt
man noch einen grösseren braunen Punkt bei {/3, auf der Falte,
und einige sehr undeutliche Punkte vor den Franzen. Alle die
grösseren Punkte scheinen bei dieser Art aus dichten Anhäu-
fungen der zerstreuten Schuppen zu bestehn , die sich beliebig
wieder auflössen können, während die Hauptpunkte bei Unde-
conpunctella äusserst scharf und schwarz auftreten. Die Befran-
zung der Flügel scheint, trotz der schlechten Ausspannung der-
selben, dennoch nicht ganz so lang zu sein; ebenso sind die
Flügel, besonders die hinteren, nicht ganz so spitz. Beim © sind
auch die vorderen viel mehr abgerundet, doch ist die weibliche
Flügelform von der männlichen ja auch bei Signella ganz ver-
schieden, und gebe ich überhaupt auf die sehr relativen kleinen
Flügelformunterschiede gar nichts. Es bleibt immer fraglich, ob
das griechische © zu dem 4 als eine Art gehört, was ich glaube;
sollte die Art sich als konstant verschieden herausstellen, könnte
sie Dissoluta heissen.
Eine der Undecimpunctella äusserst ähnliche Art fing ich
bei Granada, leider nur in einem Exemplar.
764. — ? Vitiosella Z. Stett. e. Z. 1868, р. 139. Das
einzigste defekte Stück gehört vielleicht zu der obigen Art. Es
ist klein (12 mm.), der weisse, fast tineen-artig behaarte Kopf
sticht von dem weisslich gelben Rücken und Vorderflügel auf-
fallend ab. Letztere zeigen die drei Costalflecken äusserst ver-
loschen, nur wenn man sie genau sucht, findet man sie. Ausser-
dem sind drei deutliche schwarze Punkte sichtbar, zwei über
einander stehende nach der Basis zu, und einer am Ende der
Mittelzelle. Palpen wie bei Vitiosella und einigen anderen Sym-
moca-Arten.
765. — Musculina п. sp. Tab. Ш, fig. 9. Capite alisque
anterioribus griseis, nigro-irroratis; alis posterioribus acutis ni-
gricantibus. 3 Magn. al. exp. 10,5 mm.
Die kleinste von allen beschriebenen Arten, der Undecim-
punctella am nächsten, aber viel dunkler. Kopf grau gemischt,
auch die Palpen einfärbig grau. Da das letzte Palpenglied hier,
wie schon bei Undecimpunctella, höchstens halb so lang als das
mittlere ist, so gehören diese Arten kaum mehr zu den typi-
schen Symmoca, die bekanntlich ein sehr langes, spitzes, etwas
gebogenes Endglied der Palpen haben. Wocke sah auch eine
Oecophora in dieser Muscula; Zeller hält sie für eine Sym-
тоса; möglich, dass sie keins von beiden ist. Die Fühler sind
noch dunkler und deutlich sägelörmig.
Die Vorderflügel, ziemlieh schmal und spitz, erscheinen
einfärbig dunkel grau. Genau besehen sind sie aschgrau,
dicht mit bräunlich schwarzen Schuppen bestreut. Nur äusserst
undeutlich kann man bei 13 und ?/; der Flügellänge einen
dunklen Doppelfleck hervorsuchen ; die Franzen sind grau.
Die fast schwarzen Hinterflügel haben etwas lichtere graue
Franzen, die zwar auch recht lang sind, aber denen von Un-
decimpunctella doch nachstehn. Ich habe nur noch eine kleinere,
auch dunkle Symmoca-Art von der Insel Sardinien, die aber
sehr deutliche schwarze Punkte auf den Vorderflügeln zeigt,
und deshalb näher bei Undecimpunctella steht.
— 252 —
766 *). Gelechia Cinerella L. Zwei Mitte Juni auf dem
Parnass gefangene Stücke sind genau so wie die anderer Ge-
genden.
767. — Vilella Z. Von Mitte März bis Mitte April in der
Attica gefunden, genau so wie die Stücke des übrigen Süd-
Europa. |
768. — Scintilella Е. В. Nach Rogenhofer von Erber
auf Corfu und Tinos gefunden.
769. — Subsequella Hb. Hievon sandte Dr. Krüper nur
ein am 7 Juli am Parnass gefundenes, abgeflogenes Stück ein.
770. — Alacella Dup. Nur ein mit den deutschen ganz
übereinstimmendes Exemplar vom Parnass oder aus der Attica.
771. — ? Terrella 5. У. var. ? Figul-lla Stgr. Vier kleine,
Mitte April in der Attica g'fangene Stücke gehören eher zu
meinem andalus'schen Z'igulella, als zu deutschen Terrella ; er-
stere sind aber vielleicht auch nur lokale Terrclla. Die grie-
chischen Stücke sind sehr klein, 11—12 mm., sonst ist aber
kein wesentlicher Unterschied von Zerrella oder Fiqulella zu
finden, deren Palpen auch variiren.
172. — ? Plebejella Z. Die vorliegenden, Mitte Mai auf
dem Parnass gefangenen zehn Stücke ziehe ich sehr fraglich zu
der, nach einem bei Syracus gefangenen Q aufgestellten Zel-
ler’schen Art. Allein diese hier verwandten Arten sind so
schwierig, dass nur durch eine sorgfältige Bearbeitung eines
mögligst reichhaltigen Materials, aus den verschiedensten Län-
dern, eine Lösung zu erwarten ist, und man durch neue
Artbeschreibungen nur noch neue Schwierigkeiten macht. Ich
begnüge mich daher zu sagen, dass diese griechischen Stücke
fast alle sehr röthlich gefärbt und die schwarzen Punkte meist
sehr deutlich sichtbar sind.
*) Bei Smyrna find Dr. Krüper am 16 Mai den Ceuthomadarus Tenebrio-
nellus Mann in zwei Exemplaren.
Be —
.
773. — Humerahs Z. Zwei Exemplare vom Parnass
haben weissliche Zeichnungen mit grossen, ganz schwarzen
Stellen; ein im Mai bei Smyrna gefangenes Stück ist gleich-
mässig weisslich und grau marmorirt.
774. — Rhodoptera Mann, Z. b. Ve 1866, pag. 353,
Taf. 1, 10. Als anterioribus roseo-griseis, basi flava, maculis
duabus, altera media, altera postica nigris, flavo-cinctis, apice
mgricante. < Q Mag. al. exp. 14—15 mm.
Von dem vorliegenden Pärchen ist nur noch das am 4
Juli am Parnass gefangene 2 zum Beschreiben brauchbar, aber
auch nicht mehr frisch. Die Art ist so ausgezeichnet, dass sie
Stainton bei mir sofort wieder erkannte und mir sagte, sie
stecke unter dem ihr hier gegebenen Namen in Mann’s
Sammlung. Sie steht am nächsten bei Cyfisella Tr.; ist vielleicht
etwas kleiner als diese. So wie die Färbung der Vorderflügel
bei Cytisella sehr abändert, wird das hier auch der Fall sein.
Ich habe Cytisella mit ganz grauer, mit rötllich grauer, und
völlig röthlichweisser Färbung. Das vorliegende griechische 9
ist grau mit sehr schwach röthlicher Beimischung. Die Basis
ist etwas gelblich, mit schwärzlichen Schuppen gegen die Grund-
farbe. Etwa bei Уз der Flügellänge steht ein grosser schwärz-
licher, gelb umrandeter Fleck, der nicht am Innenrande aufsitzt.
Bei ?/s ist ein ähnlicher, etwas kleinerer Fleck, der fast den
Innenrand berührt. Dahinter ist das Endtheil der Vorderflügel
dunkler, nach innen mit Gelb unbestimmt umzogen. Der Kopf
und die Aussenseite der Palpen sind dunkel, die innere Palpen-
seite hell. Die Fühler sind deutlich geringelt. Die Hinterflügel
sind grau mit helleren Franzen. Die Gestalt derselben, wie
auch der Palpen, ist ganz wie bei Oylısella.
775. — Sestertiella HS. var. Bei etwa zwölf, Anfangs
Juli auf dem Parnass gefangenen Stücken sind die Vorderflügel
stets ganz schwarz mit den drei weissen Flecken; bei Herrich-
Schäffer sind sie braun. Auch die Palpen sind durchweg
Ne: es
schwarz zu nennen, höchstens wird die Endspitze etwas lichter.
Der Kopf und Thorax sind schmutzig weiss.
776. — ? Tischeriella Z. Zwei Exemplare, von denen
das eine sehr kleine im Spätherbst in Acarnanien gefangen
wurde, gehören entweder hieher oder zu der sehr nahen Zeu-
comelanella 2.
777. — Maculiferella Dgl. Nur ein am 22 Juli am Par-
nass gefangenes Stück, mit deutschen übereinstimmend.
778. — Marmorea Hw. Nur ein nicht sehr bunt gezeich-
netes Stück.
779. — Scabra п. sp. Fusco-nigra, palpis tarsisque albido-
annulatis, alis longis perangustis scabris, puncto apicalı niger-
rimo. < ® Mag. al. exp. 14—15 mm.
Hievon liegen mir acht, im December in Acarnanien ge-
fangene, meist ganz frische Stücke vor. Sie stehn der Affinis
Ну. (Umbrosella) nahe. Die Grundfarbe ist wie bei dieser
braunschwarz. Das letzte Endglied der Palpen ist aber stets
‚deutlich doppelt licht geringelt, was bei A/finis nicht der Fall
ist; ebenso sind die Tarsen geringelt, was auch bei Affinis
der Fall ist. Die Vorderflügel sind entschieden länger und
schmaler als bei Affinis und mit einigen erhabenen Schuppen-
anhäufungen versehn, die bei zwei Exemplaren ziemlich zahl-
reich auftreten. Ganz in der Flügelspitze steht ein kleiner
schwarzer Punkt, nur bei einigen Stücken nicht ganz deutlich,
bei andern aber, wo hier etwas lichtere Schuppen am Vorder-
rande stehn, ausserordentlich scharf markirt. Die Hinterflügel
sind schmaler als bei Affinis, die Bauchung oder der Aus-
schnitt also nicht so stark; sonst sind sie ebenso dunkel.
780. — Albipalpellae MS. affınis. Nach Rogenhofer
von Erber auf Corfu gefunden; aber das als Albipalpella ein-
gesandte Stück kann nimmer dazu gehören, da es ausser dem
weissen Costalfleck an der Spitze eine sehr breite weisse Basal-
und Mittelbinde führt. Doch mag ich diese wohl gewiss neue
— 255 —
Art nach dem einen ungespannten, mässig erhaltenem Stück
nicht beschreiben.
781. — Tenebrella Z. Dr. Krüper sandte hievon nur ein
Stück ein.
782. — dGerronella Z. Nur zwei defekte, aber frische
Stücke.
783. — Formosella Hb. Von Mitte April bis Mitte Mai
in der Attica nicht selten.
784. — Flavella Dup. Gleichfalls aus der Attica, dort
Mitte April in drei grossen gewöhnlichen Stücken gefangen.
785. — Detersella Z. Ein Stück am 5 Juli in der Attica,
ein anderes am 13 Juli am Parnass gefangen. Beide Stücke
sind etwas kleiner (19 mm.) als meine Asiaten und Andalusier,
und äusserst blass, gelbweiss.
786. — Stipella Hb. Dr. Krüper sandte nur zwei
schlecht erhaltene Exemplare dieser sehr verbreiteten Art ein.
787. — Subericinella HS. Nur ein kleines Stück еш-
gesandt.
788. — Decurtella Hb. Auch hievon sandte Krüper nur ein
grosses Stück ein, das mit den ungarischen genau überein-
stimmt.
789. Parasia Paucipunctella Z. Nur ein frisches Stück,
welches mit deutschen ganz übereinstimmt.
790. — ? Carlinella Stt. Zwei ziemlich verflogene Exem-
plare können ebensowohl hieher als zu der äusserst nahen
Metzneriella gehören.
791. Neuropterella Z. Nur ein Stück, welches Zeller mir
selbst als seine Neuropterella bestimmte.
792. Cleodora Cytisella Curt. Im Juni am Parnass nicht
selten.
793. — Kefersteiniella Z. Mir liegt nur ein, am 13 Mai
am Parnass gefangenes Stück vor.
re
794. — Striatella S.V. Die Ende April am Parnass ge-
fangenen Stücke sind dunkel- grau mit weisser Zeichnung,
während deutsche Stücke mehr bräunlich sind; spanische Stücke
werden äusserst licht, fast zrauweiss.
195. Holoscolia Forficella Hb. Mehrere Stücke vom
Parnass sind etwas kleiner, als die Wiener und ungarischen
es im Durchschnitte sind.
796. Anarsia ? Spartiella Schrk. Zwei sehr abgeflogene
Stücke gehören fast sicher hieher.
797. Ypsolophus Ustulellus Е. Nach Rogenhofer von
Erber auf Сота gefunden.
198. — Trinotellus HS. Das einzigste griechische Exem-
plar stimmt mit böhmischen ganz überein. Рагаяа Torridella
Mn. gehört hieher.
799. Pterolonche Albescens Z. Nur ein frisches Stück
dieser seltenen Art sandte Dr. Krüper ein, welches wahr-
scheinlich am Parnass gefangen wurde.
_ 800. Pleurota Zostrela Hb. Nach Rogenhofer von
Erber auf Corfu gefunden. |
801. — Planella Stgr. Meine vorliegenden sieben andalu-
sischen Stücke, nach denen ich die sehr kurze Beschreibung
machte, aberriren ziemlich unter einander. Die Palpen sind
gelblich weiss oder graugelb, nach unten mit schwarzen Haaren
untermischt (beim zweiten Glied), das Endglied ist unten ganz
schwärzlich. Letzteres ist etwa wie bei Pyropella; doch ist
diese Längenanschauung relativ, je nachdem dies Glied aus
den langen Haaren des zweiten hervorsieht, oder davon mehr
oder minder bedeckt ist. Das zweite Glied ist, genau gemessen,
reichlich von der dritten Länge der Vorderflügel. Diese selbst
sind bei den andalusischen Stücken blass ockergelb, also immer
viel dunklergelb, als alle früher bekannten Arten dieser Gat-
tung. Nur bei zwei Stücken sind sie fast ganz eintönig, auch
die Franzen sind hier ebenso gefärbt, oder fast noch etwas
Jichter. Ве vier Stücken ist der Vorderrand nur kurz vor der
= — 257 —
Flügelspitze deutlich dunkler, auch die Franzen und selbst
der Ausscnrand werden etwas dunkler. Ве einem Stück be-
ginnt das Dunkelwerden des Vorderrandes schon von der Basis
an. Die Hinterfiügel sind schwärzlich mit etwas lichteren Fran-
zen, wie fast bei allen Arten.
Nur zwei griechische Stücke möchte ich hieher ziehen.
Das eine ist klein, 18 mm., und noch etwas blasser als die
andalusischen Stücke, sehr matt gelb; die Palpen oben ebenso
gefärbt. Das andere Stück, 20 mm., hat sehr lebhaft ocker-
gelbe, eintönige Flügel, mit lichteren Franzen. Auch die
Palpen sind oben ebenso gelb, unten sehr wenig mit Schwarz
gemischt. Durch diese lebhaftere gelbe Farbe, namentlich auch
der Palpen, unterscheidet sich das Stück ziemlich bedeutend
von Planella, bei denen das Weissliche oder Graue an den
Palpen fast stets vorherrscht. Auch die Franzen der dunklen
Hinterflügel sind bei diesem griechischen Stück, zumal an der
Spitze, gelb. Auf der ganz schwarzen Unterseite dieses Thiers
ist der Vorderrand der Vorderflügel ganz fein und die Fran-
zen röthlich, grell abstehend gelb. Vier andere griechische
Stücke, die noch lichter gelb, fast strohgelb sind, gehören
vielleicht auch hieher und nicht zu der mir zweifelhaften
Salviella, die ich von Pyropella var. nicht recht unterschei-
den kann.
802. — Filigerela Mn. Z. Ъ. V. 1867, р. 851,
var. Graeca. Tab. Ш, fig. 10. Vier frische Männchen aus
Griechenland, das eine am 20 Juni am Parnass gefangen,
gehören nach Mann’s eigener Bestimmung als Varietäten zu
seiner, nach zwei Stücken aus dem südlichen Dalmatien auf-
gestellten Art. Sie sind lebhaft ockergelb, nach vorne und
aussen dunkler, und der zuletzt beschriebenen griechischen Pla-
nella an Farbe ganz gleich. Da nun auch spanische Planella einen
dunkleren Vorderrand bekommen können, so wäre es möglich,
dass wir hier nur eine lokale Form vor uns hätten. Allein
wirklich auffallend verschieden sind die Palpen meiner vier griechi-
— 258 —
schen Stücke; das zweite Palpenglied hat nicht, wie Mann
angiebt, 1/4 der Flügellänge, sondern, genau von der Basis bis
zum Ende der Haare gemessen, 2/5 der Vorderflügellänge.
Dies lange, stark behaarte Glied ist gelblich grau, unten vor-
wiegend schwarz. Ebenso ist das dünne, ziemlich ansehnliche
Endglied (etwa '/ des zweiten) unten schwarz, auch oben
dunkel. Der Kopf (Scheitel) ist gleichfalls grau wie die Palpen
und sticht sehr vom ockergelben Thorax und den ockergelben
Vorderflügeln ab. Man kann durchaus nicht bei den vorlie-
genden vier griechischen Stücken sagen, dass der Vorderrand
an und für sich dunkler sei. Derselbe erscheint nur dunkler,
da in der Mitte der Flügel die Färbung der Länge nach etwas
lichter ist, aber durchaus nicht so, dass hier von einer auch
nur einigermassen deutlichen Mittelstrieme die Rede sein könnte.
Dahingegen sind die Flügel bei allen vier Stücken um die
Spitze herum und am Aussenrande mehr oder minder dunkel
braungrau, so wie auch die Franzen durchaus braungrau
sind.
Die schwärzlichen Hinterflügel haben fast genau so schwärz-
liche Franzen und kann man nicht sagen, dass dieselben am
Innenwinkel besonders lichter sind, wie sie bei Mann’s Filr-
gerella sein sollen. Meine vier Stücke messen 20—22 mm.
Flügellänge, sind also grösser wie die gewöhnlichen Pyropella.
803. — Vittalba п. sp. Tab. III, fig. 11. Capite tegulisque
griseis; alis anterioribus ochraceis, villa media alba nitidissima,
cilus griseis. $ Magn. al. exp. 18—22 mm.
Die vorliegenden acht griechischen Stücke sind Männchen
vom Parnass, zwischen dem 5 und 24 Juli gefangen; alle
sehr frisch. Diese ausgezeichnete Art hat, wie die vorige, mehr
oder minder gesättigt ockergelbe Vorderflügel, in deren Mitte
eine breite weisse, äusserst glänzende (silberne) Längsbinde
steht. Bei einigen Stücken geht das Ockergelb fast in’s Lehmgelb
über. Die silberne Binde, von der Basis beginnend, reicht nur
bei vier Stücken bis in die Flügelspitze hinein, macht hier,
— 259 —
am Ende der Mittelzelle, eine kleine Versetzung nach oben
und verläuft dann schmäler werdend in die Spitze. Bei den andern
vier Stücken endet sie beim Schluss der Mittelzelle, oder etwas
dahinter in nicht scharf abgeschnittener Weise, sondern unregel-
mässig, unbestimmmt verlaufend. Die Franzen, bei den meisten
Stücken sehr dunkel (braungrau), sind bei dem einen viel lichter,
fast gelbgrau Die Palpen sind genau so wie bei der vorigen Art
gebildet, eben so lang und stark behaart. Ihre Farbe ist lichter
grauweiss, mit schwarzen Haaren, namentlich nach unten, stark
gemischt. Das zweite Glied führt noch nach aussen, dort wo
das dritte entspringt, einen sehr deutlichen schwarzen Fleck,
der auch bei der vorigen Art undeutlicher hervortrat. Der
ganze übrige Theil des Kopfes mit den Fühlern ist lichtgrau,
ebenso auch die Schulterdecken nebst dem Halskragen (Protho-
rax), während der eigentliche Thorax (Meso- und Metathorax)
die ockergelbe Farbe der Vorderflügel theilt.
Die Hinterflügel sind mehr oder minder dunkel (schwärz-
lich), die Franzen kaum lichter. Die Unterseite aller Flügel
ist seideglänzend ‘schwärzlich.
Ich halte es durchaus nicht für unmöglich, dass diese PJ.
Vitlalba eine äusserst auffallende Form (Aberration) der Pun-
gitiella var. Graeca sein kann, bei der oben eine silberne
Längsbinde auftritt und auch die Schulterdecken weissgrau
werden.
804. — Pyropella S.V. et var. Bei dieser gemeinen Art
scheint noch grosse Verwirrung (wie bei den meisten Pleurota-
Arten) zu herrschen. Die Art scheint äusserst zu variiren und
zu aberriren, und ohne eine gründliche Monographie ist hier
nichts Genaues zu sagen. Die Ansichten Zeller’s, Stainton’s,
Wocke’s, Mann’s u. a.,. denen ich Stücke dieser Art und
Gattung einsandte, gehn oft bei demselben Stück auseinander.
Zwei kleine (17,5 mm.), gelblich weisse Stücke mit dunkler
Strieme vor dem schmalen weissen Vorderrand, sind fragliche
Pyropella. Sie wurden Mitte März in der Attica gefangen.
17
— 960 =
Ein sehr grosses Stück, am 5 April auf dem Parnass gefangen
(über 22 mm.), hält Zeller auch für eine fragliche Pyropella;
Stainton glaubt, dass es eher Pungitiella зе. Von Herrn
Mann erhielt ich als Pungitiella Thiere, die ich von Pyropella
gar nicht unterscheiden kann. Ein anderes Stück vom Parnass,
am 2 April gefangen (18 mm.), kommt Mann’schen Salviella
so nahe, dass es immerhin eine solche sein kann. Wiederum
ein anderes Stück stimmt mit manchen ungarischen überein.
Meine spanischen, italienischen, französischen und südrussischen
Pyropella sind nun ebenso abändernd, und sehe ich wohl, dass
hier noch viel zu untersuchen bleibt. Erber fand Pyropella
auch auf Corfu, Syra und Tinos.
805. — ? Salviella HS. (Pyropellae var.?). Ich habe
diese Art in typischen Stücken von Herrn Mann aus Ragusa
und Brussa erhalten und stimmen damit einige, Anfangs Mai
auf dem Parnass gefangene Thiere ganz überein. Typische
Stücke haben fast eintönig strohgelbe glänzende Vorderflügel;
alle übrigen Kennzeichen, als Breite der Flügel etc., scheinen
mir sehr illusorisch. Leider treten aber auch der dunkle Vor-
derrandsstriemen und der hellere Vorderrand allmählich bei ein-
zelnen Stücken auf und verbinden diese Sulviella ganz mit
Pyropella. Von Erber wurde sSalwella auch auf Corfu und
Tinos gefunden.
806. — Nitens п. sp. Tab. Ш, fig. 12. Albida, palpis
subtus et exterius nigricantibus, alis anterioribus nitidissimis,
vitta lata subcostali lineisque, postice evanescentibus, plus minusve
conspicuis, brunneo-aureis. < 21—25 mm. © 18 mm.
— ab. Aurata, alis anterioribus stramineis nitidissimis,
costa alba, vitta subcostali lata brunneo-aurea.
Sechs << und ein 2, Mitte, Ende April in der Attica ge-
fangen, liegen mir zur. Beschreibung vor. Alle Autoritäten
halten die Art für neu; Herr Lederer hielt die var. a. für
fragliche Pungitiella. Die Art steht der gemeinen Bicostella
sehr nahe, so nahe, dass es möglicherweise nur eine Varietät
— 261 —
derselben ist. In der Bildung der Palpen, Fühler und der Flügel-
form, auch der des kürzeren ©, kommt sie mit Bicostella ganz
überein. Der Hauptunterschied ist ein äusserst starker Seiden-
glanz, der die Vorderflügel ziert. Dadurch erscheint der braune
Anticostalstreif fast grüngoldig glänzend, ebenso die dunklen
Längsstrichelchen, welche sich mehr oder minder unterhalb
dieses Striemens befinden. Bei zwei Stücken ist die übrige
Flügelfläche fast durchaus weiss. Der äussere schwarze Mittel-
punkt der Bicostella tritt nur bei zwei Stücken deutlich, aber
golden, auf; ein Stück hat nahe der Basis ein dunkles Strichel-
chen, wie auch öfters bei Bicostella vorhanden ist, auf der
Falte stehn. Die Punkte fehlen übrigens den spanischen .Dico-
stella fast stets. Das einzigste Weibchen hat fast ganz dunkle
Flügel mit weniger Glanz. Die
— ab. Aurata, welche ich in zwei Stücken (mit den vori-
gen zusammen gefangen) erhielt, hat völlig strohgelbe glän-
zende Vorderflügel mit weisser Costa, und braungold glänzen-
dem breitem Subcostalstriemen. Sie gehört sicher als Aberration
hieher, und habe ich von unserer deutschen Bicostella Aberra-
tionen, wo die Vorderflügel eintönig grau werden mit ailein
weiss bleibender Costa. Pungitiella AS. ist der ab. aurata sehr
ähnlich, zeigt aber noch einen scharfen weissen Striemen,
zwischen dem braunen Striemen und’ der Flügelgrundfarbe; auch
ist die Figur viel kleiner. Möglicherweise ist es auch nur eine
auffallende Bicostella-Varietät vom Сир des Monte maggiore,
über dessen Lage ich leider nichts Näheres weiss. Ich will
inzwischen als fragliche
807. — ? Pungitiella HS. hier noch ein grosses с (25
mm.), am 12 Mai am Parnass gefangen, aufiühren, das in-
sofern eher zu der, nur 20 mm. grossen Herrich-Schäffer-
schen Art gehören könnte, als es gelbliche Vorderflügel mit
dunklerem Anticostalstreif hat, der an der Costa sehr schmal,
nach innen breiter weisslich eingefasst ist. Aber diese innere
weissliche Einfassung ist durchaus nicht scharf begrenzt, son-
x
— 262 —
dern verliert sich allmählich in die gelbliche Flügelfläche. Die
Vorderflügel führen wenig oder gar keinen Glanz, so dass ich
das Stück nicht zu Меня ziehen kann. Rogenhofer giebt
Pungitiella als von Erber auf Corfu gefunden an.
808. — Aristella L. Nach Rogenhofer von Erber auf
Corfu gefunden.
809. — Metricella Z. Nur ein <. wahrscheinlich am
Parnass, sonst in der Attiea gefangen. Es hat vollständig ein-
tönig stark goldglänzende Уог4егИйзе] ohne alle Spur einer
weissen Costa (die also nieht specifisch ist), wurde aber von
Zeller, Lederer, Stainton etc. als unzweifelhafte Metricella
Z. anerkannt.
8109. — Contristatella Mn. Z. b. У. 1867, р. 851. Von
Herrn Erber in einigen männlichen Exemplaren auf Буга ge-
funden; nach Rogenhofer auch auf Tinos.
— v.? Tristatella. Zwei Ende April auf Naxos von Dr.
Krüper gefangene 43 gehören wahrscheinlich hieher; Herr
Mann bestimmte sie mir als «ganz nahe der Contristella, von
meiner Artnurdurchden helleren Vorderrand unterschieden». Dieser
Vorderrand ist allerdings bei meinen beiden Stücken scharf ab-
gesetzt weiss; der Hauptunterschied liegt aber (nach Manns
Beschreibung) darin, dass der darunter liegende «gleich breite,
bräunlich graue Streif» sehr matt erkennbar und bei dem einen
Stück gar nicht vorhanden ist. Da nun bei Mann’s Art «unter
diesem noch ein feiner weisslicher Streif» folgen soll, von welchem
keins meiner beiden Stücke auch nur eine Spur zeigt, so wird
die Verschiedenheit noch grösser. Meine beiden, beinahe 18
mm. grossen Stücke haben, kurz gesagt, graue Vorderflüügel
mit weisser Costallinie. An den, nach unten stark grau und
schwarz gemischten Palpen ist das dünne Endglied verhältniss-
mässig recht lang, zum Unterschied von meiner spanischen
Teligerella, die ein ganz kurzes Endglied hat und deren Zu-
sammengehören mit Æricella Dup. mir aus guten Gründen sehr
zweifelhaft erscheint. |
— 263 —
811. Harpella Forficella Se. Nach Rogenhofer von
Erber auf Corfu und Tinos gefunden.
812. Dasycera Sulphurella Е. Nur ein 4, am 2 April in
der Attica gefunden. Die südeuropäischen Stücke dieser Art
sind stets etwas kleiner, als die englischen.
813. — Oliviella Е. Die griechischen Stücke vom Parnass
sind denen des übrigen Europa’s ganz gleich; an Grösse ändern
sie sehr ab, von 11—16 mm. Erber fand diese Art auch auf Сота.
814. — Krueperella п. sp. Tab. Ш, fig. 13. Nigra, fronte
verticeque flavis sive ochraceis, antennarum apice albido, alis
anterioribus stramineo tenerrime irroratis. 4 15 mm.
Diese ausgezeichnete Art wurde vor Dr. Krüper in zwei
guten Exemplaren am 12 Mai, am Parnass bei Agoriani, ge-
fangen. Die Grundfarbe des Thiers ist schwarz wie bei Oliviella,
die Vorderflügel aber bedeutend schmäler, so wie bei Sulphu-
rella. Stirne. Scheitel und Halskragen sind lebhaft gelb, orange-
oder ockergelb, die dunklen Palpen sind metallisch glänzend,
vielleicht etwas länger als bei Oliviella, sonst genau so ge-
bildet. Die schwarzen Fühler sind an ihrer Spitze weiss, ziem-
lich gleichmässig dünn bis zum Ende, schwach gekerbt und ziem-
lich lang doppelt bewimpert. Sie sind also von den dickbe-
schuppten Fühlern der übrigen Dasycera-Arten ganz verschieden.
Die Unterseite des ganzen Körpers ist, wie die Beine, stark
erzschillernd, nur die Spornen sind weisslich.
Die schmalen schwarzen Vorderflügel sind mit sehr kleinen
strohgelben Schüppchen dicht bestreut; doch so, dass die dunkle
Färbung die vorherrschende ist. Die Schüppchen sind feiner,
blasser und stehn auch dichter, als dies bei Oliwella auf der
äusseren Hälfte der Flügel der Fall ist. Die Franzen, Hinter-
flügel und Unterseite sind völlig schwarz. Der verschiedenen
Fühler wegen dürfte diese neue.Art vielleicht eher eine Oeco-
phora als Dasycera sein. i
315. Oecophora ARhaetica Frey. Nur ein Stück sandte
Dr. Krüper ein, das wahrscheinlich vom Parnass oder Veluchi
— 264 —
stammt. Fs stimmt mit den Engadiner Stücken ganz über-
ет. Flügelspannung des griechischen Stücks reichlich 15 mm.
816. — Augustella Hb. Die fünf vorliegenden griechischen
Stücke, Mitte April in der Attica gefangen, sind sehr klein,
von 9—11 mm. Ве zweien ist, ausser der Stirn, auch der
Scheitel gelblich; die Zeichnung auf den Vorderflügeln ist sehr
lichtgelb, zuweilen fast weiss. Diese Art aberrirt und variirt
beträchtlich, und Exemplare aus den östlichen Pyrenäen, die
ich in meiner Sammlung als Graslinella stecken habe, bilden
eigentlich ein richtiges Mittelglied zwischen Augustella und
Rhaetica. Diese messen zwischen 11—14 mm. und haben alle
einen gelblichen oder weissen Kopf. Die Vorderflügel zeigen,
wie bei Æhactica, drei meist sehr breite gelbliche Querbinden
(nur die mittlere wird bei einem Stück schmal), welche hier
am Vorderrand fast weiss sind, namentlich die äusserste. Vor
den Franzen stehen bei Graslinella stets mehr oder minder
weissliche Schuppenanhäufungen (bei АйаеНса zuweilen gelbe)
und am Innenrand zwischen Binde 2 und 3 gleichfalls ein
weisslicher Fleck, der sich zuweilen fast bindenartig durch
das dunkle Feld zieht. Auch dieser Fleck ist fast stets (gelb)
bei /rhaetica vorhanden und stösst hier an die den Innenrand
nicht ganz erreichende gelbe Aussenbinde. Die Zeichnungs-
anlage ist bei Auyustella genau dieselbe, nur dass hier die
Aussenbinde meist als grosser Fleck am Vorderrande hängt,
und der Innenrand am Innenwinkel meist ganz gelb ist, sogar
die Franzen.
817. — Schaefferella Г. Nur zwei kleinere schlechte Exem-
plare vom Parnass sandte Krüper ein.
818. — lIcterinella Mn. Z. b. У. 1867, р. 852. Von
dieser prächtigen neuen Art fing Dr. Krüper das einzigste
sehr frische, grosse (15 mm.) Exemplar, am 6 Juli, am Parnass
bei Agoriani.
819. — Pokornyi Nick. Wien. Mts. 1864, pag. 6, Taf.
— 265 —
5, 10. Dr. Krüper sandte nur ein kleines (10 mm.) Stück
dieser auch in Ungarn gefundenen schönen Art ein.
820. — Lambdella Don. Nach Rogenhofer von Erber
auf einer der von ihm besuchten griechischen Inseln, wohl
Corfu, gefunden.
821. Atemelia Oleella Boyer. Von dieser, gewiss in Griechen-
land zuweilen schädlich auftretenden Oliven-Motte sandte Dr.
Krüper nur ein auf Naxos gefundenes Stück ein.
822. Butalis Aerariella HS. Von Mitte Mai bis Mitte
Juni auf dem Parnass häufig. Bei einigen Stücken wird der
Vorderrand nach der Spitze zu ganz ur gelblichweiss. Auch
von Erber auf Corfu gefunden.
823. — ?Fuscoaenea Hw. Das einzigste frische, am 7
August am Parnass gefangene Männchen ist nur ziemlich viel
kleiner (13 mm), als die Fuscoaenea es durchschnittlich sind;
sonst passt es leidlich hieher. Auch zeigt die Flügelspitze keine
Spur von Purpurschimmer, der aber auch bei den typischen
Fuscoaenea oft äusserst schwach ist.
824. — ? Schneideri Z. Ein einzelnes < mit recht weiss-
lich bestäubten Vorderflügeln wurde mir als Schneider! Z. be-
stimmt. Ich gestehe, dass, trotz Zeller’s ausgezeichneter Mono-
graphie des Genus Butalis, in dieser äusserst schwierigen
Gattung noch viele Arten schwierig zu bestimmen sind und
es auch wohl stets bleiben werden.
825. — Vagabundella HS. Ein am Parnass gefangenes
Weibchen stimmt ganz gut mit Stücken, die Herr Mann aus
Dalmatien brachte. Ein Männchen zeigt auf dem rechten Vor-
derflügel eine weissliche Mittellinie, die sich gegen den Aussen-
rand hin etwas nach unten bricht und in den weisslich be-
streuten Aussenrand verliert. Auf dem linken Vorderflügel ist
keine Spur dieses weissen Striemens zu sehen. Wenn wir also
sehen, wie bei demselben Individuum die Flügel rechts und
links verschieden sein können, um wie viel mehr muss man
— 266 —
annehmen, dass verschiedene Stücke einer Art aus verschiede-
nen Gegenden aberriren und varliren können!
826. — ?Pascuella Z. Ein am Parnass gefangenes, kleines
(14 mm.), violettschwarzes Weibchen, überall dunkel, bestimmte
mir Zeller als fragliches kleines Pascuella 2 mit ganz
dunklem Bauch. Viel eher scheint mir ein anderes 2 (13 mm.)
von derselben Färbung hieher zu gehören, welches auf der
Bauchseite fast völlig gelblich weiss ist. Zeller schrieb mir
darüber: «nicht Pascuella, auch nicht Vagabundella, Hinter-
flügel dafür zu schmal».
827. — Tergestinella Z. Ein kleines Männchen (13 mm.) mit
matten grüngrauen, spitzen Vorderflügeln, sonst violettschwarz, be-
stimmte mir Zeller als bei seiner Tergestinella gehörig, und
stimmt die Beschreibung seines einzelnen < ganz gut damit.
828. — ? Denigratella HS. Ein kleines (11 mm.) ganz
irisches Männchen mit matt glänzenden grünlich schwarzen
Vordertlügeln und grauem Bauch bestimmte mir Zeller als
«bei Denigratella, nicht ganz damit übereinstimmend». Ich finde,
dass es zu meiner einzigsten Denigratella aus Jena leidlich
passt.
829. — ? Paullellu HS. Das einzigste frische Männchen
(13 mm.) mit sehr spitzen und grauen Vorderfiügeln bestimmte
mir Wocke als Pauliela HS. Zeller hält es zu spitzflügelig
für Paullella und vielleicht einer neuen Art angchörend.
830. — *)Cuspidella 5. У. Zwei frische Stücke sind Mitte
Mai am Parnass gefangen.
*) Butalis Ochrolitella п. sp. Tab. Ш, fig. 17. Aeneo-fusca, palpis, coxis, fe-
moribus antieis subtus, «uno et alarum anleriorum costa, fascia angulata postica
et macula apicis magna ochraceis. Ф Mag. al. exp. 12 mm.
Obwohl ich hievon nur ein von Dr. Krüper am 15 April bei Smyrna ge-
fangenes, etwas verkrüppeltes Ф vor mir habe, so ist dasselbe doch so ausge-
zeichnet, dass es mit keiner bekannten Art verwechselt werden kann. Es steht
der Cuspidella am nächsten und hat ungefähr dieselbe Färbung. Palpen, Vorder-
hüften und Schenkel sind ockergelb, ebeuso das Endglied des defekten Abdomen
— 267 —
831. — Punctivittella Costa var. Confluens. Tab. Ш, fig.
14. Von den sieben Männchen sind drei in der ersten Hälfte
des April auf dem Parnass, ешз am 17 April in der Attica
gefangen; von den beiden Weibchen das eine am 20 Mai am
Parnass. Zeller schrieb mir darüber: «nächst Punctivittella,
mir unbekannt»; ich halte sie mit Wocke unbedenklich für
Punctivittella-Varietät, die aber wohl eine eigene Bezeichnung
verdient. Der Hauptunterschied beruht darin, dass hier die
weissliche oder gelbliche Längslinie auf der Mitte der Vorder-
flügel mit dem dahinter liegenden Fleck in eine grade Linie
mehr oder minder deutlich vereint ist. Diese Vereinigung ist
nur bei einem Weibchen ganz vollkommen deutlich, sonst ist
sie ziemlich undeutlich, oder wird nur durch zerstreut dazwi-
schen liegende weisse Schuppen vermittelt. Nie aber sind Strich
und Punkt völlig scharf durch die schwarze Grundiarbe ge-
trennt, wie dies bei zwei Dalmatinern Punetivitiella der Fall
ist. Auch wird bei den Griechen dieser weissliche Strich zu-
weilen sehr dünn, dünner als bei Anochella; ja bei dem & aus
der Attica, wo er nebenbei ganz dunkelgelb gefärbt ist, ver-
schwindet er fast. Auch ist das äusserste Ende, der Punkt-
fleck, öfters gar nicht breiter als der Strich. Bei den beiden
Weibchen sind die letzten Leibesringe auf der Bauchseite gauz
weisslich geib und verliert sich diese Färbung allmählich nach
den vorderen Ringen zu. Sonst stimmt Alles mit den gewöhn-
lichen, von Zeller beschriebenen Punctivittella. Wohin die von
Erber auf Coriu gefangenen Punctivittella gehören, kann ich
nicht sagen.
auf der unteren Seite. Der Vorderrand der Vorderflügel ist von der Basis aus
ziemlich breit gelb bis etwas nach ?/s der Flügellänge, wo eine gelbe Querbinde
nach dem Innenrand heruntergeht und sich hier noch am Innenrande nach der
Basis hin erstreckt, so dass hier die Zeichnung eines gelben Winkelmaasses gebil-
det wird. Hinter dieser gelben Querbinde folgt eine ziemlich breite Binde von dunk-
ler Grundfarbe und dann ist die ganze Flügelspitze nach innen grade abge -
schnitten ockergelb; bei Cuspidella bildet dies Gelb nach innen stets einen
Winkel. Auf der Unterseite ist nur der Vorderrand auf der ersten Hälfte scharf gelb. _
(Es ist dies ein aberrirendes @ der Oec, Temperatella Lü.).
— 268 —
832. — Apicistrigella п. sp. Tab. ТП, fig. 15. Capite,
thorace, alis anterioribus virescenti-fuscis, his linea media
(ante apicem interrupta) in apicem exeunte straminea; alis po-
sterioribus abdomineque supra nigris; ventre pedibusque subtus
flavescentibus. & 16 mm. 9 17 mm.
Ich gebe diesen, von Duponchel für eine bereits benannte
Gelechia (Sequaz Hw.) gegebenen Namen unbedenklieh dieser
Butalis, da er mir dafür sehr passend scheint. Nur ein frisches
Pärchen, von denen das Q am 3 Juli am Parnass gefangen
wurde. Der vorigen Art ähnlich, aber etwas grösser. Kopf,
Thorax und Färbung der Vorderflügel ist grünlich schwarzbraun,
etwa wie bei Aerariella, wenig glänzend. In der Mitte der
Vorderflügel steht ein ziemlich breiter, gelblich weisser Streifen,
der sich völlig grade bis hinter das Ende der Mittelzelle er-
streckt, bis wohin er allmählich etwas kleiner wird. Hieran,
nur ganz wenig getrennt, setzt sich nach oben ein kleiner
Strich bis direkt in die Flügelspitze fort, ohne die Franzen zu
durchschneiden. Dieser kleine Strich verläuft von der Flügel-
spitze konisch auf den Hauptstrich zu und kann als eine nach
oben gebrochene Fortsetzung desselben angesehen werden.
Unten zeigen die schwärzlichen Vorderflügel einen ganz schmalen,
scharfen gelblichen Vorderrand.
Die Hinterflügel sind durchaus schwarz, ebenso die Ober-
seite des Abdomen, die beim © etwas, beim < mehr erzschil-
lernd erscheint. Dahingegen ist die ganze Unterseite des Ab-
domen, der Brust, so wie der Beine weisslich gelb, beim 2
noch auffallender als beim 4. Auch sind die sonst ganz dunk-
len Palpen an der oberen, dem Kopf zugekehrten Seite blass
gelblich. Das Männchen hat einen sehr gering behaarten After-
busch und ziemlich grosse, hornige Afterklappen. Ein viel
kleineres (12 mm.) 4, am 9 Mai auf Naxos gefunden, scheint auch
hieher zu gehören. Leider ist es sehr verdorben, doch erkennt
man noch das weisse Strichelchen in der Flügelspitze, und die
feine weisse Mittellinie. Wegen der ganz dunklen Hinterflügel
— 269 —
kann es aber ше zu der folgenden neuen südrussischen Art
gehören.
Bei Punchvittella und allen Varietäten geht die weisse
Vorderflügelstrieme nie bis in die Flügelspitze hinein, und hat
diese Art auch nie eine weisse Unterseite des ganzen Leibes.
Viel ähnlicher kommt But. Apicistrigella einer südrussischen
Art, die ich hier kurz als Rectella Z. in litteris, Tab. Ш, fig.
16, bezeichnen will Von dieser viel kleineren Art habe ich
drei gleich grosse (12 mm.) Stücke aus Sarepta, zwei 44 und
ein ® von Christoph erhalten. Die Färbung der Vorderflügel
ist grünlich schwarz, nicht ganz so gelblich grün wie bei der
vorigen; auf der Mitte der Vordertlügel verläuft gleichfalls
eine hier ganz weisse, zweimal unterbrochene Strieme, von
der Flügelwurzel aus, bis in die Flügelspitze hinein und setzt
sich sogar etwas in die Franzen hinein fort. Die ersten beiden
Abtheilungen dieser feinen Strieme liegen in einer Linie, wie
bei Punctivittella und ist die letzte auch eigentlich nur ein
längerer Punkt. Der dritte in die Flügelspitze ziehende Theil
hat etwa dieselbe Länge des zweiten Theils und ist etwas
nach oben hingerückt, wie der Eudtheil bei Apieistrigella. Der
Vorderrand ist bei dem einen Männchen auch schon oben ganz
scharf, fein weiss. Auf der Unterseite scheint die mittlere
kleine Linie ganz deutlich durch; beim 9 ist hier auch an
der Spitze ein kleiner weisser Fleck, was ше bei Punctivittella
oder Apieistrigella vorkommt. Ganz verschieden sind nun bei
Rectella die durchscheinenden, sehr schwach schwärzlich be-
schuppten Hinterflügel mit dunkleren grauschwarzen Franzen.
Die Stirn ist auffallend glänzend schwarz; die Palpen
bei den «4 vorherrschend weisslich, beim 2 dunkel. Die Brust,
der Hinterleib und die Schienbeine, des letzten Paares vor-
zugsweise, sind unten weisslich, silberglänzend; der Leib beim
< mehr als beim ©. Der oben violettschwarze Hinterleib führt
bei den << einen verhältnissmässig langen und breiten After-
büschel, der die Afterklappen durchaus nicht erkennen lässt.
— 270 —
833. — Chenopodiella НЪ. var. obscura. Zwei Stücke, das
eine am 24 April auf dem Parnass, das andere am 20 April
in der Attica gefunden. Beide sind noch dunkler als Zeller’s
var. d.; das Stück aus der Attica ist fast völlig grünschwarz,
nur der äusserste weissliche Fleck ist noch klein vorhanden.
Das Stück vom Parnass zeigt etwas mehr weissliche Zeichnung
in der Mittellinie. Auch aus Dalmatien habe ich sehr dunkle
Stücke, während mein einzigstes Stück von Granada so hell
wie die deutschen ist. Von Sarepta und der Insel Sardinien
habe ich ganz hellgezeichnete Stücke.
834. Blastobasis Phycidella Z. Dr. Krüper sandte:
hievon nur ein am 8 Juli am Parnass gefangenes frisches
Stück ein. |
835. Pancalia Latreillella Curt. Gleichfalls nur ein am
27 April am Parnass gefangenes frisches Stück.
836. — Leuwenhoekella L. Auch nur ein richtiges Stück
mit ganz weissen Fühlerspitzen. Ich kann nicht recht an eine
wirkliche Artverschiedenheit von der vorhergehenden Art
glauben.
837. Aechmia Æquitellu Scop. Ein ziemlich grosses Stück
(10 mm.) hat am Innenrande einen sehr breiten weisslichen
Mittelhaken, wie ich ihn nicht bei Stücken anderer Länder
sah. Dahingegen sind die weissen Vorderrandshäkchen fast ganz
verdunkelt. Wären die Palpen nicht sehr scharf schwarz und
weiss geringelt, so würde ich dies Stück fast zu Oculatella
ziehen.
838. — Fischeriella Z. Ein kleines (6,5 mm.) Männchen,
wohl vom Parnass, gehört ziemlich zweifellos hieher, obwchi
diese kleine Art der vorigen oft verzweifelt nahe kommt.
839. Simaethis Pariana L. Nur ein Stück, wahrscheinlich
vom Parnass, stimmt mit deutschen ganz überein.
840. — Fabriciana L. Auch nur ein kleines Stück mit sehr
stark gelblichgrau bestäubten Vordertiügeln.
— 271 —
841. — Nemorana НЪ. Diese Art scheint in der zweiten
Hälfte des Juni auf dem Parnass sehr gemein gewesen zu sein.
Die griechischen Stücke sind von denen des übrigen südlichen
Europa’s nicht verschieden.
842. Choreutis ? Lascivalis Га. Da Krüper über
zwanzig Exemplare einsandte, scheint diese merkwürdige Art
auf dem Parnass nicht eben selten gewesen zu sein. Nur
vier Stücke sind mit Daten versehen, und am 15 April, 13
Mai, 11 und 15 Juni gefangen; von diesen ist nur das letzte
etwas abgellogen, die andern sehr frisch; das erste ist das
grösste von allen vorliegenden Stücken. Herr Lederer selbst
bestimmte sie mir als зеше Choreutis Jascivalis, nach einem
Beiruter с’ beschrieben. Wesshalb Wocke sie zu Simaethis
gesetzt hat, weiss ich nicht; sie stimmt noch weniger zu den
dahin gehörenden Arten, und muss wohl jedenfalls eine eigene
Gattung bilden. Vielleicht ist es gar еше Ругайае. Ich habe
mich bisher viel zu wenig mit systematischen Untersuchungen
abgegeben, um hier ein Urtheil fällen zu können.
Meine griechischen Zascivalis haben im Durchschnitt 14
mm. Flügelspannung, das kleinste Stück misst 12, das grösste
16 mm. Da sie sehr breite, runde Flügel haben, durchaus wie
eine Hercynia, so sind sie von allen Simaethis- und Choreutis-
Arten ganz verschieden. Zur genauen Untersuchung des Geäders
bin ich gerne bereit, einem tüchtigen Systematiker ein Stück
dieser interessanten Art zu geben. Die griechischen Stücke
weichen in mancher Beziehung von dem Lederer’schen ab.
Die Palpen sind bei allen meinen Stücken äusserst schwach
aufwärts gekrümmt, fast gerade abstehend. Die Beine sind
sehr stark gelb und schwarz gemischt; Schienen und nament-
lich Füsse auch so geringelt. Die Vorderflügel gleichen auffallend
denen der Acontia Moldavicola, nur ist die helle Zeichnung
viel weniger hervortretend, die Flügelfläche also dunkler. Die
drei dunklen Querbinden sind sehr wenig erkennbar; nur die
mittlere ist eine breitere Binde, die erste und dritte sind mehr
gezackte Querlinien. Von den hellen Vorderrandsstrichelchen
(Flecken) treten die hinter der Mitte am stärksten hervor,
wenn auch nicht so auffallend wie in der Lederer’schen Figur.
Uebrigens sind sie bei meinen Griechen mehr röthlich weiss als
bräunlich gelb. Eine verloschene hellere Querlinie vor dem
Saume findet sich nur bei einigen Exemplaren, bei andern
fehlt sie völlig. Auch die Franzen, welche gewöhnlich an der
Spitze hin einen breiten, und nach der Mitte hin einen kleinen
weissen Fleck zeigen, werden zuweilen ganz schwarz; höchstens
nach der Flügelspitze hin bleiben sie etwas weiss. Ebenso zei-
gen die Hinterflügel meist in ihren Franzen zwei ähnliche, hier
gelbe Flecken. Unten haben die Flügel stets deutliche gelbe
Mittelbinden, die vorderen etwas hinter, die hinteren etwas
vor der Flügelmitte.
843. — Dolosana HS. Nur zwei schlechte Stücke, das
eine am 20 November in der Attica gefangen.
844. — Pretiosana Опр. (Vibrana var. Australis 2.?).
Drei kleinere Exemplare, die mit denen der Sommergeneration
anderer Gegenden Süd-Europa’s völlig übereinstimmen. Pretio-
sana Dup. ist sicher gleich Australis Z., ob aber diese Art
eine südliche Varietät der Ch. Bjerkandrella Thnb. (Vıbrana
Hb.) ist, von der sie sich nur durch kleinere Statur und blasse
Färbung unterscheidet, hängt von den darwinistischen An-
schauungen des Einzelnen ab. Konstatiren kann ich, dass im
Départ. des Нез Pyrénées Chr. Bjerkandrella in sehr grossen
typischen Exemplaren häufig gefangen wurde; ich weiss zwar
nicht, in welcher Höhe. Jedenfalls ändern die Ch. Pretiosana
auch unter sich an Grösse und Färbung vielfach ab, wie dies
eine grosse Reihe von Exemplaren aus Sardinien, Corsica, Si-
cilien, Andalusien, Castilien, Dalmatien und Griechenland in
meiner Sammlung ersichtlich machen. Ich fing die Art im
Februar, Juni, Juli und Oktober. Erber fand sie auch auf
Corfu.
845. — Myllerana var. Stellaris Z. Ein frisches, am 20
— 275 —
Juli am Parnass gefangenes Stück muss wohl zur Stellaris ge-
zogen werden; welche aber so in die typische Myllerana über-
geht, dass man bei manchen Stücken nicht sagen kann, zu
welcher Form sie zu rechnen sind. Da Zeller die vorige Art
als fragliche Varietät der nordischen auflührt, so begreife ich
kaum, warum er es nicht auch bei dieser that, die doch der
entsprechenden nordischen sehr viel näher steht, als es bei der
vorigen der Fall ist. Die in Zeller’s Diagnose gesperrt ge-
druckten «punctis costalibus 3 niveis> finden sich viel schärfer
bei baierischen Mylerana, als ich sie bei südlichen Stücken,
wo sie viel mehr «silbern» sind, sehn kann; wo aber die drei
schwarzen (?) Costalpunkte bei Myllerana sitzen sollen, das ist
mir ganz unklar. Die Franzen endlich zeigen bei mir vorlie-
genden deutschen Stücken genau solche scharfe schwarze Mittel-
linie, wie dies bei den Sicilianern und dem griechischen Stück
der Fall ist; auch die schwarzen Flecken in den Franzen zei-
gen sich bei den deutschen Stücken, während sie beim vor-
liegenden Griechen fast rudimentär sind.
846. Argyresthia Mendica Hw. Nur zwei sicher hieher
gehörende Stücke, die wahrscheinlich auf dem Parnass gefan-
gen wurden.
847. Zelleria Hepariella Stt. Zwei von einander etwas
verschiedene Stücke wurden mir von Stainton selbst als seine
Art bezeichnet. Das eine ist bräunlich gelb, das andere bräun-
lich grau, der Kopf bei beiden weisslich gelb. Sie sind also
viel lichter, als Herrich-Schäffer’s dunkelbraune Figur mit
gelbem Kopf es zeigt.
848.*) Coriscium Brogniardellum Е. Zwei Stücke dieser
weit verbreiteten Art sind von denen des übrigen Europa’s,
die unter sich etwas abändern, eben nicht verschieden.
*) Dass Dr. Krüper in Griechenland keine Gracilaria fand, beweist nur,
wie wenig er den kleinen Sachen Aufmerksamkeit schenkte. In Kleinasien kom-
men nach Stainton neun Arten vor, und fand hier Krüper bei Smyrna eine
— 274 —
349. — Sulphurellum Hw. Nur ein Stück vom Parnass,
fast ohne Spur von dunkleren Flecken auf den Vorderflügeln.
850. Ornix Гиийтейа Z. Auch nur ein Stück vom Par-
nass, das sicher hieher zu gehören scheint.
351. Coleophora БаййрепиеЙа Z. (Dup.) Ein Pärchen,
wahrscheinlich ‘уот- Parnass, hält Zeller für diese Art.
Wocke hielt sie für fragliche Milvipenms oder neue Art. Ich
werde mich wohl hüten, bei diesen schändlichen kleinen nahen
Arten, noch neue nach ein Paar Stücken ohne Säcke aufzu-
stellen. Uebrigens muss diese Art wohl Badipennella Z., nicht
Dup. heissen, da Duponchel’s Art unmöglich sicher festzu-
stellen ist; noch richtiger und logisch wäre es daher, dieser
Art einen andern Namen zu geben, und würde ich unmassgeb-
lich den Namen Miserabilis dafür vorschlagen.
852. — Deauratella Z. Ein Männchen vom Parnass, etwa
14 mm. Flügelspannung, bestimmte mir Zeller als «kleinere
Deauratella». Grössere Stücke, wie sie in Anzahl vom Parnass,
dort von Mitte März bis Anfang April gefangen, und aus der
Attica, Anfangs März, vorliegen, und wo die 44 nicht selten
bis 20 mm. messen, bestimmte Zeller gleichfalls als «riesen-
grosse Deauralella, nur dadurch von unserer Art verschieden».
Stainton hingegen hält sie gar nicht für Deauratella, son-
zehnte in drei Exemplaren, von denen das eine am 10 Juni gefangen wurde.
Zeller schreibt mir darüber: «Stimmt sehr mit Draccatella mus. Z.; sicher eine
veränderliche Art bei Hemidactylella>. Sie ist dieser Art allerdings sehr ähnlich.
Zunächst sind die drei Stücke (10—11 mm. Flügellänge) etwas kleiner, als
Hemidactylella durchschnittlich ist. Das Basalfeld der Vorderflügel ist nicht _
gelblich rothbraun, wie bei Hemidactylella sondern violett-braungrau, also dunkler;
auch durchweg schärfer auftretend. Der übrige Theil des Flügels ist viel lichter,
strohgelb, mit weniger dunkler Zeichnung darin. Diese dunklere Zeichnung (Fär-
bung) findet sich eigentlich nur am Innenrand und gegen den Aussenrand hin;
der Vorderrand bleibt davon frei; nur einige dunkle Pünktchen sind hier zu
schn. Bei dem einen Stück seht vom Innenrande aus eine Art von Mittelbinde
mitten durch diesen hellen Theil, fast bis zum Vorderrand. Diese Art, welche
braecatella Z. heissen mag, halte ich für verschieden von Hemidactylella und
der derselben äusserst ähnlichen Gr. Fribergensis Fritsche, die fast noch
mehr dunkle Färbung als Hemidactylella hat.
= 75 —
dern glaubt ziemlich sicher, dass diese griechischen Stücke zu
der englischen Art
853. — ? Melilotella Scott gehören. Die Männchen, zwi-
schen 17—20 mm. varlırend, sind glänzend goldgrün, nach
der Spitze zu mehr oder minder goldbraun, zuweilen ganz
goldbraun mit violetter Spitze. Die viel kleineren Weibchen,
etwa 14 mm., sind dunkler, an der Spitze stets stark violett
schillernd, zuweilen durchweg violett; so ein am 1 Mai bei
Smyrna gefangenes 9. Der Schuppenbusch an der Basis der
Fühler ist bei den Weibchen viel stärker und höher hinauf-
gehend; bei den Männchen, wo er durchaus nicht immer ganz
gleich erscheint, stärker als bei den deutschen und auch der
kleinen griechischen Deauratelia. Doch mag dies mit der
grösseren Statur zusammenhängen.
Jedenfalls ist hier noch sehr viel zu untersuchen, um zu
sicheren Resultaten zu kommen, die vielleicht nie erlangt wer-
den können. 9
854. — Fabriciella Villers (Mayrella Z.). Hier kann
ich auch nur sagen, dass mir Professor Zeller ein anderes
kleines Stück als «Col. Mayrella Z.» bestimmte.
855. — Истейа Z. Ein Weibchen, ziemlich sicher vom
Parnass, worüber Zeller schreibt: « Vicinella 2, gut zu meinem
< und zur Beschreibung passend». Wocke hat und kennt die
Art nicht.
856. — ? Onopordiella Z. Nur ein Stück vom Parnass.
Zeller schreibt darüber: «scheint einen kürzeren Haarbusch
zu haben, als Onopordiellay. Stainton hielt sie aber ziemlich
sicher für diese Art.
857. — Leucapennella Mb. 4, Albifuscella Z. $. Ein an
den Fühlern behaartes, am 2 August am Parnass gefangenes
Q gehört zu Albifuscella, die aber sicher wohl weiter nichts
ist, als eben das Weibchen zu Zeucapennella, von dem das
Männchen unbehaarte Fühler hat. Auch Professor Zeller ist
jetzt derselben Ansicht.
18
— 276 —
858. — ? Onobrychiella Z. (? Flaviella Mn.). Drei Exem-
plare, wohl vom Parnass, ziehe ich mit grossem Zweifel hie-
her, obwohl Zeller schreibt: «Ich halte sie nur für Onobry-
chiella, mit der Alles stimmt». Allein diese drei griechischen
Stücke stimmen mit meinen französischen Onobrychiella (auch
von Zeller bestimmt) gar nicht recht, ebensowenig als mit
der Zeller’schen Beschreibung des einzelnen Weibes. Dies soll
gelbe, an der Spitze dunklere Vorderflügel haben, während.
die Griechen völlig strohgelbe, nach aussen, so gut wie gar
nicht dunklere Vorderflügel haben, auf denen auch der mittlere
weisse Striemen sehr deutlich zu sehn ist, der bei Onobrychiella
sehr verloschen sein soll, und bei meinen Stücken gar nicht
zu erkennen ist. Auch als Flawiella wurden mir die Stücke,
wie ich glaube von Mann selbst, bestimmt; aber Stainton
hält Flaviela Mn. für nichts weiter, als Onobrychiella 2.
Wocke hielt die Art für unbeschrieben und besitze ich auch
ein ganz dazu passendes Weibchen aus Chiclana (Andalusien),
welches mir Zeller früher als п. sp. bei Oriclella bestimmte.
Jedenfalls herrscht hier sehr viel Unsicherheit, und will ich
vor der Hand annehmen, dass Onobrychiellu Z. eine sehr
varirende Art ist, zu der Flaviela Mn., meine Form und
vielleicht noch einige andere Arten gehören können.
859. — Fretella Z. Ein am 19 März in der Attica ge-
fangenes Stück bestimmte Zeller als sichere Fretella. Zwei
andere Stücke, gleichfalls aus der Attica, das eine am 2 April
gefangen, gehören ziemlich sicher auch zu dieser kleinen Art.
860. Stathmopoda Gwuerinü Stt. Drei im Spätherbst
bei Missolunghi gefangene Stücke dieser Art stimmen völlig
mit den südfranzösischen überein. Die Raupen dieser Art ent-
deckte ich, nach Stainton’s Notiz, in Menge in den Gallen von
Pistacien, und kommt die Art sicher überall vor, wo Pistacien
wachsen, aber erst im Spätherbst oder Winter, wesshalb sie
der so überaus fleissige und tüchtige Sammler Mann nie fand.
861. Pyroderces Argyrogrammos Z. Dr. Krüper fand
— 277 —
hievon nur ein ziemlich blasses Stück am 23 Mai auf
Naxos.
862. Laverna Subbistrigella Hw. Auch nur ein Weibchen,
am 13 December 1862 in Acarnanien gefangen.
863. Stagmatophora /sabellella Costa. Nur zwei Exem-
plare vom Parnass.
864. — Dohrnii Z. Gleichfalls nur zwei Stücke, wahr-
scheinlich aus der Attica.
865. — ?Grabowiella Stgr. Ein kleines, leider sehr ab-
geriebenes Stück, wohl aus der Attica, gehört ziemlich sicher
hieher. Es hat auffallend starke weisse Costalflecke, wie sie
aber eine Grabowiella annähernd zeigt.
866. — Stephensia Prumachiella L. Zwei schlecht er-
haltene Stücke, das eine am 11 März in der Attica gefangen,
gehören fast zweifellos zu dieser Art.
867. Elachista Chrysodesmella Z. Ein am 16 April in
der Attica gefangenes Männchen gehört sicher hieher. |
868. — ? Rudectella Stt. Ein am 8 Mai am Parnass
gefangenes Stück gehört wahrscheinlich hieher.
869. Tischeria Магдиеа Ну. Zwei, Mitte April in der
Attica gefangene Exemplare stimmen mit deutschen völlig
überein.
870. Lithocolletis Roboris Z. Zwei Exemplare, im No-
vember oder December 1868 in Acarnanien gefangen.
871. — Amyotella Dup. Nur ein kleines Stück vom
Parnass oder aus der Attica. |
872. — ?Ihcifoliella Z. Das einzigste Exemplar ist zu
schlecht, um sicher bestimmt werden zu können. Die Zeich-
nung stimmt ziemlich, allein ich bemerke auch nicht eine Spur
von einem Franzenschwänzchen an der Spitze, obwohl die Fran-
zen hier nicht mehr zerstört sind, als bei der Amyotella, wo
dasselbe sehr deutlich wahrzunehmen ist.
873. — Platani п. sp. Tab. Ш, fig. 18. Alis anteriori-
bus vitellinis, lines basalibus tribus (costae, disci, dorsi) striqu-
— 08" =
lisque costae 3, dorsi 2 metallice argenteis, nigro marginatıs,
puncto apicis atro, linea ciliarum violaceo-nigra.. & $ Mag. al.
exp. 8 mm.
Als ich im August 1867, vom Engadin kommend, mit mei-
ner Frau in dem wundervollen Bellaggio, an der Spitze jener
Landzunge zwischen dem: Lago di Como und Lago di Lecco
verweilte, fand ich in den Blättern der Platane eine gelblich
weisse Zithocolletis-Raupe und auch bereits deren Puppen. In
einer einzigen, nicht langen Allee zwischen dem Hötel Gran
Bretagna und der berühmten Villa Melzi mussten mindestens
Millionen Raupen dieses Thiers leben, da kaum ein Blatt ohne
Mine zu finden war, und ich sogar in einem grossen Blatt
über vierzig Minen fand. Die Minen sind unterseitig und sitzen
stets an grösseren Blattrippen an, wo sie gelblich weisse, meist
längliche, ziemlich grosse Flecken machen. Auch flogen bereits
kleine Falter herum; ihre Haupterscheinungszeit war Ende
August, Anfang September. In demselben Jahr fand Dr. Krüper
zwei Stücke dieser prächtigen Art in der Attica, die mit den
italienischen völlig übereinstimmen, wie denn überhaupt diese
Art nur äusserst wenig aberrirt.
Die Stirn ist glänzend weiss, der Scheitel gelblich; die
Fühler weisslich, ungeringelt. Auch die Beine und der Leib
sind weisslich ohne Zeichnung. Die Vorderflügel haben das
matte Gelb der Delitella, erscheinen aber durch die stark-
glänzende silberne Zeichnung glänzend. In der Mitte entspringt
aus der Basis ein bis 1/3 der Flügellänge ziehender Silber-
streif, ebenso, hart an der Costa und dem Innenrande ver-
laufend, zwei andere silberne Streifen, die sich bald nach dem
fnnern des Flügels hinwenden und hier in einem spitzen Win-
kel fast berühren. Sie bilden hier das erste Innenrands- und
Vorderrandshäkchen, und sind wie der mittlere Basalstrich
beiderseits fein schwarz umsäumt. Ausserdem sitzen noch am
Vorderrande auf den Vorderrands-Franzen die drei gewöhn-
lichen weissen Häkchen, ziemlich gross und nur nach vorne
— 279 —
etwas silberglänzend. Am Innenrande sitzt hinter dem ersten
silbernen Strich nur noch ein zweiter (Häkchen), der sich in
der Flügelmitte, unter fast rechtem Winkel, mit dem ersten der
drei Vorderrands-Franzenstriche vereint. Hinter dem Innenrands-
winkel, also schon auf den Aussenrandsfranzen, bemerkt man
noch undeutlich eine silberne Linie, die sich gradlinig mit dem
mittleren Vorderrands-Franzenstrich vereint. Ausserdem steht
in der Flügelspitze ein deutlicher schwarzer Punkt, und ver-
läuft etwa in der Mitte der Franzen eine violettschillernde
dunkle Linie, die bereits in den Vorderrandsfranzen besinnt.
Die Franzen selbst sind an ihren äusseren Theilen gelblich
weiss; innerhalb der dunklen Linie zeigen sie die Färbung des
Flügels mit den beschriebenen Zeichnungen darauf. Auf der
seideglänzenden grauen Unterseite bemerkt man deutlich den
Spitzeufleck, die schwarze Franzenlinie und undeutlicher die
drei weissen Vorderrands-Franzenflecke. Hinterflügel glänzend
grauweiss; die Franzen ohne Glanz.
Zu verwechseln ist diese neue Art mit keiner mir bekannten
Lithocolletis.
874. — Leucographella Z. Auch diese italienische Art
sandte Dr. Krüper in drei frischen Stücken ein, die wahr-
scheinlich aus der Attica, oder vom Parnass stammen.
875. Opostega Crepusculella Z. In einigen Exemplaren,
wahrscheinlich vom Parnass, eingesandt.
876. Bucculatrix Doyerella Dup. Nur ein kleines Stück
mit wenig Zeichnung auf den weissen Vorderflügeln.
877. Agdistis Рагайа Z. Zwei grosse Stücke, eins von
Erber auf Corfu gefangen (mir als Tamaricis gesandt) ge-
hören nach Zeller sicher hieher. Da aber der Hauptunter-
schied, die Färbung der Franzen, bei Tumaricis ziemlich varia-
bel zu sein scheint, so wäre ein Zusammengehören beider
Formen durchaus nicht unmöglich. Ein kleineres Stück, am 2
Mai auf Naxos gefangen, erscheint zwar etwas stumpftlügeliger,
— 280 —
ist aber ziemlich abgeflogen und gehört wahrscheinlich auch
hieher.
878. Platyptilus Ækododactylus S. У. Nur zwei Exem-
plare, von denen das eine, am 21 Juni auf dem Parnass ge-
fangen, sehr blass ist, während das andere unseren deutschen
Stücken gleicht.
879. — Acanthodactylus Hb. Hievon sandte Dr. Krüper
nur ein am Parnass gefangenes Exemplar ein.
830. Oxyptilus Distans Z. Eine Anzahl, von Ende April
bis Ende Mai am Parnass gefangener Stücke sind grösser und
dunkler, als meine vorliegenden schlesischen und andalusischen
Exemplare, gehören aber nach Zeller sicher hieher.
881. — Laetus И. Drei Stücke vom Parnass haben еше
sehr helle ockergelbe Färbung, wie ich sie ebenso aus Frank-
‚reich und Spanien fing und zog.
‚ 882. — Ericetorum Z. Nur ein griechisches Stück, von
Zeller selbst bestimmt.
883. — Obscurus Z. Zwei Exemplare, mit deutschen .
Stücken ganz übereinstimmend.
884. Pterophorus Phaeodactylus Hb. Die griechischen
Stücke, vom 20 Mai bis 25 Juni am Parnass gefangen, sind
ziemlich viel lichter, mehr hell gezeichnet, als die deutschen.
Aber auch die deutschen Stücke ändern hierin ziemlich ab.
Bei einigen Griechen ist der Innenrand der Vorderflügel (die
untere Feder) fast ganz gelblich weiss, nur gegen die Spitze
hin braun.
885. — ?Serotinus Z. Mehrere Exemplare, zwei Mitte
Mai auf Naxos gefangen, gehören höchst wahrscheinlich hie-
her; doch sind sie etwas verflogen, wesshalb noch Zweifel
bleiben können.
886. — Aridus Z. Nur zwei Stücke, von denen das eine
am 4 Juli am Parnass gefangen wurde.
887. — Fuscus Retz. Das einzigste Stück stammt auch
höchst wahrscheinlich vom Parnass.
— 281 —
888. — Pterodactylus L. Diese gemeine Art, welche
ausserordentlich aberrirt, liegt in mehreren ganz gewöhnlichen
Stücken ausGriechenland vor; das eine, am 16 Juliam Parnass ge-
fangene Exemplar ist eine sehr auffallend stark gefleckte Aberration.
889. — Pectodactylus Stgr. Ein am 11 März in der
Attica gefangenes Stück gehört sicher mit meinen andalusischen
zusammen. Ich glaube jetzt bestimmt, dass auch meine Conio-
dactylus dasselbe ist; die beiden Stücke haben nur etwas grös-
seren Punkt und deutlicheren dunkleren Vorderrand, Diese
Art steht der Osteodactylus Z. sehr nahe, ist aber etwas klei-
ner und hat keine so schwefelgelbe Färbung, sondern ist mehr
grau, der Färbung von Scarodactylus sich nähernd. Sie führt
einen mehr oder minder starken Punkt vor dem Einschnitt
und hat einen etwas dunkleren Vorderrand, der aber nicht,
‚wie bei Osteodactylus, wischfürmig in den Flügel hineinzieht.
Die kaum merklichen dunklen Schuppen, welche meine Conio-
dactylus vor den Franzen haben, und die dem Pectodactylus
und dem griechischen Stücke fehlen, dürften kaum hinreichend
sein, diese beiden sehr nahen Formen zu trennen. Jedenfalls
muss man davon mehr und frischere Stücke haben, um sicher
hierüber zu entscheiden.
890. Aciptilus Spilodactylus Curt. Zwei kleinere Exem-
plare, etwa 19 mm., gehören sicher hieher. Sie sind weniger
gefleckt, als die typischen Spilodactylus. Diese Art erzog ich
in Andalusien häufig auf Marrubium und erhielt auch darunter
einige sehr schwach gefleckte Stücke, die wohl einen Ueber-
gang zu
891. — Confusus HS. bilden, von denen mir fünf grie-
chische Exemplare vorliegen, die Wocke ohne Weiteres für
Spilodactylus var. erklärte, Lederer für Confusus und Zeller
für neue Art bei Baliodactylus. Sie haben die Grösse der
grössten Spilodactylus (etwa 24—25 mm.). Ihre Färbung ist
grünlich weiss, der Kopf gelblich. Nur ein Stück hat die
dunklen Flecke fast genau so wie Xerodactylus HS. 34, den
— 282 —
ег im Text, р. 384, in Confusus umtauft. Andere: Stücke
zeigen fast gar keinen dunklen Vorderrandstheil, dahingegen
einen dunklen Fleck an der Spalte der Vorderflügelfedern. Das
eine Stück erscheint direkt eintönig zeichnungslos.
Von meinem Freund Christoph aus Sarepta erhielt ich
gleichfalls eine grosse (27 mm.) einfarbige Art, deren Vor-
derrand aber bis über die Mitte hinaus dunkel ist; zuweilen
jedoch schwindet auch dieser dunkle Vorderrand. Sonst finde
ich nur bei einem meiner vorliegenden sechs Stücke die Spur
eines dunklen Flecks an der Vorderflügelspalte. Dahingegen
sind bei diesen Stücken die Hinterflügel auffallend dunkel, fast
schwarz, nur die Spitzen der Franzen sind am Ende der
Federn weisslich. Christoph erzog diese Art von Phlomis,
und nenne ich sie vor der Hand P’hlomidis. Tab. Ш, fig. 19.
Ich glaube sicher, dass dies eine von (der auf Marrubium
lebenden) Spilodactylus verschiedene Art ist; und obwohl die
eine meiner griechischen Confusus auch zeichnungslos ist, so
fehlt ihr doch der dunkle Vorderrand, so wie namentlich die
dunklen Hinterflügel. Der Name Confusus ist insofern äusserst
passend, als hier jeden‘alls noch ziemliche Confusion herrscht.
892. — Maulacodactylus Z. Häufig im April in der Attica
und Naxos. Die Stücke gehören nach Zeller sicher hieher.
Auch hier herrscht unter den nächsten Arten noch keine gründ-
liche Sicherheit.
893. — Pentadactylus. L. Im Juni und Juli auf dem
Parnass sehr häufig.
894. — Siceliota Z. Ende April, Anfangs Mai auf dem
Parnass und auf Naxos, wie es scheint, eben nicht selten. |
895. Alucita ? Zonodactyla Z.? Zeller schreibt mir zwar
über die drei kleinen (11 mm.) vorliegenden griechischen
Stücke: «anders gezeichnete Vorderflügel, längeres Endglied
der Taster als Zonodactylus», allein ich mag keine neue Art
daraus machen, obwohl ich noch zwei Stücke aus Andalusien
habe, die ganz hieher passen. Auch existirt von Zeller’s
— 283 —
Zonodactyla nur ein ®, und da das Tasterrandglied der vorlie-
senden Art jedenfalls auch sehr kurz ist, so möchten diese
fünf Stücke doch vielleicht nur zu Zonodactylus gehören. Die
Stücke sehen der folgenden Art am ähnlichsten, nur sind sie
viel kleiner und schärfer gezeichnet; jedenfalls passen sie zu
keiner der andern bekannten europäischen Alueita-Arten, die
ich alle in natura hesitze.
896. — Desmodactyla Z. Vier griechische Stücke, das eine
am 21 Mai am Parnass gefangen, sind etwas grösser (17 —18
mm.) als die deutschen Exemplare.
897. — Hexadactyla Hb. Z. (Huebneri Wallengr.). Die
südeuropäischen Stücke dieser Art sind dunkler als die mir
vorliegenden aus der Schweiz, Ungarn und Serbien, gehören
aber sonst sicher hieher. Das eine der drei griechischen Stücke
it am 15 August am Parnass gefangen; ein anderes ist so
dunkel, dass es Zeller und Wocke nicht als hieher gehörig
betrachteten; doch halte ich es für Hexadactylu.
Nach Wallengren wurde bisher in Schweden allein die
Alucita Polydactyla НЪ. gefunden, die also nach ihm noth-
wendigerweise gleich Hexadactyla L. sein muss, und deshalb
schlägt er für Hexadactyla Hb. den Namen Auebneri vor.
Bestätigen fernere Jahrhunderte das ausschliessliche Vorkommen
nur einer Alueita in Schweden, so muss diese Art Huebneri
Wall. heissen.
898. — Cymatodactyla Z. Drei Exemplare, von denen das
eine am 13 Juli am Parnass gefangen wurde. Diese seltene
Art ist sehr ausgezeichnet durch die mangelhafte Zeichnung
der ersten Feder.
Die vorliegende Arbeit war bereits Ende Mai 1869 von mir
fertig nach St. Petersburg abgesandt, und hätte ich jetzt beim Schluss
des Druckes, Ende September 1870, Manches hinzuzufügen und zu
verbessern. Da ich indessen hoffen darf, dass Dr. Krüper mich
18*
— 284 —
später in den Stand setzen wird, noch erhebliche Nachträge zu lie-
fern, so will ich mich hier kurz auf Folgendes beschränken.
Zunächst verdanke ich meinem Freunde Rogenhofer in Wien
die Bekanntschaft mit dem Werke «Expedition scientifique de Morée»,
wo Mr. Brullé in Tome ПТ, 1 partie, р. 279—288, eine Anzahl
Lepidopteren aus dem Peloponnes aufführt und auf Planche XLV
deren fünf abbildet. Es sind dies: fig. 1. Рар. Alexanor, fig. 2. Mel.
Didyma var., fig. 3. Satyrus Larissa, fig. 4. Polyommatus Ottoma-
nus; und fig. 5. Cleodobia Graecalis Dup., welche ein.Synonym zu
Moldavica Esp. ist. Im Text führt Brullé im Ganzen 42 Rhopa-
loceren auf, die alle in meiner Arbeit vorkommen mit Ausnahme von
Sat. Psyche, die aber ganz sicher nicht in Griechenland vorkommen
dürfte. Heteroceren aus dem Peloponnes kennt Mr. Brullé nur 21
Arten, und sind hierunter Leucoma Salicis L., Tinea Parasitella Hb.
und Tinea Acuminella Hb. fig. 284 mir für Griechenland fremd und
gestehe ich оНеп, dass ich sie auf diese Autorität hin auch nicht als
sichere griechische Arten aufnehmen mag. Sonst halte ich das Vor-
kommen der beiden ersteren Arten für nicht unmöglich; die letztere
Art, gleich Chilo Mucronellus Sc., dürite indessen schwerlich im Pe-
loponnes gefunden werden.
Dahingegen habe ich bei meinen diesjährigen Arbeiten zu dem
Catalog der Lepidopteren des europäischen Faunengebiets noch in
einigen Schriftstellern, so wie in Lederers Sammlung, folgende Ar-
ten als in Griechenland, oder speciel auf Creta gefunden notirt, die
fast zweifellos aufgenommen werden können. Es sind dies: |
Sesia Fenusiformis Ld.
Mamestra Cappa Hb.
Xylina Lapidea Hb.
Scotochrosta Pulla Б.У.
Endlich mache ich noch auf folgende, mir besonders aufgefallene
Druckfehler aufmerksam:
Seite 55, Zeile 5 von oben, lies Sebrus statt Gebras.
22 ; › Coptoloma > Coptaloma.
› 235, № 724, › Nemotois › Nematois.
Schliesslich folgt zur leichteren Uebersicht eine systematische
Zusammenstellung der in der vorliegenden Arbeit aufgeführten grie-
chischen Lepidopteren, so wie ein alphabetisches Namensverzeichniss
der Arten, worin auch die Synonym-Namen, so wie alle nicht grie-
chischen, in der Arbeit erwähnten Arten aufgenommen sind.
— 285
Systematische Uebersicht der im Vorhergehenden aufge-
führten Lepidopteren Griechenland’s,
Nomenklatur nach dem Catalog der Lepidopteren Europa’s und der angrenzenden Länder von Dr. Stau-
A. RHOPALOCERA.
I. PAPILIONIDAE.
1. Papilio L.
1. Podalirius L.
v. Zanclaeus Z.
2. Alexanor Esp.
3. Machaon L.
ab. Sphyrus Hb.
2. Thais F.
1. Polyxena S.V.
ab. Ochracea Stgr.
3. Parnassius Latr.
1. Apollo L.
2. Mnemosyne L.
U. PIERIDAE.
4. Pieris Schrk.
1. Crataegi L.
2. Brassicae L.
3. Krueperi Stgr.
4. Rapae L.
v.? Mannii Mayer.
5. Ergane Hb.
6. Napi L.
7. Daplidice L.
у. Beilidice 0.
5. Anthocharis В.
1. Belia Esp.
у. Ausonia Hb.
2. Cardamines L.
3. Gruneri HS.
4. Damone Feisth.
6. Leucophasia Stph.
1. Sinapis L.
v. Diniensis B.
ab. Erysimi Bkh.
dinger und Dr. Wocke.
—
OÙ & © ND —
N
7. Colias Е.
. Libanotica Ld.
. Edusa F.
ab. Helice Hb.
8. Rhodocera B.
. Rhamni L.
v. Farinosa Z.
. Cleopatra L.
Ш. LYCAENIDAE.
9. Theela F.
. Spini Б.У.
. W-album Kn.
. Dieis Esp.
. Acaciae F.
. Quercus L.
6. Rubi Г.
10. Polyommatus Latr.
Virgaureae L.
. Ottomanus Lef.
Thetis Klug.
. Thersamon Esp.
у. Omphale Klug.
. Alcipbron Rott.
5. Dorilis Hufn.
. Phlaeas L.
v. Eleus F.
11. Lycaena F.
. Ваейса L.
. Telicanus Hbst.
. Balcanica Frr.
. Tiresias Rott.
. Trochilus Frr.
. Aegon Б.У.
. Argus L.
v. Hypochiona Rbr.
Zephyrus Friv.
Dresden, 1861.
Ir
I.
т
. Battus S.V.
. Hylas S.V.
. Psylorita Frr.
. Medon Hufn.
у. aestiva meridionalis.
. Anteros Frr.
. Icarus Rott.
ab. Icarinus Ser.
. Amanda Schn.
. Agestor God.
. Adonis Б.У.
. Dorylas Б.У.
. Daphnis Б.У.
у. Stevenii Hb.
. Admetus Esp.
у. Ripperti Frr.
. Argiolus L.
. Alsus Б.У.
. Semiargus Rott.
v. Parnassia Stgr.
v. Helena Stgr.
. Cyllarus Rott.
5. Arion L.
IV. LIBYTHEIDAE.
12. Libythea F.
Celtis Esp.
V. APATURIDAE.
13. Apatura F.
Ша у. Clytie Hb.
VI. NYMPHALIDAE.
14. Limenitis F.
Camilla S.V.
15. Vanessa F.
Egea Cr.
ab. I-album Esp.
= © м
uni
х чом
. C-album Г.
. Polychloros L.
. Urticae L.
v. Turcica Stgr.
То Г.
. Antiopa Г.
. Atalanta I.
. Cardui L.
16. Melitaea Е.
. Cinxia L.
2. Phoebe S.V.
le
у. Caucasica Stgr.
. Didyma Esp.
v. Meridionalis Stgr.
v. Dalmatina Stgr.
у. Graeca 5451.
. Trivia S.V.
. Athalia Esp.
17. Argynnis Е.
. Euphrosyne L.
. Pales v. Caucasica Stgr.
Dia L.
. Daphne $.У.
Latonia L.
. Aglaja L.
. Niobe ab. Eris Meig.
. Adippe ab. Cleodoxa 0.
. Paphia L.
. Pandora Б.У.
VII. DANAIDAE.
15. Danais F.
. Chrysippus L.
VII. SATYRIDAE.
19. Melanargia Meig.
Galatheav.Procida Hbst.
ар. Turcica В.
ab. Leucomelas Esp.
2. Larissa Hb.
1
v. Hertha Hb.
‚ 20. Erebia В.
. Melas Hbst.
2. Tyndarus у. Ottomana
HS.
TD I GO © À © ND =
— 286 —
21. Satyras Е.
. Proserpina Б.У.
. Hermione L.
. Briseis L.
. Semele L.
. Amalthea Friv.
. Mamurrav.Graeca Stgr.
. Arethusa S.V.
. Statilinus Hufn.
у. АШоша Е.
. Fatua Frr.
. Cordula F.
22. Pararga HS.
. Roxelana Cr.
2. Маега L.
у. Adrasta Hb.
3. Megaera v. Lyssa B.
bd
HR ©
©
. Egeria L.
23. Epinephele HS.
. Lycaon Rott.
v. Lupinus Costa,
. Janira v. Hispulla Hb.
. Ida Esp.
. Tithonius L.
24. Goenonympha HS.
. Arcania L.
Pamphilus L.
v. Lyllus Esp.
Thyrsis Frr.
IX. HESPERIDAE.
25. Spilothyrus Dup.
1. Malvarum Ill.
m
>
© D —
у. Australis Z.
. Gemina Ld.
. Lavaterae Esp.
26. Syrichthus В.
. Proto Esp.
. Sidae Esp.
. Alveus Hb.
у. Carlinae Rbr.
у. Опорог Rbr.
. Serratulae Rbr.
. Malvae L.
ab. Taras Meig.
у. Melotis Бир.
. Phlomidis HS.
. Orbifer Hb.
27. Erynnis Schrk.
1. Tages L.
[80]
D #4
H>
GS OÙ & © D m
. Marloyi В.
28. Hesperia B.
. Thaumas Hufn.
. Lineola О.
Actaeon Esp.
. Sylvanus Esp.
. Comma L.
. Pumilio НЪ.
В. НЕТЕВОСЕВА.
a) SPHINGES.
I. SPHINGIDAE.
1. Acherontia O.
. Atropos L.
2. Sphinx О.
. Convolvuli L.
3. Deilephila O.
. Euphorbiae L.
. Livornica Esp.
. Alecto L.
. Porcellus L.
. Nerü L.
4. Smerinthus ©.
. Quercus Б.У.
‘5. Macroglossa О.
. Stellatarum L.
. Croatica Esp.
. Bombyliformis 0.
II. SESIIDAE.
6. Seiapteron Stgr.
. Tabaniforme Rott.
7. Sesia F.
. Cephiformis О.
. Asiliformis Rott.
. Myopiformis Bkh.
v. Graeca Stgr.
. Formiciformis Esp.
. Ichneumoniformis Esp.
у. Megilliformis Hb.
. Uroeeriformis Tr.
. Masariformis О.
v. Odyneriformis HS.
. Annellata 7. —
у. Ceriiformis Ld.
. Empiformis Esp.
. Braconiformis HS.
Doleriformis HS.
"\ Colpiformis Stgr.
DD -
NIGAR
. Umbrifera Stgr.
. Leucomelaena 7.
. Affinis Stgr.
. ? Fenusiformis Ld.
. Miniacea Ld.
. Prosopiformis 0.
8. Paranthrene Hb.
. Tineiformis Esp.
v. Brosiformis Hb.
. Myrmosiformis HS.
v. Cingulata Stgr.
Ш. THYRIDIDAE.
9. Thyris 111.
. Fenestrella Sc.
IV. ZYGAENIDAE.
10. Ino Leach.
. Ampelophaga Bayle.
‚ Prunt' 8.V.
. Chloros Hb.
v. Sepium B.
. Tenuicornis Z.
. Globulariae v.? NotataZ.
. Subsolana Stgr.
. Geryon Hb.
. Statices v. Mannii Ld.
. ?Heydenreichii Ld.
11. Zygaena F.
. Minos S.V.
. Brizae Esp.
. Punctum 0.
v. Kefersteinii HS.
. Achilleae Esp.
. Angelicae О.
. Ramburii HS.
. Filipendulae Ld.
ab. Cytisi Hb.
10.
— 287 —
. Lonicerae Esp.
. Ephialtes L.
ab. Falcatae Hb.
ab. Coronillae S.V.
Carniolica Sc.
У. SYNTOMIDAE.
12. Syntomis Il.
. Phegea L.
13. Naclia B.
. Punctata К.
v. Famula Frr.
у. Hyalina Frr.
b) BOMBYCES.
I. NYCTEOLIDAE.
1. Barias HS.
. Siliquana HS.
II. LITHOSIDAE.
2. Nola Leach.
. Subchlamydula Stgr.
3. Nudaria Stph.
. Murina Esp.
4. Setina Schrk.
1. Irrorella L.
. Mesomella L.
5. Lithosia Е.
. Depressa Esp.
Complana L.
. Lurideola Zk.
. Pallifrons Z.
Ш. EUPREPIAE.
6. Emydia B.
. Grammica L.
7. Deiopeia Stph.
. Pulchella L.
8. Euchelia B.
. Jacobaeae L.
9. Nemeophila Stph.
Russula L.
Plantaginis L.
10. Callimorpha Latr.
1. Hera L.
11. Arctia Stph.
. Villica L.
. Нее L.
. Pudica Esp.
12. Spilosoma Stph.
. Fuliginosa L.
. Luctuosa Hb.
. ?Mendica L.
© № =
© vv u
IV. HEPIALIDAE.
13. Hepialus Е.
1. Amasinus HS.
V. COSSIDAE.
14. Cossus F.
1. Ligniperda Е.
15. Zeuzera Latr.
1. Aesculi L.
16. Endagria B.
Ulula Bkh.
_\ Pantherina Hb.
. Psychidion Stgr.
[del
VI. COCLIOPODAE.
17. Limacodes Latr.
1. Testudo В.У.
УП. PSYCHIDAE.
18. Psyche Schrk.
1. ? Febretta у. Boyer(Lu-
tea Stgr.).
2, Crassicornis Stgr.
19. Fumea Ну.
1. Graecella Mill.
VIII. LIPARIDAE.
20. Oeneria HS.
1. Terebinthi Frr.
. Dispar -L.
>
т
21. Psilura Stph.
1. Monacha L.
22. Porthesia Stph.
1. Chrysorrhoea L.
23. Cnethocampa Stph.
1. Pityocampa S,V.
IX. BOMBYCIDAE.
24. Bombyx В.
1. Franconica Б.У.
2. Trifolii у. Medicaginis
Bkh. ^
25. Lasiocampa Latr.
1. Pinich:
2. Otus Drury.
X. SATURNIDAE B.
26. Saturnia Schrk.
1. Pyri SV.
2. Spini S.V.
3. Pavonia L.
XI. DREPANULIDAE.
27. Platypteryx Lasp.
1. Binariav.UncinulaBkh.
28. Cilix Leach.
1. Spinula Б.У.
XI. NOTODONTIDAE.
29. Harpyia 0.
1. Bifida Hb.
2. Vinula L.
30. Hybocampa Ld.
1. Milhauseri Esp.
31. Notodonta О.
1. Dodonaea S.V.
32. Drynobia Dup.
1. Velitaris Rott.
33. Pygaera 0:
1. Bucephaloides 0.
XIIL.CYMATOPHORIDAE.
34. Thyatira 0.
1. Batis L.
35. Asphalia Hb.
1. Ruficollis S.V.
Pomxw+
© IN +
— 288 —
с) NOCTUAR.
1. Arsilonche Ld.
. Venosa Bkh.
2. Acronyeta Tr.
. Aceris L.
‚ Ра
. Euphorbiae Б.У.
. Rumicis L.
3. Bryophila Tr.
Contristans Ld.
. Ravula Hb.
. Algae ab. Mendacula НЪ.
. Glandifera S.V.
4. Agrotis Tr.
. Janthina S.V.
. Linogrisea S.V.
. Pronuba L.
ab. Innuba Tr.
. Comes Hb.
. Elegans Ev.
? Leucogaster Frr.
Forcipula S.V.
. Cycladum Stgr.
. Exclamationis L.
. Obelisca S.V.
‚ залез, tip:
ab. Margaritosa Ну.
. Nigricans L.
. Ypsilon Hufn.
. Clavis Rott.
. Corticea S.V.
. Crassa Hb.
5. Mamestra Tr.
. Leucophaea Б.У.
. Dentina S.V.
. Sodae ВЪг.
. Dysodea var. Innocens
Stgr.
. Serena S.V.
v. Caduca HS.
. Cappa Hb.
6. Dianthoecia В.
. Luteago В.У.
7. Aporophyla Сп.
. Nigra Ну.
. Australis В.
>
>
8. Polia Tr.
. Serpentina Tr. -
. Rufocincta v.Mucida Сп.
. Canescens B.
9. Dryobota Ld.
. Occlusa Hb.
10. Miselia Stph.
. Oxyacanthae L.
11. Hadena Tr.
. Solieri B.
. Hepatica CI.
. Oculea ab. Leucostigma
Esp.
12. Chloantha B.
. Hyperici S.V.
. Radiosa Esp.
13. Eriopus Tr.
. Latreillei Dup.
14. Polyphaenis B.
. Sericata Lang.
15. Prodenia Gn.
. Retina Frr.
16. Brotolomia Ld.
1. Meticulosa L.
17. Mania Tr.
. Maura L.
18. Tapinostola Ld.
1. Bondii Dbld.
нь =
» ©) в mi
19. Sesamia Сп.
. Стейса Ld.
20. Leucania Tr.
. Herrichii HS.
. Vitellina Hb.
. Loreyi Dup.
. L. album L.
21. Caradrina Tr.
. Exigua Hb.
. Cubicularis Б.У.
. Noctivaga Bell.
. Pulmonaris Esp.
ot
. Respersa S.V.
. Ambigua F.
<>
22. Amphipyra Tr.
‚ ВЫХ HS.
Tetra Е.
. Lividia S.V.
. Pyramidea L.
. Effusa v.SciaphilaStgr.
pub m
23. Taeniocampa Gn.
1. Cruda S:V.
2. Stabilis S.V.
24. Dieyela Gn.
1.00%
25. Orthosia Tr.
1. Pistacina S.V.
ab. Lychnidis F.
26. Xylina Tr.
1. Lapidea Hb.
27. Calocampa Stph.
1. Vetusta Hb.
9. Exoleta L.
28. Scotochrosta Ld.
1. Pulla S.V.
-29. Cleophana В.
1. Antirrhini Hb.
2. Dejeanii Dup.
30. Cucullia Schrk.
1. Blattariae Esp.
. Umbratica L.
31. Eurhipia B.
1. Adulatrix Hb.
32. Plusia Tr.
. Circumscripta Frr.
. Accentifera Lef.
. Chalcites Esp.
. Gamma L.
SN ED:
33. Weliaca HS.
1. Tenebrata Sc.
у. Jocosa 2.
льефь=
— 289
34. Heliodes Сп.
1. Theophila Stgr.
35. Heliothis Tr.
1. Dipsacea L.
2. Scutosa S.V.
3. Peltigera Б.У.
36. Charielea Kirby.
1. Treitschkei Friv.
37. Acontia Tr.
1. Lucida Hufn.
ab. Albieollis F.
ab. Insolatrix Hb.
2. Luctuosa S.V.
3. Moldavicola HS.
38. Thalpochares Ld.
. Arcuinna у. Ingrata HS.
. Suava Hb.
Velox Hb.
. Glarea Tr.
. Amoena Hb.
. Communimacula S.V.
. Purpurina Б.У.
. Ostrina Hb.
у. Carthami HS.
9. Parva Ho.
10. Dalmatina HS.
. Minuta Hb.
о 1 ER w% D
39. Prothymia НЪ.
1. Laccata Sc.
40. Agriphila B.
1. Sulphuralis L.
41. Metoponia Dup.
1. Agatha Stgr.
2. Vespertalis НЪ.
42. Euclidia Tr.
. Glyphica L.
43. Lethes Rbr.
. Insularis Rbr.
—
=
44. Leucanitis Сп.
. Cailino Lef.
2, Stolida F.
—
45. Grammodes Gr,
. Algira L.
—
46. Pseudophia Gn.
1. Lunaris S.V.
9. Tirrhaea Cr.
47. Catephia Tr.
1. Alchimista S.V.
48. Gatocala Schrk.
1. Elocata Esp.
2. Dilecta Hb.
. Sponsa L.
. Conjuncta Esp.
. Nymphaea Esp.
. Conversa Esp.
ab. Carbonaria Stgr.
. Hymenaea S.V.
8. Eutychea Tr.
9. Diversa Hb.
. Disjuncta Hb.
v. Separata Frr.
. Nymphagoga Esp.
49. Spintherops B.
1. Spectrum Esp.
2. Cataphanes Hb.
3. Dilucida Hb.
50. Toxocampa Сп.
1. Отассае Sy.
51. Нейа Gn.
1. Calvaria S.V.
52. Herminia Tr.
Crinalis Tr.
53. Hypena Tr.
. Antiqualis Hb.
. Lividalis Hb.
. Proboscidalis L.
. Extensalis Gn.
. Obsitalis Hb.
en & © NN =
4) GEOMETRAE.
1. Pseudoterpna HS.
1. Pruinata Hufn.
©
NN +=
NI GS Où R © ND A
9. Geometra В.
. Vernaria L.
3. Phorodesma B.
. Neriaria HS.
. Smaragdaria F.
4. Euerostis Hb.
. Herbaria Hb.
. Beryllaria Mn.
. Indigenata Vill.
5. Nemoria Hb.
. Viridata L.
: Pulmentaria Gn.
6. Thalera Hb.
. Fimbrialis Sc.
7. Acidalia Tr.
. Filacearia Tr.
. Ochrata Sc.
. Rufaria Hb.
. Consanguinaria Ld.
. Moniliata S.V.
. Pinguedinata Z.
. Incanaria у. Cantenera-
ria B.
. Camparia HS.
. Sodaliaria HS.
. Laevigaria Hb.
. Reversata Tr.
. Politaria Hb.
. Filicata Hb.
. Vulpinaria HS.
. Dilutaria Hb,
. Obsoletaria Rbr.
v. Troglodytaria HS.
. Herbariata F.
. Consolidata Ld.
. Ostrinaria Hb.
. Incarnaria HS.
. Degeneraria Hb.
. Aversata ab. Spoliata
Stgr.
. Deversaria HS.
. Emarginata L.
. Rubricata Б.У.
. Turbidaria HS.
v. Turbulentaria Stgr.
— 290 —
Promutata Gn.
"\ Immutata S.V.
28. Coenosaria Ld.
29. Confinaria HS.
30. Submutata Tr.
31. Mutata Tr.
32. ? Emutaria Hb.
33. Imitaria Hb.
34. Paludata L.
35. Decorata S.V.
8. Problepsis Ld.
1. Ocellata Friv.
9. Zonosoma Ld.
. Pupillaria Hb.
ab. Nolaria Hb.
. Suppunctaria Z.
di
[Re
10. Timandra B.
1. Amataria L.
11. Petlonia Dup.
1. Vibicaria L.
2, Tabidaria И.
de)
_ 12. Zerene Tr.
1. Adustata S.V.
13. Orthestixis HS.
1. Cribraria Ob.
14. Numeria Dup.
1. Capreolaria Б.У.
15. Ellopia Stph.
1. Fasciaria v. Prasinaria
Hb.
16. Rumia Dup.
1. Crataegata L.
17. Elicrina В.
1. Trinotata Metz.
18. Venilia Dup.
1. Macularia L.
19. Macaria Curt.
. Notata L.
. Aestimaria Hb.
20. Biston Leach.
1. Graecarius Stgr.
№ -
21. Hemerophila Stph.
Ir
[80]
ID
ni
ыы
Abruptaria Thnb.
22. Nychiodes Ld.
. Lividaria НЪ.
. Amygdalaria HS.
23. Synopsia НЪ.
. Sociaria Hb.
ab. Luridaria Frr.
24. Boarmia Tr.
. Rhomboidaria S.V.
. Secundaria S.V.
25. Sthanelia B.
. Hippocastanaria Hb.
26. Gnophos Tr.
. Stevenaria B.
. Asperaria Hb.
. Sartata Tr.
. Ambiguata Dup.
Dolosaria HS.
. Mucidaria Hb.
. Variegata Dup.
. Gruneraria Stgr.
27. Ematurga Ld.
. Atomaria у. Orientaria
Stgr.
28. Selidosema Hb.
Plumaria S.V.
29. Thamnonoma Ld.
. Wawaria Г.
30. Phasiane Пар.
1. Glarearia S.V.
. Clathrata L.
31. Scodiona В.
. Conspersaria Б.У.
32. Aspilates Tr.
. Citraria Hb.
. Strigillaria Hb.
33. Aplasta НЪ.
. Ononaria Fuesl.
34. Sterrha HS.
. Sacraria L.
. Rosearia Tr.
35. Lythria НЪ.
. Purpuraria L.
36. Ortholitha Hb.
. Bipunctaria Б.У.
37. Siona Dup.
. Decussata S.V.
38. Lithostege Hb.
. Farinata Hufn.
39. Anaitis В.
. Praeformata Hb.
2. Plagiata L.
=
хжьоьн
I OO Où À D -
v. Pallidata Stgr.
. Simpliciata Tr.
40. Sparta Stgr.
. Paradoxaria Stgr.
41. Lobophora Curt.,
. Externata HS.
42. Cidaria Tr.
. Pyraliata S.V.
. Fulvata Forst.
. Ocellata L.
. Variata S.V.
. Salicata v. Probaria HS.
у. Ruficinctaria Сп.
. Fluctuata L.
. Unicata Gn.
. Fluviata Hb.
. Riguata Hb.
. Ludificata Stgr.
. Galiata S.V.
. Permixtaria HS.
. Bilineata L.
. Bistrigata Tr.
. Vitalbata Б.У.
. Tersata S.V.
43. Eupitheeia Curt.
. Graphata Tr.
. Spissilineata Metzn.
. ? Isogrammata Tr.
. Dodoneata Gn.
. Innotata Hb.
. Unedonata Mab.
. Pumilata Hb.
— 291 —
8. Pusillata S.V.
9. Centaureata S.V.
. Breviculata Dup.
e) PYRALIDINA.
1. Aglossa Latr.
. Pinguinalis L.
. Cuprealis Hb.
3. Signicostalis Stgr.
D +
2. Asopia Tr.
1. Farinalis L.
2. Costalis Е.
3. Rubidalis S.V.
3. Stemmatophora Ld.
1. Obsoletalis Mn.
4. Pyralis HS.
1. Pertusalis Hb.
Moldavica Esp.
À Netricalis HS.
8. Honestalis Tr.
4. Angustalis S.V.
5. Anthophilodes Га.
1. Baphialis Ld.
f) CRAMBINA.
6. Tegostoma Z.
1. Venustalis Ld.
7. Hellula Сл.
1. Undalis Е.
8. Мушрища НЪ.
1. Rivulalis Бир.
9. Agrotera Schrk.
1. Nemoralis Sc.
10. Stenia Dup.
1. Suppandalis НЪ.
2. Carnealis v. Gigantalis
Stgr.
3. Ophialis Tr.
4. Bruguieralis Dup.
5. Punctalis S.V.
11. Botys Latr.
1. Pygmaealis Dup.
2. Punicealis S.V.
. Purpuralis L.
у. Chermesinalis @ п.
. Cespitalis Б.У.
. Sanguinalis L.
у. Haematalis НЪ.
у. Auroralis Z.
ab. Virginalis Dup.
. Argillacealis Z.
. Unionalis НЪ.
. Urticata L.
. Silacealis НЪ.
. Sambucalis S.V.
. Stachytalis Germ.
. Infirmalis Stgr.
. Hyalinalis Hb.
. Rubiginalis Hb.
. ? Verbascalis Б.У.
. Praetextalis Hb. _
. Flavalis S.V.
. Testacealis Z.
. Repandalis S.V.
. Subfuscalis Stgr.
21. Nudalis Hb.
. Pulveralis v. Grisealis
Stgr.
. Polygonalis НЪ.
. Sticticalis L.
. Serratalis Stgr.
. Isatidalis Бир.
. Sophialis Е.
. Helenalis Stgr.
. Frumentalis L.
. Cruentalis НЪ.
. Palealis S.V.
. Ferrugalis S.V.
. Fulvalis Hb.
. Numeralis Hb.
. Extimalis Sc.
. Fimbriatalis Dup.
ab.? Veneralis Stgr.
. Institalis var. Graecalis
Stgr.
12. Nomophila Hb.
. Noctuella S.V.
13. Cynaeda Hb.
. Dentalis S.V.
. Vespertalis HS.
19
1.
2.
3.
14. Hereyna Tr.
Pollinalis v. Guttulalis
HS.
Multiguttalis Stgr.
Normalis Hb.
Schrankiana Hochw.
"\ Holosericealis Hb.
5.
[UP OD D
O2 IN be
Æ © 1 ps
D -
-—
Floralis Hb.
v. Stygialis Tr.
15. Ancylomia Hb.
. ? Tentaculella Hb.
. Contritella Z.
16. Crambus F.
. Malacellus Бар.
. Cerussellus S.V.
. Pinetellus L.
. Fascelinellus Hb.
. Saxonellus Zk.
. Inquinatellus Б.У.
. Contaminellus Hb.
. Tristellus S.V.
17. Eromene Hb.
. Ocellea Ну.
. Bella НЬ.
Lata Stgr.
18. Eudorea Curt.
. Incertalis Dup.
. Perplexella К.
. Ambigualis Tr.
. Crataegella у. Frequen-
tella Stt.
19. Pempelia Hb.
. Zinckenella Tr.
. Semirubella v. Sangui-
nella Hb.
. Sororiella Z.
. Obductella F.R.
. Palumbella S.V.
. Amoenella Z.
20. Nephopteryx Hb.
. Roborella S.V.
2. Poteriella F.
. Janthinella у. Saltuella
Mn.
. Alpigenella Dup.
. Dahliella Tr.
1.
—
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—
oO © OO ID Où À
—
— 292 —
21. Aneylosis Z.
Cinnamomella Dup.
22. Epischnia Hb.
. Dlotella Z.
25
. Prodromella Ho.
Leucoloma HS.
23. Zophodia Hb.
. Confiniella Z.
. Remotella Mn.
. Gilveolella Tr.
24. Hypochaleia НЪ.
Ahenella S.V.
25. Myelois Z.
. Incompta Z.
. Hispanicella Z.
. Rhodochrella HS. var.?
Hellenica.
. Cribrum S.V.
. Infuscatella HS.
. Dulcella Z.
. Centunculella Mn.
. Suavella ДК.
. Corcyrella HS.
. Transversella Dup.
. Florella Mn.
26. Acrobasis Z.
1. Obliqua Z.
27. Homoeosoma Curt.
1°
2.
3.
ND -—-
—
de
Nimbella Z.
? Binaevella Hb.
Sinuella F.
28. Ephestia Gn.
. Elutella Hb.
. ?Oblitella Z. var.?
29. Anerastia Hb.
. Lotella Zk.
. Transversariella Z.
30. Semnia HS.
. Punctella Tr.
31. Melissoblaptes Z.
Anellus S.V.
ab.? Unicolor Stgr.
DB »-
© OO =] O PD m
id Hi
ND — ©
. Forskaleana L.
. Viridana L.
. Pronubana Hb.
. Amplana Hb.
. Steineriana S.V.
. Ochreana Hb.
. Rigana Sod.
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San 19 oa HR ©
Qt & © =
32. Aphomia НБ.
. Colonella L.
33. Galleria Z.
. Mellonella L.
g) TORFRICINA.
1. Teras Tr.
. Variegana S.V.
. Boscana КГ.
. Lipsiana S.V.
2. Tortrix Tr.
. Podana Sc.
. Xylosteana L.
. Rosana L.
. Crataegana Hb.
. Musculana Hb.
. Unifasciana Dup.
. Strigana НЪ.
. Lecheana Г.
. Pilleriana S.V.
. Grotiana F.
. Gnomana L.
Loefflingiana L.
3. Seiaphila Tr.
. Stratana Z.
. ? Segetana Z.
. Fragosana Z.
. Styriacana HS.
. Wahlbomiana L.
v.? Chrysantbeana Dup.
v.? Communana HS.
v.? Cupressivorana Mn
. Incertana Tr.
у. Minuseulana Z.
. ? Pasivana Hb.
. Abrosana Dup.
. Nubilana Hb.
4. Olindia Gn.
. Albulana Tr.
v. Hybridana Hb.
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5. Conchylis Tr.
. Lathoniana НЪ.
. Zebrana НЪ,
. Porculana Mn.
. Straminea Hw.
Zephyrana v. Scabidu-
lana Ld.
. Meridiana Stgr.
. Tesserana S.V.
. Francillana Е.
. ? СШеЙа Hb.
. Мапшала Е. В.
. 2? Pallidana 7,
. Posterana 7,
6. Phtheochroa Stph.
Duponchelana у. Gla-
riosana HS.
7. Retinia Сп.
. Margarotana HS.
8. Penthina Tr.
. Cynobastella L.
. Pruniana Hb.
v. Pruneticolana Z.
. Phlomidana Stgr.
. Stibiana Gn.
. Lacunana Б.У.
9. Lobesia Gn.
. Botrana S.V.
10. Grapholitha Tr.
. Hepaticana v. Senecio-
nana Mn.
. Fusculana Z.
. Nigricana HS.
? Proximana HS.
. Thapsiana Z.
? Incarnatana Z.
. Tripunctana S.V.
. Brunnichiana S.V.
. Foenella L.
. Gemmiferana Tr,
. Suecedana Б.У.
. Plumbiferana Stgr.
? Delitana F.R.
. Duplicana var. Graeca
Stgr.
. Perlepidana Hw.
— 293 —
16. Incursana HS.
. Fissana Fröhl.
. Orobana Tr.
. ? Selenana Z.
. Gemmana Mn.
. Corticana НЪ.
. Achatana S.V.
D Mi + Hi
HR OU ND Dm © © © I
D D D D
. Lanceolana НЪ.
11. Carpocapsa Tr.
1. Pomonella var. Putami-
nana Stgr.
2. Grossana Ну.
3. Splendana НЪ.
12. Dichrorampha Gn.
1. ? Plumbagana Tr.
13. Coptoloma Ld.
1. Janthinana Dup.
14. Phthoroblastis Ld.
1. ChristophanaMoeschl.
h) TINEINA.
I. TINEIDAE.
1. Melasina B.
1. Lugubris Hb.
2. Hapsifera Z.
1. Luridella Z.
3. Euplocamus Latr.
1. Ophisa Cr.
2. Anthracinalis Sc.
4. Atychia Latr.
1. Nana Tr.
5. Tinea Z.
. Imella Hb.
. Hyalinella Stgr.
. Tapetzella L.
? Cloacella Ну.
. Spretella S.V.
Pellionella L. |
. Cubiculella Stgr.
Merdellae Z. affinis.
. Crassiorella Z.
. Chrysopterella HS.
© © D I D OR & ND =
. Vaccinianae Z. affinis.
11.
12,
Atratella Stgr.
Pustulatella Z.
6. Incurvaria Hw.
1. Muscalella Е.
7. Micropteryx Hb.
1. Seppella F.
2. Wockei Stgr.
8. Adela Latr.
. Leucocerella Sc.
. Rufifrontella Tr.
. Mazzolella Hb.
. Orientella Stgr.
9. Nemotois НЪ.
1. Scabiosellus у. Aerosel-
lus НБ.
2. Raddellus НЪ.
8. Fasciellus Е.
у. Аппае Z.
4. ? Minimellus S.V.
5. Barbatellus v. Chalco-
chrysellus Mn.
II. HYPONOMEUTIDAE.
10. Hyponomeuta 2.
1. ? Malinellus Z.
2, Evonymellus Sc.
11. Pseeadia Hb.
. Pusiella Roem.
. Bipunctella F.
. Quadrinotella Mn.
. Haemorrhoidella Ev.
. Chrysopyga Z.
. Aurifluella НЪ.
Po =
D Où À © D =
Ill. PLUTELLIDAE.
12. Eidophasia Stph.
1. Messingiella v. Infuscata
Stgr.
2. Syenitella HS.
13. Plutella Schrk.
1. Cruciferarum Z.
14. Cerostoma Гафт.
. Xylostella L.
. Persicella S.V.
5. Lucella F.
D —
хючеомроь-
мою 4
ГУ. GELECHIDAE.
15. Phibalocera Stph.
1. Quercana Е.
2. Flavissimella Mn. var.
Intermedia Stgr.
16. Depressaria Hw.
. Irrorata Stgr.
. Comitella Ld.
. Assimilella Tr.
. ? Straminella Stgr.
. Arenella S.V.
. Rhodochrella HS.
. ? Sublutella Stgr.
. ?Subpropinquella Stt.
. Nanatella Stt. у. Ari-
della Mn.
. Purpurea Нм.
. Adspersella Koll. var.
Thapsiella Z.
. ? Velox Stgr.
. Venificella Z.
. ? Badiella Hb.
. ? Albipunctella Hb.
. Hirtipalpis Z.
17. Symmoca Hb.
. Signella Hb.
. ? Designatella HS.
. ? Undecimpunctella Mn.
. ? Vitiosella Z.
. Musculina Stgr.
18. Gelechia 7.
. Cinerella L.
. Vilella Z.
. Seintillella Е. В.
. Subsequella Hb.
. Alacella Dup.
. ? Terrella S.V. v. Figu-
lella Stgr.
« ? Plebejella Z.
. Humeralis Z.
. Rhodoptera Mn.
. Sestertiella HS. v.
. Tischeriella Z.
. Maculiferella Dgl.
. Marmorea Hw.
. Scabra Stgr.
. Albipalpellae HS. affinis.
. Tenebrella Z.
— 294 —
. Gerronella Z.
. Formosella Hb.
. Flavella Dup.
. Detersella Z.
. Stipella НЪ.
. Subericinella HS.
. Decurtella Hb.
19. Parasia Dup.
. Paucipunctella Z.
2. ? Carlinella Stt.
=
DD +
ID Oo >
. Neuropterella Z.
20. Cleodora Curt.
. Cytisella Curt.
. Kefersteiniella Z.
. Striatella S.V.
21. Holoscolia Z.
. Forficella Hb.
22. Anarsia Z.
. ? Spartiella Schrk.
23. Ypsolophus Нм.
. Ustulellus F.
. Trinotellus HS.
24. Pterolonche Z.
. Albescens Z.
25. Pleurota Hb.
. Rostrella Hb.
. Planella Stgr.
. Filigerella Mn. v. Graeca
Stgr.
. Vittalba Stgr.
. Pyropella Б.У.
. ? Salviella Hb.
. Nitens Stgr.
ab. Aurata Stgr.
. ? Pungitiella HS.
. Aristella Г. -
. Metricella Z.
. Contristatella Mn.
v.? Tristatella Stgr.
26. Harpella Schrk.
. Forficella Sc.
27. Dasycera Нм.
. Sulphurella F.
. Oliviella F.
. Krueperella Stgr.
PD -
bd
D —
© OO DU mw
D
28. Oecophora Z.
. Rhaetica Frey.
. Augustella Hb.
. Schaeflerella L.
. Icterinella Mn.
. Pokornyi Nick.
. Lambdella Don.
29. Atemelia HS.
. Oleella Boyer.
30. Butalis Tr.
. Aerariella HS.
. ? Fuscoaenea Hw.
. ?Schneideri Z.
. Vagabundella HS.
. ? Pascuella Z.
. Tergestinella Z.
. ? Denigratella HS.
. ? Paullella HS.
. Cuspidella S.V.
. Ochrolitella Stgr.
. Punctivittella Costa v.
Confluens Stgr.
. Apieistrigella Stgr.
. Chenopodiella Hb.
v. Obscura Stgr.
31. Blastobasis Z.
. Phycidella Z.
32. Pancalia Curt.
. Latreillella Curt.
. Leuwenhoekella L.
V. GLYPHYPTERYGI-
1»
2.
©) D -
Re ©) 12 =
РАЕ.
33. Aechmia Tr.
Equitella Sc.
Fischeriella Z.
34. Simaethis Leach.
. Pariana L.
. Fabriciana Г.
. Nemorana Hb.
35. Choreutis Hb.
. ? Lascivalis Ld.
. Dolosana HS.
. Pretiosana Dup.
. Myllerana F. v. Stella-
ris Z.
— 295 —
VI. ARGYRESTHIDAE. 42. Pyroderces Z. i) PTEROPHORINA,
36. Argyresthia Hb. 1. Argyrogrammos Z. 51. Agdistis Hb.
1. Mendica Hw. 43. Laverna Curt. 1. Paralia Z.
37. Lelleria 7. 1. Subbistrigella Hw. 52. Platyptilus Z.
1. Hepariella Stt. 44. Stagmatophora HS. 1. Rhododactylus S.V.
nersapellella Costa. 2. Acanthodactylus Hb.
38. Coriseium Z. 3. ? Grabowiella Stgr. 1. Distans Z.
1. Brogniardellum Е. 45. Stephensia Stt. | 2: Laetus 2.
2. Sulphurellum H SER 3. Ericetorum Z.
ира EAN 1. Brunnichiella L. М о
39. Ornix 7. ’ 46. Elachista Stt. A RE
Done 1. Chrysodesmella 2. 1. Phaeodactylus НЪ,
2. ? Rudectella Stt. ‚ ?Serotinus Z.
VII. COLEOPHORIDAE. | ER: ARE
47. Tischeria Z. 3. Aridus 2.
40. Coleophora Z. 1. Marginea Нм. 4. Fuscus Retz.
1. Badiipennella Z. (Dup.). 5. Pterodactylus L.
2. Deauratella Z. X. LITHOCOLLETIDAE. 6. Pectodactylus Stgr.
au. ME 48. Lithocolletis Z. 55. Aciptilus Z.
4. Fabriciella Villers. - | 1. Spilodactylus Curt.
5. Mayrella 2. о. * ee D 2. Confusus HS.
те . Amyotella -
6. Vicinella 2. 3 Re à Е 35 Malacodactylus 2.
7. ? Onopordiella 2. 1 PI tai St 4. Pentadactylus №.
Leucopennella Hb. g.| * {"Atant DIET. 8 Siceliota,Z
À Albifuscella Z. ©. 5. Leucographella Z.
9. ? Onobrychiella Z. ,
en XI. LYONETIDAE. ae
49. Opostega Z. 56. Alueita gs
IX. ELACHISTIDAE. 1. Crepusculella Z. 1. ? Zonodactyla Z.?
2. Desmodactyla Z.
41. Stathmopoda Stt. 50. Buceulatrix 7. 3. Hexadactyla Hb.
1. Guerinü Stt. 1. Boyerella Dup. 4. Cymatodactyla Z.
— 296 —
Alphabetisches Verzeichniss der erwähnten Art-Namen,
Die in Griechenland selbst vorkommenden Arten oder Varietäten sind mit Cursiv-Lettern gedruckt.
Ein v. oder ab. hinter einem Namen bedeutet, dass dieselben eine Varietät oder Aberration bezeichnen.
Pag. Pag. Pag.
Abrasana Dup..... 216| Albipunctella НЪ.... 246) Annellata Z....... 93
Abruptaria Thnb, . : 160| Albulana Tr. ..... 216] Anteros Friv...... 52
Alcherae. PS 41| Alchymista SV... .. 138|Anthelea В. .... .. 68
Acanthodactylus Hb. .
280] Alciphron Rott... ..
43| Anthophilaria Hb.. . . 168
Accentifera Left: №31 Alecto ых nr 2% 89| Anthracinalis Sc. . . . 229
ИЕ Li „an aut 119|Alexandra Men... .. 62|Antiochena Ld. .... 55
Achatana S.V...... 226| Alexanor ESP. ...... 291 Antiopa Шины 58
Achilleae Esp...... 102) Alexis SV. унес 63| Antiqualis НЪ...... 141
CIS SN: рее onlAlrie Bosc: es 119| Antirrhin: НЪ...... 130
Actaea Bsp. „nu... 76 Alone. 138] Apicistrigella Stgr.. . 268
Actaeon Bsp. 25.1: 87| Allionia Е: eauenels 71|Apollinus Hbst..... 30
Adıppe 3.V. u. 2... "63 Alpichla Бо... 117) Apollo In: ARE 30
Admetus Езр...... 54| Alpigenella Бир. . . . 207|Arcamia.L....... . 80
Adons SNS. 2 + 03 Alpina Vs a 52| Агсишпа Hb. ..... 133
Adrasta Hb. vi... T1\Alpinus Sulz. . . .,. 159| Arenella S.V. ..... 243
Adspersella Koll... . 245] Alsus S.V. . . . . . .. 551 Arethusa SV... 00 110
Adulare Bresse 131|Alternata S.V. . . . .. 158| Argillacealis Z. . . . . 189
Adustate SN. sua 157] Alveolus HD... 2. 83| Argiolue LE Ted 54
Advolata Ev...) 142| Alveus НЪ........ BL Argus DR 56
о NE Den 46| Amalthea Friv..... 68| Argyrogrammos Z. . . 276
Aerariella HS... ... 265] Amanda Schn. .... 53|Aridella Mn.v..... 244
Aerosellus HS. v.. . . 235| Атазша HS... . . .. 100/Aridellus Thnb..... 203
Aeschis ler. ee 112| Amasina Stgr...... 781 Aridus 2... : .. 280
Aestimaria Hb. .... 159| Amasinus HS... ... MA Aron Е 56
Aestiva meridionalis у. 52] Amataria Li. . . .... 155] Aristell Lines sus + 262
Aestivalis Gn. у. . . . 135| Ambigua Е. ...... 129|Armigera НЪ...... 132
Affinis Star. . ...: 98| Ambigualis Tr. .... 205|Arsilache Esp.. . . .. 61
Agamos Hb. ...... 139| Ambiguata Dup. ... 164|Asbestaria Z.. . . .. . 144
Agatha Stgr. . .... 137| Атоепа Hb. . .. . . . 134] Asiliformis Rott. . . . 91
Agestis S.V. . .. ... 52| АтоепеЙа Z.. . . . . . 206| Asperaria НЪ...... 164
Agestor God. ..... 53| Ampelophaga Bayle . 100|Assimilella Tr. . ... 242
AAA Tele... 62] Amplana Hb. ..... 213] Atalanta Г... ...... 59
Ahenella SV. ..... 208] Amygdalaria HS. . . . 161| Athalia Esp. ..... 61
Alacella Dup. . : . .. 252|Amyntas S.V. ..... 45|Atomaria L. . ..... 166
Albescens As is es: 256] Amyotella Dup. .... 277| Atratella Stgr. .... 231
Albiciliellus Stgr.. .. 237|Anatolica Ld. ..... 130). Ar 0905 De ne 89
Albicollis К. v. .... 182) Anellus SV....... 212| Augustella Hb. . . . . 264
Albifuscella Z : .. . . 275| Angelicae O....... 102| Aurata Stgr. у..... 261
Albiocellata Stgr.. . . 247| Angustalis Б.У. . . . . 182] Aureatella Sc. . . . .. 232
Albipalpellae HS. af- Angustea Stph..... 205|Aureliaria Mill... . . 142
finis
2954| Ammae Z...:.....
236) Апина в. 116
— 297 —
Pag. Pag. Pag.
Aurifluella HS. .... 238! Brunnichiana S.V. .. 223|Chloros НЪ....... 100
Auroralis 7. у. .... 187| Brunnichiella L...... . 277| ChristophanaM oeschl. 228
Зотова, НВ... BI Все 9. ее. 75| ChrysantheanaD u p.v.? 214
Ausonia Hb. у. .... 37| Bucephaloides O. . . . 118| Chrysippus L. . . . .. 63
Australis В. Apor. . . 124|Caduca HS. v..... 123| Chrysodesmella Z.. . . 277
Australis 7. у. Zyg. . 81|Cailino Lef.... .-. . 137|Chrysopterella HS. . . 231
Australis 7: „len 272|Calabraria Z....... 156) Chrysopyga 7...... 238
Aversata U uw 6% 149| album Ins 2 oa 57|Chrysorrhoea L.. ... 116
Boediella Hb...... 246 Calcearia 7...... 14/2 Oikella Hb. ..... 218
Badiipennella Z.. . . . 274|Calliroë НЪ....... 59/Cinerella L. ...... 252
Baetica И mette 45|Calvaria S.V. ..... 141|Cingulata Stgr. у... 100
Balcanica Friv.. .....' 45| Camilla SV. à: . : . 56}Cinnamella Бар. . . . 207
Baphialis Ld. ...... 183| Camparia HS... ... ГЕ {НТ А Le ... 48% 59
Barbara НВ....... 106| Canescens, B.. : . .% » 224 lCnce, S.V.. . . ла. 44
Barbatellus ‚2. :1. sh 237 | Canteneraria В..... 144| Circumscripta Frr. .. 131
Baie О С о барра, НЪ. ee 284] Сигама НЪ....... 166
Battus; ВУ: 2441708 48| Capreolaria 8.У..`. . . 158|Clathrata Т....... 166
Beha Esp... ем. 35| Carbonaria Stgr. у. . 139|Clavis Rott....... 122
Bella be “Le 8 204\Cardamines L..... » 87| Cleodoxæa О. аЪ..... 63
Bellidice О. х...... Sol Cardui L. 2.2 ar 59 @leopalra Tu о. 41
Beryllaria Mn. .... 142|Caricis Tr. . . 4 . « .. 128|? Cloacella Hb. .... 230
Bjenkandrella Thnb.. 272|Carlinae Rbr. ..... 88|Cloraria Æb.. : . . . 143
Bifasciata Stgr.. . . . 249]? Carlinella Stt.. . .. БОЕ Hb. аа, 56
Bilineata L. . . = . . 176|Carnealis Тг....... 185 | Coenosaria Ld. ... 153
2 Binawvella Ill... . . 211| Carmolica Sc. . . . . 105|Cognata Rbr. . .... 101
Binaria Hufn} oies 118| Carthami HS. . . ."... 135| Colonella L. . . . ... 212
Bipunctaria 5.У..... 170|Cassandra НЪ...... 30|Colpiformis Stgr. . . . 94
Bipunctella F...... 237| Cassentiniellus Z. . . . 203| Comes Hb:....... 120
Bisetata Hufn.. . ... 145|Caucasica Ld. Sat. .. 70|Comitella Ld. ..... 242
Bistrigata Tr. . . . . . 176|Caucasica Stgr.v.Mel. 59| Сотта 1. ....... 87
Blattariae Esp... . . 130| Caucasica Stgr.v.Mel. 60|Complana L....... 109
Boabdil ВЪг....... 71|Caucasica Stgr.v.Arg. 61|Communana HS. v.?. . 215
Beisduvalii Bugn.. « »..89/Celerio L,. . - 1.0 90| Communimacula Б.У. . 135
Bombyliformis 0.... 90|Celtis Езр........ 56| Confinalis Ld. . .... 284
Вован Рамы 126| Centaureata S.V.. ... 180| Confinaria HS. . ... 152
Boscana В. 2.03% Lu 212| Centunculella Z.. . .. 210|Confiniella Z. ..... 208
Botrana SV. . aan: 222| Cephiformis 0...... 91| Confinitana Star... . 226
Boyerella Dup. . ... 279, Ceriformis Ld. v.... 93|Confluens Stgr. у. . . 267
Braccatella Zu 14 2% 274|Cerisyi God... 30|Confusaria Stgr.. . . . 176
Braconiformis HS... 94|Cerri Hb......... 41| Confusus HS. ..... 281
Brassicae Та. see 31| Cerussellus В.У..... 203|Congruata Z. ...... 154
Breviculata Dup. . . . 180|Cespitalis 5.У...... 186|Coniodactylus Stgr.. . 281
Визе Lu: is care 68|Chalcedoniella HS. . . 208| Conjuncta Esp. . . .. 138
Вмгае Esp. „u. 4.5, 102|Chalcites Esp. ..... 131jConjunctana Moeschl. 223
Brogniardellum Е. .. 278|Chalcochrysellus Mn.v. 237) Consanguinaria Ld... 144
Brosiformis Esp. у. . 99|Chenopodiella Hb. . . 270/Consolidata Ld..... 148
Bruandaria Mill. ... 142| Chermesinalis Gn. у. . 186! Сопзрегзата S.V.. . . 166
Bruguieralis Пир. . . 185|Chloronota Stgr. ... 1001 Contaminellus Hb.. . . 204
— 298 —
Рас. Pag. Рак.
Contristans Ld. .... 119| Damone Feisth. ... 38| Бима Ster. ...... 103
Contristatella Mn. . . . 262| Daphne 5.У....... 62|Dysodea 8.У....... 123
Contritella Z.. . ... 203| Daphnis S.V. ..... 53|ÆEdusa Е....... 108
Conversa Esp...... 139 Daphdice ие. . 35| Едеа Cram....... 57
Convolvuli L. ..... 89| Deauratella Z...... 274 Egeria Li". ноу. 78
Corcyrella HS. .... 210|Decorata S.V. . . . . . 154|Egregialis Hb.. . ... 181
Cordula F.... 74|Decurtella Hb.. . . . . 255| Elegans Ev....... 120
Coronillae S.V. ab. . . 110] Decussata S.V.. . - . . 110] Eleus Е. v.. . ..... 45
Corsicalis Dup. .... 185|Degeneraria Hb. ... 149! Elocata Esp. . . ... 138
Corticana Hb. . . . .. 226| Dejeanü Dup...... Зое нео, Eh. 2. 211
Corticea SNS NS 122 |Delicatella Moeschl.. 209| Emarginaria L. . . .. 151
Corydon Se: 2... 53}? Delitana F.R..... 225| Empiformis Езр.... 94
Costalis Pu... 0. 181|? Denigratella HS. . . 266|? Emutaria НЪ..... 153
Costosa Нм....... 2217 'Dentahs"S.V.. A 200|Encaustus НЪ...... 122
Oraccae SN... 141| Dentina S.V....... 123|Ephialtes. L. . . . . .. 104
Crassa Hb........ 122| Depressa Езр...... 109 Epilinana 7....... 219
Crassicornis Stgr.. . . 114/Desertalis НЪ...... 193|Equitella Sc.. . : . . . 270
Crassiorella 7...... 230| Designatella HS. . . . 248|Erberi Mn... ..... 206
Crataegana Hb. . . . . 212| Desmodactyla 2. ... 283|Ergane Hb. ...... 34
Crataegata L. . .... 158 | Detersella Z.. .. :.. 955| Éricetorum Z. . . . .. 280
Crataegella Hb. .... 205| Deversaria HS... .. 150|ЕгшасееНа Stgr. . . . 247
Crataegi L.. ....... a DEP N Tr > A SE TUR 62|Eris Meig. ab. .-... 62
Crepuseulella Z.. . . . 279) Didyma Esp. ..... 60|Erysimi Bkh. ab... . 39
Gretica Lid... Sr 127|Diffusalis Gn. . .... 185|Erythia НЪ; 2.10% 71
Стена Frn'. 40 154] Dilecta Eib. 2 I: 138/Bscheri Hb. ... 53
Cribraria НЪ...... 157 Dilveida Но... и. 141\Etruscaria Z....... 143
Cribrum 5.У.....-. 210| Dilutaria НЪ...... 147 |Enerate О. м 84
Crinalis Тг....... 141| Diniensis В. v..... 89|Eudora Езр....... 79
Croatica Езр...... 90! Dipsacea №. . . .. =. 132| Euphorbiae L. Рей. . 89
Cruciferarum Z. . . . . 239 Disjuncta НЪ...... 140| Euphorbiae S.V. Астоп. 119
Cruda SV... .« 4180! Dispar Bi NER 115| Euphrosyne L.. . ... 61
Cruentalis Hb.. .... 196|Dissoluta Stgr. . . .. 250| Eutychea Tr. ..... 139
Cubiculella Stgr. . . . 230] Distans Z. . . . . . .. 2850| Evias L'ef ASE 66
Cuprealis НЪ...... 180] Distinctana Stgr. у. . 227| Evonymellus Sc.. . . . 237
Cupressivorana М п. v.? 215 |Distinctaria B. . . . .. 1458| Exclamationis L. . . . 122
Cuspidella S.V. ..... 266! Diversa Hb. . . .... 139| Exigua Hb. ...... 128
Cycladum Stgr..... 121| Dodonaea S.V. „... 118|Exoleta L........ 130
Cyllarus Rott.. . . .. 56| Dodoneata Сп. .... 179| Extensalis Gn.. . . .. 141
Cymatodaetyla Z. . . . 283| Dohrnùü Z........ 277| Externata HS...... 171
Cynipiformis Esp... . 91|Doleriformis HS. . .. 94| Ежнтайз Se. . . ... 197
Cynosbatella L. .... 220, Dolosana HS. ..... 272| Fabriciana L.. . ... 270
Cynosbatella Stph... 222| Dolosaria HS. ..... 165| Fabriciella УП]. ... 275
Oytisella Curt. : . . . 255|Dorilis Наш. ...... 44| Falcatae Hb. ab. . . . 105
Cytist Hb. ve 27... 103|Doryenii Mill... ... 116| Famula Егг. у..... 106
Dahliella Тг...... 207|Dorylas В.У.......: 58| Farinalis' Li." г. и 181
Dalmatina HS. .... 136] Dulcella Z.. : . 2: 210| Farinata Hufn..... 170
Dalmatinellus Mn.. . . 236 Duplicana Zett..... 225| Farinosa Z. v.. . ... 41
Damon S.V. ...... 54lDuponchelana Dup.. . 2191 Fascelinellus Hb. . . . 203
Pasciariar Et ex
Faustinata Mill.....
2 Febretta Boyer v.
Feisthamelii Dup....
Eenestrella Sc
2 Fenusiformis Га...
Ferralis Dip 3. ww
Ferrugalis S.V.....
? Figulella, Steger: v:.
Filacearia HS.
Filigerella Mn
Filipendulae L
Fimbrialis Sc
Fimbriatalis Dup.. ..
Finitimella Z
Fissana Fröhl.....
Flammealis 5.У.....
Flavalis S.V.
Flavella Dup
Flaviella Mn.
Flavissimella Mn. . ..
Fluviata НЪ...
И бопеПа. Lu... rss
Forcipula S.V. . ..
Forficella Hb. Halosc.
Forficella Sc. Harp. .
Formiciformis Esp.. .
Formosella Hb
Forskaleana L. . . ..
Fragosana Z. . ....
Francillana Е
Franconica Bkh. ...
Frequentella Stt. у. .
Frumentalis L
Fuliginosa L. .....
2 Fuscoaenea Нм...
HFuseulana Z.
— 299
Pag. Pag. Pag.
158|Fuscus Retz...... 280| Helenalis Stgr..... 195
235|@alathea L....... 64| Helice Hb. ab. à. 39
72|Galiata S.V....... 175| Hellenica Stgr. v.?. . 209
143|@Gamma.L. ....... 131) Hepariella Stt. .... 273
. 113| Gammana Mn...... 226| Нерайса С1...... . 125
28|Gemina Ld. ..... 81 Hepaticana Tr. .... 222
100/Gemmata Hb. ..... ИЗ Eera LH 110
284 | Gemmiferana Tr. . . . 293| Herbaria НЪ...... 142
199|Gerronella Z. . .... 255| Herbariata Е...... 148
196|@eryon Hb.. . : .. 101! Hermione L....... 68
252| Gigantalis Stgr. v.. . 184| Herrichü HS. Leuc. . 127
144|Gilvaria S.V....... 166/Herrichii Stgr. Ses. . 95
257| Gilveolella Tr.. ... 208] Бета НЪ. м. . .!..2 65
108 | Glandifera Б.У..... 119|Незремса Rbr. .... 48
144 | Glarea. Tri... 3% 4 134/Hewitsonü LA... ... 65
197| Glarearia SN... ... 166| Heydenreichü Ld.. .. 101
274|Glaucomictata Mn. . . 180| Hexadactyla Hb. ... 283
270|Globulariae НЪ..... 101/Himmighoffenella HS.. 243
225| Gloriosana HS. у. .. 219| Hippocastaria НЪ. .. 163
153|Glyciria Cri 5... 32|Hipponoë Esp. .... 43
184| Glyphica Li. . . .. .. 137| Hirtipalpis Z. . . . .. 247
. 191| Gnomana L....... 213| Hispanicella HS. . . . 209
255|Gordius Esp. ..... 43|Hispulla НЪ. v..... 79
276| Grabowiella Stgr.. . . 277|Holosericealis Hb.. . . 201
240| Graeca Stgr. у. 60, 62, 70,| Honestalis Tr... ... 182
202 225, 257 |Hoplisiformis Мп.... 100
211|Graecalis Dup.. . . .. 284 | Huecbneri Wallgr. . . 283
173|Graecalis Stgr. у. . . 199| Humeralis 7....... 253
. 173|Graecarius Stgr. ... 159| Hyalina Frr. у..... 106
223|@raecella Mill, .... 115| Hyalinalis НЪ. - 191
. 121| Grammica L.. ..... 110] Hyalinella Stgr. ... 229
256|Graphata Tr. . .... 178! Hybridana Hb. v.. . . 216
263|Graslinella Stgr. . . . 264| Hylas S.V........ 48
92|Grisealis Stgr. . . . . 193] Нутепаеа S.V. . . . . 139
255 Griseata.SiNer se... 110 Hymenalis/Gn.. . - .. 184
213| Grossana Hw...... 227 Hybéricr SN: . 126
DiAlGrobana. F.:.: 10, . 213| Hypochiona ВЪг. у. . 46
218! Gruneraria Stgr.... 165) Hypoleucos Ld..... 88
126| Gruneri Н5....... 38 7-album Esp. ab. .. 57
105| @uerinü Stt.. . . . .. 276| Icarinus Scriba ab.. 53
276| Guttulalis HS. v. . . . 200|Icarius Esp. . . . . . . 53
196|Gyrata Hb. ab. . . .. 154] Тсагиз Rott.. . . . .. 53
111| Æfaematalis НЪ. у... 187| Ichneumoniformis Е.. 92
197|Haemorrhoidella Ev. . 237,Ichnusa Bon. ..... 57
ФИЗНЕВЕВе L. em 111|Icterinella Mn. .... 264
287\Heldreiehii Stgr. ...` 39174“ Esp... . : . .. . « -80
. 265 Helena HS. Col... .. 39]? Ilicifolia Z. . . . .. 277
222} Helena Stgr. у. Гус.. 55110 Esp... ..... 41
— 300
Pag. Pag. Рас.
Illotella 7........ 907 Lacunana S.N.. ... 221 | LucellarF.. . +: . 239
Hlustris И. 2: ВИ аещз 2.4... 280] Lucida Hufn...... 132
Imella-Eb.nu se za 229| Laevigaria Hb. . . . . 145| Luctuosa НЪ. Spil.. . 111
Imitaria Hb.. ..... 154 | L-album Г... ". .. 128 Luctuosa S.V. Acont.. 133
Immatata SV. clio 152| Lambdella Don... .. 265| Ludificata Stgr.. . . . 144
Incanaria Hb. . . . .. 144| Lanceolana НЪ..... 226| Lugubris Hb. . . .. 1298
Incarnaria HS. .... 149 Гараева НЪ...... 284|Lunaris S.V.. . .'....188
2 Incarnatana Hb. .. 222| Larissa НЪ...... 64| Lupinus Costa v. .. ; 79
Incertalis Dup..... 205| Lascivalis Ld.. . .. 271|Luridaria Frr. ab... 163
Incertana Tr. . . ... 215|Газегрий Nick..... 246|Luridatella HS. . . . . 210
Incompta Z. . ..... 208|Lata Tr. Agr. un 123| Luridella 2.2... . - 228
Incursana HS. .... 225| Га Stgr. Erom. .. 201| Lurideola Zk...... 109
Indigenata Vill..... . 143| Latonia 1........: 68| Lutea Stgr. em. -» 113
Infirmalis Stgr..... 190| Latreillee Dup. . . . . 126| Luteago S.V.. . . . . . 123
Infuscata Stgr. у. . . 288|Latreillella Curt.. . . 270|Luticornella Z.. . . . - 240
Infuscatella HS... .. 210] Lavaterae Esp. . . . . 81|Lycaon Rott. . . .. 36:9
Ingenua Frr. ab... . 124| Lecheana L...... 213] Lychnidis Е. ab. . . . 130
Ingrata Hb. v. . 183/Lefebvrei God. .... 66|Zyllus Esp. v. . . . . 80
Innocens Stgr. у.... 128|Lefebvrei Rbr.. . . . Е vtt 78
Innotata НЪ....... 179|Lentiscaria Dup. . . . 166| Mfachaon Li... .... 29
Innuba L. ab... ... 120| Leucapennella Hb. .. 275| Macularia Li. .. . » 158
Inornata Ну. ..... 150! Leucocerella Se... . . 233) Maculifera Dgl.. . . . 254
Inquinatellus Б.У... . 204|2 Leucogaster Frr. . . 120| Маега L......... 77
Insolatrix Hb. ab. . . 1353| Leucographella Z.. . . 279| Malacellus Опр. . . . 203
Institalis НЬ....... 199| Leucoloma HS. .... 208| Malacodactylus Z.. . . 282
Insularis Rbr...... 157| Leucomelaena Z. ... 98]? Malinellus 2, . . . . 237
Intermedia Stgr. v.. . 240|Leucomelanella Z.. . . 254| Маюае Li. . . .. ... 83
Irrorata Stgr...... 241 | Leucomelas Esp. ab.. 64) Malwarum Ill... . 81
Irrorella L. ...... 109| Leucophaea SV. . . . 123| Mamurra HS. . . . . : 70
Isabellella Costa... 277| Leucostigma Esp. ab. 125| Мапщапа Е.В..... 219
Isatidalis Dup. . ... 195| Leuwenhoekella L. . . 270| Мапий Ld. Ino. ... 101
? Isogrammata Tr. . . 179| Lidanotica Ld. . ... 39| Manni Mayer. Pier. 33
Istrianellus HS... .. 236| Ligniperda Е..... 112|Margaritosa Hw. ab... 122
Jacobaeae Г. ..... 110) inea, ВУ д 87 | Margarotana НЗ... . 220
Janira L......... 19 Tineola О. nu. 87|Marginana Hw. .. . . 220
Janthina SV... + 119) Linogrisea S.N. . . . . 120| Marginea Hw.. . . . . 277
Janthinana Бир. ... 228 Lipsiana 8.У..... 212 Marloys Bert 0887
Janthinella Hb. .... 207| Livida S.V. ...... 129|Marmorea Hw. . . . . 254
Jasius L......... 56| Lividalis Hb. . . .. 141|Marrubii Rbr...... 81
JoL........... 58| Lividaria НЪ..... 160| Masariformis 0..... 93
Jocosa 7. у....... 151/Lividata Г... 149|Maura Г....... EN д
Jucundellus HS. .... 203| Livornica Esp. . ... 89|Mayrella Z........ 275
Mefersteimiella Z.. . . 255 Loefflingiana L.. . . . 213|Mazzolella Hb. . . . . 233
Kefersteinü HS. у... 102|Loewii Z.. 22.2... 47| Медоп Hufn...... 52
Krueperella Stgr...... 263| Lonicerae Езр..... 103| Megaera L.. ...... /
Krueperi Stgr..... 3ll:Loreys Dup:a..ais 128| Megilliformis Hb. у.. 92
Zaccata Sc.......137!Lorguinü HS..... 55| Melas Hbst.. : . uw 65
137|Lorquinii HS
115| Lotella Zk.
RTE LL 211| Melilotella. Scott... . 275
— 301
Рас. 53 Рах. Pag.
Melliniformis Lasp... 91/Myrtale Klug... ... 42|Ochracea В. у..... 4,80
Mellonella LE". =... 22 ana Tr: >. its 2% 229|Ochrala Se. ...... 144
Melotis Dup. v..'s ». 1 88/Nanatella Stt. . . . .. 244|Ochreana НЪ...... 213
Mendacula НЪ. ab... 119| Мараеае Esp. у. . .. 85|Ochrolitella Stgr. . . . 266
De Нм Ато. 3-23] Мая L....»... 0.4." S5|Oculea Кл 125
? Mendica L. Spil. . . 111/Nemausalis Dup. ... 189|Odyneriformis HS. у.. 93
? Menthastri S.V. ... 111| Nemorana НЪ...... 271|Oleella Boyer. .... 265
BMennerHb:... 1.10, 78| Neriaria НЗ. ..... 142|Oliviella F......... 263
Merdellae 7. affinis . 230|Nerû L, :... . .. . .. 90/Omphale Klug. у... 43
Meridiana Stgr. . . . 217|Netricalis HS. . . ... 182]? Onobrychiella Z.. . . 276
Meridionalis Stgr. у. 60! Neuropterella Z.. . . . 255|Onobrychis S.V. .... 105
Mesomella 2.1... 109|Nevadalis Stgr. . . .. 202|Ononaria Fuesl. . . . 167
Messingiella F,R. 1.238? Hb. .. .. .... .!. 2% 131!Onopordiella 7..... 275
Mehiculosa 1.’ rire, 126 от Hw.. 2.0.54 124|Onopordi Rbr...... 83
Metricella ZU.1. m 262|Nigricana HS...... BRNO: РИ УЕ 130
Metzneriella Z.. . . .. 255| Nigricans L.. ..... 1220Ophialis Tr... са 185
Meyeraria Lah. . ... 164| Nimbella Z. . ..... 2 Opkisareır.. uni. 229
Milhkauseri. Esp..*.1...:118|Niobe, L.. „12! вые 62!Ophthalmicata Ld. .. 164
Miniacea LA. ..... 98] №епз, Stgr.. = es 260| Orbifer Hb. . ....... 84
2 Minimellus Б.У. ... 236| Noctivaga Bell... . . 128|Orientalis Ld. ..... 119
Miniosa 8.V.n.! ле 1350| Noctuella 8.У...... 200! Orientaria Stgr. у... 166
Minorana HS...... 215| Nolaria Hb. ab... . . 124|Orientella Stgr....... 283
MINOR hate: 102|Nonagrioides Lef.. . . 127|Orobana Tr.. . . .. 226
Minusculana Z. у. . . 215| Normalis Hb. . . . .. 201/Ortalidiformis Ld.... 94
Minute. М he 136|Nostrodamus Rbr.. .. 88|Ostrina Hb. . . . .. 135
Mirificaria Lü.. . . .. 171| Notata L. Mac. . .”. . 158|Ostrinaria Hb.. . . . 149
Mnemosyne L. . . . .. 31| N'otata Z. v.? Шо... 10 Ottomana HS... .. 67
Mniszechi HS. .... 70 Nubilana НЪ...... 216! Ottomanus Lef. . .. 49
Moeschleri Christ... 183/Nudalis НЪ....... 1921 Otus Drury. . . .… 117
Moldavica Esp... .. 182| Numeralis Hb. . . . . 197|Oxyacanthae L. . . . . 125
Moldavicola HS. . . . 133|Nurag Ghil . . . : 4. 79|Balealis SN. . . . . . 196
Molellus Tr... . . : . 237| Nymphaea Esp... . 188|Pales S.V. ... ... 61
MonachaM Mers . 116 Nymphagoga Esp. . . 140|Pallicornella Stgr. . . 240
Moniliata S.V.. .... 144 @bductella F.R.. . .. 206|2 Pallidana Z.. . .. 219
Мисаа Gn. ab.. . . . 124] Obelisca Б.У. . . . . . 122) Pallidata Stgr. v. . . 171
Mucidaria Hb. ..... 165|Obliqua Z. .. 22... Рае гон Ze =. 210
Multiguttalis Stgr. 90012 Oblitelle Zu. 228 02 N Prludata № Li 2 .2% 154
Multilineata Mn.. . . . 178|Obscura Stgr...... 123 |Paludicolella Z. . . . . 234
Muricata Hufn. 42. 144|Odscura Stgr. у. ... 270] Palumbella SV... . : 206
Murina Esp. ..... 109|Obscurus 27....... 280! Pamphilus Г. . . . .. 80
Muscalella Е. 1... 231|Obsitalis Hb... . . :.. 141 Pandora S.V. ..... 68
Musculana НЪ..... 212}0bsoleta Hb.... +44 128|Panoptes Hb. ..... 48
Musculina Stgr. ... 251|Obsoletalis Mn. . . . . 181|Pantherina Hb. . . .. 112
Museylosa Hb...... 126| Obsoletaria Rbr. . . . 147| Paphia Г........ 53
Mutata Dr. 1 rives 15310 celusa: Hlbaa 3. wars 125| Paradoxaria Stgr. . . 171
Myllerana., Mise 272|Ocellata Friv. Probl.. 154|Paralia Z. . . . . . . 279
Myopiformis Bkh. .. 91|Ocellata L. Cid. . . .. 172 Рамчапа L.. . . .L 0% 270
Myrmosiformis HS... 99|ОсеПса Hw. .. . - 204] Parnassia Stgr. v..... "55
— 302 —
Pag. Pag.| »
Parthiea Ld....... 76|? Plumbagana Tr... . 227| Pulchella L.......
Parva Hb., 87:47; 136| Plumbiferana Stgr.. . 224 Pulla S.V........
2Pascuella Z.). . 266| Podalirius Г. -. . . .. 28| Pulmentaria Сп. 5
2 PasywangEb. +... 5215] Podana Ses. ce. 00 à 212 Pulmonaris Esp. . ..
Paucipunctella Z.... 255|Podarce 0........ 75|Pulveralis Hb. . . . ..
Paul: Hi mme 136|Podevinaria HS... . . 172] Pumilata Hb.. .....
? Paullella HS. .... 266| Pokornyi Nick... .. 264| Pumilio НЪ.......
Panama. ia 118|Polaris Stgr. Уз... 58 Funclalis S.Y... 277708
Pectodactylus Stgr.. . 281| Politaria Hb. ..... 146|Punctaria L. ......
Pellicalis Stgr. ..... - 289|Pollinalis S.V: ..…..,,.:200|Punciata Fa 7. u.
Pellionella Г...... 230| Polychloros L...... 57|Punctella Pr. ic“ =
Pelopea.Kiug: .f. 40 70| Polygonalis Hb.. . . . 193| Punctivittella Costa .
Péltigera SN. ...0182|Polyodon ‚Lu u. :..2 1 125 Pünctum 0. оса
Pentadactylus L. . . . 282| Polyxena S.V..... . 30] Pungitiella НВ. we.
Penziana НЪ. ......... 2 Pomonella Lise ; 226| Punicealis Б.У. .
° Bepsiformis, Lid : зи. У ЭВИРогсеЦив: Li... ax: 90| Pupillaria Hb. ....
Perlepidana Ну. . 225| Porculana Мп. v.. . . 216|Purgatana Tr......
Permixtaria HS... . . 175|Porphyrina Егг..... 146| Purpuralis L. . . . ..
Perplexella F...... 20b|Porrinata. Z..2 1% 53.0 143| Purpuraria L.. . . ..
Peérsicella SM. se 239 Posterana.Z.. . vit 219| Purpurea Нм......
Perterane: En... as 216 | Poteriella Е... 207 | Purpurina Б.У. ....
Pertusalis НЪ...... 182| Praeformata Hb. ... 170|Pusiella Röm......
Phaeodaciylus Hb. . . 280| Practextalis Hb. ... 191|Pusillata 8.У......
Phegea In. нение 106| Prasinaria Hb. v.. .. 158| Pustulatella 7......
Phlaens Li. saw mes 44| Pretiosana Dup. ... 272| Putaminana Stgr. v..
Phlomidana Stgr.. .. 220) Probaria HS. v..... . 172jPygmaea Stgr......
Phlomidis Gn. Thalp.. 134| Proboscidalis L.. . . . 141| Pygmaealis Dup. . . .
Phlomidis HS. Syr... 84|Procida Hbst. v.... 64|Pylaon F.d.W......
Phlomidis Stgr. Acipt. 282| Prodromella НЪ. . . . 208| Pyraliata SV... ...
Phoebe. SN. 42 259 |Prodigellus:Z: : ss 236| Pyramidea Т......
Phycidella Z. ..... 20 Promutata бп... .-. 162|Pyré SV. N na
Ehrygialis Hb.:.. 4:2. 201 Pronuba Li: sun 120| Pyropella S.V2.l. 45
Pilleriana Б.У. . 213| Pronubana Hb. . . .. 213|@uadrinotella Mn. .
Pinetellus L. . ..... 203|Propinquaria B. . . .. 162] Quercana F... зе.
Pinguedinata 2..... 144| Proserpina 8.У..... 67| Омегсиз Г. Thecla. ..
Pinguinalis L...... 180| Prosopiformis ©. .’.. 99|Quercus S.V. Smer.. .
Dent dr se ge: es 117 | Proto Esp. was! 81|ARaddellus Hb. ....
Pistacina SN...%.. 130|2 Proximana HS. ... 222) Radiosa Езр......
Pityata. Rbr.. u... 164| Pruinata Hufn. . . . . 141|Ramburü HS. . . . ..
Pityocampa S.V.. . .. 116] Pruneticolana Z. у... 220| Rapae L.. ... . . . ..
Plaeida, Friv....…. . 111 Drum SV 55 их 100! Ravula Hb. ......
Plagiata: LME 83%: 170} Pruniana НЪ...... 220|Rectella Stgr. . . . . :
Planella Stgr...... 23061 Pt 20e N 119| Remotella Mn... ...
Plantaginis Г...... 110) Psychidion Stgr. . . . 112| Repandalis S.V.. „у.
Platani Stern... 277\Psylorita Friv. .... 52|Respersa 5.У......
#Plebegella Z: wu 252 Pteridis :E. 5/4, 408 126) Retina Err.. Mina
Plecta Im...) Are; 120| Pterodactylus 1..... 281|Reversata Тт......
Plumaria В.У...... 166|Pudica Езр....... 111 Zehaelica Frau wi
129
126
145
— 303
Pag. Pag. Pag.
Пати Les. M 40| Schaefferella Li . . .. 264| Sophialis F, ...... 195
Rhodochrella HS. Myel. 209/2 Schneideri Z.. . . .. 265|Sororiana HS. . . . .. 220
RhodochrellaHS. Depr. 243| Schrankiana Hochw.. 201| Sororiella 2... .... 206
Rhododactylus Б.У... 280|Seiaphila Stgr. у. . . 129| Spartiella Schrk.... 256
Rhodoptera Mn... .. 252] Scintillella F.R.. . . . 252| Spectrum Esp. . . . . 140
Rhomboidaria S.V. . . 163|Scoriacea Esp.. . . . . 123| Sphyrus НЪ. ab. . 29
Rhomboidea Esp. . . . 120! Scriptura Frr. ab. . . 124| Spilodactylus Curt.. . 281
Rigana Soda +... 213| Scutosa S.V. . . . . .. 132| Spin: S.V. Saturn. . . 117
Biyuata. НЪ. „u... 174|Sebrus Hb........ 55| Spini S.V. Thecla. 71
Rippertü Frr. у.... 54|Secundaria S.V..... 163| Spinula SN... .... 118
Rivulalis Dup. . . . . 184]? Segetana Z. . . . .. 214| Spissilineata Metz.. . 178
Roborella S.V...... 206 Segetum S.V.. ..... 122|Splendana Hb. .... 227
IMAhorss. Zu... лы 277|2 Selenana Z. ..... 226| Spoliata Stgr. ab. . . 150
Rosana Г........ 21218ini „В. 1.4 eue 128|Sponsa Löi- Se 138
Rosearia Tr... . . - :. GS | Semele №. 13:54 Sun. 68| Spretella S.V. . 230
Rostrella Hb. . .... 256| Semiargus Rott. ... 55|Squamosa Mn...... 242
Roxelana Cr. ..... 77|Semirubella Se. . . . . 206| Stabilis SV... . ... 130
Rubr L......:. nn... 42| Senecionana Mn. у... 222| Stachylalis Germ. .. 190
Rubidalis 5.У...... 181 | Separata Етг. у. ... 140|Statilinus Hufn. PARLE À
Rubiginalis Hb.. ... 191] Sepium В. v.. . . . .. 100] Steineriana S.V.. ... 213
Rubricata S.V.. . . .. 151 | берреПа Е.. -.... 9311 Stellaris Zur. 0. +» 272
Rubricostalis Stgr. v.. 181|Serena S.V. ...... 123|Stellatarum L.. . ... 90
2 Rudectella Stt. ... 277|Sericata Lang. .... 126) Stevenaria В. . . . . . 164
Rufana’Hb.... : 0. 14412 Serotinus Z. . . . . 280| Stevenü НЪ. v. . . .. 54
Ruficinctaria бо. ab.. 172| Serpentina Tr.. . .. 124| Stibiana Gn.. . : ... 221
Rufcollis SV... :.. 118| Serratalis Stgr..... 193| Sticticalis L.. ..... 193
Ruficostata 7...... 149 | Serratulae ВЪт... 83| Stipella НЪ....... 255
Rufifrontella Tr. ... 233|Servula Berce. .... 107] Stolida Е. . . . .... 137
Rufillaria HS. . . ... 147 | Sestertiella HS. . . . . 253|Strabonaria Z.. . . .. 155
Rufocincta Hb.. . . .. 124/Sicanaria Z. . . . . .. 156| Straminea Hw. . . . . 217
Rumicis Lies 2% 1198Sichaea, Ld.; ... 4 m 73| Straminella Stgr... . 242
Rupicolalis Hb. :. .. . 201| Siceliota 2. ...... 282| Stratana 2. ...... 214
Russula Тиц. Mass MONSidee. Esp.: à mr 82| Striatella S.V...... 256
Rusticata S.V. .. . 146| Signella НЪ....... 247| Strigana НЪ....... 213
Sacraria EL. 1... 1: 167| Signicostalis Stgr. . . 180| Strigillaria НЪ..... 167
Salicata НЪ....... 172| Silacealis Hb.. .... 190| Stygialis Tr. v. . . .. 202
Saltuella Mn. v.. . . . 207| Siliquana HS... ... 107| Styriacana HS. . . . . 214
2 Salviella HS. . . . . 260| Simpliciata Tr. . . . . 171] Styx HS......... 129
Sambucalis 5.У..... 190|Simplonia Егг...... 36| Suava Hb........ 133
Sanguinalis L.. .... 186| Sinapis L. . ...... 39| Suavella Zk.. . . ... 210
Sanguinella Hb. у... 206| Sinuella F........ 211| Subbistrigella Hw. .. 277
Вао.НЪ. кли 84|Skafiotica HS. ..... 136| Subchlamydala Stgr.. 107
Bartata True Ha 164| Smaragdaria Е..... 142| Subericinella HS... . 255
Saucia.Hbr ir и... 122180ciaria „НЪ.. и. . 162| Subfuscalis Stgr.... 192
Saxonellus Zk. .... 203| Sodae Rbr. ...... 123| Sublutella З4ст..... 243
Scabidulana Ld. у... 217| Sodaliaria HS. .... 145! Submutata Tr... ... 153
Scabiosellus. Sc. .... 235] бойет B.. . . . . . .. 125| Subpropinquella Stt. . 244
Scabra Stgr.. . . . .:. 254|Solitaria Frr. ..... 1161 Subsequella НЪ..... 252
Рав.
Subsericeata Hw. . ..
Subsolana Stgr.. . ..
— 304 —
144] Thyrsis Егг.....
101|Tineiformis Esp. .
Pag.
80| Variata S.V...... .
. 99|Variegana НЪ. Penth..
Pag.
172
220
Succedana S.V. .... 223|Tiresias Rott... ... 45| Variegana S.V. Teras. 212
Sulfusana Zu. une 222| Tirrhaea Сг....... 138| Variegata Dup..... 165
Suffusata Tr... 150]? Tischeriella Z. . ... . 254] Velitaris Rott. .... 118
Sulphuralis L.. .... 15%|Tithonius а есь 8: 80| Velox НЪ. Thalp.. . . 134
Sulphurella F...... 263| Transversariella 7. . . 211| Velox Stgr. Depr. . . 245
Sulphurellum Hw.. . . 274| Transversella Dup. . . 211| Veneralis Stgr. а... 198
Suppandalis Hb. . .. 184|Treitschkei Friv. . . . 132| Venificella Z. . . .. 246
Suppunctaria Z. ab. . 155|Triangulum F...... 57| Venosa Bkh. .... 19
Syenitella HS...... 239] Trifolii S.V. ...... 117| Venustalis Ld..... 184
Sylvanus Езр...... 87| Trinotata Metz... . . 158|? Verbascalis S.V. . . . 191
Sylvestraria S.V.. . .. 152] Trinotellus HS. .... 256| Vernaria L. . ... .. 141
Tabaniforme Rott... 90|Tripunctana S.V. . . . 222| Vespertalis Hb. Меюр. 137
Tabidaria Z. у. .... 156|Tristatella Stgr. у... 262| Vespertalis HS. Herr. 200
ОТ, MN are 86| Tristellus SV. . . ... 204 Vetusta. НЪ. 1. ie 130
Tamara Nordm. ... 39|Trivia S.V........ 61| Vibicaria L.. . ... 156
Zapetzella LAS. . . . 230|Trochilus Friv..... 45|Vicinella Z. . . ... 275
Taras Meig. ab. . . . 88|Troglodytaria HS. ab. 148| Vilella Z.. . . . ... 252
Tome HS’...... 1352| Turbidaria HS. . . x. 151|Velica L.. . . .... 110
Telephassa Hb. .... 69|Turbulentaria Stgr. у. 151| Vinula L. ...... 118
Telicanus Hbst..... 45|Turcica В. ab. Melan. 64|Virbius HS. . .... 77
Telmessia 'Z, 79\ Turcica. Stgr. у. ... 67] Virgaureae L........ 42
Temperatella Ld. ... 266 Turritis O. ab... ... 38| Virginalis Бар. у... 188
Tenebrata Бс...... 131|Tyndarus Езр...... 67| Viridana 1. ..... 213
Tenebrella 7....... 255|Ulula Bkh....... 112] Viridata L...?.... 143
Tenebrionellus Mn. . . 252| Umbratica L. ..... 130] Vitalbata S.V. .... 177
Tentaculella Hb. ... 203| Umbrifera Stgr.. . . . 96| Vitellina Hb. ..... 127
Tenuialis Mn. ..... 185|Umbrosalis Е. В..... 195|? Vitiosella Z. . . . . 250
Tenuicornis Z...... 101| Uneinula Bkh. v.. . . 118| Vittalba Stgr.. . .. 258
Terebinthi Frr. .... 115 Undalis FT... u. sue 189) Vulpinaria HS. у. .. 146
Tergestinella Z. .... 266|? Undecipunctella Mn. 249| Wahlbomiana Li. . . . 214
l'errellar SV. 2 4. fre 252| Unedonata Mab. ... 179| W-album Knoch. .. 41
Tersatu: SN jee 177 Unicata En. a wi 173| Wawaria L. . .... 166
Tesselloides HS..... 84 Unicolor Frr.ab.Eryn. 86| Wockei Stgr. . ... 231
Tesserana 8.У...... 218] Unicolor Stgr.ab.?Mel. 212| Жеша Frr. ..... 65
Testacealis Z. ...., 191| Unifasciana Dup.. . . 213| Xylosteana L. . . .. 212
Testaceata НЪ...... 177| Unionalis НЪ...... 189| Xylostella L.. : ... 239
Testudo S.V....... 112| Unitaria Stgr. ab. . . 168|Xyphia Е. ....... 78
Тата. Е. 4e 129| Uroceriformis Тг.... 93| Фрзйоп Hufn. . ... 122
Thapsiana Z.. ..... 222| Urticae L. ....... 57|Æanclaeus Z. ab. . .. 28
Thapsiella Z. у..... 245| Urticata Li... ..... 189| Zebrana НЪ...... 216
Thaumas Hufn... 87 Ustulellus И. легли 256| Zephyrana Tr. . . . . 217
Theophila Stgr..... 181| Wacciniana Z...... 226| Zephyrus Friv..... 46
Thersamon Езр..... 63| Vagabundella HS... . 265| Zinckenella Tr... . . 206
Thets Klug... en 43|Vandalusialis HS... . 193] Zonodactyla Z. . . . . 282
TABLE DES MATIÈRES.
Bulletin entomologique.
Séances de lar Societe ENTER а,
Extrait du Compte-rendu du Bureau pour 1869 ..........
Liste des membres au 1 Décembre 1870 . ...,.....:....
Matériaux scientifiques.
(Beitrag zur Lepidopterenfauna Griechenlands. Von Dr. О. Stau-
7 dinmgereMitesFafelt. tee о
Beitrag zur Bienenfauna Russlands. Von Dr. Е. Morawitz. .
joleopteres de la Sibérie orientale. Par $. Solsky......-.
Ueber Capnisa Karelini Fald. aus Mangysehlak. Von Dr. G.
Bra PA о Ве ee о
Réponse à l'observation de Мг. Kraatz sur la Capnisa Karelini
Bldsm. bar 8. Solsky... 2.5 «ne se: ето
Revue binliographique . 9. 95.1 ar»
Table alphabétique des noms de genres et (’especes, traités dans
а а RT SN SRE
Pages.
HI—XXI
XXII—XXV
XXVI—XXX
3—304
305—333
334—406
407—408
408
I— XI
XII—XV
EXPLICATION DES PLANCHES.
15
1. Pieris у. Mannii Mayer ©. — 2. Melithea Phoebe у. Caucasica Stgr.
Ф ab. — 3. Melithea Didyma у. Graeca Stgr. $ —-4. Argynnis Pales у. Graeca
Stgr. Ф. — 5. Sesia Ambrifera Stgr. d. — 6et7. Nola Subchlamydula Stgr.
< 2. — 8. Psyche crassicornis Stgr. d. — 9. Agrotis Cycladum Stgr. d. —
10. Mamestra у. Innocens Stgr. $. — 11. Polia Pygmaea Stgr. 9.— 12. Am-
phipyra у. Sciaphila Stgr. ©.
PLATE;
1. Heliodes Theophila Stgr. &.— 2. Acidalia Reversata Tr.? d.— 8. Aci-
dalia у. Turbulentaria Stgr. Ф. — 4. Cidaria Ludificata Stgr. d.—- 5. Cidaria
Unicata Guénée ©. — 6. Aglossa Signicostalis Stgr. d. — 7. Anthophilodes
Baphialis Led. 2. — 8. Stenia у. Gigantalis Stgr. $. — 9. Botys Subfuscalis
Stgr. d. — 10 Botys у. Grisealis Stgr. g'. — 11. Botys Serratalis Stgr. 9. —
12. Botys Helenalis Stgr. ®. — 13. Botys Infirmalis Stgr. dg'. — 14. Botys
Fimbriatalis? ab. Veneralis Stgr. ХФ. — 15. Botys у. Graecalis Stgr. d. —
16. Hercyna Multiguttalis Stgr. Ф. — 17. Eromene Lata Stgr. 9. — 18. Mye-
lois у. Hellenica Stgr. ©.
21. ТЕ.
1. Реп та Phlomidana Stgr. 4. — 2. Grapholitha Plumbiferana Stgr. 2. —
3. Tinea Cubiculella Stgr. 4.— 4. Tinea Atratella Stgr. @. — 5. Micropteryx
Wockei Stgr. d. — 6. Адама Orientella Stgr. $. — 7. Depressaria Irrorata
Stgr. 4. — 8. Depressaria v.? Albiocellata Stgr. 9. — 9. Symmoca Musculina
Stgr. d.— 10. Pleurota у. Graeca Stgr. d. — 11. Pleurota Vittalba Stgr. d. —
12. Pleurota Nitens Stgr. ©. — 13. Dasycera Krueperella Stgr. 4. — 14. Bu-
talis у. confluens Stgr. 4. — 15. Butalis Apicistrigella Stgr. $. — 16. Buta-
lis Rectella Stgr. &. — 17. Butalis Ochrolitella Stgr. 2. — 18. Lithocolletis
Platani Stgr. — 19. Aciptilus Phlomidis Stgr. d.:
I Pieris v Mann Mayer 5. 2. Mel Phoebe v. Caucasıca, Stgr. 2 ab
3Me. Dhdyma v. Graeca, Star 9. 4. Ars Рея v. Wrracca, Stgr. 9. À Ses. Umbrifera ar <
6-7. Nela Subchlamydula, Star S de. & Ps. Crassrcorms Star .S, I Agr Gyeladum, Star. €
10 Mam, © Innecens, Stqr SU Lol Pygmaea, Stgr 9. 12 Атий. v Seaphila Sar
Tiefenbach jar её Se
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/ Hal Theonhıla, Stand 9 Acid Reversata le 6 3 Acad в lurbulenlarıa, Star 9
4 (а, Ludificata, Star 3.5. (id Umeata Guenee. 8. 6. А Suanicosta lis. Star d
7 Anth Banhualıs bed S 8. Steria v Gigantabıs Stqrd 9 Pots Subfuseadts Stand WB». Grisealis, Star: d
ИВ Serratalis Stand 12 B Helenalis Stgr? 15 В Jnfirmahs Star SV B.kimbr? ab Venerakis, Stgr 4
15 Bu. Graccalis, Star. 6. 16 Here Multiquttals Stqr.2. 17 From Lata, Эт 18. Myelois à Hellemca Stqr é
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1 Ат. Phlomdana, Stgr 32. Graph. Flumtbnferana: Мат. ?. 3 Tin: Сиб ее Slgr
4 Tin Atratella, Star ©. 9 Mur Wocka; Stgr & 6. Ad: Urientella, Slgr 9. 1. Der Jrrerata, Star
8 Де: и? Albiocellata, Stgr 2.9 Sym Musculina, Star E10 И к Graeea Star. & ИЕ littalba, Star
12. PI Nitens, Stgr& 13 Das. Krucnerella, Stgr &4.Butv Confluens Star & 19 But Amastrigella Star. d
16 But, Rectella Star <. 11 But. Ochrehitella, Star 2.18. L'ith Platanı, Star. 19 de Виета, Star £
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